Sen er. ber, น มิ ว en. Bes 38, Den Dem 20 cher Bes cuers eine ber vil An chts Uhr ernes an= altes dern tend. abt," No. 216. Sonnabend, 13. Dezember 1884. I. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Boltsblatt" erfcheint täglich Morgens außer na Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 Bf. Bostabonnement 4 Mart. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 Pf. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Rs. 746.) Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Bf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 thr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annonce Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berfin SW., Zimmerstraße 44. Der große Interessenkampf zwischen dem beweglichen und dem unbeweglichen Kapital, auf. refp. den parlamentarischen Vertretern dieser zwei Kategorien des Befizzes dürfte bald wieder beginnen, da Herr von Wedell- Malchow zweifellos feinen Antrag auf Einführung einer Börsensteuer wieder einbringen wird. Wir sehen diesem Kampfe sehr fühl entgegen, denn Herr von Wedell- Malchow erscheint uns durchaus nicht als ein ideal veranlagter Politiker, der aus Interesse für die leidende Menschheit die wilde Jagd an der Börse etwas einschränken möchte. Herr von Wedell- Malchom ist pommer scher Großgrundbesizer und das sagt in diesem Falle Alles; er tritt in der That als Anwalt der Herren von der Grundrente gegen die Herren vom Kapitalismus auf. Die Anwälte der Herren vom Rapitalzins werden denn auch nicht verfehlen, einen ungeheuren Lärm zu erheben und haarflein nachzuweisen, daß mit der Freiheit der Börsenspekulation auch der Bestand der ganzen bürgerlichen Gesellschaft gefährdet fei, wozu sie noch mit der Drohung kommen werden, eine crhöhte Schnapsbesteuerung zu verlangen, womit sie den lonservativen Schnapsbrennern allerdings immer unangenehm kommen. rendes -7 450] 21 M. um Es mag sein, daß es dem Herrn von Wedell- Malchow auf dem eingeschlagenen Wege gelingen könnte, die BörsenSpefulation einigermaßen einzuschränken, und das kann und fchon recht sein. Aber viel wird man nicht erreichen. Herr von Wedell und seine Freunde haben sich mit der Geschichte der französischen Revolution anscheinend nicht periraut interjenes geaug gemacht, effante Kapitel von der staatlichen Verfolgung ber Boriser Börse im Jahre 1796 zu fennen. Nachdem sich eine ungeheure Fluth von Papiergeld( Assignaten) damals über Paris und Frankreich ergoß und eine totale Revos lution der Preise bewirkt hatte, nahm der Spekulations schwindel an der Pariser Börse geradezu grauenerregende Dimensionen an. Alle Maßregeln halfen nichts und die Regierung ging endlich so weit, die Börse vollständig zu schließen. Allein die Spekulation war nicht auszurotten; fie vertroch sich in tausend Schlupfwinkel und die Regierung überzeugte sich, daß ihre Maßregeln ohne allen Erfolg feien, so daß sie endlich die Börse wieder öffnen ließ und der Tanz um bas goldene Kalb" von Neuem öffentlich aufgeführt werden konnte. In der That find jedoch solche Maßregeln gerade gegenüber einer Macht, wie sie von der Börse repräsentirt wird, ohnmächtig und es wird Herrn Don Wedell- Malchow schwerlich gelingen, dem„ Giftbaum" auch nur die Zweige zu stutzen, geschweige denn ihn umzuhauen. Wünschenswerth wäre nur, wenn die Herren vom Rachbruc verboten.] 87 Heutilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forsegung.) Fünfundzwanzigstes Kapitel. Die Unterredung der drei jungen Leute wurde unterbrochen durch Segal's Horn, welcher das Signal zur WiederAlles eilte nach den Pferden. ufnahme der Jagd gab. Bon Neuem ward die Meute losgelassen, und dieselbe türzte sich in das Waldbickicht der Schlucht. Unter den nachsprengenden Reitern aber fehlte noch Graf Fergus. Derfelbe hatte eben so wie die drei jungen Leute auf einem Felsenvorsprung gestanden, und seine Blicke hatten diefelbe Richtung verfolgt wie die Jener. Sie hafteten melancholisch finnend auf den Zinnen von Davistown. Das Jagdfignal erft weckte ihn aus seinen Träumen. Langfam tam er den Berg hinab, um sein Pferd Kapitalzins und die Herren von der Grundrente den ganzen Apparat an ,, sittlichen" und sonstigen Phrafen, den sie bei solchen Gelegenheiten mit sich führen, diesmal zu Hause ließen. Es hat auch gar keinen Werth, denn Niemand giebt noch etwas auf die sittliche Entrüstung" der Vertreter zweier großen Interessengruppen. Mögen fich die Herren streng an die Sache halten; man weiß jedoch, daß den Einen die Grundrente, den Anderen der Kapitalzins zu niedrig ist und daß daher der große Lärm kommt. Verschiedene Wandlungen. Die„ Hamburgische Bürgerzeitung" enthält einen auch für das Berliner Publikum recht interessanten Artikel, der folgenDermaßen lautet: Bekanntlich befindet sich im Befit der preußischen Regierung aus dem annektirten Nachlaß des verstorbenen Königs von Hannover ein Fonds von 54 Millionen Mark, aus dessen Biasen ellerlei unfontrolitbare Ausgaben bestritten werden. Die Zinsen betragen jährlich zirka 1800 000 art. Der preußische Landtag hat seiner Beit angenommen, daß Diese Zinsen dazu verwandt werden sollten, den auf Lostrennung des Königreichs Hannover von Preußen gerichteten Bestrebungen der Welfenpartei entgegenzutreten. Es gab ja eine Beit, wo einige Welfenhäupter noch glaubten, diese Abtrennung fönne mit Hilfe auswärtiger Berwicklungen erzielt werden. Man braucht ja nur an die Errichtung der sogenannten ,, Welfenlegion" zu erinnern. Immerhin war es aber schon damals vollständig verfehlt, auf Grund solcher Agitationen der preußischen Regierung einen vom preußischen Landtage unkontrolirbaren Fonds zu bewilli gen. Wenn den Konspirationen der Welfenpartei durch Geldmittel entgegengetreten werden mußte, so hätte jeder preußische Landtag die betreffenden Summen dazu gewährt. Nun aber ist ein solches Entgegentreten völlig überflüssig geworden, da staatsgefährliche Welfen- Agitationen nicht mehr eristiren, und namhafte Welfenführer ausdrücklich erklärt hahen, daß fie an eine Loslösung Hannovers von Preußen nicht mehr Denken. Und dennoch besteht der Welfenfonds weiter und wird weiter bestehen zugleich als eine prächtige Illustration der Vertrauensduselei des preußischen Landtages einer reaktionären Regierung gegenüber. Wozu wird nun der Welfenfonds verwandt? Offiziell hat die Regierung keine Verpflichtung, auf diese Frage Antwort zu geben. Und auch die sonst so redseligen Offiziösen schweigen sich hartnäckig über diesen Punkt aus. Deffentliches Geheimniß aber ist es, daß der Welfenfonds als Reptilienfutter vorzugsweise VerwenDung findet. Beitungen, welche keinerlei Eristenzberechtigung im Volle haben, werden subventionist aus jenem Fonds. um für die preußische Regierung nicht etwa gegen die Angriffe der Welfen, sondern überhaupt und wäre es auch gegen die Wolksmeinung, und Birken herab und bildete unter dem herabhängenden Felsen einen Raum, welcher bei schlimmem Wetter einem Wanderer wohl Schuß gewähren konnte. Hier blieb der Graf plöglich stehen. Stier blickte er auf einen Punkt; wie angewurzelt stand er regungslos da, das Haupt vorgebeugt, die Hände auf dem Rücken. " 1 Mein Himmel! Was giebt's denn da?" rief Habicht. Er erfaßte des Doktors Hand. Sieh', Fritz, gerade so sieht er aus, wenn seine Krankheit beginnt. Komm', laß uns sehen, was es ist. Mein Gott, er wird doch nicht einen Rückfall bekommen!? Beide näherten sich dem Grafen. Er bemerkte sie nicht, ſelbſt als sie nur wenige Schritte von ihm entfernt waren. Der Punkt, auf den die stieren Augen hinftarrten, war eine Stelle am Boden, auf welcher vor nicht all' zu langer Zeit ein Feuer gebrannt haben mußte. Man sah die Spuren noch deutlich; es schien auch, als ob in der Nähe noch die Neste eines Mahles vorhanden wären. " Ha," flüsterte Habicht leise, das ist eine Raststelle der Here. Um Gotteswillen laßt uns ihn hier wegbringen, oder bei Gott er fällt wieder in die Krankheit. D, diese Here! Wäre sie doch todt!" " 1 Still!" sagte Frig. Laß' uns sehen, was der Graf beginnt." besteigen, das in einiger Entfernung ein Jäger hielt. O'Brian und der Lord Killmare waren der Jagdgesellschaft ereits gefolgt, nur Frig stand noch da, nachdenkend über as Gehörte. Da näherte sich ihm Habicht, gefolgt von einem Ajax, welcher vergebens sein furchtbares Gebiß ht noch nicht gestattet habe, sich an der Jagd zu be= heiligen. Dieser nahm auf die Kampfluft und Ungeduld gebeugt, als ob er einen ganz auffallenden Gegenstand am eines Lieblings keine Rücksicht, sondern redete Frik an: Was stehst Du hier, Junge? Macht Dir die Jagd Vergnügen? Rasch auf's Pferd!" lein " " 1 Mich intereffirt die Aussicht hier, Pathe." Aber wo Der Graf hatte sich inzwischen immer weiter vornüber Boden erblickte. Da, mit einem großen Satz sprang er plößlich hinzu und hob einen Gegenstand vom Boden auf. Es war ein Handschuh, ein zierlicher Damenhandschuh, der einer sehr kleinen und sehr schmalen Hand angehört haben mußte. Er betrachtete ihn und drückte ihn an die " Ich sehe das länger nicht mit an," erklärte Habicht und ging ohne weiteres auf feinen Herrn zu. Glaub's wohl! Es ist hier ein herrlicher Punkt. Man feht Davistown, das doch sechs Meilen entfernt ist, als Lippen. ob man's mit der Büchse erreichen könnte.. it der Graf, ich sah ihn nicht unter den Jägern?" Als sie sich jetzt suchend umsahen, bemerkten sie den Grafen, wie er eben um den Felsenvorsprung bog und angsam nach dem Plaze fchritt, auf welchem sein Pferd bog fich an einer Stelle ein Gebüsch von Zwergtannen land. Ueber den Felsen, an dessen Fuß er entlang schritt, vorbrechen." " Herr Graf," sagte er ,,, wollen Sie sich nicht der Gefellschaft anschließen? Hören Sie dort unten die Meute. Es ist ein Thier ausgejagt und kann jeden Augenblick her= Schweigend winkte ihm der Graf mit der Hand fern | Stimmung zu machen. Und doch gehören die angeführten Millionen dem preußischen Staate, somit dem preußischen Volke, welches diefelben auch im heißen Waffentanze hat erringen müssen. Wenn nun lediglich die preußische Regierung diese Millionen in ihrem Intereffe verausgabt, so hat sich die preußische Volksvertretung durch die Bewilligung derselben eines Angriffes auf das Recht des preußischen Bolles schuldig gemacht. Wie weit nun die Subvention ni jt lebensfähiger regierungsfreundlicher Blätter geht, fönnen wir nicht fagen. Doch auf einen höchst seltsamen Borfall in des Reiches Hauptstadt, in Berlin, wollen wir aufmerksam machen. " 1 Die fierifale Germania" erklärt nämlich, daß die in Berlin erscheinende national- liberale Beitung, die ,, Neue Beitung", aus dem Welfenfonds unterstüẞi werde. Diese Nachricht verdient sicherlich Glauben, da die Neue Zeitung" faum 2000 reele" Abonnenten bestẞt. 11 " 1 Aber wie ist die Neue Zeitung" entstanden? Vor Jahresfcift wurde in Berlin ein Arbeiterblatt, der Volksfreund", gegründet. Die Berliner Arbeiter waren trog der geschickten Redaktion, trop der Schmeicheleien, die Die ihnen gesagt wurden, von vornherein mißtrauisch. Redaktion gab sich alle Mühe, die Arbeiterführer" zu geminnen; dieselben wurden zur Mitarbeiterschaft eingeladen, die ste jedoch ablehnten. Ungeheure Anfirengungen wurden gemacht, das Blatt, welches den Bismarck'schen Staatssozialismus sehr entschieden und später recht unvorsichtig vertcat, bei den Arbeitern zu verbreiten und einznbürgern. Nach und nach schien dies gelingen zu wollen, doch änderte sich die Situation mit einem Schlage, als die Arbeiter selbst ein Arbeiterorgan, das Berliner Boltsblatt", gründeten. " 1 11 Der Volksfreund" hatte ausgespielt, nachdem viele tausend Mart verpulvert worden waren. Die Verleger und Redakteure waren arme Leute. Woher stammten die verpulverten Summen? Ein reicher Desterreicher sollte sie vorgeschossen haben! Vorsichtigerweise hatte man das ganze Res battions= und Expeditonspersonal aud Desterreichern zusammengesett. Und diese Desterreicher sollten die Berliner Arbeiter gewinnen! Bekanntlich sind aber nicht nur die Sachsen, sondern auch die Berliner sehr helle". Als der Vollsfreund", das Arbeiterblatt", das Beitliche segnete, gab es die Erklärung ab, daß es voll und ganz in der Berliner Morgenzeitung" aufgehe, welche den Arbeiterinteressen dieselbe Aufmerksamkeit widmen merde, wie es der ,, Volksfreund" bislang gethan habe. Einige Wochen fümmerte sich auch die ,, Morgenzeitung" wirklich um die Arbeiterangelegenheiten. Doch schon nach furzer Zeit pflanzte fie die Fahne des National- Liberalismus, der ödesten Heidel bergerei, auf. Die Berliner Morgenzeitung" aber ift ganz identisch mit der Neuen Zeitung" nur der Kopf ist verschieden. Die Neue Zeitung" wird, wie die Germania" " 1 zu bleiben. Wieder hob er den Handschuh empor, um ihn recht nahe zu betrachten, und wieder drückte er ihn an seine Lippen. Er schien wie gebannt an diese Stelle. Da plöglich rauscht es im Gebüsch hinter ihnen.- Frit und Habicht stießen einen Schrei aus. ,, Graf M'Donuil!" rief der Lettere, retten Sie sich!" Aber er hörte nicht. Aus dem Gestrüpp hervor br ich in diesem Augenblick ein Eber von ungeheuerer Größe. Im Nu batte Habicht seine Büchse erhoben. Der Schuß trachte; das Thier stieß ein Schmerzensgebrüll aus, aber es brach nicht zusammen. Wüthend und schäumend stürzte es jetzt gerade auf den Grafen zu, und erst bei diesem Anblick schien derselbe aus seinen Träumen zu erwachen. Aber es war zu spät! Er hatte keine Zeit mehr, seine Büchse von der Schulter zu reißen. Im nächsten Augenblicke mußten ihn die Fangzähne des gewaltigen Keilers zerfleicht haben. Nur zwei Schritte noch war das todtbringende ungethüm von ihm entfernt. Da auf einen Wink seines Herrn Ajax auf das Thier. stürzte sich Tief schlug er sein furchtbares Gebiß in die Gurgel des Ebers. Hoch bäumte sich das Thier und hob den Feind mit sich empor, welcher sein Opfer nicht losließ. Ein Kampf auf Leben und Tod entstand. Ajax wußte, daß es hier ein theures Leben zu retten galt, und todesmuthig hielt er fest und versuchte den Feind nieder zu werfen, unbekümmert um dessen wüthende Gegenwehr und gewaltige Hauer. Schon blutete er aus mehreren Wunden, aber tiefer und tiefer drückte er seine Zähne in die Gurgel des Gegners. Graf Fergus und Habicht hatten Beide angelegt, zwei Schüsse trachten zu gleicher Beit. Da endlich brach der Eber zusammen; aber noch im Fallen hatte er die Kraft, seine Zähne in den Bauch des grimmigen Gegners zu schlagen. Habicht stieß einen Schrei aus. Er fah, wie die Weichtheile des Hundes aufgerissen waren, daß die Eingeweide hervorquollen. Aber noch ließ Ajar fein Opfer nicht fahren. Mit einem Weherufe sprang Habicht hinzu, grub sein Jagdmesser in die Brust des ster behauptet, aus dem Welfenfonds gespeist, selbstverständlich auch| dann die Morgenzeitung". Und wie fab es aus mit ihrem Vorgänger, dem ,, Volksfreund", dem Arbeiterblatte"? 11 Diese Frage wird von kompetenter Stelle teine Beantwortung finden, doch werden sich die Leser selbst die Antwort leicht geben können. Politische Uebersicht. Die jetzige Session des Reichstages dürfte von längerer Dauer sein, als ursprünglich angenommen wurde. Während bisher die Meinung allgemein verbreitet war, daß die jetzige Seffion eine sehr kurze sein und der Reichstag nach Schluß des Preußischen Landtages zu einer neuen Sigung zusammenberufen werden würde, scheint neuerdings die Absicht zu bes steben, die Seffion nicht zu unterbrechen. Ein Zusammentagen mit dem Londtage würde dadurch freilich unvermeidlich, an dererseits aber die Dauer der Reichstagssession voraussichtlich nicht bis in den Sommer hinein ausgedehnt werden. Der Bundesrath hielt gestern eine längere Sigung. In Derselben wurde zunächst der Gesezentwurf über die Ausdehnung des Unfallversicherungsgefeßes auf das Transportgewerbe in zweiter Lefung, sodann in erster Lesung das Postsparkaffengeses angenommen, das lettere mit dem Zusage, daß das Gesetz auf Baiern leine Anwendung finden, solle. Baiern enthielt fich denn auch nach Abgabe einer motivirenden Erklärung der Abstimmung. Württemberg stimmte dafür mit einem vom württembergischen Landtage angenommenen Vorbehalt. Sachfen, Mecklenburg- Streliß und Reuß ä. 2, stimmten dagegen. Von materiellen Aenderungen heben wir hervor, daß der Bun desrath das Morimum der Spareinlagen wieder auf 800 Mart erhöht hat. Es wurde eine zweite Lesung beschlossen, die in einigen Tagen stattfinden soll. Ferner ist hervorzuheben, daß der Bundesrath mehrere Eingaben betreffs Zulassung steuerfreier Niederlagen für Robzucker abgelehnt hat. Beendigung der Befestigung Amsterdams noch einen ferneren Betrag von nahezu 9 Millionen Gulden beanspruchen werde. Der Kriegsminister erklärte, das allergrößte Gewicht darauf Legen zu müssen, daß diese wichtige Befestigung, welche den Rückzugsert und den Schlußstein des gesammten Befestigungswerks bilde, so schnell fertiggestellt werde, als die petuniären Kräfte des Landes es irgend gestatteten. Der Minister ist deshalb der Ansicht, daß im Jahre 1885 nicht nur die schon be= gonnenen Forts an der westlichen Front beendet werden, sonbern zugleich auch verschiedene andere Befestigungen in Angriff genommen werden müßten. Eine Internationale Ausstellung von Betriebs-, Arbeits- und Hilfsmaschinen für Handwerk und Klein- Industrie soll im Mai 1885 in Königsberg stattfinden. Die Ausstellungsgegenstände werden in 8 Gruppen eingetheilt, wovon die erste die Motoren aller Art bis zu 5 Pferdestärken, die Aweite Transmiffionen, Lager und Schmiervorrichtungen, Riemen, Transmissions Seile, Schnüte, Ketten u. s. w., die dritte Arbeits, Hilfs- und Werkzeug Maschinen, Werkzeuge und Arbeitsvorrichtungen, alle Industrien und Gewerbezwecke um faffend, die vierte physikalische und chemische Apparate, die fünfte Lehrmittel für den gewerblichen Fachunterricht, die sechste Sicherheits- und Schußvorrichtungen, die fiebente Maschinen und Vorrichtungen für Hausbedarf und Wirthschaftsbetrieb, und die achte Maschinen für landwirthschaftlichen Gemerbebetrieb enthalten wird. I In der Türkei nimmt die Fäulniß immer mehr überband, selbst die Polizei stiehlt und betrügt soviel fie tann. Nachrichten zufolge, die hier aus der türkischen Hauptstadt eingelaufen find, hat der Finanzinspektor für Konstantinopel, Naili Effendi, fürzlich bei einer Revision der Kaffa und der Bücher des Muteßarifats von Pera, und zwar der Polizeisektion und des Buchtpolizeigerichtes, ein beträchtliches Defizit in der Kaffa dieser Behörde und eine große Unordrung und Unregelmäßigkeit in der Führung der Bücher derselben, sowie den Umstand konstatirt, daß mehrere Bücher verschwunden sind und daß Riza Bey, der administrative Bureauchef des Buchtpolizeigerichtes und Bräsident der Polizeibehörde, aus der Kaña Gelder entnommen hat, die er dann mittels Anweisungen auf diese Kaffa deckte. In Folge dieser, wer weiß wie lange fortgesetten Handlungsweise ist heute das Mutessarifat von Pera der Finanzverwaltung eine große Summe schuldig, deren fofortige Bezahlung Naili Effendi verlangt hat. Das Muteffarifat wollte seine Schuld durch eine neuerliche Anweisung tilgen, was aber Naili Effendi entschieden abgelehnt hat. Einstweilen ist auf des Legteren Antrag Riza Bey und der Raffter, Mehemed Ali Effendi, in Disponibilität versetzt und die Anzeige beim Finanzministerium gemacht worden. Gleich zeitig hat Naili Effendi die Einſegung einer Untersuchungstommiffion angeordnet, um den Umfang der Defraudation genau festzustellen. Die Branntweinsteuer im Großherzogthum Hessen bat in dem abgelaufenen Etatsjahr einen Ertrag von Mart 424 853,60 ergeben, oder um Mt. 103 892,65 mehr als im Vorjahr. Dieser erhebliche Mehrbetrag findet seine Erklärung in der außerordentlich günstigen Kartoffelernte des Jahres 1883 und in dem dadurch bedingten niedrigen Preis der Kartoffeln. Im abgelaufenen Jahre waren 435 Biennereien gegen 385 im Worjabre in Betrieb; an Startoffeln tamen in Verwendung 20 972 252 Kg. oder 7 298 733 Ag. mehr als im Vorjahr; Korn wurde verwendet 1635 Ka. gegen 70 435 Kg. im Vorjahr, Gerste 31 675 Kg. gegen 55720 Kg. im Vorjahr, und Mais 509 325 Kg. gegen 638 050 g. im Vorjahr, an Steinobst, Hefe und Treber wurden 4746 hektoliter zu Branntwein verwendet. Die Anzahl der Brennereien in heffen beträgt 703, von welchen indessen nur 435 in Thätigkeit waren; davon entfallen auf die Bezirke Darmstadt 111, Offenbach 95, Gießen 100, Worms 74, Mainz 29 und Bingen 26. Steinkohlenzoll. Nach einer Meldung der Wes.