ch. nur dar Anziehun dheit. D alle Leibe Herzen. D in mein hen vot nd wenn in. Joh 8 befcheibe nag es ni e wiederh zu ftudi e Holle gen wil Ofte bab Die Ro das Pub men, we the gat ten find Nr. 32. Sonnabend, 7. Februar 1885. II. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Bellsblatt" fern, Steins täglich Wergens her and Sons unb Feltagen. Koonmanentpreis fü und bat Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mart, monatli 1,35 Mart, woentlich 35 f. in einer Botabonnement& Mart. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer wait illuftr. Beilage 10 f. ( Eingetragen in der Bestzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) urtheilen ent pring beitsuti wer bei nblübenbe erfrant zt zu Der зи Lofes Jasertionsgebühr beträgt für die 8 gespalteae Benitzeile oder beren Raum 40 Bf.#rbeusmart 10 N Bei größeren aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 tike Nachmittags in ber Expedition, Berlin SW., 8immerftraße 44, fomie non allen ac Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berfin SW., Bimmerftraße 44. Der heutigen Nummer liegt für unsere auswärtigen Abonnenten die Nummer 10 des ,, Illuftrirtes SonntagsIt im Dblatt" bei. chen, w en Organ Diefen be mangeme Des Sung er. eißes W Wirthschaftliche Krisen. Es wurde unlängst im deutschen Reichstage seitens ber Regierung behauptet, daß in den Vereinigten die Laft der Kalamität fast ganz allein zu tragen. Zu Hunderttausenden wurden sie brodlos, weil die Unternehmer nichts zu thun hatten, und wo noch Beschäftigung vorhanden war, da wurden die Löhne bis um 30 Prozent berabgefeßt. Ein Theil der Minenarbeiter wollte sich die Lohnherabsehungen nicht gefallen lassen, da die reduzirten Löhne auch nicht entfernt zum Leben ausreichten und stellte Löhne auch nicht entfernt zum Leben ausreichten und stellte die Arbeit ein. Die Unternehmer stellten darauf derart gehauft, daß aus diesem schönen Lande mit der Fülle feines Reichthums dennoch für Millionen nur eine Stätte des Elends geworden ist und noch werden wird, wenn nicht eine weise Sozialpolitik in die Dinge eingreift. Der grobe Materialismus ist mit dem Kapitalismus überall verbunden; er schreitet verwüstend über die schönsten Länder hin und stürzt Völker ins Elend, die glücklich und wohlhabend sein fönnten. Dafür liefert Nordamerita mit seiner Yankees n ladin Staaten von Nordamerika 500 000 Arbeiter brodlos Ungarn und Slovaken ein, die auch für die elendesten Löhne Wirthschaft ein erschreckendes Beispiel. feien. Diese Angabe erscheint nicht übertrieben, wenn man = innig bedenkt, daß nach zuverlässigen Geschäftsberichten aus Newer fcho man d un bie fo em lel eneral Verra Die be ff bei mens Des Mo jabat f Berurthe Spesiell Vollstred unfts. lich an fraglid e eine " wid Spinn gweilige burg üßen bo einligleit man rijchen affe all enoffe ant Nieft ndes. Boldfdm Der Gen -Vorstan b" 241 植 zu arbeiten bereit waren. Darüber waren denn wieder die ftrifenden Minenarbeiter so erbittert, daß es leider zu bluMan glaubt in der verkehrten Welt" zu leben, wenn man diese Thatsachen betrachtet. Jort allein in ven Fabriken und Minen der Union über tigen Thätlichkeiten kam. 300 000 Arbeiter beschäftigungslos find. Und das in einem Lande, das man nicht nur als eines der reichsten der Erbe bezeichnen darf, sondern das auch noch ungehobene Großartigste vermehren könnte, ohne dadurch ihrer Bahl in ein Mißverhältniß zu der Produktionskraft des bejuht. Geräth in Nordamerika die Ernte nicht gut, so tritt hüben und drüben Mangel ein, der Arbeitslosigkeit und Elend zur Folge hat; Geräth in Amerika die Ernte gut, so jammern Kornhändler und Großgrundbefizer in Europa über die Konkurrenz und verlangen Erhöhung der Korns Politische Webersicht. Bobens zu gerathen, auf dem fie sich befindet. Gegenwintig find die ungeheuren Territorien zwischen dem atlantiden und stillen Ozean von etwa 55 Millionen Menschen wir sehen, in Nordamerika das Elend auf die Arbeiter: Freiheit; fie wollen fich nicht unter das englische Joch bringen tinmal Da kann man von Uebervölkerung" noch nicht mal träumen und dennoch ein so toloffaler Noth Hand! Wie mag das tommen? Nun, im Allgemeinen erklärt man sich das so. Die farmer, die Träger der Landwirthschaft in der Union, nach feren Begriffen zum großen Theil Großbauern oder Großgrundbefizer, find die Hauptabnehmer für die Prote der nordamerikanischen Industrie. Sie haben mit thren Betrieben eine ziemlich weit entwickelte Technik verbunden, ganz anders als unsere Großbauern, und haben verbraucht liegen bleiben, die ausreichen könnten, allen in Folge des reichen Ertrags ihrer Grundstücke auch behaglich einrichten fönnen. Indessen können die gang matigen Getreidemaffen, die in der Union produzirt wer ben bort nicht auch tonfumirt werden. Die nordamerikas nische Landwirthschaft ist auf eine sehr starke Ausfuhr von Betreibe angewiesen. geräth die Ernte in Europa nicht gut, so wird die amerifanische Rornzufuhr durch Zölle erschwert und die euros päische Bevölkerung leidet doch Noth, während in Amerika ungeheure Massen von Getreide verfaulen. Die amerikanischen Großgrundbefizer kennen indessen fein größeres Intereffe als eine schlechte Ernte in Europa, die europäischen wünschen nichts sehnlicher als eine Mißernte in der Union. Und dabei müssen in der Union, in dieser riesenhaften und unerschöpflichen Kornkammer der Welt, Getreidemassen uns Mangel an Brod innerhalb der zivilifirien Welt abzuhelfen. Soweit ist es gekommen, seitdem, laut der wüsten Manchestertheorie, das Privatinteresse schrankenlos dominirt. Es ist ein wüster Krieg der Produzenten und Händler unter einander; die Folgen aber fallen, wie man sieht, am schwerften auf den Nacken des Arbeiters. Die Regierung der Union glaubt dem Uebel dadurch Sie Die Nachricht von dem Fall Chartums und der wahr scheinlichen Gefangenschaft Gordon's hat in England nicht geringe Bestürzung hervorgerufen. Angeblich soll Chartum dem Mahdi durch Verraih in die Hände gefallen sein, doch scheint Diese Ausrede nur erfunden, um die Wuth John Bull's von gewiffen Bersonen ab- und auf die Berräther" zu lenten. In Wirklichkeit war es aber die Tapferkeit der Sudanesen, welche den Engländern diesen Strich durch die Rechnung machte. Die Sudanesen kämpfen für ihre Existenz, für ihre laffen und nicht das Land den bekannten englischen Großfrämern zum Aussaugen überlassen; die Söhne der Wüste wollen von der angeblichen englischen Kulturmisfion nichts wissen und bis jetzt haben auch die goldenen Soldaten der Engländer, obs gleich fie au bunderttausenden aufmarschirt find, in Bezug auf Die Anhänger des Mahdi ihren Zweck verfehlt. Zur Befreiung Egyptens wurde angeblich der Feldzug unternommen, der mit der Beschießung Alexandriens anfing und bis jest mit der Einnahme Chartums durch den Mahdi abschloß. Und was ist geschehen bis jetzt von Seiten der Befreier"? Noch harren die Durch das Bombardement in Alerandien Stuinirten auf eine Entschädigung, die Geschäfte liegen gänzlich darnider, hunderte und taufende von den Egyptern, welche Widerstand leisteten, deckt der Wüstensand, über Blut und Leichen ging der Weg bis nach Chartum. Doch schon einmal hatten die Sudanesen gezeigt, daß fie die geschulten englischen Söldlinge nicht fürchten; spurlos verschwand der englische General Hids Bascha mit seiner Armee und wenig fehlte, so wäre vor einigen Tagen auch ein Theil der Armee Wolseley's unter Steward ver schwunden". Unter solchen Umständen steht sich John Bull bereits nach Hilfe um, er braucht andere um die Kastanien für Old England" aus dem Feuer zu holen und stehe da, Italien scheint fich dieser„ edlen" Aufgabe unterziehen zu wollen. Die reiche Ernte, deren sich Europa im Jahre 1884 erfreute, hat einen dicken Strich durch die Rechnung der abhelfen zu können, daß fie die Anlegung eines inters bie Ausfuhr von Getreide und anderen landwirthschaft glaubt dadurch den Export beleben und fördern zu können. nordamerikanischen Farmer gemacht. Natürlicher Weise sant ozeanischen Nicaragua Ranals unterstützt. lichen Produkten nach Europa um ein Bedeutendes und die Farmer machten kein Geschäft wie vorher. Sie mußten reicht. Aber das Uebel wird dann durchaus nicht gehoben rothen Meer und werden von dort wahrscheinlich dem ,, tapferen" beseitigt werden könnte, der noch im Auslande liegt; fich in ihren Ausgaben einschränken und das Nächste war, Mag sein, daß sie damit eine Förderung des Exports erdie sonst immer auf einen reichen Absatz bei den Farmern die Union bedarf einschneidender sozialer Res rechnen fonnten, nicht oder nur wenig begehrt wurden. formen im Innern. Die Händler bestellten nichts oder wenig bei den FabriDie forrupte und geldgierige Yankee Gesell. brutalen Niebertreten des Schwächeren hat in Nordamerika Wolseley zu Hilfe tommen. Auf alle Fälle wird es an Ueberraschungen in der nächsten Zeit nicht fehlen, der Telegraph wird bald weitere Kunde von der Entwicklung im Sudan bringen und damit unsere Blide mehr wie je zuvor auf diese Gegend in dem schwarzen Welttheil lenken. Eine neue Sezeffion in Sicht. Wie man vielfach vers lanten und die Fabrikanten hatten nichts zu thun. Natür schaft mit ihrer wüsten Jagd nach Gold und mit ihrem nimmt, wollen nach der Erklärung des Abg. Richter in Bezug lich hatten, wie immer in solchen Fällen, die Arbeiter Ragbrud verboten.] 82 Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dut. Forsesung.) Jeht hatte er ihr ja wieder vollständiges Vertrauen verbergen, so hätte er ihr ja den Schlüssel zum Schreibtisch nicht übergeben Während sie noch überlegte und während eine Stimme ihres Innern ihr immer wieder zurief: Thue es nicht!" das war ein Tag des Jammers und des Schmerzes! Von Thränen waren ihre Augen geröthet. Sie war bleich, ihrer Kräfte fast beraubt, als nach vielen Stunden Georg zum Mittagessen erschien. Die Gludseligkeit über die von seiner Gattin erhaltene Ver zeihung lag auf seinem Antlig, als er eintrat. Räthchen hatte sich bemüht, die Spuren ihrer Thränen zu verbergen. Sie bemühte sich, ihm freundlich entgegen zu lächeln, als er eintrat. Sie umarmte ihn wie sonst; aber ihre Lippen suchten nicht die seinigen, und als er fie in den Armen hielt, brach sie von Neuem in Schluchen aus, so daß er sie verwundert fragte: Räthchen, was haft Du? Ist Dir ein Unglück wider hatten ihre Finger mechanisch das nur leicht zusammenge faltete Schreiben geöffnet. Noch zögerte fie zu lesen, als sie fahren?" bie Bemerkung überraschte, daß es eine Borladung des Vormundschaftsgerichts sei. Eine entsegliche Ahnung überbas Schreiben. Sie schüttelte den Kopf. Frage mich nicht, Georg! Du hast ein Geheimniß, tam fie. Mit fieberhafter Angst überflogen nun ihre Augen ich habe auch eins, ein sehr trauriges, durch das ich Dir das Leben nicht verbittern werde. Sei glücklich, so glück lich, wie Du kannst; ich werde es nie mehr sein!" Lifette Düller ihren Gatten als den Vater ihres am Wahrhaftig! Es stand darin, daß die unverehelichte 11. Juni geborenen unehelichen Rindes angegeben habe, Thränen aus. und daß er zu seiner Vernehmung vor das Vormundschaftsgericht geladen war. Der Brief entfank ihrer Hand. Sie ward blaß und fühlte sich einer Ohnmacht nabe. Ein heftiges Weh preßte ihre Brust trampfhaft zu Sie bedeckte das bleiche Antlig mit den Händen, sank in einen Stuhl und brach von Neuem in einen Strom von Georg hielt ihre Hände umfaßt und bedeckte sie mit Rüssen und beschwor sie, ihm mitzutheilen, was fie ängstige und quäle. Sie aber blieb dabei, daß sie dieses Geheimniß Niemandem, am wenigsten ihm, anvertrauen werde. Nun war auch alle Freude und Glückseligkeit von seinem Gesicht fammen. So faß fie eine Weile, das verhängnißvolle verschwunden, und an die Stelle zärtliche Besorgniß um fich ihre gepreßte Brust in heißen Thränen Luft. auf die Verlängerung des Sozialistengesezes verschiedene Dreiunddreißigstes Rapitel. Der Herbst hatte längst die Bäume ihres Schmuckes beraubt, die Felder waren öde und kahl, und da, wo üppiges Getreide gestanden, waren nur noch die Stoppeln vorhanden. Die schrägen Strahlen der Sonne vermochten nicht mehr gegen die heftiger andringende rauhe Luft des Winters anzufämpfen, und im schottischen Hochgebirge hatte der eisige Nord bereits sein Regiment aufgeschlagen und angefangen, die Gipfel der Berge und die Hochebenen mit Schnee zu bedecken. Es war zu Anfang des Dezember und recht kalt und unfreundlich. Da draußen jagte der Wind den Staubschnee über die Fläche des Barts, welche sonst den Bewohnern von Bethesda als Promenade gedient hatte. Läugst schon hatte man die Steige wieder mit Brettern überlegen müssen, um einen Zugang von dem Gitterthor zu dem Hause zu ermöglichen. Längst schon hatten die Kranken aufgehört, diesen Drt der Erquidung und Erholung aufzusuchen, und waren an gewiesen, ihre Berstreuung in den Gesellschaftsfälen, in den Lese- und Mufitzimmern und in den sonstigen für die winterlichen Unterhaltungen hergerichteten Räumen zu fuchen. Seit drei Monaten war Frizz Rodenburg zurückgekehrt und hatte seine Thätigkeit in Bethesda wieder aufgenom men. Alle Kranken und seine Kollegen hatten ihn mit Schreiben in der zitternden Hand, kraftlos da, dann machte seine Gattin getreten. Es ängstigte und beunruhigte ihn bigen Genesung von ganzem Herzen Glück gewünscht. Am ,, D, mein Gott! Er hat mich betrogen!.... Wie war es ihm möglich, wie tonnte er mich täuschen? Nimmer, der Schmerz und ihre Verschloffenheit, die ihr ja sonst ganz und gar nicht eigen waren. frohesten waren bei seiner Rüdfehr Mrs. Forster und ihre Freundin Miß Elly. nimmer hätte ich das von ihm gedacht!" rief fie schluchzend. Haufe die schönste Heimathsstätte gefunden, der Genius der schloffen. D, Georg, Alles hätte ich Tir verziehen! Die Untreue... Lebensglüd für alle Zeiten. Doch mein Rummer soll das Das Glüd ehelicher Eintracht, das bis dahin in diesem Liebe, welcher ihnen das Ertragen schwerer Leiden leicht Sie Beide hatten den jungen Arzt in ihr Herz eingeach, es bricht mir das Herz. Nun ist es aus mit meinem gemacht, welcher in dem Augenblick der größten Noth ihnen Deinige nicht zerstören! Georg, Du sollst nicht wissen, hatte jegt weinend sein Antlig verhüllt und floh diese Minuten widmete. was mich foltert. Niemand soll es wiffen! Stelle des Pultes, an welcher fie ihn gefunden hatte. Ach, Der verhängnißvolle Brief wanderte wieder an die wie ein himmlischer Tröster zur Seite gestanden Stätte. er Mit Sehnsucht erwarteten fie jeben Tag die Stunde, wenn er seinen Krankenbesuch zu machen pflegte, und sie waren glücklich und froh, wenn er ihnen speziell einige Dann faß er in einem der kleinen Gesellschaftszimmer mit ihnen an einem Tische, schlug dieses und jenes Thema ber Unterhaltung an. Mehr und mehr überzeugte er sich, frühere Eezesfionisten, unter ihnen der Oberbürgermeister von Berlin, Herr von Forckenbeck, wieder auS der Fraktion auS- scheiden. Dabei sei demerkt, daß Hnr von Forckrnbeck bei der letzten Berathung des Sozialistenaesrtzes für die Verlängerung deffelben, also auch für die Beibehaltung dcS Belagerungszustände» in Berlin, deffen Oberbürgermeister er ist, gestimmt hat. Im Gegensätze hierzu ist eS bekannt, daß der Ober« hürgermeister von Frankfurt a. M. sich alle Mühe gegeben bat, den Belagerungszustand von Frankfurt abznwenden.— UebrigenS brauchen die Herren Neu-Eezesstonisten nicht allzu» eilig mit ihrem Austritt auS der deutsch-freifinmgen Partei sein, da Herr Eugen Richter fich jedenfalls noch besinnen wird— die nächste Abstimmung über daS Sozialistengesetz findet ja erst nach Jahresfrist statt. Zur Dampfersubvention«- Vorlage hat stch nun auch die offiziöse„Nordd. Allg. Zw." ausgelaffen. Sie knüpft an die Behauptung der„Verl. Polit. Nachr." an, daß der Re- ferent der Dampferkommisston, der deutsch- freifinnige Abg. Brömel, stch vier Wochen Zeit zm Berichterstattung nehmen werde, um die Vorlage versumpfen zu laffen, und fährt dann fort:„Der Reichskanzler hat wiederholt im Reichstage er- klärt, daß die Dampfervorlage unbedingt im Zusammenhange steht mit der Kolonialfroge. Er bezeichnete die Vorlage als «ine Sonde, durch welche festgesteM werden solle, ob im Reichstage Stimmung für überseeische Unternehmungm vor- Händen sei. Die Ablehnung der Dampfervorlage wird von den verbündeten Regierungen nicht anders verstanden werden können, als ein Protest gegen die Kolonialpolitik. Die sehr bedauerliche, aber schwer abzulehnende Wirkung wird also die sein, daß die Regierungen in ihren kolonialpolsttschen Bestie- Hungen entmuthigt und gelähmt werden." A«S Kamerun. In Plymouth find mit der neuesten «estafrikanischen Post(englische) Briefe auS dem Kamerun-Gebiet eingetroffen, welche besagen, daß die dortigen Eingeborenen ihren Widerstand gegen die deutsche Annexion fortsetzen. Der „König", welcher den Vertrag mit Deutschland unterzeichnete, wurde von seinen Unterthaneir durchgepeitscht.(Es handelt fich hier um„König Bell".) Weiter wird von der Westlüste Afrikas gemeldet: Der Vertrag, der acht Flüsse und die anstoßenden Territorien unter den Schutz Großbritanniens stellt, ist von dem König von Opoba(Ja Ja) und allen benachbarten Häupt- lingen unterzeichnet worden. Der Sohn und Erbe des Königs Ja Ja ist nach Liverpool geschickt worden, um dort erzogen zu werden. Ja Ja spricht fließend Englisch und ermuntert Handel und Wandel. Sein Premierminister ist eine Frau NamenS Johnson, die von Kentucky nach Liberia auswanderte, und da ste Bildung und Rednertalent befitzt, eine mächtige Persönlich- keit geworden ist. Der Schullehrer im Deutsche« Reiche— schreibt die „Hamb. Bürgerztg."— ist beinahe eine stereotype Elendsfigur geworden und eS wird Zeit, daß endlich ein PenfionSgesetz zu Stande kommt, das die Verhältnisse des Bildners der Jugend regelt und bessert. Wie eS jetzt damit bestellt ist, ergiebt fich aus folgendem: In Gr.>Bösendorf trat der dortige) Lehrer mit dem 1. Januar d. I. in den Ruhestand mit einer Penston von dreihundertneun Mark nach zweiundfünfzig und einhalb Dtenstjahren. Mit demselben Datum durste fich auch der Lehrer in Stewkm, nachdem er fünfzig Jahre gedient, zur Ruhe setzen, um ganze drcihundertdreißig Mark per Jahr zu erhalten. Seit dem 1. Januar 1883 ist ein Lehrer aus dem Kreise Strehlen zur Ruhe verurtheilt mit drethundertzweiundvierzig Mark Pension, welche die Schulgemeinde aufbringt, und der Ausficht auf einen Staalszuschuß, an welcher, d. h. an der Aussicht, er stch immer noch erfreuen darf. Der Emeritus ist 76 Jahr« alt, er und seine Frau find dauernd krank und ge- brechlich und außerdem hat er noch eine erwachsene Tochter zu unterhalten.— Was soll ein Mensch, der fich fünfzig Jahre mit der Jugend herumgeplagt und seine ganze Kraft zu dem Zwecke geopfert hat. mit dreihundert Marl denn eigentlich an- fangen? Er ist auf die Gnade seiner Mitmenschen angewiesen, wie es denn auch thatsächlich passtrt, daß für die Lehrer ge- legentltch gebettelt wird. So berichtet die„Magd. Ztg." auS Goslar von einem Geschenk, das einer Ruhelehrerstistung, welche den Zweck hat,„emerititten Lehrern zu der kärglichen Pension eine jährliche Beihilfe zu gewähren", zugeflossen ist. Privathilfe unter der Hand kommt selten in die Oeffenllichkeit. Das find beschämende Zustände für das Reich, welchen sobald wie möglich abgeholfen werden muß! � Dresden, 4. Februar. Wie man dem„Leipz. Tagbl. mittheitt, ist dieser Tage durch Gouvernementsdefehl den Sol- daten der hiesigen Garnison der Besuch des großen Ver- anügungs-EtabliffementS„Tivoli" auf der Wettinerfttaße ver- boten worden, weil daselbst in den letzten Wochen mehrfach sozialdemokratische Versammlungen abgehalten worden find. OesterreichUngart». Die Wiener Parlaments- Berichterstatter haben ihren Strike fiegreich beendet; das Parlament hat kapitulirt und Präsident Smolka hat die Forderungen durchweg bewilligt. Die„Nat.