1. und ba sual fein broblo Arbeitet bei J au agraph dem Teit auf 6 ist, bewiefen nommend Decht, Brande wäre, ourfet tedner in chfolgen r im Lol Ert fid und ve fchrauben itehende Fachver noch brit, enommen Boris Liften alung tatt, 8 erschi ortrag Bur Ne enwese feine fiphos Omerta Nr. 21. Sonntag, 25. Januar 1885. II. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Intereffen der Arbeiter. Das Berliner Boltsblatt erscheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Fefitagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 tart, monatlich 1,85 Rarl, wöchentlic 35 3f. Botabonnement 4 Mart. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 Pf. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) Insertionsgebühr beträgt für bie 8 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 B. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Juferate werden bis& Wr Rachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bimmerstraße 44, fomie von allen Annonces Bureaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berfin SW., Bimmerftraße 44. Abonnements- Einladung. Für den Monat Februar eröffnen wir ein neues Abonnement auf das üffe m ien b aran tlich n eigend 7, meld niffe an fte Dish iter St euer en die Grund iter, die en Bebi ung der tion. n den B elchen ber Staaten mlung mit der Gratis- Beilage deren." Das ist unzweifelhaft richtig, und wenn auch der Lärm, den ein gut funktionirender offiziös- konservativ- nationalliberaler Breßapparat dazu erhob, ein bedeutender war, so kann eine fühle, und nüchterne Betrachtung der ganzen Angelegenheit sich dadurch nicht im Geringsten täuschen lehnt werden wird, und bei der großen Sicherheit, mit der der Zentrumsführer diese Aeußerung that, ist anzunehmen, daß er mit den Führern der deutsch- freisinnigen Partei sich im Einverständniß befindet. Die Freifinnigen scheinen sich durch die Haltung des Zentrums ermuthigt ,, Berliner Volksblatt" laffen. Die wirklich Getäuschten in diefer Angelegenheit gefühlt zu haben, fie haben sich an dem Widerstand bes Ilustrirtes Sonntagsblatt". Frei ins Haus loftet daffelbe 1 Mark 35 Pf. pro Monat, 35 Pf. pro Woche. Bestellungen werden von sämmtlichen Beitungs Spediteuren, sowie in der Expedition, 3'mmerstr. 44, angenommen. Für Außerhalb nehmen alle Bostanstalten Abonnements für die Monate Februar und März gegen Bahlung von 2 Mart 67 Pf. entgegen. Den neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher er schienene Theil des feffelnden und interessanten Romans ,, Gesucht und gefunden" sowie die bisher erschienenen Nummern des ,, Illustrirtes Sonntagsblatt." soweit der Vorrath reicht gegen Vorzeigung der Abonnements- Quittung gratis und franto verabfolgt. Das ,, Berliner Boltsblatt" hat sich die Sympathien der arbeitenden Bevölkerung Berlins au erringen verstanden. Trop der überaus großen Anzahl von Zeitungen der verschiedensten Tendenzen, die in Berlin existiren, hat bisher kein wirkliches Drgan des wertthätigen Bolies bestanden. Es ist daber Pflicht eines jeden Arbeiters, dieses Drgan nech jeder Richtung hin zu unterstüßen. Wir treten solidarisch für einander ein, unsere bisherigen Leser und Freunde wifica das, mönen auch fie ihrerseits dafür sorgen, daß taß Berlirer Volksblatt" immer neue Freunde und neue Leser gewinre. Des heutigen Nummer liegt ein Bestellzettel bei. Wenn jeder bisherige Abonnent nur einen zweiten erwirbt, aber auch wirklich dafür sorgt, Daß derselbe abonnitt, so hat er feire Pflicht gethan. Wir unsererseits werden nicht rach'affen, jedem berechtigten Komman Wunsche unserer Abonnenten nachzukommen. Die Redaktion und Erpedition des ,, Berliner Voltsblatt." Waffer de 8% Straße er B. Jofe National- konservative„ Entrüftung". Dampf- Entrüftungsbewegung, die dem bekannten Reichstagsbeschlusse fe der und der Abgeordnete Windthorst erwarb sich das VerAm Freitag fam im Reichstage bie angeblich ,, nationale" bom 15. Dezember vorigen Jahres gefolgt ist, zur Sprache E., Sabienst, einmal kurz und treffend zu sagen, was diese Bewe end, den gung war. Er sagte: Diese Bewegung wurde gemacht pon den Majoritäten in den nationalliberalen und tonser Strelit bativen Wahlkreifen und von den Minoritaten in den anRadbrud verboten.] Heutiflefon. jeden ommen. ftr. 58, ereint Weberil age. 1 Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forsezung.) Dreiundzwanzigstes Rapitel. Die Tafel Nafir's war heute mit besonderem Lurus ergerichtet, denn der Besuch des Gouverneurs im Schlosse in demselbiadura war in Indien beinahe das, was in Deutschland äuschen der Besuch eines Souveräns bei dem anderen Souverän ird. 1. Diese Gelegenheiten waren die einzigen, bei welchen " 1 scheinen nur eine Anzahl fonservativer und nationalliberaler Führer zu sein, die so muß man annehmen- in der That glauben, jene Bewegung habe das ganze deutsche Volt ergriffen. Herr von Malzahn- Gülz und Herr von Röller führten als Beweis, daß die Bewegung eine ,, nationale" und spontane" gewesen, die Thatsache an, daß in ihren beiden( pommerschen) Wahlkreisen die Wähler ganz von selbst" zu Versammlungen zusammengetreten feien und ihre Entrüstung über die Majorität vom 15. Dezember ausgesprochen hätten. Daß zwei pommerfche Junker ihr engeres Vaterland Pommern mit der gesammten deutschen Nation verwechseln, ist nach der Lobrede auf die Unverfrorenheit", die Herr von Röller am Freitag hieli, nicht mehr ganz unbegreiflich. Es ist ja auch noch gar nicht so lange her, daß die pommerschen Konservativen von einem großen deutschen Vaterland gar nichts wissen wollten; außer halb Pommerns war für sie immer nur ,, Ausland" und man darf heute wohl auch einmal an die Menge von drohenden Adressen erinnern, die im Jahre 1848 von Pommern aus gegen die fremden" Demokraten in Berlin gerichtet wurden. Zu den Herren Malzahn und Köller gefelte fich am Freitag auch der würdige Herr von Benda, der die Beiden noch übertrumpfte, indem er meinte, die sogenannte Entrüftungsbewegung werde in der nationalen Geschichte Deutschlands verzeichnet sein! Diese Herren scheinen sich über die Volksstimmung im Allgemeinen in einem großen und verhängnißvollen Jrrthum zu befinden. Es sollte uns sehr interessiren, woher fie ihre Informationen bekommen haben. Seit wann verkehren denn die Landräthe, die JunBolte, um über deffen Stimmung so vortrefflich unterrichtet ter, die Großgrund- und Rittergutsbesitzer so intim mit dem zu sein? Oder halten sie die Stimmen der offiziösen und fonfervativen Presse für den Ausdruck der Vollsmeinung? Wenn das letztere der Fall ist, dann richtet sich ihre Sache von selbst, denn eine solche Kurzsichtigkeit bleibt nicht ungestraft. " 1 In der stürmischen Debatte fand eine Aeußerung des nicht die Beachtung, die sie vielleicht sonst gefunden haben Abgeordneten Windthorst, bie uns bedeutsam erscheinen muß, würde. Herr Windthorst sagte nämlich: Ich werde bei der dritten Lesung den Beschluß erneuern!" Damit ist also tonftatirt, daß bei der britten Lesung die Position von 20 000 Mart für einen neuen Direktor im Position von 20 000 Mart für einen neuen Direktor im Auswärtigen Amte seitens des Zentrums abermals abgewer diese Versicherung. Ohne Sie und Mr. O'Brian weiß, ob mein Vater und ich noch am Leben wären." " O'Brian ist ein ritterlicher Jüngling," verseßte der Gouverneur. Die Freundschaft, welche Sie, Hoheit" sagte er zu Nasir ihm entgegengetragen, läßt erwarten, daß Sie die Nachricht von seiner Rangerhöhung nicht ungern hören. Ich habe ihn mit dem Kommando eines Nes giments betraut und seine Ernennung gleich mitgebracht, weil ich wußte, daß es Sie freuen würde, der erste Ueberbringer dieser Nachricht an Ihren Freund zu sein." " Ich bin Ihnen dankbar, Herr Gouverneur," sagte Nasir, der junge Mann verdient es. Ein Engländer, welcher mit einer Hand voll Soldaten ein verschanztes Der Boer Reichthum und der frühere tönigliche Lurus entfaltet teule 40 urde. Ein Europäer kann sich schwer eine Vorstellung Lager der Feinde stürmt, ein Mann, der allein, von einem tr. 80iachen von dem verschwenderischen Glanze, der in dem ante Farder nknin aufe eines indischen Nabobs herrscht, wenn es diesem rauf ankommt, benselben entfalten zu wollen. Der Gouverneur war von der ganzen Suite der vorhmsten Staatsdiener und Offiziere begleitet. Nafir hatte n empfangen, wie es dem Vertreter der mächtigen" engouverneur behandelt, als wäre er noch souveräner Fürst; i aller Form aber, welche hierbei beobachtet wurde, hatten einzigen Freunde begleitet, einen Leoparden erlegt, ist an ber Spige eines Regiments gewiß auf dem rechten Posten. Da Sie nun, Hoheit, ihm diese Gnade und uns diese Freundschaft erweisen, so haben Sie wohl die Güte, noch eine Bitte zu gewähren." 178. 2 en Regierung geziemt, und Nafir wurde von dem ergreifend, was Sie mir vorzutragen haben, sei von vorn albertit Der und billig of ftr. 31. nicht verfehlt, ihrer gegenseitigen freundschaftlichen Ges hei Brbanung Ausdrud zu geben. Balonr. 30 Bevor der Gouverneur auf dem für ihn bestimmten 6.1.el Plaz nahm, wandte er sich an Suleima, welche an lofophic des Elends h Engels 0. Seite ihres Baters saß. Er führte ihre zarte Hand rbietig an feine Lippen, aber die Worte und das Mienenel, mit welchem er diese Höflichkeitsformel begleitete, 8ten deutlich genug, daß das Gefühl, welches er für fie te, mehr als bloße Ehrfurcht sei. Mylaby," sagte er, mehr als alle Siege, welche wir ben letten Monaten erfochten und mehr als alle iumphe, welche die englische Armee davongetragen, freut der Erfolg, daß Sie fernerhin nichts mehr von den ndlichen Heeren zu fürchten haben. Nun wird das Thal ch mmerftraße Cavery nicht mehr heimgesucht werden von Rena hib's Schaaren." " Ich danke Ihnen, Hoheit," antwortete Suleima,„ für Mein Freund," sagte der Gouverneur, Nafir's Hand herein gewährt. Ich weiß, daß Sie nur das fordern, was recht und billig ist, daß Sie der Ungerechtigkeit und der Gewalt ebenso feind sind, wie ich." " Ich danke Ihnen für diese Versicherung, Herr Gou verneur! Es handelt sich um einen abermaligen Urlaub des neuernannten Kolonels." 11 " Ah!" rief der Gouverneur ein wenig verdrießlich. Er will noch einmal in seine Heimath reisen, doch nicht sogleich, in einigen Monaten Hoheit. Es handelt sich um Auffindung einer ihm theuren Verwandten; er ist während seines legten Urlaubs nicht zum Ziele gekommen. Ich versprach ihm, für ihn bei Ihnen ein gutes Wort einzulegen." Ich hätte lieber gewünscht," sagte der Herzog, Sie hätten etwas anderes verlangt." Wir brauchen jest tüchtige Leute, um die legten Schläge mit Energie an führen, die uns von unsern Feinden befreien sollen. Ich entbehre den Kolonel O'Brian nicht gern; ein ganzes Bataillon hätte ich lieber beurlaubt, als ihn, da ich ihn gerade mit einem Herrn Windthorst etwas aufgerichtet, denn was die Konservativen ihnen von einem Umfall" bei der dritten Lesung zuriefen, war nicht so ganz unbegründet. Die Furchtsamen unter den Freifinnigen- und ihrer find nicht wenige waren über den Bären der offiziös konservativen Presse dermaßen erschrocken, daß sie nur noch darauf dachten, wie der Rückzug von der gefährlichen Bahn, die sie eingeschlagen, zu bewerkstelligen sei. Der Rückzug selbst schien bei diesen Leuten beschlossene Sache zu sein. Nun Herr Windts horft sich für wiederstandsfähig erklärt, erwacht auch bei wenn ihnen nicht wieder ihnen wieder die Kampfluft turz vor der Entscheidung, wie man fagt, die Pfeife außgeht? Daß die 20 000 Mart abermals abgelehnt werden, liegt mit im Interesse des Herrn Windthorst, der der Ne gierung die Macht seiner Partei fühlbar machen will - und so wird denn allem Anschein nach die Ablehnung auch in der dritten Lesung erfolgen. Herr Windthorst forderte die Regierung ironisch auf, den Reichstag doch aufzulöfen welcher Umschwung, wenn man bedenkt, daß der Reichstanzler erst im verflossenen Jahr, bei der Verlänge rung des Sozialistengefeßes seinerseits mit Auflösung ge= droht hatte! Die kleine Exzellenz von Meppen fühlt sich wieder so liegen die Dinge. Wenn nun, was nach der bezüglichen Aeußerung des Abg. Windthorst sehr wahrscheinlich, die Ablehnung der in Rebe stehenden 20 000 Mart auch in dritter Lesung erfolgt, was dann? Wird dann die Entrüftung noch einmal los brechen? Aber was soll sie bedeuten, wenn die Majorität ihrem Standvunkt verharrt? An eine Auflösung des Reichs= auf das Einverständniß mit ihren Wählern troßend, auf tages aus diesem Anlasse glauben wir nicht; sie würde den gewünschten Eindruck vollständig verfehlen und das weiß man an der betreffenden Stelle recht gut. Ober würde vielleicht dann jener Zustand eintreten, den die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" mit dem mysteriösen Ausdruck:„ Das Einfrieren der Reichsmaschine" bezeichnet hat? zuführen? und welche Dinge wären nöthig, um ein Aufthauen herbeiMan sieht, es stehen heftige politische resp. parlamen tarische Rämpfe bevor, deren Ausgang fich noch nicht absehen läßt. Wie derfelbe auch sein möge- vielleicht wird er die Nationalliberalen und die Konservativen von der Illusion befreien, daß sie allein mit ihrer Anhängerschaft ein Recht Kommando in Bhuta zu betrauen gedenke.... Allein, Hoheit, da sie seinen Urlaub fordern, gewähre ich ihn; ich nehme mein Wort nicht zurück, durch welches ich Ihrer Bitte Gewährung versprach, noch bevor sie ausgesprochen war. D'Brian mag seinen Urlaub antreten, wann es ihm beliebt... Doch, wo ist er? Vergebens habe ich ihn unter ihren übrigen Gästen oder Hofbeamten gesucht." Ich ließ ihn mit seinem Freunde Strahlenau auf der Veranda.. Er wird nicht verabsäumen, Hoheit, Ihnen seinen Dank zu bezeigen. Geftatten Sie mir, ihn aufzusuchen und ihm die Nachricht von seinem Avencement zu überbringen." Der Gouverneur verneigte sich freundschaftlich. Nafir entfernte sich, um zuerst das Gefolge des Gouverneurs zu bewillkommnen und dann sich zu feinem Freunde D'Brian zu begeben. Seine Abwesenheit benutte der Gouverneur, um mit Suleima, ber reichsten und zugleich schönsten Indierin, einige Minuten ungehört zu plaudern. In dem Vorzimmer trat Najir sein Haushofmeister entgegen und meldete ihm einen neuen Besuch, nämlich den des Mr. Parr, der soeben von der weiten Reise von Audh hier eingetroffen war. Nafir war hoch erfreut, denn Mr. Barr war der jenige feiner Hofbeamten, zu dem er in einer ganz beson ders freundschaftlichen Beziehung stand, daß er demselben Erlaubniß gegeben hatte, an den Hof Wadschid Ali's zu gehen, war lediglich in der humanen Absicht geschehen, diesen mächtigsten indischen König, der immer noch starr fefthielt an gewissen indischen Gebräuchen, der europäischen Kultur zugänglich zu machen. Nasir bewillkommnete seinen ehemaligen Vezir herzlich. " Was verschafft mir das unerwartete Vergnügen, Sie hier zu sehen?" fragte er. Was veranlaßte Sie zu dieser beschwerlichen Reise? Ich seße voraus, daß es ein Grund von ganz besonderer Wichtigkeit ist.... oder sollten fie bei Wabschid Ali in Ungnade gefallen fein?" Das legtere gewiß nicht, Hoheit!" antwortete Mr. Parr, wenn ich auch gestehen muß, daß der Hof- Friseur Wabichid Ali's bei ihm in höherem Ansehen steht, als jeder hätten, sich als die deutsche Nation zu bezeichnen. Genau| genommen ist diese Illusion schon deshalb recht albern, weil diese beiden Parteien zusammen die Minorität im Reichstage bilden und weil das deutsche Bolt, wenn es nur tonfervativ und nationalliberal wäre, fich eben eine bem entsprechende Majorität im Reichstage geschaffen haben würde. Sollte diese Illusion aber wirklich zu einer unheil baren Krankheit geworden sein, nun, so mögen die Herren eben sehen, wie sie damit fertig werden. Politiker mit Illufionen sind immer sehr ungefährliche Leute, fie stolpern über Maulwurfshügel und fallen, während sie in den Wol fen zu wandeln glauben. Also immer weiter in die Illus fion hineingearbeitet, wenn's den Herren so gefällt! Politische Webersicht. Gegen gemeingefährliche Bestrebungen jagen fich förm lich die Gesezentwürfe, rings um hallt es wieder von Vorschlägen zur Verhinderung anarchistischer Anschläge. Gründliche Heilung von solchen Uebeln erwartet man durch strengere Gefeße und mehr Polizei. Jeder denkende Mensch, der im Stande ift, fich auf die Höhe der Zeit zu stellen und von diesem Standpunkte aus den Entwidlungsgang der Gesells schaft zu überschauen vermag, wird mit uns der Ueberzeugung sein, daß die tonfusen und birnverbrannten Jdeen der Anarchis ften diesen Entwicklungsgang nimmer fördern tönnen. Wer ernstlich bestrebt ist, die ungerechtigkeit zu beseitigen, wer den unredlichen Erwerb bekämpft, wer gegen jedes Blutvergießen ist, und dennoch selbst zu Raub und Raubmord seine Zuflucht nimmt, ja sogar unschuldige Kinder erwürgt, der hat kein Recht, fich als politisch aufgeklärter Mensch zu betrachten. Solche Unthaten können wohl Entsezen erregen, aber niemals die Wege ebnen, welche die Gesellschaft wandeln muß, um zu höherer Bildung und Kultur zu gelangen. Aber die Gesez entwürfe, welche von den verschiedenen Regierungen zur Vernichtung der Anarchisten geplant werden oder bereits in Anwendung find, werden unter den heutigen Verhältnissen ihren 3wed vollständig verfehlen. Auch die schärfften Geseze werden anarchistische Attentate nicht verhindern können. Die anarchistischen Helden entwickeln ihre Thätigkeit seit dem Bestehen des Ausnahmegeseges in Deutschland, und so lange ein solches be steht, wird unseres Erachtens auch der Anarchismus Boden finden. Die geheime Agitation übt auf unklare und erzentrische Menschen immer einen besonderen Einfluß und dieser könnte nur gehoben werden durch öffentliche Diskussion, durch Beseitigung der Ausnahmezustände. Allein das wird allem Anschein nach nicht geschehen; und daher wird auch der Anarchismus vorläufig noch nicht vom Schauplage verschwinden. " * * Die Sensationspreffe, das, Berliner Tageblatt" und der Börsen Courier" bringen beide die Nachricht, daß der kleine Belagerungszustand" über Frankfurt am Main nur deshalb noch nicht verhängt sei, weil man fich über die Frage der Ausdehnung dieser Maßregel auf Offenbach am Main noch nicht schlüssig geworden sei. Wir glauben taum, daß diese beiden edlen Preßerzeugnisse zu den Regierungen in fo intimen Beziehungen stehen, um allein so gut unterrichtet zu sein. Diese Blätter leben von Sensationsnachrichten, bei benen es keineswegs darauf ankommt, ob fie wahr oder erfun den find. Um nun etwas Neues" zu bringen, fommt es dies fen Blättern nicht darauf an, einen großen Theil der Bevölterung von Frankfurt und Offenbach in die größte Erregung zu versezen, che noch etwas Sicheres bekannt ist. Und dabei fpricht diese gemeingefährliche Preffe jeden Tag von ihrer Kulturmiffion"! Ein preußisch russischer Auslieferungs- Vertrag wird in der neuesten Nummer des Reichs und Staatsanzeigers" publizirt. Derfelbe hat folgenden Wortlaut: I. Die Königlich preußische Regierung verpflichtet fich, der Kaiserlich russischen Regierung auf deren Verlangen die rufftschen Unterthanen auszuliefern, welche wegen eines der nachstehend aufgeführten Verbrechen oder Vergehen angeflagt oder angeschuldigt oder wegen eines dieser Verbrechen oder Vergehen verurtheilt sind und sich der verdienten Strafe durch die Flucht entzogen haben: 1. wegen eines der nachstehend be zeichneten Verbrechen oder Vergehen oder wegen Vorbereitungen zu deren Ausführung, wenn diese Verbrechen oder Vergehen gegen Se. Majestät den Kaiser von Rußland oder ein Mitglied Seiner Familie begangen find: a. Tootschlag, b. Thätlichkeit, c. Körperverlegung, d. vorsägliche Beraubung der persönlichen Freiheit, e. Beleidigung. 2. Mord und Mordversuch. 