Tangjam Nr. 31. ch ftraft. D häbliche, Der Lunge warmer warmer urch die N ators bebin zu anbalte Auch f elten Lung ledizin. D äure, wodu fchleunigt efchränkt, d angene ten wird d ines Deles Tinktur geg gen Erbrede ebt 20 bis mtwaffer schmades ann man a Trop Freitag, 6. Februar 1885. nd inundangliodasis II. Jahrg. Berliner Volksblatt Organ für die Interessen der Arbeiter. Das„ Berliner Boltsblatt" chens 2glich Morgens auser nach Sons unb Feßtages. bonaeneatspreis für bis 3 Berlin fret ia's Haus vierteljährlich 4 Mari, monatlich 1,85 Saci, wöentii 35 f. er zu geba oftabonnement& Mark. Einzele R. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 Bf. Den man ne und feid B geschehen Stoffe, ben bene Ad gefehrt 5t fogleid für Kin rch Dura lan Salep ( Eingetragen in der Bostzeitungspreislifte für 1885 unter Rr. 746.) Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile ober beren Staum 40 Pf. Arbeitsmarkt 16 B Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inferate werben bis 4 üpe Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerftraße 44, femie von allen onc Bureaur, ohne Erhöhung des Breises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Bimmerftraße 44. Ministerielle Volkswirthschaft. In der Reichstagefizung vom 31. Januar d. J. that Herr von Puttkamer in der Debatte über die von der B nachthe 28 des Sozialistengefeges getroffenen Anordnungen ungeer herzufi preußischen und hamburgischen Regierung auf Grund des aber zugefähr folgende Aeußerung, zu den Sozialdemokraten gewandt. Den reizb daber j in gepul Suppe m Salep veriührt efen u achelöfen en Zusam reinem damit, beftaube e binte 1. usscheiden nd befcha angen. Sie doch tod auf die Geister, als ein zu allgemeiner Herrschaft gelangtes| Schul system. Schüchtern fleideten wir Beide den sich unter uns begegnenden Gedanken ,, Lohnregulirung" in einen Zweifel an deren Möglichkeit ein, obwohl wir Beide einen folchen schon damals nicht mehr hegten. Als ich endlich bamit herausfam: Abzusprechen ist noch gar nicht darüber, denn die Wissenschaft hat noch nicht den leisesten Versuch dazu gemacht, und bestanden haben ja schon Lohnreguli rungen Jahrhunderte lang durch ganz Europa",- fuhr der alte Meister freudig zustimmend auf und gab dann nach ein paar Jahren seinen ersten berühmten Versuch Auch heute kenne ich unter den Kathederhr Programm, von dem wissen wir herzlich wenig; denn wenn die Gesegesvorlage, die Sie in den leßten Tagen ein gebracht haben, Ihre ganze Weisheit ist, dann muß ich lagen, hätten Sie sich ruhig auf die Seite der Rechten feben tönuen, auf ber alle die Sachen von Arbeiterschutz heraus. and dergleichen, die Ihrerseits gebracht werden, die vollste Sympathie haben. Daß sie noch das Anhängsel gemacht baben mit den Arbeiterkammern und der Bestimmung tines Minimalarbeitslohnes, bas wirb on Jedermann als eine folche Utopie er tet werden, daß darüber die Diskussion nicht sehr nhaft wird gemeint sein fönnen." Wir wollen nun heute nicht darauf eingehen, wie omisch jedem mit unserer sozialen Bewegung nur einiger en Vertrauten der Hinweis auf die Vertretung des Armuß. Daß aber Herrn von Puttkamer die Vorschläge zur Einrichtung von Arbeiterfammern, wie sie längst ähnlich in Frankreich als Syndikatslammern bestehen, als uneinführbar und unausführbar erscheinen, nimmt uns doch Wunder. Ich grair waren ja von vornherein barauf gefaßt, daß die Rein Kraut rung in dem von der sozialdemokratischen Partei eingetachten Entwurfe eines Arbeiterschußgefeßes viel Bedenkrt in B am Gene gegen mon beiterschutzes durch die Rechte des Reichstages anmuthen En Sie ge erlich. Be Bebuld, Fachverein stunft ht, wiffen auf fe timmtem Brauer indestens " 1 fann er Geld er Blüd Te noch foll Reihe nad nahmen flichst um nd fion Adam, . 49. ophie Clends" gels. tage 44. b" 61." au ba ke. déta sozialisten" hoch verehrte und berühmte Namen, die an die Möglichkeit von Lohnregulativen glauben. Ich meinerseits habe von dem Augenblick daran geglaubt, als ich erkannt hatte, daß die Unfehlbarkeit des Smith'schen Systems in nichts als der Unfehlbarkeit der Abgründe bestehe, in die es Gesellschaft und Staat schließlich fürzen müßte." Man möge es nur mit einigen falten oder warmen polizeilichen Umschlägen" versuchen. Schließlich, wenn die Stunde des Verfinfens immer näher rüden und man sich damit auch immermehr überzeugt haben wird, daß eine rein nationals ökonomische Frage auch nur rein national ökonomisch behan belt sein will, werden Wissenschaft und Praxis doch den Rhodischen Sprung zu jenen Einrichtungen wagen müssen." So Robbertus i. J. 1873 über seine und Thünens Erkenntniß in den 40er Jahren! Die sozialdemokratische Partei hat also für die Beftimmung des Minimallohnes in ihrem Arbeiterschutzgesetzentwurfe nicht bloß selbstverständlich die ganze große Ars sondern auch zwei hochbedeutende, sozialfonservative Volkswirthe hinter sich!! Wie nimmt sich nun die ministerielle ,, Utopie" aus?? lides finden werde, wo nichts zu bedenken ist, und eine beiterschaft des Deutschen Reiches, Tienge wollen heute nur herausheben, mit welcher Berechtigung wie sie durch den Entwurf angestrebt wird, als„ Utopie" Schwierigieiten, wo nights Schwieriges ist. Wir Don Buttkamer die Bestimmung eines Minimallohnes, Als im Reichstage von der Einführung eines Nor malarbeitstages die Rebe war, berief man sich gerade auch, wenn wir nicht irren, auf der Seite der Regierung, auf Robbertus dafür, daß ein Normalarbeitstag nur Sinn habe, wenn neben ihm auch eine Festsetzung des Lohnes stattöffentlichten Auffage aus. bezeidnen dürfte. Und da kommt uns benn gerade zur Beit eine Veröffentlichung in die Hände, die in einem eigenthümlichen Gegensaße zu der ministeriellen Aeußerung steht. Im Januarheft der in Wien erscheinenden Monatshefte " Deutsche Warte" veröffentlicht Dr. Mar Quard neu, 8wei finde. Robbertus führt dies auch in dem neu ververschollene volkswirthschaftliche Abhandlungen von RodNun wohl die sozial bertus", dem Robbertus, dem die Rechte des Reichs, demokratische Partei hat einen Geseßentwurf eingebracht, tages und tische immer mit ihr die Herren am Regierungsfo gern зи ben ihrigen zählen. Schluffe der ersten der ersten Bum Normalarbeitstag"" Am Schluffe H " betitelten Abhandlung sagt aber der sozialkonservative" Volkswirth wie folgt: Als ich in den 40er Jahren Thünen lennen lernte, drehte sich unsere Unterhaltung sofort um die soziale Frage. Das Smith'sche System war damals nod unfehlbar", und nichts übt einen despotischeren Druck Rodbrud verboten.] 81 Feuilleton. Gefugt und gefunden. Stoman von Dr. Dug. Forseyung.) der diesen Anforderungen auf das Haar entspricht. Und was wird ihr von der Regierung entgegengehalten? ,, Utopie!" Politische Webersicht. Die dritte Etatsberathung im Netchstag soll nächsten Montag beginnen und Mitte der nächsten Woche alsdann die erste Berathung der Bolltarifvorlage ihren Anfang nehmen. straße liegenden Wirthshause seine Pferde zu füttern und zu tränken. Friz sah sich genöthigt, hier auf eine Viertelstunde abzufteigen. Während er dort saß mit einem Beitungsblatt in der Hand- ohne indeffen darin zu lesen, denn seine Gedanken waren in Feldau war seine Stirn in zornige Falten gelegt, Enti üstung und Unwillen sprachen sich in seinen Mienen aus, und die Hand, welche die Zeitung Da trat ein Mann ein, welcher fein Pferd draußen angebunden hatte, um sich, bevor er weiter riit, durch ein Glas Bier zu stärken. Harder foll ihm die Summe von dreitaufend Thalern zahlen... Schreibe die Zahlungsanweisung, Emmy; ich werde meinen Namen darunter setzen, und gieb sie ihm, hielt, zerknitterte das Papier. daß grausamen Rücksichtslosigkeit.... Mit Geld muß ich mir meine Ruhe erkaufen!... ich es mit vollen Händen hin, wenn ich fie erkaufen Ach wie gern würfe tönnte!" Emmy hatte eilig die Anweisung geschrieben. Rodenunter, und triumphirenden Antliges verließ Emmy abermals bas Krankenzimmer. Friß fümmerte sich weder um diesen, noch um die übrigen Gäste. Erst die Stimme des Wirths weckte ihn aus seinem zornigen Brüten. Der Wirth wandte sich an ben Neuangekommenen mit den Worten: Nun, Friedrich, wie steht's denn in Feldau?" " " Schlimm!" war die Antwort des Mannes; und noch schlimmer wird's stehen, wenn erst der Alte nicht mehr ist, wenn die neue Herrschaft unumschränktes RegiSie fehrte nicht wieder zu Fritz zurück, sondern ging in ihr Bimmer, schrieb hier einige Worte auf ein Blatt, rief Charlotte und beauftragte diese, dem Doktor Ihre ment führt." Beilen zu überbringen. Friz ging, die Hände auf dem Rücken gekreuzt, den Bescheid erwartend, in dem Besuchszimmer auf und ab. Da trat Charlotte ein und übergab ihm ein kleines Briefchen. Verwundert nahm er daffelbe, öffnete und las: Onkel Rodenburg macht Ihnen ein Geschenk von breitausend Thalern, unter der Bedingung, daß Sie bas nie wieber zu betreten. Sie können die Zahlungsanweisung bei mir in Empfang nehmen. Emmy Amberg." ben Füßen darauf. Ohne ein Wort zu sagen, griff er nach Frig schleuderte den Brief zu Boden und trat mit dem Hut und verließ das Haus. Langfam fuhr die Miethskutsche, die ihn von der Wer ist denn die neue Herrschaft? Doch wohl einer der Neffen des gnädigen Herrn?" , Gott bewahre, die Amberg's, die jetzt schon thun, als ob Alles ihr eigen wäre!" aus on Sieht's denn so schlimm um den gnädigen Herrn Muß wohl; denn ich muß ja jede Woche zur Stadt reiten und eine ganze Ladung Medikamente mitbringen. Da fehen Sie nur, die Tasche ist wieder ganz voll gestopft; ein halbes Dugend Rezepte giebt's jedes Mal, wenn der Doktor unsern Herrn besucht hat." Friz hatte aufmerksam zugehört. Sie find im Dienst des Herrn Rodenburg?" fragte er, fich an den Mann wendend. Ja!" war deffen Antwort.„ Ich bin Reitknecht dort, und da ich zufällig am wenigsten zu thun habe, seit Herr übernehmen müssen. Seit Herr Brand nicht mehr dort Eisenbahn nach Felbau gebracht hatte, zurüd. Da man Brand nicht mehr da ist, so habe ich die Botendienste auf dem Hinwege teine Raft gemacht hatte, so hielt es ber ... Von dem Gang, den diese Berathung nimmt, wird es abhäns gen, ob eine längere Vertagung des Reichstags und Wieders aufnahme der Arbeiten nach Ostern stattfindet oder ob die Ges schäfte des Reichstags in einem Zuge abgewickelt werden. Wird Die Bolltarifvorlage in eine Kommission verwiesen, was doch bei der Wichtigkeit und Schwierigkeit der einschlägigen Fragen zu erwarten und zu wünschen ist, so wird die Vertagung nicht zu vermeiden sein. Denn von nächster Woche ab wird im Reichstag nur noch Stoff vorhanden sein, wenn die zweite Les sung der Zolltarifvorlage ebenfalls gleich im Plenum vorges nommen wird. Sonst liegen nur noch Anträge aus dem Hause vor und mit diesen ist der Reichstag nicht wochenlang beisammen zu halten. Er ist jest schon so dünn besegt, daß eine Auszäh lung unzweifelhaft die Beschlußunfähigkeit ergeben würde. Die anderen Vorlagen, Dampfersubvention, Poftsparkassen, Unfallversicherung find in nächster Zeit noch nicht so weit, um das Plenum wieder beschäftigen zu können. Eine Vertagung bis nach Ostern, etwa von Ende nächster Woche an, wird daher immer noch als wahrscheinlich zu betrachten sein. Bezüglich des Verbotes der Münch. Gerichtsztg." und der Harzer Post" schreibt man der Frankf. 3tg." Das Verbot tonnte auf Grund früherer Ecfahrungen, nachbem beide Blätter in den lezten Tagen wiederholt tonfiszirt worden waren, vorausgesehen werden. Immerhin verdient aus Der Begründung, welche selbstverständlich auch die ,, amtsbea fannte Zugehörigkeit des verantwortlichen Redakteurs der beiden Blätter, Dr. Schönlant, sur sozialdemokratischen Partei hervorhebt, ein Bassus hervorgehoben zu werden. Es heißt da nämlich u. A.: Der unter dem Titel ,, Entseßliche Soldaten. migbandlung" gebrachte Artikel über einen derartigen Vorfall in Offenbach ist geeignet, den Leserkreis zu beunruhigen und gegen militärische Verhältnisse und Einrichtungen aufzureizen." So viel wir uns erinnern hatten die verbotenen Blätter lediga lich eine Darstellung des Offenbacher Vorfalles gebracht, wie fte in einer Reihe von anderen Blättern ebenfalls unbeans standet veröffentlicht und bisher als unrichtig noch von keiner Seite bezeichnet worden ist.( Außerdem ist der betreffende Soldatenschinder zu 6 Jahren Gefängniß verurtheilt worden. Red. d. Frankf. 8tg.") Dieser Punkt der Motivirung ers scheint somit sehr merkwürdig. Oesterreich- Ungarn. V Die„ Budapester Korrespondena", welche heute die Ges rüchte über angebliche Verhandlungen zwischen Desterreich Ungarn und Rußland, betreffend das Zustandekommen eines Auslieferungs Vertrages, ebenfalls als jeder thatsächlichen Grundlage entbehrend bezeichnet, fügt diesem Dementi noch hinzu, daß auch im Barlament demnächst eine berufene Ers flärung zu erwarten sei, da ein Mitglied der äußersten Linken die Absicht hat, in einer der nächsten Sigungen des Abge ordnetenhauses den Ministerpräsidenten in dieser Angelegenheit au interpelliren und Herr v. Tisza mit der Estheilung einer Antwort nicht lange zögern dürfte. Holland. Das allgemeine Darniederliegen des Geschäftes macht sich besonders in den großen Städten unter der Arbeiterbevölkerung und Niemand hat auch mehr Lust, etwas zu thun. fieht schlimm aus in Felbau!" Es Hat man Vertrauen zu dem Arzte des Herrn Rodenburg?" Je nun, er ist ihm empfohlen durch den Prediger Amberg, so viel ich weiß... Was mich betrifft, traue ich dem Arzt, den der Pastor schickt, eben so wenig, wie ich dem Pastor traue. Man munkelt so Verschie denes." ,, Was munkelt man?" Man spricht nicht gern über dergleichen Dinge! Ich sage auch nicht, daß Alles wahr ist, aber die Leute im Dorfe flüstern sich zu, der Alte lebe den Amberg's zu lange, und der Arzt sei nur da, um ihm schneller aus der Welt zu helfen." ,, Das wäre ja eine Schurkerei ohne Gleichen!" rief Frig. Ich bin felbst Arzt; ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Arzt so gewissenlos fein kann, wie man es dem Doktor Lauer zutraut. Der Knecht zuckte die Achseln. " Wenn Sie ein Doktor find," sagte er, so müssen Sie ja am Besten beurtheilen können, wie die Rur ist.... So viel ich weiß, sind Sie ja in Feldau gewesen, ich begegnete wenigstens Ihrem Wagen in der Nähe von Felbau, als ich wegritt." Ich war allerdings dort; Herr Rodenburg hat mich indeffen nicht empfangen. Er wünscht Niemanden zu sehen, wie mir Fräulein Amberg sagte." Sagte ich's nicht?!" rief der Reitknecht bei nahe triumphirend, indem er mit der Faust auf den Tisch schlug. Sie halten ihn förmlich gefangen; es darf Nie mand zu ihm, als der Arzt, den sie ihm bestellt haben." " ,, Das scheint mir in der That so," gab Frizz zu. ,, Es wäre mir interessant, mein Freund, wenn Sie mir einmal die Tasche öffneten und mir die Medikamente und Rezepte zeigten." " Das thue ich sehr gern, Herr Doktor; denn, auf richtig gesagt, am liebsten schleuderte ich die Tasche gegen Ich Rutscher für nothwendig, in dem nächsten, an der Land- ist, weiß überhaupt Niemand mehr, was er zu thun hat, den Meilenstein, daß die Gläser alle zerbrächen... recht fühlbar, und auch die angestrengtefte Privatwohlthätigkeit| fann der Noth nur in sehr unvollkommener Weise steuern. Es hat fich zwar sowohl in Amsterdam wie in Rotterdam ein Ver ein für Arbeitsbeschaffung gebildet, die Beiträge haben eine in früheren Wintern nicht gefannte höbe erreicht und die städti schen Behörden laffen im Augenblid eine Anzahl öffentlicher Arbeiten ausführen, die einer späteren Zeit vorbehalten waren, allein angesichts der ins Ungeheure gewachsenen Noth unter der Arbeiterbevölkerung und des fortwährenden Zuzugs auß den Provinzen ist es faum möglich, auch nur für die dringend ften Bedürfnisse in irgendwie ausreichender Weise zu sorgen. In Amsterdam haben sich eine Anzahl feiernder Arbeiter mit Forderungen zur Abhilfe der Noth an den Gemeinderath ge wandt. Schweiz. In politischer Beziehung trifft man in der Schweiz die größten Gegenfäße an: an den radikalen Kanton Bern grenzt der streng klerikale Kanton Freiburg. Die Regierung von Freiburg liegt ganz in den Händen der katholischen Geistlich teit, welche das Voll so unumschränkt beherrscht, daß stets ihre ergebensten Anhänger in das Regierungsfollegium( Staatsrath) gewählt werden und diesem alle Gewalt überlassen ist. Das Volt hat auf jede Selbstverwaltung verzichtet. Die Regierung giebt jeder Gemeinde ihren Amman( Vorsteher). Die Ge meinde hat nur das Recht behalten, Ausgaben bis zu 300 Fr. zu beschließen, höhere Ausgaben kann nur der Oberamman oder der Staatsrath verfügen. Die Briefter halten ihr Regis ment in Freiburg durch zwei Mittel aufrecht: fie halten die Volksschule in dem erbärmlichsten Zustande, die streng firchlich gefinnten Lehrer können nur in der Religion unterrichten, im Uebrigen find fie ganz unwissend; ferner stehen die Beamten in der unmittelbarsten Abhängigkeit von der Regierung, d. h. von den Priestern. Die Beamten wissen, daß ihr Amt und Einkommen verloren ist, wenn fie fich das Mißfallen des Priesters zuziehen. Wie groß der Einfluß der Priester ist, haben wiederum die Nationalrathewahlen im legten Herbst dargethan, bei denen es ihnen gelang, den einzigen bisherigen liberalen Vertreter des Kantons zu verdrängen. Es giebt natürlich auch im Kanton Freiburg Liberale und Radikale, fte find aber bisher ohnmächtig gewesen. Glücklicherweise treten bie Mißbräuche des Pfaffenregiments mitunter so grell hervor, daß auch in den Reihen der eigenen Partei zeitweise Unzu. friedenheit herrscht; unter deren Eindruck gelang es nach den Nationalrathswahlen, die Gewaltthätigkeiten und Bestechungen an den Tag gebracht hatten, der radikalen Partei, für den GeDanten einer Verfassungsrevision, wie sie gegenwärtig gerade mehrere Kantone vornehmen, Boden zu gewinnen. Ein dar auf bezüglicher Antrag fand 11 000 Unterschriften und die Regierung mußte fich fügen. Die Briefter waren auch viel zu flug, einer solchen Agitation direkt entgegen zu treten, fie ver sprachen im Gegentheil bereitwillig Reformen. Eine außer ordentliche Kantonsversammlung nahm die Nevifion der Verfaffung vor und faßte leidliche Beschlüsse. Das Revisionsmert bedurfte aber der Zustimmung des Volles. Die Volksabstimmung war nun der von den Priestern außersehene Moment. Die Verfassungsreviston tritt nur in Kraft, wenn die Majorität aller Stimmberechtigten dafür votirt. Die Priester befahlen nun Stimmenenthaltung und segten es in der That durch, daß nur ca. 8000 Stimmen für, ca. 100 gegen die revidirte Verfaffung abgegeben wurden, während über 16 000 Wähler fich der Abstimmung enthielten. Damit war die Verfaffungsrevision abgelehnt und Alles blieb beim Alten. Frankreich. Die radikale Breffe verlangt vom Staat und von der Stadt Paris die Beschleunigung der projektirten großen Bauten, um die Krise zu mildern, anerkennt aber im Uebrigen, daß durch direkte Geldfubfidien den Arbeitern zu helfen sei. Das Vorgeben der Quästur( das von dem radikalen Quäftor Madier de Montjau gebilligt worden zu sein scheint) gegen die Bulaffung der Deputationen der Arbeiter wird von der ge mäßigten Preffe belobt. Großbritannien. Cunnigham der einzige der Anwesenden, der keine genügende Auskunft über seine Berson geben fonnte, weshalb feine Berhaftung erfolgte. Er leugnete, jemals im Befig eines ameri tanischen Koffers gewesen zu sein, doch fand man in seiner Wohnung einen Katalog für den Tower, sowie bei Durchsuchung feiner Kleidungsstücke eine fleine Zündkapsel, die nach dem Gutachten des Regierungs- Experten, Oberst Majendi, zur Explosion von Dynamit geeignet ist. Nachdem hierauf die Wirthin Cunnigham! s vernommen worden war, und ein Droschkentutscher befundet hatte, daß er den Angeklagten mit einem großen amerikanischen Koffer von der Eisenbahnstation nach Prescott- street befördert habe, wurde Gunnigham wiederum für eine Woche zurückgestellt. Einem Telegramm zufolge, erhielt die Polizei Angaben, wonach Cunnigham an dem Dynamitattentate der unterirdischen Eisenbahn am 2. Januar betheiligt ist. Namentlich erkennt der Führer des Zuges, an welchem das Attentat verübt wurde, Cunnigham als einen von den drei Individuen, die der Mitschuld verdächtig find; Cunnigham wird auch dieses Verbrechens angeflagt werden. Der unmittelbar nach der jüngsten Explosion im Tower an Dit und Stelle verhaftete Mann, Namens Gunnigham alias Gilbert, wurde gestern dem Polizeigericht in Bow Street vorgeführt. Der öffentliche Ankläger, Mr. Poland, machte fol gendes geltend: Der Angeklagte landete seiner eigenen Angabe nach am 9. November, von Amerika tommend, in Liverpool, begab sich aber nach furzem Aufenthalt nach London. Nach Dem er in Nr. 30, Prescott- street, Whitechapel, eine Stube ge