bringt und I. und Ste fen zur tobftrage 42 bei ha Mitglieder eifer thre B zu bemühe Straße 65 Elfafferstra reasftr. 44 nbergenft launynir 2 bis 10 Tischler find ftatt. Tag zur Lohnbe Berlin. 1.3 à détail se 281 rbes lung Uhr, Mr. Versammlu brig und Eintritt t über 2. Min ftraße 24/ Maden fammlung aunynft. 41. orftand marbeiter 10% Ub Alte Jafo lun einen Me 6. Weg Befud Vorstand opfmad ng, trag. Aben Vorftand äle en Sale b Ufchaften änke Reffer mpfehle me ger. 8. r Play& lerobe t. in 2. Gtagh Der Belt 7. ure. Beszeitung te Linbe Sünderman eichenberg Nr. 45. Sonntag, 22. Februar 1885. II. Jahrg. Berliner Volksblatt Organ für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Boltsblatt" PP cheint säglig Morgens außer noch Sontages. mentpreis th Berlin frei in's Haus viertelfährlich 4 Mari, monatlich 1,88 art, wöchentlich 35 f. Betabonnement 4 Mart. Gingdae N. 5 Pf. Sonntaga- Nummer mit illuftr. Beilage 10 f. ( Gingetragen in ber Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) Jufertionsgebühr beträgt für bie 8 gespaltene Betitzeile oder beren Raum 10 Pr Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt na Uebereinkunft. Jaferate webca bi i Nachmittage in der Expedition, Berlin SW., Bimmerftraße 44, famie oon allen Kares Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedition Berlin SW., Binmerstraße 44. Das Elend der deutschen Arbeiter in Paris. besonders viele Arbeiter der verschiedensten Branchen. In Paris befinden sich bekanntlich zahlreiche Deutsche, Bisher nahm man allgemein an, daß es den deutschen Arbeitern in Paris wohlergehe. Man rühmte den deutschen Fleiß, die deutsche Geschicklichkeit. Auch sind die Löhne in halb zogen in den letzten Jahren viele intelligente junge deutsche Arbeiter nach Paris, um dort ihr Glück zu verfuchen und eine der schönsten Städte der Welt kennen zu lernen. nicht. behandelt und mit Arznei versehen. Wohlbemerkt besteht zwischen Deutschland und Frankreich feine Konvention, welche der Pariser Armenverwaltung die Verpflichtung auferlegt, für die deutschen Armen und Kranten Sorge zu tragen. Sowohl das französische Gesez wie der internationale Gebrauch würden im Gegentheil der französischen Regierung geftatten, jeden arbeitslosen oder franken, der öffentlichen Wohlthätigkeit zur Last fallenden Deutschen über die Grenze zu spediren. Ob der augenblicklich von der Breffe unternommene Feldzug zur Folge haben wird, daß die Regierung Maßregeln zur Verminderung der armen Ausländer und speziell der armen Deutschen ergreift, müffen wir abwarten." finden. Uebrigens wird die Noth und somit auch die Armenunterstützung sofort verschwinden, wenn auch in Paris die wirthschaftlichen Verhältnisse sich wieder heben werden. Das mag allerdings noch eine Beit lang dauern, da Frankreich sowohl, wie fast alle Länder sich in den Anfängen einer wirthschaftlichen Krisis befinden. Von einzelnen deutschen Blättern wird den Pariser Behörden nun angerathen, die unterstüßungsbedürftigen Deutschen in ihre Heimath zurückzuexpediren. Als wenn wir in Deutschland gegenwärtig genügende Arbeitsgelegen heit hätten? Als ob unsere Armenpflege so gerne neue unterstützungsbedürftige aufnähme? Was wäre denn eigent lich das Loos der Heimgekehrten? Arbeitslosigkeit, Bagadoch noch beffer. Heinrich Heine nennt ja in einem Gedichte Paris die leuchtende Hauptstadt der Welt". Und er hat so unrecht ben verfommenen" Franzosen und besonders von den ver- bondage, Arbeitshaus! Da geht es den Leuten in Paris Bunächst drängt sich bei uns die Bemerkung auf, daß unsere Presse in Deutschland oft genug ohne Grund von tommenen" Parisern mit einer Gehässigkeit gesprochen hat, die Wunder nehmen muß, wenn man bedenkt, wie mitleidsvoll sich die Pariser Kommune unserer Armen annimmt. Um fo greller aber tritt dort die Armuth, das Elend hervor. Und jetzt erfährt man auch, daß das Elend beson ders unter den deutschen Eingewanderten graffirt. Es be- Doch das nur nebenbei. finden sich nämlich nach einer offiziellen Veröffentlichung ter 1000 von der Armenpflege unterstügten Personen 227 Paris Geborene, 706 in den Departements Geborene b 67 Ausländer. Nun kommen auf 1000 in Paris wohande Ausländer 276 Belgier, 190 Deutſche, 132 Italiener, Wie aber kommt es, daß so zahlreiche Deutsche in Paris anwesend find, woher kommt es, daß diefelben dort verarmen? Weshalb bleiben sie nicht im Vaterlande? Diese Fragen fann man ebenso beantworten, wie biejenigen, welche sich im Allgemeinen auf die Auswanderung beziehen. Aber warnen muß die Presse vor weiterer Auswanderung nach Paris. Dann ist es jedes Deutschen Pflicht, dafür zu arbeiten, daß die Zustände in unserem Baterlande fich derart gestaltea, daß Jedermann gerne und freudig in der Heimath bleibt. Wir werden dann nicht mehr zu klagen haben über das Elend, dem zahlreiche un serer Landsleute im Auslande verfallen.! Politische Webersicht. 30 Desterreicher, 22 Spanier, 66 Nord- und Süd- Ameri- wohl, weil es an Arbeitsgelegenheit und lohnender Beschäflaner und Angehörige verschiedener anderer Länder. Da tigung fehlt; sie ziehen dann fort in Gegenden, aus denen Ausländern 407 Deutsche, 356 Belgier, 72 Holländer, wiffes Lebensglück schaffen können. Dieser Ruf Klang aus Spanier, 5' Defterreicher, 20 aus unteren Ländern. Vier gegeben, wo die Armenverwaltung von Baris keine deutschen Berathung des Etats mit nur 5 Stimmen Mehrheit abgelehnt bilden also die Deutschen beinahe die Hälfte. Im 20. Ar Arbeiter zu unterstüßen hatte. tonbiffement( Belleville) wohnen 1425 Deutsche, von denen Nordamerika und Paris zu uns herüber und es hat Beiten Gegenwärtig aber herrscht Arbeitslosigkeit in Amerika 569, schreibe fünfhundert neun und sechszig, also 40 Proz., sowohl, als in Paris und daß unsere Landsleute eher die die Armenpflege unterstützt werden, und im 12. in den Büreaus der Armenpflege ein Anondissement( Faubourg St. Antoine) find von 774 Deutschen 283 grieben. folgende Bemerkung: An diese Mittheilung knüpft nun die„ Boffifche 8tg." und Arbeit verlieren, als die heimischen Arbeiter, liegt auf der Hand. Soll boch auch gegenwärtig das Elend unter ben deutschen Arbeitern in London so ungemein groß sein! Die englischen Fabrikanten haben durchweg die deutschen Arbeiter entlassen und die heimischen behalten. Das ist aber nicht allein die Folge davon, daß England mit dem deutfchen Reiche auf gespanntem Fuße lebt, sondern in der die Folge davon, daß in England gegenwärtig und daß nicht allein die eigentlichen Hezblätter daraus Ver" Daß die Veröffentlichung dieser Ziffern Aufsehen erregt, anlaffung nehmen, den Haß gegen die Deutschen anzufachen Arbeitslosigkeit, wie fast überall, herrscht. Uns da ist es zu schüren, darf uns nicht Wunder nehmen. Um der ungemein natürlich, daß zuerst die fremden Arbeiter entDeshalb hauptsächlich herrscht unter den Fremden in Paris Noth und Elend. Daß die Zahl der nothleibenden Bahrheit die Ehre zu geben, muß hervorgehoben werden, daß laffen werden. Und ebenso ist es in Frankreich der Fall. bie Bariser Armenverwaltung bisher die Ausländer ganz wie die Franzosen behandelt. Namentlich bezüglich der Aranienpflege fann das Verfahren der städtischen Behörden Deutschen die größte ist, kommt vielfach daher, weil außer nicht genug gerühmt werden. Trotz allen Haffes werden die Deutschen Kranten in den Hospitälern ohne jede Schwierigkeit Belgien Deutschland verhältnißmäßig die meisten Arbeiter Der Antrag auf erhebliche Vermehrung der Loose der preußischen Klaffenlotterie, der von der Budget- Koms mission des Abgeordnetenhauses unter Konnivenz der Regie rung gutgeheißen, vom Plenum jedoch bei der zweiten worden ist, wird, gutem Bernehmen nach, bei der dritten Lesung des Staatshaushaltsetats wieder eingebracht werden. Kenner der parlamentarischen Verhältnisse stellen ihm so will die Schles. Stg." wiffen allerdings kein günstiges Prognostikon, fte glauben mit ziemlicher Bestimmtheit vorhers fagen zu können, daß er wiederum abgelehnt werden wird. Das Haus war bei der vorigen Abstimmung, bei der alle Bara telen fich spalteten, allerdings ziemlich schwach besetzt, man nimmt jedoch an, daß eine stärkere Beſegung eher den Gegnern als den Freunden des Antrags, der, sofern man sich nicht zur Aufhebung aller Staatslotterien in Deutschland entschließen tann, durchaus gerechtfertigt erscheint, augute kommen wird. Unsere Leser wissen bereits, daß wir Gegner des gesammten Lotteriewesens find. Da aber die Abschaffung der Lotterien in allen deutschen Staaten vor der Hand nicht zu erwarten ist, die Nachbarstaaten aber vermöge einer befferen Organisation ihres Lotteriewesens toloffale Summen aus den Taschen preußis scher Bürger einheimsen, so ist dem Antrag auf Vermehrung der Loose eine gewiffe Berechtigung nicht abzusprechen. Wir wollen die Lotterien so wenig für Reiche als für Arme; bet dem jeßigen Stand der Dinge ist aber in Preußen das Lotteries Wohnungen verbleiben, von den Armenärzten unentgeltlich Bevölkerung verhältnißmäßig mehr Wohlhabende sich be- sein Glück in sogenannten auswärtigen Lotterien versucht und aufgenommen und vorzüglich gepflegt oder, wenn sie in ihren nach Paris entsendet, während unter der übrigen fremden spiel ein Privilegium der Reichen geworden, während der Arme Andbrud verboten.] 95 Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forserung.) Strablenau, feinem Freunde zu Hilfe kommend, denn so Der Jägermeister muß sich getäuscht haben," sagte wird sich vorläufig beim Schlosse nicht wieder sehen lassen; in Jahr und Tag nicht." " Sie glauben das?" fragte D'Brian sehr interessirt. " Ich glaube das nicht, ich weiß es bestimmt!" Woher wissen Sie das?" " " Weil ich die Person und ihre Gewohnheiten fenne. Sie ist jetzt fort, und Niemand erfährt, wo sie hingegangen ist. Das nächste Jahr um diese Zeit dann wär's mög viel ich weiß, hat mein Freund O'Brian die ganze Nachtlich, sie wieder hier zu treffen, aber früher nicht." im tiefften Schlafe gelegen. Möglich, daß er von den Schneebergen braußen geträumt hat; aber ein Traum hinterläßt doch keine sichtbaren Spuren." " Das meine ich auch," sagte Habicht. bredjen Beruhige Dich," legte sich hier Friz ins Mittel, der " ,, Sie machen mich wirklich neugierig, Habicht." ,, Das glaube ich, wir sind es Alle. Es ist auch ein wunderbares Ding mit der Alten, deren Spur Sie gesehen haben.... Aber," fuhr Habicht fort, jest würden Sie noch unter dem Thore brannte, sah ich, daß es der Zwerg Toby war." Also dieser Bücherwurm macht auch nächtliche Pros menaben?" bemerkte Strahlenau. Ich hätte ihm so viel Sinn für Romantit gar nicht zugetraut." Auch ich wunderte mich darüber, aber ich hatte nicht viel Zeit nachzudenken... Indem ich mich dem Tannenbickicht wieder näherte, in deffen Schatten ich mich bis das hin verborgen hatte, fiel mir der Schein eines Feuers, das ich hinter einem Abhange bemerkte, auf. Vorsichtig näherte ich mich dem Feuer.-D, mein Gott, es graut mir noch, wenn ich daran denke!" An dem Feuer fab ich, auf einem Stein hodend, bie Gestalt jener gespenstischen Frau, welche uns damals auf ebenfalls bemerkte, daß O'Brian von diesem Thema abzu fie weder auf Ihren nächtlichen Promenaden, noch bei Ihren dem Wege begegnete." wünschte; haben, ober die Spuren find von gestern Vormittag her." womit er Habicht andeutete, nicht weiter zu sprechen, und ben Baronet ferner in Verlegenheit zu bringen. ,, Segal wird sich in der That getäuscht Morgenspaziergängen wieder zu Gesicht bekommen." Als Friß und Habicht sich entfernt hatten, blickte D'Brian seinen Freund sehr beunruhigt an. " Bum Teufel!" sagte der Erstere, muß diefer Jägermeiftes meine Spur erkennen; ich glaubte meine nächtlichen Promenaden so gut verheimlicht zu haben; mein Weggehen meifter behauptet, Sie seien der Spur einer Frau gefolgt, fonnte Niemand auffallen." nämlich einer durch einen sehr schönen Fuß sich auszeich nenden Frau; unser Segal hat Sie im Verdacht mert " Ja, benken Sie sich mur, mein Freund, der Jäger- hatte Niemand bemerkt, und meine Rückkehr heute Morgen würdiger Extravaganzen. " Strahlenau lachte und auch Friz lachte. Ihm war legenheit zu setzen, und dem ganzen Disput einen harmanur barum zu thun, den Baronet nicht weiter in Ver lofen Anstrich zu geben. Spur auffiel und ich derfelben eine Strede folgte." ,, Segal hat allerdings insofern Recht, als mir eine „ AberFußes nicht?" Sie sahen die Inhaberin des schönen Rein!" sagte D'Brian. Diese Behauptung war nach Segal's Angabe offen " " Aber die Spuren?" An die Spuren hatte ich nicht gedacht!" " Du sahst ste?" fragte Strahlenau. Ich war bereits eine Stunde lang in der Nähe des Schloffes umhergegangen in beständiger Gefahr, hier in einen durch den Schnee verdeckten Abhang herabzuftürzen, oder in einem Spalt oder einer Erbvertiefung das Bein zu brechen, als ich in der Nähe der Schloßmauer einen Schatten bemerkte. Ich eilte, mich so verborgen haltend wie möglich davon, da ich vermuthete, sie sei es; denn wie der Wirth von Black field sagte, wird sie meistens zur späten Abendzeit und in der Nacht in der Nähe des Schlosses gesehen. Diesmal hatte ich mich getäuscht. Es war nicht eine Frau, sondern " Dieselbe? Konntest Du Dich nicht auch täuschen?" " Bei dem Scheine des Feuers, das hell emporloderte, erkannte ich ganz deutlich das dunkle aufgelöste Haar, die abgemagerte Gestalt, mit schwarzen und zerfeßten Kleidern bedeckt. Ich stand still, fie aus der Ferne eine Weile beobachtend. Welche Vorsicht wandte die Frau an, um nicht ents deckt zu werden! " Sie schien eben ein Abendessen zu verzehren; das hinderte fie indessen nicht, jeden Augenblic wieder aufzuspringen, fich rings umzuschauen nach allen Seiten hin; fie lauschte dann wieder, und heftete die Augen auf das Schloß, und namentlich nach den erleuchteten Fenstern des Thurmes, in welchem die Krankenzimmer liegen, und jedesmal erst, wenn sie sich überzeugt hatte, daß Alles todtenstill war, fuhr sie in ihrem Mahle fort. Es erfor berte wahrhaftig allen Muth, daß ich mich entschloß, mich ihr zu nähern. Ich trat aus dem Schatten des Didichts heraus auf die Höhe eines Felsens. Eine Schlucht trennte mich noch von ihr. Da erblickte sie mich! Dbgleich die Entfernung noch bedeutend genug war, unterschieb sie doch auf der weiten Schneefläche und auf der Höhe, auf welcher ich stand, und lich jemals zu Gesichte bekommen," bemerkte Habicht; sie und durch dasselbe verschwand. Im Licht der Fackel, welche Sie werden die Inhaberin dieses Fußes auch schwer die Gestalt eines Mannes, welche dem Schloßthore zueilte bei dem hellen Mondschein meine Gestalt genau. Sie stieß einen heulenden Schrei aus, den ich noch jetzt höre und G dabei Gefahr läuft, bestraft zu werden. Vielleicht würde gerade die Vermehrung der preußischen Loose und die dadurch erfol gende Schmälerung der Ueberschüsse der Lotterien in den Nachbarstaaten dazu beitragen, daß sich die Gesammistaaten Deutsch lands zur gänzlichen Beseitigung des Lotteriewesens bereit finden ließen. Die englische Regierung hat die Einfuhr von Schafen und Schweinen aus Hamburg verboten. Von diesem Verbot werden viehreiche Gegenden Deutschlands sehr hart betroffen und die deutsche Regierung hat deshalb bereits Schritte unternommen, um diese Maßregel rückgängig zu machen. Veranlassung zu diesem Verbote war die Entdeckung von je einem Falle von Klauenfeuche bei zwei Schiffs= ladungen von Schafen aus Hamburg, welche in London ge landet wurden. Da seitdem ein weiterer Fall der Seuche bet einer Ladung von Schafen aus Bremen entdeckt worden sein soll, so liegt die Befürchtung nahe, daß die britische Regierung Veranlassung nehmen wird, auch die Einfuhr von Schafen aus Bremen, wenn nicht gar aus deutschen Häfen überhaupt zu verbieten. Es würde hierdurch sowohl die deutsche Landwirthschaft, als auch der deutsche Handel noch empfindlicher ge troffen weiden. Nach dem Urtheil von Sachverständigen in England ist die Krankheit bei einem Transport von polnis schen Schafen entdeckt worden, welche ihren Weg nach England durch deutsches Gebiet über die Häfen von Hamburg und Bremen aus Rußland und Galizien genommen hatten, und welche durch mangelhaften Gesundheitszustand in Folge der zweifelhaften Kontrole, der fte in ihrer Heimath unterliegen, jezt die deutsche Ausfuhr von Schafen und Schweinen in Frage stellen. Dieser Vorgang dürfte zur Folge haben, daß deutscherfeits ein Verbot der Ein- und Durchführ von Schafen aus Rußland und Desterreich- Ungarn etlaffen wird. Oesterreich Ungarn. Im ungarischen Abgeordnetenhause dauern die Verhandlungen über die Oberhausreform fort, und obgleich die Diskussion schon völlig erschöpft ist, läßt sich das Ende derselben noch gar nicht absehen. Die Opposition möchte den Regierungsentwurf nicht einmal zur Grundlage der Spezialdebatte annehmen. Die Opposition, d. h. die eigentliche Oppofitionspartei, ist zwar allein nicht zahlreich genug, thre Wünsche durchzusetzen, fie erhält aber Sulfurs von denen, welche durch die Verfügung des Geseßentwurfes, betreffend die Herstellung des Bensus, aufhören werden, Mitglieder des Ober Hauses zu sein. Auch Graf Julius Andraffy hält die Reform des Oberhauses für eine dringende Nothwendigkeit, will aber bie Bahl der zu ernennenden lebenslänglichen Oberhausmit alieder auf höchstens 50 bis 60 firiren und außerdem bas Oberhaus durch eine mindestens ebenso große Babl gewählte Mitglieder kompletiren, zu welchem Ende das Land in beiläufig gleich große Wahlbezirke einzutheilen wäre, welche sodann in Wege indiretter Wahlen die Mitglieder in das Oberhaus entsenden. Graf Andraffy hofft mit diesen Anträgen in der Spezialdebatte durchzubringen. Welche von allen diesen Frat tionen schließlich den Sieg erringen wird, läßt sich vor der Hand nicht bestimmen, da ja mehrere hundert Mitglieder des Oberhauses, welche noch niemals einer Sigung beiwohnten, dieses mal zum Theil erscheinen und ihr Votum abgeben werden. Großbritannien. Die vom Sprecher des Unterhauses erlassenen drakonischen Bestimmungen betreffs der Bulaffung von Fremden" zu den Galerien, Vorfälen und übrigen Räumlichteiten im Unterhause find, soweit dieselben die ebenfalls zu den Barlaments- Berichterstatter und Fremden" gezählten Journalisten betreffen, zur Befriedigung der letteren abgeändert worden. Je ein Vertreter der Londoner und der Provinzialzeitungen, sowie der Preß- Agenturen, wird Zutritt zum Kouloir der Abgeordneten erhalten, und es wird ihnen auch die Benutzung des vom Parlamentsgebäude zur unters irdischen Gürtelbahn führenden Tunnels gegen Vorzeigung ihrer Legitimationsfarten gewährt werden. Der auf der Galerie beschäftigten Stenographen und Journalisten wird nach wie vor erlaubt sein, ihre Berichte in einem ihnen bisher dazu überwiesenen Ausschußzimmer zu schreiben, und mit Bezug auf den Verkehr zwischen dem Ober- und Unterhause werden die neuen Bestimmungen auf die Schließung des in die Bentralhalle führenden Korridors, kurz nachdem die jedesmalige Sigung des Oberhauses aufgehoben worden, beschränkt bleiben. Der Unterstaatssekretär des Auswärtigen theilte dem Unterhause mit, daß die russische Regierung auf das Ersuchen, bis zu der von der Kommission zur Feststellung der afghanischen Grenze zu treffenden Entscheidung die russischen Truppen von Puli- Khatun zurückzuziehen, bisher nicht geantwortet habe.