roßen B ue Mittel hier die brbare und , eine Ve Lage rub gabe fein, Le zu unter ter in Rate machen, bi fonst dem nung zu th ach den A 2 Uhr hen durfte amentlich di len, bierauf e also wohl Dei der von dem Aut fter beroo Des Strili Trumpf ren Ausbe egenftand t, f Nr. 22. Dienstag, 27. Januar 1885. II. Jahrg. Berliner Volksblatt Organ für die Interessen der Arbeiter. Das ,, Berliner Boltsblatt" nicht zuiden gli Morgens außer nach Sonn- und Fefttagen. Abonnementspreis für ne Einlab Berlin fret in's Saus viertelfjährlich 4 Mart, monatlid 1,35 art, wöchentlich 35 f. uldigungen Bolabonnement 4 Mart. Einzelne Nr. 5 Bf. Sonntage- Nummer mit illuftr. Beilage 10 Pf. Beweis ( Eingetragen in der Boftzeitungspreisliste für 1885 unter Rr. 746.) it liegt, b ausgefest abne in ift, Arbrite für meld tiger Wei machen und en. Der wer Metall nntag, Bo raße, ein t statt. Insertionsgebühr beträgt für bie 8 gespaltene Betitzeile oder deren Naum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Bf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Juferate werden bis 4 hr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bimmerstraße 44, fowie von allen Annoucens Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerftraße 44. Abonnements- Einladung. Für den Monat Februar eröffnen wir ein neues Abonnement auf das ,, Berliner Sahlstelle mit der Gratis- Bellage le cing Sinder jenem Lande ansässiger Deutschen erfahren kann. Die englische Presse allerdings wiegelt ab, da es dem englischen Rabinet in feiner jeßigen Lage recht unangenehm ist, mit Deutschland in Konflikt zu kommen, und ehe es Wolseley gelungen ist, Egypten und den Sudan vollständig zu den Nil herabfließen. Volksblatt" pasifiniren, barüber dürfte noch mancher Tropfen Waſſer fere Jabuſtrie mindestens in demselben Grade lähmend Illustrirtes Sonntagsblatt". Frei ins Haus toftet dasselbe 1 Mart 35 Pf. pro Monat, 85 Br. pro Woche.. Bestellungen werden von sämmtlichen Erklärt, ein Beitungs Spediteuren, sowie in der Expedition, 3'mmerstr. 44, im Beson cher& mert angenommen. Diesem für die Monate Februar und März gegen Zahlung von eilarbeit un , ben 26. Des Herm Für Außerhalb nehmen alle Boftanstalten Abonnements 2 Mart 67 Bf. entgegen. Den neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher er Schienene Theil des fesselnden und interessanten Romans ,, Gesucht und gefunden" Ingen in fowie die bisher erschienenen Nummern des Uhr in gesordnu Tenfchaft stuffion. ten Be Ub g. Illustrirtes Sonntagsblatt." soweit der Vorrath reicht gegen Vorzeigung der Abonnements- Quittung gratis und franto verabfolgt. Das Beritner Volksblatt" hat sich die Sympathien der arbeitenden Bevölkerung Berlins zu erringen verstanden. Troß der überaus großen Anzahl von Zeitungen der verschiedensten Tendenzen, die in Berlin eristiren, hot bisher kein wirkliches Drgan bes werkthätigen Volkes bestanden. Es ist daher Pflicht eines jeden Arbeiters, dieses Drgan nach jeder Richtung hin zu unterstüßen. Wir treten solidarisch für einander ein, unsere bisherigen Leser und Freunde wiffen das, mögen auch fie threrfeits dafür sorgen, daß daß Berliner Volksblatt" immer neue Freunde und neue Lefer gewinne. Der heutigen Nummer Hegt ein Bestellzeitel bei. Wenn jeder bisherige Abonnent nur einen zweiten erwirbt, aber auch wirklich dafür sorgt, Daß derselbe abonnirt, so hat er seine Pflicht gethan. in Tra Dr. Stahn ben Berbal Der Bor Saben BuWunsche unserer Abonnenten nachzukommen. Umad Uhr, in Wir unsererseits werden nicht nachlaffen, jedem berechtigten Die Nedaktion und Expedition des Berliner Boltsblatt." Bur Kolonialpolitik. Das Verhältniß zwischen den beiden Großmächten England und Deutschland ist durch die neue deutsche Kolomlung nialpolitik offiziell noch nicht getrübt, jeboch mehren fich Der Bobie Anzeichen, daß über kurz oder lang eine Verstimmung zwischen den beiden Reichen eintreten wird, welche einen Busammenstoß möglich erscheinen läßt. e ammlu 8 Uhr, edingen el Lobn- R ng labet e ommiffion Ballijad bern werden Fischle In England selbst ist die Volksstimmung den Deutschen recht ungünstig, wie man aus verschiedenen Briefen in hachbruc verboten.] 2 Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dux. ( Forfezung.) Nie werde ich das glauben! Warum denken Sie, mein unger Freund? Und zum Beweise, daß mir Mißtrauen gegen Shre Ehrenhaftigkeit, gegen die Aufrichtigkeit Ihrer Gebr, im Beinnung nicht im Entferntesten in den Sinn kommt, will 75. ung ch nach den Gründen, welche Sie bestimmen, nicht weiter ragen, nur eins noch lassen Sie mich erwähnen, was Sie on Ihrem legten Entschluß, von der Einladung Wadschid Aufgaben li's feinen Gebrauch zu machen, vielleicht zurückbringen d in Bulu Befuch bittirb." a J. A.: enth. D'Brian fah ihn fragend an. Nafir fuhr fort: ends 8 herr Strahlenau- Namens Martin Rodenburg. 18. Ref. De elaften. n. Der Borke " # Ein junger Deutscher ein Landsmann von Ihnen, Martin Rodenburg?" riefen die beiden jungen Leute ie aus einem Munde. Ja! Ist Ihnen dieser Name bekannt?" Gewiß, gewiß! antwortete D'Brian rasch. Das ist Name meines... Er wollte sagen, meines Vetters; allein noch rechtzeitig daß feinigen dürfe. Es ist der Name eines Bekannten von meinem Ja wohl, eines jungen Mannes, welchen ich kenne," undirte Max. r( Tischle " Von einer dringlichen Gefahr kann also vorläufig nicht die Rede sein. Doch hat die englische Verstimmung einen anderen Haken, der immerhin recht bedenklich ist. Ueberall da, wo in englische Kolonien und Schußländer deutsche Arbeiter eingewandert sind, werden dieselben von den Arbeitgebern entlassen unter den nichtigsten Gründen oder auch gar nicht zur Arbeit angenommen. In England selbst stehen ja befanntlich dem deutschen Arbeiter schon seit längerer Zeit vielfache Hindernisse im Wege, um fortzukommen, durch die Spannung zwischen England und Deutschland sind diese Hindernisse noch vermehrt worden. Viel schlimmer aber ist dies noch in den Kolonien. Im Mutterlande selbst find wenigstens diejenigen deutschen Arbeiter gefchüßt, welche sich fchon längere Jahre dort aufhalten, während in den Kolonien darauf gar keine Rüdfichten genommen werden. So liegt uns aus Australien ein Bericht vor, aus dem erhellt, daß eine größere Anzahl deutscher Arbeiter in Melbourne entlassen worden ist von den englischen Arbeit gebern unter der ausdrücklichen Kundgebung, daß fie feine beutschen Arbeiter mehr beschäftigen wollten. auch auf die höheren, qualifizirteren Arbeiter dehnt sich der Und nicht blos auf die ärmeren Lohnarbeiter, sondern Merger der englischen Arbeitgeber aus. So erhalten die deutschen Technifer, die sich in großer Anzahl in den englischen Kolonien Australiens befinden, gegenwärtig fast nirgends Beschäftigung mehr. Auch hier ist wieder der Grund der Verstimmung Englands gegen unsere jezige Kolonialpolitik. Unsere Kolonialpolitik ist doch hauptsächlich auch des halb in Szene gefeßt worden, um unseren Arbeitern Brod zu schaffen und Schuh im Auslande. Daß es unmöglich ist, durch solch e Kolonien, wie wir sie leider nur noch erwarten fönnen, den deutschen Arbeitern höheren Verdienst zu verschaffen, weiß man längst, da jene Länderstrecken vollständig ungeeignet sind, um dort Ackerbau zu treiben. Das ist aber auch der Grund, weshalb sich der Strom der Auswanderung" nicht nach solchen Kolonien hinlenken läßt. Wir sind also darauf beschränkt, mit den Eingeborenen Handel zu treiben, um dadurch unseren Export etwas zu heben. trag des Gouverneurs, und ein freundschaftliches Gesuch meinerseits." Felix blickte nachdenklich und niedergeschlagen einige Zeit zu Boden. Martin Rodenburg gefangen, sein Vetter, einer von denen, an welchen sein Vater ein Unrecht gut zu machen hatte; er konnte durch ihn frei werden Doch nein, es ging nicht. Er durfte an dem Hofe Wada schid Ali's sich nicht blicken lassen, denn dorthin wollte ja auch der Mann, welcher wußte, daß er ein Mörder sei. ,, wenn " Ich darf es nicht!" sagte er endlich laut." Ich darf bem jungen Mann nicht helfen... Aber, Sir" fügte er hinzu, indem er die Hand des Nabob ergriff Sie noch nach meinem jezigen Benehmen einige Freundschaft für mich fühlen, fo flebe ich Sie an: helfen so Sie dem jungen Mann! Thun Sie Alles, was Sie fönnen, um ihm wieder zur Freiheit zu verhelfen; es liegt aber ich selbst ich darf nichts dazu beitragen." mir an seiner Befreiung mehr, als ich Ihnen sagen kann; Nafir schüttelte den Kopf. Ich habe gesagt, daß ich nach Ihren Gründen nicht fragen werde, und ich frage nicht.... Es schmerzt mich, Sie jetzt schon scheiden zu sehen und zu sehen, daß eine Laft auf Ihrem Herzen ruht, von welcher ich Sie nicht befreien kann. Nehmen Sie aber die Versicherung, daß wenn Sie eines Freundes bedürfen, D'Brian, ich Ihnen alle Barr betrüben, ohne Sie zurückkehren zu müssen; Sie wissen, daß auch Mr. Parr Freundschaft für Sie fühlt und sich gewiß unendlich gefreut haben würde, mit Ihnen einige Beit zusammen leben zu können. Wollen Sie nicht Mr. Barr empfangen?" Wir haben in diesem Blatte schon mehrfach betont, daß für die Hebung unserer Industrie eine andere Koloni fation, diejenige im Innern, viel besser und durchaus ungefährlich ist und betonen hierbei, daß die fortwährende Ge fahr auswärtiger Berwicklung auf unsern Handel und uns einwirtt, als Handel und Industrie durch die neuen überfeeischen Absatzgebiete gehoben werden können. Durch diese Ausgleichung schon hat der Arbeiter in Deutschland durch unsere gegenwärtige Kolonialpolitik gar feinen Nußen, ganz abgesehen davon, daß uns fortwährend die Gefahr droht, durch ernsthafte Berwicklungen mit auswärtigen Mächten in wirthschaftliche Krisen hineinzu gerathen, wodurch dann die Arbeiter zu großem Schaden gelangen. Wie aber sieht es mit dem Schuße der deutschen Arbeiter im Auslande aus? Ganz gewiß ist seit der Errichtung des deutschen Reiches der Deutsche im Auslande rechtlich besser geschüßt, wie früher; ganz gewiß können derartige Verfolgungen und Mißhandlungen, von denen man früher hörte, jest nicht mehr so leicht vorkommen. Man hat überall mehr Furcht vor der deutschen Macht. Aber was nutt dem deutschen Arbeiter der rechtliche Schuß, wenn der thatsächliche nicht vorhanden ist. Wenn aus der Zuneigung, die er sich durch der Geschicklichkeit und Treue erworben hat, der Nationalhaß entstanden ist, der nicht mehr nach Treue und Geschicklichkeit fragt, sondern einfach nach der Nationalität des Arbeiters. Gegen die Privatmacht des englischen Arbeitgebers fann die deutsche Reichsmacht den deutschen Arbeiter nicht Schüßen. Und so dürfte aus der Kolonialpolitik, die Deutschland jest treibt und die dem deutschen Arbeiter auch zu Nußen kommen soll, ein Stachel werden, der die deutschen Arbeiter im Ausland tief verlegt. Daß die Schiffsrheder in Deutschland und die dabei interessirten Kaufleute Nußen von unserer Kolonisation haben, wollen wir unbedenklich glauben, aber die Arbeiter, das gesammte Volt hat, wie wir gezeigt, feinen Nußenund der wenigen Kaufleute wegen sollte sich das deutsche Volk doch nicht in Gefahr stürzen. Politische Webersicht. Eine angeblich militärische Organisation der Moftschen Anarchisten soll Beitungsnachrichten zufolge in Amerita vorhanden sein. Detaillirte Berichte schildern diese Drganisaplanmäßig im Gebrauch der Waffen üben und bereits eine tion als eine sehr bedenkliche, weil die Anhänger Most's sich große Anzahl Personen zur Betheiligung herangezogen haben. Bumeist sind derartige Berichte sensationellen amerikanischen " Mar," sagte er, als er mit seinem Freunde allein war, auch der indische Boden wird mir zu heiß unter den Füßen. Ich fürchte, daß es zuletzt auf der ganzen Erde für mich keinen Ruheplaß mehr giebt." Armer Junge, wird denn nicht endlich die Seit und das Bewußtsein, daß Du stets Deine Pflicht erfülltest und tugendhaft wandeltest, diese Pein Deines Gewissens mildern?" Niemals!" antwortete er.„ Ach Max, mit dem Rains zeichen des Mordes auf der Stirn werde ich fliehen müssen, von einem Welttheile zum andern. Nirgends, nirgends werde ich eine Heimath finden! Ein Geächteter, werde ich ganz allein dastehen.. Aber wenn ich von Allen vers lassen bin, Max, verlasse Du mich nicht!" ,, Das will ich nicht, so wahr ich hier stehe, Felix! Jch bleibe bei Dir bis der Friede in Deiner Brust wiedergefehrt ist... Meine Hand darauf, wir bleiben Freunde im Glück und Unglück." Vierundzwanzigstes Rapitel. Ein Theil der Gebäude des föniglichen Serails_zu Audh bildete auch den Harem, der von den übrigen Ge bäuden abgeschlossen war durch weite Höfe. Eine der auf fallendsten Kuriositäten des königlichen Balastes waren gewiß die weiblichen Spahis, die in diesen Höfen ihre Wachtlokale ter feinen Umständen zuſammen genannt werben buife. Seit als folder zur Seite fleben werde... Es wird Wer. ben beſchikten, hier bas bie diefen in ben barnen Beis e, Linienfreunde Strahlenau," verbesserte er sich. Streicher, Saarb 131, 22; nit Blataten bel Tandgungs Go ble meine Antheile Was ist's mit Martin Rodenburg?" fragte Felix. Der junge Mann wird von Wadschid Ali gefangen halten, weil er von ihm seine Braut, die der nig in seinem Harem aufgenommen, zurückforderte. Wenn ie der Einladung folgten, so würde wahrscheinlich Wadschid li Ihrer Fürsprache mehr Gewicht beilegen, als ben itten Derjenigen, welche fich bis jetzt bei ihm für Mr. Tabo 8, v. 4. Zdenburg verwandten, zumal wenn Sie Ihren Bitten O. Fruchtfi Betfit. 141a, och mehr Gewicht beilegten durch einen besonderen Auf" Ja," sagte Felix, ich habe ihm einige Fragen vorzulegen. Ich bitte Sie, Mr. Parr zu sagen, daß ich mich freuen würde, ihn auf einige Minuten sprechen zu tönnen." „ Das soll geschehen.... Noch eins, mein junger Freund! Ihrem Urlaub steht nichts im Wege; ich habe bereits von dem Gouverneur das Versprechen, daß Sie Urlaub erhalten, wann Sie wollen." ber nicht kannte, hätte sie sicher für eine kleine Race von Soldaten gehalten, mit vielleicht etwas zu stark wattirten Röden. Die Fülle der Brust war in der That das Einzige, was sie von indischen Soldaten äußerlich unterschied; in Kleidung und Waffen waren sie der indischen Infanterie gleich. Ihr langes Haar trugen fie in einem Knoten geflochten hoch auf dem Kopfe und bedeckten es mit dem gebräuchlichen Tschako. In ihrer Ausrüstung fehlte nichts, Muskete mit Bajo nett, Kreuzbandelier mit Patrontasche, so standen sie in ihren dunkeln Jacken und weißen Hosen auf Posten vor Blättern entnommen, denen es weniger um die Berbreitung von Thatsachen, als darum zu thun ist, dem Publikum etwas Bilantes zu bieten; auf einige fauftdice Lügen mehr oder weniger tommt es dabei nicht an. Die deutsche Sensationspreffe hat natürlich nichts Giligeres zu thun, als ihren Lesern solche Räubergeschichten brühwarm aufzutischen, dem guten Bürger stehen gewiß beim Lesen die Haare zu Berge.- In Wirklich feit fieht die Sache ganz anders aus; Reden, wie sie jetzt von Most in Amerita gehalten werden, find dort schon lange ge halten worden, bevor Most seinen Fuß an's Land feste. Neues fonnte er den Amerikanern nicht bieten. In Amerita herrscht Redefreiheit und Niemand kehrt sich daran, wenn ein Redner dort Worte gebraucht, wie fie jest von Most gebraucht worden find. Solche Redensarten find in Amerika billig, man loďt dort damit damit keine Kaze aus dem Dfenloch und was das Richtigste ist man beachtet solche Schlagwörter in Amerita gar nicht. Und ebenso verhält es fich mit den militärischen Organisationen. In Amerita bat Jeber das Recht sich einem Schüßenklub anzuschließen, und folche Klub's befinden sich in allen größeren Städten zu Dußen ben. Daß einige Anhänger Most's vielleicht Mitglieder derartiger Klub's find, ist wohl möglich, doch ohne jede Bebeu tung. Der deutschen Sensationspreffe war es vorbehalten, dem Herrn Most einen Einfluß und eine Macht zu vindiziren, die er absolut nicht befigt, und in Amerika, wo es leiner befonderen Begabung bedarf, um die tollsten Reden zu führen das tann dort der Allerdümmste auch nicht erlangen kann. Die Beschränkung der Freifahrtskarten der Reichs tagsabgeordneten dürfte bei der zweiten Lesung des Etats für den Reichstag wieder Anlaß zu längeren Debatten geben. In der Budgetkommission ist diese Angelegenheit neuerdings wieder berührt worden und zwar von einem Gesichtspunkte aus, der in den bisherigen Erörterungen noch nicht erwähnt worden ift. Seit zwei Tagen schon debattirt die Budgetkommission über die Forderung für den Neubau eines Postgebäudes in Köln, die insgesammt über 5 Millionen beträgt. Es kommen babei hauptsächlich lokale Verhältnisse, An- und Verkäufe von Grundstücken und Baulichkeiten in Betracht. Die Kommiffion hat gestern nach mehrstündigen Berathungen ihr definitives Votum auf einige Tage verschoben, well verschiedene Mitglieder, bevor sie fich entscheiden, sich noch Informationen über die lotalen Berhältniffe verschaffen wollen. Es wurde dabei allgemein bedauert, daß es den Abgeordneten in Folge der Beschränkung der Freifahrtkarten nicht mehr oder doch nur mit dem Aufwand erheblicher Kosten möglich sei, fich an Ort und Stelle zu informiren. Thatsächlich ist es früher in ähnlichen Fällen häufig geschehen, daß Reichstagsmitglieder bei ähnlichen Fragen fich mit Hilfe ihrer Freifabritarte an Ort und Stelle begaben und fich dort persönlich informirten. Es ist das ein Gesichtspunkt, der bei Beurtheilung der jegt eingetretenen Bes schränkung der freien Fahrt nicht ganz außer Acht gelaffen werden darf. In der letzten Sigung der Petitionskommiffion des Reichstags führte die Frage wegen der Umänderung des§ 5 des Reichswahlgefezes, also die Vermehrung der Reichstags. Abgeordneten auf Grundlage der steigenden Be völkerungszahl, zu einer eingehenden Debatte, in welcher die Gegenfäße der Anschauungen über die Nothwendigkeit und Rechtmäßigkeit dieser Vermehrung zum Ausdrud famen. Die Tonservativen und nationalliberalen Mitglieder der Kommission versuchten die vorliegende Petition einiger Berliner Wahlbe zirke, welche die Vermehrung der Abgeordneten fordert, in der Kommission zu begraben, weil die Behandlung dieser auch von ihnen als wichtig anerkannten Frage inopportun erscheine; auch machte fich an dieser und noch einigen anderen Stellen die Neigung geltend zu einer Umänderung des Wahlgesetes im entgegengefeßten Sinne, also für eine Erhöhung der Grundgiffer auf 150 000, ja menn nöthig auf 200 000 Einwohner für Die Umgrenzungen eines Wahlkreises. Von sozialdemokratischer Seite wurde die Unhaltbarkeit und Verfassungswidrigkeit des bestehenden Zustandes behauptet, da die fortlaufende gefegliche Regelung der Wahlkreise auf der Grundziffer von 100 000 Einwohnern durch Artikel 20 der Verfassung und§ 5 des Wahlgefeges im Busammenhange gefordert werde; auch sei das Prinzip des gleichen Wahlrechtes durch den bestehenden Bustand durchbrochen, denn der Wähler eines Wahlkreises von 200 000 Einwohner übe nur die Hälfte des ihm zustehenden Wahlrechtes aus. Schließlich wurde die Ueberweisung der Petition an das Plenum beschloffen, so daß die in der Seffion 1882 schon erörterte Frage auch diesen Reichstag wieder beschäftigen wird. Der Vorftand des Vereins der Spiritusfabrikanten in Deutschland hat dem Fürst Bismard eine Dentschrift, be treffend die Lage der deutschen Spiritus Industrie und die Mittel zur Verbefferung derselben überreicht. Die Dentschrift schildert die Nothlage() der Spiritusfabrikanten und befürwortet eine Erhöhung der Export bonifitation so weit, ,, daß die verauslagte Steuer jedenfalls voll zurüdgewährt wird". Die Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt mache eine folche Erhöhung von 16 auf 21 Mart, nothwendig. Es wür den für Bonifikationszuschläge 5 Millionen Mark erforderlich den Frauengemächern. Sie hatten ihre Offiziere und Korporale, wie jebe andere Truppe. Ihre Posten boten ihnen keine Abwechselung dar; sie waren verurtheilt Jahr aus, Jahr ein, Tag aus, Tag ein im Innern des Serails zuzubringen. Die Außenwelt fah von ihnen wenig oder gar nichts; sie theilten hierin fast das Schicksal der Harems- Frauen.