Selbstständig ternehmer) = befondel De die Me ung verfch ang bewah hauptsächli im Sinne Iten eindring Normalatb Hierauf me folgende Berliner B nverstanden nur rad bernehmen." Unfere Be Derfelbe im vergangen ie, dem Re er flagen fo genen Arbe lebhafter e und an lunterftügung r erfolgrei mlung ber üßungsbeit Mr. 49. Freitag, 27. Februar 1885. II. Jabrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Intereffen der Arbeiter. Das„ Berliner Volksblatt" rscheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 Pf. wurde von Bostabonnement 4 Mt. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 Pf. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) einem S Erftrebung tlich der Lo mowety in bed der( Sol Sonntag, e gut befud Aufgaben de he Redner fi De ( Dem Fad ufagen offen u stere faft aus eten find. De origen Sung möglichte achgeno Tam die and allen einlä auch ohne Bersammlung Der eine Ve Mitglieder Berufs. Die ben:" Die Redaktion: Beuthstraße 2. Abonnements- Einladung. Für den Monat März eröffnen wir ein neues Abonnement auf das Berliner Volksblatt" der Gratis- Beilage Illustrirtes Sonntagsblatt". Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., 3immerstraße 44, sowie von allen AnnoncenBureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Expedition: Zimmerstraße 44. die deutschen Turnfefte in diesem Jahre ihr 25jähriges Jubiläum, da das erste im Jahre 1860 in Roburg statts fand. Man kann allerdings auch an der Turnerei in jenen Zeiten mit Erfolg Ausstellungen machen, man kann ihr vor allen Dingen nachreden, daß sie den Mund all; uvoll ge= nommen und nur Geringes geleistet habe. Zunächst ist dies bei allen Bewegungen fo, die eben aufgetaucht sind. Denn im Jahre 1859 erwachte die Turnerei aus langem Schlafe wieder, fie mußte wieder von Anfang an bauen, denn es waren nur noch wenige Trümmer der früheren Doch dieser Aufbau gelang einigermaßen. Die deutsche für den Monat März gegen Zahlung von 1 Mart 35 Pf. den, sammelte sich um die roth- weiße Fahne. Für Außerhalb nehmen alle Bostanstalten Abonnements Jugend, begeistert, wie immer, und zwar aus allen Stän85 3. pro Woche. Bestellungen werden von sämmtlichen Bewegung vorhanden. Beltungs- Spediteuren, sowie in der Expedition, Simmerstr. 44, Frei ins Haus toftet dasselbe 1 Mart 35 Pf. pro Monat, angenommen. Den neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher er bei ben dienene Theil des fesselnden und interessanten Romans nirfägens find zu biefer geladen. und Sterbe 2.) Dresden, be genannter Sonnabend Beiträge ent 1. Brinjen g; 5. Bri gerftr. 7 bei „ Gesucht und gefunden" fowie die bisher erschienenen Stummern des Illustrirtes Sonntagsblatt." soweit der Vorrath reicht gegen Vorzeigung der Abonne ments- Quittung gratis und franto verabfolgt. feinen ersten Und nicht nur dem praktischen Turnen, nicht nur der Arbeit am Reck, Barren und Schwingel, nicht nur dem gefelligen Spiel, den Turnfahrten, dem Gesange und der edlen Kneiperei zollte die deutsche Jugend ihren Tribut, sondern sie begeisterte sich auch für Freiheit und Vaterland. Mag diese Begeisterung verschwommen, mag fie unflar gewesen sein, wie die gelegentlich auftauchende Idee beweist, Sen Herzog Ernst von Sachsen- Koburg- Gotha zum deutschen Raiser zu machen, so war sie doch dabei ungetrübt von ben ner wird bei dem Militär zu seinem eigenen Vortheil leichter ausgebildet werden und erträgt auch die Strapazen beffer, so bemühten sich nunmehr die Turnvereine, ihre Zögs linge und die jungen Leute überhaupt direkt zum Milis tärdienst vorzubereiten; Unteroffiziere wurden angestellt und, anstatt den Körper der Mitglieder harmonisch auszubilden, wurden Parademärsche einererzirt. So war die eble deutsche Turnerei auf den Afterpatriotismus und soldatisches Formwesen gekommen. Doch wurde wenigstens noch im Allgemeinen erklärt, die Turnerei würde immer noch von freiheitlichen Gedanken getragen. Man schämte sich damals vielfach, den Umschwung einzugeftehen. -Doch diese Scham hielt nicht lange mehr vor. Die demokratischen Führer zogen sich zurück und Diejenigen, welche der Turnerei treu blieben, gingen in das national liberale Lager, so die Herren Theodor Georgi, Dr. Göz und Dr. Ed. Angerstein. Das Riegsjahr 1870/71 schlug nun vollends jeden freiheitlichen Gedanken in den Turns vereinen todt, von Begeisterung war nicht mehr die Rede, wie auch das IV. und das V. deutsche Turnfest zu Bonn und Frankfurt a. M. genügend dokumentirten. Dede, langs weilige Feste waren das, gegenüber den Festen zu Coburg und Leipzig. ge; 3. and feiner Thätigkeit zurück. Die Berliner Arbeiterschaft hat einem urwüchsigen, nicht mit einem gefünftelten, gemachten riffen und nur in wenigen Orten noch herrscht der alte de der Slo bet Buffe Juftftrage 36 tam Sonn Patriotismus zu thun. Dem Blatt, welches allein die Interessen derselben vertritt, enthieden seine Sympathien zugewandt, troßdem aber ist es un bei Muller edingt erforderlich, daß wir es an Anstrengungen nicht fehlen effen, immer größere und weitere Kreise der arbeitenden Be ferung zu uns heranzuziehen. Aber wir erwarten auch von eren bisherigen Lesern und Freunden, daß fie uns in neren Bestrebungen thatkräftig unterstügen. Wir werden auf bem einmal eingeschlagenen Wege unentwegt weiter fortschreiten nerischen Bewegung einen demokratischen 8ug zu und stets für die Wahrung der Interessen der Arbeiter einerg. er Anbalt Teltomer wed und ferent be find Giermit JB. ber v. AB- Rourtine lfe des 6. übergeben Den Fried ng gemacht fonderlichen treten. Die Redaktion und Expedition des Berliner Volksblatt". Die deutsche Turnerei nunmehr gänzlich auf den- Adermann gekommen. Bekanntlich findet das VI. Allgemeine deutsche Turnfet in Dresden in diesem Sommer statt der Bor fende aber des Zentralausschusses ist der Geheime HofAdermann. Männer wie Theodor Georgi und Dr. Göz, Veredey und Virchow alle damals noch mehr oder weniger unverkümmert gaben sich alle Mühe, den demokratischen Impuls, den die Jugend erhalten, zu nähren und zu för bern. Man kann mit gutem Gewissen der damaligen turgeftehen. Das Turnen selbst wurde eifrig betrieben, doch befleißigte man sich, den ganzen Körper gleichmäßig zur höch ften Kraft und Gewandiheit zu bringen. Da trat 1863 die Reaktion in Preußen ein. Das Leipziger Turnfest wurde noch unbeeinflußt von dieser Realtion gefeiert, doch berührte es schon unangenehm, daß der ,, Geschichtenschreiber" Heinrich von Treitschte, ein Landsmann des Herrn Ackermann, die auswendig gelernte Festrede vortrug. Das war übrigens die einzige öffentlich Ron tion gemacht wurde. rath, Landtags- und Reichstagsabgeordnete Herr Gustav session, welche auf diesem Feste der heranbrechenden Realwohl auf einem früheren deutschen Turnfeste, pielleicht in Roburg ober in Leipzig, mit dabei gewesen; die Mehrzahl der Leser hat von diesen Festen gehört. Uebrigens feiern Ein ober der andere der Leser des„ Volksblatt" ist En fich mit und Fa 2c. fchrieb anbetannten S und un geftorben! fter A. und au enoffen. ung 178. offen bett 398 Die„ Ver orftand. pitsblatt", Beitungs dt, en: atir der Vers rlin und 5. Nach Magbrud verboten.] 99 Feuilleton. Uebrigens feiern Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forlesung.) Es folgten dann die Kriegsjahre von 1864 und 1866. Nach denselben war bei der Turnerei von einer Boltsbewegung nicht mehr die Nede. Wenn man früher auch von der Voraussetzung ausging, ein tüchtig durchgebildeter Turzärtlich, so liebenswürdig- aber das allein thut es nicht; glaube mir, Du würdest doppelt so glücklich mit Deiner Frau leben, wenn Du Dich nicht zu ihrem Sklaven gemacht hättest. Du hast ihr wohl wieder Deine finanzielle Wirths schaft überlassen?" , Sie nimmt wieder an allen meinen Angelegenheiten " Dja, bas kann ich. Mein Gott, was feid Ihr für Theil, wie früher, und verwaltet auch die Raffe." ,, Da haben wir's! Wie kann ein Mann nur so unalberne Leute! Glaubst Du, ich hab's Dir und Deiner Frau nicht angemerkt, daß Ihr nicht mehr so mit einander selbstständig sein?.... Dann wundere Dich nicht, wenn feht, wie früher? Es ist das Geheimniß..." Dein Geheimniß!" gaffen." Run eben, diese Geschichte will ich aus der Welt Wie willst Du das anfangen?" " Ich will bas Mädchen mit ihrem Rinde von hier entfernen; ich werde es an einen Drt bringen, wo sie weit genug von Dir entfernt ist, um Dich nicht zu beunruhigen, Seit jener Zeit vegetirt die deutsche Turnerei nur noch; das einigende Band, welches in der gemeinsamen Bes geisterung für Freiheit und Vaterland lag, ist längst zers Geift. Es ist auch längst die Zeit verstrichen, in welcher das VI. deutsche Turnfeft abgehalten werden mußte; allerlei Vorwände haben herhalten müssen, dasselbe immer wieder zu verschieben. Nun soll es in diesem Jahre in Dresden abgehalten werden! Die Leiche soll galvanisirt werden und zwar von dem Zunftbruder, dem Geh. Hofrath Adermann. Man weiß die Galvanisirungsversuche zu würdigen, die dieser Reaktionär an der Jnnungsleiche in der legten Zeit ver brochen hat. Viel Spektakel allerdings wird es in Dresden geben, möglich, daß durch das Galvanisiren die Leiche der edlen Turnerei für einen Augenblick die Augen aufmacht und den Kopf erhebt, doch wird sie bald wieder zurückfinten; eine Leiche ist eben eine Leiche. Traurig nur ist die Komödie, die sich dieselbe noch ge fallen lassen muß, die todte demokratische Braut wird von Realtionären umbuhlt, die allerhand Spott und Hohn mit ihr treiben. Db manchem braven deutschen Turner darob nicht die Schamröthe in's Geficht steigen wird? Db er nicht besser ja immer gesorgt. Meinst Du, daß wir Deine Frau Noth leiden ließen? Gott bewahre; traue mir eine solche Härte nicht zu." Das thue ich auch nicht, Paul; aber ich würde doch schweren Herzens sterben, wenn ich für Rätychen nicht hätte vorher forgen fönnen. Deines Schußes und Beistandes würde sie wahrscheinlich doch noch bedürfen, da sie dann ja ganz allein stehen würde.. Also, auch wenn ich materiell für sie sorgen könnte, so würde ich Deine brüderliche Liebe doch für sie in Anspruch nehmen.". „ Für den Fall, daß fie meinen Schuß nicht zurückfie über kurz oder lang hinter das Geheimniß kommt." Ja, weißt Du, Paul, es war einmal wirklich Gefahr vorhanden; als ich ihr den Schlüssel zu meinem Schreibweist. tisch übergab, dachte ich nicht an den fatalen Brief des Vormundschaftsgerichts; ich suchte ihn zwar gleich darauf, aber ich fand ihn nicht erst später habe ich ihn gefunden und natürlich vernichtet." Das war sehr flug von Dir gehandelt; noch flüger " Das wird sie nicht, Paul; Käthchen ist nicht uns gerecht." Nun, große Sympathien hegt sie für mich nicht, deffen bin ich mir wohl bewußt. Ich glaube gar, sie hat mich im Verdacht, daß ich Dich verführe." nämlich nach Feldau. Du hast also nicht nöthig, zu fürch wär's aber, Du ließeft Deiner Frau nicht die Verwaltung ten, baß eines Tages ein junges Mädchen in Deinem Hause der Kaffe und dergleichen... Denke einmal, wenn Du ticheint, mit einem Rinde auf dem Arme, und den Papa wieder zu Wohlstand kommen solltest, wenn Du wieder blicklich getrübt ist." Deffelben zu sprechen wünscht." Herr Gott, Du erschreckst mich ordentlich! Könnte mir bergleichen bevorstehen?" Charakter herausbekommt, daß Du die Vaterschaft anerkannt baft, so wird fie Dich nicht schonen, und sich fein Gewissen Saraus machen, Dir Daumenschrauben aufzusetzen...... Damit das aber nicht geschieht, bringe ich sie von hier fort; baran erkennst Du meine brüderliche Liebe." Warum nicht? Wenn ein Mädchen von Lisette's wenn ich denke, daß jemals das Mädchen brieflich oder gar ,, D, mein Gott, ich fühle ordentlich eine Gänsehaut, tennung der Baterschaft mir Geld abzupressen suchte... Persönlich sich an mich wendete, und laut meiner Aners Bas würde nur Räthchen sagen!" größere Rapitalien befigen solltest H Nun, einige Ersparnisse sind schon jetzt vorhanden." " Um so mehr! Bedente doch, Deine Frau hat Verwandte, Beamte, die nur von der Hand zum Munde leben und der Unterstützung bedürfen. Wer garantitt Dir denn, ob sie nicht heimlich aus Deiner Kasse etwas in den Schooß der lieben Verwandten gleiten läßt?" ,, Das wäre auch kein Unglück, Paul!" " Du würdest es freilich nicht entbehren, da Du ja zu leben haft; das wäre aber eine Beeinträchtigung Deiner Erben, gewiffermaßen ein Diebstahl, den Du an Deinen rechtmäßigen Erben begehst." An meinen rechtmäßigen Erben?.. Du weißt, daß ich keine Kinder habe, für wen soll ich sparen?" ,, Nun, Deine nächsten Erben find ich und meine RinStun, zittere nur nicht; Du wirst ja ordentlich blaß; auch der; ich will damit nicht sagen, daß wir auf Deinen Tod Es würde eine schreckliche, häusliche Szene geben... bergleichen Szenen überlebt man."... Ja, Du!" " freilich, fie ift ein wenig älter, nicht ganz so hübsch, so Du willst sagen, meine Frau ist kein Räthchen; nun warten, aber man fann ja doch nicht wissen, was Dir wis derfährt. Du hast Anfälle von Asthma, und dergleichen Uebel find manchmal gefährlich. Natürlich für Deine Frau wäre in dem Falle, wo Du Vermögen hinterlassen solltest, Vielleicht hat sie eine unbestimmte Ahnung, daß Du die Veranlassung bist, daß unser eheliches Glück augenIch gebe mir keine Mühe, ihr diesen Glauben zu nehmen; wenn sie teine Sympathie für mich hegt, so habe ich nicht nöthig, einst, wenn sie meines Schußes bedarf, auch Sympathie für sie zu hegen; weist sie meine Hand zurück, so habe ich keine Veranlassung, fie ihr wieder anzu bieten." " Sprich nicht so, Paul; Du bist ja der Einzige, dessen Schuße ich meine Frau anvertrauen fann, wenn ich, was ich auch oft befürchte, früher sterben sollte." Du fannst beruhigt sein, mein Junge; hier ist meine Hand; wenn Du reell handelst gegen mich, will ich, für den Fall, daß es Gott gefallen sollte, Dir nur ein kurzes Leben zu gönnen, Deiner Frau ein Beschützer sein." " Für das Versprechen danke ich Dir, Paul." Bergiß aber nicht, daß es nur bedingungsweise gegeben ist, daß ich die Bedingung stelle, daß Du gegen mich reell handelst." Was verstehst Du darunter?" " Nun zum Beispiel, daß Du Deiner Frau nicht uns bedingt Bollmacht giebst, Deine Gelder zu verwalten, sons daran thut, im stillen Kämmerlein zu bleiben, als solche| reaktionären Orgien mitzumachen? Es ist ja möglich, daß die eble deutsche Turnerei nicht wirklich gestorben, daß fie feine eigentliche Leiche ist, daß sie nur verzaubert dafißt und der Erlösung harrt. Dann kann aber nimmermehr ein Ackermann dies Dorns röschen erlösen, nimmermehr ist die Reaktion dazu berufen, ben Bann zu brechen, sondern lediglich die Demokratie. Auf demokratischem Boden ist die Turnerei in Deutschland geboren, auf demokratischem Boden ist sie gewachsen und nur auf demokratischem Boden kann sie leben nnd ge beihen! Das möge sich jeder deutsche Turner gesagt sein lassen. Politische Uebersicht. welcher ebenso gut von deutschen Fischern hätte verdient werden können, an das Ausland gezahlt worden ist. Zur För derung der deutschen Hochseefischerei wird es aber unter An berem gereichen, wenn ihr der Wettbewerb mit dem Auslande in erster Reihe in Betracht, daß in den Niederlanden von nach Möglichkeit erleichtert wird. In dieser Beziehung kommt den Führern der Hochseefischereifahrzeuge ein Befäbigungsnachweis nicht verlangt wird. Auch in Deutschland erscheint die Aufhebung des bestehenden Prüfungszwanges, fo= weit derselbe fich auf die Führer von Hochfeefischereifahrzeugen in kleiner Fahrt erstreckt, nach dem Gutachten der technischen Kommission für Seeschifffahrt nicht bedenklich, weil diese Fischerfahrzeuge regelmäßig zwischen einem bestimmten Hafen und den Fangplägen eine feststehende Straße befahren, auf welcher fie ausschließlich mit Hilfe des Loths fich zurechtfinden tönnen. Noch unbedenklicher wird aber die Aufhebung des Prüfungswanges sein, wenn dieselbe nur widerruflich erfolgt und die Wiedereinführung der Prüfungspflicht für den Fall vorbehalten bleibt, daß fich Unzuträglichkeiten oder gar Gefahren für die Sicherheit der Fischereifahrzeuge und ihrer Bemannung herausstellen sollten. g. 31 laufenden Bahl berexporlitten Thiere nicht ein einziger Fall eine Abschluß anfteckenden Seuche vorgekommen ist. Die verschwindend g getretenen ringe Bahl der jegt als behaftet erkannten Thiere würde schmet die Eröffn lich eine ernste Gefährdung der englischen Viehbestände haber lärt sich herbeiführen tönnen, umsoweniger, als die Schafe bestimmung einen Et gemäß sofort nach ihrer Ankunft an Dem Landung gaben der plage geschlachtet werden müssen. Uebrigens werden stellen, er die franken Thiere von den britischen Sachverständigen den Beitp für Schafe nicht deutschen, sondern polnischen bezw. galizischen handen se Ursprungs gehalten, deren Einfuhr, wie bereits erwähnt, für Deutschland jezt untersagt ist, sodaß die gegen den Import aus Deutschland etwa herzuleitenden Bedenten auch in diese Hinficht für die Butunft beseitigt find. Man darf sich der Hoffnung hingeben, daß die englische Regierung jene proviso rischen Maßnahmen, welche eine empfindliche Schädigung f den Handel unserer bedeutendsten Ausfuhrpläße, sowie für die gesammte Viehzucht Deutschlands zur Folge haben, in ferner Zeit als unnöthig und für beide Länder nachtheilig außer Kraft segt."