- 8tg." und findet zahlreiche zirkulirt auf deutschen Koblenzechen Betbeiligung eine Betition, welche fich an den deutschen Reichstag mit dem Ersuchen wenden soll, ausländische Steinfohlen mit 2 Mart per Tonne zu belegen. Als Motiv wird angegeben, daß deutsche Bergwerke einer Abgabe unterworfen find, welche durch jenen Boll zu ihren Gunsten gegen fremde ausgeglichen würde. Bei Einführung jenes Bolles würde man die fremde Kohle, insbesondere die englische, ganz aus dem Norden Deutschlands verdrängen. über die Ausfuhr von Streichhölzern im Jahre 1882. Abgeord neter Dr. Bamberger erwiderte, daß nach diesen Angaben die Bahl von 3 ein halb Millionen Kilo sich nicht, wie man glauben sollte, auf deutsche Waaren beziehe, sondern auf fremde, also für die Sache des deutschen Exports nichts bedeute. Die Ver treter des Zentrums brachten folgende, schriftlich formulirte Anfragen an den Bundesrath ein und bitten um deren möglichst schriftliche Beantwortung: Der dänische Bischof Monrad, ein streitbares Mitglied der Kirche, hat sich in einem Artikel in dem Organ der dänischen Linkenpartei über Antiparlamentarismus ausgesprochen. Die barin entwickelten Ansichten gehen dahin, daß es einem dänischen Staatsmann schlecht ergehen würde, wenn er sich beikommen ließe, in die Fußstapfen des Fürsten Bismard zu treten. Am Schluß seines Artikels kommt der Bischof zu der Ansicht, daß die Zukunftsaussichten feineswegs angenehm seien, denn in Europa sei ein unermeßlicher Gährungsstoff angehäuft. Nach seiner inneren Ueberzeugung bilde das parlamentarische Regis ment die beste Schußwehr des fonstitutionellen Königreiches. Der Artikel erregt großes Aufsehen, weil der Herr Bischof früher selbst Minister war. Desterreich. Die akademischen Behörden Wien's haben wegen der mehrfachen unter der Studentenschaft vorgekommenen groben Ausschreitungen eine Untersuchung eingeleitet und be schlossen die Rädelsführer und planmäßigen Ruhestörer zu relegiren. Das holländische Militärbudget pro 1885 ist auf 20 632 600 Gulden festgesezt. Von diesem Betrage sollen etwa 2,3 Millionen zur Vervollständigung von Festungswerken, nämlich 1,4 Millionen zur Befestigung Amsterdams und der Reft für verschiedene andere Stellungen, wie die Befestigung der Münbungen von Maas und Schelde, sowie Errichtung eines Sperrforts am Rhein in der Nähe der deutschen Grenze, verwandt werden. Bei Vorlegung des Budgets wurde bemerkt, daß die benden Thieres und riß dann seinen Ajax gewaltsam von demselben los. " 1 " 1 1) Auf Grund welcher Berechnung ist der Bundesrath zur Einstellung der Summe von 5,400,000 Mart gelangt und wie vertheilt fich diese Summe auf die einzelnen Linien? 2) Was bezahlt die deutsche Postverwaltung im Verkehr mit Aften, Australien und Afrika für die bisher in Anspruch genommene Vermittelung fremdländischer Dampferlinien und welcher Betrag würde hiervon in Zukunft bei Einrichtung und Benutzung der projektirten Linien in Abzug kommen? 3) Welche Minimalgeschwindigkeit der Schiffe ist für die einzelnen Linien in Aussicht genommen. 4) Wie würden, in Verhältnißzahlen ausgedrückt, fich die Transportspisen für Frachtgüter von den deutschen Häfen aus bei Benutzung der neuen Linien im Vergleich zu den gegen wärtigen durch Inanspruchnahme auswärtiger Schiffe bedingten Unkosten stellen? Die Sozialisten Schwedens scheinen neuerdings mit ihren Gesinnungsgenossen im Auslande in nähere Fühlung zu gelangen. Wie Tiden" berichtet, hat der skandinavische Klub in London der Stockholmer sozialdemokratischen Gesellschaft einen Weckruf an das Volk" zugehen lassen; die in demselben enthaltenen Aufforderungen, den Bestrebungen mit allen nur denkbaren Mitteln Geltung zu verschaffen, wurden indeß in einer am Sonntag abgehaltenen sozialistischen Versammlung in Stocholm in energischfter Weise abgelehnt, indem man beionte, sein Recht nur auf gefeßlichem Wege fuchen zu wollen. Auch in Gothenburg baben fich die Sozialisten in ähnlicher Weise erklärt. Im Gegensatz zu der norwegischen Hauptstadt und der Stadt Trondhjem find die Gemeindewahlen in Bergen zu Gunsten der Linken ausgefallen. Ajax hatte das Leben des Grafen M'Donuil mit seinem eigenen Leben erkauft. Da lag er nun, dem Verenden nahe, am Boden. Die Aufregung dieses Augenblicks hatte den Grafen vollständig wieder zu sich selbst gebracht. " Armer Freund", sagte er, Habicht die Hond drückend, ,, ich beklage Sie von Herzen wegen des Verlustes Ihres Lieblings. Sorgen Sie für ihn, vielleicht ist noch nicht alle Hoffnung verloren. Fahren Sie nach dem Schlosse zurück, ich beurlaube Sie gern." " 5) Sind dem Bundesrathe genügend substantiirte nach meisbare Fälle grundsäßlich ungleicher Behandlung der deutschen Exporteure durch fremde Dampfergesellschaften und eine da burch bedingte Bevorzugung der ausländischen Konkurrenz bes fannt, event. find Versuche gemacht worden, derartige Mis stände zu beseitigen? 6) Welche Aeußerungen des deutschen Handelsstandes liegen vor, auf Grund deren der Bundesrath sich veranlaßt gesehen hat, der Frage der Kreirung subventionirter deutscher Dampferlinien näher zu treten? tags h Der M tragen, liche p famml ordneta für ein für das Staatssekretär v. Bötticher mahnt, nicht zu sehr in die Details einzugehen, nicht zu viel auf Biffern zu geben, bie Vorlage mehr von höheren Gesichtspunkten zu behandeln. Nach einigen Gegenbemerkungen des Abgeordneten Stiller replizirt Geheim- Rath Graul: Er sei fünf Jahre Konsul in China gewesen. Herrn Stillers ehrenhaften Charakter habe er persönlich kennen gelernt. Aber er glaube nicht, daß her Stiller durch seinen Aufenthalt in Amoy genügende Erfahrungen gewonnen habe, wie sie zur Beurtheilung der ganzen Vorlage erforderlich seien. Nur in Shanghai babe er( Geheim- Rath Graul) diese Erfahrungen machen können. Redner be schwert sich, daß Abgeordneter Dr. Bamberger die lage der Konsuln über mangelnde deutsche Schiffe als flüchtige Bemerkungen charakterifirt habe. In diesen Berichten je vielmehr eine Reihe treffender Bemerkungen zu finden. Abge ordneter Richter bemängelt die persönlich scharfe Art, wie Her Graul fich ausgesprochen habe, und weist nach, daß die Fracht beförderung durch die deutsche Hamburger Rhederei nach ihrem jezigen Bedürfniß befriedigt werde. Er legt die verschiedenen Berichte dieser Gesellschaft vor und zitirt eine Reihe von Stellen aus diesen Berichten, die für seine Behauptung sprechen. sei nicht richtig, daß die Entwickelung hinter dem Bedürfniß zurückgeblieben fei. Auch die Bedrohung der jetzigen Schiff fahrt durch die subventionirte set in Erwägung zu ziehen. Staatssekretär Dr. Stephan giebt Daten über die Herstellungs fosten der geplanten Linien. Die Durchschnittsgeschwindigkeit foll fein 11 für Aften, 10 für Afrika. Dr. Stephan verliet verschiedene Handelsberichte. Er hegt die Hoffnung, daß fich auch Abgeoroneter Bebel für die Vorlage bekehren werde, welcher fich das vorige Wal noch nicht definitiv dagegen aus gesprochen habe. Dr. Stephan bezieht sich auf das Botum des Staatstaths und auf französische Stimmen. Abgeordneter Dr. Gerlich meint, daß unsere Ueberproduktion nur durch den Export Erleichterung finden könne. Abgeordneter Bebel findet den Beweis, daß die geplanten Linien ein Bedürfniß für die Industrie seien, nicht geführt. Die älteren Berichte der Kon fuln wüßten nichts von fubventionisten Linien. Jest frien natürlich die Handelskammern einverstanden mit den Vorthei len, welche man ihnen zuwenden wolle. Er bemerkte allerdings, Die Mehrheit seiner Fraftion sei für die Vorlage, er mit der Minderheit dagegen. Uebrigens befürchte er, die ausgeworfenen Eummen würden nicht reichen, und die immer wachsenden neuen Forderungen werde man durch indirekte Steuern auf bringen müssen. Staatssekretär v. Bötticher wendet sich in längerer Ausführung gegen Bebel und versichert, daß es den verbündeten Regierungen besonders am Herzen liege, Beschäf tigung für die Arbeiter zu finden. Hierauf wurde nad einer Reihe persönlicher Bemerkungen die Sigung um 11% Uhr auf morgen Abend vertagt. Mit zwölf Stimmen wurde übrigens schließlich die Buziehung eines Stenographen zu Unterstügung des Schriftführers genehmigt. Großbritannien. Die Crofters auf der Insel Skye weigern fich beharrlich, die bisher gezahlten hohen Bachtzinse roeiter zu zahlen, obschon einige Großgrundbefizer ihren Bächtern eine Reduktion von 75 Prozent bewilligt haben. Die Bächter behaupten, selbst dann nicht bestehen zu können, und verlangen die Herabsegung der Pachtzinse auf ihr früheres Niveau, wo fie fast nominell waren. In einer in Uig abgehaltenen Maffenversammlung wurde einstimmig beschlossen, den nächstfälligen Pachtzins unter keinen Umständen zu zahlen. Nord- Amerika. Die Gesammtzahl der während des Monats November d. J. in den Unionsstaaten angekommenen Auswanderer beträgt 26 037. Parlamentarisches. - Die Wahlprüfungsfommission hat sich gestern, nachdem der Antrag der Geschäftsordnungskommission auf Rekonstruktion des Systems der Wahlprüfungen vom Plenum angenommen worden ist, von Neuem fonftituit. Es find neben den bisherigen Mitgliedern dieser Kommission als Ergänzungsmitglieder gewählt worden, die Abgeordneten Lotz. Müller( Marienwerder), Schmieder, Singer, von Strombeck und Vecel. Die Kommission des Reichstags zur Berathung der Dampfer: Subventions Vorlage trat heute Abend wieder zusammen. Auf eine Anfrage in der vorigen Sigung zurüdkommend, gab Geheimer Rath Rösing Aufklärung mit Nur wer Lady Davis. Wer von uns irrt? dieses Geheimniß lösen kann, der kann dem Grafen Heilung bringen, sonst Niemand!"- Erst spät am Abend trennte sich die Jagdgesellschaft. Das Geräusch der Waffen und stampfender Pferde ward im Hofe bis tief in die Nacht hinein gehört. Am andern Morgen, als noch Alles still im Schlosse war, da stand wieder ein Pferd im Hofe. Es war das edle, schöne Thier D'Brians, und der junge Mann trat aus dem Schloffe, begleitet von dem Grafen Fergus M'Donuil. Er reichte ihm die Hand zum Abschiede und In der Petitionstommission wurde gestern beschlossen, die Verhandlungen über die Petitionen der Beamten Der Magdeburger Allgemeinen Versicherungs- Aktiengesellschaft zu Magdeburg wegen Anstellung im Staatsdienste eventuell entsprechender Entschädigung aus Reichsmisteln auszuseßen, um der Regierung Gelegenheit zur Betheiligung an denselben zu geben. ben, w beitszei folgent 欢 Abends und es gern sehen, wenn Sie mich nie verließen, denn ich sehe in! Ihnen nicht nur meinen Arzt, sondern einen lieben Freund, und meine Freundschaft für Sie erhält dadurch noch eine neue Nahrung, daß ich die Bemerkung gemacht habe, Sie besitzen auch das Vertrauen meiner Tochter. ist mir, als ob Sie, wenn Sie hier blieben, zugleich Seelenarzt für Sie werden könnten." E D 5% 1 bat fid glieber tomme Vorsitz 23 woher welche Drtssto sondern rechnet S er ihre Fällen feien. beren erftatte Difton baldmi werde zu laffe D AQ. ganisat wird. 15 Be Holzma Des vo lichen ohne F hergest Frucht Lienie Aussch 900 tation Löschg Deput und T überwi lung jedoch Die De Stadt Flesche Kurato Schlesi Stadi Wable ebenso die v haben, Gefchä auf 3 und d ichließ nem 201 Kaufm renten Betitio S und B zu era Tathun nach f aller i Die b A erhebe ein er nid feine lich ge wefen einmal er in tehre. S feinem Mutte G brachte beste ,, Herr Graf," antwortete Frig, ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, daß Sie weder eines physischen noch Arzt für Gemüthsleiden ist die Zeit, wenn es sich um un bat ihn mit einer Wärme, welche dem jungen Manne fast verschuldete Schmerzen handelt, doch wenn es sich um vers schuldete handelt, dann allein hielt die Sühne!" Er blickte bei diesen Worten den Grafen Fergus forschend an. Derselbe senkte sein Auge nachdenkend zu auffiel, sein Haus so bald als möglich wieder zu besuchen. Mit Erlaubniß des Herrn Grafen begleite ich Dich, Pathe," sagte Frizz. Der Jammer des alten Mannes um seinen Hund rührte ihn tief. Habicht wickelte das Thier Und wenn es Ihnen möglich ist, fügte er hinzu, in seinen Mantel und legte es auf einen der Wagen ,,, machen Sie nicht Indien zu Ihrer Heimath. Kehren Sie welche dem Zuge folgten, um das erlegte Wild nach Hause auf immer nach Schottland zurück, nach unserem schönen zu führen. Im Schlosse angekommen, bettete Habicht Schottland. Wer weiß, ob Ihnen nicht dennoch ein Glück seinen Liebling neben seinem eigenen Lager, und Friß nähte hier erblüht!" ihm fungerecht die mehr als eine Spanne lange Wunde zu. D'Brian dankte für die erfahrene Gastfreundschaft und Boden. ,, Sie haben Recht," sagte er endlich, allein die Sübne! D, Sie fennen das menschliche Herz und die menschliche Natur! Herr Doktor, wir müssen uns wieder sehen." Fährte bin. Armer Graf! Dann fürchte ich, es giebt " Ich habe es getroffen," dachte Fritz für fich, ich bat, Fräulein Agathe seinen Gruß zu bestellen. Sie hatte weiß, daß ich mit meiner Vermuthung auf der rechten tröstete er den Alten. Pflege ihn gut und gebrauche geschüßt, um diesem Augenblicke enthoben zu sein. Wohl keine Hilfe für Sie... Arme Gräfin! Dann verzichten " " 1 sich nicht von ihm verabschiedet, sondern Unwohlsein voraber hatte er, bevor er schied, init Frig das Versprechen unverbrüchlicher Freundschaft erneuert; Frizz stand am Fenster des Donald- Thurmes und sah ihn sein Pferd be= steigen und zum Thor hinausreiten. Sie auf alles Glück." hervor müffer nein, noch Mutte " 1 diefem fuch ei ihm ei Du er nicht bann bestieg dürfe, Noch ein herzlicher Händedruck, noch ein freundschaft liches Abschiedswort von der Gräfin Agathe, welche fig Unwillkürlich richtete nicht nehmen ließ, herab zu kommen und ihm dankbar bie Reich war die Ausbeute, und groß war das Vergnügen sich der Blick des Doktors wieder auf den Eckthurm, welcher zarte Hand zu reichen, und ihm einige Worte voll aufrich Es ist möglich, daß er noch wieder geheilt wird," diese Salbe; die Wunde ist sehr gefährlich, aber nicht abfolut tödtlich Braves Thier, es ward ein Opfer feiner Pflicht!" Die Jagd nahm inzwischen ihren weiteren Verlauf. ber Jäger, als sie wieder beim Jagdhause an der Liſière zusammentrafen und dort die am Boden ausgebreitete Jagdbeute überfahen. Es dunkelte bereits, als sie im Schloffe zum Mittagsmable wieder eintrafen. Bei dem Mahle übte abermals ber Graf die Pflicht des Wirthes. Frizz be obachtete ihn genau; die beunruhigenden Symptome, welche er diesen Tag gezeigt hatte, waren verschwunden. Die Krankheit wird nicht wiederkehren," sagte er fich; aber das weiß ich bestimmt, Habicht hat Recht, die Krankheit des Grafen hat einen Zusammenhang mit einem andean Wesen. Aber mit welchem? Habicht sagt mit iner Bettlerin; ich soge, nicht mit einer Bettlerin, sondern sich an die Zimmer der Komtesse schloß, und wieder, wie fchon einmal, fah er den Vorhang sich erheben und hinter demselben das bleiche Antlitz Agathe's. Er fah, wie sie ein Tuch in der Hand hielt und eine Thräne aus ihren Augen trocknete; und als der Reiter aus dem Thor vers schwunden war, da senkte sich langsam wieder der Vorhang. An demselben Tage verabschiedete sich auch Friz Rodenburg vom Schloß. Der Graf bankte ihm von ganzem Herzen für die Bereitwilligkeit, mit welcher er feine Beit und seine Mühe geopfert." tigen Dankgefühls zum Abschied zu sagen er fein Pferd und ritt mit Habicht, der ihn eine Stride begleitete, zum Thor hinaus. Unendlich leer und öde sah es in O'Brians Herzen aus. Er stand jetzt auf dem Fuß, zurück zu fehren nach Indien. Vergebens hatte er die Reise nach Schottland unter nommen. Gewißheit hatte er nicht erlangt. Wenn er wenigstens von dem Tode seiner Mutter hätte völlig über zeugt sein können. Es wäre etwas gewesen, und er wäre ,, Mein lieber Herr Rodenburg," schloß er, ich würde leicht in Noth und Elend schmachtete und vergebens fi des quälenden Gedankens überhoben gewesen, daß fie viel nicht, Weg er die Schlo mei f wartet leuchte pfäng S welche nehm cords n die uben also Ver ulirte lichft h zur wie erkehr pruch und und r die h die = aus egen ngten паф schen e da be Mis andes anlagt ischer n die Die deln. Stiller ul in babe Herr ungen orlage Rath be lage ichtige en jet eberr Abge Fracht ihrem Denen Stellen ürfniß Schiff ieben Lungs Digfeit erlieft fich werde aus m des Cer Dr. den findet ür die Kon orthei feien dings, mit der orfenen fenden En auf ich in es den Befchäf e nach = 11% wurde en zur geftern eamten Ufchaft entuell ufezen nfelben chfebe lieben aburd gemacht wer. E ich ein Ihnen n nod er befte am un m vers Fergus end zu Sühne! fchliche id rechten giebt sichten ofchaft the fid bar bie nufrid beftieg Str.de Herzen en nag unter enn er g über er wäre Fie viel ens fid - Die Wahlprüfungstommission des Reichstags hat gestern beschlossen, beim Plenum die Beanstandung der Wahl des Abgeordneten Schenk- Wiesbaden( dfr.) zu beantragen, und die Regierung zu ersuchen, festzustellen, ob sämmtliche von sozialdemokratischer Seite beabsichtigten Wählerverfammlungen verboten worden find. Die Wahl des AbgeDie Wahl des Abgeordneten Loewe( Berlin I) wurde für gültig erklärt, weil nur für einen Wahlbezirk Unregelmäßigkeiten behauptet waren, die für das Gesammtresultat ohne Einfluß bleiben. -Vom Abg. Lohren ist ein Antrag eingebracht wor den, welcher dem§ 136 der Gewerbeordnung, welcher die Arbeitszeit für die jugendlichen Arbeiter enthält, als Alinea 4 folgende Bestimmung hinzugefügt: Weibliche Personen dürfen in Fabriken weder an Sonnund Festtagen, noch zur Nachtzeit zwischen 8 einhalb Uhr Abends und 5 einhalb Uhr Morgens beschäftigt werden." Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom 11. Dezember. Vorsteher Dr. Straßmann eröffnet die Sigung um 5% Uhr mit geschäftlichen Mittheilungen. Vor der Sigung hat sich der Ausschuß zur Vorbereitung der Neuwahl der Mitglieder der Einschäßungskommission für die klassifizirte Eintommensteuer konstituirt und den Stadtv. Dr. Kürten zum Vorsitzenden gewählt. Vom Stadto. Weiß liegt eine Anfrage vor, dahingehend, woher es fommt, daß den Eigenthümern der Grundstücke, welche an die Kanalisation angeschlossen werden, entgegen dem Drtsstatut nicht nur die Anschlußkosten auf dem Bürgersteige, sondern auch die Kosten für die Arbeiten auf dem Damme berechnet werden. Stadtrath Marggraf beantwortet diese Frage, indem er ihre Berechtigung anerkennt, da in der That in einzelnen Fällen Reklamationen in dem Sinne der Anfrage eingegangen seien. In einzelnen Fällen sei die Sache aufgeklärt, in anderen den Reklamanten die zuviel gezahlte Kostensumme zurückerstattet worden. Der Magifirat sei bekanntlich mit einer Repiston des Drtsstatuts beschäftigt, er werde der Versammlung baldmöglich eine Vorlage darüber zugehen lassen und es werde sich empfehlen, die Sache bis dahin auf sich beruhen zu laffen. Der Interpellant erklärt sich damit einverstanden. Die Magistratsvorlage, in welcher die anderweitige Dr ganisation der Verwaltung der Kanalisationswerke beantragt wird überweist die Versammlung einem Ausschusse von 15 Personen. Die Vorlage, betreffend den Verkauf des Grundstücks Holzmarktstraße 38-41, wird ohne Debatte genehmigt. Ebenso erklärt sich die Versammlung mit der Erwerbung des von dem Grundstücke Alexanderstraße 12-14 zu der nörd lichen Parallelstraße an der Stadtbahn erforderlichen Terrains ohne Debatte einverstanden. Für die durch die Stadtbahn für den öffentlichen Verkehr hergestellte Verbindungsstraße, zwischen der Koppen- und Fruchtstraße, schlägt der Magistrat eine entsprechende Baufluchtlenie vor. Die Versammlung überweist die Vorlage einem Ausschusse zur Vorberathung. Magiftrat beantragt die Einsegung einer gemischten Depu tation zur Vorberathung der Frage wegen Umgestaltung der Löschgeräthe der Feuerwehr, und wünscht, daß dieser gemischten Deputation auch der Etatsentwurf des Nachtwach, Feuerlösch und Telegraphenwesens pro 1. April 1885-86 zur Vorberathung überwiesen werde. Nach kurzer Debatte stimmt die Versamm lung der Niedersetzung einer gemischten Deputation zu, lehnt jedoch den zweiten Theil des Antrages ab. Es folgen mehrere Wahlen und zwar werden gewählt in die Deputation für die innere Ausschmückung des Staihhauses Stadto. Paulsen, in die Straßenreinigungs- Deputation Stadtv. Flesche, in die Waisenverwaltung Stadto. Bergmann, in das Kuratorium der Friedrich- Werderschen Gewerbeschule Stadtv. Schlesier, in die Part Deputation( nach doppelter Stichwahl) Stadio. Mielent. Gegen die Vornahme der ersten vier Wahlen per Afflamation erhebt Stadtv. Gördi Einspruch, ebenso Stadtv. Dr. Irmer, welcher fich darüber beschwert, daß die vorschlagenden Fraktionen nicht die Kourtoiste geübt haben, auch seine Freunde vorher zu befragen. Da nach der Geschäftsordnung 15 Mitglieder zu einem erfolgreichen Antrag auf Bettelwahl gehören, so haben diese Einsprüche keinen Effekt, und die Stadtv. Gördi und Dr. Irmer ersuchen deshalb schließlich den Vorsteher, in Bukunft in solchen Fällen aus eigenem Antriebe die Unterstüßungsfrage zu stellen. Als Mitglied für den 13. Gemeinde- Waisenrath wird der Raufmann Baul Neumann gewählt. etats pro 1. April 1885-86 einzuseßenden Ausschusse, wieder| abkommandirten Polizeibeamten, um die Stelle zu finden, verlegen zu lassen. Stadtv. Karsten referirt über eine Petition des Eigenthümers W. Bung, Danzigerstr. 