Nr. 255. T Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis pränum.: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags: Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Oesterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen 16 in der Post Zeitungs Preisliste = für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts Jahrg. 13. Infertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Bernsprecher: Hmt 1, nr. 1508. Telegramm Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin".. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Mit dem 1. November eröffnen wir ein neues ment auf den „ Vorwärts" mit der illuftrirten Sonntags- Beilage. ,, Die Neue Welt". Freitag, den 30. Oktober 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. das grotest absurde der ganzen Prozedur, und der Wider- Bildet der Ueberlohn" einen Theil des Lohnes?" spruch zwischen Recht und Gesetz wird in noch grelleres Und hier müssen wir, nach ruhiger Erwägung auf Pflicht Abonne- Licht gestellt durch die Thatsache, daß das Urtheil gegen und Gewissen erklären: der Ueberlohn ist ein Theil des den Vooruit" nach dem Buchstaben und Wortlaut des Lohnes. Ist er auch ein Mehr über den von PrivatGesetzes durchaus unanfechtbar ist. Wie aus den genaueren Ber- unternehmern gezahlten Lohn hinaus, so ist er immerhin handlungsberichten erhellt, haben sowohl der Fabrikinspektor doch Lohn, denn das sozialistische Gemeineigenals der Staatsanwalt( Prokurator des Königs), nachdem thum kann innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft für einmal die Denunziation des anarchistischen" Lumpen er- teine einzelne Menschengruppe bestehen. folgt war, fich durchaus korrekt verhalten. Beide er- Wir können also nicht umhin, die juristische Betaunten an, daß von Ausbeutung und Uebervortheilung der rechtigung des Urtheils gegen den„ Vooruit" zugeben zu Arbeiter und Arbeiterinnen nicht die Rede sein könne; und müssen. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure sowie nusere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 2,20 M. für die Monate November- Dezember entgegen.( Eingetragen in der Post- Beitungsliste für 1896 unter Nummer 7277.) Redaktion und Expedition des ,, Vorwärts". beide zollten der Ehrenhaftigkeit und Uneigennüßigkeit Und trotzdem schlägt das Urtheil, so forrett es vom der Leiter des Vooruit", insbesondere unseres braven, gesetzlichen Standpunkt ist, den einfachsten Rechtsbegriffen opfermuthigen Freundes Anseele die höchste Anerkennung. ins Gesicht. Allein da war der Buchstabe des Gesetzes! Die Richter haben dies auch gefühlt, und eine rein formale Strafe verhängt, unter ausdrücklicher Hervorhebung der ehrenhaften Motive, von denen die Verwaltung des Vooruit" geleitet worden ist und wird. " Aus unseren Mittheilungen über den Gang des Prozesses haben die Leser ersehen, daß das entscheidende juristische Argument sich um die Frage drehte, ob der, über den Mindestlohn hinaus gezahlte Ueberlohn" oder Lohnzuschlag Wenn wir den Prozeß gegen den Vooruit" in dieser ( sursalaire Lohnüberschuß) als organischer Theil des Ausführlichkeit besprochen haben, so geschah es, weil es das Lohns zu betrachten sei. Nach dem Wortlaut des Gesetzes Urtheil des Genter Gerichts der kapitalistischen Presse einen dürfen Lohnabzüge überhaupt nicht gemacht werden. Und willkommenen Vorwand gewährt, die selbständigen BestreDer„ Vooruit". das ist, in ihrer Unbeschränktheit, eine sehr gute, bungen des Proletariats zu verhöhnen und mit Roth zu Das Urtheil des Genter Gerichtshofs ja nothwendige Bestimmung zum Schutz des Ar bewerfen. Die" Neue Reichskorrespondenz" des Ehrenin Sachen des Vooruit" zeigt wieder einmal, wie weit beiters gegen den ausbeutenden Unternehmer. Schweinburg hat schon den Anfang gemacht die ganze Recht und Gesez auseinandergehen, und wie das formale Allein im Falle des Vooruit" ist ja ein Meute der Kapitalisten- Soldschreiber wird folgen. geschriebene Recht, das sich Gesez nemnit, zum schreienden Unternehmer gar nicht vorhanden. Der Genossenschaften wie der Vooruit" find nicht spezifisch Unrecht werden, und zur Herbeiführung des Gegen Vooruit" wird zwar nach der Methode des kapitalistischen sozialistische Organisationen. theils dessen, was das Gesetz wirklich oder angeblich Geschäftsbetriebes( mit Lohnzahlung) verwaltet er Wie jeder in der Parteigeschichte Bewanderte weiß, ist bezweckte, mißbraucht werden kann. Man vergegenwärtige verfolgt aber ein, dem kapitalistischen Geschäfts- das Genossenschaftswesen bürgerlichen Ursprungs und sich den Fall: awed entgegengesettes 8iel. Nämlich nicht die war seinerzeit wir erinnern an den Streit zwischen = Und Sollen unsere belgischen Genossen dahin wirken, den Wortlaut des Gesetzes so zu formuliren, daß Genossenschaften nicht mit ihm gepackt werden können? Im Interesse der Arbeiter, um ihre wirthschaftliche Ausbeutung der Arbeiter durch einen Unternehmer, sondern Schulze Delitzsch und Laffalle eine bürgerliche Waffe Lage zu verbessern, sie vor Ausbeutung zu schützen und die Organisirung der Arbeiter zum Schuße gegen die zur Bekämpfung des Sozialismus. Diese, gleich anMittel für den großen Befreiungstampf des Proletariats Ausbeutung und zur endgiltigen Befreiung von der beren bürgerlichen Waffen ist aber von dem Proletariat zu gewinnen, wird Don belgischen Sozialisten der Ausbeutung. Mit anderen Worten: der Vooruit" ist seinen Feinden abgelernt und entrissen worden. Vooruit" in Gent gegründet, nach dessen Muster im eine Genossenschaft, deren Ueberschüsse, statt in die nirgends mit größerem Geschick und Erfolg als in Belgien. übrigen Belgien und in dem stammverwandten Nord- Tasche eines Unternehmers zu wandern, den Genossen und Darum dort die Wuth auf den Vooruit". frankreich eine Anzahl ähnlicher Betriebe errichtet wurden, Genofsinnen des Vooruit" und nach dem höheren Zweck, Und was nun? welche der Sache der Arbeit außerordentliche Dienste ge- welchen diese Genossenschaft verfolgt auch der sozialistischen leistet haben. Gesammtpartei zu gute tommen. Dieselben belgischen Genossen, die, wesentlich mit Hilfe Es liegt auf der Hand, daß die Gesetzesvorschrift, des Vooruit" und seiner Bruder- Betriebe, Einfluß auf welche jetzt gegen den Vooruit" angewandt wird, nicht für die Gesetzgebung und den Eintritt in die Kammer sich Arbeiter- Genossenschaften bestimmt war. erkämpft haben, zwingen die widerstrebende Rammer- Aber die Arbeiter- Genossenschaften sind auch von dem majorität, ein Gesetz zum Schutze der Arbeiter gegen die Gesetze nicht ausgenommen worden, und so blieb den Ausbeutung des Unternehmerthums zu erlassen sie thun Richtern nichts übrig, als nach dem Buchstaben und Wort dies, von denselben Motiven ausgehend, durch die sie zur laut des Gesetzes zu verfahren. Gründung des Booruit" bestimmt worden; und um den Der Wortlaut ist klar. Reinerlei Abzüge vom Lohn." felben Zwecken zu dienen, denen der Vooruit" dient. Und in ihrer Klarheit-wir wiederholen es eine vorDas halte man feft. Und nun bedente man: der Prozeß zügliche Bestimmung. gegen den Vorruit" wird auf grund desselben Gesetzes ein- Die Frage für die Richter konnte, nachdem festgestellt geleitet, welches die Gründer des„ Vooruit" zu denselben war, daß auch Arbeiter- Genossenschaften unter dieses Gesetz Zwecken wie den„ Vooruit" selbst geschaffen haben! Und fallen, nur die sein: 107] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Und bei seiner Ankunft?" Das wäre gefährlich. Was den Sozialisten recht ist, wäre den Klerikalen billig, und die dem Kapitalismus dienenden Genossenschaften des Klerus hätten dann Blanko- Vollmacht für die scheußlichsten Orgien der Ausbeutung. " Unseren belgischen Genossen bleibt unter solchen Verhältnissen wohl nur der eine Ausweg, die Einrichtungen des Vooruit" mit dem Gesetz in vollen Einklang zu bringen. Und das scheint uns nicht schwer. Jedenfalls hat der Prozeß den einen großen Vor theil gehabt, daß die niederträchtigen Verleumdungen, Rienzi gehört nicht allein Rom, er gehört Italien, er " Verlangte er eine Audienz, um sich von den An- gehört der Welt an," erwiderte die Signora. Und Du, flagen zu reinigen, die gegen ihn erhoben worden waren. Angelo, der die Kühnheit hatte, so von einem Unglücklichen Er warf den stolzen Kardinälen, die ihn exkommunizirt zu sprechen, haft bewiesen, von welcher Treue Du behatten, den Handschuh hin. Er forderte eine Untersuchung." feelt bist." Und was sagte der Papst?" " Nichts " Antwort!" Während sie sprach, richtete die Signora ihren Blick mit Worten. Jener Thurm war seine auf die niedergeschlagenen Augen und erröthenden Wangen des Pagen mit einem Ausdruck, der andeutete, daß sie schon seit lange gewohnt sei, den Geist in den Zügen zu lesen. " Eine sehr rauhe Antwort!" " Männer werden oft getäuscht," sagte sie traurig, doch halb lächelnd, aber Frauen felten, außer in der Liebe. Ich wollte, es gäbe viele solche Römer wie Du. Genug! Horch! Ist das der Ton von Pferdehufen in dem Hofe unten?" Doch war es vielleicht das Einzige, was ihm unter seinen Umständen übrig blieb," fuhr der ältere Page fort. Einmal vor seinem Sturz und einmal während seiner Abwesenheit von Rom war er durch den päpstlichen Legaten erfommunizirt worden. Er war der Ketzerei beschuldigt; der Fluch haftete noch auf ihm. Es war nothwendig, daß Aber es führte schon mancher Weg aus dem Gefängniß er ihn von sich entfernte. Wie sollte der arme Verbannte in den Palast, und Gott schnf Menschen, wie Rienzi, nicht dieses thun? Kein mächtiger Freund erhob sich für den für den Kerker und für die Kette." Freund des Volkes. Kein Höfling vertheidigte einen Als Angelo diese Worte mit lauter Stimme und mit Mann, der den Adel gedemüthigt hatte. Sein eigener aller jener Begeisterung sprach, mit welcher der Ruhm des Genius war der einzige Freund, auf den er sich verlassen gestürzten Tribunen ihn erfüllt hatte, hörte er einen Seufzer tounte. Er ging nach Avignon, um von den Verbrechen, hinter sich. Er sah sich etwas erschrocken um, und an der Signora," sagte Giacomo, feinen Mantel zierlich über die ihm zur Last gelegt wurden, sich zu reinigen, und er Thüre, die in das Zimmer der Signora Cesarini führte, die Schultern hängend, ich sehe, die Diener seiner Eminenz, hoffte wohl ohne Zweifel, daß nur ein Schritt von seiner stand eine Dame von edlem Aeußeren. Sie war reich ge- des Kardinals Albornoz, Seine Eminenz ist selbst anFreisprechung zur Wiedereinsetzung in seine frühere Würde kleidet, aber ihre dunkeln, feurigen Augen überglänzten gekommen." sei. Ueberdies ist es sicher, daß der Kaiser feierlich auf Gold und Edelsteine, und als sie so gebieterisch und stolz Gut!" sagte die Signora. Jch evwvarte Seine Eminenz!" gefordert worden war, den Rienzi auszuliefern. Er hatte da stand, schien nie eine Stirne mehr für die königliche Mit diesen Worten trat sie wieder durch die Thür, an der nun die Wahl, frei, oder in Fesseln, denn dazu mußte es Krone geschaffen, nie entsprach eine weibliche Schönheit mehr sie den römischen Pagen überrascht hatte. früher oder später kommen, als ein Verbrecher, oder als dem Jdeal einer Heldin und Königin. ein Römer, dorthin zu gehen. Er wählte das lettere. Wo Entschuldigt, Signora," sagte Angelo zögernd; ich Zweites Kapitel. er durchreiste, da bewillkommnete ihn das Volt, in jeder sprach laut; ich störte Euch; aber ich bin ein Römer," ich Gin kriegerischer Priester. Intriguen und Gegenintriguen Stadt, in jedem Flecken und Dorfe. Der Name des großen sprach von-" an Höfen. Tribunen wurde geehrt in ganz Italien. Man bat ihn, er Rienzi!" ergänzte die Dame sich nähernd, ein Name, Giles( oder Egidio), der Kardinal Albornoz, war einer möge der sicheren Gefahr nicht so übermüthig entgegen der wohl ein römisches Herz begeistern sollte. Nein- keine der merkwürdigsten Männer jener merkwürdigen Zeit. Der gehen, man flehte ihn an, sich selbst für das Vaterland zu Entschuldigungen. Ach wenn" die Signora hielt plöß- Abkunft von den königlichen Häusern von Arragonien und erhalten, da er es zu erheben gesucht hatte. Ich gehe, um lich inne und seufzte, darauf fuhr sie in verändertem und Leon sich rühmend, war er früher in die Dienste der Kirche mich selbst zu vertheidigen und um zu triumphiren!" war ernstem Tone fort:" Wenn das Geschick Rienzi wieder getreten und, fast noch ein Jüngling, zum Erzbischof von die Antwort des Tribunen. In den Städten, durch die er günstig ist, so soll er wissen, welche Gesinnungen Du gegen Toledo ernannt worden. Aber keine friedliche, noch so tam, wurde er auf das feierlichste empfangen, und man er ihn hegst." glänzende Laufbahn genügte seinem Ehrgeize. Nur die zählte mir, daß nie ein Gesandter, ein Fürst oder ein Baron Wenn Ihr, Signora, die Ihr von Neapel seid," sagte Ehrenbezeigungen der kämpfenden Kirche konnten ihn bein Avignon mit einem so großen Gefolge seinen Einzug Angelo mit bedeutsamem Ton, so von einem unglücklichen friedigen. In den Kriegen gegen die Mauren hatte sich gehalten hat, als jenes war, das dem Cola di Nienzi bis Berbannten sprecht, was muß ich gefühlt haben, der in ihm tein Spanier mehr ausgezeichnet als er, und Alphons XI. in diese Mauern folgte." einst ein Oberhaupt anerkannte." Don Castilien hatte darauf bestanden, von der Hand des " " Deutsches Reich. denen der Booruit" von seiten femer anarchistischAuswanderung der Landarbeiter für die Rittergutswirthschaft Pfäffisch- kapitalistischen Feinde ausgesetzt war, fich Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung eine große Gefahr sei, daß aber diese Auswanderung nur vernichts aufgelöst haben, daß die Selbstlosigkeit und Geschäfts- den Antrag Bremens, betreffend die Zulassung von Ausnahmen hindert werden könne, wenn man es den Landarbeiternheimisch" tüchtigkeit der Verwaltung gerichtlich festgestellt, und daß auf, grund des Börsengesetzes zu gunsten der Brenrer Börse, mache, und eines der Mittel hierzu sahen sie eben im Normaldie hohen Ziele, denen der" Vooruit" zustrebt, aller Welt fowie die Vorlage, betreffend die Uebersicht der Ausgaben und Arbeitstag. Bismarck ist aber den Anregungen, die Meyer und vor Augen gebracht worden sind. Und so ist dieser Prozeß, 1895/96, den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Einnahmen der Landesverwaltung von Elsaß- Lothringen für Wagener in diesem Entwurfe sowie in der Presse gegeben hatten, Mit dem bekanntlich nicht gefolgt. der den Booruit" verderben sollte, für ihn zu einem Abschluß einer Vereinbarung mit Belgien bezüglich der Die konservative Partei wird, dem Vernehmen moralischen Triumph geworden, der auch praktische Früchte gegenseitigen Anerkennung der Identitätszeichen an Waaren nach, am 19. November hierfelbst einen Delegirtentag ab zeitigen wird. mustern erklärte sich der Bundesrath einverstanden. halten. Ferner wurde der Antrag des Ausschußes, betreffend Der neue Stern der Richtung Naumann. die Feststellung des Gesammtkontingents an Zucker für das Be- Die Frantf. 8tg.", die sicherlich mehr Sympathien für die triebsjahr 1897/98 angenommen, und schließlich wurde dem münd evangelisch- soziale Richtung als für unsere Partei hat, also im lichen Bericht der zuständigen Ausschüsse über den Entwurf eines Falle Lorenz für uns nicht voreingenommen sein kann, schreibt: Gesetzes für Elsatz- Lothringen wegen Abänderung des Gesetzes über das Notariat die Zustimmung ertheilt. Politische Weberlicht. " Berlin, 29. Oktober. Zusammentritt sofort die im Kultusministerium und Ministerium Dem preußischen Landtage werden bei seinem des Innern entweder jetzt schon fertig gestellten oder der Fertigstellung entgegenreifenden wichtigen Gesezentwürfe, wie das ehrerbesoldungs- Gefes, Städte und Ein Verrath von Staatsgeheimnissen liegt in dem Fall der jüngsten Bismarc'schen Enthüllungen unzweifelhaft vor. Daß diese keine leeren Phantasiegebilde sind, sondern einen thatsächlichen Inhalt haben, wird all seitig anerkannt, und ist durch die Auslassungen des Reichs- Anzeigers" und anderer Regierungsorgane offiziell und offiziös bestätigt worden. Nun ist aber der Ver- andgemeinde- Ordnung für Hessen Nassau rath von Staatsgeheimnissen ein schweres Verbrechen, sugehen. Wann und wie die Frage der Erhöhung der gegen das Fürst Bismarck selber, um ein Entwischen der Beamtengehälter zur parlamentarischen Behandlung ge Schuldigen unmöglich zu machen, noch einen besonderen, ſtellt werden soll, ist noch Gegenstand der Erwägungen in Regierungskreisem wahrhaft drakonischen Paragraphen in das Straf- Gesetzbuch einfügen ließ. Den Freunden Bismarck's ist es auch angst geworden und sie behaupten jetzt, einer der Redakteure der Hamburger Nachrichten", ein gewiffer Hoffmann, sei der eigentliche Uebelthäter. werden im Abgeordnetenhause die Fraktionen in folgender ParteiBei Eröffnung des preußischen Landtags am 20. November stärke antreten: Konservative 138( am Schluß der letzten Tagung 141), Bentrum 94( Ende voriger Session 94), Nationalliberale 87 ( 87), Freitonfervative 61( 61), Polen 18( 17), Freisinnige Voltspartei 14( 14), Freisinnige Vereinigung 6( 6), bei feiner raftion 11( 10). Erledigt sind 4 Mandate. Gumbinnen- Justerburg, Rothenburg Hersfeld, Gr. Wartenberg Namelau Dels, - = Kreuzburg- Rosenberg. Drei dieser Wahlkreise waren bis zur Erledigung von Konservativen, einer von einem Mitgliede der = W Zweierlei Recht. Man schreibt uns aus Parteifreisen: Der Reichs- Anzeiger" bezeichnet die Enthüllungen der Hamburger Nachrichten" über den früher bestandenen deutsch russischen Neutralitätsvertrag als eine Verlegung und Schädigung wichtiger Staatsinteressen, Bentrumspartei vertreten. als eine Preisgabe von Vorgängen, die ihrer Natur nach Bei der Konvertirung der 4prozentigen zu den streng sten Staatsgeheimnissen gehören. Konsols und der Reichsanleihe foll, einem hiesigen Einmal angenommen, daß es nicht leicht sein dürfte, Blatte zufolge, denjenigen, die auf die Umwandlung der vierden rachsüchtigen und boshaften Hintermann der" Ham- ertheilt werden, daß die betreffenden B1/ 2prozentigen Stücke für prozentigen Stücke in 312prozentige eingehen, die Zusicherung burger Nachrichten" wegen jener Schädigung wichtiger 8 Jahre vor einer Konvertirung bewahrt bleiben. Staatsinteressen und der Verlegung strengster StaatsDie Rücksicht auf die Selbstsucht der Besitzenden" ist, wie geheimnisse persönlich zu fassen, warum läßt man man sieht, größer als die auf die schwere Belastung der Steuerdenn die Hamburger Nachrichten" seitens der Leiter unserer zahler. Wir würden fonvertiren tönnen auch ohne die achtauswärtigen Politit nicht mit jenen strafprozessualischen jährige Binsgarantie. Aber das arme Kapital muß gefchont Mitteln verfolgen, die z. B. in dem gleichen Falle, falls werden! der Vorwärts" an stelle der Hamburger Nachrichten" Zur Ernennung des Kolonial- Rayser's stände, mit allem Nachdruck und mit allen zur Verfügung zum Senatspräsidenten des Reichsgerichts stehenden Macht- und Zwangsmitteln angewendet würden schreibt die Deutsche Tageszeitung": und zwar unter dem Jubel und Beifallsgeheul der gesammten sogenannten patriotischen Presse. " 1 Oder sollen wir erinnern an den Vorgang aus dem Januar dieses Jahres, als der Vorwärts" in der Lage war, einen harmlosen Amnestie- Erlaß zwölf Stunden früher veröffentlichen zu können als der Reichs- Anzeiger"? Gilt vielleicht auch hier wieder der so famose Grundsay: wenn zwei dasselbe thun, ist es nicht dasselbe, obgleich jedermann wird zugeben müssen, daß die beiden Fälle sich noch bedeutend zu gunsten des Vorwärts" dadurch unterscheiden, daß das von diesem veröffentlichte Aktenstück kein nennenswerthes öffentliches Interesse verletzte, dagegen durch die Enthüllungen der Hamburger Nachrichten" die wichtigsten Reichsinteressen aufs schwerste geschädigt wurden und eine Phase der Reichspolitik vor der ganzen Welt unheilbar tompromittirt worden ist. " " " Wir haben wiederholt und dringlich darauf hingewiesen, daß diese Ernennung zum großen Schaden des allgemeinen Wohles ausschlagen müsse. Die Ernennung ist jetzt vollzogen. Ihre Folgen werden leider nicht ausbleiben tönnen." Wir berichteten bereits kurz, daß der frühere Redakteur May Lorenz aus der sozialdemokratischen Partei ausgetreten ist und sich der Naumann'schen Richtung angeschlossen hat. Wenn sich nicht ein Theil der Presse, besonders die sächsische, mit diesem Fall eingehend beschäftigte, würden wir keine Beranlaffung genommen haben, davon Notiz zu nehmen, denn nach dem theologischen Trattat zu urtheilen, den Herr Lorenz vor einigen Tagen unter dem Titel Religion und Sozialdemokratie" veröffentlichte, ist er nichts weniger als eine in geistiger Beziehung hervorragende Persönlichkeit. Auch in der öffentlichen Versammlung, die von der Sozialwissenschaftlichen Vereinigung zu Leipzig für den 25. d. M. einberufen worden war, um Herrn Lorenz Gelegenheit zu geben, die Gründe feines Austrittes darzulegen, hat dieser feine neuen, beachtenswerthen Gesichtspunkte entwickelt. Vor drei Jahren trat er in die sozialdemokratische Partei ein, weil er hoffte, daß in ihr die praktisch politische Richtung die Oberhand gewinnen werde; jetzt hat er diese Hoffnung verloren und darum ist er ausgetreten. Das ist das ganze. Wenn sich dieser Austritt an den Namen Bollmar's oder Grillenberger's fuüpfen würde, dann hätte die Sache allerdings eine große Bedeutung, aber Herr Lorenz hat denn doch in feiner Weise bewiesen, daß er die Aufmerksamkeit verdient, die ihm auch ganz unbetheiligte Blätter widmen. Wir meinen, daß an Herrn Lorenz die Sozialdemokratie nichts verloren und der ,, nationale Sozialismus" nicht viel gewonnen hat, weshalb es nach unserer Ansicht ganz ungerechtfertigt ist, dem neuesten Jünger Naumann's zu einer Art Berühmtheit zu verhelfen. Damit können wir die Atten über den gall Lorenz schließen. " - Den Wäschediebstahl" hat die Freisinnige Beitung" jegt eingestanden, sie behauptet aber, es sei eine ganz, besondere Albernheit", daß wir das Märchen vom Gothaer Programmdiebstahl einen Monat nachdem sie selber es auf getischt, noch der Erwähnung für werth gehalten hatten. Nun, daß die Freisinnige Zeitung" von den Entdeckungen ihrer Parteigenoffen eine so geringe Meinung hat, ist für uns fein Anlaß, mit ihr zu rechten; wir wollen ihr blos bemerken, daß von Agitatoren" der Freisinnigen Voltspartei das Märchen noch vorige Woche hier in Berlin in Volksversamm lungen folportirt worden ist. Wo da die ganz besondere Albernheit" liegt, das möge der Leser entscheiden." Professor Delbrüd's" Preußische Jahrbücher" schreiben: " Das Reichsgericht ist kein Play für Verwaltungsbeamte; Den Kampf gegen die Sonntagsruhe führt. am allerwenigsten aber ist Dr. Kayfer für den höchsten Gerichts- Tante Voß weiter. Das Organ des Protestantenvereins tritt hof des Reiches qualifizirt nach der Rede, mit der er sich von nun für die Sonntagsheiligung gegen die Sonntagsruhe ein seinem bisherigen Posten verabschiedet hat. Ein Mann, der und als Argument zitirt sie ein Zeitalter der Sozialwissenschaft im stande ist, selber zu erzählen, daß er Drohungen, durch die angeblich ein Bosten für Dr. Peters erzwungen werden solle, ruhig eingesteckt habe, ein solcher Mann darf nicht Richter an unferem höchsten Gerichtshof werden." Da wir wissen, daß die Richterstühle in den Straffenaten des Reichsgerichts mit Vorliebe mit Staatsanwälten besetzt werden, so sehen wir feine erkennbare Verschlechterung darin, wenn einmal ein nicht recht verwendbarer geheimer Legationsrath Vorsitzender eines Zivilfenats des Reichsgerichts wird. Wir rufen Herrn Schönstedt zu: Hic Rhodus, hic Aus dem Reiche des Herrn Thielen wird salta! Eine Haussuchung z. B. in Friedrichsruh würde ganz anderes Material zu tage fördern als die vorjährigen Haussuchungen bei den sozialdemokratischen Führeri.Bismarck und die deutsch- russischen Beziehungen. Das russische Blatt Nowosti" bezeichnet die Enthüllungen der Hamburger Nachrichten" als wahrheitswidrig und stellt fest, daß der betreffende Artikel in Rußland lebhafte Entrüftung hervorgerufen hat. Das Blatt fügt hinzu, Bismarck allein und nicht Caprivi sei schuld an der Aenderung in den Beziehungen zwischen NußLand und Deutschland. ,, uter lebhaften Huldigungen" haben, wie der offiziöse Draht meldet, 3ar und Zarin Darmstadt verlassen, um sich direkt nach Rußland zurückzubegeben. Die Hurrahschreier in Seidenhüten und kostbaren Toiletten, die heute dem Verbündeten Frankreichs zujubelten, werden morgen den patriotischen Tamtam schlagen und gegen den Erbfeind wettern! Luthers großen Katechismus. Sie hausirt noch weiter mit der längst widerlegten Behauptung, daß die Sonntagsruhe die Ausgabe vou Extrablättern und die Plakatirung eines Aufrufes der Kriminalpolizei unmöglich gemacht habe. Hat in der Breiten Straße nur noch Alexander Meyer das Wort zu führen? Wie wäre es, wenn die sozialdemokratische Fraktion Fall Brüsewig schreibt man uns aus München: mit Rücksicht auf die Unsicherheit, der das Zivilpack den Brüfe wißen gegenüber ausgefekt ist, im Reichstag einen Antrag auf uns gemeldet, daß unser Eisenbahn- Minister, der für Verein Aufhebung des für befagtes Pack geltenden Berbotes, Waffen zu fachung der Tarife, Umwandlung der Eisenbahnen in staatliche tragen, stellen würde? Zeitgemäß wäre er! Entweder nimmt Musterbetriebe und dergl. kein in die Augen springendes Interesse man den Brüsewißen den Sabul, oder man erlaubt den von den hat, auf einen neuen flug ausgedachten Gedanken zur Steigerung Brüsewißen Attaquirten Degenstöcke, Revolver 2c. zu führen. der seines Ressorts gekommen fein foll. Daß sich der Zivilist so mir nichts dir nichts abmurksen lassen Die Aborte in den Koupees sollen fünftighin als soll, noch dazu von Leuten, die er selbst bezahlt, ist sogar für das Automaten eingerichtet werden, so daß man für ihre jedesmalige Deutsche Reich, wo der Zivilist nur ein Einwohner II. Klasse, Benutzung wohl einen Nickel zu bezahlen haben wird. So wird eine Art moderner Helot ist, ein etwas starter Tabat." Herr Thielen mit einem großen Manne aus der Weltgeschichte eine entfernte Aehnlichkeit bekommen: mit Kaiser Vespasian, der eine Kloakensteuer einführte und bei dieser Gelegenheit fein ,, Non olet!" ausrief, und unser genialer Eisenbahn- Minister wird nach der Einführung seiner Eisenbahn- Klosetgebühren rufen: Nickel stinken nicht!" Vermehrung der Bureaukratie. Die Zahl der Hilfsarbeiter im Reichs- Schazamt wie im Reichs- Versicherungsamt soll erhöht werden. Ebenso gedenkt man auch die Bahl der Hilfsarbeiter im Reichs- Patentami und, wie die Post" hört, im Auswärtigen Amt um einen Hilfsarbeiter zu erhöhen. Letterer soll in der handelspolitischen Abtheilung angestellt werden und die dort beschäftigten Räthe gewissermaßen entlasten, da auf diesem Gebiete sich eine Zunahme der Geschäfte ergeben habe, welche die Vermehrung rechtfertige. Seine politische Korrespondenz im letzten Hefte der Preußischen Jahrbücher" schließt Profeffor Delbrück mit folgenden Ausführungen: " " Der eigentliche Schwerpunkt, nachher die Sühne ait finden, liegt darin, daß der Offizier unter einem Standes gericht steht und die öffentliche Meinung immer von dem Mißtrauen erfüllt sein wird, ob ein solches Gericht die Standesgenossen auch nicht zu milde beurtheile. Die bevorstehende Reform des Militär- Strafprozesses soll helfen. Wird es möglich sein, wirklich Formen zu finden, die den entgegengesezten Interessen einigermaßen gerecht werden? Wie aber soll die rechte Freudigkeit für die Ausbildung der vaterländischen Wehrmacht gedeihen, wenn das Volk in der Armee eine Art feindlicher Macht erblickt?" " triegerischen Priesters zum Ritter geschlagen zu werden. Nach dem Tode Alphonso's, der ihm sehr gewogen war, Gine intereffante parlamentarische Re begab sich Albornoz nach Avignon und erhielt von miniszenz knüpft sich an den vor einigen Tagen im Alter Das Stöckerblatt und der Fall Brüfewiß. Clemens VI. den Kardinalshut. Auch bei Innocenz stand von 78 Jahren verstorbenen Rittergutsbesitzer Wilhelm Otto Wären Stöcker und die um ihn maßgebend für die Moralgrund er in hoher Gunst, und es verbreitete sich schon das Ge- Seiler auf Noßwitz im Königreich Sachsen. Er war bei einer fäße des Christenthums, so tönnte gegen dasselbe fein niederrücht, daß kriegerische Vorbereitungen gemacht würden, um Na ch wahl für den norddeutschen Reichstag im schmetternder Angriff gemacht werden als auf grund des folgenden durch Albornoz die verschiedenen Tyrannen, welche Theile Wahlkreise Blauen im Jahre 1869 als fonferva Artikels des Stöcker'schen„ Bolt": päpstlichen Gebiets sich anmaßten, vertreiben zu lassen. tiver Kandidat aufgestellt und wurde vom WahlWas die Richter als Rollegium und im geordneten tommiffar Rühn, aber überlegend, unternehmend und doch vorals mit 3653 Stimmen gewählt verkündet, ege Rechtens zu thun haben, das liegt dem sichtig, die Tapferkeit des Ritters mit der Schlauheit Berlin nur 2912 Stimmen gefallen sein sollten. Im Reichstage ob und in der Weise des Kampfes, zu welchem er während auf seinen Gegenkandidaten Dr. Mar Hirsch in Offizier als Schwertträger des Königs persönlich des Priesters vereinigend, dieses war der Charakter von Giles, wurde jedoch festgestellt, daß Hirsch 3880 Stimmen und damit und sein Schwert berufen sind. Jeder Angriff Kardinal Albornoz. die absolute Mehrheit erhalten hatte. Infolge dessen wurde auf die repräsentative Persönlichkeit des Der Kardinal ließ seine Diener in dem Vorzimmer und schon dreizehn Tage nach dem Wahltage die Wah! Offisiers ist ein Angriff auf des Königs wurde in die Wohnung der Signora Cesarini geführt. Er Seiler's für ungiftig erfärt und Dr. Hirsch als majestät selbst, und wie das Gericht ist der war von mittlerer Größe; seine Stirn war mit tiefen au recht gewählt verkündet. Es ist dies, wie die Offizier berufen, diefen Angriff fofort zurückRunzeln bedeckt, und obgleich er noch in den besten Jahren Magdeb. 