-Der König pflegte jeben Morgen, bevor er Audienzen ertheilte, eine Stunde im Harem zuzubringen, um sich mit den Damen zu unterhalten, oder ihre Toilette im Babe zu überwachen, oder sich von ihnen im Park Geschichten erzählen zu laffen. Er flieg die breite Marmortreppe mit dem Geländer herab, die von seinen Schlafgemächern in eine mit Blumen befette Säulenhalle führte. Sein Gefolge begleite ihn bis an eine gewaltige Thür, welche mit dicken Vorhängen versehen war; hier blieb die bisherige Dienerschaft des Königs stehen, an deren Stelle aber sofort eine andere trat. Der Oberste der Eunuchen trat auf Wadschid Ali zu, begrüßte ihn mit: salem aleikum, wobei er feine Hände über die Brust freuzte, gab dann seinen übrigen Eunuchen einen Wink, die Thür öffnete sich, und der König trat ein in ben gartenartigen, ganz lerren Raum, eine Art Hof, welcher mit Gras bebedt und mit kleinen Fontainen und Blumen- Anlagen geschmückt war. Kein Fenster ging auf diesen Hof hinaus, denn von hier begannen bereits die Geheimnisse des Harems, die feinem Ungeweihten zugänglich waren, selbst die Dienerschaft des Königs durfte auch diesen Raum nicht betreten, sondern von hier ab begann der Wirkungskreis der Eu nuchen. Die Eunuchen waren ebenfalls in großer Anzahl im Serail vorhanden, wie ja vornehme Indier sich deren stets eine große Anzahl halten. Wadschid Ali hatte zu seinem und der Frauen Dienst allein einhundert und fünfzig Eunuchen. sein. Ein Buschlag von 10 pot. zu der Maischraumsteuer| Sigung treten Beugen zusammen und versöhnen die frage me Die Versammlung proflamirte schließlich Gatineau a Hälfte der F Kandidaten." Bölle stimmen würde einen Brutto Mehrertrag der Branntweinsteuer von un gefähr 6 Millionen Mart ergeben. Kleine landwirthschaftliche Brennereien sollen von dem Zuschlage befreit bleiben. Dieser Vorschlag, welcher eine Mehrbesteuerung der Spirituseine Mehrbesteuerung der Spiritus brennereien befürwortet, brennereien befürwortet, aber den Mehrertrag größtentheils für die Erhöhung der Spiritus- Export Bonifitation in Anspruch nimmt, ist, wie eine der Vossischen Zeitung" vom Geschäftsführer des Vereins zugehende Buschrift sagt, das Ergebnis monatelanger Berathungen des Ausschusses und von Spezialkommiffionen des Vereins der Spiritusfabrikanten, zu welchen zum Theil auch Mitglieder des Reichstags zugezogen wurden. Voraussichtlich werden Mitglieder des Reichstags gelegentlich der Berathung des v. Karborff'schen Antrages auf Veranstaltung einer Enquete über die Lage der Spiritus industrie, welche im Anfang Februar zu erwarten sein wird, einen diesbezüglichen Gefeßentwurf einbringen. Die Breß befefabrikanten sollen nach dieser Auslaffung dadurch entschädigt werden, daß die längst gewünschte, durch eine Kornzoller höhung zur Nothwendigkeit werdende Verdoppelung des Eingangsjolls auf Preßhefe beantragt werden wird. Der legte Sas zeigt, wie das Schutzollsystem immer weitere Reise zieht. Die Erhöhung der Maischraumsteuer schädigt die Fabrikanten von Breßbefe und diese sollen durch eine Verdoppelung des Eingangszolles auf ihre Produkte schablos gehalten werden. Die Nachrichten vom Kriegsschauplahe im Sudan überraschen gegenüber den früheren Berichten. Bisher hieß es, der Mahdi werde die Engländer erst bei Umderman, auf dem linken Nilufer, Chartum gegenüber, erwarten, bei Metammeh stehe nur eine so kleine Abtheilung seiner Truppen, daß dort tein Widerstand zu erwarten sei; nun aber ist der Mahdi mit einer ansehnlichen Armee über Metammeh hinaus den Engländern entgegen gezogen, und dort kam es am 17. Januar in einer Gegend, welche das Telegramm Abullei Wills nennt, zu einem heftigen Kampfe. Der Angriff der Sudanesen muß äußerst heftig gewesen sein, und nur Mangel an militärischer Disziplin ihrerseits muß es gewesen sein, wenn sie aus dem momentanen Erfolg nicht dauernden Vortheil ziehen konnten. Bei ihrer faft zehnfachen Uebermacht ist es beinahe unbe greiflich, daß fie, nachdem das englische Karré gesprengt war, die Engländer fich wieder sammeln ließen. Die Lage des Oberst Stewart muß eine Beit lang verzweifelt gewesen sein. So faßt man die Situation auch in London auf, wie ein Privattelegramm von dort meldet, welches lautet:" ,, Berichten der ,, Daily News" zufolge schwebte die Kolonne Stewarts nach Sprengung des Karré's seitens der ,, Rebellen" in großer Gefahr. Nur die Ausdauer der Marinebrigade und der be rittenen Infanterie verhinderte, daß Stewart nicht das Schicksal des General Hicks theilte. Stewarts Streitkraft ist thatsächlich bezimirt." Und trogdem haben die Englander, wenn die DeDie Bei den gestrigen Senatswahlen in Frankreid die Republikaner einen bedeutenden Erfolg errungen. des Reichstag Monarchisten tehren laum 20 in den Senat zurüd. burch deffen Herren Broglie und Fourtou find nicht wiedergewählt erloschen sei. Paris wurde in der sofort nach dem ersten Gange vo Die menen Stichwahl zwischen dem bekannten Freunde Gabie Wahlen Spuller und dem Radikalen Martin der lettere gewähltoine( Me Summa gingen aus der Wahl 67 Republikaner und 20 Das archisten hervor. netenhause en Die lange Re Italien. Das Rolonialfieber hat nun auch Italien, d. h. biebie Vorlegun schiffe mit gehöriger Bemannung in See gehen laffen, beren Unterri nische Regierung ergriffen. Dieselbe hat bereits mehrere langen. Die allgemein angenommen wird, von der Gegend bei sang mit d rothen Meere, Besiz zu ergreifen. Ein diesbezüglicher Endlich find foll schon mit dem König von Abbessinien abgefchloffbahnverwaltu es fehlt aber noch die Bustimmung der Eingeborenen umliegenden Ländern, die man sich natürlich schon schaffen" wird. Rußland. Eine A Die Reorganisation der hauptstädtischen Polizei Staatsb.- 8t wiederum aufgeschoben, weil die Kommunalverwaltung Schritte zu b verlangten jährlichen Buschuß von ca. hunderttausend stande in den aus Mangel an Mitteln kategorisch verweigert. Das osenthaler rium des Innern will nun mit der Reform noch awe wege endlich wohnern vor warten, damit die Stadt fich neue Einnahmequellen mit dem Bab Graf Tolstoi, von deffen Rücktritt neuerdings wieder tung die S ist, erklärte vor mehreren Monaten in einem Schreiben vorüber bis i Senat, Turgenjem durfte nicht nicht auf Rosten der D brunnen" füh erdigt werden, da die Kommunalverwaltung ohnehin die Straße, rechtigten Anforderungen betreffs eines guten Straßen Beit lang jen auter Beleuchtang und Kanalisation nicht nach kommen außerfehen ha Und dessen ungeachtet soll sie jetzt an die Belaftun sogenannte Budgets zu Gunsten der Bolizei denken, die gerade den allgemein Residenz viele Aufgaben erfüllt, welche ausschließlich Fuhrwesen ge tischen Polizei zukommen. In einem großen Die Bewohner Nordens von Rußland herrscht ungersnot nen Garten, Bauern des Kreises Mesen, Gouv. Archangel, habe von hier aus um Hilfe gebeten und im Beischoragebiet foll bereits beweiten Umwe typhus ausgebrochen sein. Selbst die ältesten Leute Wedding in nicht zu erinnern, daß jemals ein solcher Mangel alangen Weg geherrscht habe. Auch im Gouvernement Wologdo au gelangen. Vorboten einer Hungersnoth erschienen. Dänemart. in der Breffe und in politischen Versammlungen bi Verkehrshinde Bewohner die oben angeführ Die Neutraliftrung Dänemarks, eine Frage, die erstellung de worden ist, tam vor einigen Tagen auf die Tagesordneitigung diese pesche aus Kairo über ein zweites Gefecht bei Metammeh nicht Folkething in Form einer Interpellation. Der Mingend vorstellig vollständig erfunden ist, die Sudanesen zurückgetrieben. Daß die Nachricht über dies zweite Gefecht der Bestätigung resp. sei keine Stimmung in Europa dafür, die Regien egeler und Berichtigung bedürftig ist, versteht fich von selbst. Auf der chinesischen Insel Formosa haben Die Franzosen wiederum eine Schlappe erliten. Nach einem heftigen Gefecht bei Relung ist ein Angriff der franzöfifchen Truppen mit einem Verlust von 75 Todten und Verwundeten zurückgeschlagen worden. Wie es heißt, steht ein weiterer fombinirter Angriff gegen Kelung und Tamsui bevor. Belgien. In der gestrigen Kammerfizung ereignete fich ein für mlscher Zwischenfall. Der Deputirte Rolin verlangte eine Statistik über die abgesezten Lehrer und die geschlossenen Rommunalschulen. Der Minister des Innern leugnete eine solche zu haben. Bara bestreitet dies und verlangt eine Enquète. Von den Liberalen heftig bedrängt, giebt endlich der Minister unter Mißfallensäußerungen der Rechten zu, daß er im Befige der verlangten Statistik ist und verspricht Vorlegung Befige der verlangten Statistik ist und verspricht Borlegung derfelben. Frankreich. Die Wahlbewegung für die französischen Senatoren wahlen hat bisher im Allgemeinen einen ruhigen Verlauf genommen; nur in Paris plazen die Geister heftig aufeinander. Als Kandidaten des Seine- Departements hat die repu plitanische Partei Spuller aufgestellt, deffen Kandidatur von ben Radikalen aufs Aeußerste bekämpft wird. Ueber eine diesbezügliche Versammlung wird berichtet: Der gefirigen Versammlung von Senatswählern stellten sich die verschiedenen Kandidaten vor. Spuller weigerte fich, Interpellationen zu beantworten. Sie werden mir Ihre Stimme doch nicht ge " eußeren antwortete im Namen der Regierung, gege Die zwe Suni cr. fertig auch die Neutraliftrung als nicht unbedingt gut a Aktionsfreiheit des Landes dadurch beschränkt werde. Deißen Somme fter fönne fich in dieser Angelegenheit an feiner Distuügt werden theiligen. Großbritannien. Bumpmaſchine stellt werden. schreitenden A Jahre den Sonnabend Nachmittag find in London die helden wieder in Altion gewesen. Im Barlament bereits jest id felber haben Eroloftonen stattgefunden; die eine Erpu schaffen, un Obwohl folgte in der unterirdischen Kapelle von Westminster an welchen sei andere in einer zu den Zuhörertribünen führenden Die Fensterscheiben an der Frontseite von Westmin Stückzahlungen Explofton im Parlamentsgebäude bat bedeutenden och fortbestehe in dem Raume des Hauses der Gemeinen und in bekannt und a zimmern nächst dem Stuhle des Sprechers angerichte wurden schon laufen, ist sehr beschädigt. Eine dritte Explosion in Dark flatt. G Centralhalle, in welcher die Kouloirs der beiden emacht, und fand um 2 Uhr und zwar in dem Theile des weißen eue Raffenein statt, wo Gewehrvorräthe aufbewahrt werden. Es wa Bersonen benu rade viele Besucher anwesend. Alle Fenster wurden geth es brach Feuer aus, dasselbe wurde aber bald gelöfd Gebäude ist in seinem Aeußern nicht beschädigt Personen find verwundet worden, darunter awe schwer. funden. Verhaftungen haben bis jetzt noch nicht beiter Gustav Parlamentarisches. Der in d Uhr, in der ine Droschte und mit dem Bügel fiel und ben," rief er, ich brauche also Ihr Vertrauen nicht zu gewin- Ulm, der Augsburger Oberbürgermeister von Fisest, daß er r -In einem Schreiben, welches der Abgeordbei diesem Bre nen!" Gatineau fagte, fein Programm bestehe einzig in seinem tödtlichen Baß des Opportunismus. George Martin, Prästdent des Parifer Gemeinderaths, kandidirte ebenfalls. Stadtrath Dreyfuß rief ihm zu: Verzichten Sie, Martin! Was Sie sagen, ist unehrlich und verfest ihm eine gewaltige Maulschelle, Martin faßt Dreyfuß an den Haaren, Clemenceau springt dazwischen und bringt sie auseinander. Nach der besonderes Vertrauen und war überhaupt ein einflußreicher Mann im Reiche. N. Ein G Die Beispiele der württembergischen Abgeordneten Leeman feine Wähler gerichtet hat, bemerkt er u. A, daß Städtischen Kr und Veiel folgend, in die nationalliberale Fraktion ein der Kirchho sei. Er hätte eben so gut fich zum Eintritt in die orden. chloffenen Tau liberalen seiner Schattirung und die Mitglieder partei eigentlich eine Fraktion bilden sollten. In de märchenhaften Glanz aber v ba bie B Die töniglichen Scherze aber hytten weber ber, noch etw militärische Haltung der Spahis, noch auf die reftarren mach Mienen der Eunuchen den geringsten Einfluß; schauten ernst und ehrfurchtsvoll den Späßen 3 Gesichter der bevorzugten Wachtmannschaften tellen kann. Die Verschnittenen, Eunuchen genannt, werden meistens zu diesem Zwecke in Indien gestohlen und nachdem die Operation mit ihnen vorgenommen, an den Adel zu hohen Preisen verkauft. Sie haben den großen Borzug, daß sie zu jeder vorzugten unterdrückten jeden Ausdruck des Neibe Stunde in die Frauengemächer kommen dürfen. Sie sind die gewöhnlichen Badewärter der HaremsDamen und werden von diesen den weiblichen Sklavinnen vorgezogen. bie Auf wei Balmenzweige Frauengestalte wändern, den ben fleinen träumerisch ih lil oder um ihre chmad und 1 rei Sklavinn Nachdem diese Parade abgenommen war, schid Ali noch einige gnädige Worte mit dem ihr Geschichter birenden Difizier gewechselt und demselben sch laubt hatte, feine Hand zu küssen, schritt er Da fast alle Eunuchen Vertrauenspersonen find, so Freitreppe hinauf, die zu einem, nur mit Bor war Wadschid Ali auch außerordentlich freigebig gegen fie. hängten Portal führte. Jetzt befand er fich Beit zu Beit Der Oberfte der Eunuchen war ein Mann, welcher über bäude der Frauengemächer selbst. Millionen verfügte. Als Stlave seines Herrn darf er natürlich kein Eigenthum erwerben, und Alles, was er be fißt, fällt nach seinem Tode an den Herrn zurück; während Diefen etwas umständlichen Weg wählte nur des Morgens. in ber ietend. Dort hir ihrer Dienstzeit jedoch sieht man sie mit den kostbarsten Simmern und Korridoren direkt aus feinen Simeim Gehen 1 Es führte noch ein anderer Weg durch eine rau, ebenfal Gewändern einhergehen, und das bequemste und üppigste den Harem, diesen Weg aber nahm er nur, wenn nen silberne trunken von der Tafel hinweg in die Frauengem überzeugt Leben führen. Sie speisen an ausgewählter Tafel und schlafen in seidenen Betten, wie die vornehmsten Personen des Landes. An der gegenüberliegenden Seite dieses Vorplazes beführt wurde.-tra uf einem Ri wärmerische Diese U Die Mitte der Haremsgebäude bildet ein weitefe Seufze Der Oberste der Eunuchen ging an des Königs Seite, haft prächtiger Raum, den man auf den erften die Uebrigen, etwa acht an der Bahl, folgten in einiger einen weiten Saal halten konnte. Marmorfäulen ist nicht s Entfernung. wunderschön gemalte Dede, welche in der Mittees Käfigs fe Glasbach gebildet wird, wodurch diefer Raum) fand sich wieder eine Thür, welche man vor dem Könige ethält. Die Wände sind geschmückt mit krystallene einen Ga öffnete und nun hörte man das Signal der weiblichen vergoldeten Armleuchtern; an den Säulen finder Blumen, gebracht, buntfarbige Gehänge von gefchliffenen welche bei der Tagesbelle einen eigenthümlichen haften Glanz ausstrahlen. Ueppige Gemälbe" Mah der Hare Spahis, ins Gewehr zu treten. Wabfchid Ali hatte bisher gelangweilt und mißmuthig ausgesehen, wie er immer aussah, wenn es ihm an Unters der Wachtmannschaft entlang ging und jedes einzelne ber reizenden Gefichter musterte, da heiterte sich sein Antlig ein wenig auf. Der Estrich besteht aus iffen nicht, 1 hum, auf we Dieser F Aber e den Best hren verschi Sortieren get haltung und Berstreuung fehlte; erst jetzt, als er die Reihe Mosait, außerordentlich kunstvoll gearbeitet; den Säulen Fontainen, welche wohlriechenbe sprudeln; daneben Topfgewächse, die ihre l laubenartig nach rechts und lints ausbreiten. Dieser Thürer von Gold und Steinen. Es ist ein Feenpalaft Der Oberste derselben, berjenige, welcher den Vorzug hatte, den König zu führen, sobald er diefe Räume betrat war das, was ihm sein erster Minifter war, er genoß feinheiten. Er ließ sich herab, einen der weiblichen Dffiziere in die Wangen zu fneifen und erlaubte sich gegen dieses oder jenes Mitglied der weiblichen Mannschaften andere Freis " Märchen der Tausend und eine Nacht" Man wird geblendet, betäubt von der Pracht, von den Wohlgerüchen, breiten bem Cla entzudt orsäulen bef ächer der be eau all ollfrage werde es unter den Fraktionsgenoffen große Meien die nungsverschiedenheiten geben, er rechne jedoch darauf, daß die Hälfte der Fraktion mindestens für Verdreifachung der jeßigen Bölle stimmen werde. antreid ngen. rüd. Die Geschäftsordnungs Kommission des Reichstags erklärte, daß das Mandat des Abg. Delbrüd burch deffen Ernennung zum außerordentlichen Professor nicht ergewah erloschen sei. nge vorg Die Wahlprüfungs- Kommission erklärte nde Gabie Wahlen der Aba. v. Carlowis( Meißen) und Ane gewähltoine( Met) für giltig.i rund 20 Das erste Verzeichniß der Betionen im Abgeord netenhause enthält deren mehrere Hunderte. Wir heben daraus Die lange Reihe der Betitionen von Lehrern hervor, welche b. b. biebie Vorlegung eines Schuldotations- und Pensionsgesetzes vermehrere angen. Die Betition der akademisch gebildeten Lehrer an hö Laffen, unberen Unterrichtsanstalten um Gleichstellung in Besoldung und bet Affatang mit den Richtern erster Instanz ist schon bekannt. glicher Endlich find sehr zahlreiche Petitionen von Beamten der Eisengefchloffbahnverwaltung um Gehaltserhöhung eingelaufen. eborenen ich schon zoch ame wieder bi Ben D ba Kommunales. Man ift den Dieben, die in der Nacht zum Sonntag einen weiteren Diebstahl in der Wedderstraße ausführten, woselbst fie aus einem Stall 5 Enten, nachdem sie dieselben abgeschlachtet, geftoblen, bereits auf der Spur. N. Eine Jagd auf Vogelfänger hielt am geftrigen Tage die Gensbarmen Schmidt und Peters in aufregendster Thätigkeit. Die erwähnten Beamten bemerkten auf den Köll nischen Wiesen an der Treptower Grenze vier verdächtige Individuen, die sich auf denselben in auffallendster Weise zu schaffen machten. Beim Erblicken der Beamten ergriffen die Verdächtigen die Flucht und sucht n durch Aufsuchung von Eisflächen die Verfolgung zu einer unmöglichen zu machen. Obwohl die Gensdarmen die Einholung der Flüchtlinge von verschiedenen Seiten und unbekümmert des Eises und des hohen Walles der Ringbahn, in Szene setten, wäre die Fests nahme der Flüchtigen unmöglich gewesen, wenn nicht ein plößlicher Bufall dem Entrinnen ein Biel gesezt hätte. Dem einen der Flüchtlinge ereilte das Geschic, daß er, als er seine Flucht über den Wiesengraben lenkte, auf dem Eise einbrach, und bis zur Brust in dem eisigen Wasser stand. Ehe er sich an das Ufer zu retten vermochte, hatte der Gensdarm Peters ihn schon gefaßt. Auf dem Polizei Büreau entpuppte fich der Verhaftete als der bekannte Taubenmarder B., der mit noch drei Ge noffen, welche große Vogelbauer bei fich führten und mit ihrem Fange auch glücklich entkamen, schon in aller Frühe auf den Vogelfang ausgezogen war. a. Berhaftet. Gegen vier hiesige Speditionsfirmen find am 24. d. Mits., Vormittags zwischen 10-12 Uhr Betrügereien in erheblichem Umfange verübt worden. Bei diesen präs entitte ein junger Mann Frachtbriefe der Speditionsfirma verzeichneten Güter auf näher bezeichneten hiesigen Bahnhöfen für die Adreffaten in Empfang zu nehmen. Bugleich überreichte der Ueberbringer der Frachtbriefe Quittungen der Firma Kempermann, auf welche die obigen Firmen die Frachtbeträge von 254 M., 383 M., 176 M. und 156 M. anstandslos an die Boten auszahlten. Als diese Firmen sodann die Frachtgüter an den Bahnhöfen in Empfang nehmen wollten, da stellte sich heraus, daß diese Güter gar nicht da lagerten und daß sowohl Die Frachtbriefe als auch die Quittungen gefälscht waren. So wohl von den geschädigten Firmen als auch von der Firma Kempermann wurde der Verdacht der Thäterschaft auf einen früher bei K. beschäftigt gewesenen Komptoiristen gelenkt, welcher heut von der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft vorgeführt worden ist. Eine Anzahl von Stadtverordneten sind, wie die Staatsb.- 8tg." berichtet, zusammengetreten, um gemeinsam die Polizei Derwaltung Schritte zu berathen, welche geeignet find, dem großen Nothtauſend ſtande in den Staditheilen Gesundbrunnen, Schönhauser und Das Rosenthaler Thor in Betreff der ganz unzureichenden Verkehrswege endlich ein Ende zu bereiten. So z. B. fehlt den Beuellen wohnern vor dem Schönhauser Thore die direkte Verbindung mit dem Bahnhofe Gesundbrunnen, obgleich in diefer Rich- Georg Kempermann mit der Ordre, die auf den Frachtbriefen tung die Schwedterstraße am Güterbahnhof der Nordbahn Schreiben vorüber bis in die unmittelbare Nähe des Bahnhofes, Gesundn der brunnen" führt. Hier legt sich jedoch ein Schlagbaum über hnehin die Straße, um hauptsächlich den Abfuhrwagen, die fich eine Straße Beit lang jene Gegend zu ihrer Entleerung ganz besonders tommen auserfeben hatten, den Weg zu sperren. Ebenso ift hier der Belaftun sogenannte Verlorene Weg", der schon vor 70 Jahren für gera den allgemeinen Gebrauch bergegeben war, jest für öffentliches ließlich Fuhrwesen gesperrt. Derselbe Rothstand macht sich auch für die Bewohner der im Norden von der Invalidenstraße gelegeEs noth nen Garten, Berg- und Ackerstraße geltend. Will man z. B. on hier aus nach der Keffelstraße gelangen, so muß man den weiten Umweg rach der Liesenstraße machen, die kurz vor dem Wedding in die Chauffeeftraße mündet, um in dieser denselben langen Weg wieder zurüdzugehen und so in die Reffelstraße logoa au gelangen. Die Durchlegung der Feldstraße würde dieses Berkehrshindernis hier ganz aufheben. Ebenso ermangeln die Bewohner dieser vervachlässigten Stadttheile noch ganz der Herstellung der schon lange projektirten Pferdebahnen. Die oben angeführten Stadtverordneten befchloffen daher, zur Be agesorbettigung dieser Nothstände bei den städtischen Behörden drin Der Min Bend vorstellig zu werden. , babe reits b Leute gel af ge, die bi ungen ng, gege gut an Die zweite Hälfte der Erweiterungsbauten der Regieregeler und Charlottenburger Wasserwerke wird im verbe. Deißen Sommer dem Bedürfnisse nach Waffer vollständig ge er Distugt werden kann. Es werden, wie bereits berichtet, 8 neue Suni cr. fertiggestellt sein, so daß dann auch in einem sehr 味 。 