miethet, holte er am 24. Dezember von der Broad- street- Eisen bahnstation einen amerikanischen Koffer von beträchtlicher Größe und eine Reisetasche, welche Gegenstände er nach seiner Behausung brachte. Seiner Wirthin sagte er, er heiße Gilbert und set Reisender. Am 14. Januar wechselte er diese Woh nung mit einer in Scarborough street, etwa 12 Minuten Weges Dom Tower entfernt. Von dieser Wohnung aus besuchte der Angeklagte den Tower, und am 24. Januar, dem Tage der Explosion, begab er sich zwischen 12 und 1 Uhr Mittags gleich falls dorthin. Als dort die Explosion stattgefunden hatte, war glaube, diese Tränke und Billen sind hundertmal schlimmer, als die Krankheit des gnädigen Herrn." -Dem Dubliner ,, Freemanns Journal" wird aus London geschrieben: Unter dem Einfluß der Dynamitpanit spielen Die englischen Arbeitgeber den Dynamitarden in die Hände. In verschiedenen Theilen Englands haben harmlose Frländer in Folge der Explosionen ihre Beschäftigung eingebüßt. In Leeds und Sheffields entlassen einige Firmen ihre Arbeiter maffenweise. In London werden, wo immer eine bes trächtliche Anzahl von Jrländern beschäftigt ist, die Fabrik gebäude von Geheimpolizisten überwacht. Auf Grund dieses Spionagesystems entließ eine der größten Verleger firmen in London am Sonnabend jeden bei ihr beschäftigten Irländer." Er nahm mit diesen Worten die Tasche, die er an einen Kleiderriegel gehängt hatte und pflanzte eine Anzahl Flaschen und Schächtelchen vor dem Doktor hin, griff dann in die Brusttasche und breitete die Rezepte, die der Doktor verschrieben hatte, daneben aus. Amerika. Aus New- York wird gemeldet, daß D'Donnooan Rossa, deffen Wiederherstellung fortschreitet, ein Manifest erlassen hat, in welchem er mit Repreffalien gegen die in Amerika lebenden Engländer droht, weil, wie er behauptet, die englische Regie tung die Dudley als Emissärin bezahlt und ausgesandt habe, ihn zu ermorden. Die Dynamitarben schlagen aus der Bes ihn zu ermorden. hauptung, daß das Attentat auf Roffa ein Werk Englands fei, Kapital. fei, Kapital. Frau Dudley, welche in New- York auf O'Do novan Roffa schoß, hat in London im Juli 1883 furze Zeit im Gefängniß gefeffen, weil sie einen Selbstmordversuch gemacht batte. Im September desselben Jahres wurde fte abermals beschuldigt, einen Selbstmordversuch gemacht zu haben, doch wurde fte für irfinnig erklärt und auf ein Jahr in ein Jrren haus gesperrt. Nach der Entlassung aus demselben glaubten ihre Freunde, daß Frau Dudley geheilt sei und sie unterstüßten dieselbe zur Reise nach Amerika. Man behauptet, daß ihr Geist durch den Tod ihrer beiden Kinder getrübt worden sei und schildert sie als eine außerordentlich phantaftevolle, leicht erregbare, aber wohl erzogene Persönlichkeit. Friz prüfte aufmerksam die Rezepte, untersuchte die Arzeneien, und sagte dann, sich an den Reitknecht wendend: Mein Freund, fagen Sie den Leuten im Dorf, daß ich, der Doktor Friz Rodenburg, ihre Meinung über den Doktor Lauer vollständig theile... Würden Sie nicht die Gefälligkeit haben, mir dieses eine Rezept für die Schlafpulver des gnädigen Herrn zu überlassen?" nicht!" Um Gottes Willen, Herr Doktor, nein, das darf ich Nun, so werfen Sie wenigstens die Pulver bort, dieses Schachtelchen mit den weißen Papieren, weit über den Weg hinaus, damit Niemand sie findet, damit sie Niemandem schaden fönnen." Parlamentarisches. M In der Wahlprüfungs Kommission des Reichstags wurde gestern in der Prüfung der Wahl des Abg. Beit( erster Meiningen) eingetreten und beschlossen, über die in eingegangenen Proteften behaupteten Wahlbeeinflussungen durch mehrere Beamte, sowie über die bei dieser Wahl stattge babte Thätigkeit der Kriegervereine Beweis zu erheben. Die Wahl des Abg. Dr. Witte( zweiter Meiningen) wurde für giltig erklärt, ebenso die Wahl des Abg. Frohme( Altona). Ach, woran denken Sie, Herr Doktor? Wenn Fräulein Amberg das erführe, ich würde ja ohne Gnade meines Dienstes entlassen. Nein, ich muß Alles gewissenhaft überbringen, Rezepte und Medikamente!" Mit einer wahren Angst, daß ihm etwas abhanden kommen möchte, packte er Medikamente und Rezepte wieder zusammen Jm vierten medlenburger Wahlkreise hat soeben die Ersagwahl für den verstorbenen tonservativen Ver treter deffelben im Reichstag stattgefunden. Dieser hatte f. 3. mit etwa 1500 Stimmen Majorität über seinen liberalen Gegner geftegt. Das Ergebniß der Ersazwahl aber ift nach einer Mittheilung der Neuen Preuß. Big.", daß v. Hirschfelo( konf.) 7334, Wilbrandt( liberal) 7273 Stimmen erhalten hat, zers splittert find 99 Stimmen. Es ist danach eine Stichwahl nothwendig, welche am 17. d. Mts. stattfindet. Da Sie, wie es mir scheint," nahm Friß wieder das Wort, einiges Interesse an Ihrem Herrn nehmen, so wer den Sie hoffentlich nichts dawider haben, wenn Sie einen Brief von mir an denselben bestellen." Kommunales. Die neue Baupolizeiordnung für den Stadtkrets Bettets von ist nunmehr veröffentlicht worden. Uns intereffiren befonded Eltern So die Bestimmungen über die Einrichtungen der Wohnräum Schlachtpl Danach dürfen in einem Gebäude niemals mehr als fünf war der G dauerndem Aufenthalt bestimmte Geschosse angelegt werden mit einem auch darf der Fußboden des höchsten Geschoffes dieser Art mit wird. mehr als 17,50 Meter über dem Bürgersteige liegen. zu dauerndem Aufenthalte von Menschen bestimmten Räume der Aber Gebäuden müssen trocken sein, und durch Fenster von aus Briefterinn chender Größe und zweckentsprechen der Lage unmittelbar leider auch rechnende Бе Aus wirklich ve des Abdec der bort m und Licht zugeführt erhalten.- Räume, deren Lage und Zwed berathen, bestimmung eine Beleuchtung unmittelbar von oben beding Flüsterton dürfen ausnahmsweise durch Deckenlicht erhellt werden, wenn einen beim ins ausreichenden Luftwechsel ficherstellende Vorkehrungen für broffene Str felben vorgefeben sind.- Ferner müssen zu dauerndem gefeßtes S bei am Sonno enthalt von Menschen bestimmte Räume eine gleicher Decke oder ungleichem Boden im Durchschnitt zu Höhe von mindestens 2,50 Meter haben nirgends tiefer als 0,50 Meter unter dem umgebenden boden liegen. Das letztere Maß tann auf 1,00 Meter erhö olen laffe werden, wenn an der zu den betreffenden Räumen gehörend den Wage Frontwand ein durchgehender Lichtgraben hergeftelt with ständig get deffen Breite mindestens 1 Meter beträgt und dessen gut ferdes, B entwässernde Stelle um 15 Centimeter tiefer als der Fußboden Kreuze d der anstoßenden Räume angeordnet ist. Bu dauerndem Auf Mantel au enthalte von Menschen bestimmte Räume, deren Fußbodenwelche die batte das S den Erdboden eingesenkt werden soll, dürfen an Höfen angelegt werden, wenn die Längen bezw. Breitenabmefun aber des Hofes nicht fleiner ist als die zugehörigen Fronten Brozedur folchen hat umgebenden Gebäude hoch sind. Weitere Bestimmungen treffen den Schutz gegen Erdfeuchtigkeit. Ferner muß je alte Frau auszuführe als Wohnung oder sonst zu dauerndem Aufenthalte Menschen gesondert benugte Gebäudetheil unmittelbaren fells das P ficheren Zugang zu 2 Treppen oder zu einer feuerfe fernte fich im Jahre N. G Das Polizeipräsidium hat dem Magistrat den Entwurf einer neuen Polizeiverordnung vorgelegt, welche mehrere ver änderte Bestimmungen über die Bahniignale ber Pferdebahn enthält. Die wesentlichen Bestimmungen find, daß die Signale, die nur mit der Glocke zu geben find, nicht nur bei Straßen- und Wegekreuzungen und wenn Wagen, Reiter und Fußgänger fich auf der Bahn befinden, sondern auch während der Dunkelheit namentlich bei Nebelwetter und schlechter Erleuchtung gegeben werden sollen. Ferner wird, wie Die„ ,, Nat. 3ta." erfährt, angeordnet, daß beim Läuten Fuhrwerte, Reiter und Fußgänger die Bahn bei Strafe freigeben müssen, daß so viel Staum zu geben ist, daß nicht nur die Fahrt fort gesezt werden kann, sondern daß auch das Publikum ungebin bert und ungefährdet aussteigen kann, und endlich, daß schweres Fuhrwerk, sobald der Fahrdamm neben der Bahn frei ist, die Bahn überhaupt nicht befahren darf. Dagegen habe ich nichts einzuwenden," war die Antwort, zumal Sie ja auch den Namen Rodenburg führen und wohl ein Verwandter unseres Herrn find." Der bin ich in der That!... Ich kam, um ihm meine Hilfe angedeihen zu lassen; da man dieselbe aber zurückgewiesen, wäre ich meiner Pflichten ledig. Ich bin aber nicht rachsüchtig und nicht gewiffenlos; ich will ihm er nicht vergiftet sein will, schreiben, daß er, wenn den Arzt und seine Mixturen zum Hause hinauswerfen muß." Thun Sie das, Herr Doktor!" sagte der Reitknecht. Jawohl, ich werde den Brief bestellen. Es freut mich, daß endlich einer unserem Herrn die Wahrheit sagt, unsereiner darf das nicht wagen, und hat auch gar nicht Gelegenheit dazu. Wenn wir auch über dies und jenes flüstern, dergleichen kommt ja doch nie vor die rechten Ohren." Frig erbat fich von dem Wirth Schreibmaterialien und schrieb in Eile folgendes nieder: Herr Rodenburg! t Die Grundstücke, auf denen fich bewohn Gebäude befinden, müssen mit vorschriftsmäßigen, ausreid ein hier in oder sonst zu dauerndem Aufenthalte von Menschen beftim den und für alle Betheiligten leicht zugänglichen Entwi rungsanlagen, Bedürfnißanstalten, Abfallröhren und Brum oder Wasserleitungsverbindung versehen sein. Lokales. a. Die städtische Schuldepntation hat bei dem strat als Nachtragsetat pro 1885/86 die Bewilligung der für die zur Verhütung der Uebertragung anstecender heiten durch die Schulen angeordneten außerordentlichen nigungen der Schulzimmer und der zu den Schulen geb Bedürfnißanstalten beantragt. Diefer Antrag bezieht f nächst nur auf die Gemeinde und die Mädchenschulen, bisher keine so sorgfältige Reinigungen erhalten haben die höheren Knaben- Lehranstalten. Veranlaßt ist diese Position durch eine Resolution der Stadtverordneten- Verfa lung bei der Berathung des diesjährigen Etats( pro Diese Zeilen schreibt der Sohn ihres Bruders, der zugleich ein Arzt ist. Ich tam in Ihr Haus, um Ihnen meine helfende Hand zu bieten. Sie haben mich hinausgewiesen, mit raffinirter Beleidigung hinausgewiesen. Sie boten Dem, der uneigennüßig, lediglich durch seine Pflichts treue geleitet, zu Ihnen kam, eine Geldsumme dafür, daß er das Versprechen gäbe, nie mehr Ihre Schwelle zu überschreiten. betr. die möglichst sorgfältige Reinigung der Klaffenimmer Lebe Der höheren Lehranstalten, Gemeindeschulen und durch stipt des Kultusministers vom 14. Juli 1884, betr. Die tragung der Ansteckung in Schulen bei Epidemien. Nad Beschluß der Schuldeputation foll in den Gemeinde Mädchenschulen zwei mal wöchentlich der Fußboden und naß aufgewischt, und die Utenfilien neben Bänken Tischen feucht abgewischt werden. fich, nachde gelernt ha Bierlotale Stimmung einen fleir daß S. un find seitens auf dieser N. Gi bältnismäß operiri. baltenden unbemerkt richtet fich felbe aber a. burg und mann pan gelegt h eingemie b feiner Stu N. Ve tregt unte breiteten 9 minden rechtmeiste Verbandsl entfernt, m follen fich N. G eines Sch felben Tebe bebau fchreiten a. In Bezug auf das von der Staatsregierung aufge Projekt einer Ranalifirung resp. Tieferlegung der Unter von den Berliner Dammmühlen bis Spandau hat der Munden für öffentliche Arbeiten neuerdings an den hiesigen Mag ein Resfript gerichtet, in welchem er die Einleitung tomm rischer Verhandlungen über dieses Projekt befürwortet, hierbei der Minister von der Voraussetzung ausgeht, daß Verwirklichung des Planes der Tieferlegung der Unter ebenso im Intereffe der Stadtgemeinde wie in dem des S liege, und daß deshalb von der Stadt ein erheblicher Be zu den Kosten der Tieferlegung geleistet werden lann. Bel lich hat bisher der Magistrat den Standpunkt gewahrt, Kosten der Tieferlegung nichts beizutragen, weil die Schif und die dafür in Berlin dienenden öffentlichen Gewäffer städtischen Verwaltung nicht unterstellt sind, und nur die legung des Mühlendammes von den darauf befindlichen G stücken und die Herstellung einer festen, die Durchfab Schiffe nicht behindernden Brücke für eigene Rechnung a nehmen. Der Magistrat wird über den Vorschlag des Min in einer feiner nächsten Sizungen berathen. Gut. Ich gebe Ihnen dies Versprechen, wiederhole aber, daß ich weber so nachlässig, noch so gewiffenlos bin, Sie trotzdem nicht zu warnen vor den Händen, denen Sie sich anvertraut haben. Hüten Sie sich, Herr Rodenburg, vor Ihren Freunden, welche mich zum Bundesgenossen ihrer Agitationen zu machen wünschten, eine Bundesgenossenschaft, die ich zurückgewiesen habe. Hüten Sie sich vor dem Arzt, den man Ihnen giebt. Derselbe ist ein Schunke, wenn er nicht der unwissendste Stümper ist in seinem Fache. Ich habe die Rezepte und Medikamente gefehen und aus ihnen Ihre Krankheit und die Kurmethode erkannt. giftung. " Ihre Krankheit ist Hypochondrie, Ihre Kur aber Vers Nehmen Sie vor allen Dingen nicht die Morphiumpulver, fie führen Sie sicher in einigen Monaten dem Grabe zu. Das ist meine Warnung, Herr Rodenburg. Ich vers - weder Ihr Geld, noch Ihre lange dafür keinen Dank Freundschaft. Doktor Frizz Rodenburg." g. Eine gewiß beachtenswerthe Mahnung ist vorg von den Direttoren mehrerer hiesiger Gemeindeschulen a Schüler der oberen Klaffen ergangen. Wie ftets beim B der günstigeren Jahreszeit, so haben fich auch in den Tagen bereits wieder Busammenrottungen von Lehrburid gebildet, welche sich in alter Erbfeindschaft" gegenseitig Aeußerste befehden. Daß es bei diesen Rämpfen oft an Verlegungen nicht fehlt, ist bekannt. Die Mahnung tektoren bezw. Dberlehrer ging nun dahin, daß fich die Er versiegelte den Brief, adressirte ihn und trug Reitknecht auf, dafür zu sorgen, daß derselbe auch wir in die Hände seines Herrn fomme. 1 abnah et Der Reitknecht versprach, das Möglichste zu thun seinem Wunsche nachzukommen. Er stedte den Brief Rezepten in die Tasche und verabschiedete sich von dem und von Fritz, dem er noch das Versprechen ihn ja nicht bei dem Fräulein zu denunziren, wenn der jungen Dame jemals wieder zusammenkommen, Auch die Miethskutsche des Doktors war jest Weiterreise bereit, und so fuhr sein Wagen der Efenba ftation zu. burg ber Tempo Di mehr mög umgeftoßer über Bruf zu erheben lung gege termagens ftellung fe N. 2 Dorgeftern beamter S fürzlich a Brandwur with T Der Bote Friz Rodenburg's sette sein Pferd in um die versäumte Zeit nachzuholen und seinem Herrn Rezepte und Medikamente seines Arztes zu übergeben. Sveiunddreißigstes Rapitel. blafe entm C. einer Durch Be eine Blut Du mich Fall war „ Ja, geholfen wie es ar meines B die Frau " Fü biefe neue Nei Räthchen, es nicht, Mal." Da habe ich Die mich zwin Mit einem herzlichen ,, Guten Morgen" trat Räth Jeht nicht fri ein zu ihrem Manne in das Simmer, der bereits in Morgenstunde an seinem Pulte faß, um noch Rorrespondenzen zu erledigen, bevor er sich auf sein Rom begab. Sie fette das Raffeegeschirr auf den Tisch, zärtlich ihre Hand auf seine Schulter, ihr Mund ber feine Stirn. Du foll Schon so früh thätig sagte sie zärtlich. Dich nicht so anfirengen.. Es ängstigt mich," Georg Du jest mehr arbeitest als sonst." Ein eigenthümlicher Husten und sein teuchender bereiteten ihr Unruhe. Wie fühlst Du Dich denn heute?" fuhr fie " It's nicht etwas besser nach der Medizin, die Du gestern gebrauchft?" besser. Ich danke Dir für Deine Theilnahme fühle mich wirklich recht krant, bas böse Asthma mich heftiger, denn je, je weiter der Herbst vorf desto mehr fühle ich mich beengt." ,, Nein, mein liebes Räthchen," fagte er, es ist Du mußt Dich schonen, Georg. ... Sieb', quälft Du Dich mit den Korrespondenzen? Warum Du follft mich nicht über mä was ich has höhe weis, ba chen, foll Sefretär meine Ro Teine Bef Dir Berg Schlüffel Er T ibn in ih Dan faßen Be tifche. Geo Wenn bo Beichte bei dem 9 ren befonde adtkrets Bet stets von derartigen Rempeleien fern halten sollten, um ihren| Eltern Sorgen und Verdruß zu ersparen. Einer der beliebtesten Wohnräum Schlachtpläge für die lampfluftige Jugend des Norden Berlins als fünf war der Exerzierplatz an der Schönhauser Allee, der aber jetzt gelegt werden mit einem Baun umgeben ist und durch einen Wächter bewacht Dieser Art n wird. 邱 gen. Aus der Stadt der Intelligenz. Unausrottbar ist nten Räume der Aberglaube, und ebenso unausrottbar sind seine t von aus Briefterinnen, die weisen Frauen, die ihre Schwestern und ge und Bwed berathen, deren Rathschläge, im geheimen Kämmerlein mit oben beding Flüsterton gegeben und empfangen, auch eben so still und ge Den, wenn einen beim ins Werk gesezt werden, und nur selten dürfte die ungen für offene Straße solch ein von einer gläubigen Seele ins Werk uernbem gefeßtes Stücklein Aberglauben mit ansehen. Das war aber bei am Sonnabend Abend den Baffanten der Holzmarktstraße e gebenden Erd chschnitt zu bewirklich vergönnt. Vor dem Hause Nr. 21 stand der Wagen er haben un des Abdeckers, auf demselben lag ein verendetes Pferd, das der dort wohnhafte Spediteur R. aus seinem Stall batte abMeter erbo bolen laffen. Wie gewöhnlich umstand eine Anzahl Zuschauer en gehörend den Wagen; da trat plöglich aus der Mitte eine junge an geftellt with tändig gekleidete Frau hervor, näherte fich dem Kadaver des Deffer gut ferdes, bestrich denselben mit der Hand und machte ,, drei der Fußboden Kreuze" darüber. Nachdem dies geschehen, knöpfte fie den Fußboden welche die Beremonie vollführt, ihre Bruft ein. Schweigend an Höfen hatte das Publikum diesen sonderbaren Vorgang mit angesehen. eitenabme un aber wollten Neugierige den Grund dieser„ feierlichen" Fronten rozedur wiffen, worauf die Abergläubische( denn mit einer immungen folchen hatte man es zu thun) ganz unbefangen erklärte, eine mer muß je alte Frau habe ihr diese Manipulation an einem todten Pferde auszuühren gerathen, um damit ihre franke Bruft zu heilen. fenthalte telbaren fels das Bublifum in ein schallendes Gelächter ausbrach, enter feuerfe fernte fich die also ,, Kurirte" schleunigst. So geschehen zu Berlin fich bewoh im Jahre der Aufklärung 1885. chen beftim und Brum DA N. Eine theure Bierreise machte am vorgeftrigen Tage n, ausreid in hier in Berlin wohnender Kaufmann H. Derselbe hatte then Entwich, nachdem er in Rigdorf sirfa 550 Mart taffirt hatte, mit mehreren jungen Leuten, die er in einem dortigen Lokale kennen gelernt hatte, auf eine Bierreise durch verschiedene Berliner Bierlokale begeben. Als H. am Abend in ziemlich animirter Stimmung zu Hause anlangte, waren die 550 Mart, bis auf einen kleinen Bruchtheil, verschwunden. Da man annimmt, daß H. unmöglich das ganze Geld verkneipt haben kann, fo find seitens der Behörde Recherchen nach seinen Reisegefährten auf dieser Bierreise angestellt worden. Set dem M ung der K dender entlichen ulen gebo bezieht fi chulen, n haben, ist diese eten- Ber ( pro 84-86 Klaffenimmer Re Durch ei Setr. Die b en. Nad Bemeinde ßboden Bänken 20 N. Ein Paletotmarder hat am gestrigen Tage mit verbältnismäßigem Glück in einem Restaurant der Gartenstraße operirt. Derfelbe hat es verstanden, einen einem dort fich aufhaltenden Handlungsgehilfen Schöneberg gehörigen Ueberzieher unbemerkt anzuziehen und damit zu verschwinden. Der Verdacht tichtet fich auf ein bestimmtes Individuum. Bisher war das felbe aber noch nicht zu ermitteln. a. Wegen mehrfacher Schlafftellendiebstähle in MagdeSurg und Berlin wurde gestern der mehrfach vorbestrafte Kaufann van der Velde, der sich auch den Namen von Meyer belgelegt hatte, verhaftet. Derselbe hatte sich in Schlafstellen ingemie.bet und fich am anderen Morgen mit den Sachen Stubengen offen entfernt. feiner N. Verschwundener Fechtmeister. Ungeheures Aufsehen tregt unter den Mitgliedern der über ganz Deutschland ver breiteten Reichsfechtschule das Gerücht von dem plöglichen Verminden eines in Berlin im Norddistrikt wohnenden Verbandsung aufgehechtmeisters F. Derselbe, der gleichzeitig auch das Amt als Der Unter Berbandslaffirer verwaltete, soll seit einigen Tagen plöglich vers at der Munden sein. Ob F. verunglückt oder ob er fich abfichtlich figen Ma entfernt, war bisher noch nicht zu ermitteln. Im Beftze des F. ung toma follen fich ca. 600 Matt Vereinsgelder befunden haben. wortet, in geht, daß Der Unter em des St licher Be lann. Bel gewahrt, bie Schiff Gewäffe nur die i dlichen G Durchfahr hnung zu des Min gift vorg chulen an 3 beim in ben Rebrburi egenseitig noft an nung fich die B 你 Shills und trug auch wir zu thun Brief 28 ம் von dem echen abna F, wenn ommen et wür war jest Der Efenba Bferd in T em Herrn übergeben. trat Räth eits in Fri of fein Rom en Tisch, Rund ber cines N. Durch das vorschriftswidrige schnelle Fahren mes Schlächterwagens ist am gestrigen Tage abermals ein bebauerlicher Unglücksfall herbeigeführt worden. In