JneiP unftiS von- .?a«M lang es, Seint» m trau« knS als ä ditiii : wurde ; Bahix Ät seine w kon« I lautet äüigung lJiall zu )! inuten Kothen ten und lSwerthe zat eint Rr. 56 Sonmbend, 7. März 1885. n. Jahrg. MI erlimrVMlM Brgan für die Interessen der Arbeiter. 4 Das„Berliner Volksblatt" scheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für jkriin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Wfwbonnement 4 Mk. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags-Nummer mit illustt. Beilage 10 Pf. I.(Eingetragen in der Postzeitungspreislist« für 1885 unter Nr. 746.) Jnsertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen- Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angmommen. Arbeitsmarkt 10 Pf. bis 4 Uhr Ä" 644 Redakti»«: öcutl|Hrnlic 2.— Grpeiiiti»»: Zimmrrkrahc 44. 'S, Dil fc Der heutigen Nummer liegt für«usere auswärtige« Nwueule« die Nummer 14 des„JllustrirteS EountagS- <2' bei.______ �beits�eit uvd Sonntagsarbeit der Laden- lkhilftu und Ladenmädchen in England. Es ist bedauerlich, wie wenig die Völker, trotz alle» P internationalen Verkehrs, von einander lernen. Die« politischen Fehler, welche andere Nationen uns vor- stacht haben, machen wir ruhig wieder nach, auch wenn L anderen Nationen ihr Vorgehen längst als schädlich er» k'M haben. Da« zeigt fich auch wieder gegenüber der Kation für gesetzliche Einschränkung der Wochentags» " SonntagSarbeit bei den Kaufleuten. . Daß die Lädm und Komptoir« heute, besonder» in t n. Großstädten, länger offen sind, al« nothwendig ist, be- k�Uet im Ernste niemand mehr. Aber bestritten wird mit L, Lanzen Ingrimm egoistischer und parteiischer Verblen» 1/8. die Ansicht, daß zur Verhütung der Ueberarbeit die L'y Vereinbarung, sei«s zwischen Geschäfts» �haber» unter sich, sei«S zwischen Geschäftsinhabern und b»a m°uf die Dauer nicht genüge. Das Zirkular 2*««eins Berliner Kaufleute und Industrieller, welche» . in der Dienstagsnummer beleuchteten, findet die For- gesetzlichen Einschreiten» sehr bedauerlich, und auch «scheine sie wohl vielfach al« eine maßlos übertriebene. fo,®t1u9 man nothwendig habe, zur Lösung der erwähnten K dem Prinzip zur Selbsthilfe abzugehen, da» *7!®,e. Ersahrungen Englands beweisen, in dem eine ... �kbeit der Kaufleute unbekannt sei, obwohl kein Gesetz «neu Zwang ausübe. > derartige Hinweise verrathea»ine bedaueruSw rthe Un- ?»tniß der englische Zustände. Gerade in England ß nämlich die Bewegung für ein gesetz- »'che« Vorgehen gegen die übermäßige � b e i t« z e i t äußerst lebhaft; e« find au« den �»lischen Läden und Komptoir» fast ebenso schlimme Fälle � unmenschlicher Ausbeutung bekannt geworden, wie seiner- ™ aus den Fabriken; die Anschauung, daß nur noch der schliche Zwang helfen könne, ist seit dem Scheitern aller ?klbsihjlf�tlsuche mehr und mehr durchgedrungen, und»« 'it nicht da» erste Mal, daß dem englischen Parlament sogar J ausgearbeiteter Gesetzentwurf in diesem Sinne vorgelegt Me,»je die» augenblicklich wieder seitens de« bekannten �John Lubbock geschehen ist. Und die englischen liberalen Gitter, stehen dieser Bewegung durchaus nicht femdlich �»'Nüder, sondern unterstützen dieselbe sogar vielfach. ». Zunächst einige Mittheilungen über die Dauer der itSzeit der männlichen und weiblichen Ladengehilfen in Ht*. Uo •ntott*.] Ieuil'Leton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dux. (Forsetzung.) haben El« von der Hanv gewieien, �yre orrant- und wenn da« Schlimmste eintritt, Ihr. frühe« Ende. Sit«ne Folge Ihrer Leichtgläubig!,»t, Ihrer Schwäche. � haben Hilf« dort gesucht, wo man eigennützig mtrigmrte, 5* haben die Hand zurückgewiesen, die sich uneigennützig � Zur Rettung anbot." w e. 6,1''(E* wollte Geld von mir erpressen. Ich habe ihm w#tn wollen, aber er hat e» hinterher abgelehnt." "�»her glauben Sie da«?". �, WNzMiMM Wfft Ihre» Arzte« geholt hatte. . i'®* schrieb diesen Brief?- Warum erhielt ich ihn England. Viele Geschäfte werden um 7'/« Uhr morgen« eröffnet und erst nach 10 Uhr geschlossen, so daß 14V: Stunden täglicher Arbeit die Regel bilden. Sonnabend« tritt oft erst um Mitternacht der Schluß ein. Dabei wird in den meisten Läden streng darauf gesehen, daß sich die Mädchen und Gehilfen nicht setzen, außer während der Pausen, die 20 Minute» für das MittagSessen und 15 Minuten für den Thee betragen— wenn diese Zeit durch vorsprechende Kunden nicht auch noch unterbrochen und ge- kürzt wird. Von Jahr zu Jahr sind diese Zustände schlimmer ge- worden. In einem Bericht de«„Verein« für zeitigen Ge- schäftSschluß"(Carly Closing Association) heißt eS:„Zwölf Stunden täglich, wovon zwei Stunden auf Mahlzeiten und Erholung entfielen,— also zehn Stunden wirklicher Arbeit, war nach Vorschrift und Gebrauch alles, was ein Herr für den täglichen Lohn früher verlangen konnte. Während eines laugen Zeitraums ist eS so gehalten worden. Aber in unseren Städten, und besonders in unserer Hauptstadt, ist dieser richtige Brauch immer mehr außer Uebung ge- kommen, bis nunmehr fein« Verletzung die Regel, feine Be- folgung die Ausnahme geworden ist.... Diese That- fachen hat unser Verein ans Tageslicht gezogen. Al« er zuerst seine überraschenden Enthüllungen macht«, glaubte man ihm nicht. Der Verein hat aber Beweise in über- raschender Fülle erbracht." Wenn man bedenkt, daß die Läden meist schlecht ventilirt sind, daß die Luft mit Ab« fällen und Staub durchsetzt und durch die vielen Gas- flammen erhitzt ist, so wird man vielleicht dem hervor- ragenden Mediziner rechtgeben, der für London die Zahl der vorzeitig durch Ueberarbeit sterbenden Ladengehilfen auf jährlich 1000(von zirka 100 000) schätzt und weiter annimmt, die_. den Folgen ihrer übermäßigen Anspannung zu leiden. E« ist also allgememem anerkannt, daß die Laden» gehilfen über ihre Kräfte hinaus angestrengt werden. Ueber die Mittel zur Abhilfe war man aber lange Zeit streitig. Der„Verein für zeitigen GefchäftSschluß" erstrebte, durch freie Vereinbarung zwischen den Geschäftsinhabern die heutigen Mißstände zu beseitigen. Er hat auch manche Erfolge zu verzeichnen, sie haben aber niemals lange vor- ehalten. Immer und immer wieder hat e« sich gezeigt, aß die entgegenkommenderen Geschäftsinhaber, selbst wenn sie die Mehrheit in ihrer Branche bildeten, ihr« Läden wieder früher öffnen und später schließen mußten, wenn auch nur wenige Konkunenten die alte Geschäftszeit bei- behielten. Sie mußten es thun— au» Furcht, daß ihre Kunden sonst zu den weniger skrupulösen Konkurrenten gehen würden. Diese« Scheitern der Bestrebungen, die ß 3000 bis 4000 jährlich erkrankt und siech in math reisen, um zu sterben oder ihr Lebenlang an „Fritz Rodenburg schreibt an mich! D, reden Sie, wo« schreibt et!" „Er liefert Ihnen den Beweis, daß Sie ihn völlig verkannt haben.— Hören Siel „„Diese Zeilen schreibt der Sohn Ihres Bruder», der zugleich ein Arzt ist,"" so beginnt der Brief.„„Ich kam in Ihr Haus, um Ihnen meine helfende Hand zu bieten: Sie haben mich hinau«gewi«sen, mit rasfinirter Beleidigung hin- ausgewiesen."" „Ich habe ihn nicht hinauSgewiesen," fiel Rodenburg ein.„Ich wollt« ihn sprechen, wollte ihn sehen, wollt« ihm die Hand zur Versöhnung reichen,— doch da hörte ich, daß sein Kommen keinen anderen Zweck habe, als Geld- erpressung, und tief betrübt und enttäuscht verzichtete ich darauf, ihn ,u sehen.". „Hören Sie weiter, damit Sie mne werden, wer Sie getäuscht hat, und wie Sie getäuscht wurden: „„Sie boten dem, der uneigennützig, lediglich durch seine Pflichttreue geleitet, zu Ihnen kam, eine Geldsumme dafür, daß er da« Versprechen gebe, nie mehr Ihre Schwelle zu überschreiten."" m, „Ha, welch schändliche Lüge I" rief Rodenburg.„Ich hätte ihm eine Geldsumme geboten? Emmy sagte m'r, er sei gekommen, sie zu fordern. Und ich hätte ihm da» Ver- sprechen abgenommen, nicht mehr meine Schwelle zu über- treten?— D, wie wird e« Licht vor meinen Augen I Mein guter, treuer Neffe, Du kamst, uneigennützig mir zu helfe»! O, durch ein vollständige« Lügengewebe ward ich bettogen, und wurdest Du gekränkt und hinauSgewiesen." „Sehen Sie e« ein, Herr Rodenburg?... Sie den noch mehr überzeugt sein... doch hl Herrn Neffen weiter:_.,.,,. „„Gut, ich gebe Ihnen drese« Versprechen, wiederhole aber, daß ich weder so nachlässig, noch so gewissenlos bin, Sie trotzdem nicht zu warnen vor den Händen, welchen Sie sich anvertraut haben."" t, „Welch' ein Edelmuth l... Trotzdem, daß er mich hassen, mich verachten muß... nach dem, wa« er in mei» nem Hause erfahren... warnt er mich und giebr mir seinen Rath." wer- wir Ihren fich auf dem Wege der freien Vereinbarung hielten, hat allmählich eine andere Richtung verstärkt, welche den all- gemeinen früheren Schluß der Geschäfte durch allgemeinen gesetzlichen Zwang herbeiführer will(the shop honrs labour league). Die neue Liga gedenkt im Parla- ment einen Gesetzentwurf durchzubringe», der in Waaren» lägern und Läden die Beschäftigung junger Personen unter 20 Jahren auf zwölf Stunden täglich beschränkt, wobei die Zeiten für Frühstück, Mittagessen und VeSper- brot eingeschlossen sind. Vor sechs Uhr morgens soll kein Laden geöffnet, nach 8 Ubr keiner geschlossen werden. Nur einmal in der Woche kann die Geschäftszeit bi« 10 Uhr ausgedehnt werden. Anderseits soll aber einmal in der Woche nur sieben Stunden(zwischen 6 Uhr früh und 5 Uhr nachmittag«) gearbeitet werden, so daß jede Woche ein halber Feiertag eintritt. Junge Leute unter 20 Jahren, dürfen Sonntag« nicht beschäftigt werden. Weitere Be- stimmungen sorgen dafür, daß die Läden gut ventilirt werden und daß die Ruhepausen keine Unterbrechung er« leiden. Aehnliche Vorschläge sind früher schon von einigen Fa- brikinspektoren angeregt worden. Ferner hat vor etwa einem Jahre Lord Stanhope einen ähnlichen Gesetzentwurf de« Parlament unterbreitet, augenblicklich Sir John Lubbock. Es handelt sich also nicht etwa bloS um die Bestrebungen einiger nicht maßgebenden Phantasten. Kürzlich trat da» „verbreitetste liberale Blatt der Welt", die„Daily New»", für die Einführung eine« gesetzlichen Normalarbeitstage« in den Läden ein:„Die erwerbSthätigen Mädchen brauchen und verdienen Schutz und Ermuthigung. Da eine Verbin- dung zu gemeinsamem Handeln bei ihnen nicht in Frage kommen kann, so können sie nur geschützt werden durch Ausdehnung der Fabrikgesetze und durch strenge Durch- führung nach der Ausdehnung.... Die Männer sind nicht besser daran. Warum werden Putzmache- rinnen und Näherinnen durch die Fabrik- akte vor Ueberarbeit bewahrt, während die Verkäuferinne» derselben Branche ohne jeglichen Schutz gelassen werden?"— Wa« man also in England al« verfehlt aufgiebt, da« sollen wir jetzt bei un« nochmal« versuchen— natürlich mit derselben Aussicht auf Erfolg. Wem unsere eigenen Er» fahrungen nicht ausreichen, der sollte doch wenigsten» au» der Erfahrung Anderer lernen,— und diese Erfahrungen beweisen in England, dem Lande der regsten Selbsthilfe, nicht, daß die freie Vereinigung zum Ziele führt, sondern gerade im Gegentheil, daß die freie Vereinbarung gegen allgemeine Mißstände nicht««»«zurichten vermag. Wir berichtigen an dieser Stelle gleich einen Druck« „Und nun erst die Warnung selber und der Rath l Hören Sie l— Ihr Neffe schreibt: „„Hütrn Sie sich, Herr Rodenburg, vor Ihren Freun- den, welche mich zum Bundesgenossen ihrer Agitationen zu machen wünschten, eine Bunde»genosienschaft, welche ich zurückgewiesen habe."" »Ist e» möglich!... Wie konnte ich so verblendet sein r „„Hüten Sie sich vor dem Arzt, den man Ihnen giebtl Derselbe ist em Schurke, wenn nicht der unwissenste Stüm- per in seinem Fache."" Rodenburg blickte den Leser des Briefe« erschreckt an. Trotz seiner Schwäche richtete er den Kopf ein wenig empor. Wilhelmi fuhr im Lesen fort: „„Ich habe die Rezepte und Medikamente gesehe« und au« ihnen Ihre Krankheit und die Kurmethode erkannt. Ihre Krankheit ist Hypochondrie, Ihre Kur aber Veraif- tung."" „Wie... Wäre e» möglich?... O, nein, nein, e« ist n,cht denkbar!... Sem Haß gegen die Amberg'« führt ihn vielleicht e,n wenig zu weit... Vergiftung I Ne,n, nein, da»»st nicht möglich!.. So schlecht find sie nicht. „Ihr Nisse scheint aber seiner Sache sehr gewiß zu fem. „„Nehmen Sie vor allen Dingen nicht die Morphium» tropfen; sie führen Sie sicher in einigen Monaten de« Grabe zu."" „Sie habe« mich dem Grabe zugefühtt... O, Fritz, Fritz, warum war ich so verblendet, warum mußte ich da« mal« so schwach sein, mich täuschen zu lassen I Warum folgte ich nicht der Stimme meines Herzen«, welche mich, trotz der Lügen, welche man mir über den Zweck Deine« Kommen» sagte... aufforderte. Dich dennoch zu sehen." „Da«, was Ihr Neffe für S,e that, den Rath, welchen er Ihnen ertheilte, trotz der Beleidigung, welche er, freilich ohne Ihre Schuld, in Ihrem Hause erfahren, ist um so höher anzuschlagen, als er keine eigennützigen Zwecke verfolgt... Der Schluß de» Briefe« ist nicht fehler in dem geftrigen Leitartikel der Beilage. Der eigentliche Name des nationalökonomischen Schriftstellers Marlo war ,, Winkelblech", nicht„, Winkelbach“. Politische Uebersicht. " 1 Folgen der Getreidezölle. Als ein besonders schwer. wiegender Einwand gegen die Erhöhung der Getreidezölle ift von uns so schreibt die ,, Nat. Brit." von Anfang an betont worden, daß dadurch lediglich zum Vortheil der augenblidlichen Grundbesitzer das Mißverhältniß zwischen Ertrags und Kaufwerth gesteigert würde; jeder Räufer oder Unternehmer eines Gutes werde die Steigerung der Rente durch Erhöhung dee Kornzölle im Kauf- respektive Uebernahmepreis zu bezahlen haben und alsdann genau so daran sein, wie die bisherigen Befizer vor der Bollerhöhung. Die Schles. Btg.", ein konservatives Blatt, welches bei sonst äußerst gouvernementaler Haltung auf diese Gefahr ebenfalls hingewiesen hat, konstatirt, daß die befürchtete Wirkung be reits eintritt: sowohl von Instituten, als von Privaten find Hypothekenkredite zu dritter und vierter Stelle, die noch vor wenigen Wochen verweigert waren, nach der Abs stimmung über die Kornzölle gewährt worden. Aus zwei benachbarten Provinzen wird ferner gemeldet, daß für Güter Preise, die von den Kaufluftigen bis dahin zu hoch bes funden waren, nunmehr gewährt worden sind." Darf man fich da wundern, daß die Klagen über die nothleidende Landwirthschaft nie verstummen? Gewiß nicht! Denn der neue Befizer hat Tausende mehr für das Grundstüd gegeben und diese Tausende sollen nun auch ihre Früchte tragen. Schließ lich findet eine nochmalige Erhöhung der Hölle statt und das Grundstück wird dann wiederum mit Profit verkauft. Unter solchen Umständen befindet sich der letzte Inhaber immer in einer Nothlage, er wird Mühe haben, ein dem Kaufpreis ent sprechendes Aequivalent zu erzielen. Die Nothlage der Landwirthschaft tann daher nicht als Argument für die Erhöhung der Ko.nzölle benugt werden, denn diese Notblage" ist für einen großen Theil der Grundbefizer permanent vorhanden und wird wie Figura zeigt um so größer werden, je mehr fich auf Grund erfolgter Bollerhöhungen die Spekulation des Grund und Bodens bemächtigt. Schlimm ist, daß das Boll die Reche bezahlen muß. % Im Reichsamt des Innern arbeitet man jest, wie offigiös verlautet, in Fühlung mit den Innungsvorständ ben an der Schaffung eines Reichs InnungsAmtes. Die Konftituirung eines Reichs- Jnnungs- Verbandes und als Unter. Abtheilungen von Kreis Jnnungs- Verbänden soll sich daran schließen, welche unter Beseitigung der gemischten Innungen die Handwerksmeister desselben Gewerbes in einem ganzen Kreise zusammenfaffen sollen. Der Genehmigung des Reichs Jnnungs- Amtes durch die Majorität des Reichstags soll man sicher sein.(!) Die geftrige Situng des Bundesraths hat den Silberinteressenten eine unangenehme Ueberraschung bereitet. Der Bundesrath hat die ihm von dem Reichskanzler überwiesenen 126 Petitionen von Verbänden landwirthschaftlicher Vereine nicht einmal als zu einer Verweisung an die Ausschüffe geeignet erachtet, sondern sich damit begnügt, die selben zur Kenntniß zu nehmen, wobei er sich eines vor nicht langer Zeit gefaßten Beschlusses über eine Eingabe des Kons greffes deutscher Steuer- und Wirthschaftsreformer erinnerte, ber dahin ging, daß der Bundesrath aus den dargelegten Gründen keinen Anlaß entnehmen könne, eine Aenderung der deutschen Münzgefezgebung herbeizuführen. Die Matrikularbeiträge( Beiträge der einzelnen Staaten zu den Bedürfnissen des Reiches) betragen nach den Beschlüssen für 1885/86 anstatt 123 440 377 M. nur 120 192 333 D., also 37 774 768 M. mehr als 1884/85. Die Erhöhung des preus ßischen Beitrags beläuft sich auf 22 466 533 M.( anstatt 24 584 641 M.), für Baiern 4 907 522 M.( 5 125 284.), Sachfen 2448 314 M.( 2 679 170 M.), Württemberg 1809 288 Mart( 1 891 426 M.). Der Bericht der Reichsschulden- Kommission ist dem Reichstage zugegangen. Nach demselben betrug der Bestand des Reichsinvalidenfonds am Schluffe des Rech nungsjahres 1883/84 an Reichsanleihen, Anleihen deutscher Bundesstaaten, Bahnprioritäten, Kommunalanleiben 516 769 614 Mait, überbaupt 521 141 471 M. Die an die Reichshauptkasse abgelieferte Binseneinnahme betrug 22 275 514 M., der Zuschuß des Staates zu den erforderlichen Ausgaben betrug 6 453 440 Mart, gegen den Voranschlag 767 064. weniger. Der Be stand des Festungsbauford betrug zu Ende 1883/84 39 023 085 M. Der Fonds für Errichtung Reichstagsge= bäudes hatte Ende 1884 einen Bestand von 22 441 294 M., Ende 1884 besaßen die genannten 3 Fonds 573,1 Millionen M. an Effekten, darunter 202,3 Millionen M. Kommunalanleihen, 247,4 Millionen M. Anleihen des Reichs und deutscher Staaten. Bis zum Schlusse des Etatsjahres 1883/84 wurde Reichsanleihe im Betrage von 365 731 219 M. emittitt. Die Vers zinsung der 4proz. Reichsanleihe erfordert einen Betrag von 14,0 Millionen M. Jm Rechnungsjahr 1883/84 waren freundschaftlich, aber er spricht deutlich genug aus, daß nicht selbstfüchtige Absicht Ihren Neffen leitet.' Ich verlange feinen Dant, so schließt der Brief, weber Ihr Geld noch Ihre Freundschaft." ,, D, welches Unrecht habe ich auf mich geladen! Wie foll ich's gut machen? D Fritz, wärst Du in diesem Augen blick hier, ach, Du würdest mir verzeihen, würdest mich nicht aus diesem Leben scheiden lassen, ohne Deine Verzeihung erhalten zu haben. Welche Bosheit! Welche Intri guen! Welche Heuchelei!" Mit einer wahren Seelenangst ergriff er Wilhelmi's Hand. Mein Freund, jegt glaube ich auch nicht mehr an 155 Millionen M. Schagscheine ausgegeben, und zum Schluffe des Etatsjahres waren 45 Millionen M. noch nicht fällig. An Reichstasien scheinen waren beim Schluffe des Rechnungsjahres 1883/84 im Umlauf 144 845 570. Es wird zum Rückzuge geblasen. Nachdem die ,, Nordd. Allg. Zeit." in der legten Zeit fich in den schärfsten Redewendungen gegen die englische Regierung gewandt und auch Der Reichskanzler in seiner legten Reichstagsrede Worte in Be zug auf das Verhalten der englischen Regierungsmänner ge brauchte, die das Verhältniß der deutschen zu der englischen Regierung als sehr gespannt erscheinen ließen, produzirt jest das bekannte offiziöse Organ einen Artikel, der als ein Rückzug Rede, welche der Reichskanzler am legten Montag im Reichs von diesem Wege erscheint. Es heißt in dem Artikel:„ Die tage gehalten hat, wird nicht nur von ausländischen Blättern, sondern auch von unserer Oppofitionspreffe auf die Tendenz zurückgeführt, dem Ministerium Gladstone die Existenz zu erschweren und zu seinem Sturz beizutragen. Daß dies eine willkürliche Entstellung der Wahrheit ist, wird jedem llar werden, wenn er die Rede lieft. Dieselbe enthält nicht ein Wort über Herrn Gladstone und sein Minifterium. Das Motiv der Rede er giebt fich auf das Deutlichste aus ihrem Inhalt, als das Be dürfniß, zu verhüten, daß befreundete und benachbarte Regie rungen, mit welchen das gute Einvernehmen zu erhalten die deutsche Politik erfolgreich bemüht ist, nicht durch die Ent stellung der Thatsachen, wie sie von englischer Seite aus gegangen und in der Presse verbreitet sind, in ihrem Vertrauen zu der Zuverlässigkeit der deutschen Bolitit irre gemacht mers den. Die Erfindung, daß der Reichskanzler Egypten einfach den Engländern angeboten habe oder ihnen gerathen habe, es zu nehmen, ist nicht zum ersten Male jest aufgetaucht, aber boch zum ersten Male in der amtlichen Form ministerieller Reden und Depeschen. Wenn es wahr wäre, daß der Reichstanzler in diesem Sinne die englische Regierung beDas Ver arbeitet hätte, so müßte dadurch natürlich trauen bei allen ben Regierungen, deren Interesse durch die englische Annexion Egyptens verlegt worden wäre, wesentlich erschüttert werden, also in erster Linie bei der Pforte, über deren Reichsgebiet ohne fie verfügt worden wäre; dann aber auch bei Frankreich, bei Rußland und selbst bei Defter reich. Alle Mächte sind vertragsmäßig bei der Integrität des türkischen Gebietes interes irt, und es muß ihnen daran gelegen sein, daß nicht Theile desselben von anderen Großmächten ein feitig annettirt werden. Es war demnach für den Reichsfanzler geboten, den englischen Veröffentlichungen gegenüber ben wahren Sachverhalt klarzustellen, um den nachtheiligen Folgen vorzubeugen, welche fich aus einer Entstellung hätten entwidein müffen. Das Motiv der Rede des Fürsten Bismard liegt so flar zu Tage, daß man dasselbe ohne die Ab ficht der Entstellung taum verkennen tann."