3. Die Herstellung oder der Besis von Dynamit oder anderen Sprengstoffen, insoweit die Herstellung oder der Besiz von folchen Stoffen durch die russischen Gefeße für strafbar er flärt find. II. In allen anderen Fallen, in welchen von der kaiserlich russischen Regierung die Auslieferung wegen eines Verbrechens oder Vergehens beantragt wird, welches nicht im Artikel I. erwähnt ist, wird der Antrag von der königlich preußischen Res andere Europäer... Ich komme einerseits im Auftrage Wabschid Ali's, andererseits mit einem Anliegen an Sie, Hoheit." ,, Ei, ein Auftrag Wadschid Ali's an mich?.. Reben Sie, Mr. Barr!" . Wadschid Ali hörte durch mich die Geschichte Ihrer Gefangennehmung und Befreiung. Er wünscht dringend, den jungen Helden kennen zu lernen, dem Sie Ihre Rets tung verdanken. Ich habe also den Auftrag, Mr. O'Brian um seinen Besuch in Audh zu bitten, und an Sie die Bitte zu richten, daß Sie Ihrem Gafte geneigteft gestatten, diesen Besuch zu machen." " Gern gestatte ich das allerdings nicht," sagte Nafir, denn Sie wissen, Mr. Parr, daß ich den jungen Mann liebe, wie meinen Sohn, und daß ich glücklich bin, ihn in meinem Hause zu sehen; allein aus demselben Grunde, aus welchem ich Ihre Uebersiedelung nach Audh gestattete, werde ich selbst meinen Freund D'Brian bitten, daß er dieser Einladung folgt. Je mehr Europäer am Hofe in Audh find, desto mehr wird Wadschid Ali seine alten indischen Sitten ablegen." gierung in Erwägung genommen und demselben, wenn nichts entgegensteht, mit Rüdsicht auf die freundnachbarlichen Be sichungen, welche die beiden Länder verbinden, Folge ge geben werden. III. Der Umstand, daß das Verbrechen oder Bergehen, wegen deffen die Auslieferung verlangt wird, in einer politischen Abficht begangen ist, soll in keinem Falle als Grund dienen, um die Auslieferung abzulehnen. IV. Das gegenwärtige Abkommen tritt mit dem Tage des diesbezüglichen Notenwechsels zwischen der königlich preußischen diesbezüglichen Notenwechsels zwischen der königlich preußischen und der kaiserlich russischen Regierung in Kraft. Einen gleichlautenden Vertrag publizirt auch der ruffische Regierungsanzeiger" in Petersburg. Gleichzeitig spricht fich das offiziöse russische Journal de St. Petersburg" Dahin aus, daß der deutsche Reichstag zu der Ausdehnung des zwischen Preußen und Rußland in Betreff der Auslieferung von Verbrechern abgeschlossenen Vertrages auf ganz Deutschland seine Zustimmung geben werde. Die Verhältnisse seien derartig, daß zu wünschen und zu hoffen set, Daß dieses Uebereinkommen nicht vereinzelt bleiben werde. Vielmehr sei zu hoffen, daß er als Beispiel weiter befolgt werde im Intereffe der Solidarität, welche alle Monarchien verbinde und die fich auch der gesammten Gesellschaft aufnöthige, welche fich gegen die Unternehmungen einer Verbrechergruppe zu schüßen wünsche, die fich feinen Bügel anlegt, wenn es fich darum handelt, ihre furchtbaren Leidenschaften zu be friedigen. Die Voff. 3tg." bemerkt zu diesem Vertrag: Es kann faum einem Bweifel unterliegen, daß dieser preußisch-( nicht deutsch-) russische Vertrag eine wenn auch späte Frucht der Busammenfunft von Stierniewice und der Verhandlungen ist, welche fich an dieselbe Inüpften. Nicht eben so unzweifelhaft ist die Rechtsbeständigkeit eines in solcher Form abgeschlossenen Vertrages. Seit Bestehen der Bundes, resp. Reichsverfassung find Auslieferungsverträge immer nur im Namen des Norddeutschen Bundes resp. des Reichs abgeschloffen worden, und Niemand hat daran gezweifelt, daß dieselben zu ihrem Abschluß der Zustimmung des Bundesraths und zu ihrer Giltig feit der Genehmigung des Reichstags bedurften. So find der Auslieferungsvertrag mit Belgien( 9. Februar 1870), mit Stalien( 31. Ottober 1871), Großbritannien ( 14. Mai 1872) u. น. 1. 10. Stande zu gefom men. Für einen Vertrag mit Rußland, der freilich nur Preußen, nicht die übrigen deutschen Staaten bindet, soll nun ein einfacher Notenwechsel genügen, wie vor mehr als 20 Jahren beim legten polnischen Aufstande. Die identischen Noten segen deshalb in ihrem Schlußpaffus auch wörtlich fest; ,, Das Abkommen tritt mit dem Tage des Notenwechsels in Kraft." Danach ist es schon am 13. d. M. in Kraft getreten, zehn Tage bevor in der Deffentlichkeit irgend etwas vom Abschluß des Vertrages ruchbar geworden war. Ganz im Gegen sage verfügten die im Namen des Reiches abgeschlossenen Ver träge: der Vertrag foll zehn Tage nach seiner in Gemäßheit der durch die Gesetzgebung der hohen vertragschließenden Theile vorgeschriebenen Formen erfolgten Veröffentlichung in Kraft treten." Der Reichstag wird sich mit dieser formellen Seite der Frage befaffen müssen, und nicht weniger wird der materielle Inhalt des Abkommens in ernste Rücksicht gezogen werden müſſen." Der Deutsche Reichstag, sonst in Bezug auf auswärtige Dinge überaus farg gehalten, schwimmt jest förmlich in diplo matischen Aftenstüden. Noch ist die Fidschi- Korrespondenz Noch ist die Fidschi- Korrespondenz nicht ganz verbaut, und schon winkt die Aussicht auf neue Enthüllungen. Dieselben sollen, wie dem B.-K." von zuver läffiger Seite mitgetheilt wird, Anschluß haben an einen Handelsvertrag zwischen Deutschland und der Transvaal- Republik, welcher Vertrag zwar noch nicht perfekt geworden, aber doch schon im Werte ist. Der Vertrag würde der Englischen Zustimmung bedürfen. # 72,94, Herzogthum Anhalt 239,45, Braunschweig 54,18, 6 eine neu Roburg Botha 74,45. Sachsen Meiningen Hildbu Die Arbeits 29,30, Lippe- Schwarzburg- Sondershausen 12,71, Walbed or ernannte lande 5,37 Kilometer. Staate Bremen 37,28, Hamburg 4,65; Königreich der Beschäftig De zu diesem nahmefällen Frankfurt a. M. Von den verschiedensten Seiten fen beschäftigt der Frankf. 8tg." weitere Mittheilungen über die Beeben und 100 gen zu, welche aus Anlaß des Mordes des Polizeiran, indem er Rumpff stattgefunden haben. Namentlich glaubt die größere Su Polizei in dem bei Mannheim verhafteten Manne, der bler in Co hierher gebracht worden ist, wenn nicht den Mörder Ronalistische P fo doch einen Komplizen desselben ergriffen zu haben. Stärkt fei, fich ferner bestimmte Anhaltspunkte dafür befißen, daß die Bachtsinszahl sonen an dem Morde betheiligt seien. Weitere Eingereffe an dem die erzählt werden, mitzutheilen, müssen wir uns so deres beanstan verbürgt erscheinen und leicht den Gang der Unter Die genannte Beitung vorerst versagen, weil sie nicht stören fönnten. Die Ron Die von Mannheim. Die Neue Badische Landeszeitung stätigt, daß der in Heckenheim Verhaftete nach Frankfurtrag Ackerm daß derselbe an dem Rumpf'ichen Morde betheiltat f führt wurde, weil nachweislich der dringende Berdacht beginnen. Verhaftete verweigert auch weiter hartnädig jede Auslante Kommi fegentwi mit Motiven Desterreich- Ungarn. e Fraktion ho Die Anarchisten geseze finden in der ganzen er Kommiffion ichen Breffe eine abfällige Beurtheilung. Der ontag, Diens 3. B. tann nichts wahrnehmen, womit solche einschneidetben, um dens schränkungen der bisherigen verfassungsmäßigen Raubringen. Die Wo Gefeße zu rechtfertigen wären. Es scheine, daß man anarchistische Elemente unberechtigterweise generalifire the Steuerung I als ob der anarchistische Strom Staat und Reich bereidler Wahl eing ffton eine Wo schwemmen würde. Uebrigens lehre die Erfahrung uns auch die bisherigen Geseze derart praftigirt werbungen über um sozialistische Umsturzbestrebungen zu vereiteln. Ich nicht abges Migdeutung lich sei es, daß durch die Ausnahmemaßregeln, er Wahl ihre staatliche Ordnung und öffentliche Sicherheit mitun schlossen worde zelnen Theilen und an einzelnen Drten erfordern, Bahl so lange reichischen Länder beschränkt werden sollen. Und es tichtigkeit oder nicht so unbedeutende und unschuldige Beschränkun orliegt. wir ihre Folgen für die Zukunft nicht zu fürchten Die Ko Durch die Sozialisten- Vorlage fönnten das Vereinses Postipat fammlungsrecht sowie die Preßfreiheit derart beschrännter dem Vorsit daß dadurch die verfassungsmäßige Freiheit einfach tellvertreter mi würde. rund von nft noch aus d Frankreich. Wa Der frühere Pariser Polizeipräsident und jezige soldt, Frande angenehme Enthüllungen. Heute erzählt er, wie heroonozialdemokrater Andrieur macht sensationelle, manchen Leuten hö Lenz, v. Mar und einflußreiche Abgeordnete den Versuch gemacht Beamte der Polizeipräfettur zur Pflichtverlegung zuges beschloß g und als Spione ihrer eigenen Vorgesezten zu benuanstanden, bi Bahlprotestes ei Polizei Feldwebel Biegler war der Gegenstand dieser Zu der Der betreffende Abgeordnete versprach ihm goldene Biegler( der seinen Vorgesezten Anzeige gemacht hat ihrem Auftrage handelte) Schwierigkeiten machte un schaften verlangte, sagte ihm der Abgeordnete: le folgt au ver wollen Sie Herrn Gambetta seben? Ich denke, per Rotterdam wird Ihnen genügen." In der That führte er Tage später zu Gambetta, Niemand," erzählt Her tart; die Mitt besaß in höherem Grade als Herr Gambetta die Ku tart und die t Die Milde und Vertraulichkeit seines Empfanges as Gesez trit au feffeln, die er fich verbinden wollte. Biegler ift elches die Ste Verdienst anzurechnen, daß er sich nicht fortreißen lich ozentual gere der ihm aufgetragenen Rolle treu blieb. th Di Es i aljo möglichst oft einsenden. Und trachten Sie, daß ampferto entrum folgen on 5 400 000 e von denselbe macht," sagte Herr Gambetta ,,, Sie werden me dampfer und z Diefelben eetüchtigkeit Eine neue deutsche Kolonialerwerbung meldet ein effant werden!" Und nachdem er in einem hefte geblätternaler und sein deira die Nachricht eingetroffen, daß ein großes Gebiet nördlich doppeltem Umschlage schreiben an Herrn Dr. Fieuzal Brivattelegramm aus London. Daselbst ist nämlich über Mas fügte er hinzu: Bur größeren Sicherheit werden Sie mir subventioni von Sierra Leone der Umfang desselben ist aus der Depesche nicht zu ersehen, da die Namen verstümmelt find durch Aufhiffen der deutschen Flagge unter den Schuß des deutschen Reiches gestellt worden ist. Adresse ich Ihnen hier gebe.. g. Zur ner derselben mmen in diese mishandelt zu haben. Die Entlastungszeugen, Anarchisten, verweigerten den religiösen Eid, leifteten teuz noch ein doch, unter Proteft, als einer zu 100 Franken Belbbt nicht vier, urtheilt wurde. Die Anklage hatte die Beitungsberic reffende Drogu Es find hübsche und administrative Sitten, von denen Herr Andrieur Bild entwirft. Wir fügen hinzu: Es ist die Fäulm weiter als Fäulnig! Sestern begann die Schwurmenschildern von 403 Seiten, enthaltend den Bericht über die Ergebnisse leugneten, Brandreden gehalten und den Polizisten Dem Abgeordnetenhause ist ein stattlicher Quartband verhandlung gegen die Anarchisten vom Saale Levis, behrere Drogui des Betriebs der für Rechnung des preußischen Staates verwalteten Eisenbahnen im Betriebsjabre 1883/84 zugegangen. Das Staatsbahngebiet hat danach eine Länge von 14 429,32 Kilometer, wozu außerhalb des preußischen Staatsgebietes noch 1060,46 Kilometer hinzutreten. Von den preußischen Staatsbahnen entfallen auf Ostpreußen 788,45, Westpreußen 974,38, Pommern 1066,87, Bofen 441,19 Schleften 667,88, Brandenburg einschließlich Berlin 1666,08, Sachsen 1665,66, Hannover 1694,32, Westfalen 1743,28, effen Nafau 1070,84, Rheinproving 2650,25, Jabegebiet 0,15 Rilometer. Von den außerhalb Preußens belegenen Bahnen im Königreich Sachsen 124,10, Großherzogthum Sachsen- Weimar 135,07, Geffen 111,30, Oldenburg 85,71, Mecklenburg Strelis Das haben wir Alle soll dies geschehen? Wir wissen sehr wohl, daß auch gesagt, aber wie unsere Bemühungen von Erfolg sein würden, wenn dieser Mensch nicht mehr feinen verderblichen Einfluß auf Wadschid Ali ausübte." Ich werde mit dem Gouverneur darüber sprechen, Mr. Parr. persönliches Anliegen haben?" Sagten Sie nicht, daß Sie noch ein " Ja, Hoheit; Ihre bekannte Humanität, Ihre ftete Bereitwilligkeit, ungerechtigkeiten gut zu machen, ermuthigt mich, Ihnen ein Gesuch vorzutragen." " Ich höre, Mr. Barr! Wadschid Ali requirirte für seinen Harem eine Ti betanerin, Namens Nuna, welche die Braut eines jungen Deutschen mit Namen Martin Rodenburg war Der junge Mann liebt das Mädchen und hat mehr als einmal fein Leben für fie auf's Spiel gefett. Na menlofer Schmerz erfaßte ihn, als er hörte, daß der Rönig das Mädchen in seinen Harem aufgenommen habe." ,, Und das Mädchen?" " Hoheit, sie ist in Indien und in den Vorurtheilen M als Belaftungszeugen vorgeladen; dieselben lehnten eine weite schieden jede Aussage ab. Einer, Casabianca vom enfer Kreuz u ment", erklärte, der Bericht, obwohl mit seinem Ramen un Sanitätshilfe n angsmittel, W sei nicht von ihm, er sei gar nicht in der Versamm wefen. Präfident:" Sie schulden doch aber Ihren eschäfts in der uf welchem Wahrheit!" Casabianca: Durchaus nicht! Wenn liebt, fann ich hochphantastische Artikel schreiben. Dampfer Bearn" und" Provence" find mit 26 11 Truppen für Tontin in See gegangen. ich bitte Si eute abreise belche ich Ihn Und Gri daß er ihn zu lebenslänglicher Rerterhaft richtung; mit vieler Mühe haben wir es dahin Abreise." Ketten, ohne Aussicht, die Freiheit jemals wieboffentlich ande Da schmachtet nun der Ungli Di illen Dingen langen." bringen, baß " Ich beklage den jungen Mann, Mr. Barr; mandeur ernan Sie lingt es Ihrem eigenen Einfluß, Wadschid Ali zu at. Bouverneur beren Urtheile zu bestimmen." audiesem Grunde berden." das bis Wir haben Hoheit, aber wir haben ausrichten werden jent Ah, ich g eingesehen, daß wir Es befindet sich feit Zeit ein Herr von Wredom mit seiner jungen Iam Hofe von Audh, der in besonderer Gunst bein and falutiren seinem bex hingu,„ nur Antheil nimmt, da dieser ein Verwandter fein hinzu, nun Freundes ist; aber ouch ihm hat Wabschid Alich angehen. ständigsten Bitten rundweg abgeschlagen und uns a steht, und welcher an dem jungen Rodenburg jemals wieder davon zu sprechen." וד " Rommando ha Wir wollen sel icht weiter fo Beinigen." Die Gel " Vorläufig wird wohl Alles noch vergeblich sein! Er indischer Frauen befangen, daß es kein höheres Glück giebt, fpreche noch heute mit dem Gouverneur barbafir. Unser hängt mit einer unglaublichen Bähigkeit an diesen Sitten. Vielleicht wäre es dem europäischen Einfluß schon gelungen, ihn mehr europäischer Kultur geneigt zu machen, wenn nicht sein Hof- Friseur Alles wieder verbürbe, was wir gut machen.. Dieser selbstsüchtige Mensch schmeichelt all' den Launen des Königs; er widersetzt sich förmlich unferen Bestrebungen, er bestärkt den König in feiner Meinung von den Vorzügen gewisser indischer Gebräuche, lediglich um feinen eigenen Einfluß über den unsrigen zu stellen. Da nun der Hof- Friseur ein Engländer ist, so glaubt Wadschid Ali, daß er ganz im Sinne europäischer Kultur handle, wenn er den Rathschlägen seines Hof- Friseurs folgt. Er würde uns alle für Intriguanten halten, ehe er auch nur tommen ließe." als zu den Gemahlinnen eines Königs zu zählen; die Arme weiß noch nicht, daß sie nichts weiter sein wird, als ein Vogel im goldenen Käfig, daß die Frau des ärmsten schottischen Bauern an der Seite ihres Gatten, im Kreise ihrer Kinder glücklicher ist, als die Favoritin eines Nabobs Es werden ihr zu spät die Augen geöffnet werden." Nafir machte eine sehr bedenkliche Miene. " In dieser Sache kann ich nichts thun, lieber Mr. Parr. Der König fann von seinen Unterthanen in seinen Harem nehmen, wen er will, und Niemand darf sich seinem Willen widerfeßen... Hier hört mein und selbst bes Gouverneurs Einfluß auf." It Mr. Rodenburg ein Engländer? " Ein Deutscher, Hoheit!" antwortete Mr. " Dann fürchte ich, es wird nicht gehen; Sie find natürlich mein Gaft auf einige Tage, Bhuta erhalten Mein Urlaub ist nur kurz, Hoheit; indeffen Imeinem Herzen wohl und ist nach einem langen in Audh für mich eine Erquicung, unter edelsten Fürsten einige Tage zubringen u bem 16 dürfen Ausgezei en Wäldern Dine Jagd fein freue mich In diesen us anderen G Nafir hieß ihn in seinen Salon gehen, um ba die Gemächer, welche D'Brian mit seinem n aus der N verneur und seine Tochter zu begrüßen und bea ftanden. wohnte, und welche für sie im Schloß Madura frets bit Freunde nicht in der Gesellschaftstoilette, welde " Ich weiß wohl, Hoheit, daß Sie in dieser Sache wie der heutige erforderte, sondern im Gegentheil Bu feiner großen Ueberraschung fand er b einen Funken von Mißtrauen gegen seinen Hof- Friseur auf nichts ändern fönnen; allein es ist etwas anderes, was ich sie in Reisekleidern und mit Vorbereitungen zur A Schlimm, sehr schlimm! Diesen verderblichen Einfluß müßte man vom Hofe in Audh zu entfernen fuchen." von Ihnen erbitten möchte. Der junge Mann war unbeschäftigt. sonnen genug, den König um Freilassung seiner Braut bitten. Wabschid Ali hat den verwegenen Bittsteller in Retten legen laffen und bestand anfänglich auf seine Hinzu Ueberrascht blieb er stehen. " enbl " Sir," antwortete D'Brian, seine Hand Was soll bas, meine Freunde?" rief er a belcher wußte, Aber ann 1 „ Sobald werden e hen Hof des S ämlich mitth Mr. Barr fo e t Großbritannien. veig 54,18,6 en Bildbu Die Arbeitslofen in Birmingham machten am Mittwoch = Hildburgh Es heißt, daß das vom um Lippe Degen eine neue Demonstration. 2,71, Balbedo ernannte Komite beſchloß, für die Leute womöglich eine igreich der re Beschäftigung als Steineklopfen zu finden, und es de zu diesem Zwecke ein Sutomite ernannt, um sich mit nahmefällen zu beschäftigen. 550 Leute sind jest mit Steinensten Seiten fen beschäftigt. Herr Chamberlain hat an den Mayor geber die Beeben und 100 2ftc. für den Fond der Arbeitslosen ange8 Polizeiran, indem er zu gleicher Beit, wenn es nöthig sein sollte, glaubt die größere Summe verspricht. Barnell hielt an seine Manne, der bler in Cort eine Ansprache worin er sagte, die Mörder Rumonalistische Partei würde, wenn sie im neuen Barlamente zu haben. Stärkt sei, fich bestreben, die Bächter weiter von der Bürde en, daß drei Bachtzinszahlung zu befreien und dem Tagelöhner ein Beitere Gingereffe an dem Lande zu geben. Irgend eine Klaffe, welche uns- so eres beanstande, müsse niedergeworfen werden. weil sie nicht Der Unterj Bandeszeitung Parlamentsberichte. Die Rommission für den Gewerbeordnungsach Frankfurtrag Ackermann und Genossen wird ihre Arbeiten am 26. e Verdacht beginnen. Setheiligt fi jede Austu Die von der sozialdemokratischen Partei annte Kommission zur Ausarbeitung von Arbeiters fegentwürfen hat die Vorberathungen beendet und mit Motiven versehenen Anträge dem Druck übergeben. arn. e Fraktion hofft, da fich dieselbe in Uebereinstimmung mit cer Rommission weiß, den Entwurf in 3 Sigungen, die für Der ganzen g. Der ontag, Dienstag und Mittwoch angesetzt find, durchzubee einschneidenthen, um denselben Ende der nächsten Woche beim Reichstag äßigen Raubringen. Erfahrung Daß man Die Wahlprüfungs- Kommission bat eine beachtenseneraliftre the Neuerung in Betreff ihrer Beschlüsse über die Giltigkeit Reich berier Wahl eingeführt. Bisher war es Brauch, daß die Komffton eine Wahl zu beanstanden empfahl, so lange die Er fisirt werden ungen über die in einem Protest enthaltenen Behauptungen retteln. Ich nicht abgeschlossen waren. Da ein solcher Beschluß sehr Bregeln, Mißdeutungen unterlag, und vielfach die Beanstandung fchloffen worden, die Entscheidung über die Giltigkeit einer fordern, Bahl so lange auszuseßen, bis der amtliche Bescheid über die Und es lichtigkeit oder Unrichtigkeit der behaupteten Unregelmäßigkeiten efchränkun orliegt. fürchten Die Kommission des Reichstages zur Vorberathung Vereinses Post spartassen Entwurfes hat sich vorgestern tbeschrännter dem Vorsiz des Prinzen Handjern fonftituirt. Bu feinem einfach tellvertreter wurde Graf Braschma, zu Schriftführern Schneirund von Rheinbaben bestellt. Die Kommission besteht nft noch aus den Abgg. Bedmann, Bender, Braun, Dieden, mb jezige soldt, France, Frege, v. Gerlach, Günther, Halben, Kalle, Leuten hō Lenz, v. Manteuffel, Marbe, v. Schalscha, Schenk und dem - wie hervonozialdemokraten Stolle. ch gemad Die Wahlprüfungs- Kommission des Reichs zu benuanstanden, bis Ermittelungen über mehrere Punkte des Bahlproteftes eingegangen find. and diefer goldene B macht hatt machte un nete: Denke, " 1 th Zu den Anträgen der Subkommission der ampfertommission stellen einige Mitglieder aus dem entrum folgende Abänderungsanträge: die zum Höchstbetrage on 5 400 000 m. jährlich zu bewilligenden Subventionen find le folgt zu vertheilen: die Hauptlinie von der deutschen Küste per Rotterdam nach Ostaften erhält in Marimo 1700 000 D.; hrte er ie von denselben Ausgangspunkten nach Australien 2 300 000 ählt Her tart; die Mittelmeerlinie Triest- Brindift- Alexandrien 400 000 ta die Start und die deutsche afrikanische Hauptlinie 1 000 000 Mart. fanges as Gefes tritt gleichzeitig mit dem Geseze in Kraft, durch ler ift elches die Stempelabgaben bei Umfag des mobilen Kapitals Es D es Es if azentual geregelt werden. Für die Linien werden nur thir gre Daß ampfer und zwar auf deutschen Werften gebaut, über deren dieselben eetüchtigkeit die Marinebehörden entscheiden. Dem Reicheefte geblatten naler und seinen Organen steht die Einsicht in die Bücher erden Sie mir fubventionirten Unternehmungen offen. Dr. Fieuzal nd bübfche rr Andrieur it die Fäulni g. Zur Entfernung des Genfer Kreuzes an ihren Puppen Klinik" ein großes Genfer Kreuz befindet. Eine der artige Verwendung des rothen Kreuzes ist allerdings wenig am Blaze, dagegen ist die Anbringung bezw. Weiterführung des selben dort geboten, wo es zur Auffindung einer Berson bei trägt, welche erforderlichenfalls einem E.frankten oder Ver wundeten beizustehen befähigt ist. Folgender Apell an die Milothätigkeit geht der Staatsbürger Btg." von einem Leser zu: ,, Der Arbeiter N. in Schöne berg wohnhaft, hatte vor Jahr und Tag das