Kommanber Geschäftli S und Fra igen, bie werden macht. G Nr. 46. Dienstag, 23. Februar 1885. II. Jahrg. Berliner volksblatt. ag trot all Inzahl unfen bt, zeigt b Jabre 188 Indien Dien fanden. D Franzosen, und i Unga dortigen in Fran te junge F echs Revolo Organ für die Intereffen der Arbeiter. Das Berliner Beitsblatt" adt Stresieint täglich Morgens außer nach Sonn- und Fefttagen. Abonnementspreis für on ihren ein frei in's Haus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,85 Mart, möchentlich 35 f. Botabonnement 4 Wart. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 f. ( Eingetragen in der Bozeitungspreislifte für 1885 unter Nr. 746.) ta nach 9 parmonie" 8tg." mel Eplodirte ei , welche fte Stufe eil der unten en, die Fen war welt Gin Bet nahm no mußte bie bewiesen. äftigt ge igen Be er hat gefehen gaben be tion. gend, um haben. en feitens b penn Sie ni Jnfertionsgebühr beträgt für die& gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarts 10 07. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinfunft. Inferate werben bis 4 e Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bimmerstraße 44, sowie von allen Kunsuc Bureaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und gapedtfion Berfin SW., Bimmerstraße 44. Die englischen„ Befreier". Wenn die Engländer als" Befreier" auftreten, dann keiten sind die Russen mit derselben Brutalität aufgetreten, die man früher an den Engländern gewohnt war, während Die die Engländer nunmehr etwas eingeschüchtert find. Russen verlangen ein Stück von Afghanistan und das ganze Gebiet der Turkmenen; wenn indessen England auch die Zumit Man verweist auf Rußlands innere Schwäche. Sie weiß man, daß fie irgendwie an ihren empfindlichsten Inreffen verlegt worden sind. Anders kann man auch die Eude nicht auffaffen, wenn man lieft, wie die englische ftimmung zu diesen neuen Befißergreifungen giebt, so wird Breffe zur Befreiung" des Sudan auffordert. Und zur Befreiung von was? Von der Herrschaft- des Mahdi! Das ist toll, aber doch nicht zu tall, um nicht nach neuen Forderungen fommen. sehen würde. Und wenn die schwersten erst noch kommen follten! Politische Webersicht. Für die Erhöhung der Holzzölle tritt die„ Nordd. Allg. 3ta." mit denselben Argumenten ein, welche fte bereits für die Erhöhung der Getreidezölle benutte. Eingehend auf bag bids Pafcha, Gordon und auch der General Wilson, weit vorgeschritten. Allein das hindert eben doch nicht, daß vernichtung nach sich zieht, polemifirt fte gegen diese Schluß dem Beschmack John Bull's zu sein. Man beruft sich darauf, ist vorhanden, die Zerrüttung des großen Ezarenreichs ist gelegt wird, daß die Erhöhung der Zölle die Gefahr der Wald der jungit bis Chartum vorgedrungen war, immer von dem Bebanten ausgegangen feien, der Sudan wolle von der lungen oder in Indien zu einem Aufstande kommt, ein| Derrschaft des Mahdi befreit sein. Rußland, wenn es in Mittelafien zu friegerischen Berwid Heer zur Unterstüßung der mit England kämpfenden Stämme Gin merkwürdiges Land, dieser Sudan, das von der sendet. In der Anzettelung solcher Verwicklungen und in egt, erbringeridhaft des Mahdi befreit sein will und dabei dem Mahdi ihrer Ausnußung sind die Nussen Meister. Das hat bas Rechtsane Streitmacht von mindestens 100,000 Mann zur Verbischen Herzegowina" und was hinterher kam, gung ftellt, um die englischen Befreier" zurückzuwerfen, fatisam bewiesen. Vorftable un Baris bat nicht ber die Abreffe womöglich zu vernichten. Allein die Engländer pochen darauf, sie seien berufen, Die Ausfälle den Sudan vom Slavenhandel zu befreien. Wie Dant. Die Sache liegt einfach so: Gelingt es den Englandern nicht, die Scharte von Chartum auszuwegen, so ist das englische Prestige im Orient verloren und der ohnehin nur Wenig bies möglich ist, beweist schon der Umstand, daß lose Zusammenhang einzelner Stämme mit England wird he Beleidigueneral Gordon bei seiner Ankunft in Chartum fich genö dadurch so gelockert werden, daß Katastrophen nicht ausaffen Sie igt fab, den Sllavenhandel wieder zu gestatten. So laden. Berlin Uhr, Se Nr. 26 Krohm fchiedenes esordnung Der Vorftan sse Gewerbe ftraße 72, be 11.3809 mlung baben But egen erfa en Jokal Der Vorftand lung Berlin's Idebrandti Bernau, Stra me zu demfelbe von Delegit bleiben können. Zwar ist die Nachricht, der Vizekönig von inschenswerth es wäre, daß der scheußlichen Barbarei des Indien habe 20 000 Mann Hilfstruppen verlangt, im Unter danefifchen Sllavenhandels ein Ende gemacht würde, so hause antlich dementirt worden; zwar stellt man sich, als Benig ift England dazu im Stande, und weil leider ein Hoßer Theil der Einwohner von Charium und anderen Orient dreht, nur die Befreiung" des Sudan zum Gegenwollen. folgerung in einem längeren Artikel, in welchem es u. A. folgendermaßen heißt: Was beabsichtigt man mit der Ers höhung der Holzölle? Erstens, daß der etwa wirklich vors handene Bedarf an ausländischem Nushola in rohem, un bearbeitetem Bustande eingeführt werde, um dem deutschen Arbeiter die Beredelungsarbeit an dem im Deutschen Reiche verbrauchten Holze zu sichern. Wenn aber wirklich für Rohholz höhere Preise eintreten sollten, wird nicht gerade dann die Liebe zum Walde den Wald gegen Ausraubung cher und beffer schüßen, als die wirthschaftliche Noth der kleinen Waldbefizer es vermöchte?" Die Erhöhung der Holzölle soll also erstrebt werden zu Nuß und Frommen des deutschen Arbeiters und der kleinen Waldbefizer; ganz wie bei der Erhöhung der Kornzölle, die ja auch nur im Intereffe bes fleinen Mannes geschieht!- Die„ Nordd. Allg. Zeitg." hat in letterer Zeit oft genug erklärt, daß in uns ferer Zeit der rohe Materialismus vorherrsche, und oft genug hat fte Darauf hingewiesen, daß gegen diesen nur Magen vom Silavenhandel lebt, so ist es natürlich, daß stand habe; allein die Wahrheit wird sich trotz alledem möge. Glaubt denn das Blatt, daß die Herren Waldbestper e Leute von der englischen Besteiung" nichts wissen nicht lange verbergen lassen. Die Befreiung" des Suban ist nur eine heuchlerische Praje, mit beden will, die fich aus dem Fall von Chartum den Herren Bladfone und Genossen ganz von selbst aufdrängen. Die welcher man im Lande die Befürchtungen verSer ganzen orientalischen Welt und speziell auf dem GeMan redet davon, daß die ungeheure Summe von 20 Millionen Pfund für die Bekämpfung des Mahdi und für die Befreiung des Sudan verwendet werden soll. Den Hauptantheil daran foll natürlich das englische Volk zahlen und zwar zu einer Zeit, da die Noth unter den Arbeitern eine Siege bes Mahdi und speziell der Fall von Chartum haben noch nie dagewesene ist und erst kürzlich zu Demonstrationen Vete bes Muhamedanismus eine ungeheure Erschütterung liche Reformen? Bei den oberen Zehntausend" ist dies Jan verspürt diese Erschütterung vor allen Dingen in Ostgeführt hat. Aber denkt Jemand in England an wirtschaft befizer, ist durchaus verfehlt, da sich diese kaum das nöthige irlt, deren Folgen sich noch gar nicht absehen lassen. sicherlich nicht der Fall. Merkwürdiger Weise kommen auch schaffen können. Erhöhte Holzzölle könnten höchstens Veranlassung indien. Thatsache ist, daß in den Preßorganen des eng aus Liebe zum Walde auf die Mehreinnahmen verzichten werden, welche ihnen nach der Erhöhung der Holzzölle so verlockend in Aussicht stehen?- Sicherlich glaubt das Blatt selbst nicht daran! Der Waldbefizer wird, weil fich ihm auf einmal so günftige Gelegenheit bietet, diese ausnußen und fich zu bes reichern suchen auf Kosten des Waldes, und folglich, da der Wald ebenso unentbehrlich für das Volk ist, wie Licht, Luft und Grund und Boden auf Kosten des gesammten Voltes. - Der Hinweis auf die wirthschaftliche Noth der kleinen Wald Brennholz für den eigenen Gebrauch aus ihrem Walde bes geben, daß fie ihren kleinen Waldbestand gänzlich vernichten resp. zu baar Geld machen, um ihre Nothlage zu beseitigen. Und von den projektirten Böllen erwarten. Es berührt uns sonder bar, daß Alles, was geschieht, angeblich zum Wohle der Arbeiter gerechtfertigt erscheinen fönnen, wenn aus intelligenten, mög lichst unabhängigen Arbeiterkreisen der Ruf nach erhöhten Zöllen ergangen wäre; das ist nirgends geschehen. Wohl aber haben Wer die Arbeiter die Bemerkung gemacht, daß da, wo der Ruf nach Schuß von ihrer Seite aus erschallt, eine merkwürdige Stille oder eine entschiedene Abweisung des geforderten Schußes einteine entschiedenen Brotefte gegen die Regierungspolitik aus den Massen des Volts heraus. Man könnte sich wohl oft gethan; faum aber läßt sich annehmen, daß in diesem " When Ministeriums in den letzten Tagen mehr als einmal benken, daß das englische Volt begeistert sich gegen eine ebenso wenig fönnen die Arbeiter einen wesentlichen Vortheil on Bertheidigungsmaßregeln in Indien" Invasion nach Britannien erheben würde, wie es schon fo prochen worden ist. Man verlangt den Bau von neuen Aber die Aufregung in der muhamedanischen Welt Oft die durch einen Feldzug im Sudan zu erwarten ist. Deerstraßen und von strategisch brauchbaren Eisenbahnlinien. Volfe eine Begeisterung vorhanden sein sollte für die Ehre", geschieht; dieser regelmäßige Hinweis auf die Arbeiter würde Befahr, welche England gegen fich heranziehen sieht. Weit Großmachtspolitik und Großmannssucht. rohender fieht das Vordringen Rußlands gegen die eng daß ein vor kurzer Zeit noch ganz obsturer Prophet" am ichen Befizungen in Asien aus. Bei den dortigen Grenzstreitig- oberen Nil dem englischen Ansehen so schwere Schläge verbruct verboten.] Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forseyung.) Und die Gräfin Agathe?" fragte Frig gespannt. t nicht dort!" antwortete Habicht. Merkwürdig, " aß die Gräfin, so lange die Gäfte hier find, also bereits Es findet eben alles seine Grenzen, auch die englische " Ich kann leider auf die Wünsche des Grafen und seiner schönen Tochter nicht Rücksicht nehmen, und auch auf bie Deinigen nicht, Pathe.- Ein Leben ohne Thätigkeit, ohne Zweck würde mir bald eine Last sein. Das Geschick hat mir einen Lebensberuf angewiesen, in welchem ich fegensreich wirken und der Menschheit nüßen kann; barin fuche ich meinen Lohn und die Zufriedenheit meiner Seele." " Sehr löblich, mein Junge! Ich will Dir auch nicht acht Tage gefliffentlich die Gelegenheit vermieden hat, zureden; es wäre auch vielleicht all' zu eigennüßig, wenn it dem Baronet D'Brian zusammen zu kommen wenn ich nicht anerkenne, daß im Schloß M'Donuil die Gastfreundschaft im größten Umfange und in der ebelften war.... Weise geübt wird, wie es von jeher der Fall war Von Herzen freue ich mich, Herr Graf, daß Sie genesen find, um Ihren Gästen, wenn auch nur einige Minuten, angehören zu können." Ich werde Ihnen hoffentlich bald mehr widmen fönnen, als einige Minuten; ich fühle mich, Dant meinem vortrefflichen Arzte, Ihrem Freunde Friz Rodenburg, fast mit jeder Stunde fräftiger." gleich Deine guten Eigenschaften so vielen Seibenden entziehen Doktor Rodenburg," Berlegte D'Brien, blorien, Ser Big fei, ist doch nicht richtig." ter- Bereinigube, ja, ich weiß gewiß, fie liebt ihn; aber sie kämpft Auch darin bin ich nicht Deiner Ansicht, Pathe; ich en Folke adf. Meifter's Sal Begen diefe Liebe." bier nicht thäte D, welcher Eigenfinn wäre das!... Hier hätte fie bie befte Gelegenheit, fich den Wünschen ihres guten Baters zu fügen; es wäre unverantwortlich, wenn sie es Entschuldigt und gedacht, sie weigert sich, weil sie den Ge Bentand nicht gefunden, der ihr ihrer Liebe würdig schien; Frig Bird Be D fämmtliche imfarth Aderftr. 122 en foeben: rati ge. B aber wenn Ich habe sie bis dahin noch immer es wahr ist, was Du sagst... finden, wenn fie fich weigerte." solltest, um sie dem Grafen zu widmen." Ich beabsichtige, dem Herrn Grafen zu fagen, daß ich, da meine Anwesenheit ja jetzt hier völlig überflüffig ist, schon morgen abzureisen gebente." ,, Das wird ihn und auch die Romtesse sehr betrüben." Mein Entschluß steht fest; ich komme mir hier vor wie ein Tagebieb und Müßiggänger." " Der Graf saß, in einem Morgenrod von dunklem Sammet, mit Belz befeßt, gekleidet, in einem Lehnstuhl. Er sah noch bleich aus, und sein Gesicht war entseg lich abgemagert. Jede seiner Bewegungen zeigte, daß seine Kräfte noch früheren Kräfte wieder erlangt hätte. verseßte Herr Graf, wenn für die Zeit Ihrer Retonvaleszenz Ihnen im Entferntesten unsere Anwesenheit hier, die wir auf den ausdrücklichen Wunsch des gnädigen Fräuleins ausgedehnt haben, läftig wäre, ich würde sogleich dieses Schloß vers laffen, ohne darum aber eine geringere Meinung von Ihrer Gastfreundschaft zu haben; ich würde es sogar für meine Pflicht halten, hier nicht läftig zu sein, wenn ich wüßte-" Nichts von Abreisen," unterbrach ihn der Graf fast heftig ,,, ober gefällt es Ihnen hier nicht? Langweilen Sie sich? Oder sollte meine Tochter etwa an der Pflicht der Gastfreundschaft etwas versäumt haben?" Das ist unzweifelhaft!" Run, wenn das so ist, so würde ich es unverzeihlich erschöpft seien, und daß noch gar viel fehlte, bevor er seine das Wort, das kann ich in meines Freundes Namen vers uns hier in diesem eigenthümlichen Verhältniß die Lösung, as über der Krankheit des Grafen waltet; vielleicht steht gewissen frohen Aufregung. Des Geheimnisses bevor... Habe ich aber erst die Lösung, welchen der Graf sich lebhaft unterhielt. Auch ihre Weigerung ist ein Theil des Geheimnisses, davon bin ich überzeugt Die irgend Einer im Schloffe." Sein Auge blickte aber lebhaft und zeugte von einer Ihm gegenüber saß Strahlenau und D'Brian, mit Er sprach Ihnen sein Bedauern aus, daß er sie wieder und bewirthen können, versprach aber die Pflicht der Gafts würde, in ihrem ganzen Umfange zu erfüllen, und durch doppelte Aufmerksamkeit das Bersäumte nachzuholen. Keins von alledem, Herr Graf." nahm Strahlenau fichern. Noch heute erklärte Felig, daß es sein sehnlichster Wunsch sei, diesem Hause immer nahe stehen zu zu dürfen." Das ist auch mein Wunsch!" erwiderte der Graf. Ich habe Sie lieb gewonnen und wünschte, daß Sie häu figer nicht allein ein Gast, sondern ein Freund in diesem is babin tappe ich im Finstern und bin so unnüß hier, nicht, wie bei ihrem ersten Besuche, selbst habe empfangen Hause sein möchten; auch meine Tochter wünscht das." nb unb Das ist nicht wahr, Friz! Mit Dir ist Segen lichkeit, sobald er fich kräftig genug fühlen würde, in uerung ber Silfe in dieses Haus gekommen, das erkennt der Graf liber Berlin muar 1885. ftr. 34. grer Dankbarkeit fordern, was Du wolltest, und am liebs auch die Gräfin Agathe an. Du könntest von Herr Graf," versette D'Brian, es bedarf der Vers en würden Beide sehen, Du verließeft fie niemals. Daß sicherung Ihrer Gastfreundschaft nicht; ich habe vor einem auch mein Herzenswunsch ist, Du bliebest hier, brauche ich Jahre und auch jetzt so viel Freundschaft in Ihrem Hause wohl nicht hinzuzufügen." erfahren, daß ich das undankbarste Herz haben müßte, Herr Graf, Ihre Worte machen mich stolz und glücklich!" Ueber die mageren und bleichen Züge des Grafen flog ein Lächeln inniger Zufriedenheit. Eine neue Aussicht, seinen sehnlichsten Wunsch erfüllt zu sehen, bot sich ihm dar. So bleiben Sie, Herr Baronet, bleiben Sie hier, so lange, als es Ihnen möglich ist. Versprechen Sie das?" trat. Am Schluß des Artikels heißt es dann: Die Holzzoll frage ist eine wirthschaftliche; nur von volkswirthschaftlichen Gefichtspunkten aus tann ihr Für und Wider erörtert werden, und der Umstand, daß derartige absonderliche ,, Freunde" des deuts schen Waldes diese Frage auf das Gebiet der Hygiene, der Ethik, der Märchen und Sagen unseres Volkes hinüber zu spielen suchen, berechtigt wohl zu der Annahme, daß die Holzzollgegner um wirthschaftliche Gründe für ihren Standpunkt in Verlegenheit sind."- Sonderbar, während das Blatt vorhin behauptete, daß die Liebe zum Walde nach erhöhten Böllen größer werde, also die Holzzölle aus ethischen Gründen gerecht. fertigt feien, soll jezt die Holzzollfrage nur eine rein wirth. schaftliche sein und nur vom wirthschaftlichen Gefichtspunkte aus erörtert werden. Das heißt doch also: Die erhöhten Zölle werden den Waldbefizern helfen und das ist die Hauptsache; die Hygiene und Ethik kommen vorläufig nicht in Betracht." Damit giebt das Blatt zu, daß wir uns ganz richtig ausgesprochen haben und zeigt damit, daß ihm die Gründe für die Erhöhung der Hölzzölle ausgegangen find. Die Einfuhr von Schafen, Ziegen und Schweinen aus Bremen ist nunmehr ebenfalls von der englischen Regierung verboten worden. Wie der Hamb. Corresp." meldet, werden seitens der deutschen Regierung Schritte ge= than, um die Aufhebung des Verbots zu erwielen. Verbot. Nachdem durch die Bekanntmachung der fäch flichen Kreishauptmannschaft zu Dresden vom 5. d. Mits. die Nummer 1 des 1. Jahrgangs der in Newyork erscheinenden periodischen Druckschrift Der Sozialist, Bentralorgan der sozialistischen Arbeiterpartei von Nordamerika" verboten worden ist, hat der Reichskanzler auf Grund der§§ 11 und 12 des Sozialistengefeßes die fernere Verbreitung des Blattes ,, Der Sozialist" im Reichsgebiete verboten. M. An Zöllen und gemeinschaftlichen Verbrauchssteuern forte anderen Einnahmen find im Reich für die Zeit vom 1. April 1884 bis zum Schluffe des Monats Januar 1885 einschließlich der kreditirten Beträge( und verglichen mit der Einnahme in demselben Zeitraum des Vorjahres) zur Anschreibung gelangt: Bölle 193 722 601 M.(+14 837 709 M.), Tabatssteuer 6 572 482 M.(+1027 150 M.), RübenzuckerSteuer 24 383 642.(+1230 887 M.), Salzsteuer 33 188 875 S.(+487 364 M.), Branntweinsteuer 32757 316. (+780 303 M.), Uebergangsabgaben von Branntwein 107 201 M.(+13 762 M.), Braufteuer 16 020 681 M(+618 564 M.), Uebergangsabgaben von Bier 1476 047.(+184 248 M.); Summe 308 228 845 M.(+19 179 987 M.). Spieltartenftempel 901,844 M.(+37,380 M.), Wechselstempelsteuer 5,682,283 M.(-22,505 M.), Stempelabgaben für Werthpapiere, Schlußnoten, Rechnungen und Lotterieloose 11,200,591 (+681,666 M.). über seine Mittheilung berathen und ihm ihren Beschluß zugehen laffen. Abgesehen aber von den Protestnoten gegen Italien geschah nichts. Erst jest soll die Angelegenheit in Fluß kommen. Der„ N. Fr. Pr." wird darüber geschrieben: Der Ministerrath hat fich am Sonnabend in außerordentlicher Sigung auf der Hohen Pforte versammelt, um über die Rothe Meer Frage zu berathen und die politischen Gesichtspunkte feftzustellen, von welchen die Regierung des Sultans gegenüber dem ufurpatorischen Vorgehen Staliens an der Küste des Rothen Meeres auszugehen hätte. Es wurden daher in der Ministerberathung vom Sonnabend sehr entscheidende Beschlüsse gefaßt. Bereits vor mehreren Tagen hat die Admiralität Befehl gegeben, alle Kriegsschiffe der Flotte mobil zu machen, und mehrere derselben und insbesondere die Panzerschiffe, find bereits vollständig armirt und bemannt. Einige dieser Schiffe, mit 2000 Mann Landungstruppen an Bord, werden zur Be fegung von Maffanah nach dem Rothen Meere abgehen." Nach früheren Erfahrungen zu urtheilen, wird es trop alledem auch diesesmal bei dem Geraffel bleiben; zur Aftion gegen Italien wird sich die Türkei schwerlich entschließen. Die zur Reichstaffe gelangte Ist. Einnahme, abzüglüch der Ausfuhrvergütungen und Verwaltungskosten, beträgt bei den nachbezeichneten Einnahmen bis Ende Januar 1885: Bölle 170,789,783 M.(+10,179,533 M.), Tabaksteuer 7,800,952 m. (+488,939 M.), Rübenzudersteuer 22,441,583 M.(-6,213,679 M.), Salzsteuer 30,641,805 m.(+608,798 M.), Branntweinsteuer und Uebergangsabgabe von Branntwein 32,498,836 m. (+3,157,247 M.), Brausteuer und Uebergangsabgabe von Bier 14,822,260(+673,097 M.); Summe 278,995,219 (+8,893,935 Mart). Spieltartenstempel 815,742 Mark(+ 15,592 M.). Rumänien. Parlamentarisches. Kommunales. einem unver fich damit n Städtische Baudeputation. Aus der Sigung der Dame aufzu schen Baudeputation am Sonnabend wird berichtet: Burson ihrem 2 ständigen Freilegung ber Bärwaldstraße ist die Erwerbung Beranlaffung Landfläche von 303 Quadratmetern Größe vom Fiskus Verhaftung. derlich. Die städtische Baudeputation hat beschloffen, den poliget verho munalbehörden die Erwerbung dieser Fläche für den Preis gestohlenen 18 Mt. pro Quadratmeter zu empfehlen. Nach der zu a. Die wartenden Durchlegung der Taubenstraße bis zum Hausvo cand. philos. Plate wird es erforderlich, auch diesem Plage eine Gestal Berlin am 1 zu geben, welche den infolge der Durchlegung zu erwarten Die Antlage Veränderungen der Verkehrsverhältnisse mehr entspricht, als dem Beschu jezige Gestalt des Blazes. Die städtische Baudeputation refp. feines baber beschloffen, ein neues Projekt für die Umgestaltung Straffammer Hausvoigtei Blazes aufstellen zu laffen, bei welchem Gegenerkläru Rücksicht genommen werden solle, daß ein Theil des Blingert wort mit gärtnerischen Anlagen versehen werden kann. Von ei b. Dre Neuausschreiben der Hebestelle zu Martinicenfelde soll Woche feiert werd vielmehr wird derselbe den Kommunalbehörden die Weit Summa 37 Beschluß der städtischen Baudeputation abgeſehen we Drillinge, ge pachtung an den jezigen Bächter für die bisher gezahlte weiten und empfehlen. Lokales. Wegen Bittme Emi a. Auch ein Heirathstandidat. Bu einer am Bla dem Neuen Thor wohnenden Wittwe tam am 3. d. Menschlichen fremder Mann, um eine Schlafftelle zu miethen, und a auch nach der Vereinbarung des Miethspreises gleich zu Fremde gab an, aus Breslau zu kommen, Feilenhauer biki ten Straf aite Angeti S himmerte. brostischen Da Rind vo pata, wel threm Vorl hne Grun und den verstorbenen Mann der Wittwe gut gefannt zu bawelches fich Nach zwei Tagen machte der Fremde, welcher sich als„ Spelten Ang Jaworski" bezeichnete, der Wittwe einen Heirathsantrag den fie auch einging, und er kaufte zur Verlobung die bewingen, no Trauringe, welche er jedoch vorläufig an sich behielt. Tage später gab er an, daß er Gelegenheit gehabt habe Möbel zu kaufen, und ließ sich zu den Anzahlungen 40 von der Wittwe geben, die ihm vorher schon in fünf Fille über 50 Mart geliehen hatte, um verschiedene Ausgaben ftreiten refp. Schulden zu berichtigen. Am 14. b. bat fi als die Wittwe nicht zu Hause war, der angebliche Briga unter Mitnahme des Stubenschlüssels entfernt, in der Wung ein Schild mit seinem Namen zurücklaffend. Der Ser ift ca. 40 Jahre alt, hat dunkelblonde, krause Haare un blonden Vollbart. - Die Petitionstommission des Reichstages beschäftigt sich in ihrer heutigen Sigung zunächst mit den von 18 Kreisausschüffen eingereichten Petitionen um Ermäßigung des Binsfußes der den betreffenden Kreisen aus dem Reichs- Invaliden- Fonds gewährten Darlehne von 4% auf 4 Prozent. Nach Mittheilung des zugezogenen Regierungstommiffars, Geh. Rath Schraut find im Ganzen 198 Millionen Mark aus dem Reichs Invaliden- Fonds ausgeliehen worden und zwar bis zum Jahre 1881 zirka 141 Millionen zum Binsfuße von 4½ pCt., feitdem zirka 57 Millionen zu 4 pCt. Sämmtliche Darlehen find beiderseits unfündbar gegeben; durch herabseßung des Binsfußes auf 4 pCt., welche übringens nur im Wege des Gefeges erwirkt werden könnte, würde ein Binsenausfall von 700 000 Mt. herbeigeführt werden. Die Anfichten über diese Petitionen gehen weit auseinander; nach längerer Diskussion wurde von der Majorität beschlossen, dieselben als nicht geeignet zur Erörterung im Plenum zu erklären, weil die vorges tragenen Thatsachen nicht genügen, eine Aenderung der be treffenden gefeßlichen Bestimmungen anzuregen.