3tg." bemerkt, der einzige Fall dieser Art, zuweisen, aber natürlich in der Weise und mit ben war, so hätte man ihn doch für älter halten können, aber der feit Bestehen des Reichstages vorgekommen ist.23 affen eines riegers. fein fester Gang, die leichte Beweglichkeit seiner Glieder, und ein Blick, der ruhig und nachdenkend war, ohne etwas von dem Glanze der Jugend verloren zu haben, widerlegte diesen ersten Eindruck. Schne Signora", sagte der Kardinal, indem er sich über" die Hand der Cefarini mit einer leichten Anmuth beugte, die mehr den Fürsten, als den Priester verrieth; ich beforge, daß die Befehle Seiner Heiligkeit mich über die Stunde aufgehalten haben, die Ihr für meine Huldigung zu bestimmen so geneigt waret, aber mein Herz ist bei Euch gewesen, seitdem wir uns trennten." Der Kardinal Albornoz," erwiderte die Signora, in dem sie sanft ihre Hand zurückzog und sich seßte, wird durch die Pflichten seines Ranges und seiner Stellung so sehr in Anspruch genommen, daß es mir wie eine Art von Ver rätherei an seinem Ruhm erscheint, wollte man seine Aufmerksamkeit auch nur für wenige Augenblicke auf unedlere ökonom - Eine sozialpolitische Reminiszenz. In Ein solcher Angriff fann thatsächlich, aber nicht absichtlich der Wiener Wochenschrift„ Die Zeit" theilt der National- oder doch nicht mit Bedacht geschehen sein. Dann bedeutet eine otonom Dr. Rudolf Meyer einen bisher unbekannten Geſetz- Entschuldigung, wie ſie Herr v. B. forderte, die Lösung des entwurf über Einführung des Normal- Arbeitstages" mit, der Konflikts. Er tann aber absichtlich und mit Borbedacht ge furz nach dem Eisenacher Katheder- Sozialistentag im Jahre 1872, schehen sein, oder durch Verweigerung der Entschuldigung die angeblich auf Verlangen Bismarck's, von Meyer redigirt, von Geheim Qualität eines abfichtlichen Angriffs erhalten, obwohl er rath Wagener verbeffert und dem Reichskanzler vorgelegt worden ist. ursprünglich nicht so gemeint war, dann fann er nach Der Entwurf bestimmt einen Normal- Arbeitstag von wöchentlich der Logit der Thatsachen nicht anders als mit 561/2 Stunden für alle Arbeiter, also auch für die im Handwert den dem Offizier zur Verfügung stehenden beschäftigten und sogar für die ländlichen Arbeiter. Der die Kampfmitteln zurückgewiesen werden. Offizier übt Ehrennothwehr des Königs. Landarbeiter betreffende Paffus lautet: Der Der Normal- Arbeitstag wird durch den Arbeitsinspektor Was als Angriff dieser Art anzusehen ist, also wann von nach Anhörung der Kreisvertretung für jeden Kreis monatsweise der Waffe Gebrauch gemacht werden soll, unterliegt der geschichtso festgesetzt, daß die Summe der jährlichen Arbeitsstunden nicht lichen Entwickelung, fann also nach Ort und Zeit verschieden das Produkt aus der Zahl der Wochen mit 561/2 multipligirt fein. 3 weierlei aber findet in jedem Falle und unter übersteigt. Danach kann für Frühjahr und Herbst ein elf, für allen Umständen statt: die Entezeit ein zwölfstündiger Normal- Arbeitstag festgesetzt Das eine ist dies: wenn überhaupt von den Waffen muß es nachdrücklich werden, je nach dem Bedürfniß der Gegend. Die regelmäßige Gebrauch gemacht wird, Arbeitszeit darf zu feiner Zeit zwölf Stunden am Tage über geschehen der Gegner muß nicht verlegt, verwundet, mit einem steigen. Im Winter muß fie für solche Fälle entsprechend weniger heftigeren oder weniger heftigen Schmerz bestraft" werden( nach der Schwere der Verschuldung etwa, denn es handelt sich nicht " Ah, Signora," erwiderte der Kardinal, nie hatte als zehn Stunden betragen." Die Thatsache, daß sich Konservative, allerdings solche, um Strafe, sondern um Kampf). Der Gegner muß mein Ehrgeiz eine edlere Richtung, als eben jetzt, und es die keine Rittergüter besaßen, in den 70er Jahren mit dem ampfunfähig gemacht werden, das ist das Biel scheint mir ein glücklicheres Loos zu Euren Füßen zu Gedanken trugen, den Landarbeitern einen Normal- Arbeitstag jedes Kampfes mit blanter Waffe( sehr im Unterliegen, als auf dem Throne des heiligen Petrus zu fißen." zu geben, ist gewiß nicht ohne Interesse. Die Verfasser des schiede vom Kampf im Rampf im Recht oder vom vom wirthschaft ( Fortsegung folgt.) Entwurfes ließen sich dabei von dem Gedanken letten, daß die lichen Rampf, die ihrer Natur nach andere Biele verfolgen. Gedanken richten." Wenn der Lieutenant v. B., statt feinem Gegner mit der breiten Klinge um die Beine oder mit der stumpfen Schneide über den Kopf zu hauen, ihm einen Stich verfette, so that er das einzige, was er nach der Beschaffenheit seiner Waffe, des Offizierdegens, thun konnte. Jeder Offizier würde seine Waffe in derselben Weise geführt haben und haben führen müssen, wenn einmal der Kampf unvermeidlich war. Das andere ist dies: Der Gegner muß sofort nach dem Angriff oder nach der Weigerung, fich zu entschuldigen, niedergeschlagen werden. Wenn diese Nothwendigkeit vorhanden ist, darf sich der Offizier vor niemand und durch nichts am sofortigen Gegenfchlage hindern lassen. Hier hat nach den bisher vorliegenden Berichten Herr v. B. gefehlt. Er hat den rechten Augenblick verpaßt. Als ihm dieser Fehler zum Be wußtsein fam, wollte er das Versäumte nachholen und beging eine That, die sich von der repräsentativen Ehren- Nothwehr aus nicht mehr rechtfertigen läßt." Nur eine Silbe hinzuzufügen, hieße der Wirkung dieses Artikels Abbruch thun, was wir beileibe nicht beabsichtigen. 3ur Charakteristit unseres MilitärStrafprozeß- Verfahrens finden wir in der„ Breslauer Morgen Zeitung" folgenden Beitrag. = S " 5 Lebensgenuß Hand in Hand. Wie die Masse der Arbeiter um zur Einführung in fämmtliche evangelische Boltsschulen eines ganz nichtigen Anlasses willen sich nicht bedenkt, durch ihres Bezirkes bestimmt worden. Das Buch enthält auch Streiks und Boykotts eine Reihe Lieder, die von den Kindern auswendig gewaltthätig. gegen die normalen Existenz gelernt werden sollen. Nun ist aber an sämmtlichen Schulen des bedingungen der Gesammtheit vorzugehen, so Regierungsbezirts Arnsberg bereits seit Jahren eine a mtliche thut es der einzelne jugendliche Arbeiter, Liedersammlung mit der ausdrücklichen Bestimmung einwenn er das Dolchmesser gegen einen Mitmenschen geführt, daß die in diesen Liedern befindlichen auf den ver der begüterten Klasse zudt, um von den Früchten schiedenen Stufen der Boltsschule nach genauer Borschrift so fest des Raubmordes sich ein paar gute Tage machen zu können. eingelernt werden sollen, daß sie für's Leben aushalten. Nun Nicht direkt, aber indirekt, wegen der durch fie geförderten enthält das Lesebuch, wie der Rhein.- Westfäl. Zeitung" aus moralischen Brunnenvergiftung, ist die Sozialdemo- Lehrerkeisen geschrieben wird, eine ganze Reihe Lieder tratie die Mitschuldige an solchen Frevelu, texte, die auch in der amtlichen Liedersamm wie die Ermordung des Justizraths Levy. lung enthalten sind. Schon bei der Herausgabe der letz Gleich und gleich gefellt sich gern. Es ist eine Aumaßung teren hat man manche Texte, und manchmal recht un souder gleichen, wenn die Sozialdemokratie dies leugnet und glücklich verbessert", die Herausgeber des neuen Lehrsich herausnimint, den Sittenrichter zu spielen. Eine vom buches haben ihrerseits auch wieder verbessert", Geiste der Unfittlichkeit und des Hasses durchsetzte Partei hat und so ist es denn gekommen, daß die Lieder des allen Grund, vor den eigenen Thüren zu kehren. Wer amtlichen Lehrbuches mit denen der amtlichen wirklich in den sozialdemokratischen Hirngespinnsten ein höheres Liedersammlung vielfach nicht übereinstimmen. menschliches Ideal erkennen sollte, der würde ein solche Ünreife Unter den Liedern, die so in zwei Texten erscheinen, befindet des Denkens und Wollens bekennen, daß er ausscheidet für das sich die Wacht am Rhein"," Ich bin ein Preuße", praktische Leben." Was blasen die Trompeten"," In dem wilden Wer sich im Aufreizen zu Haß und Verachtung gegen andere Kriegestanze"," Schier dreißig Jahre bist du Das Blatt schreibt: Gesellschaftsklassen unterrichten will, wer Gegner bekämpfen will al 1". Was ein Schulrath an diesen Liedern verbessern zu Am 1. August dieses Jahres ereignete sich auf auf der ohne jede Rücksicht auf Recht und Billigkeit, wer vorurtheilsvoll tönnen glaubt, und woher er überhaupt das Recht nimmt, ver Breslauer Militär Schwimmanstalt bei Kleinburg jener gegen alle Lehren der Geschichte, wer blind gegen alle Thatsachen bessern zu können, ist ganz unverständlich. Daß nun auch noch bedauerliche Vorfall, dem der Kürassier Walter zum Opfer feinen Feinden auf den Leib rücken will, der gehe zu Schweinburg obendrein Abweichungen von der sogenannten„ amtlichen" Liederfiel. Der genannte Soldat ertrant beim Schwimmen an der Leine, in die Schule. sammlung vorkommen, setzt dem Unfug die Krone auf. an die doch die Lernenden geschnallt werden, damit sie gegen Schweinburg über den Vooruit" Prozeß. Die in- Das neue sächsische Landtags- Wahlrecht Die Gefahr des Ertrintens geschützt sind. Unferen dürfte auch einem großen Theil derjenigen unbequem werden, Lefern ist der Hergang der Kleinburger Katastrophe noch unserem Leitartikel erwähnte Reptilnotiz lautet: Der Prozeß Anseele wird sich, wenn nicht alles täuscht, zu die vermeint haben, es sei zu begrüßen, weil es sich gegen die erinnerlich. Walter war ein ungelehriger Schüler, nicht indem einem Marksteine der sozialdemokratischen Parteiforruption ge- Sozialdemokratie richtet. In die Steuerleistung, wonach die Eincr sich widerspenstig zeigte, sondern weil ihm schlechterdings die stalten. Die belgischen Genossen sind in hohem Grade entrüftet theilung in Klassen erfolgt, wird nicht nur die staatliche GinFähigkeit mangelte, den Weisungen seines Lehrmeisters uachzukommen; vielleicht litt er an Wasserschen, vielleicht machte es wegen der cynischen Heuchelei, die sich in der ganzen Behandlung fommensteuer, sondern auch die Staatssteuer für Grund- und ibm ein anderes Gebrefte unmöglich, sich mit dem feuchten ibm ein anderes Gebreste unmöglich, sich mit dem feuchten des Falles seitens der offiziellen Kreise der internationalen Sozial Gebäudebesitz eingerechnet. Auf der Hauptversammlung des der Hausbesitzer im Königreich Sachsen Elemente zu befreunden. Auch an dem bewußten Tage fühlte er demokratie offenbart hat. Nicht eine einzige beschönigende Be- Landesvereins fich sehr unglücklich im Wasser, er sollte Tempi machen und hauptung, welche zu gunsten Anseele's mit eherner Stirn vorgebracht ließ sich nun ein Herr Jähne aus Leipzig in längerer Rede über wurde, hat vor der Wahrheit Stand zu halten vermocht, wohl den Einfluß aus, den das neue Wahlrecht den Hausbesitzern ges fonnte nicht. Unteroffizier und Lieutenant sahen und hörten, aber belastete das in scharfer Oppofition gegen die Anseele, währe. Er tam zu dem Ergebniß, daß, da in Zukunft" was sich vor ihren Augen ereignete. Den Bitten Walter's, ihn Bebel, Singer 2c. ftehende sozialdemokratische Blatt Recht voor wir sitiren nach der Deutschen Hausbefizer Zeitung"„ die aus dem Waffer zu lassen, ward nicht entsprechen; als man den Allen" dieser Tage das Konto Anseele's mit zwei weiteren Debet Staats- Grundsteuer bei Abmessung des Landtags- Wahlrechts mit Untergefuntenen dann endlich herauszog, hatte der Tod seinem posten, und zwar einem ganz gemeinen, mit Urfundenfälschung in Anrechnung gelangt, fortan die Grundbesißer Sachſens bei den Leben ein Ende gemacht. Die Aufregung über den Vorfall war verbundenen Schwindel, und einer in den schärfsten Ausdrücken Landtags Wahlen eine ausschlaggebende Rolle spielen werden. damals fehr groß, denn man war im Publikum auf grund der formulirten Aufforderung an die Arbeiter zur Dynamitpropaganda. Es werden fünftig in den drei Städten Dresden, Leipzig und Berichte von einwandfreien Augenzeugen der Ansicht, daß der Natürlich leugnete Anseele auch jetzt wieder alles und erwartet den Chemnitz fast alle Hausbesizer mindestens der zweiten, ein großer Tod des Kürassiers Walter nicht eingetreten wäre, wenn Gegenbeweis"; in den weitesten Kreisen der belgischen Genossen Theil aber der ersten Abtheilung angehören. In den kleineren die beiden in der Schwimmanstalt als Lehrmeister respektive als hat aber sein Führerprestige einen unverwindlichen Schaden er Städten mit großer Arbeiterbevölkerung werden die Verhältnisse Inspektor fungirenden Organe die qualvolle Situation, litten und seine öffentliche Laufbahn darf schon jetzt als beendigt für die Hausbesitzer vermuthlich noch günstiger liegen, denn in welcher sich der ungelehrige Schwimmlehrling befand, gelten. bort wird oft allein bereits die Grundsteuer genügen, den Hausrechtzeitig erfaunt hätten. Dazu gehörte allerdings, daß dieselben Wir hielten es für nöthig, dieses Elaborat niedriger zu besigern ein höheres Wahlrecht zu verleihen. Ich glaube nicht Simulation voraussetzten, wo es fich thatsächlich um angst hängen. Und zwar thun wir dies nicht, um den Herrn Schwein- nicht fehlzugehen, wenn ich behaupte, die Hausexpreßte Bitten um Erlösung handelte. Wir haben seinerzeit das burg zu kennzeichnen das ist nicht nöthig sondern um seine besiger werden in allen städtischen Wahl. Unferige gethan, um die Sache klar zu legen, und das Militär- Seelengemeinschaft mit dem Nieuwenhuis'schen Anarchistenblatt treifen in zweiter und erster Abtheilung eine gericht der 11. Division beeilte sich, die Redaktion der Bresl. zu zeigen, daß der Biedermann flugs in ein sozialdemokratisches große Mehrheit haben." Die Versammlung nahm schließ= M- 3tg." in einem sehr verbindlich gehaltenen Schreiben vom Blatt" umschweinbürgert. lich einstimmig folgende Resolution an:„ Es erscheint noth 8. August um Nennung der von ihr protokollarisch vernommenen Zeugen zu ersuchen, einem Wunsche, dem wir umgehend entsprochen- Der Berichterstatter Herr v. Lügow sendet wendig, daß in allen städtischen Wahlkreisen Sachsens die haben. Seitdem verlautete von der Angelegenheit nichts mehr, dem„ Berliner Tageblatt" zu den Mittheilungen, die wir auch ausbesiger bei den Landtags- Wahlen selbst. und vorgehen ihre Stimmen nur solchen Karlsruhe, in Aurich, in Mannheim u. a. D. dieselbe wieder Berichtigung: Grundbesizes in die Erinnerung riefen. Wiederholte, an die Redaktion der" Die Meldung in der Abendnummer des Berliner daß die Sonderbelastung des Berliner Brest. Morgen- tg." gerichtete Anfragen veranlaßten sie dann, Tageblatt" vom 28. dieses Monats über meine Forderungen einer gerechten Wertheilung der Steuerlast nicht mehr nachstehendes Schreiben dem Divisionsgericht zu übermitteln: sonalien" enthält so verlegende Behauptungen und" Ber- vereinbar sei." for indiduni Breslau, den 24. Oftober 1896. Die sächsische Regierung plant, wie wir an anderer Stelle dächtigungen meiner Person, daß ich zu erklären habe: Es adidit dAn das Gericht der 11. Division ist eine unwahrheit, daß ich wegen Indiskretionen aus dem der heutigen Nummer des näheren berichten, eine Reform des Breslau. Wolff'schen Bureau" entlassen worden bin und dann selbst Wohnungswesens, die eine Verminderung des Werthes der Grundein Nachrichtenbureau gründete. Ich schieb vielmehr im Herbst stücke zur Folge haben muß. Ein Landtag, der in seiner Mehr1889 freiwillig aus genanntem Bureau und bin seitdem theils beit aus Hausbesitzern besteht, würde aber eher für die Ver organe, theils als Korrespondent von Provinzblättern journa: Wir hoffen, daß das revidirte sächsische Landtags- Wahlrecht denen als Berichterstatter beziehungsweise Redakteur hiesiger Breß einigung Sachsens mit dem fürchterlichen Breißen" votiren, als der Regierung erlauben, die Wohnungsreform zu verwirklichen. listisch thätig. iemals, so im Jahre 1890, als russischer Spion denunzirt um Weßsch noch manche andere Ueberraschungen bringen wird. und als Landwehroffizier entlassen wurde. Mein Thun Hamburg, 28. Oftober. Die Hamburger Bürgerschaft hat und Lassen war und ist vielmehr deutsch und gereicht die Vorschläge der Vermittelungs- Deputation heute endgiltig ge mir, da ich als Halbinvalide Pension beziehe, der Grund meines nehmigt. Hierdurch ist das Wert der Verwaltungsreform Ausscheidens aus dem Heere, das ich außerdem mit der Aussicht und der Verfassungsrevision, welche mehrere Jahre in auf Anstellung im Zivildienst verließ, nicht zur Unehre. Es ist Anspruch genommen hat, beendet. eine Unwahrheit, daß ich Angestellter der politischen Polizei bin, mich timmerlich durchschlage und mich jemals Jemand eines unzuverlässigen Charakters geziehen hat. Auch die sonstigen„ PerWien, 29. Oktober. Der Budgetausschuß nahm mit fonalien" in bezug auf meine Familienverhältnisse enthalten 25 gegen 9 Stimmen den Dispositionsfonds an. Unrichtigkeiten, doch sehe ich von ihrer Richtigstellung ab, weil So hat also Graf Badeni sein Vertrauensvotum weg. Die sie rein persönliche Verhältnisse betreffen und als solche außer- Liberalen haben natürlich auch dafür gestimmt. halb meiner Familie Stehende nichts angehen beziehungsweise nicht intereffiren. Da die oben gekennzeichneten schweren Verleumdungen geeignet sind, mich in den Augen meiner Mitbürger herabzuwürdigen 2c., so habe ich den Klageweg gegen den Verleumder beschritten. Berlin SW. 46, den 28. Ottober 1896. In ausgezeichneter Werthschäßung Karl Christian v. Lützow." bis mehrfache Ereignisse der letzten Zeit die Vorfälle in über ihn nach der" Frants. 3tg." gemacht haben, die nachstehende ständig Kandidaten zuivenden, welche der Ueberzeugung sind, " Durch das Schreiben des fgl. Divisionsgerichts III b. 848 vom 11.( foll heißen 7.) August cv. wurden wir ersucht, die der Kürassiere, dem der Kürassier Walter zum Opfer fiel, an Beugen des unglücklichen Borfalles in der Schwimmanstalt zugeben. Wir haben uns seiner Zeit beeilt, dem Wunsche des Gerichts nachzukommen und erlauben uns nun die ganz er gebene Anfrage, welches Resultat die Untersuchung ergeben hat. ad Wir erhalten bei jeder passenden Gelegenheit mehr oder minder animofe Anfragen aus dem Publikum, denen wir gern durch Mittheilung des Resultates der damals eingeleiteten Untersuchung die Spize abbrechen respektive ein Ende bereiten möchten. Wir erwarten eine gefällige Antwort auf diese unfere er sgebene Anfrage. Die Redaktion der Breslauer Morgen- Zeitung". Darauf erhielt die Redaktion der Breslauer Morgen- 3tg." folgendes Antwortschreiben: 11. Division dbs III b 482. Nou. Clodesd Breslau, den 27. Oftober 1896. E3 ist eine unwahrheit, daß ich Desterreich. mit den - Ein Wiener Fall Brüsewiß. Die Wiener Arbeiter- Zeitung" schreibt: Um 1/410 Uhr abends an der Kreuzung der Mariahilferstraße und Kaiserstraße tam der Omnibusfutscher Hummer mit feinem Wagen es war ein sogenannter Tramway- Omnibusdurch die ehemalige Mariahilferlinie hereingefahren, als vor feinem Gefährt plötzlich ein Offizier in Gesell fchaft von vier biz fünf Damen auf: tauchte. Hummer stieß mehrere Male den Warnungsruf Der Redaktion der Breslauer Morgen- Zeitung" Sier. Auf die gefällige Buschrift vom 24. d. Mts. erwidert der Redaktion das Divisionsgericht hiermit ergebenst, daß die Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist. Auch hält sich das Divisionsgericht nicht für be- Der hiernach der Verleumdung geziehene Gewährsmann der rechtigt, über das Ergebnis der Unter- Frankf. 3tg." dürfte die Antwort auf diese Bemerkungen nicht aus. Jedoch vergebens. Der Offizier mit seinem weibfuchung öffentlichen Blättern Mittheilung schuldig bleiben. Auffälligerweise hat Herr v. Lützow die Be- lichen Kortège gab den Weg nicht frei, zugehen zu lassen. hauptung der Welt am Montag", er habe sein Ehrenwort Hummer war gezwungen, den Wagen anzu= dafür verpfändet, die Nachricht gegen den Grafen Eulenburg vom halten. Dies brachte den Kutscher, der seine Fahrzeit einStaatssekretär Freiherrn v. Marschall erhalten zu haben, noch halten muß, will er sich nicht einer Strafe aussehen, in Aufnicht dementirt. Können regung, und er schrie den Offizier an: Königliches Gericht der 11. Division. Freiherr von Hülless em, Generallieutenant und Divisions- Kommandeur. prozesses ist. " und Auf diesen ich Also die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen, und wenn Der Bernsteinprozeß in letter Instanz net auf d' Seiten geh'n?" Hummer wollte eben die sie es ſein wird, wird man nichts über sie erfahren. Das Das Reichsgericht hat die in dem Stolper Bernsteinprozeß seitens Bremse wieder aufdrehen, aber er konnte diesen Vorsatz nicht Divisionsgericht möchte vielleicht den öffentlichen Blättern Mit des Staatsanwalts und des Nebenklägers eingelegte Revision mehr ausführen. Der Offizier, ein Oberlieutenant theilung machen, aber es hält sich dazu nicht für berechtigt"; verworfen, da das Urtheil keinerlei Rechtsirrthum enthalte. Rudolf Heffe, vom 14. Divisionsartillerie- Regiment soll er sein, es darf also nicht. Nun, wir denken, wir werden dennoch seiner Wir sind nun begierig, ob die Beugenaussagen bezüglich der riß den Säbel aus der Scheide, und unter dem Zeit erfahren, welches Ergebniß nicht nur die Ermittelungen, angeblichen Beamtenbestechungen zu einem Verfahren gegen Geheim- Gequietsch seiner Damen führte er einen wuchtigen gegen die rechte Hand Hummer's, zu denen beigetragen zu haben wir uns ja auch rühmen dürfen, rath Becker führen werden. Wegen viel unbedeutenderer Verdachts- ieb Die gerade die Bremse umspannt hielt. Der tapfere sondern auch das eventuell zu eröffnende Militär- Strafverfahren gründe sind Sozialdemokraten schon in Untersuchungshaft ge= dem Kutscher den kleinen zeitigen werden. Das Divisionsgericht wird doch nicht umhin nommen worden. Von einem Stadium der Voruntersuchung Held durchschlug können, der Mutter des Ertrunkenen entsprechende Mittheilungen gegen den Geheimrath Becker war wohl in den Zeitungen die Finger fast ganz, so daß der Finger nur an einer Sehne zu machen, und diese Mittheilungen dürften den Charakter des Rede. Es ist aber abzuwarten, wie weit die Sache gedeihen hing. Der Goldfingerknochen wurde zersplittert, und am Mittelfinger erlitt Hummer eine leichtere Verlegung. Der Wagen hielt Geheimnisses taum tragen. Wir werden die Sache im Auge be- wird. halten. Im übrigen zeigt auch dieser Fall, wie dringend Glay, 27. Oktober.