- Aus diesen Beilen tann man immerhin einen Vorwurf vegen die englische Regierung lesen, der dahin geht, daß fie die Maßregel wohl nicht nur aus fanitären am 7. Au Gründen ergriffen hat. Sollten aber andere Gründe, viellei gar die Verstimmung gegen Deutschland, mit ausschlaggebenbacht, m gewesen sein, so würde diese Thatsache aufs Neue die Anfit bestätigen, daß in unserem Beitalter alle Staaten das größte Interesse daran haber, in friedlicher Weise etwaige Differenze auszugleichen, sich nicht durch künstliche Barriéren von einande zu trennen, sondern nach Möglichkeit den internationalen fehr zu fördern. Zu der Kriegstontrebande Frage behauptet der„ Hamburg. Corr.", daß das Vorhaben der Franzosen, auch Reis als Kriegs- Kontrebande zu behandeln und demgemäß den Transport dieses Artikels neutralen Schiffen zu verbieten, namentlich für die deutsche Rhederei eine tief eingreifende Bedeutung babe. Das Blatt Inüpft hieran noch folgende Bemerkungen: Reis ist das Hauptnahrungsmittel des chinesischen Volkes, und je nach dem Ausfalle der Ernte im Lande selbst werden davon mehr oder minder bedeutende, stets afer sehr erhebliche Quantitäten in China eingeführt oder von einem Küstenplage des Landes nach dem anderen verschifft. An diesem Handel aber nehmen deutsche Schiffe in hervorragendem Grade Antheil, und wenn die Franzosen diesen Handel stören, so verliert der größte Theil der zahlreichen, an der chinesischen Küfte sich aufhaltenden deutschen Schiffe seine Beschäftigung. Man tönnte zugeben, daß eine friegführende Macht berechtigt wäre, die Bu fuhr von Lebensmitteln nach einem bestimmten Orte zu vers bieten, wenn es fich z. B. um die Verproviantirung eines be lagerten Plages handelte; aber, abgesehen davon, daß ein zur See mächtiger Kriegführender im Stande wäre, solche Zufuhren durch Handhabung einer firiften Blokade zu verhindern, geht doch das Verlangen, daß einem ganzen, außerordentlich zahlreich bevölkerten Lande die Zufuhr der nothwendigsten Lebensmittel Eadlose Kulturkampfdebatten" hallen jest in ben Räumen des Abgeordnetenhauses wieder. Wie das Mädchen aus der Fremde, so kommen alljährlich diese Debatten mit der selben Regelmäßigkeit zum Vorschein, und verschwinden nach Neues wird nicht vorgebracht, Erledigung des Kulturetats. Neues wird nicht vorgebracht, weder von der Zentrumspartei noch von den Anhängern der fog. Maigelege; es ist immer dasselbe Lied, nur die Melodie ift mannigfach. Das Zentrum wünscht die Beseitigung aller Maigeseze; es läßt zwar bekannter Weise mit fich ,, handeln" und nimmt auch mit einer Abschlagszahlung vorlieb, aber nur um die gewährte Abschlagszahlung als den fleinen Finger an zusehen, an dem es schließlich die ganze hand herbeizuziehen hofft. Die Gegner des Zentrums, resp. die Freunde der Ausnahmegeseze find indessen in der Majorität und die langen Reden und Klagen der frommen Partei erreichen ihren Zweck nicht. Unter solchen Umständen ist es nicht zu verwundern, Daß eine große Unbehaglichkeit im Bentrum Plat gegriffen hat, welche noch vergrößert worden ist durch die Er Klärung des Kultusministers, daß vorläufig eine Revision der beregten Geseze nicht zu erwarten sei. Nach dieser Eröff nung ist also vorläufig nicht einmal eine Abschlagszahlung in Sicht, für welche die Herren Zentrumsmänner gewiß bereit willigit gelegentlich ihre Gegenliebe gezeigt hätten, wenn es fich darum handelt, reaktionäre Gefeßentwürfe durchzubringen. Die Germania" macht sich bei dieser Sachlage in grimmigen Worten Luft; ste schreibt: " Oesterreich- Ungarn. tungen, werden, besprochen Lontra Di aus der erhellt, ha ju Theil Beitungen Artikel A bem Geb Charitee, bes Inh getheilte auf Erfin am gebad feure In Wien tagt gegenwärtig eine Bischofs- Konferenz, an der name ge 32 Kirchenfürften theilnehmen. Es handelt sich zunächst darum gegenüber die Herrschaft der Kirche über die Schule herzustellen und in gegeben Uebrigen die günstige Situation für die Kirche auszunugen ute meh Diesbezügliche Anträge werden die Herren der Gesetzgebung res Be zugehen lassen. Im Abgeordnetenhause wurde ein Antrag des Ab genügt, if Richter, betreffend die Erhöhung der Getreidezölle, dem Ausschuß für Volkswirthschaft zugewiesen. Bei Begrün dung des Antrages sprach sich Richter für ein wirthschaftliches sich gegen eine solche Zollunion und empfahl die Einführung ausgiebiger Retorfionszölle. Der Antrag des Abg. Schöner, den Ausschuß zu beauftragen, binnen 14 Tagen ein Bitfen halten Snwiewei Stelle ben Des Arti Berichter Befest na dadurd tntfchiede legenhe ftituts, er am ogisch Ihrift alogen fe cigniffe b Eine Revistonsvorlage, welche vorenthalten werden solle, weit über das berechtigte Maß hinaus. steuergesez vorzulegen, wurde mit 161 gegen 131 Stimmen auch nicht einmal definitive Lösungen, sondern nur einige Fortschritte enthält, findet im Abgeordnetenhause im Bentrum, bei Polen und Konservativen eine Mehrheit, und im Herrenhause würde es böchstens des ſo oft dort so oft dort zur Geltung gebrachten Einflusses der Regierung bedürfen, um eine Vorlage zum Siege zu führen. Aber Vers fumpfung des Kulturkampfes ist die Parole, ebenso wie Bersumpfung" der Sozialpolitit im Reichstag." Nun, wir sind auch der Ansicht, daß die Regierung, wenn sie will, sehr wohl Aenderungen eintreten lassen kann, und wenn wir auch keine Freunde der Bestrebungen der Zentrumspartei find, so müssen wir uns dennoch gegen alle Ausnahmegeseße erklären, mögen sie gerichtet sein gegen wen sie wollen; und Daher wünschen auch wir Beseitigung der Maigesetze. Was aber die Versumpfung der Sozialpolitik im Reichstage anbe trifft, so geht gerade das Verhalten des Zentrums darauf hin. aus, diese Versumpfung zu fördern. Das arbetterfreundliche Mäntelchen ist zu durchsichtig, man fann die Bewegungen unter demselben deutlich beobachten und aus ihnen ersehen, daß die Arbeiterfreundlichkeit nichts weiter als Spiegelfechteret ist, um den Zwecken des Zentrums zu dienen. Dem Bundesrath ist folgender Antrag des Reichs tanzlers zugegangen: Die Bekanntmachung, betreffend die Prüfung der Seeschiffer und Seesteuerleute auf deutschen Kauffahrteischiffen vom 25. September 1869 erhält hinter§ 6 folgenden Busat: § 6a. Für die Bulaffung als Schiffer auf Kleiner Fahrt mit Hochseefischereifahrzeugen genügt bis auf Weiteres der Nachweis der im§ 6 vorgeschriebenen Fahrzeit." Die Franzosen find in der verhältnismäßig bequemen Lage, ihren Krieg mit China faft ohne irgend eine Störung für ihren Handel und ihre Schifffahrt führen zu fönnen, weil mit Ausnahme der Bostdampfer fast gar keine französischen Schiffe die chinesischen Gewässer befahren. Das entbindet sie jedoch nicht von jeder Rücksicht gegen die große Schifffahrt der Neutralen und darunter auch die unsrige, die die französische dort um ein abgelehnt. Afrika. Ueber den bereits gemeldeten Aufstand in Quittab entnimmt die Neue Breußische 3tg." einem thr foeben gegangenen Privatbriefe noch Folgendes: An Bord. Accra 29. Januar 1885. Mit der Ella Woermann" schnell die Vielfaches übertrifft. Hoffentlich wird man in Berlin die Nachricht, daß hier vor Fort Kitta, Goldfüfte, ein Aufstand Wichtigkeit der auf dem Spiele stehenden deutschen Interessen eingeborener Häuptlinge stattgefunden. Die Engländer wun verstehen und betreffenden Drtes Vorstellungen gegen ein Ver zurückgedrängt. Sie hatten nur Hauffa- Truppen, Kapitän fahren erheben, das den Franzosen sehr wenig nüßen, die deutsche Schifffahrt aber ganz außerordentlich schädigen würde." Das englische Vieheinfuhr- Verbot. Der Telegraph gleich machen würden, falls die Aufständischen nicht die zwet W mußte bi einen Bl ellen UrE N. Bormitta Bierb ve auf den und burs b. 9 Meyerbee mit beffe hört, abe Campbell von 5 Schüssen schwer verwundet. Für heute haben die Engländer angekündigt, daß fie zwei Dörfer dem Erbboden Anführer auslieferten und 1000 Bfo. Sterl. Strafe zabiten, wovon ein Viertel sofort anzuzahlen. Sie haben bemannte Boote auf die Lagune gebracht und scheinen vollständig in der Uebermacht zu sein. Bwei Kriegsschiffe find da und ein Avisodampfer begegnete uns gestern Morgen, der nad Cape Coast Castle geht, um Truppenverstärkungen zu holen Ende Dezember wurde in Bagiba von dem gled ( Geschäftsführer) eines einheimischen Händlers die deutigt Reichsflagge heruntergeriffen mit dem Bemerken, die felbe sei auf Grund und Boden dieses Negers aufgepflan 16. Mär Die Flagge Don Leute den Togo Häuptlingen wieder Als aufgezogen wurde, schoß der Klerk auf die Demnach Aehnliche Beleidigungen find gegen deutsche Reichsangehörige vorgekommen, man erwartet deshalb sehnlichst die Kriegs schiffe, um die Schuldigen zu strafen. also ein kleiner Konflikt in Sicht. hat dieser Tage bereits gemeldet, daß die englische Regierung die Einfuhr von Ziegen, Schafen und Schweinen aus Hamburg nach England, Wales und Schottland vom 15. d. Mts. an verboten hat, und daß dieses Verbot ebenfalls auf Senbungen gleicher Art aus Bremen erstreckt worden ist. Begründet ist das Verbot damit, daß unter zwei Ladungen von Schafen, welche aus Hamburg, und unter einem Schaftransport, welcher aus Bremen nach England verschifft wurde, in den englischen Landungsplägen je ein mit der Maul und Klauenfeuche behaftetes Schaf gefunden worden sei. Die ,, Post" bemerkt nun: Die Sperre ist nicht nur für das größere Bublifum, sondern auch für diejenigen, welche den Verhält niffen näher stehen, völlig unerwartet erfolgt. Die bisherige entgegenkommende Haltung Englands war geeignet, die be ruhigende Sicherheit gewähren, daß eine weiter gehende Beschränkung des deutschen Vieherportes, als solche schon Dor mehreren Jahren angeordnet wurde, nicht in Aussicht stehen könne, sofern deutscherseits der Verschleppung von Viehseuchen nach Möglichkeit vorgebeugt werde. Der letzteren Vorausseßung ist, so viel uns bekannt, sorgfältig entsorochen worden; den von England in dieser Beziehung geäußerten Wünschen wurde stets Rechnung getragen. Beispielsweise ist noch neuerdings auf Andringen Englands die Ein- und Durchfuhr von Schafen aus Defterreich- Ungarn und Rusland in Deutschland gänzlich verboten. Es wird den deutschen Behörden außerdem das Zeugniß nicht versagt werden dürfen, daß sie bei der Untersuchung auszufüh In dem begründenden Begleitschreiben wird darauf hins gewiesen, daß die Förderung dieses Erwerbszweiges besonders bringend sei. Der sehr bedeutende Verbrauch des einheimischen Marktes an Fischen, werde nur zu einem geringen Theil von deutschen Fischern geliefert. Während von Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Schweden und Norwegen aus Tausende von Hochseefischereifahrzeugen den Reichthum der Fischgründe in allen Theilen der Nordsee ausbeuten und einer zahlreichen feetüchtigen Bevölkerung guten Erwerb schaffen, üben von deutschen Küsten aus nur etwa 14 Heringslugger von Emden aus die Hochseefischerei in fleiner Fahrt. Nach der amtlichen Statistik des Waarenverkehrs betrug die Einfuhr allein von gesalzenen Heringen im Jahre 1883 867 977 Faß, im Werthe von 37 M. pro Faß. Von dieser Einfuhr im Gesammtwerthe von 32 Millionen Mart haben nach fachkundiger Schäßung deutsche Fischer taum für eine halbe Million Mark geliefert, während der ganze Mehrbetrag, dern daß Du dieselben hübsch unter eigene Verwaltung nimmst und daran denkst, daß das eigentlich Gelder find, die nicht Dir, sondern Deinen Erben gehören." Ich würde meine Frau beleidigen, wenn ich ihr die Disposition über die Kasse wieder nehmen würde, nachdem ich erst unlängst dieselbe wieder in ihre Hände gegeben habe." Bah, wie heißt beleidigen? Du mußt Dich in Respekt feßen Deiner Frau gegenüber; Du mußt nicht ver geffen, daß Du der Mann und Herr über Dein Haus und Dein Vermögen bist... Wenn Du fürchtest in dem Fall weniger glüdlich zu sein, so bedente doch, daß, wenn ich es wollte, ich Dein häusliches Glück durch ein Wort zerstören zu noch Kommunales. In der Sigung der städtischen Schuldeputation in jener Berkehrs Grand In Meineid und ge atten, welche i eifter langen. Im teren 3 Derrn, in Diebin D Daraufhir Mittwoch wurde beschlossen, das alljährlich stattfindende Sau turnen für die Gemeindeschulen, welches in diesem Jahre für den vierten Schulkreis in der großen Turnhalle in der Bringen straße auf den 21. März angefeßt war, auf den 23. Mi verlegen. Die Schwierigkeiten, welche die Sistirung ber render Thiere bei der Burückweisung jedes irgendwie verdächti- äußern fich auch auf dem Gebiete des Rechnungs- und Raffen Markthallenbauten für die Stadt im Gefolge bat wesens. Wie der Magistrat der Stadtverordneten- Versammlung mittheilt, war es seine Absicht, ihr den Entwarf zum Etat fir die Verwaltung der Markthallen vorzulegen, damit die Fe fegung der bis zum 1. April 1886 laufenden Etats für die sämmtlichen städtischen Werke gleichzeitig und definitiv zum gen Transports, bei der Ueberwachung der Desinfektion der Transportwerkzeuge u. f. w. Das erreichbare Maß von Strenge und Zuverlässigkeit bewiesen haben. Auch ist diese Thätigkeit von dem günstigsten Erfolge begleitet gewesen, da seit mehre ren Jahren unter der auf weit mehr als eine Million fich beAlso über sehr ernfte Dinge gaben Sie mit mir zu sprechen? Schade, ich war gerade bei so guter Laune, und ernste Dinge find, wie fie Rath seines erfahrenen Bruders fügen muß... Thue das, die feierliche Einleitung es wird zu Deinem Wohle sein." Ich will es versuchen." " Das freut mich zu hören. Dann gute Nacht, Georg. Also morgen wirst Du eine Last Deines Herzens und eine brohende Gefahr los. Diese Versicherung möge Dir für diese Nacht den Schlummer versüßen." " Gute Nacht, Baul!" Sechszehntes Rapitel. Georg Amberg's Beruf erheischte, daß er schon früher fortging. wissen, nicht recht nach meinem Geschmack." 34 haben Ihrift be " Ich denke, wenn es sich um das Glüd bre Bruders handelt, werden Sie den rechten Ernst schon finden, selbst wenn Sie nicht zu ernsten Dingen aufgelegt fein follten." tief die S nur aus Dorbeftra Also um den guten Georg handelt es sich 8" ,, Um meinen Mann! Sie befizen sein Vertraue ,, Sollte das möglich sein?.... Ich habe gerabe ge leider mehr als ich." warten erfolgte und des beibe S mehr im Sawefte Die ichon Bemiffer 16" wiffen müßte e i liebe reiten; Rummen " liebt un D macht, Georg aber nic Maaße ficherlich berichme Falten seines Portemonnaies, sondern auch in das bundelfte Gleich nachdem er sich entfernt hatte, schickte sich auch glaubt, daß Sie nicht nur Einblick haben in den ver könnte; ich brauche ja nur Deiner Frau zu sagen, daß Du Paul an, die Geschäfte, welche ihn nach Berlin geführt, zu borgensten Winkel seines Schreibpultes, in die tiefften Vater eines unehelichen Kindes feieft." Paul sprich so etwas auch nicht im Scherz aus; ich kann es nicht hören. So schlecht fann fein Bruder sein." ,, Es ist freilich nur Scherz, aber aus Scherz kann auch Ernst werden, und man kann zu einer verwerflichen Handlung gezwungen werden, wenn man anders seine Rechte nicht wahren kann." " Gut ich werde auch das noch thun; ich werde meiner Frau von Neuem die Verwaltung meiner Kaffe entziehen. Sie wird es stillschweigend bulben, aber es wird fie tief kränken." Das wird fie vergessen; sie wird sich daran gewöhnen, und Du kannst Dich darauf verlassen, Euer Verhältniß wird nicht ein gespanntes sein, wie gegenwärtig; es wird alsdann der geringste Beweis Deiner Liebe Deine Frau beglücken, während Du sie jetzt mit Deinen Liebesbeweisen geradezu verwöhnft; sie würde zu anspruchsvoll werden, und das Ende würde sein, daß sie Dich vollständig bes herrscht, daß sie Dich Deinen Verwandten, ja Deinem leiblichen Bruder vollständig entfremdet. Willst Du es dahin tommen lassen?" ,, D, nein, das soll nicht geschehen, Baul!" erledigen. " Nun, so folge meinem Rath; geh', sei ein Mann, mein Rath ist immer gut. Du bist ein harmloser und arg loser, unerfahrener und unselbstständiger Mann, der sich dem Den Hut in der Hand, im Ueberrod, erschien er bei seiner Schwägerin, um sich von ihr zu verabschieden. Sie saß schwermüthig, den Ropf geftüßt, im Sopha, eine Bofition, welche der sonst so thätigen Hausfrau eine ganz ungewohnte war. Rämmerchen seines Herzens." Früher, früher war das der Fall, jezt nicht meh und das macht mich unglücklich; nicht, weil ich weiß, daß jest Auch Amberg schien von dieser müßig finnenden Früher hielt er mich seines Vertrauens werth, jest night Stellung überrascht zu sein. " Ich bebaure, vielleicht zu stören, liebe Schwägerin," fagte er; ich komme nur, um mich meiner holden Schwägerin zu. weil mehr;... früher verbarg er nichts vor mir, vertraut er mir nicht mehr, also liebt er mich nicht mehr." ,, Das ist eine sonderbare Logik, theuerfte Schwägerin; es giebt ja gewisse Dinge, ble der Mann feiner Frau ve Diese Dffenheit berechtigte zu großen Erwartungen. fchweigt, gerade weil er fie liebt, die er verschweigt, w " Eine junge, liebenswürdige Frau, welche den Schwager in Abwesenheit ihres Mannes allein zu sprechen wünscht.. . " Ich habe mit Ihnen über sehr ernste Dinge zu sprechen; wollen Sie mich anhören?" fragte Käthchen. Den ganzen Tag und die ganze Nacht, wenn Sie es befehlen, schöne Schwägerin." " er seiner Frau einen Kummer ersparen will." u boch nic brüberli 35" Bebeim Do fubr idroden ,, Das mag angebracht sein bei Frauen, welche ihre Mann nicht lieben, wie ich den meinigen liebe, welde night start genug find, um vielleicht einen Fehltritt zu verzeihen .. nicht muthig genug, ihrem Manne eine Laf tragen zu helfen, die ihn bedrückt. Mein Mann weiß, ba dies Alles bei mir nicht der Fall ist... Er müßte über Liebe wäre, und mich auch das Schlimmste verzeihen laffen Amberg sette sich auf einen Stuhl, so nahe neben dem zeugt sein, daß Dffenheit mir ein neuer Beweis feiner Ich bitte, nehmen Sie Plaz." Sopha, als es bie Schicklichkeit irgend gestattete. Ein frivoles Lächeln schwebte auf seinem breiten Antlig, als er sagte: Nun beginnen Sie; ich bin Ihnen für dieses tête à tête außerordentlich dankbar; nur gefällt mir nicht würde." ? Auch eine „ Ach das Schlimmste, liebe Schwägerin? Untreue?" " Alles!" auf and Bufall Bater Geufger lebate 9 " fagte en " Gie mi er Fall eine Abschluß gebracht werden konnte. Da aber in Folge der einwindend getretenen Störungen gegenwärtig ein bestimmter Beitpunkt für ürde schwer die Eröffnung der Markthallen gar nicht mehr festzustellen ist, ände haben lärt sich der Magistrat zu seinem Bebauern nicht in der Lage, ftimmung einen Etat über die voraussichtlichen Einnahmen und Aus Landungsgaben der Verwaltung der Markthallen gegenwärtig aufzu8 werben tellen, er behält sich dies vielmehr bis dahin vor, wo über verständigen den Beitpunkt der Eröffnung der Markthallen Gewißheit vorgalizischen handen sein wird. wähnt, filt Den Import ch in dieser arf fich ber ne provifo foigung fi Lokales. 8. Zu dem Kapitel der Berichtigungen in den Zei tungen, wie sie häufig auf Grund des Breßgefeßes verlangt wie für die werden, liefert der auch im Publikum vielfach und eingehend besprochene Beleidigungsprozeß der Königl. Charitee- Direktion 1, in nicht tontra During u. Gen. einen sehr intereffanten Beitrag. Wie nachtheilig aus der Darstellung des Sachverhalts des erwähnten Prozesses n immerhin erhellt, hatte der Arbeiter Düring einem Berichterstatter die ihm Der Dahin am 7. August v. J. im Aufnahmebureau der Königl. Charitee 18 fanitären Theil gewordene inhumane Behandlung zur Kenntniß geDe, vielleicht bracht, worauf letterer einen Artikel verfaßte und diesen den hlaggebend Die Anfidit Beitungen übersandte. Jenen Beitungen, welche nur diesem Artikel Aufnahme gewährten, ging bereits am selben Tage von Das größte bem Geheimen Rath Spinola, als dem Direktor der Königl. Differenzen Charitee, unter Berufung auf das Preßgesez ein Schreiben on einande bes Inhalts zu, nalen Ver bekannt zu machen, daß der mitgetheilte Vorgang, soweit er Die Charitee beträfe, auf Erfindung beruhe und ein Arbeiter Namens Düring fich am gedachten Tage in der Charitee überhaupt nicht zur Aufnahme gemeldet habe." Einer solchen bestimmten Erklärung gegenüber, namentlich da fie von einer Röniglichen Behörde gegeben worden, glaubten natürlich die betreffenden Rebat eute mehr Glauben beimeffen zu müffen, als den Angaben res Berichterstatters und brudten die Berichtigung" ab. Snwieweit der Geheime Rath Spinola damit den Thatsachen Stelle dem verurtheilten Redakteur Heinrich Bäcker vorges genügt, ist hinlänglich bekannt. Es wurde von der Gerichtsrenz, an der ichit barum en und in uszunußen. Befengebung des Abg. bezölle, Bei Begrün bfchaftliches bn erflatte Einführung Schönerer ein Borfens 1 Stimmen Quittab foeben ord. Accra fchnell die Aufstand Der wurden , Rapitän heute haben Erbboden it die zwet fe zabiten, bemannte ndig in ber und ein Der nad zu holen Dem Aled Deutfor erten, bie ufgepflanzt これ wieber Die Leute Bangehörige Kriegs Demnad i tation Ende Schau Sabre für er Bringen 3. Miyu ung ber efolge bat and Kaffen erfammlung die Fe m Etat fir für die finitio um hr ernfte ich war wie fie id Thre on finden gelegt fein " Bertraum gerabe ge buntele ben ver de tiefften richt meh weiß, ba nicht Ber en. fegt nicht jest ht mehr." wagerin Frau ver eigt, weil dhe thres elahe night verzeiben weiß, ba eine La te über is feiner en laffen Auch eine halten, Don " 1 des Artikels weshalb er fich nicht Dor dem Abdruck Berichterstatter der Wahrheit der ihm durch den gemachten Angaben überzeugt habe. Gesezt nun den Fall, er hätte diese Vorsicht" geübt, wäre dadurch auf die Wahrheit gekommen? Das muß jedenfalls tntschieden bezweifelt werden! Denn die allein in dieser Anlegenheit tompetente Stelle war doch nur die Direktion jenes ftituts, in welchem der Vorgang fich abgespielt hatte. Eine fee am selbigen Tage verlangte Auskunft würde doch gisch nicht anders beantwortet worden sein, als die Ihriftlich abgegebene Erklärung, daß der ganze Vorgang elogen sei. Müßte man daher nun annehmen, daß die E1digniffe der Direktion nur er heimlicht worden waren, fo mußte die Direktion der Presse Dank zollen, daß sie endlich einen Blid hinter die Koulissen bekommt, anstatt die intellektu ellen Urheber zur Veranwortung zu ziehen. N. Das Asphalt Pflaster in der Königstraße ist gestern Vormittag wieder für ein vor einem Arbeitswagen gespanntes Bferd verhängnißvoll geworden. Das Thier fiel so unglücklich auf den Straßendamm, daß es fich den einen Borderfuß brach und durch den Abdecker- Wagen abgeholt werden mußte. niffes, und da die Schwester die Strafthat bestreitet, in Untersuchungshaft geblieben, um noch Erhebungen über den wetteren Entlastungsantrag der Beschuldigten, daß fie zur Beit der That zum Besuche ihrer in Filehne wohnhaften Großmutter fich aufgehalten habe, anzustellen. Die Angeklagte fist bereits sechs Wochen in Haft. Die Angelegenheit, betreffend den Selbstmord eines Mädchens, welches eine Beit lang aus der Ladenkasse ihres Vaters Geld entwendet hatte, um davon ihrer Lehrerin Bouquets zu schenken, hat der hiesigen städtischen Schuldeputation Veranlassung gegeben, ein darauf bezügliches Reskript an die Rektoren und Vorsteher der Berliner Gemeinde- und Privatschulen zu erlassen. Das Restript verbietet hinfort den Lehrern und Lehrerinnen genannter Schulen, irgend welche Geschente, namentlich Blumenspenden, von Seiten der Schüler oder Schülerinnen anzunehmen, um nicht den letteren Gelegenheit zu der Anficht zu geben, dadurch eine beffere Beurtheilung von ihren Lehrern zu erfahren. Gerichts- Zeitung. Eine angenehme Patientin. Vor den Richter des Bes zirks Wieden wird die Arrestantin Leopoldine Maier gebracht. Sie wurde wegen Bannbruches in Haft genommen, welches Vergehens wegen fte fich legten Montag zu verantworten hatte. Richter: Wie oft waren Sie schon abgestraft?