dem felben Augenblicke, als gestern ein Arbeiter P. aus Charlottenburg den Straßendamm in der Straße Alt- Moabit über fchreiten wollte, lam ein Schlächterwagen in so schnellem mehr derartige Dimensionen annahm, daß zu einer Amputation des Fingers geschritten werden mußte. Ueberfall. Vor einigen Tagen ist auf dem Wege amischen Reinidendorf nnd Dalldorf auf die unvere helichte Lehmann, die zur Zeit wärterin in der städtischen Frrenanstalt in Dalldorf ift, zwei Mal ein Ueberfall verübt worden. Die L. wollte auf dem Amt in Reinickendorf ein Führungsatteft abholen und ging, um möglichst schnell nach dort zu gelangen, die sogenannte Trift entlang. Hier wurde fie von einem ihr entgegenkommenden Manne in einer Weise belästigt, daß fie es augenscheinlich nur dem Gensdarmen Galle, der zufällig denselben Weg eingeschlagen hatte und, als er von Weitem die Manipulationen des Burschen fah, rasch herbeigeeilt war, zu verdanken hatte, daß fie einem auf fte beabsichtigten Attentat entging. Auf dem Rückweg von Reinidendorf nach Dalldorf schlug fte, der größeren Sicherheit wegen, die Oranienburger Chauffee ein, die ungefähr auf der Hälfte des Weges zwischen R. und D. durch eine Fichtenfchonung führt. Als das Mädchen fich in dieser befand, trat plöglich ein großer Mann auf fte zu, faßte fie mit einer Hand an den Hals und suchte ste zu würgen. Die Lehmann, eine fräftige Person, schrie laut um Hilfe und wehrte fich so gut fie tonnte. Der Straßenräuber griff nun mit der anderen hand in die Kleidertasche der Lehmann, zoa deren Taschentuch heraus und ergriff damit die Flucht. Das Mädchen mit den Menschen schon früher gefehen haben und eventuell auch wieder erkennen. Doch ist es allen Bemühungen der Sicherheitsbehörden noch nicht geglückt, des Burschen habhaft zu werden. Unter dem Taschentuch hatte die Ueberfallene in der Tasche ein Portemonaie mit 3 Mt., das dem Strolch nicht in die Hände gefallen ist. Eingangsthür mit dem Hausschlüffel nicht zu öffnen, da man innerhalb der Hausthür einen Schlüffel ins Schlüffelloch ge fteckt hatte. Es war den Eheleuten bekannt, daß der Schant wirth Braun, namentlich um vor polizeilicher Ueberrumpelung feines Lokale ficher zu sein, eine derartige Vorsicht öfter anzuwenden pflegte, weshalb Herr Beuchelt an die Braun'schen Fensterladen klopfte und um Einlaß bat. Die Hausthür wurde auch alsbald geöffnet; als aber Frau Beuchelt dem Braun darüber Vorwürfe machte, daß eine derartige AusSperrung der Miether des Hauses ungehörig sei, schlug Braun dem vor ihm stehenden Ehemann Beuchelt ins Geficht, worauf fich Frau B. in der Angst um ihren Mann dem viel fräfti geren Wirth gegenüber veranlagt sah, um Hilfe zu rufen. Auf den Ruf eilten der Revierwächten Wollburg und der Wächter des Gensdarmenmarkt- Reviers Müller berbet. Einzelne Baffanten batten inzwischen vor dem Hause Posto gefaßt, ja selbst in der Nachbarschaft sahen die Leute aus den Fenstern, als plößlich Herr Beuchelt mit solcher Gewalt aus dem Hause geworfen murde, daß er die vor der Hausthür befindlichen sechs Stufen taum berührte und, mit dem Geficht nach der Erde gekehrt, platt auf das Trottoir fiel und besinnungslos Itegen blieb. Dem also auf die Straße Beförderten folgten Sie beiden Wächter, die den Wehrlosen pacten, emporriffen und nach der Kronen und Charlottenstraßen- Ece belegenen Wache des 34. Polizei Reviers schleppten. Ein Herr, der sich als Beuge anbot und gesehen hatte, wie der Arretirte auf dem Hausflur von Braun und auf dem Transporte zur Wache von den beiden Wächtern gemißhandelt worden, wurde vor dem Wachtlotal unter Drohungen von den Wächtern zurückgewiesen. Den blutüberströmten, inzwischen wieder zu fich gekommenen Beuchelt entließ man auf der Wache sofort wieder. Beim Betreten seiner Wohnung fand er seine Ehefrau in Krämpfen liegend vor, während er noch in derselben Nacht ärztliche Hilfe für sich selbst in Anipruch nehmen mußte. Am andern Tage beschwerte fich Herr Beuchelt bei dem Herrn Polizeihauptmann Schreier über die Wächter, die anstatt ihm Hilfe zu bringen, in so barbarischer Weise mit ihm verfahren waren, ließ sich aber auf Bureden des Polizeihauptmanns bestimmen, unter Berücksichtigung der Familien der beiden Wächter von einer Strafanzeige Abstand zu nehmen. Der ganze Vorfall wäre nun für den mißhandel ten Beuchelt sozusagen im Sande verlaufen, wenn nicht sonderbarer Weise wenige Wochen später das Beuchelt'sche Ehepaar ein polizeiliches Strafmandat erhalten hätte, in welchem gegen beide Ehegatten wegen groben Unfugs in jener Nacht eine Geldstrafe von je dret Mart festgesezt wurde. Segen Diese Straffestsetzung erhoben beide Widerspruch, weshalb am 6. April 1883 vor dem Amtsericht Abtheilung 87 Die Sache in öffentlicher Sigung verhandelt werden mußte. In diesem Ter mine beschworen nun die beiden Wächter und der Schantwirth Braun, daß die angeklagten Eheleute den Standal angefangen, und Braun ergänzte die beschworene Aussage dahin, daß er Die Wächter สน seinem Beistande rufen habe. Nach diesen Aussagen mußte, da Entlastungszeugen nicht ermittelt waren, das Schöffengericht Beide die Verurtheilung beider Angeklagten aussprechen. Am Nachmittage desselben Tages stürzte fich der an der Kopfrose ertranfte Arbeiter Repke im Fieberwahn aus dem Fenster seiner Linienstraße 55 4 Tr. hoch belegenen Wohnung auf den Bürgersteig binab und ver starb auf der Stelle. Der Hinabsturz des Droschkenkutschers Lindener mit seiner Droschte in der Nähe des städtischen Viehhofes refp. ber sofort eingetretene Tod des Kutschers beschäftigt die hiesige Staatsanwaltschaft in ausgedehnteftem Maße. Durch die ans gestellten Ermittelungen sollen höchst gravirende Anhaltspunkte für einen unfreiwilligen Sturz der Droschke in die Tiefe zu Tage gefördert sein, welche die fönigliche Staatsanwaltschaft veranlaßten, den Befehl zur Erbumirung der Leiche des Lindener und der Obduzirung derselben durch die Gerichtsärzte zu ertheilen. N. Eine Zerschneidung der Pulsadern erlitt am gestrigen Tage eine in der Friedrichsgracht wohnende Frau R. dadurch, daß sie beim Fensterpugen ausglitt und so mit dir rechten Hand in die Scheibe fiel. Die Verlegung soll um so bedenklicher sein, da einige Glassplitter in die Hand eingedrungen find. Die Verunglückte mußte sogleich in ärztliche Behandlung gegeben werden. Polizei- Bericht. Am 2. d. M. Abends erkrankte plöglich ein Dienstmädchen in der Bernauerstraße so schwer, daß es nach der Charitee gebracht werden mußte. Dort verstarb es am nächsten Tage, und stellte sich heraus, daß es fich mittelst Schwefelsäure vergiftet hatte. Die Verant fung hierzu ist nicht bekannt geworden. Am 4. d. M. Vormittags entstand in einer Küche des Hauses Lindenstraße 25 Feuer, durch welches ein Bett und andere Gegenstände zerstört wurden. Das Feuer wurde in furzer Beit gelöscht. Gerichts- Zeitung. Einen charakteristischen Beitrag zu der leider so oft vorgekommenen leichtfertigen Beeidigung unrichtiger Aussagen liefert eine Anklage wegen wiffentlichen Meineids, welche gegen die früheren städtischen Wächter Paul Wollburg und Julius Müller, sowie gegen den Restaurateur Wilhelm Braun, Taubenstraße 27, bei dem Röniglichen Landgericht I. erhoben worden und in der nächsten Schwurgerichtsperiode zur Hauptverhandlung kommen wird. Der Fall, um den es fich handelt, ist bereits vor länger denn zwei Jahren von der gesammten Berliner Breffe besprochen worden; damals rief schon der Ver bacht, daß die bei der Sache betheiligten Wächter eine unwahre ange legten gegen die ergangene Entscheidung Berufung ein und erließen darauf in mehreren Berliner Zeitungen einen Aufruf, in welchem die Beugen des nächtlichen Vorfalls vom 26. November aufgefordert wurden, sich bei dem Vertheidiger der Ver urtheilten zu melden. Dies hatte Erfolg; denn es fanden sich glücklicherweise drei hiefige angesehene Bürger, welche dem Vorfall von Anfang an beigewohnt und gesehen, in welcher rohen Weise der Schneidermeister sowohl von Braun als auch von den beiden Wächtern behandelt worden war. Nach allen diesen Vorgängen glaubte fich Herr Beuchelt an das dem Herrn Polizeihauptmann Schreier gegebene Versprechen, die Wächter straflos ausgehen zu lassen, nicht mehr gebunden, und erstattete Anzeige bei der Königlichen Staatsanwaltschaft. Kaum hatten die beiden Wächter dies in Erfahrung gebracht, als fie nunmehr, und zwar fünf Monate nach dem Vorfalle, mit der Behauptung auftraten, von den Beuchelt'schen Eheleuten in jener Nacht beschimpft und befpien worden zu sein, und in einer Anzeige die Bestrafung der beiden Eheleute forderten. Den B.'schen Eheleuten wurde bald darauf auch vom Königlichen BolizeiBräftoium mitgetheilt, daß die geforderte Bestrafung der Wächter die Untersuchung wegen Tempo die Straße entlang gefahren, daß es dem P. nicht Thatsache beschworen, einen wahren Entrüftungssturm hervor umgestoßen und von dem nachrollenden Wagen so unglücklich schutz- und mehreren anderen Vereinen. Jeßt, nachdem die ein vorläufig nicht erfolgen fönne, da auf Anzeige der Wächter lung fu erheben, liegen blieb. P. mußte sofort in ärztliche Behand- Jahre geschwebt, hat dieselbe der Königlichen Staatsanwalt gegeben werden. Der unvorsichtige Führer des Schläch termagens entzog sich durch eine schleunige Flucht einer Fests stellung seiner Persönlichkeit. schaft ausreichendes Material geliefert, um die Antlage erheben au tönnen. In dem der Deutschen Baugesellschaft gehörigen Hause Taubenstraße 27 haben die Schneidermeister Beuchelt schen Eheleute in der zweiten Etage eine Wohnung inne, während die Parterre Räume an den Schankwirth Wilhelm Braun zu Restaurations- 8wecken vermiethet find. Für die die B.'schen Eheleute N. Auf eine unerhört leichtfiuuige Weise hat sich vorgestern ein in Moabit in der Kirchstraße wohnender Bahnbeamter C. eine Blutvergiftung zugezogen. Herr C. hatte sich fürzlich am Beigefinger der linken Hand eine geringfügige Friedfertigkeit der Beuchelt'schen Eheleute spricht die That gelegt war, scharf vor, verwarnte ihn vor den Folgen des Brandwunde zugezogen, aus welcher sich eine kleine Wasser- sache, daß dieselben seit zehn Jahren in dem Hause wohnen, C. einer bereits schon in Benugung gewesenen Stahlfeder. eine Blutvergiftung, die bereits im Laufe des gestrigen Tages Du mich nicht diese Arbeiten übernehmen, wie es stets der Fall war?" Ja, ja, mein Rind, es war sonst so, daß Du mir geholfen haft bei meinen Arbeiten; ich weiß auch nicht, wie es anders gekommen ist. Ich glaube, es war wegen meines Bruders, der sagte, es schide fich nicht, daß man die Frau an den Geschäften theilnehmen laffe." " Fühlst Du denn, daß wir glücklich find, seitdem Du biese neue Marime ergriffen haft Nein, Kind, das nicht, wahrhaftig nicht! D, Räthchen, ich hätte Dir so manches zu sagen, aber ich kann es nicht, wenigstens diesen Augenblick nicht, ein anderes Mal Daß Du etwas auf dem Herzen hast, Georg, das habe ich Dir längit angesehen." Die Rücksicht gegen andere Personen ist es, welche ich zwingt, Dir dies zu verschweigen. Aber ich will Dich jezt nicht mehr von meinen Angelegenheiten ausschließen; Du sollst wieder meine treue Mitarbeiterin sein; ich werde noch mich nicht an meinen Bruder kehren und an seine Theorien über männliche Autorität und dergleichen. Ich gebe gern, was ich an Autorität gewonnen habe, auf, wenn ich dafür has höhere Glück der Liebe eintauschen kann. weiß, daß es mir mit dieser Versicherung Ernst ist, Käthchen, sollst Du von heute an wieder die Schlüssel meines Sekretärs in Verwahrung haben, sollst Einsicht haben in meine Rorrespondenz, sollst mir die Arbeiten, welche Dir teine Beschwerde machen, abnehmen, denn ich weiß, daß es Dir Vergnügen macht, mir zu helfen. Du foll ch, Georg uchender fuhr fie die Du ahme es ift Afthma bft vorf Sieh', Warum Schlüffel zum Sekretär." Als Bes Hier ist der Er nahm den Schlüffel von dem Ringe ab und legte ihn in ihre Hand. Dann füßte er fie zärtlich auf den Mund, und nun faßen Beide glücklich und froh wie ehemals an dem Kaffetische. Georg fühlte sich erleichtert, als habe er gebeichtet. in welchem dem Schankwirth Braun die Vizewirthschaft von der Besitzerin des Hauses übertragen ist. Das Beuchelt'sche Ehepaar tam in der Nacht zum 26. November 1882 von einer Festlichkeit nach Hause, vermochte aber die bereits verschloffene wieder zu besitzen, das ihr seit ihres Schwagers letter Anwesenheit entzogen war. Wie froh bin ich," sagte Räthchen, den Gatten zärt lich umschlingend, daß ich wieder ganz Dein Vertrauen besige, Georg. Ach, daß doch dem Menschen immer etwas zu wünschen übrig bleibt! Nun ich Dich wieder habe, quält mich die Sorge um Deine Gesundheit." " Mein Gesundheitszustand wird sich auch bessern, wenn meine Arbeiten nicht mehr so anstrengend find," antwortete Georg, jetzt freilich darf ich mich nicht schonen, so lange ich im Dienste anderer Leute arbeite; aber wenn fich der Rauf des Geschäftes arrangiren läßt, das ich, wie Du weißt, in Aussicht habe ja dann habe ich ruhige Tage, dann kann ich mich schonen, dann ziehen wir im Sommer aufs Land, und Du sollt sehen, Käthchen, ich werde wieder so gesund, wie ich sonst war." ,, Um Deinetwillen allein wünsche ich, daß unsere Verhältnisse uns noch einmal ein Leben gestatten, wie es wohlhabende Leute führen können." Das werden wir, Käthchen! Ich fühle mich schon in der Aussicht auf die Sommerwohnung und auf behäbigen Wohlstand gesunder." Sein Husten und fein keuchender Athem bewiesen, daß bies eitel Selbsttäuschung war. Mit schwerem Herzen sagte ihm Räthchen Adieu, als er sich erhob, um in das Komtoir zu gehen. Georg Amberg hatte bereits Hut und Stock genommen und Räthchen zum Abschiede geküßt, als er plöglich ängst lich aufblidte und nach seinem Schreibtisch sah, als ob er bort etwas fuche. Erlaube, Räthchen," sagte er mit einer eigenthümlichen Hengstlichkeit; ich vergaß etwas." In dem Schreibtische?" fragte fie. Ja, dort, Käthchen!" Räthchen, welche den Schlüffel noch in der Hand hielt, öffnete den Schreibtisch, und Amberg begann Schubfächer bie Wenn das auch nicht der Fall war, so hatte er doch ohne indem er immer scheu zur Seite blickte, als fürchte er, daß Beichte Absolution erhalten, und Räthchen war glüdlich seine Frau ihn beobachte. bei dem Gedanken, wenigftens von jetzt an das Vertrauen In der Haft, mit welcher er suchte, schien er das Ge Beleidigung eingeleitet sei. Am 20. Juni 1883 stand nun in dieser Untersuchungsfache Termin vor dem Amtsgericht I. an, in welchem wiederum die beiden Wächter und der Schantwirth Braun als Belastungszeugen, diesmal aber auch die ermittelten Entlastungszeugen erschienen waren. Herr Staatsanwalt Dr. Dito nahm die Belastungszeugen, insbesondere den Wächter Wollburg, nachdem die Beeidigung des legtern vorläufig ausMeineids und machte ihn namentlich auf sein Recht der Zeug nißverweigerung bezüglich der Mißhandlung des angeklagten Ehemannes aufmerksam, umsonst. Der Wächter bestand darauf, feine Aussage zu beschwören und mußte mangels eines gefezlichen Grundes zur Nichtbeeidigung vereidigt werden. Der suchte nicht zu finden; vielleicht auch wußte er dasselbe so gut verborgen, daß eine Entdeckung von Seiten der Frau nicht zu fürchten war nicht zu fürchten war so schob er die Schubfächer wieder zu, und ging. Räthchen hatte vermieden, ihn zu fragen, was es sei, das er noch zu suchen habe, um ihn nicht in Verlegenheit zu setzen. Es war ihr indessen sein ängstliches Wesen durchaus nicht entgangen. Als er die Thür hinter sich geschlossen hatte, setzte sie sich selbst an den Schreibtisch. Sie hatte ihm ja versprochen, die noch zu erledigende Korrespondenz für ihn zu besorgen. Sie war von Herzen darüber erfreut, we nigstens diesen Beweis des Vertrauens von ihrem Manne erfahren zu haben, und mit freudiger Bereitwilligkeit machte sie sich an die Arbeit. Mehrere Briefe hatte sie geschrieben. Sie faltete diefelben und öffnete ein Schubfach, um fie darin zu verwahren, bis sie dieselben ihrem Manne vorgelesen habe. Es war vielleicht verzeihliche Neugierde, vielleicht auch das Bestreben, ihre seit einiger Beit vernachläffigte Theilnahme an den Geschäften wieder gut zu machen, indem sie sich vollständige Einsicht in diefelben verschaffte- sie nahm einige der bereits darin liegenden Papiere und durchblätterte fie. Das lange, schmale Format eines Briefes, das den selben sofort als eine gerichtliche Infinuation fennzeichnete, fiel ihr auf. In der That, er trug den Stempel des Stadtgerichts. Es war derfelbe Brief, den sie in ihres Gatten Hände gesehen, als ihr Schwager zum letzten Male hier war, berselbe Brief, der damals ihren Gattea so beunruhigt hatte, und der offenbar im Zusammenhange stand mit dem Geheimniß, das ihn drückte. Sie hielt den Brief in der Hand. Sollte sie ihn öffnen? Es war vielleicht nicht recht, vielleicht wünschte ihr Gatte, ihr den Inhalt dieses Briefes zu verbergen. Doch nein, das war ja nur früher fo. ( Fortseßung folgt.) Herr Staatsanwalt verzichtete auf das Beugniß des ebenso ins terefftrten Müller, beantragte die Freisprechung der beiden Angeklagten und bat, ihm die Akten zur weiteren Veranlassung Der Gerichtshof erkannte, dem Antrage des zuzuftellen. Staatsanwalts entsprechend, auf Freisprechung des Angeklagten. Raum acht Tage waren nach dieser Verhandlung verfloffen, als das Königliche Polizei Präfidium Herrn Beuchelt, welcher inzwischen auch mit seiner Ehefrau auf die von beiden eingelegte Berufung gegen das sie zu je drei Mark Geldbuße wegen Unfug verurtheilende Erkenntniß des Schöffengerichts von der Straffammer freigesprochen worden waren, mitiheilte, daß beide Wächter, nachdem sie hinreichend verdächtigt find, ihn gemißhandelt zu haben, aus dem Amte entlassen worden wären. Herr Staatsanwalt Dr. Dtto übernahm nun die weitere Vers folgung der Angelegenheit, und das schwer beleidigte Beuchelt sche Ehepaar wird jezt endlich die Genugthuung erhalten, Die beiden Wächter und den Schankwirth Braun wegen Meineids auf der Anklagebant vor den Geschworenen zu sehen, nachdem die Königliche Staatsanwaltschaft unter dem 28. Ja nuar d. Js. die Anklage gegen die dret Angeschuldigten erhoben hat. H Berbesserung ihrer Lage herbeizuführen. Wenn so mit all Kräften an der Sache gearbeitet werde, dürfte schon die näch Generation eine Befferstellung erzielen. Bur Diskussion nam ein Redner das Wort, welcher sich den Ausführungen des ferenten anschloß. Zu Punkt 3 der Tagesordnung( Verschie denes) war ein Antrag eingegangen, den frikenden Steinn Inopfarbeitern 20 Mt. zu bewilligen, derselbe wurde einstimmig angenommen. Nachdem noch einige Fragen erledigt worden schloß der Vorfißende um 11% Uhr die Versammlung. Nr. 3 In de Heder auf lagen bei d sehen, wie die Kleinen mit so großer Fertigkeit die Klöppel auf der Klöppellade gebrauchen können. Wenn auch diese Hantirung nicht viel einbringen kann, da man dabei nur einen ganz kleinen Taglohn hat, so bringt sie doch sehr Vielen tbr dürftiges Auskommen. Jahr ein und Jahr aus fizen fie da von Kind auf, gebüdt und gekrümmt, in niedrigen, düsteren Hütten wohnend, und arbeiten bis tief in die Nacht hinein, um bas bescheidene tägliche Brot zu verdienen, Brustschwäche ift eine Folge dieser Lebensart, fein erspartes Geld für die Eine öffentliche, von dem Borstand des Lokalverband alten Tage und zu guterlegt, wenn Krankheit oder Altersschwäche hinzutreten, enden sie im Armenhause. Da die Spigen Berlin einberufene Versammlung der Zimmerleute Berlin von pugbedürftigen wohlhabenden Damen benugt werden, und Umgegend findet morgen Vormittag 9½½ Uhr in Keller follte man eigentlich meinen, daß die armen Mädchen doch Salon, Andreasstraße 21, mit folgender Tagesordnung ftatt: wenigstens soviel Verdienst dabei haben, daß fie ohne Seufzer 1. Die Stellung der Zimmerer Berlins dem Verband gegenübe und Nahrungssorgen ihre Arbeit vollziehen fönnten; aber die Referent Julius Müller. II. Die Denkschrift der Kommiffion Krämer, Fabritherren und Kaufleute haben den Vortheil. der Tischler, betreffs Regelung des Submissionswesens. Reje Wenn man in den Beitungen lieft, ein feiner Spigen rent H. Künzel. III. Vortheile des Maximalarbeitstages für di besatz zu einem Taschentuch foftet bei der Klöpplerin Bauhandwerker. Referent Hugo Lehmann. Es ist Pflicht ein 16 bis 17 Mart," so sollte man glauben, das müffe ein jeben Bimmergefellen, in dieser Versammlung zu erscheinen. brillantes Geschäft sein. Das ist aber nicht der Fall. Vor Große Versammlung des Arbeiter- Bezirksverein Rosenthaler Vorstadt am Montag, den 9. Februar 1886 tajch zugen furzer Zeit fragte ich eine Klöpplerin, ob fte täglich 1 Mt. ver dienen könnte. Sie antwortete: Das möchte ich! Nein, so in der Neuen Walhalla", Schönhauser Allee 156 Abend auf hingew 2. Der Werth beweisen, was geht's nicht." 