. pner, n bet Diens traße, omme chlüffe Stel Ver Sprach baten eiter", jebod ich der ählten ter zu en und n fich nit ge ter Bes g des en lab ifation . Auch nd Re Sereins eigent and bis g unter meiften och 30g hin, fo e. Sterbe En von ch ben 1. bet -1 Uhr, macher 37 bis 4 t Rafficer Nr. 38. Sonnabend, 14. Februar 1885. II. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Intereffen der Arbeiter. Das Berliner Boltsblatt" eint glih Morgens aufer nach Son web Fetagen. Abonnementspreis für Balin frei in's Saus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,85 Mart, wöchentlich 35 Bf. abonnement 4 Mart. Einzelne Nr. 5 Bf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 f. ( Eingetragen in der Postzeitungspreislifte für 1885 unter Mr. 746.) Insertionsgebühr beträgt für bie& gespaltene Betizeile oder deren Naum 40 Pf. Arbeitsmart 10 r. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inferate werben bis 4 s Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Munsc Bureaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berfin SW., Bimmerstraße 44. Wohlstand, Bildung und Verbrechen. " Daß aber auch mit der Wohlhabenheit eines Volkes die Bildung desselben steigt, liegt auf der Hand. Die Unter der Rubrik Soziales und Arbeiterbewegung" Bildungsmittel sind für den Einzelnen dann leichter zu befindet sich in der gestrigen Nummer eine Notiz Bildung schaffen, weil eine gewisse Ruhe und Zufriedenheit noth= und Verbrechen", in welcher nachgewiesen wird, daß das wendig find, um die Bildung zu fördern. Berbrechen des Mordes Hand in Hand geht mit der getingen Bildung des Volkes. Wo es die meisten Analpha- Wohlstand, die größte Gegnerin der Verbrechen, so beson21. beten giebt, da giebt es auch die meisten Morde. Daß die Bildung eine der größten Gegnerinnen der Berbrechen ist, dies kann man unbedenklich als Wahrheit die Verwundungen mit dem Messer oder dem Kaüttel, fie annehmen, daß aber mit der Bildung auch ein gewisser verhindert den Todtschlag, aber auch alle diejenigen Mittags ze Babb hrleger Thr, im e, ftatt geführt famm .M. in Lohn ptgegen Den. Da ren Ver bekannte Meeting itertreife Berlines Februa 9-10 und bie t. But Babrung Im ing Bakla ber Bref Sonntag Be, ftath en. Die Kollegen Warbeiter Som n glaubt fender B fiche ewöhnli Borftadt daß die beftimmte getretener Berfamm rious Tindet am ng 7- und Der etc. Beg 29. 3. Innere Forftand. ung egend. rfteber be 288 nen erfucht inerftr. 47 er. Jordan's 3. Anträge Forfigenden Borftand berhindern, darf nicht aus dem Auge gelassen werden. Mal aus Roth begangen. Erst nach und nach treten VerSo werden die meisten Eigenthumsverbrechen das erste nügen und Gewohnheit an Stelle der Noth. cine In der Zeit des wirthschaftlichen Aufschwungs zu Anfang der fiebenziger Jahre war die Zahl der Diebstähle 60 pt. der vor dem Jahre 1870 im Durchschnitt stattgehabten Fälle. Nachdem aber die Krisis eingetreten war, hauften fich die Verbrechen gegen das Eigenthum in verhältnißmäßig äußerst geringe; sie betrug nicht ganz zenswerther Weise. Diebstahl und Betrug, Unterschlagung und allerlei Gaunerei standen auf der Tagesordnung. Allerdings trug diesem Rückschlag das größere Wohlleben, welches sich Sewöhnt hatten, einen Theil der Schuld; man sollte wieder anfangen zu entbehren und um dem zu entgehen, verfiel Bancher dem Verbrechen. Die Bildung aber ist, wie oben angedeutet, neben dem ders der Verbrechen gegen Gesundheit und Leben der Mitmenschen. Die Bildung verhindert die rohen Schlägereien, springen. Wir sehen also, daß zur Verminderung der Verbrechen Wohlstand und Bildung Hand in Hand gehen müssen. Da es nun für die Masse des Volles unmöglich ist, unter den gegenwärtigen Zuständen sich die nöthige Bildung zu verschaffen, so müssen diese Zustände durch gefeßliche, soziale Reformen insoweit eine Aenderung erfahren, daß die Lebenshaltung des Bolles gehoben, daß ein gewisser a IIgemeiner Wohlstand erzeugt wird, höhere Bildung im Gefolge hat. Bur Arbeiterschutzgesetzgebung. der eine Mehrfach schon hat das Boltsblatt" die vom Füsten Bis mard inaugurirte sogenannte Sozialreform, die Krankenversiche die Unfallversicherung u. 1. w. mit der Medizin vers glichen, die dem schon Erlcanften gereicht werden soll. Sie hat dann im Gegensatz dazu die soziale Hygiene empfohlen, welche den Krankheiten vorbeugen, welche die speziellen Arbeiterkrankheiten und Unfälle vermindern und die Invaliditäts- und Altersversorgung, wenn auch nicht überflüssig, so doch nicht dringlich machen soll. Roth, die besonders zum Diebstahl verleitete. Uns find Doch in der Hauptfache war es die plöglich eingetretene Balle befannt geworden aus jener Zeit, wo durchaus ehrenbaite Arbeiter, um ihrer Rinder Hunger zu stillen, sich zum Felbbiebitahl verleiten ließen. Uns find Fälle bekannt, die beweilen baß es feine Phrase ist, daß die Mutter für ihre ausgebrochener Krankheiten ist in den meisten Fällen Medizinhungernden Rinder Brot stiehlt. So ergiebt sich, daß ein gewisser Wohlstand einen Soßen Theil der Verbrechen verhindern würde. Vorbeugungen gegen die Krankheit zu treffen, das ist die Aufgabe aller vernünftigten Aerzte; der Versuch der Heilung pfuscherei. Und wie es bei dem Individuum ist, so ist es auch bei Den Krankheiten muß vorgebeugt dem sozialen Körper. werden, dann ist die Versicherungsmedizin nicht so noth wendig, oder aber nur für wenige Glieder des sozialen Körpers Bon diesem Standpunkt aus sind bis jezt die sozialreformatorischen Vorschläge noch nicht genug gewürdigt erforderlich. worden. Räme ein wirksames Arbeiterschußgeseh zu Stande, würde die Arbeiterklaffe durch Einführung eines Marimalarbeitstags, eines Minimallohnes u. f. w. zu einer ge= wiffen und vor allen Dingen zu einer stabilen besseren Lebenshaltung gelangen, so würden Gefängnisse und Zuchthäuser, Arbeitshäuser und Landarmenanstalten sich entbilfern und es würde dadurch dem Staate und der Gesell- Arbeiterschußgesezgebung verdienen und die in der That im werben. 88 Die Vorbeugung geschieht durch eine Regelung der heutigen Produktionsweise und durch Organisation der Arbeit. Wie dies geschehen soll, deuten zum allerdings geringen Theil Die Aniräge der Konservativen und Klerikalen im Reichstage, eine Arbeiterschußgefeßgebung betreffend, an. Ausführlicher und flarer aber find in dieser Hinsicht die Anträge der Arbeiterpartei zur Gewerbeordnung, die eigentlich erst den Namen aft eine große moralische und petuniäre Last abgenommen Falle ihrer Realiftrung ein wirksames Vorbeugungsmittel gegen cud verboten.] Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forsesung.) Und als Lord Davis bann sah, wie sie von allen Die sozialen Krankheiten abgeben würden. aber war ich auch von Mißtrauen erfüllt. Ich war es, welcher in Lord Davis bas das Mißtrauen schürte, welcher ihn aufmerksam machte auf die Huldigungen, bie der Graf seiner Gattin darbrachte. Ich war es, welcher der Gemahlin des Grafen sagte: Ihr Mann liebt eine Andere!"" Ich war es, welcher zuerst den Zweifel aussprach gegen Mylord, ob er wirklich der Vater des TöchterIch sagte ihm: Seiten verehrt, angebetet und vergöttert wurde, ba wurde seine chens sei, das Mylady so zärtlich liebend an ihr Herz drücke. Ciferfucht zur rafenden Leidenschaft. Sie schenkte ihm ein Kind, ein Töchterchen... Mit Thränen drückte sie es an ihr Herz... es waren nicht Thränen der Freude, es baren Thränen des Schmerzes. Sie weinte über ihren man ihr auch dieses Sohn, den man von ihrem Herzen geriffen... ach, und fie fürchtete vielleicht, daß Rind, bas einzige Wesen, auf welchem sich die ganze Fülle ihrer Liebe vereinigte, entreißen könnte! Riemals ließ fie es von fich; sie liebte es, wie nur " Das Kind eines Mannes, den man nicht liebt, schließt man nicht so zärtlich an das Herz, wie Mylady dieses Rind."" zu wüthender Der hingeworfene Funke zündete, zu wüthender Das Leidenschaft artete die Eifersucht aus ihm eine ununterbrochene Erinnerung Kind schien an die Untreue feiner Gattin; er wäre im Stande gewesen, es zu tödten. Ich gab nun den Rath, es aus dem Hause zu entfernen, ohne Wissen der Mutter.... Beinahe drei Fürst Bismarck scheint aber der alten medizinischen Schule treu bleiben und nicht zu den Hygienikern übertreten zu wollen. Gegen die ausgebrochenen Krankheiten will er die Arbeiter verfichern, während er den Normal, oder richtiger Marimal- Arbeitstag, dieses wichtigste Glied in der Kette der Vorbeugungsmittel gegen Krankheiten, energisch bekämpft. Doch sind ihm viele seiner Anhänger, die bislang immer auf die soziale Weisheit des Fürsten geschworen haben, jett untreu geworden. Man höre nur die Ausführungen einer konservativen Zeitung: ,, Die bisherige Sozialreform hatte es mit den tranten, verlegten und invaliden Arbeitern zu thun. Da aber dergleichen Arbeitsunfähige so wie so schon nach den bestehenden Gefeßen versorgt werden mußten, so fonnte man diese bisherige Sozialreform gewissermaßen als eine Verbesserung und Organiftrung der Armerpflege auffaffen. Arbeiterschußgeseze dagegen befaffen fich mit den gesunden und beschäftigten Arbeitern, fte interesfiren deshalb den aktiven Arbeiterstand in viel leb hafterer Weife. Sie befaffen sich im Wesentlichen mit dem Schuß der freien Zeit des Arbeiters, der Beit, welche ihm die Arbeit für des Lebens nackte Nothdurft übrig läßt. Er bedarf ihrer zum Erfaß der verbrauchten Körperkraft, zur nothwendigen Pflege seines Leibes, zur Erziehung seiner Kinder, zur Ord nung feines Hauswesens, zur Erfüllung seiner religiösen Be dürfnisse. Die Möglichkeit des Verbrauches der freien Beit zu ganz unnöthigen oder gar verderblichen Zwecken hebt die Noth wendigkeit derselben zu einem menschenwürdigen Leben natür lich nicht auf. Die Jugend bedarf ihrer in größerem Maße, da die Natur währenddem größere Anforderungen an den Körper stellt und ein Theil der freien Zeit noch zum Unterricht verwendet werden muß. Die Frau bedarf ihrer noch mehr, da ste so wie so eine der produktiosten nationalen Arbeiten zu leisten hat, die Pflege des Kindes, der sie nicht zu sehr entzogen werden darf. Die Kindheit endlich sollte im nationalen, humanen und ethischen Intereffe alle ihre Zeit behalten zur förperlichen, fittlichen und religiösen Ausbildung. Ueberläßt man die Dinge fich selbst, so kommt es zu gefähr lichen Buständen. Ein Quantum freier Beit muß den Ars beitern gefeßlich sichergestellt werden, sonst geht der Arbeiters stand rückwärts. Die beliebige und unbegrenzte Ausdehnung der Arbeitszeit muß eine ebensolche Entwerthung der Arbeit und ihres Ertrages zur Folge haben; der erste Schritt zur Aufbefferung der Löhne ist daher eine gefeßlich regulirte Arbeitszeit. Diejenigen, die mit sozialen Machtmitteln, Geld, Grundbestt, Maschinen und Bildung ausgerüstet find, mögen über den Schuß der menschlichen Arbeitskraft nicht so boch denken; für die großen Arbeitermassen aber ist der Schuß ihrer Arbeitskraft, auf welcher ihre ganze Existenz Das Der Nothwendigste und Anfang aller beruht, Sozial Reform. Jedes Eigenthum an Geld und Gut und Haus erfreut sich staatlichen Schutzes und der Staat schüßt sich selbst, indem er das Eigenthum seiner Bürger schüßt. Aber nicht minder, ja noch viel mehr schüßt der Staat fich selbst, wenn er die große Maffe der Arbeiter, welche zugleich die Hauptmasse seiner Armee bildet, vor der übermäßigen Aus " Ja, blinder Wahn war es," bestätigte Rowland. Der Graf war mit Blindheit geschlagen und ich auch." Fahren Sie fort," sagte Mr. Cambry nach einer Pause. Rowland begann von Neuem: Der Lord Andrew Davis gab mir eines Tages eine Karte, auf welcher sein Name stand, befahl mir, diefelbe in drei Stücke zu zerreißen, er nahm das mittlere derselben, befahl mir, die beiden anderen Stücke in ein geheimes Fach seines Sekretärs zu verschließen und entfernte sich.-Was bas bezwecken sollte, weiß ich nicht, habe es auch nicht erfahren, wohl aber wußte ich, daß es mit dem Verbrechen im Zusammenhang stand, das der Lord zu begehen beab fichtigte. Ich hätte ihn davon zurückhalten können... ich that es nicht." Er ging und als er zurüctehrte, eröffnete er feiner unglüdlichen Frau: Dein Bastard ist auf immer eine Mutter lieben tann. Die ganze Welt, all' ihr Reichs Jahre blieb das Kind im Hause Garrid's, ohne daß die verschwunden!... Todt für Dich und alle Welt!"" thum, die Verehrung aller Bekannten es war ihr gleich Mutter dessen Aufenthalt erfuhr; aber sie wußte, daß es Butig. Ihr ganzes Herz erfüllte dieses Kind, ihr ganzes lebe und dies schüßte sie vor Verzweiflung. Denten erftredte fich nur auf ihr Rind. Ihr Kind war ihr die Welt, ihr Glück und ihr Leben!" ju Gott erhob und ausrief: „ Mir " Sie bat, fie flehte, ihr das Kind zurückzugeben. Umsonst! Lord Davis war unerbittlich; doch mochte sie HI An demselben Tage begab sich der Lord auf die Jagd, wohl um sich zu zerstreuen, da sein Gewissen sich regen mochte bei dem entfehlichen Fammer seiner Frau. " In feiner Abwesenheit traf der Graf Fergus M'Dounuil im Schlosse ein. Er fand Lady Davis in Schmerz aufgelöft. Liebe und Theilnahme an ihrem Mißfab, wie fie es weinend an ihr Herz drückte und ihr Auge halt ihres Kindes, da eine Freundin von Garrid's Frau gefchid waren es vielleicht, welche ihn drängten, ihr die traten zuweilen selbst die Thränen in die Augen, wenn ich wiederzusehen. Durch einen Zufall erfuhr sie den Aufent " H Gott im Himmel! Laß mir Unglüdlichen nur dieses eine Glüd, nur diesen einen Troft in meinem Schmerz."" ,, Unter den Gästen, welche in Davistown am häufigsten stürmisch die Rückgabe ihres Kindes, ja, sie trat ihrem berlehrten, war der Graf Fergus M'Donuil. Vom ersten fie; obwohl fie aber ihren Gatten nicht liebte, hat fie den beging, daß er ihr das Kind geraubt habe. Treue auch nicht mit einer Miene gebrochen. Sie ertrug ,, Nein, nein," sagte Harriers, fie hat die eheliche -G und sie war ihm, Laby mit Mrs. Lizzi Braddon befreundet war, und das Garrid anvertraute Geheimniß nicht ganz bewahrt hatte. Die sonst fo fanfte, gebulbige Frau verlangte jegt Manne mit energischer Entschloffenheit entgegen. Sie drohte aller Welt zu offenbaren, welches Verbrechen er gegen fie Ihre Ents schloffenheit reizte den Grimm des Lord noch mehr. Als er fab, daß seine fanfte Gattin in ihrem unbändigen Schmerz zur Furie ward, da schien es ihm nothwendig, das Kind ber unglüdlichen Mutter noch weiter zu entrüden. Was hier fchehen. den fie haffen mußte, der ihr Peiniger war, wie eine geschehen, das weiß ich nicht; ein Verbrechen aber ist ges Battin bem Manne nur sein kann, der sie liebt... Davis ist ein Engel an Tugend!" aft glaube ich das jetzt auch, Harriers. Damals Gott im Himmel!" rief Mr. Harriers. Wohin kann der blinde Wahn den Menschen führen!" Gefühle seines Lebens darzulegen. Er gestand ihr, daß er fie liebe, daß er selbst namenlos unglücklich sei, da er fie unglücklich sehe. Er forderte sie auf, das unselige Band mit ihrem Gatten zu lösen. Er bot ihr seine Hand und sein Herz an Sie sie wies ihn das eine Mal nicht zurück. Treulos gegen meinen Gatten will ich nicht sein," sagte ste; aber ich brauche einen Freund, der mich an dem rächt, der mich unglücklich für das ganze Leben gemacht hat... der mir das Einzige geraubt hat, was mich noch am Leben fesselte." Ich suchte Ich eilte dem Lord nach in den Wald. ihn auf und sagte ihm: Rehren Sie um, Mylord, Sie finden den Grafen M'Donuil zu den Füßen Ihrer Ge mahlin." Was nun geschah, ist ja auch Mr. Harriers bekannt." mahlin."" beutung ihrer Arbeitskraft, thres einzigen werthvollen Eigen thums schüßt. Bu diesen nothwendigen Maßnahmen gehört aber die Wiederherstellung eines geregelten Arbeitszustandes mit entsprechenden Ruhepausen zur Erneuerung der physischen und zur Belebung der moralischen Kraft unbedingt." So das konservative Blatt. Sieht man von den religiösen Bedürfnissen" ab, die uns hier nichts angehen, läßt man auch den zünftlerischen Gedanken von der Wiederherstellung eines geregelten Arbeitszuftandes fahren, so fann man fich mit den Ausführungen des konservativen Blattes einverstanden erklären. Man braucht nur einige Schritte, noch weiter zu thun und hat einen wirksamen Arbeiterschuß. Uebrigens standen die wirthschaftlichen Berather des Fürsten Bismarck, die der alten fonservativen Schule ange hörten, immer auf diesem Standpunkte, so der todte Robbertus und der zwar noch lebende, aber falt gestellte Geheime Rath Hermann Wagener. Fürst Bismard aber hat damals von diesen Rathgebern menig gelernt, er stürzte sich vielmehr bedingungslos in's Man chefterthum, aus dem er wieder auftauchte, um Agent für die Staatliche Versicherung franker, verunglückter und invalider Arbeiter zu werden. verschiedenen Malen verurtheilt und endlich aus der Ehren- I legion ausgestoßen wurde. Diese Strafe ging ibm dermaßen zu Herzen, daß er das Vaterland verließ, in Egypten sein Glück versuchte, von da nach dem Sudan zog und dem Mahdi seine Streitkräfte nach europäischem Vorbilde organifiren half. In dem wunderlichen Kabinet, in dem er die Funktionen eines Kriegsministers versteht, ist Olivier Pain, sein Gegner Kriegsministers versteht, ist Dlivier Pain, fein Gegner im Barrikadenkampfe vom Mai 1871, fein Kollege. Wie der " Figaro" hinzufügt, sollen die Engländer in Baris, welche Veret's Borlehen und seine Liebe zum Gelde kennen, den Plan gefaßt haben, ihn durch eine stattliche Summe zu bestechen und aus ihm einen zweiten Arabi- Pascha zu machen.(!) Man hat längere Beit diese seine Anschauung als die Quinteffens aller sozialen Weisheit gehalten, dazwischen ist nun die Arbeiterschußgefeßgebung gefahren und in der That blidt man nun allseitig schon auf die Bismardischen Geseze und Pläne, als auf eine Sozial- Reform zweiter Klaffe, während Oesterreich Ungarn. Die va versprochen habe, wenn es ihm gelingen würde, eine Verim Reutlingen- N rung zu entdecken, deren Bestehen die Regierung vermutbete profeftes von Der Vertheidiger der Verurtheilten, Rechtsanwalt Jean Be worden, welch in dem Prote nard- Bafferien stellt in der„ Republipue radikale" mit größte Entschiedenheit diefelbe Behauptung auf. Nach ihm wäre be Drtschaften in Geheimpolizist Brun, um den ausgesetzten Preis von Jelne Wähler Montceau gereift und abgabe für P 5000 Fr. zu ergattern, nach babe Die Verschwörung, Die er nicht vorfand, ind Er Werk gesetzt. habe mit dem Grubenarbeitet Reichstages be Gueslaff Freundschaft Gueslaff Freundschaft geschlossen, ihm den Gedanken tube bezüglic eingegeben, die Kapelle in die Luft zu sprengen, ihm das einer gründlic nöthige Dynamit verschafft u. s. w. Als die Zerstörung der gelehnt. Die Kirche ftattgefunden, wurde Brun mit den übrigen Dynamit mung über di - Die verzüglich seine Freilassung, die der Justizminister jedoch vet der Berathur verbrechern verhaftet. Der Minister des Innern forderte un weigerte. Es kam darüber zwischen beiden Ministern zu einem Auf das Sch beftigen Busammenstoße, allein Herr Martin Feuillée blieb fe lejen ward, ve und befahl der Staatsanwaltschaft, auch gegen Brun wie nicht an die S frogdem nicht, daß es zu einer Schlußverhandlung gegen ihn feller noch ein gegen die übrigen Angeklagten vorzugehen. Es scheint aber Rath Hellwig fübiten Bersonen behauptet werden." gekommen ist. Das find die Thatsachen, die von den ange Rommiffion fo Daß die Pariser Quene) wi Geheimpolizei immer gern derartige Streiche gemacht hat, ist Summe zu be bekannt. Oft genug aber wurde sie auch hinter das Licht ge nicht in der führt. So erzählt Andrieur in seinen ,, Denkwürdigkeiten" eine nannte Bwede töftliche Geschichte, wie der Leiter der Geheimpolizei unter dem brücken, bat geworden sei, die mit den verbannten franzöfifchen Republila feine Ent nern in London die innigften Beziehungen unterhielt, wie et fich für einen Rentner vom Lande und Feind Napoleons aus gegeben und fich bereit erklärt habe, das erforderliche Geld he zugeben, wenn die Ausgewanderten einen Streich gegen Leben des Kaisers ausführen wollten. Die Geschichte hat einen brolligen Ausgang. Anfangs gingen die Republikaner in o 3) Die Wahl geschieht don auf den Vorschlag freudig ein. Man erfand ein Morb Wie alle fog. tonftitutionellen Länder, so hat auch Ungarn fein Oberhaus" um die aus dem Abgeordnetenhause hervorgegangenen Beschlüsse noch gehörig zu beschneiden". Die Bes gewählt, resp. ernannt werden, gehören einer längst vergangenen stimmungen, auf Grund deren die Mitglieder des Oberhauses" Beit an und daher hat man fich veranlaßt gefühlt, dieselben, weil sie gar zu sonderbarer Natur find, einer Reform zu unters werfen. Am 10. b. M. begann im ungarischen Abgeordneten baufe die Debatte über diese Reform; die Regierung hatte felbft Vorschläge gemacht und ließ dieselben durch den Bruder des Ministerpräsidenten, Grafen Ludwig Tisza, vertheidigen. Da die Vorschläge der Regierung wenig oder garnichts an dem alten System ändern, so wurden von der Linken folgende Anüber die Organisation der Magnatentafel als Oberhaus wird an einen Ausschuß mit der Weisung zurückgeleitet, denselben auf Grund folgender Prinzipien umzuarbeiten und wieder einzureichen: 1) Die Bahl der für Lebensdauer ernannten Mitglieder ist auf 30 zu reduziren. 