als die Bekannten Be ausfüh utommende en Vifitation D aus eina Winora Der General 11 leide an d e. hmittags, lungen e er Wohnung mordert ba efp. Tödtu nen, welche 3 10. Febru Asbetrag von eftellen hatte enden Namen 8 Abreffaten: girt. Solan tanweisungen aten find in Dringent Nr 41. Mittwoch, 18. Februar 1885. II. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Boltsblatt 997 abe gelangt eint täglich Morgens außer sach Some wab Fetagen. Bounestpreis für eine Lödlung ein frei in's Haus vierteljährlich 4 Rari, monatli 1,85 Mart, modentlig 35 f. abonnement 4 Mart. Einzelne N. 5 Pf. Sonntage Nummer mit illuftr. Beilage 10 f. ( Eingetragen in ber Poßzeitungspreisliste für 1885 unez Nr. 746.) angen Bans angegeben glichen Gelb inmiethen u Diefer Woh mordung ber ridgelafenc ndet worden obnung von gefest 18 Paris wird großen Gad te den hau errn Senald Den. Sch bin Bolles ihren Jufertionsgebühr beträgt für die 8 gespaltene Betitzeile oder derer Ntaum 40 f. Krbeitsme 10 1. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Juferate werben bis 4 the Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Simmerstraße 44, sowie von alles Huxsaces Bureaur, ohne Schöhung des Breises, angenommen. Redaktion und Expedition Berfin SW., Bimmerfraße 44. Bur Wohnungsfrage. Die Wohnungsfrage ist schon lange für die Masse des zu einer Wohnungskalamität geworden und hat in den großen Städten mit ihren Miethetasernen, ungefunden Maffenquartieren und ihren faum mehr chwinglichen Miethspreisen nachgerade eine abschreckende Beftalt angenommen. An Abhilfe ist bis heute gar wenig geschehen, denn die Hausbesizer haben es verstanden, die Beleggebung von ihrem Interessenkreis abzuhalten und fich innerhalb ihrer vier Pfähle" volle Souveränität zu en Le Rohren. Das liegt auch in der Natur der Sache; die te Deutiden niegt ift an afchine erf e abschneide eraus, wel habe ich nur Heu bierauf , unglüdl mige nad m. gri be mt vom Anfange tonen Pfund üthe gezogen erfelbe Fi an Bildlinge bei der Ber fchon feines ches die ift von Teicht Reichst Sel nicht find werden ba 29., 30. m Reftaura 328 über Ro Im zablreide Vorstand ler. Bergftra ben Borrechte martig bes Hausbesizers gründen sich auf die gegengeltenden Rechtsnormen und auf die Anschauungen in den gesellschaftlich dominirenden Klassen. Wir haben uns in diesen Blättern schon des Defteren der Wohnungsfrage beschäftigt und freuen uns, heute der Frankfurter Beitung" einem Vorschlage zu be= Regnen, dem wir unsere volle Sympathie zollen fönnen. genannte Blatt meint nämlich, es sei nicht auszahlen. Die Behörden in Bremen machten diesem Standal ein Ende, indem sie die Logirhäuser untersuchten und genau vorschrieben, wie viele Personen in einem Raume unters gebracht werden durften u. f. w. Daß man auf das Geschrei einiger Wirthe über diesen Eingriff in ihre Freiheit", teine Rücksicht nahm, war sehr vernünftig; die„ Freiheit", die Gesundheit Anderer zu schädigen und ihnen dafür auch noch Geld abzunehmen, ist eben eine sonderbare Art von Freiheit". Aber, fragen wir nun, wenn eine solche Fürsorge für die Gesundheit der Auswanderer zulässig ist und als Pflicht erachtet wird, warum sollte sie nicht zulässig sein und als Pflicht erachtet werden für die gesammte Bevölkerung? Warum sollen nicht sämmtliche Wohn-= räume überhaupt, genau wie die Auswanderungshäuser einer behördlichen Aufsicht unterstellt werben, die strengstens darüber zu wachen hat, daß feine gesundheitsgefährlichen Zustände entstehen? Es bestehen ja in der That schon einige dahin zielende, wenn auch noch unvollkommene Vorschriften und man tann froh sein, daß die Behörde wenigstens ermächtigt ist, die Häuser auf Bauwind, wenn die Gesetzgebung den staatlichen UeberTagungsorganen die Pflicht auferlege, in den Fabriken fälligkeit zu untersuchen, denn es giebt Eigenthümer, die der fonftigen gewerblichen und industriellen Betrieben dafür Baufälligkeit ihrer Häuser, die sie an andere vermiethet forgen, daß Einrichtungen getroffen werden, die den Arbeiter geben eine Gefährdung seiner Gesundheit und haben, gegenüber sonst dieselbe Ge nüthsruhe in sich tragen feines Lebens zu schüßen geeignet find. Das Frankfurter schiffen". würden, wie früher gewisse Rh der gegenüber ihren ,, Sargheit des arbeitenden Volkes müsse auch auf dessen Wohn- sundheitsamt zur Pflicht gemacht werden, eine umBlatt meint weiter, diese Fürsorge für Leben und Gesunditten ausgedehnt werden und damit hat das Blatt voll- faffende Beaufsichtigung der Wohnräume in Bezug auf ihre Selbstverständlich wird von den Interessenten die indig recht. Unserer Meinung nach müßte dem Reichs- Ge= den die Hausbefizer fragen, das Recht, uns vorzuschreiben, licher Zustände zu zwingen. Wir brauchen heute teine Glaat finden wir innerhalb unserer vier Pfähle" thun und lassen Schilderung der Zustände zu geben, die in den Wohnungen Nun, darüber diskutiren wir nicht weiter; der hat allerdings das Recht, gesundheitsschädliche Eintigungen und Zuftänae zu beseitigen, wo sie sich vors ; im teine Unmöglichkeiten entgegenstehen. er hat duzu sogar die dringende Pflicht, soweit Theil auch die ungefunden Zustände, die kleinen Wohnun gen find verhältnißmäßig die theuersten und sind bei der großen Nachfrage schwer zu haben. Da ist ein Arbeiter genöthigt, eine Wohnung zu nehmen, die einen für ihn an fich unerschwinglichen Preis hat; allein er richtet sich ein. Er vermiethet wieder die einzelnen Wohnräume und nimmt für sich und seine Familie die Küche als einzigen Wohnraum in Anspruch. Dort wird gefocht, gegessen, gewohnt, geschlafen. Die Arbeiter fühlen, wie sie unter einem solchen Bustand leiden, wie die Gesundheit ihrer Familien dadurch alterirt wird, allein wie sollen sie es anders machen, wenn fie ein Obdach haben wollen? Was ist aber da zu thun? Nun, wir haben es schon einmal ausgesprochen, daß wir eine staatliche Tagation der Wohnhäuser und eine tarifmäßige Feststellung des Miethspreises für eine gar nicht so üble Maßregel halten. Wunder erwarten wir von derselben auch nicht; die Ronjunkturen find in vielen Fällen mächtiger als Gefeßesparagraphen. Aber keineswegs trifft das auf alle Fälle zu und gerade bei der Bestimmung der Miethspreise wirkt die Willkür des Eigenthümers mehr mit, als bei irgend einem anderen Verhältniß. Demnach können nur wir wiederholen, es wäre endlich Zeit, daß die Gesetzgebung sich einmal ernsthaft mit der Wohnungsfrage beschäftigte. " 1 Politische Uebersicht. Zu viel des Guten! So fönnte man ausrufen, wenn man die von allen Parteien im deutschen Reichstage zur Schau Sanitären Verhältnisse im ganzen Reiche zu organifiren und es müßte diese Behörde die Befugniß haben, die Eigen- getragene Arbeiterfreundlichkeit" betrachtet. Bum Wohle der Arbeiter forderte Herr Ackermann die berühmten" Arbeits thümer der Wohnräume zur Beseitigung gesundheitsgefährbücher; im Intereffe der Arbeiter erklären fich die liberalen Roryphäen gegen eine geſegliche Beschränkung der Arbeitszeit und nur um den ländlichen Arbeitern Beschäftigung zu ver schaffen, beeilen sich die Schußzöllner, das Korn resp. das Brot zu vertheuern. Es ist nach Ben Akiba zwar Alles schon das gewesen, ob aber schon jemals eine derartige Konkurrenz zur Förderung der Intereffen der Arbeiter stattgefunden hat, ist immerhin zweifelhaft. Und die Arbeiter? Nun, fte hören die die schönen Reden wohl, allein sie wissen auch warum und zu welchem Zwecke dieselben gehalten werden. Sie wissen, warum der Armen, namentlich in den großen Städten, gewöhnlich find. Man kennt diese Zustände, und die Ausnahmen find felten, die Zustände sind fast überall die gleichen. Wenn aber die Sanitäts- Behörden einmal eine eingehende Untersuchung der Wohnungsverhältnisse in den Massenquartieren schen in Räumen ihr Leben hinbringen müssen, die an Ge Dhnehin ist ein berartiges Eingreifen der Behörden in ungefunde Wohnungsverhältnisse gar nichts Neues; in ein diese Unsumme von Elend und Noth, die eine solche Unter- die eine Bartei immer noch mehr Eifer wie die andere an den zelnen Fällen ist dasselbe schon mit einer gewissen Energie fuchung in ihren Ergebnissen zweifellos darstellen müßte. Tag legt, wenn es gilt, die Nothlage der Arbeiter als Motio folgt. Wir erinnern nur an die behördlichen Vorschriften Wie würde man staunen darüber, daß Millionen von Men fabten, namentlich in Bremen. Die Behandlung der Aus- fundheit und Leben der Bevölkerung mehr Schaden anzuwanberer in vielen dieser Logirhäuser war lange Zeit eine richten im Stande sind, als die gefährlichste Seuche, guden zu deutlich aus den Schafpelzen hervor und die Herren, unerhörte; man pacte die bedauernswerthen ,, Europamüden" in enge ungefunde Räume, wo sie wie die Heringe in der schritten ist. Tonne aufeinander lagen, jedes Alter und Geschlecht bunt burcheinander. Dafür waren auch noch hohe Preise zu 91 gorud verboten.] Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Duz. ( Forseyung.) Swei Jahre später war seine Gemahlin gestorben. ner über schien zu stimmen. Doch wie sollte er dies Alles willtommen llmächtigte Play Uhr, 9 und 10, lung. oneten Se tommen Vorstand zablreich f; ein Gin 327 sgen ichen wollen niptaffe Berlin( bes bmen finde Sebaftian Sonnaben ung im Caf P. Linke rober 6. 12 Grafen fei? die noch jemals verwüstend über die Länder dahin ge Die Sache erscheint hier auch noch von einer anderen Seite beleuchtet: Die hohen Miethspreise verschulden zum Herr Doktor," redete sie ihn endlich, näher tretend, an, ich bitte Sie um Verzeihung, daß ich Sie so früh störe, aber ich muß Ihnen Wichtiges mittheilen." Sprechen Sie, Madame Dupré; was ist es?" ,, Es betrifft den Grafen." " So?" " Ja, mein Herr! Sie wissen, daß ich diese Nacht bei bem Herrn gewacht habe." Richtig; ich say Sie gestern Abend an seinem Bette. Aber seßen Sie sich, Madame," fügte er hinzu, da durch diese Einleitung, und noch mehr durch ihre Miene für die Zustimmung zu einem den Zwecken der Partei, resp. Gruppe, dienenden Gesezentwurf zu benußen: Das Mittel past zur Zeit vortrefflich zum Zweck. Die Arbeiter laffen sich aber nicht durch das Wortegeklingel bethören, die Wolfsgeftichter welche da glauben, daß die Arbeiter der schönen Neden halber ihrem Heerbanne folgen werden, befinden sich in einer großen Täuschung; die Arbeiter werden nach wie vor ihre eigenen Wege gehen und selbst ihre Intereffen zu wahren suchen. wenn ich Ihnen sage, daß ich dieses oder jenes mit eigenen Augen gefehen habe." Die Neugierde des jungen Mannes war auf's Höchste gespannt. Das ist eine eigenthümliche Einleitung; ich bin neugierig auf Ihre Mittheilungen. Ich bitte, beginnen Sie." Es war also gestern zwischen neun und zehn Uhr," begann Jeane Dupré, als Sie den Grafen verließen. Ich hörte, daß Sie sagten, ich solle mich nach Hilfe umsehen, für den Fall, daß es nöthig sein würde. Das habe ich gethan. Ich bin zu Segal gegangen und habe ihm gefagt, daß er in dem unteren Zimmer bleiben möge, bas mit ich ihn rufen könnte, wenn ich seiner bebürfe. Ich dachte Anfangs, daß es nicht nöthig sein würde, weil ich Dereinigen mit Habicht's bestimmter Behauptung, daß bie schwarze Here die Ursache der Krankheit des Habicht hatte zwölf Jahre hintereinander seine Bes sein Interesse erregt war. obachtungen angeftellt, und er fonnte sich nicht täuschen. feiner Behauptung, oder war vielleicht die Katastrophe in Davistown in Zusammenhang zu bringen mit dieser sonders Tageslicht auf ihr Gesicht fiel. Als er jeßt dasselbe aufs bleiben würde. Aber gleich nachdem Sie sich entfernt baren Krankheit? Horten. Sie folgte seiner Einladung und setzte sich in einen großen Ledersessel dem Arzte gegenüber. Er hatte in klu ger Berechnung ihren Play so bestimmt, daß das volle merksam betrachtete, machte er die Bemerkung, wie viel Bergebens zerbrach er fich den Kopf, um in diefe Energie und Charakter eigentlich in den Bügen und in der Birren Klarheit zu bringen. Da hörte einige leichte Kopfbildung dieser Frau liege, die bisher nur einen fomis Schläge an der Thür, die ihn in seinen Betrachtungen schen Eindruck gemacht hatte. Herein!" Die Thür öffnete fich, und Jeane Dupre erschien auf ihren großen, schwarzen Augen fest anblickend: der Schwelle. Mit tiefer Verbeugung grüßte sie den Arzt. Die Ankunft diefer Frau war ihm in diesem Augenblick ich keine alberne, furchtsame Frau bin fehr zuwider. Schon dachte er an eine schickliche Ausflucht, um fie zur Entfernung zu veranlassen, da aber fiel der bes • Sie schwieg noch einige Augenblicke, um sich zu fammeln und Athem zu schöpfen, dann begann fie, ihn mit „ Herr Doktor! Ich muß Ihnen im Voraus sagen, daß Ich habe in meinem Leben Manches gesehen, was in einem Andern Es giebt mir Grauen verursacht, denn wenn man, wie ich, über Schlachtfelder gekommen ist...." Thür stehen, biß sich auf die Lippen und schien nicht recht ben Anfang finden zu fönnen von dem, was sie zu sagen beabsichtigte. Friz sah ihre Verlegenheit, und um ihre Sie blieb Anfangs mit gesenktem Haupte an der fast nichts, was mich in besonderes Erstaunen versezt und " Ich weiß, Madame Dupre; Sie haben auf den Gesellschaft balb los zu werden, half er ihr auf den Schlachtfeldern von Sebastopol wohl die Furcht verWas haben Sie mir zu sagen?" fragte er. lernt." einmal die Thür öffnete, und auf den Gang zurückblickte, als wollte fie fehen, ob ihr auch Niemand gefolgt sei. Was hat diese Vorsicht zu bedeuten?" dachte Friz. Es war auffallend, daß sie statt zu antworten, noch Doktor; ich fürchte mich vor nichts." Seine Neugierde war geweckt. Das habe ich, das kann ich Ihnen versichern, Herr „ Das glaube ich gern, Madame!" " batten, ging auch die Komtesse, und ist auch nicht wieder gekommen." „ Sie bedurften Segals Hilfe in der Nacht?" fragte Frig, ohne auf diese ihre Betrachtung näher einzugehen. Erlauben Sie nur, daß ich weiter erzähle... Ich ließ Segal nur bort bleiben, weil Sie es gerathen hatten, nicht aber, weil ich dachte, daß ich seiner Hilfe bedürfen werde, denn es ist ja nicht das erste Mal, daß ich bei dem Grafen wache, und ich habe noch nie einer andern Hilfe bedurft. Ich nahm also meinen Strickbeutel und blieb allein bei dem Kranten. Alles war still im Schloß; auch Segal hatte sich ebenfalls längst zur Ruhe begeben auf dem Sopha unten im Waffensaal, wo ich ihm ein Lager zurecht gemacht hatte." Hier machte die Frau eine Pause, um sich zu erholen und sich erst durch eine Prise zu stärken. Friß erwartete schweigend die Fortsetzung ihrer Erzählung. Nachdem sie sich geräuspert, fuhr fie, indem sie die Dose wieder in ihre Tasche schob, fort: Ich sage das nicht, um mich zu rühmen; ich schickte„ Ich sette mich an das Bett des Kranken und fing das nur voraus, um Ihnen begreiflich zu machen, daß ich zu stricken an. Von Zeit zu Zeit lüftete ich den Vorhang teine Gespensterfeherin bin, und damit Sie mir glauben, I des Bettes, um nach dem Grafen zu sehen. Er lag da, dung. Aus Rom wird nämlich dem genannten Blatte von seinem ständigen Korrespondenten geschrieben: Heute Vor mittag begab ich mich in das Minifterium des Innern und legte dem General Sekretär die Nachricht der ,, Voff. 3tg."( von der angeblich bevorstehenden Ausweisung) vor. In liebenswürdigster Weise erklärte mir der Beamte, daß die Nachricht von Anfang bis zum Ende erfunden sei und daß die italienische Regierung nicht daran denke, weder mich noch sonst einen meiner Kollegen auszuweisen." Daß die Forderungen der Agrarier mit der Erhöhung| Kreuzzeitung, aus Rom ausweisen wolle, entbehrt der Begründer Getreidezölle noch nicht erschöpft find, hat eine Berathung Dieser Bollfrage bewiesen, welche vor einigen Tagen in dem elsaß- lothringischen Landesausschuß stattgefunden hat. Bei Dieser Gelegenheit verstieg fich einer der Redner zu der Bes hauptung, die Bollerhöhung werde der Landwirthschaft nichts helfen, so lange der Ertrag der Bölle derselben nicht ohne Ab zug überwiesen werde. Damit wäre die gesammte städtische Bevölkerung und nach Berechnung verschiedener Abgeordneten im Reichstage auch der größte Theil der landwirthschaftlichen Bevölkerung dem größeren G.undbefit direkt tributpflichtig ge macht. Man ftebt, daß die Herren Agrarier nicht blöde find, fie geben auf's Ganze. " gung, welche die Goldwährung durch Erhöhung des Gold werthes und zunehmende Silberentwerthung der gesammten wirthschaftlichen Entwickelung Deutschlands und insbesondere der Landwirthschaft und Industrie durch das fortgesette Sinken der Preise zufügt, die Initiative zur schleunigen Herstellung Der vertragsmäßigen Doppelwährung ergreifen." Kommunales. Tagesordnung für die Sigung der StadtverordnetenVersammlung am Donnerstag, den 19. Februar cr., Nachmittags 5 Uhr. Drei Naturalisations- Gefuche.- Berichter stattung des Etats- Ausschusses, betr. die Erhöhung des SchulVorlage, ala a. Eine | diesem Patentwirbel garnicht verglichen werden können. Erfindung ist eine Veränderung der alten Holzwirbel, für Begenwärtig Laien taum bemerkbar, für den Kenner aber von hohem Wegen einen Die Holzwirbel werden, soweit sie im Wirbellaften steden, rige Tod eine Metallfapfel gefügt, an welcher sich eine furze Shine Bablung ohne Ende mit Doppelgewinde befindet, sodaß dieselbe ſtet tell auf fein zwei Bähne eingreift und diese gleichzeitig fortschiebt. Su je Profurif Dieser Stahlwirbel gehört ein Stahlhäuschen, in welchem rung des Bahnrädchen angebracht, deffen nach oben verlängerter 3 Geschäftes, mit einem Loch zur Befestigung der Saite versehen ist. Sobe ermöglicht w Geschäft teine man den Wirbel, denen hinteres Ende mit Muttern verschra ist, in der üblichen Weise dreht, windet sich die Saile und Tochter Den Zapfen berum. Mittelst dieses Mechanismus fann die geringste Schwebung der Saite schnell und sicher mit größte fie weite Leichtigkeit reguliren. Die Währungsöfrage scheint nach Erledigung der schwe benden Rollfragen zunächst an die Reihe zu fommen. Die Norddeutsche Allgemeine Beitung" bringt an hervorragender Stelle folgende Notis: Dem Herrn Reichskanzler ist von 108 landwirthschaftlichen Vereinen folgende Buschrift zugegangen: geldes für die städtischen höheren Lehranstalten. Euere Durchlaucht wolle in Anbetracht der schweren Schädi betr. Die Berichte über den Fortgang der Kanalisationsarbeiten im Oktober Dezember Quartal 1884.- Desgl., betr. die AnDezember- Quartal lage eines Vorgartens auf dem Krankenbaus- Grundstücke in Moabit im Zuge der Birkenstraße. Desgl., betr. die für die Verpflegung von Waisenkindern zu lequidirenden Einheitsfäge. fäße. Desgl., betr. die Erhebungen für die Reichs. ArmenStatistit. Desgl., betr. die Reinigung der Schulräume der höheren Lehranstalten und der Gemeindeschulen.- Desgl., Desgl., betr. Die durch die städtischen Gasanstalten im Oktober/ Des gember- Quartal 1834 gespeisten Flammen.