febr schme Cacao ift d mit Bude ohne Gewi changebrüt . Das Gleid chung mit en find: S e Eigenschaft Heilzwicken Deles bera rauch. Die b nder Anwen e Beit, name okolade mit zwar wenige baif daher Man gie gen von S herabgefomme us den Sch Demeift, febr Dafür aber bt es dabe Nr. 52. Dienstag, 3. März 1885. II. Jabrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Volksblatt" Srter Verbo scheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für das, unte Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 f. brpulver, ostabonnement 4 Mt. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 Pf. I und irgen ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) ktion. Tende leider die Sache men. das Bür fich genan Schriften in Anarchistisches. Redaktion: Beuthstraße 2.Die Anarchisten haben in den letzten Tagen wieder viel undlichkeit fi reben gemacht; in New- York und in Paris sind sie bebeutendem Lärm in die Deffentlichkeit getreten. In = des Nathhis sollte eine Versammlung abgehalten werden, zu der Zei" ift Darfte täglichen nname Lebens n Sie nur wiffen es ni Holland Bri ftalten befind ates. e englische Delegation unter dem Parlamentsmitglied Burg erschienen war. Die Anarchisten machten in dieser ammlung einen fürchterlichen Standal und ergossen sich ben heftigsten Schmähungen gegen die radikalen und alistischen französischen Deputirten, während der englische putirte Burg, der unseres Wissens den Standpunkt der ifchen Gewerkvereine vertritt, ziemlich glatt weggekommen fein fcheint. Die üblichen Schlägereien und der Kampf um bie Tribüne unterblieben diesmal, während es in NewDort u einer großartigen Schlägerei tam, da die von den Anaristen angefallenen Sozialisten von dem Recht der Rothwehr Gebrauch machten, wobei die Anarchisten den oder die) Szeren zogen und auch Herr Most, wie die Blätter be Datin regier egenjas zu be mus) Athen tragen affer ins Eule war in Athen Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., 3immerstraße 44, sowie von allen AnnoncenBureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Expedition: Zimmerstraße 44. geeignet. Man weiß zwar, daß diejenigen Leute, die am Lautesten schreien und toben, immer die am wenigsten gefähr lichen sind. Der Spießbürger indessen, von Natur ängstlich und auch mit den thatsächlichen Verhältnissen zu wenig vertraut, wird leicht bange und erregt. Trifft dies einmal zu, dann wird es ihm auch schwer, die sich auf dem gefeßlichen Boden bewegenden und freiheitlichen Bestrebungen der Arbeiter von dem wüften Treiben der Anarchisten zu trennen. Dann haben alle reaktionären Bestrebungen Oberwasser und es leidet Alles darunter, was zu Gunsten der Arbeiter auf gefeßlichem Wege unternommen werden kann. Man kann fich fonach sagen: Wenn von den reaktionären Parteien bezahlte agents provocateurs angestellt und verwendet würden, um die Arbeiterbestrebungen zu kom promittiren und in Verruf zu bringen, so könnten solche Agenten dem allgemeinen Arbeiter- Interesse auch nicht mehr schaden, als es die Anarchisten vermögen mit ihrem blutrünstigen Phrasenschwall, mit ihren Schlägereien und ihren Standalen. Und doch müssen von allen denkenden Menschen die nommen werden. Wir sehen, daß die Arbeitslosigkeit wieder zunimmt, daß drüben in Amerita eine große Krisis ausge= men allgemeinen Tumult mit Schlägerei zu verwandeln Beitfragen, die uns beschäftigen, wirklich ernst genug ge= aben die Anarchisten schon öfters versucht, und in NewDort ist es ihnen auch gelungen, ohne daß das Ganze in effen einen für sie besonders angenehmen Verlauf genom brochen ist, die Hunderttausende in bitteres Elend versett; / men hätte. Es scheint, als ob die anarchistischen Schreier fich vordaß in Frankreich in Belgien die Noth zunimmt; wir sehen, wie noch immer in der Industrie die Löhne sinken Otto Schnecheinen, der Welt ein möglichst widerwärtiges Schauspiel Kinderarbeit. n und Sommen haben, in all den Versammlungen, in denen sie durch allzulange Arbeitszeit und ausgedehnte Frauen- und eider, Blu bieten. Dber fann man es anders auffaffen, wenn diese en. eute in den Berlammfungen, die sie stören wollen, eine ciée Rebnerbühne aufſchlagen und von da aus mit mög. ſtem Lärm ihre Phrasen zum Besten geben? In Paris -wenn anders die Zeitungsfeine Gegner als Schweine" be jüngst ein Anarchist Glückare wahr find Uhr, 9/10 440 trag des Herrn gemage Bilege des 1. Bot willtommen Cecht zahlreichen er Borstand Berline Uhr, ng 21 e Nr. SerTodel wes Borftande Gäfte, bu hes Erfdbein er Vorftand " Nun, die Leute, die den det und dann gefagt:„ Um Blutwürfte zu machen, muß man Schweine schlachten". Politischen Rampf mit einer solchen Blumensprache führen, hen uns nicht aus, als ob sie die Schöpfer eines neuen turzustandes wären! Wenngleich jeder gefittete Mensch ein solches Auftreten Ane Erörterung verurtheilt, so fann man doch einmal unterwelcher Art die Wirkungen eines solchen Gebahrens uden, müffen. Als Gegenstoß auf dieses Benehmen wird überall bei den herrschenden Gewalten das Bestreben entstehen, die Diesen tiefgehenden Mißständen zu begegnen ist die schwerste Jahrhunderts, bie durch ernste Gevante aufgabe bes Sabrunarice Bethätigung fer Lösung näher gebracht werden kann. Wenn man dieser großen Aufgabe gegenüber das Lärmen und Toben der Anarchisten hört und deren unsinnige Phrasen vernimmt, so könnte man lachen, wenn die Sache nicht so ernst wäre. Wir befinden uns heute in der großartigsten gesell schaftlichen und wirthschaftlichen Anarchie, die sich denken läßt sie ist die Quelle der Nothlage der Arbeiter. Wem es um die Wohlfahrt der Arbeiter zu thun ist, der muß sonach bestrebt sein, fefte Stützpunfte zu gewinnen, auf welche wirkliche und durchgreifende soziale Reformen zu gründen find. Die Anarchisten dagegen preisen uns als erlösenden Werden die Anarchisten dies noch einsehen? Nein, man hat aber auch nicht nöthig, gegen den Chimborasso von Un finn, der in der" Theorie" von der sich selbst regelnden Anarchie" steckt, anzulämpfen; dazu sind die deutschen Arbeiter von viel zu gefunden Anschauungen erfüllt. Politische Uebersicht. Der deutsche Wald. Bekanntlich hat die Nordd. Allg Btg." fich gemüßigt gesehen, unsern Leitartikel„ Der deutsche Wald", der in Nr. 44 des Blattes fich befand, heftig anzugreifen. Gerade wie die Regierungsmotive zur Holzzoller höhung behauptet das Blatt auch, daß niedrige und nicht hohe Einnahmen aus dem Holzertrag zur Waldverwüstung führten. Gründe find bekanntlich billig wie Brombeeren und die ,, Nordd. Allg. 3tg." ist deshalb niemal um Gründe vers legen- fie weiß auch, daß ihre Gründe morgen für das gerade Gegentheil passen. Deshalb können wir von den Grünben, die das Blatt für ihre Behauptung anführt, absehen. Das bei sei erwähnt, daß vor zwei Jahren der Oberforstmeister Donner, einer der ersten preußischen Forfibeamten in der von ihm nach amtlichem Material bearbeiteten zweiten Auflage des von Hagner'schen Werkes Die forstlichen Verhältnisse Preußens" gerade das Gegentheil von den jeßigen amtItchen Behauptungen gesagt hat. An einer Stelle heißt es in Bezug auf Westpreußen: Bu beklagen ist es, daß die mit ben verbesserten Kommunikationswegen gestiegenen Holz preise in den legten Dezennien für viele Privathefizer Vers anlaffung gegeben haben, eine Raubwirthschaft zu treiben, welche zu völliger Devastation großer Waldflächen, zu umfangreichen Versandungen und zu allgemeiner Benachtheiligung der Landeskulturintereffen führt hat. Für die Proving tonſtatirt Herr Donner nach amtlichem Material, daß die gestiegenen Holzpreise zur Devastation erheblicher Privat waldflächen, selbst auf absolutem Holzboden, und dadurch zu großartigen Versandungen geführt haben, und daß die Waldverwüstungen immer noch weitere Fortschritte durch Veräußerung großer Waldflächen polnischer Befizer an Holsbändler zu machen drohen."- Weiteres haben auch wir in unserem damaligen Artikel nicht behauptet. Welche U fache die Steigerung der Holzpreise veranlaßt, intensiver Eisenbahnbau, verbefferte Kommunikationswege oder Zollerhöhung das ist ganz gleich; die Waldverwüstung tritt ein. Bei den ersten beiden Ursachen aber werden andere Kulturbedingungen erfüllt, bei den Holzzöllen nicht. Die legteren also als Ursache der Preissteigerung des Holzes und der Waldverwüftung haben somit gar keine Berechtigung. werden den Argumenten des offiziösen Organs Glauben schenken. Politifchen Freiheiten, wo folche noch vorhanden, einzu während doch gerade der anarchistische Zustand von heute der Holzzölle zu vertheidigen, nur die Interessenten dranten oder ganz zu beseitigen und die freiheitlich gesinnten beweist, daß die Anarchie eben nichts zu regeln" vermag, Barteien werben das nur schwer verhindern können, wenn sondern, dem Sinn des Wortes entsprechend, ein Wirts einmal ber Spießbürger ins Bodshorn gejagt worden ist. Dazu i aber das Auftreten der Anarchisten nur zu sehr Dpfer fällt. Forud verboten.] 106 Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. Forsegung.) Der Festzug kehrte jezt zurück nach dem Gute. Die felichen Tafeln standen bereit, und die Gäste begannen an Denfelben Platz zu nehmen. warr ist, bei dem der Schwächere dem Stärkeren zum Friz Anfangs keine Worte fand zu den hundert Fragen, die er zu thun im Begriff war. Er achtete nicht darauf, daß sein Bruder nicht allein war, daß noch einige Personen in dem Gemache fich befanden, die er nicht kannte. Nachdem die beiden Brüder sich wieder und wieder umarmt und die Hände geschüttelt hatten, da wandte sich Martin um und deutete auf eine Frauengestalt, welche im Hintergrunde des Gemaches stand, eine Gestalt, welche Friß in Erstaunen versezte und ihm aufs Höchste imSein Erstaunen aber erreichte den höchsten Grad, als und Frau von Steinberg, zwei zwischen Frizz Rodenburg Fünf Sige blieben leer, und zwar zwei neben Herrn ponirte. binder offen. raße Nr. ung. Anträge Delegiri mirt. bd 433 wolferung ammlung 1/72 Dies and Lucie und endlich ein Platz gegenüber dem Brautpaar. Martin, ihm diese vorstellend, sagte: Derfelbe?" man war der Platz des Lord Killmare. Wo war Es ist Nuna, meine Frau!" Deine Frau!" wiederholte Friß, wie aus einem Traume erwachend. Noch immer stand er auf derselben Der Alang feines Glases nicht mit dem aller Uebrigen, als Warum fehlte er gerade jest? Warum mischte sich I auf das Wohl des jungen Paares trant? Niemand Batte bemerkt, daß einer der Diener ihm eine Karte über- her kein Wort gesprochen, sich auch dem Bruder ihres Gats Beben und einige Worte zugeflüßtert hatte. Er war hingeeilt und in der allgemeinen Aufregung konnte man Anfänglich seine Abwesenheit kaum bemerken. Jetzt wurden verschiedene Fragen laut. Auch Brand Burbe unruhig und dachte nach, was der Lord nur vors Baben möge. Lächelnd fah Nuna feine Verwirrung. Sie hatte bis ten leinen Schritt genähert. Eine Jnderin kann sich schwer zu der europäischen Sitte entschließen, welche einer Frau erlaubt, einen fremden Mann wär's selbst ein Verwandter anzureben oder ihm gar die Hand zu reichen. Sie hatte, als sie sich in Pondichery ihrem Gatten vers mählte, wohl das Christenthum angenommen, dasselbe hatte Das Zentrum und die Getreidezölle. Dem steuers politischen Koup, welchen das Zentrum durch Einbringung des Entwurfes eines preußischen Verwendungsgeseßes wir dürfen eben so wenig mit dem Geschick murren, da es uns ja den herrlichsten der Schäße Indiens als ein Glied unserer Familie zugeführt." Nun begrüßte auch Brand ben wiedergefundenen Schwager und die Schwägerin mit Herzlichkeit, und Nuna nahm bie ihr von ihren neuen Verwandten dargebrachten Huldigungen mit Wohlwollen auf. " Ich darf Ihnen übrigens gratuliren, Schwager," sagte Brand zu Martin, insofern, als Sie verhindern werden, daß ein altes Rodenburg'sches Befißthum in andere Hände übergeht." " Wie fo?" fragte Martin. " Ihr Onkel Rodenburg in Feldau hat keine andern rechtmäßigen Erben als die Kinder seines Bruders. Friz aber verzichtet aus altem Groll gegen den hartherzigen Onkel auf sein Erbe. Lucie ist durch ein unseliges Mißverständniß bei ihm in Ungnade gefallen und erbt nicht, sie würde aber jetzt ebenfalls verzichten, selbst wenn ihr Dntel feine Gesinnung gegen sie änderte. So find Sie also allein übrig, um von Felbau mit allem Zubehör bereinst Befiz zu nehmen." in's Dhr, winkte dann Friz Rodenburg und verließ mit urtheile bis jetzt noch nicht gänzlich zu beseitigen vers Da fam er zurück, flüsterte erst Brand einige Worte aber doch die ihr von Jugend auf eingeimpften Vor- daure ich, daß sich Ihre Hoffnung nicht verwirklicht. Ich Chema werden hiedenes Vorstand ng Befellen Ubr ftraße 37. erfammlung und Befellen te Comité Pfeiffer men wieber ben Saal. Saal hinter fich hatten, nicht wenig erstaunt über die unWas haben Sie, Mylord?" fragte Frig, als sie den Bewöhnliche Erregung des Lord. Toner unb mocht. Du darfst meinem lieben Bruder Frig immerhin die Hand" reichen, Nuna," sagte Martin lächelnd, und darfst ihm auch die Wange zum Russe bieten, und darfst ihn lieb Eine Ueberraschung, wie sie für diesen Tag nicht haben, als wäre er Dein eigener Bruder." fein tann; Sie werden es sehen." Neue Gäfte?" Bäfte, welche gewiß Niemand erwartet hat." Er führte sie eine Treppe hinauf, öffnete ein Zimmer drig blieb wie erstarrt in der Thür stehen. Brubers. Reizend war die Verlegenheit, mit welcher Nuna dieser Aufforderung nachkam, entzückend stand ihr das holde Er röthen unter dem dunklen Kolorit ihres Teints. " Holbe Schwägerin," sagte Frig mit einem Anflug von Galanterie, die ihm sonst nicht eigen war ,,, mein Brus der darf sich für seine langjährigen Abenteuer wahrlich Martin!" rief er dann und lag in den Armen seines entschädigt halten, da er durch dieselben in den Besig Die Ueberraschung, die Freude war so groß, das einer Gattin wie Sie gelangte, und wir, seine Geschwister und sein Schwager Brand, den ich Ihnen hier vorstelle, Wenn anders teine Aussichten vorhanden sind, Felbau und Zubehör wieder in den Besitz eines Rodens burg zu bringen als mein Antritt der Erbschaft, so be= verzichte ebenfalls auf die Erbschaft und zwar aus densel ben Gründen wie mein Bruder. Ich will von seinem Erbe und seiner Freundschaft nichts wissen. Außerdem aber beabfichtige ich nicht in Europa zu bleiben." Du willst wieder fort?" fragte Friß.„ Du willst Dich wieder in ein Leben voll Abenteuer stürzen, und uns wieder in Angst und Sorgen um Dich lassen?" ,, Das will ich nicht!" erwiderte Martin lächelnd. Die Abenteuer habe ich satt, und in Sorge braucht ihr nicht um mich zu sein, wenn ich nach Indien zurüdgebe." Warum aber bleibst Du nicht hier?" " Erstens bin ich es meiner Nuna schuldig, nach Inbien zurückzukehren, fie hängt so mit ganzer Seele an ihrer Heimath, daß ich fürchten müßte, sie würde hier am Heim " 1 ( Antrag Quene) im Abgeordnetenhause gemacht hat, legt man - so schreibt die konservative Schlesische Zeitung" in parlamentarischen Kreisen im Allgemeinen wenig Bedeutung bet. Man glaubt dort nicht, daß das Geseß im Landtag zu Stande kommen oder, wenn dies dennoch geschehen sollte, daß es von der Regierung angenommen wird; noch weniger aber glaubt man, daß das Zentrum seine Zustimmung zu der Boll vorlage im Reichstage von der Gewährung seiner Forderung im Landtag in der That abhängig machen werde. Man erblickt in dem den Namen des Abgeordneten Huene tragenden Antrag vielmehr einen auf die Wähler berechneten Bug. Das fonservative Blatt wirft also den Herren vom Zentrum vor, daß ihr Antrag, der darauf hinausgeht, von den dem Staate durch die Erhöhung der Bölle zufallenden Mehreinnah men einen Theil zur Entlastung der Kommunen zu verwenden, nicht ernst gemeint ist. Die Gründe, welche das genannte Blatt zu diesem Vorwurf veranlaffen, tommen hier nicht weiter in Betracht; der Vorwurf erscheint uns durchaus richtig. Denn so sehr die Herren vom Zentrum ihre Wähler auch im Sack haben, so fürchten fte dennoch, daß ihre Zustimmung zu den Rornzöllen böses Blut machen wird, namentlich befürchten ste bies in Bezug auf die Sentrumswähler in den größeren Städten. Daher der Antrag Huene, der ein Pflaster auf diese wunde Stelle decken soll. Der Antrag dürfte aber seinen Zweck voll ftandig verfehlen, die Vertheuerung des nothwendigsten Lebensmittels wird, selbst wenn derselbe zur Annahme gelangte, durch denselben nicht gehoben werden und Herr von Quene und seine Freunde werden nicht im Stande sein, sich durch den Hinweis auf diesen Antrag weiß zu waschen. " und Studentinnen plöglich abgereift, muthmaßlich aus Furcht wegen der stattgehabten Verhaftungen. Es heißt, daß der Plan zur Sprengung des Bundesrathhauses( nach dem ersten Misglücken) gestern Abend hätte ausgeführt werden sollen; der Beauftragte war bereits im Bestze der Schlüssel zum Archiv. Wie der Bund" berichtet, hat der Bundesrath an sämmtliche Rantonsregierungen ein Kreisschreiben erlassen, in welchem er denselben den Beschluß, betreffend die Maßnahmen gegen die Anarchisten, zur Kenntniß bringt und fie einladet, die schwierige Aufgabe, welche dem Bundesanwalt und dem Untersuchungsrichtern geftellt ist, zu erleichtern und deren Anordnungen thunlichst zur Ausführung zu bringen. Der erwähnte Beschluß des Bundesrathes fann erst im Laufe Es scheint, daß die der nächsten Woche publizirt werden. gegen die Anarchisten zu ergreifenden Maßregeln noch nicht zum Abschluffe getommen find. 11 Kommunales. & Zur folgend Sonntagsporf Gebietslenswertbe eute machie Der Vertrag der Kommune Berlin mit Charlotten burg wegen Anschlusses verschiedener Gebiets the tle des Charlottenburger Weichbildes an Die allgemeine Kanalisation von Berlin gen des wurde nach den Vorschlägen der eingefegten Subkommiffione war ein vom Magistrat in der Freitagsfigurg genehmigt. Aus dem eninhaber, tomplizirten Vertragsentwurf fönnen wir nur Einiges heraus heben: Cheaterräume atte man es inen auf 1 Bir find C rer Einhal genbieners G Liederfän nem zufälli andte, verfe Die Straßenleitungen und deren Reparaturen darf nur der Berliner Magistrat ausführen. Ebenso steht dem Lesteren der alleinige Betrieb der Straßenleitungen zu, jedoch hat dasth batte, zum Spülen der Leitungen erforderliche Waffer Charlottenburg herzugeben und die Straßengullies" zu reinigen. Der Magi ftrat zu Charlottenburg zahlt an den Magistrat zu Berlin für bildete" jedes laufende Meter der Grundstücks- Straßenfronten, welche bertstimmi Durch die verlegten Leitungen angeschloffen werden können: 11 a. eine einmalige Summe von 50 M.; b. einen jährlichen Beitrag von 5 M.; Die Zahlungen werden vier Wochen nach dem Tage fällig, an welchem der Magiftrat von Berlin Anzeige gemacht hat, welche Grundstücke anschließbar find. Die nothwendig werdenden Umpflasterungen leistet Char lottenburg. -Wir berichteten bereits, daß sich verschiedene deutsche Kriminalbeamte nach der Schweiz begeben hatten, um dort Komplizen des muthmaßlichen Attentäters Lieske aufzufinden. Nach Schweizer Blättern hat sich unter diesen Beamten auch So Der Frankfurter Staatsanwalt befunden. schreibt die Büricher Post" über diese Angelegenheit: Was die Thätigkeit des Frankfurter Staatsanwalts, eines Herrn Dr. Lauß in der Schweiz anbetrifft, so lieferte dieselbe ebenfalls tein Resultat. Herr Dr. Lauß war hierhergekommen, weil ein hiefiger Major" im Caf Weißharr renommirt hatte, er wiffe, daß Neve und der bei Mannheim verhaftete Lieske in Waldshut zusammengekommen seien. Ein Deutscher, der am gleichen Tische faß( wohl ein Detektive), dessen Namen Herr Dr. Lauß nicht nennen wollte, meldete nun diese Worte nach Frankfurt, und infolge dessen wurden zahlreiche Personen ver nommen. Einige erklärten, die Worte des Majors" gehört zu haben, dieser selbst suchte fich aber auszureden, und fonnte nicht das Mindeste beweisen. Der Frankfurter Staatsanwalt, welcher alle hiesigen Polizeibeamten lächeln sah, als er ihnen den Namen feines Gewährsmannes nannte, soll zuletzt selbst unter Lachen Abschied genommen und bemerkt haben, sobald locke ihn dieser Name nicht wieder in die Schweiz, aber er hätte doch gedacht, daß ein Major" und Redakteur eines liberalen Blattes( das" Blatt überläßt es den Lesern, fich den Satz zu ergänzen). so meint ein lauten die so meint das Blatt weiter Bedrohlicher Nachrichten aus der Bundesstadt( Bern). Den ,, Basler Nachrichten" meldet heute der Telegraph:" Der Plan eines Attentats gegen das Bundesrathshaus war ein bis ins Detail ausgearbeiteter und zeugt von infamer Raffinirtheit. Es scheint, nach den Berichten der schweizer Blätter zu urtheilen, wirklich ein Anschlag auf den Bundespalast von Seiten der Anarchisten geplant zu sein( wenn nicht agents