m Atuali Schilderung namentlich b em gewaltig Enfer Inte Orückende F 3 in Betra Et, die fich gion der m Entgegenstell den, daß Wetje achmännis erungen f alige politi - Die grof werden m leichtfaglide fer Abschni achlichen G Seben. Sin Tafahrten t. Von b ische rühmen Sunglaublic bi Nr. 53. Mittwoch, 4. März 1885. II. Jahrg. Berliner Volksblatt Organ für die Intereffen der Arbeiter. Das Berliner Volksblatt" besteht, unerscheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für einheitlid Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. n. Auch Bostabonnement 4 Mt. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) nt. Mit ba und Bentral Hefte werbes no ben we übrigens be n in Vorbe er folchen eftaltung und De empfunden ion. ter- Kranten Solle Berge Schönhauler Der Tebal bei una Frage bes Ihren A ntlich verball Deutschen, fondern nur igen werden überwiefen, Dant. Brief ufchrift beften Den. her hnallen in Cloth T ler. 427 Kursmann's Stabn fiber ter Kinder edenes und mächtigte 9, 30. un Reftaurant errn Engle ften. res 456 schen u Tark M allen burd tenntlichen tellen ju ben. Webit, Nr. 85, nt. itstag Boltsblatt" Unangemeldet! Redaktion: Beuthstraße 2. Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., 3immerstraße 44, sowie von allen AnnoncenBureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Expedition: Zimmerstraße 44. fäuselt, manch grobes Donnerwetter, das auf die Häupter ber Subalternen und Unterbeamten niederfauft und manches Bor einigen Tagen besuchte der Oberpräsident von Wort, welches die gewöhnliche Umgangssprache verbietet. Magdeburg, Herr von Wolff, bas benachbarte Schönebeck, Der inspizirende Beamte würde dann überhaupt erfahren, um der Neueinweihung einer Kirche beizuwohnen. Herr wie es in Wirklichkeit zugeht, während er als gule, um die Beit bis zur Feier hinzubringen. on Wolff hatte sich etwas verfrüht" und ging zur Real- Angemeldeter den Schein für die Wirklichkeit hinnehmen Der Herr Direttor empfing ben Oberpräsidenten, der im Abschied scherzhaft fagte: tomme." Bei Jbnen sehe ich doch auch einmal unge euerte Treppen, weil ich unangemeldet Daß diese Aeußerung in der That scherzhaft zu nehmen liegt wohl auf der Hand, und doch hat dieselbe einen Legen wollte. Sinn, den gewiß der Herr Oberpräsident nicht hinein说 tiefen bie Die Aeußerung beweist nämlich, daß im Allgemeinen höheren Beamten bei Inspektionen und Kontrolen sich Dorber anmelden lassen. muß. Der bekannte Ralif Harun al Raschid und auch der österreichische Raiser Josef II. hatten die Gepflogenheit, die Gepflogenheit, unangemeldet" sich unter das Volk zu mischen und erblickten dann auch das Volt, wie es leibt und lebt. Sie konnten fich deshalb auch eine richtige Vorstellung von den Bei den Leiden und der Noth des Volkes machen. Bei den offiziellen Empfängen aber der angemeldeten offiziellen Empfängen aber der angemeldeten Fürsten diefelben nichts anderes, als Blumen erblicken und Guirlanden, weiße Halsbinden und weiße Kleider, Sonntagsanzüge und gepugte Vereine, frische wein- und biergeröthete Gesichter. Alles strahlt in heller Freude! Ein ,, unangemeldeter" Fürst aber, der sich in einer größeren Stadt so recht unter das Volk mischte, würde anstatt der er würde der Wahrheit ins häßliche Antlig schauen, wie er als anSchönheitspfläfterchen geschmückte Gesicht geblickt hat. Wenn eine derartige Anmeldung, sei es bei den Schulen, bei den Gerichten, bei der Verwaltung einige hellen Freude viel dunkles Leid erblicken Tage vorher eingetroffen ist, dann geht das Reinigen und Scheuern los, dann werden die Treppen, die Arbeitsräume, gemeldeter" Fürft dem Schein in das geschminkte und mit bie Bureaus, die Hofräume und die Gefangenenzellen ges Scheuert und gefehrt, es wird gepußt und geflict allüberall, damit das Auge des geftrengen Herrn Vorgesetzten Alles in präsidenten zurück. Da erinnern wir uns des alten OberOrdnung findet. Die Beamten vom Chef bis zum Schreiber präsidenten von Westfalen, des Freiherrn von Vince, der legen ihre besseren Röde und freundlicheren Gefighter an, und wenn eine Inspektion eines Gerichtes halter beherrschte. Effen zur höheren Ehre des Tages, weil man weiß, daß er hohe Inspektor manchmal selbst aus dem Näpfchen des Befangenen einen Löffel Suppe fich erbittet. in den zwanziger Jahren die Proving förmlich als Statts halter beherrschte. Jm blauen Rittel, der westfälischen er unangemeldet die verschiedensten Städte und Ortschaften. Er verkehrte mit dem Volte auf bas Ungenirtefte, er forschte und hörte, er vernahm die Klagen über die Behörden, er wußte genau schon vor der Inspizirung, was Wahrheit, was Schein war, ihm machte tein Beamter ein X für ein U und so schaffte der Mann Ordnung in der gesammten Verwaltung der Provinz Westfalen, die ihn mit dem Ehrennamen, ber alte Binde" beban der Vorgefeßte die Anstalt, brückt dem Direktor die Bergnügten Blides und huldvollen Lächelns verläßt Hand zur Anerkennung und reiset zum nächsten Orte, wo berfelbe Aufput von Neuem beginnt, während in dem inpigirten Drte ber alte Schlendrian wieder losgehen kann. legte. Weshalb nun werden die Inspektionen der Schulen, Freiherr von Vincke ist und bleibt ein Vorbild für Oberpräsidenten. der Gerichte, der Landrathsämter, der Kommunalverwals alle höheren Beamten und besonders für die inspizirenden tungen und der Bezirksregierungen nicht unangemeldet vors genommen? Wie wär's, wenn die Herren den Alten" nachahmen Außer den ungescheuerten Treppen würden die Obers würben; sie haben es viel leichter bei dem jetzt bestehenden Präsidenten oder die sonstigen Inspektoren noch manches Eisenbahnnet, als er. Seinen Wagen schickte Herr von Andere erblicken, das nicht nur zu einer scherzhaften Neu- Vince, mit irgend einem Verwandten beseßt, in einen völlig Berung Veranlaffung gäbe. abseits vom Wege liegenden Drt; er felbft ging mehrere Meilen, bekleidet mit dem blauen Rittel, einen Knotenstock in der Hand nach der Kreisstadt oder fuhr auch wohl einige er sich inkognito genau informirt hatte, machte er den Weg Bielleicht fähe der Herr Inspektor anstatt der guten zu Fuße oder mit der Post zurück und anderen Tags tam er dann ordengeschmückt mit einem Vorreiter in seinem Wagen in der Kreisstadt wieder an, wo er noch niemals gewesen war", wie er bulbvoll sagte und wo ihn der schöne Empfang so sehr erfreue." Der alte Vinte fonnte höflich sein, und er war immer höflicher verabschiedete sich auch zumeist ganz freundlich; aber die Nasen, welche dann nach einigen Wochen folgten! Woher wußte der Alte" denn eigentlich alles das hatte doch nichts davon sehen können bei der offiziellen Inspektion? " er Und als es dann ruchbar wurde, wie der alte Vince hinter all' die Schliche und Unordentlichkeiten fam, als man allgemein seine Schliche fannte, da hatte man in den Verwaltungsbureaus und auf den Gerichtea noch mehr Angst, man hielt den Oberpräsidenten für allgegenwärtig und arbeitete immer zur Zufriedenheit der Bevölkerung. Die Verwaltung Westfalens unter Vince war eine musterhafte. So! Wie wäre es, wenn auch die jeßigen Inspektoren denselben Weg wandelten! Sie müßten allerdings dann auch aus demselben Holze geschnitten sein, wie der Alte"; Dhrenbläsereien und Übertreibungen war er nicht zugänglich, mit flugem Sinne traf er immer das Rechte. " Immerhin aber würde schon das einfache unan gemeldete" Erscheinen der Inspektoren viel Gutes wirken; man müßte immer auf einen derartigen Besuch gefaßt sein und schon dadurch würde mehr Drdnung und vielfacher Wandel geschaffen werden fönnen. Der Oberpräsident, Herr von Wolff, aber würde sich dann ein großes Verdienst erworben haben, dadurch, daß er es in der heutigen Zeit zuerst war, der auf die tiefere Bedeutung des Wortes ,, un angemeldet", wenn auch ohne es zu wollen, aufmerksam gemacht hat. Politische Webersicht. Der falsche Prophet hat bis jetzt sich als der richtige Prophet erwiesen, und die, welche ihn sonst für einen abenteuernden Schwindler erklärt, der bald ein trauriges oder lächerliches Ende nehmen werde, haben sich als die falschen Bropheten erwiesen. Falscher oder richtiger Prophet: der Mahoi ve körpert in seiner Berson eine wirkliche Macht, die Macht des tootgeglaubten Muhammedanismus. Nie mand hat fefter an den Tod des Muhammedanismus ge glaubt, als Gladstone, das Haupt der englischen Regies rung. Und dieser sein fefter Glaube hat ihn in das egyptische Abenteuer geführt. Gladstone- das wird bei seiner Beurtheilung fo vielfach in Deutschland vergeffen ist bis zur an durch einen glühenden Haß gegen die Muhammedaner und Böde und freundlichen Gefichter manche Blöße und viel Bismuth; vielleicht hörte er anstatt des liebenswürdigen Wegestunden mit der rumpelnden Postkutsche". Nachdem Muderbaftigkeit strenggläubig, und zeichnete fich von Jugend Spelns, welches ihn jezt bei einer Besichtigung immer umBudbrud verboten.] 107 ben in Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. Forserung.) Meine Herrschaften," erinnerte Martin ,,, wir sind es Gästen dieses Festes schuldig, sie an der Freude dieses man jede Gelegenheit vermieden, davon zu sprechen und auch heute der Abwesenden mit feiner Sylbe erwähnt. Ja, man hatte sich nach und nach daran gewöhnt, den jungen Bruno von Wredom und seine Frau als Verschollene zu betrachten. Um so größer war nun das Erstaunen, als Herr von Steinberg mit lauter Stimme sagte, während ihm eine große Thräne in den grauen Bart herab rann: Verehrte Freunde und Festgenossen! Laffen Sie nicht gelingen, immer fand er den jungen Mann bereits von Andern in Anspruch genommen, oder doch so viel Beugen in der Nähe, daß er sein Vorhaben, mit ihm allein zu sprechen, immer wieder hinausschieben mußte. Endlich, endlich fnnnte er seiner unter vier Augen habhaft werden. Tages Theil nehmen zu laffen. Man ist an der Festtafel meine Kinder an der Freude dieses Tages Theil nehmen, spenst ansah, so mögen Sie das meiner Freude zuschreiben, und feien Sie felbft Beugen meines Glückes. Nach langen und trüben Jahren der Trennung gab uns dieser Tag das langer in Ungewißheit, sondern verkünden Sie offen die größter Spannung. Lassen Sie die Gemüther nicht Breube, welche Ihnen und uns Allen widerfahren. Nicht Wiedersehen!" in biefem engen Kreise lassen Sie uns das Wiedersehen feiern, sondern lassen Sie an dieser Feier auch alle lebris Ben Theil nehmen, deren Herzen für Sie Freundschaft und Theilnahme emfinden." Lorb bei. Sie haben Recht, Herr Rodenburg!" stimmte der Herr von Wredow- Frau Schwägerin, Herr von Steinberg, haben Sie die Güte, Die Zurückhaltung und Schonung schwand jetzt; die Freude hatte die Herrschaft. Man umarmte bald Herrn und Frau von Wreddw, bald Herrn und Frau von Stein berg. Alle empfanden mit den zunächst Betroffenen die Wonne dieses Wiederfindens. Wenn noch etwas im Stande war, die Freude dieses Tages zu erhöhen, so war es dies Ihren Arm, laffen Sie mir das Vergnügen, Sie den Gästen Ereigniß. Es währte lange, bevor der Sturm der Be Doran zu gehen." Forb O und Martins, sowie des Herrn von Steinberg und Man hatte im Festsaale bereits die Abwesenheit des grüßungen und Beglückwünschungen sich so weit legte, daß Herr und Frau von Wrebom auf den für sie neben ihren Eltern refervirten Sigen Plaz nehmen konnten. Nun erst waren alle Pläge der Tafel besezt, und nun Fräulein Adda meinte, daß dieser Tag dem Pensionat Nicht nur Martin's feiner Gemahlin bemerkt, und hatte diefelbe auffallend ge- erft erklangen die Gläser in voller Harmonie. " Herr von Wredom," sagte er, wenn Sie die B: mer tung gemacht haben, daß ich Sie Anfangs wie ein Ge darüber, daß Sie nicht todt sind." " Todt? Woher glaubten Sie, daß ich todt fei" Ich hielt Sie für ermordet und habe Sie seit Jahren als einen Todten betrachtet. Für mich und noch mehr, für einen Andern giebt es feine freudigere Ueberraschung, als die Entdeckung, daß hier ein Frrthum obwaltet, daß Sie leben." " Ich verstehe Sie nicht, Herr Strahlenau." " Sie werden mich verstehen, wenn ich Ihnen sage, daß ich der Freund Felix Rodenburg's bin." Der mein ältester und, bester Freund war, bis ein Swift uns trennte!" Der aber, das schwöre ich Ihnen, die Nachricht, daß Sie leben, mit größerem Jubel hören wird, als wenn man ibm die Nachricht brächte, er sei zum König von ganz Inzurück, dem er fast schon entfagte." burg und Brand ausweichende Antworten gaben und Nuna Stoff zur Unterhaltung auf volle zwei Jahre geliefert habe. dien defignirt. Ihre Wiederkehr giebt ihn dem Leben geheimnisvoll schwieg, da erreichte die Spannung den höch- Sie hatte nicht ganz Unrecht. Jetzt öffnete fich die Thür. tin; ihnen folgte Lord Killmare, der an der einen Hand Fragen und Erörterungen geben? Herr und Frau von Steinberg traten ein, bann Mar- geschichte gefunden Herrn von Wrebow, an der andern deffen Gemaylin führte. Roch ehe Lord Killmare den Gästen die Namen der beiden Anspruch genommen wurden, versteht sich wohl von Berfonen nennen fonnte, hörte man einen Schrei der felbft. Heberraschung. und fiel Frau von Bredow um den Hals: " Ich weiß, daß er mich für todt hielt. Als ich den Abhang herunter fiel, hörte ich über mir seine Stimme: Großer Gott, ich habe ihn ermordet!"" Aber sollte er nicht bald eines besseren belehrt sein?" Abenteuer und Nuna's märchenhafte Erscheinung, sondern auch der Abschluß, den die romantische Entführungswas fonnte wohl mehr Stoff zu Daß die neuen Gäste von allen Seiten in lebhaftesten Steiner aber war eifriger bemüht, sich des Herrn von Wredom zu bemächtigen, als Strahlenau, der, des Erstaunens ausstieß und einige Minuten mit offenem Munde auf Wredom hinftarrte, als ob er eine Erscheinung, haben." So sehr er sich Reineswegs, er erhielt noch die Bestätigung seiner irrthümlichen Meinung, da man am andern Tage am Fuße jenes Felsens die Leiche eines Offiziers fand. Er hielt diese Leiche für die Ihrige und floh aus seiner HeiHelene von Steinberg sprang von ihrem Sit empor schon als er Helene's Ausruf gehört, ebenfalls einen Ruf math und hält sich bis heute verborgen, gefoltert in seinem Ludmilla, meine geliebte Schwefter!" Gewissen durch den Fluch, einen Mord begangen zu ,, Unglücklicher Felix! D, wäre er jegt hier, wie Shonung gegen Herrn und Frau von Steinberg hatte auch bemühte, sich ihm zu nähern, es wollte ihm lange gerne böte ich ihm die Hand zur Versöhnung. Er hatte »Ine schwärmerische Begeisterung für die von ihnen unter- drückten Griechen auS, die er— gleich so manchem Anderen— naiver Weise mit den Griechen HomerS für daZ- selbe Volk hielt. Die Türken waren ihm der Ausbund aller Rohheit und Schlechtigkeit; die Vernichtung des Muhammeda« niSmus im Allgemeinen und des türkischen Reiches im Beson« deren schien ihm die glänzendste Aufgabe eines Staatsmannes. Währenv des letzten rusfisch-türkischen Krieges durchkreuzte Gladstone nach allen Richtungen hin die türkenfteundliche Po- litik Disrael's: et setzte die Komödie der„bulgarischen Gräuel" in Szene, um Stimmung gegen die Christen mordenden, Chri stinnen schändenden Türken zu machen, und brachte eS wirklich fertig, die Politik seines Gegners lahm zu legen. Durch den letzten Krieg glaubte Gladstone den MuhamedanismuS ins Herz getroffen. Und als Arabi Pascha fich herausnahm, Egypten durch eine nationale und mudamedanische Bewegung regenerirm zu wollen, da kannte die Wuth des inzwischen Minister ge- wordenen Gladstone keine Grenze. Ter nationalen und muha- medanischen Bewegung wurde der Krieg erklärt, Alexandrien mit beispielloser Barbarei in Brand und Trümmer geschossen, und— jetzt hat der MuhamedanismuS seine Revanche. Und der Mahdi ist das auserwählte Werkzeug des zürnenden Allah. Einer ähnlichen Täuschung wie Gladstone haben stch in Deutsch« land Diejenigen hingegeben, welche den Katholizismus todt glaubten und seiner Zeit den Kulturkampf begannen. Durch den Angriff wurde der Katholizismus aus der Lethargie aufgerüttelt und zur Entfaltung ungeahnten Lebens und ungeahnter Kraft veranlaßt. Genau so mit der muhamedanischen Welt. Der Koran hat vor der Bibel daS voraus, daß er nicht b l o S r e l i- g i ö s e s, sondern auch politisch eS, weltliches Gesetz ist. woraus die Thatsache folgt, daß bei den Muhammedanern zwischen Theorie und Praxis nicht der gewaltige Unterschied besteht und mehr Ehrlichkeit zu finden ist, wie bei den Christen. Und unter den Völkern und Stämmen, die fich zur Lehre Muhammeds bekennen, find solche, die an Tüchtigkeit den christlichen Völkern vollauf ebenbürtig find. Die Engländer erfahren das zu ihrem Schaden. Obgleich fie darunter zu leiden haben, find sie von Bewunderung erfüllt für die Tapferkeit »ihrer Feinde im Sudan. So ist'S also auch eine ArtKultur- kämpf, der im Sudan spielt, und der für den Urheber eben- falls bis jetzt schlimm verlaufen ist. Wohl unterliegt es kaum einem Zweifrl, daß die Engländer schließlich im Sudan eine erdrückende Uedermacht entsaften weiden, allein die Vernichtung des Muhammedanismus war«in frommer Wunsch des Herrn Gladstone, der im Gegeniheil, statt seinen Zweck zu er- reichen, nur die Wiederbelebung des Muhammedanismus de- wirkt hat. Afrikanisches. Ueber das Schicksal der Expedition der„Gesellschaft für deutsch e K o loni satio n" (nicht zu verwechseln mit dem deutschen Kolonialoerein) nach O st a f r i k a wird der„Franks. Ztg." berichtet: Bekanntlich hat die von dem Grafen Behr-Bandelin, Dr. Peters, Joachim Graf Pfeil u. A. vor Jahresfrist gegründete Gesellschaft sofort gegen den Kolonialverein Stellung genommen, indem Dr. Peters bei der konstituirenden Versammlung die Behauptung aufstellte, der Frankfurter Kolonialoerein laffe es an kräftiger Aktion fehlen. Als erster Zweck der„Gesellschaft" wurde darum der Erwerb von Ländereien behufs Anlegung von Ackerbaukolonien bezeichnet, die dazu nöthigen Mittel sollten durch Samm- lungern aufgebracht werden. Die Expedition reiste, bestehend aus den Herren Joachim Graf Pfeil, Dr. Peters, Referendar Jühlle und Kaufmann Otto unter angenommenen Namen über Wien nach Trieft. Von dort dampften, fie am 1. Oktober vorigen Jahres an Bord der„TiUnia" vom österreichischen Lloyd als Paffagiere dritter Klaffe durch den Suezkanal nach Aden, von wo fie am 22. Oktober auf dem Dampfer „Bagdad" der Britisch-Jndialinie nach Zanzibar fuhren. Die Expedition ging nicht inS Land der BoerS, sondern von der Eomaliküste(Eaadani) ins Innere, dem Wamiflusse fol- gend(6 Grad südl. Breite und 39—35 Grad östl. Länge von Greenwich). Hier im Gebiete der Nguru, Usagua, Makata und hauptsächlich des Bergvolkes der Usagara, auf dem Hoch- plateau(800—1200 Meter ü. M.) zwischen der Zanzibarküste und dem Tanganjika-See wurden umfangreiche Gebiete er« worden und die deutsche und preußische Flagge gehißt. Der Boden ist überaus fruchtbar, meilenweit gleicht er schwarzer Gartenerde, an Waffer ist kein Mangel; das Klima aber in jenen Gegenden scheint dem Europäer nicht sonderlich zu be« kommen. Ihm find Anno 1859 Dr. A. Roscher, der geniale Reisende, Künzelbach auS Stuttgart, Brenner aus Merseburg, der Engländer Thomsen und neuerdings Dr. Fischer und Dr. Kaiser erlegen, die deutsche Station in Genda mußte um deS- willen aufgegeben werden. Auch die neueste Expedition der Berliner„Gesellschaft" hatte bezüglich deS Gesundheitszustandes ihrer Mitglieder schwer unter den klimatischen Einflüssen zu leiden. An dem Sitze der Zentralverwaltung sür die neu er- wordenen Faktoreien und Kolonien, in Muinyi im Usagara- land, weilt heute einzig Graf Pfeil als Lebender. Dr. PeterS ist am 7. Dezember v. I. nach Deutschland zurückgereist; er nicht so viel Schuld wie ich selber; ich reizte ihn zu der That, die sür mich übrigens nicht die mindeste» nach« (heiligen Folgen hatte, da ich wenige Fuß unter dem Ab- hang im Gesträuch hängen blieb. Säumen Sie nicht, Herr Strahlenau, ihm das zu sagen und ihn zugleich zu ver- sichern, daß ich heute noch die Freundschaft für ihn fühle wie vor jenem Zwist, und daß ich von ganzem Herzen be- klage, die unschuldige Ursache langer Gewiffensqualen ge- worden zu sein." „Sie geben ihm und seinem unglücklichen Vater daS Leben wieder I"— Bereits am nächsten Tage reiste Strahlenau, begleitet von Fritz Rodenburg, nach London ab, um seinem Freunde die frohe Botschaft zu bringen. Die letzte Nachricht, welche Strahlenau an Felix abgesandt hatte, war die, daß Sanft« leben und Amberg wüßten, daß er mit dem Oberst O'Brian identisch sei. Wenn ihn jene Nachricht entmuthigt hatte wie mußte die Botschaft, welche er jetzt überbrachte, ihn mit Freude erfüllen! O, warum kam diese Freudenbotschaft nicht wenige Tage früher— Monate voll Qualen und Leiden wären dem Unglücklichen erspart worden! Zweiundzwanzigste» Kapitel. Schweige» lag auf Schloß Rodenburg und über dem ganzen Gebret von Felda». Auf den Zehspitzen bewegten sich die Bewohner de» Schlosse». Nur flüsternd unter- hielten sich in den Höfen die Knechte und Arbeiter, al» ob der Ton ihrer Stimme im Schlosse gehört werden könnte. Selbst die Arbeiter auf dem Felde schienen sich zu bemühen, ihre ländlichen Arbeiten geräuschloser zu verrichten. Wo zwei fich begegneten, da blieben sie stehen oder näherten sich Einer dem Andern, al» ob e» selbstverständlich sei, daß Einer dem Andern etwa» zu sagen habe. Flüsternd hörte man die Frage: „Geht e» wirklich mit dem Herrn zu Ende?" Ebenso flüsternd hörte man die Antwort: „Der Doktor ist eben bei ihm; nur ein oder zwei Tage hat der arme Herr noch zu leben." war krank und mußte fich, da er die Füße verbrannt hatte, in einer Hängematte an die Küste tragen lassen. Referendar Jühlke ist in Zanzibar, von wo er eine Proviant- und Werkzeugkarawane nack Muinyi hinaufbringen sollte, erkrankt, während der vierte Theilnehmer der Expedition, der Austialienretsende August Otto, Sobn des früheren demo- kratischen Landtagsabgeordneten K. Otto aus Villingen in Baven, im Gebiet der Usagara starb und am Weihnachtstage v. I. von dem Grafen Pieil an der Karawanenstraße Mpwapwa nach Kagei am Viktorianijansasee bei dem Dorfe Muinyi-msagara des Sultans der Usagara begraben wurde.