0 t. t. 7. en 1512 1 auf aberste Coben, Theil n jed. hirme, astenpollen 1. I. ouble tr. 40. Fertigt 2 2 n ver me zu 1279 50 pr. [ 1558 r. 10. Heife. 1525 baben Mattes, äuter sapo 0 Pf.) 1445 Indir Nr. 218. Dienstag, 16. Dezember 1884. 1. Jabrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Volksblatt" erscheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 f. Bostabonnement 4 Mart. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 Bf. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 3f. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Juferate werden bis 4 thr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncens Bureaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerstraße 44. Die demokratische Partei. Bekanntlich hat sich unter diesem Namen eine neue politische Partei gebildet, welche für Norddeutschland bas fein will, was für Süddeutschland die sogenannte Bollspartei ist. Die neue Partei ist im Wesentlichen aus dem Schooße ber alten Fortschrittspartei hervorgegangen; die Hauptmitglieder derfelben geben an, durch die Fusion aus dem alten Parteiverbande hinausgetrieben zu sein, weil durch dieselbe eine Verschiebung nach rechts stattgefunden habe. Aus zahlreichen Aeußerungen der führenden Herren geht hervor, daß, wenn die Fusion nicht stattgefunden hätte, fie sämmtlich ruhig im Schooße der Fortschrittspartei sißen geblieben wären. Da nun aber die deutsch- freisinnige Partei in wesentlichen Punkten von der alten Fortschrittspartei sich nicht unterscheidet, da auch die Führer die alten geblieben ind, so dürfte der angegebene Grund doch nur den äußeren Unstoß zur Abbröckelung einiger radikaler Elemente nach lints gegeben haben. Es war längst ein öffentliches Geheimniß, daß innerhalb der Fortschrittspartei mehr links stehende Elemente vorhanden waren, die sich auch nur ungern dem Richter'schen handen waren, die sich auch nur ungern dem Richter'schen Terrorismus fügten. Diese Thatsache trat zuerst an die Deffentlichkeit, als Herr Dr. Phillips in der Volkszeitung" bei einer vermutheten Stichwah! im Erfurter Wahlfreise vor mehreren Jahren die dortigen Fortschrittsleute aufforderte, für den Arbeiterkandidaten Otto Rapell zu stimmen, während Herr Eugen Nichter im Interesse der Fortschrittspartei tommandirte, für den Minister Lucius die Stimmen abzugeben. tischen Schlafe durch das Rasseln einer demokratischen Trommel hätte aufwecken lassen. Oder aber erwacht, mußten ihn doch die alten bekannten Klänge bald genug veranlassen, fich gleichgültig auf das andere Ohr zu legen und weiter zu schlafen. Ehe sich, besonders in Berlin, die großen Parteien noch nicht so scharf geschieden hatten, wie jest in eine willenlose Regierungspartei, in eine bürgerliche liberale Partei und in eine Arbeiterpartei, da war für eine bürgerliche demokratische Partei wohl noch Raum in Aussicht, kleinere Erfolge zu erringen. Unter dieser Voraussetzung entstand auch nach 1866 in Berlin die demokratische Partei unter der geistigen Führung von Dr. Jacoby, Dr. Weiß, Hauptmann a. D. van der Leeden und einiger weniger bekannt gewordenen Namen. Dieser Partei haben jener Zeit auch mehrere gegenwärtige Reichstagsabgeordnete angehört, von denen einige zur Forte schrittspartei sich wandten, andere sich weiter nach links entwickelten. Troßdem nun in jener Zeit die Verhältnisse für eine demokratische Partei günstiger lagen, wie heute, trotzdem der Verfügung stand, zerfiel sie doch schon nach wenigen Jahren Partei in Johana Jacoby ein äußerst ruhmvoller Name zur in sich zusammen. Sollte nun gerade Herr Dr. Guido Weiß sich jener Beit nicht erinnert haben, in der er mit seinen glänzenden publizistischen Gaben erfolglos für die bürgerliche Demokratie in die Schranken getreten ist? Sollte er seine jugendlichen Freunde nicht besser abgehalten haben von einem Schritte, ber denselben und auch ihm neue Enttäuschungen bringen wird? Doch darüber haben wir nicht zu rechten. Uns interesfirt in der Hauptfache nur noch, was die neue ParDaß Herr Richter derselbe geblieben ist, beweist die Abfommandirung der deutsch- freifinnigen Stimmen bei der Abftimmung über die Verlängerung des Sozialistengefeges die Herren Parisius oder Hermes sind sicherlich in soweit tei will. unschuldig, da sie nur dem Richter'schen Kommando gemäß gehandelt haben. Doch dies nur so nebenbei. Die Sie sagt trocken und ehrlich in politischen Dingen das aus, was Herr Richter bei seinen Forderungen verschweigt. Dies hat der Fortschrittsführer auch selbst eingestanden, als er vor einigen Tagen in einer Versammlung erklärte, man dürfe als weiser Politifer nur Augenblicksprogramm: abfaffen. Der Riß wurde nach der Fusion allerdings noch gröher, und die Herren Dr. Phillips, Lenzmann, Dr. Wendt und kurz darauf Herr Kämpfer traten aus der neuen Partei aus. Gründer der demokratischen Partei. Von den übrigen Unter- Barlamentsherrschaft an. zeichnern dürfte uns noch Dr. Guido Weiß, der frühere Redakteur der Waage" und der Zukunft", der Freund des verstorbenen Dr. J. Jacoby in weiteren Kreifen genannten Herren find nun auch die eigentlichen bekannt sein. Man sollte nun doch meinen, gerade Herr W.iß hätte Erfahrungen genug gesammelt mit der sogenannten bürgerlichen Demokratie, als daß er sich aus seinem langen poliRachdruck verboten.] 