77212 528 = 312 557 67 510 479 524 377 513 613 207 632 53 171 757 518 79 484( 200) 615 121 606 Nr. 29. Mittwoch, 4. Februar 1885. II. Jabrg. Berliner Volksblatt. 7 42 396 834 ( 250) 534 639 529 333( 200 13 14 982 240 50 105 36 998 800 737 862 1000) 331 64 5 533 959 916 85770 273 37 580 232 342 6 610 259 65 00 424 36 54 O 402 761 81 689 704 16 Organ für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Boltsblatt" 405 858( 50% et täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtages. Abonnementspreis für 77( 200) Beli fret ia's Saus vierteljährlich 4 Mart, monatli 1,35 Black, wöchentlich 35 3f. Botabonnement 4 Mart. Einzelne Nr. 5 Bf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 Bf. 480 453( 200 ( Singetragen in der Bostzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) 00) 661( 200 679 839( 250 560 961 D. 93424 553 247 409 75 188( 200) 684 95 73 757( 2 292 194( 2 494. 96 852 463 ( 200) 749 Redaktion und Zu den neuesten Boll- und Steuerplänen. Während im Deutschen Reiche alle Parteien, die Reichsregierung voran, in Arbeiterfreundlichkeit machen, wird froßbem wieder eine Erhöhung der Lasten für den armen Mann 87 290 4 geplant. 169( 200) Die Getreibezölle und die 3ölle auf 200) 612 5 meine und Schweinefleisch sollen erhöht 61( 200) werben. Im Bundesrath wird ein erhöhter Zolltarif be= 457( 250) athen und in der schutzöllnerischen freien Vereinigung im Reichstage überbietet man noch den Tarif. on. Die Regierung verlangt einen doppelten Roggenzoll, die freie Bereinigung einen dreifachen. Daneben will lettere ben Zoll auf Schweine von 2 M. 50 Pf. auf 6 M. er Бобен auch für then und den Zoll auf Fleisch überhaupt von 12 auf Fenden Vere 20 M. Gründen f r dürfen ter S Veridlus fein? & Scher nft tönnen Sle Bei dem anderen Vieh soll eine Zollerhöhung von 50 Prozent eintreten, bei dem Zoll auf Schweine aber eine Grobung von 140 Prozent! Da nun aber Schweinefleisch überwiegend von der arbeitenden Bevölkerung genoffen wird, so sehen it ervainen und klerikalen Herren, die sich zu der sogenannlor ist berfen freien wirthschaftlichen Vereinigung zusammengefunden haben. Da sollte man fast die Deutsch- Freifinnigen loben, nigten Sta der allgemein bie Autors, 8 europäi Poftansta awar fam ner( in Deut 1 Einwohne 225,000 raphenanital er in Eur 5947 Million Brieffendung en, 1046 n, 1672 europäi Einnahme chuß also antonfer unkt der 内 Were Endlich die B trägt auf Der Greenwi n, von weld Pla ½ Uhr, ng = 9 u. 10. beiterfrage emer. Rend en. Butritt. Der Vorftan gimmer ob" [ 130 Leit Spiel ht wenigstens nicht mehr mit ihrer Arbeiterfreundlichprahlen, sondern mit verschränkten Armen dem Schauzusehen. Ueber den jeßt dem Bundesiath vorliegenden neuen olltarif urtheilt ein tonservatives Blatt, die ,, DresNachrichten" in folgender recht bezeichnender Weise: Dener Der Um für die Getreidezölle eine sichere Mehrheit im Reichstage zusammenzubringen, hat der Reichelangler in Die Bolltarijnovelle auch eine ausgedehnte Zahl von InBekannt ist von früheren buftriezöllen aufgenommen. Berathungen der Bolltariferhöhungen her, daß viele Landwirthe im Reichsiage durchaus nicht geneigt waren, Industrie die nöthigen Schutzölle zu bewilligen. Gift als auch Schutzölle für Erzeugnisse der Landwirth schaft vorgeschlagen wurden, tam das Bündniß zwischen den Vertretern der verschiedenen Interessengruppen zu Stande. Noch diesem Rezepte ist auch der jezige Bolltarif ausgearbeitet. Die Großindustriellen find nämlich feineswegs von der Erhöhung der Getreidezölle erbaut. Um ihren Widerstand zu bestegen, gewährt ihnen der Reichsfanzler eine unerwartet lange Bahl industrieller Schußzölle. Er veiflicht in die Getreidejölle möglichst viele Gruppen von Interessenten und bedenkt nicht blos die große, sondern auch die mittlere und fleine Industrie." Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 f. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Juferate werben bis 4 th Nachmittags in ber Expedition, Berlin SW., 8immerstraße 44, sowie von allen Annoucem Bureaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. pedifion Berfin SW., Bimmerstraße 44. fervativen Blatte ſelbſtverſtändlich die ganze Berantwortung. Als vor einigen Jahren den Agrariern und industriellen Schutzöllnern im Reichstag der Vorwurf gemacht wurde, daß sie ein Schachergeschäft getrieben hätten, da entstand großes Halloh in jenen Kreisen, welches auch von der konservativen Presse weidlich unterstüßt wurde. Man sprach von Verdächtigungen und Verleumdungen. Jezt scheint man wenigstens in einigen konservativen Blättern zur Eins ficht gekommen zu sein und den Interessenhandel" noch nachträglich zuzugestehen. Daß aber die Interessengruppen im Reichstag, die Großgrundbesitzer und Großindustriellen mit ihren Bollerhöhungen noch weiter gehen, als die verbündeten Regierungen, das haben wir oben schon angedeutet. Betont foll noch werden, daß die erstere Intereffengruppe fich ganz besonders bagegen sträubt, auf eine höhere Spiritussteuer einzugehen und die Zucker= rübensteuer zu regeln. Hierzu bemerkt recht drastisch bas obengenannte fonservative Blatt: Es versteht sich ganz von selbst, daß man die Landwirthschaft als solche und ihre technischen Nebengewerbe in die pfleglichste Behandlung zu nehmen hat; aber die allzugroße Bartlichkeit der Eltern wird stets für die Kinder verhängnißvoll. So weit darf die Begünstigung niemals gehen, daß die Kinder fich vermittelst elterlicher Unterstügung selbst ruiniren und alle anderen Erwerbszweige dazu angehalten werden, die wirthschaftlichen Sünden entarteter Geschwister zu bezahlen. So steht es aber mit den 3 uder Lords und den Spiritus Baronen. Wären Zuckersiedereien und Schnapsbrennereien nicht so hochadlige Gewerbe der Großgrundbefiger niemals hätte man in Berlin mit solcher beispiellosen Langmuth dem stetigen Verfall beider Steuerarten und die den Reichskaffen entgehenden Millionen- Beträge zugesehen." Also giebt es noch Steuerobjekte auch nach Ansicht fonservativer Rreise, die ohne das arbeitende Bolt schwer zu belasten den Reichskassen Millionen- Beträge zuführen tönnten! Wie den Großgrundbesitzern aber solche Steuern läftig sind, so find den Fabrikanten alle Beiträge unangenehm, die sie zur Erleichterung der Lage der Arbeiter zahlen sollen. Da fiimmen sie lieber für Erhöhung des Kornzolls, wenn ihnen durch industrielle Schutzölle ein spezieller Vortheil erwächst. Bu ihnen gesellen sich die Liberalen, welche sich gegen die Börsenfteuer und gegen jede Verstaatlichung des Verkehrs wenden, damit Börse und Handel, ihre Lieblingsfinder, in dem großen Interessenkampfe nicht Schaden ers leiden sollen. Alle drei aber, die Großgrundbesiger( AgraWir wissen natürlich nicht, ob die hier ausgesprochene Anschauung auf Wahrheit beruht und überlassen dem fon- rier), die Großindustriellen( Schußzöllner) und Ragbrud 79 verboten.] Feuilleton. Gesamt und gefunden. $ da Roman von Dr. Dur. ( Forſezung.) Wenn Euch nicht zuweilen das Fräulein aufrüttelte, Thr würdet den ganzen Tag umherlungern. Sabt Ihr etwa vor Herrn Harder Respekt? die Handelsherren und Börsianer( Manchestermänner) sträuben fich gegen die einzige gerechte Steuer, gegen die progressive Einkommensteuer, welche alle Besigenden gleichmäßig belastet und den Armen verschont. Daraus tann man auch die gerühmte ,, Arbeiterfreundlichkeit" jener drei herrschenden Klassen unserer Bevölkerung ertennen. Berichtigung. Durch ein Versehen ist zu Ende des gestrigen Leitartikels die überbleibende Summe für die Dampferfubvention auf 3 Millionen 750,000 Wtart angegeben worden. Dieselbe beträgt nur 1 Million 700,000 Mart. Politische Webersicht. Erhöhte Rölle führen meist auch zu Kampfzöllen. So freuen sich die fanatischen Ruffen jetzt schon deshalb über die Erhöhung der Getreidezölle in Deutschland, die ihnen eigent lich unbequem find, weil dadurch Rußland die Möglichkeit geboten wird, auch seinerseits erhöhte Industriezölle einzuführen -besonders gegen Deutschlend. Man steht schon daraus, daß wenn Schußzölle wirklich irgend welchen Segen bringen, dieser Segen wieder aufgehoben wird, durch die Zölle, welche das Ausland unseren Erzeugnissen auferlegt. So entsteht ein Kampf dem der Löwen in der Fabel vergleichbar, die sich gegenseitig bis auf die Schwänze aufgefreffen haben. Die Zolltarifvorlage hat der Bundesrath im Wesent lichen nach den Ausschußanträgen angenommen. Also auch die Erhöhung der Getreidezölle ist damit beschlossene Sache geworden, wenigstens soweit der Bundesrath in Betracht kommt, und der Reichstag wird nunmehr in die Lage kommen, Stellung zu dem Projekt zu nehmen. Daß die sogenannte Freie wirthschaftliche Vereinigung das Zustandekommen der Kornzollerhöhung mit allen Kräften erstrebt, ist bekannt, und ein Umschwung in den Ansichten der Regierung läßt sich jest nur noch von einer Massen- Agitation gegen die geplante Era höhung erhoffen.( 3) Die Liberalen haben diese Agitation bes reits mit einem Aufruf eröffnet. Im Uebrigen hat der Bundesrath fich noch mit dem Auslieferungsvertrag beschäftigt und denselben an die zuständigen Ausschüsse verwiesen. Eine Ergänzung des§ 72 des Reichsbeamtengesekes vom 31. März 1873 soll durch einen dem Bundesrathe vor liegenden Gefeßentwurf herbeigeführt werden. Der§ 72 des erwähnten Geseges erhält folgende Fassung:§ 72. Ein Reichsbeamter, welcher die ihm obliegenden Pflichten(§ 10) verlegt, begeht ein Dienstvergehen und hat die Disziplinar bestrafung verwirkt. Wegen Handlungen, welche ein Reichsbeamter vor seiner Anstellung im Reichsdienste begangen hat, ist ein Disziplinarverfahren dann zuläffta, wenn jene Handlungen die Entfernung aus dem Amte(§ 73 Nr. 2) begründen. War der Beamte vorher im Dienste eines Bundesstaats anges stellt, so unterliegt er wegen aller in diesem Dienstverhältnisse begangenen Dienstvergehen den Vorschriften des gegenwärtigen Herr nicht mehr ausfährt... Also Sie glauben wirklich, haben ihn bethört, er ist nie hart und grausam gewesen; es geht mit ihm zu Ende?" Wir müssen Alle einmal sterben," antwortete der Doktor mit zynischem Lächeln, und der Tod wird auch Euren Herrn nicht verschonen.... Aber Sie machen ja Aber Sie machen ja ein Gesicht, als wenn Sie schuld wären an seinem Tobe." D Der Stellmacher sah in der That sehr betrübt und fast erschrocken aus bei der traurigen Auskunft des aber andere Leute sind es." " ,, Und wer sind die Anderen, die, wie Sie sagen, ihn bethört haben?" ,, D, mein Herr, fragen Sie mich nicht," bat der Stellmacher beinahe in flehendem Tone. Man darf hier nicht allzu viel reden. Sie machen nicht viel Federlesens mit Denen, welche wagen, einen Tabel auszusprechen. Ich bin Vater von vier Kindern, und auch um mich wäre es gefchehen, wenn ich ihnen nicht immer ihren Willen Schuld an seinem Tode," antwortete er mit unsiche- thue?" rer Stimm.„ Schuld an seinem Tode bin ich gerade nicht; fiad" denn die Leute, denen Sie immer ihren Willen Wer ,, Sie sprechen in Räthseln, lieber Freund. aber es liegt mir etwas schwer auf dem Herzen. thun gi Ich kenne Sie nicht, mein Herr, und weiß nicht, ob Sie vielleicht ein Freund oder Verwandter der Amberg's find; darum darf ich nicht reden." Doktors. ann mich um das übrige Fuhrwert nicht bekümmern... h habe augenblicklich mit dem Adergeräth zu thun und So, jetzt ist's gut." Mit diesen Worten kam die Gestalt eines Mannes hervorgetrochen, der eine Schürze von blauer Leinwand babe nicht Ruhe, als bis ich's dem gnädigen Herrn geTabl." au gebunden hatte und einen schmußigen, grauen Filz fagt habe.. Wahlkreis) T. nie but trug. Also Sie sind der Doktor unseres gnädigen Herrn?" Offerten tagte der Mann, der den Kutschenschlag in der Hand hielt, ftc. 44, ahrend Doktor Lauer einstieg. tends wandte sich dann, ohne die Antwort abzuwarten, reins O MK 13, erlin. 224 Er an den Kutscher: Warte noch einen Augenblick, Johann!" wiederum Ich habe Unrecht gethan gegen einige Leute hier, und wenn ich wüßte, es ginge mit dem gnädigen Herrn zu Ende, ich beichtete es ihm, und wenn es mir mein Brod koftete." ,, Das ist Ihre Sache, mein Freund," antwortete der Vorwärts Doktor; das geht mich nichts an.... " " Kutscher.. " Zurück vom Schlage, Barthel!" rief der Kutscher und schnalzte mit der Zunge.-Die Braunen flogen die Rampe hinab. 200 Barthel stand noch ba und starrte mit niedergeschlage ner Miene dem Wagen nach. Da erst bemerkte er, daß Ich wollte mir erlauben, Herr Doktor," sagte er grauen Filzhut von dem Urwald rothbraunen Haares hers zu dem Arzt, indem er bei diesen Worten seinen unterzog, und einen Ropf zeigte, von dem man eigentlich fehr wenig mehr fah, als die üppigste Haarwucherung, nur die Nase und die Augen waren frei, und die letteren richteten welchen er in seinem Leben noch nicht gesehen hatte. Bars ich wollte mir erlauben," wiederholte er, an Sie eine mit Ich bin weder ein Freund noch ein Verwandter der Amberg's und Sie dürfen offen sein... Was Sie übrigens da andeuten, ist mir nichts Neues. Ich weiß, daß Amberg und seine Tochter Herrn Rodenburg ganz und gar be herrschen." Das ist das rechte Wort," bestätigte der Stellmacher. ,, Sie thun gegen Andere viel Unrecht und verleiten ehr liche Leute auch, Unrecht zu thun.... Ich kann nichts weiter sagen.... Entschuldigen Sie mich; nichts für ungut, gnädiger Herr!" Damit machte Barthel einen Kragfuß und wandte dem Angekommenen den Rücken. Als dieser sich dem Hausflur zuwanbte, erschien in demselben ber Bortier, der den Anerbietig zur Seite, um ihm den Weg zur Hausthür frei gekommenen mit erstaunten Blicken maß. Brage zu richten, Herr Doktor, nämlich, wie es eigentlich zu machen. unferem gnädigen Herrn bestellt ist?" Doltor. Der Fremde blieb stehen. Schlecht, mein Freund, schlecht!" antwortete der Ich hörte soeben," sagte er, daß der Arzt Ihnen Aber bitte, machen Sie den Schlag zu; mittheilt, es flebe schlecht mit Ihrem Herrn, und es scheint mir, Ihnen geht sein Schicksal nahe." laffen Sie uns fahren, damit wir den Zug nicht ver faumen." ..D, das hat nichts zu sagen. Die Braunen greifen Sehr nahe, mein Herr," antwortete Barthel ,,, denn Mögen die Leute er war ein guter Herr! gut aus; thun ja jeht nichts, stehen den ganzen Tag im fagen was sie wollen, mögen fie ihn hart nennen Stalle. Die Rutschpferde haben die beste Beit, seitdem der und grausam.... ist alles nicht seine Schuld. Sie " Ich wünsche Herrn Rodenburg zu sprechen," sagte der Fremde. Geht nicht an!" antwortete der Portier, indem er fich breit in der Thür aufpflanzte, als wollte er ihm den Weg versperren. " " Und warum geht es nicht an?" fragte der Fremde. Weil Herr Rodenburg frank ist!" Nun eben, weil er frant ist, fomme ich Das klingt sonderbar, mein Herr," versetzte der Gesetzes."-In der beigegebenen Begründung wird ausgeführt, daß neuerdings gegen einen Reichsbeamten, der wegen mehrfacher Dienstvergehen, welche er früher als preußischer Beamter bei Leitung eines Bauwesens fich hat zu Schulden kommen laffen, im Wege des Disziplinar- Verfahrens" nicht hatte vorgegangen werden können, weil alle Instanzen der Reichs. Sisziplinarbehörden den Grundsaß ausgesprochen hatten, daß ein Disziplinarverfahren gegen Reichsbeamte nur dann zuläfftg sei, wenn dieselben im Reichsdienste Verfehlungen begangen hätten. 2881 inda Frankreich. boni In Paris hat eine von dem neugegründeten Antikornzoll bunde nach dem Tivolisaale einberufene Versammlung stattgefunden, welche, wie ein Privattelegramm meldet, sehr zahl gefunden, welche, wie ein Privattelegramm meldet, sehr zahl reich besucht war und folgende Tagesordnung angenommen hat: Da eine Erhöhung des Getreidezolles die Vertheuerung des Brodes nach sich zieht und die Hemmnisse der Arbeit der Nation nur durch Verminderung, nicht Erhöhung der öffent lichen Lasten beseitigt werden tönnen, verwahren wir uns gegen jeden neuen Getreidezoll und fordern von unseren Verfretern, daß fie fich der Annahme eines derartigen Gesezes widersezen. Kriegsminister Lewal theilte im Ministerrath die Aenderungen mit, die er in Uebereinstimmung mit dem Oberkriegsrath an der Rekrutirungs- Vorlage vorschlagen werde: nämlich vierjährige Dienstzeit für die Kavallerie und für die Kolonial- Armee: teine Einjährigen, aber Reduktion der Dienst zeit für Höhergebildete. Der Ministerrath beschloß, fich der Diskussion der Liftenwahl nach der Zolldebatte nicht zu widersezen. Die Diskussion der Schutzölle wird voraussichtlich die ganze nächste Woche ausfüllen. Deputirtenkammer. Maret wünscht Auskunft über die in den Bureaus des Cri du peuple" vorgenommenen Haussuchungen. Auf Ersuchen des Justizministers Martin Feuillée wurde die Berathung hierüber bis nach Fällung des Urtheils in dieser Angelegenheit vertagt. Ballue brachte einen Antrag ein, in welchem die Aufhebung des Artikels der Geschäftsordnung, welcher die geheime Abstimmung gestattet, verlangt wird. Lodroy beantragt sofortige Berathung hierüber. La Rochefoucauld- Bisaccia spricht gegen Die sofortige Berathung, dieselbe wurde indessen beschloffen und der Antrag Ballue mit 418 gegen 13 Stimmen ange Zur Frage der besseren Regelung des Submissionswesens wird geschrieben: Wie eingehend und umfangreich Die Erörterungen gewesen find, welche in der von dem Minister der öffentlichen Arbeiten berufenen Versammlung von Sachverständigen aus der Mitte des Gewerbestandes über das Submisftonswesen gepflogen find, erhellt aus der Ausdehnung des Brotokolls, welches, obwohl es die Aeußerungen feineswegs nach ihrem Wortlaut bringt, sondern nur deren Inhalt kurz reproduzirt, nicht weniger als 36 Folioseiten im Drud ein nimmt. Es liegt in der Natur der Sache, daß ein so umfang reiches Material zu seiner Verarbeitung längere Zeit braucht, und zwar umfomehr, als die Aeußerungen aus der Mitte der Betheiligten in dem Maße auseinandergingen, daß bei der Berathung selbst von den Vertretern des Klein- und Baugewerbes der Gedanke einer völlig abweichenden Regelung des Submiss ftonswesens für die Großindustrie ernstlich in Form eines Antrages verfolgt wurde. Insbesondere ist es der mehrfach angeregte Gedante einer Betheiligung von Fachleuten, sachverständigen Vertretern des Gewerbewesens, bei der Regelung von Lieferungen und Leistungen, welcher weitläufige Erörterungen bedingt. Selbst wenn man nur fakultativ die Bauordnung von sachverständigen Elementen aus der Industrie und dem Handwert ins Auge faßt, so ergiebt sich aus dem Mangel einer geeigneten und umfassenden Drganisation des Gewerbestandes eine überaus große Schwierigkeit. Der Gedanke liegt daher nahe, meinen die Berl. Pol. Nachr.", eine derartige Einrichtung, sofern sie überhaupt als durchführbar fich erweisen sollte, nicht an die bestehende Organisation, sondern an die fünftige in den Berufsgenossenschaften liegende weitumfaffendere Drga nisation anzufnüpfen. Diese Genossenschaften betreffen ja ziemlich alle Erwerbszweige, welche für die Verdingun gen von staatlichen Lieferungen und und Leistungen in betracht kommen; ihre Verbände würden ohne Zweifel sowohl die erforderliche technische Sachkunde, als diejenige Unbefangenheit des Urtheils repräsentiren, welche für eine gedeihliche Mitwirkung unerläßlich ist. So kann die für die zunächst liegenden sozialen Biele so bedeutsame berufsgenossenschaftliche Organisation voraussichtlich zugleich dazu dienen, die von den Interessenten so lebhaft gewünschte Betheiligung an dem Submissionswesen zu ermöglichen." Unserer Ansicht nach hätten die Berathungen dadurch noch weit eingehender geführt werden können, daß man auch Arbeiter dazu herangezogen hätte. Es ist recht bezeichnend, daß man mit feinem Worte diese erwähnt, troßdem die Arbeiter ein ebenso großes Intereffe an der Regelung des Submissionswesens haben, als wie die Unternehmer. Und wenn auch der Herr Minister ein größeres Wissen aufzuweisen hat, als wie die meisten Arbeiter, so wäre es dennoch auch gewiß für ihn nicht zum Nachtheil gewesen, wenn er aus dem Munde eines intelligenten Arbeiters Die Ansicht der Arbeiter über die Regelung des Submissionswesens gehört hätte. nommen. Rußland. " Aus Warschau wird gemeldet, daß ein soeben erlaffener Utas den hohen Staatsbeamten die Bekleidung von Aemtern bei Attienunternehmungen verbietet. Infolge dessen hat der Markgraf Wielopolski feine Demisfion als erster Präsident der Jwangorod- Dombrowaer Bahn eingereicht. Weiter ist eine Berfügung erschienen, wonach den Bauern in Bukunft gestattet wird, Staatsgüter in Bacht zu nehmen. Um den Landesbewohnern polnischer Herkunft die Umgehung des jüngsten Ukas un möglich zu machen, bestimmt die neue Verordnung, daß die Bauern in Podolien, Volhynien und der Ukraine zur Sicherstellung ihrer Vertragsverbindlichkeiten kein Vadium( Bürgschaft) mehr zu erlegen, sondern bloß ein entsprechendes schriftliches Attest seitens der Verwaltungs- und der Ortsbehörde vorzuweisen brauchen. Gegen die Erhöhung der Getreidezölle wird von Sel ten der deutsch- freifinnigen Partei folgender Aufruf verbreitet: ,, Das wichtigste, auch für den Aermften unentbehrliche Nahrungsmittel, das Brod, ist abermals von einer künstlichen Vertheuerung