- Die selbst ständigen Weber zu Meera ne führen Beschwerde, weil fte auf Grund von§ 2 Alinea 5 des Krankenversicherungsgesezes durch Drtsstatut dem Versicherungszwange unterworfen worden find. Es wird den Betenten zu überlassen sein, Abhilfe bei den zuständigen Verwaltungsbehörden( Stadtrath und Kreishauptmannschaft) zu suchen, man lann in der Petition feinen Anlaß zur Abänderung des faum in Kraft getretenen Gesezes finden und beschließt in diesem Sinne. Hierauf werden die vorliegenden Petitionen, im Ganzen 429, in Be rathung gezogen, welche fich auf Abänderung der Ge bührenordnung für Rechtsanwälte beziehen. Da Die Gründung einer rumänischen Sozialistenfeit partei wird so verkünden verschiedene Beitungen seit einiger Beit mit großem Eifer betrieben. Führer dieser Bewe gung ist ein junger Advokat, Namens Mille, der Sprößling einer alten und angesehenen moldauischen Bojaren- Familie, welchem V. Rosetti, der Sohn des bekannten radikalen Volks mannes Rosta Rosetti, als publizistischer Beirath zur Seite steht. Seit dem 13. d. M. hat diese Partei" auch ihr eigenes Drgan, welches den viel versprechenden Namen„ Drepturile omului"( Menschenrechte) führt. Daffelbe bringt gleich in seiner ersten Nummer die sensationelle Nachricht, es habe dieser Tage bei dem Prinzen Georg Bibescu eine irredentistische Konferenz stattgefunden, deren Hauptergebniß die Niedersetzung eines mit den vorbereitenden Arbeiten zur Lostrennung Siebenbürgens von Ungarn betrauten Dreier Ausschusses gewesen sein foll.(?) Türkei. Die türkische Regierung fängt jest an, in recht auffälliger Weise mit dem Säbel zu raffeln, nachdem fte einer vollendeten befitted firafbar a. Wegen Meineids und Urkundenfälschung fich seit Kurzem ein Kaufmann W. in Untersuchungshaf cher unter folgenden eigenthümlichen Umständen fich gemacht bat. W. wohnte bei den Bosamentierwaarenhändle S'schen Eheleuten in der Tiedstraße, und es war ihm bela Gatten daß Frau S., welche das Posamentiergeschäft thres leitet, einen Theil ihrer Waaren von einer Engros Firm nach der Erklärung des Staatssekretärs im Reichsjustizamt Sentrum bezieht und häufig von der Firma Waaren gegen legteres mit der Bearbeitung der Angelegenheit befaßt ist, will man die Sache jest nicht nochmals an das Plenum bringen, sondern zunächst das Ergebniß jener Erwägungen abwarten. Die Büchsenmacher zu Stettin beschweren sich über die ihnen durch die Militärbüchsenmacher entstehende Konfurrenz; man beschließt, die Petition zur Erwägung zu überweisen. Der Abg. Singer wird zu der zweiten Lesung des Antrages von Wedell- Malchow auf Abänderung des Börsensteuergesetes folgenden Antrag einbringen: Mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ist das Gesez, betreffend die Er Für den Fall der bebung der Salzsteuer aufgehoben. Ablehnung dieses Antrages wird der sozialdemokratische Abgeordnete beantragen, dem Gefeßentwurf folgenden§ 32 hinzu zufügen: Aus dem Ertrage dieser Steuer wird ein Fonds ge bildet, dar den Namen Arbeiter Jnvalidenfonds" führt, und welcher bis zum Erlaß eines die Versorgung erwerbsunfähiger Arbeiter regelnden Gesezes anzusammeln und zinsbar anzulegen ist. Die Verwendung dieses Fonds wird durch besondere Geseze geregelt." Die Holzzolltommission hat die Vorlage in erster Lesung mit 11 gegen 7 Stimmen in folgender Faffung angenommen: I. Nr. 13 des 3oNtarifs in Pofition c. wie folgt au faffen: Bau- und Nughols 1) rob oder lediglich in der Querrichtung mit der Art oder Säge bearbeitet oder mit der Art bewaldrechtet, mit oder ohne Rinde, eichene Faßbauben, 2) in der Namens erfreut und gar keinen Kredit hat, beschloß feine Den fleine Se beging nahm da ohnten S mit den façon Bens. übe nicht ge bewohnerin, auf und in tam aber au Den Worten wieder babe wieber Do aber zur anlafung aber nur zu he teine Broe ausgefüllte Bestellzettel fich holen ließ. W., welcher bei feinem ähnlichen Geschäftsbetrieb in der Geschäftswelt fich feines guten Kenntniß von der Geschäftsverbindung seiner Wirthin mit jener efängnißit Engrosfirma zu benußen und fich Waaren für feinen eigene utter bes Handel zu verschaffen. Er füllte fälschlich auf den Namen de Frau S. Bestellzettel aus und ließ sich von der Engrosfibern ba Waaren fortgesett holen. Da die Unterschrift der Frau von W. täuschend ähnlich nachgeahmt war, so wurden Waaren anstandslos an die Boten hingegeben und von 21 bei Saplung in der S.'schen Wohnung in Empfang genommen. einigen Monaten von Frau S. ihre Waarenschulden Firma beglichen wurden, so stellte fich heraus, daß ein der bis zur Abrechnung geschickten Bestellzettel über erheb Beträge nicht von Frau S. sondern von ihrem Bimmer W. unterschrieben waren, und Frau S. verweigerte für diese von ihr nicht bestellten Waaren, indem fte Bahlung an den völlig mittellosen W. wies. Da die aber annahm, daß Frau S. in jedem Falle die dur Die ges fälschten Bestellzeitel bestellten Waaren empfangen und in i Geschäft verwerthet hätte, so leitete die geschädigte Firma Ziviltlage ein, in deren Verlauf der W. als Beuge einen leistete, deffen Richtigkeit später beanstandet wurde. Esm gegen W. eine Untersuchung eingeleitet, welche seine Verba wegen Meineides und Urkundenfälschung zur Fol habt hat. feiner Pflich bentt, als Derstedt ge wachen. Eine Igen Refta 27. Dttober blen Stat tannter G Ne der Ku Zogen mietbet Thatsache, der Besetzung der unter ibrem Schuß stehenden Richtung der Längsachse beschlagen oder auf anderem Wege tam hierselbst eine junge Dame von außerhalb zugereift, Landstriche am rothen Meer, durch Italien, gegenübersteht. Schon vor längerer Zeit hat der Chedim der Pforte erklärt, daß er nicht im Stande sei, die Küste des Rothen Meeres, einerlei gegen wen, zu schüßen; seine Truppenmacht sei dazu nicht ausreichend, und er habe nicht Geld genug, um fie zu verstärken. Er trete daher seine Verantwort lichkeit für die genannte Rüfte an die Pforte ab und Maßregeln für die Vertheidigung ersuche diese, derselben zu treffen. Die Pforte antwortete, fie werde als durch Bewaldrechtung vorgearbeitet oder zerkleinert, Faßbauben, welche nicht unter lobige Nummer fallen, ungeschälte Korbweiden, Reifenstäbe M. 0,70 pr. 100 Rilo, M. 4,20 per per Rubikmeter. 3) nicht gehobelte Bretter und in der Richtung der Längsachse gefügte Kanalhölzer und ähnliche Säge oder Schnittwaaren M. 1,50 pr. 100 kilo, M. 9 per Rubikmeter. II. Den Bollfat in Bofition d. von 4 auf 5 M. zu erhöhen ( Hobelbretter), Pofition e. von 6 auf 9 M. und Pofition f. von 10 auf 14 M. zu erhöhen. Von Herzen gern wird Ihnen Agathe diese Ersich in der Kurstraße eine kleine möblirte Wohnung fich eine feine Garderobe taufte, mit allem Komfort und diejenigen vorbereitenden Schritte that, welche ihre fund thaten, fich dem lüderlichen Lebenswandel binug Ehe fie aber diese Absicht zur Ausführung brachte, traf Der Staatsanwaltschaft zu Wolfenbüttel hier eine Requi zur Verhaftung des jungen Dämchens ein. Diefelbe if Die Dienstmädchen Sch. aus Wolfenbüttel, welches ihrer herrschaft, während diese auf einige Tage verreift wat Strahlenau Spieler um fein Bum Tabeln es einem be Beile tro und überlie Bridlofent am es enten Sa Auffeher Ec Wortwechfe Deren der G Loren batte einen etwas gulbigt, ei bedrängend Dom Gegent fo tamen 1 blith " Und der Erfüllung dieses Versprechens steht fein laubniß ertheilen; es ist ihr bekannt, wie sehr ich wünsche, stehen und sah ihm nach. Wahrhaftig! Er verschwand Ich verspreche es von Herzen gern!" Hinderniß entgegen," fügte Strahlenau hinzu, da wir in wenigen Monaten unsern Abschieb erwarten." daß Sie unserem Hause für immer angehören." Er zog eine Glocke, deren Schnur neben ihm hing. bem eben bezeichneten zweiten Gange. ,, Was der Knirps hier zu suchen hat?" fagte er; Bibliothek und in fein ,,, Herrlich, herrlich!" rief der Graf lebhaft; das freut Er ertheilte dem Rammerdiener, welcher hierauf erschien, scheint doch, dieser Gnom treibt noch andere Geff mich von ganzem Herzen. Sie bleiben hier; Sie reisen nicht mehr. Aber Sie haben schon einen Plan in Bezug auf Ihren Wohnsiz getroffen?" " Bis jetzt noch nicht." So biete ich Ihnen mein Schloß zu Ihrem Wohnfit an, bis Sie sich entschieden haben. Es wird Ihnen nicht an Berstreuung fehlen; auch der Winter hat seine Vergnügungen; meine Jagd gehört zu den besten des Hochden Befehl, der Kammerdame seiner Tochter zu sagen, daß der Baronet D'Brian sie um die Erlaubniß bitte, ihr in einer Stunde feine Aufwartung machen zu dürfen. ,, Das wird ein schöner Tag sein," fügte er hinzu, als ber Diener sich entfernt hatte. Ich fühle, daß ich lange keinen Tag erlebt, der mir so viel Freude brachte, wie mir der heutige bringen wird... Gehen Sie, Herr Baronet, und wenn sie von als die Studien in seiner Barade." Es ist ein schlechtes Vorzeichen," versette ,, er freuzt zum zweiten Male meinen Weg. D'Bria als Du der Spur der Here folgtest... nicht abergläubisch?" Du meinst das erste Mal ba draußen vor dem Th Ich bin ein wenig angesteckt Du bist b Sörteft landes, und im Sommer ist diese Landschaft die herrlichste meiner Tochter zurückkehren, darf ich Sie wohl wieder hier nicht, daß Habicht es jedes Mal für ein schlimmes Sei in ganz Schottland." Ich würde durch Ihr Anerbieten beglückt sein, Herr Graf, auch wenn das Schloß M'Donuil nicht auf der romantischsten Hochebene im Gebirge von Wäldern um geben, sondern auch, wenn es in einer troftlosen Wüste läge.... Nicht das Schloß und die Umgebung, nein, bie Bewohner des Schlosses und ihre freundschaftliche Gefinnung machen mir den Aufenthalt anziehend." So find wir einig, Herr Oberfi?" " Ich willige ein!" " Und Sie, Herr Strahlenau?" " Ich habe ein Gelübde gethan, zu bleiben, wo mein Freund bleibt, und wenn ich mich auch nicht in die Alterthümlichkeiten des Schlosses, die pittoreste Umgebung, die Jagd und die Felder verliebt hätte, ich würde doch ein freudiges Ja" zu dem Entschlusse meines Freundes sprechen." Die Freude über Ihr Versprechen, meine Herren, wird mich bald gesund machen, auch Agathe wird sich freuen; Agathe ift froh über jedes Ereigniß, daß mich froh macht. Hier glaube ich" fügte der Graf be deutungsvoll hinzuftimmen ihre Wünsche mit den meinigen ganz und gar überein... Vielleicht, Herr Baronet, haben Sie die Güte, meiner Tochter selbst Ihren Entschluß mitzutheilen?" Wenn ich die Erlaubniß dazu erhalte, Herr Graf." erwarten; ich vermuthe, daß Sie alsdann mir Manches zu fagen haben; zum Voraus aber sage ich Ihnen, daß ich meine Einwilligung gebe zu jebem Uebereinkommen, daß Sie etwa mit meiner Tochter treffen." begegnet?" nimmt, wenn er zur Jagd reitet, und dieser Zwerg Die Jäger haben das Privilegium, abergläubif sein; Soldaten aber, die eine Festung erftürmen, Verliebte, die Frauenherzen erobern, dürfen nicht allejammt Ders Edhar als Beam Wenn D. ba Renichen er fich zup aber träumt ba Seine Dich wie For ,, Das war deutlich gesprochen," sagte Strahlenau, als Zimmern zurüdlehrte, fuche bei der Gräfin besondere Toilette zu machen beabfichtigte. er mit seinem Freunde über den Rorribor nach ihren gläubisch sein... Doch verlieren wir keine Beit; in ein Iwo D'Brian zu seinem Be halben Stunde erwartet Dich die Romteffe Agathe." Sie traten in ihre Zimmer, und D'Brian begann Wie deutetest Du seine Worte?" fragte dieser. Waren diese Worte anders zu beuten als:" Ich bin der glücklichste Mensch, wenn sie sich mit meiner Tochter verloben; meine Einwilligung und meinen Segen habt Ihr im Voraus." Glaubst Du, daß es so gemeint war?" " Was fragst Du?" Du weißt ja selbst, daß es so ge meint war. Also nun das Eisen schmieden so lange es warm ift.. Ein wahres Glüd, daß man uns von Blackfield das Gepäck nachgeschickt hat; wer weiß, ob Du ohne Deine Gala- Uniform den gehörigen Effekt gemacht hättest." Sie hatten hier Beide die Galerie erreicht, welche zu ihren Zimmern führte, und von welcher sich diejenige abweigte, welche nach den hinteren Gemächern der Romtesse Agathe führte. Als sie eben an diesem Gange vorüber tamen, schlüpfte fort seine Toilette. in malerische Nonchalance zu hängen.... hat die Komtesse ein wenig Runftsinn " Erlaube, ich werde Dir behilflich sein, die Schni Nun Berber Fergus zu gait, fo to ... D Dornherein Dhne Swe Natürli .. Du mußt nicht meinen, daß die Mutter Dich schon ohnehin verschwenderisch ausgestattet hat, äußeren Menschen nicht nachlässigen, ein wenig Kunst unterstüt der Natur." munteren Ton seines Freundes einzustimmen. ben C's DESY foll Ma Blid Fas Banzen Lel es nicht e Befoltert, in Engel lann aus geben wei weigert, Dar, ban Befchleuder als ich je Berth, w Da Juversichtl So plauderte Strahlenau fort, während D'Brian forgfältig ankleidete. Er war nicht im Stande, in ihm doch etwas schwer und beklommen um's Herz; und näher die Zeit rüdte, da er Agathen gegenüber ftebenf die Stunde, welche über sein Lebensglück entscheiben foll Wenn es nun doch Täuschung war, daß Agathe h desto beklommener wurde ihm. liebte? als mit n D'B Nad öffnete Melobie Mugen je fab er be Bathen jo in ihr einem unverschloffenen Schrank 300 Mt. Gold gestohlen und damit nach Berlin begeben hatte, um bier als elegante ung der Dame aufzutreten. Die bestohlene Dienstherrschaft erhielt aber tet: Buron ihrem Aufenthalt in Berlin sofort Nachricht, und auf ihre cwerbung Beranlaffung verfügte die dortige Staatsanwaltschaft thre Fiskus Verhaftung. Vorgestern wurde die Sch. von der Kriminalfen, Den polizei verhaftet und nach Wolfenbüttel befördert. Von dem Den Preis gestohlenen Gelde besaß sie nur noch 40 Mr. R tach ber zu a. Die Mittheilung, daß die Verhandlung gegen den maus cand. philos. Deblie vor dem Schwurgericht des Landgerichts II. ine Gefta Berlin am 17. März cr. stattfinden werde, bestätigt sich nicht. zu erwart Die Anklage gegen Dehlte ist allerdings bereits erhoben und spricht, a dem Beschuldigten zugestellt. Die Gegenerklärung deffelben Deputation efp. feines Anwalts ist dagegen bei der zuständigen ersten gestaltung Straffammer noch nicht eingegangen, auch ist die Frist für dieſe Begenerklärung, welche auf Ersuchen des Vertheidigers vereil des längert worden ist, noch nicht abgelaufen. Von ein belchem da b. Drei gesunde Jungen. Am Sonnabend voriger elde foll Boche feierten in einem bekannten hiesigen Lokale drei Brüder, sehen we Drillinge, gemeinsam ihren 50. Geburtstag, umgeben von in Die Weite Summa 37 Kindern, von denen 16 auf den einen, 12 auf den gezahlte weiten und 9 auf den dritten Bruder entfielen. tam Plat u Gerichts- Zeitung. Nachtszene thren vorläufigen Abschluß; hier legitis mirte fich Der Don Den freiwilligen Handhabern Der Ungerechtigkeit zur Wache fiſtirte, als Christ und Bauunternehmer von unbescholtener Bergangenheit. Den Ge fangenen- Aufseher Edhardt, sowie den Arbeitern" Steinweg und Royer sollte dieser Att theuer zu stehen kommen, der und Royer sollte dieser Att theuer zu stehen kommen, der Spieß wurde umgekehrt und gestern standen die drei Genannten vor der ersten Straftammer des Landgerichts I. unter der Anflage der Freiheitsberaubung. Der am schwersten bei dem Unfug Betheiligte, der Angefl. Edhardt gebrauchte die thörichte Ausrede, daß er die Arretirung des Fremden, der viel Geld bei sich gehabt, nur zu dem Swede in Szene gesetzt, um denjelben aus einer etwas zweifelhaften Umgebung zu befreien, die Zeugenvernehmung ließ ihn in dieser Beziehung aber auch arg im Stiche. Der Gerichtshof rügte seine unqualifizirbare Handlungsweise mit einer Gefängnißstrafe von 2 Wochen und sprach die beiden Mitangeklagten fret. Hier ohne gefeßliche Mittel nicht erreicht werden." haben wir also ben direkten Hinweis auf die schreiendften Mängel unserer Fabrikgesesgebung. Auch im Inspektionsbezirt Bwidau hat eine Vermehrung der Arbeiterinnen auf die Bahl 21 887 stattgefunden. Der Bericht plaidirt im Interesse der Schonung der Wöchnerinnen dafür, daß die Arbeitgeber im Intereffe einer guten Kontrole verpflichtet werden, außer dem Namen und Wohnorte den Tag des Aus- und Wiedereintritts in die Arbeit, sowie den bescheinigten Tag der stattgefundenen Niederkunft in ein besonderes Journal einzutragen. Aus dem Bezirk Leipzig wird berichtet, daß in der Textilindustrie die weiblichen Arbeiter vielfach den männlichen vorgezogen und namentlich gern zur Herstellung befferer gemusterten Waaren auf mechanischen Webstühlen verwendet werden. Die guten Arbeiterinnen erzielen hierbei durchschnittliche Wochenlöhne von 14 Mart, in den Tuchfabriken stellenweise noch mehr. Dem Gewerberath von Löbau wurde ein Fall bekannt von unfitt lichem Verhalten eines Fabritmeisters gegen mehrere erwachsene Arbeiterinnen. Sehr groß ist die Zahl der Arbeiterinnen im württembergischen Schwarzwaldkreis, es find nämlich 4C, 5 pŒt. aller Arbeiter weiblichen Geschlechts. Bum Glück wohnen bei der Verbreitung der Fabriken der Tertil und Papier- Industrie über das Land die Arbeiterinnen meist bei den Eltern. Selbstverständlich ist auch in den nicht besonders erwähnten Berichten von der Beschäftigung von Arbeiterinnen mehr oder weniger die Rede. Wegen Kindesaussehung, resp. wegen Verlaffens eines 3. D. Menschlichen Wesens in hilfloser Lage, hatten sich gestern die Bittme Emilie Dunder und die Arbeiterfrau Czyska vor der n, und e Bleich zu ften Straffammer des Landgerichts I zu verantworten. Die nhauer e Ungetlagte war Mutter eines unehelichen Kindes, um fannt zu ha welches sich der Vater, ein polnischer Arbeiter, der bei der als„ Speiten Angeklagten in Schlaffielle laa, nicht im geringsten fümmerte. Um nun den Vater zur Erfüllung seiner Pflicht zu ung die belingen, nahm die Dunder zu einem ebenso einfachen als theantrag behielt. bt babe ngen 40 drastischen Mittel ihre Zuflucht, fte legte am 30. November v. J. bia Kind vor die Thür seines Vaters und entfernte fich. Die sta, welche darüber hinzu fam, versuchte vergebens, fte von Reichgerichtsentscheidung. Das Beichnen oder Malen unzüchtiger Abbildungen an Drten, welche dem Publikum zu gänglich find,( beispielsweise an nach der Straße zu gelegenen Hauswänden), ist nach einem Urtheil des Reichsgerichts, III. Straffenats, vom 24. November 1884, gleichwie das Anfchlagen bereits fertig gestellter unzüchtiger Abbildungen aus § 184 des Strafgef. B. zu bestrafen. Die Ausbrüde Aus steden" und„ Anschlagen" müssen nicht nach dem engen Wortverstande, sondern nach dem Sinne der bezügl. Gefeßesbeftimmung interpretirt werden. Während der§ 184 in seinem ersten Theile mit den Worten: Verkaufen, Vertheilen, Verbreiten" diejenigen Thätigkeitsatte treffen will, durch welche eine unzüchtige Schriftdarstellung oder Abbildung in die Hände und dadurch zur Kenntniß einer unbestimmten Mehrzahl von Ber Anschlagens und Ausstellens wider solche Alte, welche ein oder fonen gelangen fann, richtet sich die Strafdrohung bezügl. des jedes Exemplar der Schrift, Abbildung 2c. unmittelbar dem Anblicke einer Mehrheit von Personen zugänglich machen. Wie daher der Ausdrud Ausstellen" auch das Auslegen und Aushängen umfaffen wird, so begreift der Ausdruck ,, Anschlagen" auch das Anheften, Ankleben und überhaupt jede mechanische festen Gegenstande als Träger derselben, derart in Verbindung gebracht wird, daß die Abbildung oder Schrift auf jenem Ge genstande fichtbar wird. Nach diesen Gefichtpunkten kann der Ausdruck Anschlagen" auch den Fall umfaffen, wo eine Ab bildung an eine Mlauer gezeichnet oder gemalt und hierdurch sowohl mit der Mauer in mechanische oder chemische Verbin bung gebracht als auch der Wahrnehmung des Publikums zu gänglich gemacht wird."