ei A. midt; ei K. eiter den) . 74, beute ge Lung.) صورة ك 06 8 Ortrag aften. eiches ngial e des Lohn einge 5 wir eftens erfter inlau Wir Damit De ge Aufe , daf 5 ge 1s." ember, Vor ypten. Mit , recht Cand. at" unyn ig bes wichtigs jeden gerührt and. en ED gt t. 7. No. 207. Mittwoch, 3. Dezember 1884. I. Jahrg. Berliner Volksblall. Organ für die die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Volksblatt" fcheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Wiart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 f. Einzelne Nummern 5 Pf. Postabonnement pro Quartal 4 Mart.( Eingetragen im VIII. Nachtrage der Pofizeitungspreislifte unter Nr. 719a.) Insertionsgebühr beträgt für die 8 gefpaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 f. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerftraße 44. Deutsche Buckersklaven in Honolulu. Manche unserer Leser erinnern sich noch der Bemühungen, welche fich vor ungefähr Jahresfist die Firma Hadfeld in Bremen gab, deutsche Arbeiter zu verleiten, nach den Sandwichsinseln( Hawaiinseln) und besonders nach Sonolulu überzufiebeln. Die Rontrafte wurden gemacht, die Ueberfahrt von den genten bestritten, und eine große Anzahl deutscher Arbeiter folgte dem Lockrufe. Ueber die glänzenden Verhältnisse und Zustände auf ben Sandwichsinseln wurden die Zeitungsfedern in Bewegung gesetzt und sogar einige deutsche Gelehrte suchten biefe Auswanderung zu befördern. Auch im Reichstage tam die Angelegenheit bei der Gtatberathung zur Sprache. Durch einige Briefe aus jenen Gegenden veranlaßt, erhoben der verstorbene Abg. Kapp nb ber Abg. Hafenclever ihre warnenden Stimmen, boch widersprach ihnen der spezielle Freund der Firma Hacks feb u. Co., der Bremenfer Großlaufmann und Abgeordnete 6. 5. Meier. Auch mußten die erstgenannten Abgeordneten och verschiedene unliebenswürdige Privatbriefe in die Tasche Reden. Jest zeigt es sich übrigens, wie Recht jene Herren hatten. Schon im Juni d. J. erschollen Klagen der Ausgewanderten von jenen Südfeeinseln. Dreihundert Pers onen hatten sich nämlich im Februar für die Hackfeld'schen Buderplantagen auf Honolulu in Thüringen anwerben laffen. Diefelben mußten sich auf 4 Jahre kontraktlich verSingen. Am 26. April schrieben nun einige der Angeworbenen einen aufflärenden Brief nach Gotha, andere einen ähnlichen an die Verwandten eines Nachbardorfs. Den einen Brief, der fünf Unterschriften trägt, veröffent lichte feiner Zeit das„ Gothaische Tageblatt". Wir wollen denselben, um das Gedächtniß wieder aufzufrischen, hier um Abdruck zu bringen: Im ersten Monat unserer dortigen Anwesenheit wurden wir gut behandelt; im zweiten Monat tam es jedoch anders; mir durften bei Strafe die Plantage nicht mehr verlassen. Seit vier Monaten fiven wir im Gefängnisse, merden streng bewacht und baben feine Aussicht auf Befreiung. Als wir in Bainana vor Gericht kamen, um uns zu beschweren, wurde ich sagt der eine Briefschreiber als ich mich gehörig aussprach, zusammengebauen. Auch in Honolulu fagt er weiter find wir völlig rechtlos; der Deutsche Konsul thut nicht das mindeste für uns. Er ließ einen an ihn ge= richteten Brief unbeachtet und lam felbst auf die Aufforderung des Marshalls mittelst Telephons nicht. Die Konsuln anderer Staaten machen selbst Verbrecher fiei; Rebodarbot 28 Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forfezung.) Miß Braddon thront in ihrem geräumigen und schönen wir aber schmachten unter dem tropischen Himmel tros unferer guten Rechte im Gefängniß. Leider hat fich seit vier Monaten tein deutsches Kriegsschiff sehen lassen! Was unseren Monatslohn von 16 Dollar anlangt, fo hat solcher teinen höheren Werth als 24 Mart in Deutschland. Bei diesem Lohne tann man troden Brot effen und Kaffee dazu trinken, wenn man sich nebenbei ein Paar Schuhe oder ein fonstiges geringes Kleidungsstüď anschaffen will. Ein Nößel Esig kostet nach Gothaer Selo 40 Bf.; ein Fläschchen Speiseöl 3 Mart; ein Sad mit Mehl( etwa 36 Pfund enthaltend) 8 Mart; ein Pfund Erbsen 40 Bf.; ein Pfund Kartoffeln 10 Pfennig; ein Nößel Milch 20 Bf; ein Pfund Schmeer, der übrigens auf Brot nicht genießbar ist, 1 Mart 20 Pf. Ein Brot für 20 Pf. ist nicht größer als ein Fünfpfennig Franzbrot. Für 2 Mart Käse kann ein Mann bequem zu einer Mahlzeit effen; Wurst und Schöpfenfleisch ist gar nicht zu bekommen. Es wurde uns fogar zugemuthet, Fleisch von verrecktem Vieh zu effen. Als wir uns weigerten, wurde der Here ganz greb. Drei Wochen lang erhielten wir gar kein Fleisch und nicht einmal genießbares Mehl für vieles Geld. Die Männer fielen bei der vielstündigen Arbeit auf dem Felde und bei der tropischen Hize( wie bekannt, liefen vor etwa 70 Jahren die tiefbraunen, fast schwarzen Eingeborenen noch faft nackt umber!) bald vor Hunger um. Anstatt zu helfen, ließ fie der Herr einstecken und mit fe 3 Dollar strafen. Schließlich sollte niemand mehr über Feierabend etwas verdienen. Die das Gebot Uebertretenden wollte der Herr aus dem Hause schmeißen! Einer der Leute, welcher eines Nachts heimlich nach dem 36 Meilen entfernten Honolulu ging, um fich dort Leder zur Arbeit zu holen, weil der Heir tein Leder mehr lieferte, wurde vier Tage lang eingefteckt und mit 5 Dollar gestraft. Der Sohn des einen Arbeiters aus Gotha wurde vom Aufseher dermaßen auf das eine Dhr geschlagen, daß er nicht mehr hörte! Kontrattbruch liege vor; man babe deshalb obschon vergebens vor Gericht geftellt zu werden verlangt. Man erwartet sehnlichst, daß der Reichstag fich der Sache annehme und Hilfe schaffe." So der trostlose Brief. Wir bemerken zu dem Schlusse des Briefes zunächst, baß der Reichstag schwerlich Abhilfe schaffen fann. Bur Sprache wird die Angelegenheit jedenfalls dort kommen. " Die in dem vorstehenden Briefe angegebenen Thatfachen werden auch von den in Valparaiso erscheinenden Deutschen Nachrichten" bestätigt. Dieses Blait dürfte gut unterrichtet sein, da die Dampfer, welche nach den Hawai- Inseln fahren und zurückkommen, meist in den chilenischen Häfen anhalten. Uebrigens wird der oben abgedruckte Brief noch bestätigt durch ein weiteres Schreiben vom 12. September, seligen Baronin gewesen, und damals hatte sie ihn mit seiner Werbung getröstet auf die Zeit, wo die Baronin ihrer nicht mehr bedürfen würde. Seufzend hatte sich der Liebhaber fügen müssen und fand feine einzige Befriedigung in der Treue seiner Verehrung. Die strenge Tugend aber und der würdevolle Tatt seiner Dame hielt ihn beständig in respektvoller Ferne, Bohnzimmer des Erdgeschosses, läßt sich von Tapezierern, und die einzige Auszeichnung, beren er sich erfreute, und Malern. Bohnern, Deforateuren und anderen Leuten ähn der einzige Beweis, daß sie seine langjährige Treue anerwelches verschiedene schon zu Anfang des Jahres 1883 nach den Sandwichsinfeln angeworbene Thüringer veröffentlichen. Auch aus diesem Briefe wollen wir hier das Wesentliche wiedergeben und zwar zum Nutzen der deutschen Arbeiter, welche wir ausdrücklich vor derartigen An= werbungen warnen. Mögen dieselben also auf die Stimme der Verführten achten: ,, Bis Ende des Jahres 1883 waren wir mit unserem Lohne so weit zufrieden. Im Laufe des Monats Januar aber sollten wir Fleisch von einem gefallenen Stüd Vieh nehmen; da keiner von uns diesem Verlangen nachtam, so entstand der erfte Streit. Von nun an ließ man uns fühlen, daß wir Sklaven find. Unsere Kinder wurden auf dem Felde geschlagen. Im Februar kam unser Herr auf Das Feld geritten. Er sprang vom Pferde, nahm die große Lederpeitsche und schlug den 13jährigen Sohn von Heinrich Ludloff. Ich holte den Vater herbei. Als derselbe indessen seinem Sohne zu Hilfe kommen wollte, ließ ihn der Herr ins ,, Kolobus" bringen und ihn vier Tage darin steden." Es folgen dann noch weitere Händel und Verhaftungen. Der Schluß des Berichtes lautet: Wir verlangten wiederholt, vor ein Gericht gestellt zu werden, aber vergebens. Man sagte uns einfach, wenn wir nach Wainana zurückkehren würden, sollten wir frei sein. Darauf wollten wir aber um deswillen nicht eingehen, weil wir auf ein deutsches Kriegsschiff warteten, um da unser Recht zu suchen. Am Oster Heiligenabend verlangten wir wieder, vor ein Gericht geftellt zu werden, wurden jedoch unter Hobnlachen in Das Kellergefängniß geworfen, aus dem wir Abends wieder entfernt wurden. Wir waren unsere 14 Thüringer im Gefängniß, unter uns Kinder bis zu 13 Jahren. wir alle wollten nur unser Recht. Am zweiten Pfingst tag hat der Herr in Wainana die Neger und anderes Gefindel aufgefordert, die deutschen Häuser zu überfallen. Diese drangen in Ludloffs Haus ein und rissen die franke Frau aus dem Bette. Die Männer eilten zu Hilfe herbei, griffen zu den Schießwaffen und verjagten die Neger. Ein Landsmann aus Roburg, Namens Hering, ein Schneider, der zwei Stunden von Honolulu entfernt wohnt, batte meiner Frau Obdach gegeben. Es ist jetzt ein deutscher Natur forscher aus Bertin, Dr. Neuhaus, bei uns gewesen, der hat alles aufgenommen; unsere ganze Leidensgeschichte habe ich demselben aufschreiben müffen, er will ein Buch darüber herausgeben. Wir find jest frei. Hering aus Roburg hat für mich und meinen Sohn für 100 Dollars gutgesagt, Trüschler ist durch einen Deutsch- Amerikaner, Namens Fiänt, frei geworden, Kästner arbeitet seit dem 7. August wieder auf der Plantage, wird aber auch frei gemacht. Nun wollen wir sehen, ob uns das Kriegsschiff wieder zu unserem Gelde fürs Freifaufen vers helfen wird; das Kriegsschiff Leipzig" hat im Jahre " selbst die Königin fich nicht zu scheuen braucht, sie zu reiten; von Seiten unserer Herrin wird ihnen kaum mehr als ein Blid gegönnt." Und ist Mylady zufrieden, so muß Ihnen dieser Blick genügen Mr. Harriers." Ja wohl, theure Miß Lizzy, er muß mir genügen. Aber es bricht mir das Herz, wenn ich sehe, wie die schönen Wagenpferde nur da stehen, um von dem Kutscher spazieren gefahren zu werden, damit sie sich nicht steif stehen im lichen Gewerbes Anschläge machen, Pläne vorlegen, ertheilt fenne, bestand eben darin, daß sie ihm verstattete, an ihrem Stalle, und die Neitpferde nur für den Stallmeister da ihnen Rath oder Befehle, nicht anders, als wäre sie die Frühstückstisch Theil zu nehmen. Serrin selber. Sie bas unter ihrer fchneeweißen Haube hervorblickt, ist so weiß, ist eine Frau von fünfzig Jahren, und das Haar, Die Baronin Davis war gestorben und nun hätte Mr. Harriers an seinem Ziele sein können. Da aber heirathete behren, und Miß Braddon hätte lieber ihr Leben geopfert, mie die Haube felbft; daneben erfreut sie sich einer gewiffen keinen Umständen der Dienste einer so treuen Person entRörperfülle, welche ihrer Person neben der Würde des Alters ein gewisses imposantes Ansehen verleiht. Energie als ihrer Herrin auch nur den kleinsten Kummer bereitet. des Willens, Entschiedenheit und dabei doch Milde und Breundlichkeit bliden aus den kleinen blaugrauen Augen. Nachdem sie einen Theil ihrer Arbeiter angehört und einige Augenblice Ruhe gewonnen hat, nimmt sie ein Buch Es blieb also beim Alten. Mr. Harriers," sagte die Haushofmeisterin, als sie einander gegen berfaßen, sind Sie mit Allem fertig?" " Nicht ganz, Miß Lizzy!" der Ober- Amtmann nahm hervor, um gewissenhaft alle ihre Ausgaben und Einnahmen sich zuweilen die Freiheit, sie bei ihrem Vornamen zu nennen einzutragen, und nun muß fie ungestört bleiben, bis das Rammermädchen ihr meldet, daß das Frühstück fertig sei. It Mr. Harriers benachrichtigt?" fragte die Hausbofmeisterin. " Der Herr Dberamtmann wird sogleich erscheinen!" Es ist gut, Polly." ,, boch ich bin in zwei oder drei Tagen mit Allem fir und fertig." Auch die Wagen renovirt?" " Die Wagen find neu gepolstert, die Geschirre neu ladirt, und das eine habe ich neu vergolden lassen." ,, Es ist gut, Mr. Harriers! Wenn auch unsere Herrin wahrscheinlich bies Jahr eben so wenig von den Pferden sind, der sie jeden Tag auf der Bahn tummelt; und die Wagen, die stehen in den Remisen von Staub bedeckt und von Metten zerfressen ganz unbenutzt. Sie werden ausgebessert und erneuert, und doch wär's eben so gut, wenn fein einziger Wagen da wäre." Miß Braddon feufzte und fah betrübt und ohne zu antworten vor sich hin. Ihnen geht es mit Ihren Anordnungen nicht beffer," fuhr Harriers fort. Mylady beschränkt sich gerade auf die kleinsten und unbedeutendsten Zimmer an der äußersten Ecke eines Flügels, während die großen Prachtsäle und die herrschaftlichen Zimmer ganz unbenugt bleiben." " Leider, leider!" erwiderte Miß Braddon. Vielleicht, Mr. Harriers, wird es noch einmal anders; geben wir nicht alle Hoffnung auf. Ach, erst wenn die Melancholie unsere Herrin verlassen hat, können auch wir froh sein." Jetzt war das Seufzen auf Seiten des Ober- Amtmanns. Wer weiß, wie lange das noch währt!" sagte er. Wir wollen das Beste hoffen," versette fie. Viel" Miß Braddon hatte die Gewohnheit, das Frühstück geweil sie Gesellschaft zu haben wünschte, sondern weil sie sich's doch, daß zu ihrer Ankunft Alles so im Stande ist, thut, als sonst." meinschaftlich mit dem Oberamtmann einzunehmen, nicht, und Wagen Gebrauch machen wird, wie sonst, so gehört's leicht, daß ihr diesmal die Reise nach Italien bessere Dienste als gewissenhafte um sich ihrer Herrschaft nüßlich zu machen, und so benutzte ist, gebührt." fie die Beit des Frühstücks, um mit dem Dberamtmann die Frau jeden Augenblick benußen wollte, Er schüttelte den Kopf. Ich glaub's nicht! Zwölf Jahre lang reist Lady Davis jedes Jahr nach Italien. Im April oder Mai reist sie ab und kommt kurz vor Neujahr schwächer zurück, als im vergangenen." in ihrem beiderseitigen Berufe durchaus nöthige Rücksprache doch, daß ich, wenn ich auch Alles noch so sehr in Ocbs zurück, und mir will's scheinen, fie fommt in jedem Jahr ju nehmen. wie es fich für den Rang einer Dame, wie unsere Herrin „ Das sage ich auch, Miß Lizzy; aber es betrübt mich nung halte, Alles noch so fauber, so praktisch, so bequem Berschwiegen darf indessen nicht werden, daß der Ober- herrichte, schon von vorn herein annehmen muß, daß Alles Haushofmeisterin bewarb. amtmann fich schon seit dreißig Jahren um die Hand der vergebens gethan ist. Da stehen nun sechs Wagenpferde längst diese Bemerkung gemacht. von der reinsten und ebelsten Race; da stehen vier ReitMiß Braddon war damals noch Rammerjungfer der pferde, bie zugeritten find, daß jede Dame Schottlands, daß der Ober- Amtmann fort.„ Warum kommt sie ger Miß Braddon nickte beistimmend, denn auch sie hatte Sonderbar ist aber auch ihre Pünktlichkeit," fubr H 1883 das Geld für die Betreffenden herausgeholt, die rren haben sogar für jeden Tag, den die Betreffenden im Gefängniß verbringen mußten, bezahlen müssen." Diese Angaben des Briefschreibers find als der Wahrheit vollständig entsprechend" außer von diesem selbst noch von neun anderen Auswanderern aus Gotha und Umgegend unterschrieben. Die überseeische Privat- kolonisation der deutschen Handelshäuser hat bis jetzt somit noch wenig Segen geschaffen. Nimmt man dazu noch die Warnung des Handelshauses Wörmann u. Co. in Hamburg, nicht nach der Westküste Afrikas auszuwandern, so muß man sich in der That wundern, daß die Zeitungen in Deutschland so großen Spet takel von dem Kolonisationsgenie der Deutschen machen. Es wird nicht größer und geringer sein, als das der übrigen Rationen, nur daß die Deutschen bis jetzt immer zu spät gekommen find. Und seitdem ist das geeignete Kolonisationsland in der That schon vergriffen. Selbst wenn Fürst Bismarck mit der gesammten Macht des deutschen Reiches jetzt noch überseeische Kolonien errichten wollte, es würde nicht gelingen, da man fruchtbare und gesunde Landflächen nicht aus der Erde zu stampfen vermag. Große Patrioten haben den Blick des deutschen Reichs nach dem Südosten Europas refp. nach Kleinafien gelenkt, damit find wir zum Theil einverstanden. Praktische Männer aber bleiben dabei, daß nichts mehr dem deutschen Volke nußen kann, als die kolonisation im Innern. Politische Webersicht. Mehr Geschüße, bessere Geschüte! Das scheint immer mehr die Parole unserer Zeit zu werden. Kaum hat ein Staat, um den Nachbar zu überflügeln, Millionen für Berbefferung der Waffen verbraucht, so kommt der andere und übertrumpft denselben durch noch kräftigere Instrumente. Diese fortwährende Steigerung auf dem Gebiete der Erfindung neuerer und mehr wirkender Geschüße macht sich in fast allen fog. modernen Kulturstaaten geltend. Keine auch noch so dicke Mauer und feine Entfernung wird bald mehr hinreichen, Schuß dem Feinde zu gewähren, wenn die Technik der Schießwaffen in derselben Weise Fortschritte macht als bisher. Bu diefer Ansicht muß man fommen, wenn man fol gende Notiz lieft: Auf dem Schießplaß der Firma Friedrich Krupp in Meppen haben fürzlich Versuche mit einem 24- Benti. meter Mörser stattgefunden, welche das Aufsehen der artilleriftischen Streise und der Marine in hohem Grade erregt haben. Als größtes Belagerungsgeichüß war bisher in der deutschen Belagerungsartillerie der 21- Bentimeter gezogene Mörser aus Bronze eingeführt, welcher bereits während der Belegerungen der französischen Kriege im Jahre 1870/71 zur Anwendung gelangte und dort große moralische und materielle Wirkung erzielte." Die„ V- Btg." bemertt dazu:„ Der neue Mörser wird natürlich eine noch größere ,, moralische" Wirkung hervorbringen. -Welche Dimensionen wird wohl der nächste Krupp'sche Mörier haben?" B. Ueber den geographischen Begriff der Kongomün Dungen: Die dem Regime der Handelsfreiheit unterworfene Küftenone wird sich auf den Atlantischen Ozean hinaus von SetteCama bis zur Logémündung erstrecken. Ihre Nordgrenze wird dem Laufe des bei Sette Cama mündenden Fluffes folgen und wird von der Quelle deffelben in östlicher Richtung bis zum Verbindungspunfte mit dem geographischen Becken des Kongo, mit Umgebung des Daowebeckens, verlaufen. Die Südgrenze wird dem Laufe des Loaè bis zur Quelle dieses Fluffes folgen wird dem Laufe des Logè bis zur Quelle dieses Fluffes folgen und sich von da nach Often wenden, bis sie auf das geogra phische Beden des Kongo trifft. Am 1. Dezember ist das Krantenversicherungsgesetz in feinem ganzen Umfange in Kraft getreten. Die Vorbereitur gen find wohl in fast allen Orten rechtzeitig( das glauben wir nicht) beendigt; von den Schwierigkeiten, welche Dabei, namentlich in den großen Städten, überwunden werden mußten, damit die Kaffen zum bestimmten Termin in Thätigfeit treten fonnten, legt der Umstand Zeugniß ab, daß diese Vorbereitungen meist erst in den allerlegten Tagen vor Ablauf der Frift zum Abschluß gebracht worden sind. Die Umwand lung der von früber her bestehenden Kassen in Ortskranken faffen sowie die Errichtung von Fabrikkaffen ist noch verhält nismäßig em leichtesten von Statten gegangen, viel schwieriger war schon die Errichtung neuer Ortskrankenkaffen und die Or ganisation der Gemeindeversicherung. Die legtere wird vor ausfchtlich wenigftens in der nächsten Beit noch mangelhaft funktionien, weil man auf diesem Gebiete noch gar keine Er fahrung befigt und zur Beit nicht einmal mit einiger Sicher's heit beurtheilen fann, wie viel oder wie wenig Theilnehmer an derselben sich finden werden. Zur Kongo Konferenz. Die Ausschußanträge, welche am 27. November der Konferenz zur Beraihung vorlagen, lauten: A. Ueber den geographischen Begriff des Konjobeckens: Das Rongobeden wird begrenzt durch die Gebirgsrüden der anstoßenden Flußgebiete, nämlich des Niadi, des Dдome, des Shari und des Nil im Norden; durch den Tangauy kafee im Dsten; durch die Gebirgsrücken des Zambest und des Logé. beckens im Süden. Er umschließt demnach alle nach dem Kongo und feinen Nebenflüffen entwässernden Länderreden, einschließlich des Tangany tasees und seiner öftlichen Zuflüffe. " Diese beiden Beschlüsse wurden einstimmig angenommen. Aus Magdeburg schreibt ein Korrespondent der Volts8tg." Folgendes: Unsere städtische Bauverwaltung, mit welcher fich die Preffe schon vielfach beschäftigt hat man erinnere fich nur der famosen Vorkommnisse beim Bau der Wafferwerke, die zumeist einem Stadtbaurath seine Stellung getoftet haben - wird jest wiederum in der Bürgerschaft hart beurtheilt wegen eines Vorkommnisses, zu welchem der Magistrat fich anscheinend noch schweigend verhält, denn es ist von seinem Einschreiten noch nichts in die