bedroht. Zu Gunsten einer Minderzahl von Getreideproduzenten, die mehr Getreide ernten, als sie für sich und ihre Familie verbrauchen, soll die breite Masse der Bevölkerung zu einer Kopfsteuer herangezogen werden, die in ihrem Gesammtbetrage weit höher wäre als irgend eine andere der bestehenden Steuern. Diese Begünstigung Weniger auf Kosten der Ges sammtheit würde mit besonderer Schwere die Arbeiterbevölke rung treffen, der deutschen Industrie den Wettkampf mit anderen Ländern erschweren, den sozialen Frieden aufs tiefste bedrohen und auch der deutschen Landwirthschaft selbst theils Direkten Nachtheil, theils nur einen vorübergehenden, die gesunde Entwicklung störenden Nugen bringen. Von der Reichsregierung ist bereits der Antrag gestellt worden, die bestehenden Getreidezölle zu verdoppeln bezw. zu verdreifachen. Die andauernde agrarische Agitation und die Zusammensetzung des Reichstages rechtfertigen die Besorgniß, daß die vorgeschlagenen Bollsäge in der Voltsvertretung angenommen oder gar noch weiter erhöht werden, wenn nicht aus allen dadurch bedrohten Kreisen des deutschen Volks fich ein einmüthiger Widerstand erhebt." Leipzig, 2. Februar. Die Verhandlungen in dem Landesverrathsprozesse gegen den Kaufmann Janssens aus Lüttich und den Geschäftsmann Knipper aus Birkenfeld ist vom Reichsgericht auf den 2. März anberaumt worden. Es han delt sich in dem Prozesse um die Veruntreuung sekreter militärischer Akten. Großbritannien. Der in der Umgegend von London verhaftete John Gil bert Cuningham erschien beute wiederum vor dem Polizeigericht in Bowstreet. Der Staatsanwalt theilte mit, bei dem Verhafteten sei eine kleine Maschine gefunden worden, die gePortier, ohne seine gravitätische Bofition in der Hausthür aufzugeben. Man besucht nicht Leute, die krank find." ,, Doch wohl, wenn sie Freunde von einem find." Herr Rodenburg hat aber keine Freunde, die ich nicht fenne." Die Bildet. Auf Prozeß wegen Feigheit in dem Kampfe bei Futschou gemad werden soll. Diese strengen Magregeln zeigen, wie vollständig und 21 an d jezt die Kriegspartei in dem faiserlichen Rath die Oberhand hat, und dürften den Beweis liefern, daß von nun an vid und 57 größere Energie in den militärischen Operationen entwidel werden wird." Australien. den Alexande Alexanderplat endet. Am Alexander stra b. Wer Ciner bat nu Fünf Wochen Der British Auftralafian" veröffentlicht die nachstehenden Nachrichten aus Australien:„ Der Ausschuß der geographischen ist feine li Gesellschaft in Melbourne hat Vorbereitungen für eine ausge dehntere und wissenschaftliche Erforschung von Neuguinea ge troffen." In ganz Biltoria, sowie in Südauſtralien und den lucht, bei den troffen." bie Bezirksporftel anderen Kolonien werden Meetings abgehalten, um gegen falls nicht ge Unthätigkeit der heimischen Regierung Protest einzulegen und energische Maßregeln zur Sicherung der britischen Kontrole in westlichen Stillen Dzcan dringend zu empfehlen. Parlamentarisches. Rathhaus ei einigte Bure Diefes Bured Mustunft. Durch e bracht, weld Dem Reichstage in nunmehr die Ergänzung zu bietger Töpf Reichshaushalte für 1885-86( Gouverneur von Kamerun zugegangen. Die geforderte Summe ist von 258,000 auf Augenblic al 553,750 M. erhöht, da noch( Reichsamt des Innern) 295,750 der die Besei Mark zur Erwerbung eines Grundstückes für die Erweiterung ordnung bat des Dienstgebäudes des statistischen Amtes als erste Baurate gelegenen Ho neuen Vorso verlangt werden. rechenden Bei der im vierten mecklenburgischen Wahlkreise farem Gebäu gehabten Neuwahl eines Reichstagsabgeordneten an Stelle be verstorbenen Abgeordneten von Magahn- Marrhagen erhielt fein soll. nach den bisherigen Resultaten Wilbrandt( liberal) 5343 Rom", v. Hirschfeld( tons.) 1577 Stimmen. Kommunales. au bende fich wöhnlich deffen Dfen D., der Mit Bellen, bort Der Gemeindeschulhausbau nimmt in dem diesmalige feiner it Etat der städtischen Hochbauverwaltung einen hervorragend Plaz ein. Nach einer vom Stadtschulrath Dr. Bertram gearbeiteten Denkschrift über„ Das Schulbedürfniß der nächte der aus Jahre" werden in den nächsten 5 Jahren noch 50 Schulen forderlich werden, deren Baukosten auf 11 Millionen zu veranschlagen find. Matt betrat Al thümlichen weiter barau empor, als vier Jahren, Die Betäub Daber fofort Sanb geftell Rindern ein nahm. Dan beizubolen, brach Herr für bett nebi S Die Tagesordnung für die Stzung der Stadtve ordneten- Versammlung am Donnerstag, den 5. Februa Nachmittags 5 Uhr, ist folgende: Drei Naturalisation daß das C gesuche Vorlage, betr. die Bewilligung der durch Aufhöhung des Platzes vor der sogenannten Rutscherschänke in Trepto entstandenen Kosten Berichterstattung des Ausschuffes Rechnungsfachen Berichterstattung über die Vorlage, das Projekt zum Neubau einer Gemeinde- Doppelschule Turnplay in der Kulmſtraße- desgl. über die Vorlage, den Verkauf des Restgrundstücks Krautstraße 21- Borlage betr. die Erwerbung des von dem Grundstücke Alexander terung erforderlichen Terrains desgl., betr. die Bauabnahme des Feuerwachtgebäudes Memelerstr. 39 bett erfolgte eignet sei, Dynamit zur Explosion zu bringen. Auf die Fragen ftraße 28/ 28a und Magazinstraße 13/13 a zur Straßenverbrei tönnen. Aus seinem Absteigequartier hat der Verhaftete einen betr. die Verstärkung der Gewerbedeputation um 7belly der Polizei habe der Verhaftete nicht genügende Auskunft über sein Thun und Treiben seit seiner Ankunft in London geben " 1 Reisesack, den er aus den Vereinigten Staaten mitgenommen hatte, verschwinden laffen. Die Verhaftung wurde schließlich auf 8 Tage verschoben. Der Handelsminifter Mr. Chamberlain bemerkte vorgestern in einer Rede zu Birmingham, daß er dem Augenblick sehnlichst entgegensähe, da England die wilden Stämme, die es auch als Feinde achten müsse, fich selbst überlassen tönne, damit fte thre besondere Regierungsform und ihren eigenen Herrscher sich selbst wählten. Diese Rede wird sowohl in der Times" als auch von der Ball Mall Gazette" sehr abfällig beurtheilt, und die erstgenannte Beitung meint, es sei unnöthig über Khartums Zukunft sich zu äußern, ehe man die Stadt überhaupt im Best habe. Set aber letteres erreicht, so werde nicht Mr. Chamberlain, sondern Gordon der Mann sein, zu sagen, was nun mit dem Jedenfalls wird der Fall von Sudan zu geschehen habe. Khartum noch nicht über das Schicksal des Sudan's entscheiden, und der Herr Gordon sowohl als auch der Herr Chamberlain werden noch mit den Sudanesen rechnen müssen. ,, Schlimm für ihn," bemerkte der Fremde kurz. Gründe, welche mich zu dem Besuch bewegen, habe ich wohl nicht nöthig, dem Portier auseinanderzusehen. Uebrigens mögen Sie sich dabei beruhigen, daß ich Rodenburg heiße und Arzt bin, zwei Eigenschaften, die Ihnen meine Berechtigung zu diesem Besuche wohl einleuchtend machen werden." Der Name Rodenburg verfehlte auf die Untergebenen des Gutsherrn niemals seine Wirkung, und hatte denn auch zur Folge, daß der Portier plöglich sehr ehrerbietig an der Hausthür Platz machte und den Angekommenen paffiren ließ. Asien. Aus China liegen über England einige Neuigkeiten vor, Die aber wohl noch weiterer Bestätigung bedürfen. 3. B. wird den ,, Times" unterm 29. v. M. aus Hongkong gemeldet: ,, Ein Korrespondent in Amoy telegraphirt, daß die Franzosen Damit beschäftigt find, die Küsten- Dichunten zu verfenken und deren Mannschaften nach Kelung zu führen. Diese Gefangenen werden allnächtlich zu Dreien zusammengefesselt und bei Tage Der gezwungen, an den Befestigungswerken zu arbeiten." Korrespondent des Standard" berichtet aus Shanghai vom 30. v. M.:,,Die Er- Gouverneure von Yunnan und Kuangst find beide zum Tode durch Enthauptung verurtheilt worden, well fie die Einnahme von Bac- Ninh durch die Franzosen nicht verhindert haben. Li- Hung- Chang und Tso- Tsung- Ling haben sich ernster Bestrafung ausgesezt, weil sie zu Gunsten der verurtheilten Gouverneure aufgetreten find. Chang- Peelun ist degradirt und nach Peking berufen worden, wo ihm der Frig hatte den Miethswagen, der ihn nach Feldau geführt, draußen vor dem Eingange des weiten Hofes halten lassen; er wollte durch seine Ankunft kein Aufsehen erregen. In aller Stille wollte er feinen Besuch machen, da ja derselbe nur veranlaßt war durch das Gefühl der Pflicht und eine gewiffe Theilnahme für den Verwandten, selbst wenn dieser Verwandte auch keinen Anspruch hatte auf Dankaarkeit und Mitgefühl. Frik wollte das, was er that, in aller Stille und ohne Aufsehen thun, um eben Migdeutungen zu entgehen. Es brauchte Niemand zu wissen, wozu ihn sein gutes Herz trieb, und deshalb hatte er ein Vorfahren des Wagens vermeiden wollen. Er war über den Hof zu Fuß gegangen und war, als er die Nampe hinauffam, Beuge der Unterrebung des Stellmachers mit bem eben abfahrenden Arzte gewesen. Der Portier gab dem in der Halle stehenden Bedienten Auftrag, den Doktor sofort ins Besuchzimmer zu führen, und ihn dem Fräulein Amberg zu melden. Ich bitte Sie," sagte Friz, mich nicht in das Befuchzimmer zu führen, sondern direkt in das Krankenzimmer, mich auch nicht dem Fräulein Amberg zuvor zu melden. Ich habe Niemanden zu sprechen, als den Kranken, und nur mit diesem allein zu thun." 群 Bedaure sehr, Herr Doktor, das geht nicht an. Ich habe strengen Befehl...." Von wem?" H " Bom gnädigen Herrn!" " Und Ihr Befehl lautet?" " Niemand vorzulaffen! Der gnädige Herr will Nies manden sehen." Bark Baustellen bei Treptow- desgl., betc. die Pflasterung des Belle beagl Thier bemut nach Schluß tam. Der aus der Sc Roblenorybo ahr, da du Augenblic eignete Mit wieder Bergiftung bald pflichtschuldi immer nach tödtlichen daß der Tö fach aufgebr An noch ein bö Hebt fich po Borficht bea tobre. a. paar Ueb auf b desgl., betr. die Verwendung eines zum städtischen Gasthause in Treptow gehörigen Terrains zur Erweiterung der anlagen- besgl., betr. die Amtsniederlegung eines unbefolde Stadtraths- desgl., betr. die Ermächtigung zum Verlauf allianceplas( Oft- und Westseite) mit Steinpflafter betr. die Verlängerung des Vertrages über die Einquartirung Verhältnisse der nicht fasernirten Truppentheile hiesiger S nison Normal- Besoldungs- Etat pro 1. April 1885/86 Vorlage, betr. den Verkauf einiger durch Kafftrung der Stra brochen be Un der Königsmauer und durch Verbreitung der Neuen Frie richstraße gewonnenen Bauparzellen Desgl., betr. Die Lösung von Freihaus- Berechtigungen- desgl., betr. Die legung von Straßen auf dem an der Linienstraße belegene Grundstücke der Berliner Schüßengilde- desal., betr. die Fe segung des Stadthaushalts- Etats pro 1. April 1885/86 Etats für die Verwaltung der städtischen Gasanstalten und f die städtische Betroleum- Erleuchtung pro 1. April 1885/86 Rechnungssachen Vorlage, betr. die von der Stadt- pau laffe im Oktober- Dezember Quartal 1884 geleisteten Vorsch Eine Unterfügungssache Wahl eines Mitgliedes für Unter- Kommission III. der Einschäßungs- Kommission für flaffifizirte Einkommensteuer- Drei andere Wahlangele heiten Eine Miethssteuersache. Außerdem findet am ginn dieser Sigung die Einführung von zwei neugewä Stadtverordneten statt. Ich hoffe, daß er einen Arzt nicht zurückweist, der aufrichtig gewillt ist, seinen Zustand zu untersuchen, und wenn Hilfe möglich ist, Hilfe zu bringen." Der Diener zuckte die Achseln. Das Einzige, was ich thun tann, ist, daß ich Sie blos bem gnädigen Herrn melde; vielleicht daß er in diesem Falle eine Ausnahme macht." ,, Sagen Sie ihm, daß es zu seinem Besten ist, wenn Ich will er in diesem Fall eine Ausnahme macht ihm meine Hilfe nicht aufbringen. Sagen Sie ihm, daß ich es für meine Pflicht gehalten habe, herzukommen, weil ich nicht gewissenlos bin und einen Verwandten, dem ich helfen kann, umkommen lasse. Bestellen Sie ihm das wörtlich." Das klang nicht wie ein Gesuch um eine Audienz, das klang so kategorisch, das klang fast wie ein Befehl, so daß der Auftrag selbst dem Diener imponirte. Lokales. bi ift b. Die schwierigste Straße für die Orientirung Berlin die Alexanderstraße. Denn an beiden Enden tragen Häuser hohe Nummern und auch der Alexanderplas gehört auf eine Ede zu ihr. Sie beginnt an der Königsbrüde den Nummern 1 und 2, springt dann über den Alexander nach rechts hinüber, wo das alte Arbeitshaus ihre Fortset gegriffenen gende Mitt zwischen 11 Eheleute vo in der Bell gegneten i denen einer Worauf Der Eheman Hebe stellt wollte, um og der So Dem Kopf Lieb Wahrhaft bemitleidenswerth war der alte Mann feiner Troftlosigkeit, in seiner Berzweiflung. Er ertrug nicht mehr und mußte Jemanden um sich haben, von er wußte, daß er, wenn auch nur einen Schatten von Seine Hand griff nach der filbern Glocke, die vor ihm auf einem Tische stand. Charlot erschien. " Ift der Doktor schon fort?" fragte er mit schwa Stimme. ,, Soeben fährt er ab!" dem er ihn W. an dem lange bis innere Sar trobem fet 28. mehrere „ Du Du lange E Stirn Rob ben bösen in der Ve nannte. Dj von ihr Dntel, und mehr bet Mules fern ,, Rufen Sie Emmy! Sagen Sie ihr, daß ich bitte, bei mir zu bleiben... D, ich fühle mich so allein so entfeßlich einsam!... Emmy foll hier bleiben mich nicht mehr allein lassen." Rodenburg hatte, nachdem der Arzt sich entfernt, in einer bumpfen Apathie eine Beit lang ba gelegen. Dann hatte er das Haupt erhoben, sich aufgerichtet, den Kopf hatte er das Haupt erhoben, sich aufgerichtet, ben Ropf in die abgemagerten Hände geftügt, und lange nachdenkend vor sich hingeftarrt. Ich fann nicht ruhig sterben," murmelten seine Lippen, wenn ich nichts, gar nichts zu meiner Sühne thun kann... Und doch, was soll ich thun? Was kann ich thun? Charlotte ging, kehrte aber nach wenigen Minute wieder zurück. fönnte." tönnten. Alfo Run trübend fü habe, wen Fräulein Emmy," sagte fie, wird sogleich erscheine Sie ist nur noch beschäftigt, dem Boten, welcher die wiesen hab zepte des Doktors nach der Apotheke im nahen Städt as fie zu bringen hat, ihre Aufträge zu geben." Nur wenige Minuten vergingen, da trat Emmy " 1 Sie haben nach mir verlangt, lieber Dntel? ein diefe fich müthigteit Lucie über „ Ich Es ist nic D, bas freut mich! Sie sollen erkennen, Dntel, ba teine beffere und zärtlichere Pflegerin finden, als michtete Emm Ich kann es Ihnen nicht sagen, wie es mich freut, Sie nach mir gefragt haben; es ist mir ein Beweis, Sie mich lieb haben, ein klein wenig lieb haben, und ist mir der schönste Lohn für das, was ich thue. verlange ich nicht, nein wahrhaftig nichtSie mich von ganzem Herzen lieben." D, es ist entfeßlich, ein Leben ohne Liebe! Das Greifenalter ist eine Einöde, aber eine Einöde, bie völlig unerträglich wird, wenn man sich allein weiß, wenn es hier" er brückte seine Hand auf seine Brust dunkle Nacht ist und kein Strahl der Liebe hier hineinbringt!" reichend. 19 Me als b B flüge mad fie Allen erspart" Luftigen lacht, ber ,, Emmy, liebe Emmy," sagte Rodenburg, ihr die Es that seinem Herzen wirklich wohl, dieser Schatt ruhiger, und auf seinem Antlig ward der Ausdrud fi von Liebe; einen Augenblid wurde es in seiner Friedens mehr und mehr sichtbar. Wenn ich mit Dir plaudere, Emmy," fagte et vergesse ich auf furze Zeit, was mich hier quält." Er legte wieder die Hand auf seine Brust. fchaft fcho nicht wah auf Lucie's hat und a nahme ge wahr fein fich verlo glaube ba Hou gemadi bildet. Auf diesen Seiten endigt sie mit den Nummern 202 e vollständig und 21 an der Jannowigbrücke und läuft dann zurück über den Alexanderplatz bis zu Münzstraße, wo man die Nummern Nun wendet sie sich zurüd nach dem e Oberhand nun an piel en entwidelt 56 und 57 findet. Alexanderplat, wo fie mit Nr. 71 wieder an der Königsbrücke endet." Am Alexanderplay" heißen nur vier Häuser zwischen Alexanderstraße 1 und 2 und dem Arbeitshause. tachstehenden b. Wer eines Schiedsmannes bedarf, hat bekanntlich ographischen it feine liebe Noth, weil sie im neuen Adreßbuch fehlen. eine ausge Giner bat nun für Viele die richtigen Auskunftsstellen entdeckt. euguinea ge Fünf Wochen hatte er vergeblich nach dem Schiedsmann geten und besucht, bei dem er eine Klage anbringen mußte. Der betreffende bie Bezirksvorsteher batte auf eine Anfrage mit Rüdantwort eben m gegen falls nicht geantwortet. Jegt endlich fiel dem Suchenden das zulegen und Rathhaus ein. Und hier fand er im Zimmer 42 daß pers Kontrole im einigte Bureau", in welchem er die gewünschte Auskunft erhielt. Diefes Bureau giebt überhaupt über alle Kommunal- Beamten Mustunft. Durch eine Gewiffenlosigkeit ohne Gleichen hat ein änzung zu bietger Töpfermeister vier Menschenleben in hohe Gefahr geRamerun xat, welche nur durch einen glücklichen Bufall im legten 258,000 augenblick abgewendet worden ist. Kurz vor dem Inkrafttreten ern) 295,750 der die Beseitigung der Ofenklappen erheischenden Bolizei Ber Erweiterung ordnung batte die Eigenthümerin eines in der Wörtherstraße fte Baurate gelegenen Hauses, Frau Dr. B., den Töpfermeister L. mit der neuen Vorschrift entsprechenden Einrichtung der Defen in brem Gebäude, beauftragt, welcher Auftrag, wie die entIn Stelle bel rechenden Rechnungen besagen, auch prompt ausgeführt wor sein freife ftat gen 1) 5343 erhielt Diesmalig rvorragend Bertram Der nächte Schulen Rom", beffen Inhaber Herr Dornblatt an einem der legten Abende fich nicht recht wohl fühlte, weshalb er früher als geinlich- furz nach 10 Uhr sein Schlafzimmer aufsuchte, effen Ofen vorher mit Steinkohlen geheizt worden war. Dert D., der Wittwer ist, ließ seine älteste Tochter zurück, während drei seiner jüngeren Kinder, die mit ihm das Schlafgemach theilen, dort bereits im tiefen Schlafe lagen, als D. dasselbe betrat. zunächst in das Haus der Gräfin Schulenburg getragen, und von dort, nachdem ihr ein Nothverband angelegt, per Droschke nach Schöneberg geschafft. sette, daß er dabei den Ueberzieher des W. durchhieb. Die| hebliche Verlegungen am Kopf und am Fuße erlitten, wurde beiden Kameraden des Soldaten sahen, einige Schritte ent fernt stehend, dem Angriff ruhig zu, und fte flohen sodann gemeinsam mit dem Erzedenten der Kaserne zu. Inzwischen war ein vierter Soldat, welcher durch die beschriebene Szene herangezogen worden war, an M. berangekommen, welcher sich erbot, die Frau W. unter seinen Schuß zu nehmen, während W. die fliehenden Soldaten verfolgte und auch den Angreifer erreichte, als dieser gerade die Wache an der Kaserne pasfirt hatte. Durch den wachthabenden Unteroffizier ließ W. den Namen des Angreifers, welcher Alles bestritt, feststellen. Der inzwischen in der Begleitung der Frau W. herangekommene Soldat meldete fich sofort als Beuge, die Angaben des W. bestätigend. W. wurde zum Lazarethgehilfen geführt, der ihm die Wunden verband. Er ist in Folge der Verlegungen bisher und wohl noch für längere Zeit arbeitsunfähig. a. Gefaßter Raubmörder. Der Thäter des am 29. v. M. begangenen Raubes und Mordversuchs in der Wohnung der Adercast'schen Eheleute, Pallisadenstraße 99, ist von der Kriminalpolizei in der Person des bereits mehrfach und mit Buchthaus bestraften Gürtlers 3wiebler vor einigen Tagen ermittelt und in dem benachbarten Lichtenberg festgenommen worden. Die nach dem Bekanntwerden der That von der Kriminalpolizei vorgenommenen Nachforschungen ergaben, daß der Thäter, als er nach der Ausführung der That aus dem Hause Pallisadenstraße 99 nach der Straße trat, von einem Briefträger gesehen wurde, dem der Thäter dadurch auffiel, daß er an den Händen und Kleidern mit Blut beschmußt war. Die Beschreibung dieses Verdächtigen seitens des Brieftägers stimmte vollständig mit der Beschreibung, welche der verwundete Knabe Mar Adercast von dem Thäter gemacht, überein. Auch hat ein Hausbewohner gerade eine Woche vor der That früh 6 Uhr im Hausflur einen Menschen, welcher der Beschreibung des Thäters entsprach, gesehen und denselben gefragt, was er da wollte, und ihn sodann aus dem Hause gewiesen, als der Unbekannte keinen Grund für sein Verweilen im Hause anzugeben vermochte. Daß der Thäter mit der Verhältnissen der Adercast'schen Eheleute vertraut gewesen, dafür sprach vor Allem Der Umstand, daß er einen Mittwoch zu seiner That erwählte, da die Abercaft'schen Eheleute stets Mittwoch und Sonnabend früh 6 Uhr nach dem Wochenmarkt fuhren, um für ihr Grünframgeschäft Einkäufe zu machen. Auch sprach dafür die Thatsache, daß ben Knaben mit deffen Bornamen" Mar" angesprochen hatte. Diese Umstände Kinder aus seiner Lagerstatt zu Boden; in Folge einer eigens thümlichen Sinnesbetäubung achtete Herr D. aber nicht lionen Maweiter empor, als auch sein jüngstes Kind, ein Knabe von barauf, raffte sich vielmehr erst mit aller Energie Stadtver 5. Februa Der Räuber Die Betäubung, die Herr D. nun verspürte, ließ ihn vermuthen, daß das Schlafzimmer mit Kohlengas gefüllt sei, er ris turalifation Daber sofort ein Fenster auf, entforkte eine für die Nacht zur in Trepto and gestellte Flasche Selterwasser, von dem er erst seinen 5 Aufhöhung filt bett Bschuffed indern einflößte und dann selbst einen herzhaften Schlud der Verdacht richtete fich demzufolge gegen den Gürtler orlage, Ifchule neb Sorlage, bett Borlage Alexander ragen verbe