( Eig. Ber.) Eine genaue Darstellung fofort, die Passagiere stiegen erschreckt aus, und auch zahlreiche nothwendig eine Reform des Militär- Straf der Art, wie Herr v. Roße seine„ Festungs haft" in Glas Neugierige umistanden sofort das Gefährt. Unter den Bassaabbüßt", dürfte von Interesse auch für die sein, denen die gieren befand sich auch ein Hauptmann. trat der Oberlieutenant zu, machte stramm halt und meldete im Dienstton: Herr Hauptmann, Der Schweinburg über den Fall Levy. In Person, die den Hofbeamten Schrader im Duelle tödtete, der auch von Bictor Schweinburg herausgegebenen Neuen menschlich völlig gleichgiltig ist. Leider kann Ihnen Ihr Kor- melde gehorsamst, baß mich der Mann anrespondent nur einige hochinteressante Züge zu dem Bilde liefern. Reichs- Korrespondenz" findet sich die folgende Notiz: züchtigt habe." Der Hauptmann, dessen Signalement wir Die fenfationelle Ermordung des Justizraty Levy in Berlin Vor allem fällt jedem Glazer Einwohner der tiefe Respekt auf, geschrien hat und ich ihn mit dem Säbel ge= der in den ehrerbietigen Begrüßungen Kobe's zum Aus bat das Augenmerk schärfer blickender Beobachter von neuem leider nicht ermitteln konnten, erwiderte darauf: Recht haben auf die wohl nirgends außer seitens der„ Genossen" geleugnete hier garnisonirenden Regiments sollen den Befehl Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten des Sie gehabt." Der stramme Oberlieutenant wollte sich nun Thatsache der zunehmenden drücken, aber die Menschenmenge war so erbittert, halten haben, Herrn Roße zu grüßen. Aber auch Zivil- daß sie den Plaz nicht freigab. Das junge Herrchen dalemi fittlichen Verlumpung der Arbeiterjugend gelenkt. Diese Berlumpung ist in erster Linie personen wie höhere Beamte und Gefängnißauffeher mußte die Hilfe eines Wachmannes in Anspruch nehmen, ber grüßen Herrn v. Kotze mit aller Hochachtung. Am besten wie ein rettender Engel bem bewußten, planmäßigen Entgegen wirken tann man das täglich in den Stunden von 3-6 Uhr Nach- helden sowie sein Opfer auf bie Wa ch ader sozialdemokratischen Hezza postel und mittag beobachten, denn um 3 Uhr begiebt sich Herr v. Roze tube in der Millergasse brachte. Hegblätter gegen die Dem Verletzten wurde veredelnden Bevon der Festung nach dem Hotel Kaiserhof herunter, wo er sein ein Mothverband angelegt, der Herr Oberlieutenant ließ mühungen der Schul- und Kirchenzucht zuzu opulentes Diner, bei dem nie die Flasche Champagner fehlen darf sich einen Romfortabel schreiben. Haß und Verachtung der in Kirche und Schule einnimmt. Nachdem er sich so gestärkt hat, geht er bis 6 Uhr frei auf legten ein, mit ihm auf das Kommissariat zu fahren tommen und Lud Den Ver was empfangenen Lehren und Lebensgrundsäge werden namentlich den Straßen spazieren. Das Aussehen des Herrn v. Kotze ist sehr gut dieser ablehnte in den großstädtischen Proletarierkreisen, den aufwachsenden und fuhr schließlich allein davon. Auf dem Geschlechtern schon von frühester Kindheit an eingeschärft, und und auch seine Stimmung scheint vortrefflich zu sein. Den Besuch Kommissariat wurde der Thatbestand aufgenommen und dem seiner Frau erhält der Duellmörder alle vier Wochen. wer sich auf der Straße, in der Werkstatt, und wo sonst immer, Die große Mehrzahl des deutschen Bolles, die das Duell ala Berlegten seitens des Polizeibeairtsarates ein zweiter Verband umjieht, kann auf Schritt und Tritt immer neue Beweise von wohlüberlegten Mordversuch bezw. Mord betrachtet, hat für diese mußte zu Fuß, so wie er aufs Kommissariat angelegt. Der Verlegte Der Offizier war entlassen. der Berwilderung erhalten, zu welcher die Arbeiterkinder Art der Bestrafung eben so wenig Verständniß wie für die direkt Wach= gekommen war, in Begleitung eines theils instinktiv neigen, theils von gewissenlosen Eltern entgegengesetzte Behandlung der Breßsünder. organs ins Wiedener Spital auf der Favoritenstraße systematisch hingedrängt werden. Mit dem Haß entgegengesetzte Behandlung der Preßsünder. gegen jeden, der einen anständigen Rock an hat und sich an- Amtliche Umbichtungen. Von der Regierung geben. Um halb 12 Uhr nachts wurde der Berlegte endlich zu ftändig beträgt, geht der Neid und die Sucht nach materiellemau Arnsberg ist ein in ihrem Auftrage verfaßtes Lesebuch Bett gebracht. Die erste nahmen sofort eine Operation vor; bruck tommt. er= erschien und Den Säbel= Te extrahirten die Knochensplitter aus den Muskeln und ver- p banden die Wunden. Türkei. Griechenland. Was mit dem schneidigen Hüter seiner Ehre weiter ge- find wegen Nichtbezahlung ihrer Löhne in den Ausstand einKonstantinopel, 29. Oktober. Die Angestellten des Arsenals schehen ist, wissen wir nicht, denn die Polizei, die sonst über getreten.jeden Schmarrn berichtet, weiß über diesen Vorfall nichts und versendet auch keinen offiziellen Bericht. Nicht einmal der polizeilich doch festgestellte Name des Helden wird den Blättern lichen Session auf den 6. November einberufen. - Die Deputirtentammer ist zu einer außerordentbekanntgegeben. Das polizeiliche Protokoll scheint auf dem Kommiffariat Mariahilf verlegt zu sein, wenigstens wußte der journalhabende Kommiffär unserem Berichterstatter keine Auskunft zu geben. Hummer, dessen Verlegung sich als eine schwere herausstellt, ist Vater von vier unmündigenkindern. Sein Weib wurde kürzlich operirt, eines seiner Kinder liegt im Spital an einem Armbruch danieder. Das Attentat trifft den armen Teufel daher um so schwerer. Unter den Kameraden des Verletzten herrscht große Erbitterung gegen den gewaltthätigen Offizier, der natürlich straflos bleiben wird, denn seine Vorgesezten werden, wie der Hauptmann, finden, daß er vollkommen reglementsmäßig gehandelt hat. M Amerika. " all flagt. Ob er glaubt, damit den Absatz seines Produktes zu fördern? Wegen Beleidigung, u. a. der Schmöllner Polizei, wurde der Redakteur des Altenburger Wählers", Genosse Vogeniz, vom Schöffengericht in Schmölln zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Insgesammt find mun Gefängnißstrafen in Höhe von 4 Monaten 3 Wochen gegen ihn ausgesprochen. Drei Prozesse schweben noch. " -Wegen Beleidigung eines Schuhmanns, über den das Voltsblatt für Heffen" eine Notiz gebracht hatte, wurde Genosse Garbe in Kassel zu 40 M. oder 5 Tagen Gefängniß und den üblichen Nebenstrafen verurtheilt. Gewerkschaftliches. = New York. Das Reuter'sche Bureau meldet d. d. 27. Oftober: Der in Boulogne eine zeitlang festgehaltene Fenier Tynan ist heute von Europa hier angekommen. Er wurde von den Mitgliedern seiner Familie und einigen Freunden in unauffälliger Weise empfangen. Den Reportern verweigerte er jede Auskunft. Nur fagte er: E3 bestand tein Der Streit auf dem Emaillir Wert von Earl Dynamitanschlag. obgleich ich so start Dynamit glaube, wie Washington an Schießpulver. Meine schiedentlich versucht, fremde Arbeitskräfte heranzuziehen. Wir hielu. Söhne in Lübeck dauert fort. Es wird verMission hatte einen wichtigeren 3wed, als einen ersuchen daher, den Zuzug von Drehern, Schloffern, Klempnern Dynamitanschlag. Sie gelang beffer, als ich mir träumen ließ. und Schmieden streng fern zu halten. Hauptsächlich haben es Worin sie bestand, will ich jetzt noch nicht enthüllen. Aber sie die Agenten in den nächsten Tagen auf Leipzig, Dresden Gleiche Ursachen, gleiche Wirkungen! Fetraf das Wohl der gesammten irischen Rasse." und Berlin abgesehen. Das Streit- Komitee. Wien, 28. Oktober. Die niederösterreichische Handelskammer Fabrikanten Melville und dessen Schüßlingen in Verbindung Go das Reuter'sche Bureau", das mit dem Verschwörungsbeschloß, anläßlich der ungarischen Bestrebungen, den projektirten steht, also über den biederen Tynan gut unterrichtet sein kann. Schuhmacher beendet. Ueber das nähere ist noch nichts Donau Oder Kanal durch einen Seitenkanal haupt- Was dieser für das Wohl der gesammten irischen Raffe gethan", sächlich den ungarischen Interessen dienstbar zu machen, an die das heißt getrunken hat, wird die Dümmsten unter seinen Regierung eine Petition au richten, bei der Ausführung des Landsleuten wohl zu etlichen neuen- Trinkgeldern begeistern. Projektes die Intereffen des Handels Wiens und Niederösterreichs Biel ist freilich nicht mehr herauszuschlagen. vollständig zu wahren. - Bei den nieder österreichischen Landtagswahlen haben, soweit die Ergebnisse vorliegen, die Liberalen große Verluste, von 5 Mandaten 3, die Antisemiten große Erfolge zu verzeichnen. Ungarn. 1 Afrika. Dongola scheint zum Stillstand gekommen zu sein. Alle in - Die englisch egyptische Expedition nach Suatim stationirten indischen Truppen werden Mitte November nach Indien zurückkehren. Partei- Nachrichten. Budapest, 29. Ottober. Bisher ist das Ergebniß von insgesammt 813 Wahlen bekannt. Von den Gewählten ge= hören 218 der liberalen Partei an, 23 der Nationalpartei, 37 der Roffuth- Fraktion, 5 der Ugron- Fraktion, 14 der Volkspartei; Wahlkreis( Stuttgart Stadt und Amt) wird Sonntag, den Eine Parteifonferenz für den 1. württembergischen 10 gehören teiner Partei an. 5 Stichwahlen haben stattzufinden. 22. November, von nachmittags 3 Uhr an, in der Wirthschaft zum Eine Wahl wurde suspendirt. Die liberale Partei hat bis jetzt Ritter in Degerloch abgehalten. von der Nationalpartei 17, von der Kossuth- Fraktion 12, von der Ugron Fraktion 16, von der Volkspartei 1 und von den Parteilofen 12 Mandate gewonnen; dagegen haben die Liberalen verloren an die Nationalpartei 2, an die Kossuth- Fraktion 6, an die Volkspartei 3 und an die Parteilofen 3 Mandate. Der reine Gewinn der Liberalen beträgt 44 Mandate. Schweiz. Von der Agitation. In Strasburg in der Uckermark sprach am Sonntag Reichstags- Abgeordneter Herbert aus Stettin in einer Boltsversammlung unter lebhaftem Beifall über Entstehung und Bestrebungen der Sozialdemokratie. In Groitsch i. S. ist die 2ohnbewegung der bekannt. polnischen Streifbrecher, wurde vom Geraer Schöffengericht Wegen der Bezeichnung Polake, angewandt auf einen ein Maurer der Verrufserklärung schuldig befunden und zu einem Tage Gefängniß verurtheilt. Soziales. Das Reichsgericht hat entschieden, daß Damenmäntel fabriken Fabriken im Sinne des Gesetzes sind, falls die Inhaber nur die Oberleitung ausüben, sich aber in der Hauptsache an den gewöhnlichen Arbeiten gar nicht oder nur wenig betheiligen, und wenn bei der Produktion eine gewisse Arbeits waaren- Geschäfte sind, ohne Rücksicht auf die Zahl der Arbeiter, theilung innegehalten wird. Damenkonfektions- und Manufaktur als Fabriken anzusehen, wenn nur für einzelne Runden und nicht auf Lager gearbeitet wird. Ju Paris wurde am Mittwoch der zweite Kongres des internationalen Genossenschaftsbundes eröffnet. Brandenburg Peus( Soz.) 4110, Blell( Freis.) 2161, Löbell( f.) 1014 Stimmen. Bis 1/29 Uhr überhaupt ohne Rathenow Peus 5806, Blell 2891, Löbell 2264 Stimmen. v. In Rathenow hielt am Mittwoch Abend Reichstags- Depeschen und lehte Nachrichten. Abgeordneter Bebel eine Wählerversammlung ab, die von über 2000 Personen besucht war. Biele Hunderte mußten von allen in betracht kommenden Parteien in den letzten Tagen Zur Nachwahl in Brandenburg a. d. H., für welche Zürich, 27. Oftober.( Eig. Ber.) Der Zug nach wegen mangels an Platz wieder umkehren. Die Zuhörer waren noch die größten Anstrengungen gemacht wurden, liegen uns fol Iints" ist das Motto aller Wahlbetrachtungen, der die Frei- zum theil stundenweit herbeigeftrömt. Die sehr günstige finnigen stark begeistert und sie zu tapferer Kritit des Etatismus" Stimmung in der Versammlung wurde noch dadurch gehoben, Sende Privat- Telegramme vor: ( Staatssozialismus), mit dem der alte Bundesrath Droz als daß ein Lehrer Thie Opposition machte und gründlich abgeführt politischer Commis voyageur so viel auf Reisen war, ermuthigt wurde. Am Montag sprach Herr Eugen Richter in einer und den sie ferner so auslegen, daß das Bolt den sozial Versammlung in Rathenow, wo er über die Bestrebungen der politischen Fortschritt will. Das glauben wir auch, indessen ist Sozialdemokratie solches Blech zum besten gab, daß seine eigenen es nicht zu glauben von manchem freisinnigen National Anhänger die Köpfe schüttelten. Eine Debatte duldete Herr Bei der Hauptwahl 1898 wurden in Brandenburg Stimmen rath, wie die Vorgänge schon öfters zeigten. Die Frei- Richter nicht, er ließ nach seinem Vortrag sofort die Versamm abgegeben für den Sozialdemokraten 8942, National- Konfer finnigen haben 5 neue Sige gewonnen und 2 ver- lung schließen. In Brandenburg sprachen am selben Abend vativen 1132, Antisemiten 51, Ultramontanen 110, Frei Toren; in 3 Wahlkreisen müssen sie einen zweiten Wahlgang die Genossen Singer und Auer vor ebenfalls überfuu..n Ver- vativen 1132, Antisemiten 51, Ultramontanen 110, Frei machen. Das Zentrum hat 5 verloren und 1 gewonnen; in sammlungen. finnigen 1688. Diesmal haben Antisemiten und Katholiken 2 Wahlkreisen steht es in der Stichwahl. Die Ultra Die Versammlung der sozialwissenschaftlichen Vereinigung feinen Kandidaten aufgestellt, trotzdem hat die konservative montanen haben 4 Gige verloren, 3 gewonnen und in einem in Leipzig, wo Herr May Lorenz die Gründe feines Partei einen Ausfall von über 200 Stimmen in der Stadt stehen sie in der Stichwahl. Die sozialdemokratische Austritts aus unserer Partei dem staunenden Publiko fund that, Brandenburg erlitten. Partei hat den Gig in Basel gewonnen und steht in Bern, durfte von abends 1/29 bis früh 3/42 Uhr, also über 12 h: 200 Stimmen, der im Orte ansässige, sehr angesehene Kandidat Dagegen hat unser Randidat fast Uhr Zürich, Neuenburg, Luzern und Appenzell, Außer- Rhoden, also hinaus tagen, wo in Pleiß- Athen die Versammlungen geschloffen 200 Stimmen, der im Orte ansässige, sehr angesehene Kandidat in 5 Wahlkreisen in der Stichwahl. Das nicht unbedeutende werden müssen. Die Veranstalter der Versammlung hatten der Freisinnigen aber über 500 Stimmen gewonnen. Wachsthum der sozialdemokratischen Stimmen, das etwa 10 000 dieselbe für zwei Tage angemeldet und die Genehmigung dazu er Zwei weitere Privattelegramme ergaben abends 111 Uhr ausmacht und die zusammen annähernd 40 000 gegen etwa 30 000 halten. Seit den 60er Jahren ist, wie die„ Leipz. Boltsztg." mittheilt, folgendes Resultat, dem das Stimmenverhältniß der Wahl im Jahre 1898 betragen, wird auch von den Gegnern an- es den Arbeitern nicht mehr gestattet gewesen, die Versammlungen erkannt und ist für uns ist für uns der erfreuliche Beweis, daß über 12 Uhr nachts hinaus auszudehnen, und als Genosse von 1893 in Klammern beigefügt ist: Beus 7818( Ewald 7699), die schweizerische Sozialdemokratie trotz der vielen Schwierig Grenz zu einer der letzten Versammlungen die Genehmigung, Blell 4753( Hermes 4121), v. Löbell 6182( Wiesice 6310). Bei teiten und trotzdem ihre Parteiverhältnisse manchmal nach 12 Uhr tagen zu dürfen, einholen wollte, wurde ihm er Wiesicke sind die Stimmen der Antisemiten und der Zentrumsgeradezu trostlos aussehen doch stetig vorwärts mar- öffnet, daß darüber erst Beschluß gefaßt werden müsse. Nach partei, welche 1898 eigene Kandidaten aufgestellt hatten, chirt. So find in Zürich die Stimmen gewachsen von dem Verhalten der ersterwähnten Versammlung gegenüber scheint 3868 auf rund 7000, bie Greulich erhielt, am Büricher See fich die Polizei nunmehr über die Frage schlüssig gemacht zu mit eingerechnet. Danach hat die konservative Partei, oder besser von 2179 auf 2790, in Winterthur von 2390 auf 2588, in Bern haben und wäre es wohl angebracht, einmal auch für uns die gefagt der Ordnungsbrei zirka 300 Stimmen verloren. von 2308 auf 2339, in Biel von 1728 auf 2397, in Lausanne Probe aufs Exempel zu machen. deutschfreisinnige Partei 644 und unsere Partei 114 Stimmen von 2891 auf 3200, in Genf von 798 auf 1857, in Appenzell In Frankfurt a. M. beschloß der demokratische Verein in gewonnen. von 994 auf 1650 u. s. w. In Basel erhielt Wullschleger 1893 einer Versammlung mit allen gegen drei Stimmen, auf die Es stehen noch die Resultate von drei Ortschaften aus, die 2602, jest 4635 Stimmen, wovon vielleicht 3000 reine Partei- Kandidatenliste zur Stadtverordnetenwahl auch stimmen sind. Die Aussichten für die Stichwahlen sind keine einen Vertreter unserer Partei zu setzen, und zwar den Reichstags- an dem Gesammtresultat nichts ändern können; zwischen Peus großen. Abgeordneten Wilhelm Schmidt. und v. Löbell hat somit eine Stichwahl stattzufinden. Unfere Frankreich. Die In Wiesbaden hat in einer Versammlung, wo Dr. Genossen im Wahlkreise Brandenburg- Westhavelland werden alle Qurd über den Verlauf des Gothaer Parteitags be- Sebel in Bewegung sehen, den konservativen Kandidaten Land. richtete, die Mehrheit der anwesenden Parteigenossen folgende rath v. Löbell eine gehörige Niederlage bei der Stichwahl zu Refolutionen gefaßt: " Paris, 28. Oftober. Die sozialistischen Deputirten und Delegirten sind gestern Abend von Carmaux und Albi wieder in Paris eingetroffen. Jaurès erklärte einem Be richterstatter des" Matin", daß er sehr zufrieden mit seiner " 1. Auf dem diesjährigen Parteitag zu Gotha erlaubte sich bereiten. Dazu gehört aber erneute intensive Thätigkeit, deshalb Reife fei, ging auf näheres jedoch nicht ein. In ähnlicher Weise der Genosse Schmidt( Berlin) zu bemängeln, daß die Partei rufen wir ihnen zu: Frisch auf!" zur Stichwahl. äußert sich der sozialistische Deputirte Sautumier, der die Bru- genossen des zweiten nassauischen Wahlkreises den Genossen Dr. talität der Polizei nicht genug schildern konnte. Henri Roche Quard als ihren Reichstags- Kandidaten aufgestellt haben. Die Brandenburg a. H., 29. Oktober.( Privattelegramm des fort antwortete auf die an ihn gestellten Fragen nur, daß heutige Parteiversammlung protestirt auf das allerentschiedenste Vorwärts".) Bisherige Resultate( die in Klammern beigefügten er dem Minister des Jn..ern den Krieg bis aufs Messer" erklär: gegen diesen Angriff auf die Parteigenossen des 2. naffauischen Wahl- Bahlen bedeuten die Ergebnisse der Wahl von 1898): Stadt habe. Rochefort, der bei seiner Ankunft in Carmaux, angeblich freises, denn dieselben sind durchaus in der Lage, selbst beurtheilen Brandenburg: Pe u 3( Soz.) 4110( 3942). Blell( Freif.) 2161( 1638), von den Arbeitern Rességuier's, mit Steinen geworfen zu fönnen, ob jemand als ihr Reichstagskandidat geeignet ist v. Löbell( fonf.) 1014( 1293); Rathenow: Peus 1702( 1529), wurde, ohne indeß getroffen zu werden, giebt heute im oder nicht; die Parteiversammlung erklärt weiter, daß Genosse " Intranfigeant" eine genare Beschreibung der Ereignisse in Quard das volle und ganze Vertrauen der Genossen des zweiten Blell 969( 891), v. 2öbell 701( 618); Blaue: Peu 3 154( 184), Carmaux. Hiernach fuhr bei dem großen Meeting Ruffauifchen Wahlkreises besitzt, und daß hieran die von Blell 149( 83), v. Löbell 54( 136); Friesad: Peus 138( 92), Herr Jaurès, nach dem die Pfeifer hinaus verschiedenen Seiten gegen den Genossen Duard beliebten perfön Blell 147( 157), v. Löbell 329( 335). " = " Frankfurt a. M., 29. Dttober.( B. S.) Die Frankfurter Beitung" meldet aus Paris: Der Ministerrath beschloß, von der Kammer die Vertagung der Interpellation Jaurès über die Vorgänge in Carmaux auf nächste Woche zu verlangen. Wiener Telegramm der Frautf. 3tg." versuchten die Sozial Frankfurt a. M., 29. Oktober.( H. B.) Nach einem demokraten im 7. Bezirk der Hauptstadt unter Borantragung einer rothen Fahne eine Demonstration; sie wurden aber von der Polizei hieran behindert. Wien, 29. Oktober.( H. B.) Der hiesige Vertreter der Aktiengesellschaft für Textilindustrie vormals Dolfus. Mig in Mülhausen i. E., Gottfried Tutter, ist wegen Beruntreuung von 180 000 Gulden verhaftet worden. geworfen worden waren, in größter Rubelichen Angriffe auch nicht das geringste ändern werden. Ueber- Rudolstadt, 29. Oktober.( Privat- Telegr.) Landtagswahl in seiner Rede fert, als plöglich 60 23haupt verbitten sich die Genossen des zweiten Nassauischen Wahl- in Schwarzburg Ruldolstadt: In Frankenhausen Genosse Apel darmen mit umhängendem Gewehr in den Saalstreises jegliche Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten." eindtangen, um diesen zu räumen.„ Obgleich," 2. Die Parteigenossen Wiesbadens bedauern auf das wiedergewählt; bei den bis jetzt bekannten Resultaten aus den schreibt Rochefort, unsere Freunde auf alle Gemeinheiten gefast tebhafteste, daß auf dem Parteitage in folch' unerhörter Weise übrigen Kreisen große Minoritäten für unsere Partei. Aus acht waren, fette fie dieses unmotivirte Eindringen umsomehr in Er gegen ben Genoffen Liebknecht polemifsirt worden ist. Ueberhaupt Kreisen fehlen nähere Nachrichten. staunen, als der Polizeikommissar, der sich im Saale befand, hoffen die Genossen, daß in Zukunft jener persönliche Ton aus nicht ein Wort gesagt hatte, denselben zu verlassen. Haben Sie der Debatte verschwindet." die Gendarmen herbeigerufen?" fragte der sozialistische Abg. Beyer. Außerdem wurde beschlossen, diese Resolutionen durch den Nein," antwortete der Kommissar." Wahrscheinlich hat sich außer Vertrauensmann zur Veröffentlichung an den„ Vorwärts" zu halb des Saales irgend etwas zugetragen." Jaurès fagte hierauf: schicken und den Genoffen Schmidt- Berlin einzuladen, feine AnDiefer Erklärung des Kommissars, daß er nicht die Intervention griffe gegen Quard und auf die Wiesbadener Genossen sobald ber bewaffneten Wacht herbeigeführt hat, ist auch nicht ein als möglich persönlich in Wiesbaden in einer Versammlung zu Wort hinzuzufügen. Ich fordere alle zu Beugen dieser Er- vertreten. tlärung auf." Bu diefer Meinungsäußerung der betreffenden Wiesbadener Paris, 29. Oktober. Wie verlautet, wird die Regierung in Genossen geben wir unserm Kollegen Robert Schmidt das der heutigen Sigung der Kammer die sofortige Erörterung der Wort. Er hat zu erklären: Interpellation Jaurès über die Vorfälle in Carmaux an Wenn die Parteigenoffen im zweiten nassauischen Wahlkreis nehmen.sich fede Ginmischung in ihre inneren Angelegenheiten verbitten, so ist das ihr gutes Recht; nur wird dadurch nicht verhindert, Die Finanslage ist verzweifelt. Die 1000 Millionen- daß ich auch in Zukunft, wenn es mir angebracht erscheint, über Anleihe ist von allen auswärtigen Börsen abgewiesen worden. sogenannte interne Angelegenheiten eines Wahlkreises meine Meinung äußern werde. Nun will man es mit einer inländischen Zwangsanleihe von Dispur in Wiesbaden muß ich höflich ablehnen, da es mir fern 300 Millionen versuchen, mit der man bis zum Frühjahr aus liegt, die Freude, die unsere Wiesbadener Parteigenossen an zukommen hofft. Das Minifterium bezweifelt, ob es start genug ihrem Reichstags- Kandidaten haben, auch nur durch einen Miß. ift, eine solche Zwangsanleihe zu erzwingen. Andererseits fürchtet ton zu stören. Was ich dem Genossen Quarck zu sagen hatte, fällte heute über Aubert und die unverehelichte Dubois, welche man einen weiteren ungünstigen Einfluß auf den Geldmarkt, das Ministerium gerade jetzt zurücktreten würde. geschah offen und ohne Rückhalt auf dem Parteitag; eine WiederDie spanische Rente fteht heute niedriger im Kurse, bolung erscheint mir bis auf weiteres unnöthig." als jemals seit 10 Jahren. Während fie auf der Frankfurter Börse Ende 1887 mit 78,10, Ende 1888 mit 72,90, Ende 1889 mit 75,70 und selbst Ende 1895 noch mit 62,50 notirt wurde, wird sie im Kursblatt der Frankfurter Börse vom 27. Oftober b. J. mit 58,70 notirt. Hand in Hand mit dem Preisfall der Staatspapiere geht die Steigerung des Wechselfurses bezw. des Goldaufgeldes, das gestern bis auf 26 pet. hinaufschnellte und damit den höchsten bisher dagewesenen Stand erreichte.wenn Spanien. In Weinheim in Baden beschlossen die Parteigenossen, fich an den Bürgerausschuß Wahlen mit einer eigenen Randidatenliste zu betheiligen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Genosse Gerhardt in Breslau, der frühere verantwortliche Redakteur der„ Volkswacht", hat am Dienstag wieder eine Gefängnißftrafe angetreten. Der Margarinefabritant Mohr in Altona Bahrenfeld hat so ziemlich die gesammte Parteipreffe verBudapest, 29. Oktober.( B. H.) Bis heute Nachmittag waren die Wahlresultate von 350 Wahlkreisen bekannt. Davon gehören 250 Gige den Liberalen. Die nationale Partei hat die Hälfte ihrer Stimmen eingebüßt; die Ugronpartei ist fast gänzlich zersplittert. Die Kossuth- Partei bewährt sich noch am besten feinerzeit Delachoref eine Briefmarken- Sammlung geraubt, ihn dann ermordet und den Leichnam in einen Reisekoffer gepackt hatten, das Urtheil. Erfterer wurde zu lebenslänglichem Bucht haus, lettere zu drei Jahre Gefängniß und außerdem beide zum Erfage der Sammlung verurtheilt. Mailand, 29. Oktober.( B. H.) Großes Aufsehen macht die Entdeckung einer gebeimen Werkstatt in Brescia, in welcher nach einer aus der tönigl. Waffenfabrik entwendeten Zeichnung das in letzter Zeit hergestellte fleinkalibrige Gewehrmodell nach gemacht worden ist. Es wurden infolge dessen bei mehreren Waffenhandlungen Haussuchungen abgehalten, wobei einige hundert Gewehrläufe tonfiszirt wurden. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage Ur. 255. wurde. zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ein Jubiläum. " " " " " = Freitag, den 30. Oktober 1896. 13. Jahrg. starter Rückgang des Abonnentenstandes, und zahlreiche Bündel haben, so täme ein hübsches Pöstchen von abgesessenen Annoncenkunden fügten fich den Drohungen, welche Jahren und gezahlten Taufenden in bezug auf Strafen von dem freifinnigen" Ronkurrensblatte fortgefeßt geübt und Kosten heraus. Aber das gehört zum Handwerk"! wurden. " " Kommunales. Stadtverordneten- Bersammlung. Nachmittag 5 Uhr. Den Magistrat zu ersuchen, mit allem Nachbruck bei dem Polizeipräsidium darauf zu bringen, daß die gegen. wärtige Einrichtung der Kriminalpolizei und des Nachtwach wesens einer eingehenden Prüfung und erforderlichenfalls einer Verbesserung unterzogen werde, wie sie dem Sicherheitsbedürfniß der Berliner Bürger schaft und den außerordentlich hohen Aufwendungen der Gemeinde für Polizeizwede entspricht. Ein Vierteljahrhundert war es am 28. Oftober, daß im Jahie 1871 die erste Nummer des" Fürther demokra Und als gar das Gesetz proklamirt war, da ging Und wir wissen auch, daß das noch lange nicht zu Ende tischen Wochenblatts" erschien, des Vorläufers der eine Fahnenflucht los, wie man sie faum erwartet hatte. Die ist, daß noch viel mehr ertragen werden muß, bis wir ans Ziel " Fränkischen Tagespost". Das Blatt wurde herausgegeben von Bahl der Abonnenten ging von 4700 auf 1900 herunter. Um gelangen. einer Anzahl Fürther Sozialdemokraten und Demokraten nicht dem Verbot zu verfallen, machten Nürnberger Genossen Das Ziel heißt: Befreiung des Voltes aus allen politischen darunter Löwenstein, Dr. Degen, Dr. Kiderlin hauptsächlich dem Parteivorstand den Vorschlag, den Nürnberg- Fürther und wirthschaftlichen Fesseln. zu dem Zwecke, Mißstände im Gemeindewesen der Schwesterstädte Sozialdemokrat" vor Inkrafttreten des Gesetzes cingehen zu Mögen weitere 25 Jahre unsere und der Nachkommenden Nürnberg und Fürth zu bekämpfen. Der Erscheinungsort des lassen und ein neues Blatt herauszugeben. Der Vorstand lehnte Arbeit in noch reichlicherem Maße fördern, als es die jetzt verBlattes war trok des Titels von Anfang an Nürnberg und es es aber ab, sich des weiteren um das Schicksal des Nürn- floffenen gethan. hatte auch in dieser Stadt seinen hauptsächlichsten Abonnenten- berger Blattes zu bekümmern;( Um Mißverständnissen, zu Die Sozialdemokratie wird zum Siege gelangen troß alles stand. welchen die vorstehende Darstellung führen könnte, vorzubeugen, dem, was sich ihr entgegenstellt. Darum schließen wir dies Das auf dem Programm Johann Jakoby's fußende fei bemerkt, daß das vorstehend geschilderte Eigenthumsverhältniß fleine, aber immerhin einigermaßen lehrreiche Stück ParteiDemokratische Wochenblatt", dessen Redakteur A. Memminger natürlich nur ein formales war. Den entscheidenden Einfluß geschichte mit dem Nufe: Allzeit muthig voran! war, erreichte bald einen ansehnlichen Leserkreis, und zwar be- auf die Gestaltung des Blattes hatten selbstverständlich die Nürn sonders unter den Arbeitern. Dem Zuge der Zeit entsprechend berg- Fürther Genossen und diesen mußte deshalb, angesichts des wurde die Haltung des Blattes bald mehr und mehr sozial: Sozialistengesetzes, der damalige Partei- Ausschuß in Hamburg demokratisch, es wurde das lokale Partei- Organ der Sozialdemo- auch die weitere Sorge für das Lokalorgan überlassen. traten Eisenacher Richtung in Nürnberg und Fürth, namentlich Wenn in Nürnberg die Sorge für das Parteiblatt muter der vorübergehenden Redaktion des Genoffen Wilhelm dem Genossen Grillenberger aufgebürdet wurde, so mögen Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 29.Oktober, Blos, der damals vom Würzburger Journal" an den„ Nürn- daran besondere lokale Verhältnisse die Schuld haben, an den berger Anzeiger" und von diesem an das Wochenblatt" ge- meisten anderen Parteiorten hat der lokale Parteiverband, welIn den Ausschuß zur Vorberathung der Vorlage betr. die tommen war, aber bald an Brade's Boltsfreund" nach cher, troß des Ausnahmegesetzes, aufrecht erhalten wurde, diese Eintheilung der Straße An der Schloßfreiheit sind u. a. die Braunschweig und von dort nach Leipzig an den durch Aufgabe erfüllt.