Deffentlinkeit gedrungen. Durch schöffengerichtliches Erfenntniß vom 11. d. M. ist der im Vermessungsbureau des Magistrats diätarisch beschäftigt gewesene Geometer Pfalzgraf wegen Beleidigung des Magistrats zu einer Geldstrafe verurtheilt. Bf. haite in der Untersuchung zu seiner Rechtfertigung den Beweis der Wahrheit angetreten; seine Behauptungen waren indeffen im Winter her, zu einer Zeit, da das Reisen in England ungelund ist, und warum bringt fie gerade die Winter monate in ihrem Schlosse zu, wo doch alle Welt weiß, daß das Hochland im Winter feine Reize hat, namentlich für eine Ausländerin, wie sie es ist." Ich habe sie mehrmals gebeten, einmal den Sommer hier zu bleiben. Der Sommer ist so schön hier aaf den Bergen," meinte Lizzy. Ich glaube an ihre Heilung nicht; sie wird immer Schwächer." nach dem Erkenntniß zu allgemein, theils war aus der Beweisaufnahme ein wissentliches Handeln der denunzirten Personen nicht zu folgern. Nur in einem erachtete Falle das Schöffen Gericht den Vorwurf des Mißbrauchs der Amtsgewalt gegen einen Beamten für erbracht. Der Wortlaut des Erkenntnisses heißt betreffs dieses Vunktes: Nur der Beweis ist dem Angeklagten geglückt, daß Stendel fich des Mißbrauchs seiner Dienstgewalt schuldig gemacht hat, denn als solcher muß es angesehen werden, wenn er einen, von der Stadt befoldeten, ihm unterstellten Beamten, den Vermeffungsgehilfen Stein, im vorigen Jahre dazu be ordert hat, in den Dienststunden in Schönebeck in Privats geschäften des Stendel Vermessungen vorzunehmen." Hoffent Glauben Sie, daß sie auch diesmal den Winter hier zubringen wird?" " Gewiß! Sie werden sehen, unangemeldet wie immer wird sie auch jetzt eintreffen, und zwar in der ersten Hälfte des Januar, also in etwa vierzehn Tagen." Bis dahin find wir auch mit den Vorbereitungen im Ech'offe fertig," unterbrach ihn Lizzy. lich werden unsere Stadtverordneten zu dieser Sache nicht schwei gen. Wenn die Hoffnung nur nicht eine trügerische iſt. In Apolda haben bei den Gemeinderathswahlen die Sozialdemokraten einen entschiedenen Sieg erfochten. Sämmt liche Kandidaten derselben, bis auf einen, find in den Ge meinderath gewäblt worden. Die Wahlbetheiligung war eine bedeutende, 75 pCt. der Wähler haben ihre Stimmen abgegeben. Die Sozialdemokraten haben es wie gewöhnlich auch nicht an Rührigkeit fehlen laffen. Leidenschaft des Glüdipiels würde mit der Aufhebung ber Staatslotterie teineswegs verschwinden, sondern ihre Befrie digung im Auslande suchen. -Frankreich. Die Deputirtenkammer setzte bie Berathung der Vorlage über die Reform der Wahlen zum Senate fort und lehnte nach einer längeren Rede des Mi nisters des Innern mit 263 gegen 234 das von Achard einge brachte Amendement auf Beseitigung der lebenslänglichen Senatoren ab. Der Senat wählte die Kommission zur Vorberathung der Vorlagen über die Kreditforderungen für Tongling. Sämmtliche Mitglieder der Kommission werden für die Kredite stimmen und verlangen eine energische entscheidende Aftion. Zum Vorfigenden wurde Admiral Jautéguiberry ge wählt. Der Senat nahm ferner den von Bardour einge brachten Gefeßentwurf, durch welchen die Deffentlichkeit bei Hinrichtungen aufgehoben wird, in erster Lesung an. Der Justisminister Martin- Feuillée erklärte, daß die Re gierung dem Entwurfe zustimmen werde. Die Depu firten tammer genehmigte troß des Einspruchs des Mi nifters des Innern das von Lavargue eingebrachte Amende ment, nach welchem das Mandat als Senator unvereinbar sein solle mit öffentlichen vom Staate honorirten Aemtern. Clovis Hugues erklärte, von dem Blane seiner Frau nicht das geringste gewußt zu haben. In ihrer Wohnung händigte Frau Hugues dem Untersuchungsrichter die Boffarten und Briefe ein, welche fie feit 144 Jahren erhalten hat und worin fie aufs scheußlichfte beschimpft wird. Man sandte den größten Theil der Postkarten unter dem Namen ihres Mannes an falsche Adressen und sie wurden alsdann nach der Deputirtenfammer gesandt, meil ihr Mann auf denselben als Deputirter verzeichnet steht. Die Briefe und Depeschen find so gemeinen Inhalts, daß man sie nicht wider geben kann. Diesem Umstande ist es auch zuzuschreiben, daß faft die ganze Preffe für diese Dame Partei ergreift und die feste Zuversicht ausspricht, daß die Geschworenen te freisprechen werden. Dazu kommt dann noch, daß die Polizei gegen die fogenannien Bureaux de renseignement( Privat- Polizei An stalten) nicht einschreitet. Paul de Cafagnac, der dieserhalb in Der Kammer eine Frage an die Regierung richten wollte, gab bies auf, weil ihm der Polizeipräfekt mitgetheilt, daß fein Geses bestehe, welches ihm geftatte, gegen dieselben einzuschreiten. Uebrigens würde diese ganze Geschichte nicht vorgekommen sein, wenn die Polizei Morin nach seiner Verurtheilung dingfest ge macht hätte. Ernteergebnisse. Es liegen nunmehr die Ergebnisse der von den landwirthschaftlichen Vereinen im Oktober 1884 freisweise bewirkten Ermittelung des Ernte- Ertrages der wichtigsten feldmäßig angebauten Früchte im Jahre 1884 für die preußische Monarchie vor. Nach der vorläufigen Ermitte lung hat sich für den gesammten Staat der Gesammtertrag von Winterweizen auf 15 328 190 Doppelzentner belaufen, also mehr als Mittelernte, welche auf 15 198 297 ge schägt wird und um fast 4 Millionen Doppelzentner mehr als im Jahre 1882 endgiltig ermittelt wurde. interroggen ergab 1884: 51 763 782, also weniger als Mittelernte, welche auf 54 961 837 geschägt wird, aber um mehr als 13 Millionen Doppelzentner mehr, als für 1883 endgültig ermittelt wurde. Sommerger fte ergab 13 001 939 Doppelzentner( Mittelernte ist auf 13 692 323 gefchägt, und im Jahre 1883 wurden 9619 251 endgiltig ermittelt). Hafer ergab nach vorläufiger Ermittelung 33 526 248 Doppelzeniner( Mittelernte ist auf 33 817 390 gefchäßt und im Jahre 1883 wurden 21 254 351 endgiltig ermittelt.) Kartoffeln argaben 1883: 193 446 787 ( Mittelernte ist auf 209 145 786 geschäßt und im vorigen Jahre wurden 142 632 106 endgiltig ermittelt). Also Winterweizen hat mehr als Mittelernte, die übrigen Fruchtarten etwas weniger erg ben, überall aber ist der Ertrag höher als im Vorjahre. Zieht man die Hektar- Erträge in Betracht, so ergeben fich für den Hektar Winterweizen im Jahre 1884: 1515 Doppelzentner, für 1883: 1146( Dettelernie wird auf 1500 ange nommen); für Winterroggen 1884: 1199, 1883: 890( Mittel ernte 1273); Sommergerste 1432, im Vorjahre 1063( Mittelernte 1508); Safer 1365, 1883: 863( Mittelernte 1307); Kartoffeln 9720, im Vorjahr 7168( Mittelernte 10 509). G.wiß," fagte er, find wir bis dahin in Ordnung; und wären wir es auch nicht, sie würde es vielleicht kaum bemerken, denn erschöpft und angegriffen wie sie ist, zieht fie fich ja immer gleich in ihre Zimmer zurück, und bleibt bort Menate lang so gut wie eingeschlossen." Die zweite holländische Kammer hat den Gesezent wurf angenommen, laut welchem während der Regentschaft eine Verfassungsrevision sich nicht auf die Thronfolge erstrecken fann. Damit ist der Möglichkeit vorgebeugt, daß für den Fall, als der König während der Minderjährigkeit seiner Tochter sterben sollte, ein Dynastiewechsel herbeigeführt werden fann. - Den Generalstaaten ist von der Regierung ein Gesezent wurf vorgelegt worden, wonach die Staatslotterie dem Staatsschaße nicht mehr wie bisher 473 000, fondern fortan 661 400 Gulden eintragen soll. Der Finanzminister tritt für die seit einiger Zeit lebhaft angefochtene Lotterie ein und sagt, die Großbritannien und Irland. Ueber die aus Tralee gemeldete Dynamit- Ausschreitung gegen Edinbur House liegen weitere Einzelnheiten vor. Wie es scheint, wurde das Exploftomaterial unter einem kleinen Schwibbogen in dem halbrunden Flügel des Hauses plazirt. Die Gewalt der Gr plosion spaltete die 3 Fuß dicke und 50 Fuß hohe Mauer am oberen Ende, zerschmetterie die 26 Fenster, deren Rahmen herausgeriffen und zersplittert wurden, und zerbrach vollständig Die Möbel in einigen der zunächstgelegenen Zimmer. Selb die Fenster einer in einem Außengebäude bestehenden Equipage wurden durch die gewaltige Eischütterung zertrümmert, unb das 150 Meter entfernt gelegene Glashaus wurde entdacht Mr. Huffey, der Bewohner von Edinburn- cuse, ist bereits feit Jahr und Tag einer gewiffen Klaffe von Irländern äußert mißlicbig und hat seit längerer Zeit nur bis an die Zähne bes waffnet und begleitet von der ihm beigegebenen Polizeiwache feine Wohnung verlassen können; er beabsichtigte binnen Kurjen bie Gegend ganz und gar zu verlassen, und dies, glaubt man müffe bekannt geworden sein und die Verübung des gegen ibn beschlossenen Racheaftes beschleunigt haben. Wian hegt darüber feinen Zweifel, daß die Attentäter mit der Lofalität genau ver traut gewesen sein müssen, da der selbst über Nacht losgelaffene Wachthund fein Alarmzeichen von fich gegeben bat, aber eines bestimmten Verdacht hat die Polizei bis jest nicht. Inzwischen hat Mr. Huffen bei der irischen Exekutive einen Schaden erfazanspruch in Höhe von 1500 str. angemeldet. Times" giebt diese neue Ausschreitung Veranlassung, in de schärfsten Ausdrücken gegen die aufreizende Sprache der irischen Preffe im Allgemeinen, und insbesondere gegen Mißbrauch der Redefreiheit in Jr and zu Felde zu ziehen seien, zwei Reiter, welche nach der Herrin des Schlosses gefragt haben. Du hast doch gesagt, Polly, daß Mylady nicht anwesend ist?" Allerdings, Frau Haushofmeisterin! Der eine der Herren aber, der nebenbei gesagt, ein sehr hübscher junger Mann ist- Offizier fragte nach dem Verwalter oder der Verwalterin. Ich sagte, daß Sie die Stelle der Herrin vertreten." " Wer ist der Herr?" Der Baronet D'Brian; und sein Reisebegleiter ist ohne Zweifel ein Ramerad von ihm." O'Brian?"" Miß Braddon dachte nach.„ Ich fenne mehrere Familien dieses Namens, doch einen Offizier des Namens kenne ich nicht..... Laß' ihn eintreten, Bolly." Nach wenigen Minuten traten der Baronet und sein Begleiter ein. Nachdem die Beiden Bethesda verlassen hatten, hatte D'Brian, geleitet von der Jdee, aß die Bettlerin, welcher er begegnet war, im Zusammenhang stehe mit dem Gegenftande seines Suchens, nicht sogleich seinen Weg nach Davistown genommen, sondern darauf bestanden, zuerst Det Den Bei der gestern in der irischen Grafschaft Down stattgehabtes Ergänzungswahl zum Unterhause, welche durch die Berlegung des bisherigen konservativen Vertreters, 201 Castlereagh, als Marquis von Londonderry in die Bair tommer nothwendig geworden war, wurde der konfervative Kandidat, Kapitän Ker, mit 4487 Stimmen gewählt den von den Liberalen aufgestellten Gegenkandidaten Gram Stord entfielen nur 3998. Die Barnelliten, welche fast de vierten Theil der Wählerschaft bilden, enthielten sich der Ab ftimmung. Auf bie Egypten. Das Schicksal des Generals Gordon erscheint neuerdings wieder ziemlich zweifelhaft. Gegen Aechtheit des Briefes vom 4. November oder doch diefe Datums. welches alle Nachrichten von der Einnahme Chartum durch den Mahdi vollkommen zu widerlegen schien, tauche jest ernstliche 3 veifel auf. So wird es namentlich als u wahrscheinlich bezeichnet, daß es dem Ueberbringer diefes Schreibens gelungen sein sollte, in 9 Tagen den Weg ich es; doch hoffe ich, daß ich auch von Ihnen die Aus funft erhalten werde, welche ich von Mylady zu erhalten wünschte. Ich suche eine Person, die sich in diesem Haufe aufhalten soll oder aufgehalten hat." ,, Und das wäre?" H ,, Gestatten Sie mir zuerst die Frage, wie lange find Sie im Dienste der Dame dieses Hauses?" milie." Ich bin seit dreißig Jahren im Dienste diefer " Ah! so erinnern Sie sich gewiß noch einer Gefell schafterin der Lady Davis, Namens Frida Arnold?" Sie schüttelte den Kopf. DOR Chart ein mo für bi bat, o tampfe find, aberge abend leider bem e und in Aberbr natürli nur ve gefälfd Blaub 20 fchriebe ohne baten Sunfte Dagege fegte. Dat ber mit fta Gregor getreter Tonftit Dem v alsbalt Spiel. Benera Des chil Solivia lich foll Mts i am 29. genehm phisch wechsel 0. M. Rongre ( o and de gegen und ge pathes Jum A freis S meldet, fchrittlic Arafe v befprech ( iduri Hiven R finitive Fraktion Der Ko burgen fponden läufige im Reic Regieru gangen. Seifion feboch b zu denk Geträn der Sd Brogra alled M ,, Nein, mein Herr; eine solche ist in diesem Haufe nicht gewesen. Es waren nach einander, so lange ich Hause bin, mehrere Gesellschafterinnen hier, aber keine ihnen hieß Frida Arnold." ,, Run, so führte die Dame vielleicht einen anders Ramen. Lady Davis hat sie aus Deutschland mitge nommen vor zweiundzwanzig Jahren." Miß Braddon wechselte mit dem Ober- Amb mann einen Blick. Eine Verlegenheit Beider Antlig bemerklich, und mit war auf mit einer gewiffe ,, Sie ist auch in der That zu schwach, um fich irgend noch einmal das Gebirge zu durchsuchen nach jener geheim- Aengstsichkeit hing das Auge des Ober- Amtmann einer" Aufregung auszusetzen," entschuldigte Lizzy ihre Herrin. etwas." Sie erholt sich aber hier in einigen Monaten doch Ja etwas, aber nicht viel." Wenigstens soweit, daß sie die Kraft gewinnt, um wieder abzureisen." Ich bemühe mich vergebens, ihr von der Reise abzurathen; aber jedes Mal im April oder Mai reist fie ab, und läßt fich nicht bewegen, den Sommer hier zu bleiben." Life italienifden Reifen gefallen mir nicht! Es ist nißvollen Erscheinung. Swei Tage lang hatte er mit feinem Gefährten unter unsäglichen Schwierigkeiten die unwegsamsten Strecken durchirrt, von der Bettlerin aber feine Spur gefunden. Erst am dritten Tage eutschloß er sich zu dem legten Versuche, eine Auskunft über seine Mutter zu erhalten, zu dem Besuch auf Davistown. Die beiden Reifenden wurden von Bolly in das Frühstückszimmer der Miß Braddon geführt. Sie verneigten fich respektvoll. Miß Braddon und der Ober- Amtmann erhoben sich. Erstere nahm eine würdevolle Haltung an und saate: " 1 an dem der Haushofmeisterin, als wollte er sagen: soll mich wundern, wie sie fich da herauswickeln wird. " Miß Braddon hatte sich indessen gar bald gefaßt Mein Herr," fragte fie, darf ich wissen, welches Inter effe Sie haben, nach dieser Dame zu fragen?" " Sie ist eine Verwandte von mir." Ah, eine Verwandte...!" Noch mehr, Ma'am; fie ist meine Mutter!" " Ihre Mutter?!" wiederholte Miß Braddon befremb und trat einen Schritt zurüd." Mein Herr, das ist möglich!" ,, Unmöglich? Woher glauben Sie, daß es unmögli vor zweiundzwanzig Jahren aus Deutschland nach Eng holt und wihrend der Zeit, die sie abwesend ist, bis zum 3wed Ihres Besuches auf diesem Schlosse verfehlt haben sei? Ich versichere Sie, die Dame, welche Laby Davi Tode id nächt und erschöpft." Tos Gespräch wurde hier durch den Eintritt der Zofe brochen, welche meldete, daß zwei Herren angekommen Man hat Ihnen gesagt, daß Milady nicht anwesend ist?" „ Ich hörte es, Ma'am, zu meinem Bedauern hörte j land begleitete, war meine Mutter." " Nein, mein Herr," antwortete Miß Braddon mi um S 81 thid meinden Reich ei Staater sleben r geftern arordne Dr. Vä ten Dr. großer gehabt. " und d Ich n bennod würden Ausfu .5 Bradd bung für dei einen Anfang nidte fich hir 219 Bradd < Und m 90 denn $ 1 achtzeh weiß e entfchu dern n 9 Anficht Frühst feien, baupti wollte ficht, i anders 9 gefaßt ber Frie bie นคร th ge hen gur für für ende nge eit ung Re Mi nbe fein Coole gfte Dem e felt mpft unter iden tann und iber Daß Die echen n die An 16 in gab Befes eiten. fein, it ge Cralee bure wurde dem r Er er am hmen ändig Selbft ipage und bacht Sereits Eußert ne bes wache Eurjem man, en ibn arüber u Det affene eines wifchen haben Der in den we ber n den hen. habten ch die Lord Bair rvative Auf Craw aft den Der Ab ordon gen bie diefel Dartum tauche als un Diefe eg von e Aus erhalten Saufe ge find fer F Gefell 8" Haufe e id im eine von anders mitge ber- Amb ar auf gewiffen ntmann en: virb 2 gefaßt Inter befremb 3 ift un unmögli ach Eng by Davil bon m Chartum nach Debbeh zurückzulegen, während um dieselbe Zeit ein mahdistischer Defertur für die Hälfte dieser Tour, nämlich für die Strede von Berber nach Dongola, 15 Tage gebraucht bat, obwohl er wahrscheinlich mit weniger Sch vierigkeiten zu tampfen hatte als jener Bote. Wie groß diese Schwierigkeiten find, dafür liefert die neueste Meldung aus Dongola einen überzeugenden Beweis. Dort ist nämlich am vorigen Sonn abend abermals ein Bote von Gordon angekommen, aber leider mit ganz veralteten Nachrichten. Er war nämlich, nachbem er Chartum verlassen, in die Hände der Rebellen gefallen und in Shendy einige Beit gefangen gehalten. Der von ihm Aberbrachte Brief Gordons ist 8 Wochen alt. Dadurch können natürlich die Zweifel an dem Datum jenes früheren Briefes nur vergrößert werden. Ist aber jenes Datum unrichtig bezw. gefälscht, so würden die pessimistischen Nachrichten erhöhte Glaubwürdigkeit verdienen. " Aus der Republik Bolivia in Südamerika wird gefchrieben: Die Präsidentenwahl in Bolivian hat sich diesmal ohne Gewaltthätigkeiten vollzogen. Unter zweien der Kandis Daten fam ein Kompromiß zu Stande, wonach der eine zu Gunsten des anderen auf die erfte Würde im Lande verzichtete, Dagegen den von seiner Partei defignirten Vizepräsidenten durchfegte. Der von dem bisherigen Präsidenten unterstügte Kandidat der Militärpartei, General Camacho, wurde auf diese Weise mit starker Majorität beseitigt. Der neue Präsident, Herr Gregorio Pacheco( Demokrat) hat am 1. v. M. fein Amt angetreten. Vizepräsident ist Herr Mariano Baptifta, der der tonftitutionellen und Friedenspartei angehört. Das Heer hat dem von den vereinigten Zivilparteien gewählten Präsidenten alsbald gehuldigt, ein in La Paz bisher nicht gesehenes Schaus Spiel. Nach dem Rücktritt des bisherigen Bräsidenten, bes Generals Narciso Campero, ist nunmehr auch die Ratifikation des chilenisch- bolivianischen Waffenstillstandsvertrages durch den bolivianischen Nationalfongres in Gang gekommen. Bekannt lich sollten die Ratifikationen dieses Vertrages bis Ende vor. Mts in Santiajo ausgewechselt werden. Da nun aber erft am 29. September der bolivianische Kongreß jenen Vertrag genehmigt hatte, so mußte die bolivianische Regierung, telegras hisch via Buenos Ayres, hier um Verlängerung der Aus wechselungsfrist nachsuchen, ein Antrag, welcher noch am 30. v. M. von dem hiesigen auswärtigen Minister im chilenischen Rongreß eingebracht und noch an demselben Tage vom Senat and der Deputirtenfammer genehmigt wurde." ( Fortsetzung der Politischen Uebersicht in der Beilage.) Parlamentarisches. -Beim Bureau des Reichstages sind gestern Proteste gegen die Wahl des volksparteilichen Abgeordneten Bayer und gegen die Wahl des der Reichspartei beigetretenen Landvathes v. Goldfus eingegangen. -Gegen die Wahl des Herrn Dr. Hans Delbrück um Abgeordneten des deutschen Reichstages für den Wahl freis Stralsund Franzburg Rügen ist, wie das Greifsw. Tgl." meldet, ein Protest an den Reichstag abgefchidt. Die sozialdemokratische Fraktion bereitet, nach fort chrittlichen Blättern, einen Antrag auf Abschaffung der Todes= trafe vor. Wie die ,, Berl. Bol. Nachr." melden, haben die Vor besprechungen wegen Bildung einer freien wirthschaftlichen ( schutzöllnerischen) Vereinigung" im Reichstage au einem poft ven Resultate geführt, und es wird in diesen Tagen die des finitive Konftituirung ftatifinden. Vielleicht darf man den Fraktionsbeschluß des Bentrums im Sinne einer Erhöhung Der Kornöle als im Zusammenhange mit diesen Bestre bungen stehend betrachten" bemerkt die genannte Korre fpondenz dazu. Wie dem Berl. Att." mitgetheilt wird, ist der vor läufige Entwurf eines Reichs- Versicherungsgefeßes seit Kurzem im Reichsamt des Innern abgeschlossen und den verbündeten Regierungen bereits zur Prüfung und Aeußerung zuge gangen. Daran, daß der Entwurf noch in der laufenden Seffion beim Reichstage zur Vorlage gelangen werde, ist jedoch bei dem gegenwärtigen Stande der Vorarbeiten nicht zu denken. Der deutsche Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke hat bei dem Bundesrath und Reichstag die N form Der Schankgesetzgebung beantragt. Er legt hierzu eine Art Brogramm vor, dessen Haupttendenz Verminderung der über um Schnapstrinfen ist. Die Zahl der Schnaps vertreibenden 28i thschaften und Läden soll zu der Einwohnerzahl der Ge meinden in ein festes Verhältniß gebracht werden, indem das Reich eine höchste Verhältnißziffer fests tt, innerhalb