2 u. Gen., um Anerkennung der Anbaufähigkeit der Frankfurter Allee auf der Strede zwi schen der alten und der neuen Weichsbildgrenze. Der Petitionsausschuß empfiehlt, die Petition dem Magistrat mit dem Ersuchen zur Berücksichtigung zu überweisen, die vorhandene Unzuträglichkeit für den zu Berlin gehörigen Theil der Frankfurter Chaussee durch balothunliche Herbeiführung der Entwäfferung zu beseitigen. Nach kurzer Debatte und Empfehlung des Stadto. Limprecht wird dieser Antrag angenommen. Der Feuer- Sozietäts- Beitrag pro 1. Ottober 1883/84 wird auf vier Pfennige von jedem hundert Mark der gesammten Feuerversicherungssumme ausgeschrieben. Die Vorlage, betreffend die pro 1885 erforderlichen Ers weiterungs- und Erneuerungsbauten in den städtischen Gasanstalten und am Rohrsystem, überweist die Versammlung einem Ausschusse. Schluß der Sigung 8½ Uhr. Lokales. welche ihnen zugewiesen worden ist, resp. welche fte bereits in den Vorjahren inne hatten. Jeßt, nachdem die Budenreihen aufgebaut sind, werden Tafeln mit der Bezeichnung der Reihe an die erste Bude dieser resp. Reihen angeschlagen, um ein Auffinden der Handelsleute zu erleichtern. Die Auspizien, unter welchen diese den Weihnachtsmarkt in diesem Jahre be zogen haben, sind die denkbar ungünstigsten gewesen, denn die nur wenig unterbrochene naffe Witterung hat die Waaren, befonders bei den Pfefferküchlern und Konfiturenhändlern, durchweicht und Kisten und Kästen der von auswärts kommenden Händler find sammt den Waaren durchnäßt worden. ferner diesen Leuten fehlt, das ist der Schnee, welcher dem Weihnachtsmarktverkehr erst sein richtiges Leben giebt. Der Witterung nach bleibt der Schnee leider für's erste ein frommer Wunsch. Was Ein fataler Irrthum. Vor dem Hause Alte Leipzigerstraße 17 fährt Nachmittags 3 Uhr ein hocheleganter Brauts wagen vor und alarmirt selbstverständlich die ganze Nachbarschaft und veranlaßt auch die Bassanten zum Stillstehen, sodaß alebald vor der betreffenden Hausthür das übliche Spalier gebildet ist, das Jeder zu passiren hat, ehe er in den Hafen der Ehe einläuft. Doch eine Viertelstunde nach der andern verrann, fein Bräutigam oder Braut läßt sich blicken und die Neugier der harrenden Menge ist aufs Höchste gespannt. Schon ist es 4 Uhr und noch immer erscheinen die Erwarteten nicht; da geht selbst dem festlich gekleideten Roffelenker die Geduld aus, er steigt vom Bock und tritt in das Haus, um nach dem säumigen Bräutigam zu forschen, denn ein solcher ist es, den der Wagen abholen soll. Vom Hauswirth, bei dem er anfrägt, erhält der Kutscher den überraschenden Bescheid, daß im Hause ein Bräutigam nicht vorhanden set. 3um Beweise, daß seinerseits tein Irrthum vorliege, holt der Kutscher seine Bestellordre vor und Ueber die Ernteergebnisse im..... Stadtkreis Beilin liegen folgende amtliche Ermittelungen vor: Im Jahre 1883 wurden von Winterweizen 13 Doppel- Zentner, im Jahre 1884 fogar 14 Doppel- Bentner erzielt, während die Schäßung einer Writtelernte 16 Doppel- Bentner ergiebt. Die gleichlaufenden Bahlen betragen für Winterrogen: 2025-2250-2212 D.- 8.; Sommergerste: 900-1080-1241 D.- 8.; Hafer: 1166-1229 bis 1164 D.- 8.; Kartoffeln; 18,654-13,986- 22,005 D.- 3, Jm Stadtkreise Berlin ist also in diesem Jahre die allein in größerem Maßstabe angebaute Kartoffel sowohl hinter der Ernte des vorigen Jahres, sowie hinter einer Mittelernte zurückgezeigt sie dem Hauswirth vor. Dieser liest, daß der Wagen um blieben. Die Provinz Brandenburg hat durchweg mehr geerntet als voriges Jahr, wenn auch eine wirkliche Mittelernte bei keiner der wichtigeren Feldfrüchte zu verzeichnen ist. Die Biffern stellen sich für diese Provinz bei Winterweizen aufzigerstraße 17 nach der Alten Leipzigerstraße 17 gefahren. Nun 519,762-674,065-786,600 Doppel- Bentner, bei Winterrogen auf 4,915,275-5,793,649-6,988,109, bei Sommergerſte auf 709,760-940,061-1,037,347, bei Hafer auf 1,402,657 bis 2,486,459-2,707,237, bei Kartoffeln auf 25,537,943-26,683,196 bis 32,997,841 Doppel- Bentner. Eine berechtigte Frage. Bekanntlich ist ein großer Theil der zwischen der Unterbaum- und Marschallbrücke projektirten Uferstraße bereits freigelegt und gepflastert; ein Theil jedoch zwischen dem Reichstagsterrain und der Hindersinstraßen Ecke ist mit einer Bohlenwand abgesperrt. Die Passanten find hierdurch genöthigt, einen ganz unnüßen Bogen zu machen. Der Bär" stellt nun die Frage: welcher Behörde, welchen Privaten verdankt der Berliner Verkehr diese unnüße Beläftigung? = g. Die Bewohner des früheren Arbeitshauses am Alexanderplat, auf dessen Grundstück das neue Dienstgebäude für das Kal. Polizei- Präsidium errichtet werden soll, rüsten fich zum großen Theil bereits berartig zum Auszuge, daß ste Diesen schon zu Neujahr ausführen können. Sobald der letzte Miether das Koloffalgebäude verlassen hat, soll mit dem Abbruch desselben begonnen und der Neubau möglichst beschleunigt werden. Nach den Voranschlägen soll das Dienstgebäude im Jahre 1887 wenigstens so weit vollendet sein, daß man die Diensträume in Gebrauch nehmen fann, um nicht gezwunger zu sein, auch noch über das Jahr 1887 hinaus für die dienstlichen Geschäfte private Wohnräume zu benußen. g. Der anhaltende starte Wagenbedarf auf den der Kgl. Eisenbahn- Direktion zu Berlin unterstellten Eisenbahnen hat dieselbe veranlaßt, die Beftimmung, nach welcher die Beund Entladefrist für offene Wagen für die innerhalb eines Umkreises von 5 Km. von der betreffenden Station entfernt wohnenden Interessenten auf 8 Tagesstunden normirt worden war, bis auf Weiteres auf 6 Tagesstunden einzuschränken. N. Lufttabel. Mit der versuchsweisen Einführung von Lufitabeln für telephonische Zwecke soll, wie uns geschrieben wird demnächst von der Postverwaltung vorgegangen werden. Augenblicklich ist man mit der Anfertigung derartiger Lufttabeln beschäftigt und soll der erste Bersuch von dem FernsprechVermittelungsamte III in der Oranienburgerstraße nach Moabit gemacht werden. Ob dieselben auch noch weiter eingeführt werden, bleibt von diesem Versuche abhängig. g. Vom Weihnachtsmarkt. Die neue Polizeiverordnung, welche das Aufreißen des mit Beton- oder Steinunterlager versehenen Straßenpflasters bei Aufführung von Baugerüsten verhindern soll, ist bei dem diesmaligen Aufbau des Weihnachtsmarktes auf dem Schloßplaß und dem Lustgarten insofern zur Anwendung gekommen, als man davon abgesehen hat, jene Pfähle in die Erde zu rammen, welche die Reihen der Buden martiren. Diese Vorsicht war mit Rücksicht auf das ganz neue und mit Steinunterlage bezw. Betonschicht gelegte Wiener bez. Asphaltpflaster geübt worden. Als nun am Spätabend des 10. b. M. die Weihnachtsmarktbezieher mit ihren Utensilien anEs folgen Petitionsberichte. Auf den Antrag des Refe renten Stadto. Schäfer beschließt die Versammlung, eine und Bepflanzung des Wafferthorplates zur Beit für erledigt zu erachten, sie jedoch wegen dieses Punktes bei der Etatsbe= rathung, resp. Dem event. zur Berathung des Stadthaushaltsgerückt kamen, bedurfte es erst genauer Informationen bei den nech seiner Hilfe sehne. Und dazu hatte die Liebe mit aller ihrer Macht in seinem Herzen Wurzel geschlagen... Die hoffnungslose Liebe! Durfte er, der heimatblose Abenteurer, seine Augen erheben zu der reichen Gräfin?... Wenn auch-hatte er nicht die deutlichsten Beweise, daß sie weit entfernt war, feine Liebe zu erwidern? Ja hatte sie ihn nicht geflissent lich gemieden? Hatte er nicht oft gemerkt, daß seine Anwesenheit ihr läftig sei? Hatte sie ihm doch mehr als einmal angedeutet, daß sie es lieber sehen würde, wenn er in Indien bliebe und nicht mehr nach Schottland zurückfebre. Hoffnungslose Liebe! Ungewißheit über das, was feinem Herzen auf Erden am theuersten war,- feine Mutter! Das Gefühl der Heimathlosigkeit, des Verwaistseins brachte diese Leere, diese tödtende Dede in seinem Herzen hervor. Er hätte jetzt den Weg nach Liverpool einschlagen müssen, um sich von dort nach. Indien einzuschiffen. Doch nein, er fonnte es nicht über sich gewinnen, wenigstens noch einen Verfuch zu machen, um über das Schicksal seiner Mutter bestimmte Auskunft zu erhalten. hm kannt und erinnerte sich, daß der junge Mann bei seiner letzten Anwesenheit verfängliche Fragen gestellt, die ihn und Miß Braddon in einige Verlegenheit gesetzt hatten. Pflichtschuldigst aber führte er den Baronet in die Empfangzimmer des Schlosses, und nun tam auch Mis Braddon, um die Honneurs zu machen. Auf seine Frage nach dem Befinden der Lady erhielt er die entschiedene Antwort, daß dieselbe noch viel zu schwach und krank sei, um Besuch empfangen zu können. Miß Braddon fügte hinzu, daß fie bereis Mylady von seiner Anwesenheit unterrichtet habe, und daß diese von Herzen ihr Bedauern ausspreche, ihn nicht persönlich willkommen heißen zu können; sie gebe ihm aber anheim, im Schlosse so lange zu verweilen, als es ihm beliebe. , Es scheint aber doch Besuch im Schlosse anwesend zu sein?" fragte D'Brian in fast beleidigtem Tone. Nur der Arzt der soeben bei Mylady ist!" Sie hatte nicht die Unwahrheit geredet, denn der Mann, welcher in dem Zimmer der Lady sich in diesem Augenblick aufhielt, war ein Arzt, und zwar Mr. Gefferson, der Chefarzt von Bethesda. Lady Davis lag auf einem Ruhebette, völlig angekleidet, und gegen die dunkle Farbe Wer weiß," dachte er, ob Lady Davis nicht in ihres schwarzen Sammetkleides ftach die Todtenbläffe ihres diesem Augenblick schon so weit hergestellt ist, um den Bes zarten Antliges eigenthümlich ab. Matt hatte sie das Haupt in die Hand gestüßt und die dunklen Locken ihres fuch eines Fremden zu empfangen." Es war ihm, als ob Saares fielen reich und dicht über den Arm herab. Bor Du erfahren, was Du zu wissen begehrst." Er war noch ihr faß der Arzt, welcher sinnend den goldenen Knopf nicht zu einer Entscheidung gekommen, ob er es wagen feines Spazierſtockes an seine Lippen drückte und eine außerordentlich nachdenkliche Miene zeigte. dürfe, noch einen Besuch in Davistown zu machen oder nicht, da bemerkte er, daß sein Pferd schon von selber den Weg nach Davistown eingeschlagen hatte, und nun folgte nach langer Pause an. er diesem Winte des Zufalls. Als er durch das Thor des Schlosses ritt, bemerkte er vor demselben einen Wagen mit zwei schönen Pferden bespannt, welcher offenbar Jemandes Sie sind erschöpft, Mylady, erschöpft!" hob er endlich Sie schüttelte den Kopf und sagte mit schwacher Stimme: wartete, der sich im Schlosse aufhielt. Ein Hoffnungsstrahl Anderes, was mir fehlt. Ich fühle, daß es etwas Anderes leuchtete ihm durch die Seele. Er dachte:" Mylady empfängt also doch Besuche." Ja, erschöpft bin ich wohl; aber es ist noch etwas ist; Sie allein fönnen mir helfen, Mr. Gefferson." ,, Sie sind nicht gemüthekrank, nicht das, was wir unter gemüthsfrant" verstehen," widersprach er. Ich Ein schwerer, schwerer Kummer! flüsterte sie. welche so aussah, als ob sein Besuch nicht besonders angenehme an, daß Sie ein Rummer brückt."" Mr. Harriers empfing den Gast mit einer Miene, nehm wäre, denn der Haushofmeister hatte ihn wieder er l " 3 einviertel Uhr zum Kaufmann A. ... Leipzigerstraße 17, bes stellt sei. Tableau!.. Der Kutscher hatte den Namen des Kaufmanns für Alte" gelesen und war anstatt nach der Leipgings im rasenden Lauf nach der Leipzigerstraße; dort war der Bräutigam aber bereits ausgeflogen; nachdem er voller Verzweiflung nahezu eine Stunde vergeblich gewartet, hatte er eine Droschte herbeibringen lassen und in derselben die angstooll harrende Braut abgeholt, um die um 4 Uhr nach der Kirche bestellte Hochzeitsgesellschaft nicht länger warten zu lassen. Ein Freifäufer. Am Mittwoch Abend gegen 17 Uhr trat ein sehr anständig gekleideter junger Mann in das Gold waarengeschäft von A. Reppin, Rosenthalerstr. 37 und ließ fich von der allein anwesenden Frau Reppin mehrere goldene Uhrtetten und später auch Ringe vorlegen. Die Auswahl schten dem fauflustigen Herrn sehr schwer zu werden und er bat, einige Goldsachen besonders zurückzulegen und am andern Tage in seine Wohnung zu schicken behufs Entscheidung der Wahl. Dabei bemerkte Frau R, wie der junge Mann mit anerfennenswerther Geschicklichkeit einen goldenen Ring aus dem ihm vorgelegten Kasten verschwinden ließ. Dhne ein Wort über diese Entdeckung zu verlieren, drückte ste heimlich auf einen nach dem Atelier führenden Klingelzug, um Beistand von dort herbeizurufen. Dabei hatte sie sich ein wenig zur Seite gea wendet, und als sie sich wieder dem gefährlichen ,, Käufer" zuwendete, bemerkte fie, baß inzwischen auch ein zweiter Ring verschwunden war. Fcau R. sagte dem jungen Manne nun den Diebstahl auf den Kopf zu, versprach ihm aber, feine Anzeige zu machen, wenn er das Gestohlene sofort wieder herausgebe. Dieser aber stellte den Diebstohl entschieden in Abrede, zeigte sich über die Beschuldigung sehr entrüstet und wollte plöglich verschwinden. Die ihm den Weg vertretende Frau R. ftleß er zur Seite, warf beide Ringe in eine Ecke und ergriff die Flucht. Inzwischen wir aber aus der Werkstatt Hülfe herangerückt in Gestalt von zwei Lehrlingen, welche dem Flüchtling sofort nachfesten und ihn tros seines Borivrunges nach furzer Jagd cinbolten und feithielten. An den Thatort zurückgebracht, bequemte er fich endlich dazu, den Diebstahl einzus räumen, worauf seine Ueberführung nach dem nächsten Polizeibureau erfolgte. Dort wurde in dem Verhafteten ein feit längerer Zeit nedbrieflich verfolgter und gesuchter professionsmäkiger Taschendieb, ein früherer Friseurgehülfe aus Frankfurt a. D. erkannt. N. Einen sehr unglücklichen Ausgang nahm gestern Abend ein zwischen dem in der Rosenthalerstr. 33 wohnenden Restaurateur Otto Wendler und seinem Kellner ausgebrochener Streit. Infolge eines Wortwechsels verwies der Gastwirth dem Kellner sein Lokal und da der lettere dieser Aufforderung nicht gleich nachkam, entstand zwischen beiden ein Handgemenge, in beffen Verlauf der Gastwirth zur Erde stürzte und sich das Bein brach. Der Verunglückte mußte nach einem Krankenhause geschafft werden. N. Ein sehr schwerer Unglücksfall mit sofortigem tödt lichen Ausgang trug sich im Laufe der vergangenen Nacht auf der Brandstätte Potsdamerstraße 123 b. zu. Beim Heraufminden von Ballen, die zur Reparatur des beschädigten Dachstuhls dienen sollten, wurde ein Zimmergeselle Becker von einem ,, Das glaube ich, ich bin sogar davon überzeugt; aber gegen Leiden dieser Art hat unsere Kunst keine Hilfe." ,, So wissen Sie mir keinen Rath zu ertheilen, wie ich es hier und hier zur Ruhe bringen kann?" Sie legte die Hand erst auf das Herz, dann auf die Stirn. Mylady," antwortete Gefferson. Ihr Zustand rührt mich tief; indessen wiederhole ich Ihnen: Ruhen Sie, pflegen Sie sich, zerstreuen Sie sich, das wird dem Körper die Kräfte wiedergeben; und mit den Kräften des Körpers werden Sie auch so viel Kraft der Seele wiederfinden, um Ihres Kummers Herr zu werden; und die Zeit wird das Uebrige thun, um einen Balsam auf Ihr grambelastetes Herz zu legen." Das ist Alles, was Sie mir sagen können?" fragte sie mit einem fchweren Seufzer. Es ist Alles, Mylady!" " Sie irren, Sie irren, Doktor!" sagte in fast flehendem Tone die Dame. Sie können helfen, Sie allein!" " Ich verspreche Ihnen, Mylady, nach einiger Zeit wieder zu kommen, und wenn ich sehe, daß Ihre Kräfte gestärkt sind, dann vielleicht kann ich einen weiteren Rath ertheilen. " Und wenn Sie nicht zu mir kommen, so komme ich zu Ihnen!" antwortete sie mit flüsterndem Tone. Der Arzt war sichtlich ergriffen und bewegt, als er von der immer noch schönen Leidenden entfernte. sich " Sie allein können helfen," flüsterte sie, als er bereits an der Thür war, noch einmal. Kopfschüttelnd ging der Arzt über den Korridor. „ Ein sonderbarer Fall!" flüsterte er vor sich hin. Ein ganz eigenthümlicher Fall! Daß Jemand meint, ganz gesund zu sein, während er doch gemüthsleidend ist, das kommt häufig genug vor, aber Jemand, welcher burchaus gemüthstrank sein will, ohne es zu sein, das ist wohl noch niemals dagewesen.- Ein ganz neuer Fall!" Er traf im Empfangzimmer gerade in dem Augenblick ein, als O'Brian fich ziemlich mißmuthig von Miß Braddon verabschiedet hatte. In der Thür begegneten fich Beide. ( Fortsetzung folgt.) aus ziemlich beträchtlicher Höhe herabstürzenden Balken derart auf den Kopf getroffen, daß er bewustlos zusammenbrach. B. erlitt eine Berschmetterung des Schädels, in Folge dessen er nach ganz kurzer Zeit, ehe noch ein Arzt herbeigeholt werden fonnte, verstarb. Die Leiche wurde nach dem Dbduktionshause geschafft. wohnt in de Friedrichsbergerstraße und is teen Wind nicht. Der vernommene Beuge Biebach bekundet, daß der Angeklagte Staatsanwalt Daude allerdings schwer geladen" hatte. beantragt in Folge deffen die Freisprechung, da er es nicht für ausgeschloffen erachtet, daß man sich mit dem betrunkenen Menschen in der That einen Scherz erlaubt hat. Der Gerichtshof erkennt denn auch in diesem Sinne. Präs.: Angeklagter, Sie find freigesprochen. Ich kann Ihnen aber den guten Rath geben: Betrinken Sie sich nicht so stark und mäßigen Sie Ihre Zuneigung zu fremden Blumen. Angel.: Jd danke, Herr Jerichtshof. For mir jiebt's außer Tulpen keene Blumen mehr! Die immer wiederkehrenden Wünsche und Anregungen auf Zuschüttung des südlichen Bantearmes finden eine sehr energische Gegnerin in der städtischen Kanalisations- Deputa tion. In einem diesbezüglichen Berichte hat dieselbe ihren ablehnenden Standpunkt wie folgt motivirt: Die öffentlichen Wafferlinien find in großen Städten, namentlich in Berlin, deffen Wasserverbältnisse noch ungünstiger als die der meisten anderen anderen Großstädte liegen, ein so erhebliches Bedürfniß, daß eher eine Vermehrung, als eine Verminderung derselben in Betracht gezogen werden sollte. Selbst wenn nicht noch andere Gefichtspunkte Schwierigkeiten böten, müßte schon die Besorgniß vor der mit der Zuschüttung Hand in hand gehenden engeren Bebauung zur Ablehnung des Zuschüttungsprojekts führen, da keineswegs die Ansicht derer getheilt zu werden braucht, welche die bisherige schlechte Beschaffenheit des Pankefluffes als eine unakänderliche bezeichnen. Unter der Vorausfegung einer regelmäßigen Räumung und der Beseitigung der die öffentliche Gesundheit dort gefährdenden Anlagen könne dieser Fluß dem angrenzenden Stadttheil nur zum Nußen gereichen. Allerdings sei nicht zu verkennen, daß die zeitweise Trockenlegung des südlichen Wafferarmes, der unregelmäßige Wafferzufluß und die von den Adjazenten aufs Unglaublichste vorgenommene Verunreinigung bisher beklagenswerthe Migftände geschaffen haben. Die Arbeiten behufs Regulirung der Flußsohle, die anzustrebende Beseitigung der sanitätsgefährlichen Anlagen und der Anschluß aller an der Panke gelegenen Grundstüde an die Kanalisation laffen hoffen, daß nach Beendigung dieser Arbeiten in Verbindung mit der geplanten einheitlichen und regelmäßigen Räumung die bestehenden Uebelftände für immer gehoben sein würden. Jedenfalls müsse der Erfolg dieser Arbeiten zunächst abgewartet werden, bevor etwaigen Zuschüttungearbeiten näher getreten werden könne. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. fügungen, namentlich( soll heißen nämlich, denn die anderen Bestimmungen des Belagerungszustandsparagraphen vom Oktober 1878 find in Hamburg niemals in Kraft getreten) den Ausweisungen und Aufenthaltsbeschränkungen Widerstand So wörtlich! Die nam und Ungehorsam entgegenzuseßen." " bait gemachten Reichsgerichtsräthe erkennen also für Recht: Die Fahneninschrift Gloria geistige Macht! Wir tropen dem Bes lagerungszustand!" sagt, soll sagen und soll unmittelbar wirk sam sagen: Hamburger, wenn Ihr auf Grund des Sozialistens geseges ausgewiesen werdet, so seid ungehorsam, d. h. laßt Gud nicht ausweisen! Betrügt die Behörde durch heimlichen Auf enthalt, wenn es Euch an der Gelegenheit zu offenem Wider stande fehlt u. dgl. m. So haben Breuer und Lütgens es ge meint und dafür werden sie bestraft." Das war der Aussprud des höchsten Gerichtshofes im deutschen Reiche und dagegen glebt es nun weiter feine juristisch wirksame Berufungsinstanz Wie unsere Leser über dies Urtheil urtheilen wollen, das mo gen sie mit sich selbst ausmachen. Vermischtes. Im fan Hons.) 7 Im Baum Cir Danzig, 9. Dezember. Auf der ganzen Strecke von Thom bis Piedel vollzieht sich seit gestern Abend das Schauspiel des ersten Weichsel- Eisganges in diesem Winter. Bei Thorn, bei Baum Giaudenz und Kurzebrack( bei Marienwerder) trat gestern Abend Eisgang ein. Der Trajekt bei Marienwerder ist heute wieder aufgenommen. Nach einem Telegramme der ,, Danzige 3tg." aus Bieckel hat dort sowohl in der Weichsel als auch in e der Regat gestern Abend der Eisaufbruch stattgefunden und war während der ganzen Nacht auf beiden Stiomarmen starke Eisgang vorhanden. Aus Marienburg schreibt man bem ge für den nannten Blatt: Im Laufe des geftrigen Nachmittags ftieg da Waffer in der Nogat um fast 1 Meter. In Folge dessen fette fegung fich das Eis, dessen Festigkeit den Uebergang für Fußgänge zwischen bier und Caldome noch Vormittags gestattete, gegen 11 Uhr Abends in Bewegung. Gegenwärtig findet ziemli startes Eistreiben auf dem Strome statt. Man ist gegenwärtig bestrebt, die Pontons der Schiffbrücke nach dem Winterhafen zu schaffen. In der Nacht vom 1. zum 2. b. M. wurde de von Danzig nach Sulmin zurückkehrende Fuhrmann Lemke mit den der Forstverwaltung Sulmin gehörenden Pferden von einem solchen Schneesturm überrascht, daß er selbst im Hohl wege liegen blieb, am anderen Morgen um 9 Uhr erst gefun den wurde, zwar noch lebte, aber, ohne die Befinnung und Sprache wieder zu erhalten, alsbald verstarb. Er hinterläst eine Gatlin und fünf fleine Kinder in den allerdürftigsten Verhältnissen. Von den Pferden wurde das eine noch lebend gefunden und am Leben erhalten, das andere ist spurlos ver schwunden und jedenfalls todt im Schnee verwebt. En die Tapezierer Berlins. Wiederholt erlauben wir uns, die Aufmerksamkeit der Kollegen auf das Bestehen und die Thätigkeit des Vereins zur Wahrung der Intereffen der Tapezierer Berlins" hinzulenten. Es ist bedauerlich, zu fonstatiren, daß der Verein iros seiner tübrigen Agitation bis jett höchstens 120 Mitglieder zählt, resp. 80 Prozent der ge fammten Gehülfenschaft sich bis jetzt fern hielten. Es ist das für das Groß der Jünger dieses alten Kunstgewerbes nicht gerade schmeichelhaft. Es ist vielmehr Pflicht jedes braven Kol legen, seinen Beitritt an ei ffären und durch Zahlung des kleinen Tributs mitzumiken an der wirthschaftlichen Befferstellung Aller. Der Fachverein ist die Grundlage zu einem gewaltigen Bau, der, wenn Alle mitarbeiten helfen, schon in sehr naher Beit fertig gestellt werden fann. Oder giebt es wohl ein höheres, ein idealeres Befireben, als gemeinschaftlich dabin zu wirken, daß die Lebensstellung jedes Einzelnen eine möglichst angenehme und eiträgliche sei? Und gerade Noch diese Aufgabe hat sich der Fachverein gestellt. ist kein Jahr seit dem Bestehen des Vereins vei floffen. und Sie alle wissen, daß unsere Lohnbewegung in vollem Gange ist und mit Hilfe Aller auch fiegreich zu Ende geführt werden wird. Außerdem hat der Verein das Zustandekommen der zentralisirten Krankenkasse mit allen Kräften und Mitteln unterstüßt und gefördert. Es ist dies jedenfalls für die kurze Es ist dies jedenfalls für die kurze Beit seines Bestehens eine sehr rege Thätigkeit und alle diejenigen, welche sich bis jest fern hielten, werden von nun an wiffen, daß das gemeinsame Ziel: Erlangung möglichst günsti ger Arbeitsbedingungen nur vom Fachverein mit Erfolg erstrebt werden kann. Den Mitgliedern unseres Vereins steht außerdem eine reichhaltige Bibliothek wiffenschaftlicher und fachgewerblicher Schriften sowie die neusten Fachzeichnungen zu Diensten. An jedem Vereinsabend findet in erster Linie ein wissenschaftlicher oder fachgewerblicher Vortrag von dazu berufenen Lehrern statt. Es ist schon weiter oben gesagt, daß die gegenwärtige Lohnbewegung lediglich aus der Initiative des Fachvereins hervor gegangen ist, und selbst dann, wenn diesebe fiegreich durch geführt und wieder felig entschlafen ist, dann wird der Fachverein diejenige Körperschaft sein, welche weitere Förderungen stellen. und berathen, und für das Wohl und Wehe seiner Gehülfen= schaft stets ein wachfames Auge haben wird. Darum auf, Kollegen, legt den alten Schlendrian ab und werdet Mitglieder des Fachvereins. Die Vereinsabende finden regelmäßig, alle 14 Tage in Gratweils Bierhallen, Kommandantenstraße, statt und machen wir hiermit auf die nächste am Montag Abend, den 15. d. M., daselbst stattfinder de Versammlung ganz be fonders aufmerksam, wo von 8 Uhr ab die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt. Die Aufnahme geschieht ohne alle Formali täten und hat jeder neu Eintretende hierfür 30 Pfg. Einschreibegeld und einen 14 tägigen Beitrag von 20 Pfg. zu entrichten. Wir hoffen, daß dieser Aufruf die Gehülfenschaft zur regen Theilnahme anfpoinen wird und unsere Bestrebungen werden mit Erfolg gekrönt sein. J. A. des Vorstandes C. Wilsberger. Zur Aufnahme, Annahme und Herausgabe von legtwilligen Verfügungen im Bezirk des fönigl. Landgerichts I., sofern diese Geschäfte außerhalb der Gerichtsstelle vorzunehmen find, find für das Jahr 1885 ernannt worden: a. für den 1. Bezirk der Amtsgerichtsrath Rocholl, Hagelsberger Str. 9., und Der Gerichtsschreiber Münster, Grüner Weg 108.; b. für den 2. Bezirk der Amtsrichter Friß, Brunnenstraße 58., und der Gerichtsschreiber Brabandt, Saarbrücker Straße 14.; c. für den 3. Bezirt der Amtsgerichtsrath Lehmann II, Blumeshof 11., und der Gerichtsschreiber Schultes, Adalbertstraße 57.; d. für den 4. Bezirk der Amtsrichter Bonis, Verlängerte Genthiner Straße 23., und der Gerichtsschreiber Bollendorff, Bärwaldstr. 2.; e. für den 5. Bezirk der Amtsrichter Humbert, Magdeburger Str. 2., und der Gerichtsschreiber Hirsetorn, Andreasstr. 58.; f. für den 6. Bezirk der Amtsrichter Müllner, Eichendorfftr. 19. und der Gerichtsschreiber Otto Flügge, Neue Friedrichstr. 12. Die vorbenannten Richter resp. Gerichtsschreiber sind für Behinderungsfälle fich gegenseitig substituirt, die Gerichtsschreiber auch mit der Aufnahme von Wechsel protesten innerhalb ihres Bezirkes beauftragt. N. Selbstmord durch einen Sprung aus dem Fenster. Auf entsegliche Art und Weise machte in ter vergangenen Nacht 12 Uhr 20 Minuten ein in dem Hause Bimmerstraße 14 wohnender 36 jähriger Koch mit Namen Ernst Bester seinem Leben ein gewaltsames Ende. B., der seit einiger Zeit Spuren von Tieffinn zur Schau getragen, öffnete in der vergangenen Nacht ein Fenster seiner in der dritten Etage belegenen Wohnung und stürzte sich auf die Straße. Augenzeugen fanden den Selbstmörder mit zerschmettertem Schädel in einer Blutlache auf dem Bürgersteig liegen, wo er bereits nach wenigen Minuten starb. Die Leiche mußte nach dem Obduktionshause geschafft werden. Central- Theater. Bum 50. Male läßt der ,, Walzerkönig" morgen seine luftigen Weisen erklingen und ,, walat" nunmehr der im Central- Theater traditionellen hunderisten Aufführung entgegen. Die lustige Poffe übt nach wie vor ihre Anziehungsfraft aus; nicht nur die Sonntage weisen stets ausverkaufte Häuser auf, auch en den Wochentagen ist das Theater stets in allen Räumen gefüllt. Gerichts- Zeitung. " Regieru liftisch vertretu grundbe ganz D war in Darum und zah lichen S heinba Rellten auf. fchen& Weibliche Gladiatoren gehören ist in Wien zu den Löwen der Saison. Im Musikvereinsfacle veranstaltete a Sonnabend ein Fechilehrer eine Produktion seiner Schüler, b welcher auch acht, in hübsche Kostüme gekleidete Schülerinnen sich hervorihaten. Ein Wiener Blatt schließt einen offenbar ganz einsthaft gemeinten Bericht über diese eigenthümlicht Schaustellung mit folgenden Worten: Die wenig mehr al cine Stunde dauernden Produktionen fanden in einer po Tamen und Herren eraft ausgeführten und besonders lebbaf oftlamiten Säbelschule en colonne ihren Beschluß." melchen Hoffnungen für ihre Zukunft diese säbelgewandte Amazonen fich wohl fragen mögen? bie fier mußte gründet Königre und ver türlich aus vo träglich fuchte m regen. Die libe majorita Mit der Afti ich nac Gulden ibres R DO Betheili Sel politische ganze li gen beat bon Ba verfalba Blätter in derfe ihrer Be weife J nur dan Das originelle Testament eines russischen Literates log fürzlich dem Bezirksgericht in Kajan zur Bestätigung Welch ein komischer Kauz der Verstorbene gewesen sein mag geht aus seinen testamentarisch niedergelegten Bestimmungen über seine einzige Liegenschaft", seine Leiche die er- u Nußen der Wissenschaft- einen anatomischen Museum ein verleibt wiffen will, hervor. Seine Augen, schreibt der Erb Wr. Ta lasser, jeien dadurch merkwürdig, daß sie einen Beweis dafi liefern, was man dem menschlichen Auge zumuthen könne. G habe sie von frühester Jugend auf mißbraucht durch übermäßig Anstrengung beim Lesen und Schreiben, beim Kartenspie habe er dieses später noch mehr übertrieben, indem manchmal drei Tage und Nächte hindurch am Kartentische g sessen und sich höchstens erhoben habe, um etwas zu effen un zu trinken, und trozdem sei er in seinem 63. Jahre noch in Stande gewesen, ohne Brille zu lesen und zu schreiben. Da Merkwürdigste an ihm aber sei der Schädel. Die Natur habe demselben einen Umfang von vierzehn Werschot gegeben, zu zeigen, daß der Mensch auch beim größten Gehirnumfang sofern er feine streng wissenschaftliche Bildung genoffen habe, höchstens im Stande fci, eine Reihe foloffaler Dummbeien begehen. Selbstverständlich hielt sich das Gericht nicht lang mit der Bestätigung des lezten Willens des Ecblaffers feine ,, einzige Liegenschaft" auf. An die Fabrik- und Bauarbeiter Berlins! Der Vorftand des Vereins zur Wahrung der materiellen Interessen der Fabritarbeiter in Berlin macht bekannt, daß am Montag, den 15. ds. Ms. im Vereinshaus Süd- Ost", Waldemarstraße 75, Abends 8 einhalb Uhr, die diesjährige legte Mitgliederversamm lung stattfindet, wozu derselbe alle Diejenigen einladet, welche lung stattfindet, wozu derselbe alle Diejenigen einladet, welche gewilt find, in der Zukunft dem Verein beizutreten. Ferner macht der Vorstand darauf aufmerksam, daß dem Vorstand von Mitgliedern des Vereins der Antrag zugegangen ist, dem Verein zukünftig den Namen„ Verein zur Wahrung der materiellen Intereffen der Fabrik- und Bauarbeiter Berlins" zu geben, und wird dieser Antrag der Mitgliederversammlung zur Berathung vorgelegt werden. Darum ist es sehr erwünscht, daß sämmtliche Mitglieder des Vereins in dieser Versammlung anwesend find, um zu diefer Sache Stellung zu nehmen. Der Vorstand. J. A.: Otto Rennthaler. Die Zahlstellen der Zentral- Kranken- und Sterbes Kaffe der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 39, Dresden) in Berlin find folgende: 1. Bahlstelle jeden Sonnabend Abend von 7 bis 9 Uhr bei Seefeld, Grenadierstr. 33( Restaurant); II. Bahl ftelle jeden Sonnabend Abend von 7-9 Uhr bei Rothert, Rüdersdorferstr 2( Restaurant); III. Bahlstelle jeden Montag Abend von 7-9 Uhr bei Mar Kreuz( Stehbierhalle), am Rottbuser Thor, frühere Linte; IV. Bahlstelle jeden Sonntag Vormittag von 9-12 Uhr bei Wilhelm Lübke, Töpfer, Liesens Ein Geburtstagsscherz. Der Echanfwirth Biebach in der Friedenstraße ist ein großer Blumenfreund und seinen K. lethals ziert fortgesett eine Sammlung von Katteen, Azaleen und Dichideen. Leiter fanden diese Blumenschäße auch noch andere Liebhaber und mehr als einmal war ein Blumentöpfchen spuilos verschwunden. Am 16. Oktober klopfte eine mitleidige Seele an sein Fenster und machte ihm die Mittheilung, das soeben ein Mann eine Azalie vom Kellerhals genommen und fich damit getrollt habe. Herr Biebach stürzte zur Thür hinaus und es gelang ihm auch, den Blumenmarder in der Person des Arbeiters Paul Emil Pfuhl festzunehmen. Derselbe mußte den gestohlenen Blumentopf zunächst wieder an seine Stelle rücken und dann zur Polizeinache folgen. Da er ein oftmals best: after Mensch ist, so fand seine Versicherung, daß er das Opfer eines Scherzes geworden, keinen Glauben; er hatte sich vielmehr gestern wegen Diebstahls vor der vierten Straffammer hiesigen Landgerichts I. zu verantworten. Angeflagter: Wenn id Ihnen sage, ich habe nich jestohlen, denn wer'n Se's mir am Ende nich glooben. Tck will Sie aber die aufrichtigste Wahrheit verzählen, wie fich der Rummel hat zus getragen. Präs.: Nun, dann erzählen Sie' mal. Angefl.: Natürlich war ich mächtig anjeäthert, von wejen die fünf Nordlichter und die beeden Komma's, die sie mich bei Schulzen drüben in die Destille anjehängt haben. Der Justav feierte nämlich den Jeburtstag seiner Braut.- Präs.: Wer ist dieser Gustav? Angell.: Des is mir jänzlich unbewußt. Jak weeß blos, des es een hübscher Kerl is, Stückener vier Zoll hat und dem Tag ellig die Spenbirbosen anhatte. Präf.: Und wer war die Braut? Angefl. Die sollte Amanda über Be 63 Jahre lang Journalist. Im hohen Alter o 83 Jahren starb in London am 6. ds. Charles Roß, ein Sour nalist, der 30 Jahre hindurch Chef des parlamentarischen " 1 erregen tionelle nur da bisher Deutic hin burch fudunge Don Die zu belie und hie inlechter richterstatter- Personals der Times" gewesen. Diesen beschwer lichen Poften bekleidete er noch wenige Monate vor seinem Tode. Er war der Nestor der Reporters' Gallery" im Haufe der Gemeinen, auf welcher er 63 Jahre hindurch gewift. be Altenburg. Einem Arbeiter, welcher bereits seit 11 Jahren in Altenburg bei einem dortigen Ziegeleibefizer arbeitet, starb vor einigen Tagen der 17 jährige Sohn. Da die von dem Arbeiter ersparten paar Thaler, sowie die vom Arbeitgeber gespendeten 20 Maik zur Deckung der Beerdigungskosten nicht 9 Uhr bei Felsmann, Froben- und Bülowstraßen- Ecke( Re- Sohnes, woselbst letterer erst 8 Tage thätig war, freiwillig faurant). Die Aufnahme neuer Mitglieder ist nur beim Kaffiter Franz Domke, Bartelstraße 7, III., Wochentags von 7-9 Uhr Abends. Für die Mitglieder der Allgemeinen Kranken- und Sterbefeffe der Metallarbeiter( E. H.-K. Hamburg) Filiale Berlin findet am Sonntag, den 14. cr., Vormittags 9 einhalb Uhr, Andreasfir. 21, Keller's Gesellschaftshaus, eine außer orbentliche General- Versammlung stait, in welcher über die weitere Fübung der Geschäfte der Filiale berathen weiden soll. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Die Hamburger Bürgerzeitung" schreibt: Der Kolporteur H. C. M. Breuer und der Former J. A. Lütgens von und fa mittheilt Ea meisten b ausreichten, wendete fich der Arbeiter zur Deckung des Refle an seinen Brodherrn um ein Darlehn von 15 Mait. De felbe wies Dies jedoch entschieden zurück, indem er meinte ,, Wir Prinzipale müssen jest nach der Wahl harther werden, das habt ihr Arbeiter nun davon, warum habt ihr nicht anders gewählt." Nach vielen Bitten endlich lic der Chef sich herbei, seinem alten Arbeiter, nachdem derselbi bit bie einen Sola- Wech se I hatte unterschreiben müssen, gewünschten 15 Watt zu geben. Von dieser Hartherzigkeit a fuhr der Prinzipal des Sohnes; dieser schenkte dem Arbeite außer den bereits freiwillig gegebenen 20 Mart auch noch was derselbe auch that. ๆ ๆ ( F R, C fahren யா Aus Hohenfele, 9. Dezember, wird der Amb. Biz geschrieben: Heute wurde der hier sehr geachtete Bürger herßen, in de Friedridsbergerstraße wohnen und een scheenes bier sind bekanntlich vom hiesigen Etrafgericht wegen Auf- 15Mart, damit der Arbeiter sofort den Wechsel einlösen foll worden, weil fie, der eine als Thäter, der andere als Beihelfer, rach der Annahme des Gerichtes auf dem Schornstein der beiwohnt Rinitier minution Das nut Kraft de uns gem Die ideal törpern, Kupferschmelze von Steinwärder eine große rothe Fahne auf- Beigeordnete Sp. nebst seinem Sohne gerichtlich festgenommen und in das Untersuchungsgefängniß nach Amberg eingeliefert " Gloria geistige Macht! Wir froßen dem Belagerungszustand." Beide sollen dringend im Verdachte stehen, bei dem vor einigen Jahren verübten Morde an einem hiesigen jungen Mädchen betheiligt gewesen zu sein. Mächen sind? Präs.: Sonst wiffen Sie von beiden Perforderung zum Ungehorsam gegen die Obrigkeit" verurtheilt sonen nichts? Angekl.: Nee, Herr Staatsanwalt, teene nichst. Lügen woll'n wer id doch nich. Präf.: Die Geschichte flingt bis jest sehr wenig glaubhaft. Wie famen Sie Denn in die Gesellschaft des Gustav? Angefl.: Et war jerade Donnerstag. In de Volksküche hatte es mein Leibgericht, Erbsen mit Sped, gegeben un dadiuff pflege id eenen zu pfeifen, von wejen de Verdaulichkeit. Jd je clso zu Schulzen un treffe da' ne olle düchtige Jesellschaft un höre, daß Juftav seine Braut ihren Jeburtstag feiert un er etliche zwanzig Ma genwärmer schmeißen will. Natierlich halte ich mir ooch ran, un wie es so fieben Uhr jeworden, da meent mit eenem Mal der Juftav:" Donnerweiter, nu habe ick doch janz verjeffen, Mandeken een Blumentöppsken zu verehren. Die Jeschichte jeht nich!" Na, wat woll'n Se sagen, Herr Jerichtsbof, die janze pudlige Gesellschaft macht mir das janz klar, daß ich drüben die Azalie holen, sie nach de Friedrichsbergerstraße tragen un Amandelen och' nen scheenen Fruß bestellen sollte.- Präs.: Welche Nummer in der Friedrichsbergerstraße war Jhnen denn angegeben? Angell: Wer foll so wat noch wiffen, wenn man fo ville in' Kopp hat. Bräf.: Sören Sie, die Sache flingt Bräs. Sören Sie, die Sache flingt immer unwahrscheinlicher. Angeti.: Herr Staatsanwalt, wo wer' ich denn lügen?! Jd sollte ja dem Mächen ooch noch fagen, daß se Sustaven die neuen gefickten Hosenträger bald chicken follte. Präs.: Na, Angeklagter, der Geburtstag, die Amanda, die Hosenträger und Jure ngetrunkenbeit, das scheint mir Alles Wind zu sein.