- Die ,, Germania" bemerkt dazu: Wenn wir somit der Nordd." glauben, daß das Motiv der Rede des Reichskanzlers flar zu Tage liege, dürften wir doch wohl fragen, was die starken Angriffe der Nordd." gegen das englische Kabinet zu bedeuten haben. Oder find es bloße Stilübungen eines angehenden Journalisten ge wesen?" Belgien. 11 Arbeitslohne Herrschaft auf die Dauer gefallen laffen, es wird, sobald den Hebel in Geftalt des gleichen Wahlrechts befigt, diesen apfiehlt aud setzen und aus seiner Mitte heraus Männer wählen, die wede betont, daß e Dem Beitrag den liberalen noch den klerikalen Humbug unterstü rachten, bar werden. in erster Reib Der Kar geftellt. Großbritannien. betr. Die Herg Schulgebäude des Stadtv. Die Et Dem Falle von Khartum scheint derjenige Kassala nachfolgen zu sollen. Auf eine Anfrage im englisches Unte hause mußte Lord Fizmaurice, der Unterstaatssekretär de Auswärtigen, bestätigen, daß die Garnison von Kafala a 2. Februar einen Ausfall versuchte, bei welchem fie 28 Di siere und 632 Mann verlor. Der Entsag von Kaffala, füden Bentu er hinzu, bereitet ohne die Hilfe befreundeter Stämme großro 1. April Schwierigkeiten, da die Stadt in so großer Entfernung Doch befchlie der Küste liege, nämlich 56( deutsche) Meilen von Suakin und Des Magiftra 58-59( deutsche) Meilen von Massowah. Oberst Charmf 1 M. auf 95 Der Gouverneur von Suatin, fei angewiesen, feinen gan mäßigt werde Einfluß bei den befreundeten Stämmen aufzubieten, um bib Nach ein selben dafür zu gewinnen, der bedrängten Besagung age, betreffer Kafala Beistand zu leisten und jede andere, ihm g dünkende Maßregel zu diesem Zwecke zu ergreifen. Staffan der K Reuen Fried Die zweitgrößte Stadt des Sudan, liegt etwa halbwegs ammlung be Maffowah nach Khartum, nahe der Stadt beginnt die Wi Es folgt doch ist die nähere Umgebung wohl bebaut; am Horizont blickt man die aby finischen Gebirge. Hier pflegten die Zierbung und der taramanen für die zoologischen Gärten Europas Station bezieht. Dief machen. Die Stadt liegt auf einem schroffen Berge, die Straf wiefen. zu ihr führen durch schwierige Bergpäffe. Der Liberalismus pfeift in Belgien auf dem legten Loch. Bei jeder Nachwahl zu den gefeßgebenden Körperschaften er leiben die Liberalen schwere Niederlagen und jedes Mal gehen Die Klerikalen als Sieger aus dem Wahlkampfe hervor. Die legte Wahl eines Deputirten in Verviers, einer durchaus liberal gesinnten Stadt, wo der flerikale Kandidat mit 27 Stimmen flegte, hat die Klerikale Majorität in der De putirtenkammer abermals verstärkt. Dieselbe zählt jett 87 Kleritale und 51 Liberale. Das Ministerium verfügt damit über eine Majorität, wie fie noch keins vor ihm besessen und da das Land bei jeder Nachwahl zu Gunsten der Klerikalen entscheidet, so fühlt sich die Regierung, da die Bevölkerung mit ihr ist, wie der Staatsminister Nothomb in der gestrigen Generalversammlung der katholischen Vereine ankündigte, nicht nur dadurch konsolidirt, sondern auch dazu berufen, die Aera der Wiederherstellung herbeizuführen". Der Bürgermeister von Brüssel, Buls, erklärte im Gemeinderath, daß die Stadt, obwohl ihr ein Jahreszuschuß von 400 000 Frcs. für Schulen durch den Staat entzogen worden ist, öffentliche Arbeiten im Werthe von 5 800 000 Francs jest ausführen läßt. Uns ist der Rückgang des Liberalismus ganz erklärlich, denn eine Partei die nicht Fisch noch Vogel ist, und deren ganze Bravour fiets darin bestand, die Forderungen der arbeitenden Bevölkerung niederzutreten, tann in den breiten Volksschichten auf die Dauer tenen Anhang behalten. Damit soll freilich nicht gesagt sein, daß die klerikale Partei dem Bolt etwas Befferes bieten wird. Der Ausspruch des jezigen Belgischen Ministeriums, daß das Voit mit ihm sei" ist durchaus trop allem äußeren Scheine unberechtigt, denn das Wahlrecht ist in Belgien an Bedingungen geknüpft, die zu erfüllen ein großer Theil des Volles nicht im Stande ift. Würde das gleiche Wahlrecht vorhanden sein, so wären gewiß andere Wahlresultate zu verzeichnen. Das Frohlocken der Klerikalen ist verfrüht, das Bolt wird sich ebenso wenig wie die liberale auch die tleritale Es währte nicht lange, so waren die Ambergs und Charlotte im Krankenzimmer. Kommunales. Den Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom 5. März Vorsteher Dr. Straßmann eröffnet die Sigung 58/4 Uhr mit einigen geschäftlichen Mittheilungen. Unter anwesenden Stadtverordneten befindet sich auch der au wiesene Stadtv. Ewald. Derselbe hat das freie Gele welches ihm von der Polizei zur Wahrnehmung eines Te mins auf dem Kriminalgericht ertheilt worden war, gleichzeitig dazu benugt, um seine Funktion als Stadtverordneter einm wieder auszuüben. auf Die Vorlage wegen Freilegung der Urbanftraf findet ohne Debatte die Zustimmung der Versammlung, Grenadierstraße 39 und Hirtenstraße 12 zur Verbreiterung Auch mit der Erwerbung der von dem Brunbide Hirtenstraße erforderlichen Barzelle erklärt sich die Verjam lung einverstanden. der Strecke zwischen der Grimmstraße und der Schönleine Es folgt der Etat für die Verwaltung Wasserwerte pro 1. April 1885/86. bes Des Daffelbe Neubau eine Grundstück S bau eines G Bantitraße 9 Ohne D ur Freilegu De SchloßStart erroorb Bei Ge Saben ber pricht Stad Reparatur Betragen wir Schlick trats vor, he Berliner Auf An ammlung, nächst ab heben wird Schluß Derfelbe wird na kurzer Debatte dem Etatsausschuß überwiesen und demfelb auch eine vom Stadtv. Dopp beantragte Resolution Sachen der Kohlenpreise und Kohlenbezüge zur Vorberathu überlassen. Dagegen erklärt fich die Versammlung fest fch damit einverstanden, daß der jegt giltige Waffertarif auch und da in 1 das Etatsjahr 1. April 1885/86 infraft bleibt. 1885/86. Stadtverordneter Dr. Jrmer verweist dara g. Red einiger Beit ber Charlot Straße zu S Charlottenb Es folgt der Etat für die Kanalisation werte und die Verwaltung der Rieselfelder pro 1. die Spundefp daß der Buschuß, den die Stadt für die Kanalisation leisten habe, noch jährlich steige und es eine Ungerechtig sei, diesen Buschuß aus dem allgemeinen Steuerfäde decken. Redner hält auch eine Erhöhung des Kanalifatit er verlor beitrages für nothwendig und plaidirt für eine Annahm Etats der Kanalisation in den allgemeinen Haushaltsetat sei eine Ungerechtigkeit, daß Diejenigen, die nicht a partizipiren. De Kanalisation angeschlossen find, an den Zuschüffen für die Stadto. Spinola hält eine Verquid Dieses Etats mit dem allgemeinen Etat so lange nicht f läffig, als das Unternehmen der Kanalisation nicht abgefchlof ift. Die Ueberweisung des Etats an den Etatsausfu hierauf befchloffen. Mit dem Etat ist folgender Antrag bunden:" Die Stadtverordneten Versammlung erlä bracht werde." Stadto. Ewald fritt für eine extlar d Erhöhung mit Argusa von der Be Seite wage leicht wegen geübt werde aus, da bet damit einverstanden, daß der Kanalisationsbeitrag mit 1 des Nugertrages von den in den verschiedenen abil Syftemen an die Kanalisation angeschloffenen Grunden für die Etatsperiode 1. April 1885/86 zur Ausschreibung ge der Arbeitslöhne für die bei der Reinigung der Kanalisations Einfluß nach dieser Richtung hin geltend zu machen.- Stadta rohre beschäftigten Arbeiter ein und bittet den Ausschuß feinen Bellermann tommt bei dieser Gelegenheit nochmals dat auf zurück, daß der Kanalisationsbeitrag von 1 pet. zu 1 drig sei. Er glaube, es sei doch Beit, diese finanzielle Frat ernstlich ins Auge zu faffen und zu erwägen, ob das D statut nicht so zu ändern ist, daß die einzelnen Bürger übermäßig belastet werden. nie nidt am besten Durch wohner des weiterer Fo Ein Theil Einschätzung bureau geri fchuldigung Mädchen d teit, eine Miether, be auf fein Ei leben, beich Recherchen Denunziatio fervirte das bier lediglic fucht hervo Deffen bat ungen no templarisch Das 1 Stadto. Dr. Kürten if Anficht, daß über die Höhe des Kanalisationsbeitrages in die Saale schon hinlänglich debattirt worden ist, und antwold dem Stadto. Ewald, daß die Kanalisationsverwaltung nur der Verwaltung der fertigen Kanäle beschäftigi fet und a Dhne die erstaunten Gefichter zu beachten, und ob auf Ambergs Geberde Rücksicht zu nehmen, der fich fell als wollte er hinzuspringen und es verhindern, daß i helmi die Schächtelchen und Flaschen an fich nahm, fed er dieselben in die Tasche und entfernte fich. Die Amber Emmy heuchelte Schrecken und Schmerz. Sie jam merte und schrie, wollte ihm bald die Pulver reichen, bald die Tropfen, und begann, als sich die Lippen nicht mehr öffneten, laut zu flagen. D, er ist todt! Mein theurer Onkel ist todt!" " Er hat ausgelitten!" sagte Amberg... Habe die Güte, Martha, und hilf mir ihn aufrichten. hinter dem waren wieder mit dem Sterbenden allein. Sechsundzwanzigstes Rapitel In London, der Riesenstadt, in welcher brei Million Riffen soll der Schlüffel liegen, den ich nach seiner Be Menschen jeden Tag aneinander vorübergehen, ohne ftimmung an mich nehmen soll." Noch ehe Frau Amberg sich dem Kranken näherte, zu kennen, jener Stadt, welche eine Welt im Kleinen in diesem Straßenlabyrinth, unter diesem Menf Lucie's Schuld. Auch das wird Tüde, Intrigue ihrer und hob den Kranten mit Ambergs Hilfe in die Höhe. Zuflucht gesucht, als er das Schloß M'Donuil um der Forderung nachzukommen, war Emmy hinzugeeilt, gewoge, da hatte Felix O'Brian, der Geächtete, Berfolg Feinde gewesen sein. Es ist noch nicht zu spät, ich will ein anderes Teftament machen... aber die Amberg's dürfen es nicht wissen. Noch heute ändere ich das Testa ment... Schreiben Sie das Fritz... Schreiben Sie es Lucie." Ich werde Ihren Neffen von Ihrer Sinnesänderung benachrichtigen," sagte Wilhelmi ,,, und ich billige Ihren Ents schluß, das Testament zu ändern zu Gunsten der rechtmäßigen Erben, welche Sie verkannt hatten, welche man verleumdete, gegen welche man intriguirte. Noch ist der Notar im Schloffe anwesend; schieben Sie das Teftament nicht zu weit hinaus, wer weiß, ob Sie später noch die Kraft haben werden, den guten Vorsatz auszuführen." Ja, mein Freund, rufen Sie den Notar. Rufen Sie ihn. Ich will noch heute..." Seine Stimme wurde immer schwächer. Er sant zurück in die Lehne des Stubles. Raum hörbar murmelten seine Lippen: ,, Laß mich nicht sterben... .. Ich muß ja gut machen. Ich kann nicht mehr H Seine Augen schloffen sich. Regungslos lag er da, und seine abgemagerte Gestalt, sein eingefallenes Gesicht, feine tiefliegenden, hohlen Augen gaben ihm das Anfehen eines Zobten. Derselbe schob feine Hand hinter das Kissen und mit Haft fuchte er nach dem Schlüffel. Ah hier! Ich habe ihn!" Eben wollte er die Hand zurückziehen, da stieß Emmy einen lauten Schrei aus, und auch Amberg. Der Kranke öffnete die Augen. Seine Lippen bes wegten sich. Man hörte ihn mit leisem Flüstern sagen: Es ist noch nicht 8cit!" faft. Der Schrecken lähmte Herrn Amberg und seine Nichte Der Schlüffel entfiel seiner Hand. Er fuhr zurüd wie vor einem Gespenst. Der Kranke schloß wieder die Augen. laffen hatte. Bünger, b den Fleisch Mitt bon Strab gegangen, zu derfelbe eintreten batte Feliz Dor aller fortgefent. Noch town Auff genb hatte Bettlerin in das Ge fig! D, wie entseglich elend, wie unglücklich fühlte er h Jezt erst ward er erinnert, daß er allein auf der Welt f jett empfand er den Fluch, der auf dem Geächteten rub Auf seine Veranlassung war Strahlenau nach Deutfchlan zu seinen Freunden gereift. Er war allein zurüdgeblieben. meb So hatte er es gewollt, obgleich ihn Strahlenau als einmal gebeten hatte, fich nicht allein feinen tribe Gedanken, seiner Verzweiflung zu überlaffen. Er hatte darauf bestanden, baß er seine Nachforschung eine Zeit lang allein fortseßen wolle, und nur mit Wi Fräulein Emmy, wollen Sie nicht Herrn Rodenburg ftreben hatte sich Strahlenau darin gefügt, fich von i einige von den Tropfen einflößen!" fragte Charlotte. Da öffnete Rodenburg von Neuem die Augen, und in diesen glanzlofen, halbgebrochenen Augen lag ein Ausdruck des Zornes, des Vorwurfs, den Emmy nie in seinem Antlig gesehen. zu trennen. 8wed. Felix Rodenburg hatte babei freilich einen anber Ich kann es nicht verantworten," hatte er fich gefag ,, daß mein Freund Max, der junge Mann, dem das Lebe Seine Hände, die kraftlos auf der Lehne des Sessels mit allen seinen Freuden winkt, dem das Glüd ber Bi blüht, dem die Welt voller Hoffnung ist gelettet ift an Wilhelmi näherte fich dem Tisch, auf welchem die mein trauriges Geschid. Ich muß auch noch ben lept lagen, machten eine abwehrende Bewegung. Medikamente standen. " Herr Amberg und Sie, Fräulein Amberg, müssen 洽 Schmerz ertragen, mich von ihm zu trennen, dem Einzige ber mir treu geblieben! Vater und Mutter verloren Wilhelmi glaubte im ersten Augenblicke in der That, damit ich dessen sicher bin, daß er fie nicht erhält, nehme loren Ich muß auch die Freundschaft verlieren! wissen, daß Herr Rodenburg diese Medizin nicht mehr nimmt; Elternliebe verloren! Ehre verloren und Liebesglad ver daß er todt fei; er öffnete die Thür und rief Hilfe herbei. ich dieselbe einstweilen zu mir." geht nicht anders 1" Borsicht u lerin war Ronaten Rabt zurid Ein Bewachung Wefen, da auch diese einen Blic mer, bas men bas Gol " Ift " So Salon?" wort. J 12 Der Stuhl, fti benten, u Stimmun Er Bfnete un Ich tenb Thr ifter." Auf d b, sobald beitslöhne c. feinen Einfluß habe. Stadto. Singer st, biefen flebit auch seinerseits die Anregung des Stadtv. Ewald und Die web font, daß er zu denjenigen gehöre, welche ein Festhalten an unterftüs Dem Beitrag von 1 pet. für alle Ewigteit nicht für geboten rachten, da nach seiner Meinung die Vortheile der Kanalisation efter Reihe allerdings den Hausbestgern zu Gute tommen. Der Kanalisationsbeitrag wird hierauf auf 1 pet feft eftellt. Ein anderer mit dem Etat verbundener Antrag, er die Hergabe von Land zum Zwede des Neubaues eines Schulgebäudes an die Gemeinde Falkenberg wird auf Antrag des Stadtv. Dr. Kürten dem Etatsausschusse überwiesen. Raffala ifcher Unte fetretär d Raffala a fte 28 Dif affala, figh tämme gro fernung vo Die Etats, betreffend den 3entral Viehmarkt, Den Bentral- Schlachthof und die Fleischschau 1. April 1885/86 geben gleichfalls an den Etatausschuß, doch beschließt die Versammlung schon jezt auf Antrag Sualine Magistrats, daß das Salamtgeld für ein Schwein von Shermfi . auf 95 Pf., die Schaugebühr von 90 Bf. auf 75 Bf. er inen gangigt werde. ten, um bis Nach einem Referat des Stadto. Solon über die Vorfagung Do age, betreffend den Verkauf einiger durch Kaffitung der Straße ihm gu An der Königsmauer" und durch Verbreiterung der Raffala Reuen Friedrichstraße gewonnenen Parzellen, stimmt die Verlbwegs o t die Wimmlung der Vorlage ohne Debatte zu. Horizont n die Thie Station Es folgt eine Vorlage des Magiftrats, welche sich auf die Gewerbung eines an der Straße 58, zwischen der Liebigstraße und der Broskauerstraße belegenen Grundstücks- Romplexes Die Straf icht. Dieselbe wird einem Ausschuffe zu Borberathung überDiefen. tärz Sigung ber ausg freie Bele Unter den eines Te gleichzeitig neter einmal Daffelbe ist der Fall mit der vorliegenden Stizze zum Reubau einer Gemeinde- Mädchenschule nebst Turnhalle auf dem Grundstück Auguststraße 67/68 und mit dem Projekt zum Neubau eines Gymnaftums mit Nebengebäuden auf dem Grundstüc Banfftraße 9/12. Des worden, ist durch die bisherigen Trichinofis- Erkrankungen noch nicht erschöpft. In Dalldorf ist die verehelichte Bübner Forft, welche häufig bei dem Förster Bünger in Forsthaus Rebberge arbeitete und auch bei dem Schlachten des Schweines beschäftigt war und von dem Fleisch gegessen hat, ebenfalls an Trichinofis ertrantt. Förster Bünger selbst, sowie deffen Ehefrau, find gleichfalls erkrantt. bemerkte er nun, wie der Angeklagte, die Linke unter einem auffallend großen Tuche verborgen haltend, fich, wie von den hinter ihm Stehenden gedrängt, unmittelbar vor einen Herrn stellte und mit der Rechten sich an deffen Uhrfette zu schaffen machte. Der Koup mußte wohl mißlungen sein, benn der Beamte bemerkte gleich darauf, daß der Herr nach wie vor im Befiße der Kette verblieben. Nach wenigen Mis nuten sah er den Verdächtigen das auffällige Manöver wieder holen, in demselben Augenblick bemerkte der Lettere aber auch, daß er beobachtet wurde und begab sich eiligst hinaus. Der Beamte folgte ihm aber und brachte ihn zur Haft. Im Termine betheuerte der Angeklagte in gebrochenem Deutsch, aber unter den lebhaftesten Geftitulationen seine völlige Unschuld; er sei ein armer Handelsmann, der im Begriffe stehe, nach Amerika auszuwandern, er habe in Berlin Station ge macht, lediglich aus Liebe zur Kunst die Oper besucht und set nun dem verhängnißvollen Jrrthum des Kommiffars" zum Opfer gefallen. Diese Angaben verdienten aber insofern leinen Glauben, als der Kunstliebhaber nicht einmal den Titel zur Oper, die er gesehen, anzugeben vermochte, ebensowenig wie seine Bebauptung, daß er ein Billet zu 6 Mart genommen, mit der Sparsamkeit und den sonstigen Eigenschaften eines armen Handelsmannes, der mit 57 Gulden nach Amerila reisen wollte, in Einklang zu bringen war. Der Gerichtshof war denn auch der Anficht, daß der Angeklagte offenbar einen Taschendiebstahl habe ausführen wollen und verurtheilte ihn dem Antrage des Staatsanwalts gemäß zr einem Monate Ge fängniß. a. Ein Straßenraub ist an der Rottbuser Brüde in der Nacht vom 4. zum 5. d. M. verübt worden. Der Kellner B. tam in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag gegen 1 Uhr aus einem Schanklokal in der Kottbuser Straße, um nach seiner Wohnung am Rottbuser Damm zu gehen. An der Kottbuser Brüde traten plöglich zwei unbekannte Männer mit den Worten an ihn heran:" Der Kerl hat Lackstiefel an, da ist was zu holen", und schlugen ihn mit einem harten Gegen stande, einem sogenannten Todtschläger, ins Gesicht und auf den Kopf, so daß er zusammenbrach. Die Angreifer fielen über ihn her, riffen seine Kleider auf und durchsuchten seine Taschen. Auf seine Hilferufe tamen noch 4 Strolche von Rigdorf her hinzu, welche aber, anstatt dem Bedrängten beizustehen, fich an hinzu, welche aber, anstatt dem Bedrängten beizustehen, fich an ben Mißhandlungen und Durchsuchungen der Taschen B. betheiligten. Als Die 6 Strolche bei B. nichts Werthvolles da fanden, machten fte Miene, ihn in den Kanal zu werfen. Aber B. wehrte fich unter fortwährenden Hilferufen, wobei es ihm gelang, einem der ihn festhaltenden Strolche einen so starten gelang, einem der ihn festhaltenden Strolche einen so starten Schlag ins Geficht zu geben, daß dieser ihn losließ. Die Hilferufe des B. hatten inzwischen einen Nachtwächter aus der Mariannenstraße herbeigezogen, vor welchem sich die Strolche, den B. loslassend, zurückzogen, indem sie den Beamten unausgesezt mit Steinen bewarfen, um seine Annäherung zu verhindern. Bwei weiteren herzugekom menen Wächtern gelang es ebensowenig die Strolche zu ers greifen, da diese gegen die drei Wächter Front machten und einen Kampf mittelst Steinwürfen eröffneten. Durch die Nothpfeifen der Wächter wurde auch ein Schußmann und ein vierter Wächter herbeigerufen. Der Schußmann erkannte sofort, daß den Strolchen von vorn schwer beizukommen war, und er fuhr deshalb mit dem vierten Wächter, ohne Aufsehen zu erregen, in einer Droschte über die in der Nähe befindliche Admiral brücke, tam so in den Rücken der Strolche und machte mit seinem Begleiter einen Angriff gegen die noch mit Steinwürfen beschäftigten Strolche, wobei die beiden Strolche, die zuerst den B. überfallen hatten, ergriffen wurden, während die 4 übrigen durch die Flucht enttamen. Die Festgenommenen find die Glasschleifer Rohlack und der Schloffer Bickert, welche heute der Staatsanwaltschaft vorgeführt worden find. Die Nachforschungen nach den entlommenen Burschen find in vollem Gange, und etwaige für die Ermittelung der Entflohenen werthvolle Mittheilungen von Personen, die darüber Auskünfte ertheilen fönnten, werden auf dem Kriminal Kommissariat am Mollenmarkt gerne entgegen genommen. Sämmtliche Theil nehmer an dem Verbrechen find jugendliche Strolche und ,, Louis" aus dem Kottbuser und Rigdorfer Viertel. Ohne Debatte genehmigt sodann die Versammlung, daß Freilegung der Kaiser Wilhelmstraße der erforderliche Theil Schloß Apotheken- Grundstücks zu dem Kaufpreise von 500 000 art errorben wird. Bei Gelegenheit der Rüdäußerung des Magistrats in Sachen der Verbreiterung der Paffage an der Herkules- Brücke Spricht Stadtv. Samm den Wunsch aus, daß für nothwendige Reparatur des Pflasters an der Herkules- Brücke bald Sorge anftraße auftragen wird. hönleine lung Grundfide Feiterung des le Berjamm tung bet e wird nad demfelbe efolution Sorberathu g fest fch rif auch f fation Schließlich liegt der Versammlung ein Antrag des Magirats vor, betreffend die Beschaffung von vier Löschzügen für he Berliner Feuerwehr. Auf Antrag des Stadtv. Scheiding beschließt die Ver fammlung, die Berathung auf drei Monate zu vertagen, um Junächst abzuwarten, was mit der neuen Bauordnung ge heben wird. Schluß 8 Uhr. Lokales. g. Recht sonderbare Zustände trifft man doch noch hier und da in unserer Residenz an, wie folgender Fall zeigt: Vor einiger Zeit ließ sich in Spandau ein toller Hund blicken und der Charlottenburger Magiftrat verhängte über Charlottenburg pro 1. Die Sundesperre. Nun gehört die eine Seite der Kurfürsten peift Dara alifation ngerechtigh uerfäde analifation Innahme altsetat cht an für die Berquid nicht für abgefchlof usicus wil Antrag ettlart fo mit 1 p en Radial Brundfiden Dreibung ge The Erhöhung analifations fchu feinen 7.