Die 39 erfolgte Debgly Bark 7 Mitglieder en Gafbaule I der unbefoldeten Verkauf vo nahm. Dann fleidete er sich rasch an, um ärztliche Hilfe her beizuholen, doch kaum hatte er die Stubenthür geöffnet, so brach Herr D. betäubt zusammen und blieb an der geöffneten Thier bewußtlos liegen. Dort fand ihn seine Tochter, als ste nach Schluß des Geschäftes, gegen 12 Uhr, in die Wohnung Der schleunigst herbeigeholte Arzt, Herr Dr. Buchstein der Schönhauser Allee, fonstatirte eine Bergiftung mit fam. Roblenorydgas, erklärte jedoch alle vier Patienten außer Ge fahr, da durch das Deffnen von Fenster und Thür im kritischen Thäters rekognoszirt, nachdem dieser Knabe die an den vorhers Augenblick das Schlimmste glücklich verhütet worden war. Ge eignete führten die Kriminalpolizei auf die Vermuthung, daß der Thäter früher in dem Hause der That gewohnt habe, und 3wiebler, welcher früher gemeinschaftlich mit seiner Mutter in dem Hause gewohnt hatte. Swiebler ist im Dezember v. J. nach der Verbüßung einer Buchthausstrafe aus der Strafanstalt zu Brandenburg a.. entlassen, da von ihm ein Photogramm im Verbrecher- Album fehlte, so wurde er nach dieser Entlassung auf die Veranlassung der hiesigen Kriminalpolizei photographisch abgenommen. Dieses Photogramm wurde von dem verlegten Knaben Abercaft mit voller Bestimmtheit als das Bild des gegangenen Tagen ihm vorgeführten anderen Verdächtigen ebenfalls mit Sicherheit als Nicht- Thäter bezeichnet hatte. Der Aufenthalt des sehr gravirten Zwiebler konnte Anfangs nicht ermittelt werden, und endlich heut früh wurde er in Lichten gebracht. Bmiebler leugnet jede Betheiligung an der That. Er ist jedoch durch die übereinstimmenden Rekognitionen des May Abercast, des Briefträgers und jenes Hausbewohners, welcher ihn acht Tage vor der That aus dem Hause gewiesen hatte, der That überführt. Einige Stunden nach der Fest nahme des Zwiebler ist beim Kriminalfommissariat anscheinend ein Komplize deffelben eingeliefert worden, welcher verdächtigt Borficht bezw. zu einer sorgfältigen Nachrevifion der Ofen ist, während der That vor der Thür„ Schmiere"( Wache) gestanden zu haben. bald Mittel brachten Herrn D. und seine drei Kinder auch Bieber zur Befinnung und beseitigten die Folgen der Die Polizei, welcher der Arzt von dem Falle Bergiftung ng des Belschuldige Anzeige erstattete, forschte nun in dem Schlaf berg gefaßt und von da nach dem hiesigen Kriminalkommissariat er beagl quartirung teftger G I 1885/86 simmer nach der Ursache des verhängnißvollen Ausströmens des tödtlichen Gases, und da fand sich, wie das„ B. T." berichtet, daß der Töpfer, anstatt die Klappe zu entfernen. diefelbe einaufgedreht und den Klappengriff dicht am Rohre furz abder Straf brochen hatte. Daß dieser Fall für den gewiffenlosen Töpfer Neuen Frie ein böses Nachspiel beim Strafrichter haben wird, veretr. Die Detr. Die An Be belegener Detr. Die Fe 1885/86 alten und f 1885 86 Stadt Hau en Vorid ledes für ton für blangeleg ndet am meugewä trung ift 14 robre a. Ueber den Angriff eines Soldaten gegen ein Eheg. Der fich zur Zeit in Berlin aufhaltende Matrose Rüfter, Marianenplay 4 wohnhaft, tam gestern am späten Abend in ein Weißbierlokal der Markgrafenstraße, woselbst ge= rade mehrere Männer auf eine Frauensperson einschlugen. R. trat, um die weiteren Mishandlungen zu verhindern, da paar auf der Straße geht einem Berichterstatter von dem an gegriffenen und erheblich verlegten Ehemanne nachträglich fol zwischen 11 und 12 Uhr gingen die Schwertfeger W.'schen gende Mittheilung zu: Am Sonntag, den 25. Januar, Abends Eheleute von der Groß- Görschen- Straße nach ihrer Wohnung zwischen, worauf die Männer über N. herfielen und ihn mit' in der Bellealliancestraße. Auf der Monumentenbrücke beSeideln derartig zurichteten, daß ihm außer mehreren Wunden am Kopf die Pulsadern am rechten Arm mit einem zerbrochenen Bierglase aufgeschnitten wurden. Die mächtige Blutung, welche gegneten ihnen drei Soldaten vom Eisenbahnregiment, von denen einer die Frau W. in unpassender Weise belästigte. Als be Ehemann den Budringlichen wegen seines Betragens zur hierdurch eintrat, wurde erst gestillt, als dem R. ärztliche Hilfe Hebe stellte, antwortete dieser mit beleidigenden Worten, zu Theil wurde, welche er in der Sanitätswache in der MarkN. Ueberfahren. Ein recht beklagenswerther Unglücksfall trug fich gestern an der Ecke der Leipziger und Wilhelmstraße zu. In demselben Augenblick, als eine zirka 60jährige worauf W. fagte, daß er mit dem Budringlichen mitgehen grafenstraße erhielt. wollte, um den Vorfall auf der Wache zu melden. Hierauf 30g der Solbat sein Seitengewehr und versuchte damit nach dem Kopf des W. zu schlagen, W. parirte aber den hieb, indem er ihn mit seinen beiden Händen abwehrte. Dabei erhielt Frau, die später als eine Näherin mit Namen Meyering aus 23. an dem kleinen Finger der rechten Hand eine 3 Zentimeter Schöneberg refognoszirt wurde, den Fahrdamm überschreiten gehört innere Handfläche wurde von dem Säbelhieb aufgerissen; in die Wilhelmstraße ein, daß die Frau nicht mehr ausweichen igsbrüde trotzdem fegte der Soldat seinen Angriff fort, indem er dem lexander. mehrere Schläge über den Arm mit solcher Wucht ver Fortfes En tragen lange bis auf den Knochen gehende Wunde, und auch die Du e Mann Du lange nichts von Lucie gehört?" weißt es Emmy, was mich hier quält... Haft Er ertrug , von be n von Lieb er filbern - Charlo it fchwad daß ich fo alle leiben un en Minut erschein her bie Es war ein Glüd, daß Emmy ihre Wange an die Stirn Rodenburgs gelehnt hatte, denn so konnte er nicht wollte, bog von der Leipzigerstraße her so schnell eine Droschke fonnte, vielmehr zu Boden fiel und von der Droschke überfahren wurde. Die Verunglückte, die anscheinend nicht uner" Ich glaube es auch nicht," sagte der Alte, mag es nicht glauben; ich glaube, daß Du getäuscht wurdest Es wäre entfeßlich!" Da seine Stirn sich wieder umwölkte, streichelte ihm den bösen Ausdruck ihres Auges sehen, als er plöglich Emmy liebevoll die Wangen. in der Versicherung seiner Liebe zu ihr Lucie's Namen nannte. von ihr erzählen, weil es Sie betrüben würde, lieber Dja," antwortete sie schnell, aber ich mag nichts Dntel, und ich möchte Sie in Ihrer Krankheit nicht noch Alles fern bleiben, was Ihnen irgend Schmerz machen mehr betrüben fönnte." tönnten. Nein, nein, es muß Ihnen Also, Du hast Nachrichten von ihr, die mich betrüben D, Nun beruhigen Sie sich doch, lieber Dnkel... ich wußte es ja vorher, daß das, was ich Ihnen zu sagen habe, Sie betrüben würde. Warum auch fragten Sie?.. Denken Sie nicht mehr baran!" war ,, Betrogen! Getäuscht!" wiederholte er mit dumpfer Stimme. Es ja Verleumdung," beruhigte ihn Emmy. Brand ,, Brand wird das Geld zur Uebernahme bes Gutes vielleicht von einem guten Freunde aus purer Gefälligkeit erhalten haben, und nicht auf Luie's Erb" Run freilich, lieber Dnkel! Ist es etwa nicht beschaft hin." trübend für Sie und auch für mich, die ich Sie ja lieb habe, wenn man hört, daß die, der Sie ja Wohlthaten er wiefen haben, beren Sie ja noch heute, trotz alles dessen Städt as fie gegen Sie gefehlt, in Liebe gedenken diese sich mit ihren Freunden über Sie und Ihre Gut müthigkeit luftig machen?" Emmy tel? l, daß als mich freut, Beweis, en, und als hr die ein Did b er Schatt Bbrud fi feiner B gte er, t." wenn Lucie über mich luftig machen!" D, das ist gewiß Berleumbung!... Wie sollte sich Ich will zugeben, daß es Berleumdung ist," antworDer Mann, der es ihm auf Lucie's Erbschaft hin gegeben hätte, wäre auch arg betrogen," antwortete der Alte mit einem bitteren Lächeln. Lucie's Erbschaft wird gering genug sein..... Sie ist eine Unwürdige! Ihrem Bruder geht es gut?" fügte er hinzu. Nicht wahr?" . ,, Sehr gut! Er ist Jrrenarzt in einer großen Frren anstalt Schottlands und befindet sich augenblicklich auf einer Vergnügungsreise. Man sagt, daß er mit Brand N. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete fich am vorgeftrigen Abend in der Königgrägerstraße. Ein in Moabit wohnender Frachtkutscher B. war beim Abladen von Stüd fäffern beschäftigt, als ihm eins davon ins Rollen tam und von der Schrotleiter herab ihm derart auf den Leib stürzte, daß er zu Boden geworfen wurde. B. erlitt durch den Anprall des schweren Fasses anscheinend bedeutende Verlegungen am rechten Bein und mußte daher seine Ueberführung nach einem Krankenhause erfolgen. N. Ein unbekannter Mann stürzte gestern Abend in einem in der Koppenstraße belegenen Restaurant von P. in Folge eines Blutsturzes bewußtlos zusammen. Trot sofort requirirter ärztlicher Hilfe, vermochte fich der Unbekannte nicht wieder zu erholen und mußte in Folge deffen seine Ueberfüh rung nach dem Allgemeinen städischen Krankenhause angeord ten werden. N. Unbekannter Selbstmörder. Ein unbekannter zirka 40 jähriger Mann machte gestern Abend auf dem Lehrter Bahns hof, und zwar in dem Wartesalon 4. Klaffe, seinem Leben das durch ein Ende, daß er sich mit einem Haftrmeffer die Keble durchschnitt. Der Unbekannte, der dem Bahnhofs- Reftaurateur vorher erzählte, daß er von Frankfurt a. M. gekommen und fich direkt nach Amerika begeben wolle, scheint die That in Folge von Eristenasorgen volbracht zu haben. Irgend welche Legitimationspapiere wurden bei ihm nicht vorgefunden. Die Leiche ist nach dem Obduktionshause geschafft worden. N. Selbstmord im Gefängniß. In hilflosem und durch aus unzurechnungsfähigem Bustande wurde vorgestern Nachmit tag vor dem Hause Berlinerstraße 81 ein Gürtler R. am Boden liegend gefunden und auf Veranlaffung von Baffanten durch den Gendarmen Peters nach dem Amtshause in Rirdorf ge bracht. Kurz nach Sistirung des Besinnungslosen, als seine Vernehmung erfolgen sollte, fand man den R. in seiner Belle erhängt. Alle sofort angestrengten Belebungsversuche waren erfolglos. Ueber die Veranlassung zur That war nichts zu er mitteln. N. Blinder Feuerlärm. Eine Alarmirung führte gestern Abend in der 8. Stunde einige Abtheilungen der Feuerwehr nach dem Hause Pallisadenstr. 31. Es handelte sich dort nur um einen anscheinend durch niedergedrückten Rauch veranlaßten blinden Feuerlärm, der selbstverständlich den Löschmannschaften feine Beranlaffung zum Einschreiten gab. Soziales und Arbeiterbewegung. Unbeschränkte Arbeitszeit. Der Germania" schreibt man unter dem 28. Januar aus dem Kreise Mülheim a. R.: Der Reichskanzler Fürst Bismark äußerte sich in einer seiner jüngsten Reichstagsreden dahin, daß es nicht anginge, eine beftimmte Arbeitszeit, Normalarbeitstag fagte er, behördlicher feits festzuseßen, über die hinaus die Arbeiter jedesmal in den Fabriten nicht beschäftigt werden dürften. Hier im Kreise fommt es auf den Werken, z. B. auf der Salpeterftederei an der Delbrück, auf der Drahtzieherei und auf der feuerfesten Steinfabrik, beide in Mülheim, und auf der Binkhütte bei Bensberg vor, daß Arbeiter ihre Vierundzwanzig, wie fie sagen, machen, die 24 Stunden continuo vor dem Feuer stehen, wenn sie denn auch dazwischest mal etwas nuden, d. h. schlafen, und arbeiten müssen. Jedesmal, wenn sie das gethan haben, und haben thun müssen, dann find fie trant. Die Regierung mag fich durch die Fabrikinspektoren über die Angelegenheit näher informiren lassen. Das könnte und müßte doch we nigstens als ein großer Mißbrauch einigermaßen eingeschränkt werden. Ueberhaupt die Fabritinhaber find schon, oder werden es doch in der Regel, Millionäre, die Fabrikarbeiter ärmer als die Aermsten der Armen. Wenn die Regierung nicht den armen Arbeitern zu Hilfe kommt und die Ausbeutung der selben durch die Fabrikherrschaften verhindert, dann find die Arbeiter verloren, dann entsteht nochmals ein Stiaventrieg. Einige wenige Fabrikherrschaften denken edel in Betreff ihrer Arbeiter, die Mehrzahl aber nicht. Einige Fabrikarbeiten find auch geradezu gesundheitsraubend." Trier, 25. Januar. Vom Hochwald schreibt man der ,, Tr. 8tg.": Wie an verschiedenen Orten, so sucht man auch hier der bedrängten Lage der Bauern durch Hebung der Hausindustrie einigermaßen abzuhelfen. Das Landrathsamt zu Berekastel hat nach verschiedenen Ortschaften des Kreises einen Lehrer geschickt, welcher die Bauern in der Strohflaschenhülsenfabrikation unterrichtete, und auch eine Belohnung von 1 M. fertig hatte. Selbstredend find die Leute dadurch zu einem be sonderen Eifer angespornt worden, und waren in einem Dorfe bereits nach zwei Tagen die ersten 1000 Hülfen von einer Fas milie fertig gestellt, indem die Leute Tag und Nacht arbeiteten." Db man das Loos der Bauern beffert, wenn man sie mit der Hausindustrie beschenkt, laffen wir dahin gestellt. Für die Allgemeinheit haben solche Flickereien aber doch nur den Er ehrlichem Charakter, nach Allem, was ich von ihm gehört habe.... Wenn ich ihm sagte, Friz es thut mir leid, ich bereue es von ganzem Herzen, daß ich für Deinen Vater nichts that; aber es war nicht meine Schuld ich kannte den Umfang seines Unglücks nicht; außer bem machte die Liebe für meinen Sohn mich zum Geizhals, verhärtete mein Herz gegen alle Welt; ver zeihe mir, ich kann nicht ruhig sterben, wenn Du mir nicht verzeihst... Wenn ich ihm das sagte, ich glaube, er würde nicht hart gegen mich sein, er würde die Hand, welche ich ihm, um Berzeihung flehend, entgegenstreďte, nicht zurückstoßen. Emmy, ich möchte an Frizz schreiben, möchte ihn bitten, mich zu besuchen." Das wollten Sie thun?" antwortete Emmy sehr verwundert. Ich fürchte, Sie bereiten sich nur neuen Rummer. Bedenken Sie doch, daß Frizz Rodenburg mit Ihren größten Feinden verwandt und befreundet ist. Er ist Lucie's Bruder und Brand's Freund; er würde viel leicht durch ein impertinentes Entgegentreten feine Schwester und seinen Freund an Ihnen zu rächen suchen." Ich denke beffer von ihm, Emmy! Ich glaube, es ist wenigstens meine Pflicht, daß ich's versuche, sein Herz zu rühren." Es pochte. tete Emmy, zu Ihrer Beruhigung will ich es zugeben. auch im beften Einvernehmen stehe, ja, daß er sich auf Rodenburg. Es ist nicht wahr, daß fie mit Cordelia's Elevinnen Aus- Brand's Pachtung aufhält. Ich will damit nicht sagen, flüge macht, auf diesen Ausflügen Brand besucht, und daß daß er auch um den Betrug weiß und damit einverstanfie Allen von dem, was sie erspart hat" das Wort erspart" betonte sie ganz besonders ,, sich einen " ben ist." ,, Gewiß, das ist er nicht, gewiß nicht, mein Rind... Sieh' nach, mein Kind, wer da ist!" sagte Emmy öffnete. Der Kammerdiener stand draußen. Derselbe trat einen Schritt zurück, als er Emmy in bem Krankenzimmer erblickte. Was wollen Sie?" rief Rodenburg, als er sein lacht, ber nicht bemerkt, daß man sich einen Theil der Erb- Mensch, aber einen Betrug würde er nicht billigen; ehren luftigen Tag macht, und über den kurssichtigen alten Dntel Friß ist ein Starrkopf, ein trogiger, ein hochmüthiger Burüdtreten bemerkte. . haft ist er gewiß. Ich habe nie etwas Unehrenhaftes von Weißt Du, mein Kind, daß ich zuweilen ein orbentliches Verlangen habe, mit dem jungen Manne zu sprechen" Sie blickte ihn überrascht an. schaft schon voraus nahm... Nein, Onkel, daß wird Alles nicht wahr sein! Es wird auch nicht wahr sein, daß Brand ihm gehört. auf Lucie's balbige Erbschaft hin ein Gut in Bacht genommen hat und zwar das Gut Stolzenburg... nahme gehört natürlich viel Geld. Es wird alles nicht wahr sein! Es ist auch nicht wahr, daß Brand und Lucie fich verlobten und binnen Rurzem verheirathen werden. Ich glaube bas Alles selbst nicht." Zu der Ueber ,, Ei, mit dem, der Ihre Hilfe so schnöde zurückwies!" Ich glaube, daß ich mich mit ihm am leichtesten ver ständigen würde. Es ist ein Mann von redlichem, offenem, Da näherte sich der Rammerdiener wieder. D, gnädiger Herr, ich bitte um Verzeihung; ich glaubte, Sie wären allein." Du willst mich allein sprechen?" Ich eigentlich nicht, gnädiger Herr!... Doch da ist ja Fräulein Emmy; ich kann meinen Auftrag also doch wohl ausrichten... Es ist ja auch so nach meiner Jn struktion, daß ich jeden Fremden erst Fräulein Emmy an Imelde." ( Fortsetzung folgt.) folg, daß viele Leute, welche bisher der betreffenden Fabrikation oblagen, ihre Beschäftigung einbüßen. Man überträgt nur den Nothstand von den Bauern auf die bisherigen Arbeiter. Und weil man die schlimmen Wirkungen bei den örtlich zerstreuten Arbeitern nicht fieht, so weift man in furafichtigem Stolz auf die geringen, aber ficht baren Erfolge bei den Bauern hin und freut sich wieder etwas zur Befferung der sozialen Lage gethan zu haben. Es ist ein Jammer, daß die Einficht in unsere sosialen Zustände noch immer so gering ist, um die einfachsten Wahrheiten zu überſeben. In Oberbaiern bestehen folgende eingeschriebene ilf& tasien, welche den Anforderungen des§ 75 des Krankenversicherungsgefeßes vom 15. Juni 1883 entsprechen: Allgemeiner Kranfenfaffenverein der Schloffergebilfen. Lokaltrantens unterſtüßungsverein der Glacéhandschuhmacher, Krantenunterftügungs- und Sterbelaffe der Bauhandwerker, Kranken- und Sterbelaffe der Wagenbauer, Karten und Sterbefaffe der Hafnergehilfen, Allgemeine Krantenunterstügungstaffe Glückauf, Krantenunterstüßungs- und Sterbekaffe der Schreiner, Krankenunterfiügungsfaffe der Bimmerleute, Unterstüßungsverein der Sattler, Krantenunterstüßungs- und Sterbekaffe der Weißgetber und Krankenkasse der Vergolder, sämmtlich mit dem Size in München. Dars Der Bismard'schen Nordd. Allg. Zta." schreibt man aus der Prignis, 30. Januar: Nachdem wegen des Frostwetters, welches bis zum 28. d. M. herrschte, die Eisenbahnarbeiten der Brignisbahn haben eingestellt werden müssen, bat die Bagabondage wieder ungemein zugenommen." nach fann doch die ,, verbefferte Arbeitsgelegenheit" gar nicht so bedeutend sein; sonst hätten die Arbeitsuchenden gewiß ein Unterkommen gefunden. ihrer Genoffinnen, deren es so viele unter den beffer Situirten| girbt, fich zusammenthun und fich der Kinder in den Arbeiterfreisen annehmen, deren Eltern durch ununterbrochene Arbeit außer dem Hause beschäftigt find und so ihren Kindern gänz lich entfremdet werden, möge Frau Gräfin Schack dahin wirken, daß die Arbeiterinnen der Weißwaaren- und Konfektionsbronche, eine Genossenschaft bilden könnten, daß nicht erst die Arbeite rinnen die Arbeit aus vierter Hand bekommen und so der Ber dienst vierfach geschmälert wird. Es müsse Aufgabe einer jeden rechtlichen menschlichen Gesellschaft des Staates sein, durch Humanität oder auch auf gefeßlichem Wege die Frauenarbeit zu beschränken, die häusliche Arbeit für die Familie dagegen nicht. Die Arbeitszeit sei auf neun, höchstens zehn Stunden zu beschränken; die Ueberstunden müssen durch Gesez gänzlich verboten werden. Redner fand für diesen hochinteressanten Vortrag reichen Beifall. An der Diskussion nahmen in hervorragender Weise die Herren Behrend, Bendig, Voigt, Berk häuser und Keil Theil. Im dritten Punkte der Tagesordnung 1. Wahl eines Vergnügungs- Komitees und 2. Wabl der Kontroleure ad 1 gewählt die Herren: Höhne, Kober, Wufner, L. Schulze, Börner, G. Schilfe, Meyer, Seeger, Quilis und Reigmann, ad 2 die Herren Stiehle, Behrend, Henkel, Maurer und Wille. Schluß der Sigung 11 Uhr 45 Min. Nächste Versammlung findet Mittwoch, den 11. Februar, in Rellers Gesellschaftstälen, Andreasstraße 21, statt mit der Tagesordnung: 1. Vortrag des Rechtsanwalts, Herrn Freudenthal, 2. Diskussion, 3. Fragetaften, 6. Verschiedenes. Pflegefinder In Nr. 24 unseres Blattes haben wir einen Leitartikel: Pflegefinder" gebracht. Bleichsam um die dort geschilderten Verhältniffe zu erhärten, theilt die Hallesche Beitung" einen Vorfall aus dem Orte Kelbra in der Provinz Sachsen vom 30. Januar mit. Wie entsegliche Migstände," so läßt sich genanntes Blatt schreiben, oft das Vergeben erziehungsbedürftiger Waisentinder an den Mindestfordernden zur Folge hat, zeigt nachstehend berichteter Vorfall. Gestern wurde hier die Wittme Stolberg, geb. Barth, wegen unmenschlicher Mißhandlung eines von der Gemeinde Berga ihr zur Pflege übergebenen, erst drei Jahre alten Rindes zu 4 Monal Ges fängniß verurtheilt. Sie hatte das hilflose Wesen, für das von der Gemeinde nur 36 m. jährliches Koftgeld gezahlt wurden, unter anderem am 18. Dezember v. J. derattig mißhandelt, daß, als mitleidige Nachbarfrauen inter venirten, der Körper des armen Kindes, das nackt an der Wand stehend gefunden wurde, eine große Anzahl blutunters laufener Schwielen, darunter eine solche von 22 Bentimeter Länge, aufwies." Sollte die Gefeßgebung fich nicht berufen fühlen, bei derartigen Mißständen Abhilfe zu schaffen?! Die Gesundheitsverhältnisse beim Bau des Panama tanales scheinen erschreckend schlechte zu sein. Der Generalarzt Hamilton veröffentlicht hierüber folgende Mittheilungen: Im vorigen Jahre starben 103 Personen im Kanal- Hospital, haupts sächlich am gelben Fieber. Jm Durchschnitt starben 11 von 100 Arbeitern. Der Generaldirektor der Kompagnie, welcher vor 1 Jahren mit seiner Familie und einem Stab von Ingenieuren, zusammen 12 Personen, in Panama antamen, ist Der einzige Überlebende von der ganzen Gesellschaft. Er vers suchte sich zu