-Ztg." bemerkt zu diesem Strike:„Die Presse hätte ihre Ansprüche auf Erhaltung ihres Befitzstandes nicht durch- setzen können, hätte ste nicht die öffenttiche Meinung auf ihrer daß an Elly auch keine Spur von Wahnsinn zu finden sei, daß ihr Geist so gesund sei, wie sein eigener, und das, was einem Uneingeweihten vielleicht an ihr be» fremdend scheinen möchte, lediglich ihrem langjährigen Auf- enthalte in einem Irrenhaus« zuzuschreiben sei. Elly schien seine Gedanken zu verstehen, und mit inniger Dankbarkeit blickte sie ihn mit ihren schönen blaue» Augen an, welche oft in Thränen schwammen. Ach, er war ja der Einzige, welcher sich wenigsten» Mühe gab, sie zu verstehe», welcher sie nicht behandelte wie eine Unzurechnungsfähige, sondern wie seinesgleichen; und das that ihrem Herzen wohl, so unendlich wohl, daß sie, wenn er ihr die Hand zum Abschiede reichte, dieselbe mit Küssen bedeckte. Ueber Mrß. Forster war Fritz mit seine« Urtheile nicht so leicht fertig. Freilich auch ste verrieth keine Spur von Wahnsinn, und doch kam eS ihm bisweilen vor, als müsse fich bei ihr ein Wahnsinn irgend einmal zeigen. Wenn die Unterhaltung zufällig einmal eine Wendung nahm, welcke ihre Familienverhältnisse berührte, wenn sie über Familien- und Mutterglück sprach, dann nahm ihr Antlitz einen eigenthümlichen Ausdruck an, der so ganz anders war, als der sonstige Ausdruck ihre» sanften, edlen Gesichts, daß Fritz nicht umhin konnte, zu meinen: Da» ist bei Schatten de« Wahnsinn», der sich über diese» Dulderantlitz legt. Allerdings erschien derselbe nur auf Augenblicke, aber für den scharf beobachtenden Arzt waren diese genügend. Roch immer beharrte er bei der Maxime, die er von vorn- herein eingeschlagen, ihr lebhaft zuzustimmen, wenn sie be- hauptete geisteskrank zu sein. Sie hörte ihn gern, wenn er auf ihre Meinung über ihre« Zustand erngmg, wenn er sagte:„Sie haben Recht, Mrß. Forster, ich bin ga»; Ihrer Ansicht, Sie sind geisteskrank und werden allein ,n Be- thesda Ihre Heilung finden." Wenn er daS sagte, dann war auch sie ihm dankbar, nicht weniger al» Elly, auch sie reichte ihm in dankbarer Freundschaft die Hand, wenn er sich verabschiedete., Den Plan, über Elly'S Herkunst und Vergangenheit Seite gehabt. Aber jeder ZeitungSlefer in Oesterreich mußte fich sagen, doß die Wimer Journalisten in ihrem Verhalten in erster Linie die Interessen veS Publikums vertreten, für daS ste die Jnformationm sammelten. Das Beispiel dieses Zu- sammenwirkens von Journalismus und Publikum sollte auch anderwärts und überall da nicht verloren fein, wo man eS der Presse an dem nöthigen Entgegenkommen für ihre Berichterstattung fehlm läßt. ES würde daS fich in dm meisten Fällen als unfehlbares Mittel erweism. Der Erfolg, welchm der Wiener JoumalismuS errungen hat, ist außer der Billig- keit des erhobmen Anspruchs und der Unterstützung des Publikums, der Einmüthigkeit der Wiener Presse zuzuschreiben, von der fich keine Parteischattirung ausgeschlossen hatte. Auch diese Einmüthigkeit bei der Vertheidigung der dem Jornalisten- stand anverttauten öffmtlichm Interessen ist ein guteS und de- achtenSwertheS Beispiel." Fr«nir seich. In der Deputirtenkammer brachte Tony Reoillon(von der äußersten Linken) den Antrag auf Bewilligung eines Kredits von 25 Millionen für die arbeitslosen Arveiter ein, Reoillon verlangte für seinen Antrag die Dringlichkeit. Der Minister des Innern, Waldcck-Rouffeau, sprach stch gegen die Dringlichkeit aus und hielt den Antrag überhaupt für unwirksam, da ein Kredit, der auf 23000 Gemeinden vertheilt werden solle, nur eine illusorische Hilfe sein würde. Die Unterstützung der Ar- beiter sei wesentlich die Sache der Gemeindm und gehe daS Staatsbudget nichts an. Im Uebrigen fei er der Anficht, daß die Annahme des Antrags Reoillon. nachdem neuerdings von dm Arbeitern in drohmder Weise Ansprüche erhobm worden, ein schwerer Fehler sein würde und Gefahren für daS Land zur Folge haben könnte. Die Dringlichkeit des Antrages Re- villon wurde hierauf mit 238 gegen 125 Stimmen abgelehnt, gleichzeitig wurde die Verweisung desselben an die Kommission beschlossen. Ein zweiter Antrag Revillon's auf sofottige AuS- führung der öffentlichen Arbetten wurde angenommen. Die Kammer setzte darauf die Berathung der Zolltarife fort, die schließlich auf nächsten Sonnabmd vertagt wurde.— Der Senat begann die zweite Lesung deS Gesetzes über die rück- fälligen Verbrecher.— Zwischm Frankreich und der„Assoziation africaine" ist in Betreff der Begrenzung der beiderseitigeu Ge- biete am Kongo ein Einveiständniß erzielt worden. Portugal stelle eS in Avrede, >e, beide Ufer deS Kongo in Besitz genommen zu haben; eine Verständigung zwischm Portugal und der „Assoziation africaine" erscheine gesichert.— General Brie« de l'Jsle telegraphirt, daß er in der Nacht vom 2. zum 3. d. M. den Hügel von Ouvan nach einem leichtm Treffen, wobei er keinen Verlust erlitten, besetzt habe; die Chinesen scheinen eine Marschstunde davon konzmtrirt zu sein. Italien. Das Vorgehm Italiens am rotben Meere hat bekanntlich schon Proteste der Türkei hervorgerufen. Daß dasselbe auch an anderen Ortm nicht mit günstigen Augen angesehen wird, zeigt folgende Notiz der„Kreuz-Ztg.":„Die K a i s e r m ä ch t e find, wie wir auf Grund bester Informationen mittheilm können, seitens Italiens über sein Vorgehen weder benach- ricktigt. noch über die mit demselben verbundenen Absichten aufgeklärt wordm."— Ferner wird aus Kairo telegraphirt: Der Gouvernmr von Beilul hat gegen die bereits erfolgte Besetzung deS Ortes durch die Italiener protestirt. Die aus 40 Soldatm destehende egyptische Garnison war gmöthigt, fich zurückzuziehm; die egyptische Regierung hat der Pforte von diesem Vorgange Mittheilung gemacht.— Der„Agence HavaS" iufolge hat die Pforte in einer von ihr überreichten Note kon- latirt, daß England ein Einvemehmen mit Jtalim in Bezug auf die Besetzung egyptischer Häfen in Abrede gestellt und er- klärt habe, England habe Italien darauf aufmerksam gemacht, daß diese Häfm dem Sultan gehörtm. Die Pforte habe Italien aufgefordert, seine Truppen auS dem rothen Meere zurückzuziehm.— Die Dampfer„Vespucci" und„Gottardo" find von Suakin nach Maffovah abgegangen und dürsten be- reits dort eingetroffen sein. E g y p te». Die Nachricht vom Falle EhartumS und der wahrscheinlichen Gefangenschast Gordon's hat in England eine nicht ge- ringe Bestürzung hervorgerufen. Wolseley war vom Kabinet Gladstone zum Entsätze Gorvon'S ausgesandt, als das Voll gebieterisch dies Vorgehen forderte; mit enormen Anstrengungen und einigem unverschuldeten Unglück hatte er fich den Weg nach Gchendi eröffnet, angeblich solltm schon Dampfer Gordon's bei Schendi eingetroffen sein, und man erwartete jeden Tag die frohe Botschaft von der Rettung deS gefanaenm Generals, der fich in dem Gouverneurshause und dem Gebäude der kacho- tischen Misstonäre wie in einer Zitadelle verschanzt hatte, und jetzt kommt statt deffm die Hiobspost. Man wird nicht fehl gehen, wenn man annimmt, es werde jetzt die Vermuthung auftauchen, die gestrige Nachricht sei nur eine Nothmeldung, da Gordon thatsächnch schon viel länger in den Händen deS Mahdi sei. Wie dem auch sein möge: die Expedition Wolseley'S er- hält fortan einen ganz anderen Charakter; statt Gordon zu entsetzen, muß er thn jetzt befreien, und ob das mit den Näherei zu erfahren, hatte Fritz aufgeben müssen. Garrick, der einzige Mann, welcher hätte Auskunst gebm könnm, war tobt. Die Andeutungm, welche er kurz vor der Katastrophe, die dem Leben deS Unseligen ein Ende gemacht, erhielt, waren unzweifelhaft vom Wahn- sinn diktirt; keineswegs aber genügtm sie, um ihm für seine ferneren Nachforschungm einen sicheren Anhalt zu gewähren. Die Ueberzeugung, daß alle seine Bemühungen ver- geben» seien, daß er für da» unglückliche Mädchen, für welche« er eine so herzliche, so tiefe Theilnahme fühlte, nicht» thun könne,«achte ihn oft muthlo» und verstimmt. Wohl hundert Mal hatte er in dem Bibliothekzimmer allein gesessen, hatte m den Archiven und Chroniken der Anstalt geblättert, immer nach neuem Anhalt suchend, ja er hatte nicht geruht, bi» ihm von der ältesten Vorsteherin die Effekten herbeigeschafft wurden, welche Miß Elly mit in die Anstalt gebracht hatte. Da war daS Taschentuch mit F. A. gestickt, da war auch daS Stück aus der Mitte einer Karte herausgerissen, deren beide andere Theile fehlten. Auf dem Stück, da» vorhanden war, und das als Legitimatton dienen sollte, waren nur die Buchstaben„nitre" zu lesen. Wieder und wieder hatte er diese Gegenstände be- trachtet, hatte die Notiz gelesen, daß die Kranke reklamirt werden könne durch ihre Angehörigen oder durch Den- jenigen, der sie in die Anstalt gebracht. Der letztere war nicht mehr und konnte sie nicht re- klamiren... Und ihre Angehörigen?... Darüber, da» sah Fritz ein, würde ein ewige» Dunkel schweben. „Arme Elly!" seufzte er oft,„ich kann nicht« für Dich thun... Du wirst eine lebendig Begrabene in diesem Hause bleiben, bi» Dich der Tod von Deinem eleu- den Dasein besteit." In einer solchen Stimmung fand er sich, al» er«ine» Tage» wieder in Mr. Gefferson'« Arbeitszimmer mit diesem über eben diese Angelegenheit sprach. Mr. Gefferson hörte ihn nicht gern darüber sprechen. Es mochte sich ein Wenig fern eigenes Gewissen regen. Er fühlte sich nicht ganz stet 1 Truppen möglich ist, über welche Wolseley nach den wff# nen Niederlagen noch verfügt, ist sehr fraglich. Jedenfalls w die Sudanfrage wieder in den Vordergrund, und de:|SJ beinahe zu den Tobten geworfene Mahdi wird auch feniiw eine stehende Rubrik in ver Rundschau über die TageSereiW beanspruchen.— Wolseley hatte den Oberst Wilson mit nm? Dampfern nilaufwättS nach Chattum kommandirt. die Trn# mußten aber wieder umkehren, da alle Zugänge öhartumi den Truppen des Mahdi desetzt warm. Bei der fluchtauv Umkehr strandeten die Dampfer und Wilson mußte fich,� seinen Soldaten auf eine Insel im Nil rettm. Wolseley s»� sofort Hilfe, doch ist bis jetzt noch nichts über daS Schicksal% Eingeschlossenen bekannt. MMmeMnsrkes. — Jn der Postsparkassen-Kommission Antrag v. Manteuffel gegm den Widerspruch der BundetreV vettreter mit 12 gegen 7 Stimmen angenommen 0g wonach Postsparkaffen an Orten nicht errichtet werden bm» wo bereits Sparkassen bestehen und die Kommunalspan«? auf Befragen stch bereit erklären, die Vermittelung der W Anstalten für Annahme und GeldauSzahlung k. anzuiwU — Die Arbeiterschutz. Kommission des 9% tags faßte auch gestern noch keine Beschlüsse. Seiteri* sozialdemokratischen Mitglieder wurde beantragt, die Betwjj; auszusetzen, bis der von der Partei im Plenum eingeMssJ Gesetzentwurf in erster Lesung berathen und der KomM überwiesm sei. Auch hierüder wurde noch kein Ml gefaßt. — In der polnischen Sprachen-Kommill� ist heute der Antrag Letocha zum§ 187 des GerichtsoerfaßA gesetzes angenommen worden, welcher kleine Ecleichteraj bei Führung des Nebm-Prototolls in der polnischm enthält. — Die Budget-Kommission berieth heute dm ihr gestern vom Plenum überwiesenen Ergänzur pro 1885/86. Sie bewilligte zuerst die geforderten 10 für die Verlegung des Kulmer KadettenhauseS 1 Stolp. Zur Erweiterung des Dienst-Gedäudel ,, statisttschen Amtes wurden 150000 Mark be# Darauf folgte die Berathung der Forderung von 96 Ow für Beamtengehälter und 152080 M. für Bauten in Kommissar Geh � z Mi. To, "tl o und Angra-Pequma. Der Reg. lwig erklärte bei Beainn der Gmeraldebatte, nicht in der Absicht der verbündeten Regierungm Ii#, m„______. hvm den betreffenden Landstrichen Reichsgebiete zu daß die Reichsversaffung daselbst � u. A. mit der Folge, fühtt werde. Die Gebiete sollen lediglich dem" Schulst deutschen Reiches unterstellt weiden und die Frage, Rechtsnormm daselbst zur Anwendung gelangen sol nach Maßgabe des hervottretenden Bedürfnisses durch Kabinetsordre zu regeln. Die Einführun deutschen Handelsgesetzbuches, so tvtf deutschen Strafgesetzbuchs stehe wohl Zweifel, im Uebngen werde man wohl auf das r',,, Recht zurückgreifen müssen, weil dasselbe dm RechtSanscha� der bunt gemischten Bevölkerung wohl am meisten enw? Nach längerer Diskusfion, welche hauptsächlich vom Richte r'und Herrn v. Kuszerow geführt wurde, ß der Antrag zur Annahme, daß die ..■ erren Regierungsko ihre Erklärungm bis zur nächsten Sitzung schriftlich so möchten, wonach settens der Kommissare verlangt wurde, Richter möchte auch seine Anftagen schriftlich avl DieS gescha Wa hl p rüfungSkommifston des Reichstages# «stein die Wahlen der Abgg. Rickett(WestbaoeUandl- >alben(Pinnebcra) für gUtiaT, Der(in Breslau domizmrmde) geschäftsführmde Aus deS Landesvereins preußischer Volksschullehrer...... eine(am 3. Dezember v. I. üi Reichstage gehaltene) ♦vj rung des Abg. Windthorst:„In Preußen find Idie f jetzt vollkommen entchrtstlicht und die Religion ist aus* verbannt." Stadtverordneten- Versammlung. Oeffentliche Sitzung vom 5. Februar- Die Sitzung begann mit der Einführung der neufp ten Stadtvv. Kalisch und Beelitz, die der Vorsteher noA kurzen Begrüßung durch Handschlag an Eivesfiatt verpst — Zum Vorfitzenden des Etatsausfchuffes wurde in thcilungen vor der Sitzung der Stavto. Dr. EtraßmaNj zum Vorsteher-Stellvertreter der Etadtv. Dr. Stryck Die Echriftführung wird daS Bureau übernehmen.—% des TageS ist den Mitgliedern der Stadtverordneten-�, lung der Entwurf einer neum Bauordnung zugegana�,, auf Vorschlag des Stadtv. Dr. Stryck wählte der einen Ausschuß zur Vorberathung dieser Angelegenheit� die Tagesordnung eintretend, erledigte die Versarmnlt#� von dem Vorwurf, daß er aus Interesse für die* damals, als die Zeit gelegeaer war, nicht genug habe, um über Elly'S Herkunst Näheres zu erfahren- � war ihm daher angenehm, als sich die Oberaufseher'? Abtheilung für weibliche Kranke bei ihm melden lieji« «Sie wünschen, Mrß. Dobberton?" ftagte Mr-% son die Frau, welche er Mrß. Forster zur spezielle«% beigegeben hatte.„Hat vielleicht Ihr Pflegling einen Wunsch?" „Mrß. Forster läßt Sie bitten, Herr Direktor� Sie selbst statt deS Herrn Rodenburg sie heute 6{r� „Das ist sonderbar!" sagte Fritz.„Ich glaubte Mrß. Förster gerade zu mir besondere» Vertraue« da ich ja auf ihre Anficht immer so bereitn»� gegangen bin."„ I suchen; sie hat aber diesmal ein Anliegen, dem Direktor vortragen kann." „Ich ahne, was e» ist," sagte Gefferson. jedenfalls die Anstalt zu verlassen... Ich 6%'% la»B nicht verdenken, und wenn eS mir auch in Bezug.. finanziellen Interessen der Anstalt ganz angeaehm sie jedes Jahr hier einkehrt und� sich einige Mon� aufhält, so thut mir doch diese Patientin leid. glückliche Frau,«elcher nicht« fehlt, als die köt� Kräfte, vermuthet den Sitz ihrer Leiden in iht� fcsp Ein Beweis, daß sie sich darin täuscht, ist der, d-"»«« jedesmal überzeugt, daß auch hier für sie keine v ist."— „Ich erkenne keine Konsequenz in Jhrew Herr Direktor; verzeihen Sie mir diese Bemerkung setzte Fritz.„Sie hallen Elly für krank, weil sie." krank zu sein... und halten Mrß. Forster t»* obgleich sie behauptet, krank zu sein. Wenn Mb'_ sagt, daß sie sich geistig gesund fühlt, so glauben�' ohne Weitere«.... sagt da» Elly, so halten 1 für ein Zeichen von Wahnsinn." „Sie find noch nicht lange genug in der iu, Den verfchie und der f Tagesereign On mit einig t. Die Dampfe v börberft einige Naturalisationsgesuche und genehmigte die durch| Sedenfalls aufhöhung des Blazes vor der sogen. Rutscherschänke in Treps tom entstandenen Kosten. Sodann referirte Stadtv. Wied auch fernet Namens des Rechnungsausschusses, nach dessen Ausführungen bie Versammlung 20 Rechnungen dechargirte. Durch Beschluß om 28. Dezember 1883 hatte die Versammlung den mit der Borlage, betreffend die Deckung der im Etatsjahre 1882/83 bei Shartums der Kanalisationsverwaltung entstandenen Mebrausgaben, rfluchtattige eingegangenen Finalabschluß der Hauptkaffe der städtischen Werke mußte fich von der Kanalisationsverwaltung pro 1. April 1882/83 dem Rechnungsausschusse zur Prüfung überwiesen. Da nun die Boljeley fid 3 Schicksal de Bersammlung bereits durch den eben erwähnten Beschluß vom 28. Dezbr. 1883 die vorgekommenen Etatsüberschreitungen im Gesammtbetrage von 286 594 M. unter dem üblichen Vorbehalte genehmigte und sich mit der Entnahme dieser Summe aus dem Ueberschuß der Stadt- Haupttaffe für das Rechnungs fiton it be abr 1882/83 einverstanden erklärt hatte, so empfahl der RechBundesrat mungsausschuß, von dem Finalabschluffe der Hauptkaffe der men worden ftädtischen Werke über die Verwaltung der Kanalisationswerke werden dürfe und der städtischen Rieselgüter pro 1. April 1882/83 Kenntniß unalsparlafu nehmen. Ein vom Stadtv. Limprecht gemachter Bufat, ang der Bo in Bufunft gleich nach geschehener Ueberschreitung der einzelnen anzunehmen Bosten der Versammlung Kenntniß davon zu geben, damit der Grund Seitens be angenommen, sondern entsprach die Versammlung dem Antrag Die Berathu des Ausschusses. Die übrigen Anträge des Ausschusses von eingebra wenig Bedeutung wurden genehmigt, so auch dechargirte die Er Kommiffi Bersammlung die Baurechnung, betreffend den Neubau der lein Beschl7/ 93. Gemeindeschule in der Memelerstraße. Beim Beginn es Schulbaues hatte eine Ueberschreitung der Grenze stattge Ommiffio unden und um dergleichen Fälle zu vermeiden, beschloß die tsverfaffung Bersammlung, den Magistrat zu ersuchen, Anordnungen zu Erleichterueffen, daß fünftigbin in der Regel sowohl bei Käufen, als fchen G b beute gänzung en 10 000 hauses ebäudes ct bewilli ont 96 000 ar Beh. H Satte, ba en liegt fchafi 张 wie bei Verkäufen Auflaffungserklärungen von Grundfiüden nur auf Grund von amtlichen Situationsplänen, in denen die Größe der zu erwerbenden Grundstücke angegeben ist, ent egengenommen werden dürfen. Nach dem Referat des Stadtv. Gerstenberg genehmigte die Versammlung das Projekt zum Neubau einer Gemeindedoppelschule nebft Turnhalle in der und nach dem Referat des Stadto. Kreitling erklärte fich weiter die Versammlung mit dem Verlauf des Restgrundstücs in Kamer Krautstr. 21 für den Minimalpreis von 80 Mt., nicht 65 Mt. Auch wurde die Vorlage, betreffend die Erwerbung des zur nach dem Magistratsantrage, pro Quadratmeter einverstanden. Verbreiterung der Alexanderstraße und Magazinstraße erforder lichen Terrains vor dem Grundstücke Alexanderftr. 28/ 28a und Ragazinstr. 13/ 13a, ohne Diskussion genehmigt. wurde beschloffen, die Gewerbebeputation um 7 Mitglieder zu berſtärken und übergab die Verf. diese Angelegenheit einem Ausschuffe von 10 Mitgliedern, welcher so rasch wie möglich Bersonen vorschlagen soll. Bei der Vorlage- zur Kenntnißnahme -betreffend die Amtsniederlegung des Stadtraths Dr. Stort erhob fich die Versammlung von ihren Plägen Beichen der Anerkennung der treu geleisteten Dienste des ben. Der Ausschuß, welcher für diese erledigte Stadtraths le Vorschläge machen soll, wird vor der nächsten Sigung gehlt werden. Ferner beschloß die Versammlung die e zu afelbft Shuse Frage, en follen Durch rung eing blue Sanfchauung das gemein en entfor vom urde, gela ngstommi ich formul wurde, Tich auffe Cages et avelland) rende Ausi coteftirt ge altene) Die Sch e ift aus th bruar er neuge her nach tt verpfli De in den tragmann Stryd gen Im eten- Verfa gegangen Der Bor genheit. fammlung r die An genug ge erfahren auffeberin Den ließ. e Mr. Ge ziellen B egling i Direktor te befud glaubte, trauen reitwillig verfeste ft gefagt Sie fie bas fie Sie wün es 5 tann d auf Bezug au ehm ift Monate b. Die e törperli Se ihrer S baß fie teine Be rem Ur ertung fte beba für g Mrs. auben alten Si ber Бол " Sodann tent. Abpflasterung des Belle- Alliance- Plages( Oft- und Beftfeite) mit Steinpflaster und prolongitte den mit Dem töniglichen Garnison Repräfentanten bestehenden Bertrag über die Einquartierungs- Verhältnisse der nicht fernirten Truppentheile hiesiger Garnison. Die Berathung über den Normalbesoldungs Etat pro 1. April 1885/88 und da noch eine Offerte wurde ausgesetzt, und da Laufe des Tages eingegangen, wurde die Vorlage, betr. Veräußerung einiger Bauparzellen, welche bei der Kafftg der Straße an der Königsmauer und Verbreiterung der euen Friedrichstraße gewonnen würden, an die Eigenthümer angrenzenden Grundstücke in der Klosterstraße, einem Ausrung ber e von 15 Mitgliedern überwiesen. Nach einer laugen Dahon, woran fich die Stadtov. Meyer, Namslau und Spormig und der Stadtrath Weise betheiligten, wurde die Vorlage, bet, Bewilligung von 18 000 D. zur Ablösung der eins elnen Freihausbefiger für ihre Grundstücke auf Grund der gereichen werde, tadelte jedoch die Steuerverhältniffe, welche er als sehr ungerechtfertigt hinstellt, und sprach dann länger über Steuerreform. Die Etats seien alle Jahre sehr hoch gegriffen, was die Ueberschüsse beweisen, und es würde nichts schaden, wenn einmal ein Defizit vorhanden wäre. Der Stadtverordnete Aler Meyer hielt die Steuer auf Gas für eine Steuer der Arbeitszeit, welche doch wohl nicht zu empfehlen sei. Redner entgegnete dem Stadtverordneten Dopy auf seine Aeußerungen und versuchte denselben zu widerlen. Wegen der vorgerüdten Beit beantragte der Stadtverordnete Scheiding Vertagung der Berathung, welchem Antrage auch stattgegeben wurde, die Versammlung ermächtigte jedoch den gewählten Etatsausschuß, schon in den nächsten Tagen Sigungen abzuhalten. Nach einer persönlichen Bemerkung des Stadtverordneten Dopp gegen den Stadtverordneten Meyer wurde dann die Sigung um 10 Uhr geschlossen. Lokales. Die Große Berliner Pferdeeisenbahn- Gesellschaft beabsichtig von