- Angell.: Denn müssen mir de Leute alle gefoppt haben. Ich sage Jbnen, de Amanda Gemeinnütiges. uns als Menscher Darin b tann, fo bes Wor Digters Ein butien b einzubau im Refo Rofft, be .Dum Ein war es e in einem war men materielle ters entir dazu, fid Bu tonner aus ben treme ber Tagen ben fchwerlich wie es v Wasser als wichtiger Nährstoff. Das Waffer ift ba wichtigste und unentbehrlichste aller Nährstoffe, dean unf Rörper besteht zu zwei Dritteln aus Waffer. Nur mit Hilfe des Waffers kann der Stoffwechsel zu Stande kommen. For während verlieren wir durch die Nieren, die Haut, die Lunges und den Darm eine ziemliche Menge Waffers( täglich et 2 Ko.) entweder direkt in flüssiger oder in Dunstform. With dies nicht wieder in genügender Menge dem Körper zugefübt so entsteht eine Austrocknung der Gewebe; es meldet fich d Gefühl des Dunstes. hält der Abgang und Bufluk de Waffers nicht gleichen Schritt, so entsteht ein frankhafter Bu ftand. Ein zu viel an Waffer wird immer wieder durch den Urin und den Schweiß entfernt. Auch hilft das Waffer unfert Körperwärme in gleichmäßiger Höhe zu erhalten und zwar durch seine Verdunstung auf der Körpenoberfläche. Das nöthig Waffer schaffen wir täglich durch die Getränke in unfem Das Reichsgericht hatte die Verurtheilung anfangs wegen eines Formfehlers aufgehoben; darauf ist diefelbe abermals erfolgt unter Vermeidung derartiger Fehler, fachlich aber genau der ersten entsprechend. Dies zweite Hamburger Erkenntniß ist nun vom Reichsgerichte bestätigt worden unterm Datum des 13. November, mit Unterschrift der Herren Dr. v. Beyerle, Echwarz, Beisch. Dr. Spies, Dr. Freiesleben, Dr. Mittelstädt, v. Bezold". Bemerkenswerth in hohem Grade ist die Deutung der oben mitgetheilten, und ja auch ohrehin stadtbekannten Fahnenaufschrift, welche die ge nannten Herren feststellen resp. bestätigen. Der betreffende Baffus lautet: Es ist für erwiesen erachtet, daß die vorbe zeichnete Aufforderung( mit dieser Aufforderung" ist eben nur die Inschrift der Fahne gemeint) objektiv( d. h. nach dem allgemein giltigen Einne der fraglicht en deutschen Wortreihe) und nach bewußter Absicht der Angeklagten( d. h.- welcher Wortfinn auch von den Angeklagten wohl verftanden und als forretter usbiud ihres Gedankens anerkannt wunde) konkret ( d. h. mit der Tendenz für den unmittelbar gegebenen Fall des gegenwärtigen Hamburger Lelagerungszustandes Wirkung zu üben) darauf geriditet war, allen auf Grund der SenatsBekanntmachung vom 29. Oftober 1883 zu erlaffenden VerHierzu eine Beilag Rörper, auch durch wasserhaltige Speisen. Berantwortlicher Hebatteur R. Gronbeim in Berlin. Druck und Berlag von az Babing in Berlin SW., Beuthstraße 2. megen be Rachficht fationshi Man Spieler pe en Bu unser In nn die agraphen getreten) iderstand Die nam ect: Die Dem Bes Sar wirk zialisten aft Gud en Auf Wider 8 es ge ussprud Dagegen Bintang das mö On Thom Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 216. Wahlresultate. Im 6. Wahlkreise erhielten bei der heutigen Nachwahl: fannkuch( So.) 21 426, Bey( dfr.) 7483, Jrmer fons.) 7 285 Stimmen. Pfannkuch gewählt. Im 5. Wahlkreise erhielten Franke( Soz.) 2520, Baumbach( bfr.) 8643, Cremer( fons.) 5544 St. Mithin bei Baumbach gewählt. fpiel des orn, = gestern ift heute Danzige auch in und e en ftarte bem ge stieg das en feste uggänge te, gegen ziemli enwärtig nterhafen urde de emke mit den von Die Wiener Preßkorruption. ( Aus„ Die neue Beit".) ( Fortsetzung.) Ein anderes Bild! Im Jahre 1872 sollten die Wahlen für den böhmischen Landtag stattfinden. Von der Zusammenfegung dieser Körperschaft hing der Bestand der neuen liberalen Regierung ab. Eie mußte abtreten, wenn die Wahlen föderaliftisch ausfielen. Dank dem famosen Eysteme der Intereffen vertretung hielten einige hundert Männer, der Klaffe der Groß grundbefizer angehörend, die Entscheidung d. h. das Schicksal ganz Desterreichs in ihren Händen. Der Großgrundbefit jedoch war in seiner Majorität tschechisch- föderalistisch. Was thaten darum die Liberalen? Sie kauften massenhaft Güter in Böhmen und zahlten für dieselben das doppelte und dreifache des wirkm Hohlichen Werths. Sie ließen Güter von Gefinnungsgenoffen heinbar theilen, um dadurch mehr Stimmen zu erhalten und eaten Strohmänner als Grundbefizer und so als Stimmvich auf. Bu diesen Manipulationen benöthigten die patriotien Güterschacherer selbstverständlich große Summen Geldes, bie sie nicht felbft zahlen wollten oder konnten. Das Publikum mußte als Rettungsanfer dienen. Die liberalen Wablmakler gründeten eine Attien Gesellschaft, den ,, Credit Forcier für das Königreich Böhmen", welcher die angekauften Güter übernehmen und verwalten sollte. Die verfaffungstreue Presse mußte nahüler, b türlich mithelfen um die Deffentlichkeit zu prellen. ft gefun ung und interla ürftigste hlebend rlos ver Tzu den Itete am lerinnen all offenbar thümlic mehr iner von CS lebhaft ewandten Mit Biterates ung vor ein mag aum Teum eins önne. G Sermäßige Cartenfpid indema Sie pries aus vollen Backen das schwindelhafte Unternehmen als einträglich und solid, lobte den Patriotismus der Gründer und fuchte mit allen Mitteln das Publikum zum Aktienkaufe anzu regen. Das politische, wie das finanzielle Husarenstück gelang. Die liberalen Wahlagitatoren gewannen nicht nur die Landtagsmajorität, sondern auch ein Agio von 35 Gulden bei der Emisfion der Aftien, deren Nominalwerth 200 fl. betrug. Freilich stellte es Ich nachträglich heraus, daß die Güter um 2 einhalb Millionen Gulden überzahlt waren. Die Aktionäre verloren 40 Prozent thres Kapitals. Doch was fümmerte dies die Preffe, die ihre Betheiligung schon längst im Sacke hatte. Sonnabend, den 13. Dezember 1884. Vertrauen des Publikums am abhängigften ist. Diese Faktoren, also haup sächlich Banken, Verkehrsanstalten, Theater, öffentliche Unternehmungen 2c. haben das größte JInteresse, ihren Einfluß auf die Preffe geltend zu machen und dieselbe zu ihren eigenen Zwecken zu gebrauchen. Leider ist es nur zu wenig bekannt, daß sich aus diesem Umstande die Haupteinnahmen aller politischen un wirthschaftlichen Blätter mit faum erwähnenswerthen Ausnahmen herschreiben. Die Zeitungen werden nur durch die Aktiengesellschaften erhalten. Jede derfelben hat der Preffe thren alljährlichen Tribut zu entrichten, fte muß öffentliche Meinung einkaufen. Die Unternehmer und Gründer brauchen uns, wir aber wollen bezahlt sein." Also lautet ein berühmtes Diktum May Friedländer's, des Gründers der N. fr. Preffe" und Erfinders des Journal verkaufs an Aktiengesellschaften. Eine Bant ohne Preß pauschalien, und wäre fte auch die ehrlichste und solideste, ist in Desterreich nicht lebensfähig. Sie fann auf die Dauer den Angriffen der Beitungen nicht widerstehen. Dagegen gelingt es betrügerischen Börsenspekulanten mit Hilfe der Preffe jeder Zeit, Personen, welche des Börsenschwindels untundig sind, durch Erregung trügerischer Hoffschwindels unkundig sind, durch Erregung trügerischer Hoff nungen um ihre mitunter sauer erworbenen Ersparnisse zu bringen. Die Art und Weise, in welcher die Wiener Breffe in Reklamen und seitengroßen Inseraten für die ausbeutenden Börse- Komtoirs" eintritt, um dann nach dem Bankerotte diefer Schwindelbuden mit Scheinheiligkeit auf die Leichtgläubigkeit des Publikums hinzudeuten, fordert schon die gesegliche Intervention heraus. Nach gerichtlichen Feststellungen zahlte Placht, der Befizer eines Boisenkomptoirs, in einem Jahre nicht weniger als 155 000 Gulden an verschiedene Wiener Blätter für Inserate und textliche Einschaltungen. Ein anderer fürzlich verurtheilter Schwindler, namens Redlich, der Besitzer des ,, Bankhauses" J. W. Horn, zahlte 46,000 fl. Jn beiden Fällen gestanden viele Beitungen, welche früber die Rathschläge und Riefenankündigungen dieser Kujone brachten, nachträglich ein, daß ihnen die unsolide Geschäftsbasts dieser Spekulanten befannt gewesen sei. Preffe und Ausbeutung gehen Hand in hand. Größere Anstalten, z. B. die Nordbohn, die Staatsbahn, die Kreditanstalt befigen ihre eigenen Breßbureaus oder doch wenigstens thre besoldeten Agenten, welche sämmtliche Geschäfte mit der Breßindustrie abzuschließen haben. Ueber die Verhältnisse bei Der Staatsbahn berichtet ein sehr zuverlä siges Wert*) folgendes: In dem von Herrn v. Gründorf geleiteten Preßbureau arbeiten mehrere Beamte, welche täglich sämmtliche in Defter reich erscheinende und auch die wichtigsten fremden Beitungen durchsehen müssen. Findet sich irgendwo ein Angriff oder auch nur eine ungünstige Bemerkung, welche die Staatsbahn betreffen, so wird sofort eine Entgegnung geschrieben und dem fraglichen Blatte zur Aufnahme in seinem redaktionellen Theile zugesandt. Natürlich lassen sich die Zeitungen dafür sehr theuer bezahlen, aber das macht nichts, bie Bahn befigt ja Mittel ge nug. Außerdem hat sich herr v. Gründorf mit den RedaktioSehr richtig bemerkte neuerdings ein deutscher wirthschaftsmmungen politischer Schriftsteller): Unzuverlässig und täuflich ist die ganze liberale Breffe ohne Ausnahme. Die größten Bestechun gen beanspruchen und erhalten die„ N. fr. Br." und das„ N. Der Erb Wr. Tagblatt". ( Beispielsweise nach amtlichen Feststellungen eis bafit von Baron Schwarz als Unternehmer der galizischen Trans verfalbahn 42 000 fl., beziehungsweise 28 000 ft) Die übrigen Blätter machen es billiger; so wurde die Deutsche Beitung" gegenEmpfang eines jährlich zu zahlenden Pauschales verpflichtet in derselben Angelegenheit mit 7000 fl. abgefunden. Wegen ihrer Beziehungen zum Ministerium des Aeußern, beziehungstische geweise Innern, find, Fremdenblatt"," Preffe" und„ Extrablatt" effen und e noch im Den. Da atur habe geben, um numfange fien babe beiten hin burch zeigte " nen aller wichtigeren österreichischen und ungarischen Journale, besonders der in Wien und Best herauskommenden, in Verbindung gesetzt und mit diesen förmliche worin sie sich haben, in ihre Spalten nur solche Mittheilungen über die Staatsbahn aufzunehmen, welche entweder lobend find over welche fie direkt von ihm, dem Ritter Gründorf, zugefandt erhalten. Da die Pauschalsummen ziemlich hoch find, ste betragen bei einzelnen Blättern jährlich mehrere tausend Gulden, so war es natürlich nicht schwer, die Zeitungseigenthümer zur Annahme einer derartigen Propofition zu bewegen." nur dann zu haben, wenn sie nach Oben hin feinen Anstoß zu erregen glauben. Die Wr. allgem. Btg." und dte Konstitu tionelle Borstadt- Beitung" nehmen, was fte friegen können, und nur das tleritale, wenig verbreitete Vaterland" hat fich bisher unnahbar erwiesen. U: sprünglich sollte auch die Deutsche Zeitung" intatt bleiben und einige Jahre fuchungen gegenüber standhaft, auch als ihr der Ritter icht lang on feinheim einmal eine Blanfo Anweisung auf seine Kaffe Verträge geschlossen, in welchen dieselben sich verpflichten, gegen Ters über Be Alter von ein Jour bejchwer or feinem fchen im Haufe pift. 11 Jahren tet, star von dem geber be freiwillig often nich Des Refiel t. Der er meinte barther Tum bab blich lich ffen, erfelb stateit bie 7 Arbeiter noch die fen foll Bitbala rger genommen ngeliefert or einigen Madde er ift be zeigte fie sich in der That allen Vers " Aehnliches berichtet auch der Verfasser von der Kreditanstalt, deren Direktor, der Hofrath Baron Mayrau, fich einen besonderen gebeimen Breßagenten, einen Mann, Namens Hesky, engagirte. Dieser hat mit verschiedenen Journalen förmliche die Verwaltung der Kreditanstalt zu drucken. Durch Hesky's und hiermit die Finanzen der Deutschen Zeitung" fich verfchlechterten, da trat der Verwaltungsrath derselben zusammen Hand find ferner schon wiederholt und nicht unbedeutende und faßte, wie mir ein betbeiligter Reichstagsabgeordneter mittheilte, ben verhängnißvollen Beschluß: Es wird genommen." Es ist klar, daß die Waare Publizität" von Jenen am meisten benöthigt wird, deren Eristenz von der Gunst oder dem Baul Dehn, Deutschland und Orient, 1884. Ernesto Rossi im Residenz- Theater. waren. Summen gewandert, als welche Schweiggelder für irgend einen Redakteur oder Beitungs- Herausgeber bestimmt eines Bei Aufwand solchen Ap*) Rolkswirthschaftliche Zustände in Desterreich. Leipzig 1871. S. 27. ganz falt gegenüberstehen. Sein unvergleichlich feines Spiel riß unminfürlich bin, nur schwer fonnte man sich dem eigenartigen Reiz entziehen, der von seinem brillant nuancirten VorR. C. Es wäre gewiß hochinteressant, wenn man er fahren tönnte, ob ein Taubstummer, der einem Schauspiel trag, seinen plastischen Gesten und seiner ungezügelten, süd beiwohnt, aus den Geberden und Minen der mitwirkenden lichen Leidenschaftlichkeit ausging. das nur solchen Künstlern gelingen, die mit der überwältigenden kommen können. Die Salonfiguren, die sogar theilweise noch minutiofesten Kleinigkeiten hin verstehen würde. Gewiß würde Kraft des Genies von der Natur ausgestattet, bisweilen unter uns gewöhnlichen Sterblichen geboren werden, die es verstehen, Freilich ist der Kean" nicht dasjenige Stück, in welchem verzeichnet sind, bilden wirklich eine allzu jämmerliche Staffage für das feurige Genie Roffis, fte müssen eben zurücktreten, und 1. Jahrgang. parats ist es wohl sehr natürlich, wenn es schließlich selbst eingeweihte Leute bedenklich finden, die Wahrheit über die Kreditanstalt zu sagen; fte segten sich ja dabei einem Kampfe mit der gesammten von Herrn von Meyrau be= einflußten Presse aus. So hieß es schon 1871. Nur ein Berspiel soll zeigen, daß es heute nicht anders geworden ist. Vor einigen Monaten fallirte die große Zuckerfirma Weins rich, welche der österreichischen Kreditanstalt 3 eine halbe Milli onen Gulden schuldete. Die erne Nachricht des Busammen bruchs hatte die Bant selbst erhalten. Wenn nun," schrieb die streng ehrenhafte Deutsche Wochenschrift," einige wenige Berfonen wiffen, daß nach Bekanntwerden einer bevorstehenden Nachricht die Kreditaktien um so und so viel fallen müssen, so ergiebt fich das Uebrige ganz von selbst. Die Adjutanten Hesky's sezten fich in Bewegung und eine Stunde später hatte man in sämmtlichen Zeitungsredaktionen von Wien jede Ahnung davon verloren, daß die Firma Weinrich ihren Verpflichtungen nicht nachzukommen vermöge. Zwei Tage lang währte das Geheimniß, das diesmal in der That sich als die Bürgschaft des Erfolges" bewährt haben soll. Man hatte Beit die Baiffe vorzubereiten, und man wurde durch keine vorlauten Beitungsnachrichten baran gehindert. Andern Tags las die erschreckte Welt von der Bahlungseinstellung der Firma Weinrich. Das gleichlautende Communiqué der Kreditanstalt enthielt sogar eine Andeutung, daß bei der pretären Lage des Buckermarktes ein Verlust nicht absolut ausgeschloffen sei." Man hatte geschwiegen und baisfirt, man hatte darnach gesprochen und realisirt realifirt Samiel hatte geholfen. Mit Recht sagt die Frankfurter Beitung", daß der publizistische Theil der Kreditanstalt niemals mit größerer Sicherheit gearbeitet habe, als diesmal. So erweist sich in einem bestimmten Falle der Busammenhang zwischen den Banken, der Börse und den Beitungen." Bezahlung der Journale ist besonders bei Gründungen von Aktienunternehmungen unentbehrlich. Sie geschieht hauptfächlich durch die berüchtigten Betheiligungen." Bei einer Attien- Kommiffion stellen nämlich die Gründer den Beitungen, um diese wohlwollend zu stimmen, eine Anzahl der neuen Aftien zur Verfügung, man ,, betheiligt" sie mit denselben. Da nun erfahrungsgemäß die Emisfione banken von den Aktientäufern gleich bei der Ausgabe ein Agio, das oft bis 25 Brozent steigt, verlangen, so bedeutet eine Ueberlassung zum Bari preise nichts anderes als ein Geldgeschenk, das dem Be theiligten mit dem Aufgelde gemacht wird. Der Journalist muß die Aktien eigentlich gar nicht beziehen, sondern tann ohne Weiteres von der neuen Gesellschaft den Agiogewinn einstreichen. Deshalb wurde auch der Modus des Aktienver laufs oft ganz umgangen. Bei der Gründung der Ratenund Rentenbank" wurde den Beitungen einfach angezeigt, daß man ihnen bei Gelegenheit der Emission den Betrag von zur Verfügung stellen kann." Unter anderen er 11 hielten: Neue freie Preſſe Breffe Tagblatt Fremdenblatt Vorstadt- Zeitung Morgenpost Sonn- und Montags- Btg. Floh( Wigblatt) Hans Jörgel. Kiferiti( Wigblatt). Adels- Zeitung 2500 fl. 2500 2500 H 1500 1200 1200 H 1200 480 200" 150 . " 50 Da die Gewinnung der Deffentlichkeit die Hauptbanken enorme Summen kostete, so mußte bei diesen der Wunsch sich geltend machen, im Interesse der Billigkeit die öffentliche Meinung lieber selbst zu fabriziren. Und so geschah es auch. Vorerst fand nur das Verfahren des berüchtigten Pariser Börsenschwindlers Mirès Nachahmuna, den volkswirthschaftlichen" Theil einflußreicher Blätter zu miethen, um das Publikum zu folchen Börsengeschäften zu ani miren, von welchen der Spekulant für sich selbst den größten Gewinn erhoffte. Später jedoch fanden es Die Zeitungen einträglicher, thren Börsentheil nur von Fall zu Fall zu verkaufen, und die Aktiengesellschaften waren deshalb gezwungen, die Beitungen gänzlich an sich zu bringen. Es immer daß in seinen Theatern Stücke in verschiedenen Sprachen gegeben wurden. Es ist ja klar, daß derartige linguistische Schwierigkeiten überhaupt nicht überwunden wer den können, aber ebenso flar ist es auch, daß jede im Uebrigen noch so vollendete Darstellung unter diesen Aeußerlichkeiten ganz bedenklich leiden muß. Unwillkürlich ruft die sprachliche höchsten Buntscheckigkeit bei dem Buschauer das Gefühl, der böbiter törpern, daß fie unserem nüchternen Verständniß näher gerückt, gen guten Eigenschaften, die wir durchaus nicht verkennen dessen Text und Handlurg Jedermann im Gedächtniß ist, zur uns als das erscheinen, was fie in der That sein sollen, als Menschen mit allen Fehlern und Vorzügen unseres Geschlechts. Darin beruht nur die Kunst des Darstellers, und wenn er das fann, so ist er eben ein Künstler im edelsten und beften Sinne bes Wortes, während er im andern Falle der Dolmetscher des Dichters bleibt. Gin Künfiler, der es versteht, selbst unbedeutenden Pro Roff, der die Titelrolle im Rean", einem Schauspiel von 1. Dumas übernommen hatte. wollen, denn doch nicht im Stande, denjenigen Theil der Aufmerksamkeit, der auch den Nebenrollen bei einer harmoni schen Darstellung zu Theil werden muß, neben Rosst für sich in Anspruch zu nehmen. Entschieden noch wichtiger wäre die dramatische Kraft und die Ueberlegenheit des Gaftes zur Geltung gekommen, wenn fich die Direktion dazu hätte entschließen können, eines der un Unwahrscheinlichkeit wach, und es bedarf eben eines fehr hervorragenden Talentes wie das des Signor Rofft, um uns über dieses unangenehme Gefühl hinwegzutäuschen. Etwas anderes wäre es noch gewesen, wenn irgend ein anderes Drama, Aufführung gelangt wäre, es wäre von der Leitung des Residenztheaters auch entschieden verständiger gewesen, hierauf zu achten, denn es ist doch nicht von Jedem so ohne Weiteres zu erwarten, daß er des italienischen Idioms vollkommen mächtig ist. Indessen schmeichelten sich die weichen, langvollen Worte dutien der dichterischen Muse eigenes Feuer aus eigenem Geist tlaffischen Stücke Shakespeares, von denen im Kean" sootel sonores Organ wirkte so fesselnd, seine ganze Art der Dar im Residenz Theater. Es ist der italienische Tragöde Ernesto verschiedenen Richtungen hin für das Publikum sowohl wie die Rede ist, zur Aufführung zu bringen. Es wäre das nach für die Darsteller selbst von bedeutendem Vortheil gewesen. Man fann einen wirklichen Künstler niemals in seinem ganzen Werthe tennen lernen, wenn er gezwungen ist, eine Rolle zu vertreten, die seiner nicht würdig ist. Es ist außerdem immerbin eine ziemlich statke Bumuthung an das ästhetische Gefühl des Publikums, Stücke aufzuführen, in denen Senen vor schnitten sind. Es tief daher auch bei demjenigen Theil der peinlicher Verwunderung hervor, als man merkte, daß das war es entschieden nicht, den berühmtesten Schauspieler Jtaliens Ein glücklicher Griff der Direktion genannten Theaters in einem derartigen Sensationsstück zu verwenden. Der Griff war menigftens nicht glücklich in fünstlerischer Beziebuna, in materieller Hinsicht mag er wohl eher dem Interesse des Thea- tommen, die nur auf den bloßen theatralischen Effekt