- Desgl, betr. die Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers und Königs. Desgl., betr. einen Nachtrag zum Giat für die OrtspolizeiVerwaltung pro 1. April 1885/86. Desgl., betr. den Anfauf eines Grundstüdes an der Demminerstraße zu GemeindeAntrag von Mitgliedern der Versammlung, schulaweden. Antrag von Mitgliedern der Versammlung, den Reichstag zu ersuchen, die Erhöhung der Getreidezölle_abzulehnen. zulehnen. Rechnungsfachen. Berichterstattung des AusFrankreich. Bei dem vorgestern in Paris stattgefundenen Leichen begängniß Jules Valès trug fich ein bezeichnender Bwischenfall zu, über den ein Privattelegramm aus Baris der Boff. Stg." folgendes mittheilt: Als sich gegen 2 Uhr Nachmittags der Leichenwagen vom Todtenhause auf dem Boulevard Saint- Michel in Bewegung fette, brachten Arbeiter einen Bellchenkranz mit der Inschrift: Die deutsch en Sozialisten in Paris" herbei. Kaum erblickte eine Studentengruppe den Kranz, als fie den Schrei ausstieß: Nieder mit den Deutschen! nieder mit Deutschland! Die übrige Menge, die nach Tausenden zählte, wurde nun ebenfalls des auf einer hohen Stange getragenen Kranzes anfichtig und rief: Nieder mit Deutschland! Frankreich hoch! Die Sozia liften, die um den Kranz eine Garde bildeten, erwiderten mit dem Gegenrufe: Es lebe die Kommune! es lebe die Internationale! Diese Schreie folgten dem Buge, bis auf der Höhe der Rue Soufflot die Studenten, von der Menge angefeuert, einen Sturm auf den Kranz unternahmen. Es entstand ein müfter Kampf mit Stöcken und Todtschlägern, und der Sturm wurde abgeschlagen. Jezt begann die Menge den Kranz aus der Ferne mit Straßenfoth, Drangenschalen, ja sogar mit Pflastersteinen zu bewerfen. An der Rue Saint- Jacques entstand ein neuer Kampf. Die wüthend gewordenen Sozialisten schlugen wie toll los. Ein Student fiel verwundet, einen anbern trugen seine Kameraden halbtodt aus dem Getümmel. Viele lagen im Schmuße oder flüchteten sich in die Läden, die man hinter ihnen schloß. So wälzte fich der Kampf unter fortwährendem Gebrüll: Nieder mit Deutschland! bis zum Kirchhof, den die fiegreichen Sozialisten mit dem deutschen Kranze betraten, während ihre Gegner draußen blieben. Die Polizei ließ fich während der ganzen Zeit nicht sehen." Ein Telegramm des Temps" aus Shanghai vom 15. meldet: Admiral Courbe: eröffnete gestern früh das Feuer auf 3 chinesische Kriegsschiffe, welche sich auf den Ningpo- Fluß ges flüchtet hatten. Der Ausgang des Gefechtes ist unbekannt. Es herrscht dichter Nebel. Großbritannien. England ist um ein fulturhistorisches Ereigniß reicher ges worden; der Tunnel unter der Mersey, welcher Liverpool und Birkenhead verbindet, ist eröffnet worden. Beide Städte find thatsächlich schon lange nur eine Stadt gewesen, da die eine Meile breite Wasserscheide durch den ununterbrochenen Dienst von Dampffähren überbrückt war. Der Tunnel wird somit Birkenhead in unmittelbare Landverbindung mit dem ungeheueren Eisenbahnnes bringen, welches in Liverpool zu fammenläuft. Die durch den Tunnel führende Eisenbahn ist indeß noch nicht gelegt, so daß das ganze Wert erst Mitte Juni vollständig sein dürfte. Die früheste Geschichte dieses großartigen Wertes der modernen Ingenieurkunst ist voll von Täuschungen und mißlungenen Versuchen, und nächsten Juni werden es genau 19 Jahre, seitdem die erste Bill zur Anlegung des Tunnels die gesegliche Sanktion erhielt. Behn Jahre ver gingen, und wenig oder nichts war gethan, bis endlich 1880 unter der Leitung von Major Isaac eine neue Kompagnie gebildet wurde, die das Werk mit den besten Maschinen der Neuzeit in Angriff nahm und nunmehr glücklich vollendet hat. - Jedenfalls ist dieses Kulturwert von weit größerer Bedeu tung, als wie ein Dußend siegreich beendeter Schlachten gegen die Rebellen" im Sudan. Italien. Die von verschiedenen Seiten folportirte Meldung, daß die italienische Regierung, um für die Ausweisung eines italie nischen Korrespondenten aus Berlin Repreffalien zu üben, mehrere deutsche Publizisten, u. A. den Korrespondenten der G liteiten nad Bechfel, als als Bezogene N. Fünfzigjähriges Droschtenkutscher- Jubiläum nem Einverst Bezogene Die Mühe gal nachzuahmen. 2000 m. lau i verwende der seltensten Jubiläen feiert heute, am 18. Februar. Det Der Gartenstraße 15 wobnende Droschkentutscher Johan Blung, derfelbe, der im Jahre 1805 geboren, hat fich feinem 30. Jahre dem Beruf als Droschtenkuticher gewi und bis auf den heutigen Tag fortgesezt. Plung, ein seinem Dienstherrn und bei seinen Kollegen ebenso geach wie beliebter Mann, fährt Droschte 2. Klaffe Nr. 3915. Jubilar, der finderlos, erfreut sich ebenso, wie seine Eheden fün der vollsten geistigen und körperlichen Nüftigkeit. Seitens Vereins Berliner Droschenkutscher, wie seitens der Kollegen P. sollten dem Jubilar morgen große Ueberraschungen werden, Befchuldigten für Diefer Umfto welche auf q Derhindern. Monats vor bereit g. Das in Aussicht gestellte zweite große Billardtourn und dem Billardoirtuosen Franz Etscher aus Berlin findet nu inden de mehr bestimmt am 23., 24, 25. und 26. b. M. in dem große Vereinssaale der Gratwell'schen Bierhallen, Kommand straße 77/79 statt. Die Bartie üblt 3000 Boints zählt und g. Durd Ronfettion tenbften ausichlie eichwinder A Grunde, finer Reihe würde man müssen am ersten Abend 800 Points, am zweiten Abend 700 Schuffes zur Vorbereitung der Wahl von zwei Stadtverordneten Points, am dritten Abend 800 Points und am vierten ben 700 Boints absolvirt werden. Bei dieser Bartie erhält G 700 Points vor. Der Anfang des Spiels an jedem ben, wenn f Abende erfolgt um 7% Uhr, das Entree ist von 2 Rurftraß ohne sich zu rühren, und schlief so sanft und ruhig wie ein Rind, gerade so wie Sie ihn fahen, als Sie ihn verließen, und ich dachte noch bei mir: ,, Diesmal hat sich der Herr Doktor getäuscht, denn so ruhig hat der Graf lange nicht gefchlofen."" Es mochte eben gegen elf gewesen sein, ba fühlte ich mich sehr müde. Wenn man alt ist, Herr Dottor, wiffen Sie, fo mag man sich noch so sehr dagegen bemühen man unterliegt doch der Müdigkeit und nicht ein, ohne es zu wiffen." und zwei Bürger Deputirten für die Gewerbe- Deputation. Eine Remunerationssache. -Im laufenden Jahre foll laut Beschluß des Bundesraths die Aufnahme einer Statistik der Armenpflege stattfinden. 1 M. pro Person und Abend ermäßigt. Der Bange betrü balt er t titete Mob a Wegen schwerer Urkundenfälschung find geftem bezog ein vorübergehend ein besonderes Bureau zu etabliren und dafür ziemlich bewegtes Leben hinter sich. Von Berlin begaben20-25 000 Armenverwaltung sind die bezüglichen Arbeiten so umfangreich, Armenverwaltung find die bezüglicheu Arbeiten so umfangreich, daß der Magistrat fich in der Nothlage steht, für diese Bwecke die Bewilligung einer Kostensumme von 10 000 Mt. bei der Stadtverordneten-Versammlung nachzusuchen. Aus Zwed mäßigkeitsgründen hat der Magistat die Verlegung der statistischen Aufnahmen auf das Jahr 1. April 1885/86 bei der Staats- Aufsichtsbehörde beantragt, er befindet sich jedoch bis jezt noch ohne Bescheid. - Das 8wangsinnungswesen nimmt die Kräfte unserer Armenverwaltung schon in bedeutendem Umfange in Anspruch. Die Durchschnittszahl der Zwangserziehungskinder betrug im vorigen Jahre 236. Dieselbe ist gegen das Vorjahr um 44 gefttegen, während sie im Vorjahre felbft um 68 und im Jahre vorher um 55 gestiegen war. Die Durchschnittstoften für ein Kind haben im leztvergangenen Jahre 256 Mt. betragen. Unsere städtische Taubstummenschule bracht worden. Beide find stellungslos und haben a beide Genossen nach Leipzig und lernten da in einer bannten foll einen Bäckergesellen B. tennen, welcher mit ihnen verlufgefallen f und ihnen erzählte, daß er eine Erbschaft von 37 000 beigeführt Rothenburg in Unterfranken demnächst zu erheben hätte beiden neuen Freunde überredeten ihn, fich schon ist den Rechtsanwalt in Rothenburg, welcher seine Intere der Erbschaftssache vertrat, eine Abschlagszahlung von 1000 schicken zu laffen. Auf diesen Vorschlag ging der Erb und er schrieb an seinen Anwalt, damit dieser die Busen von 1000 M an ihn veranlaßte, unter Beifügung der hebung des Geldes nöthigen Vollmacht. Einige Tage tam als Antwort ein Telegramm des Rechtsanwalts in burg, worin dieser anzeigte, daß er ihm die 1000 graphisch überweisen würde. Dieses Telegramm fam bwesenheit des Bäckergesellen in die Hände seiner wird etwa zu 10 pCt. von Kindern aus solchen Gesellschafts- Freunde, welche das Telegramm unterschlugen und fofo lichen Volksschule nicht zuzuführen pflegen. Für diese Kinder telegraphisch sondern brieflich, und zwar nach Leipzig postlag soll in Zukunft ein Schulgeld von 96 M., D. b. in derselben Höhe wie an der königlichen Taubstummenanstalt, erhoben werden. Das Schulgeld für die auswärtigen Schüler wird von 150 Mt. auf 200 Mt. jährlich erhöht werden. Lokales. schiden möchte. Dieses Telegramm unterzeichneten fte mi Namen des Bäckergesellen. falsche, auf den Namen des Erben lautende Legitimatio An ben papiere anfertigen, damit fte auf Grund dieser den postlagernden Geldbrief erheben könnten. verzögerte fich. Der Bäckergeselle, melcher weder das T fumme von Summe erhe gefchädigten Den Geschäf fend erfolg Bobnung Sier nun fa und L. m auf alles und ren Sd Deren Tage fonnte bishe frau und d mehr dem genden Tagen erfundigten fich die beiden Fälscher beim Bo amt nach dem erwarteten Geldbrief, aber die Ankunft deffelbe gramm seines Rechtsanwalts noch eine sonstige Benachrichtig empfangen hatte, begab sich am jüngsten Sonnabend Moabit wird Postamt in Leipzig und gab da dem Beamten ein Telegr Um der Pferdebahnverbindung des Westens der Stadt mit Moabit eine einheitlichere Gestaltung zu geben, geführt werden: Die Linie Leipziger Plat werden vom 19. b. M. folgende außer Betrieb gefeßt, dagegen wird von dem gedachten Tage an auf der Linie Spittelmarkt- Moabit, auf welcher bisher die Wagen in Zwischenräumen von 8 Minuten verkehrten, ein 6 Minuten- Bertehr stattfinden. Ferner hat die Verwaltung in Folge mehrfach an fte herangetretener Wünsche beſchloſſen, auf der Linie Kreuzberg- Dönhoffsplay versuchsweise einen Frühwagen einzulegen. Derselbe m ro gleichfalls vom 19. b. M. in Wirksamkeit treten und um 6 Uhr 42 Min. früh vom Kreuzberg abgehen, so daß er um 7 Uhr den Dönhoffsplatz erreichen wird. Von den Ergebnissen dieses Versuches wird dann die Be sendung des Geldes ersuchte. sendung des Geldes ersuchte. Als der erpebirende den Inhalt des Telegramms las, erinnerte er sich, daß ein Gelobrief für den Bäckergefellen B. aus Rothenbur dem Bäckergesellen, nachdem er sich legitimirt hatte, übe Kurze Zeit nach seiner Entfernung tamen die beiden nach dem Poftamt, um nach dem erwarteten Belobr fragen. Als der Postbeamte ihnen sagte, daß der Brief an seinen Anwalt nach Rothenburg auf, worin er um dauernde Beifügung dieses Wagens in den Betrieb dieser Schwindler und reisten, ohne nochmals nach der be Linie abbängen. g. In der hiesigen Musikwelt, speziell des Violinspiels, wird jezt viel von einer, wenn auch unscheinbaren, so doch weittragenden Erfindung gesprochen, welche von Fach tennern geradezu als genial bezeichnet wird. Es ist dies der Brenzel'sche Patentwirbel. Etwas Vollendeteres soll undenkbar fein und alle ähnlichen Versuche und Erfindungen sollen mit ,, Es ist unmöglich; er ist so schwach, daß er sich kaum rühren kann." ,, Sie haben recht, und daran habe ich auch gedacht; dennoch war er es, denn ich sah, so wie ich Sie jetzt vor mir fehe. Er hielt eine Fadel in der Hand. Die Nacht war sehr dunkel und die Luft so still, daß die Flamme der Fackel nicht einmal flackerte." Das ist mir begreiflich; fahren Sie fort." " Uebrigens hatte ich nach meiner Ansicht dadurch nichts versehen; es war ja Alles gut, und ich beruhigte mich mit dem Gedanken, er wird schon bis zum Morgen schlafen. Um Mitternacht hörte der Wind auf, der bis bahin an die Fensterscheiben geflappert hatte. Ich erwachte barüber, daß das Geräusch aufhörte, und stand auf, um zu sehen, wie es wohl draußen ausfähe. Die Nacht war pechschwarz, keine Hand vor den Augen zu sehen. Ich tehrte auf meinen Platz zurück, betrachtete noch einmal unfern Kranten, bemerkte, daß er seine Lage nicht im Ges ringsten verändert hatte. Ich fing wieder an zu stricken; aber nach einigen Augenblicken fielen mir die Augen zu; ich schlief wieder ein. Mein Schlaf war fest und gut; mein Lehnstuhl weich und bequem, wie ein Daunenbett; im Zimmer war es warm Alles trug dazu bei, meinen Schlaf zu befördern." Sie hielt wieder inne. Und der Graf?.... Fahren Sie fort, Madame Dupré!" Beurtheile Sie mich nicht so strenge, mein Herr," sagte fie, den haftigen Ton, in welchem Frig gesprochen hatte, mißbeutend. Bedenken Sie, daß ich alt bin, und daß Alles dazu angethan war, mich zum Schlafen einzu laben. So mochte ich wohl eine Stunde geschlafen haben, als ein schneidender Luftzug mich weckte. Ich sprang auf, öffnete die Augen.... und was erblide ich?. Das große Mittelfenster offen, die Vorhänge zurückgeschlagen, und den Grafen am offenen Fenster stehend." „ Den Grafen." " Ja, Herr Doktor!" Frig blickte Jeane Dupré mit bestürzter Miene an. zurückzukehren, sofort nach Berlin, um sich der Verf wegen ihrer Fälschungen zu entziehen. Auf die Anzeige Bäckergesellen, welcher aus dem Briefe seines Anwal aus den Mittheilungen des Postbeamten ersah, daß seine b neuen Freunde ihn um die 1000 Mt. baben bringen wurden die beiden Fälscher gestern hierselbst festgenommen zur Untersuchungshaft gebracht. Lints ein Dornengefiräuch gefallen, welches sich etwas glimmen sehen. Iber dritten Ausfallthür befindet; ich habe fie nod wer ich habe Als ich tann. Und wenn Sie mir nicht glauben Es war eine Thatsache, die nicht hinweggeleugnet u Zeugen, der Alles bestätigen kann. Fenster hinausblickte, sab ich auf dem Hofe Toby, mir hören, Anzeige ei genommen Auch Martini ift Sige au ha obern uftrete Rabben, Ungnade er erlennen He Der Ehe cir aud biefem arme Madd gewiffenlofe indeffen vo famt gen wollen. D ein wel " Buerst," fuhr sie nach kurzem Schweigen fort, als gerade Herrn Habicht's Hund in den Schuppen zerrte bort festband. Er muß Alles mit angesehen haben. Ich habe nicht geträumt, Herr Doktor." ba Sie blickte darauf den Arzt einige Sekunden schwei an, als erwartete sie von ihm die Versicherung ich den Herren Grafen in einer solchen Stellung sah, wollte ich rufen, nach Hilfe schreien, aber glücklicher Weise befann ich mich schnell, er könne mondsüchtig sein, dachte ich, wenn ich rufe, erwacht er, stürzt hinab und er ist verloren... Sie wissen wohl, Herr Doktor, Mondsüchtige Alles, was sie sage, für wahr hielt. Da aber Schweigen fie aufzufordern schien, weiter zu fprechen darf man nicht anrufen." Ich weiß, ich weiß... Weiter!" fuhr sie fort: ,, Sie können sich wohl denken, Herr Doktor, bas ,, Gut, ich schweige und blicke mit unverwandten Augen dieser Zeit an mich aller Schlaf floh, und ich während Fackel, dann senkt er fie. Dies wiederholte er drei Mal, ganzen noch übrigen Nacht vollkommen wach blieb. nach ihm hin. Denken Sie, da erhebt er langsam die wie Jemand, der damit einem Andern ein Zeichen geben will. Dann wirft er die Fackel hinab, zieht die Vorhänge fort im Zimmer um; es war mir, als müßte fi bi zu, geht an mir vorüber ohne mich zu sehen und legte sich wieder in das Bett, etwas vor sich hinmurmelnd, Gott mag wissen, was." meinem Stuhl oder in irgend einem Winkel des Sim etwas rühren. Ich war nicht furchtsam, aber- Gie ben es begreifen Wiffen Sie gewiß, daß Sie dies Alles gesehen haben, als Miß Gabriele tam, ging ich fort. Als ich burd Madame" Nun ob ich das gewiß weiß!" Das ist eine seltsame Geschichte!" Rorridor ging, bemerkte ich, daß die erste Fadel in Ringe rechts fehlte." " Sie glauben, daß der Graf die Rraft gehabt Das weiß ich wohl, aber was wollen Sie? Es ist sein Zimmer zu verlassen, auf den Korridor hinauszug nun einmal so gewesen... Ich erschrat im ersten Augen blid. Dann als ich ihn wieder so ruhig auf seinem Bette und von dort eine Fackel zu holen?" " Darauf bis liegen fah, die Hände auf der Bruft als ob nichts geschehen hinabgestiegen und habe unten, wo ich die brennende wäre ba sagte ich zu mir selbst: Jeane, es wird ein Traum gewesen sein; es ist nicht anders möglich." Dieselbe Vermuthung habe ich auch, Madame Dupre." Ich habe liegen fah, gesucht und richtig fabr dicht bei dem f Seben Gange, welcher nach der kleinen Ausfallpforte fand ich den Rest noch in dem Strauch liegen. da ist sie." Mit diesen Worten zog die Frau zur größeren mich wohl überzeugt, ob ich geträumt oder gewacht habe glaubigung ihrer Worte den Stumpf einer Fadel ich bin an das Fenster gegangen und habe hinausges ihrer Schürze hervor, und legte denselben auf ben die Fackel lag noch da. Sie war in Friz konnte dagegen unmöglich etwas einwenden. sehen. Richtig. Angefchuldi sichtigunger Vorf.: gin die Gh id benn? wer'n Laffer aber' mal Schüttelnd nieber. Wie fomach, f ben Korri ein schwer bebeutete Seine Ge Hege. Hat Here, bie fteht, nid Err baß Jean zu verlaff „ Ma baben feh Renntniß Don biefe mi nur bem AH Frit tändige fie fortge ben Mar Als erblidte Hund li und eine Beit nid als er E geben," begleiten hinaufzu t lönnen. a Eine Untersuchung wegen Wechselfälschung schwebt virbel, für Begenwärtig bei der ersten Straflammer des Landgerichts I. bobem Wegen einen hiesigen Fabrikanten und seine bereits groß ften steden, brige Tochter. Der Fabrikant hatte vor mehreren Jahren turze Schra feine Bahlungen eingestellt und sein Fabrikgeschäft ging for iefelbe stets mell auf seine Tochter über, in deren Geschäft der Vater nun tebt. Bu je Broturist eintrat, durch welche Transaktion die Weiter welchem führung des ehemals sehr umfangreichen und renommirten ingerter 3 G der Fall find könnte, det idk benn man an det Mächen zuerscht Dente. Vors. Zu frivolen Scherzen ist die Sache durchaus nicht angethan. Sie würden überhaupt gut thun, alles zu vermei den, was Ihren Charakter in ein noch ungünstigeres Licht Menge uf Lager. stellen könnte. Es ist eine Nichtswürdigkeit, wenn ein verhei ratheter Mann einem unerfahrenen Mädchen die Ehe verspricht und dann den auf diese Weise erlangten Einfluß zur Ausbeu tung der Betäuschten benutt.- Angell.: Ruratter is nu jerade mein Fall, Herr Jerichtshof; den Artikel habe ic de schwere Aber denn ulte ick ooch wieder jerne' n bißten bei de Mächens, wat doch bei Frafen und Baroners ooch schon unterschiedliche Male vorjekommen find soll; und mat bei de jute Jesellschaft erloobt is, det were ick woll ooch derfen. ben ist. Sobmöglicht wurde. Da aber während der letzten Jahre das tern verschraubeſchäft keinen erheblichen Gewinn brachte, so geriethen Water Die Saitend Lochter in Noth, und um entstandenen Bahlungsverbindmus fann leiten nachzukommen, fälschten sie gemeinschaftlich 5 Wechsel, icher mit größte fie weiter girirten. Der Vater schrieb den Kontert der Wechsel, als deren Aussteller die Firma seiner Tochter und als Bezogener ein Geschäftsfreund bezeichnet wurde. Mit seiabiläum. nem Einverständniß schrieb sodann seine Tochter den Namen ebruar, der cher Johan die Mühe gab, die Schriftzüge des bezogenen Geschäftsfreundes bat fich nachzuahmen. Die Angeschuldigten haben dann die über ca. fcher gewid 2000 M. lautenden Wechsel weiter gegeben und den Erlös für Slung, ein verwendet. Vier dieser Wechsel wurden von den beiden benfo geachte Nr. 3915. uldigten später wieder eingelöst, während sie den Betrag ben fünften noch kursirenden Wechsel hinterlegt haben. feine Ehefr Dieser Umstand fonnte aber niche die Erhebung der Antlage, Seitens elche auf qualifizirte Urkundenfälschung und Betrug lautet, er Kollegen erhindern. Die Hauptverhandlung wird Anfang nächsten paßt aber außerdem im vorliegenden Falle in keiner Weise. bungen bereit Billardto Bar 2 DO onats vor der 1. Straflammer stattfinden. g. Durchgebrannt. Großes Aufsehen dürfte besonders Iphe aus Konfektionsfreisen die Nachricht von dem plöslichen Ver rlin findet minden des Buchhalters und Kassirers L. eines der bes in dem großendsten enbften Berliner Konfektionsgeschäfte bercorrufen, welches Commandant ausschließlich den Export nach Amerita betreibt. Dem Beichwinden L.'s liegt eine große Anzahl von Unterschlagungen Boints en Abe Grunde, welche er in seiner Vertrauensstellung während und 700 vierten Abenb Vors.: Wenn Sie weiter nichts als einen Scherz im Auge gehabt hätten, so würden Sie dies allein mit Ihrem Gewiffen abzumachen haben. Alle Umstände sprechen aber dafür, daß Sie den erweckten Furthum noch weiter genährt haben, um fich hierdurch Vermögensvortheile zu verschaffen. An geklagter: Sowat is von meine Seite nich verzappt, Herr Jerichtshof, un wenn id sone Person aus Spaß' n bisfen wat vorquatsche, denn braucht se det doch nich jleich aus Ernst zu iloben. Wer aber so dumm is, der derf sich hinterher nich verwundern, wenn er in' n Wurschtteffel zu liejen kommt. Vors.: Eine derartige Logil ist sicher nicht unbedenklich, Sie find bei den Ihnen zum Vorwurf gemachten Schwindeleien mit einer Unverfrorenheit zu Werke gegangen, welche vollständig geeignet erscheint, auch vorsichtige Meuschen zu täuschen. Bu nächst schwaßten Sie dem Mädchen 30 Mt. unter dem Vorgeben ab, Sie wollten für das Geld Breiter zu einigen Möbeln für den fünftigen Hausstand kaufen. Angel.: Keene Ahnung, Herr Jerichtshof. tiner Reihe von Jahren unentdeckt begehen konnte. Auch jezt e erhält birde man schwerlich auf die Veruntreuungen L.'s gekommen hof; aber der Mann, wat der Wachtmeester von' t Revier is, fedem ber ein, wenn sich nicht die beiden Geschäftsinhaber( B. u. C. in von 2 et Surstraße) getrennt hätten und bei dieser Gelegenheit das find geftem ichungsba nd haben lin begaben einer thnen Serbe verle $ 7 000 Ma en hätte bon fest gange betrügerische Treiben des 2. aufgedeckt worden wäre. bezog ein Jahresgehalt von 5000 M., doch soll sein Hausbalt er ist verheirathet und hatte eine fomfortable einge Seinen näheren Be ritete Wohnung im Thiergarten inne einen Auffand von 20-25 000 mt. beansprucht haben. die foll Vors. Sie können doch nicht in Abrede stellen, diesen Umstand bereits bei Ihrer polizeilichen Vernehmung zugegeben zu haben. Angell.: Det stimmt ooch noch, Herr Jerichtsder machte schon mehr' ne Jewaltfalle, indem er fagte, er müßte mir von wejen Verdunkelung instechen, wenn ich nich injeſtehen bähte. Vors. Der Beamte hat Sie sicher nur zur Wahrheit ermahnt. Uebrigens wurden Sie ja damals auch in Haft ges nommen und erst 14 Tage später wieder auf freien Fuß gefeßt. fagen Sie aber, was sollte das Mädchen wohl veranlaßt haben, Ihnen so erhebliche Summen zu geben?