An alle Freund ere thattri En enthaltend al die belan tes hinfighti rch Verkürzu tigkeit der gungen nadp er Aufruf 3 von gemi Der Armaturen iefelben auf Cer) Bewegun ührung fam imgestellt with n in dem Auf machender etreffenden Vorliebe feine ühmen pflege eines unfe = den Lester er Entlaffun Aufruf unt gen" be Mr. 47. Mittwoch, 25, Februar 1885. II. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Boltsblatt" om Empfängerat täglich Morgens außer nad Sound Fetagen. Abonnementspreis für 8 werde du Berlin frei in's Haus vierteijährlich 4 Mart, monatlich 1,85 Marl, wöchentlich 35 f. och feines abonnement 4 Mart. Ginzelne Rr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 f. ( Eingetragen in der Polizeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) den Anschein 3 der endlie Interftügung nommen: Rp ftr. 35, bei Berfir. 89, b .59, Deftill Der Schloffe Mts., Abenb ingerftraße 37 ortheile bring ördi. 2. D miffions Mi Verschiebened Iftellen, melde folgend von 8 b Blauerfir. 13 bringerfit. 2 erding, Sat Muladitt. 24 er macht be Insertionsgebühr beträgt für die 8 gespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pf. Arbeitsma 10 4. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inferate werden bis a thr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bimmerftraße 44, fomie von allen Hansac Bureaux, shue Erhöhung des Preises, angenonames. Redaktion und Expedition Berfin SW., Bimmerstraße 44. Wo bleibt die Volksbildung? Diese Frage tann man mit vollem Recht an die oberen Behntausend" in Frankreich richten, die time Rommanditgesellschaft mit einem Rapital von 500 000 Francs gegründet haben, um eine Prachtausgabe der Werke berühmten Dichters Victor Hugo zu veranstalten. Ausgabe foll 40 Bände start werden und soll nur in 3 Exemplaren gedruckt werden. Das Papier zu diesem Bate wird aus Japan bezogen und ist sehr theuer. Das Bert wird zahlreiche Illustrationen enthalten und kommen bie auf 1200 Francs zu stehen. theuersten Exemplare auf 6000 Francs, die billigsten thäte man wahrlich besser, die nöthigen Mittel zu einer tüchtigen Voltsbildung aufzubringen, statt bei solchen Spielereien, wie es bie neueste Hugo- Ausgabe ist, Millionen zu verplempern. Allein, wer sollte in Frankreich daran denken! Jm Gegentheil werden in jeder Nummer der frivolen Wigblätter, die in der eleganten Welt von Paris gelesen werden, die guten Landleute aus der Provinz ob ihrer Unwissenheit auf bas Unbarmherzigste verspottet. " Allein, wenn hier die Franzosen zu tadeln sind, so geht daraus nicht hervor, daß bei uns in Deutschland in dieser Beziehung bessere Zustände vorwalten. Die„ AIIgemeine Beitung", das Organ der Herren Cotta, Die oberen Behntausend" in Frankreich werden sich wundert sich über die hohen Preise der einzelnen Hugonatürlich beeilen, ihre Bildung" und ihren Geschmack" Ausgaben und fragt seufzend: Wer fauft zu solbaburch zu beweisen, daß sie sich diese Victor Hugo- Auschen Preisen in Deutschland?" beit eingeftellabe anschaffen; die bis jetzt gezeichneten Bestellungen sollen de, Brunnen schon auf zwei Millionen Francs belaufen. Werfftätten t, ben Buzug heute Abend über Beschluß er Zimmer Nun, gegen " " gemeinen fann man sicherlich nichts einwenden. In seinen die Verehrung von Victor Hugo im AllDichtungen ist viel hohles Pathos und viel Schwulst vorhanden, was ben Franzosen beffer behagt als uns; in beffen fann eine gerechte Beurtheilung dem Veteranen der och, den 25 ren Schäffe 1. Bortrag Verschiebene Schreibegebi meter) babe Dienstag, be Um gesordnung ar Kreuz. findet beute att. Auf be in betreffe Ratigraf burg. 4.0 nde Rolle ften Bebenk bat fich auf n laue Wild altung ge oblen: ; um 9 1 mit etwa refp. 5 oder Mob unden und Kinder hin viel effe um 7 oft, Bemife daß fie tein Dendes, über e. eine Stunde détail. efte Waare Breife. Biel aße 1. 391 ben: 387 atie A der Ver Berlin und 885. Nad H Aberdings pflegt man bei uns in dieser Beziehung schäbiger zu sein, wie bei den Franzosen. Ein reicher Franzose hat immer die neuesten Erscheinungen der schönen Literatur auf seinem Salontische liegen, während bei uns auch die reichsten Leute sich nicht geniren, ihren geistigen Bedarf aus den Leihbibliotheken zu decken. Daher tommt es auch, daß im Verhältniß zu den Franzosen bei uns ben Volkes fleckt und wie mancher trefflich angelegte Geist in der Einförmigkeit der den ganzen Tag ausfüllenden mechanischen Arbeit veröbet! Aber wenn sie es auch wüßten, es giebt ja Leute ge nug, denen das Volk heute schon zu klug ist! Nochmals zur Dampferfubvention.*) Aus parlamentarischen Kreisen erhalten wir eine weitere Buschrift zum Abdruck: Da in Nr. 44 Jhres geschäßten Blattes fich ein Artikel befindet, der die Gründe angiebt, welche die Minderheit der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion bei ihrem Verhalten in der Dampfersubvention leitete, so sei es hier auch erlaubt, furz die Motive anzuführen, durch welche die Mehrheit der Fraktion bei ihrer Stellungnahme bestimmt wurde. Wenngleich die Mehrheit auch die Ueberzeugung hat, daß die Dampfersubvention überwiegend der Unternehmerklaffe zu Gute tommen wird, so geht dieselbe doch von der Voraus fegung aus, daß für die Arbeiter auch ein verhältnißmäßig be Ein deutender Nugen, direkt und indirekt, abfallen wird. stellung von neuem, postalischem Hilfspersonal, Arbeit bei der Befrachtung und beim Löschen der Dampfer, Arbeit beim Bau derselben und bei der Herstellung der Industrieerzeugniffe, welche unzweifelhaft durch die neuen Dampferlinien in bes deutend größerem Umfange nach jenen Gegenden verschifft Dadurch wird vielen Tausenden jezt Arbeitslosen Gefranzöfifchen Dichter nicht die Anerkennung verweigern, daß elende Honorare für die Schriftsteller gezahlt werden, weil er ein dichterisches Genie ersten Ranges ist, auf welches der Absaz bei uns ein viel geringerer ist. Wenn in Frank werden. folg zu fein Frankreich ein Recht hat. man durch wird- wir wollen gerade Victor Hugo oder auch Alphonse hrt? folche Brachtausgabe gerade einen Dichter am meisten reich ein Werk eines populären Schriftstellers angekündigt Daubet nennen- fo find 50-60 000 Exemplare bestellt, bevor das Werk nur erschienen ist. Wo täme so etwas bei uns in Deutschland vor! Und diese Frage beantworten wir mit nein. Es kann einen Dichter feine größere Ehre geben, als wenn feine le in jedem Hause feines Vaterlandes A finden find und von dem gesammten Bolle gelesen tigen, fich daran zu erbauen und zu stärken. Wer hat nach, wetben. Aber das Volt! Es hat weber Gelb noch Zeit, um fich mit den Schöpfungen seiner großen Geister zu beschäffagen wir zwölfftündiger anstrengender förperlicher Arbeit Bollten also die oberen Zehntausend" dem Dichter noch Luft, viel zu lesen und Bücher zu lesen, die Nach wirklich eine große Ehre erweisen, so mußten sie von den Hugo'fchen Werken eine billige Volksausgabe fertellen laffen und dieselbe zu Millionen zu einem Minis halpreife ober auch gratis unter dem Bolle verbreiten. Allein auf diesen Vorschlag, dessen sind wir ficher, gemeine Volt" versteht gar teinen 8wed, denn das " Boltsbenken erfordern? Der Sonntag allein reicht dazu nicht aus und soll auch ein Erholungstag sein. Auf die von sogenannten wohlthätigen Leuten errichteteten bibliotheken" legen wir wenig Werth, ba fie meist mit pietistischen Werken überlaben sind; die Staatsbibliodas werkthätige Bolt sich bei seiner harten Arbeit befindet. Und da wundert man sich noch, wenn viel Unwissenheit in würde man zur Antwort bekommen haben:„ Das hätte theken aber sind gewöhnlich nur in der Zeit geöffnet, da " Die meisten der Hugo'schen Dichtungen doch nicht!" legenheit zur Arbeit, die Möglichkeit, sich und ihre Familie zu ernähren, gegeben. Das Gespenst der Arbeitslosigkeit wird bekämpft und die Arbeit", der wichtigste Faktor der menschlichen Gesellschaft, wesentlich gefördert. Allerdings fällt der Löwenantheil den Unternehmern zu. Aber dies ist bei allen Unternehmungen in der heutigen Gesellschaft der Fall. Den Hauptnußen von jeder Subvention hat das Kapital und doch hat sich Niemand gegen Die Subvention der St. Gotthardt Bahn gewandt, und doch doch hat die sozialdemokratische Fraktion früher oft genug für die Einrichtung eines deutschen Konsulats in fremden Landen geftimmt und doch hat sie noch jüngft 150 000 M. zur Erforschung des Innern von Afrika bewilligt, allerdings zu wissenschaftlichen Sweden. Ausgebeutet wird aber diese Erforschung sicherlich in der Hauptsache von ben Unternehmern, von den Handelsherren werden, wohingegen für die Arbeiter nur Brosamen abfallen. Somit dürften also Volksvertreter, denen in der Haupts niemals für Ausgaben stimmen, welche die Hebung der Industrie fördern sollen, weil der befannte Löwenantheil den annehmen dürfen, daß mancher der Banquiers unb törperlichen Arbeit des Tages sich am Abend noch zu geistiger Nun, das letztere glauben wir schon, wenn wir auch den Massen herrscht. Derjenige, der nach seiner harten sache die Vertretung der Intereffen der Arbeiterklaffe obliegt. Börsenjobber, die die Hugo'schen Werte nur kaufen, Thätigkeit, zu einem aufmerksamen Studium aufraffen kann, Unternehmern zufällt. So wäre die Zustimmung zu einem um fich damit zu brüften, auch nichts von Hugo'schen Dich muß ja geradezu ein Held sein. tungen verstehen. Allein hier liegt eben der Hase im Und doch giebt es solcher Helden viele Tausende! Pfeffer. Wenn im Volte noch so wenig Bildung vorhanden Wenn die oberen Zehntausend" wüßten, welche Wiß- und ift, baß es feine besten Dichter nicht verstehen kann, dann Lernbegier, welcher Bildungstrieb in der Maffe des arbeitenBadbrud verboten.] Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forserung.) einer berselben zu den Empfangszimmern der Romtesse " Da wo sich die hohen Bogengänge kreuzten, und wo fahrte, fab er den Oberst D'Brian die Thür des Vorimmers öffnen. gerabe зи Die Gräfin Agathe war an dem Morgen und zwar der Beit, als D'Brian und sein Freund dem Dreizehntes Rapitel. Nachdem sich Gabriele aus den Simmern der Gräfin entfernt hatte, öffnete sich die Thür. Die kleine, häßliche Gestalt des Zwerges erschien in derselben. Er hielt seine schottische, mit Pelz besetzte Müze verlegen in der Hand und machte mehrere plumpe Verbeugungen, wobei er einige Worte der Entschuldigung murmelte. ,, Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen, Toby," rebete ihn die Gräfin an; ,, treten Sie näher, fommmen Sie nahe zu mir heran, damit Sie nicht nöthig haben, so laut zu sprechen... ba, nehmen Sie diesen Stuhl, und dann reben Sie." Gabriele, ihrer Gesellschafterin und Freundin, allein in eben ist nothwendig, daß ich's fage." bemfelben Zimmer, in welchem fie die Gäste bei ihrer Anunft empfangen hatte. Wenn Sie erlauben, werde ich Ihnen stehend sagen, was ich Ihnen mitzutheilen habe; es ist nur kurz, aber es " Ich danke Ihnen, Toby, Sie treue Seele, Sie der einzige Mitwiffer des Geheimnisses, das wie ein Alp auf Die Stunde der Erlösung wird kommen, Romteffe... Es war das Zimmer mit blauen Damasttapeten und unserer Familie liegt." Damaftmöbeln, in dessen Lichtreflex die Farbe ihres Antliges eine faft geisterhafte Bläffe erhielt. Sie saß in die Ede In einem der alten Pergamente las ich neulich eine bes Divans gelehnt; ihr zur Seite die Freundin, welche Prophezeihung; nach derselben muß eine Stunde der Er ben Arm um ihre Schulter gelegt hatte. Eine Tapetenthür öffnete fich leise. Derrin ein Wort zu. lösung tommen.... Vielleicht ist sie nahe." " Die Kammerbame der Gräfin erschien und flüsterte ihrer Ahnungen und Prophezeihungen machen auf mich nur Diefe fuhr empor. " Loby will mich sprechen?" sagte fie. Er hat Ihnen eine Mittheilung zu machen und scheint febr bringend. Um Aufsehen zu vermeiden, hat er den Beg burch die hinteren Gemächer gewählt." Er hat Recht; so habe ich ihn geheißen Schiden Sie Toby hierher, ich will ihn sogleich hören." Wahrlich," fagte Gabriele, das ist ein sonderbarer Besuch der Historiograph, von dem man niemals etwas beruhigen, Toby; doch wenig Einbrud.... Was haben Sie mir zu sagen? It's von ihr?" H Ja, gnädiges Fräulein!" Sie ist fort? Nicht wahr?" Fort!" Aber wohin?" " Das weiß ich nicht!" " Ihre Beit ist ja noch nicht um." H " Bielleicht hat sie sich nur in größere Entfernung zurüdgezogen.... Ich würde nicht gewagt haben, gnädige anderes weiß, als daß er über Büchern und Pergamenten Romtesse, Ihnen durch meinen Besuch neue Unruhe zu be brütet, in dem Zimmer der Komtesse Agathe!" Deutet, daß Unheil droht," antwortete Agathe; ich fann Ach, es ist entseglich! Es ist ein Besuch, ber be Dir nicht mehr sagen. Geh', Gabriele, und laß Toby Serein." reiten, überhaupt nicht gewagt haben, vor Ihr Antlik zu treten, aber es broht eine Gefahr.... Eine Gefahr? Wem?" " " Ihrem Hause!" Welche" " *) Da wir nunmehr den Anschauungen beider betheiligten Kreise Raum gewährt haben, ist für uns diese Fcage erledigt. Die Redaktion des Berliner Voltsblatt". Die Gefahr der Entdeckung des Geheimnisses... Ja, gnädige Romtesse, es war nahe baran, und Alles wäre entdeckt; die Gefahr ist noch nicht vorüber, und sie wird, wenn nicht jett, so doch im künftigen Jahre, oder bei einer anderen Wiederkunft der Frau wieder über Ihr Haus hereinbrechen." Mein Gott, wer hat es unternommen in dieses Ge heimniß einzubringen?"" " Es folgte Jemand der Spur der Frau; es hat Jemand ein besonderes Interesse daran, sie zu er greifen." Agathe erbleichte, wenn es möglich war, noch mehr. Sie saß in starrer Haltung aufrecht, und ihr Auge hing mit wahrer Todesangst an Toby. " Um Gotteswillen, Toby, sprechen Sie, wer ift's?" Der Baronet D'Brian!" ,, Was!? Er?" Gnädige Romtesse, der Baronet sucht eine Person, wie Sie wissen, und die Person ist Niemand anderes als fie... Anfangs lauerte er ihr bei Tage auf, später, weil er die Zeit für günstiger hielt, folgte er ihr Nachts, und einmal, es war in jener Nacht, als die glüdliche Krisis eintrat, war er nahe daran, fie zu ergreifen Sie ist ihm entflohen. Sie ist seit jener Zeit fort; ich aber weiß, daß der Oberst D'Brian, wenn er sie wieder hier in der Nähe weiß, Alles daran segen wird, um seinen Zweck zu erreichen." Erschöpft fant Agathe in die Lehne des Sophas zurück. Ich habe Ihnen das sagen wollen," fuhr Toby fort, damit Sie Ihre Maßregeln darnach treffen. Noch kann bie Gefahr verhütet werden." ,, Sie muß verhütet werden, Toby!" fiel Agathe haftig ein: fie wird verhütet werden Ich danke Ihnen, Toby, für Ihre Wachsamkeit; ich brauche wohl die Bitte nicht hinzuzufügen, daß sich Ihre Lippen keinem Anderen öffnen." D nein, gnädige Komteffe, diese Erinnerung brauchen Sie nicht hinzuzufügen.... Bin ich nicht mit der Familie M'Donuil verwachsen? Hänge ich nicht an dem induftriellen Schußzoll auf alle Fälle zu verwerfen, da von Diesen Zöllen in der Hauptsache nur die Fabrikanten pros fitiren, während die Arbeiter nur geringen Nußen davon haben Tönnen. Alle Handelsverträge mit fremden Nationen kommen in erster Linie den Unternehmern zu Gute und doch hat die Sozialdemokratische Fraktion im Laufe der Zeit einer großen Anzahl solcher Verträge, wenn auch meist nur stillschweigend, zugestimmt und sie würde auch im vorigen Jahre wahrscheinlich bem spanischen Handelsvertrage zugestimmt haben, wenn nicht die wenig tonftitutionelle Art und Weise, in der die Vorlage ein gebracht wurde und die Hamburger Spritklausel davon abgehalten hätten. Auch muß man bedenken, daß alle Ausgaben für Kultur zwecke auf die Dauer doch der Gesammtheit zu Nugen dienen. Dabei darf man dann nicht allein auf die momentane Profitvertheilung, die ja ganz bestimmt zu Ungunsten der Ar beiter ausfällt, binblicken, sondern man muß doch auch die ZuTunft im Auge haben. Die oftastatische Linie hat bis jetzt Niemand, als den Kolonialzweden der Regierung dienend, anseben tönnen; aber auch die australische Linte hält die Majorität der soz.