39 Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forseßung.) So ist es auch, sie werden auch als Verräther bes straft," erwiederte Strahlenau. Es ist eine bekannte Thatfache, daß, wenn sie einen von diesen sogenannten Ver räthern fangen, sie denselben vor die Kanone binden; und nach dem Schusse findet man von dem Unglücklichen auch nicht einen Feßen vor, der von seinen Angehörigen könnte bestattet werden." " Das ist ja entsetzlich!" rief Frau Elsler. " 1 Welche Unmenschlichkeit!" fügte Frau Amberg hinzu. Sie haben ganz Recht, diese Grausamkeit zu ver dammen und die Gefangenen zu beklagen," versette Mar; Grausamkeit, welche der erbitterte Nena Sahib begeht. niedriger Stehende werden auf andere, zum Theil viel qualvollere Art getödtet, oder vielmehr zu Tode ge martert." Nach diesen Andeutungen werden Sie begreifen, was unferen Freund, den Nabob, von dem ich vorhin sprach, den Fürsten Nafir, der ein treuer Anhänger der Engländer ift, erwartete, als er mit seinem ganzen Hofe einer Horde Rena Sahib's in die Hände fiel." Bertha angstvoll." Hat man ihn auch vor die Kanone gebunden?" fragte Das hat man allerdings gethan, liebe Bertha! Man hat ferner die Diener seines Hauses zum Theil an Pfähle gebunden, um sie zur Zielscheibe der Saphis zu machen, die begraben." Hu, es schaudert einen, dergleichen anzuhören! Diese Barbaren müßten vernichtet werden!" rief in höchster Entrüstung Frau Eisler. " Nicht wahr?" entgegnete Max. Wir sind ja auch auf dem besten Wege, fie zu vernichten; und wenn das Die neue Partei strebt unter anderen Dingen die In Grunde genommen, haben wir nichts dagegen; aber stehen sich denn die Arbeiter in ben vom Parlament beherrschten Ländern, in England und Frankreich weniger schlecht, als in Deutschland? Die Noth wechselt ziemlich gleichmäßig in diesen Ländern und gegenwäriig ist sie in Frankreich wohl noch größer, als in Deutschland. Aber auch einige, die Arbeiter speziell intereffirende Glück günstig ist, so wird bald in ganz Indien keine Flinte abgeschossen werden dürfen, ohne die Erlaubniß des englischen Gouverneurs." ,, Aber was wurde aus dem unglücklichen Nasir und feinen Leuten? Sind sie in der That zu Tode gemartert worden?" unterbrach ihn Bertha. Dahin kam es allerdings nicht, und zwar Dank meinem Freunde D'Brian." ,, Er rettete ihn?... Forderungen stellt die neue Partei. So unentgeltlichkeit des Unterrichts in allen Schulen, dann Aufhebung der das Volk belastenden indirekten Steuern und Einführung einer progreffiven Einkommensteuer, ferner eine( nicht näher ange= gebene) Arbeiterschutzgesetzgebung, eine Gesetzgebung zur Versorgung der ganz und theilweise erwerbsunfähig ge= worbenen Arbeiter und wolle Bewegungsfreiheit der Arbeiter ,, um selbstthätig in Vereinen, Genossenschaften und Kaffenverbänden die Verbesserung ihrer Lage herbeiführen zu fönnen. Diese Forderungen können auch wir unterschreiben. Aber bedurfte es dazu erst der Gründung einer neuen Partei? Sind diese Forderungen nicht schon seit Jahren von den Arbeitern selbst gestellt worden? Giebt es etwa feine Arbeiterpartei, welche diese Forderungen vertritt? Und hat bie Arbeiterpartei nicht etwa diese Forderungen viel schärfer präzisirt und auch noch wesentlich erweitert? " Was kann also die neue Partei denn eigentlich wollen? Doch blos ein wenig Vereinsschieberei" treiben und den beiden rechts und links stehenden Parteien einige Anhänger abzukapern versuchen. Aber ist das der Gründung einer abzukapern versuchen. Partei überhaupt werth? Programm hat weder eine Bedeutung noch eine Bu funft; sie wird bald schon auseinanderfallen, ein Theil nach rechts und ein Theil nach links. Eine neue Partei aber ohne wesentlich neues Wohin der größte Theil fallen wird? Nur diese Frage hat einiges Interesse, die Partei selbst nicht. Politische Uebersicht. Ueber eine angeblich sehr turbulente Versammlung im sechsten Berliner Wahlkreise berichtet in der Sonntagsnummer die Nordd. Allg. 3tg." wie folgt:„ Die lange und wiederholte Aufregung der Wahlperiode hat den sozialdemo fratischen Versammlungen in unseren Arbeiterbezirken allmälig einen Charakter verliehen, welcher im Allgemeinen seitens der Preffe und der anderen Bevölkerung nicht in seiner vollen Bedeutung gewürdigt zu werden scheint. Schon an einem früheren Abend war in einer solchen Versammlung dem die Auflösung aussprechenden Polizeibeamten thätlicher Widerstand entgegengesetzt worden, und nur von außen herangezogene Hilfe vermochte den Saal zu räumen. Noch tumultuarischer ging es in einer Versammlung her, welche am Freitag( 12.) Abends, im Saale der Norodeutschen Brauerei abgehalten wurde, und über welche die Voff. 3tg." Folgendes berichtet: ( Es folgt nun der sensationelle Bericht eines Reporters, dem man auf den ersten Blick anfieht, daß er zum Theil auf Bellenschneiderei zugespigt ist.