— DaS klingt gewiß nicht verlockend namentlich nicht wenn man in Betracht zieht, daß diese Mittheilungen die„erste deutsche Ackerdaukolonie betreffen". Außerdem darf man nicht vergessen, daß dieser Bericht von der Gesellschaft selbst herrührt, die aber gewiß nicht zu ihrem Nachtheil berichten wird, da sie äugen- blicklich dabei ist die nöthigen Geldmittel für daS Untemchmen Herberzuschaffen. Andererseits aber erscheint es um so noth- wendiger, daS Publikum über die wirklichen Verhältnisse auf- zuklären, weil die Gesellschaft fich bekanntlich von vornherein an daS klein e Kapital gewendet und die Mittel zur Ausrüstung ihrer Expedition durch AuSgab« von Antheil- scheinen im Betrage von 50 Mk. aufgebracht hat. Die drohende Erhöhung ver Holzzölle hatte eine Ver- sammlung von Gewerbetreibenden des Holzhandels und der Holzindustrie gezeitigt, welche im großen Saale des Hotel de Rome in Berlin tagte und von ca. 200 Personen auS allen Theilen Deutschlands beschickt war. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen:„Die aus den verschiedensten Gegen- den Deutschlands zur Wahrung ihrer Interessen bei der von der Reichsregierung dem Reichstage vorgelegten Holzzoll-No- velle in Berlin versammelten Holzhändler und Holzindustriellen find nach eingehender und gewissenhafter Prüfung der Holz- zollvorlage zu der Uebcrzeugung gekommen, daß durch die An- nähme der Vorlage Deutschlands Holzhandel und Holzindustrie in allen Branchen und allen Bezirken des Reiches in ihren Fundamenten erschüttert und in den meisten Fällen auf das Schwerste geschädigt werden würden, und daß bei der Viel- seitigkeit und Verschiedenattigkeit der in Betracht kommenden Verhältnisse und Interessen ein wirklicher und gleichmäßig ge- rechter Schutz der deutschen Arbeit auf dem wichtigen und um- fassenden Gebiete des Holzhandels und der Holzindustrie in keiner anderen Weise erreicht werden kann, als wenn von einer Erhöhung der jetzt bestehenden Holzzölle, auf welche alle In- tereffenten fich eben erst eingerichtet haben, überhaupt Abstand genommen wird." Das Verbot der Einfuhr von Schafen, Schweinen und Ziegen auS dm Häsen Hamburg und Bremen feiten« der englischen Regierung ist nunmehr auch auf Geestemünde ausgedehnt worden. Offiziös wird dazu ge- schrieben:„Nach der Anficht der englischen Sachverständigm find es rumänische Schweine und geschmuggelte rusfische bezw. polnische Schafe aus Galizien gewesm, welche die Seuche bei ihrem Transport nach England durch deutsche« Gebiet nach den deutschen Seehäfen eingeschleppt hatten. Um nun unsere Viehausfuhr nach England offen zu halten, find dem Ver- nehmen zu Folge seitens der Reichsregierung die erforderlichm Maßregeln getroffen bezw. verschärft worden und durch ein Ein- und Durchfuhrverbot von Vieb aller Art aus den öst- lichen Ländern und den österreichischen Hinterländern, wie Rumänim, Serbien und Bulgarien, dafür gesorgt worden, daß der britischen Regierung jede Befürchtung wegen Ein- schleppung einer Seuche von dort über Deutschland gmommen ist. Da neue Krankheitsfälle nicht mehr vorgekommen find, hofft daS genannte Organ, daß fich die britischen Regierung durch diese Vorficht« maßregeln beruhige-, lassen und daS gegen Deutschland erlaffme Verbot wieder aufheben werde." Oefterreich-Ungarn. Der ungarische R«ich«tazSabgeordnete und antisemitische Agitator, JuliuS Verhovay, wurde nach einer mehr- tägigen Gerichtsserhandlung in Budapest wegen Verun- treuung von Wohlthätigkeitsgeldern zu anderthalb Jahren, sein Bruder Ludwig zu einer zehnmonatlichen Keilerstrafe ver« urtheilt. Die betreffenden Gelder waren zu Gunsten der heim« gekehrten Csangomagyaren gesammelt. — Die österreichisch-unaarische Zollkonferenz hat— wie bereits gemeldet— die Erhöhung der Einfuhrzölle auf Ge- treibe, Mehl und eine große Zahl Jndustrieartikel, beschlossen. Im Jahre 1683 hatte die Einfuhr Oesterreich- Ungarns in das deutsche Zollgebiet den Werth von 491451000 Mk., die Ausfuhr nach Oesterreich» Ungarn von 307 251 000 Mk. In der Einfuhr fiel der Schwerpunkt auf Weizen und anderes Getreide, Mehl, Pferde, Schweine Rindvieh und Braunkohle. In der deutschen Aus- fuhr nach Oesterreich waren nächst Steinkohlen, roher Baum- wolle, Schafwolle und gemünztem Golde sehr viele I n d u- strie-Artikel vertreten, besonders der Eisen- und Textil- Industrie. So viel bi« jetzt bekannt, sollen besonders mehrere Artikel der Textil-Jndustrie von hohen Eingangszöllen betroffen werden. Tie deutsche Industrie wird also eistchtlich unter den Getreidezöllen zu leiden haben. „Der Gram hat ihn verzehrt; an dem Gram sind nur die Ambcrg'S schuld." „Ja, ja, die Amberg'S; daS wird ein schlimme» Rc- giment werden." „Man merkt'» ja jetzt schon, wo der Herr noch am Leben, wie sie geize», wie sie uns drücken." „Die Amberg'» haben kein Herz für Unsereinen." „Wenn der Herr die Augen zugemacht hat," erklärte der Reitknecht, welcher sich einer Gruppe zugesellt harte, die sich eben in dieser Weise unterhielt,„dann gehe ich ab— ich diene unter den Amberg'S nicht, da» sage ich." . W* mit dem Brief, von dem Du sprachst, Johann?" fragte Barthel, der Stellmacher.„Sagtest Du nicht, daß Du den jungen Doktor in dem Kruge von Friedenthal angetroffen hast,, daß er Dir einen Brief gegeben hat an den Herrn? Hast Du ihn bestellt?" „Hatte ich Gelegenheit dazu? Da» eine Mal, wie ich'» versuchte, trat sofort Fräulein Amberg dazwischen; sie wollte mich ausfrage») ich habe ihr natürlich nicht« gesagt. ... Oft genug habe ich dann Gelegenheit gesucht, mich meine» Auftrage» zu entledigen,«eil ich glaubte, daß e» dem Herrn von Nutzen sein würde; aber seit dem Tage hat ihn ja Fräulein Amberg niemal» verlassen, und wenn sie wirklich auf eine Viertelstunde sich au» dem Kranken- , immer entfernte, dann hütete Charlotte die Thür und ließ Niemanden hinein." b st llN" Fräulein Arnberg hätte diesen Brief nicht „E» ist mir aufgetragen, den Brief nur dem Herrn selber zu geben, und ich weiß, wen» ich ihn nicht selber gebe, so wird er ihn nicht zu Gesichte bekommen." „Da» glaube ich auch! Siehst Du, Johann, mir ist'« ähnlich gegangen; ich habe oft versucht, den Herrn auf ein MIWAM ttsmvmsm Schweiz.. In Bern find noch weitere 20 Anarchisten veiW worden, darunter fieben Schweizer' die übrigen VerhaW sollen zumeist Deutsche sein. In G e n f hat die Polizei<» tollen zumeist Deutsche sein. In Genf hat die Polizei � jt,, Durchsuchung der Druckerei des anarchisttschen Journals< � Revolte" vorgenommen; es sollen verschieden« Papiere mu r? t(t'« ««nLän durch A (Min gün' �r Berein Verein Z« Tern % w.."C deßtzen,— j"! dem vchuldford «In den« «onöltn schlag belegt worden sein. Frankreich. Der Pariser„Crr du peuple" meldet voller Entrüstutz daß die von seinem Personal, von den Mitgliedern der M mune und von den deutschen Sozialisten auf dem Gran JuleS Valle» niedergelegten Kränze weggerissen den find. Der Kranz der deutschen Sozialisten sei mit FW getteten und in der Allee selbst zerbröckelt worden; die onW# habe man aus den nächsten Haufen verfaulten LaubS geirow und in dm Schmutz hineingettetm.„Die Dur mit',—. prügelten vom Boulevard Saint- Germain," fügt das Nf-' 5000 hinzu,„haben ihre Revanche genommen. Eine soOT St n-{ Züchtiaung fand fie feige, aber angeflchts der Sicherheit«ff Straflostakeit ist ihnen der Kamm geschwollen." — Der„Jntranfigeant" veröffentlicht ein ManiO' O'D onov an R o ss a' s, in welchem dieser abermals land beschuldigt, daß es Emissäre nach Amerika gesandt W um ihn zu ermorden. Die muthvollen Worte des Maniw° entsprechen wmig dem Benehmen, das der New-Aorker w namitard gegenüber der Frau Dudley gezeigt bat. — Bei der Einweihung des Graddenkmals zn#« Tongking gefallener Soldaten in LevalloiSperet, dem Vororte, erschienen auch vier Sozialistengruppm mit"W Fahnen. Die anwesenden Mitglieder der Patriotenliga � Deroulede's Führung suchten dm Arbeitern ihr« Abzeiche»� entreißen; es kam zu einer allgemeinen Prügelei, bn � Deroulede harte Schläge bekam und den Stöcken und der Arbeiter nur mühsam entriffm wurde. Die Patriot»»»' mußte da« Feld räumen. Egypten. Die Lage in Egyptm wird immer verwickelter, gramm stellt jetzt auch die Aktion der Türkei in Dasselbe meldet:„Etwa 0000 Mann türkischer welche fich in Kreta zur Einschiffung bereit halten, wie mehrere Blätter melden, für Tripolis bestimmt, der italienischen Regierung zuvorzukommm, sond«»�, Egypten, falls, wie jetzt als wahrscheinlich gilt, dü�i handlungm FeHmi Paschas in London Erfolg haben* Türkei am Felvzuge im Sudan theilnehmm wird." darf zunächst darauf gespannt sein, wie fich die Italien»�.,, über einer Intervention von Seiten der Pforte verhaU.,;< den. Der Minister Mancini, dessen abenteuerliche-z Italien selbst immer mehr Anfechtung erfähtt, se italienischen Parlament ficherlich einen heftigen Ansbjs?.,� stehen müssen, sobald fich zeigt, daß die Türkei ihren gegen die Besetzung von Maffowch und Beilul eine», schm Nachdruck zu geben gewillt ist. Inzwischen auS Rom übermitteltes Telegramm der„Ägenzi»„t auS Beilul vom 25. Februar, daß die Häuptlings, gebormen dem italienischen Kommissar gegenüber%, W werfung erklärt haben. Zugleich trifft die telegrayW. m theilung ein, daß die dritte italienische Expedition' � � Said angelangt ist. Daß die Vorgänge rm Sudan � mohamedanischm Welt große Aufregung Hervorgerw»' � kann nicht überraschen.— Aus dem Sudan liegt»i Telegramm aus Korti vor:„Von der TruppenabtheU»� Generals Brackenbury, welche am 21. v. MM- etwa 40 i» von Aduhamed eingetroffen war, find weitere-Koon». jetzt nicht eingegangen. Man erklärt die« aus der kert, Boten zu beschaffen, welche Depeschen hierher d», indem unter den zwischen Korti und Abuhamed Stämmen durch die von den englischen Truppen voA� nen EigenthumSzerstörungen eine sehr feindselige®" entstanden ist." Asien. � Nach einem Telegramm deS„TimeS"-Komspon?W Kalkutta vom 20. Febr. ist die Lage an der afghanis� tfi' die folgende: Die Russen find an mehreren den afghanischen Vorposten vorgerückt, aber zu einem lj?»« stoß ist eS nicht gekommen. Die weitere Entr Frage hänge von den zwischen London und Peter-- benden Unterhandlungen ab.— Im Gefängniß* hat eine sehr ernste Meuterei stattgefunden. Zur IBL des Aufstandes wurden Truppen herbeigerufen, aber Z» Herstellung der Ordnung gelang ihnen erst, na»� ,, fangen« getödtet und 30 verwundet worden waren- r,j-». Aus Shanghai. 2. März, wird telegrao Mn.. fia °"dereLän besitze «dn. ihr« vmmen n möger Mol- ob, j*« nach afflttfe der Abenden Wrne die' xsnen nic �enlhum %- Ei «fr,; Mt Ca ,%nunfli 4*1 ijiiffsi KT' 1 Ii �ltzahn-t öS' j'nnehtr te � welche »t de Anuna dornte n UN kiel ändi nung« Anträge «rvßer U Ä4' 'nach Ningpoiührt�st blolN'�,# Der Admiral Courbet bombardirt Chinhae, we> gang zu dem Flusse beherrscht. Amerika. Aus Washington wird gemeldet: Der Senats«� öffentliche Ländereien hat über die Bill, welche den worden,' m >Vorg dun �8 nact ... Tie kneten wolle, er ließ fich doch erbitten und hörte un« fl!L Wenn er tobt ist, so hat Niemand mehr ein W un«.... Aber wenn Ihr dem Herrn et»®*.j,* r habt, warum wendet Ihr Euch nicht an Wilhelmi?" „Ja, dürfen denn diese zum Herrn? H, Amberg nicht Herrn Ehrlich ein für alle Ata.-.,.; daß Herr Rodenburg Niemanden empfangen wo Und der Prediger Wilhelmi... nun, der lav gar nicht blicken; oder soll er sich der schno lung von Seiten deS Fräuleins oder ihres setzen?"' «Wäre unser Herr dem Ruthe de« i""3 ujflt H gefolgt," erklärte Johann,„der ihm damal I angeboten hat. ich glaube, e» stände besser* i „Natürlich!" stimmten Alle bei. „Der Doktor Lauer ist ein Freund 3lwb i wird sich kein Gewisse» darau» machen, unfern � zu behandeln.... Je früher er stirbt, desto die Erben." ''"«dient Sterbt z: «{8en ih � ihrem „Ur % „Di & "h weiß, „Schändlich! Himmelschreiend! � „Ich bleibe nicht hier, ich diene»'4* berg'«." „Wir Alle nicht!"..„ mate � „Eine Neuigkeit will ich erzählen,' �# knecht hinzu.„Wißt Ihr, wer der Frenke-s morgen mit dem Prediger Amberg hier ei „Nein: wer ist el?"_ »Der Notar!"....... ES soll d-'- h bi: Rubelt „Nun, waS soll'S mit dem?" „Begreifst Du nicht, Barthel? gemacht werden." „Aha""Sie beeilen sich, damit ment stirbt, und da» Vermögen in 0 � kommt." Erbe"� j „Unrecht genug, daß die rechtmäßige. geschlossen werden," meinte der Vorarbe»..m'm „Wa« den jungen Doktor betrifft, knecht,„so hört« ich, daß er von ste zichtet hat." •«" A V'" bie M. t. ten verhafid Berbaften Bolizei ei Sournals છે. Don Ländereien in den Gebieten der Vereinigten Staaten durch Ausländer verhindern soll, in der nachstehenden Form günstig berichtet: Für alle Personen, die nicht Bürger Der Vereinigten Staaten find oder nicht auf gefeßlichem Wege ihre Abficht fundgegeben haben, solche Bürger zu werden, sowie für alle Körperschaften, die nicht nach oder unter dem Gefeße Der Vereinigten Staaten oder demjenigen irgend eines Staats oder Territoriums der Vereinigten Staaten geschaffen find, soll e ungefeßlich sein, in Zukunft Grund und Boden zu erwerben Entrüftung oder zu erhalten, oder fünftig erworbenen Grund und Boden, ern der Kom oder irgend welches Intereffe daran in irgend einem der Terri em Grab torien der Vereinigten Staaten oder im Distrikt Kolumbia zu geriffen me befigen, befizen,- ausgenommen solchen Besitz, der in gutem Glauben, et mit Füße auf dem gewöhnlichen Rechtswege, bei der Einziehung von ; die ander Schuldforderungen erworben worden ist. Keine Körperschaft ubs gemorie außer denen, die für den Bau und Betrieb von Eisenbahnen, Durch Kanälen oder Wegeübergängen organifit find, soll mehr fügt das Bala 5000 Acer Land in den Territorien der Vereinigten Eine fofortig Staaten erwerben, halten oder befizen; und feine EisenSicherheit hebahn, Kanal- oder Wegeübergang- Kö perschaft soll fünftig 11 Nachm. 5 Uhr, ist folgende: Vorschläge des Ausschusses für die Wahlen von unbefoldeten Gemeindebeamten Vorlage, betr. Die Freilegung der Urbanstraße auf der Strede zwischen der Grimmstraße und Schönleinstraße besgl., betr. Die Ers werbung der von dem Grundstücke Grenadierstraße 39 und Hirtenstraße 12 zur Verbreiterung der Hirtenstraße erforder lichen Barzelle Etats für Verwaltung der Wasserwerke, für die Kanalisationswerke und die Verwaltung der Nieselfelder, für den Bentral Viehmarkt, den Zentral Schlachthof und die Fleischschau, sowie für den Bau und die Verwaltung der Martthallen, sämmtlich pro 1. April 1885/ 86- Vorlage, betr. die Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der StadtHauptkaffe pro 1. April 1884 bis ult. Januar 1885, sowie der voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben des laufenden Rechnungsjahres Rechnungsjahres- Berichterstattung über die Vorlage, betr. den Verkauf einiger durch Kafftrung der Straße An der Rönigsmauer" und durch Verbreiterung der Neuen Friedrichstraße gewonnenen Barzellen Vorlage, betr. die bei der Kasse des Gefinde Belohnungs- und Unterstüßungsfonds pro 1884 vorge tommenen Etatsüberschreitungen- desgl., betr. die Erwerbung eines an der Straße 58, zwischen der Liebigstraße und der Proskauerstraße belegenen Grundstücks Komplexes Desgl., betr. die Herabseßung des Binsfußes für das beim Verkauf von Barzellen des Villen- Bauterrains vor dem Schlesischen Thore verbleibende Restlaufgeld- besgl., betr. Die Stizze zum Neubau einer Gemeinde- Mädchenschule nebst Turnhalle auf dem Grundstücke Auguststraße 67/68 desgl., betr. Das Projekt eines Gymnasiums mit Nebengebäuden auf dem Grundstüc Pantstraße 9/12 desal., betr. die Erwerbung des zur Freis legung der Kaiser Wilhelmstraße erforderlichen Theils der Schloß- Apotheke desgl., betr. Die Verbreiterung der Passage an der Herkules- Brücke Sieben Rechnungen- Vorlage, betr. Die Beschaffung von vier neuen Löschzügen für die Feuers wehr desgl., betr. die Einräumung eines Fensterrechts an der Rochstraße für das Grundstück Münzstraße 7- Zwei Unterstügungsfachen Vorlage, betr. die stattgehabte Wahl eines Stadtbauraths. andere Ländereien in irgend einem Territorium erwerben, halten Manife der befizen, als die für den gehörigen Betrieb ihrer Eisenbermals Gnbahn, ihres Kanals oder Wegeüberganges nothwendigen, aus gefandt habgenommen solche Ländereien, die durch Kongreßatte bewilligt es Manifeftein mögen. Ueber alle Ländereien einer solchen Eisenbahn, -Yorker Ranal- oder Wegeübergang- Körperschaft, die, gleichviel ob vor oder nach Annahme dieses Gesezes erworben, nicht für die als zweierwecke der Eisenbahn u. f. w. nothwendig sind, soll von der dem Bare befizenden Körperschaft innerhalb zehn Jahren nach der Anmit tothenahme dieses Aftes verfügt werden, und wenn über folche Länotenliga untereien nicht verfügt sein sollte, sollen dieselben verfallen und Abzeichen Eigenthum der Vereinigten Staaten werden." Eine Depesche aus Panama meldet, die revolutionäre und Fäu Bewegung in Kolumbia dehne fich weiter aus, in einem Batriotene Gefecht in der Provinz Barranquilla