- dem. Fraftion dann für vollständig unverfänglich, wenn die SamoaBweiglinie von derselben losgelöst wird. Uebrigens find wir der Meinung, daß es ein Glück für den, armen Mann" sein wird, wenn von Australien aus die Getreideeinfubr nach Deutschland fich immermehr steigert, weil dadurch die Erhöhung des Getreidezolls allein in etwas aufgewogen werden kann. Würde die Getreideeinfuhr jest nachlaffen, so würde nicht nur das Getreide noch mehr im Preise steigen, sondern die deutschen Arbeiter würden noch dazu das schlechte deutsche Getreide, welches bei genügender Bufubr amerikanischen, russischen und australischen Getreides mit diesem vermischt ein leidliches Brod abgiebt, unvermischt effen müffen. Eine erneute Getreidezollerhöhung aber dürfte doch nicht so im Handumdrehen zu ermöglichen sein. Die erhöhte Ge treideeinfuhr aus Australien nach Deutschland ist also ein Ar gument für die Subventionirung der australischen Linie. Das Verbot der Einfuhr von Schweinen aus Defterreich- Ungarn ist seitens der töniglichen Regierung in Schlesien soeben wieder in Kraft gesezt worden, nachdem es für eine furze Zeit aufgehoben war. Daffelbe tritt nach dem Ablauf des 24. Februar in Wirksamkeit und soll dem Vernehmen nach auch auf ganz Deutschland bezw. auf die an Desterreich- Ungarn grenzenden Bundesstaaten ausgedehnt werden. Veranlassung dazu bat in erster Linie die Entoedung von Klauenseuche bei Schweinetransporten gegeben, welche aus Galizien tamen. Die deutschen Sozialisten in Paris sollen- wie dem Reichsboten" gemeldet wird von der pariser PolizeiPräfektur ausgewiesen werden. Die betreffenden Defrete, welche von dem Minister des Innern, Herrn Waldeck- Rousseau, gezeichnet find, werden schon in den nächsten Tagen vollstreckt werden. Die deutsche Botschaft ist von diesem Schub bereits verständigt worden.(?) | zuschließen. Hierzu sollte die Generalversammlung Stellfraten, di nehmen, welche am 21. b. M. nach der Reitbahn in dem und in robe Theil ausgebrannten Schloffe Christiansborg einberufen in Newyork Die Versummlung sollte um 8 Uhr beginnen, aber dazu beitrag von 5 Uhr an fammelten fich tausende von Menschen in der Deutsche Nähe des Schloffes. Ueber den Verlauf der Versammligeren zu n entnehmen wir der Voff. 3tg." folgendes:„ Um 6 Rontingent nahmen die Mitglieder des fonservativen Klubs" Aufstell mit einem a bei dem Eingange zur Reitbahn, die meisten derselben auf jenes T mit dicen Stöden versehen; kurz darauf famen in geschloffe tünftigen Maffen die als Mitglieder zu dem Schüßenverein angemelde berechtigtes liberalen Studenten, die Mitglieder des Fortschrittsklubs in beanspr zahlreicher Arbeitervereine. Bald nach 7 Uhr waren außer fagen, die 2 13 800 Schüßen( auf diese Anzahl war der Verein burder Deutsche Anmeldungen gestiegen) wenigstens 30 000 Menschen in Sauteſten u Umgegend des Schloffes versammelt. Der Einmarsch in Amerikanern wortlich." Reilbahn erfolgte mit großer Ordnung und bald war diese bis auf den letzten Plaz gefüllt, so daß selbst mehrere tauheinende, Schüßen feinen Einlaß fanden. Die Verhandlungen Deutschen" f Schüßenvereins nahmen wider alle Erwartung ein schnelles Ende; nachdem Profeffor Brix unter heftiger Dante nur i ftion zum Vorfigenden erwählt war, theilte der liberale geordnete Trier mit, daß der Antrag wegen der Statute änderung zurückgezogen worden fet. Dieser S wurde mit unendlichem Jubel begrüßt. In großen Maf 30g alsdann die Menge jubelnd und fingend vom SchloßplNach wären. Aber die Gemüther waren zu erregt, als daß fie altung zu mit leicht errungenem Siege zufrieden geben tonnten. Jm Ungarischen Abgeordnetenhause wurde die Vorlage großer Menschenstrom bewegte fich unter dem Ruf: Sicht, als Grundlage der Spezialdebatte angenommen. Sämmtliche Gegens refidenz des Königs. Man mußte hier wohl schon geamgeftaltur mit Estrup!" nach dem Schloffe Amalienborg zu, der Winte haben, daß es ohne Demonstrationen nicht ablaufen we welchem da Wir meinen also, daß die Majorität der sozialdemokrati schen Fraktion richtig gehandelt hat, wenn sie beschloß, die afrikanische und die Samoa Bweiglinie gemäß der Stellung der Fraktion zur Kolonialpolitik abzulehnen, hingegen die oft aftatische und australische Linie anzunehmen, wenn neue lediglich auf deutschen Weiften gebaute Dampfer eingestellt werden. Die lettere Bedingung ist nöthig um zu verhindern, daß einzelne Firmen ihre alten Schiffe mit großem Vortheil anbringen und daß die Steuern des deutschen Volkes nicht dazu ver wendet werden, den ausländischen Schiffsbau mit Arbeit zu versehen, während die deutschen Werften unbeschäftigt bleiben. Dies find die Gründe, durch welche die Majorität der sozialdemokratischen Fraktion für die Dampfersubvention einzutreten bestimmt wurde, und wir glauben, daß die Interessen der Arbeiter dabei mehr gewahrt find als wenn eine einfache Ablehnung beschlossen worden wäre. Politische Uebersicht. M Oesterreich Ungarn. Der Lehrerverein Diesterweg" hatte eine Eingabe um Aufhebung der Bestimmung der Schulordnung, welche törperliche Büchtigung unbedingt von der Schule ausschließt, beabsichtigt: Die Wiener Abendpost" vers nimmt nun, daß der Unterrichtsminister den Statthalter von Nieder- Defterreich ersucht habe, alle diesbezüglichen Eingaben, gleichviel, ob sie sich für oder gegen die Aufhebung aussprechen, als gegenstandslos zurückzustellen, da der Miniſter eine solche Abänderung der Unterrichtsordnung nicht in Erwägung ziehen tönne. wegen der Oberhausreform mit 233 gegen 157 Stimmen auf anträge wurden abgelehnt. Belgien. Denn die umfaffendsten Maßnahmen waren getroffen. Straßen abgesperrt. Von der Friedrichstraße aus D verjud machen will Doigteipias wartenden Deputation De Blaz: 3 Bon ein felbe foll munalbehör Unfer vier Eingänge zur Amalienbrng waren von der Leibgarde f Kolonaden. Schußleute zu Fuß und zu Pferd hielten leben werde aber die Menge unter lautem Hurrahgeschrei den Amalie fir die von borgplaz mit Sturm zu nehmen, die reitenden Schuleute wurden anfangs zurüdgedrängt, vermochten schließlich jedo dem Ansturm zu widerstehen. Auf dem Schloffe schien mar In Brüffel fand am Diontag eine Versammlung be schäftigungsloser Arbeiter statt, an welcher ca. 1000 Personen Theil nahmen, Nach der Versammlung begaben sich die Arbeiter vor das Rathhaus und vor die Ministerien. Die Dele girten der Arbeiter wurden von dem Bürgermeister Buls und jobann von dem Ministerpräsidenten Bernaert empfangen; fie legten Adressen vor, in welchen Arbeit gefordert wird. Der Finanzminister tadelte die Einmischung der Arbeiter in die Politit, versprach aber die Hilfe des Ministeriums. Der Bürgermeister versprach die Uebermittelung der vorgetragenen Wünsche an den Gemeinderath. Frankreich. Die Deputirtentammer lehnte mit 262 gegen 212 Stimmen das Amendement ab, einen Buschlagssoll von 4 Fr. für Getreide zu erheben. Im Fortgange der Sigung sprach sich der Ackerbauminister gegen das Amendement, den Buschlagszoll für Getreide auf 3,60 Frcs. zu erhöhen, aus, und erflä te, er halte einen Buschlagszoll von 3 Fico. für ausreichend. Sollte fich derselbe jedoch als unzureichend herausstellen, so werde die Kammer davon in Kenntniß gefegt werden. Die verschiedenen zu dem Paragraphen gestellten Amendements wurden abgelehnt. Die nächste Sigung findet Mittwoch statt. inzwischen aber die Situation für sehr ernsthaft an denn die Reserve der Leibgarde erhielt die Drore Wor rücken. Im Laufschritt und mit gefälltem Bajonett b fe die Volksmenge zurüd. Auch vor der Wohnung des Ron Präsidenten Estrup, sowie vor den Redaktionen Dagblade und Dagsavisen" fanden lärmende Demonstrationen Eft spät in der Nacht war die Ruhe vollständig wieder gestellt." Großbritannien. flatt be Miner Mitg aus 17 foll n Deten en ber jolge der würde bie tatba ftelle aus 36 Mi Berjammlu Diefer Ange Der A tation und Be mein Stadtgeare Die Rüftungen zum neuen Sudanfeldzuge werben mit großer Energie und in großem Maßstabe betrieben. Die He serven verschiedener Truppentheile müssen unter der Fab bleiben und der Kriegsminister ist ermächtigt worden, die Mili des Vereinigten Königreichs oder einen Theil derfelben einzund 68 be Morgen hält die Rammer wegen des Jahrestages der Februar berufen, so daß dieselbe jederzeit bereit ist, nach irgend einem orzulegen. Revolution und der Enthüllung des Denkmals für Ledru Rollin Theil des Reiches abzumarschiren. Nach einem Grlag den Klaffen Kriegsministers werden von der Miltz zwei Brigaden Artiller Der Senat berieth das Budget für das Kultus- und sechs Bataillone Infanterie unter die Waffen gerufen. feine Sigung. ministerium und stellte die von der Deputirtenkammer gestrichenen oder verminderten Kredite für die Erzbischöfe von Paris, die Bischöfe von Algier, für die Domberrn und andere Gelftliche wieder her. Dänemark. Die Majorität des dänischen Reichstages ist entschieden gegen das Ministerium Estrup und fordert deffen Beseitigung und Ernennung eines den Ansichten des Reichstages ent net wird Straße in Der Derordneter hause zum Donnerstag die Einbringung eines Labelsootu -Der Marquis von Salisbury fündigte im Dbe gegen die Politik Gladstone's an. Im Unterbause efli Projett Der Unterstaatssekretär Fizmaurice, die Regierung habe 14. d. M. von dem ruffischen Botschafter die Versicherung gebest einra 200 werden Herat unbegründet sei, und daß es unehrenhaft wäre, solchen Schritt zu thun, während die Unterhandlungen da Afghanistan durch dasselbe gegen Rußland würde. Afrika. Die Kongo- Konferenz hat wieder eine Plenaifißung abgehalten, in derselben wurde der Bericht der Kommission verlesen und sodann die Generalatte der Konferenz von Berlin" festgestellt. Der Schlußbericht der Kommission führt den offiziellen Titel: Bericht über einige neue Tertänderungen, über die Neutralität und die allgemeinen Bestimmungen, sowie über die endgiltige Form der von der Konferenz gefaßten Beschlüsse." Er zerfällt in zwei ungleich lange Theile, deren ersterer den sachlichen, der zweite Die Formfragen behandelt. Die festgefeßten Grenzen geben dem neuen Rongoftaate eine ungefähre Oberfläche von 2500 000 Quadrat- Kilometern von Anfang bis Ende vom Kongo durch floffen. Diese Oberfläche repräsentirt etwa achtzig Male die Nachrichten der bamburgischen Börsenhalle" Belg'ens, fünf Male die Frankreichs. Die Assoziation befigt awei vortreffliche Häfen, Banana an der Mündung des Flusses zugehende Entwürfe einfach ad acta zu legen. Da der Reichs- Westküste Afrikas zufolge find in Quittah ernfilide selbst und Boma, das Antwerpen des Kongo, der bedeutendste bisher am Kongo errichtete Handelsplay, endlich das ganze rechte Ufer des Nieder- Kongo bis Vivi, etwa 200 Kilometer. Es gilt für wahrscheinlich, daß Fürst Bismaid der legten Sigung, die voraussichtlich am Donnerstag stattfindet, präfidiren und so die Konferenz schließen wird, wie er fte eröffnete. sprechendes. Der Ministerpräsident Estrup hat indessen erklärt, schwebten. Ein derartiges Vorgehen würde auch thöricht fein Anläßlich des französisch- chinesischen Konfliktes wer den die deutschen Rheder und Schiffer auf eine weitere Mittheilung aufmerksam gemacht, Inhalts deren die Regierung der franzöfifchen Republik während der Feindseligkeiten mit China Reis als Kriegstontrebande behandeln wird. Die außerdem vorzugsweise als Kriegstontrebande von Frankreich behandelten Gegenstände find: Feuerwaffen, blanke Waffen, Gefchoffe, Schießpulver and andere Explosivstoffe, Salpeter, Schwefel und Gegenstände aller Art, welche zum Kriegsges brauch dienen. . Schicksal dieses Hauses, als wäre es mein eigenes? Ich würde mir eher die Zunge ausreißen lassen, ehe ich auch nur durch einen Laut etwas verriethe!" Ein leises Klopfen an der Tapetenthür ließ sich hören. Verzeihung," sagte die eintretende Rammerdame, daß ich störe. Der Herr Oberst D'Brian wartet im Vorzimmer und bittet um die Erlaubniß, seine Aufwartung machen zu dürfen." Don DET Derordnete Grundfläd uf 6255 18 auf 22 nothm l, die Bohngebä Die Befan Die große follte. D Alafen De begründen lufies o Die ruben ausgebrochen. Die Eingeborenen haben fich gegen so ist nach einer nochmaligen Auflösung keine andere Zusam- Engländer empört. Der Gouverneur von Quittah wu vier Schüffe, von denen einer durch die Lunge ging, ve nachdem die Neger seine 40 farbigen Soldaten überwältigt batten. 