wer Drilo m großen biftelle bei Klink onnabend nt. ölkerun M., Abe tr. Nr. 7 uf der S er bean beiträge ug. Hero Beiträge ichtigen Mitgli äfte fin eins u m Sonn Gratm Thätig niffe ind Berkitätte nd Frag ung erfo ftattfin Fabrita mit der und die at: Set eder 3. Fran Mitgli nur Vorm bei müffen wiesen, on. tsschulb Milliar Nr. 15. Sonntag, 18. Januar 1885. II. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Boltsblatt fcheint täglich Morgens außer nach Sonne und Festtages. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mart, monatlid 1,35 Mart, wöchentlich 35 f. Boftabonnement 4 Mart. Einzelne Nr. 5 Bf. Sonntags- Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. ( Eingetragen in der Boftzeitungspreisliste für 1885 auier R. 746.) Jufertiousgebühr beträgt für bie 3 gespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 f. Arbeitsmart 10 31. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Jnferate werden bis 4 th Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Simmerstraße 44, sowie von allen Hanoncen Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Gxpedition Berfin SW., Bimmerftraße 44. Nusere Sozialgesetzgebung. Aus den lepten sozialpolitischen Debatten im Reichstage tann man ungefähr erkennen, wie weit der Gedanke eines Normal resp. Maximalarbeitstages bei den verschiedenen Parteien vorgedrungen ist. Früher und bis nabe an die jüngste Zeit heran war es die Arbeiterpartei ganz allein, die an dem Gedanken festhielt, daß die tägliche It werd Arbeitszeit durch den Staat resp. die Gesetzgebung firirt werben müsse; bie übrigen Parteien wollten dem Staate die Befugniß zu einem solchen direkten Eingreifen in die wirthschaftlichen Verhältnisse nicht zugestehen. Indessen tamen aus der sich erweiternden Diskussion sozialpolitischer Jdeen denn doch immer mehr Politiker zu dem Zugeständ beträniß, daß dem Staate ein solches Eingreifen nicht nur als Frankre ein Recht, sondern sogar als eine Pflicht zustehe. Die füb nen oder deutsche Volkspartei erkannte nach der Arbeiterpartei diese Pflicht zuerst an. Dasselbe Sugeständniß machten, wenigs ftens bis zu einem gewissen Grade, die Konservativen, nach dem ein Flügel dieser Partei, nachdem die chriftlich- soziale Richtung faum gewonnen, und nun hat sich auch die Zentrumspartei dazu bekehrt, wozu die Behauptung des Herrn von Schorlemer- Alst, die Arbeiterpartei habe ihre praktischen wirthschaftlichen Forderungen bei den Wahlen vom Zentrum Be 29, entlehnt, sich allerdings recht sonderbar ausnimmt. Herr w en, in brigen genen tbd Thi für Ihre Der nationalliberalen Partei ist der Gedante eines solchen Eins rieden zu greifens des Staates offenbar unsympathisch, während die Freifinnigen ftritte auf dem manchesterlichen Standpunkt stehen und jedes Eingreifen von Staat und Gesetzgebung in die wirthschaftlichen Verhältnisse perhorresziren. hon 3 zu- und jeden So Renz und Säger 91 bis genomme traße 10 Sonach hat sich der Gedanke der staatlichen Firirung der täglichen Arbeitszeit als solcher bei verschiedenen Barteien Bahn gebrochen; allein vorläufig hat derselbe teine bestimmte Gestalt gewinnen können. Man geftand die Berechtigung des Gedankens zu; von demselben Augenblick an aber ist man auch unausgesetzt und eifrig bemüht gewesen, benfelben abzuschwächen, ja theilweise faft in fein Gegentheil zu verfehren. Die pofitiven Forderungen der Konservativen nach dieser Seite hin treffen nur einen ganz geringen Theil des ungeheuren Krebsschadens, der aus der übermäßig langen Arbeitszeit refultirt. Das Zentrum dagegen hat sich die Sache ganz bequem gemacht, es hat einfach die Regierung aufgefordert, einen bezüglichen Gefeßentwurf vorzulegen. Es wird mit dem Wort„ Normalarbeitstag", seit die alten Parteien diese neue Forderung afzeptirt haben, schon ein agitatorisches refp. demagogisches Spiel getrieben; man Der Bo glaubt, die Arbeiter durch das bloße Wort zu gewinnen. e Landsb cbeits Arbei 2. Berl. Boll r. In der That tommt es darauf an, was man unter Normalarbeitstag versteht. Diese Forderung ging, aufrichtig genommen, immer dahin, die tägliche Arbeitszeit Rachbruc verboten.] 65 Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forfezung.) Friz hatte alle Noth, sich die Budringlichen abzuwehren und that es mit so viel Schonung und Rücksicht, wie irgend möglich; aller es gelang ihm erst, sich den Budringlichen ach fra zu entziehen, als er dem Wärter winkte, mit ihm die Gein Nürfellschaftsräume zu verlassen. tişkalen ig einer idung fen. in D geft gen Be ric Auch unter den sogenannten„ Bahmen" giebt es Einige, welche an den Gesellschaften nicht theilnehmen dürfen, weil dies immerhin etwas Bedenkliches haben würde. Von diesen befinden sich höchsteus zwei, drei oder vier in einer Belle, und auch dann ist für jede Belle ein besonderer Wärter nöthig, um sie zu verhindern, sich gegenfeitig anzufallen. So fand Frig einen gewißien Trohem, Mörder einer Frau, Schwester und seines Kindes. Er ist zeitweise ganz ruhig und ganz unschädlich, periodisch aber kehren seine Krankheitsanfälle und mit ihnen seine Mordlust wieder und dann schweben seine Kerkerges noffen in steter Lebensgefahr. Zum Lesen und Billardspielen werden auch diese anges halten, um sie zur Ruhe zu bringen; indessen ist es sehr gewesentlich zu verkürzen und diese Verkürzung durch ein Gefet fixiren zu laffen. Dagegen scheinen Bentrum und Konservative die eigentliche gebräuchliche Arbeitszeit nur um ein Geringes zu verkürzen und diese unwesentlich bleibende Kenderung mit dem Namen„ Normalarbeitstag" belegen zu wollen. Auch ist von diesen Parteien niemals betont worden, daß zur wirklichen Durchführung eines Normalarbeitstages eine äußerst scharfe und strenge kontrole gehört, eine Thatsache, welche die mehrfach in diesem Sinne schon bestehende Fabrikgesetzgebung häufig ganz oder theilweise unwirksam gemacht hat. Der Reichskanzler hinwiederum hat sich als einen en tschiedenen Gegner des Normalarbeitstages bekannt und dadurch den manchesterlichen Theil der Linken im ParLament eine große Freude bereitet. Die an seine Regierung gerichtete Forderung des Zentrums, einen auf den Normalarbeitstag bezüglichen Gefeßentwurf vorzulegen, beantwor tete er mit der Gegenforderung, das Zentrum möge seiner feits eine solche Vorlage machen. Aus alledem geht aber hervor: Niemand will gerne an diese Sache heran und die schön gedrechselten Redewenbungen des Herrn von Hertling, die auf das Gefühl der Masse berechnet waren, fönnen uns barüber nicht hinweg täuschen. Herr von Hertling und seine Freunde wollen die Konzeffion einer staatlichen Feststellung der Arbeitszeit wohl bem Wort, aber nicht der That nach machen. Daher glaubten sie diplomatisch zu verfahren, indem sie die Regierung aufforderten, einen bezüglichen Gefeßentwurf vorzulegen. Was werden sie nun thun, wenn die Regierung nicht will? Die Herren mögen sich nicht auf das Kranken- und Unfallversicherungsgesetz berufen; das Opfer, das sie dort gebracht haben, war so klein, daß es kaum ein Opfer ge= nannt werden kann. Die Arbeiter bezahlen doch die Roften jener Versicherung fast ausschließlich selbst, wo soll also da für die Unternehmer ein Opfer" steden? malarbeitstag erforderlich wäre, um eine den Arbeitern Nehmen wir an, daß ein neun- oder achtstündiger Nor günstigere Wendung in unseren Erwerbs- und Produktions verhältnissen herbeizuführen; nehmen wir an, daß eine äußerst scharfe und gewissenhafte Kontrole zur Durchführung einer solchen Maßregel unerläßlich ist wer mag glauben, daß Zentrum und Konservative dazu die Hand bieten werden? Wir glauben es nicht und es wird sich zeigen, daß wir damit Recht haben. Man sollte es kaum glauben, welche tausend und abertausend Gründe an den Haaren herbeigezogen und mit der Miene der Weisheit, ja der Humanität ausgeframt wer den gegen die so einfache und humane Forderung, dem Arbeiter so viel freie Zeit zu gewähren, als er zu seiner fich dem Korridor näherten, welcher in die Frauenabtheilung führt, hörten sie ein lautes, grimmiges Schimpfen, eine Frauenstimme, welche drohte, den Direktor, die Wärter, die Aerzte so zu trattiren, wie sie Ned, ihren ungetreuen Liebhaber, trattirt habe; diesen nämlich hatte sie erwürgt. Der Einfluß der Disziplin aber war auch hier so groß, daß bei dem bloßen Geräusch des Schlüffels in der Thür diese Xantippe von dannen schlich und ihre Drohung still verschluckte. Ein mörderisches Weib bietet einen viel widerwär tigeren Anblick, als ein männlicher Mörder, und so erregte denn auch der Anblick der Bewohnerinnen dieser Abtheilung in Friß ein unangenehmes Gefühl, einen Widerwillen, welcher ihn veranlaßte, sich hier nicht allzulange aufzuhalten. Die Gänge durchstreifend, trieb er seine Schritte zur Eile an, da das von vielen Seiten ertönende Geschrei der hysterischen Anfälle ihn auf's Schmerzlichste berührte. Mit Lesen oder ernstlichen Arbeiten beschäftigt fand er nur sehr wenige, doch waren auch einzelne in Küche und Waschhaus thätig. Um die Verbrecherstation von Bethesda in ihrem ganzen Schrecken kennen zu lernen, muß man sich in die sogenannte gefährliche Abtheilung begeben, wo diese furchtbare Krankheit ihren Gipfel erreicht hat. männi fährlich, fie zu anderen Arbeiten auzulaffen, man nicht Theile der Anlagen, welcher mit ſtarten, eiſernen Geländern ng sten Syfte de. Iswissens El Boltabl wagen darf, ihnen Werkzeuge, wie Spaten, Meffer, Scheeren oder selbst Nadeln und Zwirn anzuvertrauen. Die Ungefährlichen bekommen zum Essen stumpfe Messer und Gabeln, um den Schein zu wahren; diese Gefährlichen unter den Bahmen hingegen erhalten das Fleisch in kleine Würfel zerschnitten und dürfen sich nur eines Hornmessers und Löffels beim Effen bedienen. Bevor Frizz diesen Theil der Anstalt verließ, besuchte er noch die Frauenabtheilung, die er im Großen und Ganzen denselben Regeln unterworfen fand, nur daß ihre größere Verdrießlichkeit, Eitelkeit und ihr übertriebener Muthwillen mehr Vorsicht nöthig machten. Schon als sie Hier sind alle die Männer eingesperrt, deren mörderis scher Hang und Liebe zum Blutvergießen fast unauslöschlich scheint. Frith fand die Kranken beim Eintreten in einem umgeben ist. Man hatte innerhalb der hohen Mauer diesen Kleinen Raum, welcher einige Bäume und einen fleinen Rafenplay enthielt, eingefriedigt, um die Gefangenen eine Stunde täglich frische Luft schöpfen zu lassen; man ließ aber ihrer nicht zu viele auf einmal hinein, weil man bei ihnen feinen Augenblick sicher war vor dem Ausbruch ihrer Mordlust. Eine genügende Anzahl Wächter war stets bei der Hand, um sie zu beaufsichtigen und sie zu bewältigen. wenn sie in ihrer Mordsucht sich gegenseitig anfielen, was häufig genug vorkam. Als Friß mit dem Wärter sich näherte, sprang ein Mann an das Gitter. Er faßte die Eisenstange und schüttelte sie wie ein wildes Thür, Bildung und Erholung bedarf. Man ist erstaunt, wie hart näckig fich einzelne Parteien der Wiederherstellung der durch den Industriebetrieb vielfach gestörten Familie widersehen. Nun, diese sozialpolitischen Debatten sind nicht die legten gewesen und unsere wirthschaftlichen Zustände wer den die Forderung eines Normalarbeitstages in fürzester Frist wieder auf die Tagesordnung des Parlaments erscheinen laffen. Dieselben wirthschaftlichen Zustände wer ben es auch mit sich bringen, daß die gefeßgebenden Fak toren fich die Frage, ob ein Normalarbeitstag einzuführen sei oder uicht, noch gründlicher überlegen werden. Politische Webersicht. Koalitionsfreiheit nennt man die den Arbeitern durch die Gesetzgebung gewährte Freiheit, sich in Verbänden resp. Vers einen zu organiftren, öffentliche und Vereinsversammlungen abzuhalten um auf diesem Wege ihre Interessen zu wahren. Diese Freiheit wurde feiner Bett den Arbeitern unter dem Hin weis zu Theil, daß, nachdem man die Gewerbefreiheit eingeführt und dadurch der Macht des Kapitals freien Spielraum gewährt habe, es nun auch der Gerechtigkeit entsprechend sei, Interessen bis dahin entgegenstanden. Die Deutschen Ara wenn die gefeßlichen Bestimmungen beseitigt würden, welche der Vereinigung der gewerblichen Arbeiter zur Wahrung ihrer tigung Gebrauch gemacht; die verwandten Berufsgenossen ors beiter haben natürlich stets von der ihnen zustehenden Berech ganifirten sich in den verschiedenen Städten und Orten und in manchen Gewerbszweigen erstreckten sich die Organisationen über das ganze Reich. Doch fast alle diese Organisationen befinden fich feit den bestehenden Ausnahmegesezen in einer bedenklichen Situation, deren Unsicherheit namentlich dadurch erhöht wird, daß heute Niemand mehr weiß, was politisch resp. was unpolitisch ist. Das preußische Vereinsgefeß gestattet politischen treten und danach Auffaffung der preußischen Gerichtshöfe Vereinen nicht, miteinander in irgend welche Verbindung zu die Besprechung der gefeßlichen Regelung der Ar beitszeit als Politit" angesehen wird, so ist eine Organisation der Fachgenossen einer Branche über das ganze Reich fast zur Unmöglichkeit geworden. Denn selbst wenn das Statut noch so vorsichtig redigirt ist, und wenn auch Alles vermieden wird, was irgendwie nur nach Politik aussteht, so ist dennoch dürfte die genaue Grenze bis jetzt noch von feinem Sterblichen geNiemand im Stande, die richtige" Grenze zu finden. Uebrigens funden sein.- Solche unsicheren Verhältniffe verhindern aber eine widerstandsfähige, kräftige Gewerkschaftsbewegung und machen bie den Arbeitern ausdrücklich gewährte Koalitionsfreiheit illu sortsch. fortsch. Es ist ein fortwährendes Hangen und Bangen", unter dem die Fachvereine heute vegitiren; die Fach- resp. Ge werkvereine fönnen, so lange fte sporadisch wirken, sich nicht in dem Maße, wie es nöthig ist, gegen die herabseßung der Löhne und Verlängerung der Arbeitszeit schüßen, und sobald fie eine Organisation über ganz Deutschland anbahnen, hängt ist noch nicht Alles, was heute die Arbeiter an dem Gebrauch das Damollesschwert der Auflösung über ihnen.- Doch dieses während er seiner Wuth in den gräßlichsten Flüchen Luft machte. Zurück da, Geoffrey!" sagte der Wärter, indem er mit dem Bleiknopf seines Lebensvertheidigers ausholte und that, als ob er ihn auf die Hände schlagen wollte. Der Mann sprang augenblicklich vom Gitter zurück, stieß ein markerschütterndes Lachen aus und schritt in den Hintergrund der fäfigartigen Einfriedigung zurüd. Diefer Mann ist der Gefährlichste", wandte sich der Wärter an Rodenburg; ,, man darf ihn nie am Gitter bulden, wenn man sich in der Nähe befindet. Er würde einen, Aurichten, vielleicht gar tödten, wenn nicht schleunige Hilfe wenn man nicht sehr vorsichtig ist, im Nu packen und arg fäme." Auch ein Mörder?" fragte Friz. Ja, und dabei ein sehr schlimmer! Er hat eine großen Anzahl grausamer Mordthaten begangen und wird hier von uns am strengften bewacht und von seinen Genossen am meisten gefürchtet. Er übt über alle Anderen eine gewisse Autorität; sie fürchten ihn und darum gehorchen sie ihm. Er verlangt fortwährend herausgelaffen zu werden und arbeiten zu dürfen; aber eher dürfte man einem Tiger die Wartung von Kindern anvertrauen, als diesem Manne Messer oder Werkzeuge." tulöser Mann mit röthlichem Haar, der die Ankommenden In der Nähe des Gitters stand ein untersetter, mus anlächelter mann fieht wahrlich nidji ats nicht aus, wie ein gefähr licher Verbrecher," meinte der Arzt. Da haben Sie Recht," erwiderte der Wärter.„ Von Angesicht zu Angesicht darf man ihm schon trauen; aber wehe, wer ihm den Rücken wenden würde... Er hat die Manier, Jebem, der seinem Lächeln und seinem freundlichen Geficht traut, im unbewachten Augenblid sofort in den Rücken zu fallen und ihn zu würgen. Wir müssen unaufhörlich ein Auge auf ihn haben... Diese kleinen Schwä then abgerechnet, ist er ein ganz ungefährlicher Mensch." Ist der Mann ein Doktor?" fragte der Rothhaarige den Wärter. $ der ihnen gefeßlich zustehenden Koalitionsfreiheit hindert; das| hinzuwirken gesucht. Es waren im verflossenen Spätsommer Ausnahmegeset giebt den Polizeibehörden das Recht, VerSammlungen, von denen durch Thatsachen die Annahme ges rechtfertigt ist, daß sie den im Ausnahmegeset verbotenen Bes strebungen dienen sollen, zu verbieten und Versammlungen, in wel chen derartige Bestrebungen zu Tage treten, aufzulösen. Nun frägt fich aber, ob unter verbotenen Bestrebungen auch solche zu verstehen sind, die sich zur Erreichung rein gewerblicher Vortheile geltend machen? Unseres Wissens nach hat das nicht in der Absicht der Geseggeber gelegen; thatsächlich find aber in lepterer Zeit auch vielfach derartige Versammlungen auf Grund des Sozialistengesetzes aufgelöst. Einige Male find so weit uns bekannt derartige Verbote resp. Auflösungen rückgängig gemacht worden, aber oft, und wohl in den meisten Fällen, wird feine Beschwerde eingereicht, weil eine solche für die Beschwerdeführer, selbst wenn das Verbot nachträglich aufgehoben würde, doch völlig gegenstandslos geworden ist, da die verbotene, resp. aufgelöste Versammlung der Vergangenheit angehört, und doch nicht wieder hergestellt werden kann. - Es liegt uns fern, zu behaupten, daß die Polizei behörden in solchen Fällen gefliffentlich ungefeßlich gehandelt haben; unter dem Ausnahmegefeße ist die Grenze, welche auch Die Bolizei inne zu halten hat, eben schwer zu bestimmen; aber die Thatsache läßt sich nicht wegleugnen, daß die Koalitionsfreiheit schließlich ganz in Frage gestellt ist. So kann z. B. schon das einmalige Verbot einer Versammlung Strikender dazu führen, daß der Strike erfolglos wird und zu Gunsten des Unternehmers endigt. Wir glauben aber, daß es heute mehr wie je nothwendig ist, auf die Berbefferung der Lage der arbeitenden Bevölkerung hinzuwirken und am wenigsten tann es in der Abficht der Reichsregierung liegen, derartigen Be strebungen der Arbeiter auf gewerblichen Gebiete entgegenzutreten. * * und Herbst Emissäre dieser Kaffe auch in der Provinz Hannover in Thätigkeit, und es ist in der That an manchen Orten die Bildung solcher Zweigvereine dieser eingeschriebenen Hilfetasse gelungen, deren Mitgliedschaft von denjenigen der Crts und Fabrik oder Betriebskrankentañen nach gefeßlicher Crts und Fabrit oder Betriebskrankentañen nach gesetzlicher Vorschrift befreit. Die Vortheile, welche diese Mitgliedschaft im Vergleiche mit derjenigen der Drts und Fabrit Raffen bietet, gleichen sich zwar mit den höheren Beiträgen zu der Hamburger Krantentasse aus, so daß im Grunde genommen, petuniäre Vortheile aus dieser Mitgliedschaft nicht erwachsen. Allein der Zusammenhang der sozialdemokratischen Elemente, welcher durch diese Bugehörigkeit zur genannten Hamburger Kaffe hergestellt wird, zieht doch stark an. Außerdem hat der Verein deutscher Tabalsarbeiter in dem Gewerkschafter" fein Verein deutscher Tabalsarbeiter in dem Gewerkschafter" sein besonderes Drgan, welches den Zusammenhalt wesentlich förbert. Die Folgen dieser Krankenkassen Organisation machen fich schon fühlbar, indem die Mitglieder der Hamburger Kaffe in der Regel nur da Arbeit nehmen, wo fie eine Filiale ihrer Kaffe antreffen, und, wenn fte an anderen Orten Arbeit ge nommen haben, diese bald wieder aufgeben, falls es ihnen nicht gelingt, auch in diesem Orte eine Filiale ins Leben zu rufen. Diese Energie und Ausdauer würde alle Anerkennung verdienen, wenn sie nicht eben mit der Förderung der Sozial Es wird gewiß demokratie in engster Verbindung stände."