- Angell.: Vor die paar Mart kann det nu schon nich mehr schlafen; da were ick aber woll noch immerzu un alle Dage vor jut find. Die Beweisaufnahme fiel durchweg zu Úngunsten des Angeschuldigten aus, der daher des wiederholten Betruges für überführt erachtet und in Rücksicht auf eine wegen Unterschlagung erlittene Vorstrafe zu 6 Monaten Gefängniß sowie einem Jahre Ehrverlust verurtheilt wurde.( Ger.- 3tg.) " " 1 " Die bereits avisirte Majestätsbeleidigungs- Anklage gegen den Schriftsteller Dr. Mar Nathanson( Norton) gelangte geftern vor der vierten Straftammer hiesigen Landgerichts I. zur Verhandlung. In einer am 25. Oktober v. J. im Doros theenstädtischen Kastno stattgehabten tonservativen Wählerver sammlung, in welcher der fonservative Reichstagskandidat Pro feffor Ad. Wagner den Vortrag hielt, machte der Kellner Jurisch cinem Vorstandsmitgliede die Mittheilung, daß der der deutschfreifinnigen Partei angehörende Schriftsteller Dr. Nathanson Anfangs 1882 im Literarischen Klub eine den Kaiser beleidi gende Aeußerung gethan hab. Auf Veranlassung des betr. Vorstandsmitgliedes brachte Jurisch die qu. Aeußerungen zu Papier, welches alsdann der Staatsanwaltschaft zur weiteren Veranlaffung eingereicht wurde. Darnach soll der Angeklagte im Gespräch mit den Schriftstellern Babel und Moczłowsti geäußert haben:„ Es ist doch ein Standal, wie man hier( im Klublokal) die Büsten des Kaisers und Kronprinzen anbringen fann." Auf eine Entgegnung Babels: Wie meinen Sie das? erklärte Nathanson: Man könnte die Büsten doch im Spielzimmer aufstellen," worauf Babel antwortete: Da passen Sie doch erst recht nicht hin!" Nunmehr drehte Nathanson die Büfte des Kaisers gegen die Wand und bemerkte: So, jest dente ich, es ist Schiller; nun fann man doch wenigstens mit Appetit effen. Hierauf erklärte Zabel: Lassen Sie das, Herr Nathanson, ich bin Patriot". Bei seiner Vernehmung vor dem Kriminalkommissar Schulz gab Jurisch als Ursache die Mittheilung dieser Aeußerungen in jener Versammlung an, daß er, da Nathanson eine Woche vorher in einer freisinnigen Voltsversammlung seine Verehrung unsers Kaisers betont habe, Darüber ärgerlich gewesen sei.- Der Angeklagte stellte entschieden in Abrede, die inkriminirten Außerungen gethan zu haben. Wenn er über dieses Thema etwas geäußert habe, so sei es höchstens ein Ausdruck seiner Uns zufriedenheit darüber, daß in einem literarischen Klub als einziger Schmuck die Büsten des Kaisers und Kronprinzen ange bracht seien, während jeder Hinweis auf den Zweck des Klubs feble. Es wurde hierauf in die Beweisaufnahme eingetreten und als erster Beuge der Schriftsteller Babel vernommen. Derselbe bekundete etwa: Der Angeklagte, er und einige andere Kollegen hätten den literarischen Klub gegründet, um eine Res präsenten der literarischen Elemente nach Außen hin zu schaffen. Der Klub sei aber in andere Bahnen gelenkt worden, weshalb der Angeklagte gegen den Vorstand, der zu seiner Beit hauptsächlich durch den Generalfonful Landau vertreten wurde, ständig polemistrte. Auch an dem bewußten Abend set der Angeklagte auf sein Steckenpferd gekommen und habe die Vereinigung mit einem Börsenklub verglichen. Er äußerte etwa: Wie sieht es überhaupt hier aus? Hier ist nichts, was an einen literarischen Klub erinnert." Darauf habe er die Büste des Kaisers umgedreht und geäußert: Nun fann ich denken, es sei Göthe oder Schiller. Später habe er den Angeklagten im Nebenzimmer auf das Geschmacklose aufmerksam gemacht, an der Büste des Kaisers zu demonstriren. Hätte der Angeklagte Aeußerungen gethan, die als Belei digungen des Kaisers aufgefaßt werden konnten, so wäre er als wirklicher Patriot, der dies nicht blos in Worten zum Ausdruck bringt, nicht am Tische fizen geblieben. Des Ausdrucks ,, Standal" erinnere er sich nicht; teinesfalls habe ihn der Angeklagte mit Bezug auf die Büste des Kaisers gebraucht.Schriftsteller Mocztowski bestätigt im Wesentlichen die Bes fundungen des Babel und deponirt: Sch weiß bestimmt, daß der Angeklagte die Worte Nun tann ich ja wenigstens mit Appetit effen" nicht geäußert hat! Er sei mit dem Angeklagten seit längerer Seit befreundet und habe derselbe ihm gegenüber stets feine monarchische Gesinnung überzeugend verfochten. Auch sein Vortrag im Anfang Oktober im Dorotheenstädtischen Kafino über Republik und Monarchie beweise, daß er die Monarchie energisch vertheidige. Kellner Karl Jurisch lannten soll schon seit Längerem der von L. entfaltete Lurus hof; injeftochen bin ick derentwejen doch jeworden, aber nich aufgefallen sein. Die Höhe der durch falsche Buchungen 2c. berbeigeführten Unterschlagungen Gesammt Umme von 150 000 m. bei weitem übersteigen. Aus dieser Den e Intereffhädigten Firma gewesen. Als die Veruntreuungen von 1g von 1000 Geschäftsinhabern entdeckt wurden- was am späten Der Erb Bohnung des L., der sich bereits zur Ruhe begeben hatte. Olet nun fagten sie ihm die Unterschlagungen auf den Kopf Darauf alles Werthvolle, wie Pretiosen 2c., einstweilen in Be-begaben sich die Chefs sofort nach der Deten und entfernten sich darauf, um am anderen Tage die ten Schritte in der Angelegenheit zu bewirken. Am an Tage aber war L. verschwunden; wohin er fich begeben, fonnte bisher nicht ermittelt werden. Zu bedauern ist die aus frau und drei Kindern bestehende Familie des L., welche nunmehr dem Mitleide ihrer Verwandten anheimgegeben ist. Wie Dit hören, sollen die geschädigten Chefs bis jest von der Anzeige einer strafrechtlichen Verfolgung des L. Abstand Die Buj ng ber ju e Tage alts in R 1000 nm tam e feiner b und fofo Das Geld Paia poftlag ten fte mit en fib Legitimatio Diefer Ba An ben cher beim Bo ntunft deffelbe eder das L Benadridtig Sonnabend ein Teleg atte, über genommen haben. Size Gerichts- Zeitung. Martini ist eine stattliche Erscheinung, die nicht nur Hobel und Auch ein Seirathekandidat. Der Tischler Adolf Fritz zu hantiren, sondern auch zart besaitete Herzen im Sturm Robern versteht. Was Wunder, wenn sich dem zuversicht ftreten Menschen nach furzer Betanntschaft ein hübsches Madden, die unverehelichte Friederike Runge, auf Gnade und vo n wejen Verdunkelung, man blos von wejen falsche Vor spiejelung. Vors. Für derartige scharfsinnige Unterschiede fehlt uns jedes Verständniß. Uebrigens will ich Sie darauf aufmertsam machen, daß sich die Aussage der Beugin Runge genau mit Ihren vor der Polizei zu Protokol gegebenen Erklärungen deckt. Sie sollten diesen Umstand nicht un beachtet laffen.- Angell.: Wat die Person red't, herr Serichtshof, det is allens man bloß, als Mumpit zu äfti mieren; det Mächen hat' ne Pitanterie uf mir, wo ick thr denn natierlich janich als Beije annehmen kann. Vors. Es läßt sich denken, daß nach dem Vorgefallenen die Beugin nicht besonders gut auf Sie zu sprechen ist. Hier durch allein wird deren Glaubwürdigkeit nicht in Frage gestellt. Uebrigens liegt in Ansehung der Hauptpunkte das Beugniß mehrerer Berfonen vor, fo daß Sie feinen ungerechtfertigten Nachtheil zu besorgen haben.- Angeklagter: Son Frauenvolt muß janz appartig tariert wer'n, Herr Jerichtshof. In fone Kreatur is eenmal teen Verstand d'rin. Vors.: Nun gut, Sie bestreiten, die Beugin zur Her gabe der 30 Mt. durch falsche Angaben veranlaßt zu haben. Beim nächsten Punkt handelt es sich um 75 Mt., welche Sie angeblich zur Stellung einer Raution forderten und auch erAngell.: Nu schlag' aber eener lang hin! In de fanze Welt is et teene Mode, det de Dischers Kondition stellen. bielten. Vorf.: Von Tischlern pflegt allerdings feine Sicher beit verlangt zu werden, welche Gepflogenheit auch der Sie haben aber der Beugin Ungnade ergab, zumal fortgesette Andeutungen des Anbeters Runge bekannt sein dürfte. erlennen ließen, daß derselbe mit vollen Segeln in den Hafen vorgeredet, Sie hätten ein vortheilhaftes Engagement als orin er um Dirende B fich, daß Rothenbu certe Brief beiden Der Brief ig bie der be Der Verf ie Anzeig Anwal Gelobri Daß feine bo bringen genommen was links fie nod wer eugnet w ich habe Als ich Toby, ein wel en zerrte haben. Den fchwe rung Da aber bat fprechen ktor, daß während 5 blieb. se mich im Ste fich des Sim Sie Tagesan rich burd Fadel in gehabt Sinauszu rauf bi ennenbe Dem f orte füb Seben größeren Fadel uf den den aus diesem Grunde am 1. Oktober v. J. ihren Dienst; das arme Mädchen mußte jedoch balb inne werden, das Opfer eines gewiffenlosen Menschen geworden zu sein. indeffen vor den Strafrichter geladen, und Martini war unver famt genug, seine Handlungsweise noch rechtfertigen zu wollen. Die Verhandlung begann mit der Vernehmung des Angefchuldigten, der mit großer Entrüftung die erhobenen Be sichtigungen in Abrede ftellte. gin die The versprochen zu haben? Bors.: Sie werden doch nicht bestreiten wollen, der BeuAngell. I, wo wer natierlich bie Seit nich lang Wenn wer'n laffen, indem ick nich zu de Mormonen jehöre. aber' mal mit meine Frau wat paffteren sollte, wat doch nieber. lichen Stelle sei von der Bestellung einer Kaution ab hängig gemacht worden.- Angell.: Rogwetter noch eens; wo tann det Mächen sowat sagen, wo mir doch jänzlich nischt von bewußt is. Borf.: Endlich wird Ihnen noch zum Vorwurf gemacht, Der Beugin am 29. September v. J. 18 Mt. und 75 Bf. abs geschwindelt zu haben, angeblich, um mit diesem Gelde die Miethe für eine Wohnung zu bezahlen, welche von Ihnen demnächst gemeinschaftlich bezogen werden sollte.-Angell.: Aber son Üfschnitt! Det trau' id mir schon zu flooben, det se fich nu schon nich eteln möchte, wenn ich mit ihr uft Standesamt jehen dähte; aber Bors.: Schön, Ste bestreiten auch diesen Punkt. Nun schüttelnd saß er schweigend da und blickte vor sich fagte er, seinen Hund abwehrend, der immer noch zu ihm Here. Wie konnte dieser Mann, den er den Abend vorher so emporfprang. 11 Woher rührt diese ausgelassene Freude Deines Lieb I nun, bas arme Thier hat wieder die ganze Nacht an der Kette liegen müssen; Toby hat ihn wieder weiß, daß ich's durchaus schwach, so von allen Kräften erschöpft, gesehen hatte, in lings?" fragte Frig. ben Korridor hinaus gehen, in sein Zimmer zurückkehren, ein schweres Fenster öffnen und wieder schließen? Was bedeutete das Signal mit der Fadel mitten in der Nacht? festgemacht, troßdem er weiß, Seine Gedanken richteten sich unwillkürlich auf die schwarze nicht will." Warum verbietest Du denn Toby nicht, Deinen Hund anzubinden?" Here, die mit der Krankheit des Grafen im Zusammenhange " Habicht hat recht," dachte Friß, es ist die schwarze steht, nicht aber die Katastrophe in Davistown." Er Ja, darf man ihm denn etwas verbieten?.. Du mußt wissen, Frig, so sehr der Zwerg an seinem Herrn riß sich endlich aus seinen Sinnen empor und fah, hängt, eben so ist er auch ein Liebling des Grafen, daß Jeane Dupré aufgestanden war und sich anschickte, ihn und wer dem Zwerge zu nahe käme, der würde den Grafen mit beleidigen. Man muß ihm eben seinen Willen zu verlaffen. ,, Madame," sagte er zu ihr, sie zurückhaltend," Sie laffen." haben sehr wohl gethan, mich von dieser Begebenheit in • Renntniß zu sehen von diesem Vorfalle gesprochen?" Haben Sie mit feinem Andern nur dem Priester und dem Arzte sagen." Mit Keinem, Herr Doktor! Dergleichen darf man Ah, vortrefflich, da höre ich, daß Sie eine sehr verBändige Frau find." " Die Anhänglichkeit des Zwerges an den Grafen ist in der That rührend," sagte Frig. Als ich ihn gestern in der Bibliothek auf der Leiter sigen fah, bemerkte ich, daß er elend und abgemagert aussieht. Er scheint sich die Krankheit seines Herrn so sehr zu Herzen zu nehmen, daß er darüber Speise und Trank vergißt. " Glaube das nicht, Frik; er ist für zwei, und naments Frig begleitete Madame Dupré hinaus, und nachdem lich auch jetzt, wo Du glaubst, er vergäße Speise und fie fortgegangen war, fette er seine Belzmüge auf, hing Trant. Die Haushälterin sprach noch gestern ihre Ver ben Mantel um und ging in den Schloßhof hinab." Sechstes Rapitel. Als Fritz eben durch das Schloßthor den Hof betrat, wunderung darüber aus, welche Portionen er fich in sein Häuschen schaffen ließe; eine ganze Rehkeule verschwindet an einem einzigen Tage." erblickte er Habicht, welcher mitten im Hofe stand, seinen welcher mangelhafte Nahrung zu sich nimmt." Hund liebkofend, der ihm bis an den Hals emporsprang Beit nicht gesehen habe. ,, Eigenthümlich; fein Aussehen ist das eines Menschen, Sie waren bei ihrem Spaziergange über den und eine Freude äußerte, als ob er seinen Herrn seit langer Hof hinweggeschritten nach der Seite, wo ein von als er Frig erblickte. Gesträuchen eingefaßter Pfad zu einer der Ausfallpforten ,, Ei so früh schon auf dem Spaziergange?" rief er, führte. Frizz hatte absichtlich diesen Weg eingeschlagen. Als sie jetzt den schmalen Weg entlang gingen, blickte er wenig im Schloßhofe umbers rechts und links und schien jeben der Sträuche aufmerksam Willst Du mich zu betrachten. ein " Ich will gehen," antwortete der Doktor. begleiten?" hinaufzukommen. Sehr gern, Frig. Ich war eben im Begriff zu Dir Ruhig, Ajax, laß es gut sein," Seinem Bathen fiel das auf. Wonach siehst Du, Friz?" fragte er. ( Fortseßung folgt.) " 1 bleibt im Wesentlichen bei den Angaben in der Denunziation stehen. Er fügt aber hinzu, daß der Angeklagte auch gesagt: Hier in das Klublokal gehören Schiller und Göthe her. Nur behauptet er anfangs, daß nicht der Beuge Moczłowski, sondern deffen Bruder bei der inkrimirten Unterhaltung zugegen gewesen sei. Als Grund der Anzeigeerstattung gab der Beuge heute im Gegensatz zu seiner vor dem Kriminalfommiffar ge machten Depofition an, daß Nathanson einen Vortrag gegen Kaiser und Reich gehalten und daß er deshalb auf denselben ärgerlich war. Bu denunziren set ihm nicht in den Sinn ge tommen. Schließlich wurden noch der Klubdiener Bagel und der Restaurateur Schnege, denen Jurisch unmittelbar nach dem Anklagevorfall von Den Aeußerungen eines Gaftes im literarischen Klub Mittheilung gemacht hatte, über Berliner Theater. Im Deutschen Theater, in dem sonst zumeist die tragische Muse zu herrschen pflegt, hat jest das neue Lusts spiel von L'Arronge:„ Der Weg zum Herzen". schnell den Weg zum Herzen des Publikums gefunden und seit Wochen regelmäßig volle Häuser erzielt. Der Weg zum Hers zen, den uns L'Arronge zeigt, ist ein origineller, er führt uns Durch die Inquisitionspraktiken eines angehenden Staatsanwalts zu einem hübsch geschürzten Herzensbunde. Die Toch ter des Fabrikanten Kern( Fräulein Sorma) bekennt sich zur Theorie, daß Liebe Gegenliebe hervorruft, findet aber dabet beim Affeffor von Scholl( Herr Kadelburg) entschiedenen Widerspruch, so lange aber nur, bis die wiederholten Debatten zwischen den Beiden thatsächlich zu dem Beweise der Wahrheit dieses Prinzips geführt haben. Unser angebender Staatsanwalt verliebt sich nämlich troß seiner Zweifel bis über beide Dhren in seinen hübschen Widerpart, zumal er fich durch einen absonderlichen Zwischenfall von dem intensiven Intereffe deffelben an seinem weithen Jch bat überzeugen müffen. Die Geschichte von der entwendeten Brieftasche entwendet nur aus eifersüchtiger Regung für ihn und die zahlreichen Berwicklungen Vorgehen des Affeffors gegen die schuldige Geliebte, bilden die die sich daran fnüpfen, insbesondere aber das staatsanwaltliche interessantesten Womente in der Entwicklung des Stückes. Im Vergleich hierzu treten die beiden anderen Liebespaare, sowie Die Auseinandersetzungen des Ehemanns Kern mit seiner hochgeborenen" Ehefrau an Intereffe zurüd. Eine sehr gelungene Belebung der Handlung giebt aber die Figur des exzentrischberben Kommerzienraths Kern, durch Herrn Engels ganz ausgezeichnet dargestellt und allseitig mit wärmstem Beifall dafür belohnt. Wtehrere wirksame Szenen, sowie sämmtliche uftschlüsse bewiesen, daß das Publikum auch sonst vom Stück wie von der Darstellung wohl befriedigt war. Belle Alliance Theater. Der Schönthan'sche Schwant Der Raub der Sabinerinnen" übte bisher noch eine so außer ordentliche Bugtraft aus, daß die Direktion sich entschlossen hat, denselben bis Ende dieser Woche ununterbrochen auf dem Repertoir zu belaffen. 1 Die Sommeroper des Louisenstädtischen Theaters wird, wie verlautet, von Herrn R. Schöneck, dem bisherigen Direktor und Kapellmeisters des Elbinger Stadttheaters, geleitet werden. Hafenftädte zusammenzustellen und die entsprechenden Weisungen an die ankommenden Schiffe zu ertheilen. Der natio nale Markt steht daher in unmittelbarem Wettbewerb zu den jenigen aller übrigen Länder Europas. Wird durch den Boll die Einfuhr von Getreide in dem einen oder anderen Lande weniger lohnend, so werden sich die gedachten Weltfirmen be eilen, ihre Schiffsladungen nach andern Ländern zu leiten, wo fte mit befferem Gewinn dieselben verlaufen lönnen. ihre Wissenschaft vernommen. Ihre Aussagen find aber bedeutungslos, weil Jurisch ihnen gegenüber nur Bruchstücke der gepflogenen Unterhaltung mitgetheilt hat. Staatsanwalt Sandmeier erachtet schon das Herumdrehen der Büfte des Kaisers als eine Majestätsbeleidigung und beans tragte für diese eine 9monatliche Gefängnisstrafe. Demgegenüber plaidirte Rechtsanwalt Michaelis mit großer Wärme für Die Freisprechung seines Mandanten, dem sicherlich sowohl die Abficht als auch nur das Bewußtsein, daß durch das Herum Drehen der Büfte der Kaiser beleidigt werden könnte, gefehlt habe. Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung des Ange flagten, indem er davon ausging, daß der Beuge Jurisch nicht Die Fähigkeit der richtigen Auffassung befige, während die Beugen Babel und Modowski fich des Vorfalls in allen seinen Einzelheiten genau erinnerten. Nun könnte ja in dem Herumdrehen der Büfte eine Beleidigung des Kaisers gefunden werden, der Gerichtshof sei aber überzeugt, daß der Angeklagte Damit nur gegen den Vorstand demonstriren wollte und daß er weder die Abficht hatte, den Kaiser zu beleidigen, noch daß ihm ein dahingehendes Bewußtsein innegewohnt habe. Soziales und Arbeiterbewegung. langen Debatten tamen die Beschlüsse zu Stande, daß die neralversammlung am nächsten Montag in einem von Rommission zu bestimmenden großen Lokale im Norden im Osten der Stadt stattfinden, daß ein Referat über die Fr Welche Vortheile bringt uns die Lohnbewegung!" als e Buntt, die Distuffton darüber als zweiter Punkt auf Tagesordnung stehen, und daß das Referat von Herrn Gördi oder, wenn dieser verhindert sein sollte, von M. Rreug erstattet werden soll. Die Frage, ob auf di nächsten Generalversammlung schon die unbefriedigenden Lo verhältniffe und Zustände in gewiffen öffentlich zu nen nenden Werkstätten zur Sprache nebracht werden fönn wurde von dem Leiter der Lohnbewegung, Herrn Miethe, neint. In zwei Werkstätten sei Arbeitseinstellung eingetrete die betreffenden Kollegen seien aber bis jetzt noch nicht mit Forderung oder auch nur mit einer Anzeige an die Lohnto misfion herangetreten. In Amerita wächst der Rothstand beständig. In ben leitenden Industriezentren sind gegenwärtig beschäftigungsIos 80 000 Eiſenarbeiter, 35 000 Kleidermacher, 20 000 Baum wollspinner, 18 000 Schuh- und Stiefelmacher, 13 000 Bi garrenmacher, 4700 Glasbläser, 2000 Seidenweber u. f. w. Der größte Prozentsatz der beschäftigungslosen Arbeiter, 40 pCt., befindet sich in Minnesota. Im Staate New: Dort ist ber Prozentiat 18, in Pennsylvania 16, in New Jersey 8, in der Stadt New- York 24, in Bhilad Iphia 31, in Boston 7%, in Baltimore 32 und in Detroit 62. Auch find in vielen Etablissements die Arbeitslöhne reduzirt worden. Dabei hört man täglich von neuen Lohmieduktionen. So berichtet eben die Philadelphia Times aus Pittsburg: Die Firma Carnegie Brothers u. Co., Union Eisenwalzwerke, hat eine Reduktion von 10-15 pCt. der Löhne ihrer sämmtlichen Arbeiter, mit Ausnahme der nach der Amalgamated Association Scala vereinbarten, angeordnet. Der Reduktionsfag trat am 5. Januar in Kraft und wurden ungefähr 900 Mann davon betroffen. Die Isabella Hochofen Kompagnie hat ebenfalls eine Reduktion der Löhne um 10 pSt. angeordnet. durch Errichtung oder Subventionirung von Schulen Nr. 4 Bur w unb Es i Die eine neue tegierung tbeite Das Degs trag Barteien 1 Baterland Sonderzw Aber Die Lage d be. Im Verein der Berliner Metallarbeiter, der a Montag, den 16. d., seine regelmäßiae Versammlung im Bauf allen einslokale, Kommandantenstraße 71/72, bei Nieft unter Bozu verbet des Herrn Rojahn abhielt, handelte es sich zunächst um de leugnet. Verhalten des Vereins zur Bentralisation. Der Referent, m Stadtverordn. F. Gördi sprach fich entschieden für den