2) Unter die Mitglieder des Oberhauses sollen die von städtischen und Komitats Munizipien Gewählten aufgenommen werden. halten wolle. nicht. die Arbeiterschutzgesetzgebung allgemein für eine Sozial- Reform träge gestellt: Das Haus wolle beschließen, der Gefeßentwurf Kaiserreiche, Lagrange, der Liebhaber einer gewiffen Floriant inrichtungen erfter Klaffe erklärt wird. Tempora mutantur! Politische Uebersicht. Der Bundesrath hat in seiner Plenarsizung sein Einverständniß damit erklärt, daß auf der Grundlage des zwischen Preußen und Rußland abgeschloffenen Auslieferungsverfrages ein solcher zwischen dem Deutschen Reiche und Rußland abgeschloffen werde Dieser Beschluß des Bundesrathes war vorauszusehen. Durch denselben wird übrigens ein internationaler Rechtszustand angebahnt, der von ganz neuen Gefichtspunkten ausgeht. Den kontrahirenden Re gierungen wird es nämlich in den weitaus meisten Fällen über laffen, zu entscheiden, ob ein Grund zur Auslieferung vorliegt. Dann aber auch ist es ganz neu, daß jedes politische Ver gehen zur Auslieferung führen kann. Der Reichstag wird dem Vertrage, wie er vorliegt, die Genehmigung wahrscheinlich nicht ertheilen. Das Zusammentagen des Reichstags mit dem preußifchen Landtage wurde früher immer als eine Kalamität auf. gefaßt. Neuerdings ist eine andere Auffaffung wenigstens in Regierungskreisen eingetreten. Der Etat des Innern ist nämlich im Abgeordnetenhauſe in 4 Stunden diesmal durchberathen worden, während derselbe früber ebenso viele Tage loftete. Darüber große Freude im Ministerium des Innern. Die Urs fache der schnellen Abwickelung dieses Budgets aber war, weil alle Oppofitionsredner im Reichstage fich befanden. " mittelst gebeimer Abstimmung. Das Mandat währt 8 Jahre. Die Gewählten genießen weder Diäten noch sonstige Entschädi gung. 4) Die Beschränkung der Inkompatibilität erstrect fich sowohl auf die für Lebenszeit ernannten als auf die ge wählten Mitglieder. Der Abg. Otto Herrmann trat für gänzliche Abschaffung des Oberhauses ein; ein definitiver Beschluß wurde noch nicht gefaßt. Rußland. In Kiew wurde kürzlich der Prozeß gegen zehn der Theilnahme an der Ermordung eines Gendarmerie Offiziers angeflagten Nihilisten verhandelt. Von den Angeklagten wurden brei zu 20, zwei zu 15 Jahren 3wangsarbeit verurtheilt und Die übrigen fünf ganz freigesprochen. Infolge dieses Urtheils hat das Ministerium des Innern eine Anfrage an den Gerichts. hof gerichtet, wie es zugehe, daß die Hälfte der Angeklagten freigesprochen worden sei. Die Stimmung in Italien ist gegenwärtig eine deutschfeindliche. Die italienischen Blätter find höchst ärgerlich über bie absprechende Beurtheilung, welche das italienisch- englische Bündniß in der deutschen und deutsch österreichischen Presse findet. Uebrigens befinden sich die Staliener bei ihrem neuen Bündniß viel beffer, als bei dem alten mit den nordischen und östlichen Großmächten. Das letztere war den Jtalienern allzu platonisch, während das Bündniß mit England ihnen sofort einige türkische Festungen in den Schooß wirft und für die Butunft noch mehr verspricht. Das in ben trag des Drgani Kamerun erungen then behuf Dedun Roften." Deffen Borsteher Durch die eines folgende Aus werkzeug in Gestalt eines Opernglafes, deffen beide Robe Wirklichkeit Revolverläufe waren. Durch ein Gudloch fot man unauffällig zielen, und es wäre ein Leichtes gewesen, Kaiser mit dieser Waffe im Opernhause niederzuschießen. Die kleine Maschine fertig war, theilte die Floriani die gan Geschichte mit weiblicher Geschwäßigkeit der in Paris lebende Geliebten Felix Pyat's mit. Diese hatte ihrerseits einen Freund", der ehemals Republikaner gewesen war, seit einige Beit jedoch im Solde der Geheimpolizei ftand. der Schilderung, welche die Floriani von dem Bantier des Anschlags, dem Rentner vom Lande gab, erkannte er fofort arbeitet habe. Die Floriani handelte mit großer Geistesgegen betr. den Ver Lagrange und fagte ihr, daß fie für Rechnung der Polizei g wart. Sie ließ fich noch eine starke Summe Geldes ausfolge stellte den nächsten Tag die Ankunft der kleinen Höllenmaschin aus London in Aussicht und verschwand an demselben Aben Das Kleine Lustspiel hatte die geheimen Fonds 40 000 Frant gekostet und Lagrange hatte das Nachsehen. Ueber einen intereffanten Konflikt zwischen dem General gouverneur von Wilna, Kochanow, und dem dortigen römischfatholischen Bischof Gryniewiecki werden den polnischen Blättern folgende interessante Einzelheiten aus Warschau gemeldet:„ Der genannte Bischof hatte zwei Domherren wegen sehr grober Verstöße gegen die Sittlichkeit erkommunizirt und dieselben in dem Verzeichniß der Mitglieder des Wilnaer Domkapitels gestrichen. Als nun die beiden Erkommunizirten in dem Verzeichniß des Klerus, das als Anhang zum diesjährigen Direktorium erscheinen sollte, ausgelaffen waren, nöthigte ber Generalgouverneur Kochanow von Wilna den Drucker, beide Namen aufzunehmen, wie denn auch die Regierung beide Erfommunisirte in den Domherrenwohnungen beließ. Sobald der Bischof die Eigenmächtigkeit des Generalgouverneurs, der im Namen der Bensur solche Dinge fich erlaubt hatte, bemerkte, strich er eigenhändig in allen Eremplaren die Namen der Be zeichneten aus und bemertte am Rande mit Namensunterschrift, daß jene Leute aus der Kirche ausgeschlossen seien. Die so ,, verbesserten" Direktorien wurden an den Klerus verschickt, auch Kochanow erhielt ein solches Exemplar. In Folge deffen er schien der Direktor der Kanzlei für die fremden Bekenntniffe", Fürst Kontakusen, in Wilna und rieth dem Bischof, aus„ Ges fundheitsrücksichten" ins Ausland zu geben. Der Bischof entgegnete, er befinde fich vollkommen wohl und werde seine Diözese freiwillig nicht verlassen. Schließlich wurde der Bischof nach Petersburg zitirt, wo er vor wenigen Tagen eintraf. Gerüchtweise verlautet, daß der Bischof in die Verbannung geschickt sei. Die Auswanderung nach Amerika wird in der nächsten Beit wieder größere Dimensionen annehmen. Nach Newyorker Telegrammen ist nämlich der Verkauf von sogenannten Prepaid Tickets( b. h. in Amerika gelöften, aber für die Reise von Europa nach Newyork geltenden Schiffs billets) in Folge der überaus gedrückten Passagepreise ungemein gestiegen. Nach zuverläffiger Schäßung dürften in einer der legten Wochen für bie brei deutschen Kompagnien( Lloyd, Packetfahrt und Carr Stach Linie) annähernd 6000 folcher Prepaids verkauft sein. Nach der neuesten offiziellen Wirthschaftstheorie, so bemerkt dazu die Boffische Zeitung", muß bei dieser Kunde jedem Patrioten das Herz aufgehen über alle die Deutschen, die sich vor lauter Wohlstand in Deutschland nicht mehr zu lassen wissen und daher nach Amerika auswandern. Der Kriegsminister des Mahdi ist nach dem Bericht des pariser Figaro" ein Franzose Namens Veret. Derselbe ift eine nicht unbekannte Persönlichkeit, da er es war, welcher im September 1870 die Feftung Laon in die Luft sprengte, um fte dem Feinde nicht unversehrt überlassen zu müffen. Als einige Monate später die Kommune ausbrach, ertheilte ihm Thiers den Auftrag, die Kanonen von Montmartre herabzu holen, und er versuchte dies zu thun, scheiterte aber an dem schwierigen Unternehmen, weil feine Soldaten ihm nicht bis an's Biel folgen wollten. Nach dem Kriege wurde Veret Geschäftsmann und Wucherer und trieb es so arg, daß er deshalb zu Frankreich. 〃 Großbritannien. unbefol Stellvertr. D Ronigsmauer" Friedrichstraße Der Borlage, Lienstraße b Borf. St.- 2. Bon den Site Betition Miethsfter Befchäfts Der Steuerref Bon dem Sall Wenn welcher verlan Der Stadt err age auf bi gelegt werden Auf der Bmeraldebati Stadtv. bas Geb bill jedoch ei Breffen. Er Ausbild Meinung und Die gegenwärtige Lage Englands giebt der Mall Gazette" neuen Anlaß zu Klagen über die Unzulängli feit der Armee und Flotte. Das Blatt sagt u. A.: 20 000 unserer besten Soldaten bis zum nächsten Herbst Nilthale internirt werden sollen, dann sollten wir diefelb zum Wenigsten durch 20 000 neue Leute ersetzen. Bei d gegenwärtigen gedrückten Arbeitsmartte(!) tönnten wir Leichtigkeit 20 000 oder 30 000 kräftige Engländer rekrutie die in wenigen Monaten einerergirt werden dürften. Englan ift in Gefahr gerathen, um Egypten vor dem Mahdi zu rett Dies sollte nicht sein. Wir sind verpflichte Egypten zu retten, aber das ist lein Grund, wesh wir der Erfüllung dieser nothwendigen Pflicht unser eig Land opfern sollten. Bemerkenswerth ist der Hinwei den gedrückten Arbeitsmarkt und der daraus resultirenden Lei feit, tausende von fräftigen Arbeitern für die Expedition nach Sudan anzuwerben. Unserer Ansicht nach würde die G Englands beffer gewahrt werden, wenn zunächst Maßnahm zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit getroffen würden, als durch, daß man die Arbeitslosen in die Wüste schickt, wo die Aussicht haben, vom Wahdi abgeschlachtet zu werden. Verpflichtung Egypten zu zetten" ist eine Bhrase, denn Egypter machen überall brei Kreuze, wo sich die Retter sehen lassen. -Michael Davitt, der Gründer der irischen Landlig weil seit Kurzem in Rom. Der Bwed feiner dortigen wesenheit ist angeblich, beim päpstlichen Stuhle das Berhalten der der irischen Nationalpartei angehörigen Katholiken rechtfertigen und dem Papfte eine Adresse über den Gegen stand zu überreichen. Der Vatikan soll indessen nicht gewill sein, mit Davitt zu unterhandeln.( Nach einer Meldung von anderer Seite ist Davitt im Vatikan bereits abgewiefe worden.) Ueber das Treiben der Pariser Geheimpolizet brachten wir vor einigen Tagen eine Notia, welche den Polizei- Inspektor Brun in dem befannten Dynamitverbrechen von Montceaules- Mines als einen elenden agent provocateur erscheinen ließen. Diese Anschauung wird auch von einem Pariser Korrespondenten der Voss. 3tg." bestätigt, der folgendes schreibt: Ferdinand Xau erzählt im Gil Blas", der Vorfigende des Gerichtshofes zu Chalon habe in öffentlicher Verhandlung zum Rechtsanwalt Eugen Billard gesagt, der Hauptschuldige in der Montceauer Strafsache, derjenige, der die Miffethaten veranlaßt habe, sei ein Polizist, dem der Minister des Innern 5000 Fr. Ja, ja, was nun geschah," sagte Harriers ,,, wird mir ewig unvergeßlich bleiben. Ein Grauen überkommt uns jedes Mal, wenn ich mit Mrs. Lizzi davon spreche.-Die arme gnädige Frau!... Der Lord stürzte wie ein Wütherich in ihr Bimmer. Sie erschraf nicht, denn sie war sich feines Unrechts bewußt aber einer Furie gleich fürzte fie ihm entgegen. Gieb mir mein Rind wieder!" schrie sie. Verruchter, kennst Du die Wuth der Wölfin, welcher man ihre Jungen geraubt hat?" ** ,, Der Lord stieß fie mit roher Gewalt zurück. Das Jagdmesser, das er in der Hand hielt er hätte es dem Grafen M'Donuil in die Brust gestoßen, wenn nicht in diesem Augenblick der Lord von Rillmare eingetreten und hinzugesprungen wäre und seinen Arm ergriffen hätte. Wie ein Ungewitter war dieses Ereigniß über das Haus gekommen." man mir verzeihen möge, und daß die Mitschuldigen des Lord der Strafe nicht entgehen mögen. Parlamentarisches. fie bit An geben tann, a inge unb e jo erinnert Di thanenverstan barin feiner feldern eine Reführt find, Die Wahl des Abgeordneten Payer in Tübingen Bortbelle, roe Dreifach aus Was mus eines Kindes nach dem andern beraubt sah!.. Was fie noch leiden!" mürben, und Lafung haber nothwendigite Heuer betri Meyer, Da Jett ift, fein gewig tar Der Munich fort Stats ohr möglichen ustunft über Er ve ba man al Fortung zieh поф Sie h Cambry; e brig Der balb nich Ich weiß es, meine Herren, was Lady Davis nod leibet," fagte Mr. Harriers." D, fie ist kein menschliche Wesen mehr, sie ist nur noch ein Schatten... Es zerstreut Er schloß fie nichts und hilft ihr nichts... Jedes Jahr im Frühling reist sie ab und bleibt bis zum Anfang des Januar In etwa drei Wochen dürfen wir sie wieder erwarten. Aber das Reisen zerstreut fie nicht und stärkt sie nicht fie tommt jedes Mal schwächer zurüd. Erst kürzlich fagte Lizzi, fie fürchte, baß die Laby nicht mehr lange lebes werde, da sie jedes Jahr sichtlich schwächer werde." „ Sie ist nicht das einzige Opfer, daß dieser Mann das Kind ist sein Opfer." ,, Hier können Sie das Protokoll schließen." Der Kranke, welcher sich bis jetzt mit aller Anstrengung seiner Kräfte aufrecht erhalten hatte, fant nunmehr erschöpft in die Kissen zurück. die Augen wie ein Schlafender, oder vielmehr wie ein Tobter, denn seine abgezehrte Gestalt, die hohlen Wangen, bie tief eingefallenen Augen sie schienen feinem Lebens bigen anzugehören. Seine Bruft arbeitete heftig. Ein dumpfes Nöcheln ließ sich hören. Die gewaltige Anstren gung feiner Kräfte hatte vielleicht sein Ende beschleunigt. Er stirbt!" rief Harriers. Wo ist der Doktor?" Hier können Sie Ihr Protokoll schließen," sagte ber Sterbende, als Harriers schwieg. Alle Welt weiß ja den Reft. Ein Duell war die Folge ihrer Begegnung. Es tam nicht zum Duell, weil Lord Davis vorher mit dem Pferde stürzte und ums Leben kam. Das war die Strafe des Himmels für das, was er gegen seine Frau verbrach... Ihn hat bereits die Nache des Himmels erreicht, meiner wartet das Strafgericht noch." Sie haben nichts mehr zu sagen?" fragte Cambry. Ich bin zu Ende!... Doch nein; fügen Sie dem Protokoll noch hinzu, daß in derselben Nacht Lady Davis verschwand." " auf obt: Garric Zeits geftorbe Auffäl Davis nur b Rowland erz Viellei Ich bin hier!" erscholl die Stimme des Baders, der seinem Gewiffen hat," fügte Mr. Naydor hinzu. Auch " schnell die Thür öffnete, an welcher er lauschend gestanden hatte. Er stirbt," wiederholte Harriers. " Das tann unmöglich sein; ein Mann, welcher so viel sprechen kann, und so klar in seinen Gedanken ist, stirbt noch nicht. Es ist nur noch eine Dosis Theerwasser und ein Aberlaß erforderlich, so kommt er wieder zu sich... · D, ich habe die beste Hoffnung, meine Herren. Sie werden .. Haben reits," bemerkte Mr. Cambry. Was aus diesem Rinde geworden, das wissen wir be Sie wiffen es?" fragte Harriers. Was ist aus ihm geworden?" ,, Es ist dasselbe, welches Garrid ermordet hat!" halten!" iren wollen icht erklären Rebenfache. hit feinen üb Sherifamt ta Sie nur die Güte, wenn Sie hinabgehen, mir den Diener gefallen," bemerkte Naydor, nämlich die Gräfin M'Donuil herauf zu schicken, damit er das Beden hält." Harriers nahm die Hand des Kranken, um sich von ihm zu verabschieden. Sie fiel welt und kraftlos auf das Rissen zurüd. Die Der Bader blieb allein bei dem Kranken zurüd, um fein letztes Mittel in Anwendung zu bringen. Drei gingen. ,, Die Verhandlung hat mich außerordentlich angegrif fen," erklärte Naydor, während die Drei nach dem Gasthof omland hä Bichütten t hm ben To gun tann." Ihre S a bas vort orgt hatte, er vier Ber Beitem büf och einigern Ermordet! Und dazu konnte Lord Davis feine Hand bieten! Wer hätte ein solches Verbrechen für möglich ge Noch ein drittes Leben ist diesem Manne zum Opfer Mrs. Garrid darüber sprach. Ich war damals noch sehr Ich weiß das von meiner Mutter, die einmal mit jung, aber jest erinnere ich mich der Unterredung lebhaft Die Gräfin M'Donuil erfuhr, daß ihr Mann wahnsinnig Rowland erfuhr. Der Gram hat die arme Frau verzehrt verliebt sei in Lady Davis. Wir wissen, daß fie dies von fie ist einige Jahre nach dieser Ratastrophe gestorben." " gebären!" zitirte Cambry in feierlichem Tone. Aber au Bäfte auf fe Betenntniffe Antwort gab ffe feien; S fprechen, Der Ba " Ja, ja; das ist der Fluch der böfen erften B Eine wahre Rette von Verbrechen!" sagte Harrier deutungen nein, sie hat ihn nie wieder gesehen, fie wollte ihn nicht zurückgingen. Sie hat mir den Appetit zum Abendessen hat, daß sie fortzeugend Böses muf Heute find es gerade dreizehn Jahre; Niemand weiß wohin fie ging. Einige Wochen später fehrte sie zurüd, erschöpft bis zum Tode. Ich hatte geglaubt, daß sie nun, da der Himmel felbst das Band mit ihrem Gatten gelöst hatte, dem Grafen M'Donuil angehören würde. Doch Gr " Wir nicht weniger," erklärte auch Cambry.„ Wer Verhandlung hat übrigens vorläufig feinen Nußen für hinzu. hinzu. Außer für den Sterbenden, der dadurch sein wissen erleichterte." und von da ab begannen die Dualen meines hätte gedacht, daß Lord Davis eines so schwarzen Verbre- irgend einen der Betheiligten," fügte er nach einer Baufe wiedersehen! Sie schloß sich von aller Welt ab und wehrte auch ihm den Zutritt. Da erkannte ich ihre reine Tugend Gewissens, welche mich jetzt nicht ruhig sterben laffen. Ich habe diefes Alles bekannt und füge die Bitte hinzu, daß hens fähig fei, und die arme, unglückliche Lady, was muß chens fähig sei, und die arme, unglückliche Laby, was muß sie gelitten haben, als sie sich durch seine Schändlichkeit inbern Mor folg, baß St Versand Reutlingen- Rottenburg ist auf Grund des eingelaufenen Wahl, vermuthete protestes von der Wahlprüfungskommission be an standet Jean Bev it größte in dem Proteſt behaupteten Thatsachen beantragt. In einzelnen wäre der Ortschaften sollen nach den Behauptungen des Protestes einBreis von elne Wähler durch Versprechung von Getränken zur Stimm eift und abgabe für Bayer veranlaßt worden sein. fand, ind Die Gewerbe- Ordnungskommission des benarbeitet Reichstages beendete die Berathung der auf die SonntagsGedanken tube bezüglichen Anträge. Die Anträge auf Anberaumung , ihm das einer gründlichen Enquête( Baumbach und Buhl) wurden abörung de gelehnt. Die Kommission vertagte sich darauf, um die AbstimDynamit mung über die anderen Anträge eift morgen vorzunehmen. Die Budgetkommission des Reichstags fuhr in jedoch ve der Berathung des Ergänzungsetats für Kamerun 2c. fort. n zu einem uf das Schreiben des Reichskanzlers, welches gestern ver e blieb fet lejen ward, verzichtete die Opposition einzugehen, da daffelbe Brun nicht an die Kommission als solche, sondern an den Gebeimen heint aber Rath Hellwig gerichtet sei. Dagegen konstatirten die Frage feller noch einmal, daß sie ihre Fragen nur auf Wunsch der ben ange Kommiffton schriftlich eingereicht hätten. Vom Zentrum( Frhr. rderte un gegen ihn te Parijer die Versammlung bei Gelegenheit der Vertragsverlängerung mit der Pferdebahn- Gesellschaft in Sachen der billigen Arbeiterbillets gefaßt hat. Die Reform der Miethssteuer, die auf allen Seiten als dringlichst anerkannt wor den ist, scheint wieder arg ins Stocken gerathen zu sein, und Der Beschluß des Steuerreform- Ausschusses, zunächst an den Ober- Präsidenten die Frage zu richten, wie er eigentlich zur Reform der Miethssteuer stehe, ist entschieden zu beklagen. In einer so wichtigen Angelegenheit sollte die städtische Verwaltung doch in etwas schnellerem Tempo das erfüllen, was von der ganzen Bürgerschaft als unabweisbar anerkannt ist. Soviel sieht fest, daß im nächsten Etatsjahr diese Frage der Lösung zugeführt werden muß. Was die Auffassung des Ma gistrats über unsere Schulverhältnisse betrifft, so befinde ich mich darin in freudiger Uebereinstimmung mit demselben, möchte aber doch zur Erwägung anheimgeben, ob es sich nicht ermöglichen ließe, den auswärtigen Schülern, welche unsere höheren Lehranstalten besuchen, noch mehr Schulgeld abzunehmen. Bu den Mittheilungen des Magistrats über die Geftaltung unseres Straßenreinigungswesens be merte ich, daß die Thätigkeit der Straßenreinigung hinsichtlich Der Fortschaffung Don Schnee und Eis durchaus ungenügend ift.( Unrube.) Die Bustände, welche bei den Schneefällen des legten Winters in den Straßen herrschten, find einer Großstadt in teiner Weise würdig gewesen.