- Es wird gewiß Niemand bezweifeln, daß es unter den Bigarrenarbeitern Sozialdemokraten giebt, vielleicht sogar recht viele, aber was hat die politische Gesinnung mit den Krankenkassen zu thun? Der die politische Gesinnung mit den Krankenkassen zu thun? Der Kranke bedarf der Hilfe, gleichviel welcher Partei er im bürger lichen Leben angehört und keinem Arbeiter wird es einfallen, die Aufnahme in eine solche Raffe von der politischen Gefin nung des Aufzunehmenden abhängig zu machen. Was die Bigarrenarbeiter, sowie überhaupt alle Arbeiter mehr zu den freien Hilfskaffen hinzieht, das ist die freie Selbstverwaltung. Die Arbeiter wollen auch ein Wort mitreden, wo fte zahlen müssen und das kann ihnen wahrlich kein vernünftiger Mensch verdenken. Die Stellung des Reichskanalers zu dem Antrage v. Hertling, giebt der Wes. 8tg." zu folgenden Ausführun gen Anlaß: Die Stellung, welche der Reichskanzler in der beutigen Sigung des Reichstages gegenüber den Anträgen des Abg. v. Herfling u. s. w. eingenommen hat, hat vielfach überrascht; aber man muß sich erinnern, daß die heutigen Eiflärungen des Reichskanzlers im Wesentlichen mit denjenigen übereinstimmen, welche er schon vor zwei Jahren anläßlich der Interpellation des Abg. v. Hertling abgegeben hatte. Man wird also gut thun, aus dem heute hervorgetretenen Gegensat auf dem Gebiete des sogenannten Arbeiterschutzes keine weit gehenden Konsequenzen bezüglich der Stellung des Reichsfanglers zu der Sozialpolitik als folder an ziehen. Neu ist nur, daß der Reichskanzler den arbeiterfreundlichen Charakter der Getreidezollerhöhung hervorzuheben für nöthig hielt. Sn dieser Hinweisung steht er fich jedenfalls von der konservativflerifaren freien volkswirthschaftlichen Vereinigung überflügelt, die den Weinzoll auf 4, den Roggenzoll auf 3 Matt erhöhen will. Leider hat es bis jetzt nicht den Anschein, als ob die Arbeiter dieser Art von Freundlichkeit einen Werth beilegten." Eine Abänderung der Gewerbeordnung wird von Tonservativer Seite wiederum geplant. Die Abänderung erstreckt sich auf vier Punkte. Nach§ 14 der Gewerbeordnung muß von dem Beginne des Betriebes eines selbstständigen stehenden Gewerbes der Behörde Anzeige gemacht werden. Nach Abficht der Konservativen soll nun mit dieser Anzeige der Nachweis der Befähigung zur selbstständigen Ausführung der gewöhnlichen Arbeiten des betreffenden Gewerbes verbunden werden. Die handwerksmäßigen Betriebe, bei denen dies erforderlich, sollen durch den Bundesrath bestimmt werden. Der Nachweis würde zu erbringen sein durch das Lehrzeugniß und ein Arbeitszeugniß über eine mehrjährige Thätigkeit als Gefelle oder Gehilfe oder als Arbeiter in einem dem betreffenden Gewerbe analogen Fabrikbetriebe. Die Nachweise können auch durch ein Beugniß einer staatlich anerkannten gewerb lichen Unterrichtsanstalt erbracht werden, sofern in derselben zugleich für praktische Ausbildung gesorgt ist. An zweiter Stelle foll§ 100e der Gewerbeordnung dahin abgeändert werden, daß die Behörde einer Innung, welcher mehr als die Hälfte der Arbeitgeber des betreffenden Gewerbes angehört, auf deren Antrag die in dem§ 100 e enthaltenen Befugnisse zu verleihen hat. Bisher war dies nur geffattet, wenn die be zügliche Innung fich auf dem Gebiete des Lehrlingswesens be währt hatte. Drittens wird beantragt, die Behörde solle einer Innung, zu welcher mehr als die Hälfte der Arbeitgeber gehört, die Berechtigung auf deren Antrag ertheilen, selbstständige Ge werbetreibende in dem Bezirke, fowie ihre Gesellen zur Betheiligung heranzuziehen, indem sie den für die Innung getroffenen Einrichtungen beitreten, z. B. Fachschulen, Gesellenund Meisterprüfungen und Unterfügungskaffen. Der vierte Punkt des Antrages endlich betrifft das Verhältniß der Arbeit geber zu den Arbeitnehmern und die Arbeiterschutzgesetzgebung. An Sonn- und Festtagen sollen die Arbeiter zu Arbeiten nicht verpflichtet werden können, namentlich in Fabriken und bei Bauten soll die Sonn- und Festtagsarbeit ausgeschlossen sein. Bei denjenigen Gewerbetrieben, in denen regelmäßig Nacht arbeit stattfindet, soll an diesen Tagen nur von Morgens 6 bis Abends 6 Uhr die Arbeit ausgefeßt werden. Die bekannten Ausnahmebeſtimmungen find auch hier beigefügt. Wie verfeld- Köfering, ab. Die Versammlung nahm von Gingaben lautet, finden über diesen Antrag noch Verhandlungen mit anderen Fraktionen statt, nach deren Abschluß die Vorlage an den Reichstag gelangen soll. Die drei ersten Punkte zielen auf einen Rückschritt auf gewerblichem Gebiete ab. Mit der vierten Forderung können wir uns einverstanden erklären. Aber es werden auch wohl schließlich in Bezug auf diesen Punkt die freisenden Berge nur eine Maus hervorbringen. Ueber das Krankenkassengeset und das Verhalten der Bigarrenarbeiter zu demselben schreibt der nationalliberale ,, Hannoversche Kourier", Drgan des bekannten Herrn von Bennigsen, folgendes: Bei Ausführung des Krankenfaffengefeßes ist wohl in feinem Industriezweige so start auf Einführung besonderer, von den Drts- und Fabrittrantenkaffen getrennter Krantenfaffen hingearbeitet worden, wie in der Bigarrenfabrikation, jedoch nicht von den Arbeitgebern, sondern von den Arbeitnehmern. Die unter den Bigarrenfabrikarbeitern besonders start vertretene fozialdemokratische Richtung hat allenthalben auf Errichtung von Filialen oder Bweigvereinen der in Hamburg bestehenden Allgemeinen Kranten- und Sterbekaffe deutscher Tabatsarbeiter " Ja!" antwortete dieser; Herr Doktor Rodenburg, der Euch die Ehre erweist, Euch kennen lernen zu wollen." Sehr erfreut, sehr angenehm, Herr Doktor; meinen Dank für die Ehre, die Sie uns erweisen," rief der Wahnfinnige. Sie werden sehen, wir sind friedfertige Leute, fehr friedfertige. Der einzige ist Geoffrey, der stets Sant anfängt; das hat er aber von seiner Mutter geerbt, die eine Megäre war und ihre eigenen Rinder fraß." Er hatte kaum ausgesprochen, da stand plößlich der Mann, von dem er geredet, vor ihm, und er erhielt einen Fauftschlag in's Gesicht, daß er zurücktaumelte und heftig blutend zu Boden sant. Der Wärter steckte sofort den Schlüssel in die Thür, ein halbes Dugend anderer Wärter stürzte sich auf den Angreifer. Frit folgte ihnen und untersuchte, währene fie jenen gefeffelt hinausführten, den am Boden liegenden. Sein Nasenbein war zerbrochen, er mußte in das Lazareth geschafft werden. " " Dergleichen fleine Szenen erleben wir hier täglich," erklärte der Wärter, nachdem hinter den zurückgebliebenen Gefangenen die Thür wieder geschloffen war. Das ist hier nichts Neues; es ging heute noch gelinde ab. Uebrigens flört dieser fleine Zwischenfall die Freundschaft der beiden Berbrecher nicht; sobald fie wieder zusammenkommen, schmieden fie auf's Neue mit einander Komplotte zu ihrer Entweichung." Kennen Sie einen Mann in der Verbrecher AbtheiIung mit Namen Garrid?" ,, D, gewiß!" antwortete der Wärter. Es ist der Mann, der bort so stumpffinnig in der Ede sist und dem Tumult auch nicht einen Blick zuwendet." Er deutete auf einen muskulösen Mann, herkulisch ge= wachsen, welcher auf dem Rasen niedergekauert saß und mit den Augen gen Himmel starrte, als ob er die Bildung der Kleinen Wöllchen dort oben studirte. Er nahm an dem, was um ihn her vorging, fast gar nicht Theil. Welches ist das Verbrechen, daß dieser Mann be ging" fuhr Frig, sich an den Wärter wendend, fort.! ,, Er hat ein Kind ermordet!" war die Antwort. " getragen es erhie 11 498 a Afrikanisches. Mit derselben Schnelligkeit, mit berben Kos bisher die deutschen Flaggenentfaltungen folgten, so fan der Stid die Voff. 3tg."- häufen sich jest weniger günstige richten, und wenn auch die Bedeutung der verschiedenen dungen noch nicht im vollen Umfange zu übersehen i wird man sich der Hoffnung auf eine glatte Durchführung friedlichen und wenig kostspieligen Kolonialpolitik taum hingeben dürfen. Den meisten Kredit in der öffentlichen nung besaß noch diejenige Kolonie, aus der jest recht begeftimmt liche Nachrichten einlaufen, Kamerun. Man erinnert wie weitgehende Hoffnungen auf die deutsche Koloni Kamerun wegen ihres reichbevölkerten Hinterlandes gel wurden, durch welches man sogar einen Weg zur Erschlie Zentralafrikas zu gewinnen hoffte. Bei all diesen Berechnu spielte das Kamerungebirge selber eine hervorragende schon als gesunder Zufluchtsort für die Europäer, welche die Bedürfniffe des Handels für gewöhnlich in den fump zu wohnen gezwungen ungesunden Fluß- Deltas = 21,57 p Stimmer waren Kandidat 59,49 40,25 p waren 38 456 g Deutsch fraten 18 Wahltret haben 15 didaten Die Kons 1709 gle fünften S davon h bielten 10 946 gleich 41 waren 18 16,494 g Den Deu gleich 15 Wahlkrei flimmten von den Den Sozi Der Gebirgsstod scheint aber für Deutschland jest durch die Umtriebe des Herrn Schulz Rogozinofi loren zu sein, dessen weiteres Bestreben dahin geht, nun auch die Handelswege ins Innere abzuschneiden. dadurch die deutsche Befizung fast werthlos und von Gnade des Hinterlandsbesizers abhängig werden w hat das afrikanische Syndikat schon deutlich in einem der j vom Reichskanzler im Reichstage verlesenen Schreiben a sprochen. Wie weit die Bestrebungen des Polen von getrönt waren, läßt sich zur Zeit noch nicht übersehen, ba legten Berichte nicht über den September vorigen Jahres ausgehen. Man darf daher auf weitere Nachrichten aus Gegenden gespannt sein, die vielleicht auch Aufklärung einen etwas dunklen Bunkt in dem aus Mandoleh, 14 tember, datirten Berichte des Herrn Rogozinsky bringt soviel wir wissen, bis jetzt unbeachtet geblieben ist. Sta er die polnischen Besitzungen am Kamerun aufgezählt under eng richtet hat, daß er dem englischen Konjul das Protettoral Diese Befizungen angeboten habe, erzählt er die Erti hiefs Brotettorates in folgender Weise: Am 28. Augu unterzeichnete ich und die Eingeborenen bezüglich unser fizungen in Bota einen Vertrag, traft dessen England fi pflichtet, die Intereffen unseres Landes zu schüßen, Autonomie und Flagge zu wahren, wofür wir versprache englischen Interessen in jenen Gegenden zu fördern". das für eine Flagge, deren Wahrung England verip hat? Nach Borbergegangenen fann man an die polnische denten. Sollte Herr Rogozinsky vie ein fleines polnisches Kolonialreich errichten wollen? würde jedenfalls ein Unternehmen sein, welches seine lichen völkerrechtlichen Schwierigkeiten haben dürfte." Dem Lokales. 2 74,898 33.96 p Freifinnig 24,465 gi fechften bavon st Kandidat Ct., die demofrate Da moderner worden mit dem der Bevö 1801 zäh 328 692 nungen b eine gefte Verwerth Wahlstatisti. Eine statistische Uebersicht des Wahl zum Reichstag am 28. Oftober 1884 in den sech schen Statistischen Amtes über die eingetragenen Wähler für Hiner Wahlkreisen konstatirt, daß für die sechs Wahlleis baus felt der Wählerliste 284 222 Versonen aufgenommen waren Bebauun möglichst noch ma Der vom Bundesrath beschloffene Gesezentwurf, be- Summe der in den Wählerlisten verzeichneten Beri Rönigstad die Bivilllage gegen diplomatische Vertreter auswärtiger Re gierungen ausschließen, sondern die Bivilflage gegen fremde Staaten, also auch die Beschlagnahme des Eigenthums frember Staaten auf deutschem Gebiete unmöglich machen, wie solche wiederholt in Kouponprozessen durch Beschlagnahme von Eisenbahnwaggons( Rumäniens) oder durch Beschlagnahme von Schiffen erfolgt ist. Die Klage gegen diplomatische Vertreter auswärtiger Regierungen ist bereits durch das bestehende Gesetz ausgeschloffen. gung als nicht wahlberechtigt 388 Personen gestrichen es verblieben somit 284 486 Wahlberechtigte. Die Re die in den einzelnen sechs Berliner Wahlkreisen am 28. D 1984 und später vollzogenen ordentlichen, engeren und wahlen zum Reichstage, find bereits bei Gelegenheit Wahlattes mitgetheilt worden, und wir wollen und nur auf eine summarische vergleichende Der Betheiligung bei den Reichstagswahlen in 1881 beam. 1884, wie fie von dem Statitistischen fonnten, Jahre an in denen fommen f rifdispofit Uebe war, wer bei den ä die für B stüde nur Gartenter unter dem Vorfiße des bayerischen Gesandten, Grafen v. LerchenDer Bundesrath hielt am Donnerstag eine Plenarfigung gestellt ist, beschränken, und bemerken hierzu, daß wir die ba wegen Erhöhung des Bolls für Getreide und andere landwirthschaftliche Erzeugnisse Kenntniß, beschloß die Vorlage be treffend die Impfung, den Entwurf eines Gefeßes wegen Abänderung des Bolltarifgefeßes vom 15. Juli 1879 und den Antrag Bayerns, betreffend die Bulaffung der auf bayerischen Lyzeen ausgebildeten Kandidaten der Medizin zur ärztlichen Brüfung, den zuständigen Ausschüffen zu überweisen und den Entwurf eines Gesetzes wegen Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushaltsetat für das Etatsjahr 1884/85 auf eine der nächsten Tagesordnungen zu setzen. Die mit der Vorberathung der Bollnovelle betrauten Bundesrathsausschüsse werden etwa Mitte der nächsten Woche ihre Arbeiten beginnen. Bis dahin dünften auch die ziemlich umfangreich gehaltenen Motive der Vorlage zur Berathung gelangen. Inzwischen hat auch die Freie wirthschaftliche Vereinigung" des Reichstags fich am Donnerstag Abend über die zu den Getreidezöllen zu stellenden Anträge schlüssig gemacht; dieselben verlangen die Erhöhung des Weizenzolles auf 4 Wharf und des Rogenzolles auf 3 Mart für den Doppelzentner. Ist der Mann zugänglich? Hat er lichte Augen blicke?" ,, Er spricht faft nie.... Wir haben zuweilen schon geglaubt, er sei geheilt, wenn er nicht von Zeit zu Zeit heftige Ausbrüche zeigte... Er befand sich bisher in der Abtheilung der Unschädlichen; nur zur Strafe, weil er dort einen Wärter anfiel, ist er augenblicklich hierher verfekt." Ich möchte mit dem Manne sprechen; führen Sie ihn in seine Belle." Garrid, stehen Sie auf!" rief der Wärter. Barrid wandte langsam feinen Ropf nach dem Sprecher und als dieser energisch mit der Hand winkte, erhob er sich und folgte langsam dem Befehl. " Dieser Herr, der Doktor, will Sie sprechen." Mißtrauisch und finster blickte Garrick den Arzt an. Was nüßt es," sagte er, daß ein Arzt mit mir fpricht? Db ich geheilt bin, oder nicht, das ist gleich; ich bin ein Mörder und muß doch hier bleiben... 3u wel chem Zwecke wollen Sie mit mir sprechen, Sir?" Um mich von Ihrem Zustande zu überzeugen," antwortete Fritz mit Mäßigung, um sich das Vertrauen des Patienten zu erwerben." Haben Sie die Güte, diesen beiden Wärtern in Ihre Belle zu folgen, wo ich mit Ihnen sprechen will; es ist doch vielleicht zu Ihrem Besten. Sie haben vielleicht doch nicht nöthig, Gefangner in dieser Anstalt zu bleiben. Wab Jahr 1881 betreffenden Ziffern in Klammern, den Riffe hinten vi 1884 nebenanftellen. Demnach waren bei den ordentlich Wahlen vorhanden im Jahre 1884 eingeschriebene zu Bauz 284 222( 1881: 218,713), davon haben geftimmt 1884 197 und oder 69,46 pt.( 1881: 167 882 ober 76,76 pSt.). Es ethi geschofftge Die Kandidaten: von Deutsch Freifinnigen im Jahre 71 000 oder 35,97 pCt.( 1881: 89 216 oder 53,14 pt.), 18 toat Berlin 1854 un den Konservativen 1884 55 976 oder 28,36 pCt.( 1881: 45% mit den 3 34,72 pet.( 1881: 29,959 ober 17,85 pCt.). Mithin ober 27,05 pt.), von den Sozialdemokraten 1884 68 535 alten Beft 1884 mehr eingetragen 65 509 Wähler, es haben mehr ftimmt 29 527, jedoch ging der Prozentsaz der Stimmend Die Deutsch Freifinnigen verlo um 7,30 pбt. zurüd. Architekter bann im S wickelnde nach welch wird X 17 vativen gewannen 10 591 Stimmen oder 1,33 pot Tiefe des gegen 1881 18 216 Stimmen oder 17,17 pCt., die Kon; Sozialdemokraten gewannen 38 576 Stimmen oder 16,87 resp. mehr S Bei den engeren resp. Nachwahlen stellt sich das flügeln er Bauten, hältniß folgendermaßen: Bei der engeren Wahl des zwe wo der S gestimmt 40 032 gleich 70,31 pct. Es erhielten die Kandid Wahlkreises waren 56 933 eingetragene Wähler; davon ha von den Deutsch- Freifinnigen 23 797 gleich 59,44 pt. Men diefer Leute hinein. Mr. Gefferson und die anderen thun das nie, sondern lassen sich immer von Mehreren uns begleiten." Run, wenn Sie es für nöthig halten, so mögen mitkommen," sagte Frig. Der Wärter blieb an der Thür stehen, seinen Lebe vertheidiger in der einen, feinen Dolch in der andern während Frizz fich dem Kranken, der sich trogig an Tisch lehnte, näherte. Wie lange find Sie in der Anstalt?" fragte frikgut zu n " Seit neun Jahren!" war die Antwort. Sie waren in Inverneß angeklagt?" " Ich habe ein Rind ermordet!" Ihr Kind?" Garrid zögerte ein wenig mit der Antwort; trauisch blidte er den Arzt an. " 1 Nein, nicht mein Kind," antwortete er, ein fre Wie alt war das Kind?" „ Sechs Jahre!" " Sie erwürgten es?" vor den Assisen in Inverneß bekannte." " Nein; ich habe es lebendig begraben, wie ich Lebendig begraben! Frizz schauderte. Mannes, Schritte die einem ten. Die Biemlich ru Wer um uns a Friz habe, um Er bamit eine Thema. " Sie Ja! 81 Und Dor welche abe Mörder ſe Wo Wal " Bu Bum rglos. Ein Der S Obwohl der Mann ein abstoßendes Aeußere hattoefen; ber er doch nicht aus, als ob er folcher That fähig wäre. Wirus Frig bemerkte, daß diese seine Aeußerung einen Strahl Geficht war nicht das eines Verbrechers, eines falten beffen der Hoffnung auf dem düfteren, melancholischen Gesicht Buchstaben Bnben hat ders, wie dasjenige fast aller feiner Genossen; in feinit Ausna Augen lag fogar ein Ausdruck von Treuherzigkeit, ja Bereitwillig schritt derselbe den beiden Wärtern nach, Dffenheit. Er hatte nicht diesen versteckten, unftäten& welche ihn in das Gebäude zurück, in feine Belle des bösen Gewissens, obwohl er, wie Frig bereits wu feineswegs so wahnsinig war, daß ihm die Erinnerung führten. Die Zimmer diefer Jrren sind natürlich stark befestigt. Sie sind mit sehr starken Thüren versehen und so möblirt, daß den Gefangenen, die Möglichkeit Waffen zu verbergen, wie Steine, Messer, Stöcke oder dergleichen, ganz ge nommen ist. Frig wollte dem Manne sofort in die Belle folgen, sein Führer aber warnte ihn. Herr Doktor, wagen Sie sich nicht allein zu einem feine That gänzlich entschwunden wäre. Daß die Anf ach feinen Welche Veranlassung hatten Sie zu dieser schredlion Glenn " Ich beging fie im Auftrage eines Andern", antwoornehme That?" forschte er weiter. er wieder nach einigem Sögern. Doch par unmö ,, Und wer war der Mann, der Sie zu dieser Schand, sein Ein boshaftes Grinsen flog über das Geficht that antrieb?" be it, mit der so far ünftige hiedenen Derfehen i hführung tif taum entlichen Den fump wungen and jest ogozinati in geht, hneiden. und von erden w nem der j Sreiben a = den Konservativen 15 850 gleich 39,59 pet. Stimmen. Bei der Stichwahl des dritten Wahlkreises waren 1881 26 805 eingetragene Wähler, es haben gestimmt 19 442 gleich 72,55 pet., es erhielten die Kandidaten von den Deutsch- Freifinnigen 11 498 gleich 59,14 pCt., von den Konservativen 4193 gleich 21,57 pCt., von den Sozialdemokraten 3691 gleich 18,98 pt. Stimmen. Bei der engeren Wahl des dritten Wahlkreises waren 1884 eingetragen 31 705 Wähler, davon haben t recht begeftimmt 22 229 gleich 70,11 pSt.; es es erhielten die erinnert Kandidaten von den Deutsch Freifinnigen 13 002 gleich = Kolonie 59,49 pCt., von den Konservativen 8948 gleich andes gel 40,25 pCt. Bei der engeren Wahl des vierten Wahlt: eises r Erschlie waren eingetragen 1881 54 775 Wähler, davon stimmten 38 456 gleich 70,21 pCt. Es erhielten die Kandidaten von den Berechnu Deutsch Freifinnigen 19031 gleich 49,49 pCt., die Sozialdemo agende fraten 18979 gleich 49,35 pet. Bei der Nachwahl im fünften , welche Wahlkreis waren 1881 21089 Wähler eingetragen, davon baben 15 036 gleich 71,30 pet. gestimmt. Es erhielten die Kandidaten von den Deutsch- Freifinnigen 9338 gleich 62,10 pCt., Die Konservativen 3911 gleich 26,01 pCt., die Sozialdemokraten 1709 gleich 11,37 pCt. Stimmen. Bei der engeren Wahl im fünften Wahlkreis waren 1884 26 910 eingeschriebene Wähler, davon haben geftimmt 18 968 gleich 70,49 pSt.. Es bielten die Kandidaten 10 946 gleich 57,71 pCt., von den Konservativen 7891 den Deutsch- Freifinnigen gleich 41,60 pet. Bei der Nachwahl im fünften Wahlkreis waren 1884 26,910 eingetragene Wähler, davon haben gestimmt 16,494 gleich 61.29 pCt. Es erhielten die Kandidaten von den Deutsch Freifinnigen 8643 gleich 52.40 pCt., die Konser vativen 5274 gleich 31.98 pet, die Sozialdemokraten 2520 gleich 15.28 pt. Stimmen. Bei der engeren Wahl im sechsten abltreise waren 1881 55,446 Wähler eingetragen, davon flimmten 35,680 gleich 64.35 pet. Es erhielten die Kandidaten von den Deutsch- Freifinnigen 17,947 gleich 50.30 pбt., von den Sozialdemokraten 17,378 gleich 48.71 Gt Stimmen. Bei t under der engeren Wahl des sechsten Wahlkreises maren 1884 rotettoral 4,898 Wähler eingetragen, davon immien 25,437 gleich 33.96 pt. Es erhielten zie Randicaten von ten DeutschFreifinnigen 722 gleich 2.84 pCt., von den Sozialdemokraten 24,465 gleich 96.18 pSt. Stimmen. Bei der Nachwahl im fechften Wahltreise waren 1884 74,898 Wähler eingetragen, bacon stimmten 35,003 gleich 46.73 pet. Es erhielten die Kandidaten von den Deutsch- Freifinnigen 7546 gleich 21.56 pCt., die Konservativen 7027 gleich 20.68 pet. und die Sozial bemofraten 20,327 gleich 58.07 pCt. Stimmen. En von Cif rfeben, da en Jahre hten aus fflärung oleh, 14 bringt ift. Na Die Erti 8. Auguf hunfer gland fi hüßen, Dersprache ern". W nd versp It man insty pic wollen? 8 seine fte. " 1 Don Das fogenannte Berliner Zimmer" ist für die modernen Berliner Wohnhausbauten geradezu charakteristisch worden. Soin Entstehen hängt, so schreibt die ,, Magd.