provocateurs ihre Hand im Spiele haben); jedenfalls wird die Untersuchung bald Aufklärung bringen. Unbegreiflich erscheint es uns, daß Leute, welche noch im Vollbestße ihrer Vernunft sind, von derartigen Attentaten irgend einen Fortschritt erwarten; wenn es ihnen gelänge, das Verbrechen auszuführen, so würde doch das Schweizer Volt dafür büßen müssen, denn es müßte aus seiner Tasche die Summen zu dem Wiederaufbau des Bundespalastes hergeben. Angra Pequena scheint thatsächlich in den Befit einer Attiengesellschaft überzugehen. Die Lib. Korr." fchreibt: ..Widersprechenden Angaben gegenüber tönnen wir konstatiren, daß der Befizer von Angra Pequena, Herr F. A. C. Lüderis in Bremen, fürzlich in einer Vorstandssigung des D. Rolonial vereins erklärt hat, er sei außer Stande, das Unternehmen auf eigene Kosten weiter zu führen und daß er einer Summe von einer Milion Mark bedürfe. Da für dringliche Ausgaben Deckung nicht vorhanden, ist seitens der Mitglieder des Vor standes vorläufig eine Summe von 150 000 Mart zu diesem Swede zur Verfügung gestellt worden." Durch diese uners wartet hervorgetretenen Bedürfnisse wird Berliner Blatt die Bildung der Benoe Kompagnie verzögert werden, an deren Spize bekanntlich herr R. Flegel treten sollte. Selbst in den Kreisen des Kolonialvereins sollen diese Vorgänge eine gewiffe Ernüchterung herbeigeführt haben." Ernüchterung ist gut, das seẞt voraus, daß man fich vorher im Rausche befand und jetzt die Leiden des Kazenjammers durchzukosten hat. Derartige Ernüchterungen werden wohl bald mehr zu verzeichnen sein. M Ein Weltpoft- Kongreß" hat in der Hauptstadt von Bortugal, in Lissabon, getagt. Aus den dort gepflogenen Verhandlungen ist ersichtlich, daß die internationale Regelung des Postwesens immer größere Fortschritte macht. Von allen Staaten waren Delegitte zu diesem Kongreß gesandt. In der zweiten Sigung erklärte fich der Vertreter der südamerikanischen Republik Bolivia für den Beitritt zum Weltpostvertrage. Es gehören nunmehr sämmtliche Staaten Amerikas dem Weltpost Derein an. Die Sigung hatte außerdem das Ergebniß, daß Spanien, Argentinien, Brasilien, Chile, Paraguay, Venezuela und Haili dem Uebereinkommen wegen des Austausches von Packeten fich anschließen werden. In der Kriegstontrebande- Frage hat Frankreich bereits etwas nachgeben müssen. Der„ Reichs- Anzeiger" macht bekannt, daß nach einer neueren Mittheilung der französischen Botschaft Reis französischerseits nur in so weit als Kriegsfontrebande behandelt werden wird, als es sich um Vers schiffungen nach den nördlich von Canton belegenen chinesischen Häfen handelt, während Reissendungen, die nach Canton selbst oder nach den südlich davon belegenen chinesischen Häfen be stimmt find, ungehindert bleiben. Schweiz. nette" G er empören mben ame wal Spaß zu t Der He ner gegen f Berführt wo Beiden Theilen steht eine sechsmonatliche Kündigung dieses Vertrages nur dann zu, wenn der Gegentheil den in diesem Vertrage eingegangenen Verpflichtungen nicht nachkommt. Diend Abend Entscheidung hierüber hat ein Schiedsgericht. Stragen am Der Magistrat zu Berlin behält sich eine sechsmonatliche Nachbari Kündigung vor, sobald in Bukunft eine der mit der Charlottense Bewoh burger Polizei zu treffenden Festsetzungen seitens der letzteren nicht mehr beobachtet wird. And stießen Die Polizeidireftion Charlottenburg erläßt den Aufruf im Hau der betheiligten Straßenstrecken wegen des Hausanschluffer. Die folge gezw unter den S Berliner Ortspolizei, Abtheilung II., prüft die Projekte und ertheilt die Genehmigung nach vorgängiger Verständigung mitenge gelyr der Polizeidirektion. anweltfchaft ein, welche Unterfuchung Frau wird i Brutal Die lettere erläßt keine die Entwässerung des a zuschließenden Gebietes betreffende Verfügung, ohne fich mit Der Berliner Ortspolizei für die Kanalisation ins vernehmen gesezt zu haben. Klagen und Beschwerden lät Be die Polizeidirektion an die Berliner Ortspolizei zur arveitung gelangen oder bearbeitet sie nur nach vorgängige äft der Verständigung. Der Vertragsentwurf wird nunmehr zunächst im Magift von Charlottenburg vorgelegt werden. unter Der Antrag, die Großgörschenstraße der Potsdamer Bahn durchzuführen und den zunächst noth wendigen Betrag von 210 000 Mart zu gewähren, ift po Magistrat als nicht unmittelbar dringlich und mit Rücksicht auf die enormen Kosten zur Zeit abgelehnt worden. Zur Verbreiterung der Herkulesbrücke. Bekannt Ilich hatte die Stadtverordneten- Versammlung am 30. Oftober 1884 beschloffen, den Magistrat zu ersuchen, eine provisorische Verbreiterung der Baffage an der Herkulesbrüde zu bewirken Der Magistrat bat in Folge deffen alle hierauf in Betracht kommenden Verhältnisse einer eingehenden Prüfung unterzogen, höriger R allein arretten breichte Barretten, Gelb in den rling, m berührung Bubel gefto Der Fremde Den mit Sa mit folcher Der Rapf in Ropfe welcher er nerheblich tommener Dem Krimin Cappa, er ichen Berl rettungen welche eine provisorische Aenderung der qu. Paffage vor Er Bei der fortgesezten Berathung der Getreidezölle ledigung der Frage der völligen Beseitigung der Herkules in der Deputirtentammer wurde der Antrag Peytrals, brüde als unthunlich ergeben hat. Ein solches Provisorium den harten Weizen vom Zollzuschlag freizulaffen, abgelehnt, herzustellen durch Beseitigung nur der Brückengeländer, hat ebenso wurde ein Boll von 2 Frcs. für Roggen abgelehnt. fich ale nicht ausführbar gezeigt, weil dieſe Geländer eine Für Hafer, Roggen und Gerste aus Europa oder direkt impor theilweise für den angegebenen 3wed nugbare Grundfläche firt wurde ein von 1 Fics. 50 Cent., für Brovenienzen aus europäischen Entrepots wurde ein Zoll von 5 Frcb. zuständigen Behörden Anträge auf Gestattung der Fortnahme aus einem Die in Bern vorgenommenen Verhaftungen der Anarchisten wurden fo berichten die ,, Basl. Nachr." vorzüglich durchgeführt. Gendarmerie und Stadtpolizei operirten zufnmmen und die meisten Anarchisten wurden in der Morgenfrühe aus den Betten geholt und bei Allen Hausdurchsuchungen gemacht. Unter ihnen befindet sich auch eine Frau und zwar eine Bernerin. Wie heute verlautet, sollen unter den Verhafs teten fich auch Spione und agents provocateurs befinden. Neue Verhaftungen stehen noch bevor. Es ist un richtig, daß in Biel ebenfalls Anarchisten verhaftet wurden. Dagegen wurde in Freiburg einer verhaftet und darum tritt auch der eidg. Untersuchungsrichter für die franzöftsche Schweis in Funktion. In Bern wurden einige der Verhafteten wieder auf freien Fuß gesezt. Anderseits wurden neue Verbaftungen vorgenommen. In St. Gallen sollen bis jetzt 13 Verhaftete sein, in Zürich 3, doch stehen neue Verhaftungen bevor. Die Untersuchung wird sich auf die ganze Schweiz ausdehnen. Der Plan der Sprengung des Bundesrathshauses soll durch einen dem Bundesrath fignalifirten, nach Wabern abreffirten Brief bekannt geworden sein. Gestern seien mehrere russische Studenten weh sterben; anderseits aber erfordert mein neuer Beruf meine Anwesenheit dort." ,, Dein neuer Beruf? Welchen Beruf haft Du denn?" 10 Cent. beschlossen. Die weitere Berathung wurde hierauf vertagt. Der Nabob Nafir, in dessen Hause die Taufe meiner Frau und meiner Trauung stattfand, hat mich zum Inspettor seiner Fattoreien in Kalkutta gemacht." " Ah, das ist ein großes Glück!" Der Agence Havas" wird aus Shanghai vom 28. b., 12 Uhr 30 Min. Mittags gemeldet: Gerüchtweise vers lautet in Beting, alle Würdenträger des Reichs seien aufgefordert worden, ihre Meinung darüber abzugeben, ob es angezeigt erscheine, den Krieg gegen Frankreich fortzuSegen oder Frieden zu schließen. Großbritannien. Der englische Premier kann jeßt nach britisch parlamenta rischer Geflogenheit, wenn er es will und wünscht- noch im Amte bleiben, denn im Unterhause ist das Northcote'sche Tabels votum verworfen worden, freilich nur mit einer Majorität von 14 Stimmen. Verschlimmert wird die Wirkung dieses Pyrrhusfieges noch durch die ebenfalls gemeldete ungünstige Entschei dung im Haufe der Lords, wo Salisburys Zadelsvotum mit der enormen Mehrheit von 121 Stimmen angenommen wurde. Allerdings ist das Oberhaus, wo es fich um eine Kabinetskrise handelt, nicht der entscheidende Faktor. Gladstone wird wohl zurücktreten und vielleicht ein Koalitions- Ministerium aus ge mäßigten Whigs und Tories an seine Stelle treten.- Nach einem inzwischen eingetroffenen Telegramm beschloß das Kabinet Gladstone, nicht zurückzutreten. Und ist ein Bosten, der mich, den passionirten See mann, nicht ganz bem alten Berufe entfremdet; wenn ich auch nicht selbst mehr die See befahre, so habe ich doch unablässig mit Seefahrern zu thun." geheimnißvolle Wesen, das Lord Killmare annahm. Martin, feine Gattin am Arm, folgte ihnen. Indem be Ver tine Blechm wurde we Dieb bie erft vo der monumentalen Figurengruppen zu stellen. Magistrat der Versammlung hiervon Kenntniß giebt, theiltaftet. die Baufluchtlinie in der Umgebung der Herkulesbrüde on waarengefo ihm möglichst schleunig weiter gefördert werden wird; handlungen in dieser Beziehung feien im Gange und mit Be endigung derselben werde das Projekt der Versammlung u Genehmigung vorgelegt werden. Lokales. nur mit b. Der lokale Theil der Zeitungen ist ein Rind Der neuesten Zeit. Früher beschäftigten sich die Zeitungen Staats- und gelehrten Sachen". Für Lokales gingen ihnen Wochenschriften von oft kurzer Lebensdauer her; " 1 neben wie bie Eintagsfliegen löften fie fich einander ab. Man hielt fie nicht des Sammelns werth selbst arf der Königlichen Bibliothel find sie nur vereinzelt vorhanden und doch haben fie beute einen hohen fulturgeschichtlichen Werth. Ihre Titel waren der Engel Camera obscura von Berlin- Die Zuschauerin originell: Die Lärm- Kanone- Der Lauf der Welt an der Spree( älter als der bekannte Zuschauer) über die lange Weile Galerie Das Blatt Die Peitsche u. f. w. Moralifch nannten fie fich meist und höchst unmoralische Dinge schilderten fte oft. Erzählungen. it Novem amentail e geftob f. B. gegeben, leuten, Bur Sammtlich mit hande bobl, als racht wor g. Ei Sonnaben Bottfalt Firma hat weiten Et Aberraschen zu Lande erzählte, stellte sich die Ruhe einigermaßen her, und mit athemloser Spannung lauschte man feinen Als er im Laufe dieser Geschichte auf seinen Aufent halt am Hofe des Königs von Audh tam und von ben erstaunten Blide aller auf die neuen Gäfte gerichtet. Der junge Gefahren sprach, welchen er und seine geliebte Nuna bort Mann in einer Kleidung, welche den europäischen Schnitt ausgesezt gewesen, hob er mit Wärme und Enthusiasmus Dazu wirst Du auch in kurzer Zeit ein reicher Mann sein, vielleicht über kurz oder lang selbst ein Rabob." Wenn das auch nicht ist, so werde ich doch die Mittel befizen, alle zwei Jahre Euch, meine Lieben, hier auf einige Monate mit meiner theuren Nuna zu be suchen." So soll es sein!" riefen Brand und Fritz zugleich und schüttelten ihm die Hände. " Meine Herrschaften," unterbrach Lord Killmare bas Gespräch, ich muß Sie bitten, daß Sie die werthen Hochzeitsgäste da unten nicht länger in Ungewißheit laffen, fon dern denselben Herrn Martin Rodenburg und Frau Ge mahlin vorstellen; bedenken Sie, daß auch diese Herrschaften noch an der Tafel theilnehmen sollen." Erst jetzt ward Friß inne, daß er über der Freude des Wiedersehens vergessen hatte, daß noch zwei andere Bersonen im Zimmer waren, nämlich ein recht vornehm aussehender Herr von etwa dreißig Jahren und eine schöne, junge Dame von etwa zwanzig Jahren. Sein Blick schien Lord Killmare zu fragen, wer diese seien, der Lord aber winkte abwehrend: " Einundzwanzigstes Rapitel. Als die Thür des Festsaales fich öffnete, waren die in eigenthümlicher Weise mit der indischen Uniform vers einigte, noch mehr aber die Dame an seinem Arm, deren wahrhaft blendende Schönheit im Verein mit ihrem frembländischen Aeußern auf's Höchste überraschen mußte, waren wohl geeignet, bas allgemeine Erstaunen zu rechtfertigen. Später, Herr Doktor, ich darf ties Geheimniß noch den Edelmuth und die Aufopferung hervor, welche ein Deutscher und feine Gemahlin, welche fich an demselben Hofe aufhielten, bei dieser Gelegenheit bewiesen. " Diesem edlen Mann allein und seiner herrlichen Gattin," so schloß er, habe ich die Befreiung aus lebens Lucie aber, als sie unter den Eintretenden Martin er länglichem Rerfer und den Besit meiner lieben Frau zu fannte, stieß einen Schrei freudiger Ueberraschung aus. Im banken; ihm auch danke ich zum großen Theil das freund nächsten Augenblick lag fie, Freudenthränen vergießend, in ben Armen ihres Bruders. Welch ein Strom von Ausrufungen des Erstaunens, Bäumen in fernt und geftellt, ba lich gewefe Tochter e fällig um schaftliche Entgegenkommen des Nabob Nafir und das Glad Welches ist der Name dieses edlen Mannes, von dem meiner Zukunft." fo der Theilnahme, der Freude, der Verwunderung machte und von dessen Frau Sie mit solcher Wärme sprechen?" sich in der Gesellschaft Luft, als man erfuhr, daß der Fremde der verloren geglaubte Bruder der Braut und die schöne Indierin seine Frau sei. Und als auf Brand's Veranlassung die neuen Gäste endlich auf den Sigen Plaz nahmen, welche neben dem Lord Killmare's offen gelassen waren, da ergoß sich eine Fluth von Fragen über fie, die zu beantworten nicht Lage oder Wochen ausgereicht hätten. Die kleine Adda wollte wissen, ob begnügen werde, fragte Herr von Steinberg. Da beugte sich Martin zu ihm herüber und fagte) leise, daß nur Herr von Steinberg und seine Gemahlin ihn hören konnten: ,, Sein Name ist Bruno von Wredow." Farbe wechselnd. " Ach war berg ern Rinb Augen fü Mis bag fie n Au 84 macher oft habe ich ein 28 war. 908 balb tein unfern R ihren Mu nung ichr Nebe, un Bruno von Wredow!" wiederholte der Baron bie Glüdlicherweise bot das eben Gehörte den übrigen er sich mit dieser einen Frau Gäften so viel Stoff zu allerlei Erörterungen und zu sich nach indischer Fragen, die an Nuna gerichtet waren, daß Martin's Un Die braune terredung mit Herrn und Frau von Steinberg einige er oder ob Sitte beren mehrere nehmen werbe äugige Gisela fragte, ob es wahr sei, daß sich beim Tobe des Gatten dort die Frauen verbrennen lassen müßten, und wie es bei diesen Beremonien hergehe. Gräfin Hildegard hatte irgendwo gelesen, daß man dort schöne Mädchen raube und an den Befizer des Harems verkaufe. Cordelia war nicht im Stande, nuten unbeobachtet blieb. " ... ,, Und seine Frau...?" Bruno von Wredow:" wiederholte auch die Baronin ,, Ludmilla von Steinberg!" Sie von unserer Tochter und Ihrem Gatten sprechen?" ,, D, mein Gott, Herr Rodenburg, Sie wiffen, ba bies a Cheglüc nicht entf Liebe. wird ihr Ad biel Bund Monate hließen Biel Bu befize 35 Ja als of Durch ib feiner G feben einem b D Tochter meinem wenn id „ Herr Rodenburg, ich überlasse Ihnen das Uebrige. der Fluth aller dieser zum Theil recht delikaten Fragen Ihnen tausend Grüße zu bestellen und von Ihnen für fie Dann wandte er sich an Martin: Ich selbst werde bis zu Ihrer Rückkehr die Honneurs bei biefen unsern Gästen machen." Fritz und Brand gingen voran, kopfschüttelnd über das Einhalt zu thun. Erst als auf ihre Veranlassung Martin von seinen Lebensschicksalen, von seinen Abenteuern zur See und Verzeihung zu erflehen." 17 Also Ludmilla hat uns nicht vergessen?" Ein Wort der Versöhnung von Ihnen und Thre & Zur Charakteristik unserer gebildeten Jugend" folgendes Schreiben eines der zahlreichen Besucher der harlottenntagsvorstellung im Concordia Theater einen be Bebiets lenswerthen Beitrag: Eine flegelhafte Gesellschaft funger tibes an te machte fich am Sonntag Abend in einigen BallonBerlin en des Concordia- Theaters breit. Das Benehmen dieser blommiffton te war ein derartiges, daß nicht nur die nebenbefindlichen Aus dem eninhaber, sondern auch das Publikum in den unteren ges heraus eaterräumen erheblich gestört wurde. Dem Anscheine nach te man es mit Studenten zu thun, denn man hörte den Einen auf vielseitige Burufe wegen ihres Lärmens sagen: darf nur tönnen: m Lepteren Bir och hat dasth hatte, dem Standale durch Hinausweisung der Ruherlottenburg rer Einhalt zu thun. Eine freundliche Aufforderung des Der Magi genbieners und des Oberkellners zur Ruhe machte auf die Berlin für bildete" Gesellschaft durchaus teinen Eindrud. Selbst ein nten, welche bertstimmiger Ruf des Publikums half nichts. Auch als Liederfängerin, Frl. Neumann, von der Bühne aus in em zufällig paffenden Verse fich direkt an die Herren" note, verfehlte diese Absicht nicht nur ihre Wirkung, sondern nette" Gesellschaft brach noch in ein größeres Toben aus. empörende Lärm fand erst sein Ende, als die Standalt ben am Schluß des dritten Theiles das Theater verliegen, wahrscheinlich in anderen Lokalen einen ähnlichen Spaß" zu treiben." Tage fällig, emacht hat, leiftet Char gung dieses Den Aufruf Ket Der Heilgehilfe und Eigenthümer Arndt ist wegen n in diesem er gegen seine Ehefrau verübten unheilvollen That am Sonnommt. Dien Abend festgenommen und nach dem Kriminalfommiffariat Berführt worden. Als die Kunde vom Tode der Frau fich in Smonatliche Nachbarschaft des Arndt verbreitete, sammelten sich zahlCharlottense Bewohner der Alerandrinenstraße und der angrenzenden Straßen Der letteren am Sonnabend gegen Abend vor dem Thatort an ftießen verschiedene Verwünschungen und Drohworte gegen im Hause weilenden Thäter aus. Die Polizei war dembluffer. Die folge gezwungen, einzuschreiten, und Arndt stellte sich selbst unter den Schuß der Polizeibeamten, da er befürchtete, von der lenge gelyncht zu werden. Inzwischen ging von der Staats anweltschaft der Haftbefehl gegen Arndt bei der Kriminalpolizei ein, welche nunmehr für die Ueberführung des Arndt zur ne fich mit Untersuchungshaft Sorge trug. Die Dbduktion der Leiche der Frau wird in der Gegenwart des Thäters erfolgen. rojekte und bigung mit des an Be ins Eins perden läft et zur vorgängiger n Magi afe unter ächst noth n, ift vom Rüdficht auf Bekannt 30. Ditober provijorijche ju bewirken. in Betracht unterzogen, ge vor Er er Herkules Brovisorium Brutalität. Ein anscheinend den besseren Ständen an höriger Ruffe tam heute früh gegen 8 Uhr in ein Bigarren häft der Königstraße, woselbst er in polnischer Sprache von allein anwesenden Lehrling für drei Rubel Bigarren und rretten forderte. Der Lehrling, welcher polnisch versteht, breichte dem Fremden die gewünschten Bigarren und tretten, während dieser sein Portemonnaie vorzog und sein Gelb in demselben überzählte. Plöglich erhob er gegen den rling, welcher mit dem Gelde des Fremden in gar keine Berührung gekommen war, die Beschuldigung, daß er ihm drei und ob auch Waaren gestohlen worden find, muß erst noch ermittelt werden. Anscheinend find zwei Personen bei dem Einbruchsdiebstahl betheiligt gewesen. Der Verdacht der Thäter schaft lenkt sich auf einen Laufburschen, welcher kurze Zeit vorher aus dem Geschäft entlassen worden ist. Die Kriminalpolizei bat sofort Kenntniß von dem Norgange erhalten und bereits die erforderlichen Recherchen nach dem bezw. den Thätern eingeleitet. N. Zwei schwere Unglücksfälle, beide mit anscheinend lebensgefährlichen Verlegungen verbunden, werden uns vom legten Sonnabend gemeldet. Ein in der chemischen Fabrit von Maraffe, Schulzendorferstraße 19 beschäftigter 61jähriger Arbeiter Adeholt war dabei behiflich, schwere, mit Chemikalien gefüllte Tonnen nach dem Lagerraume heraufzuwinden. Bei dieser Arbeit plagte plöglich die zum Ziehen benugte Kette und stürzte das Faß so aus einer ziemlich beträchtlichen Höhe auf den unter stehenden A., denselben zu Boden schmetternd. Ein hinzugerufener Arzt konstatirte neben anscheinend schweren in neren Verlegungen einen Bruch des Oberschenkels und ordnete die sofortige Ueberführung nach der königlichen Charitee an. Bei dem hohen Alter des Verunglückten soll wenig Hoffnung vorhanden sein denselben am Leben zu erhalten.. hinterläßt eine in der Neuen Hochstraße 22 b wohnende Frau und drei Kinder. In der Färberei von Wegner, Stralauerstraße 39, war gegen Abend ein Färber, Daniel Lichtenstein, mit dem Reinigen eines beinahe in Höhe der zweiten Etage angebrachten Glasdaches beschäftigt. Hierbei hatte 2 das Unglück, durch die Scheiben durchzubrechen und auf einen im Hofe stehenden, mit Benzin gefüllten Glasballon zu stürzen, daß er bewußtlos und anscheinend ebenfalls schwer verlegt von anderen Arbeitern aufgehoben werden mußte. Der Verunglückte wurde auf ärzliches Anrathen nach dem städtischen Allgemeinen Krankenhause geschafft. Nach der Feststellung des Statistischen Amtes der Stadt Berlin stellt sich die Bevölkerung Berlins am 31. De ember 1884 im Ganzen auf 1263 196 Köpfe, davon 1243 162 Personen vom Bivil, 20 034 vom Militär. Am 31. Dezember 1883 betrug die Bevölkerung dagegen 1205 805 Personen vom Bivil, 20 587 Personen vom Militär und im Ganzen 1 226 392 Röpfe. Sie ist also im Laufe des Jahres 1884 gewachsen um 36 804 Köpfe oder fast genau brei Prozent. Nach der Tabelle des Magistrats stellte sich die Bevölkerung Berlins Ende Des zember im Jahr 1850 auf 419 720 Seelen, 1854 auf 429 390, 1859 auf 474 790, 1864 auf 632 500, 1869 rund 762 450, 1874 auf 932 760, 1879 auf 1 089 070 und zulegt 1884 auf 1 263 196 Seelen. Sie hat sich mithin von 1850 an bis 1884 ( in 34 Jahren) verbreifacht, von 1864 ab bis jest( in zwanzig Jahren) verdoppelt. Steigt sie weiter in gleicher Weise, so wird vor Mitte 1890 die Einwohnerzahl 1 500 000 sein und die vollen zwei Millionen Röpfe etwa um 1897 er reicht sein. Nach Mittheilung des Statistischen Amts der Stadt vom 15. bis incl. 21. Februar cr. zur Anmeldung gekommen: 179 Eheschließungen, 918 Lebendgeborene, 37 Zobtgeborene, 588 Sterbefälle. Rubel gestohlen hätte. Als der Lehrling dies verneinte, ergriff Berlin find bei den hiesigen Standesämtern in der Woche Der Fremde unter Drohungen einen auf dem Fußboden stehenDen mit Sand gefüllten eisernen Spudnapf und warf diesen mit folcher Gewalt gegen den Kopf des jungen Mannes, daß der Napf in vier Stücke zerbrach. Der Lehrling wurde dadurch am Ropfe und im Geficht sowie an der rechten Hand, mit welcher er das Wurfgeschoß abzuwehren versucht hatte, nicht nerheblich verlegt. Ein auf den Hilferuf des Lehrlings hinzu tommener Nachbar veranlaßte die Sistirung des Ruffen. Auf Bem Ariminalfommissariat nannte fich der Siftirte Michael Cappa, er verweigerte aber jede Auskunft über seine persön länder einen Verhältnisse und über die Motive zu seinen AusGreifungen. Er führte einen Stubenschlüssel bei sich, an dem tine Blechmarte mit der Nummer 26 befestigt war; anscheinend Chauffee nach Köpenick eine Kompagnie Pioniere unter Führung Aus einem hiesigen Hotel herrührend. länder, hat Grundfläche en, bei den Fortnahme Indem be bt, theilt Don Projetts für brüde wird; Be and mit mmlung fur Be En Rind ber gen nur mit ngen neben Der wie die elt fie nicht Bibliothet Den fie beute Titel waren Galerie Bufchauerin Das Blatt Moralifch te fchilderten nigermaßen man feines en Aufent b von ben Nuna bort welche ein thufiasmus demfelben rherrlichen aus lebens en Frau zu as freund bas Glüd 3, von dem Sprechen!" 