- Angeklagte: Döß weis i net. Richter: Sie find wegen verbotener Rüd tehr angeklagt. Weshalb find Sie denn aus Wien ausgewiesen worden? Angeklagte: Na, wegen lüderlichen Lebenswandel, weil i halt luftig g'lebt hab'. Wenn man aber alle ausweisen wollt, die luftig leben, oh Jeffas!- Richter: Warum find Sie denn wieder nach Wien gekommen? Angeklagte: Na, weil i frank bin auf Füß, so bin i halt ins Wiedner Spital zur Behandlung tommen. Wie das Verzeichniß von die Kranten zur Polizei tommen is, richtig, da haben's mich ers tennt, und wie ich im Spital fertig war, haben's mich daher gebracht.-Richter: Der Oberarzt vom Wiedener Spital legt hier den Atten eine Note bei, in welcher er ans giebt, daß Sie im Spital fich sehr roh und gemein benommen haben. Angell.: Na ja, i hab' halt dem Herrn Doktor nit d' Hand füßt, dös hat ihn verdroffen und er hat, weil i beim Reden gar so a laute Stimm' hab, mir g'sagt, i soll nit so laut red'n, da hab' i d'rauf g'sagt, daß mein Maul für mi hab' und mit mir faner was' schaffen hat, und i hab' g'sagt: Soll i mir vielleicht ein' Maultorb nehmen?- Richter: Eine ge wählte Sprache haben Sie nicht.- Angell.: Bitt, Kaifer licher Herr Rath, i red halt so, wie mir der Schnabel g'wachsen ist, na und dös war dem Dottor nit recht, und da hab' i halt ge'sagt: Sö, geben's acht, daß Jbner net etwas in Schädel fliegt." Meiner Seel, hätt i was zum Schmeißen g'habt, s' tlagte wegen Bannbruches zu sechs Wochen Arrest. Angewär g'wiß g'flogen. Der Richter verurtheilte die Ange flagte: Bin i vielleicht wegen dem Doktor a verurtheilt? Richter: Nein. Angell.: Na eben, weil i wegen an Doktor ta' Stund' fit' und wegen alle Doktoren ta halbe Stund'. Dö Straf', ohne daß der Doktor dabei is, nimm i schon an. a. Der in der Zwiebler'schen Raubmordsache gesuchte Arbeiter Karl Lehmann, genannt ,, Tute Lehmann", ist vorgestern von der Kriminalpolizei festgenommen worden. Der Zwiebler hatte bei seinen Vernehmungen wiederholt angegeben, daß Tute Lehmann an dem Verbrechen betheiligt gewesen sei, und auch andere Personen haben befundet, in der Gesellschaft des Bwiebler in der Nähe des Thatortes eine Person geseben zu haben, welche der Personalbeschreibung des mehrfach mit Buchthaus bestraften Lehmann entsprach. Als gestern Lehmann auf der Straße von einem Schußmann ergriffen wurde, nannte er fich anfänglich Maaß und ecft, nachdem er von Bekannten bestimmt refognoszirt worden war, bequemte er sich dazu, einzuräumen, daß er der gesuchte Tute Lehmann sei. Lehmann bestritt jede Betheiligung seinerseits an dem Zwiebler'schen Berbrechen. Bei der Durchsuchung seines Anzuges wurden bei ihm Legitimationspapiere gefunden, welche auf die Namen Schuh und Fütscher lauteten. Diese Papiere will er vor vierzehn Tagen auf der Straße gefunden haben. Heut iſt Lehmann unter dem Verdacht der Betheiligung an dem Zwiebler' schen Verbrechen und an mehreren in letter Zeit verübten DiebStählen zur Untersuchungshaft gebracht worden. a. Ein bedeutender Einbruchsdiebstahl ist in einer Lederremise des Grundstücks Neue Friedrichstraße 31 in der Nacht vom 24. zum 25. d. Wits verübt worden. Das genannte Grundstüd grenzt mit seinem dritten Hofe an die Stadibahnbogen. Die bisher noch nicht ermittelten Diebe hatten fich zu diesen Bogen Zugang verschafft und waren von da nach dem dritten Hof gelangt. Eine verfchloffene Thür, welche den zweiten und dritten of verbindet, hoben die Diebe aus, gingen sodann durch die freigelegte Paffage nach dem zweiten Hofe, wo sie durch ein Fenster in die Remise einstiegen. Sie entwendeten daraus Lederwaaren im Werthe von 1100 Mt., und zwar 64-65 schwarze Roßschuhleder( in 4 Theile zerschnitten), 20 Stalbfelle, 1 Fohlenhaut, 10 Dugend roßlederne Spiegel. blätter, 8 Taue und das Hintertheil eines Wagens. N. Das bekannte Schwindelmanöver in einem SchantIotal eine Bechschuld zu fontrahiren und sodann mit Hinter laffung der Schulden die Flucht zu ergreifen, ift geſtern früb von zwei jungen Leuten in einer Stehbierhalle am Alexander Plaz mit einem theilweisen Erfolg in Szene gesetzt worden. b. Noch ein Riesen- Hotel. An Stelle des LipmannMeyerbeer'schen Hauses, Ecke Königs- und Neue Friedrichsstraße, während der andere noch rechtzeitig festgehalten werden konnte. hört, abermals ein großes Hotel entstehen. Daß es an Hotels zwei Siegelringe vorfand, so wurden dieselben ihm als Unters in jener Gegend gefehlt hat, steht man an der Zunahme des Berkehrs auf dem Bahnhof Alexanderplat seit Eröffnung des Brand Hotel. In der nächsten Schwurgerichtsperiode, welche am 16. März b. 3. ihren Anfang nimmt, wird die Anklage wegen Meineides gegen die früheren Wächter Wolburg und Müller und gegen den Restaurateur Braun aus der Taubenstraße, welche in der Nacht zum 26. November 1882 den Schneider Da man in seinem Befit feinen Pfennig Geld, wohl aber pfand bis zur Berichtigung der Beche abgenommen. Im Belle- Alliance- Theater finden heut und morgen Definitiv die legten Aufführungen des drastischen Schwantes Der Raub der Sabinerinnen" zu ermäßigten Preisen statt, am Sonntag geht die Gesangspoffe„ Ein gemachter Mann" zum ersten Male neu einstudirt in Szene. Jeder Mensch hat Feinde und wenn Schiller den Tell fagen läßt: Es tann der Frömmste nicht im Frieden bleiben, Wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt!" so ist das eine unbestrittene Wahrheit, die schon viele an fich erfahren mußten. Um bei ihren Mitmenschen jenes Gefühl zu erzeugen, das man Aerger nennt und das unter Umständen auch die Natur des Pflegmatikers in gährend Drachengift verwandelt, giebt es anschlägige Köpfe, deren Erfindungsgabe eigentlich unsere Bewunderung erregen müßte, wie nachstehen der Fall zeigt. Herr M., ein Leipziger Bürger und Kaufmann, der in einer der feinsten Straßen Leipzigs die II. Etage eines monumentalen Gebäudes bewohnt, war eines schönen Darüber an, ob ihm als Folge der gestrigen Einladung Montags früh taum erwacht und stellte eben Beobachtungen Die Klarheit des Kopfes etwas getrübt wäre, als er jäh in diesen Beobachtungen durch heftiges Klingeln an der elektrischen Glocke der Saalthür unterbrochen wurde. Der dienstbare Geist meldete Herrn M., daß Herr S. thn zu sprechen wünsche, und da er einen Freund gleichen Namens hatte, so wäre er in wenigen Minuten soweit in seiner Toilette vorgeschritten gewesen, um denselben empfangen zu können, wenn ihn wiederholtes Läuten der Saalglocke nicht gestört hätte. Das Dienstmädchen pochte an die Thür seines Schlaf zimmers und meldete immer wieder neue Personen, Herren und Damen, welche Herrn M. zu sprechen wünschten, so daß bet dem dienenden Becsonal das Gerücht entstand, Herr M. feiere heute seinen Geburtstag. Doch was war das? Blößlich vers nahm sein Dhr vom Vorsaal her lautes Hundegebell und jenes Geräusch, wie wenn zwei große Köter hart aneinander ge rathen, ein Kampf, der nur durch die ernstlichste Intervention der Hundebefizer beendet zu werden schien. Wieder pochte Clara, die Jungemagd, an die Thür. Donnerwetter," fuhr Herr M. auf, ist denn heute der Teufel los?" ,, Ach, Herr M.," erwiderte Clara ,,, ber Salon ist voll, es sind auch schon vier Hunde da." Was ist da?" Vier Hunde, ganz große," gab Clara zur Antwort, indem fie fich eilig ent fernte, um, einem wiederholten Klingeln folgend, die Saalthür zum zwanzigsten Male zu öffnen. Draußen stand eine ältliche Dame, und was trug fie in ihrem Umschlagetuch? 3wei wunderhübsche niedliche Räßchen, eine schwarz, eine weiß, die sie beide, selbst noch in der Thür stehend, auf den Borsaal niedersetzte. Die gute Dame hatte keine Ahnung von der Anwesenheit der vier großen Hundebestien und es märe um ihre Lieblinge geschehen gewesen, wenn nicht die Be fizer der Hunde mit Aufbietung aller Kräfte dieselben wenigstens so lange am Halsbande festgehalten hätten, bis die Dame mit den Käßchen in den Salon retiriren fonnte. Klara meldete ihrem Herrn: Eine Dame mit zwei jungen Raßen", und schon hörte er durch das wieder lauter gewordene Hundegebell ein melancholisches Miauen aus dem Salon herübertönen. Das war ihm zu viel. Hier konnte nur ein guter Freund" fich einen schlechten Wig erlaubt haben. Was wünschen Sie Polizeibericht. Am 25. d. Mts., Morgens, wurde ein Bürgersteige liegend, todt aufgefunden und seine Leiche zur Feſtitellung der Todesursache nach dem Obbuktionshause gefchafft. Um dieselbe Beit versuchte eine Frau in der Füftlier straße sich zu vergiften, indem sie den Phosphor von zwei heister Beuchelt gemißhandelt und dies später eidlich abgeleugnet Dienstmann, an der Kommunikation am Neuen Thor auf dem atten, in einer zweitägigen Verhandlung zum Abschluß ges langen. Die Dret Angeklagten befinden sich auf freiem Fuße. Im Untersuchungsgefängniß zu Moabit fist seit mehteren Wochen ein junges Mädchen, das beschuldigt wird, einem Herrn, in deffen Gesellschaft fte fich befand, 200 M. gestohlen u haben. Nachdem der Geschädigte die Angeschuldigte als Diebin der 200 Mt. wiederzuerkennen glaubte, und nachdem Schwermuth aus dem Fenster ihrer Ritterstraße 2 Treppen Daraufhin diefelbe ein Geständniß ablegte, wurde die Anklage- hoch belegenen Wohnung Shrift dem Mädchen im Gefängniß zugestellt. Nunmehr wider tief die Angeklagte ihr Gefiändniß und behauptete, daß fie Schachteln Schwefelhölzern abschabte und genoß.- Bu derselben Zeit stürzte sich ein Mädchen in Folge von auf die Straße hinab und verstarb auf der Stelle. Am Nachmittage desselben Tages fiel der zwei Jahre alte Sohn des Schantwirths Anthauer, nur aus Liebe zu ihrer vielfach wegen Eigenthumsvergehen Louisen- Ufer 15 wohnhaft, am Dranienplag in den Louisenwarten gehabt, den Diebstahl auf sich genommen habe. Es beibe erfolgte hierauf die Ladung der Schwester der Angeklagten hinzugerufenen Arzte gelang, ihn ins Leben und zum Bewußtund des Bestohlenen. Lepterer war nunmehr, nachdem ihm sein zurückzurufen. Schwestern im Gerichtsgebäude vorgestellt wurden, nicht mehr im Stande, unter den frappant ähnlichen Gesichtern der Schwestern die Diebin herauszufinden. Deffenungeachtet ist Die schon Angeklagte angesichts des bereits abgelegten Geständ Haben Sie noch nicht versucht, Ihrem Manne ins Gewissen zu reden und ihm Vorwürfe zu machen?" städtischen Kanal, wurde, anscheinend leblos, aus dem Waffer gezogen und in die elterliche Wohnung gebracht, wo es dem 25. d. M., Abends, wurde Frau in der Küche ihrer Prenzlauerstraße belegenen Wohnung an einem Halen erhängt vorgefunden. Die Leiche wurde nach dem Obduktionshause geschafft. Nun freilich ja; da Sie es einmal wissen, so will ich es nicht leugnen, daß ich ein wenig von der Ges schichte weiß." " 1 wiffen oder ahnen, daß mich ein Rummer drückt; denn " Das werde ich nie thun; er selbst darf nicht einmal müßte er es, so würde er sich selber darüber grämen, und ich liebe ihn viel zu heiß, um ihm absichtlich Gram zu bes reiten; im Gegentheil, ich bin unablässig bemüht, allen Schritte zu thun." Rummer und allen Gram von ihm fern zu halten." Diesen Vorwurf habe ich meinem Manne nicht ges macht, und beabsichtige anch nicht, ihm denselben zu machen; " Sie fennen auch das Mädchen, das er verführt?" Hm, es wäre möglich... boch wozu diese Frage?" Sie sollen es sogleich erfahren; ich beabsichtige gewisse Was Sie wollen Schritte thun? Sie werden doch liebt und weiß es nicht zu schäßen." Eine herrliche Frau! Der Undankbare wird so ges nicht Ihren Mann mit Vorwürfen überhäufen wollen, und dergleichen; nicht wahr, das werden Sie nicht thun P“ Das werde ich in der That nicht! Mein Mann und soll es auch nicht erfahren.... Ich bitte Sie, daß Sie über den Inhalt dieser Unterredung schweigen." ,, Natürlich, ich schweige; wie könnte ich Ihnen, theuerste Schwägerin, eine Bitte abschlagen? Ich werde un verbrüchliches Stillschweigen bewahren, bei meiner Ehre, bas werde ich." berfchweigt." Georg ist nicht undankbar und liebt mich, daß weiß ich, hat keine Ahnung davon, daß ich dieses Geheimniß kenne, aber nicht so wie früher, da ich, wie gesagt, nicht in dem Maaße sein Vertrauen befize; Ihnen dagegen hat er ficherlich sein Herz aufgeschloffen; Sie wissen, was er mir teine Ahnung, theuerste Schwägerin!" Lügen Sie nicht, Sie wissen Alles." Und wenn ich sein Geheimniß wüßte, Sie würden boch nicht verlangen, daß ich's verrathe; es wäre ja un brüderlich gehandelt, wenn ich's thäte." Geheimniß." fchroden aus. e fuhr von seinem Stuhl empor und fah sehr ers ..Also hat er doch gebeichtet? Der Feigling!" auf andere Weise hinter das Geheimniß gelommen. Ein Beruhigen Sie sich, er hat nichts gebeichtet; ich bin Bufall fezte mich davon in Kenntniß, daß mein Mann der Bater eines unehelichen Kindes ift." Sie find es Ihrem Bruder schuldig, wie ich es meinem Gatten schuldig bin, ihn zu schonen." Aber von welchen Schritten sprechen Sie? Da Sie Das verlange ich auch nicht, denn ich kenne bas eine so eble Denkungsart und den herrlichen Vorsatz ge faßt haben, Ihrem Manne teine Sylbe davon zu sagen, Das füßliche Lächeln verschwand von seinem Gesichte; daß Sie etwas von seinem Geheimniß wissen, so begreife ich nicht, welche Schritte Sie thun wollen." ,, Sie dürfen sich darüber beruhigen; ich werde nichts thun, was Georg fompromittirt, beleidigt oder kränkt." Es ist wirklich schändlich von ,, Eble Frau! meinem Bruder, eine solche Frau so zu hintergehen. D, o, das ist wirklich schändlich, unverzeihlich! Eigentlich vers bient er gar nicht die zarte Rücksicht, die Sie ihm er Nein, wahrhaftig, er verdient fie nicht! Wenn ich aber dennoch für ihn bitte, Ihr Benehmen gegen ihn billige, so geschieht es, weil er mein Bruder ist; aber ich schwöre Ihnen, ich bin empört darüber, daß dergleichen Vorwürfe gemacht." Seufzer der Erleichterung. lehnte er sich wieder in den Stuhl zurüd. Ah fo!" rief Amberg gedehnt, und mit einem tiefen weisen... fagte er laut. " 1 Mit einem Gott sei Dank!" das er für fich murmelte, Also er ist der Vater eines unehelichen Kindes?" vorgekommen ist, und ich habe ihm auch schon die heftigsten Gie wiffen es ganz genau." Stellen Sie sich nicht, als ob Sie es nicht wüßten; Sie?" " " Ja, theuerste Schwägerin; obwohl ich fühlte, daß Sie mich nicht liebten, wie eine Schwägerin einen Schwager lieben soll, obwohl Sie meine Freundschaft stets mit Rälte zurückwiesen, so habe ich, als ich die Geschichte erfuhr, ihn hart getadelt.. Georg, fagte ich, das ist nicht recht. Sieh, Du hast eine zärtliche Frau, eine liebenswürdige, eine reizende Frau." Hier neigte er den Kopf zur Seite und blickte sie mit einem vielsagenden Lächeln einige Sekunden an. Ja, theuerste Schwägerin, das habe ich gesagt, und habe ihm bittere Vorwürfe gemacht." Das war nicht recht, Herr Schwager. Ich bin überzeugt, daß Georg selbst seinen Fehltritt bereut bereut... Nur eins begreife ich nicht, und da tomme ich auf den Schritt zu sprechen, welchen ich zu thun gedenke; eins begreife ich nicht." Was?" ,, Daß Georg sich nicht um sein Kind bekümmert." Thut er das wirklich nicht? Das wäre doppelt schändlich!" Ich weiß, daß er sich nicht darum fümmert; ich kenne jeden feiner Gänge, ich weiß von jedem Thaler, ja von jebem Groschen, welchen er ausgiebt; seine ganze Raffe geht ja durch meine Hände... Die Mutter, welche früher Dienstmädchen in Ihrem Hause war, ist unstreitig ein armes Mädchen; vielleicht ist sie mit ihrem Rinde der bittersten Noth preisgegeben." " Ich werde ihr hilfreich beispringen." ft nicht nöthig, das verlange ich von Ihnen nicht. Geldopfer lege ich Ihrer brüderlichen Liebe nicht auf." Wirklich nicht? D, Sie sind eine herrliche Frau, Räthchen, wenn ich nicht wüßte, daß Sie nimmer Neigung zu mir fühlen können, daß Sie meine Gefühle für Sie mit Rälte zurückweisen würden " Sprechen wir nicht von Ihren Gefühlen gegen mich; beleidigen Sie durch solche Aeußerungen nicht mich und Ihren Bruder zugleich. Das ziemt fich am allerwenigsten für einen Mann in ihrer Stellung. Hören Sie mich weiter an; ich weiß also, daß mein Mann nichts für das Mädchen thut." " Schändlich!" ( Fortsetzung folgt.) raunte er die vier Hundebefizer an. Ich kaufe teinen Hund, am allerwenigsten solche große Ungeheuer". Die vier Herren zogen betrübt wieder ab, Herrn M. war es aber, als höre er nun die wilde Jagd die Treppe hinunterfausen, solchen Lärm vollführten die vier Köter in ihrer ungebundenen Freiheit. Weitere Beobachtungen anzustellen, hatte Herr M. Teine Beit Er öffnete die Thür zum Salon und nun sab er, daß in demselben eine Gesellschaft von ungefähr zwanzig Damen und Herren versammelt war, und nach und nach stellte sich denn heraus, daß die Leute alle in Folge einzelner Annonzen im Tageblati" gekommen waren. ,, Sie find Alle düpirt," begann er, ich habe weder Gelder auszuleihen, noch brauche ich einen Kutscher; ich mag auch teine Kagen geschenkt habe," fuhr er fort, als die alte Dame mit den Käßchen, denen es übrigens auf dem feinen Plüschfopha recht zu gefallen schien, ihm solche als Geschenk offerirte. Ich werde den Anstifter solcher albernen Streiche belangen laffen, das können Sie versichert sein, das war der Trost, ben er den Anwesenden, die sich nun entfernten, mit auf den Weg gab. Kaum aber war er eine halbe Stunde allein, als es schon wieder Klingelte und Klara alsbald darauf wieder meldete, daß eine Dame mit einem Korbe draußen sei. Herr M. ließ dieselbe bereintreten und kaum hatte sie ihren Korb geöffnet, als auch schon eine große, aber schöne Raße auf den Tisch und darauf auf das Sopha sprang. Bum Aufut," rief er, find die Leute denn verrückt?"" Aber.. wollte ihm die Dame ins Wort fallen, jedoch schon hatte ber ergrimmte Herr M. dieselbe am Arme und unter allerhand schlimmen Redensarten, wie alte Jungfer", expedirte er fie hinaus. Gleich nach dieser Affaire heftete Herr M. an seine Thüre ein Plakat an: Verschloffen! Man bittet, sich nach Nr. 15, part. zu bemühen." Dort wohnte sein Freund Sch., der Attentäter auf M.'s Ruhe. Beide waren schon lange gute Freunde und so söhnten fie fich auch wieder aus, zumal im Laufe des Tages noch häufig genug Leute zu jenem gekommen waren, um an ihm das alte Wort wahr zu machen: Wer Andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein." Die Sache sollte aber gegen Herrn M. noch ein Nachspiel haben, nämlich beim Friedensrichter, bei welchem jene von Herin M. hinaus gewiesene Dame gegen diesen wegen Beleidigung flagbar geworden war; eine Buße von 30 Mt. brachte die Sache aber zur Erledigung. Soziales und Arbeiterbewegung. | genehmigt: Die heutige im Norden Berlins tagende Ver fammlung der Schloffer erklärt sich mit den Ausführungen be Referenten Herrn Stadtverordneten Fr. Gör di in allen Bunkten einverstanden und verspricht dafür einzutreten, daß die Bewegung auch im Norden Berlins festen Fuß faffe und ver pflichten fich die Kollegen, von nun ab jede Woche regelmäßig zum Unterflüßungsfonds zu zahlen, damit wir im Falle eines Stretts über die Mittel verfügen, welche nöthig sind, um unsere Forderungen durchzusetzen. Gewählt wurden: 1. als Erfas für ein ausgeschiedenes Mitglied der Lohnkommiffion Hent Eggebrecht, Rüdersdorferstraße 8 III., und 2. zwei Babl stelleninhaber in Person der Herren Krüger, Weinstraße 39, Außerdem und Schmidt, Große Frankfurterstraße 44. wurden den streitenden Knopfmachern 50 Mt. Unterstützung bewilligt. 