- 8tg." mit dem nach den Befresnafriegen konstanten Wachsthum der Bevölkerung Berlins aufs Innafte zusammen. Im Jahre 1801 zählte die Hauptstadt 176 709 und im abre 1840 bereits 328 692 Einwohner. Für diese Menschenmassen mußien Mob nungen beschaft werden, und es trat als unmittelbare Folge icht des eine gesteigerte Ausnutzung der Grundstüde, ein möglichstes Wäbler fil Verwerthen auch des kleinsten Fleckchen Erde zu Zwecken der Den fechBebauung ein. Während vor den dreißiger Jahren das Wohn= Wahltrele baus felten zu Spekulationszmeden und im Intereffe eines n waren; fo ba richen wa Refu ren und N Dit 28. O Belegenbeit Hen und 212 möglichst hohen Mietheerträgniffes aufgeführt wurde und wie noch manche Beispiele in der Friedrich, Dorotheen- und eten Be Rönigstadt beweisen, fast nur fene fleineren, ein- oder Benachr zweistödigen Häuser existirten, in welchen außer dem Bestzer höchstens noch zwei Familien zur Miethe wohnen fonnten, entstanden nunmehr von der Mitte der dreißiger are an jene bret- und vierstöckigen Mieths- und Binshäuser in denen bequem zwanzig oder dreißig Familien ein Unterfommen finden. Demgemäß entwickelte sich auch eine Grundrißdispofition, die von der bisher üblichen völlig verschieden war, wenn überhanpt von einem üblichen Grundrißschema" bei den älteren Bauten gesprochen werden kann. Waren früher die für Berlin so charakteristischen schmalen, aber tiefen Grundstücke nur mit einem Vorderhause besetzt worden, während sich De ben in B wit Uebe bie ba Wa DO en Biffe hinten vielleicht Stallungen und Remisen, nebst Hof- und n ordentli Gartenterrain befanden, so wurde nunmehr letteres ebenfals ebene zu Bauzweden verwendet, indem man daselbst Seiten 1884 197 und Quergebäude ). Es erhi geschossigen Jahre Berlin 14 pCt), Mithin toat in Höhe des dreis oder viers Border Baues aufführte. Die für erlaffene Baupolizei Ordnung Jahre 1854 und deren Revision vom Jahre 1868, welche % Dom ( 1881: 45 alte den zum Theil noch von 1641 und 1733 herrührenden 4 68 535 alten Bestimmungen gründlich aufräumte, so wie hervorragende Architekten, wie Stüler, Knoblauch, Higig und Ed. Tiek, haben dann im Wesentlichen dazu beigetragen, die sich neu zu entben mehr wickelnde Grundrißdispofition zu jener typischen umzugestalten, er Stimmen nach welcher heutigen Tages jedes Wohngebäude Berlins erbaut wird; ein Vorterhaus, dahinter ein hof von mindestens nigen verlo Die Ro 17 X 17 Fuß Flächenausdehnung und je nach der Breite und Kon 33 pot Tiefe des Grundstüdes ein oder zwei Seitenflügel und ein Der 16,87 resp. mehrere Quergebäude. Mit dem Aufführen von Seiten fich das flügeln entstand dann, als Spezialität der hauptstädtischen bl des awe Bauten, das vorgenannte„ Berliner Zimmer". Dort nämlich, ; davon wo der Seitenflügel an das Vorderhaus stößt, wird ein großer Die Kandid 9,44 pt. ba Men anderen Mehreren To mögen feinen Lebe Mannes, das den Wärter veranlaßte, sich sofort zwei Schritte zu nähern, denn er kannte bereits die Symptome, die einem Wuthausbruch dieses Patienten voranzugehen pfleg ten. Diesmal täuschte er sich jedoch, denn Garrid sagte Biemlich ruhig: Wenn das Geoffrey erfährt, daß Sie ein Spion sind, um uns auszuforschen, so bringt er Sie um." Friz fühlte, daß er einen falschen Weg eingeschlagen andern habe, um zu seinem Ziele zu kommen. trokig an Er hatte das Mißtrauen des Kranken erweckt und damit einen großen Fehler begangen; um denselben wieder fragte Frigut zu machen, begann er scheinbar ein ganz anderes Thema. Intwort; Sie waren Förster?" fragte er dann. " Ja!" " Und wohnten in Glenmoristan?" " Dort wohnte ich und dort wohnte auch meine Frau, welche aber davon geflohen ist, als sie hörte, daß ich ein ,, ein fre Mörder fei." wie ich Bere batte ig wäre. rglos. Wohin ist Ihre Frau geflohen?" Wahrscheinlich in ihre Heimath!" " Bu welchem Gebiet gehörte Ihre Försterei?" " Bum Gebiet von Davistown." erwiderte er ganz Ein Gedanke schoß Fritz durch den Kopf Der Mann war ein Unterthan des Lord Davis gebesen; der Mann hatte ein Rind in die Anstalt gebracht, es talten dessen Wäsche man den Namenszug ausgetrennt hatte, en; in feint Ausnahme eines einzigen Stückes, in welchem man die gigteit, ja Buchstaben A. D. und eine Grafentrone eingezeichnet ge= Bnben hatte. wußt unftäten bereits Erinnerung Daß dieser Garrid identisch sei mit dem, der Miß Elly bie Anstalt gebracht, konnte nicht zweifelhaft sein, denn ach feinem eigenen Geständniß war er Förster im Walde fer fredlion Glenmoristan gewesen... Ein vornehmer Herr hatte in beauftragt, das Rind hierher zu bringen; konnte dieser Doch nein! Was hätte den Lord bewegen können, sein diefer Shalind, sein einziges einer Jrrenanstalt zu übergeben? Das 8 Geficht ar unmöglich; und in welchem Zusammenhange stand das er befindliche und start frequentirte Rathswaage verlegt werden. Für die Aufnahme derselben ist bereits in dem nahe dem Ar beitshause errichteten Gebäude für mehrere Abtheilungen des neuen Präñdialgebäudes Vorsorge getroffen worden. Dieses Gebäude ist an der Ede des Alexanderplates und der neuen Straße belegen, welche der Alexanderplatz mit der Neuen Friedrichstraße verbinden soll. Die Rathswaage erhält ihren Plaz auf der neuen Straße zu belegenen Seite, weshalb auch bereits zum Auf- und Abfahren der die Rathswaaae in Anspruch nehmenden Wagen ein Theil der neuen Straße ge pflastert ist. Da diese Straße bis jest nur bis zu den Stadtbahnbogen fertiggestellt werden konnte, so müssen die auffahrenden Lastwagen innerhalb dieses Straßentheils wieder um tehren, um nach dem Alexanderplat abzufahren. Später fahren die Wagen entweder nach der Neuen Friedrichstraße oder durch die projektirte Parallelstraße der Stadtbahn ab. Einen Ueber bau, wie er bei den übrigen Rathswaagen vorhanden ist, er hält die neue Rathswaage nicht. Wie wir noch erfahren, findet am kommenden Mittwoch ein Termin statt, in welchem die gegen mehrere Miether des Arbeitshauses angestrengten Ermis fionstlagen zur Entscheidung fommen. Mit dem Abbruch des eigentlichen Arbeitshauses dürfte spätestens am 1. Februar be gonnen werden. Jetzt ist man mit dem Abbruch einiger fleiner Baulichkeiten beschäftigt, welche fich Miether auf dem zum Arbeitshause gehörigen Grund und Boden haben aufführen laffen. Raum angelegt, welcher meist durch ein in der abgeschrägten Ecke befindliches, dreigetheiltes Fenster sein Licht erhält. Der Zutritt zu diesem gewöhnlich in dämmeriges Halbounkel ges hüllten Berliner Zimmer" erfolgt vom Hauptkorridor aus. Auf der einen Seite hängt es mit den nach der Straße gelegenen Vorderräumen durch eine Flügelthür zusammen, während von seiner anderen Seite ein schmaler, dunkler Korridor zu den im Seitenflügel liegenden Schlafzimmern und zu der an der Hof treppe angeordneten Küche nebst Wirthschaftsräumen führt. Ein Uebelstand, der mit dieser Anlage verbunden ist, gipfelt darin, daß das Dienstpersonal, um nach den Vorderzimmern oder dem vorderen Eingange zu gelangen, die Berliner Stube paffiren muß. Alle bisher gemachten Versuche, eine Lösung zu finden, welche zweckentsprechender wäre, find als gescheitert zu betrachten. Die Anlage leichter, offener oder verglaster Gallerien an der Außenseite der Seitenflügel, die von der Küche an den Fenstern der Schlafzimmer und des Berliner Bimmers vorbei durch die neben der Haupttreppe liegende Nebenstube nach dem vorderen Eingange führen, find nur als Nothbehelfe zu bezeichnen. Die Berliner Stube bleibt also bestehen, so lange die typische Grundriß- Disposition unserer Miethshäuser teine andere wird. Die eigenthümliche Lage des Bimmers ist auf die Art seiner Benugung nicht ohne Einfluß geblieben: es dient vorzugsweise als Speisezimmer und bet benjenigen Familien, welche beschränkter wohnen, zugleich als gemeinsames Wohn- und Kinderzimmer, während die Vorderzimmer gewöhnlich für gesellschaftliche Zwecke und den Herrn des Hauses reservirt bleiben. Die echte Berlinerin hat in ihrem Berliner Bimmer" gewöhnlich in der Nähe des nischenartig ausgebildeten Fensters die Nähmaschine und das Klavier aufgestellt. Klavier aufgestellt. Ein gut Stück Familienleben pflegt sich daher in diesem Raume abzuspielen und die Jugenderinnerungen so manchen herangewachsenen Berliner Kindes" find Speziell mit dieser Stätte des traulichen Halbdunkels, des raffelnden Nähmaschinengeräusches, des disharmonischen Klaviergetlimpers, der täglichen Fütterung und des Duftes, welcher gewöhnlich aus der nahe gelegenen Küche bereinströmt, aufs Innigfte verknüpft. In den vornehmeren und moderneren Miethshäusern des Westens der Stadt trägt indeß das„ Berliner Bimmer" den erkluftven Charakter des Speisesaales zur Schau. Aus der Familienstube ist ein glänzender Raum geworden, welcher zu dem vornehmsten Versammlungspunkt der Bewohner und ihrer Gäste gehört. Diese Um wandlung hängt mit dem gesammten Aufschwunge, Aufschwunge, den unsere Architektur und unser Kunstgewerbe seit 1871 ge nommen haben, zusammen. Vor dieser Zeit war selbst in den vornehmsten Häusern der Königin Augufta- Straße das Berliner Bimmer" glatt tapezirt und sein Fußboden nicht einmal mit Parquet belegt; iegt vereinigen fich Architekt, Tischler, Bildhauer und Maler, um grade in diesem Raume Sesemble von der feinsten Schönheit au manen. Bwei oder drei Meter hohe Bannele von braungebeiztem Nußbaum-, Eichen Füllungen versehen, und oben durch ein vorladendes Sims oder Kienhols, welche durch Pilafter gegliedert, mit gefehlten abgeschlossen werden, in Verbindung mit einer Bekleidung der übrigen Wantfläche bis zum Deckengefims aus schwerer Velouroder gepreßter Ledertapete, eine tunstvoll behandelte Holz- ooc bemalte Stuffodecke und endlich reich geschnitte Flügelihüren, benen zuweilen gemalte Stillleben oder Majolikaplatten eingefügt find, bilden die durchaus nicht mehr seltene Ausstattung dieses Saales. Der farbige Fayenze- oder schwarze Marmorforation, so daß der weiße Kachelofen seligen Angedentens als Ramin bildet, ebenfalls ein bereits ständiges Requifit der Des definitiv beseitigt anzusehen ist. VIN Ueber die polizeiliche Ausweisung einer Dame bringt der B. B. C." eine Mittheilung, der wir über die näheren Umstände des Falles unter aller Reserve folgendes entnehmen: Vor einer Reihe von Jahren machte eine hiesige Dame die Bekanntschaft eines Russen, mit welchem sie sich schließlich verheirathete. Da aber die Ehe teine glückliche war, so wurde fie durch richterlichen Spruch wieder getrennt, worauf der ge schiedene Gatte nach seiner rufftschen Heimath zurückkehrte. Die Dame verblieb nach wie vor hier in Berlin. Seit jenen Ereigniffen find wieder Jahre verflossen, während welcher Zeit fie fich nicht hat träumen laffen, daß ste, eine geborene Preußin, die weder allein noch mit ihrem Manne Rußland je mit Augen Ruffin einen polizeilichen Ausweisungsbefehl gesehen, als erhalten würde, wie es ganz urplöglich dieser Tage geschehen Bergebens wendete die Bemaßregelte fich mit einer Beschwerdeschrift an den Oberpräsidenten, in welcher fie ibre preußischen Heimathsrechte geltend machte- ste wird abschlägig beschieden. Sie bat durch ihre, wenn auch wieder geschies bene Che mit einem Ruffen ihre Heimathsrechte verloren. Durch die Ehescheidung hat sie aber auch die ruffische Staatsange hörigieit verloren, falls fte fie überhaupt je besessen, so daß fte faktisch heimathlos geworden ist. Sie hat nun einen hiefigen Anwalt mit einem Gnadengesuch an die Kaiserin beauftragt. g. Durch den bevorstehenden Abbruch des Arbeitshauses auf dem Alexanderplatz zum Zwecke der Erbaung des BolizeiPräsidialgebäudes wird auch die sich gegenwärtig in demselben Verbrechen, dessen Garrick angeklagt war, mit diesem Kinde? Dffenbar in feinem, denn nach seinem eigenen Bekenntniß hatte er das Kind ermordet, lebendig begraben. Eine einzige Minute hatte genügt, um Frig alle diese Aufschluß zu erhalten, hier neuen Schwierigkeiten begegne, Erwägungen machen zu lassen. Er erkannte, daß er, statt immer mehr und mehr verdichte, und die größte Schwierigs daß das Dunkel, welches Elly's Vergangenheit umgab, fich das einmal erwachte Mißtrauen Garrid's. Noch einen Versuch wagte er, um von ihm einen Aufschluß zu erhalten. Mit großer Festigkeit und Bestimmtheit fagte er: feit war... Bor zwölf Jahren am neunzehnten Oktober brachten Sie ein Kind in diese Anstalt; wer war dieses Kind" Garrick gloßte ihn mit rollenden Augen an, als ob er heftig erschrocken sei. Herr, Sie lügen!" rief er endlich mit Bornesstimme, ,, ich brachte nie ein Kind hierher. Ich habe ein Kind lebendig begraben, aber nicht hier... Sie sind ein Spion, Sie find ein Spion, Herr; nehmen Sie sich in Acht. Ich sage Geoffrey Alles; nehmen Sie sich in Acht!" Drohend erhob er die geballten Fäuste. Der Wärter sprang hinzu und drängte den Arzt fürsorglich zurüd aus der Nähe des Gefangenen. biefer fort. D, ich bin kein Verräther an meinem Herrn. Wagen Sie nicht wieder, mich auszuforschen," fuhr Mein Herr war ein ebler und rechtschaffener Mann; ich verrathe ihn nicht, und wehe dem, der es wagt, auch nur einen Verdacht gegen ihn auszusprechen!" Er redete sich in immer größere Wuth hinein, so daß der Wärter es für gerathen hielt, den Doktor aufzufordern, die Belle zu verlassen. In der That wurden die Geberben des Gefangenen so drohend und beunruhigend, daß Frih diefem Rathe folgte. Dann zog sich auch der Wärter zurüd, ber einen Angriff auf sich selbst nur durch das Vorhalten dem Gefangenen in das Schloß. feines Pistols abwehrte, und dann fiel die Thür hinter t. Eine Frage von prinzipieller Wichtigkeit, nämlich, ob die Polizei die Machtbefugniß hat, ohne Weiteres in Privat rechte einzugreifen, liegt gegenwärtig der richterlichen Ents scheidung vor. Im November v. J. erkrankte und verstarb das Kind eines im Norden Berlins wohnenden Kaufmanns an Diphteritis und wurde fonstatirt, daß vor Monaten in der selben Wohnung ein gleicher Todesfall stattgefunden habe. Auf Antrag des Miethers verfügte das Kgl. Polizei- Präfidium, geflüßt auf ein vom Kreisphyfitus eingeholtes Gutachten, welches besagt, daß die Wohnung vermuthlich von dem ersten Todes falle her infizirt gewesen sei, troßdem fte 11 Monate leer ges standen habe, unter Androhung einer Strafe von 30 M. event. sowie die Desinfektion resp. Neuweißung, Tapezierung sc. derfelben 3 Tage Haft die Räumung der Wohnung seitens des Miethers, und verbot dem Miether, sein Mobiliar aus seiner Wohnung Hiergegen machte der Vermiether sein Retentionsrecht geltend zu entfernen, da der Miethskontrakt noch nicht abgelaufen sei. Daraufhin wurde der Mielber beim Kgl. Polizeipräsidium vor stellig, welches nunmehr verfügte, daß der Räumung nichts im Wege stände, da beim Abreißen der Tapeten 2c. Die Gefahr vorliege, daß, sofern die Möbel in der Wohnung verbleiben würden, auch diese von dem Ansteckungsstoff behaftet werden tönnten. In Folge dessen hat Miether unter Aufhebung des Miethsvertrages und Bahlung der Miethe bis zum Tage des Auszuges die Wohnung verlassen. Die Frage ist, wie ge sagt, ob die Polizei, laut ihrer Verpflichtung, für die sanitare Wohlfahrt der Bevölkerung Sorge zu tragen, die Machtbefug niß befigt, derartig im Privatrechte zum Schaden resp, Nachtheile der Eigenthümer einzugreifen. Der Richter erster Inftanz hat die Frage bejaht, doch wird die Angelegenheit durch weitere Instanzen verfolgt werden. Unserer Ansicht noch mar mi bemfelben Erfolge, wenn nicht die fanitären Maßnahmen der Poliz überhaupt illusorisch gemacht werden sollen. N. Zur Einbahnkatastrophe in Naffenhaide.. Die eingeleitete Untersuchung in Betreff der Eisenbahnkatastrophe bei Naffenhaide hat, soweit bis jetzt zusammengestellt, daß Nachfolgende ergeben. Der aus ca. 100 Achsen bestehende Gütertrain hatte taum die Station N. verlassen, als der in einem Badwagen gleich hinter der Maschine sich aufhaltende Badmeister Richter ein eigenartiges Schwanken im Ruge wahr nahm. Eben im Begriff, das Wagenfenster zu öffnen, um nach der Ursache zu forschen resp. Die Nothleine zu ziehen, ers folgte bereits die schon gemeldete Entgleisung, anscheinend da burch, daß die Maschine auf einem sogenannten Herzstüd aus fette. Die Gegend, welche der Güterzug in diesem Augenblick pasfitte, ist eine sehr bergige und so tam es, daß die ganze Reihe von Wagen über einander die steile Böschung hinab stürzte. Da die hinteren Wagen angeblich schwerer belastet gewesen sein sollen, als die vorderen, so stürzten die legten Wagen mit bedeutend größerer Vehemenz auf die vorderen auf, dieselben so zum größten Theil zertrümmernd. Der im vorderften Wagen befindliche Backmeister Richter wurde theilweise zermalm und ſofort getödtet. weise zermalmt und sofort getödtet. Der in der Mitte des Buges beschäftigt gewesene Schaffner Peters( nicht Beccero) wie gestern gemeldet, erlitt neben äußeren Quetschungen und Kontufionen anscheinend auch schwere innere Verlegungen. Sein Bustand ich auch heute als ein höchst Besorgniß erregender zu bezeichnen, während ein dritter Beamter, welcher sich am Ende des Ruges befand, anscheinend mit geringen Verlegungen Davontam. Ein Extra- Bug mußte sofort noch am Abend an die Unglücksstelle abgehen, um die sämmtlichen Güter, die zum größten Theil aus Kartoffeln bestehende Fracht, umzuladen. noch nicht vollendet, so daß alle Züge, die die fragliche Stelle Die Aufräumungsarbeiten und Reparaturen waren auch gestern sehr vorsichtig paffiren mußten, hier mit einer geringen VerAchtzehntes Rapitel. Von jetzt ab besuchte Frizz Rodenburg täglich die Verbrecher- Abtheilung der Anstalt. Es lag ihm vor Allem daran, sich das verlorene Ver diesen allein den Schlüssel des Geheimnisses erhalten konnte, trauen Garrid's wieder zu gewinnen, denn daß er durch davon war er fest überzeugt. Garrick schien den Auftritt völlig vergessen zu haben. Er beachtete den Doktor kaum, und wenn dieser einige gleichgiltige Fragen an ihn richtete, so beant wortete er fie mürrisch und gleichgiltig; dadurch aber überzeugte fich Frit, daß der Auftritt nicht ohne Folgen ge blieben sei. Er sah, wie die Gefangenen, so oft fie im Freien beisammen waren, mit einander heimlich sprachen, daß Garrick offenbar einen Plan mit ihnen verabrede, und in die geheimen Berathungen wurde auch zuweilen Geoffrey gezogen, ja, derselbe schien eine Hauptrolle darin zu spielen. Daß diese geheimen Unterredungen auch auf ihn Bezug hatten, schloß Fritz aus den scheuen Blicken, die man nach ihm hinwarf, so oft er an dem Gitter vorüber ging, und aus der Sorgfalt, mit der man das beabsichtigte Romplott vor ihm zu verbergen suchte. Wenn er sich näherte, nahm Geoffrey eine ganz harmlose Miene an und bedeutete durch einen Blick die Andern, ein gleiches zu thun; entfernte er sich dagegen, so steckten fie sofort die Köpfe zusammen und sprachen im Flüsterton, so daß auch kein Wort oder Laut an sein oder an der Wärter Ohr brang. War dies auch beunruhigend, so bemerkte Friß doch mit großer Befriedigung, daß die Gefangenen unter sich jetzt viel friedfertiger waren, als früher. Sie schienen Alle in beftem Einvernehmen zu stehen, und die Wärter sprachen ihm ihre Verwunderung über diese Erscheinung aus. Es tamen viele Tage keine Erzeffe vor, nicht der geringste Versuch, einander umzubringen. Obwohl man von dem Rasenplatz alle Steine entfernt hatte, war es Geoffrey doch gelungen, sich in den Befit einer großen Anzahl fleiner Steinchen zu sehen. Theils aus dem feinen Ries, theils aus der Erde selbst hatte Jeder auf seinen Befehl kleine Steinchen heraussuchen und ihm geben mussen. ( Fortsetzung folgt.) Tpätung eintrafen. Die Bahnverwaltung bat, wie wir hören, beabsichtigt, in umfaffender Weise für die Angehörigen sowohl des Badmeisters Richter, wie der beiden anderen verwundeten Beamten zu sorgen. Die Beerdigung des Padmeisters Richter wird in Guben, wohin die Frau die Leiche hat hinschaffen laffen, erfolgen. 