- UnterstaatsUnterstaats sekretär Groß bezeichnete die Nachricht als unbegründet, daß der Vizekönig von Indien die Entsendung von 20 000 britischen Truppen nach Indien verlangt habe. Auf eine Anfrage antwortend, erklärte Croß: Im Hinblick auf wiederholte Erklärungen der ruffichen Regierung, daß Afghanistan nicht innerhalb der Sphäre des politischen Einflusses Rußlands liege, find wir verpflichtet, die jüngst gegebenen pofitiven Versicherungen zu der mir durch Mark und Bein drang. Dann sprang sie auf, und mit einer Behendigkeit, welche mir geradezu un erklärlich ist, erfletterte sie den Schreckenstein und war auf der andern Seite verschwunden." Ich gebrauchte lange Zeit, um den gefährlichen Weg bis zu dem Feuer, vor welchem sie gesessen, zurückzulegen. Da waren noch die Reste des Mahles, und das Feuer brannte noch. Es war mein fefter Entschluß, ihrer Spur zu folgen, bis ich ihrer habhaft sein würde. Ich scheute feine Gefahr. Den gefährlichen Weg, welchen sie einge fchlagen, schlug auch ich ein, und schritt vorwärts, so rasch, als ich es vermochte." " Du bekamst fie nicht wieder zu Gesichte?" Noch eine oder zweimal sah ich den dunklen Schatten auf der Schneefläche, da, wo mir eine Schlucht oder eine weite Ebene einen freien Blick gestattete; aber ihr Schritt war so eilig und behend, daß ich eher ein Reh hätte eins holen können, als fie. Sie war bald meinen Blicken entschwunden." ,, Und die Spuren?" akzeptiren, daß das Gerücht von einem Vormarsche russischer Truppen gegen Herat unbegründet ist. Herat ist gegenwärtig von einer starten Garnison des Emirs von Afghanistan besett, und ein Versuch Seitens Rußlands, Herat zu beseßen, würde die ernstesten Folgen haben. Das Unterhaus nahm dann mit 233 gegen 15 Stimmen den Antrag der Regierung an, der Wahlbezirt@ bill, wenn immer dieselbe auf der Tagesordnung stehe, den Vorrang zu geben. " Der Fall von Khartum hat, wie bereits mitgetheilt wurde, unter den Fren große Freude erregt. Deutlich tommt die Stimmung der Jen in einem sarkastischen Leitartikel zum Ausdruck, in welchem Mc. Barnell's Journal ,, United Ireland" u. a. folgendes berichtet: Welches Unglück auch über England tommen mag, es wird fiets auf die loyale Unterstüßung Jrlands in jeder Schwierigkeit rechnen dürfen.... Muth denn, mein liebes England.- Bermalme den Mabdi" um jeden Preis. Irland sowohl wie Indien interesfirt sich für diese Operation, und wenn deine Waffen ein weiteres Unheil bes fallen sollte, so kannst du dich um Trost und Hilfe an die Nation wenden, die du beraubt, gegeißelt, erwürgt und bajonnetirt haft." General Stewart ist in Folge der in dem Gefecht bel Metammeh erhaltenen Wunden am 16. d. M. in Gakoul gestorben. Kommunales. Auf Grund eines vom Polizei- Präsidium an den Magistrat gerichteten Schreibens, betreffend die Erzeugung animalischer Lymphe für die Impfungen in Berlin, hat der Magistrat beschloffen, dem Polizei Biäfidium behufs Bericht erstattung an den Minister für Medizinal- Angelegenheiten mit zutheilen, daß er, vorbehaltlich der Genehmigung der Stadtbafelbft ve gebracht wor a. Ein Mann auf baben, daß fchleunigt m Königstraße verstorbene tragische Ende des Droschkenbesigers Lindenau wiederum leuchtendes Beispiel. Der Droschten Befizer- Verein( Bartheiligte fin Fischerbrüde 14) hatte die Lage der Familie L. untersu ersten Sorge durch eine Spende abgeholfen und für Eatge nahme weiterer Unterſtügungen fich bereit erklärt. Im B und Publilum- Kreise find nun im Ganzen 190,25 sammengeflossen, welche am letzten Freitag der Wittwe bändigt wurden. Gespendet haben: S. B. 30,-, D.§.5 W. S. 3,-, B. B. 3, F. 1,-, S. 1,50, Anonym 5,-, 10 N. B. 30,-,( Boftamt 56), 3. 10,-, Gel. D.. 5,50, D.P. W. 1,-, Gei. d. W. S. 30,-, Gef. v. G.( Poftamt 55,- M. Din Gebern spricht( Namens der Famille 2) worden. E lichen Dank das Bureau des Droschken- Beftiger- Vereins turniere der lezten Monate dürfte es die zahlreichen Frau unter drei S Billardreminiszenzen. Angesichts der großen Bill dieses beliebten Sports intereffiren, zu erfahren, daß jest gebedroht ist. 32 Jahre verfloffen find, seit in Berlin das erste franzö Billard zur Aufstellung gelanate, und daß damals Berlin Bezug auf Künstlerschaft im Billardspiel bewährte Kräfte be Bis zum Februar 1853 fannte man, so erzählt der ,, B. B. in Balin nur das deutsche Billard mit Löhern und Beu zum Auffangen der Kugeln, und im Salon Nick" in Neuen Schönbauferstraße gabe sich Alles, was einen Ru Billardspiel besaß, Rendezvous, denn dort war der befte S Berlins als Billardpächter angestellt. Eduard" befreundete Personen " Unter bem a seinen Familiennamen fannten wohl nur n ist er sicher noch vielen älteren, linern als langjähriger Pächter der Billards im Cafè boldt in Erinnerung, gab dieser Meister des Spiels fchon mals Vorstellungen, wenn auch ohne Entree dafür zu neb Bei einer Partie von 200 Points z. B. gab er felbfi guten Spielern 140 Points vor, mit der ausdrücklichen, fchränkung für fich, alle Bälle per pistolet" au fpielen Bälle ,, per Bl Der Franzst That bestie Verbrechen welches bur g. ,, De des Verfol tbeilung ist Bezug auf burgischen S land) Nr. 6 v. J. zwisc theil heimlic frog aller R fich in Anse Fahnen fluch Die B Tempelhof, tam geftern ur ftrafrech verordneten- Versammlung, bereit sei, eine bezügliche Anstalt Tausende solcher Partien, für welche oft bobe Wetten enti auf dem städtischen Zentral Viehhof zu errichten, auch bis auf wurden, hat ,, Eduard" zum großen Gaudium seiner Bereh gewonnen. Da tam aber, wie ein Bliz aus heiterem himm der im Jah Weiteres die für die öffentlich: Impfung nöthige Lymphe unentgeltlich berzugeben. Alle Anstalten aber, Behörden und Aerzte, welche für ihren Privatgebrauch Lymphe von der Anstalt entnehmen wollen, hätten dafür Zahlung zu leisten. Ebenso sei die Lymphe zu bezahlen, welche etwa zur Impfung des Militärs entnommen würde. die faft wunderbare Mär von einem Billard ohne Löcher u ohne Beutel, und ganz Berlin lief nun nach der Jägerin zum„ Café Divan", um das noch nie Dagewesene u Уфале Man muß Augenzeuge davon gewesen sein, um fich verge Diese Einnahmen seien bes wärtigen zu können, zu welchem Zugftück dieses erfte franzö stimmt, die durch die Errichtung der Anstalt entstehenden Kosten zu decken, welche auf etwa 15 bis 18 000 Dt, pro Jahr veran schlagt wären. Die Leitung der Anstalt soll einem eifahrenen praktischen Arzte übertragen werden. Brin Billard lange Monate hindurch geworden war. Keine donna und fein Bauberkünstler bat je einen größeren errungen; der Billardsalon in der Schönhauserstraße ftand laffen, denn selbst die eifrigsten Vertheidiger der guten Seitdem die Bahl der Kranken, welche dem städtischen Beit mußten fich doch das Ding einmal ansehen", und Krankenhause in Moabit überwiesen werden, sich erheblich gesteigert hat, ist der Wasserkonsum so gestiegen, daß eine Verblieben fie. Aber zu diesem neuen Instrument " gehörte ein Virtuose, und so ging auch Eduard" dorthin und tiefung der Brunnen in Aussicht genommen werden mußte. nach wenigen Wochen auch hier eingefuchst". Das be Billard aber verschwand. Das Waffer in den Brunnen hat aber, hervorgerufen durch die starke Benugung derselben, so schlechte Eigenschaften ang. Eine größere Anzahl sehr werthvoller faban genommen, daß es weder als Trints noch als Nuswaffer, nicht Schleterschwanzfische ist in diesen Tagen in der einmal zur Wäsche benutzt werden kann. Der Magistrat hat erotischer Bierfische von Paul Matte in Br.- Li deshalb beschlossen, das Waffer, welches zum Trinken, Kochen Lankwiz direkt aus Japan eingetroffen, wo derartige und Waschen benutzt wird, von jest ab aus der städtischen liche Aquarienfische sehr beliebt stad. Der Kapitän Wafferleitung zu entnehmen. Die Kosten, welche sich auf un- von der Hespacia" erwarb die Fische im Auftrage de gefähr 22 000 Watt belaufen, sollen nachträglich in den Etat Befibers in Yokohama; fte überstanden die achtwöchig ( 6. Dezember bis 5. Februar) ve hältnißmäßig gut und Der Magistrat hat dem Beschluffe der gemischten Depu sich anscheinend sehr wohl. Was fte auszeichnet, tation zugestimmt, wonach im Brinzip anerkannt wird, daß eine Umwandlung der noch vorhandenen Handdrucksprißen der Feuerwehr in praktischere Löschgeräthschaften dringend wün schenswerth set. Es sei deshalb der Stadtverordnetenversamm lung eine Vorlage zu machen, daß für 1885/86 4 neue Löschzüge einzustellen und die Kosten dafür im Etat anzusetzen feien. Für die folgenden Jahre behält sich indes der Magistrat die Beschlußfaffung vor. Das Kuratorium des Jerusalems- hospitals hat dem Magiftrat die Baupläne zur Errichtung eines neuen Hospitalge bäudes vorgelegt. Das jezige Hospitalgebäude ist in der Jerusalemer Straße 57 belegen nnd nur zur Aufnahme von 16 Hospitalitinnen geeignet, auch nicht umfangreich genug, um nach Abbruch desselben ein größeres Hospitalaebäude zu er richten. Das Kuratorium ersucht deshalb den Magiftrat, zu ges nehmigen, daß das neue Gebäude auf dem dem Hospital gehörigen Grundstücke, Wrangelstr. 35-39, erbaut werde. Grundstüd hat einen Flächen- Inhalt von 934 Quadratruthen. Es wird nur ein Theil dieser Fläche bebaut werden, so daß noch Gartenanlagen gemacht werden können. In dem neuen Gebäude sollen 50-52 Hospitalitinnen untergebracht werden, Das ablast der prächtige, rothgoldene Metallglanz ihrer Schuppen dann vor Allem die ganz außerordentlich entwickelte ori und wie ein zarter Schleier herabwallende Schwarifloff Länge die des Fisches um das Doppelte übertrifft. einstellen. Für Liebhaber solcher Fische bietet sich besondere Augen weide. wird im kommenden Frühjahr die größten Eremplare u a. Gefaßte Diebe. B Ster of Seit geraumer Zeit hatte die Verwaltung der Kgl. Ostbahn bemerkt, daß auf den rialten Räumen der Schloffer- und der Sattler. Werfftätten Ostbahn Werkzeuge, Metalle, Metallabfälle, Leder und Ten stücke 2c. in nicht aufgeklärter Weise abhanden tamen, aba eifciger Nachforschung und Beobachtung der in den We fi beschäftigten Arbeiter, vermochte man den Dieb nicht becken. Auf eine Anzeige bei der Kriminalpolizei mu einem der Materialienteller, aus welchem häufig Ma abhanden gekommen waren, einige Kriminalbeamte pofti in der Nacht vom 18. bis 19 d. M. den bei der Ostbahn an Wächter N. in flagranti faßten, als er sich mittelft Nad in den Keller einschlich und da Werkzeuge, Kupferund Metall- Abfälle fich aneignen wollte. N., welcher Anfa Iwelchen außer freier Wohnung, freiem Brennmaterial, freier Abficht, einen Diebstahl zu beabsichtigen, in Abrede f ärztlicher Behandlung und freier Arznei noch ein Geldbetrag dem er vorgab, nur behufs Inspizirung den Keller be von monatlich 15 Mart gezahlt wird. Das disponible Baars haben, wurde jedoch überführt, und er räumte fchlie vermögen des Hospitals beläuft sich zur Zeit auf 382 000 daß er schon seit einigen Jahren die Diebstähle ausgef Mart. Der Magistrat hat den Anträgen des Kuratoriums zu die gestohlenen Gegenstände zum größten Theil b gestimmt. Schneidermeister S. abgesezt habe, in deffen Wohnun Menge mit dem Zeichen der Ostbahn- Verwaltung gef Werkzeuge gefunden wurde. An den Diebstählen ferner der bei der Ostbahn beschäftigte 67jährige Lokales. Von dem so oft bewiesenen Wohlthätigkeitssinn batt Schlof somie seine Ehefrau bethelligt und ein Theil der von unserer Mitbürger giebt das, auch von uns mehifach erwähnte gestohlenen Sachen find bei einer Durchsuchung ihrer Ich will noch einen Versuch machen, Lady Davis zu sprechen." Ganz gewiß!... Der Gouverneur und Nafir befreundet, der Gouverneur schlägt seinem Freunde Das scheint mir das Richtigste.... Weißt Du, Bitte ab und Nasir verdankt Dir sein und feiner Felix, daß ich schon daran gedacht habe, wir thäten gut, Leben. Er hat nebenbei ein großmüthiges und ban unsere Heimath überhaupt hier zu nehmen." Hier? Wohin denfst Du, Max?" Ich denke, es wäre gar nicht so übel!... Jedes Jahr zweimal die Reise nach Indien, das ist eine Sirapaze, mein Freund, und wenn Du denkst, in Indien sicherer zu bedenke, daß Lich sein als hier, so bist Du im Irrthum; dort der heuchlerische Schurke Sanftleben erkannt hat, und daß dort die englische Regierung so gut Gewalt über Dich hat, wie hier." Wahr, sehr wahr; aber...." Es giebt kein aber, mein Freund Herz; es bedürfte Deinerseits nur, daß Du ben aussprächeft, entlassen zu werden, und Du würbef Entlassung fofort erhalten." ,, D, wenn ich hoffen dürfte, daß Agathe abwiese, daß sie nur einen kleinen Theil deffen was ich für sie empfinde, Nafir." mid emp ich schriebe noch be Dit ,, Sie wird nicht, Nein" sagen, ich gebe Wort. Man hat so seine Beobachtungen gemacht Dir schon fagte. Ich wußte schon vor einem Fab Gründe sprechen gegen unfere Abreise nach Indien. Zunächst nicht an edlen, heirathsfähigen Lords und anderen Hundert her der Wind weht. Es fehlte auf der großen J wirst Du noch ein wenig hier bleiben müssen im Schlosse, denn der Graf wünscht, daß wir bis zu seiner Genesung lieren; Allen gegenüber war sie unbefangen, genüber nicht; ich zog damals schon meinen nur Salu bie zur Feier feiner Genesung veranstaltet wird, mitzumachen. Dber wird Dir die Zeit hier lang?" fügte er spöttisch Führten mich an einen Bach- und hier war ich lächelnd hinzu. Ich dächte, nein!" rathlos. Ich gehe den Bach hinauf, hinab gebens; nirgends geht eine Spur weiter." hier verweilen, wahrscheinlich, um wieder die Jagd mit ihm, ich damals aber nur vermuthete, ist jetzt bei mir Ge " Auch am jenseitigen Ufer nicht?" ver Auch dort nicht!. Die ganze Nacht habe ich im Hinterhalt geftanden, ich bin fast erfroren; ich glaubte, baß sie zurückkehren werde... doch sie kam nicht, und so doch sie kam nicht, und so war denn für diesmal meine Bemühung vergebens." ,, Und wenn Habicht Recht hat, so wird es überhaupt für dieses Jahr vergebens sein, denn nach Habicht's Be hauptung ist sie ja jetzt von hier verschwunden. Was alfo gedenkst Du jest zu thun?... Beabsichtigst Du denn im nächsten Jahre die Nachforschungen fortzufetzen?" ,, unbedingt!" Du glaubst also wirklich, daß Du in jener Bettlerin Deine Mutter finden wirst?" " Ich will wenigftens wissen, daß sie es nicht ist." " Und sonst hast Du keine Schritte zu thun vor?" " die Gräfin Agathe liebt Dich." 2 Ich habe mich daran gewöhnt, Mag, vor Scharfsinn mich unbedingt zu beugen, und hier Du weißt, daß ich nichts sehnlicher wünsche, als mein noch die Stimme meines Herzens mit, welches i wünscht, daß Du Recht hast. Noch heute schreibe " ganzes Leben in Agathe's Nähe zu verweilen." Was hindert Dich, es zu thun?... Glaube mir, der Graf würde nicht Nein" sagen, wenn Du um die Hand feiner Tochter anhieltest. Der Graf ist nicht wähle risch in Bezug auf feinen Schwiegersohn, und sieht nicht auf Vermögen, noch weniger auf hohen Rang; übrigens ment bis auf Weiteres, auch Baronet; und wenn es sich um ein Vermögen handelt, der Nobob Nasir, theilt mit Dir fein Vermögen, wenn Du es verlangft." " Seiner Großmuth danke ich ohnehin schon viel... schränkt..." Nafir." Elftes Rapitel. Das Befinden des Grafen befferte fich zufeb daß Friz wahrhaft erstaunt war. wic Bei der aufmerksamen Pflege, welche ihm d daß er schon nach einigen Tagen auf einige Bett verlassen, und sich in seinem Zimmer bewegen Stund Et Aber wie darf ich hier bleiben? Mein Urlaub be- feine Gelegenheit, den Signalthurm zu befteigen " Bah Urlaub, wir würden, wenn wir wollen, unbeHabicht fand die Sache sehr natürlich. allen Richtungen auszuschauen. DE ,, Die Here ist weg," sagte er zu Friß, baber " als dingt unsere Entlassung aus dem Regiment erhalten, dafür nesung des Grafen.... Es ist wahrhaftig, würde Nasir sorgen." ,, Meinst Du?" Alte Deine Nähe hier nicht vertragen könnte, Ich bin jetzt der Meinung, wenn Du vor i mein bem Karl Haupt afolgt und brechen ver bruche ergri Billets der Bahn und Bu feiner U fämmtlich n Der Audien umfaffendes v. Js. aus bet dem er träge von tam nach wecklos um tember den Die Art, w Raffinement Scheibe bes Dann hinter wartet, mar Leute mit L le außer D merten. No tubig war, bas Fenste Schlüffel u gefellte fich dem Namen Des 23. Sep Bavillons in öffneten fte nahmen aus verschiedener Schlüff. I. brechen, mi Diebe nach Dem nahen figer Fie und zwet Die Diebe nahmen 30 Dother, am Der eine Ko und 21 t Cause woh einen Befud Verbrechen Angeklagten nig- Biegen Bahnhofsge folde Diebs eingeräumt gewiesen we feinen unerr gaben mach Grafen hie gar nicht ge tommen." Ich g nicht mein Einfluß au anderen M Wief „ Ich zählt, daß der Alten g Spur, von Graf genas Wahr mentreffen! nicht aufge thätigen E Graf heute Bimmer ge Freund bef füdszimme müffen." R. C. Schauer einf Helden oder geben, aber lich den Un fo boch im fein. Der Spielhause a Selbsto wohl aber feine Chara Entfaltung ob jedoch wiederum rein( Burn unterfuit, für Entgeg Im Ber 190,25 Wittwe& D.§. 5 10 m5, 5,50, D.( Boftamt mille 2) -Vereins oßen Bill ichen F gen Daß jest franzöfi als Berlin te Kräfte bel Der ,, B. B. und Nick" in einen Ruf er befte Spi phl nur bem Nam h daselbst versteckt gefunden worden. Sämmtliche vier Betheiligte find vorgestern, resp. gestern zur Untersuchungshaft gebracht worden. a. Eine liebevolle Gattin. Unter dem Verdachte, ihren Mann auf seinem Krantenlager derartig gemißhandelt zu haben, daß dadurch sein Tod herbeigeführt oder mindestens beschleunigt wurde, ist vorgestern die Wittwe B. aus der Neuen Rönigstraße festgenommen worden. Der im Dezember 1883 verstorbene Ehegatte der B. betrieb früher eine Restauration in der Franzstraße. Die Frau B., welche die ihr vorgeworfene That bestreitet, ist gestern der Staatsanwaltschaft vorgeführt worden. Es handelt sich in dem vorliegenden Falle um das Verbrechen der Körperverlegung mit tödtlichem Ausgange, welches durch§ 226 des Strafgesetzbuches mit Buchthaus nicht unter drei Jahren, resp. mit Gefängniß nicht unter drei Jahren bedroht ist. Der Steckbrief hat durch Auffindung der Leiche des Berfolgten seine Erledigung gefunden." Diese Mittheilung ist vor Kurzem den Militär und Zivilbehörden in Bezug auf den Kuraffter Buck der 5. Eskadron des Branden Beuburgischen Küraffier Regiments( Raiser Nikolaus 1. von Rußland) Nr. 6 gemacht worden, welcher sich am 13. November b. 8. zwischen 5 und 6 Uhr Morgens von seinem Truppentheil heimlich entfernt hat und über dessen Verbleib bisher frog aller Recherchen nichts ermittelt werden konnte. B. scheint fich in Ansehung der über ihn verhängten Untersuchung wegen Fahnen flucht das Leben genommen zu haben. = älteren Im Cafe piels fchon Für zu neb er felbfi Drüdlichen spielen. Wetien entri feiner Berebr tterem Dimm One Löcher u Der Jäger Тафаце ene ju fich verge erite frango Reine Bri rößeren G raße ftand Der guten En", und b t gehörte thin und Das be er japan der 3r.