denjenigen neuen Lienien, deren Erbauung ihr vertragsmäßig zufteht, im laufenden Jahre folgende Linien: 1) Jerusalemerstraße von Kronen bis Leipzigerstraße, 2) Ge sundbrunnen. Moabit, 3) Holzmarktstraße Schlesischer Bahnhof, 4) Hoher Steinweg- Bapenstraße und 5) die Abfahrstelle in der Nürnbergerstraße auszuführen, falls es ihr gelingt, rechtzeitig die Konzeffion zu erhalten. Dieselbe hat die städtische Baudeputation ersucht, für diese Linien das erforderliche Pflaster material nebst Steinschwellen zu beschaffen. Das Projekt zu 2, Gesundbrunnen- Moabit, ist bereits den betreffenden Behörden zur Prüfung vorgelegt. g. Die Arbeiten an der Anschlußbahn zur städtischen Bentral Markthalle find wieder im besten Gange und werden voraussichtlich nunmehr ununterbrochen zu Ende geführt werden lönnen. Die Rochstraße, welche wegen Anbringung der eisernen Ueberführung zur Anschlußbahn über die Hochstraße, auch für den Fußgängerverkehr abgesperrt gewesen, ist für den letteren wieder freigegeben worden, nachdem man dem Herabfallen von Eisentheilen, Werkzeugen 2c. bei Fertigstellung des Viadukts durch Anbringung eines Schußbodens vorgebeugt hat. Wer den müchtigen Bau mit Einschluß der Markthalle in Augenschein nimmt, wird begreifen, daß die Herstellung einen großen Aufwand von Zeit und Arbeitskraft erfordert und noch erfordern wird. Die Konstruktion sowohl der Maurer- als der Eisenarbeiten sind die denkbar solidesten, und geben, gleich wie die benachbarte Stadtbahnanlage, ein glänzendes Beugniß deutscher Baukunst und Industrie ab. Besonders die ZentralMarkthalle imponirt gewaltig, wenn der Beschauer in einem Der Eingangsthore an der Neuen Friedrichstraße steht und von hier aus nach dem neuen Perron für die ankommenden und vor der Markihalle haltenden Waggons ausschaut. Der ganze Bau mit seiner Eisenkonstruktion zeugt schon jetzt von einer gewiffen Eleganz, welche fich noch erhöhen dürfte, wenn der Fußboden mit den schön konstruiten Mettlacher Fliegen belegt sein wird. N. Eine Auswanderertruppe, im Ganzen etwa 30 Bersonen, darunter Männer, Frauen und Kinder, erregte gestern Abend 11 Uhr auf dem Lehrter Bahnhof um so berechtigteres Aufsehen, da der Abfahrtsperron polizeilich abgesperrt war, und das Betreten nur denjenigen Personen gestattet wurde, die fich im Befiße von Billets befanden. Einem Gerüchte zu folge, follen fich unter den Auswanderern mehrere der sozialdemokratischen Bartel angehörige Personen befunden haben, das Biel der Auswanderer ist Südamerika. b. Die Gewerbetreibenden der Steuerklasse C., zu welcher die Gastwirthe gehören, zählen in Berlin 7121 Köpfe. Sie müffen pro Kopf durchschnittlich 54 Mart und in Summa mehr als 388,000. Mart Gewerbesteuer aufbringen. Bis auf einige hundert Inhaber von Selter- Waffer- und Milch- Ausschänken, Köche, Chambregarni- Vermiether. find dies sämmt lich Gastwirthe. Die höchste Steuer in dieser Klaffe zahlt das Bentral Hotel, demnächst der Kaiserhof, dann Café Bauer und demnächst der Franziskaner. Von allen eigentlichen Restau rants marschirt also dieses junge Lokal an der Spize. Und doch, als Herr Jäger die fieben Stadtbahnbögen für den Preis von 35,000 Mait miethete, schüttelte selbst mancher Erfahrene den Kopf. -b. Ein jugendlicher Schlafftellendieb logirte sich am Weihnachtsheiligabend bei einem Buchdrucker in der Baulstraße unter Vorweisung von Dienst- und Arbeitsbuch auf den Namen des 17jährigen Burschen Wilhelm Buckert aus HedwigsBerübung eines Diebstahls durchgebrannt. Schlafstellenvers miether werden gebeten, gegebenen Falls die Aufmerksamkeit der Polizei auf diesen sauberen Burschen au lenten. Derselbe ist ca. 5 Fuß groß, trug graue Hose und Jadet, hat ein run des bäurisches Geficht und auf der einen Hand eine Krone, auf der anderen zwei Buchstaben tätowirt. Die Staatsanwaltschaft am Landgericht I hat die Er humirung der Leiche des am 9. v. Mts. an der„ Schwarzen Brüde" ums Leben gekommenen Droichtenbefizers Lindenau verfügt. Nach dem gegenwärtigen Stande der Recherchen bleibt nur die eine Kombination im Vordergrunde, daß Linde nau mit den verdächtigen Fahrgästen in der Droschte die Landsberger Allee, beziehungsweise Chauffee bis zu den Buggenhagen'schen Häusern hinaus gefahren ist, dort die Fahr gäfte abgeladen, das verabredete Fahrgeld empfangen und als bann den Heimweg über die Schwarze Brücke" in der Rich tung nach der Frankfurter Allee, beziehungsweise der Memeler strane, wo seine Wohnung liegt, angetreten hat, und daß ihm Die Fahrgäste heimlich nachgegangen, an der betreffenden Stelle den Kutscher überfallen haben, um ihm das Fahrgeld und vielleicht noch mehr Geld abzunehmen. Alles andere, besonders der Tod Lindenau's, scheint die Folge dieser Vorgänge zu sein. Vielleicht wäre die Untersuchung schon weiter vors geschritten, wenn der erste polizeiliche Bericht nicht von Dorn herein die Verschuldung eines Dritten als aud geschloffen bezeichnet hätte. geschloffen bezeichnet hätte. Wenn die Thäter, wie angenommen wird, dem Stande der Viehtreiber angehören, so dürfte vor der Hand wenig Aussicht vorhanden sein, die Thäter zu ergreifen. Die großen Biehtommiffionare haben an den öftlichen Grenzen große Stapelpläge für das angekaufte Vich, von wo nur so viel Thiere hierher gebracht werden, wie die Nachfrage am Berliner Bentralmarkt rathsam erscheinen läßt. Der Restbestand bleibt an den Stapelplägen und wird dort durch die Viehtreiber gefüttert und gepflegt. Nun ist es ein betanntes Geheimniß, daß die Viehtreiber, denen der Aufenthalt in Berlin zeitweilig nicht recht geheuer ist, an den Stapelpläßen bleiben und das Vieb füttern, und daß während dieser freiwilli gen Verbannung andere Kollegen die Transporte nach Berlin begleiten. So können auch in diesem Falle, vorausgesetzt, daß es wirklich Viehtreiber waren, die Thater ganz behaglich in Ostpreußen oder Posen llei ihren Wiebherden fizzen. Der Berliner Magiftrat läßt jest, nach dem bekannten Sprichworte von dem Kinde, das in den Brunnen gefallen, die Böschung vor der Schwarzen Brücke" da, wo die Droschte binabgestürzt ist, einzäunen, um Unglüdsfälle in Butunft zu verhüten. a. Die Entführung eines neun Wochen alten Kindes weiblichen Geschlechts, über welche wir vor einigen Tagen furz berichtet haben, giebt der Kriminalpolizei Veranlassung zu unausgesezten und leider bisher erfolglosen Nachforschungen. Die Mutter des Kindes, die unverehelichte B. in der Rüders dorferstraße, welche am 29. v. Mts. einer in Folge einer Zei tungsannonce zu ihr gekommenen Frau das Kind übergeben hatte, giebt an, daß diese Frau fich eilin mit dem Kinde entfernt habe, ohne der Mutter Beit zu lassen, das Kind einiger maßen zu reinigen. Dieser Umstand habe sie anfangs nicht befremdet, weil die unbekannte Frau vorgegeben hatte, daß die Herrschaft, welche ein Kind als ihr eigenes aufnehmen wolle, fie erwarte und deshalb jede Bögerung vermieden werden müßte. Die Unbekannte wird beschrieben als ca. 40 Jahre alt, 167 3tm. groß, forpulent. Sie war mit schwarzem Hut und schwarzem Schleier, türkischem Longshawl und dunklem Kleide bekleidet gewesen. a. Verhaftet. Ein Kaufmann v. G. ist wegen mehrfacher Betrügereien gegen hiesige Kaufleute heut zur Haft gebracht worden. Jakobstraße zu haben und seine Eisen- und Binkeintäufe nur Derselbe gab vor, ein Eisengeschäft in der Alten gegen baar zu machen. Er besuchte hieftge Metallwaaren fabriten, große Schloffereien und ähnliche Geschäfte, woselbst er die Eisen- und Binkabfälle taufte, sich als sehr wohlfituirt ausgab und wiederholt betonte, nur gegen Raffe zu laufen. Nachdem die Waare gehandelt war, ließ er fie ftets sofort auf einen mitgebrachten Handwagen verladen, der vor dem betr. Geschäftslotal unter der Aufsicht eines Arbeitsmannes stand. Er selbst blieb indeß beim Verkäufer und verzögerte die Zahlung des Kaufpreises so lange, bis sein Wagen abgefahren war. Sodann gab er vor, nicht genügend Geld mitgebracht zu haben, und er versprach den fehlenden Betrag sofort aus seinem Romtoir zu holen, mit welchen Worten er sich entfernte, obne fich später wieder sehen zu lassen. Inzwischen war der Arbeitsmann nach der von dem v. G. vorher empfangenen Ins ftruktion mit den auf dem Handwagen verladenen Waaren fchen Realsteuern, abgelehnt. freihausqualität noch auftebenden Befreiuung von den städtis fegung des Stadthaushalts- Etats pro 1. April 1885/86 fprach zuerft der Kämmerer Stadtrath Runge; er felbft würde jederzeit bereit sein, Auskunft zu ertheilen, damit so rasch wie möglich der Etat festgestellt wird. Der Stadtv. Dr. Sitten machte auf die schwierige und gute Arbeit aufmerksam waldow, Kreis Jauer, ein. Nachdem man ihn aus Barmherzig nach Nixdorf zu dem Binkschmelzer G. gefahren, welcher für teit die Feiertagswoche durchgefüttert hatte, entfernte er sich am Sylvesterabend und bewies seine Dankbarkeit dadurch, daß er einen seinem Stubengenoffen gehörigen grauen Koffer stahl, A. B., zwei Raftermesser, zwei Kaffenbücher und ein Arbeitsbuch auf den Namen des Barbierund betonte, daß der Magistrat diese sich stetig steigernde Arbeit in diesem Jahre sehr zeitig eingereicht habe und deshalb Den Dank der Versammlung wohl verdiene. Er ließ sich jedoch nicht auf Näheres ein und beantragte, sämmtliche Spezialetats welcher dessen Wäscheicon beute dem bereits gewählten Etatsausschusse zu überweifen. gehilfen Albert Borchert enthielt. Nach angestellten Ermitteund über die einzelnen Berhältnisse innerhalb der Berwaltungen lungen war der Dieb später auf den legteren Namen bei einer der Stadt Berlin. Redner lobte die Schulverhältnisse, glaubte Frau in der Louisenstraße in Schlafftelle gezogen, ist jedoch, ferner, daß die Kanalisation später der Stadt zu großem Nugen ehe man seiner habhaft werden konnte, auch von dort nach mein lieber Freund," erwiderte Mr. Gefferson in belehren allen Luxus, welcher der Anstalt zur Verfügung stand. Sie bem Zone, um die Verhältnisse ganz genau zu kennen. erwartete den Besuch in ihrem Wohnzimmer. Sie erhob fich, als der Chef- Arzt eintrat und ging ihm einen Schritt " Herr Direktor," fagte fie, ich bitte um Verzeihung, Sie bemüht zu haben; allein das, was ich zu sagen wünhier in der Anstalt, ich habe sie außerhalb der Anstalt, entgegen. weil sie sich einmal in den Kopf gesezt hat, von einem Irrenarzt behandelt werden zu müssen, besucht. Sie ist eine Dame, welche im Leben vielen Kummer gehabt hat. Der sche, fann ich ja nur Ihnen sagen, wiewohl ich sonst gern Rummer brückt sie, treibt sie hinaus auf Reisen; aber Herrn Doktor Rodenburg meine Wünsche mittheile. auch in der Fremde erleichtert sich ihr Herz nicht! Dann tehrt sie zurück, schwach und frank; dann konsultirt fie mit welcher Sie meiner Einladung nachgekommen find nicht helfen zu können, dann kommt sie hierher und das Besuch." wieberholt sich jedes Jahr.. bie Beit. . Ich Sie empfing ihren Besuch wie eine Dame, welche ge= Platz zu nehmen, nachdem sie sich selbst auf einem fehnt sich jetzt unstreitig wieder hinaus. Es wäre grausam, wohnt ist, sich in höheren Birkeln zu bewegen. Mit einer ihr nicht jeden Willen zu lassen, ihr zuzureden, daß sie herablaffenden Handbewegung deutete sie den Herren an, ihr nicht zusagt. Die Zeit ist das einzige Heilmittel gegen niedergelassen hatte. Leiben wie das ihrige, den Schmerz der Seele heilt allein forgen, daß ihr Körper nicht den Leiden ihrer Seele unterliegt. Es ist nur nothwendig bei ihr, dafür zu Mr. Gefferson eilte, um dieser bevorzugten Kranken fofort seinen Besuch zu machen. Sie begleite Sessel Sie wiffen, daß ich jeder Zeit zu Ihren Diensten bin, Mrß. Forster," nahm der Chef- Arzt das Wort, und daß es mein Herzenswunsch ist, Ihnen nüßen zu können. Ich würde sehr glücklich sein, von Ihnen zu hören, daß der Aufenthalt hier Ihnen wohlgethan hat." Das wollte ich Ihnen in der That mittheilen, Mr. Gefferson," antwortete die Dame. Der Aufenthalt hier hat mir so wohl gethan, daß ich mich jetzt nicht allein hier fie deutete auf Stirn und Herz, on bern auch förperlich gestärkt bin. Ich fühle mich träftig Erlauben Sie, Herr Direktor," bat Friß, daß ich Ich habe diese Rranke mit besonderem Intereffe während der Zeit ihrer Anwesenheit in der An gefund fühle. Halt beobachtet, und da dieses Verlangen offenbar eine Krisis der Krankheit bezeichnet, jo hat es für mich Inter und gesund." effe, die Patientin in diesem Moment zu beobachten." Ich habe nichts bagegen einzuwenden, Mr. Robenburg, baß Sie mich begleiten; es ist mir vielmehr gerabe angenehm. Sie zurüdtommen, daß Sie an dieser Batientin später vielleicht eine Spur von Wahnsinn entdecken könnten." werden hoffentlich von Ihrer Meinung ber weiblichen Patienten mündeten. Es freut mich, das zu hören," antwortete der Chef- Arzt. Friz hatte während dieser Unterredung die Batientin keinen Moment aus den Augen gelaffen. Schon gleich bei ihrem Eintritt war ihm eine völlige Veränderung ihres Ansehens aufgefallen. Der Schatten, Der Chef- Arzt und Friz Rodenburg stiegen die breiten welchen er früher nur in gewissen Momenten hatte über Marmorstufen hinauf. Man öffnete die große Flügelthür, ihr Antlig fliegen sehen, der Schatten eines umnachteten welche in einen Rorridor führte, auf welchen die Zimmer Geiftes, er lag jest nach seiner Ansicht unzweifelhaft in mehrere elegant eingerichtete Bimmer inne, denn da fie für die so zarten, fanften Büge der Dame eine solche Härte ihren Aufenthalt fürstlich honorirte, so gewährte man ihr annehmen konnten? Mrs. Forster hatte diesen Zügen. Ja noch mehr! Wie war es möglich, daß fehr geringe Preise dem v. G. die erschwindelten Eisen- und Binlabfälle ablaufte. Bis jest find vier derartige Betrugsfälle bei der Kriminalpolizei zur Anzeige gelangt, in welchen v. G. die Betrogenen um ca. 230 M. geschädigt hat. N. Sturz aus dem Fenster. In selbstmörderischer Abficht stürzte sich am gestrigen Tage eine in dem Hause Friedrichstraße 25 wohnende Frau K. aus dem Fenster ihrer in der ersten Etage belegenen Wohnung auf den Hof. Mit anschei nend mehrfach gebrochenen Gliedmaßen und schweren inneren Wie war es möglich, daß die sonst so sanften Augen jegt in einem eigenthümlich wilden Feuer glühten; einem Feuer, das er nur ein einziges Mal an ihr bemerkt hatte, nämlich damals, als sie Elly fagte, daß eine Mutter, welche man ihrer Rinder beraube, zu einer Wölfin wird, der man bie Jungen raubt. Sollte jene Aeußerung auch mit dem Ausdrud ihres Antliges im Zusammenhange stehen, den er jegt wahrnahm? Er beschloß das zu erforschen. Erlauben Sie," sagte er, daß auch ich Ihnen meine Freude darüber ausbrüde, daß ihre Kräfte gestärkt find, daß Ihnen der Aufenthalt hier wohlgethan hat. Ich darf mir freilich kein Verdienst anmaßen, etwas dazu beigetragen zu haben. Mehr als die Sorgfalt des Arztes stäble die Kraft und befeelt den Muth die Festigkeit des Willens. Sie find gefund, weil Sie gesund sein wollen. Jemand, welcher ein erlittenes Unrecht rächen, oder welcher das Theuerste, was er befigt, retten will, er ist im Stande, allein durch die Energie feines Willens sich vom Todten bette zu erheben. Eine Mutter, welche ihr Kind in den Klauen bes Löwen sehe, würde vom Sterbebette fich empor richten, um es zu retten." Ein wahrhaft unheimlicher Blick richtete sich auf den Sprecher. Die Augen sprühten wie im Feuer der höchsten Wuth. Die Büge verzerrten sich förmlich, die Lippen wurden bleich frampfhaft zusammenzuziehen. Die dünnen bleichen Hände und drückten sich aufeinander. Jebe Muskel schien fich öffneten sich abwechselnd und ballten sich wieder zujammen. trallen wollten. Sie hatte in diesem Augenblicke etwas Es schien, als ob ihre Nägel sich in ihr eigenes Fleisch Raubthierartiges. Welche Veränderung war in bem einzigen Augenblide vorgegangen mit der zarten, schwachen Frau mit dem sanften Duldergesicht! Das war der Ausbruck, ben er damals wahrgenommen, nur zeigte er sich jetzt in erhöhtem Grade. ( Fortsetzung folgt.) " Berlegungen blieb die Lebensüberbrüffige auf dem Pflaster| liegen. Auf Veranlassung der sofort benachrichtigten Revier polizei, wurde die A. in bewußtlosem Bustande nach der Königlichen Charité geschafft. N. Der Krankenwärter Koch, der durch das bisher immer noch unaufgeklärte Sittlichkeitsverbrechen zu einer traurigen Berühmtheit gelangt ist, ist am geftrigen Tage, nachdem in der föniglichen Charite seine vollständige Geistesgestörtheit konstatirt worden, nach der allgemeinen Frrenanstalt Dalldorf überführt worden. Gerichts- Zeitung. ant Wiffenttich falsche Anschuldigung wurde dem Eisenbahnarbeiter Gustav Fischer zur Laft gelegt, der gestern vor der ersten Straffammer des Landgerichts 1. stand. Der Angeklagte, der schon beim Bau der Nordbahn als Streckenarbeiter beschäftig gewesen, war seit der Eröffnung der Bahn auf dem Bahnhofe Gransee als Berrondiener angenommen und wurde am 25. November 1883 auf Veranlassung des Stationsauffebers Jordan in Gransee angeblich wegen Trunkenbeit entlaffen. Nach dieser Zeit ging bei dem Betriebsamt ein anomymes Schreiben ein, in welchem bezüglich des Jordan und eines anderen Beamten ehrenrührige Vorwürfe erhoben waren. Unterm 8. Januar 1884 richtete Der Angeklagte Direktion die der Eisenbahn einen Antrag um Wiederbeschäftigung im Eisenbahndienst und bezeichnete in seinem Schreiben die Behauptung des Jordan, daß er betrunken gewesen sei, als eine unmabre. Im weiteren Verlauf des Schreibens trat er mit der Behaup tung hervor, daß Jordan Dienstkohlen nach seiner Wohnung babe schaffen lassen und die angestellten Arbeiter vielfach in feinen Privatangelegenheiten beschäftigt habe. Auf den Antrag der Eisenbahnverwaltung, auf deren ausdrücklicher Anordnung Jordan die Kohlen in einen ihm bisher zum Privatgebrauch übers laffen gewesenen verschlossenen Raum hatte schaffen lassen, wurde obige Anllage erhoben und Staatsanwalt Dr. Otto beantragte auch eine Gefängnißftrafe von sechs Wochen. Der Gerichtshof erkannte aber auf Freisprechung des Angeklagten, denn eines theils sei nicht erwiesen, daß derselbe wider befferes Wiffen gehandelt und anderntheils fönne auch eine Beleidigung nicht fonftruirt werden, weil der Angeklagte fich in Ausübung seiner Bertheidigung befunden habe. Ein Renkontre zwischen dem Dachdeckermeister Karl Moris Belling und einigen Beamten der Ringbahn zog dem Ersteren eine Anklage wegen öffentlicher Beleidigung, Bedrobung mit einem Verbrechen und wegen Widerstands gegen Die Staatsgewalt zu, die gestern vor der 87. Abtheilung des Schöffengerichts zur Verhandlung gelangte. Am 4. Juli v. J. barrte der Angeklagte auf der Station Wedding nebst einer Anzahl anderer Baffagiere auf das Einlaufen des Buges nach Moabit und wurde bei dieser Gelegenheit Zeuge, wie der Stations Affiftent Brandenburg einer jungen Dame von anständigem Aeußern in ziemlich schroffer Weise Vorhaltungen darüber machte, daß fie einen der niedrigen Drahtzäune als benutte. Fußstüße Der Beuge nahm Veran laffung, fich der jungen Dame anzunehmen, er warf dem Beamten Mangel an Bildung vor und gebrauchte nun seinerseits so beleidigende Ausdrücke, daß der Beamte seine Persönlichkeit feststellen und ihn von der Mitfahrt mit dem inzwischen eingelaufenen Buge ausschließen wollte. Trogdem ftieg der Angeklagte ein, worauf der Stations- Assistent ihn wieber durch den Weichensteller Jensen herausholen ließ. Jest nahm die Szene auf dem Perron einen äußerst turbuelnten Charakter an, der Angeklagte ging unter Schimpfworten auf ben Beamten los und hob bereits zum Schlagen aus, als ihm der Weichensteller in den Arm fiel und dadurch den dem Sta tionsaffiftenten zugedachten Hieb auf fich lenkte. Der Betroffene erhielt eine blutende Verlegung an der Unterlippe. Der rasende Dachdeckermeister wurde alsbald bewältigt und zur Wache fiftirt, stieß aber noch die Drohung aus, daß er am Abende mit seinen fteben Gesellen wiederkommen und den Beamten ordentlich zudecken" würde. Jm Termin behauptete er allerdings, daß ihm eitens der Beamten eine höchft unangenehme Behandlung zu Theil geworden, die Beweis aufnahme unterstügte diese Behauptung aber feineswegs und deshalb erachtete der Gerichtshof den Angeklagten sämmtlicher ihm zur Laft gelegten Strafihaten für schuldig und erkannte in Anbe tracht, daß derselbe wegen ähnlicher Bergehen bereits Vorftrafen erlitten, auf sechs Wochen Gefängniß. Soziales und Arbeiterbewegung. Stellenlose Buchdrucker! Die Statistik des ca. 12 000 Mitglieder umfassenden Unterstügungsvereins Deutscher BuchDrucker" weift an in den Jahren 1881 bis 1884 unterstügten Arbeitslosen folgende Bahlen auf: Januar Februar März April Mai Juni Juli Auguft September Ditober November Dezember. · • 1881 1882 1883 1884 383 483 593 699 330 410 476 611 279 418 468 608 371 546 529 628 506 699 