deren die Staaten und preußischen Provinzen die Echranken noch enger Die deutsch- freifinnige Fraktion des Reichstage hat sich geſtern tonstituirt. Bu Borsitzenden wurden gewählt: die Abgrordneten Dr. Virchow, E. Richter, Ridert, v. Stauffenberg, Bieben mögen. ten Dr. Schneider, Witt und Ha'ben. Der Verband keramischer Gewerke in Deutschland hat großer Bestimmtheit, diese Dame hat nie einen Sohn gehabt." " So kann sie es nicht sein," murmelte D'Brian; und doch. " durch seinen Sekretär Profeffor Frühauf eine Betition an den Reichstag gerichtet, welche dahin geht, zur Beseitigung der bisherigen Strafioftateit der unb fugten und gewinnst ötigen Kenntnißnahme und Weitermittheilung von Fabrik- und Gschäftsgeheimnissen( event. der Theilnehmer oder Anstifter hie zu) dem $ 300 des deutschen Strafgesetzbuches folgenden Zusaß zu ge ben: A. 2. Personen, welche als Direktoren, Contoir- oder technische Beamte oder Arbeiter in Fabriken, gewerblichen Unternehmungen oder kaufmännischen Geschäften angestellt sind und Dasjenige, was ihnen vermöge ihres Dienstes oder ihrer Beschäftigung bekannt oder anvertraut oder sonst von ihnen in Erfahrung gebracht worden ist und dessen Geheimhaltung ihnen obliegt, beziehungsweise was sie sich auf unerlaubte Weise in gewinnsüchtiger Absicht aneignen, an andere offenbaren, werden mit Geldstrafe bis... oder Gefängniß bis... b.straft. Die Bettion ist besonders durch den wirthschaftlichen Grund der bedeutenden Schädigung der Geschäfte, Fabriken 2c. durch den Verrath der Angesteuten motivirt und wird auf die Häufigkeit des Vergehens hingewiesen, sowie auch darauf, daß Daffelbe durch den code penal mit harter Strafe bedroht ist und frühere deutsche Partikular- Strafgeseße, z. B. das sächstiche und die thüringischen, ähnliche Strafbestimmungen enthielten. Die Wahlprüfungskommission des Reichstages, so schreibt man, wird tüchtig zu thun bekommen. Bis jetzt find 70 Wahlprotefte eingegangen und derselben zugewiesen worden. Man muß fich auf äußerst lebhafte Auseinander fegungen der Parteien über unregelmäßige Vorgänge bei den Wahlen gefaßt machen. - Die fteben Abtheilungen des Reichstags haben gestern vor der Plenarsizung Wahlprüfungen vorgenommen. Borerst beschäftigte man sich, wie üblich, mit den Wahlen, gegen welche ein Protest nicht vorliegt, um die betreffenden Mandate zu agnostiren. -Zur Beschleunigung des Wablprüfungsverfahrens beantragte der Abg. v. Heeremann, die Wahlprüfungskommission babin abzuändern, daß sie aus fieben Mitgliedern und sieben Stellvertretern bestehe. Für jede bestrittene Wahl sollen vom Reichstag ein Referent und ein Korreferent ernannt werden, welche den bei der Wahl nächstbetheiligten Parteien angehören und das Material für die Kommission vorbereiten. - Der Präsident des Reichstages, Herr v. WedellBiesdorf, hat die Prästdialwohnung am Pariserplay bezogen. Derselbe nahm am Sonnabend sämmtliche Räume des Reichstagsgebäudes bis herab zu den im Souterrain belegenen Ventilationseinrichtungen unter Führung des Bureaudirektors Geh. Raths Knad in Augenschein. -Anderen Gerüchten gegenüber kann die ,, Berl. 3tg." mittheilen, daß das Zentrum in seiner Fraktionsfigung vom vorigen Freitag zwar über eine eventuelle Erhöhung der Getreidezölle debattirt hat, aber einer definitiven Beschlußfassung auswich, weil sich in dieser Frage zwei wohl gleich starke Gruppen in der Sentrumsfraktion gegenüberstehen. Jm Uebrigen febiten auch viele neue Mitglieder in der betreffenden Frattionefizung. -In der Sigung der Budgetfommiffion vom Sonnabend wurde auch die Position bezüglich der neu zu freirenden Stelle eines zweiten Direktors im Auswärtigen Amte abgelehnt. -Auf der Tagesordnung der 7. Plenarsizung des Deutschen Reichstages, welche heute Mittag 12 Uhr beginnt, stehen folgende Anträge: 1. Betrathung des Antrages der Abgeordneten Mundel and Genossen, betreffend die Sistirung des gegen den Abgeordneten Dr. Möller bei dem Landgerichte zu Bromberg schwebenden Strafverfahrens, für die Dauer der gegenwärtigen Seffion. 2. Erste und event. zweite Berathung des von dem Abgeordneten Dr. Windthorst eingebrachten Gesezentwurfs, betreffend die Aufhebung des Gesetzes über die Ver hinderung der unbefugten Ausübung von Kirchenämtern vom 4. Mai 1874. 3. Erste Berathung des von den Abgeordneten Dr. von Jazdzewski und Genoffen eingebrachten Gefeßentwurfs, betreffend die Abänderung des Gerichtsverfassungsgefeßes vom 27. Januar 1877. 4. Erfte und event. zweite Berathung des von den Abgeoroneten Grillenberger und Rayfer eingebrachten Gefeß entwurfs, betreffend die Abänderung des Gesezes vom 15. Juni 1883 über die Krankenversicherung der Arbeiter. -Dem Reichstag ist ferner der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Kontrole des Reichshaushalts und des Landeshaushalts von Eifaß- Lothringen für das Etatsjahr 1834,85, augegangen. - Die Zahl der bis jetzt dem Reichstage, speziell der. Petitions Kommission zugegangenen Petitionen, beträgt 121. Lokales. Das Kuratorium für die Errichtung der Markthallen hielt gestern Mittag eine Sigung ab, in welcher über die Einrichtung der Zentralballe in der Neuen Friedrichstraße folgen Sie blickte bald den Oberamtmann, bald den Frager an, und schlug endlich die Augen nieder auf ihre Schürze. " Ich glaube," antwortete sie zögernd, es war in diesem Hause; oder war es nicht hier, Mr. Harriers?" Verzeihung" fiel hier der Begleiter des Baronets ein. " Ich weiß aus ziemlich bestimmter Duelle, daß diefe Dame dennoch mit der Mutter dieses Herrn identisch ist. Sie würden uns daher sehr verbinden, Ma'am, wenn Sie uns Auskunft geben wollten, was aus dieser Dame geworden ist." Diese Dame ist todt, längst todt!" antwortete Miß Braddon falt. Die Antwort hatte ihr einige Ueberwin bung gekostet; man fab es ihr an. War dies Theilnahme funft war für sie unbedingt nicht maßgebend. für den Sohn? Möglich? Doch vielleicht hatte sie noch einen andern Hintergedanken, denn Mr. Harriers machte Anfangs sehr große Augen, dann, als ob er sich befänne, nidte er einige Male mit dem Kopfe und wiederholte vor ,, Es war vielleicht nicht hier," antwortete biefer sehr befangen. " In dem Falle wiffen Sie nicht bestimmt, daß die Dame todt ist," fuhr Max unerbittlich fort. fich hin: Ja, todt, längst todt. So ist es richtig. Miß Braddon hat ganz recht längst todt." Und wann ist sie gestorben?" Also todt!" wiederholte O'Brian niedergeschlagen. Mr. denn die Frage war direkt an ihn gerichtet. Harriers gerieth von Neuem in Verlegenheit, Miß Braddon aber antwortete statt feiner: Seit achtzehn Jahren, mein Herr, oder neunzehn Jahren. Ich Nun aber bitte ich, mich zu weiß es nicht genau. entschuldigen mein Herr, häusliche Dbliegenheiten verhindern mich, diese Unterredung weiter auszudehnen." " Ja wohl, ganz bestimmt!" antwortete fie mit Entfchiedenheit. Die beiden Freunde schüttelten den Kopf. Diese AusMiß Braddon behauptete, daß die Dame, welche fie suchten, tobt sei, wußte aber nicht, ob sie in diesem Hause gestorben sei oder nicht. Troß der bestimmten Behauptung mußte ihr Tod dennoch zweifelhaft erscheinen. Es entstand eine furze, peinliche Pause. Mar unterbrach dieselbe, indem er den Baronet anrebete: H Mir scheint, daß Ma'am uns doch nicht ganz genaue Auskunft zu ertheilen vermag; es wäre daher wünschenswerth, daß wir uns an Lady Davis selbst wendeten." Das geht unter feinen Umständen, mein Herr," fiel hier Miß Braddon lebhaft ein. ,, Und warum geht es nicht?" fragte Mar. " H Weil Lary Davis nicht hier ist." " Doch kehrt sie jedenfalls in kürzerer oder längerer. Zeit zurück." H Wohl möglich; aber auch dann geht es nicht." Aus welchem Grunde nicht?" Max, der Begleiter des Baronets, mochte wohl der Ansicht seir, daß geschäftliche Dbliegenheiten, welche am Frühstücketsch erledigt wurden, nicht so dringlicher Natur feien, und mochte wohl auch erkannt haben, daß Ma'am hauptsächlich di ses peinlichen Inqui toriums überhoben sein wollte. Er nahm daher auf diese Erinnerung keine Rück- Fremden. ficht, sondern fragte: anders?" " Ist diese Dame hier im Hause gestorben, oder wo Auf diese Frage war Miß Braddon ohne Zweifel nicht gefaßt, und nun gerieth auch sie sichtlich in Verlegenheit. langt. " Weil Lary Davis überhaupt keine Besuche annimmt." " Ah, fie nimmt keine Besuche an?" Rein, fie ist frank und vermeidet den Verkehr mit Wieder schüttelten die beiden Freunde den Kopf. Ihre Hoffnung war von Neuem erschüttert. Die Wahrscheinlichkeit des Todes der gesuchten Person hatte sich allerdings vergrößert, aber die Gewißheit desselben hatten sie nicht er= Sie gingen. Im Schloßhofe bestiegen sie ihre der Beschluß gefaßt wurde: Im Erdgeschoß foll der Deta handel von den offenen Märkten, auf der Gallerie diejenigen Gegenstände, welche einen üblen Geruch verbreiten, wie Stäfe, untergebracht werden. Grobe Holzwaaren sollen in die große Bufahrtstraße zu der Zeit, wenn die Zufahrt der anderen Marktwaaren aufgehört hat, verwiesen werden. Die Fleischverkaufsstände sollen getrennt werden und zwar derartig, daß alle die Händler, welche von außerhalb nach Berlin mit Fleisch, welches nicht auf dem Viehhof gefchlachtet ist, zu Markte fommen, die eine Hälfte des für den Fleischoerkauf bestimmten Raumes und die Händler, welche mit auf dem hiesigen Schlachthof ge schlachtetem Fleisch handeln, die andere Hälfte des Raumes überwiesen erhalten. Weiter tommen in das Erdgeschoß die Fischhändler mit lebenden und todten Fischen, die Obst, Grünfram und dergleichen Händler; der mittlere Raum soll vor läufig für den Engroshandel reservirt werden; hauptsächlich soll der lettere aber unter die Stadtbahnbögen verlegt werden. An den Außenwänden der Gallerie sollen Komptoire für den Engroshandel eingerichtet werden. Die großen Keller: äume sollen nach dem sich ergebenden Bedürfniß eingerichtet werden, je nach dem Haum, welchen der betreffende" Abnehmer ver langt. Als Beleuchtung ist für den Keller Gas, für die Stadt bahnbögen ebenfalls Gas, für die Halle aber elektrische Be leuchtung und zwar Bogenlicht bestimmt. Die Gänge zwischen den Reihen der Verkaufsstände für das pasfirende Bublikum follen 2 Meter breit angelegt werden, die Tiefe der Verkaufsstände beträgt entweder 2,18 Meter oder 2,36 Meter, die Läns genausdehnung soll nach dem Bedürfniß des Miethers abge messen werden. Es sollen vor weiterer Beschlußfaffung erft Proben der verschiedenartigen Verkaufsstände aufgestellt, ebenso Komptoire hergerichtet werden. Reservoire für lebende Fische sollen gleichfalls probeweise hergerichtet werden, und ist in Vusficht genommen, den Boden und die Wände derselben mit Marmorplatten zu belegen. Aus Anlaß der bevorstehenden Weihnachtszeit macht das Reichspostamt wiederholt darauf aufmerksam, daß die Bost anstalten mit größtee Sorgfalt auf die vorschriftsmäßige Ver packung der Postpackete zu achten haben. Beim Eingang bes schädigter Postpäckereien, deren Beschädigung ersichtlich durch einen Mangel in der Verpackung entstanden, ist sofort eine Rückmeldung an die Aufgabepoftanstalt abzulassen und in dieser Rückmeldung der Abiender so genau wie möglich zu bezeichnen, damit die Aufgabepostanstalt in jedem einzelnen Falle den Absender von der in Folge ungenügender Verpadung ent standenen Beschädigung auf Grund der Angaben in der Rück meldung zu benachrichtigen im Stande ist. Bei Eintritt des Winters bringt das Polizei- Präsidium zur Verhütung von Unglücksfällen die Bekanntmachung vom 17. Dezember 1846 in Erinnerung, nach welcher die Benuzung der Eisbahnen zum Schlittschuhlaufen nur auf denjenigen Stellen gestattet ist, wo sich besondere Aufseher befinden. Sämmtliche Erefutiobeamten find angewiesen, auf die Bes achtung der vorstehenden Anordnung zu halten. N. Trichinen. Ein von dem amtlichen Fleisch beschauer in Eifner am gestrigen Tage untersuchtes Stück Fleisch eines frisch geschlachteten Schweines ist von dem Beamten als voll, ständig trichinös befunden und in Folge dessen als ungenießbar bezeichnet worden. Das Schwein war von einem dort in der Beuftstraße wohnenden Landwirth. geschlachtet worden. Wie wir hören, soll noch Niemand von dem Fleisch etwas ge nossen haben. " t. Also doch! Das Vegetarische Speisehaus, Taubenstraße 45, hat sich, um ,, allgemeinen Anforderungen" zu ge nügen, veranlaßt gesehen, neben der, beliebten reinen Pflanzen tost" auch Fleischspeisen" zu verabfolgen und werden fortan die Jünger der harmonischen Lebens veise" mit gewöhnlichen, fleischeffenden Sterblichen in holder Harmonie ihre Mahlzeiten einnehmen. Es ist dies wohl gleich bedeutend mit einem Durchs bruch des Prinzips, denn die Vegetarier werden sich auf die Dauer wohl kaum den verlockenden Düften der Fleischspeisen und ihren Einflüssen entziehen können. In jüngster Zeit ist es vorgekommen, daß Bersonen, welche von Schußmännern zur Bolizeimache wegen irgendeiner auf der Straße begangenen Handlung arretirt und später in Haft genommen wurden, dann jedoch freigesprochen werden mußten, weil sich herausstellte, daß die Eingelieferten das ihnen zur Laft gelegte Vergehen garnicht begangen hatten. Derartige bedauerliche Vorfälle wurden dadurch herbeigeführt, daß die Schußmänner, welche die Arretirungen vornahmen, die Arrestanten den Telegraphisten auf der Wache übergaben, und Die letteren alsdann die Einlieferungs. Anzeige niederschrieben. Dabei ist es nun vorgekommen, daß ein wegen Trunkenheit eingelieferter Mann, der von der Straße fortgeschafft worden und auf der Wache ausschlafen sollte, wegen Bettelns zur haft gebracht wurde, um nach 15 tägiger Untersuchungshaft freigesprochen zu werden. In mehreren anderen Fällen wur den Mädchen mittels des grünen Wagens nach dem Molkenmarkt transportirt, die nach der Einlieferungs- Anzeige fich umhergetrieben, in Wallichkeit aber auf dem Wege nach ihrer Wohnung Straßen passirt hatten, deren polizeiliche Beauf fichtigung in besonderen Fällen für geboten erachtet wurde. Auch diese Angeschuldigten, die leider durch die vorgekommenen Pferde. Als sie dem Thore zuritten, fiel ihnen eine unbeschreibliche Erscheinung in der Nähe desselben auf. Die Hausbeamten und Diener drängten sich und be wegten sich lebhaft vor demselben. Ja Chaine stand Alles bereit, als ob es sich um einen außerordentlich wid tigen Empfang handelte. Das Thor war weit geöffnet, und als die Fremden hinausritten, fuhr ein ziemlich schlichter Miethewagen, bespannt mit zwei Pferden von feineswegs fehr edler Race durch das Thor ein. Die Fenster des Wagens waren geschlossen und die Vorhänge an denselben herabgelaffen. Nach dem Gebahren der Dienerschaft mußte die Berson, welche diefer Wagen barg, von großer Bedeutung oder hohem Range sein. Geaen diese Annahme aber stand das Fuhrwerk felbst im lebhaftesten Widerspruch. Viar fiel dieses sofort auf, und neugierig heftete er seinen Blick auf die verschlossenen Fenster. Da war es ihm, als wenn die Vorhänge zur Seite zurückgeschoben würden und Jemand hinausblickte. Täuschte er fich, oder wer es Wirklichkeit?... Das Antlig einer bleichen Frau war's, bas er gefehen hatte. Höre, Felir," sagte er, als sie eine Strecke geritten waren ,,, ich glaube, der Wagen brachte niemand Geringeres als Lady Davis selber." ,, Wohl möglich, Max," sagte Felix mit einem Seufzer. ,, Doch was nüßt es? Lady Davis nimmt feine Besuche an. Von ihr würden wir keine Auskunft erhalten, und ich fange jeßt wirklid, an zu glauben, daß meine Mutter in der That todt ist." Wenigstens mußt Du das annehmen," versette Mar, benn jetzt weiß ich in der That keinen Weg mehr, auf welchem wir bestimmtere Nachrichten erhalten fönnen. Was also nun?... Wir sind in England fertig und können nach Indien zurückkehren." Max, ich weiß nicht, was mich hier noch fesselt. Die Trennung wird mir schwer. Es ist, als ob eine nnfichtbare Gewalt meinen Schritt hemmte und mich in diesem Gebirge festhielte." Diese unsichtbare Gewalt kenne ich," antwortete scherzend. Es ist das schöne Fräulein von Schloß D Habe ich Recht?" ( Fortseßung gverständiffe mehrere Tage in haft bebalten worden waren, mußten freigesprod en werden. Wegen solcher Ungehörigkeiten find rzlich mehrere Schugmänner mit Arrest bestraft wo: den. Das königliche Polizei Präsidium hat dem königlichen Amtsgericht I bier, welchem die unschuldig Berhafteten vorgeführt wurden, Anzeige von der erfolgten Bestrafung der betreffenden Beamten gemadt und gleichzeitig angeordnet, doß Schuß männer, welche für die Folge eine Arretirung vornehmen, auch angehalten werden, die Einlieferungs- Anzeige felbit nieder zuschreiben, um ähnlichen Vorkommniffen, wie oben geschildert, vorzubeugen. Ein Noman aus dem Leben. Am 23. November, Sonn tag, tam mit dem Zuge der Nordbahn auf dem Bahnhof Hernsdorf eine junge Dame an, die fich dort verdächtig machte und infolgedeffen angehalten wurde. Sie gab an, die 19 Jabre alte Tochter eines Gastwirths im Mecklenburgischen zu sein und ihrem Geliebten, einem jungen Fuhrberrn, nachgereist zu sein, um in Berlin gemeinschaftlich mit diesem den Tod zu fuchen, da thie Eltern in eine Heirath nicht willigen wollten. Noch in der Nacht wurde das junge Mädchen von Hermsdorf zu dem Amtsvorsteher nach Dalldorf gebracht, von dem sofort an die Eltern telegraphirt, die Lebensmüde aber bis zum Ein treffen der Eltern in fichern Gewahrsam genommen wurde. Am nächsten Tage erschien auch schon der Vater, um feine Tochter heimzuholen. Inzwischen hatte aber auch der Bräutis gam Kenntniß davon erhalten, in welcher Weise der gemein schaftliche Entschluß der Liebenden vereitelt war, und auch er erschien noch am Montag in Dalldorf. Alle drei lagen fich, allen Groll plöglich vergessend, in den Armen und traten dann gemeinichaftlich die Rüdreise nach der Heimath an. Die Eltern scheinen jegt der Verbindung der jungen Leute nicht mehr ertgegentreten zu wollen. Der umgedrehte Spieß. Im Zentrum der Stadt wurde im Sommer d. J. in einem vom besseren Publikum besuchten Restaurant ein alter Rentier ertappt, als er Zeitungen aus den Beitungshaltern und Mappen heraustig und einsteckte. Vorzugsweise hatte er es auf die illuftrirten Journale abge fehen, die gleich am ersten Tage ihres Erscheinens in die Rod tasche des alten Herrn wanderten. Eines Tages wurde der Saft hart von allen Seiten beobachtet, als er das Hauptblatt des Kladderadatsch" aus der Zeitungs- Mappe herausgenommen und fich eingesteckt hatte. In Gegenwart der anwesenden Gäste mußte fich nun der Zeitungsdieb bequemen, die Zeitung berauszugeben und dann sofort das Gafilokal zu verlassen. Der Sohn des alten Renti rs glaubte aber, Veranlassung zu haben, die Behandlung als„ Ehrentiäntung" aufzufaffen; er ging nach dem erwähnten Lokale und schlug einem Kellner, der dem alten Herrn, welcher anfänglich die That beftritten, das corpus delicti aus der Tasche gezogen, ins Gesicht. Diese Handlung hatte zur Folge, daß der Kellner gegen den Sohn, einen in der Brüderstraße wohnhaften Kaufmann, die Be leidigungsklage anstrengte, während der Restaurateur den alten Rentier wegen Diebstahls zur Anzeige brachte. Die Anklages schrift ist demselben inzwischen zugegangen. Auch ein„ grober Gottlieb." In einem unserer benach barten Dörfer fand sich vor einigen Tagen einer der reichsten Bauern des Drtes veranlagt, einen seit zwei Jahren bei ihm befchäftigten Knecht wegen Widerspenstigkeit Knall und Fall zu entlaffen. Bei seinem Abzuge bat fich der Entlaffene sein Dienstbuch aus, in welches der Dienstherr dem Knechte ein schrieb, daß der Knecht zwar durchweg ehrlich", aber wegen Grobheit" habe entlassen werden müssen. Drei Tage waren nach der Entlaffung vergangen, als dem Bauer einfiel, daß er in dem Dienstbuche des Knechtes seine größeren Kaffenscheine aufbewahrt und vergeffen hatte, vier Einhundertmattscheine, die er kurz vorher hineingelegt, wieder herauszunehmen. Der Bauer begab fich zum Drtsschulzen, der ihm versprach, den Aufenthalt des Knechts zu ermitteln; als nun aber der Schulze Die diesbezügliche Anzeige an das Landrathsamt erstatten wollte, ftellte fich heraus, daß der Snecht während seiner ganzen Dienstzeit niemals gemeldet worden war, und daß der Bauer den Vatersnamen desselben garnicht fannte. Er wußte nur, daß er Gottlieb" hieß und aus der Provinz Bosen ge bürtig sei. His jest find bereits 14 Tage nach der Dienstent laffung des Knechts vergangen; aber Gottlieb" hat sich