6 fagte fo Gemahlin Baron bit en übrigen n und ju artin's Un einige Mis pie Baronin piffen, ba chen? en Auftrag en für fie und Shr Durbe aftet. Der angebliche Lappa Gerichts- Zeitung. Ein wenig anmuthendes Manöverbild entrollte fich am Sonnabend vor der zweiten Straffammer am Landgericht II. in einer Verhandlung wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt. Dieses Bergehens angeklagt war der Fuhrmann Buchmald aus Köpenick. Am 17. Juli v. J. marschirte auf der des Lieutenants Wohlgemuth. Der übergroßen Hize halber bielt der Trupp ein sehr langsames Marschtempo inne und so fam es, daß der Angeklagte, der mit seinem breispännigen leeren Möbelwagen in scharfem Trabe dieselbe Richtung verwegen Körperverlegung und Sachbeschädigung verDiebstahl. In einem hiesigen bedeutenden Wollenwaarengeschäft ist der 18jährige Lehrling B. beschäftigt, welcher, folgte, seinen Weg durch das Militär, das auf der Winter November v. J. ganz bedeutende Diebstähle von wollenen Die gestohlenen Waaren betrafen einen Werth von über 3000 Camentaillen, Trikotanzügen, seidenen Tüchern 2c. verübt hat. arf. B. hat rückhaltslos die Diebftähle eingeräumt und leuten, zur Ausführung dieser Diebstäble verleitet worden sei. angegeben, daß er von seinen Wirthsleuten, den S.'schen Ehe Sämmtliche Waaren hatte B. seinen Wirthsleuten, welche dabobl, als auch die S.'schen Eheleute sind heute zur Haft ge racht worden. 8. Ein weiten Einbruchsdiebstahl wurde in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag in dem Konfektionsgeschäft von Gottschall Söhne, Hausvoigteiplas 8, verübt. Die gedachte Firma hat ihre Komptoir- und Lagerräume in der ersten und überraschende Entdeckung gemacht, daß das Schloß der zu den Bäumen in der zweiten Etage führenden Thür gewaltsam ents Etage inne. Am Sonntag Vormittag wurde nun die tellt, daß die Bulte erbrochen und die in denselben befind seinem Wagen nach der Sommer Chauffee aus, fuhr auf dieser im scharfen Trabe an dem Trupp vorüber und bog vor der felben wieder auf die Winter- Chauffee ein. Natürlich wirbelte Dabei viel Staub auf, der den Soldaten sehr läftig fiel, ber fich aber bald wieder hätte verlieren müffen, da der Wagen bereits einen Vorsprung von 50 bis 100 Schritten gewonnen hatte und im Trabe weiter fuhr. Der Lieutenant hielt es aber für angemessen, den Wagen zum Anhalten zu zwingen. Er gab den Befehl, denselben anzuhalten oder bei Seite zu fahren und schickte, um diesem Befehle gehörigen Nachdruck zu geben, die erste Sektion vor. Die Mannschaften derselben segten fich in Trab, bolten den Wagen ein und vielen mit großem Geschrei den Pferden in die Bügel. Db die Drdre des Lieutenants dem Fuhrmann mitgetheilt worden, ist nicht erwiesen, und wenn dies geschah, so find die Worte unter dem Geschrei der Soldaten verhallt, denn zwei Köpnicker Bürger, die neben dem Fuhrmann saßen, fich aber ganz paffio verhielten und einen so überzeugenden fernt und die Thür geöffnet worden war. Weiter wurde feft Eindruck machten, daß an ihrer Glaubwürdigkeit absolut nicht lich gewesenen Beträge entwendet worden waren. Wieviel Geld fällig um Verzeihung!" zu zweifeln war, schildern die Szene übereinstimmend wie folgt:„ Wir wußten gar nicht, wie uns geschah, als die Sol baten, wie Menschen nicht, wie wilde Thiere, über die Pferde und den Wagen herfielen, der Rutscher hieb mit der Peitsche auf die Pferde ein, um davon zu kommen, der Offizier rief aber: Holt den Kerl herunter vom Wagen!" und da war er auch schon unten. Db Buchwald mit dem Kopfe oder den Füßen zuerst' runter gekommen ist, wissen wir nicht, das ging zu schnell, aber unten haben fte ihn rein viehisch geschlagen, immer in den Kopf hinein. Der Lieutenant stand dabei und rief: rief: als wir schrien: Herrgott, fie schlagen ihn ja toot!" ,, Kinder, nicht hauen!" Die Soldaten hörten nun auch auf zu schlagen, jest sollte aber ein Bionier fahren und der Fuhrmann sollte nebenber laufen; dieser aber ließ die Leine nicht los, schlug mit derselben um sich und rief: Der Wagen gehört mir, ich will ja mitfahren, gleichviel wohin, aber die Leine gebe ich nicht aus der Hand!" Schließlich ents wand man ihm die Leine, aber man ließ ihn auf den Wagen fegen und neben uns segten sich die Soldaten, und so ging es nach Köpenick, wo die Leute schöne Augen machten, als fte un fern Transport faben." Diese Darstellung deckt sich mit der des Angeklagten, der eine Anzahl ärztlich bescheinigter Vers legungen davon getragen, vollkommen. Bwei als Beugen ver nommene Soldaten, die angeblich vom Kutscher geschlagen worden sein sollen, bekunden über den Hergang nur, daß der Kutscher wohl nur auf seine Pferde, nicht aber auf fte, die Beugen, geschlagen. Sie haben jeder einen Schlag erhalten, aber mehr nur gehört als gefühlt. Der Staatsanwalt, ein junger Affeffor, sah in dem Widerstande des Angeklagten ein sehr schweres Vergehen und beantragte drei Wochen GefängnißDer Gerichtshof erkannte auf 30 Mt. oder sechs Tage Gefäng nig und motivirte dieses Urtheil das unter den zahlreichen Buhörern allgemeines Erstaunen wachrief folgendermaßen: Der Angeklagte hat sich eines Widerstandes schuldig gemacht. Dieser Widerstand wird nicht gefunden in dem Antreiben der Pferde und dem Schlagen mit der Peitsche, sondern in dem Festhalten der Leine. Er mußte fich in dem gegebenen Mo ment sagen, daß die Soldaten auf den Befehl ihres Vorgesezten einschritten. Ob der Lieutenant zu seinem Einschreiten berech tigt war oder nicht, ist ganz nebensächlich. Das angenommene milde Strafmaß rechtfertigt sich durch die Verhältniffe, welche bei dem Vorgange obgewaltet haben. Soziales und Arbeiterbewegung. " Getreideüberfluß und Hungersnoth bestehen augens blicklich in Rußland friedlich neben einander, als tönnte es gar Verlegenheit, wo man mit dem Getreide hin soll, das bisher, nicht anders sein. Bekanntlich ist man in Rußland in größter bei dem niedrigeren Boll, seinen Abfluß über die deutschen Grenzen fand. Während man nun einerseits- schreibt die Weferzeitung beschäftigt ist, neue Richtungen für die großen Ueberschüsse des Landes an Berealien ausfindig zu machen, macht es auf der anderen Seite einen überaus peinlichen Eindruck, zu erfahren, daß große Strecken des russischen Reiches von Hungersnoth heimgesucht werden und der Hungertyphus Verheerungen unter der Bevölke rung anrichtet, ohne daß irgend etwas Ernstes geschähe, um dem Uebel ein Biel zu sezen. Nach den neueste.1 Privatnach richten hätte fich das Uebel namentlich im Quellengebiete der Flüsse Mesen und Wasika gesteigert." Interessant ist diese Mit theilung in der That, aber überraschend ist sie durchaus nicht. Wenn es regelmäßig vorkommt, daß unsere Magazine mit Klei Dern und Bekleidungsstoffen überfüllt find, und daß troßdem das Voll seine Blöße nicht bededen kann, daß eine Ueberpros duktion an Wohnungen stattfindet und die Bahl der Obdach Iosen troßdem täglich wächst, warum soll es nicht auch vor kommen, daß zuviel Nahrung vorhanden ist und doch das Volk verhungert? Solche Erscheinungen find nun einmal mit unserer gegenwärtigen Wirthschaftsordnung nothwendig verbunden. Ueber die Schädigung der Berliner Möbeltischlerei durch die Einführung der Holzzölle wird der Voff. 8tg." ge schrieben: Das Rohmaterias für die meisten Fabrikate der Möbelindustrie, wie fie in den Wohnungen nicht nur der be mittelten Kreise angetroffen werden, wird eben faft ausschließlich aus dem Auslande bezogen, da der deutsche Wald für die Möbeltischlerei nur wenig genügendes Material liefert, die meist benuzten heimischen Hölzer: Eichen, Fichten, Birken und Eschen genügen feineswegs, vielmehr wird für beffere Fabrikate noch ein großer Theil dieses Materials aus dem Auslande, sveziell aus Kanada, Schweden und Norwegen, Polen und Ungarn bezogen, da letteres in Bezug auf Maserung und Struktur des Holzes und Dimensionen der Stämme dem entsprechenden deutschen bei weitem überlegen ist. Die ungarische Esche, die schwedische, norwegische und amerikanische Fichte u. s. w. stehen geradezu unübertroffen da. Aber die Hauptsache ist noch, daß gerade diejenigen Holzarten, welche für unsere Möbel am meisten benugt werden, in Deutschland fast gar nicht vorkommen, näm lich Mahagont und Nußbaumholz. Allerdings haben wir in unserem Vaterlande Nußbaum, aber weder seiner Maserung, noch seinen sonstigen Eigenschaften nach vermag es mit dem ames rikanischen und italienischen auch nur annähernd zu lonturriren. Leptere beiden werden daher vorzugsweise verarbeitet. Man Tochter eilt in Ihre Arme, und ihr Gatte bittet Sie fußs ren findlichen Liebe erblide, wenn ich darin die Sehnsucht dem Bilde Ludmilla's sich dasjenige ihres Entführers be Ach wir haben längst verziehen, Herr Rodenburg; es lefe, ihre Eltern wiederzusehen!" war ber größte Schmerz, den wir bisher erfahren, von un fern Rindern getrennt zu sein!" rief die Baronin und ihre fagte Herr von Steinberg Augen füllten fich mit Thränen, und ihre Stimme bebte, baß fie nicht weiter sprechen konnte. 84 ,, Auch ich bin fern davon, meinem Rinde Vorwürfe Bu machen," ,, Wie Ja, laßt uns bas Bild unserer Tochter betrachten, so lange es uns noch nicht vergönnt ist, fie selbst zu sehen, Rodenburg, haben Sie die Güte ich bitte Sie inständig uns die Bilder, von denen Sie sprachen, sehen zu lassen." ,, Gern, wenn Sie wollen!" antwortete Martin. Es ist gerade jetzt eine passende Gelegenheit. Ich sehe, daß die oft habe ich meine unfelige Heftigkeit bereut, mit welcher Erzählung Nuna's augenblicklich die Aufmerksamkeit der ich ein Band zu zerreißen suchte, das schon zu feft geknüpft Anderen fesselt, und mein Schwager Brand und mrin Brus war. Wir machen auch dem Gatten unserer Tochter des balb teine Vorwürfe, eher noch uns selbst. unfern Kindern bdas, Herr Rodenburg, oder sagen Sie uns ihren bies Sagen Sie ber werden Sorge tragen, daß unsere Abwesenheit nicht auffällig erscheint." Martin hatte in taktvoller Rüdsicht auf die Gefühle legten Worte sprach er so laut, daß Brand und Friß ihn Aufenthalt, damit ich ihnen das Wort der Verföh- der betrübten Eltern das ganze Gespräch so leise geführt, nung schreibe, damit ich für meine Härte um Vergebung daß Niemand von demselben etwas gehört hatte; erst die flebe, und fie inftändig bitte, zu uns zurückzukehren." hörten. Diese waren an Geheimnisse und Ueberraschungen zu erfahren. D, all' ihre gegenseitige Liebe, ihr bereits so gewöhnt, baß sie sich über diese neue geheimniß Ebeglück, bie Ehren an einem föniglichen Hofe fonnten fie volle Andeutung nicht mehr wunderten, sondern schweigend nicht entschädigen für das, was sie verloren, bie Eltern ihre Zustimmung gaben. liebe. Erst wenn fie Ihre Verzeihung erhalten haben, wird ihr Glück vollkommen sein." Es fiel nur Wenigen auf, daß Martin und Herr und Frau von Steinberg fich aus dem Festsaal entfernten. In Ach," feufzte Frau von Steinberg, daß sie auch dem oberen Salon trafen fie Lord Rillmare allein, eben hließen tönnen." findet, ein Anblick, der Ihnen vielleicht peinlich sein dürfte." ,, Sie täuschen fich, mein Sohn," versetzte Steinberg ernst. Wir haben Herrn von Wrebow längst verziehen, wir messen ihm weniger die Schuld bei, als uns selbst ja, nicht er hat uns um Verzeihung zu bitten, sondern eher hat er uns zu verzeihen. Meine Härte war an Allem schuld." " Sie tragen feinen Groll mehr im Herzen, weber gegen Ihre Tochter noch gegen deren Gemahl?" ,, Reinen, feinen!" rief Frau von Steinberg. Foltern Sie uns nicht länger- laffen Sie uns ihr Bild sehen, vor ihrem Bilde will ich das Wort Versöhnung" von ganzem Herzen aussprechen." Sprich es aus an meinem Herzen, Mutter!" ertönte eine Stimme. Die Portiere theilte sich, eine weibliche Gestalt flog auf Frau von Steinberg zu. Mutter und Tochter lagen einander in den Armen. Submilla, mein geliebtes Rind!" war Alles, was Frau von Steinberg hervorbringen konnte. Die namenlose Freude hat keine Worte, sie hat nur sprechen, als er biel bunbert Meilen von hier entfernt sein müssen, daß erst beschäftigt, eine Portiere herabzulassen, die in ein Neben seine Tochter zärtlich an seine Brust brückte, auch feine Bu befizen?" fragte Martin. Bielleicht ist es Ihnen inzwischen angenehm, ihr Bild " Ihr Bild?" Ja! ich sagte Ihnen bereits, daß Herr von Wrebow feben... Herr und Frau Baronin von Steinberg wünschen die Portraits in Augenschein zu nehmen, Mylord," sagte Martin. Waren Sie so gütig, dieselben aufstellen zu laffen?" " Durch ihn befize ich zwei lebensgroße Bilder von ihm und welche mit ihrem Geliebten entfloh..." feiner Gattin, welche den Driginalen sprechend ähnlich .. Mylord Killmare ist eben beschäftigt, fie in einem ber oberen Salons zu plaziren." ,,, D, ich zügle mein Verlangen nicht, ihr Bild, meiner " Meine liebe Frau Mama," erwiderte der Lord, fich an die Baronin wendend, es ist das Bild Jhrer Tochter, " Ich weiß es bereits," antwortete die Baronin haftig. „ D, laffen Sie mich das Bild meiner theuren Lubmilla sehen. Wenn Sie wüßten, wie die Erinnerung an sie in meinem Herzen die Sehnsucht wachgerufen, fie wieder zu Tochter Bild zu sehen!" rief die Baronin. Es wird sehen! Wie glüdlich werde ich und mein Gatte sein, wenn meinem Mutterherzen ein Trost, eine Beruhigung sein, wir sie wieder an's Herz schließen dürfen." wenn ich in dem sanften Auge noch eine Spur ihrer frühe Ich mache Sie aber darauf aufmerksam, daß neben Lippen bebten, auch über seine gefurchte Wange rollten große Thränen. Minuten vergingen, kein Wort ward gehört, auch die jenigen, welche Zuschauer dieser Szene waren, Martin und Rillmare, hatten Thränen in den Augen. Da näherte sich der Gruppe der beiden Eltern, welche ihr Kind noch immer umschlungen hielten, ein Mann, ernst und bewegt. Er wollte sprechen, da aber erblickte ihn Steinberg. Er eilte ihm entgegen und ergriff stumm seine Hand. Er führte ihn zu seiner Tochter und legte Bruno's Hand in die ihrige. Nehmt nachträglich meinen Segen, meine Rinder!" war Alles, was er zu sagen vermochte. ( Fortsetzung folgt.) tann wohl sagen, daß unsere gesammte Möbelindustrie speziell auf die Herstellung von Nusbaum- und Mahagonimöbeln zu gespist ist. Wird dieses Rohmaterial durch Bölle vertheuert, so ist der Niedergang einer blühenden Industrie voraus zu feben. Speziell in einer Stadt wie Berlin, welche die eigents liche Kunfitischlerei in ausgedehntefter Weise betreibt, fommt ein zweiter bedeutungsvoller Umstand hinzu: sämmtliche Fours nierbölzer, wie Jacarandaholz, Olivenholz, Zitronenholz, Rosenhola, Ebenholz, ostindisches Veilchenholz, Bedernholz, Sandel holz und etwa 41 andere Holzarten werden aus dem Auslande, und zwar von Amerita, Aften und den Südsee- Inseln bezogen. Diese Fournierhölzer werden aber bei den feineren Möbeln in ausgedehntester Weise benutzt, da der Geschmack für farbige Intarsien und Einlagen ein allgemeiner geworden ift. Auch auf diesem Gebiete dürften mannigfache und be dauernswerthe Störungen durch Vertheuerung dieser Rohmaterialien eintreten. Ebenso schwer würden diejenigen Jn. dustriezweige betroffen werden, welche die Herstellung von Spazierstöden, Pfeifenrohren u. s. m. betreiben. Auch ihr Rohmaterial ist fast das ausschließliche Produkt der oberen Weichsels und der unteren Donauländer. S auch die Bundesregierung mehrfach ihre liebe Noth mit den Eisenbahnen, vorzugsweise mit den Pazifilbahnen, so z. B. mit der Union und der Zentral Bazifit Eisenbahn, deren Rentabilität durch später gebaute Linien bedeutend geschädigt ift. Um die Forderungen, welche die Bundesregierung den genannten beiden Bahnen gegenüber hat, zu sichern, hat nun der Burdessenat einen aus den Senatoren Edmunds, Garland und Hoar bestehenden Ausschuß niedergefeßt, von dem man erwarten darf, daß er nicht mitwirken wird, Die Rechte der Regierung zu gefährden oder gar preiszugeben. Die technischen Fortschritte in der Eisenindustrie geben allmählich diesem Gewerbszweig eine ganz neue Gestalt. Ueber die Produktion von nach dem Thomas Gilchrist'schen Verfahren der Entphosphorung hergestelltem Stahl- und Flußeisen in der Beit vom 1. Oftober 1883 bis 30. September 1884 liegen nunmehr ausführliche Zusammenstellungen vor. Es geht daraus hervor, daß dieser Prozeß sowohl in England, als auch besonders auf dem Stontinent bedeutende Fortschritte macht. Während der oben erwähnten Periode wurden auf Dem Kontinent 685 000 und in Großbritannien 179 000, zu sammen also 864 000 Tonnen dieses Materials erzeugt. Es bezeichnet dieses eine Zunahme von beinahe eine Viertel Million Tonnen oder beinahe 30 pet. gegen das vorhergebende Jahr. Das Bemerkenswerthefte bei diesen Bahlen ist der Nachweis, daß auf dem Kontinent dieser Prozeß so viel ener gischer und rascher in Aufnahme gekommen ist, als in Großbritannien. Wenn man bedenkt, daß das lettere 2 000 000 Tonnen Roheisen mehr produzirt, als der ganze Kontinent aufammengenommen, so ist es um so mehr zu verwundern, daß die Produktion von England an bafischem Stahl nur etwas mehr als ein Viertel der Gesammtproduktion beträgt. Vereine und Versammlungen. deutschen Metallarbeiter für Berlin. Unter allgemeinem Belfi schloß der Vorfigende Herr Gutheit die Versammlung 11 Uhr Vormittags. Die eine Viertelstunde später in de felben Lotal tagende öffentliche Metallarbeiterversammlun verfiel nach kaum einstündiger Dauer der polizeilichen lösung. Im Laufe der Debatte verstieg fich Herr Nicolaus einer Aeußerung, die den überwachenden Bolizeioffisier vera laßte, die Verfammlung auf Grund des§ 9 des Sozialiste gefeßes aufzulösen. Nr. Die Wi ember gefeßlich In der am Sonntag, den 1. März, tagenden Ve sammlung der Dacharbeiter Bertins im Wett'ichen Lol Alexanderstraße 31, referirte Herr Mag über das Thema Welcher Krantentasse schließen sich die Dacharbeiter Berlin an". Redner führte aus, daß das neue Krankenkaffen- Gejes von Juni 1883 diejenigen Arbeiter, welche sich feiner freie Hilfslaffe anschließen, unter Bevormundung ihrer Arbeitgebe im Kaffenwesen stelle, ohne den Arbeiter auch nur die Garant einer genügenden Versicherung zu sichern, da dieselben nur fo lange Mitglieder der 3wangskaffe bleiben, als sie Beschäftigung schrift: haben. Es bleibt ihnen zwar