716 857 554 880 843 993 652 948 989 1128 739 1088 1148 1276 773 1133 1182 1232 733 1021 1085 1149 639 835 868 840 501 668 714 554 In der vorstehenden Zusammenstellung find jedoch die arbeitslosen Mitglieder des genannten Bereins, welche die ftatutenmäßige Steuerzeit noch nicht hinter fich haben und daher zur Unterstügung noch nicht berechtigt find, fowie die arbeitslosen Nichtmitglieder nicht inbegriffen. Da die Bahl der in Deutschland beschäftigten Buchdruder gebilfen aber airfa 16 000 beträgt, somit ein Viertheil der felben dem Unterstügungsverein fern steht, so darf als ficher angenommen werden, daß durchschnittlich über 1500 Buchdrudergehilfen arbeitslos find. Ein Grund dieses Ueberschusses an Arbeitskräften ist in der unver hältnismäßig hoben Anzahl von Lehrlingen zu suchen. Dieser erfchredende Mißstand wird durch die traurige Thatsache er wiesen, daß sich bei 16 000 ehilfen über 7000 Buch bruderlehrlinge in Deutschland befinden. Eine große Anzahl dieser Lehrlinge wird während der vierjährigen Lehrzeit nur zum Vortheil des Prinzipals ausgenügt, um nach beendig ter Lehrzeit einem neuen Nachschub Blaß zu machen. Db der Plaz aus der Lehre Entlaffene auch in der Lage ist, auf seinem Be rufe sein Brot zu verdienen, ist Nebensache. Es wäre aber falsch, wenn man hierin die einzige Ursache der Arbeitsloftgleit Der Erwachsenen fehen wollte. Die Arbeitslosigkeit herrscht auch in anderen Berufszweigen, die weniger unter dem Lebr brückt, zu ermitteln er dieselben den Arbeitenden zu garantiren In Fällen, in welchen die Brivatunternehmungen nach jeweiliger Lage ihrer Produktion den Minimallohnsatz nicht zu zahlen vermögen, tann der Staat mit Subventionen außhelfen. Jedenfalls hätte legterer dafür สิน sorgen, daß die von Privatunternehmern etwa entlassenen Werkleute oder in bestehenden noch zu gründenden öffentlichen Produktionsanstalten gegen die tarirte Minimallohnvergütung Beschäftigung fänden. Nach Wiede soll ferner der Staat ,, alle möglichen Unternehmungen" in die Hand nehmen: grandiose Kanalbauten, Entwässerungen, Bewässerungen, Eiſen bahnbauten, Bäckereien, Schlächtereien, Maschinenfabriken, Spinnereien, Webereien, Tuchfabriken", er soll, korst- und Landwirthschaft, Bergbau, Schifffahrt und Handel" treiben. Das klingt alles recht sozialistisch, aber dem Verfasser war die Demokratie nie recht sympathisch. So soll denn die Monarchie die Sache in die Hand nehmen. Als ob große öffentliche Re formen heute durchgesezt werden könnten, ohne daß die davon berührten Streise durch festen Busammenschluß zu einer großen Bartei den nöthigen Druck auf die Gesetzgebung ausüben! Ohne politische Organisation der Arbeiter und diese tann doch nur auf demokratischem Boden gedeihen giebt es feine giebt es keine Sozialreform zu Gunsten der Arbeiter, und wer die Drganisation der lepteren nicht will, ist entweder ein oder er will überhaupt keine Illufionär, wie Herr Wiede, Reform. Ueber die Zahl der Handelsschiffe aller Staaten der | folgende Resolution:„ Die heutige Versammlung verurthe mit Entschiedenheit das Vorgehen der drei Fabrikanten und wendet sich mit Abscheu ab von Leuten, welche die gerechten Forderungen ihrer Arbeiter mit den schmuzigsten Mitteln betämpfen fich nicht scheuen und erklärt sich mit den Strilenber vollständig solidarisch. Nr. 32 Der Louisenstädtische Bezirksverein„ Vorwärts" bie am Mittwoch, den 4. Februar, eine Versammlung ab, in welde Herr Bursche einen Vortrag über:„ Das höhere Unterricht wefen" bielt. Die ersten Anfänge unseres jegigen Unterricht wesens, so führte Referent aus, fallen in die Beit zu Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts; vordem hatte die Kirche refp das Papsttbum die Wissenschaft in Händen, welche dieselbe z ihrem Vortheil ausbeutete. Von besonderem Einfluß auf diese Die Aus Umschwung waren die Entdeckung Amerika's, die Erfindung der Buchdruckerkunst und andere wichtige Beitereignisse. Leide wird beim Unterricht in höheren Schulen, in damaliger Be wie jezt, das praktische Leben zu wenig berücksichtigt. Es wird öfterreichische zu großer Werth auf die Kenntniß alter Sprachen u. f. w. ge veröffentlich legt und wichtigere Unterrichtsgegenstände werden dadura Merkwürdig Wenn die Schule ihren Zwed erfüllen soll gerade jett vernachlässigt. muß dieselbe gänzlich unter Staatsoberhoheit gestellt, die Nataschende Le tionalökonomie und die Staatswissenschaft besonders betlid aber auch fichtigt werden. Dann wird die Schule auch für das praktische derfelbe Sch Leben nüßlich wirken. In der Diskuffton ergriff der Reich viel zur ri Die dre Derfelbe für Sozialismus feinem Seal Erde und den Antheil, den die Dampfschiffe daran haben, nicht entspricht; denn gegenwärtig ist es ein Briol macht die Deutsche Boltswirtsch. Corresp." folgende statistische Angaben, die auf den Mittheilungen des als zuverlässig be tannten Bureaus Veritas beruhen: Im Jahre 1883 waren überhaupt an Handelsschiffen 55 838 mit einem Gesammttonnengehalt von 19 685 041 E. vorhanden. Davon waren 7764( also 13,9 pCt.) Dampfschiffe mit einem Gehalt von 6 037 164 2. ( also 30,7 pct. des Gesammtgehalts). Auf die wichtigeren Handelsstaaten vertheilte fich Schiffszabl und Tonnengebalt folgendermaßen: Großbritannien und Srland hatten 22524 Schiffe mit 9093 868 T., die Vereinigten Staaten 6636 Schiffe mit 2473 532 E., Norwegen 4212 Schiffe mit 1443 998, bas Deutsche Reich 3034 Schiffe mit 1239 661 2., Stalien 3219 Schiffe mit 1026 597 T, Frankreich 2892 Schiffe mit 896 581 T., und Rußland 2325 Schiffe mtt 566 324 2. Dar unter befanden sich Dampfer in England 4469 mit 3 822 7082. in den Vereinigten Staaten 422 mit 374 314 Z., in Norwegen 209 mit 77 057., im Deutschen Reich 420 mit 345 103 Z., in Stalten 135 mit 111 548 T., in Frankreich 458 mit 444 265 2. und in Rußland 194 mit 98 052 T. Auf Eng land entfallen 63,3 pCt. des Gesammt Tonnengehalts aller vor handenen Schiffe; dort find 19,8 pCt., aller Handelsschiffe Dampfschiffe, in Frankreich 15,8, in Spanien 15,4, in Defter reich 14,8, in Deutschland 13,7 in Holland 10,0, in Ruß land 8,3, in den Vereinigten Staaten 6,3 und in Norwegen 4,9 pCt. Am bedeutendsten ist der Antheil der Dampfer in Belgien, hier find von 79 Handelsschiffen 52( also 65,8 pt.) Dampfer. Die Steindruder der Firma Friedberg und Silber. stein theilen uns mit, daß ihnen zwar eine Aufhebung der geplanten Lohnreduktion zugestanden worden ist, daß die Unternehmer aber an der Arbeitszeit- Verlängerung festhalten. Die Steinbruder bleiben deshalb bei dem Beschluß der Arbeits einstellung. b Weitere Lohnreduktionen. Wie uns aus den betreffen den Arbeiterkreisen mitgetheilt wird, ist den Arbeitern der Berliner Maschinenbau Attien Gesellschaft, früher Schwarztopf'iche Fabrit, eine Lohnreduktion von 15 pet. angekündigt worden. Motivirt wird diese Maßregel damit, daß die Firma bei der Uebernahme von 22 Tendermaschinen im Wege der Submission, unter der Konkurrenz der Firma Henschel u. Sohn in Kaffel, die Zuwendung nur durch bedeutende Ermäßigung ihrer seither üblichen Preise erhalten konnte. Die Klagen über die Konkurrenz der Firma Henschel u. Sohn find schon älteren Datums. Die damit Hand in hand gehenden Lohnreduktionen haben nach unseren Informationen schon viele Arbeiter veran laßt, das betreffende Etablissement zu verlassen und theils nach hier, Die Arbeiter theils nach Erfurt zu verziehen. der Schwarzkopf'schen Fabrit nehmen vorläufig noch eine zuwartende Stellung ein. Wie uns verfichert wird, sol nur ein einziger Schirrmeister fich bereit erklärt haben, die res duzirten Lohnfäße zu akzeptiren. Vereine und Versammlungen. t. Bezüglich der Strikes in der Steinnußtnopfbranche fand am Donnerstag Abend in der Urania", Wrangelstraße 9 und 10, eine öffentliche, zahlreich besuchte Bersammlung der Drechsler und Knopf macher unter Vorfis des Herrn Müller statt, welche fich in ernster Weise mit der von Herrn Marlert in der hiesigen Berliner Börsen Beitung" an demselben Tage veröffentlichten Rundgebung beschäftigte und ihrer Entrüftung über dieses Ges bahren offenkundigen Ausdruck gab. Herr Müller wies darauf hin, daß es offenbar die Abficht des betr. Fabrikanten sei, die Wenn auf dem In Man h deutschen tine neueste urchaus Brundzüge billigt werde allem Ansch bie Behaupt Rathgeber fchiedene E tagsabgeordnete Herr Heine das Wort. aus, daß unser heutiges Schulwesen legium der Beftzenden, fich Bildung anzueignen. die Schule nupbringend für Alle wirken soll, muß das g sammte Unterrichtswesen von jeder Abgabe frei sein, ba wäre es auch Jedermann, je nach seiner Auffaffungsg möglich, fich Kenntnisse zu erwerben. Die Unterrichtsge stände müssen rein objektiv und besonders das praktische berücksichtigend gelehrt werden. Durch die Kenntniß vom des menschlichen Körpers würden viele Krankheiten verbind denn die Aerzte leben zum größten Theil von der Unwiffenhe genügender Weise zu schüßen weiß. Auch die Gefestun müßte berücksichtigt werden, denn ein großer Theil der Ge übertretungen entspringt lediglich aus Unkenntniß derfelbe und hier gilt daffelbe von den Rechtsanwälten, was oben nöthige Ber Rechtsbewußtsein des Volkes gehoben und zur Orienting über das Verhalten im öffentlichen Leben, wie z. B. bei Wahlen, bei der Verwaltung öffentlicher Aemter u. f. w. viel beigetragen. Zwei von der Lohnkommission der Drechsler Knopfarbeiter einberufene Versammlungen fanden Donn tag, den 5. b. M. ftatt. Die erite, welche früh 11 Uhr Wohlaupt, Manteuffelstraße 9, stattfand, war nur für strikenden Arbeiter der Behmer'schen Knopffabrit, welche selbst über Fortseßung des Strikes berathen sollten. Die lich erschöpfenden Verhandlungen endeten mit der in Abstimmung fundgegebenen Erklärung, unter diesen niffen bei einem Abzug von 5%-24 pCt. die Arbe gebe S fdräntt, me Scheinen viel boren; jebe ibres ehmal Säffle's le tonfervativer Lommen min diefer fried gefchrieben." um fie nicht theilungen e faffungstra Das G Tele Y nigh aufnehmen zu können, selbst nicht auf die Gefahr bin, baf Herr Behmer, welcher über bedeutende Geldmittel verfüg feine Fabrit gänzlich schließt. In der zweiten Versammlu Abends 8 Uhr, in der Urania, Wrangelstraße 9/10, tam allen ein von Entstellungen und Beleidigungen gegen Kommission stroßender Artikel zur Sprache, welcher von Markert, Inhaber der Firma Lenschow u. Maifert, a Redaktion der Berliner Börsenzeitung eingesandt worde und seiner Einleitung nach eine„ Berichtigung" vorstellen Uebrigens ist schon eine Entgegnung von Seiten der miffton eingegangen. Die von zirka 700 Personen be Versammlung nahm einstimmig eine Resolution an, welche Vorgeben der Steinnußknopffabritanten streng verurtheilt, mit Abscheu von Leuten abzuwenden empfiehlt, die mit fold Waffen die berechtigten Forderungen der Arbeiter bekämp wie Herr Markert, und erklärt sich mit den Arbeitern ständig solidarisch. mit Der Verein zur Wahrung der Intereffen der liner Dachdecker beschloß in seiner am Donnerstag Alexa ftraße 31 abgehaltenen Bersammlung, das Eintrittsge Berein auf 25 Pf. und den monatlichen Beitrag auf feftaufegen, sowie einen unentgeltlichen Arbeitsnachweis Brüdenstraße 5 b, Restaurant Krüger, zu errichten. Die führung hierzu wurde einem Kollegen übertragen. Zum Verschiedenes" gedachte der Vorfißende, Herr May, m Dringlichen Worten der im Strike befindlichen nußinopfarbeiter; er führte aus, daß jeden edeldente Arbeiter, das solidarische Pflichtgefühl veranlaffen müffe ringenden Brüdern den so schweren aber berechtigten der Selbsterhaltung zu erleichtern. Der Saffirer, Herr stellte den Antrag, in Rücksicht auf den noch schwachen jungen Verein den Strikenden vorläufig 15 Mart au Vereinskaffe zu bewilligen. Dieser Antrag wurde einftim angenommen. Ra Der Verein der Einsezer( Tischler) hält Sonntag 8. Februar im Vereinslolal, Holzmarktstr. 8, seine regelmä Mitglieder der Strik tommission höheren Orts zu verdächtigen Versammlung ab. Die Tagesordnung wird in der Berfam lung bekannt gemacht. Um recht zahlreiches Erscheinen und in Mißkredit zu bringen, indem fie in besagtem Artikel als gewerbsmäßige Agitatoren" bezeichnet würden, welche aus besonderen Gründen den Strike in die Länge zögen und jede Einigung der Arbeiter mit dem Fabrikanten hintertrieben. Er sowohl, als auch die übrigen Kommissionsmitglieder, wiesen unter Buftimmung der Versammlung diese Verdächtigung von fich ab, weil fie als rechtschaffene und ehrliche Arbeiter lediglich für ihre berechtigten Intereffen kämpften. Ebenso wurde die Darles gung der Sache, als ob die importirten Schönebecker Arbeiter durch die Strifefommission genöthigt resp. beeinflußt worden wären, die Arbeit in der Martiri'schen Fabrik wieder einzustellen, durch verschiedene Redner widerlegt und konstatirt, daß dieselben aus freien Stüden ihre eingegangenen Verbindlichkeiten wieder ges löst hätten, nachdem fte die Sachlage erkannt und eingesehen hätten, daß die ihnen eröffneten Aussichten auf reichlichen Verhätten, daß die ihnen eröffneten Aussichten auf reichlichen Ver dienst fich nicht erfüllten. Dieselben hätten bei ihrer polizei dienst sich nicht erfüllten. Dieselben hätten bei ihrer polizeifommiffarischen Vernehmung wörtlich ausgefagt: Herr Müller hat uns nicht genöthigt!" und als besten Beweis für ihre Ge finnung den Strikenden bereits 28 Mt. Unterstügung gesandt. Entgegen der aufgestellten Behauptung, daß die Arbeiter 20 bis 30 Mart wöchentlich verdient hätten, wurde zahlenmäßig feftaeftellt, daß der Durchschnittsverdienst günftigen Falles 18 Mt. betrug. Der Werth der ganzen Rundgebung Falles 18 Mt. betrug. Der Werth der ganzen Rundgebung wurde als ein plumpes Börsenmanöver aufgefaßt, darauf be rechnet, die schlecht stehenden Aktien des Fabrikanten wieder in die Höhe zu bringen, was ja schon aus der Wahl der Beis tung, in welcher die Kundgebung veröffentlicht worden sei, genügend erhelle. Kollegen wird ersucht. Neue Mitglieder werden aufgenomm Gäste willkommen. Finb morgen, Sonntag Vormittag 10 Uhr, im Weddingpart, M Sal ba Zwei öffentliche Versammlungen der Tischler str. 178 und im Louisenstädtischen Konzertshaus, Alte ftr. 37 ftatt, mit der Tagesordnung: Welchen Einfluß unsere Minimallohntarife auf die Höhe der Arbeitslöhne Tischler." Referenten: Tischler G. Roedel und K. Kloje. Briefkasten der Redaktion. R. 2. 7 1. Der Schlächtergeselle ist zur Alimenti ohl Schäff feiner alten baß er je Denn es la febr auch Goialismus babet Deute malt ann die Bor diefem Der S tbeit bei eläftige be brei efelpußer Genuß iel Mögli Antheil tinität Det beralen extr meiner Ber tafte bes bis jest por weiter binzo Die h ift aber au Dinficht un feben au Hebigen fändbare Wozu Art von S Bhiliftern f fönnen. 29 imagen, lichen Ruf Refultate fr Derfelbe mus donner Thatsächlic bis und Famil gar Da und bor und Gebild theoretisch u ben weiter ob die Aufh und des Fa mus ift of werden." Bau und wichtigung Die absolute Familie, G los" nadmi Seinen ert des Kindes verpflichtet. 2. Im Falle, daß in dem Che dungsprozesse die Frau für den allein schuldigen Theil wird, hat der Ehemann Anspruch auf ein Viertel ihres mögens. 3. Für die Klage wegen der 3000 W. fehlt jedem Rechtsgrunde. Dieselbe ist ganz aussichtslos. G. M. Franzftr. Derartige Bestimmungen, welche aufstellen, enthält die Gewerbeordnung nicht. ist 珍 J. C.. Es liegt kein Ehescheidungsgrund vor. Zwei Wettende. Bis zum vollendeten 25. Lebendi zur Eingehung der Ehe der Konsens des Vaters Derlich. K. Marianenplag. Jeder Beuge hat auf Entschädig für Zeitversäumniß Anspruch. nicht recht foweit fle in Ativen Bor es doch The tiver Agra hypothefart ift von den ift. Sie m mit demfelb entgegentom für die liber Ein Arbeiterorgan hätte dieselbe schwerlich Prozesses die ge- und außergerichtlichen Kosten des Red Namenlos. Die Liquidation des Gerichtsvollzieher ftreites zu zahlen. lingsunwesen leiden als das Buchdrucker gewerbe und diese wachs an Strifenden eine bedeutend schwierigere geworden ricettos. Laffen Sie die Vollmacht entweder bei Amtsgericht 1, Neue Friedrichstraße, oder bei einem Notar ftellen. Lotteriebirektion an. wab aufgenommen. Herr Müller betonte noch zum Schlusse seines Referates, daß jegt die Sachlage durch den großen Bu Arbeitslosigkeit ist ein Produkt unseres ganzen Wirthschafts- fet, als vordem gewesen; ermahnte aber Alle, trozdem muthig auszuharren und unentwegt zur guten Sache zu stehen, fystems, nicht bloß der Zunahme der Arbeit der Unerwachsenen. muthig auszuharren und unentwegt zur guten Sache zu stehen, Litterarisches. Ueber das Recht auf Arbeit sowie alle Arbeiter, die nöthigen Geldmittel zu gewähren, um A. 2. Griebenowftr. Beigen Sie das Sachverhältnis veröffentlicht Dr. F. Wiede bei Pohl in Berlin eine Bro ben aufgedrungenen Kampf thatkräftig durchzuführen und stegschüre( Preis 1 Mart), in welcher er offen feine Belehrung reich zu beendigen. Im Anschluß hieran wurde auch die Handvon der Sozialdemokratie zur Bismard'schen Sozialpolitif ein lungsweise der Herren Fabrikanten Behmer und Prodich fri B. F., Admiralstr. Die Herrschaft kann Weihna gefteht. Das ist gewiß kein Grund, dem Verfasser übelwollend tisch beleuchtet und durch die Herren Fischer, Hildebrandt, tisch beleuchtet und durch die Herren Fischer, Hildebrandt, geschenke auf den Lohn anrechnen, wenn das Gefinde zu begegnen, aber fein neues Programm ift so zerfabren, sein Quinter, Michelsen u. A. auf das Entschiedenste verurtheilt. bes folgenden Lohnes schuld an Auflösung des Dienfive Alle Redner stimmten darin überein, daß die Strikenden voll neuer Standpunkt so unhaltbar und so schlecht begründet, daß die Schrift am besten ungeschrieben geblieben wäre. Ganz fommen in ihrem Rechte felen und daß es im Interesse der F. Sch. Wenn der Vertrag nicht etwas Andere dürfte man übrigens in Regierungsfreifen mit dem neuen Mit Allgemeinheit liege, den Strike zu Gunsten der Arbeiter zustimmt, ist der Vermiether zu der Reparatur verpflichtet freiter nicht übereinstimmen. Wiebe ist z. B. der Anficht, daß beenden und demnach Pflicht jedwedes Arbeiters, die Strilen bem Staate die Aufgabe zufalle, an allen Orten und in allen den thatkräftig zu unterstügen. Die Versammlung war der Produktionszmeigen die Existenzminima, in Geldwerth ausge- felben Anficht und gab ihrer Ueberzeugung Ausdrud durch Berantwortlicher Redakteur N. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in niffes ift. A. J. Beide Fragen find zu verneinen. Alter Abonnent, Beestow. Reichen Sie bei der direktion Beschwerde ein. Berlin SW., Beuthstraße 2. Sieran eine Bella Die Konfero und den un Der B den Gefeger beamtengele wegen Aba Strafprozeß Gefeßentwu Die Bufam Vorschlag. Ausdehnun führung be Tüncher, B Gingaben wollengarn ausführung Renntniß 3. verurtheill tanten un e gerechter Mitteln Strilenber ärts" biel in welche Unterricht Unterrichts zu Anfang Kirche refp Dieselbe zu auf die iffe. Leide maliger Be Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 32. Sonnabend, den 7. Februar 1885. Die Aussichtslosigkeit der Sozialdemokratie. I die Berathung des Antrages des Reichskanzlers, betreffend den I. Die drei Briefe an einen Staatsmann, welche der frübere t. Es wird ofterreichische Handelsminister Schäffle unter diesem Titel ... g veröffentlicht, find nach mehreren Seiten eine Merkwürdigkeit. en Daburd Merkwürdig ist es einmal, daß man die Sozialdemokratie füllen foll gerade jest tobotsagt, nachdem sie bei den Wahlen so überIt, die Na raschende Lebenszeichen von fich gegeben hat. Merkwürdig ist ers berlid aber auch, daß der neue kritische Vernichter des Sozialismus 3 praktische derfelbe Schriftsteller und Gelehrte ist, dessen Quintessenz" Der Reich viel zur richtigen Würdigung und zur Verbreitung des elbe für Sozialismus beigetragen hat und deshalb auch eine Beit lang em goal auf dem Index des Ausnahmegefeßes ftand. ein Brio It. tifche Dom Man hat Schäffle früher einen großen Antheil an der 1. Went eutschen Arbeiterverficherungsgesetzgebung zugeschrieben, Das geine neuesten Auslaffungen beweisen aber, daß sein Rath fein, Darchaus nicht maßgebend gewesen ist, und daß wichtige fungsgrundzüge der Kranten- und Unfallversicherung von ihm mißHilligt werden. Auf die deutschen leitenden Kreisen hat Schäffle richtege allem Anschein nach gar keinen Einfluß mehr. bie Behauptung ist enschieden falsch, daß Schäffle der ökonomische Rathgeber der österreichischen Ronservativen sei und daß ver diedene Entwürfe auf seine Anregung zurückführten. Die öfterfchränkt, wenn auch nicht so beschränkt wie die preußischen Scheinen vielfach drei Kreuze zu machen, wenn sie von Schäffle hören; jedenfalls haben sie nicht die nöthige Zeit und das obenthige Verständniß, die etwas schwer verdaulichen Schriften verbinde Inwiffen Und auch per nicht teichischen Konservativen in ihren Kenntnissen ziemlich be Gefeslun Der Befe berfel 8 vo Orientin Se wid dres ehmaligen Kollegen zu lesen. Die bitteren Aeußerungen B. bei be - f. w. hsler n Donn 11 Uhr ur für welche in Die gebe en erb rbell A Y nigh br bin, ba tel perfig erfammlung 0, tam gegen E von Tert, an worden tstellen nder men be , welche irtheilt, mit fold bekämp beitern der Alexan ittagel auf 2 weis Die Bum B, mit Den S Deldente müffe gten Ra Herr Ha wachen art aus einfti Sonntag regelm er Berfam cheinen fgenomm hler Finb Dart, Mall Sal Alte Ja influß itslöhne - Kloje. Alimentin em Chef Thell e l thres febit ba Tefe Abschluß cines Auslieferungsvertrages mit Rußland begonnen. Es hat den Anschein, als ob das vorläufige preußisch- rufftsche Uebereinkommen vom 13. Februar d. J. im Bundesrathe mannichfache Abänderungen erleiden werde. " Auf Grund des Sozialistengefeges ist die Nummer 1 des 1. Jahrgangs der zu New- Dort erscheinenden periodischen Druckschrift: Der Sozialist", Bentralorgan der sozia listischen Arbeiterpartei von Nord- Amerila, herausgegeben vom National Exekutiv- Komitee, verboten worden. Die Gewerkvereine des Herrn Mar Hirsch haben hier wieder einmal getagt; dies Mal, um Stellung zur Arbeiter fcbusgesetzgebung zu nehmen. Das Referat hatten Herr Hirsch selbst und der sogenannte Porzellanarbeiter Bey übernommen, welch letterer als freifinniger" Kandidat an Stelle von Klotz bei den Nachwahlen im sechsten Berliner Wahlkreise sehr trübe Erfahrungen gemacht hat. Früher wies der Fortschritt mit Wohlgefallen auf die Gewerkvereine als leuchtende Beispiele der freien Selbsthilfe hin; als der Fall Bampel eintrat und die Behörde fich für die Berechnungen und Bücher zu intereffiren anfing, wollte man von dieser fortschrittlichen Insti tution nichts mehr wissen. In der jüngsten Versammlung war die freifinnige Fraktion wieder durch die Abgg. Rickert und Baumbach vertreten. Eine lange Resolution spricht fich u. A. auch für den Normalarbeitstag aus, aber nur ,, mit Hilfe der Arbeiterorganisationen und der fortschreitenden Sitte"!