2. Schwindler. In ein in der Brüderstraße belegenes Zigarrengeschäft trat am Donnerstag Abend ein anständig gefleideter junger Mann, anscheinend Student, taufte Bigarren und gab eine Fünf- Dollar- Note des Staates Georgia vom Jahre 1862 in Bahlung. Der anwesende Kommis nahm die Note erst an, nachdem ihm vom Käufer versichert worden war, daß er die Note an demselben Abend aus einem Briefe ents nommen, den er furz vorher erhalten habe, und der Käufer seinen Namen und seine Wohnung angegeben hatte. Er nannte fich Schmidt und gab als seine Wohnung Landsbergerstraße 33 an. Hierauf erhielt der Käufer, nach Abzug des Kaufpreises für die Zigarren, für die Note 15 Mart heraus. Der Käufer versprach vor seiner Entfernung, am folgenden Tage wieder autommen und die Note gegen deutsches Geld einzutauschen. Bis heute ist aber derselbe im genannten Geschäft nicht erschienen, der eingezogenen Erfundigung zu Folge wohnt ein Schmidt auch nicht im Hause Landsbergerstraße 33. Die Note ift nach den Angaben zweier Bankiers werthlos. Da der Unbelannte noch mehrere solcher Noten sowie auch Behn- DollarNoten bei fich trug, so wird er vermuthlich noch weitere Betrügereien in anderen Geschäften versuchen. Der Schwindler trug einen dunkelbraunen Ueberzieher und einen kleinen runden Studentenhut von brauner Farbe, sowie ein Pincenes. a. Droschtentutscher gesucht. In der Nacht zum 9. b. M. gegen Morgen war, wie seiner Beit berichtet worden, ber Droschtenbefizer Lindenau an der Thaerstraße unter feirer Droschte todt aufgefundan worden. Zur Klarlegung des Sachverhalts find von der Kriminalpolizei Nachforschungen veranftaltet worden, welche bis jetzt zu der Ermittelung geführt haben, daß. in der gedachten Nacht an der Ecke der Friedrich und Kochstraße, einer Droschten haltestelle, mit seiner Drochte gehalten habe und da von drei Personen zu einer Fahrt nach den nahe der Unglücksstätte liegenden Buggen hagen'schen Häusern engagirt worden ist. Ein an derselben Haltestelle vor ihm haltender Droschkenkutscher hatte die Fahrt abgelehnt, weil ihm ein zu geringes Fahrgeld geboten worden war. Dagegen übernahm Lindenau die Fahrt, und er fuhr sodann von der Haltestelle ab. Für die weiteren Nachforschungen in dieser Angelegenheit ist es sehr erwünscht, daß sich der Droschlenkutscher, der die Fahrt verweigert hat, bei dem hiefigen Kriminal- Kommiffariat melde. g. Durch Herabspringen von einem Pferdebahnwagen während der Fahrt fiel gestern Nachmittag am Halleschen Thor ein junger Mann von einem Wagen der Linie KreuzbergKöllnischer Fischmarkt. Derselbe wurde mit Hilfe des Konbufteurs vom Ueberfahren befreit, so daß er mit einer Kontufion am Oberschenkel und einigen Hautabschürfungen an der linken Hand davonkam. N. Ueberfall. Der Kottbuser Damm war gestern Abend abermals der Schauplaß eines brutalen Ueberfalls. Als um 28 Uhr ein in der Schinkestraße wohnender Arbeiter K. von der englischen Gasanstalt nach Hause zurückkehrte, wurde er plöglich am Kottbuser Damm von zwei Personen, den Arbeitern Julius D. und Gedmann St., überfallen und mit sogenannten Ochsenziemern derart mißhandelt, daß er bald blutüberfiromt zufammenbrach. Die beiden Wegelagerer, welche aus dem Giunde den Ueberfall geplant haben sollen, weil fie glaubten, von K. aus der Arbeit gedrängt worden zu sein, suchten beim Herannahen des Gensbarmen Hornbogen das Weite. D. wurde jedoch von Passanten festgehalten und durch den Beamten vers haftet. 11 " N. Drei Brände gaben vorgestern Abend außer dem bereits gemeldeten Mittelfeuer unserer Feuerwehr zum hilfreichen Einschreiten Veranlassung. Gegen 6 Uhr war in dem Haus flur des Hauses Wallstraße 15a ein Theil der dort ausgestellten einem Bürstenhändler gehörigen Wagen in Brand gerathen. Die Ablöschung konnte erfolgen, ehe ein weiterer Schaden an gerichtet. Gegen 10 Uhr Abends war auf dem Boden des Hauses Alte Jakobstraße 84 ein Feuer ausgekommen, daß Dant der rechtzeitigen Entdeckung ebenfalls noch rechtzeitig abgelöscht werden konnte. Das dritte gefahrvollste Feuer fand um 2 Uhr Nachts im Hause Karlstraße 19 statt. In der Küche des dort wohnenden Doktor Laffer war anscheinend durch einen mit heißer Asche angefüllten Eimer Feuer ausgekommen, daß bei seiner Entdeckung bereits das ganze Küchenmobiliar in Brand gesezt hatte. Die Mannschaften hatten beinahe 1 Stunden mit Lösch- und Aufräumungsarbeiten zu thun. Im Deutschen Theater" geht morgen, Montag, bas Luftspiel Die Hagestolzen" von ffland neu in Szene. In Verbindung damit wird Ein Hut" gegeben. Außerdem bringt Das Repertoir dieser Woche noch Wiederholungen von Der Weg zum Herzen", Richard III." und" Der Hüttenbefizer". Heute, Sonntag, wird Der Weg zum Herzen" gegeben. Wie bereits angekündigt, wird im Deutschen Theater" für die Opfer des Erdbebens in Spanien eine Wohlthätigkeitsvor stellung stattfinden und zwar ist dieselbe nunmehr auf Montag, den 26. Januar, festgesetzt. Zur Aufführung gelangt nach einem Prologe von Albert Träger„ Der Richter von Balamea." Belle Alliance- Theater. Die in einigen Beitungen ent haltene Notiz, nach welcher die Aufführungen des Schönthans schen Schwantes der Raub der Sabinerinnen" für einmal unterbrochen werden sollten, um das Schauspiel Die Voltsfängerin" von Karl Wartenburg einmal in Szene gehen zu laffen, ist eine irrthümliche. Der Raub der Sabinerinnen" erweist sich bis jetzt noch als ein so außerordentlicher Kaffenmagnet, daß weder Herr Direktor Lebrun, noch Herr Wolf baran benten kann, denselben vom Repertoir abzusetzen. Im Gegentheil rechnen Beide sehr start darauf, daß seiner 100. Aufführung, die am Sonnabend stattfindet, noch viele andere folgen werden. Gerichts- Zeitung. " Prozeß Fickelscheer. Landgerichtsdirektor Lüty eröffnet die zweite Sigung um 10 Uhr, und zwar war dieselbe vor wiegend dem Entlastungsbeweise gewidmet. Vor Eintritt in die Verhandlung verzichtet R. A. Dr. Friedmann auf elf der vorhandenen zahlreichen Entlastungszeugen. Bunächst wird der Fall der Freiheitsberaubung, welcher gegen den Angeklagten vorliegt, erledigt. Nach der Schilderung des Schußmann Sturt hat der Agent Camphausen eines Abends, als er in Gemeinschaft mit zwei anderen Herren das Lotal des Angeklagten paffirte, fich in lauter und ungehöriger Weise über das Schwindellokal" und über die Polizei, die folches Treiben bulde, geäußert. Beuge hat dann auf Erfuchen des Angeklagten ben Camphausen aufgefordert, ihm zur Feststellung seiner Persönlichkeit zur Wache zu folgen. Dies ist auch geschehen und erst nach der Personalfeft ftellung hat fich der Angeklagte erinnert, daß er mit bem Sistirten früher einmal in Geschäftsverbindung gestanden bat. Der Wunich des Angeklagten ging nur auf Feststellung Der Persönlichkeit, während die Initiative zur Siftirung nach Der Wache von dem Schußmann ausgegangen ist. Staatsanwalt Dr. Otto verzichtet hternach auf einen Belastungsbeweis in diesem Puntte. Geflügelhändler Weber bestätigt dem Angeklagten, daß er demselben einen Boften Seidenschwänze als italienische Rrammetsvögel" verlauft habe; dieselben stehen weder in Güte noch im Preise den Krammetsvögeln nach und werden von den Geflügelhändlern aus Italien bezogen, wenn die Krammets vögel Inapp find. Kaufmann Müller, Geschäftsführer der Lindenberg'schen| Fischhandlung, bezeugt dem Angeklagten, daß derselbe feit Jahren seinen Fischbedarf bei dieser Firma gedeckt hat und ftets gute Waare gekauft hat. Daffelbe bekundet Kaufmann ftets gute Waare gekauft hat. Daffelbe bekundet Kaufmann Lindstedt bezüglich des feineren Geflügels. Reftaurateur Damelang war früher Buffetier bei dem Angeklagten und deponirt, daß der Bierschant dem Buffetier auf Rechnung gegeben wurde. Nach längeren schlechten Er fahrungen mit dem echten Pilsener Bier sei das Pilsener Bier der Adlerbrauerei eingeführt, welches den Gästen, unter denen fich auch stets viele Abgeordnete befanden, sehr gut mundete. Beuge selbst hat seiner Beit den Auftrag erhalten, in den Beitungs- Annoncen und Fenstervorfäßen die Bezeichnung ,, echt Pilsener Bier" abzuändern; sollte diese Abänderung irgendwo nicht stattgefunden haben, so könne dies nur auf einem Frrthum beruhen. Zu Gunsten des Angeklagten fällt auch die Aussage eines Beugen Dietrich aus. Derfelbe wollte einmal bei dem Angeflagten für 3 Mart Pilsener Bier laufen, wurde aber von demselben belehrt, daß er echtes Pilsener Bier nicht führe. Konsul Schüß, der seit 20 Jahren in dem Lang'schen Ge schäft verkehrt, giebt dem Angeklagten das Beugniß einer muster haften, ordentlichen Geschäftsführung. Auch dieser Beuge weiß einen Fall, in welchem der Angeklagte einer Gesellschaft, die echtes Pilsener Bier" verlangte, offen erklärte, daß er nur noch Pilsener Bier der Adler- Brauerei führe. Ganz ähnlich Ganz ähnlich äußern fich noch andere Beugen, welche dem Geschäfte des Angeklagten das glänzendste Beugniß ausstellen. Nach diesen Bes weis- Resultaten wird auf jede weitere Beugenvernehmung verzichtet. Staatsanwalt Dr. Dtto erinnerte daran, daß die Staatsanwaltschaft seiner Zeit nach Prüfung der Aften zu dem Entschluß gekommen war, das Verfahren einzustellen, die betreffende beschließende Straffammer aber anderer Ansicht gewesen sei. Nach den Ergebnissen dieser Beweis erhebung fönne er nur erklären, daß eine große Anzahl der erhobenen Anschuldigungen fich als gänglich unerwiesen heraus geftellt habe und daß er ohne Weiteres die Freisprechung der Frau in allen Punkte der Anklage beantrage. Was den Mann betrifft, so feien alle diejenigen Punkte, die fich auf Appetit widrigkeiten, Unreinlichkeiten c. beziehen, gleichfalls als hinfällig festgestellt worden, denn auf die Aussagen des Kellners Weihrauch, dem ein so überaus schlechtes Leumundszeugniß ausgestellt wird, könne man gar kein Gewicht legen. Ebenso sei irrelevant, was einige Beugen von der Verwendung ver dorbener Fische, Geflügel 2c. gesagt haben. Mit dem haut goût fei es ein eigenes Ding und die Küchenjungen und Waschfrauen können darin nicht maßgebend sein. Fer ner beantrage er gegen den Mann die Freisprechung in den Fällen, wo er dieselbe Weinsorte mit den verschieden artigsten Etiketten beklebt haben soll und in dem Falle der Freiheitsberaubung. Der Staatsanwalt hält die Antiage nur noch in folgenden drei Buntien aufrecht: 1) daß er Reine Clauden unter Hinzusegung von Blaustein eingemacht hat, was als ein Verstoß gegen das Nahrungsmittelgefeges gelten muß; 2) daß er hiesiges Pilsener Bier für echtes" Pilsener verkauft hat; 3) daß Kapaun für Poularde und Perlhühner für Fasanen ser virt wurden. Was die Bierfrage betrifft, so fönne den An getlagten die Thatsache nicht erlulpiren, daß er auf besondere Anfragen einzelner feiner Gäste erklärt hat, daß es nicht echtes Pilsener Bier sei. Wer in ein Lokal dieses Ranges tritt, um das angekündigte„ Pilsener Bier" zu trinken, habe nicht nöthig, zu fragen, ob das felbe auch echt sei, denn Jeder habe das Recht zu erhalten, was er verlangt. Was die Unterschiebung anderen Geflügels anbelangt, so liege darin trop aller Eloquenz der Köche, welche solche Manöver für stotthaft erklären, ein Betrug, denn sonst würde man auch schließlich Kaßenbraten für Hasenbraten serviren dürfen. Da aber der Angeklagte in den meisten Fällen nicht aus böswilligen Motiven gehandelt hat, so beans trage er wegen der das Bier betreffenden Fälle eine Geldbuße von 1000 Mart, wegen der Fälle des Geflügels eine solche von 200 Mart und wegen des Vergebens gegen das Nahrungsmittelgeseges eine Geldstrafe von 100 Wtart. Vertheidiger R.-A. Dr. Friedmann bat um vollständige Freisprechung seiner Klienten unter dem Ausdrucke des Be Dauerns, daß die Frau überhaupt den Gang auf die Anklagebant bat thun müssen. Nach Ansicht des Vertheidigers sei ab. solut Nichts erwiesen, was auf die Moralität des Angeklagten und seine Geschäftsführung irgend wie ein schlechtes Licht werfen fönne. Es liege hier wieder der Fall vor, daß sich einige Leute das Gaudium machen wollten, den Inhaber eines renommirten Lokals, dem sie nicht gewogen seien, zu verderben, 4. Klasse 171. Königl. Preuß. Lotterie. Ziehung vom 17. Januar 1885. Nur die Gewinne über 210 Mark find den betreffenden Nummeru in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 44 77 188[ 1500] 89 212 90 549 68 71 627 66[ 1500] 705 6 11 45 53 71 90 909 60[ 300] 78 1036 64[ 3000] 73 127 240( 300) 50 63 87 379 99 467 70 582 602 25 31 42 94[ 1500] 742[ 300] 65 814 42[ 300] 2014 66 108 81 96 98 205 72 319 33 47 55 400 43 74[ 3000] 84[ 3000] 85 534 61 640 56 86 728 907 12 82[ 550] 3007 9 18 31 35 74 88 102 206 41[ 1500] 73 344 54[ 300] 62 527[ 3000] 51 614 68 729[ 300] 59 934 94 4029[ 550] 185 212 374 556 628 45 59 61[ 550] 701 4[ 800] 815[ 550] 92[ 550] 940[ 300] 5071 79 105 9 31[ 1500] 43 212 22 310 82 504 22[ 1500] 39 53 647 [ 550] 88 751 71 74 78 817 26 40 78 908 57 75 6006 47 48 86 202 12 76 358 72 82 412 17 34 38 46[ 300] 79 547 619 85 733 851 55 907 31 38 7016 57 88 97 123 35 67 227 42[ 550] 46 56 80 301 443 52 503 632 47 708 16 79 97 833 40 52 67 8046 146 62 66 229 85 331 32 422( 300) 42 81 528 59[ 1500] 82[ 300] 611 32 63 726 42 49 63 65 71 866 939 83 90 [ 300] 9012 113 40[ 300] 50 215 66 79[ 300] 381 421[ 300] 58[ 300] 95 597 605 7 38 741 802 54 935[ 550] 10029 73 170 217 25 377 713 19 69 95 881 935 55 78 11204 44 82 340 423 50[ 300] 527 633 57 59 707 18 808 982 12078[ 1500] 121 85 204 42 343[ 550] 55 79 87 427 92 503 54[ 300] 635[ 1500] 60 716 43[ 300] 834 60 72 83 908[ 300] 27 80 13002 19 107 63[ 300] 437 567 88[ 300] 632 730 55 830 39 90 14018 39[ 550] 108[ 1500) 59 76 322 401 300 49 95 505 6 98[ 300] 645 60 62 75 712[ 300] 37 817 19[ 300] 57 958 [ 1500] 75 76 VEH aber wiederum sei der Versuch vollständig gescheitert. Die d gemeine übliche Färbung der Reine Clauden mit Blauf fönne man doch dem in solchen Sachen von seinem Küchen abhängigen Angeklagten nicht zum Vorwurf machen ebenso set die eventuelle Stellvert etung der Boula durch Kapaun und des Fasans durch Perlhuhn in den Küchen ganz usuelle und wenn Zeit, wo Krammetsvögel nicht zu haben find, Seidenschwi dafür vorgesetzt werden, so stehe diese Stellvertretung dod einem anderen Standpunt, als wenn man an Stelle Hafen eine Katze braten läßt. In allen diesen Fällen aber auch ein juristisches Moment: Derjenige, der betrogen zu ein Das sogenannie Bublitum" sei tein spezieller Begriff: Nr. " 21 3tg. Genera wegen Bolizeir vor zwe zwölf T bause ti zogen. adresfirt vorher b nicht nannte wieder, fte fich Anarchis Mittwo Dienstag auf dem bingelegt zu einer Verurtheilung zu gelangen, müßte irgend ein stimmter Diensch auftreten und sagen: in einem bestimm Falle habe ich statt Wildschweinskotelett eine Karbonade halten. Eine solche bestimmte Person fehle aber. Auch Täuschung mit dem Bilsener Vier sei feineswegs feine be fichtigte. Es sei Thatsache, daß das echte Pilsener Bier schön und sehr schmadhaft, aber auch recht launisch sei, nur von diesem Gesichtspunkte aus habe der Angeklagte Bilsener Bier der Adlerbrauerei eingeführt Auch fehle es an dem Getäuschten, denn die beiden Kriminalbe ten, welche in dem Bewußtsein, daß sie kein echtes Bild erhalten würden, fich solches forderten, können doch nid täuscht sein. Im Uebrigen sei der Ausdruck ,, Bilsener auch nur eine typische Bezeichnung für ein Bier, welches Pilsener gebraut sei. In demselben Sinne trinte man t Bairisches Bier", welches als solches notorisch in Berlin! braut sei. Er bitte, seinen Klienten freizusprechen man denselben einiger fleiner Sachen wegen durchschli laffen kann, sondern weil derselbe durch die Beweisaufna als ein Mann gezeichnet worden ist, von dem man fid That nicht versehen könne.- Der Präfident bemerkte in Urtheilspublikation, daß nach Ansicht des Gerichtshofe Theil deffen, was gegen den Angeklagten vorgebracht word auf Komplott und Böswilligkeit beruht; unter den Belaft zeugen seien Personen, denen ein Glauben nicht beigemeffen w fonnte. Der Gerichtshof stehe in allen den Punkten, wo Staatsanwalt die Freisprechung beantragt hat, ganz auf Boden derselben, er sei auch mit ihm der Anficht gewesen die angeklagte Ehefrau in allen Bunften freizusprechen ist. den Ehemann betrifft, so gebe der Gerichtshof der Ver gung zu, daß das demselben ertheilte Leumunddzeugniß gutes ist, daß man fich bei ihm der That einer bös gen Schädigung des Publikums- nicht versehen könne er vielmehr im Allgemeinen bemüht war, sein Lokal auf ftändiger Höhe zu halten. Den Betrug mit dem Pil Bier" habe der Gerichtshof ausgeschieden, da er mit der theidigung der Anficht sei, daß ein greifbarer Beschädigter nicht vorhanden und das Publikum" fein juristischer B sei und nebenbei das Requifit der Wissentlichkeit aud fefiftehe. Die beiden Kriminalbeamten halte der Gericht nicht für gefchdoigt, einerseits, weil dieselben gar nicht bit ficht hatten, zu ,, fonfumiren", sondern zu„ ,, proben" und ander weil sie ihre Ausgaben für das Bier nicht aus eigener sondern im Interesse des Dienstes im Auftrage der Be machten. Auch in der Hingabe der Perlhühner als Fala Jago in und der Kapaune als Boularde habe der Gerichtshof unter obwaltenden Verhältnissen die Requisite des Betruges Es bleibe somit nur das Einmachen feststellen können. " Reine Clauden unter Zusatz von Blaustein übrig; ba eine Fälschung im Sinne des Nahrungsmittelgefeßes ſei nicht zweifelhaft sein. nicht zweifelhaft sein. Der Gerichtshof sei aber in d Punkte auch nicht zu der Ueberzeugung gekommen, daß eine wiffentliche dolose Handlung des Angeklagten vo sondern nur eine Fahrlässigkeit desselben, weld Gerichtshof auf Grund des Nahrungsmittel Verfälschung feges mit 199 M. Geldbuße event. 10 Tage haft a au müffen glaubte. Frau Fickelscheer wurde freigesproch Gegen das verurtheilende Erkenntniß wird der Ba Die Revifion einlegen, weil es fich nach seiner Auffaffang um eine ,, Uebertretung" bandelt, die nach drei Monaten jährt war. Schluß 234 Uhr. Briefkasten der Redaktion. E. K. Gartenstraße. Sie haben feinen Anspruc Haus- und Stubenschlüssel. Nickchen. Nein. 刊 bid ber an Rach Ar bacher Bahrbea genomme Verdacht welche R An liner Bol enthalten auf einen macher. defen Sta rathe ang Aussicht. Derer Lär Wildabsa thum und einzelnen stellen. waltung wesens ge Dem seit Grundeig ben gefa zunehmen steuer- Rev wonnene fich aus probeweise fo brauchb erscheint, einen umf wärtige innerhalb für jedoch Beltraum Die baben bel Alter Abonnent. Sie müssen sich an das Vorm bei der Re schaftsgericht wenden. Erregung deutschen züglich wi eingetroffe der Vertre tönnte. eingegange bindung fonen, w 99 806 29 55 97 98 46044[ 300] 89 147 74 80 251 86 98 304 427 47 52 1550] 74 509 56[ 150] 722 79 817 19( 550] 30 41 67 96 108 79 235[ 300] 39 51 85 90 300[ 300] 9( 300) 13 30 423 13000 511 85 633 60 721 23 837 908 47 82 96 48082[ 300] 191 300 [ 300] 45 68 308 21 39 462 536 51 600 39 704 39 41 50 814 61, Anfledlung 946 49123 53 66 209 13 48[ 1500] 318 93 463 77 79 598[ 550] 6046 25 80 83 717 88 50075( 550] 104[ 300] 8 67 74 213 19 30 325[ 300] 503 628 904 51000 158 82 259 309 15 86 448 80( 300) 542( 300) 665 744 52045[ 3001 48 86 130 61 72 246 399 457 61 507 39 64 636 54 7 53 73 87 89( 550] 822[ 300] 52 53014 66 152 239 343 53 406 36 59 704 44[ 1500] 874 965 54016 55 121 229 35 62 86 98[ 1500] 404[ 300] 576[ 550] 606 21 31 32 38 63 88 743 94 932 R. C bie Jdeale ber Pfann 55003 195 204[ 1500] 14 35[ 550] 46 53 67 75 325[ 300] 29 79 98 634 704 59 80 873[ 1500] 913 57[ 3000] 73 76( 3000] 56037 290 96 346 47 431 502 56 87 630 81 99 727( 550) 38 76 94 898 zur 8wieb 57004 12 21 63 122 465 73 301 14[ 550] 31 34 68 415 25 468 die zähe 1550] 654[ 3000] 56[ 30001 57 76 79 87 99 706 24[ 300] 59 64 818 20 35 54 85 58001[ 300] 8[ 1500] 66 149 74 207 28[ 300] 50 56 452 63 73[ 550] 515 68 603 5 72 816 906[ 300] 43[ 300] 59014 30 000] 25[ 3001 206 16 52 30 11 12 18 34 36 44 433 41 99 700 31 45 51[ 550] 53 59 74 802 10 31 33 905 9 35 92 60008 27 100 40 51 69 272 74 335 406 30 38 73 74[ 300] 5 79 711 20 27 805 6[ 1500] 77[ 300] 99 902 6 9 34[ 1500] 53 [ 300] 98 217 313 16[ 550] 39 47 75 409 45[ 300] 544 67 603 33 65[ 300] 826 29 82[ 1500] 62011 37 39 68 196 238 40 63( 300) 438 60 67 569 609 17[ 1500] 21 37 59 71 90 756 867 59 78 63026 47 80 119[ 1500] 67 272 350[ 300] 65 501 635 943 98 119 49 269 315 75 78 97 533[ 300] 636 758 820 33 38 64( 550 65006 26[ 300] 69 85 110( 550) 13[ 300] 19 28 78 242 66 348 ( 300] 12 31 37 613 20 700 71 889 910 37 49 51 60 66011 51 61 Ein gezeichnetes fein, mag nomee's mitternach werden, da ist es ja d vielmehr b einem Pfa 23 53 95 15501 222 88 300[ 530] 95 482 599[ 1500] 616 46 52 liegt die E 704 78 807 22 33 49 84 963 68010 62 133 63 66 200 32( 550 402 74 602 735 36[ 300] 85 94 843 949 80 69012 114 56 63 tiefer. [ 3000] 32 46 47 88 94 330 410 558 63 642 763[ 300] 842 65 933 Ein 70041[ 3000] 234 39 47 346 493 528 776 851 56 84 927 39 45 153 229 45( 550) 332 58 530 724 30( 1500) 844 981 72024 Mittelpun 115 90[ 300] 256 83 79 329 52 484 87[ 300] 571 813 53 73011 243 313 60 13001 83[ 300] 84 423 546 606 700 3774027 2001 gerade hier erlebt hat, 66 einer Sach 15009 133 46 206 12[ 15000] 59 363[ 1500] 82 502 58[ 300] 69 681 83 912 82 16154 69 220 86 93 341 80 404 8 18 31 48[ 550] 50 56 70 566 93 683 727 89 837 49 71 82 939 48[ 550] 83 76 17158 92 273 81 325 52 93 481 668 743 87 61( 300) 826 67034 66 69 78 82 8[ prechen, b 331 446 50 526( 550) 630 74 92 723 59 67[ 3000] 78 130001 800[ 300] 1 20 905 52 18022 96 135[ 3000] 41( 6000] 52 74 93 95 286 334 62[ 550] 93 417 65 72 624 27 37 53[ 300] 704 8 34 53 82 95 885 19011 27 67 87 104 9 14 41 91 261[ 300] 301 404 513 610[ 1500] 24 46 704 41 74 827 63[ 1500] 95 958 71 20000 5 64 115 344 69[ 550] 91 96 466 517 73 653 76 91 772 845 964 71 21093 114 23 33[ 300] 97 226 56 95 503 77 603 792 835 77 936 37 72 22008 71 124 52 226 302 22 64 439 87 349( 300) 73-833 83 915 [ 1500] 23082 104 322 42 61 419 42 68 80 557 95 621 25 57 733 869 96[ 300] 350 413 88 597 697 742 87 80 908 86 24008 71 97 261 79 336 62 69 94 428 70 80 522 608 727 75041 58 62 69 95 165 79 89 220 40[ 1500] 62[ 3000] 350 aber täusch [ 300] 57 60 81 854[ 550] 73 455 528 33 93 97 609 19 68 77 710 818 68 89 901[ 1500] 5 25036 39 49 144 46 69 215 347 446 59 64 80 648 703 14 60 85 974 336( 3000] 67 514 654[ 1500] 82 700 51 95 880 933 60 67( 550) Das Mus 97 26000 16 31 254 76 82 300 20746 13001 67 84 848 703 14000 84 834 176 273 394 423 1550] 530 52 75 77 626 43( 800) 85 92 732 40, 130001 60 97 721 79-838 867492 493 43507 44 300) 94 632 176 273 7390418015 92 102 13001 12 25 53 210 53 30 316 44 