täglich, d schluß an die allgemeine Vereinigung der Metallarbeite Deutschlands aus: Wie der Einzelne machtlos fei, fönne auft, die eine lolale Organisation nur geringes leisten, fe fönne auch die beffert Zuzug der Arbeiter aus den fleinen Städten nach Berlin ni Und hindern, der den Lohn drüde und Niederlagen bei Lohnfämpfe herbeiführe. Die ganze neuere, sozialpolitische Gesesgebu mühungen lehne fich an Berufsgenossenschaften an und dem gegenüber eine Wahrung der Interessen der Arbeiter nur in einer allge meinen Vereinigung durch den Druck großer Maffen reichen. Bei Strifes tönnte nach englischem Vorbild dur engstes Kartell zwischen den einzelnen Gewerkschaften die Kraft aller für die im Kampfe stehende Organisation zufammengefast werden. Durch selbstständige Regelung des Herbergawefens, Bibliotheken und durch die Errichtung eines Arbeitsnachweis bureaus würde die Zentralisation pofitiv und reformatorij wirken und wenn nicht die Gegenwart, so würde jedenfalls bie vom besten Geiste beseelt war, nahm hierauf debattelo und einstimmig folgende Resolution an: Die heutig Mitgliederversammlung der Metallarbeiter Berlins erlla mit den Ausführungen des Referenten einverstanden, beschlie den jezt bestehenden Verein aufzulösen und fich der allgemeine Vereinigung der Metallarbeiter Deutschlands anzuschließen spricht fich für vollständige Sentralisation aus. nächsten Versammlung wird beschloffen werden, ob die Auflöfu des Vereins augenblicklich erfolgen soll, oder ob dieser Entfal von einer einzuberufenden Generalversammlung auszuspre Im ferneren Verlauf der Sigung wurden dem Kaff einstimmig 8 Mt. als Entschädigung für seine Mühemal bewilligt und schließlich ebenfalls einstimmig beschloffen, Mitglieder, die Herren Klempner Meusel und D Schönefeld, die gegen die Intereffen des Vereins gehan haben, statutenmäßig auszuschließen. Die Tischlerbewegung in Dresden ist überaus lebhaft bie Lohnkommisfion will mit folgenden Forderungen an die Meister herantreten: 1) 10ftündige Arbeitszeit mit Ausschluß all und jeder Sonntagsarbeit; Forderung einer Abschlagszah lung bei Affordarbeiten von mindestens 18 M. pro Woche, bei Lohnarbeiten ist der volle Lohn an jedem Sonnabend auszu zahlen; 3) Eine Aufbesserung der Löhne in den Werks tätten, wo die Löhne für die daselbst gefertigten Arbeiten so niedrig find, daß bei obiger Arbeitszeit nicht so viel verdient wird, daß die in Punkt 2 festgesezte Forderung ge währt werden kann; den prozentualen Aufschlag in den Werk stätten Punkt 3 bestimmen die Kollegen selbst nach Maßgabe der Verhältnisse der Werkstatt und zwar so hoch, daß min. destens bei allen Arbeiten pro Woche 18 Mt. gewährt werden tönnen. In zweifelhaften Fällen ist die Kommission hinzuzuziehen. Die Berliner Kellnerinnen führen bei ad ihrer äußeren Eleganz ein überaus elendes Leben, das gewöhnlich in völliger Verkommenheit endet. Bunächst ist zu erwähnen, daß sie nur pro Tag oder eigentlich nur pro Minute angestellt find, d. h. Der Inhaber des Schanklokals fann fie ohne jede vorausgängige Kündigung zu jeder Minute entlaffen. Dafür bat aber auch Die Kellnerin die freie Wahl, ob fte morgen in ihren Dienst zurücklehren will oder nicht. Die Lohnverhältnisse find geradezu menschenunwürdig; die Kellnerinnen a la minute haben weder auf Roft, noch auf Lohn, noch auf freie Wohnung Anspruch; die Trinkgelder find ihr einziges Einkommen, aber wenn fie noch so wenig mit Liebenswürdigkeiten geizen, die Trinkgelder reichen zum Leben nicht aus. So muß das arme Geschöpf nach Schluß des Restaurants mit Damenbedienung" noch auf Die Straße und in das Café, um Herren anzulocken. Entwür digung so lange fte im Dienst ist, noch viel schmachvollere Ent würdigung nach dem Dienst- das ist das Loos dieser Aerm ften. Dabei werden dieselben noch von schmarogenden Agenten ganz gewiffenlos ausgebeutet. Da die Arbeitsloftateit jeden Tag eintreten, da die Kellnerin bei ihrer Mittel Tofigkeit sich nicht lange nach einer neuen Stelle umsehen kann, so fällt sie gewöhnlich einem Agenten in die Klauen. Derselbe ift für fie ganz unentbehrlich und weiß das auch außzunuzen. Nicht nur, daß er für seine Stellenvermittelung mindestens sechs Mart Honorar verlangt, er tommt denn auch noch wöchent lich in das betreffende Lokal, um auf Kosten der Kellnerin zu speisen und zu trinken, er bezahlt teinen Pfennig dafür, und einer dieser Agenten soll sein Handwerk so schandmäßig bes treiben, daß er neulich einen Buffetier zur Rede stellte ,,, warum denn die Kellnerin, die er empfahl, nun schon über 14 Tage da sei." Natürlich, wäre die Kellnerin unterdes auf die Straße gelegt worden, so hätte der brave Agent wieder seine sechs Mart gehabt. Modernes Stlavenleben! Arbeitermaßregelung in Zeit. Wie wir hören, haben die Inhaber der hier bestehenden Garderobe Geschäfte dem Fachverein gegenüber infofern Stellung genommen, als fte den Vorständen und Wortführern des Fachvereins der Schneider die Arbeit gekündigt und sich bei 50 Mart Strafe verpflichtet baben, keinen derselben in Arbeit zu nehmen.- Das Kapital ist nicht wählerisch in seiner Kampfesweise. Bukunft so große Verbände sehen. Die Versammlung ift. Zudertrifis in Rußland. Wie man aus Petersburg schreibt, macht die Buckerindustrie auch in Rußland feine glän zenden Geschäfte. Die Preise, die schon sehr niedrig waren, fallen noch beständig. Es kommt noch hinzu, daß einige gröfallen noch beständig. Es kommt noch hinzu, daß einige grö Bere Buderproduzenten und Großhändler ihre Bahlungen eingeftellt haben, darunter ein bekanntes Moskauer Haus Jereme fem Söhne mit 2800 000 Rubel Paffiva. Die Bestürzung ist allgemein, man befürchtet weitere Falliffements nahmhafter Fir men. Im Dezember wurden 4,65 Rubel pro Bud gezahlt, fett aber finden sich nicht einmal Abnehmer für 4,40. Wie groß die Noth unter der Weberbevölkerung am Niederrhein ift, beweist der„ Crefelder 8tg." zufolge eine Mittheilung, welche der Bürgermeister Baumann in der legten Stadtrathsfizung machte. Auf Grund eines hier verbreiteten Gerüchtes, daß manche Kinder oft hungrig zur Schule gehen müßten, weil die Eltern fein Stück Brot im Hause hätten, waren vom Herrn Bürgermeister in sämmtlichen Schulen hier nach Ermittelungen angestellt worden und es hatte sich dabei berausgestellt, daß allerdings in 8 von den vorhandenen 14 Schulen 29 Kinder waren, die an dem betreffenden Morgen, ohne das Geringste genoffen zu haben, zur Schule gekommen waren! Unter den betreffen ben Familien waren, wie weiter mitgetheilt wurde, 22, die bisher gar keine Unterstüßung aus öffentlichen Mitteln beans sprucht hatten, und 3, die nur zeitweise unterstügt worden waren. tie In d be. Im Fachverein der Schmiede, welcher am Mon den 16. d. M., Abends in Gratweils Bierhallen unter Vorfis des Herrn Matthes verfammelt war, referitie Blid werden wi und Bewe In d trofilos at Steuererbi tinen läb Jurüdblickt ht, bie Bigarrenar jepige schle Die buftrie Hegen glei laum des febt's in eine Auch Bieber ein mung p er fo, Achtelo miteinande auf Ueberf Bearbeitet probuftion leit folgen Zobbe über die alle Kreise der Metallarbeiter jest so leb bewegende Frage der Bentralisation und sprach fich entschie für unbedingten Anschluß aus. Seinen Gedanken verlich gende Resolution Ausdruck: In Erwägung der fortgefes Nothlage, in welcher fich die Metallarbeiter Berlins und aud ganz Deutschlands befinden, in fernerer Erwägung, daß dauernde Aufbefferung der Lage der Metallarbeiter nur burd eine zielbewußte, für die Verbesserung der Lohn- und Arbeit bedingungen eintretende Organisation erreicht werden fann ferner, daß bei den heutigen Produktionsverhältniffer und lo talen Verhältnissen von Berlin die Nothwendigkeit des ftetigen arbeiter vorliegt, verpflichten fich die Versammelten, voll u Fortschreitens der Aufbefferung der Lebensstellung der Metall ganz für eine Drganisation ev. Bentralisation einzutreten Wie man mit dem Leben der Arbeiter umgeht. Aus Westfalen. Am 5. Mai v. Js. ereignete fich auf der Beche Hardenberg bei Dortmund ein schwerer Un glücksfall, bei welchem ein Steiger und drei Bergleute ihren Tod fanden. Der Direktor der Grube, Lindenberg, hatte eine Vorrichtung erfunden, durch welche das zur Ausgleichung des Gewichts des Fördersetles übliche Unterseil ersegt werden sollte. Sie bestand in einer sogenannten Ausgleichslette, welche auf Vorschlag des auf der Beche angestellten Maschinen- Ingenieurs Boyer durch ein zerlegbares Patentkettenglied" und nicht durch Anschweißen mit dem Seile verbunden worden war. Das Kettenglied war ohne vorherige Prüfung verwendet worden, wie Boyer angiebt, weil er des Glaubens gewesen sei, die Berliner Firma, welche es geliefert, habe es einer Berreißprobe unterzogen. Lindenberg hat das Glied gar nicht gesehen und fich auch um die Anbringung deffelben nicht gefümmert. Beide Herren haben in Gemeinschaft mit dem Betriebsführer Bus am 4. Mai, einem Sonntage, nachdem die Vorrichtung eben angebracht war, Proben veranstaltet und selbst Probefahrten unternommen, und am folgenden Tage ist das Seil zur Beförderung der Belegschaft benutzt worden, ohne daß die vorgeschriebene Abnahme desselben durch Die Wohlfahrtskommission batte auf Veranlassung des Herrn Bürgermeisters in Folge dessen den Antrag gestellt, daß der Armenverwaltung eine Summe von vorläufig 4000 Mart überwiesen werde um solchen bedrängten Familien Lebensmittel zu verschaffen. Das Stadtverordneten Kollegium schloß sich diesem Antrage an und bestimmte weiterhin, daß auch mit Wegebauten den Arbeitern GelegenAlles das ist heit zum Verdienst verschafft werden soll. aber, wie einer der Stadträthe bemerkte, nur ein Tropfen auf einen heißen Stein, denn die Arbeitsstockung dauert fort, eine Aussicht auf Befferung ist nicht vorhanden und die vielen Hausweber in Viersen allein ca. 3000 werden fich nach anderen Beschäftigungen umsehen müffen. Selbst wenn das Geschäft im Allgemeinen sich wieder heben sollte, so dürfte doch Die Hausindustrie gegenüber der großen Bahl mechanischer Webereien in Zukunft nur noch ein fümmerliches Dasein fristen tönnen. Die Großindustrie erbrückt die Kleingewerbe. Aber auch die Arbeiter in der Großindustrie haben nichts von all den Verbefferungen, die sie anwenden; fie bekommen nichts von der unglaublich gesteigerten Produktion, die sie mit Hilfe der Maschinen erzielen. Legtere könnten durch ihren Beistand allen Arbeitern ein reichlicheres Einkommen ermöglichen, und heute ruiniren sie den Handwerker, und nügen fie dem Arbeiter nichts, wenn sie ihn nicht auch noch außer Arbeit bringen. Das Дав Entweder hidht tont egen gett Schuhmac Großfabrit bielfach be Hellt .9 Mon ift, b Die fengen bintang aber burch Die T dahin zu wirken, daß unter Beachtung aller bestehenden gel lichen Bestimmungen eine Verbindung sämmtlicher deuti fich eine lebhafte Diskussion, an der sich die Herren Ba u me Metallarbeiter ins Leben gerufen werde. Hierüber entspa Fellenberg, Drewis, Matthes und der Refere betheiligten, die meisten Redner erklärten sich gegen Bent sation, da das Solidaritatsgefühl im Schmiedegewerf im mi schenswerthen Maße noch nicht geweckt sei, wie der alte Gege faz zwischen den sog. Meistergesellen und Fabrikgesellen, noch immer nicht verschwunden sei, beweise, und da außerd polizeilich aufgelöst werde. In diesem Sinne lehnte bie fammlung die oben mitgetheilte Resolution ab und nahm den Revierbeamten stattgefunden hatte. Schon nach kurzer die Gefahr sehr nahe liegt, daß eine zentralistische Vereinigu bleibt nich tert mit E Lage und In Dresde Und Den übrige gende von Herrn Drewiß gestellte Motion an: Der Vereis erklärt fich im Prinzip mit den Ausführungen des Referent einverstanden, bält aber den Anschluß zur Beit für nicht Erwähnt sei noch, daß die Versammlung den f fenden Kollegen bei Joseph 50 M. Unterstügung bewilligte Beit brach die neue Ausgleichskette und zwar höchst wahrs scheinlich, wenn es auch nicht mit voller Sicherheit zu ermit teln war, durch den Bruch des Patentgliedes, das Seil fiel mit furchtbarer Wucht auf den Dedel des Förderkorbes, durch schlug denselben und tödtete die im, Korbe befindlichen Leute. Gestern erschienen nun die drei Bedmten auf der Antlagebant des Landgerichts zu Dortmund, Boyer und Lindenberg der fahrlässigen Tödtung, Lindenberg außerdem und Buß der Uebertretung bergpolizeilicher Vorschriften angeflagt. Die Aus sagen der Sachverständigen widersprachen sich, wie gewöhnlich bei solchen Anlässen, vielfach. Während einzelne dem Direktor Lindenberg gar keine Schuld beimaßen, sagte der Geh. BergVermischtes. Der letzte Brief Reinsdorf's. Die Leipz. Ber- St Betra Arbeite tin troftlof De neuen baben viel So er Arbeiter in Mart ta Pfenni Durchschni were 2 Mart 30 fann ein Elend der niederrheinischen Weber gehört zu jenen traurigen rath Runge aus, wenn Lindenberg nicht als Direktor schuldig schreibt:" Wir sind in der Lage, den legten Brief Reindor Erscheinungen, welche mit dem Siege der kapitalistischen Groß sein möge, so sei er als Erfinder und Patentinhaber verpflichtet seinem Wortlaut nach wiederzugeben, den derfelbe am Tag wird es vorbehalten sein, mit dem Fortschritt und der Vermehrung der Produktion( durch Maschinen und technische Verbesse rungen) auch das Einkommen und das Glück der großen Maffe zu vermehren. Heute wächst hierdurch nur deren Entbehrung und Elend gewesen, sich um die Festigkeit des Patentgliedes zu kümmern; Dieses eigne fich wohl zur Verbindung von Einfriedigungen Dieses eigne fich wohl zur Verbindung von Einfriedigungen an Promenaden, aber nicht für den Zweck, für welchen es verheben, ohn Wo foll Griebung vor der Hinrichtung an seinen in Leipsig lebenden Bruder g richtet hat. Der Brief ist auf einem seitens der Anstalt g lieferten Briefbogen mit sicherer, schöner Handschrift gefchriebe wendet worden. Bergrath Schollmeyer hat durch Berreiß und trägt den amtlichen Vermert der Einlieferung beffelben proben konftatirt, daß die sogenannten Batentglieder schon Er lautet: Halle, den 6. Februar 1885. Mein lieber Bruno Es ist dies mein legter Brief, doch sollst Du nicht traum bei 4500-4800 Kilogramm Belastung riffen, während geUnsere Getreidehändler geben sich verzweifelte Mühe, schweißte Glieder noch bei einer Belastung von 10,000 Rilogr. denn als ich heute Vormittag durch den ersten Staatsanwal Der Arbeit um bie Schuhen Darunter Bor unter der Rauchen c Den viele ein ausio eine relati von Halle die Eröffnung bekam, daß morgen früh um 8 l alle meine Leiden beendigt würden, war es das Gefühlb Erleichterung, das mich ergriff. Ich war die legte Beit jurüdftebe leidend, und wenn ich an eine eventuelle Begnadigung dacht so wünschte ich mir den Tod. Denke Dir, wenn ich hätte im Buchthaus leben müssen, ohne geistige Beschäftigung und lich ein An bie bel langweilige und geistlödtende Arbeit des Wollespulens verri nicht nachgeben. Ein Kollege des Herrn Lindenberg meinte, diesen treffe durchaus teine Schuld, da derselbe als Direktor zweier großer Bechen so viel zu thun habe, daß er sich nicht um eine so untergeordnete Arbeit bekümmern könne. Die Staatsanwaltschaft hielt an der Unflage fest und beantragte gegen Boyer drei Monate, gegen Lindenberg einen Monat Gefängniß wegen fahrläffiger Tödtung, das Gericht sprach letteren aber von diefer Antiage frei und verurtheilte nur Boyer zu einer Woche Gefängniß, dann aber wegen Ueber tretung der berg polizeilichen Vorschriften Lindenberg zu 150 und Bug zu 50 Mark Geldbuße. In den Urtheile gründen sprach der Gerichtshof die Ansicht aus, daß die meisten Unglüdsfälle im Bergbau Durch Umgebung der bergpolizeilichen Vorschriften entstän den, und daß es deshalb den Direktor Lindenberg mit dem höchsten zulässigen Strafmaße belegt habe. noch vor dem Sperrgeses, also vor der Bollerhöhung thre Waaren hereinzubringen. Welche immenſen Gewinne durch Glück in der Spekulation zu machen find, mag man aus der einen Thatsache entnehmen, daß ein deutsches Handelshaus soviel Getreide von Ditindien unterwegs hat, daß es 75,000 m. Boll zu zahlen hat, wenn die Ladung nach Inkrafttreten des Sperrgefeßes eintrifft, dagegen 75,000 Mart gewinnt, wenn alles flappt. Uebrigens beweist diese Thatsache auch, was es mit dem Gerede auf sich hat, daß der Zoll das Ge treide im Großhandel nicht vertheuert. Wie kapitalistisch großartig der Betreibehandel heute organifirt ist, fann man aus folgenden Angaben über die russische und amerikanische Getreidezufuhr nach Frankreich ersehen. Das mächtige Haus Ephrussit in Odessa hat seit den fünfziger Jahren faft den ganzen dortigen Getreibehandel an fich gezogen, und deshalb auch Seine Agenten taufen seinen Hauptfit nach Paris verlegt. in Südrußland das Getreide auf, verladen es in Odessa. Die Schiffe laufen Malta oder einen der unteritalienischen Häfen an, wo ihnen durch den Draht der Hafen bezeichnet wird, Ephrufft ist durch den nach dem ihre Ladung bestimmt ist. Telegraph jeden Tag über die Getreidepreise in allen Häfen Frankreichs, Englands u. f. w. unterrichtet. Wo dieselben am höchsten, sendet er seine Schiffe hin. Er verkauft meist nur in ganzen Schiffsladungen, natürlich an Großhändler. fuhren aus den Vereinigten Staaten find hauptsächlich in den Vereine und Versammlungen. tend, mie Grabes gewünscht haben daß Die getroffene würde ich mir die Ruhe und Du wirst begreifen Entscheidung für michol Millionen beschäftigt theblich So h To tft der licher Arb Die auch Bwar bauptfäch Dereinen Linie für Auge Laff feste B Dem Weg daß mir dann wohl ist und daß nur die für mich günftigen beste ist. Wenn Du also diesen Brief empfängst, so dente Di Momente zusammengewirkt haben, zu meinem Glüd den lang famen natürlichen Gang zu beschleunigen. Und nun, mein lieber Bruder, tente stets daran, daß es Deine Pflicht if, lange die Eltern leben und Du noch junge Geschwister ba Dich ihrer anzunehmen und Vater und Mutter auf ihre alten Tage träftigst zu unterstüßen. Unterdrücke einstweilen etwaig Lieblingsideen und denke, daß Du ja damit einen Wunsch v mir und auch einen Theil meiner Pflichten mit erfüllt, ban wird es Dir leicht werden. Betrachte das Leben fiets von der ernsten Seite, so, als ob es Dir nur geschenkt sei, um einzulösen. Betheilige Dich so wenig als möglich an des Arbeitern noch Sitte find, sondern bilde Deinen Geift nad allen Richtungen, damit Dir nichts fremb sei und Dir aud hr. In der Werkstattdelegirten Versammlung der Schloffer, welche am Montag, Neue Grünftraße 32, unter dem Vorfiße des Herrn Goebel stattfand, wurde eine neue von der Die Zu Lohnfommission ausgearbeitete Geschäftsordnung für damit der Menschheit zu nügen und heilige Verpflichtungen bleib Händen der Firma Edelsheim u. Ko.( deutsch) in New Orleans legt und nach Ablehnung zweier Amendements unverändert blöden Vergnügungen, wie fie leider bei den gedankenarmen meinen Ueberzeugungen bis zum legten Augenblide treu Nach sehr und grüße Euch von Herzen tausendmal. Euer Auguft." Hafen( Falmouth, Plymouth) an, um dort durch den Draht Landrod gewählt. In Betreff der noch zu wählenden zwei der Klügfte fein X für ein U machen kann. Daß ich natürli geht es ganz öhnlich. Die Schiffe laufen in einem englischen den Namen des Hafens zu erfahren, in dem fie löschen sollen. Agenten oder Affoziés der bezeichneten Häuser befinden sich in Antwerpen oder London, um täglich die Getreidepreise der der Lohnkommission, welches sein Amt niedergelegt hat, Herr Bahlstelleninhaber wurde Bertagung beschloffen. Die dann folgende Besprechung der nächsten GeneralversammI ung füllte den übrigen Theil des Abends aus. Verantwortlicher Redakteur R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2 Die fucht die Dentichri maßen la ( Steuern *) 2 merter, S Der organ Don E. daß die( nem von Corden er die Fra " als er nft auf n Herrn Don He ob auf die genden Lo ch zu nen Den fönn Miethe, eingetreten nicht mit b ie Lohnton ter, der a Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 41. Mittwoch, den 18. Februar 1885. II. Jahrgang. Lobato Bur wirthschaftlichen Lage Deutschlands.