vorbehalten, Mitglieder der Kaffe zu bleiben, sofern fie ihre Beiträge selbst zahlen, aber wen der Arbeiter feine Arbeit hat, ist er nicht einmal im Stande riemenf seine Familie zu erhalten, geschweige denn Beiträge zur Kran und Be tentafe zu leisten. Deshalb gewähre auch die Zentral- Rcanten lands, kaffe der Dachdecker Deutschlands seinen Mitgliedern bei beitsloftgteit 4monatliche Stundung der Beiträge; die Zwang faffe jedoch nur 14 Tage, weshalb auch die Mitglieder die Kaffen, bei Arbeitsloftgkeit im Falle der Erkrankung feine bezahlt Unterstügung erhalten können. Und da die Arbeitgeber v möge des 1, Beitrag, welchen fie für den Arbeiter zur Bwang bersäum taffe leiften, auch Stimmrecht haben, so werde der verständig Arbeiter um ein solches Linsengericht seine Selbstständigte wingt nicht verkaufen. Nach einer heftigen Debatte, an welcher f noch die Herren Hante, Weber, Jsem u. a. betheiligten, die Versammlung folgende Resolution einstimmig an: heute im Lotale des Herrn Weil tagenden Dacharbeiter Be lins erklären fich mit den Ausführungen des Referenten voll Shrer 3 und ganz einverstanden und versprechen dabin zu wirken, d alle Kollegen Berlins der freien Hilfskaffe der Dadbede Deutschlands beitreten. Landeshut, Schleften, 27. Februar. Sum Weberstreik. Wir lesen in dem in Hirschberg i. Schl. erscheinenden Boten a. b. Riesengeb.": Db in Betreff des Landeshuter Webers ftreikes die Hirschberger Staatsanwaltschaft bereits ex officio eingeschritten ist, wissen wir nicht, glauben es aber, denn die Verhältnisse liegen derart, daß eine gerichtliche Untersuchung Der ganzen Angelegenheit unumgänglich nothwendig ist. Der erfte Beamte der Epner'schen Fabrik, Herr Direktor Givens, deffen Familie( er sowohl wie vor ihm sein Vater) 25 Jahre lang in der Fabrit thätig war, hat sich veranlaßt gesehen, aus dem Geschäft auszutreten, da er die Verantwortung für das Vorgefallene nicht auf sich nehmen will. Es ist wahr, daß schon seit Oktober vorigen Jahres eine Anzahl Weber, bes sonders die von Rohleinen, Drell, Futterleinen, Handtüchern u. f. w. Retten zum Weben erhalten haben, die 6, 7 und 8 Meter länger geschoren waren, als bis dahin und daß den Webern davon nichts gefagt ist, daß vielmehr in den Weber räumen die alten Platate, auf denen die alten Maße ver zeichnet waren, weiter hingen. Als die Arbeiter endlich die Vorgänge merkten, haben fte aus Furcht, die Arbeit zu ver lieren, nichts gesagt und erst als vor 14 Tagen der Kommerzien rath Epner von Berlin tam, haben die Weber und Weberinnen in corpore fich zu ihm begeben, um ihm ihre Wünsche vorzutragen. Herr Epner erklärte, nur mit einer Kommission ver handeln zu wollen, der beizutreten Niemand den Muth hatte. Als sich endlich nach langer Verhandlung vier Männer ge funden hatten, wurden dieselben als ,, Rädelsführer" erklärt und denselben sofort gekündigt. Die Arbeitseinstellung trat erft Dienstag, den 17. Februar, ein, als die Arbeiter statt des ganzen zu wenig erhaltenen Betrages nur einen ganz geringen Erfaß erhielten. Am Mittwoch Mittag zwischen 12 und 1 ühr sammelte fich in der Nähe der Fabrit eine Anzahl Personen, bei denen aber nur sehr wenige Weber waren. Die Gens damen, die man darf wohl fagen leider berangeholt waren, zogen blank und dabei kam es zu einem Tumult, bei dem einem Gensdarm eine Achselkloppe abgerissen und der Helm schief gestoßen wurde. Die Gensdarmerie war aufges boten worden, weil man unfinniger Weise das Gerücht ver breitet hatte, die Weber wollten die Etühle demoliren und der gleichen. Die Leute, die rubig find wie die Lämmer, haben gar nicht daran gedacht, fich die Arbeitsgelegenheit zu zerstören; fte müssen ja von der Arbeit leben. Man tann überall in Landesbut, in allen Kreisen der Bevölkerung, das aufrichtigste Mitleid mit den Webern antreffen. Ein Beamter der Fabrit unter ift entlassen worden, weil er gewagt" hat, in der Mit tags fiunde aus Neugier auf den Platz zu geben, dort soll er ge lacht und sogar mit einer der streitenden Personen gesprochen baben. Der Herr Kommerzienrath hat die Liebenswürdigkeit gehabt, bei der Entlassung dem jungen Manne zu sagen: Wenn ich nicht frant wäre, ohrfeigte ich Sie rechts und linte." t. Der Verein Berliner Metallarbeiter hatte zu Sonn tag Vormittag eine außerordentliche Generalversammlung nach Nieft's Salon, Kommandantenstr. 71/72 einberufen, behufs Beschlußfaffung über die Auflösung des Vereins betreffs Anschluß an die Bereinigung deutscher Metallarbeiter, welcher in einer unmittelbar fich hieran anschließenden öffentlichen Generalver sammlung der Metallarbeiter Berlins stattfinden sollte. Diese hochwichtige Versammlung fonnte leider nicht abgehalten werden, da der Vertreter der Polizei dies nicht gestattete, und zwar aus dem Grunde, weil die Versammlung nicht innerhalb der gefeßlichen Zeit eröffnet worden war. Es ist dieses daher zu erklären, daß in Rücksicht auf die öffentliche Versammlung die Vereinsversanmlung sehr frühzeitig anberaumt und daher der Besuch Anfangs ein sehr schwacher war. An Stelle dieser aus gefallenen Versammlung fand nun gestern( Montag) die ftatutenmäßige regelmäßige Vereinsversammlung ftatt, in der das Versäumte nachgeholt und die Auflösung des Vereins Berliner Metallarbeiter beschlossen wurde. embe Quiitur 1. Deze Abmeld nabm Mitglie baltes b beigefüg Dit Seint hr. In einer fehr zahlreich besuchten Versammlung des Fachbereins der Klavierarbeiter bielt am Sonnaben Herr Dr. Angerstein einen sehr intereffanten Vortrag über gegenwärtigen Zustände in Egypten. Mittheilungen bezogen sich auf die Beschaffenheit des und seiner jetzigen Bewohner, auf den Mahdi und Schwierigkeiten, mit denen die Kiiegführung der Englän jenen öden kulturlosen Ländern verbunden ist, auf den fanal und auf seine persönlichen Erlebnisse während seine Aufenthaltes in Egypten zur Zeit der Eröffnung des Su fanals. Nach Schluß der an den Vortrag fich anschließenden t. Die öffentliche Generalversammlung der Metallarbeiter Berlins, welche im großen Saale unter Borfit des Herrn Möhring, stattfand, war beſſer besucht und wurde durch einen Vortrag des Herrn Laste öffnet, welcher an der Hand des Statuts der Vereini ers Suy Krieges gegen den Mahdi und auf das in Egypten gung at DOT Mi mir geg un thun ở Die Deputat Eu ohne D Niebicha abni goffnun feit zur befreit, glieber Dem 1. Ditat Araft G Dristrat Dem Hinweise auf die Gerüchte über Lohnabzüge, die in der Weidenschlaucher'schen Bianofabrit( Staligerstraße) ftattgefunden haben sollen, die Besprechung über die Vorkommnie in frühe Die bas gung deutscher Metallarbeiter zu Mannheim die Vortheile den Kollegen, welche infolge einer an fte ergangenen Einladung einer Bentralisation erläuterte und für Anschluß an die Vereis nigung platbirte. Da nach dem Mannheimer Statut die Gründung von Mitgliedschaften zulässig ist, lautete der zweite Bunti Der Tagesordnung:" Gründung der Mitgliedschaft( Süden) in der Versammlung anwesend waren, ftellten alle, bea Wort nahmen, in Abrede, daß Lohnabzüge vorgekommen find, Intervention hätten geben können, und daß die Entlassung die der Lohnkommission eine begründete Veranlassung zu einer zur Vereinigung deutscher Metallarbeiter," welcher insofern Kollegen Fisch eine Maßregelung desselben seitens des Fabri Aus Arbeiterkreisen schreibt man dem Sächsischen Wochenblatt": Wie nothwendig ein Arbeiterschußgeses ist, dafür folgendes Beispiel. In der Fahrt von Vollmann, Waffelbäckerei in Blauen, hetischt eine Fabulordnung, wonach jebe Arbeiterin, welche in Arbeit tritt, eine Raution von 10 M. zu erlegen hat, welche jeden Sonnabend pr. 1 M. abgezogen wird. Wenn eine Arbeiterin die Arbeitsstelle verläßt, so darf dieselbe nicht vor 4 Wochen bei einem Konkurrenten in Arbeit treten, widrigenfalls die 10 m. verloren find. Jede Arbeiterin bat 14 tägliche Ründigung, der Arbeitgeber fann aber fofort entlaffen. Ist das nicht eine nette Fabritordnung. Es giebt auch dann und wann Maulschellen mit Lohnabzug. Ueber haupt ist die Behandlung eine grobe zu nennen, sowohl von Seiten des Herrn Vollmann, wie deffen Frau und Buchhalter, welcher ebenfalls ganz die Wege seines Herrn wandelt. Wie schwer es aber ist, die 10 M., welche als Raution liegen, zurüc zu erlangen, dafür diene Jolgendes zur Aufklärung Einer Arbeiterin, welche nach 4 Wochen ihr Geld haben wollte, wurde beim ersten Male der Bescheib ertheilt, der Buchhalter sei nicht da. Beim zweiten Male war es umgekehrt, da war der Herr nicht da. Auf meine briefliche Aufforderung wurde dieselbe wiederbestellt, und endlich erhielt fte 10 M. Es vergeht auch fast fein Sonnabend, wo nicht 50 Pf. bis 1 und 2 M. Abzug stattfindet, und der Lohn ist wahrhaft nicht darnach. Ich tönnte noch eine ganze Maffe Fälle anführen. " 1 Mitgliedschaft der Metallarbeiter Deutschlands, Berlin im Süden" eine solche bereits gegründet worden war und es demzufolge nur eines Beitrittes zu derselben bedurfte. Bum pro visorischen Ausschusse dieser Mitgliedschaft wurden die Heiren Mehring, Netband und Thielide gewählt. Das Einschreibe Aus dem fächsischen Voigtlande. In dem Brieffaften des Erzgebirgischen Voltsfreundes" äußert sich ein Maschinens sticker über die jetzige schlechte Lage der Industrie. Es heißt da, daß der Maschinenstider gegenwärtig bei den mangelhaften und schlechten Mustern nicht bestehen kann, wenn er reell da stehen wolle. Jm Durchschnitt tönnten in der That faum 20 pCt. der Stider einen eben auskömmlichen St dlohn er zielen; die anderen 80 pCt. aber fönnten laum fich, noch viel weniger ihre Familie erhalten. herrn gewesen. Herr Fisch blieb dabei, daß er wegen seiner Angabe, es feble an Arbeit für ihn, nur ein Vorwand gewefen sei, daß ungerechtfertigte Lohnreduktionen vorgefommen felen die Kollegen aber nicht den Muth gehabt, eine Intervention der Lohnkommifften zu veranlassen. Herr G. Rödel fonstatirte, daf Herr Fisch und die zwei anderen Kollegen, welche Klage über die Bersammlung der Fabrikmitglieder zu veranstalten und in be Zugehörigkeit zum Fachverein gemaßregelt worden sei, daß di eine cin fr beträgt 0,50 W., der möchentliche Beitrag 0,10 M. Die bisherigen Mitglieder des aufgelösten Vereins der Berliner bisherigen Mitglieder des aufgelöſten Bereins der Berliner Metallarbeiter haben kein Einschreibegeld zu entrichten, soweit fie mit ihren Vereinsbeiträgen bis zum Tage der Auflösung selben eine Beschlußfassung herbeizuführen, teine Folge gegeben des Vereins nicht mehr als sechs Wochen im Rüdstand sind. Borausbezahlte Beiträge werden von diesem Tage an zurückerstattet. Die Lohnkommisfion bleibt bestehen, auch werden die Sammlungen zum Generalunterstüßungsfonds fortgelegt. t. Die Generalversammlung der Maurer Berline und Umgegeno, welage am Sonntag, den 1. d. M., Vor mittags im Louisenstädtischen Theater unter Vorfis des Herrn Behrendt tagte und besonders start besucht war, eröffnete ihre Verhandlungen mit einer Besprechung der Aussichten für diesen Sommer betr. der zu erwartenden Bauthätigkeit und der damit eng im Busammenhange stehenden Lohnverhältnisse und nahm nach langwierigen Debatten trop der gegentheiligen Ansicht Der Kampf gegen die Privatbahnen entbrennt jest auch in Amerita immer hettiger. Es gab eine Zeit, in welcher die Eisenbahngesellschaften nicht nur in den Hallen des Kon greffes, sondern auch in den Legislaturen der einzelnen Unions ftaaten nahezu allmächtig waren; diese Beit scheint aber vorüber zu sein, denn man läuft von fast allen Seiten Sturm gegen fte und der Einfluß der Eisenbahngesellschaften ist im Schwinden begriffen, während die Jdee der Verstaatlichung Der Bahnen fortwährend neue Anhänger gewinnt. Man sollte glauben, daß unter diesen Umständen die genannten Gesell chaften alles aufbieten würden, um durch strenge Erfüllung haben und daß demnach die Lohnkommission eine gentigenbe Veranlassung zu einer Intervention nicht gehabt habe fügte hinzu, das, wenn ungerechtfertigte Lobmbul tionen vorgefommen wären, die Kollegen aber aus dem Grunde weil sie auch nach den Lohnreduktionen immer nod etwas höheren Verdienst hätten, als viele in ander schlechteren Fabriken arbeitende Kollegen, es unterlaffe einen поф batten, wenn f Borftan Re Mit geworde gerechtfe De die Lohnkommission über die vorgekommenen Lohnredultionen in Renntniß zu feßen, dies beweisen würde, daß den Kollegen tät gefühl noch fehle. Vor Schluß der Versammlung, das Verständniß für das Gesammtinteresse und das Solidari um 1 Uhr erfolgte, wurden noch nach kurzer Distuffion Der erft per bie ficht auf die zu erwartende geringe Bauthätigkeit in diesem Jahre und die hieraus erwachsenden Schwierigkeiten, die Löhne auf der Höhe zu erhalten, wie sie von den Berliner Maurern festgesezt worden find, ein Aufruf an die Maurer Deutschlands, des Herrn Heinrichs eine Resolution an, in welcher in Rüd fettens zweier franker Kollegen eingegangenen Befuche um Unterftügung bewilligt. " fich die De Berion menn f ftande Mitglie worden So recht. In rüngli Bortlau A Derordne Abends 8 Uhr, in der Urania, Wrangelstraft Arbeiter Bezirksverein Glüdauf". Die nächfte Mit glieder Versammlung findet am Dienstag, den 3. Märk den Zuzug von Berlin möglichst fern zu halten, beschloffen Nr. 9-10, mit folgender Tages- Ordnung ftatt: 1. Gefchäft wurde. In Erwägung dieser Verhältnisse wurde die Organi fation der Berliner Maurer den Versammelien besonders and Herz gelegt und von diesen auch eine entsprechende Resolution angenommen. Im Anschluß hieran beschäftigte die Versamm lung in gleichfalls ausgedehntestem Maße die Kongreßfrage, b. h. die Stellung der Berliner Maurer zum bevor stehenden Maurerforgreß, und wurde schließlich der Be Kongres schluß gefaßt, den feitens Der Berliner Maurer zu beschiden und dem Organ Ber Bauhand weiler" mehr Interesse und Aufmerksamkeit zuzuwenden, um Berlin betreffs der Abonnentenzahl nicht durch andere Städte überflügeln zu lassen und dadurch Gefahr zu laufen, denselben fich entriffen zu sehen. Die über 14 Tage stattfindende Ge neralversammlung wird darüber zu beschließen haben, wievtel Delegitte zu entfenden find, ferner über die Höhe der Däten und aus welchem Fonds dieselben zu bestreiten find, sowie über bes Bur M Dea Kra gefegbla 1884 De nügt, a Diefer S tuten t tit, fo nehmigu Dezem Derjenig Innu ficherung liches. 2. Vortrag des Herrn Dr. Kanis über: Die Lung thre naturgemäße Pflege im tranten und gesunden Buftande 3. Wahl des 1. Borfißenden. 4. Verschiedenes. 5. Fragelaften -Da es dem Verein seit zirka 6 Wochen nicht vergönnt wat eine Versammlung abzuhalten, weil derselbe fein Lofal u Verfügung hatte, so steht fich der Vorstand veranlaßt, mit bes Bitte an die Mitglieder heranzutreten, sich an dieser, fo wie an den nächsten Versammlungen nach wie vor recht zahlreich au betheiligen und nad Kräften möglichst viel neue Mitglieder dem Verein zuzuführen damit derselbe auch in Bulunft blühe und gedeihe. im La in be welche Mitglied der eingeschriebenen bilfstaffe, Kranten Den Schneidern, Kürschnern, Posamentieren u. f. w Unterstüßungsbund der Schneiderfind, zur Nach richt, daß am Mittwoch, den 4. März cr., Abends 8 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobftr. 37, eine Mit 1. Endgiltige Fiftitellung des Gehalts der Beamten ber lichen Verwaltungsstelle. 2. Verschiedenes. Bahlreiches G scheinen der Mitglieder ist erwünscht. Das Mitgliedsbuch Große öffentliche Metallarbeiter Versammlung Donnerstag, den 5. März 1884, Abends 8 Uhr, im Wedding Bart, Müllerstraße 178. Tagesordnung: Begründung eine die den Delegirten zu ertheilenden Aufträge betreffs der Ver- gliederversammlung stattfindet. Auf der Tagesordnung flebt: handlungen auf dem Kongreß. handlungen auf dem Kongreß.- Der Antrag, die Sammlungen zum Generalfonds auf den Bauplägen wieder aufzu nehmen, wurde als verfrüht abgelehnt, dagegen der Antrag, ein Protokollbuch für öffentliche Versammlungen anzuschaffen, angenommen. Bum Schluß wurden mehrere Unterstügungs gefuche bewilligt, unter diesen auch die der Gemaßregelten von der Spandauer Brücke( welche gemaßregelt wurden, weil sie die vorzuzeigen. . Ründ 1) b 2) I f De melbun HUGE geftatter Ur und bei Be Diejenig Dezemb Ründig taffe au De In Bez gejet i genann feges 28. treten unferer welcher gefchrie Bwan drohenden Sturm zu beschwichtigen oder sein Losbrechen wurde, im Afford fortsetten) und die Regelung dieser An- Mannheim und Diskussion. Recht rege Betheiligung sämmt wenigstens möglichst lange zu verhüten. Allein, als wären fte mit Blindheit geschlagen, fahren fie fort, auf der einen Seite thre Privilegien in drückendster Weise zu mißbrauchen und auszubeuten, auf der andern fich ihrer Pflicht, einen Theil der ziehen. Einen schlagenden Beweis für die Richtigkeit dieser gelegenheit der Kommiffion für die Deffentlichkeit überwiesen. Die nach dem Weddingpart einberufene, von ca. 350 Mitgliedern besuchte außerordentliche Generalversammlung der Maschinenbau und Metallarbeitergewerkschaft beschäftigte sich mit der Frage der Auflösung des Vereins und Anschluß an die Vereinigung deutscher Metallarbeiter zu Mannheim. Nach abgehalten und betrug die Anzahl der Mitglieder bis ultimo licher im Metallfach beschäftigter Arbeiter ist jedem Be Der Louisenstädtische Bezirks Verein Vorwärts" Saal, Wafferthorstr. 68, eine Vereins- Versammlung ab, in welcher Herr Dr. Geymann einen Vortrag halten wird. Die treffenden zur Pflicht gemacht. Bemerkungen liefert der Kampf, der seit einiger Zeit zwischen dem Jahresbericht hatte die Gewerkschaft 22 Versammlungen Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. dem Staate New Jersey und den dortigen EisenbahnKorporationen geführt wird und jest beftiger als je zuvor ent Gäfte stets willkommen. Der Fachverein Berliner Dachdecker togt am Donner Staate Minnesota. In der letten Seffion der Staatslegislatur Mitglieder und ein Prozeß zu Ungunsten desselben entschieden Alexanderftr. 31. T.