brin. Ma 316 69 435 65 88 1550] 99 506 33 43 53 675[ 3000] 99 728[ 300] 80 88 410 61 65 98 529 54 606 59 63 95[ 1500] 786 833 95 939 62 7 306 70 80( 300) 946 28034 41 68 106 14 1300 28 41 200 26 86 356 11 119 36( 300) 241 300 1 62 415 47 523 71 74 94 98 667 72430 [ 1500] 92 407 60 564 70 626 29 712 68 807[ 300] 901 29014[ 1500] 23 92[ 550] 818 995 [ 300] 85 111 12( 550] 42 207 48 319 32 38 64 80 90 416 60[ 300] 82 508 80092 150 219 36 50[ 3000] 62 97 364[ 3000] 501[ 3000] iche Winte 725 33 38 99 831 91 89 602 5[ 3000] 15 63[ 1500] 804 27 2931 30015 17 45 74 158[ 3000] 71 81( 550] 240( 3000] 306 26[ 1500] 410 81003 121 60 79 2835 330047266 47 15 99 514 3001301 62 620 Better, B 98 603[ 1500] 11 44 76 88 711 48[ 550] 53 855 76[ 300] 935 78 90 31013 842 43 78 903[ 1500] 4 19 26 82038 86 95 154 62 93 206 310 25 61 172 281 88 343 499 621 748 812 76 907[ 3000] 9 32 53 93 32102[ 3.0] 59 60 72[ 1500] 534 82 621 41 56[ 300] 81 787 810 17 57 926 48 24 45 54 58 61 384 453 72 90 535 60 629[ 1500] 52 88 724 75 810 69 83089 98 162[ 1500] 68 221 89 317 21 40 57 67 423 34 515 12[ 1500] 21 30[ 300] 92 940 74 33028 88 101 5 71 232 81 86 428[ 3000] 90 628 64[ 300] 736[ 550] 57[ 300] 802 52 66 980 84042( 550) 52 99 85081 105 7 9 220 23 31 90 327 86 441 48 509 31 50 58 66 210 99 314[ 1500] 72 403[ 550] 86 507 624 88[ 1500] 807 16 22 912 18 25 38 361 472 76[ 550] 643 96 718 81 810 25 65[ 300] 79 83 88 60 63 82 37025 44 49 88 154 249[ 300] 71 83 515 61[ 300] 86 631 45[ 300] 41 46 70 87076 151 288 350 51 402 20 519 30 39 94 607 65[ 300] 97 218 63 303 417 584 753 98 888 904 68 39113 37 68[ 300] 301[ 300] 8 12 61 68 407[ 300] 85[ 1500] 96 504 614 33 3000 90 706 14 73 826 88[ 300] 89 904[ 550] 40 44[ 550] 38011 87 92 164 27[ 300] 67[ 1500] 99[ 550] 707 24 76 819 31 88104 41[ 3000) 64 33 79 86 548 63 65 66 69 89[ 550] 98 678 93 96 808 35 35202 31 61 300 77 82 84 007 81 790 856 976 36002 94 180[ 300] 26 74 79 80 90 91 224 38 91 339 44 61 433 69 72[ 3000] 552[ 300] 975 40002 7 46 75 99 271 346 62 506 29 668[ 300] 85 742 857 77 915 85 587 94 608 41 80[ 300] 94 712 18 71 91 814 34 72 41069 189[ 550] 239[ 300] 49 358 77 516 20( 550] 97 687[ 1500] 722 28 83 74 Kuche trich, und as Wetter Daher g Rasten äufig gen ich vor de ögliche un Cifrots un gemeiner Es ist edenkt, da berhaupt 30 63 817 907 10 59 63 67 89017 118 37 70[ 300] 90 260 76 45 90045[ 300] 65 148 50 63 80 81 96 97 209 23 361 442 737 800erliche Go 887[ 300] 42007[ 300] 24 52 54 80 125 62[ 1500] 263 73 300 430 70 509 22 937[ 300] 63 91108 63 83 247 66 308 61 477 606 18 42 729 55 611[ 1500] 34 37 55 734 59 820 64 86 920 43029 134 200 223 53 59 81[ 550] 803 85 919 28 90 91 93[ 300] 92008 33 83 156 79 208 16 40 935 61 44001 13 231 326 46 66 410 528 58 624 787 846 64[ 300] 109 288[ 300] 95 304 46 48 502[ 300] 75 80 632 57 62 709 45 74 924[ 3000] 25 43 94104[ 3000] 279 411[ 3000] 48 541 76 626 1 84 348 84 443 64[ 550] 65 503 5 26 58[ 300] 70 79 654 702 41 73 802 7 462[ 300] 593 633 55 745 70 75 87 892 932 37 50 71 93059 88 988 94 45003 35 56[ 1500] 119 45 84[ 550] 376 446 545 84 684 700 28[ 3000] 715 54[ 15000] 845 954 65[ 300] 73 79[ 5501 Verantwortlicher Redakteur R. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu eine Beige, muß tt. Die d mit Blauf n Küchent nachen Boule lhubn = zu idenschwi ng dog Stelle Fällen f betrogen Beilage zum Berliner Volksblatt. BegrifNr. 15. end ein bestimm arbonade Aud 6 feine be ner Bier iſch ſet, mgeklagte Auch riminalbe tes Pill Doch nicht! ilsener welches nicht e man ta in Berlin burchschli weisaufna man fid erfte in f ichtshofes cht word n Belaft meffen w ften, wo anz auf gewesen echen ist. Der Vert eugniß e iner bös m fönne " Botal auf Dem Bil mit der fchädigte 21 Politische Uebersicht. Frautfurt a. M. Wie ein Privat Telegramm dec ,, Voff. 3tg. aus Frankfurt a. M. meldet, berichtet der dortige General- Anzeiger" Folgendes hinsichtlich des in Antwerpen wegen Verdachtes der The Inahme an der Ermordung des Polizeiraths Rumpff verhafteten Mannes: Der Verhaftete fei vor zwei Jahren als Hochverräiher verurtheilt und habe seit zwölf Tagen fich der nach seiner Entlassung aus dem Zuchtbause über ihn verhängten Bolizeiaufsicht durch die Flucht entzogen. Nach seiner Verhaftung sei ein von Most an ihn adreffirier Brief mit bundert Francs eingetroffen, während er vorher hundertundfünfzig Mart Reisegeld erhalten habe. Genannte Beitung bemerkt dazu: Wir geben diese Nachrichten wieder, wie sie uns depeschuit find. Möglicher Weise bestehen fte fich auf den aus der Strafanstalt in Halle entlassenen Anarchisten, deffen wir gleich in unserem Abendblatte vom Mittwoch Erwähnung ihaten. In Offenbach wurde Dienstag Abend von einem Babnbeamten am Lokalbahnhof auf dem Perron eine schmutzige Manchette bemerkt und arglos bingelegt. Mittwoch früh bemerkte sie dafelbst ein Schußmann, der an derselben bei näherer Betrachtung Blut wahrnahm. Nach Anzeige dieser Wahrnehmung wurden seitens der Offens bacher Polizeibehörde die Züge revidirt und ein Verhör der Babrbeamten angestrengt; auch eine Haussuchung wurde vors genommen, und zwar in der Wohnung eines schon früher in Verdacht des Anarchismus gerathenen Arbeiters. Irgend welche Resultate haben diese Maßregeln nicht ergeben. Auf Grund des Sozialistengesetes verbietet das Bers liner Polizeipräsidium ein mittelst Holzschnitis hergestelltes Bild, enthaltend zwischen zwei Fahnen eine männliche Büfte mit der auf einem verschlungenen Bande befindlichen Ueberschrift ,, Stellmacher. Gefallen für die Freiheit 1884" und einem Sockel, in deffen Mitte ein Aufruf an die Proletarier aller Länder" Statistische Aufnahmen stehen neben der vom Bundesifcher B eit auch rathe angeordneten Statistik der Armenpflege noch zwei in er Gericht Aussicht. Zunächst wird beabsichtigt, nach dem Vorgange an und ande Wildabschuß vorzunehmer, um auf diesem Wege den WiltreichF nicht die " derer Länder eine einmalige allgemeine Erhebung über den Sonntag, den 18 Januar 1885. eng liirt find, bringen nämlich die Kunde, daß an verschiedenen Stellen in der Kolonie Queensland Banden in Bildung be griffen feien, die fich auf den neuerdings deutscherseits beanspruchs en Inselgruppen gleichfalls niederlassen und nöthigenfalls mit bewaffneter Han behaupten wollen. Es wird hinzugefügt, Daß eine solche Gesellschaft, aus etwa 30 Röpfen bestehend, bereits in See gegangen sei, unbekannt wohin. Die Kolonie Queensland hat sich von icher ganz besonders gierig nach Annexion der Australien nächst gelegenen Infelgruppen eng lischerseits gezeigt. Sie hat dazu auch insofern besonderen Anlaß, als die in der Kolonie in erheblichem Umfange vorhans benen Buckerplantagen einer großen Anzahl von Arbeitern bedürfen, die bisher hauptsächlich von jenen Inseln geholt wur den. Es ist bekannt, daß diese Anwerbungen von Arbeitern zu den größten Mißbräuchen, ja zum förmlichen Stiavenhandel geführt haben, ebenso aber auch, daß sowohl die deutsche als auch die englische Regierung gegen diesen Unfug eingeschritten sind und den Sklavenhändlern so ziemlich das Handwerk gelegt haben. Außerdem hat die allmähliche Ausdehnung des deuts schen Plantagenbeßißes auf jenen Inseln auch anderweitig sich den Queensländern unbequem gemacht, indem die Eingeborenen dort, wo sie gut behandelt werden und den versprochenen Lohn auch wirklich erhalten, gerne arbeiten, während die Queens länder auch in Gutem feine Arbeiter mehr erhalten können. Es ist also leicht erklärlich, daß die Queensländer ganz beson ders erbost auf die Deutschen find, und Neigung verfpüren, sich auf eigene Fauft dem weiteren Vordringen derselben in den Weg zu stellen. Bestätigt sich die Nachricht von der Drganificung förmlicher Freibeuterexpeditionen, oder gar von Dem bereits erfolgten Abgange einer derfelben, so können wir uns auf ernste Zusammenstöße gefaßt machen. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 27. Sigung vom 17. Januar, 11 Uhr Am Tische des Bundesrathes Bronsart von Schellendorff, v. Hänisch u. A. = der Beb einzelnen Landesthelfen zu ermitteln und die Bedeutung der gesezt. als Fal Jago in vollswirthschaftlicher Beziehung siffermäßig klarzus shof unter Betruges Einmachen ig; baf eges fel, 1 aber in di men, daß stellen. Bugleich sollen damit weitere Anhaltspunkte für die waltung und Gesetzgebung auf dem Gebiete des Jagopolizeis wesens gewonnen werden. Dann liegt es in der Abficht, nachbem seit längerer Beit Erhebungen über die Bewegung des Grundeigenthums nicht mehr stattgefunden haben, dieselben für den gesammten Unfang des Staatsgebietes wieder aufzunehmen, und zu diesem Zwecke das bei der Gebäudes Steuer- Reviston in Den Jahren 1878 bis 1879 ge= wonnene Material zu verwertben. Das Material, welches en, weld fich aus den für die Regierungsbezirke Danzig und Aachen fälschung probeweise vorgenommenen Ermittelungen ergeben hat, ist als Saft ab fo brauchbar erachtet worden, daß die Annahme gerechtfertigt gten vo er Beerscheint, es werde gelingen, unter Bugiundelegung desselben luffaffang Monaten on. Ansprud bi einen umfassenden und zuverlässigen Ueberblick über die gegenwärtige Vertheilung des Grundeigenthums und der Gebäude innerhalb des Staates zu gewinnen. Da die Arbeiten hier für jedoch sehr umfangreicher Art find, so dürften sie einen Beltraum von 2-3 Jahren in Anspruch nehmen. Das Vormu 86 98 304 41 67 96 423 13000 191 300 8[ 550] 6046 DO] 503 6288 3001 665 744 50 814 61 2 64 636 54 74 3 53 406 36 6 98[ 1500] 000] 56037 87 59 64 818 [ 300] 50 56 3 41 99[ 500] 53 61 Die deutschen Besitergreifungen im Stillen Ozean baben bekanntlich in den australischen Kolonien eine große Erregung hervorgerufen; Nachrichten zufolge sollen sogar die deutschen Ansiedler von Neuguinea vertrieben sein. Diesbe alglich wird der Franks. Big. aus Berlin geschrieben: Weder bet der Regierung, noch an anderer Stelle ist bis jetzt etwas eingetroffen, was zur weiteren Aufklärung der Meldung von der Vertreibung der deutschen Ansiedler aus Neuginea dienen tönnte. Dagegen find anderweitige Berichte über Vorgänge eingegangen, welche vielleicht mit jenen Meldungen in Verbindung stehen. Telegramme aus Queensland an Privatperfonen, welche mit den neuesten Bemühungen, die deutschen Ansiedlungen in der Südsee und auf Neuginea auszubreiten, Berliner Sonntagsplauderei. R. C, Pfannkuchen und Grogt, das sind augenblicklich bie Jdeale, an welchen jedes Berliner Herz hängt. Denn 5[ 300] 29 der Pfannkuchen gehört zur Faschingszeit, wie die Thräne 76 94 898 zur 8wiebel, und Grogt ist das einzige Getränk, welches 15 25 46 8bie zähe Maffe in unsern Magen hinabzuspülen vermag. Ein Pfannkuchen ist aber auch wirklich ein ganz aus 59014 gezeichnetes Ding, mag er noch so zweifelhaften Ursprungs sein, mag er sich auch noch so sehr eines ähnlichen Re74[ 300] 5 nomee's erfreuen wie die bekannten Warmen", die zu mitternächtlicher Stunde an den Straßeneden ausgeboten D63( 300) werden, das schadet nichts, denn der Pfannkuchen an sich 7 59 789 ist es ja durchaus nicht, den unser Herz begehrt, es ist ja 943 98 vielmehr das Mus, was darin fißt. Man kann also von 64( 550) 242 66 348 einem Pfannkuchen durchaus nicht mehr als von einer Sache 1978 32prechen, bei der etwas brum und bran hängt, sondern hier 66011 51 $ 9 82 16 46 52 liegt die Sache im wahren Sinne des Wortes entschieden 200 32( 550 114 56 63 tiefer. $ 42 65 933 39 45 3 73011 0 66 76e Ein solcher Ruchen hat also seine richtige Würze im 9272024 Mittelpunkt, im Zentrum, wie wir Lateiner sagen, und 1027 2001 gerade hier wird gewöhnli, ch wie man das ja schon häufig erlebt hat, mit ganz besonderer Wonne angebissen. Leider 0001 350 aber täuscht man sich auch bisweilen, denn manchmal ist 8 67 1500 das Mus verborben, und mengenal ist überhaupt nichts 92 7326orin. Man foll also nie ohne Weiteres von dem Aeußeren 939 626 einer Sache auf ihren Inhalt schließen. 0( 550) 657 724 36 1[ 3000] 74 8 [ 300] 29 34 21 52 621 93 206 310 810 17 57 926 7423 34 51 1300) 26 939 Kuchen und Grogt find ba, aber es fehlt der eigent iche Winter. Rein Schnee, kein Eis, nur trübes, nebliges Better, Berlin hat zeitweise einen wirklichen Londoner Antrich, und es scheint, als ob man sich auch in Bezug auf Die Berathung des des Militairetats wird fort In Kap. 25 des Ordinariums der Ausgaben Bekleidung und Ausrüstung der Truppen" find im Ganzen 14 163 266 M. zur Abfindung der Truppen mit Kontingenten für den ges wöhnlichen Verbrauch an Bekleidungs- und Ausrüstungsstüden, abzüglich der Ersparnisse für Manquements ausgeworfen. Ein Antrag des Abg. Richter, hinter den betreffenden Titeln folgende Bemerfung einzuschalten: Ersparnisse der Truppentheile an den ihnen überwiesenen Beträgen find ausschließlich zur Verbesserung der Viktualienverpflegung der Mannschaften der be treffenden Truppentheile zu verwenden", war der Budgetkommission zur Vorberathung überwiesen wor den. Die Kommission empfiehlt die Ablehnung des An trages. Abg. Richter: Ich halte es prinzipiell für ganz selbstverständlich, daß Ersparnisse aus einem Titel nur zu den Zwecken dieses Titels verwendet werden sollen, und konnte also eine solche allgemeine Bemerkung erst noch besonders zu beantragen, nicht in meiner Absicht liegen. Seit aber in der Kommisfion festgestellt ist, daß Verwendungen zur Verpflegung der Truppen bei festlichen Gelegenheiten nicht mehr wie früher aus den Ersparnissen dieses Titels, sondern aus denen der Kantinen wirthschaft, also ganz unabhängig von diesem Titel, gemacht werden, entfällt für mich jede Veranlassung, eine Bemerkung überhaupt einzuschalten. Dagegen halte ich es nach wie vor für unzulässig, aus diesem Fonds persönliche Zulagen für Musikanten zu machen. Diese Frage der Auslegung des Titels zu prüfen, wird zunächst Sache des Rechnungshofes sein. Im Anschluß hieran möchte ich den Herrn Kriegsminister fragen, was hinsichtlich der in der ersten Berathung angeregten Ein schränkung der Delonomiewerkstätten und der Uebertragung der die Kostüme find theuer und häufig hat man noch Malheur mit denselben; welcher Schrecken, man vielleicht am anderen Morgen bemerkt, daß die Nitterhose geplagt, der flatternde Räubermantel vielleicht mit der Bigarre verbrannt ist. wenn Das ist der hinkende Bote, der manchmal nachkommt, und das ist dann bitter, die Erinnerung an die süßesten Pfannfuchen hilft uns nicht darüber hinweg. Troßbem aber find die Maskenbälle durchaus nothwendig, man braucht nur an eine gewiffe Sorte von Ros manen zu denken, und man wird einsehen, daß sich manche Szenen, die im gewöhnlichen Leben niemals vorkommen, sich nur auf einem Mackenb lle abspielen können. Es giebt so verschiedene Masken auf der Welt. Diejenige der Diplomaten ist bekannt, der Fechter setzt sich ein unförmliches Drahtgestell auf den Kopf, damit er, wenn sein Degen nicht ausreicht, nicht mit dem Gesicht zu pariren braucht. Ja selbst die edelsten, selbstlosesten Freunde der Menschheit, unsere Neros und Caros müssen täglich und Stündlich maskirt erscheinen, wenn sie nicht dem unerbittlichen Hundefänger zum Opfer fallen wollen. Es ist möglich, daß sich das Hundegeschlecht im Laufe der Jahre bereits an diese Maskerade gewöhnt hat, das Schrecklichste, was demselben jedoch passiren kann, ist die Sperre, brr bie Hundefperre. Jeder Hundefreund und-Befizer schüttelt sich bei dieſem ominösen Wort wie ein Pudel, der aus dem Wasser gezogen wird. " 042( 550) 52 as Wetter das stolze Albion zum Muster nehmen wollte. mehrere Opfer gefordert, in Charlottenburg graffirt die 31 50 58 66 Rasten gar nicht den richtigen Eindruck hervorrufen. 2 46 56 178 01.79 83.88 30 39 94 60 04 41 13000 4 33 3000 2 83 83 156 79 90 Daher kommt es wohl auch, daß in diesem Jahre die bäufig genug sieht man sie allerdings, man bemerkt allabendich vor den renommirtesten Tanzlokalen Droschken, denen ögliche und unmögliche Kostüme entsteigen, enge spanische Nun, ein gnädiges Geschick hat die Reichshauptstadt feit längerer Zeit vor diesem Uebel bewahrt, aber ber Wilde tobt schon an den Mauern" in unserer Nachbars stadt, dem millionenbehafteten Spandau hat sie bereits in unserer Nachbars Epidemie fürchterlich; wieviel Rummer und Herzeleid bringt fern, die sich einen Mops leisten, wie verbittert wird nicht während an der Strippe herumschleppen müssen, und ist es das Gemüth alter Hagestolze, wenn sie ihren Bello fort ein Wunder, wenn die Köter selbst dadurch nur noch verAber das Schlimme bei der Sache ist, daß die ganze Hundegesellschaft für einen Tollen mitleiden muß. 90 260 76 Citrots und weite türkische Pluderhosen, Schnabelschuhe und 1442 737 80erliche Goldfäfer, aber es ist Alles nichts, es fehlt im bissener" werden. 06 18 42 gemeinen doch die richtige Feststimmung. 541 76 626 denkt, daß es eigentlich wenigen Sterblichen vergönnt ist, 71 93059 $ 2 709 45 u eine Es ist das recht unerfreulich, namentlich wenn man berhaupt einen Mastenboll besuchen zu können. Wie In Spandau hatte ein widerwärtiges Geschick, Hunger, Mißhandlungen 2c., einen recht nachtheiligen Eindruck auf Belge muß nicht für einen solchen Abend gespart werden, das Aeußere eines Hundes hervorgebracht, so daß es schließII. Jahrgang. Fertigung gewisser Gegenstände an die Gefangenenanstalten bisher geschehen ist. In mehreren Zeitungen verlautet, daß er probeweise die Anfertigung von Gegenständen für die Unters offisierschule oder das Lehrbataillon in Potsdam Gefangenenanstalten übertragen hat. Kriegsminifter Bronsart von Schellendorff: In Folge der Anregung von Petitionen an den Reichstag und einer Vorstellung der Schuhmacher- Innung beim Staatsminifterium habe ich versuchsweise eine solche Uebertragung eintreten laffen. Eine bindende Erklärung über das Resultat tann ich natürlich noch nicht abgeben, ich habe aber meinen guten Willen dokumentirt, und es wird sich ia bald herausstellen, ob die Interessen, welche ich in erster Linie bier zu vertreten habe, thre Wahrung bei diesem Verfahren finden. Das Kapitel wird hiernach genehmigt. " Beim Kap. 27 Garnisonverwaltungs- und Servis wesen" bemerkt Abg. Richter: Diejenigen Soldaten, welche nach und von den Arresthäusern transportirt werden, führt man in Berlin noch immer über die Straße; ich bin selbst wiederholt solchen Transporten begegnet, die vielen Bürgern zum Aergerniß gereichen. Es macht einen überaus erbarmungswürdigen Eindruck, wenn man diese Soldaten fieht, in geringsten Anzug, ein kleines Bündelchen unter dem Arm und hinterorein einen Soldaten mit Gewehr und Helm zur Eskorte. Ein solcher Transport fällt jedesmal dem Bublifum auf, alle Blicke richten sich dahin, zuweilen zieht auch die Jugend hinterher. Eine solche Beförderungsweise ift nicht geeignet, das Ehrgefühl in den betreffenden Wannschaften zu stärken; die Zivilverwaltung transportirt selbst Vers brecher nicht in dieser öffentlichen Art, während bei den militärischen Arrestanten doch nur in der großen Minderzahl der Fälle ihnen irgend etwas Ehrverlegendes zur Last fällt. Das Verfahren ist aus früheren Beiten überkommen und mag anderswo vielleicht noch zulässig sein, mit den Verkehrsverhält niffen der Großstadt steht es aber nicht mehr im Einklang. Ich bitte demnach den Kriegsminister, eine andere Transportweise einzuführen, selbst auf die Gefahr hin, daß dadurch größere Auslagen entstehen. Kriegsminister Bronsart von Schellendorff: Die Unannehmlichkeiten dieser öffentlichen Transporte find auch der Militärverwaltung nicht entgangen, und bereits vor einigen Dionaten ist eine Verfügung erlaffen, wonach bei allen von außerhalb kommenden Arrestanten der Transport per Droschte erfolgen soll. Es wird auch schon erwogen, ob auch nicht in der Stadt selbst ein weniger auffälliges Transportverfahren eingeführt werden fann. Ich bin sehr gern bereit, auf diesem Gebiete die bestehende Deffentlichkeit des Verfahrens einzustellen( Heiterkeit). Kap. 27 wird bewilligt. Rap. 32, Antauf der Remontepferde" war auf Anregung des Abg. Dirichlet an die Kommission zurücverwiesen worden, um die Prüfung der Frage zu ermöglichen, ob nicht die sechste Remonte- Ankaufs- Kommiffion, welche Mittel-, Weft- und Süddeutschland( exkl. Bayern) bereift, ganz aufzuheben sei. Die Kommission hat diese Aufhebung nicht empfehlen zu können geglaubt und beantragt die unveränderte Genehmigung des Kapitels. Referent v. Köller hebt hervor, daß, während die Bahl der von den einzelnen übrigen Kommissionen angekauften Pferde fich zwischen 800 und 3000 belaufe, die sechste Kom misfion allerdings nur 250 Pferde angekauft habe, und daß fich die Untoften pro Pferd bei dieser Kommission auf 22 Mt. belaufen, während die erste Kommission nur 4, die zweite 6, die dritte und fünfte 15 M. verausgabe. Abg. Dirichlet:( Deutsch- Freis.): Die sechste Kommisfon bereist Heffen- Nassau, Thüringen, das Großherzogthum Heffen, Elsak Lothringen, Baden und