( Lebh. Es ist vorgekommen, daß bei eintretendem an der Peripherie nicht die Schule cht hat, it Gumme zu bewilligen, aber lediglich als Bausch quantum, 8 Licht ge nicht in der Form einzelner Posten für einzelne, besonders geTeiten" eine annte Bwede und Bedürfnisse. Man wünschte damit ausunter dem udrücken, daß man fich nicht für bestimmte organisatorische Widerspruch.) en Floriani Republikas It, wie et poleons aus we Geld her gegen das te hat einen ner in Lon ein Morb e Robre in och fonnte wefen, ben eßen. Die gan slebenden eits einen feit einige and. Banties ate er fofort Polizei g eiftesgegen ausfolgen Tenmaschin ben Abend 00 Frant Der Wal Wenn Herbft in diefelbe Bei dem zulängli n wir mi refrutire England Di zu retten flichte b, wesha Ter eig Dinweis Den Leid n nach die G en, als b idt, wo f erden. Maßnahme e, denn Dit bi Retter n Landliga rtigen 3 Berhalten tholiten ju Den Begen icht gewill Meldung abgewiefen Tübingen Was mus Davis nod menfchliches zerftrent n Frühling anuar fort er erwarten. eft fie nicht rzlich nod lange leben e." Mann auf zu. Aud Jen wir be rift aus ihm hat!" feine Hand möglich ge seine Entscheidung in dieser Hinsicht für die Zukunft offen alten wolle. Zur Beschlußfaffung über diesen Antrag kam es nicht. Ferner wurde mit 16 gegen 12 Stimmen ein trag des Abg. Richter angenommen:„ Die verbündeten Berungen zu ersuchen, dem Reichstage vor Herbeiführung ihren Aufgaben gerecht zu werden, scheint es mir doch, als ob Drganisationen in den westafrikanischen Schußbezirken ben behufs Heranziehung der Schuzbezirke Deckung der dem Reiche aus denselben erwachsen den Loften." Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom 12. Februar. Borsteher Dr. Straßmann eröffnet die Sigung. Konigsmauer" und durch die Verbreiterung der Neuen besuchen konnten oder von Erwachsenen über die Straßen getragen werden mußten.( Lebh. Unruhe.) Ganze Straßen waren auch für Erwachsene unpassirbar.( Widerspruch.) Bei aller Anerkennung für die Bemühungen der Verwaltung, irgend etwas in der Straßenreinigungs- Verwaltung nicht ganz in Drdnung sei. Zu den in den Etat gestellten Beiträgen für humanitäre Vereine, wie die deutschen Hilfsvereine in London und Wien, bemerke ich, daß wir in erster Reihe noch sehr viel Noth in unserem eigenen Hause zu lindern haben, und z. B. der Berliner Verein für Obdachlose bisher vergeblich um Unterstügung bei den städtischen Behörden nachgesucht hat. Im Uebrigen will ich schließlich meine Ansicht aussprechen, daß doch zu viel Gewicht darauf gelegt wird, den Einkommensteuersat von 100 pCt. nicht zu überschreiten, und daß ich vor einer Ueberschreitung dieses Sages event. nicht zurückschrecken würde, Da ich in der That es nicht für opportun halte, zu viel auf die Anleihen zu schieben. fächlich unausführbar ist. Bei dieser Sachlage muß man sich darauf beschränken, unser jegiges Steuerfystem auszubauen und dabei allerdings in erster Reihe auf eine möglichst forrette Einschäßung das Augenmerk richten. Jedermann wird Herrn Frmer zustimmen, daß an der Miethssteuer nicht viel zu reformiren ist und daß es das Beste wäre, die Mieths steuer ganz abzuschaffen. Wenn nun aber die neu einge tretenen Herren aus ihrer Erfahrung schon jest gesehen haben, daß es eigentlich unnüß ist, die Syftphusarbeit der Miethssteuer Reform immer von Neuem zu unternehmen, so darf man doch erwarten, daß fie nun nicht immer wieder den älteren Mit gliedern der Versammlung einen Vorwurf daraus machen werden, weil sie mit jener vergeblichen Arbeit noch nicht zu Stande gekommen find.( Bravo!) Redner berührt sodann die Frage der Erträgnisse der Nieselfelder und die Gassteuer und nimmt die Straßenreinigung vor den Angriffen des Stadtv. Singer in Schuß. Wenn ein Verwaltungszweig teinen Tabel verdiene, so sei es doch gewiß die Straßens reinigung.( Sehr wahr!) Was die Wünsche des Stadtv. Singer auf die Einrichtung von Arbeiterzügen auf den Pferdes bahnen betrifft, so könne er mittheilen, daß seitens der Pferdebahndirektion auf einelnen Streden versucht worden ist, in dieser Beziehung bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern bezüg liche Einrichtungen zu empfehlen, daß dieselbe aber sehr wenig Entgegentommen bei den Intereffenten gefunden hat. Den Bemerkungen des Stadt verordneten Singer, daß es nicht so ängstlich darauf ankommen könne, gerade den Sag von 100 pEt. Einkommensteuer aufrecht zu erhalten, lann man im Allgemeinen zustimmen, namentlich wenn es gelingen sollte, unsere Ausgaben auf die progressive Einkommensteuer abzuwälzen. Bis dahin aber sollte man in der That danach streben, daß diese Grenze so spät als möglich überschritten wird, denn die Zeit werde immer noch zu früh kommen, wo sich eine solche Ueberschreitung nicht mehr vers meiden läßt.( Beifall.) Ein Schlußantrag wird hierauf angenommen und die Generaldistuffton ist hiermit erledigt. Die meisten Spezials etats find bekanntlich dem Etatsausschusse zur Vorberathung überwiesen worden. Auch der Normal Besoldungs- Etat pro 1. April 1885/88 wird diesem Ausschusse überwiesen. Der Verlängerung der Miethsverträge über die Räume des städtischen Progymnasiums, Pantstraße 6, bis 1. Oftober 1886, stimmt die Versammlung bei. Auch mit der Erwerbung der zur Verbreiterung der Chausseestraße vor dem Grundstücke Nr. 2 und 3 Durch die Wahlen der Abtheilungen haben fich folgende Ausschüffe fonftituirt: 1) Bur Vorbereitung der Wahl eines unbefoldeten Stadtraths( Vorf. Dr. Straßmann, Stellvertr. Dr. Stryd). 2) Bur Vorberathung der Vorlage, Ausgaben auf Anleihen überwiesen, sondern beispielsweise der erforderlichen Fläche von 68 D.-M., erklärt fich die Versamm betr. den Verkauf einiger durch Kafftrung der Straße ,, An der Briedrichstraße gewonnenen Bauparzellen. 3) Zur Vorberathung Ser Borlage, betr. die Anlegung von Straßen auf dem an der Sinienstraße belegenen Grundstück der Berliner Schüßengilde. Borf. St.-V. Mattern.) Sine Betition eingegangen, welche dahin geht, bei der Reform Bon den beiden hiesigen Gastwirths vereinen ist Miethssteuer einen Unterschied zu machen zwischen WohnDe Suerreform betrauten Ausschusse überwiesen. Befchäftsräumen. Die Petition wird dem mit der Frage welcher Bon dem St.-V. Weiß II. ist ein Antrag eingegangen, verlangt, daß 1) eine 5. Raths waage im Westen Waage auf die Beit von 7 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends gelegt werden. Emeraldebatte über den Stadthaushalt.Etat. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Fortsetzung der St.-V. Dr. Jrmer wünscht gleichfalls, daß nicht so viel Bau der höheren Schulen aus den laufenden Einnahmen beftritten werden möge und daß man in der Vermehrung unserer Schuldenlaft recht behutsam vorgehen möge, denn die Haftbar feit der Bürger eines Staates sei eine ganz andere Sache wie die Haftbarkeit der Bürger einer Stadt.( Unruhe.) Das sei ganz klar, denn man brauche blos von der einen Seite der Kurfürstenstraße auf die andere Seite zu ziehen, um der Haft. barkeit für die Stadt ledig zu werden. Bei einigen Bemertungen zu unserer städtischen Steuerpolitik spricht Redner unter lebhaftem Widerspruch die Anficht aus, daß die Stadt das Recht habe, unsere Gemeinde- Einkommensteuer aus dem Rah men der staatlichen Steuern herauszunehmen. Was die Miethsteuer betrifft, so halte er eine Reform derselben für ziemlich unmöglich, denn dieselbe werde immer eine unbillige und ungerechte bleiben, und man werde entschieden früher oder später zur Aufhebung der Miethssteuer schreiten müssen. In Bezug auf unser Schulwesen müffe er einen wunden Bunft berühren: das Freistellenwesen, welches eigentlich ein Freistellen- Unwesen sei. Jegt kommen Durch die Freistellen vielfach Leute auf die höheren Schulen, welche nicht dorthin gehören. Man sollte doch nur solchen Leuten Freistellen und, wenn möglich noch Buschüsse gewähren, welche fich wirklich durch besondere Talente auszeichnen. Was die Ueberschüsse der Gaswerke betrifft, so seien dieselben toloffal, aber ebenso enorm seien auch die Gaspreise und es sei uner. tlärlich, warum man die Frage der Gassteuer noch immer nicht zur Erledigung bringen wolle. Schließlich betont Redner, daß wir uns in Bezug auf den Bedarf an Schulhausbauten in einem Nothstande befinden und daß er und seine Freunde Stadtv. Singer: Ich beabsichtige nicht, Herrn Dopp Das Gebiet der Zonkunft, Steuerreform 2c. zu folgen, bill jedoch einige Momente aus der Rede desselben herausgreifen. Er hat gemeint, daß wir auf dem Gebiete der LehrLongusbildung zu viel thun; ich bin ganz entgegengesetter Meinung und denke, daß es nichts Edleres und Vortrefflicheres Been tann, als die Fürsorge für die Ausbildung der Lehringe und wenn Herr Dopp eine solche nicht sehr gern fleht, fo erinnert dies doch an die Zeit des beschränkten Unter thanenverstandes" und es wird nicht viele Leute geben, welche barin feiner Ansicht sind. Wenn Herr Dopp aus den Niesel- eifrig daran mitarbeiten wollen, um aus diesem Nothstande feldern eine Einnahme erhofft, sobald die Agrarzölle erst ein- herauszukommen. Bortheile, welche uns in dieser Beziehung erblühen könnten, breifach aus der Tasche der Steuerzahler wieder bezahlt werden Was die Gaswürden, und daß wir als Großstädter absolut feine Veran laffung haben, einer Politik zuzustimmen, welche uns die nothwendioften Lebensmittel vertheuert. Heuer betrifft, so trifft das Wort des Stadtverordneten Mener, daß die Gassteuer eine Steuer auf die Arbeitsat ift, feineswegs zu. Jm Allgemeinen ist der Etat gewigtlar und übersichtlich aufgestellt, aber es ist doch Der Wunsch am Blaze, daß fünftighin die Balanzirung des Etats ohne eine so große Begünstigung der Anleihen sich Austunft über das Schicksal des Beschlusses bitten, welchen möglichen ließe. Im Speziellen muß ich den Magiftrat um ortung ziehe." Stadtv. Löwe: An allen Projekten, welche in dieser Etatsdebatte vorgebracht worden find, haben sich diejenigen, die schon längere Zeit in der Verwaltung sich befinden, bereits die Zähne ausgebiffen.( Sehr richtig!) Wünsche zu äußern ist ja menschlich schön, aber auch nicht schwer und andererseits wieder schwer zu erfüllen. Das bezieht fich namentlich darauf, was der Vorredner in Bezug auf unsere Eintommersteuer gesagt hat. Es wäre gewiß sehr richtig, wenn die Kommunen ihre Steuern unabhängig vom Staate gestalten könnten, aber es ist eben unausführbar, weil wir uns uns nicht vom Staatssteuersystem emanzipiren fönnen. Alle dahin gehenden Versuche sind immer wieder gescheitert. Ebenso ist es gewiß richtig, wenn man progressive Einkommenfteuer verlangt, aber gewiß ist auch, daß dieser Wunsch that Daß man alle an dem Verbrechen Betheiligten zur Verants belastetes Herz schlug nicht mehr, und als Cambry und " Er verlangt vom Sherifamte," bemerkte Naybor, Protokoll unterschrieben, seinen Geist aufgab. Sein schwer Naydor sich von Harriers und ihrem Wirth verabschiedeten, ba wurde ihnen die Mittheilung, daß Rowland bereits ein todter Mann sei. " Sie haben bereits ihre Strafe erlitten," bemerkte Cambry; es bleibt uns in der Sache nichts mehr zu thun abrig Leits Betheiligt Der balb nicht mehr am Leben sein wird; Lord Davis ift obt Garrid im Irrenhause, und wenn er nicht dort bes geftorben ist, so ist er doch so gut wie todt." an der Sache waren nur Rowland, tomland erzählte," meinte Harriers. Was kann der Lord Auffällig war mir die Geschichte mit der Karte, die Davis nur bamit bezweckt haben?" Bielleicht hat er dadurch nur seinen Sekretär mystis 8weites Kapitel. Es mußte ein außerorordentliches Ereigniß sein, das Frit Rodenburg heute abhielt, seine gewöhnlichen Krankenvisiten zu machen. Die Stunde, zu welcher er die Krantenfäle von Bethesda zu besuchen pflegte, war längst vorüber; er aber hatte noch nicht sein Bimmer verlassen. Das wichtige Ereigniß, das ihn, vielleicht zum ersten lung unter der Vorausseßung, daß dieselben sowohl örtlich frei gelegt wie pfandfrei übergeben werden, zu dem Preise von 100 Mt. für das Quadratmeter, in Summa von 6800 Mt. einverstanden. Ebenso wird das Projekt zum Neubau einer Turns balle auf dem Schulgrundstück Niederwallstraße 6/7 ge nehmigt. " Die Vorlage wegen Ausführung von Erfazwahlen für die Staatsflaffen- und Gemeinde Einkommen fteuer Reklamations Rommission überweist die Versamm lung dem Ausschusse für die Wahl unbesoldeter Gemeindebeamten. Schließlich erklärt sich die Versammlung mit Bezug auf die Bestimmungen des Drtsstatuts vom 7. bis 19. März 1877 Damit einverstanden, daß auch für die im Jahre 1885/86 zu re= gulirenden Straßen a. der den zur Erstattung Vers pflichteten in Rechnung zu stellende Preis des zur ersten Pflasterung verwendeten Materials infl. Arbeitslohn für Hauptstraßen auf 18 M. und für Nebenstraßen auf 11,50. pro Dm., b. der Beitrag zu den Kosten der Unterhaltung neuer Straßen auf 0,20 M. pro Om. und Jahr des Ablösungstapitals in Betreff der Unterhaltungspflicht auf 0,80 M. pro Dm. festgesetzt wird. Schluß der Sigung 7% Uhr. Am Magistratstische wohnten derselben bei: Kämmerer Runge, Stadtschulräthe Dr. Bertram und Fürstenau, Stadträthe Voigt, Weise, Krause, Stadthagen, Borchardt, Kochhann u. A. Lokales. Mit Bezug auf die vor einigen Tagen gebrachte Notiz, daß ein im Norddistrikt von Berlin wohnender Ver bandsfechtmeister F. des hiesigen Reichsfechtsschulverbandes seit einigen Tagen plöglich verschwunden sei, auch eine Summe von 600 m. hinter sich gehabt hätte, wird von gut unterrich teter Quelle gemeldet, daß hier in Berlin weder im Norden noch sonstwo ein Verbandsfechtmeister F. wohnt, daß im Uebrigen alle 23 Bezirksfechter und Bezirkstafftrer, welche für den Reichsfechtverband Berlin Gelder in Empfang zu nehmen haben, in Berlin sind und bis auf den heutigen Tag sämmtfiche bei ihnen eingegangene Beträge abgeliefert haben. a. In Bezug auf den Tod des Droschtenbefiters Lindenan an der schwarzen Brücke bei der Thaerstraße haben von Razenfell gekleidet war, die Müße mit den Pelzklappen auf dem Kopfe. Fritz eilte auf ihn zu, und der Alte schloß ihn wie einen lieben Sohn, den er nach langer Trennung wieder fah, in feine Arme. Einen Augenblick verklärte bie Freude des Wiedersehens sein ehrliches Antlig, dann aber griff wieder der Ausdruck tiefen Rummers auf demfelben Plaz. Welche Ueberraschung!" rief Friß. Wahrlich Onkel Habicht, ich bin mehr erfreut, als Du vielleicht glaubst über diesen Besuch. Aber warum hast Du gerade zu dieser Jahreszeit und bei diesen Wegen die Reise unternommen?" Du fragst noch, Friz?" sagte Habicht beinahe vorvergessen, daß wir den neunzehnten Firen wollen," äußerte Cambry; anders läßt sich die Sache Male, von der Erfüllung seiner Pflicht abhielt, war cin nicht erklären. Es ist ja auch diese Geschichte eine große Rebenfache. Damit ist noch weniger etwas anzufangen, als Schreiben in der Hand, und war so in die Lektüre vertieft, Dezember schreiben?" gun tann. daß er nicht bemerkte, daß das Feuer ausgegangen war, und daß es anfing, unbehaglich kalt in dem sonst so behag lich eingerichteten Zimmer zu sein. Eberifamt tann in dieser Angelegenheit nichts mehr thun, und it feinen übrigen Bekenntniffen. Es ist, wie ich sage: das Rowland hätte sein Herz so gut vor seinem Beichtvater Ausschütten tönnen, als vor uns. Die Absolution würde hm den Tod leichter gemacht haben, als es unser Protokoll a bas vortreffliche Abendessen, für welches Mr. Knox ge Ihre Stimmung war in der That eine so gebrüdte, sich hin. zum Opfer M'Donuil einmal mit noch febr ung lebhaft wahnfinnig fie bies von orben. au verzehrt; 44 Bum dritten Male hatte er bereits den Brief gelesen. Er ließ jetzt das Blatt sinken, stüßte den Kopf auf die Armlehne seines Sessels und starrte nachdenkend vor Ein lautes Pochen an der Thür weďte ihn aus seinem orgt hatte, beinahe unberührt blieb. Als die Gesellschaft Sinnen. In der Meinung, daß es einer der Krankenwärter er vier Bersonen wieder am Ramin saß, bot fte einen bei sei, der ihm eine Meldung zu machen habe, rief er ein H ,, Das ist mir bekannt, Onkel Habicht; aber was hat der neunzehnte Dezember mit Deinem Besuch zu thun" An dieser Frage sehe ich, daß Du uns auf M'Donuil ganz und gar vergessen haft. Ah jest ahne ich, was Dich herführt.. Die periodi sche Krankheit des Grafen." ,, Ganz recht; das ist's!" " Also der Anfall hat sich erneuert?" Ganz wie sonst, und wie es scheint, diesmal ganz Frig, mein Junge, Du mußt wieder Beitem büfteren Anblick, als vorher. Der Einzige, der mechanisches Herein" und blieb, den Rüden nach der Thür hinkommen; Du bist der einzige Arzt, der helfen kann.. O einigermaßen bei Laune war, war Mr. Knox selber. gekehrt, figen, ohne seine Stellung zu verändern, erwartend, Ich habe es Dir schon gesagt, daß Du unsere einzige HoffAber auch er gerieth in arge Mißstimmung, als seine daß ihm irgend eine, die Anstalt betreffende Sache mitges nung bift; auch die Komtesse Agathe ist ganz der Ansicht, Bäfte auf feine neugierigen Fragen nach dem Inhalt der theilt werde. Der Eingetretene aber sprach nicht. Betenntnisse ihm durchaus ungenügende, oder gar keine Antwort gaben. Cambry erklärte, daß dies Amtsgeheim nicht vermindernd. It's eine Sache von Wichtigkeit? iffe feien; Naybor wich mit einigen ganz unverständlichen abeutungen aus und Harriers sagte, daß es sich für ihn, te Harriers fes mus er böfen ne. Di Nußen für einer Baufe ch fein Ge Was giebt's?" fragte Fris, noch immer feine Stellung Sonst wünsche ich, nicht gestört zu sein. " en erften Beamten in Davistown, nicht schide, über Dinge einen alten Freund empfängt?" ertönte es jetzt von der fprechen, die allein die Familie Davis angingen. Der Baber hatte Recht gehabt, dem Kranken war am inbern Morgen wohler. Seine legte Rur hatte den ErEi zum Teufel, Junge, ist das die Art, wie man Thür her. Habicht!" rief jetzt Friß aufspringend. Bathe, alter Ja, ich bin's!" rief der alte Nimrod, ber heute, wie folg, daß Rowland schon zwei Stunden nachdem er das damals, als wir ihn das erste Mal sahen, in seinen Belz daß Du allein helfen kannst, und fie vereinigt ihre Bitten mit der meinigen." Das ist eine sehr traurige Sache, Dnkel Habicht.. Jm Grunde genommen fann ich ja gar nichts thun Ich könnte nur einen Versuch machen, wenn ich die Ursache ber Krankheit kennen würde, und biese zu ergründen, bazu gehört viel Zeit, mehr Seit, als ich jetzt bei meinen Pflich ten in der Anstalt entbehren kann." " Deine Anwesenheit, mein Junge, wirkt schon wohl thuend auf den Grafen. Wir haben es ja damals gesehen. ( Fortsetzung folgt.) die Nachforschungen der hiesigen Ariminalpolizei nunmehr ers geben, daß dieser Tod nicht durch ein Verbrechen herbei geführt, sondern durch das Herunterfallen von der Böschung verursacht worden ist. Ein Droschtenkutscher, welcher in Neu Hohenschönhausen wohnt, hat sich bei der Kriminalpolizei mit der Anzeige gemeldet, daß er in der Nadt, in welcher Lindenau seinen Tod gefunden, zwischen 3 und 4 Uhr auf seiner Fahrt von Hohenschönhausen nach Berlin die Landsberger Allee entlang zwischen den Buggenhagen'schen Häusern und der schwarzen Brüde einer im Schritt fahrenden leeren Droschte begegnet set, auf deren Bock ein ältlicher Kutscher saß und die von einem Schimmel gezogen wurde. Er sprach beim Vorüberfahen noch einige Worte mit diesem Kutscher, der in der Richtung nach der schwarzen Brücke weiterfuhr. Diese Beschreibung entspricht zweifellos dem Lindenau'schen Fuhrwert, und diese Begegnung fand statt, nachdem Lindenau seine Baffagiere an einem der Buggenhagen'schen Häuser abgesezt hatte, und nun auf dem Wege nach seiner Wohnung in der Großen Frankfurterstraße begriffen war Da Lindenau jene Viehtreiber, welche nach einem der Buggenhagen'schen Häuser fahren wollten, in der Großen Friedrichstraße in der Nacht zwischen 2 bis 3 Uhr aufgenommen hatte, so spricht auch diese Zeit dafür, daß kurz vor der Begegnung des Droschkentutschers aus Hohenschönhausen, die Fahrt mit den Viehtreibern beendigt worden war. Auch sah dieser Rutscher auf dem Wege teine Person, welche den Lindenau verfolgt hätte. Das Pferd des Lindenau, welches schon früher öfter vor in der Nähe vorbeifahrenden Lokomotiven scheu geworden war, ist höchst wahrscheinlich durch den Pfiff der Lokomotive eines der zur gedach ten Zeit auf der in der Nähe befindlichen Verbindsbahn zahl reich furftrenden Güterzüge scheu gemacht worden und hat sich mit der Droschte die Böschung herabgestürzt, wobei Lindenau vom Bock fiel und mehrere Hautabschürfungen erlitt. 