und Stab ur befonde 26. Febru 8% Uhr, eine cheinen eind Danzig gebe ger Beitung niftand hel , im Kelle e Front, en. Als bi beren Elagen in Flamme en entfliehen ihrer Ang auf, offaele nftande ift d aurigen Um men die Flam mmer hinein Nr. 48. Donnerstag, 26. Februar 1885. II. Jahry. Berliner Volksblatt Organ für die Interessen der Arbeiter. Das„ Beelines Bolleblatte Die Augenscheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Fettages.#bonnementspreis für d. Die Berlin frei in's Saus viestejährlich 4 Mart, monatli 1,85 Mari, wögentlich 35 Bf. Bekabonnement 4 Mart. Einzelne Kr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 f. ( Eingetragen in ber Postzeitungspreisliße für 1885 unter Nr. 746.) von den Um Den unteren me zu große egen auf bi Leitung de Schnelligle gegriffen, ba reppenhaus in Thüren und jammernden Mit große Sefpann he tern, und retten. Die ngsfades ge und erlitt fo reth geld weifelt Dem after rie- Regiment Bohnung im n blieb teine ende Sprung Schwer. Sm en des Schuls Dem wurden Im Uebrigen auf das Un alles Lobes esverachtung bedauerns brennende nt) so gut Den muß, ift angerichtet e geretteten rer und bie gebracht fte fich be perlegungen affen. Nady Erfahrung lebend ein Die Feuer Infertiousgebühr beträgt für die gespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 P rbeitsmart 10 8, Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inferaie werben bis& dis Rachmittags in ber Expedition, Berlin SW., Bimmerfstraße 44, fomie von allen Kunaste Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion und Expedtfton Berfin SW., 3immerstraße 44. Abonnements- Einladung. Für den Monat März eröffnen wir ein neues Abonnement auf das Zwar hat England die Situation durch seine Bauder politit mit verschuldet, es hätte fräftiger und schneller mit dem Schwerte dreinschlagen müssen, aber da nun die Gefahr vorhanden ist, müssen alle Völler der Christens heit herbeieilen, diese Gefahr für das Christenthum abzuwenden. Berliner Volksblatt" ben. der Gratis- Beilage Illustrirtes Sonntagsblatt". 35 3. pro Woche. Bestellungen werden von sämmtlichen Frei ins Haus loftet daffelbe 1 Mail 35 Pf. pro Monat, angenommen. Für Außerhalb nehmen alle Boftanstalten Abonnements the ben Monat März gegen Bahlung von 1 Wharf 35 Bf. entgegen. Den neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher er fibienene Theil des fesselnden und intereffanten Romans fowie die bisher erschienenen Nummern des „ Gesucht und gefunden" Illustrirtes Sonntagsblatt." soweit der Vorrath reicht- gegen Vorzeigung der Abonnements- Quittung gratis und franto verabfolgt. Man kann nur den lebhaften Wunsch hegen, daß es gelingen möge, den Feind nicht blos des englischen, fon bern eben so sehr des christlichen Namens zu vernichten." Dann sucht das Blait auszuführen, daß es sich jetzt nicht mehr um den Besitz eines armseligen Stüdchens Sudan handelt, auch nicht um die Handeisinteressen im Bharaonenlande, sondern um einen Kampf zwischen christ licher Bildung und moslemischer Finster ni; an Stelle ber kaufmännischen Interessen trete bie Rücksicht auf die höchsten Güter der Menschheit. England würde sich unvergleichlichen Ruhm erwerben, wenn es den Kampf fiegreich bestehe; sollte es sich aber zu schwach erweisen, so sei es die Pflicht sämmtlicher chriftlichen Mächte, ihm mit ihren Streitfräften beizustehen es gelte das Kreuz gegen den Halbmond zu schüßen. Fast kommt es einem vor beim Lesen solcher Ausführungen, als wäre man in das Mittelalter, in die Beiten der Kreuzzüge versetzt. Auch damals wurde gepredigt, das Kreuz zu nehmen wider die Ungläubigen. Auch damals griffen, sie wurden oft befiegt, doch blieben sie auch Sieger. Nach und nach wurden die Kreuzfahrer wieder lemin brangen weiter nach Westen, selbst bis, vor die Thore Wiens. Beburtstag, es blickt dann auf ein Jahr seines Bestehens Das Berliner Boltsblatt" feiert am 1. April seinen ersten Der Wirbel dem Blatt, welches allein die Interessen derselben vertritt, entund feiner Thätigkeit zurüid. Die Berliner Arbeiterschaft hat aßenpflaf bebingt erforderlich, daß wir es an Anstrengungen nicht fehlen nach Europa zurückgedrängt und die fiegreichen Moslaffen, immer größere und weitere Kreise der arbeitenden Be ölferung zu uns heranzuziehen. Aber wir erwarten auch von feren bisherigen Lesern und Freunden, daß fie uns in Dem einmal eingeschlagenen Wege unentwegt weiter fortschreiten Beren Bestrebungen thatkräftig unterstüßen. Wir werden auf und stets für die Wahrung der Interessen der Arbeiter eins oret, thells awar we ennbar war enfalls Dwohl be t wat bic tatt. Die nbalts Dynamit in Drohung Ihnen zu am beften, en. Dann im Brief u uns. pofition ber mein aller canntweine Mart auf ng. 10. Intereffen Männer Schad Tifdiler icht: An arde Herr en Große htigte. en: tir Der Ver erlin und 35. Nad Fr. 44. treten. Die Redaktion und Expedition des Berliner Volksblatt". Der Mahdi kommt! Da allerdings erklang oft genug in Deutschland das Schreckenswort: Der Türke kommt!" Aber die Situation war eine ganz andere. Zur Zeit der Kreuzzüge beschten moslemische Bildung und christliche Finsterniß, und lettere wurde eine Beit lang von ersterer bestegt. Das hat sich nun geändert. Aber nicht chriftliche Bil dung herrscht jetzt im Abendlande, sondern humani täre Bildung und Gesittung, die übrigens noch weitere Fortschritte machen dürfte, ehe sie auf der nothwendigen Höhe angelangt fein wird. Und im Morgenlande ist jetzt tischen Zuständen, die dort lange Jahrhunderte haben, hervorgegangen ist. Derfelbe Des wacht wäre und die verrotteten Zustände über den Haufen geworfen hätte. Wäre es aber nun nicht besser, anstatt aus christlichem Fanatismus den Mahdi mit seinen Schaaren zu vernichten, die humanitäre Bildung hinzutragen zu jenen Völkern, um fte zur Gefittung zu erziehen? Wohl beutet die ,, Germania" barauf hin, daß mit der Niederlage der Engländer die zahlreichen christlichen Missionsstationen im Orient in Frage gestellt würden; aber haben denn die Missionäre, gleichviel welchen chriftlichen Glaubens, auch im rechten Sinne ers zieherisch gewirkt? Oder sind sie nicht auch vielfach die Bioniere gewesen, die ermöglicht haben, daß die verschiedenen Kulturnationen ihrer Handelsintereffen wegen die unkultivirten Völkerschaften ausbeuten und ausrauben konnten? Wer Wind fäet, wird Sturm ernten? Oder sind etwa die Engländer so unschuldig den Arabern gegenüber? Wollten nicht die ersteren auch den Sudan für sich erobern, um das ganze Pharaonenland ihren Handelsinteressen dienstbar zu machen, um es ausrauben zu fönnen? Bon einem Religionskriege war zu Anfang gar nicht die Nebe. Wenn aber die christlichen Kulturvöller mit Feuer und Schwert einbrechen in das Land unentwickelter Nationen, wenn dann unter dem Donner der Kanonen das Kreuz aufgepflanzt wird, so wird sicherlich ein gewisser Res spekt vor bem Kreuze erzwungen werden, aber Liebe zu demselben nicht. Das mag sich die Germania" merken. Deshalb tommt uns auch ihr Kriegsgeschrei so uns natürlich und widerlich vor. Im Uebrigen aber haben wir wohl nichts hier in Europa vor dem Mahdi zu fürchten, deshalb liegt auch gar keine Veranlassung vor, im Sudan für die heuchlerischen Engländer die Kaftanien aus dem Feuer zu holen. Mögen die Herren Engländer selbst zusehen, wie sie fertig werden. Die„ Germania" hat aber wohl den Artikel nur beshalb geschrieben, um zu zeigen, daß die katholische Kirche immer auf der Wacht stehe, wenn das Christenthum bebroht ist, auch wenn von solcher Bedrohung" in Wirklichkeit gar keine Rede sein kann. " 1 Wenn nun aber die Germania" noch zum Schlusse des Artikels die europäische Gefittung" und die„ Huma Unter dieser Ueberschrift bringt die Germania", eine wir schon furz in unserer Politischen Uebersicht" berührt font boch ziemlich ernsthafte Beitung, einen Artikel, den haben und der an jene Zeiten erinnert, wo man die Rinder wenn man den Artikel lieft, daß die Türfen vor Wien potismus fänden und irgend ein Blatt die Gläubigen zum Schuße der Finsterniß heraustreten, derselbe Despotismus hat sonst gemeiniglich mit Füßen tritt. bes Christenthums herbeiriefe. gefahr " Die Mahbigefahr beginnt eine Welt zu werden," so jammert das flerikale Blatt. Radbrud verboten.] 98 Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forserung. läßt auch aus Spanien an den Rand des Grabes gebracht und würde auch Frankreich vernichtet haben, wenn dort nicht vor bald hundert Jahren der Volksgeist mit elementarer Kraft er Felix schwang sich auf seinen Schimmel, Mag bestieg den Rappen. Noch einen Gruß rief er zu dem Ballon hinauf zu dem Grafen, dessen trauriges, niedergeschlagenes, bleiches Antlig sie dort erblickten. Noch ein herzliches Lebewohl für Frig, dann grüßten sie auch Habicht und Segal, welche ihnen in den Sattel geholfen. Mit Rennermiene betrachtete Segal den Stiefel des Ich wußte es ja," flüsterte er Habicht zu, daß ich ig muß Sie wiedersehen; es würde eine Lüde in meinem Sagen Sie das nicht!" rief der Graf; ,, nein, nein, Herzen sein, wenn ich die Hoffnung aufgeben müßte, Sie Baronets. wieberzusehen, wenn ich Sie nicht mehr zu dem kleinen Kreise der Freunde zählen dürfte, die ich um mich zu sehen mich nicht täuschen konnte; dieser Stiefel war es." wünsche." getban!" Es ist gut, daß fie fortgehen," erwiderte Habicht; ,, mir hat das Spioniren um das Schloß herum gar nicht gefallen." Das Schicksal will es nicht, Herr Graf!" Der Graf stieß einen tiefen Seufzer aus. ,,, D, Agathe, meine Tochter, warum hast Du mir das Herzlich drückte er dem Baronet die Hand ung geleitete den Pferden die Sporen in die Seiten, schon waren sie einige Schritte davon gesprengt, da öffnete fich ein Fenster des Edthurms. Dann mit einem beinahe feindlichen Blicke erwiderte er D'Brians Abschiedsworte. Schon brüdten die Reiter in bis zur Thür. Hier umarmte er ihn noch einmal. Lassen Sie mich hoffen, daß es nicht für immer ist!" tief er. Die zarte, bleiche, schöne Gestalt der Romtesse ward in demselben sichtbar. da ihm dieser Abschied Dual verursachte, eiligen Schrittes fie. Der ganze namenlose Schmerz durchzuckte von Neuem Noch einmal wandte fich O'Brian um, und er erblickte heftig feine Seele. Der Schmerz über das verlorene Glück, daß er hier Bferde der Gäfte im Hofe, ungeduldig mit dem Hufe den zurüdlassen mußte, und der Schmerz, welchen er empfand, Eine Stunde später, da standen die beiden prächtigen Schnee scharrend, als ob sie sich auf den Ritt in's UnbeRimmte hinaus freuten. Habicht geleitete die Gäfte zur Thür hinaus. Graf Fergus M'Donuil hatte feine schwachen Kräfte brückte sich in dem Blick aus, welchen er emporfandte und fie begegnete diesem Blick mit einem Auge voll Liebe und inniger Dankbarkeit. Ein größeres Opfer, Agathe, konnte Deine Liebe bringen laffen, um noch einmal die lieben Freunde zu sehen, rief er. ammengerafft. Er hatte seinen Sessel auf den Balfon nicht fordern, als ich Dir durch diesen Abschied bringe!" ehe fie für immer schieben. Tief drückte er die Sporen in die Weichen des edlen Fritz hatte ihm aus verschiedenen Gründen dies wider Pferdes. Nach wenigen Minuten lag das Schloßthor weit rathen; einmal, weil er fürchtete, daß er seine Kräfte all hinter den Reitern. aufehr erschöpfen würde, dann aber auch, weil er die Auf regung, die voraussichtlich damit verbunden war, führ ges fährlich hielt. Da aber der Graf auf seinem Vorhaben gesetzt. Auf bringendes Bitten des Grafen, und weil er in beftand, so geleitete Fritz felbft ihn auf den Balkon hinaus. Auf denselben Tag hatte Fritz seine Abreise fest der That fürchtete, daß die Trauer, die er über den erklärlichen Abschied seiner Freunde empfand, der Gesund reaktionäre, kirchlich orthodoxe Blatt am wenigften berufen, nität" für ihr Rampfgeschrei in Anspruch nimmt, so ist dies bie Humanität bei dieser Gelegenheit zu sitiren, die es Für uns giebt es einen viel schlimmeren Feind, als den Mahdi, nämlich die, auch von der Germania" unterftüßte, mit Gewalt hereinbrechende Reaktion. heit des Grafen nachtheilig fein möchte, ließ er sich bewegen, noch einige Tage dort zu bleiben. Friß hatte den ganzen Busammenhang geahnt. Er kannte ja die Weigerung Agathe's, fich zu vermählen. Er wußte, daß D'Brian ihr seine Liebe erklärt hatte; er wußte, daß fie seine Liebe erwiderte, und ihn dennoch abgewiesen hatte. Welches neue Räthsel für ihn, der die Ueberzeugung hatte, daß anch diese unerklärliche Entschloffenheit in dem sonst so nachgiebigen, weichen Gemüth des Mädchens im Zusammenhange stehe mit der Krankheits ursache des Grafen! Er hatte den Grafen Fergus beobachtet, als die beiden Freunde davon sitten, und er glaubte in seinen Mienen gelesen zu haben, daß die Weigerung seiner Tochter ihm tiefen Rummer verursachte. Bestand denn in der That ein solch' feindseliges Vers hältniß zwischen Vater und Tochter? Reineswegs! Er hatte während der Tage, die er noch in dem Schlosse vers weilte, Gelegenheit, Beide zu beobachten. Die Gräfin Agathe ihrerseits schien zu fühlen, daß sie ihrem Vater Rummer bereitet, und sie bemühte sich, durch Berzehnfachung ihrer zärtlichen Sorge um ihn, den Rummer, welchen fie ihm bereitet, wieder gut zu machen. D, wie dankbar erkannte der Graf die Liebe seiner Tochter! Frig war auf's Höchste erstaunt, den Vater, welchen er hart und grausam der Tochter gegenüber gesehen hatte, und die Tochter, deren Weigerung er fast für Eigenfinn zu halten geneigt war, in einem so innigen Verhältniß zu einander zu sehen. In saft rührender Weise war Agathe um den genesenden Bater besorgt, und in derselben Weise bewies er ihr für ihre Sorge seine Dankbarkeit. Mit der Genesung des Grafen kehrte das Leben in bas Schloß M'Donuil zurück. Es war nicht mehr das einfame Trauerhaus, sondern es war das Haus, das seinen Rang mitten im Kreise vornehmer Gesellschaft wieder einnahm. Frih ward gleichsam als zur Familie gehörig be trachtet. Der Graf und seine Tochter schäßten und liebten ihn nicht allein als den pflichtgetreuen Arzt, dem sie merka Gegen diesen Feind möge sich das gesammte gefittete Europa zusammenschaaren. Arbeiterunruhen werden in letzter Zeit aus verschiedenen Gegenden gemeldet. Bekanntlich ist Nordamerika der Tummelplay aller Nationali täten. Der Zufluß fremder Arbeiter ist ein enormer und da Die Eingewanderten meist viel geringere Bedürfnisse als die in Amerita Heimischen bestßen, und deshalb fich für niedrigeren Lohn anbieten, so tommt es fast täglich vor, daß fie von den heimischen Arbeitern bedroht werden. Prügeleien find an der Tagesordnung, Bedrohungen mit tödtlichen Waffen tommen häufig vor, daneben laufen allerlei Chitanen und ergernisse. Aber oft genug verwandelt sich Dieser Kleine Krieg in einen arößeren. Die fremden Arbeiter sollen zur Niederlegung der Arbeiter gezwungen werden und große Trupps bewaffneter heimischer Arbeiter ziehen heran und brauchen Gewalt. Bei der Gegenwehr giebt es Verwundete und Todte, die Polizei schreitet ein, Verhaftungen und Verur theilungen finden statt. Dann melden die Beitungen ganz lakonisch von„ Arbeiter. unruhen, die stattgefunden haben," und die Gedankenlosen wiffen nichts dazu zu sagen als: Welche Rohheit dieser Plebejer! somit die deutschen Arbeiter aus Lohn und Brot im eignen Vaterlande! Dieser Zustand ist ein verderblicher. Diejenigen Leute, welche das Wort national immer im Munde führen. find es grade oft, welche sich auf Kosten der deutschen Arbeitskraft durch fremde Arbeitskräfte bereichern. dann ruft man die Polizei herbei, verhaftet die deutschen Ar Und wenn dagegen die deutschen Arbeiter demonstriren, beiter und bestraft deren Nädelsführer, wobei die Blätter meist Partet gegen ihre Landsleute nehmen und von Arbeiterunruhen melden, welche von gewiffenlosen Agitatoren angestiftet" worden seien. Welch ein Schauspiel! Gegenwärtig herrscht in Nordamerika Arbeitsmangel; dadurch wird natürlich der Haß der heimischen Arbeiter gegen die fremden noch gesteigert. Früher hatten unter diesem Haffe die Deutschen zumeist zu leiden; doch sind dieselben in neuerer Zeit anspruchsvoller geworden, arbeiten nicht mehr für jeglichen Lohn und erwerben fich dadurch mehr Achtung als früher. Dahingegen find es jetzt die italienischen und slowakischen Arbeiter, die besonders von den amerikanischen verfolgt werden. Fast sämmtliche Arbeitervereinigungen nehmen feine Jtaliener und Slowaken auf, und diese Vereinigungen verhindern auch vielfach, daß die Fremden überhaupt Arbeit erhalten. So werden zahlreiche europäische Arbeiter, besonders aus den genannten Volfsstämmen, zur Rückwanderung getrieben. Aber nicht nur in Amerika haben wir diese Erscheinung, auch in Europa. So werden jetzt aus Budapest Arbeiterunruhen gemeldet. Politische Uebersicht. Би Vorgängen in diesem Verein Notiz genommen, wollen aber an die übri ba fich inzwischen die Angelegenheit weiter entsponnen De Frankre noch einmal auf die Sache eingehen. Der besagte Verein mit neidisch einer der größten Kriegerverveine des Herzogthums, er zählte 15 wegs freund bis 1600 Mitglieder und befißt ein Vermögen von ungeflag Fran 30 000 Mart. In einer Versammlung des Vereins, im gelommen. nuar dieses Jahres kam es zu heftigen Streitigkeiten, weinen Gefa ein Mitglied zum Vizepräsidenten vorgeschlagen wurde, weld Rächte aus in dem Geruche stand, sozialdemokratischen Tendenzen zu hu darauf besc digen. In der bißigen Debatte erklärte dieses sowie ein ande läge au v res Mitglied öffentlich, fie feien gar teine Sozialdemokraten Angelegenb hätten aber bei der legten Wahl für Blos gestimmt. Nächten ve wurde nun ein Antrag auf Ausschließung dieser Mitglieder Grundlage gestellt, dieser Antrag jedoch in einer dieser Tage stattgehabten schließlich m fehr stürmisch verlaufenen Sigung mit 167 gegen 120 times Stabine men abgelehnt. Der Gesammtvorstand mit Ausnahme eine dazu beiträg Mitgliedes hat nun sein Amt niedergelegt. Es werden, befeftige auch früher schon ärgerliche Auftritte in dem Verein vorgekom mäßigung men find, Maffenaustritte und vielleicht auch ärgerliche Brodie e out wegen des Vereinsvermögens erfolgen. Generallieutenant hatte, einfa herr v. Hilgers hat die aktiven und inaktiven Militärpersonen man von u ( es waren namentlich viele Reserveoffiziere wirkliche oder Ehren Großmächte mitglieder des Vereins) durch Garnisonsbefehl aufgefordert hat sich mot dem Verein fern zu bleiben. Es ist auch bereits ein Antro Intereffen d gestellt auf Ausschließung des Vereins aus dem Verbande de find. Auch braunschweigischen Krieger- und Landwehroereine. Gouvernemental und konservativ. Vor einigen Tagen theilten wir mit, daß die Altfonservativen in Mecklenburg wenig Neigung mehr empfänden, mit dem Fürsten Bismard durch Did und Dünn zu gehen, in Folge dessen auch bei einer Reichstagsnachwahl der gouvernementale, bismardfreundliche Kandidat durchgefallen ist. Nunmehr sagt sich auch der Agrrarier Freiherr v. Fechen bach, der in landwirthschaftlichen Kreisen bedeutenden Anhang hat, vom Fürsten Bismard los. Freiherr v. Fechenbach hat zu diesem Behufe eine Brochüre geschrieben, in der er nachweist, daß die Begriffe fonservativ und gouver nemental fich nicht decken. Hierdurch hat der hochkonservative Freiherr fich den höchsten Born der Nordd. Aug. 3tg." zugezogen, die ihn in einer Besprechung der Brochüre den Verfreter eines revolutionärenJunterthums nennt und ihn mit den Anarchisten in einen Topf wirft. Jialienische Arbeiter hatten erklärt, bei dem Umbau eines Bahnhofes die Erdarbeiten billiger machen zu wollen, als die ungarischen Arbeiter. Darauf griffen lettere die Jtaliener an, es entspann fich ein ordentlicher Kampf, die Italiener wurden aus dem Bahnhofe gedrängt, bis die Polizeimacht erschien und dem Streit Durch Verhaftungen ein Ende machte. bekomm's! Das Nothkommunalsteuergesetz, welches nach Berathung im Abgeordnetenhause dem Herrenhause zuging, ist jetzt von der Kommission im Herrenhause mit einer Reihe von Abände rungen angenommen worden, die, falls sie die Zustimmung des Blenums finden, eine nochmalige Berathung des Gesetz Belgien. u bit fowohl von men worder alfo ein gr Jum liegliche De Kriege Lanal wird Dern unter ein barter nicht ethole Das Belgen Das in Brüssel erscheinende ,, Mouvement Géographique" eiteren V welches einigermaßen offizielles Organ der Kongo- Affoztation ift, theilt mit, daß die Verfassung des neuen Rong Subar Staats, dessen Gründung nun gefichert ist, von eine und feine Kommission ausgearbeitet worden ist, deren Haupt. Mitgliede der englische Rechtsgelehrte Sir Travers Twiß und der ve storbene Profeffor an der Brüffeler Universität Arns, ware legterer einer der größten Juristen, die Deutschland hero gebracht hat, dem aber von seiner Studentenjugend an di reglementarische deutsche Regierungsluft zuwider war, und be daher sein Leben in Belgien zubrachte. Der neue Staat with dieser Gelegenheit wird wohl der Antrag des Abgeordneten wahrscheinlich monarchisch sein und den Namen Königreid Quene, der bekanntlich dahin geht, einen Theil der Einnahmen, des Kongo" erhalten. Artikel 62 der belgischen Verfaffung beißen Ha welche dem Staate aus der Erhöhung der Getreidezölle er wachsen, den Kommunen zuzuwenden, mit in Betracht gezogen sagt: Der König fann nicht gleichzeitig Haupt eines anderen Staats ohne Zustimmung beider Kammern sein. Die Kammen hite Mo weroen. Herr Huene hat es übrigens für gut gehalten, fönnen über eine diesbezügliche Frage nicht verhandeln, w feinen ursprünglichen Antrag noch etwas zu verwässern.