erschießen, als seine Frau vor einigen Wochen ftarb. · Nr. 29 Die Don Da es Die Frage möglich gel Threm Bla einmal berü meine Auff gelegt habe trete, au ne Hegen mir fuß würde ganze Neugierde erregte, das war ein großer Korb mit eine fegelförmigen Deckel. Derselbe enthielt jeine dawa". den Anschauungen der Eingeborenen find diese dawa" ni nur Gegenstände, um übernatürliche Dinge hervorzuruf sondern die Benennung erstreckt fich auch auf bi Medikamente. Man hat dawas, welche Rege fallen laffen, man hat solche, um Perfonen irgend einer Krankheit zu heilen. Nichts wäre im Stand aus dem Geiste der Eingeborenen die Macht dieser Dama verschwinden zu machen. Man fönnte z. B. glauben, daß di Unwirksamkeit eines durch einen Mfoumou( Bauberer) ange wandten Heilmittels einen Mißiredit auf seine Macht were fönnte, aber weit gefehlt. Wenn es ihm nicht gelingt, so g schieht es, weil das schlecht gefinnte Individuum stärkere Dama befigt als die feinigen und damit ist die Sache erledigt. Me Mfoumou, am Bestimmungsorte angelangt, forderte eine Hütle in welcher er allein zu sein verlangte. Das Häuschen wurde ihm bewilligt und alle meine Begleiter, wie ich selbst, ſtel ten uns vor der Thüre deffelben auf. Nach Verlauf einige Minuten und nachdem er seinen Höllenkram aufgestellt hatte begann er unter Pfeifen und Singen die Geister zu rufen Diese, sehr gefällig, ließen sich nicht zu lange nöthigen un bald hörten wir wiederholt Du! Ou! Du! In diesem Auge blice. ohne vorher zu rufen, trat ich in die Hütte en der Mfoumon, ganz verdugt, wollte seine Manöver stellen, aber nachdem ich ihm den strengsten Befehl scho ertheilt hatte, fortzufahren, wagte er's nicht, dem entgeg zu handeln. Er erhielt das Geräusch Du! Du! Du! Hilfe von Flaschenfürbissen, die er passend durchbohrt und von denen einer durch das Fell einer Bibethkage au eine Blasebalg umgestaltet war. Um feinen Betrug zu verdecken, m diese Kürbisse unter den Rod der Statuette verborgen word dec Blasebalg wurde mit Hilfe des Fußes in Bewegung setzt, welche durch einen Pflock mit dem Fell der Bibetb in Verbindung stand. Nachdem ich dieses Manöver ent hatte, ließ ich meine Begleiter es waren Eingeboren eintreien und seẞie ihren die Ursache des Geräuschs, das alle hatte erzittern laffen, auseinander. Ich bewegte selbst heftig den Blajebalg und die starken Du! Du! bewirkten, daß sie alle laut auflachien. glaubte damit meine Leute vor der Macht der 3 berer bewahrt zu haben, aber ich habe bald später erkenn müssen, daß ich mich darin getäuscht. Nachdem der Mfoum sein Epiel entdeckt sah, wurde er von einer tollen Furcht ariffen und bat um Gnade; ich solle ihn nur ziehen Ich versicherte thn, daß er von mir nichts zu fürchten habe daß ich ihn in Frieden abziehen lassen würde, wenn er mit Inhalt des geheimnisvollen Korbes zeigen wolle. Er ging ba ein. Die Beschreibung eines Theils des Inhalts dieses geb nisvollen Korbes ist beredter, als Alles, was ich sagen fö Er zog zunächst zwei Schädel von Waroft( Zauberern) her Die der Bauberei angeflagt waren und deshalb zum Tobe urtheilt worden sind; einer dieser Schädel war in seinem natürli Bustande belassen; der andere war durch eine Mischung von d und Ruß geschwärzt. Dann zeigte er mir ein Backet Wurzeln denen die Waroft ihre verbrecherischen Operationen ausge Eine zahlreich besuchte Arbeiterinnen- Versammlung in welcher auch Männer anwesend waren, fand am Montag, in Bögow's Brauerei vor dem Prenzlauer Thore statt. In Derselben hatte Frau Guillaume- Schack das Referat übernommen und da ste energisch für weitere Ausdehnung der Frauenarbeit eintrat, erhob fich starte Oppofition, welche denn auch schließlich den Erfolg des Abends davontrug. In der sehr lebhaften Diskussion wurde namentlich von einer Frau Stegemann darauf hingewiesen, wie durch weitere Ausdehnung der Frauen arbeit der Lohn des Mannes noch mehr finken und schließlich den vollen Ruin der Familie nach sich ziehen würde. Lebhafter Beifall wurde dieser und anderen unerschrockenen Rednerinnen zu Theil und schließlich wurde folgende Resolution ein ftimmig angenommen: Die um 2. Februar 1885 in der Bögow'schen Brauerei zahlreich versammelten Arbeiterinnen Berlins erklären sich mit dem Vortrage der Frau Guillaume Schack, in welchem Referentin für weitere Ausdehnung der Frauenarbeit plaidirte, nicht einverstanden und zwar zumeist aus dem einfachen Grunde, weil eine noch weitere Ausdehnung der Frauenarbeit mit ihrem heutigen geringen Lohnsage unter den herrschenden traurigen wirthschaftlichen Verhältnissen auf den Lohn des männlichen Arbeiters nur noch mehr drücken würde. Die natürliche Folge würde sein, daß der Mann noch weniger als bisher im Stande wäre, zu heirathen oder eine Familie ausfömmlich zu ernähren, wodurch nicht allein die Moral den größten Schaden tragen, sondern überhaupt das ganze arbettende Volf schwer zu leiden haben würde. Aus diesem Grunde heißen die versammelten Arbeiterinnen auch die Vorlegung des Arbeiter Schußgesetes" im D 3 Lafic Der M abeit erfter Allgemeinb gebende Ar Antwort, in durch die dann fortfa ein großer Arbeit fuch welch e werden." Frauen an felbe den 2 laffen wir bondenthun Staate büro bürgern. es überhau beiratung brauchen to feben will, nern, die b den, Fraud allein fich Bemeife, Glid Reichstage auf das Freudigste willkommen, da nur durch gänz- hatten; ein Packet Wurzeln, um sich gegen die Menschenfer zu schüßen, einige Fragmente von Vögeln, um sich das einer auf der Jagd zu sichern; ein Stück Holz und einige bate vom Wild, um den Kriegern ein Herz voll Lömenmut zu schaffen; um regnen zu laffen; einige Fragmente Eule, um einen Moroft zu Don ben hafft ber Suftand, b fie schl Berforgung Auch beiters, M Die Beschra Angebot b bote ausfch Dertilgen. laufende v wurden fich offenen Ar angebot di Der Fall is liche Aufhebung der Kinderarbeit, durch Einschränkung der Frauenarbeit, sowie durch gesegliche Regelung dr Arbeitszeit und gefeßliche Regelung resp. est stellung des Lobnes der Mann in die Lage gebracht werden kann, fich und seiner Familie ein menschenwürdiges Dasein zu verschaffen. Ist der Lohn für gleiche Arbeit bei männlichen und weiblichen Arbeitern ein gleicher und durch Gesez oder Vorschrift festgestellter, so tritt auch die Arbeiterin nicht mehr als die gefürchtete Konkurrentin dem Manne gegenüber auf und die durchaus berechtigten Selbstständigkeitsbestrebungen der Frauen werden Hindernissen wirthschaftlicher Natur nicht mehr begegnen." 3usaz der Redaktion. Diese Resolution deckt sich mit dem Standpunkt, den wir vorigen Donnerstag nochmals eingehend vertraten, nachdem in Fachvereinen, in Bei tungen 2c. schon soviel über die Frage diskutirt und eine voll- antwortete mir sogleich, daß er nicht böswillig wäre, niemal ständige Einigung erzielt worden ist. Wir geben aber gern nochmals Frau Schack das Wort, um ja nicht in den Ruf der Einseitigkeit zu kommen.( S. den Anfang der Beilage.) Fer ner bemerken wir auf Wunsch der Frau Schack, daß sie in ibren Versammlungen durchaus nicht die Männer in ihrer Redefreiheit beschränken will; ,, nur wenn dieselben schon von vornherein so unruhig find, daß befürchtet werden muß, einen so ernsten Gegenstand zum„ Uir" gemacht zu sehen, bleibt nichts übrig, als dieselben von einer thätigen Theilnahme auszuschließen". erkennen und zu töten ein Stüd eines Büffelschädels, um auf der Elephant jagd glücklich zu sein, einige Haare aus einer Löwenmähne den Bauberer in Wuth zu verfeßen und einen Bösewicht zu töb fura er hatte an hundert kleine Packete, jedes seine ganz besondere Bestimmung hatie. Ich bin nicht dazu gekommen, den Inhalt des ganzen Korbes zu prüf da der Bauberer Müdigkeit vorschügte. Nachdem seine flärungen beendet waren, sagte ich ihm, daß seine Macht gea dutch würd über der meinigen nichts sei und wenn er jemals den Tod ein Menschen verkündigte, ich ihn auch födten laffen würde. einen Menschen tödten laffen wolle; er wiffe, daß ich stärker jei als und daß er, wenn ich dawas machte, ohnmächtig sein wir Aber sollte man es glauben, sogleich nach Schluß dieser S für die A als meine Leute faben, daß der Bauberer fich entfernte, fing fte an mich anzuflehen, vor Allem jenen zu bitten, daß er sic halte, böse dawas gegen fie zu machen. So hat es fich in That nicht gelobnt zu versuchen, ihnen die böswilligen Man eines ihrer Bauderer vor Augen geführt zu haben." Gemeinnügiges. Was versteht man unter Lungenschwindsucht? genschwindsucht ist der Inbegriff verschiedener chronischer generkrankungen, die durch weitgreifende Berftörungen beitafelbe gewonnen Arbeitsver aber die E wie immer bern, biefel faft vollstä Die& mer fein Arbeit bie Jureichende heit durch größere haben mü Sand. Et Lungen endlich zu allgemeiner Auflösung des Körpers führ für die sch Den ersten Anlaß geben gewöhnlich Katarrhe im Luftbeschränkun hr. In der zahlreich besuchten Versammlung des Fachvereins der Hürschner, die am Montag Linienfiraße 30 stattfand, hielt Herr Dr. Baumgarten einen Vortrag über die prattische Kriminaljustizpflege im Mittelprattische Kriminal justizpflege im Mittelalter. Die Mitheilungen, welche der Vortragende machte, bezogen fich vorzugsweise auf die in Berlin bis in die Mitte des vorigen Jahrhundert in der Kriminaljustizpflege übliche Härte und Grausamkeit der an Uebelthätern und Ver brechern vollzogenen Strafen. Auf den Vortrag folgte die Berathung über die von der betreffenden Kommission in Vor schlag gebrachten Aenderungen des Statuts. Ein Busas, welchem zufolge die Namen der im Verein Beitretenden in zwei aufeinanderfolgenden Sigungen zum Aushang gebracht werden sollen, die Streichung des Paragraphen, welcher bisher die Ernennung von Ehrenmitglieder zugelaffen und ein Bufat, nach welchem die Mitglieder, welche die Beiträge drei Monate lang nicht bezahlt haben, 10 Pfg. Strafe zahlen sollen, wurden angenommen. Da aber die der Annahme vorausgegangenen Debatten viel Zeit weggenommen hatten, wurde die Fortfegung der Statutenberathung vertagt. Nachdem dann Herr Grunert in Betreff des vor Kurzem gefeierten ersten Stiftungsfestes berichtet, daß die Einnahmen 172, die Ausgaben 144 M. betragen haben, theilte Herr Wedemeyer ein ihm seitens der Kollegen in Markranstädt zugegangenes Telegramm mit, wel ches meldet, daß das Statut des dortigen Fachvereins die Ueber die russischen Fabrikzustände schreiben im Anschluß an die legten großen Strits russische Blätter: Die Ar beiter sind in ihrem Berhältniß zu den Fabrikherren ganz der Willkür dieser legteren preisgegeben. Die„ Ruftija Wedomosti" weisen darauf hin, daß die Fabriherren nicht nur zu jeder beliebigen Beit die Kontrafie mit den Arbeitern brechen, fondern daß fie auch willkürliche und sehr hohe Abzüge und Strafen, häufig geradezu lächerlicher Natur, über die Arbeiter verhängen. Auf einer Fabrik war die ungeheure Strafe bis zu 5 Rubeln( über 10 Wart!) für das Singen von Liedern nach 92 Uhr Abends auf dem Hofe der Fabrik oder zu einer beliebigen anderen Tageszeit auf einem anderen, als dem vom Fabritherrn angewiesenen Ort, stipulitt worden. Auf derselben Fabrik wurde von den Arbeitern, die Thee, Bucker oder Brot zur Arbeit mitnahmen, oder auf dem Hofe am Brunnen fich wuschen u. j. w. eine Strafe erhoben. Auf einer Fabrik wurden die Arbeiter, falls fie nicht einzeln, sondern mehrere zusammen im Komptoir erschienen, mit einem Rubel bestraft! Auf einer anderen Fabrit war eine Strafe von 10 Rubeln für diejenigen feftgefeßt, die fich an einem Strife betheiligen würden, obwohl Dieses Vergehen von den russischen Gefeßen schon schmer genug bestraft wird. Die Höhe dieser Strafgelder beläuft sich in ein zelnen Fabriken bis auf 13 000 Rubel jährlich oder auf die Hälfte des Monatslohns pto Kopf der Arbeiter. Die Arbeits löhne erfahren außerdem selbst für Gegenstände, wie Holz, Matragen, Kohlen, ja sogar Handwerkszeug Abzüge und was den Arbeitern von ihrem Lohn noch verbleibt, wird dann endlich durch das Wuchersystem der Fabrilläden aufgezehrt. Die Waaren in diesen Läden werden gewöhnlich um 5-10 pCt., zuweilen selbst um 40 bis 50 pCt. theurer verkauft, als in ben benachbarten Handlungen. Und die Löhnung der Arbeiter geschieht dabei entweder nur einmal im Jahr zu Ostern, oder wenn es hoch fommt, auch noch zum zweiten Male zu Weibnachten. An den anderen Terminen werden nur zufällige Bablungen zugelaffen, wobei der Arbeiter den Wirth um seinen Lohn wie um ein Almosen bitten muß. Auf einer der Fabriken wird sogar das Geld nicht einmal direkt den Arbeitern abgegeben, sondern von dem Fabritskomptoir theils zur Bes zahlung der Budenrechnungen der Arbeiter verwandt, theils Den Dorfältesten und Woloftverwaltungen zur Bezahlung der Abgaben zugesandt. Daß die Arbeiter durch diese Unbestimmt beit der Termine in eine vollständige Abhängigkeit von den Budeninhabern gerathen und diesen ein weites Feld zum Wuchertreiben überlassen ist, fann feinem Zweifel unter liegen. Der Wucher( und war bis 20 pet. monatlich) wird größtentheils von den Artelältesten betrieben, zuweilen aber auch von den Fabrikanten selbst. Ein solcher Fall wird zum Beispiel von der vom Generalgouverneur von Diosfau eingefegten Kommission erwähnt. Auf einer größeren Fa brif in Mostau waren im Laufe eines Jahres fleinere Dar leben im Gesammtbetrage von ungefähr 9000 Rubel gewährt, für die Benutzung derselben aber von Abrechnung zu Abrech nung 20 pCt. erhoben worden. Da nun auf dieser Fabrik in einem Jahre aber fünf Abrechnungen vorkommen, so war am Schluß des Jahres das geliehene Geld in dem boppelten Be trage in die Komptoirtaffe zurückgefloffen. Soweit die ,, Nusskija Medomosti". Die Showr. Ifw." behaupten sogar, daß die Summe der von der Administration einer Fabrit erhobenen Strafgelder fich bis auf 300,000 Rubel jährlich belaufen haben foll, so daß mit ihnen die Verwaltungsuntosten gedeckt werden Tonnten. Vereine und Versammlungen. Неб Ea tönnte Mit der ein ihrem eigen ( Bronchitis), denen fich Lungenentzündungen zugefellen. derselben bleiben als fäfige Maffen zurück. athmeten Luft gelangt Staub in die Lunge und pla unt den Unter Jablung, Arbeit felb Auch für die Fr Ausweg, fich dort fest. Ferner bilden sich noch kleine hirsetorna fchlimmern Knötchen, die sogenannten Zuberkeln Bilden fich diese lich in allen Theilen der Lunge( außerdem noch in ande Organen), so zeigt sich eine iyphusähnliche Erkrankung meist tödlich ist; findet die Bildung dieser Knötchen unaus segt statt und wird dadurch( besonders durch Erweichung selben) rasch die Lunge zerstört, und verfällt der Kranke beständig wiederkehrendem Fieber in wenigen Wochen Monaten, fo nennt man das galoppirende Schwindſucht; der Verlauf ein langwieriger, zeigt sich gleichzeitig chroni Heiserkeit, die von Geschwüren im Kehlkopf und Luftröhre rühren, treten Diarrhoen ein und zeigt sich zeitweiliger stand, so beißt die Krantbeit chronische Lungenschwindfu oder chronische Tuberkulose. Legtere ift die häufigste und es fa bei genügender diätetischer Behandlung ein relatives Wo befinden bestehen. Eiblichkeit, Arbeiten und Aufenthalt Genehmigung der Behörde erhalten hat, ferner ein Schreiben staubiger Luft, ausschweifendes Leben bieten den Hauptanl daß der Berliner Fachverein einen Deputirten behufs GrünVerla dung eines Fachvereins der Kürschner in Hamburg senden Athmen gleichmäßia reiner warmer( 16 Gr.) Luft, Milchbi möge. Der Antrag des Herrn Wedemeyer, diesem Wunsche Tragen eines Respirators, Vermeidung aller Anstrengu zu entsprechen, wurde mit großer Majorität angenommen. wollene Unterkleider; bei chronischem Verlaufe ift alljährl Der Vorfizende des Vereins, Herr Jahnuß, wurde mit der Mission betraut. Derselbe erklärte fich bereit, dieselbe zu übernehmen. Erst um 1 Uhr erfolgte der Schluß der Ver fammlung.( Vermischtes. Brüssel. Der Chef der Station von Karéma, Lieutenant Storms, aiebt eine böchst anziehende Schilderang einer Sigung eines Baub rers( Féticheur). Ich sah eines Tages, als ich mich in Momparra befand, den ,, Vlfoumou" den offi stellen Bauberer von Mpala, welcher seine ganze treuflische Auf meine Frage, Bagage bei sich führte, vorüberziehen. Auf meine Frage, was er unternehmen wolle, sagte er mir. er wolle in einer Hütte, deren Eigenthümer frant ſei, feine Operationen vornehmen. Es handelte fich darum, irgend einen bösen Geist auszutreiben. Diese Operation erschien längerer Aufenthalt' in waldiger Begend( Nadelhols) mäßig. Briefkasten der Redaktion. Sie füb 7,26 vom Schlesischen Bahnhof oder 7,34 vom Bab tetten, ist Arbeitslage fele, taufe Thatsache tung thre Arme treib wünschens baffelbe m Nach ernst Ueberzeugu von dem die Berid werden, Nachtarbei Durchaus Die Frauen Verhältni ausgefest, lieber vert für eine 1 Kinder, of nähren. Wenn und weiß, J. M. 56. Sie müssen in Hannover umsteigen, erbal aber wahrscheinlich in Berlin gleich Billet bis Pyrmont. We hof Alexanderplag, 7,45 vom Bahnhof Friedrichstraße, abfab leicht noch find Ste um 12,4 in Hannover( Schnellzug III. Klaffe Hannover Mat! 13,30). Um 1,4 Mittags gebt ein Berfon Stroh zub zug von Hannover ab, der um 3,7 in Pyrmont ( III. Klasse Hannover Pyrmont M. 2,90). eintr Besten Dank für die Anregung. T. D. Wird in etwas anderer Form benugt werd Abonnent B. 15. Wir haben Ihren Brief gar nicht mir zu interessant, um nicht dieses Individuum zu beglei halten und können Ihre Frage außerdem auch nicht bea Der Arbeiter- Bezirksverein für den Often hielt am Freitag in Keller's Gesellschaftsfälen eine sehr zahlreich befuchte Versammlung ab. Den Vortrag für den Abend hatte der Kaufmann Herr Robert Flator über das Thema: Beschränkung der Frauen und Mädchenarbeit" übernommen. Der Vor- ten. Der Zauberer, ganz mit Roth und Weiß bemalt, hatte menig das Aussehen eines menschlichen Wesens; eine Menge tragende sprach gegen Frau Schad, er stellte sie neben die Gräfin Hahn, Frau Lina Morgenstern, Fräulein Jenny Gößen und Amuletten, an Enden von Bindfaden befestigt, Hirsch, Fräulein Beder, welche auf demselben Wege, wie jest hing ihm rings um den Körper. Er trug außerdem zahlreiche Frau Gräfin Schack noch nichts Positives geschaffen haben. Scheden, Stücke von Rütbiffen, Häute von Bibethlazen und Möge Frau Gräfin Schack- meinte Redner mit mehreren eine fleine Statuette von Holz. Was aber hauptsächlich meine Verantwortlicher Redakteur St. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in worten. Vielleicht fann es einer unserer Leser: Wo befin fich der Berliner Bürger- Rettungs- Verein? Anrede für Verein exiftitt überhaupt nicht. fe Schlaf eine Anza welcher T Der Nacht feine Di Der Sitt Frauen ol Dann erfch irgend ei Eine form Durch ein Trennung Durchführe wollen, f weibliche, finden we Hierzu eine Bellage Sinficht H. H. Großbeerenstraße. Senden Sie uns Briefe ein, wir werden mit bestem Dant von denselben Gebrauch machen. Berlin SW., Beuthstraße 2. 