Württemberg, d. h. fast den dritten Theil Deutschlands, und von den 250 angekauften Pferden kommt erst eins auf 3000 in ihrem Betrieb vorhandene, refp. eins auf neun Quadratmeilen; Bei dem Remontewesen fann es fich doch nicht um die Hebung der Pferdezucht als leichteren, edleren Militärpferdes, nicht um die des schweren solcher, sondern nur um die Förderung der Büchtung des lich gar kein Wunder war, wenn bei einem solchen Hundeleben auch der Verstand des edlen Thieres etwas verwirrt wurde. Man schlug ihn deshalb todt und nun heulen alle seine Stammesgenossen unter der Last der Sperre. Die Sage geht, daß sich in besagter Stadt ein sonst ganz lebensluftiger Pubel, der zu den schönsten Hoffnungen berechtigte, in einem Anfall von Melancholie aus dem britten Stockwerk eines Hauses auf das Straßenpflaster stürzte, wo er mit zerschmetterten Gliedern liegen blieb! Wie lange hätte er noch der Steuerbehörde seiner Vaters stabt erhalten bleiben können! Aber so sind die Menschen. Sie haben nicht genug baran, daß fie ihre theuersten Freunde mit der Nasenquetsche des Maultorbes belästigen, nein, auch an die Strippe mit ihnen, und wer sich nicht fügen will, der wird einfach für verrüdt erklärt, und für das weitere Fortkommen eines solchen unglücklichen Geschöpfes sorgt dann der Hundefänger mit seiner bekannten Liebenswürdigkeit. In Berlin ist es ja freilich noch nicht so weit, aber -wer weiß, wie das noch tommt, böse Beispiele verberben gute Sitten, und es wirkt bekanntlich nichts so ansteckend auf der Welt wie Tollheiten. Sollte es sich in mesgenossen nachzuahmen, dann wäre es sehr schlimm, danys Berlin ein Köter einfallen lassen, seinen Spandauer Stam fen, dann bliebe nur die Wahl: die Leine oder Herr würde kein Schweifwedeln und kein Schönmachen mehr hel Krauts. Aber bange machen gilt nicht, wir hoffen von den Berliner Hunden das Beste, sie werden sich von ihrem Bumuthung jener Provinzialen eine echt großstädtische VerSpandauer Kollegen nicht verführen lassen, sondern jeder achtung entgegensetzen,-benn in Berlin ist es durchaus nicht zum Verrückt werden. zu, wenn man das obere Ende der Leipziger Straße verAllerdings ist das ein Bischen viel gesagt; es trifft ja Neigung dorthin. Da freilich muß selbst der Mensch den meidet, aber manchen Staatsbürger führt doch Beruf oder Kopf oben behalten, wenn er ihn nicht verlieren will bei den furchtbaren Reden, die dort vom Stapel gelassen wer= den. Der gewöhnliche Mensch thut gut, wenn er nicht dorthin geht, denn rein tommt er doch nicht, und auf der Straße stehen bei- die Kälte, dazu haben wir andere Leute. Pferdes für landwirthschaftliche Swede handeln. Wenn ich also rathe, die sechste Rommiffion ganz eingeben zu laffen, so bestimmen mich nicht blos Eparsamteilstüdfichten, auch nicht blos das Wohl der östlichen Provinzen, auch nicht mein eigenes Intereffe, wie man mir wohlwollender Weise vorgeworfen hat, sondern hauptsächlich die landwirthschaftlichen Bustände wenig stens einzelner dieser Landestheile, in welchen die Züchtung ber leichteren Militärpferde teinen Boden findet. Auch auf diesem Gebiete ist eine Theilung der Arbeit bringend ge= boten. Generalmajor v. Hänisch erklärt, daß man keineswegs beabsichtige, Landestheilen, welche für die Büchtung des Militärpferdes fich nicht eignen, diese Bucht aufzudrängen, sondern daß die Verwaltung fich in erster Linie von dem Wunsche leiten laffe, dort, wo sich diese Züchtung noch aufrecht erhalten habe, fte zu konserviren. Abg. Nobbe( Reichspartei): Mit dieser Auskunft erledigen fich die Ausführungen des Abg. Dirichlet, denen ich im Wesentlichen zustimmen muß. Theilung der Arbeit, das ist die Forderung, die man auch vom landwirthschaftlichen Standpunkte erheben muß. Eine ganze Reihe von Landstrichen wider strebt entschieden der Züchtung des Militärpferdes, das geht unbestreitbar aus der Thatsache hervor, daß auf einem Areal von 2100 Quadratmeilen nur 250 Remontepferde haben aus gewählt werden können. Ich betone dies, damit man nicht glaube, die Pferdezucht überhaupt zu heben, wenn man Remontepferde züchtet; diese Büchtigung ist für viele Gegenden geradezu ein wirthschaftlicher Nachtheil, der von den Intereffenten bitter empfunden wird. Das Kapitel wird genehmigt. Beim Etat des Kadettenforps sieht der Antrag des Abg. Richter wiederum zur Berathung, der die Spezifizirung der einzelnen Kategorien von Kadetten und die Aufnahme der Gesammtzahl in den Etat bezweckte. Die Kommission hat fich für die Ablehnung des Antrags ausgesprochen. Abg. Richter bedauert, daß die Kommission fich zur Annahme des Antrags nicht habe entschließen fönnen. Die Annahme würde bewirkt haben, daß bei einer Erhöhung der Summe nicht blos einseitig die Verwaltung entschieben hätte, sondern das Haus mitzusprechen gehabt haben würde. Die Ausführung, daß es immer noch beffer sei. eine Bahl von Pensionairfiellen a 780 M. mit solchen Kadetten zu besezen, die weniger zahlen, als diese Stellen leer zu laffen, müffe er für unrichtig erklären. Jeder Kadett toste, abgesehen von den Generalfoften, jährlich ca. 650 M., welche im Testeren Falle er spart mürben. Abg. Kalle: Nach dem Etat loftet jeder Radett im Ganzen ca. 1300 M., wovon aber nicht 650, sondern nur etwa 500 auf seine persönliche Unterhaltung tommen; die Generalfoften belaufen fich also auf 800 M., welche in jedem Falle verloren wären, wo in Konsequenz des Antrags Richter eine Benfionairftelle leer bliebe. Abg. v. Wedell- Malchow hält es nicht für zwed. entsprechend, aus einer Liebhaberei für einen finanziellen Rahmen im Etat die Freiheit der Bewegung innerhalb der einzelnen Kategorien für die Verwaltung einzuschränken. Mit jedem Benfionair, der weniger in das Korps eingestellt werde, frete auch ein Offizier weniger in die Armee, und es müsse doch das Bestreben dahin gehen, möglichst viele Dffiziere aus den Kabettenanstalten der Armee zu zuführen. Abg. Richter: Von diesem Standpunkt aus ist eine Vermittelung unmöglich. Für uns hat die Heranziehung einer erheblichen Anzahl von Offizieren aus dem Kadettenforps ihre Bedenken, die mit dem Wehrbedarf entsprechend wachsen. Bu dem vollzieht sich jetzt der Ersatz des Offizierkorps viel leichter als früher; in diesem Etat haben wir eine Mehrausgabe von 500 000 m. für 500 bisher vakante Stellen. Selbst wenn übrigens die Babl 500 in Herrn Kalles Rechnung richtig wäre, so verlangt die Einstellung von Nichtpansionären immer noch Zuschüsse aus Reichsmitteln. Nach einigen weiteren Erörterungen wird das Kapitel nach dem Kommissionsantrage unter Ablehnung des Antrages Richter( dafür nur die Freifinnigen) unverändert genehmigt. Bet Kap. 40( Wohnungsgeldzuschüsse) wünscht Abg. v. Stauffenberg eine Revifion des bayerischen Servistarifs, da derselbe den gegenwärtigen Preisverhältnissen der verschiedenen Städte nicht entspräche; namentlich müßte für Regensburg der. Servissaß erhöht werden. Bayerischer Oberst v. Xylander erwidert, daß der Tarif alle 5 Jahre revidirt werde und lokale Beschwerden bei der Revision Berücksichtigung finden würden. Das Kapitel wird bewilligt; und damit ist das Extraordinarium dieses Etats erledigt. Bei den einmaligen Ausgaben werden Titel 7 für ein neues Magazinetablissement in Allenstein als erfte Rate 220 000 M. gefordert, welche der Abg. v. Huene zu streichen bittet. Abg. Möller: Das Städtchen Allenstein ist in einem sehr erheblichen Aufschwung begriffen. Es werden dort Eisen bahnen, Chauffeen, Kasernen auf einmal gebaut und gegen märtig errichtet man dort eine große Provinzial- Jrrenanstalt. Die Biegeleien der Umgegend find schon jest dem Bedarf an Baumaterial nicht gewachsen. Das Lettere muß von weit her per Bahn herangeholt werden und ist in Folge dessen erheblich theuerer als zu anderen Zeiten. Ich meine daher, daß die Militär verwaltung mit ihren Magazinen recht wohl noch einige Jahre warten fönnte, bis die Materialienpreise in Allenstein wieder eine mittlere Höhe erreicht haben. Der Bau würde dann weit billiger werden als gegenwärtig. Ich bitte, den Antrag Huene anzunehmen. Geheimer Kriegsrath Gadon: Das Magazin soll gerade im fiskalischen Interesse gebaut werden. Es würden durch das felbe nach einer angestellten Berechnung der Militärverwaltung in jedem Jahre mindestens 45 000 Mtart erspart werden, und außerdem würde man zahlreiche Nachtheile, die aus unpünkts licher Lieferung der Naturalien u. s. w. für die Verpflegung der Truppen entstehen könnten, vermeiden. Der Bau ist ledig lich eine Konsequenz der Truppendislokation im Often, er ist fein Luxusbau, sondern ein dringendes Bedürfniß. Abg. v. Wedell Malchow wird nach diesen Erklä rungen für die Position stimmen. Abg. Möller: Die Truppendislokationen find noch gar nicht ganz durchgeführt, Allenstein hat noch nicht seine volle Garnison. Um so eher tann fich das Militär daselbst noch einige Jahre auch ohne ein Magazin bequem mit Brot versehen. Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff: Die Militärverwaltung hat bisher den entgegengefegten Grundfas befolgt. Sie pflegt zuerst die Garnifoneinrichtungen zu schaffen und dann die Garnison hinzubringen.( Sehr richtig! rechts.) Nach dem Prinzip des Abg. Möller würden weder jemals die Garnisoneinrichtungen fertig werden, noch Garnisonen hintom men fönnen. Nach einigen weiteren Erörterungen wird die Position in einer Auszählung mit 129 gegen 103 Stimmen abgelehnt. Ebenso wird auf Antrag des Abg. von uene Titel 8 abgelehnt, in welchem für ein Magazin in Riefenburg als erste Rate 163 000 M. gefordert werden, nachdem Abg. Dirichlet betont hatte, daß für Ablehnung dieses Titels dieselben Gründe in erhöhtem Maße fprechen, welche zur Ablehnung des vorigen geführt haben. lution soll hauptsächlich eine Handhabe bieten, dem Luxus, der mit den Kasernenbauten vielfach getrieben werde, zu steuern. Redner erinnert sich selbst, eine Kaserne gesehen zu haben, die mit dem theuersten Sandstein ornamentirt war. Später hat man diesen Sandstein dann roth überstrichen; und Redner würde diese Röthe für Schamöthe gehalten haben( Heiterkeit), wenn man fich damals des Luxus der Kasernenbauten überhaupt schon geschämt hätte. Abg. v. Wedell- Malchow erklärt sich mit der Reso Iution einverstanden. Kriegsminister Bronsart v. Schellendorf: Es ist möglich, daß fich früber zu Beiten die Militairbauverwal tung von der vollsten Sparsamkeit nicht ganz freigehalten hat. Aber schon seit mehreren Jahren bestehen Bestimmungen, welche die äußerste Sparsamkeit zur Pflicht machen; und ich bin Willens, diesen Intentionen meines Vorgängers in vollstem Maße zu folgen. Abg. v. Schalicha: Obwohl die Approximatiosäße, welche 1874 für Militairbauten festgesetzt wurden, bereits außerordentlich hoch waren, find sie doch nur in den seltensten Ausnahmen überschritten worden. Dabei hat der Fiskus nicht nur theuer, sondern theuer und schlecht gebaut. Einem neuge bauten Kavalleriepferdestall drohte schon nach einigen Jahren der Einsturz; die Pferde konnten nur mit Mühe bei Nacht gerettet werden. Bei einer neuen Kavalleriefaserne schoffen nach kurzer Zeit alle Thürfutter so ein, daß man bequem zwischen der Wand und den Thüren mit der Hand hindurchgreifen konnte. Bei einem Kasernenbau in Neisse find allein für eine ganz unnüze Sandsteinornamentirung 67 000 Mart verausgabt worden. Eine biesige Garde- InfanterieKaserne im Südosten der Stadt ist mit wahrhaft unnatürlichem Luxus ausgestattet; es befindet sich auf ihr z. B. eine enorme Viaffe von Sandsteinadlern, obmohl doch bekanntlich der Adler die Geselligkeit nicht liebt und jährlich nur ein Junges ausbrütet.( heiterkeit.) Obwohl seit 1874 die Rosten an Material und Arbeitslohn fich vielfach um 50 pet. ver ringert haben, find dennoch keine Ersparniffe bei den Bauten vorgekommen. Ich bitte die Militärverwaltung dringend, mehr als bisher dem intenfiven Drängen der Architekten zu wider ftehen, welche überall ganz unangebrachter Weise Monumentalbauten aufführen wollen.( Beifall im Zentrum.) Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff: Die einzelnen vom Vorrebner angeführten Fälle find mir nicht be fannt; es läßt sich daraus aber noch nicht schließen, daß im Allge meinen die Militärbauten theuer und schlecht find. Dem Luxus will ja auch ich entgegentreten; gleichwohl fann man große, ins Auge fallende Kasernenbauten nicht wohl ganz ohne jeden Schmuck aufführen. Große Ausgaben für Sandsteinfaçaden ac. billige ich natürlich nicht. Wenn auf der hiesigen Kaserne des dritten Garderegiments fich zahlreiche Adler befinden, so ist man dabei wohl nicht von dem Gesichtspunkt der Ungeselligkeit dieses Vogels ausgegangen, sondern hat an die Bedeutung des preußischen Adlers gedacht. Wenn im Uebrigen manche Mängel bei den Bauten bervorgetreten sein sollten, so würde das ja nicht an der Militärbauverwaltung allein liegen; wir haben keine besonderen Militärbaumeister; es würde vielmehr barauf ankommen, dem ganzen Unterricht, der ganzen Ausbildung der Architekten in den Schulen eine andere Richtung bildung der Architekten in den Schulen eine andere Richtung zu geben. Abg. Richter: Der Minister hat heute selbst anerkannt, daß mehrfach theurer gebaut worden ist, als es gerechtfertigt war. Ich meinerseits war von vornherein bemüht, als die ersten Forderungen an uns tamen, auf sparsameres Bauen und Reduktion der Anschläge hinzuwirken. Damals war man aber leider etwas entwöhnt von der Detailberathung militärischer Vorlagen. Erft allmälig ist es namentlich meinen Be mühungen gelungen, das rothwendige Intereffe für solche Kritiken wieder zu erwecken. Wenn jetzt bei den bedeutend beruntergegangenen Löhnen und Materialienpreisen eine Revision des Bauanschlagswesens vorgenommen wird, so wird es vielleicht gut sein, auch sonst nach mancher Richtung hin die Normativbestimmungen für Kasernenbauten zu ändern und statt des Lurus bei Offiziertafinos 2c. lieber im Interesse der Gesundheit der Soldaten für bessere Wasserversorgung und Ventilation in den Kasernen zu sorgen. Ich weiß nicht, ob fich die Militärverwaltung die neuesten Fortschritte der Technik auf diesem Gebiet zu eigen gemacht hat. Man kann übrigens jede abstoßende Uniformität bet den Bauten recht wohl vermeiden, ohne doch Luxus zu treiben. Oberstlieutenant Schulz erwidert, daß in neuerer Zeit weit mehr als früher auf aute sanitäre Einrichtung der Kafernen gehalten werde. Während früher jede Kaserne nur einige wenige Badewannen besaß, wird gegenwärtig teine mehr ohne ausreichende Douchebadeanstalt errichtet, in der ein ganzes Bataillon in fürzester Zeit abgebadet werden kann.( heiter feit) Auch für gutes Trinkwasser, Kanalisation, Ventilation wird stets bestens gesorgt. Die daraus erwachsenen Mehrtoften werden reichlich aufgewogen durch den besseren Gesund beitszustand der Truppen, der bereits eine erhebliche Verminde rung der Ausgaben beim Lazarethwesen bewirkt hat. schüttern. Abg Die Diskussion wird hierauf geschlossen. Ueber den in metten Quene wird erst in dritter Lesung abgestimmt werden. Titel 12 enthält die Forderung von 300 000 Marlift nu den Neubau eines Kasernements nebst Zubehör für die Abtheilung des zweiten Garde- Feld- Artillerie- Regiment rieg geg Berlin. Kriegsminister Bronsart v. Schellendorffgenomme die Bofition, welche die Kommission abzulehnen vorschleber Gold genehmigen mit Rücksicht auf die Vortheile hin, welde Vereinigung der gesammten Garde- Feld Artillerie- B bietet. Die Pofition wird gegen die Stimmen der Konserv abgelehnt. In Tit. 27 werden als erste Rate für den Neubau die Ausstattung einer evangelischen Garnisonkirche in Sp 10 000 Mt. verlangt. Die Kommiffion beantragt die Streichung der Forbe Regierungsfommiffar Oberstlieutenant Shula wa die Ausführungen hin, mit denen schon im Vorjahr der bau begründet worden. Der bauliche Zustand der alten ist inzwischen noch schlechter geworden. Für gewiffe ti Handlungen ist nicht einmal der erforderliche Raum banden. Abg. Hermes erklärt gegen diese Position wie eine andere ähnlicher Art zu stimmen, und zwar nicht nu finanziellen Gründen, sondern auch deshalb, well ma Soldaten freilaffen soll, die Bivillirchen zu besuchen. Tit. 27 wird gestrichen. Tit. 31 entbält die Forderung von 60 000 M. als Rate für den Neubau und Ausstattung einer evang Garnisonkirche zu Neiffe. Die Kommission beantragt, die Forderung zu bew Abg. Horn fonstatirt, daß die Verhältnisse in liegen, daß der Bau einer Garnisonkirche erforderlich sei er fann deshalb die Bewilligung der geforderten Sum empfehlen. Abg. Hermes: Wir werden auch diese Forderu lehnen. Ein Bedürfniß für dieselbe ist nur vorhanden die Soldaten zum Gottesdienst kommandirt werden. G man denselben, die Zivilkirchen zu besuchen, so wird ein anlaffung zu einem Neubau nicht vorliegen. Abg. Horn: Die militärische Behörde hat die die Soldaten zum Kirchenbesuch anzuhalten. Das militärische Sitte und wir ersuchen den Herrn Kriegsm bierin feine Aenderung eintreten zu laffen. desselben einem Fr Landesva da er su jungen 2 noch der hältniß a herren, forgen ha vermiethe Soldaten wille geg rend fte gehen. G als relig Kriegsgef Freudigte rechts.) Abg. rade hier Soldaten Besuch de Militärbe Entschädi nur dara dirt werd Gottesdie den legter eine einfa Das Reich ordnung militärisch militärisch Der Gotte Abg. Dinge ha nicht zu f Raisonni den Redn Persönlich Kriegsminister Bronsart von Schellenb Die militärischen Behörden haben es steis für ihre Bhabe nicht achtet, den Soldaten auch in religiöser Hinsicht zu e Daran wird auch weiter festgehalten werden. Ad Abg. Richter: Auch wir wünschen, daß den Gelegenheit geboten werde, den Gottesdienst zu besuche nicht in besonderen Garnisonkirchen. Die Sonderun Berufsklaffen sollte nicht über das unmittelbar Militäri ausgehen. Der Soldat bat denselben Gott wie der Darum treten mir prinzipiell jeder Forderung dieser gegen. Dies ist die eifte Garnisonkirche, für welche vom Reichstag gefordert werden. Ich bestreite, daß Pflicht der Militärbehörden sei, die Soldaten zum anzuhalten; man muß doch unterscheiden zwischen und unmündigen Personen. Die Militärbehörde bat le in Bezug auf den Kultus den Soldaten Befehle au das widerspricht der sonst in kirchlichen Dingen ber Freiheit. Gerade das Bentrum möge sich hüten, fold lionen gut zu heißen; ich erinnere nur an den Fall, lische Soldaten gezwungen wurden, dem Gottesdien altkatholischen Geistlichen beizuwohnen. Botte Hause Frage, üb Breußen vinzen, fo auch nicht finden wo äußerliche durch die ligion ist bestritten halten.( Abg. plinarische zu fomma ficher find berufen to im Allgem hoheit. I befuch gez seinem Si der Meiste solches Re Kriegsminister Bronsart v. Schellendorf Herr Abgeordnete hat den getrennten Gottesdienst Wir können nicht überall einen einheitlichen Gottesw richten, sonst würden wir das thun. Der Militärgo baten. D hat aber den besonderen Vorzug, daß in demselben den Solba militärische Pflicht eingeschärft wird. Wir vereidigen ja aud auf die Bedeutung des Eides hingewiesen wäre. Wen die betreffe noch gefagt ist, es liege feine Veranlaffung vor, der publizirt is Soldaten, ohne daß er von dem Geistlichen seiner behörde, das Recht zu gewähren, die Soldaten zur fommandiren, so erwidere ich, das Recht befizen wir Ron STR Ri auf der Stellung, welche Se. Majestät der Armee gegenüb nimmt und, so weit Evangelische in Betracht tomme oberster Bischof seines Landes. Die militärische R ordnung, die von den preußischen Königen erlaffe behält ihre Giltigkeit, bis sie durch ein anderes Ge fegt ist. zum Abg. Möller: Die Behauptung des Ministers, Besuch des Gottesdienstes ein Zweig der militärifd ziehung sei, entspricht nicht dem Begriff der evangelif heit. Auch übt das zwangsweise Kommando besuch feinen vortheilhaften Einfluß auf den Soldat es fann seine Andacht nicht fördern, wenn er wider Willen auf keine sanfte Weise zur Kirche geführt zitternd vor Frost aus derselben in seine Raserne ( Widerspruch rechts.) Ich habe Derartiges allerdings übrigens auch in der vorigen Seffion diefe Dinge ang in Folge deffen zahlreiche Buftimmungserflärungen vo den Militärs erhalten. Das ist der deste Beweis, daß Richtige getroffen habe. bea ba Aba. v. Helldorff: Die hohen Roften unserer mo dernen Bauten etiären sich zum großen Theil daraus, daß unsere modernen Techniker es verlernt haben, den Gebäuden in den Baulinien selbst einen gewissen Schmud zu verleihen. Sie suchen denselben in Aeußerlichkeiten und dergleichen an zubringen. Wie weit wir in dieser Beziehung hinter der Baufunft selbst des vorigen Jahrhunderts zurückstehen, davon kann fich jeder leicht überzeugen, der geneigt ist, derartigen Dingen seine Aufmerksamkeit zu schenken. Ich glaube übrigens, bag es vergeblich sein wird, auf dem Wege des Budgetrechts Er Kreisen nicht getheilt.