- Der, Nordd. A. 8." wird indeß die Richtigkeit des Berichtes von einem Gewährsmann bestätigt. Nach diesem Bericht sollen die überwachenden Beamten, nachdem die Versammlung auf Grund des Sozialistengefeßes aufIndier wieder von ihrem Lager Besitz; und nun begann die Exekution von Neuen, nur in anderer Weise. " Zunächst begann man damit, D'Brian mit den Seinigen zu entkleiden, einen ungeheuren Holzstoß zusam= men zu tragen, und sie auf demfelben fest zu binden. " Ich biente als Unterlieutenant in der Kompagnie D'Brian's, und obwohl ich strenge Weisung hatte, einen gewissen Distrikt mit meiner Abtheilung nicht zu verlassen, fo beunruhigte mich das Schicksal der Expedition doch der D, bitte, erzählen Sie, wie das geschah!" baten die maßen, daß ich, gegen den Befehl handelnd, meinen Bosten Damen der Gesellschaft flehentlich. Siebenundzwanzigstes Kapitel. Mar Strahlenau gab den Bitten der Gesellschaft nach und. begann die Erzählung des Abenteuers von Nafir's Befreiung durch O'Brian. Mit einer kleinen Schaar Freiwilliger," erzählte er, hatte D'Brian die Horden, welche Nafir's Schloß verwüstet und die Insassen gefangen weggeführt hatten, verfolgt und wagte mit unbeschreiblicher Rühnheit einen Ueberfall ihres verschanzten Lagers. Die Feinde waren dermaßen überrascht, und der Ueberfall geschah so plöglich und unerwartet, daß sie keine Vertheidigungsvorkehrungen getroffen hatten. Außerdem waren sie Alle gerade in Anspruch genommen durch das Vergnügen, ihre Nache fühlen zu können, und nur so glückte es dem Kapitän O'Brian, mit einer Hand voll Menschen sie in die Flucht zu schlagen und die Gefangenen zu befreien. Zu der Befreiung hatte D'Brian indessen zu lange Zeit gebraucht, während welcher die Schaaren der Indier sich gesammelt hatten: er ward umzingelt und mit allen den Seinigen gefangen genommen." Allgemeines Bebauern unterbrach wieder den Erzähler und mit ängstlicher Spinnung lauschte Alles der Entwickelung hiefer gefährlichen Situation. Mar fuhr fort: ,, Da ihnen O'Brian die Freude geraubt, ihre Rache fühlen zu können, und die begonnene Festlichkeit der barbarischen Exekution so ungestüm unterbrochen hatte, so richtete sich natürlich die ganze Wuth gegen ihn. Die Gefangenen waren in Sicherheit; er hatte sie mit einer Sicherheitseskorte zurückgeschickt. Jubelnd nahmen die verließ. Auf dem Marsche schon traf ich den Zug der Ges fangenen, Nafir mit seinen Hausgenossen, begleitet von einigen Soldaten O'Brian's. ,, Was ich über das Treffen erfuhr, beunruhigte mich in noch höherem Grade. Ich nahm deshalb die Eskorte der Gefangenen zu Hilfe, verstärkte mich außerdem mit einigen Leuten Nasir's und marschirte auf versteckten Wegen gegen das Lager. Von einigen Indiern, welche wir antrafen, erfuhren wir, daß die Engländer, welche diesen Morgen das Lager überfielen, sämmtlich gefangen genommen und vielleicht in diesem Augenblick schon erefutirt seien. 11 Durch einige Worte feuerte ich die Meinigen an und versuchte sofort den Sturm. Das war ein heißer Kampf! Er war unglücklich insofern, als wir zurückgeschlagen wurden, von glücklichem Erfolg jedoch insofern, als es mir ge= lang, die meisten Gefangenen zu befreien und unter diesen auch D'Brian." # ,, So verdankt er Dir also sein Leben?" fragte Am berg. Ja und zwar sein nacktes Leben! Denn Alle, die wir auf unserem Rückzuge mit uns nehmen fonnten, waren völlig entkleidet, und wir mußten, um sie transportiren zu fönnen, sie erst nothdürftig in Kleider stecken, die wir von den Landleuten requirirten. Von diesem Tage schreibt sich D'Brian's Freundschaft für mich. Ich darf behaupten, daß ich der einzige Mensch bin, dem er sein volles Vertrauen schenkt." Was Sie auch gar sehr verdienen," fügte Bertha hinzu. " 1 gelöst wurde, tbätlich insultirt und die Räumung des Saales erst nach dem Gebrauch der blanken Waffe möglich geworden fein. Im Zusammenhang mit den oben geschilderten Vorgängen steht es wohl- so schreibt genannte Zeitung- daß Herr Ewald, welcher in der so tumultuarisch verlaufenen Versammlung den Vorfiß geführt und damit eine gewisse Vers antwortung für deren Verlauf übernommen hatte, gestern Vormittag polizeilich ausgewiesen wurde und die Stadt Berlin auch schon verlassen hat." Wir sind zwar nicht Augenzeugen jener Versammlung gewesen und können also die Vorgänge aus eigener Anschauung auch nicht beurtheilen. Wenn die Beamten thätlich insultirt wurden, so ist das sehr bedauerlich und wir sind die Legten, welche eine solche ungefeßliche Handlungsweise billigen. Der Beamte, welcher von seinem Vorzum Ueberwachen gesezten möglicher Weise instruirt Wilhelmshafen. Mit Rüdficht auf die mehrfach verbreitete Nachricht, daß Arbeiter aus dem Dienst der K. K. Werft entlassen seien und ihre fiskalischen Wohnungen binnen 3 Tagen hätten räumen müffen, weil sie bei der Reichstagswahl für den Kandidaten der Sozialisten gestimmt hätten, hat die Oberwerft Direktion unter dem heutigen Datum Folgendes zur Kenntniß der Arbeiter gebracht: Obige Behauptungen find