- Stadto ochmals dar pet zu nie zu Charlottenburg, die andere Seite zu Berlin. Auf der Charlottenburger Sette dieser Straße wachen die Hundefänger mit Argusaugen, um ein Opfer zu erhaschen. Läuft ein Hund ift er verloren, umgelebrt, ist er gerettet, benn auf die andere Seite wagen fich die Leute mit der Schlinge nicht, da sonst geübt werden könnte, und diese fiele sicherlich nicht glimpflich aus, ba bekanntlich die bezeichneten städtischen Beamten die am besten Gehaßten find. Durch eine Reihe anonymer Briefe find mehrere Be wohner des Hauses Simeonstraße 8 in Aufregung und ist in weiterer Folge auch die Polizei in Bewegung gefegt worden. Ein Theil der Briefe war an den Wirth, ein anderer an die Einschägungskommission, ein anderer an das Revierpolizeibureau gerichtet, alle aber stroßten von nichtswürdigen Be Guldigungen gegen einzelne Miether. So wurde ein junges Mädchen dort ganz unsagbarer Verbrechen gegen die Sittlich teit, eine andere Person der Vorschubleistung, ein anderer Riether, der ein Ehrenamt belleidet, falscher Angaben in Bezug auf fein Einkommen, um fich einer höheren Steuer zu ents hen, beschuldigt sc. Die Polizei stellte insgeheim eingehende Recherchen an, ob die bei ihr eingegangenen ungeheuerlichen Denunziationen irgendwie der Wahrheit entsprächen und observirte das Haus innerhalb und außerhalb, sah aber bald, daß bier lediglich ganz f Ische, aus niedrigster Bosheit oder Rachdeffen hat die Kriminalpolizei nunmehr umfassende Nachfor ucht hervorgegangene Beschuldigungen vorlagen. Infolgeschungen nach dem Urheber der Briefe eingeleitet. Eine ganz templarische Bestrafung dürfte am Blaze sein. stelle Frage Das Dit night Bürger ten ift ba es in bieje antworld ung nur m fet und au und ob fich felli baß аут, Redis ie Amberg e L i Million обие Rleinen Menide Berfolg conuil Ite er Fich!! Welt feb eten ruble Deutfchlan au meb Tenau men tribe Forfdunge mit Wi von ihm en ambert fich gefagt bas Lebes ber Birt ettet ift a ben lesten Einzigen oren! Di glad ren! Das Unheil, welches durch die Fahrlässigkeit des Försters Bünger, der die von ihm geschlachteten Schweine nicht durch den Fleischbeschauer hat untersuchen lassen, heraufbeschworen Mit diesem Entschlusse war er, gleich nachdem er sich bon Strahlenau verabschiebete, wieber nach dem Norden gegangen, um feine Nachforschungen fortzusehen. Das war 34 derselben Zeit, als wir Strahlenau in Amberg's Haufe eintreten sahen, vor drei Monaten. Drei Monate lang hatte Felix so verborgen wie möglich.-er mußte fich ja Dor aller Welt verbergen- daselbst seine Nachforschungen fortgesetzt. Noch einmal hatte er den Verfuch gemacht, in Davistown Aufschluß zu erhalten. Alle Ortschaften in der Ges gend hatte er durchstreift in der Hoffnung, noch einmal die Bettlerin zu Geficht zu bekommen. Er hatte sich sogar bis in das Gebiet M'Donuil geschlichen, doch nur mit äußerster Borsicht und nur bei Nacht, aber feine Spur von der Bett lerin war zu finden, und so kehrte er denn jetzt nach drei Monaten in seine einsame Wohnung in der City der WeltRabt zurüd. Gerichts- Zeitung. Der Einsturz eines Erbbegräbnisses auf dem Jerufalemer Kirchhofe fand gestern ein Nachspiel vor der 4. Straflammer des Landgerichts I. Der fahrlässigen Körpers verlegung beschuldigt, befanden sich der Steinmetz Carl Gustav Loge und der Maurer Johann Lubach auf der Anklagebant. Am 10. Juli v. J. waren dieselben, sowie der Maurer Carl Bahr und der Arbeitsmann Carl Große bei dem Aufbau der Sandsteinfaçade eines Erbbegräbnisses auf dem Jerusalemer Kirchhof beschäftigt. Ein profilirter Sandsteinblock, welcher einen Theil des, bis auf diesen Stein fertigen Kranz gefimses bilden sollte, machte ihnen bei der Anlegung einige Schwierigkeiten und wurde derselbe von 4 Ar beitern welche auf einem Gerüste standen, mittels eines Flaschenzuges auf das Mauerwerk gelegt. Obichon der Stein noch nicht so lag, daß sein ficheres Ruben auf der Unter lage unzweifelhaft erscheinen konnte, löfte Loße denselben von Der Scheere des Flaschenzuges los. In denselben Augenblick gab die Rüftung nach und die darauf Stehenden stürzten fämmtlich in die Grube hinab. Da fie fich an dem Stein feft zuhalten versuchten, kippte dieser über und stürzte ihnen nach. Göze, Große und Bahr erlitten schwere Vers legungen, während Lubach mit einer leichten Quetschung Davontam. Die Anklage beschuldigt nun den Loße, den Stein zu früh aus der Scheere des Flaschenzuges gelöst zu zu haben, während dem Lubach, der als bauleitender Maurer bie Rüstung herzustellen hatte, zur Last gelegt wird, daß er anftatt eines Riegels ein schwaches Brett als Unterlage der Rüftung benugt hatte. Die drei Verlegten haben sämmtlich mehr oder weniger schwere Knochenbrüche erlitten und längere Beit im Krankenhause zubringen müssen. Jeder der Angeklag ten suchte die Verantwortung von fich ab und auf den Mit angeklagten zu wälzen, Loge behauptete, daß Lubach die Schuld an dem Unglücksfall trage und dieser gab an, daß er auf speziellen Befehl des Loße die anfangs gelegten Riegel durch ein Brett habe erfeßen müssen. Der als Sachverständige vernommene Baurath Badftüber deponirte, daß das Gerüst für die ihm angemutheten schweren Lasten nicht start genug in feinen einzelnen Theilen mit einander verbunden gewesen und dadurch das Unglück herbeigeführt sei. Der Staatsanwalt maß beiden Angeklagten einen gleichen Theil der Schuld bel und beantragte gegen jeden 10 Tage Gefängniß. Der Ge richtshof verurtheilte jeden der Angeklagten zu einer Geldstrafe von 150 M. ev. für je 15 M. einen Tag Gefängniß. Die Lehrlingsabtheilung des Berliner Turnvereins Froh und Fret" hatte am 1. Mai v. J. eine Turnfahrt nach Spandau und Heiligensee gemacht und dabei auch ihre Kapelle, bestehend aus 6 Trommlern und 3 Pfeifern, in Aktion gesezt. Als die fröhliche Gesellschaft aber Abends mit ihrer Mufit in feftem Schritt und Tritt durch Spandau pasfirte, schritt ein Polizeibeamter gegen fie ein, und die Folge war, daß zehn davon unter der Anklage, fich an einem nicht behördlich vorher genehmigten öffentlichen Aufzug betheil gt zu haben, vo: Ge richt tamen. Indeß erkannten sowohl das Schöffengericht zu Spandau, wie in der Berufungsinstanz das Landgericht II. zu Berlin auf Freisprechung, annehmend, daß öffentliche Aufzüge und öffentliche Versammlungen nur dann der Genehmigung der Polizei bedürfen, wenn fie Beziehung auf öffentliche Angelegenheiten haben. Das Kammergericht aber erkannte auf bie Revifion des Staatsanwalts am Donnerstag dahin, daß auch öffentliche, unter freiem Himmel stattfindende Aufzüge jeder Art der behördlichen Genehmigung bedürfen, und verwies daher die Sache zur nochmaligen Entscheidung an das Landgericht I. y. Es ist eine nnbestrittene Thatsache, daß polnische und ungarische sogenannte Handelsleute" ein bedeutendes Kontingent zu den in den großen Städten arbeitenden" Taschendieben stellen. Gestern hatte sich die 88. Abtheilung des Schöffengerichts wiederum mit einem dieser Edlen, dem aus Ungarn ftammenden Handelsmann Samuel Friedmann zu beschäftigen, der des versuchten Taschendiebstahls beschuldigt war. Am 14. Februar cr. war der Kriminalschußmann Bäzolo mit dem Sicherheitsdienste im föniglichen Dpernhause betraut. Nach dem Schluffe der Vorstellung strömte Alles in die Gar derobenzimmer und da der Beamte wußte, daß dieser Beit punkt den Taschendieben die größte Aussicht auf Erfolg bietet, so schenkte er den in der Garderobe in der Garderobe befind lichen Personen seine besondere Aufmerksamkeit. Hierbei ,, Er ist von May!" rief Felix, sofort die Handschrift erkennend. Wann ist derselbe gekommen?" Schon vor brei Monaten, Sie waren laum zwei Tage fort. Da Sie nicht hinterlaffen hatten, wohin ich Ihnen Briefe nachschicken solle, so habe ich ihn liegen lassen." Schon gut, schon gut!" rief Felix hastig, und winkte dem Diener, fich zu entfernen. Er fonnte faum die Zeit erwarten, da es ihm ver gönnt sei, den Brief zu lesen. Als er allein war, riß er ungebulbig das Rouvert auf und nahm den Brief heraus. Richtig, derfelbe war vor drei Monaten geschrieben, noch an demselben Tage, da Strahlenau bei seinen Freunden in Berlin angekommen war. Er begann zu lesen: Mein theurer, lieber Freund! Ich verschiebe die Mittheilung, welche ich Dir zu machen habe, auch nicht eine einzige Stunde, denn diese Mittheilung ist geeignet, Dich in Bezug auf eine Deiner Die Vereinsfahne. Auf der Anklagebent nimmt ein Durch junger Mann mit frischem. rothem Geficht Play, fein wohlgepflegtes Aeußere von den meisten derjenigen Ber fonen, welche öfter hier sich zu bewegen gezwungen find, vors theilhaft absticht. Das sauber gescheitelte dunkle haar, der weiße vorn abgerundete Stehkragen, die gelbseidene Kravatte mit der unvermeidlichen Nadel, der neue grünschwarze, modern augeschnittene Rock, die vorfallenden Manschetten, alles das zeigt, daß der Inhaber dieser Dinge gewöhnt ist, nur hoch fein" aufzutreten. Jegt erhebt er sich, um dem Herrn Vorfizenden auf deffen Fragen zu antworten, er legte die Hände auf den vorderen Rand der Anklagebant. Dem Angeklagten, welcher früher Schriftgießerlehrling war, jest aber Laufbursche ist, wird zur Laft gelegt, seinem Prinzipal, dem Inhaber eines Leipziger Konfektionsgeschäfts, ein Stüd weißen, ein Stüd grünen Atlas, sowie ein Stüd schwarze Seide und eine Rolle Goldborte entwendet zu haben. Was wollten Sie denn mit dem Atlas und der Goldborte machen?" fragt der Vorfizende den Angeklagten.-„ Eine Fahne", lautet die unerwartete Antwort.- Bors.: Was denn für " 11 " bis jetzt den Brief hielten, zitternd, kraftlos auf den Tisch fanten. Es fehlt nun nichts, als daß die Schergen des Gerichts kommen und mich hinter Rerkermauern steden. D nein, bahin kommt es nicht!" unterbrach er sich mit einem Seitenblick auf ein Rästchen mit Bistolen, daß er in einer eigen thümlichen Jbeenverknüpfung näher heranzog und umfaßte, als hielte er die Hand des Freundes. Es währte mehrere Minuten, ehe er sich entschließen konnte, weiter zu lesen. Die Entdeckung Sanftleben's ist natürlich eine sehr ärgerliche," schrieb Strahlenau weiter, aber feine für Dich gefährliche. " Ich habe dies Schweigen des Menschen erlauft. Der ehrenwerthe Hinduapostel ist bestochen durch die Aussicht auf einen Erbschaftsantheil, den ihm der Andere zufichern muß. Ein alter, grämlicher Diener, den er gemiethet, zur Bewachung seines Hauses, war das einzige menschliche Befürchtungen zu beruhigen; andererseits hielt ich es aber auch irgend eine nennenswerthe Summe anzuweisen und meinen Wesen, das ihm in den öden Räumen entgegenkam. Aber für meine Pflicht, Dich rechtzeitig zu warnen, denn man auch diesem einzigen menschlichen Wesen gönnte er faum tann nur alsdann die Vorsicht nach allen Richtungen hin einen Blick. Mürrisch führte ihn der Mann in ein 8im beobachten, wenn man die Gefahr, von welcher man bes mer, das von all' den unheimlichen und unwohnlichen Räu men bas unheimlichste und unwohnlichste war. " Soll ich ein Frühstück besorgen, Sir?" wt nicht nöthig!" antwortete Felig kurz. " Soll ich ein Fenster öffnen und ein wenig lüften im Salon?" wort. " I nicht nöthig!" lautete wieder die monotone AntDer mürrisce Alte gehorchte. Felig warf fich in einen Stuhl, ftügte den Kopf auf den Tisch und begann nachzu Stimmung heiterer und glücklicher zu machen. broht genau und in Verzweigungen kennt. Von Herzen gern hätte ich Dir eine recht heitere Mittheis lung gemacht, fchon um Deine düftere Stimmung auf einige Minuten zu verscheuchen; aber, mein armer Junge, das geht diesmal noch nicht. Indeffen nur Geduld! Wenn ich zurückkehre, sollst Büßermiene ablegen lachen wirst, wie der Pächter in ber tomischen Dper. " Bum Ueberfluß habe ich ihm noch einen Jahresbeis trag für seine Mission versprochen. Ich ersuche Dich, Freund Georg hier zu autorisiren, daß er diese an die Adresse des Apostels abführt. Das Schweigen beffelben ist gesichert, weil ich ihm gefagt habe, daß die Zahlung nur so lange geleistet wird, als man an den Tod Felix O'Brians glaubt. Du so viel luftige Neuigkeiten fürchten ist, und daß Du keine Ursache hast, Ihnen ausbenten, und was er dachte, war freilich nicht geeignet, seine Du erinnerst Dich doch des Hinduapostels Er wurde unterbrochen dadurch, daß die Thür sich bffnete und der mürrische Alte seinen Ropf hineinstedte. ift er." ,, Erschrick nicht, wenn ich Dir sage: Sanftleben Berlin. ift in ,, Dieser Heilige hat Dich wahrhaftig erkannt; noch Du kennst mehr, er hat dem Prediger Amberg tenb hrer Abwesenheit ein Brief angekommen ist; da daß Felix D'Brian lebt und identisch ist mit Felix Ro Ich habe vergeffen, Sir, Ihnen zu sagen, daß wäh- diesen Heuchler, welcher die Neuigkeit Auf einem filbernen Teller reichte er Felig einen Brief. denburg." H Entdeckt!" stöhnte D'Brian, indem die Hände, welche Was nun Amberg betrifft, so ist dieser ja viel zu schlau, um etwas auszuplaudern. Wenn diese Neuigkeit ruchbar wird, ist es ja mit seiner Erbschaft nichts. Du siehst also, daß von diesen Beiden nichts zu zuweichen. Ich habe es aber, wie gesagt, doch für meine Pflicht gehalten, Dir das mitzutheilen; Vorsicht ist natürlich immmer gut. Wenn ich dieses Herrn Sanftleben noch einmal hab haft werden kann wie wär's, wenn ich Dir ihn hinfchickte, damit Du seine Zunge noch etwas fester bindest? ( Fortsetzung folgt.) eine Fahne?"- Angell.:„ Eine Vereinsfabne." Bors.: Gehörten Sie denn einem Vereine an?" Angell.: Nein, ich wollte erft einen gründen!" Vors.: Wie sollte denn Der Verein heißen?" Angell.: Ferencia(!)." Vors.: Vors.: Hatten Sie denn schon Mitglieder" Angefl: ,, Nein." Bors.: Da wollten Sie also mit der Fahne in der Stadt umherziehen und Mitglieder werben?" Der Angeklagte schweigt und fiebt verlegen vor fich nieder. Drastischer tann wohl die Vereinsmuth taum dargestellt werden, als in den eben angeführten Worten des angeklagten Laufburschen. Er will einen Verein gründen" und der erste Schritt, den er dazu thut, ist die Beschaffung einer schönen Fahne, als der Hauptsache am ganzen Verein. Erst nach der Fahne kommen die Mitglieder, und unser Held operirte dabei gar nicht ungeschickt, er fannte die Liebhaberei seiner Kollegen, und somit wußte er, daß die Mitglieder der schönen Fahne schon von selbst zufallen würden. Er hatte sich's jedenfalls in seinen Gedanken schon recht hübsch ausgemalt, wie unter dem neuen grünweißen Banner in irgend einer gemüthlichen, zum „ Vereinslokal" erhobenen Restauration fich eine Schaar gleich alteriger Burschen versammelte und wie sie dann bei dampfen der Bigarre und schäumendem Glase gewaltige Bierreden fteigen" ließen, über die soziale Frage sprachen, endlich auch große Bereinsfeste mit Damen arrangirten und nach Ablauf des ersten Jahres welcher Hochgenuß für den Begründer! Stiftungsfest feierten!! Dem Begründer widmeten dann selbstverständlich die dankbaren Mitglieder des Vereins einen filbernen Ehrenpokal, bekränzten seinen Stuhl 2c. 2c., furz, unserem velden wurde es ganz schwindlig, wenn er an alle die Herrlichkeiten dachte, die der neue Verein mit fich bringen sollte. Doch jest welcher Kontrast der Phantafte und der Wirklichkeit iegt saß er des Diebstahls beschuldigt auf der Anklagebank! 