50 Bf. haben Sie doch?" Ja, dann würden 81 Uhr. Tagesordnung: 1. Vortrag. wir vergnügt flöppeln." Aus dem Gespräch ging hervor, daß Arbeitsgefeßgebung. 3. Borlegung von Betitionen an nochmals d Reichstag. 4. Verschiedenes. 5. Fragelasten. Am Sonnta man fich mit 30-40 Pf. begnügen mußte." Es ist wohl un nüß, diesem Bericht über die Lage der armen Spizenklöpple- den 8. Februar 1885, findet die Herrenparthie des Verein überhaupt! rinnen auch nur noch ein Wort hinzuzufügen. Derselbe schil- nach Tegel u. f. w. statt. Die Mitglieder versammeln f dert in den denkbar dürrsten Worten die Zustände der Arbei- Vormittags 10 Uhr im Wedding Park, Müllerstraße 18 terinnen in diesem hochfeinen Industriezweig, daß alle weiteren Bahlreiches Erscheinen erwünscht. Ferner hat der Vorstand Erörterungen überflüssig wären. 4 Bahlstellen errichtet, um auch in dieser Beziehung den schen der Mitglieder entgegenzukommen, daselbst werden träge entgegengenommen und find auch Panoptikum ille herrichten zu haben. Die Bahlstellen befinden sich bei Ballmüller, straße 164, IV Tr.; Kaspar, Swinemünderftr. 19, II; Hill( 27. Jan.), Brunnenstr. 101, III und Brabes, Rügenerftr. 29, II. Die hiesige Filiale des Unterstüßungsverdruckt es n deutscher Schuhmacher hielt am Montag Abend ihre Mitgliederversammlung ab. Bei der Vorstandswahl ging als gewählt hervor, als Bevollmächtigter Richard Bagi als Kafftrer Heinrich Pfeiffer, als Schriftführer Meier und Revisoren: Egert und Kneifel. Nach der Wahl erhielt Papte das Wort zur Statutenerläuterung. Redner führte a daß, laut Statut des Unterſtügungsvereins, dieser daffel faßt, Wanderversammlungen in den verschiedenen Stadtthe abzuhalten und das Berliner Volksblatt" als Publikation Organ des Vereins zu betrachten. Ebenso wurde beschlo die Hamburger strikenden Kollegen durch eine am Schluß zuhaltende Tellersammlung zu unterstügen.ne Eine eigenthümliche Freisprechungs- Ursache ist heute zu verzeichnen. Der herrschaftliche Diener Johann Gerth stand bis zum Oktober v. J. im Dienste des hanseatischen Ministers Refidenten Dr. Krüger hier und soll nach der von der Frau Minister erstatteten Anzeige bei der Ablieferung seiner Livrée einen Rock hinter sich behalten haben. Zum Termin der 88. Abtheilung des hiesigen Schöffengerichts war Frau Mi nisterresident Krüger geladen, aber nicht erschienen. Die Zeugin berief fich für ihr Recht, fich nicht vernehmen laffen zu müssen, auf die Strafprozeß- Ordnung. Da der Angeklagte in Abrede stellte, den betreffenden Livréerock überhaupt erhalten zu haben, jeder andere Beweis für die Schuld des Angeklagten fehlt und Der Staatsanwalt erklärte, die Beugin zum Erscheinen nicht awingen zu können, erfolgte die Freisprechung des Ange flagten. In der Straffache gegen den Banquier Hirsch ist der Verhandlungstermin bereits zum 9. d. M. vor der ersten Straf Tammer hiesigen Landgerichts I anberaumt worden. Die Ver theidigung wird Rechtsanwalt Mundel führen. Soziales und Arbeiterbewegung. " Die, Germania" unterzicht heute die Sozial- Reform der Regierung einer scharfen Kritik, die äußerst zutreffend ist und zugleich von der Spannung zwischen Regierung und Zentrum Beugniß ablegt. Seit 1878- schreibt das ultramontane Blait hat nichts stattgefunden, die Arbeiter gegen die Ge fahren der modernen Produktionsweise für Leben, Gesundheit, Sittlichkeit und Familienleben besser zu schüßen. Manchesterliches Gehenlaffen ist gegenüber der Großindustrie auch in Dieser Beziehunng das Prinzip des Kanzlers. Er hat dasselbe auch niemals verleugnet. Als vor vier Jahren der Kanzler endlich zum ersten Male persönlich pofitiv in sozialpolitischer Hinficht auftrat und den Plan der Arbeiterversicherungen ver fündete, da haben wir dieses erste sozialreformatorische Auftreten des Kanglers mit Freuden begrüßt, aber stets mit dem Busas, es müsse weitere Konsequenzen haben. Denn die bloßen Arbeiterversicherungen feien teine Sozial Reform", sondern fie bekämpfen bloß eine der Folgen der modernen Produktionsweise, ließen aber die übrigen Folgen und alle die Ursachen der sozialen Uebel bestehen. Aber der Kanzler Sein einziger sozialer hat keine Fortschritte gemacht. Gedanke find die Arbeiterverficherungen, und auch be züglich dieser geht es in einem recht langsamen Tempo. Im " Die Arbeiter rüden in Paris der äußersten Linken recht scharf auf den Leib. Sie haben fteben Thesen ausgearbeitet, auf deren Annahme durch die Kammer fie dringen. Ihre Forderungen find folgende: 1) Einführung des achtstündigen Normal- Arbeitstages. 2) Durchführung der Dekrete vom 2. und 21. März 1848, betreffend die ausschließliche Beschäftigung von Arbeitern, die einem Gewerks- Verbande angehören. 3) Offizielle Anerkennung und gefeßliche Anwendung in ganz Frankreich der von der Pariser Munisipalität veröffent lichten Normal,( Marimal) Tarife für gewerbliche Leistungen und Materialienpreise aller Art. 4) Für die ganze Dauer der Krise Aufhebung der Verpflichtung zum Bahlen eines Wiet b 33inses, insofern legterer nicht fünfhundert Francs pro Jahr überschreitet. 5) Ueberweisung aller leerstehenden Wohnungen als Freiquartiere an obdachlose Arbeiter. 6) Sofortige Jnangriffnahme der geplanten oder als nothwendig erkannten öffentlichen Bauten in Buris wie in den Departements. 7) Eröffnung eines Kredit es von einer halben Milliarde Francs an die Arbeiter- Syndikate in Paris und in den ProFrancs an die Arbeiter Syndikate in Paris und in den Provinzen. bietet wie die Fachvereine. Bunad dam und gen, die Drten meni Demokratie Duftrieftadt Adev Sufpruch, bebentlicher Feinde. D felbft ein. Anf falsche Uni den Sp Allerdi Brevel, au Arbeitstraf T Sodann wurde der Beschlußtoie ein G Stadttheönnen. Cier willen Dan ift Tet Die Arbeite 品 Außerordentliche Bersammlung sämmtlicher glieder der( alten) Maschinenbauarbeiter- Kranten Sterbefaffe( Ortstaffe), Sonntag, den 8. Februar, mittags 10 Uhr, im Louisenstädtischen Theater, Dresdene Nr. 72 und 73. Die Tagesordnung wird in der Versamml bekannt gemacht. Kollegen! Daß die Tagesordnung für Alle eine sehr wichtige ist, fönnt Ihr Euch denten, fordern wir Euch auf von Nah und Fern, Mann für Debball Rann bara am Blaze zu sein. Auch diejenigen Mitglieder, welche nur der Sterbekaffe angehören, haben zu erscheinen. Gleichzeiti machen wir alle diejenigen Mitglieder, welche ihren Austri aus der Krankenkasse bis zum 29. 11. 84 erflärt haben, aufmerksam, daß am Sonnabend, den 7. Februar, bet Termin ist, um die Sterbekaffe zu bezahlen, widrigenfalls ihrer Anrechte verlustig gehen. Die Kommission. J. A. Meyer. $ Arbeiter- Bezirks- Verein der Oranienburger Bor und des Wedding. Laut Beschluß der legten Vereins fammlung findet am Sonntag, den 8. Februar, eine err parthte nach Tegel u. f. w. ftatt. Busammenkunft 2 mittags 9 Uhr im Wedding- Park", Müllerstraße 178. Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich au scheinen. An die Schuhmacher Deutschlands! Kollegen! Schon 14 Tagen find die Arbeiter der Schuhfabrik von Philippsohn und Freundenthal in Hamburg im Streit. Unferm Versprechen gemäß, wollen mir heute die näheren Gründe, welche uns zur Einstellung der Arbeit veranlaßten, tlar legen. Der erste und Hauptgrund ist folgende Forderung des Fabrikanten den Auspußern gegenüber: eine bestimmte Lieferzeit( die Ausputer arbeiten nämlich nicht mit in der Fabrik). Diejenigen, welche Damenarbeit auspußen, sollten Vormittags von 8-11 Uhr, diejenigen für Herrenarbeit von 2-5 Uhr liefern. Wer diese Beit nicht einhält, ist vollständig der Willkür des Fabrikanten überantwortet. Hat derselbe gute Laune, bekommt er Arbeit wieder mit, wo nicht, so muß er den andern Tag wieder tommen. Damit nicht genug, hat der Fabrikant auch die Bahlung von Strafgeldern, für Nichtinnehalten der Lieferzeit, eingeführt, wodurch mancher Kollege um 50 Pf. bis 1 M. in seinem verdienten Lohn geschädigt worden ist. Die Puter beauftragten hierauf einige Kollegen, um in Verhandlung mit dem Fabrikanten in dieser Sache einzutreten. Da derselbe fich jedoch auf nichts einließ, waren die Pußer gezwungen, die Arbeit niederzulegen. Hierauf entließ der Fabrikant eine größere Anzahl Bwider mit der Motivizung, dieselben tönnten sofort wieder in Arbeit treten, wenn die Pußer diefelben aufgenommen haben würden. In einer darauf folgenden Versammlung sämmtlicher Arbeiter der Fabrit beschlossen die 3wider, von dem Fabrikanten die Wiedereinstellung der Ents laffenen zu fordern, widrigenfalls dieselben ebenfalls gezwungen wären, die Arbeit einzustellen. Da auch diese Unterredung nichts fruchtete, legten sämmtliche 3wider die Arbeit nieder. Nur noch eine kurze Darlegung der Verhältnisse der Stepper dem Fabri fanten gegenüber. Beschäftigt find 18 Stepper, welche die Arbeit mit nach Hause nehmen und dieselbe mit Hilfe von Stepperinnen fertigen. Diese Leute find gänzlich der Willkür des Fabrikanten unterworfen, da ein fester Lohnsatz für dieselben nicht eristirt, und in Folge dessen Lohndifferenzen bei jeder Lohnzahlung vorTommen. Weiter ist für die Stepper der Lohntag auf Montag festgefeßt, was gewiß für jeden, der Familie befißt, seine Un ftebenten Jahre nach dem Sozialisten Gesetze als einzige Frucht sozialreformerischer Thätigkeit bloß auf die Krankenversicherung und auf die Unfallversicherung für drei Millionen Arbeiter hinweisen zu können, ist doch sehr dürftig. Die Krankenversicherung bezahlen die Arbeiter zum Ueberflu ganz oder zu zwei Drittel noch selbst, und die ganzen Kosten der von den Unternehmern getragenen Unfallversicherung lassen fich mit Sicherheit bestreiten, wenn für jeden der drei Millionen Arbeiter von der Zeit seines Eintritts in die Arbeit an jährlich etwa 6 bis 7. auf Binsen gelegt werden. Das ist doch keine Sozialreform"! Die wichtigste Aufgabe, die Al ters und Invaliden- Versicherung und die Versorgung der Wittwen und Waisen liegt im weiten Felde, außer den Ar beiterversicherungen hat die Sozialreform der Regierung feinen Inhalt. Von teinem Rebner des Reichstags und von keinem Breßorgan im Lande z. B. ist der Marimalarbeitstag so schroff bekämpft worden, als neulich vom Kanzler. Und bezüglich der Sonn- und Feiertagsarbeit und der Frauen und Kinderarbeit sprach er fich gar nicht aus; es wird also hier wohl bei seiner Antwort auf die Interpellation Hertling vom Januar 1882 bleiben, und diese Antwort war bekanntlich ungünstig genug. Und auch für die Nöthen des Bauern und Handwerkerstandes tennt man feinen sozialreformerischen Gedanken der Regierung." - Die„ Germania" nennt dieses Verhalten der Regierung ,, traurig" Eisenbahnverftaatlichung und Arbeiter. Mit der in Folge der Verstaatlichung bewiitten Uebernahme der Beamten der Berlin Dresdener Bahn durch den Staat steht sich eine größere Bahl gerade desjenigen Beamtenpersonals dieser Bahn, dem die größte Verantwortung im Fahrbetriebe obliegt, näm lich die älteren Lokomotivführer, in ihren Gehaltsbezügen auf das Empfindlichste geschädigt. Dieselben haben wiederholt vergeblich in dem vom Regierungstisch aus jest so oft wieder als einzig erfolgreich bezeichneten, dienstlichen Instanzenwege die höchfie vorgesezte Behörde ersucht, doch dem unbilligen Bustande begegnen zu wollen, daß ihr Gehalt heute, nachdem fte bereits 16 bis 18 Jahre gedient haben, 250 Mart me= niger beträgt, als dasjenige, das sie bereits vor der Uebernahme durch das tönigliche Betriebsamt bezogen haben. Es ist für fie ein brüdendes Gefühl, es jetzt erleben zu müssen, daß, nachdem ihnen wegen ihrer Tüchtigteit die ehemalige fönigliche Eisenbahn, Rommission 1879 eine Gehaltsaufbefferung zu Theil werden ließ, ihnen 1882 bas tönigliche Betriebsamt nicht nur diese Er höhung wieder entzogen, sondern ihnen auch ihr bereits be30genes Gehalt um obige Summe gekürzt hat. Eine Wiedererhöhung der Bezüge dieser Beamten auf ihren ehemaligen Betrag, oder andererseits eine Gleichstellung derselben mit ben im gleichen Dienstalter bei den Staatsbahnen angestellten Lokomotivführern erscheint als eine einfache Forderung der Gerechtigkeit. Der hierdurch entstehende geringe Mehrbetrag fällt gegen die den anderen Bahnfonds zugeführten Summen wenig ins Gewicht, um so mehr, wenn man bedenkt, daß es fich um alte Beamte bandelt, die fich in schwerem, gefahrvollem Dienste bewährt haben und deren Arbeitseifer einer fleinen Aufmunterung wohl werth ist. " giebt. nidt jeber Eine Versammlung des Fachvereins der Tisch findet am Montag, den 9. Februar, Abends halb 9 1hr, Jägers Restaurant, Grünerweg 29, statt. Tagesordnu Vortrag des Bigarrenarbeiters Herrn Laste über Arbe Kolonien und Gefänanißarbeit. Freie Diskussion. Verschieden Fragelaften. Die Mitglieder im Dften werden ersucht, dieser Versammlung zahlreich und pünktlich zu erscheinen. stets willkommen. கு erübrigte C m Rothfal farten Stra eintreten. Härteren R auf feine it i nur i Dauptfache men mög Strifes 20 inge ich Link Die Sparta fpaten woll Daß d tapitalf gelpart ift Starfinn tonen fa don unter aniammelt, Stiefel 322 norbige Al als menn Burüdlegt. Some laffen beth ins Gewich Bunahme Bunahme fegen wäre Was nigt macht, daß bis zu 50 Gemeinnütziges. Bruftbeklemmungen und deren Bekämpfung. Brustbeklemmungen( eine Empfindung, als ob der Brustle für die Otgane, die er umschließt, zu enge wäre), die das Athmen unmöglich machen, nehme man eine Taffe Chamill oder Melissenthee oder ein reizendes Klyftier( 1 Theil Gifts 2 Theile Waffer). Sollte dies nicht helfen und feine rung herbeiführen, so mache man falte Umschläge der Brust und Senfteige auf Wade und Fußiobles. Brustbeklemmungen haben oft gewiffe tranthafte Bustän Schwangerschaft u. 1. w. annehmlid leiten hat. Wir werden jept furz die Forderungen Bafts, wie z. B. Blähungen, Herz- und Lungen der strikenden Arbeiter mittheilen: 1. Abstellung der bei den Buzein vorhandenen, oben mitgetheilten Uebelstände; 2. Einstellung sämmtlicher in Folge des Streiks entlassener Zwicker und Stepper; 3. Innehalten des Lohntarifs für Zwider und Buger von 1881 und Annahme eines Lohntarijs für die Offenbach. Die biefige Bentral- Kranken- und BegräbnißTaffe der Frauen und Mädchen hat einen riesigen Aufschwung genommen. Sie zählt nahezu 20 000 Mitglieder und ist in Folge deffen gezwungen, ichon im Mai eine Generalversamm lung abzuhalten. Dieselbe findet in Frankfurt a. M. ftatt und wird fich hauptsächlich auch mit der Frage der Erhöhung des Unterstügungsgeldes befaffen. Literarisches. Belt ( Sn Stepper; 4. sämmtliche Lohntarife müssen in den Fabrik Von. v. Schweiger Lerchenfeld. Mit 300 Juuftration Deshalb licher Büch Jabler auch tommt es i laffengelber will. Und Heinen Leu u Wiede eam and ich jedech macht die S 36 Ropleisch und Afrifa. Der dunkle Erdtheil im Lichte unserer hervorragender Künstler, 18 folorirten Karten 2c. Lieferungen à 30 Kr. 60 Bf.= 80 Cts. Hartleben's Verlag in Wien. Von diesem äußerst zeitgemäß Dem Bertel ober Flögi und in den weitesten Kreisen mit ungetheiltem Beifall genommenen Werke liegen drei Lieferungen vor, mit denen Abschnitt„ Süd- Afrika" zum Abschluß gelangt; der Berfa Sieben ab. bat auf dem Raume, der ihm hierfür zur Verfügu Eige bunt stand, ein prägnantes Bild der Länder und Der politischen Zustände und ethnographischen thümlichkeiten Des entlegenen Region Erdtheiles entrollt und seine Mittheilungen mit einer jener inte bar prächt Schneeberg goffen. britter un far bene Li räumen, für jeden Arbeiter fichtbar, aufgehängt werden; 5. Abschaffung der Strafgelder. Dies die Forderungen. Kollegen! Unter den 97 Streifenden find blos 18 Unverheirathete; es werden daher Anforderungen an uns gestellt, welche wir allein auf die Dauer nicht im Stande find, zu erfüllen. thut schnelle Hilfe noth! Beigt, daß Ihr nicht Willens seid, Derartige Uebergriffe seitens der Arbeitgeber den Arbeitern gegenüber zu dulden! Mit kollegialischem Gruß und Handichlag F. R. Hartung, Bevollmächtigter der Hamburger Filiale des Unterstüßungsvereins deutscher Schuhmacher. Briefe find an F. R. Hartung, Hamburg, Caffamachers effanten Schilderung aller, jene Länder betreffenden Forschun Es dauert reihe 6-7, Keller, Gelder an K. 3ech, Specksgang 25, II., zu reisen, darunter jene Emil Holub's, abgeschlossen. Angele ofigen We senden. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck geheiten von der größten Aktualität, wie die neuesten Vorg tabiücher beten. im Bulu- Land und im Weft- Griqua- Land, die fich erf Die Arbeitseinstellung in der Bettstellenfabrik des Herrn menigen Wochen abspielten und zum Theile noch im Baschin, Friederfir. 53, ist nach 3 tägiger Dauer durch Vers find, werden in diesen Heften bereits zur Sprache gebra mittelung der Zentrallohnkommission der Tischler beigelegt. Selbstverständlich fehlt auch das vielgenannte Angra Pequer Bruder Sämmtliche Arbeiter haben am geftrigen Tage die Arbeit nicht, deffen geographische und fulturelle Verhältnisse eingebe wieder aufgenommen. Der bereits eingetretene Lohnabzug Würdigung erfahren. Die Jllustrationen find auch in diejen von 20 pCt. wird rüdgängig gemacht und werden wieder die alten Löhne gezahlt. Die Arbeitseinstellung in der Spiegel rahmenfabrik von Trempenau, Eisenbahnstr. 13, ist dagegen noch nicht beendet. Dem Fabrikanten ist es leider möglich ge wesen, einige Tischler zu erhalten. Spikenflöppler löhne. Aus Tondern schreibt man der Flensb. Nordd. 3tg." folgendes:„ Ein eigenthümlicher Ers werbszweig vieler armer Frauenzimmer der Umgegend Ton berns ist bekanntlich das Sp zenklöppeln. So large die Spigen in der Mode waren, war diese Beschäftigung gut, Als aber so daß viel Vermögen dadurch erworben wurde. eine Veränderung in der Mode eintrat, fant auch der Berdienst. Sobald die armen Mädchen ein Alter von 8-10 Jahren erreicht haben, fangen fie zu klöppeln an und Klöppeln Das ganze Leben hindurch. Es ist ganz unterhaltend, zu Verantwortlicher Redakteur N. Vereine und Versammlungen. Bu einen mie Der Kreide. Sier, ten durchaus gelungen, besonders hervorgehoben zu werden verbi aber die schöne Kartentafel, welche in einer Haupttarte un Nebenkarten die boden plastischen Verhältnisse mit größter nauigkeit und Präziston der Darstellung zur Anichau bringt. Der Karton ,, Kamerun" enthält alle nur wünsch werthen Details. Alles in Allem: wir haben es hier einer sorgfältigen und gediegenen Arbeit zu thun. Die näch Din Hefte werden fich unter Anderem mit dem Kongo- Beden der großartigen Bewegung, welche die Neuordnung der in diesem weiten Erdraume hat, beschäftigen, so daß der Fortseßung des Werkes gewiß mit Spannung entge sehen darf. Briefkaften der Redaktion. A. Der Arbeiter. Bezirksverein Laufißer Platz hielt am Mittwoch seine regelmäßige Versammlung im Lokale Urania ab. Bum ersten Punkte der Tagesordnung ertheilte der Vorfitende Herrn Pastor emer. Kendziora zu seinem Vortrage über Die Arbeiterfrage nach Profeffor Fr. A. Lange" das Wort. Referent sprach sich über folgende Punkte näher aus: 1. Kampf ums Dasein, 2. Kampf um die bevorzugte Stellung, 3. Glüd und Gludseligkeit, 4. Lebenshaltung, 5. Kapital und Arbeit, G. G., Borfigftraße. Sie merben leider in keine 6. Eigenthum, Erbrecht und Rente, 7. Wie kann dem Arbeiter ftande geholfen werden? Redner schloß seinen mit Beifall auf genommenem Vortrag mit den Worten, daß es in den Händen der Arbeiter liege, durch feste Drganisation und Disziplin die Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Hilfskaffe mehr aufgenommen werden und in einer and nahme, wenn Sie zu einer anderen Beschäftigung überg R. D. Die Klage hat keine Aussicht auf Erfolg. Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu eine Bellag Das geling Flur. Ri feinen Flu Saume de Schweigen wenn die In di Der Bär z Don ber Bären un fernen ang tühnen Ja abgefeben. vergeffen Ichlich er junge Bru dem Veltli Des taum Büchse tra fürst fich Schießt bleibt er Bewehr mg. ute ----- m Nr. 31. eilage zum Berliner VolNluti mung Freitag, den 6. Februar 1885. n. Jahrgang. Sparkassen und Arbeiter. n In den verschiedensten Zeitungen e: tönen jetzt wkoer Lob- , �?uf die Befferung der Arbeite? tage, weil— die Ein- •agm bei den Evarkaffen in den letzten Jahren wieder einmal Zugenommen haben. Wir haben zwar früher schon dar- hingewiesen, daß die Eparkaffenzahien gar nicht das be- .I�-waS man aus ihnen schließt, unlerziehen uns aber gern bl-chmais der Mühe. -«Zunächst aber ein Wort über unsere Stellung zum Sparen N°upt! In dem Bericht für die Regierungsbezirke Pots- U® Frankfurt a. 0. wird mitgetheilt, daß die Bearühun- sm, vre Arbeiter zum Sparen anzuregen, nur in denjenigen wenig oder gar keinen Erfolg hatten,„wo d'- xUiolratie einen dominirenden Einfluß hat"; in NWeftafct die Sozial» t einer Jn- mit ca. 4000 ganz von der genannten Partei be- U* in Aibeitern fand die Pfennigjparkaffe so geringen �wtrlch, daß ihre Auflösung blvorftand." Der„Hamb. Corr." \'j Jan.), dem wir diese Spellen entnehmen, fügt dem mit Ä' �er Miene bei und die„Schles. Ztg." vom 29. Jan. cS nach:„Sozialdemokratie und Sparen sind natürliche bierin liegende Lehre und Mahnung leuchtet von ei?