Bumpmaschinen, 5 in Tegel und 3 in Charlottenburg, aufge stellt werden. Allerdings dürften diese Werke bei der fortschreitenden Ausdehnung der Kanalisation nur etwa auf 3 bis arlament bereits jezt schon Vorbereitungen getroffen, neue Wafferwerke n die Jahre dem Bedürfnisse entsprechen. minster brenden Es werden daher Obwohl nicht immer an den Abenden des Sonnabends, an welchen seit sechs Wochen die Sparkasse für Einlagen und Westmi Suckzahlungen geöffnet ist, das Publikum von der neuen Ein Der verk richtung in großem Maßstabe Gebrauch macht, wird die letztere och fortbestehen, weil sie mit jeder Woche in weiteren Kreisen bekannt und anerkannt wird. Am Sonnabend, den 17. d. M., wurden schon 424 Einlagen im Betrage von 24473 Mart eutenden und in angerichte a. Einbruchsdiebstahl. Bei einem im Hause BrückenAllee Nr. 1 wohnhaften Bankier wurde in der Nacht vom 23. zum 24. b. Mts. in der im Parterre Geschoß belegenen Wohnung ein Einbruch verübt, wobei die Diebe Silbersachen und Kleidungsstücke im Werthe von über 2000 Mart ge stohlen haben. Unter den gestohlenen Sachen befindet sich ein aroßer filberner Aufsatz und eine filberne ovale Schale im Werthe von 1500 refp. 300 Mart, zwei chinesische filberne Löffel, ein neufilberner fleiner Leuchter, drei Winterüberzieher, ein Nerzpelz mit dunkelgrünem Ueberzug; in der Tasche des Belzes befand sich ein Abonnementsbillet zur Stadtbahn. Die Silbersachen standen in den Zimmern frei auf den Tischen, und die Thüren zu den Zimmern waren unverschlossen. Muthmaßlich sind die Diebe über die Vorgartenmauer gestiegen, sind dann auf die dafelbft befindliche Veranda gegangen und haben die Jaloufte eines Fensters hochgehoben, deffen Scheiben fie eindrückten und so fich Eingang verschafften. Den Rückweg scheinen sie auf demselben Wege genommen zu haben, denn auf der Vorgartenmauer wurden Blutspuren gefunden, die von Hand- Verlegungen durch Einschlagen der Fensterscheiben her rühren. Die Thäter sind bis jetzt noch nicht ermittelt. Unsägliches Elend ist mit dem neuen Jahre über die Familie des Schuhmachers Jachmann, Reichenbergerſtr. 180 im Keller, hereingebrochen. Von den 8 Kindern des Jach mann'schen Ehepaares im Alter von 2-13 Jahren find in der Beit vom 10. bis 14. b. Mts. drei an der Diphteritis erkrankt, von denen eins in der elterlichen Wohnung starb, zwei nach Don Ramm emacht, und fanden 163 Rückzahlungen im Betrage von 10 486 lofton im Mart statt. Es wurden 79 neue Bücher ausgegeben. Die dem Bethanien- Krankenhause gebracht wurden, dort aber auch weißen eue Kaffeneinrichtung ist mithin doch immer von etwa 500 Es wa Bersonen benutzt worden. Durden zet ld gelöscht beschädigt ter wei Lokales. Der in der Gr. Frankfurterstraße 6 wohnhafte Aroch nicht beiter Gustav Horn verunglückte am 23. d. Mits., Abends 3. Uhr. in der Nähe seiner Wohnung dabei, als er einem vor ine Droschte gespannten Pferde, welches scheu geworden war und mit dem Gefährt in rasendem Galopp durchging, in die Bügel fiel und es auch zum Stehen brachte. H. hatte sich aber Abgeordet diesem Bravourstück so erheblich an der rechten Hand vers on Fist, daß er nach Anlegung eines Nothverbandes nach dem A, daß Leemann in bie e Städtischen Krankenhause befördert werden mußte. N. Ein Geflügeldiebstahl ist am Sonnabend bei einer worden. Die frechen Diebe haben daselbst aus einem ver der furchtbaren Krankleit erlagen. Kurze Zeit darauf wurden noch zwei der Kinder von der bösartigen Krankheit befallen und mußten ebenfalls nach Bethanien geschafft werden. Von allen acht Kindern haben die unglücklichen Eltern also nur drei gesund behalten; drei find in wenigen Tagen gestorben und zwei ringen mit dem Tode. In Folge des Unglücks hat der Mann, welcher lungenkrank ist, auch noch die wenige Arbeit, die er bewältigen kann, verloren und die Familie ist in die furchtbarste Noth gerathen. Zwar hat der Reviervorstand die Jachmann'sche Wohnung bereits sorgfältig Desinfiziren laffen; allein. wer wollte es namentlich Eltern verdenken, wenn fie der tückischen Krankheit gegenüber ängstlich find und sich scheuen, dem Manne, dessen Familie so schwer davon heimgesucht ist, Arbeit zu geben? gefagt, groß und mildthätige Herzen fänden hier ein schönes Die Noth ist, wie Fraktion ein der Kirchhofstraße 13 wohnenden Handelsfrau B. ausgeführt Feld, ihre Opferfreudigkeit zu bethätigen.. daß die loffenen Taubenschlag nicht weniger als 23 Tauben entwendet. glieder b Glanz aber verleiht diesem Raume nicht allein diesen Bau Ein seltenes Ereigniß, alle Flußläufe und Seen weit und breit zugefroren ohne Schnee, veranlaßte am Sonntag In der märchenhaften Einrichtungen dieses Raumes. Der äußere n weder der, noch etwas Anderes ist es, was den Fremden geradezu wenig Frauen; er hatte beren nur etwa achtzig, aber er f die restarren macht. fluß; bir äßen und die Saften Des Neibe war, un mit dem Auf weichen Polstern, welche auf dem Fußboden unter Balmenzweigen ausgebreitet sind, da ruhen die schönsten Frauengestalten, welche sich die kühnste Phantasie nur vor tellen fann. Dort liegt eine Schöne in goldgestickten Gewändern, den Arm und die Schulter entblößt, den reizen ben kleinen Fuß in goldgeftickten Pantoffeln; ste stüßt träumerisch ihr Haupt. Vor ihr kniet eine Sklavin, welche ihr Geschichten erzählt, um ihr die Langeweile zu vertreiben, ober um ihre üppige Phantasie zu reizen, je nach dem Ge chmad und der Stimmung. Hinter ihr fizen zwei oder mit Brei Sklavinnen, ihr Rühlung zufächelnd, oder ihr von er fich Beit zu Zeit eine Schaale mit dem schönsten Obst anietend. ben fl ritt er wählte 叫 bet Dort hinter der Säulenreihe promenirt eine andere urch eine rau, ebenfalls von ihren Sklavinnen begleitet, welche fie ur, wenn inen filbernen Spiegel vorhalten, bamit sie sich unaufhöruf einem Riffen sigend, ein Mädchen an einer Säule. Kultur schon ein wenig profitirt hatte, mit verhältnißmäßig Wabfchid Ali begnügte sich, da er ja von europäischer war stolz darauf, die schönsten Damen Indiens in seinem Harem zu haben. Inmitten dieses Saales fizt auf einem schön gepolfterten Riffen, das schöner, breiter und weicher ist, als alle eine Frau, welche gegenwärtig die Favoritin, die Hauptübrigen, das deshalb auch den Namen, Throntiffen" führt, schönen, sehr edlen und sehr stolzen Bügen, freilich nicht dame des Harems, ist. Sie ist eine üppige Dame mit sehr mehr jung, wie ihre Genoffinnen. Sie ist die älteste Dame mehr jung, wie ihre Genoffinnen. Sie ist die älteste Dame des Harems; allein noch weiß sie zu fesseln. Wehe ihr, wenn eine Beit tommt, wo der Rönig feinen Geschmac mehr an ihr findet. In diesem Falle entledigen fich die hohen Herren ihrer Frauen, und zwar in einer Weise, von find dann einfach verschwunden. welcher die Welt nichts erfährt. Die Damen des Harems Man meint, daß es zur Aufgabe der Eunuchen gehört, alt werden. eine Maffen- Auswanderung der Berliner Schlittschuhläufer Schon am Oberbaum genoß man das freudige Schauspiel der ven Läufern belebten breiten Spree, Bei der Brücke der Ver bindungsbahn ist der Strom noch offen, dahinter aber geht die Bahn bis Sadowa bei Köpenid. Auf dem Rummelsburger See ist die Eisernte im vollen Gange, es wird mit Pflügen geschnitten. Zwischen Rummelsburg, Stralau und Treptow schwärmten die Schlittschuhläufer wie die Bienen, vor Wald schlößchen faßen die Menschen wie im Sommer. Dahinter be ginnen die Fabriken mit ihren das Eis zermürbenden Aude flüffen. Die Bahn geht deshalb immer linter Hand weiter. Bei Waller's Weißfärberei hält man einen Fährgraben offen, den man umgeht. Bei Wilhelminenhof benußt man zur Vor ficht den Treidelsteg etwa 50 Schritt, dann geht es glatt über die Wiesen nach Sedan, Dftend und Sadowa. Hier schnallt man ab, denn Spindler's Abflüffe haben Loch an Loch in das Eis gefreffen. Hinter Köpenick schnallt man wieder an und läuft nun rechts und links glatt so weit man will. Zwischen Köpenick und dem Müggelsee ist das Eis glashart und spiegelflar, bars unter steht man die Fische spielen. Vor Bad Bellevue am Müggelsee wimmelte es am Sonntag von Menschen. Man nahm hier Eisbahngeld, mit welchem Recht, ist unerfindlich. Ueber den riefigen See nach Rahnsdorf hinüberzufliegen, ist ein Hochgenuß. Jm warmen Krug hinter Rahnsdorf, einem stattlichen, herrenhausartigem Gebäude, bekommt man gute, preiswerthe Verpflegung. Von hier geht es in den Dämerig see nach Ertner. Wer weiter will, läuft über den Flaten- und Kalfsee nach den Kaltbergen. Oder man wendet sich vom neuen Krug durch den Gosener Graben in den Seddin- und langen See nach Grünau. Am besten fährt man zu einer großen Partie mit der Bahn bis Köpenick und wendet sich von hier entweder in die Spree oder die Dahme. Die von der Fischern herausgehauenen mächtigen Eisblöcke zeigen, was für Kernets die Seen bedeckt. Von Vormittags halb 11 Uhr bis SonnenUntergang lann man hier bequem seine acht Meilen ins Land hineinlaufen. g. Unsere Taschendiebe scheinen einige ihrer Mitglieder nach der Rouffeau- Insel entfendet zu haben, wo sich ihnen bei der koloffalen Menge von Menschen und den sich bildenden Knäueln ein ergiebiges Operationsfeld bietet. Mehrere Schitt schuhläufer machten gestern Nachmittag auf der Eisbahn der Rousseau- Insel einen ca. 16 Jahre alten jungen Mann auf seine goldene Uhrkette aufmerksam, welche ihm lose aus der Tasche hing. Er machte nun die Entdeckung, daß zwar die Uhr noch in der Weste stak, von der Kette aber ein Stück ab geschnitten worden war. Der junge Mann entsann sich dann auch, von einem Läufer angerannt zu sein, der ihn beim gemeinschaftlichen Fall umfaßt hatte. Daffelbe Manöver, welches die Taschendiebe durch das Anrempeln" auf der Straße sc zur Beraubung von Personen ausführen, scheinen ste demnach auch auf dem Eise zu beobachten, wo es weniger auffällt, da Derartige Karambolagen hier nicht zu den Seltenheiten gehören. Jedenfalls dient der mitgetheilte Fall unseren Schlittschuhläu ferinnen und Schlittschuhläufern zur Vorsicht. g. Ein lauter Knall rief gestern Nachmittag auf dem Schloßplag einen größeren Auflauf hervor. Ein Laternen anfteder hatte eine der auf dem Schloßplage neu aufgestellten Regeneratiobrenner- Laternen, auf einer langen Leiter stehend, gereinigt und wollte mit einem Streichholz probiren, ob das Gas nicht eingefroren sei, als es plöglich vor seinen Augen hell aufflammte und die Detonation erfolgte. Anscheinend war Gas ausgetreten, welches fich durch die Flamme des Streich hölzchens entzündet hatte. Nicht viel hätte gefehlt, und Der Laternenansteder wäre vor Schreck von der Leiter ge fallen. g. Die Vogelwiese", welche im vergangenen Jahre auf dem Terrain des alten Berliner Viehmarktes in der Brunnen ftraße abgehalten wurde, wird in diesem Jahre ihre Auf erstehung in der Pionierstraße, und zwar auf jenem ausge behnten Romplex feiern, auf dem sich gegenwärtig die schwedische Etsbahn befindet. Die Hasenhaide würde hierdurch eine noch stärkere Frequenz erfahren. Belle- Alliance- Theater. Die Aufführungen des Schön than'schen Schwantes Der Raub der Sabinerinnen" finden Ende dieser Woche ihren Abschluß, trozdem derselbe noch am Sonntag ein fast ausverkauftes Haus erzielte und das Publi Tum allabendlich in die heiterste Stimmung verseßt. Gerichts- Zeitung. Nürnberg. Ein Ober- Amtsrichter auf der Anklagebant Die Meineidsprozesse find leider in den Schwurgerichtsfeffionen etwas Alltägliches. Aber daß ein Oberamtsrichter, zu deffen weisen und Eide abzunehmen, selbst wegen Meineid prozefftrt Berufspflichten es gehört, auf die Heiligkeit des Eides hinzuwird, das ist wie der Staatsanwalt bemerkte ,, etwas Neues unter der Sonne". Oberamtsrichter Müller von Hersbrud, 59 Jahre alt, ein stattlicher, elegant auftretender Herr, war es, der in GemeinBock, die Anklagebank einnehmen mußte. schaft mit einem Bauern, dem sechzigjährigen Johann Christoph dem Eunuchen. Sie näherte sich der Gebieterin. Mädchen, begleitet von ihren Sklavinnen und geführt von Nuna, die jüngste der königlichen Gemrhlinnen!" ftellte sie der Eunuch vor. Nuna trug die Kleidung, welche im Großen und Ganzen alle Harems- Damen trugen, nur hatte sie die Ent blößung vermieden, welche viele derselben wählten, um einen Eindruck auf ihren föniglichen Gemahl zu machen. Die weiten Hosen von Goldstoff fielen bauschig bis ein breites, golbenes Gürtelband hielt fie um die Taille über die Fußknöchel, wo sie festgebunden waren, herab; fest und hing in reich mit Juwelen besetzten Quasten auf die Knie herab. Die Favoritin betrachtete Nuna, die ihre Augen be scheiden und schüchtern niederschlug und die Hände über die Bruft kreuzte, einige Minuten mit Aufmerksamkeit, dann winfte sie ihr, auf dem Riffen neben ihr Platz zu nehmen. Teinen Siem Gehen unterstügen, und welche ihr von Zeit zu Zeit dafür zu sorgen, daß die Frauen des Harems nicht allzu felten ertheilt. Frauengem überzeugt, daß sie schön sei. Träumerisch lehnt dort, Det ein wete Seufzer entringen sich ihrer Brust, ihre schönen, an erften orfäulen der Mitte wärmerischen Augen richten sich sehnsüchtig in die Ferne. ist nicht schwer zu errathen, diese Gefangene des golde= Ves Käfigs sehnt sich nach Freiheit. Diese Unglücklichen haben oft nie ein Feld gesehen, Die übrigen Frauen betrachteten die Favoritin wie eine Art höheres Wesen. Mehrere derselben saßen oder standen in ihrer Nähe und lauschten ihren Worten, wie die Kinder denen der Eltern. it fryftallte einen Garten unter freiem Himmel. Sie freuen sich regeln, namentlich in Bezug darauf, wie sie sich zu beneh Ten find me nthümlichen refchliffenen aber er Blumen, welche ihnen ihre Stiavinnen reichen, aber sie iffen nicht, wie und wo sie gewachsen, sie wissen vielleicht um, auf welche Weise Blumen entstehen. Diefer Raum ist der gemeinschaftliche VersammlungsBemälde Matz der Harems- Damen, in welchem sie sich ergehen, wenn eht aus gearbeitet; ohlriechende ibre breiten Feenpalaf eben Besuch des Königs erwarten. Bon hier aus thren verschiedene Thüren, welche allerdings nur durch Sortieren gebildet find, und welche sich zwischen den Mar Pieser Thüren führt in einen Gang, auf welchen die Ge= ächer der betreffenden Damen münden. Sie ertheilte ihnen Rathschläge und Verhaltungsmaßmen hätten, falls der König ihnen einmal das ominöse Taschentuch zuwerfen sollte. Eine Anzahl Eunuchen stand zu ihrem Dienst in der Nähe bereit. " Herrin", sagte einer derselben, sich vor ihr auf ein Anie nieberlassenb, befehlen Sie, daß vor der Prozession Ihnen die neue Harems- Dame vorgestellt werde?" breiten. orfäulen befinden, in die Gemächer der Einzelnen. Jede gebieterischen Handbewegung. t" Don bem Gl entzudt Ich will fie fehen," erklärte die Favoritin mit einer Der Eunuch entfernte fich und verschwand hinter einer der Portieren und nach einer Weile trat durch dieselbe ein Das ist eine Auszeichnung, welche die Favoritin nur Nuna folgte dem Winke, und nun bedeutete bie Favoritin durch eine Handbewegung allen übrigen Harems Damen fich zu entfernen. Auf die beiden Eunuchen, welche neben den beiden Frauen stehen blieben, hatte dieser Be fehl keinen Bezug. Die Eunuchen haben nicht nur das Recht, fondern auch die Pflicht, jeder Unterredung zuzu hören. " Man hat mir erzählt," begann die Favoritin, daß Sie von dem Schreden frank geworden sind. Es ist kein Wunder! Ich hörte, daß Sie in der größten Gefahr schwebten, von dem wüthenden Tiger zerrissen zu werden; um so mehr freue ich mich, Sie wieder hergestellt zu fehen." H Nuna seufzte tief. Ich schwebte in Lebensgefahr," sagte fie. Ein Jüngling rettete mein Leben. Der Mann, welchen ich liebe!" Unglückliche!" rief die Favoritin entfeht; fprechen Sie das Wort lieben" nicht anders aus, als in Bezug auf den König, dessen Gattin Sie find." ( Fortsetzung folgt.) Bod wurde aus der Haft vorgeführt, Müller war noch auf freiem Fuße. Die Verhältniffe, aus denen das Vergehen der Beiden er wachsen ist, find höchst unerquicklicher Natur. Sie zeugen von heillofer Rorruption und namentlich Müller hat sich standalöse Dinge zu Schulden tommen lassen. Anonyme Des nunziationen, anonyme Briefe, Umarmungen verhei ratheter Frauen und unzüchtige Angriffe auf Dienst mägde im Amts Bureau, Freisprechungen, die ber oberen Instanz unbegreiflich" find, dies ging derjenigen Handlung, die den Oberamtsrichter auf die Anklagebant brachte, vorher, und es würde ihn wohl schwerlich allein um das Ansehen bei feiner Umgebung gebracht haben, denn wegen der Unzüchtigkeiten mit Frauen, welche ihn in Amtsangelegenheiten aufsuchten, erhielt er nur 90 M. Geldftrafe im Disziplinarwege. Der Mitangeklagte Bock hatte einen Groll auf den Bauern Georg Winter, weil derselbe eidlich ein Belastungs- Beugniß gegen Bods Sohn in einer Antlage wegen Thierquälerei abs gelegt hatte. Bock beschuldigte, wie das unbequemen Beugen gegenüber sehr häufig vorkommt, den Winter des Meineids und da er einmal im Denunziren war, behauptete er außerdem von dem ehemaligen Bürgermeister Lämmermann von Ellenbach, derselbe unterschlage fortgesezt Gemeindegelder. Es hat sich übrigens später herausgestellt, daß lettere Behauptung nicht ganz grundlos war. Lämmermann denunzite inzwischen den Oberamtsrichter Müller bei der Staatsanwaltschaft wegen Bestechlichkeit, weil er in erster Instanz den Sohn des Bock freigesprochen hatte. Der legteren Denuns ziation folgte eine Disziplinar- Unterfuchung, welche indeß nichts Belastendes für Müller ergab. Bock und Müller fanden fich nun im allgemeinen Haffe gegen Lämmermann und fabri 3'ten gegen diesen sowohl wie gegen Winter und einen Kuratus Karl anonyme Briefe und Anzeigen, die sie von Bocks Kindern abschreiben ließen und an die Staatsanwaltschaft sandten. Die Pasquillanten wurden entdeckt und am 6 Juni 1884 wurden Beide vom Untersuchungsrichter eidlich über den Inhalt und die Art der Verfertigung und Absendung jener Denunziationen vernommen. Sie suchten dabei hauptfächlich die Anonymität der letteren zu bestreiten und machten über nebensächliche Umstände noch Angaben, die sich bald als wahrheitswidrig herausstellten. Darauf flüßt sich die Anklage; die Verhandlung dauert zwei Tage und wurde bei beschränkter Deffentlichkeit durchgeführt. Müller beftritt entschieden seine Schuld, im Uebrigen ver mochte er nicht zu leugnen, daß er sich Ungehörigkeiten im Amt gegenüber Frauenspersonen zu Schulden kommen ließ und anonyme Briefe anfertigte. Bock beruft fich darauf, er habe infolge eines Leistens bruches ein ganz schlechtes Gedächtniß und dieses allein sei die Urfache, wenn er ohne Wissen etwas Unrichtiges gesagt haben follte. Im Zeugenverhör wurde der freundschaftliche Verkehr zwischen Müller und Bock bekundet. Außerdem gab Beugin Christine Keck, welche im Buchthause zu Würzburg eine Strafe wegen Meineid verbüßt, an, daß fie von Müller wiederholt in deffen Bureau gebraucht" worden sei. Sie war selbst verbeirathet und habe gewußt, daß Müller verheirathet war. Die Beugin Bidelmann, ebenfalls verheirathet, giebt unter Eid an, daß sie von Müller, als sie ihm ein Schreiben zu bringen hatte ( fie war Bötin), in zwei Fäden gebraucht" wurde. Sie hat dafür Geld erhalten. Mehrere andere hat Müller gefüßt und anzugreifen versucht; einmal ist ihm dabei die Brille herabgefallen und zerbrochen. Die Thüre des Bureaus verriegelte er bei solchen Gelegenheiten. Einige Beugen bekunden, daß Bock in der That ein schwaches Gedächtniß habe. Der Staatsanwalt Kalb beantragte, in Bezug auf Bock Die Frage auf wiffentlichen, eventuell fahrlässigen Meineid zu bejahen; hinsichtlich Müllers erklärte der Staatsanwalt, daß er überzeugt set, Müller habe wiffentlich falsch geschworen, denn von ihm, der so genau die Bedeutung des Eides tenne und so oft selbst Eide abnahm, sei nicht vorauszusetzen, daß er in Verwirrung gerieth. Der Angeklagte sei moralisch tief gefunken und vom Pasquillanten zum Meineidigen sei nur ein Schritt. Der Vertheidiger, Dr. Frankenburger, mahnte zur Objekti vität und Unparteilichkeit und warnte vor dem Hereinziehen von Dingen, welche nicht hergehören und disziplinarisch bereits bestraft worden seien. Er beantrage Verneinung der Schuld frnge. Die Geschworenen konnten sich troßdem nicht völiig von der Unschuld der beiden Angeklagten überzeugen und bes jahten die Schuldfragen auf wissentlichen Meineid, sowie die Frage, ob der Milderungserund des§ 157 vorhanden sei. (§ 157 bestimmt, daß ein Meineidiger milder zu bestrafen sei, menn er, sofern er die Wahrheit gesprochen, fich einer strafrechtlichen Verfolgung ausgesezt hätte.) Der Staatsanwalt beantragte für Müller 1 Jahr 3 Monate Buchthaus, für Bock 8 Monate Buchthaus, event. 