mit den mitgenommenen 400 M. nicht wieder sehen lassen. g. Zwei junge Damen wurden gestern Mittag von einem Mann in der Prinzenstraße in unfläthiger Weise belästigt. Als man einen Schußmann auf dieses Treiben aufmertiam machte, floh der Mann in das Msfolf'sche Haus auf dem Morigplay, woselbst er die Vordertreppen hinauflief. Hier wurde er ergriffen und unter großem Gefolge nach der nächsten Bolizeiwache fiftirt. " " im Strede begleitete. Der Lehrerin selbst war dann von der Persönlichkeit des Fremden und seiner Unterhaltung faum mehr in Erinnerung geblieben, als daß derselbe ein Herr von elegantem Aeußeren und in den besten Jahren gewesen, doch fie sollte bald wieder an ihn erinnert werden. Einige Tage nach ihrer Rückkehr in die Reichshauptstadt kam nämlich von ihm ein Brief mit einem furzen und bündigen Heirathsantrag. Unserer Heldin erschien indeß, wie der Berliner sagt, das ganze als Mumpig" und fie nahm keinerlei Notiz von dem Schreiben. Es vergingen wiederum einige Tage, da wurde fie in ihrer bescheidenen Wohnung von einer älteren Frau aufgesucht, die für ihren Sohn, den Fremdling aufgesucht, die Walde, den Briefschreiber und wohlfituirten Fabrikanten in Dresden, Witmer mit einem dreijährigen Kinde, den Heiraths antrag wiederholte. Doch auch jest wurde das Eis des Migantrag wiederholte. Doch auch jezt wurde das Eis des Mißtrauens zu dem undenkbar scheinenden hymenäischen Glück bei der jungen und schönen Lehrerin noch nicht gebrochen. Sie ers bat fich von der Dame zwar Bedenkzeit, reagitte indeß während derselben in feiner Weise auf den wiederholten Antrag, bis nach Ablauf jener endlich der richtige postillon d'amour in der Person eines jüngeren Bruders des von Amors Pfeil auf der romantischen Tour im Thüringer Walde so schwer getroffenen Fabrikanten aus Dresden erschien. Wiederum erbat fich zwar Die so dringend Umworbene Bedenkzeit, dann sagte sie zu, freilich nur vorerst, um in Begleitung des jungen Abgesandten die Reise nach Dresden zu einem Rendezvous zu unternehmen. Hier aber schmolz das Eis, womit die Jungfrau ihr Herz umgürtet, bald vollends; denn nicht nur fand sie die Berhältnisse ihres Anbeters genau so, wie ihr dieselben von Mutter und Bruder beschrieben worden waren, sondern ihre Erwartungen wurden noch bei weitem übertroffen; denn der liebestrante Fabrikant gehörte zu den reichsten Industriellen in Elb- Athen. Damit waren alle Bedenken gehoben. Nach wenigen Stunden war das bindende Jawort gegeben und die Berlobung wurde im engsten Familien- und Freundeskreise gefeiert. Vor wenigen Tagen aber fand dieser freundliche Herzensroman, der vor anderen Romanen nur den nicht zu unterschäßenden Vorzug der thatsächlichen Wahrheit hat, seinen befriedigenden Abschluß vor bem Standesbeamten und die beglüdte junge Frau zog in die reichausgestattete Villa zu Dresden als herrin ein. Nun fage man noch, daß unsere Zeit allzu nüchtern und prosaisch wäre! t. Wieder ein Doppelgänger. Dem Privatsekretär T., welcher, von Geschäften im Innern der Stadt nach seiner im Norden belegenen Wohnung zurüdkehrend, den Koppenplas paffirte, trat am Montag in der Mittagsstunde ein Arbeiter mit freundlicher Begrüßung und der Frage entgegen, wie es ihm gebe? Die Begrüßung ebenso freundlich erwidernd, schaute T. den Fragesteller verwundert an, worauf dieser höchst verlegen fragte, ob er nicht herr H. sei? Auf die verneinende Antwort fügte der Arbeiter hinzu, daß er dem T. bereits mehrere Male begegnet sei und fich nunmehr in der festen Ueberzeugung, daß er H. vor fich habe, entschloffen habe, ihn anzusprechen, zugleich für seinen Frithum um Entschuldigung bittend. 2., dem es bisher noch nicht bekannt war, daß er einen Doppelgänger habe, resp. selber einer sei, ließ sich, um ferneren unliebsamen Verwechselungen vorzubeugen, fofort einen Theil seines Bartes abnehmen. N. Von der Eisenbahn überfahren. Ein schwerer Unglücksfall, der bereits den Tod eines Menschen zur Folge hatte, ereignete fich, wie uns nachträglich berichtet wird, am Sonnabend Abend auf dem Anhalter Bahnhof. Ein dort mit Reparatur eines Roupees II. Rlaffe beschäftigter Sattler wollte sich nach beendigter Arbeit über den Bahntörper nach Dem Berron begeben. Jm Begriff, dem einfahrenden Stadt bahnzug auszuweichen, trat der Erwähnte auf das Geleise der Personenzüge und wurde hier von der Lokomotive eines abgehenden Buges erfakt, zu Boden geworfen und ihm beide Beine abgefahren. Tros sofortiger ärztlicher Behandlung und trop sorgfältigfter Pflege gab der Verunglückte bereits nach wenigen Stunden unter den fürchterlichsten Schmerzen seinen Geist auf. Gerichts- Zeitung. g. Eine Karte mit der Aufschrift Freibillet nach Dalldorf mit Benußung der Gummizelle" bildete gestern vor dem Rönigl. Schöffengericht den Gegenstand einer An tiage gegen den Kaufmann W. W. hatte erfahren, daß Frau B. zu ihrem Dienstmädchen gesagt hatte: Herr W. ist ja verrüdt!" Hierauf faufte W. eine Karte mit der Eingangs erwähnten Aufschrift und sandte fte der Frau B. per Post zu. Darauf verklagte Frau B. Herrn W. wegen Beleidigung. In dem geftrigen Termine vor dem Schöffengericht erbob. zu nächst Gegenllage wegen der Aeußerung, welche Frau B. zu threm Dienstmädchen in Bezug auf ihn( W.) gethan. Im Weiteren motivitte er seine Handlungsweise folgendermaßen: Wenn Jemand sage, er( W.) sei verrückt, so behaupte er, daß derjenige- mindestens auch verrückt sei, und da Verrückte nach Dalldorf gehörten, so habe er der Frau B. die Karte über fandt, damit sie Beide draußen zusammentreffen könnten(!). Es liege also von beiden Seiten eine Beleidigung vor, wes halb er um Stompensation bitte. Der Vertreter der Frau B., Rechtsanwalt Raphael, erklärte, daß eine volle Kompensation nicht stattfinden könne, weil die feiner Mandantin angethane Beleidigung eine viel schwerere sei und deshalb beantrage er die Verurtheilung des W. Der Gerichtshof schloß fich den Ausführungen des Anwalts an und verurtheilte unter FreiSprechung der Frau B. den Kaufmann W. wegen des Uebergewichts der Beleidigung zur Tragung sämmtlicher Gerichts und Anwaltskosten. a. Gefaßte Diebe. Ein dem Goldwaarenhändler D. ges höriger Schautasten war am 7. November cr. Abends gegen 5 Uhr mit Goldwaaren im Werthe von ca. 3000 M., welcher am Hause Pionierstr. 5 befestigt war, geftoblen worden, und der erbrochene und seines Inbalts beraubte Raften wurde am nächsten Morgen auf dem fiskalischen Terrain in der Nähe der Bärwaldstraße vorgefunden. Mit Rücksicht auf die große Frequenz in der dortigen Gegend und auf den Umstand, daß Der entwendete Schautasten durch zwei starke Vorlegeschlöffer befestigt war, nahm die Kriminalpolizei an, daß fich mehrere Personen an der Ausführung Dieses Diebstahls betheiligt baben. Die sofort eingeleiteten Nachforschungen führten zu dem Ergebnis, daß vier der Behörde bekannte Diebe den Diebstahl ausgeführt haben, und zwar der Arbeiter" Knauth, welcher bei seinen Diebesgenossen den Spiẞnamen ,, Bismark" führt, der Arbeiter" Brudelow mit dem Episnamen Weiß topf", der Arbeiter" Bocksch mit dem Spignamen„ Rigdorfer" und der Kaufmann Heute mit dem Spignamen„ KaufmannsKarl". Diese vier Bersonen verkehrten sämmtlich fast täglich in einem in der Nähe des Thatortes befindlichen Raffeelotal und maren auch am Tage des Diebstahls daselbst gewesen und furz vor 5 Uhr Nad m. zusammen fortgegangen. Ein und eine balbe Stunde später waren sie in das Kaffeelolal zurückgelebrt um Kaffee zu trinken und hatten sich seit dieser Beit in dem Lokal nicht wieder sehen lassen. Nur Heute fam in den fol genden Zagen ab und zu wieder in das Kaffeelokal, und dieser wurde auch dort ergriffen. Bockich wurde einige Tage später auf dem Belle Alliance- Play festgenommen. Knauth und Brus below find seit dieser Beit aus Berlin verschwunden und ihr Aufenthalt hat sich nicht ermitteln lassen, wahrscheinlich halten fie sich in der Umgegend Berlins auf. Heute, welcher Anfangs die Betheiligung an dem Diebstahl in Abrede stellte, bequemte fich erst dann zu einem Gefiändniß, als der inzwischen ermittelte Hehler eines Theils der gestohlenen Goldwaaren, Maler. in der Mariannenstraße, erklärte, mehrere Armbänder, fanze Ep'nde S. Hirge, Manschettenknöpfe c. von dem heute gekauft zu haben. Anscheinend S. nur einen Theil der gestohlenen Gegens Runenalten, über den Berbleib der übrigen gestohlenen Sachen hat fich bisher nichts ermitteln lassen. Dieselben sollen nach einer Andeutung des Heule eingeschmolzen sein. Heule, Bockich und der Maler S., welcher wegen Hehlerei bereits vor bestraft ist, find zur Haft gebracht worden. Hausfriedensbruch.„ Na, wissen Se, Herr Jerichtshof, id habe vor allens janz alleene jesorgt; nu all int dritte Jahr habe ich ihm jereenigt und jeflidt, ihm ooch int Monat Of tober jänzlich bei mir injenommen, indem id' t jut mit ibn vor hatte," deponitte die verehelichte Bertha Hermine Schmidt, geb. Lobring, eine 32 Jabre alte, fäftige Frau. vierte Stunde tam, wo er mir doch de Waare nach' n Marcht helfen muß, da barmte er um jut' Wetter und weente, det et ihn so wabbelich sind däthe. Jd sage aber: Wat denn noch? Angell.: det Jeschäft jeht vor' t Verjniejen! Vors.: Es handelt fich hier einzig um den Vorgang in der Destillation. Nu sage id, Willem, sage id, son fauler Zauber paßt nich uf meine Walze. Jd wäre Dir' n Froschen jeben, dette Dir unterwejens in' ne Apteke son jrienet Beijet koofen kannst; aber weiter wird nischt verzappt. Meife Dir die Ville. Voif.: So kommen Sie doch aber zur Sache. Angell. Wie id nu det Kribbeln in de Fingern liegen daht und ihn eene fefferte, det er denn ooch man janz Kleene wurde un mir' n bisfen an di hand jung. Die Leite in de Profinz wer'n nu aber mehrschtendeels dumm jeboren un lernen ooch nischt jut. Wo er mir mit'n Korb Aleppel nachkommen soll, setzt sich det anterwejens in' ne Destille feste. Det is nu aber irade wat vor unse Muttern ibre Dochter. Wie id uf' n Marcht tomme un ihm nich jewahre, weeß id doch ooch schon, wat de klode ieschlagen hat. Jak jebe de Müllern meine Waare in Dbacht un, wat stehst de, wat kannst de, loofe id retour. Un richtig, id treffe ihm in de Destille. Det war ihn nu schon nich schnuppe; aber er ließ sich nischt merken und sagt zu den Bu difer: Nu plumpe mir schon noch eenen in, der Otto Bell mann beeßt, son richtijet Jift; denn were id woll Inade int Leib friejen." Deinen blauen Wunder wirfte haben, wenn de nich fleich losjondelft, sage id dadruf, indem sone zoddeliche Bucht nich mein Fall is. Nu kommt aber der Kneipjee hinter'n Ladendisch vorjesprungen un starrt mir mit seine Kulpen an, als wenn er eenen uffreffen wollte, wo ick denn sage, det et'n Scheusal in meine fießen Dogen find dähte, wodrieber er fich mächtig boßte. Vorf.: Wurden Sie nun vom Wirth zum Weggehen aufgefordert?- Angell.: Mir derf erscht teener fagen, det id de Dühre von draußen zumachen soll; wennt Beit is, jebe id von janz alleene meine schiefbeenijen Weje. Jd sage denn ooch bloß zu den Mann, det et Wachs jeben bähte, wenn mir eener an'n Wagen tommt, wat ihn vers schnuppte. Vorf.: Entfernten Sie sich nun?- Angell.: Ronnt' id denn ohne Willem? Der hatte toch de Aeppel, ließ fich aber von den schlechten Kerl ufwiejeln, wat doch so ville Vorf.: wie Meiterei is, wo Buchthaus druf stehen dubt. Sie sollen nun abfichtlich einen Tisch umgestoßen haben, so daß die auf demselben stehenden Gläser zerbrachen. Angefl.: Keene Ahnung, Herr Jerichtshof; stimmen duht bloß, det fich Willem jejen mir uflehnte, wat doch jewissermaßen Ufruhr is; un wie id ihn nu derentwejen eene verwische, is er mit eenen Wuppdich untern Disch' run, wo id ihm denn aber mit meine Alogpantinen etlich vertachelt habe, wobei der Disch natierlich umtippte. Wie'n Lamm fam er denn ooch mit nach'n Marcht. Durch die sonstige Beweisaufnahme fonnte das Vergehen der Sachbeschädigung nicht festgestellt werden, da es unerwie sen blieb, ob der Tisch abfichtlich umgestoßen wurde. Dagegen erschien Hausfriedensbruch in vollem Umfange dargethan, so daß die übrigens mehrfach vorbestrafte Angeklagte zu einer Gefängnißftrafe von drei Tagen verurtheilt ward.( Ger. Stg.) Wegen Beleidigung des Polizeilieutenants v. Manteuffel hatte fich gestern der Hauseigenthümer Toepfer in der Potsdamerstraße vor der 93. Abtheilung des hiesigen Schöffen gerichts zu verantworten. In dem Hause des Angeklagten bes findet fich das Polizei Revier, dessen Vorstand Lieutenant von Manteuffel ist. In der letteren Beit haben sich die gegen den Angeklagten wegen allerhand Uebertretungen in seiner Eigen schaft als Hauseigenthümer erlaffenen Strafbefeble ganz erbeb lich vermehrt. So wurde auch dem in dem Kellergeschoß des gedachten Hauses wohnhaften Schuhmachermeister Kern aufge geben, den Keller mangels der vorgeschriebenen Dimensionen fernerhin nicht mehr als Wohnung zu benußen. Daraufhin hat Kern mit seiner Familie auch in den bezeichneten Räumen nicht mehr gewohnt und geschlafen, aber die Möbel darin be laffen und auch, da er das fragliche Zimmer als Arbeitsraum inne hatte, in demselben seine Mahlzeiten eingenommen. Am 1. Juni cr. erschien bei dem Schuhmacher Kern der Schußmann Wilfe, forderte denselben bei Vermeidung von 3wangsmaß regeln auf, bis zum Abend seine Möbel aus dem Werkstatts raume zu entfernen und in demselben auch nicht mehr zu essen. In diesem Augenblick war der Argellogte herzugetreten und ertätte dem Kern gegenüber:„ Sie brauchen sich nach diesem Befehle nicht zu richten, das ist eine Chikane. Ich werde mich befchweren, zwei Bähne find ihm bereits gezogen, nun werde ich dafür sorgen, das ihm auch der dritte gezogen wird." Der Staatsanwalt erachtete diese Ausb: ücke über die Grenzen der Berechtigung hinausgehend, beantragte aber bei der begreiflichen Aufregung, in Der fich der Angeklagte befunden hat, nur eine Geltstrafe von 20 M. Rechtsanwalt G. Kauffmann als Bet theidiger nimmt für einen Mandanten den Schuß deß§ 193, Str.-.- B., in Anspruch und beantragte reffen Freisprechung. Diesem Antrage entsprechend erkannte der Gerichtshof, indem er den Vorwurf der Chitane als eine nicht unberechtigte Be zeichnung des gefeßwidrigen Verlangens zum Fortschaffen der Möbel und im llebrigen die Ausbrüde swar für unpassend, aber nicht beleidigend erachtet. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. " Av Auflösung einer Arbeiter Jnvalidenkasse. Die Allge meine Arbeiter Kranken- und Invalidenfaffe, die weitaus be deutendste aller in Wien und in Cesterreich bestehenden beiter- Bereinigungen, hatte für gestern Nachmittags eine außer ordentliche Generalversammlung im Grünen Jäger", Hunds das Echicial threr Jnvaliden taffe herbeizuführen. Diese Kaffe ift bekanntlich von der Regierung und im Verlaufe eines Re gerichtshofe als Versicherungsgesellschaft bezeichnet und soll dem Vors.: gemäß besteuert werden. Der Ausschuß war jedoch der Anficht, daß die Kaffe unter solchen Umständen nicht mehr lebensfähig sei und deshalb unter möglichster Wahrung der Rechte ihrer Die diesbezüglichen An träge wurden von der aus etwa Bersammlung mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Sie fonnten doch unmöglich die Absicht haben, den Zeugen zu beirathen? Angell.: 3, wo wer' id denn? Jd habe de Näfe voll. Aber warum nich? wenn er mir man een biglen Handreichung jedahn hätte. Von wejen de Pollezei is et helt zubage zu schlimm, wenn' ne eenzelne Frau mutterseelen alleene in de Welt steht. Keener jiebt ihr recht. Vors. Aus den Von mehreren Rednern wurde daran erinnert, daß die jest auf den Aften geht nicht hervor, daß fie verwittwet find. Angekl.: Aussterbe- Etat gefeßte Kaffe sehr segensreich gewirkt babe und Dieset wenijer, Herr Jerichtshof; wat mein Mann der Wefts daß die Regierung, wenn die häufig ausgesprochene Befürchtung fälinger is, der dabt immer, als fönnte er nich Bipp sagen, un wie id, jenau aušjerechnet, acht Dage nach de Traue zu Hause lomme, adjee Speck! da war der scheene Herr mit det verduftet. Jd erschrat mir natierlich wie' ne verfteenerte Bilds validenkaffe von den Arbeitern selbst nur gerinae Unterstügung nach de Bollezei fomme, wat soll id Ihnen fagen, ba lachert fäule, indem det doch schon mehr Raubmord is; wie id aber mir de Leite noch wat aus un meenen, det fäme von det ville Baderieren, wo id mir doch mit leen Kind ergürnen tann. einer Insolvenz im Falle einer Ratastrophe zutreffen follte einer Arbeiter Invalidenkaffe ebensowohl unter die Arme Uebrigens tam auch die Thatsache zur Sprache, daß die J erfahren hat, daß von den mehr als 30 000 Mitgliedern der mehrstündiger Debatte, die stellenweise so heftig wurde, daß Der Regierungsvertreter interveniren mußte, tamen folgende Det is zu traurig in de Welt, det de Mannsleite jänzlich jar Ausschuß- Anträge zur Annahme: 1. In die Invalidenfaffe nischt dogen. Vors.: Ist Ihre Ehe gerichtlich getrennt? Angefl.: Det nich; aber id babe den atentfaglen uft Revier ab gemeld's, wat doch dieselbichte Kalör in Jrien is. Vors.: Nun theilen Sie uns in aller Kürze den Vorfall vom 23. Dftober mit. werden neue Mitglieder nicht mehr aufgenommen. 2. Die Rechte der bisherigen Mitglieder bleiben nach Maßgabe der Statuten aufrecht, wenn dieselben ihre Beiträge fortlaufend leiften. 3. Freiwillig austretende Mitglieder erhalten die ge Angkl.: Indem id mein Geschäft nachjehen wollte, leifteten Beiträge rüderstattet, müssen aber auf alle ferneren hatte id mir mit det Mittag in bikden jefput't un rechten fcheenen Wirjekohl zurechte geschmuddelt, wo'n paar Spit beenetens drinne liejen dahten. Det is nu aber jerade wat vor feinen Schnabel, un weil er sich die mehrschte Beit in + Glud im Walde. Eine hiesige Kommunallehrerin unternahm, wie man der Etebgr. 3tg." schreibt, in den legten Sommerferien eine Tour in den Thüringer Wald. Einundzwanzigjährig, förperlich wohlgebildet, 1ofigen Antliges, mochte fte doch wähnen, daß ihr Reichthum, ihr Gut wie ihr Geld, nur in dem neuen Fortepiano bestehe, welches fie fich nor furzem von ihren bisherigen Esparniffen als Lehrerin an gefchafft batte; das förte ihren Frohmuth aber feineswegs, und so 30 e leidten Sinnes durch bas herrliche, göibebesungene Waldgeb rge. Bei einer Raft mit ihrer Gesellschaft, der fie hunterwegs angeschloffen hatte auf der Tour im Walde, Se von ungefähr auch ins Gespräch mit einem fremden der, fich der Gesellschaft anschließend, dieselbe eine Verantwortlicher Beoufieur 8. Gronheim in Berlin. Drud und Berlag von Maz Bebing in Unterstügungsrechte verzichten. Mit diesen Beschlüffen hofft min wenigstens die Existenz der Arbeiter- Krantentaffe für die Bukunft zu sichern. sonen Bräpel etwas übernimmt, sage id, eß langfam; Du Abends 8 Uhr, im Lotal des Herrn Kohts, Wilhelmstr. Nr. 105, iloobst nich, wat der Mensch von son Futter rinschlagen tann, wat aber von wejen de Jesundbeet nischt dogt. Er äftemirt det aber janich un propp: fich bis oben' ran voll, wo er fich denn uf den Soffa ichmeißen duht. Wir et ru aber in de eine gefchloffene Meglieder Versammlung ab. Tagesordnung: 1. Vierteljahres- Abrechnung. 2. Wetonachts. Befcheerung 3. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen Quittungsbücher find mit zur Stelle zu bringen. Berlin SW., Beuthstraße 2. Qterzu Dieren eine Betin 3 je te ht nt De be По 滨 et er m er nt je. en L: eß le f.: L.: 酒 逗; en ne ich St. ent tes jen fo ner g.) Det en be on Den en eb= Des ige nen bin nen be cum Am ann af tt Ten. und fem mich erde Det ber hen rine Ber 193, ng. Dem Be ber end, Ige be Av Ber D& bet Caffe Re g em Ficht t Beilage zum Berliner Voltsblatt. Nr. 207. Arbeitsverhältnisse in Nordamerika. = Die in New- York erscheinende„ Desterreich- Amerikanische Btg." schreibt: Wenn wir die aus allen Theilen des Sandes hierher gelangen den Nachrichten über Arbeits- und Arbeiterverhältnisse Revue passiren lassen, werden in uns die ernstesten Besorgnisse wachgerufen und man braucht wahrlich kein Pessimist zu sein, um die herrschende Lage als eine solche zu erkennen, die, wenn sie auch nur eine furze Beit andauert, unbedingt zu einer Krisis, einer wirthschaft: lichen und auch sozialen Katastrophe führen muß. Man lese die einschlagenden statistischen Berichte, man höre die Klagen, welche von Arbeitgeber und Arbeiter in gleicher Weise laut werden, und betrachte endlich das sich immer mehr breit machende Vagabunden- Unwesen, welches nur dadurch entstanden ist, daß die Ueberproduktion erschrecklich viele Fabriken zur totalen oder theilweisen Arbeitseinstel lung gezwungen hat, und man wird zugestehen müssen, daß es zur Zeit allerwärts wirklich untröstlich aussieht. In der Metropole Nordamerikas, in New- York, finden wir das verhältnißmäßige Spiegelbild der herrschenden Lage des ganzen Landes. Nicht weniger als 30,000 Arbeiter gehen in New York brodlos umber und sehen jedem anbrechenden Tag mit Bangen und Grausen entgegen. Wir fagen 30,000 Arbeiter, also Leute, die arbeiten wollen, die mit Freude jede Arbeit verrichten würden, die ihnen das nöthige Brod bringt, fönnen feinen Verdienst finden, wie viele dürfte es nun geben, die ihren Lebensunterhalt durch ehrliche Arbeit nicht verdienen wollen, die den lieben Gott Gott sein lassen und von den ihnen gereichten Untertüßungen leben? Wir übertreiben nicht, wenn wir die Bahl diefer auf 10 000 setzen. Wenn dies nun in einer Stadt der Fall ist, wie mag es da im ganzen Lande sein. Nach den vorliegenden Daten haben in der letzten Zeit folgende Fabriken entweber alle ober einen großen Theil ihrer Arbeiter entlassen, oder eine erhebliche Lohnreduktion eintreten laffen: In Petersburg( Virginia) wurden in den Baumwollspinnereien die Arbeiten eingestellt, wodurch 225 Familien dem Hunger preisgegeben sind und Samm lungen eingeleitet werden mußten, um dieselben mit den nothwendigsten Lebensmitteln zu versehen. Durch Arbeitseinstellungen in Dalland, ferner in Mobile, verloren nahezu 750 Arbeiter ihr Brod. In Philadelphia haben awei große Teppichfabriken, in denen bisher beinahe 2000 Leute beschäftigt waren, 600 Arbeiter entlassen. Entreprise Baumwollenspinnerei in Augufta mußte wegen betrügerischer Manipulationen gesperrt werden. 320 Fa milien sind dadurch an den Bettelstab gebracht. Die Harteford- Silver- Plate- Company" hat wegen Flaubeit des Geschäftes" eine Lohnreduktion von 20 pCt. beschlossen. Aus Pittsburg und Umgebung sind in der letzten Zeit 1200 Arbeiter fortgezogen, weil sie keine Arbeit finden fonnten. In Toronto befinden sich 800 brodlose Arbeiter. Aus Cambden und Umgebung, insbesondere aus dem Hoding- Thale, gelangen die trostlosesten Nachrichten zu uns. Dort ist in Folge der großen Lohnreduktion Streife ausgebrochen und nun wandern Legionen von brodlosen Arbeitern dahin, um selbst für den geringsten Lohn zu ars beiten. Und so könnten wir Spalten mit Namen solcher Fabriken füllen, in denen die Arbeit eingestellt oder der Lohn reduzirt wurde und dies vor dem Winter. Viele werden ausrufen: Ja, ist denn Amerika nicht im Stande, diesen Leuten das tägliche Brod zu geben? Leider ist es so. Amerika ist nicht mehr, oder wenigstens nicht momentan das Eldorado, welches es einst gewesen und noch jezt von Tausenden und aber Tausenden, die alles vom optimistischen Standpunkte aus betrachten, gehalten wird. Die Mittwoch, den 3. Dezember 1884. 1. Jahrgang. Assoziation blaue Fahne mit goldenem Stern in der Mitte als diejenige eines befreundeten Staates an. Ait. VI. Das deutsche Kaise reich ist bereit, seinerseits die Grenzen des Gebietes der Assoziation und des neuzubildenden Staates anzuerkennen, wie sie auf der anliegenden Karte verzeichnet sind. fikationen werden in kürzester Frist ausgetauscht werden. Art. VII. Die Konvention wird ratifizirt und die RatiDie Konvention tritt unverzüglich nach dem Austausche der Ratifikationen in Kraft. Brüssel, den 8. November 1884. ( gez.) Graf von Brandenburg. ( gez.) Strauch. Die Verhandlungen der meisten Staaten Europas mit der Afrikanischen Gesellschaft"( Association africaine) in Brüssel sind so weit vorgeschritten, daß die Anerkennung zwei, drei, ja auch fünf bis sechs Dollars für den Tag bezahlt wurden, wird heute anderthalb Dollars und noch weniger bezahlt. In den Bergwerfen müssen sich die Arbeiter mit 60-65 Cents( etwas weniges über einen Gulden) zufrieden geben und dafür 14-16 Stunden schwer, sehr schwer arbeiten. Wenn dieser Betrag für einen alleinstehenden Mann zu wenig ist, wie erst für einen Familienvater! Im selben Verhältniß wie mit dem Arbeiter geht es auch mit der Industrie bergab. Um keinen anderen 3weig zu erwähnen, wollen wir uns mit dem Schiffsbaue begnügen. Amerita hat zwei nennenswerthe Schiffswerften, es würde im Interesse nicht nur Einzelner, sondern des ganzen Landes liegen, diese auf eine erste Stufe zu heben und zu nationalen Unternehmungen ersten Ranges zu machen. Und wie ist es in Wahrheit? Es sind Werften derselben wahrscheinlich schon in einigen Tagen ſerienweiſe wie die kleinsten in England, und Schiffe, die aus ihnen hervorgegangen, werden nur zu Flußfahrten, im allerfeltensten Falle zu überseeischen Fahrten benutzt. So steht es auch mit unseren Baumwollenspinnereien und anderen Industriezweigen. Aber auch die Ackerbauer haben unter dem Drucke der Verhältnisse zu leiden. Und das ist selbstverständlich, da Handel mit Industrie und Ackerbau Hand in Hand gehen. Die Schenern des Farmers find in Folge der guten Ernte gefüllt, jedoch kann er feinen Räufer dafür finden und Gottes Segen muß nuglos, brach liegen bleiben. Wenn der Farmer kein Geld hat, fann er feine Einkäufe machen, sagen wir keine Kleider kaufen. Der Kleiderhändler kann also nichts verkaufen, macht demzufolge keine Bestellungen in den Fabriken und was ist die Folge, der Fabrikant muß die Arbeiter entlassen. So leidet immer und immer wieder der Arbeiter. lassen. So leidet immer und immer wieder der Arbeiter. momentan Politische Webersicht. Die Konvention Deutschlands mit der internationalen Kongo Assoziation hat folgenden Wortlaut: Art. I. Die internationale Kongo- Affoziation verpflichtet fich, teine Zölle von den Artikeln oder Waaren zu erheben, welche direkt oder im Tranfitverkehr in ihre gegenwärtigen und zukünftigen Befizungen im Baffin des Kongo und des Niadi- Kwilu oder in ihre Befizgungen an den Gestaden des atlantischen Ozeans eingeführt werden. Diese Bollfreiheit erstreckt sich insbesondere auch auf die Waaren und Handelsartifel, welche auf den Wegen, die um die Katarakte des Kongo herum angelegt werden, zum Transporte gelangen. Art. II. Die Unterthanen des deutschen Reiches haben das Recht, fich auf dem Gebiete der Assoziation aufzuhalten und daselbst Niederlassungen zu begründen. Sie werden ebenso behandelt wie die Angehörigen der am meisten begünstigten Nation mit Einschluß der Einwohner des Landes, und zwar was den Schuß ihrer Personen und ihrer Güter betrifft, sowie die freie Ausübung ihres Kultus und die Wahrung und Ver die freie Ausübung ihres Kultus und die Wahrung und Vertheidigung ihrer Rechte im Hinblick auf Schifffahrt, Handel und Industrie. Insbesondere haben fie das Recht, Landbefiz und Häuser auf dem Gebiete der Assoziation zu laufen sowie Handelshäuser zu begründen und Handel oder Küstenschifffahrt unter deutscher Flagge zu treiben. Art. III. Die Affoziation verpflichtet sich, niemals den Unterthanen anderer Nationen irgend welche Vortheile zu gewähren, ohne daß diese Vortheile unverzüglich den deutschen Unterthanen gewährt würden. Art. IV. Im Falle der Abtretung des gegenwärtigen oder zufünftigen Gebietes der Assoziation werden die von der Assoziation eingegangenen Verpflichtungen gegen das deutsche Kaiserreich dem zukünftigen Erwerber auferlegt werden. Diese Verpflichtungen und die von der Assoziation dem deutschen Kaiserreiche und dessen Unterthanen gewährten Rechte bleiben nach jeder Zession gegenüber jedem neuen Erwerber in Kraft. Att. V. Das deutsche Kaiserreich erkennt die Fahne der Die Papiere des Studenten Fritz Reuter. enthalten wird. Es ist uns gestattet worden, ſchon jest Einſicht Es ist eine auffallende Erscheinung, daß über die Theilnahme Frig Reuter's an den burschenschaftlichen Bestrebungen im Jahre 1833 und den darauf folgenden Prozeß vor dem Berliner Kammergericht, welches den jungen Mecklenburger wegen Versuchs des Hochverraths am preußischen Könige zum Lode verurtheilte, authentische Daten bisher nicht bekannt sind. Die fleißigen und mit den späteren Lebensjahren Reuter's wohlvertrauten bisherigen Biographen geben sowohl unrichtige Tage als nicht zutreffende Verhältnisse in Bezug auf Reuter's Verhaftung in Berlin an, und fußen dabei sogar theilweise auf Angaben Reuter's selbit, die aber wieder mit anderen als richtig zu erweisenden Daten nicht übereinstimmen. Die Unsicherheit Reuter's in Bezug auf die in späteren Jahren angegebenen Daten ist eine wohl erklärliche. Die„ Feftungstid", Das poetische Denkmal seiner schweren Leidensjahre, ist zugleich Die geistige Befreiuna des Dichters vom Erlebten. außerordentlich versöhnliche Gesinnung wohnte ihm inne, daß er nach seiner e genen Aussage das feuerfarbige Kleid angezogen war, gänzlich ablegen fonnte", nachdem fich mit den Einzelheiten seiner Leiden nicht mehr beschäftigen und nicht Register führen über die Quälereien, die man ihm angethan, nachdem der göttliche Humor auch diese verklärt hatte zu einer Darstellung, die zwar mit Herzblut geschrieben ist, aber nirgends in Bitterfeit verfällt. big re An Den Bon den Fund ung Ate, rme ten. In ung Der λαφ nbe Caffe Die bet Fenb ge Hofft Die b 05 ng: ng ten Eine so er enthalten wird. Es ist uns gestattet worden, schon jest Einsicht von dem Ganzen zu nehmen, und unseren Lesern durch Wittheilung einiger Einzelheiten ein Bild von der Bedeutung der Veröffentlichung zu geben. Das in hellgrauen Aftendeckel geschnürte Convolut enthält 18 einzelne Dokumente, und zwar Beugniffe, Konfirmationsatteft, Führungsattefte, Universitäts- Sittenzeugniffe, das Aufenthaltsattest Heuter's in Camburg während des ihm mit zur Last gelegten Unternehmens Anderer auf die Frankfurter Hauptwache, und mitten zwischen diesen, mit Nr. 10 bezeichnet, Hauptwache, und mitten zwischen diesen, mit Nr. 10 bezeichnet, ein von ihm selbst mit Bleistift gezeichnetes Bruſtbild des 20 jährigen Studenten. Gaeberg beschreibt dasselbe folgendermaßen: Ein jugend lich frisches, sympathisches Gesicht, mit aufgestußter Nafe, bartlosen Lippen, bellen Augen, welche freundlich und treuherzig durch die Brille schauen, und mit aus der Stirne ge fämmtem, pigem, langem Haupthaare, links nachläfftg fämmtem, ürpigem, langem Haupthaare, links nachläfftg gescheitelt. Vatermöider und dunkele, bis oben an den langen Hals zugeknöpfte Weste, darüber ein Rock mit sehr breitem Kragen, vervollständigen den Anzug. Auf ein starkes, raubes Quartblatt ist das Portrait mit feden Strichen hinge worfen. Es tritt plaftisch hervor, ist unzweifelhaft bei des Dichters Begabung für die Zeichenkunst sprechend ähnlich, aber doch nicht von so scharfer Charakteristik der Züge, daß man leicht daraus den Friz Reuter zu erkennen ver möchte, wie er seinen näheren Freunden, wie er uns Allen gegenwärtig." Der Dichter ist uns ja nur mit mächtigem Vollbart und ziemlich verwitterten Zügen bekannt. Wie sehr der Bart den Eindruck eines Gefichts verändern tann, ist allbekannt. Reuter's Entlassungszeugniß vom Gymnaftum in Parchim ist datirt vom 24. September 1831, er war also volle 20 Jahre alt, als er auf Befehl seines strengen Vaters, des Bürgermeisters und Stadtrichters Reuter in Stavenhagen, seinem Lieblingswunsch, Maler zu werden, Valet sagen und die Universität Rostoc beziehen mußte, um Jura zu studiren. Gr Er wurde am 19. Ottober 1831 immatrikulirt, und belegte" bei diese Beit eine attenmäßige zuverlässige Auskunft giebt. Bei Vor Kurzem ist nun ein Ereignis eingetreten, welches über Gelegenheit von Einstampfung alter Aften der Berliner Ges richte fand man ein Konvolut, welches überschrieben war: ,, Fascicul enthaltend die Papiere des Studenten Reuter." Man bändigte diese Reliquien der Wittwe des Dichters ein, und von dieser wurden fie mit anderen bisher nicht benugten Papieren aus Neuter's Nachlaß dem bekannten Dr. Theodor Gaedert zur Benußung und Veröffentlichung überlassen. Mit Arößter Liebe und Sorgfalt hat sich der Herausgeber in die Aftenstüde vertieft und die noch lebenden Jugend- und Studienfreunde Reuter's zu Rathe gezogen, Daten sicher zu stellen und jeden 3weifel an der Richtigkeit derselben im Voraus unmöglich zu machen. Bu Weih, nachten wird im Verlage der Hinstorff'schen Hof Buch handlung in Wismar diese Reuter- Reliquie erscheinen, welche leere Spalte bis zu der Schlußbemerkung: vinfichtlich außer einem genauen Abdruck der Bapiere" neue authentische Mittheilungen aus Reuter's Leben, ungedruckte Briefe Reuter's, ungebrudte Gedichte und Gelegenheitsscherze und eine größere Arbeit über den ersten hochdeutschen Entwurf der Stromtid" 11 um alle Profeffor Eloers Inftitutionen, und bei Professor Türk juriſtiſche Enzyklopädie. Wie er in dem ersten Semester den Studien oblag, beweist das Testat der Universität vom 30. April 1882. Während der Beit seines Hierfeins hat derfelbe, den beigebrachten Beugniffen zufolge, die Vorlesungen über"- ein Sicker schwarzer Strich reicht von hier quer über die ganze feines Betragens mito bemerkt, daß keine Beschwerde gegen ihn vorgekommen ist. Einer Theilnahme an verbotener Ver bindung ist derfelbe hier nicht verdächtig geworden." Im Mai 1832 zog eine ganze Schaar übermüthiger erfolgen dürfte. Dadurch würde die Konfe enz hier in ein wesentlich neues Verhältniß zur Kongofrage gelangen, indem man bei der anerkannten Souveränetät über das Land im Stande sein würde, mit derselben besondere Abmachungen zu treffen. In ihrer heutigen Sigung sollte die Konferenz fortfahren, die ihr von deutscher Seite vorgelegten Defla ationen zu erörtern. Heute kommt diejenige Deklaration zur Berathung worin allen Femden unterschiedslos dieselben Rechte wie den Heimischen zugefp.ochen werden und dem die Hoheitsrechte Ausübenden untersagt wird, irgend welche Privilegien oder Vergünstigungen einzuführen. Bei den früheren Berathungen der Kommission war auch die Frage des Eisenbahnbaues am Kongo zur Sprache gekommen. Verschiedene Reisende, der Bau einer Bahn auf der beabsichtigten Linie wäre unwelche den Kongo gesehen zu haben erklärten, hatten behauptet, möglich, weil man daselbst auf dem zerrissenen Boden eine ununterbrochene Reihe von Tunnels bauen müßte. Der Vors figende der Kommission, Baron de Courcel, richtete eine darauf bezügliche Frage an Stanley und dieser gab zur Antwort, daß nach den angestellten fachmäßigen Untersuchungen auch nicht ein einziger Tunnel dort nöthig wäre. Bereits hat eine englische Gesellschaft fich zum Bau der Bahn unter ge wiffen Bedingungen erboten; es fann aber als unwahrscheinlich angesehen werden, ob die Afrikanische Gesellschaft" ihr den Bau faktisch übertragen wirb. Am Sonnabend ist an die Mitglieder der westafrikanis schen Konferenz der Entwurf der Kongo- und Niger- Schiff fahrts Afte vertheilt worden. Die Urkunde enthält eine Reihe Paragraphen, unter welchen der§ 10 ganz besonders erwähnenswerth ist. Derselbe hat folgenden Wortlaut: Art. 10. Jm Kriegsfalle wird der Kongo( Niger) mit Nebenflüffen, Straßen und Kanälen für neutral erklärt. Die Mächte verpflichten sich, die Neutralität zu achten und ihr Achtung zu verschaffen. Demgemäß werden auch im Kriegsfalle alle in diefer Urkunde getroffenen Bestimmungen in Straft bleiben, mit einziger Ausnahme der Beförderung von Kriegsfontrebande. Alle Einrichtungen, die durch diese Urkunde ins Leben gerufen werden, insbesondere die Bureaur zur Erhebung der Gebühren und die Kassen, sowie alle an diesen Einrich tungen dauernd angestellten Beamten werden die Wohlthaten der Neutralität genießen und ebenfalls vor den Kriegführenden geschüßt werden. Die internationale Kommiston wird über Die allgemeine Aufrechterhaltung dieser Neutralität zu wachen haben.. Bei der Berathung des Gesetzes über die DampferSubventionen im Bundesrathe erklärte der württembergische Bevollmächtigte: Seine Regierung gehe von der Vorauss fegung aus: 1. daß für Pofisendungen der baierischen und württembergischen Postverwaltungen auf den nach dem vor liegenden Gefeßentwurf subventionirten Dampfern feine beson deze Vergütung zu leisten sei; 2. daß an drn Seetranfitgebüh ren, welche von außerdeutschen Postverwaltungen gemäß Artikel 4 des Weli postvertrages durch Verrechnung mit der Reichspost bezahlt werden, auch Baiern und Württemberg Antheil zu nehmen haben. Mit der ersten Voraussetzung er klärte sich die Versammlung einverstanden, der zweiten wurde von preußischer Seite widersprochen. Der baterische Bevoll mächtigte schloß fich der Erklärung des württembergischen Be lenburgischer Studenten, und unter ihnen Reuter nicht am wenigsten strogend von Lebenslust, nach Jena, der von Breußen verpönten Universität, wo die Immatritulation am 25. Mai 1832 stattfand. Reuter ließ fich zwar in die revolutionäre" Burschenschaft Germania aufnehmen, ohne fich aber mit den po= litischen Tendenzen derselben nur im geringsten zu befassen. Als fich die Germania am 23. Januar 1833 auflöfte, weil ein Mili tärkommando zur Unterdrüdung vorgekommener Studentenrevol ten einrüdte, trat Reuter aus der Verbindung aus. Dtto Blagau fagt in seinem Buche: Friz Neuter und seine Dichtungen", Reuter sei von der akademischen Behörde ausge wiesen worden. Mitte Februar mußte er Jena verlassen, während seine Sachen Schulden halber zurückblieben, und ging einstweilen nach dem nahen Städtchen Camburg, in Meinings schen belegen, ohne aber dapon nach Hause die geringite Nach richt zu geben." Freilich ging Neuter am 18. Februar nach Camburg, wovon er feinen Bater unterrichtet, aber feine Unis versitätsbehörde hielt ihn für vollständig unbetheiligt an dem Studententrubel, das beweist das nachstehende ,, Sittenzeugniß" des Konvoluts: Wir Prorektor und Senat der Großherzogl. Herzogl Sächsischen Gesammt Universität Jena bezeugen hierdurch, daß Herr Friedrich Neuter, aus Stavenhagen im Mecklenburgischen, auf das von ihm beigebrachte Universitäts- Beugniß de dato Rostod 30. April 1832, unterm 25. Mai 1832 Studiosus Juris bei hiesiger Universität immatrikulirt worden, und daß er sich während seines zeitherigen Aufenthalts auf derselben so bes tragen hat, daß, außer einer zwey Maligen Geldbuse, eine fonstige Strafe ihn nicht getroffen." Und ebenso bezeichnet ihn ein Reisepaß der Preußischen Behörde in Merseburg, der ihm 2 Monate später ausgestellt wurde, als unverdächtig". Das Signalement dieses Vaffes lautet: 1. Religion, evangel, 2. Alter, 3 vei und Bwinzig Jabr, 3. Größe, fünf Fuß fleben 3oll, 4. Saare, hellblond, 5. Stirne, rund, 6. Augenbrauen, blond, 7. Augen, blau, 8. Nase, stumpf, 9. Mund, gewöhnlich, 10. Bart. blond, 11. Kinn rund, 12. Geficht, oval, 13. Gefichtsfarbe, gesund, 14. Statur, fchlant, 15. Besondere Kennzeichen, trägt eine Brille". Diefen Bak ließ sich Reuter ausstellen zur Reise in die Heimath. Sein Vater hatte sich när lich, in großer Sorge um das Wohlergeben des Sohnes in den jubentischen Wirren, an den Bürgermeister Leibniz in Camburg gewandt, und erhielt von diesem am 16. Mai 1833 eine ausführliche Ant voit, die viel Interesantes bietet. Der gestrenge Herr schreibt unter Anderm an feinen Amtsbruder: Als Deroselben Herr Sohn von lier abreisen wollte und um einen Bak zu seiner Nachg Medhausereise bat, habe ich denselben an das hiefige Herzogl. cen behö Fre ollmächtigten unter Biffer 2 an und gab des weiteren der Auffaffung Ausdruck, daß eine theilweise Veränderung der in den Uebereinkünften der deutschent Postverwaltungen vom 9. Stovember 1872 und 7. Mat 1875 vereinbarten Grundsäge über den Portobezug einzutreten haben werde. Dieser Auffaffung schloß fich der württembergische Bevollmächtigte an. Bezüglich der Ausdehnung des Kranken- und Unfall- Versicherungsgesetzes auf Transportgewerbe und andere Betriebszweige haben die Bundesrathsausschüsse ihren Ant ag dem Bundesrathe unterbreitet. Danach lauten die wichtigsten Bestimmungen: V ,,§ 1. Das Unfallversicherungsgesetz vom 6. Juli 1884 findet mit den aus nachstehenden Bestimmungen sich ergebenden Abänderungen Anwendung auf 1) den gesammten Betrieb der Post, Telegraphen- und Eisenbahnverwaltungen, sowie sämmtliche Betriebe der Marine- und Heeresverwaltungen, und zwar einschließlich der Bauten, welche von diesen Verwaltungen für eigene Rechnung ausgeführt werden; 2) den Baggereibetrieb; 3) den gewerbsmäßigen Fuhrwerks-, Binnenschifffahrts, Flößerei, Prahm und Fährbetrieb, sowie den Gewerbebetrieb des Schiffszichens( Treidelei); 4) den gewerbmäßigen Spedi tions, Speicher- und Kellereibetrieb; 5) den Gewerbebetrieb der Güterpacker, Güterlader, Schaffer, Bracker, Wäger, Meffer, Schauer und Stauer.