-" Diese Darstellung muß bei Unkundigen ganz wiche Anschauungen erweck; n über die Stellung der Arbeiter * Kn Sparkassen Allerdings halten es die fortgeschrittenen Arbeiter für einen L'M auf Kosten der Gesundheit und damit der späteren sbenekraft sich etwas abzudarben, blos um sich in Zukunft in» Geizhals an den erworbenen Summen wetven zu Jiien Die Arbeiter schlachten nickt die Henne um ein paar ina am wenigsten, wenn sie selber die Henne sind. W sw l Grund zum Vorwurf, sondern ein Beweis, daß .-..Ardeiter wester sehen, als mancher, der ihnen gute Lehren Ju'-.-- Ferner verfolgen die Arbeiter mit Rccht das Ziel, J?l leder für sich kleine Summen zurückzulegen, sondern das �wngte Geld gemeinsamen Arbeiterkassen zuzuiübren, welche « siothfall bei Krankheit, bei Arbeitslosigkeit u. s. f. mit der �,'kn Kraft einer ganzen Genossenschaft für die Einzelnen Msten. Der Einzclrre hat durch diese Kassen einen viel »sieren Rückhalt im Falle der Roth, als wenn er ganz allein iSWne individuellen Ersparnisse angewiesen ist. Doch kommt Sj1 Nur in Betracht, flache ist, daß was die Kassen direkt zahlen,— die sie auch dauerod ein höheres Lohneinkom- "' llter im Lohn kämpf, bei wäre also em Narr, er ....._______. er hauptsächlich für („• Sparkassen und nicht für die genossenschaftlichen Kassen "wen wollte. v. Daß die Arbeiter auf diese Weise viel sparen, mag freilich B# topiialfreundlichen Blätter sehr unangenehm berühren, aber art ist es doch. Und ehe man den Arbeitern mangelnden rfinn vorwirft, sollte man doch auch bedenken, wie schwer ncn fällt, etwas zurückzulegen. Der Arbeiter„spart" heute K* unter den schwersten Entbehrungen, wenn er das Geld �Amelt, um seine Steuern zu zahlen, um sich ein Paar SStf zu kaufen, um seiner Frau und seinen Kindern die �.Kleidung zu beschaffen. Das kommt ihm schwerer an, �l Rothschild eine Million für seine lachenden Erben es, wenn der„Hamb. Korr." darauf aufmeiksam bis baß in der„Neuen Sparkasse" zu Hamburg die„Bücher licher rfcO Mark" über 46 Prozent, nahezu die Hälfte sämmt- Vtrchei-, ausmachen? 0b auf die vielen kleinen Em- C°uch der größte Theil der Einlagen fällt,- darauf es doch an. wenn man aus der Vermehrung der Spar- mm" g'.Ider auf eine bessere Lage der großen Moffe schließen da wird sich wohl meist herausstellen, daß die ���erst�wa�n�ehr�roßei�ah�u�ei�palkassen Äüinlerfahrt durch Graubünden. Von Alfred Meißner. an.(Schluß.) „urtty-J«S am im Kutschkasten, der auf Schlittenkufen ruht, geht Sa"* ä rfle.f* Reise mit, aber Frachtstücke giebt es vollauf, denn �'Ick und Gemüse und noch buudert andere Dinge müssen W's lämmert kaum, sofort erlebt man ein wunder- �„v'achtiges Schauspiel. Der Scheitel ernes machtrgen - �"''dergs ist plötzlich wie mit einem Strom von Rosa über- Im nächsten Momente flammt ein zweiter auf. ein mächtige Dome erglühen, rosa- die Bergwände her abzufließen. Der Tag tritt ein, die sanft r, todt und kalt, in weiße _. aehüllt, stehen die Bergriesen wieder da, die sich A bei w.Ä' Silber leuchtend, die anderen im stumpfen Werß V-'!S 'W!###& im K in EiL�mP* ihm doch nicht Verschwunden sind Matten und ®ch&«BKblQUJtünen Forstes. JedeS Geräusch ist tobt; das Wpn � o Natur wechselt nur mst furchtbarem Donner. der ��'n�Gegen�n�wm' noch vor einigen Jahrzehnten UMsKMZW zehn Kreide. btt Reisender, blick' umher! Hier benscht der Winter, %ii. des Todes, in unbestrittener Macht. Es ist, als daz? mit seiner Schneeschaufel olle Klüfte ausfüllen, aber «hnen°M°ngen Hot..IVU(........... WM ,n, �Sefcben re"' bit's besonders auf den brummenden Vi utz k" SmBn'Scr?«i»™ wSmmä#' - mm--■ Begleiter stellten sich am Fuße auf; er, seiner oft erprobten am Eingang der Hobte auf den Schützen. Er (einen rechten Bärin Arm. entreißt ihm Was bleibt sein dem heranströmen, aber insgesammt doch reckt wenig einlegen tön- ncn. Für Z eutschland läßt sich der Beweis bei der Mangel- haften Statistik nicht erbringen, für England hat ihn aber vor geraumer Zeit Max Schippet erbracht. In England und Wales hallen 1876 im Ganzen 1 118 902 Einleger 31 454 698 Psd. Sterling erspart. Man wird uns wohl allgemein zugestehen, daß ein Durchschnitts arbeiter nicht mehr als 10 Pfd. Sterling, gleich 200 Mark, in den Sparkassen haben wird. Summiren wir bis zu diesen Grenzen alle Einleger und Ein- lagen, so finden wir allerdings, daß die kleinen Leute sich auf 560 172 Personen belaufen, also mehr als die Hälfte sämmt- licher Einleger bilden. Sie haben aber nur 1 365 700 Pfund Sterling zu eigen, d. h. nur 4,3 Prozent aller Einlagen.„Die Arbeiterklasse liefert in die Sparkassen V2, der zufließenden Gelder, sie ist also nicht nur nicht ausschlaggebend für die jährlichen Ausweise, sondern kommt für dieselben überhaupt nicht in Betracht. Einzig ins Gewicht fallen die größeren Er- sparnisse, die aber nicht von Arbeitern Herrühren. Haben doch schon die 250 060 Personen, weiche mehr als 1000 Mark eingelegt haben, 20V- Millionen Pfd. Sterling zu fordern, d. h. zwei Drittel aller Depositen! Die Aenderung der großen Ein- lagen destimmt sonach die Auf- und Niederbewegung der Spar- kaffendilanzen und es ist grober statistischer Unfug, diese Bi- tanzen einfach als Ausweise über die Vermögcnsverhältnisse der arbeitenden Klassen zu betrachten." Soweit also die Arbeiter sich an den Sparkassen bethei- ligen, kann ihr Beitrag nur verschwindend gering sein und die Zunahme der Sparkaffengelder beweist nur, daß es anderen Kreisen besser geht. Soweit die Arbetter aber sich nicht be- theiligen, lhun sie recht daran; für sie find die eigentlichen Sparorganisationen die Gewerkschaften und HUfskaffen. DarLämentsberiMe. Deutscher Reichstag. 42. Sitzung vom 5. Febrarr, l Uhr. Am Tische des Bundesralhes v. Boetticher, Bron- sartv. Schellendorff, v. Burcharsd und Kommrssarien. Abg. v. H u e n e referirt Namens der Budgetkommisfion über den gleichzeitig mit dem Etat pro 1885/86 vorgelegten Gesetzentwurf, belr. die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltungen des Reichsheeres, der Marine und der Retchseisenbahnen. Stach§ 1 der Vorlage soll die Äufwen- düng von 10 055 134 M. für die durch die Truppendislokationen im 0sien und die Verstärkung der Garnison von Metz ent- standenen Ausgaben genehmigt werden; weiter desagt§ 1; „soweit dieser Betrag nicht bereits verausgabt ist, kann er nachtraglich verwendet werden." Diese Summe ist entgegen den bestehenden Verfassungsbestimmungen bereits verausgabt oder wird in der nächsten Zeit verausgabt werden. Der An- fang dieser Verwendungen reicht bis in das Etatsjahr 1833/34 zurück; hier find bereits mehrere Millionen für die aufgeführten Zwecke verausgabt worden- Mit der Frage der Deckung der letzteren sich zu befassen hat die Kommission Abstand genommen; der Genehmigung durch das Anlethegesetz unterliegen also nur die für das laufende Jahr 1884/85 flüssig ge- mehr möglich. Die betreffenden Ausgaben sind ein Theil einer ganzen Gruppe von Maßnahmen, welche aus militärtechnischen Gründen zum Zwecke der Herbeiführung besonderer Grenz- schutzeinrichtungen nothwendig geworden find. Ueber die Maß- nahmen selbst sind in der Kommission sehr eingehende, aber streng vertrauliche Aiittheilungcn seitens der Militärverwaltung temacht worden. Die Kommission hat sich überzeugt, daß die Maßnahmen, als Ganzes aufgefaßt, nur als zweckmäßig an- gesehen werden können, und oaß die Energie der Verwaltung alle Anerkennung verdient; die Bedenken gegen die Maß- nahmen liegen also nicht auf der materiellen Seite, sondern auf der formellen. Die Ausdrucksweise, wie sie die Regierung im§ 1 bezüglich der„nachträglichen Verwendung" vorschlägt, erschien keinem Mitzlieve der Kommission genügend. In der- selben wurden nun verschiedene anderweite Formultrungen Schützen zu thun übrig? Nur das Desperateste! Er schwingt sich auf die Bestie, satlelt sich fest auf ihrem zottigen Rücken und traftirt sie wie ein Roß. Er ergreift beide 0hren des Thieres und beißt sie mir den Zähnen. Das Thier, entsetzt über den ungewohnten Reiter, jagt in Schrecken und Raserei davon, den Abhang herunter. Je wilder es dahinfährt, um so fester fitzt der Reiter. Die Leute unten, die ihren Führer auf der braunen Bestie dahinjagen sehen, folgen ihm mit dm Augen. Helfen kann ihm Niemand. Aber ist er es auch? Ist das nicht ein Hexenmeister, der in der angenommenen Gestalt dahin- fährt? Wilde, mtsetzliche Jagd, die Schluchten hinab und wieder hinauf bald geradeaus, bald quer durch Busch und Tann. Eine rotbe Fährte ist auf dem Schnee gezeichnet. Die Bärin wird endlich müde, aber der Bärenreitcr ist es auch. Sein Entsetzen wächst, als das Thier gerade auf einen Abgrund loSfährt; er sieht sein Ende unausweichlich vor sich. Er läßt sich nach hinten ausgleiten— die scheue Bärin braust weiter. Der Jäger rafft sich auf, kehrt aber noch um— zur Bärenhöhle. Da spielen die Klemm ganz ausgelassen in Ab- Wesenheit der strengen Mama. Der Jäger nimmt sie, trägt sie davon. Er kehrt zu seinen Freunden zurück, deren Schrecken der Freude weicht. Seine Wunde heilt; er heißt seitdem der Bärenreitcr. Der Bärentanzmeister hat die Kleinen auf seine Kunstreise mitgenommen... Nach zweistündiger Fahrt ist man in Tschuggen angelangt, einem wegen der Lawinen, die von den bmachbartm Pischa- gletschern herabzugehen pflegen, gefährlichen Thale. Wenn es bald nachher die Paßhöhe hinangeht, verläßt man gerne den Wagen und wandert zu Fuß. Es ist ein Tag geworden von wunderbarer Klarheit. Der Himmel ist tiefblau und völlig wolkenlos, während gleichzeitig das Tiefland vielleicht ganz in Nebel steckt. Deutlicher als im Sommer heben sich alle Umrisse der Berg spitzen ab, denn alles ist weiß. Der Ecknee aber scheint Leben empfangen zu haben. Er glitzert in Milliarden und Milliarden funkelnder Sternchen, daß man zeitweilig vom Glänze geblendet, die Augen schließen muß. Man wandelt auf weißem, grellblinkendem Marmor, und es ist warm geworden. Früh zeigte das Thermometer zwölf Grad Kälte, jetzt gegen Mittag hat die Sonne ganz gewaltig Kraft gewonnen, das Thermometer möchte jetzt sicher zwölf bis fünf- zehn Grad Wärme zeigen. Wo daS Sonnenlicht auf feste Körver trifft, steigt die Temperatur noch höher- Gegen die schindelgepanzerte Wand eines HauseS gestellt, kann man sich förmlich mitten im Ecknee braten lassen- Die Paßhöhe, 7400 Fuß hoch gelegen, ist erreicht. Dort steht ein SchutzhauS, zwischen zwei kleinen gefrorenen Seen. vorgeschlagen; einerseits sollte die„nachträgliche Genehmigung", andererseils die„Jndemniiät" für die ohne vorherige Bewilli- gung verausgabten Beträge ertheilt werden. Die Majorität entschied sich für das letztere und schlägt statt der Zusatz- bestimmung des§ 1 der Vorlage folgenden besonderen§ 2 vor:„Insoweit Beträge von der in§ 1 angegebenen Summe zu den daselbst bezerchneten Zwecken im Clalsjahre 1334/35 bereits verausgabt sind, wird für diese Verwm- düngen hiermit Indemnität ertheilt." Die Freunde der„nachträglichen Genehmigung" wandten ein. daß man mit der„Indemnität" in der öffentlichen Meinung stets den Begriff eines Vorwurfs verbinde, den doch Niemand der Ver« waltung machen wolle. Dagegen wurde geltend gemacht, daß man weder einen Vorwurf erheben noch überhaupt die Sache aufbauschen wolle. Man müsse aber die Verwendungsoerhätt- nisse ins Auge fassen; der Reichstag sei während der Jnan» griffnahme und Ausführung der in Rebe stehenden Bauten einen längen Zeitraum beisammen gewesen, die Verausgabungen hätten einen sehr erheblichen Umfang erreicht, und diesen be- deutsamen Vorgängen müsse auch die Form der Genehmigung entsprechen. Nachträgliche Genehmigung, die blos eine Rück- datirung der Bewilligung bedeute, sei also nicht ausreichend; es handle sich um Ausgaben ohne vorherige Bewilligung, die Verfaffungsbestimmungen seien nicht inne gehalten worden. Mit der„Indemnität" im Sinne der„Echadloshaltung" wolle man aussprechen, daß eine solche Verletzung der Verfassung keinerlei Konsequenzen für die Urheber hoben soll. Der Aus- druck Indemnität sei übrigens trotz seiner Eigenschaft als Fremdwort im Reiche wie in Preußen wiederholt in Anwen- dung gekommen. Abg. v. Köller: Ueber die Zweckmäßigkeit der Verwen- dung der 10 Millionen verlieren wir kein Wort mehr, ebenso erkennen wir an, daß die eigenthümlichen Verhältnisse, unter welchen die Vorausgabung erfolgte, eine besondere Form der Genehmigung bedingen. Wir hätten allerdings an Stelle deS außerdeutschen Worts„Indemnität" den jedem Deutschen ohne weiteres verständlichen Ausdruck„nachträgliche Genehmigung" in dem Gesetzentwurf lieber gesehen; aber nach den Erläuterungen des Referenten werden wir die§§ 1 und 2 der KommisstonSvorschläge auch mit diesem Ausdruck annehmen, bleiben aber trotzdem der Ansicht, daß die Aufnahme des deutschen Ausdrucks richtiger gewesen wäre. Staatssekretär v. B u r ch a r d: Nach den Erklärungen deS Referenten und des Abg. v. Köller waltet eine Differenz zwischen der Negierung und der Kommission materiell nicht od. Die Regierung erkennt vollkommen an, daß die Bewilligung zu den betreffenden Ausgaben seitens des Bundesraths und Reichstags vor der Verausgabung hätte nachgesucht werden sollen, wie es verfassungsmäßig vorgeschrieben ist. Es ist daS nicht geschehen, die Gründe dafür sind von der Budgetlom- misston eingehend geprüft worden, und die Kommisston ist ein- stimmig zu der Auffassung gelangt, daß die Regierung nicht anders handeln durfte, wie sie gehandelt hat, daß sie wesent- liche Interessen des Reiches preisgegeben hätte, wenn die Ge- nehmigung vorher eingeholt worden wäre. Drß die Regie- rung nun nachträglich die Genehmigung nachgesucht hat, ist der klar von der Verfassung vorgeschriebene Weg. Wenn die Kommission den Ausdruck im§ 1 als nicht ganz genau an- sieht und die Ertheilung der„Indemnität" vorgezogen hat, so habe ick daraus nur zu bemerken, daß die Verfassung das Wort„Indemnität" nicht kennt, daß es aber auch für die Re- gterung keinen Anstoß erregen wird, wenn der vom Reichstag als zweckmäßiger angesehene Ausdruck im Sinne der Schad- losHaltung, der Nichtinanspruchnahme in daS Gesetz ausge- nommen wird. Abg. Rickert: Dem Abg. v. Köller gegenüber will ich nur noch einmal konstatiren, daß für die Majorität der Korn- Mission allerdings ein wesentlicher Unterschied zwischen nach- träglicher Genehmigung und Indemnität besteht. Sonst hätte sie den anderen Ausdruck nicht gewähtt. Die Ertheilung der Indemnität ist die Entlastung von der Verantwortlichkeit für einen Verstoß gegen die Bestimmung der Verfassung. In ma- terieller Beziehung haben wir allerdings der Kriegsoerwaltung wegen ihres Vorgehens keinen Lorwurf machen wollen. Eine prachtvolle Ausficht auf das 9698 Fuß hohe Schwarzhom bietet sich dar. Nun hinab. Die Sonne hat gewirkt; die Pferde sinken dann und wann bis ans Knie in den Schnee, die Gefahr des Gleitens ist sehr groß. Die Th'ere find schwerfällig, aber sicher, auch ist's ein Glück, daß sie denselben Weg so oft wie- verholen. Dennoch liegt ein Unglück immer nahe. An einem Nagel, an einem Holze hängt des Menschen Leben. Welche Gelegenheiten, den HalS zu brechen, den man doch noch eine Zeitlang auf den Schultern zu tragen wünscht! Man befindet sich immer auf der Höhe eines dritten Stockwerkes, da"" und wann auch auf der Höhe eines sechsten oder siebenten. D». Schlltten bewegt sich auf einem mindestens klafterhohen, schräg abfallenden Eckneedamme. Nur die angespannteste Auf« merksamkeit des Kutschers, seine Kraft und Gewöhnung der Gefahr können uns da vorüberhelfen. Verlöre er auqenblicklieh den Kopf, so wäre Alles verloren. Eine ungeheure Tiefe gähnt uns an. So rutscht man, den Kopf gesenkt, gefaßt und ge- lassen, an den wunderbarsten Naturschönheiten vorüber und sieht sich die Schluchten an, in denen man jeden Augenblick begraben sein kann. Kehre um Kehre wird im scharfen Trab genommen. Die wackeren Pferde führen wahre Seiltänzer- stückchen auS---- Seit einiger Zeit zeigt der Kondukteur eine gewisse Unruhe. Er lugt mrt gespannter Aufmerk, amkeit aus. Bald errailien wir die Ursache. Unten rn der Tiefe liegt auf der Srraße eine lange, schwa»e Masse, es ist ein dickt zusammenge- drangter Zug von Schlitten, die bergan wollen. Wie will man auf dem swmalen Fahrdamm aneinander vorüberfahren? Unerfahrenen scheint es geradezu un- thunlrch. Dessenungeachtet geht es vorwärts. In angemessener Entfernung vor dem veltliner Schlittenzug wird Halt gemacht. Die Italiener, die ihn führen, schwarzbraune Gesellen, denen die große grüne Schneebrille, die sie alle tragen, ein noch wilderes Aussehen verleiht, schreien und geberden sich ganz aufgeregt. Unser Kondukteur bleibt ruhig. Gegen den Berg zu rst eine Einbuchtung, sie wird durch Ausschaufeln erweitert eben weit genug, daß unser Postwagen hineinfahren kann — unsere Schlitten bleiben zurück. Und nun wird durch eine Reihe von klugen Schachzügen der Uebergang bewerk- stelligt. gebliebenen Schlitten stehen. So wird der voranfahrende Postwagen frei. Nun haben die v-lt rner Schlitten zurückzuweichen, daß un er erster Beischlitten rn die Einbuchtung fahren kann. Ber bresem Zurücktreten, das den Pferden ohnehin unangenehm ist, bäumt sich einer der veltliner Gaule, roh ins Maul gerissen� Die§§ 1 und 2 der Kommissionsvorschläge werden darauf angenommen, ebenso§ 3, in welchem die zur Beftreitung ein maliger Ausgaben des Etats pro 1885/86 für die Heeres, Marine und Eisenbahnverwaltung aufzunehmende Anleihe nach den Beschlüssen zur zweiten Lesung des Etats auf insge gesammt 28 465 513 M. bemessen wird, desgleichen der Neft des Gefeßentwurfs. Es folgt die erste Berathung des Gefeßentwurfs, betreffend ben Beitrag des Reichs zu den Kosten des Anschlusses Bremens an das deutsche Zollgebiet. war. | Kaufleute Bremens und vor Allem sein Senat für nothwendig Kaufleute Bremens und vor Allem sein Senat für nothwendig| Bolldienstgebäude in Bremen und Bremerhaven, die Umg erachteten, um befriedigende Bustände herbeizuführen. 10 Schluß Bericht der Ausstellung ordnung. zung des Bollausschlußgebietes zu Bremerhaven, sowie die richtung desselben, namentlich durch Herstellung der etwa forderlichen weiteren Räume für die provisorische Lagerung Waaren, die Herstellung eines Güterbahnhofs für den Beloften.) fehr in dem zollinländischen Theil von Bremerhaven, die zo fichere Umgrenzung des zollabgeschlossenen Bezirks in Brem und die Einrichtung der erforderlichen Hafenanlagen un Lagerräume in demselben. Hiermit ist genau bezeichnet, weld Anlagen nothwendig sein werden. Wieviel fte toften, warder Gegend Kommission außer Stande genau zu bestimmen. Dazu gehört filichen, for Kostenanschläge, und die tonnten nicht beschafft werden, o momentan die Vorlage wesentlich zu verzögern. 1 Abg. Staudy( fonservativ): Ich freue mich, daß auch der Vorredner der Vorlage sympathisch gegenübersteht. Seiner Motivirung aber fann ich mich nicht ganz anschließen. Es ist in Hamburg seit dem Beschluß über den Bollanschluß viel besser geworden, so daß sogar 3weifel darauf lant gewor den find, ob, wenn man das seiner Beit vorausgesehen hätte, der Zuschuß von Seiten des Reichs wäre bewilligt worden. Es ist aber nicht bloß für Hamburg, es ist auch für das Deutsche Vaterland besser geworden. In dieser Hoffnung, daß der Bollanschluß Hamburgs national und wirthschaftlich vortheilhaft wirken würde, haben wir uns auch seiner Beit für benselben interesfirt. Wir stehen heute auf demselben Standpunkte gegenüber Bremen. Der Vorredner hat darin Recht, daß das Verhältniß, das wir früher zu Hamburg eingenommen haben, uns Bremen gegenüber bindet, wenn auch durch jenen Anschluß bereits das Hauptsächlichste gethan ift. Die verbündeten Regierungen haben auch denselben Standpunkt eingenommen, indem das Reich heute die Hälfte des Kostenanschlages für den Anschluß in der Höhe von 12 Millio nen als Buschuß offerirt, wie es damals die Hälfte der Kosten mit 40 Millionen beisteuerte. Ich bedauere aber, daß die Vorlage bezüglich der Vornahme der nothwendig werdenden Aenderungen in Bremen, der erforderlichen Anlagen u.