1 Jahr Gefängniß und 5 Jahre Ebrverluft nebst gefeßlichen Folgen. Das Urtheil lautet für Müller auf 9 Monate Gefängniß, für Bod auf 6 Monate Gefängniß und für Beide auf 3 Jahre Ehrenrechtsverlust. Müller wurde fofort verhaftet. Darmstadt, 22. Januar. Der wegen Soldaten. misbandlung in Untersuchung genommene Unteroffizier Der Offenbacher Garnison wurde gestern hier vom Militärgerichte abgeurtheilt. Wie der„ T. A." vernimmt, soll derfelbe zu sechs Jahren Buchthaus und Ausstoßung aus dem Militärverband verurtheilt worden sein. Der Prozeß gegen den Kaufmann Louis Domnaner, Deffen Flucht und Wiederergreifung f. 8. allgemeines Aufsehen erregte, nahm heute vor dem Schwurgericht hiesigen Landgerichts I seinen Anfang. Die Anklage lautet auf betrügerischen und einfachen Banterutt. Der Angeklagte ist 36 Jahre alt und bisher unbestraft, er befindet sich seit dem August v. J. in Untersuchungshaft. Als Vertheidiger steht ihm Rechtsanwalt Mundel zur Seite, die Anklage vertritt Staatsanwalt Dr. Dito, den Vorfiz des Gerichtshofes führt Landrichter Dr. Dishausen. Der Angeklagte betrieb hierselbst seit etwa 12 Jahren ein Engroß und Detailgeschäft in Damenkonfektions- Artikeln und hatte Rosenthalerstraße 11/12 und Mohrenstraße 39/40 efchäftslotale. Am 16. April v. J. verließ er Berlin unter dem Vorgeben, feine gewohnte alljährliche Geschäftsreise nach Holland zu machen und nahm zu diesem Zwed sorgfältig ausgewählte Muster, bestehend in Damenkonfektions- Artikeln im Werthe von etwa 2000 Mark mit. Am 20. April 1884 erhielt der Disponent des Geschäfts, Buchhalter Felix Oppenheim, aus Southampton einen Brief van Domnauer, in welchem legterer erklärte, daß ihn wichtige Gründe privater Natur veranlagt hätten, Deutschland für immer zu verlassen. Der Disponent wurde ferner angewiesen, sich wegen Zusammen berufung der Gläubiger mit dem Schwager des Angeklagten, einem Herrn Jakob Cohn, in Verbindung zu seßen und legte rer wurde ersucht, die Regulirung der Paffiva zu übernehmen. Mein Biel ist Süd- Amerika, In dem Briefe bieß es u. A.: das Sdiff, welchs mich hinüber bringen foll. lichtet beute noch die Anker." Es wurde jedoch ermittelt, daß D., über deffen Vermögen der Konkurs eröffnet wurde, fich mit einer früheren Konfettioneuse feines Geschäfts, der unverehelichten Martha Wagner, mit welcher er feit drei Jahren ein Liebesverhältniß unterhielt, in London aufhielt und auf diplomatischem Wege von der englischen Regierung seine Auslieferung erwirkt. Der Argeklagte hatte außer den erwähnten Mustern im Werthe Don 2000. ein Baarsumme von 18 000 it. mitgenommen. Diese Baarsumme bat er fich, wie die Anklage behauptet, das burch verschafft, daß er bei der Deutschen Bank hierselbst von feinem Guthaben in Höhe von 8752 Mt. Turz vor seiner Flucht auf einem Check die Summe von 8000 Dit. erhob und im Birkular des Ausschusses der vor Kurzem gegründete, einigung der Metallarbeiter Deutsal zur Verlesung, durch welches der Verein veranlaßt in Betreff der Frage, ob er gewillt sei, der Bereinigu zutreten, zu entscheiden. Die Herren Miethe, Kluge un u. A. sprachen fich dahin aus, daß der Fachverein, ba Polizeipräsidium als ein politischer Verein d werde, zur Beit nicht in der Lage sei, als solcher in einigung" eintreten zu können. Eine Auflösung des eins aber bebufs Reorganisation im Sinne des Stat Vereinigung" würde mit einer Gefährdung deffen, die in gedeihlicher Entwickelung begriffene Fachorganif Interesse der Allgemeinheit bereits errungen sei und ungen werden könne, verbunden sein." Vereine von arbeitern aller Branchen seien für kleine Städte e nicht aber für große Städte, in denen große Vereine de 9 Nr. 22. Zum Ar „ Die deu wiesen, das L diesem Bwede Bukunft nach mäßig den J aber das Ziel im Auge behalten, Glieder in der, Verein zu werden. Aus den hier angedeuteten Gründen eines Arbeiter obige Frage einstimmig für jest mit Nein beantwon diefes Bunkies Deckung der Kosten des Metallarbeiter- Kongreffes Großindustriel murde ein Beitrag von 10 Matt bewilligt, die Bahl tralverbandes Ausschuß der Vereinigung" an den Fachverein zu reits veranlaß gedruckten Brotokolle über die Kongreßverhandlungen folution Luft auf 100 feftgefegt. Nachdem dann noch die herren mann, Rammer und Alter zu Kaffenrevisoren gewählt waren und eine Tellersammlung zu Gunsten der Kollegen der Joseph'schen Fabrik beschloffen worden folgte um 12%, Uhr der Schluß der Versammlung Der Arbeiter Bezirksverein der Friedrich gereichen, wen am Donnerstag, den 29. Januar, seine vierte orbert tag unternom des Vorstandes über das veifloffene Quartal. 2. Der thatsächlic legung. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Berschied Fragetaften. Im Hinblick auf die hochwichtige nung hält es der Vorstand für angezeigt, sämmtliche aufzufordern, ihr Interesse an den Verein durch Erscheinen zu betbätigen. Alle Mitglieder werde aufgefordert, ihre Mitgliedskarte zur Generalversammduſtrieller zubringen. zubringen. Erwähnt sei noch, daß der Verein Mitglieder Badebillets im Preise von 35 Pf. von anstalt ,, Wilhelmsbad", Schüßenftr. 18/19, befchafft vom Kaffiter Herrn Arnold, Kodftr. 39, zu bezieh Zentral- Kranken- und Sterbeftaffe der D verm Berufsgenossen Deutschlands.( E. H.-K.). liche Generalversammlung am 15. Februar 1885 burg a. S. Der Ausschuß. STO März und April 1884 an die Raufleute Friedländer, Kronbach u. Schulvater hierselbst große Posten Waare im Gesammt betrage von 10 000 Mt. verkaufte. Das vom Angeschuldigten bei seiner Flucht zurückgelaffene Vermögen betrug nach statt gehabter Realiftrung 75 115 Mark; dieser Aktivmasse standen gehabter Realiftrung 75 115 Mark; dieser Aktivmaffe standen Baffiva von 102 529 Mart gegenüber, so daß 27 414 Mart Insuffizienz vorhanden war. Für die nicht berechtigten Gläubiger ergab sich eine Dividende von ca. 65 pet. ihrer Forde rungen. Eine dolose Schädigung der Gläubiger folgert die Anflage aus einzelnen Stellen des D.'schen Briefes und dars aus, daß er kurz vor seiner Flucht größere Waarenverkäufe aus, daß er kurz vor seiner Flucht größere Waarenverkäufe von unfertigen Artikeln ausgeführt und nicht gebucht und auch die an Friedländer verkauften Waaren beimlich in Abwesens heit seines Personals aus dem Geschäftslokal hat fortschaffen laffen. Der Vorwurf des einfachen Banterutts beruht darauf, daß aus einem Debitorenbuch aus dem Jahre 1874 die ersten 15 Blätter herausger sen find, aus den Büchern des Angeschiedenen Branchen möglich find. Die Fachvereine flagten nicht festzustellen ist, mit welchem Kapital er sein Geschäft begonnen, daß in dem Hauptbuche eine Radirung ftattgefunden bat und die Inventuren resp. Bilanzen aus den Jabren 1871-80 fehlen. Der Angeklagte behauptet zwar, daß er dieselben aufgenommen habe, doch find solche weder bei der Haussuchung durch den Kriminalfommiffarius Wolff, noch durch den Schwager des Angeklagten aufgefunden worden. Die Zahl der geschädigten Gläubiger beträgt 63, die Zahl der Beugen, unter denen fich auch die unverehelichte Wagner befin det, 16. Der Angeklagte, welcher zu seinen Personalien an giebt, daß er mit seiner Ehefrau in Scheidung liegt und KinSer nicht besigt, erklärt sich noch beiden Richtungen bin für nichtschuldig. Er giebt zu, daß er die Waaren an drei Ramschfäufer verkauft und fein Guthaben bei der Deutschen Bank bis auf einen Rest von 1000 M. au dem Zwecke erhoben habe, um fich die Mittel zu seinem Fortgang zu verschaffen, doch habe er nicht die Absicht gebabt, seire Gläubiger zu benach theiligen. Bei der legten Inventur im Anfange des Jahres 1884 habe sich für ihn ein Vermögen von 43 000 Mart herausgestellt, abgesehen von seinem Brivatmobiliar im Werthe von ca. 10 000 Mart. Der einzige Bwed seines Fortganges sei der gewesen, von seiner Frau los zukommen und die Martha Wagner zu heirathen. Er habe zwei Tage nach seiner Abreise sofort an bieftge Gläubiger geschrieben, daß ihn nur private Gründe zum Wegaang bewogen, er habe ferner feinem Disponenten und seinem Schwager ganz genaue Instruktionen zur Regulirung der ganzen Sache er theilt, die aber nicht befolgt worden seien; er babe außerdem fein Geschäft mit sämmtlichen Aktivis und Paffivis seiner Frau überlassen, die sämmtliche Gläubiger ohne Ronkurs vollständig hätte befriedigen können. Nur das Aussprengen des Gerüchts, daß er 80 000 M. mitgenommen und 300 000 M. Schulden binterlaffen habe, hab: Die Gläubiger stußig gemacht und zur Anmeldung des Konkurses gedrängt. In London babe er, ohne irgendwie geheim dabei vorzugehen in der City of London ein Konfektionsgeschäft etablirt. Hätte er geahnt, daß hier demand sein Geschäft zum Konkurs bringen würde, so wäre er feineswegs fortgegangen. Auf Befragen des Präsidenten bestreitet der Angeklagte, daß er vor seinem Fortgange Waaren heimlich" verkauft habe; ebenso sei es unrichtig, daß er der Martha Wagner große Geschenke an Stoffen 2c. gemacht habe. Die Reir überschüsse seines Geschäfts, welches in den legten beiden Jahren nicht allzu gut gegangen sei, haben 6-10 000 Mart betragen. Er habe das Gefchäft ohne Mittel begonnen, da fich in der Mitgift seiner Frau ein Geschäftslotal nebst Einrichtung befunten babe, fein Vermögen habe er sich erst später selbst erworben. Vor seinem Fortgange habe er seinem Onkel drei auf seine Firma gezogene Wechsel zu 1000 D. übergeben. Er habe die Abficht gehabt, damit seine Mutter vorläufig vor Noth zu schüßen und geglaubt, daß seine Frau als gut fituirte Bestzerin des Geschäfts die Wechsel ohne Wetteres einlösen werde. Soweit der Angeklagte. Da die Beweis ethebung voraussichtich recht umfangreich werden wird, so hat der Präsident zwei Sigungstage für die Verhandlung anbe raumt und außerdem einen Erseßgeschworenen auslosen laffen. ( Forts. folgt.) Vereine und Versammlungen. Im Fachverein der Schloffer( bei Gratweil) wurden am Sonnabend zunäd st die statutn äßigen Wahlen vollzogen. Der 1. Vorftende Herr Kluge, der 1. Kassirer Herr Schwerdt und der 2. Schriftführer Herr Zander wurden wiedergewählt; als 2. Bibliothekar ging der Plöß aus der Wahl hervor. In Stelle des Herrn Miethe, der sein Amt nieberlegte, wurde Herr Krohn zum 2. Voifigenden gewählt. Es kam dann ein 4. Klasse 171. Königl. Preuß. Lotterie. Ziehung vom 26. Januar 1885. Nur die Gewinne über 210 Mark find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) In der heut Abend stattfindenden Delegirten lung der Tischler gelangen folgende Angelegenheiten handlung: 1. Bericht über die am 19. Januar Gewerbe- Deputation des Magistrates zu Berlin abp aut ohne daß den ihren aus der gehört zu wer vorliegenden tlärt daher de es fetzgebung auf wiro, eingehe und in wie w tisches Bedürf schen Industri und ob nicht geschädigt wer werth, daß au Sorgen haben, Bentralverbant Mißbräuche, d fonen." Tischlermeister Versammlung. 2. Wahl aus 8 Tau beseitigt werde flonen, je aus 5 Mitgliedern bestehend. 3. Die Ant grenzung der Anträge vom 28. Mai und 30. Dezember. 4. Unteri gesuch eines Kollegen vom Hoftischlermeister Med 5. Die Arbeitseinstellung in der Spielrahmenfabrit penau. Im Hinblick auf die Wahlen der Kommission Die Bentral- Kommission der Tischler die Delegirten zahlreiches Erscheinen. Das ist d find die Herre Aus Fra phiren: " De bat bekannt, Rumpff set.' S aus Boffen in Schuhmacher Die Tischlerversammlung am Sonntag wat besucht. Herr Künzel sprach über die Lohnbewegfern. Er fam Schluß wurde folgende Resolution angenommen: Berl wieder zurückm in Röblers Salon tagende öffentliche Tischlerversa trag. Der Mi fennt an, daß gerade im Westen und Südwesten Verhältnisse im Tischlergewerbe ebenfalls so traung den anderen Bezirken Berlins find, und eine Beffe nothwendig erscheint. Sie erfennt ebenfalle a tieses zu bemerkstelligen, die Betheiligung fämmtlicher am Unterstügungsfonds der Berliner Tisler muß, und verpflichtet sich, voll und ganz Dafür ein ftebenundzwan Tagen das ga falls ist diese Ueber die gemeldet: W Packet Dynam damit auch zum Frühjahr jeder Tischler an ten geftellte Des Tower, im Gewehrgestelle Gewehre besch rungen festhalten kann. Der Verein der Sattler und Fachgenoff Explosion ang seinen Wiener Maskenball am Sonnabend, Den 14 in den Tower besucht, als an in den Prachträumen des„ Drpheums", Alte Jatob und ist Sorge getragen, daß sich das Bergnügen fanden sich eta recht amüsanten gefialten wird. Eintrittstarten benen, wie es beim Vergnügungskomitee und in der nächsten Verein Auch im Parl lung, Sonnabend, den 31. Januar, in den Gratweil'id hallen zu haben. 16 unter das Bul Gauverein Berliner Bildhauer, Annenstraße Dynamits eilig Abend 9 Uhr. Tagesordnung: Verschiedenes und Westminster w abend. 443 48 61 64 91 98 528 73 745 60 83 93 97[ 3000] 806 6 52 1150 auf der Kellert als daffelbe ex Auch mehrere 47079 252 69[ 300] 355 458 60 95 607 791 832 80 98 916 48001 10[ 1500] 117 45[ 300] 54 94 221 302 13 40 89 99 404 verlegt worden 82 537 613 725 865 925 59 65 77[ 300] 97 49278 79 313 welche sich in der Gemeinen [ 1500] 86 608 9 53 728 878 924 239[ 550] 71 323 40 46 72[ 300] 89 499 515 20 70 79 789 840 48 70 98 546 66 662 743 95 810 11 67[ 300] 980[ 3000 83 51017 Ursache der De 50000 7 15[ 300] 22[ 1500] 35 57 136( 550] 44 71 240 barauf folgend [ 300] 73 79 86 967 1066( 300] 72 95 145 91 200 324( 300) 47 53( 300) 406 136 59 64 279( 300) 32( 16001 351 65 19 487 630( 300) 45 87 519 93 727 805 39 43 71 904 52 2012 51 84 138 65 384 462 565 697 815 29[ 1500] 37 44 73 904( 3000) 35 51 90 98 53070 81 10 Bielen das Le 726 72 830 960 97 3108 29[ 3000] 71 253 90 331 468 89 516 825[ 1500] 235 37[ 300] 307[ 6000] 18 443 84 542 706 87 812 14( 3000 the iligung an freigelassen wo Chicago, 43 46 910 50 4044 89 138 58 71[ 550] 241 321 89 422 46[ 3000] 49 55 54029 158 260 344 59 92 93 407 529 92 642 728 62 836 60 64 2 56[ 550] 74 96 531 45 618 34 39 72 97[ 550] 736 40 48 936 38 88[ 300] 55037 120[ 300] 61 215[ 300] 403 23[ 550] 66 568 638 223 55 61 369 404[ 300] 27 84 513 23[ 1500] 35 37 96 613 79 81 98 741 92 501 607 709 13 17 89 809 30[ 300] 84 914 16 58016 25Otto Funk ist 703 29[ 550] 33 53 99 1300] 812 6036[ 1500] 37 82 93 122[ 300] 38 98 550) 508 633 736 72 81 858 89 911( 550) 57006 44 53 218 5004[ 1500] 48 141[ 1500] 99[ 1500] 304[ 1500] 71 440 64 95 572 603[ 300] 909 59 56123 28[ 300] 85 201[ 300] 19 25 46 85( 550) 78 95 852 75 920[ 300] 69 80 7005[ 3000] 12 54 80 159[ 1500] 62 230 101 23 56 98 265 87 93 95 348 55 1550] 95 428 75 87 502 5 und einer Höll 54 89[ 1500] 97[ 550] 432 43[ 300] 58 500 6 75 738 99 827 963 9006 16 57 80 215 25 41 339 413 30[ 1500] 40 80 91 545 86 88 696 997 [ 550] 116 60[ 300] 220 60 71 358 480 517 41 69 652 58 86 759 88 812 906 23 25 60 81 94 838 42 950 68 93 10109 335 417[ 300] 82 511 14 46 674 78[ 5501 771 76 883 912[ 3000] 64 562 644 55 56 82 83 725 34 41 76 95 827 64 79 83 9 60011 18 22[ 3000] 36 63 137 78 95 234 312 19 27 300 ach den Ermi Ein u Herr Karl 345 49 84 95 402 537 65 66 67 97 646 964[ 300] 68 88 94 928 30 32 22 61 62 63 65 88 98 152[ 550] 86 225 32 75 77 325 33 nach Wien zu 32[ 1500] 41 52[ 550) 12003 29 39[ 1500] 79 111[ 550] 29 64 205 38 85 38 80 574 88 13000] 706 73 79 90 95 807 49 98[ 550) 933 82 13004 222[ 550] 34 43 56 57 81 343 70 76 476 500 7 1300] 55 600 68[ 300] 519 25 26 37 53[ 300] 636 50 52 75 903 35 38[ 300] 6 758 911 68 14029 89 145 56 75 249[ 300] 62[ 1500] 323 29[ 1500] 450 207 91 394 578 639 800[ 1500] 84 920[ 300] 64003 43[ 300] 49 50 360( 550] 69 70 520[ 550] 652[ 300] 65 705 66[ 300] 94 513 730 825 30 66 968 94 98 15059 85 225 42 88 343[ 1500] 58 71 88 574 629 57 60 62 773 832 16005 6 21 69 83 86 224 422 60 71 507 8 91 609 23 710 32 39 77 99 425[ 3000] 520 33 67 80 644[ 1500] 45 68 729 37[ 1500] 42 63 831 51 20011[ 1500] 79 109 68 74 234 55 56 320 414 545 645 48 83 733 550] 49 852 71 928 51 76 21010 42 227 67 336 411 24 33 34 85 552 1550] 68[ 550] 927 35 28 35 109 201 95 314 60 437 550 81 95 600 932 73 theaters für i Balentin flieg er in lebhafte prechen. 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Ich fragte Ja, das ingefallen." Wir eilten ch ihr vis- a- vi Ich sagte: firen, da Sie chönste Klofter leichzeitig unf Ich führte 872 914 38006 41 81[ 300] 84 131 49 95[ 3000] 265 94 310[ 550] 47 49 89 93 632[ 550] 37 731 70 77 835 72 75[ 300] 80 98 992 464 85 523 92 602 15[ 550] 46 81 703 54 61 812 15 39 72 921 26[ 1500] 86 203 45 89 342 60 416 96 502 3 61[ 300] 82 615 20 1300 lieb beim Fen 85012 69 85 97 99 112 41 233[ 550] 42[ 800] 87 412 26 31 37 39084 109 63 249[ 550] 93 432 34 42 52[ 1500] 546[ 3000] 68 58[ 300] 69[ 3000] 77 94 700 1 33[ 300] 34 49 900 17 55 73 109 235 72 79 313[ 550] 31 41 81 460[ 1500] 587 780 94 860 40093 364 65 85[ 300] 98 409 39 99[ 1500] 639 82 737[ 3000] 89 801 911 97[ 300] 88004 26 48 57 93 128 440 97 501 14 38 65 14 947[ 1500] 51[ 1500] 95 41019 57 100 11 79 275 305 43 88 435 57[ 300] 91 841 939 47 89008 34 205 32 364 79 541 45 51 57 93 531 639 725 49 870 79 80 91 916 50 42127 86 269 320 24 91 705 25 29 820 41 53[ 300] 65[ 300] 401 11 503 624 25 63 732 42 884 13001 90 953 58 65[ 300] 43019 613 39 50 51 85[ 300] 708 843 952 57 67 chdrückte neine Wange aum einige S leicher Weise ante: Da die Bien gleich w 90029[ 300] 47 89 94 149 92 234[ 3000] 43 58 311 77: 44012 115 48 272 316 21 39 41 79 84 95 97[ 300] 444[ 550] 89 94[ 550] 948 91028 231 70 82 353 65 80 82[ 1500] 94 536 64 698 726 132 68 82 220 329 463 598 742 85 808[ 300] 24 30 923 38[ 3000] 96 536 65 79 84 90[ 300] 94 96[ 300] 612 56 738 47 54 73( 558 15039 132 36 79 215 21 68 407[ 6000] 89 594 98 609 50 85 721 77 309 37 98[ 300] 406 86[ 3000] 550 627 757 82 882 902 14 Ste lehnte dan 92136 251 87 341[ 550] 471 506 703[ 300 819 933023 66 801[ 1500] 36 964[ 300] 99[ 300] 46068 87 104 22[ 30 000] 203 369[ 300] 90 100 201 885 414 34 60 741[ 300] 898 980 Berantwortlicher Redakteur R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Sierzu eine Bella egründete Deutfal ranlagt Vereinigu Kluge und verein, ba Be ein a Icher in bi ung bel Des Stat w Beilage zum Berliner Volksblatt. Deffen, Nr. 22. nchorganif sei und we reine von Städte wed Vereine de Fachvereine Der Verein H ünden Politische Uebersicht. Bum Arbeiterschuhgesek. Die im Reichstag, bezüglich eines Arbeiterschußgeseges gepflogenen und die noch in Betreff beantworte diefes Punktes in Aussicht stehenden Debatten beunruhigen die ongreffes Großindustriellen in hohem Grade. Die Mitglieder des Ben die Bahl tralverbandes deutscher Industrieller, haben sich denn auch beerein zu reits veranlaßt gefühlt, ihren gepreßten Herzen in folgender Reandlungen folution Luft zu machen: Ee ferren Die deutsche Industrie hat stets ihre Bereitwilligkeit been gewählt wiesen, das Loos ihrer Arbeiter bestens zu gestalten und zu ten der diesem 3wede schwere Lasten auf sich genommen, wird auch in I worden Bukunft nach Kräften hierzu bereit sein. Es muß aber gleich mlung. mäßig den Interessen der Arbeitgeber und Arbeiter zum Schaden riedrigereichen, wenn unaufhörlich gesetzgeberische Versuche im Reichs, Erte orbent tag unternommen werden ohne genügende Vorbereitung und ung ab: ohne daß die große Mannigfaltigkeit und Verschiedenartigkeit al. 2. der thatsächlichen Verhältnisse hierbei berücksichtigt find, und Verschiede ohne daß den Bethelligten zuvor Gelegenheit gegeben ist, mit wichtige ihren aus der Erfahrung geschöpften Ansichten und Wünschen umtliche gehört zu werden. Angesichts der dem Reichstage gegenwärtig Durch vorliegenden Anträge auf Ausdehnung des Arbeiterschußes ertlärt daher der Ausschuß des Zentralverbandes deutscher InIversammdustrieller es für unumgänglich nothwendig, daß, ehe die Geer werden Verein Bf. von Befchafft beziehe Der D = S.). 1885 P Tegirtent egenbeiten Sanuar us 8 Ta Berlin abach aut feggebung auf diesem Gebiete weiter in Anspruch genommen wiro, eingehende Erhebungen darüber angestellt werden, ob und in wie weit zu einem gefeggeberischen Borgehen ein praf tisches Bedürfniß vorliegt, ob die Konkurrenzfähigkeit der deutfchen Industrie auf dem Weltmarkte hierdurch beeinträchtigt und ob nicht das wohlverstandene Intereffe der Arbeiter selbst geschädigt werde. Hierbei erscheint es insbesondere wünschenswerth, daß auch Arbeiter, welche für Familienangehörige zu sorgen haben, gehört werden. Ferner erklärt der Ausschuß des Zentralverbandes deutscher Industrieller, in Erwägung, daß Mißbräuche, die vereinzelt vorkommen mögen, in anderer Weise beseitigt werden tönnen, fich schon jest gegen die generelle Be fonen." Die Angrenzung der Arbeitszeit erwachsener männlicher 4. Unter enfabrit Med PerDas ist deutlich gesprochen; also zum Wohl der Arbeiter ifter ind die Herren gegen jede Beschränkung der Aibeitszeit. ommiffione g war nu nbewegung mmen: D erverfamm Oweften " 1 Aus Frankfurt a. M. läßt sich das B. Tgbl." telegraphiren: Der Bruder des in Hockenheim Verhafteten bat bekannt, daß dieser] der Mörder des Polizeirathe elegirten Rumpff sei. Der Berhaftete heißt Julius Lieste und stammt aus Boffen in der Mart Brandenburg. Er ist seines Beichens Schuhmacher und war schon seit drei Jahren von der Heimath fern. Er fam von der Schweiz, wohin er auch jetzt zu Fuß wieder zurückwollte. Die That geschah im anarchistischen Auftrag. Der Mörder ist ein mittelgroßer, bartloser Mann von ftebenundzwanzig Jahren. Die Polizei wird in den nächsten o traurige Tagen das ganze Belastungsmaterial veröffentlichen."