§ 2. Für die Post, Telegraphen-, Marine- und Heeresverwaltungen, sowie für die vom Reich oder von einem Bundesstaate für Reichs- oder Staatsrechnnng verwalteten Eisenbahn- und Binnenschifffahrtsbetriebe tritt an die Stelle der Berufsgenossenschaft das Reich oder der Staat, für dessen Rechnung die Verwaltung geführt wird. Die Befugnisse und Obliegenheiten der Genossenschaftsversammlung und des Vorstandes der Genossenschaft werden durch Ausführungsbehörden wahrgenommen, welche für die Heeresverwaltungen von der obersten Militärverwaltungsbehörde des Kontingents, im Uebrigen für die Reichsverwaltungen vom Reichskanzler, für die Landesverwaltungen von der Landes Zentralbehörde zu bezeichen sind. Dem Reichsversicherungsamt ist mitzutheilen, welche Behörden als Ausführungsbehörden bezeichnet worden find.§. 10. Vorschriften der Ausführungsbehörden über das in den Betrieben von den Versicherten zur Verhütung von Unfällen zu beobachtende Berhalten find, sofern sie Straf: bestimmungen enthalten sollen, vor dem Erlaß mindestens drei Vertretern der Arbeiter zur Berathung und gutachtlichen Aeußerung vorzulegen. Die Berathung findet unter Leitung eines Beauftragten der Ausführungsbehörde statt. Die auf Grund solcher Vorschriften verhängten Geldstrafen fließen in die Krankenkasse, welcher der zu ihrer Zahlung Verpflichtete zur Zeit der Zuwiderhandlung angehört.§ 16. Auf alle im § 1 bezeichneten Betriebe findet das Gesetz über die Krankenversicherung der Arbeiter vom 15. Juni 1883 in gleicher Weise wie auf die im§ 1 deffelben bezeichneten Betriebe Anwen bung. So weit hierdurch die gesegliche Verpflichtung zur Krankenversicherung auf Personen ausgedehnt wird, welche in einem Transportbetriebe beschäftigt find, tritt§ 2 Biffer 3 des Krankenversicherungsgeseßes außer Kraft.§ 17. Mit den aus diesem Gesetz fich ergebenden Abänderungen treten die Bestimmungen der Abschnitte II, III, IV, V und VIII des Unfallversicherungsgesetzes, die auf diese Abschnitte bezüglichen Straf bestimmungen und diejenigen Vorschriften, welche zur Durchführung der in diesen Abschnitten getroffenen Anordnungen Dienen, in Betreff der im§ 1 bezeichneten Betriebe mit dem Tage der Verkündung dieses Gesetzes in Kraft.. Im Uebrigen wird der Zeitpunkt, mit welchem dieses Gesetz in Kraft tritt, mil Bestimmung des Bundesraths durch kaiserliche Verordnung bestimmt." Aus Darmstadt wird der Frankf. 3tg." geschrieben: Dieser Tage ist seitens der hiesigen sozialdemokrati ichen Partet der bereits annonzirte Protest gegen die Stichwahl vom 9. November im Wahlkreise Darmstadt Gr. Gerau an den Reichstag abgegangen. Der Protest stügt sich im Wesentlichen auf die oft zilirte Reichstags- Resolution, wonach in Fällen eines apriorischen Verbotes solcher Wahlversammlungen, in denen ein als Sozialdemokrat notorisch bekannter Redner auftreten will, Wahlen bei vorliegendem Protest für ungültig erklärt werden können. Das vielfach so verschieden gehandhabte Verfahren, auf Grund des Sozialisten gefeßes Versammlungen von vornherein zu verbieten, ist betanntlich vom hiesigen Kreisamt vor der Stichwahl ganz ge= nerell gegen die hiesigen Sozialdemokraten angewendet wor den. Der Kandidat der Lesteren, Herr Bildhauer Müller, hat f. 3. wie wir erfahren, dieferhalb beim Staatsminister Finger Audienz gehabt. Der Staatsminister erkannte damals ausdrüdlich an, daß fich die sozialdemokratische Partei sehr gemäßigt im Wahlkampf gezeigt habe, bedauerte aber, daß die Sozialdemoliaste fich dergleichen zuziehe, weil sie fich nicht auf den Boden des Gesezes stellte." Desterreich. Die französische Getreidezoll erhöhung wird auf Antrag der ungarischen Regierung die waltungsamt verwiesen, weil er von da aus die Erlaubniß erhalten hatte, fich hier aufzuhalten. Er würde aber keinen Bas erhalten haben, wenn er fich nicht so musterhaft hier betragen hätte. Diese Nachricht ertheile ich Deremselben mit frohen Bergen, als einen befümmerten Vater und freue mich besonders, Balsam in Dero befümmerte Seele gegoffen zu haben. Wahrscheinlich wird Dero Herr Sohn sich in seine väterliche Arme geworfen haben. Aus der wenigen Unterhaltung, welche ich mit Dero Herrn Sohne gehabt habe, ist selbiger ein fehr gebildeter und in den Wissenschaften erfahrner junger Mann und ich kann nicht glauben, daß er bey den Jenaischen Studenten Unruhen sich ausgezeichnet hat." Glücklich kam er auch zu aufe an, und blieb ein balbes Jahr, fleißig weiter studirend, dort. Das Frankfurter Attentat fand am 3. April statt, Niemand dachte an eine Betheil gung Reuter's, denn er blieb von der Untersuchung gänzlich unbes helli, t, obwohl er ja als Burschenschafter und früheres Mit glied der Germania bekannt war. So glaubte er denn, das Wintersemester wieder zur Forschung seiner Studien benugen zu sollen, und ließ sich einen Baß dorthin ausstellen. Seine Route ging über Berlin, wo er seinen Paß vor. zeiate. Als Bemeis deffen ist auf der Rückseite des Dokuments eingetragen: Borgezeigt, eingetragen Abschn. BI Nr. 6298 und gültig über Potsdam nach Leipzig. Berlin, den 13. Dlt. 1833. Rönigl. Polizeipräsidium, V. Abth. Schneider." In Leipzig traf er noch vor Mitte Oktober ein( nicht in den letzten Tagen des Monats, wie die bisherigen Biographen annahmen), fand aber für seine Immatrikulation Schwierigkeiten und bat deshalb sofort seinen Vater um die Erlaubniß, nach Bürich gehen zu dürfen. Die Antwort seines Vaters vom 18. Oktober, welche bei den Aften liegt, lautete: Lieber Frig! So gerne ich Dir auch Deinen Wunsch, nach Zürich geben zu fönnen, gewähren möchte, so ist's doch nicht möglich, denn fürs erste feblen mir die Mittel zur Ausführung Deines Vorhabens, und dann habe ich die bestimmteste Nachricht, daß man jezt in Süddeutschland mit einer ungebeuren Aufmerksamkeit auf alle reifenden Studenten wacht; Du bist also in der größten Gefahr arretit und ein oder vielmehr ficher mehrere Jahre ins Gefängniß und auf die Festung zu tommen. Wahrlich, ich gewährte Dir gerne Deinen Wunsch, aber ich fann ibn aus vernünftigen Gründen nicht gewähren, und ich sehe keinen andern Ausweg, um Dich außer Gefahr zu bringen, als daß Du gleich nach Empfang dieses wieder zu Bause tommst, ich hoffe, daß Du ohne Aufenthalt Diejen meinen Rath und väterlichen Widen in Erfüllung bringen wirft, und febe mit der umgehenden Post heute in Wien zufammentretende österreichisch ungari sche 3olltonferenz beschäftigen. Es scheint sich dabei um Repreffalien zu handeln, zu deren Ergreifung man im Falle der Durchführung der neu vorgeschlagenen französischen Landwirthschaftszölle entschlossen ist. Schweiz. Die Regierung des Kanton Zürich beantragte beim Bundesrath die Ausweisung der Anarchisten Neve, Kaufmann und Hauser. Der schweizerische Natio nalrath wurde gestern durch den Alterspräsidenten Vonmatt eröffnet. Der Ständerath wählte zum Präsidenten Wirz( Katholik), zum Vizepräsidenten Zweifel( Sentrum) und zu Stimmenzäblern Hohl( liberal) und Chapper( Katholik). Der Ständerath besteht bekanntlich aus 44 Abgeordneten, je zwei von jedem Kanton und ist dem Bundesrath nicht unähnlich. Der Nationalrath ist dem deutschen Reichstaae zu vergleichen. Er zählt etwa 140 Mitglieder, auf je 20 000 Seelen der Bevölkerung je eins. Daß oben der Ausdruck Zentrum" nicht im Sinne des deutschen Zentrums zu nehmen ist, braucht wohl nicht gesagt zu werden. Rußland. Die Gerichtskammer in Charkom hat die Erhebung der Anklage gegen die Theilnehmer an den bei dem Zollamte in Taganrog vorgekommenen Mißbräuchen be schloffen. Unter den 38 Angeklagten, von denen 18 Staatsbeamte sind, befinden fich der Verwalter des Zollamtes Rikitenko und der als Millionär bekannte Mari Va= liano. Der Prozeß wird Mitte Februar stattfinden. England. Unterhaus. Die Bill über die Neueintheifung der Wahlbezirke wurde nach furzer Debatte in erster Lesung angenommen. Durch diese Bill wird die Zahl der Mitglieder des Unterhauses um 12 vermehrt. Frland und Wales behalten ihre jezige Vertretung. Die zweite Lesung wurde auf Donnerstag anberaumt. Afrika. Der Kurger Warszawski" veröffentlicht ein Schreiben des Antonio Borges Silva, Direktors der Missions schule in Santa Isabel de Fernando Po in Westafrika, wonach der polnische Afritareisende S. Rogozin sti die von Dr. Nachtigal beabsichtigte Annerion des KamerunGebirges und der Küste zwischen Viktoria und Kolobao durch seinen Einfluß bei den eingeborenen Häuptlingen tereitelt und die gedachten Gebietstheile dem englischen Protetorate unterstellt hat.( Wenns wahr ist!) Nach Meldungen aus Merito ist daselbst gestern die Uebernahme der Regierung durch den Präsidenten General Diaz in größter Ordnung und Ruhe vor sich gegangen. Nord- Amerika. Auch die Vereinigten Staaten haben, nach den neuesten Ausweisen des Schazamtes ihr Defizit Das legte Betriebsjahr hat die Ausgaben wohl um 21 Millionen, die Einnahmen aber um 50 Millionen geringer werden gesehen, was also eine Defisitdifferenz von 29 Millionen ergäbe. In Washington ist der neue Kongreß der Bereinigten Staaten zufammengetreten. Die Bots schaft des Präsidenten Arthur bezeichnet die Beziehungen der Vereinigten Staaten zu den fremden Mächten als freundschaftliche; die Beziehungen zu Ostafien würden indeß durch die zwischen Frankreich und China ausgebrochenen Feindseligkeiten fortgefeßt belästigt. Mit Nicaragua sei ein Vertrag über die Herstellung eines Kanals, einer Eisenbahn und einer Telegraphenleitung, von denen Nicaragua durch schnitten werden solle, abgeschloffen worden. Die Botschaft schlägt statt der mit den einzelnen deutschen Bundesstaaten bestehenden bezüglichen Verträge den Abschluß eines Auslieferungsvertrages mit dem deutschen Reiche, fowie eine Revifion der internationalen Vereinbarungen zur Verhinderung von Schiffszusammenstößen auf dem Meere vor und spricht sich über die Frage der Silber- Dollars und Silber- Zertifikate in der nämlichen Weise, wie der Schaßsekretär Mac Culloch in der dem Kongreß gemachten Vorlage aus. Die Vorlage des Schapgreß gemachten Vorlage aus. sekretärs Mac Culloch an den Kongres empfiehlt die Aufbebung der Bölle für diejenigen Rohstoffe, welche Fabrikationszweden dienen und die Reduktion der Hölle für Artikel, welche von solchen Personen verwendet oder konsumirt werden, die am wenigften im Stande find, Steuerlasten zu tragen. Der Schapſekretär weist ferner auf die Nothwendigkeit hin, das Prägen von Silberdollars und die Ausgabe auf Silber lau tender Bertifikate einzustellen, wenn nicht Silber die Metallwährung des Landes werden solle. Amerika tönne eine Entwerthung des Silbers nicht verhindern, falls es nicht in dieser Richtung von den Hauptnationen Europas unterstügt werde. Lettere befäßen große Silberbeträge und müßten früher oder später Amerita unter die Arme greifen. Die Suspension der Silberprägung in den Vereinigten Staaten würde dazu dienen, die erwähnte Aktion her beizuführen. Der Schassekretär schlägt endlich vor, an Stelle der Ein- Dollar Noten auf Silber lau tende Zwei- Dollar- Noten zu emittiren. Deiner Antwort entgegen dahin, daß Du mir zu folgen so bereit als schuldig seyeff. ich schreibe dies in größter Eile gleich nach Empfang Deines Briefes, und wirst Du mich entschuldigen, wenn ich mein Verlangen nicht mehr motivire, aber ich werde mich gewiß davon nicht abbringen lassen, auch wenn Du mir die Versicherung giebst, daß Du in Leipzig ganz ficher seieft. ich wünsche Dir gutes Wetter zur Zurüdreise und bin Dein treuer Vater Stavenhagen, G. Reuter. b. 18. Octbr. 1833. ,, Reise mit der ordinären Poft zurück und nimm nur die nothdürftigsten Kleidungsstücke auf der Bost mit. Deinen Koffer mit den übrigen Sachen laffe durch dortige Spediteure auf hier mit Frachtgelegenheit senden. Bei Gastwirth und Spediteur Carl Wagner aus Heilbronn ift oft Gelegenheit nach Mecklenburg." Diesem Wunsche seines Vaters leistete Reuter sofort Folge. Schon am 25. October fuhr er um 6 Uhr Abends mit der Poft nach Delizich, wo er um 8 Uhr antam und um 10 Uhr mit einem neuen Billet nach Berlin weiterreiste. Dort suchte er seinen Vet er Ernst auf, welcher Vorlesungen über Chemie hörte, vertetrte auch mit anderen Mecklenburgern frei und offen, weil er fich vollständig sicher fühlte, und blieb bis zum 3. November bei einem Gymnaftalstudienfreund Gläsel, bei Dem er auch verhaftet sein muß, und zwar ent weder in der Nacht vom 3. auf den 4. November oder am 4. November früh. Auf weffen Veranlaffung oder Denun ziation dies geschah, bleibt unbekannt. Die besannten An gaben Ebert's und Glagau's, die Verhaftung habe am 31. Dft. resp. um 1. November stattgefunden, für welche briefliche Angaben Reuter.s selbst und auch seines Betters vorliegen, beruhen nach der Untersuchung auf einem Srrthum, und ebenso die Erzählung Ebert's, Reuter sei in einer Droschte arretirt worden, die ihn zum Bahnhof führen sollte. Es gab damals in Berlin noch gar keine Bahnhöfe, sondern nur einen ZentralBofthof. So war der ahnungslose unschuldige Student in die Untersuchung verwickelt, aus der ihn selbst das Be neismittel nicht retten tonnte, daß er während des Frankfurter Attentats in Camburg fich aufgehalten hatte. Das legte Altenstück des Konvoluts ist das Zeugniß des Magistrats von Camburg, welches der schwergeprüfte Vater des unglücklichen Gefangenen fich am 4 Dezember 1833 verschaffte und in Berlin einreichte, daß der Studiosus Reuter am 3. April in Camburg gegenwärtig gewesen," überhaupt aber derselbe bei jeder Gelegenheit fich als ein recht braver Mann bewiesen hat." Dies Schriftftüd trägt die Rand V Lokales. be cr. Deffentliche Publikationen. die zur Orientirung einer ganz bestimmten Klasse der Bevölkerung dienen sollen müßten auf alle mögliche Weise diesen Bevölkerungsklaffen gänglich gemacht werden. Man sollte meinen, wenn der arbe fenden Bevölkerung etwas bekannt gegeben werden soll, müßte das doch in den Blättern geschehen, die hauptsächlich ja ausschließlich von Arbeitern gelesen werden. Die Vertretung Berlins scheint in dieser Beziehung allerdings anderer Meinung zu sein. Sie hat ihre Bekanntmachungen betreffs der Kranken versicherung der Arbeiter in 180,000 Eremplaren drucken laffe um dieselben hiesigen Zeitungen beilegen zu lassen. geht die Krankenversicherung hauptsächlich an? Etwa de Manchestermann? Wer das etwa glaubt, befindet sich einem bedauerlichen Irrthum; dennoch aber hielt man für angebracht, diese Bekanntmachungen hauptsächli deutsch freisinnigen Blättern zu überweisen. Woran b lag, das zu untersuchen ist nicht unsere Sache, wir haben u aber doch gewundert, daß man gerade die Arbeiterpreffe Auswahl derjenigen Beitungen, welche die Beilage erhielte vollkommen ignorirte. Das mag gewiß für die Ümficht die sachgemäße Beurtheilung dieser wichtigen Frage von Seite der liberalen Stadtvertretung sprechen, wir fühlen und du bas Uebergeben auch nicht gerade sehr zurückgesezt, denn hätten uns doch nicht für Ortskaffen erwärmt, aber die Dau fache ist und bleibt doch, daß diejenigen Sachen, die für Arbeiter bestimmt find, denselben auch unterbreitet werd müffen. Es war also in dieser Beziehung doch wohl zuna Die Arbeiterpreffe zu berücksichtigen, denn es ist doch imm mindestens zu bezweifeln, ob sich unter der arbeitenden Be ferung vorwiegend Abonnenten der Voff. 3tg." und ähnli Blätter befinden. Gerade derartige Blätter fommen den Leuten, die jene Bekanntmachung bestimmt war, fast niemals zu ficht, schon aus dem einfachen Grunde nicht, weil der Arbeit felbst wenn er mit den Tendenzen solcher Blätter über stimmte, den hohen Abonnementspreis gar nicht bezahlen fan Das Geld für jene Beilagen war also theilweise unnüt ausgabt, und ob das mit den Intentionen der Berliner Steu zabler in Einklang zu bringen ist, das ist eine ganz and Frage. Derartige Beilagen werden doch auch für Arbeiterge hergestellt, der Arbeiter befindet sich daher in seinem gu Recht, wenn er verlangt, daß er bei solchen wichtigen gelegenheiten, die seine Interessen nach jeder Richtung hin rühren, durchaus und in erster Linie berücksichtigt wird. spricht ein solches Vorgehen gerade nicht sehr für ein besonde Wohlwollen der Behörde der arbeitenden Bevölkerung ge über, es zeigt uns höchstens, daß der alte Ring, durch den die Berliner Stadtverwaltung ja von jeher auszeichnete, imm noch nicht ganz durchbrochen ist. Gleich und gleich gesellt gern die freisinnige Preffe und die Berliner Stadt tretung, wer wagte wohl daran zu rütteln?! Der Arbe fieht aber auch aus diesen kleinlichen Bügen, wie sehr der F finn in der That um sein Wohl und Wehe besorgt ist. Se D Der Magiftrat hat sich damit einverstanden erklärt, die Vorarbeiten für die Herstellung des Radial- Systems Kanalisation in Angriff genommen werden. Darüber, ob System zu einem Theil schon im nächsten Sommer in Ang genommen werde, soll noch bei Gelegenheit der Etatsberath beschlossen werden. In diesem Syftem liegt schon der g Kanal, der zur Abführung der Tagewasser von der Sch hauser Allee nach der Banke erbaut worden ist, und der kün als Nothauslak- Kanal dienen tann. Die Berliner Omnibusgesellschaft hat an den der Linie Stettiner Bahn- Kurfürstenstraße, um dem Publi die Unterscheidung derselben von denen der Strecke Bota scher Garten Spiffelmarkt besonders am Abend zu erleicht statt der weißen jest rothe Schilder mit weißer Aufschrift bringen lassen. Der Fleischkonsum Berlins. Welche Unmaffe, Fleisch in Berlin in einem Jahre fonsumirt wird, wird d ben soeben erschienenen Verwaltungsbericht des Magistrats Berlin über den städtischen Zentral- Vieh- und Schlachthof das Etatsjahr 1. April 1883/84 fonstatirt. Sehr erheblic wie der städtische Fleischschaubeamte Meyenberg in fein Berichte, betr. den Fleischhandel auf den Märkten Be 1884 nachweist, die Einfuhr von frischem Fleisch aus den orten auf die Berliner Wochenmärktr. Sie beträgt wöchent etwa 7623 bis 8720 Str., im Mittel also 8171 Bir. wöchent oder 424,892 3tr. im Jahr, d. i. etwa den dritten Theil auf dem städtischen Schlachthofe geschlachteten Fleisches. Berechnung bleiben dabei die sebr beträchtlimen Sendun von frischem Fleisch, welches in Gestalt von Boſtpadeten den kleinen Landstädten Bommerns, Schlesiens, Sachfens an die Berliner Hausfrauen eingeht; die Lieferungen welche die Schlächter der Berliner Vororte den Fleisch und Schankwirthen direlt machen, ohne die Wochenmär berühren; dazu sind noch hinzuzurechnen auswärtiges fer bemerkung:„ Von H. Bürgermeister Reuter zu Stavenb übergeben. Decretum: Diese Piece ist zu den Papieren Stud. Reuter zu beften, wenn dieselben von dem K. Bo Ministerium zurüdkommen. Berlin, 15. Dez 1833. Falkenb Das Urtheil der jungen Königsmörder" ließ lange fich warten. Am 15. November 1834 wurde Reuter nach berberg in Schleften transportirt, wo er zwei Leidensgefäh Aus ein die Freunde Wuthenom und Wachsmuth, traf. Briefe des legteren, jest Amtsgerichtsrath in Stroffen, an Herausgeb.r der Bapiere entnehmen wir zum Schluß Folgendes: Am 28. Januar 1837 wurde uns das Erkenn des Kammergerichts vom 4. August 1836 mitgetheilt, ba mit 40 anderen Studiengenoffen zum Tode verurtheilt fel Же 34 in welcher der König das Todesurtheil, unbeschadet un Rechtes zur Appellation, in 30jährige Feftungshaft umwand Auf dem Gange zur Verfündung des Urtheils war mein spezieller Begleiter. Wir Preußen, elf an der waren guten Muthes, wir festen unsere Hoffnung auf hochherzigkeit und Humanität unsere Dynaftie; Reuter als Medlenburger, bei der Durchreise durch' Berlin griffen und seinem Vaterlande nicht ausgeliefert, wat gedrückt: er fürchtete, vergessen zu werden. Ueberdies war er in der ganzen Zeit seines Aufentha in Silberberg tänklich. Ich habe oft Tage und Nächte seinem Bette gewacht, wenn er in wilden Fieberphantafien seiner einsamen Kasematte lag. Sein Geist war dann Tage umflort; der hohe Genius, welcher ihn später zum Lieblin dichter seines Boltes emporhob, ließ noch keine Spur von erkennen, und es erinnert mich dies lebhaft an eine Neuge in einem meiner Briefe an ihn: Korl Duß( Charles do sein Epigr ahme auf der Universität), Du bist eigentlich lebendigste Argument gegen die Todesstrafe. Denn was b unser Volt an Dir verloren, wenn man uns damals dem theil gemäß den Kopf abgeschlagen hätte!" Im Februar 1837 wurde Reuter nach Glogau gebr und mit diesem Transport beginnt die Erzählung Feftungstid." " 1 " fein He Die Papiere" find vom Herausgeber noch durch Feftungsreglement aus Magdeburg ergänzt, welches beim Abgang von dort mitnahm und sorgfältigft aufgeb hat. Welche Fülle von Erinnerungen rufen diese B wach! Dem Herausgeber gebührt der Dant nicht nur Freunde des Dichters, sondern eines Jeden, der sich mit Geschichte jener traurigen Beit beschäftigt, für die Son und Zuverlässigkeit seiner Mittheilungen, und die Klaritell der vielerlei Irrthümer in der Lebensgeschichte eines der p lärsten Dichter der deutschen Nation. 