unwahr. Es ist hier kein Arbeiter entlassen worden, weil er für den KandiDaten der Sozialisten gestimmt hat, die Werft hat von der Abftimmung der Arbeiter weder etwas erfahren noch erfahren wollen. Entlaffen sind nur diejenigen Arbeiter, welche sozialdemokratische Stimmzettel oder Flugschriften nach amtlicher Feststellung vertheilt haben. Dadurch haben diese Leute öffentlich für die Partei gewirkt, deren Biele auf den Umsturz von Thron und Altar gerichtet sind, und die unser Vaterland in unsagbares Unglück stürzen würde, wenn fte zur Herrschaft täme; und fte haben ferner ihre Mitarbeiter zu bestimmen gesucht, ebenfalls für diese Partei zu stimmen. Von den entlaffenen Arbeitern hat ferner nur einer eine fiskalische Wohnung inne gehabt. Dieselbe ist ihm, den Bestimmungen des Miethsvertrages entsprechend, am 16. Nov. gefündigt worden und soll einer Versammlung bestimmt wird, hat das Recht, von dem Einberufer zu verlangen, daß er den geseglichen Vorschriften Genüge leistet, und also auch dafür Sorge trägt, daß die lleberwachung der Versammlung in feiner Weise Störung erleidet. Wenn der Einberufer in dieser Beziehung seiner Pflicht genügt, dann ist ihm gewiß fein Vorwurf zu machen. Soviel uns bekannt grworden, find die Versamm lungen, welche im Laufe der legten Jahre in Berlin stattfanden -soweit fie fich im gewissen Sinne als Arbeiterversammlungen qualifizirten durchaus ruhig und würdevoll verlaufen; aus dem Munde vieler höherer Polizeibeamten ist diese Thatsache mehr wie einmal bestätigt worden, ja mancher derselben überwacht dreimal lieber eine von Arbeitern einberufene Versamm lurg, als eine andere. Das zeigt wohl zur Genüge, daß die Arbeiter ernstlich gewillt sind, die gesetzlichen Schranken zu respektiren. Es ist daher auffallend, daß in einer Versamm lung, die gewiß zum großen Theil von Arbeitern besucht war, berartige bedauerliche Ungefeßlichkeiten vorfallen fonnten. Es muß also wohl ein Grund vorhanden gewesen sein, der die Gemüther in große Aufregung versezte. Und wenn wir nicht irren, so ist dieser Grund in ter erfolgten Auflösung zu suchen. Es kann hier nicht unsere Aufgabe sein, zu untersuchen, ob der Beamte zur Auflösung schreiten mußte oder nicht; aber wir glauben, dak ohne Auflösung weder etwas Ungesegliches noch sonst wie Auffälliges vorgekommen wäre. Man bedenke doch, daß ein Wahltag schon an und für sich aufregender Natur ist; mancher Wähler trinkt an solchem Tage vielleicht ein Glas Bier mehr wie sonst und wenn an einem solden Abend nicht alles nach dem Schnürchen geht, so ist das gewiß verzeihlich. Solchen Umständen gegenüber hätte man von einer Auflösung der wie uns berichtet wird Kopf an Kopf gedrängten Versammlung Abstand nehmen sollen. Das Recht zum Auflösen auf Grund des Sozialistengefeßes sowohl, als auch das Recht, auf Grund desselben eine mißliebige Person auszuweisen; ob aber dadurch eine Berubigung der Gemüther und mehr Liebe zum Vaterlande herbeigeführt wird, ist sehr zweifelhaft. " Das Defizit im preußischen Staatshaushaltsetat giebt die ,, Magd. 8tg" auf rund 22 Millionen Mark an. Daß ein Defizit vorhanden sei, erscheint dem Blatte unzweifelhaft, ob es aber die angegebene Höbe erreicht, müffe abgewartet werden. Im Anschluß an diese Nachricht erwähnt die Magd. Btg." ein Gerücht, nach welchem die Stellung des Finanzministers von Scholz erschüttert sei. Fürst Bismard soll über biese neue unangenehme Erfahrung auf dem Gebiete der Finanzpolitik in größter Verstimmung sein, und diese Ver timmung soll die Stellung des Finanzministers in Frage ge fiellt haben. Wir überlassen natürlich die Verantwortung für die Richtigkeit obriger Nachrichten dem gouvernementalen Blatt, würden indeffen aber keineswegs überrascht sein, wenn dieselben zutreffend wären. Personal und Material der Marine auf der Höhe Aufgabe stehe. Die gegen die Panzerschiffe vorgebrachten Be Denken wurden vom Minister widerlegt, welcher dabei indes bemerkte, daß er den Bau neuer Panzerschiffe gleichwohl nicht unternehmen, sein Hauptaugenmerk vielmehr auf den Bau von schnellsegelnden Kreuzern und von Torpedobooten richten werde. Unserer Ansicht nach wäre es besser, wenn der Herr Mi nister sein Hauptaugenmerk auf die Nothlage in Frankreich richten würde. Italien. Vor einigen Monaten ging der Dampfer ,, Mat teo Bruzzo" mit ungefähr 2500 Auswanderern in See, um dieselben noch Brasilien refp. Argentinien zu befördern. Da aber unterwegs die Cholera auf dem Schiffe zum Ausbru fam, so ließen die Behörden welche hiervon Wind befom men hatten das Schiff nirgends landen; es mußte nach ver geblichen Landungsversuchen wieder nach Stalien zurückdam pfen. Die italienischen Hafenbehörden haben das Schiff nun an der Insel Gorgone landen lassen; auf dieser Insel sollen die Auswanderer so lange bleiben, bis die Seuche unter ihnen gründlich erloschen ist. In Perugia, welches mit seinen 50 000 Einwohnern nicht die legte Stadt Italiens ist, hat es fich, wie die dortige Pro ineia" verzeichnet, soeben ereignet, daß die Wahlen für den Gemeinderath nicht