( Siehe nicht wenigstens zwei Drittel ihrer Mitglieder anwesend Barlamentarisches.) und ein Beschluß fann nur mit Zustimmung von zwei Dritteln gelegenheit wird nächstens von den belgischen Kammer b sprochen werden, wenn ihnen die Anerkennung der Kongo Es wird fich dann heraus Und auch in Deutschland haben wir an verschiedenen Drten alljährlich, besonders zur Beit des anbrechenden Früb. fabres, baffelbe Schauſpiel. Und immer find es die bedürfnißlofen Italiener, Slowaken und polnischen Arbeiter, die den Anlaß geben. So fanden kürzlich in der Provinz Sachsen größere Schlägereien statt zwischen beimischen und polnischen Arbeitern. Und immer ist die Ursache solcher Arbeiters unruben" das billigere Angebot der Arbeitskraft seitens der Polen. Man spricht so viel vom Schuße der nationalen Arbeit; man will jest durch die Erhöhung des Getreidezolles die nationale Landwirthschaft schüßen, die nationale Industrie erhält ihren Schußzoll, und dem nationalen Handel soll durch die Kolonialpolitik aufgeholfen werden. Das fremde Getreide, die fremden Industries erzeugnisse sollen durch hohe Bölle ferngehalten werden, damit die heimischen Landwirthe, die heimischen Fabrikanten un behindert von fremder Konkurrenz ihr Schäfchen scheeren tönnen. Aber die nationalen Arbeiter? Sie werden nicht geschütt! Fremden Arbeitern ist es erlaubt, zum Wohle der Landwirthe, zum Wohle der Fabrikanten den heimischen Arbeitern eine unwürdige Konkurrenz zu machen! Die polnischen Reichstagsabgeordneten haben bekanntlich fämmtlich für bie Betreibesölle geftimmt. Damit der anwesenden Mitglieder gefaßt werden." Die ganze scheint die polnische Arbeiterbevöllerung sehr wenig einverstanden zu sein. Wenigstens find dem Drendownit" aus der Stadt Bosen Nachrichten zugegangen, wonach in polnischen Arbeiterkreisen große Entrüstung über die polnischen polnischen Arbeiterkreisen große Entrüstung über die polnischen Abgeordneten aus dem Grunde entstanden set, weil sie nicht gegen die Erhöhung der Getreidezölle gestimmt haben. Dem Drendownit", welcher für die Getreidezölle eingetreten war, Doppelten Gewinn erhält dadurch der Grundbefizer und der Fabrikant, während der Arbeiter, der ben Getreidezoll hauptsächlich trägt, durch fremde Konkurrenz gezwungen, seine Arbeitskraft billiger verkaufen muß. Wo bleibt da der Schutz? find Ans Titel wird der Vorwurf gemacht, daß er es jetzt wohl mit der höheren Nachfolger des englischen Obersten Sir Francis de Winton, 11 be, für erlich üb Feier B Sator Befuches, Der Staat Da er fich Richter Fu minalfällen Di beim Mag erung ber König des Kongo" beizulegen. Jedenfalls wird Briffel be Rongogebiet ein General- Gouverneur mit der nothwendigen Regierungsfit des neuen Staates sein und es wird nach dem Anzahl von Provinzial Gouverneuren entsandt werden. Der der jetzt das Gebiet mit dem Titel General- Adminiftrator" sein, da er das Wert, das er angefangen hat, auch zu vollenden verwaltet, als General- Gouverneur wird Stanley felbft In Zürich traf am 22. d. M. ein höherer preugije folge, de Polizeibeamter ein, der in der Rumpff Affair provisorisch Klaffe halte und die Arbeiterklasse verachte. Ein anderes pol nisches Blatt, die Goniec Wielt.", weist darauf hin, daß die polnischen Abgeordneten für die Getreidezölle gestimmt haben, weil die großen Grundbesitzer glauben, daß in Folge der Zölle das Getreide im Preise in die Höhe gehen werde, und bemerkt dann gegenüber der Behauptung, daß das Ausland den Boll tragen werde: Wenn das Getreide nicht in die Höhe geht, dann wird der Landwirth ja eben so Noth leiden, wie es jet der Fall ist, und während die Regierung durch den Zoll Vorthell haben wird, werden die Landwirthe durch denselben nichts gewinnen. Wenn also aus den Zöllen ein Gewinn für die Landwirthe erwachsen soll, so ist eine Erhöhung des Preises, wenn auch nur um zwei Mart, erforderlich, und wenn eine Erhöhung eintritt, so zahlt dafür der arme Arbeiter und Handwerter ohne Ader, und auf ihn fällt die Laft, die Lage der Landwirthe zu verbessern." Wir haben schon einmal bei einer ähnlichen Gelegenheit ausgeführt, daß wir fremben Arbeitern nicht verdenken, in unserem Lande fich Arbeit zu suchen. Sie sollen aber ihre Arbeitstraft nicht unter dem ortsüblichen Lohne anbieten, ste sollen mindestens die Bedürfnisse sich aneignen, welche die heie mischen Arbeiter haben. So lange dies aber nicht geschieht, fo lange fann man es den heimischen Arbeitern taum vers denken, daß fie fich gegen die Konkurrens der fremden Arbeiter zu schüßen suchen. Und wenn die fremden Arbeiter noch aus eigenem Antriebe fämen, um Arbeit zu suchen! Aber das ist nicht der Fall; sie werden von Agenten in ihrer bei. math zu ganz bestimmter Arbeit zu geringem Lohne angeworben. Deutsche Unternehmer verdrängen wünscht. Schweiz. mit den zuständigen Behörden Tonferitte. Es wurde darauf Der Hertui jgt noch Der Baugeländer bei zwei Anarchisten Haussuchung vorgenommen und bei einem genommen derselben, einem gewissen Stiehrlin, fompromittirende Bapien über sehr ungeberdig und verweigerte jebe Auskunft. Dieferortnahm aufgefunden. St. benahm sich dem Polizei- Kommiffär gegen Anarchist ist Schweizer( Aargauer) und Hauseigenthümer. Die Frage der braunschweigischen Thronfolge wird in der legten Beit wieder viel erörtert; nach gutem Vernehmen weist dieselbe bis jezt noch keinerlei pofitive Veränderungen gegen die bekannten Thatsachen auf. Es ist indessen nicht zu bezweifeln, daß aus dem Schooße der Dynastien heraus, namentlich der mit dem Herzog von Cumberland näher verwandten, lebhafte Anstrengungen gemacht werden, um den Brätendenten zu einer Verständigung mit der preußischen und Reichsregierung zu bewegen und gleichzeitig bei den letzteren den Boden für eine solche Annäherung zu regeln. Indeffen darf man diese Versuche nach beiden Selten bisher als vergebliche betrachten. Der Herzog von Cumberland ist ein Brätendent nach dem Muster des Grafen von Chambord und einer, prinzipiellen Rolle" sehr zugeneigt, aber für praktische Thätigkeit überhaupt nicht gemacht. Auf der anderen Seite liegt nicht das Geringfte vor, was auf eine Gesinnungsände rung der maßgebenden Personen in Deutschland schließen ließe. würdiger Weise die schnelle Genesung des Grafen allein zuschrieben, sondern auch als den wirklich theilnehmenden Freund; und wenn auch Agathe manchmal mißtrauisch war bei gewissen verfänglichen Fragen des Doktors, die offenbar darauf abzielten, Licht zu erhalten, so wußte sie doch, daß diese Fragen nicht durch die Neugier bittirt waren, sondern lediglich durch das Bestreben, ihrem Vater zu nüßen. So sehr auch Fritz seine Absicht verstecken mochte, er mußte doch erkennen, daß er der Krankheit des Grafen auf dem Wege des Fragens nicht auf die Spur tommen werde. Der Kreislandwehrverein in Braunschweig fann noch nicht zur Ruhe kommen. Wir haben schon einmal von den Egypten. nur theiln Brundflä theilt w tungen u üdte ge lb für interi filr grabent fo Definitive Die und beren Nachdem John Bull" Egypten zu Grund: gerettet hat wird die Aussicht der egyptischen Staatsgläubiger nicht Wenige auf Verzinsung resp. Amortifirung ihre Rapitalien immer geringer. Egypten steckt bis an den Hald in Schulden und da es schon seit Jahrzehnten mit dem Bejablen und Verzinsen dieser Schulden hapert, so haben die Mie eine sog. internationale Schuldenkommission in Egypten nie In ber gefest, welche dafür Sorge zu tragen hat, daß die gläubiger, wenn auch langsam, zu ihrem Gelde lommen Dieser Kommission sagen bis vor Kurzem nur Vertreter englischen und französischen Regierung; jegt haben jedoch auch die russische und die deutsche Regierung je einen Vertreter in die Kommiffion gesandt. Die Vergrößerung dieser Schulben tommission ist hauptsächlich erfolgt im Hinblid auf die fepigen Bustände in Egypten; die englische Regierung hat den Krieg angefangen und Millionen für Kriegszwecke verausgabt; n türlich unter der Voraussicht, Egypten als Pfand dafür behalten. Nun verlangen aber in folchem Falle wilchen Bufahrten Bezittsver 3. März Die burg finb fämmtliche Staatsgläubiger Egyptens von England bie Garantie für ihre Kapitalien. Doch hierzu will fich John Bull" nicht bequemen, und deshalb wandten sich die Gläubiges Auch Georg Amberg hätte sich wohl seiner natürlichen gelassene Laune der Hauch der Liebe wehe, und fie fühlte heiteren Laune überlassen. Auch er fühlte sich nirgends glücklicher, als im Kreise seiner lieben Verwandten und feiner lieben Frau. denn seine Verhältnisse hatten sich recht günstig gestaltet, fo fich beglückt. barkeit in bie Nachb b. b. Die Telben g Rurfürften Die eine rend der todte, un Blane fi Bertha's ahlungen lang fan So hätte die Stimmung dieses Kreises eine frobe und gemüthliche sein können, wie fonft. Allein Frau Er hatte auch wahrlich nicht Urfache, traurig zu sein, Amberg vermochte, troh ihrer aufrichtigen Bemühung die Stimmung nicht zu verderben, nicht, in ben Zon daß Sorgen nicht mehr an ihn herantraten; und das leidige allgemeiner Heiterkeit mit einzustimmen. Es bebrüdte etwal ihr Herz. Man las den Kummer in ihrem Auge, und un willkürlich brückte ihre Gemüthsstimmung auch die Freude Wohl bemühte sie sich zu verbergen, was in ihre Seele vorging, daß ein Gram tief an ihrem Herzen nage Asthma, das ihn von Zeit zu Zeit quälte, hoffte er ver schwinden zu sehen, wenn er erst wieder ein eigenes Ge schäft etablirt haben würde und nicht mehr nöthig hätte, so angestrengt thätig zu sein. Auch Bertha Amberg war mit Recht froh gestimmt. der Uebrigen herab. ber Agathe antwortete ihm ausweichend und Toby, Hatte doch Frau Elsler erst heute einen Brief von Strab. und namentlich war sie bemüht, dies ihrem Gatten zu ver welcher offenbar mehr wußte, als er sich den Anschein gab, wich ihm gefliffentlich aus. Die übrigen Mitglieder des Hauses wußten natürlich nichts zu sagen. Frig verließ den Grafen vollständig genesen, als er nach Verlauf von zwei Wochen nach Bethesda zurücktehrte. Er schieb aber von ihm mit der traurigen Ueberzeugung, daß sein Uebel wiederkehren und daß der Graf bemfelben erliegen werde, wenn es ihm nicht gelänge, die Krankheitsurfache zu entdecken. Diese aber blieb nach wie vor für ihn ein tiefes Geheimniß. Fünfzehntes Rapitel. Der trauliche Familienkreis Georg Amberg's und seines Schwagers Elsler fand sich in den Winterabenden wohl noch zusammen, allein es schien der Genius ftillen, häuslichen Glücks von hier gewichen zu sein. Wilhelmine, Elsler's biebere Gattin, die Hausfrau, bemühte sich auch diesen Abend, als sie ihre Lieben alle bei einander vers fammelt hatte, vergebens, eine rechte Stimmung in die Gesellschaft zu bringen. Ihr Mann unterstützte sie darin bestens. einander ob fich n Stimmun In und bie felben er Allein ein liebendes Auge schaut auch in die Tiefe Seele der Geliebten, schaut bis ins dunkle Herzfämmerchen hinab. Amberg erkannte, daß seine Frau über etwas be fümmert sei. Es quälte ihn, daß sie ihm die Ursache ihres Rummers nicht entdeckte. Wohl hundertmal hatte er f gefragt nach dieser Ursache; immer war sie seinen Fragen lenau erhalten, aus Invernes batirt, worin er in seiner bergen, launigen Manier mittheilte, daß sie sich immerhin auf sei nen Besuch gefaßt machen möchten, daß er dieses Jahr durchaus teine Eile habe und nichts sehnlicher wünsche, als seinem abenteuerlichen Leben in Indien Valet zu fagen. Ihm war ja der traute, häusliche Kreis nach des Tages einförmiger und beschwerlicher Arbeit eine rechte Herzensstärkung und Herzenserquickung, die ihn für den monotonen Bureaudienst, der ihn am nächsten Tage wieder erwartete, ermuthigte und kräftigte. Es genüge ihm vollständig so schrieb er bie Natur der bengalischen Tiger und indischen Panther hier im zoologischen Garten lennen zu lernen, und er mache fich ibres Sie hatte versichert, daß ihr nichts fehle, daß fie fid ausgewichen. glüdlich fühle.. aber mitten in der Versicherung nichts daraus, sich in ihrer Heimath mit ihnen einzulassen; vollkommenen Glückes hatte sich eine Thräne durch er habe durchaus keine Sehnsucht, weder zu den zwei füßigen, noch zu den vierfüßigen Bestien Indiens zurüd zukehren. ihre Wir Wimper gedrängt und hatte ihre Worte Lügen geftraft., offenbaren wollen! Wie oft hatte er sich gefagt: Fin einen Au freubige und modyte: auch der märkische Sand seine Annehmlichkeiten, schon deshalb, weil man nicht hinter jedem Hügel den Hinterhalt eines Hindu zu fürchten brauche. Er schloß seine humo Jm Grunde genommen aber, fügte er hinzu, habe ja werden nicht eher ganz glüdlich sein, als bis Alles zwifchen an Fräulein Bertha auftrug und sie bat, es ihm nicht übel XE Da finde Seien S Sie, ib Samäge berühren uns flar ist, bis kein Geheimniß uns von einander scheidet." Obr thre Har Aber er hatte dazu den Muth nicht gewonnen w riftische Auslaffung, indem er Frau Elsler tausend Grüße erinnerte fich der Mahnung seines Bruders:" Sie wird e Dir nicht glauben, daß Du für einen Anderen bie Bater zu beuten, wenn er ihr die Schäße Indiens nicht als schaft eines unehelichen Rindes übernommen haft; fie wird Morgengabe mitbringe, vielmehr ihr nichts weiter zu liefern Deine Erzählung für ein Mährchen halten und Du er im Stande sei, als die haarsträubenden Beschreibungen reichst durch Deine Erzählung nichts, als daß Du das Miß seiner Abenteuer. fie müßten ja doch Was wären auch alle Schäße Indiens, werthlos erscheinen vor dieser Berle trauen in Deiner Frau erweckft." So hatte er geschwiegen, und er verschloß bas Ge heimniß in seiner Brust, wie Käthchen ihren Gram ver fagen: Bertha fühlte, daß durch all' den Humor und die aus- schloß. So kam es denn, daß heute die Unterhaltung oft aller Mädchen! biber i Bergnüg Da Schwefte Labung Blab Herr El Brebiger D antwort balte, u do mi M Dienft, P bk übrigen Mächte, um sie zur Intervention zu veranlassen. �Frankreich das Vorgehen Englands in Egypten schon längst W neidischen Blicken betrachtet und auch andere Mächte keines« " sreundschastlich zu England stehen, so auf den VorFrankreichs hin eine Vereinbarung der Mächte zu Stande «nen. England findet an dieser Vereinbarung durchaus Gefallen, es kann fich aber dem Druck, den die übrigen «achte auszuüben vermögen, nicht entziebcn, und so hat es fich if beschränkt, eine unwesentliche Movifizirung der Vor- _ J( zu verlangen. Gegenwärtig verlautet nun über diese Mlegenheit:„ES unterliegt keinem Zweifel, daß die von dm Mochten vereinbarte Regelung der egyptischen Finanzen auf Endlage der von Frankreich gemachten, von englischer Seite Mehlich nur unwesentlich modifizirten Vorschläge den Wünschen Kabinets Gladstvne nur wenig mtspricht und ebensowenig JJW beiträgt, die d minirendc Stellung Englands in Egypten 5.g-fistigen. DaS Londoner Kabinet hat die beabfichtigte Er- ' sung der Zinsen der egyptischen Staatsschuld, für es auf der Londoner Konfermz vergeblich fich engagirt die l' v» u«| VCt CUliUyill J""- einfach fallen gelassen. Die egyptische Schuld wird, wie Jfw von unterrichteter Seite schreibt, für die Zukunft von dm «rohnächlen zu gleichen Theilen garantirt; auch Ruhland r ach von dieser Garantie nicht ausgeschlossen, obwohl seine pressen an der finanziellen Seite dieser Frage relativ gering Auch das Prinzip der Neutralität deS Euezkanals ist «ohl von England wie von den anderen Mächten angenom- S worden; die Vereinbarung der Detail-Bcstimmungen bleibt Meren Verhandlungen vorbehaltm."„Old England" erlebt Z 2* grohartigeS Fiasko; nachdem eS seine Tatzen schon bis � Sudan vorgestreckt hat, nachdem es Millionen geopfert m in"1 Söldner im Wüstensand« verbluten lieh, ist ihm der Pfhe Besitz Egyptens noch ebenso unstcher, wie zu Anfang C Krieges. Und was wohl das Schlimmste ist, der Suez- er wird nicht in den Alleinbefiy Englands übergehen, son- unter der Aufficht aller Mächte gestellt werden. Das ist �Jarter Schlag, von dem das stolze Krämerreich fich so leicht «holen wird. |. Amerika. sJ008 Washington-Monument, zwischm dem Nen Hause und dem Potomac erbaut, eine Säule von 555' Efl fös die der Ruhm in Anspruch genommen wird, das Mi Monument der Welt zu sein, wurde am 21. Februar Übergeben. Ein« stattliche Macht von 6003 Mann war Ltfi'er herangezogen, an Musik und Reden fehlte es nicht. �Wor Shermän hielt die Erössnungsrede. jL.-- Mrs. Du dley ist von einer Anklagejury wegen des »siuches, Rossa zu tödten, vor die Geschworenen verwiesen. ' Staatsanwalt leitet die Klage, aber ohne Rossa'S Zeugnih, weigert, vor Gericht zu erscheinen. Der ehemalige lllerton, einer der besten Anwälte Newyorks in Kri- m, wird MrS. Dudley vertheidigen. «itti Kommunales. Stadtverordnetenversammlung hat wiederholt �„„�gistrat angefragt, ob nicht eine provisorische Verdrer- kr fLi", �hr schlechtm und selbst gefährlichen Passage an j�vMules-Brücke möglich sei, wenn die definitive Regelung k: N �cht durchgeführt werden kann. Auf den Bericht tosol»,>. jytation wird der Magistra: jetzt, der„Nat--Ztg. koeuLu Stadtverordnetenversammlung antworten, dah diese Verbreiterung auch dann, wenn die Brücken- wenn nicht zugleich destimmte Erllä- im betreffend den �baldigen Abbruch der ?. io schleunig als irgend möglich zu bewirken, damit %% Regelung der Straßen unverzüglich erfolgen kann. Verhandlung i« dem Verwaltungsstrritverfahre« & Magistrat und Polizeipräsidium wegen der Brette der K&kn zu den im Bau begriffenen Markthallen bei dem l KKttwaltunaSgiricht findet, wie unS mrtgetherlt wnd, am �3 er. statt.__ D o k»? e s. die Knsiiahe und des Kurfürster.d-mm-s gehört bekanntlich Seite zu Berlin, die andere zu Charlottenburg. Wah- Berliner Hundebefitzer also ahnungslos mit seinem 6 und daß Wilhelmine'S ftöhlicheS Lachen und ElSler'S die Amüsements deS nächsten Sommers und Ülii». Andeutungen über die in Aussicht stehenden Er- von den Abenteuern Strahlenau'» wenrg An- in welchen Alle stumm T". von den Abenteuern Strahlenau'S �'anden. daß Pausen einttaten, in welchen Alle stumm «b fi* fiegenüber saßen, und Jeder ,u überlegen schien, "'cht«« Thema finden lasse, daß dieser gedrückten Aung abhilfe. H t?ner solchen Pause war eS, als die Thür sich öffnete lilbtv' behäbige Gestalt des Predigers Amberg rn der- SÄ unite» Lächeln auf de« jovialen Antlitz blieb er lt-��us-nblick stehe« und rief in einem Ton, der d,e Ueberraschung nicht besser nachzuahmen ver. welch herrlicher, welch herzerquickender Anblick! |eiÄ'ch Euch Alle bei einander,«eme Lieben!.-- �ie, r* mir gegrüßt, liebe Schwägerin Wilhelmine und �wia«!; �diger Gatt«.... Erlauben Sie, schöne '*%?««n flätW«n, daß meine Lippen Ihre zarte Hand dl», sn.%" weiß zwar, daß Ihnen meine Zärtlichkeit zu. aber %»A Ä.d-.S»U. UM,.«»- zu haben, auf einem Lehnstuhl 'st wirklich ein unerwarteter Besuch", sagte '.