Unglück, fich den Fuß zu übertreten, er ließ diesen kleinen Vorfall unbeachtet, doch nach 14 Tagen fonnte N. nicht mehr seiner Beschäftigung nachgeben, mußte vielmehr 37 Wochen feiern, und obgleich er nach dieser Beit immer noch nicht geheilt war, versuchte der selbe wieder seiner aewohnten Thätigkeit nachzugehen. Nach einiger Zeit fonnte N. jedoch gar nicht mehr mit dem Fuß auftreten und liegt nun schon wieder seit 9 Wochen auf dem Krankenbett. Jezt hat fich N. in die Behandlung des Oberstabsarztes Dr. Hahn begeben, und dieser hat den Fuß in die frühere Lage zurückgebracht. Der Patient hat die Hoffnung, seinen Fuß nochmals hergestellt zu sehen. Leider werden noch Monate vergehen, bevor N. seiner Arbeit nachgehen kann. N. ist Vater von 2 Kindern und hat neben seiner Frau auch noch feine arme Schwiegermutter zu erhalten. Der Krante bekommt allerdings wöchentlich 7 M. 50 f. Krankengeld, doch reicht allerdings wöchentlich 7 M. 50 Bf. Krankengeld, doch reicht dieser Betrag weder zum Lebensunterhalt, geschweige denn für Miethe, Feuerung 2c. hin. Schon durch die ersten 37 Wochen ist die Familie sehr zurückgekommen, und da auch die Kinder im Sommer frant waren, so find jetzt die Doktor Rechnungen eingegangen. Miethe ist selbstverständlich auch im Rückstande, Der Mann müßte nun fiäftig effen können, doch wovon soll es beftritten und angeschafft werden? Jb bin selbst Familien vater und mein Geschäft geht still, doch erlaube ich mir, Ihnen 1 M. in Briefmarlen für die genannte Familie zu übersenden, in der Hoffnung, daß noch viele gute Seelen vorhanden sein werden, um gleich mir einen kleinen Geldbetrag zur Linderung der Noth beizutragen." Der Handschuhmacher Sch., ein fleißiger und ordent licher Mann, hatte das Unglück, einen Sohn von 19 Jahren zu befizen, der die Wege des Baters nicht wandelte, sondern wegen Diebstahls mehrfach bestraft werden mußte. Vor etwa Drei Jahren entfernte sich sich der leichtsinnige Mensch aus der Dagegen richtete er einen Brief an den Vater, um den Eltern elterlichen Wohnung, nach welcher er nicht mehr zurückkehrte. mitzutheilen, daß er sich das Leben nehmen würde. Alle Be mühungen der Eltern, über den Verbleib ihres Kindes Aufschluß zu erhalten, zeigten sich damals fruchtlos. Vor etwa einem Vierteljahre verstarb der alte Vater, ohne von dem Sohne wieder etwas erfahren zu haben. Als vor einigen Tagen behufs Regulirung des väterlichen Nachlasses die Erben beim Amesgericht 1 erscheinen mußten, waren dieselben nicht wenig bestürzt, als der Richter ihnen die Mittheilung machte, daß der seit drei Jahren verschwundene und schon seit langer Beit für toot gehaltene Sohn eine ihm wegen Diebstahls zu diftirte vierjährige Buchthausstrafe verbüßt, und nach Ablauf feiner Strafzeit nach seiner Heimath Berlin entlassen werden wird. Der für ihn entfallende Erbbetrag wird nunmehr vom Gericht reklamirt, um zur Deckung der Gerichts- und Detentionskosten verwendet zu werden. a. Von Dieben ist in der Nacht vom 20. zum 21. d. t der Versuch gemacht worden, den Laden eines im Hause Köp niderstraße Nr. 107 belegenen Wäschegeschäfts zu erbrechen. Der Laden ist rechts vom Hauseingange belegen und durch eine Thür mit dem Hausflur verbunden, an welcher der Vers such, durch Ausschneiden der Füllung in den Laden zu ge langen, gemacht wurde. Der Versuch mißlang aber an dem Umstande, daß diese Thür doppelte Füllungen hatte, zwischen welchen eiserne Blatten eingelegt waren, und daß das Aus schneiden der Füllungen in Folge deffen ein so startes Geräusch verursachte, daß der Inhaber des vom Hauseingange links belegenen Handschuhgeschäfts erwachte und die Einbrecher ver scheuchte. The er durch sein Schaufenster nach der Straße ge langte, um nach Hilfe zu suchen, waren die Diebe durch die Hausthür, zu welcher fte einen Schlüssel besaßen, entflohen. Vor 2 bis 3 Wochen haben Diebe in einem benachbarten Schlächterladen( Röpnickerstraße 109) in gleicher Weise einen Einbruch verübt, wobei fie aber den Diebstahl mit Erfolg aus geführt haben, weil die Thürfüllung nicht mit Eisenplatten versehen war. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß dieselben Diebe bei beiden Einbrüchen betheiligt gewesen find. N. Durch den Selbstmord des Wild- und Federvieh händlers W. in der Langestraße, der, wie fürzlich gemeldet, seinem Leben in Schildhorn ein gewaltsames Ende machte, ist die hinterlassene Familie in eine so entsegliche Nothlage ge rathen, daß dieselbe momentan sogar mit den größten Eristenzsorgen zu kämpfen hat. Bwei hartherzige Gläubiger haben der Familie das legte Stück abpfänden lassen und dadurch wurde Der Mann in erster Linie zu dem oerhängnißvollen Entschluß getrieben. Da W. bei Lebzeiten als einer der mildthätigsten Mitbürger bekannt, so dürfte die allgemeine Mildthätigkeit für seine Hinterbliebenen hier sehr wohl am Blaze sein. N. Durch das Glatteis ist am gestrigen Tage wiederum und zwar in der Landsbergerstraße ein Unglücksfall herbeige führt worden. Ein in der Georgenkirchstr. 17 wohnender Ar beiter M. hatte beim Paffiren der genannten Straße das Un glück, auf dem mit einer Eiskrufte bedeckten Bürgersteig auszugleiten und derart hinzufallen, daß er sich einen Bruch des rechten Oberarms zuzog. N. Ein größeres Feuer sollte gestern Abend nach einer um 72 Uhr eingetroffenen Alarmirung in dem Hause Schönes bergerstr. 23 ausgekommen sein. Die erschienene Feuerwehr fonstatirte einen in der Wohnung eines Kaufmanns W. durch ein eisernes Dfenrohr entstandenen Brand einer sogenannten spanischen Wand. Eine Stunde später erfolgte ein zweiter Alarm nach der Mariannenstr. 7. In der dort in der 1. Etage belegenen Wohnung des Schriftseters Hasemann war ein Fußboden und Balkenbrand entstanden. Die Mannschaften hatten mit Löscharbeiten über 1 Stunde zu thun. Die Aufräumungsarbeiten nahmen noch 1 weitere Stunde in Anspruch. Soziales und Arbeiterbewegung. Zur Unfallversicherung. Berathungen der Unternehmer betreffs Bildung der Berufsgenossenschaften haben in den legten Tagen vielfach stattgefunden. Die Unternehmer der in Knappschaftsvereinen befindlichen Betriebe tagten am 15. im Architektenhause zu Berlin. Bekanntlich find diese Unternehmer in einigen Beziehungen von den Bestimmungen des Unfallversicherungsgeseßes erimirt. Es ist ihnen nach§ 94 dieses Gesetzes gestattet, fich zu einer oder mehreren Knappschafts- Berufsgenossenschaften zu vereinigen und die Einrich tungen der bestehenden Knappschaftsvereine zum Theil auf diese zu übertragen. Seitens des Vororts des bisherigen deuts schen Knappschaftsverbandes, Aachen, war der Antrag gestellt, eine einheitliche Knappschafts Berufsgenossenschaft für das gesammte Reichsgebiet สิน gründen. Dagegen wünschten Die Eisenhüttenwerte im Saargebiet, daß fte mit der südwestdeutschen Gruppe der Stahl- und Eisenindustrie zu einer Genossenschaft vereinigt würden; ferner wollten die Knappschaftsvereine Sachsens und diejenigen Schleftens gesonderte Berufsgenossen bilden. Schließ lich wurde der Antrag auf Gründung einer Genossenschaft für das Reich, bei welchem die dissentirenden Vertreter Sachsens und Oberschleftens nicht mehr mitstimmten einstimmig von der Versammlung akseptitt. Versammlung akseptitt. Sofern bei dieser Sachlage der Bundesrath den Wünschen der Betriebsunternehmer des Königreichs Sachsen und Oberschlesiens auch nachgeben sollte, so ist doch für die große Mehrheit der deutschen knappschaftlichen Be triebe das Zustandekommen einer großen Berufsgenossenschaft gesichert. Mit der imposanten Zahl von ca. 300 000 Ar beitern dürfte diese Knappschafts Berufsgenossenschaft weits aus die größte der auf Grund des Unfallversicherungsgesetzes zu bildenden Träger der Unfallversicherung sein und die sicherste Garantie dafür bieten, daß auch durch Maffenverunglüdungen, von denen unser vaterländischer Bergbau ja glücklicherweise in den legten Jahren verschont gewesen ist, die Leistungsfähig keit der zur Zahlung von Invaliden, Wittwen- und Waisens penfionen verpflichteten Organisationen nicht vermindert wird. a. Der unter Polizeiaufsicht stehende Arbeiter" Lange wurde gestern Nachmittag in flagranti ergriffen, welcher von einem auf dem Schloßplag unbeaufsichtigt stehenden Wagen eines Wäschers aus Stegliz ein Paket Wäsche im Werthe von 150 M. gestohlen hatte. Der Beftiger des Wagens hatte sich auf nur wenige Minuten entfernt, und nach seiner Rückkehr vermiste er sofort das Paket Wäsche, das er erst kurz vorher auf den Wagen gelegt hatte. Eine Frau machte ihn auf den davoneilenden Dieb aufmerksam, und es gelang ihm auch den Dieb zu ergreifen und einem Schußmann zu übergeben. Auf dem Wege zur Wache warf Lange eine Bigarrentasche, in der fich 5 Dietriche befanden, in einen offenstehenden Kellereingang. Die Friedrichsberger Gaunerbande, welche fürzlich durch Herrn Kriminalwachtmeister Sowa ermittelt und festges 800nommen wurde, vermehrt sich fortwährend an eingefangenen FB TO THE 30 SEDMitgliedern. Das Haupt der Bande bleibt aber die alte Busmentirer, die von Friedrichsberg aus die auf Jahrmärkten und Meffen auf Diebstähle ausgehenden Genossen mit Geld und Instruktionen verfah. Bis jest find neun Mitglieder der Bande zum Untersuchungs Gefängniß in Moabit eingeliefert worden, und die Recherchen nach den noch auf freiem Fuße befindlichen Mitgliedern der Bande im vollen Gange. Welchen Umfang diese Untersuchung bereits jest schon angenommen, geht am deutlichsten daraus hervor, daß der mit der UnterWochen einzig und allein mit der Vernehmung der Angeschulfuchung beauftragte Landgerichtsrath Herr Asché seit vier digten und Beugen beschäftigt ist. Schon nach dem Umfange der bisherigen Untersuchung zu urtheilen, dürften für die öffentliche Hauptverhandlung mindestens acht Sigungstage er forderlich werden; doch ist vor der Hand noch nicht abzusehen, wann die Untersuchung als abgeschlossen betrachtet werden tann, da immer wieder neue Angeklagte hinzutreten. Sämmt liche Angeschuldigte leugnen aufs frechfte. Die Schwurmenschildern waren neben einer Anzahl von Heilgehilfen auch Boliziften Bzeugen, b, leifteten anten Belbb itungsberic ner derselben ist nun auf den originellen Gedanken gemmen in diesem Sinne zu entfernen", daß er in das rothe reuz noch ein zweites rothes Kreuz malen ließ, so daß daffelse bt nicht vier, fondern acht Theile hat. Bis jetzt ist der bes reffende Droguift nicht zur Beseitigung des so geformten fani itshilflichen Merkmals aufgefordert worden. In Berlin giebt lehnten 1 eine weitere Anzahl von Geschäften, welche bisher das anca vom Genfer Kreuz unbeanstandet führen durften und welche mit der Sanitätshilfe nichts weiter gemein haben, als daß fte NahRamen unt er Versamm ungsmittel, Weine, Bandagen 2c. verkaufen. Ja, ein Puppener Thren eschäfts in der Nähe des Spittelmarktes hat sogar ein Schild, ! Wenn uf welchem fich zwischen den finnverwirrenden Worten fchreiben. mit 26 es babin terhaft Ungli • ich bitte Sie, mir nicht zu zürnen, wenn ich noch eute abreise Gründe, dringende Gründe, belche ich Ihnen nicht mittheilen darf, zwingen mich zur Abreise." ls wieffentlich anders bestimmen," sagte Nafir lächelnd.„ Vor DI ,, Und Gründe, noch dringendere Gründe werden Sie llen Dingen habe ich Ihnen die freudige Nachricht zu bringen, baß der Gouverneur Sie zum Regiments- RomBarr; mandeur ernannt und Ihnen das Patent hierher gebracht Ali zu at. Sie werden hoffentlich nicht versäumen, dem dem Bouverneur Ihren Dant abzustatten. Schon aus audiesem Grunde fann aus Ihrer sofortigen Abreise nichts berden." daß wit fich feit jungen Gunft bein denburg dschid 2017 Ah, ich gratulire, Herr Kommandeur!" rief Mar, seine Hand falutirend an den Kopf legend und sich in militärischer Baltung seinem Freunde nähernd. Das ist herrlich," fügte drücklichen Auftrage, Sie mitzubringen. Wadschid Ali wünscht, Sie kennen zu lernen." " " ,, Gut Felix, das nehmen wir an!" antwortete statt feiner Strahlenau. Machen wir erst bei Wadschid Ali unsere Belehrungsversuche, nnd machen wir bei ihm eine Studie der indischen Hofsitten, das wird und vielleicht später bei Nena Sahib gute Dienste leisten." Wadschid Ali," wiederholte Felig mit gepreßter Stimme. Nein, an den Hof Wadschid Ali's barf ich nicht gehen." Bist Du toll?" rief Strahlenau. Hörtest Du nicht, daß Sanftleben dort sein wird, Mar?" flüsterte Felix. Diefer verzog mißmuthig sein Gesicht. Nein, dann geht es nicht," gab er zurück. ., Was in aller Welt bewegt Sie nur, diese Einladung noter fein hinzu ,,, nun wird der Tanz mit Nena Sahib erst ordents abzulehnen?" fragte Nafir. ich angehen. Nicht wahr, Felt, wenn Du ein selbstständiges und uns Rommando hast, läßt Du ihn nicht mehr zu Athem kommen? Wir wollen sehen, ob wir mit unseren Bekehrungsversuchen nicht weiter kommen, wie der heilige Sanftleben mit den r? te Mr. Peinigen." Tage, Mir t; inbeffen Die Gelegenheit wird Ihnen geboten werden," sagte Bhuta erhalten." " Ausgezeichnet!" rief Strahlenau. Wir wollen sie aus Auch die Gründe zu meiner Ablehnung darf ich nicht undankbar halten, daß ich all' die Freundschaft, welche Sie mittheilen, Sir. Sie müssen mich wahrlich für sehr mir erweisen, so schlecht lohne, ja, daß ich Ihnen auch nicht einmal die Gründe mittheile, welche mich bestimmen, all' die unverdiente Gnade von der Hand zu weisen Eine Reichs- Berufsgenossenschaft wurde in der am 8. Januar in Leipzig abgehaltenen Generalversammlung der Anton Anno getreten ist. Wie schon in früheren Perioden Dieses Theaters ist es jest wieder das franzöfifche Sittenstück, das besonders gepflegt wird. War es in den legten Monaten des Vorjahres Der Klub", der eine große Anzahl von Wiederholungen erlebte, so find jest zwei Stücke zur Aufs führung gelangt, die sich zweifellos noch länger in der Gunst des Publikums behaupten werden. Es find dies: Die Ebestands Invaliden", Schwant von Dumamir und Bohl. Die„ Chestands- Invaliden" geben uns ein töftliches Spiegelbild von jener Jammerschaar aus der„ goldenen Jugend" Lafargue und Die Schulreiterin", Lustspiel von Emil Frankreichs, die ihr bischen Saft und Kraft während einer un vernünftig und stürmisch verlebten Jugend vergeudet haben und nun um ein Ende zu machen" mit einem unerfahrenen jungen Mädchen in die Ehe treten. Die Differenz zwischen den Wünschen und Neigungen Der liebenswürdigen jungen Frauen, die man an vorzeitige Greise ges tettet hat, und dem Ruhebedürfniß fener legteren, natürgemäß häufig gestört wird, bildet einen Dankbaren Stoff für ein Lustspielmotiv, das hier äußerst ers heiternd durch die oben genannten Autoren gestaltet ist. Eine nbaltsangabe des Stücks dürfte allerdings schwierig sein, da der Knoten der Handlung sehr lose geschürzt ist, allein die Hauptsache ist jedenfalls erreicht, daß Jeder mit Vergnügen dem übermüthigen Treiben folgt, das sich hier, gehoben durch das töftliche Spiel der Mitwirkenden, auf der Bühne abspielt. Die Hauptrollen liegen in den Händen der Damen Mant, Wallner und Reiche. Beifall wurde denselben sehr leb haft und nach jedem Akte zu Theil. Schluß des Abends bildete die Bohl'sche ,, Schulreiferin". Baron Cäsar ist mit der Baroneffe Lucie verlobt, unterhält aber nebenbei ein Verhältniß mit einer Schulreiterin, die er in Folge eines abgefarteten Wagenunfalls oder Umfalls in seinem Schloffe zu empfangen beabsichtigt. Statt deffen geräth aber Lucie in die Falle und tommt so auf Cäsar's Schloß, wo sie durch den naiven Freund Cäsar's, den Landjunker Engelhard, hinter alle Schliche ihres Bräutigams kommt. Resultat: Aufhebung ihrer Verlobung mit Cäsar, an dessen Stelle sie nun ben als solid erprobten Engelhard zum Gefährten nimmt. Der Dialog ist lebhaft und die Mitwirkenden, namentlich Fräulein Wismar( Lucie) und Herr Morlitsch( Engelhard) waren mit Erfolg bemüht, das Stück glücklich in den Hafen zu bringen. eur barlib tafir. Unser Freund O'Brian wird das Kommando in Ich bitte Sie, Sir, was man Ihnen auch von mir sagen Jolanda und Hagen, sowie der Herren v. orar, langen en Wäldern von Bhuta heraustreiben, Feliz, das wird ter bem ne Jagd sein, interessanter noch als eine Leopardenjagd; zu dürfen ben, um ba einem Freu on freue mich wahrhaftig schon darauf." In diesen Enthusiasmus stimmte Felix ein, wenn auch aus der Nähe Desjenigen, welcher ihn erkannt hatte, und beg us anderen Gründen. Das Kommando in Bhuta brachte Mabura belcher wußte, daß er ein Mörder fei. fand er bi te, welde Gegentheil ungen zur rief er Hand en bl Wann irete ich das Rommando an?" fragte er. ,, Sobald Sie wollen!" antwortete Nasir. Zunächst aber werden Sie nicht umhin können, einer Einladung an en Hof des Königs von Audh zu folgen. Ich muß Ihnen ämlich mittheilen, daß unser gemeinschaftlicher Freund Mr. Barr fo eben aus Audh hier anlangte mit einem ausmag, glauben Sie nicht, daß ich Ihrer Freundschaft ganz unwürdig bin." ( Fortsetzung folgt.) Berliner Theater.*) Unter den hiesigen Bühnen zeichnet sich durch eine gute Regie, ein vorzüglich geschultes Ensemble und sorgfältig aus gewähltes Repertoire das Residenz: Theater aus, das feit dem Vorjahre bekanntlich unter die Leitung des Herrn Wünschen zu entsprechen, werden wir von jest an, so oft es *) Um vielfach aus den Kreisen unserer Leser verlauteten der Raum unseres Blattes gestattet, über interessante Vorftellungen von hiesigen Bühnen Bericht erstatten. Brauer und Mälzer beschloffen. Der von Berlin aus betriebene Antrag auf Bildung einer befonderen Norddeutschen Berufsgenossenschaft wurde nach einer Vorversammlung im Wege der Verständigung zurückgezogen. Das Gleiche geschah mit einem Antrag, wonach der Mälzereibetrieb fich zu einer beZum Vors sonderen Genossenschaft zusammenthun sollte. fizenden wurde der Brauereibefizer Heinrichs Frankfurt a. M. gewählt. Am 9. Januar wurde in Berlin die Generalversammlung der Schornsteinfegermeister des Deutschen Reichs abgehalten, deren Ergebniß ebenfalls der Beschluß auf Bildung einer Reichs- Berufsgenossenschaft für dieses Gewerbe war. Zum Vorfißenden des geschäftsleitenden Vorstandes wurde der Obermeister Faster- Berlin gewählt. Lettere Stadt soll auch der Sig der Genoffenschaft werden. Am 10. Januar beschloß in Berlin die Generalversamm lung der chemischen Industrie die Bildung einer Reiche Berufsgenossenschaft, welche außer den eigentlichen chemischen Betrieben noch Gruppe VIII. der Berufsstatistik mit Ausnahme der Dehlmühlen und Gasanstalten fumfaffen wird. Zu dieser Genossenschaft werden auch noch die Imprägnirungs anstalten gehören, und es wurde beschlossen, auch noch die Effig- und die Mineralwasserfabriken aufzunehmen. Als Siz Der Genossenschaft wurde zunächst Berlin bestimmt, zum Vor figenden Stadtrath Holz in Charlottenburg gewählt. Am 14. Januar traten die Unternehmer von Rüben. auderfabriken und Zuderraffinerien in Berlin zu einer Generalversammlung zusammen, deren Ergebnis ebenfalls Die Bildung einer Reichs- Berufsgenossenschaft war; thr Siz foll Berlin werden. Zum Vorfigenden wurde Graf Hacke bestimmt. V Am 16. Januar wurde in der Generalversammlung zu Eisenach einstimmig eine Reichs Berufsgenossenschaft der Papiermacher( Verfertigung von Papier und Papierftoffen) beschloffen. Bum Vorfißenden wurde der Fabrilant Drewsen- Lachendorf bei Celle gewählt. Die Genossenschaft umfaßt 1148 Betriebe mit 42 832 Arbeitern. # Am 22. Januar fand die Generalversammlung der Ta= baksindustrien statt. Die Mannheimer Fabrikanten bes antragten die Bildung einer besonderen füddeutschen Berufsgenossenschaft, welche Baiern, Württemberg, Hohenzollern, Baden, Heffen, Heffen Naffau und die Reichslande umfaffen follte. Die Mehrzahl der Anwesenden sprach sich mit Ent schiedenbeit gegen eine solche Störurg der Einheit aus und es ergab fich auch bei der gesonderten Abstimmung in Ländern nur in Baden eine Mehrheit für eine Trennung von NordDeutschland. In allen anderen ter genannten Länder ergab fich eine Mehrheit für die Bildung einer einzigen über ganz Deutschland verbreiteten Genossenschaft, in welcher durch Bildung von Settionen den besonteren Verhältnissen einzelner Gegenden Rechnung getragen Tie Frage wegen getragen werden soll. Befreiung der Bigarrenfabriken, welche ohne Maschinen ar beiten, von der Werficherungspflicht ist im Bundesrath noch nicht entschieden, es scheint jedoch wenig Aussicht zu einer Genehmigung des Antrages vorhanden zu sein, und es hat sich die Wiehrzahl der Bigarrenfabrikanten auch davon überzeugt, daß für fie die Befreiung von der Beitragspflichtung zur Genoffenschaft lein Vortheil ist, um so weniger, als der Gefahr. lofigkeit des Betriebes durch Abstufung der Gefahrenklaffen Rechnung getragen werden wird. Das Reichsverficherungsamt veröffentlicht gleichzeitig die Ergebnisse der auf Grund des§ 11 des Unfallversicherungsgesetes erfolgten Anmeldungen versicherungspflichtiger Betriebe und Arbeiter. Danach find 2776 891 Arbeiter zur Anmeldung gelangt und da aller Wahrscheinlichkeit nach zahlreiche Baugewerbetreibende ihrer Anmeldepflicht nicht genügt haben, so Dürften etwas über 3 Millionen Personen dem Unfallvers ficherungsgefeß unterstellt werden. Der Strike dee Lenschow u. Markert'schen Fabrit hat fich abermals um etwas verschoben, und zwar diesmal zu Gunsten der Sicikenden. Die in Mitleidenschaft gezogenen Arbeiter der Fabrik tes Herrn Brocksch haben heute früh die Arbeit wieder aufnehmen können, da genannter Fabrikant schriftlich die Erklärung abgegeben hat, daß er nicht für obige Fabrit arbeitet, und gleich cig hat er sich verpflichtet, Maß regelungen nicht stattfinden zu laffen. Here Jul. Müller ist ebenfalls nach 24stündiger hatt wieder auf freien Fuß gesezt morden. Leider haben in der Marlert'schen Fabrit die 13 Schönebecker nicht nur nicht die Arbeit niedergelegt, sondern noch eine Verstärkung von wenigen Mann erhalten. Hoffent lich find die betreffenden Kollegen" doch noch nicht soweit herunter gekommen, daß fie das Leben, welches sie jest au führen gezwungen find, noch lange aushalten. Denn arbeiten, schlafen und schlafen und arbeiten, das ist so ungefähr ihre ganze Lebensweise, natürlich Effen und Trinken eingerechnet. Die Strifenden sehen der Zukunft mit der größten Nuhe ent Theater. Rönigliches Overnhaus: Beute: Der Trompeter von Säffingen. Morgen: Die Walküre. Rönigliches Schauspielhaus: Beute: Die Journalisten. Morgen: Der Traum ein Leben. Deutsches Theater: Beute: Die Geschwister. Die Hagestolzen. Ein Hut. Morgen: Wohlthätigkeits- Vorstellung! Balamea. Bellealliance- Theater: Der Richter von Heute: Der Raub der Sabinerinnen, Schwant in 4 Atten von Franz und Paul Schönthan. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Wenes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Beute: Gasparone. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ern. beute: Der Walzer König. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Neftdenz- Theater: Direktion Anton Anno. Heute: Die Ehestands.Invaliden. Hierauf: Die Schulreiterin. Morgen: Die Schulreiterin. Walhalla- Operetten- Theater: Deute: Der Feldprediger. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Louisenftädtisches Theater: Beute: Bapa Kiekebusch. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Beute: Der Goldbauer. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Oftend- Theater: Wellner- Theater: Beute: Klein Geld. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Vittoria- Theater: Beute: Sulfurina. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alhambra- Theater. Deute: Das Mädel ohne Geld. Morgen: Dieselbe Vorstellung. gegen, denn fie erklärten in der am Donnerstag stattgehabten| Versammlung abermals einstimmig, thr gutes Recht bis zu Ende des Strikes, welcher ohne Sieg kaum denkbar ist, zu vertreten. Um den Gewerksgenoffen jederzeit die öffentliche Kontrole zu ermöglichen, werden dieselben zu der am Dienstag, den 27. Jan., stattfindenden öffentlichen Versammlung der Drechsler, Knopfmacher und Berufsgenossen nach Keller's Restaurant, Andreasftr. 21, eingeladen. Sahlreicher Besuch ist sehr etwünscht. Vereine und Versammlungen. hr. In einer öffentlichen Versammlung junger Kauf leule, welche, etwa 200 Theilnehmer zählend, am Freitag Kommandantenstraße 72 tagte, referirte Herr Joachimson über die neu gegründete ,, nationale faufmännische Kranten und Sterbelasse zu Berlin( E. H.-K.), Große Frankfurterftr. 61. Referent wies darauf hin, daß die Errichtung einer Ortstian tentaffe für die jungen Kaufleute in Berlin nicht unwahrscheinlich sei, legte dar, daß die freien Hilfsfaffen den Vorzug vor den durch das Reichs Krankenkaffengeset eingeführten Ortstrantentassen verdienen, empfahl den Eintritt eingeführten Drtstrantenlaffen verdi nen, empfahl den Eintritt in die neu gegründete Kaffe und schloß mit der Mittbeilung, daß, da das Statut der Kaffe die Genehmigung des Polizei Präsidiums erhalten habe, am Mittwoch die erste Gereralver= sammlung der Mitglieder der Kasse stattfinden werde. In ter an das Referat fich anschließenden Diskuffton, an welcher fich die Herren Liermann, Böhm, Auerbach, Sandheim, Rosenthal, Hirschmann betheiligten, sprachen, mit Ausnahme des legtge, nannten, alle Redner fich im Sinne des Referenten ous. Herr Liepmann hob noch hervor, daß die in Berlin schon bestehenden 4. Klasse 171. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 24. Januar 1885. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 79 96 113 39 64 95 206 354 59 61 447 541 97 98 662[ 300] 87 709 803 38 92 949 65 83 1031 51 75 165 211 308 69 450 54 1550] 539 54 72 624 50 55 92 750[ 1500] 60 91 806 64 77[ 3000] 83 97 953 2087 246 56 71 322 49 50 66 445 97 571 639 69 765 81 811 17[ 550] 47 49 61 917 13000 27 3113 60 319 41 57 75 89 409 11 30 41 43 501 48 61 684 763 845 48 94 989 4008[ 1500] 21 31 122 29 223 80 336[ 300] 38 410[ 300] 51 514[ 3000) 18 92 613[ 550] 33 700[ 300] 30[ 300] 37 38 64 98 826[ 300] 72 91 926[ 300] 64 79 86 5006 78 95 119 47[ 6000] 68 1550] 70 302[ 1500] 13 51 57 64 410 63 1550) 88 548 616[ 300] 39 68 757( 3000) 92 810 58 382( 300) 910413 68( 3000) 90 6004 8 12 160( 1500) 92 229 65( 300) 307 37( 550) 01 413 [ 300] 14 36 58 87 92[ 1500] 525 36 40 656 72 712 92 888 978[ 1500] 88 7045 63 99[ 300] 197 391 543 91 623 84 715 802 7 941 8003 97 184 238 89 343 58 83 403 9 90[ 300] 503 625 42 68 728 872( 550) 904 80 [ 3000] 9089 179 230 45[ 300] 62 94 310 449 65[ 300] 78 83 529 614 63 66 72 99[ 1500] 717 77 79 845 10006[ 550] 8 43 44 127 57 228 51 53 97 332 422 97[ 3000] 504 9 26 672 88 730 79 830 59 91 11016 223 29 66 329[ 550] 55 81[ 3001 85 454 513[ 3000] 41 49 605 46 711[ 550] 21 46 53 88 817 977 12106 27 78 263 65 97[ 300] 339 413 841300] 599 689 704 68 808 91 964 94 13269 73 79 304 40 75 83 402 22 550 76 98 678 708 819 25 70 14025 97 123[ 300] 85 304 36 453 60 518 19 28 61[ 300] 67 87 700 53 900 8 37 67 15068 142 48 97 237 445 61 78 553 634 46[ 300] 49 705 843 926 85 16000[ 550] 12 34 57( 1500) 62 119[ 300] 60 232 46 74 399 457 554 76 724[ 3000] 46 55 822 25 938 17020 35 89 95 129 239 51 82 314 30[ 300] 44 53 401 54 516( 6000] 75 77[ 300] 613 40 49 724 97 809 64 937 55 64 89[ 300] 97 18038[ 550] 101 31 87 229 59 64 309 44 94 483 93[ 300] 94 510 67 89[ 300] 643 50( 3000) 56 738 54 854 62[ 300] 908[ 300] 56 67 72 19067 241[ 3000] 303 405[ 3000] 51 90 546 62 94 662 706 10 11 36 45[ 300] 818 92[ 550] 938 20020 78 135 1300) 57 208[ 550] 17 62 317 24[ 300] 82 407 63[ 1500] 537 40 58 96[ 300] 620( 550) 41 68 738[ 550] 75 93 802 17 27 29 47 913 Krankenkaffen des Verbandes deutscher Handlungsgeb Hansa und des Ortsvereins der Kaufleute zwar auch f faffen, aber nur für solche Kaufleute zugänglich seien, her Mitglieder des betreffenden Vereins geworden be wurde schließlich eine Resolution, in welcher die Ver beschließt, mit allen Kräften für eine möglichst große gung an der nationalen faufmännischen Kranfen- und taffe einzutreten, mit allen Stimmen gegen eine ange Vor Schluß der Versammlung theilte der Borsitzender. 21. daß von den Versammelten 150 ihre Namen in die den Beitittslisten eingezeichnet hätten. 83. Sit Am Tische Im Verein zur Wahrung der Interessen d zierer findet Montag, den 26. Januar, Abends 8 Gratweits Bierhallen die dritte ordentliche Generalver im ersten Vereinsjabre statt. Tagesordnung: 1. Ge Vortrag. 2 Kaffenbericht. 3. Vereinsangelegenheiten. schiedenes. Allen Kolleger, die Mitglieder werden der Bututt gestattet und geschiebt die Aufnahme bistarien. Bahlreiche Be Eingegange fang der Verhandlungen 10 Uhr. Bahlreiche Be on 1884/85. erwünscht. Eine öffentliche Versammlung der Tischle Das Haus und NW. findet am Montag, den 26. Januar, benigen der Zöll Den Titel Brunner str. 34 in Bettin's Salon statt. Auf der 2 nung steht: Die Tischlermeister im N. Berlins mpfiehlt die B. Stellung zu unserer Lohnbewegung. Bahlreicher Webell. W wünscht. Abg. Dr. S Die Kommiffion der Tischler macht bekannt, auben, ob die Strife in der Spiegelrahmenfabrit von Trempenau, n der Preffe ve straße 13, noch nicht beigelegt ist. Zuzug mug nad Betroleums in 1 ferngehalten werden. Bis jegt arbeitet fein andes Böttcherwaar da; die Strikenden find ebenfalls noch feft gewillt open legten Jab em Gebiete des bis der Fabrikant nachgiebt. nehmen zu dürfe Inderung, wie 397 416 29 99 521 53 71 74 646 78 764 80 901 64 4400 76 98[ 1500] 111 21 22 90[ 300] 97 348 416 25 39 532 34 66 87 90 603 5 53[ 6000) 54 76 706 62[ 300] 835( 1500) 56 Brordnung od 45078 127 46 73( 300) 92 249 50 88 365 403 36 43 83 verden, und zw 37 701 72[ 300] 75[ 300] 816[ 300] 912 17 36 76 46064 15 timmt, daß bei ei 423 517 71 639 60 712[ 550] 64 73 800 924 68 47008 27 1 wie es für 12 32[ 3000] 53 336 444 52 770 97 876 48035 60 73 341 45 58[ 300 ( 550] 28 820 29 35 69 974 49041 137 43 223 86 358 88 Bruttogenicht st Der Gefeßgebung 95 735 43 63 803 57 87 949 87[ 3000] 50083 181 1550] 252[ 300] 83 89 318 43 96 544 45 plant würde, m des Konsumenter 915 51180[ 550] 255[ 300] 70 416 46 66[ 300] 587 603 830 45 52 77 93 901 30( 550] 52001 5[ 300] 8[ 550] 22 218 24 36 313 29 76 84 472 95 529[ 3000] 63 75 604 736 und namentlich 802 18( 550] 74 919 22 42 95 53053 82 114 28 53 89 Das Gewicht e 314 23 46 60 75 409 23 526 81 602 17 55 1550] 94 9 180 Rilo, wovo 2723001-05 14026 45 50 79 133 285 318 98[ 550] 468 83 Bei der bisher 622 64 708 44 837, 1550 100 2930 496 502 81 96 671 716 45 Das Faß Betrol 46 53 75 164 226 275[ 5501 374 89 404 18 45 66 89 532 mit 10 Mt. Det 51 59[ 550] 79 700 54 73[ 3000] 801 49 907 80 95 57092 78 91 300 245 52 64 369 84 410 12 44 529[ 300] 39 95 66etragen, d. h. Bf. pro Kilo 800 98[ 3000] 919 58033[ 550] 84 146[ 300] 245 53 64 323 64 632 74 780 93 810[ 300] 57 938 53 69 95 59077 100Fäffer in Bister 578 98 624 31 37 85 713 888 90 951 71 82 60000 13 200 20 37[ 550] 67 328 30 550] 493 533 39merikanischen, enz, und diese 85 753 86 823 959 68 79 61007 38 83 88 153 212 50 336 96 602[ 3000] 5 72 85 702 50 93 812 92 929 62015 96 121 75 373( 550) 405 24 1300 13 15040232758 862fchen Eisenb 912 55 82 63043 51 81 90 225 59[ 550] 70( 550) 73 333 Aussicht gestellt 572 74 609 40 53 759 80 91 825 52 82 85[ 6000)], 96 913 Bertheuerung b jaben, daß die 76[ 300] 137 219[ 300] 73[ 300] 303 437[ 300] 44[ 300] 61 74 702 31 831 54 71 900 47 86 65068 109 207 12 334 38 39 455 695 99 705 66034 ind das wi ( 3000] 61 95[ 550] 441 60 82 84 89 510 15 47( 1500 84 95 lädte, als a 67026 60 234 63 331[ 300] 54 466 87 96 503 5 29 80 613 740[ 300] 56 59[ 300] 859 80 980 68009 58[ 3000] 60[ 3000. Der gr wird auf deut 750( 300] 63 837 97[ 300] 69101 57 215 38[ 300] 326 41 Rückfracht theils andere geringme 70006 133 37 75 211 71 417 99 521 5 87 886 42 49 926 73 272394 1991 309100 337 ieſes Geschäft 31 39 41 644( 550) 725 61 72002 14[ 300] 30 93 139 27 ingweithigen 90[ 550] 92 580 617 758 945 75 73083 247 428 41[ 150 14 57 19 43 79 21048 75 137 44[ 1500] 220 25[ 300] 57[ 1500] 90[ 3000] 315 29 34 41 75[ 1500] 446 520 616[ 300] 41 44 702 8 26 94 95 878[ 300] 97 904 8 22081 237 15501 98 391 411( 1500) 34 504 88 617 30 58 747 806 28[ 300] 23053 88[ 300] 169 202 35( 300) 82 351 78 91 479 81 506 23 72 83 691 705 23 62[ 300] 84 802 56 944 24003 20 50 86 184 209 75 418 524 74 78 618 34 718 92[ 550] 905 26006 54 124 75 13001 7730094 18001 220 55[ 1500] 65 367 72 80 89 den 3[ 300] 22[ 550] 42 791 844 953 66 97 74035[ 550] 58 19 agen tönnen, brer Thätigkeit 76[ 1500] 98 75141 211[ 1500] 82 438 516 19 79 652 93 764 83 93 [ 300] 58 700 829 93[ 300] 900 11 18 38[ 300] 47 70 77 27106 43[ 1500] 49[ 300] 67 70 234 77 1550] 96 310 83 417 36 538 643 49 65 Bedeutung 57 67 213[ 300] 25 399 400 50[ 1500] 97[ 550] 548 65 609 20 48 725 847 93 708[ 300] 98 800 47 76 83 93[ 300] 903[ 550) 200 477 79 92[ 1500] 518 37 608 45[ 550] 774 76 83 870 76 99 902 5[ 300] 13 14 15 41 94 26126 208 21 23 44 47 50[ 300] 355 85 94 475 87 525 48 73 424 652 85 711 946 61 30002 5 37 80[ 1500] 88 139 77 95 218 18 84 353[ 300] 75 427 91 524 54 637[ 300] 74 87 740[ 300] 57[ 550] 810 64[ 550] 67[ 1500] 83 919 12 49 5 99 755 830 43 86 902 37 94 Bevollmäch 958 28059 124 66 82 205[ 550] 23 89 300 96[ 300] 412 30[ 300] 40 42 74 159 237 41 318 440 59 525 83 683 743 95 802 909 50 93[ 5anzielle, als 70 550 65 642 81 765 76[ 550] 811 922 44 29052 57 75 306[ 1500] 42 67 81 126 74 254 311 32 58 73[ 3000] 485[ 300] 557 97 615 42 but fein solle 79002 43 155 64 90[ 300] 97 214 18 357 77 506 52 86 608 Cheil der leeren 80029 46 119 31 201 418 43 85 720 24 600 29 700 2301, um bori n [ 550] 19 56 31001 72[ 30001 75 272 308[ 300] 22 71 73[ 3000] 410 65 81[ 300] 73 873 900 81000 33 99 181 82[ 550] 206 26( 550) 309 522 43 632 764 899 914[ 300] 17 42 61 32086 143 225 64 98 343 441 642 95 751 61 811 44 47 967 91 82013 77 80 106 46 67 257eimer Rath E 48 527 98 600 5 70 73 773 875 913 29 33185 311 72 441 63 554 605 58 90 570[ 300] 609 36 53 83 88 711 36 850 51 65 74 8306 77 91 717 991 84104 31 83 398 430 38 77 500 637 75 707 8 32[ 3000] 73 327 48 527[ 1500] 34 646 720 40[ 300] 856 84029 58 91 61 73[ 1500] 75 226 362 81[ 300] 83[ 300] 431 41 512 893 9090 85001( 300] 14 45 65 78[ 3000] 84 102 23 74 225 518 diese Absicht 20 52 54[ 3000] 918[ 300] 24 98[ 3000] 36044 107 56 77 98 202[ 550] 68 409 35 13 79[ 300] 81[ 300] 555 87 90 631 62 77 703 5 balb auch üb 58 73 881 962 82 35023 58 67 95[ 3000] 152 82[ 550] 291 322 428 77[ 300] 701[ 300] [ 300] 953[ 300000] 65 40060 85 176[ 550] 79 229 33[ 1500] 61 66 822 60[ 550] 75 99 421 37 67 707 73[ 3000] 803[ 300] 56 997 ard: Meine bficht der verb tlärung name meine, dem 794 861 996[ 300] 37028 209 17 342 50 54 71 98[ 300] 405 503 8 58 95 43 219 347[ 3000] 51[ 550] 75 515 681 705 41 70 809 38 63 609 12 708 76 885 907 63 38016[ 1500] 30 46 123[ 550] 52 213 98 300 59 87017 29 78 103 27 298 352 69 78 564 75 93 721 22 Den. Die Ab Terden. Denn 22 421 520 24 632 732 45 905[ 550] 23[ 3000] 87 88 39086[ 550] 128 43 96[ 550] 927 49 93 88045 59 73 148[ 550] 99[ 300] 250 308 ur im Wege b 90018 88 308 14 67 432 593 795 858 69 956 73 74 86 36 94 512 37 76 93 697 729 45 56 847 76 980[ 1500] 93 41015 48 71 62[ 300] 102 40 267 84 400 88 546 57 97 626[ 3000] 82 718, baß sich der 80 98 136[ 3000] 50 54 278[ 45 000] 82 335 65 92 512 87[ 300] 96 649 61 78 115 25 26 244 320 33 58 95 435 566 78 83 609( 550 rinnern und se 86 315 404[ 300] 53[ 300] 60 521 28 49 603 26[ 300] 44 68 727 78 829 72 81 866 83 88 94017( 550) 74 109 19 31 68 264 82 30 80[ 1500] 52 70[ 550] 74 95[ 3000] 984 99 43120 37 53 203 36 52[ 300] 612 45 72 80 701 11 49 77 87 810 51 64[ 300] 78 79 93( 5604 Neu! Grosse Eisbahn. Neu! Ritterstraße 123. Sonntag, den 25. Januar, großes Gisfeft, verbunden mit Militärkonzert, Abends bel billanter Beleuchtung 136 große Fadelpolonaise. str. Vonirftr. Bionit Victoria- Park. Ede Barwalbftr. Ede Bärwaldstr. Sonntag, den 25. Januar: Grosses Eisfest mit Doppel- Concert. Montaa, ben 26. Januar: Großes Eisbärsest mit Doppel- Concert. Kinderbeluftigungen. Ausgezeichnete Restauration. Ich habe meine Säle 150 Roh- Tabak! Breiswerthe Sumatra. Deden à 150 375 Bf., wie b'llige Umblatt- und Einlage Tabake 152 Bergemann& Donisch, C., Ale Masken- Garderobe les beschließer britten wird. S scheinend auf en ist und in cterung unterz inde, in bene Ber R. C. Ger on allen Wese Rochftr. 31 as tommt, un lebel find nun in großer The iffen Sorte Paul Freyen benfelben male Maler Eine solche Berlin SW., Bergmann- Strasse NIch gehörig vo empfiehlt fich zu allen Maler. Arbeiten fomie Del- Anftrich als auch Tapezirungen bei fitfieber. Es billiger Bedienuna. imlichen Wei n schon Herm. Kehr, Hutma fpanisches noch einige Tage in der Woche zu v rgeben. Sonntags Staligerstr. 109, nahe d. Manten egenkände ab bis 3 Uhr find alle drei Säle zu haben. 109 Nieft's Salon, Kommandantenstr. 71/72( nur Bart.) 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Drud und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Die Rom Sieran eine Bril Es weht j ift eine wahr ohl ihm, er g dlungsgeb Dar auch f lich feien, geworden f die Verf Echft groje anten unb eine ange Beilage zum Berliner Volksblatt. Borfigender. 21 in ble reffen da Ibends 8% Beneralverjan 3: 1. Gefchil Hegenbeiten. werden m Parlamentarisches. Deutscher Reichstag. 83. Sizung vom 24. Januar, 2 Uhr. Am Tische des Bundesrathes v. Burchard und Komabme bistarien. reiche Be er Tisale Gingegangen ist ein Nachtrag zum Reichshaushaltsetat on 1884/85. 009 andom Das Haus fezt die zweite Berathung des Etats mit demnuar, benigen der Zölle, Verbrauchssteuern und Aversen fort. Auf der 2 Den Titel 1( Einnahmen aus den Böllen 199 820 940 M.) Berlins mpfiehlt die Budgetkommission durch ihren Referenten hlreicher. Wedell- Malo zur unveränderten Annahme. Abg. Dr. Moeller: Ich möchte mir die Frage er tbekannt auben, ob die verbündeten Regierungen in der That, wie es mpenau, n der Preffe verlautete, beabsichtigen, die Verfteuerung des muß nad Betroleums in der Weise zu verändern, daß die Fässer fünftig in andes Böttcherwaare verzollt werden sollen. Wir haben zwar in gewill open legten Jahren allerlei merkwürdige Interpretationen auf 64 4400 5[ 1500] 56 Dem Gebiete des Bollwesens erlebt. Doch glaube ich nicht an tehmen zu dürfen, baß die verbündeten Regierungen eine Vers inderung, wie die angedeutete, auf dem Wege einer bloßen 39 532 Berordnung oder Anweisung an die Bollbehörden einführen 36 43 83 verden, und zwar weil§ 26 bes Bolltarifgesetzes ausdrücklich bes 46064 timmt, daß bei einem Boijaße von nicht mehr als 6 M. pro 100 Stg 7008 27 1 15 58 300 587 603 5501 22 wie es für Petroleum besteht die Verzollung nach dem 6 358 884 Bruttogewicht stattfinden soll. Aber auch wenn auf dem Wege Der Gefeßgebung die Einführung einer solchen Neuerung ge 544 45 plant würde, müßte ich sie nicht nur als eine neue Belastung des Konsumenten, sondern auch als eine für unseren Handel 604 736 und namentlich für die Schifffahrt höchft nachtheilige bezeichnen. 3 53 89 Das Gewicht eines Faffes Petroleum beträgt in der Regel 94 9 180 Rilo, wovon ungefähr 30 Kilo auf das leere Faß kommen. 