( Widerspruch links.) Die mil sparnisse in dieser Richtung zu machen. Wir werden dann erst Borgefegten find auch für die Seelen ihrer Soldate wieder anfangen, billiger zu bauen, wenn unsere Verwaltungs- wo: ilich und müffen ste deshalb anhalten, am G beamten sorgsamer vorgebildet werden und davon ablaffen, ihr ihrer Konfession Theil zu nehmen. Bestände ein fold Urtheil über Bauausführungen ohne weiteres von denen der Technifer abhängig zu machen. Abg. v. Schalscha: Es ist richtig, daß unsere Verwal tungsb amten froh sind, wenn fie durch die Techniker der Verantwortlid feit über ein Bauprojekt enthoben werden. Von Dem Herrn Kriegsminister hätte ich erwartet, daß er uns ertlärt, Fälle, wie ich fie vortrage, mißbilligen zu wollen, wenn fte fich bewahrheiten. Ich fann übrigens in dieser Beziehung verfichern, daß ich meine Angaben nur auf Grund ganz zu verlässiger Thatsachen, die mir zur Verfügung gestellt wurden, gemacht habe. Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff: Der Herr Vorredner hat mich aufgefordert, daß ich meine Mik billigung ausspreche über Fälle, welche er vorgetragen. Das ist ganz felbftoerständlich. Abg. v. Malzahn- Gülz: Das Verhalten fition ei flärt fich leicht aus der Meinung derfelben Religion Privatsache set. Bekanntlich wird aber der punkt des Herrn Möller von im mahren Sinne eva der Behörden nicht, so müßte es geschaffen werden. ftatie noch, daß wiederum aus der freininnigen Ba ein Angriff auf das Kirchenrecht des Landes erfol Sie daffelbe anerkennen oder nicht, ist absolut ( Unri.be links.) Abg. Horn: In der Zivilkirche ist kein B Militair vorhanden. In Neiße ist es daher unbeding derlich, daß eine neue Garnisonkirche gebaut wird weis des Abg. Richter auf einen Fall, wo fatboli daten zum Gottesdienst des altkatholischen Betfilid mandirt worden find, lann ich für diese Frage zutreffend anerkennen. Hier lag in der That für tairbehörde nicht das Recht vor, ein derartiges auszuüben. Abg. Schott: Der Herr Kriegsminister bat Abg. Kayser: Man redet hier so viel über den Lurus wird. Ich glaube, man soll ich nicht so prinzipiell gegen die schöne Gestaltung öffentlicher Bauten erklären. Es ist ja nicht nothwendig, daß die Bankiers allein in Prachtbauten wohnen. und den Schmuck, der an öffentlichen Gebäuden angebracht des evangelischen Landesbischofs hergeleitet. Nun i Ro bal bd viel Religi Kriegs Beit Frie haupt nic bies auch der Solt ein folche Abg. den Bef das Bolt Das Aeuf wesentlich religiösen werden, b Einrichtun Abg. herunter, ordnung a gleichgiltig angeordnet fragen nac Gefeß zu ordnung, Freiheit w in der Arr in militäri auf. Von Bezug auf Kriegs In der pr Aba. Kenntniffe Daß Veror find, Recht fich nicht liche Leber Abg. in der Ar auch die b wären wi helm I. at Soldaten zu heirath geben, wei und unser Abg. Wenn wi sein soll o Dinge. Landel er auch ei die Soldaten zur Kirche zu fommandiren, aus der B von meinen chriftlichen Erinnerungen noch so viel Uebrigens soll, wenn das Reich baut, darauf gesehen werden, ist. Wäre dasselbe aber auch für Preußen zutreffend, daß den Arbeitern ihr Recht wird, in dieser Beziehung wird viel gesündigt. Bwar ist ja die Regel, daß bas Reich seine Bauten an Unternehmer überträgt, während es nach unserem Standpunkte am besten wäre, wenn das Reich selbst baute. Aber darauf fönnte auch jest schon gefehen werden, daß nicht, wie es bei Militärbauten öfter der Fall ist, von den Unternehmern die Löhne dadurch gedrückt werden, daß auslän blieben, daß von einem Recht des evangelischen den wir uns doch hier im Reichstage. Kriegsminister Bronsart v. Sellendor pre ben preußischer Kriegsminister und Bevollmächtigter desrath für Preußen. Was ich also von firchlichen gefagt habe, bezieht sich selbstverständlich nur auf ben v Abg. v. Huene empfiehlt hierauf die Annahme folgender dische Arbeiter vor einheimischen bevorzugt werden. Gerade ist erwidern, daß ein Mißbrauch des Rechts das Recht eine der in den Motiven zum Kasernirungsplan angeführten Kostenüberschäge auf Grund der notorisch billiger gewordenen Preise vornehmen zu laffen und das Resultat der Ermittelungen dem Reichstage bis zur nächsten Sesston vorzulegen." Die Resodaß bei staatlichen Bauten zunächst unsere beschäftigungslosen Theil des Heeres. Abg. Graf Ballestrem: Dem Abg. Richter das ist der legten Beit wiederhol eingetreten. Wir fordern, überflüssig macht. Wenn Soldaten, wie es thatfächli geschehen ist, gezwungen wurden, den Gottesdienst Arbeiter herangezogen werden, denn sie haben ein Recht darauf, fatholischen Geistlichen zu besuchen, so lag hier ein weil fie St uern zahlen und die schwere Laft des Militärdienstes tragen müssen. Das ist ja auch öffentlich anerkannt des Rechts vor. Folge deffen abgestellt worden. erinnere i Bartel, m Mit Goft auch. Abg. ftändige besuche an bige Guts unterstellte zu geben, gewähren, derselbe al greift und verständig A D Zlbg. Stöckcr: Das Verfahren der tzerrm links wird « weilen Kreisen unseres Landes Mißbilligung finden, denn es ist nur darauf gerichtet, den Geist unseres Heeres zu er- W&üUern. Es gehört zu dm grohartigsten Züger-, welche der Krieg gegen Frankreich aufzuweisen hat, daß vor Ausbruch desselben die Soldaten regimenterweise das heiligt Abendmahl genommen haben; und im Kriege selbst hat der religiöse Geist ' der Soldaten die Bewunderung aller erregt, wie mir von einem Franzosen bestätigt wurde. Natürlich ist es Pflicht des Landesvaters, den religiösen Sinn im Heere zu wahren, zumal da er summus episcopus ist. Bedenken fie doch, daß die ' jungen Leute in einem Alte: unter die Fahne treten, wo fie noch der Führung bedürfen. Sie stehen in demselben Per- hältniß zu ihren Vorgesetzten, wie die Knechte zu ihren Guts- Herren, die auch für die Religiofität ihrer Untergebenen zu sorgen haben. In den Zivilkirchen find ja die meisten Plätze »ermiethet, also für die Soldaten nicht vorhanden oder die Soldaten bekommen die schlechtesten Plätze, wodurch ein Wider- «ille gegen den Kirchenbesuch bei ihnen erznigi würde, wäh- rmd ste so in großer Zahl freiwillig zum Gottesdienst gehen. Es ist ihnen nicht eine Last, sondern eine Freude, stch als religiöse Menschen zu dethatigen. Wenn wieder einmal Kriegsgefahr entsteht, dann gicbt nur der religiöse Geist die Fmidigleir zum Kämpfen und zum Sterben.(Lebhafter Beifall rechts.) Abg. Richter: Das Pathos des Herrn Stöcker ist ge- rode hier am wenigsten am Platz. Auch rch will ja, das; den Soldaten die nöthige freie Zett und übereinstimmende Zeit zum M.Ä®er8,. Gottesdienstes gegeben werde; auch haben ja die Militärbehörden das Reckt, sich in den Zivilkirchen Plätze gegen Entschädigung für die Soldaten abtreten zu laffm. Es kommt nur daraus an, ob die Soldaten mit Recht zur Kirche tomman- mrt werden können oder nicht. Dadurch, daß die Soldaten zum Gottesdienst kommandirt wurden, ist der Geist, mit dem ste in den letzten F'ldzug zogen, nicht entstanden. Für mich bleibt eine einfache RechtStragc übrig. Nur für Preußen, nicht für das Reich, ist der Monarch Landesbischof. Die Mtliiärtirchen- orbnung ist noch nicht Gesetz; und der Gottesdienst hat mit nichts zu thun. Wenn mit demselben milrlarische Nebcnabfichten verbunden werden sollten, so muß der Gottesdienst ja auch natürlich darunter leiden. Abg. S t ö ck e r: Wenn es fich wie hier um die heiligsten Dinge handelt, so brauche ich mich meines pathetischen Tones nicht zu schämen. Derselbe ist hier eher am Platze als beim Rarsonniren auf der anderen Seite.(Der Präfivci-t ersucht ««elifj'i!»1« y0!' raisonniren nicht in Bezug auf eine Persönlichkeit des Hauses in Anwendung zu dringen.) Ich habe nicht von emer Person, sondern von der anderen Seite des Hauses gesprochen. Abg. Richter ist übrigens über die Frage, über die er gesprochen, nicht orientirt, der König von Preußen ist nicht nur summus episcopus für die alten Pro- vinzen, sondern auch für die neuen. Herr Richter hat deshalb auch nicht mit der Sicherheit gesprochen, die sonst bei ihm zu finden war. Es handelt fich bei dieser Frage nicht um rein äußerliche Dinge, denn dazu ist die Ecziehung unseres Volkes durch die Religion doch nicht zu rechnen. Ein Volk ohne Re- naion ist verloren. Auf der anderen(linken) Seite mag das bestritten werden. Trotzdem werden wir an diesem Satze fest- halten.(Beifall rechts.) Abg. Richter: Es handelt fieb hier nur um das diszi- »linarische Rechr gegenüber dem Soldaten, ihn in die Kirche zu kommandiren. Wenn Sie in Ihrem Rechtsanspruch so ficher find, dann müßten Sie fich doch auf bestimmte Gesetze berufen können; statt dessen berufen Sie fich aber immer nur im Allgemeinen auf den summus episcopus und die Militärhoheit. Ich bestreik, daß überhaupt ein Mensch zum Kirchen- besuch gezwungen werden kann, und Abg. Etöcker hat mit seinem Hinweis aus Gesellen und Knechte sich selbst geschlagen; der Meister und der Bauer hat über diese ebensowenig ein s»lches Recht wie der militärische Vorgesetzte über die Sol- baten. Die Religion steht, wie ich wiederhole, hier gar nicht in Frage, und ich meine, in der Armee wird immer gerade so .viel Religion sein, wie im Volke überhaupt. Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff: Ob die betreffende Militärverordnung als Verordnung oder Gesetz publizirt ist, kommt gar nicht in Betracht; ste datirt aus der Zeit Friedrich Wilh-lm III., wo solche Unterschiede über- Haupt nicht festgehalten worden find. Im Uedrigcn wäre dies auch für die Armee glei gillig Der Kirchenbesuch der Soldaten beruht auf Allerhöchstem Befehl, und ein solcher wird in dem Heere stets befolgt werden. Abg. S t ö ck e r: Wenn der Abg. Richter die Frage auf den Befehl zugespitzt, so wird es ihm doch nicht gelingen, daS Volk über die Tragweite dieser Diskusston zu täuschen. DaS Aeußere daran ist das Geringste; es handelt sich dabei wesentlich um die Bedeutung des religiösen Lebens und der religiösen Erziehung; und es wird im Lande nicht verstanden werden, daß Sie(links) in dieser Weise gegen eine geheiligte Einrichtung Protest erheben. Abg. Richter: Sie ziehen den Begriff der Heiligkeit herunter, wenn Sie ihn auf eine äußere disziplinarische Per- ordnung anwenden. Wenn der Kriegsminister sagt, etz sei gleickgiltig, ob der Kirchenbesuch durch Gesetz oder Verordnung angeordnet ist, so ist das der Standpunkt der Armee; wir fragen nach dem Rechtstiiel. Es ist ein Unterschied, ob ein Gesetz zu Grunde liegt, das wir ändern können, oder eine Ver- ordnung, die nach meiner Ueberzeugung der verfaffungsmäßigen Freiheit widerspricht. Ich warne vor der Annahme, als ob«S in der Armee einen absoluten Gehorsam gebe; dieser gilt nur in militärischen Dingen; darüber hinaus hört der Gehorsam auf- Von absolutem sklavischen Gehorsam könnte man erwa in Bezug auf die rusfiscke Armee sprechen. Kriegsminister Bronsart von Schellendorff: In der preußischen Armee ist der Gehorsam unbeschränkt. Abg. v. Hell Vor ff: Herrn Richter scheinen seine Kenntniffe verlaffen zu haben. Mir ist es nicht zweifelhaft, die vor Erlaß der Verfaffung ergangen Hü. W�fthaberr. Die Disziplin in der Armee beschränkt fich nicht auf mrlltärische Dinge, sondern auch auf das bürger- lrche Leben des Soldaten. Abg. Richter , y«s. Bei dem Grundsatz, daß der Gehorsam wären wrr überhaupt auf dem Standpunkt Friedrich Wil- Helm l. angekommen, der sein Recht so auffaßte, daß er seinen Soldaten auch kommandiren könne, bestimmte P-rsönlichleilen zu Heirathen. Einen solchen Gehorsam kann es heute nicht geben, weil er mit unseren ganzen modernen Kulturverhältniffen und unserem modernen Staate rn Widerspruch steht. Abg. Stöcker: Der Gottesdienst gehört mit zum Dienst. Wenn wir darüber sprechen, ob der Gottesdienst obligatorisch sein soll oder nickt, so sprechen wir in der That über h-ilige Dinge. Indem Abg. Richter gegen die Form polemifirt, nimmt er auch eme oppofitionelle Stellung gegen den Inhalt. Ich erinnere ihn an ein Wahl-Flugblatt der deutsch-freifinnigen Partei, welches schloß:„Vorwärts für Kaiser und Reich." Mit Gott? haben die Herren weggelassen, das thun fie heute auch. „.. Diricklet: Abg. von Helldorff meinte, jeder ver- stP'mgr Bauer und Gutibefitzer halte seine Leute zum Kirchen- Üf w«% Ja meinen Augen hat allerdings jeder verstän- dige GutSbesiyer und Bauer die Pflicht, sobald bei den ihm unterstellten Arbeitern das religiöse Bedürfniß, nach der Kirche zu gehen, fich geltend macht, ihnen die Gelegenheit dazu zu gewählkn, an Sonntagen oder auch an Arbeitstagen. Wenn derselbe aber darüber hinaus in das religiöse Leben desselben ein- Welt nicht« angehen. Was dienstlich geregelt werden muß, ist die Zeil, wann der Soldat aufzustehen hat, wann er zum Appell kommen soll und dergleichen; aber die dienstlich- Rege- lung der Erhcbuug zu Gott geht für unsere Volstellungen zu weit. Kommando zur Erhebung zum Höchsten erzeugt Hemde- lei. ES handelt stch hier also nicht um die Wahrung heiliger Dinge, sondern um den Mißbrauch der Disziplin zur Erzeu- gung von Heuchelet., Abg. Graf B a l l e st r e m: Ich muß dem Kciegsm nister doch bemerken, daß auch der militärische Gehorsam nicht ganz unbeschränkt hingestellt werden kann. Auch er findet ferne Grenze an dem Gehorsam gegen den höheren Vorgesetzten, gegen Gott. Abg. Richter: Herr Stöcker hat einen Angriff gegen uns daraus hergeleitet, daß in dem Wahlflagblatt nur gestan- den habe„für Kaiser und Reich" und nicht auch„mit Gott". Wir rechnen zu den göttlichen Geboten auch, daß man den Namen Goites nicht unnütz ausspreche.(Sehr richtig.) Wir halten es nicht für angemessen, wo es fich um wandelbare politische Elnrichtun gm Handell, Gott hineinzubringen. JmUebri- gen ist es Herrn Grafen v. Ballestrem selbst klar geworden, wie gefäbrllch der Grundsatz des unbeorngten Gchorsams werden kann. Es könnte dann folgerichtig auch kommandirt werden, daß ka- tholische Soldaten an dem evangelischen Sakrament fich be- theiligen. Die Bestrafung für die Verweigerung des Gehör- sams in diesem Falle würde man freilich allgemein als eine Unfiltlichkeit empfinden. Mit vollem Reckt hat Graf Balle« strem hervorgehoben, daß es auch für den Soldaten noch eine höhere Autorität giebt als seinen Vorgesetzten. Gerade weil Gewrffenssache jedes Einzelnen ist, sein Verhältniß zu e» kreist und ste in die Kirche zwingt, dann handelt er geradezu un- verständig und kümmert sich um Dinge, die ihn auf Gottes Gott zu regeln, find wir gegen das Kommando zum Kirchen- besuch. Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff: Daß es für den Soldaten noch etwas Höheres gicbt als die Er« füllung seiner militärisckien Pflichten, versteht stch von selbst. Die Verhältnisse, die Abg. Richter aus dem von mir aufge- stellten Grundsatz herauskonstruiit hat, find mir unverständlich. Auf diese Weise kann man das vemünftigste Prinzip zu einem unvernünftigen machen. Abg. D i r i ch l e t- In den Augen aller evangelischen Leute ist es ein religiöses Gebot, daß kirchliche Handlungen in Harmonie mit dem inneren Bewußtsein fich befinden mllffen, und es widerspricht dem evangelischen Grundsatz, derartige Stimmungen zu einer bestimmten Stunde fich aufkommandiren zu lassen. Abg. Stöcker hat gesagt, es sei ihm von französischer Seite verfichert worden, unser Sieg in den Fahren 1870—71 sei der stärkeren religiösen Stimmung unserer Armee zu ver« danken. Ist auch ver Sieg der preußischen Armee im Jahre 1866 dem Umstände zuzuschreiben, daß in ihr das religiöse Gefühl stärker war als in dem sächstschm, bayrischen, bannö- verschen Heere? Und würde es Abg. Stöcker nicht für eine Blasphemie erklären, daß der Sieg der franzöfischen Armee zu Anfang unseres Jahrhunderts auf der Supe- riorität des Atheismus über den Konfcsstonalismus beruhe? Abg. Wind Horst: Allervings kann religiöse Gesinnung nicht aufgezwungen werden, aber die Soldaten können doch aus ihrer Pasflvität aufgerüttelt werden. Ick würde es sehr bedauern, wenn in Folge der heutigen Diskusston in den be- stehenden Grundsätzen ein? Aenderuna einträte. Ich wünschte, daß den katholischen Soldaten öfter Gelegenheit geboten wird, die Kirche an Sonn- und Feiertagen zu besuchen. Der Titel wird genehmigt. Die Forderungen von ersten Raten rcsp. ersten Bauraten für Kasernenneubauten in Düsseldorf und Münster resp. für den Bau einer Garnison- Waschanstalt in Münster werden nach kurzer Debatte g e- strichen, desgl. die erste Baurate für den Neubau eines Festungsgefängniffes in P o s e n und die Forderung zum Neubau eines Dienstgebäudcs für das Artillcriedepot in T h o rn; dagegen wird der von der Kommisfion gestrichene Titel„Neubau eines Friedenspulvermagazins in Königsber g", voller Bedarf 29 300 M. nach kurzer Befürwortung durch den Bundcskom- miffar Major H a b e r l i n g und die Abgg. R i ck t e r und v. Huene mit großer Mehrheit bewilligt. Abgelehnt wird ferner dem Kommisstonsantrage entsprechend die erste Rate für den Neubau eines Friedenslabaratoriums in Span- Vau; im Uebrigen genehmigt das Haus den Rest des Ka- pitcls. Im sächsischen Etat wird die Forderung von 25000 M. zur Errichtung von Kriegsverpflegungsan st alten g e st r i ch e n, ebenso nach kurzer Debatte die Forderung von 160000 M. zum Erwerb der städtischen Kaserne in Bautzen, der Etat im Uebrigen bewilligt, desgl. der württembergische Etat unter Streichung der ersten Rate von 60000 M. zu Neubau eines Militärarresthauses in U l m. Um 4'/« Uhr wird die weitere Bcrathung abgebrochen. Nächste Sitzung Montag 2 Uhr. (Etat der Miltärverwaltung, des Reichstages, des Reichs- amtS des Innern und der Reichsjustizverwaltung. Arbeiterbewegung, Vereine uuü Versammlungen. Zum Ortskrankentassengesetz. In einer hiesigen Zeitung wurde kürzlich berichtet, daß ein Schneidermeister, welcher in eigener Bltrrebsstätte für ein Konfektionsgeschäft arbeite, die wiederum von ihm beschäftigten Arbeiter nicht zu den O.ts- krankenkassen anzumelden brauche. Diese Annahme beruht auf einer irrthümlichen Auffassung der gesetzlichen Bestimmungen. Nach§ 1, in Verbindung mit§ 2 Nr. 5 des RcichSgesctzeS, betreffend die Krankenverficherun» der Arbeiter vom 15. Juni 1883 unterliegen in Ermangelung einer entgegengesetzten orts- statutarischen Anordnung— und eine solche ist für Berlin nicht erluffen- dem Versicherungszwange nicht:„selbstständige Ge werdetreibende, welche in eigenen Betriebsstälten im Auftrag« und für Rechnung anderer Gewerbetreibender mit der Her- stellung oder Bearbeitung gewerblicher Erzeugnisse beschäftigt weiden(tzausinvust'ie)" Der Schneidermeister also, welcher in eigener Betriebsstätte im Auftrage und für Rechnung eines Konfektionsgeschäftes arbellet, ist für sein« Person nicht ver- stchemngspflichtig, aber eben nur für seine Person. Wenn er dagegen in seiner Betriebsstätte wiederum unselbstständige Ar- Arbeiter oder Arbeiterinnen beschäftigt, so find diese nicht von der V-rficherungspflicht befreit; letzteres ist nur bei selbstitändigen Gewerbetreibenden mit eigenen Betriebsstälten der Fall. Der- artige Arbeiter und Ardetterinnen find daber, wie andere, von ihren Arbeitgebern zur Vermeidung empfindlicher Nachtheile und Strafen zu den Qrtskrankenkassen anzumelden. Anders liegt die Sache, wenn der Schneidermeister, welcher für das Konfektionsgeschäft arbeitet, zwar seinerseits wiederum Leute beschäftigt, aber nrcht in seiner Betriebsstätte, wenn vielmehr diese Leute in ihrer eigenen Behausung arbeiten. Derartige Personen find nicht anzumelden, da nach§ 1 in Verbindung mit§ 2 Nr. 4 a. a. O. in Berlin nicht velficherungspflichtig sind:„Personen, welche von Gewerbetreibenden außerhalb ihrer Betriebsstätten beschäftigt werden." Zum Krankenkassenaesetz. Vom Main, 10. Januar. Die im Reichstag gerügte Methode der Unternehmer und Fabrr- kanten, die Zuschüsse zu den Krankenkassen zu er- sparen, indem ste nur solche Arbeiter annehmen, welche schon der einer eingeschriebenen HilfSkasse Mitglieder sind, bürgert stch auch hier ein. Wenigstens werden an der KanalarbeitS- stelle gegenüber Höchst nur noch solche Arbeiter angestellt. ES wrrd gegen diesen Mißbrauch wohl gesetzlich eingeschritten wer- den müssen.