60 weitere Soldaten unter Führung eines jungen " 1 11 auf seinem Posten zu bleiben, gleichviel ob es der Majorität gefalle oder nicht. Dieses Mißverhältniß hemmt die Thätigkeit Der Gesezдebung außerordentlich; der Reichstag hat erklärt, die Vorlagen Estrup's überhaupt nicht zu diskutiren, also alle ihm tag schon einmal in Folge seines Verhaltens aufgelöst wurde, menseßung zu erwarten; dies ist dem Ministerium bekannt und daher schreibt man demselben einen Staatsstreichartikel" zu, welcher vor Kurzem in der offiziellen Berlingske Tidende" enthalten war. Die Folge dieser Drohung mit einem Staatsftreich war, daß sich überall in den Provinzen freiwillige Scharfschüßen Vereine bildeten, welche sich unter dem Rom mando von Führern stellten, die sich im Einverständniß mit den Ansichten der Reichstags majorität befinden. Auch in Kopenhagen besteht ein solcher Schüßen Verein. In diesem Verein befinden fich Anhänger beider Parteien und jede Partei versuchte, sich die Majorität in dem Verein dadurch zu sichern, daß fie für möglichst zahlreichen Beitritt ihrer Ges finnungsgenoffen agitirte. Die Anhänger Estrup's glaubten fich in der Majorität und beantragten eine Statutenänderung, welche den Zweck hatte, die Gegner aus dem Verein aus„ Ich will ihn empfangen," fagte Agathe so lebhaft, daß die Kammerdame fast erstaunte, denn als sie ihr den Wunsch ihres Vaters mitgetheilt, den Baron bei sich zu empfangen, war ihr der Schrecken nicht entgangen, den Agathe dabei empfunden hatte. Um so mehr mußte ihr der rasche Entschluß, die schnelle Bereitwilligkeit auffallen. Es war, als ob Agathe hinzufügen wollte: D glücklichsten der Menschen zu machen, oder mich ewig un glücklich, mir das Leben werthlos zu machen. Muß ich es Ihnen noch sagen, Agathe, daß ich Sie anbete, daß ich Sie heiß und glühend liebte vom ersten Augenblid, da ich Sie sah?... Muß ich Ihnen sagen. Offiziers hoffen die Stadt und das Fort gegen beabsichtigen Angriff vertheidigen zu fönnen. Amerika. einen weiteren Hen Schul Der Stadt Den Aus geworden oroneten= flags lifte Stephan, Darmitao Stoch, als Dierter S Ueber das Treiben der deutschen Anardif in den Vereinigten Staaten spricht fich der Anz des Westens" folgendermaßen aus:„ Die deutschen archisten in den Vereinigten Staaten, d. h. die Anbange Most's, balten jest in verschiedenen Städten regelmäßige fammlungen, worin stets die blutdürftigsten Reden gef werden. But besonderen Aufgabe machen fie es fich aber, Versammlungen dec eigentlichen Sozialdemo von Ihnen das, was ich erfüllen muß: Verzicht, fagung. " " Aber ich darf wiederkehren?" Ent Nein, nein!" rief sie hastig. Sie verlaffen beut das Schloß, um es nie mehr zu betreten; bei Ihrer Gh " Sprechen Sie nicht weiter," unterbrach ihn Agathe; Herr Oberst, versprechen Sie mir das, bei Ihrer Liebe# ich bitte Sie, Herr Dberst, sprechen Sie nicht weiter Ich kann, ich darf Sie nicht anhören." ,, Agathe, Sie stellen dieses grausame Verlangen a Bodenfred fchup bat giftrata ge ballenbau i nicht tragen. Sie Thr bas abge fie bie a Lippen b Le aberman Be Dernichte und bie Seine Bruft zog sich krampfhaft zusammen. Namenlose mich, obwohl auch Ihnen die ewige Trennung Rumma .. Dualen begannen sein Herz zu foltern. Es fehlte nur noch das eine Wort: Ich liebe Sie nicht; ich weise Ihre Hand zurück," und er war hinabgestürzt in den Abgrund, beffen jähe Tiefe er bereits vor sich erblickte. Dieses eine Wort sprach Agathe nicht. " Ihre Liebe, Herr Oberst, würde mich glücklich machen. Ich verschweige Ihnen das Geheimniß meines Herzens macht?" " Ich muß es fordern. Trennung erdulden, erdulde ich D, was Sie burd bi zehnfach winkt vielleicht ein anderes Lebensglüd; im Geräuf Welt, im Kampf mit dem Leben und dem Feinde, da ve Aber ich gißt man leichter... geffen und nie glüdlich sein ich werbe nie ver Wenn ich Ihnen fag Ich habe auf diesen Besuch gewartet, er ist mir sehr nicht," fügte sie mit leiser und bebender Stimme hinzu. daß ich Sie liebe und daß ich Sie nie vergeffen werde willkommen." Toby war erst einige Minuten hinaus, als durch die Portière des Haupteinganges Felig eintrat. Es war eine stattliche, fchöne, ritterliche Gestalt. Der edle Wuchs war gehoben durch die Kleidfame, prächtige Uniform, mit Silber ftidereien und filbernen Schnüren geschmückt. Mit feinem Anstand verneigte er sich. Agathe erhob fich, fühlte sich aber so erschöpft, daß sie nach einer stummen Geberde sich gleich wieder fezte. " Ich erwartete Ihren Besuch, Herr Oberst," sagte fie mit schwacher Stimme. Es ist mir lieb, daß ich Sie Sprechen fann. Auch ohne den ausdrücklichen Wunsch meines Vaters hätte ich Sie um diesen Besuch gebeten." ,, Darf ich diese Worte so deuten, daß Ihnen mein Befuch nicht unwillkommen ist? Daß Sie mir diese kostbaren Minuten doch gewähren würden?" Ich wiederhole Ihnen, daß ich diese Unterredung ge= wünscht habe." Jnnigen Dank für diese Worte.... Ich kam hier her wie ein Mann, der von Ihren Lippen die Entscheidung über sein Lebensglück erwartet, und der nicht den Muth fühlt, den Sturz von der Höhe seiner schönen Träume er tragen zu können.... In Ihrer Hand liegt es, mich zum " " Ich kann es in diesem Augenblick nicht verbergen Schluchzen unterbrach ihre Stimme. Sie bedeckte mit ihrer bleichen Hand das blasse Antlig. Konvulfivisch hob fordern, daß Sie mich verlaffen . dann, Herr Oberft, werden Sie begreifen, wie gewaltig bi Gründe sein müssen, welche mich zwingen, von Ihnen sich ihr Busen. Es vergingen einige Sekunden, ehe sie nicht, welches diese Gründe find, ich darf Ihnen nid Und doch kann ich Sie nicht anhören!... Da Sie Ihnen nicht mittheilen; vielleicht war auch das fon weiter sprechen konnte. mich lieben, Herr Dberst, werden Sie mir eine Bitte nicht abfchlagen, eine Bitte, von deren Erfüllung mein Leben abhängt." Forbern Sie, Agathe, und wenn es mein Leben wäre, das ja ohne Sie für mich werthlos ist!" rief er mit Bes geisterung. Ich fordere von Ihnen Entsagung." " Entsagung!" wiederholte er mit dumpfer Stimme. " Ja, Entfagung," fuhr sie fort. Ich fordere von Ihnen, daß Sie noch heute dieses Haus verlassen." Sie verbannen mich aus Ihrer Nähe? ift hart, das ist graufam. mit mir?" D, bas Fühlen Sie nicht Mitleid " Mitleid mit Ihnen!" teren Lächeln. wiederholte sie mit einem bit Sie wiffen nicht, was Sie fordern, Agathe!" antworten.... Mehr, als ich Ihnen gesagt, barf i zu viel 酒 tige auf ... Sie versprechen, daß Sie noch heute ab " Ich muß es, Agathe, ich muß Ihnen gehorchen; versprach, Ihnen mein Leben zu opfern, reisen?" mehr als mein Leben." Ehre?" drängte Agathe. Sie forber Бе Un Unterred nicht me auf wel entgegen SD ber Grit A " D wahr, benten, ,, Und Sie versprechen, nie wieder das Haus u treten? Sie schwören es bei Ihrer Liebe, bei Shre Felix stand einige Sekunden, stumm vor fich nieber Ich schwöre es bei meiner Ehre und Liebe zu 35men die nur mit meinem Tode enden wird," sagte er mit ge blickend. brochener Stimme. nur M " Ich danke Ihnen, Mr. D'Brian, für diefen Beweid Beweis Ihrer Liebe zu meinem Glücke beiträgt. Nehmen Sie den Troft mit, daß biefe Ihrer Liebe. • " D, ich weiß was ich forbere.... Ich fordere Und nun leben Sie wohl! Gehen Sie! Ich fable, bat und ich ben 3 gleich, Braf m Doftor machen Sahto fi Derlaffe bor an bleiben " lung Straten, die sich ihres besonderen Haffes erfreuen, zu stören thn in dem und in rohester Weise zu unterbrechen, wie fie es am 2. Februar einberufen in Newport gethan haben. Dieses wüste Treiben fann nur en, aber dazu beitragen, die ohnehin schon nicht sehr günstige Stellung Renschen in der Deutschen in den Vereinigten Staaten zu einer noch schwie Berfammigeren zu machen, denn leider stellen die Deutschen das größte Um 6 1 Rontingent zu jener efelhaften Bande. Der Amerikaner blickt 1b3" Auffel mit einem aus Verachtung und Abscheu gemischten Gefühle Derselben ma auf jenes Treiben, das ihm unverständlich ist und eines verin geschloffünftigen Menschen, namentlich eines solchen, der ein gleichin angemelde berechtigtes Mitglied eines republikanischen Gemeinwesens zu rittsklubs in beansprucht, als unwürdig erscheint. Es hilft nichts, zu Es hilft nichts, zu paren außergen, die Anarchisten seien doch nur ein kleiner Bruchtheil Serein burder Deutschen in den Vereinigten Staaten. Sie find aber die tenschen auteſten und machen am meisten von sich reden. Bei den inmarsch in merilanern find alle Deutschen für ihr Treiben mitverantald war diefel wortlich." Aehnlich drückt sich auch der in Baltimore er mehrere tauheinende Deutsche Korrespondent" aus. Daß man alle andlungen tung ein f machen will, ist schwer verständlich; jedenfalls geht dieser Ge : heftiger Dante nur in den Köpfen der Zeitungsschreiber um. er liberale Dieser Si ber Statute großen Maffe om Schloßpla Kommunales. Nach Durchlegung der Taubenstraße bis zum HausI vorgefommoigteipiag wird es erforderlich, auch diesem Plaße eine Ge als daß fie faltung zu geben, welche den in Folge der Durchlegung zu wartenden Veränderungen der Verkehrsverhältnisse mehr entfonnten. Ruf: Nie icht, als die jetzige Gestalt des Plates. Die städtische Bauu, der Wint Deputation hat daher beschlossen, ein neues Projekt für die schon geamgestaltung des Hausvoigteiplages aufstellen zu laffen, bei ablaufen welchem darauf Rücksicht genommen werden soll, daß ein Theil De Blazes mit gärtnerischen Anlagen versehen werden kann. Bon einem Neuausschreiben der Hebestelle zu Martiniden. getroffen. Leibgarde D Gewehr in bebe soll nach Beschluß der städtischen Baudeputation abgeferd bielten leben werden; die Deputation empfiehlt vielmehr den Kom aus verfu unalbehörden die Weiterverpachtung an den jeßigen Bächter den Amalie die von diesem bisher gezahlte Summe. Den Schule hließlich fe offe fchien ma Debre ionett fri f g des Konfe thaft an зит Bor Dagbladet trationen fa ig wieder bet ge werben mit ben. Die He ter der Fahne kiner Unser Magistratsfollegium, welches seit 25 Jahren in mer Mitgliederzahl unverändert geblieben ist und nach wie aus 17 befoldeten und 17 unbesoldeten Mitgliedern besoll nach den Beschlüssen des Etatsausschusses um einen beten städtischen Sanitätsbeamten, der die sanitären InDie fen der Stadt wahrzunehmen hat, vermehrt werden. Folge der Kreirung einer neuen besoldeten Stadtrathsstelle würde die Begründung auch einer neuen unbesoldeten Stadttaiba ftelle sein, so daß das Magiftratskollegium in Zukunft qus 36 Mitgliedern bestehen würde. Bersammlung wird sich schon in ihrer nächsten Sizung mit Dieser Angelegenheit beschäftigen. Die Stadtverordneten tation und der Schul- Deputation empfohlene Bauprojekt einer Gemeindeschule für Mädchen auf dem von der Der Magistat hat beschlossen, das von der Bau- Depu orden, die Mil Stadtgemeinde angekauften Grundstüc Auguststraße Nr. 67 gaben Artiller fen gerufen. te im Dbe Der Stadtverordneten Versammlung hat gefern in einer Verlage der Magiftrat zur Kenntnißnahme mitgetheilt, daß die Schulferien für die höheren Lehran ftalten pro 1885 in folgender Weise festgelegt find: 1) Osterferien: Schulschluß Sonnabend, den 28. März. Für die Berliner Anstalten Mittwoch, den 1. April. Beginn des Schuljahres Monteg, den 13. April. 2) Pfingstferien: Schluß der Lektionen Freitag, den 22. Mat. Beginn derselben Don tionen Sonnabend, den 4. Juli. Beginn derselben Montag, den 3. Auguft. Für die Berliner Anstalten Montag, den 10. August. 4) Herbstferien: Schluß des Sommersemesters Sonnabend, den 26. September. Für die Berliner Anstalten Mittwoch, den 30. September. Beginn des Wintersemesters Montag, den 12. Oktober. 5) Weihnachtsferien: Schluß der Lettionen Sonnabend, den 19. Dezember. Beginn derselben Montag, den 4. Januar 1886. Die Tagesordnung für die Sigung der StadtverordnetenVersammlung am Donnerstag, den 26. d. M., Nachm. 5 Uhr, ist folgende: Ein Naturalisationsgesuch Antrag des EtatsAusschusses betr. die Kreitung der Stelle eines besoldeten Stadtraths für das Sanitätsmesen- Berichterstattung über die Vorlage betr. Die Anlegung von Straßen auf dem an der Linienstraße belegenen Grundstücke der Berliner Schüßengilde -Vorlage, betr. die Ferienordnung für die höheren Lehranftalten pro 1885- besgl., betr. die Erwerbung des vor dem Grundstücke Burgstraße 7 unter dem Straßendammm befindlichen Kellers- desgl., betr. Die Erwerbung einer von dem Grundstücke Krautsstraße 16 und Kleine Markusstraße 15 zur Straßenverbreiterung erforderlichen Parzelle Desgl., betr. den Tarif der Einzelpreise für Arbeiten und Lieferungen bei Ausführung der Haus- und Dachoaffer- Ableitungen pro 1. April 1885/86- desgl., betr. Die Unterhaltung der Wege und der Gartenanlagen in dem Ausstellungspark- desgl., betr. Die Freilegung der Urbanstraße auf der Strecke zwischen der Grimmstraße und der Schönleinstraße desgl., betr. die Erwerbung der von dem Grundstüde der Grenadierstraße 39 und Hirtenstraße 12 zur Verbreiterung der Hirtenstraße erfor derlichen Barzelle Etats für die Verwaltung der Wassermerke, für die Kanalisationswerte und die Verwaltung der Riefelfelder, für den Zentral Viehmarkt, den Sentral- Schlachthof und die Fleischschau, sowie für den Bau und die Verwals tung der Markthallen, sämmtlich pro 1. April 1885/86 Vorlage, betr. die Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Stadthauptkaffe pro 1. April 1884 bis Ende Januar 1885, sowie der voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben des laufenden Rechnungsjahres Zwei Rechnungen. Um 7 Uhr findet eine gemeinschaftliche Sigung des Magistrats und der Stadtverordneten- Versammlung statt behufs Vornahme von Ersatzwahlen für den Bezirksausschuß Berlin. Lokales. Die hiesigen Straßenkehrer, städtische Arbeiter, find bis faum mehr erwehren kann. Ebenso schießen wie die Pilze die sogenannten Offertenblätter empor, deren erstes sich allerdings brillant rentirte. Durch die Konkurrenz wird bei uns auch die beste Idee zu Tode gehezt. b. Der Reisende spielt im heutigen Geschäftsverkehr die erfte Rolle. Aber neu ist die Joee doch, daß ein Ausstellungstomitee Reisende aussendet. So besucht jest ein Reisender der Nürnberger Metall- Industrie- Ausstellung die hiesigen Fabri fanten und erfreut sich sehr guter Erfolge, da er der Bequem lichteit entgegenkommt. Der am Freitag hier auf Grund erlassenen Haftbefehls wegen Betruges zur Untersuchungshaft eingelieferte Agent, wie er sich selbst bezeichnete, Direktor des deutschen Landvereins zu Berlin" Oskar Bhilipp Lemp, hatte noch am Sonntag, dem 15. d. Mts., in Boffen eine Versammlung eins berufen, um einen Verein mittler und tieiner Grundbesitzer zu errichten. Als Zweck des Vereins war angegeben, die Mits glieder in fittlicher, intellektueller und materieller Hinsicht zu heben, fie zu einem träftigen Bauernstande zu einigen und den bäuerlichen Grundbefiß zu erhalten." In dieser Versammlung war Herr Lemp nicht, wohl aber ein Agent deffelben, ein Herr Diest, erschienen, welcher in seinem Vortrage in der Hauptfache fich darauf beschränkte, auf die bösen Feuer- und Hagelver ficherungs- Attien- Gesellschaften zu schimpfen und den Beitritt zur Norddeutschen Allgemeinen Hagelversicherung auf Gegen feitigkeit" zu empfehlen. Es gelang, eine Anzahl von Bauern vereinen zu gründen und von den Mitgliedern derselben einen Beitrag von jährlich 1 M. und außerdem 1 M. für Porto und Beitungen einzuzuziehen, welche Beträge er lediglich fast in seinem Nugen verwendete. Da, wie festgestellt worden ist, der Direktor des Landvereins zu Berlin an die Ortsvorsteher der Landkreise, welche zur Ausbeutung außersehen waren, gedruckte Schreiben erlaffen hat, welche unter indirektem Hinweis auf den Fürsten Bismarck und die obersten Staatsfehörden aur Gründung von Bauernvereinen und zur Bahlung von Bei trägen aufforderten, auch in denselben Namen landwirthschaftlicher Kapazitäten ohne deren Wissen gebraucht waren, um lediglich die Opfer zu täuschen, so glaubte die Staatsanwalts schaft, fich mit den Gründungen des Herrn Direktors Lemp näher beschäftigen zu müssen, und auf Grund des gesammelten Materials erfolgte dann die Verhaftung deffelben. Das Strafverfahren wird voraussichtlich mit Rücksicht auf die gegen ihn erhobenen zahlreichen Beschuldigungen des Betruges und der Unterschlagung sehr umfangreich werden, und die Voruntersuchung gegen Lemp wird von einem hierzu besonders beauftragten Richter geführt. Die Beschuldigungen gegen Lemp beziehen fich vor Allem auf seine öffentliche Thätigkeit als Begründer von Rustikalvereinen, wobei er verdächtigt wird, Vereinsbeiträge und sonstige von Gönnern ihn für seine öffentlichen Bestrebungen gewährten Mittel in seinem Nußen verwendet zu haben. Sodann wird er von Handwerkern und Geschäftsleuten beschuldigt, daß er fie durch Vorspiegelungen falscher Thatsachen zu Kreditgewährungen verleitet habe, und schließlich ist er beschuldigt worden, sogenannte Heirathsschwindeleten verübt