feten die Regierungstruppen geschlagen worden und hätten 60 Mann an Todten, 200 an Verwundeten und 300 Gefangene verloren. Die Stadt Cartagena, welche die Basis der Operationen der ter, ein Regierungstruppen bilde, merde von 800 Aufständischen be Lagert. in Ausfid her Σruppen, ten, find night event fir mt, um fonde It, Die Unter Man aben und bie ird." taliener gege Derhalten we che Politit in rt, wird Anfturm to bren Proteft einen energ en meldet e engia Stefant inge der Ein er ihre Unter raphische M Suban in ition in gerufen bab abtheilung fegt folgen twa 40 lachrichten Der Schwi her befor med fe vorgenom ge Stimm refpondenten Buntten bis zu anifchen Grense Tem Bujammen ntwiddling Dec tersburg( we in Hyderabad Unterbridung ber die Wieder nachdem ren. 9 graphirt: D blotirt worde elches den G atsausichu Den Erwe uns an ein Her was zu fa Ehrlich Hat Frau Mal beb wolle?. läßt fich Oben Be Dntels Dol ungen Le feine mit ihm." verg's, un En Herrn f to beffer anter ben Bte ber var, ber h Caf bas Teftam it ohne rechten Erben ganj te ber Studen Parlamentarisches. Die 13. Kommission des Reichstags beschäftigte fich in ihrer legten Sigung mit der Spezialberathung des Gesetz ntwurfs, betreffend die Unfallversicherung der and und forstwirthschaftlichen Betriebe. Bu§ 1 liegen zwei Abänderungsanträge vor, der eine( von Malzahn- Gülz), welcher von dem Gesetz ausschließen will: diejenigen Betriebe, deren Ertrag ein so geringer ist, daß der Unternehmer zu seinem und seiner Familie Unterhalt regelmäßig noch anderweiten Verdienst durch Tagelohn und diesem hnliche Lohnarbeit suchen muß," ferner diejenigen Betriebe, in welchen außer den in der Familie verpflegten Dienstboten regelmäßig feine gelobnten Arbeiter beschäftigt werden." Der andere Antrag( Veiel) bezweckt im Anschluß an die Ausfüh tungen des Abg. Dr. Buhl bei der Generaldebatte, die Aus dehnung des Gesezes auf alle in den land- und forstwirth schaftlichen Betrieben beschäftigten Personen( Arbeiter, Betriebsbeamte und Unternehmer), deren Thätigkeit in der Regel nicht ausschließlich in der Leitung oder Beaufsichtigung des Betriebes besteht." Staatssekretär von Bötticher tritt beiden Abänderungsanträgen entgegen. Schließlich werden die beiden Anträge abgelehnt und der§ 1 der Regierungsvorlage mit großer Mehrheit angenommen. Die Reichstags- Kommission zur Vorberathung der& der Bofition, tu un tubola, to pet lediglich mit der Säge in Querrichtung bearbeitet, oder mit der Art bes walbrechtet", berathen. größere Bahl Es waren von allen Seiten eine von Anträgen zu dieser Nummer eingebracht motben, von denen der auf Berablegung des Grubenhölzer von gewiffer Länge und Stärke, sowie des Bolles auf auf 0,20 M. einige Aussicht hat. Abgestimmt wurde über die Anträge noch nicht. Vom Abg. Ridert find mehrere Anträge gestellt; einer verlangt Reduzirung des Bollfates für alle unter r. 1 fallenden Hölzer auf 0,20., ein anderer wünscht nach Dem Vorgange des Sperrgefeßes für dasjenige Holz, deffen Liefe tung durch Verträge vor dem 15. Januar bedungen ist, Ein gang nach den alten Zolliäßen. Dem Reichstage wird demnächst ein Weiß buch, enthaltend die auf die Song of rage bezüglichen Attenstücke zugehen. Die Generalatte der Kongo- Konferenz bedarf der Zustimmung des Reichstags nicht; aber dies werden. Kommunales. Lokales. Eine feine Familie. Am 11. Dezember 1883 gelang es dem zu einer achtjährigen Buchthausstrafe verurtheilten und zur Verbüßung dieser Strafe erst 12 Jahr in der Strafanstalt Sonnenburg detinitten Strafgefangenen, Arbeiter Hermann Kluth aus Berlin, aus der Anstalt zu entfliehen. Die Flucht Kluth aus Berlin, aus der Anstalt zu entfliehen. Die Flucht hatte er in eigenthümlicher Weise zur Ausführung gebracht. In der Anstalt werden, wie bekannt, die Sträflinge mit allerband industriellen Arbeiten beschäftigt. Kluth hatte sich nun in eine große, leere Kiste, welche zur Versendung angefertigter Arbeiten dienen sollte, versteckt und sich in dem Raume mit Spänen und Papier derart eine Lagerstätte zurecht gemacht, daß man die dann fest verschlossene Riste als mit Waaren gefüllt betrachtete und anstandslos aus der Strafanstalt hinausbeförderte. Sechs Monate war es dem geriebenen Ausbrecher gelungen, fich den Nachstellungen der Bolizeibehörden zu entziehen, bis er am 12. Juni v. J. in der Stadt Havelberg wieder eingefangen und zur Weiterverbüßung seiner Strafe dem Buchthaus abermals zugeführt wurde. Ueber die Art und Weise, mit wessen Hilfe er bei seiner Flucht in die Kiste hinein und später wieder aus der genagelten Kiste herausgekommen, Es ist aber eine alte, verweigert Kluth jede Auskunft. himinalistische Erfahrung, daß die gewiegtesten Einbrecher, und möge es noch so lange dauern, doch den Mund nicht halten tönnen und mit einem gelungenen Koup ihren Mitgefangenen gegenüber prahlen. So ging es auch dem sonst so gewigten mitzutheilen, daß ein in der Strafanſtalt als Wertmeister fut einen Industriellen beschäftigter Handwerker, welcher als freier Mann den ihm zur Arbeit überwiesenen Strafgefangenen gegenüber Beamtentang einnimmt, der Bräutigam seiner in Berlin wohnhaften Schwester set.' Dies wurde ver Direktion verrathen, die nun ihrerseits Recherchen anstellte, welche er gaben, daß Kluth die Wahrheit gesagt. Es gelang auch sehr bald, die Gewißbeit zu erhalten, daß dieser Wertmeister N. die originelle Flucht seines zufünftigen Schwagers begünstigt und andere Zuwendungen dem Sträfling gemacht hatte. The es aber zu einer Festnahme des pflichtvergessenen Werkmeisters tommen fonnte, hatte dieser das weitere Kunststüc fertig gebracht, fich geheimnißvoll aus seiner Wohnung in Sonnenburg zu entfernen, und ist bis heute nicht zu ermitteln gewesen. Ins zwischen scheint der Gesuchte mit Hilfe in camburg lebender Verwandten Gelegenheit gefunden zu haben, nach dem Auslande zu entfliehen. Auch ein Geheimer. Um die dritte Nachmittagsstunde paffitte dieser Tage, wie die Stsbg.- 3tg." erzählt, das Dienſte mädchen Auguste N. die Breitestraße und benugte den Gang, welchen fie im Auftrage ihrer Herrschaft auszurichten hatte, unter anderm dazu, sich dem seltenen Genuß der vor ihren Bliden prangenden Schaufenster mit vollem Behagen hinzuDie Tagesordnung für die Sigung der Stadtvergeben. Blöglich trat ein schlicht und bieber aussehender Mann ordneten- Versammlung am Donnerstag, den 5. März, auf fie zu und bot ihr ein Baar goldene Ohrringe für den Aber Fräulein Lucie," erwiderte ein Rammerdiener, verdient doch wahrhaftig nicht, von ihm verstoßen und enterbt zu werden." Ich will davon nichts sagen," bemerkte der Borarbeiter; sie hat doch, so gut fie auch sonst war, unrecht gegen ihn gehandelt, indem sie das ihr anvertraute Gelb zu ihrem Nußen verwandte." Unfinn," saute Barthel, das hat sie nicht gethan." " So glaubst Du es nicht, Barthel" " Ich? Ich fann ihre Unschuld beweisen, und würde längst gethan haben, wenn ich mich nicht Anfangs thorichter Weise vor den Amberg's gefürchtet hätte, und wenn ich nicht nachher auf jede Gelegenheit, Herrn Roden burg zu sprechen, hätte verzichten müssen." " Du tannst ihre Unschuld beweisen?" ich weiß, geht Euch nichts an, aber das sage ich, ich kann Ja, bas fann ich! ich sage Euch weiter nichts, was nicht nur ihre Unschuld beweisen, sondern auch beweisen, daß die Amberg's Schurken sind, daß sie schändlich ge handelt haben gegen Fräulein Lucie und Herrn Brand." find?" fragte der Kammerdiener. Habt Ihr denn schon gehört, daß Beide verheirathet Man sagt, daß es ihnen gut gehe." " Ja, wir hörten davon!" antwortete der Vorarbeiter. Ich sage Euch, daß Brand eben so reich ist, wie Herr Rodenburg. Er ist nicht nur Bevollmächtigter eines " " Das geschieht den Amberg's recht." Es freut mich," sagte Barthel, daß es Herrn Brand wohl ergeht. Er ist streng und hart gegen mich gewesen; er hatte auch Ursache dazu, darum rebe ich ihm das Wort und sage, daß es mich um seiner und seiner Frau Willen freut, daß es ihnen gut geht." Hier näherte sich der Gruppe, die im Hofe neben dem Stallgebäude versammelt stand, ein Diener, der eilig aus der Seitenthür des Schlosses herausfam. " Johann!" rief derselbe schon von Weitem ,,, Du sollst fofort zum Herrn Prebiger Wilhelmi gehen." " Bu welchem Swed?" Er soll in einer Stunde hierher tommen, der Herr will ihn noch einmal sprechen." Noch einmal sprechen? Also fühlt er sein Ende nahen?" Ich weiß es nicht, aber ich glaub's!... Wenn Du den Auftrag ausgerichtet, mußt Du satteln und zur Stadt reiten; der Herr Doktor hat wieder neue Medikamente verschrieben." ,, Die vielleicht den Herrn noch schneller befördern, als es die Krankheit thut..... Aber es ist gut, daß ich zu Wilhelmi gehen soll, ich will es versuchen, dem Herrn meinen Brief zukommen zu lassen... Es sollte mir leid thun, wenn er stürbe, ohne vorher gehört zu haben, was Weißt Du, Johann," sagte Barthel, der eine Weile fteinreichen Engländers, eines Lords, sondern dieser hat sein Verwandter ihm zu sagen hat." Aberlaffen." Preis von 3 Mt. zum Kauf an, indem er eine rührende Ge schichte von seiner gestorbenen Tochter und der häuslichen Noth erzählte, die bei ihm eingefehrt set. Die gewigte Schöne indeß. welche durch eine mehrjährige Dienstzeit in Berlin alle Vers trauensseligkeit verloren hat, hielt die Sache für faulen Bauber," lehnte die Offerte ab und ging weiter. Da wurde fie von einem Herrn eingeholt, der file artig grüßte und fragte, ob ihr nicht soeben Schmudiachen angeboten worden seien. Als Auguste erstaunt bejahte, stellte sich der Fremde als„ Kri minalschußmann" vor und bat fie, ihm doch bei Ergreifung eines gefährlichen Spizbuben Hilfe zu leisten. Die Ohrringe seien nämlich ohne Zweifel gestohlen, und man wollte den Dieb in dem Augenblick verbaften, wo er den Schmuck zu einem Spottpreise an den Mann gebracht hätte. Der„ Geheime" rieth dem Mädchen daher, die Ohrringe zu laufen und, um die Sache nicht auffallend zu machen, vorläufig ruhig weiter zuschreiten. Wenn der Gauner gefaßt wäre, würde fte sofort benachrichtigt werden; fte sollte dann als Zeugin dienen und ihr Geld zurückempfangen. Auguste that, wie ihr geheißen. Sie entdeckte den Bestzer des gestohlenen Gutes, wie er an scheinend trübselig an einem Laternenpfahl lehnte. Schnell war der Kauf abgeschlossen. Die dienende Jungfrau zahlte 3 Mt., empfing die Ohrringe und feste, stolz darauf, der hohen Bolizei einen Dienst geleistet zu haben, langsam ihren Weg fort. Endlich dauerte ihr aber das Erscheinen des Kriminalisten doch etwas lange. Sie sah sich um; weit und breit war weder von diesem noch von dem Diebe eine Spur zu entdecken. Auguste tehrte nun in begreiflicher Aufregung nach Hause zurück, wo fie ihrer Gnädigen, der Frau Affeffor B., die ganze Geschichte haarklein berichtete. Als der Affeffor davon erfuhr, fing er an zu lachen und erklärte der verblüfften Dienstmago, daß der Geheime" nur der zweite Spigbube gewesen set, welcher in Verbindung mit dem ersten den Betrug in Szene gefest hätte. Der legte Zweifel, den die arme Auguste hin" 1 fichtlich dieser Auffassung noch haben konnte, schwand, als thr ein Juwelier mittheilte, daß die Ohrringe teine 50 Pf. an Werth besäßen. Eine Geistestrante. Eine Gesellschaft, welche am letzten Sonntag Nachmittag mit Fuhrwert die nach den Bichelsbergen führende Westend- Chauffee hinter Charlottenburg pasfirte, traf unweit des Bahnüberganges bei den Wafferwerfen eine nur nothdürftig bekleidete junge Dame, welche bei der Annäherung der Gesellschaft ein geistliches Lied anstimmte. Man nahm fich der Unglücklichen, die, wie sich später ergab, einer wohlhaben den Berliner Familie angehörte und über den Tod ihres verlobten Bräutigams seit Jahresfrist tieffinnig geworden, hilf reich an, versah fte in den Bichelsbergen mit Kleidungsstücken und führte fte ihrer Familie in Berlin wieder zu. früh aus der Wohnung der Eltern, auf das eleganteste geDas bedauernswerthe junge Mädchen hatte sich am Sonntag kleidet, entfernt und hat vermuthlich die werthvolle Garderobe in der öniglichen Forst irgendwo abgelegt und nicht wiedergefunden. N. Selbstmord. Die Verzweiflungsthat eines Unglüc lichen verfeste gestern früh die Bewohner des Hauses Solmsstraße Nr. 2 in die größte Aufregung. In dem genannten Hause wohnt seit etwa vier Wochen bei den D.'schen Eheleuten ein von Dresden hierher gezogener sirka 34jähriger Maler Lohse, welcher in der legten Beit an der Kopfrose erkrankt und von seinen Wirtheleuten in Pflege genommen worden war. Da den D.'schen Eheleuten mit der Beit die Pflege eine zu anstrengende und unbequeme war, umsomehr sich bei L. noch ein Bruftleiden hinzugesellt hatte, so wurde dem 2. der Vorschlag gemacht, fich weiter im Krankenhause behandeln zu lassen. Diesem widersetzte sich L. auf das Entschiedenste, und sei es nun, daß die Furcht vor dem Krankenhause den Unglücklichen zu der entseglichen That getrieben oder daß er glaubte, an einer unheilbaren Krankheit zu leiden, fura, als der Stuben genoffe des L. gestern früh erwachte, bot sich ihm ein entset licher Anblick dar. Am Fenster, vor dem forgfam die Gar dinen fortgezogen, mit dem Gesicht auf die Straße schauend, hing der Leichnam des Kranten. Alle sofort angestellten Wiederbelebungsversuche erwiesen fich als erfolglos. Der Vers storbene hinterläßt eine Mutter und Braut, deren Aufenthaltsort unbekannt ist. Gerichts- Zeitung. Was jagen Sie zu den Angaben des Zeugen?" wandte fich der Herr Vorsitzende nach Vernehmung des Herrn Schankwirths Müller an die der vorsäglichen Körperverlegung angetlagte, 29 Jahr alte, unverehelichte Emilie Bertha Grabow. Angekl: Allens, wat recht is, der Mann hat nu schon jang jewiß bedeitenden Sprechanismus; aber er jammert mir derentwejen; denn wat er quatscht, det is doch schon mehr Matulatur, wo teen Mensch Verwendung vor haben buht. Vors.: Der Beuge macht einen sehr günstigen Eindruck, und seine Angaben tragen den Stempel großer Gewissenhaf tigkeit. Uebrigens ist Ihnen die zur Anklage stehende Handlung fehr wohl zuzutrauen, da Sie schon mehrmals wegen Gewaltthätigkeiten, in einigen Fällen sogar wegen recht gröb. Auftrag an ihn ausrichtete, und ihn im Namen des Herrn bat, ihn in einer Stunde zu besuchen. Dem Ruf eines Sterbenden zu folgen ist meine Pflicht," sagte der Prediger in mildem Tone, doch nimmt es mich fast Wunder, daß Herr Rodenburg nach mir sendet, ba er ja die Seelsorge für sich ganz in die Hände seines Freundes Amberg gegeben hat, und da ich weiß, daß dieser es zu Stande gebracht hat, mich von dem Hause fern zu halten." Ich kann nichts anderes sagen, als was mir aufges tragen ift," entgegnete Johann. Der Herr hat gewünscht, daß Sie kommen." " Ja, der Herr hat es gewünscht," fügte Barthel hinzu, ,, und wir Alle wünschen es auch. Herr Prediger, es ist auch röthig, daß ein mal ein guter Geist in das Haus tomme, in welchem die Ambergs ihr Wesen treiben." Es ist nicht richtig. Barthel," verfette Wilhelmi mit mildem Vorwurf ,,, verdächtigende und verleumderische Andeutungen aus feinem anderen Grunde zu machen, als die Verdächtigten und Verleumdeten in der Achtung seiner Mitmenschen herabzusetzen." ihm auch alle Einkünfte des ganzen Gutes Stolzenburg stumm sinnend seinen Bart gestrichen, und sich mit seiner fie ließen mich nicht zu ihm. Ich kenne Stolzenburg und weiß, daß es doppelt so plumpen Hand mehrmals durch sein struppiges Haar ges Jeben, Sie werden mir eine Bitte nicht abschlagen." viel trägt, als Feldau, und erft gar, wenn Brand es be- fahren war, als ob er eine Sache eifrig überlegte ,,, ich In Stolzenburg ist von je her eine Musterwirthschaft gewesen, und jetzt da Brand dort Herr ist, wird sich der Ertrag noch erhöhen, während hier Alles rüdwärts geht bie fie eingesetzt haben, sucht jeder seinen eignen Vortheil, unb die Arbeiter arbeiten nicht mit Lust, sondern mit Murren, ,, Wie? Du Barthel? Was willst Du da?" " Ich habe so gut ein Anliegen an ihn, als Du; es ,, Sie können mir's nicht verdenken, wenn ich erbittert bin Ich will die Amberg's nicht verdächtigen, nein, ich will beweisen und kann beweisen, daß sie den Herrn getäuscht haben... Ich bin ein schlechter Rerl und nicht werth, hier vor Ihnen zu stehen,- aber ich habe ein Gewiffen, und das läßt mir feine Ruhe. Ich habe meine gegen den Herrn gestehen wollen Sie find gütig gegen Sprechen Sie Barthel, was haben Sie auf Ihrem Herzen? Was ich auf dem Herzen habe, kann ich dem Herrn nur selbst mittheilen, Ihnen nicht; nur so viel kann ich Ihnen ge= hat sie unrecht beschuldigt.... Man hat mich verführt, burch Drohungen gezwungen, falsches Zeugniß wider fie abzulegen... Ich bin ein schlechter Kerl, aber ich hätte es doch nicht gethan, hätte ich gewnßt, was sie mit meinem Beugniß bezweckten. ( Fortsetzung folgt.) wir sehen's ja; von der neuen Herr ist meine Sache, und was ich dem Prediger zu sagen habe, stehen: man hat Fräulein Lucie Rodenburg verleumdet; man schaft versteht Niemand etwas, und von den Leuten, gehört nicht vor Jedermanns Dhr.. ,, Mir ist's recht; begleite mich!" Der Prebiger Wilhelmi war nicht wenig überrascht, fri thuen nicht mehr als nöthig ist, ihr Leben zu zwei Dienfileute vom Hofe zu ihm in die Studirstube treten zu sehen, und noch mehr überrascht war er, als Johann feinen lichen Widerstandes gegen die Staatsgewalt bestraft worden find. Angell.: So is' t recht; nu möcht ich noch d'ran schuld haben, wenn mir de Blauen, wat de Schußleite find, wie' n Raubmörder ieberfallen. Jd tomme nu schon janj jewiß teenen zu nahe; aber wenn mir eener an' n Wagen fährt, natierlich, denn were id ooch balde' mal' n bißten unje miethlich. Der janze Lenz liegt aber man bloß dad'ran, det der mehrschte Schußmann jar teene Benehmijung in' n Umjang mit Damens bat. Die Leite fehlt der Schliff. Vors. Was wollten Sie aber zu so später Stunde in dem Lotal des Zeugen Müller?