-Jeden falls ist diese Nachricht mit der größten Vorsicht aufzunehmen. Ueber die Dynamit- Attentate in London wird weiter gemeldet: Wie die Untersuchung herausgestellt hat, muß ein Berl cine Beffe Falle an ämmtlicher Ter eine g en geftellte oafür ein Backet Dynamit in der zweiten Etage des Weißen Thurmes achgenoff Den 14 lte Jatob ergnügen bes Tower, im sogenannte Bantetsaal, hinter eines der vielen Gewehrgestelle gelegt worden sein. Es sind mehrere Hundert Gewehre beschädigt und ist sonst vielfacher Schaden durch die Explosion angerichtet worden. Sonnabends ist der Eintritt in den Tower frei und derselbe in Folge deffen viel mehr besucht, als an anderen Tagen. Zur Beit der Explosion be fanden sich etwa stebzig Menschen im Weißen Thuim, von starten benen, wie es iegt beißt, nur vier Personen verlegt wurden. en Verein Auch im Barlamentsgebäude wird das Publikum nur Sonnabends eingelassen. Vermuthlich haben sich die Uebelthäter Bratweil'i unter das Publikum gemischt und sind nach Niederlegung bes 16 cs und Bib nenstraße Dynamits eiligst entkommen. In Betreff der Explosion in 1806 52 15 Westminster wird angenommen, daß die beiden Polizisten ein auf der Kellertreppe liegendes Packet soeben aufgehoben hatten, als daffelbe explodirte. Der Zustand Beider ist hoffnungslos. 80999 104 verlegt worden. In Folge dieser Explosion find viele Leute, 80 98 916uch mehrere andere in der Nähe befindliche Personen find 879 313 welche sich in diesem Angenblicke in den Räumen des Hauses 83 51017 Urfache der Detonation fernen zu lernen, sonst hätte die gleich 44 71 240 Der Gemeinen befanden, nach Westminster- hall geeilt, um die 40 0( 300) 48 886 96 Darauf folgende Explofton im Hause der Gemeinen ohn Bweifel 53070 81 10 Vielen das Leben gekostet. Zwei wegen Verdachtes der Be12 14( 3000 the iligung an dem Verbrechen verhaftete Personen find wieder 2836 60 64freigelassen worden. 5 568 638 46 85 550 6 44 218 Chicago, 24. Januar. Unten den Effekten eines gewissen 58016 25 Otto Funk ist hier ein Gefäß mit Dynamit, grobem Pulver 5 37 602 nach den Ermittlungen er gefunden wordt derfelbe ist 25( 300) 86 88 696 19 27( 300 54 79 83 93 2 15501 60 501 933 82 99 Ein unangenehmes Reiseabenteuer. 7 325 33 nach Wien zu fahren, wo ihm als Miteigenthümer des Karl38[ 300] 6 03 43[ 300] 66[ 300] 001 622 23 08 20 50 90 29 24 300 104 77 89 90 Herr Karl Almeroth beabsichtigte am 16. d. früh von Steyr theaters für jeden Freitag eine Loge reservirt ist. In St. Valentin flieg eine junge Dame zu ihm ins Koupee, mit der er in lebhafte Ronversation gerieth. Herr Almeroth erzählt nun den Verlauf der Fahrt, von deffen Folgen er sich erft " 7 239 55 test erholt hat, der Br." in folgender anschaulicher Weise: 766 68 841 ang und es giebt genug Gelegenheit, das Verschiedenste zu bes 51 544 64 86 056 106 1900 561 86 764 3001 29 47 64 59 80 815 19 36 40 950 96 91 514 64 74 97 274 89 5077 101 907 13 23 Die Strede von Amstetten bis St. Pölten ist ziemlich prechen. Das Fräulein theilte mir mit, daß fie als Gouver ante nach Polen gebe, daß sie in München gebürtig und im Kloster Nymphenburg erzogen sei, daß fte 18 Jahre alt fei, eboch jünger aussehe. Wir sprachen von München und dessen Bier, von Polen und dessen Schnaps, turs, was halt so die tonversation mit sich bringt. Blößlich fragte mich das Fräu ein, ob wir einen Tunnel passtren. Ja, furz vor Mölt, ber einen ganz kleinen." Da sah sie mich an und lächelte Ich fragte:„ Fräulein, warum lachen Sie?" 6 800( 1500) 9008 39 40 5 550) 661 72 7 96 13001 619 88 233 155 3 35 44 705 4 93 97 405 579 5112 1300 47 239 76 810 42 5 60 526 637 001 87 419 2 80 98 992 615 20( 300) 900 17 55 73 7780 94 860 8 9 541 45 51 57 ch abei. ingefallen." Ja, das kann ich Ihnen nicht sagen, es ist mir etwas Wir eilten Mölt zu, ste saß bis jetzt auf der rechten Seite, ch ihr vis- a- vis. Ich sagte:„ Mein Fräulein, es wird Sie gewiß interfiren, da Sie ja selbst in einem Kloster erzogen wurden, das hönste Klofter, das wir in Desterreich. haben, zu sehen, und leichzeitig unsere Donau." Dienstag, den 27. Januar 1885. ftiftung verdächtig. Bet seiner Vernehmung erklärte Funt, die Maschine fonstruirt zu haben, um sich wegen einer Liebesaffaire in Newyork selbst zu entleiben. Washington, 24. Januar. Im Senate brachte Edmunds einen Gesezentwurf ein betreffend die Verhinderung und Bes strafung solcher Verbrechen, die mittelst Explosivstoffen in den Bereinigten Staaten und in anderen Ländern begangen find. Die Vorlage wurde einer Kommission zur Vorberathung überwiesen. Washington, 25. Jan. Der von Edmunds im Senate eingebrachte Gefeßentwurf, betreffend die Verhinderung und Bestrafung von Verbrechen mittelst Explosivstoffen, beantragt auch die Bestrafung jeder wiffentlichen Betheiligung an der Transportirung und Ablieferung von Sprengstoffen für verbrecherische Zwecke. Es heißt, daß der Gesezentwurf vor den gestern in London stattgehabten Exploftonen im Staatsdeparte ment entworfen war, daß aber die Explosionen dessen Einbringung beschleunigt hätten. Parlamentarisches. Deutscher Reichstag. 34. Sigung vom 26. Januar, 11 Uhr. Am Tische des Bundesrathes v. Burchard, Lucius und Kommiffarien. Eingegangen ist ein Gefeßentwurf, betreffend den Beis trag des Reiches für die Kosten des Boll anschlusses der freien und Hansestadt Bre men. Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Berathung eines Nachtragsetats zum Reichshaushaltsetat für 1884/85. 3 werden darin für Arbeiten zur Sicherung der Fundamente des Botschaftsgebäudes( Palazzo Caffarelli) in Rom an einmaligen Ausgaben 107 200 Mart verlangt. Das Haus tritt sogleich in die zweite Lesung ein und bewilligt die Forderung. Darauf wird die zweite Berathung des Reichshaushaltsetats mit dem Etat der Bölle und Verbrauchssteuern fortgesetzt. Bu Tit. 3( Rübenzuckersteuer) liegt ein Antrag des Grafen von Hade vor, den Bundesrath zu ersuchen, einen Beschluß dabin zu faffen, daß für das Kreditjahr 1884/85 die Frift für die Entrichtung der Rübenzuckersteuer von sechs auf neun Monate verlängert werde. Referent von Wedell- Malch om empfiehlt die unvers änderte Annahme des Titels Namens der Budgettommission. II. Jahrgang. reformiren sei, ist also jest noch verfrüht; ich wünsche Prolongation des jezigen Verhältnisses auf ein Jahr. Der Reso lution v. Hade werde ich zustimmen. Abg. Graf v. ade: In der Frage der Zuckersteuertrifis find bisher die Fabrikanten im Parlament nicht zum Worte gekommen, um ihre Ansicht über dieselbe und über die eventuelle Reform der Steuergesetzgebung darzulegen; auch ist die diesjährige Etatsberathung wohl nicht der Ort, um das Alles zu sagen, was über eine Aenderung der Zuckersteuergeset gebung zu fagen wäre. Einige allgemeine Andeutungen aber wird mir vom Standpunkte des Fabrikanten über die Industrie zu machen erlaubt sein. Unleugbar ist über die Buckerindustrie eine Krists hereingebrochen, wie wir sie so schlimm noch nicht erlebt haben. Sie ist hervorgerufen hauptsächlich durch die in den lezten Jahren ganz außerordentlich starke Anlage von neuen und die Ausdehnung von alten Fabriken, sowie durch die rapiden Fortschritte der Technik. Die Folge davon war eine nie erlebte Ueberproduktion und ein entsprechendes Sinken des Preises. Ueber die Frage aber, wie für die Zukunft die Gesetzgebung einzurichten wäre, um den Intereffen der Reichsfaffe und denen der Industrie selbst andauernd zu genügen, barüber sind die Ansichten äußerst verschieden. Daß die Entzuckerung der Melasse den Grund des Verfalls der Zuckersteuer bilden foll, fann ich nicht zugeben; die Ueberproduktion ist da durch gestärkt worden, aber in erster Linie hat die Zunahme der Rübenbauer überhaupt und der Anbau zuckerreicher Rüben dahin geführt. Der Reichstaffe fließt nun hauptsächlich vom Konsum im Inlande die Einnahme an Buckersteuer zu, dieser Konsum ist aber in den letzten Jahren lange nicht in dem Maße wie früher gestiegen. 1883 find 19% Millionen Bentner Bucker in Deutschland gewonnen worden, wovon nur 8 Millionen im Lande konsumirt wurden, während 11½ Millionen auf den Export angewiesen waren. Dieser Exportzucker ist natürlich bei seinem Ausgange aus dem Deutschen Reich bonifizirt worden. Nun hat sich, da seit 1869 an dem damals erlassenen Gesez Aenderungen nicht erfolgt waren, die Exportbonifikation vermöge der bekannten Fortschritte der Technik in eine Exportprämie verwandelt. Hierdurch erklärt fich der große Einnahmeausfall an Rübensteuer, den der Etat aufweist. Reichsregierung und Industrie halten die Basen des Gesetzes von 1869, namentlich das damals festgestellte Verhältniß für die Gewinnung eines Bentners Bucker nicht mehr für zutreffend, und bekanntlich hatte die erstere auf Grund der Ergebnisse der Berathungen der Enquetekommission schon im vorigen Sommer dem Reichstage einen Reforments wurf vorgelegt, der aber nicht mehr zur Berathung fam. Die Industrie ist auch der Meinung, daß das bestehende Geset in der Richtung abgeändert werden muß, daß die Reichskaffe annähernd die früheren Einnahmen wieder erhält, und gleich zeitig muß es im Sinne des jeßigen Standpunkts der Fas brikation modifizitt werden. Ueber die Form und Richtung, in welcher die Abänderung fich zu bewegen hätte, kann Ihnen die Industrie keine Vorschläge machen. Sie ist viel zu wenig einmüthig, und jeder von ihr ausgehende Vorschlag wird nur von einer Minorität der Fabrikanten vertreten. Die Frage, ob die Reichskaffe durch Herabsetzung der Bonifilation größere Einfünfte erlangen würde, findet in der Industrie feine eins müthige Beantwortung; auch ob eine Fabrikatsteuer möglich und ausführbar ist, ob fie fakultativ oder obligatorisch sein soll, ob sie als eine Fabrikatsteuer in engerem Sinne oder als Konsumsteuer gestaltet werden soll, über alle diese Fragen ist die Industrie als solche nicht im Stande, eine sichere Auskunft zu geben. Einig ist man nur darüber, daß der für Die Reform zu wählende Beitpunti die Interessen der Fabrikation nicht schädigen dürfe. Um die Einnahmen der Reichskaffe auf die frühere Höhe zu bringen, muß der Steuersatz geändert werden. Der Preisstand des Artikels wird freilich die frühere Höhe nicht wieder erreichen, und die Verminderung der Rentabilität muß von der Industrie getragen werden; aber mehr als bisher kann aus dem Bucker doch gewonnen werden. Fast einig ist die Industrie Fabrikbetrieb nicht belästigen oder beschränken soll. Für dieſes auch noch darin, daß das System der Besteuerung den inneren Jahr wird die Nothlage überall anerkannt. Die Induſtrie hat sich zunächst selbst zu helfen gesucht, und es ist der Beschluß zu Stande gekommen, im nächsten Jahre 20-25 pt. Rüben weniger zu bauen, wodurch die Ueberproduktion vermindert werden würde. Es haben in diesem Jahre auch weit größere Lagerungen von Bucker in den Privatlägern stattgefunden, es ist nicht so viel Bucker als früher an den Markt gekommen, aber das Alles hat die Heftigteit der Krise nicht gemindert. Seitens des Direktoriums des Abg. Graf Stolberg- Wernigerode: Man wirft der Regierung jest häufig vor, daß sie nicht rechtzeitig die Buckersteuer reformirt und somit nichts gethan habe, um der gegenwärtigen Budertrists vorzubeugen. Ob eine folche nach frägliche Kritik aber ebenso berechtigt sei, wie fte leicht ist, das ist doch noch sehr die Frage. Es ist durchaus zweifelhaft, ob der Bau neuer Buckerfabriken unterblieben wäre, wenn die Regierung vor 4 Jahren die Steuer erhöht hätte. Im Gegentheil, man hätte eine solche Maßregel wahrscheinlich dahin aufgefaßt, daß es um die Bucerindustrie doch gut bestellt sein müffe; und die Spekulation hätte sich erst recht auf diesen Produktionszweig geworfen, zumal mit Ausnahme des Rübenbaues sämmtliche andere Branchen der Landwirthschaft, Getreidebau, Viehzucht 2c. absolut nicht mehr rentiren, und fich schon desbalb die ganze Landwirthschaft, wo es irgend anging, trampfhaft auf den Bau von Zuckerrüben stürzte. Hätte nun die Regierung die Steuer reformirt, und wäre die Krists troßdem eingetreten, dann hätte man natürlich der Regierung mit einem gewissen Recht vorgeworfen, daß fie mit fiskalischer und plumper Hand eingegriffen und eine blühende Industrie zer ftört habe.( Sehr richtig! rechts.) Also laffen wir lieber diese Refriminationen, soweit die Vergangenheit in Frage kommt meine ich aber, wir dürfen die Steuer zur Beit nicht refor und beschäftigen wir uns allein mit der Gegenwart. Da prolongirt werde. Ich hoffe, daß mittlerweile die Produktion miren, und wünsche, daß der jezige Zustand noch auf ein Jahr eingeschränkt, der Konsum aber sich heben wird. Ich lege über haupt entscheidenden Werth auf die Hebung des inländischen Buckerkonsums, schon aus allgemein wirthschaftlichen Gründen. Es wäre nun gut, wenn es durch technische Vervollkommnung der Fabrikation gelänge, den Bucker so zu verarbeiten, daß er ohne erst eigentlich raffinirt zu werden, sofort in den Haus haltungen zur gewöhnlichen Verwendung fommen fönnte, wie das hier und da schon jest geschieht. Ich halte diese Art und Weise, den Bucker direkt aus der Fabrit zu beziehen, noch großer Ausdehnung für fähig und damit würde der allgemeine Vereins für die Zuckerinduſtrie Deutſchlands wurde im OktoKonsum erheblich steigen. Eine Diskussion, wie die Steuer zu dem Kondukteur einige Worte wechseln. Ich stieg ein, das Fräulein auch. Kurz nachdem sich der Waggon in Bewegung feste, bemerkte fte:„ Ich hätte mir doch einige Drangen taufen follen." Es thut mir sehr leid, mein Fräulein, daß Sie dies nich früher gesagt haben, ich hätte es ja leicht besorgen können. Uebrigens, wenn Sie mit einer Semmel zufrieden sind, glaube Uebrigens, wenn Sie mit einer Semmel zufrieden sind, glaube ich dienen zu können." Dabei durchsuchte ich meine Taschen, fand aber das Gefuchte nicht. Dafür aber meine Bigarettenschachtelein weißer Karton zirka 120 türkische Bigaretten ents haltend. Mein Fräulein," sagte ich scherzend, oder ist vielleich eine Bigarette gefällig? Bitte hier!" Hierbei hielt ich ihr di Schachtel hin. Nein, ich dante," sagte fie turz. Sie wurde etwas blaß und sagte, daß fie eine tleine Uebelleit befalle. Nun sehen Sie," sagte ich, das kommt davon, weil Sie kein Frühstüc genommen haben." Bitte," sagte fte furz nachher ,,, machen Sie mir das Fenfter auf; die Luft wird mir gut thun." Ich öffnete das rechte Fenster und lehnte mich in die linke Ecke des Koupees. Bald öffnete fie das Fenster ganz und hielt den Kopf hinaus. Ich dachte mir, das Unwohlsein will sich Luft machen. 01 14 38 65heine Wange die thre. Das Paffiren des Tunnels dauerte hingen. 858 311 779 47 54 73 550 536 64 698 7 93023 66 Ich führte fie an der Hand zum anderen Fenster. Sie lieb beim Fenster neben mir stehen. Es tam der Tunnel und brückte ihr die Hand. In der Dunkelheit streifte In der Dunkelheit streifte aum einige Setunden und wir segten unsere Konversation in leicher Weise wie früher fort. Da tam St. Pölten. Ich ante: Da dies die legte Station vor Wien ist und Sie von Bien gleich wieder abreisen, sollten Sie etwas zu fich nehmen." pazieren. Auch das Fräulein stieg aus und ich fab fie mit 882 902 14 Ste lehnte bankend ab, ich stieg aus und ging auf dem Berron eine Bella Da ich glaubte einen bösen Traum zu haben- schwang fie fich aufs Fenster und mit dem Kopf durch dasselbe. Noch heute schaudert mich, wenn ich dieses Moments gedente. Ich springe wie ein Rasender von meinem Lager auf und erfaffe gerade noch ihre Beine, während der Oberkörper, die Hüften und die Hände, den Kopf nach abwärts, aus dem Fenster Um Gotteswillen, was thun Sie!" rief ich. Bu gleicher Beit bemächtigte sich meiner der Gedanke, wenn Du das Mäd chen nicht erhalten fannst, so ist ihr Leben verloren, und Deines? Wie ein Blig durchzuckten mich alle die Folgen dieses entseglichen Gedankens und gaben mir eine übermenschDieses entseglichen Gedankens und gaben mir eine übermensch liche Kraft. Der Gedanke, daß, wenn ich das Mädchen nicht erhalten tönnte und sie nicht Beugenschaft der Unmotivirtheit ihres Be ginnens ablegen könne, Jeder glauben müßte, ich habe einen Angriff auf ihre Ehre gemacht und sie hätte sich, um dieselbe zu retten, den Tod gegeben, brachte mich dem Wahnsinn nahe und mein ganzes Sinnen und Trachten konzentrirte fich auf den einzigen Gedanken: Du mußt fte retten. Ich schrie aus Leibeskräften: Bu hilfe! Bu hilfe!" Nies mand hörte mich, denn die Waggonfenfter waren in Folge der Kälte alle geschloffen und das Geraffel der Räder des Buges ließ mein Geschrei verhallen. Ich sah ein Wächterhäuschen nach dem andern vorüberfliegen, wir sausten bei einer Station vorbet dann noch einer ich glaube, es war Neulengbau und noch immer keine Hilfe. Ich weiß nicht, wie lange der Kampf gedauert, es dürfte aber gewiß eine Viertelstunde gewesen sein; meine Kräfte begannen zu erlahmen. Das eine Bein entschlüpfte mir, ich hatte nur noch den linken Fuß vom Knie an im Wagen und flemmte denselben frampfhaft an die Innenseite des Waggon fensters, während ich mit der andern Hand ihre Kleider in der Nähe der Hüfte hielt. Da sah ich, daß sie mit einer Hand die außen am Waggon angebrachte Mesfingstange umklammerte und dies gab mir wieder Leben. ,, Laffen Sie mich los," rief fle, ich kann auf dem Tritt brett stehen." Ich ließ mich jedoch durch diese wahnsinnige Aeußerung nicht beirren und hielt fte mit dem legten Rest meiner Kraft fest. Endlich wurde ein Fenster im Nachbarkoupé geöffnet und ein Herr schrie entsetzt auf über das Bild, welches sich ihm bot. Er schrie auch aus Leibesträften um Hilfe und nach dem Kondukteur. Der Lärm unserer vereinten Hilferufe übertönte das Eisenbahngeraffel und gelangte zu Dhren des Kondukteurs. Derselbe sprang auf das Trittbrett, gab das Signal und unterstügte das hängende Mädchen- der Bug bremste. Das Mädchen und ich waren gerettet! Er will mich umbringen!" schrie das Mädchen, als ste in die Arme des Kondutteurs fiel. Er öffnete das nebenliegende leere Koupé und im Einsteigen hörte ich sie noch schreien: Er wird mir nachspringen!" Jch rief zum Kon für Buder einzurichten, die aber als Inland betrachtet werden follten; wir waren sehr enttäuscht, als der Bundesrath ohne Angabe von Gründen die Bitte abschlug. Daffelbe widerfuhr einem ähnlichen Anirage. Wir bitten nunmehr in der Resolu tion, daß die neunmonatige Kreditfrist, welche bis 1869 bestand, statt der gegenwärtigen sechsmonatigen vom Bundesrath wieder eingeführt werden möge. An der Berechtigung des Bundesraths, dies im Verordnungswege zu thun, ist nicht wohl zu zweifeln. Und ein temporäres Bedürfniß liegt doch ebenfalls vor. Wir bezwecken damit nicht eine Geldunterſtüßung auf Kosten der Steuerzahler an die Buderindustrie. Die Höhe des event. Hinsverluftes ist mir nicht bekannt; die Erstreckung der Frift auf weitere 3 Monate aber wird der Reichskaffe gewiß auch wieder zu Gute kommen. An der Gewährung dieser Bitte find nicht blos die Buckerindustriellen, sondern auch der ganze Handelsstand, auch die Kapitalisten, welche die Garantie für die Steuer übernehmen, interesfirt, und ich bitte, fte zur Erleichterung des Nothstandes zu erfüllen.( Beifall.) Abg. Haerle: Einen wunderen Fleck, als die RübenAuderſteuer, giebt es im ganzen Reichshaushaltsetat nicht. Der toloffale Ausfall, welchen wir im laufenden wie im kommenden Jahre an Zuckersteuer zu erleiden haben, hängt sich wie ein Bleigewicht an unsere ganze Etatsberathung. Am allerver berblichsten hat die außerordentliche Langmuth und Nachficht Der Reichsregierung gerade an den Buderfabriken selbst sich gerächt. Graf Stolberg meint, die Krifts wäre auch durch gesesgeberische Maßregeln vor drei und vier Jahren nicht auf zuhalten gewesen und schreibt ihr Entstehen der Ueberproduktion zu. Ganz gewiß, aber diese Ueberfluthung des ganzen Weltmarktes geht faft ausschließlich von Deutschland aus.