-D. wird in der Versammlung 6 fann Die gegen eine Stimme angenommene Resolution gemacht; auch können die neuen Statuten, welche von Det Callies beftegelte die Auflösung. Dieselbe lautet: Die heute biefigen Behörde genehmigt find, in Empfang genommen werden von Minnesota gelangte in dem betreffenden Ausschusse ein scharfes Eisenbahngesetz zur Annahme, allein die EisenbahnGesellschaften versprachen Abhilfe, und so ließ man die Ans am 1. März c. im Weddingpart tagende außerordentliche Aufnahme neuer Mitglieder u. f. w. Wind erwiesen haben, forderte der Gouverneur die jetzt berechtigten Mitglieder ohne Einschreibegeld zur Vereinigung Abend in Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, Abends 8 Uhr, eine wiederum in Sigung befindliche Legislatur auf, endlich einmal in der Eisenbahnfrage den berechtigten Wünschen des Volkes, nementlich der Farmer, Rechnung zu tragen. Während dies und ähnliches und in einzelnen Unionsstaaten vor sich geht, hat Berantwortlicher Redakteur R. deulscher Metallarbeiter überzuführen und daffelbe aus dem große Arbeiter Versammlung stattfindet. Die Tagesordnung Kaffenbestand der Gewerkschaft zu bestreiten. Ferner überweift ift: Das Arbeiterschußgeses. Referent: Herr Mar Kreu die Generalversammlung sämmtliche Utensilien, sowie Bibliothek Die Pflicht eines jeden Arbeiters ist, in dieser Versammlung und Bibliothekfonds der neu zu gründenden Mitgliedschaft der Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in pünktlich zu erscheinen. Berlin SW., Beuthstraße 2. Bieran eine Beilag n tann, biffsta alle 2 au verl brudt Derrn Den 2 Bartei nem Bell mlung u äter in dem ersammlung lichen Au Nicolaus Tister veran Sozialisten nden Ver ichen Lot as Thema ter Berlin affen- Befes einer freien Arbeitgebe Die Garantie ben nur fo Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 52. fchäftigung fchrift: er der Kaffe aber wenn DE Bum Krankenkassengeset. Die Redaktion des Volksblatt" erhielt folgende Bu Berlin, im Februar 1885. Wir find in der Werkstatt einer hiesigen größeren Treibim Stande tiemenfabrit beschäftigt und haben bei der Sentral Kranten zur Kran und Begräbnißlaffe der Sattler und Berufsgenossen Deutschal- Kranten lands, eingeschriebene Hilfskaffe, die bereits vor dem 1. Deen bei ember v. Js. in ihrer Organisation den diesbezüglichen Ee Bwang gefeßlichen Anforderungen entsprochen hat, vor dem 1. Deieber die ember v. Js. unsere Mitgliedschaft angemeldet, die Beiträge tung fein bezahlt und find laut der in unseren Händen sich befindenden itgeber Quiitungsbücher Mitglieder dieser Kaffe. Dagegen haben wir ur Bwang bersäumt, unseren Austritt aus der Ortskrankenkasse vor dem verständig. Dezember v. Js. anzumelden. Aus diesem legteren Grunde tständige wingt uns die Ortsfrankentafe, indem sie jede nachträgliche welcher fid Abmeldung ablehnt, bis zum 31. Dezember d. Js. ihre aten, nabitglieder zu bleiben. Eine unter Darlegung des Sachver an: Daltes bei der Gewerbe- Deputation eingelegte Beschwerde hat better Bebeigefügte ablehnende Antwort erzielt. Nach den Ausführungen Shrer Zeitung fönnen wir auch jest nach 4 wöchentlicher Kündi renten voll virten, ba gung aus der Ortsfranfentane austreten, zumal wir nach wie Dr Mitglieder der eingeschriebenen Hilfskaffe find. Was sollen gegenüber dem Bescheide der Gewerbe- Deputation nun thun ở Dadbede ammlung Sonnabeno 8 über die n. Geine Des Landed To auf bi gland in Den Gy end feine Des Suey chließenden Bwed del Egypten De mit dem ie in ber attgefunden mniffe in it arbeitenFinladung Die bas ajat Die in vorstehendem angezogene Antwort der GewerbeDeputation lautet: Euer Wohlgeboren erwidern wir auf das gefällige Schreiben bne Datum, hier eingegangen am 4. b. Mis., daß die Mitliedschaft Ihrer Arbeiter bei der Bentral- Kranken- und Be tabni taffe der Sattler und Berufsgenossen Deutschlands, offnuna( E.. 64), dieselben nur dann von der Zugehörigfeit zur Ortstrantentaffe der Sattler und verwandter Gewerbe befreit, wenn fie schon vor dem 1. Dezember v. J. Mits lieber der eingeschrieben Hilfskaffe waren und daraufhin vor em 1. Dezember v. 3. ihren Austritt aus der Ditstrantentasse erklärten. Andernfalls find fte Straft Gesetzes seit dem 1. Dezember v. J. Mitglieder der dem Schluß des Rechnungsjahres, das heißt Dristrantentaffe und können aus derselben mit frühestens am 31. Dezember 1885, austreten, wenn fie den Austritt spätestens drei Monate zuvor bei dem Re Mitglieder einer anderen dem Geseze genügenden Kaffe Borftande beantragen und vor dem Austritt nachweisen, daß men find, geworden find. 8 zu einer affung des es Fabrik gen feiner Daß die D geweien men felen ntervention ge über die ffton, eine and in ber gerechtfertigt. Das Verlangen des Vorstandes ist daher Gewerbe- Deputation des Magistrats, fich die Gewerbebeputation bezieht, lautet: Der betreffende Absatz des Krankentafengesezes, auf den Der Austritt( aus der Ortskaffe) ist versicherungspflichtigen menn fie denselben spätestens drei Monate zuvor bei dem Vorftande beantragen und vor dem Austritt nachweisen, daß fie tatirte, daß Mitglieder einer der übrigen in§ 4 ezeichneten Kaffen ge Je gegeben gentigende babe. Gr Cohnrebul m Grunde od einen Deren noch en batten, ebullionen Kollegen Solidari Der erft uffion bie efuche um chfte Mits 3. Märk Iftrage Befchäft Die Lunge Buftande ragelaften önnt wat Lotal jut t, mit bet fer, for ach wie uzuführen und nad tu. f. w anten zur Nach Ubr, im ine Mit ung ftebt: ber ört iches Ev ebuch ift mmlung Wedding ng einer fämmt beiter zu edem Be orwärts Ronrad's ab, in ird. Die rfcheinen. Donners n Weig b fanni Don Der t werden. bente br, eine Bordnung Kreuß ammlung Lagt worden find. recht. Somit hätte die Gewerbedeputation des hiesigen Magistrats Inzwischen ist aber ein Nachtragsgesetz zum ur rünglichen Krantentaffengeses erschienen, welches wir hier dem Wortlaute nach, wiedergeben. Daffelbe lautet: Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, Rönig von Beußen 2c. verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesrathes und des Reichstages, was folgt: Einziger Paragraph. Mitgliedern solcher bestehenden Hilfskaffen der im§ 75 Dienstag, den 3. März 1885. gewissen Unklarheit; am meisten aber wohl des Reichstranten faffengesez, über welches sich schon Mancher und besonders die Behörden den Kopf zerbrochen haben. Durch vorstehende Buschrift find wir angeregt worden, die Frage hier öffentlich zu stellen, wer recht hat, der Magiftrat oder die Petenten. würde. Am besten wäre es, wenn in der Stadverordneten versammlung die Angelegenheit weiter verfolgt werden Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 56. Sigung vom 2. März, Nach m. 2 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Fürst v. Bismarck, von Boetticher, Bronsart von Schellendorff, Lucius, Stephan u. A. und eine Denkschrift, beir. Die Ausführung der MünzgefeßEingegangen ist der Bericht der Reichsschulden- Kommission gebung. II. Jahrgang. vorzugehen. Sie beabsichtigte vielmehr zunächst nur den Generalfonsul Dr. Nachtigal zu einer Informationsreise nach Der Westküste von Afrika zu entsenden, und ertheilte ihm zus nächst die Ermächtigung, nur mit unabhängigen Fürsten Ver träge nach dem Mufter der früher erwähnten Südseeverträge abzuschlie jen. Die Intereffentea drängten jedoch weiter und erklärten, es sei die äußerste Gefahr im Verzuge: Wenn nicht diejenigen unabhängigen Gebiete, in welchen sich der deutsche Handel die erste Stelle errungen habe, sofort unter deutschen Schuß gestellt würden, so sei binnen wenigen Wochen oder Monaten die Offupation dieser Gebiete durch andere Regies rungen zu gewärtigen. Das Bedürfniß aktiver Kolonialpolitit war jest nachgewiesen und die Regierung ents schloß fich, die schon früher ertheilten Instruktionen an Dr. Nachtigall durch die Vollmacht zu ergänzen, Erwerbungen von Privaten nach Prüfung der Rechtstitel unter den Schuß Sr. Majestät des Kaisers zu stellen. So, meine Herren, find wir ganz fonfequenter Weise und durch das in Regierung ist ferner auch darin dem früher von ihr verkün Der Nation empfundene Bedürfniß zu denjenigen Schußgebieten gelangt, mit denen wir uns heute zu beschäftigen haben. Die beten Systeme treu geblieben, als fie teine großen Forderungen an den Reichsfiskus ftellt, sondern Ihre Bewilligung lediglich für einige Konsulate und für einige Beamte in Anspruch nimmt, beren Anstellung unerläßlich ist, um die bei Sr. Majestät dem Kaiser einstweilen ruhenden Souverainetätsrechte auszuüben, und Ich hoffe, meine Herren, daß Sie Ihrer Kommission folgen und um die Unterlagen für die fünftige Organisation zu schaffen. Beschlusses, zu dem Sie in der Hauptfrage tommen werden, Abstand nehmen werden von einer Motivirung desjenigen einer Motivirung, welche wie das Offenhalten eines späteren Rüdzugs gedeutet und im Auslande eine Wirkung haben tönnte, die für die Reichsregierung mit Rücksicht auf die ihr obliegenden schwierigen Aufgaben nachtheilig sein müßte. Ich bitte Sie daher, derartigen Resolutionen, wenn fie wiederholt werden sollten, Shre Zustimmung nicht zu ertheilen. Dem Reichshaushaltsetat für 1885/86 folgte am 1. Februar b. Js. eine Ergänzung nach, welche die Etats des Reichsamtes des Innern, der Verwaltung des Reichsheeres und des Auswärtigen Amtes betrifft. Der Etat des Auswär tigen Amtes soll um 96 000 M. in den fortdauernden und um 152 000 M. in den einmaligen Ausgaben für Gesandtschaften, Konsulate und Beamte in den überseeischen Schußgebieten, erhöht werden. Die fortdauernden Ausgaben find: Kamerun 48 000 M.( Gouverneur und Generalkonsul 30 000 M., Kanzler 12 000 M., Sekretär 6000 M.); Togo 18000 M.( Rommiffar 12 000 M., Sekretär 6000 M.); An= gra Pequena 18 000 M.( Kommissar 12 000 M., Sefretär 6000. Sämmtliche Beamte haben frete Wohnung). Dazu noch 12 000 M. zu Remunerationen und Tagegeldern an Unterbebiente bei den Behörden in den Schußgebieten. Sume der fortdauernden Ausgaben 96 000 M. Einmalige Ausgaben 152 000 M. zur Errichtung von Dienstgebäuden nebst Wohnräumen für die Beamten in den genannten Schutzgebieten sowie zur inneren Einrichtung dieser Gebäude in Summa 248 000. Die Budgettommission beantragt, diese 248 000 Matt zwar zu bewilligen, aber die als fortdauernde Ausgabe datin enthaltenen 96 000 Mt. ebenfalls nur als einmalige und zwar als. Titel 4 Kapitel 2 des Extraordinariums in folgender Fassung: Bur Einleitung derjenigen Maßnahmen, welche zur Durch führung der dem Reiche in den Schußbeztiken von Kamerun, Togo und Angra Pequena zufallenden Aufgaben nothwendig find, sowohl zur Remunerirung von Beamten, als zur Ausführung unbedingt erforderlicher Bauten 248 000 mt." Die Kommission beantragt ferner die Annahme folgenderheit voraussehen, ob die Organisation, die wir Ihnen vorResolution: Die verbündeten Regierungen zu ersuchen: 1. dem Reichstage bei Vorlegung des nächsten Reichshaushalts- Etats eine spezifizirte Mittheilung über die in den Schußbezirken von Kamerun, Logo und Angra Pequena mit den bei Rapitel 2 Titel 4 der einmaligen Ausgaben des Etats des Auswärtigen Amtes für 1885/86 bewilligten litteln getroffenen Einrichtungen zu machen; 2. dem Reichstage vor Herbeiführung fefter Drga nisationen in den westafrikanischen Schußbezirken von Kamerun, Togo und Angra Pequena eine Vorlage zu machen behufs Heranziehung der Schußbezirke zur Deckung der dem Reiche aus denselben erwachsenden Kosten. Das Haus tritt sofort in die Berathung dieser Anträge ein. Referent v. Köller berichtet eingehend über die Verhandlungen der Kommission, die im Wesentlichen bekannt find. Kommiffarius Geb. Rath v. Kusserom: Meine Herren, ich habe zunächst der Befriedigung darüber Ausdruck zu geben, daß die Kommission die Resolution abgelehnt hat, welche eine Motivirung für die Annahme des vorgeschlagenen Bauschdes Krantenversicherungsgesetzes vom 15. Juni 1883( Reichs 1884 den dafelbft festgesetten Anforderungen noch nicht ges gefegblatt Seite 73) bezeichneten Art, welche am 1. Dezember nügt, aber bereits vor diesem Tage die zur Erfüdung Dieser Anforderungen erforderliche Abänderung ihrer Sta tuten mit dem Antrage auf fernere Bulaffung oder Ges nehmigung bei der zuständigen Stelle eingebracht haben, Regierungspolitik bedeuten, sondern gedeutet werden könnte als tit, sofern sie der Kasse schon vor dem 1. Dezember 1884 angehört haben, der Austritt aus wirkt, der Vorbehalt eines späteren Rückzuges. Jene Motivirung gipfelte wesentlich in erhobenen Zweifeln daran, ob die Reichs Reichskanzler Fürst v. Bismard: Jh fann nicht mit Sicherheit vorhersagen, welche Aufnahme die Bewilligung eines Bauschquantums statt der Einzelforderungen bei den verbünde ten Regierungen finden wird; so viel aber fann ich vorher sagen, daß ich meinerseits fie befürworten würde. Ich halte den Bwed, den wir erstreben, für jest durch ein Bauschquantum ebenso gut erreicht, ja ich würde vielleicht in der Lage gewesen sein, bei den verbündeten Regierungen sofort ein Bauschquantum beantragt zu haben, wenn ich hätte glauben fönnen, daß in Dieser Form Ihre Annahme der Sache wahrscheinlicher wäre als in der detaillirten; ich fürchtete aber, daß, wenn wir ein Bauschquantum gefordert haben würden, Sie dann von uns die Detaillirung verlangt hätten( Heiterkeit), und ich habe fte nur, widerstrebend bis zu dem Maße, wie wir fie gegeben haben, gedruckt gesehen. Wir können ja nicht mit voller Sicher schlagen, nachdem wir ein Jahr Beit gehabt haben werden, über Land und Leute, über die Begrenzung der Befizungen, die von unseren Landsleuten erworben find, über die Haltung, welche die auswärtigen Regierungen zu unseren Unternehmungen beobachten, Erfahrungen zu sammeln, theils durch den Lauf ter Ereignisse in diesem Jahr, theils durch die Bericht erstattung amtlicher ad hoc von uns abgesandter Persönlichteiten, ob die Drganisation fich bewähren werde; erst dann werden wir in der Lage sein, Ihnen mit voller Ueberzeugung Detailvorschläge zu machen. Die, die wir bisher gemacht haben, haben wir in fidem auf das Uhrtheil des Synditats in Hamburg gemacht; wir haben das vorgeschlagen, was das Synbikat für nöthig hielt. Db unsere eigene Ueberzeugung übers Jahr vollständig damit übereinstimmt, fann ich nicht vorher sagen, und insofern ist es meines Erachtens, ohne den vers bündeten Regierungen vorzugreifen, sogar nüßlicher, ein Bauschquantum zu bewilligen, als die einzelnen Details. Es ist dies vorsichtige Vorgehen in der Sache ja ganz natürlich bei dem Syftem, welches wir für die Kolonien überhaupt adoptirt haben, welches ich im vorigen Jahre entwidelte, und welches im Prin zipe damals ihre Santtion gefunden hat. Ich habe, als ich mich zuerst über unsere Kolonialabfichten ausgesprochen habe, vor Allem besont, daß eine Kolonialpolitik überhaupt nur dann möglich ist, wenn fte von einer Mehrheit des nationalen Willens mit Entschloffenheit und Ueberzeugung getragen wird. Eine Regierung, die fich mühsam abquält, gegen eine starke Minorität auch nur, oder gar gegen eine parlamentarische Maiorität, um fünstlich Kolonien ins Leben zu rufen, würde eine Danaidenarbeit verrichten, die ermüdend ist, die allenfalls ein neues Kapitel in den Budgetdistusftonen und in den jähr Itchen Tadelsvoten, die der Regierung ausgesprochen werden, liefern tönnte, aber einen praktischen Erfolg für unser deutsches wirthschaftliches Leben kaum haben würde.( Sehr richtig! rechts.) Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, daß auch die Stellung, Die das Ausland zu unseren folonialen Verhältnissen einnimmt, maßgebend ist. Ich darf wohl annehmen, daß die eine andere wäre, wenn der deutsche Reichstag einheitlich und mit einem gewiffen Enthusiasmus den tolonialen Bestrebungen der verbündeten Regierungen zur Seite stände, und daß das Ausland man untersucht ja die Verhältnisse, wie die Majorität entsteht, in einem fremden Lande nicht so genau eine Ermuthi gung, den deutschen kolonialen Bestrebungen fest gegenüber zu treten, daraus schöpft, daß man in allen Beitungen lesen fann den ausländischen, wie den inländischen, daß die Mehrheit des Reichstages bisher nicht davon überzeugt ist, daß es für das deutsche Volk nüglich sei, Kolonialpolitit zu treiben. Wenn Sie heutzutage die englischen Blätter lesen, so finden Sie das mit derselben Motivirung wie in unseren deutschen Oppofitionsblättern, mit einer so übereinstimmenden Motivirung entwickelt, daß man versucht ist, an einen direkteren ZusammenOppofitionspreffe gegenüber der deutschen Reichsregierung_im Allgemeinen zu glauben; es finden sich die gleichen Artikel ziemlich gleichzeitig wieder in der Times" und in anderen Blättern, die zu dem Cobdenschen System gehören, die machen gegen mich, den unglücklichen Redeutschen nationalen nationalen Bolitik, mit einer Uebereinstimmung Front, die ich für pofitive Swede der gesammten Nation wohl wünschen möchte. Sicher ist, daß die Tonart in der Korrespondenz, die von englischer Seite mit uns geführt ist unter dem Eindrucke dieser Parlamentsverhandgeblieben sei. Es wird daher nicht überflüssig sein, die Genefis Dieser überseeischen Politik bis zu ihren heutigen Stadien furz zu verfolgen. Der leitende Gedanke für die Reichsregierung bei ihrer überseeischen Politik ist von jeher gewesen, der Privat unternehmungen mit ihrer Hilfe zu folgen. An Aufforderungen, von Regierungswegen Kolonialpolitik zu treiben, hat es niemals gefehlt. Im Auswärtigen Amt befißen wir eine Attenrubrit mit dem Namen„ Betreffend Pläne zur Begründung von Kolonien und Flottenstationen." Diese Aften, etwa 30 Bände, enthalten die schönsten Projekte zur Erwerbung von Derjenigen Drts, Betriebs( Fabril), Baus oder regierung in ihrem System überseeischer Politik fich selbst treu Snnungsfasse, welcher fie auf Grund des Krankenvers ficherungsgesetzes vermöge ihrer Beschäftigung angehören, auch im Laufe des Rechnungsjahres und ohne die inden§§ 19, 63, 72, 73 a. a. D. vorgeschriebene Ründigung zu geftatten, wenn 1) die Hilfe kaffe, welcher fie angehören, die fernere Bulaffung oder Genehmigung auf Grund abgeänderter Statuten, nach welchen fie den Anforderungen des § 75 a. a. D. genügt, bis zum 1. Juli 1885 er2) der Austritt innerhalb vier Wochen nach erfolgter fernerer Bulaffung oder Genehmigung der Kaffe bei der zuständigen Stelle angemeldet wird. Der Austritt ist in diesem Falle mit dem auf die Anmeldung folgenden Zahlungstermine für die Kaffenbeiträge zu Urkundlich unter Unserer Höchfteigenhändigen Unterschrift Begeben Berlin, den 28. Januar 1885. geftatten. und beigedrucktem Inftegel nur und überfeeischen Gebieten, deren Räuflichkeit die betreffenden Antragsteller jedesmal glaubten verbürgen zu können. Die Reichstragsteller jedesmal glaublen verbürgen zu können. Die Reichsregierung enthielt sich stete, hierauf einzugehen, weil es sich zur Pflicht machte, einem in der Nation thatsächlich hervortretenden fich geltend machenden Be dürfniß auf diesem Rebiete Rechnung zu tragen. Sie fich der großen Verantwortlichkeit bewußt, welche von jeder Kolonialpolitik unzertrennlich ist, und ste war s Nachtragsgefes fönnen, so lange nicht ein unabweisliches Bedürfniß in der Dezember 1884 einer freien Hilfskaffe angehörten, von der Ründigungsfrist entbindet, so daß fie jeder Beit aus der Drtstaffe austreten tönnen. " Nation fonstatirt war. Es lag daher für sie kein Anlaß vor, die seit einer Reihe von Jahren verfolgte Politik zu verlassen, den überseeischen Handel durch den Abschluß neuer und die Revision älterer Verträge zu stüßen, welche lediglich zum Zweck Der Gewerkverein" scheint dieser Ansicht zu sein wenigstens hatten, unserem deutschen Handel die Meistbegünstigung zu Refet übrigens gar nicht Erwähnung gethan wird. Das ge genannte Blatt schreibt nämlich: in Bezug auf die Gemeindeversicherung, der in dem Nachtrags- fichern. Was fie zumeist veranlaßte, auf diesem Standpunkte hang( hört, hört! rechts) und an die Internationalität der leges über die Abänderung der Krankenversicherung vom Unter Hinweis auf die Veröffentlichung des Reichs.Ge 28. Januar d. J., das mit dem 14. Februar in Kraft ge welcher vor dem 1. Dezember 1884 irgend einer unserer ein zu verharren, ist die Wahrnehmung gewesen, daß die Haupt träger des überfeeischen Handels, die Hansestädte, jeder Regung des kolonialen Gedankens früher entgegen waren. Jm Binnen lande erinnerte man sich zuweilen wohl der Beiten der Fugger und der alten Hansa, aber man war so wenig orientirt über Auswandererkolonien und Handelskolonien zu machen wußten. Diese Verwechslung trug häufig zur Aeußerung von Wünschen treten ist, machen wir nochmals alle Vorstände und Mitgliede Kolonialpolitik, daß die Wenigsten einen Unterschied zwischen präsentanten der geschriebenen Hilfskaffen angehörte, jederzeit aus der bei, welche von vornherein unerfüllbar waren. Es bedurfte trop tann, selbstverständlich unter der Bedingung, der Gewerkvereinsbilfstaffe gegenwärtig und fernerbin anzugehören. Wir ersuchen au verlefen." sicherung), welcher er etwa zugewiesen ist, ausscheiden Momentes, um die Interessenten zu dem einzigen Mittel, ihre lungen während derselben, eine schärfere und unfreundlichere ges Es ist nun wohl selbstverständlich, daß wir durch den Abbrudt diefer Meinungsäußerung die Freien Hilfskaffen" des Wünsche erfüllt zu sehen, nämlich zur eigenen Thatkraft anzuspornen: Dies war die um fich greifende Kolonialpolitik anderer alle Borstände, in der nächsten Versammlung das neue Geset Mächte. Man gewann die Ueberzeugung, daß es die höchste Beit Kaiser, in englischen amtlichen Sammlungen früher zu druden, Barteien in dieser Frage Stimmen zu hören. es von der Auftheilung der Erde nicht ganz ausgeschlossen bleiben wollt Aus dieser Ueberzeugung entsprangen KolonialHerrn Mar Hirsch nicht empfehlen wollen; doch hielten wir projekte und Anträge aus dem Schooße der intereffttten HanDen Abbrud deshalb für erforderlich, um aus verschiedenen belskreise in den Hansestädten. Die Regierung_prüfte diese Anträge und fag. im Allgemeinen Schuß zu. Sie war aber 3. als Se. Majestät der Kaiser es erhalten hat. Wie es in eng lische Hände gerathen ist und in die amtlichen, weiß ich nicht. Es find Aktenfiüde ziemlich vertraulicher und ziemlich einschneidender Natur, die an uns gerichtet waren, in England amtlich gedruckt waren, ehe wir sie erhalten hatten. Es sind vertrauliche Besprechungen, die ich hier mit den Vertretern Die deutschen Reichsgeseze leiden fast sämmtlich an einer auch anfangs noch nicht geneigt, eigentlich kolonialpolitisch| Englands gehabt habe Besprechungen der vertraulichsten das Kadettenhaus zu verlegen, das vor 100 Jabren auß beftimmt; d nationalen Gründen dorthin verlegt wurde. Es heißt nun Gründen erf das Kulmer Kadettenhaus genüge in räumlicher Beziehung den zitirten nicht. Wird nun wegen der schlechten Fundamente des Hause deutung nich Der Tit ein Aufbau nicht möglich sein, so werden fich Anbauten Ein Ar ausführen laffen, die gewiß die Summe von 850 000 M., welcher fie von der Regierung veranschlagt find, nicht erreichen mann um werden. In fanitärer Beziehung wird von Kulmer Bürgergsfigung f versichert, daß der Gesundheitszustand der Kadetten ein vo trefflicher gewesen sei. Wenn zur Begründung der Verlegung angeführt wird, daß das Kulmer Jägerbataillon, für das jet nur schlechte Bürgerquartiere vorhanden seien, im jezigen Rader katholisch Dettenhause lasernirt werden könne, so wird des Weiteren von dauernde S glaubhafter Seite mitgetheilt, daß keine Stadt beffere Bürgerbrochen, aud Der Berhand quartiere befize als Kulm. Bei Tit Baberbo Mooren Minifter Bronsart von Schellendorf rechtfertigt aufes vom das Vorgehen der Regierung, welches wesentlich im Inter Neubau bee effe der Reichsfinanzen liege. Wollte man die Anstalt nicht kulturf ampf Für de nach Stolp verlegen, so würde in Kulm mitten in de Schluß Ich habe dann noch hinzugefügt, bie Erledigung dieser Frage Itegt ja ohne Bweifel allein der englischen Regierung ob, und ich meine ihr dieselbe ausschließlich zu überlassen. Aber wie auch der Entschluß Englands ausfallen möge, möge, wir werden ihm nicht in Wege stehen, wir empfehlen nur die Vorsicht und die Achtung vor den Verträgen und vor den Rechten des Sultans. Es ist dies eine Episode, die mit dem Gegenstand, der das Haus bes schäftigt, äußerlich zusammenhängt, und von der ich hoffe, daß fte mit der Verstimmung, die sich in England daran tnüpft, bald vorübergehen werde. Ich suche ihren Grund in der Er fahrung, daß man, wenn man überhaupt übler Laune ist, den Grund der Ereignisse, über die man verdrießlich ist, immer lieber bei Anderen, als bei sich selbst sucht.