zuges ters entsprochen haben. enn unie mit Silic en. For Die Lungen Blich etos m. Wird zugeführt t fich bas ufluß bes Bu hafter Durch den er unfere und zwar as nöthige in unfem Beilag Es gehört im Allgemeinen ein eigenthümlicher Geschmack Buschauer, dem der„ Kean" nicht bekannt war, ein Gefühl Bu tönnen. Sie erinnern alle an die französischen Romane Bublikum und das ganze Theater überhaupt als zu der Regie qus den vierziger Jahren, die mit besonderem Behagen die Er gehörig betrachtet treme der Gesellschaft zu schildern versuchen. Ohne den heroor geht doch schließlich nicht in's Residenztheater. Stücke, tagen den Gast würde ein derartiges Schauspiel heute wohl fchwerlich mehr mit dem Wohlwollen aufgenommen werden, wie es vorgeffern der Fall war. Das Publikum überfah eben wegen der imponirenden Persönlichkeit des Gaftes mit großer Rachficht die Mängel und Schwächen des französischen Senfationsnudes. Man sab hier so recht deutlich, was ein genialer Schau fpieler vermag. Er versteht es, für eine Person, die dem deuten Bublifum überbaupt nicht recht verständlich ist, soweit " will, in denen die Mache" derartig fultivirt wird, mögen ihren Reiz zu den Beiten Dumas père gehabt haben, heute hat fich das überlebt, ein einigermaßen kunstverständiges Bublikum will mit geistigen Erzeugnissen der Dichter bekannt gemacht werden, aber nicht mit ausschließlich auf den Knalleffekt abzielenden Episoden. Dem Dumas'schen Schauspiel wiederfuhr die Ehre, daß es halb in deutscher balb in italienischer Sprache aufgeführt wurde. Berlin hat ja einen solchen zweifelhaften Genuß schon unser Intereffe zu wecken, daß wir derselben wenigstens nicht öfter gehabt, zweifelhaft bleibt ein solcher Genuß nämlich ftellung war so von wildem, ungebändigtem Leben durchglüht, daß man eben viel weniger seine Worte hörte, als auf sein Spiel sab. In einzelnen Szenen wurde dieses Spiel faft zu -italienisch, der blaue Himmel Italiens zeitigt eben andere Gefühle als der talte Norden. Kraft gegenüber einen schweren Stand, um nicht ganz und gar Die Mitglieder des Residenz- Theaters hatten einer solchen in den Hintergrund gedrängt zu werden. Herrn Reicher. als der Herzog von Galles, fehlte viel von der unnahbaren Würde und der falten Eleganz, welche die englischen Hochtorries immer ausgezeichnet hat, dagegen spielte Herr Mügge den Grafen von Coenfeld mit vieler Lebenswahrheit. Herr Vansa war ein wahres Kabinetstück von einem alten, angstlichen Soufleur, ebenso spielte Herr Beck den Seiltänzer recht brav. Auch die Damen thaten thr Möglichstes: Fräulein Dagen, als Gäin von Coenfeld, verstand es im Großen und Ganzen ihre Rolle mit Vornehmheit wiederzugeben, nicht so fein pointit mar das schwierigste Rolle hatte entschieden Fräulein Wismar. Der Spiel des Fräulein Jolanda, als Gräfin von Goswill. Die berühmte Saft war fortwährend ihr Bartner, aber trog feines Feuers und tros seines hinreißenden Vortra res vermochte er es doch nicht, seine Partnerin zu fich emporzuheben, sie blieb falt und deklamirte nur. Die Regie war gut wie immer. entstand die öffentliche Meinung auf Aftien. Sämmtliche größere Wiener Blätter find heute im Bestze von Banken oder Aftienunternehmen. 11 " Die„ Neue freie Presse" ist Eigenthum der Journal- Aktien gesellschaft, deren statutarischer Zweck insbesondere die Herausgabe und die Erwerbung schon bestehender periodischer Druckschriften", durch ein Kapital von 1600 000 fl. erreicht werden soll. Die" Preffe" und das Extrablatt" gehören der öfterreichischen Länderbank, Tagblatt" und Vorstadt zeitung" der Verlagsgesellschaft Steyrermühl", welche über ein Aktienkapital von 3700 000 fl. verfügt, das Fremdenblatt" ist im Befige der Verlagsgesellschaft ,, Elbemühl"( Aktienkapital 2 700 000 fl.), die ,, Wiener Allgemeine Beitung" endlich gehört einem Börsenfonsortium, an deffen Spize Baron Wodiander steht. Diese Zeitungen werden gewöhnlich unter dem Sammelnamen, bie Bankpreffe" zusammengefaßt. Ihr Einfluß erstreckt fich über die ganze österreichische Monarchie, denn die Provinzpreffe( mit etwaiger Ausnahme derjenigen Böhmens) ist von ganz untergeordneter Bedeutung. Dadurch erscheinen die Schweren Konsequenzen, welche sich aus dem Journalschacher ergeben, in noch grellerer Beleuchtung. ( Fortseßung folgt.) Politische Webersicht. unterften 70 Meter breit gemacht werden soll. Bon Kilometer 130 bis Suez, das heißt in demjenigen Theile des Kanals, wo die durch Ebbe und Fluth verursachten Strömungen zuweilen 2 Meilen in der Stunde zurücklegen, soll für die Sicherheit der passtrenden Schiffe gesorgt werden, indem der Kanal am untersten Ende 80 Met. breit gemacht wird. UeberDies sollen alle Krümmungen einen Radius von mindestens 2000 Metern haben. Der Kanal soll an diesen Stellen am obersten Ende ebenfalls eine Breite von 85 Metern erhalten. Von den unter spanischer Herrschaft befindlichen Mariannen- Inseln, die nördlich von den Karolinen Inseln eine zwischen 13 und 21 Grad nördlicher Breite von Norden nach Süden gestreckte Reihe bilden, find verschiedenen Blättern zufolge in Madrid Nachrichten eingegangen, denen zufolge ein deutscher Staatsangehöriger fich erboten hat, das ganze Gebiet einer jener Inseln anzukaufen. Die Spanier beziehen von den Inseln keine Einkünfte. Uebrigens muß es nicht sonderlich gemüihlich dort zugehen, jüngst murde der spanische Gouverneur ermordet und jetzt find Nachrichten eingetroffen, nach denen die Ermordung des spanischen Gouverneurs das Resultat einer Verschwörung von Eingeborenen gewesen ist, welche alle Spanier zu ermorden geschworen hätten. Der Mörder ist ver haftet; die eingeborenen Soldaten find entwaffnet worden. 3um Schuße der spanischen Interessen ist in dem Archipel eine Schiffsstation eingerichtet worden. der Abstimmung enthielt. Der Herzog von Broglie hielt eine lange Nede, um nachzuweisen, daß es die Schuld des Ministeriums wäre, wenn jest aus der Tongling- Expedition der Kriegszustand mit China entstanden wäre und schloß mit einer heftigen Kritik der Kolonialpolitik des Ministeriums, welche er für eine Schwächung und eine Gefahr für Frankreich erklärte. Das endlich zu Stande gefommene Wahlgefeß für den Senat enthält folgende Bestimmungen: Der Senat besteht in Bulunft aus 300 Mitgliedern, die sämmtlich von den Departements und den Kolonieen, und zwar auf neun Jahre, gewählt werden. Die jeßigen Mitglieder, sowohl die abseßbaren als unablegbaren Senatoren, behalten ihre Size bis zum Ablaufe ihres Mandats. Keiner kann Senator werden, der nicht Franzose, mindestens 40 Jahre alt und im Vollbeftze seiner bürgerlichen und politischen Rechte ist. Die Mitglieder der Familien, welche Frankreich beherrscht haben, können nicht in den Senat gewählt werden; ebenso wenig die Militärs der Land- und Seearmee. Von den letteren find jedoch ausgenommen die Marschälle und Admirale; ferner die Generäle, die den ersten beiden Sektionen des Generalstabs angehören und feinen aktiven Dienst haben, und die Militärs des Landund Seeheeres welche endweder der Reserve oder der Landwehr angehören. Die Senatswähler segen sich in jedem Departement zusammen: 1) aus den Deputirten; 2) den Generalräthen; 3) den Arrondissementsräthen, und endlich 4) aus den Dele girten; welche von den Munizipalräthen ernannt werden, und zwar: wählen die Munizipaliäthe von 10 Mitgliedern: 1 Delegirten, die von 12: 2; die von 16: 3; die von 21: 6; die von 23: 9; die von 27: 12; die von 34: 21; die von 36: 24. Der Munizipalrath von Paris wählt 30 Delegitte. Dies das Gesez, wie es bei den im Januar stattfindenden theilweisen Neuwahlen zum ersten Male zur Anwendung fommen wird. Die Wahl der Delegirten durch die Munizipalräthe wird am 21. Dezember, die Wahl der Senas toren am 25. Januar stattfinden. Das Gesetz vertheilt auch im Voraus an die Departements die Mandate der 75 Lebenslänglichen, die nun der Reihe nach auf natürlichem Wege allmählich erledigt werden, und bestimmt zugleich, daß innerhalb acht Tagen nach dem Tod oder Rücktritt eines lebenslänglichen Mitgliedes durch Loos bestimmt werden soll, welchem der Departements, deren Vertretungsstärke durch das gegenwärtige Gesetz vermehrt wird, der jeweils erledigte Sig zunächst zufallen soll, worauf das betreffende Departement binnen drei Monaten bie Wahl vornimmt. Das Seinedepartement erhält 5 der Mandate, wird also seine Senatsvertretung von 5 auf 10 Mitglieder erhöhen. Louise Michel, deren bejahrte Louise Michel, deren bejahrte Mutter seit einiger Zeit sehr krant ist, hat Erlaubniß erhalten, nach Paris zu kommen, um dieselbe zu pflegen. Sie bringt Die Tage bei der Kranken zu und wird Abends in das Gefängniß Saint Lazare gebracht. Man versichert offiziös, Louise Michel werde bei Gelegenheit des Neujahrsfestes begnadigt Infolge des Gerüchts, daß die Chinesen die Transportschiffe, welche die französischen Verstärkungen nach Tongfing bringen, abfangen wollen, wurde befohlen, daß dieselben nach ihrer Ausfahrt vom Rothen Meere von Panzer schiffen und Kreuzern begleitet werden. Aus Leipzig wird dem Berl. Tagebl." geschrieben: Man scheint eine Heidenangst zu haben, daß sich während der Reichsgerichtsverhandlungen gegen Reinsdorf und Genossen etwas Schreckliches ereignen tönne. Wie man sich hier erzählt, find Anarchisten in Leipzig eingetroffen, die Polizei soll aber gleichzeitig von deren Ankunft Meldung erhalten haben und auf dieselben fahnden. Ihre Ankunft wird noch durch ein weiteres Gerücht wahrscheinlich gemacht, daß nämlich einzelne am Hochverratheprozesse betheiligte Reichsgerichtsräthe Brand- und Drohbriefe erhalten hätten, wonach unter Umständen zu erwarten sein könnte, daß man, wie in Elberfeld, auf die hiesige Gefangenanstalt Dynamit- Attentate versuchen würde. Alle erdenklichen Vorsichtsmaßregeln find in Folge beffen getroffen: Tag und Nacht findet die Bewachung der Bellen und Gefängnißkorridore durch Doppelposten statt und auch der Hof ist von Militär besetzt. Bis heute wurden alle Thüren nach dem Hofe Abends 3/47 Uhr geschlossen, von heute ab aber find den ganzen Tag über die Thüren nicht geöffnet. Bur Aufstellung der Posten und Rekognozirung des Terrains war in den Icßten Tagen der Stabikommandeur Generallieutenant Montbé Exzellenz anwesend. Damit sich nicht etwa Anarchisten in die Hauptverhandlung eindrängen, ist die geringe Anzahl Einlaßkarten außer an die Berichterstatter der Beitungen( 36) faft nur an Beamte ertheilt worden. Schon erzählt man fich von dem Ausschluß der Deffentlichkeit bei der Hauptverhandlung, denn der Hauptangeklagte Reinsdorf soll gelegentlich zu seinen Genoffen geäußert haben, er werde dem Bublikum erzählen, wie er über den Fürstenmord denke. Eine derartige Aeußerung fönnte leicht zu dem Ausschluß der Deffentlichkeit führen, denn nach dem Gefeßesparagraphen ist sie eine Wie wir solche ,,, welche die öffentliche Ordnung gefährdet".- Wie wir weiter erfahren, sind in den Taschenbüchern Reinsdorfs Notizen in Roller'scher Stenographie gefunden worden. Deshalb wird zur Hauptverhandlung der Begründer des Eystems, Herr Holler aus Berlin, hier als Sachverständiger anwesend sein. Das Berl. Tagebl." bemerkt dazu: Wir geben diese Notizen, wie sie uns zugeben, fönnen aber nicht umhin, einigen Bweifeln daran, daß wirklich Grund zu Besorgnissen vorhanden wäre, Ausdruck zu geben. Bei Gelegenheiten dieser Art schießt die Phantasie des Publikums in der Regel weit über alle reale Möglichkeit hinaus und gefällt sich darin, Schreckbilder an die Wand zu malen. Nun, wir bezweifeln ebenfalls, daß derartige Alarmnachrichten--wenn sie überhaupt nicht erfunden findirgend welche Begründung baben. Es läßt sich nicht annehmen, daß Menschen, die im Vollbesitz ihrer Vernunft find, fich zu thörichten und verdammenswerthen Schritten verleiten laffen, die Niemandem nüßen, aber Vielen schaden würden. Leute, die heute von Attentaten irgend welchen Vortheil etmarien, gehören ins Frrenhaus. -Gera. Im hiesigen Gemeinderath beantragte ein nationalliberales Mitglieb angesichts der Thatsache, daß die geraer Sozialdemokraten in Seftionen zusammengetreten seien und Fonds bildeten, aus welchen das Bürgergeld für Sozialdemokraten bezahlt werden solle, eine Erhöhung des nur 6 M. betragenden Bürgergeldes auf mindestens 15 M., ein Antrag, dem von fortschrittlicher Seite sofort entschieden widersprochen und der dann von den Antragstellern zunächst aus Opportunitätsgründen fallen gelassen wurde. Frankreich. Der Senat hat heute die Tongling- Kredit vorlage mit 191 Stimmen gegen 1 Stimme angenommen, während sich die gesammte Rechte mit wenigen Ausnahmen Miß Boadicea. Illustrirtes Wiener Wigblatt. werden. Rußland. Im September gelang der bekannten Nibi liftin Kowalskaja die Flucht aus dem Gefäraniß in Irkutsk. Es wurden umfassende Polizeimaßregeln zur Wiederverhaftung derselben getroffen und im Oktober glückte es der Polizei, die Kowalskaja wieder einzufangen; fie hatte Irkutsk noch nicht verlassen. Die Kowalskaja war bei den Kiewer Unternehmungen im Jahre 1879 betheiligt und zu lebenslänglicher Verbannung verurtheilt. Der Zeitung„ Echo" zufolge find fast alle verurtheilt. Juden aus dem Don'schen Gebiet vertrieben worden, weil die Bewohner ihnen die Theuerung und anderes Unglück zuschoben. " Parlamentarisches. Dem Reichstage find heute weitere diplomatische Aftenstücke über die deutschen Niederlassungen in Angra Pe quena zugegangen. Nächsten Mittwoch, den 17. d. M., wird die definitive Wahl des Präsidiums für die laufende Sef fton stattfinden und voraussichtlich an demselben Tage die Weihnachts- Vertagung erfolgen, welche bis zum 6. Januar währen soll. Egypten. Ueber den Plan zur Erweiterung des Suezfanals weiß der Pariser Korrespondent des Standard" Fol gendes mitzutheilen: Die Kommission bafitte ihre Berech nungen auf den ,, Austral", das größte Schiff, welches bis jest durch den Kanal gefahren ist. Es hat eine Breite von 14 Metern 60 Zentimetern. Gesezt, daß zwei Schiffe von den Dimensionen des Austral" sich begegnen sollten, wird berech net, daß fie innerhalb einer Breite von 82 Metern leicht bei einander vorbeifahren konnten. Das würde 30 Meter zwischen den zwei Schiffen und 11 Meter zwischen den Schiffen und den Ufern des Kanals gewähren. 82 Meter ist genau die Breite gewiffer Stellen des Clyde, wo große Schiffe bei einander vorbeifahren, ohne anzuhalten, und wo die Strömung zwei Meilen in einer Stunde zurücklegt. In dem größeren Theile des Suezkanals, das heißt von Port Said bis zu dem am entfernteren Ende der Bitterseen gelegenen Rilometer 130, übersteigt die Strömung nicht eine Meile per Stunde, doch wird beabsichtigt, daß auf diesem ganzen Theile seines Laufes der Kanal an seinem obersten Ende 82 Dieter und an seinem Seine Gnaden der Herzog von Glanmorris hatte es sich in den Kopf gesetzt, Miß Boadicea Eolian, die bejubeltste Schauspielerin der letzten Saison, in sich verliebt zu machen. Es war ein kühnes Unternehmen, das verheimlichte er sich nicht. Denn Miß Boadicea galt für eine wahre Priesterin ihrer Kunst und sie selbst war sich ihres Werthes voll bewußt. Seine Gnaden der Herzog von Glanmorris hat, obgleich selbst noch in den besten Jahren, einen Sohn erster Ehe, den er zwar selten sieht, den er aber gleichwohl mit dem ganzen Respekte behandelt, der dem Erben des Herzoglichen Hauses von Glanmorris gebührt. Seine Gnaden hat sich zum zweitenmale verheirathet, ist mit Geschäften überladen und Lord Tullyhaven, fein Sohn, fliegt seit langem mit seinen eigenen Flügeln. All das hindert aber Seine Gnaden nicht, in Miß Boadicea närrisch verliebt zu sein. Miß Boadicea ist an Triumphe gewöhnt, ihre Be= wunderer find Legion. Sie aber spricht mit ehrfurch'svollem Schauer von ihrem Beruf und erklärt mit einer Bestimmtheit des Tones, welche Seine Gnaden den Herzog von Glanmorris mit tiefem Rummer erfüllt, daß sie niemals etwas anderes lieben werde, als die Kunst. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. S diese Statisti 2 babter dem G Die F gung noch und d flonäre rung fei un Derme in Dff nöthig beftim auf zu Benito 400 eine 1 und 1 Rebne werfer werden K Cine nicht Bento To wi ſein. wünsch läfftg. Militä einschr श्र zip ge Dadurc wegen tritt in Intere folche A dem A der Re wefens wesen" M Gehalt allgem Summ Kr beiden bringer Offizie Beffer N allgeme fproche Konfer fitioner E walt A Reform A bei, di anwalt Den. S richtsbe Stund Seitver 13. Sigung vom 12. Dezember. Präfident v. Wedell- Piesdorff eröffnet die Sizung um 1 Uhr 15 Minuten. Am Bundesrathstisch der Kriegsminister Bronsart von Schellendorff und zahlreiche Kommiffare. Das Haus tritt sofort in die Fortsetzung der Budgetbe rathung und zwar des Militäretats ein und bewilligt debattelos bie Kapitel 27 bis 31 der fortdauernden Ausgaben Bei Kapitel 32( Ankauf der Remontepferde: 4403 822 M.) monirt Abg. Dirichlet die Geschäftsunkosten für die Be amten als zu hoch und zu dem Umfang des Einkaufs in feinem Verhältniß stehend. Er bitte, diese Pofition an die Budget tommission zu verweisen, um nöthigen Falls eine entsprechende Ermäßigung vornehmen zu können. Der Modus des Remonte anlaufs habe sich geändert; früher geschah der Ankauf auf öffentlichen Markten, jezt mehr auf Privat märkten, auf denen sich ein bedenklicher Zwischenhandel einzelner Groß arundbefizer etablirt habe, so daß fie sich von befreundeten Be fizern Pferde zur Verfügung stellen lassen, und fie dann hier verkaufen, im Fall des Nichtverkaufs aber die Pferde wieder an die Befißer zurückgeben; er bittet die Remonte- Verwaltung, diese Uebelstände abzustellen. Sohn, pflegt manches Mal dort zu diniren; doch hat Miß Boadicea zu viel Geist, um Vater und Sohn jemals zusammentreffen zu lassen. Indeffen giebt es fühne Leute, welche zu vermuthen wagen, daß Miß Boadicea einst doch auch etwas anderes geliebt hat. Zwar ist sie noch jung an Jahren, aber sie hat ihre Karriere frühzeitig begonnen, und Seine Gnaden leibet graufam bei dem Gedanken an eine gewiffe Reise nach Italien, über welche der gute Geschmack einen Schleier zu werfen gebietet. Dermalen, das wird allseitig zugegeben, ist Miß Boadicea eine tadellose Person, und was fich etwa auf der andern Seite des Kanals zugetragen haben mag, ist für ihre enthusiasmirten Kompatrioten von geringer Importanz. Trotz ihrer zündenden Erfolge ist die göttliche Boadicea noch fern vom Ziel ihrer Träume. Zunächst hat ihre Tugend noch nicht die offizielle Stampiglie erhalten, wie Bundeskommiffar General- Major von Hänisch: Die Remonte Verwaltung sei bestrebt, die Remonte- Ankäufe mög lichst gleichmäßig auf das ganze Land auszudehnen und werde den Vorschlag des Voriedners in genaue Erwägung nehmen. Der Antrag Dirichlet wird hiermit angenommen und der Tit. 1 an die Budgetfommission gewiesen. Die übrigen Titel des Kap. 32 und die Kap. 33 und 34 sowie Tit. 1-17 des Kap. 35 werden debattelos genehmigt. Bei Tit. 18( Besoldungen Beamten personals an den Kadettenanstalten richtet Abg. Kalle ( Reichspartei) an die Regierung die Anfrage, nach welchen Grundsägen bei der Aufnahme von Böglingen in den Kas dettenanstalten verfahren werde. Kriegsminister Bronsart von Schellendorff macht Mittheilung über diejenigen Kadetten, für deren Verpflegung von den Angehörigen feine Entschädigung entrichtet wird und die den verschiedensten Berufsklaffen angehören. Ablehnungen von Aufnahmegesuchen erfolgten theils in Folge der persönlichen Verhältnisse der Aufnahme Suchenden, theils auch derjenigen eine der Eltern derselben. Die Militärverwaltung bevorzuge feine einzelne Klasse der Gesellschaft, sege auch Niemand zurüd, sondern verfolge nur das Prinzip, daß das Kadettenkorps Erziehungsanstalt für anständige junge Leute sein soll. sphäre, daß der Herzog noch selbigen Abends beim Familiens thee es wagen konnte, das Gespräch auf Miß Boadicea zu bringen. Die Miß, so erzählte er, habe die Herzogim Theater gesehen, sei ganz glückselig gewesen ,, vernehmen, daß Ihre Gnaden fich Spiel befriedigt