( Widerspruch rechts.) Desterreich spielt in Dieser Beziehung auf dem Weltmarkte nur eine fleine Rolle. Die Ueberproduktion hat ihren Ursprung bei uns und ist groß gezogen worden durch die Lage der Gesetzgebung. Heute thut es dringend noth, Mittel und Wege zur Abhilfe zu suchen; wenn wir aber sehen, daß die Regierung auch heute noch uns feine Vorschläge macht, daß fie thatlos diesem Zusammen brechen einer blühenden Industrie gegenübersteht, so möchte man versucht sein, zu prophezeien, daß das Geschick an unserer Buderindustrie unaufhaltsam fich vollziehen wird. Die Ausführungen des Grafen hade find gewiß sachverständige, aber fte stehen im Widerspruch mit einer an die Re.chsregierung gelangten Eingabe, die aus der Versammlung der Buckerindustriellen und der Rüben bauenden Landwirthe in Magdeburg hervorgegangen ist. Diese letteren haben die Reichsregierung bringend gebeten, die Reform der Besteuerung zu beschleunigen. Sie haben die Heruntersetzung der Ausfuhrvergütung bis auf 8,40 M. empfohlen und auf Erhöhung der Steuer für diejenigen Fabriken angetragen, welche ihre Melasse selbst verarbeiten. Unter allen diesen Fabrikanten werden doch gewiß auch solche fich befunden haben, bie selbst ein Melaffenentzuckerungsverfahren in ihrem Betriehe anwenden( Rufe: Nein!), dann allerdings würde diese Eingabe erheblich an Gewicht verlieren. Es ist doch ein ganz merkwürdiges Schauspiel, daß Vertreter einer Industrie selbst an die Reichsregierung die dringende Bitte richten, man möchte ihnen eine höhere Steuer auferlegen, und die Regierung ist nicht dazu geneigt, während sie sonst folche offene Hand mit Freuden ergreift. Ebenso ablehnend verhält fte fich ja auch in Bezug auf die Reform der Branntweinsteuer. Wenn wir somit sehen, daß die Regierung solche ergiebige Einnahmequelle verstegen läßt, dann ist es doch wohl gerechtfertigt, daß der Widerstand gegen neue Steuern, auf welche von anderer Seite immerfort hingewiesen wird, und welche jedenfalls für weite Volfskreise eine Neubelastung be deuten, sich immer mehr verbreitet. Den Antrag des Grafen Hacke, der nur eine weitere große Konzeffton an die Buckerfabrikanten bedeutet, bitte ich zur Beit abzulehnen. Bevollmächtigter zum Bundesrath für das Königreich Preußen, Staatsminister Dr. Lucius: Meine Herren, der Herr Vorredner hat der Reichsregierung den Vorwurf gemacht, daß fie ratblos der Entwickelung dieser Industrie und dem Verfall dieser Steuer gegenübergestanden habe. Ich glaube, fein Vorwurf ist weniger begründef. Die verbün Deten Regierungen haben bie Auffaffung gehabt, daß die Entwickelung der Zuckerindustrie für die deutsche Lands wirthschaft nicht allein, sondern für den ganzen Wohlstand der Nation in den legten vierzig Jahren von steigender Bedeutung gewesen ist, und daß nichts verkehrter sein würde, als durch fteuerliche Eingriffe dieser Entwickelung Hemmnisse zu bereiten. Die Entwickelung, die diese Industrie genommen hat, ist gerade der Beweis für die Richtigkeit und Nüglichkeit, wie das Steuers fystem in Deutschland gewirkt hat, während umgekehrt an der Entwickelung, welche dieselbe landwirthschaftliche Industrie in den Nachbarstaaten, zumal in Frankreich genommen hat, be weift, zu welchen unglücklichen Konsequenzen ganz besonders für die Landwirthschaft fte geführt hat. Ich stelle außerdem in Abrebe, daß der Verfall dieser Steuer ein so großer, ein so Langer, so nachhaltiger wäre. Ich erinnere doch daran, daß im Durchschnitt der legten vierzehn Jahre, mit 1883 schließend, Die Zuckersteuer eine Durchschnittseinnahme von 45 Millionen jährlich gegeben hat, und daß ein Rückgang dieser Einnahme erst in den legter Jahren eingetreten ist. Daß diese Abnahme Der Steuererträge hervortrat, und warum fte hervorgetreten ist, ist durch die Ausführungen des Herrn Grafen von Hade sowohl wie durch die des Herrn Grafen v. Stolberg erwiesen. Es würde nach meiner Auffaffung eine höchst enge Fiskalität gewesen sein, wenn man sofort durch einen Steuerausfall fich dukteur: Um Gotteswillen, laffen Sie mich zu den Herren hinüber, ich kann nicht allein bleiben!" In Wien werden Sie schon sehen, was mit Ihnen geschieht!" Mit diesen Worten gab er das Signal zur Abfahrt und schwang fich in das Koupé zu dem Mädchen. Faffungslos stand ich allein im Waggon. Die körperliche Anstrengung und die furchtbare Aufregung, die ich während dieser ganzen Situation erlitt, machten mir die Sinne schwinden; doch bald kam ich zu mir und meine Aufregung nahm zu, wenn ich dachte, was wird das Mädchen sagen, um ihre wahnsinnige That zu rechtfertigen? Wird fie einen Roman erfinden? oder war fie wahnfinnig? was tönnte ich gegen ihre eventuellen Aussagen für Gegenbeweise bringen? Und unter diesen schrecklichen GeDanten erreichten wir Wien. Kaum aus dem Waggon gesprungen, erfaffeh mich mit dem Ruf! Das ist er!" dret Sicherheitswachmänner und weitere Sicherheitsorgane folgten mir. Gleich einem Mörder wurde ich an Hals und Händen gepackt und, als wollten fte mich hindern, eine Waffe zu gebrauchen, hielten ste mich feft. So gräßlich dieser Empfang für mich war- ich mußte ihn später entschuldigen, denn die Telegramme, welche von den Stationen, durch welche ich im Kampfe mit dem Mädchen faufte, in Wien anlangten, waren derart, daß fte zu den allerschlimmsten Voraussetzungen berechtigten. Man brachte mich und das Mädchen auf das Bahnpolizei Kommiffariat und begann die Vernehmung. Ich glich einem Wahnsinnigen; die Verhaftung in Wien nahm mir noch den Rest meiner Faffung und, meiner nicht mehr mächtig, schrie ich: Um Gotteswillen! was habe ich denn gethan?" Die Sicherheitsorgane wollten mich beruhigen, es gelang ihnen aber schwer. Die Vernehmung begann. Buerst meine Reisegenoffin. Sie sagte aus, daß fie aus Versehen in ein Kouaé erster Klaffe eingestiegen, daß ich mit ihr sehr liebenswürdig gewesen sei und daß fie bedauerte, in Amstetten meine Gesellschaft zu hätte bewegen laffen sollen zu einer Systemänderung. Sch hätte bewegen lassen sollen zu einer Systemänderung., Sch| meine, es ist auch eine fistalische Rücksicht in weiterem Sinne, das man alle die Industrieen, die geeignet sind, die Steuerfraft des Landes zu heben, insbesondere die Landwirthschaft in ihren Verhältnissen in eine beffere Situation zu bringen, begünstigt und ihr jede Rücksicht und Pflege angedeihen läßt. Es ist eine weitere, wenn man will, fiskalische Rücksicht, welche für Schonung dieser Industrie spricht, daß man die Erfahrung, bie in den Etats aller Einzelstaaten hervortritt, die überhaupt Domainenbefis haben, berücksichtigt. Diese Erfahrung geht doch dahin, daß eine Steigerung der Erträge der Landwirthschaft in den legten Jahren fich fast nur auf diejenigen Gegenden beschränkt und fonzentrirt, in denen technische Gewerbe blühen; in erster Linie Buckerrübenfabrikation. Die Uebersichten der Domaineneinnahmen im preußischen Staate können bis zu einem gewiffen Grade als typisch gel ten für die landwirthschaftlichen Verhältnisse überhaupt. Und wenn dort wiederkehrend bei allen denjenigen Domainenverpachtungen, die vermöge der klimatischen und Bodens beschaffenheit darauf beschränkt find, blos Körner zu bauen; wenn diese einen Rückgang in den Einnahmen nachweisen, so weist das sicher auf ernste kritische Symptome in der Landwirthschaft in ihrer Gesammtheit hin( Sehr richtig! rechts), und daß man dieser Beobachtung gemäß diejenigen Industrien begt und pflegt, die diese Schädlichkeiten auszugleichen ver mögen. Das, glaube ich, ist durchaus eher eine weitblickende und richtige wirthschaftliche Politik wie das Gegentheil. Meine Herren, ich fann nicht umbin, in dieser Beziehung die Aeuße rungen anzuführen, die im vergangenen Jahre in der franzömmen. D durch die deutsche Ueberproduktion hervorgerufen sei. euer nothn laube mir in dieser Beziehung, ihn auf ein verhältnortprämie, neues Aftenstück hinzuweisen, auf einen englischen Barla zum gröf raport, der im vorigen August von Mr. Giffin dem enund raffi Barlament resp. dem Board of Trade unterbreitet worden nur in Die Buderfrage hat bekanntlich in England, wo ja ren Konsu Buckerrübenbau garnicht produzirt wird, wo blos fo finden, de Rohzucker und Rüben- Robzucker importirt und verarbeite fort erlitte. auch ein sehr hervorragendes Intereffe, und man bat falen, so muß nachdem die Buckerzölle dort abgeschafft find, durch die von vornh dem Sinken der Buderpreise gegenüber gefrngt, ob ichten ist. welche steuerliche und Bollmaßregeln angezeigt seien, eich persö erdrückenden Kalamität, die aber dort nicht einen land zu allen C schaftlichen, sondern mehr industriellen Charakter hat, abuchieden vi Diefer Parlamentsraport schließt damit, daß er zunädtem, den 2 ftatirt, daß in den vergangenen 30 Jahren fich die Gelle zu mach Buckerproduktion der Erde von 1429 000 Tons als die n Millionen Tons gefteigert habe. Der Bericht konstatiunſerer au daß das Steigen der Rübenzuderproduktion allerdinghon sein far Roften der Rolonialzuderproduktion stattgefunden habe ter durchsch aber trosdem die Produktion des Kolonialauders im Uf Abstufun ebenso reichlich im selben Verhältnisse, vielleicht selbst bufreiheit. Butritt neuer Broduktionsländer in einem höheren Grade geben die fäl Er for 1882, wo ist, wie die Produktion des Rübenrohzuders. Bes 1882, ber Staatsset icht die Absi efinitiv rege riebsjahr den rwägungen Es ist ein Frrthum, die ganze Rübenzuderproduktion allio betragen Brämien fünftlich genährt darzustellen und das Waden ähnliches Broduktion lediglich auf die Ausfuhrprämien zurüden 1870 an Die Produktion ist eben überall gewachsen und sie die Bucker Verhältniß zur Konsumtion gewachsen." Die Konsumi 100 Stile fischen Deputirtenkamer sowohl wie im Senat gefallen find. in England nach diesem Reporte die vierfache des deutigefähr um Dort treten die Klagen der Landwirthschaft genau in demselben ist von 15 Pfund pro Kopf, die fte 1840 betrug, auf 68pcte die Bu Umfang beroor wie bei uns. Es wird in den dortigen Enqueten, geftiegen in 1883. Wenn man dagegen die deutsche auf noch die noch nicht abgeschlossen sind, von denen wir aber in den tion vergleicht, so bewegt sich die ungefähr auf demselben Beitungen täglich kurze Notizen finden, konstatirt, daß auch niffe wie die englische vor 30 Jahren. Es ist also feat, um 39 in den rein acerbautreibenden Gegenden die Pächter um möglich und anzunehmen, daß auch eine gefähr auf efriedigung wesentliche 25 Prozent zurückgegangen find, daß, wo früher 120 Franken oder Steigerung ber Ronfumtion per Hektar erzielt wurden, die Pacht neuerlich auf 90 Franken Buders in Deutschland möglich ist. Daß ß bei der und noch geringere Summen gesunken ist. In den franzöft- so schnell eintritt, um schon in der Kürze dieser großen e Intereffen schen Verhandlungen wurde ganz besonders auch hingewiesen produktion gegenüber einen großen Unterschied zu men werden i auf die Blüthe der deutschen Buckerindustrie, die wesentlich ein bezweifle ich, und ich glaube nicht, daß man weni landwirthschaftliches Gewerbe geblieben ist, im Gegensatz zu steuerlichen Berechnungen darauf gründen darf. der franzöfifchen. Man beklagte fich dort darüber, daß das Damit, daß ich konstatire, daß die Regierung feine System der Fabrikatsteuer eine wesentliche Begünstigung los, sondern mit der größten Aufmerksam feit und einmal des Kolonialzuders, der Schifffahrts Intereffen größten Theilnahme die Entwickelung dieser Krifts pas bestehend und endlich der französischen Raffinerie zur Folge ge- baß sie es aber nicht für angezeigt hält, die Krise ongiren. W Es habt habe. wird das durch entsprechende Bahlen steuerliche Maßregeln noch zu verschärfen. Und wenive Gestaltun nachgewiesen. Es bekam der Kolonialzuder eine Export lediglich landwirthschaftlichen Standpunkte aus spreus den Ihn bonifikation, während der Rübenzucker, der in Frankreich auch in großer Ausdehnung produzirt wird, keine bekäme. Die Folge dieses Systems ist gewesen, daß von 1872 bis 1882 ein vollständiger Stillstand des Rübenbaues eingetreten ist und ein bedeutender landwirthschaftlicher Rückgang in Konsequenz deffen. Man hat eine Mission nach Deutschland geschickt, die die Budergegenden bereist hat und die frappirt gewesen ist von der Höhe, in der fich die landwirthschaftliche Kultur sowohl, wie auch die Fabrikation speziell des Buckers befand. Die Herren find nach Hause gekommen und haben ihre Enquete damit abs gefchloffen, daß fie an die Kammer Berichte erstattet haben, die durchaus auf die Einführung des deutschen Steuersystems gerichtet sind. Sie urtheilen über das frühere Syftem; fie sagen in ihrem Rommiffionsbericht an die Deputirtenkammer: Hätte man damals( 1862) die Rübensteuer eingeführt, so würde Frankreich, welches trop aller Steuerschranken und trop des ungleiden Kampfes gegen die durch ihre Gesetzgebung begünstigten Länder zu einer Bucerzeugung von 4 Millionen gelangte, heute Alles, was das uns bedrohende Deutschland hervorbringt, selbst erzeugen zum großen Vortheil des Konsu menten, des Fiskus und des allgemeinen Wohlstandes der Landwirthschaft. Leider hatten die damaligen Minister nicht einen genügend weiten Blick für die wahren und großen Der Bericht, der an den Intereffen des Landes." Senat erstattet ist über dieselbe Vorlage, schließt damit. Die Verhandlung hat damit geendet, daß ein Gefes in Frank reich angenommen wurde, welches mit einer Uebergangszeit von fünf Jahren, in der es fakultatio gelassen wurde, ob die Fabrit sich nach dem bisherigen Steuersystem besteuern wolle oder ob nach dem Gewichtsrohsteuersystem, und daß man dann nach Ablauf von fünf Jahren mit 1889 das deutsche System im Wesentlichen einführte. Ich meine, einer solchen Erfahrung gegenüber ist doch wohl gerechtfertigt, daß man nicht ohne so würde ich sagen: in jedem Falle ist es jetzt eine vidus den Ihn halten, ihr über die Schwierigkeiten ihrer gegenwärtiges enquete Rücksicht, diese eminent landwirthschaftliche Indufiri lägen. S hinwegzuhelfen, als wie sich darum zu ängstigen, einen ie Regierun ausfall zu beseitigen.( Bravo! rechts.) ber auch n Abg. Dechelhäuser: Mit der Etatsposition Borwurf ent Millionen find meine Freunde einverstanden, ob ichtlich hinau glauben, daß dieser Ertrag bei weitem nicht erreidtaben die Reg wird. Was meine Meinung über die Buckerfteuer und sie würde Buckerfrisis betrifft, so folge ich dem sich einbürgem wischen die brauch, daß jeder Redner über materielle Fragen Erwägung de über sein persönliches Interesse an der Sache offen auſtellen ist ja Als Vertreter eines der bedeutendsten Bucker- und st schwerer; 1 diftifte des Herzogthums Anhalt habe ich nun as fte auf i Direktes allgemeines, aber fein, weder direttes noch leich Vorschle persönliches Interesse in Form unmittelbarer Bieser Weise an der Lage der Zuckerindustrie. In Betreff bei der Ausfu fann ich die Regierung trotz der toß der Erklärungen gegeben. Die Vertreters an Dem Don einem Theile der Schulb wird eben fei fremmer im g finanziellen Rudgang nicht Dhne definitive Regelung der Budersteuer und vollst deshal Abschluß dieser Frage fann eine dauernde Gesundu oegs unange eintreten. Was zunächst zur Abhilfe vorgeschlagen wBuckerindustri find Palliativmaßregeln für den Augenblic: zunäch Beit der Fal solution des Grafen Hacke, die ich auf das Wärm Shnen ein def stügen möchte, da fie durch Ausdehnung des Steuerte vird, kann ic 6 auf 9 Monate zahlreichen Fabriken finanzielle Gile Das Provisori bringt. Sodann wird die Regierung, wie ihre leu cath gestellten der Kommission annehmen läßt, hier im Plenum die Aufnahme vo wiederholen, daß sie eine Vorlage bringen wird, wonging, stattgeg Gesetz vom 7. Juli 1883 über die Feststellung der enigen Anird vergütung auf ein Jahr verlängert wird. Mit aufportirt zu licher Besorgniß erfüllt es mich, daß die im Schoße de berkauft wird, fanten sich zeigende divergirende Strömung allmälig läßt. In jedem Falle ist der Zeitpunkt, in dem sich diese In- festigung von Anfichten führen könnte, deren Ausdreingehender S weiteres von Systemänderungen spricht und sich darauf eindustrie in einer schweren Krifts befindet, jedenfalls nicht ders jenige, wo man auf diesem Gebiete experimentell vorgehen darf.( Sehr richtig!) Es wäre darin eine große Gefahr, wenn man gewiffermaßen bei der Bedrängniß und Saltlosigkeit, in der fich die gewerblichen Kreise natürlich dieser Krists gegenüber jetzt befinden, wenn man da fich von der plößlichen Bahlung der eistens Beden Gesetzgebung die Buckerindustrie schwer benachtheiligen Zu meiner großen Freude hat auch Minister Lucius bie Vorsicht beim Betreten eines Reformweges in diefen müßte zuvor pfohlen, der nicht gründlich vorbereitet ist. Buuad u verzollen i Strömung treiben laffen wollte und jegt eine übereilte Ent- bezüglich der Melassebesteuerung eingetreten ift. Defentfiche s mich mit großer Besorgniß die Strömung, die in der wäre auch, jett ungefähr bis zur Hälfte der sämmtlichen Rübenaud Indessen wir fchließung faßte. Meines Erachtens ist zur Beit gar feine Wahl vorhanden als die, daß man das jezige System und Verhältniß beibehält und wenigstens auf ein Jahr den status quo verlängert, daß man also abwartet, wie die Krisis fich weiter entwickelt und, was dann geschehen soll, fich vorbehält. Ich will nur noch mit wenig Worten auf die Einwürfe des Herrn Vorredners fommen, der der Ansicht zu sein scheint, Daß die Ueberproduktion von Buder lediglich oder wesentlich verlieren, daß fie jedoch auf meine Veranlassung im Roupè blieb. Jm Tunnel bei Mölt jedoch hätte ich sie geküßt. Erinnern Sie sich, mein Fräulein, ich bitte Sie darum," rief ich, ich habe es nicht gethan." Es tann sein, ich weiß nicht- mir war so Sie waren mir so nah' Ja," fragte der Kommissar, hat Sie der Herr nach dem Tunnel in irgend einer Weise belästigt?" Nein." " Machte er Ihnen vielleicht Anträge?" Nein, das nicht." " Berührte er Sie?" " " Nein." " Sa, warum find Sie zum Fenster hinausgesprungen?" Mich übermannte eine so namenlose Angst, er bot mir alles Mögliche an." Was?" Brot, dann Bigarretten. Schachtel" rief fie, zu mir gewendet. Deutschlands gestiegen. An und für sich geht tung nicht weiter, als daß durch diese Agitation Diefe Fin Erwägu von Hacke Dem darin laffebestimmung der Weg zur Fabriksteuer geebnet möchte, gegen die ich persönlich mich ganz entfchiedeneges der G muß. Die Frage der Melaffebesteuerung ist außer Derlängert wi schwierig, aber nicht unlösbar. Noch ist sie nicht bu tet und von der Regierung steuertechnisch noch nicht in ,, Der Herr ist mir so unheimlich." Nun, dann steigen Sie ins andere Roupé! jedoch wieder zu dem Herrn." Hiermit war unsere Vernehmung zu Ende. der Ausfuhrr nicht das Re Steuer erhäl Dem 1. Deze Ablauf von empfindlich i Diese Vergü würde also t würde wenig Ich wurde noch ersucht, die Bigarretten im Ro Steuer erhä der Antrag au laffen zur eventuellen Untersuchung derselben, und d mir mitgetheilt, daß ich mich ungehindert entfernen Stärkung un 1 Million leistete dieser Aufforderung mit großem Vergnügen Fol schon fühlte ich die Folgen, welche die entfeßliche auf mein Nervensystem ausübte. Le 80-100 ich den Ant ftens die Ue Von dem Mädchen noch Abschied zu nehmen, fand eines besond nicht veranlaßt; ich sagte ihr nur:" Wenn Ihr meine Existenz durch Ihren wahnsinnigen Schritt wirken. Ich wirkt wurden, so haben Sie dies nur meiner Geifie Frage, wie zu verdanken." Das Mädchen blieb noch auf dem Kommiffarial entr Wo haben Sie die weiße erinnerlich ist, und soll, wie ich aus den Zeitungen e Bitte, Herr Kommiffar, im Reisemantel." Der Herr Kommiffar nahm die Schachtel aus dem Mantel und fragte:„ st dies die Schachtel, mein Fräulein?" " Ja." Das habe ich nicht gewußt", erwiderte fie. Ich glaubte, er will Der Kommissar öffnete:„ Es sind Bigarretten." funden worden sein. So endete, Dem Sim Linie das J finanzielle ren Bedürf Vollswirthsc Abg. D nicht im Ja Verhältniffe gefeßgebung rung dieser durch den Bahnarzt untersucht und zur Hysterie veran Dant, mein entsegliches Abenteuer. Ein turges, ab die so übera Fieber befiel mich, und noch heute, wenn ich au weiteren Folgen verspüre, leide ich entseglich, wenn der einzelnen grauenhaften Momente erinnere, und wußtsein, daß die Sache so ganz anders hätte mich betäuben; als er mir bie Bigaretten anbot, hatte er bie regt mich in einer unsagbaren Weise auf. Einen Hand in der Rocktasche und ich vermuthete eine Waffe und, um mich zu retten, wollte ich aus dem Fenster springen. Ich muß wohl zugestehen, daß mich der Herr, als ich mich zum Fenster hinausschwang, mit aller Gewalt und Aufopferung zurüchielt, um mich zu retten." reits schilderte. voll Nun tam meine Vernehmung. Ich sagte aus, wie ich be Die Bernehmung des Kondukteurs war furz, aber inbaltsEr bestätigte den Frrthum des Mädchens, meine Aufzahlung und gab an, daß das Mädchen zu ihm in St. Pölten folgendes fagte: Ste, Kondukteur, sehen Sie sich öfter zurück." „ Ja warum?" enden поф meinem Zustande nach dem Abenteuer fann man fid wenn ich erzähle, daß bei einem Besuch, den ich! Tag einem mir befreundeten Profeffor madte, mid A als ich eintrat, meines verstörten Aussehens balber für finnig hielt. amedmäßig Der einmal gen Steuer behandeln. ich übrigens treffenden v. Hacke ist meinheit a führen könn Doch Eines weiß ich, sobald werde ich mit ein jedenfalls n Tannten Dame nicht mehr allein fahren. Sollte fich m wo ein unbekanntes weibliches Wesen zu mir im fellen, sei fie schön wie der Teufel, ich würde an der aleben und glaube, selbst der Eisenbahnpräfident war entschuldigen. me gemmen. Die Entwidelung des Konsums ist bei der Fabrigerufen fel. euer nothwendig, weil der bisherige besondere Anreiz der ein verhältnrtprämie, die andere Länder gewähren, mit ihrer Einfüh glischen Barla zum größten Theil abgeschnitten wird, Unser Export an Biffin dem en und raffinirtem Buder wird unbedingt leiden und wir terbreitet worde den nur in einer bedeutenden