91010 Doch unser Angeklagter war nicht so schlecht, als ihn der Staatsanwalt darstellte, er konnte nämlich nachweisen, daß er die beiden Stück Atlas regelrecht in dem Geschäft seines Brinzipals gekauft hatte. Die Goldborte wollte er dagegen auf dem Hofe gefunden und die schwarze Seide von einem ihm unbekannten Mädchen, mit dem er nur einen Abend ge gangen", als Geschenk erhalten haben jedenfalls als Beis trag zu der Vereinsfahne. Bezüglich der schwarzen Seide und der Goldborte spielten jedoch Verhältnisse mit, die den Diebftahl beider Objekte als erwiesen erscheinen ließen, und das Gericht verurtheilte den Angeschuldigten wegen Diebstahls in zwei Fällen zu acht Tagen Gefängniß. Soziales und Arbeiterbewegung. Die Aussicht der Landarbeiter, daß ihre Lage durch Getreidezölle verbessert werde, wird in vielen Gauen Deutschlands gänzlich beftritten. Besonders traurig steht es für fie in manchen Gegenden Thüringens aus. Man schreibt barüber z. B. aus dem Eisenacher Unterlande: Die größe ren Güter find hier meist verpachtet. Die Bachtzinsen find fo in die Höhe geschraupt, daß nur Glüd, Fleiß und äußerste Sparsamkeit dem Bächter die Existenz sichern. Aber viele Bächter wollen es den Befigern an Lurus gleich thun. So tommt denn die Bewirthschaftung oft auf Raubbau hinaus. Natürlich leiden die Arbeiter darunter am meisten; daß deren Lage durch die Getreidezölle verbessert werden tönne, ist offenbar unwahr. Gutsbefizer oder Bächter, die in Naturalien die Arbeitslöhne gewähren, giebt's nur noch ausnahmsweise. Die größeren Delonomen haben sich zusammen eine Dreschmaschine getauft und dreschen nicht nur thr eigenes Getreide, sondern freiben Lohndrescherei und nehmen dadurch manchen Dreschern für Herbst und Winter die Arbeit. Sobald der Herbst tommt, find die landwirthschaftlichen Arbeiter an die Luft gesezt und gehn von hier aus meist in westfälische Industriebezirke; ste fehren erst im Frühjahr zurück oder bleiben ganz dort und laffen die Familie nachkommen. Bei denen, die nicht fort Tönnen, ist Hunger und Noth der tägliche Gast und man glaubt, daß mancher Brand angeftiftet wird, um Verdienst zu fchaffen. Den Rornzoll werden die landwirthschaftlichen Arbeiter mitbezahlen müssen. Landeshut, Schlesien, 5. März. 3um Weber. ft rett. Die Landeshuter Streit Affäre sputt weiter in den Blättern. Herr Kommerzienrath Epner publizirt im Landesbuter Stadtblatt" einen Artikel, der, wenn seine Länge und feine schroffe Form maßgebend wäre, für seinen fachlichen Inhalt nichts zu wünschen übrig ließe. In zwei Spalten geben fich Ausdrücke, wie bepartitel, Denunziation, Infinuation, niederträchtig, Standal, Neid, Niedertracht 2c. 2c." ein liebens würdiges Stelldichein. Alle diese Stylblüthen aber helfen über Die eine Thatsache nicht hinweg, daß die Arbeiter seit Oktober an ihrem Lohn zu furs gekommen find. Der Herr Kommerzien rath bemerkt in dem Artikel u. A.: Wenn in den Angriffen hervorgehoben wurde, daß die Baumzettel hät en geändert wer den sollen, so ist zu bemerken, daß an diesen Baumzetteln niemals die Längen der Retten, sondern stets nur das muthmaß liche Produkt der Webstühle eingetragen worden ist." Um Berzeihung, Herr Kommersienrath", so apostrophit der Bote aus dem Riefengebirge" den Befizer der Weberei, in der Hoffnung, daß Sie nicht gleich wieder mit Niedertracht, Standal c. um fich werfen, geftatten wir uns eine vielleicht etwas naive Frage: hängt die Länge des Produttes der Webstühle nicht von der Länge der Ketten a5?" Und dann noch eins, Herr Kommerzienrath, warum enthält Ihr Artikel so viele Worte und so wenig Thatsachen? Was bezwecken Sie mit dem deplasirten Angriff auf einen Konkurrenten, der mit Ihren Lohnliften doch wahrhaftig nichts zu thun hat? Warum schreiben Sie nicht einfach: Ich habe von der ganzen Sache nichts gewußt, und als ich fie erfuhr, da habe ich sofort erschreckt über die Thatsache, daß die überhaupt in so ärmlichen Verhältniffen lebenden Weber schon seit Monaten geschädigt find den Leuten den ihnen zukommenden Lohn nachzahlen laffen!" Dder sollten Sie das bis heute noch nicht gethan baben? Sollten Sie nur einige Wochen haben nachzahlen laffen und sollte der im legten Quartal des vorigen Jahres zu wenig ausgezahlte Lohn, der doch in Jbre Kaffen und in Ihre Taschen gefloffen ist, noch nicht zurückgezahlt sein? Dann, Herr Kommerzienrath, würden Ihre längsten Artikel und Ihre Schönsten Schimpfworte nichts nüßen, dann würde es auch heute noch Leute geben, die da meinen, nicht bei Denen, die solche Vorgänge an's Licht ziehen, sei von Niedertracht und Standal zu reden, diese Vorwürfe träfen vielmehr ganz andere Per fonen". Die allgemeine Arbeitslosigkeit spiegelt sich sehr scharf in dem übermäßigen Arbeitsangebot wider, das allemal bei Ausschreiben einer Stelle eintritt. Beim Bächter einer Mün chener Brauerei, welcher fein Reftanrant vor wenigen Tagen übernahm, meldeten fich am Montag nicht weniger als 26 Schenktellner und Megger, sowie 41 Aushilfsfellnerinnen. Viel toller noch, ja geradezu unglaublich ist eine aus London berichtete Thatsache. Ein Gastwirth am Strand hatte die Stelle eines Hausknechtes mit 14 M. Wochenlohn ausgeschrieben, und es war ein solcher Auflauf von Bewerbern awischen 17-30 Jahren am 14. Februar, Morgens, vor seinem Hause entstanden, daß der Verkehr stockte und der mehr als 500 Menschen zählende Haufe durch die Polizei aufgefordert werden mußte, die Baffage freizumachen. Ueber die Wirthschaftskrisis in den Vereinigten Staaten nnd in Rußland lesen wir in der Wiener Neuen Freien Breffe: Nach einer ungewöhnlich reichen Ernte diesseits und jenseits Befferung vorhanden, und zu den wirthschaftlichen Ursachen, haben fich noch politische gesellt, indem zwei der reichsten und mächtigsten Nationen in Kriegsabenteuer in Afrika und Aften verwidelt find, deren glückliche Lösung nicht so bald abzusehen ist. Aus den Vereinigten Staaten erfahren wir durch öffentliche und Privatberichte, daß Nordamerita eines der schlimmsten Jahre seit der legten großen Krisis durchgemacht hat. Nach zuverlässigen Erhebungen waren in den Oststaaten Nordameritas im Beginn dieses Jahres gegen 400 000 Arbeiter ohne Beschäftigung. ohne Beschäftigung. In Cincinnati allein feierten 30 000 Leute und mußten zum Theil durch öffentliche Unterſtügung erhalten werden, wobei noch die Vergehen gegen das Eigens thum in ungewöhnlicher Weise zunahmen. Obgleich die Ge treideausfuhr enorm zugenommen hat, und im Januar rund 22 Millionen Bushel Weizen gegen 11/2 Millionen in demselben Monat des Borjahres erreichte, so flagen doch die neuesten Berichte von Mitte Februar über eine ungeheure Stauung der Produktenzufuhr in Chicago. Fast noch troftloser lauten die Berichte aus Rußland, wo fogar der Fi nansminister aufrichtig genug fitch zum Sprachrohr der Klagen gemacht hat. Die Ausfuhr ſtockt, der Wechselkurs steigt, die Fabrikanten lagen über Mangel an Aufträgen, die Arbeiter Fabrikanten lagen über Mangel an Aufträgen, die Arbeiter über schlechten Lohn und Mangel an Beschäftigung, und Brivatbriefe, welche uns selbst von deutschen Arbeitern in Rußland zugegangen find, entwerfen ein jammervolles Bild von der Noth, welche namentlich unter den gewerblichen Hilfsarbeitern herrscht. Industrielle Fallimente und landwirthschaftliche 8wangsversteigerungen fommen in größerer Sabl als je vor. Auch in der Arbeiterkolonie Friedrichsville( Brandenburg) war das Benehmen der Vagabunden" während des Bestandes der Anstalt faft durchweg musterhaft" 498 Personen mußten übrigens, wie das von anderen Kolonien ja auch regelmäßig berichtet wird, wegen Ueberfüllung abgewiesen werden. Der Bestand der Arbeiterkolonie Wunsch a in Schleften soll, wie wir bei dieser Gelegenheit gleich bemerten wollen, febr in Frage stehen freiwillige Beiträge der Privaten zur Erhaltung wollen nicht fließen, und auch die Bitten an Gemeinden und Kreise der Provinz Schleften scheinen nichts zu fruchten. Sollte auch dieser Kolonialrausch schon vorüber sein? " Eine Demonstration der beschäftigungslosen Arbeiter fand, wie wir schon berichteten, am 1. März in Warschau ftatt, die damit endete, daß über 100 Betheiligte verhaftet wurden. Ueber die Ursachen und den Verlauf der Bewegung unter den Arbeitern wird der Pos. 8tg." aus Warschau ges schrieben: Bekanntlich liegen schon länger als Jahresfrist die ökonomischen Verhältnisse Polens recht im Argen. In erster Linie war namentlich der Handel Warschaus von diesem plög lich eingetretenen Stillstande betroffen, der dann naturgemäß immer weitere Kreise ergriff, so daß auch die relativ hoch entwidelte heimische Industrie unter dieser Kalamität schwer zu leiden hatte. Dazu kam als ferneres erschwerendes Moment hinzu, daß auch die Landwirthe in Folge der stockenden Ausdas Selbstloftenniveau gedrückt, dieselben stehen in einem fo chen Mißverhältniß zu den Bestehungskosten, daß im Sieg lande in den letzten Wochen die meisten Gruben ni nur eine Einschränkung der Arbeitszeit, fonden auch umfangreiche Arbeiter Entlassungen stattfinde laffen mußten. Leider werden die legteren in der nächsten Beit eine noch bedeutend größeren Umfang annehmen müffen, da im nicht unbeträchtliche Anzahl von Gruben ihren Betrieb fifties werden. Eine größere Gewerkschaft in dem dortigen Dificil beabsichtigt, in der nächsten Beit mehrere hundert Gruben beiter zu entlaffen. Wie Besserung der Wirthschaftsverhältni fieht das nicht aus! Nr. 5 Ausw Danz. Btg Korrespond am 25. Ju Rommiffion B bas Gerüch Limes- Kor Aufruf an die Schneider Deutschlands. Kollegen Kaum gegründet, hat unser junger Verband schon einen Kamp welcher ihm aufgezwungen wird, auszufechten. In Beig nämli haben die Herren Schneidermeister beschlossen, feinen Arbeit in Arbeit zu nehmen, welcher der Drganisation angehört, even etwa in Arbeit befindliche Mitglieder des Verbandes zu en laffen- und dies wagen die Herren bei einem elenden Hung lohn, den sie zahlen( z. B. bezahlen fie für schwarze bestellen Infinu Tuchröcke einen Breis von M. 6,50 höchstens M. 7, und f Stoffiöcke M. 5,50 bis M. 6). Dementsprechend find aud die Löhne für andere Arbeiten auf ein derartiges Minimu heruntergedrückt, daß von einer Existenz schon lange nicht meüber die die Rede sein kann. Damit nicht genug, wollen die eble Herren nun auch noch durch ihren oben mitgetheilten Beschl die Arbeiter verhindern, fich der Organisation anzuschließen dieses Geri wodurch diese troftlofen Bustände einzig aus der Welt geschfalls würd werden können. Kollegen in ganz Deutschland! Wir habe die heilige Pflicht, unseren Beißer Genoffen in dem ihnen gezwungenen Kampfe helfend zur Seite zu stehen und ihne den Sieg erringen zu helfen. Wenn nun jeder Kollege fei Schuldigkeit thut, so werden wir den Sieg erringen. die Beißer Genoffen find angegriffen, nein, uns hat man Kampfe herausgefordert. Deshalb beherzigt diese Worte helft schnell. Üm in geordneter Weise operiren zu können, es nothwendig, die für die Beiger gesammelten Gelder Herrn W. Magnus, Hamburg, Königstraße zu schicken und wird darüber Quittung im Verbands Orga dem Gewerkschafter", erfolgen. Für den Bentral- Vorfa W. Gäbel, B. Kutschbach.- Sämmtliche arbeiterfreundli Blätter werden dringend um Aufnahme Dieses gebeten. Vereine und Versammlungen. aut Rid # 38 fand be. Zur Begründung einer Mitgliedschaft der einigung deutscher Metallarbeiter zu Mannheim eine große öffentliche Metallarbeiter Versammlung am Donne tag, den 5. d., im Wedding- Park, Müllerstr. 178, unter Bo Gleiches mi Auf G Druckschrift Balunin, Delphia, vo Dem durch eine Landesgeset ogen word De Vereins gebliche Ge Berein zu betanntlich batten. D tog Befür nommen, di Memter niet Der ei Birtular er Giften. unehmen u Swede der wollen. des Herrn Klein statt. Einstimmig gelangte folgende von he tagende Metallarbeiter Versammlung erklärt sich mit der Gutheit eingebrachte Resolution zur Annahme: Die be Grin abiegen konnten. Die ländlichen Arbeiter waren nun in Folge Deutschlands, die den Namen„ Mitgliedschaft Berlin" für welchen ma fuhr von Getreide ihre Produkte theilweise überhaupt gar nicht dung einer Mitgliedschaft der Vereinigung der Metallarbeill Alexandrien Der Arbeitslosigkeit in größeren Schaaren nach den Städten, soll, voll und ganz einverstanden, nimmt den 1. Märs als gänzlich ver namentlich nach Warschau geströmt, wo fie indeß auch keine Beschäftigung fanden. Im Gegentheil mußten in den hiesigen die Intereffen der Mitgliedschaft einzutreten. Hierauf schri Die drei r der Gründung an und verpflichtet sich, mit allen Kräften forien famen man zur Wahl der Vertreter, deren endgiltige Bestätigun großem Ma von Mannheim aus zu erfolgen hat und die mit der vo bat fich bet läufigen Leitung der G schäfte betraut find. Es wurden wählt die Herren: Tobler, Schmied und Klein, Gürtler; Bevollmächtigten: Behrend, Former, und Wolff, Drebe Beitragssammlern; Hill und Briebe, Schloffer, u führern; Brüggemann, Dreher, und Gutheit, Schloffch Revisoren. Fabriten zahlreiche Arbeiterentlassungen statt finden und dieses Element, zusammen mit dem feiernden Kleingewerbe, bildet nun ein ganz neues und eigen artiges, zur Beit arbeits- und brodloses Proletariat. Die Bri patwohlthätigkeit tam zwar ziemlich während des ganzen Winters diesen Leuten zu Hilfe, natürlich aber war sie nicht aus reichend, und so konnte man in den legten Wochen ganze Schaaren immerhin noch leidlich gut gekleideter Arbeiter bettelnd von Haus zu Haus ziehen sehen. Nun scheinen die Leute fich zu einer gemeinsamen Maßregel vereinigt zu haben; wie auf Verabredung versammelten sich nämlich heute in den Vormittagsstunden etwa 500 dieser brotlosen Arbeiter, St DO Nach zwei kurzen Ansprachen der Herren To und Gutheit, die beide auf die hohe Bedeutung der ihrer wirklichung naben Idee hinwiesen und den schließlichen ftändigen Sieg des Brinzips der Bentralisation erhofften, die stait besuchte Versammlung mit einem dreimal durch darunter auch eine Anzahl Weiber und Kinder im Schloßhofe Saal brausenden Hoch auf die deutsche Metallarbeiterf des General Gouverneurs, und zogen von dort, nachdem sie in geschloffen. Sonn denten der Stadt Beschäftigung oder Nahrung zu verlangen. hallen, Kommandantenstr. 77/79, Versammlung. Tagesordnung in Petersburg weile, vor das Rathhaus, um von dem Präfts abend, den 7. D. Mts., Abends 82 Uhr, in Gratwell's Bier Sofort aufgebotene Rofaten nebst der Polizei umringten diese Menge, und nun wurde die Legitimation jedes Einzelnen ge prüft; alle diejenigen, die sich augenblicklich nicht ausweisen fonnten, find verhaftet worden. Offenbar Hungrige wurden in Der Kaserne der städtischen Feuerwehr beföftigt. 1. Bericht des Komitees vom Stiftungsfeft. 2. Aufna neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes und Fragelaften. 38 Abents 9 Uhr, im R- staurant Schumann, Alte Jakobfit Der Gesangverein ,, Harmonia" hält jeden Sonnaben seine Uebungsstunden ab.- Stimmbegabte Herren, welde Aehnlich wie in anderen Kulturländern verläßt auch in Frant- daselbst melden.( Aufnahme findet in jeder Stimme ftatt) neigt find, dem Vereine beizutreten, wollen fich gefällig Zunahme der Städte und Entvölkerung des Landes. reich die Landbevölkerung immer mehr ihre Dörfer, um die großen Städte zu bevölkern. Nach den Angaben, welche die Statistische Correspondenz" dem ,, Journal d'agriculture pratique" ( Band II von 1884) entnimmt, vermehrte fich die Bevölkerung der Städte mit mehr als 10 000 Einwohnern von 1861 bis 1881 um 28,96 Prozent, die Bevölkerung von Paris um 33,76 Prozent und diejenige der Gemeinden mit went. ger als 10000 Bewohnern nahm in derselben Beit um 0,28 Prozent ab; die Gesammtbevölkerung Briefkasten der Redaktion. 5 Mt zu zahlen aber nur gegen Empfang des Weibnad Abonnent 2. Thurmstraße. Sie find verpflichtet b gefchentes. stimmten im Gesez firirten Gründen. Albert. Die Enterbung ist statthaft, jedoch nur aus E. V. Der Wirth ist nicht berechtigt gewesen, nahm um 5,18 Prozent zu. Im Jahre 1861 wohnten über Ueberzieher einzubehalten. Klagen Sie auf Herausgabe d haupt 82,7 Prozent der Einwohner Frankreichs in den kleineren Gemeinden mit weniger als 10 000 Bewohnern, in 1881 nur noch 78,5 Prozent. Diese Verminderung der ländlichen und Bunahme der städtischen Bevölkerung hat sich in Frankreich schon seit 30 Jahren stetig gezeigt, wie folgende Uebersicht er weift. Es lebten von 10000 Bewohnern Frankreichs im Jahre auf dem platten Lande in Städten 1851.. 2552 1856.. 1861 1866 1872 1876 1881 7448 7269 7114 6954 6888 6756 16524 2731 2886 3046 3112 2244 3476. Während also vor 30 Jahren die franzöftlichen Städte nur von 25,52 Prozent der Gesammtbevölkerung bewohnt wurden, entfielen 1881 fchon 34,76 Prozent der Einwohner Frankreichs auf fte. bir enulisdidik felben. bel Abonnent Menzel. Laffen Sie durch die Polizeibebi diese Gefahr vorhanden, dann können Sie die fofortige fonstatiren, daß die Wohnung gesundheitsgefährlich ist hebung des Miethsverhältnisses verlangen. 2. M. 47. Jhre Fragen find gänzlich unverständlich St. 14. Das Gesez betreffend die Krantenverficher der Arbeiter ift mit dem 1. Dezember 1884 in Kraft getre Dem Verunglückten stehen gegen die Kaffe, bei welcher er fichert war, diejenigen Bezüge au, welche in dem Statu Raffe festgesett find. Db der Verunglückte noch weitere D sprüche gegen seinen Arbeitgeber hat, barüber tönnen wir l Auskunft geben, da das mitgetheilte Sachverhältniß febr ma gelhaft ist. A. B. Nr. 112. Ihre Frage läßt sich erst beantwo fchloffen ist. wenn Sie uns mittheilen, für welche Zeit der Vertrag be W. W. 30. Das Miethsverhältniß nimmt mit b Montan- Industrie im Jabre 1883 wiederum eine bedauerliche Höhe erreicht. Einschließlich der Gewinnung von Steinen und Erden find überhaupt beim Bergwerksbetriebe Preußens im Berichtsjahre 752 Verunglüdungen mit stödtlichem Ausgange ( gegen 740 im Vorjahre) zu verzeichnen gewesen, und zwar: 601 beim Steinkohlenbergbau, Die Zahl der Unglüdsfälle hat bei der preußischen 1. April fein Ende. Einer Kündigung bedarf es nicht, ba Turn 40 bei der Braunfohlengewinnung, 97 beim Erzbergbau, 14 bei anderen Mineralgewinnungen. Dies ergiebt im Durchschnitt 2,627 tödtliche Berunglüdungen auf je 1000 beschäftigte Arbeiter, gegen 2, nr im Vorjahre und Vertrag für eine bestimmte Beit geschloffen ist. hinterlassen hat. 1100 A. G. Rechtsanwalt Freudenthal, Moltenmarkt 11. R. 59. Ihre Frage läßt sich erst beantworten, wenn uns mittheilen, ob und wieviel minderjährige Kinder Jr B St. Die preußische Staatsangehörigkeit haben Sie, bem Sie unmittelbar nach Aushändigung der Entlaffu urkunde außerhalb des Reichsgebietes Shren Wohnfish nommen haben, verloren. Mit diesem Verlust tritt aud Dien N. G. 10. 1. Wenn sich ein Dienstbote durch den die Herrschaft verpflichtet, für seine Kur und Verpflegung tohlenbergbau awar nach ihrer absoluten Babl vermehrt, dagegen sorgen. Dafür darf dem Gesinde an seinem Lohn 2,504 im, Durchschnitt der legten 17 Jahre. Jm Einzelnen haben bezw. bei Gelegenheit desselben eine Krankheit zusteht, fo fich während des Jahres 1883 die Verunglückungen beim Steinrelativ etwas vermindert; bei der Brauntoblengewinnung sowie bei anderen Mineralgewinnungen find dieselben absolut und relativ zurückgegar gen, beim Erzbergbau dagegen nach beiden gezogen werden. Die Haftung der Herrschaft tritt jebo ein, wenn die Krankheit durch Verschulden des Dienith Richtungen bin um ein Beringes geftiegen. Bei der verhältniß- zeit durch Schuld des Gefindes autgeboben wird, dann bar verursacht ist. 2. Wenn der Dienstvertrag im Laufe der Di Herrschaft einen Anspruch aus Rückgabe des Weibna mäßig hohen Bahl der früheren Berunglückungen ist das ein ziemlich niederdrückendes Ergebnis; und daß das Verhältniß geschentes. bisin Der in Gen Bulaffung Basel, Berr gierung hat entsprechen ftand, daß Borlefunger aus Gent der Revol Der K Rationen üb machen zu Leopold II. Dielmehr nu tehen will. alten. Die Bersönlichte anderer Sei Rongoftaate Belgien ist ffociation fertigt word Diplomatische flaates zugel Die äuf Lagen Befa Rabinet Fer ohne Geneh In der Sad allgewaltiger ift, wenn au Ichluß auffor Rabinetstrift Der Bearbeitet, De Sicherheit u Bunften von Worden ist, o et joll an D möglichst we formen, weld Brüfung ein inspettoren b Dem Gesetz e tungsbetreten Die vo Reis als Blatt bezeich wie diejenige anzufeben. peritehen, ba treibe als Arieges mit Don der S Dann aber D fonnte. Die Derem, bebe Betreibe als Dem Schidja Auch Die fr In mit diesen mehrere neue Feld behaupt De l'ale geg baben die G Courbet ift Derfuchter An Den Chinejen bau gar schlimmer geworden ist, ist ein neuer Beweis dafür, richtlich vorgehen können, wenn Sie nachzuweisen im Stan bes atlantischen Ozears stehen wir am Ende eines Winters, wie rücksichtslos man heute noch mit den Menschenleben find, daß seine Handlung eine chilanöfe ist. Diefes it ma welcher den arbeitenden Klaffen sowohl in Europa wie in Amerika größere Prüfungen auferlegt hat, als wir sie seit vielen Jahren nach Mißernten oder während großer Kriege ie erfahren haben. Noch heute ist kein sicheres Anzeichen der Berantwortlicher Redakteur R. umgeht.it den Sachverhältnissen nicht anzunehmen. A. S. Der Lehrherr hat den Beitrag zu sablen Jahn 66. Das wiffen wir auch nicht. Vielleicht exfabe Ueber die Lage der rheinisch- westfälischen Eiseninduftrie und der Eisenarbeiter schreibt die" th. Weftf. Rh.- Weftf. Btg." Der ftodende Absatz hat die Preise schon längst unter Sie es in Rigdorf selbst. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage Sm eng Frage gerich und wie wet Schus ftebe. eibert, bie einem fol im Siege ben ni t, fonden ftattfinde en Beit eine n, ba ein trieb fiftirn en Diftrib Gruben verhältni Kollegen nen Ramp Beiß nämlig en Arbeite hört, event Deß zu ent en Hunge rze beftelle 7, und find aud nicht meh Die eble Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 56. Der Politische Webersicht. Ausweisung des Times" Korrespondenten. Danz. 3tg." schreibt man aus Berlin:" Als Kommentar zu den Infinuationen der Kreuz 3tg.", daß der hieftge TimesKorrespondent von freifinniger Seite inspirirt werde, weil er am 25. Juni v. 3, als Fürst Bismard in der PoftdampferMinim Rommission erschienen war, fich durch den Abg. Löwe Bericht über die Vorgänge in der Sigung habe erstatten laffen, ist bas Gerücht nicht ohne Intereffe, daß die Ausweisung des En Beschl Times- Korrespondenten bevorstehe." " Wir glauben nicht, daß zuschließe dieses Gerücht einen thatsächlichen Hintergrund hat, anderenelt gefchaf falls würde es der englischen Regierung ein Leichtes sein, Wir has Gleiches mit Bleichem zu vergelten. haben ihnen a und Druckschrift ihn ollege fein en. Rid t man ju Worte 38 tönnen, Gelder traße nds- Organ Vorftand Freundlichen eten. 1. Der Bet heim fond Donner nter Vorf Don He Die beu der Brü etallarbeit # " Auf Grund des Sozialistengesetes ist die nichtperiodische Gott und der Staat" von Michael Balunin, übersezt von Moritz Bachmann, gedruckt in Bhiladelphia, vom Berliner Bolizeipräsidium verboten worden. Dem Kreis- Landwehrverein in Braunschweig find Sonnabend, den 7. März 1885. als vierzig Jahren vom König Banda abgetreten worden. Da mals seien aber in Folge diefer Abtretung feinerlei Schritte geschehen, auch später jei nichts geschehen, bis es am Ende vorigen Jahres wünschenswerth erschienen sei, das Recht Eng lands durch Entfaltung der englischen Flagge wieder geltend zu machen oder in Kraft zu erhalten. Es habe sich dabei nicht um eine neue Annexion gehandelt, sondern man habe nur daran erinnern wollen, daß England Rechte an jenem Theile der Küste habe, die durch Abtretung erworben seien. Die Res gierung habe jedoch eine Mittheilung von der deutschen Regierung erhalten, in welcher Zweifel über die Giltig feit von Englands Ansprüchen ausgesprochen würden und in welcher namentlich auf die lange Zeit hingewiesen werde, während welcher Englands Ansprüche geruht hätten. Der Schriftwechsel mit Deutschland dauere noch fort, im Staatsintereffe erschiene es deshalb nicht dienlich, auf wet tere Details einzugehen. Was den Rest der Küste nördlich von Natal anbelange, so stehe derjenige Theil, welcher das reser virte Territorium der Bulus bilde, unter englischem Schuß, der übrige Theil aber nicht. Lord Carnarvon fragt, ob Eng. land, wenn die Ansprüche auf die St. Luciaban behauptet werden könnten, ein vom Innern fich nach der Bay forterstreckendes Gebiet befize oder ob im Rücken der Bay eine Landstrecke sei, welche die Bay von dem übrigen Theile der englischen Befizung in Südafrika abschneide. Lord Derby er widert, das Gebiet im Rücken der Luciabay sei Bululand, über welches England keine Autorität habe, das Gebiet zwischen der Luciabay und dem refervirten Land sei an England nicht abgetreten. Im Unterhause fündigte der Deputirte Borst an, daß er demnächst die Aufmerksamkeit des Hauses auf die er höhten Kosten für die Insel Helgoland und auf deren geringen Werth für England lenken und eine Adresse beantragen werde, in welcher die Königin ersucht wird, die deut sche Regierung zur Uebernahme der Insel aufzufordern. Diese Ankündigung rief im Hause große Heiterkeit hervor. Egypten. durch eine Verfügung des Regentschaftsraths auf Grund des Landesgesezes vom 4. Juli 1853 die Korporationsrechte ent ogen worden. Die Verfügung spricht zugleich die Auflösung des Vereins aus. Nicht ausgesprochenes Motiv scheint die angebliche Gefährdung der gesellschaftlichen Didnung durch den Berein zu sein. Bwei Mitglieder des Landwehr- Vereins hatten bekanntlich erklärt, daß fie den Sozialdemokraten Blos gewählt hatten. Die Ausschließung dieser beiden Mitglieder wurde og Befürwortung des Vorstandes vom Verein nicht ange nommen, die Vorstandsmitglieder legten in. Folge deffen ihre Memter nieder. Schweiz. Der eidgenössische Generalanwali Müller hat soeben ein Birtular erlaffen, worin er die Breffe bittet, in der Anariften. Angelegenheit feine Veröffentlichungen vor junehmen und erklärt, selbst von Zeit zu Beit, soweit es die Swede der Untersuchung gestatten, Bulletins herausgeben zu wollen. Die vor Kurzem erfolgte Verhaftung von drei aus Alexandrien in der Schweiz angelommenen Buckerbädern, in lin" fübt welchen man Emissäre der Anarchisten erblickte, hat sich als ry als gänzlich verfehlt erwiesen, da dieselben in der That aus Alexan Kräften frien tamen und feine Verbindungen mit Anarchisten hatten. längs des Nils stationirt werden. auf schri Die drei rothen Zuckerbäcker" batten bereits den Volkswiz in Bestätigun großem Maze wachgerufen. Der schweizer Bundesrath it der v bat fich bei der deutschen Reichsregierung verwendet, damit die wurden medizinische Fakultät Genf bezüglich Anrechnung Bürtler; Dreber uS chloff ren Lo = ihrer Tten, wu lichen v Durch rbeiterfch en Sonn well's Bler esordnung Aufna Sonnabe atobftr 38 welde g gefälligh e ftatt) n. Pflichtet Beihnac ur aud defen bet bel sgabe d Hacibeb hift. ortige tändlich perficheru it getret cher er Statut veitere n wir t febr ma eantwo Bertrag mit b icht, ba b #t 11. wenn The Ba Ste Entlaffung Sobnfig ben aud M Dien tebt, fo flegung nichts eboch ni Dienftbol Der Dien nn bat b Beibnach bann m Stank es ift nad ot exfabren ilage Der in Genf von deutschen Studenten gemachten Studien für Bulaffung zu den deutschen Prüfungen den Fakultäten von Basel, Bern und Zürich gleichgestellt werde. Die deutsche Re gierung hat ihr Bedauern ausgesprochen, dem Wunsche nicht entsprechen zu können, namentlich in Rücksicht auf den Um Borlesungen in französischer Sprache gehalten werden. Wie aus Genf berichtet wird, wurden am Dienstag die Siegel an der Revolte" Druderei wieder entfernt. Belgien. Der König von Belgien scheint jetzt felbst den Kombinationen über ein Königreich am Kongo ein Ende machen zu wollen. Der Ind. Belge" meldet, daß König Leopold II. den Titel eines" Rönigs von Kongo nicht annehmen, vielmehr nur als Protektor an der Spize eines freien Staates tehen will. Das Brotektorat soll offiziell seine Weihe er halten. Die Leitung des Kongoftaates wird einer politischen Bersönlichkeit anvertraut werden. Soweit die" Indép."; von anderer Seite verlautet, daß Stanley Gouverneur des neuen Rongoftaates werden wird. Auf Anordnung des Königs von Belgien ist eine Denkschrift über die gesammte Thätigkeit der Asociation Africaine von ihrer Begründung bis heute anges fertigt worden, welche der belgischen Kammer zugleich mit dem diplomatischen Altenftüden behufs Anerkennung des Kongoflaates zugehen wird. Frankreich. Die äußerste Linke der Kammer wird in den nächsten Lagen Beschluß faffen über einen Antrag, der dahin geht, das Rabinet Ferry in den Anflagezustand zu verseßen, weil es ohne Genehmigung des Parlaments Krieg mit China führe. In der Sache wird dieser Antrag nichts ändern, denn Ferry lit, wenn auch nicht ganz unbestrittener, so doch noch immer allgewaltiger Inhaber der Kammermehrheit, die keinen Befluß auffommen läßt, der vor den Wahlen schon zu einer Rabinetstrifts führen fönnte. Der Handelsminister hat einen Gese gentwurf aus Bearbeitet, der das Gesetz von 1874 über Einrichtungen der Sicherheit und Reinlichtelt in den Fabriken, das nur zu Bunften von Kindern und jugendlichen Arbeiterinnen erlassen worden ist, auf alle Fabriken und Großbetriebe ausdehnt. Das ei joll an dem bisherigen System der Fabrikenbeaufsichtigung möglichst wenig geändert werden. Eine der wesentlichsten Re formen, welche die Vorlage einführt, besteht darin, daß eine Brüfung eingeführt wird, welche die zu ernennden Fabril inspektoren bestanden haven müffen. Die Durchführung der in dem Gesetz enthaltenen Bestimmungen ist besonderen Verwal tungsbetreten überlaffen. Arieges mit China in den Vordergrund gerüdte Frage, ob Die von der französischen Regierung aus Anlaß des Reis als Kriegstontrebande zu betrachten sei, wird Don der République Française" eingehend erörtert. Das wie diejenige Englands, die Steinkohle als Kriegstontrebande angufeben. Die Rép. Française" giebt zugleich deutlich zu Derfteben, daß in einem Seefriege mit England auch das Ge treibe als Kriegskontrebande bezeichnet werden. bann aber durch Abschneiden der Zufuhr ausgehungert werden Derem, bedeutet die Herrschaft der Engländer zur See. Das II. Jabrgang. burch eine einheitliche nationale deutsche Münze ersetzt; und meinem verehrten Gegner Herrn Bamberger bleibt das Vers dienst unvergessen, daß er von Anfang an darauf hingedrängt hat, in Deutschland diese Aufgabe zu lösen. Ganz getrennt hieroon ist aber die Frage, ob es richtig war, die Goldwährung zu adoptiren. Man ist in dieser Durchführung ja bereits stehen geblieben, indem man die Silberverkäufe fiftirt hat. Es zeigte fich sehr bald, daß die Voraussetzungen, unter denen die Reichs goldwährung eingeführt wurde, großen Theils irrig waren. Man hatte zunächst gedacht, daß alle übrigen Kulturstaaten ebenfalls zur Goldwährung gelangen würden, und man wollte diesen einen Vorsprung abgewinnen. Das ist ni at eingetroffen. Nur ganz kleine Länder mit nicht nennenswerthem Verkehr find uns im Uebergange zur Goldwährung nachgefolgt. Das gegen ist der große Kulturstaat Nordamerika von der Goldwährung wieder zurückgekommen. Auch die Voraussetzung ist nicht eingetroffen, daß die Goldimporte aus Australien und Kalifornien fich in demselben Maße wie früher vermehren wür den; und noch weniger hat sich die Annahme als richtig ers wiesen, die Abgeordneter Bamberger früher aufstellte, daß das Verhältniß des Werthes von Gold und Silber ftets gleich 1:15 sein würde. Der Abg. Bamberger hat fich ferner mehrfach im Laufe der Beit erheblich widersprochen. Früher hatte er die jährliche Goldproduktion beispielsweise auf 400 bis 500 Millionen Mark angegeben, später auf ebenso viel Mizionen Thaler. Eine genaue Kenntniß der jährlichen Goldproduktion ist doch aber gewiß einer von den Punkten, auf die man überhaupt nur eine Goldwährung aufbauen kann. Die Konsequenz der Einführung der Goldwährung war nun eine allgemeine große Kalamität durch die Silberentwerthung in allen Ländern. Auch Frankreich fiftirte seine Silberaus prägung, ebenso die Vereinigten Staaten. Die beiden Münztonferenzen verliefen hoffnungslos. Unsere Kommiffarien haben auf der zweiten nicht einmal erklären können, daß fie einer bimetallistischen Union, bei der England sich betheiligen würde, geneigt wären. Die Silberentwerthung hat zahlreiche unheil volle Folgen gehabt. Bunächst hat der Handel nach den Silberländern sofort abgenommen. Der Kaufmann, der dorthin Waaren schickte, wußte nicht mehr, was er in Wirklichkeit für einen Preis herausbetam. Noch viel unheilvoller war aber die Breisreduktion aller heimischen Produkte. Der Profeffor Naffe zahlreiche andere Umstände zurück. Anders die bedeutendsten freilich führt das nicht auf die Geldvertheuerung, sondern auf englischen Vorfämpfer der Goldwährungspartei; Gibbon schäßt den Preisrückgang in der Beit von 1873 bis 1879 auf durch schnittlich 24 pet. und meint, derselbe würde sich auf die Dauer noch verschärfen, verschärfen, wenn nicht eine Aenderung in ber Währungspolitik eintreten würde. Den Hauptgrund des Preisrückgangs steht er in dem Uebergang Deutschlands zur Goldwährung. Ebenso urtheilen andere engliche Barlas ments Mitglieder und Nationalötonomen. Ich habe die Politik unseres Reichskanzlers seit 20 Jahren unterſtüßt und werde ste frage halte ich für viel wichtiger, als die Bollfragen, als die bis an meines Lebens Ende unterstüßen. Diese WährungsRolonialpolitit, als die Steuerfragen. Ich weiß nicht, wie heute die Reichsregierung über die Remonetiftrung des Silbers bentt; aber ich habe sechs Jahre lang für das protektionistische Syftem gekämpft; erst allein, dann mit wenigen, dann mit vielen Bundesgenoffen; endlich mit der Hilfe des Reichskanzlers und dadurch mit Erfolg. Ebenso bin ich fest überzeugt, daß mir auch in der Währungsfrage schließlich die Unterstüßung des Mannes, der heute die Geschicke Deutschlands leitet, nicht fehlen wird!( Beifall und Widerspruch.) Aus Korti wird gemeldet: Jn Folge der sehr heißen Witterung sollen demnächst folgende Truppenverlegungen ge troffen werden: das Hauptquartier wird sich nach Dongolah begeben, die Truppen aber sollen an verschiedenen Punkten Zur Ausführung dieser Truppenfewegungen werden sämmtliche Dampfer und sonstigen Fahrzeuge vorbereitet. Die Temperatur beträgt im Schatten 104 Gr. Fahrenheit. Der legte Transport mit Verwundeten ift von Gatoul in Rorti eingetroffen. Die Times" erfährt, die Regierung werde demnächst die Genehmigung des Parla ments zur sofortigen Verstärkung der englischen Armee um 1200 bis 1500 Mann nachsuchen. Die von den australischen Kolonien für den Sudanfeldzug bestimmten Hilfstruppen haben sich bereits eingeschifft. Die Infanterie und der größte Theil der Artillerie, zusammen 600 Mann schifften fich mit der Jberia" ein, während die übrigen 200 Mann nebst den Pferden und Proviantvorräthen auf dem Auftralasian" untergebracht wurden. Parlamentarisches. Die Arbeiterschußgesez Rommission des Reichstages berieth in ihrer legten Sigung über den Sonntagsarbeit Paragraphen. Es erfolgte die Abstimmung über den Baffus, welcher bestimmt, was unter Sonn- und Festtagen im Sinne des Gesezes zu verstehen ist. Bisher hieß es im§ 105 der Gewerbe- Ordnung: Welche Tage als Festtage gelten, bestimmen die Landesregierungen." Jezt ist statt deffen, mit einer Stimme Mehrheit, folgende vom Bentrum beantragte Faffung angenommen: Welche Tage als Festtage gelten, bestimmen unter Berücksichtigung der örtlichen und tonfeffionellen Verhältniffe die Landesregierungen. An den besonderen Festtagen seiner Ronfeffion fann fein Arbeiter zum Arbeiten verpflichtet werden." Dem Reichstage ist ein am 2. d. Mts. in Berlin von 950 Firmen der Holzindustrie beschlossener Protest gegen die Erhöhung der Holzzölle zugegangen. Die unterzeichneten Firmen beschäftigen etwa 50 000 Arbeiter. - Die Kommission des Abgeordnetenhauses Aur Berathung des Verwendungsgefeges( Antrag von Quene) trat gestern Abend zu ihrer zweiten Sigung zusammen. Es lag ein Antrag des Abg. v. Bedlig vor, der einen festen Betrag aus den Ueberschüssen der neuen Reichssteuern für die Schulunterhaltung verwenden will und zu diesem Bwed sta tistisches Material zusammenstellt. Ferner liegt eine statistische Nachweisung der Einfuhrmengen und der Bollerträge von den jenigen Artiteln vor, bezüglich deren andere Bollsäge in Aus ficht stehen. Es wurde beschloffen, eine Subtommiffion von fünf Mitgliedern( ie 1 von jeder Fraktion) einzuseßen, bes hufs weiterer Brüfung des Materials. Den Termin für die nächste Sigung anzuberaumen, wurde dem Ermessen des Bräfidenten anheim gegeben. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 60. Sizung vom 6. März, Borm. 12 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Boetticher, v. Bur chard, Bronsart von Schellendorff, von Cas privi u. A. Nach der zweistündigen Rede des Abg. v. Kardorff vers langt zunächst das Wort der Bundeskommiffarius Geh. Rath Schraut: Gegenüber den persönlichen Bemerkungen, welche Der Herr Vorredner an mich zu richten die Güte hatte, gestatte ich mir zunächst die Gegenbemertung, daß die von mir vers öffentlichte Schäßung unseres gegenwärtigen Geldumlaufs in Deutschland teinerlei offiziellen Charakter hat. Von diesem Standpunkte ausgehend, gestatte ich mir, thats sächlich hervorzuheben, daß wir bis Ende 1884 ich tann auch dieses Jahr hinzufügen, da nunmehr die Nach weisungen hierüber vorliegen rund 1922 Millionen Gold münzen, also nahezu 2 Milliarden Goldmünzen ausgeprägt hatten. Wieviel von diesem Gold inzwischen verschwunden ist, barüber giebt es einen Faktor, der ziemlich sicher ist, und einen, der absolut unftcher ist. Der erstere betrifft die Frage: wieviel von unserem Golde in ausländischen Münzstätten eingeschmolzen worden ist. Hierüber haben wir amtliche Ermittelungen an Differenzen. Es find im ganzen 150 oder 160 Millionen M. gestellt, und es bestehen auch in dieser Beziehung teine besonderen Anders liegt es bei der zweiten Frage, wieviel von unseren Goldmünzen für industrielle Zwecke im In- und Auslande eins Blatt bezeichnet die französische Maßregel als ebenso berechtigt schaamtes tommt der Antrag der Abgg. v. Schor. Schriftsteller, Herrn Haupt, vor. Derselbe schätzt den ganzen England dem Schicksale der Pariser im Jahre 1871 ausgesezt werden." geschmolzen worden ist. Wir haben uns viel Mühe gegeben, hierüber Thatsächliches zu ermitteln; es hat fich aber herausgestellt, daß wirklich greifbare Momente nicht vorhanden find. Im Anfange der Münzreform find namentlich bei der Uhrenfabrikation größere Wengen unserer Goldmünzen eingeschmolzen worden. In den lezten Jahren haben aber die Einschmels zungen in der deutschen Industrie unzweifelhaft nachgelassen, weil unsere Münzen bereits längere Beit im Gebrauch find, und weil wir inzwischen Einrichtungen getroffen, wonach fleinen Goldarbeitern Goldbarren von 3 Pfund zur Verfügung stehen, so daß fie fein größeres Betriebskapital aufwenden müßen, um fich die nöthigen Barren anzuschaffen. Es liegt über diesen Puntt eine eingehende Schäßung von einem hervorragenden und fich stets auf objektivem Boden bewegenden bimetallistischen von der Induftrie eingeschmolzenen Betrag auf Grund der sorgfältigsten Ermittelungen vor einiger Zeit auf 80 Millionen, neuerdings auf 110 Millionen Mart. Ich würde lein Be denten tragen, mich dieser Schäßung anzuschließen, aber fte ist doch weit entfernt von jenen pessimistischen Schäßungen, welche fich bis zu einer industriellen Einschmelzung von 300 Millionen Mark oder gar darüber versteigen, wofür doch nur Vermuthuns gen angeführt werden können. An dieser Stelle bitte ich um Entschuldigung, wenn ich persönlich hinzufüge, daß ich bek meiner Veröffentlichung in jeder Beziehung loyal verfahren bin. Ich habe meiner Uebersicht ausdrücklich eine Note hinzus gefügt, worin es wörtlich heißt: Für die Schäßung der Eins Bei der deitten Berathung des Etats des Reichs. lemer, v. Kardorff, Frege und Leuschner zur Vers handlung: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, die Initiative zu einer Wiedereinberufung der im Jahre 1881 abgebrochenen Münzkonferenzen zu ergreifen, um eine Wiederaufnahme der Ausprägung vollwerthiger Silbermünzen seitens der Vereinig ten Staaten des lateinischen Münzbundes, des Deutschen Reichs und aller derjenigen Staaten herbeizuführen, welche fich Abg. v. Goldfus als Referent der Petitionskommission berichtet über 440 Petitionen meist von landwirthschaftlichen Betreide als Kriegstontrebande bedeutet, daß die Engländer diesen Ländern anschließen wollen. mit diesen Fragen beschäftigen. -In Tontin hat die französische Armee den Chinesen Vereinen, die sämmtlich dahin gehen, in Anbetracht der schweren Belb behaupteten. General Negrier rüdt gegen Thatte, Brière widelung Deutschlands und besonders dem landwirthschaftlichen baben die Grenze des eigentlichen China zum Objekt. Admiral Courbet ift mit Effektuirung der Reisblokade beschäftigt; ein Derfuchter Angriff zweier Torpedoboote auf Chinsai wurde von Den Chinesen mit Erfolg zurückgewiesen. Frage Großbritannien. nehmende Silberentwerthung der ganzen wirthschaftlichen Entschmelzung deutscher Goldmünzen für industrielle Bwede fehlt Betriebe zugefügt sei, die Doppelwährung wieder einzuführen. Die Kommission empfiehlt bie Petitionen, falls der Antrag v. Karborff an eine Kommission verwiesen werden sollte, ebenfalls dieser Kommission zu überweisen; falls der Antrag heute erledigt werden sollte, dieselben ebenfalls für erledigt zu erklären. Abg. v. Karborff: Daß der Erlaß eines einheitlichen und wie weit die Küste nördlich von Natal unter britischem höchsten wirthschaftlichen, politischen und nationalen Bedeutung Egerichtet, ob die St. Luciabay britisches Gebiet sei Münzgesetzes fur das Reich im Jahre 1871 ein ft von der Schug stehe. Der Staatssekretair der Kolonien, Lord Derby, war, darin find wir Alle einig. Es wurde der Münzwirrwarr, es an ficheren Anhaltspunkten. D. Haupt schäßt diese Ges sammteinschmelzung für industrielle Swede auf etwa 78 Mill. Mart. Andere Schäßungen find zum Theil beträchtlich niedriger. Jedenfalls fanden in den lezten Jahren größere Einschmelzungen für industrielle Bwede nicht mehr statt. Bei der völligen Unsicherheit dieses Faltors find in der Uebersicht ent sprechende Abzüge nicht gemacht. Jedermann, der diese Uebers ficht las, mußte fich aus der Note selbst sagen, daß ich in diesem Buntte einen Vorbehalt gemacht habe, und daß mindestens Der Betrag von 78 Millioeen Mark in Abzug zu bringen ist. Es tommt weiter die Frage: wieviel befindet sich von unserem eibert, die Luciaban sei der britischen Krone vor etwas mehr der Münzunfug, der bis dahin in Deutschland geherrscht hatte, I Golde in auswärtigen Banken? Hierüber liegen und außer dem überwiegend günstigen Stande unserer Wechselkurse ge wiffe Anhaltspunkte vor, welche uns zu der Annahme berech tigen, daß, abgesehen von der Bank eines großen Landes, welche seit längerer Beit einen Betrag von 30 Millionen Mart festhält, größere nennenswerthe Beträge zur Zeit nicht im Bes fite auswärtiger Banken find. Dagegen befindet sich unsere Reichsbant im Befige von Goldbarren und ausländischen Gold münzen, deren Bestand ste in der Generalversammlung am Schluffe jeden Jahres veröffentlich, dieser Befit an Golds barren und ausländischen Goldmünzen, der in unserem eigenen Goldumlauf nicht eing.rechnet ist, hat sich Ende 1883 auf 115 Millionen Mart und Ende 1864 auf rund 72 Millionen Mart belaufen. Schließlich handelt es sich noch darum, wieviel zirkulirt von unserem Gelde im Verkehr des Auslandes. Ich glaube gewiß, daß sich dieser Betrag ausgleicht mit den ausländischen Goldmünzen, die bei uns im freien Verkehr zirkuliren. Resumirt man alle diese Verhältnisse, so kommt man dazu, die Gesammtschäzung des bereits erwähnten bimetallistischen Schriftstellers Schriftstellers Haupt für richtig zu halten, welcher Den Goldumlauf Deutschlands für Ende 1885 auf 1700 Millionen berechnet. Ich gebe zu, daß bei der Unsicherheit einiger Faktoren man den Umlauf auf 50 bis 100 Millionen Mart geringer schäßen kann; dagegen überschreitet es weit das objettive Maß, wenn geschrieben wird, daß unser Goldumlauf bis auf 1400 Millionen oder noch weiter zurückgegangen sei.