( Red: des Vorwärts.") bald darauf verfiel Stadtvv. Singer und Borgmann gewählt worden. die Inhaftirung Liebknechts verwaisten" Boltsstaat" berufen er ja selbst der Auflösung, und die Fränkische Die Ermordung des Justizraths Levy und die bisherige Tagespost", die vorsorglich am 1. Oktober an die Stelle des Erfolglosigkeit der polizeilichen Bemühungen, des Mörders habhaft Nachdem Memminger infolge seiner Verurtheilung zu drei Nürnberg- Fürther Sozialdemokrat" getreten war, hing in der zu werden, haben die neue Fraktion der Linken" unter Führung Monaten Gefängniß und eines noch anhängigen Prozesses, der Luft. Vorstand und Aufsichtsrath der Genossenschaftsdruckerei des Stadtv. Ulstein zu folgendem dringlichen Antrage ihm später in contumaciam 6 Monate brachte, außer Landes erklärten sich zwar bereit, das Blatt zu drucken, wenn Grillen- veranlaßt: gegangen war, wurde das Blatt, das durch Vereinbarung mit berger es weiter herausgeben wolle, weigerten sich aber ganz Memminger in das Eigenthum der Genossen Grillenberger, entschieden, angesichts der Bestimmungen des Ausnahmegesetzes Scherm und Wörlein übergegangen war, von einer Redat den Verlag zu übernehmen. tions- Kommission etwa ein halbes Jahr unentgeltlich redigirt und von den genannten Genossen dann auf dem Kongreß zu sten materiellen Verhältnissen auf eigene Rechnung und Gefahr So übernahm denn Grillenberger unter den denkbar schwierigEisenach am 28. August 1873 die für Nürnberg geplant die Herausgabe der Tagespost". Von feiner Seite war irgend gewesene Abhaltung dieses Kongresses war vom Stadt eine Unterstüßung zu erlangen. Parteifonds existirten nicht mehr fommissar Esper verboten worden an die sozialdemokratische und die Ergebnisse von Sammlungen und freiwilligen Opfern Gesammtpartei Deutschlands abgetreten, deren Eigenthum es der Parteigenossen neben dem waren nöthig zur Hilfeleistung für " Volksstaat" neben Vorwärts" bis zum Ein- die Ausgewiesenen und deren Familien. Der Herausgeber der tritt des Sozialistengefeßes blieb. Zum Leiter des Blattes wurde Tagespost" war daber lediglich auf seinen persönlichen Kredit Ergreifung des Bruno Werner aus Zellerfeld gemeldet worden.) ( Inzwischen ist bekanntlich im Laufe des Nachmittags die Grillenberger, der wegen seiner agitatorischen Thätigkeit und die gelegentliche Aushilfe seitens weniger Freunde, die dazu Ergreifung des Bruno Werner aus Zellerfeld gemeldet worden.) für die Partei mehremals gemaßregelt worden war, bestellt. im stande waren, angewiesen. Gar manchmal wäre es in jener Stadtv. Sachs I beantragt, die Dringlichkeit ab. Am 1. Januar 1874 nahm das Blatt den Titel Sozial: Beit des ärgsten Nothstandes eine Erlösung für den Verleger fönnten ja getheilt sein; aber die sofortige Distuffton tönnte bei zulehnen. Die Meinungen über den Inhalt des Antrags demokratisches Wochenblatt" an und am 1. April des- und Redakteur gewesen, wenn das Blatt verboten worden selben Jahres erschien es wöchentlich zweimal. Infolge fortgesetter wäre! Aber man kannte„ oben" die jämmerliche Lage des der Bürgerschaft das Vorurtheil erwecken, als ob unsere Polizei intensiver Agitation konnte nach einem weiteren Halbjahr das Blattes und hatte augenscheinlich die Absicht, es zu Tode schon ganz unzulänglich wäre. Blatt dreimal in der Woche erscheinen und führte von da ab zappeln" zu lassen. Doch wie die Sozialdemokratie selbst, so Die Dringlichkeit wird abgelehnt. Der Antrag kommt den Titel„ Nürnberg- Fürther Sozialdemokrat". haben auch ihre Organe ein zähes Leben. Man schlug sich heute nicht zur Verhandlung. Der Einfluß, den das Blatt auf das arbeitende Bolk in Nürn durch, so gut oder schlecht es ging, und die Herausgeber Berlin- Friedrichsfelde- Wriezen von den Rieselgütern Falkenberg, Die Stadtgemeinde hat seinerzeit das zum Bau der Bahn berg und Fürth erlangte, war für die Gegner so fühlbar, daß gar manches parteigenössischen Blattes der Gegenwart, die fie ein Gegenorgan, die„ Süddeutsche Arbeiterzeitung", Hirsch bei eintretender momentaner Verlegenheit sich sofort ans" Rent Bürknersfelde und Ahrensfelde erforderliche Terrain unter dem Duncker'scher Couleur( von den Arbeitern spottweise Blechzeitung amt" nach Hamburg wenden, könnten sich den Kampf, den die Vorbehalt unentgeltlich abgetreten, daß die Eisenbahnverwaltung genannt), in Nürnberg herausgaben und ordentlich daraufzahlten, Nürnberg- Fürther damals zu führen hatten, als Exempel dienen in der Nähe des Haupteinganges zum Kommunalfriedhof eine um dessen Kosten zu decken. Blatt und Redakteur nahmen einen lassen. Station auf ihre Kosten errichtet. Es wird demgemäß der jämmerlichen Abgang von der politischen Bühne. Am 1. Januar 1879 wurde auf Anregung und mit Hilfe Saltepuntt Bentral Friedhof" bei der Ausführung Die Wahlerfolge der sozialdemokratischen Partei im Jahre Fürther Freunde die„ Fürther Bürgerzeitung" als des Bahnbaues hergestellt werden. Das für die Bahnhof- Anlage 1877 brachten nicht nur das reaktionäre Bismard'sche Regiment, besondere Botalausgabe" Der Tagespost" begründet und dadurch nothwendige Trennstück des Kirchhofs- Areals soll dem Fiskus fondern insbesondere das sogenannte" liberale" Bürgerthum eine, wenn auch zunächst mäßige, Hebung des Abonnentenstandes unentgeltlich übereignet, der anzulegende Zufahrtweg( Anlagederart aus dem Häuschen, daß zu befürchten stand, ganz Deutsch herbeigeführt. Und allmälig besannen sich auch die Aus- kosten etwa 29 300 m.) für Rechnung der Stadt hergestellt und land werde in kürzester Frift zu einem großen Narrenhause reißer vom Sommer 1878 wieder auf ihre Parteipflicht. unterhalten werden. werden. Es begann das wahuwißige Gefchrei nach Ausnahme: Mußte das Blatt auch außerordentlich vorsichtig redigirt gesehen, das bis tief in die Reihen der„ radikalen Fortschrittler" werden und in gar manchen Fragen in der Schärfe genommen. hinein freudiges Echo fand, wie ja auch später, unter dem des Urtheils hinter nichtsozialistischen Blättern zurückstehen, so Sozialistengefeß, aus" fortschrittlichen" Kreisen wiederholt der bildete es doch immerhin einen Kristallisationspunkt für die Ge- Resolution, wonach der Magistrat ersucht wurde, EinrichRuf nach dem kleinen Belagerungszustand für Nürnberg laut nossen und als nach der Bildung der Verlagsfirma Wörlein wurde. In Nürnberg hatte sich um jene Zeit der Fränkische u. Komp. auch an die Herausgabe anderer, im Interesse der Kurir" einen neuen Doktor" zugelegt, welcher anfing, den Partei gelegenen Druckschriften gegangen werden konnte, kam der Rampf gegen die Sozialdemokratie in einer bis dahin nicht ge- Berlag nach und nach, wenn auch unter unfäglichen Mühen, auf 2. die Entscheidung über die Hergabe der unentgeltlichen tannten Weise zu führen. Er begnügte sich nicht damit, die selbständige Füße. Lehrmittel nicht wie bisher den Schulkommissionen, sonPrinzipien der Partei zu bekämpfen, sondern verlegte sich be= dern dem Rektor und dem Lehrerkollegium übertragen wird, sonders darauf, die einzelnen Anhänger derselben persönlich zu träftiger Aufschwung in die Bewegung und damit auch regung zu 1 seit dem Beginn des Wintersemesters Folge gegeben Nach dem Sieg bei der Reichstagswahl 1881 kam ein hat der Magistrat der Versammlung eröffnet, daß der Anschädigen, sozialdemokratische Arbeiter aus Arbeit und Brod zu eine erfreuliche Zunahme an Abonnenten. bringen und die sogenannten Führer der Partei mit VerleumUnd getreu dem ge- ist, während ad 2 der Magistrat in Uebereinstimmung dungen zu überhäufen. In ganz besonderem Maße hatte es jenes gebenen Versprechen wurde seitens des Verlages alles gethan, die mit der Schuldeputation alles beim alten belassen will, wofür Blatt in letterer Beziehung auf unsern Genossen Grillen Beitung auszugestalten und zu verbessern. Schon am 1. Januar sich natürlich auch die Versammlung der Schulkommissionsberger abgesehen. 1881, als die allerärgite Nothlage überwunden war und der Vorsteher ausgesprochen hat. Doch soll den Rektoren und Als Antwort auf diese Art der Bekämpfung erschien der sozialistengefeßliche Druck nach den ersten Orgien einigermaßen Schulkommissionen die möglichst schleunige Erledigung aller be„ Nürnberg Fürther Sozialdemokrat" vom 1. Ottober 1877 ab ausgetobt hatte, wurde eine Vergrößerung des Formats durch züglichen Anträge zur besonderen Pflicht gemacht und ihnen auftäglich. Die Genossenschafts- Buchdruckerei*), welche Anfang 1874 geführt. Abermals folgte eine solche 1884. Zwischen hinein er gegeben werden, den Antragstellern bei Entgegennahme der Angegründet worden war, um das Blatt unabhängig von bürgerlichen lit zwar der Verlag noch einen bösen Stoß durch das Verbot träge die größtmöglichst Erleichterung zu gewähren. Druckereien herstellen zu fönnen, richtete sich Motorbetrieb ein des Arbeiter und Handwerker Notiz kalenders Von den Stadtvv. Bruns u. Gen. wird beantragt, den und beantwortete die fürchterliche" Drohung dev Redaktion vom Jahre 1883, welches Verbot als ein direkter Bismarck'scher Beschluß ad 2 heute zu wiederholen. des" Fränt. Kur.", daß sie nicht ruhen und rasten werde, bis Racheakt für eine Reichstagsrede Grillenberger's aufzufaffen Stadtv. Bruns: Ich freue mich, daß der Magistrat der die legte Petroleumlampe in der Weizenstraße erloschen sei", mit nunmehr die Partei an fich wieder ersten Anregung der damaligen Resolution gefolgt ist, und damit der Einführung der Gas beleuchtung. erstarkt, daß seitens der Genossen einiger einen großen Mißstand beseitigt hat, welcher bis dahin den Da endlich, im Sommer 1878, brachten die Schüsse Södel's größerer Städte dem arg geschädigten Geschäft die nöthige Kindern der arbeitenden Bevölkerung erwuchs. Nicht einver. und Nobiling's die lang ersehnte Lösung für die besigende klasse, ilfe gewährt werden konnte und dieses in verhältnißmäßig standen aber find wir mit der Autwort des Magistrats auf den in specie für den Nürnberger Fortschritt". Was damals in furzer Zeit im stande war, dieselbe zurückzuerstatten. zweiten Theil. Der Magistrat hätte auch das Gutachten der puncto Zobfucht allerhöchsten Grades und gemeinster Denunzia- Als 1890 das Sozialistengesetz fiel, da machten sich die Nürn Lehrer über die Frage einholen müssen. Wenn der Lehrer selbst tionen von jenen Leuten gegen die Sozialdemokratie geleistet wurde, berg- Fürther daran, durch eine abermalige Vergrößerung des die Lehrmittel an die Schüler aushändigen foll, wird er in den das ist so unerhört in der Geschichte des Bürgerthums, daß man die Blattes die Kampffläche zu erweitern und den Lesern mehr Stoff Stand gefeßt, sich mit der sozialen Lage der Kinder und ihrer Berichte darüber in den Blättern jenes Jahres selbst nachlesen muß, um auf allen Gebieten zugänglich zu machen. Und auch seitdem Eltern zu befaffen, er fann fich ein selbständiges fich zu überzeugen, bis zu welchem Grade der Selbsterniedrigung sind noch stets neue Aufwendungen für das Blatt gemacht Urtheil derüber bilden. Von diesem Gedanken sind wir das freisinnige Bürgerthum sinten konnte. worden. Mit 1. Januar 1895 hat Genosse Grillen bei der Stellung jenes Antrages damals ausgegangen. Auch auf das richterliche Element blieb die in den herrschen- berger, der während der größeren Hälfte des Jahres Selbstverständlich wird ja nach meiner Ueberzeugung diese den Kreisen vorhandene Stimmung nicht ohne Einfluß, was sehr parlamentarischen und sonstigen politischen Pflichten obzu Frage besser gelöst, wenn die Bedürfnißfrage überhaupt begreiflich, da auch Richter und Geschworene nur Menschen und liegen hat und deshalb die Last der ihm aufgebürdeten ausgeschieden wird, das Bedürfniß gar nicht mehr nachgewiesen ben Einwirkungen ihres Milieus unterworfen sind. Den deut- Arbeiten nicht mehr 31 bewältigen vermochte, feine zu werden braucht. Die beste Lösung ist somit die unent lichten Beweis dafür lieferten die Verurtheilungen der Redakteure Beziehungen zum Verlagsgeschäft gelöft und es hat infolge beffen geltliche Ausfolgung der Lehrmittel an alle Voltsschüler. Wir Weber und Baumann durch das Schwurgericht zu acht und eine Neuregelung der geschäftlichen Verhältniffe stattgefunden. wollen, daß der Magistrat sich nochmals mit dieser Frage bezehn Monaten Gefängniß wegen Beleidigungen", auf grund deren Aber er ist der Mitarbeiterschaft am Blatte, deffen heutiger schäftigt und namentlich auch das Urtheil der Lehrerschaft einholt. heute was gewiß viel fagen will taum eine Anklage Stand nicht zu vergessen der unverdroffenen Thätigkeit zahl- Nachdem Stadtv. Schwalbe sich in gleichem Sinne aus erhoben werden würde. reicher bekannter und ungenannter Mitarbeiter, sowie des Groß gesprochen hat, wird der Antrag nach zweimaliger Abstimmung Der politische Beitstanz erreichte seinen Höhepunkt bei der der stets eifrig wirkenden Parteigenossenschaft wohl zu einem gegen eine große Minderheit abgelehnt. Wahlagitation im Juli 1878. Die Fortschrittspartei" gab es guten Theile als ein Resultat feiner Arbeit bezeichnet werden Ju einem längeren Bericht des Rechnungsausschusses wird auf, als selbständige Partei in den Wahlkampf einzutreten. Sie darf, nicht untreu geworden. Die geschäftliche Leitung befindet u. a. die nachträgliche Bewilligung einer Ausgabe von 589 M. verband sich mit den Nationalliberalen und den sämmtlichen sich dazu in so fräftigen parteigenössisch zuverlässigen Händen. für die Ausschmückung der Moltkebrücke beim Begräbniß des übrigen Heaktionären und stellte als„ Ordnungs" kandidaten den daß alle diejenigen, die ein Interesse an dem Gedeihen unserer Feldmarschalls Grafen Moltke( Ende April 1891) vorgeschlagen. Professor Dr. Siegmund Günther- Ansbach, einen Nürnberger Presse haben, mit freudiger Zuversicht in die Zukunft sehen Die Genehmigung erfolgt, nachdem Stadtv. Borgmann Patriziersohn, gegen Grillenberger auf. Günther siegte mit Hilfe tönnen. ausdrücklich festgestellt hat, daß der Ausschuß die Bewilligung amtlicher und privater Wahlmache schlimmster Art mit 13,433 nicht etwa deshalb vorschlage, weil, wie aus dem Referat des gegen 10 161 Stimmen, um 3 Jahre später, trotz des Druckes Berichterstatters Stadtv. Ed mißverständlich entnommen werden des Sozialistengefeßes auf seine Gegner, auf Nimmerwiederkehr fönne, es sich um die Person des Grafen Moltke handle, sondern zu unterliegen. weil sich an der Verausgabung der Summe einmal nichts mehr ändern laffe. Die nachträgliche Genehmigung werde verlangt, weil das Bewilligungsrecht der Versammlung nicht illusorisch ge macht werden dürfe. # " war. Doch war so weit Die Fränk. Tagespost", der wir diese Ausführungen entnehmen, sagt zum Schluß: Fünfundzwanzig Jahre! Das spricht sich so leicht aus. Und doch, was kann sich in dieser Spanne Zeit alles ereignen! Was Drei Monate nach der Wahl, am 28. Oktober 1878, trat das kann der Fünfzigjährige erzählen gegenüber dem Fünfundzwanzig Sozialistengesetz in kraft. Hatte die Partei im Wahlkampfe ihre jährigen! Und was hat er am eigenen Leibe erlebt, namentlich Kräfte aufs äußerste angespannt, um mit Ehren aus dem un- wenn er während dieser Zeit mit im Vordergrunde der sozial gleichen Kampf hervorzugehen, so vermochte sie es doch nicht zu demokratischen Agitation gestanden hat! Man erinnert sich jetzt hindern, daß gar manche ihrer Anhänger dem ununterbrochenen beiteren Sinnes an manches, was man unter dem Sozialisten gehäffigen Guerillafrieg, der von den Gegnern auf wirthschaft gefeß erlebt hat, freut sich der Schnippchen, die man den überlichem Gebiete gegen sie geführt wurde, unterlagen. Noch eifrigen Vollziehern des Gesetzes geschlagen. Wir waren gegen bevor das Sozialistengesetz zu wirken anfing, begann ein Ende der achtziger Jahre in *) Dieselbe bestand bis zum Jahre 1887, wo sie wegen der fortgefeßten polizeilichen und gerichtlichen Maßnahmen gegen sie auf Antrag ihres Aufsichtsrathes zur Liquidation schritt und ihr Befißthum an die Verlagsfirma Mörlein u. Co. verkaufte. der Lage, das Die betreffende Magistratsvorlage wird ohne Debatte ans Auf die von der Versammlung am 12. März cr. beschlossene tungen zu treffen, nach welchen 1. die Deffnung der Gemeindeschulen früher als bisher erfolgt; Die Berlin Charlottenburger Pferdebahn. Gesellschaft foll auch für 1895 von der zu entrichtenden Abgabe befreit bleiben, da die Dividende für die Aktionäre nur 3 pt. erreicht hat und der Vertrag eine Herab" Fest" segung der Abgabe vorsieht, wenn die Dividende unter 6 pet. der hundertsten Haussuchung zu feiern. Daraus allein ist erficht zurückbleibt. Der Ausschuß hat es für bedauerlich angesehen, lich, was wir in der relativ furzen Spanne Zeit alles aus- daß die Gesellschaft auch diesmal von der Zahlung freigelassen zulöffeln" hatten. Und wenn wir der Prozesse und Strajen ge- werden soll, hat aber einen Antrag auf Heranziehung mit denken wollten, die man über uns zu verhängen beliebte und Stimmengleichheit abgelehnt und schlägt vor, die Angelegenheit deren wir bis auf den heutigen Tag stets ein recht anständiges" anläßlich der wegen Einführung des elektrischen Betriebes Lokales. " fchwebenden Verhandlungen behufs genauerer Regelung betreffe bei weitem längere Tour als früher zu fahren, hat sich über Bemessung der Abgabe von der Brutto- Einnahme der gemischten diese Verzögerung der Einführung der Fahrpreisermäßigung bei Deputation für Verkehrsangelegenheiten zu überweisen. Den Mitgliedern des sozialdemokratischen Wahl der Neuen Pferdebahn- Gesellschaft" um so mehr gewundert, Stadtv. Sa ch 3 II. beantragt die Heranziehung der Gefellvereins für den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis als diese Gesellschaft schon seit längerer Zeit mit der Großen" schaft und sucht auszuführen, daß die bisherige Auslegung des zur Nachricht, daß von heute ab in allen Zahlstellen des Vereins verschmolzen ist. Die in betracht kommenden Linien sind: Vertrages unzutreffend gewesen ist. das Protokoll des in diesem Jahre zu Gotha- Siebleben ab- Moltenmarkt- Weißensee, Behrenstraße- Weißensee, Dönhoffplay gehaltenen Parteitags gegen die Vorzeigung eines Mit- Friedrichsberg, Dönhoffplay- Lichtenberg, Morigplay= Viehhof, gliedsbuches, in welchem die Beiträge bis einschließlich Oktober Morigplay- Landsberger Allee, Schlesischer Bahnhof Müllerstraße, bezahlt sein müffen, unentgeltlich in Empfang genommen Hasenhaide- Ackerstraße, Friedrichsberg- Herzberge und Alexanderwerden kann. Der Vorstand. play- Schlesisches Thor. Stadtv. Jacobi fritt für die bisherige Ufance ein; außer dem handele es sich doch blos um dieses eine Jahr noch und um eine Lappalie. Stadtv. Brun 3: Es handelt sich hier um ein Prinzip. Man kann es, auch wenn es sich nur um ein paar hundert Mart handeln sollte, der Bürgerschaft gegenüber nicht länger verantworten, daß von unserem Rechte nicht Gebrauch gemacht wird. Nachdem noch Stadtv. Bergemann zur Sache gesprochen, wird der Antrag Sachs: hlon Die Versammlung erklärt sich damit einverstanden, daß die von der Gesellschaft zu Charlottenburg vertragsmäßig dzu leiſtende prozentuale Abgabe für das Kalenderjahr 1895 in einem angemessenen Betrage erhoben werde, ent gegen dem Ausschußantrage angenommen. zufordern, zu bewirken: 1. Die sozialdemokratische Fraktion der StadtverordnetenBersammlung hat in Sachen der zukünftigen Organisation der Berliner Polizei folgenden Antrag eingebracht: Die Stadtverordneten- Bersammlung wolle beschließen: , den Magistrat zu ersuchen, mit der Staatsregierung wegen Uebernahme der Sicherheits-, Markt-, Gesundheits- und Baupolizei, sowie der Feuerwehr in städtische Berwaltung in Verhandlung zu treten." vont benen das = -US Zu der Berichtigung des Herrn Köhler, die wir in unserer Nummer 253 abgedruckt haben, theilt uns unser Gewährs. mann mit: Herr Köhler hat thatfächlich entgegen seiner Be hauptung einem seiner früheren Maschinisten den Auftrag ertheilt, das städtische Leitungswasser für die Fabrikräume des Herrn Köhler abzusperren, weil ihm durch den Verbrauch desselben zu hohe Kosten erwüchsen. Herr Köhler behauptet ferner, eine AbSperrung des Leitungswassers töune nur für das ganze Grundstück und nicht für seine Räume besonders erfolgen. Das ist Die ersten Wohlthätigkeitsbazare finden in diesen Tagen er befand sich doch zu der fraglichen Zeit dort mittels deffen unrichtig. Im Maschilenhause befindet sich ein Hahn oder Die Stadtvv. Schwalbe, Hammerstein, Jacobi, Gehricke, statt einer war bereits für den 26, und 27. Oktober, ein zweiter ist eine Absperrung des städtischen Wassers nur für die Fabrikfür den 6.- 9. November angekündigt Gaffel und Dr. Leo haben folgenden Antrag eingebracht: ein Zeichen, daß der Um den Uebelſtänden, welche durch Benutzung der Röhler ferner behauptet, die Art der Anlage fei derart, daß eine Herbst zu Ende geht und der Winter vor der Thür steht. Da räume des Herrn Köhler ausgeführt werden kann. Wenn Herr Straßen feitens der 3 adfahrer hervorgetreten sind, zu rüften sich die Vereine und Komitees wohl auch bereits wieder Berwechselung zwischen Brunnen- und Leitungswasser auszu den bekannten großartigen Wohlthätigteitsfesten, begegnen, beschließt die Versammlung, den Magiftrat auf die fie der Bourgeoisie in jedem Winter geben müssen, wenn sie geschlossen set, so genügt wohl die Feststellung, daß folche Ber deutlich erkennbare Nummer an der Borders und Rückseite ſich das Wohlwollen derselben bewahren wollen. Man hat ger wechſelungen thatsächlich vorgekommen sind, und zwar ſind ſie des Rades führt, die abends erleuchtet sein muß, 2. daß für sagt, wenn einmal die Armuth aus der Welt verschwände, so nicht nur Arbeitern passiet, sondern auch einen der Miether auf dem Grundstück des Herrn Köhler. Beide Arten des Waffers, die Geschwindigkeit des Fahrens innerhalb der Straßen hören. Man tönnte auch sagen, die Armuth darf schon deshalb aus Hähnen, die nach Form und Aussehen ganz gleich find. müßte auch die die Menschen veredelnde Wohlthätigkeit mit aufsowohl das Leitungs- als das unreine Brunnenwaſſer, fließen eine bestimmte Grenze festgesetzt wird." nicht aus der Welt verschwinden, damit die besitzende Klasse in aus Hähnen, die nach Form und Aussehen ganz gleich find. Stadtv. Schwalbe will das Radfahren keineswegs ver: jedem Winter ein paar Anlässe mehr hat, sich mit leidlichem An- Nur die Ausgußbecken unter den Hähnen sind verschieden in der bieten, glaubt im Gegentheil, daß sich daraus allmälig ein neues stand zu amüsiren. Form, was aber durchaus nicht auf eine verschiedene BeschaffenTransportmittel entwickeln wird. Aber die Sicherheit des heit des Wassers schließen läßt. Eine deutliche schriftliche BePublikums sei bisher nicht genügend gewährleistet. Das vor. Der Stant der Sozialreform. Durch die schematische Bezeichnung an den Hähnen würde nur geeignet sein, Vere geschriebene Signal sei nicht ausreichend, die Kontrolle ganz handlung, welche unsere Behörden fast allen derartigen Fällen wechselungen ein für alle Mal vorzubeugen. unzulänglich. Der Antrag verlange nur, was in andern deutschen angedeihen lassen, ist die Bittive eines Eisenbahnbeamten Buchholz, Thierquälerei- Menschenquälerei. Von einer entsetzStädten und in Desterreich längst ein- und durchgeführt sei. In der vor drei Wochen auf dem Anhalter Bahnhof bei einem lichen Rohheit, die in der vergangenen Woche ihre gerichtliche Berlin feien über 40 000 Radfahrer, unter denen viele feien, denen Unglücksfall zu Tode gekommen, in bitterste Noth gerathen. Sühne gefunden habe, berichtet uns der Deutsche Thierschuhdie Sache nur Sport sei und die auf diesem Wege gezwungen Die Wittwe, in der Brunhildstr. 14 zu Schöneberg wohnverein. Der bei dem Fuhrherrn R. beschäftigte Rutscher G. hat werden müßten, auf Leben und Gesundheit der Passanten mehr haft, hat außer drei kleinen Kindern, als bisher zu achten. jüngste erst ein halbes Jahr alt ist, noch eine 70 Jahre beim Aufzäumen einem Pferde die Zunge aus dem Schlunde geStadtv. Stadthagen: Ich hätte eine ausführliche Be- alte Mutter zu ernähren, und erhält keine Pension, da rissen und ist dafür mit der höchsten zulässigen Strafe, mit sechs Wochen Haft belegt worden. Eigentlich habe er nach Meinung gründung erwartet über einen solchen Antrag zu einer Zeit, wo ihr Mann noch nicht fest angestellt war. Sie ist daher des Richters zwei Jahre Gefängniß verdient gehabt. Eine solche feit sechs Jahren die Verhandlungen darüber schweben, die Ge- durch den plötzlichen Tod des letzteren vollständig mittellos ge- Rohheit ist gewiß, selbst in dem hier wohl vorliegenden Falle, walt auf diesem Gebiete der Stadt in die eigene Hand zu geben. worden. Man hätte daher gewiß erwarten dürfen, daß die vorBor nicht gar zu langer Zeit ist theilweise von denselben Herren, gefetzte Behörde des Buchholz eingreifen und der Frau in der daß ihr Ergebniß nicht absichtlich herbeigeführt worden ist, entdie heute bitten, man möge die Polizei anrufen, eine Tages- schwierigen Lage vor dem Begräbniß beistehen würde. Aber seylich, und sie würde unerklärlich scheinen, wenn man nicht ordnung eingebracht worden, welche unferen Antrag nichts von alledem. Nicht einmal den rückständigen wüßte, wie gerade die Kutscher in grauenhaft roher Sklaverei derart von ihren Unternehmern ausgepreßt werden, daß ihnen wegen ärztlicher Ueberwachung der Schulen unter Bezug ohn ihres Mannes von nur 21 M. konnte die Frau von auch nicht eine Minute lang der Gedanke kommen kann, für die nahme auf dieselben Verhandlungen todt machen sollte. Der der Eisenbahn- Behörde sofort erhalten. Vielmehr wurde von Magiftrat soll bewirken, daß eine bestimmte Fahrgeschwindigkeit ihr erst die zeitraubende Herbeischaffung eines Erbberechtigungs: bourgeoisen Gittenrichter mögen nur einmal eines Abends die Pflege und Ausbildung von Geist und Gemüth zu sorgen. Unsere festgesetzt werden solle, damit das Schnellfahren wie bei anderen Beugnisses gefordert. Und als sie dies endlich beschafft Fuhrwerken verhindert werde. Die Polizeiverordnung von 1893 hatte, wurde fie noch wieder von einer Kasse zur andern gesunkenen Leute betrachten, fie mögen fich vor Augen führen, vor Ermüdung auf dem roh gezimmerten Siz zusammenbestimmt das schon, und besser, als es der Antrag geschickt, so daß sie erst vorgestern, also nach fast 4 2 och en, steller haben will.( Redner verliest die bezüglichen Be- in den Besitz des Lohnes ihres verstorbenen Mannes gelangen wie der Mann nach vielleicht 18stündiger Arbeitsschicht schläft stimmungen.) Was will er denn nun noch mehr? fonnte. Ebenso hat die Unfallversicherungsbehörde ungeachtet der Gefahr, daß jeder Stoß seines dahinrollenden Haben wir denn nicht auf dem Gebiete des Fuhrwesens schon bis heute noch nicht zur Erledigung ihres Anspruchs auf Unfall- Fuhrwerks ihn vom Bock schleudern und unter die Räder werfen eine riesige Anzahl von polizeilichen Einschränkungsbestimmungen? rente fommen können. Für die Beerdigungskosten ist glücklicher kann und dann mögen sie kommen und pharisäisch über Ich bin ja gewiß kein Lobredner der Polizei, aber aus den Vorweise ein Militärverein, welchem der Berunglückte angehörte, menschliche Bestialität zetern. Wer handelt roher, der honelle Unternehmer, der jahraus jahrein seine Lohnfklaven bis zur schriften und den amtlichen Zahlen über den Verkehr ergiebt sich, aufgekommen. Erschöpfung quält, oder der Arbeiter, der unter solchem er daß Berlin größere Sicherheit auf den Straßen gewährt als Das Sanatorium Gütergot ist bekanntlich von der barmungswürdigen Dasein seine Wuth an einem Thiere ausläßt, irgend eine andere Großstadt.( Hört, hört!) Wir haben Alters- und Invaliditätsversicherungs Anstalt Berlin errichtet, daß der Lohnherr als tostbares Werthstück natürlich auf das hier einen immenſen Verkehr, der ebenfalls stärker ist um erkrankte Arbeiter durch geeignete Behandlung und Pflege sorgfältigste geschont sehen möchte? Bis jetzt hat noch kein als in anderen Großstädten. In der Königstraße sind an einem vor dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit zu schützen. Daß dieser deutscher Richter Gelegenheit bekommen, einem brutalen Brot Tage 140 000 Passanten und 9000 Fuhrwerte gezählt worden; 3wect nicht immer erfüllt, ja manchmal sogar gerade heren" zu sagen, daß er von Rechts wegen für seine Ausbeutungsan der Kranzlerecte 13 000 Fuhrwerke, am Potsdamer Play das Gegentheil erreicht wird, beweist folgender Fall: Der wuth auf zwei Jahre ins Gefängniß geschickt zu werden ver17 000 Fuhrwerke. Die Ziffer der Unglücksfälle ist dabei Kellner Karl Thiem lag im Jahre 1894 im Kranken. biene! außerordentlich minimal. London ift dreimal so groß wie hause Moabit an Gelenkrheumatismus und wurde dann Berlin, aber Die telegraphische Meldung von der Ergreifung des die Unglücksziffer dort zehnmal so groß. auf Aurathen des Profeffors Rennwes in der Anstalt zu Mörders Bruno Werner ging gestern Nachmittag nach Und was sollen die Nummern an den Belozipeden Gütergoß aufgenommen, wo er vom 12. November 1894 bis 21/2 Uhr bei der kgl. Staatsanwaltschaft am Landgericht I ein nugen? Die Nummern allein an den Rädern nußen nichts; es 7. Dezember 1895 verweilte. Da ihm infolge seines Leidens die 2/2 Uhr bei der kgl. Staatsanwaltschaft am Landgericht I ein müßten dann auch die Reitpferde und die Wagenpferde numerirt Arme steif wurden und deren Bewegung namentlich in den und erregte allgemeine Aufregung. Die Ergreifung ist in oder und beleuchtet werden. Vom ästhetischen Standpunkte aus möchte Schultergelenken sehr stark beeinträchtigt war, so wurden die bei Zellerfeld in Hannover erfolgt. Es geht daraus hervor, daß, sich ein Pferd vorn und hinten beleuchtet sogar noch schöner felben neben anderen Behandlungsmethoden gestreckt, wobei der diejenigen Nachrichten richtig gewesen sind, nach der Mörder in Der Nähe von Hannover Hannover gesehen machen.