[. w. uns nur sehr dürftige Mittheilungen macht. Es wird daher das Geeignetfte sein, dieselbe einer Kommission zu überweisen. Wenn freilich blos die Kostenfrage in Betracht käme, dann würde sich die Ueberweisung an die Budgetlommiffion empfehlen. Wenn aber auch die sonstigen Abmachungen mit Bremen Die Vorlage wird einer besonderen Kommission von Mitgliedern überwiesen. Runft fchiedene Ku Eine Lilip Arbeit" Es folgt die erste Berathung des Gefeßentwurfs be Riesendame, Aenderung des Zabatssteuergesetes, ber be Bublikums § 12 jenes Gefeßes hinzufügt:„ Die obersten Landes- Finan dazu produzi behörden find ermächtigt, ausnahmsweise zu gestatten, daßschlangen", Gewichtsermittelung erst nach dem 31. März, jedoch spätete Rabylin Rar bis zum 31. Mai des auf das Erntejahr folgenden Jahres, Die Berline schehe." Den" gegen Abg. Müller( fonservativ): Die Vorlage soll eine Kabylen an Bedürfniß namentlich in den Gegenden abhelfen, wo Tab Freunde zu: auf Moor- und Torfboden gewonnen wird. trocknet schwerer, als das bisherige Gesez voraussett; er beinahe ſo, c Dieser Zab igloobe, b liert in der Zeit vom 31. März bis 31. Mai etwa 1% feine warf nach Gewichts; und wenn das Gewicht schon am 31. März em einen so grin viel Steuer zahlen. Ich empfehle daher den Entwurf Jur g. Ein materiell geprüft werden sollen, so würde eine solche Menge nahme, wenn ich auch glaube, daß er allein noch nicht genig bend geger von Arbeit entstehen, daß wie bei der Hamburger Vorlage eine besondere Kommission nothwendig würde. Es scheint mir indeffen schwer, an den vereinbarten Abmachungen irgend etwas ändern zu wollen, wie ja auch Hamburg gegenüber seiner Beit durch die Kommission daran nichts geändert worden ist. Sieht man also diese Abmachungen für feststehend an, so ist es das Geeignetste, die Vorlage an die Budgetlommission zu überwei sen, und ich beantrage dies hiermit. im Laben no letten richtete Werkstatt ar blidlich ohne wird, um den Tabatsbau in den fraglichen Gegenden, wo fenden Jum Lebensfähigkeit ernstlich gefährdet ist, zu erhalten. Da ländische Tabakskonsum ist in Folge der hohen Steu reits erheblich zurückgegangen. Ich halte es mind noch für nöthig, daß auch§ 19 des Zabalsteuergesetes dert wird, welcher bestimmt, daß die Steuer beim erstmalbergueilte, Verkauf erhoben wird, wenn dieser bis zum 15. Juni aften mit 1 findet; ist der Tabat bis dahin noch nicht verkauft, so mu Des Der Gehilfe e Abg. v. Benda: Meine Freunde find der Meinung, Tabakbauer die Steuer bezahlen, ehe er den Kaufpreis erhaltin Schußma hat. Es entstehen dadurch für ihn leicht ernste Berlegenber die und er ist der Ausbeutung der Händler preisgegeben, bie en die Be Bwangslage fennen. Ich behalte mir daher einen Antrag dahin, daß die Frist des§ 19 über den 15. Juni hinaus längert wird. daß in der Vorlage die Intereffen des Reiches ebensowohl wie die Bremens völlig gewahrt find, wenn das legtere auch feinen Freihafen erhalte; wir wünschen deshalb auch, daß das Gefeß zu Stande lomme. Mit Rücksicht darauf aber, daß die Budget fommission im Augenblick mit anderen Dingen beschäftigt ist, schlage ich eine besondere Kommission vor. Etaatssekretär v. Burchard: Meine Herren, bel der sympathischen Aufnahme, welche die Vorlage auf allen Seiten des Hauses gefunden hat, kann ich mich vollständig enthalten, eine nähere Begründung der einzelnen Borschläge hier zu geben. Es wird von allen Seiten anerkannt, daß der Bollanschluß Bremens ein erwünschter ist, daß er im Interesse des ge sammten Reiches liegt und ebenso auch im Interesse Bremens, Ab. Witte: Das Gefühl des ganzen Hauses ist dieser längst erwarteten Vorlage gegenüber ein einmüthiges, da unsere ( der Dentschfreifinnigen) Stellung zu dieser Vorlage eine ganz andere ist, als fie feiner Beit zu der Frage des Zollanschlusses von Hamburg Damals handelte es fich um die Erörterung und Entscheidung der prinzipiellen Frage, ob Hamburgs Anschluß an den Zollverein im wirthfchaftlichen Intereffe der Nation, ob dies Intereffe so groß und zwingend set, um die großen Opfer des Reiches und die noch größeren Hamburgs au rechtfertigen. Die dafür angeführten politischen und nationalen Momente besaßen für die Mehrzahl meiner Freunde nicht die durchschlagende Kraft, um unsere sehr gerechten wirthschaftlichen Bedenken gegen die Vorlage und das Vorgehen der Reichsregierung zu beseitigen, und nach den seitdem eingetretenen Vorgängen und nach der Stellung Ham burgs zum Reich und unserer Industrie muß ich noch heute fagen, daß meine Ueberzeugung nicht erschüttert ist; das da malige Vorgehen war nicht zu billigen, mußte vielmehr abgeIshnt werden. Denn Sie wissen ja Alle, daß in Hamburg genau derselbe Zustand, wie er bisher war, wenn auch in verfleinertem Maßstabe, wieder hergestellt wird, daher auch in den wirthschaftlichen Verhältnissen und speziell in den Beziehungen Hamburgs zum Binnenlande in der That taum etwas, in feinem Falle etwas Wesentliches sich ändern oder gar beffern tann. Ganz anders aber ist unsere Stellung zu der Bremen betreffenden Vorlage. Hamburg ist einbezogen, und alle Welt wußte, daß dies nur eine Etappe für den späteren Anschluß Bremens war und sein sollte. Freilich enthalten die Motive den mich befremdenden und eine andere Meinung ausdrückenden Passus: mag es immerhin zweifelhaft sein, ob gegenwärtig, nachdem der Bollanschluß Hamburgs für nahe Beit sicher gestellt ist, der Bollanschluß Bremens für die Entwickelung des nationalwirthschaft lichen Lebens doch nicht die gleiche Bedeutung hat wie vordem." Nein, meine Freunde und wohl das ganze Haus hat von Anfang an die Einbeziehung Hamburgs und Bremens für untrennbar gehalten, und in diesem Sinne hat die Mehrheit die Mittel für Hamburg bewilligt. Der Anschluß Bremens wurde von Niemand in Frage gestellt, er galt in der That nur als eine Frage der Beit. Darum find meine politischen Freunde und ich der Vorlage durchaus günstig gestimmt, und wir werden fie genehmigen, nachdem fie in der Budgets oder einer besonderen Rommiffion eingehend geprüft ift. Sie ents spricht im Tert des Gesetzes durchaus der früheren Hamburg betreffenden Vorlage. In der Motivirung muß aber ein Um ftand auffallen und zu einem interessanten Vergleich Anlaß geben: Bremen ist im Gegensatz zu Hamburg ausdrücklich Die Bewilligung eines Freihafens abgelehnt und zwar eines Freihafens, in welchem die Bewegung der Schiffe, die von jeder Bollfontrole befreit sind, und die Anlegung der induftriellen Großbetriebe geftattet sein soll. Dies legtere ist der Kernpunkt. Es ist ja ein ganz erhebliches Terrain, wie aus der beiliegenden Karte ersichtlich ist, für die freie Bewegung der Schiffe und Waaren ausgeschieden, womit dem Verlangen Bremens genügt wird. Dagegen ist der Fortbetrieb der industriellen Großbetriebe von diesem Terrain ausgeschieden. In Hamburg wurde seiner Beit ausdrücklich diese Bedingung des Fortbetriebes gestellt und mit Recht erfüllt. In Hamburg werden also auf den Export angewiesene Industrien in größe rem Umfange betrieben werden als in Bremen. Es werden in der Vorlage die Betriebe aufgezählt, welche für Bremen in dieser Beziehung in Betracht kommen fönnen, und es sollen den bestehenden industriellen Betrieben, welche auf die zollfreie Verarbeitung ausländischer Stoffe angewiesen find, die thunlichsten Erleichterungen gewährt werden. Unter richtiger Auslegung und Benutzung der vorhandenen Bollvorschriften können, worauf in der That sehr viel ankommt, diese Betriebe fortgesegt werden. Die Höhe des Reichszuschusses von 12 bis 25% 2 Millionen ist durchaus gerechtfertigt. Aber obwohl die Vorlage sehr gründlich mit zuverlässigen und hervorragenden Kaufleuten und Induftriellen an Ort und Stelle ausgearbeitet ift, so werden sich doch nach Nachrichten, die mir von jener Seite jugegangen find, die Unkosten der Stadt Bremen wesentlich höher belaufen, als sie in der Vorlage angenommen werden fonnten. Im Uebrigen fann fie auf unbedingte Annahme rechnen, da fie im Großen und Ganzen das enthält, was die verfintt und gelangt bis an die Brust in den Schnee. Er ist aber flug genug, fich gang ruhig zu verhalten, er weiß, daß er bei jeder Bewegung tiefer versinken würde. Man macht ihn frei, spannt ihn aus und bringt ihn wieder auf die Füße. Abermals rücken die veltliner Schlitten vor, und unser erster Beischlitten wird frei. Noch einmal wird dasselbe Manöver wiederholt, und unsere drei Gefährte können nun wieder die Thalfahrt fort fegen, während die Männer aus Veltlin langsam der Höhe entgegenziehen. Aber noch manches Maledetto! ist von der Höhe zu hören. DE Das Haus tritt sofort in die Berathung ein und genehmi Es folgen Wahlprüfungen. die Vorlage unverändert. Die Wahl des Abg. Lorenzen( 3. Schleswig- Hol beantragt die Kommission für giltig zu erklären, aber au dem den Reichskanzler zu ersuchen, wegen verschiedener a Erhebungen zu veranlaffen. lich bei der Wahl stattgehabter Unregelmäßigkeiten die nöth об Reichskanzler auch die Verpflichtung habe, diesem Ersuche Abg. v. Kardorff regt hierbei die Frage an, giltig erklärt ist. Kommission nachzufommen in einem Falle, wo die W DA filt Bo geben, als w aber feinen Hellte es fich Raften mit Bimmerftraße ligten feine bd Бу Staatssekretär v. Bötticher: Nach Art. 27 ber faffung hat der Reichstag das Recht, die Legitimation Mitglieder zu prüfen. Diese Befugniß involvirt aud Recht, zu verlangen, daß alle die Thatsachen aufgeklärt we die behufs Vorbereitung der Entscheidung über die Legi tion des betreffenden Abgeordneten für erforderlich era werden. Einem solchen Verlangen ist die Regierung auch stets nachgekommen. Eine andere Frage ist es, ob Reichstag auch noch befugt ist, derartige Feststellungen fordern, nachdem die Legitimationsprüfung selbst beendigt Die Wahl wie hier für giltig erklärt ist. Es wäre in jo Falle forretter, wenn die Wahlprüfungskommission bie rung nur darauf aufmerksam machte, daß Unregelmäßigtet vorgekommen find, und ihr überließe, das zu thun, was e zur Remedur erforderlich ist. zu spie Fuß neu ei Vorher einen baben. Bei mittelt, daß Festgend Abg. v. Heereman: Die Kommission hat die bei! Wahl vorgekommenen Unregelmäßigkeiten für so bedeutend achtet, daß fie nicht stillschweigend darüber hinweggegange Die von Herrn v. Kardorff angeregte Frage ist nur ein bl Streit um Formalitäten. und daß der Reichszuschuß von 12 Millionen weder zu hoch noch zu niedrig gegriffen ist, daß auch in dieser Beziehung Anstände nicht zu erheben sind. Ich habe mich deshalb nur noch mit einzelnen Ausstellungen zu beschäftigen, die seitens der Herren Vorredner gegen die Vorlage erhoben worden find. Wenn zunächst der Herr Abg. Witte davon ausgeht, daß seine Ueberzeugung nicht erschüttert sei, daß er sich nach den wirthschaftlichen Vorgängen wie er fich ausdrückte den Anschluß Hamburgs nicht für gerechtfertigt ansehe, so muß ich sagen, daß ich dieses nicht verstehe; denn, so viel ich weiß, ist selbst in Hamburg ein wesent licher Umschwung in den Anschauungen eingetreten. Auch dort neigt man fich immer mehr der Ueberzeugung zu, daß der Bollanschluß Hamburgs ein richtiger Schritt gewesen ist, der den Interessen Hamburgs entspricht. Was dann die Bemängelung der Motive betrifft, und zwar deswegen, weil ge fagt fei, es möge zweifelhaft sein, ob gegenwärtig, nachdem der Bollanschluß Hamburgs für nahe Zeit sichergestellt sei, der Boll anschluß Bremens für die Entwickelung des nationalen Wirth schaftslebens noch die gleiche Bedeutung habe, wie vordem, so ist das eben nur als ein zweifelhafter Punkt hingestellt, und ich enthalte mich jest, auf eine nähere Begründung dieser Worte einzugehen; bei ruhiger Erwägung wird es nicht aweifelhaft sein lönnen, daß man beim Bollanschluß Hamburgs ein weitergehendes Intereffe unseres Wirthschaftslebens wohl annehmen fonnte. Wenn ich dann zu den Bemerkungen des Herrn Abg. Staudy übergehe, so hat der geehrte Herr_bemängelt, daß die Vorlage nur dürftige Details über die Einrichtungen, die nothwendig feien, gebe. Dieser Vorwurf ist nicht näher begründet, und ich bin daher nicht in der Lage, ihn zu widerlegen. Nach meiner Ansicht sind die Mittheilungen der Vorlage nicht dürftig, und ich möchte namentlich hervorheben, wenn der Herr Vorredner vermißt, daß die Voranschläge dermalen noch nicht vor Itegen, daß ein solcher Voranschlag geraume Zeit er fordert, und daß es nicht richtig gewesen wäre, wenn deshalb, weil die Voranschläge noch nicht fertig waren, die Vorlage aufgeschoben worden wäre. Es tam damals nicht darauf an, genau firirte Kostenvoranschläge zu haben, man wollte nur das Brinzip prüfen, wonach der Reichszuschuß festzustellen ist. Da bet hat man fich angeschlossen an das Prinzip, was bei Bewilligung des Reichszuschusses an Hamburg maßgebend ges wesen war, nämlich die Hälfte der Gesammtlosten bis zu einem gewiffen Maximalbetrage. Daffelbe Prinzip ist auch bei Bremen angewendet worden, und es wird sich ergeben, daß es das Richtige gewesen sei. Der Herr Abg. Stauby ging dann auch, wie ich meine, von einer unzutreffenden Vorausseßung aus, wenn er sagte, es läge hier ein Kontrakt vor zwischen Bremen und, ich weiß nicht, dem Bundesrath oder einem anderen Faktor. Es ist in die Hände des Bundesraths gelegt, diejenigen Erleichterungen, Einrichtungen und Henderungen Allmälig verlassen wir die Bergwüste, die Klüfte verschwinden, die Wälder treten zurüd, wir erbliden eine wirth lichere Gegend und menschliche Wohnftätten. Im Drte Lavin überrascht eine Reihe stattlicher, großer, mitunter palaftähn licher Häuser. Ihr Holzwert ist weiß oder rosenroth ange strichen, der Fries bunt bemalt, die zahlreichen fleinen Fenster haben vorgoldetes Gitterwerf. Auch Gartenanlagen mit allerbings nur ruthenähnlichen Gesträuchern find zu sehen, und Lauben aus Lattenwert, hellgrün angestrichen, die im Sommer Staatssekretär v. Boetticher! Gleichwohl glaubt Regierung, nachdem die Frage hier einmal angeregt ist, a ftrittesten Interpretation des Art. 27 der Verfaffung feftba zu müffen, damit nicht Bräjudize irgendwelcher Art werden. geida Abg. France bittet um unveränderte Annahme des missionsvorschlages. Abg. Möller weist darauf hin, daß ähnliche Beschl schon wiederholt in dieser Legislaturperiode von der prüfungsfommission gefaßt find. Besteht die Reichsregie Juwelier Sch ten Tagen Berichtigt ba Tiden Rörper Wege Tidligte Ber frage, um Diefelbe trat tam dabei in lofen war Mendes Kind und batten b Banvertrau ten Wo Brau B. zuri mitten im Bi ben, welche ft Die Diebin Die Thür zu rajdte BD bridend. 2 zu entstehen 1 inftliche Bäb mintel meita thren Fingern B. riefen end fchloffene Thi berbeigerufene wie ein wild g. Ein e Beleidigung Bericht balter eines zur Ve auf der von Herrn v. Boetticher abgegebenen Erklärung. ift plette, wird die Folge sein, daß die Praris der Wahlprüfung fich verschärft und Wahlen beanstandet werden, gegen Giltigkeitserklärung Einwendung sonst nicht erhoben würde. Deren fet Ra bara fegen. 3. ro gangen und Oier ließ er und abritanten leußerung 3 Inzwischen sind zwei Anträge eingegangen. Abg. v. dieser dorff will im Kommiffionsantrag an Stelle der Worte Reichskanzler zu ersuchen" segen den Reichskanzler ba aufmerksam zu machen", daß in dem bezeichneten Falle Verstoß gegen das Wahlreglement vorgekommen ist. D leumberischer lung des Sch leidigung auf Abg. Ridert und v. Heereman schlagen dagegen den 28. als d den Beschluß über die Giltigkeit der Wahl auszusetzen, Біз und von der Kommission geforderten Ermittelungen angestellt Freisprech Abg. v. Heereman bemerkt, da die Regierung dem Wun Berurthe des Hauses nicht entgegenkommen wolle, nachdem die für gilitig erklärt ist, so sei die vorläufige Bertagung Aeußerung is mungen des unb erfolgt folche unwahr der Regulative, welche im Intereffe Bremens als nothwendig Giltigkeitserklärung das geeignete Mittel, um die Regieru zu zwingen, die gewünschten Ermittelungen vorzunehmen müßten, welch fich erweisen werden, zu beschließen. Insofern liegt also nicht etwa ein formulirter Kontratt vor, an dem irgend ein Wort nicht zu ändern wäre, sondern es liegt hier nur die VerStaatssekretar v. Boetticher: Herr v. Heereman Ist doch auch die Anregung zu Bedenten gegen diesen Der öffentlicher gefährden bier nicht vor Rot und vert einen dürftigen Ueberzug von Vegetation haben mögen. Die einbarung der Grundsäge vor, welche der fünftigen Gestaltung derartige Ermittelungen zu fordern, wie fte hier beau der Verhältniffe seitens des Bundesraths zu Grunde gelegt in Vorschlag bringt. Aber dieses Recht ist nicht ohne Beb Abg. Ridert: Jch möchte nur die bringende Bitte misfionsbeschluß aus dem Hause gekommen. Ich halte denfel Eigenthümer dieser großen, vogelhausähnlichen Bauten und abgezirfelten Gärten find lauter ehemalige Buckerbäcker, denn feltsam, in diesem weltentlegenen ladinischen Winkel lebt ein ganzes Geschlecht, das den Beruf in fich fühlt, angenehme Getränke zu bereiten, Früchte in Buder zu fleden, kurz, den übrigen Menschen das Leben zu verfüßen! Knaben, die daheim in ihren Bergen nie ein Buderbrod gekostet oder füßes Eis gesehen, wandern aus nach Norddeutschland, Polen, Rußland, nach Italien, Spanien, Portugal, ja bis über das Weltmeer und treten in Konditoreien ein. Nachdem fie jahrelang in thren weißen Schürzen und weißen Müßen den Großstädtern Leckereien servirt, gründen sie selbst Buckerbäckereien und Cafés. Alle bewahren in der fremden Umgebung die Anhänglichkeit an ihre Berge. Als graue Männer fehren fie heim und brin gen ihr erworbenes Vermögen der Heimath zurüd. Die in aller Welt bekannten Namen: Jofty, Stehely, Giovanoli, Spargnapani stammen aus dieser Gegend. Auch ich tönnte hier oder ganz in der Nähe einen alten Bekannten aus dieser ehrsamen Bunft finden: einen ehemaligen Buderbäder und Cafetier aus Prag. Er ist jetzt Holzhändler geworden, führt jedoch in seiner Gemeinde den stolzen Namen: Herr Präfident." Etwas nach 4 Uhr langen wir ordnungsmäßig in Schuls an, dem Hauptorte des Unter- Engadin, malerisch am wilden Inn und am Ausgange des Clozzatobels gelegen. Man hat wunderbare Partien voll erhabener Szenerien gesehen, eine Fahrt, zuweilen voll inneren Grauens, bestanden und kann froh der beftegten Gefahren zum Abendessen niederfigen. ( N. Fr. Br.") werden sollen. aussprechen, die Vorlage nicht der Budgetkommission zu überweisen, sondern dafür eine besondere Kommission von 14 Mits gliedern zu wählen. Wir haben in den letzten Wochen viel arbeiten müssen und haben noch täglich Sigung. Ich bitte deshalb, Arbeitstheilung vornehmen zu wollen. D Were be. Die Dem aber auch nicht für logisch. Man erklärt die Wahl für gil fordert aber noch eine Enquete, von der man voraussicht, Abgeordneter Strudmann tritt für den Kommiffi Borfis de fie an der Giltigkeitserklärung nichts ändern mird. antrag ein. Berthause So ca. 1500 Berfo Gefunden batte Abg. Windthorst beantragt, die Wahlprüfun fommission mit der Prüfung der heute streitig geworden Frage zu befaffen. Dann werde sich vielleicht ein Ausgad an di 23 in Abg. Staudy: Ich muß gegenüber den Ausführungen des Herrn Staatssetretairs dabei bleiben, daß angesichts einer Forderung von 12 Millionen Mart die Motive nicht ge nügendes Material enthalten. Es würde fich doch empfohlen haben, wenn auch nicht Kostenanschläge, so doch wenigstens irgend einen Ueberschlag zu geben. Ich habe aber im Uebrigen horft, während Abg. v. Schorlemer Alst bezweifelt ja selbst zugegeben, daß auch eine nähere Prüfung wohl er geben würde, daß mit dem Buschuß von der Hälfte der veranschlagten Kosten das Richtige getroffen ist. Die Abmachungen find nicht gerade ein Vertrag, aber es find doch eben Vereinbarungen. Meine Bemerkung, daß an den Dingen vorausfinden laffen. Abg. v. Kardorff erklärt fich für den Antrag, bewahren und Reichstage, de Arbeiter- Verfa Bersammlunge Die Annahme dieses Antrages den gewünschten Erfolg ba werde. gaben. Dara tage" zu verth Sereins f Das Haus lehnt ben Antrag Windthorft gegen tauenarbeit Stimmen der Konservativen, der meisten Nationallibera des Abg. Windthorst und einiger Sentrumsmitglieder ab ein Vorschlag erhielt zunäch fichtlich nichts geändert werden wird, hatte nur auf die ge- beschließt nach dem Antrag v. Heereman, die Entscheide über die Giltigkeit der Wahl auszuseßen und den Rat, der un schäftliche Behandlung der Vorlage Beziehung. Staatssekretär v. Burchard: Ich möchte mir gestatten, in Bezug auf die legten Worte des Herrn Vorredners darauf hinzuweisen, daß auf Seite 12 der Vorlage ganz genau angegeben ist, was nach Auffaffung derjenigen Kommiffion, welche Die Verhältniffe an Ort und Stelle geprüft hat, nothwendig sein wird, um den Bollanschluß unter solchen Bedingungen zu bewirken, wie es dem bremischen Interesse entspricht. Es heißt dort: es wird vorzusehen sein: der Bau der erforderlichen tangler um Anstellung der nöthigen Erhebungen suchen. Daffelbe geschicht hinsichtlich der Wahlen v. d. Often, Borman und Vissering. Die Wahlen der Abgg. Siegler, inse, ber v. Freude feien Frage eingetre auch nothwend würden, befrag fchlechter nicht tlärt und viele dorff, Dr. Porsch und Frohme werden für se befäßen ein erklärt. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. e Umg # Schluß 4% Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr. Die die Bericht der Betitionskommisston, betreffend die Antwerpener etwa Ausstellung. Antrag Borsch auf Abänderung der Strafprozeß gerung ordnung. Antrag Bayer auf Herabſegung der GerichtsDen Beloften.) , Die jol in Brem lagen net, weld on von 1 Arbeit" Lokales. ,, Eine in jeder Hinsicht mit den Grundsägen überein, welche bisher für die Thätigkeit fachgewerkschaftlicher Vereine theoretisch und praktisch als maßgeband gegolten und sich bewährt haben. Hierauf folgte die Erledigung von Vereinsangelegenheiten und wurde u. A. ein Antrag angenommen, den Vorstand zu ers mächtigen, alle 14 Tage eine Mitgliederversammlung ausfallen zu laffen und statt derselben eine Branchen Versammlung zu veranstalten. Sodann beschloß die Versammlung einstimmig, Die streifenden Steinnußtnopfmacher zunächst mit 100 M. aus Der Vereinskaffe zu unterstügen, sowie in allen Werkstätten und Fabriken der Buchbinder c. für dieselben Sammlungen vornehmen zu laffen. Ebenso wurde einstimmig der Antrag auf angemessene Unterstüßung eines Vereinsmitgliedes und Kollegen angenommen, der von seinem Prinzipal entlassen wurde, weil er im Verdachte stand, eine der Firma fatale Notiz an das hiesige Buchbinder- Fachorgan eingesandt zu haben. schränken. Diese Forderung sei aus der Thatsache entstanden,| Berufsorganisation. Die Ausführungen des Redners stimmten daß der Lohn in jedem Arbeitszweig, in welchen die Frau eindringe, au finken beganne, weil die Frau weniger widerftandsfähig gegen Lohnherabsetzungen set, als der Mann. Auf der anderen Seite stehe dem gegenüber der Grundsatz der Rechtsgleichheit: die Frau sei ebenso würdig wie der Mann und habe das Recht zu verlangen, daß die Gefeße zu ihrem Vortheile gegeben würden. Es set behauptet worden, daß die Runftgenüsse hinter'm Bretterzaun. Namentlich in Frau für das Haus" da wäre, das sei nicht richtig. Manche en, warder Gegend des Alexanderplates und in den start bevölkerten wollten fich nicht verheirathen und sehr viele tönnen es nicht, zu gehört ftlichen, sowie nördlichen Stadttheilen der Residenz werden denn die Zahl der geschlossenen Ehen finte von Jahr zu Jahr. Den, o momentan auf den unbebauten Blägen und Baustellen ver- Da die Gesellschaft fordere, daß auch die Frau selbstständig fchiedene Kunstgenüffe geboten. Novitäten darunter find u.A.: fich erhalte, sei an und für sich kein Grund vorhanden, die Cine Liliputaner Rönigsfamilie", ,, Menschenfresser bei der Frau in ihren bürgerlichen und ökonomischen Rechten zu bes ,, Lappländer, welche Klavier spielen", schränken. Nur aus Gesundheitsrüdsichten für die Durfs bell Riefendame, genannt Miß Vittoria, welche vor den Augen des Frau tönne eine Einschränkung dieses Rechtsgrundsages er8, ber de Bublikums eine 6pfündige Hammelfeule Solo" verfpeift, Tolgen. Die zartere Organisation mache die Frau untauglich des- Finan dazu produziren sich noch ,, dressirte Stachelschweine und Klapper- für die Nachtarbeit und für die Arbeit im Bergbau; auch für en, balangen", sowie ein" Kabylenhäuptling", welcher mit seiner Hochbauten seien die Frauen in Folge ihrer hindernden und Spätefte Rabylin Kantan tanzt und dem Publikum Ruffinger zuwirft. gefährlichen Kleidung nicht zuzulaffen. Nur hierin dürfe die Jahres, Die Berliner find aber stets mißtrauisch gewesen solchen„ Wil Frauenarbeit beschränkt werden. Man dürfe nicht vergessen, den" gegenüber. So rief neulich auch ein Zuschauer bei den daß jede Abhängigkeit zur Grundlage eine ökonomische Absoll eine Rabylen an der Jannowißbrücke seinem mit ihm gekommenen hängigkeit habe. Wenn die Frau wirthschaftlich unabhängig wo Tabreunde zu:„ Du Willem, der Häuptling scheint mir zu fennen; wäre, so sei fie nicht mehr gezwungen, fich auf Gnade und ieser Zabid gloobe, det is een wilder Mann vom Wedding." Es schien Ungnade dem Manne zu ergeben. Das einzige aller st; er beinahe so, als verftünde der Kabyle wirklich berlinisch, denn dings unangenehme Mittel zu dieser Unabhängig teit gelangen, zu fet Die Noch Frauenarbeit. sei die Frau nicht gleichberechtigte Bürgerin, aber es wäre eine Forderung der Gerechtigkeit und die Beit würde dieselbe erfüllen, daß die Frau alle Rechte, auch die politischen des Mannes erhalte. Das Arbeiterschutzgesetz seiner( des Redners) Fraktion treffe im Großen und Ganzen das richtige Maß. Der Entwurf greife nur aus Gesundheitsrücksichten beletten richtete. Um die gedachte Beit hörte der hinten in der schränkend ein, und wenn auch einzelne Frauen zunächſt daWerkstatt arbeitende Gehilfe vom Laden her, welcher augen runter leiden würden, so könne in politischen und ökonomischen blidlich ohne Aufsicht war, ein verdächtiges Geräusch und als Dingen teine Rüdficht auf den Einzelnen, wenn es sich um berzueilte, sab der Gehilfe einen großen Menschen, den das Wohl Aller handle, genommen werden. Die Rechte der Juni Raften mit Uhrketten in der Hand, aus dem Laden fliehen. Frau würden in dem vorgeschagenen Gesetz überall gewahrt: Der Gehilfe nahm sofort die Verfolgung des Diebes, der sich die Forderung weiblicher Fabrifinspektoren für die eis erhaltin Schußmann anschloß, auf. Die Jagd nahm ihren Weg jenigen Industriezweige, in welchen hauptsächlich burch die Schüßen, Warkgrafen- und Bimmerstraße. Hier Frauen verwendet würden, sei ein Beweis. erlegenbel en, die hen die Verfolger den Dieb ohne Raften, ruhig seines Weges sei dort Mann und Frau als gleichberechtigt angesehen worden. Der Redner schloß mit der Aufforderung, daß die Arbeiter Antrag ben, als wenn nichts geschehen wäre. Der Gehilfe erkannte binaus er feinen Mann und veranlaßte deffen Verhaftung. Nun beiderlei Geschlechts, ob Männer ob Frauen, eintreten sollten Hellte es fich heraus, daß der Dieb Beit gefunden hatte, den sollten für das Interesse der Arbeit und für die Raften mit Uhrketten hinter die Thür eines Hauses in der Emanzipation der Arbeit. An der weiteren Dis a fein warf nach dieser Rede den beiden mißtrauischen Freunden Märs er einen so grimmig wilden Blick zu, daß sie es gerathen fanden, leunigst die Kunstarena zu verlassen. Bentner urf aur cht genüge Abend g. Ein zweiter frecher Diebstahlsversuch wurde gestern gegen 7 Uhr bei dem in der Jerusalemerstraße 46 wohen, wo fenden Juwelier Schüß versucht, der sich ebenfalls auf einen Det Ba Steu mind feges erftmalig fo mu f b genehmi vig- bol aber au Dener an Die noth an, ob Erjut ie Wa 7 ber ation ct aud lärt we e Legit lich era DA filt Ve БЕШ rung es, ob ellungen Seendigt bie Re Imäßigtet , was et bd ligten zu spielen. Der Feftgenommene, welcher von Kopf zu Bigtigt hat. Lichen Wegen eines Naubes, verbunden mit einer vorsät Rörperverlegung, ist gestern eine als Ladendiebin be tüdinte Berson, Louise Basgier, zur Haft gebracht worden. Delbe trat gestern Nachmittag in ein Haus der WeidingerStraße, Ueberall fuffion betheiligten sich die Frauen: Kanzius, Fertau, Nerrlich, Fortong, Stegemann, Reuter u. a. m. Sie wandten fich in einigen Puntten gegen die Ausführungen a Fuß neu eingekluftet" war, soll in der Nähe ein paar Tage baben. Bei dieser Gelegenheit hat übrigens die Kriminalpolizei behufs Gründung obengenannten Vereins einverstanden. Bu mittelt, daß ein garzes Konsortium von Dieben, zu welchem diesem Zwede wurden die Arbeiterinnen, die hiermit einverDer Festgenommene und der erste Dieb, welcher bei dem standen seien, aufgefordert, ihren Namen und Wohnung einzuzeich Juwelier Schüß ,, verunglückt" ist, ebenfalls gehört und in den nen, um zur nähern Berathung des Projekts demnächstzusammenzus leten Tagen in der christlichen Herberge in der Dranienstraße treten. Schließlich wurde der ,, Protest beim Reichstage", wie ihn Frau Guillaume- Schack vorgeschlagen hatte, nicht erst zur Abstimmung gebracht, da schon vorher zwei Refolutionen, die faft gleichlau tend sich gegen den Proteft erklärten, beinahe einstimmig anges nommen wurden. Die längere Resolution stimmt ungefähr mit der in der Mittwochsnummer mitgetheilten überein, die zweite lautet: Die am Mittwoch, den 4. Februar 1885, im Konzerthause ,, Sanssouci" tagende Arbeiterinnen- Versammlung erklärt fich mit den Ausführungen der Referentin Frau Guillaumes Schack nicht einverstanden, da sie aus denselben nicht die Weberzeugung gewonnen hat, daß die Ausdehnung der Frauenarbeit für die Arbeiterwelt im Allgemeinen und für die Frauen im Besonderen segen bringend sein tann. Vielmehr erklärt die Bersammlung fich für Abschaffung der Frauenarbeit refp. Ein Konturrentin ihres Mannes auftritt und so die Veranlassung sammlung der Referentin nicht beipflichten, daß die Beschränkung der Frauenarbeit zur Ausbreitung der Prostitution, wie über um da einen Gelegenheitsdiebstahl zu verüben. Sie am dabei in eine Wohnung, deren Eingangsihür nicht verRendes Rind befand. Die Eltern des Kindes waren abwesend faloffen war, und in welcher sich nur ein kleines, auf der Erde unb hatten die Obhut des Kindes einer Flurnachbarin, Frau anvertraut, welche fich für wenige Minuten aus der ernten Wohnung, ohne diese verschließen, entfernt hatte. Als B. zurücklehrte, fand sie die ihr völlig fremde Basgier welche fie an fich genommen hatte, in der Hand haltend. ben, ein jo miten im Bimmer stehen, mehrere Kindersachen und 2 Hem- schränkung derselben, da sie es nicht für gut hält, daß die Frau als t die bei! bedeutend gegangen ur ein bl glaubt gt ift, an ng feftb bie Xbür Die Diebin trat, als fie die Frau B. eintreten sah, sofort auf wird, daß der Lohn desselben fällt. Auch darin kann die Ver zu, verschloß dieselbe und warf fich auf die über raschte Dieselbe zu Boden werfend und ihren Hals zu bridend. Als die bedrängte Frau fich den Händen der Diebin haupt zur Entftttlichung der Frau beiträgt, da es die Ver zu entziehen versuchte, riß diese der Frau B. zwei, allerdings hältnisse bewiesen haben, daß gerade das Arbeiten in Fabriken fünftliche Bähne aus den Mund und riß ihr die beiden MundDie unausgesetzten Hilferufe der Frau zusammen mit Männern demoralisirend auf die Frau wirkt, zugemuthet werden, an und für sich entsittlichend wirken. Die zugemuthet werden, an und für sich entstttlichend wirken. Die h. Im Fachverein der Tischler wurde in der gut besuchten Bersammlung am 2. d. Mts., Neue Grünstraße 32, unter dem Vorftge des Herrn Böhm nach Erstattung des Bes richts der statistischen Kommission" der von derselben entworfene und der Versammlung zur Diskussion unterbreitete Fragebogen behufs einiger Abänderungen noch einmal an die Kommiffion zurüdverwiesen. Nachdem hierauf die Herbergs Kommiffion" über ihre, zu gewissen Resultaten gediehenen Bemühungen berichtet hatte, wurde dieselbe beauftragt, einen Miethskontrakt mit dem betreffenden Wirthe auszuarbeiten und der nächsten Versammlung zur Genehmigung vorzulegen, worauf sodann der Vorstand den Kontrakt vollziehen soll. Die Berathung über die beantragte Theilung der Vereinsbibliothek mit der nördlichen Filiale des Vereins wurde vertagt. h. Eine außerordentliche Versammlung sämmtlicher Mitglieder der( alten) Maschinenbauarbeiter- Kranken- und Sterbefaffe( Ortstaffe) findet am Sonntag, den 8. d3. Mts., Vormittags 10 Uhr, im Louisenstädtischen Theater, Dresdener straße 72 und 73, statt. Die für alle Mitglieder überaus wichtige Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Auch die nur der Sterbekaffe angehörenden Mit glieder find gebeten, am Plage zu sein. h. Die Kommiffion der( alten) Maschinenbauarbeiter Kranten und Sterbekasse, jezigen Ortskaffe,( J. A.: A. Meyer) macht diejenigen Mitglieder, welche bis zum 29. November 1884 ihren Austritt aus der Krantentaffe era tlärt haben, darauf aufmerksam, daß am Sonnabend, den 7. d. M., der lezte Termin ist, um rückständige Beiträge zur Kaffe zu zahlen, widrigenfalls die Betreffenden ihrer An rechte verlustig gehen. Den Schneidern, Kürschnern, Posamentierern, Schirm und Handschuhmachern zur Nachricht, daß von der örtlichen Verwaltungsstelle der eingeschriebenen Hilfskaffe Kranten Unterstüßungsbund der Schneider", ein großer Wiener Maskenball arrangirt wird und findet derfelbe am Montag, den 16. Febr., in den Räumen der Berliner Ressource ( früher Kollosseum), Kommandantenstr. 57, statt. Billets a 50 Pfg. find zu haben im Bureau: Mauerstr. 86, Rest. Seefeldt, Grenadierstr. 33/34; Herrn Lubas, Sebastian ftr. 41, II.; Bo che, Annenstr. 11, IV; Wendt, Prinzen fir. 47,. III.; Edelt, Jannowigstr. 1, III.; Pfeiffer, Neue Brünstr. 31, III.; Jeschonned, Weinmeisterstr. 1a, III.; Restaur. ils cher, Belleallianceplay 6 und in den mit Pla taten belegten Handlungen. Kranten und Begräbnißkasse der Berliner Goldschmiede nnd Berufsgenossen( E. H. Nr. 72.) Die Kollegen über 45 Jahr werden in ihrem eigenen Intereffe nochmals ganz besonders aufgefordert, sich der neuen eingeschriebenen Hilfskaffe bis zum Tage der Vorstandswahl anzuschließen, da es ihnen nach§ 3 des Statuts nach vollzogener Wahl nicht mehr möglich ist, als Mitglied einzutreten.( Stebe Ins serat Generalversammlung.) Das Statut der Allgemeinen deutschen Kranken- und Begräbnißkaffe für Wirter, Weber, Spinner, Färber und verw. Gewerbe( beiderlei Geschlechts) ist genehmigt worden. Eine große Versammlung des Fachvereins der Gürtler und Berufsgenossen findet am Sonntag, den 8. b. Mts., in den Industriehallen, Mariannenstr. 31-32, Bor wintel weit auf, unter Zerfleischung der Haut am Munde mit abgesehen davon, daß verschiedene Arbeiten welche der Frau mittags 102 Uhr, statt. Tagesordnung: 1. Der Geraer KonB. tiefen endlich die Hausbewohner herbei, welche die ver- versammelten Arbeiterinnen erklären ferner, daß fie mit dem desselben, Referent Otto Ballmüller, Korreferent Otto Klein. wie ein wildes Thier geberdete, unschädlich machten und einem rt geid beigerufenen Schußmaun übergaben. me des be Befch Der tchBregien tlärung prüfung gegen thoben 1bg. D. Worte, Decen Set Ra zler ba en Falle ift. Sagegen Ben, bis Dem Wun W ertagung te Regien nehmen. D Gerichts- Zeitung. Ein ebenso interessanter als prinzipiell wichtiger gericht zur Verhandlung. Zu dem Färber W. hatte der Buchalter eines hiesigen Fabrikanten V. die Aeußerung gemacht: 3. ift pleite, er muß sich mit seinen Gläubigern auseinanderlegen.". war bald darauf aus dem V.'schen Geschäft fortge gangen und hatte Arbeit in einer anderen Fabrik erhalten. Oier ließ er diefelbe Aeußerung gegen seinen Prinzipal fallen und dieser theilte abritanten mit. fte wieder einem mit V. bekannten Auf diesem Wege gelangte Aeußerung zur Kenntniß B.'s, welcher den W. wegen ver Die von den Vertretern der Arbeiter im Reichstage eingebrachten Arbeiter Schußgefeß vollkommen einverstanden sind, da nur durch die daselbst aufgestellten Säße es ermöglicht werden tann, daß der Arbeiter soviel verdient, um seine Familie menschenwürdig zu ernähren, ohne seine Frau und Kinder in Die Fabriken zu schicken und so den Kindern die Mutter und der Mutter die Erziehung der Kinder zu entziehen. Die Berliner Schmiede versammelten sich am Dienstag Abend ca. 5-600 Mann start in den Gratweil'schen Bierhallen, um die Lage ihres Handwerks zu besprechen. Den einleitenden Vortrag hielt der Stadtverordnete Herr Gördi und führte derselbe ungefähr folgendes aus. Alle Handwerker leiden beute unter einem gewissen Druck, dieses werde auch höheren Orts anerkannt und wurden die verschiedensten Vorschläge ge macht, dem Handwerker wieder aufzuhelfen. Redner berührt furz die Blüthezeit des Handwerks und meint, heute flinge das Wort vom goldnen Boden des Handwerks wie eine halbver der Industrie sei die wirthschaftliche Lage eine ganz andere geworden. Redner geht alsdann auf die heutigen Bustände näher ein und führt aus, daß die Allgemeinheit nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht habe, Maßregeln zum Schuße Des Schwächeren zu ergreifen. Die Fachvereinigungen der Arbeiter könnten zwar feine endgiltige Befferung leumberischer Beleidigung verflagte. In der gestrigen Verhandlungene Sage, denn durch die Entwicklung des Handels und ng des Schöffengerichts berief fich W. als Quelle der Be leidigung auf den Buchhalter des V. und dieser führte wieder ben. als den Urheber der Nachricht an. Das Urtheil lautete gestellt Freisprechung des W. von der Anklage der Beleidigung und Berurtheilung des Klägers in die Soften, weil die m die gerung jedesmal nur unter Diskretion von Mund zu und erfolgt sei und hierdurch eine Verlegung der Beftim- herbeiführen, doch seien dieselben, wenn richtig organifirt, von mungen des Strafgesezes nicht erfolgt wäre, nach welchen müßten, welche den Betreffenden verächtlich zu machen oder in unwahre Thatsachen behauptet oder verbreitet werden Hauses öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder deffen Kredit gefährden geeignet find. Eine derartige Schädigung läge obne 3 nicht vor, wo die Aeußerung nur wenigen Personen gegen Diejen er und vertraulich erfolgt fel. eereman 3 Rommi Ite benfel für gil auefiebt Rommiffion ablprüfun geworde trag Wi weifelt Erfolg ba gegen eber ab u Vereine und Versammlungen. greß und die Stellung des Fachvereins zu den Beschlüssen 2. Verschiedenes. 3. Fragetaften. Pflicht eines jeden Mit gliedes ist es, für zahlreichen Besuch der Versammlung Sorge zu fragen. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Neue Mitglieder werden anfgenommen. Deutscher Senefelder- Bund, Mitgliedschaft Berlin. Reft. Weid, Alexanderstr. 31, Freitag, den 6. d. M., Abds. 8 Uhr. T.- D.: Die Angelegenheit der Mitglieder bei F. u. S. Den Mitgliedern des Vereins zur Wahrung der materiellen Intereffen der Fabrit- und Bauarbeiter in Berlin zur Nachricht, daß die Statutenbücher in Empfang genommen werden können, und zwar Sonntag Nachmittag von 2 bis 5 Uhr Oppelnerstr. 35, 3 Treppen, bei E. Bartsch, Kassirer. h. Eine Generalversammlung der Berliner Bau anschläger findet am Sonntag, den 8. b. M., Vormittags, Dranienstr. 56, statt, mit der Tagesordnung: 1. Bericht des Vergnügungs- Komitees. Ref. Herr Hillmann. 2. Lohntarif. Ref. Herr Krüger. 3. Unsere Bewegung. Ref. Herr Niemann. 4. Rechtschutz. Ref. Herr A. Dochow. Die Steindrucker von Friedberg u. Silberstein bitten ihre Kollegen, teine Arbeit bei der Firma Friedberg u. Silberstein anzunehmen. Gestern und vorgestern ist nämlich die Beobachtung gemacht worden, daß einzelne Kollegen, die gewiß von der eigentlichen Sachlage teine Kenntniß hatten, bei der genannten Firma Arbeit angenommen haben. Es liegt im Intereffe der Strikenden, daß jeder Zuzug ferngehalten werde. Außerdem den Mitgliedern des Senefelder Bundes die Mittheilung, daß heute, Freitag, eine Sigung des Bundes stattfindet im Restaurant des Herrn Weit, Alexanderstraße, und werden Alle gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Kol legen werden als Gäste gern gesehen. * * In Hamburg haben 21 Maschinisten der ,, Kompagnie der Alfterdampfböte"( Justus und Wichmann) Verkürzung ihrer Arbeitszeit von 15 auf 12 Stunden und Extrabezahlung der Ueberstunden( a 50 Pfennige), ferner alle vier Wochen einen freien Tag verlangt. Die Arbeiter erhielten die Antwort, wenn fte nicht unter den alten Bedingungen weiter arbeiten wollten, fo selen fie sämmtlich entlassen. Nur Einer der 21, ein Herr Robert Gräfe, unterwarf sich diesem Bescheide. Die Uebri gen haben die Entlaffung angenommen. Die Fahrten bleiben also zunächst eingestellt. Die Sache hat jedenfalls Intereffe über Hamburg hinaus und verdient namentlich Berücksichtigung bei der Anwendung des geseglichen Arbeiterschutzes auf Verkehrsund Transportgewerbe. stellung der Fachgenoffen und schloß der Vortragende feine ca. 3/4 stündige Rede, mit Wärme den Beitritt zum Fachverein empfehlend. Das beste Beugniß von dem Geifte, welcher die Versammlung beseelte, war, daß nach kurzer Baufe der Bor figende erklärte, daß es heute nicht möglich sei, allen fich zum Eintritt Meldenden Mitgliedsbücher auszustellen, da man auf solchen enormen Andrang nicht gerechnet hatte. Aufgenommen wurden 50 Mann. Herr Hoffmann wirft Rückblicke auf die Bewegung der Schmiede in den sechziger Jahren und betont, daß durch eine Verkürzung der Arbeitszeit der Lohn nicht nur nicht finten, sondern steigen werde. Herr Drewis geht auf die Schäden im Schmiedehandwerk näher ein und hebt hervor, daß der Fachverein es fich zur Aufgabe gemacht habe, alle diese Schäden an Die Deffentlichkeit au zu ziehen und nach Kräften für Befferung einzutreten. Derselbe geht alsdann, mehrmals von stürmischen Beifallsrufen Der Versammlung unterbrochen, die einzelnen Programmpunkte des Vereins durch und ermahnt die Versammlung, ihrer Bu stimmung durch Beitritt zum Verein praktischen Werth zu geben, denn nur dann, wenn alle Mann für Mann fich um bas Banner des Fachvereins schaaren, wird derselbe in der Lage sein, seine Forderungen durchauseßen. Im gleichen Sinne spricht fich Herr Hahn aus, Herr Matthees weist darauf hin, Daß die Innung den Forderungen des Vereins gar nicht so feindlich gefinnt sei, sondern denselben ziemlich sympathisch gegenüber stehe. Der Vorsitzende macht alsdann nach Erledigung des Fragetastens bekannt, daß die nächste Versammlung des VerKöln, Anfang Februar. Ein Soldat des 16. Regiments, findet. welcher gegen Mitte Januar desertirte, wurde heute zum bieftgen Militärlazareth transportirt. h. Im Unterstügungsverein der Buchbinder und ver Er war nachweislich vom 24. bis 29. Januar in einer Strohscheune zwischen mehreren Garben eingeklemmt und fonnte fich nicht von der Stelle be wegen. Seine Nahrung bestand während der sechs Tage nur be. Die Arbeiterinnen- Versammlung, welche unter Dem Borfit der Frau Kreuz am Mittwoch Abend im Kon Berthause Sanssouci", Kottbuserstr. 