468 83 Bei der bisherigen Verzollung nach Bruttogewiat trägt alfo 71 716 45 Das Faß Petroleum 10,8 Mt. Boll, Böttcherwaare aber wird 89 53 mit 10 Mt. vesteuert. Der Boll würde also fünftig 12 Mt. 39 95 6etragen, d. h. um 1,20 Wet. für das Faß und um 0,8 Pf. oder Bf. pro Kilo fich erhöhen. Nun macht schon jetzt das ohne 077 100 Fäffer in Biflernenwagen eingebende russische Betroleum dem 93 533 39merikanischen, wenigstens im Often, eine sehr scharfe Kontur 212 50 336 enz, und diese wird sich wahrscheinlich noch steigern, da die 29 62015 557092 53 64 322 01 73 333 Ausftcht gestellt haben. Unter solchen Umständen würde eine 758 862( utschen Eisenbahnen noch weitere Tarifvergünstigungen in 96 913 Bertheuerung des amerikanischen Petroleums die Wirkung 4[ 300] 616 aben, daß die Einfuhr desselben aufhörte, lohnend zu sein, das würde sowohl den Handel userer See5 66034 ind 001 84 95 läbte, als auch unsere Seeschifffahrt erheblich schädi29 80 613 Der größte Theil des amerikanischen Petroleums 01 60[ 3000 en. 1326 41 Rudfracht heits leere Fäffer, theils altes Eisen, Lumpen und andere geringwerthige Gegenstände mitnehmen. Würde nun Dieses Geschäft vernichtet, so wäre damit erstens jenen ge 513 18 25 Dirb auf deutschen Segelschiffen eingeführt, die dann als 199 521 59 3001 337 28 41[ 1500 Sonntag, den 25 Januar 1885. Ich II. Jahrgang. Berzollung unterworfen werden sollen oder nicht. führungen Stellung zu nehmen. Wenn der Herr sagt, Elsaß Tann nicht fagen, nach welcher Richtung bin der hätte keine Vertretung im Bundesrath, so ist das doch nur von Bundesrath seine Entscheidungen treffen wird. Ich einem Gesichtspunkte aus zutreffend, es hat nämlich keine glaube aber, die Bedenken, welche der Herr Vorredner Stimme im Bundesrath, wohl aber eine Vertretung durch hinsichtlich der Befugnisse des Bundesrathes geäußert hat, find Kommiffarien, und ich fann versichern, daß zu jeder Zeit und nicht zutreffend. Er faßt den§ 2 des Bolltarifgefeges in einer bei jeder Frage diesen Kommissarien ausgiebig die Möglichkeit Weise auf, wie er nicht aufgefaßt werden darf. Es heißt dort: gewährt wird, thre Auffaffung zur Sache auszusprechen, und Die Gewichtszölle werden von dem Bruttogewicht erhoben in daß diese Auslassungen auch stets die gehörige Beachtung fin einigen Fällen und von dem Nettogewicht in anderen Fällen. ben. Ich brauche nicht hinzuzufügen, daß der Herr ReichsEs ist also nur der Gegensatz gemacht, in welchen Fällen die kanzler selbst es gewiß als eine wichtige Aufgabe für sich anUmschließungen mit dem Waarenzoll getroffen werden. Ich erkennen wird, den elfäfftschen Bedürfnissen, soweit es irgend glaube aber, für die Frage, wie die Tara als solche zu behan- wie mit den allgemeinen Interessen vereinbar ist, Rechnung zu beln, und ob in gewissen Fällen die Tara eine besondere Vertragen. Was die Ausführungen des Herrn Abg. Dr. Möller zollung zu bilden habe, bestimmt das Bolltarifgefeß nichts. Es betrifft, so ist über die Frage, ob eine Waarenumschließung ist bisher unbeanstandet von Seiten des Bundesraths die Be ich wiederhole das der Verzollung zu unterliegen bat, im fugniß ausgeübt, daß er in einzelnen Fällen, wenn die Um- Bolltarifgeieß nichts ausdrückliches bestimmt; aber es folgt aus schließung einen besonderen Werth batte, auch diese nach ihrer der Natur der Sache, daß nicht unter allen Umständen jede Beschaffenheit zur besonderen Vorstellung berangezogen hat. Ich Umschließung deswegen frei eingehen kann, weil fie beschränke mich auf diese Bemerkung und glaube, daß im jeßigen die Umschließung für eine Flüssigkeit bildet. Es Stadium der Sache nicht übersehen werden fann, in welcher würde สน Den gröbsten Mißständen führen, wenn Weise diese Entscheidung des Bundesrathes ausfallen wird. man jede Umschließung deswegen mit dem geringeren Bollsat der Flüssigkeit beilegen wollte, weil sie mit der Flüssig feit eingeht, auch dann, wenn sie einen selbstständigen Ge brauchsgegenstand bildet. Der Grundlaß des Tarifs ist: jede Waare unterliegt dem Bollsaß nach Maßgabe ihrer Beschaffen beit; und aus diesem Grunde ist der Bundesrath verpflichtet, in Fällen, wo er es für nöthig erachtet, auch die Umschließung zur selbstständigen Verzollung zu bringen. Abg. Grad: Die erfreuliche Mehreinnahme von 3,370,000. aus den Böllen, eine Wirkung der Tarifreform von 1879, erscheint bedroht, wenn den Krefeldern die zollfreie Einfuhr von Baumwollgarnen gewährt werden sollte. Die franzöfifche Maßregel vom September 1883, welche gewiffe Garne unter bestimmten Bedingungen zollfrei läßt, bat gar feinen Einfluß auf die Krefelder Industrie, weil der Boll, welchen die Garne doit bezahlen müssen, böher steht als das Maximum, das der deutsche Tarif feststellt. Der deutsche Marimalfag ist 36 M. für einfache und 39 M. für doppelte Garne, der franzöftiche im Generaltarif 50 M. für Nr. 50, refp. 60 M. Die Maßregel, die Krefeld begehrt, würde eine sehr bedent iche Rüdwukung auf die elfäffische Baumwollen industrie haben, die meisien elsässischen und deutschen Spinnereten müßten still stehen, und unserer dichten Bevölkerung bliebe nur das Mittel der Massenauswanderung. Wenn die Krefelder Industrie fich nach dem großen Aufschwung seit 1879 jett in einer gewissen Krists befindet, liegt das nur daran, daß in anderen Staaten der Bedarf zum Theil durch eigene Fabrikation fich zu decken anfängt. Die franzöfifche Maßregel ist übrigens nicht von erheblicher Wirkung. Paris und Lyon be ziehen von feinen Gainen aus dem Auslande nicht über 2000 Kilo jährlich, also fast nichts, weil wegen der komplizitten For malitäten noch den Vorschriften der Verwaltung die Importeure auf die Einfuhr der Garne verzichten; müssen sie doch er flären, für welche Gewebe die Garne bestimmt find, und auf Kosten der Handelskammer, d, h. der Interessenten, ist ein Bureau eingerichtet, wo Chemiker die Identität der Nummern und der Garne nach Mustern, die von den eingeführten Stücken genommen find, feststellen. Ich bitte um so mehr um eine Antwort, da Elsaß- Lothringen keinen Vertreter im Bundes3 139 277 ngweithigen Waaren, welche die theure Dampferfracht nicht rath hat. 5501 58 19 agen können, die Möglichkeit der Ausfubr genommen, an550251300ererseits den Segelschiffen wieder eine neue Schmälerung brer Thätigkeit zugefügt. Wollte man aber behaupten, daß 764 2004 70 643 49 65e Bedeutung der geplanten Aenderung nicht fowohl eine 52 86 608 Cheil der leeren Fässer ohnehin wieder nach Amerika zurück97 615 42 Pout sein solle, so ist dagegen einzuwenden, daß der größere 0 29 700 2301, um bori neu gefüllt zu werden. 06 46 67 257eimer Rath Staatssekretär des Reichsschazamts, von Bur 526( 550) 302 65 74 8306 84029 58 91 512 893 909 7 703 5( 550 ( 300) 95 Bevollmächtigter bficht zum Bundesrath Wirklicher Geard: Meine beiten, ich bin völlig anßer Stande, über die der verbündeten Regierungen eher etwas zu sagen, als shalb auch über die Anfrage, wie sie gestellt ist, hier eine 74 225 51 Diese Absicht in erkennbarer Weise geäußert ist. Ich kann 70 809 38 tlärung namens der verbündeten Regierungen nicht ab. 93 721 22 ben. Die Absicht, den Petroleumzoll zu erhöhen, kann, wie 3001 250 309 meine, dem Bundesrathe als solchem nicht zugemuthet 3325[ 5501 erden. Denn eine Erhöhung des Betroleumzolles würde 30001 82 718, baß sich der Bundesrath auch dieser Sachlage durchaus 6 73 74 86 m Wege der Gesetzgebung erfolgen fönnen, und ich nehme 264 82 346 Abg. Dr. Möller: Jch bedauere, daß der Herr Reichsschapsekretär geglaubt hat, fich in strenges Amtsgeheimniß schagsekretär geglaubt hat, fich in strenges Amtsgeheimniß hüllen zu müffen, und deshalb die Beantwortung meiner Anfrage umgangen hat. Ich glaubte, die Frage heute schon anregen zu müssen, weil natürlich den beim Petroleumhandel Bethelligten daran liegt, baldmöglichst zu erfahren, was sie zu ermatten haben. Ich will hoffen, daß das Schweigen des Herrn Reichsschazsekretärs nicht bedeutet: Qui tacet, consentit. Auf die Bestimmungen des Bolltarifaefezes muß ich aber doch noch einmal zurückkommen. Der§ 2b sagt ganz deutlich: Die Gewichtszölle werden nach dem Bruttogewinn erhoben bet Waaren, für welche der Zoll 6 Mt. von 100 Kilo nicht übersteigt. Und weiter: Bei der Ermittelung des Nettogewichts von Flüssigkeiten wird das Gewicht der unmittelbaren Umschließungen( Fäffer u.[. w.) nicht in Abzug gebracht." Wie gegenüber diesem Klaren Wortlaute des Gesetzes der Herr Schazsekretäc tem Bundesrathe die Befugniß vindiziren will, die Tara nach seinem Ermessen gesondert zu behandeln, ist mir unerfindlich. Bevollmächtigter zum Bundesrath Staatssekretär des 83 609( 550 rinnern und seinerseits nicht eine Erhöhung des Petroleum Reichsschazamts Wirklicher Geheimer Nath v. Burchard: 8 79 93 69itten wird. Die Anfrage des Herrn Vortedners bezieht sich ak!! à 150 Tabake C., Mera uber und chftr. 31 fcheinend auf eine Vorlage, die dem Bundesrathe zugegan en ist und in der die bezeichnete Frage einer näheren Erterung unterzogen ist, die Frage nämlich, ob die Ge inde, in denen der Betroleum eingeht, einer besonderen Berliner Sonntagsplauderei. R. C. Gewiß und trauriger Weise leidet der Mensch allen Wesen auf der Welt an den meisten Rranteiten. Weifere Leute als wir mögen entscheiden, woher as fommt, uns genügt die einfache Thatsache. Manche lebel find nun glüdlicher Weise nur eingebildeter Natur, in großer Theil der Menschheit bleibt stets und ständig on denselben verschont, aber diejenigen, welche einer geiffen Sorte von Krankheiten unterworfen sind, werden yer rasse ich gehörig von ihr heimgesucht. Arbeiten Eine solche Krankheit ist entschieden das Wohlthätig gen bei fitfieber. Es graffirt jest wieder in einer wahrhaft unoutmad imlichen Weise, Rommerzienräthe und reiche Banquiers erben schonungslos von demselben dahingerafft, nur n spanisches Bändchen mit einem Kreuz daran kann den egenstände allein können das Grauen mildern, welches in Manteu merz lindern, der in der wunden Brust tobt, nur diese Meine Herren, ich möchte zunächst, was die Anfrage des Herrn Abgeordneten Grad betrifft, erklären, daß, soweit ich augenblicklich weiß, Anträge in dieser Be ziehung dem Bundesrath nicht vorliegen, nämlich in aus diesem Grunde völlig außer Stande bin, zu seinen AusBezug auf die admission temporaire, baß ich daher auch und wundert sich der Familenvater, daß die Schrippen immer fleiner werden, so macht er es eben wie die bes kannte Kommerzienräthin, die in diesem Falle zwei ap. Die Hauptfache bleibt entschieben, daß die Spanier reichlich bedacht werden; immer nobel", ist die Losung derjenigen unserer werthgeschätzten Mitbürger, welche von jeher bei ausländischen Unglüdsfällen zum Lobe und Ruhme ihrer eigenen edlen Person stets eine offene Hand gehabt haben. Dem vorurtheilslosen Beobachter kommen diese Sachen entschieden spanisch vor, aber wir leben nun einmal in der Beit der Verkehrtheiten, und Jeder muß so verbraucht werden, wie er nun einmal ist. Allerdings paffirt es ja auch Manchem, daß er wider feinen Willen falt gestellt wird, Gestern noch auf stolzen Roffen 5-12 Manchen Gemüthern der Anblick eines leerstehenden Knopf kandidiren konnte, der sigt heute einsam und verlassen im v. 2-6 Freilich ist es Menschenpflicht, fich der anstrengendsten nn es gilt, feine Menschenfreundlichkeit und seinen n Wohle seiner Mitmenschen etwas thun, wenn es sich rum handelt, feinen Namen in möglichst fetten Lettern wer noch vor wenigen Monaten in einem Berliner Reichstagswahlkreise, umringt von Tausenden seiner Anhänger, Schmollwinkel. Undant ist der Welt Lohn! Ja, die Politik ist eine schlüpfrige Bahn, fast so glatt Berlin in den Straßen belustigt. | Abg. Broemel: Jch lege großen Werth darauf, in Anknüpfung an den vorliegenden Etat die finanziellen Ergebnisse des bestehenden Systems und die Handhabung des Tarifs zu untersuchen. Mit besonderer Befriedigung darf man auf die finanziellen Resultate des Tarifs nicht sehen. Alleroings ift die Einnahme aus den Zöllen für 1885/86 um 3370 000 Mt. höher veranschlagt, als für 1884/85, aber nach der beigefügten Berechnung soll allein der Zoll auf unverarbeiteten Tabat 5 100 000. mehr einbringen. Thatiächlich würde sich also, abgesehen von diesem Tabakszoll, für die Gesammtheit des Tarifes eine Minder Einnahme von ca. 1 Millionen Mart ergeben. In ähnlicher Weise ist in den vorher gehenden beiden Etats die veranschlagte Mehreinnahme ausschließlich auf die Steigerung des Tabakszolles zurückzuführen. Das ist sicherlich nicht das Resultat, welches bet Einführung des neuen Tarifes erwartet wurde. Nach dem vorliegenden Etat lönnen wir allerdings diese Frage nicht in vollem Umfange beurtheilen. Die Reichsregierung wird uns beshalb in Bulunft eine genaue Uebersicht wenigftens über die Solleinnahme aus den einzelnen Böllen während des Etatsjahres geben müssen. Wir würden dadurch auch Einblick in die Wirkung des ganzen Systems unserer Verbrauchsbesteuerung gewinnen. Aus den jezigen Vorgängen müssen wir Die Lehre schöpfen, daß die Gesammtheit der Verbrauchssteuern eine Steuerbelastung des Volkes bildet, welme nicht wiütürlich nach der einen Seite hin, z. B. betreffs der nothwendigsten Lebensbedürfnisse erhöht werden kann, ohne daß auf anderer Stelle, z. B. bei Luxus- Artikeln, für breite Maffen des Volkes fich der Ertrag vermindert. Nun sind allerdings in unserem Bolltarif durch die Verträge mit Jtalien und Spanien die Bölle auf Südfrüchte erheblich herabgefeßt; in Folge dessen ist aber auch die Einfuhr dieser Artikel beträchtlich gestiegen, so daß der Ausfall in den Einnahmen bei Weitem nicht so bedeutend, als man angenommen hatte, ist. Freilich beträgt der Konsum von Rosinen und Korinthen troßdem in Deutschland nur ca. 400 000 Str. pro Jahr, während England davon 1%, Millionen Centner verzehrt. Für alle Freunde von Süßigkeiten eröffnet sich so= mit hier ein weites Feld ersprießlicher Thätigkeit im nationalen Interesse unserer Finanzen, und wenn der Herr Abg. v. Köller gestern die Gymnaftasten als Beugen für die Politit des Reichss tanglers aufgerufen hat, so glaube ich auf der Stufenleiter der Unmündigen noch etwas weiter hinabsteigen und auch die Kleinsten aufrufen zu können, die nationale Wirthschafts- und Finanzpolitik dadurch zu fördern, daß sie sich mit noch größe rem Eifer als bisher dem Konsum von Korinthen, Rosinen und Mandeln hingeben.( Heiterkeit.) Bugleich ist zu wünschen, daß die Lehre, wie eine Steuerherabießung zur Hebung des Konsums führt, von der Reichsregierung nicht unbeachtet ge lassen werden möchte. laffen werden möchte. Wir geben jezt viel zu einseitig auf Erhöhung der Steuer und Bollsäge aus. Auch Die Don Dem Bundesrath beschloffenen Aenderungen des Waarenverzeichnisses haben das finanzielle Ergebniß haben die heilige Verpflichtung, diefelben zu benutzen, zu Nutz und Frommen aller Zuschauer. " Schlittschuhlaufen, wie der Berliner sagt, ist gewiß ein Vergnügen, aber Schlittschuhlaufenzusehen" ist auch nicht übel. Freilich, das Schlittschuhlaufen hat in Folge der vorgeschrittenen Technit auch Manches von seiner Poesie ver loren. Man vergegenwärtige sich nur, wie die Schlittschuhe in früheren Zeiten beschaffen waren. Das Riemenzeug an denselben war fast so schwer, wie heute der ganze Apparat an unseren stahlbeschwingten Sohlen. Und doch- offen gestanden früher war's besser. Heute, ein Rud, ein Federschnappen der Schlittschuh sist. Aber damals! Wer hat noch nie wollen' mal sagen, einer Roufine, die er im Stillen verehrte, die Schlittschuhe angeschnallt? Wie oft lockerte sich beim Laufen nicht ein Riemen, man mußte fich vor ihr aufs Knie niederlassen wie ritterlich das war. Wenn etwas entzwei ging, so ge nügte ein Taschenmesser und ein Stückchen Strippe", um den Schaden zu repariren, heute jedoch muß ein verliebter führen, um eine Unordnung zu beseitigen, und am besten ist es außerdem, wenn er zufällig Technifer ist. " llig ausgeforftellungen im Zirkus un im Theater zu unterziehen, wie die Schlitterbahnen, auf denen sich bas heranwachsende Rousin" mindestens eine kleine Feldschmiede mit sich und Bairierfinn in alle Welt ausposaunen zu lassen, man muß üner Weg er irgend einen Aufruf zu sehen, der in volltönenden Rinnstein. Kley Badleft Taße 36. 10rufsgeno 33 orten dazu auffordert, den unglücklichen Spaniern zu Ife zu eilen. Wir können uns das ja leisten, wir reichen Berliner, haben's ja dazu, bei uns darbt Niemand, Alles schwelgt Ueberfluß, und unsterbliches Verdienst würde sich DerAber sauber, Adolf," rief noch heute Morgen ein junger Spreeathener einem Altersgenossen zu, und ehe er es fich verfah, lag er, Beine hoch, mitten im gefrorenen ,, Siehste woll, bet kommt davon," sagte der Andere, und aufmerksame Baffanten wollen noch die Worte- Efel Glatteis Beinbrechen gehört haben. Doch was fümmert das uns, jedenfalls ist ein fleiner Reinfall immer ein Denkzettel, und der Junge wird so Abendige erwerben, der eine neue Kouponscheere erfinden würde leicht nicht wieder aufs Eis gehen. traße Frankfurte agfäulen.) Die Romm Es weht ja eine so laue, milde Frühlingsluft bei uns, ist eine wahre Luft, beschäftigungslos wie im Schlaraffenohl ihm, er giebt fich einfach dem süßen Nichtsthun hin, Jedenfalls bietet sein Gesicht den konträrsten Gegenfaß zu denjenigen aller Eisbahnpächter. Sie find vergnügt, daß der Winter nun doch noch seinen veritablen Einzug und Jede, die sich im Besitz von Schlittschuhen befinden, Wenn nun auch das Schlittschuhlaufen in dieser Beziehung profaischer geworden ist, so entschädigt doch dafür nach jeder Richtung die hohe Zweckmäßigkeit der neueren Einrichtungen. Leider fordert der Eissport alljährlich seine Dpfer. Mit dämonischer Gewalt lockt es den Ungeduldigen hinaus auf die glatte Fläche, und wenn sie auch noch so schwan kend ist und sich unter jebem Tritte biegt, es muß versucht werden. Was helfen alle Ermahnungen, es hat wirklich den Anschein, als ob dieselben nur deshalb abgegeben wer ben, um überhört zu werden. Heute freilich bei dem falten, flaren Wetter ist die Gefahr nicht so groß, wir wollen ammlund, durch die Straßen zu pilgern, wer keine Arbeit hat, gehalten hat. Es giebt wirkliches, richtiges Eis, und Jeder hoffen, daß der heutige Sonntag ein Tag echter, rechter cine Bella Winterfreude sein möge MilAbg. Trimborn: Die Krefelder Seiden- Industrie| hat noch niemals elfäffische Baumwollen garne gebraucht, weder vor dem Bolltarif von 1879, noch nach dem Erlaß des selben. Der Tit. 1 wird darauf bewilligt. Ohne Debatte genehmigt das Haus die Ausgaben für das auptpoftamt zu hamburg. Bei Tit. 1( Tabatssteuer 10 901 110 M.) weift. Abg. von Göler weist auf den Rückgang der Erträge aus der inländischen Tabakssteuer hin. Niemand hat etwas Anberes erwarten können; man fonnte annehmen, daß sie sich noch niedriger stellen würden, da die inländische Produktion in Abnahme begriffen ist. Der Rückgang ist übrigens auf an dere Gründe zurückzuführen, die fich in Petitionen an dieses Haus wiederspiegeln In den Kreisen der Tabaksbauer richten fich die Wünsche dabin, daß das Verhältniß zwischen der Ta batssteuer und dem Tabakszolle in der Weise eine Aenderung erfahre, daß eine Erhöhung des Bolles vorgenommen werde. Allerdings muß mit der Erhöhung des Bolles Hand in hand gehen eine Kontingentirung des Tabaksbaues. Wünschens werth wäre es auch, wenn die peinliche Aufsicht, die bei der Steuerkontrole jest ausgeübt wird, etwas gemildert würde. Staatssekretär v. Burchard: Die verbündeten Regierungen legen ein Gewicht darauf, daß der Tabacksbau florirt, der für die Landwirthschaft eine nügliche und nothwendige Quelle des Einkommens bildet. Es heißt indeffen doch wohl etwas schwarz fehen, wenn man aus der jeßigen Lage des Tabacsbaues auf eine vollständige Vernichtung deffelben schließen wollte. Die Jahre 1882 und 1883 haben ungünstige Ernten ergeben, wenigstens ist der Taback der Qualität nach sehr schlecht gewesen, aber es ist die Hoffnung vorhanden, daß sehr schlecht gewesen, aber es ist die Hoffnung vorhanden, daß berartige abnorme Verhältniffe nicht mehr eintreten. Was die Stellung der verbündeten Regierungen zur Steuerfrage be trifft, so fann ich darüber nichts Näheres sagen. Es ist ja bekannt, daß vor zwei Jahren das Tabacksmonopol bier eingebracht, aber von dem Hause abgelehnt worden ist, bei dem die Regierung die Abficht verfolgte, den Tabacksbauern zu Hilfe zu kommen. Ob in Betreff der Steuerkontrole Erleichterungen vorgenommen werden sollen, muß noch offen bleiben. Wenn betreffs derselben übrigens Beschwerden entstehen, so wäre es besser, dieselben den Landesregierungen zur Kenntniß zu bringen, die in dieser Beziehung alsdann das Thunliche zu veranlaffen im Stande find. Abg. Grad hält eine Revision des Steuergesetzes für nicht zu schwierig und sie ist nöthig geworden, da überall, nicht in Baden allein, Klagen über dieselben laut werden. Am Besten wäre es gewesen, wenn auch in Deutschland das Tabakmonopol eingeführt wäre, bas in Frankreich 300 000 000 Fr. abwitft, in Deutschland also ficher einen gleichen Betrag ers geben hätte, während wir jetzt aus dem Tabat nur 40 000 000 art erzielen. beeinflußt. Diese Aenderungen find leider vielfach unerwartet| und plöglich, ohne Befragen der intereſfirten Geschäftskreise, gekommen. Die handelskammern, speziell auch die Neltesten Der Berliner Kaufmannschaft, führen darüber lebhafte Klage. Hierher gehört auch die von dem Abg. Dr. Möller angeregte Frage des Bolles auf Petroleumfäffer. Ich möchte darauf bei dem feßigen Stande der Sache nicht näher eingehen, muß aber doch konstatiren, daß es nach meiner Freunde und meiner eigenen Auffaffung des§ 2 des Bolltarifgefeßes von 1879 für eine derartige Maßregel an jeder gefeßlichen Grundlage fehlt. Endlich fällt auch die Wirkung des Veredelungsverkehrs finans ziell ins Gewicht. Werden doch jest alljährlich ca. 2 lionen Zentner Roheisen und ca. 6 Millionen Bentner Getreide für den Export verarbeitet. Das ist eine entsprechende Begün ftigung des Auslands. Der Veredlungsverkehr beruht ja auf dem Grundsat, daß das Inland den Boll tragen müsse, und Dieser Zoll deshalb für die Exportwaaren erlaffen werden müffe. Der Abg. Grad behauptet, bei Einführung der Admission temporaire werde ein großer Theil der deutschen Baumwollspinnerefen zum Stillstand kommen. Die Krefelder und Elberfelder Industrie verbraucht heute wie vor 6 Jahren ausländische, nicht elsässische feine Garne. Richtiger als der Veredlungsverkehr, bei welchem stets billig an das Ausland, aber theuer an das Inland verkauft werden soll, würde eine Her abseßung der Garnzölle selbst sein. An die Frage der Admission temporaire Inüpft fich nun noch ein auffälliges Restrirt der königlich preußischen Regierung in Düsseldorf, welches einige Fabrikanten, die nur freien Krankentafen beigetretene Arbeiter beschäftigen wollen, offen mit der Versagung der Admission temporaire bedroht; solches furzsichtiges Verhalten fann in der Garnzollfrage nur das Entgegenkommen der Reichsregierung hindern. Bisher hat man es immer für Aufgabe der Beamten gehalten, die Anträge deutscher Gewerb treibender fachlich zu prüfen und je nach dem Ausfall der Prüfung zu berücksichtigen oder abzulebnen. Es wäre sehr bedauerlich, wenn eine solche pflichtmäßige Berücksichtigung fünftig nur als ein Geschenk behördlichen Wohlwollens gewährt werden sollte. Das ist ein durchaus verwerflicher Standpuntt. Die Düsseldorfer Regierung mag deshalb vom preußischen Ministerium zur Rechenschaft gezogen werden, aber die Reichsregierung kann doch die gegen fie ausgesprochene Verdächtigung nicht unwidersprochen laffen. Die Halbseiden- Industrie, um welche es fich handelt, ernährt Hunberttausende; was geht es alle diese an, ob einzelne Fabri fanten in der Krankenkassenfrage nicht so handeln, wie die Regierung will. Auch der Reichstag ist an der Austragung dieser Sache interesfirt. Liefern doch die Gutachten der lokalen Bes hörden vielfach das Material zur Entscheidung der Reichsregierung und des Bundesrathes. Wird also in dieſer Inſtanz, je nach persönlichem Verhalten in anderen Dingen, Lob und Tadel vertheilt, so verlieren alle aus dieser Quelle fließenden Erwägungen sehr an Gewicht. Freilich ist dieses Vorkommnig nur ein Beichen jenes Systems der Schädigung und Begüns stigung, in welches wir durch einen hoch ausgebildeten Bolltarif und seine Konsequenzen gerathen find; es wäre deshalb wenigftens zu wünschen, daß die Reichsregierung die in bem zitirten Resfript liegende schwere Beleidigung mit der nöthigen Energie zurückweise.