- Lichla rtige ablante pitän B ge del twöchig gut und 点 Schuppe elte brit ansfloffe fft. br. plare aur Fich bler Gerichts- Zeitung. 11 Schlüffel vorgefunden. Da der Thäter zur Zeit der Thaten das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte, fonnte er nur mit Gefängniß bestraft werden; der Gerichtshof meinte aber, daß der Angeklagte nur durch eine lange Haft gefeffert werden fönne, und erkannte deshalb, obwohl der Angeklagte erst eine Vorftrafe von 4 Monaten Gefängniß erlitten hatte, auf 5 Jahre Gefängniß. " werden und der Umfang ihrer Verwendbarkeit enger begrenzt wird. Zwölf bis dreizehn Arbeitsstunden in einer 14 bis 15ftündigen Schicht sind, namentlich wenn die Arbeit getries ben" wird, schon füc gesunde Männer zu viel, wie viel mehr also für den empfindlicheren örper der Frau. Auch Nachts arbeit ift tein Mann Lenlich, noch weniger dem Weibe. Nun stad aver 0: De ben Betrieben, welche mit überwiegend Frauen best find, lange Arbeitszit und Nachtarbeit üblich. In einer Spinnerei des dortigen Bezirks werden am Tage 47 pCt., Nachts 51 pet. der Belegschaft Frauen und Mädchen beschäftigt, und zwar ist Diese Babl Nachts deshalb größer, weil an die Stelle der geslich nicht zulässigen jugendlichen Arbeiter die Arbeiterinnen treten. Man ficht also, in welcher bedauerlichen Weise die gefeßlichen Bestimmungen über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter umgangen werden. In anderen Spinnereien, in manchen Webereien, wo für gewöhnlich die vierzehnftündige Schicht Abends acht Uhr endet, zu anderen Seiten aber auch bis 9 und 10 Uhr ausgedehnt wird, machen die Webenerinnen bis zu 66 pCt. und in der gesammten Ter Großindustrie immer noch 36 pCt. der Belegschaft aus. Erfahrungsmäßig werden so beschäftigte Mädchen teine guten Hausfrauen, und so beschäftigte Frauen fönnen niemals ihren Mutterpflichten genügen, weshalb auch manche wohlmeinende Arbeitgeber vers beiraihete Frauen nach der eisten Entbindung nicht mehr bes sch äftigen. Diese üble Wirkung muß sich aber umsomehr gela iend macher, je größer die Zahl der Arbeiterinnen ist. Im Tüffeldorfer Bezirke fönnen die Arbeiterinnen mit 20,000 bis 25,000 zu Go Der Bevölkerung angenommen werden; es darf deshalb nicht Wunder nehmen, wenn ihr übler Einfluß im ehelichen Leben und in der Kinder- Erziehung der Arbeiter- Fas milien zuweilen schroff zu Tage tritt und sich auch in anderen Lebensfreisen fühlbar macht. a. In Bezug auf die Frage, ob die Berliner Hunde fänger auch Beamte" im Sinne des Strafgesetzbuches find, hat das Kammergericht als Revisionsinstanz fürzlich eine intereffante Entscheidung gefällt. Das Söffengericht zu Berlin I batte den Schlächtermeister W. wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt zu 50 M. ep. 10 Tagen Gefängniß verurtheilt, Staatsgewalt zu 50 M. cv. 10 Tagen Gefängniß verurtheilt, weil er gegen einen Echar frichtereigehilfen beim Abfangen eines Hundes fich einige Thäilichkeiten hatte zu Schulden tommen lassen. Die Qualifilation als Beamter wurde dem Angegriffenen vom Schöffengericht beigelegt, weil er ,, amtlich" beauftragt war, Hunde einzufangen, die nicht mit Maullorb oder Maike verfehen find. Die Berufungsfammer bestätigte dieses Urtheil. Dagegen hob das Kammergericht auf die Re vifion des Angeklagten das Urtheil der Berufungsfammer auf, und wies die Sache zu anderweiter Verhandlung an die Straffammer zurück, indem es begründend ausführte: Der Vorwurf des Revidenten( Angeklagten), daß der Vorderrichter dem Scharfrichtereigehilfen, Beamtencharakter im Sinne des§ 359 Sirafgefeßbuchs beim esse, während er doch nur Gewe begehilfe des Scharfrichters Krauts fel, ist insofern begrün det, als das angefochtene Urtheil nicht eifennen läßt, auf Grund welcher Thatsachen es dem Scharfrichtereigehilfen die Eigenschaft eines Beamten beigelegt hat. Die Berliner PolizeiVerordnung vom 2. Juli 1853 bestimmt zwar im§ 2, daß die betr. Hunde von den Bersonen, welche die Behörde beauftragt, weggefangen werden sollen, und der Berufungsrichter hat die Feststellung des ersten Richters zu der seinigen gemacht, daß der Scharfrichtergehilfe einen derartigen amtlichen Auftrag ers halten habe. Allein diese Feststellung genügt nicht zur Anwendung des§ 359 Str. G.-B., fte läßt nicht ersehen, daß der Gehilfe im Dienfte" des Reiches oder in unmittelbaren oder mittelbaren ,, Dienste" eines Bundesstaates Angestellter" sei. Soziales und Arbeiterbewegung. Diese sehr zutreffenden Bemerkungen geben den Verhält niffen der Textil G.oßindustrie gegenüber viel zu denken. Sie beweisen die dringendste Nothwendigkeit einer gefeßlichen Regelung der Frauenarbeit, insbesondere aber des gänzlichen Vers bots der Nachtarbeit und der Festlegung einer maximalen Arbeitszeit. Die durch hohe Schußzölle stark begünstigten Sinnereibefizer werden sicherlich den Beweis dafür schuldig bleiben, daß das Verbot der übermäßigen Ausbeutung weibs licher Arbeitskräfte eine ernste Gefahr für die Industrie bes deute. Wenn schon der doch nur selten in derselben Fabrik ers scheinende Gewerberath die mit der bezeichneten Frauenarbeit verbundenen Mißstände in so grellen Farben geschildert, so daif man wohl mit Sicherheit annehmen, daß die Zustände in Wirklichkeit noch viel schlimmer sind und dringend einer Reform beditifen. Diese Reform wird schließlich nur im eigensten Interesse der Industrie geschehen; denn die geschilderten Zustände find in der That, da sie einen brauchbaren Nachwuchs der Arbeiterbevölkerung in Frage stellen, unhaltbar. Es ist also bobe Beit, daß das deutsche Reich, dessen Fabrikgefeßgebung durch die Gesetzgebung anderer Länder theilweise weit überholt worden ist, recht balo mit diesen Reformen vorgeht. Die Frauenarbeit in den Berichten der Fabritinspettoren. Die Gewerberäthe find im Allgemeinen einer gefeßlichen Einschränkung der Frauenarbeit nicht abgeneigt. Daß der heutige Bustand nicht ohne Gefahren ist, geht aus verschiedenen Mittheilungen hervor. Aus einer ganzen Reihe ton Beziken wird eine erhebliche Zunahme der in Fabriken beschäftigten Arbeiterinnen gemeldet, namentlich in der Textil industrie, in der Bekleidungsindustrie, in der Zuckerfabrikat on, in der Bigarrenfabrikation und vielen anderen Industriezweigen hat sich die Bahl der Arbeiterinnen vermehrt. Daß direkte Uebertretungen der gefeßlichen Bestimmungen über die Frauens arbeit nur selten zur Kenntniß der Gewerberäthe tommen, liegt offenbar nur daran, daß die Größe der Bezirke eine eingehende Kontrole der gewerblichen Anlagen unmöglich macht, man darf also aus den Berichten feineswegs schließen, daß Misb: äuche nicht oft genug vorkommen. Dies läßt sich schon daraus entnehmen, daß es den Fabrikinspektoren meist recht viel Mühe gemacht, die möglichste Trennung der Geschlechter bei den Induftriellen durchzusetzen und dadurch wenigstens die äußere OrdDie Anschauungen Die Beraubung der Billetkaffe im Bahnhofsgebäude zu Tempelhof, die im Herbst v. J. mehrfach von sich reden machte, lam gestern vor der zweiten Straflammer am Landgericht II ur ftrafrechtlichen Beurtheilung. Auf der Anklagebant stand der im Jahre 1866 zu Königsberg i. Pr. geborene Arbeiter Karl Haupt. Seine Ermittelung ist nur durch einen Zufall folgt und erst, nachdem er noch eine Menge anderer Verbrechen verübt hatte. Als er nämlich bei einem späteren Einbruche ergriffen wurde, fand man in seinem Befit etwa 200 Billets der Ringbahn, eine kleine Anzahl Billets der Görlizer Bahn und ein Billet für die Strede Schweibniz Biegenhals. Bu feiner Ueberführung waren 15 3eugen geladen, die aber fämmtlich nicht vernommen wurden, weil der Angeklagte in Der Audienz von seinem bisherigen Leugnen ablicß und ein umfassendes Geständniß ablegte. Danach ist er im Spätsommer v. Js. aus Breslau geflüchtet, nachdem er einem Bäckermeister, bei dem er als Laufbursche diente, in neun Fällen lleine Beträge von zusammen 16-20 Mart unterschlagen hatte. Er tam nach Berlin, trieb sich erst einige Tage obdachlos und awecklos umber und unternahm darauf am Abend des 21. September den Einbruch in das Tempelhofes Stationsgebäude. Die Art, wie er dabei zu Werte gegangen, zeugte von großem Raffinement. Er waif mit einem großen Feldsteine eine Scheibe des Fensters in der Billetur ein und verbarg fich als. dann hinter der Böschung des Bahndammes. Ganz wie er wartet, war das klirren der Scheibe gehört worden; es tamen Leute mit Licht nach der Billetur, die sich aber entfernter, als e außer der zertrümmerten Scheibe nichts Vertächtiges be metten. Nachdem das Licht wieder verschwunden, und alles tubig war, fam er aus seinem Versteck hervor, öffnete Das Fenster, fiea ein und nahm 308 Billets, einen Schlüffel und 2 Mark 80 Pf. baares Geld mit. Nun nung in den Fabriken zu verbessern. gefellte fich ein Unbekannter zu ihm, den der Angeklagte mit dem Namen Rathmann bezeichnet. Beide stablen am Abend des 23. September den Schlüssel aus der Thür des BilletBavillons im Görliger Bahnhof. Mit Hilfe dieses Schlüffels öffneten fte in der Nacht zum 25. September den Pavillon und nahmen aus einem unverfchloffenen Spinde 12 Fabrbillets nach Schlüff. I. Der Versuch, einen verschlofferen Kasten zu er brechen, miklang. Diebe nach Königs Wusterhausen und gingen von hier nach Mit den gestohlenen Billets fuhren die em naben Dorfe Hoherlöhme. Dort brachen fte bei dem lifizer Fiedler ein, wo sie zwei filberne Uhren, 16 Mr. Geld und zwei Schlüffel erbeuteten. Am 26. September brachen Die Diebe bei der Wittwe Lehmann in Miersdorf ein und nahmen 30 Mt. 50 Bf. Geld und 2 Schlüffel mit. Bereits vorher, am 22. September, waren fie in Schmöck wit. Während und 21 Mt. Geld stahl, stattete der andere der in demselben bause wohnenden, achzigjährigen Almofenempfängerin Jakobi einen Besuch ab und stahl der Greifin- 30 Pfennige. Weitere Verbrechen sind nicht ermittelt worden; doch läßt das beim nig- Biegenhal" den Schluß zu, daß auch in Schleften ein Bahnhofsgebäude beraubt worden ist. Es find überhaupt nur folche Diebstähle zur Untersuchung gekommen und schließlich eingeräumt worden, die durch aufgefundene Objekte nach gewiesen werden konnten. Bei dem Angeklagten,- der über feinen unermittelt gebliebenen Komplizen offenbar falsche Anatte bie b ben Werfftätten er und Lep amen, aba Den Wei 5 nicht set moun fig Ma te pofti ahn ang ft Nach er- und ver Anfan brede fell e fchlic ausgef Wohnung Her bet Chell be iblen batt ng gefte ge Schlo Der von threr Wal und Na Freunde feiner 2 und ban Du ben würdeft the mid effen em noch be Tebe Dit стаф n Fabr Ben Ja anderen , nur Salu mir Ger Dor 이 bbier Idhes fo reibe aufeben ihm fte wrin Stun Bewegen eigen baber als mein em Sta tommen." wurde auch eine sehr große Bahl fremder einzelner Gewerberäthe über die Frauenarbeit sind recht be merlenswerth. So glaubt der Gewerberath für die Regierungsbezirke Potsdam und Frankfurt a. D. zwar, daß die Fabrikarbeit auf die Gesundheit und die forperliche Entwickelung der Arbeiterinnen nicht ungünstig einwirkt, desto mehr aber betont er den nachtheiligen Einfluß auf das fitiliche Leben. dem Magdeburger Bericht geht hervor, daß die gemeinschaftAus liche Arbeit beider Geschlechter am schwierigften in der Bigarrenund Tabat- Industrie zu beseitigen ist, daß ferner auch feines wegs überall getrennte Anfleide- und Speiseräume für die beiden Geschlechter vorhanden find. Die Arbeitszeit der Arbeiterinnen ist durchweg dieselbe wie die der Männer, in der Bucker- Industrie werden die Arbeiterinnen auch zur Nachtschicht berangezogen. Die fremden Arbeiterinnen finden meistens Unter tommen in Kasernen und Arbeiterhäusern. Die Nachtarbeit der Frauen ist unserer Ansicht nach namentlich bei den Zuckerfabriken durchaus unzulässig, fabriken durchaus unzulässig, da die hohe Temperatur der Arbeitsräume die Arbeiter zwingt, fich der Kleidung möglichst zu entledigen. Auch kann unmöglich die Arbeit in diesen heißen Räumen dem weiblichen Körper nüßlich sein. Man sollte also die Nachtarbeit der Frauen wie bei den Glas hütten und Walzwerken auch bei den Buckerfabriken prinzipiell hütten und Walzwerken auch bei den Zuckerfabriken prinzipiell untersagen, die Lage dieser zu Lasten der Steuerzahler außer ordentlich subventionirten Industrie kann sicherlich durch ein solches Verbot nicht verschlechtert werden. In sehr treffender Weise äußert sich der Gewerberath für den Regierungsbezirk Düsseldorf über die Frauenarbeit. Shm erscheint es im Intereffe der gesammten Arbeiter Bevölkerung vor allen Dingen wichtig, daß die Arbeiterinnen gegen übermäßige Arbeit geschüßt wichtig, daß die Arbeiterinnen gegen übermäßige Arbeit geschüßt Grafen hier gewesen wärst, sie hätte sich dem Schlosse weit über das erlaubte Maaß der poetischen Lizenz hinausgar nicht genähert, und der Anfall wäre gar nicht ge " Ich glaube, Habicht, Du täuschtest Dich." sagte vrh, nicht meine Anwesenheit hat die Wirkung und übt den Einfluß auf die geheimnisvolle Bettlerin, sondern die eines anderen Mannes, nämlich die des Baronet D'Brian." Wieso?" zählt, " Ich habe so meine Gedanken darüber! Segal er daß er die Spur des Baronnet in der Nähe deren Graf genas Spur, von dem Tage an war die Alte verschwunden; der gegangen ist, das muß füglich bezweifelt werden. Der geschichtliche Altibiades ist entschieden eine der inter effantesten Figuren der ganzen athenischen Geschichte. Von einem ungestümen Thatendrang beseelt, von einer geradezu dämonischen Rücksichtslosigkeit gegen die ganze Anschauungsweise seiner Beit erfüllt, treibt ihn neben seinem eigenen maßs losen Ehrgeiz doch immer in allen seinen Handlungen eine unentweihte Liebe zu seinem Vaterlande, feiner Vaterstadt. Durch die Macht der Verhältnisse gezwungen, befißt er die Vermeffenheit, die Waffen gegen seine eigenen Mitbürger zu erder Alten gesehen habe; vor einem Jahre fah er dieselbe greifen, mit Hilfe des alten athenischen Erbfeindes, der Svar :. Ist es diesmal nicht eben so?" Wahrhaftig, Junge, das ist ein sonderbares Busam mentreffen! Ich aber fann einmal meine Ueberzeugung thätigen Einfluß ausübte. Uebrigens befindet sich der müffen." faner, die beisgeliebte Waterstadt mit Rieg zu überziehen, nur um den Seinen zu zeigen, daß er der eigentliche Mann ist, der athenischen Republik die Führerrolle in Griechenland zu vers schaffen und zu erhalten. Im entscheidenden Augenblick verläßt ihn das Glück, bilflos und verlassen ist er gezwungen, seine Zuflucht zum Berserkönig zu nehmen, als Verbannter, als geächteter Flüchtling, von Feind und Freund verfolgt, die Der Hauptstadt Beiftens ereilt ihn sein Geschic, er wird hintertücke von einem Statthalter des Rönigs ermordet. Graf heute so, daß er um den Besuch der Gäste in seinem Hilfe eines Barbaren anzuflehen. Auf der Flucht nach Susa, Bimmer gebeten hat; der Baronet D'Brian und sein Freund befinden sich in diesem Augenblick in seinem Früh Hüdszimmer, ich habe sie diesen Morgen dahin einladen ( Fortsetzung folgt.) Berliner Theater. Alribiades. Tragödie in 3 Akten von Paul Heyse. R. C. Furcht und Mitleid" foll der Tradöde dem Bu Schauer einflößen, der Zuschauer soll fich fürchten vor dem Helden oder der Heldin, die durch tragische Schuld zu Grunde geben, aber fte zugleich bemitleiden, denn die That, die schließ lich den Untergang herbeiführt, soll, wenn auch nicht auf edle, so boch immer auf rein menschliche Impulse zurückzuführen wohl aber Mileto. Das ist in ganz allgemeinen Bügen der historische Hinter grund der Heyse'schen Tragödie. Dhne Zweifel ist der Alkibiades eine Figur in der Ges schichte, die den Tragöden direkt herausfordern muß Damit ist aber durchaus nicht gesagt, daß aus dem genialen Staatsmann, dem hochbegabten Truppen- und Flottenführer, der Allibiades in der That war, ein einfacher Weiber held gemacht werden follte, der an einer plöglich entstehenden Leidenschaft einer perfischen Fürstin zu Grunde geht. Es ist wohl natürlich, daß in einer Tragödie nicht allein die politischen Motive ausreichen, um den Tod des hervor ragenden Mannes her beizuführen, es mußte etwas erfunden werden, was das jähe Ende des Helden auch in rein menschlicher Weise verständlich machte, er mußte eine Schuld auf sich laben, die ihn den Tod verdienen ließ. Hierzu reicht aber das vom Dichter Gebotene durchaus fein. Der Altibiades" von Heyse, der vorgestern im Schau nicht aus. In der Heyse'schen Tragödie stirbt Altibiades des fpielhause aufgeführt wurde, erregte durchaus keine Furcht, halb, weil er den Lockungen der persischen Fürstin, die ihn un Selbstverständlich muß dem Dichter die poetische Freiheit, weil er fich im legten Augenblick von einer ihm, vielleicht nur feine Charaktere so gestalten zu dürfen, wie er dieselben aur Entfaltung der feelischen Konflikte braucht, überlaffen bleiben, ob jedoch Paul Heyse in der Darstellung des Altibiades nicht gefährdet nach Susa bringen möchte, nicht folgen will und durch Gewohnheit, lieb gewordenen Gefährtin nicht trennen tann. Timombra, eine von Heyse eingeführte Figur, von der man nicht so recht weiß, welche Bezeichnung man ihr geben Die vielen und von allen Seiten laut gewordenen Klagen über die verderbliche Konkurrenz der Zuchthausarbeit haben in Gladbach neue Nahrung erhalten. Eine mechanische Schuhfabrik läßt seit einiger Zeit ihre Arbeit im Buchthause herstellen, wobei der Fabrikant natürlich billiger jottommt. Hierdurch wird eine Anzahl tbeiter überflüssig und gekündigt. Die Löhne der Schuhmacher find schon so gering bemessen, daß faktisch nichts mehr zum Leben übrig bleibt, als die Beschaffung der allernöthigsten Bedürfnisse im beschränktesten Maße. Das Streben, bei harter Arbeit sich und die Seinen chilich durch die Welt zu schlagen, wird durch folche Maßnahmen unmöglich gemacht. Der Ortsverein der Schuhmacher hat deshalb beschlossen, eine Petition an den Reichstag resp. Handelsmnister zu richten, dahingehend, daß Private nur gegen ortsüblichen Arbiitslohn in Straf anstalten arbeiten