( Große Heiterkeit.) Der wunde Punkt beim Belosiped Patient chloroformirt wurde. Dieser Prozedur hatte er sich im worden sein sollte. Anscheinend wollte er bei einem fahren ist ein anderer. Bei einzelnen Leuten ist, wie es scheint, Laufe von sechs Monaten neunmal zu unterziehen. Bereits bei der in Nienhagen in Hannover wohnenden Onkel eine Bu Zu der Gedante des Sports so lebendig, daß sie eine Vorliebe für siebenten Streckung soll eine Verlegung der Arterie am Schultergelent flucht suchen. Seit einigen Tagen find die hannoverschen den Radfahrer haben, im Gegensatz zu den Personen, welche eingetreten sein. Dieselbe heilte jedoch wieder, und nun wurde durch Radfahrer verletzt worden sind. Diese Vorliebe scheint der Krante aufs neue derselben Behandlung unterworfen. Beim seinen Weg durch ihre Amtsbezirke auf dem Wege nach Nien Behörden von der Möglichkeit benachrichtigt gewesen, daß Werner auch bei einigen Zeitungen bestehen, die von neunten Fall zerriß die Arterie und der linke Arm des Patienten Rowdies" sprechen, welche achtbare Radfahrer aufgehalten ist seit jener Beit völlig unbeweglich und wie abgestorben. Ob hagen nehmen könnte. Der Onkel ist der Schiffer Richard Müller, hätten. Ich erinnere mich eines Belozipedfahrers, eines Berliner diese Verlegung auf ein Verschulden des Arztes in Gütergoß und Werner hoffte, auf dessen Schiff sich verborgen halten zu Rechtsanwalts, der mit einer zwei Meter langen Peitsche auf zurückgeführt werden kann, oder ob nur ein unglücklicher Bufall tönnen. Müller ist gegenwärtig aber auf der Fahrt nach Hamburg. Kinder einschlug, die ihm im Wege waren, so daß bei einem bier gewaltet hat, ließ sich bis jetzt nicht feststellen. Die Ber- Die Verfolgungen in der Richtung auf Nienhagen sollen durch Kinde dauernde Schwachsinnigkeit eintrat; der Vater des Kindes legung der Arterie, die nur durch einen gewaltsamen Rud den Untersuchungsrichter Landrichter Telle auf grund der ist rechtskräftig abgewiesen worden mit seinen Ansprüchen. Es entstanden sein kann, ist dem Patienten sowohl durch den Geheim Ergebnisse der Voruntersuchung wird der Fall daraufhin angesehen, wer der Radfahrer ist. rath König, als auch von den Professoren Sonnenburg und Wäre der prügelnde Radfahrer ein Arbeiter gewesen, die Sache wäre Bergmann bestätigt worden. Eine Heilung soll gänzlich aus im allgemeinen ganz anders beurtheilt worden.( Lebhafter Wider geschloffen sein. Obgleich nun Thiem seiner festen Ueberzeugung spruch.) Da wir diesen Weg nicht gehen können, die Gerichte in nach durch die Behandlung in Gütergotz zum Krüppel und dieser Beziehung zu kontrolliren, so sollten wir die Sache über- dauernd erwerbsunfähig geworden ist, wies ihn sowohl haupt nicht in Angriff nehmen. Mit unzulänglichen Mitteln auf das Schiedsgericht, als auch das Reichs- Versicherungsamt mit ganz leinlichen Wegen die Hilfe der Polizei anzurufen, dazu seinem Verlangen nach Rente ab, denn er hat noch haben wir gar keine Veranlassung.( Beifall.) Stadtv. Sa ch 3 II stellt sich der Versammlung als Rad fahrer vor( Heiterkeit) und polemifirt ebenfalls gegen den Antrag. Die Polizeivorschriften, betr. das Fuhrwesen würden that sächlich sinngemäß auf die Radfahrer angewendet. Die Frage dürfe nicht so einseitig behandelt werden. Mit der Feststellung einer bestimmten Fahrgeschwindigkeit werde auch nichts erreicht, denn wie solle die Einhaltung gewährleistet werden? aber allerdings feindlich gegenüberstehe. 10 nicht die erforderliche Anzahl von Marken geklebt und daher teinen Anspruch auf Rente. Es scheint hier also die That fache vorzuliegen, daß der bedauernswerthe Mann durch die Behandlung in der Anstalt, die dazu bestimmt ist, ihre Pfleglinge vor der Invalidität zu schüßen, vollständig erwerbsunfähig geworden ist und nun zusehen kann, wie er sich als Strüppel durch die Welt hungert. denen veranlaßt worden fein. Gestern Bormittag wurden dem Untersuchungsrichter zwei junge Burschen gefesselt vorgeführt, die in Eberswalde unter dem Berdachte aufgegriffen worden sind, bei dem Morde in der MohrenStraße Schmiere" geftanden zu haben. Zwar steht die Konfrontation der beiden mit Grosse noch aus, doch erscheint es schon jest sehr zweifelhaft, ob dieselben mit dem Morde in Beziehung werden gebracht werden können. Der kürzlich von Kyrig hierher transportirte etwa 40 jährige Mann, welcher ebenfalls als Schmiereſteher" verdächtig war, ist sofort wieder entlassen worden, nachdem Willy Groffe bei der Gegenüberstellung erklärt hatte, daß ihm der Mann gänzlich unbekannt sei. Nach einer Depesche des„ B. H." soll der Raubmörder die That bereits eingestanden haben. Selbstmord eines Rekruten. Bei der 2. Kompagnie des 4. Garde- Regiments zu Fuß hat sich gestern Mittag ein Refrut Den Kopf einer Riefendame hat Oberbürgermeister Belle erstochen. Die Motive zur That sind bis jetzt noch unbekannt. Stadtv. Ky Ilmann hält den Antrag ebenfalls für un fürzlich zum Gefchent erhalten. Professor Hundrieser hat den zweckmäßig; eher tomme es darauf an, die Fahrgeschwindigkeit Kopf des von ihm für die Kolossalstatue auf dem Alexanderplatz Prüfung ihres Geisteszustandes der Charitee überwiesen worden Die Fahrrad Diebe Dobert und Zacharias, die zur noch zu steigern und die zurückgebliebenen Polizeivorschriften für angefertigten Modells dem Oberhaupt der Stadt Berlin verehrt, waren, sind nach Ablauf der vorgeschriebenen Beobachtungszeit den Fahrverkehr der modernen Entwickelung entsprechend zu die Büste steht in dem bürgermeisterlichen Amtszimmer. reformiren. in das Untersuchungsgefängniß zurückgebracht worden. Stadtv. Cassel tritt für den Antrag ein und wundert sich, Die dieswöchentliche Nummer des ,, Armen Konrad", Zur Auffindung der Leiche des Hausdieners Karge daß gerade der Kollege Stadthagen hier sich gegen die Ein- selbständiges Wochenblatt der Berliner Anarchisten, ist gestern am Norduser ist noch mitzutheilen, daß es gelungen ist, in der mischung der Polizei ausspricht. Abend gleich nach Einsendung des Pflichtexemplars tonfiszirt Person eines Bootmanns denjenigen zu ermitteln, welcher am Im Schlußwort erklärt Stadtv. Schwalbe nochmals, daß worden. Es wurden im ganzen 422 Exemplare beschlagnahmt. Abend des 25. d. M. dem Verstorbenen, als er schwer betrunken er dem Radfahren neutral, den Auswüchsen des Radfahrsports Ueber einen Unglücksfall, der sich am Sonnabend Vor- am Wege lag, Uhr und Geld fortgenommen hat. Der Verdächtige Der Antrag wird in seinem ersten Theile angenommen, folgendes gemeldet: Gegenwärtig wird die mit Wellblech Landgericht I vorgeführt worden. Der Antrag wird in seinem ersten Theile angenommen, mittag auf dem Schlesischen Bahnhofe abspielte, wird uns noch ist gestern, Donnerstag Vormittag, der Staatsanwaltschaft beim im zweiten abgelehnt." Zahlreiche Taschendiebstähle sind in der letzten Zeit an Bur Herstellung des Zuganges zur neuen Ober- gedeckte Bahnhofshalle reparirt, wobei von seiten der damit baum- Brücke von der Warschauer Straße her, beauftragten Firma Grube in recht fahrlässiger Weise ohne der Jerufalemerkirche verübt worden. Bestohlen sind zum theil sowie zur Regulirung des Bürgersteiges auf der Südseite der Anbringung genügender Schuhvorrichtungen die gefährliche Arbeit Buschauer bei Hochzeitsfeiern, zum theil aber auch bei der Feier Straße muß vor dem Grundstücke vor dem Stralauer Thore 1 ausgeführt wird. Ein Opfer dieser Nachlässigkeit war, wie bereits Betheiligte. Die Kriminalpolizei hat die Thäter noch nicht finden im Polizeibericht furs gemeldet, der Klempner Louis Ramin, tönnen. eine Fläche von 785 Quadratmetern durch die Stadtgemeinde er der durch einen Fehltritt auf der schwankenden Rüstung aus Ein Fabrikbrand von großem Umfange beschäftigte ver beträchtlicher Höhe auf den Bahnsteig herabfiel und mit ger Die Versammlung ertheilt die Zustimmung zur Einleitung schmetterten Gliedmaßen liegen blieb. Kurz nach der Einlieferung gangene Nacht in der Kastanien- Allee 75 im Quergebäude die des Enteignungsverfahrens zum Zweck der Erwerbung der ge- in das Krankenhaus verstarb der Unglückliche. Bemerkenswerth Dachstuhl eingeäschert. Der Schaden wird auf 50 000 Mart Feuerwehr. Eine Marzipanfabrik ist ausgebrannt und ein dachten Fläche. ist, daß die Arbeiten trotz des Unfalles am Montag ohne die erWegen des Umbaues der Weidendammer Bride bat forderlichen Schutzvorrichtungen fortgesetzt werden sollten. Es gefchäßt. die Stadtgemeinde das 843 Quadratmeter große Grundstück wäre doch Pflicht der Bahnverwaltung, derartige Aufträge geFriedrichstr. 104a für den Preis von 1165 000 M. er wissenhaften Unternehmern zu übergeben. worben. Die nach Abtrennung der für die Straßenverbreiterung erforderlichen 186 Quadratmeter verbleibenden 707 Quadrat Das über das Vermögen des Landgerichtsraths a. D. meter bebaubare Fläche beabsichtigt der Magistrat für den Kauf- Dr. v. Kirchbach( von der Brausewetter- Kammer) eröffnete preis von 710-000 M. an den Rentier Schinn zu verkaufen, Konkursverfahren hat infolge des Mangels einer die Kosten des welcher sich erbietet, auch für die Regulirung der Straße vor Verfahrens deckenden Maffe eingestellt werden müssen. dem Grundstück Nr. 104 und für dessen vornehme" Bebauung binnen Jahresfrist Sorge zu tragen. worben werden. Die Vorlage geht an einen Ausschuß. Schluß 7 Uhr. not. Bei der Neuen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft treten die bei der Großen Pferdebahn schon seit dem 21. d. Mts. ein geführten Fahrpreisermäßigungen erst vom nächsten Montag ab ein. Das Publitum, das sich bereits daran gewöhnt hat, auf den meisten Pferdebahnlinien für seine 10 oder 15 Pf eine Aus Verzweiflung über ein unheilbares Leiden hat in der vergangenen Nacht der 75 jährige Webermeister Karl Krause aus der Rügenerstr. 14 sich auf dem Abort erhängt. Wieder ein entfehlicher Selbstmord. Am Donnerstag früh zwischen 7 und 8 Uhr fam ein mit einem großen Schlächters messer bewaffneter Maun in eiligstem Lauf vom Hermann- Plat in Rigdorf her die Hasenhaide entlang gelaufen, erkletterte in großer Geschwindigkeit den dort belegenen Turnplatz und schnitt fich den Hals ab. Alles dies geschah mit so großer Geschwindigfeit, daß niemand von den Passanten in der Lage war, den Mann an seinem Vorhaben zu hindern. Als man dem Selbstmörder zu Hilfe tam, lag er bereits in den legten Buckungen. " Verhaftet wurden am Donnerstag der Bäckergeselle Josef H. und feine Konkubine Gertrud P., Gitschinerstr. 78 wohnhaft, und zwar wegen wiederholten Verbrechens aus§ 219 des Straf gesetzbuches. H. war Inhaber eines sogenannten Rechtsbureaus Straße 78". Anscheinend hat er bebeutenden Sufpruch gehabt. = und annoncirte täglich: Geld vermittelt Rechtsbureau Gitschiner Wahrheit nicht genau nähme. Die anderen Angeklagten fchimpfenden Don ihm in heftigen und be. " Herr Anton Bauk, der Wirth des Restaurants 3um| Sache sehr aufgebauscht worden war. Die eine Bedrohung sollte schnellen Fahrens und wegen Nichtbeleuchtung des Wagens zur Teglen Seller", Mebnerstraße 15 und 16, theilt uns zu der darin bestanden haben, daß ein ausständiger Hutmacher Rede gestellt und ihm gefagt, daß er ihn deshalb anzeigen gestern gebrachten Meldung über die Sistirung von Gästen in zu Matscherodt gefagt hatte: Weißt Du nicht, daß werde. Oberwachtmeister Studer, dem der Präsident feinem Lokal beruhigend mit, daß der Affäre eine Eifersuchtsszene gestreift wird?" und daß er dabei den Finger seine erste Aussage vorhält, bekundet: Er müsse aller= zu grunde gelegen habe, die dadurch erledigt worden sei, daß an die Nase gehalten hatte!- Dies tam bings zugeben, daß seine erste Aussage die die Betheiligten zum Lokal hinausbefördert worden sind. Von auch dem Staatsanwalt etwas tomisch vor, richtige sei. Er habe auch den Kommissar wegen zu schnellen einer Sistirung der Gäste sei ihm nicht das geringste bekannt, und er beantragte in diesem Falle Freisprechung. Der Ver- Fahrens und Nichtbeleuchtung des Wagens angezeigt. auch fei niemandem im Lokal etwas gestohlen worden. theidiger hob hervor, daß nicht einmal Schuljungen sich Der gestrige zweite Verhandlungstag in dem Opalenizer fürchteten, wenn der Lehrer den Finger an die Nase hielte, und Prozeß gestaltete sich für den Distriktskommissar v. Carnap recht hier wollte ein erwachsener Mensch ernstlich behaupten, daß er bedenklich. Wie ein Telegramm aus Meserit meldet, bekundete sich dadurch bedroht gefühlt hätte. Das berechtigte zur Annahme, der Bahnsteig Schaffner Lehmann, der Distriktskommiffar daß der Zeuge entweder tranthaft ängstlich sei, oder es mit v. Carnap Ausdrücken Zutritt zum Bahnsteige sollten das Wort Streitbrecher gebraucht haben. Der Ver- verlangt. Da v. Carnap teine Bahnsteigtarte hatte, theidiger, Rechtsanwalt Heine, wollte auch hierin keine Be- so wurde er nicht durchgelassen. Als er schließlich schimpfung, sondern bloß einen gebräuchlichen technischen Ausdruck mittels Bahnsteigkarte auf den Bahnsteig gelangte, sei er dent fehen, für den es tein anderes Wort gäbe. Das Gericht fah die gerade abgehenden Zuge noch unter Ausstoßung von Schimpf: Sache sehr milde an und sprach zwei Angeklagte ganz frei, die reden nachgelaufen; v. Carnap bestritt diese Bekundung. Auf übrigen verurtheilte es zur geringsten gefeßlichen Strafe von je Antrag des Staatsanwalts wurde beschlossen, zu morgen einem Tage Gefängniß. Vormittag noch drei noch drei Opalenikaer Bürger zu laden, da entweder Lehmann ober v. Carnap einen Meineid geleistet habe, und es darauf antomme, die Glaubwürdigkeit der beiden Beugen festzustellen. Wie einem hiesigen Blatte noch gemeldet wird, hatte das Be nehmen des v. Carnap auf den Hausvikar des Erzbischofs Stryjakowski den Eindruck gemacht, als wollte v. Carnap dem nach dieser Meldung, daß v. Carnap sich in nicht wiederzugebenden Erzbischof nach dem Leben trachten. Schaffner Lehmann bekundete beschimpfenden Aeußerungen auf dem Berron nach dem Aufenthalt des Erzbischofs erkundigt habe. Diese Aeußerungen könnten sich nur auf den Erzbischof bezogen haben, er, Lehmann, habe sie bald nach dem Vorfall dem Vorsteher zu Protokoll gegeben. v. Carnap bestreitet, Aeußerungen in dieser Schärfe gethan zu haben. Auch sollen seine Worte fich nicht gegen den Erzbischof, sondern gegen die Menge gerichtet haben. Des Wortlauts könne er sich nicht entsinnen. Aus den Nachbarorten. os Die Parteigenossen von Charlottenburg werden hiermit erfucht, die Bestellungen auf den Vorwärts", das Boltsblatt", den Wahren Jakob", den„ Postillon" c. bei dem Partei Spediteur G. Scharnberg, Pestalozzistr. 27, Quergeb. part. Ferner werden Bestellungen entgegen genommen bei Beyer, Wallstr. 96, Bredlow, Augsburger ftraße 78, Dörre, Krummeſtr. 19, Gimpel, Osnabrücker straße 28, Leder, Bismarckstr. 74, Wolter, Magazinstr. 15. Parteischriften 2c. find jederzeit in der Parteispedition vorräthig. Das Dorf Schöneberg. Die Einwohnerzahl von Schöne berg, welche sich bei der letzten Volkszählung auf 62 667 belief, bat jest mit Einschluß der Militärpersonen bereits um ca. 1200 tödtet. Eine Familientragödie, ähnlich der, die sich vor einigen Tagen hier in der Klödenstraße ereignete, hat sich gestern in Spandan abgespielt. Die 25jährige Arbeiterfrau Langanke in der dortigen Neustadt hat ihre zwei Kinder, drei und vier Jahre alt, und dann sich selbst durch Erhängen geSie verübte die That aus Verzweiflung über ihren Ehemann, der arbeitsschen und dem Trunke ergeben ist. An Wiitteln zum Lebensunterhalt soll es der Familie nicht gefehlt haben; angeblich war ein Sparkassenbuch über 800 m. vorhanden. Die Wohnung wurde von der Polizei in beiter Ordnung vorgefunden, alles läßt darauf schließen, daß die Unglückliche eine sehr saubere und brave Frau gewesen ist. Die Leichen sind in der Wohnung vorläufig zurückgelaffen worden. Der Mann, der so ausfah, als ob gar nichts geschehen wäre, wurde zur Bernehmung nach der Polizei geführt. Der Spindlersfelder Bahn vor Nieber- Schönweide hat den hier Das versehentlich unterbliebene Schließen der Schranken in der Kaiserstraße 38 wohnhaften Eierhändler Abeles in eruste Gefahr gebracht. A. paffirte in seinem Verdeckwagen den Bahnübergang, als plötzlich ein Güterzug heranbrauste, der Pferd und Wagen in den Graben schleuderte. Das Pferd erlitt so schwere Verlegungen, daß es nach kurzer Zeit verendete. A. selbst kam mit dem Schreck davon. Der Verkauf von Würsten, welche durch" Rosalin" ge färbt sind, fällt nach einer Entscheidung des Kammergerichts nicht unter das Gesetz betreffend Nahrungsmittel- Berfälschung, wenn der Händler genügend deutlich den Kunden bekannt giebt, daß die Waare Farbstoff enthalte. Eduard Kretschmer nicht ins Gefängniß stecken zu können, Sein tiefes Bedauern, den Premier Lieutenant a. D. drückte der Vorsitzende der 4. Straskammer des Landgerichts I, Landgerichts- Direktor Denso, aus, als er den Angeklagten wegen Freiheitsberaubung und Nöthigung freisprechen mußte. Die Verhandlung hatte unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattgefunden und erwiesen, daß der Herr Lieutenant eines Abends im Palast Hotel abstieg und den Zimmerpagen Paul Werner zu sich kommen ließ. Hier erlaubte sich der unbekannte Gast gegen den noch jugendlichen Pagen Zärtlichkeiten, deren Natur sich nicht gut andeuten läßt. Wegen Sittlichkeitsverbrechens fonnte eine Anklage nicht aufrecht erhalten werden, und wegen Freiheits beraubung konnte der Gerichtshof zu seinem Bedauern auch nicht verurtheilen, indem es dem Werner wohl möglich war, den Nachtriegel an der Zimmerthür öffnen zu können und so die Freiheit wieder zu erlangen. Vermischtes. Ein um 8 Uhr in Meserit aufgegebenes Privats telegramm bringt uns noch folgende Meldung: Im lezten Theil der Beweisaufnahme war nicht mehr von den Angeklagten, sondern nur noch vom Distrittskommissar v. Carnap die Rede. Bahlreiche Zeugen traten auf, die bekundeten, daß sie von Carnap in der legten Sigung des Nixdorfer Schöffengerichts zu verfeien; Zivei gemeingefährliche Berliner Rowdies hatten sich mit dem blanken Säbel mißhandelt oder bedroht worden antworten. Am Abend des 1. Juni d. J. famen der Maler Lehrer. Carnap gab unter großer Bewegung des Publikums und in unter diesen befand sich auch ein evangelischer und liegen nach einer gaubte einer grau Dorf eine Flasche zu. Es macht sich hier eine große Sensation geltend, die drastisch Alfred Heinrich Bartsch und der Arbeiter Friedrich Tiod an Lehrer. Carnap gab unter großer Bewegung des Publikums und aus Berlin nach einer Zaubenkolonie auf den Köllnischen Wiesen der Betheiligten die Richtigkeit aller dieser Aussagen als möglich bayrisches Bier geben. Als beide das Bier gekostet hatten, dadurch zum Ausdruck kommt, daß man die Handlungsweise des machten sie, wahrscheinlich infolge vorheriger Verabredung, Distritiskommissars v. Carnap mit den Thaten der Leist und einen Heidenskandal, weil Das verabfolgte Bier nicht bayrisches sei. In diesem Augenblick kam der Schneider Christian Wehlan vergleicht. Der Prozeß wird am Freitag zu Ende geWendt dazu und diesem gaben sie das Bier ebenfalls führt werden. zu kosten. Als Wendt erklärte, das Bier sei gutes bayerisches, Ueber überflüssige Schneidigkeit untergeordneter fielen die beiden Strolche über ihn her und bearbeiteten ihn mit Polizei Organe bei ganz unbedeutenden Anlässen wird der Bierflasche und einem Messer derart, daß Wendt 4 Wochen uns aus unserem Nachbarorte Weißensee folgende Be- lang ans Krautenlager gefeffelt war. Auf die Hilferufe des Nach Depeschen aus Macon, Augerre und Limoges gebenheit mitgetheilt: Der Maurer Philipp in Weißensee war Mißhandelten kam sein Bruder August Wendt herbei, der eben sind die Flüsse, an welchen die Städte liegen, ausgetreten und wegen Uebertretung zu einer Geldstrafe von drei Mark falls einen Messerstich in die linke Stirnfeite erhielt. Mit Rück haben einige Schäden angerichtet. Nach den bisherigen Mel oder einem Lage Haft verurtheilt. Der mit der Voll- ficht darauf, daß die Angeklagten bereits wiederholt wegen ähn- dungen sind Unglücksfälle nicht vorgekommen. streckung dieser Strafe betraute Beamte mag wohl am licher brutaler Exzesse vorbestraft sind, wurde Bartsch zu Tage Philipp nicht zu Hause angetroffen haben. Es erschien nun einem Jahre, Tiockan, der Mefferheld, zu zwei tenterte gestern bei Setubal ein Fischerboot. 14 Personen erIn einem heftigen Sturm an der Küste von Portugal mehr am Sonntag nachts 11/2 1hr der Nachtwächter Strecker Jahren sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. tranken. in Begleitung eines Gendarmen und begehrte durch lautes Beide Angeklagte wurden sofort in Haft genommen. Klopfen Einlaß in die Philipp'sche Wohnung. Als diese nicht Die von ihrem Maune, dem praktischen Arzt Dr. Niz zu geöffnet wurde, klopften die Beamten an die Thür eines Flur: Opalenia vor dem Schwurgericht in Meferis abspielt, ist Der Vater der Ermordeten war ein Kaufmann Brandwer, welcher Der Prozeß, der sich dieser Tage wegen der Vorgänge in Chikago ermordete Deutsche entstammt einer Berliner Familie. Nachbars des Philipp und zwar in so wenig rücksichtsvoller Weise, daß auch andere Hausbewohner davon erwachten. Der preußischen Edelsten und Besten interessant beleuchtet. Die Vor- ftraße, jetzigen Kaiser Wilhelmstraße betrieb. B. gerieth, furz Weise, daß auch andere Hausbewohner davon erwachten. Der insoweit überaus interessant, als er eine gewisse Spezies der noch vor ca. 27 Jahren ein Wäschegeschäft in der BrauhausNachbar, in der Meinung, daß irgend ein Muthwilliger zu mitternächtlicher Stunde seine Ruhe före, fragte, was denn da geschichte des Prozesses, die wir vorgestern gebracht haben, wird nachdem er sich verheirathet, in Konkurs und verschwand mit los sei? Auf die Gegenfrage, ob Philipp zu Hause sei, gab er durch die Aussagen der Zeugen und Angeklagten wesentlich be- seiner Frau aus Berlin. die Antwort, daß er dies nicht wisse, daß es ihn auch nichts kommissar v. Carnap an dem Unglücksabend in vollem Gallopp anstätigt. Nach Darlegung einer der Angeklagten sei der Distriktsangehe und er fich Ruhe ausbitte. Erst als die ungeſtümen gefahren gekommen und obwohl noch viel Platz vorhanden war, so Klopfer bie Straße betraten, sab der Mann zu feiner nicht geringen sei der Wagen in die Menge hinein gefahren. Um ein Unglück zu Verwunderung, daß es zwei Ordnungshüter waren, die seine Ruhe er gestört hatten. Bald darauf kehrten die beiden Beamten zurück, verhüten, sei ex( Angekt.) den Pferden des Herrn v. Carnap in die Bügel gefallen. Letterer habe sofort gerufen: Ihr und zwar in Begleitung eines Schlossers, vou dem sie sich die Wohnung öffnen ließen, worauf polnischen Schweine, Ihr Polladen, was wollt fte dieselbe betraten. Den Gesuchten fanden sie jedoch nicht, denn auf Herrn v. Carnap eingestürmt und habe mit Fackeln und Ihr hier?" In demselben Augenblick sei die erregte Menge Philipp war mit seiner Frau ausgegangen. Die Beamten faßten Stöcken auf ihn eingeschlagen. Er sei von der heranstürmenden 111111 vor der Hausthür Posto, zu erwarten. Als derselbe in Begleitung seiner Frau nach herauffiel. Herr v. Carnap habe den hinzugekommenen Polizeium den Heimkehrenden Menge derartig gestoßen worden, daß er auf Herrn v. Carnap Hauſe tam, packte ihn der Nachtwächter am Arm und Wachtmeister aufgefordert, auf die Menge zu schießen. Letzterer erklärte ihn unter Vorzeigung eines Haftbefehls für seinen habe dies aber mit dem Bemerken abgelehnt, daß er dies nicht Arrestanten. Erst nach mehrfachem Hin- und Herreden gelang es der Frau Philipp, den Beamten, der durchaus den Mann dürfe. mitnehmen wollte, zu beschwichtigen, und durch Erlegung der . drei Mark bie Freilassung ihres Mannes zu erwirken. Nun verlangte der Wächter aber noch eine Mark für das Deffnen der Philipp'schen Wohnung durch den Schlosser, die er aber nicht erhielt. Der in dieser Weise behandelte Maurer Philipp wandte sich vielmehr mit einer Beschwerde an den Amtsvorsteher, der über das geschilderte kaum glaubliche Vorgehen seiner Beamten felber den Kopf schüttelte. Wir wollen hoffen, daß den über liftigen Sicherheitsorganen von ihrem Vorgesezten begreiflich gemacht wird, daß wir nicht in Rußland, sondern in einem Rechtsstaate" leben, wo man doch nicht wegen einer Strafe von Rechtsstaate teben, wie mich doch nicht wegen einer Strafe Srei Mark in so rücksichtsloser Weise vorgehen sollte. = Theater. Im Schiller Theater kommt in der nächsten Sonntag Nachmittag stattfindenden Borstellung das Shakespeare'sche Lust spiel Biel Lärm um Nichts" zur Aufführung. Heute wird Hart lebens Schauspiel, Ein Ehrenwort" wiederholt. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, 6-7 Uhr statt. Dienstag, Freitag und Sonnabend abends von H. T. 35. Unseres Wissens die Leipziger Boltszeitung". N., Görlik. Wegen der Menge gleichlautender Mittheilungen ist von der Veröffentlichung Abstand genommen. Negri in deutscher Sprache unter dem Titel„ Schicksale" und Beſten Dank für Ihre Mühe. M. I. Justerburg. Es sind bisher zwei Bände von Ada Stürme erschienen, die gebunden je 4 M. Toften. W. D. 36. 1. Ja. 2. Nein. 3. Klosterstr. 41. Der Antrag Von den Zeugen bekundet Polizeisergeant Schulz, daß er Monaten nach der Heirath beim Vorstand derjenigen Ber auf Rückerstattung der Klebemarkenbeiträge muß innerhalb drei einen öffentlichen Aufzug nicht gesehen habe. Der Empfang des ficherungsanstalt, an welche zulegt Beiträge entrichtet sind, einErzbischofes auf dem Bahnhof ſei in der größten Ruhe vor sich gelaufen sein. Ein Beispiel finden Sie im Arbeiterrecht S. 319. Bahnhofsvorstehers und bemerkt: v. Garnap habe auf dem hat der einzelne Invalide teinen Rechts anfpruch auf die gegangen. Der Zeuge bestätigt im weiteren die Bekundung des Lanenburg Elbe 100. Fristen sind nicht festgesetzt. Auch Bahnsteig gerufen:" Das ist eine ganz verfluchte polnische Invalidenunterstüßung... 130. Der Vermiether ist nur Rechtsanspruch seinem Wagen die Menge keineswegs belästigt, die Menge. fonnte Geschlechtsverkehr. G. Görlinerbahn I. Distriktskommissar v. Garnap selber sagt aus, er habe mit dahin rechnet man auch die Benutzung der Wohnung zu außerehelichem berechtigt, einen Mißbrauch der Wohnung zu untersagen, rechterran G. Görlitzerbahn Ueber Ladung sehr bequem ausweichen. Obwohl er unaufhörlich rief, die Pferde oder Nichtladung der Zeugen hat das Gericht im Termin wesen; er habe an jenem Tage allerdings Bier und Wein ge- Ausschuß hat auf Anzeige bin nach§ 19 des Gewerbeloszulassen, sei dies nicht geschehen. Angeheitert sei er nicht ge- berichtladung der im G. Sp., Fulda. Der BezirksOberwachtmeister Studer bestätigt anfange im Wesent- gerichts- Gesetzes die Enthebung vom Amt auszufprechen. Bande." trunken. Der DistriftsWilternugsübersicht vom 29. Oftober 1896. Die Köpenicker Linoleumfabrik ist gestern wieder von einem Brand heimgesucht worden, der allerdings schnell gelöscht lichen die Bekundungen des v. Carnap. werden konnte. Das Feuer entstand durch Korkstaubexplosion in fommissar sei sehr schnell auf den Bahnhof gefahren. Plößlich der Kortmühle. Dabei erlitten drei Arbeiter, Karl Blankenburg, sei ihm mitgetheilt worden, daß der Kommissar furchtbar Ernst Korn und Ed. Fischer erhebliche Brandwunden im Gesicht gefchlagen werde. Er sei deshalb auf den Bahnhofsplay und an den Händen. geeilt und habe dort gesehen, wie der Kommissar im Kreise herumfuhr und von der Menge mit Fackeln und Stöcken u. f. e. Stationen. geschlagen wurde. Er habe sofort blank gezogen und die Menge aufgefordert, zurückzutreten. Da dies nicht geschah, habe er seinen Revolver gezogen und habe zu schießen gedroht. Präsident: War der Revolver geladen? 