4 a, stattfand, war von 1500 Bersonen besucht. Da sich auch Männer zahlreich einefunden hatten, richtete die Referentin Frau Guillaume. n Ausgad an dieselben zunächst die Bitte, möglichste Ruhe zu bewahren und der Worte des Vertreters dieses Wablkreises im eichstage, des Abg. Paul Singer eingedent zu sein, daß die Arbeiter Versammlungen durch ihre Ruhe und Toleranz den Bersammlungen anderer Parteien ein musterhaftes Vorbild Raben. Darauf suchte sie den bekannten Brotest beim Reichsge" zu vertheidigen, der fich gegen jede Beschränkung der onallibeereins für Interessen der Frauenarbeit auf, rauenarbeit erklärt, und forderte hierbei zur Bildung eines Entscheid Borschlag, der allseitig Beifall fand. In der Diskussion erhielt zunächst das Wort der Abgeordnete von Voll Freude seien die Frauen selbstständig in die Diskussion einer at, der ungefähr folgendes ausführte: Su feiner großen Frage eingetreten, die fe auf das Lebhaftefte berühre; es wäre eins am Montag, den 16. Februar, in demselben Lokale ftatt auch nothwendig, daß diejenigen, für welche die Geseze gemacht würden, befragt werden. Heute, wo die Interessen beider Ge fchlechter nicht dieselben wären, seien die Meinungen nicht gewandten Berufsgenossen referirte in der stark besuchten tlärt und viele Arbeiter hätten das Vorurtheil, zu glauben, Versammlung am 2. b. Mts. der Buchbinder Herr Floeter in Be befäßen ein unbedingtes Recht, die Frauenarbeit zu be- I beifällig aufgenommener Weise über die Biele und Bwecke der den Rei gen zu ber für g Arbeitslosigkeit. Hamburg. Auf der Schiffswerft von Blohm und Boß auf Steinwärder wurden am Montag Abend ca. 30 Schiffszimmerleute abgelohnt und entlassen. Ebenso wurde auf der Heiherstieg Schiffswerft am Sonnabend eine ganze Anzahl Arbeiter entlassen. Vermischtes. aus Stroh. In der legten Todesangst waren seine Kraftanftrengungen, fich loszuwinden, von Erfolg und mübfam schleppte er fich bis zum Gehöft, wo ihm Pflege zu Theil ward. Die Aufnahme ins Lazareth erfolgte, weil dem Flüchtling beide Füße erfroren waren. Schauspielerin, weil die Bretter noch immer dieselbe Anziehung traft auf mich ausüben, wie in meiner frühen Kindheit. Bühne ist mein Meffa und ein Arcanum gegen alle Leide Mein Lachen und mein Weinen kommen stets von Herzen. D Dekorationen werden zu wirklichen Häusern und in mein Partner glaube ich stets einen echten Bauernburschen vot zu sehen. Ich lebe mich in meine Rollen hinein, und wenn Töröt 3fost spiele, glaube ich dieselbe wirklich zu sein. J geffe, daß ich auf der Bühne bin, und sehe nur das bescheide Dorf und dessen Bewohner um mich. Ich habe wieder versucht, mich diesem Zauber zu entringen, ich vermag es m So spielte ich meine Rollen, ohne dieselben lange zu ftudi Ich lache, wenn es sein muß; meine, wenn es die tolle fich bringt; probire, ob es so oder so besser flingen wi Die Kritiker sagen, daß ich mich selbst spiele, und sie bab Recht. Ich bringe wahre Gefühle auf die Bühne, die verschwindet und meine Individualität tritt vor das Bub fum. Da mir dies bisher Niemand übel genommen, we ich dies auch in Zukunft ihun, um so mehr, als ich gar anders kann. Blond oder Brünett? Ein Washingtoner Korrespondent| bem inneren Drange folgen. Und auch heute bin ich nur ba oder ist das eine Korrespondentin? weiß sonderbare Geschichten zu berichten, welche sich der ernstesten Aufmeitsamteit der Weiberrechtlerinnen empfehlen. Zunächst hat er oder fie bemerkt, daß die Bahl der weiblichen Angestellten seit Einfüh rung der Zivildienstprüfungen fortwährend in der Abnahme begriffen ist, troßdem die jungen Damen in diesen Prüfungen nicht hinter den jungen Männern zurückzubleiben pflegen. Aber die Vorgesezten ziehen, wenn ihnen die Auswahl zwischen Denen, welche die Prüfung bestanden haben, weil fie gegeben wird, fast stets die Männer vor, behaupten, mit männlichen Schreibern nicht so viel Umstände und Last zu haben, wie mit weiblichen. Wenn ste aber nur zwischen Damen zu wählen haben, dann geben fie den Brünetten vor den Blondinen den Vorzug, weil diese, wie fie behaupten, reisbarer und unverträglicher selen, als die Brünetten. Eine Blondine, welche dies gewußt, hat fürzlich die Kriegslist gebraucht, sich eine dunkle Berrücke aufzuseßen und fich so in ein Amt einzuschleichen. Jeßt, nachdem sie die Anstellung bat, trägt fie stolz und herausfordernd ihre blonden Loden zur Schau. Die Brünetten find wüthend und ver langen, daß fünftig auch die Haare einer Zivildienstprüfung unterzogen werden. | Wien, 3. Februar. In der Bernardgaffe Nr. 8 am Neubau wurde heute Vormittag turz nach 11 Uhr ein frecher Raubmordversuch verübt. Daselbst wohnt im ersten Stock die Hausbefizerin Frau Komjat, eine im Bezirk als sehr wohlhabend geltende Frau. Dieselbe hatte schon vor geraumer Zeit, hierzu angeregt durch die verschiedenen Raubmorde, welche fich in den letzten Jahren hier ereigneten, zu ihre Sicherheit einen tetegraphischen Läuteapparat, der mit der Hausmeisterwohnung in Verbindung stand, in ihrer Wohnung anbringen lassen. Um die oben bezeichnete Stunde tamen heute zwei Männer in das Haus, welche sich in den ersten Stock, in die Wohnung der Haus befizerin, verfügten. Dieselben mußten mit den Einrichtungen des Hauses genau vertraut gewesen sein, denn das Erste, was fie thaten, war, daß fie den Draht des elektrischen Läutewerkes abschnitten. Doch erreichten fie dadurch ihren 3wed nicht, denn durch das Anspannen des Drohtes beim Abschneiden ward die Glede in der Hausmeisterwohnung in Bewegung gefeßt. Der glücklicherweise anwesende Hausmeister eilte, Böses ahnend, sofort nach der Wohnung der Hausfrau, fand diese zu, hörte aber aus dem Innern der Wohnung lautes Poltern. Rasch entschlossen, schlug er ein auf den Gang mündendes Fenster ein und drang auf diesem Wege in die Wohnung, wo er die Hausfrau in ihrem Blute liegend und schwer töchelnd auffand. Die beiden Mordgesellen waren inzwischen durch die Thür davon geeilt, die Treppe hinunter und auf die Gaffe. Der Hausmeifter eilte unter Hilferufen ihnen nach, was sofort die Aufmerksamkeit der Baffanten erregte. Mit Hilfe der Wachmänner Bruckner, Studenz und Schmidt, die aus der an der Ecke der Schottenfeldgaffe gelegenen Wachstube herbeieilten, gelang es denn auch, den einen der Mörder einzuholen und dingfest zu machen; der= selbe wurde von der in Folge des Hilfegeschreis herbeigeeilten Menschenmenge sehr unsanft behandelt und mußte durch die Wache geschüßt werden. Sein Mordgehilfe entging leider durch Schlaues Manöver der Verhaftung. Vor dem nebenan befind Ifchen Hause des Fleischhauermeifters Schlögel wurde nämlich Eis abgeladen und der Bursche flüchtete in den offenen Keller, entledigte fich dort seines Roces und gutes und ging da er Niemanden auffiel und man ihn bei dem Fleischhauer beschäftigt wähnte, unangehalten davon. Der Verhaftete ist ein Bursche von drei bis fünfunddreißig Jahren, von fleiner, unterſegter Gestalt. Die rasch herbeigeholten Aerzte Dr. Schiffmann und Dr. Dollmayer fonstatirten bei Frau Komjak fünf Stichwunden, ferner eine starte Strangulirungsnarbe. Die Verlegungen sind durchweg schwer, und man zweifelt daran, daß die arme Frau den heutigen Tag überleben werde. Nur in Folge des raschen und entschlossenen Eingreifens des Hausmeisters wurden die Mörder an der Bollendung ihres blutigen Werkes verhindert. So viel bis zur Stunde festgesetzt worden, fonnten diefelben nichts mit nehmen. Es ist zu hoffen, daß der Entwichene im Laufe des heutigen Tages in die Hände der Polizei fallen werde. Der entlommene Mörder warf auf der Flucht einen Revolver weg. Ein Dynamitschiff in Brand. Die neueste Poft aus Brisbane bringt Nachrichten über die Vernichtung der deutschen Gignern gehörigen Baile New- Orleans", wobei, wie man be fürchtet, mehrere Menschenleben zu Grunde gegangen sind. Der Depesche zufolge scheint es, daß der Steuermann und vier Matrosen der Barte von dem Dampfer ,, Cranwoth" aus Townsville nach Brisbane gebracht wurden. Sie berichteten die AbanDonnirung ihres Schiffes im September, weil dasselbe in Brand gerathen war und eine Quantität Dynamit an Bord hatte. Der New Orleans" befand sich auf der Reise von Hamburg nach Apia, als nach 53tägiger Fahrt am 15. September entdeckt wurde, daß das Fahrzeug im Rumpfe brannte. Die Bemannung bemühte sich, das Feuer zu löschen, indem fie in den unteren Raum Waffer strömen ließ, dies wurde aber für erfolglos befunden. Da die Leute wußten, daß eine Quantität Dynamit an Bord war, fürchteten fie in Atome zerschmettert zu werden, falls fie noch länger auf dem Schiffe blieben. Sie begaten fich daher in die Boote und verließen ihr Schiff brennend, erwartend, jeben Augenblick eine fürchterliche Explosion zu hören. Die Boote hielten bis zur Nachtzeit zusammen. Am nächsten Morgen fand man jedoch, daß fie fich getrennt hatten, und der Steuermann mit seinen vier Gefährten sab späterhin nichts mehr von dem Rest der Mannschaft. Die Ueberlebenden wurden auf offener See von dem Schooner, Scottich Bard" aufgenommen und in Townsville gelandet; fie befürchten, daß ihre Kameraden in dem andern Boot ein Wellengrab gefunden haben. Ein recht eindringliches Memento mori wurde einem Truntenbolde in Deutsch- Bielar zu Theil. Derselbe fonnte, da er des Guten zu viel genoffen, den Heimweg nicht finden und blieb in Folge dessen auf der Landstraße liegen. Ein zufällig vorübergehender Wächter hielt den dort Schlummernden für leblos und brachte ihn beshalb in die dortige Todtenhalle. Als am nächsten Morgen der Todtgeglaubte erwachte, fand er rechts und links neben fich zwei wirtliche Leichen gebettet und machte nun einen Höllenlärm, der zur Folge hatte, daß man den jett völlständig Einüchterten aus seinem schrecklichen Gefängniß be frette. Beitlebens wird der Trunkenbold an die schauerliche Nacht auf der Todtenbahre denten und hat feierlich gelobt, nie mehr einen Tropfen über den Durst au trinken. Betreffs der neuen Zeiteintheilung wird der Köln. 8tg." aus London geschrieben: Der Widerstand des Publi fums gegen die Belteintheilung des Tages in 24 Stunden ist weit geringer, als erwartet wurde, und bedarf es gewiß zu seiner Beseitigung keines besonderen Parlamentsbeschlufjes, wie die Gegner des neuen Bifferblattes anfänglich behaupteten. Schon hat die Eisenbahngesellschaft der Insel Whigt daffelbe auf ihren Stationen eingeführt. Um den englischen Damen, die mit der Arithmetit nicht auf besonders vertrautem Fuße stehen, den Uebergang vom ersten Dußend in das zweite zu erleichtern, hat eine Bity- Uhrmacherfirma schon eine Taschenuhr hergestellt, welche, gleich der türkischen Uhr, zwei kleine Biffer blätter aufweift, von denen das eine zwölf und das zweite vierundzwanzig Stunden befigt, so daß sich beim Gebrauch dieser Uhr die Gewohnheit der weiteren Zählung von selbst einstellt. Heute: Lohengrin. Theater. Rönigliches Dyernhaus: Rönigliche Schaufbielbans: Heute: Der beste Ton. Borher: Der zerbrochene Krug. Deutsches Theater: Heute: Die Verschwörung des Fiesto zu Genua. Bellealliance- Theater: Heute: Hotel Blancmignon. ht Reses Friebri- Wilhelmstädtisches Theater: & sts: Gasparone. Central Theater: te Satobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Sute: Der Walzer Rönig. DRO Residenz Theater: Direktion Anton Anno. Gemeinnügiges. ni Steud Rinderkrankheiten. Von den Kinderkrankheiten find wichtigsten und dabei ansteckenden Krankheiten: Masern, buften, Scharlachfieber, Diphtheritis und Boden und bat dabei so große Sterblichkeit oftmals ihren Grund in einer fehrten, unpassenden, nachläfftgen oder von Vorurtheilen leiteten Behandlung sowie in der aus Unfenntniß entspring den falschen Beurtheilung der einzelnen Krankheitszut Eine derartige Unfenntnis rächt fich namentlich schwer be Sucht des Selbstkurirens; fie hat schon manchem blühe Rindesleben ein frübes Grab bereitet. Bei Kindertran erachte man als wichtigste Regel, sofort einen Arzt zu er nur allein mag ein richtiges Erkennen der heit und die Bekämpfung derselben eintreten zu Die chinesischen Journalisten müssen bisweilen in ſehr vorsichtiger Weise ihre Ansichten über die Lage mittheilen. So erzählte jüngst wie wir den Hiogo News" entnehmen - das chinesische Blatt, Shen Pao", der frübere Vizekönig Tso Thung f'ang habe als Antwort auf ein Gebet einen sehr furiosen Traum gehabt. Er glaubte nämlich, seine verstorbene Gemahlin, die Marquise Tso, zu sehen, welche ihm ebenso schön wie eine Göttin erschien. Sie sagte ihm, sie sei bereits in die Reihen der Unsterblichen getreten und wife taum, wie alt die Welt geworden sei; da fie aber gehört habe, daß ihr Gemahl zum Generaliffimus der Truppen in der Provinz Futien ernannt und außerdem mit Ehren überhäuft sei, täme sie, um ihm zu gratuliren. Der schlafende Staatsmann antwortete, der Thron fet feit langer Zeit wegen der Staatsgeschäfte in großer Noth gewesen und die Diener der Regierung seien gezwungen, fich in voller Rüstung niederzulegen, so daß er, zu hoher Stellung erhoben, fich für sein Land opfern würde, insbesondere, da guter Grund vorhanden sei, die Schwäche Chinas in Betreff seiner Flotte zu bedauern. Der Geist antwortete, daß Chinas Schäße noch jest unbegrenzte seien, und wenn auch die Fran3ofen etwas lästig fallen tönnten, seien ste doch nicht im Stande, viel Unheil anzurichten. Allein die Einwohner von Fukien würden drei Jahre lang von Feuer und Schwert zu leiden haben, dann, jedoch nicht früher, werde der Frieden wieder hergestellt werden. Dann würde ihr Gemahl fish vom öffentlichen Leben zurückziehen und drei Jahre ausruben tönnen. Dann würden fie fich wieder treffen. Seine Exzellenz wachte nun auf, wesentlich gestärkt. Beute: Die Eheftands Invaliden. Hierauf: Die Schulreiterin. Walhalla- Operetten- Theater: Beute: Der Feldprediger. Fauifenftädtisches Theater: Heute: Legtes Gastspiel des berühmten Antispiritisten und Gedankenlesers Mr. James Conridge. Vorher: Bapa Kielebusch. Ollend- Theater: Uners Theater: Beute: Im Lande der Freiheit. Bezte: Der Registrator auf Reisen. Vittoria Theater: Beste: Sulfurina. Alhambra- Theater. Beute: 300 000 Mart. Freunden und Bekannten empfehle mein Restaurant. Lahen Die Hauptursache der meisten Kinderkrankheiten liegt im D bruche der Zähne, sowie im Wachsthum der Knochen, Bustände durchaus geeignet sind, auf den findlichen De mus einen frankhaften Neiz auszuüben. Außer diesen be Faktoren haben namentlich Einfluß schlechte Luft, unangeme Ernährungsweise, der Einfluß der Kälte und des Hun sowie die mangelnde Pflege einer liebenden Mutter. Nr. 3 eins to Berita e Bokabonn ( Der he Abonnenter blatt bei. Es w ber Regier Masse zur Unterhaltung des Glanzes von ladin Staaten Wad Leder. Man schmilzt im Wafferbade reines weißes fest Baumöl hinzu, und wenn die Mischung eine innig fügt man Schweineschmalz hinzu, indem man über sch Feuer gut umrührt. In dieses Gemisch gießt man Terpentinöl und nachher Lawendelöl und gießt dann die zum Erkalten aus. Will man davon verwenden, fo man etwas davon aufs Leder und reibe mit einem le Lappen nach. Bekenntnisse einer Schauspielerin. In dem NeujahrsFeuilleton eines Budapester Blattes erzählt Frau Louise Blaha: Meine Eltern waren Schauspieler und schon als Kind spielte ich deine Rollen. Mein ständiger Aufenthaltsort war die Bühne, dort verbrachte ich meine Zeit, war bei Vorstellun gen, Mufik und Chorproben zugegen. Ich fühlte, daß ich Schauspielerin werden müsse; die Bretter, welche die Welt bedeuten, zogen mich mit unwiderstehlicher Gewalt an und ich mußte Deffentl. Versammlung der Zimmerleute Berlins u. Umgegend. Sonntag, den 8. b. M., Vormittags präzise 9% Uhr, Andreasstraße 21( Keller's Salon). Tages- Ordnung: Reichhaltiger Frühstückstisch. Bouillon zu jeder Zeit. Gutes Bairisch Bier à Glas 10 Pfg. Punsch, Groat, Glühwein und Liqueure. Sämmtliche gewerkschaftliche sowie andere Tageszeitungen liegen aus. 141 Max Kreuz, Cottbuserplas( Alte Linde). 1. Die Stellung der Zimmerer Berlins dem Verband gegen über. Referent Julius Müller. Neueste Nachrichten. London, 5. Februar. Eine Depesche des General seley meldet, der Mahdi hat hartum durch Verra nommen: Gordon ist wahrscheinlich gefangen. London. Eine Meldung aus Sydney besagt: Die b Korvette Marie" strandete auf einem Korallentiff bei Britannien. Das Schiff ist stark beschädigt. 2. Die Dentschrift der Kommission der Tischler betreffs Regelung des Submiffionswesens. Referent H. Künzel. Rotterdam. Hier ist ein Desterreicher Namens Danet verhaftet, dessen Signalement mit dem des des Polizeirath Rumpff übereinstimmen soll. Briefkasten der Reduktion. tien. Die bebentt, ba Yort allein 300 000 2 einem Land Erbe bezeid Schäße in aufs Großa nach in ei mirtig Boben au ig find tigen und befucht. D amal träu Hanb! Bie Nun, Farmer, Zwei Wettende. Bet allen Verbrechen verjährt die Strafverfolgung, als auch, falls bereits eine Verurthe erfolgt war, die Vollstreckung solchen Urtbeils. Spesiell Morde verjährt die Strafverfolgung nach 20, die Vollstred teit eines ergangenen Urtheiles in 30 Jahren. Stallschreiberstraße. Ein offizielles Auskunfts. eriftirt überhaupt nicht. Wenden Sie sich persönlich an Wörmann oder Lüderiz. Es erscheint uns jedoch fraglid Sie von diesen Herren bei der Waffe der Gesuche eine funft erhalten. Eifrige Leferin. Das Wort„ Durch becheln" wi zweierlei Weise erklärt; zunächst von dem in den Spinn wohl vielfach vorkommenden Gebrauch, das langweilig schäft des Flachshechelns( Austämmen der Fasern) bu liche Klatschereien über alle Bekannten zu verfüßen bo all aber, und zwar mit bedeutend größerer Wahrscheinli lell richtigen Entstehung, von den Bähnen, welche man Hechelapparate anfteht, durch welche die verleumderijche durchgezischelt werden. Kranken- und Begräbnißkasse der Goldschmiede und Berufsgenosse General Versammlu 238 ( E. H. Nr. 72) Montag, den 9. Februar 1885, im Restaurant Nieft bi ieren B Großgrund butte der ren Betr unben, g fi in Fo gan beba madhtigen ben bort nische Lan Betreibe a Die r erfreute, nordamerit bie Ausfu lichen Bro Farmer m Kommandantenstraße 72. Tagesordnung: Wahl des gesammten Vorstandes. NB. Kollegen in jedem Alter, die bisher der Goldid Versammlung aufgenommen. Der prov. Vorftand 3. Die Vortheile des Marimalarbeitstags für faffe angehört haben, werden bis zur Eröffnung der Ge die Bauhandwerker. Ref. bugo Lehmann. SUNB. Bu biefer Versammlung find sämmtliche Bimmergesellen Berlins ohne Ausnahme eingeladen, und es ist Pflicht eines jeden Zimmerers in dieser Versammlung zu ers ſcheinen. Der Vorstand des Lokalverbands Berlin. J. A.: Julius Darge. Ein gutes Piano, 20 Thlr., z. verk. Oranienst. 2, IV r. 237 243 P. P. Die Nr. 13 der humoristischen Blätter Der wabre Jacob" 1 erschienen und in der Groch Hierdurch die ergebene Mittheilung, daß ich Chausseestrasse 36-37 ( im Grundstück der Wöhlert'schen Maschinenbau- Anstalt) ein 241 Cigarren und Tabak- Geschäft eröffnet habe und bitte meine werthen Freunde um geneigten Zuspruch. Für die besten Qualitäten ist Sorge getragen. Ergebenst Wilhelm Pfannkuch Verantwortlicher Redakteur N. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. fich in ihre bag bie bie fonft i tenen to lanten und Die Händ lich hatten, Ragbrud verb 82 Jetzt geichenti, Ju verberg tisch nicht Währ ibres Inn hatten ihre faltete S bie Bemer Bormundi tam fie. bas Schrei Wabr Lifette Di und daß e 11. Juni gericht geld Der Sie t Ein fammen. Schreiben fich ihre g ,, D, war es ih nimmer h D, Geor ach, es br Lebensglü Deinige n was mich Der Stelle be