2. muß sodann sich erhoben und noch so viel Kraft beseffen haben, um das wild um sich schlagende Pferd was durch den rings herum von den Hufen des Pferdes zerstampften Boden bekundet wird abzufträngen. Hierbei erhielt er von dem von ihm befreiten Pferde einen Hufschlag, welcher ihn zu Boden streckte und wohl seinen Tod herbeiführte. Denn nach dem ärztlichen Ausspruch bei der Untersuchung der Leiche, kann der am Kopfe fichtbare schwere Schlag wohl nur von einem der Hufe des durch den Fall wild gewordenen Pferdes herrühren. " 1 tr. 38 Verhältniffe, als durch die unerhörte Ausdehnung des Weizenbaues auf weitere 3 Millionen Acres einen Höhepunkt erreicht, wie in feinem früheren Jahre und wie in feinem anderen Lande der Welt; die Vereinigten Staaten allein haben nach den oben gegebenen Daten 512.8 Millionen Bushels ober 180 Millionen Hektoliter Weizen geerntet, während man die Produition aller Länder der Erde nur auf 811 Millionen Hektoliter in der legten Zeit berechnet. Auch beim Hafer, der allerdings eine minder wichtige Rolle spielt, wiederholt sich die gleiche Erscheinung. Unter dieser allgemeinen Ueberproduk fion und gerade durch diese Ueberproduktion find aber die Preise start zurückgegangen. Gerade der Weizenpreis ist im legten Jahre auf seinen absoluten Tiefpunkt gekommen; ber Farmwerth fant von 91 Cents per Bushel im Dezember 1883 auf 65 Cents im Dezember 1884. Das landwirthschaftliche Departement sagt, es habe noch niemals einen solchen Breis verzeichnet, man befinde fich mitten in einer echten Ueberpro duktion, die ungeheure Erniedrigung des Marktwerthes der Weizenernte um 25 Millionen Dollars trop der gleichzeitigen bermuthete. Zunahme der Menge um 01 Millionen Bushel beweise das. Ueber die legte Sozialistengesegdebatte und speziell über den Minifter Buttkamer schreibt die Deutsche Gemeinde zeitung" des Dr. Stolp: am Mittwoch zu Wien während der Verhandlung gegen den jugendlichen Raubmörder Ignaz Nawratil zu. Eines der beiden Opfer den Opferdem achtzehnjährigen Burschen fallen nämlich zwei Mordthaten zu Last zwei Mordthaten zu Last- war eine Frau Schinke, und der Gatte der Ermordeten, ein Eisenwaarenhändler, gab Auskunft über die Auffindung seiner Frau. Der Beuge, welcher fich heftig erregt zeigte, mußte fich an die sonst für die Geschworenen bestimmte Bank lehnen, damit er nicht umfiel, und wendete stets sein Geficht ab, um den Mörder seiner Gattin nicht sehen zu müssen. Präsident: Ich finde Ihre Aufregung sehr be greiflich, Sie können sich schon entfernen. Und nun entwickelte fich eine entsegliche Szene. Herr Schinke wollte, um auch weiter dem Anblicke des Mörders nicht ausgesetzt zu sein, den Saal durch die der Anklagebant gegenüber liegende Thür der Geschworenen verlassen. Ein Saalauffeber machte ihn jedoch aufmerksam, daß der Ausgang für die Zeugen auf der anderen Seite sei und geleitet ihn an dem Angeklagten vorüber. In diesem Augenblicke konnte der Gatte der Ermordeten feines Schmerzes nicht mehr Herr werden, er stieß einen gräßlichen Schrei aus, der alle Anwesenden erbeben machte und überschüttete den Mörder mit einer Fluth von Schimpfworten. Lump! Mörder! Gauner! Galgenstrid! Du haft mir mein Weib geraubt!" so rang es fich von den Lippen des Beugen. Die Beugin Köchin Therefta Urban war gleichfalls von ihrem Size aufgefprungen, gestikulirte mit den Händen in der Luft und schrie mit gellender Stimme dem Angeklagten Verwünschungen zu. Die Plöglichkeit dieser Szene hatte wie lähmend auf die Zuhörer gewirkt, Alles saß regungslos da und selbst der Vorsitzende hatte noch kein Wort gefunden, um Einhalt zu gebieten Da ergriff Schinte einen am Ausgange stehenden Sefsel und schwang denselben hoch in der Luft, als Nun wollte er ihn dem Mörder an den Kopf schleudern. sprangen zwei Saaldiener hinzu, entwanden dem Zeugen den Seffel und führten den Mann aus dem Saale. Vom Korridor tönte noch wüfter Lärm herein, als der Präfident Das Wort ergriff:„ Der Beuge hat den dem Gerichtshofe schuldigen Anstand wohl gröblich verlegt; ich glaube jedoch, daß tein Anlaß vorliegt, gegen denselben auf glaube jedoch, daß tein Anlaß vorliegt, gegen denselben auf dem Disziplinarwege einzuschreiten, da ich finde, daß sein Benehmen seiner begreiflichen Aufgeregtheit zuzuschreiben ist. Ich glaube auch, daß der Herr Staatsanwalt mir zustimmen wird." - Staatsanwalt. Ich stelle teinen Antrag." Präf.: Der Beuge wird es gewiß bereuen, daß er fich an diesem Ort so weit vergangen hat." Der Angeklagte Narratil, welcher fich bisher stumpf und theilnahmlos gezeigt hatte, war während der Szene wie vernichtet auf seinem Stuhl figen geblieben und brach nun in Weinen aus. Noch lange vermochte fich das Publikum über die vorgefallene Szene nicht zu beruhigen. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten Ignaz Nawratil zu zwanzig Jahren schweren Kerkers, verschärft durch einen Fasttag monatlich, im Monate Oktober jedes Jahres durch Fasten und hartes Lager am 16. und 25. dieses Monats( dem Datum der beiden Morde). Die Strafe ist die höchste, die dem Gesetze nach dem noch nicht zwanzig Jahre alten Mörder zuerkannt werden konnte. Der Verurtheilte blieb völlig ungerührt und behielt fich die dreitägige Bedenkzeit vor. a. Ein Hochstapler. Ein junger Mann von distinguirtem Aeußern hat im Laufe der legten Woche in hiesigen hochgestellten Kreisen Aufmerksamkeit erregt. Derselbe fuhr in einer eleganten Equipage mit Kutscher und Diener in Livrée bei bochgestellten Persönlichkeiten vor und gab als Beichen seines Besuches dem entgegenkommenden Portier oder Diener seine Visitenkarte ab, auf welcher sich der Name: Graf Wilhelm von Württemberg" befand. Auch war an diesen Karten der Name eines hieftgen vornehmen Hotels aufgezeichnet, in welchem Der Graf Wilhelm" angeblich logirte. Als nun die vom ,, Grafen Wilhelm" besuchten Herrschaften diese Artigkeit durch Rückbesuche resp. durch Zusendung ihrer Karten erwiderten, da stellte fich heraus, daß in dem angegebenen Hotel der Herr Graf nicht logirte und überhaupt nicht gefannt wurde. Auch bieftge große Geschäfte wurden von dem Grafen Wilhelm" besucht, in welchen er lunstgewerbliche Einrichtungsgegenstände für seine in der Voßstraße gemiethete Wohnung taufte. Als aber die Handwerker in dieser Wohnung erschienen, um das Ameublement den Zimmern entsprechend anzufertigen, und als die sonst angekauften Gegens stände dahin gebracht wurden, da stellte sich heraus, daß ein Herr, welcher sich als Graf Wilhelm von Württemberg ausgegeben hatte, zwar am Tage zuvor die Wohnung besichtigt und die Abficht ausgesprochen habe, fie zu miethen, daß aber seitdem der Graf fich nicht wieder habe sehen lassen. Die Gewerbetreibenden, welche vom Grafen Wilhelm durch seine Aufträge beehrt worden, forschten nun nach dem augenblick= lichen Aufenthalt desselben, konnten ihn aber nicht ermitteln, und auch bei der Württembergischen Gesandtschaft wußte man nichts von einem Aufenthalte eines Grafen des bezeichneten Namens in Berlin. Auf die davon der hiesigen Kriminal polizei gemachte Anzeige ermittelte diese den angeblichen Grafen Wilhelm in der Person eines gewiffen Birt, welcher vor mehreren Jahren als Graf Bit" mehrere Schwindeleien hierselbst verübt hatte und sodann als geiftestrant einer biefigen Frrenanstalt überwiesen worden war. Vor einiger Zeit ist nun Birk als völlig geheilt aus der Anstalt zu feinen hier wohnhaften Eltern entlaffen worden. Auch erhielt er ein ärztliches Attest, in welchem bekundet wurde, daß Bit sich wieder im vollen Befiß der Geisteskräfte befinde, also geistig vollständig gesund sei. Vorgestern wurde Bit ers griffen, und dieser gab an, daß er mit den geschilderten Hochftapeleien nur bezweckt habe, Aufmerksamkeit zu erregen und recht höflich behandelt zu werden. Soweit bis jetzt festgestellt, ist durch dieses Auftreten des Birk nur der Equipagen- Verleiher geschädigt worden, welchem Birk den Mietbsbetrag für die mehrere Tage lang benugte Equipage nebst Fahrpersonal fchuldet und bei seiner völligen Mittellofigkeit nicht zu zahlen vermag. In Folge dieser Veröffentlichung dürften sich vorausfichtlich noch weitere Personen melden, welche gleichfalls von Birk geschädigt worden. Da Birk bei seiner polizeilichen Vernehmung durchweg den Eindruck eines geistig gefunden Menschen machte, so ist er gestern der Staatsanwaltschaft wegen Betruges vorgeführt worden. " Soziales und Arbeiterbewegung. Sozial Die A tolles wird ote gegen brücker Semand a einen Antra e brap, be Weber, re wirbert. Finen Dilbe Ic 17 Februa De leht, de dennt, be ale поф Bismard a ebt, bie S nothwendig Aandidaten mgetrön Würde man das Sozialdemokratengefes nicht erlaffen und Abgeordnet selbstverständlich alle Ueberschreitungen mit Energie und Strenge einer Anfra verfolgt haben, so sägen Most und Genossen fest und unsch gegeben, lich in den heimischen Gefängnissen und die gemäßigtere demokratie würde in und mit sich selbst sicherlich schon läng die nöthige ,, Erziehung" vorgenommen haben, deren fie be durfte und deren sie mit den meisten übrigen Parteien au jezt noch bedarf. Große geistige Bewegungen fönnen, große Ströme und Gewässer, nur durch eigene Klärung läutert und gereinigt werden, und es ist eine ebenso e Verirrung wie Vermeffenheit, dies durch polizeiliche Maßna bewerkstelligen zu wollen. Daß der Preußische Minis Innern weder für die Sozialdemokratie, noch für die S reform ein tieferes Verständniß hat und fich der wichtig Frage der inneren Staatspolitik gegenüber nichts weniger a ein staatserhaltender" Minister zeigt, ergiebt fich auch aus ten Auslaffungen desselben über das von der sozialdem fratischen Partei eingebrachte Arbeiterschutzgeset". Was bisher als den ersten wirklichen und wirksamen Anfang Die Barole Sozialreform feit Jahren bezeichnet baben, was faft Ja hunderte hindurch bestanden hat, was fürzlich in Berlin unte Anderen die Mehrzahl der vereinigten Tischlermeister Gesellen mit aller Kraft anstreben zu wollen öffentlich erklärt haben und wofür auch andere Gewerke fich jezt fortgeset Bewegung ften, wofür endlich auch sich Männer wie Thun und Robbertus bereits ausgesprochen haben, das proflami ber, staatserhaltende" Preußische Minister des Innern als ,, Utopie" für Jedermann"! Und nimmt er denn nicht fogar für fich selbst einen ,, Minimalarbeitslohn" in Anspru So die konservative Wochenschrift für Deutsches Gemein und Staatsverwaltungswesen. Sabr eint aud Stidhter!!! ht, dem Fotfchafter Some!" Auf G The Drudic lion de boter Der v Dirtbich Begen 7 6 mittel als Eing abulibren unter aud Glend tar eine Bie v Denbigun Stellung D Tageso Senat blreform Das deutsche Krantentafengesetz ist höchst populär. Der Glaube, daß die Idee der Zwangs ficherung allein ausreiche, um die sozialen Gefahren au feitigen, fpuft faum noch in den Röpfen einiger ferviler fessoren und ist von den praktischen Volkswirthen längst fal gelaffen worden. Nicht zehntausend Arbeiter haben bei legten Wahlen für den Fürsten Bismard votirt, troßdem ihnen bie Kranien- und die Unfallversicherung bescheett Die Krankenversicherung ist also aufzufaffen als eine theilm Verbesserung und Regelung der Armenpflege. Für den dem Mangel an Erwerb leidenden Proletarier besteht feine Kranken- Versicherung. Er wird nach wie vor dem preisgegeben sein." So die börsen- liberale Wiener Freie Breffe". Alles ganz richtig. Nur lönnen wir biene Frage nicht unterdrücken: Wenn die Liberalen die A verficherung nicht als Sozialreform anerkennen, was sie denn eigentlich für eine Reform? Von Mangel an werb", von„ Elend" ist oben ja oft genug die Rebe. S die Liberalen vielleicht Elend und Arbeitslosigkeit für nothwendigen Bestandtheil unserer Gesellschaftsordnung, den man überhaupt nichts thun soll? Zum Recht auf Arbeit. Ueberall denkt man jezt an die Ausführung großer öffentlicher Arbeiten, um den zu unheim licher Größe angewachsenen Nothstand unter den Arbeitern wenigstens etwas zu lindern. In Paris rüftet man fich, wie wir neulich erwähnten, eigens zu diesem Zweck zu umfassenden Bauten, für welche man die größte Anleihe fordert, die je eine Stadt verlangt hat. In Spanien eilt man große öffentliche Unternehmungen ausführen, weil man die Armeen der Arbeitslosen fürchtet; soll es der Beschäftigungslosen doch bereits 40 000 allein in Ratalonien geben. In England senden die brodlosen Arbeiter Deputationen an die Regierung, um die sofortige Organisation der Stellenlosen zu Arbeiten von öffentlichem Nugen zur Errichtung von Arbeiterwohnungen, zur Aufschließung von Debland u. f. w." zu verlangen. Freilich schlimm, daß der Staat immer nur eintritt, um die Sünden der Privatwirthschaft einigermaßen gut zu machen; eine„ Organisation der Arbeit" wird man derartige Flickversuche der Verzweiflung nicht nennen wollen. Aber charakteristisch ist es doch, baß man überall dem Staat die Pflicht zuschreibt, seinen Bür gern Arbeit zu gewähren. Selbst liberale Blätter wiffen in ihrer Bangigkeit und in ihrer Furcht von den Folgen eines allgemeinen Rothstandes nichts anderes zu verlangen. So schreibt die Wiener Neue Freie Presse", das Organ der liberalen Börsen- und Finanzkreise: ,, Angesichts der großen Noth, welche während dieses Winters sowohl in Europa als in Amerika herrscht; angesichts der Hunderttausende von Arbeitern, welche sowohl in den Vermischtes. und Sittengefühl widerstreitet. wollen Halles ei ge Diefe n Dort und Bele lichen Datums de no teinen bireform O 7 zu gering Aus 2 Lelegramm Wellington Aufregung anneflirt b Bet folde Brotest ein will ferner alternbeam Dollzogen 50 in fubanef eine folche nämlich ge Der am nommenen Abhalten von Bockbierfesten. Daß in den gegen tigen schweren Beiten der Humor nicht fehle, dafür hat Herr Amthauptmann von Glauchau gesorgt. Derselbe nämlich einen Utas an seine Untergebenen gerichtet, folgend Inhalts: In neuerer Beit ift durch die Abhaltung von fo nannten Bodbierfesten eine Unfitte aufgetreten, weld durch Völlerei und Robheit allem Anstand Bockbierfesten figen stundenlang in einem undurchdringli Qualm und bet schlechter Luft Leute verschiedenen Geschlechts und des verschiedensten Alters Aufamme welche es als ihre Hauptaufgabe betrachten, bet übermäßig Genuß von schwerem Bier möglichst viel Lärm zu machen. Stimmung" zu erhöhen, finden musikalische Aufführungen statt und werden zum Abfingen sog.„ Bocklieder" vertheill welche meist von der albernsten und niedrigften Art find. Nicht selten kommt es auch unter der aufgeregte der Staatstlugheit und der wirthschaftlimen Menge zu Thätlichkeiten. Seitens mancher Wirthe wird die a. Wegen Sittlichkeitsverbrechen, verübt gegen zwei Knaben im Alter von 5 resp. 13 Jahren, find gestern zwei Bersonen zur Untersuchungshaft gebracht worden. Im ersten Falle hatte ein Tischlergeselle das Verbrechen gegen einen fünfjährigen Knaben verübt, und im anderen Falle hatte ein er blindeter Handelsmann einen ihm als Führer dienenden Knaben von 13 Jahren seit Wochen in schändlicher Weise gemißbraucht. Vereinigten Staaten wie in England, Frankreich, Rußland, Deutschland und Desterreich theils ganz ohne Beschäftigung Deutschland und Desterreich theils ganz ohne Beschäftigung find, theils mit beschränkter Arbeitszeit oder unsicherer find, theils mit beschränkter Arbeitszeit oder unsicherer Stellung fich begnügen müßen; angesichts der in Folge der Geschäftsstockung herrschenden Fülle disponiblen Kapitals, des niedrigen Binsfußes und des hoben Kredits der Staaten, sowie nicht minder auch der sozialen Gefahr halten wir es für an der Zeit, darauf aufmerksam zu machen, daß es ein Gebot a. Bei einem wegen Diebstahls mehrfach vorbe. ftraften Individuum wurden bei deffen gestern erfolgter Festnahme drei Bortemonnaies und zwar ein fleines roth lebernes mit 30 M.- ein Swanzig- und ein Behnmaikstüc Inhalt, ein größeres schwarzledernes Beutelportemonnaie, mit 3 Meffingbügeln, mit 2,70 M. Jnbalt, sowie ein gelbledernes Bortemonnaie ohne Inhalt vorgefunden, welche derselbe offen bar gestohlen hat. Die Portemonnaies können bei dem hiesigen Kriminal Kommissariat, Bimmerftr. 78, refognoszirt werden. Außerdem hatte der Dieb noch 2 Blumentöpfe und Eßwaaren in seinem Befis, die er wahrscheinlich gestohlen hat. Die Art find. Treiben mit allen möglichen Mitteln licher Weise zur Völlerei verlockt. unentgeltli Don Berber gefunden. mit, er ha biefer ange und Gordo feien erbeu In d wurde eine fonen beha ungefeglich ober Ginfa fond strafb Dort erich eine von n Verabreichung gefalzener Rettige, Ausfegu von Prämien für Konsumirung bestimmter, nicht geringe Biermengen gefördert und das Publikum in unverantwo Wenn nun auch in hieftgen Verwaltungsbezirke Bockbierfeste ähnlichen Charalie vorgekommen find, so will die fönigliche Amishauptmannidha zur Nachachtung für die Wirthe hinweisen, daß threr Anf Rach dieses Vorgehen mit den für die Ausübung des Shan gewerbes maßgebenden Bestimmungen in§ 33, 1 ber Reid gewerbeordnung nicht zu vereinbaren ist, sondern vielmehr geg bie Wirthe, welche fich auf diese Weise einer Förderung Böllerei schuldig machen, nach§ 53 der Gewerbeordnung Verfahren behufs Entziehung ihrer Konzeffion einzuleiten werde." Das geht ja noch über die bekannte fächftiche Einsicht wäre, gegenwärtig öffentliche Arbeiten in größerem Maßstabe als sonst ausführen zu lassen. Allein da die Staaten des Kontinents heute bereits eine ungewöhnlich große Menge von Aufgaben fich gestellt haben, welche in Großbritannien und Amerika der Privatindustrie überlassen werden; da der Staat damit umgeht, die Eisenbahnen zu übernehmen, da er die Verpflichtung hat, die Regulirung und Korrektion der Flüsse zu besorgen, und da die Verbindung der natürlichen Wasserstraßen Europas immer noch ein frommer Wunsch ist, in welchem wir den Vereinigten Staaten, ja sogar China nachstehen, so wäre es angezeigt, in der nächsten Beit von Seite der Staaten und Rorporationen eine größere Menge solcher Arbeiten ausführen zu laffen, als gewöhnlich. Eine günstigere Zeit als die gegenwärtige tann es zur Ausführung nothwendiger oder bereits beschloffener öffentlicher Unternehmungen nicht geben, weil der Staat und die Korporationen bei der gegenwärtigen Lage des Kapitalmarktes die günstigsten Bedingungen genießen." N. Ein grober Unfug ist gestern Nachmittag mit dem öffentlichen Feuermelder am Rönigsplat verübt worden. Ein Strolch hatte die Scheibe zertrümmert und die Alarm- Vorrich tung in Bewegung gesezt, wodurch in wenigen Minuten ein großer Theil der Löschmannschaften an der vermeintlichen Brandstelle erschien. Leider gelang es nicht, den rohen Bur schen, der bei der Annäherung der Feuerwehr die Flucht er griff, festzunehmen. N. Ein sehr schwerer Unglücksfall trug fich gestern Nachmittag beim Bau der Markthallen am Alexanderplat zu. Ein im Mittelbau beschäftigter Maurer Klaufing hatte bet ferrer Arbeit das Unglück fehl zu treten und so aus einer Höhe 75 Fuß auf den Bauplatz zu stürzen. K., der in bewußt lofem Suftande liegen blieb, mußte sofort nach dem Kranken bause elbanien geschafft werden, wo so schwere innere Ver legungen fonstatirt wurden, daß sein Bustand als ein beinahe boffnungsh fer bezeichnet werden mußte. 8. hinterläßt eine Frau in sehr bedürftigen Berhältniffen. Gerichts- Zeitung. Zur Agrarfrage. Landwirthschaftliche Ueber- Produktion. In den neuesten Berichten des landwirthschaftlichen Departements zu Washington zeigen fich im genauen zahlenmäßigen Ausdrucke die Thatsachen, unter deren Drud die ge fammte europäische Bodenproduktion im abgelaufenen Jahre schwer zu leiden hatte. Die Ausdehnung des Getreidebaues hat, wie in früheren Jahren, weiter rapid zugenommen. Es betrug: Die bestellte Fläche Acres 1883 Mais... 68 301 889 Weizen 36 455 593 Hafer... 