Steuerermäßigung, die den and, wo ja ren Konsum erheblich vermehrte, einen Ersatz für den Auswo blos Ko finden, den unsere Rüben- und Zuckerindustrie und unser und verarbeitet ort erlitte. Will man diese Branche nicht an der Wurzel dman bat fen, so muß die Fubrikatsteuer so niedrig gegriffen werden, nd, durch die von vornherein auf jede Steigerung der Einnahmen zu gefrngt, ob ichten ist. Was die Vermehrung des Konsums betrifft, fo ezeigt feten, eich persönlich die Meinung, daß der Zucker im VerhältEcht einen land zu allen Steuern, die Salzsteuer ratürlich ausgenommen, after hat, abchieden viel zu hoch besteuert ist, und daß das englische daß er zunad tem, den Branntwein allmälig zur ergiebigsten Einnahmen fich die Gelle zu machen, dagegen den Zucker frei zu lassen, auch für 000 Tons als die wünschenswerthefte Direktion erscheint, wenn auch richt tonftati unserer augenblicklichen finanziellen Lage noch keine Rede tion allerdinghon sein kann. In England betrug die Steuer von Rohgefunden habe ter durchschnittlich 50 Schilling, von 1864-74 wurde sie in Juders im f Abstufungen immer mehr herabgesezt bis zur vollständigen leicht selbst bufreiheit. In den zehn Jahren der allmäligen herabseßung eren Grade geben die jährlichen Konsumsteuern 18/10, und von 1874 ab 3. Er fons 1882, wo der Sucker also gar nicht mehr besteuert wird, produktion do betragen, find also beinahe auf das Doppelle geftiegen. o das Waden ähnliches Ergebnis hat sich in Frankreich herausgestellt: nien zurüd 1870 an erhöhte es feine finanziellen Erträge in Bezug und fie die Buckersteuer bis auf die enorme Höhe von 84 Frants Die Konfumtir 100 Rilo; von 1879 an wurde diese Steuer plöglich che des deutigefähr um 40 Prozent herabgesezt. In Folge deffen petrug, auf 68 pete die Zunahme des Konsums in den Jahren 1870-79 Die deutsche auf noch nicht 10 Kilo jährlich, stieg dann aber von 1879 demselben 1882, dem letzten Jahre, von dem mit die Statiflit vors ift alfo fat, um 39 pCt. Der Konsum von 10 Kilo jährlich stieg eine angefähr auf 1 Kilo. Ich schließe mit dem Ausdruck großer efriedigung durch die letzten Worte des Ministers Lucius, Ronfumtion Daß aß bei der fünftigen Regelung dieser Frage in erster Linie tefer großen e Interessen der Landwirthschaft und Industrie, gleichzeitig hd nd voll, jedoch in zweiter Linie die des Reiches wahrgenom hen werden sollen und müssen. hied zu m an wenig e bi erkläre, bitte ich, ihn der Budgetfommiffton zu überweisen. I des Konsums einzuwirken. Sollte die Regierung einem solchen erffäre, bitte ich, thn der Budgetkommiffton zu überweisen. Eine Steigerung des Buckerkonsums in Deutschland wünsche auch ich; aber diesen Konsum werden Sie niemals steigern fönnen, wenn Sie die Getreides und Viehzölle erhöhen; wenn Sie diejenigen Nahrungsmittel vertheuern, die noch viel noth wendiger find als der Buder. Durch Ihr jeßiges Wirthschaftssystem machen Sie die Steigerung des Buckerkonsums in Deutschland einfach unmöglich. Vorschlage nicht zustimmen können, so würde der Ueberprodut tion durch eine Herabsegung der Rübensteuer auf 40 Pfennig und der Exportprämien auf 4 Mart pro Zentner gesteuert werden, so daß thatsächlich die Exportbonifitationen in Fortfall tämen. Das ist der Weg, welchen, wie ich hoffe, die Regie rung betreten wird. Inzwischen könnte in der von mir ange deuteten Art das Bahlenmaterial über das Ausbeutungsver hältniß gesammelt werden. Wenn man sagt, daß die gegen wärtige Gesetzgebung eine angenehme Atmosphäre für die Buderindustrie set, in der fte sich gedeihlich entwickeln fonnte, so kommt mir das vor, wie die Annonze eines Luftkurortes, in ber es hieß: In dieser ausgezeichneten Luft tann man in furzer Beit ein hohes Alter erreichen."( Heiterkeit. Beifall lints.) Abg. Graf v. Stolberg- Wernigerode: Gegen über dem Abg. Dirichlet bemerte ich doch, daß man bereits vor 10 und 15 Jahren an den Bau von Zuckerfabriken ges dacht hat und daß schon damals eine Nothlage der Landwirthschaft vorhanden war. Im Uebrigen weise ich noch darauf hin, daß bei den Domänenverpachtungen nur diejenigen Domänen höhere Greise erzielt haben, welche in der Nähe großer Städte liegen oder deren Aecker fich zum Rübenbau eignen; während die Körner produzirenden Domänen im Preise zurückgegangen find. Abg. Nobbe: Die Reichspartei steht der Resolution des Grafen Hacke sympathisch gegenüber; mit Recht hat der Leß tere schon auf den Nothstand der Landwirthschaft hingewiesen. Reich und Staat tönnen hier nur wenig thun, man muß die Krists eben ihrer Entwickelung überlassen. Ich glaube nicht, daß fie von langer Dauer sein wird; fte ist thatsächlich eine Folge der gefteigerten Produktion. Während diese 1872/73 nur 3 700 000 Bentner betrug, beläuft sie sich in diesem Jahre auf 22 Millionen. Aehnlich steht es auf dem gesammten Weltproduktiosgebiet. Die Landwirthschaft wird den Rübenbau einschränken müssen, und ein bezüglicher Beschluß, eine Reduttion des Anbaues von 20 pCt. eintreten zu lassen, ist ja be reits zu Stande gekommen. Manche Fabrikanten sträuben sich noch, dem Beschlusse beizutreten; thatsächlich wird aber eine Beschränkung erfolgen, weil die niedrigen Preise den RübenBeschränkung erfolgen, weil die niedrigen Preise den Rübenbau absolut nicht mehr rentabel erscheinen laffen. Herr Witte hat früher gesagt, daß bei einem Buderpreise von 19 M. nach feiner Sachkenntniß der Rübenbau noch lohnend sei; nachm einer Sachkenntniß ist es für die Fabrikanten nach dem jezigen Stande Der Zuckerpreise nicht möglich, die Rüben angemessen zu be zahlen, und also der Bau von Rüben selbst nicht mehr vortheilhaft. Die Bafts ist dadurch verschoben worden, daß aus der Melaffe noch eine Maffe Buder gewonnen wird. Das Maß der Schuld der Regierung, das man ihr darin beimißt, daß sie durch allzu großes Wohlwollen gegen diese Industrie die Aenderung der Steuer verzögert hat, ist ein nominales. Die heutige Krists würde eingetreten sein, auch wenn die Prämie, die im Durchschnitt 50 Pfennige beträgt, fortgefallen wäre. Schuld an der Krifts ist die in der ganzen Welt ge steigerte Produktion und zugleich der Umstand, daß die Preise des Weitmarktes nicht auf die Prodnktionspreise reagirt haben. Ich bin nicht gewillt, Ihnen pofitive Vorschläge zu machen, Ich bin nicht gewillt, Ihnen pofitive Vorschläge zu machen, weil ich mich nicht festnageln will, obgleich ich eine ziemlich trystallistite Ansicht habe. Aber es ist praktisch, gewiffe springende Gefichtspunkte hervorzuheben, an die fich die Dis tuffton im Lande anknüpfen kann. Wenn eine wesentliche Herabminderung der Exportprämien eintreten sollte, so würde vas Interesse, welches ein großer Theil der landwirthschaft lichen Interessenten an der jeßigen Steuerform hat, sehr herab gedrückt werden. Sollten die Exportprämien so niedrig beAbg. Witte erklärt, den Etatstitel bewilligen zu wollen, obschon er voraussteht, daß auch diesmal wieder, wie bereits seit mehreren Jahren, die wirkliche Einnahme hinter dem Anschlag zurückbleiben wird. Der Rückgang der Einnahmen habe allerdings in dem steigenden Mißverhältniß der Exportbonifi tation zum Steuersat seinen Grund; Herbert, eine anerkannte Autorität auf dem Gebiete dieser Frage habe bereits 1880 darauf hingewiesen, daß wir 1881/82 auf einen Ausfall von mindestens 10 Millionen bei der Zuckersteuer in Folge der Melaffeentzuckerung zu rechnen haben würden, durch welche lettere das alte, noch immer zu Grunde gelegte Verhältniß von 11% Bentner Rüben auf einen Bentner Bucker sich noch mehr verschob. Wenn die Sache so liegt, dann muß unbedingt in der gegenwärtigen Zuckersteuergesetzgebung eine Aenderung geschaffen, vor allem aber zur Besteuerung des Me laffezuckers geschritten werden. Es liegt mir fern, auch die Schuldfrage hier zu erörtern; aber das sage ich den Vertretern der Regierung, daß zu den von Herrn v. Burchard aufgestellten Behauptungen, als ob auf Seiten der Regierung nicht die ge Schuld läge, als ob man die Buckersteuerfrage immer mit der größten Vorsicht behandelt habe, teine Veranlassung vorliegt. Bereits 1877 wurde von Sachsen beim Bun desrath beantragt, die Steuer zu ändern. Dem Antrage wurde nicht Folge gegeben. Erft als die Wirkungen des Prämiensystems zu arg wurden, hat auch die Regierung den Gedanken einer Aenderung der Zuckersteuer aufgenommen. Was die Meinung betrifft, daß eine Gesundung der Zucker industrie aus einer Aktion der Betheiligten hervorgehen könne. so schäße ich dieselbe gering. Die Interessenten haben sich bis her von einer außerordentlichen Kurssichtigkeit erwiesen und all' die Vorschläge, die jest gemacht sind in Bezug auf die Einschränkung des Rübenbaues, balte ich für nicht ausreichend. Was den Entwurf betrifft, der im vorigen Jahre dem Bundes rath vorgelegen hat, so würde der nur zur Folge gehabt haben eine Bertheuerung des inländischen Konsums. Aus allem, was heute hier vorgetragen ist, kann ich nur schließen, daß die Anhänger der Fabrikatsteuer zunehmen, hat doch selbst Herr Nobbe gesagt, daß, wenn die Prämie in Wegfall fäme, er und seine Partet tein Interesse mehr hätten an dem jeßigen Steuers system. Ich richte an die Regierung noch einmal die Bitte, zwar mit Vorsicht, doch auch mit Entschlossenheit eine Aende rung des Rübensteuerfystems in Angriff zu nehmen. Wir kommen sonst aus der Krankheit nicht heraus, und die Vers antwortlichkeit, welche die Regierung damit auf ihre Schultern ladet, wird von Tag zu Tag eine größere werden. Staatssetretair v. Burchard: Wenn man, was ja darf.icht die Absicht ist, nicht schon zur Beit die Zuckersteuerfrage ng feine finitiv regeln will, so muß man auch für das nächste Befeit und riebsjahr den provisorischen Zustand so laffen wie er ist, d. h. fer Krifts as bestehende Gesetz über den 1. August d. J. hinaus proe Krife ongiren. Wie die verbündeten Regierungen über die definiUnd wenn ve Gestaltung der Steuer gedacht haben, das wiffen Sie aus fpred egt eine vidus den Ihnen in der vorigen Seffion nach sehr eingehenden messen werden, daß fie der erhobenen Steuer entsprechen, so rwägungen und mit Berücksichtigung der Ergebnisse der e Indufiuderenquete, Buderenquete, von den Regierungen von den Regierungen gemachten Vor gegenwärtige lägen. Ich habe keinen Grund anzunehmen, daß tigen, einen ie Regierungen heute anderer Meinung find; dies ist ber auch nicht ausgeschlossen; und ich trete nur dem atsposition Borwurf entgegen, als ob die Regierungen die Sache abnden, obwo ichtlich hinausgezogen oder verzögert haben. Schon seit Jahren ht erreicht aben die Regierungen vielmehr die Fragen im Auge behalten; iderfteuernd fie würde längst definitiv geregelt sein, wenn nicht inein bürger wischen die Zuckerkrisis eingetreten wäre und uns zu erneuter Fragen fid Erwägung der Sachlage nöthigte. Gewiffe Behauptungen aufche offen auſtellen ist ja leicht; aber die Prüfung, ob ste richtig sind, r- und st schwerer; und es ist nicht von der Regierung zu verlangen, nun aß fie auf jede Meinungsäußerung mancher Politiker hin tes noch leich Vorschläge zur Aenderung der Gesetzgebung macht. In barer Beliefer Weise hat man z. B. schon im Jahre 1872 behauptet, Betreff bei der Ausfuhr von Spiritus würde eine foloffale Brämie Erklärungen gegeben. Diese Behauptung hört man ießt nicht mehr; es Schuld wird eben keine Prämie gezahlt. Die Steuer fann ja nicht fremmer im ganz genauen Verhältniß zur Ausfuhrvergütung und vollft tehen; deshalb braucht der Durchschnittssteuersas aber keinesGefundung pegs unangemeffen zu sein. Sobald es also die Lage der schlagen Buckerinduſtrie verträgt, was, wie ich hoffe, in nicht zu langer zunächst Zeit der Fall sein wird, werden wir nicht verabsäumen, Wärm Shnen ein definitives Geses, vorzuschlagen; wie es ausfallen 3 Steuert wird, kann ich heute noch nicht fagen; jedenfalls muß zunächst nzielle Eile das Provisorium noch verlängert werden. Den beim Bundesthre Neuf cath gestellten Anträgen auf Bewilligung von Privatlagern zur num die Aufnahme von zur Ausfuhr bestimmtem Bucker ist, wo es an wird, woging, stattgegeben worden. Dagegen hat der Bundesrath dies lung der enigen Anträge, welche verlangten, daß der Zucker, der, ftatt Mit außportirt zu werden, aus folchen Lägern heraus im Inland berlauft wird, nicht verzollt werden, sondern gegen bloße Rück zahlung der Bonifitation in den Verkehr kommen sollte, nach erstens Bedenken, solchen Anträgen eiger mächtig, ohne gefeß liche Regelung, zu entsprechen; um den Anträgen stattzugeben, nid Schoße allmälig achtheiligen Lucius bie Der b En Ausdru eingehender Prüfung abgelehnt. Der Bundesrath trug nämlich in diefen müßte zuvor das Zuckersteuergesetz geändert werden, nach wel ift. geht diefe Di wesentliche Verschiebung der Steuereinnahmen eingetreten. würde der Anreiz, einen steuerlichen Gewinn zu erzielen, fortfallen, welcher bisher so günstig für die Büchtung gut zu verarbeitender Rüben gewitt hat. Will man eine Konsumsteuer, so müßte dieselbe so gering bemessen sein, daß keine Konsum beschränkung einiräte. Die Vorschläge der Enquete haben die volle Billigung der Regierung nicht gefunden, ich warne gleich falls davor, diesen Weg zu beschreiten. Die Rübensteuer als solche ist eine sehr schwerfällige, und mit einer prozentualen Era höhung der Rübensteuer erhöht man nur ihre Fehler. Wir müffen die Steuer so einrichten, daß fie eine legitime Steigerung des Konsnms zuläßt. Wenn die Verschiebung der Verhältnisse, die dem Gesez von 1869 zu Grunde gelegt worden sind, die Schuld tragen, warum greift man denn die Reform nicht da an. Ist es nicht möglich, das jeßige System beizubehalten und dazu die Melaffe zu besteuern? Die landwirthschaftlichen Intereffen haben nun auch bis vor kurzem auf diesem Standpunkte gestanden. Nachdem aber der Beweis geliefert worden ist, daß die Einführung einer Melaffezusatzsteuer technisch schwer durchführbar ist, glauben fie auch von diefer Modalität des Ausgleiches absehen zu müssen. Wenn die Frage vorliegt, ob Aenderung des bisherigen Steuersystems oder Beibehaltung deffelben und Melaffesteuer, so weiß ich nicht, ob die Melaffes fabrikanten nicht die zweite Eventualität troß ihrer Schwierige feiten vorziehen. Für die Leute, die früher für die Melaffezufassteuer waren, ergiebt sich aus den Schwierigkeiten ders selben nun die Konsequenz, ob es nicht angezeigt sei, eine niedrige Konsumsteuer zu erheben; und ich halte es für meine Aufgabe, diese Bewegung bier zu ſignalisiren. Wenn man die Exportbonifikation ebenso hoch wie die Steuer bemessen wollte, so würde doch diese Höhe nur festgestellt werden können ohne Rücksicht auf die Melaffe, und die Melaffeentzuckerer würden also nach wie vor einen steuerlichen Gewinn haben. Gerade ihnen gegenüber muß es deutlich ausgesprochen werden, daß ein Intereffe an der jeßigen Steuermodalität nicht vorhanden ist, wenn es unmöglich gemacht wird, eine Prämie zu gewinnen. Ich wünsche übrigens, daß eine etwaige Alenderung nicht blos ein Jahr früher beschlossen wird, sondern man muß z. B. für Die Kampagne, die 1887 beginnt, schon am 1. August 1886 Minister Dr. Lucius: Der Abg. Witte ist stets ein theoretischer Anhänger der Fabritatsteuer gewesen. Das läst fich theoretisch sehr gut vertheidigen, kann aber einer Regie rung nicht zugemuthet werden, welche auf so günstige Erfah rungen mit der Besteuerung des Rohmaterials zurückblickt. Es ist ja einer der Vorzüge des legteren Systems, daß mit dem Vorwiegen der Rüben die steuerliche Kontrole beendigt ist. Dieses System hat die Bucerindustrie zu ihrer Höhe geführt, die landwirthschaftlichen Interessen gehoben und den Steuers fistus nicht geschädigt. Im Jahre 1875/76 erreichten die Einnahmen aus der Zuckersteuer das Marimum von 56 Millionen, seitdem schwankten ste, haben aber auch 1879/80 51, 1882/83 noch 49 Millionen betragen. Diese Nettoerträge rechtfertigen es nicht, von einem langjährigen Verfall der Buckersteuer zu sprechen; die Klagen hierüber sind erst seit drei Jahren be gründet, und ebenso lange ist auch die Reichsregierung auf Abhilfe bedacht. Sie hat sofort den Weg der Enquete be treten und auch im Uebrigen mit ihren Maßnahmen nicht ges Kultur bem der Zucker aus den Exportlägern wie ausländischer Bucker wissen, woran man ist. Eine längere Hinausschiebung der Buudu verzollen ist, wenn er ins Inland geführt wird. Bweitens Regelung dieser Frage ist nicht in der Ordnung. Die Regies säumt. Die in berwäre auch, wenn man den Anträgen entsprochen hätte, eine Rübenzude Indessen wird die Regierung diese Fragen gern noch weiter tion für von Hacke betrifft, er geebnet entfchieden nicht burd in Erwägung ziehen. Was endlich die Resolution so dürfte es bedenklich erscheinen, Dem darin ausgedrückten Verlangen ohne Beschreitung des Weges der Gesetzgebung zu willfahren. Wenn die Kreditfrist ift außero erlängert wird, müßte auch naturgemäß die Frist zur Zahlung och nicht in coupé! nde. en im Rom Der Ausfuhrvergütung gleichermaßen verlängert werden, wenn nicht das Reich die Bonifikationen zahlen soll, ehe es die Steuer erhält. Nun muß aber die Vergütung für den seit Dem 1. Dezember v. J. bereits exportirten Bucker jedenfalls nach Ablauf von sechs Monaten gezahlt werden, wollte man nicht empfindlich in Privatrechte eingreifen; die Bahlungsfrist für Diese Vergütungen fann nicht mehr verlängert werden; es würde also der oben erwähnte Uebelstand eintreten; das Reich würde wenigstens für diesen exportirten Buder, ehe es die Steuer erhält, die Vergütung zahlen müssen. Ferner würde der Antrag Hacke ein erheblich gefteigertes Bedürfniß nach Stärkung unserer Betriebsfonds begründen; nämlich um zirka 80-100 Millionen Mart, was einen Binsverlust von 1 bis 1 Millionen Matt mit sich bringen würde. Deshalb würde ich den Antragsteller bitten, seinen Antrag entweder in Form ben, und d tfernen ton nügen Fol fegliche Schritt bmen, fan eines besonderen Gesezentwurfes vorzulegen, oder doch minde in brftens die Ueberweisung deffelben an eine Kommission zu bes ungen ent Simm terie veran Purges, em aber ren Bedürfnissen der Landwirthschaft und der allgemeinen Voltswirthschaft.( Beifall.) rung darf bei aller Vorsicht, die ste auf diesem Gebiete walten läßt, nicht warten, bis die gesammten Interessen einig sind; fte werden wah: haftig nicht einig werden. Der oberste Grundsat aber muß sein: Schonung der landwirthschaftlichen und industriellen Intereffen und, wenn es nöthig sein wird, zur Konsumsteuer überzugehen, Wahl einer Steuer, die es möglich macht, daß der Konsum im Inlande nicht herabgeht, sondern macht, daß der Konsum im Inlande nicht herabgeht, sondern steigt. Steigerung des Konsums im Jnlande, da liegt die Bu tunft!( Beifall rechts.) Die Distuffton wird hiernach gefchloffen, und der Titel genehmigt; die Resolution des Abg. Grafen a de wird der Budgetkommission überwiesen. Nachdem noch Titel 4, Sala fteuer" ohne Debatte genehmigt worden, vertagt das Haus die weitere Etatsbes rathung um 4 Uhr auf Dienstag 1 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen außerdem noch Wahlprüfungen und Rechnungsberichte. Lokales. Das Industriegebäude in der Kommandantenstr. 