( Sehr richtig!) Aber ich werde thun, was in meinen Kräften stehe, um sine ira et studio in der versöhnlichsten Weise die Sache wieder in das Geleise des ruhigen und freundschaftlichen Verkehrs zu bringen, der zwischen uns und England jederzeit bestanden hat, und welcher der natürliche ist, weil keiner von Beiden vitale Inter- Stadt ein Umbau und Erweiterungsbau mit äußerst hohen bg. Gol effen hat, die einander widersprächen. Denn ich fann es doch Roften vorgenommen werden müssen. Die Militärverwaltung Rajorität. nur für einen Irrthum in der Schäßung halten, wenn darf auch nicht die Intereffen einer einzelnen Stadt wie Rulm gegenüber den Reichsinteressen voranstellen. Mit dem Projekt( Etat und k England uns unsere bescheidenen Kolonialversuche mißauch geneigt ist, auf die Stim der Regierung werden etwa 300 000 M. gespart. Dazu kommen gönnt. Wenn man Kolonialrheders und Kaufmanns noch zahlreiche andere praktische Gründe, die für die Verlegung mung jedes einzelnen Rolonialtheders und des Korps sprechen. Aus Zweckmäßigkeits- wie aus Sparjam englischer Nation Rücksicht zu nehmen, so tann ich doch nicht glauben, daß man die Art, unserer Kolonialpolitit teitsgründen bitte ich Sie, die Regierung in dieser Sache unterſtüßen. entgegenzuwirken, wie fte fich in Kamerun sowohl wie in Auftralien, in Neu- Guinea, in Fidschi und an anderen Drten gezeigt hat, beibehalten werde, ohne Rücksicht auf die Stims gezeigt hat, beibehalten werde, ohne Rücksicht auf die Stim mung zu nehmen, in welche die deutsche Nation dadurch vers segt wird. Bei den fremden Nationen machen die Vorgänge in Deutschland ja sehr leicht den Eindruck, daß bei uns awar unter Umständen, wie 1870, wie 1813, die geharnischten Männer aus der Erde wachsen, wie aus der Saat der Drachenzähne in der griechischen Mythe in Kolchis, aber, daß fich dann auch stets irgend ein Baubersteinchen der Medea findet, welches man zwischen sie werfen kann, worauf sie über einander herfallen und fich so raufen, daß der fremde Jason ganz ruhig dabeiftehen kann und zusehen, wie die deutschen gewappneten Recen fich unter einander bekämpfen. Es liegt eine eigenthümliche prophetische Voraussicht in unserem alten nationalen thümliche prophetische Voraussicht in unserem alten nationalen Mythus, daß fich, so oft es den Deutschen gut geht, wenn ein ein deutscher Völkerfrühling wieder, wie der verstorbene Kollege Völd fich ausdrückte, anbricht, daß dann stets der Loki nicht fehlt, der seinen Höder findet, einen blöden, däm lichen Menschen, den er mit Geschick veranlaßt, den deutschen Völlerfrühling zu erschlagen resp. niederzustimmen.( Lebhaftes Bravo.) Abg. v. Huene: Auch wir auf funserem dem Reichstangler nicht sympathischen Standpunkt legen Werth auf einen möglichst einhelligen Beschluß und werden auch unsere in der Kommiffton vorgeschlagene Resolution nicht wieder einbringen. Abg. v. Malzahn Gülz: Wir fühlen voll den frischen Bug der Zustimmung, mit der das Land das VorEine wurde gefter Der Unterfu Abg. Ridert glaubt, daß das Projekt nicht Ersparni sondern Mehrkosten verursachen würde. Da es außerdem be effes zu rechtigte Intereffen verlege, so müffe dem Hause fedenfallgend der die volle Freiheit gewahrt bleiben, die späteren dedaillirteren Hoßenden E Vorschläge der Regierung zur Ausführung des Projekts ab tuirten mit zulehnen. ebenso reich vertreten. Sonflitte m faft allaben Nacht zum Die Pofition wird nach dem Kommissionsantrag bewillig Bur Dedung der eben bewilligten Einnahmen wird eingend ein entsprechende Erhöhung der Matrikularbeiträge in Aussicht g nommen. Die definitive Feststellung der Biffer bleibt vorb halten. 1 116 Tabal gegens Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Dienstag ( Bremer Bollanschluß, Wahlprüfungen, Novellen zum steuer- und zum Reichsbeamtengeses; Rechnungsvorlagen Abg. Richter fündigt an, daß seine Partei Anträge f werde zur Wahrung der Interessen des Handelsstandes über einer überraschenden, durch den Bundesrath beschlo Ausführung des Antrags Windthorst zum Sperrgese wird morgen vorschlagen, daß diese Anträge übermorgen rathen werden.) Abgeordnetenhaus. 31. Sigung vom 2. März, 10 Uhr. Am Ministertische v. Goßler und Kommiffarien. Vor Eintritt in die Tagesordnung giebt Abg. Natur, die fich auf sehr langjährige persönliche Bekanntschaften I rathen, wie in meiner unbetheiligten Stellung thunlich war. gründeten, die aber natürlich zur Meldung berechnet waren-, in amtlichen Attenstücken resümirt und zum Druck bestimmt worden. Das Alles find Beichen einer Berstimmung, die ich die ich nur nicht für eine berechtigte halte, und Ich darf als bekannt voraus lebhaft bedauern kann. Segen, daß der diplomatische Verkehr von englischer Seite neuerdings vorwiegend und fast ausschließlich in der Form schriftlicher Noten betrieben wird, also in der Gestalt von Noten, die in London redigirt werden, deren Text hierhergeschickt wird, von dem hiesigen englischen Botschaften un terschrieben und mir dann der Form nach vorgelesen, einges händigt, oder in Abschrift belaffen wird, je nachdem der Inhalt Der Note ist. Aber im Ganzen ist es eine Korrespondenz, der ähnlich, wie eine Privatkorrespondenz, vom Schreiber zum Empfänger direkt schriftlich geht, fertig abgeschloffen, ohne Mög lichkeit etwas zu ändern auf Grund des Eindrucks, den fe etwa macht und bei der der Botschafter nur die Rolle des Ueberbringers hat. Jeder andere Beamte würde das auch thun fönnen; ja die Post würde die Note mit derselben Sicherheit besorgen, wie die Botschaft, wie die Diplomatie. Wenn dieses System das zweckmäßige ist, dann ist unsere ganze fostspielige Diplomatie überflüffig,( hört, hört! Heiterfeit rechts) dann fann der Weltpoftverein, mein Herr Kollege Stephan, den sämmtlichen diplomatischen Verkehr in seine Hand nehmen.( weiterfeit rechts.) Jch habe aber oft gefunden, daß es für das Verständniß unter Kabineten nüßlich ist, wenn man Geschäfte machen will, zunächst dem eigenen Vertreter den Auftrag zu geben, mündlich zu sondiren, welches Die Aufnahme einer Eröffnung sein wird; ist fie ungünstig, fann man unter Umständen die Sache fallen lassen, modifi ziren, oder wenn man glaubt, es muß sein, sagen, wir werden es doch thun in irgend einer Form, ihr müßt euch dazu stellen in irgend einer Weise. Auf die Art bereitet man auf die Sache vor, und man kommt ohne Schwierigkeiten über eine Sache hinüber, die, wenn man fie fertig, schriftlich einer frem ben Regierung mit der Post zuschickt, für dieselbe empfindliche Dornen haben kann, auf die man beim Schreiben gar nicht gerechnet hat. Es gehört schon eine ungewöhnlich genaue Kenntniß des fremden Hofes, der Leitung der fremden Politit dazu, wie sie die meisten Staaten wohl nicht haben, um mit Sicherheit die Wirkung einer geschriebenen Mittheilung vorher zu berechnen. Der Botschafter an Ort und Stelle ist eher in Der Lage, anzufühlen und vorzubereiten. Ich halte also den mündlichen Verkehr für zweckmäßig. Von englischer Seite wird der schriftliche vorgezogen. Wir haben seit dem vorigen an Noten ich habe die Biffer feststellen laffen, Sommer weil es mir auffiel, daß es so sehr viele waren; ich muß jede solche Note beantworten, ich überwache die Redaktion selbst wir haben und prüfe fie; es hat mir viel Arbeit gemacht; ich glaube seit dem vorigen Sommer einhundert und achtundzwanzig schriftliche Noten vom englischen Kabinet befom men, die zusammen zwischen 7 und 800 Seiten lang( hört! hört! rechts) und zu beantworten waren. Soviel haben wir von allen übrigen Regierungen in den 23 Jahren, daß ich auswärtiger Minister bin, nicht bekommen.( beiterkeit.) Jede Nation und jede Regierung hat ja das Recht, die Geschäfte zu betreiben, wie sie es nüßlich hält, und es ist ja gewiß, daß eine auswärtige Bolitif, wenn fie in gedruckten und und veröffent lichten Noten betrieben wird, unter Umständen auf das eigene Parlament einen tieferen, günstigeren Eindruck machen fann, als der mündliche unbekannt bleibende Verkehr durch Diplo maten, aber man läuft dann unwillkürlich Gefahr, einiger maßen auch für den Eindruck im Parlament und nicht ausschließlich für den Eindruck auf die fremde Regierung und für den Frieden, das gute Einvernehmen mit ihr zu schreiben. Die Anspielungen, die in verschiedenen von Eng land veröffentlichten und zum Theil zu meiner Ueberraschung veröffentlichten Altenstücken enthalten find, auf früheren Ver handlungen über Egypten und die in der jüngsten Rede des Grafen Granville vorhanden sind, werden fich richtig stellen durch das, was ich zu sagen im Begriff bin. Ich habe niemals einen Rath über die Behandlung Egyptens an die englische Regierung ertheilt. Wohl aber bin ich um solchen befragt worden zu verschiedenen Malen sowohl von meinem verstorbenen persönlichen und politischen Freund Lord Ampthill hier im Auftrage feiner Regierung als auch durch Vermittelung unserer in England anwesenden Drgane und mündliche Aufträge, die Denen zur Bestellung an mich gegeben worden sind, und in allen Fällen lautete die Anfrage an mich dahin, ob ich bereit wäre, der eng lischen Regierung einen Rath oder einen Wink zu geben über Das, was fie augenblicklich in Egypten thun möchten, und was bei uns Billigung finden würde.( Sehr gut! rechts, Heiterkeit.) und einige Male bin ich sogar Darauf habe ich jedesmal und einige Male bin ich sogar in der Lage, darüber die schriftlichen Aufzeichnungen der Dr gane zu befizen, die ich mit der Beantwortung beauftragt habe die Antwort in dem Sinne gegeben, wie in dem Schrifts stück aus dem September 1882, welches ich hier mitgebracht babe, daß ich mich in meiner Eigenschaft als auswärtiger Minister des deutschen Reiches enthalten müsse, der englischen Politit einen Rath zu geben, weil ein solcher Rath, in der amtlichen Eigenschaft ertheilt, doch eine gewiffe Verantwortlich feit anderen Rabineten gegenüber und auch für die Folgen, die er haben fann, mit fich brächte. Ich müßte es also ab lehnen, thn zu ertheilen. Ich bin dann weiter gefragt worden, ob ich denn nicht eine Meinung äußern wollte über das, was gefchehen könne. Ich habe darauf gesagt: ich könne mich in den Fall hineindenken, daß ich englischer Minister wäre; und als Dilettant in der englischen Politik und als ein Liebhaber vielleicht auch Kenner der Sache hätte ich meine Ansichten, und wenn ich englischer Minister wäre, so würde ich in diesem Augenblicke nicht dazu rathen, Egypten zu annettiren, wohl aber sähe ich ein, daß es für England ein Bedürfniß wäre, eine gewiffe fichere Stellung in diesem Bindeglied ihres euro päischen und aftatischen Etablissements zu haben. Sie könnten aber diese Stellung meines Erachtens, ohne mit den Verträgen in Kollision zu kommen, nur durch den Sultan gewinnen. Ich würde daher, wenn ich englischer Minister wäre, die Vermit telung des Sultans suchen, um durch ihn in Egypten eine Stellung zu erlangen, vermöge deren die englischen Intereffen fichergestellt würden. Ich wäre auch der Meinung, daß diese Form bei anderen Nationen taum Anstoß erregen würde, einmal wegen ihrer Verträglichkeit mit den Verträgen, dann aber auch, weil den Harptinteressenten an den egyptischen Finanzen, den franzöftschen sowohl wie den englischen Bondholders, und und auch denen der übrigen Nationen mit Wahrscheinlichkeit eine sichere, geschickte und geordnete Verwaltung Egyptens burch die englischen Organe voraussehen ließen. Damit würden, beispielsweise bei der Bedeutung, die die finanziellen Intereffen in Frankreich hätten, wahrscheinlich feine franzöfifchen Rivali täten und unzufriedenheiten provozirt werden. dagegen England Бр Crieffes, we orlag. C unft" an u Ingeklagte, tvöllig es unrü welcher an Stand batt In der zwe Die Langeft in lauter Aufforderun unter ibr Stern ja bas Ad Deß Bur gleiter umri Rotte bage den Hund nicht burd mit Rücksicht darauf, daß seine Aeußerungen in der Sigung beholfen vom 26. Februar über die langjährige Verwaifung Wad dermatologischen Lehrstuhls vielfach die Mißdeutung gefunden ochft Triti gehen der Regierung in den Fragen der überseeischen Politit baben, als ob er die wissenschaftlichen und klinischen Berdienfte des bisherigen Verwalters desselben habe anzweifeln wollen, Säbel au begrüßt hat, und sind mit ihm auch unsererseits durchaus ein verstanden. Das Reich fann sich auf die Dauer der Aufgabe nicht entziehen, die Unternehmungen seiner Angehörigen in daß er dies mit seinen Worten nicht habe aussprechen wollen; da der Bed er erkenne vielmehr die Leistungen dieses Herrn gern an under fich gefa überseeischen Ländern mit seiner Flagge zu decken; das ist die Meinung der großen Mehrzahl unserer Landsleute in und er habe auch nach Einsicht in das Material die Ueberzeugung außer Deutschland. Wir bedauern, daß die ersten Schritte der gewonnen, daß derselbe sich der Verwaltung der ihm unter uns stamm- stellten dermatologischen Abtheilung die ganze Belt hindundusrufe de Regierung in dieser Richtung bei verwandten englischen Volt anscheinend einer Abneigung welche wahrlich die Interessen beider begegnet find, Länder nicht fördern kann. Wir wissen aber, Daß die Leitung unserer Angelegenheiten auf diesem Gebiet in bewährten, guten Händen ruht( Beifall); das bisherige Vorgehen der Reichsregierung hat gezeigt, daß ihre jeßige Leitung dem, was man von ihr nach ihren früheren Thaten erwarten fonnte, voll und ganz entsprochen hat.( Erneuter Beifall.) Wir stimmen daher den Forderungen der Regierung gern zu; und ich freue mich besonders, daß voraussichtlich die große Meh heit des Hauses dafür sein wird. dem mit Liebe und Eifer angenommen habe. Kultusetats fort. ergriffen bi zu einen zieml Das Haus fegt darauf die zweite Berathung berbeigeeilt Das Kap. 123 mußte zunächst ausgefegt werden, da von ihnen Referent der Kommission Abg. Dr. Virchow noch nicht im Hauſe anwesend ist. Bum Kap. 124( Kultus und Unterricht gemein Lage wur sam) liegt ein Antrag des Abg. Stöder wegen großer Parochien vor; derselbe geht ohne weitere Debatte anten. D Die Budgetkommiffion. Theilung Bu Tit. 5 dieses Kapitels( 8ur Verbesserungber äußeren Lage der Geistlichen aller Bekennt nisse: 3255 612 M.) beantragt der Abg. Hahn, im na jährigen Etat darauf Bedacht zu nehmen, daß das für die Beiftlichen zu gewährende Minimaleinkommen den betreffenden Abg. Frhr. v. Stauffenberg: Meine Freunde und ich werden für den Kommissionsbeschluß stimmen; ich glaube deshalb im gegenwärtigen Augenblicke unsere Anschauungen in dieser Frage, soweit fte abweichender Natur find, ganz außer Augen laffen zu können. Die Frage, um die es fich hier handelt, ist durch die Verhandlungen und Abstimmungen über Die Dampfbarkaffe bereits entschieden, wenn auch das Verhältniß das umgekehrte hätte sein sollen, daß man erst den Gouverneur und dann die Barkaffe bewilligte. Wir haben damals und auch schon sonst zu wiederholten Malen ausdrücklich zu erkennen gegeben, daß wir die Kolonialpolitik des Reichskanzlers in der Form, die er uns im vorigen Jahre entwickelt hat, vollständig billigen und vollständig bereit sind, die Writtel dazu zu be willigen. Abg. Hammacher: Wir haben den Eindruck, als ob ber heutige Tag ein glücklicher für den Reichstag und die deutsche Nation sei. Das auszusprechen veranlaßt mich nicht sowohl der Gegenstand, der uns materiell beschäftigt, über den ja dazu eine Differenz hier im Hause nicht vorhanden zu sein scheint, als der Ausdruck patriotischer Hingabe an die Aufgaben des deutsches Volkes, der uns von allen Seiten wiederfont. Meine politischen Freunde und ich waren, wie die Mitglieder der konservativen Partei, dazu entschlossen, die von der Regierung geforderten Mittel im Drdinarium zu be Regierung geforderten willigen. Abg. Windthorst: Der Beifall, den die Regierung heute bei allen Fraktionen gefunden hat, das einstimmige Botum derselben für den Nachtragsetat läßt genügend erkennen, daß hier ix Hause Niemand ist, der, wenn es sich um große nationale Dinge handelt, auf jeden Fall oppofitionell wäre. Empfängern dauernd gesichert wird. Der Antrag Hahn geht an die Budgetkommission. Titel wird bewilligt. Det fechs Ange ugnen u Der Angel gesprochen taf eine Bragte ein witter Sch Befängniß Eine innegehabt ten, ftand Abolf Mo Der erst 2 Borftrafen Bei Tit. 11: 3u Unterstüßungen für ausge schiedene Geistliche aller Betenntniffe" fragt Abg. Schütt, wann eine gefeßliche Regelung der Emeritirungs Ordnung in Schleswig Holstein stattfinden Minister v. Goßler: Gegen eine gefeßliche Regelung hnben fich bisher Schwierigkeiten erhoben, doch bin ich bereit aus den mir zu Gebote stehenden Fonds den darum bittenden Abg. Nobbe erklärt die Bustimmung der Reichspartei zu dem Nachtragsetat für Kamerun, und giebt der Freude darüber Ausdruck, daß die verschiedensten Parteien in der Billigung der auswärtigen Politit und in der Sympathie für die Kolonialpolitit speziell einig seien. Im Lande schäße man sich in den weitesten Kreisen glücklich, daß fie gerade von dem ießigen Führer der deutschen Politik inaugurirt werde. Wenn eine Direkte Annegion Egyptens vornehmen wolle, so kann sich ein Verhältniß von ziemlicher Spannung mit mehreren europäischen Mächten bilden, die auch Intereffen dort hätten, namentlich aber mit dem Sultan und zu dem gesammten Muhamedanismus. Dann folgt eben die Betrachtung, daß die großen französischen Finanziers damit zufrieden sein würden in der Hoffnung, daß ihre geschäftlichen Intereffen durch die englische Verwaltung ebenso gut gewahrt werden würden, als früher durch die gemeinsame Leitung, und daß bei dem augenblicklichen Vorwiegen der finanziellen Inter effen die öffentliche Meinung in Frankreich leicht, vielleicht sogar die Annegion Egyptens ertragen würde, daß aber in dem Falle immer doch eine üble Empfindung und-es ist schwer zu über siebungen diefer beiden Länder verbittern und Gefahren für den aufünftigen Frieden mit sich bringen könnten. Ich habe also nicht gerathen, sondern von der Annexion so dringend abgeHierauf wird der Antrag der Kommission auf Bewil ligung der Pauschalsumme fast einstimmig angenom men( dagegen nur die Sozialdemokraten und einige Bentrumsmitglieder); die Entscheidung über die Resolution bleibt der dritten Lesung vorbehalten. wird. Eremiten materielle Unterstügungen zu gewähren. Der Titel wird bewilligt. Bei Titel 18, Entschädigung von Geistlichen für den Ausfall von Stolgebühren" fragt Abg. Stengel, ob noch in dieser Seffion das im§ 54 des Bivilstandsgesetzes versprochene Gefeß zur Entschädigung von Geistlichen für den Ausfall an Stolgebühren vorgeleg werden wird. Minister v. Goßler: Die Verhandlungen über das Be fet find noch nicht völlig zum Abschluß gekommen, jedenfall wird das Geses in dieser Session nicht mehr vorgelegt werden fönnen. Der Titel wird bewilligt. reits wege ibm, in Damer Leb befonders Beträge a Das Haus geht nunmehr zurück zu Kap. 123: Techni Abg. Westerburg wünscht, daß an der technischen Hoch schule in Charlottenburg eine etatsmäßige Profeffur für Recht sches Unterrichtswesen. wiffenschaft eingerichtet werde. bit Charlotten Gegen den Vorschlag des Referenten Dr. Virchow, Berliner Anstalt nunmehr Technische Hoch chule zu burg" zu nennen, erhebt der Kultusminister Einsprud der Titel wird unverändert bewilligt. errichtet mie bei entbedt m Weife f 25 einge betrage p ließ, außer Laft geleg et, anftatt ftedt und faliche Bu bei entroi Diren und war faft fchuldigun fucht fet fröbnt b Tich 60 Bu Tit. 2( Technische Hochschule in Hannover) befpricht Abg. v. Minnigerode die moderne Entwidelung be deutschen Renaissance, in welcher sehr Glänzendes geleife und die allgemein freudig anerkannt werde. Es würde wil Im Nachtragsetat werden weiter für die Erwerbung Hannover ein besonderer Lehrstuhl für Renaissance e schenswerth sein, wenn, wie in Aachen und Berlin, fo auch in eines Grundstücks für die Erweiterung des Dienstgebäudes des statistischen Amts und erfte Baurate 295 750 M. gefordert. Die Kommiffion schlägt vor, zur Erwerbung eines Grundstücs unb zur Projektbearbeitung 150 000 M. zu bes willigen. Der Antrag der Kommission wird ohne Debatte ange= nommen. werde. nover schon ein Lehrstuhl für Renaissance beſtehe. 