( Sehr richtig!) Ich glaube ferner, daß der Herr Vorredner auch darin zu schwarz steht, daß wir zu befürchten haben, daß unser Goldbestand weiter in großen Mengen ins Ausland abfließen werden. Auf diese thatsächlichen Bemerkungen habe ich mich zu beschränken. Abg. Dr. Bamberger: Ich danke Herrn von Kardorff dafür, daß er ruhig und fachlich, aber auch dafür, daß er zwet Stunden lang sprach, was mir manchmal vorgeworfen wird ( Heiterkeit), und ich freue mich, in dem altgewohnten Gegner in dieser Beziehung wie an einigen Stellen seines Vortrags einen Verbündeten zu finden. Dem Dialog mit Hrn. v. Kar dorff, zu dem er mich durch seine an mich persönlich adresstrte Ansprache herausfordert, hätte ich eine Auseinandersetzung mit den verbündeten Regierungen vorgezogen; aber ich begnüge mich mit der eben gehörten Erklärung ihres Ver treters, die in den Hauptpunkten vollständig meinen Anschauungen begegnet, daß es nämlich frevelhaft wäre, eine Beunruhigung über die Haltbarkeit unserer Geldzustände in das Jn und Ausland zu werfen. Wie er bin auch ich davon durchdrungen, daß eine solche unabsehbare Kalamität vor Allem von uns fernzubalten ist, und ich bitte Sie wohl zu prüfen, ob Sie aus Parteirücksichten, aus Instinkt, aus Lieb haberei, aus altgewohntem Vorurtheil man liebt ja nichts so fehr, wie sein Vorurtheil der vorliegenden Resolution zustimmen, deren Annahme selbst dann noch verhängnißvoll wirken würde, wenn die Reichsregierung, wie ich hoffe und auf Grund ihrer früheren Erklärung annehme, ihr fühl gegenüberstehen wird. Abstimmungen beruhen in der Regel so sehr auf vorgefaßten Meinungen, daß jeder Appell an die Brüfung der Argumente fast nato und unschuldsvoll klingt. Aber bei Der schweren Verantwortung, die auf dem Reichstag unter diesen Umständen liegt, verzichte ich nicht auf die Hoffnung, daß der Eine oder Andere sich seine Abstimmung wohl über legt. Der deutsche Bimetallismus hat seit jeber von Unglüds. prophezeiungen gelebt; fein Geschäft, das auf Unglück spekulirt, tein Lobtengräber oder Arzt oder Glaser, der auf zerbrochenen Scheiben rechnet, ist so wie er auf Unglücksspekulationen bafirt. ( beiterkeit.) Seitdem wir ihn fennen, prophezeit er uns Jahr für Jahr unseren und den Untergang der Welt; Umkehr zur Doppelwährung oder alles zerbricht in Stücke; Umkehr, nicht Rüdtehr, denn Deutschland hatte früher einfache Silber, nicht Doppelwährung. Diese Prophezeiungen begleiten die Goldwährung auf ihrem ganzen Wege, wie der Engländer der Menagerie van Afen folgte, um den schönen Moment zu er leben, wo der Löwe dem Thierbändiger den Kopf abreißt. Das Ungethüm, das dem Bimetallismus diesen Dienst leisten und alles in Verwirrung und Verzweiflung bringen sollte, war die Aufhebung der Blandbill und als Folge derselben die Einstellung der Silberausprägung in den Vereinigten Staaten. Auf ihre Aufhebung rechneten die Bimetallisten bei ihrem erneuten attiven Vorgehen, fte war das psychologische Moment", uns mit einer Veränderung unserer Münzwährung zu kommen. In dieser Voraussetzung scheinen fie fich getäuscht zu haben: die Silberintereffenten selbst in Amerita,( die, wenn jene Recht hätten, sehr flug daran thäten, die Blandbill aufzuheben und die Katastrophe dadurch herbeizuführen, aus der der neue Bis metallismus in der ganzen Welt wiedererstehen soll)- ste haben es nach den neuesten Nachrichten dahin gebracht, daß die Silberprägung weiter geht. Warum haben sie das gethan? Weil sie uns nicht die Thorheit zutrauen, daß wir, auch wenn fie die Blandbill aufheben, deswegen unsere Goldwährung fallen laffen; fie haben eben zu unserem Verstand mehr Vers trauen als unsere bimetallistischen Gegner.( Oho! rechts.) Denn Die Amerikaner, die in solchen Dingen sehr scharf urtheilen, wissen fehr gut, wie viel besser wir mit unserer eingestellten Silberprägung baran find als fie mit ihrer noch fortlaufenden; sie wissen sehr gut, daß wir wegen der paar hundert Millionen Mart Silber, Die wir noch zu viel haben, nicht den Riesensprung ins Dunkle machen werden, aus einer feften und soliden, in der ganzen Wett aftredirten Währung in eine allen Erschütterungen preisgegebene überzugehen. In den letzten Tagen haben fich bereits einzelne Personen, die die Dinge näher verfolgten, gefragt: wie tönnte ich mich in Sicherheit bringen gegen die Ges fahr einer Erschütterung der deutschen Valuta? Deshalb find auswärtige Geldpapiere an der Börse gesucht worden; inländische sind ein wenig gesunken. Auch die auswärtige Speku lation ist schon aufmerksam geworden. Vor zwei Tagen wurde ich aus Wien telegraphisch gefragt, ob wir zur Doppelwährung übergingen. Wenn erst dieser Gedante eingreift, find die Folgen unberechenbar; und die Herren, die draußen spekuliren auf die Erschütterung der deutschen Währung, tönnten dann in der That leicht ein solches Mißtrauen herbeiführen, daß auch ohne veränderte Gesetzgebung die deutsche Währung ins Wanten tommt. Ich erkenne bas große Talent des Führers des deutschen Bimetallismus, des Inspirators der ganzen Bewegung, an; ich bin auch fern, irgend etwas von den schnöden Aeußerungen erwähnen zu wollen, die Herr v. Kardorff dorthin mit Recht zurückgewiesen hat. Ich halte die deutschen Bimetallisten für Männer, die für ihre Idee ins Feuer gehen, aber gerade dieser Feuereifer fann manchmal zu Exzessen verleiten. Ein Beispiel eines solchen Exzesses will ich Ihnen zum Schluß noch geben. Also der Führer der H Deutschland gehen, aber um England zu gewinnen, ist die Suspension der Blandbill, wie Sie richtig schließen, nothwendig." Weiter heißt es: Wenn Sie es für nüßlich halten, so würden die bimetallistischen Gesellschaften Englands, Bel giens und Deutschlands per Kabel eine Adresse an den Kongreß richten, welche um die Annahme ihrer Bill im Interesse des Bimetallismus bittet. Wenn Sie mir eine Kabeldepesche senden, so würde ich thun, was in der Sache nöthig ist, und wenn der Reichstag zusammentritt, beabsichtigen die Bimetallisten, die Regierungen über den gegenwärtigen Stand der Währungsangelegenheit zu befragen und eine amtliche Untersuchung über dieselbe zu fördern. Wenn die Blandbid aufgehoben ist, werden ste die Wiederaufnahme der Silberverkäufe fordern." Also in diesem Moment, wenn das Silber stürzt, unverkäuflich wird, werden unsere patriotischen Bimetallisten auftreten und sagen: nun verkauft das Silber, damit die Krists über Deutschland herbeigeführt wird! Ich betrachte das alles nicht, wie Sie es vielleicht thun würden, als Hochverath, als Konspiration mit den Fremden, sondern nur als einen Erzeß des Fanatismus aus theoretischer Ueberzeugung, und darum bitte ich noch einmal, die Tragweite des heutigen Beschlusses wohl zu überlegen, obs wohl ich ganz ruhig darüber bin, daß auch die Annahme der Resolution nie und nimmermehr zu einer bimetallistischen Kon vention führen kann. Ich habe es Ihnen 1878 und 1881 vorausgefagt: Sie haben es nicht glauben wollen und werden es auch jest nicht glauben wollen. Darüber bin ich ganz rubig. Aber darüber ich unruhig, daß die Welt und Deutschland selbst in Bezug auf den bisherigen Standpunkt der Reichsregierung allarmirt werden könnten. Noch steht er fest, wie ich aus ihrem Verhalten Den beruhigenden Schluß ziehen Darf; aber ich warne Ste, nicht exzeptionell bei einem so wichtigen, dreier Lesungen und der Fühlungnahme mit dem Lande höchft bedürftigen Beschluß eine Resolution gelegentlich der dritten Lesung des Etats zu faffen. Ich verlasse mich darauf, daß die Reichsregierung und speziell der Mann, der ihre große Verantwortlichfett trägt, der Herr Reichskanzler, deren ganze auf ihm ruhende Schwere fühlen wird, wenn unser im In- und Auslande wohlbestellter Kredit durch Annahme der Resolution ins Wanten lommen würde.( Lebhafter Beifall links, Bischen rechts.) Abg. Frege: Ich verwahre von vornherein meine Freunde gegen die Annahme, als ob wir die Währungsfrage nur ganz oberflächlich behandeln wollten. Offenbar ist Deutschland bei seiner Mittelstellung in dieser Angelegenheit nicht so gefährdet wie andere Staaten. Trogdem haben auch wir zu erwägen, ob wir nicht umkehren müssen auf dem Wege, den wir in unserer Münzgesetzgebung eingeschlagen. Wir haben deshalb die Erklärungen der Regierung mit nicht geringerer Freude als der Vorredner begrüßt; fte enthielten nichts, was unserer Forderung nach einer internationalen Vereinbarung in dieser Frage fich von vornherein entgegenstellte. Herr Bams berger sagt, daß wir mit unserem Antrage nur eine große Beunruhigung hervorrufen würden. Frage die Initiative der Regierung allein überlaffen we müffe; er werde deshalb gegen die Resolution stimmen. Der Antrag v. Schorlemer wird gegen die Stimmen Ronservativen, eines Theils der Reichspartei und der Meb des Bentrums abgelehnt, das Ordinarium des Reichsid amts unverändert bewilligt, ebenso ohne Debatte das Didi rium des Reichseisenbahnamtes, der Reichsschuld, des Rechnung hofs, des Pensions und Invalidenfonds. baupte; ba Befugniffer nach jei au wegs überf badurch ga Abg. Ennecce Antrag v. sein Botun liberalen fi trag Hahn Abg. im Falle d Antrag a Aefährde di Darauf wird die Vertagung beschloffen. Auf eine Anf des Abgeordneten Richter erklärt der Präfident, nach der Erledigung des Etats der Antrag Ausfeld Bolltarifnovelle, darauf die Initiativanträge Ackermann Grillenberger- Bebel zur Erörterung gestellt werden sollen, welche letteren eventuell eine zweitägige Diskussion in Aus zu nehmen sei, danach beabsichtige er, die Dampfervor ( also etwa Mittwoch oder Donnerstag) auf die TagesordnGeistlichen. zu setzen. Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 1 ( Etat, Antrag Ausfeld.) Abgeordnetenhaus. 34. Sigung vom 6. März, 10 Uhr. Am Ministertische von Butttamer, von Gofle von Scholz. Eingegangen ist der Rechenschaftsbericht über bie Abg. überlaffen haben bish Minist mir und pofitios du fällen, wel babe ich fo Th Konfeffione wendung der flüssig gemachten Bestände der im§ 94 also die B für die Beit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1881. Der Abg. Wiedwald( Elbing) hat sein Mandat nie gelegt. an die Budgetkommiffion verwiesen. Abg. 1 einer Nach Grund ver Der gestern eingegangene Nachtragsetat wird ohne Debt präge; ohr Das Haus sept hierauf die zweite Berathung des Rul gelung der etats fort. Im Kap. 124 Tit. 4 der dauernden Ausgaben dieselben landes herrlichen Patronats find, und werben find, und die zum Neubau und zur Unterhaltung von Kirchen, fo Patronat vor dem 1. Januar 1873 bergründet ift, 1780000 Mart verlangt. Hierzu liegt ein Antrag des Abg. Stöcker vor: 1. Den Vermert, welcher die Ausgaben dieses Titels auf solche Kirchen landesherrlichen Patronats beschränkt, die vor II. Den Herrn Minister der geistlichen, Unterni und Medizinalangelegenheiten zu ersuchen, in den närigen dem 1. Januar 1873 begründet find, zu streichen. Etat eine angemessene Summe einzustellen, welche zur För derung der Theilung großer Parochien in Stadt und Land für die evangelische wie für die katholische Kirche wenden ist. зи beam Die Budgetkommission, welcher der Antrag überwiel war, beantragt, denselben abzulehnen. Der Abg. Hahn tragt nunmehr, die Staatsregierung zu ersuchen, in nächsten Etat einen Titel zur Gewährung von Unterfügun Aber diese Bewegung speziell bei Abtrennung von Pfarreien von bestehenden an unvermögende Kirchengemeinden zum Neubau von Kird den Antrag, am Schluß folgenden Saz hinzuzufügen: Tochien, aufzunehmen. Hierzu stellt der Abg. Fibr. v. Summen sind im Verhältniß der Bevölkerungszahl der E ist nicht von wenigen Männern ausgegangen, sondern aus dem Bolke selbst gekommen. Wir find gezwungen worden von unseren Wählern zu dieser Frage Stellung zu nehmen. Die Haupts frage ist: tann Deutschland die bestehende Silberentwerthung rubig weiter ertragen? Nach unserer Ansicht ist das nicht der Fall; und deshalb erachten wir es als unfere Pflicht die Negierung aufzufordern, uns vor weiteren Verluften zu schüßen. Gleichzeitig ist von uns Alles zu vermeiden, was eine Silber entwerthung steigern fönnte. Aus dieser Behauptung werden Sie auch sehen, daß der Brief, auf den Abg. Bamberger verwiesen hat, und aus dem entnommen werden könnte, als ob auch wir auf eine Beseitigung der Bland- bill aus Spekula tionsrücksichten hinarbeiteten, auch von und gemißbilligt wird. Die bimetallistische Bewegung findet immer mehr Antlang im Bolle, gerade so wie der Vorschlag, aus der Reichs. bant ein reines Staatsinstitut zu machen, der ja früher nur mit Hohn und Spott aufgenommen wurde. An der gelischen und Ratholiten getrennt einzustellen. H Form meiner Anträge in der Kommission gefunden hat Abg. Stöcker: Die ungünstige Behandlung, welche derselben entgegengebracht worden ist. Der tirchliche Roth reichlich aufgewogen durch die Sympathie, welche dem J stand und die Bedürfnißfrage ist in teiner Weise befri und ebensonenig, daß die Kirche nicht im Stande helfen. Der Staat aber hat die Verpflichtung, hier freten; denn besonders in den großen Maffengemeinden Großstädte fittlich religiös zu wirken, ist Intereffe des St wie der Kirche. Bu Gusten des Antrages Hahn ziehe meinigen zurüd. tch Abg. Götting: Der Abg. Stöcker bat felbft be gehoben, daß ihm nur die Berliner Verhältnisse näher belan Einführung der Doppelwährung find nicht nur einzelne feien. Man darf doch aber von einem einzelnen Fall a Kreise, sondern Die ganze Nation betheiligt. Es darf die Bedeutung nicht unterschätzt werden, welche Die Initiative Deutschlands auch auf diesem Gebiete haben würde. würde. Nach den schönen Erfolgen, die wir in anderen Frangen errungen, ist zu hoffen, daß es Deutschland auch über diese Frage eine internationale Vereinbarung herbeizuführen gelingen werde. Ich will hier nicht auf die Noth stände eingehen, welche die Landwirthschaft gezwungen haben, zu dieser Frage Stellung zu nehmen. Aber wie wir im Jahre 1879 Schuß für die nationale Arbeit geschaffen haben, dem Widerstande des Abg. Bamberger und seiner Freunde zum Troß, so hoffen wir, daß es auf dem Wege internationaler Vereinbarungen gelingen wird, unser ganzes Volt vor einer Krifts zu retten, in der unser nationaler Wohlstand ges fährdet wird. Abg. Dechelhauser: Meine Herren! Ich beschränke mich darauf, im Namen meiner politischen Freunde zu erflären, daß wir einstimmig für die Goldwährung eintreten und eins stimmig gegen den Antrag des Herrn v. Schorlemer ftimmen werden. Die Behauptung der Herren, daß beim nicht gleich eine allgemeine gefeßliche Aenderung vornehm wollen. Der Abg. Stöder will mit seinem Antrag mura das staatliche Patronat zurückkehren. Dieselben Bebenten mu Abg. ahn: Mein Antrag hat nicht blos die Verball niffe in Berlin im Auge, sondern will dem Nothstand abhel fen, der in vielen Gemeinden der preußischen Monarchie ber vortritt, die nicht in der Lage sind, die zum Bau von Kirchen ich auch bem Antrag Hahn gegenüberstellen. nothwendigen Mittel zu beschaffen. fügbaren Mittel reichen nicht aus. Die bisher hierfür v Mit einer Berathung meines Antrages in der Kommission würde ich mich ein standen erklären. Abg. Langerhans: Der Antrag Hahn begiebt nur auf unvermögende Gemeinden, trifft alfo a Berlin nicht zu und würde dem hiesigen Nothstande nicht a Abg. v. Minnigerode hebt hervor, daß auch im D helfen. ein firchlicher Nothstand vorhanden set. Abg. Freiherr v. uene betont, daß für die Gewähr materieller Buwendungen die katholische Kirche nicht das Ausschluß des Silbers das Gold in Zukunft nicht genügen ringfte ihrer Rechte preisgeben würde, und will im Uebrig wird, um eine gesunde wirthschaftliche Einwirkung auszuüben, abwarten, wie die Kommission fich zu feinem Amendement ift ebenso wenig begründet wie die zweite, daß die Silberländer uns dauernd eine verschärfte Konkurrenz machen werden und billiger würden produziren fönnen als die Goldländer. Der Trugschluß ist der, daß die Herren verwechseln, daß durch die Entwerthung der Valuta die Preise steigen, und die Läns der nur im Stande find, in demselben Verhältniß wie früher zu konkurriren, und so wie die höheren Preise kommen, müssen fte mit dem Gelde, das sie ausgeben, die Waare theurer be zahlen. Im übrigen fann ich mich nur den ausgezeichneten Ausführungen des Ausführungen des Herrn Abgeordndten Bamberger an schließen. Abg. v. Schalsha: Es ist noch nicht lange ber, daß der Ruf erscholl nach Einführung einer Weltmünze. Derselbe fand bei uns auch Antlang, die wir unter dem Elend ver schiedener Münzen besonders gelitten hatten. Ich behaupte nun, daß wir mit Einführung der Goldwährung wieder einen Schritt rückwärts gethan haben von diesem Biele. So lange es feststeht, daß nicht so viel Gold produzirt werden kann, halten wird. Abg. v. Eynern: Der Antrag Hahn unterscheidet sehr wesentlich von dem des Abg. Stöcker. Der Lestere fich be zur Förderung der Theilung großer Parochien Mittel rend wir da, wo die Nothwendigkeit der Theilung f ausstellt, und die Gemeinden unvermögend find, die Hilfe Staates wünschen. Aus demselben Grunde find wir gegen Amendement des Abg. v. Huene, da für die lathol Bevölkerung das Bedürfniß nicht in demselben Make por den ist. Die Anträge der Abgg. Hahn und v. Huene werden Budgetfommission überwiesen. Den zu Kap. 124, Titel 5 von den Abgg. Hahn und b noffen gestellten Antrag: Die fönigliche Staatsregierung zu ersuchen, für die näch bab DO jährige Etatsaufstellung auf eine Abänderung des Vermals Tit. 5, Rap. 124 in der Richtung Bedacht zu nehmen, b D als ausreichend wäre für die Einführung der Goldwährung treffenden Empfängern dauernd gesichert wird", empfiehlt für die Geiftlichen zu gewährende Minimaleinfommen den in allen Ländern, so lange wird es Lánder mit Gold Budgetkommission durch thren Referenten Abg. Greib und Silberwährung Gegentheil von dem, geben. Das ist aber das das erwartet wurde Don Der deutschen Bimetalliften: Ich danke für die Abschrift Ihrer Einführung einer Weltmünze. Denn die Folge eines solchen befferung der äußeren Lage der Geistlichen aller Belennini Briefe" nämlich die für Aufhebung der Blandbill. Sbre Brinzipien werden von mir vollständig getheilt, wie ich aus Der Korrespondenz mit allen leitenden Bimetallisten Europas weiß."- Beiläufig gesagt, wenn Sie uns hier auf der Linken eine solche internationale Korrespondenz nachweisen könnten in wirthschaftlichen Fragen, da möchte ich einmal sehen, wie Sie lärmen würden. Der Brief lautet weiter: Ale" nämlich bimetalliftischen Rorrespondenzen hoffen auf den Sieg des Bimetallismus durch die Suspension der Blandbill; in Deutschland ist die Währungsfrage zu einer politische Barteifrage geworden- politische Parteifrage! aber die Anhänger der Goldwährung, die auch durch die Wissenschaft ganz bestegt find( heiterleit links), find machtlos, werden nicht einmal die Wiederaufnahme der Silberverfäufe burchießen. Andererseits macht die bimetalliftische Propaganda beständige Fortschritte und der Eifer für unsere Sache ist überall groß. Wenn die Regierung auch nicht bewogen werden kann, in der Sache vorzugehen, so zieht fie es vor, zu warten, und vor Allem nicht einen Schritt weiter zu gehen, als die Engländer. Wenn England erst gewonnen ist, wird es auch in Summ In Titel 5 des Kap. 124 find 3 255 613 Mart zur 2 Millionen dazu bestimmt find, das Jahreseintommen ausgebracht. Der Vermeit besagt, daß von dieser DE lischen Pfarren auf 2400, in fatholischen auf 1800 Ma erhöhen. Die Zulagen find jederzeit widerrufli und gewähren feinerlei Rechtsanspruch. Bustandes würde ein Schwanken der Relationen beider Metalle fein, auf der die Gold- und die Silberwährung bafirt. Ich mus Herrn Bamberger auch bemerken, daß seine Rede auf mich den Eindruck macht, als ob er fich auf dem Rückzuge befinde. Die Entscheidung über diese Frage soll nicht Leuten überlassen werden, die fich mit derselben nicht beschäftigt haben. Aber haben Ste( links) nicht ganz denselben Fehler gemacht? hat nicht selbst Herr Bamberger hier, der das Leben der Volts. feele an der Quelle studirt, indem er früher uns zu Gunsten der Goldwährung den Kaffenboten vorführte, der Gold leichter als Silber tragen fönne? Mit der Resolution wollen wir nichts weiter fagen, als daß die Frage noch einmal einer näheren Prüfung unterzogen werden soll. Salten Sie( links) denn Ihre Sache für so schwach, daß Sie so lebhaft gegen diese Forderung opponiren? Ich freue mich, daß die Ernahme seines Antrags. flärungen der Regierung nichts enthalten, was die Hoffnung zerstören könnte, daß das Deutsche Reich in dieser Frage die Snitiative zu einer internationalen Vereinbarung ergreifen werde. Bep Abg. Fahr. v. Huene beantragt dagegen, in dem Ant Hahn die Worte die fönigliche Staatsregierung zu erfuche zu streichen und ferner, die Regierung zu erfuchen, gle zeitig mit dem nächsten Etat eine Nachweisung über die A welche Summen für evangelische und für katholische Geffi ( lettere nach Diözesen gesondert) verausgabt find. Abg. Hahn bittet dem gegenüber um unveränderte A Abg. v. Minnigerode hält gleichfalls die, gelehnt worden sei, für überflüffig. des Antrags v. Huene, der schon in der Budgetlommiffion a Abg. Windthorst glaubt, daß in einer so wichtigen I immer so genau gehalten worden set, wie der Abg. Babn Annab Der ftimmung Geg und die Ausnahme Tamer, Spielbe Rieschte für den Bolen, ferr D. Eyner Dolffs. Der S gegen die tionallibera Der eines Bos Fortführun ift von t Widerspruc Finan zwischen de auch ich in Brofanbau die Förder fein laffen beiten fich höchste Ge Dispofition brechung b Abg. urüd. 