- Man könnte sich bucklich lachen, wenn die Sache an und für sich nicht so ernst wäre! Schäffle's lehren das zur Genüge. Die Beklemmungen der Confervativen Parteifreunde, die mich bei Ihnen verklagt haben, lommen mir nicht unerwartet. Nicht für die Gedankenlosigteit dem Bundesrath zugegangene Vorlage, wonach die Zahl der diefer friedlichen Herren hatte ich zu schreiben und habe ich geschrieben." ,, Verlangen die tonservativen Herren Schriften um fie nicht zu lesen? Immerhin will ich aus Jbren Mit theilungen eine gute Lebre schöpfen: ich werde künftig an die affungskraft unserer Freunde" denken." Das Gefühl der Einflußloftgkeit und des Jfolirtfeins mag obl Schäffle tief entmuthigt und ihn Schritt für Schritt von einer alten Reigung zum Sozialismus zurüdgedrängt haben, Denn es läßt fich heute nicht mehr verdecken und ableugnen, baß er jegt einen gänzlich veränderten Standpunkt einnimmt. lehr auch Schäffle dagegen protestirt. Er hat früher den Cotalismus ehrlich aufzufassen und darzustellen versucht, und dabei zu einer sehr günstigen Beurtheilung gelangt. Deute malt er fich und anderen ein Schreckgespenst vor und ann die Worte nicht start genug finden, um seinen Abscheu or diesem Scheusal auszudrücken. Der Sozialismus verlangt nach ihm: möglichst wenig tbeit bei allgemeinem Studiren oder Sichvergügen, de läftige und unerläßliche Arbeit ganz gleich ausgetheilt, en breistündigen Arbeitstag und das allgemeine Sefelpugen müffen! Dafür möglichst viel, aber für Alle gleich Genuß: entweder teinen Champagner oder für Alle gleich ! Möglichst feine Regierung( Anarchismus) oder doch glei Antheil Aller an der Regierung in absoluter Vollssouve Noch mehr als bei den Litänilät der Wählerindividuen beralen extremer Individualismus, Individualismus in allgemeiner Berwirklichung und in der Potenz der Schlaraffenphans bis jest vom Hetäriemus( der sog. Ehelofigkeit, Mischehe) immer tofle des Broletariates... Die Geschichte der Familie führte weiter hinweg. Dieser Zustand würde fragenbast wiederkehren. ist aber auf dem Höhepunkt großer Kulturnationen in jeder Die Sinficht hundemäßige Vermischung der Geschlechtsindividuen unmöglich... Der gleiche Anspruch eines liebigen fändbare Knechtschaft bedeuten." anderen Individuums würde jedem Die Ueber die geplante Aenderung bei den Schwurgerichten bringt die nationalliberale Nat- 8tg." folgenden Artikel, dem wir im Wesentlichen zustimmen fönnen: Geschworenen von 12 auf 6 herabgesezt werden soll, muß wenn anders darin nicht der Versuch des Uebergangs zur vollständigen Beseitigung der Schwurgerichte zu erblicken ist als eine fehr unglüdliche Improvisation bezeichnet werden. In neuerer Zeit waren Klagen über die Belästigung der zum Ge schworenendienst verpflichteten Personen durch die Bestimmungen über die Bildung der Geschworenenbank laut geworden; gegen den Versuch, dieselben zu vereinfachen, ist nichts einzuwenden; der Vorschlag des Reichsjustizamts aber würde das Schwurgericht dergestalt verkümmern laffen, daß, so lange nichts Bes feres zum Erfaß desselben vorgeschlagen wird, entschiedener Widerspruch erhoben werden muß. Die Herabſegung der Zahl der Geschworenen von 12 auf 6 ist schon an sich mit der Joee dieses Voltsgerichts unver einbar. Man tann verschiedener Meinung darüber sein, ob bei gelehrten Gerichten die Garantie für fachgemäße Urtheile mit der Bahl der Mitglieder wächst. Das GeschworenenGericht aber soll die Voltsmeinung über Recht und Unrecht repräsentiren, und deshalb muß die Bahl der Mit glieder so groß sein, daß nicht Schrullenhaftigkeit oder subjet tive Boreingenommenheit des Einzelnen darin ein erhebliches Gewicht ausüben tann. Natürlich ist 12 nicht als satramentale Bahl zu betrachten, welche teiner Aenderung unterliegen tönnte. Das Herabgehen auf 6 aber würde allerdings der Jury die Eigenschaft einer Vertretung des Volksurtheils nehmen; diese Bahl ist zu flein, um eine Vertretung und Aus gleichung verschiedener Anschauungen zu ermöglichen. Praktisch fäme die Aenderung auf eine erhebliche Verminderung der Rechtsgarantie für den Angeklagten heraus: während jetzt zur Berurtheilung 8( von 12) Stimmen erforderlich find, wären fünftig 5( unter 6) genügend. Bei Wahrsprüchen, welche dem Angeklagten nachtheilig sind und mit 4 gegen 2 Stimmen ge faßt werden, soll der Ergänzungsspruch des Gerichtshofes noth5 Stimmen. Die deutschen Justizgeseze haben diese Einrichtung mit Recht als eine völlig prinziplose abgeschafft; nach dem Entwurf des Reichsjuftizamts aber würde fie ungleich häufiger praktisch werden, als ehedem in Breußen, denn Wahrsprüche mit 4 gegen 2 Stimmen werden bei 6 urtheilenden Geschworenen sehr oft vorkommen. Ein solches ergänztes VerFisch und nicht Fleisch, die beiden urtheilenden Kollegien fönnen dabei von ganz verschiedenen, einander vielleicht widerfeben auf die geschlechtliche Gunst jedes be wendig sein, wie früher in Breußen bei Verbitten mit 7 gegen Art Don Wozu doch all der Eifer? Die Bekämpfung derjenigen Sozialismus, wie fie in den Köpfen von Narren und Bhilistern spult, hätte Schäffle bezahlten Klopffechtern überlassen lonnen. Wir wußten ihn bisher als einen ehrlichen Mann zu fägen, warum durch eine so zweifelhafte Taktik wissenschaft dift ist kein Schwurgerichts- und kein Juristen- Urtheil, nicht lichen Ruf und politische Ehre aufs Spiel segen? Warum die Resultate früheren Forschens ganz und gar bei Seite schieben? und Familie gar Derfelbe Schäffle, der heute gegen den hundemäßigen Hetätis sprechenden Vorausseßungen vorausgegangen sein. Will man mus donnert, war er es nicht, der in der Duintessenz schrieb: Thatsächlich ist unter den heutigen Sozialisten, Che bis werben." zum betteffend, der Grad der freie Standpunkt, freien Liebe, vielleicht ba und dort anzutreffen. Allein auch unter den Befigenden und Gebildeten ist ja die freie Liebe wie die freie Religion theoretisch und sogar auch praktisch sehr weit verbreitet. Für den weiter ausblickenden Politiker ist daher nur dies die Frage, ob die Aufhebung der unlösbaren Einehe, der Familienerziehung und des Familienerbrechtes prinzipielles Postulat des Sozialis mus ift oder nicht. Diese Frage muß verneint Bau und Leben des sozialen Körpers", die beliebten Be fchrichtigungsbeweise, der Sozialismus ist unmöglich, weil er, die absoluten und ewigen Grundlagen der Gesellschaft, Ehe, Familie, Erbrecht, Religion aufbebt" als sämmtlich halt Los" nadmies? So ändern fich die Betten! nicht recht gemacht haben. Man wird seine Kritif benußen, Seinen fonservativen Kollegen wird es Schäffle troßdem fomeit fie im politischen Kampf brauchbar ist, aber um die po es doch Thatsache, daß das so geistreiche Programm konservas iit von den Konservativen, für die es doch eigens geschrieben Hypothetarkredits" aufgestellt hat, gar nicht beachtet worden tit. Sie werden auch den weiteren Forderungen Schäffle's mit demselben Verständniß und derselben Geistesbeweglichkeit entgegenkommen. Und was vollends gar Schäffle's Eintreten für die liberalen politischen Grundrechte anbelangt, so werden Die Konservativen dadura nur in Verlegenheit gesezt werden und den unberufenen Mabner läftig finden. War es nicht derselbe Schäffle, der in seinem welde Dor. Lebendi Baters ntfchäbis e Partei Des Red vollzieber eber bel Notar erhältnis Weihna nbe wa Dienfive Andere lichtet bei der Bellag Politische Uebersicht. Laien und Juristen- Urtheil organisch verbinden, dann muß man auf den Plan des verstorbenen Ministers Leonhard zurückgreifen, der den gesammten Strafprozeß einheitlich in großen" ,,, mittleren" und Kleinen Schöffengerichten" organi firen wollte. Der gegenwärtige Vorschlag scheint uns durchaus unannehmbar." Frantfurt a. M. Man thut wohl daran, den Frank furter Nachrichten über den Gang der Untersuchung wegen des Rumpff'schen Morbes so wenig als möglich au trauen. In der Franff. Btg." bezeichnet heute das Polizeipräsidium die Nachricht, Lieste set in Best gewesen, als unrichtig, und im Franks. Journ." dementirt der Untersuchungsrichter Fabricius Die Meldung von einer vergeblichen Konfrontation des Lieste mit Bewohnern des Sachsenlagers. Dem ,, Luzerner BaterDem Luzerner Baterland" gehen von Altdorf, im Kanton Uri, folgende Mitthei lungen zu: Julius Lieste trat im Herbst 1882 bet Schuster meister 3. in hier in Kondition und zwar auf einer Wander schaft auf der von deutschen Handwerksburschen sehr beliebten Gotthardroute begriffen. Bei diesem Meister stand er fast ein volles Jahr in Arbeit und es scheint derselbe mit seinem Ges sellen recht wohl zufrieden gewesen zu sein. Nach eigner Ausfage des Herrn 3. führte der Geselle im Ganzen einen eingezogenen stillen Lebenswandel, suchte selten Gesellschaft auf und an Sonn- und Feiertagen machte er öfters einsame Spazier gänge. Den fog. blauen Montag" soll er nicht getannt baben. Mit Lektüre habe er fich wenig oder gar nicht beschäftigt. Von Statur fei er groß und start und bie Haarfarbe blond, ferner, weil beim Eintritt erft ca. 19 jährig, bartlos. Bon mehreren Brüdern soll er der Jüngste sein. Einer derselben, als Schneidergeselle auf der Wanderschaft begriffen, besuchte ihn im Jahre 1883, stand bei einem Meister ca. 14 Tage in Arbeit und zog dann wieder weg. Im Herbst 1883 verließ auch Julius Lieske Altdorf und wandte fich nach Genf, wo er fich ebenfalls lange Zeit aufhielt. Sein früherer Meister und auch die Meisterin, welche durch die bisher erschienenen Beis tungsnachrichten von der Angelegenheit Kenntniß haben, find geben aber ihrer Verwunderung über deffen That Ausdruck, indem fie denselben einer solchen That unfähig gehalten hätten. Lieske muß also erst später in Berührung mit Anarchisten getommen sein. Der Bundesrath bat in seiner vorgeftrigen Plenarstzung den Gesegentwurf, betreffend Ergänzung des§ 7a des Reichsbeamtengeleges( Disziplinar veifahren), und einen Gesezentwurf nach Beschreibung resp. Steckbrief von der Jdentität überzeugt, wegen Abänderung des Gerichte verfassungsgeseßes und der Strafprozeßordnung, an den Jufiizausschuß überwiesen. Der Gefeßentwurf bringt eine Reihe von Abänderungen, betreffend Die Bufammenſegung u. s. w. der Schwurgerichte, in Borschlag. Die Berathung der Ausschuß Anträge wegen AusAusdehnung der Unfallversicherung der Bauhandwerker auf Tüncher, Buzzer u. f. w. wurde noch nicht abgeschlossen. Von Gingaben wegen Geftattung zollfreier Einfuhr von Baum führung des Beschluffes vom 22. Januar d. S., betreffend verweisungen bringt heute das ,, Dresd. Journ." folgende amts ausführung in veredeltem Bustande nahm die Versammlung Ueber die in Dresden vorgekommenen Landesliche Erklärung: Bereits seit Jahren haben sich hier lebende Reichsausländer, namentlich die zahlreich hierselbst vertretenen Arbeiter aus Böhmen, an der sozialdemokratischen Agitation II. Jahrgang. gen Arbeiterschaft dadurch einen bedrohlicheren Charakter an nehmen würde, und um dem zu begegnen und die dem Staatswohl gefährliche Agitation niederzuhalten, hat sich die hiefige fönigliche Polizeidirektion veranlagt gesehen, mehrere bisher hier wohnhaft gewesene ausländische Arbeiter des Landes zu verweisen. Wie wenig streng übrigens hierbei die Behörde verfahren ist, und wie wie wenig man Anlaß hat, über eine Haupt und Staatsaktion zu flagen, beweist der Umstand, daß bis jest lediglich fünf dergleichen Personen, darunter vier aus Böhmen und einer aus Wien, von dieser Maßregel betroffen worden find, welche allerdings vielleicht noch über den einen oder der den andern von Denjenigen, die sich in gleicher Weise als dem Staatswohl gefährlich erweisen, verhängt werden tönnte." Frankreich. Ueber die geftrige Sigung der französischen DeputirtenTammer, in welcher der Antrag der äußersten Linken, einen Kredit von 25 Millionen für die beschäftigungslosen Arbeiter zu bewilligen, als nicht dringlich an eine Kommission verwiesen wurde, theilt der Voff. Zeit." ein Privat Telegramm aus Baris heute noch folgende Einzelheiten mit: Tony Révillon fagte gestern in Begründung des von ihm gestellten Antrages, daß unter den Arbeitern entsegliches Elend herrsche und allein in Paris mehr als 400,000 Personen hungerten; die Ehre der Republik erfordere, daß man ihnen helfe. Minister WaldedRousseau erklärte: Auch auf dem Lande, nicht blos in Paris herrscht Elend. Die Regierung fann jedoch einer allgemeinen europäischen Krise nicht durch Almosen abhelfen, das ist Aufgabe der Gemeinden. In Lyon mußte man die Arbeiter gegen Siejenigen schüßen, welche den Bustand des unbeschäftigten Arbeiters zur Höhe eines Berufs erhoben haben. Die An archisten durch ein Parlamentsvotum aufzumuntern, wäre ein Frithum, eine Selbsttäuschung und eine Gefahr." Wie das Telegramm weiter meldet, sprachen die Abgesandten der Ar beiter gestern auch bei Ferry vor, der ste jedoch nicht empfing. Uns scheint es, als ob fich der Herr Minister bezüglich der Parteiftellung der Deputation in einem Frrthum befunden hat, benn bekanntlich wenden sich die Anarchisten nicht an die Ges fetgebung. Auf eine Kritit der Forderungen der Arbeiterdepu tation tönnen wir uns nicht einlassen, da dieselben in den Bet tungsberichten jedenfalls entstellt wiedergegeben find. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 43. Sigung vom 6. Febratr, 1 Uhr. Am Tische des Bundesrathes v. Boetticher, ven Schelling u. A. Auf der Tagesordnung steht folgende Petition der Hans dels- und Gewerbekammer für Oberbaiern und anderer Korpo rationen: ,, Der Reichstag wolle dahin wirken, daß von Seiten der Reichsregierung 1. ein Reichsfommiffarius für die Welt, ausstellung in Antwerpen ernannt, sowie 2. eine an gemessene Subvention aus Reichsmitteln für eine des deutschen Gewerbefleißes würdige Ausstellung zur Verfügung ge stellt werde." Referent Abg. Nobbe: Die Betitionskommission empfiehlt den Uebergang zur Tagesordnung, weil sie den Standpunkt der Reichsregierung gegenüber diesen Ausstellungen theilt, die, von einzelnen Gesellschaften einberufen und von deren Be lieben abhängig, völliger Regellofigkeit anheimzufallen drohen. Es wäre übrigens jeßt für eine Reichssubdention zu spät, da der Anmeldetermin für Antwerpen am 15. Januar d. J. abgelaufen ist. Eine jetzt noch gewährte Subvention würde den Charakter der Ausstellung, die aus rein privater Initiative her vorgegangen ist, völlig ändern und den Glauben erweden, als ob Deutschland Vollständigeres, als bisher dort von Deutschen auf privatem Wege geleistet sei, überhaupt nicht zu bieten habe, was doch sehr bedenklich wäre. Auch müffen wir auf Die Rücksicht nehmen, die fich von der Ausstellung ferngehalten haben, weil auch die Regierung ihr ferngeblieben ist, die fich mit Recht beklagen könnten, wenn jegt noch in zwölfter Stunde eine Subvention bewilligt würde. Ich empfehle daher, über die Petition zur Tagesordnung überzugeben, hoffe jedoch, daß den deutschen Ausstellern auch in Ermangelung eines Reichs tommiffars Schuß und Förderung durch die konsularische und sonstige Vertretung gewährt werden wird. Abg. Sedlmayr: Angesichts der ablehnenden Haltung, die die Regierung gegen Ausstellungen im Allgemeinen ein nimmt, und der thatsächlichen Verhältnisse, ist es wohl nicht angezeigt, die Betenten zu unterstüßen, zumal das deutsche Ko mitee in Antwerpen bereits einen eigenen Kommissar aus seiner Mitte gewählt und fich darin gefunden hat, von der Regierung Teine Hilfe mehr zu erhoffen. Uebrigens unterscheiden sich ihre Erklärungen in der Kommission sehr wohlthuend von dem Rundschreiben des Reichsamtes des Jnnern vom November v. J., in dem die Ablehnung stritt ausgesprochen, aber nicht motivirt wurde, und das in den betheiligten Kreisen nicht Be friedigung, sondern höchstes Erstaunen erregte. Die Reichs regierung macht einen Unterschied zwischen Ausstellungen, die aus staatlicher Initiative, und solchen, die aus Privattreisen hervorgegangen sind und einen offiziellen Charakter gewinnen, dadurch, daß ein Staat das Protektorat übernimmt, und andere Staaten fich bereit erklären, offiziell ihre Vertreter zu schicken. Aber für die Zukunft wird man fich wohl an diesen Unterschied gewöhnen müssen. Wird eine Ausstellung von einem Staate angeregt, so wird die Agitation in dem Lande, das eine Einladung angenommen hat, viel stärker sein, und die Ausstellung selbst wird reicher beschickt, so daß fie ein Gesammtbild der Fortschritte der Industete und der Technik darbietet. Solche Ausstellungen müßen von Zeit zu Beit stattfinden. Aber Ausstellungen wie die Antwerpener haben doch einen ganz anderen Charakter: da ist im Sinne eines internationalen Unternehmens nur die Industrie des eigenen Landes vertreten, Ausländer betheiligen fich nur in soweit, als fie eine Erweiterung des Erporis hoffen oder als sie fürchten, daß ihr Fernbleiben die fremde Konkurrens stärten fönnte. In dieser Beziehung ist die Antwerpener Ausstellung kein Schaden, ein solcher entsteht nur bei den großen internationalen Ausstellungen mit Staatssub vention. Da stellen viele Leute aus, die gar keinen Nußen von den Ausstellungen haben, die nur durch die Agitation dazu verleitet sind. Eine häufige Wiederholung solcher Ausstellungen ist allerdings ein Krebsschaden für die Industrie. Wenn sich aber ein Industrieller freiwillig und aus eigenem Intereffe an einer Ausstellung, wie in Antwerpen, betheiligt, fo fann man darin leinen Schaden für die Industrie sehen. Nun ist aber die Betheiligung an der Antwerpener Ausstellung eine sehr zahlreiche. Seit Eingang ber Petition ist die Zahl der Aussteller von 600 auf 800 gestiegen, und es ist daher sehr zu beflagen, wenn fte teine offizielle Vertretung genießen soll, deren Rugen ja hauptsächlich in der Autorität gegenüber den an beren, auch staa lichen Kommissaren besteht, die ein Privat Treise auf fie legen, beweist die Petition des Kunstgewerbes in München, der es geradezu zu einer Bedingung ge wollengarn( admission temporaire) unter Vorbehalt der Wieder betheiligt. Diese Agitation bat im Laufe der Zeit eine Schärfe tommiffar wohl selten haben wird. Welchen Werth Industries Kenntniß. Der Juftizausschuß des Bundesraths hat vorgesterngemeinen gemäßigtere und rubigere Bewegung unter der hieft angenommen, welche die Gefahr nahe legte, daß die im All madt bat, wenn ein staatlicher Kommissar ernannt wird. Was die Kosten betrifft, so geben Frankreich, Belgien und andere Staaten wohl zu oft und zu viel Geld für Ausstellungen aus. Die deutsche Industrie begnügt sich aber nur mit einer würdigen Ausstattung der Ausstellungsräume und ihrer Ausschmüdung burch Künstlerband, die auch die Arrangements zu treffen hat. Da läßt sich mit geringen Mitteln ebensoviel erreichen, als die franzöfifche Industrie mit großen Mitteln erreicht. Bu der Privatvertretung fehlt in verschiedenen Industrielreisen das Vertrauen, und es fehlt eine Garantie für den Erfolg, die barin liegt, daß der Staat alle Geschäfte gleichmäßig behandelt. Dauert die ablehnende Haltung der Regierung gegen Ausstel lungen fort, so werden die Aussteller ihnen immer mehr fern bleiben und die Reklame entbehren müssen, von der die Aussteller anderer Staaten, die für diesen Zweck etwas aufwenden, Rußen ziehen. Jezt noch in dieser Richtung etwas zu thun, ist wohl zu spät, aber wenigstens sollte der deutsche Seneral fonful in Antwerpen von der Reichsregierung speziell anges wiesen werden, dem deutschen Komitee in jeder Weise zur Seite zu stehen und seine Befirebungen zu unterflügen.