3euge: Nein, Swinemünde ich habe den Revolver aber geladen, um die Menge zu Hamburg Da ich Schrecken. aber nicht schoß, so rief mir der Berlin Kommiffar zu: Schießen Sie nur, Herr Oberwachtmeister, auf meine Verantwortung." Da ich München dieser Aufforderung aber nicht nachkam, so forderte mich der Wien. Die Hutmacher- Aussperrung beschäftigte das Schöffen- Kommissar auf, ihm den Revolver zu geben. Dies verweigerte Haparanda. gericht bei Gelegenheit einer Anklage wegen Streit Ber: ich aber. Als ich nun schließlich selbst mit Steinen geworfen Betersburg gebens. Der Hutmacher Matscherodt, der früher bei wurde, wollte ich schießen. In diesem Augenblick kam der Sort Baruch gearbeitet hatte, aber wegen der Folgen einer Geburtstags- Bürgermeister, hielt an die Menge eine polnische Ansprache, Aberdeen. feier entlassen worden war, hielt den Augenblick, wo seine Kol- daraufhin ging die Menge auseinander. Der Ver legen ausgesperrt worden waren, für geeignet, sich selber wieder theidiger Rechtsanwalt Dr. Poeppel hält dem Zeugen vor, daß einzuheben, und er bewarb sich bei Baruch um Arbeit. Er that er bei der Vernehmung vor dem Untersuchungsrichter gesagt hat: aber noch ein übriges und denunzirte fünf ausgesperrte Kollegen, v. Carnap set in unverantwortlicher Weise unaufhörlich im sie hätten ihn bedroht und ihn nöthigen wollen, am Streit theil- Kreise herumgefahren. Auch habe er bei dem Unterzunehmen. In der Verhandlung ergab sich freilich, daß die suchungsrichter gesagt: er habe den Kommissar wegen zu 290 Gerichts- Beitung. Naturärztliche Vorträge, " W Wiesbaden Paris. Barometers stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. OH| O OCs Windrichtung Windstärke NAAAAAAP( Stala 1-12) 751 OND 749 748 NO DSD 743 O MO 747 755 760 SW 752 NO 756 752 NW WSW Wetter Temperatur ( 5° C. 4° R.) 18 7 8 9 11 wolkig Regen bedeckt wolkig wolfig halb bedeckt 12 wolfenlos woltig 2 2 heiter bedeckt TRAS2 FBLE 5 1 5 Wetter- Prognose für Freitag, den 30. Oktober 1896. Ziemlich warm, zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit Regenfällen und frischen südlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Sammet- Reste Moritstr. 8, Hof links bei Grunete ist eine einfach möblirte Schlafstelle. Grams, Naunynftr. 8, v. 4 Tr.[ 1188b Schlafstelle für Mädchen( 5 M.) bei für Männer und Frauen sehr wichtig, verständlich erklärt welche gewillt und befähigt sind, Volks strachanreste, Federplüschreste, KonRedegewandte Männer, su Rinderkleidern, Knabenanzügen auch am tünstl., lebensgroßen, auseinandernehmbaren Menschen, versicherungs Anträge aufzunehmen, fettionsstoff, Kleiderstoffe, Schürzen pfundweife, Plüschreste, Krimmerrefte, von O. Grundmann, praft. Naturheilkundiger, Char Tottenburg. Heute, Freitag, den 30., abends 81/2 Uhr, bei wollen fich melden Wolfenmarkt 4, II., stoffe Unterrockstoffe, Suske, Grenadierstraße 38, über: Gicht und Rheuma- nügenden Leistungen erfolgt fefte An- reste, Stattunreste, lettere Bfund 1 Mart. Kirchmair, Oranienſtr. 21 III. 1139b morgens von 8-9 Uhr. tismus, deren Entstehung und Heilung. Entree 10 Pf. ( Jeder Vereinsvorstand sollte diese Vorträge veranstalten.) stellung. Bei ge Satinreste, Buckskinreste, Hemdentech, ParchendMöbl. Schlafftelle für 2 Herren bei 1136b Vortheilhaftefte Bezugsquelle f. Wiederverkäufer. Neue Königstr. 30. Möbl. Schlafstelle Sitterstr. 116 v. 4 Tr. I. 1. Wahlkreis. Achtung! Maurer. Achtung! Freitag, den 30. Oktober, abends 8, Uhr, im großen Freitag, den 30. Oktober, abends 8%, Uhr, im Louisenlädtischen Saal der Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Konzerthaus, Alte Jakobstraße Nr. 37: Partei- Versammlung. Große öffentl. Verſammlung der Maurer Berlins und Umgeg. Tages Ordnung: Zages Ordnung: Die Lohnkommission der Maurer Berlins. 131/20 1. Die Uebergriffe der Firma Strauchi'sche Aktiengesellschaft und der Firma Bericht von der Brandenburger Konferenz. Be- Bumplum in D.- Wilmersdorf. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. richt und Neuwahl der Vertrauenspersonen. Wahl Rollegen! Die Tagesordnung ist wichtig genug und erfordert, daß alle Berliner Maurer vertreten von Mitgliedern zur Lokal- und Preskommission. find. Energisch muß Proteſt gegen das Verfahren der oben genannten Firmen eingelegt werden! Kollegen! Bahrt Eure heiligsten Güter und erscheint Mann für Mann! Berichterstattung der Delegirten vom Parteitage. Diskussion. Parteigenossen! Die für Mittwoch nach Stabernac's Salon, Jufelstraße 10, einberufene Versammlung wurde polizeilich verboten, weil das deshalb, in oben bekannt gegebener Versammlung zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. 208/14 | Mittwoch nach Stabernad's Eaten. Sentral- Kranken- u.Sterbelasse Schäftebrauche! Berein deutscher Schuhmacher. Lokal den baupolizeilichen Vorschriften nicht entsprechen soll. Wir ersuchen der Tischler u. Sonnabend, 31. Oktober, abends 9 Uhr, bei Babiel, Eingeschr. Hilfstasse Nr. 3, Hamburg. RosenthalerFiliale V. Sonntag, 1. Nouby, Bittags 12 Uhr: Brake Versammlung. Erabatimmung über die obligatorisch Sozialdemokratischer Verein„ Vorwärts" Mitglieder- Versammlung Donnerstag, den 5. November, abends 8 Uhr, In Bernhard Raabe's Salon, Kolbergerstraße 23: " General- Versammlung. Tages Ordnung: Die Eroberung des Nordpols". Referent: Genoffe Dr. C. Joël. 2. Distusfion. 3. Bericht des Vorstandes und des Kassirers. 4. Wahl eines Raffirers, eines Beisitzers und der Revisoren. 5. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. E im Lokale des Herrn Neumann, 3. Pasewalterstr. 3. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom Erscheinen aller Mitglieder nothwendig. E Oeffentl. Versammlung des 169/7 32/3 Quartal. 2. Wahl eines 1. Bevoll Verbandes der Bauarbeiter und Berufsgenossen Deutschlands mächtigten. 3. Anträge zur nächsten General Bersammlung. 4. Raffenange( Zahlstelle Schöneberg) Legenheiten und Verschiedenes. Bahl: am Sonntag, 1. November, vorm. 11 Uhr, in Obst's Salon, Grunewaldstr. 110. reiches Erscheinen ist nothwendig. 274/4 183/1 Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse Das Protokoll des diesjährigen Parteitages wird gratis an die Mitglieder gegeben und kann in der Versammlung oder bei den Bahlstellen ab- des Töpfer- Gewerbes zu Berlin. gehoben werden. Die Zahlstelleninhaber werden gebeten, sich zur Entgegennahme der benöthigten Exemplare am Sonntag, den 1. Nov., vorm. 10 Uhr, beim Genossen Gleinert einzufinden. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule. Wir bringen hiermit zur Kenntniß, daß die in der außerordentlichen Generalversammlung vom 6. Juli 1896 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! Der Einberufer. Dachdecker! Achtung! Sonnabend, den 31. Oktober cr., abends 81/2 Uhr, im Lokal von Feind, Weinstr. 11: Große öffentliche Versammlung beſchloſſene vierte Abänderung zu der Dachdecker u. verw. Berufsgenossen. betreffend 3, 15 Abs. 1, 2 und 4, 22 Abs. 1 und 2, Tages Ordnung: 24 Abs. 1, 25, Abs. 1 und 2, 29, 32, 1. Berichterstattung über den Streit Refervefonds. 2. Verschiedenes. 54/2 21. Oktober 1896 vom Bezirksausschuß Nach der Versammlung: Gemüthl. Beisammensein mit Frauen. Am Sonntag, den 1. November, abends 62 Uhr, in Cohn's 34 bf. 5, 67, sowie Artifel II am Festsälen, Beuthstrasse 20: Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. C. Joël über: ,, Die Eroberung des Nordpols". Nach dem Vortrag findet unter freundlicher Mitwirkung des Gesangvereins Liedertafel geselliges Beisammensein mit Tanz statt, zu dem nur noch Mitglieder mit ihren Angehörigen Zutritt haben. Eintritt 10 Pf. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Montag, den 2. November, abends 9 Uhr, Unter den Linden 21: Besichtigung des Kinetographen und Phonographen zum ermässigten Preise von 25 Pfennige. Programm: Erklärung des Kinetographen( lebende Photographien) und des Phonographen, sowie Vorführungen und Vorträge mit beiden Apparaten. Billets sind in der Schule und bei den Schülern, sowie in der Versammlung am Sonntag zu haben. 4/8 Sammelpunkt: Auf dem Hofe Unter den Linden 21, abends um 83/4 Uhr. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. genehmigt ist. Die Abänderung tritt am Montag, den 2. November cr., in traft. Die Druckexemplare gelangen in der Rasse zur Vertheilung. 201/1 Berlin, den 29. Oktober 1896. Der Vorstand. Orts- Krankenkasse des Maurergewerbes zu Berlin. Hierdurch wird auf grund des§ 66 des Statuts bekannt gemacht, daß die Kasse zur Zeit 12 677 Mitglieder hat und nach§ 49 des Statuts daher Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Einberufer. Tischler- Verein. Sonnabend, den 31. Oktober, abends 81/2 Uhr, Melchiorstraße 15: Versammlung. Tages- Ordnung: Vortrag des Herrn Dr. Weyl über:„ Die Heiltraft des Waffers." Abrechnung vom Stiftungsfeit u. Vereinsangelegenheiten. Damen haben Zutritt. 198/3 Der Vorstand. Adhtung! Schöneberg. 1. aus der Zahl der Kaffenmitglieder Sonntag, 1. November, nachm. 14 Uhr, im Saale von 127 Vertreter, 2. aus der Zahl der Arbeitgeber, 64 Vertreter für die Jahre 1897 und 1898 neu au wählen sind. Wahlberechtigt und wählbar sind nur Obst, Grunewaldstraße 110: Deffentliche Volks- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht und Neuwahl des Vertrauensmannes und der Lokal: solche Personen, welche großjährig und kommission. 2. Bericht vom Parteitag. Referent Gen. Neumann- Nowawes. im Besitze der bürgerlichen Ehren- 3. Diskussion. rechte sind. 1I116 In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist zahlreiches Erscheinen Die Wahl der 127 Vertreter der ber Genossen und Genoffinnen unbedingt erforderlich. findet statt am Deutscher Metallarbeiter- Verband.onntag, 1. November 1896, Verwaltungsstelle Berlin. General- Versammlung am Sonntag, den 1. November 1896, vormittags 1/210 Uhr, in Cohn's Fettsälen( großer Saal), Beuthstr. 21. Zages Ordnung: 1. Bericht der Ortsverwaltung und Raffenbericht. 2. Eventl. Schaffung eines Lokalfonds. 3. Verstärkung der Agitations- Rommission. 4. Einführung des Arbeitsnachweises. 5. Verbandsangelegenheiten. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht aller Mitglieder, zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Bersammlung wird pünktlich eröffnet. 118/12 Die Ortsverwaltung. Gleichzeitig wird auf das am v. bei Buske, Grenadierstr. 33, und die Wahl der 64 Vertreter der Arbeitgeber ebendaselbst am Montag, 2. November, abends von 8-91/ 2 Uhr. Die Wahl ist geheim. Zutritt zum Wahllokal haben nur solche Arbeit geber resp. deren Vertreter, welche Beiträge an die diesseitige Kaffe zahlen, und nur wahlberechtigte Mitglieder der gen. Kaffe. Diese haben sich durch das bis zum letzten Zahlungstermin abs gestempelte Quittungsbuch, sowohl beim Eintritt in das Wahllokal, wie zur Ausübung des Wahlrechts am Wahl tische zu legitimiren. Zu diesem Zweck werden die Arbeitgeber ersucht, den bei ihnen beschäftigten Kaffenmitgliedern die Die mäßig quittirt auszuhändigen. Sonnabend, den 7. November, bei Nieft, Weberstr. 17, Quittungsbücher rechtzeitig ordnungs. stattfindende, von Mitgliedern des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes arrangirte Winter- Vergnügen verbunden mit Der Einberufer. An alle Freunde der Wärmehallen! Die uns im legten Winter von gütigen Gebern überwiesenen Mittel haben es ermöglicht, in den Wärmehallen 3/4 Liter nahrhafter Suppe mit nur 5 Pf., eine Tasse Kaffee oder Milch, zwei Schrippen oder eine gestrichene Stulle mit nur 4 Pf., also noch billiger als bisher zu berechnen. Außerdem vermochten wir dortfelbft arbeitslose Schuster und Schneider gegen Tagelohn mit der Ausbesserung des Schuhzeugs und der Kleider bedürftiger Gäfte zu beschäftigen. Inzwischen sind jedoch durch erheblich erhöhte Miethsausgaben 2c. unsere Mittel nahezu erschöpft worden. Wir bitten deshalb schon jetzt dringend um weitere Gaben, welche die Fortführung der Wärmehallen für den kommenden Winter sicherstellen. Zu ihrer Annahme ist jeder der Unterzeichneten bereit; es wird öffentlich Quittung geleistet. Emil Minlos, Rentier, Unter den Linden 12. Kalisch, Stadtverordneter, Matthäikirchstraße 4. Robert Warschauer, Bautier, Behrenstr. 48. G. Evert, Regierungs- Rath, Mauerstraße 21. Rudolf Mosse, Verlags Buchhändler, Leipziger Play 15. Valentin Weisbach, Rentier, Zbiergartenstraße 4. ( früher Seefeldt), Grenadierstraße 33. Säle für Rasse ist am Wahltage gefchloffen. R. Buske 100-500 Personen, Vereinszimmer noch einige Berlin, den 15. Oftober 1896. Der Vorstand. 877b A. Daehne, Vors. A. Kelpin, Schriftf. Demminerstr. 54. Konzert, Gesang, theatralischen Aufführungen u. Tanz Demminerftr. 66. aufmerksam gemacht. Billets à 30 Pf. find in allen mit Plakaten belegten Bahlstellen, sowie bei den Vertrauensleuten zu haben. Achtung! Einsetzer. Achtung! Am Sonntag, den 1. November, vormittags 11 Uhr, im Louisenstädtischen Klubhaus, Annenstr. 16: gute Sonnabende und Sonntage zu vergeben. Sozialdemokratischer Dantjagung. Für die so herzliche Theilnahme, Verein ,, Vorwärts" Berlin. welche mir bei dem so schweren Verluste Todes- Anzeige. Am Dienstag, den 27. d. M., starb heit unser braver Genosse Deutscher Holzarbeiter- Verband im 42. Lebensjahre nach 4 tägiger Krank wandten und Bekannten, feinen geehrten ( Bahlstelle Berlin). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Verbandskollege Carl Guk Große öffentliche Versammlung. torben in. Die Beerdigung findet am Tages. Ordnung: 1. Ist es den Einsezern Berlins möglich, ihren Forderungen ohne Rück. halt des Holzarbeiter Verbandes voll und ganz Geltung zu verschaffen? Referent Rollege Wiedemann. 2. Diskussion. Es ist dringend nothwendig, daß ein jeder Rollege in dieser Verfammlung erscheint. Achtung! Die Fünfer- Kommission. 1135b Achtung! Kupferschmiede. Grosse öffentliche Versammlung aller in Kupferschmiedereien beschäftigten Personen. B Tages Ordnung: 2. Wahl der am Donnerstag, den 28. Oktober, geSonntag, den 1. nachm. 8 Uhr, vom Trauerhause, Fennstr. 16, nach dem Dantes- Kirchhof, Dalldorfer Chauffee, statt. Um rege Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. 78/11 Zentral- Kranken- u.Sterbekasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter. Ortsverwaltung Berlin D. Eingeschr. Hilfskaffe Nr. 3, Hamburg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied, der Steinmetz 99/1 Jacob Schärz 1. Bericht über den Stand des Dispositionsfonds. Bezirkskassirer. 3. Vortrag des Genossen Aßmann über die Kranken: am 27. b. Mr. verstorben iſt. Versicherungs- Gesetzgebung. 4. Diskussion. 5. Verschiedenes. Die Beerdigung findet Freitag, den 30. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom Um zahlreiches Erscheinen, insbesondere der Mitglieder der Orts. Trauerhause Birkenstr. 49 aus statt. Krankenkasse, bittet Um zahlreiche Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. Carl Guss. Die Beerdigung findet Sonntag, den 1. November, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Fennstr. 16, aus statt. Um rege Betheiligung bittet 274| 3 Der Vorstand. Restaurant u. Festsäle J. Wernau Schwedter Strasse 23/24. Den Vereinen, Klube, Gesellschaften 2c. empfehle ich meine auf das eleganteste eingerichteten großen u. tleinen Säle u. Vereinszimmer von 80, 100, 200, bis 500 Personen fassend, zu VersammIungen, Sigungen, Arbeitsnachweisen, Hochzeiten und Festlichkeiten jeder Art. 2 verdeckte Kegelbahnen. J. Wernau. 59152* meines lieben Mannes Albert Petsch 3u theil geworden, sage ich allen VerKollegen meinen innigften Dank. Wwe. Auna Petich, geb. Sydowski, 1149b nebst Söhnen. Arbeitsmarkt. Schriftenmaler, geübte, finden dauernde Stellung be A. Leonhardt& Co., Jannowißbrückei üchtige Sorntnopi- raiſer verlangen Lenschow u. Markert, 22 Stralauer Allee. 20 Geldsgrant- Schlosser, nur durchaus tüchtige selbständige Leute, finden dauernde lohnende Be fchäftigung in der neu eingerichteten Fabrik von Fabian, Badstraße 59. " Tüchtige 1140b Monteure für Zentralheizung verlangt. Schriftliche Offerten mit Angabe bisheriger Thätigkeit erbeten sub Monteur" durch die Erped. d. Blattes. Goldleiften. Tüchtige Belegerinnen werden ver langt Köpnickerstr. 109 a. 1145b Arbeiter auf bessere Gapes verlangt Oberwafferstr. 10, I. Ein armer Familienvater, der lange Zeit ohne Beschäftigung war, bittet um irgend welche Arbeitsgelegenheit. Eulitz, Cuvrystr. 24, Querg. part.[ 1146b Der Vertrauensmann der Berl. Kupferschmiede. 182/2 Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 255. Freitag, den 30. Oktober 1896. 13. Jahrg. Die Berliner Parteigen offen und kommission. E3 feien nur wenige Beschwerden ein- gegenüber den Privat- Spediteuren bevorzugt, indem die ersteren der Parteitag in Gotha. = " = " die Bons geftattet hätte. Hierüber entstand eine längere Debatte. bie Abrechnung für den Often. 5000 m. gebracht habe. Thielte erstattete hierauf wie ehemals, theilt der Hedner nicht, wenn es auch für die und erstattet darauf seinen Bericht als Mitglied der Preß aufnehmen. Auch die Partei- Spediteure würden in der Expedition gelaufen und zum theil von Genossen, die mit dem früher als die letzteren abgefertigt würden. Frau Heinte Zeitungswesen nicht vertraut wären und daher oft Dinge brachte dieselbe Klage vor, während Glo de und engels das verlangen, welche nicht durchzuführen sind. Frank führt Vorkommen derartiger Uebelstände entschieden in Abrede stellten. Von den 6 Versammlungen, die am Mittwoch Abend ein aus, daß er sein altes Steckenpferd heute nicht wieder reiten Frau Rohrlack brachte zwei Anträge ein. Der erste derselben berufen waren, um den Bericht der Delegirten über den Parteitag wolle, jedoch sei er der Ansicht, daß der„ Vorwärts" nur an An- fordert die Preßkommission auf, zu veranlassen, daß im„ Vorentgegenzunehmen, fonnte die Versammlung im ersten Wahlkreis, fehen gewinnen könnte, wenn er Annoncen, soweit fie nicht dem wärts" nur solche Annoncen zu öffentlichen Versammlungen Auf wie wir bereits mittheilten, nicht tagen, weil angeblich das in Bersammlungswesen dienen, gänzlich weglassen würde, auch sei es nahme finden, welche von der Vertrauensperson des zuständigen Aussicht genommene Lokal den baupolizeilichen Vorschriften nicht nicht richtig, daß ein Mitglied der Preßkommission zugleich Kreises unterzeichnet sind. Die Antragstellerin begründet diesen genügt. Die übrigen Versammlungen zeigten allgemein einen Mitarbeiter am Vorwärts wäre. Mehrere Redner treten der Antrag damit, daß auf Veranlassung von Fränlein recht guten Besuch und lassen wir hiermit in einzelnen die Berichte Ansicht Frank's betreffs des Annoncenwesens entgegen, indem Baader, die doch nur für den vierten Wahlkreis als Vertrauens folgen: der Vorwärts" ohne Annoncen überhaupt nicht lebensfähig person gewählt worden sei, häufig auch Versammlungen in anderen Die Parteiversammlung des zweiten Wahl wäre und auch nicht den Bedürfnissen der Leser entsprechen Kreifen veranstaltet worden wären. Das liege nicht im Interesse: kreises, die in der Bockbrauerei tagte, war zahlreich be würde. Borchert wünscht, daß der Vorwärts" am Ende, einer einheitlichen und planmäßigen Agitation und dem solle sucht. Nach der Ronftituirung des Bureaus, das die Genossen wie z. B. die Staatsbürger- Beitung" eine Erklärung der Fremd. durch Annahme des Antrages vorgebeugt werden. Der zweite, Rizing, Schlichting und Griefe bildeten, erhielt zunächst wörter bringen möchte. Frau von Hofstetten stellt zu demselben Zweck gestellte Antrag verpflichtet die Vertrauens Genosse Werner in seiner Eigenschaft als früherer Bertrauens folgenden Antrag:" Die Breßtommission habe zu ver- personen, über die Einnahmen aller öffentlichen Versamm mann des zweiten Wahlkreises das Wort zur Berichterstattung anlassen, daß Annoncen über Parteiversammlungen von lungen ihres Kreises mut den Einberufern derselben über seine Thätigkeit. Durch die im November vorigen Jahres den Vertrauenspersonen mit zu unterzeichnen sind, andern- abzurechnen. Die Diskussion über diese Anträge, sowie die erfolgte polizeiliche Auflösung der sozialdemokratischen falls sie von der Expedition nicht angenommen werden Berichterstattung vom Gothaer Parteitage wurde, weil es inWahlvereine und der Vertrauensleute sei diese Thätigkeit nur dürfen." Sie begründet denselben durch Vorkommnisse in der zwischen 12 Uhr geworden war und die Versammlung sich eine sehr beschränkte gewesen. Die finanzielle Abrechnung Frauenbewegung. Derselbe wird angenommen, worauf die Wieder- bereits gelichtet hatte, bis zur nächsten Versammlung vertagt. ergab bei ihm eine Einnahme von 580,95. und eine Ausgabe wahl von hoch und Pohl zu Mitgliedern der Breßkommission G3 wurden hierauf gewählt in die Preßkommission: Wilh. von 526,50 M., fodaß ein Ueberschuß von 54,45 M. in seinen erfolgte. Sodann berichtet Alboldt als Delegirter über die Schulz für den Often, Paul Hoffmann für den Südoften. Händen verblieb. Zu den Stadtverordneten Wahlen Verhandlungen des Gothaer Parteitages. Seine Ausführungen In die Agitations- Kommission für die Provinz Brandenburg: des letzten Jahres übergehend, konstatirte der Redner, daß während werden durch den Mitdelegirten Schmidt zum theil noch er Base wiß für den Osten und Weise für den Südosten. feiner politischen Thätigkeit noch niemals eine solche Lauheit und gänzt. Beide Redner find im großen und ganzen Die Parteigenoffen des fünften Wahlkreises waren sehr Lässigkeit der Genossen in bezug auf die Stadtverordnetenwahlen mit dem Resultat des Parteitages zufrieden. Kable zahlreich im Alten Schützenhaus", Linienstraße, versammelt. zit verzeichnen gewesen sei, wie in diesem Jahre. Die behufs verwirft den Ton, der von einigen Rednern gegen Nach dem Bericht des Vertrauensmannes Genossen Paul Agitation einberufenen Volksversammlungen seien überaus schlecht Quard auf dem Parteitage angeschlagen wurde. Borchert besucht gewesen, und auch die materielle Opferwilligkeit der Ge- wendet sich darauf scharf gegen die schmähliche Behandlung, betrugen die Einnahmen durch Liften, Bons, Tellersammlungen noffen sei so sehr gegen die früheren Jahre zurückgeblieben, daß welche Liebknecht auf dem Parteitage zu theil geworden sei und und Bergnügungen 2510,62 m., die Ausgaben 2143,40 M., verbleibt mithin ein Bestand von 367,22. Statt: in diesem Jahre zum ersten Male sich ein Defizit von werden die Ausführungen desselben durch lebhafte Beifallsrufe haben gefunden fünf öffentliche Bersammlungen, 222,10 M. ergeben habe. Sodann gab die weib unterstüßt. Hierauf wird eine Resolution angenommen, welche liche Vertrauensperson des zweiten Kreises, Frau sich mit der Haltung der Delegirten sowie mit den Be- leider mit Ausnahme einiger nur schwach besucht waren. Der Redner giebt der Hoffnung Ausdruck, daß fünftig Scholz, den Bericht über ihre Thätigkeit, die auch aus schlüssen des Parteitages einverstanden erklärt, die die Genossen mehr Eifer entwickeln werden und ein besseres dem schon angeführten Grunde eine sehr beschränkte gewesen sei. Haltung des Genossen Schmidt- Magdeburg gegen Lieb Busammenarbeiten als gegenwärtig im Interesse der Partei Es hätten aber andere Genossinnen die Agitation in die Hand fnecht mißbilligt und die Versammelten verpflichtet, genommen, sodaß für die Aufklärung der Frauen trotzdem ge- im Sinne der Beschlüsse des Parteitages wirken zu wollen. ermöglicht wird. Auf Antrag der Kontrolleure wurde dem Bertrauensmann einstimmig Entlastung ertheilt. Beschlossen arbeitet worden sei. So wären im verflossenen Jahre neun Ein weiterer Antrag der Frau von Hofstetten, daß die wurde, statt wie bisher einen, zwei Vertrauensmänner Volksversammlungen von den Frauen einberufen worden. Die Bertrauenspersonen verpflichtet werden, wenn im Wahlkreise von finanzielle Abrechnung ergab bei ihr einen Ueberschuß von anderer Seite Volts- und Parteiversammlungen stattfinden, die zu wählen und hierzu die Genossen Reul und Mager 26,94 M. An Bons feien von den Frauen des zweiten Kreises Abrechnungen zu verlangen, wird als undurchführbar bezeichnet verzichtete die Versammlung und wurden die Genossen Liep einstimmig anerkannt. Auf einen Bericht der Preßkommission für 213 m. verkauft worden. Die Abrechnung des und abgelehnt, worauf die Versammlung um 121/2 Uhr geschlossen mann und Roth einstimmig wiedergewählt. Hierauf berichtete nach der polizeilichen Auflösung gewählten Vertrauens- wurde. Genosse Robert Schmidt als Delegirter vom Parteitage. Mit mannes, des Genossen Riting, ergab eine Einnahme von Die Parteigen offen des vierten Wahlkreises waren in dem Hinweis auf die ausführlichen Berichte über die einzelnen 6898,55 M. und eine Ausgabe von 1930,45 M. Der Ueberschuß Joel's Saal versammelt. Zunächst gab Franz Schulze einen Punkte im„ Borwärts" verbreitete fich der Redner über die Arbeiten in Höhe von 4968,10 M. sei an den Partei- Ausschuß abgeführt. allgemeinen Ueberblick über die Thätigkeit der Vertrauenspersonen. und den Verlauf des Parteitages im allgemeinen, dabei betonend, Der Redner bemängelte auch die Intereffenlosigkeit der Genoffen, Gr bezeichnete den Fortgang und den Erfolg der Agitations- daß, entgegen den Behauptungen der bürgerlichen Preſſe, unter die Einnahmen hätten entschieden höhere sein müssen. Der als einen recht den Genossen eine allgemeine Befriedigung über den Verlauf des Revisor Genoffe Carl Berger beantragte De charge für arbeiten, sowie den Stand der Partei die beiden männlichen Vertrauenspersonen, für Frau Schola ba guten, was unter anderem auch daraus hervorgehe, daß Parteitages zum Ausdruck tomme. Die Ansicht, daß in der die Partei Zeitungs Spedition einen Ueberschuß Don Partei verhältnißmäßig nicht mehr die Opfer aufgebracht werden, gegen nicht, da diese den Revisoren nur die Revision über die Dieselbe schließt ab mit Bentraltasse zutreffen mag. Durch die Organisation der Frau Scholz erklärt, daß sie die Revision verweigert einer Gesammt Einnahme von 15 103,10 M. und einer provinzialen Agitations Kommissionen werden die Gelder da die Genoffen fich fonft garnicht um fie ge- Gesammtausgabe von 14 120,30 M., darunter sind 1021 M., mehr wie früher am Drte selbst verwandt. Die fümmert hätten und fie ihre Abrechnung daher von welche an den Partei- Ausschuß abgeführt wurden. Im Südosten hier aufgebrachten Mittel feien sehr bedeutende. mehreren Genossinnen habe revidiren laffen. Frau Jung sind nach dem Bericht des Genossen Gutschte 12 329,70 m. verständlich habe man leien sehr bedeutende. Selbstes und anderen großen bestätigt dies und beantragt als eine dieser Revisorinnen Decharge für Frau Scholz. Ebenso tritt Frau Fahren wa Id eingenommen, 6564,20 M. ausgegeben, 5586,90 m. an den Ausschuß Städten viel leichter, Mittel aufzubringen, als in kleineren abgeliefert, und ist noch ein Bestand von 102,10 M. vorhanden. Städten, wo die Arbeiterschaft noch rückständiger für die Handlungsweise der Frau Scholz ein, während die Fräulein Baader, als Vertrauensperson für die Agitation ökonomisch mehr abhängig ist. Die Kritik über die„ Neue Welt", Genoffen Rizing, Lange, Kropp, Antrid, Ewald, unter den Frauen hat eine Einnahme von 501,60 Wi., eine wie sie vom Genoffen Frohme geübt wurde, kann der Redner nicht Berger, Hensel und Werner das Verhalten der Frau Ausgabe von 493,45 M. gehabt, und 50 M. an gut heißen. Unzweifelhaft ist der Inhalt der Neuen Welt" be= Scholz nach verschiedenen Seiten hin als inkorrekt bezeichnen. den Ausschuß gesandt, so daß ein Bestand von 8,15 M. bleibt bentend beffer geworden und hat dieselbe unter der Redaktion Die Abrechnung der Frau Scholz betreffe nicht nur den zweiten Sie berichtet, daß die Agitation unter den Frauen gute Fort- des Genossen Steiger außerordentliche Fortschritte gemacht.