zu haben. In Bezug auf diese lette Stategorie erfahren wir, daß Lemp verheirathet ist, und daß von seiner Frau geschieden zu sein, ohne diese Angabe durch irgend welche Belege glaubhaft machen zu können. Lemp hat fich in Berlin und Auswärts neben seinen agrarischen Vereinss Agitationen damit beschäftigt, mit Töchtern bemittelter Eltern Liebesverhältnisse anzuknüpfen und sich mit ihnen zu verloben und von den Eltern dieser Mädchen Darlehne sich gewähren zu laffen, deren Zurückzahlung er unterlassen hat. Derfelben einzu und 68 der Stadtverordneten Versammlung zur Zustimmung iegt noch nicht in einer Krankentafe versichert. Unseres Er zem Erlaß den Klassen entstehen sechszehn und außerdem eine Aula. Fer Drtstrantentasje einrichten müssen. Die Straßen- seine Frau fich in Berlin nicht aufhält. Lemp behauptet nun irgend einem orzulegen. Die Baukosten find auf 203 000 m. veranschlagt; achtens hätte der Magistat schon längst für dieselben eine ner wird eine Turnhalle gebaut und ein Gebäude an der 8 Tabelavotu tordneten- Versammlung vom 26. Juni v. J. jezt das Baubaufe erflik ung babe Berficherung Der Ruffen aft wäre, ein andlungen hthöricht fe gehegt mer alle" pon b ernfilide fich Regen tah wur ing, v Dit en überwältigt eines jungen einen weiteren Inardiften Der Anz Deutschen elmäßige tehrer find 600 an der Bahl, von denen zirka 100 verschiedenen freien Hilfskaffen angehören. Die Uebrigen thäten nun auch Der Magistrat hat entsprechend dem Beschlusse der Stadt- wohl beffer daran, wenn sie sich bestehenden freien Hilfskaffen letteres nicht so leicht ist, und da die bestehenden Hilfskaffen auf ganz bestimmte Arbeiterkategorien lauten, so glauben die einfachen Handarbeiter, daß ihnen der Eintritt nicht gewährt werde, obgleich die meisten Hilfskaffen Arbeiter jeglichen Berufs aufnehmen. Eine Gemeinde- Krankenversicherung giebt es aber hier in Berlin noch nicht. Wohin sollen denn nun die StraßenSollte übrigens einer der Straßenlebrer, ohne durch den Magistat versichert zu sein, erkranten, so fann er mit Erfolg gegen den Magistrat flagbar werden, damit ihm dieser für die Dauer der Krankheit die gefeßliche Unterstüßung auszahle. Nur flagt nicht gern ein Untergebener gegen seinen Vor gesezten, weil er dadurch seine Beschäftigung verlieren kann. feitgestellt und wird dasselbe in der nächsten Woche der Stadt Derordneten- Versammlung zugeben. In Folge dessen ist die Grundfläche der Baustelle Pantstraße 9-12 von 5412 Dm. suf 6255 Dm. erhöht und die Klaffenzahl um 4, nämlich von auf 22, vermehrt worden. Außerdem sollen noch die ande n nothwendigen Unterrichtsräume, die Aula, der Gesangs kehrer fich wenden, wenn der Magistrat nists für ste thut? , die Bibliothet, ein phyfitalisches Kabinet, das Direktor Die Gesammt- Baufosten werden auf 600 000 t. veranschlagt. Bohngebäude und eine große Turnballe geschaffen werden. Alafen Des Gymnastums noch vier Realgymnafial- Klaffen zu begründen, falls di s später für zweckmäßig erachtet werden Die große Klaffenzahl würde es gestatten, neben den oberen follte. Dhne Zweifel wird in Folge des Stadtverordneten- Be- Vielleicht aber genügt diese Notiz, um Wandelung au lufies vom 26. Juni v. J. der ganze Bau einer der schön schaffen. en Schulbauten der Stadt Berlin werden. b. Das tommt davon! Im Verein des 40. Stadtbes " wirth, und führte unter großer Heiterfeit folgendes aus: Die Gastwirthe find den Profefforen jezt über. Denn wer eine Gastwirthschaft betreiben will, muß unbescholten sein, zum Profeffor braucht man das nicht!" Aber trop der Heiterfeit füblte Die Ergänzungswahlen für den Bezirks Ausschuß zirks berichtete am Montag der Vorsigende über die VerhandDen Austritt des Stadto. Dr. Alex. Meyer nothwendig Da erhob fich einer der Anwesenden, anscheinend ein Gasts geworden find, werden in der nächsten Sigung der Stadtver oconeten Versammlung vorgenommen werden. Auf die Vors flagslifte find gefeßt: als Mitglied Herr Techniker Oscar Stephan, als erster Stellvertreter der Fabrilbefizer Dr. Ludw. Darmstädter, als zweiter Stellvertreter der Maurermeister Karl Jeder, daß in dieser Jronie ein Stück bittere Wahrheit stecke. Stoch, als dritter Stellvertreter Generalsekretär Broemel, als Dierter Stellvertreter der Direktor der Preußischen Bentral bereits nahezu zum Schwindel geführt. Da der Export", das Bobentredit Aktiengesellschaft M. Herrmann. Der Bezirksaus Drgan des Bentral- Vereins für Handelsgeographie reüffiri bat, fchuß bat fich bekanntlich demnächst mit der Klage des Ma Die Anbange Reben gef 8 fich aber, zialbem Berzicht, Ent perlaffen beut i Ehre Ihrer Gh Shrer Liebe wollen." Verlangen ung Rumm Jhmen Sie burd bi Geräuf einde, ba ber Dess perbe nie ve Ihnen fage en werbe gewaltig bi gen giftrata ballenbaues zu beschäftigen. gegen das Polizei Präsidium in Sachen des Markt tragen i nicht start genug bin, einen langen Abschied zu er bas Leben Sie wohl, ewig wohl!" Sie wandte ihr Antlig ab. b. Die neue Kolonial- Politit bat in einer Beziehung so hat der krankhaften, bei uns herrschenden Nachäffungssucht gemäß eine wahre Fluth von Erporiblättern über unsere Ge schäftswelt sich ergossen, so daß sich dieselbe der Inserateragenten Entschluß geändert, wir müssen fort, Max, wir dürfen keine Stunde hier verweilen." " Das wird den Grafen Fergus sehr betrüben," sagte Thränen rannen über ihre Wangen und während sie der Doktor, und die Aussicht, Sie länger bewirthen zu abgewandte Antlig mit der einen Hand bedeckte, reichte können, hatte sein Befinden sichtlich gebessert; er schien mir lebensmuthiger und kräftiger in Folge Ihres Berfprechens." fie die andere dem Geliebten, welche dieser innig an die Lippen brudte und mit heißen Rüssen bedeckte. Lebe wohl, lebe ewig wohl!" rief er, von Schmerz Berloren, ewig verloren!" hauchte Agathe und fant tige auf dem Divan. Ich bebaure von Herzen, den Grafen getäuscht zu haben; es muß jedoch bei meinem Entschluß bleiben." Darf man nicht wenigstens den Grund für diese plöt= " vernichtet in die Kissen des Divans zurück. Als Gabriele liche Aenderung Deines Entschlusses wiffen?" fragte Max. und die Rammerbame erschienen, fanden sie eine Dhnmäch Ich sollte meinen, die gräfliche Einladung müßte Dir ganz Vierzehntes Rapitel. willkommen sein." War es, May; wir dürfen keinen Gebrauch davon machen; Du sollst Alles erfahren; in einer Stunde müssen An das Versprechen, dem Grafen Bericht von seiner wir fort sein. Ich gehe sogleich, mich von dem Grafen zu Unterredung mit Gräfin Agathe abzustatten, dachte D'Brian verabschieden." nicht mehr. Gesenkten Hauptes schritt er über den Gang, entgegen tamen. on Ihnen Sie mid Shnen nicht gt, barf i bas fon heute ab horchen; 酒 Sie forbe Бе Daus zu be bei pr fich nieber De zu 3hne er mit ge Gefen Bened ägt. baß biefe Fable, bas ber Erftere. " Alle Teufel! Das hat ja den Anstrich einer förmg. Das auf vier Abende berechnete große Billardturnier zwischen dem Billardprofessor Beyraud Rudolpbe und dem Billardkünstler Franz Etscher, welches in den Gratwell'schen Bierhallen ausgefochten wird, nahm gestern Abend kurz nach 1/28 Uhr seinen Anfang. Gespielt wurde auf beiden Seiten meisterhaft, wie auch schon aus der Durchschnittszahl der ges machten Serien zu ersehen ist, welche am ersten Abend bet Beyraud ca. 40 Points, bet Etscher ca. 30 Points betrug. Beyraud, welcher durch Entscheidung das Turnier begann, machte 18 Stoß", Etscher 17 Stoß", wobei ersterer die vorgeschriebenen 700 Points des ersten Abends gegen 1211 Uhr heruntergespielt hatte, während lepterer auf 501 Points su stehen tam. Die größte Serie war gestern Abend bei Beycaud jene mit 230 Points, bei Etscher jene mit 112 Points. Nachstehender Rapport veranschaulicht das interessante Spiel. Es machten: Beyraud 21, 14, 10, 82, 27, 5, 37, 0, 15, 87, 0, 3, 0, 31, 27, 29, 82, 230 700 Points. Etscher 66, 25, 16, 0, 2, 5, 112, 14, 109, 74, 3, 2, 40, 12, 15, 1, 5= 501 Points. Etscher bat bekanntlich die Chanze, daß ihm bei diesem Turnier noch 700 Points zur Seite stehen, welche er von Beyraud vor bekommen, so daß Etscher im Ganzen nur 2300 Points zu haben braucht, während Beyraud 3000 Points fvielen muß. Der erste Spielabend ließ noch keinen Schluß auf den Ausgang des Turniers zu und so ist es auch erklärlich, daß die Lust zu Wetten noch nicht recht zu Tage tritt.( Heute um 28 Uhr Abends nimmt das Spiel seinen Fortgang.) a. Ueber die bereits gemeldete Berhaftung eines unbedingt; und in diesem Falle glaube ich überzeugt zu sein, daß ihr Wunsch mit dem meinigen zusammens trifft." ,, Sie haben recht, Herr Graf; Komtesse Agathe it eine zärtliche Tochter, sie liebt Sie, und fügt sich Ihren Wünschen... aber mein Schicksal gönnt mir das Glück, das Sie mir in Aussicht stellen, nicht; in einer Stunde verlasse ich dieses Schloß." " 1 mir..." Was!?" fuhr der Graf auf.„ Sie versprachen " Ich kann mein Versprechen nicht halten, Herr Graf; höhere Pflichten treiben mich von hier. Fordern Sie feine Rechenschaft; ich muß bei meinem Entschlusse bleiben, und wenn ich Ihnen auch als ein Undankbarer erscheinen sollte." ,, Sie wollen fort? Und weshalb?" auf welchem ihm Strahlenau mit Frig Rodenburg bereits lichen Flucht!" rief Mag unwillig. Jest fängt es erst Ihnen nicht mittheilen kann; vielleicht erfahren Sie diese an, mir hier zu gefallen; ich habe mich schon auf die Mein Gott, Feliz, was ist Dir widerfahren?" rief Jagden gefreut, die wir hier abhalten werden, wenn der Armer Freund," sagte Frig, ich ahne Alles!" Rozb Graf völlig genesen ist.... und einige allerliebste Ge fichter sind mir hier im Schloffe auch schon vorgekommen; nicht so langweilig hier, wie ich anfänglich wahr, Felix?" fügte Strahlenau hinzu. Ich kann mir fürchtete." benten, daß Du Dir dies zu Herzen nimmst.... aber und schmilzt, wenn die Frühlingswärme den Schnee von ben Binnen von M'Donuil thaut. Verzage nur nicht " ,, Es ist wirklich eine Flucht, Max, nichts anderes " „ Es sind zwingende Gründe, Herr Graf, welche ich auf einem anderen Wege... Halten Sie mich, wenn ich mich jetzt von Ihnen verabschiede, Herr Graf, nicht für einen Undankbaren. Ich schwöre Ihnen, daß ich Sie und die Freundschaft, die ich hier erfahren, treu in meinem Ges bächtniß bewahren werde; sie werden mir auf meinem traurigen Lebenspfade die herrlichste Erinnerung sein Hier meine Hand, Herr Graf, ich bewahre Ihnen ein doch sprechen Sie mit solcher Entschiedenheit, daß ich anIhre Worte Klingen geheimnißvoll, lieber Freund; aber nur Muth, vielleicht erweicht sich das Eisherz der Romteffe als eine Flucht, oder wenn Du willst, eine Ver- freundschaftliches Herz und eine dankbare Erinnerung." Sehr fatal; jetzt gerade, wo wir auf dem Fuße gleidh, es war ja überhaupt diese Eile nicht nöthig, da der standen, uns hier häuslich niederzuiaffen, geht's wieder hins nehmen muß, alle Ueberredung würde vergebens sein." Graf wünscht, daß wir festen Wohnsiz hier nehmen; Herr aus, weiß Gott wohin." machen, daß der Graf uns einen ganzen Flügel feines seinen beiden Freunden und begab sich zu dem Grafen, " 1 t nicht nöthig," antwortete D'Brian kurz, wir vor zwei Stunden dem Grafen das Versprechen, hier zu " Noch heute?" rief Mag erstaunt. Gabst Du nicht bleiben?" D'Brian verabschiedete sich kurz und einfilbig von der ihn schon mit einer gewissen Ungeduld erwartete. Nun, mein Freund!" rief er ihm entgegen ,,, Sie sprachen mit meiner Tochter?" ,, Romteffe Agathe war so gütig, mich zu empfangen." Nicht wahr, fie stimmt meinem Wunsche völlig bei, daß Sie hier bleiben?.... " Ja, das war vor zwei Stunden; ich habe meinen Tochter liebt mich zärtlich und fügt sich meinen Wünschen wohl." . Sie würde es sein, Herr Graf... Also leben Sie Leben Sie wohl, mein Freund," antwortete der Graf; doch eins noch sagen Sie: Es ist hoffentlich nur ein Ab schied für kurze Zeit?" ,, Ein Abschied für immer!" antwortete D'Brian mit traurigem Ernste. ( Fortsetzung folgt.) Biendo Kriminaliften geht uns noch folgendes Nähere zu: Am Eingange des Café National in der Friedrichstraße standen in der Nacht vom 21. zum 22. b. M. awei junge Frauens personen, an welche ein Mann herantrat, der unter dem Vorgeben, Polizeibeamter zu sein, fie aufforderte, ihm zur Polizeis wache zu folgen. Die Mädchen weigerten fich, dieser Auffor berung Folge zu leisten, und ein aus dem Café heraustretender Kellner fragte den angeblichen Beamten nach seiner Legitimas tion als Polizeibeamter. Dieser erhob hierauf seinen Stock und versette dem Kellner einen wuchtigen Hieb auf den Kopf. Auf die Hilferufe des Kellners und der Frauenspersonen wurde der fliehende Schläger verfolgt, ergriffen und zur Polizeiwache gebracht, woselbst er, wie später festgestellt wurde, sich mit einem falschen Namen bezeichnete. Auf dem Kriminalkommis fariat wurde am folgenden Morgen in dem eingelieferten Pseudobeamten und Erzedenten der Buchbinder Espenhahn ermittelt, der am 17. d. M. nach Verbüßung einer vierjährigen Buchthausstrafe in der Strafanstalt zu Brandenburg, von da entlaffen worden war und seit dem 21. d. M. wegen mehrerer am 20. und 21. b. M. verübter schwerer Diebstähle von der Kriminalpolizei bereits wieder gesucht wurde. Espenbahn hatte fich mit einem bisher noch nicht ermittelten Komplizen am 19. b. M. bei dem Maurer G. in der Mittenwalderstraße Schlafstelle gemiethet. Beide Burschen zogen an demselben Tage zu, und am folgenden Tage gegen Mittag, als G. auf Arbeit sich befand und seine Frau aus der Wohnung fich ent fernt hatte, um ihrem Manne das Mittagessen zu tragen, benugten fie diefe günstige Gelegenheit, die Schränke und Be, hälter ihrer Wirthsleute zu erbrechen und daraus Gold- und Schmucksachen, sowie Kleidungsstücke im Werthe von 124 Mt. fich anzueignen. Während der Ausführung dieses Diebstahls hatten die beiden Thäter die Kinder, das älteste ist 10 Jahre alt, ihrer Wirthsleute in der Küche eingesperrt und sie erst dann wieder freigelassen, als die Diebe fich mit ihrer Beute entfernten. Espenbahn und sein Romplize veräußerten hierauf den größten Theil der gestohlenen Sachen bei Trödlern und gegen Abend mietheten fie fich Schlafstellen bei dem Tischler Sch. in der Neanderstraße, zu dem fte sofort zuzogen. Am folgenden Vormittag( 21. d. M.) schickte Espenbahn, nachdem der Tischler Sch. nach seiner Wertstatt fich begeben hatte, die Frau Sch. zu seiner angeblichen Braut mit einer Bestellung und sodann den 11jährigen Sohn zu einem ziemlich entfernt wohnenden Schlächter, und nachdem das Feld rein geworden war, erbrachen Espenbahn und sein Komplize den Kleiderschrank und eigneten fich daraus die gute Garderobe beider Eheleute an, womit fte fich entfernten. Nachdem beide thre Beute ver filbert hatten, trennten fie fich von einander, und E. wurde in ber folgenden Nacht in der geschilderten Weise festgenommen. war sämmtlich bei dem Wagenschieben beschäftigt gewesen.