4 60 Rachrichten Beruntreu Epidemie i eifen. en an ngenomm Hannover, 23. Febrar. Heute fand hier eine große Volks versammlung statt, in welcher der Reichstagsabgeordnete Meister einen Vortrag über Arbeiterschußgefeßgebung hielt. Schon eine halbe Stunde vor Beginn war der Saal, welcher 4000 bis 5000 Personen faßt, bis auf den letzten Platz gefüllt und immer strömten noch große Massen herbei, welche schließ lich bis auf die Straße ftanden. Seit langer Belt hat hier eine derartig start besuchte Versammlung nicht stattgefunden. Es ist hierdurch wohl der beste Beweis geliefert, daß bei den die Betrüg Arbeitern das Klaffeninteresse immer mehr und mehr erwacht veren, n Abg. Meifter erledigte auch mit vielem Geschid diese brennende Tagesfrage. Redner beleuchtete die Vorlage u. kritisirte die Stel lung der verschiedenen Barteien zu derselben, namentlich die des Zentrums. Nach beendigtem Vortrage wurde folgende Resolution eingebracht und einstimmig angenommen: Die heute im Saale zum König von Hannover" Anwesenden er tlären sich mit den Ausführungen des Vortragenden be des von der sozialdemokratischen Fraktion des deutschen Reichsten A tages eingebrachten Arbeiterschutzgesetzes einverstanden. Sie auch bei d haben die Ueberzeugung gewonnen, daß durch die Einführung entstand 3 Die i tat, weld buzirte, ut An feiner Serren, in vergangenen Jahres war dieser Geschäftszweig, welcher in Berlin die meisten Arbeitskräfte beschäftigt, mit Aufträgen hinreichend versehen und kann auch jest wiederum seinen Arbeitern reichlichen Verdienst zuwenden. Brücken- und Maschinenbauanstalten find für längere Zeit mit Aufträgen versehen, auch Kleinere Werkstätten beklagen fich nicht über Mangel an Beschäftigung. Bauhandwerkern, welche schon im vergangenen Jahre bei den ungewöhnlich vielen Bauten Arbeit in Hülle und Fülle hatten, öffnet sich ebenfalls in diesem Jahre bei ben vielen projektirten Neubauten die beste Aussicht auf flottes Geschäft. Der Verbrauch von Eisenmaterial für öffentliche und Privatbauten nimmt stetig zu, der Umsatz in Eisenwaaren im Engros und Detailverkehr wächst von Jahr zu Jahr, die Fabrikation von Spezialitäten für den Bedarf des Haushalts wird in letzter Beit in fleinen und großen Werk stätten schwunghaft betrieben. Den inländischen Erzeugnissen dieser Art wird immer mehr der Vorzug vor ausländischen ge geben, und selbst der seit einigen Jahren von hier aus betrie= bene Export in diefen Gegenständen ist im Wachsen. Berliner Delgas- Apparate haben sich schnell den Weg ins Ausland ges bahnt. An Nähmaschinen werden in Berlin allein über 100 000 Stüd fertig gestellt. Das Mesfing und Messingwaarenfabrikation ist auf der Höhe geblieben. Wenn auch Ver juche gemacht worden find, bem durch viele unreife Produkte etwas übersättigten Geschmack des Publikum durch Legirungen verschiedener Art zu begegnen, so find anderseitig so schöne fünstlerisch geformte Modelle an den Markt gekommen, eine Abschwächung des Bedarfs in Messingwaaren nicht wahr zunehmen ist. Berliner Lampen haben ihren Weg durch die ganze Welt mit Ausnahme von Nordamerika genommen, fie ges hören zu den ersten Exportartikeln, die Berlins Namen auf dem Weltmarkt bekannt gemacht haben. Die Produktion im Hauptartitel ,, Lampenbrenner" ist zwar sehr groß, doch kann von einer wirklichen Ueberproduktion noch nicht die Rede sein. In Gasbeleuchtungsgegenständen versorgen die Berliner Fabriken den Bedarf von ganz Deutschland. Die Bronzeindustrie in Berlin macht Fortschritte, sowohl in sauberer guter Bearbeitung des Materials, als in der Ausführung schöner Formen, nur fügen die Bronzeimitationen, welche den echten Bronzen täuschend nachgeahmt werden, dieser Industrie Schaden zu. Der Bintindustrie fonnte es bei der lebhaften Bauthätigkeit an Arbeit auch nicht fehlen. Neuftlber und Alfénide Waaren haben in befferen Qualitäten Abfat, in billigen Erzeugnissen herrscht eine so große Konkurrenz, daß den meisten Berliner Fabriten an deren Herstellung nichts gelegen ist. Bei der Eiſenindustrie haben wir eines Artikels resp. einer Branche zu erwähnen, die der Statutenänderungsanträge zu der am 27. Mat zu Frant in den letzten Jahren einen großen Aufschwung genommen furt a. M. beginnenden Generalversammlung. 3) Aufftellung hat, wir meinen die Torpedo- Fabrikation. Unsere Regierung der zu wählenden Delegirten. 4) Verschiedenes. Bei der sowohl als fremde Regierungen haben Aufträge ertheilt, die Wichtigkeit der Tagesordnung ist jedes Mitglied verpflichtet, es ermöglichen, allein in diesem Zweig der Eisenindustrie in pünktlich am Blaze zu sein. Das Mitgliedsbuch muj vorges Berlin circa 2000 Arbeiter zu beschäftigen. Unsere Kunst Unsere Kunst schloffereien arbeiten meistens für lokalen Bedarf, wenn auch Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Holy vereinzelt Aufträge auf Baubeschläge vom Auslande eingehen; zement, Bapp, Biegel- und Schieferdecker, sowie aller in eisernen Geldschränken ist regelmäßige, fich meist gleich dieser Branche beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend bleibende Beschäftigung vorhanden. Wir halten uns für verpflichtet, von Beit zu Belf unsere Lefer über den Stand der Berliner Industrien zu unterrichten. Leider verschweigen die offiziellen Berichte immer, wie es den Arbeitern der einzelnen Branchen geht. Es tann fich ja ein Industriezweig recht gut ausdehnen, während die Arbeiter in demselben sich einschränken müssen. Wie weit das in der Eisen- und Metall industrie der Fall war, dafür fehlen leider alle Anhalte. und der in dieser Gesegesvorlage enthaltenen Einrichtungen Bestimmungen ein wesentlicher Forschritt auf dem Gebiete det sozialen Entwickelung gegeben ist, und können daher nur dem Wunsche Ausdruck geben, daß der Hohe Reichstag dieser Vors lage seine Zustimmung ertheilen möge." Differenz brobten, 8 Anzeige 9 Differ M Edienen begaben Sterbefasse der Tischler u. f. w. Dertliche Verwaltung den ro Mitgliederversammlung der Zentral Kranken- und ftelle Berlin B( Innere Louisenstadt), Sonntag, den 1. Ma Bormittags 10 Uhr, in Conrads Salon, Wafferthorstraße Tagesordnung: 1) Wahl eines Ortskafftreis. 2) Bera Ueber das Fernsprechwesen im Gebiete der Reichstelegraphenverwaltung entnehmen wir dem Archiv für Poft und Telegraphie", daß am 31. Oftober 1884 in 49 Orten 7813 Fernsprechstellen mit 13 650 Km. Leitungslänge vorhanden waren. Davon kommen auf Berlin 2207 Stellen mit 4176 Km. Leitung. Bezüglich der Benugung ist festgestellt, daß pro Tag und Stelle in Berlin 13,0, in Hamburg 8,2, in Bremen 6,6, in Stettin 6,5, in Düsseldorf 5,0 und in Magdeburg 4,3 Verbindungen stattfanden. Zwischen verschiedenen Städten bestanden 62 Verbindungen mit 1051 Km. Leitung, darunter Berlin- Magdeburg mit 335 Km. Länge. Das Recht auf Arbeit" war der Gegenstand eines Vortrages, welchen Herr Geheimrath Dr. v. Scheel, Direktor des Staatistischen Reichsamtes, im wissenschaftlichen Zentralverein am vergangenen Sonnabend hielt. Es handele fich für ihn, so etwa führte der Vortragende aus, nicht um Aufstellung einer felbstständigen Theorie, sondern um Beleuchtung der vielen fich widersprechenden Anschauungen. Während die eine das Recht auf Arbeit anerkennt, verwirft eine andere dies vollständig, und zu derselben Zeit, als Robert Malthus nur das jeweilige Bedürfniß nach Arbeit als Berechtigungsgrund für Nahrung und Eriftens gelten läßt, firirt das Allgemeine Landrecht gefeßgebes risch das Recht auf Arbeit, freilich nur unter dem Titel von Armenversorgung. Hier sei ein unverföhnlicher Gegensat. Nach der Malthus'schen Theorie sei der Mensch nur um der Volkswirthschaft willen da, die nach unumstößlichen Gesezen fich regele; Malthus betrachte den Menschen, wenn es an Arbeitsgelegenheit mangelt, einfach als nicht existenzberechtigt. Das sei ein großer rr thum. Freilich, wenn ein Volt wie ein Rudel Rehe umber liefe, dann sei ein Recht auf Arbeit nicht vorhanden; da aber, wo eine Wirthschaftsordnung vorhanden ist, hat die Gesellschaft Die Pflicht, auch für die Nachkommenschaft Platz zu schaffen. Wie wolle man nun diese zweifellose Verantwortlichkeit auf faffen? Nur die Mitglieder der Gesellschaft vor dem Verhun gern zu schüßen, oder durch Gewähr von Arbeit die Möglich feit zur Eristenz zu schaffen? Lesteres set jedenfalls edler, ersteres aber der zwar nicht rechtliche aber fattische Zustand burch die Armenversorgung. Diese aber sei nur der Ausfluß des Egoismus und hervorgerufen aus der Besorgniß vor den Sozialen Gefahren, welche ohne die Armenpflege entstehen müssen. Dafür etwas Besseres zu segen sei eine Aufgabe der Zeit, und wenn auch in dieser Beziehung ein Fortschritt in der Versicherung gemacht worden so set bas Biel noch weit entfernt. Es gelte, nicht bie üblen Folgen des Arbeitsmangels, fon. bern diesen selbst zu beseitigen. Nun seien über bies Thema viel unfruchtbare Reden gehalten, auch eine dickbändige Literatur geschrieben worden, ohne daß die Erkenntniß damit sonder lich gefördert sei, auch die praktischen Versuche in dieser Richtung hätten ein greifbares Resultat nicht gezeitigt Redner giebt nun eine eingehende Darstellung von den Pariser National- Werkstätten, die ein Pendant auch in Berlin der Beseitigung der Reh berge" in gewillem Sinne gefunden haben, ung fommt hierbei zeigt werden. am Sonntag, den 1. März cr., Bormittags 10%, Uhr, im Lo fale des Herrn Weid, Alexanderstraße 31. Tagesordnung: 1. Welcher Krantentaffe schließen wir uns an? Referent: C. Zur Bevölkerungsstatistit Rußlands. Die„ St. Peters burger 8tg." bringt eine Susammenstellung des Ergebnisses der legten Volkszählung vom Jahre 1882 auf Grundlage des jüngst vom statistischen Bentral Romité veröffentlichten Mate rials. Nach legterem hat es mit dem Hundert- Millionen Reiche" seine Richtigkeit. Die Gesammtbevölkerung des europäischen Rußland betrug im genannten Jahre 77 879 521 Ein wohner, darunter 38 651 977 Männer und 39 227 544 Frauen. Einschließlich der übrigen Theile des Reiches und des Großfürstenthums Finland berechnet sich die Gesammteinwohnerzahl entfallen auf die Städte 9263 100 und auf das Land zu dem Schluffe, daß dieser Versuch als ein Beweis für die Undurchführbarkeit durchaus nicht gelten tönne. Suche man banach, ob in der Praxis gar feine Spuren von dem Recht auf Arbeit vorhanden find, so könnte es scheinen, als ob dies in der That in einem gewissen Grade vom Staate bei den Beamten anerkannt sei, indem hier durch die Prüfung ein Recht auf Anftellung garantirt werde. Zwar sei dies kein eintlagbares Recht, aber, einmal gewonnen, geht dasselbe doch nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen verloren, z. B. burch Unwürdigkeit. Der Vortrag des Geb. Regierungs rathes ist zweifellos ein Beichen der Beit; deshalb nehmen wir von ihm Kenntniß. Nur hat der Vortragende, einer der ernsteften unter den sonst so verschwommenen Kathedersozialisten, gefliffentlich die Frage umgangen: Welcher grundlegenden Wirthschaftsreformen bedarf es, um das Recht auf Arbeit, das May. 2. Verschiedenes. Briefkasten der Redaktion. besch ergabe gigteite Bur Befentlid wollen n Edienen Dualität, Form dea Gewicht Fehlergre fabig ift, ober zwei Benn bi fenbet bi welcher b den Schi fähigkeit hinsichtli Kutschte. Für 3 Stunden Arbeit haben Sie Lohn zu beanspruchen. Sie müssen sich zuerst an die Gewerbe- Deputa tion wenden und wenn Sie daselbst mit dem Anspruche nicht Durchbringen, müssen Sie innerhalb 10 Tagen feit Verkündung des Spruchs der Gewerbe Deputation Klage erheben, d. proben g Threm Brozeßgegner die Klage zustellen laffen. borgefon H. G., Langeftr. Wenden Sie sich in dieser Angelegen wichte f heit an das Königl. Polizeipräsidium. A. B. Es liegt ein giltiger Vergleich vor, nach welchem Sie nur 15 M. zu verlangen haben. 6. 6. 57. 1) In dem Sachverhalt ad 1 liegt eine Be leidigung vor. 2) Die Frau hat nicht das Recht, die Kinder von dem Vater wegzunehmen. 3) Für den Ehescheidungs prozeß mag fich die Frau durch das Gericht einen Armenan walt bestellen lassen. 4) Die Prozeßkosten hat der Ehemann zu tragen. feinem Reis jen Borfchri fenbab Das Gen gig b Rempel, Borf drif nannter ausgefa Rach lott ausge tagge mebe D. S. Der Pfandleiher darf sich an Binsen nicht m ausbedingen oder zahlen lassen, als: 1) zwei Pfennig für jeden Monat und jede at bef Darlehnsbeträgen bis zu 30 Maik; 2) einen Pfennig für jeden Monat und jede den trag von 30 Mark übersteigende Mart. Bes des Reiches auf 102 Millionen. Von der Gesammtbevölkerung Das Ausbedingen oder Annehmen jeder weiteren Vergütung völkerung betrifft nur das Lano, da in den Städten in Folge bedeutenden Buzugs von Arbeitern die männliche Bevölkerung durchweg stärker ist als die weibliche eine Erscheinung, die namentlich auch in den Industrie- Bezirken auftritt. Im Allge ift verboten und strafbar nach§ 360, 12 St.G.-B. Trägt die Ueberschreitung des Bindfußes zugleich die Merkmale einer stimmungen des Strafgeseßes gegen den Wucher zur Anwen dung zu bringen. Was von dem Schuldner aber für ihn über Das erlaubte Maaß des Binsfußes geleistet ist, muß von dem meinen fommen auf 100 Männer in den Städten nur 89,2 Bandleiber zurückgeleistet und vom Tage des Empfangs an verzinst werden. Der Anspruch auf Rüdleistung des Buviel gezahlten ist im Wege des Zivilprozesses geltend zu machen. Die Strafanzeige ift an die Staatsanwaltschaft zu richten. 2. B. Auerbach. Das Gefes ist noch nicht publizirt, e tritt in Kraft mit Ablauf des vierzehnten Tages seit der Pu Suther. Wenn bei dem fraglichen Darlehnsgeschäft eine Ausbeutung der Nothlage, des Leichtfinnes oder der Une Frauen, auf dem Lande aber 103,3. Vereine und Versammlungen. Alle Berichterstatter über Versammlungen und Vereine ersuchen wir dringlichft, ihre Einsendungen möglichst kurz und knapp zu faffen. Wir find zu dieser Bitte aus Raumrücksichten gezwungen. Ferner bemerken wir, daß nur diejenigen Berichte mit Sicherheit auf fofortige Aufnahme rechnen blitation. 2. Ja. fahrenheit vorlag, so ist das Geschäft ein wucherisches. tariell oder gerichtlich geschlossener Verlöbnißvertrag vorliegt Alter Avonnent. Die Geschenke tönnen, sofern ein no heute schon faft in dem fittlichen Bewußtsein der großen Maffe tönnen, welche und bis spätestens Nachmittag 2 Uhr zugeben innerhalb eines Jahres seit Aufhebung des Berlöbniffes zurüd wurzelt, zu verwirklichen? Daß fleine Reformen nicht zu Diesem Biele verhelfen, wird auch Herr v. Scheel zugestehen. Kapitalistische Prodution und Vertheilung. Bu nahme der Produktion ist in den Augen unserer gewöhnlichen Breß und Parlamentsvollswirthe gleichbedeutend mit besserem Berdienst für die Arbeiter. Wie wenig das zutrifft, mag man aus folgenden Ergebnissen einer der größten russischen Buckerraffinerien, der Alexandrowski- Fabrit J. M. Brodskis in Dbeffa erleben. Dieselbe bearbeitet durchschnittlich etwa 1 eine halbe Millionen Bud Sandzucker per Jahr und erzielte seit ihrer Gründung im Jahre 1879 nach amtlichen Angaben die folgenden Produktionswerthe: 1880 6 000 000 Яbl., Zahl der Arbeiter 650 1881 6 500 000 " 1882 7 059 060 " " 1 680 " " 521 " " 11 492 " 1883 7 032 247 Also immer größerer Ertrag der Fabrit, immer weniger Arbeiter! Der Fabrikant verdient immer mehr, von den Arbeitern fegt man jedes Jahr mehr auf die Straße. und daß bei Manuskripten immer nur eine Seite des Blattes beschrieben sein darf. In Betreff der Krantenversicherungspflicht ist von dem fächsischen Ministerium des Innern die prinzipielle Ent fcheidung getroffen, daß die in Fabriken u. s. w. dauernd befchäftigten Kinder im Alter von 12 bis 14 Jahren auch als trantenversicherungspflichtig" zu betrachten seien, daß für diefelben jedoch ein geringerer Durchschnittstagslohn, als der für ältere Arbeiter und Arbeiterinnen festgelegte, angenommen werden könne. Das Ministerium erklärte ferner, daß der Fabritherr, auch wenn er nicht selbst diese Kinder in Arbeit ge nommen habe und nicht selbst lohnt, für Durchführung des Krantenversicherungszwanges und zur Beitragsleistung ver pflichtet ift. An die Drechsler und Berufsgenossen Berlins. Der leben verlangt werden; bei einem nicht in der genannten Form ge schloffenen Verlöbnisse beträgt die Frist sechs Monate felt D. 71. Wenden Sie fich in dieser Angelegenheit an das Hingabe der Geschenke. Vorstand des Vereins zur Wahrung der materiellen Interessen Kgl. Polizeipräsidium und zeigen Sie daselbst das Sachver der Drechsler und Berufsgenossen giebt hiermit den Kollegen, sowie den Herren Meistern und Fabrikanten unseres Gewerks zur Nachricht, daß der Arbeitsnachweis des Vereins sich nicht mehr Fischerstraße 24, im Restaurant, sondern vom 1. März an folgenden Stellen befindet, für den Süden, Süd- Osten, Westen und Süd- Westen Berlins, in der Wohnung des Kollegen R. Sündermann, Gitschinerftr. 