( c. H. 2753/84.) in fünf Fillem Vorhaben zurückzuhalten, fürchtete auch wohl nicht Thätigkeit, durch welche eine Schrift oder Abbildung mit einem usgaben june Grund, daß nunmehr ihr die größte Sorge für D. M. bat fi liche Briga Der Wohnung Der Ser are und befitted hung ungshaft, fleinen Weltbürger Weltbürger aufgebürdet werden würde. Se beging baber eine noch herz- und gefühllosere Handlung; nahm das Kind und trug es nach dem Hofe des von ihr obnten Hauses, Stromstr. 42, woselbst ste es, obgleich es mit den allernöthigsten Kleidungsstüden ausgestattet war, façon in den Schnee legte. Das Geschret des armen Biens. über seine hilflose und unbehagliche Lage war natür li nicht gering und lockte binnen Kurzem eine andere Haus bewohnerin, eine Frau Krüger herbei, die fich beeilte, das Kind tam aber auch die Mutter wieder herbeigestürzt und rig es mit Den Worten: Mein Kind! mein Kind! Ich will mein Kind wieber aber von Die thm getrennt. " 1 Soziales und Arbeiterbewegung. wieder haben!" an fich. Seit dieser Beit hat fie fich nicht toren. Il.( I fiehe in voriger Nummer). Auch der Bericht des n fich fir paarenhändle ar ihm belan thres Gatten ros.Firma Waaren gegen Icher bei feinen fich feines guten bloß nun feine irthin mit fener feinen eigenen en Namen der Engroßfi Der Frau Dwurden und von ten. A1B ulden bei baß ein über erheb Bimmer eigerte Bab Dem fte Da die e durch en und in ih gte Firma uge einen rde. Es Die ger eine Verba ur Fol einigen sugereift nung mic Comfort woelige che thre bi pel binjuge chte, traf ine Requi Diefelbe ift ibrer Di creift wat ablenau b verschwand fagte er; ere Gefoiia b in fein Cote D'Bria Geschichte gelangte zur Kenntniß ber Polizei und gab Ver laffung zu obiger Anklage. Der Gerichtshof gelangte aber nur zur Verurtheilung der Angeklagten Czyska, der er eine Gefängnißftrafe von drei Monaten zudiftitte und sprach die Die Frauenarbeit in den Berichten der FabritinfpetGewerberaths für die Regierungsbezirke Aachen und Trier läkt in verschiedener Beziehung bei der Beschäftigung von Ar beiterinnen hervorgetretene Mißstände erkennen. In diesem Inspektionsbezirke gehören 15000 oder 23 pt. aller Arbeiter dem weiblichen Geschlechte an, im Regierungsbezirk Aachen erRutter des Kindes frei. Es wurde ihren Versicherungen, daß höht sich dieser Prozentsat fogar auf 30. Von den Arbeite fe teineswegs die Absicht gehabt habe, ihr Kind auszuseßen, rinnen, welche vorzugsweise in den Steingutfabriken, Spinnefondern daß fie lediglich den gewiffenlosen Vater zur Erfüllung reien, Bigarren-, Tuch-, Nadel- und Papicrfabriken beschäftigt identt, als fte nachweislich sich in der Nähe des Thatories ihnen find verheirathete Frauen. Die Trennung der Ges Derstedt gehalten, um über das Schicksal des Kindes zu wachen. werden, stehen 88 pCt. im Alter über 16 Jahre, viele von schlechter ist in den dortigen Fabriken bis jest nur in der Bi garrenindustrie vollständig durchgeführt, auch fehlt vielfach die Gine Statparthie und ihre Folgen. Im Falkenhagen weibliche Beaufsichtigung, welche fich nach der Meinung eines Sen Restaurant in der Rathenowerstraße lag am Abende des 27. Dttober vor. J. eine Gesellschaft von vier Personen dem blen Statspiel ob, als zu ziemlich später Stunde noch ein un tannter Gast das Lokal betrat und die Zahl der Wanzen e der Kunstausdrud für solche Personen heißt, welche, hinter Spielern Plaz nehmend, deren Spiel zu kritisiren pflegen um seine Person vermehrte. Der Fremde ließ seiner Luft Bum Tabeln oder Loben in so rücksichtsloser und anhaltender elje troß mehrmaliger Verwarnung die Bügel schießen, daß es einem der Mitspieler schließlich zu arg wurde, er sprang auf und überließ dem Fremden seinen Plaz. Als um 1 Uhr das Lokal bis zu 14 und 15 Stunden teine Seltenheit. Der Bericht der anderen Gewerberathes übrigens nicht bewährt haben soll, ebensowenig find überall eigene Ankleideräume vorhanden. In den Städten Aachen- Burtscheid, in welchen über 6000 Arbeiterinnen beschäftigt werden, übernachten die Arbeiterinnen vielfach in den Fabriken. Die Arbeitszeit der erwachsenen Arbeiterinnen ist im Aachener Bezir überall der für männliche Arbeiter in den betreffenden Industriezweigen üblichen Arbeitszeit gleich und beträgt durchschnittlich täglich, einschließlich der Pausen, 13 Stunden. Doch sind in den Wollspinnereien, wenn die Geschäfte nur einigermaßen gehen, auch längere Arbeitszeiten Inspektion Chemniz spricht fich sehr abfällig über die im dorder Straße zu einer etwas turbutigen Bezirk vielfach übliche Nachtarbeit der Arbeiterinnen aus. einer der Statspieler, der Gefangenen Die Nachtarbeit wurde sogar in einer Anzahl Webwaaren Befchloffen wurde am es auf enten Szene; und Die Gäste fich entfernten, Loren hatte, gerieth mit demselben vor der Thür in einen mehr Eingang verschaffende elektrische Beleuchtung läßt eine Wortwechsel, bet welchem er auf's kräftigste von einigen an deren der Gäfte unterstützt wurde. Der Fremde, der allerdings einen etwas jüdischen Typus befißt, wurde ohne Weiteres beweitere Ausdehnung der Nachtarbeit erwarten. Leider wird weibliches Personal vorwiegend bei denjenigen Fabrikbetrieben beschäftigt, in welchen regelmäßig Nachtarbeit stattfindet. Sehr gulbigt, ein polnischer Jude zu sein und verlangte die ihn richtig bemerkt der Gewerberath, daß die mit der Nachtarbeit der bedrängende Menge, daß er fie durch untrügliche Kennzeichen Frauen und dem Zusammenarbeiten derselben mit Männern Dom Gegentheile überzeuge. Da er sich dessen natürlich weigerte, jo tamen die erregten Gegner auf die unglückliche Idee, ihn verbundenen Uebelstände wohl deshalb nicht bekannt geworden find, weil sie selten offenkundig sind und von den Arbeit gebern einfach bestritten werden. Eine Beschränkung der Bebers Edbarbt bei diesem Unterfangen auf seine Eigenschaft schäftigung von Fabritarbeiterinnen zur Nacht sowie des allesammt nach der Wache zu eskortiren und berief fich beson als Beamter. Auf der Wache fand die tragikomische Busammenarbeitens derselben mit Männern fann aber Wenn sie ihn nun doch abwiese? D, bann .. .. bann würde er der unglücklichste aller Menschen sein, und sein Fall würde um so tiefer fein, als träumt hatte. merkten, und auch nicht hörten, als er ihnen einen guten Morgen von oben herab zurief. er fich zuvor auf der schwindelnsten Höhe des Glüdes ge- brechen sich ohne Zweifel den Kopf darüber, wie mein . und " Ich weiß, wovon fie fprechen," dachte er; sie zer Freund Felix dazu kommt, den Spuren der Bettlerin zu folgen. Die Jäger haben feinere Nasen, als ihre Spüres doch nicht herausbekommen, Der Doktor aber ist ein Schlaufopf, vor dem man nicht so ganz sicher ist; ich muß diese doch ein wenig in ihrer Unterhaltung stören, und sie Seine Toilette war endlich beendigt. Did wie ein Ravalier und nicht wie ein schmachtender wenigstens die Jäger nicht.... Nun geh', mein Freund," sagte Strahlenau; benimm or dem Tergus zurüdkehrst und Du den Segen des Alten erhalten Du bift bo Sörteft 外 mmes Beid er 8werg ergläubif ftürmen, wenn Du als Schwiegersohn des Grafen baft, fo fomm und nimm den meinigen dazu in Empfang. auf ein anderes Thema bringen; es ist gar nicht vonnöthen, . Dber soll ich Dir zu Deiner Ermuthigung auch von Dornherein die Versicherung meiner Einwilligung geben?" Blid" faate Felix fast vorwurfsvoll.„ Das Glück meines Max, wie magft Du scherzen in einem solchen Augen Banzen Lebens hängt ab von dieser Minute.... Ich hätte es nicht ertragen, ein Leben zu führen von Gewissensqualen Befoltert, verfolgt, heimathlos zu sein; Agathe ist mir wie in Engel des Lichtes erschienen, der allein mich retten Beit; in n aus den Banden, von welchen ich mein Leben um geben weiß.... Wenn nun dieser Engel des Lichtes sich eigert, mir bie erlösende Hand entgegenzuftreden, dann n nicht ab gathe eina n begann bie S Ohne Swe Natürli Mutter Rap ttet bat nicht ben Gif O'Brian ande, in n. Herz; und ES fteben foll foll heiben Agathe als ich je gewesen -dann hat für mich das Leben keinen daß sie über diesen Gegenstand eine so eingehende Diskussion anftellen." Er wiederholte mit lauterer Stimme seinen: Guten Morgen," und nun blickten Frizz und Habicht hinauf. Sie erwiderten seinen Gruß. Wohin führt die Herren der Weg?" fragte er. Wohl eine kleine Promenade vor das Thor?.. Schönes, helles Wetter, nur etwas kalt!" Ich beabsichtige keinen Spaziergang zu machen," antwortete Frig, sondern wollte mit meinem Freunde dem Gelehrten des Schlosses einen Besuch in seinem Asyl Bar, bann bin ich in den tiefften Abgrund der Hölle hinab ftatten, da wir ihn in der Bibliothek nicht fanden." Befchleudert, dann bin ich unglücklicher, viel unglücklicher, Berth, und stände mir die glänzendste Zukunft bevor." Auversichtlich, daß Du mit einem andern Gesicht zurückkehrst, Das flingt sehr elegisch, mein Freund; ich boffe aber als mit welchem Du gehst..... Glück auf den Weg." D'Brian ging. 8wölftes Rapitel. Ultramontane Blätter schreiben: Unser greiser Obers hirte( der Bischof von Kulm) wendet sich dieses Jahr in seinem Fastenhirtenbrief mit ganz besonderer Wärme an seine Diözesanen, um ihnen die Werthschägung der Arbeit dringend ans Herz zu legen. Der hochwürdigste Herr verbreitet sich über Die Arbeit im Paradiese und zeichnet das Bild der Arbeit nach dem Sündenfalle bis zur Erscheinung des Heilandes in einer tiefernsten, charakteristischen Weise. Die Arbeit war der Ver achtung preis gegeben und darin lag die Duelle des Unglücks, in welche das Heidenthum verfiel: Größtes Verderbniß und völliger fittlicher Verfall. Da tam Chriftus in die Welt und adelte durch seine Lehre und sein Beispiel wieder die Arbeit. Und in furzer Zeit fand diese Lehre bei den christlichen Völkern Aufnahme, und wie im Frühling unter dem Einfluffe der Sonnenwärme das Eis bricht, welches Flüsse und Seen in seiner ftarren Umarmung festhielt, so erweichten unter dem Einfluffe der christlichen Lehre die so viele Jahrhunderte hindurch gegen Das Elend der Mitbrüder gefühllosen Herzen, es wich die sklavische Arbeit und an ihre Stelle trat die christliche Arbeit. Die erhabene Auffassung der Arbeit, wie sie das Christenthum lehrt, schwindet aber in der gegenwärtigen Beit immer mehr. Die Folgen schildert der Oberhirte als selbstverständliche, denn wo man heidnische Grundsäße säet, tann nur heidnische Gesinnung geerntet werden, die sich in unseren Tagen so breit macht und die sozialen Gegenfäße so sehr geschärft hat. In seinem Schlußwort ermahnt der Ober hirte seine Diözesanen, diesen Grundsäßen tein Gehör zu geben." Wir wollen nicht weiter streiten, ob das Chriftenthum wirklich die große und befreiende Rolle in der Weltgeschichte gespielt hat, welche der bischöfliche Erlaß ihm zuerfennt. Aber jedenfalls hilft heutzutage alles Ermahnen und Predigen nichts gegen das Umfichgreifen eines schonungslosen ( wenn man will heidnischen) Egoismus, denn dieser Egoiss mus wird durch unsere ganze Wirthschaftsordnung systematisch großgezogen. Wer am rücksichtslosesten Kinder und Frauen ausbeutet, macht einen besonderen Gewinn, wer die unfaubersten Geschäftspraktiken gegen seine Arbeiter, Kunden und Kon furrenten ausübt, macht ein besonders gutes Geschäft, wer ein gutes Herz hat und zu rücksichtsvoll ist, geht in dem wilden Rampf aller gegen alle zu Grunde so geht es in unserer heutigen Wirthschaftsordnung zu und so muß es unter der Herrschaft der freien Konkurrenz zugehen.. Was helfen da alle schönen Aufforderungen zur Nächstenliebe, wo die Wirthschaftsordnung jede Schonung des Nächsten mit einem empfindlichen Verlust bestraft, jede Ausbeutung aber und jede RücksichtsLofigkeit und jede Handlung der nacktesten Selbstsucht mit einer Prämie belohnt? Die fittlichen Auswüchse unseres Beits alters wurzeln in unserer ganzen wirthschaftlichen Verfassung, und nur wer diese zu reformen strebt, arbeitet auch an der fittlichen Erneuerung unserer Gesellschaft. Hirtenbriefe und Fastenpredigen helfen da nichts. Aus den Sigungsberichten des Zentralvorstandes der deutschen Arbeiterkolonien ist mancherlei Interessantes zu entnehmen. Zunächst die Thatsache, daß bei der Einrichtung von Verpflegungsstationen" für unsere besigenden Klaffen außer der moralischen Genugthuung auch noch ein flingender Gewinn herausspringt. So meinte der Kreishaupts mann v. Maffow: Bom rein egoistischen Standpunkte hat die menschliche(?) Gesellschaft bereits ein ungeheuer günstiges Resultat durch die Verpflegungsstationen und Arbeiterkolonien erzielt. Wir haben die Bevölkerung in vielen Kreisen von der Plage der Bettelei befreit und dabei noch eine foloffale Ers sparniß gemacht. In meinem Kreise( Dlbenstadt) tosten die Verpflegungsstationen jährlich 5000 Mt. Wenn man aber pro Haus und Tag nur einen Pfennig Almosen rechnet, die früher Er hatte diese Worte flüsternd gesprochen, so daß Max ihn nicht hörte. Laut fügte er hinzu: Wird wohl doch ein Irrthum sein, Herr Strahlenau. Jedenfalls werden wir zunächst in seinem Häuschen nachsehen." Sie schritten dem Thore zu, wo das Häuschen des werges lag. Strahlenau lachte hell auf, als er sie nach einiger Zeit topfschüttelnd zurückkehren fah. Sie hatten die Thüre verschlossen gefunden. Er fah wie sie am Portal des Schloffes eine Weile überlegend standen, wie Habicht mit einem sehr bedenklichen Gesicht umkehrte, Frizz aber in das Schloß hineinging. Strahlenau hatte Recht. Die Unterhaltung Habicht's und Frig's hatte in der That die geheimnißvolle Be ziehung D'Brians zu der Here zum Gegenstand gehabt. Friß, dem es darum zu thun war. Aufschluß zu erlangen, hatte zu Habicht gesagt: Da Segal behauptet, auch Toby's Spuren in der Nähe derjenigen der Bettlerin erblickt zu haben, so muß Toby etwas darüber wiffen... Vielleicht hat er D'Brian abgesehen; vielleicht weiß er mehr darüber, als er sich den Anschein giebt." Sie werden ihn auch in seiner Barade nicht finden," antwortete Max. Der Herr Historiograph Toby ist im Schloffe." " Das tann nicht möglich sein," versette Habicht; Toby ist immer nur entweder in der Bibliothek, oder in seinem Häuschen; es giebt ja für ihn keine andere Beschäftigung, als das Studium; in einem anderen Theile des Schloffes läßt er sich gar nicht bliden." Nun, so muß ich ein Gefpenft gesehen haben, als ich ihn über den Korridor nach den hintern Edthürmen schlüpfen fah." Nachdem sein Freund D'Brian hinweggegangen war, Offnete Strahlenau das Fenster, legte sich hinaus, pfiff die elobie eines indischen Marsches und verfolgte mit den 8werg wäre über den Korridor gegangen, der zu dem hins Was!" rief Habicht, Frig verwundert anblickend, der tern Edthurm führt, also zu den Zimmern der Romtesse, welche nie ein Fremder, sondern nur ihre Gesellschaftsbame und ihre vertrautefte Dienerin betreten dürfen?-Das kann Augen jeben einzelnen, der über den Schloßhof tam. Da fab er den Dokter Frizz Rodenburg mit seinem Freunde und Bathen Habicht über den Schloßhof tommen. Sie waren fo in ihr Gespräch vertieft, daß fie Strahlenau nicht be- unmöglich sein!" Wir können es versuchen ihn zu fragen," hatte Habicht geantwortet. Sie hatten sich dann daran gemacht, ihn aufzusuchen, ohne ihn, wie wir bereits wissen, finden zu können. Friz ging, den Hauptkorridor des Schlosses entlang, um sich zum Grafen zu begeben, und zunächst diesem den Entschluß feiner Abreise mitzutheilen. Da erblickte erwahrhaftig Strahlenau hatte sich nicht getäuscht Toby selber unter dem Seiten gang bager fommend, welcher zum hintern Edthurm führt. Er konnte nirgend anders, als aus den hinteren Gemächern des Fräuleins gekommen sein. Da die Gelegenheit, den Zwerg zu befragen, hier wenig günstig, der Zwerg außerdem nicht geneigt schien, Jemandem Hebe zu stehen, sondern mit einer Eile, die sonst für eine so nnbeholfene Figur geradezu erstaunlich war, bavon rannte, ging Frig topfschüttelnd weiter.(.f.) gezahlt worden find, so kommt schon die Summe von 16 000 Mart heraus, so daß der Kreis 11 000 Mt. jest spart." Man fieht, es ist nicht nur ein himmelslohn, den man sich mit der heutigen Fürsorge" für den Armen und Obdachlosen verschafft. läffige Streben aller Derer sein, welche an der Verbesserung| unserer Zustände mitzuwirken berufen find. Manches Gute baben nach dieser Richtung hin die Fabrikinspektoren gewirft. Allein es bleibt noch gar viel zu thun übrig. Vielleicht würde fich beträchtlich mehr als bisher auf diesem Gebiete erreichen laffen, wenn den Fabrikinspektoren und sonstigen Organen eine größere Exekutivbefugniß eingeräumt werden könnte. Auch darüber war man in der Versammlung einig, daß die armen Reisenden ursprünglich durchaus nicht schlecht sind, sondern höchstens durch dauernde Unterhaltslosigkeit dazu wer den. Als Beweis dafür mögen die Antworten der Verpflegungsstationen auf die von Herrn Massow an fie gerichteten Anfragen über das Verhalten der Wanderer dienen: 954 Stationen haben den Leuten das Prädikat gut, 317 die Zensur: befriedigend, nur 41 das Urtheil: schlecht gegeben. Es ist Thatsache äußerte Dr. Perthes( Bielefeld)- daß eine ganze Reihe von Individuen von den Herbergsvätein bes obachtet worden sind, die zuerst als ordentliche Menschen bei thnen antamen und die durch den Bettel, durch das Gefängniß, burch den Verkehr mit den Stromern im Laufe von Monaten und Jahren zu Vagabunden berabſanten, ohne ursprünglich prädestinirt gewesen zu sein. Das begründet die Nothwendig teit einer Fürsorge für fte. Eine merkwürdige, vielleicht natur gemäße, aber durch ihre Folgen recht betrübende Erscheinung ift die, daß 45 Prozent aller dieser Leute noch unter 20 Jahren find. Das Bettelwesen steht in großen Städten noch immer in hoher Blüthe. In Hamburg werden jährlich 3000, in Dresden 2000, in Berlin, wo die Kontrole schärfer zu sein scheint, 20 bis 30 000 Bettler verhaftet. In den Seitengaffen und in den geringeren Vorstädten werden Die Bettler noch heut zu einer wahren Plage. Jahrelang Hegen oft dieselben existenzlosen Leute in den Herbergen herum." Vereine und Versammlungen. " 1 Vereinigung der Metallarbeiter tann nur auf streng zentrali Weise stattfinden, und beschließt daber die Auflösung des Fab vereins und Anschluß an die Metallarbeitergewerkschaft. Rr. 46 £ Die W In der Versammlung des Vereins zur Wahrun der Intereffen der Berliner Korbmacher, welche a Sonntag, den 22. Februar 1885 stattfand, hielt der Kolleg Frante einen Vortrag über Zwecke und Ziele des Fachvereins In demselben hob derselbe besonders hervor, daß der eigen liche Bwed eines Fachvereins erst nach Jahren erreicht werde fann. Schließlich forderte der Vortragende die Kollegen au dem Fachverein auch für die fernere Beit anzugehören und denselben zu unterſtüßen, auch wenn der Verein nicht das leisten im Stande ist, was man von demselben vorausset Ferner wurde beschlossen, das Arbeitsnachweise- Bureau vo Herrn Fechner, Roppenftraße, zu verlegen und daffelbe dem Herrn Mar Baenisch, Belle- Alliance- Blat 11 a., S., zu über tragen. Auch wurde durch Versammlungsbeschluß der bi herige Beitrag von 40 Bf. auf 25 Pf. reduzirt; das Ein frisgeld wurde auf dem bisherigen Sag von 50 Bf. belaffen englische Br ( Weshalb den Beitrag herabseßen? Wenn, wie aus dem Relönigliche St fecat hervorzugehen scheint, der Verein nicht gut fituirt izum Abschlu follten die Mitglieder die 15 B. monatlich nicht scheuen, um Enqueten in für unvorheraesehene Fälle wenigstens einen kleinen Fonds fern wird. haben. D. ed.) Des Weiteren wurde beschlossen, an den bereits veröf Sonntagen, an welchen die Vereinsversammlungen stattfinden warten.") Zu A des Abends ein geselliges Vergnügen zu veranstalten. Sum Schluß wurde folgende Resolution angenommen, dahin lautend, agenditen daß sich die heutige Versammlung mit den Ausführungen Daily New Herrn Franke einverstanden erklärte, und sich verpflichtet, Interessen des Vereins zu wahren und durch festes Buja menhalten nach Möglichkeit die Lage der Korbmacher verbesser zu suchen. t. Die öffentliche Versammlung der Tischler, welche am Sonntag Vormittag im großen Saale des Schüßenhauses ( Linienstraße) stattfand, war von zirka 800 Personen besucht und waren besonders viele Werkstätten dortiger Gegend vertreten, welche bisher der Lohnbewegung fern gestanden haben. In Folge dieses Umstandes sab fich Herr Rödel, welcher über das Thema: Welche Rortheile bietet uns die Lohnbewegung?" referirte, veranlaßt, die Verhältnisse näher zu schildern, wie fte vor dem Jahre 1883 im Tischlergewerbe geherrscht haben und im Gegensage hierzu die jest herrschenden Verhältnisse vor Augen zu führen. Während vordem gar keine geregelte Arbeitszeit vorhanden war, sei in Folge der Lohnbewegung jezt in der größten Bahl biefiger Tischlerwerkstätten die 91stündige Arbeitszeit eingeführt und die Sonntagsarbeit gänzlich abgeschafft. Auch hätten sich die Lohnverhältnisse bedeutend ge beffert und würde jezt in der 9stündigen Arbeitszeit mehr als geleistet, als früher in einer längeren Beit. Es wären daber Die eminenten Vortheile, welche die Lohn Bewegung der Berliner Tischler Gesellen gebracht habe, nicht zu verkennen und liege es daher im Intereffe eines jeden Einzelnen, sich der Bewegung anzuschließen. Des Weiteren ging der Referent auf die Werkstätte des Herrn Martgraf( beffere Rastenmöbel) ein und gab der Ueberzeugung Ausdrud, daß gerade in dieser Werkstätte eine Regelung der Arbeitsverhältnisse eintreten müsse und werde, da sonst zu be fürchten stehe, daß eine Verschlechterung der ganzen Branche für beffere Raftenmöbel eintreten werde. In der Diskussion