| Der genannte Beamte hat aber den Verlust der Kaffe ersetzen müssen. N. Einem frivolen Bubenstreich ist vor einigen Tagen eine hier in der Schönhauser Straße wohnende Wittwe R. zum Opfer gefallen. Die schon bejahrte Frau erhielt nämlich vor einigen Tagen aus Danzig, wo sich ihr erwachsener Sohn in Kondition befindet, ein Telegramm des Inhaltes, daß thr Sohn plöglich gestorben fet. Selbstverständlich reifte die alte Frau, nachdem fie die in Danzig lebenden Anverwandten telegraphisch von ihrem Rommen verständigt, sofort ab, um wenige ftens noch dem Begräbniß ihres Sohnes beiwohnen zu können. Bu ihrem größten Erstaunen aber fand sie den Todtgesagten vollständig gesund und wohlbehalten vor. In Folge einer sofort eingeleiteten Untersuchung flärte fich die ganze Angelegen heit als ein frivoler Scherz auf, der von einigen Freunden des jungen R. in Folge einer Wette in Szene gesezt worden war. N. Der Achsenbruch eines schweren mit Steinkohlen be ladenen Wagens, führte gestern Abend in der sechsten Stunde an der Ecke der Breslauer und Holzmarktstraße einen anscheinend schweren Unglücksfall herbei. Durch den plöglichen Bruch der Hinterare legte fich der Wagen auf die Seite, während die schwere Laft zum Theil auf den Damm fiel. Nur durch einen glücklichen Sprung vermochte sich der auf dem Wagen fizende Kutscher rechtzeitig aus Gefahr zu bringen, das gegen fam ein ebenfalls auf dem Wagen figender Arbeiter Voigt so unglücklich zu Fall, daß er anscheinend innerlich schwer verlegt per Droschke in seine Wohnung geschafft werden mußte. N. Sturz von einem Omnibus. Ein beklagenswerther Unfall ereignete fich gestern Abend am Spittelmarkt. Einer der Tecpaffagiere eines dort vorüberfahrenden Omnibus ver suchte, während sich der Omnibus in voller Fahrt befand, das Deck zu verlassen, trat jedoch hierbei fehl und stürzte dermaßen auf den Straßendamm, daß er bewußtlos liegen blieb. Verunglückte, der bei dem Fall anscheinend eine Gehirnerschütterung erlitten, mußte sofort per Droschte nach dem allgemeinen Krankenhause im Friedrichshain geschafft werden, wo derselbe als ein in der Sraußbergerstraße wohnender ArDer Roman eines Kindes. Am 20. d. M., Vormit tags, wurde die Leiche der seit Weihnachten vermißten 11 Jahre alten Tochter des Hutmachers K. im Humboldthafen aufgefun den und nach dem Obduktionshause geschafft." So meldet furz und trocken der Polizeibericht, während die N. N. über diesen Vorfall folgendes zu erzählen wissen. In der B.'schen höheren Töchterschule that fich im vergangenen Jahre eine Schülerin ganz besonders hervor durch Aufmerksamkeiten, welche fie ihren Lehrerinnen mit Regelmäßigkeit zu erweisen pflegte. Allwöchentlich zweimal tam die kleine elfjährige K., Tochter des wohlfituirten Hutmachers K., mit einem prächtigen Blumenstrauß Der Rudolf Epner, hatte seit Oktober v. J. angeordnet, die länger als früher zu scheeren, ohne aber feine Weber Lohnzulage für die Mehrleistung an Arbeit zu entschäd Es war den Webern überhaupt von der Verlängerung Retten teine Mittheilung gemacht worden. Man hatte mehr die alte Notiz der Kettenlänge beibehalten, soda Weber in dem Glauben gelassen wurden, die Ketten seien gleicher Länge mie früher. Erst durch die mertlich werd Verminderung des Wochenlohnes wurden die Weber, die ihrer Angabe je 1 Mart bis 1,50 Mark pro Woche einbü auf die Ursache der Benachtheiligung aufmerksam.- Seit der Firma ist eine Nachzahlung von Lohnbeträgen für Beit von drei Wochen erfolgt, doch find die Weber damit zufrieden gestellt; fie haben vielmehr die Nachzahlungen zu gegeben. Es werden deshalb jest Nachzahlungen für die r. 47. von sechs Wochen offerirt. Die Schädigung patirt aber ein recht weltw the seit dem Oktober v. J. Eine weitere Untersuchung der legenheit soll im Gange sein. Aus Liegnis wird bei desselben Streits nachstehendes gemeldet:„ Obwohl die Arde gewinnt man in der Epner'schen Fabrik in Landeshut am 19. D. die berühmten e wieder aufgenommen hatten, so ist doch die Aufregung Danach denselben noch so groß, daß die Ruhe und Ordnung fehlen, daß fächlich noch nicht wieder eingetreten ist. Insbesondere wer bifchen Rultu am 23. d. bei Beginn der Arbeitszeit wieder Ruheftör lander in F befürchtet. Die umfassendsten Vorkehrungen, um den etwa Ausschreitungen durch Aufgebot einer zahlreichen Gendarm Impulse wä und durch event. Heranziehung eines Militär Kommandos achten Geb gegentreten zu tönnen, find getroffen. Dber Regierung Rein Bweifel v. Brittwit hat sich nach Landeshut begeben, um fimitteln, zun eigener Anschauung von der Sachlage au überzeugen und treidebaues etwa weiter erforderlich erscheinenden Anordnungen anproduktion i Stelle treffen zu können." Septere entf europäischen ber Rohrzu Eine Ueber Das Gesetz vom 14. Mai 1879, betreffend den tehr mit Nahrungs- und Genußmitteln, war zunäc Bezug auf das Weingeschäft wohl in feinem anderen Deutschlands so dringend nothwendig, wie im Reid lande. Zu französischen Betten waren unter dem Einfertil- Indu der billigen franzöfifchen Weine die in Elsaß- Lothringen wachsenen Weinsorten wenig begehrt und deshalb fo beiter H. refognoszirt wurde. Sein Zustand soll ein geradezu daß fie auch bei den arbeitenden Klaffen das tägliche Getri hoffnungsloser sein. N. Verunglückter Feuerwehrmann. Eine Berschmetterung des rechten Fußes erlitt heute Vormittag der in dem Depot Mauerstraße angestellte Feuerwehrkutscher H. Derselbe hatte den Auftrag erhalten, ein neu angetauftes sehr feuriges Pferd vor den Mannschaftswagen Nr. 11 zu fpannen und in der Mohrenstraße einzufahren. Hierbei schlug das Pferd plößlich aus und traf den H. so unglücklich gegen den rechten Fuß, daß ihm der Fuß, wie schon oben gesagt, fast voaständig zerschmettert wurde. Der Verunglückte mußte fofort von zwei anderen Feuerwehrmännern in das obengenannte Depot getragen und in ärztliche Behandlung gegeben werden. Polizeibericht. Am 23. b. M. Vormittags wurde ein 15 Jahre alter Knabe auf einem Grundstück in der Bellermann ftraße in einem Holzgelaß erhängt vorgefunden.- An dem felben Tage Abends wurde ein Dienstmann in Folge eigener Unvorsichtigkeit an der Ecke der Köpnider und Brückenstraße zur Schule und überreichte ihn einer der Lehrerinnen der Vorbereitungstlaffe, welche fte besuchte. Ganz besonders schien fich das Kind zur Lehrerin Frl. W. hingezogen zu fühlen; für fie hatte fie immer die schönsten Blumen. Als Frl. W., über die fmmer häufiger werdenden Spenden nachdenklich geworden, das Sind befragte, wie es denn zu den Blumen fäme, ob fie aus dem Garten der Eltern stammten, gab die Kleine die Erklärung ab, ein Gärtner in der Nachbarschaft sei ihrem Vater vielen Dant schuldig und bringe immer die Bouquets ihrer Mutter. Die Mutter überlasse ihr die Blumen, und sie wisse nichts Befferes damit anzufangen, als ihrer lieben Lehrerin eine fleine Freude zu bereiten. Diese Erklärung flang sehr glaubwürdig. Der Sommer ging vorüber, der Herbst tam ins Land, und die kleine R. brachte nach wie vor ihre Blumen mit zur Schule; die schönsten erhielt Fräul. W. So war es Winter geworden. Weihnachten rückte immer näher und, wie um ihre geliebte Lehrerin schon vor dem Feste zu be schenken, tam bie fleine R. an einem Tage der dritten Dezemberwoche mit zwei prächtigen Bouquets, das eine aus Rosen, das andere aus Kamelien gewunden, zur Schule und wollte fie Frl. W. überreichen. Die Lehrerin, den Werth dieser Bouquets erfennend, verweigerte die Annahme und entschloß fich, nach dem sie mit ihren Kolleginnen лüdsprache genommen, bei den Eltern der fleinen R. direkt Nachfrage über deren Ursprung Der Blumenspenden zu halten. Der Vater des Fräuleins W., ein verdienter alter Beamter der Hamburger Eisenbahn, ging am 18. Dezember v. J. zum Vater der kleinen K. und feste ihm in schonender Weise den Sachverhalt auseinander, da schließlich die Vermuthung, die Sache ginge nicht mit rechten Dingen zu, nicht ausgeschlossen war. Herr K. berieth fich mit feiner Frau, die fleine R. wurde zur Rede gestellt, verweigerte aber jede Auskunft. Nun beschloß Frau K., selbst die Schul vorsteherin zu besuchen und nähere Details über die von ihrem Kinde gemachten Blumenspenden einzuziehen. Am 19. Des zember Nachmittags machte fich Frau K. auf den Weg, um ben erwähnten Gang zu thun. Die Kleine K. spielte gerade mit anderen Kindern in einem hinter dem Laden ihres Vaters gelegenen Wohnraum. Plöglich sagte fle zu ihren Gespie linnen: Ich muß nur einen Augenblick weggehen, ich bin gleich wieder da", verließ durch eine Hinterthür das Haus und -den tragischen Abschluß dieser Geschichte bildet die obige Notiz aus dem geftrigen Polizeibericht. Aus Furcht vor Strafe war die Kleine jedenfalls freiwillig in den Tod ge gangen; vielleicht auch aus Scham darüber, daß fie vor ihrer geliebten Lehrerin als fleine Diebin hätte dastehen müssen; Denn leider muß man die einzige Erklärung für die Blumen Spenden darin fuchen, daß die Kleine regelmäßig das Geld hierfür der Ladenkaffe thres Vaters entnahm. Sorten folden bildeten. Nachdem jedoch nach 1870 die Weineinfu Frankreich in Folge des hohen Bolles auf die feineren beschränkt worden war und auf der anderen Seite Absatzgebiet nach Altdeutschland hin erweiterte, verb fich die Preise und die Nachfrage übertraf bei Weitem D gebot. Unter solchen Umständen ist es er.lärlich früher hier so gut wie unbekannte Weinschmiererei einen Umfang annehmen konnte, daß das gesammte Weingeschüt wissermaßen in Miskredit fam. Erfreulicher Weise ift eine gründliche Wendung zum Beffern eingetreten; mefen dazu beigetragen hat die strenge Handhabung des oben wähnten Gesezes. Während z. B. in der Zeit vom wefentli 1. April предел Deberprobut Borräthe fi anzuhä en Transp er Eifenbal Mittel ischen S ber H falls große Nur e Ratiftifcher ber Welt h wo fie gan nahezu iwantte in weniger als 292 Fällen zu gerichtlichem Einschreiten laß gegeben hat, ist in der Periode vom 1. April 1881 bis zum 1. April 1882 der Vertrieb von Wein in mid Weinfälschungen gegen Fabrikanten, Händler und Mitbe 14.4 Millio 1882 An bis 1. April 1883 die Zahl der Verfolgungen auf 74 und im waltungsjahre wird die Zahl der Verfolgungen nicht einmal von einem Nollwagen überfahren und dabei so schwer verlegt, nächstfolgenden Jabre auf 39 gesunken. Jm laufenden Ber Beit verstarb ein Herr plöglich auf dem Flur des Hauses, Thaerftraße Nr. 12, wo er feit 8 Tagen Wohnung genommen hatte. Die Leiche wurde behufs Feststellung der Todesursache nach dem Dbbuktionshause geschafft. a. Ein Knabe als Selbstmörder. Der 12jährige Knabe Emil., welcher bei seinen Eltern, den H.'schen Eheleuten, in der Bellermannstraße fich bis zulest befunden hat, wurde heut Bormittag in dem Holzftall des Hauses, in welchem seine El tern wohnen, erhängt vorgefunden. Ein berbelgerufener Arzt fonstatirte den Tod des Knaben, der schon am Sonntag Nach mittag eingetreten sein muß. Der Knabe hatte am Sonntag gegen Mittag mit seinen Eltern einen Bant, weil diese seinen guten Sonntags- Anzug seinem älteren Bruder zum Anziehen gegeben hatten, damit er darin einen Besuch mache. Der Emil . begab sich hierauf mißmüthig nach dem Hof und wurde sobann nicht mehr gesehen. Er wurde bis zum späten Abend Soziales und Arbeiterbewegung. Gefangenen- Arbeit in Preußen. Aus der fürzlich erschienenen Uebersicht über die preußischen Straf und Ge fangen- Anstalten 1882/83" veröffentlicht die Stat. Korr." einen Artitel, in welchem es über die Gefangenen Arbeit heißt: Bon den durchschnittlich täglich zur Arbeit verpflichteten 26 616 Ge fangenen nur die Untersuchungs- und Schuldgefangenen find von dieser Pflicht befreit wurden 90,99 pet. gegen 89,90 pEt. im Vorjahre beschäftigt; der Rest von 9,01 pt. bestand aus Arbeitsunfähigen. Davon waren thätig: 6915 Personen oder 25,98 pCt. aller Beschäftigten für den eigenen Bedarf der Anstalten, 638 Personen oder 2,40 vCt. für eigene Rechnung der Anstalten, zum Verkaufe und 19 063 Personen oder 71,62 pet. für Dritte gegen Lohn. Die zweite Gruppe der zur Arbeit Verpflichteten war zum größten Theile mit Her stellung von Fabrikaten für andere Strafanstalten und für weitere Zweige der Staatsverwaltung, sowie für Reichsbehör ben beschäftigt. So werden z. B. seit dem 1. April 1881 sämmtliche Webestoffe zu den Bekleidungs- und Lagerungs gegenständen, welche für die Anstalten nöthig find, in den Strafanstalten zu Wartenburg, Insterburg, Sonnenburg, Nau gard, Halle a. S., Celle, Rendsburg, Brandenburg und Lichtenburg durch Gefangene angefertigt. Von den für Dritte gegen Lohn beschäftigten Gefangenen wurden durchschnittlich täglich 18 168 Personen( 15 310 Männer und 2858 Weiber) für Industriearbeiten und 895 Personen für landwirthschaftliche und andere gewöhnliche Tagelöhnerarbeiten verwendet. Unter den Industriearbeiten treten hervor: die Cigarrenfabrikation. Weberei " " H Schuhmacherei, Fabrikation von Filz- u. geflochtenen Schuben. Schreinerei u. Riftenfabri fation Zunahme in pCt. gegen 1881/82 mit 2362 Personen 3,5 1935 14,0 " " 6,0 1730 " " 8,3 1131 " " 1 " Buchbinderel, Kartonnages, Düten, Patronenhülsen Anfertigung, Papierschlä geret und Papiermachés fabrikation 11 1098 29,8 In allen anderen Betrieben waren bedeutend weniger als 1000 Personen beschäftigt. Bei der Bürstenfabrikation, Schnei berei, Spielwaaren und Quintailleriefabrikation, Schlosserei ein Viertelhundert erreichen. Бе 1880-188 alfo auf ei Derjenigen mehrung widelung b in folchem Die Zahl der in Berlin aufgegriffenen Bettler frug nach den amtlichen Zusammenstellungen des föniglingen eine 21 077 Berfonen. Hiervon wurden 10 910 Personen eingeliebigen Bei Polizeipräsidiums während des Jahres 1884 im an 1889 6801 der Behörde angezeigt und 3366 verwarnt und entla Unter diesen Bettlern befanden sich 18 446 Männern, Weiber und 373 Kinder unter zwölf Jahren. Von diesen lern wurden 1702 mit Korrektionsnachhaft belegt. Die enorme Don 21 077 Bettlern bedeutet im Vergleich zu den Voria Roch immer einen wesentlichen Fortschritt in der Be der Verhältnisse. Denn im Jahre 1883 wurden 27 565, im Jahre 1882 32 805, 32 805, im Jahre 32 931, im Jahre 1880 27 262, im Jahre 1879 26 048 Jahre 1878 23 216, im Jahre 1877 22 442, im Jahre 8738, im Jahre 1875 1638 und im Jahre 1874 1172 aufgegriffen. Aus diesen Zahlen geht einmal das en Wachsthum der Zahl der Bettler vom Jahre 1877 ab andererseits, daß bie Jahre 1881 und 1882 den erreicht, und daß fich die Zahl der Bettler im Jahre 188 1876 Bettler über dem Jahre 1883 um 6488 und gegenüber dem Jahr 18 Bieben wir die Perhältnie be um 11 728 vermindert hat. Ein a welcher bet Fahrzeuge theil zuläßt tine fo fiel yne und Dorben, wi ( 2761) Novem Jahres 1884 näher in Betracht, so ergiebt sich, daß die Bahl von Bettlern in den Wintermonaten Januar Februar( 2450), Dezember( 2164), März( 2149) und Jahre Stiffe mi 473 000 Jabren 18 weife auf Lonnen ber( 1709) aufgegriffen wurde; die niedrigsten Bablen we die Monate August( 1593), Juli( 1248) und September( 114 auf. Die im Ganzen große Abnahme der Vagabondage weise auf das strengere Enschreiten gegen die gewerbsmäß Jahre 1884 gegenüber den beiden Vorjahren ist wohl the Bettler" zurückzuführen. Der Verein gegen Hausbettelei zu Wittenberg, einschließlich der beiden Zweigvereine Klein- Wittenberg Bor also in bie als früher Jammen. lidge Studio gebauten Dom Stape Don 416 00 auf 124 00 Ronnte ma im Jahre 1 fo rebusirt Pratau 502 Mitglieder zählt, hat im vergangenen Jahre 661 Durchreisende mit je 25 Pf. in Behrmarlen, also mit ba 1652 M. unterstügt. Unter den unterfügten Durchreifend nehmen der Zahl nach den ersten Rang ein die Arbeiter mi 484 Mann, Dann folgen 471 Fleischer, 416 Bäder, 385 Stub macher, 346 Schloffer, 284 Schneider, 240 Müller u. f. f.; zellandreher, Peitschenmacher und Mühlenbauer mit je 1 Man macher und Korkschneider, je 4 Glasmacher, Pantinenmad dann kommen je 2 Rohrleger und Kunstgärtner, je 3 Ano schwächsten find unter den Unterstüßten die Steinschleifer, und Zinngießer. Vereine und Versammlungen. Berlin G Die Mitglieder der Zentral Kranken- und Sterbeta der Tischler u. s. w. der örtlichen Verwaltungsstelle bes БЕЗ ein gewalt hältnißmäß Rein Befigthum gerichtet un widelt. D Das foll m nicht, wie alles" Ueber Frankfurterthorbezirt, hielten am Sonntag, den 22. b. eine Bersammlung Andreasstr. 