61 I, für den übrigen Theil Berlins in der Wohnung des Kollegen A. Gromoll, Molten markt 7. Die Ausgabe der Adreffen geschieht täglich Mittags von 12 bis 1 Uhr, Abends von 8 bis 9 Uhr. Die Benutzung des Nachweises ist unentgeltlich. Indem wir hiermit den Arbeitsnachweis wieder unter direkte Leitung des Vorstandes stellen, hoffen wir, alle Betheiligten voll und ganz befriedigen zu können und ersuchen zugleich um rege Benutzung des Arbeits Nachweise Bureaus. Ebendaselbst findet Jederzeit die Aufnahme neuer Mitglieder des Vereins ftatt. Die Berliner Eisen- und Metallwaaren Industrie schreibt die Boff. 8tg." hat fich durch ihre anerkannte Leistungsfähigkeit einen geachteten Namen unter den tontur rirenden Geschäftsbranchen erworben. Während des ganzen Berantwortlicher Redakteur R. hältnis an. HS. 48. Eine Kündigungsfrist von vierzehn Tagen finder statt. nahm 6. S. 74. Fordern Sie den Vermiether auf, die Räume zurücktreten. zu repariten unter der Androhung, daß Sie sonst vom Vertrage Beitritt zu der Dristaffe zu verlangen. ( He थ babe a Bobin bamit g Bennemann. Der Vorstand hat nicht das Recht, ben R. Steinmenftr. Bicht ein Dienstbote fich durch den Dienst oder bet Gelegenheit deffelben eine Krankheit zu, fo ift die Herrschaft verpflichtet, für die Kur und Verpflegung zu Sorgen und darf dafür von dem Gefindelohn nichts abziehen. Bei Verschulden des Dienstboten an der Krankheit ist der Abzug vom Lohne gerechtfertigt. De nach be und ver Di ba, ba Rorribo Sofe f und ar Leriton S A Mutter gefprod 11 Bu fag muß b nicht Ropf unter ftrafte lieber arbeit einen Mutt ihm 6. 2. 118. Eine strafbare Handlung liegt nicht vor. A. 1. Wenn der Strafantrag im Oktober v. J. geftellt d. M., im ,, Deutschen Kaiser", Lothringerstraße 37, unter Vorfig Sie fich an den Herrn Rechtsanwalt Freudenthal, Mollen be. In der öffentlichen Generalversammlung der ist, so ist die Strafverfolgung noch zuläffig. Db der Strafs antrag rechtzeitig gestellt ist, ergeben die Gerichtsaften. 2. Wenden Schlosser und Berufsgenpffen, welche am Mittwoch, den 25. des Herrn Mietbe stattfand, referirte der Stadtverordnete Herr Fr. Gördi über die Vortheile der Lohnbewegung. Redner bezeichnete als das für das Schloffergewerk zu erstrebende Biel den zehnftündigen Marimalarbeitstag und einen Minimallohnsat von 18 Mil. pro Woche und wies die Einwürfe zurüd, welche die Gegner dieser Bewegung dagegen erheben. Die Lohnfommission sei nicht geschaffen worden, um Streits zu veranstalten, sondern um diese zu verhüten und nur im äußersten Nothfalle würde sie zu diesem Mittel greifen. Nach der Diskussion, an der sich die Herren Mietbe und Meille betheiligten, wurde folgende Resolution einstimmig Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von War Bading in C. D. Die Anfrage ist vollständig unverständlich, wir markt 11. 5. 6. 125. Sie haben das Recht, die Schlüffel bis zum 1. April zurückzubehalten. W. L. Müllerstr. Der Schuldner hat die ganze Schulb auf einmal zu zahlen. Theilzahlungen brauchen Sie und die 6. 17. Fragen Sie bei dem Ihnen bestellten Anwalt nach; derselbe muß Ihnen über den Stand der Angelegenheit übrigen Gläubiger nicht anzunehmen. Auskunft geben. Berlin SW., Beuthstraße 2. Sieran eine Beilage Mähe idri Γάλακ fein pielt nde Vers ungen des in allen n, daß die e und ver regelmäßig Falle eines um unfere als Ersat fton Herr Beilage zum Berliner Volksblatt. met Babr. 49. nstraße 39, Außerdem terftügung oße Volts ordnete H. ng hielt. I, welcher as gefüllt Eine korrupte Gesellschaft! So möchte man immer ausrufen, wenn man die Rachrichten über die Wiener Geschäftswelt liest. Betrug, Beruntreuung, Unterschlagung, Diebstahl graffiren wie eine he schließ pidemie in den dortigen hohen Finanz- und Unternehmerbat hier eifen. Heute hören wir wieder von peinlichen", Vortgefunden. len an den Grazer Walzwerken, welche einigermaßen an bei den Betrügereien in der Epnerfchen Fabrik in Schlesien ererwachteren, nur daß sie in Desterreich viel größeren Umfang brennende Die Stel ntlich ble folgende n: Die fenden er Den bezw. genommen haben. Die österreichische Südbahn besitzt in Graz ein Walzat, welches 1883 rund 17 000 Tonnen Schienen prouzirte, und an deffen Epige Direktor Prophaska steht. In seiner Seite ist der Ingenieur Scholz thätig und beide deren, insbesondere aber der Direktor, erfreuten sich des n Reich ößten Ansehens sowohl bei der Verwaltung in Wien als ent. Such bei den Bürgern unserer Stadt. Vor einiger Zeit inführung ſtand zwischen der Direktion und einigen Arbeitern eine Differenz über die Höhe des Lohnes, und die Arbeiter brohten, daß sie im Falle einer Reduktion ihrer Bezüge die Anzeige gegen die Direktion des Walzwerkes wegen ges biffer Manipulationen, die bei der Ablieferung bestellter gienen vorgenommen wurden, bei der Staatsanwaltschaft Als die Lohnreduktion wirklich eintrat, gaben sich die Arbeiter zur Staatsanwaltschaft in Graz beschuldigten die Leitung des Walzwerkes, daß bei der ergabe bestellter Schienen an die Parteien Unregeligkeiten schlimmster Art vorgekommen wären. ngen und ebiete der nur dem iefer Vors en und altung 1. Mär Straße 68 Berathung Bu Frant ufftellung Bei der erpflichtet, u vorges er Holy aller in Imgegend im Lo orboung: rent: G. aden wollten. Bur Erklärung des verwickelten Vorfalles, der im Edienen ober bestellt, so werden gewöhnlich, abgesehen von der Freitag, den 27. Februar 1885. In Folge dieser Anzeige wurde der Ingenieur Scholz verhaftet, jedoch nach einem Tage wieder auf freien Fuß gestellt. Der Untersuchungsrichter Mody, welcher mit den Erhebungen betraut wurde, belegte die Geschäftsbücher mit Beschlag. Als die Kunde von diesen Thatsachen nach Wien tam, entfendete die General- Direktion der Südbahn gleich falls eine Untersuchungs- Kommission. Diese begab sich nach Graz, um an Ort und Stelle die Angelegenheit zu prüfen. Als nun der Ingenieur Scholz von dieser Kommission vernommen wurde, gab er an, daß bei der Uebergabe von Schienen an die Organe der eigenen Gesellschaft oder an die Organe der fremden Gesellschaften, welche Schienen bei dem Walzwerke der Südbahn bestellt hatten, allerdings das Abwägen der Schienen durch gefälschte Gewichte vorge nommen worden war. Gleichzeitig wurde konstatirt, daß, wenn bei der Uebernahme der Schienen fich solche ergaben, welche von dem Uebernahms- Kommissär, weil sie den Lieferungs- Bedingungen nicht entsprachen, ausgefchieden wurden, diefelben dennoch mit nachgeahmten UebernahmsStempeln versehen worden sind und dadurch ebenfalls zur Uebernahme gelangten. Auf Befragen, welche Motive für di sen Vorgang maßgebend waren, erklärte Ingenieur Scholz, daß er dies nicht selbstständig verfügt habe. Die Untersuchungs- Kommission der Südbahn konnte bisher nur konstatiren, daß der geschilderte Vorgang jedenfalls seit dem September vorigen Jahres eingeschlagen wurde, und daß eventuell von den fremden Bahnen die Nordbahn, die Bosna- Bahn und die Barcs Pakracer Bahn durch diese Unregelmäßigleiten betroffen wurden. Recht nette Zustände in der That, zu denen das allgemeine freien Kampf Aller gegen Alle" systematisch den rücksichtsDie Direktion der Grazer Walzwerke hat das gethan, was Herr II. Jahrgang. Mächte, welche die gegenwärtige Afte nicht unterzeichnet haben, tönnen den Bestimmungen derselben durch eine besondere Akte beitreten." Die Generalatte, welche in der gestrigen Schlußfigung der Konferenz zur Unterzeichnung gelangte, ist für jeden der betheiligten Staaten besonders ausgefertigt worden, so daß im Ganzen 14 Ausfertigungen erfolgten, von denen jede im Hinblick auf die Zahl der Bevollmächtigten baben deren zwei, Deutschland sogar drei einige Staaten schriften träat. neunzehn Unters Aus Kamerun. Ueber die kürzlich von englischen Blättern gemeldete Ausdehnung der deutschen Schutzherrschaft am südlichen Abhange des Kamerungebirges liegen jest deutsche briefliche Mittheilungen vor. Es sind danach neuerdings mit den das Gebirge aufwärts wohnenden Häuptlingen Verträge abgeschlossen worden, durch welche Deutschland in den Befig eines höher gelegenen und gesunderen Gebietes gelangt. Außerdem find aber auch noch Verhandlungen mit nördlich von dem Gebirgsstocke des auch dort festen Fuß zu faffen, und schließlich hat man auch auf die Ausdehnung des deutschen Schußgebietes, flußaufwärts in das Innere des Landes hinein, Bedacht genommen. Holland. Von Seiten der Niederlande, welche offenbar bes fürchten, ebenfalls von einem englischen Vieheinfuhrverbot be troffen zu werden, ist durch amtliche Verfügung vom 20. Februar die Durchfuhr von Schafen aus DeutschLand über niederländisches Gebiet bereits verboten worden. Frankreich. Viktor Hugo feierte gestern seinen 83. Geburtstag, ihm wurden von verschiedenen Seiten großartige Dvationen dar gebracht. In der geftrigen Sitzung des Pariser Gemeindefranzösische Armee in Tongling zu votiren, worauf der Radis tale Pichon vorschlug, diesem Botum eine entschiedene Migfügen und zu verlangen, daß derselben ein Biel gesezt werde. Trop dem entschiedenen Widerspruche des Präfetten wurde Der Vorschlag Pichon's mit 52 gegen 2 Stimmen angenommen und darauf von den 62 anwesenden Mitgliedern des Gemeinde rathes einst mmig Glückwünsche beschlossen. Wesentlichen allen Arbeitern bekannt gewesen fein foll, Jagen nach dem Gewinn unter der freien Konkurrenz führt! raths beantragte das Mitglied Dispace, Glückwünsche für die wollen wir das Folgende anführen: Wenn eine Bahn Und wie sollte es auch anders sein? Wenn man durch den Dualität, drei äußere Bedingungen gestellt: Eine bestimmte losesten Eigennus groß zieht, so muß man auch die Folgen billigung der Politik der abenteuerlichen Expeditionen hinzuzu Form des Profils, eine bestimmte Länge und ein bestimmtes hinnehmen: wer Wind sät, muß Sturm ernten. Gewicht der Schienen. Bezüglich des Gewichtes wird eine Beblergrenze zugestanden, so daß die Schiene übernahms: Epner in Schlesien auch gethan hat, als er seine Weber fähig ist, auch wenn sie ein Perzent über dem bebungenen hinterging, und was jeder Kaufmann auch thut, wenn er Wenn die Produktion in Angriff genommen wird, so entzwei Berzent unter dem bebungenen Gewichte wiegt. feine Kunden unreell bedient, falsches Maß gebraucht und fendet die betreffende Bahn einen Uebernahms- Kommiffär, gefälschte Lebensmittel verkauft. Und alle folgen dabei demselben Trieb, ber nach der rohen Auffassung unserer den Schienen gewisse Proben bezüglich ihrer Widerstands ihrem Egoismus. Hätten die Männer des laisser aller fähigkeit vorgenommen worden sind, werden die Schienen Recht, fo hätte daraus ein möglichst vollkommener Bustand hinsichtlich des Profils untersucht und hierauf nach Stich der Gesellschaft entstehen müssen, während wir jetzt zu , b. Proben gewogen. Da soll es nun beim Grazer Walzwerke unserem Schreden gewahr werden, daß das rücksichtslose wichte sowohl bei den leichten wie bei den schweren Schienen ständigen Auflösung entgegengeführt hat. Wir nähern uns Hets jenes Gewicht auszuweisen vermochte, melches den mehr und mehr jenem Zustand, den man immer als das Lohn zu Deputa ache night rfündung ngelegen welchem eine Bes te Rinber eibung Irmenan Ehemann cht mebe Dat bet Bes ben vergütung Crägt bie ale einer Die Bes Anwen thn über Don dem ange an Buviel ten. machen. girt, e wer Bu äft eine Uners ein no vorliegt zurüd orm ge ate feit an bas Sachvers Tagen Räume Sertrage t, ben ben fo ift ng ju teben bjug por. eftellt Straf Benden Rollen wir Jum Schulb Die nwalt enbeit bas Gewicht und alle sonstigen Dualitäten als vorschrifts- jedes anderen ist. senbahnen entsprach. Wenn der Uebernah18- Kommissär ig befindet, so markirt er die Schiene mit einem Stahls fempel, ber eine Chiffre trägt und sich ausschließlich in die wirthschaftliche Welt zusammenhält: Politische Uebersicht. Egypten. Ein Telegramm aus Kairo bringt heute wieder Nachricht von der Kolonne des General Bradenbury, Des Nachfolgers des gefallenen Earle. Daffelbe lautet:„ Die Abtheilung des General Brackenbury ist am 21. b. etwa 40 Mei len von Abuhamed eingetroffen und hat die Stelle paffirt, an welcher Oberst Stewart ermordet worden war. Daselbst wurden Visitenkarten des Obersten Stewart und verschiedene Papiere der Konsuln Herbin und Power gefunden. General Brackenbury ließ das Bestßthum des Hauptanstifters des Mordes zerBrackenbury noch immer im Voriüden begriffen if General wo der Mensch nicht die Stüße, sondern der Todfeind Wolseley zieht also die einzelnen Abtheilungen seiner kleinen Armee nicht zusammen. Er selbst steht noch bei Korti, General Buller bei Abu Klea und Bradenbury befindet sich auf dem Marsche nach Abu Hamed. Da feines dieser Korps mehr als 1500-2000 Rombattanten zählt und die Unwegsamkeit der Verbindungswege jede gegenseitige Unterstügung ausschließt, so ist Wolseley's Operationsplan ganz unbegreiflich, wenn er nicht zuverlässige Nachrichten erhalten hat, daß die Gerüchte über die Macht des Mahdi und seine Absichten übertrieben worden sind. Die Kongo Konferenz bielt gestern ihre legte Sigung Borschriften und Bedingungen nicht, so wird sie als soge- und brachte damit thre am 15. November 1884 begonnenen nannter Ausschuß von den zu übernehmenden Schienen Arbeiten zum Abschluß. Fürst Bismarck vollzog dem Verausgeschieden und erhält den Uebernahmsstempel nicht. nehmen nach in einer längeren Rede den Schluß. Wie der Rad der Angabe der erwähnten Arbeiter Nat. 3tg." von wohlunterrichteter Seite mitgetheilt wird, hat loll es nun vorgekommen sein, daß die ausgeschiebenen tachgeahmten einem mit Schienen Uebernahms stempel ver= leben und zu den mit dem echten Uebers nahms stempel verfehenen gelegt wurden. Vorwärts! Henry! ( Hermann Heiberg im Deutschen Montagsblatt". " Ach, Larifari! Das wird ihm nichts schaden. Ich " der Präsident der Affociation Internationale du Congo", Oberst Strauch, in der Schlußßißung der afrikanischen Konferenz persönlich den Beitritt der Affociation zur Generalatte erklärt. Die Affcciation ist hierdurch formell in die Reihe der Mächte eingetreten, da diese Zustimmung auf Grund desjenigen Artikels des acte général erfolgte, welcher also lautet: Die Da fragte es an der Thür. ,, Es ist Bello." Der Kabe sprang auf. Ein großer, prächtiger Hund drängte sich durch die Thür, schwiegte sich an ihn, trat auch schweifwebelnd der Frau näher und legte sich endlich abhabe auch in meiner Jugend gearbeitet! Wie? Nein! seits von dem Tisch nieder. Bobin foll das führen!? Er macht seine Arbeiten und bamit gut." Der Mann, welcher gesprochen, nahm seinen Hut, griff Nun richteten sich noch zwei lebhafte, theilnehmende Augen auf den Fleißigen. Nach einer Weile fagte die Dame: Sind denn das Amerika. Der Bundessenator Balmer aus Michigan hat im Kongresse eine Bill eingebracht, welche die Herstellung eines natio nalen Gesundheitsrathes verfügt. Dieses neue Bureau soll dem Schazamt unterstellt und von einem Kommiffar geleitet werden, dessen Jahresgehalt auf 4500 Dollars Kinder und Hunde sind die rührendsten Erscheinungen in der belebten Welt. Jene machen unsere Herzen erbeben durch ihre Unschuld, diese rühren uns durch ihre treue Anhänglichkeit. Mein Bell, lieber Bell" fagte der Knabe und streichelte das Thier. Willst du mit nach Gransee, Bell, in die Ferien?" schon Examenarbeiten, die du jetzt zu machen hast, Henry? Augen auf seinen kleinen Gebieter und geizte nach mehr Mich dünkt, seit den letzten Wochen hast du keinen freien und verließ die Wohnung. da, dann erhob sie sich, wandte ihre Schritte über den Die Burückgebliebene faß einen Augenblick nachdenklich Augenblick." Korridor und betrat ein kleines Gemach, das nach dem Der Hund schien zu verstehen; er richtete die schönen Worten, nach mehr Liebkosungen. Gnädige Frau" sagte in diesem Augenblick eine Dienstmagd und öffnete die Thür. Der Herr schickt nach dem Hausschlüssel. Er läßt sagen, daß er doch im Klub Hofe führte. Hier saß ein Knabe an einem Schreibtisch| tommt sehr viel an. Ich werde nicht versezt, wenn ich mich bliebe." und arbeitete. Neben ihm lagen ein Buch und auch ein Lexikon, in welchem letteren er blätterte. Nun, Henry?" Der Angeredete erhob den blaffen Kopf nnd sah seine Mutter ernft an. Der Angeredete schüttelte den Kopf: Nein, Mutter, aber auf die Leistung und Führung im legten Quartal nicht ordentlich daran mache." " Es thut ja nichts, mein lieber Junge. Bist du nicht der jüngste in der Klasse?" Ich glaube wohl, Mutter. Still, Bello, fusch dich! Wie kannst du aber sagen, daß es nicht darauf ankommt. Wirst du fertig? Ich habe eben mit deinem Vater Papa würde ein schönes Geficht machen, wenn ich sigen bliebe." gesprochen, er will's nicht erlauben." Ach, ich hatte dich doch gebeten, Mutter, ihm nichts Die Frau antwortete nicht. Henry hatte recht. Ihr Bu fagen"-unterbrach der Knabe sie verwurfsvoll.