20 324 962 1884 69 683 780 39 475 885 21 300 917 Der Ertrag Millionen Busbel 1883 1884 1551.0 1795.7 421.1 571.3 512.8 583.6 ba fein bat Brotlamat Den Bring tobt ober mieblichkeet"! Das Beste bei der Sache aber ist, daß der K Amishauptmann einen großen Theil seines Erlaffes aus de Sozial- Korrespondenz" des Herrn Böhmert abgeschriebenb Also nicht einmal Driginal!? Di Bergiftung durch Schwerspath. Vor einigen Wo erfrankte eine größere Anzahl von Soldaten in der Garnifo Cottbus. Die Aerzte behandelten zunächst auf Trichinof Doch ergab sich bald der Jrrihum dieser Prognofe. DE bi 48. Am Boettid An S Schriftführ Grafen B Jum Schri wärtig 160 Soldaten theilweise im Lazareth, theilweise in Raserne trant darniederliegen. Ein Divisionsart leitete Untersuchung, bei der sich nunmehr herausgeftellt baben fol daß die Erkrankungen durch den Genuß von Brot, weld durch große Mengen von Schwerspath verfälscht war, beroo gerufen worden find. Briefhaften der Redaktion. ergangenen Urtels beantworten. Ea fo mann ei ichädig Wiederauf Staatstaff betrifft, ba Abg Stulturmelt einen bift latorischen Kultuftaa Hebe Der auch an d des Staat preußischen Berhafteter D. R. 560. Ihre Anfrage läßt sich erst nach Einficht b D. W. Sie haften nicht für die vorehelichen Schulbe N. 99. Der Korbmacher hat den Schaden zu repariren Der heutigen Nummer liegt für unsere auswärtig Abonnenten die Nummer 11 des ,, Jllustrirtes Sonntag Ihrer Ehefrau. Man sieht auf den ersten Blick, daß bei diesen drei, für bie amerikanische Konkurrenz allein wichtigen Berealien( denn die Vereinigten Staaten produziren jährlich nur 28 bis 29 Millionen Busbel Roggen und 50 Millionen Bushel Gerste, also taum genug für den eigenen Bedarf) sowohl die bestellten Ackerflächen als die geernteten Mengen im Jahre 1884 wieder bedeutend zugenommen haben. Noch in feinem früheren Jahre haben die Bereinigten Staaten so große Quantitäten Nais produzirt, wie im Jahre Jahre 1884 Auch die WeizenProbuftion Probuftion hat sowohl durch günstige WitterungsGronheim in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. aufregende Szene, wie fie fich wohl noch Eine ungemein richtssaal abgespielt haben mag, trug fich niemals in einem O Berantwortlicher Redakteur R. blatt" bet. Sieran eine Bellage Der heutig Staates g hnung des Höhepunkt in feinem allein haben Bushels ober d man die 1 Millionen n Hafer, der cholt fich die Ueberprodut nd aber die preis ist im ommen; der ember 1883 irthschaftliche olchen Breis en Ueberpro werthes der gleichzeitigen weise das e Gemeinde erlaffen und tere Sozial fchon längt eren fie be Barteien aud Tönnen, we Klärung g benio große Тавларитет Minifi Die Soja bea er wichtigen weniger 5 auch فله поф fozialdem Was wir Anfang Beilage zum Berliner Voltsblatt. Str. 38. mirbert. Politische Webersicht. Einen Bismarckhymnus in Prosa erlassen die KonserDilbe lautet: im vierten Mecklenburgischen Reichstagswahlkreise. An die Wähler des 4. Wahlkreises! Am Sonnabend, den 14 Februar 1885. lichen Intereffe Nachtheile erlitten haben, schablos zu halten. In dieser Richtung bewegt sich die ganze sozialpolitische GeDie Abstimmung über die Erhöhung des Getreide- sezgebung des Reiches. Auch das Deutsche Adelsblatt" hat olles wird doch eine interessantere werden, als man allgemein fich fürzlich ganz in meinem Sinne ausgesprochen, es hat gebermuthete. Auch im Bentium giebt es einige Abgeordnete, faat, es handle fich hier um einen riiterlichen Kampf. Ich gegen die Bollerhöhung stimmen werden, andere wollen hoffe deshalb, die ritterlichen Heren von der Rechten werden und fpeste drücken", wie der parlamentarische Ausdruck heißt, wenn meinen Antrag unterstüßen. Die von den Gegnern meines Jemand aus irgend welchen Gründen weder für noch gegen Antrages geltend gemachten Gründe sind nicht stichhaltig; die nen Antrag oder eine Vorlage stimmen will. Der fleritale vorhandenen Schwierigkeiten müssen sich überwinden laffen. Wenn die Festsetzung der Entschädigungspflicht dazu beiträgt, und Strenge einer Anfrage aus seinem Wahlkreise die bündige Erklärung unnöthige Verhaftungen zu verhüten, so würde das nur ein nd unich gegeben, daß er gegen die Erhöhung stimmen werde. Das Gewinn sein; allerdings wird der Richter vorsichtiger werden, brav, denn gerade in seinem Kreise wohnen die blutarmen wo es fich um Verhaftungen handelt; andererseits wird aber Beber, welche unter der Bollerhöhung ganz besonders leiden tein Richter so fiskalisch denken, um eine nothwendige Verbaftung wegen der eventuellen Entschädigungspflicht des Staates zu unterlassen. Betrügerischen Manipulationen seitens Verurtheilter, die man befürchtet, wenn mein Antrag Gesez wird, kann man leicht durch geeignete Maßregeln vorbeugen; 11 Februar tretet Ihr zum Entscheidungskampf an die Wahl- obrigens kann kein Geses ganz vollkommen sein; irgendwelche e! Es handelt sich darum, ob Ihr den liberalen Kandidaten Umgebungen werden immer vorkommen, aber man muß vor leht, der fich zur deutschfreifinnigen Partei des Reichstages fennt, der Partei, welche die parlamentarische Herrschaft erAllem die dringendsten Mißstände beseitigen. Daß die Regierung ftets erklärt hat, finanzielle Bedenken ständen febt, die Politik Seiner Majestät des Kaisers und des Fürsten meinem Antrage nicht entgegen, erfüllt mich mit GenugBismard auf jede Weise verdächtigt und bekämpft und ihr die thuung; denn zur Entschädigung unschuldig Vertheilter thuung; denn zur Entschädigung unschuldig Vertheilter nothwendigen Mittel versagt; oder ob ihr den fonservativen muß Die große deutsche Nation Geld übrig haben. übrig haben. Kandidaten erwählt, der treu zu Kaiser und Reich, zu seinem Daß sich ein verbrecherisches Gewerbe herausbilden könnte, ubmgetrönten Reichskanzler und dessen Gesammtpolitik steht! fich unschuldig verurtheilen zu lassen und dann Entfaft Jachter!!! Wer treu zum Reich und seinem Reichskanzler Barole ist jetzt: Für Bismard, gegen die Bartei Eugen schädigung zu fordern, ist um so weniger zu befürchten, als Betrüger und Spizbuben durch andere Verbrechen viel bes quemer fich Getd verschaffen können, als auf jenem umständlichen und gefährlichen Wege. Andererseits mehren sich die Fälle, wo Unschuldige zu mehrjährigen Buchthaus- und Gefängnisstrafen verurtheilt werden, fortwährend; seit einem Jahre find wieder 13 Fälle vorgekommen, nachdem in den beiden vorhergehenden Jabren in 18 solchen Fällen zusammen auf 80 Jahre Freiheitsstrafen erkannt worden war.( Redner bezieht fich noch auf eine Reihe fernerer statistischer Einzelheiten.) Der schen; Ich habe, um nur etwas zustande zu bringen, mir die Die größte Selbstbeschränkung auferlegt. Eigentlich wünsche ich die Entschädigung nicht nur aller unschuldig Verurtheilten, fondern auch aller unschuldig Verhafteten. Mit meinem An trage stehe ich aber völlig auf dem Boden der Beschlüsse der Kommission, die sich in der vorigen Session mit diesen Materien beschäftigt hat. Die Motive, welche für diese Kommissionsbeschlüsse maßgebend waren und die in dem Kommiffionsberichte niedergelegt find, mache ich mir sämmtlich zu eigen. Redner erläutert nunmehr eingehend die einzelnen deffelben. Berlin unter meister und tlich erfit fortgefest in profiam ern als nicht Anspruc ein Some!" ht, dem fann die Wahl nicht schwer fallen, er wählt den Botschaftsrath 3. D. von Hirschfeld." ,, Gut gebrüllt, wie Thune Druckschrift von Karl Frohme ,, Die nationale Mis Auf Grund des Sozialistengesetes ist die nichtperiodis fion der deutschen Sozialdemokratie" verGemein Cud höchftw 3wangs ren zu Terviler längst fall ben bei troßdem escheett 09 ne theil ir den un beftehtud dem G Biener wir bie Die A was wollen ngel an ede. it für onung, afür bat Halles en gegen Derfelbe et, folgend eines gege ng von fog weld Instanb Bet folde choringliche tebene aufammen übermäßig machen. Tufführunge er" vertheil edrige aufgereg wird biel Beltli Ausfegur cht geringe averantwo un auch i Charatter plmannid tbrer Anfi des Shan Iber Reid elmehr gege Förderung ba ordnung zuleiten f Se ächftiche fein 6 boter Belgien. Der von dem Ministerium einberufene obere Land- vorliegende Antrag entspricht noch lange nicht meinen Wünwirthschaftsrath bat nach langer Diskussion mit 13 Ben 7 Stimmen den Beschluß gefaßt, die Einführung irgend Cines Eingangszolles auf ausländisches Getreide und Lebensals dem Volte und der Landwirthschaft gleich schädlich nen. Auch in den Abtheilungen der Deputirtenkammer wat tine diesem Bolle wenig günstige Stimmung vorhanden. Frankreich. Bie verlautet, wird die französische Regierung sofort nach Beendigung der Debatte über die Getreidezölle die De Tagesordnung verlangen. Die Regierung wird auch an II. Jahrgang. laffen für diejenigen Verurtheilten, deren Unschuld bei der Wiederaufnahme des Verfahrens sich herausstellt. Wir können aber nicht einer Entschädigung auch für die Nichtschuldigen unsere Bustimmung geben. Man bebauptet freilich, und zwar mit Recht, daß unsere Strafprozeßordnung einen Unterschied zwischen unschuldig und nichtschuldig nicht kennt. Aber es ist doch die Frage, ob wir diese Praxis sollen anwenden dürfen, wo es fich nur um formales Recht handelt. Ich glaube, das Rechte bewußtsein unseres Bolles würde auf das Tiefste verlegt werden, wenn wir eine Entschädigung auch in dem Falle zuerkennen wollten, wo der Gerichtshof das ,, non liquet" aussprechen muß. Jedenfalls können wir dem Antrag nicht ohne kommissarische Berathung zustimmen. tommissarische Berathung zustimmen. Der Standpunkt, den wir vertreten, macht viele Aenderungen nöthig, die wir im Plenum nicht vollziehen können. Abg. Rintelen bringt dem Antrage große Sympathie entgegen, der eine Forderung der ausgleichenden Gerechtigkeit erfüllt. Eine Wiederaufnahme des Verfahrens sollte indessen nur dann zugelassen werden, wenn erwiesen wird, daß das frühere Urtheil auf falschen Grundlagen beruht. So lange die Grundlagen nicht angefochten werden, muß das Urtheil als gerecht gelten. Mit Herrn Hartmann bin ich einverstanden, daß, eine Entschädigung in den Fällen zu gewähren, wo der Ge richtshof das ,, non liquet" aussprechen mußte, das Gerechtig teitsgefühl unseres Volfes tief verlegen mußte. Es ist deshalb zu wünschen, daß der Antrag eine solche Formulirung erhält, aus welcher hervorgeht, daß eine Entschädigung nur dann zu gewähren ist, wenn die Unschuld des Angeklagten erwiesen ist. Eine solche Formulirung wird allerdings Schwierigkeiten bes reiten, und deshalb schlage auch ich tommiffarische Berathung des Antrages vor. Abg. Kayser: Die Bähigkeit, mit welcher die verbündeten Regierungen sich hier der Gewährung von Entschädi gungen widerseßen, muß auffallen, da fte fich auf anderen Gebieten zur Gewährung von Entschädigungen haben bereit finden laffen. Es ist hier so viel vom Gerechtig feitsgefühl des Volkes gesprochen worden, die Herren sollten nur einmal hören, wie das Volk über die Handhabung unserer Rechtspflege spricht. Ich halte es einfach für eine Sache der Klugheit, diesem Antrage zuzustimmen. Die Regierung fönnte fich damit lostaufen von der Revision unserer Prozeßordnung an Haupt und Gliedern. Man spricht viel davon, daß beffere Garantien geschaffen werden müßten, um Verurtheilungen von Unschuldigen zu verhindern. Ich halte alle Garantien in dieser Richtung für papiernes Juristenrecht, mit dem dis Angeklagten nichts anzufangen wiffen. Ein großer Theil der Schuld an der jezigen Rechtspflege trifft unsern Richterstand selbst. Von dem ersten Augenblicke an, wo jemand in den Anklagezustand Stellung der Vorlage über das Listenskrutinium auf Paragraphen seines Entwurfs und wünscht Plenarberathung versett ist, glaubt der Richter seine Aufgabe darin zu erblicken, Senat die Aufforderung richten, möglichst rasch über die daDiese noch vor den Diterferien von den beiden Kammern Doet und die Beseitigung der Ersatzwahlen vor Ablauf der lichen Frist entschieden werden könne. Bezüglich des Datums der allgemeinen Wahlen kann die Regierung heute teinen Beschluß faffen, da diese Frage nothgedrungen der reform unterworfen ist. 7 84 Von 14 am Dpernplas arretirten Individuen wurden Bingen Freiheitsstrafen verurtheilt und 7 entlassen. Großbritannien. us London wird der Boffischen Zeitung" folgendes Staatssekretär v. Schelling: Die Regierung hegt ebenso sehr den Wunsch, daß Irrthümer der Strafjuftis nach Möglich feit an den davon Betroffenen wieder gut gemacht werden. Sie ist auch meines Wissens, wenn sie im einzelnen Fahe die Ueber zeugung von der Unschuld erlangt hat, nach Möglichkeit bes müht gewesen, den unschuldig Bestraften eine Entschädigung zu gewähren, soweit es die verfügbaren Mittel zuließen. Das Streben, an Stelle des freien Ermessens feste Rechtssäße zu stellen, ist ja allgemein berechtigt, man wird nur die Rückwir tung einer solchen Einrichtung auf die Strafrechtspflege nicht außer Acht laffen dürfen. Ich fürchte, es werden in dieser Be ziehung dem Antrage im Schooße des Bundesrathes Bedenken entgegenstehen. Die Antragsteller gehen aber auch, wie ich alles aufzubieten, was was gegen den Angeklagten spricht. Sympathien und Antipathien sollen für den Richter nicht vorhanden sein. Was ist aus dem schönen Grundfaß geworden? Die alten Heldengestalten unseres Rich terstandes, Männer, wie Birchmann, find nicht mehr, sie sind zum Theil aus ihrem Amte entfernt worden, eben um ihrer Grundfäße willen, die sie vertreten haben. Durch den politi schen Prozeß ist der Niedergang unserer Rechtspflege gefördert worden. Auch die Bildung der Straffammern muß in vielen Fällen Bedenken erregen, ist es doch so weit gekommen, daß das Bolt gewiffe Straffammern zu bezeichnen muß als solche, von denen immer Verurtheilungen erfolgen. Kommen Sie also uns nicht immer mit der Phrase, daß beffere Garantien zur Verhütung von Verurtheilungen Unschuldiger geschaffen Telegramm gesandt:„ Eine hier eingetroffene Depesche aus Bellington befagt, in ganz Neuseeland herrsche heftige glaube, weit über das Biel hinaus. Jm Wiederaufnahmever werden müssen, namentlich in dem Augenblicke, wo die verbün Aufregung in Folge der Nachricht, daß Deutschland Samoa anneliirt habe. Der englische und amerikanische Konsul hätten Brotest eingelegt, die Lage sei sehr ernst. Daily Telegraph" will ferner wiffen, die Annexion sei von einem deutschen Subalternbeamten ohne Ermächtigung der deutschen Regierung vollzogen worden. Also immer mehr Verwidlungen. Soweit eine offizielle Bestätigung vom Tode Gordons in fudanefischen Verhältnissen möglich ist, haben die Engländer eine folche erhalten. Eine Depesche des General Wolseley hat nach Maßgabe der damaligen Verhandlung ein ungerechtes solchen Standpunkt tönnte ich beim Reichs- Finanzminister beDer am Mittwoch durch die Kolonnen des Generals Earle ge nimlich gemeldet: Von einem Soldaten wurde in der Nähe nommenen Bofition die Kopie eines Briefes des Gouverneurs Don Berber an den Gouverneur des Distriktes von Kerbekan mit, er habe ein Schreiben des Mahdi erhalten, in welchem gefunden. In diesem Briefe theilt der Gouverneur von Berber Diefer anzeigt, daß Chartum am 26. Januar genommen worden feien erbeutet worden. fahren wird ein Verurtheiller oft freigesprochen werden, weil deten Regierungen im Begriff find, unsere Schwurgerichte zu der Thatbestand durch die Länge der Beit verdunkelt ist, weil verkümmern. So behaupte, daß im Volte das Gefühl der Belastungszengen verstorben oder ausgewandert sind, oder weil Rechtssicherheit nicht mehr vorhanden, oder doß es wenigftens der Vorfall im Gedächtniß der noch vorhandenen Beugen bis verkümmert ist. Wie ließe fich anders der Schrecken erklären, zur Untenntlichkeit verwischt ist. Es muß also in solchem pon dem jeder in unserem Volfe befallen wird, dem eine LaFalle eine Freisprechung erfolgen. Folgt denn nun aus der bung vor Gericht zugestellt wird? Was die Reichsregierung Thatsache, daß der neue Richter zur Ueberzeugung von der diesem Antrage entgegen zu halten weiß, ist lediglich das fistahat das lische ist auf versessen. Einen gewesen ist? Es kann die Freisprechung im Wiederaufnahmeverfahren leine Garantie dafür bieten, daß der Freigesprochene auch unschuldig sei. Man läuft also Gefahr, eine Entschädigung auch solchen Verurtheilten zu Theil werden zu laffen, von deren Unschuld die Volksmeinung nicht überzeugt ist, die von ihren nächsten Bekannten nach wie vor für schuldig gehalten werden. Ich habe hier nicht aute Bedenken des Bundestive des Bundesraths irgendwie anzuführen. In der Kom mission wird die Regierung auf Wunsch auch statistisches MaAbg. Lerche: Ich bin mit dem Antrage einverstanden, namentlich auch deswegen, weil er die Forderung der Ent unb Gordon getödtet sei. Die Dampfer und Boote desselben raths erschöpfen wollen, ich bin garnicht in der Lage, die Mos Amerika. " greifen, aber daß auch der Justizminister denselben vertritt, ist bedauerlich. Gegen eine tommiffarische Berathung des Antrags stimmen wir, weil derselbe zum dritten Male in der Kommisfion begraben werden würde. Sie( rechts) find doch auch sonst nicht so spröde. Ich erinnere Sie nur an die Getreide zölle. Obwohl auch gegen diese schwerwiegende Bedenken vorlagen, baben Sie es doch in der Ordnung erachtet, diesen Theil der Bollnovelle sofort im Plenum weiter zu berathen. Die Frage, um die es sich bei diesem Antrage handelt, ist schon lange spruchreif, und wir thun gut, dieselbe rasch zu erledigen, ba burch den gegenwärtigen Rechtszustand gerade eine große Anzahl kleiner Existenzen ruinirt wird. Aba. Veiel erklärt sich Namens der nationalliberalen wurde eine Bill eingebracht, welche die Bestrafung von Pers In der Legislatur des Staates Pennsylvanien terial vorlegen. lonen behandelt, die Dynamit verkaufen, befördern oder für angefegliche Bwede gebrauchen; und ferner die Beifteuerung schädigung beschränkt auf die unschuldig Verurtheilten. Prin Partei für tommiffarische Berathung und hofft, daß aus der ober Einsammlung von Beiträgen zu irgend einem Dynamit fonb strafbar macht. Das den Jrländern ergebene, in New Dort erscheinende Drgan United Frishman", veröffentlicht eine von mehreren Freunden D'Dorovan Roffa's unterzeichnete Brotlamation, welche 10 000 Dollars Demjenigen zusichert, der Den Brinzen von Wales( Sohn der Königin von England) tobt oder lebendig ihnen einliefert. Parlamentsberichte. Daß der K affen aus be chrieben hat igen Wo Trichinof Deutscher Reichstag.. 48. Sigung vom 13. Februar, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths v. Schelling, von Boetticher, von Butttamer u. A. Der Garnifon Ognofe Di bag gegen at leitete Imelje in ba bit baben fol rot, welche War, . beroo b bd Einficht en Schulb repariten nswärtig Sonntag Bellage An Stelle des Abg. Holzmann, welcher sein Amt als Schriftführer niedergelegt hat, wird auf den Antrag des Abg. Brafen Ballestrem durch Attlamation der Abg. Meyer( Jena) Bum Schriftführer gewählt. Es folgt die erste Berathung des von dem Abg. Lenz mann eingebrachten Gefeßentwurfes, betreffend die Ent idhäbigung für unschuldig verurtheilte und im Wiederaufnahmeverfahren freigesprochene Personen aus der Staatstaffe. Abg. Lenzmann: Der Gegenstand, den mein Antrag betrifft, hat das Haus bereits mehrfach, ja er hat die gesammte Stufturmelt schon seit Jahrhunderten beschäftigt( Redner giebt einen bistorischen Rückblick). Deutschland ist in der legis. latorischen Entwidelung dieser Frage hinter den meisten Kulturstaaten zurüdgeblieben; es liegt dies theils an der VorHebe der Deutschen für bloße theoretische Erörterungen, theils der Entschädigung auf die unschuldig erlittene haft gutgeheißen baben, aber wir alle wiffen, daß ein solcher Antrag die Bu stimmung der verbündeten Regierungen nicht erlangt haben würde. Troßdem wird der Antrag in der vorliegenden Form wohl nicht eine Grundlage für die weitere Berathung im Plenum bilden können. Er leidet einmal an formellen Mängeln, die nur von einer Fachkommission zu beseitigen find. Dann fehlt noch, worauf ich hauptsächlich Gewicht lege, eine Bestimmung über den schlimmsten Fall, wo Jemand unschuldig zum Tode verurtheilt und hingerichtet ist. Derartige traurige Fälle tommen gewiß nicht oft vor, aber so lange die Todes strafe überhaupt noch in unserem Strafgesetzbuche steht, werden fte nicht ganz zu vermeiden sein. Der vorliegende Entwurf will ein Recht der Entschädigung nur für den Verurtheilten selbst feststellen. Von dem österreichischen Abgeoronetenhause ist die Bestimmung zum Gesez erhoben, daß in dem Falle, wo Jemand unschuldig bingerichtet ist, die alimentationsberechtigten Angehörigen einen Anspruch auf Entschädigung haben sollen. Ich glaube, daß das Rechtsbewußtsein auf das Tiefste verlegt werden würde, wenn wir nicht in das uns vorgeschlagene Gefet eine gleiche Bestimmung hineinschreiben wollten. Aller dings wird das eine Aufgabe diffiziler Natur sein. Ich schlage deshalb vor, den Antrag Lenzmann an dieselbe Kommission zu verweisen, die bereits mit der Berathung des Gesezentwurfs, betreffend Abänderung des Gerichtsverfassungs- Gesezes, befaßt worden ist. preußischen Justizminifters. Daß zunächst die moralische Pflicht Brinzip feinem Antrage sympatisch gegenüberstehen, demselben Staates zur Entschädigung unschuldig Verurtheilter und Berhafteter vorhanden ist, wird Niemand bestreiten, zumal in Der heutigen Beit, wo mehr und mehr die Verpflichtung des Staates gefeßlich firirt wird, solche Personen, die im öffent. Abg. Hartmann: Der Abg. Lenzmann ist mit dieser Vorlage einen Schritt zurückgegangen, aber ich glaube, daß er damit der Sache, die er vertritt, einen guten Dienst geleistet hat. Allerdings fordert derfelbe auch iezt noch so viel, daß eine große Anzahl von Mitgliedern des Hauses, welche im nicht zustimmen können. Was meine Bartel betrifft, so wird dieselbe ein gutes Stück Wegs mit dem Abg. Lenzmann zusammengeben tönnen, aber nicht bis an das Biel, welches er fich gesteckt hat. Wir wollen eine Entschädigung eintreten Er sodann die deutschen Richter gegen die unbegründete Infinua tion des Abg. Kayser, als ob sie ihre Urtheile anders als nach bestem Wissen und Gewissen fällten, oder gar, als ob fte die Untersuchungshaft abstichtlich über die nöthige Dauer hinaus verlängerten. Abg. v. Graevenis wünscht, daß die Frage zu einem allseitig befriedigenden Abschluß gelange, und hofft, daß die Kommisstone berathungen dahin führen werden, die vorhandenen Bedenken zu beseitigen. Ag. v. Magdzinski erklärt sich für die Vorlage und wünscht für dieselbe eine besondere Kommission von 21 M gliedern. Abg. Hartmann nimmt die Richter und Staats anwälte gegenüber dem Abgeordneten Kayser in Sibu, und bestreitet, daß fte zu rigoros oder gar nach Bartelruthten verfahren. Abg. Kayser weist darauf hin, daß in Blauen im Voigtlande allerdings sehr rigoros verfahren werde. In Fallen, wo man anderwärts wegen bloßer Fahrläfftgteft, verurtheilt würde, nimmt man dort Vorfaz an, während man anderwärts anfäffige Personen nicht in Untersuchungshaft nimmt, nimmt man fte in Plauen in Haft, weil es Sofaldemokraten find. Herr Hartmann hat freilich selbst teine Erfahrungen auf diesem Gebiete gemacht.