- Angell.: Aus Jutheet babe ich mir doch den Friße Ehlerten anjenommen, indem ic ihn mir ooch uft Standesamt antrauen lassen will. Reene ausjezogen wurde der Mensch von seine Schlafwirthe. Sowat is nu schon nich mein Fall, wo id denn zu ihn sage, Frige, fage id, wenn Du jut duhft, denn will id Dir bei mir inwohnen un wie' ne Mutter vor Dir sorjen. Na, un id habe ooch janz jewiß Wort jehalten; id habe ihm bis uf de Stunde verföstigt, jeflickt und jänzlich fereenigt. Vors. Schön; hieraus ist aber immer noch nicht ersicht lich, was Sie an jenem Abend zum Besuch des Müller'schen Lotals veranlaßte. Angell.: Weil der Junge nu etwas windig is, et ooch Sonnabend un der lezte int Monat war, wo er doch Lohn friejen duht, und den andern Dag postprä merando 12 M. deire Miethe abjeschippt wer'n muß, vermahne id ihm denn beit Wegiehen un sage, Frize, sage id, mach' beite teene Fosen. Wenn De nich janz pünktlich aus de Fabrite tommst, idk sage jut vor, Du sollst Dir och fig verwundern. Vors. Aber das interesfirt doch nicht für die vorliegende Sache. Angell.: Det iloob' ic schon, Herr Jerichtshof, det Shnen det schnurz is, indem Se nich nötig haben, vor mir Miethe abzuladen. Aber ick muß vor ufkommen, un weil doch nu Punkte sechsen in de Fabrite Feierabend is, mein Frige aber natierlich Klocke fieben richtig noch nich da war, habe id ihm mir denn ufjesucht. Un wat soll ic Ihnen sagen? Derweile id zu Hause lau're, figt det Stide in sone miserabelichte Budike mang de Bennbrieder un bezähmt fich eenen Rachenpußer nach den andern. Beuge Müller, erregt einfallend: In meinem Lokale verkehrt nur, so was man sagt, besseres Publikum. Angell: woll, die Schwewelbande is noch jut, indem von die Sorte fut un jerne' n paar zwanzijer Stid uft Dugend jehn. Mehr lann der ärmste Mensch nich verlangen. der leidende Theil der Arbeiter. Man sollte glauben, daß] solche Vorlommnisse das Klaffenbewußtsein der Arbeiter wecken und alle jene Organe, welche vorgeben, die Interessen Der Arbeiter สน vertreten, fich mit Abstellung solcher wirthschaftlicher Uebelstände befaffen. Aber von al' Den Parteien, guten Freunden" und großen Herren, welche vorgeben, das Loos des Arbeiters erleichtern zu wollen, geschieht so viel wie gar nichts. Man hat wohl schöne Worte, Versprechungen, welche recht schön flingen aber feinen Werth haben. All die herrschenden Parteien, welche vorgeben, das Loos der Arbeiter zu verbessern, haben niemals ernstlich daran gedacht. Alle Versprechungen und Konzessionen waren ihnen meist Mittel zu ande.en, oft direkt arbeiterfeindlichen Sweden. Es giebt nur eine Partei, welche wirklich uneigen nüßig für die Intereffen der Arbeiter eintritt: das ist die Are beiterpartei selbst. Nur fie allein ist berufen, dafür zu sorgen, daß nicht stündlich Tausende, durch einen einzigen Bankerett existenzlos werden und Hunderttausende durch eine Krisis Hunger und Noth leiden müffen. Ist übrigens eine uns von befreundeter Seite zugehende Nachricht richtig, so wollen die böhmischen Leinenspinner von jest ab ihre Produktion um ein volles Viertel einschränken. Was wird aus ihren Arbeitern werden, die alsdann ihre Arbeit einbüßen, oder doch nur Dreiviertel beschäftigt find? Nachdem die Parteien ernstlich verwarnt worden, fuhr die Angeklagte fort: De Budiker find jerade det, wat det Mannsvoll verliedrigt. Wenn det nich an jedet Fläsken Bier jechs Dreier verdienen fann, denn is det natierlich nischt.- Beuge Müller geringschäßig: Hat die Dame Ahnung: in meinem Lokale wird' n jeeichtes Seidel mit' n Froschen verkauft. Angell.: Na, det müßte doch' n Dummer find, der vor son Jur noch mehr anlejen dähte. Bois. Hier dürfen Sie nicht miteinander sprechen.( Bur Angeklagten:) Schwagen Sie doch nicht solchen Unfinn. Wodurch tamen Sie mit dem Beugen in Streit?- Angekl.: Wenn id' n Ton rede, Herr Jerichtshof, denn hat det rund und stimmt derentwejen, wenn der Mann ooch man' n Jroschen vort Flas nimmt. Eenen Sechser verdient jeder Budiker ant Seidel; nu find den seine aber vor'n Sechsfer zu kleen, det macht eenen Froschen, un denn kann den seinen Soff teen Mensch int Leib' runfriejen, so det een jeder jut un jerne vor'n Sechser int Jlas d'rin läßt. Det jiebt, jenau ausjerechnet, uf ben Kopp sechs Dreier. Vorsitzender zur Angeklagten: Jezt schweigen Sie!( Bum Beugen): Erzählen Sie, wodurch der Streit veranlaßt wurde. Die Umwälzung in der Landwirthschaft, welche durch das Auftreten der überseeischen Länder als Konkurrenten auf unserem heimischen Markt hervorgerufen worden ist, tritt auch in dem Rückgang der berühmten schleftschen Wollerzeugung recht schlageno hervor. Bekanntlich importiren wir jetzt aus fremden Ländern massenweise Wolle nach Europa, der fremde, besonders der englische, aber auch der heimische Markt für im Inland produzirte Wolle ist dadurch erheblich eingeschränkt. So produzirt Schleften lange nicht mehr so viel wie früher, und ist auch in seinen qualitativen Leistungen zurückgegangen. Vor noch nicht 20 Jahren, im Jahre 1867, gelangten 52 000 Bentner schlesische Wollen zum Junimartt in Breslau, 1884 Tund 17 500 Bentner, und in den legten zehn Jahren wurden zu Markt gebracht: posensche im Ganzen 13,000 Str. 51,000 Str. 11,000 45,000 10,400 46,150 Beuge: Es war so um Uhrner achten, wo bei mir mehrere Herren ins Jeschäft tamen un fich' n großen austrudelten. Indem id an iarnischt Arjes dente, wird mit einem Male die Dühre ufieriffen, wie' s schon nich mehr hübsch is, die Dame, was die Person dort is, stürzt int Latal so ungefähr wie' ne Verrückte. Un id hatte mir noch jarnich' mal befinnen können, da war se denn auch all uf Herrn Ehlerten zu un haut ihm eene' run, daß id fleich denke, der Mann fliegt untern Disch. Nu jewahrt se aber das Glas, un was soll ich noch sagen, Herr Jerichtshof, fte läßt es mit die Worte: Wat is' n det vor Beijet!" jänzlich ausloofen, wo noch feen Mensch d'ran jerochen hatte. Bors. Aber kommen Sie doch zur Sache!- Beuge: Wie nu teine Droppe mehr ins Jlas war, haut se auch jleich wieder auf den Mann los, un wo ich doch nu vor Ordnung in mein Latal sorgen muß, un ihr jut zurede wie' n tranten Schimmel, vergreift se sich auch noch an mir, indem se mir mit das Flas ins Jeficht fuhrwerkt, daß mir jrün un blau vor de Augen wurde. Drei Dage habe id still zu Bette liegen müssen un 18 Mart Doktor un Apteker toften gehabt, wo' s Eis zu Umschläge noch janich' mal mit bei is. 1875 1876 1877 schleftsche 34,000 Str. 27,000 27,000 17 " " " " 1 11 1878 $ 26,340 10,100 40,680 " 1 " 1 " 1 1879 23,480 12,830 " 1 1880 23,800 15,000 11 " 1881 1882 1883 19,730 1884 19,230 10,750 " " 21,230 12,647 " 1 " 1 11 17,540 8,450 8,090 " 41,800 44,300 45,980 41,880 30,820 30,040 " " " 1 " " " 1 " Vereine und Versammlungen. Alle Berichterstatter über Versammlungen und Verei ersuchen wir dringlichst, ihre Einsendungen möglich ft fun und knapp zu faffen. Wir find zu dieser Bitte aus Raum rücksichten gezwungen. Ferner bemerken wir, daß nur di jenigen Berichte mit Sicherheit auf sofortige Aufnahme rechn tönnen, welche uns bis spätestens Nachmittag 2 Uhr zugehe - und daß bei Manuskripten immer nur eine Seite d Blattes beschrieben sein darf. Rr. 53 Im R In dieser W des Etat dann wi Die zweite S bil Schwierigkeiten laffen un ficherung Eintritt der gierung Leg Roch debattin Bi bel Der Verein der Sattler und Fachgenoffen hielt Sonnabend in den Gratweil'schen Bierballen eine Versamm lung ab, in welcher der Schuhmachermeister Herr Engler üb den Verfall des Handwerks sprach. Redner leitete feinen B trag ein mit den Worten„ Wer die Wahrheit spricht, der wi verachtet, und wer nicht vorwärts schreitet. der schreitet tid zu wärts". Referent ging dann in seinen Betrachtungen in zwei Sig ins Mittelalter, schilderte die Entstehung der Bünfte, wel wieder um b schon von Anfang an den Keim des Todes in fich truge teltor im A Denn nur begünstigt durch die damaligen Fürsten, mit den weifeln, da eit fte gegen das Raubritterthum Front machten, bildeten fie das Bentrum Macht, und es wurden ihnen darauf hin Privilegien verlieh welche fte in vollem Maße Weite ausnügten. gebend mies Die Redner auf Meisterwerdens hin, bei denen schreiende ungerechtigkeite walteten, die manchen tüchtigen Gesellen über den Ozean trieb Ferner ging der Vortragende auf die Weiterentwidelung immermehr dem Verfall entgegengehenden Handwerks ein, zur franzöftschen Revolution, wo die Maschine under bie B Kapital erschienen. Von hier an macht sich der R gang erst recht bemerkbar, da man noch fest hielt am alten 3 und bei Einführung der Maschine die Nothwendigkeit eine fürzeren Arbeitszeit nicht erkannte. Daher ist auch die Maschin das, was sie für den Arbeiter sein sollte, nicht geworden. den Erörterungen der Gewerbefreiheit wies Redner nach durch die Macht des Kapitals der Handwerker immermehr Boletariat gedrängt werde, und daß der Antrag Ackerman Dieser Thatsache gegenüber gleich einem Strohhalm sei, an den man sich zu retten sucht. Dann spricht Redner seine Be wunderung darüber aus, daß Männer, welche die Klugheit pachtet zu haben glauben, fein anderes Mittel zur Loun fozialen Frage finden konnten, als die Wiedereinführun Innungen. In ber Diskussion wiefen die Kollegen Ra Steindorff an der Hand der Entwicklung des Maschinen D Des fomle Be und des Kapitals die Schwäche der neuen Jnnungen, die unmögliche Erreichung ihrer Bestrebungen nach. Da wurde ein Antrag des Vorstandes, den Mitgliedern in Die Büchtung schlentscher Wollen ist sonach innerhalb werbestreitigkeiten Rechtsschuß zu gewähren, angenommen 10 Jahren um fast 50 pCt. zurückgegangen. Ferner wurden nach einer uns vorliegenden statistischen Aufstellung, welche die Wollmarktpreise der legten 30 Jahre umfaßt, im Jahre 1856 die höchsten Preise für schlesische Wolle erzielt und zwar für hochfeine bis 465 Mt., gegen 1884 270 bewilligt. folgen; man feilig der A geberischen Der thre in Af Sauzbr beutigen brief wird v eine beutiche Direktorium fonen Angel pirb sugleic borenen und bertragen, Deiterer Bef Die B brung) ha Grift von rege, Leufc ersuchen, Jabre 1881 eine Wieder mangen feite bundes, des berbeizuführe Unterstüt Die B Falle ficherl und den streifenden Arbeitern der Joseph'schen Fabril 20 be. Im Fachberein der Schmiede, der seine regelmäßig Sigung am Montag, den 2. d. M., in Gratweil's Bierballen Mark für seine bis 360 Mt., gegen 1884 230 Mt, für mittlere rungsbaumeister Keßler seinen in der vorigen Versammlung unter Vorfit des Herrn Matthes abhielt, feste Herr Regis begonnenen eingehenden Vortrag über das Eisen fort und fprach in beifällig aufgenommener Weise über die Mineralien( Roble c.), mit denen das Eiſen verbunden vorkommt.- Hierauf gelang datioen und ten verschiedene Anträge zur Erledigung: bewilligt wurden de gefchloffen streifenden Breslauer Mutter und Bolzenschmieden als erf Rate 15 M., den streikenden Berliner Knopfmachern ebenfall 15 M., und beschloffen, die Ersazwahl für fünf aus der Lohn fommission austretende Mitglieder( Bens, Drewig, Rasch, Toble Tellenberg) der nächsten öffentlichen Versammlung zu überlaf Bum Schluß gelangte noch folgendes Schreiben zur lesung, welches d. d. 25. Februar d. J. die Schmi Innung als Antwort auf die Vorschläge und derungen des Fachvereins Nach Paragraph 51 unserer Jnnungs- Statuten Abfas bliebene Vors.: Angeklagte, was fagen Sie zu diesen Angaben? Angefl.: Allens erlogen, Herr Jerichtshof. Jerade er wollte mir eene' runbrezeln, un meil id vor sowat nicht sehre bin, habe id mit ihm abjelehrt, wobei' t schon vorjekommen find fann, det id ihn sein Jesichte een bißten ausjebessert habe. Der Mann hat natierlich janz alleene schuld an den Kuddel- Muddel. Wat sticht er seine Näse mang, wenn ich mir mit Frise Ehlerten ' n bißten unterhalte. = = bis 324 Mt., gegen 1884 178 Mt. und für geringere Wollen bis 279 Mt. gegen 150 Mt. Jm Durchschnitt stellten sich die Preise vor zehn Jahren gegen heute bei hochfeinen Wollen 292 M. gegen 250 Mr. Rüdgang 42 Mt. oder 14,38 pet.; bei feinen 242 it. gegen 208 Mt. Rüdgang 34 M. oder 14,05 pt.; bet Mittelwollen 198 Mt. gegen 173 Mr. Rüdgang 25 Mt. ober 12,62 pCt., und bei Ruftifal und geringen Wollen 178 Mart gegen 145 Mt. Rüdgang 33 Mt. oder 18,48 pt. Man fieht an diesem Beispiel im Kleinen, welche Umwälzungen unsere Nationalwirthschaft im Großen dadurch erfahren hat, daß die gewaltig gesteigerte Leistungsfähigkeit der Verkehrsmittel die Heranziehung ferner Länder zu unserer Nahrungs- und Rob ftoffbejchaffung gestattete. Amerika, Indien und Australien werden mehr und mehr unsere landwirthschaftlichen Produktionsfelder, die früher, bei ganz unentwideltem Verkehr, vor den Thoren unserer Städte lagen, dann in die entlegeneren Bro vinzen( z. B. in das öftliche Breußen) hinausrückten, endlich die nationalen Grenzen überschritten, Desterreich, Rußland und die Donauländer umfaßten, und die nunmehr bereits diüben Denfelden an gerichtet und 2 und namentlich 3 ist der Innungs- Vorstand in der Lage, mit dem Fachverein in Verhandlung zu da wir über schuffe verhandeln und beschließen können. Ber nig freten Wir geben Wir pflichtet ist D. J. ist im Dienste stehe Wildbie eine von ein denen der L nur in gemeinsamer Berathung mit unserem Gefellenau ,, Arbeitsbewegungen, Arbeitszeit und Lohnfe über dem Meer liegen. Wer wollte diese große und noth heim, fich an den Ausschuß zu Händen unseres Altaefeller wendige Umgestaltung der europäischen Landwirthschaft vers bindern? Anftatt fte durch Zölle hinauszuschieben die billige Nahrungsverjo: gung zu erschweren, wäre es richtiger, die Landwiribe in die neuen Bahnen zu leiten, welche fte in Sulunft werden gehen müssen, wenn ste vorwärts und nicht zurücktommen wollen. Herrn Stein zu wenden." Die vier Hauptpunkte der rungen des Facoereins find: 1. Beseitigung der Sonn arbeit und Lohnzahlung spätestens an jedem Sonner So um 6 Uhr. 2. Abschaffung sämmtlicher Koft- und Larbell 3. Verkürzung der täglichen Arbeitszeit um 1 Stunde führung eines Minimallohnes von wöchentlich 18 2 4. Gin Durch Knüpfteppichen, welche fich bis vor wenigen Jahren nur auf Kottbus, Görlig, Schmiedeberg, Wurzen und Springe bei Hannover Konzentrirte, hat inzwischen auch in Berlin ganz be deutende Fortschritte gemacht. Einige biefige Teppichfabri fanten find bereits im Stande, in die Konkurrenz fräftig ein zutreten und Fabrikate zu liefern, die weder in Bezug auf Haltbarkeit des Gewebes noch Schönheit der Musterung jenen Der vorgenannten Fabriken nachstehen. Das Einknüpfen der plüschartig emporstehenden langen Wollfäden in der Kette er folgt auch hier noch immer mit der Hand, und zwar werden vorzugsweise Frauen mit dieser Arbeit, die übrigens ungemein forgfältig ausgeführt werden muß, beschäftigt. Ein Ersat Berliner Industrien. Die Fabrikation von ihre Antwort, die so ausfiel, wie anders nicht zu erwarten wat die fchoffenen, bringende helfen. Di moet exiftens beilt, gebe weren Bu alter des Fo und Waifeng Gierzu beme aatlichen Dienste e Tonnte, um wie verschiedene Redner beroor hoben die Verhandlungen abgebrochen, und alle Folgen fallen auf fte selbst zurüd.- In Beziehnng hierauf wurde einstimmig beschlossen, alle Einnahmen des Fachvereind nur zur Hälfte auszugeben, um im eintretenden Fall einen Unter leder's Bureau in Münden.) Seit dem Legten Be München, 1. März.( Mittheilung von Fr. Rob richt wurden weitere 67 Fachvereine angemeldet, so daß bie Gesammtzahl der bis zum 1. März angemeldeten Vereine je 178 beträgt, aus 77 Städten. Von diesen zählten 146 Vereine Dann burg, nämlich die von 14 Vereinen mit 4540 Mitgliedern, i eben nicht günstig, wenn andererseits auch mehrere Momente durch mechanische Vorrichtungen, welche man versuchte, hat näheren Angaben. Die meisten Anmeldungen tamen aus Ham Die sonstige Beweisaufnahme war der Angeschuldigten vorlagen, die den Gerichtshof zur Bubilligung mildernder Umftände veranlaßten. In Rücksicht auf die Vorftrafen der Angeklagten und die Gröblichkeit der Ausschreitungen wurde jedoch ( Ger. Stg.) auf einen Monat Gefängniß erkannt. Soziales und Arbeiterbewegung. Böhmische Industrieverhältnisse. Reichenberg. Raum dürfte ein Jahr mit ähnlichen Symptomen begonnen baben, als das Jahr 1885. Der politische Himmel ist mit Herren Diplomaten. fein befriedigendes Resultat ergeben. Die verstellung der Knüpfteppiche geschieht also in ganz der alten Weise des Drients, von wo die Technit bekannt lich in Den funfziger Jahren nach Deutschland speziell nach Preußen, auf Veranlassung unserer Regierung, die Den Generalfonful Spiegelthal und den Fabrikanten Kühn zu diesem Zwecke nach Smyrna gesandt hatte, importirt worden ist. Auch auf einem anderen Gebiete der Textilindustrie beginnt Berlin achtungswerthe Fortschritte zu machen, nämlich auf dem der Brofatweberei Noch vor zehn Jahren beie öffentlich Um der arme Butunft zu folgt Berlin mit 13( 3085 Mitglieder), Leipzig mit 6, bie übrigen Pläge mit 3 oder weniger Vereinen. Da bis zum um beschleunigte Einsendung der bezüglichen Mittheilungen April cr. möglichst Bollzähligkeit erzielt werden soli, so with ersucht. be. Ueber die Frauenfrage" fpcach am Montag, be 2. d., Abends, Herr Schwennhagen im Arbeiter Bezir verein des Südwesten Berlins, der unter Voisis des Herm 30g Berlin jene schweren,( mit Gold und Silber durchwittten, Vortrage, der mit Beifall aufgenommen wurde, folgte eint In wirthschaftlicher Beziehung liegen brochirten Seidenstoffe, das sogenannte drap d'or und drap lebhafte Distuffton, an der fich die Herren Welscher, Klei Industrie und Landbau darnieder und hoffen auf beffere Beiten, während Bankerotte von Geschäften und Banten, ver bunden mit toloffalen Defraudationen, den wirthschaftlichen Ruin beschleunigen, Handel und Gewerbe ruiniren und Taus fende der gänzlichen Verarmung zuführen. Hauptsächlich ist es die Manufakturbranche, welche in Reichenberg am Vorabend d'argent, von außerhalb, während es heute bereits den größten und Krohm betbeiligten, die fich mit den Ansichten Gewebes, welches bei der Ausstattung fürstlicher Gemächer eine große Rolle zu spielen pflegt, felbft fabrizirt. Der Energie Theil dieses zu dekorativen Sweden erforderlichen fostbaren Ausführungen des Herrn Schwennhagen volständig eino zu danken. Das hergestellte Fabrikat ist dem französischen in standen erklärten. ( Herma " Ich b as ber Rnd Savon geeilt eines hiesigen Textilwaaren- Fabrikanten, der mehrere Stühle heute, Mittwoch ten 4. März, Abends 8 Uhr, in Ronrab für Brokatweberei in Betrieb gefegl hat, ist dieses Ergebniß Saal, Waffertborstraße 68, eine Vereins- Versammlung ab, i Betrieb eingestellt oder stark vermindert und größere folgen Bezug auf Solidität, Eleganz und Farbenpracht durchaus eben Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünklich zu erscheinen langsam nach. Am meisten davon betroffen werden die Tuchweber, welche in Folge des verderblichen Lohnmeisterfystems ohnehin um einen erbärmlichen Lohn arbeiten müssen. Die Arbeiter Arbeitgeber hoben ihre Werkstätten auf und gaben die Ketten bürtig. Nürnberg, 27. Februar. Die Polizeibehörde hat fich ver anlaßt gesehen, ben Fachvereiu berdetallarbeiter als politischen Verein zu erklären und da dieser Verein den Bestimmungen des Art. 17 des bayerischen Vereins Gäfte stets willkommen. Kleine Mittheilungen. nommen ha beiten. Sie foll bas nut aus dem Hause. Dadurch hatten fie einen doppelten Profit. gesezes zuwiderlaufend nach den Statuten eine Mitgliedschaft sehr nachahmenswerthe Einrichtung in Funktion getreten: ei Erstens bauten fie diese Werkstätten zu Wohnzimmern um und verlangten einen hohen Bins, zweitens bekamen fie die Waare billiger geliefert, hatten mehr Muse und brauchten bei Vermehrung des Gefchäftes feine neuen Steuerzuschläge zu be zahlen. Der Lohnmeister auf welchen jest bie ganzen Regieauslagen fielen, als: Wohnung, Beheizung, Licht, Spulen, Schnüre, Reparatur und dergleichen, zog diefe Nebenausgaben dem Gehilfen vom Lohne ab, so daß derselbe oft nur zwei Drittel des ursprünglichen Lohnes erhielt und gezwungen war, bis in die späte Nacht, selbst Sonntags zu arbeiten. Dabei wurde sehr oft ein Schund verarbeitet, bestehend aus Abfällen und Baumwolle, daß man sich füglich wundern muß, daß so eine Waare überhaupt Jemand ablauft. Jest kommen die Folgen! Der Waarenmarkt ist überschwemmt in Folge der Ueberproduktion, das Fazit die gegenwärtige Krisis und Der Vereinigung der deutschen Metallarbeiter bildet- den wird." Ah, Ratürlich, a fehlt gar ni Arengen." die Einrichtung der Schul- Badeanstalt für Kinder unserer Boll Vereinsvorstand aufzufordern, binnen 14 Tagen bei Vermeidung schulen. In dem Souterrain der einen, erit vor wenigen weiteren Einschreitens eine Statutenänderung vorzunehmen. Liverpool, 28. Februar. Streit der Koblen arbeiter. Sämmtliche der in den West- und South York shire- Rohlenminen beschäftigten Arbeiter, ungefähr 4000 an der Bahl, haben seit gestern die Arbeit niedergelegt, weil von dem Lohne ein Abzug von 10 pet. gefordert wurde. Die Eigenthümer der Minen haben in einem Meeting beschloffen, fest auf ihrer Forderung zu bestehen in Anbetracht des Darniederliegens nicht " Ja, Batte gepa bu ibn ang Deutzutage langt. Wie machen fann Aber Nicht angen! D bu ihn nich wie er flag wig! Henr wenn er bu geben und Und fanfte Frau muß fort!" Der M m bas als ben Ferien fekt wird. Figen ble Die F geftigen Mo Badezimmer bergerichtet, in welchem je nach Bedarf, w und falte Bäder genommen werden können. Hier baben die geit ist in die Unterrichtszeit gelegt, und zwar so, daß na go nommenem Bade die betreffenden Schüler wenigftens noch ein Stunde unterrichtet und nicht sofort in die talte Luft gefchid werden. Die Abneigung, welche manche Eltern anfangs gegen des Geschäftes. Unter den Arbeitern herrscht große Aufregung. diese Neueinrichtung an den Tag legten, ist, wie der" DB" gemeldel wird, immer mehr geschwunden, so daß jest nur no eine ganz geringe Bahl von Kindern an den Bädern I theilnimmt. Bei der größeren Schülerzahl lann jede Klaffe po Man befürchtet ernste Unruhen, weil die Arbeiter bereits früher einmal ihre Bustimmung zu einer Lohnreduktion haben geben müssen. ( Fortsetzung in der Beilage.) läufig nur alle 14 Tage an die Reihe tommen Verantwortlicher Redakteur R. Ero nheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage bann Schmie eute aber Snitt jebo fari ab u Acht X Legen. Ein en. und Verei ich ft tut aus Raum nur bis bme rechn Thr zugeb Seite b en hielt te Verfam Engler übe feinen Vo cht, der wir fchreitet til in Beilage zum Berliner Volksblatt. Rr. 53. Politische Uebersicht. Im Reichstag soll, wie der„ Nat.