„ Ich Mann war sehr nachfichtslos ftreng, und diese Strenge von Musterschüler geworden war. Die Frau niďte. ,, Gleich! Dann wollen wir zu Abend speisen. Komm Henry." ,, Ach, ich habe gar keinen Hunger, Mutter" ers widerte der blasse Knabe und gähnte. ,, Doch, doch! Wenn du nicht einmal ißt, was foll daraus werden? Ich will es! Nimm wenigstens ein Bröd chen und ein Glas Wein." Als der Mann um Mitternacht, die Zeit war an zwölfter muß die Arbeit machen. Eine Entschuldigung kann ich Jugend auf hatte bewirkt, daß der Knabe ein sogenannter Stunde lange vorüber, nach Hause fam, betrat er den nicht vorzeigen, noch weniger bie Schule verfäumen." Aber freilich, wenn draußen ein lustiger Wind wehte und die Mitschüler ihre Drachen steigen ließen, wenn die Sonne Ropf? It's beffer?" Aber du bist so blaß, Henry! Wie steht's mit deinem Jener nickte, aber die müden Augen, die dunklen Ringe die Landschaft durchglänzte und jene mit ihren Botanisterunter diesen, der abgespannte Ausdruck in den Zügen tapfeln in Gottes Natur eilten, wenn sie die Bäume er fraften seine Worte Lügen. arbeiten." Du kannst ,, Geh wenigstens frühzeitig ins Bett. lieber morgen zur rechten Zeit aufstehen und dann weiter bringen ließen, saß Henry hinter den Büchern, und kaum einen deutschen Aufsatz abschreiben." Nein, nein! Das geht nicht. Morgen früh muß ich Sie fletterten und über die Gräben sprangen, ihre Spiele spielten und jauchzende Töne übermüthiger Luft aus ihrer Brust schlich er einmal über die Straße zum Nachbar Buchbinder, um außer der Schulgangszeit sich Hefte oder Papier einzu handeln. " inneren Hof und schaute zu den Fenstern seiner Wohnung hinauf. hinauf. Er nidte befriedigt. Henry arbeitete noch. Henry war ein tüchtiger, gewissenhafter Mensch!" Die Sonne erschien am Himmel und gewann an Kraft. Draußen blühten die Blumen, sangen die Vögel und zirpten um Abendzeit die Heimchen. Weiße Sommers motten bevölkerten die blühenden Büsche, und wenn der Tag anbrach, lagen silberfunkelnde Tropfen in Relchen spät geborener Knospen. Sanfter Wind wehte, warme Luft verrieth den Sommer. Die Natur feierte ein Fest der Schönheit und der Lust, wie faum seit Jahren. Mutter ließ sich in einen Stuhl gleiten und schaute machen, Henry. Dann schiden wir dich wieder zum Onkel Examen stand vor der Thür. In der Nacht hüstelte er Er machte sich wieder an die Arbeit, und seine war schon Rähe war, und wenn ihm nicht zu sprechen gefiel, glücklich, wenn sie in seiner fchwieg fie. Ernst nach Gransee ins Försterhaus. Da kannst du dich tummeln, schießen und jagen." In den Augen des Knaben bliẞte es auf. Ja, und Bello nehme ich mit, Mutter"-fagte er in fast kindlich Hin und wieder erhob der Knabe das Auge und naiver Freude. fhaute fie an. Ein Strahl inniger Liebe flog dann über jein Geficht; ein sanftes, faft melancholisches Lächeln umfpielte feinen Mund. Als Bellos Name genannt wurde, erhob er den Kopf, stand auf und legte das flockige Haupt auf des Sprechenden Knie. häufig mit hartem Ton. Die Frau hörte es und ängstigte sich. Während der Mann der heutigen, ernsten Beit neben ihr fest schlief, gingen ihre Gedanken zu ihrem Knaben. Sie wußte es, fie fühlte es. Auf Rosten des Körpers dehnte sich sein Geist. ( Schluß folgt.) Parlamentarisches. Die Petition um Wiedereinführung der Prügelstrafe, welche aus Bochum bei dem Abgeordnetenhause eingereicht worden ist, ist vom Stadtverordneten Mummenhoff, einem nationalliberalen Agitator, ausgegangen. Das neueste Ver zeichniß der beim Abgeordnetenhause eingelaufenen Petitionen verzeichnet diefelbe:" Mummenhoff und Genoffen in Bochum beantragen die Wiedereinführung der Prügelftrafe in Bezug auf strafbare Handlungen, welche Brutalität befunden." Sie ist der Kommission für das Justizwesen überwiesen worden, wird aber faum zur Verhandlung gelangen. Parlamentsberichte. Herrenhaus. haben herft Minift oner ermod Berbot werde er us ben Außer die at SS handen, es handelt sich nur darum, dem Manne Gehalt zu geben. Die Stelle bildet eine Abtheilung des Chariteetranten Breslauer hauses. Diese Stelle ift früher als Nebenstelle in Verbindung hung ben mit einer anderen verwaltet worden, sie besteht aber seit De Abg. sennien, fie ist auch flinisch verwerthet worden und in ihr ifter Unive auch Unterricht ertheilt worden. Mit den hier geforderten Berein beiz Mitteln geschieht nichts Neues für die Stelle als Stelle, e wird teine Erweiterung des Unterrichts herbeigeführt, auch keine Verbesserung des Unterrichts. Nebenbei will ich bemerken, daß der Grundsatz, den der Regierungskommissar in der Budget fommission vertreten hat, daß der Staat derartige Aemter nicht umsonst verwalten laffen fönnte, nicht zutrifft. dem ist das geforderte Gehalt tein solches, bas auf die 88 für die Stelle für Dermatologie dauernd bestimmt Landesi ist, sondern nur ein persönliches, denn, wenn dieser tlich den Mann morgen nicht mehr Dermatologie lesen wollte, obern gee würde ihm das Gehalt nicht genommen werden können. Enoch ni ist das eben eine rein persönliche Frage, durchaus keine jach enten toni liche. Was soll denn das Haus hindern, den Minister zu el in fragen, wie er die Besetzung der Stelle verantworten will? Reftor Thun Sie das nicht, dann hat der Liberalismus nicht viel mehr die von de mit Ihnen zu thun. Durch die Verpflichtung des Landtags, um der S auch Geld zu geben, wird provozirt, daß der Landtag sein Blazet zu der Angelegenheit Blazet zu der Angelegenheit( 3wis senruf: Nein!) wir Abg.! ung des iffe gege fönnen nicht sagen placet, wir lönnen nur sagen non placet. be ihm g ( Lebhafter Beifall links, Bischen rechts.) normirt ist. Sieben Superintendenten( zu je 3600 Dollars)| Lehrstuhl, sondern auch gleich eine spezielle Krantenabtheilung Lehrstuhl, sondern auch gleich eine spezielle Krantenabtheilung| sollen die Quarantänegefeße ausführen und die übrigen Arbeiten einer nicht fachmännisch vorgebildeten Persönlichkeit anvertraut des Bureaus in ihren Distrikten leiten. werden, und gerade die große Bahl der Kranken, die sich nach Aussage des Ministers in dieser Abtheilung befinden, mußte Davor zurückschreden, ste zum Gegenstand von Experimenten eines Neulings zu machen.( Sehr wahr! links.) Jch wende mich zu der persönlichen, d. h. ethischen und politischen Seite und erkenne mit Dank an, daß der Minister uns mit voller Offenheit die ganze Geschichte erzählt hat, wie man Profeffor wird, nur einige Nebenfiguren fehlen, darunter eine flinische, die erst untertaucht und als Geheimrath wieder auftaucht. Der Debuktion des Ministers stehe entgegen die preußische Verfassung, die preußischen Disziplinargefeße und, was ich ebenso start urgiren möchte, die alte, gute preußische Tradition ( Bewegung und Heiterfeit rechts). Ich hätte gedacht, daß gerade Ste( auf der Rechten) auf dem festen Boden der Trabition ständen, die wir in dieser Sache nicht aufgeben wollen. Artikel 22 der Verfassung lautet: Unterricht zu ertheilen und Unterrichtsanstalten zu gründen und zu leiten steht Jedem frei, wenn er seine fittliche( hört! hört! links), wissenschaftliche, technische Befähigung den betreffenden Staatsbehörden nachgewiesen hat. In den Jahren des Kulturkampfes ging man noch viel weiter und schloß Leute von der Möglichkeit des Unterrichtens aus, denen gar kein fittlicher Masgel anhaftete.( Sehr richtig! im Zentrum und links.) Der gewöhnlichste Brivatlehrer, dem ein solcher anhaftet, erhält in Preußen nicht die Erlaubniß, auch nur Stunden zu geben, und fein Jnhaber eines Instituts darf einen Lehrer annehmen, dessen Vorleben der Regierung Gelegenheit giebt, ihn eines fittlichen Makels zu beschuldigen. In Preußen wird demgemäß mit Strenge verfahren. Sie haben dann ferner die Disziplinargeteße. Der Minister bat es uns selbst bekannt, daß, wer dergleichen thut, was der ungenannte Herr gethan hat, nothwendiger Weise aus jedem Amt entfernt werden muß. Was folgt daraus Pflegen wir Leute, die also entgleift find wegen irgend welcher Verdienste auf anderen Gebieten wieder in die amtlichen Geleise hineinzubefördern? Meines Wiffens eristiren solche Fälle nicht, wohl aber ist man zuweilen mit den Disziplinargesezen viel schärfer vorgegangen als es hätte geschehen dürfen.( Sehr richtig! links und im Zentrum.) Da ist es schwer, teine Satite zu schreiben und die sehr leicht aufbrausende fittliche und patriotische Entrüstung zurückzuhalten. Nun sagt der Minister: es kann Verdienste geben, die es möglich machen, auch einen Mann mit einem fittlichen Defekt wieder in die Beamtenlaufbahn zu bringen. Ich bestreite das auf das Allerentschiedenste vom Standtpunkte der preußischen Gefeß6. Sizung, vom 26. Februar, 11 Uhr. Am Ministertisch v. Putttamer, Friedberg und Kommiffarien. Das Haus ertheilt gemäß dem Antrag der Finanztommission( Referent v. Tettau) der Vorlage betreffend die Landeskreditkaffe in Kaffel unverändert seine Zustimmung und erklärt die folgenden Berichte der Eisenbahnverwaltung: a) be treffend die Ergebnisse des Betriebes der für Rechnung des preußischen Staates verwalteten Eisenbahnen im Betriebsjahre 1883/84; b) betreffend die Bauausführungen und Beschaffun gen der Eisenbahnverwaltung während des Zeitraums vom 1. Ottober 1883 bis dahin 1884; c) betreffend die bisherige Aus führung der in den verschiedenen Gesezen über den Erwerb von Privateisenbahnen für den Staat enthaltenen Bestim mungen; d) betreffend die Verwendung des Erlöses für ver Taufte Berliner Stadtbahnparzellen durch Kenntnißnahme für erledigt. Stachdem darauf an Stelle des Grafen zur Lippe Herr v. Pfuel zum Mitgliede der Staatsschulden- Kommission auf Antrag des Herrn v. Schöning durch Attiamation gewählt und vom Präsidenten durch Handschlag auf seine Obliegenhetten verpflichtet worden ist, wird in der Berathung der Kreisordnung für bie Provinz Hessen, Nassau fortgefahren. Die§§ 30-33 der Vorlage sowie der Entwurf der Kreisordnung im Ganzen gelangen darauf fast einstimmig zur Annahme. Von der Provinzialordnung für Hessen- Naffau war der erste Artikel, welcher der Provinz den Charakter eines Kommunalverbandes zur selbstständigen Berwaltung seiner Angelegenheiten beilegt, gestern bereits angenommen worden. Art. II wird ohne Debatte einstimmig genehmigt. Art. III handelt in seinem ersten Theil von der Zusammensetzung und Kompetenz des Provinziallandtags. Derselbe soll aus den Mitgliedern der beiden einstweilen bestehen bleibenden Kommunalverbände zusammengesetzt sein und eine vorläufig beschränkte Kompetenz erhalten. Man tann Dinate and Dibinate f zahlreicher Daber, daß als andern Die Babilit Abg. Lindemuse Srofeffur er feffur in bef Abg. Girom id Maten ant Abg. unftlich bi lins nicht Abg. v. Beblis: Sachlich erscheint uns die Etats Benn berf position durchaus gerechtfertigt; und aus persönlichen Motiven doch nicht lönnen wir sie nicht ablehnen. Die Entscheidung über die Per il nur d Bernur fonenfrage liegt lediglich auf dem Gebiet der Exekutive; wit Universität fönnten unsererseits uns nur darin mischen, wenn wir der Unter muß ich e richtsverwaltung ein Mißtrauensvotum Den theuer ertheilen wollten. mehr aud Die Nationalliberalen vertreten hier wie die Konservativen den nicht so g Standpunkt, daß eine Verweigerung dieser Gehaltsposition ein Eingriff in die Exekutive sei. Diese Deduktion des Herm Graf ist budgetrechtlich absolut falsch. Wir haben nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht zu untersuchen, ob die Ver waltung gefegmäßig und fachgemäß ihre Etats pofitionen auf ftellt; finden wir dabei Sach oder Gesetzwidrigkeiten, fo müssen wir die Positionen ablehnen. Wer das leugnet, giebt den Schlüffel preis zu unserer fonftitutionellen Position; im Budgetrecht ist der einzige Fall, wo dies Haus eine witlife Macht, wo es seinem sittlichen Urtheil praktischen Nachorud geben fann. Geben wir dies Recht auf, so tommen wir eine Stellung, in der wir nur noch ein dilatorisches Nein fa fönnen gegenüber einer Gsengebung, die uns nicht gefällt, und in der wir nur allgemeine Resolutionen faffen können gegenüber einer Mißregierung. Uns liegt nichts ferner als Sitten richterei. Aber hier steht die Gefeßmäßigkeit eines ministeriellen Atis in Frage. Ich bestreite, daß der Miniſter gefeßmäßig ge handelt hat; ich flage ihn hiermit an, die Geseze des Landes bet Besetzung dieser Stelle verlegt zu haben!( Unruhe rechts.) Es ist nach dem Disziplinarrecht in Breußen Gesetz, daß zum Beamten nur ein makelloser, vorwurfsfreler Mann ernannt werden darf. Leugnen Sie( rechts) das? Ja oder nein? ( Große Unruhe rechts.) Wenn Sie es nicht leugnen fönnen, so frage ich Sie: liegt in der Besetzung dieser Stelle eine Gesezwidrigkeit gegenüber dem pofitiven preußischen Rechte vor, oder nicht?( Nein! rechts.) Mit diesem Nein erkennen Sie den Grundsatz an, daß in Preußen nach positivem Recht auch ein mit einem Matel behafteter Mensch Staatsbeamter sein fann!( Unruhe.) Dder vertreten Sie hier das Prinzip der Rehabilitation? Dann täuschen Sie sich doch sehr! Wir leugnen nicht, daß eine gesellschaftliche und politische Re habilitation erfolgen fönnte; wir geben sogar zu, daß es ein entschiedenes Verdienst Schwenniger's ist, den Reichskanzler gesund gemacht zu haben. Für dies Verdienst konnte er eine Belohnung verlangen. Aber bandelt es sich hier um eine Belohnung? Hier handelt es sich für uns nur um eine Vers tretung des Standpunktes, den der Kultusminister lange Beit vertheidigt hat gegenüber den andrängenden Be ein fluffungen. Wir unsererseits halten diesen Standipunti fel; wir beklagen, daß der Kultusminister in seiner Energie einen solchen Mann in sozialer Beziehung anerkennen, und ihm persönlich näher treten, aber in seinem Verhältniß zum Staat, zur Gesellschaft, sofern er in amtlicher Stellung sein wid, fann auch durch die größten Verdienste, wenn er einmal Schiffbruch gelitten hat, nichts mehr geändert werden. Und gab es denn, wenn es fich wirklich um Anerkennung und Belohnung hanbelte, keine anderen Mittel, diese Verdienste, die fich der unge nannte Herr als praktischer Arzt in einem einzelnen Falle erworben, zu belohnen, so daß darin auch vielleicht eine Rehabilitton gelegen hätte? Der Minister rühmte es namentlich als ein großes Verdienst, daß er seine Autorität so anspannen tann, um auch eines sehr schwer zu behandelnden Kranken Herr zu werden: lag es da nicht nahe, ihm in der Militärarstpflege eine sehr hohe Stellung zu geben, wo gerade die Autorität so maßgebend ist?( Sehr gut! Heiterfeit links). Wäre es nicht ein Auskunftsmittel gewesen, den ungenannten Herrn vielleicht durch Verleihung des Adelstandes zu belohnen? ( Große Heiterkeit links und im Zentrum). Ich glaube, er wäre damit ebenso rehabilitirt gewesen, soweit das möglich ist, als wie es jetzt hier geschehen ist, und ohne die Tradition des preußischen Staates zu durchbrechen. Der Minister hat offen anerkannt, es sei für ihn ein Konflikt vorliegend gewesen, er habe schwere Bedenten gehabt, fie vielfach erwogen und mit dem Maß gewöhnlicher Klugheit, von Bauernschlauheit",( wie ich mir das Wort notirt habe, das im stenographischen Bericht etwas geändert ist), das man ihm zutrauen dürfe, feinen Ausweg gefunden. Es giebt doch immer einen Ausweg in einem solchen Konflikt; der Minister sagt: ich finde keinen und gehe deshalb. Für feinen der gewesenen preußischen Minister wäre das„ a. D." ein solches Epitheton ornans gewesen wie für Der erste Theil des Artikels wird mit großer Mehrheit angenommen. Im zweiten Theil wird die Wahl und Busammensetzung der Bezirksverbände geregelt; an Stelle des bisherigen Wahlsystems auf ständischer Grundlage soll die direkte Wahl durch die Kreistage nach näherer Vorschrift der Provinzialordnung für die alten Provinzen treten. Für die Stadt Frankfurt, welche nach dem erwähnten Wahlmodus nur 4 Abgeordnete zu wählen haben würde, macht die Vorlage eine Ausnahme, indem die Zahl der von dieser zu wählenden Abgeordneten auf ein Drittel der von den übrigen Kreisen des Regierungsbezirks Wiesbaden zu wählen den Abgeordneten festgesetzt wird. Danach würde Frankfurt 12 Abgeordnete erhalten; die Regierung hat diesen Vorschlag mit Rücksicht auf die bisherige fommunale Selbstständigkeit und die Steuerkraft Frankfurts gemacht, der eine entsprechende Vertretung im Kommunallandtage gegenüberstehen müsse. Die Kommission hat den Vorschlag mit Stimmengleichheit abges lehnt. Der Antrag auf Wiederherstellung der Regierungsvorlage, von Brüning gestellt, wird in namentlicher Abstimmung mit 71 gegen 39 Stimmen abgelehnt; auch die Anträge Lotichius und Adams bleiben in der Minderheit. Artikel III sowie die übrigen Artikel der Provinzialordnung und schließlich die Provinzialordnung im Ganzen werden mit großer Mehrheit genehmigt. follten Auf auf den Auch die werden. effuren f efent, we Standpun atholische Daß auch burch Bichen El lulturtam den Ehrgeiz des Mannes zu Falle gekommen ist, und wir wollen nicht ebenfalls durch diesen Ehrgeiz zu Falle komme und bescheidener Weise geschehen; wer eine Rehabilitation auf Am Abg. Die Tender nur an b Für Köln ( Beifall links.) Eine Rehabilitation fann stets nur in filler unseren Kultusminister.( Sehr gut! links und im Sentrum.) swingen und oftroyren will, thut dem Mann, der rehat Wie stellt sich nun die Sache für das Haus? Wir haben einen Mann mit einem fittlichen Defett", wie der Minister anerkannt hat. Der Mann hat sich ein gewiffes Verdienst, das nicht bestritten wird auch von unserer Seite, von mir wenigstens, nicht erworben. Auf Grund dieses Verdienstes hat der Mann sich von den maß Die Uebersicht über die Berwaltung der fiskalischen Bergwerke, Hütten und Salinen pro 1883/84 wird auf Antrag des Referenten Baumstart in einmaliger Schlußberathung durch Kenntnißnahme für erledigt eiflätt. Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung Freitag 11 Uhr.( Rommunalsteuer- Nothgeses, fleinere Borlagen, Petitionen.) Abgeordnetenhaus. 28. Sigung vom 26. Februar 1885, 11 Uhr. Am Ministertisch v. Goßler, Maybach, Lucius, v. Boetticher und Kommissarien. Die zweite Berathung des Ru Itusetats, speziell die gestern abgebrochene Debatte über den Titel Universität Berlin" und den Antrag Stern auf Nichtbewilligung des dermatologischen Extraordinariats, wird fortgesetzt. werden soll, den größten Schaden.( Sehr wahr! lints Abg Bachems Bürde. binge g tomme fei Berw Gute. Seminare riglettert wenigsten vollzieht sich eine Rehabilitation gegen den Willen der Standes- und Berufsgenossen; besonders wenn man die Sache so weit brüskirt, daß man die Rehabilitation an einem Drte suchte, der sie schlechterdings zur Zeit noch nicht zulich Es war dieser Versuch der Rehabilitation eine Ungefchid lichkeit so großer Art, daß fie aur vollen Unschidlichkeit Daß dabei der Geist, der Wortlaut der Verfassung und die wurde.( Lebhafte Zustimmung links. Widerspruch rechts) Marime unserer Verwaltungspraxis Schaden gelitten hat. Wer auf unserem Standpunkt der Verwerfung dieses traffen Sollen auch die Volksvertreter sich diese Rehabilitation in Dieser Form ertrogen laffen? Sollen auch fte durch das cau Abg. Bagner Staf gefor mit der b meteorolog Die Beispiels des Protektionismus steht( Unterbrechungen rechts), der muß auch gegen diese Position stimmen, um seiner Ueber dinische Joch hindurchgehen, durch das andere bereits durch zeugung vollen, ehrlichen Ausdruck vor dem Lande zu geben. ( Lebhafter, anbaltender Beifall lints. Bishen rechts. Die Un rube des Hauses nimmt noch zu, als der folgende Redner i fchiedenen Nein!( Beifall links und im Zentrum.) Abg. v. Rauchhaupt: Meine Freunde werden für die Bewilligung der Position stimmen. Die Aeußerungen des Abg. v. Meyer( Arswalde) und des Grafen Limburg- Stirum Wort ergreift.) Hierauf wird die Diskussion geschlossen. Univerfit Nach Worben, tag 10 1 Nach dem Schlußwort des Referenten wird in nament laffen hierüber keinen Zweifel. Wir erachten die Personen- licher Abstimmung die Position mit 190 gegen 149 Stimmen fpruch links) Der Antragsteller will die Position nicht bes finnigen, das Zentrum, die Polen, sowie der Abg. v. Bodum bewilligt. Gegen dieselbe stimmen geschloffen die Frei frage als durch die Debatte vom Montag erledigt.( Wider willigen, weil er deren zukünftigen Inhaber nicht will. Das ist eine Vermischung persönlicher und fachlicher Motive; eine indirekte Einmischung in die Erekutive.( Widerspruch links.) fervativen und die Nationalliberalen. Dolffs. Für dieselbe stimmen die Konservativen, die Freilon Weg berg batt Dr. D. Die Forderungen für das hygienische Laboratorium und Es ist nur noch ein fleiner Schritt weiter, und wir müßten g überhaupt budgetmäßige Etatspofitionen verweigern, weil uns die Inhaber der betreffenden Stellen nicht gefallen. Einen solchen Standpunkt haben wir stets abgelehnt und thun es auch heute. nehmigt. ergreift gerichts a Dom 21. Bluftrati einen Th fanbe be Borftande Diertels D zählt, b Danne tille Ble biren mo niederzule über die fich bie Gewaltig bewährte tläger ba mögen be Blieb vor bleiben m Hären fo Befellicho Zu dem Titel: Universität Berlin im Allgemeinen Abg. Bachem das Wort, er weist darauf hin, daß Berlin an sich schon doppelt so viel Zuschüsse von Seiten des Staates I bekommt, als die übrigen Universitäten, und auch an ben in Brivatunterhaltungen ist mir ein Einfluß auf die Ernen- jezigen Mehrforderungen partizipirt es mit 114 000 M. während Abg. Windthorst: Ich will hier nur im eigenen Namen eine Erklärung abgeben. In öffentlichen Blättern und nung zugeschrieben worden. Allerdings habe ich den Wunsch geäußert, daß man diesen Herrn, der so große Erfolge in München, hier und anderwärts gehabt hat, hier, wenn auch als Profeffor, festhalten möge. Damals habe ich die Bedenken, bie jest geltend gemacht werden, nicht gekannt, durch meine frühere Stellungnahme halte ich mich für verpflichtet, mit eine täten dadurch in den Schatten gestellt werden. Naturgemäß auf die übrigen Universitäten, auf die Akademie in Münster und das Lyzeum in Braunsberg nur 111 000 M. fallen. Diefe Bevorzugung ist um so ungerechter, als Berlin schon so wie so in einer Weise ausgestattet ist, daß alle anderen Univerf wird denselben dadurch Abbruch gethan, das Universitätswesen Reserve aufzuerlegen und mich der Abstimmung zu ent fonzentritt fich entgegen der Entwidelung unserer Universitäten mehr und mehr in Berlin. Diesem anomalen Buge muß Abg. Stern: Mein Antrag ist eine Ronsequenz der neus lichen Debatte sowie des Berichts der Budgetkommission, die an diese Sache, ich möchte fast sagen, in paradiesischer Unschuld herangetreten ist, nesciens bonum et malum.