( Abgeordneter Sartmann Jawohl Er hat sie aber nicht an seinem eigenen Leibe gemacht. ( Heiterkeit.) Im Schlußwort macht Abg. Penymann darauf aufmerksam, daß, wenn sein Antrag, wie es wahrscheinlich fet, an eine Rommiffion gebe, er wahrscheinlich doch nicht mehr erledigt werden würde, und zieht ihn deshalb zuf Nachdem jedoch Abg Kayfer den Antrag Lenzmann wieder aufgenommen, wird befchloffen, die zweite Berathung im Plenum stattfinden zu lassen. Hierauf vertagt fich das baus bis Sonnabend 1 Uhr. 1490 sprem Der Präsident fchlägt vot, die welte Berathung ber Boll tarifnovelle, soweit sie sich auf die Erhöhung der Getreidezölle| bezieht, auf die Tagesordnung zu setzen. Abg. Stolle: Ich bitte, morgen zunächst die vielen dringlicheren Anträge zu berathen, welche heute nicht mehr zur Erledigung gekommen sind. Es wird endlich Beit, daß wir dieselben vornehmen. Es liegt das im Interesse der Ar beiter. Warum nicht?) Nun, wir haben die Fafientage vor uns... ( Große Heiterkeit links.) Abg. Richter: Also weil Karneval ist, kann die Ver handlung vor Donnerstag nicht abgeschloffen sein! Das läßt tief blicken( Stürmische Heiterkeit); um fich die Möglichkeit zu erhalten, zum Kölner Karneval abreisen zu können, fragt eine Anzahl Abgeordneter nicht danach, ob die Brotfrage des Volkes mehr oder minder gründlich erörtert wird.( Große Unruhe und Dho! rechts und im Zentrum.) Herr Kollege v. Schalscha. si tacuisses!( Stürmische Heiterkeit links, Murren rechts.) Abg. Windthorst: Ich bebauere, daß diese Verhand lungen mit einer Leidenschaftlichkeit geführt werden, welche durch die Sache selbst nicht begründet wird. Ich meine, dieselbe ist tief ernst( sehr richtig! links), daß wir Anlaß haben, fie rubig zu erörtern, und nicht durch wechselseitiges Ueber schreien die Angabe von Gründen unmöglich machen. Wenn wir Kornzölle beschließen wollen, so ist es richtig, daß der Handel bald ins Klare tommt, und daß nicht durch allerhand Mittel der Zweck des Gesezes beeinträchtigt wird. Mit Rücksicht darauf allein ist eine Beschleunigung der Berathung wünschens Abg. Ridert: Ich bin auf das Aeußerste überrascht über den Vorschlag des Präsidenten. Niemand von uns hat so etwas erwartet. Nachdem erst vor wenigen Wochen der Reichskanzler uns ganz beiläufig mitgetheilt hatte, Preußen werde die Initiative im Bundesrath bezüglich der Getreidezölle ergreifen, nachdem wir ferner erst seit 8 Tagen im Befiß der umfangreichen Motive der Vorlage find, nachdem endlich heute von dem Abg. von Schorlemer ein weiterer Antrag zur Vorlage eingegangen ist auf durchgreifende Aenderung der einzelnen Pofitionen, den wir kaum vor einer halben Stunde bekommen haben, ist es doch ganz beispiellos, daß bei einem so wichtigen Gefeße, mit dem das Land überrascht worden ist ( Widerspruch rechts), uns nicht einmal ein paar Tage Zeit geLaffen werden sollen zwischen der ersten und zweiten Berathung. Der Reichskanzler hat gestern eine Rede von besonderer Tragwerth. Man hat auf die Wichtigkeit der Anträge, die ich auch weite gehalten, deren stenographischen Bericht wir noch nicht in Händen haben und die nothwendig eine Antwort erfordert. Ich bitte Sie, morgen noch nicht diese wichtige Vorlage der ganzen Seffton zu berathen.( Lebhafter Beifall links.) Abg. v. Kardorff: Es ist doch eine wunderbare Fiktion des Abg. Rickert, daß durch diese Bollerhöhungen, welche das Hauptstichwort für die Wahlen gebildet haben, das Haus überrascht worden sein soll.( Sehr richtig! rechts.) Wir haben gar feinen Grund, die zweite Berathung der Vorlage noch weiter binauszuschieben. Es ist schon alles darüber ge fagt, was gesagt werden kann. Wenn wir die Beschleunigung wünschen, dann geschieht das lediglich, um bald ein Sperr gefeß erlaffen au tönnen, welches nothwendig ist, um das Land vor Maffenimporten von Getreide zu bewahren.( Beifall rechts.) Abg. Richter: Wenn man die Maffenimporte von Ge treide fürchtet, so begreife ich nicht, wie der Reichskanzler schon am 8. Januar die Erhöhung ankündigen konnte.( Sehr richtig! links.) Diese Ankündigung mußte schon damals, also 24 Tage vor dem Eingang der Vorlage, ein Signal für alle Speku lanten geben, Korn zu importiren. Außerdem gewinnen Sie, wenn Sie morgen schon die zweite Berathung vornehmen, gar nichts in Bezug auf das Sperrgeses. Wider unsern Willen würden Sie daffelbe nicht vor nächsten Mittwoch erlassen können, und eben dasselbe können Sie erreichen, wenn Sie die zweite Berathung erst am Montag stattfinden lassen. Welchen Sinn hat es also, uns jegt mit der zweiten Berathung der Getreidezölle zu überfallen? Mir ist kein ähnlicher Fall bekannt, wo man bei einer so wichtigen Vorlage, unmittelbar nach Schluß der ersten Berathung in die zweite eingetreten ist. Dabei Itegen noch alle möglichen sonstigen Bedenken vor, z. B., daß man aus der Reihenfolge der Vorlage einen bestimmten Punkt herausgegriffen hat; ferner, das heute erst neue, wichtige Anträge eingegangen find. Herr v. Kardorff sagt, es Will er denn fönne nichts Neues mehr gesagt werden. feinen Antrag nicht begründen, und ist sein Antrag nichts Neues? Freilich ist ja ein Standpunkt denkbar, wo man sagt: Wir haben die Majorität; was brauchen wir noch zu reden und Gründe zu sagen? Aber das Land wird es erkennen und würdigen, wenn Sie diesen Standpunkt einnehmen. Es liegt, auch den Gund, daß das Sperrgeses nothwendig sei, mit eingerechnet, nicht der geringste Anlaß vor, die Sache so beeilen, wie สิน ( Beifall es hier vorgeschlagen ist. linta.) Abg. v. Fischer: Ich kann nicht zugeben, daß der Reichstag durch die Vorlage überrascht worden ist; seit dem Anfang der Wahlbewegung hat man gewußt, daß wir uns hier mit der Erhöhung der Getreidezölle zu beschäftigen haben würden.( Widerspruch links.) Eine entschiedene Mehrheit des deutschen Volkes wartet auf die baldige Lösung der Getreide zollfrage.( Lebhafte Bustimmung rechts und im Sentrum.). Abg. Stolle: Wenn Sie die Berathung der Getreidezölle vorwegnehmen, schieben Sie unsere das Wohl der Arbeiter betreffenden Anträge auf die lange Bank. Haben Sie wirklich diejenige Freundschaft für die Arbeiter und Handwerker, von der Ihre Lippen stets überfließen, so berathen Sie morgen unsere Anträge. Abg. v. Kardorff: Ein Sperrgeses kann erst eingebracht werden, nachdem in zweiter Lesung ein Beschluß gefaßt ist.( Vielfache Burufe links: Nein!) Abg. Strudmann: Es ist eigenthümlich, daß, weil ein gewisser Theil des Hauses gegen die Erhöhung der Getreide zölle stimmen wird, er nun auch gar nicht erst noch gehört werden soll. Die in Aussicht gestellten Anträge der Freien wirthschaftlichen Vereinigung" find so weit reichend, daß eine reifliche Erwägung derselben unbedingt gefordert werden muß. Die Mehrheit für die Erhöhung mag ja feststehen. Aber das tann doch für Sie fein Grund sein, die Minorität vollständig mundtodt zu machen. Jedenfalls widerspricht es allem parlamentarischen Brauch. Abg. v. Kardorff: In der zweiten Lesung eines Gesetzentwurfs werden ja auch immerfort Anträge eingebracht, über welche man fich sofort schlüssig zu machen hat. Uebrigens ist Die Annahme der Anträge der freien Vereinigung ein Internum der Majorität. war. noch nicht lenne( hört, hört! lints), hingewiesen. Ich bedauere, daß die Herren dieselben nicht schon gestern eingebracht haben. Troßdem glaube ich, daß wir die Erörterungen schon morgen beginnen fönnen und die Abstimmung dann am Montag vor nehmen. Ich beantrage, die Sigung morgen um 2 Uhr zu be ginnen. Dann werden die Fraktionen auch noch Zeit haben, fich über die Anträge schlüssig zu machen.( Rufe links: Das ist was Rechtes!) Abg. Ridert: Unsere Ueberraschung über die Anträge ist natürlich. Die Gründe, die wir gegen die Berathung der die Versicherungen des Abg. Windihorst nicht entkräftet. In Getreidezölle am vorigen Tage vorgebracht haben, find durch Abg. Bachem: Die Verwilderung der Sitten bei einem großen Theil der Bevölkerung jenes Bezirts laffe fich nicht ableugnen; das sei aber lediglich die Folge des Kulturkampfes. Bezug auf das Sperrgesetz ist es übrigens gleichgiltig, ob wir morgen oder Montag erst in die Berathung eintreten. Der Abg. Windthorst sowohl wie der Abg. von Schalscha haben übrigens zugegeben, daß es fich um eine etwas übereilte Be rathung handele. Wir fonstatiren, daß man über solche Fragen eine etwas übereilte Behandlung für angezeigt gefunden hat, fodaß wir nicht einmal über Anträge von solcher Tragweite sodaß wir nicht einmal über Anträge von solcher Tragweite uns schlüssig machen können. Wir bitten Sie deshalb, von der morgigen Berathung Abstand zu nehmen. Der Gewinn, der Damit erzielt werden soll, ist nicht der Rede werth. Abg. Richter: Jm Jahre 1879 ist ein Sperrgesetz vor gelegt worden, bevor die zweite Lesung stattfand, und auf Grund dieses Sperrgesezes wurde am 31. Mai die Sperre von Roheisen verhängt, nachdem am 30. Mat in zweiter Lesung die Erhöhung des Roheisenzolles genehmigt worden war. Auf Grund desselben Gesezes wurde am 3. Juli die Sperre für Petroleum ausgesprochen, nachdem am selben Tage im Reichstage ein Petroleumzoll berathen worden Die Sperre tann also schon am nächsten Mittwoch eintreten. Sie scheinen die Frage ger nicht studirt zu haben.( Lebhaftes Dho! rechts.) Sie scheinen garnicht zu wissen, daß diese Eile nöthig ist. Wenn alles, wovon in der Wahlbewegung die Rede war, heute oder morgen auf der Tagesordnung erscheinen tann, bann würden wir zu einer eigenthümlichen Art von Parla mentarismus tommen. Im Auguft vorigen Jahres wurde die Abficht einer Erhöhung der Getreidezölle angekündigt. Darauf eine gewisse Aufregung im Volke entstand, beeilte fich die Regierung, die Absicht abzuleugnen.( hört! hört! links, Widerspruch rechts.) Herr v. Fischer spricht von einer großen Mehrheit des Voltes, es ist ihm sehr mühsam geworden, ein Abg. v. Schalscha: Ich habe nicht von Karnevals-, sondern von Faschingstagen gesprochen. Das ist etwas Anberes. Für uns bringen dieselben wichtige firchliche Pflichten. Wenn die Herren, die fich denselben unterziehen wollen, am Sonnabend fortreisen, so können sie am Montag noch nicht wieder hier sein. Abg. Richter: Ich glaube als Rheinländer über die Wenn Sie Ihrer firchlichen Pflichten wegen die Berathung schon morgen beginnen wollen, wollen Sie dann dieselbe am Montag wieder unterbrechen?( Rufe aus dem Zentrum: Nein!) Nun dann verstehe ich Ihre Bezugnahme auf die kirchlichen Pflichten nicht. Ich sage, der einzige Grund, der mit Recht für die schleunige Berathung geltend gemacht werden kann, wird auch von uns getheilt. Wenn man eine Erhöhung der Kornzölle will, so darf auch der Spekulation nicht Gelegenheit gegeben werden, zu ihrem Vortheile Nußen aus derselben zu ziehen. Aber das Alles läßt sich erreichen, wenn wir die Be rathung erst am Montag beginnen. Für uns ist damit viel erreicht, denn wir fönnen uns mit Muße auf die Debatten vorbereiten; und Sie geben nur zwei Stunden Sigung Preis. Ich mache mich anheischig, daß, wenn die zweite Berathung erst am Montag erfolgt, von unserer Seite feine Schwierigkeiten dagegen erhoben werden, die dritte Lesung des Spert gesetzes sofort vorzunehmen. Abg. Windthorst: Es handelt sich nicht um morgen oder Montag; wenn wir morgen die Berathung nicht anfangen, mann hält a möglichst vi bringen, ein gerichte der Wesentlichen Das K bewilligt, b Es fol Bei Ti Abg. v. Bermögen den Bemüh zu befreien, Abg. Natorp: Die Brutalität sei nicht nach den Mai gefeßen, sondern gerade in den Jahren vor den Maigefegen gefegt sein. am stärksten zu Tage getreten. Nach den Maigefeßen sei es wesentlich beffer geworden.( Widerspruch im Zentrum.) Abg. Graf( Elberfeld) verliest einen gegen den Abg. Debatte, ebe Natorp gerichteten Artikel der ultramontanen Westfälischen Boltszeitung", welcher derart den Klaffenhaß und Parteifanatie ten Steu mus der Arbeiter anrege, daß daraus nothwendig eine Ver tohung der Sitten entstehen müsse. " Abg. Bachem begreift nicht, wie der verlesene Artikel Behörde wit in Busammenhang mit den Luftmorden stehe; worauf Abg. Graf auf eine weitere Belehrung des Abg. Bachem angezogen, verzichten zu wollen erklärt. Der Titel wird bewilligt, Bei Kap. 75( Gefängniße) äußert ein unmor Abg. Cremer sein Bedauern darüber, daß man vielfach dieser Vorm beschäftigungslose Maurergesellen und ähnliche Leute als Si Boden des rebatteure benuge; dann fönne man natürlich von der Ge Gefeßesvors fängnißverwaltung nicht verlangen, daß sie solchen Gefangenen baben. irgendwelche Vorzüge gewähre. Redner verlangt ferner, da die Gefängnißarbeit in der Weise eingerichtet wird, daß der Amortisation freien Arbeit dadurch keine schädliche, ja vernichtende Konkurren mehr gemacht werden fann wie bisher. Die Vergebung ber Arbeiten in den Gefängnissen müsse an die Innungen und Berufsgenossenschaften, nicht an einzelne Arbeitgeber erfolgen; diese könnten auch am besten bestimmen, welche Arbeiten bas selbst hergestellt werden sollen. Redner bringt dann die Be schwerden von Blumenfabrikanten über die drückende kon kurrenz der Gefängnißarbeit namentlich in Plögensee Sprache. welde Geh. Rath Starte erinnert an die Shwierigkeiten, für eine passende Beschäftigung, namentlich derjenigen Gefangenen, bie nur eine furze Strafzeit zu verbüßen haben, vorliegen Gerade die Blumenbranche babe fich aber für Gefängnis arbeit bewährt, in Rom am Corso, in Paris, ja selbst in Amerika finde man in Blößensee angefertigte fünftliche Blumen Gefangene, die in Blößensee in dieser Branche zuerst angeleent wurden, haben nachher ehrlichen und reichlichen Erwerb dabur gefunden. Die betreffenden Handarbeiten seien ganz befonders Ron Det Land Finanz techtigteit; wird eben ingefchätt Der Ti Grund- und die übr Shatseinna ton, Beim Sittet AbgErhöhung an zuständig ligen und Stempelfreil Abg. E Abg. G Bermehrung ftebende ein entfernt mel Geheim Lagerhause Der G 11 Uhr vert An di im deutschen Export vertreten. Von einer schädlichen furrenz gegenüber der freien Arbeit fet dabei wenig au spüren; vielmehr sei die Blumenfabrikation in Deutschland fortwährendem Aufschwung begriffen. Abg. Stern fommt auf die gestern besprochene Borlegung der der Reichsregierung wegen anderweitiger Zusammensetzung Schwurgerichte zurück. Er bestreitet, daß der preußische tag fich mit diesen Fragen nicht beschäftigen dürfe, dersel würde sich sonst selbst degradiren. Vielmehr sei die preußi Regierung dem preußischen Landtage verantwortlich und mi wiffen, daß sie sich, wenn fie fich im Bundesrath für Schwurgerichtsvorlage erkläre, in Widerspruch mit der Me heit des Landtages feze. Redner bespricht sodann die Fr Der Behandlung der Strafgefangenen in den Gefängni Er selbst, der ebenfalls mehrfach Gefängnisstrafen abgebüst fann den Behörden nur seine Hochachtung für die Art drücken, wie sie zu seinem Schuß dabei eingetreten Deshalb sei er gleichwohl im Uebrigen nicht ande ja er sei noch schlechter gestellt gewesen wie die übrigen find thre man fangenen. Das habe in der Natur der Sache gelegen. G auch ein niederdrückendes Gefühl, fich in Gemeinschaft Personen zu befinden, die mehr oder weniger Schaden ant Ehre gelitten haben; das Schlimmste set: später wird von Allen gedust, mit denen man zusammen gewesen ( Seiterkeit); während Redner saß, tamen fast täglich ent Strafgefangene zu seiner Frau und bestellten Grüße vo und als er entlassen war, wurde er oft in der Redaktion irgend einem schäbigen Subjekt mit der Frage begri ,, Kennen Sie mich nicht, Herr Doktor, wir haben ja zusammen gesessen!"( Heiterkeit.) Das mag ja tomisch flingen, ist abe belästigend und beschämend. Man kauft sich dann natürli von solchen Besuchen immer durch eine kleine Gabe fret. Rebn macht schließlich den Vorschlag, zur Abhilfe dieser Uebelftan ein einziges oder mehrere besondere Gefängnisse zu erricht wo nur Diejenigen hineinkommen, denen die Oberstaats Abg. Richter: Wenn von Fasching gesprochen wird, dann Redakteure, Geistliche 2c. wenigstens unter fich. Viellei waltschaft gestattet hat, sich selbst zu beschäftigen. Da fi muß man nach alt hergebrachter Sitte in erster Beit ans Vergnügen, an den Kölner Karneval denken. Da die Abstimmung erst am Montag erfolgen wird, werden die Parteien Beit genug haben, zu den Anträgen Stellung zu nehmen. Abg. Frege: Durch unsere Anträge kann Niemand überrascht sein. Dieselben sind nicht nur in unserer, sondern auch in der Freihandelspresse schon vor Wochen besprochen worden. In namentlicher Abstimmung wird darauf der Vorschlag des Präsidenten mit 148 gegen 129 Stimmen angenommen. Gegen denselben stimmen geschlossen Sozialdemo fraten, Volkspartei und Freifinnige; von den Nationalliberalen die Abgg. o. Bernuth, Brünings, Buderus, Bürklin, Buhl, v. Cuny, Gebhard, Gottburgsen, Groß, Hammacher, Kalle, Krafft, Marquardsen, Meyer( Jena), Müller( Sanger hausen), Benzia, Pfähler, Römer, Sattler, Sedlmayr, Strud mann, Veiel, Woermann, Beiß; vom 3entrum die Abgg. v. Alten, v. Arnswaldt- Hardenborstel, Diedel, v. Estorff, Franz, Frigen, Graf Galen, Graf, v. Grand- Ry, Haanen, effe, Graf v. Hoensbroech, Graf Hompesch, Dr. Lieber, Lucius, Marbe, Menken, Mosler, von Papius, Vorsch, Rintelen, Rudolphi, v. Scheele, Stößel, Trimborn, v. Wangenheim, Windthorst. Für den Vorschlag des Präsidenten stimmen geschlossen tönne dann auch die Selbstbeköstigung eingeführt werden. Vorschlag verdiene mindestens Beachtung. DE 1000 Auf eine Anfrage des Abg. Schmidt( Stettin) erwide Justizminister Friedberg, daß gegenüber den Anträg auf vorläufige Entlassung Strafgefangener auch im vergangene Jahre seitens der Verwaltung sehr wohlwollend verfahren gen sei, daß man dieses Wohlwollen aber mit der äußerten linge, welche wegen Meineides, gewohnheitsmäßiger Schlä Vorsicht verbunden und demgemäß die Anträge solcher reten u. dgl. verurtheilt waren, abgelehnt habe. Straf Riegling b Dember vori menftraße bas& ging und d aubend Burde er v ingeholt, aher aus blic faufte nungslos er Getroff nungslo Mirt und chler Hi Befommen 1. Abtheil Rednung Bes un Teitens auf 4 oc ftanb Brau gefte biegen La leidigung b Angetlagte, thren Ehem Dienftlich be Beschwerde und stellte Melcher fei thren Chem antrag veru Ju 30 Mar inftanz füb Klientin u babe. Nun beleidigend Don Beleidi gefchloffen Abficht zu Abg. Kantat tommt auf die gestern vom Juftiamini verlesenen protokollarischen Aussagen der gefangenen polnij Redakteure zurück, denen das Dütenkleben angeblich so febr gesagt habe. Das Haus habe sich über diese Angaben Dom Minister als„ Sigredakteure" gekennzeichneten Berfons gefreut, offenbar ohne die Umstände in Betracht zu be sieben die Deutschkonservativen, die Reichspartei und der Rest des müssen. Uebrigens seien dieselben keineswegs Sigredakteur Bentrums und die Nationalliberalen. Schluß 5% Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr. Getreidezölle. Abgeordnetenhaus. 