( Beifall lints.) ausländische geftellt werden. Gerade dieser Gefichtspunkt Gerade dieser Gefichtspunkt spricht auch für Antwerpen mit; auch hier haben eine Anzahl fremder Regierungen ausgiebige Unterstügungen gewährt. Bet zeitiger Jnangriffnahme der Sache hätte sich aber auch mit geringeten Mitteln etwas erreichen laffen, was noch neben der französischen Ausstellung fich hätte seben laffen können. Ich möchte außerdem Auskunft darüber erbitten, welche Kosten die Betheiligung an der Amsterdamer Ausstellung verursacht. Die augenblickliche Finanglage muß ja immerhin mit in Betracht gezogen werden; aber ich wiederhole, der angemessenere Standpunkt für die Reichsregierung wäre meines Erachtens der, daß fie in jedem einzelnen Falle eine fachliche Prüfung eintreten ließe. gebühren im Allgemeinen nicht zu erhöhen, sondern herab segen sein. Ich persönlich meine, daß eine solche Herabminde rung namentlich am Blaze ist für das Privatklageverfahren, für die Reisetoften, für das Konkursverfahren, für das Mahm verfahren und besonders für die Berathungsgebühr, welde Testere so hoch ist, daß so leicht kein Anwalt hier be Tarif bei leinen Konsultationen zur Anwendung bringt Ferner müßten auch bei Alimentenprozeffen die Gebühren herab gefegt werden. Indessen ist erste Bedingung, daß überall and Die Gerichtsloften ermäßigt werden, welche meist in viel ft ferem Verhältniß nach den Werthsklaffen steigen als die waltsgebühren. Der Anwaltsstand selber hat kein persönliche Intereffe an der von mir vorgeschlagenen Reform; wenn w Anwälte aber alle diese Reform wollen, so beweist wohl schon dieser Umstand, daß Mißstände vorhanden sind, die beseitigt werden müssen. Ich bitte Sie, auch jeẞt, sowie schon früher, meinem Antrage zuzuftimmen und damit zu dokumentiren, da Sie nicht zurücstehen wollen, wo wichtige und dringende Re formen in Frage stehen.( Beifall.) Staatssetretär v. Boettider: Der Vorredner hat heute zu meiner Heberraschung gezeigt, daß ihm der Gedanke der Staatshilfe in hohem Grade sympathisch ist. Ich hoffe, er wird fonfequenter Weise auch auf anderen Gebieten die Staatshilfe nicht perhorresziren. Die Kreise, um die es fich hier handelt, tönnen viel eher ohne Staatshilfe fertig werden, als zahlreiche andere. Die Amsterdamer Ausstellung hat dem Reiche etwa 40 000 M. getoftet; die Ausstattung aber war nach dem Urtheile aller Besucher viel zu dürftig; und wenn wir wieder eine Ausstellung subventioniren sollten, so müffen wir die Summe so hoch bemessen, daß davon auch wirklich etwas gutes geleistet werden kann. Brinzipielle Gegner der Subventionirung von Ausstellungen find wir nicht; wir werden vielmehr in jedem einzelnen Fall sorgfältig prüfen, ob wesent liche Intereffen des Reiches in Betracht kommen, die eine Unterstügung fordern. Im vorliegenden Fall halten wir es aber nicht für angemeffen, den Reichssäckel zu belasten und glauben, daß die Interessenten, denen im übrigen natürlich diplomatischer und konsularischer Schuß zu Theil wird, selbst für eine genügende Ausstattung sorgen fönnen. ige Mi Lebensft son Sta Sprüch mug bös dem Ant Abg wüßten fobann g einen Wir bab ( Widersp unfere w find geral Abg Don mir hauptet jeien un freulich; Attribut schaft zu wiederum rathe eing Abg. Erlangun Aber id es genlig haftig we nicht im also die lich gema fchlechtefte foldet wi tungen m Abg. Hartmann: Meine Partei ist mit dem Bayer schen Antrage vollkommen einverstanden. Auch wir wollen eine Revision des Gerichtstoftengeseges und der Gebührenord des vorig nung für Rechtsanwälte und zwar im Sinne einer Ermäßigung gehabt, b der Kostensäge. Daß bei der Herabſegung der Rechtsanwaltiefer Gir gebühren auf die Erhaltung der Integrität des Anwaltsstandes feine Bar Rückficht genommen werden muß, ist von uns wiederholt, legt von mir selbst am 12. Dezember vorigen Jahres beton worden. Bezüglich der Gebührenordnung hat Herr Ba uns Detailvorschläge gemacht, Die einen besonder Werth dadurch erhalten, daß derselbe in seinem Bien im verhältniß diesen Dingen sehr nahe steht. mill auf dieselben iezt nicht eingehen, mir, daß diese Vorschläge überhaupt gemacht sind. Nu Ton, in welchem sein Antrag gehalten ist, scheint mir fträflich; wenn wir bei der Redaktion mit betheiligt ge wären,' fo würden wir denselben zu beseitigen gesucht ba so Aber das soll für uns fein Hindernis fein, dem Antrage stimmen. Wenn uns auch die Melodie nicht gefällt, so g uns doch das Lied. Wir begegnen uns mit Herrn Bayer in der Ansicht, daß ein Bündnis obwaltet, dieser Wein Ausdruck zu verleihen. Die Haltung der Regierung ist gegenkommender geworden, und inzwischen haben sich finan statistisch nachgewiesen worden, daß die Einnahmen aus Gerichtsloften in bedenklicher Weise zurückgegungen find, daß die Zuschüsse zur Justizverwaltung immer größer gewo find. Die Regierung hat mit Recht auf diese Erscheinung gewiesen, aber unsere Sache ist es, zu erklären, daß die fi ziellen Bedenken zurücktreten müssen vor höheren Rüdi welche für eine Ermäßigung der Gerichtskosten sprechen. durch wird der Regierung das Eingehen auf das Revi mert erleichtert werden, denn ein Theil der Verantwortli wird für dasselbe dann von uns übernommen. In d Sinne werden wir dem Antrag Bayer zustimmen. Nachdem Abg. Sedlmayr fich nochmals wesentlich wie vorhin ausgesprochen, bemerkt Abg. Brömel: Die heutige Erklärung des Staatssekretärs widerspricht den Aeußerungen Der Regierungsvertreter in der Rommiffin, welche fich prinzipiel ablehnend zu der Petition erklärt hatten. Uebrigens haben weder meine Parteigenossen noch ich uns jemals als Gegner jeder Staatshilfe überhaupt bezeichnet; die Auslegung, die der Staatssekretär meinen Worten gegeben hat, ist eine völlig irrige und ergiebt nicht meine wirkliche Meinung, sondern eine Karrikatur derfelben. Ich billige dagegen völlig die Worte des Staatssekretärs über das Greifen in die eigene Tasche. Die Frage, wann die Interessenten in den Reichssäckel, und wann fie in die eigene Tasche greifen sollen, werden wir nächstens bei anderer Gelegenheit noch etwas näher zu erörtern haben. Abg. v. Vollmar befürwortet eine Subventionirung der Antwerpener Ausstellung. Hier set einmal ein Punkt, wo die Reichsregierung ihre so vielfach proklamirten Bestrebungen zur Förderung der Gewerbe und Industrie bewahrheiten und dem deutschen Gewerbefleiß in seinem schweren und bisher ruhmvoll mit dem Auslande geführten Konkurrenztkampf einigers maßen zur Seite stehen könne. Staatssekretär v. Boetticher: Die Regierung ist überzeugt, daß fie mit ihrer Reserve den Privatausstellungen gegenüber auf dem rechten Wege ist nicht blos im Interesse der Finanzen, sondern auch der Indufirie selbst. Wir leiden offen bar an einer Ueberproduktion von Ausstellungen, und es wäre unmöglich, alle die Projekte staatlich zu fördern, die in den legten zwei bis drei Jabren aufgetaucht sind. Ich habe mir Ich habe mir nur aus dem Gebächtnik aufgeschrieben: eine Fischerei Aus Stellung in London, eine Bergbau- Ausstellung in Madrid, eine Ausstellung für Elektrizität in Turin, drei Ausstellungen für Elektrizität, für Pharmacie und graphische Künfte in Wien, eine hygienische Ausstellung in London und die Weltausstellungen in Nizza, Boston und Kalluita. Da ist es doch Der Reichsregierung geradezu unmöglich, allen Anträgen auf Unterstügung nahe zu treten, selbst wenn man es mit ge ringeren Mitteln thun kann, als die franzöftsche Regierung für Die Antwerpener Ausstellung aufwendet, nämlich 750 000 Frcs. gleich 600 000 M., aber Sparsamteitsrücksichten würden auch geringere Unterstügungen nicht erlauben, ebensowenig wie die Rückfichten auf die Industrie selbst. Ich erinnere nur an die lette Ausstellung in Amsterdam, wo ja ein Reichstommiffar anwesend war, wo es aber doch nicht gelungen ist, der deutschen Industrie die gehörige Stellung zu verschaffen. Anders ist es ja mit den staatlichen Ausstellungen, da übernimmt die Regierung, in deren Lande eine Ausstellung etablirt wird, die Berantwortung, daß auch Alles mit rechten Dingen zugeht, ba tönnen wir auch auf diplomatischem Wege eine gehörige Stellung für unsere Industrie verlangen. Es ist nöthig, das Tempo der Ausstellungen zu verlangsamen. Es ist fa un möglich, daß die Industrie in den kurzen Zwischenräumen solche Fortschritte macht, daß fie in der Konkurrenz mit anberen Staaten Neues und Befferes bringen fann, wie in den legten Ausstellungen. Die Ausstellungen machen fich vielleicht im Einzelnen bezahlt, aber der großen Vortheil Menge der Aussteller bringen fe nichts ein. haft ist es, wenn in längeren Perioden gut und tüchtig ausgestattete internationale Ausstellungen für einzelne Bes triebszweige stattfinden, und auch der Herr Vorredner hat eine ganze Menge von Argumenten angeführt, die dafür sprechen, daß ich das Richtige getroffen habe. In Antwerpen wird das eigene Land mit dem Schwergewicht seiner Leistungen auf die auswärtige Industrie drücken und diese in eine schlechte Bos fition bringen. Soll unsere Ausstattung eine wirksame sein, so muß fie auch den Ausstattungen anderer Staaten ebenbürtig sein, sonst ist sie nur dürftig wie in Amsterdam. Allerdings gehört Klappern zum Handwerk, aber es macht große Summen nöthig. Der Vorredner meinte, das Verhalten der Regierungsvertreter habe wohlthuend abgestochen gegen das Rundschreiben des Reichsamis des Innern. Ein solches ist an Korporationen überhaupt nicht ergangen, sondern nur an die Einzelregierungen, die ja mit uns dieselbe Haltung für ange meffen erhalten. Wir haben übrigens gar keine offizielle Eins labung erhalten, deshalb hatte die Regierung auch keine Veranlaffung, fich mit der Frage der Subvention zu beschäftigen. Vielleicht ist das geschehen, weil unsere Stellung zur Subventionsfrage befannt war. Ich bitte Sie also mit dem Refe renten über die Petition zur Tagesordnung überzugehen, ich glaube, daß es noch Dringerendes giebt, wozu wir den Reichsfädel öffnen müffen. Daß den Antwerpener Ausstellern, soweit es nach Lage der Dinge möglich, fonfularischer und gesandtschaftlicher Schuß zu Theil werden soll, ist ganz selbstverständlich. Es wird thnen wie jedem Deutschen im Auslande konsularischer und gesandtschaftlicher Schuß zu Theil werden. Der Antrag der Kommission wird angenommen. Es folgt die erste Berathung eines vom Abg. Porich geftellten Antrages auf Abänderung des§ 370 der Strafprozeßordnug. Wenn nämlich ein Angeflagter gegen ein schöffengerichtliches Urtheil die Berufung eingelegt hat, im Termin zur Hauptverhandlung vor dem Beru fungsgericht aber ohne genügende Entschuldigung ausbleibt, so muß nach obigem§ 370 die Berufung sofort vermorfen werden, während andererseits über die Berufung zu verhandeln ift, wenn die Staatsanwaltschaft fte eingelegt hat. Der An tragsteller will auch im ersteren Falle die Verhandlung Den unmittelbaren über die Berufung stattfinden lassen. Bedenken erhoben, welche Schwierigkeiten bereiten. Es if un DY Bay Barte nid Der Anm als der b walt des feine Mü Be den Sozi Don mir gewiefen, Abg. wierige würbe red zufrieden betämen. und die baben dief leit der C antigt g Anwalisto gung in e uch in On Bo unter dem Die Im bat gemei welchem i ogem R fchten w zutrage agenswe Daneben g Hart Tiden erac bride nich Germa Der Die Deutsche G Dererstatter beigetriebe Abg. Brünings erklärt sich mit dem Antrag einverstanden, der durchaus dem entspreche, was seine in Bezug auf das Gerichtslostengeset und die Gebi ordnung für Rechtsanwälte zu beantragen beabsichtigt hä Abg. Horwit: Herr Hartmann hat die Details d tirt, welche Herr Bayer in Bezug auf die Reviston da bührenordnung in Borschlag gebracht. Ich halte es aber id dieselben vor der Versammlung pro et contra so zu erwä daß ein rechtes Fazil zu Stande fommt. Herr Hartmann dann noch gesagt, ihm gefalle der Ton des Antrages wohl aber die Weise. Ich finde fie etwas metallischen geschmads; man muß fie auf ihren Feingehalt noch gen prüfen. Herr Bayer hat sich bei seinen Vorschlägen auf Erfahrungen berufen. Er hat dieselben in einem engbegre Kreise gemacht. Die Erfahrungen aber, die wir in Preu gemacht haben, beweisen, daß es schwierig ist, diese Frage heitlich zu regeln. Das Bild wird sich immer verschieden stalten, je nachdem man die Stellung der Rechtsanwälte Auge fast, welche sich in den großen Verkehrszentren befinden, die Stellung Derer, welche fich in armen, industrielosen Be befinden, und die oft nur so viel verdienen, daß fie mit ihre Existenz behaupten tönnen. Ich kann mir in dieser ziehung insofern wohl ein Urtheil erlauben, als ich in verschiedensten Brovinzen thätig gewesen bin. Der An awang, der die Anwalte vermehrt hat, ist nicht um der s Augen der Anwalte willen eingeführt, sondern er ist Folge unseres neuen Gerichtsverfahrens. Wir haben alfo die Verpflichtung, den Anwalten eine solche Stellung wahren, die ihnen eine anständige Eristenz fichert. Das Gefichtspunkt, der Berücksichtigung verdient, und ich beha daß das Durchschnittsgehalt der Anwalte nicht über binausreicht, was ihnen die Existenz eines rechtschaff Mannes sichert. In Bezug auf einzelne Bofitionen wird Alenderung möglich, ja nöthig sein. Man darf übrigens vergeffen, daß einen unliebsamen Koeffizienten bei den Anwal Klagen über hohe Red anwaltsgebühren find nicht zum wenigften darauf zurückzufüh daß die Gerichtskosten so hoch geworden sind. Auch die lang Anlaß zu dem Antrage hat ein Fall gegeben, wo Die Berufung eines Beamten, der vom Schöffengericht wegen Diebstahls verurtheilt war und nachher seine Unschuld nachweisen fonnte, vom Landgericht verworfen werden mußte, weil er den betreffenden Termin um wenige Minuten verfäumt hatte. Nur nach vielen Weitläuftigkeiten war es ge lungen, im Wege der Wiederaufnahme des Verfahrens das erstrichterliche Urtheil zu tedreffiren. Der Artragsteller führt aus, daß mindestens die Gleichstellung der Berufung des Angeklagten mit der Berufung der Staatsanwaltschaft eine Forderung der Gerechtigkeit sei. Er wünscht eine Ueberweisung Des Antrages an die Kommiffion, welcher die Anträge Mundel- Reichensberger betreffend die Berufung in Straffachen überwiesen worden find. Staatssekretär v. Schelling: Der Antrag berührt allerdings einen reformbedürftigen Bunti der Strafprozeßordnung, und insofern bin ich dem Antragsteller dankbar. Db der Antrag aber auch den richtigen Weg einschlägt, ist eine andere Frage. Insbesondere fommt in Betracht, ob es angemessen ift, diese einzelne Frage für sich allein gefeßlich neu zu regeln. Doch wird das näher zu erörtern sein bei den das Berufungs verfahren im Allgemeinen betreffenden Anträgen. Abg. Klemm äußert sich, soweit derselbe auf der Journalistentribüne verständlich ist, wesentlich in dem Sinne des Antrages. Abg. or wis meint, daß die von dem Antragsteller berührte Frage beffer in Verbindung mit einer allgemeinen Revision der Strafprozeßordnung zu regeln sei. Die zweite Berathung des Antrages wird im Plenum erfolgen. Abg. Broemel: Für die zulegt von dem Herrn Staatssetretair fundgegebene Bereitwilligkeit der Reichsregie turg, so weit es angeht, mit den vorhandenen Kräften und Mitteln in Antwerpen die Zwecke der deutschen Aussteller zu fördern, tönnen auch die fich nur dankbar einverstanden erflären, welche in der Kommission den völlig ablehnenden Standpunkt der Reichsregierung bekämpft haben. Auch für Die Freunde der Wünsche der Betenten war es ja klar, daß im jezigen Stadium eine energische offizielle Betheiligung nicht mehr recht thunlich ist, und so hat sich auch die Minder heit der Kommission dem Kommissionsantrag selbst angefchloffen, aber die Diskussion hat doch zu recht wichtigen allgemeinen Ergebnissen geführt. Allerdings hat auf dem Ge biete des Ausstellungswesens in den legten Jahren eine Art von Ueberproduktion stattgefunden, und erscheint eine gewiffe Burückhaltung in der amtlichen Betheiligung auf diesem Gebiete ratham; aber dieser Grundsatz der Zurückhaltung hat nach den Erklärungen der Regierung eine Form an genommen, die der allerernstesten Betrachtung weiterer Kreise werth ist. werth ift. Mit vollem Recht erklärt Herr v. Boetticher, daß die Reichsregierung doch nicht jeder Unternehmung privater Initiative eine Subvention aus Reichsmitteln durch Unterstüßung der deutschen Aussteller gewähren tönne; etwas anderes ist es doch, ob die Reichs regierung mit dieser Darlegung einen absolut ablehnenden Standpunkt allen Unternehmungen gegenüber einnimmt, welche nicht von Staatswegen und nach voraufgegangener Vereins barung zwischen den betreffenden Staaten ins Werk gesetzt werden. Das wäre nicht mehr eine Reserve, das wäre völlige Abftinenz. Bisher hat die Regierung damit Sonderliches nicht erreicht, noch weniger wird fich diese Stellungnahme den deutschen Exportintereffen für die Zukunft förderlich erweisen. Die Reichsregierung müßte jeden einzelnen Fall prüfen, ob in der That ein Eintreten des Reiches nüßlich und nöthig fei oder nicht. Das Beispiel der Antwerpener Ausstellung und ähnlicher Unternehmungen zeigt, wie die Sache meistens Es folgt die erfte Berathung des Antrags Payer: An Inüpfend an die Resolution des Reichstags vom 14. Juni 1884 und an den Beschluß desselben vom 15. Dezember 1881 abermals die Erwartung auszusprechen, daß die verbündeten Regierungen spätestens in der nächsten Session des Reichstags Vorschläge machen werden, welche eine durchgreifendere Er mäßigung der Gerichtsgebühren herbeiführen, als durch das Reichsgeset vom 29. Juni 1881 gewährt worden ist, und welche mit der Revision des Gerichtstoftengesetes eine solche der Gebührenordnung für Rechtsanwälte verbinden." Toften die Gerichtstoften bilden. ni Spezifikationen der Rechtsanwalte machen einen unliebsamen brud. Ich glaube entschieden, daß nicht an den unteren, sondern gabe neue Dem Reich Caus tritt Schlu ( Ergänzun badsfteuer Am Dienstag an den oberen Werthklaffen eine Aenderung vorgenommen wer tann. Dankbar habe ich die Erklärung des Staatsfetre v. Schelling afzeptirt, daß die Revision, die von der Reid regierung in Aussicht genommen ist, nicht in anwaltfeinblid Sinne stattfinden solle, und daß zu derselben auch Anwa hier aus dem Hause hinzugezogen werden sollen. Ich glau daß mit Ausnahme, weniger Punkte an dem bestehen System nichts zu ändern sein wird, wenn man nicht ben Abg. Payer: Das Bedürfniß nach einer Ermäßigung der Gerichtskosten wird allenthalben auf das Lebhafteste empfunden, und schon früher hat sich der Reichstag mehrfach in diesem Sinne ausgesprochen. Anfangs stellte die Regierung finanzielle Bedenken entgegen und vertröstete uns auf das Ergebnis statistischer Erhebungen. Jest wieder sagt man, daß man diese Frage nicht allein regeln wolle, sondern im Bu fammenhang mit einer allgemeinen Reform. Man denkt dabei zugleich an eine Reform des ganzen Gerichtsvollzieher und Bustellungswesene. Diese Reform wäre mir sehr sympathisch, aber bis zu ihrer Durchführung wird noch viel Beit vergeben, und so lange tönnen wir mit der Herabsegung der Gerichts foften nicht mehr warten. Das Gerichtstoftengeses ist Anwal bu 15. Am Boettic Der on Re ft. Die burch Erbe Die Beferentm batbahr waltsstand beträchtlich schädigen und ein Proletariat fa will, das für eine gute Rechtspflege sehr gefährlich wer tann. Man darf auch nie vergessen, daß zu der lohnen Arbeit des Rechtsanwalts eine Menge von Armenfachen nobile officium für denselben hinzutreten, welche viel Mühe Arbeit, aber feinerlei Gewinn bringen. Wenn statistic gestellt werden könnte, welche Menge von Arbeit den gerade hierdurch erwächst, so würden Sie finden, daß Dieselbe der Ertrag jener lohnenden Arbeit bedeutend gefest wird. Dagegen glaube ich, daß die Reisekoften heraf gefegt werden können. Es ist festgestellt, daß für niedrigen Saß, der jett bewilligt wird, für die Arbeit, der Rechtsanwalt zu leisten hat, faum noch eine Entschädigu übrig bleibt. Auch stehen die Reisekosten der Rechtsanw bera G hinter denen der Beamten zurüd Nach dem alten waren die Anwälte in dieser Beziehung viel beffer gef Daß durch die Freigebung der Advokatur das Arbeitsfeld bie Anwalte bedeutend eingeschränkt ist, muß auch noch meinem Namen gesprochen habe. D gegangen ift: es haben sich aus privater Initiative eine Reihe im Jahre 1879 zugleich mit dem Bolltarif in Kraft wogen werden. Ich mache darauf aufmerksam, daß ich nu von Industriellen zusammengefunden, um die Ausstellung zu beschicken. Das eigene Intereffe, welches berührt wird von den Opfern, welche diese Privatbeiheiligung erfordert, würde auch die beste Schranke gegen eine unnüge und thörichte Betheilt gung an allzu zahlreichen Unternehmungen sein. Für Ant werpen haben sich unsere Industriellen sehr zahlreich und unter bedeutenden Dpfern engagirt; somit hätte dieses Unter nehmen wohl eine beffere Behandlung verdient als diese prinzipiell ablehnende Reserve. Dazu tommt noch die Rüdficht, welche unsere Industrie auf das konkurrirende Ausland zu nehmen hat; es wäre doch eigenthümlich, wenn demnächst die konkurrirenden Länder unter Aufwendung erheblicher Staatsmittel überall auf dem Plage find, während die Deutschen entweder gar nicht erscheinen tönnen oder nur in der beschränkten Weise, wie es ihre privaten Mittel geftatten. Auf die Dauer würde durch diese Prinzipientreue der Reichsregie rung die deutsche Exportindustrie wesentlich schlechter als die getreten. Es ist aber viel schwieriger, die wirthschaftlichen Folgen des Bolltarifs zu übersehen, als die des Gerichtstoftengefeßes; und wenn man jezt schon mit Aenderungen des Bolltarifs tommt, so ist es jedenfalls viel weniger bedenklich, das Gerichtstoftengeses zu ändern.