( Heiterteit.) Sie hat wohl die Sache ins Auge gefaßt, aber nicht die näheren Umstände der Sache, die hier ins Gewicht fallen. Gegen einen besonderen Lehrstuhl und eine besondere Klinik für Dermatologie an der Universität Berlin würde sich weber hier noch in Fachkreisen Widerspruch erheben. Es ist ein tiefgefühltes Bedürfniß, daß ein solcher Lehrstuhl errichtet wird, und es ist schwer gefündigt worden, daß man ihn 20 Jahre nicht befest hat.( hört! Hört!) Wenn die Sache eins fach so läge, würden wir dem Minister überlassen, eine solche Stelle zu schaffen und den geeigneten Mann für sie zu finden. Aber man hat nicht die Stelle geschaffen, um den geeigneten Mann für sie zu suchen, sondern man hat den Mann gehabt und für ihn eine Stelle gesucht.( Widerspruch rechts, Buftim mung lints.) Da müssen wir fragen: Ist das der geeignete Mann für die Stelle? Uns liegt also die Nothwendigkeit ob, in die Beurtheilung der Persönlichkeit einzutreten, und zwar in wissenschaftlicher, wie auch in anderer Beziehung. Die Fachfreise und ihre Preffe haben es an solcher Beurtheilung nicht fehlen lassen, und wenn ich auch dem Minister nicht zugeben will, daß auch in diesen Kreisen der Neid etwas Menschliches ist, so darf man doch in diesem Fall dieses Moment nicht in den Vordergrund stellen. Ich als Laie habe es für meine Pflicht gehalten, Informationen an fompetenten Stellen ein balten. Abg. Graf( Elberfeld)! Ich habe im Namen meiner politischen Freunde zu erklären, daß wir gegen den Antrag Stern stimmen werden. welche der Referent im Namen der Budgetkommission ausge verwahre ich mich gegen die Deutung als ob wir damit ein Einhalt geboten werden. Bu überne mögen fo thr eigen balten, lei bem nahme b cines So Don 700 Artikel E ein ar Romitee Ichreiben Borftebe Recherche Minister v. Gozler: Joh bin im Prinzip mit dem Herm Wir folgen dabei ben Grundsägen, Borrebner einverstanden, daß eine Bevorzugung Berlins vor sprochen hat, daß eine Professur für Dermatologie nothwendig faffung, die auch von meinen Amtsvorgängern getheilt worden den Provinzial Universitäten nicht statisinden darf, eine Auf ist und dafür das Gehalt bewilligt werden muß. Allerdings ist. Indessen ist es ein Mißverständniß seitens des Abgeord neten Bachem, wenn er fich auf Vorgänge beruft zum Beweise zuziehen, und das Resultat geht dahin, daß bei dem wohlbes zustimmendes Urtheil zu der Besetzung der Stelle mit dieser dafür, daß ich von dieser Auffassung abgewichen fet. Ich weiß Bersönlichkeit abgeben wollten.( Große Heiterfeit.) Die Bes nicht, welchen Maßstab er angelegt hat, wenn aber lediglich fegung etatsmäßiger Stellen entzieht sich der Einwirkung der die Frequenzziffer der einzelnen Universitäten in Betracht ge antwortlich in der Personenfrage und halten uns nicht für Buschüsse erhält. Ich habe auch stets auf die Erhaltung und dem Werth oder Unwerth einer Person abhängig zu machen. größte Gewicht gelegt, und meine Bemühungen in dieser Rich tung find auch von Erfolg begleitet gewesen. Nicht nur die Abg. Virchow: Ich will nicht die Seite, berühren, die Frequenzziffer der Berliner Universität, sondern auch der Provins implantiren. Es ist das eine rein phyfiologisch- experimentelle wir vorsichtig ausgeschieden hatten, ich will mich rein budgets zial- Universitäten ist in den letzten 10 Jahren geftiegen. Wenn Sie fannten Unbekannten der vollständige Mangel an eigent lichen fachwissenschaftlichen Arbeiten vorliegt, und daß es ihm ebenso an der eigentlichen flinischen Vorbildung fehlt. Ich will die Verdienste des Herrn gern anerlennen, soweit ste bestehen, aber fie liegen nicht auf dem dermatologischen, sondern dem pathologisch- anatomischen Gebiete, und auch die vom Minister angezogene Schrift des ungenannten Herrn bezog sich auf Verfuche, in die Hornhaut des thierischen Auges Haare zu Arbeit, wie dergleichen von angehenden Aerzten zu hunderten gemacht werden. Wenn nun, wie die Fachkreise behaupten, eine Vorbildung für das spezielle Fach nicht vorliegt, so können nur ungünstige Resultate daraus hervorgehen, wenn nicht blos der Landesvertretung.( Sehr richtig! rechts.) Wir find nicht ver berechtigt, die Bewilligung einer etatsmäßigen Position von mäßig aussprechen. Die Situation ist verdunkelt worden durch die Andeutung, als ob es sich um Begründung einer neuen Stelle handelte. Es ist das eine reine Fiktion, die Stelle ist schon da, beide find in vollkommen unangreifbarer Weise vor vinzial Universitäten errichtet worden sind, so werden Sie Idem wir bereits in Greifswald und Halle Univerfitätsbauten die Richtigkeit meiner Behauptung aneifennen müssen. Nach Mann h Dene b genoffen Bierzehn bebeuten Das Gef fich bera und bab pfehlen. lanbte, fte bt. 2 Gehalt zu ben herstellen können, find wir jegt in der Lage, für die iteetranten Breslauer Universität Anlagen zu machen, die in vieler BeVerbindung hung den Neid Berlins erweden tönnen. er feit De Abg. Langerhan 3 weist auf das vom Rektor der Bero in ihr ife Universität erlassene Berbot hin, dem akademisch- liberalen geforderten erein beizutreten. Stelle, es Minister v. Goßler: Soweit mir die vom Herrn Vorauch feine oner erwähnten Thatsachen bekannt geworden sind, ist gegen merten, das Verbot von den davon betroffenen Studenten feine Be Er Budget werde erhoben worden, dieselben haben sich vielmehr gefügt. Temter nicht den Veröffentlichungen in den Beitungen habe ich ersehen, Außer die akademische Behörde sich bei dem Verbot geftügt hat ches, basf die SS 40 und 41 der Vorschriften für die Studirenden bestimmt Landesuniversitäten von 1879, wonach Vereine, die vorausenn dieser tlich den Streit und Unfrieden in der Studentenschaft zu wollte, dern geeignet sind, untersagt werden können. Der Verein hat fodern Snnen. noch nicht aufgelöst, sondern unter der Aegide früherer Stufeine fach enten tonstituirt, ist aber in Konflikt mit der Polizei gerathen, Minifter il in einer Versammlung desselben die Stellungnahme ten will? Rektors zum Vereine einer Kritit unterzogen wurde, über St viel mehre von der akademischen Behörde Beschwerde beim Oberpräft Landtags, um der Provinz Brandenburg erhoben worden ist. ndtag sein Abg. Wagner: Ich würde meinerseits gegen die ZuRein!) wit ung des liberalen Vereins nichts einzuwenden haben, ich non placet. Die Etats wollten. = nicht nur ob die Ver fehe ihm ganz neutral gegenüber; aber ich will nur die Andoch durch die Sigung des Abgeordnetenhauses am Erscheinen verhindert war. Herr Rothenburg hatte erst die Hilfe der Staatsanwaltschaft für sich begehrt, war aber auf den Weg der Privatklage verwiesen worden. Profeffor Dr. Seld mann, der stellvertretende Vorsitzende der SanitätswachenKommission bekundet, daß in der ganzen Kommiffion jüdische und nichtjüdische Mitglieder in gar feinem Gegensatz zu einander stehen. Der Kaffirer Alexander habe die Kaffe lange Jahre ausgezeichnet geführt, sein finanzielles Mißgeschick habe allseitige Theilnahme erregt und man babe den Vorschlag gemacht, Herrn Alerander zu bitten, der Kaffenführung auch fernerhin feine Beihilfe zu widmen. Es sei ihm nichts davon bekannt, daß bei dieser Gelegenheit von christlicher Seite der Borschlag gemacht worden, daß die jüdischen Mitglieder mit ihrem Vermögen für Herrn Alexander bürgen follten.- Premierlieutenant a. D. und Kaufmann Goerlig, Premierlieutenant a. D. und Kaufmann Goerlig, gleichfalls Vorstandsmitglied, schließt sich dem Vorzeugen durchwea an. Die Kaffenführung des Alexander sei eine ganz vor treffliche gewesen, die Frage, ob ihm die Kaffenführung belaffen werden sollte, habe sich um so mehr vorgedrängt, als in der qu. Sigung die Hoffnung ausgesprochen wurde, daß Herr Alexander ein außergerichtliches Arrangement zu Stande bringen und den Konkurs vermeiden könnte. Es ist durchaus unwahr, daß in jener Sizung ein christliches Mitglied von den jüdischen Mitgliedern verlangt habe, daß fie bei einer Kaffenfortführung durch Alexander mit ihrem Vermögen eine Garantie übernehmen sollten. Ueberhaupt sei in jener Kommission nie irgend ein Gegensatz zwischen Juden und Chriften hervorgetreten. Bezirksvorsteher Andread giebt dieselbe Sachdarstellung und bestreitet, daß die Frage einer Bürgschaft durch die jüdischen Mitglieder überhaupt nur berührt worden sei. Der Vorschlag, Herrn Alexander das Amt zu belaffen, sei von Herrn Rothenberg nicht ausgegangen, derfelbe habe sich als Vorsitzender vielmehr gänzlich neutral gehalten. Genau dasselbe bes fundet Fabrikbefizer v. Garz und Stadtv. Morche. Kauf mann Le Bray ist in jener Sizung gleichfalls zugegen gewesen. Er hatte damals dem Vorschlage, Herrn Alexander ein Bäckchen mit 180 Mart gefunden und da er die Erfahrung gemacht, daß seine Frau häufig Geldbeträge an sich brachte, die gefundene Summe an fich gebracht. Als seine Frau zu rücklehrte, habe ihm dieselbe, wie es seit seiner Benſtonirung häufig der Fall gewesen, in heftigen Ausdrücken Vorwürfe Darüber gemacht, daß er sich nicht um eine Nebenbeschäftigung bemühe und um weiterem Standal aus dem Wege zu gehen, habe er fich entfernt und sei erst am Nachmittage zurückgekehrt. Beim Betreten seiner Wohnung sei ihm seine Frau, welche inzwischen das Verschwinden des gedachten Geldes entdeckt habe, mit den Worten entgegengekommmen. Da ist der Spigbube" und habe die Herausgabe des Geldes verlangt. Er habe sich geweigert, worauf ihm seine Frau eine Brise In fettenpulver in die Augen warf, in demselben Moment set er auch von seinem gleichfalls anwesenden Sohne gepackt und hinterrücks zu Boden geriffen worden. Während diefer ihn nun mit Fauftschlägen auf Kopf und Rüden traktirt habe, set seine Frau nach besten Kräften bemüht gewesen, ihm im wahren Sinne des Worts die Augen auszutragen, hierbei sei fte mit einem Finger in seinen Mund gerathen und er habe allerdings der maßen zugebiffen, daß ihm das Blut an den Mundwinkeln herabgelaufen wäre. Schließlich sei es ihm ge lungen, in halb bekleidetem Bustande zu fliehen, doch habe er sich sofort ins Barackenlazareth begeben müssen. Hier wurden aber so schwere Verlegungen an seinen Augen konstatirt, daß seine sofortige Ueberführung per Droschte nach der Augenflinik für nothwendig erachtet wurde. Er sei glücklicherweise wieder hergestellt worden, doch habe sein Sehvermögen in Gefahr geschwebt. Ganz anders stellen die Angeklagten den Sachverhalt dar. Demnach habe die Frau, als fte die Herausgabe des Die Herausgabe des Geldes verlangte, sofort anstatt jeder Antwort einen Fauftschlag ins Gesicht erhalten. Der Sohn sei dazwischen gesprungen und alle drei bei Dieser Gelegenheit zu Falle gelommen. Hierbei sei fie aus Vers sehen mit dem Finger in den Mund ihres Mannes gefahren, dieser habe das erste Glied des Fingers förmlich zerkaut und halb wahnsinnig vor Schmerz möge fie ihm dann wohl mit der freien Hand das Geficht zerkragt haben. Da Aussage gegen Aussage stand, die Beweisaufnahme ferner ergab, daß der Beuge es im Punkte der Moral nicht allzu genau nahm und die unglückliche Ehe demnächst geschieden werden wird, so erachtete der Gerichtshof den Sachverhalt nicht für genügend aufgeklärt und erkannte auf Freisprechung der Angeflagten. Benn derselbe grundsäglich nur Christen aufnimmt, so ist er en Motiven nicht antisemitisch. Er hält sich aller Politik fern und er die Ber nur den nationalen Gedanken pflegen. An den meisten ill utive; wit Universitäten find ähnliche Vereine. Gegenüber Herrn Bachem Unter uß en theueren Preisen in Berlin für den Lebensunterhalt hier ativen den ausgegeben wird. Die Zahl der Lehrkräfte ist zudem mehr ofition ein it so groß, wie Herr Bachem behauptet; die Bahl der Dr= dinate anderer Universitäten kommt der Bahl der Berliner des Herrn Dibinate faft gleich, nur find die Extraordinarien in Berlin zahlreicher als in den Provinzialuniversitäten. baber, daß der Andrang zur Habilitation in Berlin größer ist, Kaffenführung zu belaffen, widersprochen, es sei ihm aber nicht die habilitationsbedingungen erschwert werden mußten. Cionen auf gleiten, fo gnet, giebt ition; im e wirtlide Nachond en wir in Nein fa ht gefällt en tönnen als Sitten nifteriellen smäßig ge Des Landes the rechts.) - daß zum n ernannt Der nein? n fönnen, Stelle eine en Rechte erfennen vem Recht ate beamter as Prinzip ehr! Wir tische Re aß es ein ichetangler te er eine Fum eine eine Ver ter lange nden Be punti feft; und wir ergie bur tommen in ftiller ation auf rehabilit en Willen nte Am man bie an einem icht zulick Ungefchid hidlidleit ch rechts.) es traffen en rechts), ner Ueber zu geben. Die Un ebner das naments Stimmen Die Frei Bodum Freilon tium und Be gemacht worden, dagegen wiffe er, daß von einer etwaigen Bahntechniker Abg. Bach em: Es ist erklärlich, wenn gegen den Ber- Bürgschaft kein Wort gesprochen worden sei. mus eine gewisse Reaktion eintritt. Warum weiden neue Jaensch, der einzige Entlastungezeuge, mit welchem der Angeklagte Stofeffuren immer nur in Berlin errichtet? Warum hat man die den Beweis der Wahrheit führen wollte, verweigerte sein Beugs efur für Meteorologie und das zahnärztliche Institut für niß mit der Blotivirung, daß er durch Ablegung desselben in in bestimmt? E die Gefahr komme, fich einer frafrechtlichen Verfolgung auszuseßen. Der Vertreter des Privatklägets ergänzte dies dahin, daß dieser Zeuge das Material zu dem Artikel gebracht haben soll. Damit war die Beweisaufnahme für den ersten Fall Abg. Windthorst: Wir müssen den Minister allerdings erledigt. Bu dem zweiten Fall wurde zunächst der Bezirksvors lich bitten dahin zu wirken, die ungeheure Bunahme Bersteher Koch vernommen. Derselbe betonte, daß es zu den AufAbg. Langerhans: Man tann doch nicht gegen den Girom schwimmen und Lehrkräfte an den Provinzial UniverMaten anstellen, wenn keine Schüler vorhanden sind. lins nicht noch unfilich zu befördern. Die Gymnaftaldirektoren gaben des Vereins gegen Verarmung auch gehöre, herabfollten Muffage anfertigen lassen, worin die Vorzüge des Studiums auf den Universitäten der betreffenden Provinzen behandelt werden. Der Zudrang nach Berlin ist geradezu erschreckend. gekommenen Leuten, denen man vielleicht noch aufhelfen könne, zur Bewahrung vor der Verarmung, durch zinsfreie Darlehne entgegen zu fommen. Als der Agent Abrahamson ein Darlehn von 300 Mart beantragte, habe er, Beuge, die befest, welche die Geschichte nur von dem einseitig protestantischen durch er denn unterstüßungsbedürftig geworden und habe dann furen für Geschichte werden faft überall mit Proteftanten Recherchen überwiesen erhalten. Er habe denselben gefragt, woDaß auch und zwar vor Allem in Berlin Geschichtsprofefforen erfahren, daß derselbe eine große Wohnung inne habe, die er zum Theil vermiethete, daß er mit seiner geschäftlichen Thätigkeit latholischer Ronfeifion angestellt werden. Man fann es fatho- nicht genügend verdiene, und wegen rückständiger Miethe unter ichen Eltern nicht zumuthen, ihre Kinder in die Vorlesungen Abg. Reichensperger( Köln): Auf allen Gebieten ist Die Tendenz vorherrschend, Berlin zu begünftigen. Ich erinnere dem in demselben Hause wohnenden Dr. Straßmann NachBut an die Millionen, die hier für Museen ausgegeben werden. Für Röln bat man in dieser Beziehung nichts gethan. Bachems, als ob die Berliner Universität ungerecht bevorzugt Abg. Wagner( Ofthavelland) bestreitet die Ausführungen Würde. Schon das verhältnißmäßig theure Leben in Berlin binge größere Kosten der dortigen Universität. Auch komme Verwendung für Berlin noch am meisten dem ganzen Lande Gute. Von einer Parteilichkeit gegenüber den Katholiken tonne teine Rede sein. Der Vermehrung der sogenannten Seminare an den Universitäten stehen große praktische Schwietigletten entgegen. Abg. Ktopatschef ist mit den Ausführungen des Abg. Bagner völlig einverstanden und befürwortet sodann die im mit der beabsichtigten und sehr dringlichen Reorganisation des meteorologischen Instituts in enger Verbindung stehe. Etat geforderte neue Profeffur für Meteorologie, da dieselbe Die Pofition wird darauf bewilligt, womit der Titel Universität Berlin" erledigt ist. Nachdem das Kapitel darauf bis zum Schluß bewilligt torben, wird die weitere Berathung um 4% Uhr bis Frei tag 10 Uhr vatagt. Dr. D. Diertels Gerichts- Zeitung. tung sei durchaus gut gewesen, eine schwere goldene Uhr und Kette habe Abrahamson nicht beseffen. Beuge hat dann hei frage gehalten und dieser habe erklärt, daß er den Betenten nicht fenne, dagegen von seiner Frau wisse, daß die Frau Abrahamson sehr fleißig sei. Es sei richtig, daß sich in den Aften ein Schreiben des Herrn Rothenberg befindet, in welchem Derselben den Betenten als einen Ehrenmann empfahl, während er von einem solchen Schreiben des Dr. Straßmann nichts wisse.- Dr. Menger war in der Abrahamson'schen Sache Recherchent. Er erklärt, daß gerade infolge feines Berichtes dem Abrahamson das" Darbei seinem lehn nicht gewährt worden ist, weil er Besuche den Eindruck gewonnen hatte, daß die Gewährung eines Darlehns hier ein Fehler sein würde. Er habe eine sehr gut, theilweise sogar tomfortabel eingerichtete Wohnung vorgefunden und habe die Ansicht vertreten, daß, wenn bei einer solchen Einrichtung der Vermögenszustand so herabgekommen sei, ein Betrag von 300 Matt auch nichts nüßen würde. So viel er fich entfinnen fönne, glaube er, daß damals davon gesprochen worden, daß der Betent durch Herrn Rothenberg und Doktor Straßmann empfohlen worden set.- Der Fabrikant Deutsch Der Fabrikant Deutsch fonnte Wesentliches nicht befunden.- Drechslermeister Thörner als stellvertretender Vorsitzender des Vereins bestreitet, daß der 2c. Abrahamson durch den Dr. Straßmann empfohlen worden sei. Es sei auch nicht wahr, daß lepterer ihm gegen über sein Bedauern über seine Empfehlung ausgedrückt oder es ausgesprochen habe. Daß er durch Herrn Rothenberg bupirt worden sei. Der legte Beuge, Kaufmann Haber befundete, daß der Abrahamson 1. 