stattfinden fonn gleichsfalls nach Maßgabe des Miethsvertrages- am 1. Januar geräumt werden. Es ist hier also, wie stets, genau den Bestimmungen gemäß verfahren worden. Eine besondere Berückten, weil es absolut an Wählern fehlte, die ihre Stimmzettel fichtigung, welche die Oberwerft- Direktion sonst gerne eintreten läßt, hat der Mann nicht verdient, der sich nicht gescheut hat, während er das Brod des Reiches ist, den Bestand des Reiches untergraben zu helfen." Einen Kommentar werden sich die Leser selbst hierzu machen können. Aus der letzten Sigung der Kommission für die Dampfervorlage ist noch die Erklärung des Staatssekretärs Dr. Stephan auf die Anfrage des Zentrums von Intereffe. Danach stellte fich die Berechnung der Subventionssumme also: für die Hauptlinie nach Hongkong 1240941 m. far die Zweig linie nach Yokohama 410 410 M., für die Hauptlinie nach Sydney 1 930 327 M., für die Zweiglinie nach Apia 250 159 M., für die Linie nach Alexandrien 400 000 M. und endlich für die afrikanische Linie 1000 000 M. Die durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit der Linie nach Ostasien und Australien toll 11 Knoten betragen, diejenige der Linie nach Afrika 10 Knoten. Nach den weiteren Angaben vergütet das Reich jetzt für die Beförderung der Post nach Ostaften und Australien jährlich 120 500 M.; davon sollen 30 000 M. in Folge der Errichtung der Postdampferlinien wegfallen. Liegnitz, Dem früheren Abgeordneten Richter( Mühlrädlig) war auf Grund seiner Verurtheilung wegen Majestätsbeleidigung das Recht aberkannt, öffentliche Aemter zu be fleiden. Infolge dessen mußte derselbe sein Mandat als Reichstags- Abgeordneter und auch sein Mandat als Kreisdeputi: ter niederlegen. Richter wurde aber mit großer Majorität wieder zum Kreisdeputirten gewählt. Gegen seine Wiederwahl wurde von einem Theil der Kreistagsdeputirten Proteft ers boben; das Bezirks- Verwaltungsgericht hat diesen Protest je doch verworfen. Die Zentral Moor- Kommission hielt vorgeftern im landwirthschaftlichen Ministerium unter dem Vorftge des UnterStaatssekretärs Matcard eine Sigung, in welcher von den Herren Dr. Fleischer( Bremen) und Dr. Salfeld( Lingen) über den Fortgang der Arbeiten ihrer Versuchsstationen Bericht erstattet wurde. Dann wurde weiter über einen Plan der Provinz Hannover verhandelt, entweder bei Papenburg oder am linten Emsufer eine Korrigenden Kolonie im Moore anzulegen. Der Berathung wohnte Staatsminister Dr. Lucius bei. Belgien. Dem heiligen Vater in Rom fließen die Peterspfennige der Gläubigen noch immer sehr reichlich zu. Für die Verbreitung des Glaubens" find, wie die klerikalen Journale heute melden, 1883 6370 516 Franks 94 Ctme. gesammelt worden. Hiervon find zusammengekommen in Frankreich 4 215 224; talien 445 548; Deutschland 391 226; Belgien 333 212; Elfag- Lothringen 272 949; England 151 229; Nieberlande 104 304; Amerifa 177 851. Die Wiederanknüpfung der diplomatischen Beziehungen zum Papfte hatte das Minifterium ,, als Att der Höflichkeit" bezeichnet. Ein Artikel des Moniteur de Rome", welcher alle diese Bweideutigkeiten veruntheilt, erregt in allen politischen Kreisen großes Aufsehen. Derfelbe bezeichnet Belgien und Spanien als diejenigen Mächte, die sich eines Tages zur Wiederherstellung der weltlichen Macht des Papstes bewähren werden. Das heißt vor dem jüngsten Tage wird das nicht mehr geschehen! ,, Nun begreife ich die Dankbarkeit Nafir's," sagte Elsler. D'Brian hat ihm das Leben gerettet." ,, Das war allerdings ein großer Dienst!" erwiderte Mar; doch es war noch nicht der größte, den ihm D'Brian leistete. " 1 bätten abgeben wollen. Uebrigens scheint die Apathie nicht blos in dem politischen und dem administrativen Wahlkörper zu herrschen, denn wir haben es vorgestern hier in Rom, de Landeshauptstadt selber erlebt, daß bei der Handelskammerwahl von 1700 Stimmberechtigten nur 130 an die Urne traten. Jedenfalls wird die Ursache in dem bestehenden Wahl fyftem, welches die Maffe der Bevölkerung überhaupt vom Wählen ausschließt, zu suchen sein. Aus Rußland tommen wieder allerband Schauernach richten. So wird z. B. der Allgemeinen Korrespondenz" aus Petersburg unterm 7. d. M. gefchrieben, daß sich in legte Beit in dortigen nihilistischen Kreisen eine erhöhte Bewegung fundgebe, welche auf irgend ein geplantes Unternehmen schließen laffe. Die Polizei sei deshalb in fieberhafter Unruhe und be obachte scharf alle nur einigermaßen Verdächtigen. Bei dem legten großen Coup der Polizei in der Speiseanstalt Aleran drom seien auch mehrere wichtige Schriftstücke von der Polizei faifirt worden. Die Nihilisten hätten dort behufs Zusammen funft einen Ball fingirt, Die Polizei hatte jedoch vorher schon darüber einen Wint erhalten. In Reschiza( Witebat) habe man unter der dortigen Kreisrentei, in welcher 80 000 Rubel lagen, einen Gang entdeckt. Eine Beraubung war beabsichtigt jedoch durch zeitige Entdeckung des Ganges vereitelt. Die Thäter seien noch nicht ermittelt. Frankreich. Der Ausschuß für die Agrarzöle hat die Anträge, Reis, Mais