利 T i e 11 K pr at K pr SI 19 be 30 ich rel be V nü D sch üb nif bu Go fet. au St abe Lei mi ma ein übe bez Ko me den Tid Pri Don fäb Es fact und Thi St Sd Sol Ma fin Be Kin To จับ ป Suf Ein drel Ve leid ein ob' Au redi Sol für alle au brei wer mai Aert Lef an aud Sie mäi M ein Sa nid Sp Dit So ftor unl ein St Ru Der St nic Spa ein Der Dru gro erre geg stra vid Ko Bu um tifd ten es wel au fol ich en bin b. irung ollen arbei I, fo ichlid Cetung inung anten Laffer Wen a de ich_i an ächli ba n un Te b ielten t un Seite Durd 11 10 Daup werde unad merbi Bev anlide en, F u G rbeite berein fan Steu ande terge gute onde gege Den f imm ellt fi bt- Ve Arbei er F ct, D ob Ang cathu gr Sch fünf Wog ublif Botan leicht Drift ffe to bu trate thof blich fein Berl Den V Schent Schent heil 3. 외야 nbung eten fend lichbla nt fer märt venbo teren bo tenbe ange ach defabr us cin an Slug rfennt daf ilt fe verle uni wanb ar He Der 3 auf ter wat fentha ächte ntafien Lage Liebling Don Teugen es do ntlich was b bem gebra Durch es He ufgebo e Bla nur d mit Gon aritell der p zwei bis drei Jahre auf ihre Einstellung warten. Bedingungen für die Annahme find vor Allem Gesundheit, ferner Kenntniß eines Handwerkes, wie z. B. Zimmerer, Maurer 2c, und endlich Ablegung eines turnerischen Examens, welches nicht nur die Kraft, sondern namentlich auch die Geschicklichkeit des Einzustellenden darthun soll. Als Beispiel aus diesem Eramen wollen wir unter Andern anführen: Halten eines 5 fund schweren Gewichtes in jedem steif ausgestreckten Arm während 21 Minuten; ferner Werfen eines Baules in ein etwa 1 Etage hohes Rohrgeflecht( Korb), deffen Deffnung oben nicht viel hohes Rohrgeflecht( Korb), deffen Deffnung oben nicht viel größer als der Ball selbst ist. fleisch, auswärtige Würste und Schinken, welche die Kolonialwaarenhanolungen und Kellerwirthschaften hierselbst vertreiben, das Fleisch von 6000 bis 7000 Pferden, welche in den Berliner Roßschlächtereien geschlachtet werden, gegen eine Million Gänse, welche mehr eingeführt als ausgeführt wurden, 1 ein Viertel Million anderes Geflügel, 1 ein Viertel Million Stück Wild. Es fehlt so ziemlich an jedem Anhalt, das Gesammtgewicht dieser, für die Berliner Fleischversorgung höchst wichtigen Artikel auch nur annähernd zu schäßen und man muß sich auf den Nachweis des auf den Wochenmärkten Berlins zum Verkauf von Auswärts eingeführten und des auf dem städtischen Schlachthofe geschlachteten Fleisches be schränken, und da ergiebt sich, daß der Schlachthof und die Umgegend von Berlin zufammen nicht weniger als 667 909 Zentner Rindfleisch, 629 252 Bentner Schweinefleisch, 153 220 Bentner Kalbfleisch und 126 852 Rentner Hammelfleisch, zu sammen also 1,577 233 Bentner à 50 Kilogr. liefern, d. i. pro Ropf( bei rot. 1250 000 Seelen inkl. der Fremden) 63,1 Kgr. pro Kopf und Jahr, welche fich ohne Zweifel durch die oben aufgereihten anderweitig eingegangenen und der statistischen Rontrole entzogenen Fleischsendungen auf mindestens 75 Kgr. pro Kopf und Jahr erhöhen. Im ganzen Berichtsjahre 1883/84 wurden aufgetti ben 150450 Rinder, 422 728 Schweine, 107348 Rälber, 686 774 Hammel. Der Werth sämmtlicher im Berichtsjahre am Berliner Markt umgesetter Rinder, Schweine, Rälber und Hammel betrug 101 744 388 Mark, der Wochenauftrieb( 53 Vortage) belief sich auf 1919 704 Mt. In der Studentenschaft wird ein Vorkommniß lebhaft besprochen, das aus den Vorgängen gelegentlich der ersten Vorlefungen des Dr. Schwenninger resultirt. Es wurde seiner Beit im Ausschusse der Studentenschaft, welcher nach den Statuten lediglich eine Kommiffion zur Anordnung akademischer Festlichkeiten ist und sonst keinerlei Befugniß hat, der Beschluß gefaßt, der Ausschuß, dem Studirende aller Fakultäten, relatio am wenigsten der medizinischen, angehören, solle offiziell den Vorlesungen des Dr. Schweninger beiwohnen, in der Voraussicht, daß seine bloße Anwesenheit im Auditorium genügen werde, Störungen während der Vorlesung zu verhüten. Der Vertreter der medizinischen Fakultät bestritt dem Ausschuffe die Berechtigung, die Ueberwachung eines Kollegs zu übernehmen und brachte den bezüglichen Beschluß zur Kennt niß der akademischen Behörden. Der Rektor Profeffor Dern burg verfügte darauf hin, daß eine Intervention für Dr. Schwenninger, wie sie der Ausschuß beabsichtigte, nicht statthaft sei. Es sei noch bemerkt, daß die Majorität des Ausschusses aus Mitgliedern oder Parteigängern des Vereins deutscher Studenten fich zusammensetzt. g. Ein vielsagender Vorgang spielte sich am Sonnabend Abend gegen halb acht Uhr vor einem Hause der Leipzigerstraße, nahe dem Epittelmarkt, ab. Der Führer eines mit Stein fohlen hoch beladenen Wagens einer hiesigen Brennmaterialicnfirma rief dadu ch einen Auflauf hervor, daß er einem fein gekleideten Herrn alle denkbaren Schmeicheleien über deffen Bahlungsfähigkeit sagte und schließlich mit den Worten auf den Wagen jieg und die Pferde antrieb: Erft bezahlen Sie mir man die alte Rechnung, sonst giebt's diese Kohlen nicht." Ein Schußmann, der auf den Auflauf auf meifjam gemacht worden war, sah, wie die übrigen Passanten dem mit seiner Rohlenlabung davonfahrenden schlauen Kutscher Tichelnd zu, der offenbar der Weisung seines noch vorsichtigeren Brinzipals gefolgt war. Die Klage des Belozipeds. Der Polizeipräsident von Madai hat nachfolgendes Gebicht zugefandt erhalten: Es fährt bei uns, was Räder hat, Es fährt bei Tag und Nacht; Es rollt manch' Fuhrwerk hin und her, Eins laut, das and're sacht. Die Pferdebahn läuft ihren Weg, Milch, Mörtel fährt und Bier, Auf Gummi fährt der Millionär, der Arzt von Thür zu Thür. Die Droschte schlängelt langfam fich Dutch's Straßenlabyrinth, Landauer, Kremser, Omnibus, Es fahren Schwein und Rind. Das Nollfuhrweit rollt donnernd hin, Hola, Roblen, Seu und Mist, Die Müllabfuhr fährt Tag und Nacht, Was fein Vergnügen ist. Es fährt das todte Menschenfind Bur legten Rubestatt, Es rest der Schlächter durch Berlin, Der immer Eile hat. Das Brautpaar fährt, das Kind im Bett, Kanonen durch die Straß' Und über manchen Tonnenreif Sturzt Mancher auf die Naf. Hier rollt der Jungfernwagen hin, Die Dampfwalz' ächst dort schwer, Boft, Suftenheil und Schleifertarr'n Ste fahren hin und her. Ein einzig' Rad nur ist ve.flucht, Web' ihm, wenn es sich dreht, Schwer müßt es büßen dies Bergeh'n, Das ist's Te'oziped. So schmal, so zierlich und graziös, So zait und leicht beschwingt, Erstarrt's bis in sein Innerstes, Wenn nur ein Schußmann wirft. a. Die Diebstähle von meffingnen Haus- und Thürflinken und Thürdrückern haben sich in den letzten Wochen in Privathäusern sehr vermehrt. Während der legten Tage aber sind auch diese Diebstähle auf die Thürklinken der hiesigen Bahnhofsgebäude ausgedehnt worden. So wurden am 27. v. Mits. Abends zwischen 6 und 7 1hr auf dem Stettiner Bahnhofe die Klinken der Thüren zur Stationskaffe, zum Telegraphen Bureau und zu zwei anderen Räumen im Werthe von ca. 30 Mart gestohlen. Ebenso wurden am folgenden Tage vier messingene Thürdrücker der am westlichen Ende und an der Abfahrtseite des Lehrter Stadt- Bahnhofes belegenen Bedürfnißanstalten entwendet, ohne daß es gelungen ist, die Diebe zu ermitteln. a. Unglückliche Folgen einer Spielerei. Der in der Steindruckerei von Perl u. Sohn, Georgenkirchstraße 29 beschäftigte Arbeitsbursche W. Ziemendorf hatte sich gestern während der Mittagspause in dem im Keller des Seitenge bäudes belegenen Arbeitsraume auf den lose an der Triebwelle hängenden Treibriemen gefeßt unb fich auf demselben geschaukeli. Als um 1 Uhr Nachmittag die Dampfmaschine geschaufelt. Als um 1 Uhr Nachmittag die Dampfmaschine wieder in Betrieb gesezt wurde, stellte er zwar dieses gefähr liche Vergnügen schleunig ein, aber der Treibriemen verwickelte fich in Folge der schwankenden Bewegung in der Verkuppelung. Um nun seine Spielerei zu verheimlichen, wollte der Bursche den Treibriemen wieder in Ordnung bringen, trogdem ihm von einem Mitarbeiter dringend abgerathen und er auf den in der Fabrit angebrachten Aushang des Verbots aufmerksam gemacht wurde. Er gerieth hierbei mit dem rechten Arm unvorsichtiger Weise in den Treibriemen, so daß ihm der Unterarm am Ellenbogen beinahe abgerissen und der Oberarm gebrochen wurde. Der Verlegte wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. N. Die Beerdigung der drei Opfer der Katastrophe in Erkuer findet, wie uns soeben mitgetheilt wird, bestimmt in Ertner findet, wie uns soeben mitgetheilt wird, bestimmt Donnerstag Mittag 1 Uhr vom Krankenhaus Bethanien nach dem St. Georgenkirchhof in Weißensee statt. g. Schon wieder ein Beinbruch. In der Markgrafen ftraße, an der am Gendarmenmarkt belegenen Seite, stürzte straße, an der am Gendarmenmatti belegenen Seite, stürzte gestern Mittag gegen 1 Uhr ein Herr auf dem daselbst etwas abschüssigen und sehr glatten Trottoir so unglücklich zur Erde, daß er sich das linke Bein brach und per Droschke zu einem Arzt fahren mußte. An derselben Stelle waren bereits mehrere Paffanten zu Falle gekommen. Da diese Trottoirseite nicht von Hausbefizern in Ordnung zu halten ist, so liegt hier jedenfalls eine Fahrlässigkeit der Straßenreiniger vor. a. Das tommt davon. Der Arbeiter Grabow bestieg gestern Abend einen vor den Prerauerschen Mörtelwerken im Landwehrkanal vor Anker liegenden Kahn, um daselbst entweder unbefugt zu nächtigen oder zu stehlen. Zwei in der Nähe befindliche Personen hatten dies gesehen, und diese begaben sich nach dem Kahn, um den Eindringling zur Rede zu stellen. Als Grabow die beiden Personen herankommen sah, ergriff er über die leichtgefro ene Eisdecke des Kanals die Flucht nach dem jenseitigen Ufer. Er brach aber auf dem Kanal ein und gerieth in die Gefahr zu ertrinken. Die hinzugekommenen Personen befreiten ihn aus seiner gefahrvollen Lage und brachten ihn halberstarrt nach dem Bethanien- Krankenhause. Belle Alliance- Theater. Franziska Elmenreich verab schiedet sich morgen von dem Berliner Publikum und zwar in einer ihrer besten Leistungen, als„ Adrienne Lecouvreur". Am Freitag geht das Schauspiel Franziska Seidwig" von Karl Fiedler zum ersten Male in Szene. Polizei- Bericht. Am 1. d. M. Mittags gerieth der in der Steinbruderei von Perl u. Sohn, Georgentirchstraße 29, beschäftigte 15 Jahre alte Arbeitsbursche Siemendorf durch eigene unvorsichtigkeit mit der rechten Hand in das Getriebe einer Maschine und wurde ihm dabei der Arm am Ellenbogengelent fast abgerissen und der Oberarm gebrochen. Der Verunglückte wunde mittelst Dr schle nach dem Krankenhause im Friedrichshain gebracht. Am 1. d. M. Nachmittags glitt der Arbeiter Stößiger vor dem Hause Prinzenstraße 71 aus, fiel zur Erde und brach die rechte Kniescheibe. Derselbe wurde mittelst Droschte nach Bethanien gebracht. D, liebe Erzellenz Madai, Prüf', An demselben ob's denn gar nicht geht, Wo Alles fährt, gieb' Bahne frei, Nachmittag gerieth in einer Wohnung des Haufes FriedrichsAuch dem Velosiped. straße 103 der Fußboden unter einem eisernen Ofen in Brand. Das Feuer wurde durch die Feuerwehr in furzer Zeit gelöscht. Bu derselben Reit fiel ein bis iegt unbekannt gebliebener Mann in der Markgrafenstraße zur Erde und erlitt einen Beinbruch. Derselbe wurde durch Vorübergehende in eine Droschte gehoben und nach der Königlichen Klinik gebracht. Maßlose Frechheit. Am Sonntag Vormittag trat ein reduzirt gekleideter Mensch in den Blumenladen des Herrn Hohenstern in der Steinmetzstraße und verlangte ein Bouquet für zebn Pfennig. Als er das Verlangte erhalten, suchte er in allen Taschen und erklärte dann, er habe sein Bortemonnaie zu Hause liegen laffen, doch wolle er seine Uhr Herrn H. für Drei Mart verkaufen; dieselbe sei unter Brüdern zehn Maik werth. Als er mit seinem Anerbieten zurückgewiesen wurde, warf er sich rückwärts in die Scheibe des Schaufensters und Aertrimmerte diefelbe vollständig, dann sprang er durch die Ceffnung und lief davon. Der Geschädigte und noch einige andere Männer verfolgten den Patron und holten ihn endlich aus einem Bierfeller, von wo sie ihn zur Wache führten. Hier behauptete er, im Blumenladen ausgeglitten und rückmärts in die Scheibe gefallen zu sein. Es kam aber auch die Meldung, daß der Stolch in verschiedenen anderen Kaufläden eine Uhr zum Rauf angeboten habe. Er wurde natürlich zur Saft gebracht, weil die Vermuthung nahe lag, daß die Übr nicht auf rechtliche Weise in seinen Befis gelangt sei, er die Spiegelscheibe auch böswilliger Weise zerschlagen habe. Julius Ruppel, der einstige Verleger der antisemitischen Oftend- Beitung ist in seiner im dritten Stockwerk des Hauses Sophienst age 12 belegenen Wohnung am Montag früb gestorben. Herr Ruppel litt an sd waren asthmatischen Anfällen, und der behandelnde Arst mußte ihm vor faum drei Wochen ein bezügliches Attest ausstellen, um für seinen Patienten einen Strafaufschub heim Amtsgericht I zu ermirten, von welchem Ruppel wegen B.leidiguna zu einer Geldstrafe von 100 Mart peruitheilt worden war. Da er zur Erlegung derselben außer Stande war und den Betrag auch bei seinen Barteifreunden nicht aufzutreiben vermochte, so hätte er die hierfür substituirte Haft antreten müssen, wenn ihn nicht sein leidender Bustand einstweilen davon befreit haben würde. Ruppel, der früber in Der Stalauerstraße eine im flotten Betrieb befindliche Buchbuckerei besaß. ist, zerlassen von felnen Parteigenoffen, in großer Dürftigkeit gestorben; er hat ein Alter von 45 Jahren erreicht. N. Ein frecher Ladendiebstahl ist gestern Nachmittag gegen 4 Uhr in dem Buttergeschäft von Wienstrud, Mühlenstraße 59, cusgeführt worden. Zwei reduzirt gekleidete Individuen waren um die angegebene Bet, während sich nur ein Kommis im Laden b. fand, eingetr t n und hatten für 10 Pfg. Butter verlangt. In dem Augenblick, als der Kommis fich umdrehte, ergriffen die beiden Strola e einen auf dem Ladentisch liegenden, mehrere Pfund schweren Schweiz rläse und eilten mit demi ĺben davon. T: ok sofortiger Verfolgung gelang es nicht, die Diebe festzunehmen. N. Feuerwehr- Probe. Der Andrag zu unserer Feuer wehr ist auch in diesem Jahre ein enormer, denn obwohl jest au Weibrachten nur etwa 20 Wann neu eingestellt werden follen, so find doch ca. 1000 Randidaten vorhanden, die alle schen ihre Brüfungen abgelegt haben. Die meisten müssen Die meisten müffen | Köpenick bewog der Gefangene unter dem Vorgeben, sehr unwohl geworden sei, feinen Transporteur, mit ih das Siechen'sche Restaurant einzutreten, um sich dort zu stärke Breitkopf fuhr fort über Unwohlsein zu tlagen und begab sich auf das Kloset des Restaurants, der Angeklagte wartete seiner Pflicht gemäß vor der Thür auf das Wiedererscheinen desselben. Als aber der Gefangene unter dem Vorbringen neuer Schmer zensklagen zum zweiten Mal das Kloset aufsuchte, war der Angeklagte weniger vorsichtig. Diese Gelegenheit benutte nun Breitkopf, um zu entfliehen. Leider ist es bis heute noch nicht gelungen, den Sträfling wieder einzufangen. Die gemachte Beche hat der Angeklagte bezahlt. Der Staatsanwalt beantragte mit Rücksicht auf die sehr gröbliche Fahrläffigkeit, durch die es einem gemeingefährlichen Betrüger gelungen ist, sich der gegen ihn verhängten Strafe zu entziehen, eine Gefängnißftrafe von 4 Monaten. Der Gerichtshof erachtete aber eine Strafe von sechs Wochen Gefängniß für ausreichend und erkannte Darauf. In den Monaten September und Oftober cr. wurden auf faft sämmtlichen hiesigen Bahnhöfen aus den Koupees 1. und 2. Klasse der auf den Gleisen aufgestellten überzähligen Personenwagen die Plüschbezüge durchschnitten und geraubt. Im Ganzen find 9 derartige Fälle zur Anzeige gebracht, bei denen je 8 bis 10 Koupces in Mitleidenschaft gezogen waren. Der Attentäter wurde in der Person des erst 20 Jahre alten und bereits 4 Mal wegen Diebstahls vorbestraften Arbeiters Karl August Heimer ermittelt und angeklagt. Heute hatte er fich dieserhalb vor der vierten Straffammer hiesigen Landgerichts 1. zu verantworten. Der Angeklagte, der bereits im Jahree 1881 ähnliche Diebstähle an den Riemen der Koupres fenster verübt hat und deshalb mit einem Jahre Gefängniß bestraft worden ist, giebt an, daß ihn die Noth zu den neuen Diebstählen getrieben habe. Die Koupeethüren habe er mittels eines im Befit befindlichen Schlüffels den geöffnet und aus Den Bolftern ausgeschnit fenen Plüsch noch zerkleinert. habe er bei dem Schuhmachermeister Abramczek und dem Stepper Franziski zur Anfertigung von Pantoffeln veräußert und dafür im Ganzen über 50 Mark erhalten. Den Käufern habe er sich als einen Arbeiter bei einem Tapezierer ausgegeben, der die Stücke von den umzupolsternden Möbeln übrig behalten habe. Gegen die Käufer, von denen der eine die Sache fogar, nachdem die Diebstähle auf den Bahnhöfen durch die Presse bekannt geworden waren, zur Anzeige brachte und dadurch die Ermittelung des Thäters ermöglichte, ist nicht der mindeste Der StaatsVerdacht einer Beihilfe oder Hehlerei gefallen. anwalt Schäffer erachtet für diese ruchlosen Diebstähle an den dem öffentlichen Verkehr dienenden Gegenständen verbunden mit Sachbeschädigung eine eremplarische Strafe für angezeigt und beantragte vier Jahre Buchthaus. Der Gerichtshof adoptirte diese Strafschärfungsgründe und verurtheilte den Angeflagten unter Ausschluß mildernder Umstände zu drei Jahren Buchthaus und drei Jahren Ehrverlust. Die betreffenden Stücke Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. Die dritte Generalversammlung der Maurer tagte am Sonntag, den 30. November, in Sanssouci, Rotibuserstraße 4, mit der Frage, ob man fich für Ortskaffen oder freie Hilfskaffen entscheiden solle. Herr Regierungsbaumeister Reßler als Referent beleuchtete noch einmal mit furzen aber fachlichen Worten das Kranfenfaffengesez und bewies deutlich, daß das Gesez wohl für die niedrigste Klaffe der Arbeiter etwas geschaffen habe, jedoch für die Handwerker von keiner Bedeu tung sei, am allerwenigften aber für die Bauhandwerker. Die Drtstafen, welche auf Grund dieses Gefcßes errichtet sind, fönnen sogar gerade dadurch den Maurern gefährlich werden, weil durch Abmeldung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber, auch zu gleicher Zeit die Abmeldung der Kaffe erfolgt. Da nun gerade bei den Maurern hier in Berlin diefes in großen Prozentsägen geschieht, abgesehen noch von Naturverhältniffen( z. B. Winter), so würde es sehr oft vorfommen, daß viele Maurer überhaupt in feiner Kasse wären. Das Beste für Meister und Gefellen seien die freien Hilfsfaffen. E( Redner) rathe daher jeden Maurer, sich in die freie Hilfstaffe der Maurer Deutschlands( Grundstein zurEinigkeit) aufnehmen zulaffen. In der Diskussion appellitte Herr Peter noch einmal an das Selbstständigkeitsgefühl seiner Kollegen in diesem Stadtviertel. Will man auf dem Wege der Kultur fortschreiten, so muß vor allen Dingen das Selbstbestimmungsrecht gewahrt bleiben, welches gerade in den freien Hilfskaffen am besten zum Ausdruck kommt. Die materiellen Vortheile sämmtlicher Kaffen sind auf Grund des Gesezes ohne wesentliche Unterschiede, in der Leistung den Kranten gegenüber fast gleich. Redner bittet dringend alle Diejenigen, welche heute noch der alten Kaffe angehören, weil sie vielleicht durch Witterungsverhältniffe gezwungen das Beitrittsgeld sparen wollen, bei dar ersten besten Gelegenheit zur freien Hilfskaffe überzutreten. Durch allgemeine Beistimmung wurde dies versprochen. In demselben Einne sprachen noch die Herren Heinrich und Behrend. Zum zweiten Punkt, Verschiedenes, erhob sich eine lebhafte Debatte Letreffs des Bauhandwerker". Töpfer Thüme und Dachdecker Mas machten der Preskommission Vorwürfe, nicht genug Gerechtigkeitsgefühl gegen Herrn Conrad geübt zu haben, weil man diesem Herrn nicht den Verlag und die Er pedition des Blattes überlassen hatte. Herr Thieme stellte so gar hierzu einen recht wenig durchdachten Antrag, welchen hauptsächlich die Kommissionsmitglieder Peter und Behrend mit aller Energie zurückwiesen. Beide Redner, wie auch die Uebrigen zur Kommisfion gehörigen Herren stimmten darin überein, daß Herr Conrad fich selbst einen guten Theil des Mißgeschickes, welches ihn betroffen habe, zuzuschreiben habe. Herr Behrend habe es seiner Beit bedauert, als man von einer Seite Herrn Conrad Vorwürfe machte, heute müßte er leider von dieser Stelle aus bestätigen, daß diese Vorwürfe nicht ganz ungerechtfertigt waren. Es nahm noch einmal Herr Heinrich das Wort, konnte fich aber wegen der großen Un ruhe nicht verständlich machen und es wurde deshalb die Versammlung geschloffen. Einige Beit später verunglückte der Eigenthümer Dremiß, indem er beim Schlittschuhlaufen auf der Schwedischen Eisbahn in der Pionierstraße fiel und das rechte Knöchelgelenk brach. An demselben Tage Abends entstand in einer Woh nung des Hauses Grüner Weg 106 Feuer, indem der Fußnung des Hauses Grüner Weg 106 Feuer, indem der Fuß boden unter einem Stubenofen in Brand gerieth. Das Feuer wurde von der Feuerwehr mittelft einer kleinen Handsprige gelöscht. Gerichts- Zeitung. Eigenartige Betrügereien führten den wegen Eigen thumsfrevels bereits vorbestraften Kaufmann Heinrich Friz Warner vor die Schranken der dritten Straffammer biefigen Landgerichts I. Anfangs Oftober cr. ging die Mittheilung durch die Beitungen, daß die Revision des Regierungsbaumeisters Hurge vom Reichsgericht verworfen sei. Stun fonbinirte der Angeklagte, der von der im Gefängniß zu Moabit erfolgten Strafverbüßung in der eisten Sache teine Kenntniß hatte, daß nunmehr die Ueberführung des Verurtheilten nach Plößensee bevorstehe. Er machte darauf der Frau Runge einen Besuch, gab sich derselben gegenüber als Ge ängnißbeamter in Plößensee aus und erbot sich, damit herr Runge bei seine Ueberführung fofort Selbstbeschäftigter werde, die dafür erforderlichen 30 m. einzuzahlen und die qu. Erlaubniß rechtzeitig auszuwirken. Frau Runge, welche erst am Tag zuvor mit ihrem Manne gesprochen und 100 M. eingezahlt hatte, ließ es bei einer guten Aufnahme des Angellagten bewenden.