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Fil baupte; das Zentrum, habe nun einmal zu den diskretionären Befugnissen des Kultusministeriums tein Butrauen und demnach sei auch die Borlegung der verlangten Nachweisung feines wegs überflüffig. Aufgehalten werde die Erledigung der Sache dadurch gar nicht. Abg. v. Huene äußert sich in demselben Sinne; Abg. Enneccerus will dagegen das dem Kultusminister in dem Antrag v. Huene direkt ausgesprochene Mißtrauen nicht durch fein Botum unterstügen, sondern einfach mit den National liberalen für den im Wesentlichen nicht mehr angefochtenen Antrag Hahn stimmen. Abg. v. Minnigerode hält die Taktik des Zentrums, im Falle der Nichtannahme des Antrags v. Huene gegen den Antrag Hahn stimmen zu wollen, nicht für richtig, denn fte gegefährde die Erreichung des erstrebten Bieles für die katholischen Geistlichen Abg. Windthorst: Die Tattil soll man doch uns überlassen( Abg. v. Minnigerode: Sehr richtig!); wir haben bisher ziemlich gut operitt.( Heiterkeit.) Minister v. Goßler: Das Prinzip der Parität ist von mir und meinen Vorgängern nach Maßgabe des Etatsbis pofitios durchweg gewahrt worden. In den beiden Spezialfällen, welche im vorigen Jahre der Abg. Mosler anführte, m§ 94 also die Barität nicht; wir wollen einmal sehen, wohin der Sneten Fontößere Theil des Geldes fiele, wenn wir die Verhältnisse beider Ronfeffionen neu regelten! Candat nie Abg. v. Huene fann nicht finden, daß in dem Verlangen einer Nachweisung eine Ueberspannung der Parität fich ausobne Delpräge; ohne die Nachweisung, welche dem Hause ohne jeden Grund verweigert werde, tönne das Bentrum sich an der Re gelung der Angelegenheit nicht betheiligen. des Ru aben wa chen, fowe und bie ft, 1780 000 t: Der Antrag v. Huene wird in namentlicher Abftimmung mit 150 gegen 109 Stimmen abgelehnt. Gegen den Antrag stimmen geschloffen die Konservativen und die Freilonservativen, sowie die Nationalliberalen mit Ausnahme des Abg. v. Eynern; ferner Minister v. Puttlamer, die beiden früheren Sezessionisten Sachse und Spielberg, sowie von den Freifinnigen die Abgg. intt, die für den Antrag fimmen geschlossen das Bentrum und die vor es Titel au Rieschke, nörde, Seyffarth( Ltegnit) und Wirth. terricht und hefur För ot und Land näjährigen rche zu v 3 überwie -Bahn bea Den, in W nterfügun Don Rird tehenden br. v. Hu l der E A welde fügen: en hat dem hliche Sin tfe beftri ande i hier emeinden des St siebe id felbft bero en Fall au aber belan 8 vornehmen tag nur auf Bebenten muß bie Verbalt bftand abbel Conardie ber von Kirchen bierfür ver Berathung mich einve begiebt it alfo a nbe nicht ab auch im D Gewährung nicht das im Uebrige ndement erfcheibet Leptere Mittel, ung fidh Ote Hilfe ir gegen te tathol Laße vor werden abn und ar die nach b D ftatt Bolen, ferner das Gros der Freifinnigen, der Nationalliberale b. Eynern, der Däne Lassen und Abg. v. Bodum Dolffs. Der Antrag Hahn wird in seiner ursprünglichen Form gegen die Stimmen des Zentrums, der Polen und einiger Na Honalliberalen und Konservativen angenommen. Der Antrag der Abgg. Wehr und Svahn auf Einstellung eines Postens von 10 000 m. in das Extraordinarium zur Fortführung der Restaurationsarbeiten an der Marienburg ift von der Budgetlommission angesichts des entschiedenen Widerspruchs des Finanzministers abgelehnt worden. Finanzminister v. Scholz: Ein sachlicher Gegenfat zwischen dem Hause und der Finanzverwaltung besteht nicht; auch ich intereffire mich für die Erhaltung dieses herrlichen Brofanbauweits auf das Lebhaftefte. Die Regierung wird sich die Förderung des Unternehmens in jeder Weise angelegen sein lassen und, wenn die vorzunehmenden Restaurationsar beiten fich als unaufschieblich herausstellen sollten, die Allerhöchste Genehmigung zur Bereitstellung von Mitteln aus dem Dispositionsfonds nachsuchen, um nöthigenfalls eine Unterbrechung der Arbeiten zu verhindern. urüd. Abg. Wehr zieht nach dieser Erklärung seinen Antrag Der Gefeßentwurf betr. wegepolizeiche Vor schriften für die Provinz Schleswig- Holstein mit Ausnahme des Kreises Herzogthum Lauenburg wird nach furzer Befürwortung durch die Abgg. Schütt une Wüsten in Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Schluß 13 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 11 Uhr.( Dritte Berathung fleinerer Vorlagen; Kreisordnung für Hessen- Nassau.) Lokales. Zeugen gesucht. Am 12. Dezember v. J. fand bekanntlich in der Norddeutschen Brauerei eine Wählerversammlung ftatt, in welcher das Resultat der noch ausstehenden Stichwahl im VI. Wahlkreise verkündet werden sollte. Diese Versammlung wurde aufgelöst, fte zog die Ausweisung des Stadtverordneten Ewald und die Verhaftung mehrerer Arbeiter nach fich. Berhandlung gegen diese Arbeiter findet in der nächsten Beit Es fehlen nun namentlich dem Maurergesellen Karl Däumichen, Lindowerstraße 16, die zum Nachweise seiner Schuldloftaleit nothwendigen Beugen. Es wäre daher wünschenswerth, wenn Personen, die bei den Vorgängen anwesend waren, sich bei dem obengenannten Herrn melden würden. Die ihnen begangenen Urkundenfälschungen und Unterschlagungen fie hatten die Uhren sofort einem Tröbler verkauft und den Erlös verbraucht zur Untersuchungshaft gebracht. Der Unter agent, welcher für die Zuführung dieser beiden Fälscher von dem geschädigten Uhrenbändler Provifionen verlangt hatte, wird wohl jegt von der Einklagung dieser so energisch geltend gemachten Forderung Abstand nehmen. " Ein neuer Alarmapparat für Straßenbahnwagen, der sog. Riedel'sche, hat sich in den 9 Monaten, während welcher Beit vier Wagen damit im Betriebe geblieben find, so gut bewährt, daß, nach Me'dung des D. Tgbl.", bas tönigl. Polizeipräsidium die Gesellschaften anwies, diese Erfindung an sämmtlichen Pferdebahnwagen anzubringen. Mit dieser Neues rung ist an erster Stelle der Zweck erstrebt und erreicht, daß der Pferdebahnkutscher im Moment der Gefahr nicht rathlos vor übermenschliche Anforderungen gestellt wird; der Kutscher fann hier ohne besondere Aufmerksamkeit in demselben Moment läuten und bremsen, selbst wenn er die Leine und Peitsche in den Händen hält. Ein großer Prozentsaß aller schweren Unglücksfälle bei den Pferdebahnen ist bisher gerade dadurch herbeigeführt worden, daß die Kutscher in ihrer Angst durch rath loses Hin und Hergreifen( zwischen Glocke und Bremse) den loses Hin und hergreifen( zwischen Glocke und Bremse) den legten Moment der Rettungsmöglichkeit verfäumten. Es darf diese Neuerung deshalb im Intereffe der öffentlichen VerkehrsDiese Neuerung deshalb im Intereffe der öffentlichen Verkehrsficherheit wohl allgemein begrüßt werden. N. Ein Zechschwindler, ein angeblicher Affeffor L., treibt seit einiger Beit im Zentrum Berlins sein Unwesen. Derselbe manövrirt in der oft beschriebenen Weise, so daß er nach Kontrahirung einer bedeutenden Bechschuld den Moment wahrnimmt, unbemerkt, aus dem Lokal zu verschwinden. Der Gauner, der seinen legten Koup am gestrigen Tage in dem Restaurant von T. am Hohensteinweg zur Ausführung ges bracht, ist untersetter Statur und hat einen schwarzen Boll. bart. Er trug stets ein anscheinend goldenes Bincenes. Eine Warnung dürfte vor demselben hier wohl am Blaze sein. N. Glück im Unglüd. Ein ungefähr 14 Jahre alter Laufbursche, der einen Korb voll werthvollen Borzellangeschirres Laufbursche, der einen Korb voll werthvollen Porzellangeschirres trug, wurde gestern an der Roßstraßenbrüde von einer Droschte 2. Klasse überfahren. Das Geschirr ging wohl in tausend Scherben, der Laufbursche aber tam glücklicher Weise mit einigen Hautabschürfungen davon. Der fahrlässige Kutscher wußte fich durch die Flucht einer Feststellung seiner Person zu entziehen. Einbruchsdiebstahl. Bei einem Postsekretär in der Friedensstraße war am 18. Januar cr. ein großer Einbruchsdiebstahl verübt worden, während der Bes ftoblene und seine Familie abwesend waren Die Diebe hatten stohlene und seine Familie abwesend waren Die Diebe batten Silbersachen und Werthpapiere mitgenommen, diese aber später dem Bestohlenen wieder zugeschickt, da die Werthpapiere für fie feinen Werth hatten. Heut find wegen dieses Diebstahls der wegen Einbruch mehrfach mit Zuchthaus bestrafte andelsmann Pf. und der gleichfalls mit Buchthaus mehrfach vorbestrafte Kaufmann B. zur Haft gebracht worden. Die Verhafteten find von einer Dame, die zur Zeit der That den Bestohlenen besuchen wollte, und von mehreren Hausbewohnern als diejenigen verdächtigen Personen refognosHausbewohnern als diejenigen verdächtigen Personen refognos zirt worden, welche kurz vor der That in, resp. am Hause gefehen worden find. g. Wieder ein ungetreuer Bantier. Hinter den 47 Jahre alten Bantier Moris Rosenthal ist seitens der fönigl. Staatsanwaltschaft beim hiesigen Landgericht I. ein Steckbrief erlaffen worden. Gegen Rosenthal war die Untersuchungshaft wegen wiederholter Unterschlagungen ihm anvertrauter Gelder beschloffen worden, doch fonnte seine Bethaftung nicht erfolgen, weil er sich noch rechtzeitig aus dem Staube gemacht hatte. N. Eine Schlägeret mit blutigem Ausgang spielte fich in der vergangenen Nacht in der Neuen Königstraße ab. Einer der Betheiligten ein ziria 35 jähriger Mann, anscheinend ein Brauer, erhielt dabei so schwere Kopfverlegungen, daß er auf Anordnung der Polizei sofort nach der tönigl. Charitee ges schafft werden mußte. Da der Verlegte bisher noch nicht vers nehmungsfähig war, so konnte seine Person nicht festgestellt werden. Gerichts- Zeitung. -y. Eine schneidige Dame ist Fräulein Rosalie Bär mann, welche gestern vor der 87. Abibeilung des Schöffengerichts stand, beschuldigt, ihr Dienstmädchen mittels eines gefährlichen Werkzeugs törperlich verlegt zu haben. Frl. Bärmann ist eine leicht erregbare Dame, die es nicht unter ihrer Würde hält, ihren Dienstboten schlagende Beweise ihrer Unzufriedenheit zu geben(!), wenn dieselben fich eine Pflichtverletzung haben zu Schulden kommen laffen. Wie sich durch die Beugenver nehmung ergab, bat fte aber auch ihre guten Seiten() und sucht die Orfer ihrer Heftigkeit durch spätere liebevolle Bes handlung und generöse Freigebigkeit zu entschädigen. An einem Dezembertage des vor. Jahres gerieth sie wieder mit threm Dienstmädchen Anna Stocher in Differenzen, welche die thr gemachten Vorwürfe wegen Berbrechens einer werthvollen Schale in ungehöriger Weise zurücwies. Darauf lieg Fel B. sich zu einer Handlung hinreißen, die ihr obige Ans flage zuzog. Gerade mit Kohlschneiden beschäftigt, schlug ste in ihrer Erregung zu verschiedenen Malen mit dem scharfen Küchenmesser(!) auf das Mädchen ein und wenn sie auch darauf achtete, daß letteres nur von dem Rücken der Klinge und nicht von der Schneide getroffen wurde. so führte sie ihr doch eine nicht unerhebliche, blutende Kopfwande zu, welche längere Zeit zur Heilung in Anspruch nahm. Fräulein B. be hauptete im Termine, daß fie die Klägerin mit dem Meffer nur habe„ antippen" wollen und dabei ein wenig härter ges tippt habe, als fte beabsichtigte, Wenn der Gerichtshof den gereizten Zustand, sowie das leicht erregbare Temperament der Angeklagten auch als Milderungsgründe anerkannte, so hielt er die unüberlegte Handlungsweise doch für so strafbar, daß er auf 300 Mart event. 30 Tage Gefängniß erkannte.- Für eine so liebenswürdige Dame, welche ihre Dienstboten wie ein Wegelagerer mit dem Meffer attackirt, dürfte eine Gefängnißftrafe wohl eher am Blaze gewesen sein. Dieses Rechtsanwalt Dr. Jakoby hatte sich gestern auf eine Anllage wegen verleumderischer Beleidigung des Untersuchunge richters beim Landgericht zu Frankfurt a. D., Landrichters Dr. Ried dortfelbst vor der sechsten Straflammer hiesigen Landgerichts I in der Berufungsinstanz zu verantworten. Der Beleidigte und mit ihm die biefige Staatsanwaltschaft fand die Beleidigung in dem dem Ersteren in einem Berhorresjenz gesuche gemachten Vorwurfe, daß er ein Spezialvolumen der Untersuchungs- Aften gegen den Tuchmachermeister Hempel und Genossen wegen vorfäßlicher Brandstiftung den Angeklagten und deren Vertheidigern verheimlicht" habe. Das hiesige Schöffengericht hat im Juni v. J. den Angeklagten bekanntlich freigesprochen und haben bie seiner Beit veröffentlichten Berichte wegen des Intereffes, Berichte wegen des Interesses, welches die Sache bes anspruchte, namentlich in juristischen Kreisen einen Unterhaltungsstoff geboten. Der Angeklagte war nämlich von dem in der gedachten Untersuchungssache freigesprochenen Kreisthierarzt Fielenzki mit dem Mandat betraut worden, wegen der seinen Vater und den Hempel betroffenen Verurtheilung ein Wiederaufnahmegesuch zu fertigen und einzureichen. In der dem Angekl. gegebenen Information war angeführt, daß ein Spezialvolumen Füfilier Berger zu den Untersuchungsaften existirte, welches auf Veranlassung des Untersuchungsrichters, namentlich dem Vertheidiger gegenüber sekretirt worden und von den zwei der Vertheidiger erst wenige Tage vor dem Audienztermin durch eine Indiskretion eines Attuars Kenntniß erhielten. Aftenvolumen hat aber ein sehr wichtiges Entlastunge material enthalten, da der Berger fich selbst der BrandStiftung des Etablissements Kupferhammer" aus' grober Fahrlässigkeit besichtigt batte, wegen dessen Verursachung Die Angeklagten gerade beschuldigt waren. Der Untersuchungsrichter hatte dieser Selbstbezichtigung gar keinen Werth beigelegt, was aus der Bezeichnung des Volumens als fingirtes Geständniß des Füsiliers Berger" hervorging. Der Angeklagte hatte sich zur ächst an die Bertheidiger, Justizrath Reebe und Rechtsanwalt Schindler in Frankfurt a. D. mit der Anfrage gewandt, ob es richtig sei, daß ihnen das gedachte Spezialvolumen vorenthalten worden sei, und von denselben die Antwort enthalten, daß ihnen von einer Vorenthaltung nichts bes tannt war; im Ggentheil habe er, Rechtsanwalt Schindler, auf sein Verlangen von dem Beamten der Straflammer dieses Aftenstück vorgelegt erhalten, nachdem es zuvor von der Staatsanwaltschaft abverlangt worden war. Aus diesem Um im stande glaubt der Termin amtirende Staatsan walt den Schluß zu ziehen, daß der Angeklagte die intriminirte Behauptung wieder besseres Wissen aufgestellt habe. Er beantragte daher Aufhebung des ersten Erkenntnisses und Verurtheilung des Angeklagten zu 150 M. ev. 15 Tagen Gefängniß. Dieser erklärt, daß er aus den Briefen seiner Rol Tegen teineswegs die Unrichtigkeit der ihm von seinen Man banten ertheilten Information entnehmen mußte, umsoweniger, als die Manualaften derfelben auch nicht die mindeste Notis über diese enorm wichtige Selbstbezichtigung enthielten. Er habe damals den Stand der Angelegenheit gar nicht gekannt und annehmen müssen, daß der Untersuchungsrichter innerhalb seiner Befugnisse das qu. Attenstück geheim gehalten hat. Der Berufungsgerichtshof theilte diese Auffassung und nahm an, daß der erhobene Vorwurf trotz der wenig glücklichen Wahl des Ausdrucks verheimlichen", teine Beleidigung enthalte. Eventuell aber habe der Angeklagte ausschließlich berechtigte Intereffen wahrgenommen, und nirgends set deſſen Absicht, Den ihm unbekannten Richter zu beleidigen, hervorgetreten. Aus diesen Gründen müßte die Berufung der Staatsbehörde verworfen werden. Ein gefährlicher Hochstapler sucht gegenwärtig die Mart heim. Am vergangenen Sonnabend langte er per Bahn in Spandau an, fehrte im Hotel zum rothen Adler ein und nahm für die Nacht ein Zimmer. Am Sonntag Morgen gab er an, daß er mehrere Tage zu bleiben wünsche. Er nannte fich Josef Feuer und sagte, er sei ein Kunstmaler aus Leipzig, und wolle hier eine Geldsammlung für seine taubstummen Ge schwister ins Werk sezen. Als er aufgefordert wurde, fich ins Fremdenbuch einzutragen, erklärte er, des Sareibens nicht fundig zu sein. Sowohl diese Aeußerung als auch das ganze Auftreten des Fremden erregte den Verdacht des Hotelbeftgers und des Hotelpersonals. Der Gast war ein Mann von etwa 35 Jahren, hatte schwarzes bis in den Nacken hängendes Haar und stellte fich, als ob er das gesprochene Wort nicht hören fönnte und, nach Art der unterrichteten Taubstummen, den mit ihm sich unterhaltenden Personen das Wort vom Munde ab Jefen müßte. Er selbst sprach gebrochen und undeutlich. Die Bäffe und andere von Behörden ausgestellte Schriftstücke, die er vorzeigte, bestätigten seine Angaben zum großen Theil. Trogdem beschloß man, ihm einen weiteren Aufenthalt im hotel nicht zu geftatten. Am Vormittag entfernte er sich, angeblich um zum Bürgermeister zu gehen, von welchem er die Erlaubniß zur Veranstaltung einer Rollefte in der Stadt einholen wollte. Von diesem Gange tehrte er gegen Mittag uns verrichteter Sache nach dem Hotel zurück und reiste dann ab. Bereits seit einer Reihe von Jahren sucht dieser Schwindler die europäischen Staaten heim. 1878 trat er in Ungarn unter einem andern Nömen auf und mißbrauchte die Milothätigkeit der Menschen in der frechsten Weise. Einige Jahre später warnten Budapester Blätter vor dem gemeingefährlichen Trei ben dieses Menschen, auch wurden Aufforderungen erlaffen, ihn zu verhaften. Der von ihm usurpirte Name gehört einem in Ungarn wohnenden Handweiter an, welcher taubstumm ist. Der Fremde besticht anfangs durch seine eleganten Manieren. Wiederum wird über ein Pistolen- Duell berichtet, das dieser Tage mit blutigem Ausgang in der Nähe des Eierhäuschens" zwischen zwei Steferendarten, welche beide kurz vor dem Staatsexamen stehen, stattgefunden hat. Einer der beiden Duellanten ist beim ersten Kugelwechsel durch einen Inhaber von städtischen Sparkassenbüchern verkaufen oder verpfänden vielfach, wenn fie plöglich in Geldverlegen beiten gerathen, ihre Sparkassenbücher in der irrigen Meinung, Daß fie die vorgeschriebenen Kündigungsfristen innezubalten baben. Niemand bat jedoch Veranlassung, ein ihm gehöriges Buch zum Verkauf oder Versaz einem Dritten anzubieten und dadurch einen Verlust zu erleiden, indem unsere städtische Spartaffe von den für die Rückzahlung der Spareinlagen vor geschriebenen Kündigungsfristen Abstand nimmt und den Einlegern auch ohne Kündigung größere Beträge sofort bet der Borlegung des Eparbuches zurückzahlen läßt, wozu fie nach 10 des geltenden Statuts für die Sparkasse berechtigt ist. Ferner wird noch in Bezug auf die Sparkassen mitgetheilt, Daß das Kuratorium der Spartaffe vor einiger Zeit beschloffen bat, die Zahl der Sparkassen Annahmestellen, welche bis jetzt 43 beträgt, erheblich zu vermehren und der Magistrat hat dem zugestimmt. Noch im Laufe dieses Monats werden die vier erften neuen Annahmestellen, nachdem die StadtverordnetenBersammlung die Wahlen vollzogen hat, eröffnet werden und zwar eine( tr. 44) im Stadttheil Schöneberger Revier( FrobenStraße 19), eine( Nr. 45) im Stadttheil Königsstadt( Landsbergerstraße 88) und zwei( Nr. 