*)| Steuern gleich vertheilt und nicht willkürlich werden, macht| Montag in zweiter Lesung den Gefeßentwurf, betr. die Aus Es ist eine merkwürdige 3 it, in der man befirebt in, ung im Bauf allen Seiten die drückende Lage der arbeitenden Klaffen unter Bozu verbessern und in der man wiederum diese drückende Lage Sichft um da leugnet. eferent, b für den ben tönne Die Drgane des herrschenden Regiments erzählen uns täglich, daß seit dem Jahre 1879, seitdem in Deutschland Retallarbeit eine neue Steuer- und Wirthschaftspolitik eingeführt worden i, fönne auft, die Lage der Gesammtindustrie und selbstverständlich auch die Lage der Arbeiter sich wesentlich geBerlin ni bessert hätte. Lohntämpfe Gefesgebung gegenüber f Caffen zu Und eben dieselben Drgane erzählen und von den Be mühungen, die allerorts, besonders aber seitens der Reichs tegierung gepflogen würden, um die schlechte Lage der einer allge rbeitenden Klassen zu verbessern. orbild burd ten die Kraft ammengefast bergewefens Schulen und eitsnadwei reformatori debenfalls bie mmlung, tie ebattelos Die heutige Bertlart fi Den, befchli er allgemeine fchließen un In Die Auflö efer Entfal auszufpre Dem Kaffi Nübewal bloffen, und D eins geban am Mon unter referinte st fo leb hentichie fortgefe verlieb f na und aud ng, daß eine er nur burd und Arbeit werden flex fann, und lo t deß ftetigen 1 der Metall en, voll un autreten benden gel her deuti iber entipa Baume Refere DE Jen Bentral perf im wi alte Gege gefellen, ba außerde Vereinigu b nahm nte bie Fol Der Verei B Referent nicht swe ng ben f bewilligte 3. Ber- St f Reindon be am Tag g Das find allerdings Widersprüche, die man aber feines Begs tragisch auffaffen darf. Die herrschenden Mächte und Barteien nämlich legen fich die wirthschaftliche Lage unseres Baterlandes immer so zu recht, wie sie dieselbe gerade zu ihren Sonderzwecken gebrauchen tönnen. Aber aus diesen Widersprüchen geht schon hervor, daß bie Lage der Arbeiter in Deutschland feineswegs eine günstige ist. Bliden wir uns nur ein wenig um im Vaterlande, so werden wir dies finden, auch ohne theoretische Betrachtungen und Beweis führungen. In der Tabafsbrande fiebt es seit Jahren schon trofilos aus, und immer neue Befürchtungen wegen geplanter Steuererhöhungen üben auf die Tabaksindustrie noch obendrein tinen läbmenden Eir fluß. Wenn man auf die 70er Jahre urüdblickt und die damaligen relativ guten Löbne in Betracht bt, die eine größere Anzahl der jetzt noch fungirenden Bigarrenarbeiter erhalten haben, so fühlt man erst recht die legige fchlechte Beit. n Die Textil Industrie, die Spielwaaren dustrie im Königreich Sachsen, in Thüringen und Franken Hegen gleichfalls schwer darnieder, so daß die Arbeiter dort laum des Lebens Nothdurft erringen fönnen; schlimmer noch feht's in Schleften aus. Auch in der Eisenindustrie, die einen kurzen Aufwung vor zwei Jahren genommen hat, ist seit einiger Zeit eder ein Umschwung zum Schlimmern eingetreten. Das geht er so, wenn eine sogenannte gute Konjunktur planlos und dichtslos ausgebeutet wird. Die Fabrikanten wetteifern dann miteinander in raftloser Produktion, Ueberstunden häufen fich auf Ueberstunden, Sonntags und Nachts wird fortwährend ge Bearbeitet und ehe fich's die Herren versehen, ist die Ueber leit folgen. So auch in der Eisenproduktion. produktion vorhanden, der bald schon Krifts und Arbeitslosig: Das eigentliche Handwert aber ist am Uebelsten daran. nicht fonturriren und müssen sich selbst in den Dienst derselben egen geringen Lohn stellen, wie dies bei Schneidern und Schuhmachern zumeist der Fall ist, oder aber sie können der Broßfabrikation noch Widerstand leisten, dann fehlt ihnen aber delfach der Abfat, weil die Maffe des Volkes so schlecht ge ift, daß nicht genügend gekauft werden kann. Fellt Die Bauarbeiter aber erhalten tros ihrer ungemein anungenden und aufreibenden Arbeit, die sich dabei noch auf bleibt binlangt. Die gebrauchte Körperkraft zu ersezen. aber durch außergewöhnliche Ausgaben Industrie und HandMonate im Jahr lonzentrirt, nur einen Lohn, der eben Auch ihnen nichts übrig, um des Lebens Freude zu genießen oder tett mit beben zu helfen. Lage und gehen wiederum schweren Lohntämpfen entgegen. in Dresden rüften fte sich schon zu hartnäckigem Strife. Die Tischler find fast überall unzufrieden mit ihrer Und Den übrigen tin Des bag neuen baben man Rataster, welche genau klassifizirt die Abgaben nach Verhältniß der Mittel der Einzelnen vertheilen. Dies ist so nothwendig, daß es ein unverzeihlicher Fehler im Finanzsystem sein wendig, daß es ein unverzeihlicher Fehler im Finanzsystem sein würde, wenn die schlechte Vertheilung der Lasten dem Landmann seine Arbeit verleiden würde; es muß dieser vielmehr nach Entrichtung der Gebühren mit seiner Familie noch in einem gewiffen Wohlstand leben können. Weit ent fernt, die Pflegeväter des Staats zu unterdrücken, muß man fte ermuntern, ibre Aecker gut zu bestellen; denn in dem Land: bau besteht der Reichthum des Landes. Der Erdboden liefert die nothwendigsten Lebensmittel, und die, welche ihn bearbeiten, find, wie ich schon sagte, die eigentlichen Pflegeväter der Gesellschaft. Man wird mir einwenden, Holland bestehe, ohne daß seine Felder den hundertsten Theil von dem einbringen, was es verbraucht. Ich erwidere hierauf, daß dies ein kleiner Staat ist, in welchem der Handel den Ackerbau erfeßt. Je größer aber ein Reich ist, um so nothwendiger ist es, zur Pflege des Landbaues zu ermuntern." In dieser Denkschrift ist freilich nur von dem Landmann und davon die Rede, daß diesem feine unerschwingliche Steuerquote aufzuers legen sei. Wie aber daraus eine Schlußfolgerung auf die Nothwendigkeit der Erhöhung der Zölle gezogen werden kann, das ist wohl nur den Männern der Nordd. Allg." verständlich. Bu jener Zeit lag die Industrie noch in Windeln und die Landwirthschaft konnte in der That der Hauptsache nach in Betracht kommen. Aber heute? Arbeitslose auf dem Lande, Arbertslose in den Städten, Bentral firung des Grundbefizes, Bentralifirung des mobilen Rapitals! Blaubt denn die freiwillig- gouvernementale Nordd. Allg.", daß die Rezepte von vor Jahrhunderten heute noch im Stande sind, die sich erst inzwischen herausgebildeten Mißstände zu beseitigen? -Die Nachricht, daß die Russen gegen Herat marschiren, hat fich als ein schlaues Börsenmanöver erwiesen. Trogdem Die Unrichtigkeit glaubwürdig fonstatirt ist, hat aber die Erre gung an der Börse noch nicht aufgehört. An der Berliner Börse kuifirte heute nachstehende Depesche: London, 17. Februar. Der heutige Leitartikel der ,, Times" diskutirt die Mögs lichkeit eines Vorrüdens der Ruffen gegen Herat und bezeichnet Diese Angelegenheit als eine sehr ernste Frage. Die rufficher feits verlautbarten Vorschläge für eine abgeänderte Grenze feien eine Impertinenz, da solche den Raffen sowohl Herat als den Weg nach Indien öffnen würden. Die Times" meint, England fönne unter feinen Umständen nachgeben, und würde jede Abweichung seitens Rußlands vom früheren Vertrage als einen casus belli betrachten. England sei trop der Wirten im Sudan noch immer start genug, um seine Rechte zu wahren." Die„ Boff. 3tg." bemerkt dazu:„ Mit der Erregung, die diese Depesche an der Börse geübt hat, wird das Strobfeuer des ,, Times" Artikels seine Schuldigkeit gethan haben. Der Artikel ist eines der Symptome der Situation im Often, wie sie dieser Tage und sonst schon oft zwischen Rußland und England hervorgetreten find; eine pofitive Bedeutung legen wir ihm bis auf Weiteres nicht bei." Frankreich. " Die Vorgänge in Paris beim Begräbniß Vallès werden lebhaft in den Pariser Blättern erörtert. Der„ Voff. 8tg." wird telegraphitt: Die geprügelten Studenten find unzu frieden. Sie veröffentlichen einen Proteft, worin fte zunächst Die Lüge behaupten, man habe bei Vallés Leichenbegängniß Es lebe Preußen!" gerufen, und dann erklären, daß sie sich energisch gegen eine deutsche Kundgebung verwahren, die ihren energisch gegen eine deutsche Rundgebung verwahren, die ihren Patriotismus tief verlegen müsse. Die radikalen Blätter belebren die Patrioten, daß die deutschen Sozialisten Feinde Bismards feien und stets gegen Elsaß- Lothringens Eroberung protestirt hätten. Die Regierungsblätter stellen jetzt schon die Sache so dar, als hätten deutsche Arbeiter die Studenten mißhandelt, und sprechen von deutschen Provokationen. Res ganz ebenso wie den genannten Gewerken ergeht's überall fieht man Noth, nirgends Bufriedenheit. Betrachtet man nun noch die Lage der ländlichen Arbeiter und der Tagelöhner, so tritt und da noch ferung gestattet nicht, daß man fte im eigenen Hause heraus. troftloseres Bild entgegen. Die bezüglich der Einführung Krankentañengefeßes stattgefundenen Lohnerhebungen vielfach zu den traurigsten Resultaten geführt. So erhalten im Durchschnitt die erwachsenen männlichen fordere. Wenn die deutschen Sozialisten um jeden Preis manifeftiren wollen, so follen fie es in den Straßen Berlins thun." XIX. Siecle" spricht non einer deutschen Fahne, die im Leichenzug getragen worden sei, und sagt:" Das Publikum Arbeiter in Schleften ohne anderweitige Vergütungen eine hatte eine Empfindung, die fich nicht wiedergeben läßt, als es Ratt täglichen Lohn, die weiblichen Arbeiter sechzig Bfennige. Im ganzen deutschen Reiche aber wird der Durchschnittslohn der erwachsenen männlichen Arbeiter, die " die Standarte sah, welche den Sarg eines französischen Bürgers verunglimpfte." Bair" hält den Deutschen die großmüthige französische Gastfreundschaft vor und erklärt, es werde niemals Ihmere Arbeit mit Hacke und Schippe verrichten müffen, zugeben, daß Deutsche hier revolutionäre Kundgebungen aus. Mart 30 Pf. bis 1 Mark 40 Pf. betragen. Diese Summe führten, Emeuten anstiften u. s. m." fann ein träftiger Mann allein für Essen und Trinken ausReben, ohne daß man sagen fönnte, er habe zu flott gelebt. Bo foll aber dabei noch das Geld zu Wohnung, Kleidung, Bruder siebung der Kinder u. f. w. herkommen? Und je weniger Anitalt g it gefchrieben ng beffelben teber Bruno icht trauer um 8 Staatsanwal Gefühl be es Und je weniger Großbritannien. dehnung der Kranken- und Unfallversicherung auf die Transportgewerbe, mit geringen Abänderungen nach den Beschlüssen der ersten Lesung definitiv angenommen, und den Abgeordneten Dr. Buhl mit der Abfassung des schriftlichen Berichts beauftragt. Aus der gestrigen Situng der Petitionstommission ist folgendes hervorzuheben:§ 369 des Strafgesetbucks bedroht die Schloffer mit Strafe, welche an Unbefugte Schlüffel 2c. verkaufen. Die Innungen zu Berlin, Leipzig, Dresden, Chemniß, wünschen Abänderung dieser Bestimmung unter Hinweis darauf, daß die Nichtgeltung dieser Strafans drobung für Händler ihnen großen Nachtheil bringe. Man beschloß, die Petitionen dem Herrn Reichskanzler zur Kennt nißnahme zu überweisen. Abg. Dr. Dröndlin wird schriftlichen Bericht erstatten. Aus Dresden ist eine Petition einge gangen, daß auch das Gewerbe der Gold- und Metallschläger den im§ 16 der Gewerbeordnung aufgeführten tonzesstonspflichtigen Betrieben zugezählt werden möge. Das Bedenken, daß, wenn alle die Nachbarschaft unter Umständen störenden Gewerbe der Konzeffionspflicht unterstellt und eventuell aus den Städten vertrieben werden sollten, der Gewerbebetrieb schwer beeinträchtigt werden würde, veranlaßt den Be schluß, die Petition für ungeeignet zur Plenarerörterung zu erklären. - Die Arbeiterschußtommission bat in ihrer geftrigen( 13.) Sigung den Absatz II. des ersten Paragraphen durchberathen. Es wurde dem§ 105 a Alinea II der Gewerbe ordnung unter Widerspruch der Linken folgende Fassung gegeben: In Verkaufsstellen aller Art dürfen Handlungsgehilfen und Lehrlinge im Ganzen und zu gleicher Beit an Sonn- und Festtagen nur fünf Stunden beschäftigt werden. In der gestrigen Sigung der Reichstagstommiffion zur Vorberathung des Postipartafiengeseßes wurden die Anträge v. Manteuffel- Frande, ebenso wie§ 1 der Regierungsvorlage, trop lebhaften Eintretens der Regierungsvertre ter unter Führung des Staatssekretärs Dr. Strephan, abges lehnt, dagegen die Resolution Schent:" Die verbündeten Res gierungen aufzufordern, dem Reichstage einen Gefeßentwurf vorzulegen, welcher durch Mitwirkung der Poftverwaltungen bei Annahme, Unterbringung und Rüdzahlung von Spar geldern die Vermehrung und Verbefferung der Spargelegenhei fen und deren Verbreitung über das Reichsgebiet bewirft", mit erheblicher Mehrheit angenommen. Der Gefeßentwurf ist hier mit im Ganzen abgelehnt. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 51. Sizung vom 17. Februar, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Boetticher, von Buttkamer, v. Scholz, v. Burchard, später Fürst Bismard. Das Haus tritt in die erste und eventuell zweite Berathung des vom Abg. v. Kardorff beantragten Sperr gesezes ein, das die in zweiter Lesung im Plenum be fchloffenen und noch zu beschließenden erhöhten Bölle von Ge treide u. s. w., Mühlenfabrikaten und Schaumwein sofort in Kraft sett. Abg. v. Ow: Darüber herrscht Einigkeit, daß man der Spekulation nicht noch weiteren Spielraum gewähren darf. Doch sollte die Sperrung der Rohprodukte die Folge haben, daß auch die halb- und Ganzfabritate gesperrt werden, und werden wir einen darauf bezüglichen Antrag in der zweiten Lesung einbringen. Die Sperre für Raps und Rübfaaten hat auch für die Fabrikate aus diesen Produkten Wirkung. Abg. Strudmann: Auch die Gegner der Bollerhöhun gen können dem Sperrgefeß zustimmen, wenigstens werden bas die Nationalliberalen einstimmig thun, um ungesunden Spekulationen in der Zwischenzeit zwischen iegt und den definitiven Beschlüffen vnrzubeugen. Um so mehr werden die verbündeten Regierungen unberechtigte Härten auswo der neue Bolltarif in zugleichn bemüht sein da, alten Tarif find zahlreiche Kaufgeschäfte über Getreide, Del wohlerworbene Rechte eingreifen würde. Noch unter dem früchte u. s. w. abgeschloffen worden, auf welche hin Lieferungsgeschäfte von Fabrikanten eingegangen sind und zwar gerade von den solidesten Leuten im guten Glauben an den Bestand des alten Tarifs. Nach der Ansicht des Redners würde gegen diese schwere Schädigung eine Bestimmung schüßen, die in das Hauptgefeß, nicht in das Sperrgefeß, aufzunehmen sein würde, weil die Härten sich aus beiden ergehen würden. Die Sache liegt jest anders als 1879, wo der neue Bolltarif Monate lang dem Hause vorlag, und jeder sich gegen seine Folgen sichern Der Arbeiter für Kleidung ausgeben kann, desto schlechter ist verwaltungsamtes Dilte zu entsenden. Die Deputation sollte Sinne des angekündigten von der Regierung gewiß mit ste Beit furückstehen. Ist aber der Lohn in den andern Industrien Gung badth In London fand am Montag auf dem Themsequat eine Massenversammlung Arbeitsloser statt; man beschloß, eine Deputation zu dem Präsidenten des LokalAbhilfe der Noth durch Verwendung der Arbeitslosen bei Staatsbauten verlangen. Während die Deputation mit dem Vertreter Dille's, welcher lettere dem Rabinetsrath beiwohnte, verhandelte, wurden seitens der zusammengeströmten Menge, die zumeist aus Angehörigen der untersten Volksklaffen bestand, menge durch das energische Einschreiten der Polizei zerstreut, wobei beiderseits Verwundungen vorkamen. um die Textilbranche bestellt, und ebenso fieht es mit den Schuhen aus, welche nicht genügend erneuert werden können. Darunter leiden Schuhmacher unb Lederindustrie gleichmäßig. Vor allem aber leidet die 8igarrenfabrikation unter der allgemeinen Ungunft der Verhältnisse. Wenn das Rauchen auch Bedürfniß geworden ist, so muß es doch bei schlimme Ausschreitungen verübt. Schließlich wurde die VoltsDen vielen andern nothwendigen Bedürfnissen manchmal ein außiömmlicher, ist die allgemeine wirthschaftliche Lage eine relativ gute, so raucht auch der Arbeiter und kleine Mann fäglich eine Bigarre mehr und das gäbe jährlich ungefähr 3650 Millionen! Da fönnte mancher arbeitslose Bigarrenmacher beschäftigt werden und der Lohn auch der Bigarrenarbeiter würde ich hatte im ng und An lafchine, bi lens verrid Rube be begreifen mid o dente Fole Di günftigen dben lang nun, mein flicht in 1 brijter ba f thre alten len etwaige Wunsch po fülft, bann ftets von ntt fel, u pflichtunge lich an de theblich steigen. fo ift der Sieg irgend einer Arbeiterkategorie der Sieg fämmt So hängt ein Gewerbe innig mit dem andern zusammen, die auch gehegt und gepflegt werden muß. Parlamentarisches. In der Reichstags- Kommission zur Vors berathung der Solzzollerhöhung ist die deutschfreifinnige Partei durch die Abgg. Rickert, Dirichlet und Stiller, dem Wohlwollen, wie sie es damals bewies, betrachtet werden wird. Finanzminister v. Scholz: Ich habe mich sehr gefreut, zu hören, daß auch der Vorredner und seine Freunde dem Sperrgesetz zuftimmen werden. Um so mehr bedauere ich, seinen übrigen Ausführungen nicht zustimmen zu fönnen. Sein Antrag ist zwar nicht zum Sperr, sondern zum Zolltarifgefege selbst geftellt, ein ähnlicher ist aber auch für das erstere zu erwarten. Gegen diese Anträge spreche ich mich aus. Die Methode für ein solches Sperrgesetz ist den Parteien 1879 präjudiziell gewiffermaßen festgestellt. Es wurde damals als ein Muster von allen Seiten angenommen, um Schuß gegen übermäßige Einfuhr in der Bwischenzeit zu gewinnen. Die Vorlage entspricht jenem Muster. Von Intereffe wird es für das Haus sein, siffernmit licher Arbeiter, so ist die Solidarität aller Arbeiter vorhanden, durch Fahr. Göler v. Ravensburg, Graf zu Stolberg- Wernige mäßig einigermaßen zu übersehen, um was es sich bei diesem rode, v. Grawazki; die Reichspartei durch v. Carlowig und Staelin; die Nationalliberalen durch Haupt, Holzmann, bauptsächlich in den betreffenden Fach- und Unterftügungs, Klumpp; das Sentrum durch Graf Adelmann, Svahn, Rof, v. Schalscha, Dieden, v. Wendt, Maubach; die Sozialdemofraten durch v. Vollmar, Hasenclever. In die Kommission für die übrigen Pofitionen der Bolltarifnovelle baben die Bwar fönnen die Intereffen der einzelnen Arbeiterbranchen Vereinen vertreten werden, auch soll jede Gewerkschaft in erster Linie für sich sorgen, doch soll man niemals dabei aus dem Auge laffen, daß eine Befferung der Zustände nur durch ein festes Busammenhalten aller Arbeiter und auf Deutschfreifinnigen die Abgg. Loewe, Meyer( Halle), Dr. Witte, Dem Wege der Gesetzgebung geschehen kann. antenarmen Gelft nad nb Dir aud ich natürli treu bleib 3 brüderlid uguft." Politische Uebersicht. Broemel und Buddeberg; die Nationalliberalen Feustel, Dechels häuser, Penzig; die Deutschkonservativen Uhden, Dr. Frege, Dr. Gerlich; die Reichspartei Lohren, Erbprinz zu HohenloheDehringen, v. Kulmiz; das Zentrum Letocha, Trimborn, Frhr. v. Landsberg Steinfurt, Gielen, Biel, Radé und die Sozial -Die Sublommission der Börsensteuer Kommis Die Nothwendigkeit der Erhöhung der Kornzölle demokraten Singer delegirt. Dentschrift Friedrich des II. zu beweisen, welche folgender- sion hat den Entwurf eines Börsensteuergeseßes fertiggestellt; maßen lautet: Die große Runst besteht darin, diese Gelder derselbe wird voraussichtlich noch im Laufe dieser Woche der ( Steuern) zu erheben, ohne die Bürger zu drücken. Damit die Kommission zur Berathung zugehen. Don E. Thiele, Leplenstraße 12 Die Kommission des Reichstags zur Vorberathung der von dem Abgeordneten Broemel erstatteten Berichts zusammen*) Aus dem Gewerkschafter", Wochenschrift für Hand- Postdampfervorlage wird heute zur Feststellung des toerter, Gefellen, Gehilfen und andere Arbeiter. Vereinsorgan Der organifirten Tabal und Bigarrenarbeiter. Leipzig, Verlag treten. Die Unfallkommission des Reichstags bat am Sperrgeseze handelt. Ich habe aus den letzten drei Jahren die Durchschnittsziffern der Einfuhr der betreffenden Artikel für die Monate Februar, März, April und Mai berechnen laffen, und danach ergiebt sich, wenn man beim Februar nur noch ½ des Monats annimmt, die ührigen Monate aber voll rechnet, eine Differenz für den Februar, wenn nicht gesperrt wird, von 630 000 Mt., für den März von 2 078 000 Mt., für den April von 1942 000 Mt. und für den Mai von 2388 000 Matt, im Ganzen rund 7 Millionen Mart.