wurden wieder verschiedene Klagen laut über Unregelmäßigkeiten, die trop Allem immer noch Blaz greifen und erklärten na mentlich die Gesellen aus der Werkstätte des Herrn Lüple, der in dieser Werkstätte herrschenden unhaltbaren Verhältnisse wegen die Arbeit einstellen zu müssen. Auf eine bezügliche Anfrage, ob die Durchführung der Minimallohntarife nicht zum 1. März vor fich gehen könne, erklärte Herr Rödel, daß eine Feftiegung des Termines vor der Hand noch unmöglich, daß aber die Kommission darin einig sei, die noch mit schwebenden Verhandlungen über Meistern Landeshut, Schlesien. Beendigung des Strites. Durch Vermittelung ein flußreicher Bersönlichkeiten und durch die Lage gedrängt, ist am 20. Februar die Arbeit in der Erner'schen Weberei wieder aufgenommen worden, nachdem die Anftifter des Strits entlassen worden find. Der Ausgleich der Forderungen wird nun auf freier Vereinbarung beruhen. Die Gendarmen tehrten heut Nachmittag an ihre Stationsorte zurüd. Die Sammtfabrik Brassel u. Co. in Lobberich bei Stre feld hat ihre Bablungen eingestellt. Dieselbe beschäftigte 400 Arbeiter. Es wird Erlangung eines Zahlungsaufschubs seitens Der Firma angestrebt. Als Ursache der Zahlungseinstellung wird die allgemeine Lage des Geschäftszweiges betrachtet. " 1 Monate zu, bie Lage th Seller zu D manches Be zu ben Löcher Rann meine Schmerz. in eine Si Morentiners Digters, e Bitlichkeit ofte von ipfe fo nette," et Birt eine fellte, daß einem einzig und mehr S Diefer einze abnlig und waren nur H. Frau Nehmann, eine der Führerinnen in de ihrer Emanzipationsbewegung der Frauen Amerita's, sprach auf Freitag Abend im Verein für Reform der Schule", welcher is inder Sommer's Salon, Botsdamerstraße in öffentlicher Sigung tagte, vor Damen und Herren über die Stellung der Frau interhöfen Amerika. Die Referentin, Amerika. Die Referentin, welche durch gute Vortragswee sehr zu feffeln verftand, legte zuerst flar dar, daß in Amer fich immer mehr die Ueberzeugung Bahn bricht, daß Mann un Frau im Intereffe und zum Wohle des Gemeinwesens in Wahrheit ein harmonisches Ganzes bilden müffen. nur einigermaßen auf Bildung Anspruch machenden Ameri wiffen, daß im Hause und in der Schule der Grund zu w Gemüth und ebler Kraft, zum Bewußtsein edler Men würde gelegt werden muß. Die emanzipirte Frau Ame strebt als dem Manne Ebenbürtige mit diesem vereint Biele, den wahren Humanismus immer mehr Gemeingut So lange man aber die Frau nicht überall dem Manne gleich berechtigt erklärt, ist dieses hohe Biel nicht zu erreichen. In Amerita ha man mehr Achtung vor dem Selbstständigkeitsdrange der Frauen; die Frau erfreut sich daselbst in jeder Beziehung einer größeren Berücksichtigung als z. B. in Deutschland. Die Universitäten, und solche, welche in Folge einer eingetretenen Lohnreduktion Lehranstalten stehen thr offen. Von den männlichen Studien genoffen Anfangs oft mit dem Lächeln der Geringfchägung ihr gebührende Achtung einiragen, und so wird tausendjähriges London, 20. Februar. Beinahe alle Kammgarn Spinnereien in Bradford, welche englische Wolle spinnen, haben gleichzeitig ihren Arbeitern eine Lohnberabietung um 10 Prozent, welche mit nächster Woche beginnen soll, angefünDigt. Der angebliche Grund für diese Reduktion ist die Abnahme des Geschäfts während der letzten beiden Monate. Von der Maßregel werden 10,000 Spinnereiarbeiter betroffen. Den Die Tarife Tarife nach Möglichkeit zu beschleunigen und dadurch den Termin der Durchführung so viel als möglich näher zu rüden. Auch machte Herr Rödel die Mit theilung, daß die Kommiffion beschloffen habe, um unausbleiblichen Wirren vorzubeugen, bis zu diesem Zeitpunkte progressive Strikes, d. h. solche, welche zum Swede einer Lohnerhöhung stattfinden, nicht mehr zu unterstüßen, sondern nur Der Menschen werden zu lassen, zu. In Versammlung der Tischler erklärt fich mit den Ausführungen Willerstraft, Besaburg, Ausdauer und Kenntniffe, welde ihr bie 24 heu bier mag berjagt b nichts gege der Redner einverstanden und erklärt, mit allen gefeßlichen Mitteln für die Durchführung der Minimallohntarife einzu treten und fich an dem Unterstügungsfonds zu betheiligen." Auch gelangte der Antrag zur Annahme, daß der wöchentliche Beitrag fortab auf 25 Bfg. pro Person erhöht werde. Die Vorurtheil im edlen geistigen Wettkampfe überwunden. jüngfier Bcit haben fich Amerikanerinnen in der Aftronomie in der Mathemath.t. in der Ausübung juristischer Thätigkeit In der großen Republik trifft man Berathungen der einzelnen Branchen über die Minimallohn weibliche Aufsichtsbehörden, weibliches Beitungsrebaftionspe Der Bier Export Deutschlands nach Desterreich. Deutschland hat im verfloffenen Jahre 1884 mehr es 28 400 Meter Zentner Bier nach Desterreich abgesezt. Diese Menge wäre mit Rüdficht auf den großen internationalen Bierhandel an fich nicht von großer Bedeutung, ist aber im Vergleiche mit dem deutschen Bier- Absage früherer Jahre doch beachtenswerth. Im Jahre 1883 erportirte Deutschland nach Desterreich nur 2305 Meter- Bentner; somit beträgt das Mehr im Jahre 1884 26 095 Meter Bentner. Der gesammte deutsche Bier- Export be lief fich im Jahre 1884 auf 1433 000 Meter- Zentner, wovon der größte Theil auf die Produktion von Bayern und Elsaß Lothringen entfällt. Der Bier- Export Desterreich- Ungarns umfaßt nur gegen 340 000 Meter- Bentner. Deutschlands BierAusfuhr nimmt die Hauptrichtung nach Frankreich und nach den Zollausschlüſſen Hamburg, Bremen und darüber hinaus. Die Stat. Korr." bringt in ihrer neuesten Nummer wie Der eingehende Details zur Brandstatistik Preußens, auf beren Wiedergabe wir im Allgemeinen verzichten müssen, da Die betr. Daten nur für beschränkte Kreise, besonders für Feuerversicherungsgesellschaften, wichtig find. Wir bemerken nur summarisch, daß von sämmtlichen Bränden des Jahres 1882 16,7 pCt. nur Immobilien, 60,4 pet. Mobilien und Immobilien und 22,9 pCt. nur Mobilien erfaßten. Der Schaden bei den Immobiliarbränden betrug 1725 379 M., bei den Mobiliarbränben 1480 133 und bei den vollen" Bränden an Immobilien 28 843 636 und an Mobilien 21 686 230 mt. Es tommen auf " in dieser Woche fortgesezt werden und finden folgende Versamm lungen ftatt: Am Donnerstag Abend bei Wohlhaupt, Manteuffelstraße 9 für Bettstellenmacher und bei Keller, Andreasstr. 21 für Spiegelrahmenarbeiter. Ferner am Sonntag Vormittag bei Keller, Andreasstr. für Kastenmöbelarbeiter und im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobftr. 37 für Bautischler. be. Im Fachberein der Schlosser und Berufsgenossen, Die Aichen Das Haus boden, bie burch die Hefer ficha manchen Landestheilen wahlberechtigt, die Schöffengerichte bestehen aus Männern und Frauen und alle diese Einrichtungen haben fich zum Segen des amerikanischen Freistaates erwieien fiände Platz geifen würden, bis die Frauen fich mit Bernunft am politischen Leben betheiligen. Um dieses zu können, därfe c3 aber vorerst einer im freiheitlichen Sinne gehaltenen Без einiger 23 Räume für wohnt. D Der Dede Große Löd leidend, bo Stod: Bu der seine regelmäßige Sigung am Sonnabend, den 21. d., Drganisation der Schule.( Sehr richtig!) Die Wohlfahrt des Abends, in den Gratweilschen Bierhallen unter Leitung des Landes ist nur bei der Intelligenz aller Bürger und Bürge rinnen möglich. Deshalo mükten auch die deutschen Frauen fich endlich aus der Lethargie aufrütteln; fte müßten Vorsitzenda, Herrn Kluge, abhielt, erläuterte Herr Rechtsanwalt Freudenthal in seinem Vortrage über„ Rechts Erziehung, Pflege des Körpers, über höhere Moral und b eine vom Feuer geschädigte Beftzung im Durchschnitt bei Im schuß in gewerblichen Rechtsstreitigteiten" zunäist Die all- fammlungen abhalter, Vorträge halten und zwar zunächst übe mobiliarbränden 631 Mt. Schaden, bei Mobiliarbränden 475 M., in den Städten nur 237,5 Vit. Schaden und bei vollen Bränden 4815,5 Mil. Schaden und zwar 2749 Mt. an Immobiliar und 2066 Mt. an Mobiliar. In den Gutsbezirken beträgt bei vollen Bränden der Schaden durchschnittlich 12 405, in den Städten 5085,5 und in den Landgemeinden 4111,5 Mt. Be gemeinen Grundsäße, denen der Arbeitsvertrag unterliegt, und die seine Form und die Frage betreffen, wer überhaupt ve Sitten und ganz besonders sich mit Naturwissenschafte tragsfähig ist; sodann gab er die Bestimmungen an, welche schäftigen und Darwin studiren. Frauenfongreffe behufs das Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer regeln, handlung sozial- ethischer Fragen, zur Pflege des Gemeinfin besprach die Lösung der Arbeitsverhältnisse und zeichnete den Weg, den eine gewerbliche Klage zu nehmen habe; schließlich beantwortete er zur praktischen Erläuterung des Gehörten eingehend eine große Anzahl juristischer Fragen, die aus der Mitte der Versammlung an ihn gerichtet wurden und das rege Interesse befundeten, mit dem der Vortrag aufgenommen 11 Die Leute Baschen... 3,50 Siume fin mes geht, Wie m eines we eine lar gewefen if unglüdliche Don Luft, einen Seba Familien b find, lebten ermachfen Ichlimmite mer fchliefe in welchem betrat, um baben oft und wahrer natürlicher Liroe und Tödtung des Egoismu müßten abgehalten werden. Referentin appellirt an das rechtigkeitsgefühl des Mannes, daß er letne di: Jadividuali der Frau zu schüßen. Besonders die alleinstehende Frau müffe fich selbstständig machen tönnen, da nur dann das Schließen wahrer Herzensbündnisse möglich sei. Die Eman Gewählt wurde in den Arbeitsnachweis" pationsbestrebungen der Frauen berugen nicht auf Erw.terung Wahre und Rechte, die volle Achtung für das Weib müffe ihrer Rechte, sondern ihrer Pflichten. Enpfänglichkeit fül: ba ebenso wie bei dem intelligenteren Ameritarer dem Deutschen so zu sagen angeboren sein. Man gebe ten Frauen ihr Redt dadurch, daß fie dem Manne gleich berechtigt, ebenbürtig find und es wird die Zeit bald tommen, wo bei Mann unb Sonnabend, den 28. d., feiert, froh und heiter verlaufen möge, Weib bem realen Fortschritt das Streben nach böberen aller, auch der kleinsten Fachvereine an Fr. Roh. theilte mit, daß im Interesse einer beschleunigten Abrechnung Jdealen zur Seite steht. Auf eine Anfrage erklärte Frau Rep Mittheilung von Fr. Rohleder's Bureau in Mün chen. Bis zum 21. Februar cr. waren bet Robleder's Bureau 111 deutsche Fachvereine aus 54 meist größeren Städten angemeldet; von diesen zäblten 79 Vereine 11935 Mitglieder, von 32 Vereinen war die Zahl der Mitglieder nicht genau anzugeben. Fachvereine der Dach und Schiefers beder, die einer Bentralisation dieser Branche beitreten, fos wie einzelne Mitglieder dieser Gewerbe, die fich für Organi sation ihrer Berufsgenossen intereffiren wollen, werden gebeten, bre Adreffen einzusenden. Mit Hinweis auf die frühere Mit theilung in diesem Blatte wird eine beschleunigte Busendung Der gewünschten Daten über Adressen und Mitgliederzahl leber's Bureau in München- Neuhausen ge beten. worden war. ( Bureau: Alte Jakobsstr. 66) an Stelle des Herrn Wilhelm, der sein Amt wegen Ueberhäufung mit Arbeit niedergelegt hat, Herr Meinert und außerdem wurde eine Tellersammlung für ein arbeitsloses Vereinsmitglied( Familienvater) veranstaltet, die M. 11,65 ergab. Zum Schluß sprach der Vorfißende noch die Hoffnung aus, daß das Stiftungsfest, welches der Verein am Komiteemitgliedern Billets zu haben seien, und brachte die pathisch berührt habe und sei fte jelbstverständlich nicht für mei nur bis nächsten Freitag Abend bei den einzelnen Vergnügungsman einen Das an die Frauen ein verwach pflegte, um Beib, scho bot fich me mann, daß sie das Arbeiterschußgesez der Arbeiterpartei sym tere Ausdehnung der weiblichen Fabiitarbeit u. f. w. His Imüffe durchaus Einschränkung eintreten, damit der Arbeiter in Die Lage gebracht werde, Frau und Kinder menschen rufen war, hätte bei der Wichtigkeit des angekündigten Themas: gerichtete Schlußwort der Referentin, welcher wiederholt Namen von 12 neu eingetretenen Mitgliedern zur Verlesung, deren Aufnahme sodann erfolgte. be. Die Volksversammlung, welche zu Sonntag, den 22. d. M., Vormittags in die Gratweil'schen Bierhallen bes würdig zu erhalten.( Bravo!) reicher Beifall gespendet worden war, bildete ein Bitat au figende Herr Drechsler Hildebrandt besprach in klatce unserem unsterblichen Boltsdichter Schiller( Die Künstler): Der Menschheit Würde ist in Eure Hand gegeben, Arbeiterschußgefeßentwurf beffer besucht sein tönnen. Der Vors Bewahret fie! Sie fintt mit Euch! " Bettstellen meine Stran Ainb. unerfärlich Steter und fachlicher Rede die einzelnen Punkte des Entwurfes. Er unterließ es nicht, auf die bei dieser Gelegenheit wieder ein mal belundete Arbeiterfreundlichkeit der Deutschfreifinnigen hinzuweisen, die sich durchaus ablehnend gegen die Einführung lohnsägen verhielten, fegenbringende Vorschläge, von denen man nur im Intereffe aller Arbeiter wünschen könne, daß dieselben so bald wie möglich Gesez würden. Die folgenden Redner, eines Marimalarbeitages und der Festlegung von Minimal Wir fönnen nicht umbin, auch heute wieder die Aufforderung ,, mehr zu Hause ist". ren Füße Bettes lag welcher bas tadiene i Helle Lager waren rld felben Bim Schmutz, fandes ipo Erfahrung Durch den Don Erwac Ein auf dem G Die Drigin Offentlicht tommt! Bflicht ber Griftlicher Streitfräft Artitels in tommen" in dem R an alle unsere geehrten Leserinnen zu sichten, doch nicht zu Tropfen höhlt den Stein!" Die Einberufer dieser Versamm die Herren Regerau, Michelfen und Schäfer ergänz- lungen aber bitten wir, doch gefälligst in solcher Stadtgegend ein Lokal zu wählen, in welcher die Frau aus dem Volle Eine öffentliche Versammlung des Fachvereins ber Schneider findet heute, Dienstag, den 24. b. Mts., Abend den Ausführungen des Referenten einverstanden und verpflich- trag des Herrn Dr. Stahn über die gesundheitlichen Swede Abends 82 Uhr, Kommandantenfic. 20 ftatt. L.- D.: Bor ten die Ausführungen des Referenten in einigen Buntten so wurden die Kornsölle einer scharfen Kritik unterzogen und empfahlen die Annahme folgender Resolution, die auch schließlich einstimmig erfolgte: Die heutige in den Gratwell' schen Bierhallen tagende Arbeiterversammlnng erklärt sich mit tet sich, auf gefeßlichem Wege dahin zu wirken, daß der Entder Kleidung. be. Der Fachverein der Nähmaschinenarbeiter und südöstlichen Louisenstadt findet heute Abend 8 Uhr in der Sammlung, die am Sonntag, den 22. d. M., Vormittags, in Uebernahme der Sanitätswache durch die Stadt. Ref. Herr Die Opfer der Jndustrie. Laut den vorliegenden amtlichen Berichten belief fich die Gesammtzahl der in den ver schiebenartigsten Berufsklassen verunglückten Arbeiter auf rund 9600, worunter 592 Todesfälle in Folge der erlittenen Be schädigungen einbegriffen find. Das find sehr beklagenswerthe Ergebnisse. Am schmerzlichsten ist es, zu erfahren, daß es troß aller Vermahnungen sowohl seitens der Fabrikinspektoren, wie feltens der Preffe noch immer Fabiitbetriebe giebt, denen es an Schußvorrichtungen überhaupt gebricht. Man wird sich nicht weit von der Wirklichkeit entfernen, wenn man die Durchschnittsziffer der infolge gar nicht oder nur mangelhaft vorhandenen Schußeiniichtungen erfolgten Unglücksfälle auf etwa 5 pet. annimmt. Mit einer unnachfichtlichen Strenge follte gegen derartige pflichtvergeffene Unternehmer vorgegangen werden, welche durch ihre Säumigkeit das Leben so vieler ihrer Mitmenschen in Gefahr bringen. Daß vermehrte Sorg falt sehr erheblich dazu beiträgt, die Zahl der schweren Unglüdsfälle zu vermindern, das lehrt eine einzige ver gleichende Betrachtung des vorliegenden statistischen Materials. Es stellt nämlich so zu sagen als eine im statistischen Worifinn genommene gefeßliche Erscheinung heraus, daß je höher entwidelt ein Bezirk in industrieller Hinsicht ist, befto geringer das Verhältniß der Todesfälle zu den Verun glückungen ist. Während nämlich die Provinz Bosen, bekannt. lich eine der auf industriellem Gebiete am meisten zurückge bliebenen, einige fünfzig Prozent Todesfälle( auf 71 Veruns glüdungen lamen 39 Toote!) aufweist, finkt die Prozentziffer für Berlin auf drei, für Dresden ebenfalls auf dret, für Chem nig auf eins, für Düsseldorf und Aachen auf etwas über fünf. Also froß der mit der erhöhten industriellen Thätigkeit sich fteigernden Gefahren, und trop der an fich gefahrvolleren in bustriellen Beschäftigung in den rheinischen, sächsischen und den hauptstädtischen Fabrikanlagen gewahren wir, daß bier bie Bahl ber bei ihrer Arbeitsverrichtung Getödteten unverhältnißmäßig geringer ift, als in der genannten hauptsächlich Ackerbau treibenden Provinz, oder als in Schleswig- Holstein. Bis über einen gewiffen Grad hinaus wird sich die Zahl der Opfer, welche die Industrie, wie jedwede Thätigkeit erfordert, nicht aus der Welt schaffen lassen. Allein dieselben auf das denkbar geringste Maß hinabzudrängen, muß das unausgefeßte, unabBerantwortlicher Redakteur R. Berufsgenossen nahm in der außerordentlichen Generalver 9 Feuerstein's Restaurant, Alte Jakobftr. 75, unter Vorfty des Herrn Günther stattfand, nunmehr ebenfalls Stellung zu der Allgemeinen Metallarbeiter Vereinigung Deutschlands". In der erregten Erörterung dieser Angelegenheit vertheidigte Herr Gör di die Vortheile der Bentralisation, während Herr Günther fich zwar für eine solche aber mit Beibehaltung der Branchentheilung aussprach, und Herr Schloffer Miethe " An der Diskussion be Dscar Krohm. Hierzu find sämmtliche Stadtverordneten ber Arbeiterpartei eingeladen.- Betitionen liegen am Eingang de 9 Uhr. Vortrag des Herrn Dr. Bohn über Bullanismus Gauverein Berliner Bildhauer. Heute Aaend präs Lokals aus. und Erdbeben". wird wohl Den Europ Jules Bal Ueber In den Tischlerwerkstätten von Neumeier, Grimm als Gaft die Nothwendigkeit und Nüglichkeit des Anschlusses str. 7 und Klein- Beerenstr. 27, sowie Lüple, Brunnenftr. 27 theiligten fich außerdem noch die Herren Knebel, Beyer, sämmtlichen beschäftigten Gesellen die Arbeit eingestellt worden. Bod, Kasprich u. a. m. Schließlich wurde von der Majos Behufs weiterer Maßnahmen in dieser Angelegenheit werden morgen( Mittwoch) zwei Versammlungen der Strilenden flatt rität folgende von Herrn Gördi eingebrachte Resolution an genommen: Die heutige Versammlung erklärt: Eine würdige finden. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin SW., Beuthfiraße 2. Gieran eine Bellage Don einen fchrieben: betomme Bari Borgang Jules Ba Sefprochen Be Den Slafie zentralifi g des Fa chaft. Wahru welche a Der Kolleg Fachvereins Der eigent eicht werden Collegen auf ehören und nicht daß vorausfest Bureau vom Daffelbe dem S., zu über ug der bi E; das Ein Beilage zum Berliner Volksblatt. Rr. 46. Londoner Arbeiterwohnungen. Die Wohnungsfrage beschäftigt schon seit zwei Jahren die Bf. belaffen englische Presse und das englische Bublifum unaufhörlich; eine us dem Rönigliche Kommission ist eben daran, eine genaue Untersuchung t fituirt im Abschluß zu bringen, welche jedenfalls mit früheren heuen, um Enqueten in der Aufdeckung unglaublicher Mißstände wett Fonds fern wird. Alles, was von Beitungen und Privaten darüber en, an den bereits veröffentlicht worden ist, läßt das mit Sicherheit er. stattfinden warten. alten. Bum b Bu Anfang dieses Jahres schrieb einer der hervor abin lauten tagenbften englischen Publizisten am 8. Novembea 1883 in den brungen Daily News- zu Anfang dieses Jahres brachte ich zwei pflichtet, donate zu, die schlimmsten ,, Buben" Londons zu besuchen und = ftes Bufam die Lage ihrer Bewohner aufzuspüren. Ich stieg nicht nur von er verbeffem eller zu Dachstube, sondern ich verfolgte die Vorgeschichte manches Bewohners und seiner Familie, ich folgte den Arbeitern en in de u ihrer Arbeit, den Dieben und anderem Aus Die Schlupfwinkeln, ich begleitete zur Schule die obdachlosen Bagabunden zu Sprach a turf welcher in her Sipung Sortragswe Rinber zu thren den Löchern und Höhlen, den offenen Thorwegen und Der Frau in Vinterhöfen, in welchen fie Nachts zusammen hodien. Ich bes ann meine Aufgabe leichten Herzens, ich beendete fie in tiefem Schmerz. Ich hatte während der zwei Monate einen Einblick in Amerita Mann und wetens f müffen. Amerilne d zu w Men zu Amer vereint b Seeingut berechtigt e man aber Amerita bat Der Frauen; mer größeren fitäten, und en Studien ingidasung Dame burch Delme ihr die fendjähriges Dunden. In Aftronomie, Thätigkeit if trifft man baftionspe Fichte bestehen Ingen haben Serwiesen beffere B Без eine Hölle, die schrecklicher ist als die des unsterblichen Florentiners( Dante). Und diese war nicht der Traum eines Dichters, es war schreckliche Wahrheit, grauenhaft in ihrer Bitlichkeit, herzzerreißend in ihren Qualen... Das schreckfte von allem aber war, daß der Fall dieser verlorenen Ges Sipfe so gänzlich hoffnungslos erschien." Die„ Ball Mall Guette," eine große Londoner Zeitung, veranstaltete in einem Birt eine eigene eingehende Untersuchung, bei der fich herausfellte, daß von 763 Wohnungen 376, also die Hälfte aus einem einzigen Raum, 281 aus zweien und nur 106 aus brei und mehr Räumen bestanden. Dabei sei aber ein großer Theil einzelnen Räume mehr einem Schrant als einem Bimmer Diefer waren ähnlich und häufig sogar vollständig dunkel. Von 164 Häusern 24 scheußlich." mag bier berjagt häufig, nur 33 gut," 51 erträglich," 55 schlecht" und Die Beschreibung eines der legteren werden. wiedergegeben „ Das Waffer feit drei Tagen bat die Leitung Tagen hat Dienstag, den 24 Februar 1885. II. Jahrgang. Das Haus segte die zweite Berathung des Kultusetats fort. Die noch restirenden Titel der Einnahmen wers den ohne Debatte genehmigt. Bu Tit. 1 Der Ausgaben( Minister 36 000 Mart) be merkt der Abg. Dirichlet: Ich sehe mich veranlaßt, bei diesem Titel eine Angelegenheit zur Sprache zu bringen, welche in Bezug auf die Geldfrage gering, in Bezug auf ihre politische Bedeutung aber allgemeines Aufsehen erregt hat. Ich meine die Kreirung der Stelle eines neuen Extraordinariats an der biefigen Universität.