- Glücklicher war der Glücklicher war der felbe bei der Frau des Gerichtsvollziehers Rindfleisch, die er am 29. Oktober cr. besuchte uno der er sich ebenfalls als Gefängnißbeamter vorstellte. Von dieser erhielt er 20 M., 1 Kiste Bigarren und diverse Lebensmittel. Außer diesen beiden Koups fallen dem Angeklagten drei gleichartige andere zur Last, Deren Detaillirung aber kein besonderes Interesse beansprucht. Der Gerichtshof belegte den Angeklagten für diese mit äußerstem Raffinement ausgeführten Schwindeleien mit einer Gesammt ftrafe von drei Jahren Gefängniß und dreijährigem EhrIm Fachverein der Tapezierer hielt am Montag in Gratweils Bierhallen der Reichstagsabgeordnete Herr Heine einen Vortrag über das Leben und Wuken des preußischen Ministers Freiherrn von Stein. Nachdem der Redner ein Bild der Ziele vor und nach der französischen Revolution in unserem preußischen Vaterlande entworfen hatte, wendete er fich den beiden Hauptwerken Steins, der Aufhebung der Leibeigenschaft in Preußen und der preußischen Städteordnung, zu. Wenn er auch die Stein'sche Städteordnung vom Jahre 1808 nicht als fein Jdeal betrachten könne, so sei doch unsere heutige preußische Städteordnung nur ein wenig befriedigender, in allen Bunkten verschlechterter Abklatsch derselben. Als er ftrebenswerthes Ziel aber auf diesem Gebiete betrachtete Redner den Waldeck'ichen Gefeßentwurf einer Gemeinde, Kreis und Provinzial- Ordnung, welche von Walded und der demokrati schen Linten 1848 der preußischen National- Versammlung vorge legt set. Hiernach würden nicht nur alle Ortsvorstände- Magistrat Stadtoerordneten Gemeindevorsteher 2c. von den Ortsbewohnern, sondern auch alle Landräthe, Provinzial- Regierungsräthe c. von den Einwohnern der Proving direkt im Bege des allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechtes erwählt, alle Unterschiede zwischen Stadt- und Dorfgemeinden abgeschafft, die selbstständigen Gutsbehörden beseitigt, alle Gelez- Berordnungen, alle Etats u. s. w. der Boltsabstimmung der Orts refp. der Kreis- und Brovinzbewohner unterworfen auch den Ortseinwohnern das Recht ertheilt, durch ihre meinde Versammlungen Anträge an die Ortsbehö Der Gefangenenaufseher Fischer aus Plößenfee batte fich heute auf eine Anklage wegen fabiläfftgen Entweichen laffens eines Gefangenen vor der zweiten Straflammer des Landgerichts I zu verantworten. Der Angeklagte hatte von seiner Behörde den Auftrag erhalten, den zu einer dreijährigen Gefängnißitrafe verurtheilten Kaufmann Breitkopf am 6. Juni d. J. aus dem Gefängniß zu Plößenfee nach Köpenick zu einem bei dem dortigen Amtsgericht angestandenen Termin zu transportiren und zurückzubringen. portiren und zurückzubringen. Nach erfolgter Rückkehr von offm uen, benca lettere Folge geben müßte. Die zahlreich verjammelten Mitglieder nahmen den interessanten Vortrag mit großem Beifall entgegen. Hiernach fand eine Besprechung interner Fachangelegenheiten statt. Festbegleitadressen, welche zum Eintritt berechtigen, find à 75 fg. pro Person bet Herrn Daus u. Friedländer, Neue Friedrichstraße 50, im Bureau des City Hotels, sowie bei Hrn. M. Joachimsohn, Gr. Frankfurterstr. 62, II zu haben. Der Ueberschuß fällt dem Fond für die neu zu begründende Verficherung gegen Stellenlosigkeit zu. hr. In einer Versammlung der versicherungspflichtigen Personen der Gasthausbranchen, welche am Montag im Dorotheenstädtischen Kasino unter dem Vorfige des Herrn Dreßler statifand, legte der Restaurateur Herr Hagen als Referent die Vortheile bar, welche die freien Hilfskaffen im Ver hältnis zu den Ortstranfenfassen, nicht nur den zu versichern den Personen, sondern auch den Prinzipalen der Gasthaus branchen darbieten, insofern diese bei der Versicherung ihres Personals in einer freien Hilfskaffe der Anzeigepflicht, die bei dam häufigen Wechsel des Personals in den Gasthausbranchen für sie sehr läftig find, enthoben find. Sodann die seit zweis einhalb Jahren bestehende freie Hilfskaffe des in Leipzig domi zilirten Kellnerbundes empfeblend, hob Referent hervor, daß biese Kaffe die einzige freie Hilfetaffe fet, welche für weibliche Personen und Lehrlinge eine besondere Versicherungsklasse mit niedrigeren Beiträgen habe. Am Schlusse theilte er mit, daß das Bureau der örtlichen Verwaltungsstelle dieser Kaffe fich Kleine Kirchgasse 2. 3.( U. d. Linden) befinde. In der Dis fuffion wurden auch die anderen in Berlin bestehenden und neuerdings von der Behörde genehmigten Krankenkaffen für versicherungspflichtige Personen der Gasthausbranchen empfohlen, nämlich die des Vereins der deutschen Gastwirthe, die Des Kellnerbundes in Frankfurt a. M., die des deutschen Kell nerbundes in Berlin und die des Berliner Tafeldeckervereins. Schloffer und Berufsgenossen! Der hochwichtigen Tages ordnung wegen ist es die heiligste Pflicht eines jeden Kollegen in der heute Abend 8 einbalb Uhr im Louisenstädtischen Ron zerthaus, Alte Jakobstr. 37 stattfindenden Versammlung zu er Scheinen. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Bers liner Dachdecker tagt Donnerstag, den 4. d. M., Abends 8 Uhr, im Vereinslokal Alexanderstraße 31 bei Herrn Weig. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Um recht zahlreiches Erscheinen der Mitglieder bittet der Vorstand. Versammlung des Fachvereins der Tischler heute Mittwoch, den 3. Dezember, Abends 8 einhalb Uhr, AcerMittwoch, den 3. Dezember, Abends 8 einhalb Uhr, Acker straße 144. T.- D.: Vortrag, Verschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen, neue Mitglieder werden aufgenommen. Louisenstädtischer Bezirksverein Vorwärts". Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 3. Dezember, Abends 8 Uhr, in Conrad's Salon, Wafferthorstr. 68. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vortrag des Herrn Dr. phil. Angerstein: Ueber Egypten. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 5. Fragekasten. Alle Mitglieder werden ersucht, des interessanten Vortrags wegen, recht zahlreich zu erscheinen. Gäste willkommen. Eine Mitglieder- Versammlung des Laufizer PlazBezirksvereins findet heute Mittwoch, den 3. Dezember, Manteuffelstraße Nr. 9 statt. Die Tagesordnung wird in der Verſammlung bekannt gemacht. Zahlreiches Erscheinen ist nothwendig. Gäſte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen, Die Freie Organisation junger Kaufleute feiert ihr erftes Stiftungsfest am 4. Dezember in den Festsälen des City- Hotels, Dresdenerstr. 52/53, durch Feftrede, musikal. und Deklamat. Vorträge( für die hiesige Bühnenmitglieder ihre Mitwirkung zugejagt haben), und darauf folgendes Kränzchen. Theater. Königliches Opernhaus: Mittwoch: Die Walküre. Königliches Schauspielhaus: Mittwoch: Das Stiftungsfest. Deutsches Theater: Vermischtes. Francs dem Direktor des Gymnase- Theaters für die BühnenArbeiter und Beamten, 1000 Francs benn valanzier für die ,, Gesellschaft der dramatischen Künstler" und 1000 Francs dem Künstler- Waisenverein". Von derartigen humanen Spenden hat man bei uns noch nichts gehört. Und doch könnte so mancher vielverdienende Autor auf diese Weise etwa durch Zu wendungen an die Schillerstiftung verübtes Unrecht wieder gut machen. sein gegen die Literatur ( Pfahlbauten) Aus Biel wird uns geschrieben: Der in diesem Jahrhundert unerhört niedere Wasserstand des Neuens burger, Bieler- und Murtensees hat die Pfahlbauten stationen, welche in diesen Juraseen außerordentlich zahlreich vorkommen, in ihrer ganzen Ausdehnung blosgelegt. Man hat die glüc liche Idee gehabt, diese Pfahlbauten zu wissenschaftlichen Zweden photographisch aufzunehmen. Aus Liegnig, 1. Dezember, wird der Germania" telegraphirt: Die Gutsbefizerstochter Ernestine Fischer begoß gestern im Eisenbahn- Koupee den Gutsbefizer Gottschling ( Gottberg), der, nachdem er sie verführt, fie mit Geld abfinden wollte und fich mit einer Anderen verlobt hatte, mit Vitriol und verwundete ihn am Kopfe durch einen Hevolverschuß. Verhaftet, versuchte sie mit Glasscheiben sich die Pulsadern zu durchschneiden. Mittwoch: Bum 1. Male: Frau Susanne. Schauspiel in 5 Anfz. v. Paul Lindau und Hugo Lubliner. Bellealliance- Theater: Mittwoch: Extra- Borstellung zu halben Kaffenpreisen( Cistes Barquet 1 Mart). Dorf und Stadt. Auf allge Selbstmord eines Studenten. Ein Vergiftungsfall erregt in der Universitätsstadt Marburg mit Recht ein gewisses Aufsehen. Der aus Magdeburg stammende Student der Chemie Dr. Niemeyer hat sich, wie man der„ N.- 3." schreibt, mittelst Cyankali vergiftet. Man fand ihn todt im Bette. Auf dem Nachttisch fand sich ein Zettel vor, welcher nur die Morte enthielt:„ Durch Byankali vergiftet, Sektion verbeten!" Es war die eigene Handsch: ift des Selbstmörders. Die Ursache zu dem verzweifelten Schritte ist in Dunkel gehüllt, weshalb der Vorfall überall Befremden erregt Donnerstag: Leptes Gastspiel der Königichen Hofschauspielerin Franziska Ellmenreich. meines Verlangen: Adrienne Lecouvreur. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Mittwoch: Gasparone. Gentral- Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Auftreten des Fräulein Anna Grünfeld. Mittwoch: 3. 39. M.: Der Walzer- König. Stefibenz- Theater: Mittwoch: Bum 14. Male: Der Klub. Pariser Lebensbild in 3 Alten von E. Gondinet. Walhalla Operetten- Theater: Mittwoch: Gillette. Briefkasten der Redaktion. Sächsische Lotterie. Dagegen tönnen Sie nichts thun, Denn das Spielen in dieser Lotterie ist überhaupt verboten. Th. B. Wenden Sie sich an den Verein junger Kaufleute. Rt. St. Schwerinstage" nennt man im Reichstage und Abgeordnetenhause die Sigungen, in denen Anträge der Mit glieder, Petitionen 2c. verhandelt werden. Nach einem früheren Antrage des Abg. Grafen Schwerin ist der Mittwoch für diese Verhandlungen bestimmt, daher der Name Schwerinstag. Ein splendider Autor ist Georges Dhnet, der Verfasser bes Hüttenbefizeis", der bereits die 300. Aufführung in Paris erlebte. Bei dieser Gelegenheit übergab Herr Chnet 1000 V. Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 3. Dezember, Abends 8 Uhr im Salon zum ,, Deutschen Kaiser", Lothringerstr. 37: Große Versammlung selbstständiger Handwerker. Sämmtliche Wähler des 5. Wahlfreises sind eingeladen. 1471 Schlosser und Berufsgenossen! " No. P. S. 82. Wo befinden sich die Zahlstellen einer einge schriebenenen freien Hilfskaffe für Gärtner? Wir wissen es nicht! Vielleicht fann einer unserer Abonnenten Auskunft geben. Sollte dieses der Fall sein, so werden wir sofort im Briefkasten Mittheilung machen. W. Mustau. In einem solchen Falle entscheiden die statuarischen Bestimmungen. Sind in der betreffenden Kaffe solche nicht vorhanden? Wir können mit dem besten Willen eine genaue Antwort nicht geben, weil es ganz auf die Stas tuten ankommt. Der hochwimtigen Tagesordnung wegen ist es die heiligste Pflicht eines jeden Kollegen, in der heute Abend 8 einhalb ühr im Louisenstädtischen Concerthaus, Alte Jakobstr. 37 stattfinden den Versammlung zu erscheinen. 1472 Darum alle Mann am Plage. Die Lohntommission. Arbeiter- Bezirksverein v. 15. u. 20. Communal- Wahlbezirk Versammlung H. Magdeburg. Wir bitten Sie, in Zukunft zu den Bes richten einen Briefbogen zu benußen.* Krankenversicherung. Es kommt darauf an, ob das Geschäft, was Sie resp. Ihre Freu betreibt, als stehendes Gewerbe" betrachtet wird. Ist letzteres der Fall, so muß sich das Mädchen versichern lassen. Lassen Sie dasselbe der 1467 wideint Berlin Einzelne Sehr in ben allgeme Sahlrecht, aben, bei Offenbacher freien Hilfskasse für Frauen und Mädchen beitre affung b am Mittwoch, den 3. Dezember, Abends 8 einhalb Uhr in der ,, Urania", Wrangelstraße 9.10. Tagesordnung: ze, weil ten. Aufnahmestellen C. Richter, Andreasstr. 20, Hof r. 4 T., P. Schneider, Blumer str. 29 part., im Geschäft, Möhringe Oranienstr. 14a, von 4 Tr. 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vortrag des Reichstagsabg. Herrn W. Blos. 3. Verschiedenes. 4. Fragekasten. Die Mitglieder werden erfucht recht pünktlich und Der Vorstand. Mittwoch, den 3. Dez.: 96. Gesammt Gastspiel der Liliputaner. a blreich zu erscheinen. Gäste sind gern gesehen. Boutfenstädtisches Theater: Bum 4. Male: Brillen August. Gr. Zauberpoffe in 5 Atten von E. Emmerich. Novität! Oftend- Theater: General- Versammlung Mittwoch u. folgende Tage: Im Lande der Freiheit. Großes der Kranken- und Begräbnißkaffe der Berliner Sensations- Ausstellungs- Schauspiel in 9 Bildern von b. v. Gordon. Mufil von Th. Franke. Mittwoch: Excelfior. Vittoria- Theater: Alhambra- Theater. Wallnertheaterstraße 15. Mittwoch und folgende Tage: Eine Nacht in Berlin. Boffe mit Gesang in 3 Alten von A. Hopf. Bother: Grokes Ronzert, ausgerehrt von der aus 20 Muftlern bestehenden Theater- Kapelle, unter Leitung des Kapell neisters Herrn Ludwig Clauftus. Anfang des Konzerts 7 Uhr, der Borstellung 7% Uhr. Arbeitsmarkt. Suche Arbeit im Nähen j. A. bill. Dranienstr. 181, v. 42.[ 1445 Ein j. Mann, gel. Klempner, w. Beschäftg. jeder Art. Adr. u. W. W. i. d. Exp. d. 3tg. 1460 Wichtig für jede Familie! Der Berfaffer der gemeinnügigen Nottzen unferes Blattes, ein früherer Apotheker, wünscht im Januar 1885 ein Kräuter büchlein, nebst Angabe einer einfachen und billigen Hausapo theke, herauszugeben und sucht schon jest Abonnenten( a 50 Bf.) Darauf sub D, N. durch die Erped. d. Bl. 1445 Schmidt's Restaurant Köpnickerstraße 55b,[ 1429 empfiehlt feinen vorzüglichen Mittagstisch à Couvert 50 Pf. bei einem guten Glase Bier. Gürtler und Bronceure( Eing. Hilfskaffe Nr. 60) Mittwoch, den 3. Dezember, Abends 8 Uhr, im Concert hause Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Die Statutenbücher werden dort verabfolgt. Die Quittung legitimirt zum Eintritt. Tagesordnung: 1. Verkündigung des Wahlresultats des am Sonntag ge wählten Vorstandes. 2. Geschäftliches. 1465 Heute Mittwoch, den 3. Dezember cr., Abends 8 einhalb Uhr: 1469 Allen meinen Freunden und Bekannten empfehle mein Große Schneider- Versammlung in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77,79. Tagesordnung: 1. Die Schädlichkeit der Nacht- und Sonntagsarbeit. 2. Das Verhalten einiger Arbeitgeber gegen ihre Arbeiter. Pflicht aller Schneider, speziell der Ellroth'schen Werkstelle ist es, zu erscheinen. Die Lohntommission der Berliner Schneider. Central- Krankenkasse d, Mauer, Steinhauer, Gypser und Stuckateure Deutschl. G. z. E. Eingeschriebene Hilfe kaffe. Mitglieder- Versammlung Teppiche. zu billigen Preisen. Wir haben eine große Auswahl Teppiche und ver taufen große Sopha- Teppiche für 5 Mt., Germanias Brüffel Teppiche in sehr hübschen Farbenstellungen 6,50 und 7,50 Mart. Tapestry, Brüssel, PlüschTeppiche 11,50, 14. 16, 18 u. 20 Mart. Große Salon- Teppiche 18, 20, 25 und 30 Mart. Echte Tournay, Velvet in allen Größen, das Allerhaltbarste, zu außergewöhnlich billigen Breisen. am Donnerstag, den 4. Dezember, Abends 8 einhalb Uhr im ,, Deutschen Kaiser", Lothringerstr. 37. Tagesordnung: Haffenangelegenheit. Ausgabe neuer Statuten. Der Vorstand. Arbeiter- Bez.- Vereind. Friedrichstadt. Donnerstag, den 4. d. M., Abends 8 einhalb Uhr Versammlung in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Tagesordnung: Tischdecken. A Manilla Tischdecken mit Franzen 2, 2,50. Bunte Tischdecken mit Schnur u. Quasten 3, 3,50, 4, Gobe lin- Tischdecken 5, 6, 7 M., Gobelin Tischdecken mit Schnur und Quasten 7,50, 9, 10, 12 Mart. RipsTischdecken 4,50, 6, 7,50, 9 Mart. Gardinen. Weiße Zwirngardinen, Meter 45, 50, 60 Pf., ganz schwere Double Zwirn- Gardinen, Meter 75 Pf., Engl. Tüll- Zwirn Gardinen, auf beiden Seiten eingefaßt, Meter 75, 90 Pf., 1, 1,25 u. 1,50 M., Manilla- Gardi nen und Manilla- Portierenstoffe mit Bordüren und Franzen, Meter 75, 90 Pf., 1 Mart. 1457 Läuferstoffe. Gute Läuferstoffe, Meter 40, 50 u. 60 Pf., ganz schwere Läuferstoffe, Meter 75 u. 90 Pf., in ganz breit 1 u. 1 M. 20. Sielmann& Rosenberg, Kommandantenstraße, Die Nr. 11 der humoristischen Blätter Ecke Linoen Straße. ,, Der wahre Jacob" mag mal etwas Man Sahlrecht cher S rabe, als ahlrecht Bir biefe an aller ajorität f philiftert ufen und Merbi Ginschr an fich bi och Finden, gute Die F enig Aban szichen bandern w gen Stimm ben Bo Bourgeo Wittel zu re fen, baß Bourgeoisie perfchafte Ronflifts eit bes pre Dreitla bismard fe ift erschienen und in der Erved. d.., Berl. Volfsbl." au haben 1. Die Aufgabe der Arbeiter Bezirksvereine im Hinblick Weiß- u. Bairisch Bier- Lokal auf die nächſten Kommunalwahlen. Referent: Stadtverordneter 1289 Hefert Berliner Volksblatt liegt aus. Nothnagel, Rathenowerftr. 85. Gute Cigarren und Tabak Carl Lehmann, Langeftr. 99/100. Das Berl. Boltsblatt" wird pünktlich besorgt.( Auch Lönnen Arbeiter für 10 Pfg. einen ganzen Monat den Arbeitsmarit lesen). 1958 Nähmaschinenfabrik ( Genossenschaft). in ift. Wenn er Besch ortheil erh igner Bourge antung b 1279 Empfiehlt ihre dauerhaften, mit allen Verbesserungen ver fehenen und gut justirten Maschinen sämmtlicher Suiteme foliden Breifen. Hafenhaide 2. Herold. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten. Gäste willtommen. 1468 Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines Jeden, zu erscheinen. Der Vorstand. Zur pünktlichen Besorgung des Berliner Boltsblattes" sowie sämmtlicher Beitun en empfiehlt fich Frau Rosentreter, Gr. Frankfurterst. 57. 1447 Drucksachen = aller Art, namentlich Circulaire, Rechnungs- und Quittungsformulare, Adreßkarten, Prospecte, PreisCourante, Brochüren, Statuten und Quittungsbücher, Marken, rebet. Un brat berbot Feliz fo Edwer welcher 2 Die G ich füh Ben Baube Sie if Nicht mich mir dhe Gewal Die m marmerei Reine Sen Seize, ernben$ „ Go, fo riglag vierzehr Blog Don Ages Dich fter blich Ich w fämmtliche Formulare für Krankenkaffen etc. werden prompt und preiswerth angefertigt. Buchdruckerei MAX BADING Beuthstrasse 2. 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