( Bravo: links.) Bevollmächtigter zum Bundesrath, Wirklicher Geheimer Rath, Staatssekretär des Reichsschazamtes, v. Burchard: Die Behauptung des Vorredners, die Erträge unseres Zolltarifs, wenn man den Tabatzoll abzöge, seien zurückgegangen, ist unrichtig und beruht auf einer Berkennung der Wirkungen des Zolltarifs. Man muß doch zwischen Finanz- und Schutzzöllen unterscheiden. Die Schußzölle aber sollen in erster Linie die Konkurrenz des Jnlandes begünstigen; ein Steigen der Erträge aus ihnen ist also gar nicht die Absicht gewesen. Die Erträge der Finanzzölle dagegen find stetig gewachsen; und das ist ein Beweis für die zunehmende Leistungsfähigkeit der Bevölkerung. Die Bölle für Materialwaaren und Petroleum brachten im Jahre 1880 im Ganzen 85% Millionen; 1881 brachten fte 98 Millionen, 1882 brachten fte 101 Millionen und 1883 fogar 106 Millionen. Diese Erträge der reinen Finanzzölle find also weit mehr gestiegen, als es der Bevölke rungszunahme entsprechen würde. Dem Wunsche des Vorredners nach amtlicher Publikation der Erträge jeder einzelnen Bollpofition fann wegen der damit verbundenen übermäßigen Arbeitslast nicht entsprochen werden. Das amtliche Waaren= verzeichniß ist eine Interpretation des Gesetzes, welches durch den Bundesrath nur pflichtmäßig und korrekt gehandhabt wor den ist. Von einer Fluth von Aenderungen", die der Vorrebner fonstatirt haben will, tann schon deshalb keine Rede fein, weil jede einzelne Aenderung reiflich und sorgfältig nach Erwägung aller thatsächlichen und technischen Momente von den Regierungen geprüft wird. Die Ausführungen des Vorredners betreffs des Beredelungsverkehrs find von Intereffe, weil er fich als einen Gegner desselben bezeichnete. Er ficht darin eine Schädigung unserer Interessen, während ich das Gegentheil angenommen habe. Wenn er ihn aber als einen Protest gegen die Behauptung bezeichnet, daß das Ausland die Zölle trage, so ist diese Behauptung nicht für jeden Fall und in solcher Allgemeinheit aufgestellt worden. Der Veredelungsverkehr vollzieht fich im Tranfit; eine in Deutschland veredelte Waare ist eine ausländische Waare, an der nur gewiffe Arbeiten im Inlande vorgenommen wurden, und die dann wieder hinausgeht; eine folche Waare mit einem Boll zu belegen, würde allen Prinziplen der Bollgefeßgebung widerstreiten. Darum wird, wenn die Möglichkeit eines Veredelungsverkehrs vorliegt, diese Frage von dem Punkte aus erwogen werden, daß dem Auslande Arbeit zugeführt wird, ohne daß der verarbeitete Gegenstand dem inländischen Konsum anheimfällt. Die Behauptungen des Vorredners hinsichtlich des Restriptes der Königlichen Restamer. gierung zu Düffeldorf endlich find, wie er selbst andeutete, nicht hier, sondern im preußischen Landtage anzubringen. Es handelt sich doch zunächst darum: hat die fönigliche Regierung bei Erlaß dieses Restriptes gefehlt? ist dieser Vorfall zu be mängeln? Das kann aber nicht hier geschehen und die Andeutung, daß die Reichsregierung verdächtigt werde, muß ich vollständig als unsubstanziirt bezeichnen. Die fönigliche Res gierung zu Düffeldorf tann die Reichsregierung garnicht vers dächtigen, denn diese besteht, was die Zulassung des Veredelungsverkehrs betrifft, in dem Bundesrath und in den verbündeten Regierungen, und es tann unter feinen Umständen auch nur in der Abficht der 1. Regierung zu Düffeldorf gelegen haben, auf die Entschließungen der verbündeten Regierungen in dieser oder jener Frage irgendwie zu präjudiziren, nach welcher Richtung bin diefelbe immerhin ausfallen möge. Dazu ist die t. Regierung nicht in der Lage. Aber wenn sie das gethan bat, so ist nicht hier der Drt, daß zu erörtern, sondern im Preußischen Landtag. Abg. Trimborn: Die Konkurrenzfäbigkeit der Krefelder Seidenindustrie gegenüber der franzöfifchen hat außerordentlich gelitten durch die in Frankreich eingeführte Begünstigung, die man daher auch der Krefelder Seidenindustrie hätte gewähren müffen. Jedenfalls verdienen die Petitionen der Krefelder Handelskammer, gerade auch im Intereffe der zahlreichen, in jener Industrie beschäftigten Arbeiter, eingehende Erwägung beim Bundesrath. Abg. Brömel hält seine Behauptung gegenüber dem Staatssekretär aufrecht; es weide fich zur näheren Behandlung der Sache noch Gelegenheit finden bei Gelegenheit der bevor stehenden Bolltarifrevifion. Redner bestreitet insbesondere, daß er ein Gegner des Veredelungsverkehrs set. Abg. Grad weist darauf hin, daß früher die franzöftsche Seiden Industrie mis den elsässischen Garnen ausgekommen fei, und daß die Krefelder Seiden- Industrie wohl dasselbe können werde. Abg. Buhl: Ich gebe dem Abg. v. Göler darin Recht, daß die Kontrolmaßregeln oft als veratorisch empfunden find, und es ist wünschenswerth, daß eine Ermäßigung derselben eintreten möge, zumal die Gefahr der Defraudation nur gering ift. Die Frage einer Erhöhung des Tabakzolles ist an die Bedingung der Kontingentirung des Tabakbaues geknüpft worden. Aber die Kontingentirung wird schwierig durchzuführen sein und böses Blut erregen, wenn viel leicht nach Art der Monopolvorlage jeder Gemeinde vorges schrieben werden soll, wie viel sie in jedem Jahre bauen darf. Ich möchte übrigens an die Vertreter der Regierung noch die Frage richten, ob dieselbe nicht in der Lage ist, auf Grund von§ 20 des Tabaksfteuergeseßes den Steuerkredit in einer solchen Weise zu regeln, daß es auch den Tabacksbauern möglich gemacht wird, ihren Tabal selbst zu fermentiren, ohne Gefahr zu laufen, daß sie unmittelbar nach der Fermentation Den Tabat verfaufen müssen, so daß von einem freien Geschäft nicht mehr die Rede sein fann. Staatssekretär v. Burchard: Dem Wunsche des Herrn Abgeordneten wird jedenfalls bereitwillig entsprochen werden. ember, wo das spielt werden kann. Der jetzige Zustand ist nicht mehr eines Disai ftand der öffentlichen Dronung, sondern der öffentlichttes; o ordnung. Wir werden geradezu jezt von unseren Raerlin. ländern mit einer hohen Steuer belegt, wir find an S Beim Etat Braunschweig, Hamburg geradezu in bohem Maße en Staa pflichtig. Wir können aus diesem Bustand nur herausto Abg. B Staatsanzeige durch eine Vermehrung unserer eigenen Lotterieloose und tückfall in fr hebung des Spielverbotes für auswärtige Lotterieen, das nicht mehr berechtigt ist, da es unbillig ist, Deutsche Look. bei Gele den Reichsstempel tragen, auszuschließen. Wenn die preund zahlreiche Loose vermehrt werden, so werden wir die Konteichstag als mit den übrigen Staaten sehr wohl aushalten nd Mitglieder Abg. Stengel: Im Allgemeinen mit dem Boesen Mangel in Uebereinstimmung, tann ich mich doch nicht mit folde en derartige stimmtheit für das Verbot der Aufhebung des Spielen rieben, for auswärtigen Lotterien aussprechen, da ich die Folgen Beitungsstimm ni übersehen vermag; trogdem erkenne ich an, daß die dafilt Minister gebrachten Momente nicht ohne Bedeutung find. Der viel vom wärtige Bustand ist aber ganz und gar unhaltbar. Die Spiegelbild be nahme, welche einige von unseren Nachbarstaaten aus erartigen Bwe Lotterie haben, find verhältnißmäß foloffale. Eachsen Echo"( beit daraus bei 4 Millionen Einwohnern 5,600,000 V., te Aufgabe, Bte f schweig 1,200,000 M., Hamburg bei 450,000 Einwo Standpunkt de 1,474,000 M. Wenn ich Preußen mit Sachsen vergleiche Widerspruch für das Erstere eine entsprechende Einnahme aus der eit des Verf wollte, so würde sie jährlich über 50 Millionen Mart beachem nicht müssen. Ich bin natürlich weit entfernt, dies zu verla Abg. v. und zu beantragen. Indeffen unsere Einnahme ist gar Bachem über ring. Angesichts unseres Etats fönnen wir aber größen Nachrichten im nahmen sehr wohl brauchen, ja wir müssen fte sogar zu Minister streitung nothwendiger Bedürfnisse haben. Wir thun daher vom Vorre recht, auf die vermehrte Einnahme aus der Lotterie hinzunehler handeln Es ist dies auch eine Steurer, die freiwillig und ge Allen, die daran betheiligt find, getragen wird Staatsregierung wird deshalb gut thun, mehrung der Loose ernsthaft ins ins Auge zu Abg. von Minnigerode( fonservativ) beantra weisung des Etats der Lotterieverwaltung an die tommiffion. Abg. v. G Abg. v. Bache eine Der Abg. Bac 5. Dezember Bollte ich auf hier bald mit Abg. Wi mu Drgan heraus, vuide, und für Organ iſt eing blieben, wie di Geltung bring Minister von Scholz: Ich stimme dem bei, Aufhebung der Lotterie nicht ins Auge zu faffen ist, fann auch nicht bestreiten, daß die Vermehrung der durchaus geeignetes Mittel ist, um dem größten 2 Uebelstände wirklich abzuhelfen. Wenn gleichwohl auf eine Anred rung zu einer Menderung die Initiative nicht ergriffen bin ich sehr ist sollten Sie das nicht irrthümlich beurtheilen. Es ha ben geheimen um eine Maßregel, die nicht bios nach der rechtlid für zweckmäßigen Seite zu beurtheilen ist; hier spielt af Jahr abges babe aber für moralische Urtheil eine große Rolle. Die Regierung amit zu en Ergreifen der Initiative in die Gefahr kommt, be aben müffe, i großen Theil des Volles auf sein moralisches Gefühl ven. Aber ste zu wirken. Abg. Windthorst: Ich bitte den Finanzmini auch seinen Kollegen, den Kultusminister, zu veranlaffen Sch spreche s feits nichts zu thun, was der moralischen Ueberzeugu Voltes nicht entspricht.( Heiterkeit.) Die Lotteriefrage uffein früb wird weniger nach moralischen, wie nach finanziellen Beren Organ zu tedspiel befeit feitung" und igneten Orte. Stellen in un niffen geregelt. Ich meine aber, man muß, sobald Finanzlage irgend gestattet, nicht nur in Breußen, pürde in dem önnen. Der 31 schaffen. Soll die Sache in der Budgetkommission lachrichten zu werden, so muß die Kommission in erster Linie den vo Beife beftimmt nister hervorgehobenen Gesichtspunkt prüfen. Das Lotter ugeben, ist ab führt zum wirthschaftlichen Ruin zahlreicher Eristensen and, daß Leu meisten Finanzminister denken freilich mit Vefpafian nd, den Reid olet", wenn fte nur eine Finanzquelle haben. Wit lesen, die ten Gott, daß wir einen solchen Finanzminister nicht arf diesem of ( Beifall.) 2rtitel beigeber Abg. v. Eynern( nat. lib.): Nachdem der ba horst das Kunststück fertig gebracht hat, den Kulturkampf irfte. Will t der Lotterie in Verbindung zu bringen( Heiterkeit), glaube schluß vom 1 Ich möchte aber darauf aufmerksam machen, daß die Frage, daß der Gegenstand hier erschöpft ist, und bin für Verwell foll fte das welche Sicherheit zu stellen ist für den Kredit, nicht im Kreditreglement des Bundesraths geordnet ist; die Ordnung der felben ist vielmehr den Landesregierungen überlaffen. Ich füge noch hinzu, daß auch jest schon den Tabatspflanzern auf Antrag des Etats an die Kommission. in, fte zu wid Entschiedenste gegen die vom Abg. Stern beantragte Aufbehätigkeit: Abg. Wagner( Osthavelland): Ich will mich nur Bt mich falt. gestattet werden kann, die Gewichtssteuer, falls sie einen höheren Damit würden wir für die auswärtigen Lotterien nur ne gemachte Betrag erreicht, bis zum 15. Oktober des auf das Erntejahr machen. Vorzuziehen ist eine Regelung von Reichs wege folgenden Jahres zu bezahlen, und diese Frist kann nach neueren Beschlüssen des Bundesraths noch weiter hinausgeschoben werden. Also besteht auch jetzt schon für den Tabaksbauer die Möglichkeit, selbst zu fermentiren. Abg. Kopfer bestreitet, daß das Tabatimonopol in Deutschland einen gleichen Ertrag ergeben werde als in Frank reich, da die mit der Einführung des Monopols nothwendig verbundene Steigerung der Tabakspreise auch eine Verminderung des Konsums zur Folge haben werde. Abg. Grad hebt hervor, daß der Konsum an Tabak in Deutschland um 70 Prozent höher ist, als in Frankreich. In Frankreich hat sich der Konsum gesteigert, troßdem eine Ers es auch inden, was d Unterstaatssekretär Meine de erklärt, die Rexelung Bung des i Lotteriespiels gehöre nicht zu den Kompetenzen des Reiche werden Sie Abg. Stern fonstatirt, daß er die Aufhebung beie in ähnliche Abg. Wagner berührten Verbots nicht beantragt habe. deichstages de Abg. v. Benda: Die ethischen Momente der Sie die Agitat werden ja in der Kommisston gründliche Berücksichtiger Zeit der fr den.( Heiterkeit.) Deshalb bin auch ich für fommiffarij die Legislat anten, wenn rathung. Der Etat der Lotterieverwaltung wird fast einstimmeschluß des 1 die Budgetkommission verwiesen. Minifter v höhung der Preise eingetreten ist. Es ist also mit Sicherheit tionsfonds von 93 000 Mart für allgemeinen amtlichen! anzunehmen, daß Deutschland aus dem Tabak denselben Steuerertrag wird erzielen tönnen, wie Frankreich. Der Titel wird genehmigt. Um 54 Uhr vertagt das Haus die weitere Berathung bis Montag 11 Uhr. Auf der Tagesordnung steht noch der heute eingegangene Nachtragsetat. Abgeordnetenhaus. 8. Sigung vom 24. Januar 1885, 11 Ubr. Am Ministertische ductus, v. Scholz, v. ButtEs wird die zweite Berathung des Etats, und zwar zu nächst mit dem Etat der Gestütverwaltungs- Einnahmen fort gesezt. Die bezüglichen Pofitionen werden bewilligt, ebenso der Rest des Etats. Es folgt der Etat der Lotterieverwaltung. Zu Tit. 1 der Einnahmen, welche sich aus dem Lotterie spiel auf 4045 846 M. belaufen, bemerkt Abg. Peters( fons.): Die gänzliche Aufhebung des Lotteriespiels ist zwar vom fittlichen Standpunkt erwünscht; praktisch aber zur Beit bedenklich. Indessen muß man wenigs stens versuchen, dem immer mehr um sich greifenden unreellen Im Etat des Bureaus des Staatsminelen Jahren riums befindet sich der alljährlich geforderte Disp tische 3 mede. ein e laffen fein, alle ac Abg. Stern( Dem.): Die Debatte über diesen Fon abgewiche in frühren Jahren oft eine sehr lebhafte und erregte orrespondenz" ang hat die Nachher war das nicht mehr der Fall, weil die Gegner Bewilligung eingefehen hatten, daß die Mehrheit bafil trauensvotum zu ertheilen beabsichtigte. Inzwischen are Meinung fich die Verhältnisse erheblich geändert. Früber wurdberhoben auf diesem Fonds vorzugsweise die Kosten der Provinzial ihr unentbehrliches Organ bezeichnete. Eines schönen Dinister selbst tages hatte dieses Blait aber zu erscheinen aufgebod teses Blatt g balb, das weiß man nicht. Wahrscheinlich ging Juvenal den Sturz Sejans schildert ed Abg. v. eeignet zu Ku es fam ein Bangs gerade n Capri.( Seiterkeit.) Was wird denn jest aus dieſem usine geeign bo Bustimmung) bestritten? Für die Provinzial- Korrespondenz" trug " 1 Staatsministerium offiziell die politische Verantwortung egner zu verl hat die Regierung doch besondere Mittel für Presswede mehr nöthig. Hält be man irgend einem Blatte daß es aus Regierungsfonds Unterstügung, 10 riskirt Die Zeitungen wollen alfo gar teine Unterstügung besid Gegner ebe Inzwischet ngebracht wo Die Abfti egen dieselbe man nächst Grobheiten eine Infurien die Presse beeifert sich im Gegentheil, der Regierung Rationallil Bwischenhandel mit Lotterieloosen ein Ende zu machen. Die weißes Papier, als sie wünscht, zur Verfügung zu ftellen Schl. Big." bat kürzlich erst einen sehr lebrreichen und infiruttiven Artikel über diesen Bwischenhandel gebracht, aus dem fich ergiebt, daß die Bwischenhändler zum Schaden des Bu Verwaltung fönnte Diesen Zwischenhandel beschränken; sei ed Durch Vermehrung der bie Beitungen honoriren jest offiziöse Nachrichten glanje Abg. v. auch tein C das Blatt f aber nicht fte Buftimm man felbft zelne Blätter zu ernähren, scheint auch gar nicht angeme als je, und Korrespondenten, die zu solchen Quellen Buer" die Au blikums ein sehr lukratives Geschäft machen. Die Lotteries haben, erfreuen sich tolloffaler Einnahmen. Es wird mir vielleicht berichtet, daß man jezt statt der„ Prov. Korr." eine Store Loose, denz an die Landwirthe zum Abbrud für die Kreisblätter fentet; mir selbst sind in verschiedenen Kreisblättern felt gerer Beit gleichlaufende Artikel begegnet, die eine Beltsvertretun aber keine Veredlung des Zones der Prov. Korr." barfietsvertretun Werden hierzu Mittel aus dem obigen Fonds gewährt? Falle der Bejahung würde ich den Antrag stellen, ben außert; wie Eine Antwort vom ringer die B oder aber wenigstens dadurch, daß man ähnlich wie in Sachsen nicht Viertel-, sondern auch Behntelloose ausgiebt; und daß man die Bahl der Kollekteure vermehrt. Die Einnahmen der Kollekteure find gegenwärtig enorm; ein Kollekteur in Stöln bat 40 000 M. Jahreseinnahme aus der Kollekte. Man sollte auch lieber alte verdiente Beamte zu Kolletteuren machen, als Bankiers, unter denen man gegen wärtig hauptsächlich die jüdischen zu bevorzugen scheint. Warum macht man nicht a. B. alte penfionirte Bofisekretäre zu Kol letteuren? Warum befolgt man, zum Schaden des Publikums, auch hier den Grundsay: wer da hat, dem wird gegeben? Die jezigen großen Lotterieagenten erlauben fich Grobheiten gegen das Publikum und betrachten die Ablaffung eines Looses als besondere Gefälligkeit ihrerseits.( Beifall.) Abg. Stern( Demokr.): Auch ich bin der Meinung, daß in der Weise, wie jest gespielt wird, unmöglich fortge von 93 000. zu streichen. " rungstische, an welchem Minister v. Puttlamer anwefend erfolgt nicht.( beiterkeit links.) Die Position wird mit 148 genehmigt. gegen 102 che Dinge g zember hat itte die Stin Stimmt Staatsregi tte Lesung! er der R immen De liberale; vom Zentrum nur der Abgeordnete Wind, dann so Dafür stimmen Konservative und Nati Der Etat der Staatsarchive wird unverändert willigt; ebenso der Etat der General Drdens Ro mission; des Geheimen 8iviltabinets Dber Rechnungstammer; der Prüfun tegierung Kommission für höhere Verwaltungsbean Lin, ge ) at mehr eines Disziplinarbofes; des Kompetenz Ron öffentlichttes; des Gesez Sammlungs. Amts in nferen Raerlin. nd an S Beim Etat des Deutschen Reichs- und PreußiMaße ten Staatsanzeigers" bemerkt herauslom Abg. Bach em: Die Rubrit Beitungsstimmen" im Staatsanzeiger" zeigt im laufenden Jahr einen bedauerlichen eloose und tückfall in frühere üble Gewohnheiten dieses Organs. So erieen, daß B. bei Gelegenheit der Reichstagsabstimmung vom 15. Des utsche Loose ember, wo das Blatt lediglich Entrüstungsstimmen wiedergab n die preußi nd zahlreiche Aeußerungen einfließen ließ, durch welche der Die Kontu teichstag als solcher, insbesondere auch einzelne Fraktionen Bhalten to nd Mitglieder deffelben, beleidigt wurden. Diesen Mißbrauch, dem Bomiesen iefen Mangel an Objektivität, tönnen wir nicht dulden. Wer en derartige Mißbrauche im Staatsanzeiger" noch ferner ge es Spielen rieben, so müſſen wir auf Ausrangirung der Rubrik Folgen Beitungsstimmen" bringen.