19. Sizung vom 13. Februar 1885, 11 Uhr. Am Ministertisch: Friedberg, v. Scholz, Maybach und Kommissarten. Das Haus sept die zweite Berathung des Etats der Justizverwaltung fort. Bei Kapitel 71 Titel 2( Unterstaatssekretär) berührt Abg. Bachem die im Kreise Bochum vorgekommenen Lustmorde. Es sei von dort bereits eine Petition um Wiederba sondern den besten Kreisen der Gesellschaft angehörige Männe Redner theilt mit dem Abg. v. Stablewsti die Hoffnung der Minister die vorgetragenen Beschwerden erneuter Brüfun unterziehen werde. bel aud Der Angella unter Adop Angeklagter be. felbstständig Unterschied Abg. Stern; auch er könne die Mittheilungen deffelben die unter b Abg. Pleß( Bentrum) unterstügt die Ausführungen eigener Erfahrung als durchaus zutreffend bestätigen. Das Kapitel wird bewilligt. Bei dem Kapitel 80 Sonstige Ausgaben", worin Titel 1 für Umzugs- und Reisekosten versegter Beamten u 1320 000 art ausgeworfen find, bittet Abg. Mooren be Minister, die Verseßung der Richter aus einem Reichsgebiet das andere, resp. die Liebhaberei für das Durcheinanderwürfe lungssystem thunlichst zu beschränken; die Bevölkerung nament lich im Gebiete des rheinischen Rechts leide darunter. Rebne Als einführung der Prügelstrafe eingegangen; diese werde nicht beantragt, den Titel an die Budgetkommission zurüdauweile die erste ihrer Art sein, denn für bestialische Verbrechen passen nur solche Strafen, die man sonst nur zur Büchtigung von Thieren anwendet. Er wünscht ferner die baldige Belegung ber in der Rheinprovinz gegenwärtig vakanten zahlreichen Noim Schüßer ftattfand, über: Bwa Justizminister Friedberg: Ich mache von dem Re der Versegung weder aus Liebhaberei noch aus sonst welde Gründen einen unbilligen Gebrauch, weil ich ein solches Red gar nicht habe, einen Richter ohne sein Einverständniß verfe zu können. Der Vorredner ist nur darüber ungehalten, daß altländische Richter in die Rheinlande versett baben fo Nun befinden sich in dem Kölner Bezirk 315 Richte darunter 48 nichtrheinische, die aber im Laufe der Jah tiv, namentlich wegen der Konkurenz von Winkeladvokaten, dorthin versezt worden find. Andererseits find aus den t Unterstaatssetretair v. Nebe Pflugstädt erwidert, Die Regierung beabsichtige feineswegs, diese Notariatsstelle eingehen zu laffen; aber das Notariat sei dort so wenig lutras aum daß die Neubeseßung der Stellen, die auch von der Regierung nischen Richterkreisen selbst Anregungen an mich gelangt, angestrebt werde, große Schwierigkeiten mache. tariatsstellen. paar hundert Stimmen bei der Wahl mehr zu bekommen.( Große Heiterfeit links.) Herr von Kar dorff nennt die Anträge der freien wirthschaftlichen Vereini gung ein Internum der Majorität; ja ist denn das schon alles mit der Regierung abgemacht? Sind diese Anträge etwa beftellte Arbeit?( Große Unruhe rechts.) Das Schweigen der Regierung läßt allerdings erkennen, daß fie das Gehäfftge Dieser Maßregel garnicht aaf fich nehmen will. Von einem Internum der Majorität hat auch Herr Berger 1879 hier gesprochen, und bei den nächsten Wahlen wurde Herr Berger hier nicht mehr gesehen. Uebrigens beantrage ich namentliche Abftimmung. Abg. Strudmann; Ueber die Regierungsvorlage fönnte man fich ja bis morgen schlüfftg werden. Wir haben es aber mit einem System neuer Anträge zu thun, zu deren Fertigstellung eie dabei betheiligten Herren ja selbst Wochen lang gebraucht haben. Abg. v. Schalsha: Wenn wir die Berathung nicht morgen beginnen, so würde sie überhaupt nicht vor Donnerstag nächster Woche abgeschloffen werden können.( Rufe: Abg. v. Bismard( Flatom) bemerkt bezüglich der Bochumer Petition, daß man doch in solchen Fragen nicht nach dem bloßen Gefühl entscheiden dürfe, sondern thatsäch liche Unterlagen für eine etwaige Alenderung der Gesetzgebung beibringen müffe, was seitens des Abg. Bachem nicht ge schehen sei. Abg. Mooren wünscht, daß die Regierung fich des theinischen Notariats mehr als bisher annehme. Abg. Natorp: Ehe man über die Bochumer Betition urtheilen tönne, müffe man bestimmtes statistisches Material haben. Für Pflege des religiösen Sinns und einer guten Schulbildung geschehe gerade im Bochumer Bezirk alles nur Mögliche. aus dem Gebiete des rheinischen Rechts zu versezen, jezt, wo das den rheinischen Juristen ganz fremde Kaffenwe wieder an die Gerichtsbehörden übergehen soll. Abg. Westerburg tritt den Ausführungen Mooren entgegen. Des 216 Abg Abg. Rantat nimmt das gestrige Beugniß der Verlangens der polnischen Abgeordneten in Anspruch, v. Uechtrit und v. Bismarck( Flatow) für die Berechtigung ba Richter die Sprache des Bezirks verstehe, in dem er am nad und beklagt, daß die Ernennung polnischer Richter von vor fast ganz verhindert werde. S Die Abgg. B a chem und v. Heeremarn plaidiren Sinne der Ausführungen des Abg. Mooren; Abg. v. d.m die B Gefezespor Der Bortra auf eine B rung von Stati deffen beren ungla auf eine ba Berherrlich binaus, die Benoffensch fammengefa nur den M legtgenannt Züchtigkeit Staate unt Heil der B Strumpfwo bes Refer fmadhaft Der Staat noffer. habe mäßig einf Schulen for mären. D Das Handn Schmad Des individuelle tagsabgeor Daß die Ur nur durch Sitten bel mann hält auch seinerseits dafür, daß die Neigung des Minifters, Bezirks laffe möglichst viele Richter aus einer Brovina in die andere zu = Folge des bringen, eine Gefahr in sich berae. Namentlich die Oberlandeshden Mais Wesentlichen aus der Provinz angehörigen Richtern zusammenarbeit, die für die Bedürfnisse des Staates und der Kommune Maigefegen gefegt sein. fegen fei es rum.) Das Kapitel wird unter Ablehnung des Antrags Mooren bewilligt, desgl. Der Rest des Drdinariums nach unerheblicher Den Abg Debatte, ebenso das Extraordinarium. Westfälischen Beine Ver arteifanatis ten Steuern. auf Es folgt die Spezialberathung des Etats der direkBei Titel 3 der Einnahme ,, Einkommensteuer" bemerkt. Abg. v. Schorlemer Alft: Durch die Verfügung der sene Artikel Behörde wird eine Steuer nicht vom Einkommen, sondern vom Bermögen erhoben, bie Steuerschraube wird also noch schärfer Abg. Bachem angezogen, als der Minister neulich zugeben wollte. Wenn den Bemühungen der Grundbesizer, fich von ihren Schulden zu befreien, auf diese Weise entgegengearbeitet wird, so ist das ein unmoralisches Verfahren. Der Staatsregierung tann man vielfach dieser Vorwurf nicht direkt gemacht werden, weil sie auf dem te als Si Boden des Gesetzes steht; aber auf eine Aenderung dieser on der Ge Gesetzesvorschriften werden wir durchaus Bedacht zu nehmen Gefangenen baben ferner, daß Finanzminister v. Scholz: Die Mitbesteuerung der ird, daß der mortisationsquoten ist eine Forderung der allersimpelsten Gee Konkurrentechtigkeit; wer seine Schulden von Jahr zu Jahr verringert, gebung ber wird eben dadurch steuerkräftiger und muß entsprechend höher ungen und ingeschätzt werden. Ser erfolgen; Arbeiten bo ann die Be idende Ron ößenfer sur Teiten, welde Gefangenen, vorliegen Gefängni ja felbft in Der Titel wird bewilligt, desgl. die Einnahme aus der und- und Gebäudesteuer, Der Klassensteuer, der Gewerbesteuer die übrigen den Charakter direkter Steuern tragenden -G Inären Bünfiler gemildert werden könnten, durch Einführung eines zehnftündigen Marimalarbeitstages, der die Produktion mit der Konsumtion in ein gleichmäßigeres Verhältniß bringen werde, durch die Abschaffung der Konkurrenz der Zuchthausarbeit, die für die Bedürfnisse des Staates und der Kommune zu verwenden wäre, und durch eine gewisse Beschränkung der Frauenarbeit, vor Allem der Arbeit der verheiratheten Frauen. Nachdem der Redner noch den Nugen" der Arbeiterkolonien Wihelmsdorf und Seyda charakterifirt hatte in Wilhelmsdorf z. B. ruinire die Korbflechterei, die dort bei einem täglichen Lohnfaz von 0,25 Mt. betrieben werde, diesen blühenden Industriezweig in Rheinland und Westphalenschloß er mit der Aufforderung an die Handwerker, nicht die Beit mit der Einrichtung von Zwangsinnungen zu vergeuden, sondern zu versuchen, sich über die politischen Tagesfragen Aufflärung zu verschaffen und dann der Arbeiterpartei fich anzuschließen. Nachdem noch Herr Dr. von Kaltstein gegen, Herr Westphal für Zwangs.Innungen, bei denen durchaus nicht die alten verrotteten Systeme wieder angewendet werden sollten, und die nur zu hindern hätten, daß der Handwerker der Knecht des Kaufmanns würde, gesprochen hatten und der Stadtverordneter Herr Langenbuch er aus seiner fiebenund zwanzigjährigen Thätigkeit als Obermeister einer Jnnung Erlebnisse mitgetheilt, die ihn nicht für die Bwangs- Innung be geistern könnten, nahm zum Schluß der Reichstags- Ab geornete für Gotha, Herr Schuhmacher Bod das Wort. Die Handwerkerfrage entspränge dem Bewußtsein, daß eine große Gesellschaftsklasse sich in einer Nothlage be findet und aus der Thatsache, daß aus der Handwerkerschaft einer nach dem andern in die Reihe der Lohnarbeiter hinunters finte, entstehe das Streben nach einer gefeßlichen Regelung. Der Staat habe das Recht und die Pflicht, seiner träftigsten Stüße, dem Handwerker- und Arbeiterstande, zu helfen, aber man müsse an die Vorschläge zur Abhilfe Kritik anlegen. Die 3wangs Jnnungen seien ein Irrgang, vor dem zu warnen wäre und würden nur totale Enttäuschung bringen; nach wenigen Jahren würde man, wenn die Anträge Ackermann angenommen werden einsehen, daß dieses Gesetz ein leerer Buchstabe sei, der dem Handwert nicht einen Schritt weiter geholfen habe. Als die Bünfte noch bestanden, habe fich unter threr Aegide die Großindustrie ents wickelt und fte werde den Kleinbetrieb vernichten und in 10 bis 15 Jahren den letzten selbstständigen Handwerker in Die Reihen Der Arbeiter Arbeiter hinuntergedrückt haben. Deshalb müsse schon heute der Handwerker mit dem Arbeiter Hand in hand gehen und Gefete schaffen helfen, die ihn schüßten und seine KonsumtionsNormalarbeitstag herbeiführen werde, so besserte sich auch die Lage des Handwerkers, dessen Kundschaft hauptsächlich aus Arbeiterkreisen stamme. Wolle man reformiren, so schloß der Redner, so reformire man nach vorwärts, nicht in der Vers gangenheit, sondern in der Zukunft liege das Heil.( Stürmischer Beifall)-Nachdem der Vorsißendenoch den Anwesenden seinen Dank für ihre musterhaft ruhige Haltung ausgesprochen hatte, Versammlung. Shatseinnahmen, ebenso die Ausgabe ohne erhebliche Diston, bittet Abg. v. Tiedemann( Bomst) den Finanzminister, die Beim Etat der Verwaltung der indiretten Steuern rhöhung der ungenügenden Exportbonifikation für Liqueure zuständiger Stelle in Anregung zu bringen. Abg. Barth bittet, die Reklamationen von Militärpflichligen und Soldaten des stehenden Heeres in Bezug auf die che Blumen Stempelfreiheit zu berücksichtigen. ft angelent verb dadurch befonder Abg. Goldschmidt ersucht die Steuerverwaltung um Bermehrung der Postzollabfertigungsstellen in Berlin; die bes ftebende einzige derartige Stelle reicht für den Verkehr nicht olichen Kon entfernt mehr aus. wenig zu ve eutschland in mene Vorlage enfeßung b Bische Lan rfe, derfel ie preußi b und mi ath für Et der Meh n die Fra Befängnif bgebüstb Die Art au treten fin cht ander übrigen egen. G einschaft aden anth r wird iße vo man gewesen ich ente ebaltion vo ge begri ia zufamme Ten, ift abe nn natürli frei. Reba Uebelftan Bu errichte Oberstaats ch. Vielle . Da fin DE werden. ttin) erwide en Anträg vergangen rfahren Der äußer olcher Stra Geheimrath v. Bommer Esche: In Kurzem wird im Lagerhause eine zweite Abfertigungsstelle eingerichtet werden. Uhr vertagt. habe Der Etat wird unverändert genehmigt, und die Fortlegung der Etatberathung um 33/4 Uhr auf Sonnabend fraft erhöhten. Hätten die Arbeiter höheren Lohn, wie ihn der Gerichts- Zeitung. An die falsche Adresse. Der Arbeiter" Paul Friedrich Riesling befand sich an einem Sonntag Vormittage im NoDember vorigen Jahres in einer Destillation in der Alexan binenstraße. Er gerieth mit einer Anzahl der Gäste in Streit schloß er nach 12 Uhr die von 700 bis 800 Personen besuchte bas Ende desselben war, daß man zu Thätlichkeiten über und den Störenfried zum Lokale hinauswarf. Wuthmaubend ging er nachhause. EinigeSchritte von seiner Wohnung Burde er von einem eilig hinter ihm her fommenden Mann fingeholt, Kießling glaubte in demselben einen seiner Widers faber aus dem Lokale zu erkennen und im nächsten Augenblic faufte sein schwerer Stock durch die Luft und traf den nungslos Vorübergebenden so schwer gegen den Kopf, daß Getroffene fofort zu Boden stürzte und einige Beit be mungslos liegen blieb. Der rohe Angreifer wurde zur Wache irt und bier stellte sich heraus, daß per Mißhandelte, der schler Hildebrandt, mit Rießling nie früher in Berührung Blommen und das Opfer einer Verwechselung war. gestern 91 Die Seitens des Angeklagten ein Frrthum vorgelegen, insofern auf 4 Wochen Gefängniß ermäßigte. w. Der Arbeiter- Bezirks- Verein im Osten hielt am Mittwoch, den 11. d. Mts. in Keller's Gesellschaftssälen eine Versammlung ab, in welcher Herr Dr. Angerstein einen Vortrag über ,, Venedig im Mittelalter" hielt. Referent führte aus: Bei jedem Menschen kommt die Zeit, wo es ihn hinaus zieht, wo er den Wanderstab ergreift, um die Heimathsstätte zu verlassen und sein Wissen in fremden Städten und Ländern zu vervollkommnen, und dieser Trieb zeigt sich gerade am meisten bei den Deutschen. Auf obiges Thema übergehend, gedachte Referent des gegenwärtigen Verkehrswesens in Benedig, welches, indem 149 Kanäle die Stadt durchschneidet, nur durch Gondeln bewerkstelligt wird. Er erwähnte der traurigen Lage der dortigen Arbeiter, welche größtentheils durch Noth und Redung, als fte das beantragte Sttafmaß von 3 Monaten größtentheils jedem Unwetter ausgefeßt seien. Im Weiteren ftanb Frau Gensdarm Bertha Emma Ottilie Gründer gestern vor den Schranken der sechsten Straffammer hiefaen Landgerichts I., um sich auf eine Anklage wegen Bes leidigung des Oberwachtmeisters Melcher zu verantworten. Die Elend gezwungen, in Räumen lebter, welche nichts weniger als der Gesundheit zuträglich seien, da die Bewohner derselben gedachte Redner der Sehenswürdigkeiten Venedigs, sowie der Pläße und Brücken und hob unter legteren die unter dem Namen Seufzerbrücke" bekannte hervor. Reicher Beifall belohnte den Referenten für den interessanten Vortrag. An der Diskussion nahmen die Herren Mitan, Flatow, Kolsch und Richter theil. abgelehnt. Ein weiterer Antrag betr. einer errenpartbie nach ,, Tabbert's Waldschlößchen" auf Sonntag, den 15. d. M., Vormittags 9 Uhr, wurde angenommen( ftehe Inserat). Angeklagte, die sich in dem Glauben befindet, daß Melcher Bu Punkt 3 der Tagesordnung Verschiedenes" wurde ein thren Ehemann besonders scharf überwacht und über Gebühr Antrag des Vorstandes, dahin gehend ,,, die neu aufgenommenen Dienstlich beschäftigt, reichte am 29. Juni v. J. eine geharnischte Mitglieder in der darauf folgenden Versammlung zu verlesen", Beschwerde über den Oberwachtmeister bei dem Brigadier ein und stellte in dem Schrifistüd u. A. die Behauptung auf, daß Melcher seinem Vorgesezten gegenüber mit Lügen vorgehe und ihren Ehemann Knechte. Auf den von Melcher gestellten Strafs Wegen vorgerückter Beit wurde die Erledigung des Fragekastens antrag verurtheilte das hiesige Schöffengericht die Angeklagte auf die nächste Sigung vertagt und schloß der Vorsitzende die instanz führte Rechtsanwalt Dr. Friedmann aus, daß seine findet Dienstag, den 3. März, Abends 82 Uhr, in ger Schlaflientin unzweifelhaft berechtigte Interessen wahrgenommen babe. Nun seien ja die Ausbrücke Lügen" und Inechten" Vortrag über Todesstrafe". beleidigend;§ 193 St.-G.-B. fege aber das Vorhandensein fo febrefchloffen werde, wenn aus Form und Umständen auf die Juftizmini en polnische bes Angaben en Berfons cht zu siche ätten machen Sigrebatteur rige Männe offnung, ba ter Prüfun hrungen Deffelben gen. " worin amten u. Doren be be eichsgebiet inanderwi rung nament nter. Rebn urüdzuweil On dem Red fonft welche folches Red alten, daß baben foll Don Beleidigungen für die Straffreiheit voraus, die nur ausAbficht zu beleidigen geschlossen werden könne. Diese sei aber Der Angeklagten nicht zu unterstellen. Der Gerichtshof erkannte unter Adoptirung dieser Ausführungen auf Freisprechung der Angeklagten. Vereine und Versammlungen. Kellers Lokal statt und hält Herr Dr. Heymann einen Der Arbeiter Bezirksverein der Schönhauser Vorstadt hielt am Dienstag im Lokal des Herrn Meister, Schönhauser Allee 161, feine regelmäßige Versammlung ab. Der Vortrag des Herrn Liefländer mußte ausfallen, da dieser Herr am Er scheinen verhindert war. An seiner Stelle übernahm Herr Ballmüller das Referat über das Arbeiterschutzgesetz und motivirte einzelne Forderungen. Ferner sprach er über die Kolonien, von denen er nachwies, daß es nur Handelskolonien seien, von Redner denen der Arbeiter feinen Nugen oder Vortheil hat. ging sodann auf die Suchthaus, Frauen und Kinderarbeit über. Namentlich plaidirte Redner für die Beschränkung der Nürnberg binmies. Es ist nämlich festgellt, daß daselbst von 100 Kindern 60 sterben, weil in der Spiegelfabrikatin faft nur gafe einathmen und in Folge deffen nur trante Kinder zur Welt bringen. Zum Marimalarbeitstage übergehend, be. In der öffentlichen Versammlung, zu der alle Selbstständigen Handwerker und Freunde des Handwerks ohne Frauenarbeit, indem er auf die unglücklichen Verhältnisse in Unterschied der politischen Parteistellung geladen waren, und die unter dem Vorfts des Reichstagsabgeordneten ermes über: im Schüßenhauſe, Linienstr. 3, am Donnerstag Abend 8 Uhr Frauen angestellt find, die natürlich tagtäglich die Quecksilberftattfand, referirte der Kaufmann Herr Adolf Salomon Bwangsinnungen oder freie Genossenschaften? Trop Gesetzesvorschläge im Reichstage" versprochen hatten, streifte nicht zufrieden, betonte aber, daß das ein großer Schritt zum auf eine Beschränkung der Gewerbeordnung und auf Einfüh- haben, wir weiter gehen können. Als zweiter Redner sprach tung von 3wangsinnungen abzielen, kaum, erging fich aber Guten sei und daß, wenn wir erst die zehnstündige Arbeitszeit Herr Stadtverordneter Herold über den Normalarbeitstag. Redner meinte, wenn im Reiche noch 16 Stunden gearbeitet ja weniger gearbeitet werden, darüber muß man sich aber einig fein. Redner hielt dann einen längeren Vortrag über die verordnetenversammlung, speziell über die Asyle der ObdachPrivat Asyl doch ganz anders hergeht, wie im Polizei- Asyl in Der Friedenstraße, wo die Leute auf den Bänken schlafen und früher nicht mal etwas Warmes bekamen, was heute natürlich anders ist, denn der Herr Stadtverordnete Singer hat in dieser Beziehung durchgreifende Wandlung geschaffen. Es müßte aber beren unglaubliche Langweiligkeit die Geduld der Versammlung werden, so können wir nicht 8 Stunden beantragen, es fann auf eine harte Probe stellte. Das ganze lief schließlich auf eine Berherrlichung der unsterblichen Verdienste Schulze- Delitsch's" binaus, bie ,, Kraft des Handwerks in Rohstoff- und Produktiv. Thätigkeit der Vertretung der Arbeiterpartei in der Stadtdniß verſeenoffenschaften, in Ronfumvereinen und Darlehnsbanken zu fammengefaßt zu haben," wobei der Redner allerdings selber losen. Redner selbst hat sich davon überzeugt, daß es in einem nur den Muth hatte, die wohlthätigen Wirkungen der beiden legtgenannten Bereinigungen zu behaupten. In der eignen Zuchtigkeit und in der Heranbildung der Lehrlinge durch vom Staate unterstüßte Fachschulen liege für den Handwerker das 315 Richte e der Jah gelangt aus den th feßen, au Raffen we 216 en des Abg if ber Fechtigung pruch, bas em er amt hter von ofen nach plaidire bg. v. und In der Distuffton machte zunächst der Sprach fich dafür aus, Strumpfwaarenfabrikat Herr Bujarski die Ansichten darauf hingearbeitet werden, daß noch dreimal so viel Stadtdes Referenten durch kürzere und klarere Der Staat den, der eine gute handwerksmäßige Bildung, ges noffen habe, beim Militar als Einjährig- Freiwilliger etatsmäßig einstelle, daß aber die Handwerker selber für gute Fachdaß verordnete der Arbeiterpartei in die Stadtvertretung hineinlommen, als bisher, um der Wankelmüthigkeit der Herren Fortschrittler entgegen zu treten. Was die Arbeiterschaft von den fortschrittlichen Stadtverordneten zu erwarten hat, das hat man ja gesehen, als die Ausweisung des Stadtv. Ewald zur Sprache tam. Niemand von den Herren wollte den Antrag wären. Der billigeren Produktion des Großkapitals fönne unterschreiben. Schließlich fand sich Herr Schiegnis dazu bereit. das Handwert nicht die Spize bieten, es müffe, um dem Ge jhmad des Räufers entgegenzukommen, seinen Erzeugniffen ein individuelles, fünstlerisches Gepräge verleihen. Der Reichss Nachdem Redner seinen Vortrag geschloffen, gingen 2 Resolutionen ein, welche beide angenommen wurden. 