5 mit einen awa" od dawa" nid ervorzurufe auf bi he Rege fonen vo im Stand efer Dama ben, daß di berer) ange Zacht werfe ingt, fo g Erfere Dam edigt. Mei te eine Hütle Schen wurd Selbst, ftell lauf einige gestellt hatt er zu rufen öthigen unt efem Augen e Hütte Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 29. Die Beschränkung der Frauenarbeit von dem Standpunkte der Frau aus betrachtet. Von G. Guillaume- Schad. Da es im Intereffe der Allgemeinheit liegen muß, wenn die Frage der Beschränkung der Frauenarbeit so viel als bitte ein möglich gellärt wird, möchte ich in Bezug auf den legten in Shrem Blatte enthaltenen Artikel einige Punkte derselben noch anöver ein einmal berühren. Ich habe aus ihm ersehen, daß ich vielleicht Befehl fibro meine Auffaffung der Sachlage bisher nicht klar genug darem entgege gelegt habe, oder daß der Standpunkt der Frau, den ich ver! Du! trete, zu neu ist, um ein leichtes Verständniß zu finden. bobit age au eine Deden, waren gen worden ewegung er Bibetbl Sper ent chs, bas bemegte Du! bien. D der 3 er erfen bat ein Mittwoch, den 4. Februar 1885. werden, die man erreichen will, aber niemals durch die Bes schränkung der Frauenarbeit erreichen wird. Aufgabe der Frau aber ist es, nicht wie bisher stumm und unthätig dem Ringen nach einer gefunden Gesellschaftsentwicklung zuzusehen, sondern ihren Play an der Seite des Mannes, im wahren Sinne des Wortes als seine Gehilfin, einzunehmen, seine Freuden, seine Leiden und seine Kämpfe zu theilen. Sie ist heute als Arbeiterin in die Gesellschaftsordnung eingetreten, die ökonomischen Arbeit gefeße berühren fie genau ebenso wie ihn, und als Arbeiter müffen beide Geschlechter Hand in hand gehen. Kommt die Zeit, wo die Frau an den häuslichen Herd zurückkehren kann, oder wird heute einzelnen Frauen dazu die Möglichkelt geboten, so ist es sicher, daß teine einzige ihren Play in der Familie freiwillig aufgeben wird, um außer dem Hause mühsam ihr Brot zu erwerben. Und jede schwere Arbeit, die fte übernimmt, ist nur ein Beweis mehr, daß es nicht ihr freier Wille ist, der fie in die Arbeit hinein zwingt, sondern der Hunger, der thr und vielleicht auch ihren Kindern droht. Irgend einer Frau diese legten Hilfsmittel abzuschneiden, wäre grausam und ungerecht, und die Gesellschaft sollte Wege suchen, die harte Lebensaufgabe der Frau zu erleichtern, anstatt ihr dieselbe durch irgend welche Beschränkung noch schwerer zu machen. Der Manchesterstandpunkt oder die Anschauungen Bismards liegen mir völlig fern, ich als Frau muß fragen, welchen Einfuß würden die vorgeschlagenen Beschränkungen der Frauenabeit erstens auf die Lage der Frau, und zweitens auf die Allgemeinheit haben? Auf die erste Frage giebt der vorhergebende Artikel, obwohl er für die Beschränkung ist, selbst die Antwort, indem er sagt: Das Ueberangebot von Arbeitstraft wird geboren durch die zahllosen Vagabonden und Arbeitslosen bewiesen und dann fortfährt ,, Und wenn unter solchen Umständen auch noch großer Theil der weiblichen Personen herbeiftrömen und Arbeit suchen, das Angebot also noch weiter vermehren würde, welch ein maßloser Druck würde auf den Lohn ausgeübt werden." Das heißt mit anderen Worten: verhindern wir die Frauen an dem herbeiftrömen zur Arbeit, sorgen wir, daß dieEr Mfoufelbe den Arbeitslosen und Vagabonden bleibt, und laffen wir dafür die Frau der Arbeitslosigkeit und dem Vagabondenthum; d. h. beschränken wir ungefähr 23 Millionen Staatsbürger zu Gunsten von anderen 22 Millionen Staatsbürgern. Dafür, daß die Frau fich heute nicht mehr( wenn sie es überhaupt je fonnte) auf den stehenden Trost, durch die Verbeiratung eine Versorgung zu finden, venlaffen kann, dafür gerade herabdrückend auf den Lohn wirkt. brauchen taum Beweise angeführt zu werden, denn jedem, der fehen will, bietet dos thatsächliche Leben in Gestalt von Männern, die heiraten könnten und es nicht thun, und von Mäd n Furdt Bieben laf en habe er mir ging ba eses gebi agen för Tern) ber m Tobe n natürli ung von Wurzeln ausgefüh enfchentrefer dal Glod Baare einige gmente 32 töbten Löwenmu einer Elephant nmähne, ht Don สิน Sch bin töb m feine ben a gege überen, Frauen und Wittwen, die darauf angewiesen sind nicht allein fich selbst, sondern noch ihre Familie zu ernähren, mehr Beweise, als dagegen angeführt werden können. Außerdem Ichafft der Anweis auf die Ehe als Versorgung, gerade den Suftand, den die Männer am meisten fürchten sollten, nämlich Sa fie schließlich nicht aus Neigung, sondern eben nur als Bersorgungsanstalt geheiratet werden. Auch die allgemeine nationalökonomische Lage des Arbeiter Mann und Frau zusammen begriffen, würde sich durch die Beschränkung der Frau nicht verbessern. Man kann das angebot der Frauenarbeit von gewiffen Gebieten durch Verbote ausschließen, aber man kann dasselbe nicht vom Erdboden etilgen. Wenn diese Verbote in Kraft träten, würden sofort aufende von Frauen dem Hunger preisgegeben sein, dann würden fich dieselben nach und nach in die den Frauen noch es zu prüfenen Arbeitszweige hineindrängen, dort würde das Ueber angebot die Löhne noch mehr als heute finken lassen, und da Racht geurch würde der Mann aus denselben noch mehr als es heute Der Fall ist verdrängt werden, d. h. in kurzer Zeit an seinem Arbellafelde das wieder verlieren, was er auf der anderen Seite gewonnen hätte. Auf diese Weise würde mit der Zeit das alte Arbeitsverhältniß zwischen Mann und Frau wieder eintreten, aber die Erschwerung oder Hinderniffe die aus solchen Verboten wie immer zu Nugen sein, und statt die Ausbeutung zu hin aß er fid Dern, dieselbe erleichtern. en Tod ein würde. ire, niemal irter fei als fein würd Dieser Se ernie, fing 6 fich in en Mand ucht? örungen im Luft e Die Gesundheits- und auch die Sittlichkeitsfrage läßt sich Nachwort der Redaktion. In Arbeiter freisen ist man sich über die Frage der Frauenbeschäftigung bereits so klar, daß wir dieser Einsendung nur wenige Worte entgegen. zustellen brauchen. Wir können das um so cher, als viele Behauptungen der geehrten Einsenderin durchaus richtig und von uns nie bestritten worden sind. Daß ungenügender Lohn der schlimmste Feind der Sittlichkeit ist, daß ungenügender Lohn den größten Theil der übermäßigen Kindersterblichkeit in Arbeiterfreisen bewirkt, das alles steht gar nicht in 3weifel. Um so gefährlicher ist deshalb gerade die Täuschung der Frau so gefährlicher ist deshalb gerade die Täuschung der Frau Schack in der Frage: ob die Freiheit der Weiberarbeit nicht Und hier überlege man sich nur Folgendes: Wächst unter dem heutigen Wirthschaftssystem die Arbeitsgelegenheit, oder bleibt sie konstant?( well, um turz zu reden ,,, unter dem ehernen Lohngesetz" der Absatz" unter der großen Masse gleich bleibt). Nimmt die Arbeitsgelegenheit unter dem heutigen Wirthschaftsfyftem nicht vielfach sogar ab, weil arbeitsparende Maschinen die Arbeiter erseßen und verdrängen? Unsere Leser werden alle mit uns übereinstimmen: Die Arbeitsgelegenheit nimmt nicht zu, eher ab. Und nun fragen wir weiter: bei gleicher Bahl der beschäftigten Arbeiterschaft, wann wird das Einkom men des Arbeiter standes höher sein wenn mehr Männer oder wenn mehr Weiber die verfügbaren Stellen einnehmen?! Wenn z. B. zwischen 1861 und 1871 in der englischen Baumwoll- und Flachsindustrie die Weiber zunabmen von 324 371 auf 338 798, die Männer abnahmen von 238 643 auf 223 217 nun, die Gesammtzahl der Beschäftigten ist dann zwar die felbe geblieben, aber daß der Lobn start gesunken ist, das unterliegt gar feinem Zweifel. Er ist gesunken, weil die Weiber im Lohnkampf heute weniger widerstandsfähig sind, daher schlechtere Lohnbedingungen annehmen müssen, und er ist auch auf Seite der Männer gesunken, weil ste stets fürchten ist auch auf Seite der Männer gesunken, weil ste stets fürchten müssen, durch Weiber ersetzt zu werden, wenn sie bei Den früheren höheren Forderungen beharren. Man Denke fich eine ähnliche Entwickelung in der Mehrzahl der Produktionszweige verwirklicht und dafür würden bei Freiheit der Weiberarbeit unsere Unternehmer schon forgen wie viel schlimmer stände ich dann die Arbeiter. tlaffe rein ökonomisch, von den Einwirkungen auf Kinder Erziehung, häusliches Leben u. f. w. ganz abgesehen. Wird die Lage des Arbeiterstandes( wohlgemerkt, des ganzen Standes!) durch Beschränkung der Frauenarbeit aber gebeffert, wird wenigstens eine Verschlimmerung verhütet, so fallen auch alle die Behauptungen von Hungersterben, Vagabonbage, Prostitution u. f. f. in fich zusammen. faft vollständig auf die Geldfrage zurückführen. Es würde wer sein, irgend einen Arbeitszweig zu entdecken, wo die Arbeit die Gesundheit der Frau mehr gefährdete, als der un Jureichende Lohn, den fte erhält, und wie sollte ihre Gesundbeit durch Gesetze gehoben werden können, die ein noch größeres herabdrücken des Lohnes zur Folge nischer aben müßte?! Die Unlogit dieser Hoffnung liegt auf der Hand. Etwas anders ftellen fich die Verhältnisse allerdings pers für für die schwangeren Frauen, aber auch dort kann eine Arbeitsbeschränkung, welche die Noth vermehren muß, nichts nußen. Es tönnte nur geholfen werden, indem die Gesellschaft in t der ein threm eigenen Interesse für Mutter und Kind einträte und für handelt. den Unterhalt der Frau sorgte, anstatt ihre Lage noch zu verschlimmern. Sicher sterben mehr Kinder an der schlechten Bediese pahlung, welche die Arbeit ihrer Mutter findet, als an dieser in and arbeit selbst. ellen. Re e und 5 rfeforna cantung pla De eichung rante un Bochen ndfucht; uftröbre Ausweg " Einzelne werden freilich während des Uebergangsstadiums leiden. Frau Schad ist, wenn wir nicht irren, für das Verbot der Kinderarbeit. Aber auch bei Verbot der Kinderarbeit werden manche Eltern, die bisher den Lohn ihrer Kinder nöthig hatten, zunächst nicht wissen, wie sie auskommen sollen. Aber die Uebergangsschwierigkeiten müssen eben ertragen wer den, wenn es sich um eine dauernde hebung der Arbeiter Politische Uebersicht. Aus Frankfurt a. M. berichtet der dortige Beobachter": Die Plakate des fönigl. Polizeipräsidiums, in denen auf die Entdeckung des Mörders Dr. Rumpff's eine Belohnung von 10 000 Mt. gefekt wird, find seit vorgestern nicht nur an den Platatsäulen, sondern auch an allen übrigen Diten von Amiswegen entfernt worden; man will daraus schließen, daß der Mörder in der Person des 2c. Lieste gefunden worden ist. Die Polizei fonstatirte einen weitägigen Aufenthalt Lieste's mehrere Berhaftungen, und fand Auch in fittlicher Hinsicht kann die Arbeitsbeschränkung En unaus für die Frau nur schaden anstatt zu nüßen, denn der einzige der ihr stets bleibt, um fich vor dem Hunger au tetten, ist der Erwerb durch die Unfittlichkeit. Nun ist ihre Arbeitslage schon heute der Art, daß, wenn dieser Erwerb weg fiele, taufende von Frauen einfach verhungern müßten. Diese fung ihrer Arbeit müßte fte dem Lafter noch tiefer in die Arme treiben. Als das Verbot der Nachtarbeit der Frau für schwind wünschenswerth erklärt wurde, habe ich erft selbst geglaubt, fonspiratorische Dokummente von größter Wichtigkeit vor. und es la daffelbe müsse auf unsere fittlichen Verhältnisse günstig wiken. eiliger S ig chroni Thatsache ist nicht wegzuleugnen, und jede weitere Beschrän Die f. 8tg." läßt sich aus Pest vom 1. Februar melden: tives Wo ufenthalt Hauptan im Verla fordert it alljährl bols) als dort das Verbot der Gestern reifte ein Budapester Polizeibeamter mit Schriften nach Aus Dresden schreibt man dem ,, Leipz. Tagebl.:„ Die angebliche Waffenaue weisung von Czechen aus Dresden redus girt fich auf eine kürzlich von der hiesigen Polizeidirektion vers fügte Ausweisung von 5 Arbeitern czechischer Nationalität, die fich sozialdemokratischer Umtriebe schuldig gemacht hatten. Einer der Ausgewiesenen war früher Vorstand des Fachvereins der Schneider. Die Ausweisung erfolgte auf Grund von Hauswaren. Derartige Maßregeln sind auch gegen einige Studi rende des hiesigen Polytechnikums russischer Nationalität verRach ernsterer Untersuchung der Sachlage bin ich aber zu der Frankfurt ab." Ueberzeugung gekommen, daß man auch damit das Gegentheil von dem erreichen würde, was man erreichen will, und Die Berichte aus England, Nachtarbeit eingeführt wurde, haben Diese Ansicht Mild durchaus bestätigt. Die Arbeitgeber fonnten nicht gezwungen Inftrengu werden, Arbeiter anzunehmen, die ihnen nicht bequem waren, die Frauen famen also außer Brot, und wenn für einige die Verhältnisse durch den höheren Verdienst ihrer Männer( vor fuchungen, welche bei den Betreffenden vorgenommen worden ausgesetzt, daß fie gute Männer hatten, die das Geld nicht lieber vertranten oder sonst verthaten) sich besserten, so blieb Rinder, oft unter tausend Thränen, durch ihre Schande zu er und weiß, wie oft die Schlafburschen und Schlafmädchen vielWenn man die Arbeiterverhältnisse einigermaßen kennt Be, abfab leicht noch untermischt mit den Kindern der Familie, bei der fe Schlaffielle genommen haben, die Nächte zusammen auf 3. en, erbal mont. We 4 vom Bab I. Klaffe mont eint nähren. fügt worden, in Folge deſſen dieſelben gefänglich eingezogen werden mußten. Die verhafteten Russen werden in strengem Gewahrsam gehalten. Ueber die eingeleitete Untersuchung wird das tiefste Stillschweigen beobachtet." Auf Grund des Sozialistengesezes sind folgende Druckschriften verboten worden: 1)„ Die Fliegen und n Perfon Sirob zubringen, wie mehrere Familien dasselbe Zimmer theilen, herausgegeben vom National- Exekutiv- Komitee der sozialistischen ust wer gar nicht nicht bea Wo befin Fine form uns enselben Bellage eine Anzahl Familienglieder auf daffelbe Bett angewiesen find, welcher Ton meist in den Fabriken herischt, ganz gleich, ob in der Nacht oder am Tage gearbeitet wird, wie oft der Chef, seine Direktoren und Aufseher die ersten Untergraber Frauen ohne unfittlichen Nebenerwerb absolut nicht leben kann, dann erscheint es geradezu komisch, aus, Sittlichkeitsgründen" irgend eine Beschränkung der Frauenarbeit zu befürworten. Durch eine Aenderung unserer Arbeitsverhältnisse, durch eine Arbeiter- Partei zu New York. Frankreich. Der Sittlichkeit find, und daß schließlich eine Unmenge respondent der Nat.- 3 g.": Heute Nachmittag erschienen zwölf Delegirte der Meetings der biodlosen Arbeiter, darunter vier Delegirte aus Lyon im Palais Bourbon. Diese Delegirten verlangten in einem der Berathungszimmer der Deputirten tommer mit der äußersten Linken zu konferiren, sowie daß die II. Jahrgang. | Präsident der Kammer und die Quästoren die Erlaubnis vers weigerten, daß die Konferenz im Lokale der Kammer statt. fände. Die Delegirten wurden zuvörderst auf der Tribüne untergebracht, um der Sigung beizuwohnen, weil die radikalen Deputirten versuchen wollten, das Verbot der Quästoren, zu umgehen. Auf die Ankündigung des Eintreffens dieser De legirten war das Polizeipersonal in der Kammer verstärkt wor den im Hinblick auf die Möglichkeit, daß dadurch Ansamm lungen vor der Deputirtenkammer hervorgerufen werden könnten." Die vorgestern von der französischen Deputirtenkammer auf Antrag Ballue's, eines Vertreters des Rhone- Departements, be fchloffene Beseitigung der geheimen Abstimmung, welche in einem Artikel der Geschäftsordnung vorgesehen war, ist im Hinblick auf den Antrag zur Wiedereinführung der Listenwahl erfolgt und hat dieser den Weg gebahnt. Ein Privattelegramm aus Baris meldet uns noch folgendes: Die Gambettistischen Blätter triumphiren über die Annahme des Ballue'schen Antrags. Man ist darüber einig, daß mit diesem Schachzug die Listenwahl gesichert ist." Der radikale Deputirte Lockroy erfuhr von Ruiz Borilla, daß die spanischen Republikaner, die in Frankreich internirt find, teine Unterstügung mehr erhalten und die ganzen für diesen Zweck bewilligten 275 000 Francs jährlich blos den erilirten Karliſten zugewendet werden. Er will Ferry hierüber interpelliren. Clemenceau bereitet ans geblich ein großes französisch- englisches Voltsmeeting vor, das fich gegen Ferry's Annäherung an Deutschland aussprechen und das Zusammengehen mit England fordern soll. Italien. Die Ziele der italienischen Kolonialpolitik in Afrika treten, nachdem der Minister Mancini die politische Seite der Frage und ihren Einfluß auf das Verhältniß Italiens zu den an deren Mächten der Kammer dargelegt hat, nunmehr in unvers hüllter Gestalt auf. Nach einer Meldung der„ Naffegna" wird bie italienische Expedition in 2 Tagen in Massowah landen und dort die italienische Flagge aufbiffen. Ein Theil der Truppen soll sodann nach Affab weitergehen. Die italienische Ottupation am Rothen Meere wird sich von Affab nach Suakin erstrecken, wohin im Einvernehmen mit England eine zweite Expedition abgehen soll, welche schon zur Abreise bereit ist. Amerita. D'Donovan Rossa, das sichtbare Haupt der irisch amerikanischen Verbrüderung und nach ziemlich allgemeiner An nahme der intellektuelle Urheber der in England verübten Dys namitattentate, ist gestern in New York selbst das Opfer eines Attentats geworden. Ein Privattelegramm meldet der ,, Boff. 8tg." darüber: Als D'Donovan Rossa heute ein Bureau in Chambers Street verließ, nähette fich ihm eine elegant gefletdete Dame, welche eine Brille trug und das Aussehen einer Schullehrerin hatte. Sie knüpfte eine Unterhaltung mit ihm an, trat plöglich einige Schritte zurück, zog einen Revolver her vor und feuerte denselben auf Rossa ab, der mit dem Rufe: Ich bin erschossen" zusammenfant. Die Attentäterin feuerte weitere vier Schüsse auf Roffa ab, welche jedoch nicht trafen. Sie wurde sofort verhaftet und Rossa nach dem nahe gelegenen Hospital gebracht. Die Kugel drang in den Rücken unter dem linten Schulterblatt ein. Die Wunde ist nicht lebensgefährlich. Die Attentäterin nennt sich Joslet Dudley, ist aus England gebürtig, Wittme, 24 Jahre alt und ihres Beichens Hospital wärterin. Sie verweigerte jede Angabe über das Motiv des Attentats; man glaubt aber, fte habe Roffa ermorden wollen, um deffen Dynamitpläne zu vereiteln." Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 40. Sigung vom 3. Febrarr, 1 Uhr. Am Tische des Bundesrathes Stephan, Bronsart v. Schellendorff. Eingegangen find ein Gesezentwurf, betreffend die Abänderung des Bolltarifs vom 19. Juli 1879, nebst umfangs reichen Motiven; ein Nachtragsetat für 1885/86 und der Ent wurf eines Gefeßes, betr. einen Busat zu§ 12 des Gesezes wegen der Erhebung der Tabackssteuer. Das Haus fährt in der zweiten Berathung des Etats mit demjenigen der Post- und Telegraphenverwaltung fort. Die Einnahmen werden ohne Debatte bewilligt. Zu Tit. 1 der Ausgaben( Staatssekretär, 24 000 M.) be antragt Abg. Lingens: Den Reichskanzler zu ersuchen, darauf Bedacht zu nehmen, daß an Sonn- und Festtagen nur Briefe, Postkarten und mittelst Postdebits zu beziehende Beitungen anzunehmen und zu bestellen, dagegen Waarenproben, Drudiachen, Packete, Geld, und Werthsendungen, ins fofern folche nicht als durch Eilboten zu bestellende aufgegeben werden, vom Dienste auszuschließen seien." Der Antragsteller bezieht sich auf die früheren Verhandlungen des Hauses über ähnliche, von ihm gestellte Anträge. Er führt aus, daß die öffentliche Meinung mehr und mehr für die von ihm verfolgten Tendenzen gewonnen sei, und daß die Majorität des Hauses dadurch, daß sie in früheren Jahren seinen Antrag, tros des Widerspruchs des Staatssekretärts Stephan, angenommen, ihr richtiges Verständniß für die große fittliche und religiöse Be deutung des Antrages dokumentirt habe. Der Antrag sei auch praftisch voukommen durchfüh: bar, und es sei auf den Verkehr dabei die nöthige Rücksicht genommen. Zwar habe die Postverwaltung ja in anerkennenswerther Weise für ihre Beamten vielfach Erleichterungen eintreten laffen, aber es genüge doch nicht, daß Die Sonntagsruhe und die Sonntagsheiligung der Postbeamten lediglich abhänge vom diskretionären Ermessen der Vorgesezten. Man müsse eine gefeßliche Grundlage dafür haben. Wenn die Durchführung des Antrages der Postverwaltung nur einige Millionen Mark einbrächte, dann würde Herr Stephan dem Antrage gewiß gern Folge geben. Die Verwaltung möge nur wollen, dann werde sie die Schwierigkeiten mit Leichtigkeit überwinden. Nicht das Verkehrsinteresse, sondern das fittliche Intereffe des Staates stehe höher.( Beifall im Bentrum.) Staatssekretär Stephan: Ich danke dem Vorredner für die freundliche Gesinnung, die er gegenüber den Bestre bungen der Verwaltung gehabt hat, und verspreche ihm, daß die Verwaltung auch ferner innerhalb der Grenzen, in denen fich ihre Bestrebungen zur Erleichterung der Beamten an Sonn- und Feiertagen bisher bewegt haben, noch weiter vorwärts schreiten wird. Wenn nun auch der heutige Antrag gegenüber den früheren entsprechenden Vorschlägen des Vorredners mehrfache Forschritte aufweist, so ist er gleichwohl für une unannehmbar. Die Maßregel würde, wenn durchgeführt, nicht weniger als 50 Millionen Sendungen jährlich betreffen, die in ihrem Lauf, obwohl sie von den Adresaten in vielen unbedingt auf pünktliches Eintreffen am Bestimmungsort ge rechnet haben, aufgehalten werden. Nach dem Vorschlage Lingens dürfen ferner gerade die politischen Beitungen, die durch Bofts debit bezogen werden und wohl am wenigsten bei den Trennung der Geschlechter bei der Arbeit, soweit fich dieselbe Wünsche ihrer Auftraggeber, als Feststellung des achtstündigen Fällen dringend erwartet werden, und obwohl die Absender Baaiu teistügung von 100 Millionen u. s. w. der Kammer unterbreitet werden. Verschiedene Deputirte, namentlich namentlich und Clémenceau sprachen wollen, fich ebenso gut nach der Arbeit wie während derselben finden werden) durch ein Erfeßen der männlichen Aufseher durch weibliche, durch eine eiwas strengere Gefeßgebung in fittlicher Ballue, Hinsicht gegen den Mann xc., würden die Biele wirklich erreicht mit den Delegizten im Vorhause und theilten mit, daß der Lesern eine sonntägliche Feierstimmung herbeizuführen geeignet Papier und regelmäßig habe ich wahrgenommen, daß der Um schlag derselben zerriffen war. Ein bloßer Bufall fann hier nicht vorliegen. Man hat untersuchen wollen, ob vielleicht Drucksachen in dem Packet verborgen find. Die Poft fußt bei diesem Vorgehen auf den gefeßlichen Beftimmungen. Aber diese selbst müssen geändert werden im Intereffe der Postbeamten. Staatssekretair Dr. Stephan: Ueber den Einzelfall, welchen der Herr Vorredner vorgetragen, bin ich nicht unterrichtet. Ich würde ihm aber dankbar sein, wenn er fich mit richtet. Ich würde ihm aber dankbar sein, wenn er fich mit der Provinzialbehörde in Verbindung setzen wollte, die den Vorfall untersuchen laffen könnte. Im Uebrigen möchte ich darauf hinweisen, daß der Postbeamte, welcher verbotene Drucksachen unter Streifband nicht anhält, nach§ 19 des Sozialiftengefeges eine Strafe bis zu 1000 m., resp. eine Gefängnisstrafe bis zu 6 Monaten zu gewärtigen hat. Im Jahre 1879 hat allerdings eine Debatte über die Verfügung, auf welcher das Vorgehen der Postbeamten beruht, stattgefunden. Aber Anträge sind damals nicht gestellt, sondern nur Anfichten und Gegenansichten vorgetragen, und der selige Lasker nahm damals ausdrücklich die Bostbeamten gegenüber Herrn Liebfnecht in Schuß. Ich habe damals erklärt, daß eine Aenderung der betreffenden Verfügung nicht vorgenommen werden fönne, und muß dieselbe Erklärung heute abgeben. Die Ver fügung entspricht den Bestimmungen des Sozialistengeseges und es wäre eine Schwäche, wenn die Postorrwaltung fich der ihr gestellten Aufgabe entziehen wollte. Was den Beamten betrifft, der aus dem an Herrn Liebknecht gerichteten Badet die Nummern des„ Sozialdemokrat" zurückgehalten hat, so muß ich erklären, daß derselbe lediglich seine Pflicht als Beamter erfüllt hat. find, auch ferner Sonntags bestellt werden; und gerade die belletristischen Sonntagsblätter, deren Lektüre für die Ers holungsstunden bestimmt ist, würden von der Bestellung ausgefchloffen sein. Das hat der Vorredner gewiß selbst nicht beabfichtigt. Was soll es ferner heißen vom Dienst ausschließen"? Es wird z. B. ein Briefkasten Sonntags geöffnet; darin befinden fich 200-300 Sendungen. Von diesen würden nach dem Antrage Lingens vielleicht 270 bestellt werden müffen, 30 aber sollen Drucksachen sein, die vom Dienst aus zuschließen" wären, dieselben müßten also sorgfältig aussortirt werden, wodurch die Arbeit umständlicher gemacht wird, als wenn fie sofort befördert würden. Welche Erschwerung des Dienstes würde es ferner sein, wenn am Sonnabend Abend sämmtliche angekommenen Sendungen, die am Sonntag nicht bestellt werden dürfen, herausfortirt werden müßten,( Sehr richtig! links.) Die Landbewohner tomment ferner gerade Sonntags nach der Stadt, ste schiden 3.on da aus ihre Packete an ihre Söhne, welche in fernen Saintfonen stehen. Wollen Sie das verhindern, Sie würden in Hunderttausenden von Einzelfällen sehr unliebsam damit anstoßen und ganz gewiß nicht für Ihre Sonntagsfeier beim Bublifum Stimmung machen. Gegen den vorjährigen Antrag Lingend nd ferner 34 Eingaben von Handelskammern gelommen, welchen überzeugend dargethan ist, daß die Sicherheit des Geschäftsverkehrs und der Geschäftsabschlüsse durch den Antrag erheblich leiden würde, daß namentlich Handwerker und Landleute, welche thre ganze Korrespondenz Sonntags zu erledigen pflegen, weil fte Wochentags nicht die Zeit haben, aufs Schwerste durch den Antrag betroffen würden.