laffen dürfen, und soweit als möglich in den Strafanstalten das Militärschuhwerk hergestellt werde. Die Kaiser Wilhelmspende" arbet et bekanntlich mit recht billiger" Verwaltung. Im Geschäftsjahre 1882/83 betrugen die Verwaltungslosten 39 816 Mt.; im Geschäftsjahre 1883/84 find dieselben auf 56 055 gefttegen!! Berlin wächst bekanntlich wesentlich durch den Zuzug von fremo her. Im letzten Jahre hat die Zunahme der Be völkerung Bevölkerung Berlins durch Zuzug ungefähr in demselben Umfange stattgefunden, wie im Vorjahre. Als zugezogen waren polizeilich gemeldet 81 984 männliche, 57 414 weibliche, zufammen 139 398 Personen; als fortgezogen 60 237 männliche, 41 798 weibliche, zusammen 102 035 Personen( wobei gleichmäßig beim Buzug wie beim Fortzug fast 9 Behntel Selbst. thätige, die übrigen Angehörigen find.) Von den verschiedenen Erwerbstlaffen stellen die persönlich Dienstleiftenden das stärkste Kontingent, in diesem Jahre über 25 000 Buziehende, davon 4 Fünftel weibliche, und 15 000 Fortziehende; dann die Arbeiter mit 9 bis 10 000, das Baugewert mit 8000, das Gewerbe für Bekleidungsgegenstände mit 6000, die Metallindustrie mit 5000 u. f. w. Um den Ueberschuß der Bugezogenen über die Fortgezogenen zu ermitteln, müssen zu den polizeilich als fortsoll, ist ihrer ganzen Anlage nach wohl taum im Stande, den von verzehrendem Ehrgeiz erfüllten Allibiades von irgend einem Schritte zurückzuhalten, der ihm zur Befriedigung persönlicher Intereffen nothwendig erscheint. Sie ist freilich von einer rübrenden Buneigung gegen ihren Gebieter befangen, Dieser aber achtet ihre aufopfernde Zärtlichkeit nicht höher, wie eima ein franzöftscher Student diejenige seiner Grisette. Sie stirbt so gefühlvoll und hingebend, wie ste fich im Leben dem Allibiades gewidmet hatte, ohne daß nach dem Gange des ganzen Stückes hierzu eine zwingende Nothwendigkeit vor gelegen hätte, da fie an der Schuld ihres Herrn eigentlich voll ständig unbetheiligt war. Viel ergreifender und wirkungsvoller war die Rolle der Mandane, jener Frau, die dem Äitibiades zum Verhängniß wid. Sie fennt ihn nicht, hat ihn nie gesehen, als er hilfe flebend als Fremdling dem Throre ihres Bruders, des Satrapen Bhainabazos naht. Glühender baß aber bewegt ste, fte haßt und verachtet ihn, weil er früher, ihrer Meinung nach, ihre Schwester treulos im Stich gelaffen hatte. Diese Schwester zu rächer, ist das einzige Bestreben ihrer Seele, aber ohne daß ste es will, verwandelt sich der wilde Haß in heiße Liebe, die sich soweit verirrt, daß schließlich auf ihre Veranlassung der Ges Itebte ermordet wird. Bhainabazos, der perftsche Statthalter, befist nur wenig vor der vielseitigen Geschmeidigkeit orientalischer Würs denträger, er ist grausam und feige. Obgleich er in Timombra verliebt ist, wagt er es doch nicht, fich dieselbe durch eine rasche That anzueignen, er übe läßt die Initiative seiner Schwester, der er dafür den Altibiades überläßt. Freilich ein echt orientalisches Handelsgeschäft. Was das Spiel anbelangt, so verdienen mit rückhaltloser Anerkennung die beiden Damen Fräulein Schwartz und Fräus lein Meyer erwähnt zu werden. Herr Nesper in der Titelrolle präsentirte sich allerdings als ein Mann von tadellosem Wuchs, das deklamatorische Bathos, welches er anwandte, vermochte jedoch nicht, das Feuer zu erseßen, mit dem seine Rolle eigent lich hätte gespielt werden müssen. Auch Herr Regler als Phatnabazos war entschieden nicht das, was man sich unter einem perfifchen Satropen vorstellt. Es fehlte ihm die Würde, gepaart mit einer gewiffen Ruhe, die den Diientalen fenn zeichnet, vor Allem aber die unerläßliche Vornehmheit in den Bewegungen. Die Regie war, wie das beim Schauspielhause nicht anders erwartet werden konnte, vorzüglich. gezogen gemeldeten Männern 18 pбt., zu den weiblichen 2 pet. hinzugerechnet werden, da nach den Ergebnissen der legten Volkszählung die polizeilichen Abmeldungen um diesen Ea Brozentsaz hinter dem wirklichen Fortzug zurückbleiben. wird dadurch die Zahl der Fortgezogenen auf 71 080 Männer und 42 634 Frauen erhöht und damit der Ueberschuß auf 25 684 reduzirt. Hierzu der Ueberschuß der Gebornen über die Gestorbenen mit 11 673 ergiebt eine Gesammtzunahme von 37 357 Seelen oder 3,0 pCt. Die Bevölkerungszahl betrug am Jahresschluß 1 263 455. Zum Nothstand in Paris. Der Figaro" hatte einen seiner Mitarbeiter beauftragt, in den vers oiedenen Zufluchtsftätten für Obdachlose, in den Büreaux des öffentlichen Armenwesens und in den Leihhäusern Nachforschungen über den Umfang der Krise anzustellen. Der Reporter besuchte zunächst das größte der Nachtasyle für Männer Paris befißt deren für beide Geschlechter etwa zehn und erhielt von dem Direktor folgende Auskunft. Seit Anfang dieses Jahres ist die Bahl der aller Subfiftensmittel entblößten Individuen, welche all abendlich an unsere Thüre klopfen, durchschnittlich beträchtlicher, als während der sechs ersten Monate des vorigen Jahres. Damals gaben wir jede Nacht 155 Männern eine Lagerstätte; jest müffen wir auf 200 zählen. Noch ist hinzuzufügen, daß gegenwärtig der zerlumpten, ekelhaft schmußigen Dbdachsuchenden vielmehr find, als früher, und daß z. B. am 30. Dezember 1884 von 204 Männern 50 einer gründlichen Desinfizirung unterzogen werden mußten, während am 30. Dezember 1883 von 155 nicht einer dieser Dperation bedurfte. Auch in den Frauenasylen war der Besuch im Januar sehr start. Die Bahl der eingeschriebenen Armen blies konstant, bagegen nimmt diejenige der Leute, welche um eine vorüber gehende Unterstüßung einkommen, zu. Hilfskaffen und Gewerkvereine. In England giebt es 6832 Begräbnißkaffen mit 4 242 084 Mitgliedern und einem Gesammtvermögen von 8 550 355 Lstr.; ferner 1053 Unters fügungs- und Vorschußtaffen mit 572 610 Mitgliedern und einem Vermögen von 8 209 722 Lftr. Die Zahl der GewerkDereine ist 195 mit 253 088 Mitgliedern und einem Vermögen Don 431 495 2ftr. An Baugesellschaften find 1853 vorhanden mit 513 667 Mitgliedern und Fonds in Höhe von 48 938 320 Lftr.; an Darlehenskaffen 451 mit 42 895 Mitgliedern und Fonds im Betrage von 340 403 Lftr. Heute: Margarethe. Theater. Königtiches Opernhaus. Morgen: Euryanthe. Königliches Schauspielhaus. Heute: Othello, der Mohr von Venedig. Morgen: Altibiades. Deutsches Theater. Heute: Ehrenschulden. Brüdern. Im Bunde der Dritte. Unter Morgen: König Richard der Dritte. Bellealliance- Theater. Heute: Der Raub der Sabinerinnen. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Heute: Gasparone. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Heute: Der Walzer König. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Refidenz Theater: Direktion Anton Anno. Beute: Bum 2. Male: Der Vergnügungszug. Hierauf: Die Schulreiterin. Morgen; Dieselbe Vorstellung. Walhalla Operetten- Theater: Heute: Der Feldprediger. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Louisenstädtisches Theater: Heute: Aus dem Volke. Oftend- Theater: Wallner Theater. Vittoria Theater. Alhambra- Theater. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Deute: Die zwei Waisen. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Heute: Die Sorglosen. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Heute: Sulfurina. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Heute: Selbst ist der Mann, oder: Die Schloffer von Berlin. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Arbeitsmarkt. Für meine Lampenbrennerfabrik in Graudenz fuche einen tüchtigen Schnittarbeiter als 2. Werkführer. 374 Hirschhorn, Stralauer Brüde 3. 30 junge Mädchen, bie im Barniren von schwarzen Sommer Dolmans geübt find, verlangt Welsch, Oberwafferstraße 13. Mamsells auf Knaben- Anzüge bei hohem Lohn verlangt Swienziati, Melchiorstr. 20, H. I. II. Mamsells auf leichte Dollmans verlangt 364 366 835 Wernicke, Adalbertftraße 75, v. 3 Tr. Roh- Tabak. Landeshut, Schleften, 18. Februar. 3um Strike | der Weber. Der am 16. b. M. wieder ausgebrochene Strike der Weber in der Epner'schen Fabrik hat sich von Tag zu Tag mehr zugespigt, sodaß bereits Erzeffe und Thätlichfeiten vorgekommen find. Während der letzten Tage sammelten fich die feiernden Arbeiter, gegen 200 an der Bahl, in der Mittagsstunde und Abends beim Schluß der Fabrik bei den Fabrifräumen, um die noch arbeitenden Weber von der Arbeit abzuhalten, während die aufgebotene Gendarmerie dies zu ver hindern und die Arbeitenden in Schuß zu nehmen suchte. Hierbei fam es wiederholt zum Handgemenge. Heute mußten nun auch die Treiber mit der Arbeit aufhören, da es an Arbeit mangelte, sodaß nun die Weberei vollständig geschlossen ist, während die Spinnerei und Nähterei noch fortarbeitet. Eine Beendigung des Strifes ist noch nicht abzusehen, da fich Die Forderungen von Arbeitgeber und Arbeiter schroff gegenüberstehen, die Arbeiter halten bis jetzt noch feft zu einander. Es geht das Gerücht, daß ein Detachement Soldaten zur Aufrechterhaltung der Ruhe hierher beordert werden soll. Brüssel, 19. Februar. Ein Strife ist in den Lütticher Kohlenwerken von Baneur ausgebrochen. Nachdem die Arbeitslöhne um sechs bis acht Brozent herabgesetzt wor den, weigerten fich sowohl die Tages- wie die Nachtarbeiter in die Gruben zu steigen. Bu Unordnungen ist es nicht geTommen. Kleine Mittheilungen. Frankfurt a. M. In einer der engen, bei der reformir ten Kirche liegenden Gaffen waren heute Vormittag unter Lei tung eines Gerichtsvollziehers Dienstleute beschäftigt, das Hub und Gut einer Familie aufzuladen, damit es heute Mittag wegen einer Forderung versteigert werde. Weinend stand die Frau mit ihren fünf Kindern da. Das legte Stück des Haus raths wurde eben herausgeschafft. als plöglich ein Mann durch die Gaffe tam und nach der Ursache des Menschenauflaufs fragte. Als er erfahren, um was es fich handle, betrat er das Haus, ging zu dem Gerichtsvollzieher, erkundigte fich nach der Höhe der Forderung, öffnete sein Portemonnaie, bezahlte zuerst die Dienstmänner für ihre Arbeit, lies die Sachen in die Wohnung zurückbringen, zahlte dann die Schuldsumme und die Rosten und entfernte sich, ohne auf den Dant der plöglich wieder glücklich gewordenen Familie zu warten. Briefkasten der Redaktion. A. S., Forststraße. Sie haben teinen Anspruch au 14 tägige Ründigung. Sie fonnten zu der Zeit entlaffen web den, nachdem Sie den Schein unterschrieben haben. Stiller. Bur Bahlung der Kurtoften find Sie v pflichtet. Nueß. Nach dem von Ihnen dargelegten Sachverhält niß ist der Vermiether zur Anbringung eines neuen Wasse hahns verpflichtet. A. S. Der Inhalt des Plakats ist an und für sich ni beleidigend. Von einer Beleidigungsklage versprechen wir un teinen Erfolg. Wenden Sie fich an pas Polizeirevier un theilen Sie das Sachverhältniß mit, dann wird wohl schon Abhilfe geschafft werden. B. A. Magdeburgerstraße. Ihr Anspruch auf da Legat scheint unanfechtbar zu sein. Wenden Sie sich wegen Auszahlung desselben an die Testamentseretutoren. Jahren. Sie brauchten dem Gerichtsvollzieher nicht zu folgen. Rr. 4 Das Beta Beizen, Nachde A. R. 1. Die Betten, welche für den Schuldner, seine maßen publ Familie und sein Gesinde unentbehrlich find, find de Pfändung entzogen. 2. Die Forderung verjährt in viläufige P. S. Von einer Verhaftung kann nicht die Rede sein Bom 20. Th. R. Wenn der Bruder Bauer derartige Machinationes urfs eines gewerbsmäßig hier verübt, so steigt man ihm am besten auf Dach, wenn man die Angelegenheit der Staatsanwaltschaft benannten des Landgerichts II anzeigt. Ueber die weiteren Anfragen för Beise genel Die Klage wegen des Da lehns kann vor dem Amtsgericht I erhoben werden. nen wir keine Auskunft geben. Sabre 1871 zusammen. S. B. Friedrichsfelde. Der Rendant bat Recht. haben freilich ein Statut zu verlangen, da aber die Regelung Ortstaffe noch nicht soweit stattgefunden hat, so bleibt Shnes vorläufig nichts übrig, als so lange au warten, bis die Stat ten hergestellt sind. Der deutsche Reichstag trat zuerf im Heinrich. Eine Klage ist unzulässig. Die Polizeibehörde wird die Sache untersuchen, und menn das Atteft unrichtig G. 12. Es kommt auf die Natur der Geiftestrankheit an. Raserei und Wahnsinn find, wenn sie über ein Jahr ohne wahrscheinliche Soffung zur Besserung dauern, Ehefcheidung ift, ein anderes Attest auf Kosten der Herrschaft ausstellen. gründe; Blöofinn ist fein Ehescheidungsgrund. Möbel- ut. Volfterwaaren- Fabrik DON Georg Haake, Verkaufs- Lager Oranien- Strasse Nr. 8586. 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Sonntag, den 22 Februar 1885. ihrt in vieläufige Einfühung von Eingangszöllen auf zieht; sie sind der Meinung, daß es ihnen anderwärts auch Beizen, Roggen, ie Rede fett om 20. Februar 1885. ten. beften auf en des Day II. Jahrgang. Betitionskommiffton erst eintreten wird; bis dahin werden die verlesenen Gutachten der Kriegsverwaltung den Kommissions mitgliedern gedruckt vorliegen. Nachdem der Reichstag bei der zweiten Lesung des Enttachinationen wurfs eines Gesezes, betreffend die Abänderung des Bolltarifgefeges vom 15. Juli 1879, die Eingangszölle von den nachBanwaltschaft benannten Gegenständen der Nr. 9 des Bolltarifs in folgender den Gegenden, in welchen ein europäischer Arbeiter sich nicht Unstrut und Saale, 3 236 00C M. auf die Memel, 2 400 000 t. Infragen to Beise genehmigt hat: n. Recht. Regelung bleibt Sones 1) Weizen 2) Roggen 3) Buchweizen. 4) Gerste • 3 • 3 Mt. • . . " 1 • 1 1 für 100 kg, " erden diese Eingangszölle hiermit auf Grund des Gesetzes Die Statom 20. Februar 1885, betreffend die vorläufige Einführung on Aenderungen des Bolltarifs( Reiche- Gesezbi. S. 15), in borläufige Hebung gefeßt. Berlin, den 20. Februar 1885. Der Reidstanaler. v. Bismard. at zuerft ti Boligetbehörbe teft unrigtig usftellen ciftestrantbelt in Jahr ohne befcheidung Brik , enthal détail Is 7 en am Web Berni nhof au bad annt schät verftraße 11 Berliner 3/64. Art Auswahl Mufter Slidefte : Bal 2. Soo att 1.50 Wende f!! 6C idt 55. Trifol Biener enoffe DB von 33. mmer 1309 Reichenb Bella 81 35 Der Reichsanzeiger publizirt das bereits gestern avistirte Berbot der Ein und Durch fuhr lebender Schafe us Desterreich Ungarn nach und durch Bayern. Schiffern mit, daß die Regierung der Franlösischen Republit in Gemäßheit ihrer nachstehenden amtlichen Eröffnung beabsichtigt, von jest an und während der Befugnisse trieg führender Mächte und namentlich das Recht der Durchsuchung neutraler Schiffe in den hinesischen Gewässern thatsächlich auszuüben. Ferner theilt das Blatt den deutschen Rhedern und Frankreich. Tagen ein Konflikt auszubrechen. Auf franzöftschem Boden befinden sich zahlreiche spanische Flüchtlinge, die an irgend einem militärischen Putsche jenseits der Pyrenäen theilgenom men haben. Im in- Departement wurde nun füngst der frühere spanische Soldat Donato Encaje zu einer Haftstrafe urtheilt, nach deren Verbüßung der Prokurator der Republit, on Bourg, anordnete, daß jener an die schweizerische Grenze tansportirt werden sollte. Es ist nicht aufgeklärt, wie Donato anstatt an die schweizerische an die spanische Grenze gebracht berben fonnte. Jedenfalls wurde Donato spanischen Gen barmen ausgeliefert, welche ihn nach Gerona brachten. Der Larm, welcher von der Oppositionspreffe in Frankreich aus Anlaß dieser Vorgänge geschlagen wurde, bestimmte die franloftsche Regierung zu diplomatischen Schritten, über deren Verlauf berichtet wird, daß die spanische Regierung den Soldaten bereits freigelaffen hat. Swischen Frankreich und Spanien drohte in den letzten Großbritannien. Die, Noth unter der arbeitenden Bevölkerung Großbritanniens wächst beständig. Der Minister des Innern empfing eine Deputation von Doctarbeitern, welche die unter biefen Arbeitern herrschende Noth darlegte und um Hilfe bat. Sprecher der Deputation schlug swet Mittel vor, nämlich Beschäftigung der Arbeitslosen an der Errichtung eines Dec Dammes, welcher das füdliche London, wo die ärmeren Klaffen nen, vor den häufig eintretenden Ueberschwemmungen Süßen würde, und Staatshilfe zur Erleichterung der Rassenauswanderung.(!) Nachdem noch andere Mit glieder der Deputation die Verhältnisse der Arbeiter geschilbert, Räßigung, mit welcher fich die Mitglieder der Deputation usgebrüdi hätten, und weit davon entfernt, die Wahrheit erwiderte Sir William Harcourt, er sei erfreut über die der Thatsachen zu bestreiten. Er persönlich jedoch tönne bie Einmischung der Regierung, insofern es sich um Eintichtung öffentlicher Werkstätten Arbeit zur da eine solche Maßregel fich früher stets als verfehlt erwiesen habe und den Privatunternehmungsgeist einschüchtern würde; doch läge kein Grund vor, warum unter AusnahmeUmständen die Lokalbehörden nicht Hilfsmaßnahmen ergreifen sollten. Schließlich versprach der Minister, die von der Deputation zum Ausdruck gebrachten Ansichten der Regierung zu unterbreiten. Was Staatshilfe zur Erleichterung der gethan werden, indem man in Verbindung mit den Kolonien Abhilfe der Noth handle, nicht befürworten, Berliner Sonntagsplauderet. R. C. Dhne 8weifel würde jett urplößlich das Schönste Frühlingswetter anbrechen, wenn wir wollten! Mancher unserer Leser wird bei diesen vermessenen Worten ungläubig ben Kopf schütteln, und seiner Ansicht nach ges rechtfertigte Bedenken in diese unsere Allmacht sehen. Und doch ist die Sache so einfach wie möglich. Man hätte nämlich nichts anderes nöthig, als jeßt der Abwechs felung halber einmal zu prophezeihen, daß nunmehr der Winter beginnt, daß der Schmuß, der gestern und wahr trete, wo es an Arbeitskräften fiets zu mangeln scheine, und die vielleicht geneigt sein würden, beschäftigungslose Arbeiter aus England auf ihre Kosten kommen zu lassen. Daß die Arbeiter Staatshilfe zur Erleichterung der Auswanderung ver langen, ist erklärlich, wenn man ihre Nothlage in Betracht nicht schlechter gehen kann, wie im Vaterlande. Daß aber der englische Minister fich für solche Staatshilfe" verwenden will, ist schwer verständlich. Der Herr Minister muß doch wissen, daß in den englischen Kolonien ein Mangel an Arbeitskräften nicht vorhanden ist; es sei denn in jenen heißen und ungefunattlimatifiren kann. Und dann ist selbst in solchen Ge genden nur Beschäftigung für Landarbeiter, nicht für Handwerker oder qualifizirte Arbeiter zu finden. Aber selbst dann, wenn in den verschiedenen Kolonien Hände gebraucht werden, ist die Auswanderung noch immer fein Mittel, Den Nothstand im Heimathelande zu bannen, der Herr Mi nifter darf ja nur auf Jrland blicken, um diese Thatsache kon ftatiren zu können und wenn ihm dies nicht genügt, auf das verhältnismäßig noch sehr schwach bevölkerte Amerika. Um den Nothstand endgiltig zu heben, ist Staatshilfe nöthig und wenn diese nicht in richtiger Form und zur rechten Zeit ge währt wird, so werden die englischen Arbeiter, wenn sie nicht felbst energisch für solche eintreten, mehr und mehr dem Bauperismus verfallen; England aber wird mit zu Grunde geben. Die Times" bringt, laut telegraphischer Mittheilung aus London, die noch jeder meiteren Bestätigung entbehrende Nachricht, daß russische Truppen gegen Penjdeh vor gingen, welcher Drt noch von afghanischen Truppen besetzt sei. Die englische Grenzkommission habe sich in die Nähe von Herat zurückgezogen. Penfbeh liegt am Murgah, an der geraden, über das Baropamifus- Gebirge führenden Straße nach Herat, etwa 22-26 deutsche Meilen von letterer Stadt. Egypten. Daß der Mahdi nicht Willens ist, die Engländer ungestört aus der Wüste herauszulaffen, haben wir bereits erwähnt, die neueren Nachrichten find hierfür der Deutlichste Beweis. Die Sudanesen werden täglich fühner, Streifschaaren tauchen überall in der Wüfte auf und machen den Rückzug der Engländer zu einem überaus schwierigen. Einer Depesche des Ge neral Wolseley aus Storti zufolge erhielt der General einen aus Abu Klea vom 17. d. M. früh batirten Brief des Obersten Buller, in welchem es heißt: Etwa 400 Mann feindlicher Infanterie, mit Gewehren bewaffnet, unterhielten von gestern Abend 5 Uhr bis jegt ein wohlgezieltes, aber uns regelmäßiges Feuer aus weiter Entfernung auf unser Lager. Unsere Verluste bestehen in 16 Mann, darunter 4 Offiziere. Wir sind hier in völliger Sicherheit, selbst gegen den Angriff einer starken Streitmacht, aber dies Feuer aus weiter Entfer nung ist höchst lästig.