«» freut uns, Sie so wohl zu sehen, Herr aus Sie.. Ihrem Berufe auS sehr wenig fich munter tummelnden vierbeinigen Liebling auf der Berliner Seite spazieren geht, macht das vorwitzige Thierchen einen kecken Seitensprung nach der Charlottenburger Seite, und— schwupp, hat der Scharfrichter den Hund beim Wickel und zieht srobgemuth mit seiner„guten Prise" ab. Dabei steht der Addrckereibeamte vollständig auf gesetzlichem Boden, wenn auch die auffällige Häufigkeit des Hundefanges gerade in jener Ge- gend die Vermuthung nahe legt, dah die geschilderte örtliche Zwiespältigkeit ganz besonders„sruktifizirt" wird. Als vor einiger Zeit fünf fette Schweine, welche ein Händler aus Neustrelitz auf den Zentraloiehmarkt gebracht und sämmtlich an einen hiefigen Schlächter verkauft hatte, fich bei der Untersuchung als stark mit Trichinen behaftet erwiesen, tauchte die Permutbung auf, dah die fünf Schweine aus einem und demselben Stall gekommen seien. Diese Vermuthung hat fich der„Nat.-Ztg." zufolge bestätigt; sie find von einem Pferdeschlächter aufgezogen worden. Wie eS zugegangen, dah die Schweine trichinös geworden find, hat nicht festgestellt werden können; Fletsch von Pferden kann ihnen, wenn fie etwa davon genossen daben sollten, nicht geschadet haben, da pflanzen- fteffende Thiere mit Trichinen nicht behastet find. Allerdings waren auf dem GeHöst sehr viele Ratten vorhanden, die be- kanntlich Träger der Trichinose find. Bei dieser Gelegenheit thellt das genannte Blatt mit, dah Seitens der städtischen Fleischschau auf polizeiliche Requisttion die letzten Reste eines geräucherten Schinkens auf Trichinen untersucht worden find. Von diesem Schinken hat die an Trichinose schwer erkrankte Familie eines hiefigen Zahnarztes wiederholt genossen. Nach- dem 24 Präparate gemacht worden waren, ergab fich, dah in denselben zahlreiche Trichinen vorhanden waren, und zwar in jedem Präparat mindestens 4, in einzelnen Präparaten dagegen 6 bis 7 in einem einzigen Sehfeld. Eine derartige Zahl von Trichinen findet fich sehr selten in Schinken; immerhin bleibt aber der Genuß von gar nicht oder nicht gründlich untersuch- ten Schinken, welche von außerhalb hierher gesendet werden, sehr bedenklich und gefährlich. Die Entführung eiueS Kindes weiblichen Geschlechts im Alter von 9 Wochen, über welche wir früher berichtet haben, hat, wie der„StaatSd.-Ztg." geschrieben wird, eine romanhafte Enthüllung gefunden. In der Th.-Strahe wohnt daS Kauf- mann H.'sche Ehepaar, welches fich in guten Verhältnissen be- findet und nur einen Kummer halte: dah die Ehe kinderlos blieb. Im vorigen Jahre wurde die Frau auf Anrathen deS Arztes ins Bad geschickt, und stehe da, daS Wasser hatte seine heilende Wirkung gethan; bald zeigte fich, dah die Ehe eine gesegnete werden sollte. Herr H. war Überglücklich und be- handelte seine Ehehälfte, die schon über den Lebensfrühling hinaus ist, mit doppelter Rückstcht und Liebe. Ende vorigen Monats nabte fich die Katasttophe, und der Ehemann gab ohne jeden Skrupel seiner Frau die Erlaubnih, tbre Stunde bei der Frau ihres in der Th.-Strahe wohnenden Bruders, die geprüfte Krankenpflegerin ist, zu erwarten, ja er war hocherfreut darüber, dah fich eine so günstige Gelegenheit bot. Bald darauf wurde ihm denn auch ein allerliebstes kleines Mädchen präsentitt, welches den beglückten Vater lieb« lich anlächelte. Inzwischen war unsere EntsührunaSgeschichte bekannt geworden. Die Frauen der Nachbarschaft steckten die Köpfe zusammen; denn der in der Zeltung beschriebene Anzug der„fremden Dame" paßte ganz zu dem auffallenden und bei ihr nie gesehenen Gewände, in dem fich Frau H. kurz vor ihrer Entbindung gezeigt hatte, namentlich hatte der türkische Long- shawl Aufsehen erregt. Die Polizei wurde benachrichtigt und der Staatsanwalt nahm die Sache in die Hand. Da ergab fich denn, dah das Mutterglück der Frau H ein fingirtes war, dah fie ihre Schwägerin mit in das Geheimniß gezogen und mit deren Hilfe auch die Hebeamme getäuscht hatte. Sie hatte fich am Tage ihrer Entfernung aus dem Hause auf eine Annonze hin daS Kind aus der RüderSdorferstraße geholt und mit seiner Hilfe den liebevollen Betrug gegen ihren Gatten verübt. Die Zeugen find schon vernommen worden und Frau H. hat bereits ein umfassendes Geständnih vor dem Untersuchungsrichter ab- gelegt. Auch das Kind ist bereits durch die Mutter und die Pflegemutter rekognoSzirt worden. Da die Motive, welche Frau H. zu dem immerhin tadelnSwetthen Schritt verleitet haben, keine unlauteren find, so wird die strenge Justiz hoffent- lich nicht allzu scharf mit ihr ins Gericht gehen. a. Diebstahl in der National- Gallerte. Ein aus der Gräflich Raczynski'schrn Gemälde- Sammlung stammendes Oeldild ist aus der königl. National-Gallerie gestohlen worden. Das von Klengel gemalte in Goldrahmen gefaßte Gemälde ist ca. 21 ctiu. hoch und 26'/» ctrn. breit und stellt eine kleine Landschaft dar. Links steht eine Strohhütte unter Bäumen am See, im Vordergrunde befindet sich ein Steg, über welchen ein Mann nach rechts schrettet. Vielleicht führen diese Zeilen zur Ermittelung des gestohlenen Bilde?, welches wahrscheinlich ein diebischer Besucher, unter seinem Ueberzieher versteckt, auS den Räumen der Gallerie entfernt hat. a. Gestohlene Felle. In einer Lederhandlung in sder Klosterstraße wurden gestern von einem unbekannten Mann sechs getrocknete Kalbfelle zum Kauf angeboten. Da derselbe, ein„Arbeiter" E., sich über den rechtlichen Erwerb der Maare machen, und daß, wenn Sie irgend Gelegenheit dazu finden, Sie sich demselben entziehen. Beweisen nicht Ihre häufigen Besuche hier in Berlin, daß Sie fich kein große« Gewissen daraus machen, Ihre Heerde einige Tage ohne Hirten zu lassen." „Wie schlau I" erwiderte Amberg, in daS Lachen ElSler'S einstimmend.„Ist Euch etwa mein Besuch un- angenehm? Wenn daS wäre, so würde ich daS Spree« Babel nicht so bald wieder betreten. Meine Sehnsucht eben nach Euch, Ihr Lieben, ist e», die mich häufiger hierhertreibt.... Giebt e« für einen Bruder und Schwager einen schöneren Anblick, al« seine nahen Ver- wandten alle so glücklich, so ftiedfertig beisammen zu sehen, wie ich Euch diesen Abend sehe?— w»e geht eS mit Deiner Gesundheit, lieber Georg?" „Ich danke Dir, Paul, etwas besser, und ich hoffe, das Uedel wird sich ganz und gar legen, wenn ich erst so situirt bin, daß ich nicht mehr nöthig habe zu arbeiten, wie bisher." „Hast Du dazu Aussicht?" „Nun, ich kann unter vortheilhaften Bedingungen»m nächsten Frühjahr ein Geschäft übernehmen, da« mir großen und leichten Gewinn verspricht." „Ei, das ist ja herrlich! Ich gönne e» Dn von ganzem Herzen, denn Du bist ein guter Junge und ein zärtlicher Bruder."— Er kniff ihn bei diesen Worten in die Arme und blinzelte ihm dabei zu.—„Und«in guter Gatte, der kein Geheimniß vor seiner Gatttn hat. Nicht wahr, lieber Georg, kein einziges?" DaS diabolische Lächeln desselben schien ihm anzudeuten, daß er beabsichtig,, ihn vollständig vor seiner Frau zu kompromittiren.„ Kälhchen aber schoß auf den Prediger emen Blick voll tödtlichen Hasse». � Wilhelmine kannte bereits die Passion de» Prediger» für gutes Essen. Sie hatte in aller Eile da« vorher auf- getragene Abendbrod vervollständigt. Paul Amberg ließ sich Alle» vortrefflich schmecken, und alSZzMan end- lich zum Aufbruch rüstete, sagte er, fich an wendend: nicht auszuweisen vermochte, vielmehr angab, dieselben von einem Unbekannten gekauft zu haben, so ist es zweifellos, daß die Felle irgendwo gestohlen worden find. Der Eigenthümer möge fich daher bei dem hiefigen Kriminalkommissariat melden, woselbst die Felle verwahrt werden. g- Von einem herben Verlust ist der in der Schwedter- straße 226 a im Keller wohnende Zimmergeselle August Schulz dettoffen worden. Derselbe verlor am Donnerstag Abend, zwischen 7 und 9 Uhr, in der Echwedtersttaße einen ihm nicht gehörigen Tausendmarkschein, ohne dah es ihm gelang, den- selben wiederzufinden. Der verlorene Werthschein trägt die Nummer 56,274 a. Der Verlierer erbietet sich bei Ablieferung der Banknote zu einer Belohnung von 100 Marl; durch dl« Nichtherbeischaffung würde er auch noch seinen Broderwerb verlieren. g. Ein älterer Herr bekam heute Mittag gegen 12 Uhr vor dem Hause Zimmerstrahe 17 einen Schwinde:- oder Ohn- machtSanfall und stürzte so unglücklich zur Erde, daß er fich eine nicht unerhebliche Verletzung am Kopfe zuzog. Ein Schutz« mann geleitete den Verunglückten nach der SanitätSwache in der Markgrafenstrahe, woselbst ihm ein Verband angelegt wurde. Alsdann veranlahte der Schutzmann die Ueberführuna des Herrn nach dessen Wohnung. Frau Ntemann kehrt Ende dieser Woche von ihrem Ur- laub zurück und wird zum ersten Male wieder am Montan. den 2. März, in„Die große Glocke" austreten.— DaS zweite Auftreten der Frau Rosa Hildedrandt alS„Königin Elisabeth" in„Graf Essex" findet am Sonntag statt. Im Zentral-Theater erreicht die unverwüstlich? Gesangs- posse„Der Walzer-König" am Sonnabend die Zahl der 125. Aufführung und die ausverkauften Häuser beweisen die an« dauernde Zugkräftigkeit des Stückes. Herr Direktor Ernst hat die Eonnabend-Vorstellung dem beliebten Darsteller komischer Charakterrollen, Herrn Kettner als Benefiz bewilligt. uttÄ Arbeiterbewegung. Aus dem Lande deS ManchesterthumS. In London stellte fich in den niederen Schulen vielfach heraus, daß die Kinder wegen mangelhafter Nahrung durchaus lernunsähia zweite Jahresbericht des Free Dinner Fand ist soeben erschienen. Es werven darin einige geradezu haarsträubende Thatsachen mitqethetlt.„Zwei Fälle wären zu erwähnen— sagt der Be- richt—, wo Kinder ihre volle Sprechfähigkeit wieder erlangten, wohl nur, weil man ihnen bessere Nahrung reichte; ferner ein Fall, wo ein Kind vor Nahrungsmangel so schwachsichtig ge- worden war, daß man es Mittags an seinen Tisch führen und dort speisen muhte; nachdem es mehrere Monate den Freitisch gehabt hatte, kehrte ihm seine Sehfähigkeit zum großen Theil zurück."„Wir kennen«in kleines Mädchen, da? eben aus dem Krankenhaus entlassen worden ist; es litt am Veitstanz. Im Hospttal wurde ihm alle zwei Stunden, auch in der Nacht, Nahrung gereicht; seine ganze Krankheit ent- sprang nur dem Mangel an kräftiger Nahrung. Die Kleine gehört einer zahlreichen Familie an; der Vater ist ohne Arbeit; fie soll jetzt wieder zur Schule gehen, aber wenn fie gesund bleiben soll, so muß ihr nahrhaftes Essen gegeben werden." Bei dieser Gelegenheit wird folgendes Zitat aus einem Bericht des Kinderspitals in Paddtngton Green bei- gebracht.„Woraus entstehen die meisten der vorscherrschenden Leiden? Aus ungenügender Nahrung, erwidert der Arzt. Hungersnoth ist fast immer die Grundlage der Uebel gegen die wir zu kämpfen haben." Aehnliche Aussagen— fährt der Bericht deS Free Dinner Fund fort— werden fast alle Kinder- spitale machen, und die Nahrungsfrage gewinnt somit eine gar nicht hoch genug zu schätzende Bedeutung für die Schulkinder." — Wieweit muh es in England mit der Armuth der großen Massen gekommen sein, wenn die Kinder ohne Frühstück und Mittagsbrod zur Schule müssen, und dort zu schwach find, um dem Unterricht folgen zu können?! Und zerfließen nicht alle liberalen Bestrebungen für Volksdilvung und Volkserziehung in eitel Dunst, wenn solche wirthschaftliche Nothstände daneben fortbestehen? Alle wohlgemeinten Bestrebungen auf geistigem und sittlichem Gebiet werden aber nicht eher Früchte tragen können, als bis wirthschaftliche Reformen vre große Masse vom Druck der Roth befreit haben. Heute muß alles jEtückwerl und Heuchelei bleiben! Billrge polnische und schlestsche Arbeiter werden be« kanntlich massenhaft für unsere ländlichen Unternehmer und Zuckerindustriellen zur Ausbeutung angeworben. Aus der Gegend von Gogolin wird z. B. gemetvet:„Vor einigen Tagen ist ein Trupp weiblicher Arbeitskräfte, etwa fünfzig an der Zahl, nach der Provinz Sachsen abgereist. Sie werden dort mit dem Ausdreschen des Getreides beschäftigt. Im Frühjahr find wieder größere Wanderungen von Arbeiterinnen zu erwarten. Sogenannte Werber durchschwirren jetzt schon unseren Ort und die Umgegend, um weibliche Arbeitskräfte nach Sachsen zu engagiren. Für die Werber bietet ein der- artiges Engagement immerhin ein einträgliches Geschäft, da „Du hast doch nicht» dagegen, Georg, daß ich bei Dir logire?" „Ich nicht, Paul!" antwortete er hastig;„wenn etwa nicht meine Frau..." „Ei mm», immer Deine Frau; Du mußt Deinen eigenen Willen haben." „Ich denke, daß Käthchen nicht» dagegen haben wird." Amberg schien aber gerade zu erwarten, daß Käthchen etwa» dagegen haben würde, denn ihre Blicke hatten ihm deutlich genug gesagt, daß sie keine sehr heiße Freundschaft für ihn empfinde. Zu seinem großen Erstaunen aber antwortete Käthchen: „Ich füge mich den Wünschen meine« Mannes und bitte Sie, bei uns zu bleiben." „Ei da» ist liebenswürdig I" rief er.„Ich habe solche Liebenswürdigkeit bei Euch vorausgesetzt. Ihr müßt nämlich wissen. Du Georg und Sie theuerste Schwägerin, daß ich vorhin schon in Eurem Hause war, daß ich dort erfuhr, Ihr seiet bei ElSler'S, und eh' ich mich hierher begab, erlaubte ich mir Eurem Mädchen die Weisung zu geben, ein Zimmer für mich in Bereitschaft zu halten!" Georg blickte seine Frau besorgt an, denn er fürchtete, daß sie diese Aufdringlichkeit mit einem zurückweisenden Worte strafen werde. Käthchen aber schwieg und schien diese offene Nichtachtung ihrer häuslichen Autorität ganz unbe- achtet zu lassen.-- Zu Hause angekommen, entfernte sich Käthchen sehr bald, um sich zur Ruhe zu begeben und ließ die beiden Männer allein. „Weißt Du, weshalb ich hier bin?" sagte Paul, als Beide allein waren. „Ich fürchte, wieder in der bewußten Angelegenheit," antwortete Georg kleinlaut. „Ganz recht, in der bewußten Angelegenheit, und zwar um Dich zu beruhigen. Du ängstliches Reh, und Dich von dem Alp zu befreien, der Dich drückt." „DaS kannst Du nicht, Paul!" (Fortsetzung folgt.) Te von ihren Auftraggebern 3 Mart pro Person bezahlt er halten." An diesen deutschen Kulis verdienen alle, die schon genug haben. Der Agent( der Werbeoffizier) verdient seine Provision, der Arbeitgeber" verdient, weil er billige ArbeitsTräfte bekommt und der Arbeiter selbst? Nun, sein Lohn wird allerdings durch die neue Konkurrenz tief herabgedrückt, vielleicht kommt er gar außer Arbeit. Aber was hat das auf fich? Was zählt der Arbeiter im heutigen Wirthschaftssystem, auch in dem Syftem des praktischen Christenthums"? " Nothstand. Aus Wesel schreibt man: Daß die Vers armung unserer Bevölkerung in erheblichem Maße zugenommen haben muß, dürfte aus dem Umstand erhellen, daß in der biefigen Suppenanstalt während eines Beitraums von 19 Tagen 11 000 Kinder gespeist wurden, wohingegen im Jahre 1881 in dem gleichen Beitraum nur ca. 7000 Bortionen zur Vertheilung gelangten." Bedenkt man die strenge Kälte des damaligen Winters und die gegenwärtige milde Witterung, so ergiebt fich ein entschiedener Rüdgang der hiesigen Erwerbsverhältnisse. noch der Antrag, welchen der Vorstand des Fachvereins Möbelpolirer bei der Lohnkommission der Tischler geftellt und der die Rückzahlung der den Tischlern beim großen S im vorigen Jahre von den Möbelpoltrern gewährten Unt stüßung in Höhe von 100 Mt. verlangt, da diese Summe j wiederum den strifenden Knopfarbeitern und Metallarbeite aufließen soll. Die Versammlung ging über diesen Antrag Tagesordnung über. Sklaverei in Brafilien. Aufsehen erregende Nach Auffeben erregende Nach| Bentralverband in die Hand genommen hat. Zu erwähnen richten über die grausame Behandlung der in Brasilien noch immer zahlreich vorhandenen Stlaven erhält der Courrier des Etats- Unis". Das Blatt schreibt: Wenn man sich etwa dem Glauben bingiebt, daß durch die Vorgänge, welche in den Vereinigten Staaten seiner Belt den Sezesstonskrieg und die Abschaffung der Stlaverei herbeigeführt, die Brafilianer ge wißigt wären und in Rücksicht auf den Standpunkt der ge fammten modernen Gesellschaft gegenüber der Sklaverei fich irgendwie zu einer milden Behandlung ihres fabigen Eigenthums" bewogen fühlten, so befindet man sich in einem großen Irrthum. Szenen, wie fte aus Mrs. Beecher Stowe's Onkel sie Toms Hütte" zum wärmsten Mitgefühl mit den armen Schwarzen und zur tiefsten Empörung gegen ihre weißen zivilifirten" Tyrannen hinreißen, find in Brafilien noch heute ha. In St. Petersburg stürzte am vorigen Sonnabend im Zentrum der Stadt ein von Arbeitern bewohntes, mehr. Stöckiges Hinterhaus bis in den Grund zusammen, die Bewohner unter den Trümmern begrabend. Das Vorderhaus, in wel chem lauter wohlhabende Leute wohnen, blieb natürlich stehen, es war folide gebaut. Diese Leute zahlten ja auch eine höhere Miethe. Ob wohl eine strenge Untersuchung eintritt über die Qualität des Baumaterials, über die Stärke der Mauern und Wände, über die Arbeit überhaupt? Wir glauben es faum, waren es doch nur Arme, die vom jähen Schicksal erreicht wor ben find. Und im heiligen Rußland giebt es ja noch Arme übergenug! Die Schwerspathvergiftung in der Kottbuser Kaserne ift nicht erwiesen worden. Der Oberstabsarzt Dr. Gafffy aus Berlin hat das Brot genau untersuchen laffen und feine gif tigen Bestandtheile gefunden. Man steht also vor einem Räthsel, boch immer noch wird behauptet, das Brot sei in den legten Monaten nicht gut gewesen. an der Tagesordnung. In der Broving Barana bei der Stadt 2. Vep Nr. Drei Tischlerversammlungen finden beute, Donnerft Abends 8 Uhr statt. 1. Versammlung Invalidenstr. 16 be Liebrecht. Tagesordnung: Die Arbeitseinstellung bei Lüp Brunnenstr. 106. Referent: Tischler G. Rödel fammlung der Spiegelrahmarbeiter bei Keller, Andreasstr. 2 3. Versammlung fämmtlicher Bettstellmacher bei Wohlhaup Manteuffelftr. 9. Tagesordnung der zwei legten Berjam leber lungen: Befchlußfaffung über den von den Meistern abgein derten Minimallohntarif. freibt! Ma man fie macht ha für Krai Borsicht May's Sängerbund, ein aus der freireligiösen Gemeinde Schrift": fett 1% Jahren durch seinen Leiter Herrn L. May gebilde Gesangverein für gemischten Chor, feierte am Sonntag, b 22. d. M., in den reichdekorirten Sälen des Schüßenhaue Linienstraße 5 von Nachmittags 5 Uhr an ein wohlgelungene faft zu zahlreich besuchtes Familienfeft. Das Programm enth außer einer Anzahl Quartette verschiedene Solopi.cen Sopran und Bariton, ein Kouplet und ein Potpourri fomische die Gew wurden mit Beifall aufgenommen. Tanz und sonstige Be Leistungs streuungen hielten die Besucher bis Mitternacht in harmonie Jahre hi Stimmung vereint. May's Sängerbund hat wieder einmal be gaben, a wiesen, daß er, Dant der energischen Leitung und Dant fonsequenten Ausdauer und Bünktlichkeit seiner circa 40 eine Auf Fe der Betr glieder, praktisch und gemüthlich, billig und würdig seine zu gestalten versteht. Los Angelos ließ beispielsweise ein Farmer Namens Pedro Lalvoês seinen Sllaven Ramon, weil dieser seinem unmensch lichen Herrn hatte entwischen wollen, gefesselt in einen Termitenhaufen( Termiten heißt bekanntlich eine Art großer Ameisen) werfen, so daß der Bedauernswerthe von den Stichen der peis nigenden Insekten ganz bedeckt und vor Schmerz fast wahnfinnig wurde, ohne fich wehren zu können. finnig wurde, ohne fich wehren zu können. Zwei Nordamerilaner, die durch Bufall an der Stelle vorüberitten, wo der arme Schwarze in seinen unsäglichen Qualen jammerte, be freiten ihn und zogen seinen Herrn vor Gericht zur Verant wortung. Bur Charakterifirung der Brasilianischen Gerechtigfeit sei bemerkt, daß diese Untbat ftraflos ausging. Die bar barischen Strafen alle aufzuzählen, mit denen Brasilianische Pflanzer gegen ihre Sklaven bei den geringsten Anläffen verfahren, würde das Gefühl jedes Europäers auf's höchfte vers legen. Noch widerlicher wäre eine genaue Schilderung der burch die Weißen geschaffenen Familienverhältniffe ihrer schwarzen Stlaven, da die Ersteren, um ihrer Wolluft zu fröhnen oder um gewiffe Vortheile zu erreichen, die abscheulichften Dinge von ihrem fchwarzen Eigenthum" verlangen. Der Kourrier des Etats- Unis" plaidirt, auf diese Vorfälle baftrend, für eine friedliche Intervention" scitens der Europäischen Mächte und Nordamerikas, damit die Sklaverei all mälig und legitim" auch in Brafilien abgeschafft würde. Das mälig und legitim" auch in Brafilien abgeschafft würde. Das aber hieße, die Erledigung dieser Frage doch nur von Neuem auf die lange Bank schieben. Wir unsererseits sehen nicht ein, warum die Sklaverei in Brasilien nicht sofort und gänzlich soll abgeschafft werden können. Eine Intervention in diesem Sinne wäre durchaus gerechtfertigt und geboten. Die Rückwanderung von Amerika war noch in keinem Jahre so bedeutend, als gegenwärtig, jeder Lloyddampfer bringt im Bwischendeck durchschnittlich 5 bis 600 Baffagiere mit berüber. Der billige Paffagepreis von 10 Dollars für einen Platz im Zwischended veranlaßt Viele, die günstige Gelegenheit zu einem Besuch der alten deutschen Heimath zu benußen. Der Kontur renztamof zwischen den Dampfergesellschaften scheint seinen Höhepunkt erreicht zu haben, eine Enigung würde im gegen fettigen Intereffe sein. Ein Voltsauflauf. Am vorigen Sonnabend war zu Dresden auf dem Neumarkte ein Andrang von jungen Männern zu beobachten, so daß man denselben fühnlich mit einem Voltsauflauf vergleichen tonnte. Die Ursache war, daß Die Ursache war, daß in einer dortigen Apotheke die Stelle cines Markthelfers zu befeßen war. Unter dieser großen Menge von beschäftigungs losen Leuten befand sich einer, der 23 Wochen lang vergeblich nach Arbeit gesucht hatte. Und da redet man noch immer von dem Aufschwunge unserer wirthschaftlichen Verhältnisse. , fond Allen Drechslern und Kupferarbeitern zur Nachrid Arbeiter daß am Donnerstag, den 26. D. M., Abends 81% Uhr Berechnu Deutschen Kaiser", Lothringerstr. 