3., als er zum Militär eingezogen wurde, fein Geschäft schließen mußte und seitdem nicht wieder auf die Beine tommen fonnte. Er selbst habe sich f. 3. dahin geäußert, daß A. einer Unterstüßung würdig sei. Ver duftet sei derselbe feineswegs, er habe auch nicht bedeutende Schulden hinterlassen. Rechtsanwalt Flatom als Vertreter des Privatklägers, betont, daß nach dem, was hier von Ehrenmännern befundet worden, erwiesen ist, daß in den zwei Fällen, welche der Artikel bespricht, von jedem der Betheiligten in der Dentbar forrettesten Weise verfahren worden ist. Die betr. Artikel hätten die Wahrheit in der unglaublichsten Weise auf den Kopf gestellt, lediglich in der Alficht, die jüdischen Mit bürger zu fränten und den antisemitischen Tendenzen des Blattes neue Nahrung zu geben. Es sei dies um so bedauerlicher, als hier ein Mann an den Pranger gestellt worden, der zahlreiche Opfer an Mühe und Beit im Dienste für humanitäre Institute bringe und die Kritik der angeblichen Mig stände habe die Signatur einer Schadenfreude, die fich nicht barum fümmert, ob darunter ein Wohlthätigkeits Wegen Beleidigung des Kaufmanns Jakob Rothen Bachler, vor der 87. Abtheilung des hiesigen Schöffen berg batte fich gestern der Redakteur der, Staatsfürger Btg.", Berichts zu verantworten. In zwei Nummern dieser Beitung Dom 21. und 25. September vorigen Jahres wurden zur Saluftration des Gebahrens von Juden in wohlthätigen Verflande der Sanitätswache in der Blumenstraße und in dem Borftande des Vereins gegen Verarmung des Stralauer Stadttählt, daß das Amt des Rasfirers jener Sanitätswache einem Manne übertragen worden war, der schon früher mehrmals fille Bleiten gemacht, dann wiederum daffelbe Manöver pros biren wollte, und nun das Amt eines Kafftrers selbstverständlich niederzulegen verpflichtet war. Als nun der Gesammtvorstand über die Wahl eines anderen Kafftrers beschließen sollte, da hätten fid Die Glaubensger.offen des betr. Herrn Alexander gewaltig dafür ins Zeug gelegt, die Kaffe in den bisherigen bewährten Händen zu lassen. Besonders habe fich der Privattläger dafür eingelegt, ohne Rücksicht darauf, daß das Vermögen der Kaffe schwer gefährdet wurde. Als dann ein Mitvorgekommen sein sollen. In dem ersten Artikel wurde erden ges Igemeinen af Berlin s Staates an ben während Münster len. Diefe on fo wie Univerfi aturgemäß tätswefen iverfitäten uge muf Dem Herrn erling vor eine Auf It worden Abgeord Beweife Ich weiß lebiglich Geringften fung und tracht ge pfindliche Gefängnisstrafe. Der Angeklagte Dr. Bachler wies den Vorwurf der Schadenfreude zurück. Er habe sich nicht leichtfinnig an diesen Artikel herangemacht, sondern den selben von einem zuverlässigen Manne erhalten, der noch heute ein enragirter Fortschrittsmann sei. Seien die Thatsachen entstellt, dann sei er dupirt worden, jedenfalls habe er annehmen können, daß nicht Schadenfreude, sondern Empörung Die Feder geführt habe. Der Gerichtshof erkannte auf eine Geldbuße von 100 Mart event. 10 Tage Gefängniß. Es sei erwiesen, daß der Inhalt des Artikels ein unwahrer sei und daß auch derjenige, der den Artikel verfaßt, wider befferes Wifen falsche Dinge behauptet habe. Bei dem Angeklagten als Redakteur habe diese Feststellung nicht getroffen werden fönnen und daraus rechtfertige fich das geringere Strafmaß. Blieb vorschlug, daß, wenn Herr Alexander durchaus Raffirer Institut leide oder nicht. Nach alledem beantrage er eine em bleiben müffe, Herr R. und die anderen Juden sich bereit er Bären follten, mit ihrem eigenen Vermögen eine Bürgschaft Bu übernehmen, da habe sich die ganze Frivolität der jüdischen Besellschaft gezeigt. Das für die Armuth bestimmte Ver en sollte zwar bei dem Kridar, ficher" geborgen sein, aber thr eigenes Vermögen hätten sie nicht für ficher" genug ge balten, um für ihren Genoffen Bürgschaft zu leisten. Das fei dem Vorftande denn doch zu stark gewesen und mit Ausnahme der Juden hätten sämmtliche Mitglieder für Neuwahl eines Schagmeisters und Abnahme der Kaffe gestimmt. Der Artikel Inüpfte baran eine andere Erzählung. Danach sollte einarmer aber durchaus würdiger" Jude bei dem Lokal Romitee des Vereins gegen Verarmung" um ein Darlehn Don 700 Mart petitionirt und gleichzeitig damit EmpfehlungsSchreiben des Herrn Rothenburg und des Stadtverordneten Borstehers Dr. Straßmann überreicht haben. Der betreffende Recherchent habe Ablehnung des Gesuchs empfohlen, weil der Mann hochherrschaftlich eingerichtet sei und eine schwere gol Dene Uhr und Kette trage. Dagegen hätten die Glaubens genoffen des Betenten auf die Empfehlungsbriefe gepocht, aber Das Gesuch fei mit einer Stimme Majorität abgelehnt worden. Bierzehn Tage später sei der Bittsteller unter Hinterlassung verehelichte Lokomotivführer K. und der Student der Medizin bedeutender Schulden nach Amerita verduftet. Hinterher habe fich herausgestellt, daß Dr. Straßmann durch Herrn R. dupirt und dadurch veranlaßt worden sei, einen Unwürdigen zu em pfehlen. Als Herr Rothenburg hierauf eine Berichtigung einftebt. Als Beuge war u. A. Dr. Straßmann geladen, der je nzen bas efer Rich t nur die r Provins Benn Sie für Pro ben Sie 7. Nach itsbauten y Unglückliche Familienverhältnisse werden gar häufig in den Gerichtsverhandlungen vor Augen geführt, aber ein so trauriges Bild eines völlig zerrüiteten Familienlebens, wie es vorgestern in einer Anklage wegen gemeinschaftlicher Körper verlegung vor der 90. Abtheilung des Schöffengerichts entrollt wurde, dürfte doch zu den Seltenheiten gehören. Des vorge nannten Vergehers angeklagt hatten Mutter und Sohn, die Friedrich K. auf der Anklagebant Plaz zu nehmen und war der Damnifikat der leibliche Vater respektive der Gatte der Angeklagten und schilderte derselbe den der Antlage Au Grunde liegenden Vorfall in haarsträubender Weise. Am 19. Juli v. J. hatte er, während seine Frau auf den Markt gegangen war, an einem versteckten Orte der Wohnung Vereine und Versammlungen. Eine Mitglieder- Versammlung der Berliner Maurer fand am Dienstag in Scheffer's Salon, Inselstr. 10, statt. Auf der Tagesordnung stand: 1. Ergänzungswahl des Vorstandes; 2. Abrechnung vom Maskenball; 3. Begutachtung des Statuten- Entwurfs; 4. Berschiedenes. Bum Bunkt 1 der Tagesordnung wurde nach längerer Distuffton Herr Krieg zum 2. Vorsitzenden und Herr Heinrich als 1. Schriftführer gewählt. Nach Verlesung der Abrechnung wurde konstatirt, daß ein Ueberschuß von 98 Mart verblieb. Am interessantesten ge stalteten sich die Verhandlungen über den Punkt 3 der Tages ordnung. Es entspann sich eine längere Debatte über den Paragraphen, der von der Akkordarbeit handelte. Es wurde von Herrn Heinrich der durchaus richtige Antrag gestellt, daß peluntäre Ver Derjenige, welcher freiwillig oder ohne burch Defunte Bet hältnisse gezwungen, im Afford oder in Ueberstunden arbeite, vom Verein ausgestoßen werden solle. Dieser Antrag wurde angenommen. Im Berschiedenen stellt Herr Jänite den An trag, die Versammlung wolle beschließen, den Antrag Weise umzustoßen und die 100 Mark für die Knopfmacher aus dem Generalfonds zu nehmen und nicht aus dem Verein. Auch dieser Antrag wurde angenommen. Dann meldete sich Herr Schulz zum Wort, und wollte die Sache von dem Bau an der Spandauerbrücke flatlegen in Betreff der Affordarbeit. Da ihn aber der Vorsitzende unterbrach und sagte, daß er es aufs schieben möge, bis zu der General- Versammlung, welche am Sonntag, den 1. März cr., stattfindet, wurde die Versammlung um 114 Uhr Abends geschlossen. Der Bezirksverein der arbeitenden Bevölkerung des Süd- Westen Berlins hielt am Montag, den 16. d. M. in Nieft's Salon, Kommandantenstr. 71/72, seine ordentliche Vers sammlung ab. Die Tagesordnung lautete: 1. Bortrag des Herrn Krohm über die Erhöhung der Kornzölle. 2. Verschie denes. Der Referent Herr Krohm beleuchtete dieses Thema sehr eingehend und führte statistische Zahlen an, womit er nachwies, daß nur sehr Wenige in der angenehmen Lage wären, Vortheile von der Erhöhung der Kornzölle zu erzielen. Redner An der Diss erntete reichen Beifall für seine Ausführungen. fusion betheiligte sich Niemand, weil den Ausführungen des Referenten nichts hinzuzufügen war. Es gelangte eine Reso lution zur Annahme, in welcher man fich gegen die Kornzölle aussprach. Ein vom Vorstande eingebrachter Antrag, die Vers eins Versammlungen außer im ,, Berliner Volksblatt" auch an den Säulen bekannt zu machen, führte eine rege Debatte her bei. Der Verein beschloß mit Allen gegen 3 Stimmen, den Säulenanschlag wieder einzuführen, in der Hoffnung, dadurch dem Verein viele Mitglieder und Gäste zuzuführen. Dann fand der Fragelaften seine Erledigung. Schluß 11 Uhr. Nächste Versammlung 2. März. Der Fachverein der Stellmacher hielt am Montag, den 23. d. M., im Vereinslokal Inselstraße 10 seine regelmäßige Versammlung ab, in welcher der Bigarrenarbeiter Herr Lasle Das Referat übernommen hatte. Als Redner das Vagabonden thum und die Arbeiter- Kolonien besprach, verlas derselbe auch einige Paragraphen aus der Hausordnung der Arbeiter- Kolo nien, die aber eher der Hausordnung eines Gefängnisses, wie einer solchen wohlthätiger Institute glichen. Ferner tabelte Redner die Heranziehung fremdländischer Arbeiter, welche viel billiger arbeiteten, als deutsche. Um diesem Uebelstande abzu belfen, wäre es Pflicht eines jeden Arbeiters, fich den Fach vereinen anzuschließen, um darauf hinzuwirken, daß ein Nor mal- Arbeitstag eingeführt wird. Beim 2. Bunft werden noch von einigen Herren die Mängel in einigen Stellmacher- Wert stätten Berlins aufgedeckt. t. In Erwägung, daß das Benefizium des unentgeltlichen Schulbesuches der hiesigen Gemeindeschulen nur uns vollkommen dem 3wed, ie ganze Bevölkerung Berlins zu entlasten, entspricht, so lange nicht mit demselben auch eine unentgeltliche Verabfolgung des benöthigten Lehrmaterials ( Lehrbücher, Schreibhefte 2c.) verbunden ist, deren Beschaffung einem Familienvater bei gleichzeitigem Schulbesuche mehrerer Kinder und bei der Verschiedenheit Der Lehrmittel in den einzelnen Schulen nicht unerhebliche Kosten verursacht, ist der Vorstand des Arbeiter- Bezirks- Bereins der Friedrichstadt in feiner letten Vorstandssitzung sich dahin schlüssig geworden, dieser Frage ernstlich näher zu treten und beauftragte derselbe eine Spezial- Kommission, bestehend aus den Herren Pfeiffer, Arnold und Höppner mit der Herbei schaffung des nöthigen statistischen Materials aum Zwecke einer dem Magistrat zu unterbreitenden Petition um Gewährung unentgeltlicher Lehrmittel. Der Vorstand des genannten Vereins ist der Ueberzeugung, daß der Kommune verhältnißmäß'g teine bedeutenden Kosten hierdurch erwachsen würden, indem die Herstellungskosten sich bedeutend billiger stellen würden, wenn die Anfertigung derselben den Straf anstalten übertragen würde, wodurch der Gewinn, welcher jegt allein den Verlags- und antiquarischen Buchhändlern zufließt, der Allgemeinheit zu Gute fäme und zugleich die schädliche Konkurrenz der Gefangenen beseitigt würde. Auch die Druckfosten würden sich dadurch, daß der ganze Bedarf an Lehrbüchern an einer Stelle gedruckt würde, bedeutend vermindern und könnte die Konservirung der verabfolgten Lehrmittel seitens dcr Zöglinge durck Ertheilung entspr, chender Zensuren und «vent. P:Lmirn wesentlich gefördert werden. Besagte Aommisfion ist gegenwärtig mit Eifer bemüht, statistisches Material zu sammeln, und hat auch bereits hervor- ragende Fachmänner für diese Frage zu intercsfiren gewußt. E n Jeder, der in der Lage ist, etwas zur Förderung des ge- dachten Unternehmens beizutragen, wird ersucht, sich an Herrn Arnold, Zeitungsspediteur, Kochstroß- 39, zu wenden. Eine allgemeine Besprechung dieser Angelegenheit findet in der nächsten Bercinkversammlung cm Donnerstag, den 5. März, in den Gratweil'schen Bierhallen statt. Die Mitglieder de« Arbeiter. Bezirkt Vereins für den Osten Berlin« vereinigen fich mit ihren Familien am Sonn- tag, den 1. März, Abends 6 Uhr, zu einem gemüihlichen Glase Bier in Horstmann's Neue Welt, Frankfurter Allee 127. Der Verein der Maschinisten und Heizer hält Sonntag den 1. März d. I., Nachmittags 5 Uhr, Neue Jakobstr. 24/25, bei Schultheis seine regelmäßige Versammlung ab. Tages- ordrung: 1) Vortrag des Ingenieurs Herrn März über Preß- kohlenfabrikation. 2) Wahl eines Vergnügungskomstees. 3) Vereinsangelegenheiten. 4) Frag- kästen und Aufnahme neuer Mitglieder Gäste find stets willkommen. Die Mit- glicder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Eine Versammlung der Mitglieder der Allgemeine« Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter(E. H. Hamburg), Filiale Berlin 6, Zahlstelle Bergstraße, findet Sonntag, den 1. März d. I.. Voimittags 10'/» Uhr. in der Elisabeth. kirchstraße 6 bei Kilian statt. Tagesordnung: 1. Wahl der Bellt agtsammler. 2. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Tlcichzcllig zur Nachricht, daß der Bevollmäch- tiate Emil Schwittau Bernaucrstraße 82 II., der Kaistrer Lukwig Bergstraße 40a III. wohnt. Sprechstunden von 12 bis 1 Uhr. Eine außerordentlichen Generalversammlung der Gewertschaft der Maschinenbau- und Metallarbeiter findet Sorntag. den 1 März, Vormittags 9'/- Uhr, im Wedding-Park, Müllerstr. 178, statt. Tagesordnung: Jahres- bericht. Der Antrag Nicolaus und Genoffen, detirffend die Auflösung der Gewerkschaft und Anschluß an die Zentralisation ncch Mannheim. Der hochwichtigen Tagesordnung wegen werdin die Mitglieder dringend ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Verein der Berliner Metallarbeiter, Klempner, Güriler, Drücker, Schnittarbeiter, Schleifer, Galvaniseure w. hält im Lokale des Herrn Nicft, Kommandanünstroße 71—72, am Sonntag, den 1. März, Vormittags 9'/- Uhr, eine außer« ordentliche Gcreraloersammlung mit folgender Tagesordnung ab: Beschlußfassung über die Auflösung des Vereins, betreffs Anschluß an die Vereinigung deutscher Metallarbeiter. Wegen dcr wichtigen Tagesordnung ist es dringend nothwendig, daß die Mitglieder zahlreich e, scheinen. Quiitungskartcn legitimiren. Allgemeine Kranken-«nd Sterbekasse der Metall- arbeiter(E. H- Nr. 26 zu Hamburg), Filiale Berlin-Rixdorf. Sonntag, den 1. März, Vormittags 10 Uhr, Mitgliederver» sammlung bei Drcylr, Berlin eiste. 133. Ummscktes. — Unter den jungen Mädchen der Union soll eS eine weit verbreitete Sitte sein, auf die Briefkouvcrts ein paar ganz kurze Zeil-n ganz klein zu schreiben und dieselben mit der Briefmarke zu überkleben. So kann das Töchterlein den Brief, den es geschiiebcn, der guten Mama zum Durchlesen über- geben, ihn vor ihren Augen schließen und dem Dienstmädchen zur Besöiderurg in den Bneskasten übergeben, und der Brief enthält unter der Marke doch ein Dutzend dem Empsä�gcr oder der Empfängerin recht wohl verständliche Worte, die nicht für das Mutterauae berechnet waren- Die Marke wird vorfichtig gelöst und:„Sage Deinem Bruder, daß er mich heute Abend an der bewußten Ecke erwartet," liest die Freundin, die den Brief erhiel'. Die Postmeisterin einer kleinen Stadt hat dos Geheimniß früher ebenfalls gekannt und von demselben Gc- brauch gemacht; fie löst jetzt von an ihr bekannte Damen de- stimmten Briefen vorfichtig die Marken, die fie dann natürlich durch neue ersetzt und atsterrpelt. Sie war so hinter die Schliche ihrer besten Freundin, diese war hinter ihr Verfahren ge- kommen und hat die Postmeisterin wegen Verletzung des Brief- geheimnisses verklagt. Ob in dem Verfahren der Letzteren wirklich eine Verletzung des Briefgeheimniffes begründet ist, kann, wie Alles in der Welt, ebenfalls als eine Rechtsfrage behandeit werden. Eine Groß-Popo-Ente läßt fich die„Post" von der afrikanischen Wefiküste zusenden. Man schreibt nämlich von dort dem genannten Blatte:„Obwohl alle Neger dieser Küste den Schlangen eine gewisse Verehrung wid- m e n, so ist dennoch Groß-Popo der westlichste Ort, bis zu dem fich der Sä langenkultus von Dabomey erflreckt. Derselbe tritt aber in Groß-Popo fast noch auffallender hervor als in Weida, weil die gewaltige Boa Constrictor.die zu der Klaffe der heiligen Schlangen gehört, hier bei weitem häufiger vorkommt. Noch in Ague dürste jeder Weiß« eS* besonders große Gefahr wagen, ein solches Thier zu rösteM Groß-Popo dagegen würde er fich dadurch ein schlimmes ,,$» laver" auf den Hals laden ur d fich blos mit großen Surm« wieder freikaufen können. Häufig genug melden die Keujum» daß im Hofe, im Magazin, oder wo immer eS sei, eine D» Constrictor fich br finde. Abrr anstatt fie todtschicßen zu dürsm muß der Weiße alsdann einen Fetischpriester rufen lassen, de« mit kühnem Griff die Schlange im Narke« packt, sie in einen Sack st e ck t und zur SÄlangeniiiiS befördern läßt, welche die Stelle des Schlangentcmpels Weida zu vertreten scheint. Trotz aller Heiligkeit der ritt giftigen Schlangen haben die in Groß-Popo wohnenden Er® päer doch schon mehrfach besonders staitliche Ex mpla» M Boa erschossen und in der nächstfolgenden Nachl von jungen, denen die Schlangen nichts weniger als heilig find, i> die See werfen lassen."— Also der Piüster packt eine«<' waltige Boa Constriktor, die 35-40 Fuß lang ist, mit lO nem Grsf im Nacken und steckt sie in«inen Sack! „Ich macht kein Geheimniß daraus", rief auf da» letzten Dclmonikodall eine ebenso durch ihre üppigen Fonni«- wie durch die Liberalität, m-t der fie dies! Iben auch dem# fanen Blick zu Gute kommen läßt, berühmte New-Uoiker Qi'* heit aus—„ich mache kein G-Heimniß daraus, daß ichKlM liebe!"—„Und doch tragen Sie nicht mehr davon!" bem«v> trocken ein dabei stehender mittelalterlicher Herr.„Wlderspw» dein Name ist Weib!" Ueber die zunehmende Sucht. Feste zu feiern, kwgt o»» sehr am Niederrhein. So hatte z. B. in Bochum der Schwe� Verficherungs Verein ziemlich gute G-schäfte gemacht und schloffen, deshald ein fiveles Stiftungsfest zu feiem; eb noch Geld übrig und flugs feierte man am Sonntag danm ein— Echweine-Verficherungsotreins-Etiftungs-Nachfest. Kriefkaftea äer Keäaötioa. V. Waffer verdampft bei 80 Grad Reoumur oder 100 S1"' CelfiuS. Darüoer hinaus läßt es fich nicht erhitzen. C. L- tu B. Wenden Sie fich an die Redaktion 5(1 „Flamme", Berlin SO., Ävalbertstr. 36. R St... p. Dresdenerstraße. Wir geben gtlnst daß es für Sic äußerst unangenehm sein muß. wenn S>ep der betreffenden Seite fort und fort belästigt werden. waS können wir hierbei thun? Das R thlcmste dürfte� sein, fich auf gü.lichem Wege mit dem Störenfried zu eiwP Theater. KönigltchtS Opernhaus. Heute: Die Königin von Saba.__ Köntgltches Schauspielhaus. Heute: Was ihr wollt.___ Deutsches Theater. Heute: Ehrenschulden.— Im Bunde der Dritte.— Unter Brüdern._ Vellealliau cc-Thcater. Heute: Der Raub der Sabinerinnen._______________ Neue» Kriedrtch-Wilhetmstadtisches ltstealer. Heute: Gasparone._____ Ceutral-Theater: Alte Jakobstraße 30. Direktor- Ad. Ernst. Heute: Der Walzer- König.__ Residenz-Theater: Dir, klion Anton Anno. H Ute: Zum 6. Male: Der Vergnügungszug. Hierauf: Die Schuiretterin.___ Walhalla-Operetten-Theater: Heute- Der Feldprediger._____ ' Louifenstadtischts Theater: Heute: Aus dem Volke.____ Heute: Im Schillingsho sreud- Theater- Walluer-Theater Heute: Die Sorglosen.___ # Viktoria Theater. Heute: Sulfunna.____ Alhambra- Theater Heute: Die Räuber auf Ma ia Culm. Den Mitgliedern der freien K'anken- und Begräbnißkosse der Schuhmacher Berlins zur Nachricht, daß das Mitglieo Wilhelm üaifer 412 am 24. d. Mts. verstorben ist. Die Beerdigung findrt Freitag, den 27. d. MS., Nachmittags 2'/, Uhr, von der Halle des Matthäikirchhofs statt._ Der Vorstand. Zur pünktlichen Besorgung des„Berliner Volksblatt", sowie aller anderen Zeitvaen empfiehlt�stch dic� ZeitungS- spedition von 399 W. Schmidt, Monteuffelstt. 108. Lausitzer Platz 18 Ecke pücklerstraße. Feiue Sß'Kvtter(ktine Margariu) P d. 90 Pf. Ftium GSotter« Pfd. 100 Pf. ff. sößt Sahuell-ßntter l ZW- 120 Pf. Kerliver Kratell-Zchmal; Pfd. 55 Pf. Sahntu-Kafe__ Stödi 6 Pf. en gros. s l'�UI'l OIl- U. I iil»ick-I Iuil