1. Der Arbeiterbezirksverein der Schönhauser Vorstadt möge beschließen, daß tagsabgeordnete, Herr Harm, wies demgegenüber darauf hin, die Reichstagsabgeordneten der Arbeiterpartei oder vielmehr der nur durch die Gesetzgebung aber nicht im Sinne der reaktio- I frete. Der 2. lautet: Die Mitglieder des Arbeiterbezirksvereins ganze Reichstag voll und ganz für das Arbeiterschutzgeses einder Schönhauser Vorstadt erklären fich mit den Ausführungen des Referenten Herrn Stadtverordneten Herold voll und ganz einverstanden, und sprechen hiermit ihre Zufriedenheit aus über das Vorgehen der Arbeiter- Stadtveroroneten, und fte ver fprechen, mit allen geseglichen Mitteln darauf hinwirten zu wollen, daß bei der Neuwahl derselben möglichst viele Arbeiter- Stadtverordneten in die Stadtvertretung kommen. Hiermit schloß der Herr Borfigende Frügge die Versammlung. hr. In einer öffentlichen Versammlung der Kaufleute referirte am Donnerstag( bei Schultheiß, Neue Jakob Straße 24) Herr Schreier über Die Krantenversicherung der jungen Kaufleute und die Bedeutung der nationalen faufmännischen Kranken- und Sterbekasse, E. H. in Berlin". Referent, nachdem er darauf hingewiesen, daß die jungen Kaufleute besonders in Berlin wegen der hier üblichen furzen Kündi gungsfristen( von 14, 8 und sogar 1 Tage) fich verpflichtet fühlen müßten, einer freien Hilfstaffe beizutreten, da ihnen sonst auch in Berlin das Schicksal bevorstehe, awangweise vom Magistrate einer Ortsfrankenkasse für Kaufleute überwiesen zu werden, hob die Vorzüge der vor Kurzem gegründe ten nationalen taufmännischen Kranten- und Sterbetasse hervor: 1. Die Selbstverwaltung, 2. die Fret zügigkeit, 3. den Wegfall der Nothwendigkeit, vorher erst Mit glied eines kaufmännischen Vereins zu werden. Zur Dis fuffton nahm zuerst der Vorsitzende Herr Joachimson, das welche der kaufmännische Hilfsverein in Berlin seinen Mit gliedern gewähre, als Baarunterstügung nur eine eventuelle, nicht eine solche sei, auf welche dem Mitgliede ein Rechtsanspruch zusteht, und daß der Vorsitzende dieses Vereins, Herr J. Weiß, eine 3wangskaffe für besser halte, als eine freie Hilfskaffe. Herr Guttmann hob hervor, daß die nationale Kaufmannskaffe es dem freien Willen der Mitglieder anheimftelle, sich in der Wohnung oder im Krankenhause behandeln zu lassen, und daß dieselbe auch noch während der Refonvaleszenz einen Theil des Krankengeldes gebe. Herr Joh. Fischer( aus Wien) erörterte ausführ licher, als es der Referent gethan, die Vortheile der Freizügig teit, wies darauf hin, daß es ein Leichtes sein werde, bei den Bäderverwaltungen Ermäßigung der Kosten für die Mitglieder der Kaffe auszuwirken, und trat dafür ein, daß durch Vors stellungen bei dem Handels- und bei dem Justizminifterium dahin gewirkt werde, daß die Bestimmung des Handelsgesetzbuches, welcher zufolge der Prinzipal dem Kommis bei an dauernder Krankheit deffelben das Salair 6 Wochen hindurch zu zahlen verpflichtet, ist, in Geltung bleibe. Nachdem auch noch verschiedene Herren in eindringlicher Weise den Anschluß an die neugegründete Kaffe empfohlen, theilte der Vorsitzende mit, daß die Kaffenärzte Dr. Roesel( Wallstraße 26) und Dr. Kristeller( Alexanderstr. 1) behufs ärztlicher Untersuchung Sol cher, die der Kaffe beitreten wollen, auch Sonntags von 2-3 Uhr Sprechstunde haben. In Folge eines Antrages, den Herr Dormann stellte, wurden die Anwesenden, die geneigt wären, für die Kaffe zu agitiren, aufgefordert, dem Vorstande ihre Adressen zu geben. Die Zahlstellen der Zentral- Kranken- und Sterbe taffe der Drechsler und verwandten Berufsgenossen Deutsch lands( E. H. 48) befinden sich Sonnabends von 8-10 Uhr in folgenden Lokalen: ND., Elsaffer, und Il Hamburgerffraßen Ede, bei Dümchen. ND., Gollnow- und Weinstraßen- Ede, bet Blamberg. D., Andreasstr. 44, bei Wirsing. SD., Naunyn ftraße 78, bei Ehrlich. SD., Reichenbergstr. 24, bei Schröder. SM., Mittenwalderstr. 57, bei Schubert. C., Fischerstr. 24, bei Geride. Die im S., alte Jakobstr. 105, belegene Bahlstelle fällt Umstände halber fort, und werden die Koйegen ersucht, in der Bahlstelle C. bei Gericke ihre Auflagen entrichten zu wollen. Die Zentral- Kranken- und Sterbetasse der Tischler u. f. w.( E..) Berlin G., Frankfurter Thor Bezirk, hält Sonntag Vormittag ihre Quartals- Versammlung ab, mit der Tagesordnung: 1) Rechnungslegung vom 4. Quartal 1884. 2) Antrag wegen Theilung der örtlichen Verwaltungsstelle. 3) Entschädigungsfrage der Ortsbeamten. 4) Verschiedenes. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist recht zahlreiches Er scheinen der Mitglieder nothwendig. Das Mitgliedsbuch legttimizt. Die Bahlstellen für die örtliche Verwaltungsstelle be finden sich in folgenden Lokalen: Gubenerftr. 2 bei Schabrodt; Fruchtstr. 69 bei Dommrid; Gr. Frankfurterstr. 116 bei Sta lisch Langestr. 90 bei Polz; Lichtenbergerstr. 17 bei Weck; Schillingfir. 30a, Ede der Magazinstr., bei Röpnid; wo Sonn abends von 8 Uhr ab die Beiträge in Empfang und Anmelbungen zur Kaffe durch die Beitragsammler entgegengenommen werden.( Siehe Inserat.) Die Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Maler macht folgendes bekannt: Hiermit bringen wir statt eines Aufrufes, der den Lefern des Berliner Boltblattes" nichts Neues mehr ist, die Nachricht, daß seit dem 23. November v. J. hier eine Filiale der Bentral Kranken- und Sterbelasse der Maler und verwandten Berufsgenossen Deutschlands( E. H., Nr. 71, Hamburg) besteht. Diefelbe zählt hier in Berlin ca. 1100 Mitglieder. Wir fordern hiermit alle dentfähigen Berufsgenossen auf, fich derfelben anzuschließen. Bum Eintritt berechtigt ist jeder Maler, Lackierer, Vergolder, Glaser, Anstreicher 2c., welcher das 15. Lebensjahr vollendet und das 45. nicht überschritten hat. Die Geschäftsstunden der Kasse sind: Sonntags Vormittags von 9-1 Uhr, Alte Jakobftr. 83 im Lotal; Wochentags von 6-8 Uhr Abends: 1. bei C. Hirt, Gitschinerstr. 76 IV.; 2. bei A. Spuhr, Mulackstr. 8, Hof links III. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß Dienstag den 24. Februar, Abends 8 Uhr eine Mitglieder- Vers sammlung in der Alten Jakobstr. 83 bei Beyer stattfindet. Tagesordnung: I. Wahl der Krankenbesucher. II. Statutenberathung. III. Verschiedenes. Wir ersuchen, die Versammlung recht zahlreich besuchen zu wollen. Den Mitgliedern der Zentral- Kranten- und Sterbe Kaffe der Tischler u. f. w., örtliche Verwaltungsstelle Berlin B.( innere Louisenstadt), hiermit zur Nachricht, daß Sonntag, den 15. Februar, Vormittags 10 Uhr, in Conrad's Salon, Wafferthorstraße 68, eine Mitgliederversammlung stattfindet. Tagesordnung: Abrechnung vom IV. Quartal 1884. Wahl eines Beitragfammlers und Schriftführers. Verschiedenes. Das Erscheinen eines jeden Mitgliedes ist nothwendig. Das Witgliedsbuch muß vorgezeigt werden. Für die Mitglieder der Zentral- Kranken- und Sterbetasse der Tischler u. f. w. der örtlicheu Verwaltungsstelle Berlin C. Hallesches Thorfindet morgen, Sonntag, den 15. Februar, Vormittags 10 Uhr, Belle- Alliancestraße 5, im Lokale des Herrn Rothacker, eine Versammlung statt. Tages- Ordnung: 1. Wahl des Bevollmächtigten, des Kafftrers und eines Revisors. 2. Wahl eines Vertrauensarztes. 3. Vers schiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Er fcheinen aller Mitglieder nothwendig. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Die zu Mittwoch angekündigte Versammlung des Arbeiter Bezirks- Vereins der Friedrichsstadt fonnte wegen verspäteter polizeilicher Meldung nicht stattfinden, an Stelle Derselben wird am Dienstag, den 17. Februar, Abends 8½ Uhr, in Gratweil's Bierhallen eine Versammlung des Vereins einberufen, in welcher Herr Dr. phil. Heymann einen Vortrag über das Thema: Schule und baus halten wird. Außer dem Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr, Berathung einer Petition, Verschiedenes und Fragelasten. Ausgabe von Bade billets zu ermäßigten Preisen. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste find stets willkommen. Bugleich bemerken wir, daß die Mitglieder des Vereins fich am Sonntag, den 15. Febr. cr., Abends 6 Uhr, im Vereinslokal( Gratweil's Bierhallen) mit ihren Familien zu einem Glase Bier vereinigen. Bahlreichem Besuch wird entgegen gesehen. Große öffentliche Versammlung der Maler und Ladirer. Sonntag, den 15. Februar, Vormittags 10 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79. Tagess ordnung: 1. Bericht der Delegirten über den Kongreß zu Dresden. 2. Wie v thalten fich die Maler und Lacirer zu dem von den Innungsmeistern in Kraft tretenden Unter ftüßungsbund. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Er scheinen wird gebeten. Der Verein der Parquetbodenleger Berlins hält am Mittwoch, den 16. Februar, Abends 8 Uhr, Wilhelmstr. 105, bet Koths, feine Vereinsversammlung ab. Tages- Ordnung: 1. Vierteljahrs- Abrechnung. 2 Wahl von 3 Revisoren. 3. Bericht der Statuten. 4, Verschiedenes. Die öffentliche Versammlung der Parquetbodenleger Berlins findet nicht am Sonntag, den 15. d. M., sondern am Sonntag; den 22. Febr. ftatt. Gewerkschaft der Maschinenbau- Metallarbeiter und verw. Berufsgenossen. Am Montag, den 16. Februar, findet im Wedding Park, Müllerstr. 178, Abends 8 Uhr, eine Mitgliederversammlung statt. Tagesordnung: 1. Vortrag über Chemie. Referent Herr Dr. Emil Leffer. 2. Bericht der 21 er Kommiffion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. NB. Da eine Versammlung am vorigen Montag nicht stattfinden konnte, so werden alle Mitglieder, namentlich die des Nordens, auf diese Versammlung aufmerksam gemacht. Eine Versammlung der Tischler findet am Sonntag, Vormittag 10 Uhr, bei Wohlhaupt, Manteuffelstr. 9, statt. Referent:. Künzel. Tagesordnung: Die Arbeitseinstellungen der Tischler in legterer Zeit. Tischlerverein. Rottbuserstr. 4 a, Abends 81 Uhr: Vortrag des Herrn Dr. Heymann. h. Der Fachberein der Tischler hält am Montag, den 16. b. M., Neue Grünftraße 28, eine außerordentliche Generalversammlung ab mit der Tagesordnung: 1. Erledigung zweier Rechtsschap Anträge. 2. Beschlußfaffung über mehrere Anträge aus der legten Versammlung. 3. Wahl des zweiten Vorfizenden. 4. Die Herbergsfrage. 5. Abänderung des Statuts. 6. Verschiedenes. Die nächste Vereinsversammlnng im Norden Berlins findet am Mittwoch, den 18. d. Mts., in Kurzmann's Salon, Bergstraße 68, statt. Billets zum Panoptikum und Aquarium find noch beim Vereinsbibliothekar zu ermäßigten Preisen zu haben. Theater. Königtiches Opernhaus. Heute: Die Hochzeit des Figaro. Königliches Schauspielhaus. Heute: Die Märchentante. Deutsches Theater. Bellealliance- Theater. Heute: Der Weg zum Herzen. Heute: Der Raub der Sabinerinnen. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Heute: Gasparone. Central Theater: Alte Jakobstraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Heute: Der Walzer- König. Residenz Theater: Direktion Anton Anno. Heute: Die Ehestands- Invaliden. Hierauf: Die Schulreiterin. Walhalla Operetten- Theater: Heute: Der Feldprediger. Louisenstädtisches Theater: Heute: Aladin, oder: Die Wunderlampe. Heute: Der Prinz von Monte Fiasco. Oftend- Theater: Wallner- Theater. Heute: Die Sorglofen. Vittoria- Theater. Heute: Sulfurina. Alhambra- Theater. Heute: Die Schule des Lebens. Arbeitsmarkt. und 32, mit folgender wichtiger Tagesordnung ab. 1. Jurit Der Arbeiter- Bezirksverein der Nosenthaler Vorftadt arrangirt am Sonntag, den 15. Februar, ein gemüth- scher Vortrag( dazu Antrag Mozicatic). 2. Aufklärungen über liches Beisammensein in der Neuen Walhalla", Schönhauser Allee 156, Nachmittags 5 Uhr. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich mit ihrer Familie zu erscheinen. Gäste sehr willlommen. In der Mitglieder- Bersammlung des Vereins zur Wahrung der Jntereffen der Riften- und Koffermacher Berlins, in welcher Herr Dr. Angerstein einen wissenschaftlichen Vortrag hielt, kam nach Erledigung der Diskussion und anderer Vereinssachen der Antrag zur Berathung, daß die Versammlung beschließen wolle, den strikenden Knopfmachern Berlins 20 Mart aus dem Vereinsfonds zu bewilligen. Dieser Antrag wurde unter allgemeinem Beifall einstimmig angenommen, und zwar wurde statt 20 fogar 30 Mt. bewilligt. 303 Junge Mädchen, im Garniren von Sommer- Dollmans, geübt, verlangt Welfch, Oberwasserstraße 13. 2 Lehrmädchen f. m. Posamentir u. Wäsche- Geschäft mit Vergütigung verlangt pr. 15. d. M. 274 Siegmund Berger, 65 Alte Jakobstr. 65. Allen Freunden und Bekannten empfehle meine Restauration. Weiss- und Bairisch- Bier à Glas 10 Pf. Für Abend Unterhaltung ist auf das Beste gesorgt. 258 G. Spiekermann, Rüdersdorferstr. 51. Allgemeine Buchdruckerversammlung Sonntag, den 15. Februar 1885, Vormittags 11 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jafobsstraße 37. Tagesordnung: 1. Mit theilungen über die Thätigkeit der Kommission. 2. KaffenBericht des Kaffrers und der Revistons- Kommiffion. 3. Wahl einer Revisions- Kommission. 4. Antrag auf Remunerirung der Kommiffion. Werkstatt- Delegirten Versammlung der Schloffer u. Berufsgenossen am Montag, den 16. Februar, Abends 8 Uhr, bei Herrn Teichert, Neue Grünftraße 32. Tagesordnung: 1. Vorlesen des Protokolls letter Versammlung. 2. Borlegung der neuen Geschäftsordnung resp. Genehmigung. 3. Wahl eines Kommissionsmitgliedes sowie zweier Bahlstelleninhaber. 4. Besprechung über die demnächst abzuhaltende Generalversammlung. 5. Verschiebene?. Um das Erscheinen aller Delegiten ersucht die Lohnkommission der Schloffer. Meinen geehren Freunden und Bekannten empfehle mein Schuh- u. Stiefelwaaren- Lager. Reparaturen schnell und billig. L. Zaake, Rüstriner Platz 8. Allen Freunden und Genoffen empfehle meine 184 Cigarren und Rauch- Tabake. 131 Lotterie- Loose und Antheile. M. Meyer, O. Fruchtstr. 36a. Keller's Mitgliederversammlung des Bezirksvereins der arbeitenden Bevölkerung des Südwesten Berlins am Montag, den 16. Februar, Abends 8%, Uhr, in Niefts Salon, Kommandantenstr. 71-72. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Krohme über Erhöhung des Kornzolles". 2. Verschie denes. 3. Fragekasten. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es erwünscht, recht zahlreich zu erscheinen. Gäste stets willkommen. " Der Fachverein der Möbelpolirer Berlins( für geschweifte Arbeit) hält am Montag, den 16. Februar, eine ordentliche Versammlung im Vereinslokal, Mariannenstraße 31 die wichtigsten Punkte der Krankenkasse. 3. Antrag Mieroth 4. Verschiedenes. Fragetasten. Bu gleicher Beit machen wit sämmtliche Polirer auf die Bahlstellen der Ortskrankentafe aufmerksam; diefelben befinden sich Manteuffelstraße 27( Moris), Andreasstraße 44( Wifing), Christinenstraße 36( Harendt) jeden Sonnabend Abends von 8-10 Uhr. Berichtigung. Zum Bericht über die Versammlung bes Vereins der Berliner Metallarbeiter( in der geftrigen Nummer u. Bl.) berichtigen wir einen auf Belle 10 bes Berichts( v. o.) stehen gebliebenen finnentstellenden Drud fehler dahin, daß es daselbst statt:„ prach fich rücksicht Io8" heißen soll: sprach sich rüdhaltslos" u. is. w. Arb.- Bez- Per. der Rosenth. Vorst.| Sonntag, den 15. Februar 1885, Gemüthl. Beisammensein in der Neuen Walhalla", Schönhauser Allee Nr. 156. Nachmittags 5 Uhr. Die Mitglieder werden ersucht, mit thren Familien recht zahlreich zu erscheinen.- Gäste gern ge sehen. Eine große öffentliche Versammlung 293 * * Aufruf an die Metallarbeiter Berlins! Metallarbeiter, Die Folgen unserer Laschheit und Nachlässigkeit, der Metall arbeiter Bewegung gegenüber, zeigen fich jezt schon recht deut lich. Durch unser loses Zusammengehen wagen die Fabrikanten nicht nur mit Lohnabzügen an uns heranzutreten, nein, fie be fümmern sich auch schon darum, was wir außerhalb der Fa briken zu thun für gut befinden, wie es uns der Fall in der vergangenen Woche deutlich zeigt. Metallarbeiter, wir fragen Euch, soll es so weiter gehen? Denken wir an die Erfolge und die Größe unserer Bewegung im vorigen Jabre! Metall arbeiter, wir richten die Aufforderung an Euch Alle, stehet feft Mann an Mann, daß die Kommission die bedrängten Kollegen mit Rath und That unterstügen tann, denn ohne die Zuvers ficht, einen festen Halt hinter sich zu haben, tann nichts vo bracht werden. Darum, Metallarbeiter, erscheint am Sonntag ben 15. Februar, in möglichst großer Anzahl bei Nieft's, Rom mandantenstraße 71-72, denn es gilt unser heiligstes Infe zu wahren. Die Bahlstellen befinden sich bei unte( Brinzen und Annenstr-Ede, bei Sotte( Rest.), Ritterstr. bet letterem Herrn befindet sich auch der Arbeitsnad Alle die Bewegung angehenden Vorkommnisse sind an den Vorfizenden M. Grof, Fürstenstr. 11 IV., zu richten. De Raffirer Möhring wohnt Dionienftr. 14a IV. NB. Die Lage ordnung lautet: 1. Die Arbeitseinstellung von Gewerkskollegen in der Fabrik von Fabian, und wie verhalten sich die Metall arbeiter zu derselben. 2. Verschiedenes. 123, Fachverein der Rohrleger. Sonntag, den 15. Februar, Vormittags 10 Uhr, Versammlung 290 im Lokale der Herrn Wolff u. Krüger, Staligerstraße T.D.: 1. Protokoll- Berlesung und Kaffenbericht. 2. B trag des Herrn Krohm über den Geraer Kongreß und feit Beschlüffe. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und freie D stuffto Quittungsbuch legitimirt. Gäste können durch Mitglie eingeführt werden. Der Vorstand Mr. icheint t Berlin fr Vokabon Währ Arbeit, un Gutscheidun wird, fann beutenbe madhte am um einige tische Maj auf der Re bem arme glänzen, m und Ritter Lafche. A beshalb fo Debatten Belegenhei Elefien der Berliner Fabrif- und Bau- Arbeiter Gr. Volksversammlung 291 findet am Sonntag, den 15. Februar, Vormittags 10 Uhr, in der Urania, Wrangelftr. 9/10, statt.-Bur Deckung der Untoften ein Entree nach Belieben. Eduard Busche, Laufigerstraße 3. Den Zentral- Kranken- u. SterbekassenMitgliedern der Cigarren- und TabaksArbeiter Berlins daß Beiträge maßen wir biermit befannt, boß die Beitene jeben Montag von 7-9 Uhr Abends im Lokale des Herrn Hilger, Adal285 bertstrasse 4, entgegen genommen werden. Arb.- Bez.- Verein f. d. Often Berlins. Sonntag, den 15. Februar Grosse Herrenparthie nach„ Tabbert's Waldschlößchen." Versammlungsort in Horstmann's Neue Welt, Frankfurter Allee 127, zweiter Eingang: Borhagener Weg. Abmarsch 9 Uhr. Mitgliedskarte legitimirt, Gäſte, durch Mitglieder eingeführt, find willkommen. Das Vergnügungs- Comité. Zur Nachricht! Die nächfie Versammlung findet am Dienstag, den 3. März, Andreasstr. 21, statt. 296 Mitglieder- Versammlung Sonntag, den 15. Februar 1883, in Altermann's Salon", Dennewigstraße 13. Tages- Ordnung: " Wider die Getreidezölle." Referent Stadtv. Friz Goerd Auf! gegen die Vertheuerung des Brotes. Um zahlreiche Betheiligung aller Bürger ohne Unterschied der Partei ersucht 294 Der Einberufer: Ferdinand Kleinert, Lügomft 106 9 mech Von Ronzolle witen mi on faft farbor eigentli rechen; vermie hätte es Reichs Dorfen ha tein Ra Kranken- Unterstüßungs- Budin S der Schneider( F. G.) Ubr Montag, den 16. Februar ct., Abends 81% b Grosser Wiener Maskenbal in der Berliner Ressource, früher Kolloffeum, Kommandantenstraße 57. Billets à 50 Pf. find zu haben: Im Bureau Mauerftra Nr. 86, Herrn Edelt, Jannowigbrüde 1, III, Boo Annenfir. 11, IV, 2ubas, Sebaftianstr. 41, II,' Reſtauran Seefeld, Grenadierstr. 33. Sahlreichen Besuch erwartet Der Lokalvorstand. 297 Aufruf. Metallarbeiter! Sonntag, den 15. Februar, Vormittags 10 Uhr, Große Rampf Die aber ibre wirb bas es tann. der Central- Kranken- und Sterbefasse General- Versammlung der Tischler u. anderer gewerbl. Arbeiter. ( Eingeschriebene Hilfskaffe.) Dertliche Verwaltungsstelle Berlin G., Frankfurterthorbezirk. Sonntag, b. 15. Februar, Vorm. 10 Uhr, 300 im Königstädtischen Kafino, Gr. Frankfurterstraße 77. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung vom 4. Quartal 1884. 2. Antrag des Herrn Stellmann betreffs Theilung der Berwaltungsstelle. 3. Entschädigungsfrage der Dttsbeamten. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimist. Der Bevollmächtigte. Wilhelm 301 sein. bet Niefts, Tommandantenstraße 71/72. Tagesordnung: 1. Die Arbeitseinstellung der Gewerkskollegen in be Fabrik von Fabian, und wie verhalten fich die Metall arbeiter dem gegenüber. 2. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Metallarbeiters ist es, am Plate Die wird erhob mal von trachten w Die und richt Bismar bolt ironi meinte, we werbe fie fervativen grund- un Ser größte Sabrud verb 89 ... Du J. A.: W. Groß flagen; fattelt." Ein Kind, Mädchen, 2 bis 3 Jahre alt, wird als eigen anger ommen. erfragen unter A B. Boftamt Steglit. Pfannkuch Bu Gesellschafts- Säle Berlin N., Chausseestrasse 36 u. 31 Andreasstraße 21. Empfehle meinen großen Saal, sowie die Kleinen Säle dem geehrten Publikum, besonders Vereinen und Gesellschaften Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. 250 Achtungsvoll Karl Keller. Elegante Masken- Garderobe Fr. Panknin Oranienstraße 178 v. 2. Etage, 270 Ede Adalbertstr. Ein möbl. Zimmer, pro Monat 6 Mt. Waldemarstr. 70 bet Günther. 302 im Grundstück der Wöhlert'schen Maschinenbau- Anstalt. en gros, Cigarren- u. 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