37 eine öffentliche Verfam und fich lung stattfindet. Da die Wogen der Lohnbewegung in unferem Gewerbe sehr hoch gehen, so ist es Ehren- Pflicht eines jeben Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Kleine Mittheilungen. bat Ente Aus Hamburg wird uns geschrieben: Der Senator R. W. Cropp ist hierselbst gestorben. Der Versto: be fich um den Fortgang einer gefunden und freiheitlichen wicklung unserer Arbeiterverhältnisse bedeutende Verdiene worben, Verdienste, deren Wirkung meit über die Grenzen Folgende Petition der Nähterinnen geht von München aus dem Reichstag zu: An den hohen Heichstag wenden wir uns mit der inständigen Bitte, Die vorgeschlagene Bollerhöhung auf altomobirten, sum Einsel vertauf vorgerichteten, baumw. nicht annehmen au wollen. Die Näherinnen liefern nicht zu wollen. Die be Und felt bie auf Bereine, weiteften führen. fleinen Hamburgischen Staates hinausreicht und besonders be Nähfaden überall fühlbar geworden ist, wo die in Hamburg domis litten seiner Oberaufficht anterstellten Zentralfcantenfaffen Filialen zu ihrer Arbeit den Näbfaden selbst und die in Folge der oder auch nur vereinzelte Angehörige haben. Grabe in der Wahrheit verdienten Dank für diesen Ehrenmann nicht hinuntes zu schlucken, sondern recht mit Nachdruck zu betonen, zur Bes zuwälzen; d. h. thr, besonders bei den Handnäherinnen, geringer schämung für all die Nachtgespenster, welche in Deutschland Bollerhöhung unausbleibliche Preiserhöhung des Nähfadens gegenwärtigen Lage dürfte es besonders angezeigt fein, ben in würde von ihnen ganz allein geiragen werden müssen, weil fte nicht im Stande wären, dieselbe auf ihre Arbeitgeber abVerdienst würde um ein Beträchtliches finken und die durch eine Erhöhung des Bolles von 70 auf 120 Mart für 100 nur von einem verwilderten Arbeiterstande" wiffen. nicht hal Pößned, 16. Februar. Wieder ist ein Invalide ber Kilogramm verursachten Mehrkosten eine direkte ihnen aufs beit aus der besten aller Welten" gefchieden. Am 10. b. M erlegte Steuer sein. Am drüdendsten würde die Bollerhöhung brachte unsere Lokalpreffe folgende Notiz: Heute Vormittag auf das baumw. Nähmaschinengarn empfunden werden, welches die fast ausschließlich benugen. Für gewisse Theile erhing fich in seiner Wohnung der frühere Spinnmeister D Lebensüberdruß mag wohl das Motiv der That gewesen sein. andererseits würde selbstverständlich das deutsche Garn mit allgemeines Bedauern und gerechte Entrüftung hervorgerufe der Wäschefabrikation ist das englische Garn unentbehrlich, Der freiwillige Tod des ehemaligen Spinnmeister Däumer hat tool Jahrzehnte hatte derselbe als Svinnmeister fungirt und als e No eine wird, fo Ma in Folge feines lahmen Beines nicht mehr leisten konnte, in vierzehn und mehrstündiger Arbeitszeit gefordert wurde er von seinen Brodherren" wie ein abgenugter 2 Gunsten der deutschen Garnfabriten den höheren Preis zu zahlen haben. Außerdem würde sich bei baumw. Nähmaschinengarn der Zoll doppelt so hoch, als auf alle anderen von der Bollvorlage bedrohten Baumwollengarne stellen, weil dasselbe auf Holzrollen gespult in den Handel kommt, und nur in Dieser Form allein für die Nähmaschine brauchbar ist. Die Holzrolle hat durchschnittlich die gleiche Schwere als das Garn felbft. Der vorgeschlagene Boll von 120 Mai? für 100 Kilos gramm würde also thatsächlich von 50 Kilogramm wirklichem Stäbfaden getragen Eine Bergpolizeiverordnung wurde am 1. Oktober vorigen Jahres erlassen, welche vorschrieb, daß beim Abbau der mit dem Steinsalze auf der nämlichen Lagerstätte vorkommenDen Kalifalze die sofortige und vollständige Versetzung der abgebauten Räume mit Bergen zu erfolgen habe. In den beiden Salzbergwerfen zu Leopoldshall und Staßfurt fand nämlich bis dahin der Pfeilerbau mit Deiter und Firstenbetrieb stait, und diese Art des Abbaues hat in beiden Bergwerken zu den großen Brüchen geführt. Nach den gemachten Erfahrungen vermögen nämlich die in Verbindung mit dem Steinfalze vors tommenden Kalifalze den Witterungseinflüffen nicht genügenden Widerstand entgegenzuseßen, die Stüßen unterliegen in Folge deffen einer schnellen Verwitterung, verlieren die erforderliche Tragfähigkeit und erliegen dem auf ihnen lastenden Bergdrucke. Um die dadurch entstehenden Gefahren und Nachtheile abzuwenden, ist die veränderte Abbaumethode sowohl in dem preuischen, wie in dem anhaltischen Werke eingeführt worden. Die abgebauten Räume werden möglichst bald mit Bergen, oder an deren Stelle mit Steinsals, Asche und Fabrikrückstän ben vollständig ausgefüllt, und auf diesem Wege hofft man weiteren Brüchen und Katastrophen vorzubeugen. Die MaßDie Maßregel hat eine große finanzielle Tragweite, und in Folge deffen zu einer besonderen Vorlage an den Landtag Veranlaffung ge geben. Die neue Abbaumethode erhöht die Gewinnungstosten der Kalifalze um etwa 5 Pf. für den Bentner, was im Ganzen eine beträchtliche Summe ausmacht. Es sollen aber auch die alten Grubenbaue durch Ausfüllung geftchert werden, wozu ein Kostenaufwand von 352 C00 M. für erforderlich gehalten wird. Diese Ausgaben bedürfen der Zustimmung der Landesvertretung. Es handelt sich um Abwendung großer Gefahren nicht blos für fremdes Eigenthum, sondern auch für Menschen, schinentheil entfernt". Der Verstorbene versuchte verschiedene Art und Weise, sich und die Seinigen zu nun auf ernähren Tag it bem Bergl. Die einmal b gaben 2 verior gui fation 3 Anläufer bie Grün man bi Renten Lobe, ve Swischen erfolgen, mußte jedoch trotzdem zusehen, wie die Nothpfennige von zu Tag zusammenschmolzen. Kränklichkeit, mißliche Familien verhältnisse und der Kummer um die Existenz trieben den braven, ehrlichen Arbeiter, nachdem er, wie gesagt wird, v geblich bei seinen ehemaligen Brodgebern" und deren refp werden, und fich fonach für 100 Rilogramm reines Garn nicht Anverwandten um ein Darlehen zur Bergrößerung feines an auf 120 Mart, sondern auf 240 Mart beziffern. Mit größter dels nachgesucht, in den Tod. Daß D. lange Jabre treu und Hochachtung( Folgen die Unterschriften.) Vereine und Versammlungen. Der Mohr fleißig seiner Stellung vorgestanden, zählt in unserem Be wo der Egoismus seine schönsten Blüthen treibt, nich Für's Gewesene giebt selbst der Jude nichts." hat seine Schuldigteit gethan, der Mohr kann gehen. 50 Frants periodisa unglüdli tichten v leichtert. 10 Der Arbeiter Bezirksverein der Rosenthaler Vorftadt lange die Arbeiter fräjtig und gesund find, werden fie g braucht, allzu lange Arbeitszeit macht diefelben felibzeitig j Walhalla, Schönhauser Allee 156, seine regelmäßige Versamm Invaliden und wenn dieselben das nicht mehr zu leiten vermögen, was die Herren Unternehmer verlangen, bielt Montag, den 23. Februar, Abends 8/2 Uhr, in Neu lung ab. Des hochwichtigen Themas wegen war ein zahl fügung. Aus Thüringen, 20. Februar. Die Verhaftung Summe einige und deshalb können jene finanziellen Opfer gar nicht in Frage reiches Publikum erschienen, jedoch mußte der Vorsitzende mit fteht ihnen die ewig junge Mutter Natur" zur freien Bes tommen. Zur Unfallversicherung der landwirthschaftlichen Arbeiter ist eine in der Rost. 3tg." por einiger Zeit enthaltene, nur aus Beitungen gezogene Summitung der Beschädigungen nicht ohne Intereffe. Bei landwirthschaftlichen Maschinen tamen in Mecklenburg- Schwerin 1884 11, 1883 10, 1882 14 schwere Unfälle vor, mit 3, 2 und 4 Tödtungen, 1884 mit 6 und 1883 mit 8 Fällen des Verlustes von wichtigen Gliedern. Außer dem brachte der Landwirthschaftsbetrieb 1882 4, 1883 5, 1884 6 durch Verunglückung herbeigeführte Todesfälle. London, 22. Februar. Streit. Fast sämmtliche Gasrohr Leger der Stadt streifen in Folge einer Lohnreduktion von 15 Prozent. Bei Ankündigung derselben wurde sofort von 5000 Arbeitern die Thätigkeit eingestellt und folgte der Rest bald dem Beispiele seiner Kameraden. In einem Meeting wurde beschloffen, den Streit fo lange fortzusetzen, bis eine Einigung mit den Arbeitgebern erzielt set. Umfang der russischen Industrie. Das europäische Rußland befist nach den neuesten Erhebungen gegenwärtig 56 905 Fabriken und industrielle Etablissements, die 954 671 Arbeiter beschäftigen und durchschnittlich jährlich für 1 126 032 674 Rubel produziren. Auf jede Fabrit kommen durchschnittlich Bedauern die Mittheilung machen, daß der Referent, Herr Heymann, nicht erschienen sei und sich dieserhalb entschuldigt bon je 5 laubt a beiträge org nä bes Arbe feinen N follte: batte. Anstatt seiner übernahm nunmehr der cand. med. Herr angeblicher Falschmünzer im Weimarer Theater, die vor einigen Bokowser das Referat über Athmung und Blutzirkulation." In einem faft 11ftündigen Vortrage veranschaulichte Redner lichen Körpers, und wurde ihm für seinen Vortrag von den ; n mag nod tann ftets two auch er ben Dri leine Eing bon ihm tente. erftrebten baltniffen Hilfsver machen to wurde, b würde. Tagen fartfand, bat fich als Folge eines eigenthümlichen Bes febens herausgestellt. Die Betreffenden hatten in Weimar am unter recht drastischen Beispielen die Haupttheile des mensch Nachmittag Martitüde ausgegeben, die gefälscht fein follten und wurden deshalb im Theater arretirt. Nun ftellte f die Anwesenden, welche mit gespannter Aufmerksamkeit zugehört aber bei der Vernehmung herauß, daß die Martiüde ä waren. Dem Einen der Verhafteten war bei seiner Abreife von Haufe das Malheur paffirt, daß ihm der Stuben Thermometer erbrach. Um das flüfftge Quedfiber auf welcher fich die Herren Flehnert und Becker betheiligten. fangen, hatte er sein Portemonnaie benügt. Das Quedfilber halten, mit lautem Beifall gedankt. Mit welchem Intereffe Anwesenden dem Vortrage gefolgt waren, ging ferner aus der dem Vortrage folgenden Disluffton hervor, an Bum Punkt 2, Verschiedenes, übergehend wurden vom Schriftführer zwei an den Reichstag gerichtete Petitionen verlesen und dieselben nach einer hierauf bezüglichen Diskussion einftimmig angenommen. Ein Antrag, dahin gehend, zum 15. März eine Herren- Fußpartie zu arrangiren, wurde von der Versammlung unter großer Majorität akzeptirt. 3wei weitere Anträge: ctitionen an den hiesigen Magistrat zu richten um 1. Errichtung einer Sanitätswache in der Rosenthaler Vorstadt und 2. um Regulirung der Swinemünderstraße von der Dem miners bis zur Rügenerstraße" wurden ebenfalls von der Verhatte fich mit den filbernen Markstücken vermischt und die Weimarische Polizei glaubte, Falschmünzer entdeckt zu haben Natürlich wurden die Leute sofort freigelaffen. Briefkasten der Redaktion. Bep 34. Getreidezoll. Es steht den Landwehr- oder Kriege vereinen natürlich das Recht zu, über die Aufnahme von Dod Einzahlu 16,7 Arbeiter und und ein Produktionswerth von 19 788 Rubel. sammlung angenommen. Bum legten Bunkt der Tagesordnung nehmen scheinen, so können Sie sich auch über Ihre Nichtauf Fragelasten" wurden zahlreiche und intereffante Fragen ver lesen, darunter viele, welche durch den Referenten selbst be antwortet und erledigt wurden. Bum Schluß machte der Vorfiebene mehr Be auf feine einem 2 ficherung eingezab Jurüderit lid auf bas Rap Jumachs, Binsverl tentenfor melten b ein Rapi Altersre Unterstü ten. De Reihe vo malige S durchaus keinen Dienstlichen Charakter haben, wie Sie ang nahme nirgends beschweren. Im Uebrigen beften Dant saft, dem Sala beigemengt wird, entfernt. Eine mittelgroße Hausfrau. Eisen- oder Rostflecke werden durch Bitronen figende noch darauf aufmerksam, daß die nächste Versammlung Bitrone wird in eine Porzellanschale ausgepreßt, eine Heine Montag über 14 Tagen stattfindet und sei es Wunsch des Messerspige voll Kochsalz dazugegeben, der Fled damit abges tieben und schließlich in reinem warmen Waffer ausgewaschen Ist das Reiben nicht möglich, benutt man einen Schwamm P. D. 61. Nüglich ist eine solche Reise für Sie all Schloffer auf keinen Fall. Wenn Sie durchaus dorthin wollen so müssen Sie das auf Ihre Roften thun. Die Schiffe geben x. 3. 3. Ein Mittel gegen Frost in den Händen: Für Was die allgemeine Bahl der Fabriken und Etablissements anlangt, so find von ihnen; 1,0 pCt. Tuchfabriken, 7,2 pCt. Lederfabriken, 0,2 pCt. Seidenzeugfabriken, 0,4 Tabatfabriken, 0,4 Buckerfabriken, 0,8 Sägemühlen, 0,2 Papierfabriken, 0,1 Baumwollenfabriten, 1,3 Baumwollspinnereien, 2,3 Bier und Methbrauereien, 4,0 Spiritusfabriken und 2,8 Eisen- und Stahlgießereien. Bekanntlich ist deutsches Kapital und deutsche Betriebsamkeit in den industriellen Unternehmungen unseres Bftlichen Nachbarlandes vornehmlich betheiligt. Vorstandes, daß diese Versammlung ebenso zahlreich besucht werde. t. Die Versammlung der Werkstatt- Delegirten der Tischler am Dienstag Abend, Aite Jatobftr. 37, war cußer ordentlich zahlreich besucht. Auf der Tagesordnung stand zu nächst Abrechnung vom Generalfonds für die legten 6 Wochen. Dieselbe ist am Sonntag erfolgt und von den Revisoren für richtig befunden worden. Da die Durchführung der MinimalBei gefärbten Stoffen ist Vorsicht nöthig. jedenfalls von Hamburg ab. Lohntarife nahe bevorsteht, wird laut Beschluß der Kommiffion 20 Bf. Galläpfel gestoßen und in einer Ablochung davon baben der Bestand des Generalfonds geheim gehalten werden, doch Das hilft gewiß. In Bezug auf die übrigen Fragen wenden fonstatirte Herr Rödel einen bedeutenden Zuwachs. fonstatite Herr Rödel einen bedeutenden Buwachs. Ferner beantragte derfelbe Namens der Kommission, bis auf Weiteres nur in Folge von Lohnreduktionen entstandene Streits aus dem Generalfonds zu unterstügen, welcher Antrag durch das Votum der Delegirten zum Beschluß erhoben wurde. Es folgten die Berichte über die Arbeitseinstellungen bei Mark graf, Breigler, Neumeier und Lüpke, von denen die erste weiter unterstügt wird, die beiden folgenden beigelegt find und die Der Bau einer direkten Eisenbahnlinie von Eng land nach Indien wird zur Beit in England geplant; das nominelle Kapital ist auf 10 Millionen Lstrl. festgesezt( 200 Millionen M.). Die Route soll über Paris, Madrid, Gibral tar, Tanger, Tunis, Tripolis, Kairo, Bagdad, Kelat nach Kurachee und Bombay gehen, wobei die in Frankreich und Spanien bestehenden Eisenbahnen benutzt werden sollen. Eine Dampffähre soll den Berkehr von der Bucht von Gibraltar nach Ceuta in Marotto vermitteln; von da soll sich die Linie an die Eisenbahnen in Algerien und Tunis anschließen und durch Tripolis fortgesezt werden, um eine Verbindung mit dem egyptischen Eisenbahnsystem herzustellen. Von Egypten soll Die Linte den Euphrat erreichen und entlang der Küste des perfischen Golfs zum Hafen von Kurachee in Indien führen. An diesem Punkt schließt sich das große Eisenbahnnes Indiens an, welches die Verbindung mit Bombay, Calcutta und Ma bras herstellen würde. Die ganze Linte von London nach Bombay hat eine Länge von nahezu 7000 Miles( 1750 deutschen Meilen) und soll bei einer Fahrgeschwindigkeit von 83 Meilen per Stunde in 9 Tagen zurückgelegt werden. Sie fh an einen Ast Alter Abonnent, Fürstenstr. der Ren ben Ren jammlun 10 Jahr meifenber tente ge Die feitens D fich ber Bugelaffe Phyfiter. Sie verwechseln Thermometer mit Barometer Schlagen Sie in irgend einem Lehrbuch der Phyfit nach. Sie fragen: o be findet sich das Bürger- Rettungs- Inftitut? Wir batten früher eine diesbezügliche Mittheilung gemacht, die uns auf unserem Leserkreise zugegangen war, daß fich ein solches Sn stitut am Gensdarmenmarkt befindet. Näheres wiffen wit ohne Bermalt Hecht, a bis 8000 gierung nehmigte Richtaus madini mit Ger lettere, entgegen dem vorgefaßten Beschluffe, neu unterstügt selbst nicht. Vielleicht ist derjenige, der uns früher Austunft wird, da die hier gezahlten Preise eine Lohnerhöhung gab, so freundlich, seine Angaben jest etwas genauer Sie müssen fich der neuen Drtstaffe an unbedingt nothwendig machen. Im Anschluß hieran wurde eine Reihe von Unterstügungsgesuchen genehmigt. Sodann machen. machte Herr Röbel Mittheilungen über den erfolgten Ausschluß schließen und können in der Meyer'schen nur noch freiwillige Der Tischler in Lüneburg( Hannover), welche Angelegenheit der Mitglied bleiben. Verantwortlicher Redakteur R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin_SW., Beuthstraße 2. Sieran eine Beilage geloft m Beilage zum Berliner Bolksblatt. id. 48. Donnfrstag. dm 26. Februar 1885. n. Jahrgaug. brber bic ftanjöfifdje Ärbeitervirjichrrung Wttibt Max Schippe! tn der Wiener„Deutschen Wochen- schrifi": Man machte in Frankreich dieselbe Erfahrung, wie ste in England und Deutschland bekanntlich auch ge- «sacht hat: für kleinere Unterstützungen, in erster Linie also bar Kranken- und Begräbnißbeihilfe, reichte die Kraft und asarstcht der freien Vereine aus; sie übernahmen aber auch -K Gewährung regelmäßiger Altersrenten, sie wollten für Wiitwen und Waisen sorgen, und das überstieg ihre �istungifähigkeit. Bei der Altersversorgung„muß auf tfchre hinaus vorgesehen werden, weil erst dann die Aus- Bf>ben, aber so plötzlich und in solcher Höhe kommen, daß ?a>e Ausbringung derselben durch Umlagen nicht möglich % sondern Jahre vorher mit dem Zurücklegen enUpr-chen- Betrage begonnen werden muß. Hierzu besaßen die •weiter jedoch nicht die nöthigen Kenntnisse; eS ist ja die Rechnung der Beittäge nach TodeStafeln, die zweckmäßige siche'e Anlage bedeutender Kapsialien nothwendig. r* selbst unter Zugrundelegung von Todestafeln konnten Jl aufgestellten Berechnungen wegen der Kleinheit der Kleine, die allen Zufälligkeiten des Absterbens den �'testen Spielraum ließ, zu keinem sicheren Resultate �un. Viele Vereine konnten demnach ihre Verspiechungen M halten und lösten sich auf, wenn die Zeit heran kam, ° eine größere Zahl ihrer Mitglieder das Alter erreichte, J? dem sie in den Bezug der Altersrente treten sollte". Astzl. v. d. Osten: Die Arbeiterversicherung in Frank- H Leipzig 1884). � Die Gesetzgebung stand nunmehr vor der Aufgabe, ««tol den Vereinen die Erfüllung ihrer berechtigten Auf- «J« zu erleichtein, andererseits aber, ihnen die Alters- ,.?�gung abzunehmen und für dieselbe eine neue Organi- , zu schaffen. DaS letztere geschah nach mancherlei e. �fe» durch daS Gesetz vom 18. Juni 1850, betreffend Mo ,imi>ung der AlterSrentenkasse. Bei derselben kann v," diS zur Höhe von 1500 Franks pro Kopf beliebige s.?," w't Bezugsbeginn zwischen fünfzig und sechzig mit oder ohne Rückzahlung deS Kapitals nach dem ""sichern. Die Einzahlungen können in beliebigen nfni«äumen und in einer beliebigen Summe von Franks a.®,VV.welln letztere nur 6 Franks übersteigt und 3000 jährlich nicht überschreitet. Arbeitern, welche wegen CÄ* Erwerbslosigkeit, wegen Krankheit und anderer «reignisse regelmäßige Bntr-ge nrcht zu ent- leichtert a! llen, wird hierdurch d:r Beitntt ungemeln er- Cumn,» erscheint also die Gesammtrente als eine %.