- Beit." berichtet wird in diefer Woche unter allen Umständen die dritte Lesung des Etats nicht nur begonnen, sondern auch, wahrscheinlich ungen zur zwei Sigungen, vollendet werden. U. A. wird es sich dabei nfte, weld wieder um die Forderung der 20 000 m. für den neuen Difich truge teltor im Auswärtigen Amt handeln. Es ist kaum daran zu mit den weifeln, daß die Forderung diesmal bewilligt wird, obschon eten fie eint Das Bentrum die frühere Abstimmung aufrechterhalten will. en verlieben dann wird die Bostdampfer- Subvention folgen. Weite Die zweite Lesung der Entwürfe, betreffend die Bostsparteiten b erechtigkeite jean trieben idelung b erts fen und die Ausdehnung des Unfall- Vericherungsgeseß es ist in den wenigen Wochen bis zum Eintritt der Osterferien nur schwer noch zu bewirten. Die Res teinerung legt indessen großen Werth darauf, beide Entwürfe Roch debattirt zu sehen. Auch die zweite Lesung der Anträge und bl ber die Börsen steuer wird vielleicht noch vor Ostern er der Rid folgen; man ist jedoch bei dem jezigen Stande der Sache allm alten So feitig der Anficht, daß es in dieser Session zu einem gefeßpigkeit eines geberischen Abschluß der Frage nicht kommen wird. Die Maschin orden. B r nach, baf Der Gesellschaft für deutsche Kolonisation" ist für tre in Afrila erworbenen Gebiete ein„ Kaiserlicher mermehr in uzbrief" ertheilt worden, der seinem Wortlaute nach Ackermant fet, an bem feine B Klugbeit Lö un Führun n Ka DES DG Tomte inen ngen, tch. Dan ern in Ge ngenommen brit 20 M im heutigen ,, Reichsanzeiger" publizirt wird. Der Schutzbrief wird verliehen unter der Bedingung, daß die Gesellschaft eine deutsche Gesellschaft bleibt und daß die Mitglieder des Direktoriums oder der sonst mit der Leitung betrauten Ver fonen Angehörige des Deutschen Reiches find. Der Gesellschaft wird zugleich die Gerichtsbarkeit gegenüber den Eingeborenen und den sich auf ihrem Territorium Niederlassenden bertragen, unter der Aufsicht des Reiches und vorbehaltlich Beiterer Bestimmungen. Die Bimetallisten( Anhänger der Gold- und Silberwährung) haben jest ihren Antrag im Reichstag eingebracht. Grist von den Herren v. Schorlemer Alft, v. Kardoiff, Dr. Brege, Leuschner gestellt und lautet: Den Herrn Reichstanzler Sabre 1881 abgebrochenen Münz Konferenzen zu ergreifen, um eine Wiederaufnahme der Ausprägung vollwerthiger Silber mangen feitens der Vereinigten Staaten, des lateinischen Münz bundes, des deutschen Reiches und aller derjenigen Staaten tund forach beizuführen, welche fich diesen Ländern anschließen wollen. ersuchen, die Initiative zu einer Wiedereinberufung der im regelmäßige Bierballen Herr Regie erfammlung n( Roble 2c.), rauf gelang wurden den en als erfe rn ebenfall 18 der Lobn afch, Toble u überlaffe mzur Schmi und richtet Abfat Bev ftand ni Lobnige Er geben Altgefellen 8 zu trefen Gefellenaus Der Farbe Sonntag bend Wenb Egidarbell be 4. Gin 2. Dur coarten wat ner beroors alle Folgen erauf wurde Dereind nur inen Unter Fr. Rob Legten Be bit fo daß Vereine je 146 Vereine en noch bi n aus Ham edern, dan mit 6, bi bis Jum 1. fo with ittheilungen Contag, ben ter Besid Des be tagte. De folgte eint er, Alel taten und Dig einoy pärts" b Sonrad ung ab, i wird. D crfcheinen it bier eine eten: es i Terer Boll r wenigen betsbares arf, warme baben die Die Babb B nag ge noch eine aft gefala angs gegen D. B t nur nod bern nicht Klaffe DOD Unterstüßt ist der Antrag von 40 tonservativen, freifonfer Dativen und flerikalen Abgeordneten, denen fich auch Herr Grad angefchloffen hat. Die öffentliche Mildthätigkeit ist im nachstehendem Falle ficherlich nicht am Plaße. Wenn je der Staat ver Pflichtet ist einzutreten, dann ist er es hier. Am 1. Februar d. J. ist im Kreise Straßburg in Westpreußen ein im Staats, Dienste stehender Förster in Ausübung seines Dienstes von Wildbieben erschossen worden. Soeben erscheint nun eine von einer Reihe angesehener Männer des Kreises, unter denen der Landrath und der unmittelbare Vorgesezte des Erschoffenen, der bliebenen Oberförster, fich befinden, unterzeichnete Dor ber bittersten Noth schützen zu " | Mittwoch, den 4. März 1885. fonds, welche der Staatsregierung zur Verfügung stehen, ein entsprechender Betrag entnommen werden kann, so beantrage man beim Landtage die Genehmigung zur Ausgabe der erforderlichen geringfügigen Summe. " Ueber das Schicksal der Expedition der Gesellschaft für deutsche Kolonisation" in Afrita( Siehe erstes Blatt) wird der Nat. Btg." geschrieben: Die Nachricht von dem Schicksale, welches die Expedition der Gesellschaft für deutsche Kolonisation" in den Ländern Ost. Afritas erfahren hat, Die kompetenten Beurtheiler sich bereits dahin gebildet hatten, ist wohl geeignet, in der Ueberzeugung zu bestätten, welche daß in diesen Gebieten des schwarzen Erdtheils noch geraume Beit hindurch für die Europäer nichts Ernsthaftes anzufangen wäre. Beinahe alle Agenten der Association africaine, welche in der ersten Beit in jenen Regionen verweilfen, gingen zu Grunde. In Baris hat man denn auch soeben einem Marine offizier eine Dvation bereitet, welcher dem mörderischen Klima jener Länder nur Dank der Fürsorge entgangen ist, die man ihm noch rechtzeitig auf der Station Karema zu Theil werden ließ. Deshalb müssen alle Versuche fich später auf die Westtüste Afrikas richten, auf den Kongo und insbesondere auf ben oberen Kongo. Daselbst wird man genügenden Raum jür jedermann, sowie ein erträgliches Klima finden.(?) Es geht das Gerücht, daß die Affociation Internationale du Congo den Versuch machen will, die Eisenbahnen längs der Katarakte des Flusses sobald als möglich zu bauen. Die Gesellschaft hat bereits Unterhandlungen in dieser Hinsicht eingeleitet, um sich Die erforderlichen Arbeiter zu verschaffen. Sobald dieser Bau vollendet ist, wird man Gebiete auffinden können, welche für die Weißen günstiger find. Bis dahin lann man den Europäern, die auf ihre eigene Rechnung und Gefahr Versuche anstellen wollen, nur Geduld und Vorsicht anempfehlen. Falls die „ Gesellschaft für deutsche Kolonisation" fortfahren sollte, im öftlichen Afrika Kolonifirungsversuche zu machen, so wird die erfolgte Katastrophe wohl taum die legte sein. Die Affociation Internationale du Congo räth allen Ungeduldigen, zu warten, bis die nothwendigen Vorsichtsmaßregeln getroffen find." Rußland. Es tann wohl kaum noch daran gezweifelt werden, daß die russische Regierung die günstige Situation ausnußen und zur Besetzung von Herat schreiten wird. Die englische Presse zweifelt nicht mehr daran; wie der" Standard" erfährt, hat England die russische Regierung verständigt, daß es der Annexion von Bendjeh nöthigenfalls bewaffneten Wider stand entgegenseßen wird. Die rufftsche Novoje Wremja" fagt in einem darauf bezüglichen Artikel: Es exiftirt auf Der ganzen Welt fein Staat, der nicht jeden Augenblid einen bewaffneten Busammenstoß zwischen Rußland und England er wartet. Desterreich Ungarn und China, Frankreich und die Vereinigten Staaten, die Türkei und Perften, Italien, Spanien und unzählige Staaten, hierunter auch mehrere von England abhängige Länder, erwarten mit Ungeduld den Be ginn des Duells zwischen dem Koloß des Kontinents und der ersten Seemacht. Dies wird aber schon lein lokaler Krieg mehr sein, wie der Krimfeldzug, in den die Engländer faft ganz Europa hineinzogen. Die europäischen Bundesgenossen fönnen den Engländern in ihren aftatischen Beftzungen, für die fte am meisten besorgt find, teine wesentliche Hilfe leisten. Daß den Engländern aber ein bedeutender Theil ihres See handels in allen Theilen der Welt verloren geht, dafür werden schon die Feinde Englands und deren Verbündete, sowie Die neutralen Mächte sorgen. Es fragt sich nur, lohnt es sich wegen Herat einen solchen Sturm heraufzubeschwören? Die Ruffen in Herat und die Engländer in Kandahar fönnten sehr bringende Bitte", burch milde Gaben die hinter helfen. Die Wittwe mit drei unerzogenen Kindern, sowie wel eriftenlose Anverwandte, mit denen der Todte sein Brod Beheilt, geben," so wird in dem Aufrufe gesagt, einer sorgenalter des Försters nur knapp bemessenen gefeßlichen Wittwen weren Zukunft entgegen, da die bei dem geringen Dienst Dierzu bemerkt die Volkszeitung": Sollten wirtlich keine im Dienste ermordeten Beamten eine Bulage bewilligt werden tonnte, um fie und die Jhrigen vor Noth zu schüßen? Muß wohl friedliche Nachbarschaft halten; wir brauchten dann die die öffentliche Mildthätigkeit in Anspruch genommen werden, Um der armen Frau die Sorgen für ihre und ihrer Kinder Butunft zu lindern? Wenn aus teinem der vielen DispofitionsVorwärts! Henry! ( Hermann Heiberg im Deutschen Montagsblatt".) ( Schluß aus Nr. 49.) Ich bitte dich, Karl!" sagte sie an einem Morgen, s ber Rnabeängstlich um die Schulstunde besorgt bavon beiten. geeilt war und nicht einmal Frühstück zu sich genommen hatte. Berbiete Henry dieses unvernünftige Ar Siehst du nicht, wie abgezehrt er aussieht? Was wirb." Engländer nicht zu fürchten und diese wären vor einem Einfall in Indien ficher, welches fte durch eine Armee im Bentrum Afghanistans schützen tönnte." Nowoje Wremja" räth also Nowoje Wremija" räth also mächtigt. Er flagte wieder viel über Kopfweh, und an einem Vormittage fam er aus der Schule zurüd, weil ihm, wie er berichtete, alles vor ben Augen ge schwommen und ein heftiges Erbrechen ihu kaum erleichtert habe. Und dieser Zustand hielt an bis zum Tage vorm Examen. Dann stand er auf. Er wollte aufstehen ging wie's schien, frischer, als vor langer Zeit in die Klaffe. Vor seinem Fortgange rief ihn sein Vater zu sich und foll bas nüßen? Es ist doch wirklich gleich, ob er verfekt flopfte ihn auf die Schulter. Ah, die alten Lieber, Anna! Das versteht du nicht! Ratürlich, arbeiten greift etwas an. Aber dem Jungen fehlt gar nichts. Hinüber in die andere Klasse muß er." frengen." " Es ist aber doch eine Thorheit, ein Rind so anzu Ja, wenn es nach dir ginge, würden wir ihn, in Batte gepadt, im Simmer haben. Seit seiner Geburt haft bu ibn ängstlich bewacht; nun laffe ihn einmal gewähren. Seutzutage müssen die Jungen heran. Es wird viel verNa, Henry, ganz fix wieder!? Bravo! Nun, was meinst du, wirst du mit hinüberkommen?" Der Knabe fab feinem Vater forschend in die Augen, denn in dem Gesicht desselben malte sich eine Strenge, vor der er sich schon als Kind gefürchtet hatte. In seiner ruhigen Weise erwiderte er: Ich weiß es nicht Vater.- Die letzte Woche hab' ich fürs Repetiren verloren. Das war schlimm." ich fürs Repetiren verloren. Er sollte nur fortbleiben," rief die Frau, ganz fort bleiben. Wenn er nicht durchkommt, wirst du zornig, und " langt. Wie nun, wenn er fein Einjähriges nachher nicht das hat mein braver Henry nicht verdient." machen fann? Möchtest du, daß er drei Jahre diente?" " Aber Karl! Davon ist doch gar nicht die Nebe." Sie trat bei diesen Worten auf ihren Sohn zu und liebtofte ihn zärtlich und besorgt. gangen! Alles ließen die Eltern gehen, wie's wollte. Haft berden die Achseln, als ob er fagen wollte: D, die ie er lagte über den Dienst? Und die Schande! Be Nichts da!" fagte er. Henry geht ins Examen und II. Jahrgang: den Engländern, fich ruhig in das Unvermeidliche zu fügen; denn sonst würden ste außer dem Verlust Herats noch die Nachtheile des Krieges zu bellagen haben. Großbritannien. Die der Theilnahme an den Dynamit- Attentaten ange klagten Cuningham und Burton find wiederum vor das Tribunal in Bowstreet( London) geführt worden. Der königliche Prokurator erklärte, er werde Beugen beibringen, welche die Mitschuld Burtons an dem Dynamit- Attentate auf dent Bahnhofe Charing Croß und an dem einige Tage später stattgehabten Attentate auf einem anderen Bahnhofe Londons barthun. Egypten. Der egyptischen Beitung Mubaschir" zu Folge ist die Stimmung in Abessynien eine sehr kriegerische. Dieses christliche Reich ist nun nach dem Falle Khartums, da das ganze Gebiet zwischen dem weißen und blauen Nil dem Mahdi gehorcht, unmittelbar dem Territorium des Letteren benachbart, und Reibungen scheinen um so wahrscheinlicher, da man um das Schicksal der in Khartum lebenden 3000 Abeffynier Monaten ein abeffynisches Heer den blauen Nil überschreiten sehr besorgt ist. In Abeffynien glaubt man, daß binnen drek und in das Gebiet des Mahdi einfallen werde. Aus Kairo wird telegraphirt: Die Ermächtigung des Khedive, die inter nationale Finanztonvention zu unterzeichnen, ist dem Unterstaatssekretär im egyptischen Finanzministerium, Blum Pascha, zugegangen.( Es handelt sich um den von Frankreich gemachten und von den Mächten akzeptirten Vorschlag zur Regelung der egyptischen Finanzen.) schen Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 57. Stung vom 3. März, Nach m. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Boetticher und Kommiffare. Der Entwurf betr. den Beitrag des Reiches zu den Kosten des Bollanschlusses von Bremen wird ohne Debatte in dritter Lesung angenommen. Es folgt die dritte Berathung der Novelle zum Zabadssteuergeset von 1879. Nach dem bestehenden Gesetz soll die Gewichtsers mittelung spätestens am 31. März des auf die Ernte folgenden Jahres stattfinden. Die Novelle ermächtigt die Landesfinanzbehörden, fte ausnahmsweise erst nach dem 31. März, aber spätestens bis zum 31. Mai des auf das Erntejahr fol genden Jahres, anzustellen. Abg. Müller( Marienwerder) will eventuell den Finanz behörden die Befugniß ertheilen, die Frist für die Steuerzah lung über den 15. Juli hinaus bis zur erstmaligen Veräuße rung des Tabaks, längstens jedoch bis zum 30. Juni des zweis ten auf die Ernte folgenden Jahres zu verlängern. Die Vorlage wird mit diesem Antrage angenommen. Es folgen Wahlprüfungen. Die Wahlen der Abgg. v. Windelmann, Ridert, halben, v. Vollmar, Adermann, Antoine, Det fer und v. Alten werden für giltig erklärt. Bezüglich der Wahlen der Abgg. Los und Payer wird auf Antrag der Kommission die Anstellung weiterer Ermitte lungen beschlossen. Die Wahl des Abg. Hänel beantragt die Kommiffion für giltig zu erklären und außerdem Ermittelungen zu bea schließen. Abg. v. Vollmar tommt hierbei auf die vor Kurzem erörterte Streitfrage zurüd, ob die Regierung verpflichtet set, wenn eine Wahl für giltig erklärt ist, die etwa noch außerdem vom Reichstag gewünschten Ermittelungen anzustellen. Er müffe diese Frage entschieden bejahen. Der Minister von Boet ticher habe sie seinerzeit angeregt, ohne daß die mindeste Vers eine furchtbare Angst ergriffen, ich vermag mich nicht davon zu lösen. Mir ahnt etwas Schreckliches!" „ Na, was ist denn nun wieder?- Aber Anna, bem ruhige dich doch!" Tagebuch von Henry Desto. Fortsetzung. Mucius Scavola legte seine Hand ins Feuer. Er war ein Mann! Solch ein Mann möchte ich werden! Ich bin traurig. Ich weine oft, ich weiß nicht weshalb. J glaube, daß ich ehrgeizig bin, und kann meinen Ehrgeiz nicht befriedigen. Was sollen alle die Thorheiten, die meine Mitschüler treiben. Nun haben sie wieder einen Klub gegründet; sie rauchen, fie trinken, fie glauben, das ist etwas Rechtes. Ich verachte fie. Ich habe ein hohes Biel! Lieber Gott! Lasse mich durchs Examen kommen! Wenn ich nicht bestehe, dann dann D, mein Vater, vergieb mir! Ich wollte, aber meine Kräfte reichten nicht. Wie Bello mich eben ansieht. So schwermüthig! Bello, werde ich mit Dir in Granfee hinter den Hafen herlaufen und die Füchse aufspüren? Ja, Bello? Wirst bu betrübt sein, Bello, wenn ich einmal tobt bin? D, meine liebe, liebe Mutter!" bu ihn nicht neulich gesehen, wie er den Kopf hängen ließ, Frauen mit ihren Nefitückenforgen und ihrem Unverstand! Rindlichkeit und sentimentalem Ernst abgefaßten Worte und wig Henry fieht ein bischen blaß aus! Nun ja! Aber ich habe das Butrauen zu ihm. Er fann's machen. Nicht, wenn er durch ist, kann er ja in den Ferien nach Gransee Henry?" gehen und fich erholen." fanfte Frau zaghaft, dann darf er doch auch fort? Er Und wenn er nun nicht versetzt wird?" fragte die muß fort!" Der Mann schüttelte den Kopf:" Macht er sich, foll hm bas als Belohnung werden, aber sonst muß er auch in Den Ferien tüchtig bran, damit es im nächsten Semester vers legt wird. Uebrigens, figen bleiben, sollte er mir das anthun, sollte ich weiß nicht, was geschieht. " heftigen Mann eine gewiffe Stirnader aufschwellen, und Die Frau schüttelte den Ropf. Sie fah bei ihrem bann schwieg fie stets, dann halfen keine Vernunftgründe; heute aber magte sie doch einen leifen Einwand. Der Mann fari 1" ab und verließ das Gemach. Der Knabe liebte seinen Vater trotz der Strenge. Als dieses letzte Wort erklang, erwachte der alte, brennende Ehrgeiz. Sein Vater rechnete auf ihn, er mußte ihm Ehre machen. Er grüßte, rief nach Bello, der oftemals mittrabte und geduldig braußen die Stunden abwartete, und ent fernte sich. Na, heut werden wir ja nun das Resultat haben!" fagte" ber Mann Morgens zu seiner Frau.„ Es scheint ja sagte der Mann Morgens zu seiner Frau.