( Aha! rechts.) Die Entstehungsart dieser Stelle ist für unsere sozialpolitischen Verhältnisse von solcher Be deutung, daß fie in gar keinem Verhältnisse zu der verlangten Ausgabe steht; fte fennzeichnet aber den Geift, in welchem unsere Unterrichtsverwaltung geleitet wird. Das Verfahren ist geeignet, das Verhältniß des Kultusministers zur Unter richts- Verwaltung zu trüben und den Ruf, in welchem unsere Unterrichtsanstalten im Auslande stehen, ernstlich zu gefährden. Was die Kreirung der Stelle betrifft, so bin ich nicht Sach verständiger genug, um mich darüber äußern zu können, aber es ist in dieser Beziehung zwar nicht gegen das formelle Recht, aber gegen die Praxis verstoßen, denn man hat die Stelle treitt, ohne die zunächst Betheiligten, die Fakultäten, darüber zu befragen und man hat gegen das Gewohnheitsrecht Das Selbstverfahren eingeschlagen! Das Extraordinariat ift besest mit einem Manne, welcher durch Erkenntniß des Bezirksgerichts in München bestätigt in der Revisionsinstanz gerichts in München eines Bergehens gegen die Sittlichkeit durch unzüchtige Handlungen an einem öffentlichen Drt mit einer Gefängnißftrafe von vier Monaten belegt ist und diese Strafe auch abgebüßt hat. Mir ist nichts widerwärtiger, als das Herumspüren in dem Privatleben eines Menschen; es handelt sich hier aber um die Anwendung der Gesetzgebung und der Verwaltungs waltungs Praris des Staates gegenüber seinen Beamten und da behaupte ich, daß das hier vorgeschlagene Verfahren im traffeften Widerspruch mit dem bisherigen Ber fahren steht.( Sehr richtig!) Mir liegt ein Erkenntniß des Disziplinarhofes vor, wonach ein bekannter Profeffor in Königsberg, nach 20jähriger ehrenvoller Dienstzeit, gegen dessen persönliche Integrität auch nicht das Mindeste zu erinnern ist, feines Amtes entsegt worden ist, weil er eine fortschrittliche Versammlung einberufen, derselben präftdict und bei einem Banteit einen Toast auf fortschrittliche Abgeordnete ausge bracht.( hört, hört!) Ich bitte Sie, diesen Fall mit dem hier vo: liegenden in Parallele zu ziehen.( Sehr richtig!) Einem Haufirer, der fich eines Sittlichkeitsvergehens schuldig gemacht bat, muß eo ipso der Haufirschein entzogen werden.( hört! hört! Ein solches Vorgehen wäre nicht möglich gewesen, wenn wir in Preußen nicht in eine Art von Protektionswesen hineingerathen wären, das von der allerbedenklichsten Art ist.( Sehr richtig!) Jch richte an die Regierung die Bitte, nicht nur die Folgen dieses Vorgehens aus der Welt zu schaffen, sondern auch für die Zukunft derartige Dinge unmöglich zu machen. ( Lebhafter Beifall links.) verquidt, was übrigens nicht Wunder nehmen kann, denn selbst Die biefigen Zeitungen bringen widersprechende Mittheilungen Darüber. Da ich selbst Augenzeuge war, und mir daran liegt, daß Du über einen derartigen Fall unterrichtet bift, so will ich in Kürze einige Richtigstellungen folgen Die fort laffen, die mir wesentlich erscheinen. บ währenden Kämpfe mit der Belizei, welche der verstorbene Vallès auszufämpfen hatte, ließen eine außerordentliche Aufwendung von Polizei bei dem Begräbniß vorausseßen, da eine ungemein starke Betheiligung von Seiten der sozialiftischen Arbeiter angenommen werden konnte. Ich ging des halb bei Seiten nach dem„ Boul. Mich.", wie die Studenten den Boulevard St. Michel zu nennen belieben, und war nicht den Boulevard St. Michel zu nennen belieben, und war nicht wenig überrascht, als ich eine ungeheure Menschenmenge dort antraf, aber fast feine Boliei, welche bei derlei Dingen in der Regel strenge Ordnung hält. Regel strenge Ordnung hält. Unmittelbar vor dem Hause, von welchem das Begräbniß ausging, bemerkte ich den mir von einigen Versammlungen her bekannten Rochefort in einem Kreise von Männern, welche mir als französische Deputirte sowie als Munisipalräthe von Paris bezeichnet wurden. Da in diesem Augenblick wurde der deutsche Kranz mit der Inschrift: ,, Die deutfchen Sozialisten in Paris", aus dem Hause hinausgetragen, und ich bemerkte, wie Rochefort zu einigen seiner Freunde fagte:„ Ah, bemerkte, wie Stochefort zu einigen seiner Freunde fagte:„ Ah, les socialistes allemands. Bravo." Mehrere der Herren aus seiner Umgebung stimmten dem zu, und nun pflanzte sich in unmittelbarer Nähe des Hauses, der Ruf fort:„ Voilà, les socialistes allemands." Von einer Misstimmung habe ich nichts bemerkt. Erst als der Bug an einer Gruppe Studenten vorbei tam, entstand allerdings ein Höllenspektakel. Nieder mit dem Kranz", Nieder mit Deutschland" brüllten die Stu benten und es fam dann zu Szenen, wie ich sie in schwacher Wiedergabe in den deutschen Beitungen gefunden babe. Nicht Wiedergabe in den deutschen Zeitungen gefunden habe. Nicht richtig dagegen ist, daß die Studenten- Gruppe, welche bald 200 zählte, von dem zuschauenden Publikum unterstüßt wurde, in diesem Falle wäre es wohl ein Leichtes gewesen, den Leichenzug zu durchbrechen und den verhaßten Kranz zu vernichten. Ich habe vielmehr ganze Gruppen in den Ruf ausbrechen hören: Vive socialistes allemands." Freilich, der Weg war sehr lang, wohl zwei Stunden brauchte der Bug, bis derselbe auf dem Kirchhofe anlangte und die Studenten wiederholten immer aufs Neue ihren Angriff, immer mit demselben negativen Erfolg. Wie man bei solcher Thatsache den Muth haben zirt, ist mir unerfindlich. Im Gegentheil hat die dem Leichenaug folgende Menschenmasse die größte Mäßigung an den Tag gelegt, gegenüber den Robbeiten der Studenten, denn als die Lesteren saben, daß fie den Kranz nicht in ihre Be Ge walt bekommen fonnten, ließen sie ihren Unmuth an dem Leichenwagen selbst aus, bewarfen denselben mit Kohl den Franzosen die Geduld ausging und die Studenten so jämmerlich durchgevrügelt wurden, daß dieselben in wilder Flucht ihr Heil suchten. Nicht wahr ist also, daß die deutschen So staliften geschlagen haben, ebensowenig konnte der Kranz nebst Inschrift als Provokation angesehen werden, denn derselbe war von frischen Veilchen und sehr foftbar, so weit ich beurtheilen fonnte. Es ist wirklich bewundernswerth, wie trop der fort währenden Prügeleien, die ofimals uneniwirrbare Knäuel veranlaßten, der foloffale Leichenzug in musterhafter Ordnung, ohne Hilfe der Polizei, auf dem Kirche anlangen fonnte. Daß die gezüchtigten Studenten nachträglich winselten und gleich Schultnaben sagten, die Anderen waren das Karnickel, welches angefangen babe, liegt in der Natur der Sache, wenn aber " nichts gegeben. Der Abtritt verschmust und ohne Waffer. Die Afchengrube ohne Deckel. Der Hof flein und schmußig. fann, zu sagen, die Sozialisten hätten die Studenten provo Das Haus in einem furchtbaren Bustande: Löcher im Fuß boden, die Decken theilweise eingefallen, die Wände nur noch burch die Tapeten zusammengehalten, unter denen das Ungelefer fich angesammelt hat". Dann folgt die Beschreibung einiger Wohnungen in dem Hause:„ Erster Stod. Zwei Räume für zwei Mark wöchentlich, von einem Schneider bes wohnt. Die Wohnung ist lebensgefährlich. Das Tafelwerk löpfen, Apfelfinen, Kartoffeln und Steinen, bis endlich der Dede filtrate fürzlich ein und das Waffer läuft durch. Große Löcher find im Fußboden. Die Kinder find fortwährend leidend, daß älteste Mädchen hat schlimme Augen.... Dritter Stod: Bwei Räume für 8 Mart wöchentlich. Elende Zimmer. Die Leute werden vom Regen beinahe aus dem Bett ge Baschen Erdgeschoß: Ein dunkler und schmußiger Raum 3,50 M, mit großen Löchern im Fußboden. Die anderen Baume find in ähnlichem Bustande." Wie weit unter Umständen die Ueberfüllung eines Rau mes geht, davon nur ein Beispiel aus der Schilderung nit Bernunft fönnen, be gehaltenen Sohlfahrt bel und Bürge hen Frauen Ver müßten B Sunächft übe und b nichafte behufs Bemeinfin Egoi an cas Ge abividualifi bende Frau eines eine ermachfen weiblichen lange waren, Arztes, Deffen Wirkungsfreis Beit einer ber ärmften für Distrikte in demselben Raum mit ihren Eltern. Das Das Ding zwei Seiten baben. W Abg. v. Benda( nl) giebt als Vorfizender der Budget tommiffion das Beugniß ab, daß die Kommiffion die ethische Seite der Frage ausführlich behandelt habe, daß aber die Mehrheit der Kommission die Personenfrage nicht zur Grundlage ihrer Entscheidung gemacht habe, da aftenmäßiges Material der Kommiffton nicht vorlag. Der Herr Minister werde die Aufgabe haben, fich hier öffentlich gegen die schweren Vorwürfe zu vertheidigen. Die Kommission babe die Kreirung der Stelle für nothwendig erachtet und die Forderung deshalb Abg. Dr. Virchow verzichtet auf das Wort. gewesen ist: Die ehlenden Wohnungen werden von ihren unglücklichen Bewohnern ohne jede Nüdficht auf die Quantität große politische Zeitungen der Sache jetzt eine falsche Wendung bewilligt. Don Luft, welcher ein menschliches Wesen bedarf, und ohne geben wollen, so verstehe ich das nicht. Wahrscheinlich soll einen Bedanken an Trennung der Geschlechter oder selbst der Familien benugt. In zahlreichen Fällen, die mir vorgekommen find, lebten sechs, acht oder zehn Kinder, von denen einige nahezu ihlimmste derartige Beispiel, das ich gesehen habe, war eines, mer schliefen, das ich eines Sonntags Morgens um fieben Uhr Barlamentsmitgliede Butt, überreichte eine Adresse zu Gunsten in welchem vierzehn Personen zusammen in einem fleinen im betrat, um eine Kranke zu besuchen. Die Thüren dieser Zimmer baben oft feine Schlösser. Diese war dadurch geschloffen, daß Arbeiter, Burt protefiirte gegen die Agitationen aller Der nur bann Die Emanti Erw..terung telt fül: ba Weib müffe am Deutfchen en the Recht abürlig find Mann und zach böberen Frau Nep erpartei fom icht für wel 1. 10. Sies Arbeiter in menschen Die Frauen Bitat aus In dem Tivoli- Saale in Paris fand am Sonntag Abend ein internationales Anarchisten- und Arbeiter- Meeting statt, an welchem ca. 4000 Personen, darunter mehrere De vutirte, theilnahmen. Maret wurde zum Präsidenten gewählt. Eine Delegation von englischen Arbeitern, geführt von dem einer gemeinsamen Aktion der englichen und französischen man einen schmußigen Rollstubl gegen fie lehnte, in welchem jenigen, welche die beiden Nationen mit einander uneinig sind darin einig, daß die Rechte der Fakultät durch die Er pflegte, um zu betteln. Auf mein Klopfen erhob sich ein altes machen wollen und erklärte, der Augenblid sei gekommen, um alle internationalen Streitigkeiten auf richter gegen jede Politik eines Eroberungefrieges protestirt und Sympathie mit den Arbeitern aller Nationen ausgesprochen wird. Schweden und Norwegen. Beib, schob den Stuhl fort und ließ mich ein. Folgendes lichem Wege und nicht durch Gewaltthätigkeit zu lösen. bot fich meinem Auge dar: Auf der Bettstelle- die englischen Schließlich wurden Resolutionen angenommen, in welchen Bettstellen find in der Regel sogenannte Sweischläfer lagen meine Rrante, ihr neugeborenes Rind, ihr Gatte und ein zweites Rind. Am Fußende desselben unerklärlicher Weise zusammengepackt, fünf andere Kinder mit hren Füßen gegen die der Eltern gefehrt. Sur Rechten des Bettes lag eine Art von Matraße auf dem Fußboden, auf welcher das alte Weib, das mich eingelaffen hatte und der ver adjene junge Mann geschlafen hatten. Am Ende der Bett Helle lagen Dret andere Männer auf der Erde. Die Leute waren Irländer und Schnaps war den Abend zuvor in dem felben Bimmer in Maffe genoffen worden. Der Gestant, der Schmug, die efelhafte Beschaffenheit all und jeden Gegen fandes spottet jeder Beschreibung. Das war meine schlimmste Erfahrung; aber sie unterschied sich von vielen anderen nur Durch den Umstand, daß eine verhältnismäßig größere Anzahl erhoben fich für die Aenderung der Bolltarife, andere für ausDon Erwachsenen unter den Bewohnern war." wiederholl unftler): gegeben, Hufforderung Doch nicht zu men. Steter r Verfamm Stadtgegend Dem Bolle Svereins ber Politische Webersicht. Quf dem Gebiete der auswärtigen Bolitik bereits mehrfach durch Ein neuer Kreuzzug. Die„ Germania", welche fich Die Driginalität ihrer Vorschläge bemerkbar gemacht hat, ver Offentlicht einen Leitartikel mit der Ueberschrift„ Der Mahdi Lommt!", welcher einen neuen Kreuzzug predigt und es als B., Abends D.: Bop ichen Swede mlung ber Uhr in der gesordnung Ref. Herr ordneten ber Fingang de Aaend pra Bullanismus er, Grimm runnenftr. 27 duktion von tellt worden. beit werden Tenben ftatt Bellage Die beabsichtigte Erhöhung der Holzzölle, die voraussichtlich den Handel mit schwedischen Hölzern stark schädigen würde, hat in Stockholm eine große Erregung hervorgrufen. Am 20. fand dort eine zahlreiche Versammlung statt, welche, wie die Hamb. Nachr." melden, einstimmig die Resolution annahm, daß die schwedische Regierung die Angelegenheit der bevor ftehenden Erhöhung der Holzzölle im deutschen Reichstage in Erwägung ziehen und diejenigen Maßnahmen treffen möge, welche durch die Umstände geboten erscheinen. Einige Stimmen gedehntere Handelsbeziehungen mit Frankreich und England. Es heißt also in dieser Beziehung: Schlägst Du meinen Juden, schlag' ich Deinen Juden! Egypten. " Ein Telegramm des Reuter'schen Bureaus" aus Korti meldet: Die sanitären Verhältnisse im Lager von Korti find ganz gute, aber es sei wahrscheinlich, daß die herannabende große Hize die Wahl eines neuen, mehr nördlich gelegenen Lagers nöthig machen werde, weil es später unmöglich sein Daß ist die Ankündigung, Also zurück immer mehr zurück nach dem Norden, denn die Hiße im Süden ist fürchterlich. Die italienische Regierung hat es mit ihrer DilupaBflicht der chriftlichen Mächte insgesammt bezeichnet, England werde, unter Belten zu lagern." in dem Kampfe zwischen Zivilisation und Barbaret, zwischen daß der Rückzug der Engländer fortgesetzt wird. Streitfräften beizustehen. Artitels in jene Zeit zurück verfest, wo der Ruf die Türken Man glaubt fich beim Lesen dieses ben Europäern gefährlich werden kann. Kultusminister v. Goßler: Die Thatsache, daß ich einen Herrn, deffen Namen nicht genannt ist, zum außerordentlichen Profeffor an der hiesigen Universität ernannt habe, ist richtig. An diese Thatsache fnüpfen fich naturgemäß eine Reihe von Erwägungen, theils fachlicher, theils persönlicher Natur, und unterziehe ich mich sehr gern der Aufgabe, die einzelnen Fäden zu lösen, um das Haus in die Lage zu bringen, darüber zu urtheilen. Das Wichtigste ist dabei die Frage der Stellung des Unterrichtsministers zu den Fakultäten und ich glaube, wir nennung des nicht genannten Doktors nicht verlegt find. Die Nothwendigkeit, die Klinik der Hautkrankheiten in einer anderen Weise zu etabliren, ist seit zwanzig Jahren anerkannt. Diesen fachlichen Erwägungen gegenüber stehen die persönlichen, eins mal auf der wissenschaftlichen, andererseits auf der fitilichen Seite. Der Minister weist nunmehr nach, daß die Bedeutung des ungenannten Professors schon in München anerkannt wor den, daß er sich auch in literarischer Beziehung hervor gethan habe, und bemerkt dazu: Ich habe die fefte Ueberzeugung, baß der ungenannte Herr die Aufgabe, die ihm hier in wissen schaftlicher Beziehung gestellt ist, auch erfüllen wird. Die fitt liche Seite der Frage hat auch bei mir sehr ernste Erwägungen hervorgerufen; ich gebe zu, daß die Thatsache, daß Jemand in der Weise, wie der Herr Professor bestraft ist, ein sehr ernſtes Hinderniß bilden muß, ihm ein solches Lehramt zu übertragen, aber es giebt eine große Anzahl von Personen, welche dem Herrn nahe stehen und die der Ueberzeugung find, daß er das Dpfer eines Mißverständnisses geworden ist.( Cho!) Ich will aus dieser Thatsache teinen Nugen ziehen. Träfe einen akademischen Lehrer eine solche Ber urtheilung, so gebe ich zu, daß er unter allen Umständen ent laffen werden müßte.( Beifall.) Anders aber ist es, ob ein Mann, der so verurtheilt ist, diese Verurtheilung durch gewiffe hervorragende Thaten so vergessen machen kann, daß man ihn in ein solches Lehramt wieder einseßen lassen darf, und da bin ich der Ansicht, ein solches hervorragendes Verdienst ist das Verdienst dieses Herrn um die Gesundheit des leitenden Staatsmannes( Beifall rechts, Widerspruch links), welches und Vers anlaffung geben fonnte, uns über das Vergehen des ungenann ten hinwegzuseßen.( Oho!) Es giebt ein Maß von Verdienst, welches es möglich macht, fich über frühere begangene große Vergehen hinwegzuseßen. Das größte Vertrauen des Herrn Profeffors ist, daß er seine Autorität so bat anspannen fönnen, daß auch dieser Kranke( der Reichskanzler) sich seinen wird wohl Niemand ernstlich daran glauben, daß der Mahdi" heidenmäßig viel Geld zu diesem Zweck. Einer neueren Nach Anordnungen gefügt hat.( Beifall rechts.) Es mußte daher für drei Millionen Lire angekauft. Auf diesem Schiffe wird Die vierte Expedition nach dem Rothen Meere mit 10 MitrailUeber die vielbesprochenen Vorgänge beim Begräbniß leufen mit 3000 Belten für die Truppen eingeschifft. Ichrieben: Jules Vallès in Baris, wird einem Freunde unseres Blattes Don einem in Paris ansässigen Deutschen folgendes ges Baris, den 19. Februar 1885. Lieber Freund! Soeben belomme ich deutsche Beitungen zu Geficht, in welchen der Borgang vom Montag, bei Gelegenheit des Begräbnisses Bules Ballès, des früheren Direktors des Eri du Peuple" besprochen wird. Ich finde dabei viel Falsches mit Wahrem Rommiffarien. ben Klaffen in London. Göttingen 1884. Bergl. Dr. W. Ruprecht, die Wohnungen der arbeiten Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 25. Sigung vom 23. Februar 1885, 11 U br. Am Ministertisch v. Goßler, v. Putttamer und Bum Mitglied der Staatsschulden Kommission wird der Abg. von Bockum Dolffs per Afflamation wiedergewählt. Die Frage aufgeworfen werden, wie es möglich sei, diesen Herrn an Berlin zu feffeln, und nun werden Sie mir wohl so viel ,, Bauernschlauheit" zutrauen, daß, wenn es einen anderen Weg gegeben hätte, ich denselben eingeschlagen haben würde.( hört! hört!) Der ungenannte Herr hat keinen anderen Ehrgeiz, als auf der Bahn, aus der er herausgeriffen worden, sich zu bes währen. Der Senat der Universität hat diesen Standpunkt anerkannt und ich kann Ihnen die Versicherung geben, wenn ich all den Aerger und die Verdächtigung, die ich durchgemacht habe, noch einmal durchzumachen hätte, ich würde doch eben wieder so handeln.( Beifall rechts, Widerspruch links.) Abg. Dr. Virchow( ofr.): Ich habe nicht die Absicht, den Herrn Minister anzugreifen, aber ich spreche hier in Ver theidigung anerkannter Rechte. Die Frage der Klinik der Hauts Iranffceitfn ist eine völlig nebensächliche. Wir stehen aber hier vor einem Schritt, der im Großen und Ganzen eine Ernie- drigura der deutlchkn FakuItäM in sich schließt-(Sehr wahr!) Der Mann, welcher nach seiner Vermtheilung das Gefühl hatte, daß er nicht mehr würdig sei, in München den Lehrstuhl zu betreten— dieser Mann hat nach zwei Jahren mit einem Mal das Gefühl, daß er würdig sei, die Stelle eines außer. ordentlichen Professors in Berlin zu bekleiden. Die Verur- theilung, um welche es fich hier handelt, ist eine solche, daß sie hier vor offener Tribüne nicht verhandelt werden kann. (Sehr richtig!) Wir wollen den Herrn Schweninger nicht e, bindern, wieder auf die Füße zu kommen, aber daß dies nicht auf Kosten der Stellung der Univerfität geschehen darf, das hätte man fich doch klar machen sollen.(Sehr richtig!) Die Cache liege aber so, daß der Knoten an hoher Stelle geschürzt worden ist und daß der Herr Kultusminister nicht darüber hinwegkonnte.(Oho! rechts- Zustimmung links.) Sehr schlimm ist es, daß die Studenten hier ein Beispiel vor fich sehen, daß auch solche Personen, welche unter allen Umständen von solcher Stellung ausgeschlossen sein müßten, mit aller Ge» walt eingeschoben werden können durch den leitenden Staats- mann und daß ste dann an dieser Stelle erhalten werden können, wo fie weithin fichtbar vor der Nation stehen. Grade die medizinische Fakultät hat die besondere Auf. gäbe, die Sittlichkeit bei ihren Schülern zu pflegen, wegen der Stellung, welche ste im Leben einnehmen. Die Aerzte haben eine sehr schwere Verantwortung; die Gesellschaft muß doch das Gefühl der Sicherheit haben, daß fie sich sittlich erzöge- nen Aerzten anvertraut; der Arzt muß refigniren, fremdes Familienleben schonen, die öffentliche Sittlichkeit hoch halten. (Sehr richtig!) Wenn die laxe Praxis um fich greift, so kam- men wir in eine immer bedenklichere Lage, sogar in eine Lage, daß man es uns verdenkt, die Sache hier zur Sprache zu bringen. Dies ist ein Zeichen, wie weit der Geist der Ver- tretung illegitimer Interessen schon gedrungen ist. Wenn hier die Frage zur Sprache gebracht worden ist, so geschieht es, um zu deweisen, daß es noch Leute giebt, die fich nicht scheuen, zu sagen, was fie denken.