( ört, hört! rechts.) Nun, meine Herren, ist damit aber blos diejenige muthmaßliche Differenz der Einnahmen angegeben, welche berechnet wird nach dem regelmäßigen Durchschnittseingang der Waaren, bet welcher also noch nicht darauf Rücksicht genommen wird, daß, was ja naturgemäß der Fall sein würde, beim Ausbleiben eines Sperrgesetes die Spetulation für weit größere Einfuhren Sorge tragen, und danach das Resultat fich noch ganz anders gestalten würde. Ich bin natürlich nicht in der Lage, entsprechend der eben vorgetragenen etwa eine Berechnung dessen aufzustellen, was voraussichtlich, wenn wir jest nicht das Sperrgelet machen sollten, die wirkliche Einfuhr der nächsten Monate und also der wirkliche Bollverlust sein würde. Aber die Erfahrung, bie wir in dieser Beziehung 1879 gemacht haben, meine Herren, ist sehr lehrreich; und ich darf mir da wohl erlauben, ein paar Hauptzahlen daraus mitzu- theilen- Ich muh in dieser Beziehung vergleichen das Jahr 1879 nicht mit dem unmittelbar vorausgegangenen Jahre 1878, weil, wie die Herren fich erinnern werden, dies auch schon unter gewissen Unregelmäßigkeiten des Eingangs litt, sondern mit dem letzten vorausgegangenen regelmäßigen Jahr 1877. ES stellte fich im April 1877 die Einfuhrmenge der Tabaks- blätter in Doppelzentnern auf 31 390, im Jahre 1879 dagegen auf 50 624, und die entgangene Zollerhöhung berechnet fich bei Zugrundelegun« der Einfuhr von 1877, also nach regelmäßigem Eingänge auf 1 914 790, im Jahre 1879 aber zu 3 088 064. In ähnlicher Weise ist das Veihältniß wie für den Monat April so auch für Mai und Juni, und wie für bearbeitete Tabaksblätter so auch für Zigarren, Wein in Flaschen, Wein in Fässern und rohen Kaffee ermittelt worden. Bei diesen fünf Artikeln stellt fich nun heraus, daß im Monat April 1879, die regelmäßige Einfuhr stattgefunden hätte wie im wenn Jahre 1877, die entgangene Zollerhöhung 3 032 416 M betragen hätte, daß fie aber thatsächlich schon 4866 678 Mark betragen hat. Für dm Monat Mai 1379 dagegen stellt fich bei diesen fünf Artikeln das Verhältniß so, daß während bei der regelmäßigen Einfuhr von den Zollerhöhungen 3,606,129 MI. eingegangen wären, in Wahrheit beinahe viermal so viel, näm- lich 13,335,589 Mk. entgangen find.(Hört! Hört!) Im Monat Juni 1879 oerhält es fich dann wieder ungesäbr so, wie es im April gewesen ist. Meine Herren, nun ist, glaube ich, ja in dem hohen Hause selbst große Geneigtheit vorhanden — und ich hoffe fie durch diese Zahlen noch vermehrt zu haben— auf die Sperrgesetzvorlage einzugehen, aber hier und da wohl auch für eine Amendirung derselben im Sinne des Herrn Vor- redners, darum möchte ich noch hervorheben, daß es den Effekt des Sperrgesetzes in unberechenbarer Weise schädigen würde, wenn wir dazu übergingen, ihm einen solchen Paragraphen anzuhängen. Denn, meine Herren, die Verträge, die vorher schon geschsoffen find und welche event. die Zulassung der Eingänge zu dem altm Zollsatze begründen sollen, find ganz unüber- sehbar und kaum kontrolirbar. Ich glaube, eS war am 8. Januar, wo der Herr Reichskanzler schon Gelegenheit nahm, hier im hohen Hause von der Vorlage zu sprechen, aber die Crwar- tung des Handelsstandes, der Betheiligten, ist schon viel früher auf diesen Gegenstand gerichtet gewesen. An den Getreide« börsen Deutschlands wird die Möglichkeit einer baldigen Erhöhung der Getreidezölle nicht nur diskutitt, sondern man fängt bereits an, fich vorfichtig für diese Eventualität einzu- richten. Dadurch werden aber auch andere Geschäftszweige in Mitleidenschaft gezogen. Viele Berliner Bäcker find z. B. gewöhnt, ihren Bedarf an Mehl regelmäßig durch Kauf auf Lieferung an der Berliner Produktenbörse einen Monat vorher zu decken; fie gewinnen damit eine Sicherung gegen schnelle Preisschwankungen, welche denjenigen recht hart treffen können. dem es zu dieser Vorfichtsmaßregel an Gelegenheit oder Umficht fehlt. In den letzten Tagen ist nun bereits den Berliner Bäckern bei Abschlüssen auf fremdes Mehl, z. B. ungarisches, die Bedingung auferlegt worden, daß fie bei Einführung eines höheren Mehlzolles jedenfalls die Differenz gegen den bestehenden Zoll auf fich zu nehmen hätten. Ich glaube, diese Mittheilung beweist, wie wenig es fich jetzt um etwas Plötz- liches oder Unerwartetes handelt. Für ganz ausnahmswerS gelegene Fälle aber, wo nach der allgemeinen Meinung eine Nachficht nicht blas billig, sondern nothwendig srin würde, hat der Bundesrath das Mittel in der Hand, Nachstcht zu üben, und ich glaube, das wird auch den weitgehendsten Forderungen genügen. Ich bitte deshalb, den Entwurf so wie er ist zu lassen und nicht mit einem solchen Paragraphen zu belasten, womit ich mich aber nicht etwa dagegen ausgesprochen haben möchte, daß eine Ergänzung desselben in dem Sinne, wie der erste Herr Redner, der Herr Freiherr v. Ow, es befürwortete, eintrete. Abgeordneter Klemm bleibt, obwohl er von der Tribüne spricht, selbst für Mitglieder des Hauses unoer- ständlich. Abg. Richter: Ich habe von den Ausführungen deS Vorredners so wenig wie von denen der Herren vom Bundes- rathstische, die ein schwaches Organ haben, auf meinem Platze verstanden. Der vorliegende Gesetzentwurf hat mit der Frage, ob Freihandel oder Schutzzoll, gar nichts zu thun, und man kann über ihn ganz unabhängig von jener Frage entscheiden, Meine Freunde werden ihre Abstimmung davon abhängig machen, wie VaS Gesetz im Einzelnen aussteht, und erhebliches Gewicht darauf legen, ob der Antrag Windthorst oder ein ahnlicher in zweiter Lesung angenommen wird. Der Mnister v. Scholz hal das Sperrgesetz von 1879 als Muster für das vor liegende vorgeführt. Ich kann diese Exemplifikation in solcher Unbedingtheit nicht zugeben. Die Verschiedenheit geht schon daraus hervor, daß das damalige Gesetz, obgleich Ge- treidezollerhöhungen in Frage standen, fich nicht auf den Getteidezoll bezog, während das jetzige auf Getreide- und Mehlzollerhöhungen Anwendung findet. Es macht bei einem Sperrgesetz einen sehr großen Unterschied, ob man es mit Finanz- oder Schutzzöllen zu thun hat. Das Sperrgesetz von 1879 hat fich fast ausschließlich auf Finanzzölle bezogen. Die Getreidezölle hat man damals in dasselbe nicht aufgenommen, den Anfangstermin für die Erhebung derselben sogar auf den 1. Januar des folgenden Jahres hinausgeschoben, so daß 6 Monate zwischen dem Bescdluß und der Giltigkeit des Gesetzes lagen. Der Minister v. Scholz hat derechnet, waS die Regierung wohl verdiene, wenn das vorliegende Gesetz unmittelbar in Kraft trete. Die Erztelung dieses PluS kann doch aber nicht allein maßgebend sein. Außerdem ist eine solche Berechnung gerade bei der Natur der Schutzzölle leicht eine trügerische. Bei dem plötz- lichen Inkrafttreten würden große Waarenmengen nicht einge- führt werden, die zu uns hineinkämm, gerade wenn die niedri- geren Zölle einige Zeit länger in Kraft Hieben. Von Getreidezöllen war frelltch schon lanae die Rede, aber ihre Höhe hat man ja nicht vorauswissen können. Die Regierung hat für Roggen einen Zoll von 2 M- verlangt; den Beschluß von 3 M. habe ich wenigstens bis zur Abstimmung selbst kaum als feststehend angesehen: um wie viel weniger ein draußen stehender Geschäftsmann. Eine Aeußerung des Staatssekretärs v. Burchard stellte es gerade in Zweifel, od überhaupt eine Roggenzollerhöhung kommen würde; man nahm eine Er- höhung blos deS Weizenzolls an. Bei Hafer und Hülsen- fmdften hat die„Freie wirthschaftliche Vereinigung" keine Erhöhung eintreten lassen, und bei dem Stärkeverhältniß der in derselben vertr.tenen Parteien müssen wir annehmen, daß diese auch nicht erfolgen wird. Bei so schwankenden Verhält- niffen konnte fich doch der Kaufmann nicht vorher einrichten. Ich glaubte Anfangs, daß Sperrgesetz werde fich nur auf Roggen und Weizen erstrecken. Bei dm anderen Artikeln liegen die V-rhältmfic ganz anders. Zum Beispiel bei Raps entsprechen lange Lieferungsverträge der Natur des Geschäfts. Man kann fich über die Tragweite des Sverrgesetzes erst ganz klar werden nach Schluß der zweiten Berathung über alle die Artikel, auf welche fich dasselbe bezieht. Finanzminister o. S ch o l z: Der Abg. Rrchter hat aller- ding» schon bei jener Gelegmbeit den eben begründeten Standpunkt vertreten, daß ein Sperrgesetz fich wobl für Fi- nanz-, nickt aber für Schutzzölle rechtferuge. Dieser Auffassung ist aber 1879 weder von der Reicksregterung noch von der Majorität de» Reichstages zugestimmt worden, denn unter den damals von der Sperre bettoffenen Artikeln befand fich in erster Linie das Eisen, und der Eisenzoll war kein Finanzzoll, sondern ein reiner Schutzzoll. Die Unterscheidung ist aber für den Zweck des Gesetzes auch ganz gleichaittig; es kommt darauf an, daß diesem Zweck nicht noch monate- lang diametral entgegengearbeitet wird. Auch stehen keineswegs blos die Interessen von Privatpersonm in Frage; wenn die in Betracht kommenden Jnteressm so stark, so erheb- lich find, daß die Gesetzgebung es für gerechtfertigt erachtet, fich ihrer anzunehmen, dann find eS eben nicht mehr Privat-, sondern öffmtliche Interessen; nur in dem Maße, wie man fie für öffmtliche Interessen erachtet, ist es gerechtfertigt, gesetzlichen Schutz eintreten zu lassen, dann aber muß man diesen Schutz auch durch die in Antrag gebrachten Maßregeln vervollstän- digen. Diejenigen Herren, die noch vor wenigen Wochen bei geringfügigen Forderungen von 20, 30-, 40000 Mk. ihre Sparsamkett so sehr betont haben, müssen doch unbedingt hier, wo es fich um 7 Millionen bei regelmäßigem, um einige 20 Millionen bei gesteigertem Verkehr Handell, die Konsequmzm ihrer Sparsamkeitshaltung ziehen. Die Hinausschiebung der zweiten Lesung des Sverrgesetzes bis zur Beendigung der zwei- ten Lesung aller in Frage kommenden Tarifpofitionen würde große Nachthcile mit fich führen und hätte gar keinen Zweck, da ja von der Sperrbefugniß ohnehin erst Gebrauch gemacht werden kann, wenn ein Beschluß in zwefter Lesung über die einzelnen Pofitionm gefaßt ist. Abg. Windthorsti Auch ich werde dem Sperrgesetz zustimmen unter der Bedingung, daß bestehende, wohlerworbene Rechte geschont werden. Den Interessenten, welche vor Ein- bringung der Vorlage Verträge über Lieferung von Gegen- ständen bona fide abgeschlossen haben, muß die Wohlthat des attm Gesetzes belassen werden. Zahlreiche Lieferungen, die jetzt oder demnächst abzunehmen find, wurden schon im ver- gangenen Jahre abgeschlossen, und die höheren Zölle würden ganz erhebliche Mehrausgabm machen. Mir ist ein Fall be- rannt, wo Jemand eine ganze Reihe von Wochen hindurch 2500 Marl mehr würde bezahlen müssen für die Lieferung von Waaren, die ihm auf Grund eines im vorigen Jahre abge- schlossenm Vertrages übermittelt werden. Ich habe daher einen Antrag eingereicht, der dahin geht, daß, so weit Gegenstände eingeführt werden in Folge von Vetträgen, die nachweislich vor dem 1. Februar abgeschlossen find, der alte Tarif in Kraft ' bleiben soll. Dieser Gedanke hat 1881 in der damaligen Novelle zum Zolltarif unter Zustimmung der Regierung seinen gesetzgeberischen Ausdruck gefunden. Ich würde dem Gesetz nicht zustimmen, wenn es störend in wohlerworbene Rechte und geordnete Verhältnisse eingreift. Finanzminister V.Scholz: Im Jahre 1881 handelte es fich um eine ganz plötzlich und unerwartet eintretende Aendcrung deS Zolltarifs; heute um Dinge, die lange Zell vorausgesehen werden konnten und auch vorausgesehen worden find- Im Jahre 1881 war auch dem damaligen Antrage deS Abg. Windthorst keineswegs die Zustimmung der verbündeten Regierungen ausgesprochen worden, vielmehr bat deren Ver- tteter in dritter Lesung ausdrücklich um die Ablehnung. Ich glaube nicht, daß die Zollbehörden im Stande sein würden, ohne einen neuen ganz außerordentlichen Apparat von Instruktionen und Personen eine solche Aufgabe zu lösen. Ich bitte also nochmals, von der Annahme des Antrages, namentlich in der gedachten unvollständigen Fassung, ab- zusehen. Abg. B r o e m e l: Durch das Sperrgesetz wird nicht die unberechtigte Spekulation vorzugsweise getroffen, sondern im Gegenthril das solide Geschäft. Allerdings ist schon zur Zeit der Wahlen, und besonders im November, Dezember und Ja- nuar viel Getreide zu Spekulationszwecken eingeführt worden; aber diesen Epekulanten konmt es gerade darauf an, daß das Sperrgesetz möglich bald eingeführt werde(sehr richtig!) während die soliden Firmen, welche ihre Abschlüsse für daS Frühjahr getroffen haben, durch die Sperre empfindlich geschädigt werden. Uebrigens hat man beispielsweise beim Roggen, diesem allerwichtigsten Artikel, erst ganz vor Kurzem erfahren, daß wirklich ein Differentialzoll ein- geführt wird. Durch diesen Umstand werden die Argumente welche der Abg. Windthorst im-Namen der Gerechtigkeit geltend gemacht hat. besonders verstärkt. Abg. Graf Udo Stolberg: Wir werden für die An- träge v. Ow und Wöllwarth(stehe unten) stimmen, weil fie eine nothwendige Ergänzung des Gesetzes enthalten. Dagegen stimmen wir gegen den Antrag Scipio- Struckmann, dessen prakttsche Durchführung wir für unmöglichlhalten. Der Antrag Windthorst ist zwar klar und in guter Abficht gestellt, bedeutet aber in seiner jetzigen Form«ine Entkräftung des Gesetzes. Wir werden abwarten, ob der Antrag in der dritten Lesung in einer für uns annehmbaren Form wieder vorgelegt wird. Ahg. Scipio befürwortet seinen Antrag, welcher nament- lich mit Rückficht darauf gestellt sei, daß erst ganz kürzlich wieder neue und sehr bedenkliche Zölle, wie z. B. der Mohnzoll, be- antragt seien. Dem Antrag Windthorst werde man jedenfalls näher treten müssen. Vielleicht zeige er den Weg, eine Schädi- gung des soliden Geschäfts zu vermeiden. Abg. Richter: Auch ich zweifle, od nicht die Spekula- tion auf das baldige Inkrafttreten der neuen Zölle viel stärker ist, als auf das verzögerte. Wenn die Herren so thun, als ob die Forderung des spateren Inkrafttretens unerhört, und als od die sofortige Sperre daS naturgemäße sei, so erinnere ich daran, daß schon im alten preußischen Zollgesetz von 1838 und ebenso in der Zollordnung des Reichs bestimmt war, daß in der Regel neue Zolländerungen erst 8 Wochen nach der Publi- kation in Kraft treten sollen.(Hört! hört!) Das Gesetz selbst wollte also den Interessenten eine gewisse Beruhigung geben. Jetzt nun will man umgekehrt den Zoll schon ungefähr 3 Wochen vor der Publikation wirksam werden lassen. Ich bitte Sie, in die zweite Lesung der Vorlage heute noch nicht einzutreten; wir find über die zahlreichen neuen Anträge noch gar nicht genügend informitt; und dadurch, daß wir mit der zweiten Lesung noch einige Tage matten, braucht der Eintritt der Sperre nicht verzögett zu«erden. Abg. Windthorst empfiehlt nochmals seinen Antrag. Die Furcht, daß das Gesetz umgangen werden könne, dürfe nicht dahin führen, daß man berechtigte Interessen verletze. Gegen betrügerische Manipulationen habe man die Strafgesetze. Der Antrag Struckmann stehe heute gar nicht in Frage, denn er bezieht fich nicht auf das Sperrgesetz. Damit schließt die erste Berathatung. Ein Anttag Richters, in die zweite nicht sofott einzutreten, wird gegen die Frei- finnigen, Volkspartei, Sozialdemokraten, einige Nationallibcrale und Zcntrumsmitalieder abgelehnt. Zur zweiten Lesung beantragen: 1. Windthorst: das Gesetz auf Gegenstände, welche in Folge von Verttägen, die nachweislich vor dem 1. Februar d. I. abgeschlossen worden find, eingefühlt werden, nicht Anwendung finden zu lassen; 2. v. Wedell-Malchow und F r e g e: in dem Anttage Windthorst an Stelle von„1. Februar" zu setzen:„15. Januar"; 3. v. O w: die Sperre auch auf Oele in Fässern auszudehnen; 4. v. Wöllwarth: auch Kraftmehl. Puder rc. unter das Gesetz fallen zu lassen; 5. B r o e m e l: RapS, Rübsaat und Mohn von der Sperre auszunehmen; 6. Rickter: die Sperre lediglich für Weizen, Roggen, Hafer, Buchweizen, Hülsenfrüchte, Gerste, Mais und Malz eintreten zu lassen. Die Diskusston wird über diese Anträge, zunächst mit Aussckluß der von Windthorst und Wedell, eröffnet. Ava. Richter: Mein Anttag will vermeiden, daß mit diesen Sperrmaßregeln in den Verkehr mit anderen, als mit großen Handelsartikeln eingegriffen wird. Bei Raps und Rübsaat z. B. ist gar keine Spekulation in Frage, welche die Sperre irgendwie rechtfertigen könnte. Wir wollen namentlich nicht auch überall die Sperre gewähren, wenn irgend Jemand von der Majorität den Einfall bekommt, irgend einen kleinen Handelszweig durch einen neuen Zoll zu beunruhigen.(Unruhe und Zwischenrufe rechts) Aller- Vings, wenn ich heut zu Tage von Ihnen(nach rechts) so oft reden höre über die Berückstchtigung, welche z. B. irgend eine Kolonie verdiene wegen eines ganz unwesentlichen Handels- attikcls, dann muß ich mich doch sehr verwundern über die Rückfichtslofigkeft, mit der Sie verfahren, wenn eine Gmpft von Agrariern es für gut hält, weils für ihren Geldbeutel so paßt, einen ganzen Handelszweig zu zerstören.(Sehr gut! mj» Beifall links. Widerspruch und Unruhe rechts.) Ja wohl, ganzes Verhalten ist vom Eigennutz diftitt!(Beifall linB- Große Unruhe rechts.) Was soll eS denn z. B- heißen, wen» die Sperre auf frische Weinbeeren, auf frisches Gemüse aui» gedehnt werden soll? Fürchfen Sie da wirklich jetzt eine scha»' liche Spekulation? Bleiben Weinbeerm und Gemüse et«« ftisch, wenn man fie wie Getreide in Speichern aufbewahrt? Mindestens muß doch das Sperrgesetz so redigitt werden, MB die Sperre wirklich eine sachliche Begründung hat. Dann ader darf fie nur, wie mein Antrag will, für die großen Hand««' attikel eintreten.(Beifall links. Zischen rechts.),,, Abg. v. Ow: Ich bitte, den Antrag Richter abzulehnen. Es handelt fich namentlich bei Raps und Rübsaat um koloW Summen, die wir dem Staatssäckel durch die Spene erbauen können. Herr Richter hat dann von einer„Gruppe von AW riern" gesprochen, deren Verhalten vom Eigennutz diktm\'- (Sehr richtig' links.) Er hat vergesse», daß eS sich die Majorität des HauseS handelt. Im Namen dieser 9% rität protestire ich gegen seine Aeußerung und weise diel«« zurück mit Stolz und mit Entrüstung!(Lebhafter Beif«' rechts. Gelächter links.) � Abg. Broemel: Mein Anttag ist im Interesse ~ lt. welcbe durck die Snerre von""r deutschen Oelmüller gestellt, welche durch die Sperre von und Rübsaat in eine ganz unglaublich schlimme Lage komw� würden. Namentlich würde vre große Expottindustne, du 0° hier haben, schwer geschädigt werden._ ,, ■ Abg. Richter: Mit dem Stolz ist eS eine schöne ß-F wenn er fich auf daS Vollbewußtiein der eigenen RtanK aber wenn er nur darin besteht, Anträge zu stellen, we«? auf Kosten der armen Leute ansgcführt werden können, i' eS mit diesem Stolz nicht weit her. Abg. v. Wöllwarth bezeichnet diese Aeußerung« nicht sachlich und erläutett seinen Antrag.. Abg. Richter: Ich habe mich stteng an die halten, so lange ich die Ueberzeugung hatte, daß Gründe Berücksichtigung finden würden. Wenn ab« L Seiten der Majorität darauf verzichtet wird, wenn man g Sperre sogar auf frisches Obst und Gemüse ausdehnen so sehen wir uns einer festen Mehrheit gegenüber, gegen_ nur schwer angekämpft werden kann. Der WöllwatthM'! trag begreift auch in fich Stärke aus Kattoffeln, die unterliegen, und aus Mai», auf der nur ein g«% Zolle unteruegen, und aus Mais, auf der nur ein W1":'. Zoll ruht. Ich glaube, durch die Entscheidung über die% � w wird der sachlichen Anträge, die hier gestellt werden, scheidung über die Zölle präjudizirt. Staatssekretär v. Burchard: VlaalSserrerar v. Burchard: Der Vorredner g«' der Ueberzeugung aus, daß in dem Sperrgesetz die Zölle � gesetzt werden sollen. DaS ist aber nicht der Fall.> durch dasselbe nur dem Reichskanzler die Befugniß zuerl� j werden, über gewisse Artikel die Sverre zu verhangen Maßgabe der Beschlüsse, welche vom Reichstage gefaßt me Auch in dem Jahre 1879 ist ähnlich verfahren worden, wenn dieses Verfahren so ungeheuerlich ist, wie es der Vorredner darzustellen versucht, warum hat er nicht damals Widerspruch gegen dasselbe erhoben? Da« J Sperrgesetz vorher erlassen wird, weil sonst die Wirkung. ganzen Zollgesetzes beeinträchtigt wird, ist nothwendig- in einer andern Richtung geht der Herr Vorredner von ft11 J Voraussetzungen aus. Das Sperrgesetz bezieht fich nm j, die Artikel, deren Zollerhöhung in dem vorgelegten@ Ausficht genommen wird. ES kann also keine Am auf Früchte finden, da von denselben im Gesetze nö Abg- Richter: Der Wortlaut deS§ 1 des© spricht nicht für eine solche Deutung. Vielmehr uu„ selbe nach meiner Anficht und der Anficht vieler A#*» m im Hause Alles, was unter 9 steht. Ich weiß wohl, MU durch das Sperrgesetz nicht den Zoll feststellen. Ab«% die Vollmacht zur Verhängung der Sperre auch auf st u', geordnete Einfuhrartikel, wie beispielsweise die Statu, J gedehnt wird, so steht die Bedeutung eines solchen Einklang m«" 91b(rt0 in die geschäftlichen Interessen nicht im Einklang Nutzen, der geschaffen werden soll. auch für diesen Artikel eintreten kann. DaS"übersteigt Alles, was man bisher an RückfichtSlofigkeit gezeigt hat- Staatssekretär v. Burchard: Ich kann den � v. Kardorff nicht authentisch interpretiren, aber ich habt verstanden, wie ich es Ihnen vorhin angegeben habe., Es folgt darauf die Diskusfion über den Antrag � Horst. k Abg. Woermann: Nach der Erklärung, Herr Staatssekretär abgegeben hat, ist zwar wenig AuSst?,/ Annahme des Antrags Windthorst oder des von meiner� gestellten Antrage» seitens der Regierung vorhanden. stimmen wir demselben zu mit Vorbehalt etwaiger%..w rungen bei der dritten Lesung. Er ist auch eine Nothn � geworden, weil von vielen Geschäftshäusern große abgeschlossen worden find, bevor man noch eine Ahnung � baue, oaß eine Erhöhung der Getteidezölle eintreten s" ji In Hamburg beispielsweise wußte vor dem 8. Januar, � Herr Reichskanzler die Getreidezölle ankündigte, Nieman � von einer solchen Maßregel. Man glaubte vor allen nicht, daß diese Zölle in einer solchen Höhe kommen wie fiejetzt vorgeschlagen find. Daß Ausnahmen, ÄV Abg. Windthorst statuiren will, für die Geschäftshaus D wendia aeworden find, wird mir Federmann zugeben-£ä wendig geworden find, wird mir Jedermann zuge beispielsweise im November v. I. ein Kontrakt Schiffsladung Getreide in Amerika abgeschlossen ist, dem kontrahirenden Hause durch den M' von vielen taufenden Matt erwachsen, wenn ou»% ohne Weiteres in Kraft träte. Man hat gesagt, daß. trag Windthorst nur dazu führen werde, VordattruN« � f artiger Vetträge zu begünstigen. Aber der Bundes � sicher die Schwierigkeiten überschätzt, derartige bei, p Maßnahmen einzelner Geschäftshäuser festzustellen. Ö deshalb, den Antrag Windthorst anzunehmen. „....... s.