( Der Staatssekretär verliest eine Anzahl dieser Eingaben.) Uebrigens ist die Postverwaltung seit der vorigen Seffion bereits erheblich weiter fortgeschritten auf dem von vornherein ins Auge gefaßten Wege, wonach für die möglichste Sonntagsruhe der Beamten gesorgt und gleichwohl das Verkehrsinteresse genügend berücksichtigt werden soll. Die Zahl der Bestellungen an Sonntagen ist thunlichst herabgefeßt; die Schalterstunden für das Publikum beschränkt; die Stellvertretung solcher Beamten, die Sonntags beurlaubt wer wen, ist geregelt worden. Erst am 25. Dezember v. J. ist eine allgemeine Verfügung an die Ober- Postdirettionen ergangen, welche auf die von denselben eingereichten bezüglichen Berichte hin weitere Anordnungen trifft.( Der Staatssekretär verliest die Verfügung zum größten Theile.) Auf diesem Wege wird die Verwaltung weiter vorgehen; fie wird dadurch einerseits gewaltsame Eingriffe in den Verkehr vermeiden; andererseits den berechtigten Wünschen der Beamten nach Sonntagsheiligung und namentlich nach Sonntagsruhe entgegenkommen können. Durch thatkräftiges Vorgehen auf diesem Wege läßt sich auch für die Beamten weit mehr erreichen, als durch Annahme allgemeiner Refolutionen. Zum Schluß erinnere ich: die Post ist in allen Fällen nur der sekundäre Faktor. Fangen Sie doch damit an, überhaupt das ganze Gewerbe, den ganzen Verkehr an den Sonntagen zu beschränken; die Post ist ja nur ble Dienerin des großen Verkehrs. Schließen Sie erst die Häfen, die Flüffe, die Eisenbahnen; schließen Sie namentlich zuerst die Theater; dann wird auch die Poft Sonntags geschlossen werden können.( Beifall.) betriebes leicht unzufriedene und Refruten für die So Jeder in demokratie großgezogen werden. An den puritanischen Som mein A tag denken wir nicht, sondern wir wollen den guten deutic ich solch Sonntag, der die Freude gewiß nicht ausschließt, und der au glaube das absolute Minimum von Arbeit gethan wissen will. maßvoll richte deshalb an den Staatssekretär die Bitte, nach die einen chriftliche Richtung unsere Bestrebungen möglichst zu fördern. Abg. Liebknecht: Ich habe nicht Beschwerde gegen den Beamten geführt, der durchaus gefeßlich verfahren ist, sondern gegen die Verordnung überhaupt, welche nicht zur Ehre der Postverwaltung gereicht; denn sie wird durch die selbe auf den Boden der Polizeispionage und der Spigelei gestellt. Diese Aufzüchtung eines Spigelthums wirkt noch verderblicher als das Sozialistengeset. Im Uebrigen muß doch von der Poftverwaltung mit zweierlei Maß gemessen werden, denn wie gelangt sonst Herr von Butikamer in den Besitz von Nummern des Sozialdemokrat", die mir vorenthalten werden? Ich meine, die Ehre Deutschlands erfordert es, daß jene Verfügung so rasch als möglich befeitigt wird. 11 Die Abg. Staatssekretär Stephan: Der Abg. Stöcker hat gela will, fo wir sind dankbar für das, was die Verwaltung gethan, facen b wenig es auch ist. Das entspricht den thatsächlichen Verh Arbeitgeb niffen nicht; es ist nicht wenig, sondern es ist viel geschehe Rommis Bei uns fönnen an jedem Sonntage 51 Prozent der Singer t beamten dem Gottesdienste beiwohnen, und au wenig hö außerdem wird von den Poftdirektionen darauf len, werd ficht genommen, ihnen die Möglichkeit dazu nach Krä machen. zu gewähren. Es ist bei einem so komplizitten Apparate 80 000 Beamten nicht leicht, derartige Einrichtungen zu treff aber wir haben es uns sauer werden lassen um des gut ein- für Bwedes willen. Wenn bei der Einstellung des Landdien darüber a verschiedenartig verfahren wird, so liegt das wohl an der gen oder 险 schiedenen Begründung der Petitionen; die Anweisungen generell ertheilt worden. Die Agitationen, die betrieben war reben laff rühren nicht selten von Landbriefträgern her, die lieber ni nicht hat Der zu thun haben möchten. Die Einrichtungen in England vor 300 Jahren getroffen worden, das ist etwas anderes, wird die wenn wir mit einem Schlage bei unseren verwickelten Bu fehrsverhältnissen diesen Sonntag einführen wollten. Da aber auch in England nicht so schlimm ist, geht aus dem richt über eine Versammlung hervor, welche am 25. Do Abg. Abg. a) Hufen 1884 in London stattgefunden hat, die sich dahin auspichtung es möchte den 23 500 Beamten, welche im englischen Poftdi mäßiges am Sonntag beschäftigt find, mehr Ruhe gewährt we werde; Innerhalb des Deutschen Reiches find aber schon jest wen Poftbeamte am Sonntag thätig. Go Геро fen b) b Dienfizeit bei der Beh gefchlager höheren möge alf anger 3 Bezüglich fügung Abg. Baumbach: Nichts liegt mir ferner, als den dahin an beamten die Theilnahme an dem fröhlichen deutschen tag verkümmern zu wollen, und ich unterstüße den Ant nicht in s Lingens, insofern er darauf ausgeht, ihnen Erleichterung E holung zu ermöglichen und auch dem Bedürfniß religiöser Erbauung Rechnung zu tragen. Aber der Weg dem er seine Absicht verwirklichen will, scheint mir nicht richtige. Ich glaube mich also nicht in Widerspruch zu mit den freifinnigen Männern in der Provinzialsynode; Beschluß ist mir vielmehr vollständig sympathisch und von nahe stehenden Männern gefaßt, mit denen ich mich auf geregelt f Boden des Protestantismus zusammengefunden habe. J mich nur gegen eine Beengung des Verkehrs gewandt, den Postbeamten gar nichts nüßt. Wir unsererseits find Gegensatz zum Abg. Stöcker nicht gewohnt, unsere relig Gefühle und Anschauungen öffentlich zur Schau wir betrachten diese Dinge mehr als Internum. Die der Sonntagsruhe ift vor allem eine soziale Frage. Da die Sache auch vom Standpunkt des praktischen Christenthu aus sich beleuchten läßt, gebe ich zu. Das Christenthum Rebenten gegenstan Abg. zu trage 3u a) ein und tönn ben. Ein erster Linie eine Religion der Liebe und nicht des Haffed und des Kampfes, und ich würde mich freuen, wenn ich mich lifti bin auf diesem Boden auch mit dem Abg. Stöcker finden tönnte. Bufamm Abg. Stöcker: Auf den versteckten Appell an mid Christenthum als Religion der Liebe zu pflegen, erwidere daß gerade der Umstand, daß eine Menge jüdischer Arbeitg am Sonnabend feiern und ihren Arbeitern den Sonntag enthalten, mir Veranlassung zum Kampf gegen das Juden gegeben hat. Es ist dies ein Motiv mehr, an die organi Heiligung des Sonntags zu denken. Staatssekretär Stephan: Die Ehre Deutschlands zu wahren, sollte der Herr Vorredner füglich den Regierungen überlassen; wenn er aber den Postbeamten den Vorwurf der Spionage und der Spigelei angehängt, so lege ich dagegen Brotest ein. Davon kann doch auch gar nicht die Rede sein, wenn die Postverwaltung ihre Pflicht thut gemäß den Bestim mungen des Sozialistengesezes. Auch früher hat Herr Liebknecht der Postverwaltung ähnliche Vorstellungen wie beute gemacht. Es gab eine Beit, wo derfelbe alle Jahre die Integrität der selben in Zweifel zog. Er hat dann davon nachgelassen, weil ihm die Festung doch zu start war. Nun tommt er auf feine frühere Praris zurück bei einem Falle, wo, wie er selbst sagt, der betr. Beamte ganz forrekt gehandelt hat. Ich habe ihm schon früher gesagt, daß es besser wäre, in einem Be schwerbefalle sich an die Provinzialbehörden zu wenden, als hier bei einem harmlosen Titel denselben zur Sprache zu bringen, wo wir auf dergleichen garnicht gefaßt find. Die von ihm früher vorgetragenen Fälle habe ich alle untersuchen lassen, und es hat sich herausgestellt, daß überall gefeßmäßig ver fahren ist.( Staatssekretär Stephan verliest das Ergebnis der von ihm angestellten amtlichen Untersuchungen.) Abg. Kalle: Dem Abg. Baumbach schließe ich mich darin an, daß für Drucksachen über 50 Gramm nicht sofort eine Steigerung des Porto von 3 auf 10 B. eintreten, sondern daß es zwischen diesen Sägen noch eine Bwischenstufe etwa für das Gewicht von 50-100 Gramm zu 5 Pf. geben sollte. Dem Antrage Lingens stehen wir durchaus sympathisch gegenüber. Derselbe erreicht aber seinen 3wed nicht, weil er nicht radikal vorgeht; die Beamten müßten ja nach demselben ebenso lange im Dienste bleiben, wie früher; fte hätten nur während dieser Zeit etwas weniger zu thun. Das ist ein ges ringer Effekt, wenn andererseits dadurch eine bedeutende Beläftigung des Publikums entsteht, wie fie Staatssekretär Stephan durch Bahlen nachgewiesen hat. Die Ausgabe der Sonntagsblätter würde auch unmöglich gemacht. Der Sonn tag ist ferner namentlich der Posttag des fleinen Mannes. Am Sonntag finden bedeutende Mengen von Geldeinzahlungen statt; die kleinen Leute schicken, wie ich aus Westfalen wenig stens weiß, an diesem Tage ihren Wochenlohn zum Theil in die Heimath. Der Antrag ist schließlich um so weniger brings lich, als ja die Postverwaltung bestrebt ist, so weit es irgend lich, als ja die Postverwaltung bestrebt ist, so weit es irgend angeht, ihren Beamten die Sonntagsruhe zu gewähren. Abg. Baumbach: Der Staatssekretär hat Ihnen eben in schlagender Weise gezeigt, daß es unmöglich ist, mit dem vom Antragsteller vorgeschlagenen Maßregeln in unser hoch entwickeltes Verkehrsleben einzugreifen. Es giebt übrigens auch andere Beamte in Deutschland, die ebenso und noch mehr Dienst haben als die Postbeamten. Ich wünschte, daß auch für biese Kategorien ein Lingens erstehen möchte, um ihnen Sonntagsruhe zu erwirken. Wenn Herr Lingens die durch Eilboten zu bestellenden Sendungen am Sonntag zu= laffen will, so ist das eine Bevorzugung der bemittelten Bevölkerungsflaffen gegenüber dem armen Manne. Gerade die Arbeiter, Dienstboten und Handwerker geben am Sonntag thre Badete und Korrespondenzen zur Boft. Im höchsten Grade zu tadeln ist der Ausschluß der Drucksachen. Tenten Sie an die Konsequenzen, die derselbe für Leipzig mit seinem Buchhandel haben würde. Die Drucksachen find ebenso bedeutungsvoll wie die Briefe. Beiläufig würde ich wünschen, daß in den Portosägen für Drucksachen noch eine Zwischenstufe eingeführt würde. Drucksachen bis zu 50 Gramm fosten gegen wärtig 3 Pfennige, über 50 Gramm sofort 10 Pfennige. Es dürfte fich empfehlen, vielleicht von 50 bis zu 200 Gramm eine Zwischenstufe von 5 Pfennigen einzuführen. Will man die Sonntagsruhe in dem Sinne des Abg. Lingens durchführen, so darf man die Sache nicht als Postfrage oder als Frage der Landwirthschaft allein behandeln, man müßte dann gleich den ganzen Verkehr treffen. Man soll nicht immer mit England und Amerika fommen, der deutsche Volkscharakter ist ein ganz anderer, in Deutschland ist der puritanische Sonntag nicht bes liebt. Gerade die tatholische Kirche hat sonst durchaus nicht das Prinzip, das Volk in seiner Heiferkeit und seinem Frohfinn zu beschränken; sehen Sie nur z. B. nach Italien; um so mehr wundert es mich, daß gerade das Zentrum den langweiligen englischen Sonntag bei uns einführen will. Ich möchte dem deutschen Volke feine Sonntagsfreude nicht vers fümmern und hoffe, daß auch die gegenwärtige Reaktions periode das nicht fertig bringen wird. Der Volkscharakter würde feineswegs gewinnen, wenn man ihm fünftlich mehr Philisterthum und Kopfhängerei einin pfte.( Beifall links.) Maffen be für das S müiffe ma Lefung e Die Bu beantrag für die und Tele feitigen, Telegrap Besol Beamten Stretair Dag folution: baus balta Summe Dermalige 10 Abg. Liebknecht: Der Herr General Boftmeifter ha einer Form, die geeignet war, meine Glaubwit digkeit in zweifelhaftes Licht zu stellen, an sieben oder acht Fällen zuweisen versucht, daß meine früher hier vorgetragenen schwerden gänzlich unbegründet wären, oder daß doch die Bo verwaltung völlig unschuldig sei. Ich gebe zu, daß in die M 2 vorgeführten Fatta find aber nichtsdestoweniger wahr, und ganze Untersted liegt nur darin, daß meinen Gewährsmän das Vorhandensein staatsanwaltlicher Anordnungen zu Ich habe aber eine fchlagnahme nicht bekannt war. wa weiterer Fälle vorgebracht, wo lettere nicht vorhanden w und auf diese Fälle ist Herr Stephan nicht eingegangen. Verhältnisse liegen eben in Deutschland so, daß ein schwarzes Kabinet noch noch nicht entbehren Seit dem Erlaß des Sozialistengefeßes ist es unseren genoffen in hunderten von Fällen vorgekommen, daß von Partei lizeibeamten Haussuchungen bei ihnen vorgenommen wurd gerade die Postbehörde die Polizei erst in Stenntniß gefest und dabei Briefe beschlagnahmt wurden, von deren Ant Spigelei und Spionage wird dadurch nicht weniger schlim Daß man sie gefeßlich regulirt. Ich erinnere den Herrn Gen postmeister an das einst von ihm gesprochene Wort, da Briefe auf der Post eben so sicher seien wie die Bibel aut Altar; es war ein wahres Wort, denn die Bibeln auf Altar find ja nicht dazu da, um geschlossen, sondern um öffnet zu werden. DO Befolbur Diefe M Der in 2 mie zur ftimmt f Vom vor, da fären, n das Dur tin Gebo lange au Sefretär reicht hat Aba nahme fi Berbeffer Berade ganzen 2 Stellung lution L Die lich in d Beb Abg. Windthorst: Ich danke dem Herrn Staats sekretär für seine Bemühungen auf diesem Gebiete. Ich er tenne an, daß er schon in bedeutendem Maße unseren Wünschen entgegengekommen ist. Aber ich meine, daß wir in dieser Richtung allmälig weiter gehen müssen; wir müssen auf den Standpunkt kommen, auf dem man in England schon steht. Dem Hinweis auf die Bedürfnisse des Verkehrs stelle ich Abg. Singer: Nachdem von allen Seiten in Bezug gegenüber, daß es ein reicheres Land als England, wo die die nothwendige Sonntagsruhe der Postbeamten Ueberein Sonntagsruhe in ausgiebigstem Maße vorhanden ist, nicht giebt. Der übrige Verkehr wird sich allmätig nach der Bost Privatliebhaberei, indem er auf die jüdischen Arbeitgeber mung fich fundgegeben hat, kommt der Abg. Stöcker mit fel richten. Jeder von uns, der gewohnt ist, fein Beld, seine weist, die so sehr prävalirten und, da sie ihrerseits keine Beitungen u. f. m. am Sonntag zu bekommen, wird es zunächst anlaffung zur Sonntagsheiligung hätten, ihre Arbe Staatssetretair Stephan: Das Drucksachenporto hat früher bekanntlich vier Pfennige betragen; es mußte bei der Einführung der neuen Währung entweder auf drei Pfennige herabgesetzt oder auf fünf Pfennige erhöht werden. Man hat fich gegen meinen persönlichen Wunsch für das erstere ent schieden, und daher ist die vom Vorredner gerügte Kluft im Tarif zwischen drei und zehn Pfennigen entstanden. Uebrigens ist das Bedürfniß nach einer Mittelstufe nicht so groß, wie der Vorredner meint. Im Jahre 1881 wurden z. B. im Reichspoftgebiet im Ganzen 102 205 600 Drucksachen befördert, davon unter 50 Gramm und also zum Dreipfennigtarif 95 Millionen, und nur 7 Millionen über 50 Gramm. Auch würde die Post verwaltung durch Einführung der Mittelstufe im Tarif einen bei der jezigen Finanzlage erheblich ins Gewicht fallenden Einnahmeverluft erleiden. unangenehm empfinden, wenn ihm das nicht mehr möglich ist, aber man wird sich darein finden. Der Sonntag muß dienen, wozu er eingefest ist, zum Gottesdienst und zur Erholung für Körper und Geist. Zu diesem Biele aber wird durch den Antrag Lingens ein erheblicher Schritt weiter gethan. Die Sympathte des Abg. Kalle an fich hat nichts zu bedeuten, wenn man sie nicht bethätigt, und die Beamten von der Post werden davon nicht sehr gehoben sein. Abg. Stöcker( Siegen): In der jüngsten Provinzial synode habe ich den Antrag gestellt, dieselbe möchte ihre Ueberjeugung aussprechen, daß den Beamten des Verkehrs in der am Sonntag arbeiten ließen. Das ist doch ein den Haaren herbeigezogenes Beispiel, das in die Deb gar nicht hiueingehörte. Es handelt sich hier um jüdische Arbeitgeber, sondern um die Deutsche Re als Arbeitgeber, wie es ja Herr Stöcker selbst mit so gro Emphase aussprach, und für so weit verjudet wird das deut Stan Reich doch auch von Heren Stöder nicht gehalten werden, nun auch schon die Reichs- Postverwaltung auf diesem puntte angekommen sein sollte. Ich behaupte, daß ein schied in Bezug auf die Sonntagsheiligung zwischen jüdi schmeichle mir, mindestens eben soviel Fühlung mit Arbell und christlichen Arbeitgebern faum eristiren dürfte muß. Dort waren 20 liberale Mitglieder anwesend, und die kreisen zu haben wie Herr Stöcker; wenn er mit den Arbeit Synode hat einstimmig meinen Antrag angenommen und ihn an die Generalfynode zur Empfehlung gebracht. Es beweist dies, daß diese Frage auch bei religiös und politisch freisinnigen Männern Sympathie findet. Es ist für uns schwer, was die Durchführbarkeit des Antrages anlangt, gegenüber den Aeußerungen des Staatssekretärs eine fefte Stellung zu nehmen. abi Menschlichkeit, was die ganze Behandlung anbelangt, die schen Arbeitgeber in einen Gegensatz zu den christli hen wärtig b amtendot fabren. Nad willigt; Bei der Sonntagsruhe und wünsche, daß auch Herr Stöcker felben theilhaftig werde. Wenn er auf mich exemplifi Aber es ist mir von Boftbeamten versichert worden, der Antrag wollte, so verweise ich ihn darauf, daß mein Name unter ein liege nicht außerhalb der Grenzen der Möglichkeit. Es ist ja Gesezentwurf steht, der noch viel strenger, als Heren Stöd Abg. Liebknecht: Wir stimmen den Forderungen des Abg. Lingens zu, wenn auch aus anderen Gründen als die Herren des Zentrums; wir wünschen durch die Sonntagsruhe eine weitere Verfürzung der Arbeitszeit herbeizuführen. Die Einwendungen, welche gegen diefe Forderung erhoben find, treffen nicht zu. Was England sich leistet in dieser Beziehung, das können auch wir. Mich hat indessen ein anderer Umstand veranlaßt, das Wort zu ergreifen. In voriger Woche traf aus der Schweiz ein Packet mit Drucksachen beim Postbureau des Reichstags für mich ein. Es enthielt dafelbe u. A. auch Nummern desSozialdemokrat", in welchen Angaben über Polizeifpione enthalten waren, für mich wichtige Aftenstücke, welche ich bei der Debatte über die Aus führung des Sozialistengesetes zu verwenden gedachte. Diese Nummern waren indeffen aus dem Packet entfernt worden, wie man mir mittheilte, auf Grund des Sozialistengesetes. Ich gebe zu, daß der betreffende Beamte ganz forrett gehan delt hat, indem er die betreffenden Beitungsnummern seiner vorgefeßten Behörde einhändigte. Aber ich balte die ganze Verordnung, auf welter das Durchsuchen von Drucksachen beruht, für unzulässig. Ich habe bereits im Jahre 1879, wo ich die Verordnung vorlas, darauf hingewiesen, und in der Debatte hob auch Abg. Windthorst hervor, daß diefe Verordnung nicht meiter aufrecht erhalten werden könne. Troßdem ist eine Aenderung nicht eingetreten, und doch wird so nur einem System des Ausspionirens Thür und Thor geöffnet. Man beschränkt sich nicht mehr darauf, Druckfachen unter Streifband zu durchsuchen; auch verschloffene Packete find geöffnet worden. Ich erhalte ab und zu größere Packete mit seit dem vorigen Jahre schon Einiges von der Verwaltung ge schehen, und dafür sind wir dem Staatssekretär dankbar, aber es ist doch noch sehr wenig. Die Klage über aufgedrungene Sonntagsbriefbestellung auf dem Lande hat noch immer nicht aufgehört. In den verschiedenen Postdirektionen besteht in dieser Beziehung auch verschiedene Praxis. Dem Abg. Baumbach Freunde es wollen, den Sonntag helligen will. Allerdi der wenn treten wir in erster Linie für die rein menschliche Sonntagsruhe ein; Bartei die religiöse Frage als Privatsache eitlä haben wir doch das Recht einer sehr großen Anzahl Leuten zu wahren, bei denen auch die religiöse Seite Sta und nicht bloß im Postverkehr behandeln sollte. Der Staat Sonntagsheiligung ein. Nicht Herrn Stöckers Bartei al muß das Vorbild abgeben, und die Post gehört zu den größten Arbeitgebern auf dem staatlichen Gebiet; und seitdem die Eisen steht also auf diesem, von ihr mit Vorliebe betonten punkte. Abg wen zur Sprache gebracht. Wir müssen die Frage so lange hier neten Singer exemplifijiren wollen. ich habe mich mit festhalten, bis sie im Sinne der großen Majorität dieses Hauses und des deutschen Volkes b.ider Konfefftonen geregelt ist. Abg. Stöcker: Ich habe keineswegs auf den beschäftigt und werde das auch in 3atunft nur thun, dazu gezwungen werde. Herr Singer scheint nicht im Dritter L Sta gebalt) a Abg bin ftreb Wenn wir die soziale Reform unter religiösem Gesichtspunkt, zu sein, dem Gang der Berhandlungen und dem Worl wenn wir praktisches Christenthum treiben wollen, so müssen der Reden zu folgen( Unruhe lints), menn er mich beschul wir vornehmlich diese Frage zur Anregung und Durchführung diese Debatte angeregt zu haben. Wenn der Abg. Baum bringen, wo wir es mit ausgesprochenen göttlichen Geboten zu thun haben. Ich fürchte, daß sonst in den Kreisen des Staatshier mich ausdrücklich nennt, und dabei von einer Rel der Liebe und einer Religion des Haffes spricht, bann höhung möglicher Sib noch imm Anforder würden. Dire Beftimm Bermehr mußten nur 22 S Der Flateber Dem stel trag bes gesordnu 13. Am Schola Auf staatl Ab uns von mung g wiederho Blanten Der Auf werbe. Na Brefe Distufft De Sora e, nach die einen tnt. die So Jeder im Haufe, was gemeint ist. und meine Besönlichkeit wie nischen Som mein Amt stehen mir dann viel zu hoch, als daß uten deutide ich solche Ausführungen rubig hinnehmen tönnte. Sch und der au glaube auch, mich in meiner Entgegnung durchaus en will. maßvoll ausgedrückt zu haben. Wenn Herr Singer Unterschied Der Sonntagsheiligung feitens driftlicher und jüdischer Arbeitgeber taum gelten laffen Scer hat gele will, so muß ich ihm aus meiner genauen Kenntniß der Thatng gethan, fachen heraus widersprechen. Es paffiren bei den jüdischen ichen Verbal Arbeitgebern Dinge, die zum Himmel schreien; da läßt man viel geschehe Kommis Sonntags zur Inventur kommen u. dal. Daß Herr zent der B Singer in den Arbeiterkreisen, in denen er sich bewegt, davon au wenig hört, ist sehr begreiflich, denn die Arbeiter, die ihn wähDarauf tilen, werden sich natürlich nicht viel aus der Sonntagsheiligung nach Kräf machen. Apparate gen zu treffe und fin Die Debatte wird hierauf geschlossen. Persönlich bemerkt Abg. Singer: Ich bitte doch den Herrn Abg. Stöcker, im des gut ein- für allemal darauf verzichten zu wollen, mir Vorstellungen Landdien darüber zu machen, ob ich im Stande bin, der Debatte zu foll an der gen oder nicht.