(!!) Wolseley fügt hinzu, daß Ge neral Wood heut Kameele von Gatoul an den Obersten Buller absenden werde, der weiterer Transportmittel bedürfe. Buller werde fich wahrscheinlich nach Gatdul zurückziehen, sobald diese Kameele ihm zugeführt sein würden. Um die kurze Strecke von Metammeh nach Abu Klea, wenige deutsche Meilen, zurückzulegen, hat General Buller anscheinend drei Tage, vom 14. ( inkl.) bis zum 16. gebraucht, und legteren Punkt zu verlassen ift er vorläufig nicht im Stande. Jeder Tag aber verschlimmert seine Lage und rüdt die Gefahr näher, daß er von der Hauptmacht des Feindes angegriffen wird. Es find schlimme Tage, welche den Engländern bevorstehen. Parlamentarisches. -Nach einer dem Abgeordnetenhause zugestellten Denkschrift über die Bauausführungen an den Wafferstraßen Preußens im Etatsjahr 1883/84 find im Ganzen seit 1879 für die Regulirung der größeren Flüsse 86 546 386. bewilligt, hiervon entfallen 22 000 000. auf den Rhein, 20 827 000 t. auf Spree und Havel, 8600 000 m. auf die Elbe, 8 500 000 m., auf die Weichsel, 6 800 000. auf die Ober, 5 383 286 M. auf die Warthe, 4 000 000 M. auf auf die Ems, 1800 000. auf die Weser, 1800 000 auf den Bregel nebst Alle, Deime und Gr. Friedrichsgraben und 1200 000 M.auf die Mosel. Im Jahre 1883/84 find auf die genannten 12 Wafferstraßen verwend.t ins gesammt 8 883 499 M., darunter 2 306 054 M. auf Spree und Havel, 1273 378. auf den Rhein, 1152 082 M. auf die Elbe, 1049 645 M. auf die Weichsel und 898 674 M. auf die Dder. - Bel der Reichstagsstich wahl im vierten Mecklenburgischen Wabltreise erhielt Wilbrand ( dfreis.) 8430 und v. Hirschfeld( tons.) 7836 Stimmen. Ersterer ist mithin gewählt. Abg. Woermann und Gen. bringen zur 2. Bera thung der Post dampfervorlage den Gefeßentwurf, den die Subkommission der VI. Kommiffion f. 3. ausgearbeitet hatte, mit der Abänderung ein, daß zu den 10 Hauptbestim mungen für die Uebertragung der subventionirten Linien zwei neue hinzutreten, nämlich: 1) der Unternehmer ist verpflichtet, entweder bei der Hin- und Rückfahrt an einen belgischen oder holländischen Hafen anzulaufen oder die dort zur Verladung gestellten Waaren deutscher Provenienz ohne Frachtzuschlag nach dem Abgangshafen des Schiffes überzuführen." Der 2. Busat lautet:" Der Unternehmer ist verpflichtet, sofern die bewilligte Summe zazu ausreicht, die Linie Brindisi Alexanbrien bis Trieft auszudehnen." Nach der Regierungsvorlage muß diese Linie von Triest bezw. Genua ausgehen. In der Holzzolltommission des Reichstages ist die Generaldebatte geschloffen worden, obwohl die Abgeordneten Kröber, Rickert und v. Bollmar noch gemeldet waren, und der erste Beschluß ist heute gefaßt worden, obwohl bret Mitglieder der Linken im Abgeordnehause sein mnßten. Es ist der Absatz zu Nr. 13 des Bolltarifs( Pofition e) nach bem Antrage der Freien wirthschaftlichen Vereinigung mit 12 gegen 5 Stimmen in folgender Faffung angenommen worden: Bau und Nuzholz, mit oder ohne Rinde, rob oder lediglich in der Querrichtung mit der Art oder Säge bearbeitet, 100 Kilogramm 0,30 Mart oder ein Festmeter 1,80 Mart. Der Verlauf der Reichstagsverhandlungen am Donnerstag hat der N. Pr. Big." so wenig gefallen, daß fie den Freunden der Bolltarifvorlage glaubt bringend anrathen zu müffen, sich nicht in trügerischer Sicherheit von den Sigungen fern zu halten". - Die Reichstagskommiffion zur Berathung des Geset entwurfs über die Ausdehnung der Unfall- Ver ficherung auf die land- und forstwirthschaftlichen Betriebe trat am Freitag in die Generaldebatte über die Vorlage ein. Nach längerer Diskussion wurde die Sigung bis Montag Vormittag 10 Uhr vertagt. - Die Petitionstommission des Reichstages berieth am Freitag über eine Anzahl Petitionen, betreffend Auffart bebung des im Militärpenfionsgefeg vom 27. Juni 1871 refp. der Novelle vom 4. April 1874 rücksichtlich der Versorgungs ansprüche der Unteroffiziere und Mannschaften festgelegten Bra fluftvtermins, bezw. um Erlaß eines Gesezes, betreffend Ge währung von Invalidenbenefisien an solche ehemalige Militär personen des deutschen Heeres, bei denen im Kriege erlittene innere Dienstbeschädigungen erst später hervorgetreten find. Die Bertreter der Kriegsverwaltung, Generalmajor v. Grolmann, Oberst Spitz und Major v. Schlieben, veilasen im Namen des Kriegsministers Erklärungen, welche überwiegend gegen die Wünsche der Betenten sich aussprachen. Diese Erklärungen riefen mehrere Gegenvorschläge hervor, in deren Berathung die nicht genügt, ist gewiß nach dem Urtheile aller Verständigen ein ungenügsamer Patron. Aber es giebt in der That ausverschämte Leute. Solchen kann in diesem Falle nur angerathen werden, recht aufmerksam bie Dhren zu spißen, vielleicht erhaschen sie dann schon einige Stunden früher irgend etwas Ausnahmsweises, womit weniger bevorzugte Sterbliche ja erst etwas später durch die Zeitungen regalirt werden. Uns fann's recht sein, wir sind absolut nicht neugerig, und es interessirt auch wohl größere Kreise schwerlich, fcheinlich auch heute noch auf den Straßen herrscht, wieder Suche nach Herren mit recht heller Haarfarbe ausbrach. in Bermanenz erklärt werde. Was bliebe dem Wettermacher, wenn er seine Konsequenz bewahren will, denn die anderen, die wir uns in Bezug auf das Wetter erlaubt schuntes. haben, zu Schanden zu machen, und urplötzlich mildes Frühlingswetter und laue Luft eintreten zu lassen? Er müßte es ja thun, wenn er nicht trop seiner Wettermacherei Von weit einschneiderendem Interesse ist augenblicklich wohl in Berlin neben der Erhöhung der Kornzölle und der Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 55. Sigung vom 21. Februar, 2 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Burchard, Bron v. Schellendorff, v. Burchard u. A. Die zweite Berathung der Tarifnovelle steht vor der Pos fition: Schaumweine 80 Mart. Der Tarif von 1879 Nr. 25e.( Wein in Fäffern 24 M, in Flaschen 48 M. für den Doppelzentner) hatte für Schaumweine feinen besonderen Eingangssoll. Die freie Bereinigung ist mit dieser Bollers höhung einverstanden, dagegen beantragt Ausfeld mit der deutschfreifinnigen Bartei: 1. den Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage eine Vorlage zu machen, wodurch eine Bes steuerung der inländischen Schaumweine eingeführt und der Ertrag dieser Steuer zur Ermäßigung des Kaffeezolles ver wandt wird; 2. die Bollerhöhung für Schaumweine nur zu bewilligen nach Einschaltung folgender Bemerkung: Bis zur Trinkt Wasser wie das liebe Vieh Und denkt es wär' Krambambuli!" Man geht eben hinten rum ums Wirthhsaus, und macht es ähnlich wie der Berichterstatter einer hiesigen Beitung, der sich die Stadtverordneten Bersammlung auch von hinten" angesehen hat. Es geht nichts über eine gewiffe Eleganz in der Ausbrudsweise! Vielleicht wäre es beffer gewesen, wenn dieser scharfsichtige Herr statt die Stabtverordneten von hinten fich selber von innen befehen hätte, er wäre dann vielleicht nicht auf die unglückliche bee verfallen, Herrn Ludwig Löwe mit einem römischen Senator zu vergleichen. Blos die Toga fehlt dem Herrn! Ist benn in ganz Berlin teine Toga zu haben? Vielleicht dürfte sie auch der Getreibesperre die Gröffnung des Bockaus schon gebraucht gewesen sein, es wäre boch ein zu reizenbes Nicht als ob wir von vornherein gerade auf das Bockbier versessen wären ist, wo werden wir denn aber wenn die beiden langbärtigen Böcke in allen Lokalen sich Bild! weiterwendisch genannt werden wollte. Aber wozu die friedfertig über dem Achtel die Pfoten reichen, dann wird läufigen Revolver und im Hintergrunde. Leute in Verlegenheit sehen, man kann es ja ruhig abnoch einmal, dann hilft doch das Mundspigen absolut nicht mehr, bann muß eben gepfiffen sein- dann frieren es eben unweigerlich Frühling in Berlin, gerade wie dieser warten, wie es tommt, und kommt der Winter wirklich Beitpunkt früher eintrat, wenn man das schöne Lied sang: wir eben noch ein bischen. Wenn am Dönhoffsplage Spuckt die wilde Raze u. f. 1." Diese Beiten sind freilich dahin, auf dem DönhoffsFrostig wird es uns deshalb fo leicht in Berlin boch plage spult seit langen Jahren feine wilde Rage mehr, nicht werden, denn man lebt ja immer noch in Saus und bafür sputen aber um die jebige Jahreszeit die wildesten Braus, und wer gestern Abend zehn Mark und noch einiges Kater in den Köpfen aller derjenigen, die nicht Wider theiligen. fich an dem Balle des Vereins Berliner Presse" zu be feinen gefährlichen Folgen zu entfagen. andere flein Gelb übrig hatte, der hätte am besten gethan, standsfähigkeit genug besigen, ein für allemal dem Bock und Rlappe schlagen fönnen. Zunächst hätte er sich an der allWas wird aber alles Reden helfen, die Bockbiersaison Man stelle sich einen modernen Stadtverordneten vor in bem malerischen Faltenwurf der antiken Toga, mit einem Pince nez auf der Nase, in der Hand einen sechseine Näh maschine! Das wäre doch ein Anblick, zum Malen schön, und hätten die alten Senatoren der ehrwürdigen Roma so auss gesehen, so wäre es dazumal, als Gallier nach Rom zogen, diesen gewiß nicht beigekommen, den römischen Stadtverorbeten sammt und fonders die Hälse abzus schneiden. Aber leider war man damals noch nicht so weit vorgeschritten. Was man nicht Alles erlebt in einem so großen Dorfe wie Berlin ist. Die Stadtverordneten sehen aus wie Senatoren, vielleicht kommt nächstens ein findiger Re Da hätte er gewiß verschiedene Fliegen mit einer ist nicht nur für Berlin bedeutungsvoll, sie hat in anderen porter darauf, daß die Straßenreiniger wie römische Gla Kräften tanzen, die literarischen Koryphäen Berlins von Angesicht zu Angesicht sehen, seinen Rörper in einen wohl Gegenden Deutschlands schon förmliche Revolutionen her gemeinen deutschen Wohlthätigkeit betheiligen, dann nach vorgerufen, man sieht daher wohl, in wie engem Zusammen- tenden Aenderung bedürfe, um die Laternenanzünder zu hange der Biergenuß mit dem deutschen Volksleben steht. Das hat gewiß sein Gutes, leider aber fehlt es in thätigen Schweiß verseßen und zu guter Leht auch einen unserer bewegten Beit oft an dem Besten, und da heißt es rothen Schlips tragen dürfen. Wem das für zehn Mark denn; biatoren aussehen, und daß es nur einer kleinen, unbedeuantiken Fackelträgern umzumobeln. Schlecht wäre die Sache ja durchaus nicht, und der Stadtverordnete Löwe als römischer Senator, man merkt es boch, daß wir uns noch in der Faschingszeit befinden. Einführung einer Steuer auf inländische Schaumweine beträgt Der Boll auf Schaumweine 48 M." feit auch er selbst überzeugt sein müßte. Ich bitte deshalb,| Arbeiten allein in diesem Hause find so anftrenge seinen Antrag abzulehnen. Abg. Menzer: Es ist mir eine Annehmlichkeit, einmal für einen Boll sprechen zu können, bei dem man uns nicht die böse Abficht unterlegen kann, das Wohl des fleinen Mannes Damit zu verlegen. Dieser Boll ist eine eigentliche Lurus. steuer. Wie die Erfahrung seit 1879 zeigt, wird der Boll auf Schaumwein vom Ausland getragen; das wird auch mit dem erhöhten Boll der Fall sein. Die deutsche Schaumwein FabriAbg. Richter: An fich ist eine hohe Besteuerung des Champagners wünschenswerth, befonders nachdem man durch die Kornzölle dieKonsumtionsfähigkeit einer glücklich fituirten Minder. heit noch gesteigert hat. Aber die Erhöhung auf 80 M. würde wegen der dadurch eintretenden starken Verminderung des Champagnerimports die Reichseinnahmen nicht vermehren, sonbern erheblich vermindern; schon in Folge der Rollerhöhung von 1879 hat die Champagnereinfuhr um die Hälfte abgetation versteht es ebenso gut wie der französische, die sauren nommen. Andererseits würde der hohe Boll eine außerordent liche Begünstigung für die inländische Schaumweinfabrikation sein, welch lettere, da ste schon zur Beit ein blühender Industries zweig ist, nicht noch eines weiteren Schußes bedarf. Zur Zeit werden in Deutschland 32 Millionen Flaschen inländischen Schaumweins jährlich getrunken und nur 1600 000 Flaschen französischen Champagners. Durch die Bollerhöhung würde Dies Verhältniß noch mehr zu Gunsten der inländischen Probuktion verschoben werden. Wenn Kommiffarius, Geheimer Rath Schraut: Die Bedenken, Daß eine Erhöhung des Schaumweinzolles einen Rückgang der Bollerträgniffe zur Folge haben werde, wurden bereits 1879 geltend gemacht, haben sich aber nicht verwirklicht. Es ist richtig, daß die Einfuhr von Wein in Flaschen seit 1879 zurückgegangen ist, aber nicht von Schaumwein, sondern von Rothwein, der in Folge der Bollerhöhung von Rothwein in Flaschen in Fässern eingeführt wird. Dagegen ist die Einfuhr von Schaumweinen seit 1879 nicht nur nicht zurückgegangen, fon bern erheblich geftlegen: von 26,000 Doppelzentnern im Jahre 1880 auf 29,000, refp. 30,400, 30,800, 38,000 in den Jahren 1881-84. pier handelt es sich lediglich um die Einfuhr von Schaumwein, nicht von Weinen in Flaschen überhaupt. Ebenso wenig ist ein Rückgang der Bolleinnahme bei der nochmaligen Erhöhung des Schaumweinzolles zu befürchten. Bei der Einfuhr von Schaumwein hat sich eine merkwürdige Verschiebung der Qualität herausgestellt: die Einfuhrin feineren Marken ist gestiegen, die in mittleren und geringwerthigen Marken gefallen. Den Platz der letteren, den bisher die mittleren Marken Frankreichs beherrschten, nimmt jest unsere heimische Schaumweinindustrie ein. Das beweisen die beiden bedeutendsten hier in Betracht fommenden Handelskammern von Wiesbaden und Mannheim. Die von Mannheim fagt in ihrem legten Bericht: bie längst geplante nochmalige Bollerhöhung auf ausländische mouffirende Weine sich verwirklichen sollte, so würden voraus fichtlich die kleineren fremden Marken immer mehr bei uns verschwinden und wird an ihre Stelle das inländische Produkt treten, insbesondere, wenn so gute Waare fortgeliefert werden tann, als es jetzt der Fall ist." Der Ertrag der Schaumweineinfuhr ist also gestiegen, während gleichzeitig die geringeren und mittleren Marken, mit denen uns sonst das Ausland überschwemmte, von unserer einheimischen, in den legten Jahren mächtig entwickelten Industrie geliefert werden. Eine innere Besteuerung des Schaumweins( Antrag Ausfeld) flöst bekanntlich auf die größten zolltechnischen Bedenken. Eine prinzipielle Schädigung liegt nicht vor, auch ist der höhere Bollfaß von 80 M. nicht im Geringfien übertrieben. Desterreich erhebt vom Doppelzentner Desterreich erhebt vom Doppelzentner Schaumwein einen Boll von 50 Goldgulden= 100 M., in ben Vereinigten Staaten von Nordamerika zahlt das Dußend Flaschen 7 Dollars, es kommt dort also auf die Flasche ein Boll von 2,50 M. in Rußland sogar auf die Flasche ein Goldrubel= 3,20 M. Bei uns würde bei einer Erhöhung des Eingang zolles von 48 auf 80 M. im Ganzen eine Ausgabe von 1,10 M. auf die Flasche entfallen, ein niedriger Sag, verglichen mit den Bollsäßen in anderen Ländern. Unzweifelhaft werden die Verehrer dieses Lugusgegenstandes ersten Ranges den höheren Boll leicht und ohne Gefahr tragen. Ich bitte daher bei dem Bollsag von 80 M., den die Regierung vors schlägt, stehen zu bleiben. Abg. v. Helldorff: Sch bitte um Ablehnung des Antrages Ausfeld; nicht weil ich deffen Tendenz seindlich gegen überstehe, sondern weil er erstens mit der Zoltarifnovelle nicht im Busammenhang steht und zweitens auch nicht ohne Verfaffungeänderung durchführbar ist, da die Besteuerung inlän dischen Weines nicht zur Kompetenz des Reiches gehört. Endlich ist es bedenklich, bei der jeßigen Finanzlage am Kaffeezoll au rütteln. Abg. Richter hält seine früheren Behauptungen gegenüber dem Regierungsvertreter aufrecht, deffen Statiftit gar nichts beweise, da feine Angaben über den Jmport der Beit vor 1879 gegeben worden seien, und das allmälige Steigen des Imports nach 1879 die einfache Folge der allmäligen Aufzehrung der großen in Voraussicht der Bollerhöhung im Jahre 1879 impor tirten Maffen Champagners gewesen sei. Die technischen Schwierigkeiten einer Besteuerung des inländischen Schaumweins würden sich überwinden lassen. Bei der Tabalsteuer ist man nicht vor den technischen Schwierigkeiten einer Kontrole des Tabackbaues, melche zum Zählen der einzelnen Pflanzen und Blätter geführt hat, zurückgeschreckt. Man muß aus dem Champagner die Millionen bolen, um den Kaffee billiger zu machen, Das ist eine richtige Politit. Die ganze Bolltarifnovelle aber fucht nur wieder die Belastung auf die ärmeten Boltstlaffen abzuwälzen. Geh. Rath Schraut wiederholt, daß ein beträchtliches Steigen der Champagnereinfuhr gerade nach dem Jahre 1879 erwiesen sei, und daß durch die hier vorgeschlagene Bollerhöhung die Reichs- Einnahmen fich nicht vermindern, sondern steigen würden. Abg. v. Kardorff: Eine Ermäßigung des Kaffeezolles würde feine Erleichterung der ärmeren Volke klaffen herbeis führen; die Kaffeepreise sind auch seit 1879 nicht gestiegen, sondern gefallen. Eine Besteuerung der inländischen Schaum weinindustrie ist aber an sich auch mir sympathisch; ich wünschte, daß der Abg. Bamberger, der diesen Verhältnissen näher steht, fich hierüber einmal äußerte. Abg. Bamberger: Nach dieser Provokation will ich mit meiner Meinung nicht zurüdhalten. Meiner Ansicht nach ist es durchaus wahrscheinlich, daß eine so starke Bertheuerung Der Einfuhr französischen Champagners die fistalischen Einnah men vermindern wird. Ich stimme aber auch darin mit dem Abg. Richter überein, daß ein so hoher Schutzoll für die inländische Schaumweinindustrie nicht einmal in deren Interesse liegt. Gerade die auswärtige Konkurrenz bat zur Hebung Dieser Industrie wesentlich beigetragen. Wäre der Kon furrenzfampf mit dem französischen Champagner nicht Champagner nicht gewesen, so würde fich die deutsche Schaumweinfabrikation nicht so verfeinert haben, daß sie, wie es jetzt der Fall ist, den französischen Champagner sogar auf den ausländischen Martt immer mehr schlagen lann. Man würde dieser Industrie einen sehr zweifelhaften Dienst leisten, wenn man ihr durch Schutz gegen die Konkurrenz den Antrieb nimmt, nach weiterer Vervollkommnung zu streben.