„ Es scheint ja bis jetzt Alles gut gegangen zu sein. " " Sie niďte, aber sprach nicht. Sie sah todtenblaß aus. Nun? Was ist's? Was hast du denn, Frau?" " Hier!" sagte sie. Das fand ich heute in der Frühe beim Aufräumen in Henry's Zimmer in der Schublade. noch erschrat. Aber nur für einen Moment. Dergleichen haben wir Alle geschrieben. Ich machte immer Verse und wollte auch oft sterben" fagte er spöttelnd zu der ihn mit ängstlicher Spannung betrachten den Frau. Leg's ihm wieder hin! Ich weiß, man schämt sich, wenn dergleichen Undern in die Augen fällt. Aber, ich muß ins Bureau. Adieu, Frau!" Sie lagen im Walde, dicht nebeneinander. Der Knabe und der Hund. Erst hatte er den treuen Hund erschossen, dann sich niedergestreckt, und sich so wohl gezielt in die Stirn getroffen, daß der Tod gleich eingetroffen sein mußte. Ein Brieflein, mit Bleifeder geschrieben, hatte die Bost an demselben Tage aus Granfee gebracht: ,, Liebe, theure Eltern! nitt jedoch alle Gegenreden mit dem einen Wort: Laris Karl, Rarl!" fuhr sie fort und schrie auf, bevor jener mag nicht mehr leben. Leset mein Tagebuch, es liegt vers begriff, viel weniger zum Lesen dessen gelangt war, Eile ins Gymna Acht Tage vor dem Examen mußte fich Henry hin was ihm seine Frau überreicht hatte. legen. Eine eigenthümliche Schwäche hatte sich seiner be fium! Sei um beinen Knaben! Ich weiß nicht, mich hat Ah! Wie die Frau aufgeschrien hat, wie blaß- der Mann gewesen ist, wie er gezittert hat! «mlaflung vorlag, ein bisher stets anerkanntes Recht deS Reichs- tages anzutasten. Redner beantragt, die Giltigkeitseiklämng der Wahl auszusetzen, bis die Regierung die Ermittelungen angestellt und dem Hause darüber berichtet habe. Staatssekretär v. Boetticher: Ich habe keineswegs diese Frage hier vom Zaune gebrochen, sondem ste rst auS dem Hause heraus angeregt worden. Ich habe damalt auch aus- drücklich betont, daß es mir fernliege, eine Differenz hervorufen zu wollen. Ich halte es für korrekt, wenn der Reichstag That- fachen, deren Feststellung er wünscht, und die auf die Frage der Giltigkeit der Wahl keinen Einfluß haben, einfach der Re- gierung zur Kenntniß bringt und es der Exekutive überläßt, zu entscheiden, welche Remedur diesen Thatsachen gegenüber ein- treten soll. Die Regierungen haben nicht minder das Jnter- effe, wie Sie, dafür zu sorgen, daß die Wahlen gesetzmäßig fich vollziehen. Irgend ein Parteiintereffe liegt in dieser Frage nicht vor; bei Verstößen gegen Gesetze und Verfassung sollten alle Parteien in dem Willen einig sein, diese Verstöße abzu- stellen. Die Regierungen find nicht die letzten, um bei solchen Verstöß.n Remedur zu schaffen. Abg. F r a n ck e hält es nicht für angezeigt, eine spruch- reife Sache zu verzögern, um damit auf die Regierung einen Druck auszuüben, und bittet, die Kommisfionsvorschlüge anzu- nehmen. Abg. v. Köller befürwortet einen Antrag dahin, dem Reichskanzler unter Mittheilung des KowmisfionsberichtS anheimzugeben, die bezüglichen Erhebungen zu veranstalten und dem Reichstage von dem Ergebniß Mittheilung zu machen. An der weiteren Debatte detheiligen sich noch die Abgg. v. Vollmar, Parisius und Marquardsen; in der Abstimmung wird der Antrag v. Vollmar, die Eni« scheidung über die Giltigkeit der Wahl auszusetzen, gegen die Stimmen der Rechten und der National- liberalen angenommen: der Kommisstonsantrag ist damit de- seitigt. In derselben Weise wird bezüglich der Wahl deS Abg. Virchow beschlossen. Die Berichte über die Wahlprüfungen der Abgg. Witte und v. Estorff werden auf Antrag des Abg. v. Köller an die Wah'prüfungskowmisfion zurückverwiesen. vj Die Denkschrift über die Ausführung der seit 1878 erlassenen Anleihegesetze wird ohne Debatte durch Kenntnißnahme für erledigt erklärt. Es folgt die erste und event. zweite Berathung der No- velle zum Reichs-Militärgesetze vom 2. Mai 1374. Der Entwurf wird nach einem Antrage deS Abg. v. Maltzahn in folgender Fassung angenommen: Der§ 30 des Reichs-Militärgesetzes vom 2. Mai 1874 erhält unter Nr. 3a und b folgende Fassung: 3. Die mit den ständigen Geschäften der Heeresergänzung betrauten Behörden flnd:. �. a) für den Aushebungsbezirk Vre Ersatzkommisston, be- stehend aus einem Osflzier, in der Regel aus dem Landwehr-Bezirks-Kommandeur und aus einem Ver- waltungsbeamten des Bezirks, oder wo ein solcher Beamter fehlt, einem besonders zu diesem Zwecke be- stellten bürgerlichen Mitgliede, b) für den Jnfanterie-Brigadebezirk die Ober-Ersatzkom« misfion, bestehend in der Regel aus dem Infanterie« Brigadekommandeur und aus einem höheren Verwal- tungsbeamten. Der Gesetzentwurf, betreffend die Ergänzung des§ 72 deS Reichsbeamtengesttzes vom 31. März 1873 will diesem Para- grapben folgenden Wortlaut geben: Ein Reichsbeamter, welcher die ihm obliegenden Pflichten verletzt, begeht ein Dienstvergehen und hat die Disziplinar- bestrafung verwirkt. Wegen Handlungen, welche ein Reichsbeamter vor seiner Anstellung im Reichsdienste begangen hat, ist ein Disziplinar- verfahren dann zulässtg, wenn jene Handlungen die Entfernung aus dem Amte begründen. War der Beamte vorher im Dienste eines Bundesstaates angestellt, so unterliegt er wegen-.ller in diesem Dienst- Verhältnisse begangenen Dienstvergehen den Vorschriften des gegenwärtigen Gesetzes. Abg. Hartmann erklärt fich mit der neuen Fassu g im Wesentlichen einverstanden, beantragt aber zur Behebung einiger Zweifel die Niedersetzung einer Kommisston von 14 Mitgliedern zur Vorprüfung des Entwurfs. Abg. K a y s e r: Nach den Verhandlungen, die jüngst im preußischen Abgeordnetenhause gepflogen find, muß eS etwaS Befremden erregen, daß uns ein Gesetzentwurf wie der vor- liegende vorgelegt worden ist. Auch wir vertreten die An- ficht, daß eine Rehabilitation zulässtg ist, wünschen des- halb aber auch, daß nicht zu sehr nach der Vergangenheit der Beamten geforscht wird, und zwar soll das gelten für alle Beamten, nicht nur für die, welche in der Lage find, Leute gesund zu machen. Wir können deshalb dem vorliegenden Gesetze nicht zustimmen und hatten ein Gleiches auch von den Herren rechts vorausgesetzt, die ja auS religiösen Wohlthätigkeitskonzert in der Philharmonie. WS. Ist es undankbar, wenn man einen Bericht über ein sehr werthvollcs und gutes Konzert mit einer Strafpredigt gegen gewisse gesellschaftliche Schwächen nnd Untugenden be« ginnt, die dabei stärker als bei anderen Gelegenheiten hervor- treten?— Das Konzert am Montag fand„zum Besten der durcd Erdbeben beimgesuchten spanischen Provinzen" statt und alle Räume der Philharmonie waren biS zum Bersten über- süllt, auch die Vorhallen, in denen die armen Sterblichen drei Stunden stehen mußten, die keinen Sitzplatz erringen konnten. Die Eintrittspreise waren bedenklich hoch und überdies hat wohl jeder seine halbe Mark erlegt für ein„künstlerisch aus- geführtes" Programm, dessen malerische Ausschmückung freilich ziemlich chaotisch erschien. Doch schwebte über dem Chaos ein weibliches Wesen— und das genügt. Ob die Besucher eben- so freigebig gewesen wären, wenn es die Linderung des Noch. standes im Jnlande gegolten hätte? Gewiß nicht. Man steht eben AlleS mrt zweierlei Augen an, je nachdem es fich um näher oder ferner liegende Verhält- nisse handelt. Ist die Rede von wahnstnnigen Verschwendun- gen im alten Rom, so gerothen wir alle in gelinde Auf- regung: ein ährlicher Aufwand in unserer Gegenwart läßt uns ganz gleichgiltig. Bei Schilderungen materieller Noch in Spanien fließen wir von Mitgefühl über, und die ebenso schlimmen und noch schlimmeren Zustände, die tagtäglich unS umgeben, lassen wir unbeachtet, die Gewohnheit thut AlleS; Ueberfluß wie Nothstand berühren unS erst dann, wenn ste eine ungewöbnliche, exotisebe Form annehmen. In öffentlichen Dingen leiden wir alle an Wertfichtigkeit: erst in einer gewissen zeitlichen und örtlichen Ferne sehen wir die Dinge scharf und richtig.— Wir gönnen natürlich den Spaniern ihr Geld, aber wir können nicht umhin, zu bedauern, daß für die Noch in Deutschland fich nicht in gleicher Welse das Mitgefühl reg«. Am Ende war es aber weniger das Mitgefühl, was die Schaaren in die Philharmonie lockte, sondern lediglich die Neugierde und die Freude an der Mustk, dem angenehmsten oller Geräusche. Das Programm bot ja so Auseiwahlres, daß es an fich schon einen ung-wöhnlich starken Besuch h-rvor- rufen mußte. Orchestervorträge, zwei Geigenvorträgt Serasate'S, em Klavierkonzert von d'Albert, Lieder von Desiree Artot, Lola Beeth und Alvaiy zu hören— mehr konnte ein Abend kaum bieten. Auch die Art der Ausführung entsprach im Allge- meinen den Erwartungen, besonders gilt dies von d'Albert und Sarasate. Ueber beide braucht man heute nicht viel Worte mehr zu verlieren. Ihre Bedeutung ist allgemein Gründe» die Rehabilitation erst jüngst noch im Abgeordneten» Hause vertreten haben. Wir halten aber die Vorlage auch nicht für nöthig. Man kann doch nicht sagen, daß bis jetzt, wo derartige gesetzliche Bestimmungen gefehlt haben, viel unreine Elemente in den Beamtenstand eingedrungen find. Der ein» zige Effekt des Gesetzes würde sein, daß auch die Beamten im Reich immer mehr a discretion der Regierung gestellt werden. Deshalb sogen wir: was dem Professor recht ist, ist dem Reichs- beamten dillig. Der Gesetzentwurf wird an eine Kommisfion von 14 Mitgliedern verwiesen. Hierauf vertagt fich das Haus. Der Prästdent schlägt vor, morgen mit der dritten Be- rathung des Etats zu beginnen. Abg. Kayser: Ich bitte statt dessen morgen einen Schwerinstag abzuhalten. Da? von uns vorgeschlagene Ar- beiterschutzgesetz könnte sonst leicht nicht mehr zur Erledigung kommen, ebenso die Anträge Ackermann und Kardorff. Der Etat dagegen wird noch sehr wohl bis zum 1. April fettig, wenn er auch erst am Donnerstag auf die Tagesordnung kommt. Außerdem ist unS die Zusammenstellung des Etats nach den Beschlüssen der zweiten Lesung zum Therl erst heute zugegangen, und nach§ 20 der Geschäftsordnung kann erst am zweiten Tage nach der Vertheilung an die Mitglieder die dritte Berathung stattfinden. Aus diesen Gründen widerspreche ich dem Vorschlagt. Prästdent v. Wedelt: Ich halte es für nothwendig, daß der Etat, der durch ein- besondere Verkettung der Um- stände schon länger als vorauszusehen war, aufgehalten ist, jetzt erledigt weide. Ich will einen Schwerinstag unmittel« bar nach der Erledigung deS Etats vorschlagen und dann den Antrag Richter zur Zolltarifnovelle als besonders dringlich, ferner aber auch die vom Vorredner erwähnten An- träge auf die Tagesordnung setzen. Das Haus hat seit Weih- nachten mehr SchwerinStage abgehalten, als geschäftsordnungs- mäßig nothwendig waren; während einer Woche haben ein- mal 3 Schwerins rage stattgefunden. Der auf die Geschäfts- ordnung gestützte Widerspruch des Abg. Kayser ist insofern unhaltbar, als nach der Praxis des Hauses der Tag der Zu- stellung der Zusammenstellung zu den beiden Tagen mitge- rechnet wird. Abg. Kayser: Wenn ich meinen Widerspruch zurück- ziehen wollte, so könnten ja nach Erledigung deS Etats wie« der z. B. die Nationalliberalen kommen und vor unfern An- trägen doch noch die Dampfersubventionsvorlage berathen sehen wollen. Abg. v. H e l l d o r f f bittet den Abg. Kayser, den Wider- spruch fallen zu lassen; auch wenn morgen Schwerinstag wäre, würde der sozialdemokratische Antrag noch nicht an der Reihe sein, indem ein Antrag v- Kardorff und ein Antrag Ackermann ihm voranstehen. Abg. v. Kar Vor ff räumt für den Fall, daß Kayser seinen Widerspruch fallen läßt, dem sozialdemokratischen An- trage die Priorität der Reihenfolge vor seinem eigenen ein. Abg. W i n d t h o r st bittet, umsomehr morgen den Etat zu erledigen, als mit Rückficht hierauf das Abgeordnetenhaus morgen keine Sitzung halte. Abg. Kayser zieht nunmehr nach der Erklärung des Abg. v. Kardoiff seinen Widerspruch zurück. Auch Abg. Richter erklärt fich mit dem Vorschlage des Präfidenten emoer standen. Schluß 5 Uhr. Nächste Sitzung Mittwoch 11 Uhr. (Dritte Lesung des Etats.) Abgeordnetenhaus. 32. Sitzung vom 3. März, 10 Uhr. Am Ministettische v. Goßler, Friedberg, Bron- sart v. Schellendorff und Kommissatten. DaS Haus setzt die zweite Berathung des Kultus« e t a t s mit Kap. 13 der einmaligen Ausgaben Tit. 43 fort. Bei Tit. 47(Für Anwendung und Ausbildung des pho- togrammetttschen Aufnahmeverfahrens 10000 Mark) bemerkt der Abg. Reichensperger, daß neben dem bautechnischen ! Hilfsarbeiter für diese Zwicke auch ein Geometer erforderlich ei. Die photographische Aufnahme nach der ingeniösen Erfin- dung Meidenbaucrs mache nämlich noch eine geometttsche Projektion, gewissermaßen eine Uebersetzung. der photographischen Abbildungen nothwendig, wenn sie für den Zweck, zu- gleich die räumlichen Verhällnisse der Denkmäler darzustellen, brauchbar sein sollen. Der Redner spttcht sodann noch den Wunsch aus, daß die Verwaltung nicht dlos Monumenten hoher Bedeutung, sondern auch solchen zweiten und dritten Ranges ihre Fürsorge zuwenden möge; namentlich gegen Thürme, die zu früheren Befestigungen von Städten gehörten, werde von gewissen aufgeklärten Stadträthen ein wahrer Ver- nichtungskrieg gefühtt, Abg. G o l d s ch m i d t: Das photogrammetttsche Ver- fahren erleichtert und vereinfacht die Aufnahme von Baudenk- mälern, namentlich von solchen Theilen, die dem Maßstabe nicht zugängl ch find. Ich möchte aber davor warnen, zu große anerkannt. Mit d'Albert ist ein Angehöttger der jüngsten Generation ebenbürtig neben Bülow und Rubinstein, die beiden größten Meister der älteren Klaviervirtuosen, ge- treten- Auch die Wiedergabe des farbenreichen ungemein schwiettgen Liszt'schen Konzertes am Montag bewies das. S a- r a s a t e'S Spiel fehlt die eigentliche Größe, die Leidenschast und die schneidende Schärfe des ToneS; aber in der Anmuth gineS Spiels, in der Art, wie er den Hörer mit einem wahren lüthenregen von goldreinen Trillern und Figuren über- schüttet, ist er gewiß einzig unter allen Geigern der Gegen- wart. Frau DesirdeArtotist nicht mehr jung, sie hätte schon vor fündundzwanzig Jahren in Wohlthätigkciiskonzerten mttwirken können, aber ste ist noch immer eine hervorragende Künstlerin, wenn auch nichts Phänomenales mehr an ihr ist, als ihre Lttblichkeit, in der fic unter ihren Kollegin- nen nm noch von Frau Witt übettroffen werden dürfte. DaS Lied von Berlioz gelang ihr wunderschön. Frl. Lola Beeth mag viel Talent befitzen, vor der Hand ist eS nicht im gettngsten ausgereist: Schönheit und Reklame hab-n die jüngste Sängerin an unserem Opernhause vorzeitig be- rühmt gemacht. Hoffentlich wiegt fie fich nicht zu früh in dem Glauben, eine fertige Künstlettn ,v sein. Daß sie das nicht ist, bewies ihr Vortrag der Att« Agathe'« aus dem Freischütz: ein unfichereS Schwanken der Stimme störte während des ganzen Vortrages, im Anfang gar ein viel zu tiefes Jnloniren. Herr Alvary vermochte mrt der Arie auS Carmen nicht recht zu erwärmen. Das philharmonische Orch-ster war tüchtig wie immer, in der Ausführung der dntten Leonoren-Ouverture sogar ganz ausgezeichnet. Nur schien uns Prof. Klindwottb im Meister- finger-Vorspiel mehrfach das Zettmaß etwas zu rasch zu nehmen. Die Lebensfreude, welche diese herrliche Schöpfung Richard Wagner's athmet, verlettet leicht dazu; doch»st es mehr eine behäbige, fich gehenlassende Fröhlichkeit, als eine eigentliche Ausgelassenheit, welche darin zu Tage tritt. Zentral-Theater. In Folge der fich täglich gleich blei- b enden glänzenden Kaffenerfolge, welche„Der Walzer-Könia" im Zentral-Theater erzielt, so daß das Theater oft zu klein ist um alle Besucher aufnehmen zu können, bat Direktor Ernst die als nächste Aufführung bestimmte Novität ,Die wilv« Katze", in welcher Gesangsposse fich Fräulein Marie Schwarz Hoffnungen an dieses Verfahren zu knüpfen. Der Generalstii hat von 1867 bis 1870 dasselbe einer eingehenden Untersuchuni! unterworfen. Die Aufnahme des Unstrut-ThaleS glückte, wem- ger günstig fiel die Saarlouis aus; die Resultate vor Straß« bürg waren auch sehr wenig zufttedenstellend, und der General» stab hat deshalb die weitere Anwendung des Verfahrens auf« gegeben. Später hat eine Kommisfion im Auftrage des Unter« richtsministers den franzöfischm Dom und die Nikolailirche hier aufnehmen lassen. Ich richte an den Minister die Bitte, üb« diesen wichtigen Gegenstand von der Kommisfion, auch von dem Generalstab die Erfahrungen einzusammeln und in Fat» einer Denkschrift dem Hause zugehen zu lassen. Eine solch« Denkschrift geht in das Land hinein, wird in den Fachzritungrn besprochen, regt in wissenschaftlichen und technischen Kreisen i» weitnen Arbeiten an und beugt unnützen Versuchen vor. Minister v. Goßler: Der Erfinder oder eigentlich Interpret, der Elfi»der Meidenbauer, war bei der Aufnahm« in Straßburg nicht zugegen, und in dem Stadium, in dem die Erfindung fich befindet, ist diese Beihilfe, um die rechten Erfolge zu erzielen, noch nicht recht zu entbehren. Ich ha?« die Exaktizität der Methode auf das Eingehendste geprüft. Lei Aufnahme des französischen Doms und der Nikolaikirche zeigte» fich allerdings kleine Abweichungen von den Bauzeichnunge»! eine Prüfung aber ergab, daß die photogrammetrischen Auf« Zeichnungen richtig waren und die Bauzeichnungen den Bei' Hältnissen der Gebäude nicht ganz entsprachen. An der Elisadethkirche in Marburg sollte dann eine entschewend« Probe gemacht werden; es ergab fich hier noch eine klein« Differenz von einem Tausendstel. Ein Vortheil des Verfahren« ist jedenfalls schon erwiesen, daß ohne Aufrichtung groß«« Baurüstungen die Aufnahme von Denkmälern durch das« selbe ermöglicht ist. Wir beabstchtigen, die Denkmäler>» einem Archiv festzulegen und die wesentlichsten Aufnahm« in einer billigen Publikation zum Gemeingut unseres Volk« zu machen. Abg. Frhr. v. Heereman spricht dem Minister, der st» um die Erhaltung unserer Denkmäler überhaupt besondere» Verdienst erworben habe, auch für seine Bestrebungen diesem Gebiete seinen Dank auS und wünscht nur noch. 5«° ein allgemeines Gesetz für die Erhaltung unserer Denkmo« möglichst bald vorgelegt werde. Abg. Metzner bringt zur Sprache, daß in Münsterinl der Abbruch eines in einer engen Straße befindlichen Wr fälligen Thurmes auf Einschreiten deS Ministers inhibirt � aufgegeben worden ist, die Restaucirung desselben herb«? führen.. Zu Tit. 50 und 51.(Königliche Bibliothek"> Berlin) bemerkt Abg. Kropatschek, daß nach der Lage unserer zen 75000 M. für Vermehrung der Bücherdestände derselb«. eine erhebliche Ausgabe sei, aber die Summ«>«' allerdings............... doch nicht ausreichend. Der neu anzufettigende Kai«-» sollte vervielfältigt und auch dem Publikum zugänglich macht werden. Für den Ankauf von alten Handschw«*" werden zu große Summen ausgegeben; über die« Besttebungen wird die Komplettirung der Werk« jj,, serer Nationalliteratur vernachlässigt. Der Anlauf#%+ Bibliotheken, wie er in der letzten Zeit häufig erfolgt ist. JL den Nachthcil, daß man zu viel Doubletten erhalte, möge der Kultusminister dafür Sorge tragen, daß bald die Stelle eines Lberbihliotekars mit einer geeign«'« Persönlichkeit, die fich ficher werde finden lassen, besetzt wir»- Der Titel wird bewilligt.. l, Bei Titel 52(zu baulichen Veränderungen an der H"» schule für Musik) erklätt.... Referent Abg. Virchow, daß eine verfaffunzswldnfl Etatsüberschreitung vorliege, deren nachträgliche Genehmigu»» erst erfolgen müsse. Ministerialdirektor Greifs: Es hat keine Verfass>l»r. Widrigkeit stattgefunden. Es sollte ein Fachwerkbau aufgestd-' werden, da aber dazu die polizeiliche Genehmigung sagt wurde, find für das bewilligte Geld die Faeaven l, Stand gesetzt worden, es liegt also keine Etalsübersch»� tung vor../v, Abg. Mooren: In den letzten Jahren find flbrt L Millionen, darunter 68 Millionen für die Stadtbahn,(«%, für Berlin allein ausgegeben. Es liegt darin eine u.18% fertigte Bevorzugung der Hauptstadt, die ihren Ruhm gL bezahlen sollte. Ich möchte den Minister bitten, auch vinzen zu berücksichtigen. Abg. Büchtemann: Zur Hebung von Kunst � Wissenschaft ist Konzentration doch unbedingt nöthig- L, Stadlbahn ist doch auch nicht für Berlin gebaut worden..!