( Lachen rechts.) veisungen Abg. Stöcker( persönlich): Ich habe nur die Thatsachen trieben war reben laffen, die bewiesen haben, daß er den Verhandlungen e lieber ni nicht hat folgen können. England f videllen Der Titel wird bewilligt; über die Resolution Lingens 3 anderes, wird die Abstimmung erst in der dritten Lesung erfolgen. Bu Titel 17( Ober- Bofidirektionen) befürwortet Iten. Daß Abg. Lingens folgende Resolutionen: aus dem wird ebenfalls mit großer Majorität unverändert genehmigt, nachdem auch hier Abgeordneter Büchtemann erklärt bat, daß seine Partei iroz einzelner Bedenken dafür stimmen werde. Die Rechnungen der Kaffe der Oberrechnungskammer für 1883/84 werden der Rechnungskommission überwiesen. Die Uebersicht über die Verwaltung der fiskalifchen Bergwerke, Hütten und Salinen pro 1883/84 wird nach einigen furzen Bemerkungen der Abgg. Leto cha und Gärtner an die Budgetkommission überwiesen, der Bericht über die bisherige Ausführung von Bestimmungen verschiede ner Eisenbahnverstaatlichungsgefeße durch Kenntnißnahme für erledigt erachtet. In der ersten Berathung der Novelle zur rheinis schen hypothetenordnung nimmt zunächst der Re gierungsfommiffar Unter- Staatssekretär Ne be B flugftädt das Wort, un auszuführen, daß die Vorlage als ein Zwischengefet die Möglichkeit der Einführung des Grundbuchsystems für das System des rheinischen Rechts vorbereiten helfe. Zu diesem Zwecke müsse zunächst Klarheit in die bestehenden komplizirten Bustände des rheinischen Hypothekenrechtes gebracht werden, und dieser Absicht solle der Entwurf entsprechen. Abg. Reichensperger( Olpe) ist über die Vorlegung des Gefeßentwurfs sehr erfreut, bedauert aber, daß derselbe von einer nicht gerechtfertigten Selbstbeschränkung zeuge. Es genüge nicht, die Transstription fakultativ einzuführen, man müffe zur obligatorischen Transskription übergehen; der a) die Grundsäge über die Feststellung der Gehalts- rheinische n 25. Dioufen für die verschiedenen Beamtenkategorien in der hin auspichtung einer Revision unterwerfen zu lassen, daß ein regel laffung hen Boftdi mäßiges Vorzücken der Beamten nach der Anciennität gesichert währt we fest wen werde; b) die Grundsäge über Regelung und Berechnung der Dienstzeit bei Tag und Nacht gleichmäßig feststellen sowie als den dahin ändern zu laffen, daß die Stunden der Sonntagsruhe bet nicht in Aniat tommen." tschen So den Antr ichterung dürfniß Der Weg mir nicht fen Beh. Ober- Poftrath Kasubski bemerkt, daß es der vorgeschlagenen Reviston nicht bedürfe; für das Aufrücken in die höheren Stellen sei das Dienstalter allein maßgebend; seit langer Zeit sei das bezügliche Verfahren geregelt. uch zu fe möge also die Resolution zu a) als gegenstandslos ablehnen. Bezüglich der zweiten Resolution verweise er auf die Ber fügung von 1874, durch welche die Arbeitszeit der Beamten so mich auf geregelt set, daß jeder sechs volle Arbeitstage wöchentlich, den febenten Tag aber frei habe. Auch diese Resolution sei Synode; und von babe. Joh gewandt feits find fere relig u zu trage Die Fr ge. Daß a Christenthum enthum es Safes und in mich linftig Fer zufamme an mich, erwidere er Arbeitge Sonntag as Juden 2 Die organi meifter ha Digkeit in Fällen no efragenen Doch die Bo Daf in die ; die von vabr, und vährsmänn gen zur Der eine M anden wa egangen o, daß ehren nferen Daß von nmen Bartels Tourbe Deren Ant ba B gefest b niger fol Derrn Ben Bort, daß Bibel auf beln auf Dern um in Bezug Ueberein D gegenstandslos. Abg. Baumbach ist mit der Tendenz der Resolution u a) einverstanden, doch gebe die Form zu Bedenken Anlaß und könne vielleicht bis zur dritten Lesung noch geändert wer den. Eine Sicherung des Aufrückens in die höheren Gehaltsfür das Avanzement und die Publizität der Anciennitätsliste müffe man bringend wünschen. Die Abstimmung über die Resolutionen wird in dritter Lesung erfolgen; der Titel wird bewilligt. Bu den Titeln 18( Rechnungsbeamte) und 21( Serretaire) beantragt die Budgetfommiffion ,,, den Bundesrath zu ersuchen, für die Folgezeit bei Aufstellung des Etats der Neichs- Postund Telegraphen- Verwaltung die dermalige Einrichtung zu befeltigen, wonach sich die Mittel zur Besoldung der Post- und Telegraphenfetretaire mit denjenigen Mitteln übertragen, welche Besoldung der in Titel 4 und Titel 18 bezeichneten höheren Beamtenkategorien sowie zur Besoldung der Kassirer- und OberStretaire bestimmt find." Provinzial Landtag habe einen gleichen Wunsch ausgesprochen. Durch die fatultative Bus werde der Zweck der Vorlage, Klarheit in den verwirrten Zuständen des rheinischen Immobiliarrechts zu schaffen, nur zum minimalſten Theile erreicht. Redner beantragt die Verweisung der Vorlage an eine besondere Kommission von 14 Mitgliedern. Abg. Westerburg hat die Einbringung des Entwurfs mit ungetheilter Freude begrüßt. Die heillose Verwirrung, welche auf dem beregten Geblete herrsche, rechtfertige ein Uebergangsgeset wie das vorgelegte vollkommen. Das geltende theinische Hypothekenrecht sei zwar ohnehin dem Untergang ver fallen, und es könne fraglich erscheinen, ob man es nicht, nach dem es 70 Jahre lang nicht recht, aber sehr schlecht bestanden babe, noch bis zur Einführung des Allgemeinen Deutschen Zivilgefezbuches, also etwa noch 20 Jahre länger, bestehen laffen fönne; aber der Gedanke, der Einführung des Grundbuchsystems schon jetzt durch bessere Eikennbarmachung des Eigenthums vorzuarbeiten, sei ein sehr glücklicher, und feine Verwirklichung werde von der Bevölkerung selbst als eine Wohlthat empfunden werden. Der Entwurf möchte der um 7 Mitglieder zu verstärkenden Justiskommission zu überweisen sein. Auch die Abgg. Lehmann, v. Cuny und v. Eynern sprechen sich zustimmend zu der Tendenz der Vorlage und für tommiffarische Berathung aus; Abg. Westerburg zieht seinen Borschlag bezüglich der geschäftsordnungsmäßigen Behandlung des Entwurfs zurück. Darauf wird der Antrag Reichensperger angenommen. Auf Antrag der Geschäftsordnung werden die Manbate des zum Mitglied der Staatsschuldenverwaltung ernannten Abg. Dr. v. Cuny und des zum außerordentlichen Profeffor ohne Gehalt ernannten Abg. Delbrück für forts bestehend erklärt. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Schluß 1½ Uhr. Nächste Sizung Mittwoch 11 Uhr. ( Antrag v. Bedlik, betreffend die Penfionirung der Volksschullehrer; Antrag Laffen, betreffend den Ersaß der im Kreise Sonderburg entstandenen Kriegsschäden; Etat.) Dagegen beantragt Abg. Dr. Baumbach folgende Reolution: Den Bundesrath zu ersuchen, im nächsten Reichshaushaltsetat die zur Besoldung der Bostsekretäre bestimmte Summe infoweit zu erhöhen, als dies erforderlich ist, um die Dermalige Schmälerung zu beseitigen, welche die Mittel zur Besoldung der Postsekretäre dadurch erleiden, daß sich eben Diese Mittel mit denjenigen übertragen, welche zur Besoldung der in Titel 18 bezeichneten höheren Beamtenkategorien, fo wie zur Besoldung der Kassirer und Ober- Sekretäre bes Vom Abg. Lingens endlich liegt eine Resolution dahin vor, darauf Bedacht zu nehmen, daß denjenigen Postsekre fären, welche nach einer 25jährigen Gesammt- Bosidienstzeitsich vorfanden. ftimmt find." " Lokales. Weitere dem Berl. Börf. G." zugegangene Mittheilungen über die Todesursache des Droschkenbestgers Lindenau laffen unsern in der gestrigen Nummer ausgesprochenen Verdacht, daß derselbe nicht einfach verunglückt, sondern von drei Viehtreibern, die er von der Koch- und FriedrichstraßenEcke nach den Buggenhagen'schen Häusern gefahren hat, er schlagen worden ist, ziemlich zweifellos erscheinen. Ein Raubmord freilich ist ausgeschlossen, da Uhr und Börse bei der Leiche Jedoch fehlt von dem vorgefundenen Geld das Durchschnittsgehalt für Postsekretäre nicht erreicht haben, nach genauen Ermittelungen die Summe von 2 M. 50 Bf., tin Gehaltszuschuß bis zum Meistbetrage von je 200 Mart fo lange zu bewilligen sei, bis das auf sie entfallende etatsmäßige Sefretärgehalt eine ihrem Dienstalter entsprechende Höhe er reicht bat." Abg. Baumbach hält die von ihm vorgeschlagene Maßs nahme für die geeignetste, um dem dringenden Bedürfniß einer Berbefferung der finanziellen Lage der Postsekretäre abzuhelfen. schon einmal vorher die Stätte des vermuthlichen Verbrechens Gerade bei den Poftsekretären liege der Schwerpunkt der ganzen Verwaltung; auch müſſe man auf die gesellschaftliche einzige dorthin führende Weg, und der Mann tannte ihn Stellung der Bostsekretäre Rücksicht nehmen. Auch der Resolution Lingens wird Redner zustimmen. äußern sich wesentlich in demselben Sinne. Beh. Ober- Poftrath Kasubski bemerkt, daß auch gegenwärtig bereits die Verwaltung bemüht sei, bezüglich der Be der mit femtendotirungen überall mit möglichster Gerechtigkeit zu verbeitgeber its feine thre Arbe Doh ein Die Deb hier Deutiche Re mit fo gro rd das deut t werden, tefem Sta Daß ein ichen jüdi Dürfte 11n Nach einigen weiteren Erörterungen werden die Titel bewilligt; die Abstimmung über die Resolutionen wird erft in Dritter Lesung stattfinden. möglichen. würden. der Fahrpreis für die legte Fahrt. Die Fuhren, die der Kutscher in jener Nacht gemacht, find sämmtlich festgestellt, alle seine Fahrgäste haben sich gemeldet, mit Ausnahme jener drei Viehtreiber. Einer der vorhergehenden Fahrgäste wohnt ebenfalls in den B.'schen Häusern und hat fich in derselben Nacht gegen elf Uhr dorthin fahren lassen, so daß der Kutscher paffirt hatte. Der Weg über die schwarze Brücke ist der aanz genau; es ist eine breite wohlgepflasterte Straße, von der Böschung wohl noch drei Meter entfernt, und liegt tiefer als der Bürgersteig, über den hinweg die Droschke gehoben werden mußte, um den Abhang hinabzustürzen. Die Straße ist auch nicht besonders dunkel. Kurz vor der Brücke find wahrscheinlich Die drei Strolche ausgestiegen, haben sich um den Fahrpreis mit dem Kutscher gestritten, den Mann erschlagen und, um den Verdacht abzulenken, das Pferd losgespannt und Leiche und Droschke den Abhang hinabgeschleift. Die Stränge des Pferdes waren ausgehalt, die Querriemen losgeschnallt. Die Droschke, welche anderen Falls fich hätte mehrmals überstürzen müssen, ist nur einfach auf die Seite gefallen, und nur die Scheibe jener Seite zerbrochen. Die Leiche hatte eine flaffende Stirnwunde, einen völlig zerschlagenen Hinterkopf. Die Hand bielt fest umflammert, wie zur Abwehr, den umgekehrten Peitschenstiel. Die That muß um vier Uhr Morgens verübt sein. Gegen drei Uhr war der Mann abgefahren, um sechs Uhr wurde seine Leiche gefunden. gehalt) äußert Bei Tit. 27( Landbriefträger, mit 600 M. DurchschnittsAbg. Baumbach den Wunsch, daß die Verwaltung da hin streben möge, endlich für die Landbrieftröger eine Er höhung des Durchschnittsgehalts von 600 auf 800 Mart zu er bg. Wagner( Bentrum) flagt, daß die Briefträger noch immer überlastet seien, und daß vielfach höchst unbillige-y. Sämmtliche gestern in der 96. Abtheilung des Anforderungen an fie von den vorgesezten Behörden gestellt Schöffengerichts anberaumte Termine mußten aufgehoben werben, da einer der Schöffen furz nach Beginn der Sigung Direktor im Reichspostamt Fischer bestreitet dies aufs plöglich von einem so heftigen Unwohlsein befallen wurde, Bestimmteste. Die Lage der Briefträger sei durch entsprechende daß schleunigst ärztliche Hilfe requirirt werden mußte, Ein überaus frecher Diebstahlsversuch ist vorgestern mußten fie 30 Kilometer täglich im Durchschnitt gehen; jest Abend gegen 8 Uhr in dem Laden des Juweliers Schüß, Jerusalemerstraße Nr. 46, vetübt worden. Um die angegebene Beit betrat ein junger Mann das Geschäft unter dem Vorgeben, cine goldene Uhrkette kaufen zu wollen. Als die in dem Ges mit Arbei Den Arbeit 6 Human angt, bie f abfol tliben ab ner Anban Stöder exemplifi e unter ci Deren Stod Allerdi schliche un auch e erklärt Anzabl öfe Seite eten wir Bartei onten all Sta den Ab mich mit ht im St bun, wenn Dem Wor ch beicu b. Baum einer Re t, bann nur 22 Kilometer. Der Titel wird bewilligt und um 5% Uhr die weitere Elataberathung bis Mittwoch 1 Uhr vertagt. Außers bem steht die erste Berathung der Vorlage über den Beis gesordnung. trag des Reiches für den Zollanschluß Bremens auf der Ta- ergriff plöglich der Bursche eine ganze Hand voll derselben, Abgeordnetenhaus. 13. Sigung vom 3. Februar 1885, 11 Uhr. Am Regierungstische: May bach, Friedberg, von Scholz und Kommiffarien. Auf der Tagesordnung steht die zweite Lesung der Verstaatlichungsvorlage uns von der Regierung gemacht morden ist, unsere Zuftim Abg. Büchtemann: Wir werden der Vorlage, wie fie mung geben und beschränken uns darauf, den Wunsch zu werbe. der Aufschließung des Vorharzes baldigst Bedacht genommen fp ang zur Thüre hinaus und lief die Schüßenstraße entlang. Blücklicherweise hatte der Befizer des Geschäfts durch eine Glasthür den Kunden ins Auge gefaßt und es gelang, Herrn S., welcher sofort dem Diebe nacheilte, ihn noch in der Schüßenstraße einzuholen und mit Hilfe einiger Baffanten und eines Schußmannes zu verhaften. Die gestohlenen goldenen Ketten wurden sämmtlich in der Rocktasche des Diebes vorgefunden. Polizeibericht. Am 2. d. M. Vormittags sprang ein Mädchen in der Nähe des Schloffes Bellevue in selbstmörderischer Absicht in die Spree, wurde jedoch, ohne Schaden genommen zu haben, aus dem Wasser gesogen und nach dem Beit wurde an der Birkenstraße auf dem Terrain des städtischen Krankenhauses Moabit die Leiche eines neugeborenen Kindes Um dieselbe Zeit wurde in der Spree hinter dem Grund stück Mühlenstraße 68 die Leiche eines etwa 25-30 Sabre alten, anscheinend dem Kaufmannsstande angehörenden Mannes angeschwemmt und nach dem Obduktionshause geschafft. Am 2. d. Mts., Abends, versuchte in der Skaligerstraße ein Mann fich zu vergiften. Derselbe wurde noch lebend nach Bethanien gebracht. Um dieselbe Beit wurde der obdachlose. Arbeiter Redlich, weil er unter der Stadtbahnbrücke am Alexanderplatz das vorübergehende Publikum, namentlich Damen, durch unfläthige Redensarten belästigte und dieselben abfichtlich anrannte, zur Wache des 21. Polizei- Reviers fiftirt, und als er hier fortgesezt schrie und tobte, in die Arrest- Belle gebracht. Nach einiger Beit wurde er in derselben, mittelst feines wollenen Halstuches am Fenstergitter erhängt, vor gefunden. Die angestellten Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg. Die Leiche wurde nach dem Obduktionshause geschafft. Zu derselben Zeit machte ein auf der Durchreise von Galizien nach Amerika begriffener Arbeiter auf dem Lehrter Bahnhof im Wartesaal der IV. Klaffe dadurch seinem Leben ein Ende, daß er fich mittelst eines Raftrmessers den Hals durchschnitt. Der Tod trat in furzer Beit in Folge von Verblutung ein. Bei der Leiche wurden nur 2 Pfennige gefunden. Gerichts- Zeitung. -g. Die Affaire des Gigarrenfabrikanten Wilhelm Carl Keilpflug, dessen brutales Benehmen gegen einen Pferdebahn Kondukteur derzeit gerechtes Aufsehen erregte, gelangte gestern wiederum zur Verhandlung, da Keilpflug gegen das schöffengerichtliche Erkenntniß vom 13. November v. J., welches auf zehn Tage Gefängniß lautete, die Berufung eingelegt hatte. Am Abend des 13. August v. J. benuste Herr Keils pflug einen Wagen der Ringbahn, mit der Absicht an der Aderstraße auszusteigen. Hier angekommen überhörte er den Ruf des Schaffners und erft ca. 150 Schritt über das beabfichtigte Biel hinaus gelangte er zur Kenntniß seines Jerthums. Er verlangte nuumehr von dem Schaffner, daß derselbe auf der Stelle halten sollte, doch dieser im Bewußtsein laut und deutlich an der soeben pasiteten Station abgerufen zu haben, weigerte fich und stellte dem Angeklagten anheim, bis zur nächsten Station mitzufahren. Nunmehr fam es zwischen Beiden zu einer lebhaften Auseinanderseßung, der Angeklagte be zeichnete die Behauptung des Schaffners, daß er abgerufen babe, als eine Lüge und der Lettere schließlich drohte, den unangenehmen Fahrgast vom Wagen zu werfen, darauf nannte dieser ihn einen Flegel und verseste ihm einen so heftigen Stoß, daß er vom Hinterperron des Wagens, auf dem sich diese Szene abspielte, hinabflog und der Länge nach auf das Straßen. pflaster schlug, wodurch er sich einige Beulen und Hautabschürfungen zuzog. Auch öffnete sich bei dieser Gelegenheit seine Geldtasche und ca. 3 Mt. rollten in kleiner Münze auf die Straße. Der Schaffner war im Stande, sofort wieder aufzuspringen, er eilte dem Wagen nach, ergriff den noch auf dem Berron befindlichen Attentäter an den Rodschößen und ver fuchte ihn herabzuziehen. Hierbei erhielt er nun vom Angetlagten, der fich vermöge seines höheren Standpunktes im eine Vortheile befand, Anzahl Fauftschläge gegen das Geficht und den Kopf. Jest erst gelang es einem berbeleilenden Schußmanue, der widerlichen Straßenszene ein Ende zu machen; beide Parteien wurden zur Wache geführt. So der hatbestand, wie er derzeit vor dem Schöffengerichte festgestellt wurde und ein anderes Ergebniß förderte auch die umfangreiche Beugenvernehmung in der zweiten Instanz nicht zu Tage. Dagegen gelang es dem Vertheidiger für seinen Klienten eine mildere Bestrafung zu erkämpfen, denn die in der ersten Instanz arbitcirte Gefängnißtrafe wurde in eine Geldstrafe von 200 M. umgewandelt. Vereine und Versammlungen. Die Drechsler und Knopfarbeiter erlassen folgenden Aufruf an die Arbeiter aller Branchen: Was wir nicht glaubten, und doch schon lange fürchteten, das Unangenehme, es ist eingetreten: Der Strife in der Steinnußfnopfbranche hat größere Dimen sionen angenommen, 138 Arbeiter der Fabrik Don Behmer, Röpniderstraße 137, haben heute wegen Lohnreduktionen vorläufig die Arbeit niederlegen müssen und weitere Nieders legungen stehn in Aussicht. Arbeiter, Kollegen, denkt Euch in die Lage derselben, bisher einen Verdienst, mit dem fte kaum das zum Leben nothwendigste bezahlen fonnten, und nun vor die Frage gestellt, entweder das bisher schon freudlose Leben zu einem geradezu traurigen zu machen, und bei einem Abzug von 6 bis 25 pCt. einem hoffnungslosen Kampf mit des Lebens Noth und Elend aufzunehmen, oder zum legten, dem Arbeiter zu