( Sehr Wahlkreis, sondern ganz Berlin und daher hätten ebenso wenig schritte gemacht habe. Sowohl im 4., 5. und 6. Wahlkreise, auf richtig.) Jedenfalls war aber die weitere Debatte über diesen die Revisoren des zweiten Kreiſes revidiren können, wie welche sich ihre Thätigkeit erstreckte, als auch in den Vororten Punkt eine höchft interessante und der Redakteur wird den bedie heutige Bersammlung befugt sei, Decharge zu er fanden zusammen 22 Versammlungen statt. In Weißenfee, Rig rechtigten Wünschen zahlreicher Parteigenossen nachkommen. theilen. Gin Antrag Antrid, ber der Frau Scholz dorf und Friedrichsberg hat sich je eine Frau gefunden, welche Ueber den Bunkt: Arbeiterschutz" war insofern eine größere über die den zweiten Kreis angehende Bons- Abrechnung die Agitation in den betreffenden Orten in die Hand genommen Diskussion auf dem Parteitage ausgeschlossen, als MeinungsEntlastung ertheilen will, wird angenommen. Sodann wird den hat. Auf Antrag der Revisoren ertheilte die Versammlung den verschiedenheiten prinzipieller Natur auf diesem Gebiete nicht beiden Vertrauensmännern volle, der Frau Scholz dagegen auch Vertrauenspersonen Decharge. An den Geschäftsbericht knüpfte fich vorhanden sind und es folgedessen weiterer Auseinandersetzungen nicht die oben erwähnte theilweise Entlastung ertheilt. Zwei im Anschluß hieran zur Diskussion gestellte Anträge der Genoffin eine Debatte, hervorgerufen durch die Ausführungen Kaiser's, bedarf. Was die Frage des Achtuhr- Ladenschlusses betrifft, so meint der Anschluß hieran zur Diskussion gestellte Anträge der Genoffin welcher eine spezialisirte Abrechnung über alle Einzelheiten der Redner, daß eine solche Bestimmung wohl eine Verkürzung der Altmann, die verlangen, daß den Vertrauensmännern Abrechnung auch über die nicht von ihnen einberufenen Versamm: Einnahme und Ausgabe verlangte. Diesem Verlangen ent- Arbeitszeit bedeutet und einen nicht zu unterschätzenden Vortheil lungen ihres Bereich zugehen soll, werden nach furzer Debatte Sprachen Thielte und Gutschte nach Möglichkeit, andere Redner für die Handelsangestellten gewährt. Der Redner wendet sich von der Antragstellerin zurückgezogen. Hierauf erstatten die bezeichneten jedoch die spezialisirte Abrechnung in öffentlicher sodann in längeren Ausführungen gegen die Anschauungen des ebenfalls polizeilich aufgelöften" Preß- und Lokal Bersammlung für unthunlich und meinten, daß man in dieser Genossen Legien, die derselbe in bezug auf die Gewerkschaftstommissions- Mitglieder Bericht. Genosse Knüpfer Hinsicht der Gewissenhaftigkeit der Revisoren vollkommen trauen bewegung auf dem Parteitag zum Ausbruck gebracht hatte. Das tommissions Mitglieder Bericht. Genosse Knüpfer könne. Nachdem die Debatte über diesen Punkt geschlossen war, entstand Verlangen Legien's, die Gewerkschaften sollen Sozialpolitit, aber ohne berichtet, daß die Preßtommiſſion zwar nur zwei Sigungen, aber fie aufs neue bei den Vorschlägen zur Wahl der Vertrauenspersonen. Parteipolitik betreiben, müsse einen entschiedenen Widerspruch doch wichtige Gegenstände zu verhandeln gehabt habe. Die erste Kaiser machte gegen die Wiederwahl des Genossen Wengels hervorrufen.( Sehr richtig.) Es ist selbstverständlich, daß die Angelegenheit habe den früheren Berichterstatter des Vor warts", Rogge, der seiner Thätigkeit wegen Indiskretion geltend, daß derselbe als Zeitungsspediteur schen Arbeit genug Berbände innerhalb ihrer Organisation teine Politik treiben. Aber enthoben sei, betroffen, die zweite hauptsächlich die Vorgänge in habe, außerdem aber auch deshalb für diesen Posten nicht em- in ihrer Propaganda, losgelöst von den Verbänden haben sie sozial. der Redaktion des" Borwärts" im Anschluß an die Quarc- pfohlen werden könne, weil er beim Prozeß Auer, an welchem er demokratische Sozialpolitik zu treiben. schen Vorschläge. Die Preßkommission habe sich durchaus auf die bekanntlich betheiligt war, pro Tag 7,50 M. Diäten bezogen geübt wurde und für die Gewerkschaftsbewegung nur vom Seite der Redaktion gestellt und daher die betr. Artifel gebilligt. habe, obgleich er doch als Spediteur sein festes Gehalt bekomme. Nußen war. Einem Abgleiten von dieser Bahn wird auch in Nachdem der Auch über einige Annoncen sei verhandelt worden. Ein Genoffe Dazu bemerkte Wengels, und Franz Schulze und den Gewerkschaften entgegengetreten werden. andere bestätigten es, daß die andere bestätigten es, daß die gezahlten Diäten nur Redner noch auf das ausgezeichnete Referat der Genoffin Zetkin. Berger wendet sich gegen die Annoncen des Oberlin- Vereins, des eine Entschädigung für baare Auslagen darstellten, die über die Frauenfrage hingewiesen hatte, spricht er die Hoffnung Zentral- Viehhofes und des Margarinefabrikanten Mohr, findet aber der vorauf aus, daß auch der diesjährige Parteitag die Anregung zu einem mit feinen Ausführungen teine Gegenliebe bei der Versammlung. Wengels bei Gelegenheit des Prozesses und Das Mitglied der Lokalkommission unterbreitet einen gegangenen Haussuchungen gehabt habe. Das wisse auch Kaiser, eifrigen Wirken für die Partei geben wird. Genosse Ma a ß ist der Antrag auf Freigabe der Philharmonie, des Ronzerthauses und der nur seinem persönlichen Groll Luft machen wolle, ganz Meinung, daß der Punkt: Arbeiterschuß, nicht gründlich genug des Kroll'schen Etablissements als Runstinstitute, der nach genau. Im weiteren Verlauf der Debatte wurden vorwiegend auf dem Parteitag behandelt wurde und spricht sich entschieden furzer Debatte angenommen wird. Die Wahlen ergaben das persönliche Erörterungen gepflogen, die kein weiteres Interesse gegen die Vorschläge Legien's aus, der nach seiner Auffassung haben. Als Vertraueuspersonen wurden gewählt: Wengels gemeinsam mit der Generalkommission stets bemüht war, den schon gestern mitgetheilte Resultat. Der vorgerückten Beit wegen und hielte für den Often, Gutschte und Erbe für deutschen Gewerkschaften trotz der unterschiedlichen Verhält wurde von der Berichterstattung über den Parteitag abgesehen den Süd- Osten. Hierauf gab Karl Scholz einen Bericht niffe, den Stempel der englischen Gewerkschaften aufzudrücken. und diese einer späteren, demnächst einzuberufenden Partei- Ver- über die Thätigkeit ber Lokalkommission; er ver In bezug auf die Presse hält der Redner eine Verbilligung des sammlung überlassen. Um 11 Uhr schloß der Vorsitzende wahrte sich dagegen, daß er mit seiner Aeußerung Vorwärts" für dringend nothwendig, um dadurch in wirksamer die Versammlung mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf auf der Provinzialfonferenz, die dahin ging, daß die Berliner Weise gegen die bürgerlichen Zeitungen konkurriren zu können. die Sozialdemokratie. Arbeiter die Lokalsperre nicht immer beobachtet hätten, den Sodann weist er auf die Leipziger Volkszeitung" und die Im dritten Wahlkreis war die Versammlung von ungefähr Berliner Parteigenossen habe zunahe treten wollen. Jächel Sächsische Arbeiterzeitung" hin, die nur 65 respektive Außerdem sei es nöthig, daß 400 Personen besucht, und berichtete Genosse Fris über seine besprach die Lokalverhältnisse in Treptow und beklagte sich 70 Pfennige foften. Vorwärts" Annoncen Annahmestellen eingerichtet Thätigkeit als Vertrauensmann. Dieselbe sei infolge der be- darüber, daß der Annoncensammler des Vorwärts" die Unter- für den tannten Vorgänge nur gering gewesen, und betrugen die Ein- schrift eines Treptower Wirthes eingeholt habe, obwohl werden. Ju längeren Ausführungen bemängelt der Redner, daß nahmen 1372,34 M., die Ausgaben 409,65 M.. so daß ein Bestand doch nur die Lokalkommission dazu befugt sei. Vogt der Vorwärts" zu den verschiedenen Fragen, welche die Parteivon 962,69 m. bleibt, von dem 800 M. an die Parteitasse ab- gab diese Thatsache zu, führte sie aber auf ein Versehen genossen intereffiren, nicht in geeigneter Weise seine Meinung geführt worden sind. Kräter als Revisor bestätigt die Richtig zurück. Folgende von J ä chel eingebrachte Resolution wurde zum Ausdruck gebracht hat. Schmidt stimmt dem letzteren Punkt bei, die Auffassung, daß die hohe keit der Abrechnung und wird Fritz einstimmig entlastet. angenommen: Die Versammlung mißbilligt entschieden das Ver- wendet sich aber gegen Darauf wurde die Frage erörtert, ob in Zukunft wieder haletn des Annoncenfammlers Vogt, der von einem Wirthe die Abonnentenzahl des vom Vorredner erwähnten Lokal- Anzeiger", nur eine Vertrauensperson für den dritten Wahlkreis fungiren Unterschrift wegen Hergabe des Saales verlangte, wozu nur in dem niedrigen Abonnementspreis derartiger Blätter zu suchen soll und entscheidet sich die Versammlung für die bisherige Hand- die Lokal- Kommission berechtigt ist. In die Lokal- Kommission sei. Es ist der Hang zum Sensationelicu, der diesen Zeitungen habung. Genoffe Friz wird dann als Vertrauensperson wieder- wurden gewählt: Blume und Faber für den Often, eine große Zahl gedanken und kritiklofer Leute zuführt. Borwärts" ift dies nicht enthalten und tann gewählt. Hinz berichtet hierauf über die Thätigkeit der Lokal- Jächel, Pahlke und Wenzel für den Süd- Osten. Im seiner Zendenz wegen nicht enthalten sein. Getommission. Im dritten Wahlkreis haben wir 17 Säle, die zu Bum Bericht der Preßkommission nahm Genosse Böhm das auch Partei- und Gewerkschafts- Versammlungen geeignet wären; Wort. Er bezeichnete die mancherlei Beschwerden, welche von noffe Liepmann erklärt sich von dem Verlauf des Partei15 weitere Säle stehen uns nicht zur Verfügung; auch bittet er die einzelnen Genoffen bezüglich der Versammlungsberichte und des tages vollständig befriedigt und ist der Ansicht, daß in der Angelegenheit der fünfte Kreis besonders Parteigenossen, ihre Ansicht betreffs der Lokalfrage zum besten zu Inseratenwesens gelegentlich vorgebracht worden find, für nicht Quard'schen geben. Fri stellt darauf den Antrag, daß Lokalitäten, begründet und die Haltung des Vorwärts" als in dieser Hinsicht gut vertreten war. Wie in Sachen des Vorwärts", so habe auch soweit sie der Kunst dienen, zum Besuch des Kunstgenusses frei zufriedenstellend. Wenn jeder Parteigenosse dafür sorgen würde, die Diskussion über die„ Neue Welt" auf der Höhe der Zeit zugeben sind. Für diesen Antrag sprachen mehrere Genossen daß sich die Abonnentenzahl mehre, dann könne noch manches gestanden. Wünschenswerth wäre es allerdings gewesen, man und meint Heinrich, daß die in Frage kommenden Lokalitäten beffer werden. Wilh. Schulz schloß sich diesen Ausführungen hätte sich bei dem Achtstundentag nicht mit einer platonischen genau bezeichnet werden sollten. Der Antrag Friß wird an. Alb. Müller beschwerte sich darüber, daß der Vorwärts" Liebeserklärung begnügt, sondern beschlossen, diese Forderung als Sarauf angenommen und wählt man die Genossen Hinz und einen Bericht des Vereins Friedrich Engels" nicht aufgenommen Wahlparole zu benutzen. Der Redner spricht sich gegen die Herab Mahle wieder zu Mitgliedern der Lokalkommission. Pohl habe. Man solle entweder alle oder gar keine Vereinsberichte setzung des Abonnementspreises für den Vorwärts" aus und meint " " " = eine Tattit, die bisher Demokratie wird die interessante Bersammlung darauf 124 Uhr Mit einem freudig aufgenommenen Hoch auf die Sozial. geschlossen. In seinen weiteren Ausführungen, daß alle Ursache vorhanden sei, daß Nachdem Frau Mefch noch der Meinung Ausdruck gegeben ausschließen, doch wurden fie von ihren eigenen Bugehörigen sich die Gewerkschaften gegen die Anschauungen Legiens verwahren. hat, daß die einzelnen Partei- Orte auch mehrere weibliche eines anderen belehrt. Von der Frau Gerndt waren, wie schon in den anderen Ver- Vertrauenspersonen wählen dürfen, daß man dagegen in Berlin fammlungen erwähnt, die aus Frauenkreisen empfohlenen Anträge vorläufig nur eine wählen will, um in der hiesigen Frauen- Dienstag bei Kohn, Beuthstraße. Dua ft referirte über den Eine öffentliche Versammlung der Schloffer tagte am eingegangen. Die Versammlung lehnte diefelben ab, mit der Be bewegung Einigkeit zu schaffen, wird die folgende Resolution Berlauf der verflossenen Lohnbewegung, zum Schluß die Kollegen gründung, man möge die Anträge in der Frauenversammlung Riesel angenommen: Die heutige Parteiversammlung erklärt zur Annahme empfehlen. Hierauf erfolgte der Schluß der gut fich mit den Beschlüssen des Gothaer Parteitages einverstanden, auffordernd, der Organisation beizutreten, um das Errungene besuchten Versammlung. festzuhalten und weitere Mißstände beseitigen zu können. In der macht dieselben zu den ihrigen und verspricht, für die Ausführung hierauf folgenden Diskussion wurde der Indifferentismus eines Im fechsten Wahlkreise war der Kolberger Salon, in dem derselben Sorge zu tragen." bie Versammlung stattfand, bis auf den letzten Platz gefüllt. mehrere Redner wiesen darauf hin, daß die organisirten Unters Theils der Kollegen kritisirt und die Zustände in einzelnen Wertstätten, wo die Attordarbeit besonders vorherrschend ist, erörtert. Das Bureau bildeten die Genoffen Ernst, Freythaler und Ries. Der Vertrauensmann Rose giebt die Abrechnung für nehmer beabsichtigen, die von den Arbeitern durch die Bewegung die Monate Juli, Auguft, September, ferner eine Uebersicht über erzielte Lohnerhöhung und den Neunstundentag mit dem 1. Ja. die im sechsten Wahlkreis betriebene Agitation. Er tommt auch nuar 1897 wieder rückgängig zu machen. Es sei desauf die Auflösung der Partei Organisation zu sprechen und theilt mit, daß die Parteithätigkeit auch nicht einen Der Wahlverein für den vierten Reichstags- Wahlkreis halb alle Veranlassung zu einem festen Zusammenschluß aller Augenblick geruht hat. ( Süd- Ost) hielt am Dienstag eine Generalversammlung ab. Bor Metallarbeiter in der Organisation vorhanden. Mitgetheilt Nach Ertheilung der Decharge Eintritt in die Tagesordnung ehrten die Anwesenden das An- wurde noch, daß die Bau- und Konstruktionsschloffer beabsichtigen, bie Wahlen vorgenommen, über bie bereits berichtet. Als Vertrauensmann der Schönhauser Borstadt wird den Sigen. Der Vorsitzende Boigt erstattete hierauf den Ge- wurde deshalb ersucht, die Sammlungen für den öffentlichen denken des verstorbenen Genoffen oppe durch Erheben von im kommenden Frühjahr in eine Bewegung einzutreten und Genoffe Klose, für die Rosenthaler Vorstadt und Gesund schäftsbericht. Er warf einen Rückblick auf die Neugründung Debatte, die theils persönlicher Natur war, theils taktische Fragen Fonds in der bisherigen Weise fortzusehen. Nach einer längeren brunnen Brintmann, für Wedding und Oranienburger Bordes Vereins und bezeichnete den gegenwärtigen Stand desselben als Als Revisoren werden die Genossen Hänisch, Waschow sti neuerdings noch 3 hinzugekommen, sodaß augenblicklich 15 Bahl- lung mit der Aufhebung der Sperre über die verschiedenen Werkstadt Eugen Ernst, für Moabit wird Greschte gewählt. einen erfreulichen. Zu den bisher bestehenden 12 Bahlstellen find betraf, erklärten sich die Anwesenden zum Schluß der Versamm werden und Freythaler gewählt. " " mehr an die Preßkommission wenden. Auch soll man mit Be Dersammlungen. gewonnen werden, wenn die Genossen sich mit ihren Beschwerden welcher Genosse Jahn über„ Die Arbeiterfrage in der GegenEine Branchenversammlung der Klaviaturarbeiter, in schwerden nicht gleich in Bersammlungen Lärm schlagen, sondern wart" referirte, tagte am 26. Oftober in Hente's Salon. Nach fich direkt an die Redaktion oder die Kommission wenden. bem mit Beifall aufgenommenen Bortrage äußerten sich zu GeFerner ist es erwünscht, daß die Beschwerdeführer zu den Breßwerkschaftlichem verschienene Redner in abfälliger Weise zur tommiffions- Sigungen kommen, damit die Sachen gleich definitiv Ueberstundenarbeit, die jest wieder von einigen Fabrikanten verwerde. Que Rebner verurtheilten die Ueberstundenarbeit geregelt werden können. und forderten die Kollegen auf, überall da, wo die Unternehmer ein derartiges Ansuchen an ihre Arbeiter stellen, sich entschieden dagegen zu wehren. Zum Schluß fordert der Vorsitzende zum zahlreichen Besuch der Versammlung auf, die am Montag, den 2. November, bei Henke stattfindet. " " = stätten, da dieselben zum großen Theil von indifferenten Arbeitern bereits befezt sind, einverstanden. Nach Schluß der Versammlung wurde von einem Ver. sammlungstheilnehmer ein Bortemonnaie gefunden; der Verlierer tann es in der Redaktion des Vorwärts" in Empfang nehmen. " " Wes Namens der Zotaltommission berichtet berichtet Genoffe stellen bestehen, welche über das örtliche Gebiet des Vereins Tauschel über die letzten Verhandlungen betreffs der außer- berart vertheilt sind, daß der Vorstand die Zahl derselben für halb Berlins gelegenen Lokale. Bielfach sollen die Lokale, die durchaus genügend hält, umfomehr, als auch in den Vereins halb Berlins gelegenen Lokale. Vielfach sollen die Lokale, die versammlungen Beiträge gezahlt werden können. Während seines für die Berliner Genoffen gesperrt find, von den Genossen vierteljährigen Bestehens der betreffenden Orte selbst besucht worden sein. Darauf wird jammlungen ab. hielt der der Verein zwei Verfolgende von Tauschel vorgelegte Resolution angenommen: Er zählt gegenwärtig rund 1200 Mit- Berichtigung. In dem unter Nummer 249 2. Bl. geglieder. Zwei derselben( Jungnickel und Ulbrich) wurden brachten Bericht einer öffentlichen Versammlung der Töpfer Die heutige Parteiversammlung spricht ihr Bedauern darüber ausgeschlossen, weil sie sich gegen die Vereinsgrundsätze ver- werden die Kollegen, welche das Bureau bildeten, beschuldigt, aus, daß nach dreimaligem Verhandeln der Berliner Partei- gangen haben. Nunmehr erstattete der Kassirer den Kaffen- ganz unmotivirt die Redaktion des„ Vorwärts" verdächtigt zu genoffen mit den umliegenden Wahlkreisen Berlins betreffs der bericht, welcher eine Einnahme von 505,80 M. und eine Ausgabe baben". Außerdem werden einige Kraftausdrücke zitirt, die doch Lotalfrage eine Einigung nicht erzielt worden ist. Die Partei- von 264,95 M. aufweist. Es bleibt demnach ein Bestand von unbedingt die Töpfer in den Augen der Leser des Vorwärts" versammlung erwartet daher von einer demnächst abzuhaltenden 240,85 M. Scholz drückte seine Freude darüber aus, daß für herabsetzen müssen. Nur kurz darauf eingehend, will ich be Konferenz sämmtlicher Lokalkommissions- Mitglieder Berlins und den vierten Wahlkreis zwei Vereine gegründet worden sind. Der merken, daß niemand verdächtigt wurde. Meine Ausführungen der Umgegend eine endgiltige Regelung der Lokalfrage unter Erfolg davon zeige sich darin, daß der Verein Süd- Ost schon mehr zum 2. Punkte bewegten sich in folgendem Rahmen: möglichster Berücksichtigung der Wünsche der Berliner Arbeiter- Mitglieder habe, wie der früher für den ganzen Kreis bestehende Verein. Nachdem feit längerer Beit in bezug auf Organisation schaft." Dagegen meinte Böhm, daß die Mitgliederzahl im Verhältniß und Agitation bei uns viel verabsäumt worden ift, Ferner beantragt Tauschel, daß die Philharmonie, Kroll zu den bei der letzten Reichstagswahl abgegebenen 46 356 Stimmen fahen wir uns von neuem genöthigt, zur Verbesserung unserer und Konzerthaus für den Besuch als Kunstinstitute freizugeben, noch lange nicht groß genug set, weshalb es sich jeder Genoffe Lage eine angeftrengte Thätigkeit zu entfalten. Die Preffe mußte Arbeiterfestlichkeiten dort dagegen nicht abzuhalten feien. Er zur Pflicht machen müsse, in seinen Bekanntenkreisen neue Mit uns hierzu behilflich sein. Und da der Vorwärts" am meisten weift darauf hin, daß diese Kunstinstitute zwar formell boykottirt glieder zu werben, namentlich auch für die Berbreitung unserer von den Kollegen gelesen wird, indem das Fachorgan hier eine find, daß der Boykott aber doch nicht durchgeführt wird und Presse zu sorgen. Dem Kassirer wurde hierauf Decharge ertheilt zu geringe Verbreitung hat, müssen wir ihn in Anspruch nehmen. wir uns somit nur blamiren. Der Antrag wird, nachdem sich darüber und der bisherige Vorstand sowie die Revisoren ohne Genug, der Verein der Töpfer" brachte in der Nr. 233 des eine theils zustimmende, theils ablehnende Diskussion entsponnen Widerspruch durch Zuruf für das nächste Halbjahr wiedergewählt. Vorwärts" eine Annonce und merkwürdigerweise prangte darunter hat, angenommen. In die Lokalkommission wurden darauf Eine längere Debatte entstand darüber, ob es angebracht sei, auch eine Reklame Annonce für den Verband. Ist das kein für die Schönhauser Vorstadt Genosse Schulz, für Gesund noch mehr Bahlstellen einzurichten. Es wurde namentlich eine Grund zur Verwunderung, besonders dann, wenn ein ehemaliger brunnen- Rosenthaler Vorstadt Witzel, für Wedding- Oranien- folche in der Forsterstraße gewünscht. Die Versammlung beschloß, Kollege( Verbändler) in der Redaktion fit? Kann man burger Borstadt Freythaler, für Moabit Weise gewählt. baß es bei 15 Bahlstellen bleiben solle, und eine etwaige Ver- den Kollegen verdenken, wenn sie der Meinung werden, Für die Preßkommission berichtet Genoffe Schmidt. legung einzelner derselben dem Borstande überlassen wird. Ferner es wird der Vorwärts" zu diesen Zwecken mißAus der Thatsache, daß nur ganz wenige Beschwerden an die wurde beschlossen, 300 Protokolle vom Gothaer Parteitage an braucht? Ift bas bie Berdächtigung, so nehme ich sie auf mich. Breßkommission gelangt find, schließt der Redner, daß die Breß- zuschaffen und diese den Mitgliedern zum Selbstkostenpreise ab- Ferner wurde von mir, Hagen und Thieme auf das Schädigende tommission von den Genossen nur für eine Scheinkommission gehalten zulassen. werde. Ein größerer Einfluß auf den Vorwärts" könne nur der 6 folgenden Arbeitsmarkt- Annoncen hingewiesen. Und zwar in allen Arbeitsnachweisen Deutschlands aus; wenn nun täglich mit vollem Recht. Der Vorwärts" als Zentralorgan liegt wohl derartige Annoncen erscheinen, wenn selbst einige Schmiermeister sich an den Filial Arbeitsnachweis hierselbst gewandt haben, fo tonnte diese Nachfrage auf andere Weise befriedigt werden, aber nicht dadurch, daß hunderte von Kollegen von außerhalb herein gezogen werden, welche die Preise noch tiefer brücken. Wie Frau Greifenberg beantragt, daß Versammlungsganz richtig in der angenommenen Schlußresolution gefagt wurde. Anzeigen im Vorwärts" nur aufgenommen werden sollen, wenn Was die einzelnen Ausbrücke aus der Mitte der Versammlung sie vom Vertrauensmann unterzeichnet sind. Sie will dadurch anbetrifft, so sind sie von mir zur genüge gerügt worden und verhindern, daß an demselben Tage gleichartige Versammlungen andere Mittel stehen mir nicht zur Verfügung. Im Gegentheil ist gerade vom Bureau ganz energisch dagegen protestirt worden, stattfinden. Sie belt beantragt, bdie im Vorwärts" vor als aus der Mitte der Versammlung darauf hingewiesen wurde, tommenden Fremdwörter an einer bestimmten Stelle zu ver Eine öffentliche Versammlung der selbständigen den Vorwärts" einfach abzubeftellen. Auch wurden Beschuldi deutschen und keine Inferate aufzunehmen, die den Interessen Kürschner und der in der Kürschnerbranche be- gungen, daß die Partei die Gewerkschaften vernachläffige, ebenso der Arbeiter zuwider sind. Getabelt wird namentlich, daß der schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen tagte entschieden zurückgewiesen. Von alledem steht nichts im Bericht, Borwärts" Abonnements Einladungen der patriotischen am 26. Oktober im alten Schüzenhause. Stegge retapitulirte so daß diese Berichtigung für uns unumgänglich nothwendig Berliner Illustrirten Zeitung" beilegt. Schmidt weist furz noch einmal den Berlauf des letzten Streits, wobei er zu wurde, wollten wir im Ansehen bei der öffentlichen Meinung keine Darauf hin, daß die Inferate für die Zeitung durchaus dem Schluß gelangte, daß zur Führung eines Kampfes vor allen Einbuße erleiden. Im Auftrage des Bureaus. M. Daudert. nothwendig find, weil ste der Partei Geld bringen. Dingen eine fräftige Organisation die Hauptvorbedingung sein müsse. ( Es wird schwerlich jemand in dem Eingefandt eine Be Andere Parteizeitungen sind noch viel weniger simperlich wie Nach furzer Debatte schritt man zur Wahl der Revisoren für die richtigung entdecken tönnen. Außer nebensächlichen der Vorwärts". Wir haben keine Ursache, uns über die Ge- Abrechnung des Streifs; aus den Reihen der Selbständigen mängelungen ist nur bestätigt, was im Vorwärts" wiedergegeben schäftsinferate fo sehr aufzuregen, denn Schwindel ist wurden Levin und Brassin, von den Arbeitern Keller, Friedrich war. In den Annoncenstreit wollen wir uns nicht einmischen, doch mehr oder weniger dabei. Die Genossen müssen und Riehl für diesen Posten ernannt. Eine längere die ganze Polemit zeigt, einen wie einseitigen vom Organi sich selbst vorsehen und die Redaktion hat von dem Recht Debatte geitigte die Tariffrage. Aus ber anfang fationsstreit beherrschten Standpunkt der Einsender einnimmt. Gebrauch zu machen, wo es nöthig ist, zu kritisiren. lich in Ruhe verlaufenden Diskussion Diskussion ging hervor, unbegreiflich aber finden wir es, daß von dem Einsender der Frau Ihrer betont die Nothwendigkeit der Verdeutschung der daß die in der Kürschnerbranche beschäftigten Arbeiter und Ar- Berichtigung aufs neue die Beschuldigung gegen ein Mitglied unferer Fremdwörter. Auch auf dem Gebiet des Inseratenwesens müßten beiterinnen, welche bei Beginn des Streits der Selbständigen zu Redaktion erhoben wird, es habe den Anschein, als ob es feine Reformen eingeführt werden. Wir dürfen nicht dem Grundsay deren Unterstützung beitrugen, von diesen selbst animirt worden Stellung im Vorwärts" im Sonderinteresse seiner Gewerkschaft ,, non olet" buldigen. Frau Ihrer verweist auf die Inserate des waren, einen möglichst hohen Tarif für Stücklöhne auf- mißbrauche und wenn der Einsender hierfür als Beleg feiner Schlachthofes, in denen das finnige Fleisch annoncirt wird. zustellen, damit so die Selbständigen ihre Forderungen an die Bermuthung die Aufeinanderfolge der Annoncen der lokalen und Biesboit fonstatirt, daß das betreffende Fleisch nicht gerade Fabrikanten begründen können. Die Arbeiter gingen an diese Arbeit; zentralen Richtung anführt. Wir haben den Genossen gesundheitsschädlich ist. Strabie schlägt vor, um das gleich die Selbständigen aber segten auch einen Tarif für die Arbeitenden Daudert und Hagen auf der Redaktion ausdrücklich erklärt, zeitige Tagen gleichartiger Bersammlungen zu verhindern, eine auf, und zwar, wie man annahm, entsprechend den erzielten Er- daß für ihre Bermuthung jede thatfächliche Unterlage fehlt. Nach Zentralftelle zu begründen, aber nicht die Vertrauensleute damit rungenschaften. Nach diesem von den Selbständigen vorgelegten dem Genoffe Daudert diese grundlose Verdächtigung. wieder. zu belasten. Tarif reduzirten die Arbeiter einige Positionen ihres eigenen Nachdem sich noch die Rebner Kröhn, Dornbusch und Taris, und dieser so zu stande gekommene Zarif lag heute berholt, lehnen wir es ab, mit ihm weiter zu diskutiren. Die Redaktion.) Grashold in dem Sinne ausgesprochen haben, daß der Vor tombinirten Versammlung zur endgültigen Beschlußfassung vor. Punkt wärts" auf Inserate angewiesen sei, weil er sonst ein Defizit für Punkt durchging Regge die einzelnen Boften. Nur ganz vereinzelt Herr F. Mauerhoff berichtet uns, daß er nie Mitglied des haben werde, daß aber Annoncen unfittlichen Jubalts schon heute tam, es vor, daß die Versammelten die vorgenommene Reduktion ab- Fachvereins der chirurgischen Branche war, mithin nicht aus. nicht aufgenommen werden, wird der Antrag Greifenberg( Unter- lehnten und den selbst aufgestellten Satz wieder aufstellten. Die gefchloffen werden konnte. zeichnung der Versammlungs Inserate durch den Vertrauens Gesammtabstimmung ergab denn auch Annahme des Tarifes Friedrichsberg. Am 20. Oktober sprach hier im Arbeiter. mann) abgelehnt, der Antrag bezüglich der Fremdwörter und der seitens der Arbeiter und Arbeiterinnen, während die anwesenden Bildungsverein Genosse Raßler über das Thema:„ Der Kampf Nichtaufnahme von arbeiterfeindlichen Inseraten angenommen.