„____ y_____ ftrf/ Abg. Löwe: Es würde eine große Schädigung timen Handels bedeuten, wenn das Sperrgesetz ohne � r in Kraft gesetzt würde. Hiefige Geschäftshäuser Mittheilung gemacht, daß der Getreide- unv der-„„w-, unmöglich daran Venken konnten, daß so enorme gen eintreten würden. Alle Diejenigen, welche nilw � ach ihr«genes Interesse ver folgen, sollten dah» � hin wirken, eine unbillige Beeinträchtigung verhindern. Ein RapShändler hat mir mitgerye sofortigem Eintritt des Sperrgesetzes bei einer Iv,tHunru, is-kiiurn ut» V"".T.n, i'«1!'. rung 70 000 M. verlieren würde. Er ist bereit, all„(p j hauptungen mit Dokumenten zu belegen. Ht» y i" böswilliger Hinterziehung nicht die Rede' anderes bedeutendes Haus hat mich darauf sam gemacht, daß gerade durch die ßf erhöhung der schlimmen Spekulation Tbür und 4 sei. Es haben nämlich an der hiestgen Börse er*«s Großgrundbesttzer find, darauf hin, daß st** gbfdf erhöhungen Kenntniß hatten, die ungeheucrlichsteu sofortiger Lieferung gemacht. der legitime Handel, der seine (Hört! hört! links-) ,, Abschlüsse gemacht� A Zeit, wo er nichts von dem Eintritt der Zollerhö�ud�� jetzt gezwungen ist, die höheren Zölle zu wenn er fich dem nicht aussetzen will, den G�o in die Hände fallen, die ihre Kenntniß von der bbli, b-z'üo dirz W ine Gruppe Seldbeutel fo en über die öle benust haben, um toloffale Auffäufe zu machen. Das illuftritt Ihre( rechts) Bollpolitit. Abg. v. Frandenstein hält die Annahme des Antrags r gut! und Bindthorft für einen Aft der Gerechtigkeit. Ein Bedenken wohl, The egen daffelbe ist allerdings nicht wegzuleugnen, daß AntiBatirungen eifall linte. vorgenommen werden. Allein gegen derartige Uneißen, wenn eblichkeiten schüßt einmal die hohe Strafe, welche gegen dieBemüse aud felben festgesezt werden kann; sodann steht den Behörden ja t eine schäd auch ein gewisses Recht der Einsichtnahme in die Bücher zu. emüse etwa aufbewahrt? Windthorst'schen Antrages zu bezeichnen, weil am 8. Januar werden, daßm ersten Male offiziell die Getreidezölle angekündigt find. Dann aber Abg. Windthorst wird voraussichtlich diese Aenderung sut helgen. en Handel abzulehnen. um toloffale tre erhalten von Agra 3 diktirt sei ich hier um Diefer Majo peife dieselbe Abg. Windthorst: Ich habe zwar immer geglaubt, daß man von den Absichten der Regierung dann erst etwas weiß, enn dieselben uns hier in Vorlagen kundgeben find. Trotzdem bin ich bereit, den Abänderungsvorschlägen des Abg. v. Wedell Buguftimmen. gat Staatssekretär v. Burchard: Der Herr Reichskanzler allerdings am 8. Januar zum ersten Male die Erhöhung Der Betreidezölle angekündigt. Im Allgemeinen war die Maß regel schon früher bekannt, wenn auch die Geschäftswelt nicht fter Beifall wußte, in welchem Grade die Zollerhöhungen stattfinden und welche Artikel davon betroffen werden würden. Sie haben deshalb schon vorgesehen, und in den Verträgen, die fte Entereffe ber e von Rap den Verkäufern abfchloffen, ficher die Klausel aufgenommen age lommen für den Fall einer etwaigen Bollerhöhung der Verkäufer Irie, die wis Boll zu tragen habe. Das müßte von einem vorsichtigen häftsmanne verlangt werden. chöne Sache Kraft fist welde nur nen, Berung fo ift als e Sache ge af faglige aber von in man bie ehnen gegen will, Die rth'iden Die feinem ein geringe = die fleinen hlichen Er geht Ent Bölle fe I. Es fol Bauerfan ängen n agt werd orden, s der nicht be Daf Birkung Bud ndig. Don falid in Abg. Windthor st: Geseze erhalten immer erst nach gewiffen Beit Kraft, wenn auch der Herr Reichskanzler doch unmöglich vor vem 15. Januar Gesegestraft haben. beiterfeit.) Abg. Woermann: Ich muß doch den vorsichtigen Gedaftsmann gegenüber dem Herrn Staatssekretair in Schuß nehmen. Bu einem Kontrakte gehören zwei, und ein Verkäufer wurde in dem Falle ficher den Boll nicht tragen. nommen. Bindthorft mit dem Unterantrag Wedell einstimmig anges Die Debatte wird hierauf geschloffen und der Antrag Die von n Abgg. Richter und Broemel gestellten Anträge werden abgelehnt, die Anträge der Abgg. Wöll warth und v. Dw angenommen. daß Bahnhof daher wirklich eine Wahlversammlung stattgefunden habe, so werde dies noch von ihm gerügt werden. ( Beifall.) Abg. Mesner: Er habe auf seine bezüglich Beschwerde über das Vorkommniß von der Direktion in Rosel die Antwort erhalten, daß kein Anlaß zum Einschreiten vorliege. Die Ausgaben werden bewilligt. fte der Produktion Deutschlands gleichkommt. I namentlich nicht politischen Zwecken beftimmt. Wenn in dem Bei einem Vorsprung Don 20 Mart 3oll tönnen diese Länder ihre Erzeugnisse leicht nach Deutsch land versenden und dafür russischen Roggen zum einheis mischen Konsum beziehen, beziehen, zumal Roggen meist bei ihnen frei eingeht. Das bedeutet lediglich eine Lahmlegung des großen Roggenimports der deutschen Seehäfen an der Ostsee wie an der Nordsee. Tausende von Arbeitern würden dadurch brotlos werden. Die Rhederei und der Schiffsbau würden ihre Beschäftigung verlieren, und auch die norddeutsche Mülleret würde in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine so weit reichende Verschiebung von Verkehr und Industrie entspricht sicher nicht der Billigkeit. Sie kann auch nicht durch die Nothlage des Roggenbaues begründet werden, denn die Roggenpreise find seit 1880 ftets erheblich höher gewesen als 1879. Besonders bedenklich ist es, daß jeder Differentialzoll zu schlimmen Mißbräuchen führt. Im gegenwärtigen Augenblic wird überdies die Wirkung des Differentialzolles verschärft burch das Sperrgeses. Gelingt es in der That, durch diese Maßregel die ruffische Kornzufuhr von den deutschen Seehäfen zu verdrängen, so wird man dies, so weit das Meer deutsches Land bespült, von Memel bis Emden als eine Vergewaltigung empfinden.( Lebbafter Beifall links.) Die weitere Berathung wird um 5% Uhr bis Mittwoch 2 Uhr vertagt. Berichtigung. Der Abg. v. Hülst( nationalliberal) hat gestern nicht für, sondern gegen die Erhöhung des Roggen und Weizenzolls gestimmt. Abgeordnetenhaus. 21. Sigung vom 17. Februar 1885, 10 Uhr. Am Ministerfische Maybach und Kommissarien. Das Haus fezt die Berathung des Ausgabeetats der Eisenbahnverwaltung fort Abg. Büchte mann bellagt, daß die für die Erneuerung des Oberbaues der Bahnen ausgeworfene Summe immer noch eine so außerordentlich hohe sei; der Staat zahle den Koalt tionen der Schienenfabrikanten Preise, die den Preis der Schienen auf dem Weltmarkte ganz enorm überstiegen. Die Verwaltung solle das Ausland zu den Submissionen in umfangreicherer Weise heranziehen und den inländischen Werken nicht einen unberechtigten Vorzug gewähren. Ministerialdirektor Schneider stellt letteres in Abrede; die schlechten Dividenden der Eisenindustrie. Gesellschaften be wiesen ja, daß ein unverhältnißmäßig hoher Gewinn bei den Schienenlieferungen für die Staatsbahnen für fte nicht heraustomme. Das Ausland sei zu den Submiffionen ebenmäßig lande nicht eingegangen. Dieser Umstand zeige, daß die von den inländischen Werken geforderten Preise durchaus anges meffen seien. §1 wird mit diesen Anträgen angenommen, desgleichen ohne Debatte die§§ 2 und 3;§ 4 bestimmt, daß während der Geltungsdauer der Sperre die Bestimmung des Zollver- zugelassen, in den letzten Zeiten seien aber Offerten vom Auseinigungsvertrags von 1867, wonach von allen mit einem Einfubrzoll von mehr als 3 M. per Doppelgentner belegten aus lindischen Erzeugnissen feine weitere Abgabe, insonderheit kein Rommunalaufschlag erhoben werden darf, für die gesperrten Artikel außer Anwendung treten soll. Die Abg. Richter erklärt sich gegen diesen Paragraphen. Es e bier eine sehr wichtige Bestimmung der Bollvereinsverträge fach außer Kraft gesezt werden, obwohl der lettere in sehr kter Absicht die Autonomie der Gemeinden in Bezug auf f ein Verdienst des Reichskanzlers, in Preußen die Beseiti Erhebung von Konfumtionsabgaben eingeschränkt habe. Es fung der Mahl- und Schlachtsteuer durchgeführt zu haben. Benn in Sachsen noch eine Mahlsteuer bestehe, so müsse man dort nach der Erhöhung der Getreidezölle doch um so mehr Bedenten tragen, fte fortbestehen zu laffen. Gerade Sachsen Derde von dieser Erhöhung härter betroffen als ein anderes land; die Kommunalsteuer auf das Brot beibehalten hieße das ch nur auf Befege Anwendung nichts fiebt Spergeleges mfaßt bers Inderer hier , daß wit Aber wen uf fo unte Stätle, a en Eing mit b bend w no bod werden eine Sp rfteigt that. Den Ant babe e be. tag Wi welche Ausficht einer Bar er Aband bwendigte Se Kontra ung bavo ten with ar, wo b mand etw Ten Ding en würd wie fie Däufer no Den. We über c o würbej Schädig Sperr aß der rungen desrath Setrüger S g bes l The Weit haben Rapsban Bollerbob nit und D t nur le Handell Bigen B in alfo Daß er e feine fein. f auf liche bor ge ulanten ben bfch life Wenn at, au gen w To mu unbbe böbun Des Inrecht verdoppeln. daß Bundestommiffar, sächsischer Finanzrath Golz konstatirt, nur in einigen Städten eine Steuer auf Mühlenfabrikate er boben werde. beben nicht recht herausfinden. Auf Sachsen habe ich des Abg. Richter: Ich kann den Unterschied zwischen remplifizirt, weil vorhin, wie mir inzwischen mitgetheilt on einem sächsischen Abgeordneten( Abg. Klemm) in der Geraldiskussion die Sache angeregt worden ist. Un die Bemerkungen des Abg. Richter knüpft sich eine längere Debatte, in welcher die sächsischen Abgeordneten Hartwig, Klemm, Gehlert und Ackermann die fach fischen Kommunen gegen die Angriffe des ersteren Schug nehmen. Gegen die in erster Linie in Dresden erbobene städtische Abgabe von Mehlprodukten seien nur die wenigen Gesinnungsgenoffen des Herrn Richter eingenommen, und die große Mehrheit begrüße die in Aussicht stehende Re form dieser Kommunalabgabe, durch welche ein vermehrter Er trag herbeigeführt werden soll. mit Freuden. Gegen die Bemerkung Richters, daß die Dresdener hoffentlich noch einmal dahin kommen würden, die Beseitigung Dieser brückenden Konsumtionsabgaben als eine Ehrenpflicht zu erfennen, bemerkt Abg. Ackermann, daß der Abg. Richter der Allerlegte sei, den die Sachsen im Punkte der Ehre Sachfens und Dresdens um Rath fragen würden. Bebel protestirt dagegen, daß der Abg. Hartwig Abg. m Namen der Majorität der Bevölkerung Dresdens sprechen dürfe. Die Sozialdemokratie habe sich nicht nur gegen die Bermehrung der indirekten Steuern verwahrt, sondern sich auch auf das Allerentschiedenste für die Abschaffung aller bes ftebenden Bölle ausgesprochen.( Heiterkeit.) ein, deffen Ablehnung den Haushalt von hunderten von bg. v. Fischer tritt für die Annahme des Paragraphen bairischen Gemeinden in Unordnung bringen würde. Abg. Richter: Es scheint doch, als ob ich mit meinen Ausführungen einen wunden Punkt berührt habe, auf den wir Abg. Büchtemann betont dem gegenüber, daß es doch eine Thatsache sei, daß die deutschen Eisenwerte nach dem Auslande die Schienen ganz erheblich billiger liefern; man möge den ausländischen Fabrikanten bessere Lieferungsbedingunden stellen, damit sie mit den unserigen konkurriren fönnen. Abg. Berger: Das Ausland stellt wesentlich günstigere Lieferungsbedingungen, die den deutschen Werken zwar ermög lichen, billiger zu liefern, deren Nachahmung aber der Vers waltung nicht zu empfehlen wäre. Im Auslande werden Schienen anftandslos abgenommen, die, wahre Mordwerkzeuge, von feinem preußischen Schienenkontroleur durchgelassen werden würden. Abg. Büchtemann: Die Argumente des Vorredners sprachen indirett auch für meinen Wunsch, daß die Subs mistonsbedingungen etwas weniger scharf gehalten würden; selbst Krupp habe sich in früheren Jahren geweigert, gewiffe Bedingungen, deren Erfüllung die Güte der Schienen gar nicht einmal tangirte, zu unterschreiben. Abg. Berger: Wenn der preußische Eisenbahnminister vorzügliche Schienen haben will, muß er auch etwas mehr be zahlen als das Ausland. Der Preis der Schienen richtet sich einfach nach der Qualität. Die Koalitionen sind eine treffliche Einrichtung zur gleichmäßigen und rationellen Vertheilung der Arbeiten auf die verschiedenen Werke. Abg. Meyer( Breslau): Noch niemals hat ein Geschäftsmann fich einer Roalition angeschloffen, damit seine Konkurrenten. zu leben haben.( Heiterkeit.) Der Bweck der Koalition ist viel mehr der, den Preis über das durch die freie Konkurrenz fest geftellte Niveau emporzuheben, und die Wachsamkeit der Konsumenten muß fich diesen Koalitionen dann um so schärfer zuwenden, wenn das Mißverhältniß beider zu Nachtheilen für den Einzelnen und die Allgemeinheit zu führen droht. Die Bemerkungen des Abgeordneten Büchtemann waren daher wohlberechtigt. Die fächlichen Ausgaben der Eisenbahnverwaltung für die Bahndirektionen Berlin, Bromberg, Hannover, Frankfurt a. M. werden hierauf bewilligt. Bei dem Ausgabekapitel für den Direktionsbezirt Magde burg wünscht Abg. v. 3edlis( Mühlhausen) die Herstellung einer befferen Bahnhofsanlage in Sömmerda. Abg. Bache m bittet, die Bahl der festangestellten Heizer und Bremser des Güterzugpersonals im Bezirk der Direktion Köln( linksrheinisch) zu vermehren. Die Abgg. Lehmann, Berger, Pleß und Büchte. mann bedauern übereinstimmend, daß, wie ihnen glaubwürdig berichtet sei, im Bezirk der lintsrheinischen Direktion auf Veranlaffung derselben, namentlich in Saarbrüden, generelle Lohnherabſegungen verfügt worden seien, welche fich für die Eisenbahnarbeiter bis auf 16 pCt. der Löhne belaufen sollen; Ministerialdirektor Brefeld erklärt, daß eine allgemeine Verfügung in diesem Sinne von der Bentralstelle Die Konservativen find, dafür zeugt der Umstand, daß Herr feineswegs ausgegangen sei. Hartwig 1877 selbst noch für Herrn Bebel in Dresden gestimmt haben soll.( Große Heiterfeit links.) erhärten laffen. Abg. Hartwig bestreitet das lettere; Herr Richter sei auf diese Mittheilung ebenso hereingefallen, wie er( Redner) gefallen sein sollte. Er könne die Wahrheit der ihm in dieser Beziehung gemachten Mittheilunngen burch zahlreiche Beugen Abg. Richter: Daß der Abg. Hartwig berrn Bebel gewählt hat, ist mir foeben von Herrn Bebel felbft mitgetheilt 1877 worden.( Große Heiterfeit. Abg. Hartwig ruft: Woher weiß er das?) Die Nachricht, daß Hr. Hartwig das Opfer einer Mystifikation geworden, ist uns zuerst aus Sachsen selbst gekommen. §4 wird darauf angenommen. Es folgt die Berathung des Antrags Broemel, wonach der erhöhte Roggenzoll erst nach dem Ablauf des spanischen Handelsvertrages erhoben werden soll. Bolles gegenüber Rußland, während für alle anderen Staaten der alte Bollfat in Kraft bleibt, bildet für unsere Bollgeset gebung ein Novum. Bis zum Bekanntwerden der Motive hat man es für unmöglich gehalten, daß die deutsche Zollgefeggebung zu dem Differentialzollsystem zurückkehren würde. Die Motive wer fen selbst die Frage auf, ob nicht die meistbegünstigten Länder von ihrem Roggen nach Deutschland schiden und dafür russischen Roggen beziehen werden, so daß dadurch die Einnahme aus dem erhöhten Boll sich herabmindern würde. Aber diese rein fich um eine vollständige Verschiebung der Versorgung Deutschber tommerziellen und industriellen Schädigung. Es handelt lands mit Roggen. Die Roggenproduktion in den meistbes günstigten Ländern, in Defterreich, Frankreich, Belgien, Abg. Rumpff: In den Fabrikantenkreisen schlägt durch weg für die Arbeiter ein warmes Herz; die Mißverständnisse zwischen Arbeitgebern und Arbeitern werden lediglich künstlich durch gewiffenlose Agitation erzeugt. Abg. Wind thorst: Man darf solchen Verhältnissen gegenüber nicht einfach schweigen. Die Art, wie eine Reihe von Arbeitgebern gegen ihre Arbeiter vorgehen, ist des äußersten Tabels werth. Die Regierung darf auf diesen Weg nicht treten. Bei den Ausgaben für die 8entralverwaltung c. erklärt auf eine Anfrage des Abg. Büchtemann der Ministerials direktor Schneider, daß die Verwaltung zur Beseitigung der bekannten, durch die Niveauübergänge der Stettiner Eisen bahn über Straßen von Berlin entstandenen Uebelſtände eine Vereinigung der Berlin- Stettiner mit der Berlin- Lehrter Bahn hof ins Auge gefaßt habe. Die Ausgaben werden bewilligt. Der Nachweis über die Verwendung des im Eisenbahna Etat pro 1. April 1883/84 vorgesehenen Dispositionsfonds von 1 500 000 m. wird durch Kenntnißnahme für erledigt erklärt. Bei den einmaligen Ausgaben beantragt die Budgettommission, die Forderung von 100 000 M. für den Umbau des Bahnhofes Uelzen zu streichen. Abg. Plinde beantragt und befürwortet dagegen die Bewilligung des Bostens. Diesem Antrage gemäß beschließt das Haus mit großer Mehrheit, genehmigt auch die übrigen Pofitionen dieses Etats und vertagt sich sodann um 14 Uhr bis Mittwoch 11 Uhr ( Antrag Huene, betreffend Verwendung der Einnahmen aus den Getreidezöllen; Konvertirungsgesetz; fleinere Vorlagen und Betitionen.) Lokales. b. Eine sehr merkwürdige Zukunfts Gegend Berlins ist die, deren Haupt- Verkehrsader künftig die Warschauerstraße bilden wird. Die breite, imposante Straße, welche vom Oberbaum nach der Frankfurter Allee hinüberführt, ist über ehemaligen Wiesengrund hoch wie eine Bergstraße aufgeschüttet. Bermittelst einer mächtigen Brücke überschreitet sie das gewal tige Schienennet der Schleftschen und der Ostbahn und tief unter dem Beschauer brausen die Büge ohne Unterbrechung hin und her. Nach der Stadt zu blidt man gerade in die Riesenhalle des Schlesischen Bahnhofes hinein. Nach Rummelsburg au fällt der Blid auf ein Gewirr von hohen Eisenbahndämmen, welche vollkommen den Anblick einer mächtigen Festung ges währen. Wie eine Bitadelle leuchtet von der Höhe das röthliche Bahnhofs Gebäude herüber, von dem und zu dem die Ringbahnzüge herab- und hinaufgleiten. Weithin überblickt man die Stadt und das Spreethal. An der Straße selbst feffeln die riesigen Klärungsbaffins der Wafferwerte unsere Aufmerksamkeit, die fich in langer Reihe etagenmäßig aufbauen. Fabriken und Speicher steigen gegenüber bereits empor. Kurz, die Gegend gewährt einen ganz besonderen großstädtischen An biick, wie man ihn in Berlin nicht zum zweiten Male findet. N. Ein Streit zwischen zwei Söhnen des schwarzen Erdtheils, bei dem sogar Blut gefloffen, sette gestern die Bewohner eines Hauses der Alvenslebenstraße in Aufregung. In bem genannten Hause hat der Afrikareisende Herr Major a. D. von Mechow eine Wohnung inne, welche er mit zwei in dorti ger Gegend namentlich bei den Kindern allgemein beliebten Negertnaben theilt, die, zwei verschiedenen Stämmen angehörend, er fich von seinen Reisen in das Innere Afrikas mitgebracht, und deren Lehrer und Erzieher er ist. Bei einer Reise nun, die Herr v. Mechom kürzlich unternommen, waren die beiden Knaben allein in der Wohnung zurückgeblieben. Die ungewohnte Freiheit benußte der Weltere gestern, um die ausgedehntesten Erlurstonen zu unternehmen. Deswegen von dem jüngeren, der ihm den Eintritt in das gemeinschaftliche Schlafzimmer verweigerte, bet seiner Rückkehr zur Rede gestellt, gerieth er dermaßen in Wuth, daß er sich zu empfindlichen Mißhandlungen hinreißen ließ. Nun erwachte bei dem Geschlagenen das heiße afrikanische Blut, er ergriff ein zur Hand liegendes Meffer und brachte seinem Genossen eine nicht unbedeutende Verlegung bei. Von dem Lärm herbeigezogene Hausbewohner vermochten die Kämpfenden nur mit Mühe zu trennen, und da man eine Wiederholung des Kampfes befürchtete, wurde der angebliche Othello vorläufig in der Nachbarschaft einquartirt. Polizei- Bericht. Am 16. d. M. früh gerieth in einer Küche des Hauses Königin- Auguftastraße 26 in Folge Mangels der Isolirschicht die Balkenlage unter der Kochmaschine in Brand. Das Feuer wurde noch vor dem Eintreffen der Feuers wehr gelöscht, so daß die lettere nur noch Aufräumungs- Arbeiten zu verrichten hatte. An demselben Tage Abends fiel ein unbekannter etwa 