21, bei Keller ab. Auf Tagesordnung stand Wahl eines Ortstaffirers. Da der Herr Bölle gewählt. Die Wohnung des Herrn Bölte befinde berige Ortstaffirer, Herr Lorena, sein Amt niederlegte, mu fich Gr. Frankfurterstr. 129, Quergebäude I. Da fich be übernimmt Herr Bölte als Drtstafftrer vom 1. Mära ab bef und Holzleistenfabrikation hat sich die Zahl der Beschäftigten gegen das Vorjahr vermehrt, bei der Negstrickerei, Sattlerei und Täschnerei, Fabrikation von Etuis aller Art dagegen ver Näherei, Stepperei, Stickerei und Strickere beschäftigt; die Lorenz erbot, für diese Woche noch die Geschäfte zu leiten, mindert. übrigen fanden hauptsächlich bei Tapisseriearbeiten, Handschuhnäherei, Federreißen, Flechterei und Spinnerei Verwendung; aber auch in der Cigarrenfabrikation waren täglich 199 Weiber nitiv sein Amt. Frau Guillaume Schad hält am Donnerstag, ben bei Anverwandten vergeblich gesucht, und erst am folgenden thätig. In 12 Strafanstalten waren bei einigen Arbeitszweigen b. Mis., Abends 8 Uhr, in der Urania, Wrangelfir. 9 und Morgen wurde von seiner Mutter, als fie in den Holzftall fam, feine Leiche vorgefunden. Zweifellos hat sich das Kind aus Aerger über die Bevorzugung seines älteren Bruders selbst ge tödtet. Ein Eisenbahndiebstahl ist wieder mit seltener Frechheit auf der Station Wilmersdorf der Ringbahn verübt worden, der den betreffenden Beamten um so schwerer trifft, als er von seinem Inapp bemessenen Gehalt für den Schaden auffommen muß. Am Montag Abend mußten mehrere Wagen, um den Bei tehr nicht zu stören, schnell auf andere Geleise geschoben werden, und hatte babei das gesammte Beamtenpersonal hilf reiche Hand zu leiften. Auch der Stationsaufseher, der die Tagestaffe, aus 37 M. bestehend, auf ein Bahlbrett aufgezählt batte, eilte hinaus und vergaß in der Eile, das Zimmer zu verschließen. Als er nach wenigen Minuten dorthin zurückkehrte, war auf bis jest unerklärliche Weise das Geld von dem Brett Dampfmaschinen in Gebrauch. Alle arbeitenden Gefangenen diefer Gruppe erzielten einen Brutto Arbeitsertrag von 2876 294 D.( 93 402 M. mehr als im Vorjahre) oder pro Kopf und Arbeitstag 50,76 Bf.(+0,13 Pf. gegen 1881/82). Ein Sechftel des ganzen Arbeitsertrages wird den Gefangenen gutgeschrieben; im Berichtsjahre betrug diese Prämie 489 996 Mart oder 6,26 pro Kopf und Arbeitstag(+0,2 gegen 1881/82), bei den Buchthausgefangenen speziell 394 222 Mart oder 6.77 Pf. pro Kopf und Arbeitstag(+0,14 Bf. gegen 1881/82). 10 26 bas flingt nicht die Der Garten unb ,,, antl geben." ng a" gemeint. fich gans godbiten und alle Stellen, un lichen Tod „ Da, lachte ber Lippen, nu ga" follft imm weißt es i Mädchen und w auszufülle werben ta an Mübe Diefes ents eine weitere Arbeiterinnenversammlung ab, um einen Berrin zur Vertretung der Lohninteressen der Arbeiterinnen zu bilb Rigdorf. Mitglieder Versammlung der Bentral- Krante und Sterbekaffe der Tischler und anderer gewerblicher Arbeite (..) Sonntag, den 1. Mäcz. Nachmittags 3 Uhr, in Nief Lokal, Nixdorf, Bergftr. Jr. 129. Tagesordnung: 1) Antige zur Generalversammlung. 2) Nähere Besprechung über b Delegirtenwahl. 3) Verschiedenes. Mitglieder werden dringend ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Quittungsbuch legitimit Arbeiter Bezirksverein vom 15. und 20. Kommunal Die ordentliche Mitgliederversammlung Weber aus der Epner'schen Fabrik die Folge gehäfftiger Auf- heute Abend 8 Uhr im Lokale des Herrn Otto, Adalbertfir. 24 ftatt. Neue Mitglieder werden in jeder Vereinsverfammlung aufgenommen. Monatlicher Beitrag 20 Bfg., ein Einfchreibe Zum Landeshuter Streit wird der Schles. Stg." aus Landeshut geschrieben: Die Annahme, daß der Streit der Wahlbezirk. begerei fei, fann als irrig bezeichnet werden. Aus Anlaß der Arbeitseinstellung ist vielmehr eine seit längerer Zeit zum Schaden der Weber in jener Fabrit getroffene Einrichtung zu folgendes mitgetheilt: Der Chef der Firma, Kommerzienrath Verantwortlicher Redakteur R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin_SW., Beuthstraße 2. findet verschwunden. Ein Fremder ist zur Beit des Diebstahls auf bezeichnen. Dem Stadtblatt" wird hierüber im Wesentlichen wichtigen Tagesordnung wegen recht zahlreich zu erscheine bem Bahnhof nicht bemerkt worden, und das Bahnhofspersonal Gäfte find stets willkommen. Sieran eine Bellag ganz porz mie taufer Und Der Stebe eine Thrä id auf, m Otto ift boch D et, bie Weber entschä ingerung n hatte n, fodaj ten feien lich werd Seite eber, bie he einbü ägen für er damit t ungen zur für irt aber g der A bird bezüg Beilage zum Berliner Volksblatt. Rr. 47. weltwirthschaftlichen Ueberproduktion Mittwoch, den 25 Februar 1885. bein recht treffendes Bild der allgemeinen Betreff der Sucker- Industrie, daß in der ganzen Welt eine I die Arb gewinnt man aus der Jahresübersicht des Statist", des . die berühmten englischen Handelsblattes. regung un Cubeftörung Den etwai Gendarm ad den zunäch Deren La the " Entbehrung II. Jahrgang. das verräth einen schweren organischen Fehler in unserem Wirthschaftssystem. Auf ihn immer und immer wieder hinzuweisen, und, soviel an uns ist, zu seiner daß werden wir stets für unsere Beseitigung mitzuhelfen, Hauptaufgabe halten. Politische Uebersicht. Eben so klar zeigen heute schon die Umrißziffern in Betreff der Zucker- Industrie, daß in der ganzen Welt eine Ueberproduktion von unerhörtem Umfange eingeleitet wurde. Nach den Berichten von F. D. Licht ist die Rübenzuckers menge von 17,5 Millionen Meter- Bentnern in der Rampagne 1880/81 auf 25,3 Millionen Meter- Zentner in der Kame pagne 1884/85 gestiegen. Zu dieser aus europäischen Fabriken ftammenden Mehr- Erzeugung von fast 8 Millionen MeterEine neue ministerielle Verfügung, enthält die Be Bentnern fommt aber noch die konkurrirende Ausdehnung stimmung, daß bei der Prüfung von Gesuchen um Errichtung der Rohrzuckergewinnung in den überseeischen Ländern. Java, oder Verlegung von Dampfteffel- Anlagen an Stelle Cuba, Mauritius, die Philippinen haben nach den neuesten der Baubeamten und des Gewerberaths der mit den Dampf Schägungen in der Kampagne 1884/85 um nahezu vier teffel- Reviftonen beauftragte Sachverständige zuzuziehen ist. Die Befugniß, die im dritten Absage des§ 24 der Neichs- GeMillionen Meter- Rentner mehr Buder auf den Weltmarkt geworfen, als im Jahre 1880/81. Su ben voranstehenden werbeordnung vorgeschriebene Untersuchung über die Ueberein Biffern hinzugerechnet, giebt dies eine gesammte Mehrprodutstimmung der Ausführung eines neu fonzefftonicten Dampf tion von 12 Millionen Meter- Zentnern, und es erhielt die feffels mit den Bestimmungen der ertheilten Genehmigung amtlich vorzunehmen, ist dagegen den Ingenieuren der bes konsumirende Menschheit statt der ungefähr 40 Millionen treffenden Aufsichtsvereine bisher noch nicht ertheilt worden Meter Bentner vom Jahre 1880 im letzten Jahre nahezu und daher bis auf Weiteres den staatlichen Dampfteffel- Nevis 52 Millionen Meter 8entner 8uder, foren verblieben. konnten, als die oben erwähnten übergroßen Mengen von Danach wäre es vergebens, sich noch länger zu verdnung behlen, daß so ziemlich alle Volkswirthschaft der abendlän ndere webischen Kulturwelt, daß Europa, Amerika und die Kolonialamber in Folge der im Jahre 1880 empfangenen träftigen Impulse während der lezten drei Jahre auf den mannich mandos flen Gebieten in eine Ueberproduktion gerathen sind. gierung Rein 8weifel; es besteht eine leberproduktion in Nahrungsum fimitteln, zumal durch die ungeheure Ausdehnung des Ges agen und treibebaues und Getreibehandels in Amerita; eine Ueber gen an robuftion in Genußmitteln, wie Kaffee, Thee und Buder. estere entstand ebenso durch die ungesunde Expansion des uropäischen Rübenbaues, wie durch die rasche Zunahme Rohrzuder Erzeugung in den überseeischen Ländern. Gine Ueberproduktion herrscht in den meisten Zweigen der Dem Einfertil- Industrie, besonders in Seide und Baumwolle; eine welche ebensowenig auf einen natürlichen Absatz rechnen eberproduktion durch die Berg- und Hüttenwerke, deren Borräthe fich namentlich in England und Amerika bedenk- Roheisen. anzuhäufen begannen; eine Ueberproduktion sogar in Transportmitteln, indem die überstürzte Vermehrung er Eisenbahnen in den Bereinigten Staaten, sowie in SüdMittel- Amerika, dann die unerhörte Thätigkeit auf den ifchen Schiffswerften mit der darauf folgenden Vermehber Handelsflotten aller feefahrenden Nationen eben große Gefahren heraufbeschwor. n Reid othringen 16 fo bill iche Betri meinfub eren eite Derb em b h. Sarten zbie Die einen foldm ngefdit fe ift bi Des oben wefentli om 1. p Sein in nid An rung Nur ein paar ellatante Belege mögen in Gestalt fatiftischer Zahlen gestattet sein. Die Roheisen Produktion ber Welt hatte im Jahre 1873. wo fie ganz wesentlich zum Ausbruche der Krise beitrug nahezu 15 Millionen Meter- Tonnen erreicht; fie eiten wegen wantte in den Jahren 1874-1879 zwischen 13.7 und Wirtbe 4.4 Millionen Tonnen; da wurde sie in der Beit von bis 74 und im fenden Vers night einmal | Was in diesen hervorragenden Fällen beobachtet wird, läßt fich faft durchweg verfolgen und mit wenigen vereinzelten Ausnahmen generalifiren. Die nothwendige und naturgemäße Folge der Ueberproduktion ist ein gewaltiger naturgemäße Folge der Ueberproduktion ist ein gewaltiger Rückgang der Preise der überwiegenden Mehrzahl aller Welthandelsgüter. Wie die Vergleiche des„ Statist" entnehmen lassen, find die Maffenprodukte des Bergbaues und Hüttenwesens feit zwei Jahren um nehezu 20 Prozent, feit 1883 um 10 bis 15 Prozent billiger geworden; ähnliche Senkungen zeigen sich bei den Chemikalien und bei mehreren Textilfabrikaten. Um fräftigsten tritt aber die Reaktion bei den Nahrungs- und Genußmitteln zu Tage. Weizen, dessen Preis schon zu Beginn 1883 außergewöhn lich niedrig war, ist bis Ende 1884 um fast 25 Prozent il 1889 1880-1883 ftoßweise auf 18.5 und 21.8 Mill. Tonnen, zurüdgegangen; auch Mais und die anderen Brodfrüchte, Bettler tönigli and entlo nnern, Бе rungen berjenigen bes Arijenjahres liegt. Mag auch die Vers gilt von Raffee und am intensivsten von Zucker, wie wir mehrung der Eisenbahnen und Dampfer und die Ents in Deutschland zur Genüge wissen. Der Preis guten widelung der Industrie nebst dem Wachsthum der Bevölke westindischen Raffinade- Bucers wurde im Januar 1883 in eine ftete Zunahme des Eisenverbrauches bedingen; London zu dem abnorm niedrigen Preisen von 20 Shilling im Banh folchem Tempo gehen die Dinge selbst in unserem rasch per englischen Bentner( 453 Rilogr.) notirt; aber im Des eingeliebigen Zeitalter denn doch nicht vorwärts. zember 1884 ftand er 9% Shilling! Ebenso war der Preis Ein anderes Beispiel liefert der britische Schiffsbau, des Rübenzuckers innerhalb zwei Jahren fast auf die Hälfte welcher bekanntlich für die Handelsmarine der ganzen Welt gesunken. Diesen ahrzeuge liefert und dessen Fluktuation ein generelles Ur enorme theil zuläßt. Noch in feinem früheren Beitabschnitte ist n Vorja er Beffe urden Sabre 26 048 188 Sabre 18 1172 Bettler bas eno 8891 ab b 1884 gen Jabe bältnie bed Die afte uar ( 2761) und Novem ablen wel ember( 1214) bonbage in wohl the erbemäßig DIS tenberg enberg Sabre 6611 o mit bast rchreifende Arbeiter mi u. f. fi bleifer, 385 Sdub Bon Ffe 1 Man e 3 Anon tinenmad 11. Sterbela le Berlin 22. b. Auf Da ber БЕЗЬ gte, wurd Site befinde fich bes leiten, 10 rab bef ag, den 26 9 und 10 nen Berrin su bilben al- Rrante in Niefig Der Arbeite 1) Antige über be en bringend Legitimit ommunal albertftr. 21 473 000 Rußland. " Kein Endlich, nach dreijähriger Voruntersuchung, ist der Prozeß wegen der großen Unterschleife im Zollamt zu Zangorog am Dienstag vor dem Bezirksgericht in Chartow zur Verhandlung gekommen. Die Dauer des Prozesses ist auf einen Monat bes rechnet; 300 Beugen find vorgeladen. Im Mittelpunkt des Brozeffes stebt wie der Boff 8tg." geschrieben wirdber Taganrog'iche Kaufmann Marc oder Mari Valjano, ein Großhändler griechischer Herkunft, ein Millionär, von dem Niemand sagen kann, auf welche ehrliche Weise er zu seinem großen Vermögen fam. Als die Höhe der Kaution, welche der Angeklagte, um in Freiheit zu bleiben, hinterlegen sollte, be rathen wurde, zog das Finanzministerium in ausländischen Handelsstädten, mit denen Valjano in geschäftlichen Beziehun gen stand, Erkundigungen ein und firirte auf Grund derselben Die Raution auf awei Millionen. Seit dem Anfang der fünfsiger Jahre spielte Valjano in den Küstenstädten des Schwar zen Meeres eine hervorragende taufmännische Rolle, denn die ganze Getreideausfuhr gerieth in seine Hände. Mensch wußte zu sagen, auf welche Weise der Fremdling, man fann fast sagen, über Nacht reich geworden war, und dem zu Folge entstanden die abenteuerlichsten Gerüchte über sein Vorleben, wie über die Mittel, die ihm seine Millionen verschafften. Man behauptet, Valjano sei früher Schiffsjunge, bann Seeräuber gewesen und vornehmlich durch den Bertrieb falscher Rubelscheine zu seinem Reichthum gelangt. Dbgleich außer ihm auch andere reiche Kaufleute angeklagt find, so war doch Valjano zweifellos die Seele der Mißbräuche in Taganrog. Das ganze Personal des dortigen Bollamts, vom Chef bis auf die Wächter hinab, stand in seinem Solde, betrog die Regierung, um sich und Valjano Vortheile zu schaffen. Die Einen lieferten ihm aus dem Hafen mit Umgebung des Bollamts Waaren aus, die Anderen aus den Backhäusern ohne porherige Besichtigung, und die Dritten endlich ertheilten ihm Quittungen mit fingirten Gewichtsangaben. Die Vorunter fuchung ftellte 97 Fälle von Einfuhr unverzollter Waaren fest und das nur für den Zeitraum 1878-1881. Unter den 38 An geklagten befinden ft 18 Beamte, die übrigen Bwanzig find Raufleute, einer, Namens Karajani, fungirte als Bevollmäch tigter der Kurst Charlow- Alow- Bahn und empfing durch die Gefälligkeit des Taganrog'schen Bollamtes billig oder gar nicht verzollte Eisenbahnschinen.