( Beifall im Zentrum.) die dafür สน Dem bei, Ten ist, ng der ößten wohl bi mit folder eine ni mehr unterscheiden kann, was von der Regierung ist und was nicht. Herr v. Minnigerode fragt, wer der Gemachte bet der gemachten Agitation gewesen sei. Das find Diejenigen, die ftellenweise zu den Ünterschriften direkt gezwungen wurden. ( Lachen rechts.) Wollen Sie das leugnen? Sie wiffen doch, daß in den Büreaus von Eisenbahndirektionen man einfach die Liften ausgelegt und die Leute zu den Unterschriften aufgefor dert hat; auf einer Beche in Bochum hat man fogar zehn Pfenbert hat; auf einer Beche in Bochum hat man sogar zehn Pfennige pro Mann erhoben, das hat ja in allen Blättern gestannige pro Mann erhoben, das hat ja in allen Blättern geftans den. Von einer spontanen Bewegung aus dem Volte heraus den. Von einer spontanen Bewegung aus dem Volte heraus fönnen Sie also doch gar nicht sprechen! Ueber die Bewegung felbft find wir nicht aufgeregt; nichts ist uns gleichgiltiger als fle; nur die Art, wie sie gemacht worden ist, haben wir im Auge. Vom Zentrum wird Niemand in dritter Lesung anders als in zweiter stimmen; es ist nicht unsere Gewohnheit, umzufallen, und gerade die Nationalliberalen sollten gegen und gerade die Nationalliberalen sollten gegen uns nicht solchen Vorwurf erheben. In den unteren Regionen hat man dann natürlich gesucht, Die Sache durch die Stärke der Ausdrücke зи heben. Der Bürgermeister in Hörde hatte eine Versammlung berufen, welche in einer Resolution ihrer tiefen Entrüftung über das schmachvolle Verhalten der aus den heterogensten Elementen zusammengesezten Majorität Ausdruck gab; von nichtswürdiger Gehäfftigkeit und Parteitaktit war ebenfalls darin die Rede. Eine Blumenlese aus sonstigen in der Presse veröffentlichten Eingaben und Adressen ergeben folgende schmeichelhafte Titulaturen: Bifftae Köter( große Heiterkeit), schwaßende Barlamentshelden, Reichsschädlinge( beiterkeit), Eselsohren Eselsohren des deutschen Michels, parlamentarische Seuche, bacillus parlamentarius.( Stürmische Heiterfeit.) Das ist das deutsche Volk, das Herr v. Eynern führt!( Erneute Heiterkeit.) Hätte das Bentrum in den Beiten des heftigften Kulturkampfes nur den zehnten Theil dieser Kraftausdrücke gegen die Majorität dieses Hauses gerichtet, welcher Schrei der Entrüstung wäre durch das Land gegangen, welche Strafanträge von den Staatsanwälten gestellt, welche Urtheile gefällt worden! Und diesmal haben sich Beamte an die Spize der Bewegung ge= stellt und sich ihres Auftretens nicht geschämt. Das ist die Gerechtigkeit in Preußen!( Lebhafter Beifall im Zentrum.) Minister v. Putttamer: Der Vorredner verlangt doch d. Der viel vom„ Staatsanzeiger", wenn er darin ein objektives bar. Die Spiegelbild der gesammten Tagespreffe wiederfinden will. Zu taaten aus erartigen Bw: den giebt es Privatunternehmungen, z. B. das Eachfen Echo"( Heiterfeit.) Der Staatsanzeiger" bat natürlich nur 00 M., Bie Aufgabe, solche Beitungsstimmen wiederzugeben, die den 00 Einwo Standpunkt der Regierung im Großen und Ganzen vertreten. a vergleich Widerspruch im Bentrum.) Den Beweis der Unangemessen aus der eit des Verfahrens des„ Staatsanzeigers" hat der Abg. Mart beachem nicht erbracht.( Beifall rechts, Bischen im Zentrum.) 8 zu verla Abg. v. Stablewski( Bole) beklagt sich wie der Abg. me ift gar Bachem über entstellende und tendenziöse Wiedergabe von ber größen Nachrichten im Staatsanzeiger". Le fogar u Minister v. Butt tamer giebt zu, daß es fich in einem ir thun der vom Vorredner angeführten Fälle um einen Uebersetzungsterie hinzunehler handeln tönne. und ge Abg. v. Eynern( nat.- lib.): Auf die Provokation des en wird bg. v. Bachem zu schweigen, wäre Unrecht und Feigheit. Der Abg. Bachem hat Brefftimmen über die Beschlüsse des 5. Dezember als dummbreist, perfide u. f. m. bezeichnet. beantra Bollte ich auf diesen Ton eingehen, dann müßten wir uns Die hier bald mit Revolver bewaffnen."( Heiterkeit. Sehr gut!) ( Seiterkeit. Sehr gut!) Abg. Windthorst: Füber gab die Regierung ein Organ heraus, welches von ihr offiziell oder offizios anerkannt purde, und für das fte die Verantwortung übernahm. Dieses Organ ist eingegangen, und wir sind im Dunkeln darüber geblieben, wie die Regierung jetzt ihre Ansicht in der Presse zur Geltung bringt. Dadurch, daß der Minister von Buttkamer ergriffen bin ich sehr ins Gedränge gekommen, ob ich mein Volum für auf eine Anregung des Abg. Stern eine Antwort nicht gegeben, ben geheimen Fonds aufrecht erhalten kann, wie ich es Jahr Spielt a für Jahr abgegeben, so lange v. Buttkamer Minister ist. Ich ierung mabe aber für die Pofition auch dieses Mal gestimmt, weil ich ffle nidamit zu erkennen geben will, daß die Regierung Gelegenheit haben müffe, ihre Ansicht in der Breffe zur Geltung zu brin Gefühlen. Aber ste muß das thun in geeigneter Weise und am ge igneten Orte. Ich glaube, daß dies von ihr jest an zwei Stellen in ungeeignetster Weise geschieht: einmal in einer teihe von Kreisblättern und dann im Staats- Anzeiger". Sch spreche zunächst die Hoffnung aus, daß der Minister eberzeuguf fein früheres Verfahren zurückgeht, in einem befonteriefrage anziellen Beren Organ zu sagen, was die Regierung denkt, und das Veredspiel beseitigt, ihre Inferate in der Norddeutschen foeitung" und in den Kreisblättern uns vorzuseßen. Ich pürde in dem legteren Falle das Geld nicht wieder bewilligen önnen. Der Staatsanzeiger" hat die Bestimmung, offizielle mmission Rachrichten zu geben, und ist für alle Unterthanen in gleicher ie den vo Weise bestimmt. Einem solchen Blatt derartige Pacete mit Das Lotter ugeben, ist absolut unzulässig. Es ist ein unerträglicher Bu Eristenzen and, daß Leute, die durch ihre Geschäfte u. Dergl. veranlaßt ben. Wir ben Reichsanzeiger" zu halten, gezwungen find, Dinge nd, her nicht lesen, die beleidigend, beschimpfend find. Der Minister ster nicht arf diesem offiziellen neutralen Blatte ebensowenig solche 20rtifel beigeben, wie er fie etwa Ministerialrestripten beifügen Es han rechtlid mmt, bel anzmini eranlaffen Sobald Freußen, rie gänzli Der Mba g Minister Maybach: Der Abg. v. Schorlemer hat u. A. auch ausdrücklich eine Eisenbahndirektion erwähnt, in deren Bezirk Unterschriften gesammelt worden sind. Ausdrücklich wird aber bestritten, daß auf die Beamten bei der Unterzeich nung irgend ein Druck ausgeübt worden sei.( Gelächter im Bentrum.) Ich stehe indessen nicht an zu erklären, daß ich diefes Auflegen von Adressen in Bureaus nicht billige( Lebhafter Beifa links), und darin habe ich auch die Zustimmung der sämmtlichen Herren Kollegen für ihre Refforts. " verordnete Ewald hat zur Wahrnehmung dieses Termins freies Geleit erhalten. Den Vorfiz des Schöffengerichts führte Amtsrichter Dr. Koffla, die Vertheidigung des Angeklagten ist in den Händen des Rechtsanwalts Stadt hagen, die drei Privattläger werden von den Rechtsanwälten Freudenthal und Dr. Friedmann vertreten. Inkriminirt ist ein Leitartikel in Nr. 110 des Volksfreund" vom 22. Mat 1884 unter der Ueberschrift ,, Das finkende Schiff". Es wird in demselben gesagt, daß die Kläger nur von der Opposition und Agitation leben, durch die Revolution noch eine große Karriere zu machen hoffen, daß es ihnen sehr gleichgiltig ist, ob die Arbeiter einen höheren oder niedrigeren Lohn bekommen und daß sie selbst von der Agitation und den Groschen der Arbeiter leben." Von den drei Herren, welche die Widerklage erhoben haben, ist nur noch der Schriftseßer Schmitt als ehe maliger Mitredakteur des Vollsfreund" zur Stelle, während der Verleger Krause fehlt. Der Angeklagte Johannes Berndt bestreitet, fich der Beleidigung schuldig ge macht zu haben und erklärt, daß er sich zu jenen Aeußerungen für berechtigt glaube. Die drei Privat tläger seien der Lohnbewegung der Tischler störend ent gegengetreten und haben danach gestrebt, speziell in dem Fach verein der Tischler die Politik und die Intereffen der Sozial demokratie zur Geltung zu bringen. Im Uebrigen beweise bas bekannte agitatorische Auftreten der drei Privatkläger, die fich für ihre Vorträge in den Fachvereinen hätten bezahlen laffen, die Wahrheit der Bemerkungen des Artikels. Speziell habe Herr Ewald auf Grund eines unrechtmäßig zu Stande gelommenen Beschlusses des Fachvereins der Vergolder 1000 M. zur Begründung eines Blattes erhalten und die Beugenver nehmung werde beweisen, daß die drei Herren die Agita tion geschäftsmäßig und lediglich zu dem 8mede bes treiben, um Geld zu verdienen, daß fie eben das Agitatorenthum professionsmäßig treiben und einen Partei- Terrorismus ausüben. Partei- Terrorismus ausüben. Es stehe fest, daß die drei Herren sich für ihre politisch- agitatorischen Vorträge in den Fachvereinen Honorar haben bezahlen lassen.- Stadto. Ewald bestreitet lezteres und behauptet, daß er sich nur seine Auslagen habe zurückerstatten lassen, ebenso Stadtv. Görcki, während Stadto. Tupauer erklärt, daß er niemals Honorar oder Auslagen für seine Vorträge in den Fachvereinen erhalten habe. Stadtv. Ewald giebt zu, daß er mehrfach Gegenstände der Wirthschaftspolitik in den Fachvereinen besprochen habe, Stadtv. Görcki weift darauf hin, daß der statutenmäßige Zweck der Fachvereine im Allgemeinen Wahrung der Interessen ihrer Mitglieder" sei und die sämmtlichen Versammlungen sorgfältig polizeilich überwacht worden feien. Stadtv. Tugauer betont, daß in seinem Fachvereine ( der Tischler) das Statut das Hineinziehen von Politik ver biete und dieses Verbot auch nicht überschritten worden set. Soweit die Privatklage der drei Herren. Was die Widerklage betrifft, so geht dieselbe dabin: Stadtv. Görcki soll am 5. Aug. in einer Versammlung in Gratweils Bierballen gesagt haben, die Redakteure und Verleger des ,, Volksfreund" feien unehrlich und schamlos; dem Stadio. Tugauer wird der Ausdruck vor geworfen, daß die Redakteure des ,, Volksfreund" grüne Jungen feien, die zum Schulmeister zu dumm und zum arbeiten zu faul feien und Stadto. Ewald soll gesagt haben, daß der Boltèfreund" Bauernfang betreibe. Zur Beweisaufs nahme beantragt Rechtsanw. Stadthagen zunächst die Ver nehmung der Herren Hofprediger Stöcker und Dr. Jobst barüber, daß die Herren Ewald und Tugauer mit ihnen in Verbindung getreten feien um unter Umständen für die christ lich- soziale refp. die konservative Partei einzutreten. Eventuell wird auf das Beugniß des Chefredakteurs Dr. Phillips darüber refurrirt, daß Herr Görcki Anknüpfungen gesucht habe, um event. für die fortschrittliche Volkszeitung" Artike zu schreiben. Alle drei Privatkläger bestreiten dies auf's Ent schiedenste. Stadtverordn. Ewald erklärt, daß er nie mit Herrn Stöcker unterhandelt habe, ebenso weist Stadtv. Tußauer zurück, daß er sich bereit erklärt habe, bei der vorjährigen ReichstagsStichwahl für die Konservativen zu wirken; er giebt nur zu, daß allerdings von konservativer Seite versucht wurde, nach dieser Richtung hin auf ihn einzuwirken. Auf die Behauptung des Rechtsanwalt Freudenthal, daß Herr Brand allen möglichen Parteien angehört habe, erwidert dieser, daß er stets nur Staatssozialist gewesen set, allerdings eine Beitlang den Vorsit im fortschrittlichen Arbeiterverein geführt habe, dann aber ausgeschieden sei, als die fortschrittlichen Tendenzen zu sehr die, Oberhand gewannen. Der erste Beuge, Hofprediger Stöder erklärt, daß er Herrn Ewald heute zum ersten Male sehe. Es sei ihm nicht bekannt, daß mit Herrn Ewald im Jahre 1881 Verhandlungen behufs dessen Eintritt in die christlich- soziale fedenfalls nicht geschehen, er habe auch nie gehört, daß Partei gepflogen worden seien. In seinem Auftrage sei dies Dies von einem anderen Barteimitgliede unternom men worden fet und mit dieser direkten Tendenz und noch weniger unter bestimmten Anerbietungen sei es sicher nicht geschehen. Viele ehemalige Freunde des Herrn Ewald feien inzwischen Mitglieder der christlich- sozialen Bartei geworden und da sei es schon möglich, daß Dieser und Jener dieses oder jenes über Herrn Ewald gesprochen haben mag. Auf Befragen des Vorfizenden erklärt Hofprediger Stöder, daß ihm auch von einer etwaigen indirekten Annäherung Ewalds an die christlich soziale Bartet oder vice versa nichts belannt sei. bekannt sei. Beuge Dr. Jobst bekundet, daß er allerdings bei der Stichwahl im zweiten Wahlkreise mit Herrn Tupauer über die Stellung der Sozialdemokraten gesprochen habe. Dieses Gespräch fet aber nur eine private Unterhaltung ge wesen und Herr Tupauer habe direkt erklärt, daß er nur als Privatperson spreche, er habe aber auch betont, daß ein Bus sammengehen der Konservativen mit den Sozialdemo fraten bei der Stichwahl nur auf dem Boden möglich sei, daß die Konservativen hier ihren Kandi baten opfern und den der Sozialdemokraten unterstüßen. Schriftsteller Gustav Meyer, als ehemaliger Feuilleton- Redak teur des Volksfreund", erklärt, über die politische Vergangenheit des Angeklagten Berndt Positives nicht sagen zu können. Er wiffe, daß derselbe allerdings Vorsitzender des fortschrittlichen Arbeitervereins gewesen sei, aber schon damals wegen feiner sozialistischen Stellung Unzufriedenheit erregt habe. Was die Parteistellung des Volksfrrund" betrifft, so fönne er auch über diese um so weniger etwas Bestimmtes sagen, als heute die sozialen Nuancen so vielfach in einander laufen, daß man oft nicht mehr unterscheiden könne, was sozialdemokratisch und was sosialkonservativ ist. Nach seiner Auffassung sei die Hal tung des Blattes staatssozialistisch und arbeiterfreundlich ge wesen, das Blatt sei aber nicht als bestellte Arbeit" zu betrach ten gewesen, sondern habe vielfach auch seine eigene, mit derjenigen ber Konservativen nicht übereinstimmende Ansicht vertreten. Angefl. Berndt giebt zu, daß er fegt Rebatteur der offiziösen Berliner politischen Nachrichten" sei. Die Aussagen mehrerer als Belastungszeugen vernommener Arbeiter und Vertreter einzelner Fachvereine find ohne Belang. Vergolder Kulbars deponirt, daß in der fraglichen Versammlung des Fachvereins der Vergolder, die durchaus ordnungsmäßig abgehalten worden und unter Aufsicht eines Vertreters der Polizei getagt habe, nur beschloffen worden sei, Herrn Ewald 1000 M. zu leihen, wobei der Zweck der Gründung einer Beitung nicht so direkt ausgesprochen gewesen set. Diese BeAbg. Ridert: Dem Protest der Abgg. Bachem und Windt horft gegen das Verfahren der offiziellen und offiziösen Presse kann ich mich nur anschließen. Ich halte es nicht für würdig, daß ein Regierungsorgan von der Majorität der Volksvertretung in einem so gehässigen Tone spricht und förmlich bemüht ist, das Schlechteste aus der Preffe herauszugreifen, was gegen das Barlament gefagt ist. Es wundert mich nur, daß der Staatsanzeiger" nicht auch dem schönen Ehrentitel, den Herr v. Schorlemer hier verlesen hat, bissige Köter 2c." gegen die Majorität einen Ehrenplay in feinen Spalten eingeräumt hat. Die Behauptung also, die Voltsbewegung habe die Freifinnigen zu anderen Boten veranlaßt, ist eine gänzlich haltiose. Handelte es sich denn um die Verweigerung der nothwendigsten Kredite? Keineswegs! Die Frage ist einfach die: ob gewiffe Geschäfte im Auswärtigen Amt besorgt werden werden sollen durch einen definitio angestellten etatsmäßigen Beamten Beamten oder durch ifskräfte, für welche der Etat die Mittel bietet. Es ist eine gänzliche Entstellung der Thatsachen, wenn man die draußen Stehenden überreden möchte, daß es sich um eine Verweigerung der nothwendigsten möchte, daß es sich um eine Verweigerung der nothwendigsten Mittel handelt.( Widerspruch und sehr richtig.) Der Reichsfanzler selbst hat erklärt, daß er die Hilfskräfte annehmen fanzler selbst hat erklärt, daß er die Hilfskräfte annehmen werde, wiederholt ist unter anstandsloser Genehmigung des Reichstages fogar der Fonds für diese Zwecke überschritten. Viele im Volt, welche die Entrüftung mitgemacht haben, würden sich darüber wundern, wenn fie sehen möchten, daß man in Deutschland über die große Frage spektakelte, ob ein etatsmäßiger Beamter oder provisorisch ein Hilfsarbeiter.( Sehr richtig! links.) Dagegen, daß die Regierung im Staatsan zeiger" ihre Meinung sagt, habe ich nichts, aber man muß doch von der Volksvertretung mit einem gewiffen Respekt sprechen und nicht die bösesten bösesten Dinge über ste aus den Beitungen heraussuchen.( Redner geht auf die Deauf die De pesche aus Paris vom 15. Dezember ein und weist nach, daß die Dinge gar nicht so gewesen sein tönnen.) Jch ragenden Aufgaben zu denken, als an solche fleinen Dinge, möchte rathen, mehr an die großen, in die Butunft hineinmit welchen mancher vielleicht im Augenblick Parteigeschäfte zu machen glaubt. Die Zeiten sind zu ernst, um sich darüber aufzuregen, ob ein etatsmäßiger Direktor oder ein Hilfsarbeiter. Der Minister wird es zu veranworten haben, wenn in so gehässiger Weise durch die offiziellen Organe der Parteikampf geschürt wird. Im Interesse des Staates liegt es, wenn die Thatsachen richtig und objektiv dargestellt werden.( Lebhafter Beifall links und im Zentrum.) Kulturkampf irfte. Will die Regierung amtlich sagen, daß der Reichstags n für Verwe foll sie das unterschreiben, und wir werden in der Lage ill mich nur Bt mich talt. Der Reichstag wird ja roch Gelegenheit haben, tragte Aufbe Thätigkeit dieses Herrn und seines Leiborganes, der„ Köl otterien een Beitung", zu besprechen. Die ganze Agitation war erien nur ne gemachte Geschichte!( Heiterkeit, Widerspruch) und ste Reichs wege es auch heute noch. in, fie zu widerlegen. Was Abg. von Ennern gesagt hat, Wenn Sie durch Aufs Die Rexelung Bung des Volkes auf die Beschlüsse einzuwirken suchen, n des Reiche werden Sie vielleicht einmal in den Fall kommen, zu ems bel inden, was das heißt; denn es stehen Massen genug bereit, fhebung die in ähnlicher Weise auf unsere Beschlüsse und die des ragt habe. deichstages demnächst einzuwirken entschloffen find. Indem mente der Sie die Agitation billigen, billigen Sie Vorgänge, wie fte rücksichtigunir Beit der französischen Revolution stattfanden, wo das Volk tommiffarij die Legislative eindrang. Sie sollten es uns deswegen anten, wenn wir gegenüber dem Geschrei festhalten an dem Faft einftimefchluß des 15. Dezember.( Beifall im Zentrum.) aatsmini Derte Dis Gemeine er diesen Fon Derregte gee Minister v. Putttamer: Der Staatsanzeiger" ist seit elen Jahren dasjenige Organ der Regierung, welches mit namtlichen Anzeigen die Vertretung der politischen Interjen der Regierung kombinirt. Von diesem Verhältniß wird cht abgewichen werden, und ich lehne den Anspruch ab, daß e Regierung an Stelle der eingegangenen Brovinsial orrespondena" ein anderes Blatt gründen solle. Die Regie ang hat die ,, Provinzial- Korrespondenz" auch aus dem Grunde ngehen laffen, weil sie es nicht für nüßlich hielt, gezwungen fein, alle acht Tage über irgend welche politischen Fragen re Meinung zu sagen. Um dieser unbequemen Situation Die Gegner brbeit ba Leichzeitig ein wischen aber b über wurdberhoben zu sein, hat fie das ganz spontan gethan. Provinzial wiederholt aufgebor Abg. v. Minnigerode: Daß Versehen bei der Redaktion des Reichsanzeigers" vorgekommen find, hat der " schönen Dinister selbst allgemein anerkannt, allgemein aber halten wir teses Blatt gerade wegen seiner großen Publizität für sehr ging es eeignet zu Kundgebungen. Im Reichsanzeiger" sollte alleram ein Bngs gerade mit Rücksicht auf den weiten Leserkreis auch jeder eit die geeignete Form für die Darstellung gefunden werden yo Zustimmung); den weitesten Raum aber für Aussprüche der Gegner ebenso? aus diesem m" trug ir Pressmede em Blatte ftügung be ne Snjuringebracht worden. " Minister v. Butttamer: Die mir aus der Seele ge sprochenen Ermahnungen des Vorredners sollte er doch in höchstem Maße an seine eigene Partei richten, die an Verunglimpfung alles deffen, was nicht in ihrem Kielwaffer glimpfung alles deffen, was nicht in ihrem Kielwasser egelt, das Stärkste geleistet hat.( Stürmische Zustimmung rechts.) Abg. Graf( Elberfeld): Wenn der in der Preffe eingeriffene Ton auch von den Rednern des Zentrums bedauert wird, so bitte ich Sie, bet Ihren Drganen mit der Besserung den Anfang zu machen.( Ruf im Zentrum: Namen!) ,, Westf. Volksz." ( Ruf im Zentrum: Vorlesen!) Ich habe die Beitung nicht bei mir, Sie können das nicht verlangen, von Ihnen könnte man eher erwarten, daß Sie Ihre Leiborgane stets auf dem Herzen tragen,( beiterfeit.) Das Anerkenntniß ist mir von Anhän gern der freifinnigen Partei selbst unter vier Augen selbst unter vier Augen Direkt gemacht worden, daß die Abstimmung als Ungeschicklichkeit der der Partei empfunden wurde. Die durchaus eine spontane, und nament lich die Jugend hat sich gegen die Beschlüsse empört. ( Rufe im Bentrum: Die unreife! peiterkeit.) Nein, nicht die unreife, sondern gerade die intelligente heranwachsende Jugend hat uns zugestimmt. Wir haben die Bewegung nicht fünstlich hervorgerufen, wir sind ihr nur nicht entgegengetreten. ntwortung egner zu verlangen, geht entschieden zu weit. Machen es denn Bewegung ist Inzwischen ist ein Vertagungsantrag vom Abg. Uhlendorf Die Abstimmung über die Vertagung bleibt zweifelhaft. egen dieselbe stimmen beide Parteien der Rechten, ein Theil Nationalliberalen und einige Mitglieder des Zentrums. wird daher in der Berathung fortgefahren. crftigung be Regierung ftellen. ng zu nicht angem Stichten glan Es wird mit Abg. v. Schorlemer- Alst: Wenn der Reichsanauch kein Spiegelbild der jeweiligen Lage geben. Gewiß I das Blatt den Standpunkt der Regierung vertreten, es cf aber nichts unwahres und Beleidigendes vorbringen.