� dern auS rein staatlichen Interessen hat fie ver Staat. nommen und ausgefühtt. Dem Herrn Ministerialdirektor„ ich bemerken, daß nicht etatSmäßig gewirthschaftet ist,® � eine hier bewilligte Summe für irgend welche andere a» verausgabt wird; fie darf nur zu dem Zwecke ausgegeben» den, jür den fie dewilligt ist. zZ Darauf wird der Titel 52 �bewilligt, ebenso wird � „Zur Umwandlung der Bauakademie in eine Akademie der Künste" 51,500 M. bewilligt. � In Titel 55 find 75,000 M. als Beihilfe zum Bau l«" Provinzialmuseen in Bonn und Ttter ausgeworfen. Abg. Wehr begiüßt es mit Freuden, daß die St � regierung fich entschloffen habe, die Gewährung vieser»ew � zu beantragen; auch die Provinz Westpreußen werde m» ähnlichen Antrage im nächsten Jahre an die Regierung treten. � im Abg. Langerhans bemelkt, daß die Stadt Berlt � Museum, welches fich mit den übrigen Provinzialmul« � Bedeutung sehr wohl messen könne, lediglich aus eigenen tot errichtet habe.«,,)( Der Titel wird bewilligt; ein Antrag der Abgg- � und Spahn, zur Fottführung der RestaurationSarde« z Mariendurg 10000 Mark zu bewilligen, fl'Ww« kurzer Befürwortung durch den Abg. Spahn an die» kommisfion.,£)(« Der Rest des ExtraordinariumS wird ohne wesentn» batte dewilligt. Im Extraordinattum des Krieg smin»st«/ An« wttden 180000 Mark als Mehrbedarf zur anderw-ilen � nchtung deS Zeughauses in Berlin sowie 12 5001t« � Umänderung und Verbefferung der HeizungSanlagen«m � Hause gefordett._ ar-ttufl« . Ohne Diskusston spricht das HauS nach dem"gib der Kommisfion(Refermt Abgeordneter v. H u e n e) Vre gung auS.»qm W Den Antrag Bierling auf Bewilligung vonÄ# für einen zweiten außerordentlichen Professor der -,»""«rn auxcroroenulmcn Proirn»» rr Tu.Cii speziell für hebräische Sprache und alttestamentliche-rv � empfiehlt die Budgetkommisfion zur Ablehnung, da vi- � rung gegen die Forderung entschiedenen Wiverspruw Ästtt-« 0* habe._____ Abgeordneter Bierling zieht hiemach fem« zurück. k.(turtt Es folgt die erste und zwette Berathung des wurfs über die Abstellung von Berechtigungen zu � s. i»- oder Stechen von Plaggen, Haide, Rasen oder Buu- für die Provinz Hannover. d'e% Nach längerer Generaldtikusfion. an der fi« a( H« Bödiker. Dr. Flisse.°. Rauch Haupt. Rath Sternederg und Minister Luc i u s wird die Vorlage der um 7 Mitglieder verstaiktcn misfion überwiesen._-n«18 Um lJ/i Uhr vertagt fich das Haus biS D»» 10 Uhr.(Anträge, Petitionen Wahlprüfungen-) eneralftab tersuchung te, went Dor. Lokales. 11 Der Beobachter an der Spree. Als es in Berlin noch or Straßenige politische Beitungen gab, also zu Anfang dieses Jahr General nderts, spielte der Beobachter als Unterhaltungslektüre eine rens auf orzugte Rolle. Wie er damals aber beschaffen war, zeigt Des Untere Nummer vom 14. August 1809, welche uns bei unseren Kirche hier tigen Presverhältnissen fast ein mitleidiges Lächeln abzwingt. itte, überen Leitartikel bildet eine nothgedrungene Erklärung der auch von enfiboten über ihre Herrschaft", worin erstere gegen die let in Formen in Schutz genommen werden, und welche zeigt, daß diese Bine folche lichen Verhältnisse nicht erst von heute datiren. 3weis zeitungen ens enthält die Nummer Fragmente aus der Reisegeschichte Freifen zu es aus Halle emigrirten tusensohnes" und drittens eine Statiftit über Biltualienrechnungen von vor 100 Jahren, b. i. Danach kostete damals das Pfund Rindfleisch 15 Pfg, ammelfleisch 13, eine Mandel Eier 4 Groschen, ein Pfund terr 3 Groschen u. s. w. Die Lotalnachrichten enthalten die brit: Einige unverbürgte Gerüchte. Hier werdem, dem Tagebl." zufolge, mit größter Vorsicht einige Lokalflatsche Besten gegeben, aber das Blatt wagt nicht, Berlin als den der Handlung zu bezeichnen, und spricht nur von einer en, großen Stadt. Das Bestreben der Neuzeit, möglichst stylvoll" zu den Bers, tritt in besonderer Weise in einem Gewert hervor, das An der Der Stunft eigentlich wenig Berührung hat. Es find die Scheidende Blächter; in den Läden, an deren mit Delfarben geine fleine benen Wänden vordem Rinder und Kalbsleulen, Schinten Serfahrens Würfte das einzige Geschmackvolle waren, bieten sich jetzt g großer Auge fünstlerische Genüffe aller Art dar. Da zieht sich teigender buntfarbiger Fries durch alle vier Seiten des Bithäftslotals, das Sujets des Kunstwerkes ist das Leben, Chaten und Sterber: eines Schweines". Wir sehen es als eigentlich Aufnahme in dem te rechten Ich habe prüft. Bei Se zeigten bnungen; hen Auf urch das Imaler in ufnahmen es Volfes r, der fich besonderes ngen auf och, daß Denkmäler infterberg then ba ibirt und herbe ther in Finan derfelben umme fet Ratalog glich ges dfchriften r diesen erte un if ganzer tift, hat Endlich möglichst geeigneten st wird. choch gswidrige ehmigung arten Frischling mit einigen zwanzig Geschwistern an der Sutter bruft, es jagt auf dem Hofe umber, führt im Stalle ein gemäftetes Dasein und bildet im Schlußtableau die Hauptigur des Schlachtfestes. Andere Maler behandeln mit vielem Seidid und Humor die Schicksale der Wiederkäuer, wobei nige Landschafts- und Weidebilder zur vollen Geltung ge angen; daß Fortuna aus ihrem Füllhorn nichts anderes als geringelte Würstlein pendet, erscheint begreiflich. In en Geschäften find Wände, Fußboden und Ladentisch aus feinsten polirten Marmor, große Pfeilerspiegel verVältigen die Fleischwaaren bis ins unendliche, die Decke Die neuesten Renaissar.cemuster, es fehlt nicht an einer in ftylgerechtem Gehäuse, selbst die Waage hängt an einer Sichen Säule. Einige Firmen suchen ihren Stolz in der dierstraße 33. Auf der Tagesordnung stand: Vorlage eines Lohntarifs und die Nothwendigkeit eines solchen. Ref.: Kollege Brzytulski aus Dresden. Durch den Vorfigenden C. Görlis wurde darauf hingewiesen, daß ein Lohntarif vom hiesigen Fachverein ausgearbeitet und vorberathen, der heutigen Ber fammlung zur Berathung und Annahme vorliege. Dann führte Kollege Przytulsti in einem 1ftündigen, mit großem Beifall belohnten Vortrag die Nothwendigkeit eines einbeit lichen Lohntarifs aus. Da hier in Berlin in unserem Gewerbe thatsächlich hunderterlei Breise gezahlt würden, und dadurch immerfort ein misliches Verhältnis zwischen Meistern und Ges sellen bestände, sei dies Aufgabe der heutigen Versammlung, hier Remedur zu schaffen. Redner tam dann auf die Uebers produktion zu sprechen; er betont, daß hiergegen Front gemacht werden müffe, indem eine geregelte Arbeitszeit eingeführt, die Ueberstunden und Sonntagsarbeit aufhören müsse. Dies Alles tönne durch eine träftige Organisation erreicht werden. Redner ersuchte daher alle anwesenden Kollegen, fich dem Fachverein anzuschließen. Bum Schluß fam Redner direkt auf den Lohn tarif zu sprechen und empfahl denselben zur Annahme. Hierüber entspann fich eine lebhafte Debatte, einige Redner meinten, es set noch nicht an der Beit um thatkräftig durchgreifen zu können, man solle ihnen erst Beweis bringen, daß, wenn der Tarif angenommen würde, auch kein Kollege unter demselben arbeiten würde. Denn wie dieselben darüber dächten, überhaupt ihre Lage zu verbessern, Das zeige die heutige Versammlung und die Mitgliederzahl des Fachvereins. Mit Recht wurden gerade diese Herren in die Schranken zurückgewiesen, indem ihnen vorgehalten wurde, daß fte bei Gründung des Fachvereins geholfen und auch im Vor stand gewesen seien. Zum Schluß wurde folgende Resolution angenommen: Die heute am 1. März in Seefeldt's Lokal tagende öffentliche Versammlung sämmtlicher Töpfer Berlins erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz einverstanden, und ersteht nur eine Verbesserung ihrer materiellen Lage darin, wenn fte den vorgelegten Lohntarif anerkennt und annimmt. Nachdem noch der Referent die Vers fammlung ermahnt, auch das zu halten, was versprochen, gleicherzeit auch bedauert, daß die anwesenden Meister fich gar nicht über den Lohntarif geäußert hätten, wurde die Versamma lung um 2 Uhr geschlossen. Jahre alt, legte eine viel größere Rube an den Tag. Auch Knipper ist eine nicht unangenehme Erscheinung. Er ist etwas größer als Janffens, geht ebenfalls elegant gekleidet und macht, gleich Janffens, den Eindruck eines Gentlemans. Janffens heißt mit Vornamen Gustav; er ist in Lüttich geboren und etwa 50 Jahre alt; er nennt sich Kaufmann; wie verlautet, war er jedoch im eigentlichen Sinne des Wortes Schrift fteller und Beitungs- Korrespondent. Er soll bereits im Jahre steller und Beitungs- Korrespondent. Er soll bereits im Jahre 1879 in Brüffel eine Broschüre unter dem Pseudonym Major Lemiel" veröffentlicht haben. Die Broschüre, die damals ein gewiffes Aufsehen erregte, betitelte fich:" Belgien, Holland und Luxemburg gegenüber Frankreich und Deutsch land"-und war von einem grenzenlosen Deutschenhaß diktirt. Einige Beit nach dem Erscheinen der Broschüre siedelte Janssens nach Köln über und korrespondirte von dort für mehrere belgische Journale. Hier muß er wohl die Bekanntschaft des Knipper und eines Sergeanten, Namens Hermann Schneider, gemacht haben. Lepterer, der in Düffeldorf als Divisions schreiber fungirte, foll an Janssens den Mobilmachungsplan des achten Armeekorps, sowie eine Anzahl anderer Mobilmachungstarten, Festungspläne und weitere sehr wichtige Dokumente ausgeliefert haben, die dieser on die französische Regie rung verkaufte. Knipper scheint hierbei den Vermittler ge spielt zu haben. Die Sache wurde schließlich entdeckt und im Mai 1884 alle drei genannten Personen in Düsseldorf vers haftet. Schneider wurde vor das Militärgericht gestellt, das ihn zu acht Jahren Zuchthaus und den entsprechenden Ehren strafen verurtheilte. Die Untersuchung gegen Janssens und Knipper hat jedoch etwas längere Beit erfordert. Der gegen fie erhobenen Anklage ist der Paragraph 92 Al. 1 des Strafgesetzbuches zu Grunde gelegt, welcher lautet: Wer vorfäglich Staatsgeheimnisse oder Festungspläne, oder solche Urkunden, Aftenstücke oder Nachrichten, von denen er weiß, daß ihre Geheimhaltung einer anderen Regierung gegenüber für das Wohl des deutschen Reiches oder eines Bundesstaates erforderlich ist, dieser Regierung mittheilt oder öffentlich bekannt macht, wird mit Zuchthaus nicht unter zwei Jahren bestraft. Sind mildernde Umstände vorhanden, so tritt Feftungshaft nicht unter sechs Monaten ein." Pünktlich um 9 Uhr Vormittags erschien der Gerichtshof, bestehend aus dem Senatspräsidenten Drentmann( Vorsitzender) und den ReichsGerichtsräthen Schwarz, Kirchhoff, Krüger, Stechow, Petsch, Dr. Spieß, Kienis, Dr. Freiesleben, Dr. Mittelstaedt. Schaper, v. Bezold und Calame( Beifigende). Die Ober- Reichs- Anwaltschaft vertritt: Ober- Reichsanwalt, Whtliche Geh. Rath Freiherr Dr. v. Seckendorff und der erste Reichsanwalt Treplin. Als Vertheidiger fungiren: Juftiarath Dr. Lünzel für Janssens und handlung führt Kanzleirath Schleiger. Präfident Drentmann eröffnete die Verhandlung mit dem Namensaufruf der Ansehr " 1 Ausstattung des Schaufensters zum Ausdruck zu bringen, Juftigrath Stegemann für Knipper. Das Protokoll der Ver lante Knoblauchswürste werden von herrlichen Rosen und amelien befchattet, zierliche ,, Jauersche" find vollständig unter Blauen Veilchen vergraben, während Schlack, Leber- und Blutwurden die Beugen und Sachverständigen in den Saal gerufen. Es find dies 1) der Kaufmann Charles van Esse aus witte zwischen den Zweigen blühender Azaleenbäume schalf ist und deshalb dicht vor den Richtertisch treten muß. Alsdann aft hervorschauen, ja die Pflanzenwelt ist oft so vorherrschend, of Unfundige hinter den Scheiben ein Blumengeschäft ver uthen. Bemerkenswerth ist, wie die Nat. Btg." schreibt, daß Ditignies, 2) der Sergeant im 57. Infanterie- Regiment August ben nach berühmten Mustern renovirt werden oder neu entin der Peripherie der Stadt neuerdings Schlächtereber. 16 a. Durchbrenner. Zwei junge Burschen im Alter von Hiltner aus Wesel, 3) der Handlungskommis Ernst Mester aus Gummersbach, 4) der Sergeant und Bataillonsschreiber Adolph Bläfing aus Deuß, 5) der bereits des Näheren bes zeichnete frühere Sergeant Herrmann Schneider aus Münster, 6) der Hauptmann im Generalstabe der 14. Division Breit Scharley- Grube in Oberschleften, nachdem fie daselbst ihrem baupt aus Düsseldorf, 7) der Major im Kriegsministerium Dienftherrn 90 Mart gestohlen hatten, nach Berlin. Ehe fte Frhr. v. Gemmingen aus Berlin, 8) der Hauptmann Jordan, ber hierher gelangten, war von ihrer Heimath aus die hiesige Ariminalpolizei telegraphisch von der Flucht beider Burschen 9 zur Beit im Kriegsministerium in Berlin, 9) der Premier lieutenant im 68. Infanterie Regiment Kreßmähr II. aus Oberlehrer Denervand und 12) der Schreibverständige 12) der Schreibverständige Arthur Henze( Leipzig). Schneider, ein etwa 26 jähriger Benachrichtigt worden. Gestern Vormittag langten die Burschen Roblenz, 10) der Polizeirath Krüger( Berlin), 11) der Auf dem Schlesischen Bahnhof an, fuhren mit der Stadtbahn Oberlehrer ofort nach dem Lehrter Bahnhof, um von da aus weiter nach Bremen zu reisen. Auf dem Perron des lezteren Bahnhofes Mann, der auch im Gerichtssaale in Begleitung von faffung den fie von einem Kriminalkeamten festgenommen. Bei er Festnahme wurden bei ihnen noch 30 Mart von der ge blenen Summe gefunden. aufgeführt ung ver Faden in iberschreis über 100 lebigli ungere m allein bie Bros unft und ig. Die ben, fon aat übers Itor muß ft, wenn e Bwede eben wer Titel 53 chule der ausweier Staats Beihilfe it einem gheran erlin ihr ufeen an Mitteln Webr eiten ber ht nach Budgets iche De riums en Eins Mart zur m Beug Antrage Bewilli 940 ML eologie, eologie Regie erhoben Antrag efegent Hauen u. f. tv. Abga e Geh iligten, cattom stag a. In Bezug auf den vorgestern verhafteten Nusseu Cappa erfahren wir eine zweite von ihm begangene Ausin einem Bigarrengeschäft der Königstraße erklärt. Vor diesem reitung, welche den von uns gestern erzählten Erzeß desselben e war Leppa in einem Frühstückslokal in der Poststraße, Der et an den fervirenden Kellner mehrere Worte in polnischer russischer Sprache richtete. Der Kellner verstand ihn nicht zwei mit geladenen Gewehren bewaffneten Soldaten erschien, sah sehr elend aus. Der Zeuge Mester erschien in Begleitung eines Transporteurs im Sträflingsanzug. Was Mester be gangen, war nicht zu erfahren. Nachdem der Beugenaufruf erfolgt war, erhob sich der Reichsanwalt Treplin mit dem Be merten: Er habe einen Antrag auf Ausschluß der Deffentlichteit zu stellen. Der Präfident fordert das Publikum auf, fich zu entfernen. Nach wenigen Minuten wird der Saal wieder geöffnet und es verkündet Präsident Drentmann: Der Gerichtshof bat beschloffen, während der ganzen Dauer der Verhandlung Die Deffentlichkeit auszuschließen, da durch die Deffentlichkeit der Verhandlung der öffentlichen Ordnung Gefahr drohe. Wie werden, wahrscheinlich wird aber nur der Tenor des Urtheils in öffentlicher Sigung bekannt gegeben werden. and vermochte ihm die wohl gewünschten Speisen und Ges inte nicht zu bringen. Hierauf trat Lappa an den Kellner an, spulte diesem ins Gesicht und warf eine Drei- Rubelnote verlautet, wird das Urtheil am nächsten Sonnabend gesprochen uf den Fußboden des Lokals. Nach diesem befremdlichen Betemen entfernte fich Lappa eilig, und begab sich nach dem gartengeschäft in der Königstraße, wo er die von ihm( wahr einlich unbewußt) fortgeworfene Drei- Rubelnote vermigte und den Lehrling des Diebstahls verdächtigte. Lappa scheint fin höchft exaltirter, wenn nicht gar geistesfranker Mensch zu fein. Soviel bis jegt über seinen jeßigen Aufenthalt fein Logis in hieftgen Hotels gewechselt. Der oben erwähnte mittelt werden konnte, hat er seit voriger Woche täglich Beliefert bat, hat die Bestrafung des Lappa wegen des AnN. Ein bissiges Pferd hat am geftrigen Tage in der Schönhauserstraße einer Dame, die später als eine Frau A. elens beantragt Domte refognoszirt wurde eine anscheinend recht schwere VerSoziales und Arbeiterbewegung. ( Fortseßung aus dem Hauptblatt.) Die englischen Gewerkschaften bekanntlich etwas ganz anderes als die Hirsch Dunder'schen Gewerkvereine un feligen Angedenkens- find allmählich zu imposanten Organis fationen herangewachsen. Der neuefte Bericht des Chief Registrar der Hilfskaffen( Friendly Societies) giebt für 1883 die Bahl der Gewerkschaften( Trade unions) auf 210 in England und Wales an, dieselben verfügten über ein Vermögen von 529 587 Pfund Sterling( also weit über 10 Millionen Mark, da 1 Pfund Sterling= 20 Mart) und über ein jährliches Einkommen von 358 286 Pfund= 7 Millionen Mart. Sie dreifen, wurde die Dame von dem Thiere, das vor einem zählten 249 653 Mitglieder. In Schottland waren 14 Gemertund fich Den hr. Im Fachberein der Kürschner( Grenadierstr. 33) hielt am Montag der Reichstagsabgeordnete eine einen Vortrag über die Schweiz Der Vorsitzende, Herr Jahnuß, berichtete dann über den Erfolg, den seine Thätigkeit bei den Kollegen in Hamburg gehabt. In Betreff der Lohnverhältniffe berichtete er, daß dieselben in Hamburg bedeutend beffere seien, als in Berlin, weil die Kollegen fich dort nicht, wie es in Berlin noch geschieht, eine die Löhne herabdrückende Konkurrenz machen. Nur die eine große Konfektionsfabrik, Die vorzugsweise Frauen und Mädchen beschäftige, mache eine Ausnahme; dieselbe zahle niedrigere Löhne, wie sie in Berlin nicht vorkommen, z. B. für ein Dugend Hasenfellmuffe 75 Bf. Referent schloß mit dem Wunsche, daß die Berliner Kürschner in Bezug auf die Lohnbewegung hinter den Hamburger Kürschnern nicht zurückbleiben mögen. Die an das Referat fich anschließende Diskussion, an welcher sich außer dem Refe renten die Herren Schmidt, Berger, Reimenthal, Hische, Stone u. A. betheiligten, bezog fich faft ausschließlich auf die Frage, in welcher Weise der die Löhne herunterbringenden Konkurrenz, welche durch die billigere Frauenarbeit im Kürschnergewerbe in viel größerem Umfange, als in den anderen Gewerben, ben männlichen Arbeitern gemacht wird, mit Aussicht auf Ers folg entgegengewirkt werden könnte. Keine der Ansichten, die ausgesprochen wurden, fand allgemeine Bustimmung. Der Vorfigende schloß die Diskussion mit der Bemerkung, daß vor Allem durch Verkürzung der Arbeitszeit die Löhne, auch die der ,, Mamsella", in die Höhe gebracht werden müssen, da, wenn die weibliche Arbeit fast ebenso hoch im Preise sein würde, wie die der männlichen Arbeiter, die Arbeitgeber dieser den Vorzug vor jener geben würden. Herr Stone verlas ein Schreiben des Bentralvorstandes des Verbandes der deutschen Tischler, in welchem derselbe alle freien gewerblichen Vereine auffordert, dafür Sorge zu tragen, daß eine an den Reichstag zu richtende Betition( welche die wesentlichen Forderungen des Arbeiter schußgesetz- Entwurfes enthält) möglichst viele Unterschriften ers lange. Für ein Vereinsvergnügen, welches am 28. März im Lokale Grenadierstraße 33 stattfinden soll, wurde ein aus fünf Mitgliedern bestehendes Komitee gewählt. ver hfs. Zum Kongreß der deutschen Buchbinder und verwandten Berufsgenossen, welcher am 4., 5. und 6. t. M. in Offenbach a. M. stattfindet, wird auch der hiesige Unterstüßungsverein der Buchbinder und wandten Berufsgenossen, als stärkste Buchbinders Organisation Deutschlands, Delegirte entfenden. In der neuesten, äußerst zahlreich besuchten Mitgliederversammlung des Vereins am Montag Abend in der Alten Jakobfraße 75 wurde wieder über die Stellungnahme zum Kongreß debattist und bes schloffen, die zu Delegirten gewählten Herren Joft und Roh mann mit der Vertretung des Vereins auf dem Kongreß zu beauftragen. Bei der auf dem Rongreß zu begründenden Bentralorganisation wird es fich, wie aus den gepflogenen Des batten hervorging, hauptsächlich um die Hebung der sozialen Lage der Berufsgenossen handeln. Wenigstens nimmt der Berliner Unterſtüßungsverein 2c. sehr entschieden in diesem Sinne Stellung. Durch geeignete Anträge auf dem Kongreß will man es dahin bringen, daß in Bukunft sämmtliche Arbeiter ber und einschlägigen gewerblichen indus nur Die Arbeits Brotwagen gespannt war, plöglich in den Oberarm gebiffen schaften eingetragen, mit 16 891 Pfund Vermögen, 12 394 Lftr. ftiiellen Berufszweige selbstständige, zwar derart, daß es der Dame selbst nicht möglich war, aus den Zähnen des Pferdes zu befreien. Erst mit Hilfe anderer Bersonen konnte Frau D. aus der ebenso schmerz, Bibor Kap, Herausgeber der Korrespondenz Der Fortschritt", ift, wie die Poft" berichtet, gestern von der Polizeidirektion Ausweisungsbefehl. Dem österreichischen Journalisten Bu Charlottenburg, wo er wohnhaft ist, der Befehl seiner Ausweifung mitgetheilt worden. 