erklärt habe von und wünschte fehn es bebe der Ma herabz fo hat nament worden Gebiet Roften vielen Gericht Der Re in dief mertfar Boadi Aufme Q зи ihrem 30gin A fofort innere Ahnen Langen wertes nach A Sorgf in Faddington zu verbringen? Sie ist eine charmante -Sollten wir sie nicht einladen, einige Tage mit uns zum Beispiel die ihrer Kolleginnen Madame Langh oder lichst, ihr dafür zu danken. Dann fügte er halb gleich Mistreß Shipton, welche beiden sich unzweifelhafter Ehe- gültig hinzu: gatten erfreuten. Um feinen Preis der Welt würde Boadicea fich einen Langh oder einen Shipton zum Manne wünschen, aber sie wußte, daß böswillige Personen ab= scheuliche Gerüchte über sie verbreiteten, Gerüchte, welche Person und würde Sie lebhaft interelsiren. Welch eine vortreffliche Idee, theurer Herzog! fiel Sie Seine Gnaden den Herzog zur Verzweiflung gebracht ihm eine der hübscheften Frauen Londons, eine nabe Ber hätten. Das fonnte, bas durfte nicht länger so bleiben und fie faßte ihren Plan. Miß Boadicea hatte eben eine neue Rolle freirt und nie war ihr Succès größer gewesen. Die Kritiker hatten alle Adjektiva der Bewunderung erschöpft. Die Schauspielerin begriff, daß sie den Gipfel ihres Prestige erreicht hatte, und daß nun der Moment gekommen fei, den Schlag zu führen. An einem jener Tage traf es sich, daß der Herzog, der nicht mehr wußte, was er ihr fagen sollte, um sie zu amüsiren, die Worte des Lobes wiederholte, welche die Herzogin jüngst in Bezug auf Miß Boadiceas neue Rolle geäußert hatte. D, wie gern möchte ich dieser guten Herzogin selbst meinen Dank ausdrücken! rief Miß Boadicea voll Wärme, wobei sie ihre kleinen Händchen auf Seiner Gnaden Schultern legte. Die Herzogin wäre darüber entzückt, dessen bin ich gewiß, erwiderte der Herzog ohne Besinnen. Wirklich? D, wie liebe ich sie! Die Herzogin ist mir so sympathisch, ich wäre glücklich, sie kennen zu lernen, wahrhaftig sehr glücklich. wandte der Herzogin, in die Rede. D, da müssen mich auch einladen, ich bitte Sie darum. Die Herzogin war einen Moment lang betroffen; nichts hatte sie auf den Gedanken vorbereitet, Miß Boadices bei sich zu empfangen. Allein gewohnt, sich in allem bem Willen des Herzogs zu fügen und die Art, wie die be aufgenommen worden war, ließ ihr die Sache minder un gewöhnlich erscheinen, wie sie in der That war. Gilt Miß Boadicea für eine anständige Person! begnügte sie sich, zu fragen. Standes. D, meine Theuere! erwiderte die junge Ber Iwandte, vollkommen anständig für eine Perfon ihres Sie besuchte Lady Fine, fügte Seine Gnaben Die Herzogin erklärte sich darauf mit Miß Boadiceas hinzu. Einladung einverstanden. - Sollen wir nicht auch Tullyhaven bitten, zu men. Ich glaube, er kennt sie auch, setzte sie hinzu. Wie Sie glauben, fagte Seine Gnaden. Miß Boadicea drohten die Sinne zu vergehen fom Seien Sie überzeugt, daß die Herzogin nicht minder Glückseligkeit, als sie von der ihr bevorstehenden Auszeich Allen voran verkündet Seine Gnaden der Herzog von glücklich wäre, fuhr Seine Gnaden fort zu lügen( benn er Glanmorris, wann und wo man es hören will, daß Miß log unverschämt), ich glaube sogar, sie hat schon davon geBoadicea der höchsten Achtung würdig sei, und in Erwar- sprochen. tung von besserem läßt er selbst es an solcher nicht fehlen. In Wahrheit( Seiner Gnaden war dies wohl be= nung erfuhr. " 1 gab In Faddington, dem Stammschlosse des Herzogs, es diesmal, sonstiger Uebung entgegen, nur fleine Gefell schaft. Lord Tullyhaven war am Morgen eingetroffen Miß Boadicea ihrerseits giebt sich den Anschein, als ob fannt) zeigte sich die Herzogin, wiewohl ziemlich apathischen der Stern" wurde erst zum Diner erwartet. Die Her fie ihn unter der Menge ihrer Anbeter faum bemerkte, Temperaments, gelegentlich erstaunt über die zunehmende zogin, die ihren Stiefsohn trotz seiner Jugend als bas allein sie bemerkt ihn gar wohl und ladet ihn zuweilen Chelsea, wo sie sich ein reizendes venetianisches Palais ouen lassen. Auch Lord Tullyhaven, Seiner Gnaden Konfundirung der Rangunterschiede und hatte eine gewisse Neigung, ihren Rang zu wahren. Sie stand indessen genugsam unter dem Einfluß der sie umgebenden AtmoMusterbild eines englischen Lords hochschäßte, war erstaunt über seine ungewöhnliche Aufgeräumtheit. Ihr Vater meint, sagte sie zu ihm, daß wir Mi hörte Seele Gaft f tung 1 lerie a e ihr be Seren Aller bezaub Dorneh neuen fich de lich. Sohne I dem u gangen 9 Salon alle ih jo gra Shate virgef diefer ihrerse Boadi und e Augen BundeSkommiffir Gen.-Major v. HS nisch vervollständigt diese Mitiheilunzcn des Knegsmimsters mit einem reichen statistischen Matertal. Abg. Richter(Hagen). In Folge der früher stattge- hadten Erhöhuna der Zahl der Ztichtpenstonärstellen werde in dem Etat eine M hrforderung von 100 000 M. in Ansatz gebracht. Die Regierung könne ihre Forderung durch die frühere Bewilli- Jung rechtfertigen, wenn fie später vre Zahl der Nichtpenstonäre noch weiter erhöhen wolle. Dem müsse man vorbeugen rnd durch Festsetzung der Zahl der Penfionäre und Nichtpen- sionäre sowie der Zahl der rheilweise Bevorzugten die Regie- ning hindern, einseitig beliebige Festsetzungen zu machen. Es sei unrichtig, wenn man bei Bedarf an Kadetten die Freistellen vermehre, auch könne er nicht zugeben, daß die Manquements m Osfizierkorps eine größere Förderung der Kadettenanstalten nöthig machen. Er beantrage deshalb in dem Etat eine Epczial- bestimmung auszunehmen, nach welcher die Zahl der Kadetten W zusammen 2003 festgesetzt wird, von denen 793 gegen eine Pension von 780 Mark, 100 gegen eine solche von 450 Mark, 400 gegen eine Penllonideikilfe von 300 Mark, 300 gegen eine solche von 180 Mark, 200 gegen eine solche von 90 M. und 130 frei aufgenommen werden sollen. Schließlich biltet Redner um Auskauft, od es richtig ist. daß Söhne von Hand- werkcrn grundsätzlich nicht ins Kadettenkorps aufgenommen «erden. . Kciegsminister B r on sart von Schellenvorff: «ine derartige Bestimmung ist in den Ausnahme-Bedingungen ■eicht vorhanden. Wenn übrigens auch die volle Zahl ver Penfionäre, die sich gemeldet haben, berückfichtigt worden wäre, s° würde die hier gewünschte Zahl doch nicht erreicht worden lein. Eine Feststellung der Kadetten, wie fit der Vorredner «ünsche, sei praktisch nicht durchführboe aber auch nicht zu- Mg. weil fie einen Eingriff in die dispofiiioen Rechte der Priiitärverwaltung enthalte, die man durch solche Bestimmungen einschränke zum großen Erdaden für die Sache selbst. Abg. v. Voll mar(Sozialdemokrat) erklärt fich im Pnn- J'v gegen das Kadetteninstitut überhaupt, weil die jungen Leute dadurch einseitig erzogen werden. Ungerecht sei es, wenn man w'gen der sozialen Stellung der Eltern den Kindern den Ein- "Nl in die Anstalten verweigere. Eine Regierung, drc vre wiereffen des kleinen Mannes stets im Munde führe, sollte solche Grundsätze nicht zur Geltung bringen. . Auf Antrag des Abg. Kalle werden Trtel 18-20 mit Antrage Richter an die Budgelkommisfion gewiesen und '« Rest des Kapitels deS Mililär-Erziehungs- und Bildungs- wisenö genehmigt.- Bei dem Kapitel„Milttärgefängmß- Wesen" hält r. Abg. Richter(Hagen) die Vermehrung von 3600 Mark loehaliszulage für zwei Stabsoffiziere mit Rückstcht auf die "�gemeine Finanzlage nicht gerechtfertigt und bittet, drese �ummc zu streichen. L. Kriegs minister Bronsart v. Schellendorffr Diese derben Stillen seien für die Zweckt der Gefängnrßverwaltung Engend erforderlich, denn e« sei geboten, besonders beanlogie Mjiere für dieselben zu aewinnen, die fich dem Beruf ver „ Nachdem der Abg. v. Benda sich mit Rückircht aus Uli allgemeine Finanzloge ebenfalls für die Streichung ausge- Wochen, wird der'Antrag Richter angenommen(die 5.°nscrvativen stimmten gegen den Antrag». Die übrigen Po- wonen des Militäretats werden dann genehmigt. _ Es folgt der Etat der Reichs- und Justiz-Ver- lvoltung. n>. Abg. Bayer bittet um Auskunft, wie weit die Frage der Aiiorm der Gerichtskosten gediehen sei.........~ .. Abz. Dr. Hartmann(konservativ) tritt dies« Frage bie von unbestrittener Wichtigkeit ser. Auch die Rechts- anwaltschaftskosten seien zu hoch und müßten herabgesetzt wer- "•Nicht minder zu rügen sei daS Verfahren einzelner Ge- Mtsbehörden, eine große Zahl von Terminen auf die gleiche ?lunde anzuberaumen, wodurch die Parteien und Zeugen zu wtlusten gezwungen würden. �,.. .Etaatisekretär Dr. v. Sckellingi Der Regierung schc-nt d..rÄ�flich. in einem Zeitpunkt, wo eine erhebliche Steigerung ?«Matrikularbeit>Sge nothwendig geworden, die Gerichtskosten �abzusetzen. Haben die Gerichtskosten etwas Abschreckendes, 1° W das auch sein Gutes, indem dadurch das Publikum, und "omentlich der kleine Handwerker und Händler, vorsichtig ge- ?,°tden. Trotzdem sei er aber nicht der Meinung, daß auf dem �'°iete des Kostenwesens Alles in bester Ordnung sei. Di« *» Un der Zustellung und der Anwälte werden allerdlnks m k-kle» Fallen drück. nv empfunden, ebenso auch die Kosten der M'chtivollzieh-r. und nach dieser Richtung hin beabfichtige .Aelchskanzler Reformen anzubahnen. Die Regierung wird d es�r Beziehung den Wünschen des Hauses die volle Auf- �tsamkeit zuwenden. der die Kunst so viel verdankt, ganz besondere ufmerlsamkeit widmen sollen. "T Gewiß! erwiderte Tullyhaven. . Die Antwort des jungen Lord» imponrrte der Her« SM und sie fragte nicht weiter. .. Als Miß Boadicea im Schlosse anlange, wurde sie °l°rt in ihr« Appartements geleitet. Nicht ohne tiefe Nne Bewegung durchschritt sie die gigantische, mit ?bn«nbildern und Statuen geschmückte Vorhalle und den '°ngen, nicht minder prächtigen Korridor deS ersten Stock- aÄ Das Herz der Schauspielerin schlug heftig als sie Beendigung ihrer Toilette, auf die sie noch mehr ?.°rgfalt verwendet hatte als sonst, die Glocke ertönen |0tte das Zeichen zum Diner gab. Im Grunde ihrer (n�e fühlte sie einige Angst vor der großen Dame, deren sie war, aber sie beherrschte sich und mit einer Hal- voll Liebreiz und Würde zugleich schritt sie der Ga- Ue zu, wo sich die Herzogin vor dem Diner aufhielt. Seine Gnaden war Miß Boadicea entgegengeeilt, hatte d%°en Arm gereicht und sie zur He�ogin geführt, ,n Gesellschaft sich drei oder vier Personen befanden. s,,.Augen waren auf die Schauspielerin gerichtet, die Zaubernder aussah als je. Die Herzogin verneigte sich �uehm, aber artig und reichte ihr die Hand. - Sehr erfreut, Sie zu sehen, sagte f.e und lud den uen Gast mit einer Geberde ein, Platz zu nehmen. U.�rade zu rechter Zeit erschien Tullyhaven; er näherte Z der Künstlerin und unterhielt sich mit ihr angelegent- gd; Der Herzog, anderweitig beschäftigt, wußte seinem hne Dank für seine Liebenswürdigkeit. bsm großartiger Schweigsamkeit war das Diner m ungeheuren, eichenholzgetäfelten Speisesaal vorüberge» �ach aufgehobener Tafel zogen sich die Damen in den A? zurück und jetzt fand Miß Boadicea e» an der Ze., . r ihre Künste zu entfalten. Sie war so lebhaft, so diskret, g.�oziöS, sie verstand so passend da und dort einen Vers Hakespeares zu plaziren, wie um zu zeigen, daß sie nicht .Fgeffe, wer sie sei, daß sie sich im Fluge der Herzen all ifL,• vornehmen Damen gewann, und als die Herren j erstitS in den Salon traten, sah Seine Gnaden Mtsi vadjcea im traulichsten Gespräch neben der Herzogin sitzen, qvd ein Strahl innerster Befriedigung leuchtete aus semen �ugen. Ehe der Tag zu Ende war, erklärte die Herzogin Miß Abg. Brüning(nationalliberal) halt es bedenklich, die finanzielle Seite der Frage so hervorzuheben. Auch die Frage der Ermäßigung der Anwaltskosten verdiene ernste Erwägung und man müsse mit dem Anwaltsstande, diesen Grundpfeiler einer gesunden Justiz vorfichtig umgehen und ihm nicht durch zuweitgehende Ermäßigung der Gebühren seine Existenz unmöglich machen. Abg. Dr. P o r s ch(Zentrum). Die Ursache der hohen Kosten liege in dem ganzen inneren Wesen des neuen Gerichts- Verfahrens, hauptsächlich in dem mangelhaften Zustellungs- verfahren, das sehr lh-uer ist. Unter den Kostenberechnungen der Anwälte befinden auch viele baare Auslagen, die die ganze Rechnung dann viel höher erscheinen lassen. Abg. P a y c r(Volkspartei). Nach der Erklärung des Staatssekretärs seien wir leider von einer Regelung der Sache viel weiter entfernt als je. Bisher habe er der Dampfer« subventionsvorlaze sympathisch gegenübergestanden trotzdem sie voraussichtlich in der Folge 70 bis 80 Millionen kosten werde. Wenn aber diese Kosten auS den Erträgen der Rechtspflege mitgezählt werden sollen, dann werde er sich die Sache doch noch erst überlegen.(Widerspruch rechts— Beifall links). Er habe seither geglaubt, daß das Gcrichtskostengesetz leichter zu reformiren sei als die Anwaltsgebühren; jetzt sei von beiden nicht mehr die Rede. Der Anwaltszwang und das Institut der Gerichtsvollzieher sei in vielen Einzelstaaten neu und ihre Be- seitigung werde dort mit Freuden begrüßt werden. Redner stellr einen auf die Frage bezüglichen besonderen Antrag in Ausficht. Abg. K a y s e r(Sozialdemokrat) ist mit seiner Partei prinzipiell für kostenlose Rechtspflege. Er hält auch die Anwaltskosten zu hoch und widerspricht der Anschauung des Staatssekretärs, daß die Kosten vom Prozesstren abschrecken. Auch dem ärmsten Manne müsse sein Recht gewährt werden. Die Anwaltskosten drücken um so mehr, als die Richter zu Gunsten ihrer juristischen Kollegen die Rechtskonsulenten zur Prozeßführung nicht zulassen. Staatssekretär v. Schelling: Eine Vertheuerung der Rechtspflege gegen früher sei nicht eingetreten, vielleicht nur in Württemberg. In allen anderen Staaten find die Gerichts- kosten heut im Durchschnitt eben so hoch als früher. Abg. Dr. Windthorst: Eine Verminderung der Gerichtskosten sei dringend geboten. Daß die Gerichtskosten vom Prozesstren abschrecken sollen, dem Prinzig könne er nicht zustimmen. Die auf den Anwaltszwang und die Gerichtsvollzieher bezügliche Frage verdiene erst sorgfältig erwogen zu werden, und die eingegangenen Beschwerden bedürfen ein- gehender Prüfung. Abg. Klemm(konservativ) nimmt die Richter gegen den Vorwurf in Schutz, daß sie durch die Anberaumung zu vieler Termine zur selben Zeit die Parteien schädigen; derartige Vorkommnisse seien nicht zu vermeiden- Abg. Günther- Sachsen(Reichspartei) destreitet dem Abg. Kayser das Recht für seine Partei allein das Recht der Vertretung der ärmeren Bevölkerung in Anspruch zu nehmen. Ebenso wie Herr Kayser vertrete auch er die Interessen der Armen. Abg. Kayser gicbt seiner Verwunderung Ausdruck, daß Herr Güntber so plötzlich Interesse für die Armen gefunden habe; bei den Wahlen habe er davon nichts gesagt, sondern mehr von der Vertretung der Interessen des Grundbesitzes ge- sprachen. Wolle Herr Günther die Interessen der Armen ver« treten, dann möge er für freie Rechtspflege derselben Sorge 1 6 Die Tit. 1 und 2 werden hierauf bewilligt und zwei Titel, welche Mehrforderungen an Besoldungen enthalten, an die Budgelkommisfion verwiesen. Bei Tit. 12 fragt Abg. Meyer- Jena(nationalliberal), wie weit die Arbeiten der Kmmissson für das bürgerliche Gesetzbuch ge- drehen sind.., � Slaatssekretär Schelling erwidert, daß die beiden Theile„Lbligationenrecht" und„Sachenrecht" fertig gestellt seien, sich aber noch nicht mit annähernder Gewißheit sagen lasse, wann die Arbeit beendet sein werde; da» könne er aber sagen, daß der angenommene Termin des Jahres 1900 entschieden zu weit gegriffen sei. Der Rest des Justizctats wird hierauf angenommen und dann die Verhandlungen um 4'/« Uhr auf Sonnabend Nach- mittag 1 Uhr vertagt. Tages- Ordnung: Fortsetzung der Etatsbcrathung._ I o k K t e s. a. DaS Einschreiten der zuständigen Behörden gegen das unlautere und gemeinsitädliche Treiben der Vermittelungs- agentcn und der Stellenverm-ttler auf Untersagung ihres Gewerbebetriebes aus§ 35 der Reichs Gewerbe-Ordnung, welche Boadicea für ein charmante» Wesen und bewunderte ihre edlen Gefühle. Sie sprach davon mit Tullyhaven, der mit Interesse zuhörte. Miß Boadicea» Aufenthalt in Faddington neigte sich seinem Ende zu. Es war am Tage vor ihrer festgesetzten Abreise, al» sie in Seiner Gnaden Begleitung durch die Alleen des Gartens einen Morgenspaziergang machte. So- bald sie sich in respektvoller Entfernung von den Fenstern des Schlosses befanden, begann der Herzog einen zärtlichen Ton anzuschlagen. Er dankte ihr üb-rschwänglich, daß sie ihm diese Promenade in rhrer alleinigen Gesellschaft ge- währt, und versprach ihr, sie sobald als möglich in London zu besuchen. Sie hörte ihm ruhig zu, roch an ihrer Rose, endlich sagte sie: — Mein theurer Herzog, Sie zeigen mir so viel Güte! Ihnen danke ich das Glück, hier zu sein, und ich werde das nie vergessen. Um Ihnen ein Zeichen meines Ver- trauens zu geben, will ich Ihnen jetzt eine Neuigkeit an- kündigen, eine große Neuigkeit. — Wie? Eine Neuigkeit? Sie verlassen doch nicht England am Ende? — O nein, nein... denn... ich heirathe! erwiderte Miß Boadicec. Seine Gnaden war versteinert. — Ich bin verlobt mit... Lord Tullyhaven... Ihrem Sohne, fuhr sie mit ihrer süßesten Stimme fort. Seine Gnaden konnte sich nicht enthalten, einen Fluch auszustoßen. Er faßte die Hand der Schauspielerin mit rauhem Griffe. — Das ist nicht wahr, Sie spaßen! — Warum sollte ich Lord Tullyhaven, Ihren Sohn, nicht heirathen? Er weiß, daß ich seiner würdig bin, denn er hat mich ja im Hause seiner Mutter getroffen! Seine Gnaden der Herzog von Glanmorris war acht Tage bettlägerig. Mit seinem Sohne ist er tödtlich ent- zweit. Die gute Herzogin ist verblüfft über die Art, wie Miß Boadicea sich für ihre bewiesene Güte dankbar ge- zeigt hat. Aber die Welt konnte den geschlossenen Ehe- bund nicht tadeln: Lord Tullyhaven hat eine Frau ge- heirathet, die sein Vater in das Haus seiner Mutter ein- geführt hat. Es kann nichts Korrekteres geben und jeder- mann ist damit zufrieden. Bestimmung seit Emanation der Reichs- Gewerbe-Ordnung»- Novelle vom 1. Juli 1383 noch nicht in Berlin praktisch zur Anwendung gelangt ist, würde bei einer Durchführung im Verwaltungsstreitoerfahrcn den Erfolg haben, daß derjenige Agent oder Stellenvermittler, welchem wegen Unzuverlässtgkett in Bezug auf seinen Gewerbebetrieb die Fortsetzung dieses Gewerbes untersagt worden, im Kontraventionsfalle mit Geld- strafe bis 150 M. res», mit Hast bis zu 4 Wochen bestraft wird(§ 148 Z. 4 der R.-Gew.