( Sehr richtig!) Ich freue mich, daß der Staatssekretär in Aussicht genommen hat, das kleine unnöthige Beiwert bei den Anwaltsgebühren zu beseitigen. Noch viel nothwendiger ist aber eine Beseitigung dieses Beiwertes bei den Gerichtskosten. Für die Reform der Anwaltsgebühren follen ja die Vorarbeiten schon im Gange fein; besonders freut es mich, daß man zu diesen Arbeiten im Reichsiuftizamt fachverständige Abgeordnete zuziehen will. Man wird mit großer Rüdficht gegen den Anwaltsstand verfahren, so daß für ihn auch ferner angemessene Existenzbedingungen bleiben. Ift der Anwaltstand nicht so gestellt, daß er sich selbst achten fann, und daß Andere ihn achten können, so leidet die ganze Rechtspflege. Andererseits werden gleichwohl die AnwaltsAbg. Braunschn fweig- Gi Die Es fol faffung gung des Sreizehn, g Abg Stolzenau Abg. Fuch für den B Abg. Bod( Gotha) macht darauf aufmerksam, daß die Höhe der Gerichtskosten und Anwaltsgebühren den tern die Möglichkeit genommen wird, das Recht zu Man hat diese Thatsachen, auf die wir immer hingewi haben, bestritten mit der Hinweisung auf das Arment Stlap 5204 aber davon haben die kleinen Leute leine Kenntniß. über die Höhe der Gerichtskosten find wohl an den Staatssetretair v. Schelling nicht gelangt, aber fte find zahlreich vorhanden. Ich werde in meinem gothaischen freise überlaufen mit Klagen von Leuten, die verfichern, Armenrecht nichts. Hr. Porsch hat neulich das Lied vom bal Fortschritt Es fet f ihr Recht nicht erlangen fonnten. Hierin hilft also aud Rechtsanwalt gesungen, aber in meiner Heimath bat nod mals ein Rechtsanwalt bankerott gemacht. Sie nehmen eine ausgezeichnete Lebensstellung ein und haben Theil in furzer Zeit ein großes Vermögen erworben. Da Weften be tationsbab im Weften werde dur nur leider Dairbahner Augen laf und beton prüfen mü Summen für den gelte. Er Rommiffio berathen h Melioratio Abg. Abg. biesme! n nach einer Den foll. Mini Lage hab Begner be hnen biel Beg, be baben, ift Innerhalb и бесабри erabminde everfahren as Mahn br, welde bier ben mg bringt ren herab berall and t viel ftäv 18 die n ige Mittel, die Anwälte vor einer Verschlechterung ihrer Lebensstellung zu bewahren, wäre die Anstellung der Anwälte son Staatswegen Juristen, böse Christen ist ein altes Sprüchwort, das nicht von ungefähr gekommen ist, das Volk muß dem Antrage Bayer zu. Abg. Hartmann: Der Vorredner behauptet, die Armen wüßten nichts vom Armenrecht. Dem widerspreche ich. Er hat fodann gesprochen, als ob nur seine Partei ein Herz für die Heinen Leute habe. Auch dieser Behauptung trete ich entgegen. Wir haben immer ein warmes Herz für die Arbeiter gehabt. mersönliche( Widerspruch bei den Sozialdemokraten) Gehen Sie doch in unsere Wahlkreise; unsere Wähler, die Bertranen zu uns haben, wohl schon find gerade die kleinen Leute. wenn wit ie befeltigt Son früher ntiren, daß gende Re em Bayer Des Abg. Horwit: Das Lied vom armen Rechtsanwalt ist hauptet hat, daß die Anwälte in seinem Kreise wohlfituirt feien und feiner Bankrott gemacht habe, so ist das ja erfreulich; jedoch ist das Bankrottmachen fein nothwendiges Attribut des armen Mannes. Der Vorschlag, die Anwalt ir wollen haft zu verstaatlichen, ift schön, aber nicht neu. Schon Ende vorigen Jahrhunderts hat man staatlich besoltete Anwalte gehabt, die sogenannten Assistenzräthe. Aber man ist bald von tsanwal biefer Einrichtung wieder abgekommen. Der Abg. Bock und feine Partei würde wohl am übelſten dabei fahren, wenn jetzt Derholt, wiederum staatliche Anwälte nach Art der früheren Assistenz räthe eingeführt werden sollten. bührenord Ermäßigung altsstandes res betont Serr Baya besonderen em Bivi Aber i es genlig -Nur der mir dal gt gewe ucht haben trage fo ge Bayer a Meinung gift en finanzielle Es ist und aus den find, und gewor inung Die fina Rüdi chen. Revifi wortli In di bi trag Bay cine Bald Gebühren gt bätt Cails al n ber aber fam u erwäg tmann ages ni Lischen Be ch gena auf gbegre Frage m Bre chieden nwälte efinden, Ten Begi e mit Diefer ich in er An der id er ift n also ift Tung Das beha über chtfchaff n wird rigens n en Anwal Dobe Rea csufüh d Abg. Bod weist auf die Schwierigkeiten hin, welche die Erlangung des Armenrechtes macht. Jemand, der ein Häusen im Befiz hat, wird niemals dieser Vergünstigung theils haftig werden können, und doch wird ein solcher Mann oft nicht im Stande sein, die Gerichtskosten zu bestreiten; ihm ist also die Beschreitung des Rechtsweges von vornherein unmöglich gemacht. Der Abg. Horwit hat gesagt, wir würden am schlechtesten fahren, wenn die Anwälte wieder vom Staate befoldet würden. Aber wir haben jetzt auch schon üble Gifahtungen mit den Anwälten gemacht, wenn auch nicht mit allen. Der Anwalt des armen Mannes wird immer schlechter sein als der des reichen. Es fehlt ihm das Feuer, mit dem der Anwalt des Reichen für seine Sache eintritt, der weiß, daß alle feine Mühen reichlich entschädigt werden.( Sehr richtig! bei Den Sozialdemokraten.) Abg. Porsch: Das Lied vom armen Rechtsanwalt ist bon mir nicht angeftimmt worden. Ich habe nur darauf hin gewiesen, daß die Drganisation unseres Gerichtsverfahrens schwieriger geworden ist. Ein großer Theil unserer Anwälte würde recht wohl mit den früheren niedrigeren Gebührensägen zufrieden sein, wenn wir das frühere einfachere Verfahren zurückbelämen. Das Armenrecht wird bei uns sehr leicht verliehen, und die Anwälte haben nicht geringe Lasten davon. Aber fte haben dieselben gern übernommen, wenn fie von der Gerechtig eit der Sache überzeugt waren. Sollten die Armen fich beeinträchtigt glauben, so steht ihnen übrigens der Rekurs an die Anwaltstammern offen. Belastend find nach meiner Ueberzeu sung in erster Linie die hohen Gerichtstoften. Daß ich aber uch in Bezug auf die herabsetzung der Anwaltsgebühren mit n Bod übereinstimme, habe ich durch meine Unterschrift er dem Bayer'schen Antrage fundgethan. bat Die Diskussion wird hierauf geschlossen. des Staates vorgezeichnet sind. Gerade die jetzige Zeit erfordert es aber von uns, daß wir nicht auf diesem Gebiete stille stehen. Ein Stillstand würde einen Rückschritt bedeuten. Jest, wo die Landwirthschaft der Unterstützung bedarf, wo die Industrie unter der Konkurrenz gedrückt ist, wo alles Material, alle Löbne billig find, haben wir doppelt die Pflicht, durch weitere Meliorationsbahnen das Land größerer Wohlhabenheit entgegenzuführen. Seit 1879 haben wir aber 4000 Kilometer Sekundärbahnen gebaut; wir haben dafür 301 Millionen, mit der heutigen Vorlage 350 Millionen, ausgegeben; von denen find bereits 180 Millionen gebedt und nur 170 Millionen belasten die Staatstaffe. Den Often mit dem Weften zu vergleichen, das möge das möge man bei diesen Vorlagen vermeiden. Es ist gerade der Vortheil des jezigen Systems, daß wir die Mittel, die wir aus den Eisenbahnen des Westens ziehen, auch dem Often zu gute kommen lassen tönnen. Wir werden auch ferner bestrebt sein, allen berechtigten Wünschen nach Meliorationsbahnen möglichst entgegenznkommen; auch die Bahn für das Eichsfeld wird sich hoffentlich in nicht zu ferner Zeit verwi lichen lassen.( Beifall.) Abg. Jensch beklagt, daß in der Vorlage eine Fortsegung der Linie Bentschen- Meseris weder nach Osten noch nach Weften in Aussicht genommen sei, daß namentlich der Kreis Birnbaum der wirthschaftlichen Aufschließung immer noch vergeblich barre. Wenigstens sollte die Linie RogasenInowrazlaw über Rogasen nach Birnbaum fortgesezt werden. Abg. v. Tiedemann( Labischin) macht darauf aufmerksam, daß der Kreis Dbornit eine Betheiligung an den Kosten der Linie Inowraslaw Rogafen so gut wie ganz abgelehnt habe. Dadurch sei die Belastung der Kreise Schubin und Wongrowit sehr erheblich gestiegen. Der Kommission, welcher die Vorlage überwiesen werde, sei demnach die Frage zur Prüfung zu empfehlen, ob nicht die Trace dieser Linie so zu legen sei, daß der Kreis Obornik unberührt bleibe, und ob nicht die Beiträge der Kreise Schubin und Wongrowit mit Rücksicht auf diese Verhältnisse ermäßigt werden könnten. Abg. Lauenstein: Nach der Verstaatlichung der BerlinHamburger Bahn wird fich der Staat dem Ausbau der Linie Buchholz- Geeftemünde nicht mehr entziehen können; die Intereffenten wünschen den Ausbau dieser Linie, ohne welchen die Strede Witetnberge- Buchholz leinen besonderen Werth hat, auf das Lebhaftefte. Eine zusagende Aeußerung des Ministers würde in dem ganzen aufzuschließenden Gebiete, das einer großen Entwickelung fähig ist, mit besonderer Freude begrüßt werden. Abg. Reichensperger( Köln) beförwortet eine größere Berücksichtigung der Elfelgegend; namentlich müſſe man den armed und bedürftigen Kreisen der Eifel in Bezug auf die ihnen aufzulegende Beitragslaft aus Billigkeitsgründen diefelben Vergünstigungen zu Theil werden lassen, wie man sie preußischen und pommerschen Kreisen gewähre. Abg. Schreiber( Nordhausen) empfiehlt zum Anschluß der Staatsbahn an die Südharzbahn den Bau der Linien Ellrich- Bennedenstein, sowie die Jnangriffnahme der Vorarbeiten für die Linie Elbingerode Wernigerode. Abg. Halberstadt plaidirt für den Bau einer Linie Friedeberg Greifenberg- Löwenberg; Abg. Lotichius wünscht die Aufschließung der Seitenthäler der Nabe, resp. den Bau einer Bahn Meisenheim- Staudernheim; durch den Abg. Rintelen wird auf die Nothwendigkeit einer Fortführung der Westerwaldbahn über Altenkirchen hinaus hingewiesen. Im Schlußwort bemerkt Abg. Payer: Herr Horwit gemeint, daß es nur ein eng umgrenztes Gebiet fei, auf welchem ich meine Erfahrungen gesammelt. Wir bliden mit roßem Respett auf unseren Kollegen Horwiz. Aber deshalb echten wir uns nicht, auch unsere persönlichen Erfahrungen Borzutragen. Wir haben immer geglaubt, daß auch diese izenswerth find, und daß meine Erfahrungen nicht ganz neben gegangen find, das beweist doch die heutige Debatte. Hartmann hat den Ton meines Antrages als einen straf- Geschäftsgebäudes für die Direktion in Bromberg, aber auf die en erachtet. Jch glanbe, daß solche kriminalistischen Ausbride nicht in dieses Haus gehören. Ich wenigstens werde Som Hartmann alle Zeit für unsträflich erachten. Der Antrag wird einstimmig angenommen. deutsche Elbschifffahrtsgesellschaft die Rette" bitten um Wies dererstattung der Reichsstempelsteuern, die von ihnen bei Ausbeigetrieben find. Die Kommission beantragt, beide Petitionen Dem Reichstage zur Berücksichtigung zu überweisen. Haus tritt diesem Beschluß bei. efächftsch- böhmische Dampfschiffahrtsgesellschaft und die Schluß 4 Uhr. Das Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr. ( Ergänzung des Gerichtsverfassungsgesezes; Novelle zur Tas badsfteuer; Rechnungsvorlagen.) Am Montag wird voraussichtlich leine Sigung sein. Am Dienstag soll die erste Lesung der Bolltarifnovelle stattfinden. Boetticher. Abgeordnetenhaus. 15. Sizung vom 6. Februar 1885, 11 Uhr. Am Ministertisch Maybach, von Scholz, von Der Präfident theilt dem Hause mit, daß der Abgeordnete die lang on Resseler( 3. Wahlbezirk Köln) am 4. d. m. verstorben bfamen fondern men wer aatsfetre Der Reid tfeinblid ch Anwa Sch glau befteben cht den ciat fa Tich wer Lohnen nfachen Mühe tiftifc en Anwäl Daß bu tend be loften für beit, w ntschädig echtsan alten G ffer geft beitsfeld such nod Bich nur bak D ben N Ju fud bingewi Acment ig. Sti den fie find fchen Sern, bal fo aud Dom wat nod nehmen en fid n. Dal 新 ift. Die Mitglieder ehren das Andenken des Verstorbenen durch Erheben von den Sigen. Die Tagesordnung beginnt mit der dritten Berathung der Gesegentwürfe, betr. den weiteren Erwerb von Pri batbahnen für den Staat. Abg. v. Gerlach regt die Frage an, ob eine Bahn Braunschweig- Debisfelde nicht der projektirten Linie Braunfchweig- Gifhorn vorzuziehen sei. Die Vorlagen werden unverändert angenommen. Es folgt die erste Berathung des Entwurfs, betr. die Befchaffung von Mitteln für die Erweiterung und Vervollständi gung des Staatseisenbahnnezes. Für die Vorlage melden fich Dreizehn, gegen dieselbe zehn Redner zum Wort. Abg. v. Lenthe wünscht den Bau einer Linie WunstorfStolzenau und insbesondere die Beihilfe aus Staatsmitteln für den Bau einer Weserbrücke bei Stolzenau. Abg. Berger begrüßt die Vorlage als einen wesentlichen Fortschritt auf dem Gebiet des Baues von Meliorationebahnen. Es set früher der Often der Monarchie erheblich vor dem Weften bevorzugt worden, denn im Often find bisher für Melio tationsbahnen pro Proving 25 Millionen Mart ausgegeben, im Westen pro Broving nur 21 Millionen; dies Mißverhältniß werde durch die Vorlage wesentlich ausgeglichen. Es scheine nur leider, als ob man gegenwärtig bei dem Bau der Sekun bairbahnen die Frage der Rentabilität gar zu sehr aus den Augen laffe. Redner bespricht sodann die einzelnen Projekte und betont befonders, daß die Kommission sehr eingehend werde prüfen müssen, ob nicht die für Bahnhofsumbauten geforderten Summen zu hoch seien; ob dies nicht namentlich bezüglich der für den Bahnhof in Münster geforderten 3 500 000 Dtart gelte. Er beantragt die Verweisung des Entwurfs an dieselbe Rommission, welche die jetzt erledigten Eisenbahnvorlagen zu berathen hat. Abg. v. Strombed wünscht den Bau einer neuen Meliorationsbahn für das Eichsfeld. Den foll. Abg. Dr. Wehr beantragt, die ganze Vorlage der Budgeffommiffion zu überweisen und stellt der legteren zur ernſten Erwägung, ob nicht die Verlegung des Sizes der OstbahnDirektion von Bromberg ernsthaft in Aussicht zu nehmen sei. Die Vorlage faft 1/2 Millioonen für den Bau eines neuen Geschäftsgebäudes für die Direktion in Bromberg, aber auf die Dauer sei die Beibehaltung von Bromberg als Sig der Direttion unhaltbar; mindeftns auf eine Theilung und die Errichtung einer Direktion in Königsberg müsse Bedacht genommen werden. Der Dften sei diesmal nicht so start in der Vorlage berücksichtigt worden, wie in den bisherigen Sekundairbahngefeßen, namentlich vermiffe er die Liinie Terespol- Schweg mit schmerzlichem Bedauern. Schwet set am Rande seiner Prästationsfähigkeit angekommen und müsse ohne die Bahn, die um 250 000 M. herzustellen sei, zu Gründe gehen. Abg. Martinius bittet, in dem nächstjährigen Eisenbahnbudget auch für die Aufnahme der Linie SchmalkaldenSteinbach- Hallenberg Sorge zu tragen. Abg. v. Meyer( Arnswalde): Meine Herren, ich trage Ihnen den Lokalschmerz Nr. 15 vor.( Große Heiterfeit.) Der Regierungsbezit Frankfurt ist in der Vorlage angeblich durch die Linie Deutsch- Krone- Callies berücksichtigt, welche aber nur den öftlichen Bipfel des Kreises Arnswalde auf etwa drei Kilometer berührt. Viel erwünschter wäre uns eine Linie Neuwedel, Reet nach von Deutsch Krone über Neuwedel, Rees nach Arnswalde um so mehr als zu befürchten steht, daß die ungewöhnlich krumme Linie Deutsch Krone- Callies näher nach Bommern fortgesetzt wird, denn die Motive sprechen ausdrücklich von einer Forführung nach Stargard oder Arnswalde. Ich beantrage eine besondere Kommiffion von 21 Mitgliedern und bitte, daß diese erwägen möge, ob es nicht wohlgethan wäre die Linie Deutsch Krone Callies zu ändern, ein Berfahren, das nicht ohne Vorgang ist. Abg. Rübfam dankt dem Minister für den Vorschlag der Linie Fulda- Gersfeld, welcher dem Kreise Gersfeld die längst ersehnte Aufschließung bringe. Abg. v. Minnigerode tritt dem Abg. Berger mit dem Hinweis darauf entgegen, daß im Westen Bahnen verstaatlicht seien; erst in den letzten Jahren sei dem Dsten mehr Berücksichtigung zu Theil geworden. Zur Vorberathung werde am zweckmäßigsten die Budgetfommission zu wählen sein. Vereine und Versammlungen. Jm Bezirksverein der arbeitenden Bevölkerung des SW. Berlins hielt Herr Dr. Leffer einen sehr beifällig aufgenom menen Vortrag über ,, Nahrungsmittelverfälschung". Der Herr Vortragende veranschaulichte seine Ausführungen durch Experimente, um verfälschte Nahrungsmittel von reinen zu unterscheiden, ebenso wies er die Erkennungszeichen nach, an welchen man ertennen fann, mit welchen Substanzen dieselben vermischt sind. 3. B. Thee wird mit Kaiserblau gefärbt. Der sogenannte Gesundheitstaffee besteht aus 90 Prozent Cichorien und 10 Prozent anderen Substanzen, von Kaffee also feine Spur. In Ratao bat man sogar gemahlene Biegelsteine entdeckt, auch keine schlechte Beimischung, zumal der Kakao ein Kindergetränk ist.(!) Buder, Salz und Mehl werden mit Kalt, Gips u. f. w. vermischt. Auch die thüringer Schlackwurst, welche meist hier fabrizirt wird, ist bisweilen mit Säuren gefärbt, und machte der Referent darauf aufmerksam, daß das Fett in jeder Wurft immer eine weiße Farbe haben muß. Die frische Blutwurst ist in vielen Fällen auch gefährlich, obwohl fie nicht weiter vera fälscht wird, so ist fie doch nicht immer frisch, sondern manch mal alt und dann bildet sich in ihr das sogenannte Wurstgift, welches für den Menschen gefährlich ist, wenn er die Wurst im talten Zustande ist, in warmem Zustande ist die frische Bluts wurst nicht schädlich. Also effe man frische Blutwurst immer hübsch warm. In der Diskussion hob ein Milchhändler hervor, daß seiner Beit ein Moltereibefizer von Seiten der Bolizet wegen Nahrungsmittelverfälschung angezeigt worden, weil er der Milch kohlenfaures Natron beifügte; derselbe wurde aber vom Richter freigesprochen, weil derfelbe nicht die Ueberzeugung gewann, daß Natron schädlich sei. Außerdem betheiligten sich noch Andere an der Diskussion. Unter Punkt 2, Verschiedenes, beschloß der Verein, eine Betition an den Reichstag, betreffend Vermehrung der Abgeordneten für Berlin, abzusenden. Mit dem Ersuchen, daß die Mitglieder, wenn ein solcher hochinter effanter Vortrag auf der Tagesordnung stehe, doch recht zahl reich erscheinen mögen, schloß der Vorsitzende Herr Krohm die Sigung. Die nächste Versammlung findet am Montag, den 17. Februar, in Nieft's Salon statt. g. Im Verein für wissenschaftlich chirurgische Vorträge hielt Herr Dr. Aronheim einen interessanten und lehrreichen Vortrag über die Schwindsucht, an welcher nach seinen Ausführungen nicht weniger als 1/7 der Menschheit stürbe. Den Beweis, daß die Tuberkulose von Außen übertragbar sei, habe der frühere Assistenzarzt des Prof. Virchow, Dr. Cohnheim in Leipzig bei Manipulationen an Meerschweinchen ge geben. Dem vielgenannten Dr. Koch war es im Jahre 1881 vor. behalten, den Schwindsuchtsbazillus zu entdecken, eine Errun genschaft, welche ihre gebührende Anerkennung gefunden hat. Daß die Schwindsucht ansteckend ist, beweißt die Thatsache, daß oft ein Mann und die Kinder ebenfalls an der Schwindsucht sterben, wenn die Frau dieser schrecklichen Krankheit era legen. Vor Allem müssen aber die Personen für die Ansteckung disponirt erscheinen. Gegen die Schwindsucht gebe es tein Mittel; man fönnte nur durch Beobachtung einer guten Lebensweise eine Milderung herbeiführen. Er warne dringend, robe Milch zu trinken, weil fie oft von tuberkulosen Rühen her stamme; die Tuberkulose bei den Kühen sei identisch mit der Schwindsucht der Menschen. Wie widerstandsfähig der Schwindsuchtsbazillus sei, zeige der Umstand, daß diese Bas zillen luftig fortlebten, wenn fiel in Salpetersäure gelegen. Die Angehörigen eines Schwindsuchtskranken könnten sich vor der Ansteckungsgefahr nur durch möglichste Jsolirung des Stranken schüßen. Vor allen Dingen sei der Speinapf fleißig zu desinfiziren.