und Delfaaten einem Eingangszoll zu unterwerfen, abgelehnt. Der Bericht, den Herr Graur nächsten Mittwoch dem Ausschusse vorlesen wird, stellt fest, daß seit dreißig Jahren der inländische Weizenbau nicht gleichen Schritt mit dem Bedarf gehalten hat. Der Ertrag pro Hektar ist höber, als in den Vereinigten Staaten; mit der Zunahme des Ertrages ist der Preis zurückgegangen, so daß der Landwirth mehr Opfer bringen muß, ohne höhere Vergütigung zu er langen(?) Hieraus ergiebt sich, dem Berichterstatter zufolge, die Nothwendigkeit eines mäßigen Schutzzolles, welcher die Einfuhr und Spekulation, die Ursachen der Entwerthung des Weizens, beschränken sollen. Indischer und amerikanischer Weizen werde in Frankreich 5 bis 6 Frc. theurer verkauft als franzöfifcher, und könne also einen Boll von 3 Frcs. ertragen, ohne daß der Verzehrer es fühle.( Das ist die alte Phrase der Agrarier!) Der, wie bereits gemeldete, vom Ministerrath gutgeheißene Gefeßentwurf, durch welchen der Credit Foncier ermächtigt wird, den Gemeinden zu Schulbauten Gelder im Gesammtbetrage von 300 Millionen Frcs. zu leihen, und der Staat einen Theil der Rückzahlung übernimmt, bezieht sich hauptsächlich auf den Bau von Volksschulen. Nach einer amtlichen Erhebung fehlt es noch in 24,000 Gemeinden an Schulhäusecn. Der Gesezentwurf sett die mittleren Kosten eines Schulhauses in einem Weiler( einer Filialgemeinde) auf 12,000, einer einfachen Gemeindeschule auf 15,000, einer zweiflasfigen Schulgruppe"( Knaben- und Mädchenschule) auf 78.000 und für jede weitere Doppelklasse auf 12,000 Frcs. feft. Die Gemeinden können für ihren Theil mehr verausgaben, aber der staatliche Zuschuß wird sich nach dieser Maßgabe richten. Außerdem wächst der Buschuß des Staats im umgekehrten Verhältniß der direkten Staatssteuern, welche die Gemeinde bezahlt, d. h. ihres Reichthums.- Die Deputirtenkammer genehmigte heute das Marinebudget. Der Marineminister wies bei der Berathung darauf hin, daß die Operationen am Minflusse den Beweis geliefert hätten, daß das Der Fürst war, trotzdem er aus den Händen der Horden befreit war, ein unglücklicher Mann, denn die Horben hatten ihm nicht nur einen Theil feiner Schäße mitges nommen, die er ebenfalls verschmerzt hätte, sondern auch jene Berle, von der ich vorhin sprach, seine Tochter, die schöne Selma. Sie befand sich noch in den Händen der Räuber. Nafir wehklagte und jammerte und bot seine ganze Mannschaft auf, um sein schönstes Kleinod wieder zu ge= winnen. Ohne meinen Freund D'Brian wäre dies schwers lich gelungen. " Er hatte den Muth, gegen dieselben Horden noch einmal zu Felde zu ziehen, und ich hatte das Glück, den Anführer zu fangen und ihn durch Androhung der entseglichsten Foltern zu zwingen, daß er den Drt angab, wohin sie die Gefangene gebracht. ,, Nachdem wir dies erfahren hatten, gelang es D'Brian leicht, sie den Händen ihrer Häscher zu entreißen und dem Bater wieder zuzuführen. Von diesem Augenblicke an hegte Nafir eine unbegrenzte Freundschaft gegen meinen Freund O'Brian und auch gegen mich, der ich ja zu diesem glücklichen Resultat auch das Meinige beigetragen hatte. Wir mußten in seinem Schloffe einige Tage zubringen, und hier gab er seiner Dankbarkeit Ausdruck durch die glänzendste Bewirthung und durch wahrhaft königliche Anerbietungen; und die schöne Selma gab ihrer Dankbarkeit Ausdruck durch die lieblichsten Worte an ihren Befreier O'Brian, und durch ein holdes Erröthen, wenn er ihre zarte, fleine Hand an seine Lippen führte. Nafir ging fogar so weit, daß er, als er hörte, daß D'Brian eine vater- und mutterlose Waise sei, sich bereit erklärte, ihn zu adoptiren." ,, Und dieses Anerbieten lehnte Ihr Freund ab?" fragte verwundert Frau Elsler. " 1 ,, Er lehnte es ab!" bestätigte Mar. fagt das gofen b fehr ern Au nachrich auf den jegt stri fei, daß Rührig franzöft Großbritannien. Ueber die Thätigkeit eines Bolizeispiels schreibt das in Dublin erscheinende irische Journal United Ireland", daß es Beweise dafür habe, ba James M'Dermott. der Urheber der Dynamit- Verschwörung in Cork, der den Tod Deasy's im Gefängniß von Chatham veranlaßte, und Featherstone in die Strafanstalt sandte, ein Emiffär im Solde der Polizei ist, und daß die von dem Schur Ten geplanten Ausschreitungen einen Theil einer unacheuren Verschwörung bilden, die vom Size der irischen Erefutive ( Dublin Castle) aus geleitet und aus dem Geheimdienst Fonds" unterhalten werde. Mehr als dies," Blatt- find wir jetzt in der Lage, behaupten zu tönnen, daß die Höllenmaschine, welche in voriger Woche gegen das Haus Mr. Huffer's in Edinburg zur Anwendung gebracht wurde, eine von dreien war, welche von M'Dermott nach Ke befördert und natürlich mit dem Golde der Regierung bezahlt waren." Zur Bestätigung dieser Behauptungen veröffentlicht das Blatt einen an den Herausgeber gerichteten Brief O'Do novan Roffa's. M'Dermott wird darin als der Dynamit Dämon bezeichnet. Gestern Abend gegen 6 Uhr fand unter einem Bogen der London Bridge eine Explosion ftatt, welche weithin vernommen