1-20 ohne Disfuffton genehmigt. Seine ebe Daß er all tretene G Später au loderes L Der Staa Dernbe U Sabre Bu Sünder aus und auf feine Berichtsb Ebroerluf Geh. Rath Wehrenpfennig erwidert, daß in San Damit ist das Dcdinarium des Kultusetats erledigt. Von den 61 Titeln des Extraordinariums werben Titel Bei Titel„ Bum Umbau der Dienstwohnung des Diretto der chirurgischer Klinik der Universität zu Riel 54 000 Mat Des weiteren werden zur Verlegung des Kumer fieht sich Abg. Büchtemann veranlagt, auf einen von ber Nordd. Allg. 8tg." aus dem Frankfurter Journal" produzirten Artikel aufmerksam zu machen, der den Umbau al lediglich im Intereffe des Direktors Esmarch erfolgend bar ftelle. Redner bittet den Minister zu erklären, daß die Pofition aus fachlichen Gründen, nicht aus Rücksicht auf den perfo Wäre letteres der Fall, so könne er dieselbe nicht bewilligen lichen Komfort eines Brofeffors in den Etat eingeftellt fel Kadettenbauses nach Stolp in Bommern und Neubau eines Radettenhauses daselbst zur Projektbearbeitung 10 000 m. gefordert. Abg. Ridert bittet, die Pofition abzulehnen. 3war vinkulirt fich das Haus nicht in Bezug auf seine zukünftigen Beschlüsse, aber es wird doch schwerer sein, eire Vorlage Des Kriegsministers abzulehnen, wenn fich das Haus heute moralisch fegen und Misstimmung zurückbleiben werde, welche die Bes engagirt. Es wird beffer fein, wenn uns im nächsten Jahre seine Partei würde hier wie anderswo dem Protektionswefen ein Projekt vorgelegt wird, das eine Prüfung nach der finan ziellen und materiellen Seite möglich mant. In Kulm ist entgegentreten. man übrigens schmerzlich berührt worden. von dem Entschluffe, Räume find zur Aufnahme einer friegschirurgischen Sammlun Minister v. Sogler: Die in Ausficht genommenen Der Deranstal tägliche männisch tann. ng geno eine wit Umständ aber, wi Heben, Derfelben Birtular betannt eine leb abren aus eftimmt; die Einstellung der Position ist aus rein fachlichen beißt nun Gründen erfolgt, und das Bedürfniß nachgewiesen. Ich habe Beziehung en zitirten Artikel zwar gelesen, ihm aber eine befondere Bedes Hauses deutung nicht beigelegt. Anbauten 00 M., Der Titel wird bewilligt, desgl. die Titel 22 bis 42. Ein Antrag auf Vertagung, den der Abg. Büchtet erreichen mann um 3 Uhr mit Rücksicht auf die gleichzeitige ReichsBürgem gigung stellt, wird nach furzer Debatte abgelehnt. tein vor Bei Titel 43 Bum Neubau des Lehrerinnen- Seminars zu Verlegung Baderborn, 1." State 200 000 Mart" plaidirt Abgeordneter M ir das jet tooren in febr ausführlicher Rede für die Zurückberufung egigen Rader latholischen Schulschwestern. Der Redner wird durch aneiteren von Dauernde Schlußrufe von links und rechts wiederholt unterre Bürgerbrochen, auch vom Präsidenten meh fach auf den Gegenstand Der Verhandlung verwiesen und endlich unter Heiterkeit des rechtfertigt aufes vom Minister v. Goßler dahin berichtigt, daß der im Inter Neubau des Seminars mit den Schulschwestern und dem nstalt nicht kulturkampf gar nicht in Verbindung stehe. en in be Für den nunmehr wiederholt eingebrachten Antrag des erst hohen bg. Goldschmidt auf Bertagung entscheidet sich jezt die verwaltung Rajorität. wie Rulm Schluß 3½ Uhr. Nächste Sigung Dienstag 10 Uhr. em Projel( Etat und kleinere Vorlagen.) zu tommen Verlegung Sparjam r Sache g bewilligt Ausficht ge leibt vorbe br vertreten. Gerichts- Zeitung. | Maßregeln zu veranlaffen, welche sowohl der werkthätigen Ar.| beitszeit, wie auch der Arbeit an Sonn- und Festtagen bes ftimmte, polizeiltch zu schäßende Grenzen ziehen sollen und es findet diese Agitation leider in einflußreichen und der Gesezgebung nahestehenden Kreisen Fürsprecher. Wir sind der Ueberzeugung, daß dieser Agitation bet Beiten und träftig entgegen getreten werden muß.( Dieſe Worte find groß und gesperrt gedruckt.)" Also Also dazu eine Enquete Die selbstständigen Kaufleute und Ladeninhaber werden der wohlmeinenden Aufforderung jedenfalls nachkommen, fie find den Bestrebungen ihrer Angestellten ja oft genug entgegentreten, auch wo sie bei einiger Weitsichtigfeit nichts zu fürchten hatten. Sache der kaufmännischen Gebilfen ist es dann, um so fefter zusammenzustehen und ihre Forderungen um so wirksamer bekannt zu geben und zu begründen. Leider fehlt es ihnen immer an dem nöthigen Einigfeits- und Standesgefühl. Erscheinen. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Arbeiter Bezirksverein für den Osten Berlins. Dienstag, den 3. März, Abends 8½ Uhr, Versammlung in Keller's Lokal, Andreasstraße 21. T.- D.: 1. Bortrag des Herrn Dr. Heymann über Todesstrafe." 2. Disfuffion. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes. 4. Verschiedenes. 5. Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste. durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Babl reiches Erscheinen der Mitglieder ist erwünscht. Tageslifte der Königl. sächsischen Landeslotterie. Biehung vom Montag, den 2. März. ( Ohne Gewähr!) 5 731 471 173 15 230 854 406 543 456 258( 300) 95 880 24 295 421 182 399 939 541 394 56 261 999( 500) 592. 1230 967 452 980( 250) 208( 5000) 26 903 402 870( 250) 946 693 480 691 53 474 153 34( 1000) 418 732 212 752 238 850 673 232 99 445. 2075 398 15 470 604 458( 250) 93 561 782 311( 300) 801 934 537 603 272 927 497 120. 3191 630( 300) 839 872 629( 250) 226 670 426( 300) 366 805( 250) 227 888 977 707( 300) 688 538 578 230 856 531. 4877( 1000) 543 845 682 68( 40 000) 498( 300) 484 464 997( 250) 160 72 350 375( 250) 897 442 306( 1000). 5579 335 264 339 153 155( 1000) 895 61 757 638( 300) 88 950 19 502 118 902( 250) 5 682 830 568( 5000) 726( 300). 6942 393 142 548 870 122( 250) 278 830 330 863( 20000) 168 39 247( 500) 531 467 629 916 167 776 875( 500) 219 239 234 608 821. 7614 161 687 382 820 33 946 868 15 791 895 322 205( 1000) 693 942 649 714 469 494 795( 250) 360 471 385. 8527 441( 300) 979 358 98 500 835 444 938 178( 300) 96 366 367( 250) 198 586 419( 300) 469 232 506 491 32 27 30. 9312 21 631 307 580( 300) 936 51 509 361 743( 250) 855 588 652 437 279 886( 250) 615 544 555 868 58 59 832 44 665 893 495. International: Fabritgesezgebung. Will man also eine Arbeitergesetzgebung nicht blos dem Worte nach, so muß man auch eine internationale Regelung derselben wollen. Auf Teinem anderen Wege läßt sich den Gefahren begegnen, welche die fich immer mehr steigernde, unsere ökonomische Verhältnisse umwälzende industrielle Entwickelung für die Arbeiter der Industrie mit sich bringt. Es ist zwar richtig, daß schon ein einzelner Staat durch gesetzgeberische Maßnahmen auf dem ge nannten Gebiet Segensreiches bewirken kann. Indeß wird derselbe, so lange er gezwungen ist, vereinzelt vorzugehen, nur halbe Arbeit verrichten können. Seine Aktion wird auf Schritt und Tritt gelähmt sein; er wird, wie wir schon oben ausgeführt, auf die Konkurrenzfähigkeit seiner Industrie Rücksicht nehmen müssen, und bat, falls er dies nicht in ausreichender Weise thut, bei jeder Maßregel mit dem Widerstande der Industriellen zu kämpfen, der, wie die Praxis bereits genugsam gezeigt hat, diese gefeßlichen Vorschriften geradezu illusorisch macht. Ebensowenig wie der einzelne Industrielle es vermag, in seinem Betriebe, ohne Schaden zu nehmen, die für den Schuß der Arbeiter nothwendigen Einrichtungen zu treffen, wenn nicht die Gesammtheit der Industriellen des Landes in gleicher Weise vorgeht, ebenso wenig vermag ein einzelnes Land eine Arbeitergesetzgebung in größerem Stile zu schaffen ohne die Mitwirkung seiner Konkurrenten auf dem Weltmarkte... Meint es die deut che Reichsregierung wirklich ernst mit ihren sozialreformatorischen Bestrebungen, so sollte sie in dieser Angelegenheit die Initiative ergreifen. Sie würde sich dadurch um die Sache der Arbeiter verdienter machen, als durch ihre bisherige sozialreformatorische Thätigkeit." So das Berl. Tageblatt." Hoffentlich find seine internationalen Anwand Eine ans fieben Köpfen bestehende Gesellschaft wurde gestern der ersten Straftammer des Landgerichts I aus Ersparniffe Der Untersuchungshaft vorgeführt, um sich wegen eines groben Herdem be effes zu verantworten. Eine Partie honteuse" ist jene febenfalls Gegend der Residenz, welche die Langestraße und die daran edaillirtere ogenden Straßen umfaßt, in diesem Viertel gehen die Prosti Brojekts ab tuirten mit Vorliebe ihrem unsauberen Gewerbe nach und in ebenso reichlichem Maße sind in Folge deffen deren Buhälter Naturgemäß haben die Exekutivbeamten in jener wird eine Gegend einen ebenso beschwerlichen als gefährlichen Dienst, da Konflikte mit diesen Drohnen der menschlichen Gesellschaft ein faft allabendlich fich wiederholendes Vorkommniß find. In der Nacht zum 13. Januar war die Langestraße der Schauplas jenes 8 1 effes, welcher gestern dem Gerichte zur Be und Verurtheilung orlag. Sämmtliche Angeklagte gehören der edlen Louis unft" an und nur zwei von ihnen find unbestraft. Der Hauptgeklagte, der Schlächtergeselle Wilhelm Caßbaum, erscheint völlig bepflastertem Kopfe, er laborirt noch an den Folgen es unrühmlichen Kampfes. Der Schußmann Schnürpel, belcher an dem fraglichen Abende einen besonders schweren In der zweiten Stunde sei er bei einem Patrouillengange durch Stand hatte, deponirt bei seiner Bernehmung etwa folgendes: in lauter Unterhaltung auf dem Trottoir stand. die Langestraße auf einen Trupp junger Leute gestoßen, welcher Aufforderung an die Menge, fich zu entfernen, antwortete der unter ihr befindliche Angeklagte Caßbaum: Da ist a das Aas, der Schnürpel, der mich zu drei Monaten Der Schußmann wollte ihn hierauf Wache bringen, gerieth aber Dabei in eine t. m Tabal lagen träge fille des efch Loenen rgeses gegens Gr morgen be ten. g. Stern Der Sigung holfen hat. aifung des Berdienfte g gefunden höchft fritische Situation. Caßbaum weigerte fich, seine Bes eberzeugung ibm unter Rotte tein Vorwand, um eine nationale Gesetzgebung zu verhindern, und hoffentlich reut das Moffe'sche Organ sein verhindern, und hoffentlich reut das Moffe'sche Organ fein Wuth nicht, wenn Eugen Richter seine Stirne wieder in Falten legt. Erfurt, 27. Februar. Ein Lokomotivführer von hier zog fich vor ungefähr drei Jahren durch einen bei Station Apolda in Folge falscher Weichenstellung erfolgten Eisenbahn zusammenstoß eine Gehirnerschütterung zu. Der Unglückliche wurde geistesschwach und mußte einer Jirenanstalt überwiesen werden. Seiner Familie, der Frau und sechs Kindern, gewährte die Bahnverwaltung eine Benton von 36 Mart monatlich. Mittlerweile gelang es, den Geistesschwachen, soweit zu heilen, leiter umringten den Beamten und dieser war genöthigt, feinen ein wollen, Säbel zu ziehen. Er konnte ober feinen Gebrauch davon lärung ab machen, Caßbaum ergriff mit beiden Händen die Klinge und en wollen; da der Beamte seine Waffe nicht fahren laffen wollte, so mußte daß er den Seinen wieder zurückgegeben werden konnte, wenn In an under fich gefallen lassen, daß die Fausthiebe der ihn bedrängenden gleich für die ganze Dauer seines Lebens erwerbsunfähig. Anbageldicht auf seinen Kopf fielen. Schlagt ihn todt, it hindu Ausrufe dazwischen und wer weiß, was geschehen wäre, wenn nicht durch den Standal herbeigelockt, ein Nachtwachtmeister thung Den, da Don ihnen habhaft zu werden; selbst Caßbaum gelang es Och nicht zu entkommen, troßdem er bei seiner Wendung zur Flucht En Theilung Debatte an ung ber gefichts dieses Bustandes wurde der Mann auf Sicherstellung feiner Bukunft gegen die Bahnverwaltung flagbar. In diesen Tagen hat das Gericht seine Entscheidung gefällt und zwar nämlich bel berbeigeeilt wäre. Bevor dieser aber die Kämpfenden erreichte, dahin, daß dem Manne eine einmalige Entschädigung von ergriffen die Erzedenten die Flucht und es gelang auch nicht, eines 14 000 Mart und eine jährliche Pension von 1500 Mark zu zahlen ist. gemein Lage wurde er aber dingfest gemacht und mit ihm die übrigen Appell an Euch zu richten. Wir treten heute vor Euch hin, Betennt im mahf Das fils bie betreffenden flon. De rausge e" fragt Telung ber ftattfinden Regelung 7 ich bereit in bittenden iftlichen agt as im§ 54 tichädigung 7 vorgelegt er das Ge febenfall egt werden Teani fchen God für Recht how, bie barlotten Einfprud befpricht elung bet geleifid tbe wil fo auch in ce errichtet in Ban Digt. Den Titel Direttor 00 Mat!" Don bet rnal" r mbau als Tend bar ftellt fel hulten. Die Letteren legten fich im Verhandlungstermine auf's ugnen und gelang es durch die Beweisaufnahme nur, fünf Dec Angeklagten zu überführen, während zwei von ihnen frei gesprochen werden mußten. Den Hauptattentäter Caßbaum taf eine Gefängnißftrafe von zwei Jahren, den Schloffer Bragte ein Jahr Gefängniß und die Angeklagten Strumpf wirter Schola, Viehtreiber Höft und Robrleger Pabst erhielten Der Aufruf an die Bildhauer Berlins. Kollegen! Wir Beit um Euch die erfreulichen Resultate mitzutheilen, die der Unterftügungsverein der Bildhauer im letzten Jahre erreicht hat. Wie alle Vereinigungen, die ins Leben gerufen, zuerst von den Kollegen mit Mißtrauen betrachtet werden, so erging es auch uns. Lange ließ die Kollegenschaft auf sich warten, che fte fich für unsere gute Sache erwärmte, heute ist das ein überwundener Standpunkt. 34 Städte, darunter die bedeutendsten Deutschlands, haben sich uns asgeschlossen und find Gefängnißstrafen von resp. 6, 4 und 3 Monaten zudiktirt. von dem Gefühle beseelt, mit uns einzutreten für die AufEiner jener ungetreuen Kassirer, welche die von ihnen befferung unserer Lage in geistiger und materieller Hinsicht. innegehabte Bertrauensstellung in schnödefter Weise mißbrauch. Auch Berlin ist nicht zurückgeblieben, auch die Berliner Kolten, stand gestern in der Person des Buchhalters Otto Gustav legen zeigen, daß fie aus dem Schlummer erwacht find. 415 Adolf Wolff vor der dritten Straftammer des Landgerichts I. find heute Mitglieder des hiesigen Gauvereins. Kollegen! Wir erft 24 Jahre alte Angeklagte hat trop seiner Jugend be find der Meinung, wo eine so imposante Bahl zusammensteht mit der Devise, Alle für Einen", da solltet ihr übrigen nicht eitswegen Unterschlagung, Betruges und Urkundenfälschung Borstrafen erlitten. Trotz dieser befleckten Vergangenheit gelang zurückſtehen. Kollegen! Wir tönnen mit gutem Bewußtsein ibm, im Jahre 1882 bei der hiesigen Subdirktion der Pots behaupten, daß die Elite der Bildhauerschaft zu uns gehört. Damer Lebensversicherung angestellt zu werden und lag ihm Aber damit ist unser Biel nicht erreicht, vielmehr ist unser besonders ob, die von den auswärtigen Agenturen einlaufenden toie bei einer im vorigen Jahre stattgehabten Revision Beträge anzunehmen und zu buchen. Der Angeklagte bat nun, 25 Weife feines einzelne Unterschlagungsfälle Amtes gewaltet, die Anklage nimmt einem entdeckt wurde, in der gewiffenlosesten und leichtsinnigsten Euch, die Ihr noch fern steht, fönnen wir dieses Ziel nicht zu betrage von 2282 M. an, die er fich zu Schulden kommen ließ, außerdem werden ihm Urkundenfälschung und Betrug zur Last gelegt. Einen Theil der einlaufenden Prämiengelder hat et, anstatt fte der Kaffe zuzuführen, in seine eigene Tasche ge fedt und gelang es ihm auch, diese Malversationen durch falsche Buchungen jahrelang vor Entdeckung zu sichern. Hier bei entwidelte er eine außerordentliche Geschicklichkeit im Ra Diren und in der Umänderung von Bahlen. Der Angeklagte war fast in allen Fällen geständig und wußte zu seiner Ent fchuldigung nur anzuführen, daß er ein Opfer der Spielfucht fei, welchem Lafter er mit Leidenschaftlichkeit ges Außerdem sei sein Gehalt von anfängfröhnt habe. hauerschaft zu uns heranzuziehen, deren materielle Lage au beffern, wir uns zur Aufgabe gemacht haben. Aber ohne erreichen. Darum laßt diesen Mahnruf nicht ungehört ver ballen, und kommt zu der heute, Dienstag den 3. Mars, Annenstraße 16, im Restaurant Sahm stattfindenden Delegirten Versammlung des Gauvereins der Berliner Bildhauer. Für die Delegirtenkommission E. Donath. Vereine und Versammlungen. Alle Berichterstatter über Versammlungen und Vereine wir dringlichst, ihre Einsendungen möglichst tura und knapp zu faffen. Wir sind zu dieser Bitte aus Raumtüdichten gezwungen. Ferner bemerken wir, daß nur die und daß bei Manuskripten immer nur eine Seite des Blattes beschrieben sein darf. Lid 60 und später 80 M. ein unauskömmliches gewesen. jenigen Berichte mit Sicherheit auf sofortige Aufnahme rechnen Seine ehemaligen Vorgefegten, der Direktor Ballien, erklärte, fönnen, welche uns bis spätestens Nachmittag 2 Uhr zugehen Daß er alleine der Geschädigte sei, da er für die von ihm vers tretene Gesellschaft das Delkredere übernommen habe. Ihm sei Später zu Ohren gekommen, daß der Angeklagte ein überaus Der Staatsanwali nicht für angezeigt, dem Angeklagten mil loderes Leben geführt habe. Unter diesen Umständen hielt es bernbe Umstände zu bewilligen, er beantragte gegen ihn vier Sabre Buchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. Der jugendliche Sünder brach bei diesem Antrage in ein trampfbaftes Schluchzen aus und bat den Gerichtshof himmelhoch, ihn mit Rücksicht auf seine armen Eltern nicht ins Buchthaus zu schicken. Der Gebiete des Erwerbslebens speziell bei den Marmorarbeitern, Berichtshof erkannte auf drei Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrverluft. Soziales und Arbeiterbewegung. Der Verein Berliner Kaufleute und Induftrieller Deranstaltet bekanntlich eine Enquete, ob und inwieweit die tägliche Arbeitszeit und die Sanntagsarbeit in den kauf männischen Geschäften Berlins eine Einschränkung erfahren ng genommen, weil wir glaubten, daß es dem Verein um eine wirtlich objektive Untersuchung zu thun sei, die unter allen Umständen von großem Werth gewesen wäre. Man lernt aber, wie es scheint, unsere Unternehmer nie genug fennen. Bu Derselben Zeit, wo sie öffentlich ihre vortrefflichen Bestrebungen und loben laffen, versenden fie heimlicherweise ein e Pofition n perfon willigen onswefen Commenen ammlung lieben, Der Fachverein der Marmor- und Granitarbeiter hielt am Sonntag in Deigmüller's Lokal seine Vereinsversammlung ab. Auf der Tagesordnung stand außer einigen internen Angelegenheiten ein Vortrag des Herrn Liefländer über die Be Redner beleuchtete die heute firebungen der Fachvereine. überall traß hervortretenden Schäden und Mängel auf dem und wies nach, daß ein Verein im Stande sei, die Wirkungen dieser Schäden bedeutend abzuschwächen. Redner berührte dann besonders die Regelung der Arbeitszeit, die Frauenarbeit und Die sanitären Verhältnifte der Marmorarbeiter und empfahl am Schluß seines Vortrages, die gesammten Kollegen zum Fachverein heranzuziehen. Nach dem Vortrage folgte eine leb hafte Distufffon, in welcher sich verschiedene Vereinsmitglieder über die Zustände in der Branche aussprachen. Der noch junge Verein umfaßt heute bereits fast die Hälfte aller Fachgenoffen, bei einer etwas energischeren Thätigkeit der Mits glieder dürfte fich von der übrigen Hälfte auch bald die Mehr zahl dem Verein zuwenden und wenn dies geschehen sein wird, fo wird es den Mitgliedern ficher gelingen, die Zustände in den verschiedenen Werkstätten in ihrem Intereffe zu regeln. Der Vorstand des Laufiger Play- Bezirksvereins gibt den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Mittwoch, den 4. März, Birtular in dem es wörtlich heißt:„ Es herrscht, wie Shnen in der Urania, Wrangelftr. 9/10, die statutenmäßige Versamm10865 975 71 574( 250) 87 444 419 945 483 769 90 912 753( 250) 512 935 847 856 555( 250) 858 717 642 334( 250) 683 96 35 122 903 161 365 544 544 889 693( 250) 765 79 672. 11885( 300) 606 55 833 90 929 378 781 64 528 356 342 327 560 840 157 910 888 728( 250) 790. 12515 299 710 611 20( 500) 556 56 80 559 474( 250) 941 22 527( 1000) 65 894 867 539( 3000) 231 658 783( 250) 724( 250) 885( 300) 633 200 625 291( 250) 735 648 679 938 330 839( 500). 