( Buftimmung lints.) Abg. Marquardsen: Ich hätte nicht geglaubt, daß diefe Position zu Weiterungen Veranlassung geben würde. Man sollte fich freuen, aus einer solchen Quelle eine vermehrte Einnahme für den Staat zu erzielen. Wenn man auf inländischen Champagner eine Steuer legen und diese zur Ermäßigung des Roffeezolles verwenden wollte, so würde der Preis für das Pfund Kaffee nach meiner Rechnung nur um 1 Pf. vermindert werden. Abgesehen von allen anderen Bedenken aber gegen den Antrag Richier ist zu bedenken, daß es zur Einführung einer Steuer auf inländische Fabrikate einer Verfaffungsänderung bedürfen würde. Ich glaube aber auch gar nicht, daß die Einzelstaaten ihr Recht auf in direkte Steuern so leicht abgeben würden. Der Abg. Richter und geringeren Weine zu Schaumwein zu verarbeiten, und es ist nicht nöthig, daß deutscher saurer Traubensaft nach Frankum in die Champagne exportirt wird, Dann reich in อน Schaumwein unter verarbeitet, Verleugnung feines Vaterlandes, wieder au und zurückzukommen. Durch Hebung unserer Schaumweinfabrikation wird auch die Flaschen- und Korffabrilation eine erfleckliche Mehreinnahme haben. haben. Eine Weinsteuer, wie wir fie in Baden haben, wäre mir persönlich ganz recht; ich glaube auch nicht, daß unter einer solchen unsere Schaumweinfabrikation zu Grunde gehen würde. Abg. Frhr. v. Frandenstein macht im Sinne des Abg. Marquardsen auf das Bedenkliche des Richter'schen An trages aufmerksam und bittet, denselben abzulehnen. Abg. Richter: Wenn der Abg. Marquardsen bei diesem Bolsas feine Weiterungen erwartet hat, so muß er die Motive nicht gelesen haben. Es handelt fich ja hier nicht um eine Bollerhöhung zu Gunsten der Reichskaffe, sondern im Intereffe einiger Fabrikanten. Es wird im Gegentheil ein Rückgang in den Einnahmen aus dem Boll eintreten, wie die Motive selbst verblümt zugeben im Gegensatz zu dem Abg. Marquardsen. Ich habe vorhin behauptet, die Einfuhr von Schaumweinen habe nachgelaffen; meine Zahlen bezogen fich auf die Zeit vor und nach dem Boll. Die Statistit des Regierungskommiffars beweist nichts gegen mich, da sie nur auf die Belt nach der Bolls erhöhung geht. Früher wurden 140 000 Bentner Wein in Flaschen eingeführt, und diese Einfuhr ist jetzt auf 76 000 Bentner zurückgeganger. Wie viel von diesem Rüdgang auf Champagner speziell tommt, wiffen wir freilich nicht, da die Statistit nicht nach Weinsorten sondert. Aus erhöhten Zöllen tibe gefirengt fo lange in jeber erfüllen. nach dem gleichzeiti Sie bet 2 Uhr deren V Sommer daß im Interesse von unser Aller Gesundheit eine kleine Ba durchaus nothwendig ist. Eine solche empfiehlt sich um mehr dadurch, daß zahlreiche Mitglieder auch zu Hause ernste und wichtige Geschäfte zu besorgen haben.( Sehr richtig Sie brauchen fich nur im Saale umzusehen, um sich zu zeugen, daß bereits zahlreiche dieser Kollegen die jest be tragte Pause für fich schon antizipirt haben.( Sehr richli Das Abgeordnetenhaus hat so ernste und wichtige Berath gen, daß die Mitglieder desselben nicht im Stande find, hier noch zu erscheinen, so lange dort die Verhandlungen ern. Man könnte es vielleicht für richtiger halten, das geordnetenhaus zu vertagen( sehr wahr rechts!), ein diesbezu werden licher Vorschlag ist aber nicht gemacht worden. Ich er die Einwendungen gegen meinen Antrag und werde diesel Geschäfte widerlegen. ba Abg. v. Helldorff: Ich kann dem Antrag Windih nicht auftimmen. Wir legen mehr Werth darauf, in der nach Ostern einige Wochen früher nach Hause zu kommen, iegt eine Bause zu machen. Wir sollten uns doch auch gerade in einem Moment vertagen, wo nicht Mangel, fond großer Ueberfluß von Arbeitsstoff für uns vorliegt, mindesten müßten wir vor einer Vertagung noch das Nothwendigste der Bolltarifnovelle und dem Etat erledigen. ba Reichstanzler Fürst v. Bismard: Die Frage, ob Preußische Landtag jest vertagt werden tann, ist von preußischen Regierung erwogen worden; aber nachdem derfel mit Rücksicht auf den Reichstag, um diesem die volle Zeit dem Oktober fret au laffen, erst ziemlich spät berufen wo feine wichtigsten Arbeiten nicht ist, der würde er dafür nothwendigen. Belt fertig ftellen fö wenn er jegt verlagt würde. Deshalb find wir nicht in Lage, den Preußischen Landtag jezt zu vertagen preußische Regierung ist die Erste, die der Meinung daß das Landesinteresse hinter den Reichsinteressen D Jurid ju leben, fo fchon jett nicht meh nichts mi verbündet übrigen au Abg. von der J die Bertag tag; bie Geschäfte haben des fie ab zu ihre Heima felbft gehi daß unser glieber ha beften wif wendig, zu geben. Gegenstän fich um ei treten habe; aber diese Gesinnung hat fie dadurch bekundet, da möglich. fie diesmal, dem Wunsche beider Versammlungen entsprechend den Landtag erst mehrere Monate nach dem Reichstage hat. Der Abg. Windthorft hat zur Motivirung seines berufen be 2 liche und ganz unm dann mu fein. Es tagung ei tätspartei fagt zu ha Ditern nid haben, ba nicht bis bat mich i folgen also nicht erhöhte Einnahmen. Wie wenig nothwendig trages angeführt, daß das Zusammentagen der beiden größt daß wir bereits 70 000 Flaschen inländischen Champagner, also nicht möglich sei. Die Erfahrung hat gezeigt, daß un Der Antrag Ausfeld und Gen. wird hierauf abgelehnt, Abgeordneter zwei Mandate zugleich übernimmt.( G die Hälfte von dem, was bei uns eingeführt wird, exportiren. dagegen die Bollerhöhung für Schaumweine auf 80 Mt. nach der Regierungsvorlage angenommen. " Inftitutionen überhaupt nicht darauf berechnet sind, da richtig!) Thut er es dennoch, so thut er es gewiß in Ueberzeugung, daß er die fundamentalen Inftitutionen Reiches und seines Landes in Wirklichkeit nicht hemmen bd with Es folgt die Berathung der Pofition ,, Kraftmehl 2c." Die Regierung will den Zoll von 6 M. auf 8 M. erhöhen. Wfr haben bis Ostern noch fünf Wochen; bis zum Palmfon Abg. Grad schlägt für Kraftmehl, Buder, Stärkegummi es ist ja Brauch, zu Ostern drei Wochen zu paufire nur noch vier Wochen. Nach dem bisherigen Gang be einen Boll von 8 M., für Nudeln, Sago, Sagofurrogate, Arrowroot, Taploka von 9 M. vor. Gegenwärtig bes fchäfte fann ich nicht glauben, daß in diesen vier Wochen, trägt der Boll auf Mühlenfabrikate 3 M. pro 100 Kilogr., trägt der Boll auf Mühlenfabrikate 3 M. pro 100 Kilogr., Sie sich jetzt schon vertagen, das Pensum wirklich fertigg derjenige auf Teigwaaren 6 M., der Unterschied zwischen werden würde, wie es wünschenswerth ist, damit dam beiden 3 M. Nun soll nach der Regierungsvorlage der Bowl preußische Landtag, wenn er fein Budget erledigt ba auf Mühlenfabrikate auf 6 Mart derjenige auf Teigwaaren, Oftern Raum findet für seine übrigen Arbeiten. Tapioka und Nudeln aber nur auf 8 M. erhöht werden, so daß der Unterschied auf 2 M. heruntersinkt. Mit dem bisherigen Boll ist die französische Konkurrenz verdrängt, während Die Konkurrenz aus Italien und Ungarn auf dem deutschen Markt noch ziemlich stark ist. Wir haben in den Jahren 1880 bis 1883 noch eine Einfuhr an Teigwaaren von 22,443 bis 26,060 Doppelzentnern gehabt. Abg. v. Kardorff beantragt, die Pofition ,, Kraftmehl Au tritt noch hinzu, daß hier wichtige Sachen zwischen der und dritten Lesung schweben, und daß eine auf das Mal jegt erst abgemacht werden; und daß wir die Entf solcher Fragen, die im Lande mit einer gewiffen Spann erwartet wird, bei der auf unser ganzes wirthschaftliches Landes bedachte Geschäftsführung verlangt, daß diefe Ga eine Rüdwirtung stattfindet, daß wir bie nicht lange Schwebe laffen. Speziell die Bolltarifnovelle bringt in D Ding u. s. w.", sowie die Position ,, Reis" mit den auf diese Poft die tief in das Wirthschaftsleben eingreifen. Eine längere tionen bezüglichen Anträgen an die Bollkommission zu verweisen. Der Antrag wird angenommen. Der Zoll für Mühlenfabritate soll nach der Re gierungsvorlage 6 M. nach dem Antrage der freien Vereinigung 750 M. betragen. gewißheit über die Entscheidungen auf diesem Gebiet wird und regelmäßigen Geschäftsverkehr einigermaßen lähmen; ungeregelte Spekulation wird begünstigt; Reichsfinanzen, deren bedrückte Lage Sbnen dod sehr am Herzen liegt, werden wesentlich leiden. Allein bei den nicht unter das Sperrgeset barum fallen Abg. Broemel: Die Erhöhung des Bolles auf Mühlen Artikeln würde, wenn die von den Regierungen vorgefal nen Bollerhöhungen schließlich angenommen werden, der Beit, wo die Entscheidung in der Schwebe bleibt Reich wöchentlich ein Verlust von mehr als 200 000 stehen. Wenn aber die über die Regierungsanträge gehenden Bollerhöhungen, z. B. die Viehzölle, angen werden sollten, so würde sich der Zollausfall des Reiched Kleie die Rede, vielleicht darum nicht, weil die Kleie ein rich wöchentlich auf ziemlich eine halbe Million Mark belaufe tiger Futterartikel ist, dessen Vertheuerung nicht im Interesse gewöhnlichen Verkehr; und wenn der Verkehr fich fteige fabrikate wird gerechtfertigt mit dem Hinweise auf die Ers höhung des Weizen- und Roggenzolles. Aber dieser Motihöhung des Weizen- und Roggenzolles. Aber dieser Moti virung fehlt jeder fachliche Hintergrund, so lange die Ber theuerung des Getreides durch die Bölle geleugnet wird. Be denklicher ist noch, daß auf den Kleinhandel gar nicht Rücksicht genommen ist.. Mit feinem Wort ist in den Motiven von der der Landwirthschaft liegt. Da zeigt sich wieder, was die Phrase vom Schutz der nationalen Industrie für eine Bedeutung hat. Asg. v. Heereman glaubt, daß sich der Vorredner in Widerspruch mit sich selbst gesetzt, wenn er einmal fich gegen die Bölle erkläre und dann selbst einen Boll auf Kleie empfehle, und bittet den Antrag der freien Vereinigung anzunehmen. Der Verlust noch größer. Im Interesse der Geschäfte die uns gemeinsam obliegen, im Interesse einer abflic Brubigung des wirthschaftlichen Publikums und im S bitte ich Sie: Verzichten Sie auf die weitere Hinausfi ber wichtigen Ihnen obliegenden Verhandlungen! der Reichsfinanzen, die Sie sonst so lebhaft vertreten Geh. Rath Neumann: Die verbündeten Regierungen haben eine Erhöhung des Mehlzolles auf 6 M. vorgeschlagen, um das bestehende Verhältnis zwischen Getreides und Mehl zoll, welches fich durch die Erfahrung der lezten Jahre als richtig erwiesen hat, nicht zu alteriren. Sollte indeß der Reichstag angesichts der erhöhten Getreidezölle auch einen erhöhten Schuß der Mühlenindustrie für nothwendig halten, so haben Die verbündeten Regierungen dem leinen Widerstand entgegen zusetzen. Abgg. Uhden, Graf Udo Stolberg und v. Horn ſt ein befürworteten die Erhöhung auf 7,50 M. im Interesse der landwirthschaftlichen Gesammtheit, welche die Erhaltung Der Konkurrenzfähigkeit der heimischen Mühlenindustrie erforderte, während Abg. Broemel einen Bollschut von 7,50 M. nochmals für zu hoch erklärt und wiederum fich gegen den drohenden Differentialsoll für Roggenmehl ausspricht. Beifall rechts.) Abg. v. Wöllwarth: Nach der gestrigen Anfünd des Abg. Windthorst haben beide konservative Fral den Beschluß gefaßt, gegen die Vertagung zu ftimmen der Abg. Windthorst wird doch gewiß so recht und bill uns nicht niederzustimmen, sondern unseren Wünschen nung zu tragen. Der württembergische Landtag hat auch finen Etat bis zum 1. April erledigen. Herr Rided uns gestern gesagt, es würden hier die Arbeiten übers waren ungeheuer fleißig, von Morgens 10 bis Nachts 12 wenig. Wenn wir zu Hause in demselben Temp haben wir gearbeitet, aber zu Stande gebracht haben wir Landtagsarbeiten erledigten, dann würden wir nicht vo tommen. Herr Ridert hat früher gegen die zweijä Budgets geltend gemacht, daß man ja blos 14 Tage jur Auf Antrag des Abg. Meier( Bremen) wird an dieser berathung in jedem Jahre brauche; wenn Sie jest nod Woche vertagen, dann brauchen Sie mehr als 14 Woch diesem Etat. Auch sollen die Kommissionen in ber gewonnen, und ich bitte Sie im Namen der Reichspartel Stelle die Berathung der Tarifnovelle unterbrochen, und die zweite Lesung der Vorlage, betr. den 3ollanschluß Bres mens, eingeschaltet, die sehr rasch zu erledigen ist, und durch beren Verzögerung die städtischen Behörden von Bremen ge hemmt werden. Abg. Meyer( alle) empfiehlt Namens der Kommission die unveränderte Annahme der Vorlage. Die Stommiffion hat unter Theilnahme zweier Mitglieder des Bremischen Senats und eines Kommiffars des Reichsschagamts verhandelt und dabei nicht die prinzipiellen, sondern lediglich die technischen Fragen erörtert.( Während dieser Rede tritt der Reichskansler Fürst von Bismard in den Saal) Bertagung abzulehnen.( Beifall rechts.) felben Gründen, die der Vorredner anführt, gegen tagung. Abg. v. Lens: Die nationalliberale Partei ift au pie Abg. Frhr. zu Frandenstein: Ich hatte nod bat Sh Dor ganz furzer Zeit die Meinung, daß der Reichsta Dftern fortarbeiten müsse, und daß es möglich werden bis dahin seine Geschäfte zu erledigen. Noch gestern gehofft, daß das preußische Abgeordnetenhaus feine& nicht erfüllt; wie ich höre, wird das Abgeordnetenbaus Dhne Debatte wird sodann die Position der Bolltarifs große lange Sigungen haben und wir würden täglid Es meldet sich Niemand weiter zum Wort; die Vorlage auf 8 Tage suspendiren werde. Auch diese Hoffnung wird fast einstimmig angenommen. novelle, frische Weinbeeren, 15 Mt. pro 100 Kilogramm" an genommen. Hierauf vertagt das Haus die weitere Berathung. Präfident v. Wedell- Piesdorf: Ich schlage vor, bie ndofte Stzung am Montag Nachmittag 2 Uhr abzuhalten. Mit Rücksicht auf unser umfangreiches Arbeitsmaterial glaube ich Ihnen einen anderen Vorschlag nicht machen zu fönnen. 2 oder 2 Stunde beschränkt sein. Das scheint mir recht und billig; lassen Sie und lieber dem Antrage horst gemäß eine kurze Pause machen, um dann in lange ergiebigen Sigungen weiter arbeiten zu tönnen. Reichslangler Fürst v. Bismard: Die Nothwen für das Abgeordnetenhaus, lange Sigungen richtig! rechts), der Reichstag würde damit also Abg. Windthorst( zur Geschäftsordnung): Meiner gewinnen. Auf die Kürze oder Länge der Sigungen gestrigen Ankündigung entsprechend, beantrage ich, die nächste Sigung erst am Montag, den 2. März um 2 Uhr stattfinden zu laffen( Beifall im Bentrum). Das Buſammentagen des Reichstages und des Abgeordnetenhauses bat bereits eine große Menge von Unguträglichkeiten bewirkt. Wir haben das bisber in Ruhe ertragen mit Anspannung jeglicher Kraft. Raum die verbündeten Regierungen nicht auf die Eintheilung und feinen Einfluß Behandlung schäfte, es fällt das also nicht in den Rahmen ihrer DE Fra gerather gen; aber ich bitte zu bedenken, daß, wenn Sie erst am 2 wieder zusammentreten wollen, Sie dann in eine gang un melchem das Budget im Landtage ja auch fertig gef liche Konkurrenz mit dem preußischen Landtag jemals ist in einem Parlament so angestrengt gearbeitet dann bei dem berannahenden Schlußtermin, dem 1. worden wie Don Alle schlägt also etwas vor, von dessen praktischer Undurchführbar menschliche Kraft hat aber ein bestimmtes Maß, und die muß, Abendsigungen zu Hilfe nehmen, kurz ganz befonb Reich Seiter teit.) es würde 8 Tagen Der auf th einlösen ro entnommer bündeten S Sache und tag noch darf. We weite daz mandat be werden fol Aba ich im Fal auf die h ferem heu wollen. dem Süde habe ich Abg. die Vertag men find. Abg. fich um Haufe müffe verban Hebeneinan Normale G als beute. Abg. tin Intere Anben. Abg. Draußen handler hi in überſtür Abg. ferna ber werden, m bat mich Lefung Ab Barter eft men werde Dar, als o Abg. Stolberg richtig fel. ben, was Abg. rubig übe unferen rathungen Abg. horst im fchaftliche Der Stimmen Schlu tag, 2. S merun.) 24. S Am 1 Rommiffar Das den Einn Rultus Abg. geftrigen Abg. v. G ob es zulä Es ist zu in eine be Bleben. Bräft abfichtigte, ben Abg. ich eine G ich im A Mal einer Erflärung einzelne 3 Scheiben i Abg. bebauerlid Reiche Ni Don Dem ich, aber anftrengen geffrengt arbeiten müssen. Das Alles läßt sich gar nicht ändern, me fleine Ba o lange Doppelmandate angenommen werden in der Abficht, t fich um in jeder der beiden Versammlungen das Wiandat ausgiebig zu u Hause f erfüllen. Die Regierung ist in der Unmöglichkeit, den Landtag ( Sehr richtig nach dem Reichstag zu besonderer Zeit zu versammeln; das fich zu übe gleichzeitige Tagen ist eine gebotene Nothwendigkeit. Wenn Die fest bea Sie bei der Einrichtung, daß die Sigung hier um Sehr richtig 2 Uhr anfängt, und Der Vormittag ber an= ige Berathu deren Versammlung überlassen wird, bis spät in den de find, au Sommer hinein zu figen gezwungen sind, wenn Sie das vor dlungen beziehen, leben, so hängt das von Ihnen ab. Ich verwahre mich aber ten, baschon jetzt dagegen, daß in der Jahreszeit, wo es anfängt heiß ein diesbe zu werden, im Mai und Juni, gesagt wird, es tönne dann Ich erwa nicht mehr vom Reichstage verlangt werden, daß er noch seine verde diefelbe Geschäfte fortführen solle. Ich fann nur abrathen, habe aber nichts mitzureden und erwarte in Ruhe Ihre Beschlüsse; die berbündeten Regierungen werden dann in der Lage sein, die ag Windth brigen au faffen. , in der tommen, och auch ni gt, mindef wendigfte a Frage, ob ift von b achdem derfel volle Beit en night 8 Abg. Richter: Ich bin sehr erstaunt, daß die Redner von der Rechten und den Nationalliberalen so lebhaft gegen angel, fond die Bertagung auftreten. Wir haben einen diätenlosen Reichstag; die einzelnen Mitglieder müssen deshalb ihre persönlichen Geschäfte in einem gewissen Maaße fortführen; das bedingt, daß fe ab zu nach dem Rechten sehen. Die auswärtigen Mitglieder haben deshalb das Bedürfniß, in gewiffen Schwischenräumen in ibre Heimath zurückzukehren. Nachdem wir nun vom Reichskanzler felbst gehört haben, daß er gar nicht an die Möglichkeit denkt, daß unsere Geschäfte bis Ostern erledigt werden einzelne Mit glieber haben es geglaubt; der Reichskanzler muß ia aber am besten wissen, was er noch vor hat, ist es um so eher nothwendig, den auswärtigen Mitgliedern hierzu die Möglichkeit u geben. Dann tommt auch noch die Eigenthümlichkeit der Gegenstände unserer Berathungen in Betracht Handelte es fich um einzelne Etatspofitionen, so wären stüdweise Sigungen möglich. Wenn aber, wie es der Fall ist, größere wirthschaft liche und politische Fragen zur Verhandlung stehen, so ist es ganz unmöglich, die Berhandlungen um 2 Uhr zu beginnen, dann muß ein größerer Spielraum für die Debatten gegeben ein. Es entspricht also einfachen sachlichen Gründen, die Ver tagung eintreten zu lassen, wie sie von Seiten einer Majoris tätspartei des Hauses beantragt ist. Serufen wor ellen ton ir nicht in ertagen. Meinung effen jurid , D befundet, da En entsprechend chstage beruf feines älligen be beiden größte F augenblid find, daß Daß unf immi.