(Lebhafter Beifall links.) Abz. Graf Limburg-Sttrum: Es ist doch eigen- thümlich, daß dieser Gegenstand nicht bei dem betreffenden EtatStitel besprochen, sondern daß er zu einer Prinzipienfrage gegen den Reichskanzler aufgebauscht werden soll. Ich habe die Ueberzeugung von dem Herrn Kultusminister, daß wenn er die Ernennung nicht mit seinem Gewissen hätte vereinbaren können, er fie nicht unterzeichnet hätte. Ich gebe den Herren Direchlet und Virchow gegenüber zu, daß man nicht streng genug auf das fittliche Verhalten der Beamten achten kann, und daß das Ausscheiden des ungenannten Herrn aus der Münchener Fakultät nach seiner Verurtheiluna nothwendig war. Aber es ist doch, wenn Jemand seine Strafe verbüßt hat, eine Rehabilitation möglich, und fie ist auch oft genug vor- gekommen.(Rufe links: Wo*) Es find Fälle vorgekommen. daß Soldaten in Folge besonderer Tapferkeit rehabilrtirt worden find. Für Sie auf der Linken handelt es fich um den großen prinzipiellen Widerspruch in der Auffassung der Stellung des deutschen Volkes zum Reichskanzler. Ihre Redner halten es für gleichgiltig, od der Reichskanzler dem Lande erhalten wird oder nicht.(Unruhe links) Allerdings für die, welche gerufen haben:„Fort mit dem Reichskanzler", ist es gleichgiltig, ob der Reichskanzler gesund ist oder nicht. Die Auffassung der Herren Virchow und Dirichlet wird wohl im Allgemeinen nicht von den deutschen Univerfiläten getheilt. Denn wenn man dort die Heilung des Reichskanzlers durch den Professor für ein Verdienst hält, dann hat man auch Recht gehabt mit der Rehabilitation. Wir wissen, daß trotz der Be. Handlung des Reichskanzlers durch Koryphäen derselbe immer lränker geworden ist. Von NepotiSmuS kann hier gar leine Rede sein, die findet fich auch in ven Fakultäten, wie eine jüngst erschienene kleine Schrift nachweist. Gewiß würde eine laxe Praxis einen schlechten Eindruck auf die Studirenden machen, aber es handelt fich doch nicht um ein generelles Verfahren, sondern um einen einzelnen Fall, um die Frage, ob wegen großer Verdienste ein Mann rehabilitirt werten da'f. Bei ihrem gesunden Sinne wird die große Majorität der Studenten die Richtigkeit dieser Auffassung anerkennen. Ich bin gern eingetreten für die Sache, weil ich erkenne, daß man hier Recht gethan.(Beifall rechts.) Abg. v. Meyer(Arnswalde)(zur Geschäftsordnung): Ich will nur hier betonen, daß Graf L.mburg-Stirum vergessen hat, zu sagen, daß er lediglich im eigenen Namen gesprochen bat(Heiterkeit). Die Fraktion hat beschlossen, diese Frage als Budgetfrage zu behandeln und die Pofilion zu bewilligen. Abg. Windthor st: Noch immer find zwei Bischöfe und zwar die vornehmsten, an der Ausübung ihres Amtes verhindert und in einer Ver Diözesen dauert ohne rechten Grund auch die Temporaliensperre noch fort. Die übrigen Bischöfe find in ihren Funktionen gleichfalls so wesentlich be« hindert, daß zu fragen ist, ob es nicht besser wäre, wenn dann ein Bischof überhaupt nicht da wäre. Die Unterrichtsanstalten in Paderborn und Trier und die vorbereiienden Anstalten find noch immer geschlossen. Ferner fehlt es an einer ordent- lichen Seelsorge, da diejenigen Männer, welche aushilfsweise dazu bestellt werden, nur vorübergehend seelsorglrisch thätig sein dürfen, und ein Verwachsen des Pfarrers mit seiner Ge- meinde nicht möglich ist. Wir wissen nicht, ob der Landes- Herr von dieser Sachlage unterrichtet ist, da der Vortrag von Männern ausgeht, die uns nicht freundlich gegenüverstehen. Erleben wir es doch, daß der im Reichslog mit erdrückender Majorität gefaßte Beschluß ans Aufhebung des Expatriirungs- geseyes nicht zur Publikation gebracht ist, obwoyl anerkannt wurde, daß das Gesetz nicht mehr nothwenoig sei. Die Verhandlungen in Rom scheinen zum Stillstand gekommen zu sein, trotzdem der heilige Vater nur die Erziehung der Geistlichkeit und die äußere Disziplin frei gegeben wissen wollte. Ehe man diese Forderungen bewilligte, wollte man aber bestimmt aus- gesprochene Wünsche in Bezug auf R-gelung der Verhältnisse in Posen und Köln erfüllt sehen. Es ist das eine Methode, die ich parlamentarisch nicht näher charakteristren will. Ich frage den Kultusminister: Wie steht es mit den Verhandlungen in Rom? Hat die Staatsregierung die Abstcht, uns noch in dieser Sesston Anträge wegen Revision der Maigesetze vorzulegen, und wenn sie das nicht thun will, warum glaubt fie uns so behandeln zu können?(Berfall im Zentrum.) Abg. v. Schorlemer: Das beredte Schweigen des Herrn Ministers ist begreifiich, aber es befriedigt mich nicht; er hätte lieber bei dem vorigen Gegenstande schweigen sollen. Die 8 Millionen Katholiken haben ein Recht auf Antwort, fie wollen klar sehen, wie die Dinge liegen. Wenn unsere ver- fassungsmäßigen Rechte nicht wtede: hergestellt werden, so soll das hier vor dem Lande konstatirt weiden. Der jetzige vis- kretionäre Zustand ist absolut unhaltbar. Wollen Sie uns nicht entgegenkommen, so sollten Sie doch wenigstens Farbe be- kennen. Warum soll denn die Aufhebung der Maigesctze von der Personenfraze abhängen? Warum sollen vre beiden ver- bannten Bischöfe nicht zurückkehren? Sre würden ja nur das- selbe Regiment wie die bereits zurückkehrten führen. Aus dem Buch- von Poschinger ist mir klar geworden, daß der Kultur- kämpf als Embryo in Herrn v.' Bismarck schon ruhte, bevor er in die Regierung trat. Der Eindruck im Volke rst der, als wenn man den Kultur kampss dmch Milderung der Maßregeln nur versumpfen lassen wolle. Aber wir werden das nicht zugeben. Wenn unsere Wähler uns auch sonst frere Hand lassen, in diesen Fragen find wir gebunden. In einem Wahlaufruf haben selbst die Konservativen die Nationallweralen angespornt, gegen uns loszuziehen; fie sollten mithelfen, die Römlinge auS Deutschland hinauszuwerfen. iAbg. Bachem: Sie werden fich hüten?) Die Regierung hat ihre Maßregeln nur auf Eingebungen von Apostaten getroffen, wie fie daS schon 1837 gethan hat.(Beifall.) Die Regierung versucht jeden kleinen Riß in der katholischen Welt zu erweitern, aber das wird fie immer nur zu ihrem eigenen Schaden thun. Man sollte es doch endlich aufgeben, die katholische Kirche zu ver- staatlichen, man hat fich doch mit Rom wieder einigen müssen, und erst zuletzt ist wieder ein Bischof durch das Domkapitel gewählt worden. Alle Gesetze, welche die Regierung eingebracht hat, find verunglückt. Die Regierung befördert durch ihr Ver- fahren nur die Sozialdemokratie und Anarchie. Die Regierung bezeichnet immer die Polen als die Missethäter, aber ste legt niemals die Hand daran, die Schweiz, den Heerd des Anarchis- mus, anzufassen. Man läßt die Matgesetze schlummern, nicht schlafen, damit soll doch nur das katholische Volk über seine Lage getäuscht werden- Die Waffen find nur auf den Fechtboden gelegt, um ste dann bei einer Mißstimmung wieoer aufzunehmen. Wenn die Regierung der Anficht ist, daß die Mai- gesetzt nicht hallbar find, dann muß fie auch den Muth haben, fie zu revidiren, wenn nicht abzuschaffen(Sehr richtig!), sonst wird der Schaden mit jedem Tage größer. Abg. v. Eynern: Herr v. Schorlemer hat geklagt, daß man den Kulturkampf versumpfen lassen wolle; aber die Schuld an dieser Erscheinung ist nicht bei uns zu suchen. Früher war jeder Platz hier im Hause besetzt, wenn es sich um eine Kultur- kampfdebatte handelte. Wie anders heute! Schon vor Wochen war angekündigt, daß bei dieser Pofition eine große Aktion in Szene gesetzt werden solle. Und trotzdem ist das Haus leer geblieben, kaum ein Drittel der Plätze ist besetzt. Das ist de- zeichnend. DaS Interesse an der Sache hat sich vermindert, und was fich hier im Hause zeigt, ist nur ein Wiederschein der Strömung draußen im Lande. Wenn nun trotzdem in den Blättern die Behauptung wiederkehrt, die nationalliderale Partei wolle mit der Regierung den Kulturkämpfe versumpfen lassen, nun, so haben wir einen Bundesgenossen im Vatikan. Der römische Korrespondent der Wiener„Po'itischen Korrespon- Venz", der Fühlung zu vatikanischen Kreisen haben soll, hat wiederholt behauptet, daß man jetzt fich zum Abwarten ent- schloffen habe. Die Stellung des päpstlichen Stuhles ist also genau die der nationalliberalen Partei.(Heiterkeit.) Wir find einer organischen Revision der Maigesetze nicht abgeneigt, aber als Minoritätspartei haben wir auch stets hervorgehoben, daß wir die Initiative dazu der Staatsregierung überlassen müssen. Diese Stellung nehmen wir noch heute ein und hoffen des- halb, daß der Vorwurf, als ob wir allein die Kultur- kämpf« geblieben seien, vor den Thatsachen verschwinden wird. Wir wollen den Kulturkampf gewiß nicht als dauernde Jnstilution.— Aber ich für meine Person muß bekennen, daß ich nicht weiß, ob Sie ein Mrttel für die Beendigung des Kulturkampfes haben, da ich die katho- lische Partei nur nach ihr« negativen, nicht aier auch nach der positiven Seite hin kennen gelernt habe. Noch niemals haben Sie die Forderungen bestimmt formulirt, wie Sie die Gesetz- gebung im Staate und das Verhältniß deS Staates zur Kirche nach Beseitigung des gegenwärtigen Zustandes regeln wollen. (Rufe aus dem Zentrum: Wiederherstellung der aufgehobenen Verfassungsartikel!) In diesen Verfaffungsarlikeln find nur ganz allgemeine Bestimmungen enthalten, die r och der Spezial- gesetzgebung erheischen. Auch Sie selbst würden, wenn Sie die Herrschaft hätten, wenn Herr Windtborst Reichskanzler wäre, die Nothwendigleit anerkennen, die Rechte des Staates und der Kirche zu reguliren. So lange Sie nur die Aufhebung von Einzelbestimmungen der jetzigen Gesetzgebung verlangt haben, haben wir gegen Ihre Forderungen gestimmt, weil man ein festgegliederteS System nicht durchbrechen soll, ohne zuvor eine anderweite Begrenzung der Rechte von Staat und Kirche gebracht zu haben. Wenn die Herren Windtborst und v. Schor- lemer so sicher wissen, wie ein richtiges Verhältniß zwischen Staat und Kirche herzustellen ist, so daß ein Streit zwischen den beiden mächtigen Gewalten fortan verhindert wird, so soll- ten Sie doch ein solches Reformprojekt ausstellen. So lange Sie das nicht thun, kann ich Sie von dem Vorwurf nicht freisprechen, daß Sie den Kulturkampf zu anderen Zwecken fortsetzen wollen. Ich kämpfe seit sechs Jahren mit der Zentrumspartei, aber wir find noch keinen Schritt weiter gekommen- Alle Voraussetzungen, welche die Konservativen an die Gesetzgebung des Jahres 1880 geknüpft, haben fich nicht erfüllt. Der jetzige Kultusminister ist in der Gesetzgebung und Verwaltung den Wünschen des Zentrums so weit entgegen« gekommen, daß mir oft angst und bange wurde.(Heiterkeit.) Und waS ist erreicht? Daß Sie diesen Kultusminister viel rückstchtsloser angreifen, als Herrn v Putlkamer, der Sie oft seinen scharfen Zahn fühlen ließ. Ich bitte Sie nochmals, ein Reform Programm vorzulegen; an der Haltung, welche Herr Windlhorst einnimmt, sehe ich, daß n darüber nachdenkt. Ich verspreche, daß wir dasselbe objektiv prüfen und seinen Forde- rungen im weitesten Maße entgegenkommen werden. Unsere Bereitwilligkeit sollten Sie endlich anerkennen. Mehr kann ich nicht versprechen. Abg. o. Stablewsli beklagt sich über die große Zahl der Ausweisungen polnischer Priester. Die Eeelsocge muß in Folge dessen verfallen und der Noih stand wird noch vergrößert durch das System der Staatspfarrer, die noch immer nicht be- seitigt find. Es ist begreiflich, daß Katholizismus und Polen- thum Hand in Hand gehen; haben fich doch beide der gleichen Angreifer zu erwehren. Ader der Kampf ist fruchtlos, ein Schlag ins Wasser. Man kann wohl den Organismus d« Kirche zerstören, ab« nicht die Treue der Katholiken zu ihien Geistlichen erschüttern. Der Voiwurf, daß von den Polm eine besondere Gefahr drohe, ist unbegreiflich. Ueberall erweisen fich dieselben als ein Bollwerk gegen die Umsturzparteien. Auch mit Rücksicht auf die von d.m Slaventhum drohende Gefahr dürfte eine gerechte Behandlung der Polen als ein Akt politischer Klugheit erscheinen. Man spricht von polonifirenden Bestrebungen- Aber was sollen diese Klagen jetzt, wo die Schule germanistrt worden ist? Man sagt werler, daß ein Bischof die Losreißung Posens von Preußen unterstützt habe. Wo ist das geschehen? Ich bestreite das entschieden.(Zuruf deS Abg. Wehr: LedochowSki!) Das ist eine schwere Ver- leumdung des Herrn Kardinals. Vizepräsident v. H e e r e m a n ruft den Redner wegen der letzten Auslassung, die, da fie auf einen Zuruf des Abg. Wehr erfolgt sei, auch gegen diesen den Vorwurf der Ver- leumdung rechte, zur Ordnung! Kultusminister r. Goß l er: Daß der Gedanke eines Abfalles der mit dem preußischen Gebiete vereinten ehemals pol- Nischen LandeStheile auch in der Kombination einer gewalt- samen Losreißung noch nicht aus dem Gedächtniß der polnischen Geistlichkeit entschwunden ist, kann ich mit ungemein zahlreichen Beispielen delegen; ist doch die ganze Bethetltgung des ehemaligen Großherzogthum Posen am Kulturkampf auf die Stellungnahme deS Klerus zur nationalpolnischen Frage wesentlich zurückzuführen- Von den Grundsätzen an, welche Er,bischof Dzilusli in den sechziger Jahren in einem Aufsatze „Ueber vre Aufgaben der Seelsorge" verkündigt hat und von den Enunzrationen bei Grafen LedochowSki in der späteren Folgezeit bis zur Eobieskifeier und bis in die jüngsten Taa- hinein hat die katholische Geistlichkeit noch immer Anlaß genommen. diesen Gedanken wach zu erhalten. Noch 1663 ist ern Gers liehet wegen Majestätsbeleidigung bestraft Moment, wo des letzten JahreS hätte eintreten mögen. Sie thun so, all � die Mitwirkung Ihr« Amtsdrüder bei diesen Aspirationen!» unschuldiger Natur sei; ich erinnere daran, daß der Abg. WierzbinSki im Jahre 1830 bei einer feierlichen Gelegene auf die Solidarität der Geistlichkeit mit den nationalen Bo strebungen der Polen hingewiesen hat. Nach der Rede W Reichskanzlers vom 3. Dezember v. I. war in Ihren eigem Preßorganen darüber kein Zweifel, daß gerade die Geistlich'» kräftig und energisch den nationalen Gedanken aufrecht eiW& daß die polnische Sprache verloren wäre, wenn ste nicht HlW ans Werk legte. DaS sind doch unverdächtige Stimmen# Ihrem eigenen Lager. Daß in der Staatspfarrerfraze tnew wohlwollenden Absichten zum Theil nicht verwirklicht worW find, thut mir leid; welche außerordentliche Mühe man P gerade in Kosten gegeben hat, wird der Vorredner um so# wissen, als er ja selbst darum angegangen worden ist,. Hand zur Beseitigung der dortigen Schwierigkeiten zu diel"» Wai die Ausweisungen detrifft, so find im Ganzen 99 D träge auf Aufhebung derselben gestellt worden, jW lehnt ist nur einer, der übrigens keinen GeistlW der Diözese Posen- Gnesen betrifft; die 18 Gesuche» Ansehung polnischer Geistlicher befinden fich» f0lW" nicht schon Begnadigung eingetreten ist, noch in snsxe» Den übrigen Rednern des Zentrums, auf deren Angriff' ja nach der Ankündigung des„Westfälischen Merkur" oo>°' reitet sein mußte, antworte ich jetzt zusammenfassen?, v*? Windthorst hat in seiner Ueberfichl über den derzeitigen der kirchlichen Verhältnisse sehr erhebliche Besserungen W: tiren müssen, und das ist in der Thai der Fall. Wenn F nur vier Jahre rückwärts denken wollten, was ja bekannim kein Mensch in gleichem Falle thut,— damals würden>> hier viel Freude erregt haben, wenn mir den heutigen oJrL als Zukunftsbild dargestellt hätten. Damals halten' den sämmtlichen Diözesen 3 Bischöfe, jetzt find es 9, unlr o» zehnte ist im Entstehen begriffen(Heiterkeit); die Kaplt'h mals des organifirt, find alle reorganifirt; die StaatSleistuV damals eingestellt, werden überall, mit Ausnahme von% gezahlt; alle fiskalischen Patronatsstellen find besetzt. 5% auf dem Gebiet der Seelsorge ist Wandel geschaffen. 0% von Schorlemer selbst anerkannt bat, für über 1100 ist die S-elsorge beschafft. Den DiSpensgesuchen, welche � dem Bischof von Kulm noch andere Bischöfe und auch(%, Geistliche eingereicht haben, ist mit größter Bereitwilligkou gegengekomme» worden. Die Grundsätze, nach denen pense ertheilt werden, find nicht von mir, sondern vom Ministerium aufgestellt und vom König genehmigt worden, ich also gesündigt habe, so möge man die Angriffe 8% rechte Stelle wenden. Wir müssen wünschen, daß Eibischen «.Wir s kiteniWi! cheirpolit "cht verge Men m «bet diese f die be 2 auch 18 ** nickt 1 S'Pnet w &&P d«» rvi h Biha «ung „taunl fabe cb &f A«° 5t«' Mfurn ist' «? M°j° s'S Sri M der 5 Herren, welche so eminent berufen und befähigt find, dos zu leiten, in den wichtigsten JJahren ihres Lebens m®1 heimathlichen Boden abgerissen werden. Ausnahme» diesem gesunden Grundsatz haben wir nur in einzelnen gemacht, und bezüglich derjenigen, welche in Löwen,% jzj und Rom stuoirt haben, ist der Anspruch«hoben aLter- die DiSpenssuchenden noch drei Jahre innerhchb;» es landes zubringen sollten- Bezüglich der Hilfsgeistliet'?»�eri, da, wo der Kultusminister und die Bischöfe sich v'w» zu den glattesten Abmachungen gekommen. Pfarreien,,? Mg auf 12000 Seelen nur 2 Geistliche kommen, habe'®, nicht gekannt; selbst in ver Diözese Kulm ist es 0%% � Tuujl �VlUJUU. IVlUfV III VVl JVUlUl l|l rv s.s, xln vorhandenen Kräfte so zu vertheilen, daß auf 2000 Sit$ einem Landesiheil«� � � K wen rro ü U Seelsorger da ist, und das in evangelische Pfarrstellen unbesetzt find! In Fulda � auf 1000 Seelen ein Seelsorger, nur eine einige J=>i� � und wenn die„Germania" einen Zu ...... v«...... Zustand'roi� wo auf 1600 Seelen ein Pfarrer koaM?. a unbesetzt, im Eichsfelde, wo aus aouu oeeren ein Pfarlk�M»;?,--? unerträglich bezeichnet, so scheint mir dieses Verhau» Gegensatz zu ankeren Landesiheilen noch als ein glawv K Die Zahl der Slurirenden der katholischen Theologie h».i von 1880—1881 verdoppelt; die Bemühungen der die niedergefallenen Fäden wieder aufzunehmen, find fast allen Gebieten mit Erfolg g krönt worden; sie erlangt, indem fie die Prinzipien nicht mehr, als absoluyV- war, erörterte, sondern an der Hand der thatsächlichen � nisse des praktischen Lebens hat fie die beiden Mächte«'V näher zu bringen gesucht. Ich habe schon im Fedl»�» diesen Grundsatz, mit dem ich mich idenlifizire, ausge!» und den schon 1878 Herr Windihorst aussprach, als st1 � mir!) IS f- so Ii Gesey l'nn eine �tvarg' lrbt noih SÄ fcÄ Male aus Anlaß d« Reise des Kronprinzen nach Annäherung deS Zentrums an die Regierung bemerkbar« � An diesem Grundsatz bat die Reaierura auch bei der-T � An diesem Grundsatz hat die Regierurg auch bei von 1883 festgehalten. Die Schwierigkeiten, welche Freitags- und Sonnabends-Debatte hervortraten, st»? j# Grund hauptsächlich darin, daß H«r Windtborst 1$.;# Prinzip verlassen und dasjenige der Abschaffung der As wieder aufgestellt hat. Das Haus ist in dem W'»" auf eine gesetzgeberische Revision einzugehen; nae6, Richtung fie aber erfolgen soll, darauf kommt keine*, Auch die Nationallib-ralen haben wiederholt erklärt, d»!' � einem friedlichen Zustand gelangen wollen, und i« l%i(P ein, warum diese hilfsbereit ausgestreckte Land J"1, werden soll, aber ob der Streit mit der Reviston ZU ob ein« Garantie für den Flieden e- langt werden> nicht im geringsten sicher. Ich könnte eine Vorlag» wie ich wollte; ich wüßte nicht, mit wem und 9%;,»ist»', fie durchdringen würde. Und wie unabsehbare Sed-or u# würde daS Herrenhaus machen, wie viel Mühe ha» nur die Novelle von 1883 durchzusetzen. tK Pairsschub! Heiterkeit.) Auf die Frage, ob wer>»$% Entwurf in Angriff genommen haben, antworte ,£[ Wahrheit gemäß: Bisher nieht; ich w«de mvö � � stellen,»inen machen zu können, wenn d e«% fruchtba e Arbeit vorhanden wäre. Ader bei ern« klaren politischen Parteistellung, wo zusammenzurechnen find, ist es eine mm % """'ihm1 & wie r »nh: at Iii nie • � Knis % Jahren fortzuarbeiten; ich mich freuen! Abg. Wehr: Bisher großen Lo zug unserer lacht einmal blau« Himm»�' � immer»&% legt herbem vermißt ich glaube es war Herr auf gesetzlichem Wege. preußische Staat ohne so ist h er wiederholt der Beweis erbracht, oaß g-lker»� �gli� gethan hat. um die Wantafie Sl(4 1 Ä»«WÄZSÄ dem Gedanken eines einigen fiTolen zu nähren PumaS von Polen genannt und damit den ven, yp..