®l)n Einzelreaten, hervorgebracht durch Zahlung SkuL f T x Frank«. Die zentralist, sche Kasseneinrichtung L.::"4 noch einer anderen Unregelmäßigkeit der Arbeiter- fy.. begegnen, der Unregelmäßigkeit de« EinzahlungS- L' nämlich. E» wurde bestimmt, daß die Einzahlung f.: Arbeiters und die ihr entsprechende Rente in ein auf 'n/n Namen lautendes Rentenbuch eingetragen werden nun mag der Arbeiter hingehen, wohin er will, er ."S noch so oft den Ort seiner Beschäftigung wechseln: er stet« bei der nächsten Einzahlungsstelle einzahlen; und immer der Albeiter seine Rente erworben, wie oft hm /e» seines Aufenthaltes gewechselt haben mag, es geht ihm «"«Anzahlung verloren, sondern er bezieht schließlich an dem stewählten Platze die Summe aller Renten al» Alters- Hz, Damit war die Altersversicherung den Arbeiterver- nach Möglichkeit angepaßt. Eine Förderung des J%'(n Ziele« versprach man sich auch davon, daß dl« »Ä �"ne" auf die Namen ihrer Mitglieder Zahlungen »�konnten, und so durch die Vereine Mancher versichert Withf x f8 auS individuellem Antrieb nicht gethan haben Ein>�,°4 stellten sich für die Vereine durch diese Art der lii.V aßen auf den Namen eines Mitgliedes bald ver» Mihlichkeiten heraus. Wenn der Betreffende nicht «einSmitglied blieb, so blieb er doch im Besitz de« sei».'"««e Ramm lautenden RentenbucheS, bezog also rn * Alter die Rente. War ferner der Verein die Ver- 'iiiQ-TÄ unter der Bedingung eingegangen, daß ihm da« hifii lIle Kapital nach dem Tode deS Bezugsberechtigten Iii, hattet würde, so mußte er seine Mitglieder eigent- �» f Schritt und Tritt bis zum Grabe verfolgen, weil nur in der Höhe der Einzahlungen, ohne Zins- «ieCTb8 �f diesem Uebelstande ab. D-e Vereme sam- Jin>ach, mit ziemlich beträchtlichem StaatSzuschuß, an, von dem sie dann jährlich so viel an die «terstii��ukasse zum Rentenkauf einzahlten, al« sie zur Mi. �hung bei gerade vorhandenrn AlterSinvaliden brauch- Berrin mochte also nicht mehr wie früher eine So. o""Selwäßigen JahreSzahlungm, sondern eme em- S pitalzahlung in dem Augenblicke, wo der Bezug S» ul« beginnen sollte, so daß nur noch Mitglieder ,n treten konnten. In einer Generalver- 10 h* dann der Verein diejenigen seiner mindestens Nsenb* Mitgliederschaft und 50 Jahre Lebensalter auf- S to"1« beginnen sollte, so daß nur noch Mitglieder m »�i'�g'nub treten konnten. In einer Generalver- 10 Vk8 h* dann der Verein diejenigen seiner mindestens %% ÄfÄ KNMW SM HU"SUng de» Präfekten, Immobilien miethSwe,se, Mobilien eigenthümlich besitzen; sie erhalten Staats- und Gemeindeunterstützung und haben eine.Reihe kleiner Pri- vilegien; sie dürfen bei den Sparkassen bis 1000 Francs pro Mitglied einzahlen und Bestände über einen bestimmten Betrag hinaus von der Staatsdepositenkasse verwalten lassen. Die Statuten müssen die Gewährung von zeitlich beschränkten Unterstützungen an die erkrankten, verunglückten oder gebrechlichen Mitglieder versprechen; sie dürfen Alters- renten, aber keine Unterstützung bei Arbeitslosigkeit zu- sichern. Die Benützung des AlterSrentenfondS steht nur den genehmigten Vereinen frei, die zugelassenen müsse« wie früher ihre Mitglieder bei der AlterSrentenkasse ein- kaufen oder die Pensionen aus ihren Vereinseinnahmen bestreiten. Die Hilfsvereine haben zweifellos in Frankreich eine bedeutende Entfaltung erreicht. Die genehmigten Vereine haben— von ihren AlterSrentenfondS abgesehen— im Jahre 1881 insgesammt 15'/- Millionen Franc? ein- genommen, 11'/« Millionen ausgegeben und besaßen Ende 1881 einen GesammtfondS von 75 Millionen Francs und 826 013 Mitglieder. Die zugelassenen Vereine nahmen V/t Millionen Francs ein, gaben 6'/? Millionen Francs aus und besaßen am 31. Dezember 1881 23'/« Millionen Francs Kapital, 300 920 Mitglieder. Die Altersversicherung ,st leider nur schwach ent- wickelt. Die AlterSrentenkasse wird von den zugelassenen Vereinen wenig benützt, sie wenden eine viel größere Summe(1881 700 000 Francs) direkt aus ihrer eigenen Kasse zu Alteisrenten auf. Die genehmigten Vereine geben ebenfalls direkt Unterstützungen an Alte und Gebrechliche, sie leisten ferner aus Vereinsmitteln Zahlungen auf die Namen von Mitgliedern bei der Aliersrentenkasse; in der Hauptsache aber gebrauchen sie für diese Zwecke die durch das Dekret von 1856 eingerichteten Altersrentenfonds, weil sie hier eine ihren Zahlungen proportionale Staats- subvention erhalten, welche direkte« Einzahlungen bei der Rentenkasse nicht zu Gute kommt. Die Renten, welche von dem bei der AlterSrentenkasse eingezahlten Theil der SondS gegeben werden, sind trotzdem sehr unbedeutend. ie theilten sich 1881 in folgende Kategorien: 300-500 Franc» 80 200- 300„ 308 150—200„ 639 100—150„ 1412 30-100„ 10 861 DaS Alter der gewählten Pensionäre betrug 1881 65 Jahre 3 Monate und 3 Tage im Durchschnitt, die mittlere im Vereine verbrachte Zeit 24 Jahre und 24 Tage.„Im Alter von 65 Jagren, nach 24jährigen Zahlungen möglicher- weise— wenn die Wahl so fällt— eine Rente von 70 Franc» zu erhalten, das ist noch keine sehr glänzende AuS- Leben«- und Unfalloersicherung lieaen aber in Frank- reich noch mehr darnieder. Bei der Diskussion über die Reform der AlterSrentenkasse am 15. März 1883 wies der Minister Waldeck-Rousseau darauf hin, daß bei der Lebens- versicherungSkasse nur 13 000 HilfSvereinsmitglieder für den Fall ihres Tobe« ihrer Familie ein kleines Kapital gesichert hatten, und daß die UnfalloersicherungSkasse„eigentlich überhaupt nicht in Betrieb gesetzt" worden sei. Man sieht, die Arbeiterversicherung bedarf auch in Frankreich sehr dringend einer gründlichen Reform und Er- Weiterung und man darf jedenfalls gespannt sein, welche Richtung die französische Gesetzgebung zu diesem Zweck i« der nächsten Zukunft einschlagen wird. DoUtiKcke Nebersickt. Sin ungenannter Man« beschäftigte bei Gelegenheit der Bcrathung des Etats das preußische Abgeordnetenhaus. Dieser M�nn, dessen Name im Adgeordnetenhause nicht er- wähnt wurde, ist der vor Kurzem zum außerordentlichen Pro- seffor an der Berliner Universität ernannte Herr Dr. Schwm- niger, derselbe Arzt, welcher mit Glück bei dem Herrn Reich?- kanzier die sogenannte Entfettungskur vorgenommen hat. Man beschwerte sich über die Ernennung dieses Manne« zu dem oben erwäbnten Amte aus zwei Gründen; erstens des- halb. weil die Ernennung erfolgt sei unter Außerachtlassung der Befragung der Fakultät und zweitens, weil der zu dieser hohen Stellung Berufene nicht würdig sei, diese Stellung zu bekleiden. Der Kultusminister bestritt daS formelle Anrecht der Fakultät, über die Ernennung eineS außerordentlichen Professors befragt zu werden, und führte bezüglich des zweiten Punktes an, daß der ernannte Herr sich durch sein Verhallen rchabilitirt habe. Der bekannte konservative Abgeordnete Graf Limburg-Etirum bemühte sich, dem KulluSminmer beizustehen, während der ebenfalls konservative Herr v. Meyer- ArnSwalve sich nicht ganz mit den vorgetragenen Ansichten seiner Partei- genossen vom ethischen Standpuntte aus einverstanden erklärte. Die Herren vom Zentrum schwiegen sich gründlich auS, viel- leicht hatten sie alle Ursache dazu. Damit war vorläufig diese Angelegenheit erledigt. Nach den jetzt vorliegenden Nach- richten wird dieselbe aber noch einmal zur Sprache kommen und zwar gelegentlich der zweiten Berathung des diesbezüg- lichen Etats- Der Abgeordnete Dr. Stern hat nämlich fol- genden Antrag gestellt:„DaS Haus der Abgeordneten wolle beschließen: Bon den im Kap. 119 Tit. 2(Zuschuß für die Universität in Berlin) deS ElatS de« Ministerrums der geist- lichen. Unterrichts- und Mevizinalangelegenhetten geforderten M e h r ausgaben von 115240 Mark, dir laut der dem Etat beigegedtnen Bemerkungen aä 5„zur Errichtung einer außer- ordentlichen Professur für Dermatologie, Gehalt und RechnungS- geidzuschuß" geforderten 3900 Ml. nicht zu bewillige n." — Wenn dieser Antrag angenommen würde, so wäre der Herr Dr. Schwenniaer beseitigt, da der Antrag das Gehalt für ihn verweigert. Doch davon kann bei der Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses nicht die Rede sein. Es wird also wieder eine längere Debatte geben und im Uebrigen Alles beim Alten bleiben.— Unsere Leser haben aus den Verhandlungen deS Abgeordnetenhauses die Thatsachen, welche gegen Herrn Schwenniger sprechen, kennen gelernt. Angesichts dieser That- fachen waren die Adgg. Dirichlet und Virchow gewiß zu ihren Beschwerden berechtigt und namentlich deshalb, weil man sonst in Bezug auf solche Punkte eine große Peinlichkeit an den Tag zu legen pflegt.— Es kann aber wohl keinem gebildeten Men- schen einfallen, zu verlangen, daß Jemand, der sich einmal in seinem Lcben— wir wollen sagen„unkorrekt"— benommen hat, dafür bis an sein Lebensende büßen soll. Ein solches Verlangen ist weder christlich noch menschlich; es ist grausam. Und von diesem GesichtSpunkie aus können wir uns vollständig mi« den Ansichten de« Ministers, die dahin gehen, daß eine R-Habilitirung stall« finden könne, einverstanden erklären. Wir möchten in diesem Punkte sogar noch weiter gehen, denn heute sieht man nur ver« ächtlich auf diejenigen herab, welche der strafenden Hand der Gerechtigkeit einmal verfielen, während diejenigen, welche „glücklich" oder sagen wir lieber„gerieben" genug waren, aus den Maschen der Gesetzesnetze zu entschlüpfen, als„Hochacht- bare",„unbescholtene" Bürger gelten. Und wer vermag zu de« baupten, daß er in seinem Leben niemals sich gegen die Gesetze verging? Der so beliebte Ruf:„Herr ich danke Dir, daß ich nicht bin wie jene Leute oder jener Mann" ist durch- aus nicht am Platze; diejenigen, welche sich in solcher Weise mit ihrer Moral brüsten, haben den Begriff Moral n i e kennen gelernt. Und darum soll man auch nicht gegen einen Mann soviel Geschrei erbeben, well er vielleicht einmal in seinem Leben gesündigt hat. Anders freilich stellt sich die Sachlage, wenn man dieselve von der anderen Seite betrachtet. Wir haben erst vor einigen Tagen in der„Nord. Allg. Ztg." gelesen, daß einigen Hamburger Lehrern von einem anders gesinnten dortigen Bürger der Vorwurf der Unmoralität gemacht wurde, weil sie sich öffentlich als Demokraten gezeigt hatten. Ge- nanntes Blatt hat in der breitesten Weise seine Sympathie mit dem moralischen Bürger bekundet; das fordert geradezu zu einem Vergleich heraus, der zu Ungunsten deS„ungenannten Herrn", für dm man von Seiten der Freunde der„Nord. Allg. Ztg." mit so großer Wärme eintritt, ausfällt. Also Toleranz viel Toleranz fehlt heute noch und vor allen Dingen möge man das alte hausbackene Sprüchwort von dem G l a s h a u s e nie vergessen. Was ist Kriegskontrebande? Diese Frage wird aller Voraussicht nach in der nächstm Zeit die O-ffcntlichkeit be- schäftigen. Die„Voss. Ztg." bemerkt in Betreff dieser Frage: Durch die Erklärung der französischen Regierung, daß sie während der Feindseligkeiten mit C h i n a den R e i s unter die Gegenstände der Kriegskontrebande rechne, ist eine völkerrechtliche Streitfrage, die seit Jahren nur in rein akademischer Weise dlskutirt wurde, in a.tucller und zudem wesentlich verschärfter Form aufgeworfen worden. Der For« derung, daß Kohlen als Kontrebande zu betrachten seien, kann man eine gewisse Berechtigung nicht absprechen, da fie sich immerhin als einen Theil der Ausrüstung der feindlichen Schiffe qualifiziren, deren Aktionsfähigkeit von dem Besitze oder Nichtbefitze der Steinkohlen abhängig; trotzdem ist ihnen von einer ganzen Anzahl von Mächten der Charakter der Kriegskontrebande bestritten worden. Die jetzt von der fran- zösischen Regierung beliebte Ausdehnung der letzteren auf menschliche Nahrungsmittel giebt aber der Frage eine ganz neue Wendung. Wenn dieselbe Geltung erlangt, so wird der ganze Begriff der Kriegskontrebande tbatsächlich hin- fällig, denn eS dürfte sich kaum ein Gegenstand findm lassen, der sich nicht mit dem gleichen Rechte diesem Begriff unter- stellm ließe. Die VeröffenILchung der Note des französischen Botschafters scheint allerdings darauf hin zu deuten, daß Deutschland keinen Einspruch gegen die französische Maßregel erheben wird, obwohl davon auch deutsche Interessen berührt werden, da die zahlreich in der chinesischen Küstenschifffahrt de- schäftigtcn deutschm Segelschiffe, auch an dem Handel dieses wichtigftm Nahrungsmittels betheiligt find. Indessen kann Deutschland ruhig davon abschen, in dieser Frage die Jnitia- tive zu ergreifen, da die übrigen seefahrenden Länder, England an der Spitze, diese neueste Interpretation deS internationalen SeerechtS sicher nicht widerspruchslos hinnehmen werdm. Der Gedanke, auf einer neuen Konferenz das Weik der Pariser Konferenz von 1856 fortzusetzen und zu vollenden, erhält da- durch neue Nahrung. Franrrsich. Die Einweihung der Statue LedruRollin'S fand unter zahlreicher Betbeiligung statt. Unter den Anwesen- den defanden sich die Minister Waldeck-Rousseau, Tirard, Raynal und Rouvier, sowie zahlreiche Deputirte und Sena» toren. Floquet, Madier de Montjau und drei andere hielten Reden, in welchen fie Ledru Rollin als den Urheber des all- gemeinen Stimmrechts feierten. Die Feierlichkeit verlief ohne jede Störung. Der Senat stellte den Kredit von 305 000 Frcs. für Freistellen in den Seminaren, welche die Depuiirtenkammer gestrichen hatte, wieder her. Die Wahl deS Eure- Departement, bei welcher Lsmoy gegen den Herzog von Broglie mit einer Majorität von 10 Stimmen gewählt worden war, wurde für giltig erklärt. - Der Deputirte Andrieux, der in seinen„Erinne- rungen eines Polizeipräfekten" auch Enthüllungen über den Fr e im aure rbund gemacht hat, ist auS seiner Loge zu Lyon ausgestoßen und für unwürdig erklärt worden, je wieder dem Freimaurerbunde anzugehören. Egypten. Nach den neueren Naeyrichten defand sich der General Bull er am 21. immer noch bei Abu Klea. Im Laufe deS 18. war eS gelungen, die Araber durch eine Kriegslist von den das Lager beherrschenden Hügeln zu vertreiben. Major War» drop schlich sich nämlich mit ein paar Leuten in die rechte Flanke und in den Rücken der Sudanesen und ließ von hier auS Schnellfeuer auf fie geben, was dieselben zum Rückzug bewog, da fie sich von größeren Abtheilungen umgangen glaubten. Die ganze Aktion vom 17. und 18. scheint von sudanesischer Seite übrigens nur eine gewaltsame Rekognos- zirung gewesen zu sein. General Buller's Lage bleibt also, da er aus Mangel an Transportmitteln am Weitermaisch ge- hlnd-lt ist. immer noch sehr bedenklich und wird von Tag zu Tag. ie länger er in Abu Klea zu bleiben gezwungen ist, ge- fayrucher. _,— Noch einet Mittheilung des„Daily Telegraph" auS Kairo behauptet eine„gute eingeborene Aulorität", daß der M a hdi den egypti schen Garnisonen am Weißen Nil. rn Sennaar und den Acquatorialprovinzen freien Abzug durch die Linien der Aufstänvischen angeboten habe, jedoch unter der Bedingung, daß fie ihre Waffen abgeben. Großbritannien. Im englischen linterhause hat im Fortgang der Beralhung über den Northcote'schen Antrag der Abg. Goschen daS Won ergriffen, der. einst Mitglied des Gladstone'schen Kiibinets der Jahre 1868 bis 1874, sich seit Jahren eine un- abhängige Stellung gewahrt, aber stets als echten Liberalen sich erwiesen und sich selbst so dezeichnet hat. Er erklärte, er könne die Verwendung englischer Truppen zur Niederwerfung der Macht des Mahdi nur dann unterstützen, wenn die Regie- rung Chartum seiner Zeit nicht wieder räumen lasse, ohne für die Stämme, die England Beistand geleistet hätten, Sicherheit geschafft zu haben. Ebenso wünsche er die Besetzung von Berber, entgegengesetten Falls werde er für den Antrag Northcote's stimmen. Goschen ist vor Allem ein gründlicher Kenner Der egyptischen Verhältnisse. Er verlangt in der Hauptsache, daß in Egypten der Keim des nationalen Lebens erhalten und entwickelt werde, worin er also mit der Regierung übereinftimmt. Sein Wort hat bei der liberalen Partei noch immer große Bedeutung gehabt. . Die Einschiffung der Truppentheile nach Suatin am Rothen Meere geht jest rasch von Statten. Am Donnerstag hat sich das 1. Bataillon der Coldstream- Garden und am Sonnabend das 2. Bataillon der schottischen Garden in Gravesend eingeschifft. Ebenso gingen von Portsmouth, Dublin und anderen Garnisonen verschiedene Schwabronen Kavallerie und eine große Anzahl von Offizieren nach Egypten ab. Auch hat bereits die Einschiffung der nach dem Sudan beorderten indischen Truppen begonnen. Lestere werden 3000 Kombattanten start sein, allein mit dem Troß dürfte die Bri gade 6000 Mann zählen. 11 Parlamentarisches. in die Berathung des Art. 1 des Einführungsgesetzes zur Provinzialornung eingetreten, zu welchem zwei Abänderungsanträge( Lotichius und Graf Matuschka) vorliegen. Nach längerer Diskussion wird unter Ablehnung der Anträge Lotichius und Graf Matuschka Art. 1 des Entwurfs betreffend die Provinzial Ordnung fast einstimmig an genommen. Hiernach wird in die Berathung des§1 der Kreis, Ordnung eingetreten und zunächst die Neueintheilung der Kreise erörtert. § 1 wird mit einem Antrage des Fürsten Vsenburg angenommen, desgl.§§ 2-29 ohne Debatte. § 30 sept feft, daß der Bezirk der königlichen PolizeiVerwaltung zu Frankfurt am Main auf fämmtliche Ges meinden des Landkreises Frankfurt am Main ausgedehnt werDen soll. Der Polizei- Präsident au Frankfurt am Main soll zugleich Landrath des Landkreises Frant, furt am Main sein unter event. Belordnung eines Hilfs beamten. inde ein müßten halten w die Er Geistlichen zum Theil nicht zurückrufen wolle. Die Studirensführunge den waren ja, da die theologischen Fakultäten in Preußen gen Juris meist mit Altfatholiken besetzt waren, gezwungen, im Aus einen Bei lande zu studiren. Uebrigens fönne ja der Minister aus der hschoppen auch ihm nicht unbekannten auonymen Broschüre ersehen, diren. Es welche Wünsche die katholische Kirche bezüglich der Erziehung der Kleriter habe. Manche Geistlichen wurden auch nicht zurüd berufen, weil fie maigesegliche Strafen noch nicht verbüßt haben. So liege es besonders in dem Falle des Pfarrers Wehn, der vor 10 Jahren 8 Wochen Gefängniß wegen Bergegenw gebens gegen die Maigefege abgefeffen hat, und den man bes halb noch immer nicht in seine Pfarre wiedereinführt. Das direnden beweise feineswegs einen versöhnlichen Geist auf Seiten der belegen, Regierung. Besonders die Frage der Erziehung des Kleruss Bestim müffe endlich befriedigend geregelt werden. igen Jab Bezie zuzuwen ommen, i stattgefi Duelle d chschnitt Frage lieber den anlaffung enig wil Minister v. Goler: Was den Fall Wehn betrifft, so eichniß a ist dieser Geistliche wegen thätlichen Widerstandes gegen Ere vollstä futiobeamte feinerzeit mit sechs und wegen Vergehens gegen e Meng die öffentliche Ordnug mit drei Monaten Gefängniß bestrafte haben worden. Alle Behörden haben sich gegen eine Begnadigung ausgesprochen, weil der Herr die Grenzen des ,, pafftven Wider standes" weit überschritten hatte. Er ist übrigens nur aus den beiden Regierungsbezirken Wiesbaden und Koblenz aus gewiesen; und es würde nichts im Wege stehen, auch diese Maßregel aufzuheben, wenn er sich nur entschließen tönnte, wenigstens einen Theil feiner Strafe abzubügen. Was die anonyme Broschüre betreffe, fo gehe aus derselben deutlich hervor, daß das von ihrem Verfasser empfohlene Erziehungs system für fatholische Geistliche in Preußen niemals exiftit, nur e hat. Troßdem hat die fatholische Kirche ohne ein solches Gr ziehungssystem in Breußen gelebt, ohne Klage zu führen. muß also auch eine firchliche Erziehung möglich sein, ohne daß gerade das System hergestellt wird, welches die Broschüre empfiehlt. Graf Pfeil beantragt, dem Landkreise Frankfurt seinen eigenen Landrath zu erhalten und zwar mit dem Size in Frankfurt. Man müsse sich hüten, anormale Verhältnisse, wie die Personalunion von Polizeipräsident und Landrath, in Frantfurt a. M. zu schaffen. Eine intensive und einheitliche Handhabung der Polizei um Frankfurt, womit die Staatsregierung diese Personalunion begründe, laffe sich auch durch Einvernehmen mit dem ebenfalls in Frankfurt stationisten Landrathe erzielen. Die von der Staatsregierung beabsichtigte Buweisung der landräthlich kommunalen Geschäfte an einen Hilfsarbeiter schließe eine Art capitis deminutio des Frankfurter Landkreises in fich, da ein Hilfsarbeiter des Polizeipräsidenten niemals so intenfio die Interessen des Kreises als dessen selbstständiger Chef wahrnehmen und stets mit der Sehnsucht nach Erlangung einer anderweiten selbstständigen Stellung erfüllt sein würde. In Breslau, einer an Einwohnerzahl Frankfurt weit überlegenen Stadt, habe man eine solche einheitliche Polizeiverwaltung nicht für nöthig gehalten. Geheimrath v. Bitter hält das Beispiel Breslaus für durchaus unzutreffend. Die beabsichtigte Personalunion sei nicht ohne Vorgang; in Koblenz verwalte der Polizeipräsident auch das Landrathsamt des Landkreises Koblenz. Aehnliches set in Marburg und Fulda der Fall. Die Bestimmung des Sizes des Landrathes gehört nicht in das Gesez, da ste in das Behördenorganisationsrecht der Krone übergreift. -Ueber die Stellung der preußischen Regierung zu dem Antrage des Freiherrn v. Huene, wonach der preuBische Antheil an den Mehreinnahmen des Reiches durch die Kornzölle den Kommunen überwiesen werden soll, find in parlamentalischen Kreisen allerlei Annahmen verbreitet. Die Magd. Beit." hört von beftinformirter Seite, daß die Regie: rung lediglich eine zuwartende Stellung einzunehmen beschloffen habe. Alles Uebrige verdient leinen Glauben. Herr v. Huene hat nun zu seinem Antrage folgende, denselben immerhin abschwächende Abänderungsanträge eingebracht: 1) Für den Fall, daß die Ueberweisung der unver fürzten Beträge nicht thunlich ecfcheint, event. in§ 1 in der vorlegten Beile das Wort unverfürst" zu streichen und an deffen Stelle zu segen nach Abzug von x Prozent". Die Einfügung der Bahl der Prozente bleibt vorbehalten. vorbehalten. 