11 Gerichts- Zeitung. Landesverraths- Prozeß kontra Janssens und Genossen. Leipzig, 2. März. Vor dem Forum des vereinigten eiten und dritten Straffenats des Reichsgerichts hatten sich fährlicher Einnahme und 12 940 Mitgliedern. In Jrland waren 22 Gewerkschaften regiftritt, mit 3 088 Litr. Vermögen, 7 697 str. Jahreseinkommen, und 3160 Mitgliedern. Ueber die größten Gewerkschaften giebt der offizielle Bericht folgende Bahlen: Mit Vers Jährliche Einnahme Pfd. Lftr. 72 946 54 639 10 129 zabl. Vereinigte Keffelschmiede und Schiffsbauer( Newcastle) 29 546 Vereinigte Zimmerleute( Man chester) 22 839 Londoner Buchdrucker 5 850 glieder mögen Pfd. Lftr. 108 545 61 617 12415 4020 10 900 29 475 33 318 14 326 37 044 14 203 18 791 36 600 34 709 12 000 12 936 10 791 6 636 34 288 19 630 34 558 11016 Bereinigte Spigen- Arbeiter ( Nottingham) Northumberländer Bergleute ( Manchester) chester) Durhamer Bergleute. West Yorkshire Bergleute Deute der Kaufmann Janssens und der Geschäftsmann Knipper Vereinigte Baumwollspinner gen des Verbrechens des Landesverraths zu verantworten. Gs batten fich nur wenige Zuschauer und einige Beitungs- Vereinigte Schneider( Man Berichterstatter in dem sehr eleganten Gerichtssaalejeingefunden. Ctma 10 Minuten vor Beginn der Verhandlung wurden die Angellagten in den Saal geführt. Janssens ist von mittlerer Statur; ein wohlgepflegter schwarzer Vollbart umrahmt sein Beficht, das auf den ersten Blick eine gewiffe Intelligenz erkennen fließen. Im Reichsgericht giebt es teine Anklagebant, sondern Robiftühlen, bicht neben ihren Vertheidigern, Play, so daß Der Untundige zwischen Vertheidiger und Angeklagten nicht zu unterscheiden vermag. Jansens nahm auf Veranlassung des Daß wir in Deutschland sobald ähnliche Biffern erreichen, baran ist leider nicht zu denken. Schon der Umstand tam den englischen Gewerkschaften zu gute, daß fie von Auflösung der Bünfte an bereits wohlorganifirt dastehen, und so als Kristal nehmer umfaffende Organisationen bilden. Leider gebe es, so wurde in der Disfuffton betont, noch immer eine An zahl von Städten, in welchen die Prinzipale, weil sie einige Pfennige zur Reiseunterstügungstaffe zahlen, in der Ver waltung derselben das große Wort führen und fich als allein maßgebend aufspielen. Als Kardinalfrage für den Berliner Verein werde, wie alle Redner übereinstimmend betonten, immer Die Anerkennung der Allgemeinen deutschen Buchbinderzeitung" ( das biefige Fach- und Vereinsorgan) als Organ des Bentrals verbands zu betrachten sein, da das genannte Blatt vom Berliner Verein mit großen Opfern geschaffen worden sei, um die Intereffen der Gesammtorganisation zu fördern. Der Ent wurf eines Zentralverbandsstatuts fann erst gegen Ende dieses Monats in die Hände der Berufsgenossen gelangen, daher wird es erst dann möglich sein, zu den speziellen Plänen der Derzeitigen Kartellverbandszeitung( in Stuttgart) präziser Stellung zu nehmen, was jezt noch unthunlich sei. Von der Wahl einer größeren Anzahl von Delegirten zum Rongreß glaube man absehen zu können, weil es hauptsächlich ja doch auf das moralische und intellektuelle Gewicht der Vertretung antomme. Zentral Kranken- und Sterbetasse der Tischler und verw. Berufsgenossen Berlin A( äußere Louisenstadt). Die Beitragssammelstelle Lübbenerstraße 6 ist verlegt und haben die Mitglieder, welche dort bezahlen, ihre Beiträge in der Die Angeflagten nehmen dem Gerichtshof gegenüber auf feinen lisationspunkt für weitere Buwüchse dienen konnten. Es ist ja Wrangelstr. 109 bet Herrn Böttcher zu zahlen. Dberjetretärs, Ranzleirath Schleiger, auf einem dieser Stühle liftengeset und ähnl unüberwindliche Hindernisse größerer Blag, 30g fich seine Glaçeehandschuhe aus und musterte den Saal und das Publikum, ganz besonders aber die anwesenden Bertreter der Breffe, nicht als ob er wegen eines Verbrechens Dor Gericht stände, das das Strafgesetzbuch mit Zuchthausstrafe bebrobt, sondern als ob er fich in irgend einem Theater be fande. Janffens schien sehr guten Muthes zu sein. Seinen etwas ganz anderes, ob man Organisationen neu aus dem Boden stampfen, oder bereits bestandene nur erweitern und ausbilden muß. Ferner find unsere Vereinsgefeße, das SoziaArbeiterverbindungen. Aber auch an den deutschen Arbeitern selbst liegt vieles, und fte könnten sich wohl zu einem kräftigeren Gemeinfinn aufraffen. Vereine und Versammlungen. Eine öffentliche Versammlung für sämmtliche Töpfer lich ungeftümer Weise mit einer Anzahl Fragen. Der zweite Berlins( Meister und Gesellen) tagte am Sonntag, den Angeklagte Anipper, Geschäftsmann aus Birkenfeld, etwa 40 1. März, Vormittags 10 Uhr, im Seefeld'schen Lokale, Grena Tageslifte Tagesliste der Königl. sächsischen Landeslotterie. Biehung vom Dienstag, den 3. März. ( Ohne Gewähr!) 871( 250) 742 6 652( 250) 139 563 747 124 142 675( 250) 928( 500) 333 520 195 641 751 363 714 244 62( 300) 334 ( 250) 512. 1743 768( 250) 866 729 226 831 86 681 720 121 174 455 46 824( 250). 2587 102( 250) 371 544 844 168 274 630 848 445 375 85 202 877. 3862 217 960 631 14 70 762 754( 3000) 810 590( 300). 4657 308 145 480 276 219 90 3 188( 250) 632 285 970 153 71 667 884. 5216( 250) 84 351 211 354 249 809( 500) 139 180( 250) 296 337 595 661 334| 302 508 470 460 929 417 823 787( 250) 821 355. 6756 24 523 348 998( 250) 605( 250) 575( 300) 116 795( 3000) 199 269 162 52 317. 7652 906 345 996 133 620 470 708 512 142 713 38( 300). 8283 247 165 977 666( 250) 181 349 21 301 23 674 625. 9945( 300) 957( 1000) 624 207 798 28 68 99 149 113 921 295 348 299 635 826 683 506 749 499( 500). 10258 373 291( 250) 998 669 745( 250) 77 893 457 398 584 395. 11617 94 573 519 724 275 526 993 83 810( 250 114 827 727 430( 250) 697. 12000 283 334 450 926 586 518 812 608( 1000) 101( 1000) 882 335 709( 250) 189. 13489 630( 250) 894 566 362( 250) 414 251 355( 300) 959 882( 250). 1472( 250) 630 951( 300) 314 255 90 946( 250) 554 701 904 597 460 558 361 253 769. 15695 630 63 657 426 698 526 271 235 706( 300) 754 360 508 542( 250) 442 16960 267 615 705 523 28 315 585 186 851 638 616 218 ( 300) 146( 5000) 648 249 586. 1794 952( 3000) 891 661 448 163( 250) 618 681 264 6 756 710 43( 300) 602 696. 18662( 250) 528( 300) 550 733 963 676 887 150( 250) 824 ( 500) 623 384 715. 19862 421 697 600 82 105 880 829 151 581 820 134 348 926 36 288 624( 300). 20821 728( 250) 99 215 422 928 118 817 990 602 ( 1000) 48. 21733 724 349 881 916 784 329( 250) 439 854( 1000) 995 87 800 165 492 638 585( 250) 194( 250) 931 262 842 691 225( 250). 22 548( 250) 505( 250) 194 214 581 961 441 904 570 890 460 233( 300) 131 621( 300) 345 880. 23000 506( 250) 112 671 195 286 215( 250) 974 528( 1000) 426 109 69( 500) 260 271( 250) 579 325. 24544 81 900 706 609 125 541 761 512 336 87( 250) 35 947 93 928 537. 25792 735 307 356( 250) 413 826 742 897 523 994 542. 26655 659( 250) 390( 500) 903( 1000) 484( 300) 61 470 746 124 439 771 804( 250) 879 237( 250) 611 542 ( 250). 27525 475 624 530 188 967 667 603 699 210 52 880 334 277. 28731 248 19 458 266 685 766 570 821 51 241 412( 300) 991 472 62 443. 29828 936 208 856 298 176 654( 250) 483 888 605 572 103 702( 300) 105 756 636 960 186 59 51. 30859 97 176 332 145( 250) 639 138 431 484 286 649 123 551. 31501 766 864 76 328 111 404( 300) 984 706 713 647( 250) 336. 32755( 250) 479 86 267 619 394 741( 250) 115 463 422 669 78 299 731 137 733 623 357. 33589 225 128 240 280 354 658( 250) 248 492 552 117 109 272( 250) 46. 34714( 500) 639( 300) 967 36 239 58 972 324 477( 250) 872. 35223 267 618 592 736( 300) 458 108 786 217 222 657 511 147. 36748 570 524 241 673 25. 37696 27 533 753 99 957 300 545 306 630. 38676 903( 300) 525 817 ( 300) 237 916 900 122 959 997 422 30( 250) 348 430 872 558 52. 39413 133 891 866 974 323 705 937 480( 300) 383 919 325( 250) 285. 40679 317 384( 10000) 752 738 927 138 964( 300) 564 ( 250) 432 689 742( 250) 359 497 777 115 580. 41796 510 542 617 658 682( 300) 110 63 557 947 441 444( 300) 103 380 768 616 936 363 781( 250). 42135 80 475( 250) 681 367 512 923 428762 626 96 714 125 917 667 482 396 44 944 415 382 525 536 50. 43410 73 679( 250) 636 485 785 275( 250) 132 360 967 476 181 71. 44826 554 656 55 19 831 764 149( 250) 135 381 285 206 70 702. 45363 486 465 218 810 257( 300) 812 252 127( 250) 448 69. 46529 725 767 832 182 469 70 647 751 959 287. 47992 290 551 986 941 928 602 283 600 558 177 441 324 526 310 199( 250) 219 570 689( 250) 781. 48155 464 890 97( 250) 888 18 687( 300) 193 569 88 341 587 907( 250) 348 856( 250) 937 218 971 49908 165 541( 250) 648 718 697 660 701 988 745 678 979 721. 212 938 583 39( 250) 904 640 52 408 34 617 78 704 509. 58337 896 793 1 84( 250) 19 24 646 860 137 561 325 738 603 289 528 971 478 753. 59791 838 91 165 364( 300) 443 414 913( 300) 981( 250) 381 750 132 308 150. 60871 766( 250) 29 522 397 594 420 35 62 971 856. 61225 88 908 557 730 39 168 530 54 427 768 14. 62273 25 577( 1000) 472 600 503 373 345 535( 250) 144 754 340. 63005 253( 250) 317 491 856 712 63 636 943 51 791 337 770. 64432 79 572 745 347 705 961 545 76 415 923 570 10 128 483 675 152 481 988( 250) 374( 250) 713. 65375 133 915 129 293 243 205 932 327 517( 250) 903( 250) 315. 66623 891 432( 300) 54 62 911 468 219 459 611( 300) 230 ( 250) 8 624 917. 67230( 3000) 406 625 194( 300) 597 219 471 436 355( 250) 121 527 100 279 543 377 651 561 928 261( 1000) 771 456 746 520 463. 68676 408 763( 250) 352 53 215( 250) 588 718 437 957 275 395 663( 250) 85( 300) 238 903( 500). 69648 946 553 548( 250) 822 16 44 308( 250) 603 852 21 21 520 78 197 985. 50400 494 493 524 285 7 985 741 896 768 46 166 127 ( 250) 342 941 146( 30 000) 352 476 343. 51582( 250) 429 54 748( 300) 349 585 948 689 198 434 230 338 796 733 712 273 208. 52495 437 308 69 258 438( 1000) 774 289( 250) 283 663 227 848. 53815 569 725 20 172 209 669( 250) 412 560 739 371 553 58( 300) 62 537 116. 54073 805 713( 250) 142 552 863( 500) 608 109 78. 55539 508 109 470 818 198 381 702 320 197 549 794 493 801( 250) 924 219( 250). 56097 584 524 727 662 548 156 388 813 334 53 317 227( 15 C00) 254( 250) 855. 57049 757 690 Theater. Königliches Opernhaus. Heute: Der Trompeter von Säffingen. Königliches Schauspielhaus. Heute: Alfibiades. Deutsches Theater. Heute: Viel Lärm um Nichts. Bellealliance- Theater. Heute: Ein gemachter Mann. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Heute: Gasparone. Central Theater: Alte Jakobstraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Deute: Der Walzer- König. Refidenz- Theater: Direktion Anton Anno. 70129 27 944 878 526( 300) 880( 250) 287 683 457 607 ( 300) 47( 250) 516 771 194 533 169 571 39. 71059 783 43 523 480 99 746( 250) 422 481 532 106( 1000) 548 357 232 404 588 982 368 976 970 124 249. 72424 886 26 700 39 254( 300) 209 854 771 828 309 558 73 118 749 806 606 620. 73710 299 834 423 547 702( 300) 810 416( 5000) 172 432 554. 74107 11 947 580 256 182 585 374 614 872 951 898 723 806 503 262. 75312 746 727 173 726 629 111( 250) 816( 300) 282 898( 50 000) 776 930( 1000) 133( 500). 76711 561 972 884( 250) 126 59 545 687( 300) 464 187 791. 77700 897 923( 250) 364( 300) 275( 250) 501 836 819 648 261 961 345 451 371 481( 250) 814 375 619 ( 1000). 78650 13 639 329 617( 500) 909 568( 5000) 373 450( 300) 222 616 548 333 327 188( 300) 670. 79340 84 132 755( 500) 600 403 671 881 94 333 480 571 668 854 Deute: Zum 14. Male: Der Vergnügungszug. Hierauf: Die Schulreiterin. Walhalla Operetten- Theater: Heute: Der Feldprediger. Louisenstädtisches Theater: Heute: Fünftes Gastspiel der fleinen Marguerite( Ameritas Liebling). Ein Taupenichts. Vorher: Aus dem Volke. Oftend- Theater: Deute: Die zwei Waisen. Wallner Theater. Deute: Die Sorglofen. Vittoria Theater. beute: Sulfurina. Alhambra Theater. Heute: Die Räuber auf Maria Culm. Arbeitsmarkt. Goldemann, Dresdenerstraße 75. 205 121. 80751 691 360 692( 500) 970 549 48 953 294 400 145 482 667. 81209( 500) 706 523( 250) 840 444 512 744 63 963( 250) 918 617 590( 500) 919 48( 500) 468 365. 82584 604 64 647( 250) 762( 300) 30 108 505 963 850 232 61 67 361 109 726 938 887 857. 83411 42 568 416 333 807 864 883 491( 3000) 138 2 671 130( 250) 80 751. 84684 13 273 604 994 260 53( 250) 882 259 201 214 610 40. 85504 483 ( 250) 362 789 69 607( 250) 205 179 806 24( 300) 216 539 906 713( 250). 86191 122 368 201 575 830 633( 250) 969 660 406 432 453 762. 87275 838 665 135 991 754 676 237 301( 250) 605 16 760 156 133( 300) 409 173. 88731 267 568( 250) 597 863 63 816 871( 250) 595( 250) 635 591. 89142 35 388 110 953 357 501 59 659. gung des Thrones und des Vaterlandes geweiht, und we baffelbe um einen fleinlichen Bwist einsett, beweist, daß fich seiner ernsteren Bestimmung nicht bewußt ist und nig bie sittliche Haltung zu behaupten weiß, welche auf Sittlichkeit und wahrem Ehrgefühl beruht. Ich verlange von den Dffiter Korps, daß sie durch eine wechselseitige Auffiat auf das Benehmen ihrer Kameraden Aussprüche ungefst teten Betragens verhindern und Streitigkeiten auf angemessene Att durch Burechtweisung der Parteien, schlichten, nöthigenfalls auch von der ihnen in Meiner Verordnung vom 15. Februa 1821 wegen der Ehrengerichte gegebenen Befugnisse Gebrau machen und Schuldige vor dieses Forum ziehen. Ein Offizier Korps, welches durch zweckmäßige Behandlung solcher Ehrensachen Duelle verbannt, wird sich ein Recht auf ein Wohlwollen erwerben und darthun, daß ein Geist wahrer Ehre in ihm wohnt. Ich mache es demnächst auch den Vor gefeßten ganz besonders zur Pflicht, durch Wachsamkeit und Belehrung dem verderblichen Vorurtheil entgegen zu arbeiten. Wer ihren Warnungen fein Gehör giebt, ober gar seinen Gegner auf Pistolen fordert, den werde Ich bie Strenge des Gefeßes empfinden lassen, und ohne alle Schonung soll derjenige behandelt werden, der durch vorsätzliche Be legung des Anstandes oder freche Beleidigung den Anreiz zum Bweilampf giebt. Kleine Mittheilungen. Köln, 2. März. Die Kunde von dem Einsturz des Dom hotels veranlagte eine ganze Völkerwanderung nach dem Dom plage, und die erfte Frage, welche man beim Anblid be Trümmerhaufens stellte, war, ob Menschenleben durch die Ka tastrophe zu Grunde gegangen find. Wie man indeß alsbalb vernahm, war das Hotel rechtzeitig geräumt worden, wen allerdings auch für Manchen das Verlaffen des Hauses mit dem Einsturz desselben zusammentraf. Das Domhotel ist da älteste der Stadt und innerlich und äußerlich start antiquid; trozdem war dasselbe wegen se ner herrlichen und bequemen Lage fast allabendlich besetzt, so auch in der verfloffenen Nacht. Die Kellner fiellten eben die Tabledôte für zirka dreißig Gäft fertig, als sie durch ein unheimliches Geräusch an den Wänden des Speisesaals zur Flucht gemahnt wurden. Zum Güld be saßen die Hotelbediensteten Geistesgegenwart genug, im Hause befindlichen Gäfte Aum Schleunigen alle Vers auf der Tuppe laffen des Hotels zu veranlaffen. Keine Bite ftunde mochte vergangen fein Draußen erschien todesbleich in wildester Hast noch eine englische Familie mit ihren Habseligkeiten bepackt, als ein furd f barer Krach erfolgte. Nachdem die Staubwollen zertheilt hatten, zeigte es fich, daß das Hotel, glüdlicher weise in sich, gänzlich zusammengeflürzt war. Die bro henden Umfaffungs- Mauern wurden Don ber fofort herbeieilenden Feuerwehr niedergerissen und augenblicklich i ganze Hotel Inventar ist vernichtet, da das Haus bis in die Keller zusammengestürzt ist; Betten, Sophas, Spiegel, Silber geräthe, die erheblichen Weindeftände, kurz Alles liegt in einem wilden Chaos durcheinander. Chaiselongues 2c., welche man aus den Trümmern zieht, gleichen einem wüsten Knäuel von 90148 902 539( 500) 861( 300) 470 500 129 237 749 416 831 964 879. 91680 714 667 347 780 536 193 527( 250) 354 702 420 767 171 817( 250) 949 786 241 247( 300) 73 344( 250) 887. 92418 939( 250) 368 671 798 56 691 358 314( 500) 410 927( 250) 444 407 651. 93721 396 30 952 880 468 263 299 561 52 251( 250) 409( 250) 122 133( 300). 94598 266 630( 250) 241 748 556 921 872 251 375 223( 300) 338( 250) 597 517 713 603 365 271 83 84u. 95041 51( 250) 748 147 169 713 914 246 730 242 710 703 538. 96655 251 342 442 832 136( 250) 15( 500) 133 595 101( 1000) 743 357 ( 5000) 130( 300) 623( 500) 381 631 6 265 166 945 996 27. 97001 546 967 783 862 703( 250) 7 50( 300) 785 79 968 ( 500) 488( 300) 85 407. 98255( 250) 569 281 588 807 254 418 396( 300) 942( 300) 116 844( 250) 895( 300) 866. 99939 807( 300) 296 781 181 740 123 58 775( 250) 818. Vermischtes. Ar. erscheint Berlin f Bostabon en be fai gel 雄 im nächsten Frühjahr gänzlich niedergeriffen werden, und an deffen Stelle sollte ein imposanter Neubau sich erheben, u welchem die Pläne bereits fertig vorliegen. Wegen der Antwer pener Ausstellung wollte der Hotelbefizer sich in diesem Jahn das Geschäft nicht entgehen lassen, deshalb verschob er den Neubau Zum Duell. Was König Friedrich Wilhelm III. Fis 1886. Nur den Anbau, einen alten Ronzertsaal, ließ u vom Duell der Offisiere gehalten hat, zeigt folgende Kabinets bereits fürzlich niederreißen, um zum nächsten Winter b Ordre, welche derselbe am 13. Juli 1828 erlassen hat: Ich neuen Saal zur Disposition zu haben. Die Fundamentirungfe habe mit steigendem Mißfallen bemerkt, daß die Duelle in der Arbeiten zu diesem Neubau scheinen indeß das alte Haup Armee eher aus als abnehmen. Im lezten Jahre sind dem Vor- gebäude zu Falle gebracht zu haben. Inwieweit den Baumeifier urtheil, zum Theil um elenderKleinigkeiten willen, oder eine Baubehörde an der Katastrophe die Schuld mehrere Dpfer gefallen, der Armee dadurch hoffnungsvolle wird die Untersuchung wohl demnächst festzustellen Offiziere entriffen und Schmerz und Kummer in die Familien Bur Nachtzeit wäre die Affaire ficher von entsetzlichen Folgen gebracht worden. Das Leben des Offiziers ist der Vertheidi- begleitet gewesen. en gros. Cigarren- u. Tabak- Handlung Fritz Goercki Berlin SO., Admiralstraße 40( frühere ,, Linde.") trift fil g baben fel en détail mil faf ma Import echter Havanna, Lager aller Sorten Rauch- und Schnupf tabake. Reich assortirtes Lager echt türkischer, ruffischer und amerikanischer Cigarretten und Tabake. Echt Nordhäuser Rautabate. Den geehrten Interessenten dieses Blattes, besonders den Mitgliedern des Arbeiter- Bezirksvereins der Rosenthaler Vorstadt empfehle meine Filzschuh- und Pantoffel- Fabrikate en gros. en détail.- Solide Preise. Streng reell. A. 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Druck und Verlag von Max Babing in Berlin SW. Beuthstraße 2. 405 bli not bei 8m 9nd 108 beitrugen Berbacht bat. gewesen mich neb Rodenbu daß es Bitte." S Herrn B baß ich Reben, Mi B im Schl Er entlaffen Thür zu Jo Boben 1 Zone ar „ A Berman 9" 6 " 3" genomm ich babe babe ei jungen