( G gewiß in ftitutionen bemmen m n Balmfon au paufire Der Gang Wochen ich fertigg City Abg. Cremer: Toleranz ist nur vom staatsrechtlichen Standpunkte auszuüben; die verschiedenen Konfeffionen müssen gegeneinander, der Natur der Sache nach, intolerant sein. Als in früheren Beiten Staats- und Kirchenrecht noch identisch waren, da waren auch die Staaten nicht paritätisch, sondern intolerant gegen nicht anerkannte Konfeffionen. Gegen das, was jept in Frankreich der katholischen Kirche durch den Staat Uebles geschieht, ist die Fall'sche Gesetzgebung ein Kinderspiel. Aber Deutschland muß noch immer dafür büßen, daß aus hm heraus die Reformation entstanden ist; das geiben uns die italienischen Diplomaten nicht; jedoch will ich dafür wirken, daß man ein guter Ratholit und doch zugleich ein guter deutscher, speziell preußischer Patriot sein kann. ( Beifall rechts.) der katholischen Kirche lann ich behaupten, daß es keinen größeren Kulturkämpfer auf Erden giebt, als den Bapst selbst. ( Heiterkeit.) Staatsrechtliche Toleranz ohne die Grundlage Wer erkennen die der religiösen Toleranz ist nicht möglich. fatholische Kirche nicht als richtig an, aber wir erkennen fie als ein Glied des Staates an; wir werden die Toleranz, welche wir bei Ihnen leider vermissen, auch ferner üben. Der AnSpruch, allein die Wahrheit zu wiffen, allein unfehlbar zu sein, ist doch gar nicht durchführbar; es geht in Rom ebenso mensch lich zu, wie überall anderswo.( Sehr richtig!) Der Redner geht alsdann auf die Verbindung des Zentrums mit bem Fortschritt ein, worunter er und seine Freunde hier in Berlin ganz besonders gelitten hätten. ( heiterkeit.) Der Abg. Windthor ft habe gar keinen Grund, fich über die Wahl Loewes zu sehr zu freuen, denn derselbe war, als die Maigefeße berathen wurden, noch gar nicht Mitglieb, weder des Abgeordnetenbauses noch des Reichstages, und bei den Abstimmungen über die verschiedenen Anträge des Abgeordneten Windthorst hätten er( Redner) und sein Freund Wagner ebenso gestimmt wie Loewe. Er erinnere Die Herren vom Bentrum daran, wie zur Beit des Knlturtampfes die Fortschrittspreffe in nicht zu beschreibender, nieder trächtiger Weise die katholische Kirche beschimpft hat und wie namentlich die Judenpreffe in Berlin geradezu sagte, müßte mit den Pfaffen eigentlich aufräumen. Nicht blos im Namen meiner Fraktion, so schließt Redner, sondern im Namen Berlins, möchte ich den Herrn Minister ersuchen, sich der Sache, die ich angeregt habe, anzunehmen; nur von seiner Sette tann es mit einer gewissen Aussicht auf Erfüllung dieser Wünsche geschehen, daß die Sache in Fluß gebracht wird. Möge der Staat fich der Pflichten eingedent zeigen, welche auf diesem Gebiete für ihn gegeben find!( Beifall rechts.) man Abg. Bachem: Der Vortrag des Vorredners war durch aus danach angethan, den Eindrud zu erweden, als stände der Hof und Domprediger Stöcker, nicht der Landtagsabgeordnete Stöder vor uns. Die prinzipiell polemistrenden Aeßerungen des Papstes gegen den Protestantismus soll man auf Der Kanzel bekämpfen; möge einen Syllabus Des Der Jrrthümer Ratholizismus aufstellen, auch rubia in den Kirchen weiter fingen:„ Steuer des Papstes und der Türken Mord", aber man höre auf, hier mit der plumpen Majorität Gefeße gegen uns zu machen! In feinem tatholischen Lande wird die Gewiffensfreiheit und die freie Reli gionsübung so eingeengt, wie die der Katholiken in Preußen. ( Bustimmung im Bentrum, Widerspruch auf den anderen Bän ten des Hauses.) Die Herren Konservativen find eben auf höheren Befehl im Begriff, von unserer Seite abzufchwenken, halten bei den Wahlen an. Wir haben aber im Wahl kampfe die Konservativen immer noch auf dem Fuße der meistbegünstigten Nationen behandelt( peiterkeit), und sogar in der Rheinprovinz haben wir den einzigen Konservativen, der uns präsentirt wurde, gewählt; er fist im Reichstage durch die Stimmen des Bentrums, er ist auch Mitglied dieses Hauses. Reichslangler Fürst v. Bismard: Ich glaube nicht ges fagt zu haben, daß der Reichstag mit seinen Geschäften bis Ditern nicht fertig werden könne. Ich glaube nur gesagt zu baben, daß, wenn er 8 Tage feine Sigung hält, dle Geschäfte nicht bis Ostern erledigt werden würden. Der Abg. Richter hat Ich glaube fogar, würden mit Leichtigkeit unter gewissen Umständen in ( Große Seiterkeit.) Ich weiß auch nicht, ob der Landtag den Wechsel, Der auf ihn ausgestellt wird, wenn er repräsentirt wird, auch einlösen wird. Den Argumenten, die aus dem Zusammentagen entnommen werden, kann ich nur die Ueberzeugung der verbündeten Regierungen entgegenstellen, daß im Interesse der tag noch der Reichstag auf den Landtag Rüdficht nehmen darf. Wer im Befiz eines Mandates schon war und das weite dazu übernahm, kann sich jetzt nicht auf sein Doppelwerden solle, damit er sein Landtagsmandat ausüben fönne." Aba. v. Benda: Ich habe gestern nur bemerkt, daß ich im Falle einer Bertagung die Position ,, Mühlen Fabritate" auf die heutige Tagesordnung zu segen bitte. Ich habe unferem heutigen Botum indessen in leiner Weise präjudiziren wollen. Nachdem meine Freunde, die zum größten Theil aus dem Süden find, einstimmig die Vertagung abgelehnt haben, habe ich teine Veranlassung, diesem Votum entgegenzutreten. Abg. Rickert ist der Meinung, daß die Gründe für die amit ban bigt bat en. Au en der Das Wall e Entsche aftliches Diefe Ga Ten Spann St Lange in bringt Di ine längere Beblet wird lähmen; und nen doch tlich barun Refes falle en vorgef erden, wa be bleibt SU 200 000 anträge angen Reidel art belaufe fich fteig Geschäft Tabiblic nd im S pertreten Dinausf gen!( en Anfünd ative Fral ftimmen und billig Wünschen pertagt, Serr Ride ten übers mber hier dtag hat Nachts 12 baben wi Tempo nicht vo Die weij Tage zu te fest nod 14 Woche in ber aufe gar Reichsparte ttet ift aut gegen die bhatte nod r Reichsta werden geftern feine S bat offnung netenbaus taglid int mir nid Antrage n in lange n. eNothwen Dorliegen Sigungen Einflus en ju mit allo blung threr DE Frm te erit am 2 Ene gang un ag gerathe em 1. ang befond fertig gef Bah men find. Abg. Windthorst: Die Frage ist aufgebauscht, als ob fich um große Dinge bandle. Ich meine, daß die Geschäfte Hauses nur gefördert werden durch die Unterbrechung. müssen auch im Lande hören, wie man dort auffaßt, was verbandelt wird. In fillheres Beit hat man über das ebeneinandertagen, das jetzt der Herr Reichstanzler für eine normale Einrichtung zu halten scheint, ganz anders geurtheilt als beute. Abg. v. Lentz tritt für die Bertagung ein, das Land habe in Interesse, seine Geschäfte so rasch als möglich erledigt zu Aber wären wir nicht reif für das Irrenhaus gewesen, wenn wir für mittelparteiliche Kandidaten gestimmt hätten? Nur Die allergrößten Kälber wählen ihre Megger selber!"( Seiter feit im Sentrum.) Wir rennen auch die tiefe Rluft sehr gut, die uns von den Freifinnigen trennt; wir haben im sehr gut, die uns von den Freifinnigen trennt; wir haben im Wahlkampfe diejenigen von ihnen unterstügt, von denen wir einen Rüdfak in die gröbsten Exzesse des Kulturkampfes nicht mehr zu befürchten haben. Wenn bei der jeßigen günftigen Busammensetzung des Hauses die Beendigung des Kultur tampfes feine Fortschritte macht, so liegt es an dem Mangel guten Willens bet der Regierung und an der Schwäche der Konservativen!( Lebhafter Beifall im Zentrum.) Abg. Dr. Virchow( ofr.): Die Herren haben sich gestern und heute mit der freifinnigen Partei beschäftigt; wir über laffen Ihnen gern die persönliche Werthschäßung, wir können ihrer entrathen; wir sind ja gewohnt, derartiges auch aus höherem Munde zu hören und wir werden uns auch so lange halten können, als es dem Herrn Reichskansler gefällt, to zu sprechen. Auf Herrn v. Gerlachs gestrige Provokation des Les gitimitätsprinzips will ich nicht weiter eingehen, nur daran erinnern, daß diese Parole nicht mehr ausgegeben wird und ich bitte, uns damit zu verschonen, wir find doch nicht Diejenigen, welche fich bewogen gefunden haben, verschiedene legitime Säufer zu beseitigen; an diefe möge er feine Vorwürfe adressiren. Was die Toleranz anlangt, von ber hier anlangt, von der hier so viel gesprochen worden, so haben wir feinen Zweifel dar über, daß die evangelische Kirche, wenn sie zur Herrschaft kommt, ebenso wenig tolerant ist, als die tatholische Kirche. finden. Abg. Richter: Ich weiß nicht, ob man es im Lande Draußen verstehen wird, wenn die nationalliberalen Frei- In dem Augenblick, mo Herr Stöcker Präsident des Oberin überſtürzter Weise berathen werden. Abg. Graf Udo v. Stolberg: Es ist neu, daß Inlerna der Holzzollkommiffion hier so vor das Plenum gebracht werden, wie es von dem Abg. Rickert geschehen ist. Derselbe Der Abg. Enneccerus: Der Abg. Rauchhaupt hat gestern der Freude Ausdruck gegeben, daß wir zur hebung des sozialen Elends jezt mit den Konservativen zusammenarbeiten wollten. Der Abg. v. Eynern hat schon darauf geantwortet, daß er den in diesem Lobe zugleich enthaltenen Tadel nicht afzevtiren könne. Die nationalliberale Bartel hat stets in diesem Sinne gewirkt. Herr v. Rauchhaupt hatte darauf aber zu erwidern für nöthig befunden, daß die Nationalliberalen die ihnen entgegengestreckte Hand zurückgewiesen hätten. Er scheint diese Bemerkung für nothwendig gehalten zu haben, um gewissen Elementen in der konservativen Partei wieder das Oberwaffer zu verschaffen. Das Berhalten gerade der national. liberalen Bartet ist so tonsequent gewesen( Heiterfeit links), daß Sie nur auf Ihre Abstimmung zu refurriren brauchen, um zu wissen, woran Sie find. Der Abg. Rauchhaupt sprach dann Don den zwei Seelen in unserer Bartet im Reichstag. Freihändler und Schußzöllner halten wir nicht für identisch mit liberal und nichtliberal; deshalb können wir in diesen Fragen verschieden stimmen. Das Zentrum ist ja übrigens in wirthschaftlicher Beziehung auch zuweilen getrennter Meinung. In dem liberalen Gedanken auf dem politischen Gebiete sind wir stets einig. Daß der Abg. Windthorst auf den unerhörten Artikel, den der Abg. v. Ennern verlesen, tein Wort des Tadels gehabt, sondern nur erwidert hat, daß die Herren in Bochum etwas schwerhörig seien, und man mit ihnen in etwas träftiger Sprache reden müsse, ist mir unbegreiflich. Wenn fortwährend hier vom Kulturkampf gesprochen wird, so frage ich? Wo find denn jetzt die großen Klagen des Zentrums? In einer jeßigen Kulturkampfadebatte spricht man von Legitimität, Toleranz, Wahlbündnissen u. dergl., vom Kulturkampf hört man nichts. Abg. Wagner( Ofthavelland) weist den Vorwurf zurück, daß die fonservative Partei etwa nach dem Wunsche der Machthaber handle und stimme; er und seine Freunde hätten nur erkannt, daß die Wege, welche die Fortschrittspartei gehe, nicht zum Heile Deutschlands gereichten. Es set statistisch nachgewiesen, daß das Durchschnittsalter in der Fortschrittspartei höher ist als in anderen Fraktionen; während man nun sonst im Alter konservativer zu werden pflege, set dies bei der Fortschrittspartei nicht der Fall, das beweise, daß fie stehen geblieben sei auf ihrem veralteten Standpunkte. Die fortschrittliche Breffe habe die konservativen Kandidaten in der schamlosesten Weise angegriffen, und wenn diese sich ihrer Haut wehrten, dann warf man ihnen Grobheit 2c. fort. Man sagte der chriftlich- sozialen Partei nach, daß Hödel und Nobiling ihr angehörten, daß ihre Anhänger ebenso werden würden wie diese. Man habe den Redner aufs allerpersönlichste beleidigt, ihn des Widerspruchs gegen seine eigenen Schriften besichtigt, indem man einzelne Stellen aus seinen Werken herausgeriffen habe. Das fortfchrittliche Komitee habe derartige Wahlflugblätter nicht zu vertheidigen gewagt. Eine solche Partei verdiene die scharfen, von Stöder gebrauchten Ausdrücke. Hoffentlich sei nicht die Befolgung des bedenklichen Sages: Der Zweckt heiligt bie Mittel" allein ausschlaggebend gewesen für das Bentrum bei feinem Bündniß mit den Freifinnigen.( Beifall rechts.) Die Debatte wird geschlossen. Nach einer Reihe persönlicher Bemerkungen wird der Titel genehmigt. Um 3 Uhr wird die weitere Berathung bis Montag 11 Uhr vertagt. Lokales. Caspary ihren Angehörigen, weil sich dieselbe aus der väterg. Großen Kummer verursachte die 28 Jahre alte Emmy lichen Wohnang, Linienstraße 32 belegen, am 7. v. M. entfernt bat, ohne in dieselbe zurückzukehren oder sonst ein Lebenszeichen von fich zu geben. Da den Angehörigen der Dame teine Momente bekannt sind, welche auf einen Selbstmord schließen lassen, so wird von ihnen angenommen, daß sie entweder irgendwo gewaltsam zurückgehalten wird oder aber ihr ein Unglüd zugestoßen ist. Jedermann, welcher über den Aufenthalt oder den Verbleib der Vermißten unterrichtet ist, wird dringend gebeten; aufhören. Das Werben der Rechten um das Bentrum wird jest ein so liebewarmes, daß man sogar bis zur Toleranz kommt.( Heiterkeit.) Wenn das Sentrum fich zu uns wandte, anstatt zu Ihnen( nach rechts), so geschah es, weil wir Männer bat mich persönlich gebeten, von einer Diskussion in erster find, die fest auf ihren Prinzipien stehen und sich nicht von Lesung Abstand zu nehmen mit Rücksicht darauf, daß seine jeder gouvernementalen Strömung fortreißen lassen.( bg. Bartel erst bei der zweiten Lesung mit Gegenvorschlägen fom Dr. Wagner: Wer hat das gethan, Herr Abg. Virchow?) men werde, und nun stellt er den ganzen Vorgang hier so Ich habe von Niemanden dabei gesprochen. Wir haben das dar, als ob seine Freunde in der Kommission majorifirt seien. Streben, im Parlamente die Bahl der feststehenden Männer zu Abg. Ridert erklärt, daß von dem, was der Abg. Graf vermehren. Der Abg. Stöcker hat wieder im Namen von Berlin vermehren. Der Abg. Stöcker hat wieder im Namen von Berlin Stolberg vorgetragen und ihm unterlegt habe, nicht eine Silbe gesprochen, welches doch alle seine Freunde hat vollständig durchrichtig sei. Genau das Gegentheil von dem habe stattgefun- fallen laffen( Beifall, Heiterkeit), grade wie er im vorigen Jahr füttert, ferner Lederstiefel. den, was Graf Stolberg hier vorgetragen habe, unseren es doch uns rubig überlassen, ob wir glauben, die Verantwortung vor Abg. Sajenclever befürwortet den Antrag Windt Stimmen angenommen. von seinem Wahlkreise gesprochen, wobei er denjenigen meinte, in dem er durchgefallen war. Der Nothstand, den Herr Stöcker schildert, würde übrigens in der kürzesten Beit beseitigt sein, wenn die Kirchensteuern weniger zu persönlichen Ausgaben verwendet würden. Die Verdächtigung der forts schriftlichen Preſſe durch den Vorrebner geht weit über das Wir wünschen, daß solche Debatten aus den Verhandlungen dieses Hauses verschwinden mögen, aber wir werden es uns auch nicht gefallen laffen, daß man uns von jener Seite in so horft im Intereffe derjenigen seiner Fraktionsgenoffen, die ge- zulässige Maß hinaus. Wie kann man fich so weit vergessen? fchaftliche Angelegenheiten zu regeln haben. merun.) 64 mit 137 gegen 118 tag, 2. März, 2 Uhr.( Nachtragsetat für Rabiet im Hause ausgeschlossen sein sollte.( Beifall.) Abgeordnetenhaus. 24. Sigung vom 21. Februar 1885, 11 Uhr. und Rommiffarien. Das Haus sezt die gestern abgebrochene Berathung über den Einnahmetitel aus dem evangelischen Kultus" des Rultusetate fort. geftrigen Situng von dem Abg. v. Schorlemer gegen den Abg. Enneccerus bringt mit Bezug auf eine in der Bieben. Anwesen seine Wissenschaft entweder dem 16. Polizei- Revierbüreau in der Grenadierstraße oder dem Vater direkt mittheilen zu wollen. Derselle ist zur Bahlung einer Belohnung gern bereit. Die Vermißte ist 1,64 Meter groß, von auffaller b startem Körperbau, hat bunkelblonde Haare, volles Gesicht, hohe Stirn, große blaue Augen und trug ein gensdarmblaues Tuchkieid, blauen Sammt( Rapott) Hut, schwarzen Mantel mit Plüschtragen und Man chetten oder dito blaues Tuchjaquet mit rothem Flanell ges g. Das Entresol des Hauses Streligerstraße 59 wird von dem Eigenthümer Wolff als Aufbewahrungsort für Wäsche, Kleidungsstücke, Haushaltungsgegenstände u. s. w. benußt ist stets verschlossen. Am legten Sonnabend wurde biet und Thür zu diesem Entresol erbrochen vorgefunden und ferner festgestellt, solche daß von den in demselben befindlich gewesenen Dbjetten foldbe im Werthe von ca. 600 Mt. gestohlen waren. Mit welcher Frechheit die Diebe hierbei zu Werke gegangen find, beweist der Umstand, daß der Einbruch nur in der Beit von 12 bis 1 Uhr geschehen sein kann. Der Bestohlene will auch noch beobachtet haben, daß sich ein Mann an demselben Tage Nachmittags gegen 25 Uhr vor dem Entresol zu schaffen gemacht babe, wahrscheinlich, um das Werk zu vollenden, d. h. noch die übrigen Sachen zu stehlen. Bei der Annäherung W.'s nahm der Verdächtige Reißaus und entfam. Gegenwärtig ist die Kriminalpolizei mit der Ermittelung des Thäters eifrig beschäftigt. Abg. Windthorft versteht nicht, wie der Abg. Stöcker dem Bentrum Intolerans vorwerfen fönne. Gerade die Protestanten waren ihrem Ursprunge nach intolerant, wie fich schon bei den Verhandlungen von Speyer im Jahre 1529 gezeigt habe. Die Haltung des Zentrums bei den Wahlen set nur a. Der hierselbst sehr bekannte Agent Lemp, welcher namentlich durch seine agrarischen Bestrebungen und ins Angriffen der Regierungsorgane gegen die Bartet bedingt gewesen. Die Regierung habe eine fonservativ- nationalliberale besondere durch die Gründung von Raftital Vereinen bekannt Mehrheit bilden wollen und zu diesem Zweckt ihrerseits den geworden ist, ist gestern wegen Betruges zur Haft gebracht worden. Ronservative und Kampf gegen das Bentrum eröffnet. Nationalliberale unter Abg. v. Ennern gerichtete Aeußerung die Frage zur Sprache, beamten haben für Sozialdemokraten gegen das BenEs ist zu bedenken, daß es schließlich möglich ist, jede Injurie Gerlach? Er trauert wohl über seine Genossen?