wurde. Die Polizei bat sofort g eignete Untersuchungen angestellt; bis jetzt ist indessen über die Natur, die Entstehung und die Folgen der Erplofton no nichts bekannt. Eine große Menge Neugieriger sammelt fi fortwährend auf und in der Nähe der Brücke an. Einige Fenster Scheiben benachbarter Häuser sollen durch die Explosion ze trümmert sein. ,, Ei, welche Gründe hat er denn dazu?" fragte Frau Amberg. Sie sagen, daß er arm und eine Waise sei, und hier bot sich ihm ein föniglicher Name und ein fönigliches Vermögen dar. In der That, er muß eigenthümliche Gründe gehabt haben." Die hatte er auch; sei es, daß er gewisse Bedenken hatte, der Sohn der Sohn eines Feueranbeters zu sein; ſei es, daß eine Bekanntschaft, welche ich im Hause Nasir's zufällig erneuerte, ihn bestimmte, das Anerbieten abzuweisen." Was für eine Bekanntschaft war das," fragte Elsler, die Deinen Freund zu einem solchen Entschlusse bestimmen fonnte" " Ich hatte schon früher in der Faktorei zu Madras einen Engländer, Namens Barr, kennen gelernt, welchen ich im Hause Nafir's wieder traf. Derfelbe hatte mir bereits früher eine Geschichte aus seiner Heimath erzählt, und diese Geschichte erhielt für mich jetzt ganz besonderes Interesse, seit D'Brian mich mit seinen Familienverhältniffen bekannt gemacht hatte. Ich erzählte dieselbe meinem Freunde wieder, welcher sich dadurch bestimmen ließ, das ebelmüthige Anerbieten Nasir's abzulehnen." Elsler, so hieß ja auch der Engländer, welcher sich damals, = gegen mehr fo die fren selben S fchloffen In wahle in erster fich auf laffung der Wo der Ref find 49 und 6 noch ni Dantas China. Daß die Chinesen nicht gewillt sind, harte Be dingungen zu akzeptiren, fich vielmehr für alle Eventualitäten rüften, dafür spricht eine Meldung des Pariser, Telegraphe wonach drei in England für Rechnung Chinas erbaute To pedoboote in ihre Theile zerlegt und nach Australien abge gangen seien, von wo sie nach Shanghai befördert würden Diese Nachricht, sagt das gedachte Blatt, tönne nicht über raschen, da bekannt sei, daß der„ Glencoe" der„ Glin Line", der nach China ausgelaufen sei, eine große Anzahl Waffen ge laden habe. Es ist von uns wiederholt schon darauf hinge wiesen, daß Frankreich vom völkerrechtlichen Standpuntt aus durchaus nicht berechtigt ist, Einspruch zu erheben, wenn irgend einem Lande an China Waffen und Kriegsbedarf ve kauft werden, denn- Frankreich und China befinden sich no immer nicht im offiziellen Kriegszustande. Das von den Frans aud daß es Jahre 1 nach V Brücke daß fte obwohl ( auch d Der Ne Frühjah Baurat ten Th Wahrsc etmast hies bienten, geben. Außerdem aber auch seine Adresse, er William Barr.. Ift Dir vielleicht der Vorname Mannes, welchen Du im Hause Nasir's kennen lernte, bekannt?" und au wachsen Zu Kaiferin Betr Friedri Miether Dorerit ftüde a irtsaus Auf die bung d die der die Ma gelegt Bferdee statt de Gesells geforder B Beit vo beendet worden und in 70 000 Des Arl toftet, aus ein g. zwischen obne je früh in Das H gen St erneuert Darin 31 um den nügende beseitigt lochten für die Es wär tungsa den, um licht au Et S be ich stör feine G Streuen, Seil er AL noch in flüftern 5 " Ich erinnere mich dessen nicht; doch glaube ich, be Mann hieß anders mit Vornamen. Jedenfalls ist nicht derselbe." Eins Was erzählte er Dir denn, das einen solchen bruck auf Deinen Freund machte?" fragte Amberg. Eine Geschichte aus seiner Heimath von ganz speziellem Interesse, welche meinen Freund bestimmte, unverzüglich " nach Schottland zu reisen. „ Er lehnte deshalb, wie gesagt, alle Anerbietungen ab und nahm als einzigen Gegendienst Nasir's nur eine Summe, welche ihn in den Stand sette, diese Reife an zutreten und außerdem das Versprechen, daß Nasir ih einen hinreichend langen Urlaub, vermöge seines Einfluffes, auswirken wolle." Apoftel indischer gabe if fich an bas He Herr Strieger Theilna glaubt, für die wissen vielleich tragen? Er Einer hand u ,, Also eigentlich verdanken wir es diesem Nabob, bas wir das Vergnügen haben, Dich in unserer Mitte zu sehen, fagte Amberg. des jungen Mannes angehört und namentlich hatte In der Nähe des Tisches, an welchem die Gesellschaft Platz hatte, saß eine andere, bestehend aus drei Herren, " Du nanntest den Namen Parr-" unterbrach ihn welche ebenfalls Raffee tranken. Sie hatten die Erzählung vor etwa zwanzig Jahren, bei uns nach der ehemaligen derselben dem ganzen Bericht eine besondere Aufmertiamfeit geschenkt. Es war das ein Mann von langem, hagerem Wuchs, glatt gescheiteltem, hinter das Dhr gefämmtem, " Ich gebe zu, der Name kommt häufiger vor, indessen langem blonden Haar, ein glatt rasirtes, hageres Antlis ist noch ein anderes merkwürdiges Zusammentreffen. Der in welchem sich die spitz vorragende Nase, das fpige Rinn und die geschlitten, fleinen Augen am unvortheilhafteften Geliebten Rodenburg's erkundigte." " Jedenfalls ein Anderer!" warf Mar leicht hin. Mann hat das Kind Frida's in Pflege gehabt und wünschte es der Mutter zurückzugeben, weil er nach Indien zu gehen ausnahmen. Er trug einen