- Es wird bei diesem Prozeffe wohl ebenso gehen, wie bei allen großen Betrugsprozessen in fernten Stadt und verzehrt da in aller Gemüthsruhe die ge stohlenen Millionen. Ueberproduktion und kein Ende! Aber wenn Alles im Uebermaß vorhanden ist, warum schwimmt nicht die ganze Bevölkerung im Ueberfluß? Betlagt sich große Gütern zuviel hat k one und Weare und allen übrigen minderen entwickelt Waffe etwa barüber, daß sie von allen Baterie o orben, wie in den abgelaufenen vier Jahren, besonders Im Gegentheil, so sehr die Magazine und Lagerräume überfüllt sind, so bitter entbehren die Arbeiter alles Jahre 1883. In den Jahren 1879 und 1880 werden Shiffe mit der Tragfähigkeit von 406 000, resp. Nöthige; und je höher fich die Vorräthe aufhäufen, in desto ben Tonnen vom Stapel gelaffen; in tieferes Elend verfinten die Arbeiter infolge gezwungener Jahren 1881 bis 1883 flieg diese Leistung fprung Arbeitseinschränkung und Arbeitslosigkeit. Ein Dodarbeiter weise auf 609 000, bann 928 000 und 1 063 000 fchilberte bei Gelegenheit einer Audienz beim Minister Lonnen Gehalt. Die britischen Werften allein hatten Harcourt die Schwierigkeit, Arbeit und Brot in den Lon also in diesem Jahre Schiffe von höherer Kapazität geliefert, als früher die Schiff bau- Etablissements aller Länder zu rung und Obdach die Nacht durch die Straßen gegangen, Jammen. Im Jahre 1884 kam nun freilich der unausweich liche Rüdschlag; nur mehr zwei Drittel der im Vorjahre Amey, ein Werftarbeiter, meinte, daß sicherlich an der Südgebauten Fahrzeuge, ungefähr 700 000 Tonnen, wurden seite der Themse viertausend Menschen ohne Arbeit wären; 10 ein boner Häfen zu finden. Dft wäre er ohne Geld für Nah- Rußland; der Betrüger wird verbannt nach irgend einer ent und er wäre hunderten von Leidensgenossen begegnet. Mr. von sieben Uhr Morgens bis drei oder vier Uhr Nachmit tags ständen die Leute, um nach Beschäftigung zu sehen; er habe so wenig verdient, daß er von vierzehn Nächten nur vier im Bette babe zubringen fönnen. Sein Durch Dom Stapel gelassen; am Clyde sank die Arbeitsleistung Don 416 000 auf 289 000 Tonnen, am Zyne von 216 000 auf 124 000, und so auf den meisten übrigen Werften. Ronnte man die beim Schiffsbaue beschäftigten Arbeitskräfte im Jahre 1883 auf nahezu 95 000 Menschen veranschlagen, schnittslohn betrage 3 Mart pro Woche; zwanzig ganz un Prebuzirten sich dieselben im Jahre 1884 auf 59 000 balewaltiger Entgang von Beschäftigung für einen vers hältnißmäßig beschränkten Kreis der Arbeiter. alles-" Mehlthan. Stizze von B. Herwi. parteiisch ausgewählte Kollegen verdienten im Durchschnitt nicht ganz 5 Mart die Woche. Ein Uebermaß von Gütern neben einem Uebermaß von Spätsommer war's. Die junge Frau schritt einsam durch die Gänge des Gartens, oft blieb fie finnend fteben, band dort eine Blüthe fast, hier nahm fie ein Gewürm fort und schaute bann finnend in die Ferne. Ein wehmüthiger Ausdrud lag in ihrem sonst so sonnigen Gefichtchen. Noch immer tommt er nicht," flüsterten thre Lippen leise ,,, läßt er mich wieder allein fann es denn sein, daß meine den ganzen, langen Tag, Befigthum wirklich nicht gedacht, das Haus nicht so schön ein Rein lieber Dtto, so reizend habe ich mir unser neues gerichtet und den Garten nicht so herrlich angelegt und ent widelt. Dwie werde ich ihn lieben und seine Blumen pflegen, Liebe ihm nicht mehr so viel werth ist, als sonst? Und was Das soll meine liebste Beschäftigung sein, du glaubst fa gar nicht, wie ich die Blumen liebe, über alles, wirklich über leber alles, Erna?" fragte nedend der junge Mann, Das flingt bedenklich; vor den Blumen möchte ich denn doch nicht die Segel ftreichen, nein, mein Frauchen, dann wird geben." sieht ihn in die Stadt welche Berstreuungen find es, die ihn dort so feffeln, daß er sein armes, junges Weib, daß nur ihn auf Erden liebt, so einsam läßt?" Der Garten verschlossen, dann müssen die Blumen verdorren besonders entzückt hatte. Träumend schritt die junge Frau weiter; an jenem Beete blieb ste stehen, das beim Einzug in ihr neues Heim fie so fie Garten und, anklagend den Wind der Sterblichen", werden fie dahin gewesen, ihr fehlte die Luft und die Ruhe; auch heut war fle fidh ganz von selbst; denkst du etwa, ich werde dich, meinen erst spät hinabgegangen; fie hatte an ihre fernen Lieben schreiben Dbu lieber guter Mann! nein so war's denn doch nicht wollen; doch bald merkte fte, daß ihre Stimmung nicht froh gemeint. Eft tommst du und immer du, und das versteht höchften Schatz, und meine Eltern, und meine Geschwister fich ihre eigenen Gedanken, drängte sich das Bild ihres Gatten, und alle Freunde auf eine Stufe mit leblosen Geschöpfen Stellen, und feien diese auch noch so entzückend wie diese lieb lichen Töchter Floras?" ba, ba, nun bekomme ich eine lehrreiche Vorlesung," lachte ber junge Gatte, das sprudelt dir ja förmlich von den Lippen, nur immer weiter!" D du weißt ganz gut, wie ich's gemeint habe, aber du follft immer und immer wieder Nachficht mit mir haben; du weißt es ja am besten, daß ich ein ganz dummes, unwissendes Mädchen war, als du mich bateft, deine Hausfrau zu werden, und wie tapfer hab ich gelernt, um alle Lücken möglichst auszufüllen, damit ich nur eine rechte echte Gutsbeftgerfrau werben tann, freilich bleibt noch genug zu lernen übrig, aber Sieb ganz vorzugsweise, der Morgenthau liegt noch auf den Blättern, lung findet rfammlung Cinfchreibe fucht, be erfcheine eilage genug sei und schloß die Mappe, fte hatte ihren Lieblingsschrift fteller zur Hand genommen, aber zwischen die Beilen schoben der ihr diese Unruhe verursachte. Stiden wollte fte dann an der Beitungsmappe, die seinen Weihnachtstisch schmücken sollte, und von ihrer funstgeübten Hand war bereits die herrSammt liche weiße Drchideenblüthe auf tothbraunen ber standen, die Blüthe, die sie nach der Natur, nach ihren eigenen nur mit Mühe felbstgezogenen Exemplaren gearbeitet... hielt die fleißige Hand aus; dann plöglich warf sie die Arbeit weg, legte ein Tuch um die Schultern und eilte hinaus in ben Garten. Feierabend war bereits im Hause Frieden in der Natur nicht aber in ihrem Herzen. Da stand sie bei dem geliebten Beete; o Himmel, was war aber das? Ein weißer Schimmer lag auf den Blättern und hatte ihnen das prächtige Ansehen geraubt, die Blüthen hingen well und matt berab. Erna stand erschreckt vor ihren Lieblingen und konnte fich die traurige Metamorphose taum erklären. Kommen Sie doch, lieber Grundmann," rief ste dem in der Nähe wellenden Gärtner zu, sehen fie doch nur, was mit den herrlichen Und so funkeln deine Augen, mein Lieb im Sonnenstrahl Der Liebe und dem Thaue gleich brängt fich da verstohlen Pflanzen geschehen in." nicht weinen Schat, diese Thränen füffe " ich auf, wie die Sonne den Thau... Otto, Geliebter, es ist ja vor Glüd, vor Freude, wie schön it doch die Welt, wie schön!" ,, Das ist Mehltau, gnädige Frau," antwortete der alte Mann. Die Gelehrten sagen, das tommt von einem Blumen pilz oder von der Blattlaus, aber ich meine, das fällt so vom Himmel, und vergiftet die Blumen." Großbritannien. Der Tabelsantrag von Northcote gegen das Kabinet Gladstone, resp. gegen die Art des Feldzuges im Sudan, tam am Montag im englischen Unterhause zur Verhandlung. Northcote forderte Aufklärung darüber, welchem Zwecke der gegenwärtige Feldzug im Sudan diene. Morley, Mitglied der rabitalen Bartet, stellte einen Antrag, der es ablehnt, ein Urtheil über die Politik der Regierung auszusprechen, aber dem Bedauern Ausdrud giebt über den Beschluß der Regierung, englische Truppen zur Niederwerfung der Macht des Mahdi zu verwenden. Gladstone antwortete in einer längeren Nede. .. Mehltau," wiederholten ihre Lippen, der fällt so auf die Pflanzen und vergiftet fte vergiftet fie.... Und fann man den wieder fortbringen, lieber Grundmann," fragte fte wie traumverloren weiter. ,, Die werden wir uns vor nehmen, gnädige Frau, die müssen ins Gewächshaus tommen und gepflegt werden; es giebt so zarte Pflanzen, die können nicht alles vertragen; da ist schon manchmal ein rauber Luftzug zu viel, andere gewöhnen fich daran. Das ist mit dem Menschen nicht anders, gnädige Frau, na, ich werde schon mit dem Herrn Darüber reden." Mit dem Herrn? was wollen fie ihm sagen? den Alten am Arm. Grundmann, um Gotteswillen, Bebend hielt die junge Frau Na, warum soll er's denn nicht wissen, daß die Blumen frant find, er weiß ja doch, es find die Lieblingsblumen der gnädigen Frau. Wird mir schon recht geben, der gnädige Herr, daß ich fie in den warmen Raum gebracht habe. Aber gehen fie doch hinein ins Haus, gnädige Frau, jest fäät der Abendtau, da ift's beffer drinnen, als hier in der feuchten Luft." Nun saß fie in ihrem Bimmerchen, den blonden Kopf auf die Hand gefügt und tausend Gedanken durchzuckten diesen lieben blonden Kopf; aber ein Gedanke, der kam immer wieder und legte sich wie Blei schwer auf ihr Herz.... Mehlthau, Der fällt vergiftend herab auf Pflanzen,.... auf die Liebe, auf ihre Liebe... Himmel, war denn das wirklich geschehen? Wann fing es denn an?... War's nicht an jenem Tage, als der Wohlthätigkeitsbazar stattfand und fie mit ihrem Mann in die Stadt fuhr, um auch ihr Scherflein beizutragen und Das elegante Gewoge einmal fich anzusehen? War's nicht, als zuckte der Arm ihres Batten in dem ihren, als die reisende Komteffe Saalfeld mit süßem Lächeln in ihren Gatten hinein sprach und ihn mit ihren bellen Nixenaugen fast zu bannen versuchte; wie theuer bezahlte wohl der galante Gutsbefizer die Bigarre, die eben zwischen den Fingern der Komtesse geruht batte, und wie tief trafen fich beider Blicke beim Abschied! Dtto," hatte die junge Frau gefragt, war das die Komteffe Alice, mit der du auf deinen Reisen zusammengetroffen warst?" ,, Ich weiß nicht mehr, Kind," hatte er zerstreut geantwortet. ,, So baft du fte mir beschrieben, Dito, ganz so, wie eine Nige ganz so gefährlich." Komm, Erna," hatte er ihr zur Der Tadel? antrag dürfte aller Vorausficht nach abgelehnt Ueber das Verhältnis zwischen England und Italien gab der Staatssekretär de« Aeuhern. Granville. einige weitere Auskünfte. Derselbe erwiderte auf eine Anfrage, die italienische Regierung habe am 3. November o. I. angefragt, ob England gegen eine Ausdehnung der Jurisdiktion Italiens im Norden von Assab etwas einzuwenden habe, damit Beilul ebenso unter dieselbe gestellt werde, wie im Süden dies bereits mit Raheito der Fall sei. Die englische Regierung habe darauf erklärt, sie sei nicht eifersüchtig auf die Ausdehnung des italie- nischcn Einflusses in diesem Theilr der Küste des Rothen Meeres; dieselbe würde England sogar angenehm sein, in- dessen könne man nicht das fortgeben, waS einem nicht gehöre. Die Regierung habe daher der italienischen Regierung ange- deutet, daß es wünschenswerth sei, wenn fie mit der Pforte zu einem Einvernehmen gelange. Der Botschafter Nigra habe alsdann am 22. Dezember angefragt, wie England eine pro- visorische Besetzung von Zula aufnehmen würde. Er(Gran- ville) habe darauf erwidert, da Egypten nicht das ganze afri- kanische Küstengebiet am Rothen Meere halten könne, so müßten die Häfen an den Sultan zurückfallen. England habe dem Sultan angcraihen, einige derselben wieder in Befitz zu nehmen; wenn Italien einige Häfen zu besetzen wünscht, so müsse es fich mit der Türkei verständigen; England habe gegen die Besetzung von Zula, Beilul und Maffauah durch die Jta- licncr nichts einzuwenden. Am 10. Januar habe er dem türki- schen Botschafter Musurus Pascha mitgethM, es sei bedauerlich, daß die Türlei die Häfen nicht besetzt habe, und al« die Pforte gegen die italienische Besetzung protestirte, habe er die Hoffnung ausgesprochen, daß die Türkei und Italien fich über die Angelegenheit in freundschaftlicher Weise verständigen wür- den; gleichzeitig habe er Musurus Pascha davon verständigt, daß England jede Verantwortung ablehne, da die Pforte dem Rathe Englands, die Häfen zu besetzen, nicht gefolgt sei.— Herr Granville bat fich echt diplomatisch, d. h. doppelzüngig ausgesprochen. Allem Anschein nach hat man englischerseits die zuerst in Ausficht gmommene Unterstützung Italiens im Sudan, fallen gelassen und somit braucht man dasselbe nicht mehr; es tann gehen. Amerika. In der am 23. d. M. stattgehabten Sitzung der Repräsen- tantenhauseS wurde eine Resultion eingebracht, wonach der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten beauftragt werden soll, zu ermitteln, ob die Jntereffen der Vereinigten Staaten nicht die Annahme von Zollerhöhungen für solche aus Deutschland importirte Hauptartikel erheischen, die in den Vereinigten Staaten ebenfalls gebaut und fabrizirt werden.— Das ist der Reoanchegedanke gegen die deutschen Getreidezölle in deutlicher Form! — Bisher bestanden in den Vereinigten Staaten weder Orden noch Ehrenzeichen. Nun liegt dem Kon- greß ein G-setzentwuri vor. welcher die Belohnung hervor- ragender Thaten im Seedienst zum Gegenstande hat und die Verleihung von Orden für solche Thaten verlangt. Es ist indessen wohl kaum anzunehmen, daß dieser Entwurf vom Re- präsentantenhause angenommen wird. DarlÄmeutsberiekte- Abgeordnetenhaus. 26. Sitzung vom 24. Februar 1885, 11 Uhr. Arn Ministertisch v. G o ßl er, Dr. Friedberg Kommissarien. Das Haus setzt die zweite Berathung des KultuS- e t a 5 findet fich eine Mehrforderung von 15 000 Mk. für 3 Expedienten und 2 Registraturbcamten. Abg. Frhr. v. Schorlemer hält dieselbe für nicht ge- nügend motivirt und beantragt, die Pofition an die Budget- kommisfion zurückzuverweisen. Regierungskommissar Ministerialdirektor Greifs weist darauf bin, daß in anderen Ministerien längst ein im Verhältnis zu der Zahl der vortragenden Räthe größeres Unterbeamten- personal angestellt sei.. Der Trtel geht an die Budgetkommisston. Bei Tit. 12(Miethe für Geschäftslokale) bringt Abg. Frhr. v. S ch o r l e m e r zur Sprache, daß das neue Gebäude für das Kultusministerium im Innern sehr opulent ausgestattet fei. Die Schuld trifft freilich nicht den jetzigen Kultusminister, sondern seinen prachtliebenden Amtsvorgänger. Bedauerlich ist es aber besonders, daß, nachdem ein so tbeurer Neubau her- gestellt ist, für Geschäftsräume noch Miethe gezahlt werden müsse. Die eigentlichen Geschäftsräume haben, wie ich höre, bei der Vertheilung des Raumes nicht, waS man erwarten sollte, den Löwenantheil bekommm. Minister von Goßler: Es ist nicht möglich, sämmtliche Beamte des Kultusministeriums in einem Räume zusammen- zubringen, der nach der Straße 9 Fenster Front hat; eS find auch stets noch andere Räume benutzt worden. Die Dispofi- tionen find derart gewesen, daß, wenn noch weitere Räume im Staatsministerialgebäude dem Kultusministerium, wie zu erwarten ist, eingeräumt werden, ausreichende Räume dann und Antwort gegeben,—„komm in die frische Luft, hier ist's er- stickend schwül." ... Und dann und dann— immer häufiger— war er in die Stadt geritten, immer länger war er dageblieben, und stets zerstreuter heimgekommen. Dann war fie zu den Eltern gefahren und mehrere Wochen bei ihnen geblieben; die Guten fanden ihr Kind bleicher und stiller geworden, aber das mochte wohl die veränderte Lebensweise sein. Es kamen ja auch regel- mäßig Briefe von Otto, er war oft an der See; ach! ob die Nixe wohl auch dort war, ob fie fortfuhr, ihn zu bezaubern, den heißgeliebten Mann, der doch ihr allein gehörte-.. Dann war fie wieder heimgelehrt. Wie herrlich war Alles zu ihrem Empfang hergerichtet, die köstlichsten Blumen blüthen in den Zimmern, der junge Ehemann ließ es an Aufmerkjamkeit nicht fehlen, aber der Duft der ersten Liebe, der zärtlichen Hin- gedung fehlte,... der Mehlthau lag darauf.... In später Abendstunde fuhr ein Wagm in den Hof, Schritte ertönten und Otto von Lindenau trat in daS Gemach. „Du noch auf. liebe Erna," war sein Adendgruß,„ich ver- muthete dich längst im Schlafzimmer, du muß dir das Warten abgewöhnen, daS ist ungesund für dich und lästig für mich. .. Ich lese einen Vorwurf in deinen Augen, kann'S doch nun inal nicht ändern" Ich glaubte, lieber Otto, eS würde dir lieb sein, mich noch am Theetisch zu finden, ich war lange im Garten, habe dann gelesen, genäht und meinen Gedanken nachgehangen. Eo ist die Zeit verstrichen,� laß mich nun b-i dir sitzen, ich Hab Frauengemüther— und dort nur wechselvolle Launenhaftigkert und glänzend- Geschmeidigkeit, ein ewiges Hrn- und Her- schwanken- Warum mußt- fie mrr wieder in den Weg treten. mir mit ihrem kosenden Geflüster das Hirn verbrennen— bin ich nicht-in Ehrloser, ein Verrätherl?"