( Lebs eine Quellen Br die Aussprüche der Gegner nicht berücksichtigt, so tann Anzeigers" genehmigt, desgleichen die Ausgaben für Zwede T." eine Storrel te Kreisblätter ie eine Verfüg isblättern feite Bustimmung links.) Wenn wir nicht in einer Beit lebten, . Korr." barfietsvertretung feine besondere Meinung begt, dann würden abs gewährt ftellen, Den For twort vom Re e und Station rdnete Windb man selbst auf liberaler Seite über Werth und Würde der che Dinge ganz unmöglich sein. Bu dem Beschluß vom 15. ember hat sich doch nur ein Theil der deutschen Nation außert; wie ja im Allgemeinen je stärker das Geschret, desto ringer die Bahl derjenigen ist, die es ausstoßen.( heiterkeit.) itte Lesung) Wenn die Regierung ihre Meinung äußern Die Disluffton wird geschlossen und nach einer langen Reihe von persönlichen Bemerkungen der Etats des Staatsder Landesvermessung. Um 3½ Uhr wird die Fortsetzung der Etatsberathung auf Dienstag 11 Uhr vertagt. Gerichts- Zeitung. Eine umfangreiche Privatflage der Herren Stadtver ordneter Ferdinand Ewald, Stadtverordneter Franz Tugauer und Stadtverordneter Frig Gördi gegen den ehemaligen Res dakteur des früher hier erscheinenden Volksfreund", " " amer anmejitte die Stimme der Nation gesprochen, so war es die Pflicht Johannes Berndt, beschäftigte gestern die 98. Abtheis willigung habe nach Ansicht der Generalversammlung, welche unverändert en 102 Slim Staatsregierung, den Reichstag aufzulösen.( Ruf rechts: lung des hiesigen Schöffengerichts mehrere Stunden hindurch maßgebend sei, den Statuten nicht widersprochen. Drbens Tabinets: tungsbeam #t wenn er der Reichs- Anzeiger" die Qualität eines Journals offiziellen Allüren befitt beftzt und fich dann die immen der erwähnten Drgane aneignet, dann muß und gestaltete fich zu einer cause célèbre, da der Angeklagte und mehrere frühere Redakteure des Vollsfreund" die Wieder flage erhoben batten und der Angeklagte den Beweis der Wahrheit durch Aufbietung von ca. 20 Beugen, unter denen fich auch der Hofprediger Stöcker befindet, anzutreten versucht. Die r Prüfutegierung die Verantwortung dafür tragen, weil man nicht drei Privatkläger find persönlich zur Stelle, auch der Stadti Andere Beugen, wie Tischler Mietsch, Restaurateur Boppe, Arb. Gutheit, Tischler Bennewiß, Schloffer Kluge, Sattler Giese u. Gürtl. Ball müller stimmen darin überein, daß die drei Privatkläger in den Fach vereinen politische Vorträge nicht gehalten hoben, wenn sie auch manchmal wirthschaftlicher Fragen, wie die Zwangsinnungen, den Normalarbeitstag 2c. streiften. Honorare für die Vorträge in den Fachvereinen seien nicht gezahlt worden, vielmehr haben die Herren Ewald und Gördi nur tleine Beiträge von 1 Mr. bis 5 Mt. erhalten als Fuhrentschädigung und Verläumniß Toften. Bezüglich des Herrn Tugauer erklärt der Angeklagte ausdrücklich er etlenne an, daß derselbe für seine Vorträge in Den Fachvereinen nie etwas bezogen habe. Die für die Wieder flage benannten Zeugen Tischler Kinzel, Tischler Knothe, Gürtler Kieug wissen nichts darüber, daß die drei Privat Häger störend in die gewerkschaftliche Bewegung eingegriffen hätten und daß namentlich der Brivatfläger Tupauer dem Anschlusse des Fachvereins der Berliner Tischler an den Verband deutscher Tischler und Schreiner sich entgegen gesezt habe. Gürtler Kreuz giebt zu, daß er seinerseits in den Fachvereinen die Privatansicht vertiefen habe, daß Sachen, wie Normalarbeitstag, 3wangsinnungen 2c., zur Distusfion der Fachvereine gehöre. Er babe den Volksfreund" stets für ein nichtarbeiterfreundliches Organ gehalten und müffe befunden, daß der Verleger Krause sowohl, wie der Schriftfeßer Dolinski 1. 3. ihn selbst, wie auch die Herren Ewald, Gördi, Tupauer und Singer zur Mitarbeit bei dem Volksfreund" aufgefordert haben, aber damit abgewiesen worden seien. Ueber die behaupteten beschimpfenden Kritiken der Privatkläger über den Volksfreund" und seine Mitarbeiter wissen die Be laftungszeugen nichts zu befunden. Es wurde zwar bestätigt, daß in einzelnen Verhandlungen der Volksfreund" als Reptil, Echandblatt, Bauernfänger 2c. bezeichnet worden ist, doch wußte Niemand, wer diese Aeußerungen gebraucht hat. Der Berichterstatter Maitry bekannte sich als den Gewähremann, auf deffen Mittheilungen aus den Versammlungen hin, der Angeklagte zu feinen Kritiken über das Verhalten der Privat tläger in den Fachvereinen gekommen sei. Er muß aber zugeben, daß er selbst aus einzelnen Thaisachen nur Schlußfolgerungen gezogen habe. Die Widerklage gegen Tugauer wurde von dem Angeklagten zurückgezogen. Die Rechtsanwälte Freudenthal und Dr. Friedmann hielten den Wahrheitsbeweis für vollständig mißlungen und beantragten die entsprechende Bestrafung des Angeklagten. Rechtsanwalt Dr. Friedmann mies namentlich darauf hin, daß die Ehre der drei Privatfläger, die in der wehrlosesten Stellung der Welt angegriffen, besonders schwer verlegt sei, da eben die Ehre derselben darin bestehe, die Interessen der Arbeiter nicht um schnöden Geldes willen zu vertreten.- Redtsanwalt Stadthagen beantragte aus formalen und juristischen Gründen Freis Die Freis sprechung des Angeklagten. Die drei Privatkläger ers tlärten fich durch den Gang der Verhandlung für sehr befriedigt und betonen, daß fie in ihrer besonderen Ver trauensstellung in der Arbeiterschaft und als Mitglieder der Stadtverordneten- Versammlung sich verpflichtet fühlten sich in diefer Weise gegen die systematischen Verdächtigungen des Volksfreunds" zu wahren. Der Gerichtshof erfannie um Uhr Nachmittags dahin, daß der Angeklagte der Beleidigung den 3 Privatkläger schuldig und deshalb zu 100 Mart Geld buße event. 10 Tage Gefängniß zu verurtheilen sei. Auf die Wiederklage wurden die Angeklagten Ewald und Gördi freis gesprochen, Stadtv. Tupauer dagegen wegen Beleidigung des Angeklagten Berndt zu 50 Mait Geldbuße verurtheilt. Wie uns nachträglich mitgetheilt wird, beruht die Verurtheilung Tupauer's auf einem Jittbum, die Verurtheilung sollte, mie der Richter zugab, Herrn Gördi treffen. Aus Versehen ist nun Herr Tugauer verurtheilt worden und bleibt demselben menn er, wie anzunehmen ist, die Strafe nicht zahlen will nur die Berufung übrig. Die Verhandlungen wurden man annimmt auf Veranlassung des königl. Polizeipräft biums stenographisch aufgenommen. wie Wegen Beleidigung der Berliner Schuhmannschaft Bekanntmachung. Am 15. Januar d. J. ist vom biefigen Bezitteausschuß bas Statut der Drtstranten taffe der Möbelpolicer zu Berlin genebmigt worden. Mitglieder dieser Kaffe find Kraft des Gesetzes vom Tage des Eintritts in die Beschäftigung alle im Gewerbebetriebe der Möbelpolirer innerhalb des Gemeindebezirls von Berlin von Arbeitgebern in ihren Betriebsstätten gegen Gehalt oder Lohn beschäftigten Personen, deren Beschäftigung weder ihrer Natur nach eine vorübergehende, noch durch den Arbeitsvertrag im Voraus auf einen Beitraum von weniger als einer Woche beschränkt ist, mit Ausnahme: 1) der Betriebsbeamten, deren Arbeitsverdienst an Gehalt oder Lohn 6% Mark für den Arbeitstag übersteigt; 2) der Mitglieder einer Fabrik( Betriebs). Krantaffe, einer Bau- Krankenkasse, einer dem§ 73 bes Krankenversicherungs Gesetzes entsprechenden Jnnungs- Krantentaffe, einer auf Grund des Gefeßes vom 7. April 1876 oder auf Grund landesrechtlicher Vorschriften errichteten, den Anforderungen des§75 des Krankenversicherungsgefeßes genügenden frein Hilfskaffe. Als Gehalt oder Lohn gelten auch Tantièmen und Na hatte fich am Freitag der Gelbgießer Robert Hersfeld vor der 89. Abtheilung des Schöffengerichts zu verantworten. Intris mirit war eine Aeußerung, die der Angeklagte gelegentlich einer Rede, die er in einer Volksversammlung gehalten, hatte fallen laffen. Er beleuchtete, wie die„ Steb.- Btg." schreibt, die Stellurg der Berliner Schugleute und führte aus, daß die Verordnung, welche ihnen die Annahme von Vizewirthstellen verbietet, vielfach umgangen werde, indem einfach die Frauen der Schußleute die Kontratte unterschreiben. Man weiß ja, wie's gemacht wird", hatte der Redner noch hinzugefügt. Diese Bemerkungen zogen ihm obige Anklage zu, da das Polizei Präsidium seine Bestrafung beantragte. Der Staatsanwalt erblickte in den intiminirten Aeußerungen sogar eine Aufreizung und beantragte eine Gefängnisstrafe von 14 Tagen, der Gerichtshof nahm aber auf die bisherige Unbescholtenheit des Angeklagten Rücksicht, indem er nur auf eine Geldstrafe in Höhe von 80 M., event. 8 Tage Gefängniß erkannte. Vereine und Versammlungen. Aufruf an die Schuhmacher Berlins. Kollegen! Ge noffen! Die Beit und die Verhältniffe drängen uns, an Euch Kollegen, die ernste und dringende Mahnung zu richten, der großen Sache zu der bevorstehenden Lohnbewegung treu zu bleiben und fest zu derselben zu halten. Be denkt, daß Ihr den Kern der heutigen Bewegung bildet, daß diese feinen Stillstand erleiden darf, sondern wir müssen auf der Bahn, die wir beschritten haben, weiter und immer weiter fortschreiten. Darum auf auch Ihr Kollegen, die Jbr weiter fortschreiten. Darum auf auch Ihr Kollegen, die Ihr noch in befferen Arbeitsverhältnissen steht, es ist Eure Pflicht als Kollegen, den schlechter Gestellten zu belfen. Deshalb: Vereint Euch Alle mit uns, fämpft mit uns für unsere gerechte Sache, dann werden wir auch den Sieg davon tragen. Darum auf, Kollegen, erscheint in der nächsten Versammlung, Montag, den 26. Jan. Rich. Baginski führt über ein sehr wichtiges Thema das Referat. Siehe Inserat. " Der Vorstand und die Fach- Kommission des FachVereins der Metallarbeiter in Gas-, Wasser und Dampfarmaturen übersendet uns folgendes Schreiben: Geehrte Redaktion! Auf die durch Herrn B. Joseph in der Nr. 16 des Berliner Volksblatts" ergangene Appellation an die öffentliche Meinung, haben Unterzeichnete zu erwidern, daß leider Herr Hoseph bei der Motivirung seiner Maßnahmen in seinem Schreiben, zu welcher er die für ihn böchst nothwendige Ausnußung der von ihm gemietheten Dampflraft anführte, anzugeben vergessen hat, daß den die Dampftraft benußenden Afford- Abzug gemacht wird. Durch diesen Abzug aber bezahlen die Dreher nicht nur die zum Betriebe ihrer Bänke erforderliche Dampfkraft, sondern halten damit zugleich Herin Joseph für die zum Betriebe der von ihm eingeführten Revolverbänke schadlos. Durch die Einführung dieser Werkzeugmaschinen ist leider eine Schleuderkonkurrenz in unserem Fache hervorgerufen, die eine solide Ausführung der Arbeiten unmöglich macht. Da nun die von uns verfertigten Artikel nicht Konsumartikel find, welche von Jedermann gebraucht werden, wäre es hier dem Fabrikanten leicht möglich, die Preise zu halten. Zwar wollen wir Herrn Jofeph nicht gerade vorwerfen, daß er allein derjenige sei, der sich stets für die Herabsetzung der Preise auf dem Schleudermarkt durch Lohnreduktion unschädlich zu machen bestrebt war, unstreitig aber zählte er zu denen, die fich die Arbeitskraft schonungslos zu Nuße machen. Durch unsere Drganisation war nun diesem fortwährenden Reduziren der Löhne ein Tamm entgegensezt. Dienstag, den 27. Januar, Abends 8 Uhr, findet Alte Jakobstraße 37 die Delegirten- Versammlung der Tischler " statt. Tagesordnung: 1. Bericht über die am 19. Januar abgehaltene Tischlermeister Versammlung. 2. Wahl von acht Tariffommissionen. 3. Die Antwort der Gewerbe- Deputation des Magistrats auf unsere Anträge vom 28. Mai, 11. November und 30. Dezember v. J 4. Die Maßregelung eines Kollegen beim Hoftischlermeister M. 5. Verschiedene Mittheilungen. Die Delegirten der Spesialbranchen ersuchen wir wegen der Wahl um rege Betheiligung.i Tersammlung der Berliner Mitglieder des KrankenUnterstützungsbundes d. Schneider( E. H.) am Montag, den 26. Januar cr., Abends 8% Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße Nr. 77/79. Tagesordnung: Abrechnung vom III. Quartal 1884. Wahl eines 2. Beifigere und Wahl eines Vergnügungsfomitees und Ausgabe von Billets. Verschiedenes. Das Quittungi buch ist vorzuzeigen. 156 Der Vorstand der örtl. Verwaltungsstelle. Versammlung turalbezüge; es sind daher Lehrlinge auch dann versicherungs- d. Verbands deutscher Zimmerleute. pflichtig, wenn fte nur Beföftigung oder Wohnung beim Arbeit geber erhalten. Auf Grund des§ 49 des Krankenversicherungsgefeßes werden hiermit alle Arbeitgeber, welche Personen der vorges nannten Art beschäftigen, zur Vermeidung der gefeßlichen Nach theile aufgefordert, diefelben binnen drei Tagen nach Veröffentlichung dieser Anzeige, beziehungsweise, falls fte später in die Beschäftigung eintreten, spätestens am dritten Tage nach Beginn der Beschäftigung ( Lokalverband Berlin.) Mittwoch, 28. d. M., Abends 8 Uhr, Inselstraße 10, Scheffer's Salon. Tagesordnung: 1. Vortrag des Dr. phil. enmann. 2. Verschiedenes. 3. Fragelasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste( Bimmerer) willkommen. Der Vorstand. J. A.: Hugo Lehmann. 132 am and NB. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß dem Vorstand zu den nächsten Vereins- Versammlungen sehr füchtige und betannte Persönlichkeiten zum Vortrag zur Verfügung stehen. Herr Joseph hat durch sein Manöver einer großen S Fabrikanten einen neuen Weg gezeigt, fich neue Mittel Schleuderkonkurrenz zu verschaffen. Wenn also hier die vereint Front machten, so haben fie fich als ehrbare und feste Mitarbeiter gezeigt, die nicht gewillt find, eine Ba terung unserer ohnehin nicht beneidenswerthen Lage tu zunehmen und es wird unsere heiligste Aufgabe sein, darin mit allen Kräften beizustehen und fte zu unter Wenn Herr J. durch Eintheilung der Arbeiter in Ka versucht, die Arbeiter unter sich uneinig zu machen, bi aber eine gewiffe Unordnung einführt, wo es sonst dem Aut stets um möglichste Pünktlichkeit und Ordnung zu so haben wir zu erwidern, daß er es ja einfach den freiftellen konnte, die Mittagszeit von 12-1/ 2 Uhr einzuhalten, und nur den Wunsch aussprechen durfte Arbeit zu erzielen, so würden die meisten, namentlich di volverdreher, um einen höheren Lohn zu erzielen, hierauf eingegangen fein. Hierdurch würde der Strife also wo zu vermeiden gewesen sein. Wie es aber bei der po Beilegung versuchten gütlichen aus dem des Herrn Joseph und feiner Meister hero war es denselben nicht um die Vermeidung des Str thun, sondern ste spielten hier den legten Trumpf a eine Organisation zu zerreißen, die der weiteren Ausde ihrer Kundschaft durch Preisermäßigung entgegenstand Herr J. die öffentliche Meinung, wie er meint, nicht zu hat, so hätte er doch die von uns ergangene Einlab unserer Versammlung nicht durch vage Entschuldigungen weisen sollen. Für uns ist es ein neuer Beweis einzige Macht der Arbeiter in ihrer Einigkeit liegt, da eine aber schonungslos allen Invektiven ausgefest Darum, Kollegen, schaart Euch um unsere Fahne in Fachverein. Wenn es auch Herrn J. gelungen ist, Arbeit schlaue Manöver zu erhalten aber was für wel so wird er sich in der Folge befinnen, leichtfertiger Wei zu provoziren; laßt Euch deshalb nicht irre machen und fügt mit allen Kräften die strikenden Kollegen. Der und die Fach- Kommission des Fachvereins der Metall in Gas, Waffers und Dampf- Armaturen. Bor Nr. erscheint Berlin f Boßtabon Für de ment auf b Be An alle Möbelpolirer! Heute, Sonntag, 10 Uhr findet bei Breuer, Gr. Frankfurterstraße, e liche Versammlung fämmtlicher Möbelpolirer statt. Tagesordnung steht: 1. Einrichtung der Bahlstelle mit der Gr Krankenkaffe. 2. Bekanntmachung wann und wo d und Quittungsbücher ausgegeben werden. Alle einge Mitglieder werden ersucht, zu erscheinen. 11 C Frei in Im Unterstüßuns- Verein der Buchbinder 85 Br. pro trag über Thellarbeit im Allgemeinen und im Beson angenommer der Buchbinderei zu halten. Es wäre wünschenswe die Betheiligung der Vereinsmitglieder an vielem für die M recht rege wäre, da die Auffaffung der Theilarbeit 2 Mart 67 Buchbindern eine sehr verschiedene ift. Für A Den ne Schienene Berein der Modelltischler. Montag, den 26 1885, bos. 8 Uhr, Bergstr. 68. Vortrag des Her ( auch für Damen): Die Bedeutung der Lungen in sowie die bi für unsere Gesundheit. Gäste willkommen. a foweit be Montag, den 26. Januar, Abends 8%, Uhr in Salon, Schwerinftr. 26, Versammlung. Tagesordnuments- Quitt trag des Herrn Dr. Stahn. 1. Die Wiffenschaft den wirthschaftlichen Verhältnissen. 2. Diskussion. arbeitenden schiedenes. Arbeiter- Bezirksu. d. Westen Be Montag, den 26. Januar, Abends 81% U Salon, Schwerinstraße 26, Versammlung. Ira Das 2 Der überaus Tendenzen, Drgan des eines jeden zu unterflüß bisherigen threrfelis da neue Freund Hegt ein Be Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Stabnur einen Wissenschaft gegenüber den wirthschaftlichen Berbalaß derselbe 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Gäste baben BuWunsche uni Der Bor Fachverein der Stellma Lokal, Inselstraße 10a, 140 Wir un Montag, den 26. Januar, Abends 8 Uhr, in G Vereins- Versammlucpolitiko Das 2 England Der Bobie Anzeiche wischen den Busammenst Ene Große öffentliche Schuhmacher- Versammlung Montag, den 26. Januar, Abends 8 Uhr, Lokal, Andreas fir. 21( am Andreasplay). Tagesordnung: 1. Welche Faktoren bedingen ftellung unseres Gewerbes. 2. Bericht der Lobn- R Ref. Rich. Baginski. Bu reger Betbeiligung labete 125 Die Lohn- Kommiffion hachbruc verbob 2 J. A.: H. Sperber, Pallifamil NB. Jnhaber von Commissions Büchern werden Fachverein der Tischle " Nie w unger Freur Shre Ehrent Montag, den 26. d. M, Abends 8 Ubr, im Binnung nich „ Süd- Ost", Waldemarstr, 75. ch nach den ragen, nur Versammlungon Ihrem Tagesordnung: Bortrag über die Aufgaben li's feinen ird." vereins auf gewerblichem Gebiet bisher und in Bulu's feinen Gäfte willkommen. Um zahlreichen Befuch bitte 160 Der Vorftand. J. A beim Kaltensorftande argumelden und späteſtens am brit Unterstützungsv. d. Buchbinder Arb.- Brz.- Ver. der Rosenth ten Tage nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses daselbst abzumelden. Auch viejenigen Personen, welche zur Beit einer anderen Orts- Krankenkasse, z. B. derjenigen der Tischler, angehören, find anzumelden und können in der bisherigen Kaffe nur als freiwillige Mitglieder verbleiben. Die An- und Abmeldungen find bis auf Weiteres an den provisorischen Vorsitzender, Henn Neumeister, Pallisaden straße 34, vorn 3 Treppen, zu richten. Die Anmel bung muß enthalten: den Vor- und Zunamen, Geburtsdatum und Ge burtsort, sowie die Beschäftigung des Anzumeldenden, Den Zeitpunkt des Eintritis in die Beschäftigung, den täglichen Arbeitsverdienst, welchen derselbe zu= nächst beziehen wird; Die Abmeldung muß enthalten: den Vor und Bunamen, Geburtsdatum und Ge burtsort des Abzumeldenden, den Beitpunkt des Austriits aus der Beschäftigung. Vorschriftsmäßige Meldeformulare find in den meisten Druckereien und Bapierbandlungen porräthig. Berlin, den 21. Januar 1885. Gewerbe- Deputation des Magistrats. Eberty. 148 und verwandten Berufsgenossen. Montag, den 26. Januar, Alte Jakobstraße 75, Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über Theilarbeit, gehalten von Herrn Schiesl. 2. Verschiedenes und Fragetaften. 153 Bezirksverein des werkthätigen Volkes der Schönhauser Vorstadt. Dienstag, den 27. Januar, Abends 8 Uhr, in Meister's Salon, Schönhauser Allee 161, 151 Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Stadtv. Herold. 2. 142 C D'Bria Nafir f ,, Ein ji Marti Montag, den 26. Januar 1885, Abends 8 herr Strahl Tagesordnung: Distuifton. 3. Verschiedenes. 4. Fragelaften. 1. Die sanitären Einrichtungen Berlins. Ref. Her Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Maskenball " ie aus ein vie Borke Ja! Gewiß Name m Er wol berlegte er, nter feinen „ Es if Ja wi Was i findet am 16. Februar, im Schüßenhauſe, Linienfreunde St des Vereins der Einsetzer( Tiflet Sabibn statt. Billets find vorber bei den Herren Streicher, straße 30,. 1 Tr.; Schulz, Staligerstr. 131, 22; 2. Verschiedenes. 3. Fragelaften. Die Mitglieder werden auf höchfte Str. 22, 3 Tr., sowie in den mit Blataten b Der Vorstand. § 5 aufmerksam gemacht. Die Aufnahme neuer Mitglieder in die Zentral Kranken- und Begräbnißtaffe für Frauen ( fr. H. Offenbach a. M.) findet von jest ab nur Andreasstr. 20, Hof v. 3 Tr. statt, und zwar Alltags von 8 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends, Sonn tags von 8 bis 3 Uhr. Jm Auftrage: Richter. Geschäften zu haben. undirte M Der ju halten, Das Vergnügunge Com Allen Freunden und Genoffen empfehle meine Cigarren und Rauch Rauch- Tababis 131 Lotterie- Loose und Antheile in sei ie der Einl li Ihrer itten Derj mehr G 154 Eine freundl. Schlafit. Dranienftr. 28, v. 4. 2. Denburg 1 157 Freundl. Schlafft., sep. Eing., Stalizerfit. I Berantwortlicher Redakteur R. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. 141