-. zustand negirt. Ein Primas von Polen'st ck der gegenwärtigen Staaten figuration. Unser �»y. Kultur käm pf ist klar(Lachen im Zentrum.) �. gern bereit lensttben zu beseitigen(Widerspruch t für eine fruchtbare-rd# lchon darum, um Zeit tut eme nimyw—-•„ji', win»en. Abg. ReichenSperger: Gewaltsam �£ polnischer Lrtknamen und der die Maffen r, Kultur kämpf find nieht geeignet, die Anhang■ nisehen Bevölkerung an die Dynastie zu best I,„ichi schuldigungen gegen einzelnen Personen dm® Lage zu kontrotiren, will aber nur heroorheoen' � so entschiedene Germanen find, wie die Pale» �Mkrnz, SA die 355 5a•• -Ä 3tth Ä"! =% *«17 in so, als ob volnischen Abstammung hängen. Der Herr Minifter rief uns pirationen fo: Wir sollten nicht vergeffer, wie es vor 4 Jahren auf Der Abg. von chenpolitischem Gebiete ausgesehen! Das haben wir gewiß Gelegenheit nicht vergeffen. Aus den Stürmen des Jahres 1848 ging tionalen Beine Verfassung hervor, die sicher nicht von Reichsfeinden ge er Rede de haffen wurde, sondern von durchaus freifinnigen Männern. ren eigenen Aber diese Verfassung hat 20 Jahre in bester Weise gewirkt Geistlichkeit und die besten Früchte für Staat und Kirche getragen. Das frecht erhult, auch 1861 in feierlicher Weise anerkannt von einer Seite, e nicht hand die nicht dementirt werden wird. Auch die Diben hatten Stimmen augensreich gewirkt. Da tam nach dem fiegreichen Krieg von erfrage meine 1870, in dem auch Jesuiten mit dem Eisernen Kreuz ausgetlicht worden eichnet waren, der Umschwung. Der Grund für denselben he man frecht fadenscheinig. Man führte das Dogma von der Unrum fo eher fehlbarkeit und die Bildung der Zentrumspartet an; aber dies en zu bieten. liten, wie fie nzen 99 Abtheilung einen in der Aufhebung der katholischen Ausdruck fand. Allerdings ist in der Behandlung, die uns zu Theil geworden eine Geistlichen enderung eingetreten. Von allen Seiten erschallen Gesuche inflötentöne des Friedens. Herr v. Eynern fordert sogar den fich, soweit Abg. Windthorst zur Vorlegung eines Reformplanes auf; ich in suspensa glaube cber, daß diesen friedlichen Anwandlungen nicht zu = Angriffe i trauen ist. Wer hindert die Regierung, die Mißstände zu be ertur" vorbe feitigen? Der Weg ist einfach: man gebe der Kirche zurück, affend. He was fie vor 1870 befeffen. Ein G: und, dies nicht zu thun, itigen Stand liegt nicht vor. Es ist anzuerkennen, daß der Kultusminister ngen Rapitel, do ateleistungen der Demimonde angehörige Frauen personen unter dem Vor geben, Kriminalbeamte au sein, ohne irgend welche Veranlassung zur Wache zu fiftiren. Ein in der Nähe stehender Herr batte das Gespräch mit angehört, und da ihm die beiden Krimina liften" verdächtig voitamen, denselben eine Legitimation ab verlangt. Hierauf ergriff der eine der Männer die Flucht, verlangt. Hierauf ergriff der eine der Männer die Flucht, während der andere den ihn zur Rede stellenden Herrn mit einem fogenannten Todtschläger über den Kopf schlug und so Dann ebenfalls die Flucht zu ergreifen versuchte. Der rohe Patron wurde jedoch durch andere Personen ergriffen und zum nächsten Polizeibureau gebracht, wo in ihm ein bereits früher steckbrieflich verfolgtes Individuum refognozzirt wurde. Ein sehr schwerer Fall von Trichinosis ist in der Familie eines befannten hiesigen Bahnarztes ausgebrochen. Vater, Mutter, die achtzehnjährige Tochter, ein erwachsener Sohn, ferner der Gehilfe, ein Wärter und zwei Dienstmädchen find von der genannten Krankheit mehr oder minder schwer ergriffen. Am gefährlichsten tritt die Krankheit bei der Hausfrau auf, während das jür gfte Kind von vier Jabren, welches ebenfalls von dem Fleische genoffen, von dem Unglück völlig ver schont geblieben ist. Die Ursache der Erkrankung ist, der N- 3tg." zufolge, in dem Genuß von rohem Schinten 34 suchen, welchen die Familie von einem ihr befreundeten Förster aus der Umgegerd von Berlin zum Geschent erhalten hat. aus einem Kreise von 4 jungen Leuten ein Schneeball herüber. Kurz darauf schritt ein Mensch direkt auf das Haus Bülowstraße zu, so daß es den Anschein hatte, als ob der= selbe auch in dieses Haus wollte. Am Hause angelangt fragte der Fremde den Amtsgerichtsrath P., welche Nummer das Haus habe und äußerte nach erhaltener Antwort: Sehr vors nehm!" Nach Abschlichung des Hauses bemerkte der Andere: ,, Ach es ist sehr schön, die Häuser von Außen zuzuschließen" und versette dem Amtsgerichtsrath P. einen äußerst heftigen Schlag auf deffen Klappbut, der denselben zusammentrieb und zu Boden warf. Der Angegriffene hob seinen Hut auf und rief dem jungen Manne zu: Was fält Ihnen denn ein? Dieser schlug aber mit den Beinen nach ihm und suchte ihm mit drohend erhobener Faust auf den Leib zu rüden. Der so Angefallene nahm seinen Hausschlüssel zur Hand und machte dem Angreifer laut begreiflich, daß er einen folchen in der Hand habe und sich damit zu wehren ge= sonnen sei. Einmal berührte er mit dem Schlüssel, die Schulter des Verfolgers. In dieser Situation retirite der Amtsgerichtsrath P etwa 30 Schritt, stets von dem jungen Burschen verfolgt. Nun schien es, ob Jener von der Berfol gung ablaffen wollte. In Folge deffen wandte fich P. um und wollte nach dem Dennewißplaß zu geben, als er plöglich von hinten einen heftigen Stoz erhielt, der ihn vorn über zu Boden waif und einige Fuß im Schnee nach vorwärts schob. Die Bestürzung hierüber war derartig groß, daß fich Herr P. eist nach einigen Minuten erhob, wobei er einerseits bemerkt, daß der Erzedent nach der Steinmeßstraße zu entfloh, und andererseits, daß ihm das Blut vom Kopfe troff. Er fühlte auch eine Wunde auf seinem Hinterkopfe in der Größe eines Markstückes. Kurze Zeit darauf tam der Nachtwacht meister herzu, der den stark blutenden Herrn in das Haus seiner Schwester aeleitete. Der herbeigehoite Arzt Dr. Doll verband die Wunden und entdecle dabei auch eine Verlegung an der linken Hand, die eenso alle die Wunden am Kopf und im Gesicht nur mit einem scharfen Instrument beigebracht worden sein können. Als der Thäter wurde der Angeklagte ermittelt und am 17. Januar zur Haft gebracht. Derselbe behauptet, nahezu finnlos betrunken gewefen zu sein und ein scharfes Instrument nicht bei sich gehabt zu haben. Von dem ganzen Vorfall set ihm nur die Schlägeret erinnerlich, nicht aber die Ursache derselben. Nach dem Gutachten des Geh. Raths Profeffors Dr. Liman ist die Möglichkeit nicht ausgeschloffen, daß die Verlegungen mit dem Haus schlüssel zugefügt worden sind. Der Staatsanwalt beantragte Drei Jahre, der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten ju zwei Jahren Gefängniß. Einen guten Fang hat die Kriminal- Polizei jüngst gemacht, als fte ein Diebesneft in der Sch- straße im Botsdamer Viertel ausnahm. Schon längst war wie die Stbgr. 8tg." berichtet, das Haus als Zufluchtsstätte für Verbrecher bekannt und genau wurde aufgepaßt, bs es einmal gelingen würde, bas Konvivium beisammen abzufassen. Am Donnerstag waren nun drei dort baufende Verbrecher gemüthlich beisammen und fühlten fich so ficher, daß fie fich sogar ein Achtel Baierisch tonft manches gethan hat für die Kirche. Aber marum giebt er uns Wenn wir noch immer nicht die Drden zurück, denen schweres Unrecht an a belannligetban ist? Derartige Punkte, wo die Regierung sicher wäre, würden wir eine Majorität zu finder, giebt es noch mehrere. Zwei Bisigen Buffandümer sind noch nicht erledigt, und die Seelsorge liegt dort Satten wir in im Argen. Aber weshalb werden die Bischöfe derselben anders 39, und da behandelt? Mit nichts könnte sich die Regierung die katholische plöglich mehre Diener der heiligen Hermandad der fröhlichen Bevölkerung mehr zu Dark verpflichten, als wenn dieser Uebels endlich beseitigt würde. Wir erkennen an, daß sich orangen. Aber unsere Langfinger sind auch beim gemüthlichen von Bolandes gebeffert hat, und find dankbar dafür, aber die Wunde Zusammensein stets auf dem Sprunge"; so auch hier. Kaum elegt. Auddet Maigefeßgebung citeit noch, wenn fie fich auch nicht ers ließen sich die Hüter der Ordnung blicken, als auch unsere drei en, wie het weitern follte. Sie beschränkt sich nicht auf das tirchliche Ge- Spizbuben auf den Beinen waren und eins zwei drei zum diet, sondern greift auch auf das staatliche über. Um so mehr Fenster hinaus, über die Hofmauer hinweg, das Freie zu follte man sich beeilen, sie zu heilen, indem man nicht von uns gewinnen suchten. Aber auch unsere Kriminal- Bolizei fennt Borschläge erwartet, sondern uns eine Vorlage bringt, die den Saft der Versöhnlichkeit athmet. ihre Leute und hatte diesen Fall vorgesehen, und so tam es, daß zwei der Verbrecher trop threr gelentigen Voltige der Bes hörde in die Hände fielen, während es freilich dem dritten ge= Pfarrftelle welche aufer auch einzelne villigtet nen bie Dom Sto orden. We fe gegen di aß diejenigen nd, das Voll 6 nicht vom ahmen von elnen Fällen n, Snnebrud worden, daß 5 des Vater tlichen ist es verständigen, en, in denen be ich bisher möglich, die 0 Seelen ei eile, wo pa findet 90 鸭 bie Abg. v. Eynern erwidert, daß der Grund für den Kultulan pf flargelegt sei in jenem bekannten Briefe des Kaisers lang zu entkommen. Als die Personalien der beiden Ver an den Bopft vom 3. September 1873. Das werde nicht durch den, der übrigens wohl mehr der katholischen Kirche zu Gute Schilderung des zwanzigjährigen Friedens entkräftet wer glommen sei. Was die Diden betreffe, so sei auch unter der Maigefeßgebung den Orden, die sich mit der Erziehung befaffen, volle Freiheit, fich zu bewegen, belassen worden.( Widerspruch im Sentrum) Derselben als ein gefährlicher, von der Polizei längst gesuchter Einbrecher namens Schwerzke. Er selbst verrieth sich, denn er nannte sich ,, Baddenheimer", das ist sein Spigname, unter dem er in der Verbrecherwelt, freilich aber auch der Kriminalpolizei bekannt ist. Belle Alliance Theater. Der Raub der Sabinerinnen" hat bei seiner 116. Aufführung am Sonntag ein ausverkauftes bg. Windthorst: Abg. v. Eynern hat freundlicher geredet als in früherer Zeit, aber das war nur möglich, weil aus erzielt. et nichts gefagt hat( Heiterkeit.) Er hat gesagt, er verspräche, wenn ich Vorschläge gemacht, denselben eine freundliche Bes urheilung. Mir tommt es mehr auf ein Entgegenkommen bei den Beschlüssen an. Die Beurtheilung ist mir gleich Polizeibericht. Am 21. b. M., Morgens, glitt der Buchhalter Schmidt vor dem Hause Friedrichst. 208 aus, fiel zur Erde und brach dabei den linken Unterschenkel. Nach Anlegung eines Rothverbandes wurde er in die Charitee gebracht. giltig. In Bezuf auf seine Bemerkungen über die Auf die gleiche Weise verunglückte an demselben Tage VorDrden, tann ich ihm nur den Rath geben, die Gefeße Ege Stelle über diesen Orden hängt das Damoklesschwert. Wenn ein fommt, Serhältniß glänzend ogie bat f r Regierun mittags der Schlofferlehrling Weber beim Ueberschreiten der vorher genau zu lesen.( Abg. v. Eynern: Sie liegen Potsdamerbrücke. Derselbe erlitt eine Verstauchung des linten vor mit!) Dann lesen Sie sie jest. Mit Ausnahme der Krankenpflegeorden sind alle Drden beseitigt worden, und auch firaße 128, getragen werden. An demselben Tage Vormit and wie fultuntämpferischer Minister fommen sollte, was nicht unmöglich der Schadhaftigkeit des Mau: rwerts in unmittelbarer Räbe fino alfo au fte bat ba bfolut nothi Echen Bebuf chte einant Februar издерин ch Rom ettbar t der apient eine wurde. Novelle e bier in b finden ibun fest biefe er Maige Billen einig nach weld ine Antwo daß fie ich febe ni urüdgewi zu Ende en tann, age made egen men i Droierigteile at es gefo 8. Bade ichon eine rte ich chaber ffnung Tel ner fou nicht me ufgabe, in das Land theilung en berigen el, fo wa er als eint e angefeben Stablem bie 12 ist, so könnte derselbe leicht gegen fie Gebrauch machen von eines russischen Rauchrohres der Fußboden eines Hinterzimmers dem Geseze. Bei uns bedarf es der polizeilichen Genehmigung, in Brand gerieth. Die Feuerwehr war zur Stelle und löschte wenn eine Jungfrau sich der Krankenpflege widmen will; für das Feuer in furzer Zeit. Außerdem fanden an demselben evangelischen Diakonissinnen find derartige Bestimmungen Tage zwei kleinere Brände ftait, und zwar im Hause Keffelht vorhanden. Das ist die berühmte Batität im preußi ftraße 8, wo eine Petroleumlampe gplodirt war, und im Ben Staate! Die barmherzigen Schweftein haben den gaten Ruf verdient, deffen sie sich erfreuen. Aber man begleitet fte trobem mit Mißtrauen, da ist doch an ein gedeibliches Witten nicht zu denken. Herr von Eyneru sagte: Machen Sie uns eine Vorlage, wir werden dieselbe freundlich beurtheilen. Gut, ich proponire statt der jetzt bestehenden Charitce gebracht. Gefeße die, welche vor denselben bestanden haben. Dann wollen wir prüfen, ob in Folge der neuen Verhältnisse eine Menderung nöthig ist. In diesem Sinne fordere ich Aufhebung den ersten Stod hinab und erlitt dabei mehrere Knochenbrüche, Hause Blumenstraße 71, wo der Ruß im Schornstein brannte. An demselben Tage, Abends, versuchte der Arbeiter Eberst vor dem Hause Ritterstraße 114 fich mit einem Taschenmesser die Pulsadern der rechten Hand zu durchschneiden. Derselbe wurde nach Anlegung eines Nothverbandes nach der - Am 21. d. Mts, Nachmittags, fiel der auf dem Neubau Memelerstraße Nr. 42 beschäftigte Bimmeraus dem zweiten in so daß er nach Bethanien gebracht werden mußte.- Am 22. d. Mts., Morgens, erschien eine Frau auf der Wache des 16. Bolizei- Reviers und gab an, in selbstmörderischer Absicht dem der Maigeseze. Dieselben find unzweifelhaft Eingriffe in das Innere der Kirche, deshalb find fie null und nichtig; aktiven Wieber stand dürfen wir nach den Lehren unserer Kirche ihnen nicht entgegenstellen. Ich habe an den Zuständen vorher zwar leiber nur furze Zeit theilgenommen. Aber unverdächtige Strankenhause im Friedrichshain gebracht. Um dieselbe Beit Beugen befunden, daß es ein guter war, und er ist geschaffen von einem Könige, den Sie immer nicht gern nennen, und von Ministern, denen die ißigen nicht wer h find, die Schuh- Wohnung des Hauses Oranienstr. 165a, wo auf einem Hänge tiemen aufzulösen. Auch unser jegiger Rönig hat diesen Bu Stanb gebilligt von ihm ist für uns die magua charta, in feierlicher Weise. Jene Aeußerung Meine erfte mit Nom, hat Frage, hat bezüglich Der die man entstanden in einer Wohnung des Hauses Schleftschestraße 43, wo Möbel in Brand gerathen waren, und bald darauf in einer boden in Folge unvorsichtigen Umgebens mit Licht das Bad stroh von dort aufbewahrten Glassachen in Brand gerathen An demselben Tage, Nachnicht wie ein gewöhnliches Schriftstück behandeln sollte. mittags, vergiftete fich ein Herr in einem hiesigen Hotel mittelst Verhandlungen Das ist bezeichnend und verdient konstatirt zu werden, benn, hat er gesagt, an eine Revistonsvorlage sei nicht zu denten, weil er auf eine Majorität im Landtage für der Minister unbeantwortet gelaffen. bis Arfenit. " Gerichts- Zeitung. " Breslau, 17. Februar.( Der Agent deß Antispiritisten.) Ein Hochstapler, der im Dezember 1884 in Breslau eine Gafts rolle als angeblicher Geschäftsführer des Mr. Stuart Cumbers land gab und als folcher eine Reihe von Personen, ja man fann sagen, die ganze Stadt, mystifizirte, stand gestern vor der II. Straftammer des Breslauer Landgerichts, um sich wegen. jenes Schwindels zu verantworten. Die Bresl. Morg.- 8tg." berichtet darüber wie folgt: Durch riesenhafte Anschlagzettel und durch mächtige Beitungsanzeigen war urbi et orbi ver fündet worden, daß Mr. Stuart Cumberland, der Gedankenlefer und Antispiritist. der Mann, von dessen Zaubereien fich ganz Europa erzählte, am 13. Dezember im Saale des hiesigen Konzerthauses auftreten werde. Alle Notabilitäten Breslaus und der umliegenden Dite hatten sich beeilt, Billete zu kaufen, der Tag, an dem das große Ereigniß vor sich gehen sollte, war herangenaht, da, in legter Stunde, stellte es fich heraus, daß der daß der angebliche Geschäftsführer des Ge Dantenlesers der das Alles veranlaßt hatte, ein abs gefeimter Betrüger, ein Hochstapler gefährlichster Art war, daß Cumberland nicht im Traume daran gedacht hatte, an diesem Tage in Breslau zu erscheinen. Alle die, welche von Nah und Fern gekommen wuen, um den Antis sp ritiften zu schauen, mußten unverrichteter Dinge umfehren. Eugen Boed mann, der vermeintliche Geschäftsführer Cumber land's, ist 1845 zu Danzig geboren und hat seit dem Jahre 1864, also von seinem neunzehnten Lebensjahre an, faft in allen Gauen Deutschlands Bestrafungen erlitten. In Magdeburg stellte er sich einige Tage vor seinem Breslauer Debüt gleichfalls als Geschäfte träger Cumberland's vor, doch trugen ihm all feine Manipulationen dort nur etwa 30 Mait ein. Boeckmann wendete sich alsdann nach Breslau und führte hier ganz den selben Betrug, nur mit größerem Erfolge aus. Er stellte sich dem Pächter des Konzerthauses als Pauli, Geschäftsführer Cumberland's", vor und verabredete ein Auftreten des Lepteren für den 13. Dezember. Here Goldschmidt jun. begab sich hierauf mit Bordmann in die Buchhandlung von Hainauer. Der Protutist der Handlung, Herr Offbaus, erklärte fich, nachdem ihm ,, Herr Pauli Geschäftsführer Mr. Stuart Cumberlands", präsentirt worden, bereit, den Verkauf der Billete zu übernehmen. Die Billete gingen rasend ab. Sie wurden bis auf einen winzigen Bruchtheil verkauft und dafür 2830 Mart gelöst. Am 11. Dezember eschien Boeckmann und begehrte einen Vorschuß von 300 M, indem er bemerkte, daß er dafür Bouquets und Schleifen taufen müsse, da Mr. Cumberland die Gepflogenheit habe, dem weiblichen Theile seiner Zuhörerschaft mit derartigen Dingen eine Aufmerksamkeit zu erweisen. Die 300 Mart wurden an standslos gezahlt. Boeckmann bestellte auch bei dem Gärtner Gerte hierselbst 200 Bouquets für den Preis von 52 Marf, natürlich, ohne sie zu bezahlen. Am Morgen des 13. Dezember schöpfte der Bächter des Konzerthauses, da Cumberland immer noch nicht eingetroffen war, Verdacht und theile dies Hainauer mit. Gegen Mittag erschien Bordmann in der Buchhandlung und überreichte noch 100 Billete mit dem Auftrage, fte gleichfalls zu verlaufen. Machen Sie die Kaffe zurecht," sagte er dabet zu dem Prokuristen, ich hole fte um 4 Uhr Nachmittags ab." Die mißtrauischen Blide, mit denen er von dem Personal der Buchhandlung gemessen wurde, ließen es ihm jedoch nicht räthlich erscheinen, den Nachmittag und damit die gehoffte große Beute, den ganzen Erlös für die Billete, abzu varten, sondern bald das Weite zu suchen. Wie bekannt, wurde er furze Beit darauf auf dem Oberschlesischen Bahnhofe, wo er mit dem un 1 Uhr 15 Minuten abgehenden Buge fortfahren wollte, von dem Kriminal Kommiffär Stein festgenommen. Boeckmann war vollkommen geständig. Der Staatsanwalt führte aus, daß die in Magdeburg und Breslau auf den Namen Cumberland ves übten Schwindeleien, obgleich dadurch mehrere Personen geschädigt worden, nur als je ein Betrug aufzufaffen feten. Demgemäß beantragte der Staatsanwalt, indem er auf das Raifinement, mit dem die Betrügereien ausgeführt worden, und die zahlreichen und erheblichen Vorst: afen des Angeklagten hinwies, denselb n wegen vier vollendeter und zwei versuchter Betrugsfälle unter Ausschluß mildernder Umstände zu einer Gesammtstrafe von 6 Jahren Zuchthaus, sechshundert Mat Geldbuße, event. noch 60 Tagen Buchthaus und zu 10jährigem Ebrverluft zu verurtheilen. Boedmann bat dem gegenüber un Bubilligung mildernder Umstände und machte in wohleinstudirter und nicht minder gut vorgetragener Rede zur Begründung deffen folgendes geltend: Ich sehe das Frevelhafte meiner Thater vollkommen ein, aber ich verfichere Sie, meine Herren Richter, Wegen Wiederabdrucks eines Artikels einer verbotenen Dieselbe nicht rechr.en tönne. Ich behaupte, er wird eine Mas fozialdemokratischen Drudschrift hatte sich gestern der Redakteur jorität für jede Vorlage finden, die verständig eingerichtet ist. des B. Tagebl.", Dr. Bornom, vor der dritten Straflammer Der Minister hätte offen sagen sollen, er lege nur deshalb hiesigen Landgerichts I zu verantworten. In der Nr. 546 des eine Reviston snovelle nicht vor, weil der Reichetangler es nicht genannten Blattes vom 20. November pr. war ein Attiel unter will. Der Reichskanzler will, das geht aus seinen Reichstags lifchen Volk das geistliche der Ueberschrift ,, Das neue Programm der Sozialdemokratie" reden hervor, feine Konzession machen; er steht da und wartet, veröffentlicht, in welchem ein von der Weferzeiturg" vorge man zu ihm tommt und fich vor ihm in den Staub wirft. Die Situation ist die, daß man dem katho- gedruckt und an der Hand desselben ein maßvolleres Auftreten Brot verweigert, um weltWir müffen dazu unsererseits nommener Ausschnitt eines Auffages des„ Sozialdemokrat" abder Sozialremokraten prognoftizirt wurde. Der Staatsanwalt erachtet es als gleichgiltig, ob der Selaftende Abdruck direkt Fall ftelle derselbe eine partielle Verbreitung eines Artikels der liche Bwede zu erreichen. Stellung nehmen, und die jeßige Lage wird am besten oder indirekt aus dem verbotenen Blaite stamme, auf jeden durch die Worte bezeichnet c'est la guerre!" Wir sollen in Bezug auf das heiligste, was uns gehört, vom Boden des gebachten Beitschrift bar. Daß aber dabei eine andere, als Rechts auf den Boden der Gnade gedrängt werden. Die auf die Verbreitung gerichtete Absicht bestanden, sei nicht Staatsmänner, die das wollen, find entseßlich furzfichtig; wir anzunehmen, weshalb er das Schuldig und eine Strafe mal da wir in der Minorität find. Am wenigsten dürfen wir Michaelis plaidirt aus doppelten Gründen für die Freisprechung die Erziehung der Kletiker dem Staat überlassen. Den Polen seines Mandanten. Einmal kann nach Lage der Sache nicht Das geistliche Brot vorzuenthalten weil einige von ihnen fon fpiriren sollen, ist standalös, dadurch erzieht man die Polen bier larg Frage geftel gen auf eordneten agt worden ich, daß b Costrennu wosti betrif Cabe er ald Iterung Er bat nben Red bentbar bpuntt find Bentrum gleit zu g mwanblu berilbrea it ber Die Be icht in b wir eben 4 an in gerabe zur Revolution. Bentrum.) meinen vorigen Ausführungen stehen bleiben. Ich fann in allen Punkten nur bei ( Beifall im Der Titel wird hierauf genehmigt, und die weitere Bes rathung bis Dienstag 11 Uhr vertagt. Schluß 4% Uhr. 2000 Seelen. Lokales. von 30 Mart event. 