- tief furchte sich die SUrn des jungen Mannes—„nicht werth. dieses holde Wesen mein zu nennen."„Ader Erna, was ist der?— erschreckt fuhr der junge Mann auf— Erna war ohnmächtig auf ihrem Sessel zusammengesunken, im Fall hatte fie ihr Nähkörbchen zur Erde gezogen, leuchtend hob sich vom dunklen Untergründe die weiße Orchidee ab. Er nahm sein Weib in die Arme und versuchte, fie zum Bewußtsein zu bringen. vorhanden sein würden. Die Ministerialwohnung macht aller- dtngS einen prunkenden Eindruck; ein Vergleich der Grund« fläche derselben mit der in anderen Ministerien würde aber zu Ungunsten des Kultusministeriums ausfallen. Was daS Kultusministerium auszeichnet, ist nur, daß es mit Liebe und einem ungewöhnlichen Geschmack ausgestattet ist. Man war dabei bemüht, möglichst vaterländische und im Besonderen Berliner Arbeit zu verwendeil, und durch Zusammenwirken aller In- teressenten ist, namentlich auf dem Gebiete der Metall- und Holzbildnerei, eine Art Kunstwerk zu Stande gekommen. Abg Frhr. von Schorlemer: Wenn auf diesem Platze nicht alle Beamten unterzubringen waren, dann hätte man auf demselben nicht bauen sollen. Wenn die Räume des Ministeriums kleiner find als die in anderen Ministerien, so be» daure ich, daß es nicht auskömmlicher bedacht ist. Es deweist das aber Alles nur, daß nicht praktisch gebaut worden ist. Abg. v. Eynern: Das Bestreben, zunächst das Berliner Kunstgewerbe durch Zuweisung von Aufgaben zu fördern, ist zu rechtfertigen und entschuldigt, daß die Arbeiten im Kultus- Ministerium vor Allem Berliner Handwerkern übergeben wurden- Man sollte aber dies nicht zum allgemeinen Grundsatz machen und vielmehr den Prooinzialstävten auch ihren Theil zu« kommen lassen. Abg. ReichenSperger: Ich bin dem Vorredner für die Bemerkung dankbar, daß manlauch der Provinz einiger- maßen eingedenk sein solle. Unsere öffentlichen Bautm haben mir schon häufig Gelegenheit gegeben, darauf hinzuweisen, daß man weniger auf die vraktischen Bedürfnisse Rücksicht nehme, als darauf etwaS Jmponirendes binzustcllcn. Na- mentlich zeigen fich Uebelstände bei den Dienstwohnungen, welche den Beamten mehr Unbequemlichkeiten als Vorthelle bringen. Abg. Windthorst: Ich würde an dem ganzen Ge- bäude deS Kultusministeriums nichts auszusetzen haben, wenn nur der rechte Geist darin wohnte. Zu Kap. 110(Gerichtshof für kirchliche Ange- legenheiten) bemerkt- v"&%&} Abg. Bachem: Das Fazit der gestrigen Erörterung war, daß nichts geschieht, um die durch die Maigesetzgebung hervorgerufenen Uebelstände zu beseitigen. Ein nothwendigec Schritt in dieser Richtung wäre die Abschaffung des kirch- lichen Gerichtshofes. Ich konstatire zwar mit Genugthuung, daß derselbe in diesem Jahre weniger Papier gebraucht, als früher.(Heiterkeit.) Ader auch seine materielle Thätigkeit wird immer geringer. Soweit ich habe erfahren können, find im vorigen Jahre überhaupt nur drei Fälle sehr untergeord- neter Art vor dem Gerichtshof verhandelt worden. Ist das nun eine Beschäftigung für erwachsene, großjährige, akademisch gebildete Männer?(Große Heiterkeit.) Für einen Kammergerichts- Senatspräfiventen, einen Ober-Bürgermeist-r, einen Professor des Kirchenrechts u. s. w.? Wenn eine solche Thätigkeit mit 3000 M. für den Präfiventen, mit 1500 M. für jedes der 10 Mitglieder bezahlt wird, so erinnert das an die schlimmsten Aufstchtsrathsstnckuren. Ich möchte doch meinen, man müßte auf allen Sellen zu der Einficht kommen, eS sei Zeit, mit der Geschichte ein Ende zu machen.(Beifall im Zentrum.) Abg. Windthorst: Durch die Einsetzung dieses Ge- richtshofes, in welchen man evangelische Geislliche berief, um über das Verhallen katholischer Bischöfe abzuurtheilen, sollte klar hingestellt werden, daß die katholische Kirche dem Siaat sudordinirt sei. Darum bekämpfen wir denselben jedes Jahr; aber er dauert fort, obwohl seitens der Regierung anerkannt ist, daß eine ähnliche Einrichtung sich nirgends finde. Man fragt immer: worüber beklagt ihr euch denn speziell? Die speziellen Klagen würden wir abzustellen bereit sein, wenn die generellen Klaaen fortfielen. Dieser Gerichtshof aber ist eine schwere Pcinzipoerletzung. Ein Katholik wird fich ja nicht so leicht an ihn wenden. Aber tS bleibt ja immer möglich, daß es wieder einmal einen Kultusminister giebt, der nicht ansteht, einen Bischof absetzen zu lassen, weil er die Pflichten seines Amtes erfüllt, wenn das auch in weiter Ferne liegen mag. Darum sage ich: dieser Gerichtshof muß fallen, und ich bewillige für ihn keinen Groschen. Minister Dr. v. Goßler: Der Gerichtshof besteht durch Gesetz zu Recht und kann nicht durch cwen Abstrich im Etat bcseiligt werden. Die Vorredner sagten, faktisch sei derselbe für die katholische Kirche werthloS, und dennoch greifen fie ihn auf daS Heftigste an. Gegenüber den Zahlen deS Abg. Bachem bemerke ich, daß in den letzten drei Jahren 30 Angelegenheiten verhandelt worden find. Der Werth eines Ge- richtshofes richtet fich übrigens nicht nach dem Maßstäbe der Geschäfte, sondern nach seiner Existenz. Wir haben eine ganze Reihe von Gerichtshöfen, die zwar nicht auf derselben Linie stehen, aber doch einen Vergleich zulassen. Der Kompetenz- gcrichtshof, die verschiedenen Disziplinargerichtshöfe haben staatsrechtlich eine hohe Bedeutung; je weniger fie aber ange- gangen weiden, desto besser für das allgemeine Wohl. Abg. Windthorst: Der Minister irrt, wenn er meint, daß wir dem Gerichtshof keine praktische Bedeutung beilegen. Wir haben ihn sehr stark zu fühlen bekommen, und diese Waffe kann jederzeit wieder zur Anwendung kommen- Das Gesetz, auf dem der G-richtShos beruht, find wir gern berell zu beselligen. Endlich schlug fie die blauen Augen auf.„O der Mehltau, der Mehltau," flüsterte fie,„die weißen, schönen Blüthen, — so elend, so elend. Eine bange Nacht folgte, und viele schwere Taae danach. Erna war von einem hitzigen Fieber befallen, und Angst und Auflegung herrschten im Hause. Wochen vergingen; der Schnee hatte fich bereits als Wintergast eingestellt, verschneit war der Garten, zugedeckt unter wärmenden Hüllen lagen Ernas Lieblinge, einsam war eS auf der Flur und Stille war im Innern. Nur selten war der junge Hausherr vom Lager seines kranken Weibes gewichen. In einsamen Nächten hatte er be- reut, hatte er gebüßt und nun lag fleudige Hoffnung auf seinem Gestchte; seine Ema sollte bald ganz gesund sein, das war ihm als tröstende Beruhigung zum Morgengruß gespendet und mft neu erwachtem Lebensmuth eilte er dem Garten zu. Er war ins Gewächshaus aefleten, kaum Blicke habend für seine Pfleglinge. Der alte Gärtner trat mit ehrerbietigem Gruße auf ihn zu- „Kommen Sie nur, gnädiger Herr," rief er freudestrahlend, „sehen Sie, wie die Orchideen fich erholt haben, neue Blätter und neue Blürhen find gekommen, keine Spur ist mehr von Mehltau, alles durch sorgsame Pflege verschwunden— find fie nicht schön aufgeblüht?" und lieblosend strich der Alte über die saftigen, frischen Blätter,„daS wird eine Ueberraschung g-ben für die gnädige Fran, wenn fie die Pflanzen nun steh'. Wie betrübt war die Gnädige damals, als sie daS Beet so elend vorfand, von dem Tage stammt ja auch ihre Krankheit, wie glücklich find wir, daß alles so gut vorübergegangen; der Kummer wäre ja zu groß gewesen, und gerade jetzt vor dem Feste..." Dem treuen Diener brach fast die Stimme vor Rührung. Ja- Weihnachten nahte heran; daS herrliche Fast, das jedes Herz hoher schlagen macht, das schöne Fest. daS unS die sFSffi IrteS Abg. v. Eynern: Die einfache Existenz dieses Gerichts Hofs genügt, um eine Menge von Gesetzesübertretungen i» verhindern., 1 ,, Abg. v. Schorlemer: Der Abg. v- Eynern hat st°> wieder einmal in sehr zufleffender Weise versprochen, wenn« den kirchlichen Gerichtshof einen Kirchhof genannt hat; er$ ein Kirchhof, auf dem alles kirchliche Reckt begraben (Heiterkeit) Im Uebrigen kann ich nur mein Erstaunen W' über aussprechen, daß die Mitglieder des Gerichtshofs sich t"1 ihre Leistungen die 1500 M auszahlen lassen. Wir verwerfen einen solchen Ausnahmegerichtshos im Prinzip, und es ist nach f' serer Meinung rein verschwendetes Geld, das dafür ausgegeven wird. Dieser Gerichtshof hat auch keine staatsrechtliche,!»»' dern eine staatslompromittirmde Bedeutung. Die Abgg. Dirichlet und.v. Mtnnigerode«' klären, daß, wenn sie für die Pofition stimmen, fie damit ni0> aussprechen wollen, daß fie es aus den für dieselbe vorgk' brachten Gründen thun, sondern weil man eine gesetzlich � stehende Institution nur durch Gesetz abschaffen könne. Das Kapitel wird bewilligt-,„ Die Ausgabekapitel Evangelischer Oberkir cht»' rath, Evangelische Konsistorien, Evangelist' Geistliche und Kirchen, Katholische Konsrsif. rien zu Hildesheim und Osnabrück sowie die»u? gaben sür die Bisthümer Ermland und K u l m v«' den ohne Debatte bewilligt. Bei der Pofition Bisthum Gnesen und P�fl» 210436 M-(für das Bisthum besteht bekanntlich die TtlW� raliensperre noch fort) kommt Abg, Dr. v. Jazdzewski auf die gestrigen führungen des K cktusministers zurück, welche, soweit sie o staats gefährlichen Aeußerungen des Vo gängerS deS G™' Ledochowski beträfen, auf falscher Information beruhen Der Minister habe zwar seine Behauptung; daß die poW? Geistlichkeit den Gedanken an die Wiednheist'llung Pol«� wäre es auch auf dem Weg« gewaltsamer Losreißung preußischen Staat, bei den Polen unausgesetzt genährt v» und zu nähren fortfahre, mit zahlreichen Beweisen belege»' können erklärt; die von ihm in Wirklichkeit vorgeführten D? sachen seien aber alles Andere eher als beweiSfläfttg für U haltlose Behauptung gewesen. Uebrigens sei der PrimaS£7 doch lediglich eine kirchliche Würde. Die Regierung A ollein die Schuld daran, daß zur Beseitigung des kirflEL Nothstandes in Kosten noch immer nichts geschehen sei. F fall bei den Polen.) � Kultusminister v. Goßler: Bezüglich des letztere« W'* habe ich schon gestern erklärt, daß ich gern die Hand ge° � habe, um dort Wandel zu schaffen, obwohl die Sache«»r in mein Reffort gehört. Es handett fich dort nicht Vertretung des StaatspfarrerS Brenk, sondern um Vit � winnung eines selbstständig daneben bestehenden romis&'�Lß schen Pfarrers. Zwei Geistliche, bei denen angefragt � ist, konnten unS nicht entgegenkommen, weil ihnen laubniß zur Uebernahme des Amtes kirchlicherseits wurde. Die mit der Sache befaßte Kommissio»,.��. über die fich häufenden Schwierigkeiten viel eh«? kommen, wenn die Herren v. Etablewski Jazdzewski ihr ihre Unterstützung leihen wollten. "K mich jedesmal, wenn die Herren hier Veranlassung nehw«!:� loyale Stellung der polnischen Geistlichkeit zum Staat zu betonm, in ihrem allgemeinen Urtheil in ziehung würden fie aber vorfichtrger sein, wenn sie.vLw wären wie die Regierung. Der Minister w* Thatsachen gegen den Grafen Ledochowski an und fahll c fort: Der PrimaS von Posen-Gnesen ist keineswegs kirchlich« Wurde, weil die Diözese fich auch über Gebietht erstreckt, die den benachbarten Großmächten gehören; in licher Hinficht ist auch— u' Warschau und über die preu. W Aeußerungen Nächftdetheiligter geht hervor, daß der 0% feste Wurzel gefaßt hat, daß der Primas die höchste n*' � Mack: auch dann bekleidet, wenn ein polnischer Ro% j, zur Stelle ist. Unter den schlechten Büchern, welche nische Bevölkerung erst zu schlechtm Unterlhanen matV die wir deshalb von ihr fern zu halten uns die größ« geben, befindet fich auch das Buch„Leben des E Grafen MiecislauS Halka Ledochowski", in welchem a> wird, daß im Falle der Befleiung des Landes der von Polen die Wahl des zukünftigen Königs zu leite» Dieser Gedanke spukt fort. Als wir 1871 auf Afl«"�# Befehl daS Kirchengebet zu regeln hatten— eS soU� für das Reich, für alle Fürsten und freien Städte S werden—, zeigte auch Graf Ledochowski dem Kultus� an, daß er, dem Wunsch deS Königs entsprechend, den �„ aufgenommen habe. Aber auS der geheimen Korrespo»»y � in unsere Hände gefallen ist, mit dem SuffraganbP?� fl Bischof von Kulm, ersehen wir, daß die Stelle so daß fie nur auf das polnische Reich gedeutet werde« (Hört, hört! rechts.) Diese Korrespondenz ist deshalb hohem Werth«, weil der Bifchof v. d. Marwitz filb Schlüsse seines Namens eines cz bedient hat und»» Polen" spricht. Ein Marwitz sagt:„Wir Polen!" s# In hocherregter Stimmung lief der jungeGatte von � Zimmer in das andere, vom HauS nach dem Garten»* mit dem alten Grundmann lange Besprechungen. Er. j» einzige Vertraute feiner WeihnachtSüberraschunzen, U jB Erna, die blaß aber anmuthig auf dem Ruhebett im den Gatten neckend fragte, waS er denn so viel mit o' zu konferiren habe, da fchloß er dem lieblichen S.raH in 3»' Mund mit einem Kusse und sagte.„Nicht neugieng Kind, wir wollen dich doch überraschen." Og, ... Der Abend brach herein, Von dem nah«-» her ertönte daS Glockenspiel der alten Kirche: in der Höhe und Friede auf Erden. Otto trat»n Stimmung zu seinem Weibe und sagte mit dem_ zärtlichster Zuneigung:„Komm, geliebte Erna, t meinen Arm; im Nebenzimmer ist aufgebaut, da# Weihnachten feiern, dort findest du liebe, alte, treu« � Erna traute ihren Augen nicht, als fie tö»,® Ö!} in einen Garten verwandelt fand. In der Mme 0-� liebe alte Freund, der Tannenbaum mit vielen.�ii Lichtern, daS einfache dunkelgrüne Waldeskind, umg gW, X.« m__ ü-tr__"v ficuix.«...ff/ndeN den herrlichsten Gewächsen, und köstlich duftende« Traumverloren gleichsam sog fie den Duft ein, grerwiam wg N« oen-uun Auge plötzlich auf eine Gruppe prächtiger Orchidee«'-z