- Selbständigen denselben ablehnten. Die Differenz, um die es sich ums Dasein." Die hierauf verlesene Abrechnung vom letzten In die Prestommission werden darauf gewählt die Ge- bei den einzelnen Poften handelte, variirte zwischen 5 und 25 Pf. Quartal ergab eine Einnahme von 111 M. und eine Ausgabe noffen Helbig und Dornbusch. Die Selbständigen meinten, die paar Pfennige nicht zahlen zu können, von 30 M., mithin bleibt ein Bestand von 81 M. Unter Ber Ueber die Verhandlungen des Parteitages berichtet Genosse während die Arbeiter behaupteten, nicht unter den festgelegten schiedenem ersuchte der Vorsitzende Jakobi um zahlreiche BeRiesel. Er geht furz die Verhandlungen des Parteitages durch, Sägen arbeiten zu können. Wo es sich irgend ermöglichen ließ, theiligung an dem Besuch der Urania, der zum 22. November über welche die Leser ja aus den Berichten des Vorwärts" feien sie durch Herabgehen von ihren Aufstellungen den Selb- vom Verein geplant ist. Billets à 60 Pf. find in den Zahlinformirt sind. Was die Debatten über den Vorwärts" auf ständigen entgegengekommen, dagegen solle man ihnen auch nicht stellen zu haben. Am Schluß wurde noch bekannt gegeben, daß dem Parteitag betrifft, so waren die Vorwürfe, daß er nicht zu zumuthen, den Tarif gerade so hinzunehmen, wie die Selbständigen in der nächsten Bersammlung am 17. November Dr. Joël über allen Parteifragen Stellung nimmt, berechtigt. Genosse Lieb- ihn anzubieten belieben. Seitens der Selbständigen wurde darauf die Erforschung des Nordpols sprechen wird. fnecht wird jett, nachdem allgemein der Wunsch ausgesprochen Regge vorgeworfen, er meine es nicht ehrlich mit der Kürschnerwurde, jedenfalls sorgen, daß es besser wird. Das Referat schaft, da doch alle einmal selbständig werden wollten und dann ebenüber den Arbeiterschutz hat vielen mit recht nicht genügt; der falls unter dem jezt aufgestellten Zarif zu leiden hätten. Von anderer Referent Wurm hatte aber nur wenig Zeit zur Vorbereitung. Seite wieder wurde erklärt, die Arbeiter feien mit Annahme des Grashold fonstatirt bezüglich der Frauenorganisation, daß Tarifes die Dummen, sollte er bestehen bleiben, würden doch, der Parteitag aus vereinsgefeßlichen Gründen beschließen mußte, auch die nicht strittigen Säße, nicht bezahlt; weiter wurde den daß in jedem Drt nur eine Frau als weibliche Vertrauens Arbeitern vorgeworfen, sie hätten die Selbständigen nicht unterstützt person gewählt werden solle. Kröhn bemerkt, daß man sich in dem beendeten Rampf, sondern dieselben in die Batsche geführt. Mit den Angriffen auf Liebknecht mehr hätte mäßigen aller Energie wandte sich egge gegen die ihm unterschobene sollen. Liebknecht habe sein ganzes Leben lang der Partei gedient. Verrätherei, und er sowohl wie Bier wiesen auch die sonstigen Der Angriff Robert Schmidt's auf Duard war vollständig be- Unterschiebungen ganz entschieden zurück. Von einer Seite der rechtigt. Gegen solche Ueberläufer sollten die Genossen vorsichtiger Selbständigen wurde die Thätigkeit Regge's anerkannt, und die sein. In der Debatte über die Mutter Bertha" hat Steiger in Haltung der übrigen Selbständigen mißbilligt, ihnen wurde der Sache recht behalten, Frohme ist abgeführt worden. Mich anempfohlen, da bei den Akkordsätzen nur 4 bis 5 Werf hat der Roman enthusiasmirt. Duard von Schmidt richtig behandelt worden ist; dagegen könne wie in allen übrigen Werkstätten, der Wochenlohntarif fei er sich in den Gedankengang Liebknecht's versehen, der bei ja angenommen. Bei dem nächsten Punkt der Tagesordnung Streitigkeiten in der Partei sich mit dem Zentralorgan nicht un- handelte es sich nach Einleitung Regge's darum, wie sich die bedingt auf die Seite der einen Partei stellen wolle. Gegen Arbeiter zu der Rückerstattung der zum Streit geliehenen Gelder über dem Vorwurf, daß die Genossen der Provinz nicht fiellen, resp. wie eine Beitragsleistung hierzu zu regeln sei. genug an die Parteitaffe zahlen, meint Genoffe Scheffler, Redner meint, er könne nach dem eben Borgefallenen die geplante daß nicht alle Genossen so günstig gestellt feien, wie Betheiligung daran nicht empfehlen. Hiergegen wandten sich die die Berliner und Hamburger, daß aber überall in der Selbständigen in sehr entschiedener Weise und wurde Agitation die Schuldigkeit gethan werde. Quard hätte man nach kurzen Auseinandersetzungen dieser Punkt bis 8ur nicht in so überlegener Weise niederkartätschen sollen. Riesel nächsten öffentlichen Versammlung vertagt. Die Selb erwidert, man hätte Quard ganz richtig behandelt. Die Partei- ständigen erboten sich, von ihnen abgelehnten Tarif genoffen müßten dafür sorgen, daß jeder, der in der Partei eine noch einmal einer Berathung unterziehen zu wollen. Ein Antrag Stellung einnehmen wolle, auch eine Lehrzeit durchgemacht habe von einer Seite der Selbständigen, auf jede Beihilfe der Arbeiter und nicht übertrieben rasche Karriere mache. Von den Partei- und Arbeiterinnen zur Deckung der Gelder zu verzichten, wurde von genoffen der fleinen Städte verlange niemand große Summen, aber wenige Mart tönnten überall aufgebracht werden. in den den Selbständigen selbst abgelehnt. Vorher wollten dieselben sogar die gewählten Revisoren der Arbeiter von dem Amte der Revision Griechische Nord- Schule, Arbeiter- Bildungsschule. Freitag Abend 9 1hr bis 10% Uhr: Südoft- Schule, Waldemarstr. 14: Natur- Erkenntniß( Antite und moderne Naturbetrachtung. Problem der Weltbildung im Alterthum. Weisheit und biblische Ueberlieferung. Die Entthronung der Erde aus ihrer bevorzugten Stellung im Weltenall. Mechanistische Auffassung und experimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in das Naturganze Lamart- Darwin]. Das Seelenproblem. Atomismus und Materialismus. Grenzen der Natur- Erkenntniß.) Herr Dr. C. Joël. Brunnenstr. 25: Rede- Uebung( Die wichtigsten technischen Grundsäge für die Stunft des öffentlichen Stebens. Lehre vom Aufbau eines Bortrages). Herr Heinrich Schulz. Die Schulräume find zur Benutzung der Bibliothek und des reichen Bett Arbeiter- Sängerbund Berltus und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Pafewalterfir. 8. Alle Aenderungen im Bereinstatender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter Rancherbund Berlins und Umgegend. Menderungen schriftenmaterials, schon von 8 Uhr abends an geöffnet. im Bereinstatender find zu richten an Karl Stiller, kleine Frankfurterane Buſchriften, den Bund betreffend, find au richten an Hermann Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sabn, Schönhauser Allee 177 c. Verein der Buchdrucker u. Schriftgieter für Riedorf- Brik. Sonntag, den 1. November cr., mittags i uhr, in den Bittoria- Sälen, Sermannftr. 49: Generalversammlung. Borstandswahl zc. Erscheinen aller Mitglieder bringend erwünſcht. Bentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler. Die Orts- Ber waltungen von Berlin und umgegend verfammeln sich am Freitag, den 30. Ottober, abends 8 Uhr, bet Schöning, Röpnicerfir. 68. Bentralverband der Konditeren. Außerordentliche Mitglieder- Ber fammlung am Sonntag, den 1. November, abends 7 Uhr, bei Stabernact, Inselstr. 10( früher Scheffer). Bortrag des Genossen Millarg über:„ Technische Revolution". Nach dem Vortrage: Geselliges Betfammensein. Briefkasten der Redaktion. W. F. Charlottenburg. 1. und 2. Nein.-. K. 21. Jeder der drei Ausdrücke enthält eine Beleidigung.- 1001. Ja. Für denJuhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 30. Ottober. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Die Tochter des Regiments. Schauspielhaus. Torquato Tasso. Deutsches Theater. Hamlet. Berliner Theater. Renaissance. Residenz Theater. Der Stellver treter.( Le Remplaçant.) Borber: Opus I. Offend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weiß. Der deutsche Michel. Der deutsche Michel. Der deutsche Michel. Sonntag, den 1. November, nachm.: Dorf und Stadt. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/78. Direktion: W. Hasemann, tönigl. preuß. Kommissionsrath. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater Uhr. Sternwarte Invalidenstr. 57–62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Gintritt 50 f. = Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanfchläge. Being- Theater. Madame Sans Prima Ballerina Passage- Panopticum. Gêne. Theater des Westens. Treue. Neues Theater. Bocksprünge. Vorher: Treptows Abschied. Schiller Theater. Ein Ehrenwort. Bentral- Theater. Eine wilde Sache. Thalia- Theater. Prima Ballerina. ( Maison Tamponin.) Belle Alliance- Theater. Mamsell Vielliebchen. Volks- Theater. Ein vorsichtiger Mann. Zum Schluß: Pladderas danz. Theater Unter den Linden. Der Bumpmajor. Die Bajadere. Oftend Theater. Der deutsche Michel. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Deborah. Alexanderplat- Theater. Ohne fittlichen Halt. Baufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Apollo- Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Freitag, abends 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Sonnabend, abends 8 Uhr: Gin Ehrenwort. Central- Theater. Alte Jakobftr. 80. Direttion: Richard Schultz. Emil Thomas a. G. Freitag, den 30. Oktober: Bum 41. Male: Eine wilde Sache. Große burleste Ausstattungspoffe mit Gefang und Zanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Mufit von J. Einödshofer. Anfang 18 Uhr. Morgen: Eine wilde Sadje. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Deborah. Boltsschauspiel in 6 Aufzügen von S. H. Mosenthal. Marg. Pix a. G. Anfang 8 Uhr. Billets an der Theaterkaffe und im " Juvalidendant", Unter d. Linden 24. Sonnabend: Tilli. Luftspiel in 4 Atten von Francis Stahl. Sonntag, den 1. November 1896, nachm. 3 Uhr: Klassiker- Vorstellung zu Abonnementspreifen. Die Räuber. Trauerspiel in 5 Aften von Friedrich von Schiller. ( Maison Tamponin). Vaudeville in 3 Atten von Blum und Zoché, bearb. v. Hugo Wittmann. Musik von Karl Weinberger. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, 1. November, nachm. 3 Uhr: Bei bis zur Hälfte ermäßigten Preisen: Gebildete Menschen. ApolloTheater. Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. Signor Bernhardi, Mile. Fougère und sämmtliche 500 Gruppen. Figuren Schreckenskammer. Wirkliche Fahrt a. d. Golf v. Neapel. ( Riesen- Illusion.) Blaue Grotte von Capri Fürstensaal. Berlin. Berühmtheiten. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Kunstkräfte 1. Ranges. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Sonntag, den 1. November: Neues Programm. Neu! N. E. Kaufmann, Neu! Ur- Australier der beste Kunst- Radfahrer der Welt. Ferner 8 Debuts. Viktoria- Brauerei. Lützowstrasse 111/112. Heute, sowie jeden Freitag und Montag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Steidl also Li- Hung- Tschang. Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( siehe Plakate.) Sonntag: Konzerthaus Hanssouci. Alexanderplatz- Theater. W. Noack's Theater Pikante Novität! Oyne sittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Aften von Wilh. Friedhold. Anfang 8 Üühr. Bons haben Giltigkeit. Sonnabend: Pitante Novität. Ohne nittlichen Halt. Brunnenstr. 16. Täglich( außer Sonnabends): Konzert, Theater- Borstellung. Auftr. von Spezialitäten. Rünler 1. Ranges. Neu! Neu! Neu! Sittenbild aus dem Berliner Leben Die Weber von Wilhelm Friedhold. Sonntag, den 1. November 1896, nachm. 4 Uhr: Auf allgemeines Verlangen: Schneewittchen und die sieben Zwerge. Baubermärchen in 8 Bildern von Georg Zimmermann. Achtung! Original- Burleste mit Gesang u. Tanz von W. Gericke. Musik von Stenzel. Jeden Sonntag, Dienstag ut. Donnerstag nach b. Borstellung Tanzkränzchen. Circus Busch. ( Bahnhof Börse.) Volks- Theaters Freitag, 30. Oktober 1896, Abends 71/2 Uhr: Grosse 34 Reichenbergerstrasse 34. humoristische Vorstellung. Pferdebahn- Haltestelle: Kottbuser Thor. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Achtung! Ein vorsichtiger Mann. Motto: Scherz, Humor u. gute Laune. Sensationeller Erfolg! Die Jagd nach dem Glif. Nene Einlagen: Skioptische Darstellungen. Außerdem: 100 Clowns, männliche u. weibliche. Bum 1. Male: Gebr. Clifton mit ihrem mechan. Esel, Der Gigerl Clown A Seit 20 Jahren die komischste urfom. Scene. Boffe, welche Berlin je gefehen hat. Mr. Alf. Daniels als Sänger. Die Um 9/2 6: Gemischter Theil. Alles nen für Berlin. Zum Schlusse: Pladderadautz, Entree 50 Pf. bis 3 M. Familien- Wochenbillets Entree 10 St.3. Parquet 10 St. 6. Dem geehrten Publikum zur gefälligen Nachricht, daß die Bekannts machungen des Bolts Theaters nur durch die Beitnngen erfolgen, nicht durch Sänlenanschläge. Clowns Mr. Sidney u. Cyrillo. Die Troika, breff. u. ger. v. Herrn FoottitBurghardt. Der gr. u. b. tl. Ungar, dargestellt von Mr. Wells m. d. kl. jähr. Frig. 6 Trakehner, der orient. Hengst Mustapha, der arab. Bollblutbengst Ibrahim, brefs. u. vorgef. v. Dir. Busch. Auftr. d. Schulreiters Herrn Victor u. d. Parifer Schulreiterin Mlle. Lorey. Spezialitäten 1. Ranges. Morgen: Die Jagd nach dem Glück. Sonntag: 2 Borstell. Nachm. 4 Uhr: Millennium. Abends 71/2 Uhr: Die Jagd nach dem Glück. ( Kannibalen). Vogler's Casino fr. Weltreftaurant, Dresdenerstr. 97 Jm vorderen Saal: Italienische NationalSänger- und Tänzer- Gesellschaft Dominico Conti. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben ist erschienen: Gothaer Kongreß- Protokoll. Preis 30 Pf.( Porto 10 Pf.). Geb. 50 Pf.( Porto 20 Pf.). Das nach stenographischer Niederschrift hergestellte Protokoll ist durch Beifügung eines ausführlichen Sachregisters zu einem prattischen Nachfalagebuch gestaltet worden. Jedes in den Berichten der Parteileitung und der Fraktion erwähnte politische Ereigniß, jeder in den Kongreßdebatten berührte Gegenstand tann sofort ohne jede Mühe festgestellt werden, ebenso jeder der nach der Materie alphabetisch geordneten Anträge zum Parteitag, die Verhandlungen über die Frauenfrage, die Diskussion über die ArbeiterSchuhfrage, die lehrreiche Debatte über Kunst und Sozialismus etc. reihen das diesjährige Protokoll inhaltlich zu den bedeutungsvollsten unserer Parteitagsprotokolle. Belle- Alliance- Theater. Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, den 1. November 1896. Bum 1. Male: Lumpacivagabundus. Volksstück mit Gesang in 3 Aufzügen. Mitwirkende: 218/12 Frau Dora( Adolph Ernst- Theater); Georg Worlitzsch ( Central- Theater); Richard Jürgas( Leffing- Theater); Hans Manussi( Prag); Elise Hüftel; Julius Türk. Musik von dem gesammten Orchester des Belle- Alliance- Theaters. Neue Einlagen, gesungen von Frau Dora und Herrn Manussi. Eintrittskarten à 60 Pf. sind in den bekannten Zahlstellen zu haben. Achtung! Sänger! Aktien- Brauerei Friedrichshain. Sonnabend, den 31. Oktober, abends präzise 812 Uhr: Dritte gvoke volksthümliche SOIREE Im ersten Theatersaal: mit Bennhung der Konzertorgel, arrangirt von Paul Friedrichs Variété n. Spezialitäten- Theater. unter Mitwirkung der Opernsängerin Ful. Bertha Horwitz( Sopran), der Auftreten v. Kunstkräften nur I. Ranges. Ronzertfängerin Frl. Gertrud Rietz( Alt), des Opernfängers Herrn J. Raminsky Aufführung v. Poffen u. Singspielen.( vom Rigaer Stadttheater, Bariton), des Opernsängers Herrn Ferd. Shop Im zweiten Theatersaal: ( von der königl. ungar. Hofoper in Pest, Baß), des Cellovirtuosen Herrn Max Schulz, des Violinvirtuosen James Harrott, des Orgelvirtuosen Herrn Die unübertrefflichen Hamburger Sänger. Franz Rokicky, des herzogl. Hofschauspielers Werner Gabri. Herren- Billet 25 Pf. Damen- Billet 15 Pf. 16/3 Tanz findet nicht statt. Anf. Wochentags 7 Uhr. Sonnt. 6 Uhr. Billards. 4 neue Regelbahnen. Sorgf. gepfl. Biere, anert. gute Küche. *****@ ece Kinetograph. Feen- Palast Phonographische Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Nur noch bis Sonnabend das so erfolgreiche RiesenOctober- Programm Das Stadtgespräch ist das Schießen mit dem Militär- Gewehr leben 88 auf den fugelsicheren Dowe- Panzer von der Kunstschüßin Elsa Dowe. Sonntag, den 1. November: Neues Sensations Programm. Anfang 71/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirt 50 f. Kaufmann's Halbe Variété Menschen und 20 EliteNummern Nur noch 2 Tage. Alcazar. Variété and SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstrasse No. 52 53. City- Passage Annenstr. No. 42/43. Direktion: Rich. Winkler. Vornehmster Familienaufenthalt. Letzte Woche des sensationellen OktoberProgramms. The 3 Bollini. Adelaide u. Little Erich. Geschw. Pauli. Lotte Sieger. Herm. Wehling. Mr. Gilton und Miss Marguerite. Entree 30 Pt. Anfang 8 Uhr. reitarten haben Wochentags Giltigkeit. ( Leben de Photographieen. Auch in Naturfarb.) Intereffanteste Bilder historischen Charakters u. des Gesellschaftsleb. in vollkommenster Naturwahrheit. Wiedergabe musikalischer und deklamatorischer Vorträge. Phonographische Für alle Besucher zugleich deutlich hörbar ohne Schläuche. Eintrittspreis für alle Vorführungen 50 Pf. Militärs und Kinder 25 Pf. Borstellungen ununterbrochen von 10 Uhr vormittags bis 11 Uhr abends. 21. Unter den Linden No. 21. Vereine erhalten Preisermässigung nach Vereinbarung. 2 Vorstellungen täglich Schluss der Saison am 31. d. M. Nur noch 2 Tage Nachm. 5-7; Abends 9-11 Uhr. Bolossy Kiralfy's ,, Orjent" Olympia Riesentheater. Grösstes Schaustück der Welt. Ca. 1000 Mitwirkende. Uebertrifft alles bisher dagew.! Von Publikum u. Presse einstimm. anerkannt. Ausverkauf! Mein großes Lager in Kleiderstoffen, Gardinen, Weißwaaren, Wäsche, Posamenten, Trikotagen, Strümpfen, wollenen Westen und vielen anderen Artikeln stelle ich zu bedeutend ermäßigten Preisen wegen Geschäftsverlegung Ausverkauf! gum Wrangelstraße 119. Bitherspiel lehrt Schulze, Prenz Taner Allee 26. 2452* Richard Stock. Stiegliße, Seifige 1 M., alle Sorten 1142b Vögel billig. Schmidt, St. Andreasstr. 8. Wohl fühlt sich Hirschfleisch bei jetziger Witterung, wer Brunnenstrasse 110 Odrrbrucher Gänse Apfb.25,30,40% ẞiBlatt 40 u. 50 Pf. Keule 70 Pf. 50, 55, 60 Pf.. auch ausgeschlachtet. ( neben dem Pferdebahn- Depot) Hühner, Enten, Tauben. bei Ignatz Sello bezieht anerkannt Wild- und Geflügel- A. Ritschl guten Rum, 1/1 Flasche inkl. von 90 Pf. an, vorzügl. Glühwein- Extrakt, 1/1 l. jetzt Handlung intl. von 1,10 m. an, Ingwor-, Pfeffer- vis- à- vis 61. Dresdenerstr. 61 part Rohtabak. Grösste Answahl! Billigste Preise. Sämmtliche Fabrikations- Utensilien, minz-, 2c. ff. Liköre(/ 1 Literflasche) intl. 1,10 M., Literflasche intl. 55 Pf., Stonsdorfer intl. Drig. Fl.( 3/4 Liter) à 80 Pf., Halb und Halb, feinfte Likörmischung, per 11 Champagner Flasche inft. 90 f., alten Nordhäuser per Liter 50 f., medic. Ungarwein Orig. Fl.( 1/2 Liter) inkl. von 90 Pf. an, sowie Mr. 185, Brunnenstraße Nr. 185. fämmtliche Sorten Weine, Cognacs, r. 185, Brunnenstraße Nr. 185. EinzelHeinrich Franck, 1. f. w., Spirituofen auch im Ginger Groß- Destillation n. Ausschank verfauf nur zu Engrospreisen. Billigste Bezugsquelle. 58852* Bitte genau auf No. 110 Brunnenstrasse No. 110 zu achten. Neues Klubhaus 72 Kommandanten- Straße 72. Sonnabend, 21. und 28. Nov., sowie Sonnabend, 5. Decbr. Saal frei. 11036 Franz Böhm Landsbergerstraße Nr. 95. „ Vorwärts" ist zu lesen. 1144b Für die hiesigen Lefer liegt der heutigen Nummer unferes Blattes Die Gewinnlifte der preußischen Lotterie vom gestrigen Tage bei. Kaufhaus Wilhelm Joseph eröffnet am Sonnabend, den 31. Oktober 1896, abends 5 Uhr, in seinem neugebauten Hause Haupt- Strasse 153 Ecke der Großgörschenstraße, gegenüber dem Botanischen Garten bedeutend seine erweiterten Geschäftsräume. Von dem Bestreben geleitet, dem verehrlichen Publikum ein der Neuzeit entsprechendes Etablissement der Manufakturwaaren- Branche zu bieten, habe ich meine Geschäftsräume in einen besonderen, eigenen Neubau verlegt und hierdurch eine bedeutende Vermehrung des Waarenlagers herbeigeführt. Die rapide Zunahme des umgebenden Stadttheils und die der angrenzenden Vororte veranlaßten mich, viele bisher noch nicht geführte Artikel, insbesondere sämmtliche Herren- Artikel sowie konfektionirte Costüme, Morgenröcke, Blousen, Glacé- Handschuhe etc. in größerem Stile aufzunehmen. Es sei hiermit auf diese vielseitige Vergrößerung besonders hingewiesen. Alle Waaren gelangen in besonderen übersichtlichen Abtheilungen zur Auslage. Zur Bequemlichkeit des Publikums veranschaulichen meine an Größe und Eleganz unübertroffenen sechs Schaufenster die reichhaltigste und vielseitigfte Ausivahl in allen Artikeln. Sämmtliche Räume find äußerst komfortable und im modernsten Stile eingerichtet und durch elektrische Bogenlampen taghell erleuchtet. Der billige Erwerb des Baugrundstückes entlastet mich im Gegensahe zu andern Geschäften von einer bedeutenden Ladenmiethe, und vortheilhafte, große Abschlüsse mit den bedeutendsten Fabriken ermöglichen den Verkauf meiner Waaren zu noch billigeren Preisen, als dies in meinen alten Räumen der Fall war. Meine bekannte Reellität, sowie meine langjährige Vertrautheit mit den Bedürfnissen des Publikums haben während der Zeit meines Bestehens meinen Kunden. fceis stets vergrößert, so daß ich hoffen darf, das Vertrauen des verehrten Publikums auch in meinen neuen Räumen um so mehr zu gewinnen, als ich durch diese nothwendig gewordene Geschäftserweiterung in die Lage versezt worden bin, den weitgehendsten und vielseitigsten Anforderungen zu entsprechen. Hochachtungsvoll Wilhelm Joseph. Nach stattgehabter Kostprobe, bei welcher seitens der hervorragendsten Berliner Gastwirthe unser Pilsner Bier als vorzüglich anerkannt worden ist, beehren wir uns hiermit zur gefl. Anzeige zu bringen, dass wir unser Bräu regelmässig in, und Hectos abgeben. Die Generalvertretung der Pilsner Genossenschaftsbrauerei in Pilsen M. Stein& Co., Berlin W., Auf 14 Tage Probezeit Steinmetzstrasse 45. Fernsprech- Amt 6 No. 143. Achtung! Achtung! ziehen, Bahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Guckel, Laufigerplay 2, Elfafferftr. 12, Stegligerstr. 71, I. Künstl. Zähne v. 8 M. an, Theilz. verf. ich per Nachnahme von 6,50 M. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Bahn mit Porto u. Verpackung 1 hochfeinen Harzer Kanarien- Roller. Bei Abnahme von 3 Stüd 16 m 6.Stüd 30 M. Gute Zuchtweibchen 1 M. Was nicht gefällt, nehme ich binnen 14 Tagen zurück. Anfrag. m. Retourmarte erb. an L. G. Maller, Bogelzüchterei, Nordhausen am Harz. Nophastoffe S auch Reste in Rips, Damast, Crêpe, Phantafe, Gobelin und Plüsch spottbillig! Proben franko! Läuferstoffe in allen Qualitäten zu Fabrikpreisen. Berlin S., Die weltbekannte Bettfedern- Fabrik Gustav Luftig. Berlin S., Brinzenftr. 46, verfenbet gegen Nachnahme( nicht unter 10 M.) garant. neue vorzügl. füllende Bettfebern, b. Pfb. 55 Bf. Halbbannenb. Bfb. M. 1,25, h. weiße Halbdaunen, b. Bfb. m. 1,75, borzügliche Daunen, b. fb. M. 2,85. Bon diesen Daunen genügen 3 Pfund zum größten Oberbett. Berpadung wirb nicht berechnet. 214L* Wer von noch will reell und billig kaufen. Durch Ankauf auf Auktionen und Konkursmaffen bin ich in der Lage, jebe8 Stück billiger zu verkaufen, als alle anderen Geschäfte. Ich vertaufe daher: = = Hochelegante Winter Paletots von 5,75 M. an bis 36 M. Hohenzollernund Pellerinen- Mäntel von 5,25 M. an bis 30 M. Kaiser Mäntel und Joppen von 6,75 M. an bis 24 m. Damen Mäntel und Jaquets von 5,50 M. an. Damen- Röcke in allen Farben von 3,25 M. an. Hochfeine Rock und Jacket- Anzüge von 12,50 M. an. Herren Hosen von 2,75 M. an. Kellner Hofen und Jackets von 4,75 M. an. Leder und Arbeits56 Bitte lesen Sie! Sie! Sofen au 2,35 1. Burschen und # Knaben Paletots, Herren Jackets, Da ich große Poften auf Auktionen Westen und Röcke in allen Größen, Emil Lefèvre, praße ſehr billig getauft habe, empfehle ich Knaben- und Burschen- Anzüge, Süte, 158. jedem Genoffen, der feinen Bedarf an Roffer, Operngläser, Reffel, Revolver, Schirme, Stöcke, Wäsche, Stiefel, Verwaltung der Kochanstalt Winter- Paletots, Geigen, Trommeln, ühren, Ketten, Städt. Schlachthof Täglich( Sonntags vorm. von 7-9 Uhr) Verkauf von: Gekochtem Rindfleisch à 30 u. 35 Pf. per Pfund. Get. Schweinefleisch à 40 Pf. per Pfund.[ 30L* Gute rothe Kartoffeln verkaufe ich 1212* Anzügen, Mänteln, Joppen, einzelnen Ringe u. f. w. zu enorm billigen Jaquets, Hosen, Westen, ferner Arbeits- Preisen. anzügen billig und gut taufen will, Gustav Lucke, Herren- und Knaben- Garderoben Waarenhaus, mein bekanntes reichhaltiges Lager von aller Art zu enorm billigen Preisen. A. Wergien, Schneidermeister, 209L* à Zentner 2 M. Stralau, Dorf 127 Stalizerstraße 127. straße 14 am Waffer. Vereinszimmer mit Piano frei. Oswald Grauer, Luifen- Ufer 53. 11266 Bestellungen nach Maaß werden gut und billig ausgeführt. Bitte sehr, recht genau auf Namen und Hausnummer zu achten. Berlin, 131. Oranienstraße Nr. 131. Medicin. Ungarwein beste Qualität, à Literflasche 2,10 m., 5 Literfl. 9,25 M. Alter Portwein und Malaga( Pajarele) à Fl. 1,50 m. 10 FI. 13,50 Medic. Panillac( abgelagerter Bordeaux) à Fl. 1,50 m. 10 FI. 14,- M. Ananas- Bowle, Pfirsich- Bowle à Fl. 3/4 Liter 60 Pf. Eugen Neumann& Co., Belle- Allianceplatz 6a. Neue Friedrichstr. 81. Oranienstr. 190. Genthinerstr. 29. Potsdam: Bäckerstr. 7. Charlottenburg: Kaiser Friedrichstr. 48. 4. Münzffrake 4. 4. Münzstraße 4. Wegen Abriß des danses Räumung Schuhwaaren meines Details und Engros- Lagers in in erdenklichsten Sorten zu unerreicht billigen Preisen. eleganter Schnitt, gute Paßform 9 Damen- Zugftiefel in allen Größen aussortirtt • Paar Paar 2,90 Mr. Damen- Knopfftiefel angenähte Knopfler, 3,75 Mr. Damen- Lederhausschuhe warm gefüttert. Baar 1,90 Mt. Damen- Steppschuhe fat warm, mit richtigem halben 1,75 Mt. • Paar ausgenähte Knopflöcher, LederDamen- Knopfftiefel tappe, Leberbrandfohle, reng 5,25 Mt. reell ausfortirt. Paar Paar Herren- Roßlederzugstiefel augelt ober genabt, 3,90 Mr. Herren- Schnürschuhe genagelt oder genäht paar 3,50 Mt. Herren- Besatzstiefel genagelt mit Knopfverzierung 4,00 Mr. genagelt oder genäht, Beber 5,00 Mr. Herren- Zugstiefel tappe, Leberbrandsohle Paar Elegante Herren- Besatzstiefel, Wiener Arbeit, genagelt Baar Bu ebenso billigen Preisen ist mein großes Winterlager herabgesetzt. 6,00 Mt. L. Wachsner, Schuhwaaren en gros 4. Münzstraße 4. 4. Münzffraße 4. As Hausschlächter für Benno Stabernack's Vereinshaus, Reftaurateure u. Private empfiehlt sich K. Rössler, Fleischermeister, 2542*] Münchebergerstr. 11, 1 Tr. Inselstrasse 10( früher Scheffer's Salon). Empfehle meinen neu renovirten Saal( 250 Personen faffend), sowie Vereinszimmer zu Festlichkeiten, Versammlungen, Arbeitsnachweisen, Bahlstellen 2c. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin,