RefttiiÄ loetftanW t verM en Gch» olltn f st-llte Ben 9# jpunle W mn, soA nd erönv chler: De» Zorstandet zu W "T# sr» ttuüflä■ wK «t 57. Sonrtag, 8. März 1885. H. Jahrg. * il 3 trlimVMIoll Krgsn für dir Interrssk» der Arbeiter. 4 Das„Berliner Volksblatt" �scheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für ««lin frei in s Haus vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Pastabonnement 4 Mk. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags-Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. (Eingetragen in ver Postzeitungspreislist« für 1885 unter Nr. 746.) Jnsertionsgeböhr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen- Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Kenthstraße 2.— Expedition: Zimmerstraße 44. Herrn Clevelaud's Regierungsprogramm. Der neugewählte Präsident der großen republika- Wen Union von Nordamerika hat nunmehr sei» Amt �getreten und bei dieser Gelegenheit sich darüber auSge- Machen, wie er die ihm verliehene Exekutivgewalt in einem 'o großen und vielgliederigen Staatswesen zu handhaben Zkatnkt. Der schönen und wohlklingenden Worte finden M in dieser Ansprache nicht wenige, und Bai sei von vom- ?erein zugestanden, auch eine Reihe von Versprechungen, ,e im Interesse der Gesammtheit liegen. Es muß einen j®ahlthuenden Eindruck auf ei« Volk von 55 Millionen Beelen machen, wenn das Staatsoberhaupt an die Spitze mnes Regierungsprogramm« da« bestimmte Versprechen MIen kann, daß man allen anderen Völkern gegenüber Neutralität, aber auch Friede, Ficundschaft und Handel rllrgen wolle und daß man sich mit Niemandem auf„ver- Welnde Bündnisse" einlassen könne. Daß der neue Prä- jJBent sich scharf gegen die„Jmportation" von chinesischen -Ullis ausspricht, wird gleichfalls einen guten Eindruck •ttchtn. Wenn er aber fe nen Finger auf die wundeste «telle der Union legt, auf die Korruption in der *« I» u n g und eine Zivildien st reform in «Msicht stellt, dann kann man nur sagen:„Der Worte �nun endlich genug gewechselt;! laßt un« Thaten , D'm Volke wird dann noch eine Entlastung von .. u n u z» h j„ e« Steuern" versprochen, wa« sich um öesühn"�«.h«r ausnehmen dürfte, je eher e« au«- ' lonw'* liefen Versprechungen ergreift also Herr Clcve- f,' 0" neue Präsident, der Ripräsentant der demo- sch'sreihündlerischen Partei, die bei °e1 letzten Wahlen gesiegt hat, die Zügel der Regierung«» slwalt. Alan muß sagen, daß sich sein Program« von seiner republikanischen und schutzzöllnerischen Vorgänger ?ur wenig unterscheidet. Noch jeder Präsident hat ver» Moche«, die Korruption in der Verwaltung zu beseitigen die Steuerlast, die auf dem Volke ruht, zu vermindern. Allein was ist erreicht worden? Nicht all« diese Staat«- Männer haben den gleichen guten Willen gezeigt, die von ?«en versprochenen Reformen durchzuführen, wenn auch 'wer von ihnen, der sich den Anforderungen der Kurruption �ssthig entgegenstemmie, unter der Kugel«ine» Meuchel- Mörders gefallen ist.— Gegenüber dem Programm de« Jtorn Cleveland aber kann man nur sagen: Ver- spreche» konnten die Republikaner auch und wenn die ."kwokratische Partei sich von ihnen unterscheiden will, so die« nur dadurch geschehe», daß die gegebenen Ver- ™chungen auch gehalten werden! gtcuxCrcton. 111 Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dux. (Forsetzung.) �...Ueberlege Dir'«, mein Junge und schreibe mir; s ticht bringe ich Dir, wenn ich zurückkomme»a« itden- 5* noch im Laufe dieses Sommer» geschieht, dieses merk- Erdige Exemplar eine» Heiligen mit, und wenn w.r ihn Beide hinter den dicken Mauern unsere« City-Hause« S* iä ri«% SefüUt, Deine Pistolenkästchen kannst Du eventuell ,a �"Bei diesen Leuten wirkt manchmal ein solche« Jnstr«- e« braucht gar nicht einmal geladen zu ftw,»ehr schwerwiegendsten Gründe und die inständigsten iBüü Mu'th? Felix, Muth! «W idiei.»!. einen solcken werde icb aussuchen.. Herr Cleveland al« Repräsentant der demokratischen Partei, die man auch heute noch al»„Sklaven- halter-Partei" dezeichnet, versichert, daß e« seine Abficht nicht sei, an den Rechten der freigelassenen Neger irgend etwa« zu ändern— auch gut! Allein, so wird man fragen, hat sich denn Herr Cleveland in seinem Re- gierungSprogramm gar nicht mit der Arbeiterfrage beschäftigt, mit jener großen Frage unsererseits, die doch drüben in den Vereinigten Staaten mindestens ebenso „brennend" geworden ist, wie im alten Europa? Lasen wir nicht in den letzten Tagen in den Blättern, daß drüben 500 000 Arbeiter gänzlich unbeschäftigt find, daß die Minen- arbeiter mit den Minenbesitzern im heftigsten Kampfe liegen und daß man sich Slovaken und Ungarn, die in ihren An- sprüchen nicht weit über de« Chinesen stehen, hat massen- weise kommen lassen, um den amerikanischen Arbeitern in ihren Forderungen nicht nachgeben zu müssen? Hat Herr Cleveland diese Zustände nicht gestreift, die doch für die Zukunft de« Landesherrn von einschneidendster Bedeutung sind? Hat Herr Cleveland auch nicht davon gesprochen, daß in Ben Vereinigten Staaten eine Krisi« bevorsteht, weil die Farmer in Folg« der guten Ernten in Europa, ihr Kor» nicht lo« werden können, weil sie dadurch in der Abnahme von Jndustrieprodukten beschränkt und in Folge dessen wieder tausende, ja hunderttausende von Arbeiter« beschäftigung»- lo««erden dürften? Nun ja, Herr Cleveland hat die Arbeiterfrage g«- streift. Er meint,„e» solle Rücksicht auf die Jnter- essen de« Kapitals und der Arbeiter ge- nommen werden"; er hofft, daß, wenn die Finanzen geregelt und dadurch die Sicherheit, daß Vertraue« und die geschichtlichen Jntereffen(!) gestärkt seien, dann auch ein fester und sicherer Arbeitslohn hergestellt werden könne. Nun, diese Nationalökonomie ist ganz neu. Daß die Ordnung der Staatsfinanzen auch den nach den Konjunk- turen des Arbeitsmarktes sich richtenden Lohn de» Arbeiters bestimmen könne, ist bis jetzt»och von keinem National- Ökonomen nachgewiesen worden und Herr Cleveland selbst hat diesen Nachweis unterlassen. Fast der freihändlerische und manchesterliche StaatSmaün mit seinem„festen und sicherm Arbeitslohn" einen staatlich festzustellenden Mini- m a l l o h n im Auge gehabt habe, ist gleichfall» nicht an- zunehmen. Er will den Lohn und ferne Höhe den gün- stigen Konjunkturen überlassen, die er hofft, d. h. er will als echter Manchestermann die Dinge gehen lassen, wie sie gehen, ohne die Staatsgewalt zu einem Eingreifen, soweit e« möglich, zu benutzen. E» ist also, wie man sieht, eine ganz inhaltslose Phrase, wenn Herr Cleveland von den„Interessen der Arbeiter" und von eine«„festen Verfolgern und kann mein elende« Leben fristen, bis ich die traurige Pflicht erfüllt habe, meine Mutter zu finden." Er öffnete ein Schreibpult, nahm ein Blatt Papier undschrieb. mr* Eine Stund« war vergangen, da zog er die Glocke. Der mürrische Alte kam schlürfenden Schritte« herein. „Sie befehlen, Sir?" „Diesen Brief, John, übergiebst Du meine« Freunde Etrahlenau, sobalv derselbe hierher kommt. Du kennst ja den Herrn, welcher mit mir hier einige Tage zusammen wohnte und dann nach dem Kontinent abreiste?" „O ja, ich kenne den lustigen Herrn schon wieder.. Aber wollen Sie denn schon wieder abreisen, Sir?" „Ich reis« noch heute Abend 1" „Auf wie lange?"_ „DaS weiß ich nicht! Die Miethe für das Hau» est auf zwei Jahre bezahlt. Dein Lohn auf zwei Jahre liegt ebenfalls bereit; innerhalb dieser Frist komme ich vielleicht einmal zurück, um etwaige weitere Bestimmungen zu treffen." „Nun, da» muß ich sagen, Sir, Sie bezahlen Ihren Aufenthalt in London theuer genug; für zwei Jahr M»ethe und nur einm Tag wohnen... hm, hm!" Kopfschüttelnd entfernte sich der Alte. O'Brian legte den Brief auf einen Marmortisch, nahm au» seinem Pult ein Portefeuille mit englischen Banknoten aefüllt. verschloß dann da» Pult, nahm seinen Hut und Ueberrock und befahl John ein Cab zu bchellen. Nach einiger Zeit meldete John, daß da» Cab vor der �Minute später fuhr da» Cab durch die Straßen der City der Richtung zu, in welcher sich der Liverpooler Bahnhof befindet._ Siebenundzwanzigste« Kapitel. ES mochten etwa acht Tage vergangen sein, seit Felix London verlassen hatte._, Der alte Diener lebte in der bestäubten Wohnung w,e ein Einsiedler und unterschied sich in seinem Aeußern von der ungemüthlichen, unwohnlichen Umgebung in gar nicht« und sichere« Arbeitslohn" spricht. Denn von den gegen- wärtigen geschäftliche» Konjunkturen, die sich immer un- günstiger gestalten, eine Steigerung oder auch nur„Silbe- rung" der Arbeitslöhne zu erwarten, ist sinnlo». Aber Herr Cleveland muß doch den Arbeitern etwa» sage». Da» hätten die Republikaner allerding« auch gekonnt! Für die amerikanischen Arbeiter aber erwächst au» dieser präsidentlichen Ansprache neuerdings die Lehre, daß sie weder von der republikanisch-schutzzöllnerssche», noch von der demokratisch-freihändlerischen Partei etwa« erwarten können, sondern selbstständig die Vertretung ihrer Klassen- interessen in die Hand nehmen müssen. Dolitisrke Uebersickt. DaS deutsche Rhedereiwesen giebt der offiziösen„Nord. Allg. Ztg." zu längeren Betrachtungen Anlaß, aus welchen hervorgehen soll, daß das genannte Gewerbe außerordentlich im Argen liegt. AIS Mittel zur Abhilfe empfiehlt das Blatt eine einheitliche Seeversicherungs'Gesellschaft unter Kontrole deS Reichs und bemerkt dazu:„Die Millionen, die dadurch dem Volksvermögen alljährlich zufließen, lassen diese wichtige Angelegenheit jedenfalls einer Prüfung werth erscheinen, und Klagen über einzelne Assekuranz-Gesell- schatten, sowie über die schwierige Lage derartiger Gesell- schaften selbst find ja an der Tagesordnung. Der zweite Punkt, der zu der Voraussetzung berechtigt, daß ein Aufschwung unseres Rhedereigeschäfis erhofft werden kann, liegt in der Kolonialpolittk der Reichsregierung. Die seemännische Bevölkerung des Reiches fühlt naturgemäß heraus, daß diese Politik auch für Deutschlands Schifffahrt neuen Aufschwung bedeutet."— Daß das deutsche Rhedereiwesen nicht in Blüthe steht, wird wohl Jeder zugeben; das ist aber nicht nur mit dem deutschen der Fall, sondern fast auf dem ganzen Erden- rund zeigen fich analoge Verhältnisse, waS darauf schließen läßt, daß das Darniederliegen deS GewerdeS aus gleichen Ursachen in allen Ländern resultirt. Und diese Ursachen wurzeln in der modernen Produktionsweise.— Doch auf die Ursachen einzugehen hütet fich die„Nordd." wohl, denn:„von ihnen zu sprechen bringt Verlegenheit" und dämm begnügt fie fich damit, ein Universalmittel in Gestalt der SeeverstcherungSge- sellschaft vorzuschlagen. Sonderbar berührt uns der Hinweis, daß durch Einführung einer derartigen Gesellschaft fich da» V o l k s vermögen vergrößern werde. Ja, wenn da» Reich derartige Einnahmen zur Entlastung der ärmeren Bevölkerung verwenden würde, dann hätte dieser Hinweis eine Berechtigung, aber nach den bis jetzt gemachten Ertahmngen würden die auS solchen Einnahmen resultirenden Millionen schwerlich die angedeutet« Verwendung finden, und dämm kann man fich, wenn man auch im Prinzip für Verstaatlichung deS ge« sammten VerficherungSwesenS ist, dennoch schwer für diese Bor- schläge erwärmen. WaS nun weiter die Kolonialpolitik anbe» trifft, so haben wir uni oft genug über ihren Werth ausgesprochen; wenn dort an den Gestaden Afrikas der Er selbst sah eben so grämlich und eben so bestäubt au«, wie diese Räume. Ein solche» Hau« paßte wahrlich nicht zu einem Be- suche wie der,«elcher heute bevorstand. Aus dem Wagen, welcher vor der hohen, grau ange- strichenen HauSthür hielt, sprang behende und gewandt ein elegant gekleideter, junger Mann, den runden Filzhut kokett ein wenig auf die Seite gerückt, eine Reitgerte in der sauber behandschuhten Hand. Mit fröhlichem Lächeln blickte er einen Augenblick die grauen Mauern an; dann ließ er sein Auge über die Fenster- reihen gleiten, und als er bemerkte, daß überall die Ja- lousien herabgelassen seien, flog einen Augenblick über sein heitere» Antlitz ein Schatten von Verdruß. „Für eine Freudenbotschaft, wie ich fie bringe, lieber Felix, hat Dein Hau» fast ein allzu tristes Aussehen," mur- melte er. Er näherte fich der Thür und wollte den Klopfer er- greifen. Derselbe war dicht mit Staub bedeckt, und sein« Hand zuckte unwillkürlich zurück; doch dann ergriff der gelbe Glaceehandschuh den bestäubten Klopfer. Ein lautes Pochen ertönte, und nach einer so langen Zeit, daß dem Besucher beinahe die Geduld ausging, ließen fich endlich langsam« Schritte im Hausflur hören. „Wahrlich/' murmelte der junge Mann,„diese» Hau« und der alte Graukopf passen ganz für sein« Stimmung. Ich dulde e« nicht, daß er länger in diesem Zauberschlosse wohnt. DaS ist ja ein Eulennest, in dem selbst der lebenifroheste Mensch melancholisch werden könnte. .... Und einsam muß e» hier sein! Man sieht e» dem Klopfer an"— er betrachtete seinen gel- ben Handschuh, auf welchem noch die Spuren von Staub sichtbar warm—„daß er von Besuchenden nicht oft gehand- habt wird... Nun Alter I ein wenig Eile; man kommt nicht zweihundert Meilen mit Kurierzug, Schnelldampfer und so weiter und so weiter, um dann seine Ungeduld hier vor der HauSthür zügeln zu müssen." Srhr langsam und mit vielem Geräusch ward endlich die HauSthür geöffnet, und Max blickte in da« v rblüffte Antlitz de» mürrischen Graukopfs, der ihn vom Kopfe di» Segen der Bukunft ruht, dann wäre es mit unserem| Vaterlande übel bestellt, denn wenn da etwas zu holen wäre, so hätten andere Stationen, die in kolonialpolitischer Hinficht Deutschland um fünfzig Jahre voraus find, fich den Segen nicht entgehen lassen.- Dag übrigens der Befit von Kolonien nicht die geringste Garantie für eine Besserung der wirthschaftlichen Verhältnisse bietet, zeigen alle mit Kolonien reich ausforderung von Agenten Rontrafte unterschrieben hatten, auf gestatteten Länder; in ihnen find die wirthschaftlichen Ver hältnisse nicht um ein paar breit besser, als wie in den Ländern ohne Kolonien. Also das fteht fest, Kolonien tönnen ein Volt auch nicht glücklich machen, dazu bedarf es anderer Maßnahmen. Schließlich möchten wir der Norddeutschen" doch anheim geben, sich auch einmal mit der Lage der see männischen Bevölkerung zu beschäftigen, die im Sturm und Wogenbraus, wenn der Rheder daheim im Salon ftzt, jahrein, jahraus um einen verhältnißmäßig geringen Lohn ihr Leben aufs Spiel segt. Diesen unseren Mitbürgern ist die Hilfe nothwendiger, als wie den Rhedern, hier ist ein Feld, daß zu bearbeiten auch der Norddeutschen" zur ganz besonderen Ehre gereichen würde. etwas höherem Maße. Im Allgemeinen bedeuten die Boliegt somit erhöhungen eine Retorfton( Vergeltungsmaßregel gegen deutic age und d Bölle) und nicht die Einführung von Schutzöllen, welche even milie zu He tuell dem Ausgleiche vorbehalten bleibt. Kommunales. eb und fich ein a, In 1 in der Steich lommen, unt aber des Su n Der Schuhm Der Magistrat hat beschlossen, der Stadtverordneten Versammlung die Baustizzen zweier neuer Schulen zur Gemit seine nehmigung vorzulegen und um Bewilligung der Kosten zu Sachsen tam suchen. Es find dies die einfache Gemeindeschule für Geschlechter in der Höchstenstraße 34-35, Bautofte 192 000 Mt., und die Doppelschule Müllerstr. 48, Koſtenfummt dem Plaz 430 000 m. of an, um fuchen. Er Bierlofal in batte, tam e inen Zum Bau der neuen erften höheren Bürgerschule find dem Magiftrat mehrere Grundstücke, in erster Linie bal Grundstüd Alexandrinenstraße 5 und 6' und das hinterland en beschäf von Alexandrinenstraße 11 in Vorschlag gebracht worden gen eine fl Der Magiftrat hat diesen Vorschlag angenommen, er wird den erforderlichen Antrag an die Stadtverordneten- Versamm Strede Beg Die Expropriation des Grundstücks Gitschinerftrae, wogeg lung richten. richtiger, die Verweigerung der Konzeffion für Schiffßexpedienten, richtiger, die Verweigerung der Konzeffion für Schiffßexpedienten,| Baumwollengewebe in geringerem, der Garnzoll dagegen inb es ist b welche Auswanderer nach Brafilien befördern wollen, hat schon zu vielen Betitionen um Aufhebung der diesbezüglichen Bestimmungen Anlaß gegeben. Das Verbot ist im Jahre 1851 auf Veranlaffung des preußischen Ministers von der Heydt er laffen worden, weil preußische Auswanderer auf AufGrund deren fie in Brafilien in der schändlichsten Weise aus. gebeutet wurden. Seit dieser Zeit hat sich aber die Situation gewaltig geändert; die brasilianischen Geseze gestatten den Agenten nicht mehr, derartige, die Einwanderer bindende Kontrafte abzuschließen und daher ist der Grund zu diesem Verbot hinfällig geworden. In den von Deutschen start bevölterten Provinzen Brafiliens zirkulit gegenwärtig wieder eine Betition an den preußischen Landtag um Aufhebung dieses Verbots, welche folgenden Wortlaut hat: ,, Die Endesunters zeichneten, Deutsche und Abkömmlinge der hier aus deutschen Gauen eingewanderten Bürger, ansässig in den Städten und Kolonien der brasilianischen Provinzen Sao Pedro di Rio Grande do Sul, S. Catharina, Parana und Espirito Santo, nähern fich vertrauensvoll dem Hohen preußischen Landtag mit der Bitte, dafür sorgen zu wollen: Daß der Auswanderung deutscher Unterthanen aus dem Gebiete der preußischen Monarchie nach diesen Provinzen nicht mehr hinderniffe in den Weg gelegt werden, als es geschicht hinsichtlich der Auswanderung noch Nordamerika, was natürlich eine zu laffung von Schiffs- Expedienten respektive Eriheilung von Kon zeffionen bedingen würde. Die Endesunterzeichneten motiviren ihre Bitte 1) in Erwägung, daß der zwischen Brafilien und Deutschland abgeschlossene Konsular- Vertrag allen in 21 Kon fulats- Distritten lebenden deutschen Unterthanen oder Bürgern hinlänglichen Rechtsschutz gewährt; 2) in Erwägung, daß die in Brafilien eingewanderten deutschen Unterthanen ihrem alten Vaterlande als Konsumenten deutscher Industrie- Artikel nüßlich find, mährend alle nach den Vereinigten Staaten ausgewanderten Deutschen nicht nur aufhören, deutsche Waaren zu tonfumiren, sondern sogar Konkurrenten der deutschen Pro buktion werden; 3) in Erwägung, daß das deutsche Element fich hier seit 60 Jahren lebensfähig bewiesen und deutsche Sprache und Sitten gewahrt hat, was in Nordamerila nur in Ausnahmefällen vorkommt; 4) in Erwägung, daß die in den genannten Provinzen lebenden Landsleute in einer Bahl Don 180 000 Seelen verhälnißmäßig alle als in günstigen Verhältniffen lebend zu betrachten sind; 5) in Erwägung, daß die Ursachen, welche f. 8. das v. d. Heydt'sche Resfript vom 3. November 1859 hervorgerufen hat, nicht mehr be stehen, da die öffentliche Meinung in Brafilien das ParzerieKoalitionsfreiheit für die ländlichen Arbeiter. Wer ehrlicher Weise für die Erhöhung der Getreidezölle eintritt, um dadurch dem ländlichen Arbeiterftande aufzuhelfen, der muß darauf bedacht sein, daß gleichzeitig gefeßliche Fürsorge ge troffen wird, durch welche die ländlichen Arbeiter sich diesen ihnen zugedachten Vortheil fichern fönnen. Das heißt mit andern Worten: et muß den ländlichen Arbeitern die Roalitionsfreiheit zubilligen. Bekanntlich wird dieselbe durch§ 152 der Ge werbeordnung nur den gewerblichen Arbeiten gesichert; bei der Berathung dieses Paragraphen im Reichstage wurde ausdrüdlich festgestellt, daß es für die ländlichen Arbeiter bei dem bisherigen Landesrecht sein Bewenden haben solle. Dies Landesrecht befieht für Preußen in dem Gesetz vom 24. April 1854, betreffend die Verlegung der Dienstpflicht des Gefindes und der ländliche Arbeiter, in deffen§ 3 bestimmt ist, das länd liche Handarbeiter, welche den Arbeitgeber oder die Obrigkeit zu gewiffen Handlungen und Sugeständnissen dadurch zu beftimmen suchen, daß fie die Einstellung der Arbeit oder die Verhinderung derselben bei einzelnen oder mehreren Arbeitern verabreden oder zu einer solchen Verabredung andere auffordern, eine Gefängnißftrafe bis zu einem Jahre verwirkt haben. Ein gar bedeutsamer Bufall wollte es, daß just in denselben Tagen, in welchen der Reichstag über die Erhöhung der Getreidezölle verhandelte, auf Grund jenes Gesetzes vor dem Landgerichte in Nordhausen gegen 10 Schnitter aus Großwerther prozeffirt wurde, weil fte im vergangenen Sommer, um eine geringe Lohnerhöhung durchzusetzen die Arbeit zwar nicht eingestellt, aber doch fie einzustellen versucht hatten. Der Staatsanwalt beantragte gegen die zehn Familienväter je eine Haft von vier Wochen, und dabei nahm er selbst noch mildernde Umstände an. Das Gericht allerdings sprach die Angeklagten frei, aber nicht aus irgend welchen Zweifeln an dem rechtlichen Bestande des Gesetzes vom Jahre 1854, sondern aus dem rein thatsäch lichen Grunde, daß es überhaupt zu gar keiner Arbeitseinstellung gekommen war. igen wollte en und gin ichen Gehe Bade) belle friere, und leiter) Dec mläftig Bufammengel Sachse leinen hellen und bet อน wegen des in die projektirte Uferstraße fallenden Terrains vo Eigenthümer, bei dem Resolut des Polizei- Präsidiums beruhigt 1115 m. ist beendigt und haben sich beide Theile, Stadt und In Folge dessen wird die Auflaffung dieses Terrains noch in diesem Monat stattfinden. Das große von der Stadtgemeinde im vorigen Jahr angetaufte Grundstüd Frankfurter Allee Nr. 115 und G benerstraße soll parzellitt werden, nachdem der Magistrat scho früber die Anlegung einer neuen von der Gubenerstraße nad der projektirten Straße 7a beschloffen hat. Der Magif hat bei dieser Gelegenheit beschloffen, auf dem Grundf mit der Front an der Gubenerstraße eine neue Gemeinde schule zu errichten und die für dieselbe erforderliche Baustelle auszuscheiden. Bokales. eine weitere cher betleib Bigarre laffend. Die zu To fubr foban Tusgang ar nicht nu Ganze Baarf Monnaie bef otizbuch ge nden fich i Sh. ftand n nhof erfu ogen wä g. Dem Berliner find bis jetzt nur die lebenden Modelle der Kunstakademiker bekannt, welche gewöhnlich Stunde mit 75 Pfg. für ihre Leistungen" honorirt werden Modelle, denen man noch obenein eine Verschönerung zu er gar nicht, wenigstens ist die Kenntniß hiervon nur ver Um diese zu erlangen, braucht man nur am Montag Theil und werden läßt, ihnen dafür aber auch tein Honorar bezahlt t wesen mittelst Abschluß von Kontratten in Europa verdammt; Dienstag, Donnerstag und Freitag in den Nachmittagsfunden glauben -in Erwägung schließlich, daß alle diese Umstände der königlichen Regierung, sowie dem Hoben Landtag aus den Berichten der deutschen Konsuln in Brafilien bekannt find, die Endesunterzeichneten voll Vertrauen dem Hohen Landtag ihre Bitte unterbreiten zu können, in der lleberzeugung, daß bier bereits er stirenden deutschen Elementes durch Zufluß neuer Derselbe die Nothwendigkeit anerkennen wird, der Belebung des Kräfte aus dem Vaterlande keine Hindernisse in den Weg zu legen und Fitten daher einen hohen Landtag, ihrer gerechten ober Don 2 bis 6 Uhr vor dem alten Waisenbause in der Stralauer straße 58 Stellung zu nehmen. Bunächst wird man vor dem großen Portal einen, auch mehrere Knaben oder vielmehr junge Leute bemerken, welche mit Kennermiene zunächst diesen jenen Baffanten prüfen, bei dem nicht das englische Sprichs wort: Beit ist Geld" Anwendung finden kann. Den jungen nur Wir wollen Leuten ist es gleichgiltig, ob diese Passanten jung oder alt find, ob fie falonfähig find oder nicht,- für fte tommt e Forderung Gehör zu schenken."- Auf die angeführten Gründe darauf an, daß fie bereit sind, dem edlen Haupt eine Verschöne wollen wir nicht nähe eingehen, wir glauben aber, daß das Verbot heute nicht mehr am Blaze ist, und daß seine Aufhebung mehr nüßen wie schaden wird.- Brafilien ist in Be Laffen. rung entweder durch einen Haarschnitt oder durch eine elegante Frisur angedeihen zu hier gleich bemerken, daß sich im alten Waisenhause bie Der Berliner treff der Kulturentwicklung Afrika um mehr denn 50 Jahre Friseure befinden und jene jungen Leute die Eleven find, weld voraus und wenn man heute in Deutschland öffentlich für Afrika und die Einwanderung nach dorthin Reflame machen tann, so würde es sich doch eigenthümlich ausnehmen, wenn man der Auswanderung nach Brafilien noch Hindernisse in den Weg legen wollte. Rechnungslegung der Krankenversicherungskaffen. Der Bundesrath hatte bestimmt, daß der Abschluß der Rechnungen der Gemeinde- Krankenversicherungskaffen zum ersten Male für das Kalenderjahr 1885 erfolgen solle. Von bayerischer Seite ist nun an das Reichsamt des Innern die Anfrage gerichtet worden, ob die Zeit vom 1. bis 31. Dezember( mit dem 1. Dezember v. J. ist die obligatorische Krankenversicherung auf Grund des betreffenden Reichsgefeßes in Kraft getreten) in die Berechnung mit hineingezogen werden solle. Der Stell vertreter des Reichskanzlers hat diese Frage, welche bie bayerische Staatsregierung bejahen zu sollen glaubte, nun dem Bundesrathe zur Entscheidung vorgelegt. In der bezüglichen Vorlage wird bemerkt, daß einer solchen Anordnung, wie fie von der bayerischen Regierung getroffen worden fei, grundsägliche Bedenken allerdings nicht entgegenständen, daß es jedoch fraglich erscheine, ob ein derartiges Verfahren zweckmäßig sei. Die Ge meinde Krankenversicherungen und die Krankenkassen, soweit ste erft auf Grund des Krankenversicherungsgefeges neu errichtet find, würden freilich, wenn man stritt am Kalenderjahr festhalte, für den ersten Rechnungsabschluß zu der Aufstellung einer Stüdrechnung für den einen Monat des Jahres 1884 genöthigt sein; andererseits aber dürfe man nicht außer Acht laffen, daß die älteren Gemeinde- Krantenversicherungen, welche seit Jahren bestehen, sowie die zahlreichen, schon vor dem 1. Dezember 1884 nach dem neuen Gefeße reorganiftrten Kassen für das Jahr 1884 ihre Rechnungen wohl schon gelegt haben und daß es für sie vielfach mit Schwierigkeiten verbunden sein würde, die Einnahmen und Ausgaben für den einen Monat ( Dezember) auszusondern und die Rechnungslegung für den felben mit derjenigen für 1885 zu verbinden. Für den Werth des zu sammelnden statistischen Materials dürfte es an sich ja ziemlich gleichgiltig sein, für welchen Zeitraum der erfte Rech nungsabschluß aufgeftellt wird; nur darauf dürfte Gewicht zu legen sein, daß alle Rechnungsabschlüsse für den gleichen Beit taum aufgestellt würden. Das Verbot der Auswanderung nach Brafilien, oder zum Fuß anstarrte. Nachdem er dieses Anstarren einige Minuten ertragen hatte, lachte er laut auf. Schweden und Norwegen.. Aus Schweden wird gemeldet, daß seitens des Steuerausschusses des Reichstages die Ablehnung des von der Regierung beantragten Einfuhrzolles auf Weizen mit 10 gegen 9 Stimmen beschloffen wurde. Die Zölle auf sonstige Getreidearten hat der Ausschuß noch nicht berathen. Was ftieren Sie mich an, John? Ist denn das etwas so außerordentliches, daß man Ihren Herrn besucht, oder erfennen Sie mich nicht?" mmen in itern batte liche Begl Paaren und gerer Gefta Im, D obe Glode Außerdem Boche Auffi Die Journ Beg zum S Bellewird aus Dottor Ara Sonnabend mutter" von Den Gästen Szene. 晋 fich ihre Modelle" von der Straße suchen. Wo sollten Schüler fe auch hernehmen? Daß der müffige Baffant gem bereit ist, ohne Entgelt sich verschönern zu lassen, beweift starle Frequenz der Fachschulen. Eine bunte Gesellschaft fiebt man hier in den Lehrsälen unter der Scheere oder dem. Frifi Tamme der Eleven. Arbeiter, Rollkutscher, Bäder, stellen- und scheiden treten sie mit strubbeligem Haupthaar in den Lehrfaaerlin erhal und stolz wie ein Spanier, noch einen lezten prüfenden Blid in einen der hier aufgestellten Spiegel werfend, verläßt aber der Ei Modell" das Waisenhaus bezw. die Schule, immer wieder behutsam mit der Hand auf die elegante Frisur taftend, welde einem Lieutenant Ehre machen würde. Viele dieser Berfonen find bereits zu Kunden" geworden und finden sich von Seit zu Beit vor dem Portal des Waisenhauses ein. Es ist ein In der norwegischen intereffantes Stüd Berliner Leben, was sich hier bietet und Die erste Kammer beschloß mit 73 gegen 20 Stimmen, die im nächsten Jahre in Stockholm abzuhaltende Industrie, Ausstellung mit 200 000 Kronen zu suboentioniren; die zweite Rammer lehnte dagegen mit 110 gegen 80 Stimmen jegliche Subventionirung ab. Der Graue fuhr sich mit dem Aermel über die Augen, gerade, als ob er dieselben vom Staube befreien wollte, wie man eine Brille abwischt. Hauptstadt hat fich in diesen Tagen ein sozialistischer Verein gebildet, in dessen konstituirender Versammlung die Politik der Linken für eine beuchlerische erklärt murde. „ Wahrhaftig," brachte er bann gebehnt hervor,„ Sie find es. Aber es ist Niemand zu Hause." Oesterreich- Ungarn. werth, einmal erwähnt zu werden. g. Bezügllich des flüchtigen Konfettionärs Moris Von d ind Vor alle Elte Sufunft der meinen berr r ben tauf Buwachs von inger Beba ebrzabl be nb ftellenlo verkomm prüchen an nd die Bei abgebrüdi r bei verh Ind die verl innische St Lebrzett Schier aus der Breitenstraße 5, gegen welchen nunmehr vom Untersuchungsrichter der Steckbrief erlassen ist, erfährt man noch, daß Schier nach seiner erfolgten Flucht von Berlin noch einmal spät am Abend in seine Wohnung zurückgekehrt if reden, so daß die Frau das Dienstmädchen weďte. Bu biefer äußerte fte, daß ihr Mann ganz tonfuse Redensarten führe und fie dadurch in große Angst gerathen sei. Später beruhigte fich Sch. aber anscheinend wieder und legte fich zum Schlafen nieder; dasselbe that dann auch die Frau. Ale lettere am an deren Morgen erwachte, war ihr Mann bereits verschwunden Die Vorlage der 3ollnovelle wird in den beider feitigen Legislativen nächstens erfolgen. Für Weizen, Mehl und Roggen werden die gleichen Säge eingeführt werden, mit welchen sie durch den deutschen Boll belastet werden. Der Roggenzoll wird Desterreich- Ungarn früher zu statten lommen, als Deutschland, da dasselbe nicht wie ersteres durch die Meist begünstigungsklausel für Spanien gebunden ist. Der Seidenzoll wird start erhöht werden, der Boll für Baumwolle und John nidte stumm und schloß die Thür hinter sich. Auf dem Marmortische lag ein Brief, kuvertirt und ver fiegelt, mit der Adresse Mag Strahlenau versehen. Ropf schüttelnd öffnete er denselben und las zu seiner großen Enthmuthigung folgendes: ism Mein theurer Freund! Swed, Deine Mutter anfzusuchen. Fr te geringfter Ar Comment. ingend gen schon g afen Engl uf eine . Bitte, mein Hert, Berben, zu eutung, ba . " Wo ist unser beruhen, ba birb ngen ber rgendwom Die Thür öffnete sich, John stand in derselben. trat sogleich zur Seite mit den Worten: ,, Der Herr Dr. Rodenburg!. bort finden Sie Herrn Strahlenau!" Nun? Allein?" fragte Friß. Nicht zu Hause!" " Deine Mittheilungen und Dein Rath haben mich Freund?" ment nicht erwarten fönnen, da ich meinen Better um bung seines Geschickes." armen und ihm gratuliren konnte zu der glücklichen Wen nach" reiflicher Ueberlegung zu dem fchille gebracht ein„ Ah schabe; bas iſt Täuschung. Ich habe ben nunmehr ausgeführt. Das daß Niemand zu Hause, das heißt, der Herr Oberstliche Menschen zu Mitwissern meines Geheimnisses, damit Heimathloser und Geächteter bin! Es machte zwei verächt O'Brian ist ausgegangen und kehrt in fürzerer oder länge bie Gefahr der Entdeckung unaufhörlich über meinem Haupte rer Zeit wieder zurüd?" Ja, innerhalb zwei Jahren wird er zurückkehren; so schwebe. Ich danke Dir für Deine Bemühung, das Schweis hat der Herr Oberst gesagt." gen diefer Leute zu erkaufen. Du bist zu arglos, Mar mehr als schade verbesserte er fich sogleich es ift " Ja, in der That schade," stimmte Mar bei. Rein " Sind Sie toll, John? Was schwagen Sie? Inner- und haft zu viel Bertrauen zu den Menschen, darum glaubst ein Unglüd, ein grenzenloses Unglück. Denten Sie fich halb zwei Jahren?" Auf zwei Jahre ist die Miethe bezahlt; innerhalb diefer Beit wird der Herr Oberst tommen und weitere Anordnungen treffen." Alle Teufel! Wo ist er denn?" " Nichts hinterlassen; aber einen Brief für Sie. Soll ich ihn herunterbringen?" Nun erlauben Sie wenigftens, alter Berberus, daß ich mit hineingehe und den Brief lese. Mögen Sie das Baubernest hüten vor wem Sie wollen; ich habe Eintritt, wie Sie wissen." Er war an dem Alten vorbeigeeilt und in das nächste Bimmer getreten. H Nun schnell her den Brief! Das ist ja eine wunderbare Geschichte. Ich komme mir hier vor wie der Ritter im Dornröschenschlosse. Her mit dem Briefe, Alter!" Du, daß es Dir gelungen sei, ihnen den Mund zu schließen über das unfelige Geheimniß. Ich bin anderer Ansicht Doktor, er ist fort!" und deshalb fliehe ich dahin, wo vorläufig die Gefahr Ja, wenn ich das wüßte! Vielleicht über's Meet, Ich nenne Dir den vielleicht fißt er in einem Winkel Englands ober Schott Ilands so verborgen, daß man ihn nicht findet und wenn der Entdeckung noch nicht droht. Ich nenne Dir den Drt nicht, wo ich Zuflucht fuche, um Dich an mein elendes Dasein zu fetten. Du sollst fern von mir sein und glücklich, und daß Du das werdeft, wünsche ich Dir hiermit, indem ich Dir Lebewohl" fage von ganzem Herzen. Max, auf ewig! Ein Wiedersehen giebt es nicht für uns: Lebe wohl, Liebe und Dankbarkeit. Bis in den Tod hege ich für Dich die freundschaftliche Felix Rodenburg." Max ballte das Papier in seiner Hand zusammen und rannte wie ein Verzweifelter einige Male auf und ab. man ihn mit der Laterne suchte." " Wie? Sein Aufenthalt ist unbekannt?" Ganz und gar! Hier in diesem Briefe. zurüdf Wenn Sie m Berlin von Findet? Das leben" Er faltete das zerknitterte Papier wieder auseinander " da steht mit deutlichen Worten: Fort auf Was für Unheil bringt der unselige Frrthum über Nimmerwiedersehen." die Schuldlosen!" Sie Brief vom Ich gl Berichtet war „ Die Sache ist die," erklärte Strahlenau: ich fchrieb ihm vor einigen Monaten von meinem Rentontre mit dem " Welcher Dämon!" rief er, hat ihm diesen unglüd Nicodemus Sanftleben und Amberg; ich fagte ihm, bas seligen Gedanken eingeben, zu entfliehen, gerade in dem ihr Schweigen erkauft sei. Er glaubt aber, daß sein Ge Der Alte deutete mit einer stummen Geberde auf den Moment, wo ich ihm seine Freiheit anzukündigen fomme, heimniß bei solchen Leuten nicht sicher sei, und aus biefem wo sich das düftere Gewölt, das sich über sein Geschick Grunde entflieht er. Wie mir scheint, hat er auch no Marmortisch, der zur Seite des Ramins stand, und entfernte sich. Of Hören Sie, John," rief ihm Strahlenau nach, in einer halben Stunde erwarte ich einen Herrn, den Doktor Friz Rodenburg. Führen Sie denselben sogleich hierher, ich muß ihn sprechen." Lagerte, lichtet, wo ihm eine glückliche Zukunft winkt?.. Das geht nicht an, mein Freund! Ich kann Dir Deinen legten Wunsch nicht gewähren, nach Dir nicht zu forschen. Ich übernehme jetzt Deine Rolle; mein Leben hat den einen 8wed, Dich zu suchen, wie das Deinige den letzten will mich von seiner Person befreien." weil er fürchtet, ein Hinderniß meines Glückes zu fein; er Man muß Alles thun, um ihn aufzusuchen. ,, Versteht sich; so weit bin ich in meinem Entschluffe " 1 Unb Eigent es, baß m Der Einficht Unrecht get Er fügte bir fung jeben Und Rein t mir bei Bang berge befte Mebiz Sobn Tebt. weniger nil als Gindsb Semejen, als gladabote Aber Daß er bas e bagegen nb es ist bis heute von ihm nichts vernommen worden. Es Die Boligt somit die Vermuthung nahe, daß Sch. fich feine traurige gen deutige und die in Folge deffen ungewisse Butunft seiner Fa welche even milte zu Herzen genommen, darüber tieffinnig geworden ist und fich ein Leid angethan hat. a. In recht große Verlegenheit ist ein bieberer Sachse n der Heiche hauptstadt durch einen argen Schwindler ge lommen, und vielleicht führt die Veröffentlichung seiner traurigen, ber des Humors nicht entbehrenden Reiseerlebnisse in Berlin erordneten n mit seinem vergeblich von ihm gesuchten Sohne zusammen: en zur Ge Der Schuhmachermeister Sch. aus Mintwis im Königreich für and sen tam am 4. d. Ms. Mittag auf dem Anhalter Bahn of an, um seinen am Ostbahnhof wohnenden Sohn zu beBautofte fuchen. Er begab sich vom Anhalter Bahnhof zu Fuß nach oftenfumm Dem Blag am Ostbahnhof, und nachdem er sich in einem Bierlofal in der Leipzigerstraße durch 2 Gläser Bier gestärkt rgerschule atte, tam er auf dem Moltenmarkt an. Daselbst sprach er Linie das tinen beschäftigungslos dastehenden Mann an, ob dieser ihm Hinterland Regen eine kleine Bergütung den Weg nach dem Ostbahnhof ht worden er wird gen wollte. Der Unbekannte erklärte fich damit einverstanwith en und ging mit Sch. zusammen weiter. Nachdem sie eine - Versamm Strecke Weges gegangen, flagte Sch., daß er in Folge des ichen Gebens in feinem Ueberzieher in Schweiß gerathen mare, wogegen der nur dürftig( mit einer gewirkten blauen ade) belleidete Begleiter jammerte, ihn recht Daß den dem Sch. anbot, daß dieser Bes gewordenen Ueberzicher ihm( dem gäbe und während das inerftrat errains vo Stadt und beruhigt ns noch in und G iftrat fchon ftrage nad Magiftrat Grunofilt Semeinde Baustelle tiere, und mläftig leiter) ten Bar Anziehen zum Busammengebens beließe, wodurch Beiden geholfen wäre. gen Jahr der Sachse erklärte fich mit dem Vorschlage einverstanden, og nen heilen, mit schwarzem Stoff gefütterten Herbstüberzieher eine weitere Strede gegangen waren, trat der mit dem Ueber, us und bekleidete damit seinen Begleiter. Nachdem sie sodann Weber bekleidete Begleiter in einen Bigarrenladen, um sich eine Bigarre zu laufen, den Sachsen vor dem Laden auf sich warten laffend. Dieser wartete nahe an eine Stunde vergeblich und fuhr jobann im Laden, daß sein Begleiter durch einen ande Ausgang des Ladens fich entfernt hatte. Der Betrogene nicht nur um feinen Ueberzieher, sondern auch um seine Ganze Baarschaft, welche fich in einem braunledernen BorteMonnaie befand, und um seine Legitimationspapiere in einem Rotizbuch getommen, denn Portemonnate und Notizbuch be inden fich in den Taschen des unterschlagenen Ueberziehers. h. ftand nun gänzlich hilflos in Berlin da, denn am Dft, hnhof erfuhr er, daß sein Sohn von da, unbekannt wohin, ogen wäre, und in den folgenden Nächten fand Sch. Untermmen in dem Asyl für Obdachlose in der Friedenstraße. Bis Leitern hatte Sch. seinen Sohn noch nicht ermittelt. Der unliche Begleiter war ca. 42 Jahre alt, mittelgroß mit blonden Paaren und dünnem blonden Vollbart, länglichem Geficht, lebenden öhnlich rt werden; g 3 Zbeil ably leant Dereingel ontag und agsfunden Stralau Dem n vor nehr junge Diefen oder he Sprid Den jungen Der alt find, mt es nur Verschöne Durch eine r wollen Batfenhause were und nb, welde gerer Gestalt. Bode Im Deutschen Theater" wird beute, Sonntag, Die e Glode", morgen, Montag, Wilhelm Tell" gegeben. Berbem bringt das reich abwechselnde Repertoire dieser oche Aufführungen von„ Der letzte Brief"," Der Hütten befizer"," Die Welt, in der man fich langweilt", Fiesko", Die Journalisten" und am Sonntag, den 15. d. M., Der Beg zum Herzen" Belle- Alliance- Theater. Belle Alliance Theater. Das Repertoir dieser Woche " 1 Am licher Ueberlegung ihre Kinder den kaufmännischen Beruf er greifen zu laffen. Im Allgemeinen dürfte viel eher zu der Wahl irgend eines Handwerks zu rathen sein, das seinen goldenen Boden" immer noch nicht verloren hat." goldenen Boden" immer noch nicht verloren hat." Einige Worte seien uns hierzu gestattet. Soweit obiger Aufruf die Nothstände im Kaufmannsberufe schildert, hat er zweifellos Recht. Dieselben Nothstände herrschen aber auch in anderen Berufen und besonders auch im Handwert. Wer find denn Die heimathslofen Vagabunden draußen auf der Landstraße zum größten Theil? Handwerker, die während ihrer Lehrzeit, folange fie nichts tofteten, ausgenugt wurden und dann feine Stelle bekamen, als fie Anspruch auf Lohn machten. Die Stellenloftigkeit ift eine allgemeine Kalamität und es ist ein Beichen ungenügenden Nachdenkens, wenn immer die Angehörigen jedes einzelnen Berufs auffordern, man solle die Kinder nur ja nicht zu ihnen schicken, in anderen Bweidie Kinder nur ja nicht zu ihnen schiden, in anderen Bwei gen hätten sie beffere Aussicht auf Fortkommen. Nein, alle Berufe find in gleich schlimmer Lage und alle Berufe sollten daher nicht gegenseitig fich die Ueberzähligen zuschieben, sondern gemeinsam dem einen Biel zuftreben, welches allein die Webergemeinsam dem einen Biel zuftreben, welches allein die Ueberfüllung in allen Zweigen der menschlischen Thätigkeit beseitigen wird: der sozialen Reform! Die politischen Arbeiterentlassungen bei der Dort munder Union bilden noch immer den Gegenstand lebhafter Erörterungen. Danach scheint die Dortmunder Union einen unerhörten 8wang auf ihre Arbeiter ausgeübt zu haben. So hat der Buschläger Sperling, in der Walzwerkschmiede der Union beschäftigt, feine Kündigung unter dem Vorwande ers halten, er sei überzählig. Sofort nach seinem Austritt ift je doch ein anderer Arbeiter für seine Stelle angenommen worden. Sperling batte furz vor seiner Entlassung in einem gewönlichen Wirthshausgespräche fich für die Wahl Benzmann's ausge sprochen. Der Puddler Müller, welcher seit 20 Jahren auf Der Union" arbeitet, bat am Abend des Wahltages anläßlich der Verkündigung des Resultates in dem Versammlungslokal der Fortschrittspartei am breiten Stein" den Abgeordneten Lenzmann hochleben laffen. Wegen dieses Ereffes" ist ihm gekündigt und dabei von seinem Vorgesezten mitgetheilt, daß fein vorstehend angeführtes Verlangen am Wahltage der einzige Kündigungsgrund fei. Die Union" befigt eine Anzahl von Arbeiterhäusern, welchen ein gewiffer Teste, früher Gendarm in Dortmund, als Inspektor vorgelegt ist. Dieser Inspektor erhielt von dem Direttor Brauns den Befehl ,,, bei den in den Arbeiterhäusern der Union wohnenden Katholiken Haussuchungen vorzunehmen, um zu ermitteln, welche Beamte und Arbeiter der Union die ,, Tremonia" halten. Jeder, der das Blatt hielt, follte aufgefordert werden, es abzubestellen bei Vermeidung uns widerruflicher Entlassung. Man sieht, wie die wirthschaftliche Abhängigteit die Arbeit auch politisch Inechtet. Bertrag zwischen Kaffenärzten und Krankenkassen. Die sogenannten Kaffenärzte der Krantentafen erfreuen sich der Regel nach geringer Sympathien, und es herrscht darüber all Verhältnis zwischen Kassenmitgliedern und Aerzten nur das gemeine Uebereinstimmung, daß ein beiderseits befriedigendes burch hergestellt werden kann, daß bie erſteren ohne allzu große für das darauf folgende Jahr müssen im November des laufen den Jahres geschehen. Ueberproduktion und neue Betriebseinschränkungen. Die Glasindustrie in Belgien befindet sich in einer schlimmen Krisis. Wichtiger ist für uns die Lage der bayerischen Spiegel glasfabrikation, die überaus trübe zu sein scheint. In der Versammlung der Vereinigung bayerischer Spiegelglasfabriken wurde nämlich beschlossen, daß auf sämmtlichen bayerischen Schleif- und Boltrwerten vom 15. März 1885 bis 31. Oktober 1885 der Betrieb auf die Hälfte reduzirt wird, welche Maßregel wiederum sehr empfindlich die in Böhmen gelegenen Glashütten trifft, da diese den größten Theil ihrer Erzeugnisse( Rohgläser) nach Bayern spedirten. Man fürchtet sehr, daß man, wenn sich die Verhältnisse in der Glasbranche nicht in der allernächsten Beit außerordentlich günstig gestalten, der nämlichen Krisis entgegengeht, wie felbe die Zuckerbranche durch macht. Gas und Elektrizität! Die Frage, ob die Elektrizität das Leuchtgas allmälig verdrängen wird, verneint der neueſte Bericht der Deutschen Kontinental- Gas- Gesellschaft" sehr ent schieden. Das elektrische Licht beinträchtigt leineswegs bas bisherige Bunahmeverhältniß des Gasverbrauchs und eröffnet fich überdies in dem Gasverbrach für Motoren eine neue Quelle bedeutender Ausdehnung der Gasverwendung, die den Abbruch, welchen das elektrische Licht jemals thun tönnte, voraus fichtlich weit überwiegen wird." Trieft, 4. März. Ausgebrochener Strett. Gestern Abend begab sich eine Deputation der Heizer des Lloyd zur Direktion beffelben, erklärend, sämmtliche vierhundert Heizer hätten beschlossen, die Arbeit einzustellen, falls ihnen nicht eine Aufbefferung der Löhnung gewährt würde. Sie verlangten ferner die Ausbezahlung der Löhnung auf außernationalen Linien in Gold, außerdem eine Verbesserung der Kost. Die Direktion folle fich in vierundzwanzig Stunden entscheiden. Auf die Erklärung, daß dies unmöglich sei, streitten heute sämmt liche Heizer, und zwangen aus Venedig ankommende Heizer, die Arbeit ebenfalls einzustellen. Die Lloyddirektion wandte fich telegraphisch an das Kriegsministerium um provisorische Bewilligung von 150 Heizern und beauftragte die eigene Agentie in Konftantinopel, 150 türkische Heizer nach Triest zu expediren. Der Patriotismus genirt die Unternehmer offenbar nicht sehr, wenn es sich um ihren Geldbeutel handelt: geben Die heimischen Arbeiter nicht sofort llein bei, so nimmt man türkische. Wenn es gegen das Interesse der wenigen Ka pitalisten geht, dann giebt es feinen Schuß der nationalen Arbeit." " Zum Weberstreit. Die Streits in den Ortschaften Bernau, Nowawes, Straußberg und Luckenwalde dauern fort und, da die Weber zu den gedrücktesten Arbeitern gehören, so bitten fie in einem Aufruf um recht reichliche Unterstügung ihrer arbeitenden Kollegen. Es heißt da: Die Weberei wird in den genannten Orten faft gänzlich als Hausindustrie be trieben. Da fie sehr der Mode unterworfen ist, wird durch den häufigen Wechsel der Abänderungen und Einrichtungen ein ganz bedeutender Beit- und Kostenaufwand verursacht, den Der Weber allein zu tragen hat, weshalb die Fabrikanten Dieser Art der Fabrikation den Vorzug geben. So läßt sich auch mit Leichtigkeit ein ungeheurer Druck auf die Arbeiter ausüben, welcher ganz besonders hervortritt, wenn die KonBelaftung in der Wahl des fie behandelnden Arztes unbe schränkt find, wie das die letteren nach Verhältniß ihrer Leistungen einigermaßen ausreichend und sicher entschädigt werden. Das Problem eines diesen beiderseitigen Anforde- junktur eine ungünstige wird, weil alsdann der Weber mit wird aus Wiederholungen von„ Der Raub der Sabinerinnen", Dottor Kraus" und Ein gemachter Mann" bestehen. Sonnabend geht der Schwank in 4 Atten Die Schwieger rungen entsprechenden Vertrages hat man nun in Crefeld ba mutter" von Hermann Hirschel und Karl Hartmann. Plön mit ben Gästen vom Wallner Theater zum erstem Male in follten bi eweift bie fchaft fiet em. Frifi ellen ant ge Szene. und ißen. Be n Lehrfaal nben Blid erläßt bal ter wieder nd, welde Berfonen Don Beit Es ist ein bietet und 6 Moris mehr vom ährt man erlin noch Betebit ift ng irre ju Bu biefer ten führe beruhigte Schlafen Schwunden te am an ben. Gr ein Herr, ift unfa en Mo tter um en Wen Nein, es ift Sie fid 8 Meet, Schott tb wenn einanber Fort auf am über Soziales und Arbeiterbewegung. Von der Freien Organisation junger Kaufleute zu erlin erhalten wir folgenden Mahnruf an alle Eltern ind Vormünder: Was sollen unsere Kinder lernen? Je iber der Einsegnungstermin beranrückt, defto dringlicher wird fr alle Eltern die Entscheidung über diese wichtige, die ganze Butunft der jungen Leute beeinflussende Frage. meinen herrscht heute noch immer eine große Vorliebe ür den laufmännischen Beruf, in welchem jedoch, obgleich der Buwachs von Lehrlingen unvermindert fortdauert, ein so ge Unb Im AlgeDurch zu lösen versucht, daß zwischen dem daselbst bestehenden Aerzte Verein( etwa 20 Aerzten) einerseits, und den Drtskrankenlaffen daselbst andererseits, folgende Verträge abgeschloffen worden sind: Behufs Behandlung erkrankter Mitglieder der Drtstrantentaffe N. N. verpflichten fich sämmtliche Mitglieder des Aerztevereins, die nach eigener Wahl der Kassenmitglieder ihnen zugebenden Kranken, sowohl im Hause des Arztes, als auch in der Wohnung des Kranken, zu behandeln. Das Honorar für jeden ärztlichen Besuch im Hause des Kranken beträgt 1 M., für jede Konsultation im Hause des Arztes 50 Pf.; für jeden Nachtbesuch von 10 Uhr Abends bis 6 Uhr Morgens 3 M. Die für die Kaffe auszustellenden Atteste find in diesen Säßen einbegriffen. Geburtshilfe und größere chirurgische Operationen werden mit 10 M., Affiftens bei diesen Operationen wit 5 M. berechnet. Die Summe des Gesammthonorars für sämmtliche 3 M. pro inger Bedarf an bezahlten Arbeitskräften herrscht, daß eine Kaffenmitglied und Jahr nicht übersteigen. In letterem etebrzahl der Handlungsgehilfen monate ja jahrelang brot prüchen Rich verfommt. Abgesehen von den immer steigenden Anglieder für diese Bauschalsumme soll der Durchschnittsbestand an die And die Besoldungen vielfach auf ein taum auslömmliches Maß tur bei verhältnißmäßig erheblichem Kapital gegeben. Das abgedrückt, die Aussichten auf eine spätere Etablirung aber nb bie verlockenden Aussichten, welche fich dem in die laufinnische Karriere eintretenden Lehrlinge bieten, und auch wissenschaftliche Bildung des jungen Mannes, the geringsten Garantien für ein späteres erleichtertes Fort Der Kaffenmitglieder sein: am 1. April, 1. Juli und 1. Dktober des Jahres, dividirt durch drei! Die Verpflichtung der Aerzte zur Behandlung der Kaffenmitglieder erstreckt sich nur auf den Stadtkreis. Der Aerzteverein übernimmt für jeden Arzt die Honorarregulirung mit der Krankenkasse. Jede die ärztliche Thätigkeit betreffende Verhandlung mit der Kaffe soll durch taffe geschehen. Vorstehender Vertrag zu diesen ermäßigten dem sämmtlichen Handwerksmaterial mittellos dem Fabrikanten gegenübersteht. Einzelne Fabrikanten zeichnen sich in dem Drücken und Abziehen der Löhne aus, und machen somit auf Kosten der Arbeiter den noch beffer gesinnten Fabrikanten die unerträglichste Konkurrenz. Auf die Gefahr hin, daß der Lohn einbehalten wird, haben die Weber die Retten für den Fabrifanten Lebram abgeschnitten, so daß das Ende auf dem Wege des Prozesses herbeigeführt werden wird. Geldsendungen wer ben an den Rendanten Hrn. Breitenstein, Andreasstr. 40, I., erbeten. Der Streit in der Steinußknopfbranche hat noch immer sein Ende nicht erreicht, es befinden sich immer noch 124 Arbeiter der Fabriken von W. Proetsch und Adolf Behmer in der traurigen Lage, gegen die Herabseßung der Löhne Front zu machen. Dazu haben einige Arbeiter sowenig Gemeinftnn gehabt, troß ihrer früheren Versprechungen, wieder in die Fabrit von Behmer, Köpniderstr. 137 einzutreten. Auf die Dauer wird aber Herr Behmer nicht mit ihnen auslommen fönnen, sodaß hierdurch die Streifenden nicht zu sehr gefährdet find. Die Kommission der Drechsler und Knopfarbeiter Berlins ( A. Fischer, Michaelskirchplas 23) bittet alle Arbeiter, der Pflichten der Kollegialität eingedenk zu sein. Briefkaften der Redaktion. X. X. Die Subhastation eines Grundstücks berechtigt zur Aufhebung des Miethsverhältnisses innerhalb der Kontraktszeit. Die Auffündigung kann nach Einleitung der Subhastation bis zur Verfteigerung durch jeden bei der Versteigerung intereffirten Gläubiger und nach dem Zuschlage bis zum nächsten geseglichen Kündigungstermine durch den Ersteber, den Käufer des Grundstücks geschehen. Der Vertrag des Schriftsezers P. läuft demDe Bebrzeit in einem größeren Handlungsinstitut bietet nicht den Vorstand des Aerztevereins mit dem Vorstande der Kranten lommen. An alle Eltern und Vormünder kann daher nicht Säßen läuft probeweise auf das Kalenderjahr 1885. Ver ringend genug die Mahnung gerichtet werden, erst nach reif- längerung dieses Vertrages, eventuell neue Verhandlungen nach bis zum 1. Juli d. J. schon gekommen. Natürlich reise ich sofort ab. Alle Ruf eine Aufforderung an den Dbersten D'Brian erlassen Berben, zurückzukehren nnd eine ihm verständliche Anbauben, baß alle Gefahr beseitigt sei. Nach allen RichD nein! Sie haben Ihren Entschluß gefaßt, Herr Strahlenau, ich auch bereits ben meinigen." " Sie bringen zum zweiten Male das Dpfer, zu ihm zu geben auf die Gefahr hin, daß die Amberg's den alten eutung, daß alle seine Befürchtungen auf einem Irrthum schwachen Mann abermals bethören?" wirb Auf die Gefahr hin, daß ich abermals eine Demü John winkte ftumm und schloß hinter Beiben die Hausthür. Auf der Straße reichten die beiden Männer einander die Hand. einander die Hand. Max ging zur Rechten nach dem Liver pooler Bahnhof, Fritz zur Linken, um sich nach Dover zu begeben, von wo er sich nach dem Rontinent einschiffen wollte. Welch' beklagenswerthe Folgen, die dieser unselige faßen und an den zweifelhaften Erfolg ihres Unternehmens ungen ber Windrose muß sich die Nachforschung richten. thigung dort erfahre, wie bei meinem ersten Besuche. Ich Irrthum hervorbrachte!" dachten Beide als sie im Rupee zurückkehren." rgendwo muß ihn die Nachricht doch erreichen, und er " Wenn es nur dann noch nicht zu spät ist!" meinte Finbet& Sie meinen, daß er dann seinen Vater nicht mehr Möglich! Wie ich bei meiner Durchreise durch leben" gehe, um den Versuch zu machen, ihn vor dem Grabe, daß fich bereits vor ihm geöffnet hat, noch turze Zeit zu bedachten. wahren. Ich kann nicht sagen, daß dieser Versuch ge= lingt." " • Es ift brav von Ihnen, Herr Rodenburg, daß Sie Wenn auch der Versuch nicht gelingt, das thun wollen so haben Sie gehandelt als ein edelherziger Mann, dem die Pflichten der Humanität über persönlichen Gefühlen Berlin von Amberg hörte, ist sein Zustand sehr bedenklich." Das ließ sich nach der Behandlung auch erwarten." Sie meinen, der Alte hat nicht mehr lange zu stehen." Ich glaube es nicht! Herr Georg Amberg hat einen bom Pastor Wilhelmi erhalten, deffen Inhalt an mich Brief richtet war." ,, Und was schreibt der Prediger Wilhelmi?" Ich verbiene Ihr Lob nur zum Theil", antwortete Frig, denn ich gestehe Ihnen, daß ich mich nicht so leicht zu diesem Schritt entschloffen haben würde, wenn ich's nicht wegen meines Betters, unseres Freundes Felix, thäte. Nicht darum ist es mir zu thun, das Leben des alten Robem Verwandten zu dienen." Eigenthümlicher Weise ist der Hauptinhalt des Bries benburg zu retten, sondern dem Vater meines Freundes und les, baß mein Dntel Rodenburg furz vor seinem Ende zu Der Einficht gekommen ist, mir und meinen Geschwistern Unrecht gethan zu haben, und wünscht uns Abbitte zu leisten. jung jeben Tag bevorstehe." " Und wann reifen Sie ab?" " Achtundzwanzigstes Rapitel. Da einerseits Amberg's Urlaub ihm nicht gestattet hatte, länger in Felbau zu verweilen, er anderseits ja auch feinen Zweck vollständig erreicht hatte, so hatte er sich be reits am andern Tage, nachdem das Testament unters schrieben war, von Rodenburg verabschiedet, und war mit den Seinigen abgereift. Nur Emmy blieb bei dem Kranken zurüd, mit ber Bollmacht versehen, fich des bewußten Schlüssels in dem geeigneten Moment zu bemächtigen. Auf Wilhelmi's Rath hatte Rodenburg den Amberg's feine Sinnesänderung in Bezug auf seine Berwandten vers schwiegen. Amberg reifte also in der festen und beruhigen Er fügte hinzu, daß er sehr schwach sei, und daß seine Auf sehr auch meine Anwesenheit in der Anstalt erforderlich sein bleibe und in dem glücklichen Bewußtsein, daß er der kons farieb mit bem hm, daß fein Ge biefem nod nämlig fein; er tfchluffe " Und Sie find nicht zu ihm gegangen?" Rein; erftens habe ich ihm die Beleidigung, welche mag, ich muß bas Dpfer bringen und noch heute nach Deutschland zurückkehren." Und ich reise noch heute nach Liverpool ab; vielleicht Die beiden jungen Männer verließen gemeinsam das tr mir bei meiner legten Anwesenheit zugefügt, noch nicht erwische ich noch unseren Ausreißer im Hafen." Bang vergeffen; zweitens aber habe ich geglaubt, daß die befte Medizin für ihn die Freudenbotschaft sein werde, daß sein Haus. Sie wären, wenn Sie weniger nügen als diese Nachricht. als Gladsbote zu ihm gekommen wären, ein befferer Arzt Semefen, als ich." Jm Abgehen fagte Max dem alten John, der sie bis zur Thür begleitete: Bewahren Sie immerhin das Haus während der zwei Jahre, als ob Sie jeden Tag Ihren Herrn zurüderwarteten. fignirte Befizer von Felbau nebst allem Zubehör und dem ganzen Rodenburg'schen Vermögen, sei, und daß er den ferntesten dachte er baran, daß der alte Herr noch eine Befit in wenigen Tagen antreten werde. Nicht im Ent Aenderung des Testaments treffen werde. So kam er denn in der glücklichsten Stimmung von der Welt in Neustadt an und begann seine Funktionen, burch nichts in der Welt beunruhigt. Er war ja ein stein reicher Mann, konnte das bequemste Leben von der Welt führen und brauchte sich in Wort und That nicht mehr zu ( Fortseßung folgt.) Badabote bin, foll man nun den Alten sterben lassen, ohne laffen. Sollte er sich hier blicken lassen, so händigen Sie Daß er das Schicksal seines Sohnes erfährt?" Aber nun, da ich kein Glüdsbote, sondern ein Un- Ich habe dort oben einige Beilen für meinen Freund hinters geniren. ihm dieselben sofort ein." Theater. Königliches Opernhaus. beute: Die luftigen Weiber von Windsor. Morgen: Mignon. Königliches Schauspielhaus. Heute: Remeo und Julia. Morgen: Rosenkranz und Güldenstern. Deutsches Theater. Heute: Die große Glocke. Morgen: Wilhelm Tell. Bellealliance- Theater. Beute: Doctor Klaus. Morgen: Der Raub der Sabinerinnen. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Qeute: Gasparone. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Beute: Der Walzer König. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Residenz Theater: Direttion Anton Anno. Heute: Bum 17. Male: Der Vergnügungszug. Hierauf: Die Schulreiterin. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Walhalla Operetten- Theater: beute: Der Feldprediger. Morgen; Dieselbe Vorstellung. Louisenstädtisches Theater: Morgen: Dieselbe Vorstellung. Heute: Der Jrrenarzt. Oftend- Theater: Heute: Im Schillingshof. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Wallner Theater. Heute: Die Sorglosen. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Vittoria Theater. Heute: Die Tochter des Teufels. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alhambra- Theater. Heute: Der Biehhändler von Oberösterreich. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Arbeitsmarkt. gesucht. Verrieglerin gt. Davids. Michaelis, [ 171] Ritterstraße 47. Lehrmamsells auf Damenmäntel verlangt Linienftr. 133. Arbeits- Nachweis f. 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Bifchoff libe ( mit Experimenten). 2. Diskussion. 3. Ergänzung wahl des Vorstandes. 4. Verschiedenes. 5. Fragelaften. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Baffe, burd Der Vorstand Mitglieder eingeführt, haben Butritt. Die neuen Statute gelangen zur Ausgabe. Um recht zahlreichen Besuch bittet Bezirksverein des werkthätigen Boke 496 498 der Schönhauser Forstadt Meister, Schönhauser Allee 161: Wild 20,000 find alle 2 Leute Au r Aber biejen Dienstag, den 10. März, Abends 8% Ubr, im Lotale des Hen Versammlung Afrika. 2. Petition. 3. Befprechung einer Herren Barthe Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Max Kreus be 4. Fragelaften.- Gäfte willkommen.[ 498] Der Vorftand Die Nr. 14 der humoristischen Blätter Der wahre Jacob" is erschienen und in der Exped. b. Berl Boltsbl." ju Verantwortlicer Medalteur R. Gronheim in Berlin. Truck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. baben Bieran eine Beilag Ea m Ficherlic jungen Eb und ein gann für bis ins ne In d einfadt, u Das brüdt fie um die T nieber, u golbene of Jur Hunge Farm wei Frei 20 000 ziemlich b Befchichte Das bauptfäch in der fein Leben ke. détail 644 Beilage zum Berliner Volksblatt. Mr. 57. Politische Webersicht. Eine Petition um Vermehrung der Reichstagswahl. eife, ausgebend von einem Berliner Arbeiterverein, beeider Giftigte die Petitions- Kommision des Reichstags. ft der fnet. ebenfalls H Sonntag, den 8. März 1885. efe Frage ist bekanntlich bereits oft Gegenstand lebhafter Debatten, in dem geseggebenden Körper sowohl, als auch in jammlungen gewesen; es ist nachgewiesen, daß die Verhälte der Wahlkreise zu einander nach gerade ungeheuerbe geworden sind und daß diese Ungeheuerlichkeit beständig Bachsen ist. Trogdem hat man fich von maßgebender te noch nicht veranlaßt gefühlt, die Regelung in die Hand nehmen. Man scheint vor der Hand überhaupt nicht Willens fein, der Frage näher zu treten. Uns ist das nicht erklärlich, n je länger die Regelung unterbleibt, um so schwieriger b fie fich gestalten. Dauernd kann die jeßige Eintheilung Breife. unmöglich bestehen, es kann sich doch nur um das Wann tungsrat beln oder sollte man bezüglich dieser heillen Frage noch as Besonderes in petto haben?- Die Betitionstommiffion Die Petitionsfommission et beantragt:„ Der Reichstag wode beschließen, über die Betion, betreffend den Erlaß eines Reichsgesetzes über Ver ziehung zu dem Kreis- Landwehr- Verein untersagte u. s. w. mehrung der Bahl der Reichstagsmitglieder, zur Tagesordnung Brik c, enthaltend 346 bezugehen." miffion Lorb. Ueber die Auflösung des Kreis- Landwehr- Ver ins in Braunschweig wird der ,, Bos. 8tg." von dort geschrieben: Der Einorud, den man in hiesigen unabhängigen Kreisen von der Auflösung des Kreis- Landwehr- Vereins Braunschweig ges habt hat, ist der, daß der Regentschaftsrath mit Kononen auf Spaßen geschoffen hat. Die Vorgänge, welche die Entziehung der Korporationsrechte, die Auflösung selbst und die Se queftrirung des Vereinsvermögens veranlaßten, find taum derart, daß fie für die gesellschaftliche oder gar staatliche Drdnung irgendwie gefährlich erschienen, was ja der Paragraph 5 des Landesgesetzes vom 4. Juli 1853 voraussetzt. Es hatten fich, um Bekanntes zu wiederholen, zwei Kameraden dadurch fompromittirt, daß fie öffentlich erklärten, fte hätten bei der Reichstagswahl sozialdemokratisch gewählt. Ihr Ausschluß aus dem Verein wurde beantragt, aber von der Majorität der versammelten Mitglieder nicht angenommen. Es folgten die Amtsniederlegung des Vorstandes, der Austritt zahlreicher Mitglieder, die Verfehmung des Vereins seitens des Generalmajor v. Hilgers durch einen Garnisonbefehl, der den Offizieren( auch denen des Beurlaubtenstandes) jegliche BeMittlerweile hatte der Verein einen neuen Vorstand gewählt, und man fonnte hoffen, die Angelegenheit werde begraben werden. Da erfolgte die Auflösung auf Grund eines Gesezes, von dem die meisten Leute hier keine Ahnung hatten, das eine Errungenschaft der Reaktionszeit gewesen. Man wollte jedenfalls den Verein aus dem Leben schaffen, tonnte aber nichts mit dem Sozialistengefeße anfangen und grub deshalb das alte Gesetz aus. Gegen Afte des Regentschaftsraths giebt es feine Berufung. Das unter Sequester gestellte Vermögen des Vereins beläuft sich auf rund 37 000 Mart. Die Auflösungsordre hat folgenden Wortlaut:§ 1. Der Kreis- Landwehrverein Braunschweig wird aufgelöst.§ 2. Das Aktivvermögen des aufgelösten Vereins, welches zur Deckung der Vereinsver bindlichkeiten, insbesondere zur Bahlung der hinsichtlich ihrer Höhe nach der Leistungsfähigkeit des Vermögens zu bemessenden Beihilfen zu den Kosten des Begräbnisses der bis zum heutigen Tage dem Vereine angehörenden, berechtigten Mit glieder ganz zu verwenden ist, ist an einen von herzoglicher Bolizeidirektion zu bestimmenden rechtskundigen Geschäftsführer noch auszuhändigen. Die weiteren bezüglich der Auslieferung, Sicherung und Verwaltung des Vermögens erforderlichen An D. h., wenn es nach dem Wunsche der Komgebt, so wandert die Petition wieder in den Papier Hoffentlich wird sich im Reichstage eine andere Ansicht tend machen. Für die Bertagung des Reichstages ist wie der 8.6.bört nach den vorläufigen Dispofitionen der März in Ausficht genommen. Bezüglich des preußischen dtages find Bestimmungen noch nicht getroffen, die allgeine Annahme geht indes habin, daß im Interesse einer geBendig sei, eine möglichst frühzeitige Vertagung eintreten zu blichen Abwidelung der Geschäfte im Reichstage es nothsien. Wahrscheinlich wird eine Verständigung zwischen den Weiben en detail tere nach dem Dfterfeste ausdehnt. parlamentarischen Körperschaften in der Weise getroffen Baden, daß der Landtag seine Osterferien früher als der Reichstag antritt, daß letterer dieselben dagegen länger als der Wir sind der Ansicht, 40 in 490 Muswahl, ng. Bromp btle brik ke, häuser nftr. 2 Berlin Ter, 21 Bifchoff liber Bewohner Ergänzung etaften. Gäfte, burd en Statutes Befuch bittet Vorftand Folkes ale des Hent Kreut über ren- Barthie Vorftand " " au baben Bellage daß diese Bertagungsgerüchte bis jetzt wohl nur auf Kombina Honen unmaßgeblicher Personen zurückzuführen find. nicht ins Leben treten; man steht immer mehr, daß, wenn es Bebenden Ernüchterung Platz macht. Nicht nur in der Ange Enter den Aufpizten des Afrika- Reisenden Flegel begründete egenheit überis geht es sehr langsam, sondern auch die Riger Benue Gesellschaft hat bis fegt die 500 000 Rart nicht auftreiben können, deren fte zum Beginne ihres wo man doch über die Lage und Aussichten des afrikanischen Beschäftsbetriebes bedarf. Namentlich Hamburg und Bremen, Beschäfts am besten unterrichtet sein muß, verhalten fich fühl bis an's Herz binan. Nicht beffer scheinen es die Kolonial- Enthustaften bes Rheinlands. der Pfalz, Badens und Württembergs zu machen. Abreffen und Sympathie Erklärungen zu unterzeichnen, find diese Reute immer bereit. Wenn es fich aber darum handelt, mit ihrem apital für diese nationalen Unternehmungen einzutreten, bann Belgt es: Ja Bauer, das ist etwas ganz anderes." In der Berlegenheit, welche den Kolonial- Chauvinisten durch die Lage Der genannien Unternehmungen bereitet ist, tommt eines ihrer macht den Vorschlag, die verschiedenen deutschen Kreditbanken möchten jebe aus ihren viele Millionen betragenden Gewinnen tinen Theil der Benueniger Antheile übernehmen und fügt naiv inzu: Die Generalversammlungen der Aktionäre würden finer solchen Kapitalverwendung schwerlich die zu erwirkende Genehmigung versagen!" Recht fein ausgesonnen!" bemertt follen die Kapitalien liefern, welche die zahlreichen unter den Rolonial schwärmern befindlichen Millionäre nicht zu zeichnen Die tanff. 8tg." bazu." Die Aktionäre der deutschen Banten u einem anderen ihr ferne liegenden Zwecke verwenden wollte, gut finden. Wenn eine der betreffenden Banken Kapital ordnungen trifft das herzogl. Staatsministerium.§ 3. Dieſe Verordnung tritt mit dem heutigen Tage( 6. März) in Kraft." Rußland. Die Besetzung von Maffauah durch italienische Truppen hat nach der Morning Post" in russischen Regies rungsfreifen beträchtliche Unzufriedenheit hervorgerufen. Während der Kongo- Konferenz seien zwischen den Rabinetten von Paris und Berlin Unterhandlungen über eine Besetzung jenes Hafens durch franzöfifche Truppen im Gange gewesen. Da die Unterhandlungen zu feinem Resultate führten, wurde Die Besetzung von Maffauah durch russische Truppen und die Proflamirung eines russischen Brotettorats über Abessynien beschloffen. Die russische Regierung war der Anficht, daß unter anderen Dingen die zwischen der in jenem Lande herrschenden christlichen Religionsform und der rufftschen bestehende Analogie ein Protektorat der Ruffen der Bevölkes rung Abeffyniens annehmbar machen würde. Die plögliche und unerwartete Beſegung seitens italienischer Truppen hat natürlich die Pläne durchtreuzt, welche auf dem Punkte der Ausführung standen. Danach waren also die vor Kurzem aufgetauchten Gerüchte von einer bevorstehenden russischen Kolonialpolitik nicht unbegründet. Egypten. aus London: Der Sudan wird thatsächlich von den Engländern preisgegeben. Nicht mehr bis nach Dongola, sondern weiter nil abwärts nach dem an der Grenze Oberegyptens gelegenen Wadi Halfa, soll sich General Wolseley rückwärts konzentriren. Sch Garden nicht in Sualim, sondern in Sues landen und dort weitere Instruktionen abwarten werden. Die Lage der Armee des General Wolseley ist durchaus unbefriedigend, weshalb fich alle Truppen bis Wadi- halfa zurückziehen sollen. Die Stim mung der egyptischen Bevölkerung ist dermaßen unfreundlich, daß in Kairo die Garnison bedeutend verstärkt werden foll. Wolseley kehrt nach Kairo zurück, angeblich wegen eines würde da nicht die nämliche Kölnische Zeitung" über statuten erfahre heute bestimmter, was ich neulich meldete, daß die widriges Verfahren und über leichtsinnige Geschäftsführung Beter schreien? Weil es fich aber um Kolonien handelt, sollen Brinzipien taufmännischer Vorsicht plöglich auf den Kopf Die eftellt werden dürfen? Es muß in der That recht scheu aus leben, mit der Bereitwilligkeit der Millionäre des KolonialPreins, für thre Sache mit ihrem But" einzustehen, wenn bie S. 3" auf so wunderliche Einfälle kommt." Berliner Sonntagsplauderei. Dorvergangenenen Woche der Reichstag nicht versammelt R. C. Wie schön war es doch in Berlin, als in der 100 die Herren forderten nichts Unbilliges von einDennoch hat auch der arme Mensch seine Freude am Dasein; es geschieht immer etwas in der Natur, was ihn fein Elend vergeffen läßt. Der letzte Schnee, der in winzigen, schüchternen Fleden vom Himmel herabflattert, als schäme er ander, fie lebten still und vergnügt daheim bei ihren Lieben, sich seines verspäteten Eintreffens, hier einen Vollbart, bort der Sigungsfaal war ausgestorben und die Aerzte fingen die Nasenspige einer jungen Schönen belegend, ist jedem II. Jahrgang. Augenleidens.- Das mühselig im Sattel gehaltene Ministerium Gladstone wird auf diese Hiobspoften hin voraussichtlich einen neuen Ansturm zu erdulden haben. Parlamentarisches. In der gestrigen Sigung der 3olltariftommission des Reichstages wurden zunächst nach längerer Debatte, an welcher sich die Abgg. Lohren, Penzig, Singer und der Geheimrath Kraut beibeiligten, die von der Regierung vorgeschlagenen Bölle von 350 M. für baumwollene Spigen und Stickereien, sowie von 6 M. für Schmirgeltuch angenommen. Zu den Bollerhöhungen für Uhren beantragte der Abg. Löwe die Ablehnung der Regierungsvorlage. Seinen Ausführungen traten Geheimrath Schraut, sowie die Abgeordneten Singer, Gerlich und Leto cha, entgegen, worauf fol gende Bollfäße angenommen wurden: Für goldene Uhren 3 M.; für filberne Uhren und für Werke ohne Gehäuse 1,50 M. für Uhren aus anderen Metallen 50 Pf.; ferner für goldene Gehäuse ohne Wert 1,50 M.; für andere Gehäuse ohne Werk 50$ 3f. -Die zweite Berathung der Postdampfervorlage wird voraussichtlich Mittwoch nächster Woche beginnen. - Die Betitionstommission des Reichstages überwies eine Eingabe wegen Benutzung der Reichtagstribünen dem Präsidium zur Erledigung. - Dem Abgeordnetenhause ist ein Gefeßentwurf zugegangen, welcher den hinterbliebenen beiden erwerbsunfähigen Kindern des am 13. Januar ermordeten Bolizeiraths Rumpff in Frankfurt a. M. vom 1. Mai d. J. ab eine lebenslängliche jährliche Rente von je 2745 M. aussetzt. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 61. Sizung vom 7. März, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Boetticher, von Scholz, Bronsart von Schellendorff, von Burchard, Stephan u. A. Bunächst steht der Bericht der Reichsschulden Roma mission zur Berathung. Abg. Meyer( alle): Vor Jahren wurde gegen die Verwaltung des Reichsinvalidenfonds der schwere Vorwurf era hoben, daß fie Effekten erworben habe, welche sich nur schwer und mit Verlust veräußern ließen. Diese Effekten sind jett faft vollständig verkauft und zwar mit großem Vortheil für den Fonds. Da er vom 1. Juli 1885 ab gewiffe Effekten nicht mehr befizen darf, so möchte ich jezt der Verwaltung öffentlich das Beugniß geben, daß ste ihre umfassenden schwierigen Aufgaben nicht nur gefeßlich torrett, sonden auch zum Besten des Gemeinwohls gelöst hat.( Beifall.) Der Bericht wird der Rechnungs- Kommission überwiesen, die Novelle zum Militär- Geses in dritter Lesung erledigt und darauf die dritte Berathung des Etats fortgesetzt. Wir erwähnen die Bewilligung der einzelnen Pofitionen fortan nur noch in den Fällen, in denen eine Abweichung von bem Resultat der zweiten Etatsberathung zu konstatiren ist oder die Bewilligung im Stadium der dritten Gegenstand einer neuen Verhandlung wird. Zu den Einnahmen aus den Böllen bemerkt Abg. Chriften: Die bestehende Begünstigung der zollfreien Einfuhr von schwedischem Roheisen, wenn es unter Bollton trole verarbeitet und wieder ausgeführt wird, hat für die kleinen Hafnagelschmieden, namentlich in Thüringen, welche nicht wie die großen Fabriken in Berlin und Eberswalde fich der Boll fontrole entziehen tönnen, schwere Nachtheile. Wäre es nicht möglich, dem Kleinbetrieb dieselbe Erleichterung wie dem großen zu gewähren? Staatssekretär v. Boetticher: Diese Angelegenheit ist Sache der Landesregierungen, und ist das preußische Handels ministerium sehr wohl von den Wünschen der Hufnagelschmiede unterrichtet. Ich habe sofort, nachdem ich von den Klagen der Schmalkaldener Hufnagelschmiede Kenntniß genommen, Ver handlungen in der gewünschten Richtung eingeleitet. Wir stehen mit voller Sympathie den Interessen jener Leute gegen über. Es ist nichts unberechtigter als die Meinung, daß wir solche Kleinen Industrien unter dem Eindruck, man fönne sein:- wo man Musik macht, laß dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieber! Allerdings mußte man gänzlich unverheirathet aussehen, dann erhielt man, nachdem man mit achtungsvoller Verbeugung recht bescheiden um die Freis heit gebeten hatte, ben legten zufällig" am Tisch benußen zu dürfen dürfen, mit bereits an, Battenten, deren Nerven durch Ueberanstrens Stand willkommen. Man widmet ihm einen wehmüthigen gnädigem Ropfniden von der Frau Mama die Erlaubniß gung gelitten, bie Wahl in den Reichstag zu empfehlen. Wenbung In dieser Woche jedoch nahm die Sache eine andere Wild entbrannte der Rampf um die vielumstrittenen Frühling. auch, darüber find alle Advokaten einig und uns fiele es schwer, fromme Leute nennen, welche die Seligkeit des Gebens ehrlich Aber biejenige bes Nehmens stellen. Blid zum Abschied, wie man hoffnungsvoll auf den tommenden Frühling blickt, und wer poetische Regungen befißt, tann ihn mindestens ebenso grausam andichten wie den Weshalb auch nicht? Nuft er uns nicht die Erinne rung wach an duftiges Tannengrün, an schimmernde Kers zen, an geschenkt erhaltene Sophatiffen, Schlummerrollen und Pantoffeln? Das ist natürlich vorbei, so sehr vorbei, wie es in naher Zeit auch bald die bekannten Bilse Konzerte Ea mag eblere Drgane geben, als die Hand, aber sie ift Ficherlich das interessanteste. Als es mit dem ersten sein werden. I jungen Ehepaar im Paradiese nicht mehr auszuhalten war zu diesem kühnen Unternehmen. Wie die Fräulein Töchter dann verschämt zusammenrückten und den angenehmen Eindringling mit heimlichen Blicken kritisch studirten und beobachteten es war doch entschieden ein angenehmes Gefühl, sich so ohne Weiteres als ausgemachter Tugendbold betrachtet zu sehen. und ein Wohnungswechsel zur Nothwendigkeit wurde, be- Hand, er hat seine Pflicht gethan als Musikdirektor, und Beichen ihrer ganz besonderen Häuslichkeit mitgebrachte bis ins gann für die nehmende Hand jene Laufbahn, welche sie heirathsbedürftige Jünglinge und Jungfrauen müssen sich neunzehnte Sätulum mit Glanz fortgesetzt hat. In den Augen liegt das Herz, in der Hand, die etwas einfact, unsere Geschichte. brudt fie fanft oder quetscht sie grimmig; es hebt fie empor, Das Leben füllt die Hand oder es läßt sie leer, es einen anderen Drt fuchen, wo sie unter den Klängen Strauß scher und Wagner'scher Melodien den gegenseitigen Weg zu ihren Herzen finden werben. Ein Stüd Berlin verschwindet mit dem Aufhören dieser Konzerte von der Bildfläche werden in Butnnft auch ferner noch des Donnerstags Kanzlei, und Und wem es unter diesen Verhältnissen nicht gelang, während der Pausen irgend ein Gespräch anzuknüpfen, der mußte ganz gewiß ein besonders glücklich veranlagter Stoffel sein. Borbei ist vorbei, die schmachtenden Mädchen, die als bünne Butterbrode verzehrten, werden verschwinden, die geweihten Räume werden profanen Vergnügungen überlassen werden. Wie lange wird es dauern, und es werden dort, wo sonst schmeichelnde Walzer, feurige Duverturen ers tönten, wilde Reden gehalten werden, der Freistanige wird ben Konservativen ablösen und nichts wird mehr übrig um bie Thräne von der Wange zu wischen, es brüdt fie andere Räthe mit ihren Frauen und ganzen Sammlungen bleiben von der poetischen Musik oder musikalischen Poesie nieber, um sich vor Lachen die Seiten zu halten; es legt unter die Haube zu bringender Töchter die Leipzigerstraße Jur Hungerpfote oder zur Goldschaufel. Leider ist die erstere Fam weitaus die häufigere. Schwerlich. Und doch wars schön für den, der es kannte. Man tonnte nämlich der größte Saufewind, der unverbesser -ODAY Volksbeglücker der genannten Parteien werden sich in jenem Saale darüber streiten, wie dem armen Mann zu helfen sei, und wenn dann schließlich einmal der Kuchen der Sozialreform für ben armen Mann angeschnitten wird, Freilich, bem vielbesprochenen zweiten Direktor legte es lichfte Durchgänger in ganz Berlin sein, wenn man aber so ist es sicher, daß sich in seinem Stüd die größten Rosinen 20 000 Mart in die offene Hand, er wird wohl auch fo bes Donnerstags zu Bilse tam, so wurde man von Schmunzeln, von allen Müttern mit einer Art liebevoller ziemlich ber einzige sein, der wirklich Freude an der ganzen sämmtlichen dort anwesenden Vätern mit wohlgefälligem Geschichte gehabt hat. nicht befinden werden. Nun, es muß eben ertragen werden, und hoffentlich werden wir in Berlin deswegen feinen Mangel an Ron lange dauern, so wird man wieder hinausziehen ins Freie, und bei den Klängen der bekannten Garten- Ronzerte wird lauschen versteht, der kann unmöglich ein unsolider Mensch man bald die Bilse'schen Symphonien vergessen haben. Das Leben ist eben verschieden und darin liegt sein Hochachtung, von jeglicher Tochter mit schüchterner Vereh zerten und ähnlichem Klimbim leiden. Es wird nicht mehr hauptsächlichter Reiz. Der Eine erhält bereits Rittergüter rung betrachtet, denn wer zu Bilse kommt und mit vers in der Wiege, der Andere wird arm geboren und bleibt es züdtem Geficht den weihevollen Klängen der Musik zu fein Lebenlang. thnen aus ihrer Nothlage nicht helfen, fich fortentwideln lassen. Im Gegentheil, überall, wo eine arbeitsame Kleinindustrie unter der schweren Konkurrenz mit der großen Maschinenindustrie leidet, bestreben sich die Regierungen, den Nothstand zu lindern und den Ruin, selbst wenn er unvermeidlich ist, wenigstens hinzuhalten. Von dieser Auffaffung aus behandeln wir alle solche Fragen, bei der Klein Eisenindustrie wie auch bei der Hausweberei.( Beifall.) Abg. Richter: Die Rede des Ministers flingt schöner, als fie es in Wirklichkeit ist. Die Klagen der Hufnagelschmiede find nicht neu, sondern von uns bereits 1879 vorausgesagt worden. Manche Industrien würden auf die Sympathie der Regierung gerne verzichten, wenn sie sicher wären, daß ihnen durch neue Bölle nicht neuer Schaden zugefügt wird. Die Regierung sollte nur nicht selbst immer fünftige Nothstände erzeugen( Widerspruch rechts), dann würde es im Lande viel besser sein. Wie die Hufnagelschmiede, so find auch die andern Zweige der Kleineisenindustrie in der Anwendung des Zolltarifs im Vergleich zur Großi.tdustrie benachtheiligt. Hätten die Herren der Reichspartet nicht 1879 am Bolltarif mitgewirkt, so würden fie fich heut über die Folgen nicht zu beklagen haben. ( Buftimmung links.) Abg. v. Kardorff: Die Frage hängt durchaus nicht unmittelbar mit dem Bolltarif zusammen. Nur aus alter Gewohnheit wird noch immer das schwedische Eisen zu Hufnägeln bei uns verwendet, das schlesische ist dazu durchaus ebenso brauchbar. Abg. Richter: Daß die großen Fabriken in Berlin und Eberswalde die läftige Bollfontrole tragen, um nur schwedisches Eisen verwenden zu können, beweist doch wohl, daß es dem schleftschen vorzuziehen ist. Will der Abg. Christen einen Antrag zu Gunsten der freien Einfuhr des schwedischen Eisens ftellen, so würden wir ihn unterstüßen. Das wäre eine wirtliche Hilfe für die Kleinindustrie. Redewendungen von Symparthie helfen den kleinen Leuten nicht. Finanzminister v. Schola: Nur noch ein Wort zur Charakteristik dieser Anklage: Der Herr Vorredner hatte in seiner ersten Auslassung mit keinem Worte erwähnt, daß das betreffende Steueramt bereits um Entschuldigung gebeten und rückgängig gemacht hat, was er petsirt hatte. Der Eindrud würde dadurch verloren gegangen sein, auf den es hier vor allen ankommt.( Sehr richtig! rechts.) Der Titel wird bewilligt, ebenso der Titel Brannt we in steuer, nachdem Abg. Uh den die zu demselben eingebrachte Resolution betr. Die Verlängerung des Branntweinfteuertredits zurückgezogen hatte. Bei Tit. 1 der Einnahmen des Etats der Post, und Telegraphenverwaltung kommt. Abg. Baumbach auf den in zweiter Lesung von ihm vorgetragenen Wunsch, betreffend die Einführung eines Bortofazes von 5 Pfennigen für Drucksachen im Gewicht von 50 bis 100 Gramm zurüd. Staatssekretär Stephan hat damals die Bitte aulehnend beschieden, indem er das Bedürfniß einer solchen Menderung bestritt. Unter den 102 Millionen Stück Drucksachen, die im Jahre 1881 zur Versendung gekommen, gekommen, seien nur 7 Millionen im Gewicht von über 50 Gramm befördert worden, Außerdem würde durch die Erfüllung der Bitte der Postverwaltung ein Ausfall 273 000 M. entstehen, wozu noch eine Erschwerung des Dienstes tommen würde, was zu der Beförderung der Drucksachen leine angenehme Bugabe wäre. Man kann die Bebürfnißfrage nicht bestreiten mit dem Hinweis auf die geringe Bahl der Drucksachen, die jest im Gewicht von über 50 Gramm zur Beförderung lommen. Man hilft fich jetzt eben mit vers schiedenen Manipulationen, indem man Theilungen der Druck fachen vornimmt, oder auch leichteres Papier für die Drucksachen verwendet. Da für Briefe über 15 Gramm der Portosas fich nur verdoppelt, ist es billig, daß bei den Drucksachen nicht eine Verdreifachung des Portos eintritt, wenn das Gewicht von 50 Gramm überschritten wird. Staatssekretär v. Bötticher: Wir sind bestrebt, die Kleinindustrie ebenso gut zu stellen, wie die Großindustrie. Der Abg. Richter irrt fich, wenn er meint, daß wir sie differenziell behandeln. Ich bitte den Abg. Richter, fünftig solche Behauptungen zu unterlassen, als ob die Regierung fortgesetzt neue Nothstände zu erzeugen fich bemühe. Das glaubt ja hier im Saale und draußen tein Mensch.( Sehr richtig! rechts.) Ich bitte mir doch an einem einzigen Beispiel nachzuweisen, daß die Regierung fünft liche Nothstände erzeugt hat. Wie müßte es in Deutschland aussehen, wenn ein solches Bemühen der Regierung seit 1879 auch nur einen mäßigen Erfolg gehabt hätte! Ueber so etwas lachen ja die Kinder.( Sehr gut! und Beifall rechts, Unruhe links.) Abg. Richter: Der von uns von vornherein vorausgefagte Nothstand der Hufschmiede ist ein Beispiel dafür, wie Die Regierung durch Bollerhöhungen eine Industrie geschädigt hat.( Sehr richtig! links.) Es ist ein schlechter Trost für diese Leute, von der Regierung zu hören, fte hätte die besten Abfichten mit ihnen. Der Minister hat keinen positiven Weg gezeigt, auf welchem er die kleinen Hufschmiede mit der der Großindustrie gleich günstig stellen fann. Mit dem Bugeständniß, daß das schwedische Eisen unentbehrlich ist, hat er Herrn von Kardorff vollständig wider legt. Ich wundere mich, daß die Landwirthe sich in dieser Sache so schweigiam verhalten, die doch sonst immer das größte Intereffe für den Hufbeschlag zeigten; man hat sogar eine besondere Prüfung für Hufschmiede eingeführt. Bum richtigen Beschlag gehören aber doch auch geeignete Nägel. Will übri gens der Minister noch weitere Beispiele von Beunruhigungen und Nothlagen hören, in welche die Gewerbthätigkeit des Landes durch die neue Gefeßgebung versezt wird, so möge er nur noch eine Stunde hier bleiben, bis wir über das Sperrgeset verhandeln.( Sehr gut! lints.) verlaffen 1 jenem Rugen be Abg. Dorfteher f laffe, füb Staatsvert Bildung Dingen zus ordnungsp Abg. habe; bie Berwaltun ganisation Auge; mo eine Kreise funde zu Mini virtuos mi und 3. den Rechtsweg für alle zweifelhaften Fragen Für Frant über die Bollpflichtigkeit eines Gegenstandes zu eröffnen. Die Nothwendigkeit, unsern Antrag in diesem Augenblid zubringen, wird uns durch das Verfahren des Bundesrath Richtiger auferlegt, welches durch die Ausführungsbestimmungen zum einen wei Sperrgesetz den Effekt der Windthorst'schen Klaufel zum größten Regierung, Theil vereitelt hat. Der Reichstag hat durch die Annahme hoffe von dieser Klausel den Effekt des Sperrgefeges mildern und da felbe nur mit dieser Milderung Gefeß werden lassen wollen. Der Bundesrath aber hat durch seine Ausführungsbestimmungen dem Gesetz eine Deklaration gegeben, in Folge deren die Wind horst'sche Klausel garnicht angewendet werden kann und bi jest nirgends angewendet worden ist. Er hat sie in ihren Wirkungen vollständig suspendirt, und in meine, die Herren, widerstreit die wie Herr v. Wöllwarth ein gewisses Bedürfniß empfinden, lage nicht daß der Bundesrath noch einmal etwas thun möge, was mit dem Willen des Reichstages nicht vertrage, tönnen m dieser Abschlagszahlung sehr wohl zufrieden sein.( Beiterkeit.) luch die Hoffnung, daß die rigorosen Bestimmungen bei ben das Minif höchsten Finanzbehörden eine mildere Auslegung erfahren Grundsäße würden, ist eine eitle, denn nach einer mir vorliegenden Be fügung des preußischen Finanzministers von vorgestern hat de felbe einem oberschlesischen Mühlenbefizer, welcher auf Grund eines am 30. Dezember abgeschlossenen Vertrages Getreide geliefert erhielt, aber dennoch den höheren Boll zahlen mußte, eröffnet, daßer, a set biet der Minister, von den Bestimmungen der Instruktion abjblone( ei weichen fich nicht für ermächtigt halte.