- Dem Vortragenden wurden laute Beweise der Anerkennung und des Dantes zu Theil. Die Rathenow, 5. Februar. Am 2. Februar sprach hierselbst Herr Reichstagsabgeordneter arm in einer vom Fachverein der optischen Arbeiter einberufenen öffentlichen Versammlung über Normalarbeitstag und Vagabondage. Redner führte aus, ießt, wo Alles fubventionirt werden solle Der Exporthandel Durch die Dampfersubvention, die Landwirthschaft durch Erhöhung des Getreidezolls, die Industrie durch Schutzölle- bedürfe auch die einzige Waare, die der Arbeiter an den Markt bringen tönne, die Arbeitskraft, eines Schußes, und zwar sei dies die gefegliche Regelung der Arbeitszeit, wie sie durch das von der fozialdemokratischen Fraktion dem Reichstage vorgelegte Ar beiterschutzgesetz erstrebt werde. Näher darauf eingehend, wies er nach, wie unter den durch die heutige Produt tionsweise bedingten Verhältnissen Produktion und Konsumtion nicht gleichen Schritt halten könne, wie burch übermäßige Ausnutung der gerade in Stellung befindlichen Arbeitskräfte das maffenhafte Angebot von Seiten der Beschäftigungslosen verschuldet und so in Folge desselben der Preis der Arbeit, der Lohn, stetig herabgedrückt werde. Nicht genug mit der so entstehenden übermäßigen Kon furrenz freier Arbeiter untereinander, trete auch noch die Buchthausarbeit für Privatindustrielle hinzu, um das Uebel noch mehr zu steigern. Denn der Sträfling fann und muß zu einem Preise liefern, bei welchem der freie Arbeiter dem Hunger preisgegeben sei. Nicht anders sei es mit den zur Linderung der Vagabondage geschaffenen Arbeitstolonien a la Wilhelms dorf und Seyda, die durch die Niedrigkeit der dort gezahlten Löhne ebensolche Verhältnisse wie die oben erwähnten, herbeis führen würden. Auf die Frage der Frauen- und Kinderarbeit übergehend, bezeichnete es Redner als Pflicht der Gesellschaft, durch gute Mütter auf eine gute Erziehung der heranwachsenden Generation hinzuwirken, Dies fönne aber nicht in vollem Maße geschehen, wenn die verheirathete Frau, in der Fabrit beschäftigt, teine Beit fände, sich genügend um die Erziehung der Kinder zu fümmern, wenn bas junge, faum der Schule entwachsene Mädchen, welches, um einst Rinder erziehen zu können, selber noch der Erziehung bedürfe, sofort in die Fabrik gesteckt werde und die Bildung wie törperliche und geistige Weiterentwicklung der Jugend durch zu frühe Beschäftigung in den Fabriken gehemmt werde. zeit schwinden: durch die dann bedingte Nachfrage nach ArAlles dies würde in Folge geseglicher Regelung der Arbeitsbeitsträften würde der Lohn steigen und der arbeitende Mann im Stande sein, allein die Familie zu ernähren. Wenn man durch erhöhten Getreidezoll der Landwirthschaft aufhelfen wolle, müffe man- ganz abgesehen davon, daß nur der Großgrund Daraus befizer Nugen ziehen würde auch der Arbeit einen Schuß gewähren, der ihren Preis so steigere, Daß der Arbeiter das vertheuerte Brot auch bezahlen tönne, und das sei die von der sozialdemokratischen Fraktion geforderte Normirung der Arbeitszeit auf 10 Stunden täglich.- Die Ronkurrenzfähigkeit Deutschlands auf dem Weltmarkte würde durch eine intenationale Regelung der Arbeitszeit, wie sie auch von der Fraktion gefordert sei, sichergestellt werden. Swar beschäftigen fich jetzt alle Barteien mit der sozialen Frage, aber ihre Bestrebungen gipfelten nur in Anregungen" und seien fte auch nur durch das zielbewußte Auftreten der sozialdemo fratischen Fraktion auf dies Gebiet geschoben" worden, ste allein habe in ihrem Arbeiterschußgefeß pofitive Forderungen aufgestellt, deren Verwirklichung zum Anfange einer befriedi denden Lösung der sozialen Frage führen würde. Lebhafter Beifall lohnte die trefflichen Ausführungen des Redners. daß in Rathenow gewissermaßen schon ein Normalarbeitstag nämlich von 6 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends- bestehe, Frauen und Kinderarbeit sei hier nicht vorhanden und die Arbeiter hätten feine Ursache, unzufrieden zu sein. Hiergegen erhob sich lebhafter Widerspruch, es wurde nachgeweesen, daß einige Fabriken Frauen beschäftigten und die Arbeitszeit, wenn auch nicht direkt in den Fabriken, so doch in den von diesen ab hängigen Werkstätten oft 15 Stunden betrage.- Nachdem dann noch ein Artikel der„ Nath. 8tg.", der sich gegen den Abg. von Eynern ist derselben Ansicht bezüglich der Kommissarischen Berathung wie der Vorredner und bittet außer bem um den Ausbau der Wupperthalbahn, nämlich des fehlenden Gliedes Krebsöge- Hammerstein- Hückeswagen mit Abzwet gung nach Nadevormwald. Abg. Graf Baudissin tritt für die Linie DeutschCrone Callies, Abg. Hahn für die Beibehaltung Brombergs als Siges der Ostbahndirektion ein. Abg. Rumpff plaidirt für eine Fortsetzung der Linie Aprath- Wülfrath; Abg. v. Kleinsorgen verwendet sich für eine größere Ausdehnung der Schienenwege im Sauers lande; Abg. v. Suny unterstüßt den Wunsch des Abg. von Eynern und erklärt den besseren Anschluß von Remscheid an das Eisenbahnnes als dringendes Bedürfniß. Damit ist die Rednerliste erschöpft, die Generaldiskussion wird geschloffen und die Vorlage auf Antrag des Abg. von Quast an die um 7 Mitglieder zu verstärkende Budgetkom misfion verwiesen. Der Bericht über die Verwendung des Erlöses für vertaufte Berliner Stadtbahn Barzellen wird durch Kenntnißnahme für erledigt erklärt und darauf in der Etatsberas thung fortgefahren. Das Extraordinarium des Etats der Bauverwaltung wird durchweg unverändert nach unerheblicher Debatte Abg. v. Dergen( Bromberg) bedauert, daß auch bießmel noch nicht der Wunsch der Poſener Bevölkerung bewilligt; ein Antrag des Abg. Graf Clairon d'haussonville, In der darüber eröffneten Diskussion betonte ein Herr Taubert, nach einer direkten Verbindung Posen Bromberg erfüllt wer Minister Maybach: Einen Vorwurf gegen die VorLage habe ich noch nicht gehört; die Herren, die fich als Begner der Vorlage bezeichnen, thun es es nur deshalb, weil thnen dieselbe noch nicht weit genug geht. Ich glaube, der Beg, den wir mit diesen Sekundärbahnen beschritten baben, ift der richtige. Wir halten uns dabei stets genau innerhalb der Grenzen, die uns durch die Finanzlage für Anlegung eines Fischerboothafens bei Leba eine erste Rate von 50 000 Mart zu bewilligen, geht nach furzer Debatte, an welcher sich der Antragsteller und der Abgeordnete von Hammerstein sowie die Kommiffare, Ministerialdirektor Schult und Geh. Oberfinanzrath Germar betheiligen, an die Budgetkommiffion. Um 4 Uhr wird die weitere Berathung des Etats auf Montag 11 Uhr vertagt. " * Normalarbeitstag aussprach, einer scharfen Kritit unterzogen| B. Joseph'schen Fabrit. 2. Diskuffton. 3. Vierteljahrs. Ab-| worden war und die Behauptung des Herrn Taubert, gerade rechnung. 4. Wichtige Vereinsangelegenheiten. 5. Ber die Schmugtonfurrenten", wie er die optischen Wertmeisterschiedenes und Fragetaften. Um zahlreiches Erscheinen bittet nannte, drückten die Preise und den Lohn, dadurch treffend Der Vorstand. widerlegt wurde, daß, wie ein optischer Arbeiter nachwies, die Fabritbefizer felbst Erzeuger dieser Schmußkonkurrenz wären, indem fie die Wertmeister nöthigten, zu billigeren Preisen zu liefern, da fie sonst nichts abnehmen würden, und wenn der Eine oder Andere nicht wolle, selbst eine neue Ronkurrenz werkstatt einrichten, die dann zu dem voraus bedungenen billigeren Preise liefere, schloß die Versammlung mit einem Hoch auf den Referenten Herrn Harm und der Annahme folgender Refolution: Die heute am 2. Februar 1885 im Saale der Walhalla zu Rathenow tagende Versammlung er Ilärt sich mit den Ausführungen des Referenten Herrn Reichstagsabgeordeten Harm über gefeßliche Regelung der Arbeitszeit durchaus einverstanden, erblickt in dem von der sozial Demokratischen Fraktion dem Reichstage vorgelegten Entwurf eines Arbeiterschußgefeßes ein Mittel zur Befferung der wirth schaftlichen Verhältnisse, spricht der Fraktion ihren Dank dafür aus und fordert sie zu weiterem Vorgehen in der eingeschlagenen Richtung auf." achverein der Schlosser und Berufsgenossen. Sonnabend, den 7. b. M., Abends 82 Uhr, Kommandantenstraße 77-79. Vortrag des Herrn Regierungsbaumeister Reßler über das Unfallversicherungsgeset. Aufnahme neuer Mitglieder. Diskussion über die Pflichten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer gegenüber der Schloffergesellenlaffe. Gäste baben Zutritt. Eine Mitgliederversammlung der Gewerkschaft der Maschinenbau und Metallarbeiter des Nordens findet am Montag, den 9. Februar im Wedding- Part, statt. L.- D.: Vor trag aus der Chemie, Herr cand. chem. Emil Leffer. 2. Be richt der 21er Kommisfion. 3. Verschiedenes und Fragetaften. Alle Mitglieder werden dringend ersucht, zahlreich zu ers scheinen.j Der Verein zur Wahrung der materiellen Interessen der Drechsler und Berufsgenossen tagt am Montag, den 9. Februar, Abends 8 Uhr, Neue Grünftr. 32, bei Zeichert. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung,( dieselbe wird in der Versammlung befannt gemacht,) werden die Kollegen zu recht zahlreichem Besuch gebeten. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Der Fachverein der Stellmacher hält Montag, den 9. Februar, Abends 8 Uhr seine regelmäßige Vereinsversammlung in Scheffers Lokal, Inselstraße 10, ab. Eine ordentliche Generalversammlung des Fachvereins der Metallarbeiter in Gas-, Wasser und Dampf armaturen findet heute, Sonnabend, den 7. februar, in Gratwell's Bierhallen in der Kommandantenstraße, Industriegebäude, ftatt. Tagesordnung: 1. Bericht über den Streit in der Theater. Rönigliches Obernhans: Heute: Der Trompeter von Sällingen. Königliches Schauspielhaus: Deutsches Theater: Beute: Die Jäger. Heute: Pitt und For Bellealliance- Theater: Heute: Der Salontiroler. Bones Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater: Heute: Gasparone. Central- Theater: Mite Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernk. sute: Der Walzer- König. Residenz- Theater: Direktion Anton Anno. Deute: Die Eheftands- Invaliden. Hierauf: Die Schulreiterin. Walhalla Operetten- Theater: Beute: Der Feldprediger. Heute: Bankrott. Conifenstädtisches Theater: Heute: Kinder des Bolts. Ohend- Theater: Wallner- Theater: Heute: Die Sorglosen. Seute: Sulfurina. Bittoria Theater: Alhambra Theater. Heute: Die Schule des Lebens. Keller's Gesellschafts- Säle Andreasstraße 21. In Sachen des Joseph'schen Strifes erhalten wir folgendes Schreiben: In der Nr. 30 Jhres geschätzten Blattes veröffentlicht Herr Joseph ein Schreiben, in welchem er den Strite in seiner Werkstatt für beendigt erklärt und die Bu ftände in seiner Fabril in ein möglichst günftiges Licht zu stellen sucht. Bunächst geben wir hiermit die öffentliche Ers flärung, daß es in der Macht des Herrn J. überhaupt nicht liegt, einen über ihn verhangten Strike als beendigt zu er flären, so lange der Vorftand des betreffenden Vereins, der Die Angelegenheit der Arbeiter in seine Hände genommen hat, feine Buftimmung zu dieser Erklärung nicht gegeben hat; viel mehr bleibt dieser Bann über dem Fabrikanten so lange ver hängt, als er fich weigert, die gerechte Forderung seiner Arbeiter anzuerkennen. Wir betrachten es als einen Verrath an der Sache der Allgemeinheit, wenn sich Arbeiter so indifferent zeigen, während dieser Zeit dort Beschäftigung zu nehmen. Wenn aber Herr J. fich der schmeichelhaften Hoffnung hingiebt, daß es ihm gelingen werde, seine alten Arbeiter zu über treffen mit Leuten, die allen Forderungen der Arbeiterehr zum Troge unter vorliegenden Verhältnissen bei ihm Arbeit nehmen, so wünschen wir ihm von ganzen Herzen Glüd bazu, find aber Der Ueberzeugung, daß leistungsfähige Arbeiter, benen irgend eine andere Aussicht bleibt, fich eines solchen Schrittes schämen würden. Bei der befferen einfichtsvollen Maße der Arbeiter werden solche Ma növer des Herrn J. schwerlich verfangen, und jeder mit ge sunder Vernunft begabte Mensch muß fich sagen, daß es in einer Branche, wo es noch stets an tüchtigen Kräften mangelte, nicht so leicht ist, für einige Dugend durch langjährige Uebung geschulte Arbeiter unter solchen Umständen vollständigen Ersatz zu finden. Leute aber, die es den Strifenden in der Geschic lichkeit ihres Handwerks zuvorthun, treiben sich bei der Lage unseres Geschäftes nicht auf den Staßen herum, find am aller wenigften genöthigt, aller Moral ins Geficht schlagend, ihren ftrikenden Kollegen Konkurrenz zu machen. Es erhellt also daraus, daß es Herrn J. bauptsächlich darauf ankommt, den über ihn verhängten Strike durch Erweckung falscher Auffaffungen von der Macht der Strifenden und der moralischen Bedeutung dieses Attes illuforisch zu machen. Wirklich rührend ist aber in der That die Humanität, mit welcher Herr J., nur um alten oder durch Krankheit heruntergekommenen Arbeitern Gelegenheit zum Erwerb zu geben, seine Fabrik zu einer Art von Alters- und Invaliden- Versorgungsanstalt umgeschaffen hat. Freilich steht diese Wandlung sehr schlecht im Einklange mit der Thatsache, daß Herr J. seit dem Begräbniß eines im Empfehle meinen großen Saal, sowie die fleinen Säle dem geehrten Publikum, besonders Vereinen und Gesellschaften Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. 250 Achtungsvoll A. Oertel, Karl Keller. Gold und SilberWaaren Lager. Lindenstraße 109,( früher Dresdenerstr. 117.) Werkstatt f. neue Arb. u. f. Reparaturen, Gravirungen, Vergold., Berfilb. c. Eint. v. Juwel, Gold, Silber, Edelsteinen, Perlen, Münzen, Medaillen und Kehrgold. Freunden und Bekannten empfehle mein Restaurant. Reichhaltiger Frühstückstisch. Bouillon zu jeder Zeit. Gutes Bairisch Bier à Glas 10 Pfg. 244 Punsch, Grogt, Glühwein und Liqueure. Sämmtliche gewerkschaftliche sowie andere Tageszeitungen Hegen aus. 141 Max Kreuz, Cottbuserplas( Alte Linde). Die Nr. 13 der bumoristischen Blätter 116 Der wahre Jacob" ift erschienen und in der Exped. d. ,, Berl. Voltsbl." zu haben Große öffentliche General Versammlung sämmtlicher Klavierarbeiter Berlins. Sonntag, den 8. Februar, Vormittags 10% Uhr, in den Gratweil'schen Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79. Bezirksverein des werkthätigen Volfes im 29., 30. und 31. Kommunal- Wahlbezirk. Herren- Parthie Tages- Ordnung: 1. Wie verhalten sich die Arbeitgeber gegenüber dem ReichsKrantenlaffengefeß. Referent: Julius Hente. Sonntag, den 8. Februar cr. Versammlungsort am Dranienburgerthor( Normaluhr). Abmarsch präzise 8 Uhr. 252 Der Vorstand. 2. Der Marimalarbeitstag und seine Bedeutung für unsere Industrie. Referent: Stadto. August Herold. 248 Arb.- Bez.- Ver. der Rosenth. Vorst. Montag, 9. Februar, Abends 8 Uhr, in der Neuen Wallhalla", Schönhauser Alee 156, Große Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Die Arbeiterschutzgesetzgebung. 3. Vorlegung von Petitionen an den Reichstag. 4. Verschiedenes. 5. Fragelaften. Bahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist nothwendig. Die Herrenparthie findet Sonntag, den 8. Febr. 1885, Vormittags 10% Uhr. statt. Abmarsch vom Wedding- Bart, Müllerstraße 178, Große Versammlung des Fachvereins der Gürtler und Berufsgenossen. 247 Sonntag, b. 8. Februar 1885, Vormittags 10%, Uhr, in den Industriehallen, Mariannenstr. 31/32. Tages- Ordnung: lesten Jahre verstorbenen Kollegen, es seinen Arbeitern boten hat, ihren dahingeschiedenen Mitarbeitern das let Beleit zu geben. Von Egoismus unsererseits fann wohl in Hinblick darauf, daß die Betriebskraft in dieser Fabrit bund einen Abzug von 12%, pet. von den Arbeitern gewiß dreifa Sezahlt wird, leine Rede sein. Wir glauben hiermit Herrn& in seine Schranten gewiesen zu haben und bitten die Kollegen zu unserer Sache zu halten. J. A.: Th. Teutsch, Schrift führer. 1. Der Geraer Kongreß und die Stellung des Fachvereins zu den Beschlüffen desselben. Referent Otto Ballmüller, Korreferent Dtto Klein. 2. Verschiedenes. 3. Fragefaften. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist für zahlreichen Besuch Sorge zu tragen. 242 Mitglieder- Versammlung des Neueste Nachrichten. Halle, 6. Februar. Die Hinrichtung der Anarchisten Reinsdorff und Küchler findet heute, Sonnabend, d. 7., bierfelb statt. Rupsch ist zu lebenslänglicher Buchthausstrafe begnadigt worden. Reinsdorf, am 3. Dezember 1842 geboren, ift, wie bie Nat- 3tg." noch einmal hervorhebt, 42 Jahre alt, Küchler, am 9. Februar 1844 geboren, 41 Jahre alt, und Rupsch, am 19. März 1863 geboren, 21 Jahre alt. Briefkasten der Redaktion. Schröter. Bahlen Sie den Miethsains und laffen Sie fich Quittung geben. Es ist gleichgiltig auf weffen Namen die Quittung ausgestellt ist. H. A. Von der Erbschaftssteuer ist jeder Anfall, welcher an die Kinder des Erblaffers tommt, befreit. Nur diejenigen Bersonen, denen ein steuerpflichtiger Anfall zukommt, find verpflichtet, denselben dem Erbschafts- Steueramt anzumelden. J. M. 95. Wegen Mißbandlungen fann das Gefinde ohne daß eine Kündigung nöthig, den Dienst verlassen. De Dienstboten ist Lohn und Kost auf das laufende Viertelja und wenn monatsweise Miethung vorliegt, auf den laufende Monat vergütet werden. Buständig für die Klage ist Amtsgericht. E. N. Oranienftraße. Wenn die Frau Erbin Th Ehemanns werden will, so hat sie ihr eigenes Vermögen Nachlaßmaffe einzuwerfen und von der gemeinschaftlichen Wat erhält fie die Hälfte. Robert Otto. Wenn Sie mit dem Geschäft die Fi miterworben haben, so ist Ihr Verkäufer nicht berechtigt, frühere Firma für sein neues Geschäft zu führen. Die Duinger, Rüdersdorferstr. 21. Für das jedesmal Ausmeffen der Rinne und für jede Anfertigung des Anschlog fönnen Sie angemessene durch Sachverständige festzustellen Vergütigung verlangen. G. E. Straußberger. Aus dem Nachlaffe der Stiefmut Tönnen Sie nichts verlangen. . 6. 10. ad 1: So oft als er dazu Beranlassung haben glaubt. ad 2: Nein. ad 3: Ebenfalls nein. Arb.- Bezirksverein d. Oranienb. Vorst. n. Weddi Sonntag den 8. Februar Herrenparthie nach Tegel. Zusammenkunft im Wedding- Part, Müllerstraße 178 Vormittags 9 Uhr. 260 Große ordentliche General- Versammlun Des Fachvereins der Metallarbeiter in Ga Mr. ideint Berlin Bofabo Harm Es i giebt, bie Sie einma halten, be Als ren zum wußten f beglückent Handwerk Begeisteru groß. Die Jumverein berührt. Sch nicht einn thum" ein oet Sch ranz D euchten Arbeit des Rapit Das un berul barung Zuer die in de affenwe Alles gef ein fleine Tante bi Dertritt, i Die nad und ber Führ letteren baren. Aus Waffer- u. Dampf- Armaturen. Sonnabend, den 7. Februar 1885, in Gratweil's Bierhalle Kommandantenstraße 77-79, Tages- Ordnung: 1. Bericht über den Strite. 2. Wicht Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes und Fragetaf Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstan Oeffentliche Versammlun der Mappen- und Pult- Arbeiter. Montag, den 9. Februar, Abends 8% Ub Feuerstein's Salon, Alte Jakobstraße 75. Tages- Ordnung: Tarif- Borlage. 252 Die Lohntommiffion Bezirksverein des werkthätigen Volk der Schönhauser Vorstadt. Dienstag, den 10. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokale des He 251 Meister, Schönhauser Allee 161, Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Liefländer. 2. Verschiedenes Fragetaften. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes zu erscheinen, inbe die Petition zur Einführung einer Sanitätswache im Sch Vereins zur Wahrung der Interessen der Verein am Sonntag, den 8. Februar, eine der Berliner Maurer am Sonntag, den 8. Februar, Vorm. 10 Uhr, Lothringerstr. 37. Tages Ordnung: Statutenberathung, 261 P. P. Herren- Fußparthie. ma Sammelort im Lokale des Herrn Bansegrau, Fürftenberge ftraße und Wollinerstraßen- Ecke, Vormittage 10 Um zahlreiches Erscheinen bittet Hierdurch die ergebene Mittheilung, daß ich Chausseestrasse 36-37 ( im Grundstück der Wöhlert'schen Maschinenbau- Anstalt) ein Uhr. Der Vorftand Cigarren und Tabak- Geschäft 241 eröffnet habe und bitte meine werthen Freunde um geneigten Zuspruch. Für die besten Qualitäten ist Sorge getragen. Ergebenst Wilhelm Pfannkuch. Verantwortlicher Redakteur R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. lich nichts Awifchen Arbeitsau fich feit überhaupt berfelbe i bie Arb wollen Unfe Rellen un Rodbrud ver 83 " ба Bliebern ihrem Gi eine Mut Bölfin!" Dief gewährt. war wied blidte ni Schwunder bas fogle Friß gangen. Mr. wie er; fo fcharfe Mr Laffen, n nervösen ben wohl viel schma Ja, Antlig in Est Sham welcher fi Ich flüsterte f in Acht n fon, mie jewach, D, wäre Sie