ftehenden Machtmittel, der Arbeitseinstellung zu greifen. Sie haben, falls nicht noch schnell eine Einigung stattfindet, was leider kaum anzunehmen ist, das Leglere gewählt. Aber welch ein undankbarer Kampf, welch' furchtbare Waffe ist ein Strife, wie ungleich ist die Aussicht auf einen Erfolg. Auf der einen Seite ein Mann, welcher mit Hilfe seiner Arbeiter sich zum Reichthum, zu wirthschaftlicher Unabhängigkeit empor ge schwungen hat, auf der anderen Seite die Armen von allen Mitteln entblößten Arbeiter. Wie leicht muß es doch den Herren Kapitalisten werden, zu vergessen, daß es der Arbeiter ist, welcher fie in ihrem Ringen nach Reichthum auf Kosten seiner Gesundheit unter Noth und Entbehrungen zu unterstügen gezwungen war; wie leicht wird es doch den Herren, ihre Arbeiter, welche, wie es gerade bei obigem Herrn Behmer in ausgedehntem Maße der Fall ist, 10 Jahr und noch länger ihnen treu zur Seite stan den, durch kaum glaubliche Lohnabzüge aus Lohn und Brot, oder was noch schlechter ist, au langfamem Verhungern zu zwingen. Aber noch ist hierdurch das Ereigniß des gestrigen Tages nicht erstöift, denn auch die Arbeiter des Herrn Prockich, Haidestraße 48, haben fich gezwungen gesehen, abermals die Arbeit einzustellen, da ste die unumstößlichen Beweise in Händen haben, daß die von ihnen gefatigte Arbeit an die schon seit vier Wochen mit den Arbeitern in Lohndifferenzen liegende Firma Lenschow und Markert abgeliefert worden ist, und daß überhaupt die Mehrzahl der bestellten Boften an obige Fabrik gelangen soll. Welch herrliches Gegenstück zu der Einigkeit der Arbeiter, welche Noth und Hunger ertragen, um die Pflichten der Soli darität hoch zu halten, bietet doch dieser legtgenannte Fabri fant, welcher aus Egoismus und Eigennus fein schriftlich gegebenes Wort bricht, nur, um sich zu bereichern und den Strike der Lenschow und Markert'schen Arbeiter illusorisch zu machen. Wir übergeben hiermit obigen Herrn dem Urtbeil der öffentlichen Meinung. Aber auch ein freudiges Ereigniß haben wir hier mitzutheilen. Blantenburg über Elbingerode nach Tanne im Intereffe städtischen Krankenhause in Moabit gebracht. Um dieselbe zelner Berliner Steinnustnopffabrikanten nachzudenken. Eine Distuffton im Einzelnen mit großer Mehrheit angenommen. Der Gefeßentwurf, betreffend den Erwerb des Halles Gestern Mittag 3 Uhr verließen die 18 aus Schönebeck importirten Knopfmacher nach furzem Aufenthalt Berlin, um in ihrer Heimath über Humanität und Wahrheitsliebe. einaus drei bis vierhundert Personen bestehende Menge, meist Kollegen, gaben ihnen das Ehrengeleite bis zum Potsdamer Brefeld wird§ 1 und darauf die ganze Vorlage ohne Nachmittage heffelben Tages gerieth in einer Küche des Hauses Pferde befest war, obgleich nicht die gerinste Ausschreitung Nach einer furzen Erwiderung des Ministerialdirektors aufgefunden und nach dem Obduktionshause geschafft. Sorau- Gubener Eisenbahnunternehmens für den Staat Gartenstraße 126 der Fußboden unter einer Kochmaschine in Brand. Bewohner Das Feuer wurde seitens seitens der noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht. vorgekommen ist. So ehren die Berliner Arbeiter ihre Kollegen, wenn sie sich auf den Boden der Solidarität stellen. In Folge des legten Punktes sind die Aussichten in dem Lenschow u. Maifertschen Streit in ein Stadium getreten, welches eine baldige Regelung hoffen läßt, denn es ist nicht anzunehmen, daß der Vertreter obiger Firma lieber seine Fabrik in Frage stellt, als daß er den, nur zu ge= 1. Statutenberathung. 2. Regelung des Arbeitsnachweis- und 1. Statutenberathung. 2. Regelung des Arbeitsnachweis- und Herbergswesens. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen Herbergswesens. 3. Verschiedenes. bittet der Vorstand. 825 492 302 526( 250) 188 242( 250) 396 784( 200) 527 15 304 430 672 214 793. rechten Forderungen seiner Arbeiter nicht länger entgegen Tagesliste der Königl. sächsischen Landeslotterie.( 250) 155 766. 62868 922 337 372 693 496, 932 817 163 498 treten wird. um zu Kollegen! Arbeiter Deutschlands, Arbeiter aller Länder, helft Euren Brüdern den Kampf um ihre Existenz, Das Wohl ihrer Familien fiegreich Ende führen, denn nicht Uebermuth ist es, was die 254 Arbeiter der Steinnußbranche Berlins bewogen hat, sich auf Gnade oder Ungnade der Solidarität der Arbeiterschaft anzuvertrauen, denn liegt denn nicht gerade in ihrer Einigkeit die Garantie für ihr Recht? War fchon je eine Arbeitsein ftellung zu verzeichnen, wo die Arbeiter einmüthig die Konsequenzen und Folgen ihres Handelns fich zu tragen verpflichteten, obgleich auch nicht ein Heller zu ihrer Verfügung stand? Haben sie nicht bis jetzt nach vierwöchentlicher Dauer des Streits nach allen Seiten hin fich als mufterhaft bewiesen? Haben es nicht Fremde vergeblich versucht, für den neuen Tarif auch nur eine Stunde länger zu arbeiten als fte fich durch ihr Wort dem Fabrikanten gegenüber verpflichteten? Ihr seht, es ist Alles geschehen und wird auch Alles geschehen, was uns Eures Vertrauens würdig machen muß, aber helft uns weiter, so lange es noch in Euren Kräften steht, sendet Geld, Geld und abermals Geld, denn sobald nicht die äußerste Noth aus den Familien ferngehalten werden kann, ist es schwer, eine Bahl von über ein Viertel Tausend schwergeprüfter Arbeiter von dem Aeußersten zurück zu halten. Möge fich feiner zurückhalten, möge teiner unserer Leidensgenoffen, feiner der sich Arbeiter nennt, zurückbleiben, wo es gilt, die Intereffen unseres Standes zu vertheidigen, vergeffe feiner, daß er selbst in wenigen Wochen der Bittende sein kann, während es ihm jest leicht ist, etwas, und sei es noch so wenig, beitragen zu helfen, das Recht seiner Brüder zu verfechten. Nochmals die Bitte: sendet Geld, sendet Unterstügung, und sei es auch noch so wenig, aber nur recht schnell. Der Dant sämmtlicher Knopfarbeiter wird Euch sicher sein. Die Kommission der Drechsler und Knopfarbeiter Berlins. J. A.: Julius Müller, Engelufer 5. Schriftstücke sind zu richten an den Voifigenden Julius Müller, Engel- Ufer 5, und an den Schriftführer Arthur Fischer, Alte Jakobstr. 105 bei Pfeiffer; Gelder nimmt der Kafftrer Schaife, Wendenstr. 2, in Empfang. Außerdem find für Berlin noch folgende Bahlstellen eingerichtet: 1. Norden: Elsaffer und Kl. Hamburgerstraßen Ede bei Dümchen; 2. Often: Andreasstr. 44 bei Wirfig; 3. Often: Vor dem Stralauer Thor 18 bei Nagel; 4. Süd- Ost: Ritter ftraße 123 bei Sodtke; 5. Süd- Ost: Naunynstr. 78 bei Ehrlich; 6. Süden: Alte Jakobstr. 105 bei Pfeiffer; 7. Süd. West: Mittenwalderstr. 57 bei Schubert. Biehung vom Dienstag, den 3. Februar. ( Ohne Gewähr!) 848 857( 200) 927 293 137 117 617 680( 200) 308 629 909( 200) 228 812 610 565 576. 1942( 250) 929( 1000) 487 ( 200) 649 450 56 242 277 410 675 906 996 898. 2596 935 908 270 90 427 972 320 600 319( 200) 218 906 794 401 836 330. 3681( 300) 349 286( 1000) 330 202 4 3( 200) 776 ( 200) 262 380( 200) 871 637 163 934. 4901( 300) 167 973 817 833 709 229 621 531 321. 5308 15 840 188 688( 200) 954 753 944 583( 300) 204 124 588 656 348( 500) 930( 250) 891 310. 6773 398( 30000) 704 472 586 454 864 991 638 857 318 456. 7044 721 753( 300) 233 463 577( 200) 661 ( 300) 387 35. 8056( 250) 929 794 711( 200) 131 416 655 847( 250) 883 16( 250) 881 857 833( 500) 214. 9949( 500) 199 77 454 903 450 965 700 807 134 845 968 549 412 323 ( 200). Im Interessen- Verein der Berliner Glasergesellen referirte der Vors. R. Dennter über die Nichtbestätigung des zu Erfurt geschaffenen Verbandsstatuts deutscher Glasergesellen. Bu gleicher Zeit lag ein Antrag des rheinischen Gauverbandes vor, nunmehr dieses Statut als Verbandsstatut anzuerkennen. Es erhob sich hierüber eine längere Die tuffton. Es gelangte Schließlich folgende Resolution zur Annahme: In Anbetracht Der Nichtbestätigung des Erfurter Verbandsstatuts und in Erwägung, daß der in Hamburg gegründete Verband, den süddeutschen Bestrebungen feindlich gegenüber steht, beschließt die Versammlung, das rheinische Verbandsstatut nicht anzuerkennen, sondern stellt fich zur Aufgabe, Mittel und Wege zu finden, um die Versöhnung der feindlich gegenüberstehenden Verbände herbeizuführen, um etwas Großes und Ganzes zu schaffen." Hierauf ergriff Kollege Kähler das Wort zur Verherrlichung des Bunftwesens, wurde aber in so gebührender Weise zurechtgewiesen, daß er schließlich erklärte, von der Bunft selbst nichts mehr zu erwarten. Dann erstattete Kollege Willhuhn über das bevorstehende 3. Stiftungsfest Bericht, welches am 7. März cr. in Keller's Brachtsälen, Andreasstr. 21, stattfindet.- Den Betrag zu einer demnächst stattfindenden öffentlichen Versamm lung wollen viele Kollegen durch Schafskopf" spielen einbringen. Der Arbeiter Bezirksverein„ Laufiker Blah" hält heute Mittwoch, den 4. Februar, in der" Urania", Wrangel. ftraße 9 u. 10, seine regelmäßige Versammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Vortrag über Die Arbeiterfrage nach Prof. Fr. A. Lange." Referent: Herr Paftor emer. Kendziora. 2. Distuffton. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste durch Mitglieder eingeführt haben Zutritt. Des intereffanten Vors trags wegen wird um das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder gebeten. Der Louisen städtische Stenographen Verein eröffnet am Mittwoch, den 4. februar cr., in der Brinzenstr. 79, Reftaurant Löstow, Abends 8% Uhr, einen unentgeltlichen Unterricht in der in 4 Stunden erlernbaren Roller'schen Stenos graphie; Meldungen zur Theilnahme im Restaurant. Jeder Theilnehmer hat für die vollständigen Lehrmittel und sonstigen Unkosten 3 M. zu entrichten. Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Dachbeder Berlins tagt am Donnerstag, den 5. d. Mts., Abends 8 Uhr, im Lotal des Herrn Weid, Alexanderstraße 31. D: Heute: Fidelio. Theater. Rönigliches Opernhaus: Königliches Schauspielhaus: Heute: Der Damentrieg. Deutsches Theater: Heute: Die Verschwörung des Fiesto zu Genua. Bellealliance- Theater: Heute: Hotel Blancmignon. Renes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Seute: Gasparone. Central- Theater: Mite Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Heute: Der Walzer- König. Residenz- Theater: Direktion Anton Anno. 10757 908 536 929( 250) 311( 200) 519( 300) 227 712 72 231 871 61 569. 11574 30 951 587 906( 250) 87 212 851 787 435( 250) 768 753 285( 200) 786 795 517 476 351 938( 200) 31 781( 200) 722( 200) 556. 12475 787 572 132 804 423 114( 250) 652 918 407 178. 13515 973 44 316( 200) 543 668 141 955( 200) 343 198 13( 200). 14137 546 770 346 294 975 135( 250) 787( 200) 185 351( 300) 267 739 432( 200) 339( 200). 15411( 500) 554 86 725 544( 250) 248 245 129 366 656 87( 200) 829 569 986 710 969. 16543 581 609( 250) 515 125( 500) 880 860 787 91. 17419 719 689 500 436 781 11 307 192( 300) 962 557 283 358 382 589. 18037 622( 200) 173 524 416( 250) 316( 250) 290 672 482 952 380 108 120. 19201 183( 300) 869 974 147 76 ( 250) 247 65 664( 200) 725 554 630 78( 200). 20712 837 410 874 455 559 435 776( 500) 478( 250) 775 446 427 43 519 374 561( 200). 21093 452 423( 300) 395 ( 250) 435 291 706 401( 15000) 499 433 479 339. 22931 459 368 615 651 604 556 363. 23199( 300) 204 678 839 123 229 54 470 103( 200) 180( 200) 590 741 469 50 159 151( 250). 24195 120( 200) 411 25 543 182 238 509 558 989( 200) 236. 25534 922 827 790 17 438 278 67 341 329( 250). 26853 346( 200) 657 410 717 287( 300) 53 464 656 569 28 857 66 582 154 794. 27850( 300) 241 952 505 56 528 685 311 328 14 710 507( 200) 120 646 321( 200). 28903 502( 200) 286 ( 300) 277 800 752 797 947 600( 250) 90 905 798 720. 29292 100 591 50 532 66 402 621 951 112 262 323( 1000). Deute: Die Eheftands Invaliden. Hierauf: Die Schulreiterin. Balhalla- Operetten- Theater: Heute: Der Feldprediger. Louifenftädtisches Theater: Heute: Viertes Gastspiel des berühmten Antispiritisten und Gedankenlesers Mr. James Conridge. Vorher: Bapa Rielebusch. Ottend- Theater: Wallner- Theater: Beute: Jm Lande der Freiheit. Beute: Der Registrator auf Reisen. Bittoria- Theater: Heute: Sulfurina. Alhambra- Theater. Beute: 300 000 Mart. Arbeitsmarkt. Ein Drechsler- Lehrling( g. Koftgeld) verlangt 231 offmann, Stalizerstraße 111. 30178 158 628 120( 200) 405 953 901 95 517. 31259 497 802( 500) 223( 200) 968( 300) 573 459 685 340 82 204 302 218 799( 250) 435 440 917( 250) 525 853. 82376 39 913 909 321( 300) 56 941( 250) 508 22 187 999 970 653 467 955 444 707. 33607 948 352( 200) 479 73 147( 250) 83 20 803 542 647 332( 200) 338 903 399 514 811( 500) 249 420 200( 500) 197. 34263 915 993 925( 300) 374 846 890 516 ( 250) 184 630 469 493 126( 250). 35905 662( 500) 138 144 ( 1000) 494 494 518 914 781 773 903( 200) 477( 300) 151 497 54( 200) 36 185 625 114( 200) 547( 200). 36269( 200) 901 ( 200) 789 302 633 583 471 536 359 764 176( 200) 60 775 ( 200) 556. 37850 758 363 276 622 618 500 890 475( 200) 190 167 507( 200) 615 567( 250) 494( 200) 960( 250). 38469 ( 250) 868( 250) 374 793( 300) 302 171 518( 200) 685 151 554 628 680 251 386( 300) 844 226( 200). 39118 992 394 309 641 551( 200) 638 715 512 283 627 605 515 873( 250) 678 590 660. 40402 795 584( 300) 127( 5000) 36 319( 250) 306( 200) 577 121 239 850 554. 41732( 1000) 426 790 315 289 78 937 439 348 233( 250) 177. 42790 364 841 72 362 219 392 28 111 835 47 259( 250) 443 754. 43718 403 610( 500) 887 552( 200) 787( 300) 570( 200) 693 368 487 336 243( 250) 545( 250) 951. 44315 683 137 109 517 124 736 841( 250) 75 60307 837 363( 300) 47 607 225( 200) 850( 250) 4 739( 250) 220 583 507 109 638 103 710 929. 61849 69 755( 250) 735 856 176 923 413 895 609 815 355( 200) 13 766 29 297 788( 200). 63453( 250) 181 676 116 532 45 585( 300) 635( 3000) 184 230 401( 250). 64807 941 72 86 ( 250) 876 400 292 983 769 523 151. 65547 442( 200) 7 896( 200) 120 644 683 581( 200) 871 212( 1000) 738 377 3 153 73 941( 250). 66890( 3000) 579 330 36 516 447 58 524 59 808 920 303 72 470 155 212. 67898 582 575 6 891 957 994( 500) 873 161( 200) 742 980 447 94 435 89 649 159 182. 68858 900 242( 200) 130 786( 250) 739( 200 387 150 110 950 107 603 296( 250) 303 37 84( 200) 766 69963 380 610 642( 200) 342 199 370 950 843 790 81 8 90 861 661 139 91 321. 70258 900( 300) 810 563 254 715( 200) 781( 250) 76 392 765 500 855 856( 300) 785 613 995 311( 200) 5 950 56 327 662 193. 71199 293( 200) 84 445( 200) 345 806 968 463( 250) 28 65 615 288 707 654 27. 839 555 358 728 964 985( 200). 7281 73909( 500) 920 107 96 ( 200) 961 106 449 661( 200) 775 270( 250) 565 801 337 39 601 493 264 304. 74569 866 590 285 620 888 6307 345 127 596 533 678 427 529 20 457 960. 75670 253 32 584 345 365 324 288 606 948 880 849. Nr. geist 76695 182 40 ( 200) 445 32 198 249 486 155( 300) 996 953( 200) 850 25 Berlin f 77334 981( 200) 6 50 738 808 172( 200) 243 273 46 62 Bokabon 78000 20( 1000) 49 952 114 695 303( 300) 466 70 715 480 750. 79314 937 734 401 803 761 717 296 458 50 716 119 628 543( 200) 721. 7 80822 987 623 572 260 996 862 25 938 557 3 993 ( 250) 130 416 551 928 937 460 796 343( 300), 81097 546 71 436 300 60 877 330 596 721( 200) 170 128 82901 336( 200) 437 795 498 234( 200) 985 192( 200) 737 924. 83514 561 346 719 935 300 494 912 873 90( 410 622 967 53. 84518 422( 200) 928 263 100 249 73 373 974 279 695 677 397( 300) 844( 1000) 796( 200) 545( 500) 498. 85257( 200) 862 449 407 446 221 5642 533( 300) 88 600 879 712 548 166 937 584 576. 86710 124 671 10 956 995 186 245 640 525( 250) 928 109 701 ( 250) 146 44 946 539( 300) 51 904 428( 250) 650( 300) 477 529( 250) 204( 250). 91 48 40 Allgem Vor preußischer bung 87432 733 29( 500) 101 554 4 brun 492( 200) 930 278 512 892 559 921 944 189 793 276. 886 780( 200) 837( 300) 944 50 355 490 556 85 296 268 ( 200) 931 349 756 743( 200) 429 989 201. 585 665( 200) 526( 3000) 910 697 525( 200) 586( 200) 993 100 311. 89845 444 90247 492 11( 200) 198 967 14 641( 200) 252 639( 1000) 457( 3000) 298 727( 200) 919 459 431 922 106 104 357. 91761 111 750 273 967 229 883 57 54( 250) 561 99 514( 250) 223 544( 200) 81 105( 250) 370 609. 92920 93 359( 300) 503 332 970 964 99 88 110 558 512 481 142 113 888( 300). 93648 512 894 682 826 611 339 782( 300) 450 283( 300). 94367( 250) 578 539 589 681 626 671. direkte flammten hier nicht oder ob b Allgemein Ju fönnen derung if Am Die Tratifche 2 Abgeordn 9 95828 527( 300) 639( 200) 65 845 491( 300) 827 243 148( 300) 666 608( 250) 207 297 96821 762 333( 200) 959 734 426 825 168 ( 250) 410. ( 300) 584( 250) 205 330 512 557 120 498. 690 500 233 487 551 932. 2 101 205( 250) 893 997( 250) 126 118( 1000) 67( 200) 82 98162 923( 200) 686 74( 200 966 726( 500) 369 950 356 934. 99611 228 609 359( 200) 483( 300) 454 266( 300) 739 870 904 892 153 415 277 175 964. Briefkaften der Redaktion. F. A. Reichenbergerstraße. Wenn Sie am 1. Deze einer freien Raffe angehörten, das heißt, wenn Sie 30. November eingetreten find, so können Sie zu jeder aus der Ortskaffe austreten; andernfalls müssen Sie Auguft fündigen und treten dann am 1. Dezember aus. Das volle Krankengeld können Sie nur beanspruchen 181 617( 250) 350 328. 45233 611 846 31 47 969 464 87 beiden Raffen, wenn dieses im Ortskaffenftatut als Aula ( 300) 841 600 3 299( 300) 783( 200) 427 54. 46990( 250) 804 625 18 278 459( 250) 592 525 472 493( 200) 684 144 681 314 875 415. 47545 113 742 347( 1000) 569 321 452 520 424 384 254 496 102 137 833 409 983. 48771 650 409 961 638 584 9 401 238 756 108 36 290( 200) 708( 300) 837 120 572( 250). 49967 602 178( 250) 237 179 828( 200) 208 328( 200) 297( 200) 633 754 804 753 830( 500) 807 698 488 821 456 567( 250) 122 792 965( 200). 50132 206 297 89 759 260 204( 300) 312( 250) 258 161( 300) 42( 250) 618 621. 51184 545 448 236 202 247 85 772 505 490( 500) 802 929 239( 200) 335 296 245( 200) 26. 52030 500 278( 200) 911 161 247( 200) 46( 200) 873 966 285 73( 250) 204 292( 200) 207 569 914 923 670 50 318. 53685 991 968 979 719 727 971 757 445 451 769( 250) 376 744 500( 200). 54607 366 679 926 141 15 645( 200) 458 ( 10 000) 490 324 745 406( 1000) 252 177 523 131 193. 55125 893( 200) 946 706 335 346 855 860 416 46 295 395 542 697 641 257 594. 56384 39 64 497 581 104 36 187 140 202( 250) 946( 250) 663. 57941 663( 250) 556 811 611 248 61 735 235( 200) 22 778 183 111 924( 500) 693 363 930( 200). 58106 333( 300) 149 618( 200) 153 51( 200) 59327 436 622 610 497 953 59 281 329 698 541 600 994. Herrn Karl Frohme ein dreimaliges donnerndes Hoch zu seinem Geburtstage. 225 J. Nowakowsky, Oppelnerstraße 10. Große Arbeiterinnen- Versammlung Mittwoch, den 4. Februar, Abends 8 Uhr, im Konzerthause Sanssouci, Kottbuserstraße 4a. Tages- Ordnung: Die Beschränkung der Frauenarbeit. Referentin Frau Guillaume- Schack. anerkannt ist; sonst erhalten Sie nur soviel, als Jhr bu schnittlicher Tagesverdienst beträgt. Was mehr ist, verfällt Dite kaffe. P. O. In betreff der Tabatarbeiter- Kaffe tönnen Sie an Herrn Benner, Große Frankfurter str. 79, II. of 32 wenden. Die Tischleikaffe nimmt Arbeiter aller Branchen Mian wenn fie gesund und nicht über 45 Jahre alt find. Der D faffirer dieser Kaffe, Herr W. Kolbin, wohnt BelleBlat 8, Quergb. I. IV. schaft wohl anschließen müffen; wenn Sie deshalb nicht Allgemein und Gem prach au mal bas fyfteme ge Liberalen Seit geblieben. bejd äftig leien bei burg, n Plöt merkwürd wieber au Die namlid Allge ordnet Samähr uns zu h bungen a da fein 2 gegen bie und müff derung g Die F. J. Rathenow. Sie werden sich der Berufsgenoffen schreiben. Auf alle Fälle, gleichviel ob Sie sich bethel blatt, bem Berlin reisen wollen, so schicken Sie ein Entschuldigung oder nicht, müssen Sie zu den Kosten mit beitragen. Cessante causa, M. 3. Schwedterftr. 255. ces effectus heißt auf deutsch„ Wenn man die Ursache wegnim hört auch die Wirkung auf. 2. Die in derselben Rebe brauchte Wendung pro nihilo und pro Nihilismo ist ein spiel; pro nihilo heißt umsonst, vergeblich. Was der Liebknecht gemeint hat, wird Ihnen aus einer nochmal Lektüre seiner Ausführungen flar werden. 3. Redaktion Neuen Welt", Stuttgart. " Allen Freunden und Genoffen empfehle meine Rauch- Tabak Cigarren und Rauch- Tabak 131 Lotterie- Loose und Antheile. M. Meyer, O. Fruchtstr. 36 Allen Bekannten, sowie einer geehrten Nachbarf Korbwaaren- Geschäft. empfehle mein 229 227 Bur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Die Aufnahme neuer Mitglieder in die Zentral Kranken- und Begräbnißkaffe für Frauen ( fr. H. Offenbach a. M.) findet von jest ab nur Andreasftr. 20, Hof v. 3 Tr. statt, und zwar Alltags von 8 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends, Sonntags von 8 bis 3 Uhr. Im Auftrage: Richter. Freunden und Bekannten empfehle mein Restaurant. 1 Reichhaltiger Frühstückstisch. Bouillon zu jeder Zeit. Gutes Bairisch Bier à Glas 10 Pfg. Punsch, Grogt, Glühwein und Liqueure. Sämmtliche gewerkschaftliche sowie andere Tageszeitungen liegen aus. 141 Max Kreuk, Cottbuferplas( Alte Linde). Sämmtliche Kolonialwaaren empfehle zu den billigsten Breisen und bitte um gütigen Besuch 230 PKrause, Laufiger Platz 18. 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