77-79 schwebte gestern früh 5 Uhr in großer Feuersgefahr. Die sofort mit mehreren Dampf- und Handdrucksprißen eingetroffene Feuerwehr tonstatirte in der zwei Treppen hoch gelegenen Blumenfabrik einen Fußboden- und Ballenbrand, der sich bis in die darunter belegenen Geschäftsräume der Leinenmanufak tur von J. Guttmann ausgedehnt und auch hier einen bedeus tenden Schaden angerichtet hatte. Sofort wurde eine Dampfsprize in Thätigkeit gefeßt und nach einstündiger angeftreng tester Arbeit gelang es, das Feuer abzulöschen. Das Feuer, das durch die Schadhaftigkeit eines eisernen Ofens ausge kommer, war dadurch entdeckt worden, daß durch das Getöse, wel ches der Ofen verursachte, als er nach Berstörung der Balkenlage in die untere Etage hinabstürzte, ein im Hause wohnender Hausbiener geweckt wurde und in dem Glauben, Spizbuben seten im Hause, Alarm schlug. Abg. Rohland: Die ganze Rede des Herrn Nobbe läßt sich in dem Saße zusammenfassen: Wenn feine Exportprämien mehr gezahlt werden, so haben wir auch kein Intereffe an der Rübensteuer. Ich entnehme daraus, daß prinzipieller Widerstand gegen die Fabrikatsteuer auch bei ihm nicht vorhanden ist. Er hat sodann, wie vor ihm ein anderer Redner, gemeint, daß die Krisis nur vorübergehend sei; ich kann das nicht glauben, selbst wenn die Produktion eingeschränkt werden sollte, und wir fortfahren auf dem Wege, den wir jest einge schlagen haben, so wird der Hader der Interessenten unter einander und mit den Rübenproduzen noch zu einem Kriege Aller gegen Alle führen. Aber auch die Reichstaffe wird ge schädigt werden. Wir müssen deshalb sehen, wie nach beiden Seiten hin geholfen werden kann. Ich habe bereits im Jahre 1882/83, als von Seiten der Regierung noch behaurtet wurde, ein Rückgang im Ertrage dieser Steuer sei nicht vorhanden, wirken. Ich schließe, indem auch ich anerkenne, daß für die gebeten, die Buckerrübensteuer neu zu regeln, ebenso Herr von Geifie Frage, wie die Buckersteuergeseßgebung zu ordnen sei, in erster Bennigsen im folgenden Jahre. Die Regierung ist unseren Linie das Interesse der Industrie maßgebend ist, und daß das Wünschen aber nicht nachgekommen. Auch der von mir nmiffarial finanzielle Bedürfniß zurüdstehen muß gegenüber den wichtiges seiner Zeit gemachte Vorschlag einer mäßigen Kontrolſteuer hat also nichts daran gelegen, flares siffermäßiges Material zu haben. Die veranstaltete Enquete leidet aber an dem groBen Fehler, daß feiner der dabei vernommenen Beugen die Wahrheit gesagt hat. Es mag ja richtig sein, daß das jezige Steuersystem unsere Zuckerindustrie zur Blüthe gebracht hat; aber was zu einer Belt richtig war, ist nicht für alle Zeit richtig. Seit 1875 ist die Buckerrübenindustrie eine wesentlich exportirende geworden; sie bedarf des Sporns nicht mehr, welchen die Besteuerung des Rohmaterials für sie abgegeben hat. Da ist es wohl zu überlegen, ob wir nicht ein anderes Steuersystem einführen sollen. Eine andere Phrase ist die, daß die französ fische Buckerindustrie an der Fabrilatsteuer zu Grunde gegangen fet. Aber Frankreich hat eine Fabritatsteuer gar nicht gehabt, sondern ein Mittelding zwischen dieser und der Besteuerung des Rohmaterials, die Saftsteuer, welche die Fabrikation in lästiger Weise hemmte. Ich glaube deshalb, daß es Zeit ist, in eine neue Gesetzgebung einzutreten, und eine Berechnung, die ich mir aufgemacht, erweist, daß es durchaus nichts Schreckliches ist, wenn wir zur Fabrikatsteuer übergehen wollten, die noch den Vortheil hat, auf eine Steigerung ch, au wenn in id nicht im Jahre 1879 befolgt hat, wo sie wegen der schlechten ere, und Finen man ätte enden Begri fich en id nod te, mich balber für mit eine DA Abg. Dirichlet: Sch bedauere nur, daß die Regierung die so überaus weisen Lehren, die wir heute von ihr hören, Verhältnisse eines einzigen Jahres das ganze Prinzip der Bollgefeßgebung über den Haufen geworfen hat; und daß die Regierung diese weisen Lehren auch jetzt wieder nicht befolgen will, sondern mit neuen Bollerhöhungen vor uns tritt. Bezüglich des Antrags v. Hacke bin auch ich der Meinung, daß es nicht zweckmäßig ist, eine so eminent bedeutsame Maßregel, die wieDer einmal einen einzelnen Industriezweig auf Kosten der übri gen Steuerzahler unterstüßen soll, hier als bloße Kleinigkeit zu behandeln. Eine gründliche tommiffarische Berathung wird jedenfalls nöthig sein. Eine Verlängerung der Kredite halte ich übrigens nur insoweit eventuell für zulässig, als die betreffenden Industriellen kreditwürdig find. Der Antrag v. Hacke ist um so bedenklicher, als er in seiner jegigen Allge meinheit zu erheblichen Ausfällen für den Steuerfädel führen könnte. Indem ich mich prinzipiell gegen den Antrag Ate fich mi ir im Ba an ber bent wi N. Unvorsichtigkeit beim Verlassen des Pferdebahnwagens batte gestern Mittag einen bedauerlichen Unglüdsfall zur Folge. Ein Dienstmädchen fiel beim Absteigen vom Wagen in der Charlottenstraße so unglücklich zur Erde, daß es fich eine anscheinend nicht unerhebliche Knieverlegung zuzog. Die Aermste, die nicht im Stande war, sich selbst zu erheben, mußte von Baffanten zu einem in der Nähe wohnenden Arst geschafft werden, woselbst ihr die erfte Hilfe zu Theil wurde. Polizei- Bericht. In der Zeit vom 24. d. M. Nachmit tags bis zum 25. d. M. früh fanden vier Kleine Brände statt, und zwar im vierten Stockwerk des Hauses Waldemarstraße Nr. 32, im Erdgeschoß des Hauses Bellermannstraße Nr. 71a, in der zweiten Etage des Hauses Brüderstraße Nr. 22/23 und in der Busfedernfabrit von Babbe und Falk, Kommandanten ftraße 77. Sämmtliche Feuer wurden in kurzer Zeit, obne er heblichen Schaden angerichtet zu haben, gelöscht.- Am 24. 6. M. Nachmittags gerieth der Bresser Fahrenwald in der Fas brit von Goliasch, Sebastianstraße Nr. 61, mit der linken Hand unter das von ihm selbst gehandhabte Fallwert und erlitt dabei einen Bruch des Mittelfingers. Der Verlegte wurde, nachdem ihm in Bethanien ein Verband angelegt worden, nach seiner Monopol zufällt, oder bis beide Theile das Ge fährliche eines solchen solchen höchft waghalsigen Vorgehens einsehen, einen Bund schließen und dann gemeinsam dem Bublikum das Fell über die Ohren ziehen. Mit der freien Konfurrenz ist es auch in diesem Fall vorbei. Packetlinie schlägt fich, Pecetlinie verträgt sich, fich, Pedetlinie verträgt sich, so wird es wohl auch hier heißen. Auch unsere Eisenindustriellen gehen ja der Kon kurrenz recht bedächtig durch Kartelle möglichst aus dem Wege und betreffs der Zuweisung von Eisenbahnschienen- Lieferungen besteht, soweit fte ausländische Gebiete betreffen, sogar ein internationales Uebereinkommen zwischen den englischen, bel gischen und deutschen Stahlwerken. Das Kapital darf also international für sich sorgen. Wohnung gebracht. Zu derselben Zeit wurde der Steinmets| Uebrigbleibenden der ganze bisherige Verkehr als sein geselle Stettelsefen in der Invalidenstraße von einem Blutftura befallen, so daß er mittelft Droschte nach seiner Wohnung gebracht werden mußte. Am Abende deffelben Tages wurde Die Andreasftraße Nr. 17 wohnhafte Wittwe Schaffer von einer anderen Frau im Hausflur des genannten Hauses vorfäßlich mit Oleum oder einer anderen äßenden Flüssigkeit be goffen und dadurch im Geficht und an den Armen verlegt. Bu Zu derfelben Zeit wurde der Schloffer Garius, Neue Hochfiraße Nr. 19, beim Ueberschreiten des Fahrdammes der Span dauerstraße in Folge eigener Unvorsichtigkeit von einem Omnibus umgestoßen und erlitt dabei leichte Verlegungen im Geficht und am rechten Knie. In der Nacht vom 24. zum 25. b. Mts. wurde der Arbeiter Batt an der Abfahrtseite des Lehrter Bahnhofs, auf dem Bürgersteige liegend und von der Kälte völlig erstarrt aufgefunden und mittelst Droschke nach der Charité gebracht. Am 25. d. Mta., Nachmittags, wurde der Maurer Tausch, Swinemünderstraße Nr. 141 wohnhaft, als er fich in Begleitung seiner Familie auf einem Epazier gange befand, in der Friedrichsstraße plöglich vom Schlage geAuf dieselbe Weise troffen und verstarb auf der Stelle. verstarb einige Stunden später in der Ausfahrt am Potsdamer Bahnhofe der in der Johanniterstraße Nr. 18 wohnhafte Architekt Faulhaber. Die Leiche wurde nach dem Obduktionshause gebracht. Auch am 25. b. Mts. fanden mehrere und. bedeutende Feuer statt, und zwar Klosterstraße Nr. 72, wo Papier in einem Lagerraum, Badstraße Nr. 60, wo Kleidungsftüde und Wäsche, und Uferstraße Nr. 11, wo die Ballenlage stücke unter einem Rachelofen in Brand gerathen waren. Die Feuerwehr war zur Stelle und löschte die Feuer in furzer Zeit. Soziales und Arbeiterbewegung. Arbeiterentlassung. In Hamburg wurde am Donnerstag Abend auf der Reiher stieg Schiffswerft eine Anzahl Arbeiter abgelohnt und entlassen, was umfomehr Aufsehen erregte, da bisher niemals mitten in der Woche eine größere Anzahl Arbeiter bort entlassen wurde, sondern immer erst am Sonnabend. Aus dem fächsischen Vogtlande, 23. Januar.( Grubenunglüd.) Jm Jdaschachte zu Hohendorf bei Delenit hat heute Vormittag eine Entzündung schlagender Wetter stattgefunden, wobei mehrere Bergleute verunglückt sein sollen. Ein Kapitalift schlägt den andern todt, das beweist regelmäßig die Statistit über die Entwickelung der Bierproduts tion in Deutschland. Im Reichssteuergebiet wurden erzeugt 1000 hl. 1000 hl. 20,495 1874 1875 21,358 1876 20,873 1877/78 20,360 1878/79 20,372 1879/80 19,985 1880/81 21,136 1881/82 21,316 1882/83 22,113 1883/84 23,392. Die Bierproduktion erhöhte sich also von 1874 bis 1883 um 14 pCt., was für ein Jahrzehnt gewiß ein beträchtlicher Zuwachs ift. Nichtsdestoweniger hat sich die Zahl der Brauereibefizenden ganz enorm vermindert, in den entsprechenden Jah ren von 13,030 auf 12,701, 12,535, 12,186, 11,867, 11,647, 11,564, 11,266, 10,921, 10,703. Bei einer Vermehrung der Biererzeugung um 14 pet. find also 1883/84 22 pet. weniger Brauereien im Reichssteuergebiet vorhanden, als 1874. Weit über 2000 Unternehmer haben in 10 Jahren ihren Bests eingebüßt. Natürlich geben die kleinen Befizer zumeist und zuerst zu Grunde; die großen bleiben Sieger im Konkurrenz tompfe. In Schlesien entrichteten z. B. bis zu 300 M. Steuer 1874 442 Brauereien, 1883/84 dagegen nur noch 342, es waren also hundert fleine Etablissements verschwunden. Die großen Brauereien hingegen, welche über 6000 Mark Steuer zu zahlen hatten, nahmen von 42 auf 47 zu. Man sieht, die freie Konkurrenz führt schließlich ihr eigenes Ende herbei: fte vermindert beständig die Zahl der wettbewerbenden Befiger und verschafft den übrig bleibenden Großkapitalisten eine Monopols stellung, mit der selbstverständlich alle freie Konkurrenz und aller, Segen" derselben aufhört. Bur freien Konkurrenz. Zwei Hamburg- New- Yorier Packet Dampfschifffahrtsgesellschaften liegen nach der Frankf. Stg." augenblicklich in erbittertem Streit, und haben um die Wette die Tarife bis zu einer Grenze berabgesezt, daß für die Gesellschaften nur Verluste entstehen können. Natürlich leitet die Betheiligten dabei durchaus nicht die Absicht, aus ihrer Zaiche bem verkehrstreibenden Publikum etwas zu schenken, und die Herabdrückung der Preise geht nur so lange weiter, bis entweder einer der Kor kurrenten zu Grunde geht, und dem Theater. Rönigliches Dyerahans: Beute: Flick und Flock Königliches Schauspielhaus: eute: Colberg. Deutsches Theater: Beute: Die Geschwister. Die Hagestolzen. Ein Hut. Bellealliance- Theater: beute: Der Raub der Sabinerinnen, Schwant in 4 Atten von Franz und Paul Schönthan. Renes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Beute: Gasparone. Central- Theater: Bite Salobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Heute: Der Walzer- König. Ab Refidenz- Theater: Direktion Anton Anno. Heute: Die Eheftands Invaliden. Hierauf: Die Schulreiterin. Walhalla- Operetten- Theater: Benisenstädtisches Theater: Deute: Der Feldprediger. Deute: Bapa Kielebusch. Ditend- Theater: Beute: Im Lande der Freiheit. Wallner- Theater: Beute: Klein Geld. Vittoria- Theater: Beute: Sulfurina. Alhambra Theater. Vereine und Versammlungen. Eine außerordentliche General- Versammlung des Fachvereins der Metallarbeiter in Gas, Wasser und Dampfarmaturen fand am Sonnabend den 24. d. M. in den Gratweil'schen Bierballen statt. Das Referat hatte der Schriftführer des Vereins, Herr Teutsch, übernommen, und suchte derfelbe unter Bugrundelegung des in Arbeiterkreisen allseitig ersehnten Marimalarbeitstages das Verhalten seiner Kollegen in der Fabrik des Herrn B. Joseph in geschickter Weise zu rechtfertigen. Es sei die erste Pflicht der Arbeiter, gegen jede Verschlechterung ihrer bisherigen Lage energisch Front zu machen. Redner suchte durch den Hinweis auf die seit langen Jahren in anderen Staaten bestehende Institution des Marimalarbeitstages die Gerechtigkeit dieser Forderung der deutschen Arbeiter nachzuweisen und schloß seine einstündige Rede mit der Bitte, die Kollegen in ihrem Strike, wie bisher, so auch ferner zu unterstüßen. Die nachfolgenden Redner Braikow, Eggert und Wurche traten in gleichem Sinne für die Forderung ihrer Kollegen ein. Die Versammlung nahm darauf folgende Resolution an: Die heute bei Gratweil tagenden Mitglieder des Fachvereins der Metallarbeiter J. G. W. und D. A. erklären fich mit den Ausführungen des Herrn Referenten einverstanden und versprechen mit allen ihren Kräften ihre strikenden Kollegen zu unterstügen, damit der endliche Sieg auf Seiten der Arbeiter sei, und die Kollegen nicht in die Lage versezt werden, threr gerechten Forderung untreu zu werden. Des weiteren wurde in dieser Versammlung beschlossen, den Arbeitsnachweis des Vereins der Festlommission zu überweisen; ferner zu den aus dem Rongreß in Gera erwachsenen Unkosten 5 M. zu bewilligen, und schließlich, auf Antrag des Herrn Ehrlich, wöchentlich 2 Mal in der Vollszeitung den Streit der Kollegen im Anongentheil bekannt zu geben. Eine Anfrage, das Verhalten dem Revolverdreher- Verein gegenüber betreffend, wurde dahin beantwortet, daß fich die MetallDreher mit diesen solidarisch erklärten, soweit die Revolverdreher zur Sache der Arbeiter im Allgemeinen halten, und sich den Bestrebungen ihrer Kollegen nicht entgegen stellen. In der öffentlichen Generalversammlung der Schloffer, welche etwa 200 Theilnehmer zählend, am Sonntage in der Urania" unter dem Vorfize des Leiters der Lohnbewegung der Schloffer, Herrn Miethe, stattfand, wurden von Heirn Goebel, der das Referat übernommen hatte und von den Herren Miethe, John, Teutsch, Kluge, die zur Diskussion das Wort nahmen, die traurigen Lohn Verhältnisse und sonstigen Mißstände, welche im Schloffergewerbe, welche eine Lohnbewegung zum Bwede der Befferung der Lage nicht nur der Gesellen, fondern auch der Meister nothwendig gemacht haben, dargelegt und die von der Lohn- Kommission aufgestellten Forderungen ( Marimalarbeitszeit von 10 Stunden, Abschaffung der Sonn tagsarbeit, Minimallohn von 18 M. wöchentlich und Auszahlung des Wochenlohns am Sonnabend um 6 Uhr), in eingehender Weise erörtert, begründet und als so bescheidene er wiesen, daß fie von allen rechtlich und vernünftig denkenden Arbeitgebern gebilligt werden müßten. Die Frage, welche als zweiter Punkt auf der Tagesordnung fland: Rönnen wir unsere Forderungen schon in diesem Jahre durchführen?" wurde von Herrn Miethe und mehreren anderen Rednern unter dem Hinweise darauf, daß die Durchführung der Forderungen nur von der Einigkeit, Entschiedenheit und thatkräftigen Mitwirkung der Mehrheit der Kollegen abhänge, mit einem entschiedenen Ja" beantwortet. Herr Schröder wies auf den schiedenen Ja" beantwortet. Herr Schröder wies auf den Unterstügungsfond hin, der bei reger Betheiligung der Kollegen ausreichen werde, die etwawegen ihres Eintretens für die Forderun gen gemaßregelten Kollegen zu unterhalten, so lange fie teine Arbeit bekommen fönnten. Heir Kluge versicherte, daß auch in den Kreisen der Arbeitgeber vielfach die Anficht ausgesprochen werde, daß die Arbeiter mit ihren Forderungen durchkommen werden. Der Antrag des Herrn Miethe, die Mitgliederzahl Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine brave Frau Marie Magdalene Agnes geb. Hille am Sonntag Morgen 9 Uhr sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch Morgen um 9 Uhr vom St. Hedwigs- Krankenhause aus statt. Berlin, den 27. Januar 1885. B. Kosznized. 162 Arbeitsmarkt. Ein tüchtiger Schuhmacher, der etwas mit macht, wird verlangt Stromstraße Nr. 60, Hof 2 Treppen, bei 161 Schuls, Eine freundliche Schlafstelle ist zu vermiethen Wörtherstr. 4 bet Gründer. 160 164 Eine frol. Schafft. Kochstr. 20, Quergeb. 2 Tr. Tordler. 154 Eine freundl. Schlafit. Dranienftr. 28, v. 4. Tr. Städtler. Gr.Versammlung des Fachvereins der Schmiede. Dienstag, den 27. d. M., Abends 8 Uhr, Rommandanten in Gratweil's Bierhallen, traße 77/79. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Ingenieurs Herrn Schmidt: Die Maschinen und deren Bedeutung. 2. Vereinsangelegenheiten. Auf Beute und folgende Tage: Mutterſegen, oder: Die neue nahme neuer Mitglieder. Um zahlreiches Erscheinen bittet Fanchon. en gros. 169 Der Vorstand. der Lohnkommission, die jest 10 ist, um 3 zu vermeh angenommen, Es wurden die Herren John, Grun Beech gewählt. Die allgemeine Metallarbeiter Versamml Sonntag, den 25. d. M., war von zirka 500 Perfon Auf der Tagesordnung ftand: Die Beschlüffe del zu Gera und die Stellung der Metallarbeiter Berlin felben." Als Referent erhielt Herr Gördt das Wort derselbe in zirka 3/ 4ftündigem Vortrage etwa folgende Verhandlungen auf dem Kongres seien nur von dem etwas Pofitives für die Berufsgenoffen zu schaffen worden. Da fich die Grenzen eines einzelnen Gen scharf ziehen ließen, so sei es nothwendig, daß Gesam fationen stattfinden müßten. Da unser größter Ge Kapital, zentralisirt sei, so ist es auch die Pflicht be besgleichen zu thun und bedauerlich ist es, daß die hier von den Gegnern lernen müßten, obwohl e sei, daß diefelben von uns gelernt hätten. Die Not der Regelung des He bergswesens und der stügung wurde Dom Referenten einer fachlichen Kritit unterzogen und den Anhän Branchenorganisationen die Schwierigkeiten de dieser Frage, in engeren Verbänden, recht drastisch Dem Korreferenten Herrn Krohm blieb nach diefe lichen Referat nicht mehr viel zu thun übrig und felbe namentlich sehr treffend aus, daß, da die h fhömung dahin gehe, den Arbeitern unter die Arme es bedauerlich fet, daß der erste Staatsmann fich be handlungen über den Normal- oder Marimalarbei diese nothwendigste Forderung der Arbeiterwelt au habe. Deshalb hätten wir nicht zu warten, bi Frucht reif in den Schooß fiele, sondern wir müßten geist die Bahnen ebnen. Redner verlieft die§§ 3 Mannheimer Statuts und erklärt, daß es nicht Kongreffes gewesen sei, dem Selbstbestimmungere noffen zu nahe zu treten, und die betreffenden Ausschuß gestatten, Kartellverträge mit andern Grund des Normalstatuts abzuschließen. Er Metallarbeitern Anschluß an die Bentralisation zur Ueberführung der Fachvereine in dieselbe bit Kommission von 21 Mitgliedern. In der Disku fich die Herren Eggert gegen, Gutheil, Tobler für die Kongreßbeschlüsse aus. Der Antrag gegen eine Stimme angenommen. Es wurden Herren Gördi, Krohm, Groß, bill, Gutheil, Mi Günther, Rojahn, Stimmel, Netband, Schröter, müller, Tobler, Schartow, Schulze, Bremer, Sch traft. Briefkaften der Redaktion. D. B., Grenadierstr. 23. Jm Bureau bes Mehrere Abonnenten fragen an, wie beli Zeitung des Senefelder Bundes und wo abonn diefelbe? Vielleicht giebt einer unserer Leser bi schluß. Stat Leferin. Die Eitte des Polterabends" ist Sie stammt daher, daß man in der heidnischen Beit und Plagegeiſter, die in einem Hause wohnten, bu und gewiffe Gefänge auszutreiben versuchte, damit Paar nach der Hochzeit in Ruhe und Frieden w Elte Ein Unwissender. Kaiser Lothar L, der Ludwig des Frommen, regierte als Raiser von 843 Sohn Lothar, der bei der Theilung des Reiches bielt nannte fich Lothar II., und deshalb wird Sachse", welcher als Kaiser von 1125-1137 re Lothar III. genannt, obwohl er als solcher eigentlich heißen müßte. Nr. ariqeini Berlin f Boflabon Für de ment auf d Be mit der Gr C Frei in 35 Br. pro Beitungs S angenomme Für A für die M 2 Mart 67 Den n Schienene fowie die b C Soweit b menis.Quit Cas arbeitenden der überaus Tendenzen, Drgan des eines jeden zu unterstüt bisherigen threrseits de neue Freun liegt ein 2. R. Püdlerstraße. Sie meinen Büchman Igelte Worte". Sie erhalten dieselben in jeder Buch Wenn übrigens jeder unserer Leser den Briefkasten in Anspruch nehmen würde, wie Sie, dann tönnten ergiebigen 6 selben zehrmal so groß machen. B. Du. Rüdersdorferstraße. Es wird Ant den Briefkasten Bescheid zugehen. Briefliche zu theilen wir nicht, die Marken stehen daher u fügung. Amalie&, Langestraße. Betroleumflecke au laffen sich durch Waschen mit Benzin entfernen. aber eine ziemliche Quantität Benzin nehmen unb waschen am Tage im Freien vornehmen, da die B sich sehr leicht entzünden, und bei Licht gefährliche verursachen können. Bezirksverein des werkthätigen der Schönhauser Vorstadt Dienstag, den 27. Januar, Abends 8 Uhr, Salon, Schönhauser Allee 161, 151 Gr Versammlung Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Stadt 2. Verschiedenes. 3. Fragelasten. Die Mitglieder § 5 aufmerksam gemacht. Der B MöbelpolirerOrtskranken- u. Sterbe Die Zahlstellen für die Kaffe, welche jeden find, befinden sich: Für S. und SO. Manteuffelf Abends von 8-10 Uhr zur Annahme der Beitr bei Moris im Restaurant. Für O. Andreasfa bei Wirsing im Restaurant. Für N. Chriftine bei Harendt im Restaurant und an allen ande beim Rendanten Karl Neumeister, Ballifaben vorn III, woselbst auch die Anmeldungen für die angenommen werden. Der erste Bahltag Lokalen statt. und Der prov Bücher findet Sonnabend, den 31. Januar, in oben be Masken- Garderobe fauber und b Rochftr. 31, Allen Freunden und Genoffen empfehle meine Cigarren und Rauch Rauch-Tab Lotterie- Loose und Antheile M. Meyer, O. Fru 131 GEBRÜDER LAMM en detail Oranienstrasse No. 64. Geschäfts Eröffnung. 159 nur einen daß derselbe Wir u Wunsche ur Was fach angere fagen würd was von ei tretenden 9 Antrage angenehm, Rachbruck verbo 73 " Ich nigs von 2 Ehre theilh auf immer wirs mir Herzen reif fucht gehör Die b Wah folche Rede find nicht 1 tamen scho Raum, und gekommen. Nuna welche an richten jede um, und ei an ihrer S „ Ich einmal Her fangenschaft bas Glück, Die F preßte fie ihr Haupt in ihr Dhr Dhr der Es if Nuna Von heute ab befindet sich unser Leinen- Waaren, Wäsche, Kleiderstoff und batte fie ge Konfektions- Geschäft nur Oranienstraße Nr. Verantwortlicher Redakteur R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. höchste Glü dern auch, mit theilhe