2) n§ 2, Absatz 2, binter Westfalen" ein zuschieben, Schleswig Holstein, Heffen- Naffau". 3) a. Prin piell den Absatz 1 im§ 3 wie folgt zu faffen: Als Vertheilungsmaßstab für die nach§ 1 zu überweisende Gesammt summe an die einzelnen in§ 2 angeführten Kommunalver bände werden die Zahlen zu Grunde gelegt, welche fich ergeben durch Zusammenrechnung der Bahlen, welche der Einwohner zahl der Kommunalverbände entsprechen und derjenigen Zahlen, welche der in Mart ausgedrückten Summe der in dem bes treffenden Kommunalverbande aufgebrachten Grund- und Ge bäudesteuer entsprechen;" b. eventuell den§ 3 Absatz 1 in nachstehender Faffung anzunehmen. Die Vertheilung der nach § 1 zu überweisenden Gesammisumme an die einzelnen im§ 2 angeführten Kommunalverbände geschieht derart, daß% der Summe nach dem Verhältniß der in den betreffenden Rommunalverbänden aufgebrachten Grund und Gebäudesteuer überwiesen werden, der Summe nach dem Verhältniß der Einwohnerzahl der Kommunalverbände." Uebrigens werden auch von anderen Seiten noch Anträge in der Kommission eingebracht werden. 11 9 Graf Pfeil schlägt nunmehr eine anderweitige Faffung feiner Amendements vor; die weitere Berathung des§ 30 und ber§§ 31-33 wird bis nach erfolgter Drudlegung und Bertheilung dieses Amendements ausgefeßt. Bekanntlich hatte der Abg. von Eynern den Antrag gestellt, daß die Staatsregierung im gefeßlichen Wege die Opfer ausgleichen möchte, welche den Steuerzahlern dadurch erwachsen, daß etwa 10 Millionen jährlich für die staatliche Polizeiverwaltung in einigen wenigen Städten aus Der Staatskaffe gezahlt werden. Die Gemeinde Kom mission des Abgeordnetenhauses faßte eine Resolution, welche eine stärkere Heranziehung der betreffenden Städte zu diesen Laften bezweckt, und beauftragte den Abg. BarthNaumburg mit der Abfaffung des Berichts für das Blenum. Die§§ 34-112 werden auf Antrag Brüning en bloc angenommen. § 113 wird in der Fassung der Vorlage wiederhergestellt. Der Rest des Gesetzes,§§ 114-121 der Kreisordnung, wird ohne Debatte angenommen. Donnerstag 11 Uhr vertagt. Vorher kleinere Vorlagen. Abg. Mosler wünscht die sofortige Begnadigung be Pfarrers Wehn und hält auch seine Behauptungen bezüglich der Broschüre aufrecht. Regierung un das beka men Bopi Abg. J die Gu ist uns af bei der Sun gegangen for Heider baf Durch ift. Ab. v. Schorlemer Alst: Es ist nicht richtig die Grundsäge der Broschüre nie in Deutschland gegolten hätten. 11 Wir bitten aber nur um Wiedereinseßung in unseren alten Befißstand, wie er vor dem Kulturkampf bestand; dann werden wir zufrieden sein. Die Erziehung des Klerus ist Sache der Kir und die Regierung hat sich nicht darein zu mischen. Auch die Begn digung des Pfarrers Wehn ist dringend erwünscht. Verglei Sie die heutigen Aeußerungen des Ministers mit dem, er neulich in der Affaire Schwenninger gesagt hat! Laffen darnach das Volk urtheilen, welche Gerechtigkeit, Milde un Moral bei der Regierung maßgebend ist!( Lebhafter Beifall lints und im Sentrum) Die Position wird bewilligt. 116a erklärt verfügung periment be noch a Sie age, ob fte rbreiten, eibung ene H Abg. v. dj mix in if ber uns nd ich muf edes mater ob Brivatoi übrigens Die Forderung für einen( altkatholischen) Bischof im Kap. Abg. Rintelen nicht bewilligen zu können, ba bet Bischof Reintens nicht zur fatholischen Kirche gehöre, daher die Um 4 Uhr wird die Fortsetzung der Berathung auf Forderung für ihn nicht unter der Rubrik Katholische Geift liche" Platz finden dürfe, wie es im vorliegenden Etat der Fall sei. An einer anderen Stelle des Etats würde man die For derung bewilligen können. Die Ablehnung habe also mit der Frage der Toleranz und Intoleranz nichts zu thun. Die von Herrn Virchow vertretene individuelle Freiheit akzeptize the aber Herr Virchow müsse dann auch dem Individuum be Freiheit laffen, mit anderen Individuen zu kirchlichen Gemein schaften zusammenzutreten zum Zweck der freien Religions übung. Abgeordnetenhaus. 27. Sigung vom 25. Februar 1885, 11 Uhr. Am Ministertisch v. Goßler und Kommissarien. Eingegangen ist ein Antrag Stern auf Annahme eines Gefeßentwurfes, betreffend die Errichtung von Testamenten im Reichsgebiet der Stadt Frankfurt a. M. Die zweite Berathung des Kultusetats wird fort gesetzt. Bei der Position Bisthum Köln" erinnert men werden er uns vor hr dürftig laffene Be Bunfte cer Dettefte Sp Unerlaubtes Durch die blüpfen. liegendes orliegt. Abg. gerr Deinis uch von re Ansich Abg. v. Schorlemer Alft: Die Pofition für den altkatholischen Bischof bitte ich abzulehnen, obwohl fich Kollege Rintelen bezüglich der Stellung der Position im Etat infofem egner des geirrt hat, als sie nicht unter der Rubrit Katholische Geift fiche" steht, sondern ein besonderes Kapitel für sich bildet. Abg. v. Eynern schlägt vor, die Forderung ausbridli ,, für einen alttatholischen Bischof" lauten zu laffen. Dann ftimmen. Magten Thier ben wür au boren zu la Abg. Cremer: Der Bischof Reinkens ist dem Papft nicht unterstellt, er ist kein katholischer Bischof; deshalb ftimme ich als Katholik gegen die Pofition. Nur in einem starken Staat tann auch eine starke Kirche bestehen Abg. Biesenbach daran, daß immer noch nicht der Erzbischof Melchers von Köln zurückberufen sei. Dadurch wer den dauernd die heiligsten Gefühle der Diözesanen verlegt. Wie das im Rechtsstaat Preußen geschehen konnte, begreife wer tann. Die Waffe, die uns getroffen, war tief in Gift getaucht. Wer den tiefreligiösen Charakter der Rheinländer tennt, versteht, was uns mit der Verbannung unseres Erzbischofs angethan worden. Die Novellen zur Maigefeßgebung haben allerdings manche Härten gelindert; aber diese Gefeße fragen doch nur den Charakter der Halbheit. Obwohl alle Parteien des Hauses den Kulturkampf perhorresziren, wird er Parteien des Hauses den Kulturkampf perhorresziren, wird er doch fortgesetzt. Von der Minister bank hören wir schöne glatte Worte, aber die imponiren uns nicht. Ich lege von neuem Verwahrung dagegen ein, baß unsere vitalsten Interessen als KompensationsOffiziös wird geschrieben: Nachdem die neueste Ver staatlichungsvorlage die Zustimmung der gesetzgebenden Faktoren gefunden hat, wird der durch die Verstaatlichung bedingte Nachtragsetat in den allernächsten Tagen dem Abgeordneter hause zugehen. Dieser Etat wird der Natur der Sache nach wie in früheren Jahren tein Brutto.Etat mit Spezialifirung der Einnahmen und Ausgaben sein können, well angesichts der durch die Verstaatlichung der Bahnen beDingten tiefgreifenden Aenderung die Aufstellung spesialifirter Voranschläge unthunlich ist. In den Etat wird vielmehr nur das auf Grund der bisherigen Spezialetats der einzelnen Bahnen zu veranschlagende Netto- Ergebniß diefer Bahnen eingestellt. Außerdem wird sich im Nachtragsetat auch die ForDerung für die Vermehrung der Polizeibeamten in Frankfurt a. M. befinden. Der Betrag für die letzt genannte Ausgabe dürfte sich auf ca. 20 000 Mt. belaufen. Gleichzeitig mit dem Nachtragsetat steht wohl auch eine Vor lage betr. bie Dotation der Hinterbliebenen des von den Anarchisten in Frankfurt a. M. ermordeten Polizeiraths Rumpff zu erwarten. Unter der Dotation ist die Fortgewährung des vollen Einkommens des Ermordeten an Die Kinder zu verstehen." Parlamentsberichte. Herrenhaus. 5. Sigung, vom 25. Februar, 11 Uhr. Am Ministertisch v. Buttkamer, Friedberg und Kommiffarien. Der Präfident theilt mit, daß das Mandat des Grafen zur Lippe als Mitgliedes der Staatsschuldenkommission abge laufen ist, und daß die Neuwahl an einem der nächsten Sizungstage vollzogen werden soll. Wie richtig dies ist, sehen Sie an den beutigen zöfifchen Zuständen. Nur weil die dortige Regierung fran jest Ehren die Kirche unterdrückt, kommt man dort nicht zu geordneten Buständen. Lernen Sie sich als Kinder desselben Landes end objette in Steuer und Wirthschaftsfragen lich vertragen; reichen fte sich endlich die Hände zu gemeins benugt werden.( Bustimmung im Zentrum.) Ich bitte den Kultusminister: schlagen Sie endlich den Weg zum Frieden ein; bewahrheiten Sie das Wort: Ich will Frieden samer Arbeit; dann wird auch die Kirche wieder zu tommen.( Beifall rechts.) Sinter Abg. Stöder: Wir leiden in Deutschland unter dem baben in meinem Volt"; geben Sie uns unseren hochwürdigen Bestreben der Katholiken, die evangelische Religion zu unter drücken. Das beweist z. B. die Mischehenfrage.( Sehr wahr unjerem Vaterlande nicht zum Heile gereicht; die besten Kräfte, rechts.) Vor Jahren fagte Windthorst:„ Der Kulturkampf bat Graf zur Lippe: Sie haben mich mit Jbrem Vertrauen 15 Jahre lang beehrt. Das ist eine hübsche Reihe von Jahren; mit den Jahren wird man älter, und meine geistigen Kräfte reichen jest nicht mehr aus, um die Funktionen, die mir als Mitglied und besonders als Vorfizender der Staats Erzbischof zurück! Die Jahre des Kulturkampfes haben Das die beste Beit der Parlamente werden in einem Kampfe vers geudet, der nichts als traurige Ruinen schaffen kann. Was fann gefährlicher feir, als in Gebiet praktischer Politik theologische Kontroversen zu mischen? Ins Parlament gehören solche Kontroversen nicht. Wir wünschen die Rüdfehr unseres Erzbischofs, nicht um eine Kraftauf dem Schlachtfelde von Königgräs begonnen." eben Sperr Schweigen mit der Bi zeichnen, Divifionspf ( Beifall diesem Wort liegen die politischen Gründe des Herrn Windt horft für den Kulturkampf wahrscheinlich verborgen. rechte.) uch mir Dom Minif wird Berlin und tuff zum Do fünf a Det öffentlich auf Experi land, ange gemacht m füit die Lat ob ber thie Aufnahme Bwede Th feftzufteller Abg. Windthorst: Erst kürzlich sei es no vorges probe zu machen, nicht aus Kampfesluft oder zu politischen zeichnet habe. Wie stellt sich hierzu Herr Stöcker? Proteftit Sweden, sondern meil wir unserem Erzbischof findlich anhängen, weil wir fatholisch fühlen, denken und lieben. Das Band, Das uns mit dem Erzbischof verbindet, ist unlöslich bis zum Grabe; Sie können unseren Bischof tödten, aber nicht abSeßen. Das haben Sie versucht, aber nicht gefonnt. Als einst er nicht hiergegen von seinem Standpunkt der Toleranz.( Abg. Stöcker: Habe ich gethan!) Das Recht der Altkatholiken, aud der römischen Kirche auszuscheiden, erkenne ich natürlich an; es ist nur unzulässig, daß fie immer noch behaupten, Ratho lifen zu sein, und die Rechte derselben in Anspruch nehmen. gerathen wurde, den Bischof Grafen Schaffgotsch von seinen gehen; es giebt feine alten und keine neuen Ratholiken, Friedrich dem Großen durch seinen Minister v. Schlabrendorff Deshalb können wir auch auf den Antrag Eynern nicht ein geistlichen Funktionen zu suspendiren, lebnte er es pure ab, Da das wider alle Rechte der katholischen Religion laufe. 120 Jahre später hat man in politischer Leidenschaft entgegensett sondern nur Katholiken; und mit denen haben die Herren, die fich Altkatholiken nennen, garnichts zu thun.( Beifall im Bentrum.) schlechterer Gesetzgeber. Von dem Augenblick aber an, wo der ritätisch anerkannt. Wenn man dagegen auftrete, sei man deshalb bitten, mich für die nächste Periode nicht wieder wählen Staat, indem er einzelne Bischöfe zurücktief, sein Unrecht einsah, nicht berechtigt, noch von Toleranz zu reden; dann verlange zu wollen. Auf der Tagesordnung steht die Berathung des Entwurfs einer Kreisordnung und des Geseßentwurfs, betr. die Einführung der Provinzialordnung für die Provinz beisen Nassau. Die zur Vorberathung eingesezte besondere Kommiffion hat die vorgelegten Entwürfe im Wesent lichen unverändert mit 13 gegen i Stimme angenommen und nur bezüglich der Vertretung von Frankfurt a. M. Abänderun gen vorgeschlagen. Danach hat die Provinz Heffen- Nassau cinen mit den Rechten einer Korporation ausgestatteten Rom munalverband zur Selbstverwaltung seiner Angelegenheiten; innerhalb deffelben bleiben die bisherigen Kommunallandtage der Regierungsbezirke Raffel und Wiesbaden bestehen; dem Regierungsbezirk Wiesbaden wird der Stadtkreis Frankfurt am Main einverleibt; der Provinziallandtag soll aus den Mitgliedern der Kommunallanbtage bestehen, und seine Kom petenz einstweilen auf folgende Punkte beschränkt werden: hatte er die Pflicht, alle Bischöfe zurüdzurufen oder zu amnesti man restituirt. Das muß man im vorliegenden Fall um so mehr, als wir in einer Beit leben, wo der Unglaube mehr und mehr um fich greift, wo die Sozialisten schon Fraktionen bilman Dan nichtiges. Dargeboten Das ang Ilimmer, chiebt. D Bezogen u night leug man auch iehung br uchung 32 Der Ertra Kultu perroaltun befolbet n Zebrauftra den, wo sie die kurulischen Stühle in den Städten besetzt hal- Bedeutung des Votums wird im Lande erkannt werden, und in den a Statut D mehr zur Charatter Wünschen Dozenten Damit au man, daß der Staat fich in den Dienst der römischen Kirche ren. Wenn man Unrecht gethan hat, so fordert die Ethik, daß stellen solle. Mit der Ablehnung dieser Pofition verlangt bas Bentrum die vollständige Unterwerfung des Staates unter die Herrschaft der römischen Kirche.( Lautes wiederholtes Uh! uh! im Bentrum, große Heiterkeit, Glocke des Präsidenten.) Die ten, wo der Staat in den großen Bentren nur durch Verhän da der Abg. Windthorst das Zentrum doch bestimmen wird, gung des Belagerungszustandes seine Autorität schüßen kann! Ist es in einer solchen Beit angezeigt, einen Brälaten staat- so ziehe ich meinen Antrag zurück.( Beifall links.) entgegen der Anschauung Rintelens die Pofition abzulehnen, licherseits zu bekämpfen, der nur seine Pflicht gethan, der in Die Pofition wird gegen die Stimmen des Sentrums und feiner Diözese über die Maßen segensreich gewirkt bat? Schüßen Sie endlich, Herr Minister, unsere Religion, sowie es uns durch Königswort verheißen ist! Wählen Sie jetzt, Herr Rapitel 117( Provinzialschulkollegien) veranlaßt leine De Minister, wie Sie sich entscheiden wollen! Wir bitten, aber wir revolutioniren nicht; wir bitten, aber wir fürchten uns Bei Kapitel 118( Prüfungskommiffionen) fragt Abg Schmidt( Stettin), ob ein neues Prüfungsreglement pro auch nicht!( Lebhafter Beifall im Bentrum.) facultate docendi für die Kandidaten des höheren Schulamts Die Pofition wird bewilligt. a) fein Gutachten abzugeben über die ihm von der Staatsregierung vorgelegten, die Provinz betreffenden Gesetzentwürfe, b) zu beschließen über den Vertheilungsmodus der Staatsprästationen, welche von der Provinz aufzubringen find, c) die Wahlen zu den für Zwecke der allgemeinen Landesverwaltung angeordneten Behörden und Kommissionen zu voll ziehen, d) den Provinzialverband zu vertreten bezw. über Gegenstände zu beschließen, welche ihm durch Gefeße oder königliche Verordnungen oder durch übereinstimmenden Beschluß der beiden Bezirksverbände überwiesen werden. Von einer Generaldistuffton wird abgesehen und sogleich der Bolen bewilligt. batte. Abg. Mosler die seelsorgerischen Verhältnisse in der gegenwärtigen Prüfungsverfahren der katholischen Schulamts Diözese Trier, welche troß der Novellen zu den Maigefeßen Kandidaten hinsichtlich ihrer religiösen Vorbildung vorhanden " noch ein äußerst trauriges Bild der Noth und Vermaisung bieten. Als die Regierung durch die Novelle von 1883 der Seelsorgenoth abhelfen wollte, da erkannte selbst der nationalliberale Hannoversche Kourier" an, daß damit dem Zentrum die beste Waffe aus der Hand genommen würde. Es set aber noch nicht genug geschehen; denn es waren im Dezember v. J. noch etwa 110 Pfarreien mit 81 000 Seelen in der Diözese vakant. Redner beklagt sodann die auf Grund der Matgefege stattgehabte Maßregelung einzelner katholischer Geistlicher; insbesondere sei es aber bedauerlich, daß man diese seien. Minifter v. Goßler verspricht, den Wünschen des Vor redners entgegenzukommen. Das vom Abg. Schmidt berührte neue Prüfungsreglement sei wesentlich fertig gestellt und werde demnächst auch publizirt werden. Die Position wird bewilligt. Das folgende Kapitel( 119) enthält die Forderungen Die Universitäten. Bei Tit. 1( Universität Königsberg) tommt für nicht meh Abg. Reichensperger( strefeld) auf seine früheren man bor bewilligt feffor mi mir verla Befchluffe Deranstalt auch bi meiner G itets bie bodh F zu weis Bulaffiger fchehen, unterschie noch viel Dom Jab Don ben Agitation allmälig eine gro geopfert Studirensführungen zurück, daß die Studenten und namentlich die n Preußen en Juristen nicht genug studiiten, und erläutert dies an im Aus einen Beispielen. Die jungen Herren fechten, reiten, trinken raus der shoppen( Lachen links) und thun alles Andere, nur nicht te ersehen, iren. Es giebt eine fleine Universität, in der sich diese ziehung der inde ein wenig gebessert haben, das ist Greifswald. Durch icht zurüd müßten namentlich die Juristen zu einem strengen Studium St verbüßt halten werden, das beweisen die großen Bahlen der jährlich 3 Pfarrers die Eramina Fallenden. Er bedaure, daß er aber bei egen Bergegenwärtigen Minister auf wenig Entgegenkommen in man bes Beziehung rechnen fönnte. Er wünsche, daß die hrt. Das birenden mehr kontrolirt werden, daß fie Kollegia nicht Seiten der belegen, sondern auch wirklich hören, doch will ich hier des Klerus is Bestimmtes anregen. Das Duellunwesen hat seit dem igen Jahre bedeutend zugenommen. Ich habe mir ein betrifft, foeichniß angelegt, das den Beitungen entnommen, jedenfalls egen Grevollständig sein kann, troßdem umfaßt es eine so ens gegen e Menge von Fällen, daß der Minister alle Ur8 bestraft haben wird, diesen Erscheinungen seine Aufmerksam gnadigung zuzuwenden. Namentlich haben die Pistolenduelle zuDen Wider ommen, in einem Monate haben nach meinem Wissen deren nur aus stattgefunden, das kommt von der zu milden Beurtheilung blenz aus Duelle durch die Gerichte, 3 Monate Feftung fommen im auch diese chschnitt auf ein Duell, das ist eine zu niedrige Strafe. en tönnte, Frage tes Trinkens will ich hier nicht Terühren, ich will Was die lieber den Mäßigkeitsvereinen überlassen, damit auch diese n deutlich anlaffung haben, sich den Universitäten zuzuwenden. Ebenrziehungsnig will ich mich hier mit der Vivisektionsfrage beschäfls exiftit, nur einen Bunkt will ich berühren. Die Art, wie die thren. jein, ohne Broschüre igung be bezuglich ichtig bab ten hätten. ren alten nn werden der Kirch Die Begna Bergleide Dem, was 19 Baffen S Milde und er Beifall f im Rap. , ba ber Daher die fche Geift t der Fall bie For o mit der Die von jeptire et buum die Gemein Religions für den Kollege t infofem che Beift Idet. usbrüdlich n. Dann Dafür zu em Bapt Deshalb Nur in befteben en fran Fung fest cordneten nbes end gemeins zu Ehren Enter bem yu unter hr wahr ampf bat Sinter Windt ( Beifall vorges hrift be Broteftit 3.