50 Jahre alter und anscheinend dem Arbeiter ftande angehörender Mann in der Weinmeisterstraße in Folge von Trunkenheit zur Erde und erlitt dabei eine so schwere Verlegung am Kopfe, daß er mittelst Droschte nach dem St. Hedwigs- Krankenhause gebracht werden mußte. Gerichts- Zeitung. Unter der Anklage der wiederholten Unterschlagung stand gestern der großbritannische Unterthan John George Wyle vor der dritten Straffammer hiesigen Landgerichts I. Derselbe war im Jahre 1883/84 in der von der Firma M. Vollmer in der Urbanstraße bierselbst betriebenen Luxuswaaren- Fabrit als englischer Korrespondent, Buchhalter und Reisender in Stellung und hat theils Gelder, welche ihm zur Deckung von Geschäftsschulden übergeben waren, theils eingegangene Poftanweisungen, theils auf der Reise eingezogene Summen unterschlagen und für sich verwendet. Es standen etwa 50 Fälle der Unterschlagung im Gesammtbetrage von ca. 11 000. zur Anklage. Tem Angeschuldigten wurde ferner vorgeworfen, daß er sich auf seinen Reisen mehrfach als Inhaber der Firma und als M. Vollmer vorgestellt habe, während seine Behauptung, daß er nur als Vertreter der Firma aufgetreten set, nicht glaubhaft erscheint, da er auch vers schiedene Quitiungen einfach mit M. Vollmer unterzeichnet hat. Angeklagter bestritt seinerseits jede Schuld. Die Beweisaufnahme wurde deshalb komplizirt und ausgedehnt, weil der Angeklagte behauptete, daß er auf Grund des, mit seinem ehemaligen Chef abgeschloffenen vorläufigen Kontraktes, bereits im Mai v. J. berechtigt gewesen sei, über die einge Abg. Bach em: Nichts ist geeigneter, das gute Verhält- zogenen Außenstände und sonstige Mittel der Firma nach niß zwischen Arbeitern und Arbeitgebern zu zerstören, als die Wahlbeeinflussungen, welche gerade von Parteifreunden des Abgeordn. Rumpff gegenüber ibren Arbeitern ausgeübt werden. Abg. Rumpff weist diesen Vorwurf zurück. Die Ausgaben für die Direktionen Wagdeburg und Köln ( linksrheinisch) werden bewilligt. Bei den Ausgaben für die Direktion Köln( rechts rheinisch) wünscht Abg. Diefenbach die Ermäßigung der für die Frachten zwischen Neuß und Düsseldorf bestehenden sehr hohen Eisenbahntarife. Geb. Rath Fled erwidert, die Staatsregierung werde, so weit die Finanzlage das erlaube, auf eine schrittweise Ermäßigung der Tarife hinwirken. Das Kapitel wird bewilligt. finanzielle Betrachtung fällt gar nicht ins Gewicht gegenüberlegten Wahlen eine zahlreich besuchte Wahlversammlung statt Bei den Ausgaben für den Direktionsbezirk Breslau bemerkt Abg. Mesner, daß in dem ohnehin in sehr mangelhaftem Bustande befindlichen Bahnhofe in Kosel während der gefunden habe, und das zu einer Zeit, wo fünf Personenzüge den Bahnhof freuzten. Minister Maybach hofft bald ein Projekt für den Neubau des Bahnhofes vorlegen zu können. Im Uebrigen feien freiem Ermeffen zu disponiren; die Beugenvernehmung unters stügte diese Behauptung aber feineswegs. Der Staatsanwalt hielt denn auch die Aillage in allen Fällen aufrecht und bean= fragte eine Gefammistrafe von drei Jahren und drei Jahren Ehrverluft. Rechtsanwalt Dr. Friedmann als Vertheidiger hatte einen schweren Stand und bot in seiner Rede Alles auf, um die Handlungsweise des Angeklagten in ein milderes Licht zu stellen. Der Gerichtshof fand aber feine Veranlassung dem selben mildernde Umstände zu bewilligen, sondern erkannte bem Antrage des Staatsanwalts gemäß. Vereine und Versammlungen. " t. Eine öffentliche Tischlerversammlung für den Westen und Südwesten fand am Montag Abend unter sehr zahlreicher Betheiligung im Rothader'schen Lokale in der Belle Alliance- Straße statt. Herr Röde I referirte hierselbst über das Thema: Unsere Aussichten für die Lohnbewegung in diesem Frühjahre. Nach einem Rüd- und Ueberblick über die allgemeine Lage und den gegenwärtigen Stand der Bewegung tam derselbe auf die für die Tischler bedeutungsvolle Frage der Minimal Lohntarife, welche von den Tischlergesellen schon vor längerer Zeit aufgestellt und der Tischler- Innung zur Bes den Niederlanden, Griechenland, Türkei ist so groß, Bahnhöfe für das reisende Publikum und nicht zu anderen, I gutachtung unterbreitet worden sind, au sprechen. Referent von theilte mit, daß die seitens der Meister zur Prüfung der Minimal- Lohn tarife eingefeßten Branchen fommissionen fast alle in den Tarifen enthaltenen Bofitionen als für zu hoch normirt erachtet haben und eine Reduktion der Preise bis 15 pCt. für angezeigt halten. ชน balten. Die den Tischlergesellen erwählten Bra ich kommissionen werden in nächster Woche in Verbindung mit den Meisterkommissionen die Berathungen über die Minimallohntatife beginnen. Angefichts der wenig entgegenkommenden Haltung der Innungsmeister sei vorauszusehen, daß der event. Durchführung der Minimal Lohntarife ernste Schwierigkeiten in den Weg treten würden und sei es deshalb unb.bingt erforderlich, die geschaffene Organisation in jeder Weis zu befestigen und zu fräftigen und darauf hinzuwirken, daß sich endlich alle Tischlergefellen Berlins der Lohnbewegung anschlössen. Diese Mits theilungen riefen große Sensation und eine sehr lebhafte Distuffton hervor, welche durch die Besprechung interner Verhält niffe mehrerer hervorragender Tischlerwerkstätten noch animir ter wurde. In einer gefaßten Resolution erklärten die Verfammelten, für die Durchführung der Minimaltarife mit allen gefeßlichen Mitteln wirten zu wollen und den Gesellen Tarif Kommissionen die Aufrechterhaltung der ftipulirten Bofitionen zu empfehlen. Im Anschluß hieran wurde Herr Backstadt an Stelle des Herrn Gerlach als Kommiffionsmitglied für S., und als Kassirer für SW. Herr Gallina gewählt. Auch wurde dem Kommissionsbeschluß, die Bahl der bisherigen, Vertrauensmänner auf das Doppelte zu erhöhen, durch entsprechende Wahlen Rechnung getragen. B In der Mitglieder Versammlung der ZentralKranten- und Sterbe- Kaffe der Drechsler und verw. Berufsgenosen( E. H. 48) em Montag, den 9. d. Mts., in der Urania", Wrangelstr. 10, wurde als Bevollmächtigter Herr Schmädide, als Schriftführer Herr F. Schiefte und als Bei figer Herr M. Kaiser gewählt. Bei der Delegirtenwahl zu der am 1. März zu Naumburg a/ S. stattfindenden General Verfammlung find der Stimmenzahl nach folgende 20 Herren ge= wählt worden: M. Kaiser, Rojahn, Thun, Hildebrandt, Müller, Schmäbide, Fischer, Hartmann, R. Kaiser, Kühn, Schrader, Weißpflug, Schieffe, Mönch, Ehrlich, Kochlöffel, Teutsch, Koch, Hoffmann und Stein; als Ersatz- Delegirte die Herren Schneider, Kaufhold und Doft. Es werden die sämmtItchen Delegirten und Stellvertreter zu einer am Freitag, den 20. Febr., Abends 8 Uhr, im Lokale Königsgraben 19, behufa einer wichtigen Besprechung stattfindenden Versammlung eingeladen. t. Der Unterstügungsverein der Schuhmacher Deutsch lands, welcher sich Anfangs d. M. hierselbst Lonstituirt hat, hielt am Montag Abend bei Ackermann, Linienftr. 44, feine erste Wandersammlung ab. In Folge des Nichterscheinens des Herrn Lenz von der Tischler- Lohnkommission mußte der von diesem zugesagte Vortrag ausfallen und hielt an Stelle deffen Herr Sperber ein furzes Referat über Handwerker- und Arbeiterorganisationen, die Nothwendigkeit einer geschlossenen Drganisation hervorhebend und den Anschluß an den Unter ftüßungsverein befürwortend. In der Diskussion wurde die traurige Lage der Schuhmacher erörtert und fanden nach derselben einige Vereinsangelegenheiten ihre Erledigung.-Bur Vertheilung gelangte ein Aufruf der Lohnkommission an die Schuhmacher. lehrende Vorträge interesant zu machen suchen. Der monat liche Beitrag beträgt 20 Bf. Einschreibegeld wird nicht erhoben. Die nächste Versammlung findet heute Mittwoch, Abends 8 Uhr, im Restaurant Golle, Linienstr. 30, statt, zu welcher der Stadtverordnete Friz Gördi einen Vortrag über kommunale Angelegenheiten zugesagt hat. Wir machen speziell auf die Versammlung aufmerksam und bitten die Interessenten die Versammlung aufmerksam und bitten die Interessenten diese Versammlung zahlreich zu besuchen. Trotzdem im 5. Berliner Reichstags- Wahlkreise nur ein Bezirksverein und zwar für die Kommunal- Wahlbezirke 29, 30 und 31 riftirt, fonnte derselb: bisher nicht den Zuspruch erlangen, welchen fich andere Bezirksvereine erfreuen. Seit Beginn dieses Jahres, seitdem auch ein neuer Vorstand die Geschäfte des Vereins leitet, scheint es aber, als wenn die Be wohner des 5. Wahlkreises mehr und mehr Interesse für den Verein bekommen, denn die Versammlungen find jetzt beffer wie zuvor besucht und vermehrt sich die Mitgliederzahl in jeder Der Vorstand steht daher seine Bemühungen Versammlung. belohnt und wird auch ferner die Vereinsabende durch beTheater. Königtiches Opernhaus. Heute: Der Trompeter von Sättingen. Königliches Schauspielhaus. Heute: Hans Lange. Heute: Fiesto. Deutsches Theater. Bellealliance- Theater. Heute: Der Raub der Sabinerinnen. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Heute: Gasparone. Central Theater: Alte Jakobstraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Beute: Der Walzer- König. Nefidenz- Theater: Direttion Anton Anno. Große öffentliche General- Versammlung sämmtlicher Metallarbeiter Berlins, als: Güttler, Drücker, Schnittarbeiter, Former, Presser u. f. w. Mittwoch, den 18. Februar 1885, Abends 8 Uhr, im Vereinshaus Süd- Ost", Waldemarstr. 75. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Der Wichtigkeit wegen, ist es Pflicht eines Jeden Metallars beiters, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Lohnkom misfion. J. A.: E. Möhring. Stunde am Sonnabend Abend noch auf Grund des§ 9 d Gesezes vom 21. Oftober 1878 verboten. Die hiesige Mitgliedschaft der Nationalen Krauten und Begräbnißtasse der deutschen Gold- und Silber Arbeiter und verwandter Berufsgenoffen, Juweliere, Graveure, Cifeleure, Quillocheure, Emailleure, Blattgoldschläget, Etuis Arbeiter, Fein- Mechaniker, Klein Uhrenmacher, Run gießer, Gürtler, Former, Drüder, Silberschleifer, Preffer a hält ihre unter§ 40 des Statuis' vorgesehene Mitglieder- Be sammlung am Donnerstag, den 19. Febr., Abends 8 Uhr, den Sälen der Girat weil'schen Bierhallen ab mit der Lage Ordnung: 1. Kaffenbericht; 2. Wahl der Beamten; 3. Be Ichiedenes. Das neue Statut legitimist. Minderjährige haber teinen Zutritt.( Siehe Inserat.) Der Arbeiter- Bezirksverein„ Laufizer Plak" hält am Mittwoch, den 18. Februar, Abends 82 Uhr, im Lokale der Urania", Wrangelftr. 9 und 10, seine regelmäßige MitgliederVersammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1. RaffenBersammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Kaffenbericht, 2. Vortrag des Stadtverordneten Herrn Paul Singer. Heute: Die Ehestands- Invaliden. Hierauf: Die Schulreiterin. Walhalla- Operetten- Theater: Heute: Der Feldprediger. Louisenstädtisches Theater: Heute: Der Goldbauer. Oftend- Theater: Heute: Die zwei Waisen. Wallner- Theater. Heute: Die Sorglosen. Vittoria Theater. Heute: Sulfurina. Alhambra- Theater. Heute: Selbst ist der Mann, oder: Die Schloffer von Berlin. 332 Arbeitsmarkt. Ein Lehrling zur Metallbrückerei verlangt C. Unholy, Naunynstr. 50. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, find willkommen. Der monatliche Beitrag bes Um trägt 20 Pf, ein Einschreibegeld wird nicht erhoben. zahlreichen Besuch wird gebeten. " Der Luisenstädtische Bezirksverein Vorwärts" hält beute Mittwoch, den 18. Februar, Abends 8 Uhr, in Ronrad's Saal, Wafferthorftr. 68, eine Vereins- Versammlung ab, in welcher Herr Dr. Baded einen Vortrag halten wird. Hierauf findet eine Besprechung des Arbeiterschutgefeßes statt. Die Bürger der Luisenstadt und der angrenzenden Stadtbezirke werken, soweit für dieselben tein Arbeiter- Bezirksverein er stirt, ersucht, fich diesem Verein anzuschließen. Derselbe bezweckt, durch gegenfeitige Belehrung, Vorträge und Besprechungen über öffentliche, besonders kommunale und wirthschaftliche Angelegenheiten das Intereffe am öffentliche Leben zu fördern, sowie durch geeignete wissenschaftliche Vorträge nach Möglichkeit zur Ausbildung seiner Mitglieder beizutragen. Besonders da der niedrige Beitrag, welcher monatlich nur 20 Pf. beträgt, Jedermann den Beitritt ermöglicht. Eine große öffentliche Versammlung sämmtlicher Metalarbeiter Berlins als Gürtler, Drüder, Schnittarbeiter, Former, Preffer u. s. w. findet Mittwoch, den 18. Febr. 1885, Abends 8 Uhr, im Vereinshause Süd- Ost, Waldemarstr. 75, statt. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Der Wichtigkeit wegen ist es Pflicht eines jeden t. In zwei hiesigen Tischlerwerkstätten für beffer Kastenmöbel, und zwar in der Werkstätte des Herrn Markgraf, Andreasstraße 56, und in der Werkstätte des Herrn Preisler, Eisenbahnstraße 12, von denen der erste 13, der zweite 8 Ge sellen beschäftigt, hat am Montag resp. Dienstag eine Arbeits Vretallarbeiters in dieser Versammlung zu erscheinen( flebe Inserat). Auf Ersuchen des Vereins für die Reform der Schule und Erziehung" wird Freitag, den 20. Februar, Abends 8 Uhr, in Sommers Salon, Potsdamer Straße 9, Frau Cl. Ney, mann aus New York über die Frauenbewegung in Amerika referiren. Butritt steht Damen und Herren fret. # Verein Berliner Mechaniter, im Restaurant Ad. Ment, Alte Jakobftr. 128, Abds. pftl. 81/2 Uhr. Vortrag unseres Mitgliedes E. Burger über Schiffstompaffe. Das 7. Stiftungsfeft des Vereins findet am Sonnabend, den 21. Februar statt; Billets find nur bis Donnerstag Abend in der Sizung zu haben. Gäste willkommen. Allen Bekannten, ſowie einer geehrten Nachbarschaft, Korbwaaren- Geschäft. empfehle mein 229 Reparaturen schnell und billig. G. Kissner, Waldemarstraße 14. Großer Mittagstisch nur Hausmannskost. à Portion 25 Pf. Wallstr. 16, nahe der Grünstr., H. part. I. Bur gefl. Kenntnißnahme! Eine große außerordentliche Versammlung des Arbeiter Bezirksvereins der Oranienburger Vorstadt und des Wedding findet am Mittwoch, den 18. d. Mts., Abends 1/29 Ubr, im Wedding- Part, Müllerstraße 178, statt, in welcher Herr Tischlermeister Mitan über Das Arbeiterschußgeses" referiren wird. Da das Thema ein für jeden Arbeiter A. de Néve's Special- Liste für kaufmännische Vacanzen erscheint wöchentlich 3 Mal Barnimstr. 42 1. Elegante Masken- Garderobe Fr. Panknin Oranienstraße 178 v. 2. Etage, 330 Ece Adalbertstr. Dieselbe wurde bedingt durch eine Aenderung der resp. Beidh auch zugleich eine Lohnerhöhung erfolgte. Den Bemühungen des Herrn Rödel ist es noch nicht gelungen, die entstandenen Differenzen auszugleichen. Stenographisches. Der Louisenstädtische Stenographe Verein beginnt am Mittwoch, den 18. d. M., im Restaurant Löstow, Brinzenstr. 79, Abends 8% Uhr, einen neuen unent geltlichen Unterrichts- Kursus in der Roller'schen Stenographie für Herren und Damen. Bei der leichten Erlernbarkeit diese Systems nimmt der Unterricht nur 4 Stunden in Ansprud und find für die vollständigen Lehrmittel 2c. 3 Mt. zu ents im Restaurant. Verspätete, jedoch bis zum 25. d. M eingehende Anmeldungen finden möglichste Berücksichtigung. richten, weitere Untoften entstehen nicht. Anmeldungen erbitten Nr. heint Berlin f BoBabon Wenn Getreidezö Leipzig, den 15. Februar. Gestern hielt der Fortbildung Verein für Arbeiter sein sechtes Stiftungefest ab. Daffelbe verlief sehr glänzend und hielt Herr Reichstagsabgeordnete effen. W A. Heine unter großem Beifall der zahlreichen Theilnehmer die Festrede. Magdeburg, den 17. Februar. Gestern Abend fand hier selbst im Saal der Flora" eine Volksversammlung ftatt, vot der unser Herr Reichstagsabgeordneter A. Heine einen Bo Versammlung war von etwa 4000 Personen besucht. Diefelbe trag über ,, Kolonialpolitik und Dampfersubvention" hielt. Die mit dem Verhalten des Herrn Redners und deffen Bartel in Leider gab bei der darauf folgenden Diskussion die ungewählte Ausdrucksweise eind Redners Veranlassung, daß die Versammlung um 11 Uhr a Reichstag einverstanden erklären. Grund des§ 9 des bekannten Gesezes aufgelöst wurde. Briefkaften der Redaktion. Fachverein der Nähmaschinenarbeiter. Ueber bie Ihnen am 14. Februar abgehaltene Versammlung befindet bod bereits ein Bericht in der No. 40 unseres Blattes vom 17. d. Haben Sie denselben vielleicht übersehen? Wir können nicht zweimal über eine Versammlung berichten. Richard P. 1. Nein, der wohlhabende Bruder hat in diesem Falle durchaus keine rechtliche Verpflichtung. II, halten das nicht für nöthig, da wir uns gleich bei Herftellung in einer hochwichtiges ist, werden Mitglieder sowohl wie Nichtmitglieder des Textes bemühen, unseren Lesern unverständliche Fremb gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Das gemüthliche Beisammensein der Mitglieder des Arbeiter Bezirksvereins der Rosenthaler Vorstadt, welches am Sonntag, den 15. Februar, stattfinden sollte, wurde in letter möglichst tomplisirte wörter auszumerzen. Wir wissen sehr wohl, daß man anderen hiesigen Zeitung bestrebt ist, Fremdwörter anzuwenden, vielleicht nur aus dem Grunde, um Dieselben nachher erklären resp überseßen zu können. en gros, Cigarren- u. Tabak- Handlung Fritz Goercki Berlin SO., Admiralstraße 40( frühere ,, Linde.") en détail Import echter Havanna, Lager aller Sorten Rauch- und Schnupf tabake. Neich assortirtes Lager echt türkischer, russischer und amerikanischer Cigarretten und Tabate. Echt Nordhäuser Kautabate. Größtes Lager sämmtlicher Bedarfsartikel für Herren- Kleidermacher. En gros. En détail. Versand- Geschäft. Nach beendeter Juventur verkaufe auch im Einzeln zu Engros- Preisen und gebe bei größeren Einkäufen Vereinbarung extra Rabatt. Specialitäten: Jtallen Cloth, echt schwarz, Meter 1.50, 1.80, 2.00, 2.25, 2.50-2.75. Aermelfutter, elegante Muster, Meter 0.30, 0.40, 0.45, 0.50, 0.60, 0.70, 0.75-1.00. Köper, Shirting, 8wischenfutter, Taschen- Nchul, Meter 25, 30, 35, 40, 50-60 Bf. Wattirungs- und Hosenleinen, Meter 40, 45, 50, 60, 70-75 Bf. Borten elegant, Mohair, Cachemir und Seide, Meter von 6-30 Pẞf.; Borten bei Abnahme von Stüden extra 10 pCt. Rabatt. gegen bie mit Sond geordnete rath Dr. felbft zu gehört. Diese vertreten effen; bief auch von Maximala Das S01 lammti mit b intereff Dies eidezöller bereichern ulationen nad lanten rei Bob wenn M in eine be nicht allei irt, sond abeftehen geftellt we beiter w Gan Grundfa auch er in einen fozi Diese Deutet, bo bie Getre Gonberin Schnallen, Hafen u. Desen, Lafting- und Steinnußknöpfe jeder Art, sowie Nieth- und Metall- Hofen tnöpfe, Chappe, Seide, Garne, 3wirne u. Baumwolle 2c. 2c. zu Original Fabrik- Preisen. Die angehäuften Refter von Futterstoffen, Cloths, Letnen, Sommerdrells, baumw. Hoſen Anzugftoffen 1c. werden bedeutend unter dem Kostenpreise ausverkauft. Neuheiten in weißen und bunten Westenstoffen zu sehr billigen Preisen empfiehlt Siegmund Berger, Berlin S., 65 Alte Jakobstraße 65. Nationale Kranken- und Begräbnisskasse der deutschen Gold- und SilberArbeiter u. verw. Berufsgen. Donnerstag, den 19 Februar, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79, Mitglieder Versammlung. 331 Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Wahl der Beamten. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Eine große öffentliche Versammlung fämmtlicher Metallarbeiter Berlins findet am Donnerstag, den 19. Februar, in der Urania, Wrangelstraße 9 und 10, Abends 8 Uhr, statt. Tagesordnung: 329 Der Strike der Arbeiter der B. Joseph'schen Fabrit. Referent Kollege Fris Goerdi. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. Berantwortlicher Rebatteur R. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Große öffentliche tei befäße malarbeits Rein Deutsch: bas Inter Seb über bie Robrud ver 92 Es Bu fein," # 1 biefelben genau." D weiter, a wirft erfe teine bef General- Versammlung sämmtlicher Metallarbeiter Berlins als Gürtler, Drüder, Schnittarbeiter, Former Presser u. f. m. Mittwoch, den 18. Februar 1885, Abends 8 Uhr, Frit Sträuche baftig! Dort wa im Vereinshaus Süd- Ost, Waldemarstraße 75 Die Tagesordnung wird in der Versammlung belann Der Wichtigkeit wegen ist es Pflicht eines jeden Metall gemacht. Die Lohntommiffion. 3. A.: E. Möhring Arb.-Bz.-V. Laufiber Play Mittwoch, den 18. Februar, Abends 8 Uhr, im Lofale der ,, Urania", Wrangelstraße 9 und 10, Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Bortrag des Stadtverordneten Her Um zahlreiche Gäste, durch Mitglieder eingeführt, find willkommen Neue Mitglieder werden aufgenommen. Besuch bittet Der Vorstand 327 NB. Der monatliche Beitrag beträgt 20 Bf; ein Ein schreibegeld wird nicht erhoben. Berlin SW., Beuthstraße 2. Fackel war, batten. น Hier und bor Don ber Ha Bo gingen m Da Be Habicht. Er rüid, um fuchen. Der gerade en Stelle, Grabe e Da Robenbu Augenbl