( Heiter Kainz, der von seinem Unwohlsein genesen ist, wieder auftritt. feit.) Wäre die Mittelpartei zu Stande gekommen, so wäre der Kulturkampf verschärft worden; dagegen mußte das Bentrum fich wehren. Das allgemeine dirette Wahlrecht sei in eine bedingte Form zu fleiden und fie so der Rüge zu ent Präfident v. Köller: Sofern der Vorredner etwa bes absichtigte, mich darüber zur Rede zu stellen, daß ich gestern nur eingeführt worden, um Desterreich und andere Länder zu ben Abg. Schorlemer nicht zur Drönung gerufen base, muß übertrumpfen. Die Kraft des Zentrums aber liege gerade in ich eine Eiflärung ablehnen. Aber auch über die Frage, ob ich im Allgemeinen wegen Ionditioneller Beleidigungen jedes auch auß jedem Wahlkampf ungeschwächt hervor, im Reichstag Mal einen Ordnungsruf erfolgen laffen würde, fann ich feine wie im Landtag. Die Abgg. Stöder und Wagner find beide Erklärung abgeben, da nach der Geschäftsordnung stets der einzelne Fall von dem Präsidenten zu prüfen und zu ents sonstigen Vorzügen. Von einem Bündniß des Sentrums mit den breiten Schichten des Volks; deshalb gehe das Bentrum dem Zentrum gegenüber auf falschem Wege, bei allen ihren einer anderen Bartet ist augenblicklich nicht die Rede; das an, wo sie fie findet, um feine Biele zu erreichen. Diese Biele Mart des Staates verzehrenden Kulturkampfes.( Beifall im Im Deutschen Theater beginnt am Donnerstag, den 26. b. M., Frau Rosa Hildebrandt von der Dsten ihr Gast spiel als„ Ebolt" in ,, Don Carlos", in welchem zugleich Herr Als zweite Gaftrolle wird Frau Hildebrandt am Sonntag, 1. März, die Elisabeth in Graf Effer" spielen. Heute, Sonntag, werden die drei Ginatter von Heyse Ehrenschulden", Im Bunde der Dritte" und unter Brüdern" gegeben. Morgen, Montag, ist Richard III." Außerdem bringt das Repertoire dieser Woche noch Wiederholungen des Hense. Abends, ,, Der Weg zum Herzen" und" Fiesto", Abg. Stöder( tons.): Die Diskussion hat sich gestern Sentrum nimmt von Fall zu Fall die Hilfe anderer Parteien Aufführung der Gesangspoffe Ein gemachter Mann" für Don dem eigentlichen Thema vollständig entfernt; es ist dies bebauerlich, aber auch natürlich. Es giebt im ganzen deutschen beftehen aber hauptsächlich in der Beseitigung des das Reiche Niemand, der weniger Luft hätte am Kulturkampf, als ich, aber in Betreff der Aeußerungen des Oberhauptes Sentrum.) Belle Alliance- Theater. Der Andrang zu den legten Vorstellungen des Schwantes Der Raub der Sabinerinnen" war ein so enormer, daß die Direktion sich genöthigt steht, denselben vorläufig noch auf dem Repertoir zu belaffen und die einige Tage hinauszuschieben. Auch für heute sind ,, Ermäßigte Preise" angesetzt. Projettirtes Repertoire der Königlichen Schauspiele vom 22. Februar bis 1. März 1885. Jm Opernhause: Str. 4 S Sonntag, den 22.: Margarethe; Montag, den 23.: Die weiße Dame; Dienstag, den 24.: Euryante; Mittwoch, den 25.: Auf hohes Verlangen: Coppelia, Der betrogene Kadi; Don nerstag, den 26.: Der Trompeter von Säffingen; Freitag, den 27.: Die Königin von Saba; Sonnabend, den 28.: 6. Sin fonie Soiree; Sonntag, den 1. März: Der Trompeter von Sättingen. Im Schauspielhause: Sonntag, den 22.: Dthello, der Mohr von Venedig; Montag, den 23., auf Begehren: Ein Luftspiel; Dienstag, den 24. zum 1. Male wiederholt: Alfibiades; Mittwoch, den 25.: Die Waise von Lowood; Donnerstag, den 26.: Alfibiades; Freitag, den 27.: Romeo und Julia; Sonnabend, den 28.: Rosenkranz und Güldenstern; Sonntag, den 1. März: Tartüffe, Castor und Pollur. Vereine und Versammlungen. Krohm einen Vortrag über: Die sanitären Verhältnisse Berlins" halten wird. Da eine Petition über Errichtung einer Sanitätswache für den Westen vorbereitet wird, so ist zahl reiches Erscheinen nothwendig. Sämmtliche Berliner Tischmacher( Sophas, Roulissen, Spieltisch und Ausziehtischmacher) versammeln sich Montag Abend 8 Uhr bei Wohlhaupt, Manteuffelstr. 9, behufs Stel lungnahme und Beschlußfaffung über die von den Meistern reduzirten Pofitionen des Minimaltarifes für obige Tische. Es ist nothwendig, daß alle Kollegen vertreten find. | Im Verein zur Wahrung der Intereffen der Tapezierer findet Montag, den 23. D. M., Abends 8 Uhr, eine außerordentliche Generalversammlung in Gratweils Bierhallen statt. Tagesordnung: 1) Bericht der Kommission über die zu gründende Tapezierer- Beitung. 2) Spezial- Debatte über die gefaßten Beschlüffe. 3) Generaldebatte und Abstimmung über Die ganze Borlage. 4) Verschiedenes und Fragelasten. Butritt nur für Mitglieder und solche, die dem Verein beitreten wollen. Buch legitimirt. t. Eine Versammlung fämmtlicher Tischler der Nähund Damenschreibtischbranche fand unter Vorfis des Herrn Rödel am Donnerstag Abend im Keller'schen Gesellschaftshause, Andreasstr. 21, statt. Da von der hiefiaen Tischlerinnung die in den von den Gesellen aufgestellten Minimallohntarifen für Spezialartikel aufgeführten Preise als zu hoch bemessen beanstandet worden waren, hatte fich die Kommission bewogen ges fühlt, obige Versammlung einzuberufen, um die einzelnen Posts tionen des Minimallohntarifes für die Näh- und Damenschreib tischbranche noch einmal einer eingehenden und gewissenhaften Prüfung zu unterziehen und hatten sich zu dieser Versammlung auch mehrere Meister eingefunden, welche an den gepflogenen Berathungen lebhaften Antheil nahmen. Hierbei fonnte in einzelnen Fällen den Wünschen der Meister ent sprochen und die Preise um etwas herabgesezt werden, im großen Ganzen aber wurden die festgesetten Preise aufrecht erhalten und wird es Aufgabe der berathenden tombinirten Tariffommisfionen sein, eine Einigung zwischen Meister und Gesellen zu erzielen. Bei der Wichtigkeit der Minimal Lohntarife für bie Tischlergesellen wurde auf die Nothwendigkeit einer festen Organisation zum Zwecke der Durchführung der Tarife hin gewiesen und folgende Resolution angenommen: Die Ver fammlung erklärt, an dem Minimallohntarif, wie er derselben beut vorliegt, feftzuhalten und gegen eine weitere Herabminberung deffelben Front zu machen. Sie beauftragt die Subtommiffion, die angenommenen Preise festzuhalten und verpflichtet sich, regelmäßig zum Generalunterstüßungsfonds zu fteuern, sowie die noch fäumigen Kollegen mit allen gesetzlichen Mitteln zur Organisation heranzuziehen." Verein der Modelltischler. Montag, Abends 8 Uhr, Gartenstr. 162, Vortrag des Herrn cand. Jaeckel über: Heinrich von Kleist". Gäste willkommen. Eine große faufmännische Versammlung findet heute Sonntag, den 22. cr., Nachmittags 31% Uhr in Thiele's Salon, Rosenthalerstr. 11/12 statt. Die Tagesordnung lautet: Der Beschluß der Reichstage. Kommission bezüglich der kaufmännifchen Sonntagsarbeit und die Stellungnahme der Kaufleute zu demselben. Eingeladen zu dieser Versammlung find sämmtliche hiesigen faufmännischen Vereine, insbesondere aber der Verein Berliner Raufleute und Industrieller. 23. Februar, Abends 8 Uhr, in Nieft's Salon, Kommanban tenstraße 71 und 72 statt. Tagesordnung: 1. Geschäftliches, 2. Bericht der 21er Kommiffion, 3. Verschiedenes und Frage faften. NB. Alle Mitglieder, besonders diejenigen, die in anderen Stadttheilen als im Norden wohnen, werden auf diese Versammlung besonders aufmerksam gemacht. Gifte find gerne gesehen. Kleine Mittheilungen. Deutsche in holländischen Diensten. Daß tros alle Warnungen alljährlich noch immer eine größere Anzahl unserer Landsleute fich in holländische Kriegsdienste begiebt, zeigt ber Umstand, daß unter den 536 Fremden, welche im Jahre 1884 beim folonialen Werbedepot in Harderwijk für Indien Dienst nahmen, fich nicht weniger als 414 Deutsche befanden. Die Uebrigen waren 57 Belgier, 36 Schweizer, 9 Franzosen, 1 Bole, 9 Defterreicher, 7 Luxemburger, 2 Schweden und 1 Ungat. Wir werden in der nächsten Beit gerade über die dortigen Ber hältnisse einen eingehenden Artikel bringen. " " un peint the Balin frei abonner Paris, 19. Febr. Der Revolver fährt fort, in Frankreid seine Rolle zu spielen. Gestern Nacht erschoß eine junge Frau in der Avenue Dumaina einen Mann, indem fte sechs Revolvers schüsse auf ihn abfeuerte, und in der fleinen Stadt Sitres e Ge schoß eine unverheiratete Dame Namens Souchon ihren liebten, well derselbe fie nicht beirathen wollte. Fferlohn, 19. Februar. Gestern Abend, kurz nach 9th, gerade als ein Herr das Gesellschaftshaus der Harmonie" v laffen wollte, fand, wie man der Elberfelder 8tg." meldet eine laute Detonation statt. Augenscheinlich explodirte eint -glücklicherweise nur kleine- Dynamitpatrone, welche mittelbar vor die Eingangsthür, auf die oberfte Stufe der steinernen Treppe hingelegt worden war. Ein Theil der unteren Bekleidung beider Flügel der Thür wurde abgeriffen, die Fenfler der Thür zersprangen in Stüden. Der Knall war weithin Die örtliche Verwaltungsstelle Berlin der Zentralim Laufe der Nacht mehrere Verhaftungen vor, mußte die Ber Kranten- und Sterbefasse der Schuhmacher veranstaltet kurz vor der Explosion vorübergebender Arbeiter hat gesehen, Die Berliner Turngenossenschaft hielt am 7. Februar thre Jahres- Hauptversammlung ab, in welcher der Vorstand die Berichte für das verflossene Verwaltungsjahr erstattete. Die Mitgliederzahl ist in beständigem Steigen und beträgt aur Beit in den Männer- Abtheilungen ca. 75, in den Lehrlings Abtheilungen ca. 200, zusammen also ca. 275 Vereinsangehörige. In der Versammlung wurden ferner Neuwahlen vorgenommen und verschiedene geschäftliche Angelegenheiten erledigt. Ein Auszug aus dem Jahresbericht wird den Mitgliedern zugängig Der Fachverein für Schloffer und Berufsgenossen felert sein diesjähriges Stiftungsfest in den glänzend ausgestatteten Räumen des Konzerthauses, Leipzigerstr. 48. Gesangs vorträge einer berühmten Theatersängergesellschaft werden mit deklamatorischen Vorträgen, Ball, Festrede c. abwechseln, und verspricht das Fest, den Arrangements nach zu urtheilen, einen am Sonntag, den 22. d. M., Abends 8 Uhr, einen großen Wiener Mastenball, wozu Freunde und Gönner freundlichst eingeladen find. Billets find im Laufe des Tages noch zu haben bei Papte, Naunynftr. 36, of 2 Treppen, und bei Burisch, Langeftr. 21, Seitenflügel 4 Treppen.- Der Reinertrag ist für die hilfsbedürftigen Mitglieder bestimmt. Der Fachverein der Maschinenarbeiter und BerufsG 3) Wenn bi man, b effen verlet Fuge nicht reffe zur d wie ein Junge vor dem Gesellschaftsbause beschäftigt gewefen Staatsanwalt Scheibler aus Hagen und die hiesigen Behörden freiung von ein Zündhölzchen anzufteden. Heute Vormittag haben der Erfte den Thatbestand festgestellt. Briefkasten der Redaktion. R. L. Das Sachverhältniß ist nicht genügend, um an Bon Jakobstraße 75, eine außerordentliche Generalversammlung ab. 2.D.: 1. Stellungnahme zur allgemeinen Metallarbeiter- Ver einigung Deutschlands. 2. Verschiedenes. Wegen der Wichtige feit der Tagesordnung wird um recht zahlreichen Besuch ge10% Uhr, im oberen Saal von Feuerstein's Restaurant, Alte zunehmen, daß Sie durch betrügerisches Verhalten seitens be Verkäufers zu dem Kaufvertrage fich entschloffen haben einer Klage versprechen wir uns keinen Erfolg, wenn Sie ni etwa weiteres Material, welches den Betrug darlegt, erbring Die Klage wäre beim Landgericht L durch einen Rechtsanwalt zu erheben. " Eine große Schuhmacherversammlung findet Montag, R. G., Wrangelstraße. Wien bat ohne Vorstädte beten. den 23. Februar, Abends 8 Uhr, von der Lohnfommiffton ein berufen, in Keller's großem Saal, Andreasstraße 20( am über die Bedeutung des Marimalarbeitstages für die Schuh macher. gefähr 800 000 Einwohner, Paris 2 700 000. Paris bat night in derselben Weise Vorstädte wie Wien. 2. Ueber die ee folcher Leute laffen uns vollständig talt. Besten Dant gemacht werden. Möge auch das neue Jahr dem Verein Andreasplak), statt. Herr Schuhmachermeister Engler referirt tönnen wir Ihnen keine Auskunft geben. 3. Die Ausfälle Träftigen Zuwachs bringen! Der Arbeiter Bezirks- Verein des Westens hält Montag, den 23. Februar, Abends 82 Uhr, in Gründer's Lokal, Schwerinstr. 26, eine Versammlung ab, in welcher Herr D. " Eine Mitglieder Versammlung der Maschinenbauand Metallarbeiter Gewerkschaft findet am Montag, den H. W. Weberstr. Es liegt eine öffentliche Beleidigu vor. Bevor Sie deswegen Klage erheben, müffen Sie pe Beleidiger zur Sühne vor seinen Schiedsmann laden. Das ift em Beichmad bids Ba Montag, den 23. d. M., Abends 8½ Uhr in Feuer| Arbeiter- Bezirksv. d. Weſten Berlins. stein's Gr.Versammlung| Salon, Alte Jakobir. 74 sämmtlicher Kommunal- Wähler der südöstlichen Louisenstadt am Dienstag, den 24. Februar, Abends 81 Uhr, im Lokale der ,, Urania", Wrangelstraße 9 und 10, Tagesordnung: Die Uebernahme der Sanitätswachen durch die Stadt. Referent: Herr Osc, Krohm, Petitionsbogen liegen zur Unterschrift am Eingang zum Lokal aus. 360 J. A.: Die Kommission. Das Stiftungsfest des Fachvereins für Schloffer und Berufsgenossen findet am Sonnabend, den 28. Februar, im Konzerthause, Leipziger- Straße 48, ftatt. Anfang 10 Uhr. Wegen des tattfindenden Bilfe- Konzerts befindet sich der Eingang vor 10 Uhr Krausenstraße 48. 385 Das Vergnügungs- Komité. J. A.: Wilh. Krohn. An die Mitglieder der Orts- Krankenkasse der MaschinenbauArbeiter und verwandten Berufsgenossen Berlins. Die Wahl von 70 Delegirten der Arbeitnehmer findet für Die diversen Mitglieder, d. h. für solche, welche ihre Beiträge im Kaffenlokal selbst zahlen, am Dienstag, den 24. Februar cr., Abends 72 Uhr, Versammlung der in Karton, Kartonnagen und Luruspapierfabriken beschäftigten Arbeiter. Tages- Ordnung: Wie erreichen die in obigen Fabriken beschäftigten Arbeiter einen besseren Lohn. Referent: Herr Möglich. im Deutschen Kaiser, Lothringerstraße 37, ftatt. Delegirten- Versammlung ber Tischler. 371 Dienstag, den 24. Februar, Abends 8%, Uhr. Alte Jalobftr. 37. Anträge für die der zum März cr. schriftlich zubringen. lung fine is amb 2. Indes, et. Igrifulch beim Borland ein879 Das Quittungsbudi legitimict. Der Vorstand. J. A.: A. Wittig. Mitglieder- Versammlung der Zages Drbnung: 1. Antrag der Kommission, betr. Arbeitseinstellung. 2. Lohndifferenzen bei Markgraf und Preisler. 3. Der Ausschluß der Tischler in Lüneburg. 4. Anträge. 381 Bentrallohnkommission der Tischler. Montaa, den 23. Februar, Abends 8 Uhr Versammlung jüngst bi Bebanten au unb errichaft bes in Gründer's Salon, Schwerin- Straße Nr. 26. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn D. Krohm übe Fragelasten. bie sanitären Verhältnisse Berlins. 2. Verschiedenes wich Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung w um zahlreiches Erscheinen ersucht 382 Der Vorftan Orts- Krankenkasse ein Ein mer ridaft bes e Streitma ung ftellt, Bomöglich der Drechsler nnd verwandten Gewerbe Sonntag, den 1. März, Vorm. 11 h findet im Königstadt- Kasino, Holzmarktstraße 72, Mitglieder- Versammlung zur Wahl von 80 Delegirten statt. Allein bi Buban v bies ral Gorb fab, be jdenswer nefifchen igift Eng Ber Theil gen vom Leute v Die Be je, mit m will, bi me und es Ma ganzen Mul bitt, beren inbiven. Derspürt That Ministe Berth prochen wo traßen u er bie Auf ens ift nid abr, welche Quittungsbuch legitimirt, nur Großjährige haben But Vormittags nm 9 Uhr im obengenannten Lokal ber steht Die Herren Arbeitgeber werden dagegen erfu Fachverein der Stellmacher. Wahl von 40 Delegirten zu erscheinen. Central- Kranken und Sterbekaffe d. Tischler u. anderer gewerbl. Arbeiter. ( Berlin F.- Schönhauser Thor.) Montag, den 23. Februar, Abends 8 Uhr, Vereins- Versammlung in Scheffer's Lokal, Inselstraße 10. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn 2aste. 2. Verschiedenes. Gäste willkommen. Sonntag, den 22. Februar, Vormittags 10% Uhr, im Lolal von Rugner's Salon, Bergstr. 68. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1884. 2. Wahl eines Beitragssammlers. 3. Statuten- Berathung. Das Mitgliedsbuch ist vorzuzeigen. 346 J. A.: Der Bevollmächtigte. 354 Der Vorstand. Deffentliche Versammlung des Fachvereins der Schneider, Dienstag, den 24. d. M., Abends 8½ Uhr, Rommandantenstraße 20. 1. Punkt der Tagesordnung wird am Dienstag, den 24. Februar im redaktionellen Theil dieser Beitung berannt gemacht. 2. Vortrag des Ingenieurs Herrn Schmidt über die Bortheile der Ringſchiſſ- Maſchine. 3. Verschiedenes. Gäste will. tommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 884 Der Vorstand. Gewerkschaft der Maschinenbau-, Metall- Arbeiter und Berufsgenossen. Montag, den 23. Februar 1885, Abends 8 Uhr, in Nieft's Salon, Kommandantenstraße 71/72. Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bericht der 21ers Kommission. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand. 387 Arb.- Bez.- Ver. der Rosenth. Vorst. Große Versammlung Die Anmeldung zur Kaffe legitimirt. 370 Groke Der Vorftand öffentliche Versammlung sämmtlicher Stuhlarbeiter Berlin' Montag, den 23. Febr., Ab. 8 Uhr im Hildebrandt' Lokal, Webe: ftr. 17. Zages Drdnung: Der Strike der Weber von Nowawes, Bernau, Strauß berg und Luckenwalde und unsere Stellungnahme zu demfelbe Borbenannte Drte haben das Erscheinen von Delegit zu dieser Versammlung zugesagt. 353 Der Vorstand en Befigun rud verboten.] Ge Und bie it nicht bie Graft at Tage bem Baro glaube, u ig fei, ift 1 Auch da en biefe Li D, weld der Allgemeinen Stublarbeiter- Vereinigube, ja, ich Bezirksverein des werkthätigen Folke 377 der Schönhauser Vorstadt. Versammlung Sala Gord Dienstag, den 24. d. M., Abends 8 Uhr in Meister's tungen und Journale besorgt pünktlich Berliner Volksblatt" und sämmtliche T. Heimfarth St Beitungs- Spedit., Aderir. 12 Im Verlage von J. H. W. Dies erschien soeben: bie befte aters zu füg night that Sulbigt un anb nicht er wenn es Die Sozialdemokrati vor dem deutschen Reichstage. am Montag, den 23. Februar, Abends 8 Uhr, in der Neuen Berathung der Denkschrift, betreffend die Erneuerung der Walhalla", Schönhauser Allee 156. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Heymann: 2. Vorlegung von Petitionen an den Die Todesstrafe". Reichstag. 3. Verschiedenes. 4. Fragekasten. Der Vorstand. 363 hängung des Kleinen Belagerungszustandes über Berlin Hamburg- Altona, am Sonnabend, den 31. Januar 1885, bem amtlichen Stenogramm. Preis 20 Pf. Bu beziehen durch die Expedition Bimmerftr. 34. Verantwortlicher Redakteur R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. Das ist Run, w ben, wenn Auch ih 3 über ber hier in S Geheimni dava babin tap irgend Gi Das ift Silfe in Ster Dankba auch bi en würben cud mein Se Bobl nicht bi