-Ocdn.). Diese ziemlich niedrige Straf- würde allerdings den betr. Agenten nicht immer vor Kontraventionsfällen abschrecken. ES wird deshalb von ganz hervorragendem Werthe sein, wenn die Namen jener als un- zuverlässtg gekennzeichneten Agenten öffentlich bekannt gemacht werden, so daß das betheiligte Publikum in der Lage sein wird, die Unterhaltung von Beziehungen zu dem betreffenden Agenten zu vermeiden resp. zu jeder Zeit abzubrechen. Auch würde ein solcher Agent, wenn er das Verbot des Geschäfts- resp. Stcllenvermittelungs- Betriebes übertritt, niemals für seine geschäftlichen Bemühungen(als für ihn unerlaubte Hand- tungen gegenüber seinem Kommittenten oder dem Stellung- suchenden zivilrechtlich einen RemunerationSanspruch geltend machen können. Die Zeichnungen zu dem Bau des neuen Depot der „Großen Berliner Pferde- Eisenbahn- Aktien- Gesellschaft" in Schöneberg liegen bereits der Behörde mit dem Gesuch um Erthellung des Baukonsenses vor, und es soll sofort mit dem Neubau auf dem Terrain des abgebrannten Depot in Schöne- berg begonnen werden, wenn der Baukonsens ertheilt ist. Die Direktion der Gcstllschast hat nur dies Grundstück angekauft und steht von jedem weiteren Ankauf eines solchen in der Grunewaldstraße ab. Die Aus- und Einfahrt von resp. nach dem neuen Depot erfolgt von der Hauptstraße in Schöneberg. Hier wird zunächst dem Nachbargrundstück an der südlichen Grenze eine Wagenremise für 90 bis 100 Wagen in der ganzen Tiefe des Grundstücks mit einem monumentalen Portal aufge« führt, welches eine Zierde für den Ort zu werden verspricht, unv durch drei Brandmauern in verschiedene Abtheilungen ge- theilt wird. Die hinterste dieser Abthcilungen wird zu Futter- döden und Heu- und Strohlagern eingerichtet. Von diesen Baulichkeiten ganz gelrennt, wird im hinteren Theile deS Grundstücks eine große Reparaturwerkstatt errichtet, welche auS Schmiede, Schlofferei, Tischlerei, Sattlerei und Lackirerei be« steht. Außerdem wervcn noch eine Anzahl Pferdeställe erbaut, so daß dies Depot das größte sämmtlicher Depots der Gesell- schaft wird. Die Gebäude werden ohne Ausnahme massiv mit möglichster Vermeidung von Holztheilen erbaut. Waffer- leitung bis in die Dachetagen wird derartig konstruirt, daß bei enlstehender Feuersgefahr nur Schläuche angeschraubt zu werden brauchen, um in die entferntesten Winkel sofort Waffer hinlciten zu können. Der übrige Theil der Straßenfront des Grundstücks soll erst nach und nach mit Wohnhäusern bebaut werden. Von dem Stallgebäude der Berliner Omnibus- Aktiengesellschaft an ver Friedenstraße ist bekanntlich vor Jahr und Tag ein Theil der Frontmauer eingestürzt, als der Hossteinsetzmeister E. neben der Fcontmauer hehufs Legung eines Telegrophenkabels für die Feuerwehr das Straßenpflaster aufreißen und einen Graben ziehen ließ. Die Gesellschaft be- anspruchte von E. Schadenersatz, weil dieser den Unfall durch Versehen beim Aufwerfen des Grabens verschuldet hätte, und erstritt beim Ladgericht l. zu Berlin ein obsiegendes Urtheil. Auf die Berufung des E. wies das Kammergericht die Klage ab, indem es aueführte, daS der Einsturz durch den schadhaften Zustand des Stallg..bäudes, insbesondere dnrch seine ungenü- aende Fundamenttrung mitbedingt gewesen sei und nach dem Gutachten der vernommenen Sachverständigen schon das bloße Ausbrechen des StraßenpflasterS zur Herbeiführung des Ein- sturzrs ausgereicht habe. Die von der Omnibusgesellschaft ein- aclegte Revision ist beim Reichsgericht vom v. Zivilsenat durch Urthetl vom 12. v. Mts. zurückgewiesen worden, indem es sich den Ausführungen des Kammergerichts anschloß. g- Zu einer ernsten Mahnung, Geschäftsbücher und sonstige wichtige Schriftstücke stets unter feuersicherem Verschluß zu halten, giebt der jüngste größere Brand in der Prinzessinnen- straße Veranlassung. Einem in demselben Hause wohnenden Fabrikanten R. find mit Ausnahme des Konto-KurrentbucheS sämmtliche Geschäftsbücher virbrannt, dazu kommt, daß die Verkäufe im November noch nicht übertragen waren. R. muß fich somit gänzlich auf die Ehrlichkeit seiner Kunden verlassen. Große Schwierigkeiten bietet durch daS Fehlen der Geschäftsbücher auch die Regulirung des Brandschadens durch die interesstrte Verficherungsgesellschaft, da der polizeimäßig ge- forderte Nachweis des Waarenbestandes nicht geliefert werden kann. Im Uebrigen find dem Fabrikanten R. auch sämmt- lichc Materialien und Muster verbrannt, so daß er sein« Arbeiten auf ca. 8 Tage hat einstellen müssen, lieber die Entstehung des Brandes konnte bisher nichts Bestimmtes er- mittelt werden. Ein über dem Fabriklokal wohnender Herr» welcher an Asthma leidet und in der Nacht einen solchen An- fall bekam, stand auf und ging an das Fenster, wo er das Feuer bemerkte und Lärm schlug. Wenige Minuten später erschien die Feuerwehr bereits auf der Brandstätte. b. Ein Strike der Zeitungsfrauen steht uns gleich nach Neujahr bevor. Sie wollen entweder Montags sret sein oder ein erhöhtes Botenlohn haben. Di: Spediteure nun aber können es ohne einen Preisaufschlag für die auch Montag Morgens erscheinenden Zeitungen nicht bewilligen. g. Obgleich uns noch nahezu zirka 2 Wochen von dem WethnachtSfest trennen, so entwickelt sich doch bereits bei den in gro er Masse etablirtcn Tannenbaumhandlungen ein lebhaftes Geschäft. Die Preise variiren sehr stark und steigen mit jedem Fuß Höhe eines Baumes nicht unbedeutend. Die sogenannten lebenden Weihnachtsbäume, von denen vor Kurzem die Rede war(Bäume mit Wurzeln unv in Töpfen verpflanzt), steht man auf den öffentlichen Plätzen nur wenig, dagegen mehr vor den Läden unserer Blumen und Blattpflanzen-Hand- lungen. N. 28 vereidigte Dolmetscher enthält das Landgericht I nach der neuesten Aufzählung, und wird diese Zahl bei der stetig wachsenden kosmopolitrjchen Bevölkerung der Hauptstadt zu Beginn des nächsten JahreS um vier neue Mitglieder ver- mehrt werden. Wir haben hierbei drei Translatoren der eng- tischen Sprache, einen Uebersetzer für die französtsche Sprache, zwei Translatoren der hebräischen Sprache(da viele Geschäfts- briefe mit hebräiichen Lettern geschrieben werden); fünf Uebersetzer für Russisch und Polnisch, einer für Böhmisch, zwei für Italienisch, zwei für Dämsch, Schwedisch und Norwegisch, einer für Niederländisch, einen Studenten der Medizin für Rumä- nisch, zwei Dolmetscher für Taubstumme, und für die sckwie- rige litthauische Sprache den Postschaffner Padudrin, Acker- straße 73. Für die astatischen Sprachen. Chinefisck, Perfisch, Egypirsch, Indisch sind noch keine d.finitivm Dolmetscher ver- eidigt, sondern werden die thatsächlichen Feststellungen unserer Gerichtsbehörde vorläufig noch durch die respektiven Gr fand- schaflen veranlaßt. S&®tn verursachte gestern Nachmittag in »MW ging, fich des rohen Patrons zu bemächtigen. Unter großem Gefolge, von dem Schußmann und 2 Privatpersonen festge= halten, wurde der Arrestant nach dem 36. Polizeibüreau gebracht. Daselbst meldeten sich sofort mehrere Personen als Beugen über die dem Echußmann widerfahrenen Mißhandlungen seitens des Arrestanten. Sein rabiates Verhalten dürfte er mit einigen Monaten Gefängniß zu büßen haben. Der WeißwaarenFestgenommener Durchgänger. händler Jofeph M. Berendt, welcher in Newyork unter dem Namen J. Barnet sein Geschäft betrieb, ist Ende vorigen Monats verhaftet worden, da die deutsche Regierung seine Auslieferung verlangt hat. Berendt soll in Marienburg und Danzig Wechsel im Betrage von ca. 800,000 Mart gefälscht haben. Er war bereits auf eine Klage des Herrn Hermann Bertram aus Danzig verhaftet worden, mußte jedoch wieder außer Verfolgung gefegt werden, ta damals noch teine genü genden Beweise für seine Schuld vorlagen. g. Der taubftumme Barbiergehilfe E. Fiedler, welcher erst seit kurzer Zeit in Berlin ist und angeblich in einem Frem denlogis am Schleftfchen Bahnhof wohnt, wurde in der vers gangenen Nacht Morgens gegen 4 Uhr in der Nähe des Schlefischen Bahnhofs von einem Schlachtergesellen über fallen und derartig zugerichtet, daß er mit zwei schweren Kopfwunden durch einen Schußmann in der Sanitätswache in der Blumenstraße eingeliefert wurde. Der Thäter wurde festgenommen und zur nächsten Bolizeiwache gebracht. a. Diebstahl. Dem Kutscher einer in Nieder- Schönweide befindlichen Kattunfabrik ist gestern Nachmittag während der Der Fahrt vom hiesigen Komtoir der Fabrik in der Spandauerstraße nach dem Etablissement aus dem der Firma gehörigen Fabrikwagen, mit welchem er unterwegs nur einmal wenige Minuten vor dem Grundstück Köpniderstraße Nr. 21 gehalten hat, ein leinener rothgeftreifter Beutel mit 4000 Mart Inbalt abbanden gekommen. Die Münzsorten bestanden aus 1000 M. in Einmarffiüder, 1000 M. in 3weimarkstücken, 1000 M. in Kronen 900 M. in Doppelkronen und 100 M. in 50- Pfennig ftücken. Die Leiche, welche, wie mitgetheilt, vor einigen Tagen in der Grube des Gafibofs zum Hirsch in Schöneberg gefunden wurde, ist mit Bewilligung des Staatsanwalts ohne gerichtliche Dbduktion, beerdigt worden, nachdem durch den Echöneberger Polizeiarzt Dr. Cohn konstatirt worden war, daß Schädelverlegungen nicht vorhanden seien und eine Rekognition Derselben wegen des Zustandes, in dem fie fich befand, nicht möglich sei. Nach den Angaben des Befizers des Gasthofs ift die Grube in zwei Jahren nicht geräumt worden, so daß wohl anzunehmen ist, daß der Verunglückte so lange darin gelegen hat. a. Kindesmord. An der Thür der in der Brizerstraße 43 belegenen Wohnung des Stillmachers D. murde von der Frau D. am 2. d. M., Abends gegen 6 Uhr, wie wir zur Beit mitgetheilt haben, eine Kindesleiche weiblichen Geschlechts geTheater. Königliches Opernhaus: Sonnabend: Mignon. Königliches Schauspielhaus: Sonnabend: Rosenkranz und Güldenstern. Sonnabend: Frau Susanne. Deutsches Theater: Bellealliance- Theater: Sonnabend: Das Stadtgespenst. Renes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Sonnabend: Gasparone. Central- Theater: Alte Jalobftraße 30. Direktor: Ad. Ernft. Sonnabend: Bum 49. M.: Der Walzer- König. Refdenz- Theater: Direktion Anton Anno. Sonnabend: Der Klub. Walhalla Operetten- Theater: Sonnabend: Gillette. Conifenftädtisches Theater: Sonnabend: 106. Gaftspiel der Liliputaner. Nachmittags 2 Uhr. Große Kinder- Vorstellung bet halben Preisen. Bum 1. Male: Aschenbrödel oder Der gläserne Pantoffel. Großes Weihnachts Baubermärchen in 6 Bildern von C. A. Görner. Abends 7% Uhr: Lumpacivagabundus. Oftend- Theater: Heute und folgende Tage: Im Lande der Freiheit. Großes Sensations Ausstellungs- Schauspiel in 9 Bildern von H. v. Gordon. Mufit von Th. Franke. Sonnabend: Excelfior. Bittoria- Theater: Baner- Theater: Sonnabend Der Salontyroler. Alhambra- Theater. Wallnertheaterstraße 15. Sonnabend: Benefiz für den Verfaffer Herrn A. Hopf. Eine Nacht in Berlin. Boffe mit Gesang in 3 Atten von A. Hopf. Borber: Grones Ronzert, ausge Chrt von der aus 20 Blufttern bestehenden Theater- Kapelle, unter Leitung des Kapell netsters Herrn Ludwig Claufius. Anfang des Konzerts 7 Uhr, der Vorstellung 7 Uhr. Arbeitsmarkt. Arbeit, Kiffen, Teppiche, Gardinen, billig, 1 St. Weihnachts- atragen Tapete an[ 1553 zufl 30 Bf., 1 Sopha aufzupo'st. 6 Mart, Meßerftr. 26 b. Schlösser, Zapezier. Buppen w. gut u. billig angezogen bei Frau Edenbrecht, Al. Markusstr. 16-17. 3 Tr. [ 1528 Allen meinen Freunden, sowie einer geehrten Nachbarschaft empfehle mein Weiß- und Bair. Bier- Lokal, fowie frz. Billard. 15501 Achtungsooll W. Kauna, Adalbertstraße 74. Preussisches Leihhaus Beuthstraße 14 beleiht Werthe aller Art in coulanter und discreter Weise. Geöffnet 9-7 Uhr, Sonntags 10-12 Uhr. funden. Da Spuren äußerer Gewalt an der Leiche nicht fichtbar waren, so nahm man an, daß das Kind eines natürlichen Todes gestorben sei. Diese Annahme ist nun durch die gerichtliche Obduktion widerlegt, wobei festgestellt worden ist, daß das Kind nach der Geburt gelebt und einen gewaltsamen Tod durch Ersticken erlitten hat. Die friminalpolizeilichen Nachforschungen, welche bis jest resultatlos geblieben find, werden fortgesetzt. Die Leiche war mit einem weißleinenen Semdchen und einem Halstuch von weiß und blau gepunktem Gardinenzeug, daß durch ein blaues Band zusammengehalten wurde, bekleidet. Bei der Leiche lag am Fundort ein mit Bleistift geschriebener Bittel, der das Vaterunser und die Bitte, den Bettel der Leiche mit ins Grab zu geben, enthielt, unter Wann wird man fich endlich dazu ent zeichnet v. b. M. schließen können, Findelhäuser zu bauen? Berichtigung. In Nr. 212 vom 9. Dezember bhatten wir eine Reporternotiz mitgetheilt, nach welcher bei einer Schlägerei in einer Deftillation in der Neanderstraße dem Klempner Dstar P. von seinen Kollegen die Nase entzwei geschlagen sein soll. Es beruht das, wie uns mitgetheilt wird, auf einer Unrichtigkeit. Nicht die Kollegen des Verlegten haben den selben geschlagen, sondern ein fremder Tischlergeselle, und awar verübte er die Rohheit ohne irgend einen ersichtlichen Grund. 1525 Kalbfleisch, Brust 35, Keule 40 Pf. 1540 Adalbertstr. 80 i. Steller. Die Nr. 11 der humoristischen Blätter Der wahre Jacob" ift erschienen und in der Exped. d. Berl. Wolfsbl." au haben Gerichts- Zeitung. Bezüglich der Verpflichtung der Hauseigenthümer_zur Desinfizirung der Senfgruben, bis fte völlig geruchlos find, hat die 97. Abtheilung des hiesigen Schöffengerichts eine von der kürzlich mitgetheilten abweichende Entscheidung getroffen. Der Eigenthümer des Grundstücks Danzigerfir. 1, J. Schlochauer, war, weil bei einer Revision des Hofes die Sentgrube in nicht geruchfreiem Zustande vorgefunden worden ist, durch polizeiliches Mandat in eine Strafe von 6 Mt. event. 1 Tag Haft genommen wurde. Auf seinen Widerspruch bestätigte das Schöffengericht die verhängte Strafe, ohne in eine Prüfung der Frage nach der Rechtsgiltigkeit der fraglichen Polizeiverordnung vom Jahre 1867 einzutreten. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Flatau legte gegen dieses Urtheil Berufung ein und machte in dem Termin vor der sechsten Straflammer geltend, daß die 1876er Verordnung nur im Intelligenzblatt" und nicht auch im Amtsblatt publizitt worden sei, was aber nach dem Gefeße vom 11. März 1850 zu ihrer Rechtsgültigkeit absolut erforderlich ist. Der Berufungsgerichtshof hob dem gemäß das erste Urtheil auf und wies, da die Prüfung nach Der Rechtsgültigkeit der Verordnung schon in erster Instanz erfolgen mußte, die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung vor das hiesige Schöffengericht zurück. Dieses erkannte nunmehr dem Antrage des Rechtsanwalts Dr. Flatau entsprechend auf Freisprechung des Angeklagten und legte die Koften inkl. der für den Vertheidiger, der Staatskaffe auf. Arbeiterbewegung, Vereine und Versammlungen. Der Fachverein der Rohrleger hält am Sonntag Vormittag 10 Uhr im Lokale von Wolf und Krüger in der Staligerstr. 124 eine Versammlung ab. Auf der Tagesord= nung steht: 1. Vortrag des Herrn Liefländer. 2. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Die Generalversammlung der der Metallschrauben, Facondreher und Berufsgenossen Berlins findet Sonntag Vormittag 11 Uhr im Vereinslokale Manteufelstraße Nro. 9 bei Wohlhaupts statt. Bur Tagesordnung stehen: 1) Vorstands wahl; 2) Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Eine große öffentliche Versammlung sämmtlicher Schloffer und Berufsgenossen Berlins findet am Montag, den 15. Dezember, Abends 8 einhalb Uhr im Königstädtischen Kafino, Alexander- und Holzmarktstraßen Ede statt. 2.- D.: 1) Erörterung unserer Programmpunkte. Ref.: Herr Gustav Rödel. 2) Diskussion. 3) Verschiedenes. Da in dieser Ver ſammlung wichtige Beschlüsse gefaßt werden, ist es unbedingt | nothwendig, daß alle Kollegen am Blaze find. Der Fachverein der Tischler hält am Montag, den 5. d. M. bei Seeger, Grüner Weg 29( vormals Keller's Restau rant) eine Versammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weiße, prakt. Arzt, über Entstehung und Ursachen der Lungenschwindsucht. 2. Verschiedenes und Fragetasten. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Billets zum 1. Weihnachtsfeiertag in der Ressource"( vormals Kolofeum"), sowie zum Panoptikum und Aquarium find in der Versammlung für 30 Pfg. zu haben. haben.a Briefkasten der Redaktion. A. W. Oranienplag. Johanniterorden und Maltheferorden sind zwei Namen für dieselbe Sache. Alle Mitglieder müffen von Adel sein, über die Aufnahme entscheidet das Drdenskapitel. J. M. Oberingelheim. Es Recht zu machen Jedermann, Ist eine Kunst, die Niemand kann. C. S. Die Beibehaltung des Rufnamens fann weder für Sie noch für das Kind eine andere Unannehmlichkeit haben, als daß er in allen das Kind betreffenden Dokumenten mit der Bezeichnung genannt so und so" hinzugefügt werden muß. Praktischer ist es freilich, von solchen willfürlichen Ertranamen abzusehen. 3 #. Die anonymen Beleidiger können Sie auf einen begründeten Verdacht hin der Staatsanwaltschaft an zeigen. Große Weihnachts- Ausstellung! Meinen Freunden und Bekannten beehre ich mich mitzutheilen, daß meine sämmtlichen Weihnachtssachen, Präsent Kiftchen zu 25 und 50 Stück in reizender Verpackung eingetroffen find. Die große Beliebtheit, welche fich meine Cigarren in furzer Zeit erworben haben, spricht wohl am Besten für die Vorzüglichkeit meiner Waare. Alle Sorten Rauch-, Kau- und Schupftabake, Cigaretten in reichster Auswahl. Fritz Goercki, Tabak- u. Cigarren- Handlung. Admiral- Strasse No. 40( frühere Linde). Der Fachverein der NähmaschinenArbeiter und Berufsgenossen hält am Sonnabend den 13. d. Mis., Abends 81/2 Uhr, in Feuerstein's Restaurant, Alte Jakosstraße 75, ab. Versammlung Tages- Ordnung: 1. Raffenbericht 2. Bericht der Vergnügungs- Kommiffion. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Versammlung [ 1551 des Fachvereins der Schlosser und Berufsgenossen. Sonnabend, den 13. d. M., Abends 8 einhalb Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandanten- Straße Nr. 77-79. Tages- Ordnung: 1. Bericht über das stattzufindende Stiftungsfeft. 2. Vortrag des Herrn Mietbe über den Werth der Geldschränke und die mangelhafte Konstruktion derselben. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. [ 1541 4. Diskussion. 5. Berlesung des Statutenentwurfs des von Manheim angeregten Kongreffes für Metallarbeiter Deutschlands. 6. Berschiedenes. Fragekasten. Um zahlreiches Erscheinen von Seiten der Geldschrank branche ersucht Der Vorstand. Zwei große öffentliche Fabrik- u. BauArbeiter- Versammlungen finden am Sonntag, den 14. b. M., Vormittags 10 Uhr, in folgenden Lotalen statt: 1. im Freischütz, Fruchtstr. 36a, 2. Deutscher Kaiser, Lothringerstr. 37. Tages- Ordnung: Die Bedeutung der Fachvereinigungen, deren Nothwendigkeit und Ziele. Referenten werden in den Versammlungen bekannt gemacht. 1547 Bur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. L. Sch. Montag, den 15. Dezember, Abends 8 einhalb Uhr, findet im Vereine haus Süd- Ost", Waldemarstraße 75, die Mitglieder- Bersammlung des Vereins zur Wahrung der materiellen Interessen der Fabrikarbeiter in Berlin statt. Tages- Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Antrag auf Abänderung der Statuten. 3. Vortrag. Diskussion. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Es ist dringende Pflicht eines jeden Mitgliedes in der Versammlung zu er Scheinen. 1546 that Der Vorstand. Große öffentliche No Be Bo aber mid erfie der Airte jene Leb fend Sta fot bige Um füh Ueb Bat fein brit wei mei dief Iun mit pfle geo daß näb Reb bab ei Lac geb 20 Stat bri 1548 In am Jak es Hil Leif Bei das geft # 1466 General- Versammlung sämmtlicher Schlosser und Berufsgenossen Berlins. Montag, den 15. Dezember, Abends 8%, Uhr, im König städtischen Casino, Alexander- und Holzmarktstraßen- Ece. Tagesordnung: 1. Erörterung unserer Brogrammpunkte. Referent Herr Gustav Roedel. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Da in dieser Versammlung wichtige Beschlüße gefaßt werden, ist es unbedingt nothwendig, ras alle Kollegen am Plaze find. Die Lohntommiffion. Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler. Bahlstelle bei Werschke, Adalbertstraße 16. bibin des Teppiche.e a zu billigen Preisen. Wir haben eine große Auswahl Teppiche und ver Taufen große Sopha- Teppiche für 5 Mt., Germanias Brüssel Teppiche in sehr hübschen Farbenstellungen 6,50 und 7,50 Mart. Tapestry, Brüssel, Blüsch Teppiche 11,50, 14. 16, 18 u. 20 Mart. Große Salon Teppiche 18, 20, 25 und 30 Mart. Echte Tournay, Velvet in allen Größen, bas Allerhaltbarste, zu außergewöhnlich billigen Preisen. Tischdecken. Manilla- Tischdecken mit Franzen 2, 2,50. Bunte Tischdecken mit Schnur u. Quaften 3, 3,50, 4, Gobes lin- Tischdecken 5, 6, 7 M., Gobelin Tischdecken mit Schnur und Quasten 7,50, 9, 10, 12 Mart. Nips Tischdecken 4,50, 6, 7,50, 9 Mart. Gardinen. Weiße Zwirngardinen, Meter 45, 50, 60 Pf., ganz schwere Double- Smirn- Gardinen, Meter 75 Bf., Engl Tüll Zwirn Gardinen, auf beiden Seiten eingefaßt, Meter 75, 90 Pf., 1, 1,25 u. 1,50 M., Manilla Gardi nen und Manilla- Portierenstoffe mit Bordüren und Franzen, Meter 75, 90 Bf., 1 Mart. Läuferstoffe. Rad 88 ein mel D" Pr nu füh M daß wer 81 Der St 233 auf 1457 Ha ab fein ger fag Gute Läuferstoffe, Meter 40, 50 u. 60 Bf., ganz schwere Läuferstoffe, Meter 75 u. 90 Bf., in ganz breit 1 u. 1 M. 20.* Sielmann& Rosenberg, Kommandantenstraße, Ede inden Verantwortlicher Redofieur R. Gronhetas in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in BerlinSW. Brutharake 2. Straße ein es