13242 12 470 473 369 263 163 499 578 742 465 219 797 531 100 380 82 892 19 842. 14721 711 571 233 980( 300) 139 966( 300) 483 747 193 888( 1000) 477 917 133 846 396 390. 15505 963 365 740 788 198 827 795 661 266 687 403 157 ( 1000) 332 454 473 584 852 799 52 689( 250) 54 855( 3000). 16455 878 920 879 816 976 490 353 391( 250) 258 295 265 281 298 167 744( 300) 843 472 660 204. 17748 841 66 156 121 924 680( 1000) 753 40( 500) 308 515 464( 200) 220( 250) 235 831 821 894 716 920( 300) 884 428 636 397 52 955. 18342( 250) 22 266 660( 250) 8 237 301 805 160 476 892 190 915 933 134 671. 19376 293 387 766 786 192 418 360 444 380 367( 300) 799 560 266 456 312( 200) 375( 500) 526. 20507( 1000) 908 861 278 708 847 106( 300) 320 688 ( 250) 241 461 275 563 504( 250) 53( 300) 272 513 830 917 52 41 21671 270 835 271 428( 250) 822 877 840( 250) 347 404( 250) 468 167 5ä6 185 625( 250) 849 936( 250) 129 43 463 837 50( 250). 22632 7( 250) 78 60 463 808 453 142 12 133 674( 300) 396 504 53 800 260( 500) 799 206 112. 23308 705( 300) 938 145 179( 250) 979 521 73( 250) 656( 3000) 343 323 188 457( 250) 640 951 84( 250) 584. 24166 101 882 442 297( 250) 421 470 32 225 178 590 991 777 183 968 737( 300) 519 559 201 481 610 352 672. 25685 998 814( 250) 704 582 794 110 227 599 444 875 868 152 188 ( 1000) 72( 250) 491 540 549 320 874 849( 250) 552 718. 26349( 300) 961 30 435( 250) 123 371 11 259 951 440 186 429 122 873( 300) 830 939 45 425 76( 250) 876( 250) 178 141 988 936 450 277. 27317 633 306( 250) 105 940 126 211 801 535 787 174 81 873 254 842 723 533 41 570 727. 28089 847 40 681 580 64 281 997( 3000) 922 319 160 393 713( 500) 271 927 36 882( 250) 182. 29518 701 896 299 58 508( 250) 237 248 46 416 411 548 835 67 974 645 267 41 235 730 571. 30761( 500) 320 617 327 977 464 836 227 735 271 303 350( 250) 467 784 917 360 50. 31628 373 617 160 35 364 937( 300) 507 892 185( 250) 6( 250) 552 789 189 71 288 612 362 256. 32423 801 156 182 624 221 657 62 574 168( 250) 447 252 924 935 806 454 370 500( 300) 16. 33377 223 127 119( 250) 853 641 367 267( 250) 954( 250) 252 664 6 979 828 436 776 401 881( 300) 672( 250) 357( 250). 34257 863 ( 250) 853 443 480 349 241 420 222( 500) 707( 250) 300 498 416 960 454 722 566 151 912 631 135 277 512( 250) 504 ( 250) 784 598. 35162 462 953 596( 1000) 856 104 998 866 803 873 331 155 562 899 667 81 116 913 73. 36137 164 219 395 443 48 971 959 664 482( 300) 692 305 312 247 508 261 600 424 781 882 890 595( 300) 385. 37773 652 248 126 390 262 740 959 779 970 175. 38014( 250) 439 323 966 589 354 563 371 640 264 528 735 741 85 162( 250) 344 447( 500) 110 443( 5000) 782 411 546 841( 250) 862. 39467 418 539 646( 500) 64 621( 250) 376 222 640 414( 500) 215 84 906 963 624 757( 250) 517( 250) 868 894 109( 250). 40044 727 11 170 977 521 571 35 808 113 260( 300) 168 662 321 617 685 46 41997 86 82 418( 250) 30( 250) 664 944( 3000) 149( 5000) 19 870 377 383 991 173 898 798 263 123 651 850 814. 42994( 3000) 710 109( 500) 921 739 516 205 493 82 5 398 464 45 799 881( 500) 189 98 723( 250). 43832 183 758 17 710 7 516( 250) 142 464 749 762( 300) 319( 250) 176 550 426 118 29( 300) 141( 1000) 284. 44812 428( 250) 763 47 592 729 546 939 923 236 589 377 213 982 321 474( 250) 758 113 485 203 414( 300) 709. 45373 245 362 260 588 867 441 36 10 670 396 251 433 136 923 743 ( 300) 541 724 322 592 939. 46874 878 14 348( 250) 441 849 68( 3000) 31 563 369 240 444( 500) 485 309 275 370 368( 500) 861 899 607 907 770 821( 500). 47936 914 422 682 620 89 538( 1000) 956 719 852 96 511( 1000) 355 320 329( 250) 469, 48104 739 79 417 651 925 35 437 784 224 458 324 863 58 28 715 662( 300) 199 167 992( 1000) 712 ( 250). 49780( 300) 760 535 266 597 407 134( 500) 773 41 519 749( 300) 190 880 268 361 318( 3000) 613( 250) 118 254 121 495 675 249 875( 300) 549 674 710. 50521 518 723 850 315 190( 250) 733 405( 300) 329 88( 300) 748 273.239 856 685 241. 51504 175 214 612 397 523 266 742 240 729 707 460 609 869 233 750 430( 250) 278( 300). 52110 512 854 482 84 958 76 560 736 386 153 485 474( 300). 53213 972 855( 300) 783 176 604( 300) 947 300 335 162 989 780 547. 54309 143 865 198 869 161 445 16 801 110 778 937 420 780 297( 300). 55432 802 503 958 725 438 8 620( 250) 35 50 349( 5000) 149 709( 300) 587 704 259 353 344 787 441. 56321 309 905( 1000) 258 635 639 735 1 770 839( 250) 155 522 830 630 14 132 732. 57391 979 651 733 440( 300) 14 725 813 703 877 113 29 743 960 601 317 592( 250) 366 706 571 446 429 261( 300) 58710 370 463 100( 300) 270 108 909 964 81( 250) 606 839 526 425 306 534 845. 59000 967 473( 300) 608 413 989 369 170 855 862 968 547( 1000) 874. 60059 261( 250) 571 818( 1000) 505 52 958 681 531 626 978 513 559. 61424 141 588 700( 300) 681 108 671 89 75 131 974 207 512 320 860 978 252( 250). 62552 473 304 368 382 631 644 630( 250) 407 359 84 128 880 865 654 ( 500) 175 728 399( 250) 197. 63211 921( 250) 501 284 887 440 138 526 551 194 421 881 113 101( 250) 785 870 158 befannt ist, in gewiffen Kreisen der kaufmännischen Angestellten lung stattfindet und ersucht dieselben des interessanten Vortrags 245 249( 250) 140 543 666. 64787 900 557 633 771 4 517 eine lebhafte Agitation zum Zweck, den Staat zu gefeßlichen und der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen um vollzähliges( 250) 599 126 780( 300) 723 760( 500) 333 883 677 263 139 181 440 644( 500) 940 329 608( 250). 65808 912 89( 250) 431( 500) 284( 300) 958 651 567 607( 250) 781 823 453 ( 500) 838( 300) 178. 66025 665 937 701 627( 250) 792 68 359 799 686 106( 300) 745 97 182 700 603( 250) 551. 67 493 904 3 970 281 210 846( 250) 668 958 809 593 235 484 226 180 328 249( 250) 986 552 549. 68180 753 666 635 842 592 287 820 977( 250) 456 809( 5000) 143 432 801 302 ( 500) 426 939 413 935. 69312( 300) 28 93 784 660 155 154 571( 300) 700 981 583 568 874 284 8 539( 250). 70091 698 712 548 948 239 165 982 74 466 283 789 ( 3000) 741 966 820 364 940 792. 71389 853 731 330 281 817 909 505( 250) 998 218 53 812 174 62 802 748 556. 72588( 300) 744 535 71 276 587 637 679 809 668 165 360 449 331 874 798( 300) 557. 73799 878( 250) 562 400 647 ( 250) 644 59 599 216 293 589( 500) 551 605 695 69 297 100 591( 250) 663 360( 300). 74141 778 556 451 540 132 321 82 741 682 16 622 799( 1000) 164( 250) 119 579 545 562. 75620 281 305( 250) 795 477( 250) 114 676 992 497 600 788 267 491 654 585. 76035 277 251 30 261 134( 250) 824 243 ( 250) 65 849 225 510 253 701( 300) 357 62 346 17 827. 77355( 250) 674 210( 300) 131 290( 500) 100 634 972 475 595( 250) 591 980( 300) 707 508 637 313( 500) 338 852 13 227 933. 78372 102 284 547 716 549 685( 250) 559 805 476 108 976 285 427 573 142 848 844 492 481 61 436 361 737. 79355( 250) 291 60 842 350 838( 250) 893 98 172 332 12 919 897 557.. 226 517 7( 300) 874 954 585( 250) 621( 250) 797 760. 99278 170( 300) 864 14 625 800( 300) 812 436 965 247 384 307 88 91( 250) 567( 1000) 462 488( 250) 195 928 955 64. 80169 747 268 367 485 447 508 630 550 58 205 76( 250) 222 684 902 542 168 186( 250) 607 445 196 556 304 901 289 530 26. 81807 205 759( 250) 780 139 172 657 867 472 ( 300) 423 329( 300) 29( 1000) 611( 1000) 631( 250) 204 349 609 187 712 532( 300). 82465 436 651 295 629( 300) 752 945 602 588 149 514( 250) 921 946( 300) 855 103 661 619. 83270 193 334( 300) 159( 250) 359( 250) 475 831 829 3 35 ( 500) 811( 250) 339( 250) 933 190. 84156 813 861 237( 500) 306 899 97 929( 250) 141( 250) 352 593 632( 250) 548 638 401 464( 300) 705 78 300( 250) 537 515( 250) 210 781 236 247 232. 85683 427 556 152 640( 250) 639( 250) 509( 250) 144 995( 250) 656 375( 250) 897 19 105 443 560 529 801 188 652. 86526( 500) 812 52( 300) 16 214 250 470( 250) 262 45( 300) 412 5 863 976( 300) 684 36( 250) 3( 300) 535 763 462( 250) 859( 300) 809 484. 87592 255 951 248 332 800 965( 500) 150 653 680 168 538 742 730 635 34 53 318 729 796 656( 250). 88686 119 728 616 927 842 55( 3000) 417 287 612 35 11 40 226 48 222 997 844 831. 89048 443 896 581 331 706 403 565 573 269 442 19 438 560 889 104 ( 250) 92 540 447( 300) 786 849. Vermischtes. Klassisch. Gespräch zweier Berliner Schüler. Du, wat is det, llaffisch'? Klaffisch? Weeft' n wat de Staffiter find?" Ja woll! Jöthe, Schiller, Leffing, und die übrigen Brüder." Haft'n die gelesen?"„ Nee!"- Na, denn fannftet ooch nich wissen, wat, tlasfisch' is. Klassisch is nämlich, wenn eener alle Klaffiter jelesen hat und weeß noch nich, wat Klassisch is det is flasfisch!" 90628 3 764 905( 250) 324 798( 300) 823 240( 500) 220 ( 250) 355 833 474 135( 250) 605 280. 91231 954( 250) 444 378 249 395 895 458 311 262 252 984( 250) 405 801. 92886 856 635 118 752 839 545 4 201 898 679 966 775 463 219 262( 250) 16 605( 500) 495 377 221 55( 300) 203( 300). 93984 632 357 504 194( 250) 517( 250) 208 895 330 231 313 688 117 588 252 321 506 454 191 511 398. 94408 203 136 ( 250) 635( 250) 65 267( 250) 618( 250) 531 542 607 996( 300) 118 348 512 389 772( 300) 77( 500) 122 284 376 46 64( 1000) 137 276. 95677 503( 250) 49 917 283( 250) 614( 250) 232 885 471 826 965( 250) 983 388( 250) 655 238 504 973 761 818 752 716 156( 1000). 96569 551 846 123 256( 1000) 274 860 95 919 820( 500) 837 621 476 106 77 862 542 403 606 870( 250) 728. 97715 689 121 185 396 268 408 216 321( 500) 83 85( 300) 264 131 643 152 241 612 661( 500) 865 458. 98679 218 274 437 115 428 631 71 166 221( 500) Theater. Königliches Opernhaus. Heute: Der fliegende Holländer. Beute: Colberg. Königliches Schauspielhaus. Deutsches Theater. Bellealliance- Theater. Heute: Der Weg zum Herzen. Beute: Ein gemachter Mann. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Beute: Gasparone. Central Theater: Alte Jakobstraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Deute: Der Walzer- König. Refidenz- Theater: Direktion Anton Anno. Zur Beachtung für die Herren Gastwirthe. Das Kammergericht hat aus Anlaß eines seiner Beurtheilung unterliegenden Spezialfalles entschieden, daß die nochmalige Verwendung in den Seideln zurückgebliebener sog. Bierneigen" bei der Füllung eines frischen Glases ein Vergehen des Nahrungsmittel- Verfälschungsgesetzes und mithin strafbar ist. Kleine Mittheilungen. Mainz, 26. Februar. Gegen einen gutfituirten biefigen Bädermeister ist auf Veranlassung der Militärbehörde eine Untersuchung im Gange, über deren Verlauf und Ausgang man hier sehr gespannt ist. Der Bädermeister soll sich nämlich die Lieferung von Brod und Semmel für das Militär seit Jahren dadurch allein zu verschaffen gewußt haben, daß er andere hiesige konkurrirende Bäcker durch eine Abfindungssumme von der Konkurrenz zurückzutreten veranlaßte und sich auf diese Weise freies Spiel schaffte. Auffällig bei der Sache ist, daß von der Militärbehörde ein solches Manöver erst nach Jahren bemerkt wurde. Str. ( 4, 5 und 6) in den Brennpunkt der afrikanischen Aktuali eingetreten. Abgesehen von den interessanten Schilderung Banzibars und der dazu gehörigen Rüfte, ist es namentlic feffelnde Gemälde, welches der Verfasser von dem gewaltig Erbraume des Kongo- Bedens entwirft, dem unser Inter in erster Linie gilt. Wenn man einerseits die erdrückende F des betreffenden geographischen Quellenmaterials in Bet sieht und andererseits die Schwierigkeiten bedenkt, die fid der rapid fortschreitenden Entschleierung jener Region der m torischen Gestaltung des gewaltigen Stoffes entgegenstell muß man dem Verfasser dahin gerecht werden, daß einer schwierigen Aufgabe in glänzender Weise geworden ist. Wohl den meisten( nicht fachmännis Lesern wird es erst durch diese Schilderungen um welche Faktoren und Thatsachen fich die dermalige politi Bewegung hichfichtlich des Kongo- Gebietes dreht. Die große Reisen Livingstone's, Cameron's und Stanley's werden dramatischer Lebendigkeit vorgeführt. Dank der leichtfaßliche anziehenden Schreibweise lieft fich mancher dieser Abschni wie ein spannender Roman. Damit soll dem sachlichen G halte des Werkes feineswegs ein Abbruch geschehen. Si doch zum Mindesten Stanley's großartige Afrikafahrten Kartenbeilagen verdient besonders die ethnographische rüb einem unleugbaren romantischen Hauche umwebt. Von d rühmen bervorgehoben zu werden. Den Laien wird das unglaubli Völker- Mosait, wie es in dem dunklen Erdtheil besteht, un tricheint t von dem irrthümlich die Vorstellung von einer einheitlid Berlin fre Raffe" im Schwunge steht, sicherlich überraschen. Auch Bostabonn vielen Jlluftrationen find vorzüglich und interessant. Mit de vorliegenden sechs Lieferungen ist ganz Südafrika und Bentra afrika, mit Ausnahme der neuesten politischen Gestaltung un Wandlung am Kongo, erledigt. Die nächsten Hefte werde die afrikanische Westküste( Gabun, Kamerun) und ben we lichen Sudan behandeln. Von dem Werke find übrigens reits mehrere Uebersetzungen in fremde Sprachen in Bot reitung, ein Beweis, daß das Bedürfniß nach einer solchen schöpfenden Darstellung Afritas auch im Auslande empfunde Aus Pest, 26. Februar, wird der Pol. Corr." geschrie ben: Der vor nicht langer Beit durch die„ Bol. Corr." zur öffentlichen Kenntniß gebrachte empörende, glücklicher Weise Durch den österreichisch ungarischen Konsul in Marseille vers eitelte Fall des Mädchenhandels, welchem sieben Mäd chen aus Galizien und Ungarn zum Opfer fallen sollten, hat in den weitesten Kreisen gerechtes Aussehen erregt und die be treffenden Drgane zu intensiver Ueberwachung der den Mäd chenhandel geschäftsmäßig betreibenden Individuen veranlaßt. Die t. und I. Botschaft in Paris hat soeben die Ankunft eines der berüchtigsten Mädchenhändlers aus Buenos- Ayres in Europa fignalifirt. Dieses Individuum, Namens Lazaro Schwarz, ist auf dem Dampfer Drenoque" am 5. I. M. in Bordeaux in der Abficht angekommen, um in Europa Mädchen zu Prostitutions- Sweden anzuwerben. Das erwähnte Indivi duum, welches zu den erwähnten Zwecken alljährlich 3-4 Mal nach Europa kommt, ist in Egypten geboren. Um ihm das Handwerk zu legen, wurden alle Organe rechtzeitig avifirt und erhielten ein recht genaues Signalement des Mädchenhändlers. Literarisches. Afrika. Der dunkle Erdtheil im Lichte unserer Zeit. Von A. v. Schweiger- Lerchenfeld. Mit 300 Juftrationen hervorragender Künstler, 18 foloritten Karten 2c.( In 30 Lieferun gen a 30 Kr.= 60 Pf. 80 Cts. 36 Kop.) A. Hartleben's Verlag in Wien. Dieses allenthalben mit großem Beifalle aufgenommene Werk ist mit den nun vorliegenden weiteren drei Lieferungen = wird. Briefkasten der Redaktion. Бы H. 2. Die Bahlstellen der Metallarbeiter- Stra kaffe befinden sich für die dortige Gegend bei Bolle, B ftraße 36, Pantstr. 42 bei Heinemann und Neue Schönbu ftraße 16 Briz. Die Zahlstelle für Mitglieder der arbeiter Krankenkasse ist Schönhauserstr. 42 bei ( Sonnabends, Abends von 7-9.) Бе verhält A. F. Mariannenplay. Die betreffende Frage antworten, find wir nicht in der Lage, da wir aus bren gaben nicht ersehen können, wie die Sache sich eigentlich Wenden Sie fich direkt an einen Rechtsanwalt. Bor Magdeburg um ber 9 Don Wolff gule, um Der m Absch Bei euert Lomme." ift, Daß i liegt n Siefen Sin Legen Die! bie höherer Streitende, Bei Weitem nicht alle jungen Deutje wollt die militärfähig find, tommen effektiv zum dienen, sondern nu die bestimmte Bahl wird ausgehoben; die Uebrigen werden zurückgestellt und später eventuell der Ersazreserve überwiesen, die zur Ergänzung im Kriegsfalle dient. J. St, Liegnig. P. erhalten. Besten Dank. Brief Dorber Wenn Schulen, folgt. Dant, wird in nächster Nummer Verwendung finden. G. B. Ist schon in Nr. 44 beantwortet. 40000. Entschieden. A. Z., Hoher Steinweg. Für Ihre geft. Buschrift beftenage vorb Lager Scheuern 1 bie Burea heuert un bamit bas Dronung legen ihre Geficht fich g zur er hohe Befangene Verg bann ber hand zur sämmtl. Bedarfsartikel für Herren- Kleidermacherffen Billigste Bezugsquelle, auch im Einzelnen zu Engros- Preisen. Sämmtliche Futterstoffe, Cloths, Leinewand, Aermelfutter, Köper, Borten, Knöpfe, Seide, Schnallen wie überhaupt alle Nähmaterialien zu außerordentlich billigen Preisen. 427 Großes Lager aller Neuheiten in weißen und bunten Weften- Stoffen. Die angehäuften Nefter in Gloth Siegmund Berger, Berlin S., 65 Alte Jakobftraße 65. Leinen und Futterstoffen werden unter dem Kostenpreise ausverkauft. Arb.-Bez.-V. Lausitzer Platz. Fachverein der Tischler. Mittwoch, den 4. März 1885, Abends 82 Uhr, Mitglieder- Versammlung Deute: Bum 13. Male: Der Vergnügungszug. Hierauf: Die in der Urania", Wrangelstr. 9 u. 10. Schulreiterin. Walhalla Operetten- Theater: Heute: Der Feldprediger. Louisenstädtisches Theater: Heute: Viertes Gastspiel der fleinen Marguerite( Amerikas Liebling). Ein Taugenichts. Vorher: Aus dem Bolke. Oftend- Theater: Deute: Die zwei Waisen. Wallner- Theater. Heute: Die Sorglosen. Vittoria Theater. Deute: Sulfurina. Alhambra- Theater. Heute: Die Räuber auf Maria Culm. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten unseren herzlichen Dank, welche meinem Bruder und unserm Schwager, dem Zimmermann Wilhelm Müller, die legte Ehre erwiesen haben, insbesondere dem Herrn Prediger Griese für die troftreichen Worte und den Tagesordnung: 1. Vortrag über die Kolonisation Afritas im Alterthum. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 4. Fragetasten. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt.- Um das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder bittet 454 Der Vorstand. Louisenftädt. Bezirksv.„ Vorwärts." Mittwoch, den 4. März, Abends 8 Uhr, Versammlung in Konrad's Saal, Wafferthor str. 68. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Vortrag des Herrn Dr. Heymann. 4. Distuffton. 5. Verschiedenes und Fagekasten. Gäfte will tommen. Um zahlreiches urd pünktliches Erscheinen ersucht 446 Der Vorstand. Versammlung Mitgliedern der Begräbnißkaffe des Zimmerer- Gewerks für died. Berl Mitglieder d. Eingeschriebenen Bilfskalle zahlreiche Betheiligung. 445 F. Strenge nebst Frau. Danksagung. 452 Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, welche an der Beerdigung meiner Frau theilgenommen haben, sowie den Mitgliedern des Gesangvereins Orpheus" sage ich meinen tiefgefühlten Dant. Otto Breitschu, Friedrichsbergerstr. 8. Arbeitsmarkt. Tüchtige Knopfloch- Arbeiterin auf Tricottaillen verlangt Landwehrstr. 19, H. 3 Tr. 449 455 Tüchtige Stepperinnen auf Tricot- Taillen verlangt Meyer, Fruchtstraße 36a. Dalath, Linienstraße 133, H. 3 Tr. 447 Mamiella auf Regenmäntel verlangt Arbeits- Nachweis für Tischler Jnvalidenstraße 131. F. Dahle. 431 Ich erkläre Herrn Tischlermeiſter Bagel für einen Ehrenmann. Die Nr. 14 der humoristischen Blätter Der wahre Jacob" I erschienen und in der Exped. b. Berl. Voltsbl." zu haben Kranken- Unterstützungsbund d. Schneider am Mittwoch, den 4. März, Abends 8, Uhr, im Louisenstädtischen Concerthaus, Alte Jakobftraße 37. Tagesordnung: 1. Endgiltige Feststellung des Gehalts der Beamten der örtlichen Verwaltungsstelle. 2. Verschiedenes. Das Quittungsbuch ist vorzuzeigen. Erscheinen der Mitglieder ersucht 453 Um zahlreiches Der Bevollmächtigte. Arbeiter- Bezirksverein Glückauf. Dienstag, den 3. März, Abends 8 Uhr, Mitglieder Versammlung in der Arania, Wrangelſtraße 9/10. " 1 440 Salon, Bergstraße 68, Mittwoch, den 4. März, Abends 8 Uhr, in Kurmann' Versammlung. berfelbe pigirten Bes Der Gerich tungen un genommen Auße Prafibenter Anbere er Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Stabn fiber Diphtheritis, brandige Gaumen- Entzündung, unter Rindem und Erwachsenen in der Gegenwart. 2. Berschiedenes und Tagesordnung: 1) Geschäftliches. 2) Vortrag des Herrn Dr. Kanis über: Die Lunge und ihre naturgemäße Bflege im franken und gesunden Bustande." 3) Wahl des 1. Borfizenden. 4) Verschiedenes. 5) Fragelasten. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, find Neue Mitglieder werden aufgenommen. Besuch bittet Um willkommen. recht zahlreichen Der Vorstand. Eine freundl. Schlafft. 3. v. Lübbenerftr. 11, v. 4 Tr. I. 444 Fragetaften. Gäste willkommen. 448 Der Bevollmächtigte 5. Wahlkreis. Bezirksverein des wertthätigen Voltes im 29., 30. und Dienstag, den 3. März, Abends 8 Ubr, im Reftaurant Golle, Linienstraße 30. T.- D.: Vortrag des Herrn Engle über den Maximal- Arbeitstag, Diskussion, Fragekaften. Eingeführte Gäste willkommen. 31. Kommunal- Wahlbezirk. Am 19. und 20. März dieses Jahres Ziehung 456 Berung B Biell Rigmuth Stödte un Lipelns, Budbrud ver 107 DR ben Gäft Lages T in größte langer in Preube, in biefem feiern, fo Ben Thei Theilnah der Grossen Schlesischen Lotterie zu Breslau 2000 Gewinne Darunter Hauptgewinne i. W. v. 15000 Mark, 5000 Mark, 3000 M. 2000 M. 1000 M. u. s. W. 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