( Abg. fen, auß lich an; Katho nehmen icht ein tholiten, Herren, eifall im onen pas fet man verlange n Kirche ngt bas nter bie 15! 16! ) Die n, und 7 wird, alebnen, ms und ne Des Abg ent pro ulamts Set bem ulamts banden Vor erührte werde zen für überen das bekannte Kunststück Münchhausens, der sich an seinem genen Bopf aus dem Sumpfe herausgezogen haben soll. Fun lung in der Revisions- Instanz vor einer anderen Straffammer beantragen. Außerdem hat er gegen den Vorsitzenden Beschwerde wegen einiger ihm ertheilter Ordnungsrufe erhoben. Nach dem einstimmigen Urtheil der öffentlichen Meinung find Die Verurtheilten als die Sieger aus dem Prozesse hervor gegangen. b. In dem Prozeß des Kandidaten Dehlte hat Rechts anwalt Munkel die Bertheidigung des Inhaftirten übernom men. Die Beleuchtung des politischen Treibens unter den Studirenden der hiesigen Universität durch den Vertheidiger wird den Prozeß zu einem Ereigniß gestalten. b. Das großstädtische Leben und Treiben zeitigt uns unterbrochen Erscheinungen, welche selbst denjenigen überraschen, der dasselbe unausgesezt beobachtet. So begegnete uns neulich ein Versicherungs- Agent als freiwilliger Stadt miffionar. Derselbe stellt nämlich den Leuten, welche er für eine Versicherung gewinnen will, dieselbe als ein Gott wohl gefälliges Wert bar, und zwar nicht als Bugmittel, sondern aus innerer Ueberzeugung. Begegnet es ihm nun, daß Jea mand von Religion in Geschäftssachen nichts wissen will, dann eilt er spornstreichs zu dem Geistlichen der Parochie und zeigt ihm an, daß da und da eine der Bekehrung bedürftige Seele wohne. Seine geschäftlichen Resultate find natürlich in Folge dessen sehr mäßig. Aber er fann es, da er eine Bes amtenpension bezieht und seine Frau Hebeamme ist. rath Koch zu einem ficheren Resultate tam, und das Publikum| liegenden Gründen wird Rechtsanwalt Raphael die Verhand hatte auch volles Verständnis für die große wissenschaftliche Aufgabe. Die Heidenhainsche Broschüre ist teine Barteischrift, sondern ein ernster Versuch, in möglichst objektiver Weise dem Laien eine Kenntniß von den Methoden und den Aufgaben des Thierversuchs zu verschaffen, so namentlich die Erforschung der Wirkung der Maffe von Betäubungsmitteln. Die Pharmatologie und Torikologie erfordern den Thierversuch, denn Menschen würden sich wohl laum zu Experimenten hergeben. Was die Ausführungen des Herrn Aba. Reichensperger anlangt, so kann ich ihm nur für seine Anregungen danken und bemerken, daß die Juriften in erfreulicher Weise neben ihrem Brodstudium auch allgemein bildende Kollegien hören. Namentlich ist erfreulich, daß in Greifswald die Studirenden durch direkte Beziehungen zu den Professoren selbst arbeiten lernen und so vor dem Einpauken zum Eramen bes wahrt bleiben. Was die Studentenduelle betrifft, eine Frage, die angesichts der sehr schmerzlichen Ereignisse an der biefigen Universität sehr viel erörtert wird, so ist, wie ich durch amtliche Nachfragen festgestellt habe, im Ganzen eine erhebliche Abnahme dieser Duelle zu konstatiren. In der That, wenn man an die früheren Zeiten zurückdenkt, an die damaligen zahllosen Opfer der Stichduelle an den Universitäten, so fann man nur sagen, wir sind seitdem nicht schlechter geworden. Zur Abnahme der Mensur- und Duellwuth hat wohl einer seits das bekannte Reichsgerichtserkenntniß mitgewirkt, welches ich den Universitätsbehörden zur Nachachtung mitgetheilt habe; andererseits hat sich aber auch unter den Studenten felbft allgemein eine Reformbewegung geltend gemacht. Die studentischen Vereinigungen, namentlich die Korps und Burschenschaften in ihrem Verhältniß zu einander, find toleranter geworden und vermelden es, untereinander prinzipielle Streitigkeiten zu provoziren. Dann ist als großer Fortschritt die in diesen Vereinigungen stattgehabte Bildung von Ehrenräthen zu bezeichnen. Gerade diese Ehrenräthe haben wesent lich zur Verminderung der Bahl der schweren Duelle beige haupt erft eingeführt sind, haben sich die früher häufigen Prü geleien der Studenten untereinander erfreulich vermindert. Da wo das Mensurwesen nicht üblich ist, steigt andererseits stets die Zahl der studentischen Injurientlagen, was wohl nicht als ein gesundes Verhältniß betrachtet werden kann. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn meine Bemühungen, den Stu denten Gelegenheit zur Ausbildung ihrer Körperkräfte durch Turnen, Schwimmen 2c. zu verschaffen, von nachhaltigem Erfolg wären.( Beifall.) bg. Janssen: Es war von uns gewünscht worden, bei der über die Vivisektionsfrage anzustellenden Enquete die Gutachten von Gegnern eingeholt werden möchten. ist uns ein Auszug aus dem Gutachten der Universitäten gegangen und ziemlich a tempo ist eine Schrift des Pro tragen. An einer Universität, wo die Schlägermenfuren überfor heidenhain erschienen, die eine Parteischrift durch und verfügung des Ministers veröffentlicht, die dem Forschungsperiment am lebenden Thier Thür und Thor öffnet, ja daenoch befördern wird. Ich stelle an die Regierung die , ob sie die Denkschrift auch den Gegnern der Vivisektion breiten, oder ob das Zirkular des Ministers die endgiltige eidung der Regierung auf die von diesem Hause beene Resolution bilden soll. bg. v. Minnigerode: Auch ich bin der Ansicht, if ber uns zugestellten Denkschrift abgefunden werden können, Der Tit. 1 wird ewilligt. Ein Antrag auf Vertagung wird abgelehnt. Jn Tit. 2( Universität Berlin) werden u. A. für ein Extraordinariat für Dermatologie( Prof. Schwenniger) 3900 Mart gefordert, welche Abgeordneter Stern zu streichen beantragt. Referent Abg. Enneccerus befürwortet unter DarDie unveränderte Annahme der Forderung. Die Nothwendigkeit Der Maurer Paul Grottfau, der bekannte ehemalige sozialdemokratische Agitator, zu Rottbus geboren, 39 Jahr alt, wird wegen einer noch nicht verbüßten 6monatlichen Gefängs nißhaft, die ihm 1877 in einer Preßflage zudiktirt worden, von neuem von der Staatsanwaltschaft steckbrieflich verfolgt. Grott tau ist damals nach Amerika entwichen und man hat nichts weiter von ihm gehört. g. Ein Bild sozialen Elends bot gestern Mittag vor dem Hause Schönhauser Allee 29 ein Mann in den zwanziger Jahren, welcher das Mitgefühl einer großen Anzahl von Baffanten wachrief. Der überaus elend aussehende Mann, welcher sich vor Erschöpfung auf die Untermauerung eines Vorgartens gesezt hatte, gab an, vor einigen Tagen aus einem Krankenhause entlassen u. ohne Eristenzmittel zu sein. Der edle Sinn Der Berliner für Nothleidende schaffte hier bald Abhilfe, denn von allen Seiten wurden dem Aermsten Geld und Speisen zu getragen. Ein Schluchzen, in das er verfiel, ersticte seine Stimme, so daß er nur stumm seinen Dank für all die Liebe ausdrüden konnte. zc. Arbeiter Veteranen. Am 25. d. M. beging der Tischlergeselle Bertram Romastirchen sein 60 jähriges Arbeiter Jubiläum. Derselbe ist seit über 40 Jahren in der Werkstatt des Tischlermeisters Gebert in der Lothringerstr. 36 beschäftigt, in welchem Hause der fleißige Arbeiter ebenfalls schon fast 40 Jahre wohnt. Jedenfalls ein bewunderungs würdiges Beichen der Seßhaftigkeit. Die Kollegen des augen ich muß weiter hervorheben, daß gerade hier in Berlin, wo edes materiae ift, die Antwort gerade auf die wichtigste Frage, ob Brivatvivisektionen von Studenten und Aerzten vorgenom men werden, nur mangelhaft Ausdruck verliehen ist. Vergleiche übrigens die englische Denkschrift über die Vivisektion mit legung der in der Kommission stattgehabten Verhandlungen nehmen lassen, diesen Ehrentag desselben festlich zu begehen, hr dürftig ist. Was die vom Minister unter dem 2. Februar der Professur sei von der Regierung in der Kommission nach laffene Verfügung betrifft, so muß ich sagen, die ersten drei gewiesen worden; die Frage, ob die für die Stelle in Aussicht Buntte derfelben sind so allgemein, daß der Willkür der Deltefte Spielraum eröffnet wird. Eine Rontrolle, daß nichts genommene Person geeignet sei, zu entscheiden, habe die Kommission, da fie nicht sachverständig sei, abgelehnt. Gegen die Stimmen der Konservativen, weniger Mit glieder des Zentrums und der nationalliberalen Abgeordneten und den in nur fümmerlichen Verhältnissen lebenden Jubilar mit sichtbaren Beichen der Anerkennung für seine langjährigen Verdienste zu erfreuen. Auch der 27. Februar dürfte sich zu einem Freudentag für einen ebenfalls treuen Arbeiter, den Schuhmachergesellen Micho to gestalten. Derselbe trat vor 25 Jahren in dem Schuhwaarengeschäft von Bock in der Charlottenstr. 48 als Geselle ein, und ist noch heute daselbst Unerlaubtes geschieht, fehlt gänzlich; es wird ein Leichtes sein, Durch die Maschen der ministeriellen Verfügung hindurchzu lüpfen. Ich fann deshalb nur annehmen, daß ein abließendes Resultat in der angeregten Frage uns noch nicht weitere Verhandlung um 4 Uhr bis Donnerstag 11 Uhr als solcher thätig. Von den Kollegen desselben wird eine Uebers Abg. Virchow: Ich muß es offen bedauern, daß der er Minister den Antlägern so darf ich ja wohl die Begner des Thiererperiments nennen, da man in dieser Frage uch von Angeklagten spricht nicht dieselbe Gelegenheit, vertagt. Lokales. g. Allen Beamten, welche in Krankenhäusern beraschung geplant. Jedenfalls verdient die treue Pflichterfüllung Dieser braven Arbeiter auch eine öffentliche Anerkennung. re Ansichten vorzutragen, ermöglicht hat wie den Vertretern schäftigt sind und die mit dem hier hilfesuchenden Publikum Wenn er auch die große Serie des Vorabends von 230 Points Thierexperiments. Ich glaube im Namen jener An- verkehren, müßten die beherzigenswerthen Worte des Direktors Saben würde, fich in allen Einzelheiten von den Klägern ver Siren zu laffen. Die Absurdität der Fragen würde die be reben Herren, welche hier so viel zu erzählen wissen, bald zum Schweigen gebracht haben. Wenn die Herren, die fich gelegentlich mit der Vivisektionsfrage befaffen, Berlin als sedes materiae ezeichnen, so darf man fich nicht wundern, wenn der bekannte Vivifionspfarrer Anoche in Hannover in einem Pamphlet, das ch werden, welche er als Vorftzender des Richterkollegiums der II. Straffammer am Dienstag gelegentlich des Beleidigungsprozesses der Königl. Charitee- Direktion gegen Diering und Genossen zu dem im Aufnahmebureau der Köngl. Chariteee anges stellten Sekretär Schelzig gesprochen. Nachdem der Landgerichtsdirektor Lüty vorausgeschickt, daß die unter Eid gemachten Aussagen der verschiedenen Beugen die Ueberzeugung von dem mir zugegangen ist, behauptet, daß die Angeklagten wenig guten Entgegenkommen einzelner Beamten der Charitee om Minister zu Richtern in der eigenen Sache bestellt seien. wird weiter in diesem Pamphlet behauptet, daß hier in Balin ruffische Studenten im Thierversuch angelernt würden Det öffentlicht feien. Vier dieser Arbeiten beziehen sich nun aber den Hilfefuchenden gegenüber zulaffe, führte er an, wie hart und geradezu grausam es sei, wenn Personen, die in ihrer und zum Beweis auf das von mir redigirte ,, Archiv" verwiesen, nicht nur nicht geringes Empfinden für ihr Leiden, sondern noch Do fünf auf dem Thierversuch beruhende Arbeiten von Russen land, gemacht obenein eine herzlose Behandlung erfahren. Jeder Mensch auf Experimente, welche die Herren in ihrer Heimath, in Ruß- tragen, am allermeisten aber dort, wo Beamte direkt angestellt angestellt haben. Nur ein Experiment ist hier in Berlin worden, und dieses bezog sich auf eine Frage, die auch für die Landwirthschaft von größtem Interesse ift, die Frage, ob ber thierische Körper selbstständig befähigt ist, durch die Aufnahme von Fett Fett zu erzeugen. Man hat zu diesem Des feien, die Aufnahme der Kranken zu bewirken. Besonders hob den der Landgerichtsdirektor Fall Tischlermeisters Nettle hervor, welcher aus purer Nächsten liebe einen Tobsüchtigen um Mitternacht nach der Charitee begleitet hatte und dem hier von dem Nachtportier in überaus barscher Weise entgegen geschrieen wurde: Da sollten Sie sich festzustellen, was für Fett im Leibe ift. Das nennt lieber um etwas Anderes fümmern, als Jemanden hierherzuein sehr um fein Haar breit Bwede Thiere mit Fett gefüttert und sie dann getödtet, um man dann Vivisektion! Das Resultat war tichtiges. Es ist pofitiv festgestellt worden, daß das Dargebotene Fett in den Geweben inkorporirt war. Das angestellte Experiment war islimmer, als wenn von Landwirthen Vieh gemästet, Kapaunen Bezogen und Gänse genudelt werden, was doch jeden Tag ge nicht leugnen; für gewisse Hauptfragen der Wissenschaft muß man auch bisweilen grausam sein. Aber auch in dieser Be bung braucht teine einzige Universität die ftrengste Unterfuchung zu scheuen. Redner kommt dann noch auf die Frage Der Extraordinariate zu sprechen. Derroaltung hat es stets für tichtig gehalten, einen Unterschied in den außerordentlichen Professuren walien zu laffen. Sie bringen". Wenn hier, so bemerkte der Vorsitzende, die Menfchenfreundlichkeit einen Menschen leitete, so verdiene er wahrlich nicht, daß ihm ein solches anerkennenswerthes Beginnen noch zum Vorwurf gemacht werde. War auch der Ausgang dieses Brozeffes ein für die intellektuellen Urheber desselben, die An geklagten, ungünstiger, so kann doch der Erfolg für die leidende und in Krantenanstalten hilfesuchende Menschheit ein guter genannt werden. Denn es darf als unzweifelhaft feststehend bezeichnet werden, daß die eindringlichen Ermahnungen an der Gerichtsstelle von den Leitern der Krantenanstalten aufgefangen werden, um einestheils in dem Beamtenpersonal die erforderlichen Veränderungen vorzunehmen zwecks Verhütung ähnlicher Am zweiten Abend des Billardturniers eröffnete Peyraud Rudolphe das Spiel. Er spielte mit großer Ruhe und seine Leistungen waren vorzüglich fünstlerisch zu nennen. nicht erreichte, bezw. überholte, so hatte er doch wiederum die sehr ansehnliche Serie von 203 Boints aufzuweisen, welcher eine Serie von 139 zur Seite steht. In zwei Stunden waren von ihm bereits die für den zweiten Abend firirten 700 Points erreicht, so daß Peyraud er fam zwölfmal, Etscher elfmal zum Stoß durchschnittlich ca. 58 Points machte. Etscher war sehr unruhig und brachte es nur auf 234 Points, was bei feinen 11 Stößen einen Durchschnitt von 23 Points ergiebt. Der Stand der Partie ist demnach jetzt bei Beyraud 1400 Points, bei Etscher( inklusive der vorbelommenen 700 Points) 1435 Points. Der für Peyraud günstige Ausgang erscheint schon jetzt unzweifelhaft. In entfehlicher Weise hat heut in der Mittagsstunde ein etwa 35 Jahre altes Mädchen in der Ritterstraße 116 ftch Das Leben genommen. Es sprang nämlich aus dem Fenster einer im zweiten Stockwerke belegenen Wohnung auf die Straße hinab und blieb mit zerschmetterten Gliedmaßen auf dem Bflafter liegen. Der leblose Körper der Unglücklichen wurde von Paffanten aufgehoben und in den Flur des betreffenden Hauses gelegt, wo ein berbeigerufener Arzt nur den bereits eingetretenen Tod fonstatiren konnte. Wie das B. T." erfährt, ist die Verunglückte die Nichte der in diesem Hause wohn haften verwittweten Maschinenbauer A., welche diese Nichte da ihre eigenen Kinder sämmtlich schon einen eigenen Hausstand haben im Herbst vorigen Jahres zur Gesellschaft und zur Pflege zu fich genommen hat. Das ältere Mädchen laborirte feit einiger Zeit an einem Herzleiden und wurde heute Vormittag, nach der Heimkehr von einem Ausgange, von so heftigen Schmerzen befallen, daß fie auf Anrathen der Tante fich auf das Sopha legte. Während die Tante sich in der Küche befand, um für die Patientin ein Linderungsmittel zu bereiten, muß diese von den Schmerzen so überwältigt worden sein, daß ste, ihrer Sinne nicht mächtig, aufsprang, das Fenster aufriß und mit dem Rufe Mein Herz, mein Herz!" fich auf das Straßenpflaster stürzte, auf dem fte in der geschilderten Weise den Tod und damit die Erlösung von ihrem Kultusminister v. Goßler: Die preußische Unterrichts- trauriger Vorgänge, anderntheils durch entsprechende Instrut Leiden fand. bejolbet nur diejenigen Profefforen, welche einen bestimmten tionen an die Beamten Ausschreitungen der geschilderten Art bei Zeiten vorzubeugen. b. Die Spree, fagt Margat in seiner Heimatstunde, tommt Zebrauftrag erhalten haben, während die anderen Profefforen nach Berlin als Schwan und verläßt es als Schwein. Dieser mehr zur Aufmunterung und Belohnung ihres Strebens ihren Bustand hat sich mit der mehr und mehr durchgeführten Polizeibericht. Am 23. d. Mts., Abends, fiel ein Mann in der Krautsstraße in Folge Ausgleitens zur Erde und brach dabei das linke Fußgelent. Er wurde nach dem Katholischen Krankenhause gebracht.- Am 24. d. Mts., Vormittags, wurde in der die Sharafter erhalten haben. Dieser Unterschied ist schon in dem Kanalisation erheblich geändert. Wer jetzt einmal das Waffer durchgehenden Pferde eines Schlächterwagens aufhalten wollte, Statut der Universität Bonn im Jahre 1827 ausgesprochen. der Spree von den Ufertreppen in der Burgstraße betrachtet, Banschen Sie diesen Unterschied beseitigt, so werden junge wird erfreut sein über den Anblid, der sich ihm bietet. Ein bewilligt mir eben nur Mittel, nicht mehr zu Professoren ernannt werden, und es wird ihnen weiß wie langer Beit abgelagerten Schutt hin. Da man jest Tages entstanden in der Tischlerei von Matthes, Greifswalder Damit auch eine Berufung ins Ausland abgeschnitten, weil man bort eben Profefforen vorzieht. Die Finanzverwaltung so wird die Spree in absehbarer Zeit Berlin als Schwan auch wo für einen Promir verlangt wird. Betreffs der Vivisektion habe ich dem Don auch den Fabriken oberhalb auf die Finger zu paffen beginnt, wieder verlassen. Im Rummelsburger See allerdings, von wo jüngst wohl ein Hilferuf erschallte, fieht es böse aus. Vor einer Fabrit hob man neulich einen Abflußgraben aus, wobei zeichnend) zum Vorschein lam, der selbst mitten im Winter Beschluffe des pauses aus dem Jahre 1883 gemäß eine Enquete der tiefschwärzefte Moor( Modder sagt der Berliner sehr beauch die Frage der Privatvivisektionen in den Bereich pestartig duftete. meiner Enquete gezogen. Ich bedaure, daß die Universitäten doch Pflicht der Gegner der Vivisektion, den speziellen Nachweis zu erbringen, daß die preußischen Universitäten über die zulässigen Grenzen hinausgeben. Das mag im Auslande gefchehen, aber man darf das doch nicht unsern Lehrkörpern unterschieben. Meine Berordnung vom 2. Februar d. J. ist Auf der Linie Moabit- Spittelmarkt sollen, wie der B. B. C." meldet, bereits in allernächster Zeit Versuche mit Dem elektrischen Straßenbetriebe, wie solcher bereits seit geraumer Zeit in Brüssel eingeführt, gemacht werden. b. Die Verurtheilten in dem Prozeß wegen Beleidigung der Charitee- Direktion haben, wie man auch allgemein erwar tete, die Reviston gegen das Erkenntniß der zweiten Strafvon denselben niedergerissen und erlitt dabei so schwere Ver legungen, daß er besinnungslos liegen blieb und nach Be thanien gebracht werden mußte. Am Nachmittage desselben straße Nr. 20, wo durch Explosion einer Petroleumlampe Hobelspähne in Brand geriethen, und am Abende in einer Küche des Hauses Kleine Kirchgasse Nr. 2/3, wo durch eine der Decke zu nahe hängende brennende Petroleumlampe die Verschalung in Brand gesezt wurde, unbedeutende Feuer, die noch vor dem Erscheinen der Feuerwehr gelöscht wurden. Gerichts- Zeitung. Der Rechtskonsulent Karl Joseph Benjamin Günther stand gestern unter der Anklage der wiederholten schweren Ür fundenfälschung vor den Schranken der ersten Straffammer hiesigen Landgerichts I. Jm Jahre 1882 bot der Kaufmann Baul Wendel, Invalidenstraße 105, dem Angeklagten ein Exemplar von Kayser's Reichsjustizgefeßen zum Kauf an. Da noch viel präziser als die mir zum Muster hingestellte bairische tammer eingelegt. Gründe für die Einlegung der Reviston derselbe aber bereits eine andere Ausgabe dieser Gesetze anDom Jahre 1880. Die hier aufgestellten Grundsäße find ja find ja reichlich vorhanden. Die Dame, welche im Aufnahmes geschafft hatte, lehnte er den Verkauf des ihm angebotenen Don den Fakultäten schon beachtet, und die früher maßlosen simmer anwesend war, ist tros des Antrages der Vertheidigung Buches ab, übernahm es aber auf Wunsch des Wendel, das Agitationen der Thierschuß- Vereine in dieser Beziehung nehmen nicht geladen worden, Entlastungszeugen hat man abgelehnt Wert an sich zu nehmen und dasselbe bei bester Gelegenheit zu allmälig ab. Hat wohl Jemand Anstoß daran genommen, daß eine große Babl warmblutiger Thiere den Choleraexperimenten Raphael in der Königstraße 69 immer neue Beugen, denen geopfert wurden? Alle Welt war doch erfreut, als Geheim I schlimme Dinge in der Charitee widerfahren find. Aus nahe- gebliebenen Ehefrau trug er aber mehrmals auf, fich von und dergl. mehr. Inzwischen melden sich beim Rechtsanwalt verkaufen. Wendel wanderte einige Beit darauf nach Marokko aus, wo er fich auch heute noch befindet, Seiner hier zurück | Günther den Kaufpreis für das Buch zu holen; jedoch hatte Diese es unterlassen, den nach einer andern Wohnung ver zogenen Günther aufzusuchen. Im März v. J. wurde beim Ausgeklagten wegen einer ausgeklagten Forderung des Schneiders Koch eine Zwangsvollstreckung bewirkt und u. a. Gegenständen auch das dem Wendel gehörende Buch mitgenommen. Der Angeklagte erhob darauf eine Klage, die er mit dem Namen des Wendel unterschrieb, gegen Koch auf Herausgabe des beschlagnahmten Buches und unterschrieb eine für den Rechtsanwalt Sachs ausgestellte Vollmacht mit dem Namen des Wendel. Im Laufe des Prozesses stellte sich nun heraus, daß Wendel gar nicht in Berlin, sondern in Marotto wohnt, und wurde in Folge deffen der Angeklagte in Untersuchungshaft genommen und gegen ihn die obige Anklage erhoben. Der Angellagte berief fich auf seinen guten Glauben und stellte unter Beweis, daß ihm die Auswanderung des Wendel nicht bekannt war und daß er zahlreiche Versuche zur Auffindung des Wendel gemacht habe. Der Staatsanwalt nahm Verans laffung, gegen das gemeingefährliche Winkelkonsulententhum zu Felde zu ziehen und beantragte 2 Jahre Buchthaus. Der Gerichtshof erkannte aber auf Freisprechung des Angeklagten. ( einer Art von Kolonnenführer oder Sub- Unternehmer) nommenen Hilfsarbeitskräfte. Legteren solle besonde Spezialtarif über die Arbeitspreise, auch wohl Beitlebens sein Gebör nicht vollständig wiederbekom| sogenannten Helfer", d. h. der von den Selbstständ men wird. Und das Urtheil für den Urheber dieser schweren Mißhandlung lautet: acht Tage Mittelarrest! Glaubt man auf solche Weise den Soldatenschindereien wirksam entgegenzutreten? Vereine und Versammlungen. rl. Die Arbeitseinstellung in der Bautischlerei von Neumeier, Kleinbeerenstraße 24 und Grimmstraße 7 ist am Dienstag Vormittag durch Vermittelung des Vertreters der Lohnkommission beigelegt, fämmtliche 33 Tischler haben am felben Tage Mittags die Arbeit wieder aufgenommen. Den Tischlern wurden sämmtliche Forderungen bewilligt. Die Arbeitseinstellung bei Lüpde, Brunnenstr. 