enganschließenden, langen, beabsichtigte." Nach Indien sind viele Engländer gegangen," erwiderte wünschte. schwarzen Rock, der bis oben hin zugeknöpft war, und ein bis auf das Rinn hinaufreichendes, weißes Halstuch. Max, der jetzt unruhig wurde und das Gespräch abzubrechen Mar seine Erzählung geendet, erhob sich diefer Frembe und machte gegen die Gesellschaft mit seinem langen Rann wohl sein!" führ Elsler unerbittlich fort. schlanken Körper eine Verbeugung, wobei er den langen in Pflege und ließen sich von ihm alle Bapiere und beugung lebhaft an die Windung einer Schlange erinnerte Hals ein wenig auf die Seite neigte, so daß seine Ber " Meine Eltern nahmen damals das Kind von ihm sonstigen Habfeligkeiten, welche zur Legitimation des Kindes Dann zog er den niedrigen, schwarzen Hut und sagte: unter b bas mit in Indi Heidenn und we bort me fämpfen thum n Glauber Intereff merben, bringen. Er u ihr Gel ali» 1 i »osen beliebte Zwittersystem der„Repressalien" kann somit leicht sehr ernste Schattenseiten zeitigen. Aus Japan wird über Boston gemeldet, daß laut Privat- Nachrichten die japanische Armee und Flotte in aller Stille auf den Kriegsfuß gebracht, und daß auch der Militärzwang jetzt strikte durchgeführt we de, so daß es nicht mehr möglich sei, daß Jemand fich loskaufe. Die Ursache dieser plötzlichen Rührigkeit sei unbekannt, doch stehe dieselbe zweifellos mit dem franzöfisch-chinefischen Kriege in Verbindung. Die Antipathien gegen China seien in Japan während der letzten Jahre nicht mehr so stark. Ferner beabsichtige die japanische Regierung, die fremden Gesandten zu einer Konferenz einzuladen, um der- selben Vorschläge zur Äcnderung der mit den Mächten ge- schloffenen Verträge zu unteibreilen. In Brasilien haben am 1. Dezember die Deputirten» wählen stattgehabt. Der Kampf drehte sich bei denselben in erster Linie um die Sllavenfrage, und das Kabinet hatte sich auf Seite derjenigen gestellt, welche eine beschleunigte Frei- lassung der Sklaven anstieben. Soweit bis jetzt die Ergebnisse der Wahlen bekannt sind, wurden 55 Gegner und 54 Freunde der Reformplänc des Kabinets gewählt; von den Gegnern sind 49 konservativ, 6 liberal, von den Freunden 48 liberal und 6 konservativ. Aus 16 Wahlkreisen sind die Ergebnisse noch nicht bekannt; sie werden über das Schicksal des Kabinets Dantas entscheiden._ Hommumtes. — Die Baudepmation, Abtheilung Ii, hat jetzt festgestellt, daß es nicht möglich ist, die auf Staatekosten erbaute, im Jahre 1875 auf die Stadtgemeinde übergegangene Moltiebrücke nach Vornahme gewisser Reparaturen noch zu erhalten. Die Brücke ist so mangelhaft, ihre Eiscnkonstmklion so verdorben, daß st« vollständig ahgedrochen und neu gebaut werden muß, obwohl dadurch sehr große Kosten erwachsen und der Verkehr struch der Pferde bahn verkehr) längere Zeil gestört werden wird. Der Neubau soll, wie die„Nar.-Ztg." meldet, im nächsten Frühjahr beginnen, und werden deshalb im Etat als erste Bauraie 200,000 Mk. die vielleicht nur den vierten oder fünf- ten Theil der Baukosten decken werden, eingesetzt werden. Wahrscheinlich wird die Brücke bei dieser Gelegenheit nock «was verbreitert werden. Gegenwärtig ist sie nicht sehr breit und außerdem dürfte der Fahrverkehr im Laufe der Jahre noch wachsen._ D o K n l e s. „ Zum Fortgang des Enteiguungsverfahrens für die «ailer-Wilhelmstraße wird uns berichtet, daß dasselbe nunmehr w Betreff der sämmtlichen zwischen Klosterstraße und Neue nriedrichstraße zu erwerbenden Grundstücke beendigt und den Wiethern schon zum 1. April k. I gekündigt ist. Es werden uocerst die weiteren Termine für die Enteignung der Grund- Nücke an der Pavenstraße biS zum Neuen Markt vor dem Be- jHkSausfchuß(Abtheilung des Polizeipräsidiums) stattfinden. Auf dieser Strecke handelt es fich namentlich um die Erwer- bung des Grundstücks der Patzenhofer'schcn Brauerei und um die der drei Häuser an der Ecke deS Neuen Marktes, wodurch bie Marienkirche wenigstens auf ihrer Thurmseite gänzlich frei- T'Iegt werden wird; auch wird damit die enge Passage der Pfirdeeisenbahn, resp. die Weiche derselben verschwinden, die «?tt des zwerten Geleises hier nothwendig wurde, weil sich die Gesellschaft mit dem früheren Besitzer des Eckhauses über den Siforderten Preis von 107,000 M, nicht einigen konnte. _ Bon der städtischen Straßenreinigung find in der -Kit vom 20. bis 30. v. M. in Berlin 33 344 Fuhren Schnee, Und m diesem Monat bis jetzt— die Abfahrt ist noch nicht beendet— etwa dieselbe Anzahl Fuhren Schnee abgefahren worden. Der Schneefall hat also das Abfahren von rund '5 000 Fuhren nötihg gemacht; da eine Fuhre 2 Mark— exkl. ?os Arbeitslohnes für sonstige Arbeiten zur Wepschayung— mottet, so kann man sich eine Rechnung über die der Stadt "us einem solchen Schneefall erwachsenden Kosten machen. . e- Eine umfangreiche Reuovirung des Holzpflasters «wischen den Pferdeeisendahnschienen in der OberwaUstraßc, odne jedoch den Pfcrdeeisenbahnbctrieb zu stören, ist gestern Lüh in Angriff genommen und dürfte mehrere Tage erfordern.