— Ein zweiter Punkt dürste auch noch gesetzlich« Regelung erfordern. Die Statuten der Ortskrankenkasse ent- halten die Bestimmung, daß solche Mitglieder, welche noch in einer anderen Kasse verfichert find, nur die Differenz zwischen dem, was ste dort erhalten und dem ortsüblichen Tagclohn ausgezahlt bekommen. Einige Fabrikskassen haben denselben Paragraphen aufgenommen und legen denselben dahin aus, daß fie den Mitgliedern freier Kassen nur drei Mark auszahle« wollen, ohne daß fie ihnen deshalb die Beiträge geringer an« setzen Es ist das eine schwere Benachtheiligung der freien Kassen, eine Abhilfe wird nur aus gesetzlichem Wege erfolgen können, da bei dem gegenwärtigen Uebcrfluß an Arbeitern nur ausnahmsweise ein Ärbeiter wagen kann, gegen die Fabriklei« tung klagend aufzutreten und die Vorstände der freien Kasse« nicht zur Erhebung einer Klage berechtigt sind. Zu dem Strtke in der Lenschow«. Markert'schen Fabrik ergeht folgender Anfruf an die Schneider Berlins- Kollegen! Der Strike der Knopfarbeiter in der Lenschow u. Markert'schen Fabrik legt es Euch Alle ans Herz, vor allen Dingen den Geist der Solidarität, welcher alle Arbeiter ohne Unterschied durchdringen muß, zu bethätiaen. Kollegen! Bedenkt was es heißt, 14 Tage vor Weihnachten feiern zu müssen, und dann bei Antritt der Arbeit fich so horrende Abzüge, wie die in der genannten Fabrik geplanten, gefallm zu lassen. Darum, Kollegen, tretet Alle dafür ein, daß die Arbeiter in ihrem gerechten Kampfe nicht unterliegen, ihm Alle EurejSchnIdigkeit, sammett Geld und liefert die gesammel» ten Gelder an nachsoigendm Stellenstab; Mauerstraße 86 im Lokale; bei Z ilm, Waldcmarstr. 19, Hof l., und am Montag» den 19. Jan., Abends 81/» Uhr, im Restaurant Sehfeld, Gre« nadierstc. 33/34. Also, Kollegen, doppelt giebt, wer schnell giebt. L. Pfeiffer, Vorfitzender der Lohnkommisston der Berl. Schneider. r. Fackverei« der Schneider. In der am Dienstag, den 13. d. Mls-, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, statt- pehadten öffentlichen Versammlung des Fach Vereins der Schneider, welche fich eines sehr zahlreichen Besuches zu er« freuen hatte, hielt Herr Dr. Heymann einen sehr lehrreichen Bortrag über den Bauernkrieg und seine Bedeutung für da? deutsche Volk. Um die Wirkung der hochinteressanten AuS» führungen nicht abzuschwächen, wurde von einer Diskussion abgesehen. Nach Erledigung einiger wichtiger VereinSange- legenheikn erhielt das Mitglied der Kommisston der strikenden Knopfarbeiter, Herr Hildebrand, das Wort und legte in kurzen Worten die Lage der betreffenden Arbeiter klar. Ein Antrag auf Veranstaltung einer Tellrrsammlung zu Gunsten der strikenden Knopfarbeiter wurde angenommen, die Ausführung derselben aber von dem überwachenden Polizeibeamten ver« boten. Eine eingegangene Resolution, wonach sämmtliche Schneider Berlins verpflichtet find, für die strikenden Knopf- arbeiter moralisch und materiell einzutreten, wurde einstimmig angenommen. Erwähnen wollen wir noch, daß die Prüfung der Fachschüler am Dienstag, den 20. Januar er., Abends 8V2 Uhr, im Lokal M a u e r st r a ß e 86, stattfindet, und haben nicht nur die alten Schüler, sondern auch die neu Angemeldeten hkizu Zutritt. Gleichzeitig sei bemerkt, daß Meldungen zu denUntmicktsabenden(Dienstag, Donnerstag und Freitag) im Lokal Mauerstc. 86 und in der Wohnung des Herrn Faust, Taubenstraße 35, Hof 3 Tr., entgegengenommen werden. Eine Versammlung siimmtltcher Berliner Tischler- Meister findet am Montag, den 19. Januar, Abends 8 Uhr, in Keller's großem Saale, Andreasstc. 21, statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Die von den Berliner Tischleigesellen aufgestellten Minimallohntarife und deren Bedeutung für daS E werbsleben aller Interessenten des TifchlergeVerbeS. 2. Wahl einer Meisterkommisfion. Als Referent fungirl Herr Tischler G. Roedel, Vertreter der Lohnkommisston der Tischlergesellm» das Korreferat hat Herr Tischlermeister O. Stieber, Vorsitzender des Ortsvereins der sclbstständigen Tischlermeister übernommen. Die großen Galerien deS Lokalessind für Tischlergesellen reservirt, so daß auch diese der Versammlung beiwohnen können. Die Kommission der Tischler weist hierauf besonders hin. Eingang durch den Büffetsaal. Der Strtk der Arbeiter der Fabrtl für Gas- und Wasserleitungs-Gegenstände von V. Joseph, hier, Betha- nienufer 6, findet in einer am Montag, den 19. d. M., stattfindenden Versammlung sämmtlicher Metallarbeiter Berlins eine öffentliche Besprechung. Zahlreiche Betheiligung erwarten die Sinkenden. Der Fachverein der Möbelpolim Berlins(® z. Arb.) hält am Montag, den 19. d. Ms., seine erste diesjährige Versammlung(Generalversammlung) im Vereinslokal Marian- nenstraße 31/32 bei Gollhart mit folgender für sämmtliche Mitglieder wichtigen Tagesordnung ab: 1. Kassenbericht, 2. Antrag Lederhause(Wabl des ersten Vorsttzendcn), 3. Ver- schiedenes. Sämmtliche Mitglieder weiden gebeten, zu er- scheinen, und daS Quittungsbuch als Legitimation mitzubringen; auch ist Jedem die Gelegenheit gegeben, restirende Beiträge zu entrichten. Der Fachverein der Tischler hält seine ordentliche Ge- neralversammlung Lokalverhältnisse halber diesmal am Mitt- woch, 21. d. M, in Jordan's Salon, Neue Giünstr. 28, ab- Die Vereinsvnsammlungen in der Ackeistr. 141 finden nicht mehr statt. Das neue Versammlungslokal für den Norden Berlins wird in der Generalversammlung und durch die Zei- tungen bekannt gemacht werden. Am Montag, den 26. Ja« nuar findet im Vereinshause Süd-Ost, Waldemarstraße 75 und Mitte Februar vor dem Halle'schen Thore eine Vereinsversamm- lung statt. Die Generalversammluug des Arbeiter-Bezirks-Ver« eins für den Osten Berlins findet am Dienstag, den 20. Januar, Abends 8lA Uhr, in Keller's Gesellschuftssälen, An- dreasstraße 21, statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Rückblick auf die Thätigkeit des Vereins- 2. Kassenbericht der Revisoren. 3. Wahl des Gesammt� Vorstandes. 4. Verschiedenes. 5. Frage« lasten. Neue Mitglieder werden auch in dieser Veisammlung aufgenommen. Ehrenpflicht eines jeden Mitgliedes ist es, in dieser Generalversammlung zu erscheinen. Die Mitgliedskarten find an der Kontrole vorzuzeigen....... Verein der Maschiutsten und Heizer- Heute Nachmit- tag 5 Uhr Linienstraße 5(Schützen haus) Veisammlung. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Tischler und Verufsgenosse« hält am Montag, den 19. d. Mts., Abends 8'/- Uhr, Adalbertstr. 21, eine Versammlung ab. T.-O-: Vortrag de? Herrn Grundelach über: Die fremden Nutzhölzer und deren Verwendung im Handwerk.— Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste willkommen.— Der Verein veranstaltet am 31. d. Mts., Abends 8 Uhr, in Baum- bach's Kastno, Prinzenstr. 94, einen Wiener Maskenball. Alle Freunde und Bekannte des Vereins find hiermlt eingeladen. Billets find zu haben bei den Herren: Gundelach, Solms« straße 12, Slügelmaier, Gitschinerstr.93, Lakur, Oranrenstr. 203, Schlage, Grünauerstr. 11 und Lerche, Fruchtstr. 35. Der Uuterstützungsverein der Buchbinder und Verw. Berufsgenossen hält am 19. Januar. AvdS. 3/, Uhr, Alte Jakobstc. 75, eine Versammlung ab. Es ist Pflicht eines jeden MappenarbeiterS, in derselben zu erscheinen, da der für ste be- stimmte Minimaltarif vorliegt und nach Annahme sofort in Kraft treten soll... Eine große Versammlung der Wähler des vierte« ReichstagSwahlttetses siadet nächsten Mtttwoch in Sanssoucl Kottbuseistr. 4a statt. Referent ist der Abg. Singer. Wir erwarten eine recht starte Bctheiligung. Die Tagesrodnung werden wir später noch bekannt geben. Verein der Beritner Maurer. Dienstag, den 20. Ja« nuar. Mitgliederoetsammlung. Jnselstraße 10. Vortrag deS Herrn Schäfer. Eröffnung pünktlich um 8 Uhr. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Fachberein der Tischler. Sonnabend, den 24. Januar, Maskenball im Echüßenbaus, Linienstraße 3-5. Billets vor her bei den Herrn Böhm, Johanniterstraße 10: Friese, Waldes marftr. 38; Gürtler, Frietenstr. 50; Wolter, Lothringerfir. 24; Röste, Wienerftr. 42. Versammlung der Schneidermeister und Gefellen Berlins. Donnerstag, den 22. Januar cr., Abends 8 Uhr, in den beiden großen Sälen des Gratweil'schen Etablissements, Kommandantenstr. 77/79. Auf der Tagesordnung steht: Die fozialen Schäden im Schneidergewerbe und wie ist Abhilfe zu Schaffen? Referenten find Herr Holzapfel vom Verein felbfiftändiger Schneidermeister und L. Pfeiffer, Vorfigen der der Lohnkommiffion. Da in der Versammlung sehr wich tige Angelegenheiten erörtert werden, so ist jedem Schneider meifter sowohl als Gesellen der Besuch derselben dringend zu empfehlen. Alles Nähere durch Anzeigen und Säulenan schläge. Freie Vereinigung der Graveure, Ciseleure und verwandten Berufsgenossen. Versammlung am Montag, den 19. Januar, Abds. 8 Uhr, im Restaurant Sahm, Annen Straße 16. Tagesordnung: 1. Geschäftliches und Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vortrag des Herrn Canis über Naturbeilkunde. 3. Besprechung über auswärtige, speziell Dresdener, Fachverhältnisse. 4. Verschiedenes. Bericht des Nachweises bureaus. Stifskaffe für Tapezierer und verw. Berufsgenossen. Am Montag, den 19. b. Mis., findet eine Mitglieder VerSammlung statt. T.- D.: Kaffenangelegenheiten. Die Versammlung des Arbeiter- Bezirks- Vereins der Oranienburger Vorstadt und des Wedding findet am Montag, den 19. Januar, Abends 81/2 Uhr, im Wedding- Park, Müllerstraße 178, statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Vortrag Deute: Armido. Morgen: Hero. Theater. Königliches Opernhans: Königliches Schauspielhaus: Beute: Durch's Dbr. Morgen: Die vier Temperamente. Deutsches Theater: Heute: Der Weg zum Herzen. Morgen: Die Hagestolzen. Bellealliance- Theater: Heute: Der Raub der Sabinerinnen, Schwank in 4 Atten von Franz und Baul Schönthan. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Renes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Beute: Gasparone. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater: Alte Nalobftraße 30. Direktor: Ad. Ernft. Beute: Der Walzer- König. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Stefdenz- Theater: Direktion Anton Anne. Heute: Die Eheftands Invaliden. Morgen: Die Schulreiterin. Walhalla- Operetten- Theater: Beute: Der Feldprediger. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Loutfenstädtisches Theater: Heute: Papa Kiekebusch. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Oftend- Theater: Heute: Der Galeerensklave. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Beute: Klein Geld. Wallner Theater: Morgen: Dieselbe Vorstellung. Bittoria- Theater: Beute: Sulfurina. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alhambra Theater. beute: Mutterſegen. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Arbeitsmarkt. bes Bigarrenarbeiters Herrn Saste. 2. Besprechung über bas Stiftungsfeft. B. Verschiedenes. 4. Fragetaften. Gäfte haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. " 1 Die nächste Mitglieder Versammlung des ArbeiterBezirksvereins Glückauf" findet am Dienstag, den 20. Januar, Abends 8 Uhr, in den Industriehallen, Mariannenstr. 31-32, statt. D.: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Dr. Tofelowett über Japan. 3. Verschiedenes. 4. Fragetaften. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber ist es Pflicht der Mitglieder, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Herr Dr. med. Sturm wird Sonntag, den 18. Jan. 1885, Vorm. 11 Uhr, im Konzerthause, Leipzigerstraße 48, einen Vors trag halten über das Thema: Die Ernährung des menschlichen Körpers in franken Tagen. Eintritt unentgeltlich. Damen wie Herren baben Butritt. Eine Volksversammlung mit der Tagesordnung: Die Kolonisation und das Arbeiterschutgeset" Referent Herr Kunkel, findet heute Vormittag 10 Uhr in Domac's Restaurant, Johannisstraße 20, statt. Die interessante TagesDrdnung verspricht einen guten Besuch. Der Bezirksverein des werktthätigen Volkes im 29., 30. und 31. Wahlbezirk veranstaltet am Dienstag, den 20. Januar, Abends 8 Uhr, im großen Saale des Golle'schen Restaurants, Linienftr. 30, eine Bersammlung mit Vortrag des Herrn Martin über Reiseerlebniffe aus verschiedenen des Herrn Martin über Reiseerlebnisse aus verschiedenen Erdtheilen. Auf der Tagesordnung steht ferner ein Antrag des Vorstandes auf Aufhebung der Einschreibegebühr. Wir zweifeln nicht im Mindesten, daß jener Antrag, der den Zeitverhältnissen Rechnung trägt, mit großer Majorität zur Annahme gelangt und es dadurch den im 5. Reichstagswahlkreise wohnenden Arbeitern leichter gemacht wird, fich diesem anzuschließen, zu dem ber monatliche Beitrag nur 20 trägt. trägt. Anmeldungen zum Beitritt in jenen Verein in den Versammlungen und außerdem von Herrn Sal meister Emil Frante, Linienſtr. 9, entgegengenomm Der Bezirksverein der arbeitenden Bevölkerung Südwestens Berlins hält am Montag, den 19. D. Abends 8 Uhr, in Nieft's Salon, Kommandantenstraße seine nächste ordentliche Vereinsversammlung ab. Ordnung: Antrag auf Statutenänderung; Vortrag des S Herrn Aug. Herold über, Rommunales". Dieser tigen Tagesordnung wegen werden die Mitglieder Gäste haben Zutritt. recht zahlreich zu erscheinen. Inserat.) Briefkasten der Redaktion. Gentsch, Mustauerstraße. Sofern der schriftliche vertrag nicht etwas Anderes bestimmt, ist der Vermie dieser Reparatur verpflichtet. 711 Mr. 16. Alter Abonnent Bülowftraße. Dem natürlichen steht, wenn das uneheliche Kind das fiebente Lebensjahr endet hat, die Wabl offen, ob er die Verpflegung des exfeint tägli selbst oder durch Dritte übernehmen will oder ob die Berlin frei die Kosten der Erziehung vergüten will. Diese Wahl Botabonneme ihm selbst dann zu, wenn er bereits zur Geldalimentation urtheilt ist. Verweigert die Mutter die Herausgabe Kindes, so ist der Vater von der Verpflichtung zur 3 der Geldalimentation frei. P. V. Ohne nähere Kenntniß vom Miethsvertrage fich die Anfrage nicht beantworten. J. G. 50. Vergleichen Sie die Antwort unter P. Hauptziehung Preußische Loose: Heute bis 31. Januar. Original 150 Mart, 72 Mart. Antheile, 30 Mt., 116 15 Mk., 132 7,50 Mt., 164 4 Mt. Gewöhnli ungsnoth Man weist auf Familie nicht g bie fich dann entwirft büfter ben Logirhäuf Borchardt Gebr., 1. Geschäft Friedrichstraße 61, Telephone i 2. 5. Reichstags- Wahlkreis. " Königstr. 1, Ecke Burgstr. Fachschule 11 Bezirksverein des werkthätigen Volks im des Fachvereins der Schnei 29., 30. und 31. Wahlbezirk. Dienstag, den 20. Januar, Abends 8 Uhr, Versammlung Prüfung der Schüler vom 3. und 4. Kursus am Dienstag, den 20. Januar, 8 einhalb Uhr, im Lotal Mauerstraße Nr. 86. im großen Saale des Golle'ſchen Reſtaurants, Linienſtr. 30. Eröffnung bes 5. Rurfus und werden die S Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Martin: ,, Reiseerlebnisse aus verschiedenen Erdtheilen. 2. Antrag des Vorstandes: Aufhebung der Einschreibegebühr. 3. Verschiedents. Gäste willkommen. Der Vorstand. 92 Verein d. Berl. Metallarb. General- Versammlung fämmtlicher Mitglieder am Montag, den 19. Januar, Abends 8 Uhr, in Niefts Lokal, Kommandantenstr. 71-72. Z.- D.: 1. Geschäftliches. 2. Kaffenbericht pro 1. Quartal. 3. Bericht über den Kongreß in Gera. 4. Verschiedenes. 5. Fragekasten. Bahlreiches Erscheinen ist nothwendig. 91 Der Vorstand. Arb.-Bz.-V. Laufizer Plaß. Mittwoch, den 21. Januar, Abends 8% Uhr, Wrangel ftraße 9 u. 10( Urania), General- Versammlung. Tagesordnung: 120 1. Vorstandswahl. 2. Kaffenbericht. 3. Verschiedenes und Der Vorstand. Fragelasten. 3. und 4. welche Zeugniß Amanchmal in e Beise vorhand Städten alle Wohl w Bandbevölkeru Wohnung noth Folge der mo tellen versuche Wohnungselen let, zu verdecke Dort mü ihren großen Logirhäuser u Miethstaferner Lande zahlrei Fensterscheiber rauch herrscht Fähigkeiten wünschen, aufgefordert zu erscheinen. Eben genannten P Schüler zu dem Dienstag beginnenden 5. Kursus. Me werden im Lokal und beim Lehrer Herrn Faust, Tauben entgegen genommen. Der Vorstand. Reiche Unterstützungsv. d. Buchbin Wer fie und verwandten Berufsgenossen Montag, den 19. Januar, Alte Jakob trafen in den Versammlung. Tagesordnung: 1. Wahl der Zeitungstommission. eines Vorstandsmitgliedes. 3. Vorlage des Tarifs der Arbeiter. 4. Verschiedenes und Frageraften. Die Mappen- Arbeiter Berlins find hierdurch eingel fämmtlich 89 und zum The Erzgebirge un der fann fich einen Begriff Aber, so ntgegenrufen Der Vorfiicht so zusan Besundheit u Auf den Die Aufnahme neuer Mitglieder in die Zeneberfüllung Kranken- und Begräbnißkaffe für Frau jeit zu beruh ( fr. H. Offenbach a. M.) Srund geht, Besundheit b findet von jest ab nur Andreasstr. 20, Hof v. 3 Tr. ftat zwar Alltags von 8 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends, ungen noch Merlei Gethi Arb.- Bez.- Verein f. d. Often Berlins. fason 8 bis 3 Uhr. 20. = Werführer für Rüschenfabrik General Versammlung nach Wien gesucht. Derselbe soll die Hilfsmaschinen beauffich tigen und dieselben repariren; er muß die Rüschenarbeit vers ftehen und längere Zeit in einer großen Fabrik dieser Branche gewesen sein Gutes Gehalt. Anerbietungen mit der Aufschrift Werkführer" an die Exped. d. 8tg. 13 Gr. Volksversammlung 4. Wahlkreis. 97 Mittwoch, d. 21. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokale Sanssouci, Kottbuserstraße 4a. Referent: Reichstagsabgeordneter Paul Singer. Große Volksversammlung. " Dienstag, b. 20. Januar, Abends 8 Uhr, in Sanssouci", Kottbuserstraße 4a. 100 Große Volksversammlung. Sonntag, den 18. Januar, Vorm. 10 Uhr, im Restaurant Domad, Johannisstr. 20.- T.- D.: Vortrag des Herrn T.- D.: Vortrag des Herrn Kuntel: Die Kolonisation und das Arbeiterschutzgesetz. 93 Gr.Versammlung sämmtlicher Kürschner Berlins. Dienstag, den 20. Januar, Abends 8 Uhr, im gr. Saale des Schüßenhauses. 88 Das Erscheinen eines jeden Kürschners ist dringend erwünscht. Die Lobnfommiffion. Bezirksverein d. arbeitenden Bevölkerung des SW. Berlins. Montag, den 19. Januar, Abends 8 Uhr, Versammlung in Nieft's Salon, Kommandontenftr. 71-72. Tagesordnung: 1. Berathung und Beschlußfaffung der beantragten Statutenänderung betr. Erhöhung der Monate beiträge, Fortfall des Einschreibegeldes und Stundung der Bei träge bis zu 6 Monat. 2. Vortrag des Stadtv. Herrn Aug. Herold über ,, Kommunales." 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht 94 Der Vorstand. in Keller's Lokal, Andreasstr. 21. Tagesordnung: 80 1. Rückblicke auf die Thätigkeit des Vereins. 2. Kaffen bericht der Revisoren. 3. Wahl des Gesammt- Vorstandes. 4. Verschiedenes. 5. Fragetaften. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Zur Ausübung Der Kontrole ist die Mitgliedskarte vorzuzeigen. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung wird um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder gebeten. Der Vorstand. Fachverein der Schmiede. Montag, den 19. Januar, Abends 8 einhalb Uhr, lich in Grat weils Bierhallen, Rommandantenftr. 77-79. Versammlung. 85 Tagesordnung: Herr Regierungsbaumeister Keßler über Entwicklung des Eisens. Unsere Berufsgenossen als Gäste sehr willkommen, des höchst intereffanten Vortrages wegen zahl reiches Erscheinen erwünscht. Der Vorstand. Fachverein der Schuhmacher. Montag, den 19. Januar, Restaurant Teichert, Neue Grünftr. 32. Quittungsbuch legitimirt. 96 Centr.- Krankenkasse d. Maurer, Steinhauer, Sipfer efc. Grundstein zur Einigkeit Berlin I. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 18. Januar, Vormittags 11 Uhr, Lothringerstraße 37. Tagesordnung: Abrechnung des 4. Quartals. Er nennung neuer Krankenbesucher und Kaffen- Angelegenheit. Der Vorstand. Berlin I. 87 Für Kürschner und Berufsgenossen befindet sich der Arbeits- Nachweis Abends von 8 bis 10 Uhr bei Seefeld, Grenadierstraße 33. 1519 Im Auftrage: Nidrüderlich die Fachverein der Möbelpolierer f. geschw. Arleben die Me Montag den 19. d. M., Abends 8 Uhr, Mariannente Rede ift, Nr. 31/32. General- Versammlung. T.- D.: R bericht. Wahl des 1. Vorsitzenden. Verschiedenes. Rachbruck verboten Quiltungsbuch legitimirt. Neue Mitglieder werden genommen. 86 Der Vorfta Kleine und große Vereinszimmer auch Sonntags zu haben. Mauerstraße 86. Raffee J. Wilhelm Bier. SW. 8immer- Straße Nr. 45, SW. Raff Bie Welche Folge lehren. Die Gef macht, daß es Währen neben der Expedition des„ Berliner Volksbl empfiehlt sich allen Freunden und Bekannthofe auf un chen immer i wandten. Wärter machen, daß Herm. Kehr, Sutmach Run g Skalizerstr. 109, nahe d. Manteus Der Spion nahe d. Manteuffm Elegante Seidenhüte v. 5-12 Mk Barter we Gute und feine Filzhüte v. 2-6 Haar trümm Jede Reparatur wird sauber und billig ausgefü Aufbügeln sofort für 25 Pfennige. 59 rend er mi Tiger erwür Moment da. auf ihn, An Roh- Tabak!! Binburg bring ich Eine preiswerthe Sumatra Dede à 250 Bf. Dan with u 90 98 Bergemann& Donisch, C., Alexande 2 Schlafstellen f. Schuhmacher 3. A. Der neu eröffnete Linienftr. 204, 4 Zrt. bei Ri VOLKS- BAZAR ( Kein Abzahlungsgeschäft.) " thuts? Wi Thrs, Ranail Abert fragte der R nicht hindert junehmen. Dumm ich dafür sor " werden wir " Wie m Prinzenstrasse 22, parterre bilfe tommer hat jetzt, um seinen neuen Kundenkreis zu erweitern, äußerst mäßigen Preise um fernere 10 pet. berabgefe nicht hereint fakturwaaren, Betten, Singer- Nähmaschinen, Wollwommen, glei Herren- u. Knaben- Garderobe, Uhren u. Goldwaaren, Hate, Schuhe, Stiefel, Damen- und Mädchen- Mantel empfiehlt speziell Bet genügenden Referenzen bewilligen Verantwortlicher Hedakteur N. Gronheim in Berlin. Diud und Verlag von Mag Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. gern Kred