46 und 47) im Stadttheil Moabit( Wilsnaderstraße 15 und Stromstraße 46). a. Auf Abzahlung. In der Mariannenstraße vor einem Schantlotal fand vorgestern Mittag zwischen mehreren Personen ein laut geführter und mit Drohungen gemischter Streit statt, welcher dadurch von Polizeibeamten beendigt wurde, daß die Schuß in die rechte Lende schwer verwundet worden, so daß ftreitenden Personen nach der Revierwache gebracht wurden. Giner berselben war ein Ubrenhändler aus der Kaiserstraße, welcher gegen sogenannte Abzahlungen Uhren hauftrend ver treibt, der zweite sein Agent H., und der dritte, der Unteragent den betreffenden Kreisen vermuthet, daß der Nationalitäten bes Agenten H. Dieser Unteragent hatte den beiden anderen Geschäftsmännern Gelegenheit gegeben, in dem oben bezeich- Herren entstammen neten Schantlofal mehrere Taschenuhren an daselbst befindliche dem Abschluß der Geschäfte die ihm angeblich zugeflcherte Pros fanatischer Bole, während der andere( der die Verwundung er Gäste gegen Anzahlung von je 5 Mark abzuseßen, und nach Vermerts men, baß men den mpfiehlt Sreib tt aur B Belenntni efer Sum tommen in evang 00 Mart DE errufli bem Antr Ju erfucher uchen, gle bervorge ber die B he Geffili ränderte te Annab miffion a Der Baril Sabn " feine Ueberführung in eine hiesige Privatklinik erfolgen mußte. Ueber die Beranlaffung zu dem Bweilampf ift Näheres zwar nicht bekannt geworden, doch wird dem B. T." zufolge in streit, der gegenwärtig in der Proving Bofen welcher beide Herren entstammen wieder in unliebſamster Weise geführt wird, das eigentliche Motio für die Herausforderung gewesen ift; der eine Referendar ist tros seines urdeutschen Namens litten hat) zu den guten Deutschen gehört. bifton von der Hälfte der gemachten Anzahlungen verlangt. Da aber die beiden anderen Personen ihm die Provision nicht geben wollten, so führte er einen Streit herbei, der ihre Siftirung zur Polizeiwache zur Folge hatte. Daselbst wurde Der sehr erregte Unteragent beruhigt, und auf den Weg der Biviltlage gewiesen. Der Uhren händler lehrte hierauf nach Dem Schantlotal in der Mariannenstroße zurüd, wo er erfuhr, innere Verlegungen. St. Reichsgerichts.Entscheidung. Der 60 Jahre alte Eisengießer Th., welcher seit dem Jahre 1874 bei der Maschinenbaus Attien- Gesellschaft zu Kalt in Arbeit war, erlitt Anfangs 1881 eine Verlegung am Auge, welche seine Arbeitsfähigkeit ver minderte. Th. hat nämlich aus einer großen Pfanne flüffiges Eisen zur Form getragen und ausgegoffen, wobei ein Tropfen absprizte und fein lintes Auge traf. Der Verlegte behauptete das Verschulden der Gesellschaft, resp. ihrer Angestellten, weil Diese die Arbeiter nicht angehalten hatten, die in der Fabrik vorhandenen Schußbrillen zu benugen, und beanspruchte eine laufende Entschädigungsrente. Die Attien- Gesellschaft bestritt ein Verschulden ihrerseits, da fie im Jahre 1879 Schußbrillen in genügender Bahl angeschafft und den Arbeitern zur Vers fügung gestellt und durch die Fabrikordnung, welche durch Anschlag publizirt war, den Arbeitern deren Gebrauch bei 1 M. Strafe geboten hätte, und verweigerte demzufolge jede Entschädigung an den Verlegten. Das Landgericht zu Köln vers urtheilte nichtsdestoweniger die Gesellschaft zur Zahlung einer mäßigen Entschädigungsrente, indem es in dem Umstand, daß bis zu dem fragl. Unfall die Arbeiter in der Gießerei von den Meistern nicht angehalten worden seien, fich der Schußbrillen zu bedienen, ein Verschulden der beklagten Gesellschaft erblickte. Auf die Berufung der Beklagten wies das Oberlandesgericht zu Köln die Klage als unbegründet ganz ab, indem es annahm, daß die Beklagte das gethan habe, was the obgelegen, und die Arbeiter nicht zum Gebrauche der Brillen zwingen fönne; die Arbeiter hätten, wie erwiesen, eine Abneigung gegen die Schut brillen, und müßten die Folgen tragen, wenn fte der FabrikOrdnung zuwider fich feiner Schußbrillen bedienen. Die vom Kläger Th. Dagegen eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht, II. Zivilsenat, durch Üribeil vom 27. Jan. 1885 zurüd gewiesen, indem es begründend ausführte: Die erwähnte Be gründung des Oberlandesgerichts geschieht im Hinblick auf die Umstände des Falles, indem erörtert wird, daß der Kläger ein erfahrener Arbeiter im Alter von 60 Jahren set, der bereits feit 1874 in der Fabrit der Beklagten als Gießer beschäftigt gewesen sei und auch vorher schon in verschiedenen Eisen gießereien gearbeitet habe, dem somit die Gefahr, welcher er fich ohne Schutzbrille aussette, ebensogut wie der Fabrit- Vers Polizeibericht. Am 4. d. M. Nachmittags gerieth der 10 Jahre alte Sohn des Arbeiters Lemke vor der elterlichen Wohnung, Weißenburgerstr. 28, dadurch, daß er vor einem bie Straße im Schritt paffirenden Flaschenbierwagen plöglich stehen blieb, unter die Pferde und erlitt bierbei anscheinend bedeutende Am 5. d. M. Vormittags wurde eine Daß er von zwei Räufern, die von ihm daselbst zwei Remontoirs Frau in ihrer in der Brunnenstraße belegenen Wohnung er ubren, im Werthe von je ca. 50 M. gekauft hatten, betrogen hängt vorgefunden. Die Leiche wurde nach dem Obduktionsworden. Dieselben hatten sich ihm gegenüber unter falschem hause geschafft. Um dieselbe Zeit stürzte der berittene SchutzRamen und falscher Wohnungsadresse bezeichnet, und diese falschen Namen auch unter die von ihnen unterschriebenen Fouragewagen durchgehende Pferde aufzuhalten versuchte, mit Leibkontratte gefeßt. Gestern wurden Beide, ein Arbeiter" dem Pferde und erlitt dabei eine erhebliche Quetschung des und ein Sattlergeselle B., ermittelt, und wegen der von 11 mann Beng, als er in der Alexanderstraße zwei mit einem linken Fußgelenks. waltung hätte bekannt sein müssen. Es liegt tein Grund vor, anzunehmen, das Oberlandesgericht habe einen ganz allgemeinen Grundsatz aussprechen, insbesondere verneinen wollen, daß unter Umständen z. B. jugendlichen oder unerfahrenen Arbeitern gegenüber weitergehende Verpflichtungen bestehen Tönnten." Vereine und Versammlungen. Alle Berichterstatter über Versammlungen und Vereine ersuchen wir dringlichft, ihre Einsendungen möglichst tura und knapp zu faffen. Wir sind zu dieser Bitte aus Raumrücksichten gezwungen. Ferner bemerken wir, daß nur dies jenigen Berichte mit Sicherheit auf sofortige Aufnahme rechnen Tönnen, welche uns bis spätestens Nachmittag 2 Uhr zugehen - und daß bei Manuskripten immer nur eine Seite des Blattes beschrieben sein darf. B Der Bezirksverein des werkthätigen Voltes im 29., 30. und 31. Kommunal Wahlbezirk tagte am Dienstag, den 3. d. Mts., im Restaurant Golle, Linienstraße 30. Herr tag und wies hierbei auf die nothwendige gesegliche Regelung der Arbeitszeit hin. Wenn man auch in Deutschland den 15jährigen Forderungen der Arbeiter nach einem Normal arbeitstag fein Gehör geschenkt hat und voraussichtlich in kurzer Beit nicht schenken wird, so geben doch diejenigen Länder, welche einen Normalarbeitstag eingeführt haben, berechtigte Hoffnung, daß auch Deutschland einsehen wird, daß, wenn man für den Arbeiterstand etwas thun will, die Einführung des Marimal arbeitstages durchaus nothwendig ist, und wir können uns der Hoffnung hingeben, daß mit Einführung einer geregelten Arbeitszeit viel Elend, Kummer und Noth aus der Welt ge schafft wird. In der hierauf folgenden Diskussion sprach nach Herrn Steindorff der als Gaft anwesende Reich 8tagsabgeordnete Heine und machte darauf aufmerksam, daß man fich feinen allzugroßen Jllufionen hingeben follte, auch der Normalarbeitstag sei noch nicht im Stande, die Schäden zu lindern, an welchen der Arbeiterftand trantt. Wie nothwendig aber auch die Einführung des Normalarbeitstages ist, fteht man, wenn man das Armen- Budget zweier Länder vergleicht, von denen das eine eine geregelte Arbeitszeit hat, während das bei dem anderen nicht der Fall ist. In Belgien hat beispielsweise das Armen- Budget eine bedeutende Höhe erreicht, in der Schweiz finden wir dagegen gerade das Gegentheil. Wenn es Abgeordnete giebt, welche behaupten wollen, den Schweizer Arbeitern sei der Normalarbeitstag eine Last, so find diese Herren entschieden falsch unterrichtet, Denn die Arbeiter find es gerade, welche fich an den Bundes rath gewandt haben, damit der Normalarbeitstag noch schärfer durchgeführt werde. In dem von den sozialistischen Abgeordneten eingebrachten Arbeiterschutzgesetz- Entwurf sei zwar eine 10ftündige Arbeitszeit gefordert worden, die Ausarbeiter dieses Entwurfes find in ihren Forderungen sehr bescheiden gewesen, Theater. Königliches Opernhaus. Heute: Der Wildschüß, oder: Die Stimme der Natur. Königliches Schauspielhaus. Heute: Die Geyer- Wally. Deutsches Theater. Heute: Romeo und Julia. Bellealliance- Theater. Deute: Doctor Klaus. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Heute: Gasparone. Central Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. beute: Der Walzer König. Refidenz- Theater: Direktion Anton Anno. Beute: Bum 17. Male: Der Vergnügungszug. Hierauf: Die Schulreiterin Walhalla- Operetten- Theater: Deute: Der Feldprediger. Louisenstädtisches Theater: Heute: Durch eigene Kraft. Oftend- Theater: Wallner- Theater. Heute: Im Schillingshof. beute: Die Sorglosen. Vittoria Theater. Heute: Die Tochter des Teufels. Alhambra- Theater. Heute: Der Viehhändler von Oberösterreich. Arbeitsmarkt. 25 Mamsells, auch Lehrmädchen, auf leichte Dollmans Derlangt[ 476] Wernicke, Adalbertstr. 75, III. Verrieglerin gesucht. Davids. Michaelis, [ 471] Ritterstraße 47. 482 Eine Zeitungsfrau wird sofort verl. Kirsch, Admiralftr. 25. Lehrmamsells auf Damenmäntel verlangt Linienftr. 133. Allen Freunden und Bekannten lempfehle mein Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. 420 Berliner Voltsblatt liegt aus. W. Lock, 0. Fruchtſtr. 53. Allen Freunden und Bekannten empfehle meine Restauration. Weiss- und Bairisch- Bier à Glas 10 PE. Für Abend Unterhaltung ist auf das Beste gesorgt. 258 G. Spiekermann, Rüdersdorferstr. 51. Versammlung aber dennoch fann man faft mit Bestimmtheit auf die Verwer fung des Arbeiterschutzgesetz- Entwurfs rechnen. Nachdem Redner noch auf den Weg hingedeutet, durch welchen der Staat die Mittel zur Durchführung dieser Forderung hernehmen solle, schloß er unter Beifall der Anwesenden. Bur Diskussion sprachen noch die Herren Gustav Scheftel und Runkel im Sinne der Referenten. Der Verein beschloß, am Sonntag, den 15. März, eine Herrenparthie nach dem Grunewald zu arrangiren und findet der Abmarsch präzise 9 Uhr vom Brandenburger Thor aus statt. Nachdem noch einige Fragen beantwortet, wurde die Versammlung geschloffen. Nächste Sigung Dienstag, den 17. März, im Restaurant Golle, Linienstr. 30. " 1 Der Vorstand des Deutsch. Vereins für harmonische Lebensweise übersendet uns auf den von uns in Nr. 42 ge brachten Bericht über die Vegetarier- Versammlung folgende Erwiderung: Herr Klein hat in seinem Vortrage über die Bedeutung des Vegetarismus für die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit" nicht über die verrohende Wirkung des Fleischgenuffes gesprochen; derselbe hat nie behauptet, der " Genuß des Fleisches stelle die Menschen den Raubthieren Genuß des Fleisches stelle die Menschen den Raubtieren gleich." Herr Klein hat nicht einfach ,, Pflanzen- und Obsttoft", Ausführungen Berealien, Hülsenfrüchte und Obst versteht, die sondern die„ Früchteloft" empfohlen, unter der er nach seinen Pflanzenkost( Gemüſe) ſei nur als Bufoft zu gebrauchen. Herr Klein hat die genügsamen sächsischen, italienischen und chineftschen Arbeiter" nicht als„ leuchtende Vorbilder" hingestellt, sondern dieselben nur als Beispiel dafür angeführt, daß man bei vegetabilischer Koft große Leistungsfähigkeit entwickeln Lönne. Herr Klein hat nicht vom Arbeiter verlangt, den Schnapsgenuß aufzugeben, sondern verlangt von jedermann, den Genuß aller geistigen Getränke zu meiden. Weder Herr Klein noch die Dame, so sehr über Rohheit und Sittenlosigkeit unter den Arbeitern welche fich an der Diskussion betheiligte, Frl. Freytag, hat getlagt". Lestere hat sogar dem Arbeiter Holl gegenüber be merft: fie ftimme mit ihm vollständig darin überein, daß Robbeit und Sittenlosigkeit in den sog. höheren Kreisen größer als im Arbeiterstande seien. Zu der an Herrn Klein im Volksbl." gerichteten Aufforderung, auch in Arbeitervierteln Vorträge zu halten, bemerke ich, daß s. 3. durch fast alle Ber ist, daß Herr Klein bereit ist, in" Vereinen unentgeltlich Vorliner Beitungen( auch durch das Bollebl.) bekannt gemacht fräge über den Vegetarismus zu halten. Etwaige Anfragen des Vereins zur Wahrung der materiell. Interessen d. Fabriku. Bauarbeiter in Berlin in Keller's Lokal, Andreasstraße Nr. 21 ( Oberer Saal). Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion u. Verschiedenes. Gäfte find willkommen. Neue Mitglieder werden aufDer Vorstand. genommen. find an den Sekretär obengenannten Vereins, Herrn H. Ehlert, Berlin NW., Bremerftr. 2, zu richten. eingebender Weise mit dem Thema des Referentes beschäftigte, fich voll und ganz mit demselben einverstande erklärte und die Stelle zitirte: Wer Menschenblut vergi des Blut soll wieder vergoffen werden. - Die alten Gotte urtheile von früher haben weichen müssen und die alten S stände seien ganz orrrottet und hinfällig. Hierauf ftellte de Reichstagsabgeordnete Stolle die offene Frage an den Ref renten: Wie er über den philosophischen Standpunte d Todesurtheils dente. Nachdem Herr Dr. Heymann, sowie Herr Reichstagsabgeordneter Stolle denselben eingehend erörte hatten, brachte der erste Vorsitzende den Antrag Mahler: Den 3. Punkt der Tagesordnung( Ergänzungswahl des Vorstandes) zur nächten Versammlung auf die Tagesordnung zu setzen, zur Abstimmung. Derselbe wurde einstimmig angenommen. h Darauf Erledigung des Fragekaftens. Schluß 11 15 Minuten.. M. Der Arbeiter- Bezirksverein im Osten Berlins bielt Dienstag, den 3. März, Abends 84 Uhr in Keller's Gesellschaftsfälen, Andreasstr. 21, seine regelmäßige Versammlung ab. Der erste Vorfigende ertheilte dem Referenten das Wort zu dem Thema: Weber Todesstrafe. Nachdem Der erste Vorfißende dem Referenten im Namen der Versammlung, für seinen äußerst lehrreichen und interessanten Vortrag seinen Dank ausgesprochen hatte, ertheilte er in der hierauf folgenden Distuffton Dem Reichstags Abgeordneten Harm das Wort zu Derselben, welcher fich in Die Zentral Kranken- und Sterbekasse der Male und verw. Berufsgenossen Deutschlands( E. H. Nr. 71) hat am 10. März, Abends 8 Uhr, eine Mitgliederversammlung ab ( stehe Inserat), zu welcher das Erscheinen sämmtlicher Mi glieder Ehrensache ist. Vergesse Niemand das Quittungsbud mitzubringen. Die Kontroleure werden ersucht, frühzeitig auf dem Posten zu sein. Außerdem machen wir darauf aufmettiam daß vom 9. März ab die Kassenstunden von 7-9 Uhr Abends beim Raffirer C. Hirt, Gitschinerstr. 76, IV und beim Bevoll mächtigten Albert Spuhr, Muladftr. 8, of I. III abgehalten werden. Sonntags ist die Kaffe von 9-1 Uhr Vormittag Alte Jakobstr. 83 im Lotal geöffnet. Der Verein der Berliner Bauanschläger hält Sonntag, den 8. d. M., Vorm. 10 Uhr, bei Breuß in d Dranienstraße seine Monatsversammlung ab. Die Land ordnung wird erst in der Versammlung bekannt gemacht. Erscheinen aller Mitglieder ist erwünscht. Dal findet Eine Hauptversammlung der Zentral Kranten Begräbnißtaffe für Frauen u. s. w. E. H. Offenbach, Sonntag, den 8. März, Nachmittag 3 Uhr, in Bulderman Saal, Kommandantenstr. 172, statt. Tagesordnung: Wahl des Delegirten zur Generalversammlung. Anträge zur Statuten änderung. Verschiedenes. Eine Versammlung der Tischler im Norden, Nord im Saale des Schüßenhauses, Linienstr. 5, statt. In derfelben auf die bevorstehande Durchführung der Minimallohntarife" " referiren. Algemeine Betheiligung erwünscht. Den Der Verein zur Wahrung der materiellen Jntereffen der Drechsler und Berufsgenossen tagt am Montag, 9. März, Abends 8 Ubr, bei Teichert, Neue Grünstr. 32. Lage über: Geschichte der Erde, und die Zukunft des Menschen 3. Verschiedenes und Fragekasten. Aufnahme neuer glieder, Gäste willkommen; In Anbetracht des lebrreiche und interessanten Vortrages werden die Mitglieder und Freund des Vereins ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen!" Geschäftseröffnung! S 644 Die von Mitgliedern des Fachvereins der Schneider gegründete Produktiv- u. Rohstoffgenossenschaft de Schneider zu Berlin( Eingetragene Genoffenfdiaff) hat ihr Geschäftslokal 30 Bimmerftraße 30 eröffnet. Lager fertiger Herren- Garderobe. Reichhaltiges Lager in und ausländischer Stoffe, ebenfalls Futter, Knöpfen und Borten, worauf wir unsere Kollegen noch besonders aufmerksam machen. Herren- Garderoben jeder Art werden nach Maaß angefertigt. Reelle Arbeit. Dauerhafte Stoffe. Fefte Preife Bitte genau auf Straße und Nummer zu achten. Lager Der Vorstand und Verwaltungsrath sämmtl. Bedarfsartikel für Herren- Kleidermacher Billigste Bezugsquelle, auch im Einzelnen zu Engros- Preisen. Don wie überhaupt alle Nähmaterialien zu außerordentlich billigen Preisen. Großes Lager aller Neuheiten in weißen und bunten Weften- Stoffen. Leinen und Futterstoffen werden unter dem Kostenpreise ausverkauft. Sämmtliche Futterstoffe, Cloths, Leinewand, Aermelfutter, Köper, Borten, Knöpfe, Seide, Schnallen 1 Die angehäuften Rester in Gloth Siegmund Berger, Berlin S., 65 Alte Jakobstraße 65. Central- Kranken- und Sterbekasse Deutschlands( E.§. 71) Der Maler und verw. Berufsgenossen Dienstag, den 10. März, Abends 8 Uhr, Alte Jakobstraße 83, Mitglieder Versammlung. Tagesordnung: 1. Wahl der Delegirten zu der am 6. u. 7. April stattfindenden Generalversammlung. 2. Statutendes Dittungsbuches. des Versammlung 427 Nr. erscheint Berlin f Poftabon Herrn Der nischen U angetreter prochen, fo großen gebentt. fich in die herein a bie im I wohlthue Geelen n Fachvereins der Gürtler und Berufsgenossen Sonntag, den 8. März 1885, Vormittags 10% Uhr, in den Industriehallen, Mariannenstrasse 31/32 1. Vortrag des Dr. Lubarsch: Die Verwendung Tagesordnung: D 473 berathung. 3. Verschiedenes. Butritt nur gegen Vorzeigung Elektrizität in der Galvanoplaftit. 2. Verschiedenes. 3. Frag Fachverein der Tischler. 480 Montag, den 9. Februar, Abends 8% Uhr, Grüner Weg 29, Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Großmann, pr. Arat, über die Entstehung von Krankheiten und ihre Fortpflanzung durch die Menschen. Vorschläge zu einem Bevollmächtigten für den Dften. 474 Um regen Besuch wird gebeten. Grosse Gäste willkommen. Der Vorstand. Versammlung sämmtlicher Former Berlins in Konrad's Salon, Baffertborstraße 68, am Montag, d. 9. März, Abends 8 Uhr. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Der Wichtigkeit wegen ist es Pflicht eines jeden Formers in dieser Versammlung zu erscheinen. Bur Deckung der Kosten ein kleines Entree nach Belieben. 473 Die Nr. 14 der humoristischen Blätter Der Einberufer. Der wahre Jacob" i erschienen und in der Erped. d.„ Berl. Boltsbl." zu haben Taften.- Gäste willkommen. Der Vorftand Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Buchbinder und verwandten Berufsgenossen Sonntag, den 8. März, Vormittags 10%, 1165 leines R ftellen fa Reutralit pflegen m midelnde Fibent fid Aulis a Stelle be Verwa 73 tm Louisenstädtischen Theater, Dresdenerstraße 1 477 Der Einberufer Jm Verlage von J. H. W. Dies erschien soeben: machen. Aussicht find nun feben!" Dim unno fo Lober geführt Mit land, be Iratif ben lette gewalt. bem fein nur ment fprochen, und bie Allein w männer ihnen ve einer von muthig mörders Herrn G preche bemokrat tann bie prechung Rudbrud ve 111 Ue vielleicht falls nod bann Be würdige baben, i Mittel fa find gefü auch zu Die Sozialdemokratic vor dem deutschen Reichstage. Berathung der Denkschrift, betreffend die Erneuerung der Be Hamburg- Altona, am Sonnabend, den 31. Januar 1885. Nad hängung des fleinen Belagerungszustandes über Berlin un dem amtlichen Stenogramm. Preis 20 Pf Bu beziehen durch die Expedition Bimmerfir. 44. Don Wilhelm Liefländer. Preis 15 Pfg. 10 Exemplare 1 Mart Bu beziehen durch die Expedition des Berl. Bolfsblatt" Bimmerstraße 44. Verantwortlicher Redakteur R. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. Be ment, es als bie Bitten. Id Du Dich namentli Sinn. zu Tode es mar wird bef Nu " Id Mittheils flüsterte um recht Geiten und ich fel ber tonnen; bern, un Bweierlei meiner S