3 Tagen Haft beantrage. Rechtsanwalt von einem Wiederabdruck aus dem ,, Sozialdemokrat" die Rede sein, da dieses Blatt dem Verfasser gar nicht vorgelegen habe; das anderemal sei die Absicht desselben zweifellos die gewesen, die veränderte Stellung der sozialdemokratischen Reichstagsabge ordneten nach den verschiedenen Seiten hin zu beleuchten. Der Berid tshof trat den legteren Ausführungen des Vertheidigers bei und nahm an, daß von einem Wiederabdruck nur dann die Rede sein könne, wenn er in dem Sinne der Sozialdemokratie erfolge. Anders würde jede Polemit gegen derartige An führungen und Angriffe vollständig ausgeschloffen sein. Es Der Ueberfall gegen den Amtsgerichtsrath Die foloffale Entwickelung des Stadttheils Moabit habe deshalb auf Freisprechung des Angeklagten erkannt. prägt sich recht reutlich in dem rapiden Anwachsen der Be völkerungsziffer deffelben aus. Während dieselbe vor vier Jahen, Paulizki, der bei seinem Bekanntwerden mit Recht eine ge dag nur Noth und Verzweiflung mich dazu getrieben haben. angewachsen. Das ergiebt einen jährlichen Zuwachs von über bandlung gegen den 20 Jahr alten Steindrudergehilfen deffen ich bestraft wurde, hat mich beständig verfolgt, hat mein Auguit Karl Stobert Strüber wegen vorfäglicher, Sörpervers Ausweisung. Der Journalist Kap, Desterreicher von Ges legung mittels eines Meffers und zugleich mittels eines hinter wobr haft war, ist aus dem preußischen Staate ausgewiesen Straffammer hiesigen Landgerichts I. Der in ter Alvenslebens burt, der seit Jahren in Berlin und julegt in Charlottenburg liftigen Ueberfalls gerichteten Anklage zur Kenntniß der dritten worden. Raß war früher Redafteur der eingegangenen Bürger ftraße 120 wohnhafte Amtsgerichtsrath Pauligli fam in der N. Zwei Pseudo- Kriminalbeamte verursachten in der Nacht vom Sonntag zum Montag eine äußerst turbulente Nacht zum 15. Januar cr. aus einer Gesellschaft von Profeffor Selbe in der Karlstraße in Begleitung seiner Schwester vor das Haus Bülowftr. 32, in welchem die Leptere wohnt. Ein Fehltritt, den ich in meiner Jugend beging, und wegen ganzes späteres Dasein vergiftet, hat mich von Bergehen zu Bergehen getrieben. Ich habe mich emstg bemüht, mir mein Brod ehrlich zu verdienen, es ist mir nicht möglich gewesen. Sobald die Leute von meinen Vorstrafen höcten, ward ich entlaffen. Nach Verbüßung meiner Strafe in Breslau trug ich den energischen Vorsatz in mir, nie mehr von der Bihn des Rechtes abzuweichen. Der Verein für entlassene Sträflinge unterſtüßte mich und verhalf mir zu der Stellung eines Buchhalters in der Szene in der Friedrichstraße. Dieselben hatten versucht, zwei Während er das Haus aufzuschließen im Begriff stand, flog Konservenfabrik der Gebr. Braun zu Bojanowo. Ich habe dort dehnen, und es müßte nach überstandener Boden- Impfung die debnen, und es müßte nach überstandener Boden Impfung die| Cholera- Impfung sc. ftatifinden, um die Menschheit gegen diese Krankheiten zu schügen, was einer völligen Ausrottung des Menschengeschlechts ziemlich glei atommen würde. Es sei eben unbegreiflich, wie denkende Menschen das Jmpfgeset zu Stande bringen und eine Regierung verpflichten fonnten, dies zu handhaben. Von 5000 Kindern würden vielleicht 100 mit Erfolg geimpft, andere 100 bekämen andere Krankheiten und auch die Thierlymphe berge diese Gefahr; denn die für Men schen schädlichen Säfte der Thiere seien noch wenig ertannt. Bedauern müffe man nur, daß die vielgepriesene Freiheit der Wissenschaft" gar nicht exiftire, weil einzelne Autoritäten" nach Art der Päpste an der Spize ständen. In der sich anschließenden Distusfion forderte der Vortragende noch auf, daß man es auf einen Prozeß ankommen lassen solle, wenn ein Kind, daß nach der Impfung einen Ausschlag erhalte, noch einmal geimpft werden solle. Ein solches Kind sei nämlich richtig geimpft, so bemerkte er, während bei denen, wo nur ein Buftelerfolg auftrete, der Stoff durch die Pustel wieder ausgeschieden werde. Die Frage, wer wirklich geimpft set, sei eben von gewissen Autoritäten" noch gar nicht beantwortet worden. Mit der Mittheilung, daß Dr. Sturm Atteste für solche Kinder, die nicht geimpft werden dürfen, ausstelle und den Betrag dafür zu Gunsten der Beitung für die Impfgegner Deutschlands" verwende, sowie mit einer gebühren Den Kritik über das Verhalten sogenannter liberaler" Beitungen dieser Frage gegenüber schloß der Vorfigende die Versammlung. Heißig gearbeitet, ich habe mir das Vertrauen und die Anerkennung meines Chefs verdient. Das Beugniß, welches ich von ihm erhalten, beweist dies. Schon glaubte ich, den langs erfehnten ficheren Hafen gefund n zu haben, da flüsterte man sich in ganz Bojanowo, einem Drte von etwa dreitausend Einwohnern, die Neuigkeit zu, daß der Buchhalter der Konserven fabrit schon im Buchthause geseffen. Ein Verwandter meines Chefs, der Kämmerer Franzte, hatte dies aus Aften, die er er halten, ersehen und hatte es weiter erzählt. Es war mir un möglich, denn ich glich einem Vervehmten und Geächteten, unter folchen Umständen länger in Bojanowo zu bleiben. Ich quit tirte deshalb in Abwesenheit meines Chefs meine Stellung und ging nach Breslau. Hier suchte mich mein Chef auf, sprach mir Troft zu und bot mir die Leitung einer Filiale seines Geschäftes in Landsberg an der Warthe an. Ich übernahm die Stellung, vermochte mich jedoch auch dort nicht zu halten, da meine Bergangenheit ebenfalls bald bekannt wurde. Ich ging hierauf nach Berlin, wo es mir nach heißem Bemühen gelang, in einem der ersten Häuser Stellung als Verkäufer zu finden. Raum hatte ich dieselbe acht Tage inne, als eines Morgens zwei Kriminalbeamte erschienen und mich nach dem Bolizei- Präfidium ge leiteten. Dort wurde mir eröffnet, daß ich Berlin binnen dret Tagen zu verlaffen hätte. Es gelang mir, einen Aufschub von zwei Monaten zu erwirken, nach dessen Ablauf ich auf Anrathen eines Polizei- Beamten nach Rigdorf zu. Auch hier war meines Bleibens nicht. Von der Regierung zu Potsdam erhielt ich einen Ausweisungsbefehl, der mich aus der Umgegend Berlins verbannte. Jest erft wendete ich mich nach Magdeburg, wo ich, von Allem entblößt, schließlich zum Verbrechen meine Zuflucht nahm. Machen Sie, was Sie wollen, meine Herren," schloß Boedmann, verurtheilen Sie mich zu Buchthaus, ich muß es leiden. Gedemüthigt bin ich schon genug!" Der Gerichtshof erkannte auch auf Buchthaus, wenn auch nicht in der Höhe, wie es der Staatsanwalt beantragt hatte. Boed mann wurde zu vier Jahren Buchthaus, neunhundert Mark Geldstrafe, eventuell noch sechzig Tagen Buchthaus, und zu vierjährigem Ehrverlust verurtheilt. " Vereine und Versammlungen. Bei der Nr. B. Joseph'schen Armaturenfabrik ,, An alle Fren und Berufskollegen" einen, die Bitte um fernere thatt finanzielle und moralische Unterstügung desselben enthaltende längeren Aufruf erlassen, in welchem noch einmal die belan prinzipielle Bedeutung und Tragweite des Strikes hinfid einer Verlängerung des Normalarbeitstages durch Verkürzu der Mittagspause flar gelegt und die Unstichhaltigkeit der Herrn J. der Deffentlichkeit übergebenen Darlegungen na weisen gesucht wird. Unter anderem theilt der Aufruf " Thatsache" mit, daß anläßlich des qu. Strifes von gemi Seite verschiedenen& a brilanten unserer( der Armature Branche Schreiben zugegangen find, worin dieselben auf fordert werden, gegen unsere( der Metallarbeiter) Berpegun Front zu machen" und in welchem" unter Anführung fam licher Namen der Strikenden den Herren anbeimgestellt wi feinem dieser Arbeiter Beschäftigung zu geben." Ein in dem Auf mit Namen genannter, jest viel von fich redenmachender brikant, der, wie in den Bersammlungen der betreffenden betterfreife start betont wurde, mit besonderer Borliebe feine Humanität gegenüber seinen Arbeitern fich zu rühmen pflege foll, babe fich sogar versönlich zu dem Chef eines unfe ( Vereins-) Vorstands Mitglieder begeben, um den Lester ( das Vorstandsmitglied) durch Erwirkung seiner Entlaff brodlos zu machen". Doch seien- versichert der Aufruf un Hinweis darauf, wie wenig solche Siniffe verfangen" gleichen Schreiben in mehreren Fällen sofort vom Empfängerat den Arbeitern überliefert worden." Andererseits werde burg Berlin solche Vorgänge bewiesen, daß gewiffe Leute doch keineswe so ruhigen Blicks dem Strike zusehen, als sie fich den Anschein geben." Und so sei es kaum zweifelhaft, daß der endli Sieg der Sache der Arbeit zufallen werde. Unterfügung werden an nachfolgenden Zahlstellen entgegengenommen: R fürstenstr. 15/16, bei Sündermann; Schwedterstr. 35, bei Schulze; Langeftr. 104, bei Gries; Königgrägerfir. 89, Teutsch; Naunynstr. 3, bei Ehrlich; Adalbertstr. 59, Deftill tion von Seidemann. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Welche Vortheile bring Betabon Große öffentliche General- Versammlung der Schloff und Berufsgenossen Mittwoch, den 25. d. Mts., Abenb 8 Uhr, im Lokal zum Deutschen Kaiser, Lothringerstraße 37 und die Lohnbewegung?" Referent Herr F. Gördi. 2. Di Tussion über den Vortrag. 3. Wabl eines Kommiffions i gliedes. 4. Wahl zweier Bahlstellen Inhaber. 5. Verschiedene Recht zahlreicher Besuch wird erwartet. Die Bahlstellen, me die Kommission bis jegt eingeführt hat, find folgende h. Die außerordentliche Mitglieder Versammlung der( Drts-) Kranken- und Sterbe- Kaffe der Berliner Maschinen. bauarbeiter, welche am Sonntag Vormittag im„ Universum", Brunnenstraße 29, tagte, war von ca. 400 bis 450 Theil nehmern besucht. Einberufen war die Versammlung im Intereffe der 7000 fogenannten diversen, ihre Beiträge selbstständig zahlenden Mitglieder von dem Mitgliede Herrn B. Behrend, Bernauerstraße 31. Bur Leitung berief die Versammlung den Schloffer Herrn A. Maier, als Vorsitzenden der sogenannten Brotest- Kommission, welche auf Verlangen der Majorität der Anwesenden als Bureau der Versammlung etegesezt wurde. Den Grund der Einberufung hatte, wie Herr Behrend mittheilte, die am 18. b. Mts. anberaumt gewesene, aber alsbaldige Schließung durch durch ihren durch Vorfizenden, Verwaltungsmitglied Herrn Mefferknecht, resultatlos Mit gebliebene Delegirtenversammlung der diversen" glieder im Universum" in der Brunnenstraße gegeben. Das genannte Verwaltungsmitglied habe, so berichtete der Einberufer, in der Delegirtenwählerversammlung am 18. d. M. ohne Weis teres den Vorft ufurpitt, obschon die Verwaltung( der Vorihm noch ein Mitglied der Verwaltung, 1/210 Uhr, abgeliefert werden bei: 1. Birch, Breslauerfit. 13: 28, können die Beiträge jeden Donnerstag, Abends von 8 b 2. Alter, Dieffenbachstr. 11, v. III.; 3. Klint, Fürbringerfit Hof part.; 4. Köderiz, Bülowoftr. 38; 5. Aimerding, Kat Herrn Kölbel, gegen deffen Leitung man nichts einzuwenden ftraße 17; 6. Marts, Grenaftr. 10; 7. Kluge, Muladitt. 2 v. I.; 8. Wilh Imftr. 94, Hof IV. Die Zentral- Lohntommission der Tischler macht by Diefe obere ne Rom Francs ge berüb 3 Exet Ausg Bale mi Bat wir bie theue auf 1200 Die naturli baburch gabe anid Nun, gemeinen Dichtunge handen, beffen tar fannt, daß sämmtliche Tischler der Neumeier'schen Werfftätten Grimmstraße 7 und Kleinbeerenfiraße 24, die Arbeit eingeftellt haben. Daffelbe ist in der Tischlerei von Vüpde, Brunnen schon ftraße 106, eingetreten. Die Kommission ersucht, den Buzug stattfindende Delegirten- Versammlung wird darüber Beschluß Die Versammlung des Verbandes deutscher Zimmer lente( Lokalverband Berlin) findet am Mittwoch, den 25 b. Mtd., Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Schäffe 2. Diskussion über eingegangene Anträge. 3. Verschiedene Holz au f Inselftr. 10, 2 Treppen, ftatt. Tagesordnung: 1. Vortrag 4. Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Schreibegebüh 50 Bf. Beitrag Woche 10 Pf. Gäste( 3immerer) haben faffen. gehabt haben würde, abgeordnet hatte. Durch ein solches Ver fahren und in Folge der gegen Herrn M. bei den Mitgliedern mit Fug und Recht vorherrschenden Antipathien habe Herr M. sofort den Widerspruch der Wähler herausgefordert, die darauf brangen, daß ein anderer Borsigender die Leitung übernehme und die Versammlung sich ihren Borsigenden selbst wähle. Auch sei von einem Redner in der Wählerversammlung mit Recht darauf aufmerksam gemacht worden, Daß bei derselben die vom neuen Krankenkassengeset( für ( für den speziellen Fall) vorgeschriebene Anwesenheit eines Vertreters der Aufsichtsbehörde unberücksichtigt geblieben sei und daher die Wahl, als illegal zu Stande gekommen, angefochten werden könnte. Die Aufgabe der am Sonntag stattgehabten Versammlung war, dem Redner zufolge und laut der schon durch hiesige arbeiters freundliche Beitungen veröffentlichten Ankündigung, feine anbere, als die einer Verständigung darüber, wie fich die Mit glieder, besonders die dioersen", gegenüber der jegiaen Ver waltung im Allgemeinen und bei der zum 24. 6. M., Loth ringerstraße 37, neu anberaumten Delegirtenwahl für die ,, di versen" Mitglieder zu verhalten hätten. Indeß war, wie man uns belehrte und wie hier beiläufig bemerkt sein möge, die Sonntags- Versammlung, über die wir berichten, der Mehrzahl nach nicht von diversen", sondern von solchen Kaffenmitgliedern nicht sondern von solchen Kaffenmitgliedern Im Verein der Impfgegner Deutschlands sprach am Freitag Abend bei Rothacker, Teltowerstr. 3, der prakt. Arzt Dr. Sturm, erster Vorftzender desselben, über:„ Das Wesen ber Impfung". Dieser Vortrag war die Einleitung zu einem ganzen Byllus von Anti- Impf- Vorträgen, den der Vortragende entriren wird. Der Gedankengang des inhaltreichen und intereffanten Vortrages war etwa folgender: Die Hauptfrage sei, ob bas Prinzip der Impfung richtig wäre, und bei deren Unter fuchung entständen zwei Hauptfragen: 1) Wer gilt als geimpft? und 2) Schüßt die Impfung vor den Blattern? objektiven Untersuchung dieser Fragen müffe man zunächst die Hautthätigkeit in Betracht ziehen. Die Haut laffe Stoffe in den Körper eindringen und alsdann in demselben ihre Wirkung äußern. Kämen aber auf abnorme Weise, z. B. durch Berschneiden der Haut, Stoffe in den menschlichen Organismus hinein, so müßten dieselben zerstörend wirken und es würden diese Berstörungen weiter um fich greifen, wenn die Natur nicht Schußmaßregeln Dagegen hätte. So verhindere die Blutung bei Verlegungen Das Eindringen schädlicher Stoffe und damit Blutvergiftung in größerem oder fleinerem Maßstabe. Außerdem aber geschehe bies durch Eiterung, Abkapselung, Bildung von Abszessen 2c. Gelinge aber die Absorbirung derartiger Stoffe auf diese Weise nicht, so würden die dadurch entstehenden franken Säfte auch noch durch die Nieren, sowie durch die Haut, den Darm und bie Athmung ausgeschieden. Diese schädlichen Säfte entständen aber nicht nur durch Verlegungen, sondern auch durch falsche Ernährungsweise, und ihre Wirkung sei der Tod, wenn die Ausscheidung nicht gelinge, was durch tägliche Erfahrungen bestätigt werde. Bei der Impfung müffe man fich nun erst flar werden, ob der eingeimpfte Stoff nicht durch Blutungen 2c. wieder abgesondert werde, welches nur dadurch wahrgenommen werden könne, wenn eine allgemeine Erkrankung des Körpers ftattfinde. Alsdann müsse aber auch, wenn das Prinzip der Impfung zur Geltung fommen solle, diejenige Krankheit er scheinen, welche eingeimpft werden sollte. Impfe man aber mit dem von einem kranken Vieh oder Menschen entnommenen Bodengift, so müsse erst eine Durchseuchung des Körpers nachgewiesen werden, und sei dies der Fall, so wirkten dabei auch bie in der Pustel, aus der die Lymphe entnommen sei, ent haltenen Rörperfäfte des tranfen Individuums mit, wodurch oftmals nicht der Pockenausschlag( die sogenannten Ruhpocken), fondern eine ganz andere Krankheit entstände. Nur derjenige fet aber richtig geimpft, der den Bodenausschlag erhalte, und es set baran bel Berathung des Impfgefeges gar nicht gedacht. Aus diesem Grunde sei auch die Statistit über vermeintliche Butritt. zahlreichen Besuch wird gebeten. Die Delegirtenversammlung der Tischler finbet beute franzöfifd t ein bi Eine folche P tort? 24. d. Vits., in Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Tagesordnung Große Arbeiter Versammlung. Heute, Dienstag, ben Der Arbeiterschußgefeßentwurf. Referent Herr Max Kreus. Um Dienstag, Abends 8% Uhr, Alte Jakobftr. 37, ftatt. Auf be Preißler. 3. Der Ausschluß der Tischler in Lüneburg. 4 verse Anträge. Nu: fich als Delegitte legitimirende Rolle besucht, welche in Werkstätten( Fabriken) mit weniger als Tagesordnung steht: 1. Antrag der Kommission in betreff 75 Arbeitern beschäftigt find. Die animirte Dieluffton Arbeitseinstellung. 2. Die Lohndifferenzen bei Marlaraf in welche auch der Vorfißende der Versammlung, Herr Mater und andere Kommissions- Mitglieder eingriffen, führte zu dem Uebereinkommen, sich gänzlich auf passiven Widerstand zu bes schränken, die Delegirtenwahl am 4. b. M. im Salon zum Deutschen Kaiser" unter allen Umständen ruhig vor sich gehen zu laffen, dagegen aber nur unabhängig gefinnte, charakterfeste Männer zu Delegirten zu wählen, welche fich auf das von der legten Mitgliederversammlung im Louisenstädtischen Theater am 8. b. M. einstimmig beschlossene Programm ausd: üdlich verpflichten. Daffelbe enthält bekanntlich bauptsächlich die alten Sterbekaffe mit ihrem Fonds von 209 000 Mt. und die Forderung gewiffer die SS 12 und 32 des Kaffenstatuts betreffenden Statutenänderungen rücksichtlich der Zusammenseßung und Amtsdauer des Kaffenverwaltungs- Vorstandes und des Anspruches auf Krankenunterstüßung vom ersien( statt vierten) Tage der Krankheit an bei mehr als achttägiger Dauer derselben. haben Zutritt. Gemeinnütiges. jahre. Die pünktliche ordnungsmäßige Innehaltung geeig Und ir einen fe in finden toerben. 800 wirlliche Qugo'fche erftellen Früh Speiseordnung für Kinder nach dem ersten Bebenk fallend gut bewährt und sei fte daher biermit empfohlen: Impferfolge falsch; denn in die Statistik dürften nur die Forderung einer getrennten, selbstständigen Verwaltung der Morgens nach dem Aufstehen, eine mäßige Bortion laue Mild rübensart Kinder Malpreife Allei würde m Bar teiner bie meifte Nun annehmen Börfe um fich tungen Bfeffer. ift, baß mit gut ausgebadenem, nicht frischem Weißbrote; um 9 Brot mit Obst oder in Ermangelung des legteren, mit etwa Butter; um 12 Uhr das volle Mittageffen und 4 refp. 5 Brot mit Obft oder im Winter mit Muß oder Mob sehr gesunden und die Würmer tödtender Bukoft), womit man die Kinder hin Nach ca. zweistündigen, mit musterhafter Ordnung gepflogenen länglich sättigen kann, damit sie Abends nicht zu viel effe was den Schlaf stört und schlechte Säfte macht; um 7 h eine leichte Abendmahlzeit von Milch, Suppe, Obft, Geme Brod und dergl., wobei darauf zu achten ist, daß fie tein Wasser und Dampf- Armaturen hat soeben durch seinen Fleisch, feine schwere Mehlspeisen und nichts Blähendes, über Man müßte dies Ver Vorstand und seine Fachkommiffion( J. A.: Th. Teutsch.) haupt nicht viel effen, und daß fte wenigstens eine Stunde Kinder, bei denen die Kuhpocken zum Vorschein gekommen wären, aufgenommen werden. Daß das Ueberstehen der legteren Krankheit gegen die Blattern schüße, wolle er nicht bestreiten; werbe aber dieselbe nicht vollständig geheilt, so muffe fte Ursache einer größeren später auftretenden Krant heit werden, wenn es nicht gelinge, durch vernünftige Lebensweise den im Körper vorhandenen Krankheits ftoff auf natürlichem Wege auszuscheiden. Alle die jenigen also, bei denen die Kubpoden nicht vollständig gebeilt würden, selen durch die Impfung den Blattern ausgesetzt. Die heutige Staatsmarime, wonach man erst frant mache, um Ge fundheit zu erzielen, sei widerfinnig. fahren logischer Weise auf alle ansteckenden Krankheiten ausTheater. Königtiches Opernhaus. Königliches Schauspielhaus. Heute: Euryanthe. Heute: Allibiades. Deutsches Theater. Brüdern. Heute: Ehrenschulden.- Jm Bunde der Dritte. Bellealliance- Theater. Beute: Der Raub der Sabinerinnen. Unter Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Heute: Gasparone. Central Theater: Alte Jakobstraße 30. Direktor: Ad. Ernst. beute: Der Walzer König. Refidenz- Theater: Direttion Anton Anno. Verhandlungen wurde die Versammlung vom Boifigenden gefchloffen. Beute: Bum 6. Male: Der Vergnügungszug. Hierauf: Die Schulreiterin. Walhalla Operetten- Theater: Heute: Der Feldprediger. Louisenstädtisches Theater: Heute: Der Jesuit und sein Bögling. Oftend- Theater: Heute: Die zwei Watsen. Wallner- Theater. Deute: Die Sorglofen. Vittoria Theater. Heute: Sulfurina. Alhambra- Theater. Beute: Selbst ist der Mann, oder: Die Schloffer von Berlin. h. Der Fachberein der Metallarbeiter in Gas, unter Bezugnahme auf den bekannten Strite in der nachher noch wah bleiben. en gros. Cigarren- u. Tabak- Handlung Fritz Goercki Berlin SO., Admiralstraße 40( frühere ,, Linde.") en détail, Import echter Havanna, Lager aller Sorten Rauch- und Schnupf tabake. Reich assortirtes Lager echt türkischer, ruffischer und amerikanischer Gigarretten und Tabake. Arbeitsmarkt. Echt Nordhäuſer Rautabate. Sigarren- Lieferant Mamfells auf leichte Dollmans, einige auf Rümpfe, einige Umjas. Kasse. auf Garniren verlangt Wernicke, Adalbertstr. 75, III. 388 389 Arbeiterinnen auf leichte Mäntel, auch zum Lernen, verl. v. Jaede, Laufigerstr. 13, of 4 Tr. Arbeiter- Bezirksverein v. 15, u. 20. Communal- Wahlbezirk. 390 Ordentl. Mitgliederversammlung. Pagbrud ve 87 D einer be fabrte, immers Die gerabe Brafen, Babriele bemfelbe unft en Damaft eine fa gesucht. Beste Waart Angenehme Preife. Biel Beffelstraße 1. 891 Schlafstelle Ackerstr. 6 vorn 4 Tr. bei Henning. Im Verlage von J. H. W. Dies erschien soeben: 387 bes Din ben Arr Fi Di Di Derrin „ G lebe br Sozialdemokratie, vor dem deutschen Reichstage. Mittwoch, den 25. d. M., in Otto's Salon, Adalbert, Berathung der Denkschrift, betreffend die Erneuerung der Be straße 21, Abends 8 Uhr, Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Frages Tasten. Gäste willkommen. Der Vorstand. hängung des fleinen Belagerungszustandes über Berlin und Hamburg- Altona, am Sonnabend, den 31. Januar 1885. Rad dem amtlichen Stenogramm. Preis 20 Bf. Bu beziehen durch die Expedition Bimmerftr. 44. Berantwortlicher Redakteur R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. Beg b G Edider Befuch anderes brütet, beutet, Dir n Herein.