106 geht weiter; die Bauarbeiten, welche dort gefertigt werden, stehen in den LohnBauarbeiten, welche dort gefertigt werden, stehen in den Lohnnormirungen in 20-25 pet. nnter dem Minimaltarif, es werden daselbst noch niedrigere Preise gezahlt, als in der in Bautischlerkreisen so bekannten Werkstatt von Schmidt, Gartenstraße. Bisher war eine Einigung mit dem Arbeitgeber nicht zu erzielen, weshalb die Kommission der Tischler die Kollegen ersucht jeden Buzug von der Werkstatt fern zu halten. -y. Einige wenige sogenannte Schmugroschen, welche die Dienstmagd Marie Holzberger beim Einkauf von Eiern für ihre Herrschaft zu machen wußte, sollten für fie vers hängnißvolle Folgen nach sich ziehen. Als ihre Herrschaft das hinter kam, daß fie zu neun verschiedenen Malen um je 5 Pf. übervortheilt worden war, machte fte der Staatsanwaltschaft Anzeige und diese erhob gegen das ungetreue Mädchen An flage. Da legteres bereits wegen Unterschlagung zwei Vorftrafen erlitten, so wußte es, daß der dritte Konflikt mit dem Strafgesetzbuch übel ausfallen würde und in ihrer Angst machte fie einige Tage vor dem Termine einen Selbstmordversuch durch Erhängen. Sie wurde noch rechtzeitig abgeschnitten. Gestern hatte die 89. Abtheilung des Schöffengerichts sich mit dieser Sache zu beschäftigen. Der Staatsanwalt wollte die Angeklagte mit einer Gefängnisstrafe von einem Jahre belegen, der Gerichtshof zog aber die anscheinend tiefe und aufrichtige Reue der Angeklagten, sowie die Geringfügigkeit des Objekts mildernd in Betracht und erkannte nur auf drei Tage Gefängniß. Die tönigliche Staatsanwaltschaft hat gegen das frei sprechende Erkenntniß der IV. Straftammer in Sachen des wegen Majestätsbeleidigung verfolgten Schriftstellers Dr. Jalob Nathanson( Richard Norton) die Revision beantragt. Köln, 23. Februar. Kaufmann Karl Rogge stand heute vor dem Schwurgericht, angeklagt, den Hauptmann Hirsch gefordert und im Duell tödtlich verwundet zu haben. Es wurde nachgewiesen, daß der Getödtete fich in kompromittirender Weise um die Gunft der Ehefrau des Rogge beworben hatte und daß alle Versuche, ihn daran zu hindern, vergeblich gewesen waren. Der Schwurgerichtshof sprach biernach den Angeklag ten frei. be. Die Arbeiterversammlung, welche am Dienstag, Ba Nr. welche die M an die Selbstständigen" zablen, Aufklärung verid und fte vor allzu starker Ausnugung bewa An der animirten Diskussion betheiligten sich hauptsächlic Herren Krause, Niemann und Drimann, ganz im Sinne Referenten. Auch ermahnten sie die Versammelten eindring die Sonntagsarbeit streng zu meiden und den Normalarb tag von 10 Stunden gewissenhaft einzuhalten. Hierauf die Versammlung mit allen gegen eine Stimme folgende folutien an: Die heutige Bersammlung der Berliner anschläger erklärt sich mit dem Preisturant einverstanden macht es fich jeder Bauanschläger zur Pflicht, nur nach daselbst angegebenen Preisen Arbeiten zu übernehmen. Ueber den zweiten Bunft der Tagesordnung: Unsere Be gung in diesem Jahre" referirte Herr Krause. Derfelbe dachte zuerst der Entstehung der Lohntommission im vergange Jahre und der Resultate der Streitbewegung, die, dem Re zufolge, die waren, daß faum ein Kollege darüber klagen fö er habe die im vorjährigen Lohntarif ausbedungenen Abe theiligung an dt bevorstehenden Lohntampagne und an de preise nicht erzielt. Dann forderte er zu recht lebhafter fre willigen regelmäßigen Beisteuern zum Generalunterstügung fonds, der unumgänglichen Vorbedingung einer erfolgrei Bewegung, auf. Eine aus der Mitte der Versammlung be gegangene Resolution: Die freiwilligen Unterstüßungsbeih Berlin den 24. d., Abends, in Sanssouci", Kottbuserstraße, unter Vorsitz des Herrn Bigarrenarbeiters Laste stattfand, war von etwa 1000 Personen besucht. Ueber den Arbeiterschutzgesezent wurf, wie ihn die sozialdemokratische Fraktion des Reichstages ausgearbeitet hat und der voraussichtlich in nächster Zeit zur Berathung tommen wird, referirte Herr Max Kreuz und erklärte fich mit den Grundzügen des beantragten Gesezes einverstanden. Die Firirung des Marimalarbeitstages auf 10 Stunden werde für einzelne Industrien, z. B. für die MetallIndustrie, nicht ausreichen, um die industrielle Reservearmee, die sog. Vagabunden, von der Landstraße verschwinden zu laffen; jedenfalls werde es in den kommenden Jahren bei der fortwährend annehmenden Ausbreitung des Maschinenwesens, Die immer mehr menschliche Arbeitskraft überflüssig mache, nothwendig werden, den Marimalarbeitstag auf acht Nach einer eingehenden Besprechung Der Ausführungs Bestimmungen Des Entwurfs, weist Redner besonders auf die Wichtigkeit des§ 154 Stunden festzusetzen. hin, der den Arbeitern das frete und unbeschränkte Koalitions D Versammlung einstimmig angenommen. In seinem Schl worte plaidirte der Referent für die thunlichste Erstrebung licher Vereinbarungen mit den Meistern binfchtlich der Lohnkommission gewählt. verhältniffe. Schließlich wurde noch Herr Annowsky in D ericheint Filt 1 Bostabon h. Auch der nen konstituirte Fachverein der( Holy Fräser und Berufsgenossen hielt am vorigen Sonntag, 22. b. Mts., bei Tilg, Köpnickerstraße 150, eine gut befud Versammlung ab, in der man über die nächsten Aufgaben de Vereins distutirte. Dabei sprachen sich sämmtliche Redner verein) die weiteste Ausdehnung über alle Berufsgenoffen die Nothwendigkeit aus, der neuen Organisation( Dem Fad verschaffen und nicht eher zu ruhen, als bis lettere faft au nahmslos der Organisation( Dem Verein) beigetreten find. Die Vorstandsmitglieder erneuerten ihr schon in der vorigen S abgegebenes Bersprechen, auch ihrerseits das möglic Wahrung und Förderung der Interessen aller Fachgeno recht bei Lohnfämpfen( Streife) bringen soll. Sum Schluß spricht fich der Referent nachdrücklich für eine internationale Regelung der Arbeiterschußgefeßgebung aus. Der nächste Redner, Herr Drechsler Julius Müller fritiftrte die voraus fichtliche Stellung der Parteien zu dem Entwurf, von denen er ficher erwarte, daß sie denselben ablehnen würden. Jedenfalls hätten die Vertreter der Arbeiter im Reichstage durch die praktischen Vorschläge, die dieser Entwurf enthielte, bewiesen, обле thun, wo möglich mit den Prinzipalen gemeinsam die and an die Beseitigung der zahlreichen Weißstände in allen eing Die Unternehmer und wider ihren Willen. Die Versammlung gigen Branchen zu legen, wenn nöthig aber, auch daß fie allein gewillt und im Stande seien, wahrhaft ſoziale beschloß, am 2. t. Mts. in demselben Lokale wieder eine Be zu Für ment auf B Der G Frei 35 37. P Bettung angenomm Für entgegen. An der weiteren Diskussion betheilig sammlung abzuhalten und zwar eine öffentliche Mitglieder den ten sich die Herren Fischer, Michelsen, Quintern, John, Hildes brandt, Laske, der Referent und Herr Möhring. Durch eine einstimmig angenommene Resolution wurde das Bureau von der Versammlung beauftragt, in nächster Zeit eine Bersammlung mit derselben Tagesordnung einzuberufen. Er wähnenswerth ist noch der Beweis, den Herr Möhring für die Nothwendigkeit einer Arbeiterschutzgesetzgebung durch die Mittheilung von den Zuständen erbrachte, die in der Blechwaarenfabrit von Fabian, Gitschinerstraße 79, herrschen. Die Versammlung mit Gästen aus den Kreisen des Berufs. Die Tagesordnung wird das hochwichtige Thema bilden: Versammlung alle Schneidemüller eingeladen. " stattfindenden Lohnreduzirungen bei den Berliner Blod, Walzen, Fournirfagen und Gatterschneidern." Ganz besonders find zu dieser Allen Mitgliedern der Zentral- Kranken- und Sterbe Kaffe der Fabrifs und Handarbeiter b. G.( E. S.) Dresden, Dort verdienen die Arbeiter bei einer täglichen zehnstündigen Kaffe beizutreten wünschen, zur Nachricht, daß jeden Sonnabend Verwaltungsstelle Berlin, sowie allen denen, welche genannter Fabrikordnung, nach der einem jeden, der 5 Minuten zu spät richtet und Aufnahmen vollzogen werden fönnen: 1. Brinjen Frankfurt a. M., 23. Februar. Ueber eine heutige Verbandlung vor der 1. Biviltammer wi: d berichtet: Ein hiefiger Megger hatte bei der Botsdamer Lebensversicherung sein Leben auf den Todesfall für 10 000 Mt. verfichert. Die fälligen Prämien wurden faft regelmäßig durch den Agenten bei dem Verficherten abgeholt, dabei jedoch niemals der im Statut zur Bahlung vorgesehene Termin eingehalten. Bum lepten Termin fam der Agent nicht, und nun schickte der Versicherte mehrere Wochen später das Geld hin. Da erfuhr er, daß die Gesellschaft wegen Nichteinhaltung der Bahlungsfrist die Bolize für erloschen erklärt habe. Die Klage ging deshalb dahin, die Lebensversicherungsgesellschaft zu verurtheilen, anzuerkennen, daß die Polize noch rechtskräftig fortbestehe. Es fand cine umfangreiche Beweisaufnahme statt, auf Grund dessen die Potsdamer Gesellschaft dem Klageantrag gemäß verurtheilt und das Urtheil für vorläufig vollstrecbar erklärt wurde. Das Urtheil stellte fest, daß allerdings bem Wortlaut der Statuten zuwider gehandelt worden sei und an und für fich dem Wort laut derselben entsprechend, die Versicherung erloschen wäre; aber die Nichteinhaltung der Bahlungsfristen lönnte dem Klä ger nicht zur Last gelegt werden, da unzweifelhaft festgestellt worden sei, daß das Verschulden durch die Agenten der Gesell schaft erfolgte; denn nicht bloß der jeßige, sondern auch der frühere Agent hätten seit Jahren die Prämie Wochen und Monate später erhoben. Wenn in dieser Beziehung fortgelegt Derartig von Seiten der Agenten verfahren werde, so könne teinem Versicherten zugemuthet werden, daß er plöglich der Statuten gedente, hingehe und seine Bämie bringe; vielmehr sei der Versicherte durch die Art und Weise des Inkassos in den Glauben verfekt worden, daß er richtig handle; es hätte einer ganz bestimmten Mittheilung bedurft, daß es von jetzt ab nicht mehr so gehalten werde wie früher. Arbeitszeit wöchentlich etwa 7-10 Matt und es besteht eine tommt, eine Stunde, und dem, der um eine Viertelstunde sich verspätet, ein Viertelstag Arbeitslohn abgezogen wird; das Unglaublichste aber ist, daß der Fabrikant in diesem Falle den Arbeitslohn pro Stunde mit 30 fg.(!) berechnet. Schlie lich wurde folgende Resolution einstimmig an genommen: Die am Dienstag, den 24. Februar, in Sanssouci versammelten Arbeiter erklären fich mit den Grundzügen des von den wahren Vertretern der Arbeiter im deutschen Reichstage eingebrachten Arbeiterschutzgesetzes einverstanden und sprechen den Wunsch aus, daß der Entwurf zum Gesetz würde, ftraße 93 bei Heilgans; 2. Andreasstr. 3 bei Stange; 3. bal bertstraße 74 bei Kauna; 4. Aderstr. 25 bei Herzog; 5. Pri walterstraße 14( Moabit) bei Obft; 6. Weißenburgerstr. 7 be May; 7. Chauffeestraße 78, Ecke der Boyenitrage bei Müller 8. Weinstr. 23 bei Hebel; 9. Laufigerstraße 52, Ede der Sta 36 ligerstraße bei Riesche; 10. Mariendorferstraße 11 bei Buffe 11. Magdeburgerstr. 16 bei vildebrandt; 12. Auguftstraße bet Holz; 13. Köllnischen Fischmarkt 6 bei Schönberg. Den pienene fowie bie Eine allgemeine Voltsversammlung findet am Sonn schen Refsource", Möckernstraße Nr. 114, nahe der Teltowe traße, statt. Auf der Tagesordnung steht: 3wed und da dieselben nur durch Intiafttreten dieses Gefeßes eine tag, den 1. März cr.. Vormittags 10 Uhr, in der Anball Befferung ihrer Nothlage erwarten. h. Die öffentliche Versammlung der Bauanschläger Berlins, welche am 22. b. M.( v. Sonntag. Vormittag) unter dem Morfiße der Herren K. Beder und Emil Richter in der Sebastianstraße 39 tagte und recht zahlreich besucht war, beschäftigte fich zunächst mit dem Thema:" Der Lohntarif für das Jahr 1885. Der Referent Herr Baumgarten charakteristite den zur Verlesung gebrachten Tarif dahin, daß die Kommission bei Ausarbeitung desselben den entsprechend revidirten vorjährigen Tarif zu Grunde gelegt habe und in dem neuen Tarif nun ein Preiskourant vorliege, der, für ArReferent De Biele der Arbeiterbewegung." Decar Krohm. Alle Arbeiter und Handwerker find eingeladen. Vermischtes. Sonderbare Registrirung. Am 13. November biermit D. foweit menta- D Das Beburtst und feine Dem Bla hieben ebingt beitnehmer wie Arbeitgeber gleich onnehmbar und zufrieden- Staditheils verfügte, daß die Knochen der Erde übergeben en, in uleren ferung Unferent Dem einm und ftets treten. nunm Bet fet in genbe rath, La Aderman wurden in Kasan im Gebüsch einer alten Fftungs- Kourtine menschliche Knochen gefunden. Der Pristamsgehilfe deß& würden. Ueber jegliche Beerdigung muß aber in den Fried hofsregistern die gefeßlich vorgeschriebene Eintragung gemacht werden. Der Wolshiki Westnik" erzählt, wie man fich mit dieser geseglichen Bestimmung angesichts des absonderlichen Kafus abgefunden hat. In der Rubrik für Tauf- und F miliennamen des Verstorbenen, Geschlecht, Stand sc. fchrieb man: Menschliche Knochen von der Kourtine, unbekannten Standes, dem Anfcheine nach orthodox'n Glaubens und un bekannten Geschlechtes. In der Rub.it: Woran geftorben! Diafon D. Anforderungen der Arbeitgeber( Schloffermeister 2c. und selbst heißt es: Jm Gebüsch gefunden. Unterzeichnet Briefter R. und München, 20. Februar. Das biefige Militärbezirksgericht hat soeben wieder zwei Urtheile gefällt, die vielfach Ropfschüt teln hervorrufen dürften. Der Unteroffizier Forster des 13. Jn fanterie- Regiments war beschuldigt und überführt, den Rekru ten Bentner beim Exerziren gröblich mishandelt zu haben. Er batte denselben z. B. an die Wand gedrückt, ihn mit dem Ge wehrkolben auf den Ellbogen geschlagen, einen anderen Refruten hatte er mit der Faust ins Geficht geschlagen u. f. w. Gleich wohl nahmen die Militärgeschworenen nur ein Vergehen" an, weshalb Forster mit der winzigen Strafe von acht Tagen Mittelarrest davon tommt. Noch seltsamer berührt das zweite Urtheil. Der Unteroffizier Gangwolf vom 2. Infant. Regis ment hat einem Refruten einen solchen Schlag auf das Dhr versetzt, daß das Trommelfell geplagt ist und der mißhandelte arme Teufel noch heute an den Folgen des Schlages leidet, Theater. Königliches Opernhaus. Heute: Der Trompeter von Säflingen. Königliches Schauspielhaus. Heute: Der Raub der Sabinerinnen. stellend, durchaus zur allgemeinen Durchführung zu bringen sei und gebracht werden könne. In dem neuen Tarif seien die Arbeitsgreise nicht nur im Ganzen berechnet, sondern auch pro Stück und Theilverrichtung Spezialifirt, d. h. also ftückweise, nach Höhe, Länge, Breite 2c. normirt, je nachdem die Arbeiten in außergewöhnlicher Weise vor ommen; es handle fich dabei somit um einen allgemeinen Tarif für die gewöhnlichen Arbeiten und um einen Spezialtarif für die besonderen, außergewöhnlichen Arbeiten. Auch trage der( Stücklobn-) Zarif den ständigen" Bauanschläger) ebenso Rechnung, wie denen der Dem vernünftigen Benjamin zu feinem heutigen Wiegenfefte ein donnerndes gosh, bas bie ganze Blechbude wadelt. Arbeitsmarkt. 400 Näherin zu wollenen Damen- Westen verlangt Linke, Andreasstraße 38. Heute: Altibiades. Deutsches Theater. Heute: Don Carlos. 401 Bellealliance Theater. Einen Wickelmacher verlangt Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. 395 Heute: Gasparone. Central Theater: Alte Jakobstraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Mamsells auf leichte auf Garniren verlangt Emil Schmidt, Marienburgerstraße 17, früher Taraschwitz- Weg. Dollmans, einige auf Rümpfe, einige Wernicke, Adalbertstr. 75, III, 388 Refidenz- Theater: Anton Anno. Heute: Der Walzer König. 235 Allen Freunden und Gönnern, sowie einer geehrten Nach barschaft empfehle mein Cute: Sum 6. Male: Der Bergnügungssug Sierauf: Die Del, Sicht- und Seifengeschäft, Schulreiterin. Walhalla Operetten- Theater: Heute: Der Feldprediger. Louisenstädtisches Theater: Heute: Aus dem Bolte. Oftend- Theater: Wallner- Theater. Deute: Die zwei Waisen. Heute: Die Sorglofen. Heute: Sulfurina. Vittoria Theater. Alhambra Theater. Heute: Selbst ist der Mann, oder: Die Schloffer von Berlin. sowie Bürsten, Besen und Geschirrhandlung, sämmtliche Artikel zu den billigsten Preisen. Karl Rißner, 25. Oppelnerstraße 25. Den Mitgliedern der Central- Kranken- und Sterbekaffe der Tifdiler und anderer gewerbl. Arbeiter Gewerkschaft der Maschinenbau, Metall- Arbeiter und Berufsgenoffen, Außerordentlidie Gin wohl au Roburg ber Lefe Magbrud 99 alberne Brau n Rebt, S General Versammlung = am Sonntag, den 1. März, Vorm. 9% Uhr, im Wedding Part, Müllerstraße 178. 5 Tagesordnung: 398 1. Jahresbericht. 2. Antrag Nicolaus und Genoffen bett die Auflösung der Gewerkschaft und Anschluß an die Ver einigung deutscher Metallarbeiter." Mitgliedsbuch legitimirt. 11 Der Vorstand. Bur pünktlichen Besorgung des Berliner Volksblatt", sowie aller anderen Zeitungen empfiehlt fich die Beitung W. Schmidt, Spedition von 399 Manteuffelftr. 108. In Verlage von J. H. W. Dies erschien soeben: gaffer C HA entfern genug amlid ten, ba tridein Deffelbe berglei Die Sozialdemokratic vor dem deutschen Reichstage. Berathung der Denkschrift, betreffend die Erneuerung der Ber Hamburg- Altona, am Sonnabend, den 31. Januar 1885. Nach der örtlichen Verwaltungsstelle Berlin G zur Nachricht: An hängung des Kleinen Belagerungszustandes über Berlin und Stelle des bisherigen Ditstaffirers Herrn Lorenz wurde Herr Bölle gewählt und befindet sich die Wohnung deffelben Große Frankfurterstraße 129. 393 Der Bevollmächtigte. bem amtlichen Stenogramm. Preis 20 Pf. Zu beziehen durch die Expedition Bimmerftr. 44. Verantwortlicher Redakteur S. Grenheim in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. bara baft, f baraus Dami baran tenn perfor tennu Вав Stun bergle freili