( hört! hört!) Das Sperrgesez spricht von den Verträgen, welche nachweisli vor dem 15. Januar abgeschlossen find; der Bundesrath sagt: bie nachweislich abgeschlossenen Verträge will ich respektiren darin Rech aber ich laffe mir gar nichts nachweisen, ich verlange Beweit Die nicht existiren, die niemals werden beigebracht werden fön nen. Wenn es gelingen sollte, aus der Beit vor Erlaß diese Instruktion irgend einen gerichtlichen oder notariellen Vertrag tönnen, di über ein abgeschloffenes Geschäft aufzufinden, den bitte ich brin gend, sich das kostbare Bergament aufzubewahren; jeder fundensammler würde die höchsten Preise dafür zahlen.( Großt Heiterfeit.) Eventuell soll auch die Befundung des Vertrage durch zwei einwandsfreie Beugen zulässig sein. Allgemein it es im deutschen Handelsstande nicht Sitte, wenn man Geschäfle macht, an welchen das finanzielle Gedeihen des Einzelnen hängt, in solcher Weise zu prozediren. Der Einwand, Dak schon eine Menge Scheinverträge herumliefen, mit benen man Die Bollbehörden betrügen wolle ist hinfällig. Das Gespenst der Defraudation schwebt nur ben Bollbehörden jeder Zeit vor, im wirklichen Verkehr if e wahrscheinlich sehr selten. Noch eine weitere Härte ist in den von dem Bundesrath erlassenen Ausführungsbestimmungen zum Vorschein gekommen. Eine Ladung Getreide langte an einer deutschen Bollstelle Nachmittags ein; am anderen Morgen um 8 Uhr wurde die Sperre an jener Bollstelle bekannt, und trotz vorheriger gegentheiliger Versicherung des Vorstandes jenes Zollamtes wurde der höhere 3oll von der ganzen Ladung erhoben. Das ist zu großem Unrecht geschehen, gegen folches Unrecht muß der Rechtsweg werden. Wir wollen mit unserem Antrage dem Handel Sicherheit verschaffen. Der Handel rechnet mit einer ganzen Reihe unsicherer Faktoren; diejenigen, welche man ihm ficher in die Hand geben kann, soll man nicht leichtsinniger Weise ins Unsichere seßen.( Sehr richtig!) Der Kaufmann, der seine Geschäfte macht, fonnte nicht wissen, daß der Bundesrath in 24 Stunden alle bekannten Beweistheorien auf den Kopf daß feine stellen würde. Der Beweis für die Behauptung eines meiner der Gefeße geschaffen, ist durch diese Ausführungsbestimmungen des Bun Freunde, es würden künstliche Erschwerungen für den Verkehr wiesen. desraths erbracht, er ist nachweislich erbracht!( Heiterkeit und und Nacht Beifall links.) Staats ekretär Stephan erwidert, daß die Erfüllung des Wunsches vielleicht in Erwägung gezogen werden tönne, wenn fich die Finanzlage des Reiches gebeffert habe. Abg. Löwe: Unzweifelhaft ist der Nothstand der Kleinelfenindustrie durch den Bolltarif veranlaßt worden. Bis das schwedische Eisen bei uns entbehrt werden kann, dürfte noch sehr geraume Beit vergehen, trot allen Eifers unserer Eisenwerke. Der Titel wird bewilligt. D Bei Tit. I der Ausgaben der Post und Telegraphenverwaltung tommt Abg. Lingens auf die in zweiter Lesung bei der Diskussion über die von ihm eingebrachte Resolution zurück,( betr. die Beseitigung der Post, bestellung von Waarenproben, Drucksachen, Paceten, Geldund Werthſenduegen am Sonntage, insofern dieselben nicht als durch Eilboten zu bestellend aufgegeben worden). Wenn die Postbestellung von Drucksachen und Waarenproben bis zum Montag verschoben wird, so wird der Verkehr dadurch nicht beeinträchtigt, wohl aber der anstößige Postverkehr am Sonn tag vermindert werden. Beim Titel 8udersteuer bemerkt Abg. Graf v. ade, Daß er nach der in zweiter Lesung abgegebenen Erklärung der Regierung seine Resolution, betreffend die Verlängerung des Buckersteuerkredits, zurückziehe, fich aber vorbehalte, dieselbe in Form eines Initiativantrages wieder aufzunehmen. Abg. v. Benda zieht darauf seinen zur Resolution v. Hacke geftellten Unterantrag zurüd. Was Abg. Viered bittet für den Fall der Annahme der Resolution, daß Packete, deren Inhalt raschem Verderben ausgesetzt ist, auch am Sonntage befördert werden sollen. Staatssekretär Stephan: Wenn jest nach dem Antrage Lingens 50 Millionen Postsendungen am Sonntage von der Bestellung ausgeschlossen werden, so wird der Montagsverkehr fast ganz unmöglich gemacht. Den Aeußerungen aus Post freifen, auf die Herr Lingens fich früher bezogen hat, kann ich die Urtheile der Handelskammern entgegenstillen. Uebrigens beweist auch schon der Antrag Viereck, wie wenig haltbar die Forderung des Abg. Lingens ist. Auch er will die Bestellung Don Eilsendungen am Sonntage zulaffen, also eine Bes günftigung für die Reichen schaffen. Das ist für uns ein Hauptgrund, seiner Forderung entgegenzutreten. Auf dem Wege der Einzelverfügung Erleichterung der Sonntagsarbeit der Postbeamten zu schaffen, bin ich gern bereit. Da mit wird auch mehr erreicht, als auf Ihrem Wege.( Beifalls links.) Damit ist der Etat der Post- und Telegraphen Verwaltung erledigt. Die Etats der Reichsdruckerei, der Eisenbahn- Verwaltung, des Bankwesens werden ohne Debatte genehmigt, ebenso die übrigen Einnahmekapitel, bie Matrikularbeiträge vorbehaltlich der definitiven Feststellung der Biffer. Auch das Etatsgesetz gelangt in dritter Berathung zur Annahme. Die Einnahmen werden auf 611 930 672 M., bie fortdauernden Ausgaben auf 554 195 673 M., die einmaligen Ausgaben auf 57 734 999 D. festgestellt. Der Etat wird im Ganzen gegen die Stimmen der So zialdemokraten angenommen. Das Haus kommt nunmehr zur Abstimmung über die in zweiter Lesung bereits diskutirten Resolutionen. Von der Budgettommission war zum Etat des Auswärtigen Amtes folgende Resolution vorgeschlagen: 1. dem Reichstage bei Vorlegung des nächsten Reichshaushalts- Etats eine spezifizirte Mittheilung über die in den Schußbezirken von Kamerun, Togo und Angra Pequena mit den bei Kapitel 2 Titel 4 der einmaligen Ausgaben des Etats des Auswärtigen Amts für 1885/86 bewil ligten Mitteln getroffenen Einrichtungen zu machen; 2. dem Reichstage vor herbeiführung fester Organisationen gemeindeor Kreisordnu einer 2 feine Kon Die Spezi fiber oft Der Minor nhitrung, 1 Bewordene Amtsbezir und Herr Argumente Hidtig! re affauifche als Die Borrebner wider fei eröffnet Um 5 Uhr wird die weitere Berathung auf Montag 1 U vertagt. vertagt.( Außerdem Anträge Junggreen, Adermann und Grillenberger.) Abgeordnetenhaus. 35. Sigung vom 7. März, 11 Uhr. Am Ministertische von Butttamer, Dr. Fried berg, Dr. Lucius und Kommiffare. Der Abg. v. Anlod ist in der Nacht vom 5. zum verstorben. 6.b. M. Eingegangen ist der Entwurf eines Geseges, bett. die Versorgung der Hinterbliebenen des Polizei rathe Rumpff. lage zu regierung; mit etwas Abg. befürworte miffion. Abg. Sanel ber Der Drgan rechts.) Nachb daß er die Schlu b. De Regenwärti Arbeitstraf Brabe wad fann heutz Derfchiedene Angelegent ürzlicher Gegeben. Die Vorlagen, betreffend die Abänderung des Gefeßes jur Verhütung der Weiterverbreitung der Reblaus vom 27. Fe bruar 1878, betreffend die Veräußerung von Trennstüden, I und die Errichtung ein Amtsgerichts zu Seehausen h die Vereinigung des Amtsgerichtsbezirks Genthin mit dem Amtsgerichtsbezirken betreffend werden nach unerheblicher De Landgerichtsbezirke Magdeburg und die Abänderung batte in dritter Lesung unverändert genehmigt. Februar Die F Kälber, Hebungsme n Tubert benfalls farben fich mit Finner ( Strahlenp an andern Someinen Qußerdem Und 22 B und 165 Schweine In der ersten Berathung des Entwurfs einer Kreis und Provinzialordnung für Hessen- Nassau greift zunächst das Wort in den westafrikanischen Schußbezirken von Kamerun, Gefeßentwurf erfordert eine besonders gründliche und sorgfältige Togo und Angra Pequena eine Vorlage zu machen bes bufs Heranziehung der Schußbezirke zur Deckung der dem Reiche aus denselben erwachsenden Kosten. Dieselbe wird gegen die Stimmen der Konservativen a ngenommen. auf 1169 9 bieberum Strablenp Actinomyo Bufammen b. G Abg. Wirth( früher Landesdirektor in Wiesbaden): Der Prüfung; ich beantrage deshalb, denselben einer Kommiffion von 21 Mitgliedern zur Vorberathung zu überweisen. Die Einführung der Kreis- und Provinzialordnung in Heffen- Naffau begegnet größeren Schwierigkeiten als in irgend einer anderen Provinz; denn die Provinz besteht aus Theilen, die weder Die Resolution Buhl: mit möglichster Beschleunigung eines Stammes noch wirthschaftlich gleichartig find; man hat bisher nur fünstlich und äuße: lich daraus ein Ganze Spige stellte. Der Regierungsbezirk Kaffel, der Regierungs einen Oberpräsidenten an bie Der Antrag Lingens wegen Herbeiführung größerer noch deutlich geschiedene Theile. Daß eine engere Verbindung bezirk Wiesbaden und die Stadt Frankfurt find auch heute Sonntagsruhe bei der Postverwaltung wird gegen die Stimmen Der Deutschkonservativen, des Zentrums und der Sozialdemovon Heffen und Naffau im Staatsintereffe geboten sein foll sehen, und die Folge davon war, daß der Schmerz über den Abg. Graf v. Hade: Wir haben viel schöne Worte von der Regierung zu Gunsten der nothleidenden Buckerindustrie gehört, aber die Industrie würde es lieber gesehen haben, wenn die Regierung etwas mehr für fte gethan hätte. mich indessen veranlaßt, das Wort zu ergreifen, ist nicht die Thatlosigkeit der Regierung, sondern ein Fall schwerer Schädigung der Buderindustrie durch die Regierung. In den Verordnungen vom 27. Januar 1852 und 3. Juli 1869 ift feft geftellt worden, in welcher Weise Zuckersteuerkredite zu ge währen und sicher zu stellen find. Nun ist es im Oderbruche vorgekommen, daß einem Fabrikanten Steuerkredit bewilligt ist ohne jede Garantie, weil sein Geschäft als wohlfituirt bekannt war. Blöglich ist dem betreffenden Fabrikanten auf Grund eines Gerüchtes, das plöglich entstanden war, der Kredit gefündigt und ihm auferlegt worden, die gestundete Steuer binnen 3 Tagen zu bezahlen. Wenn die Steuerbehörde sich Darauf beschränkt hätte, von dem Fabrikanten, der zugleich Domainenpächter ist, eine Sicherstellung für den Steuerkredit zu verlangen, so wäre dagegen nichts einzuwenden gewesen. Aber es ist zugleich angeordnet worden, daß bei dem Amtsgericht die Steuer auf feine Grundstücke eingetragen werde Man hat gefordert, daß er die Steuer fofort bezahle, obne vorher Erkundigungen über die Wahrheit des Ge rüchts einzuziehen. Die Steuerbehörde hätte sehr leicht Ausfunft über den Fabrikanten erhalten fönnen, wenn fte fich an den Domainen- Steuerrath oder an die Bankfiliale in Frankfurt a. D. gewandt hätte. So wäre der Kredit nicht geschädigt worden, wie das jetzt durch das Schreiben der Steuerbehörde geschehen ist. Der Herr ist eine passive Natur und wird gegen den Vorgang taum Beschwerde erheben, auch nicht finanziell zu Grunde gerichtet werden, denn er hat am Tage nach Eingang des Schreibens fofort 476 000 Mt. Buderfteuer bezahlt und zugleich auch die kreditirte Branntweinsteuer be glichen, wozu er nicht aufgefordert war. Wenn ein Privat mann in gleicher Weise fich vergangen hätte wie die Steuerbezahle, eine Erhöhung der Branntweinsteuer unter Berüdsichtigung der Intereffen der kleinen landwirthschaftlichen Brennereien herbei zuführen, wird gegen die Stimmen des Sentrums und der Nationalliberalen abgelehnt. gemacht, indem 7711 Rind als Benbo Schifffahrt Samburg Die Möglic Banbenen Lagern. überwin labarn Anlage Br Die Refolutionen der Abgg. Baumbach und Lingens Verlust der Selbstständigkeit rasch verwunden wurde. Warum fraten abgelehnt. über die Besoldung der Postsekretäre und die Aufstellung einer Anziennitätsliste für die Postbeamten werden gegen die Stimmen der Konservativen und Nationalliberalen ange nommen. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Damit ist die Etatsberathung erledigt. Es folgt nunmehr die Berathung des von den Abgg Ausfeld und Gen. eingebrachten Antrages zur Bolltarifwill man weitere Vorwurf Vorwurf gegen jegt eine Verstummung hervorrufen? Ein begründet, daß Frankfurt a. M. Vertretung in Provinzial den Gesezentwurf ift darin Der eine bevorzugte Stellung einnehmen soll. So soll die Bildung des Kreistages ebenso wie in den öftlichen Provinzen nach den drei Klaffen: Großgrundbefis, Stabl gemeinden und Kommunalgemeinden, nicht durch dirette Wabl Der Bevölkerung erfolgen. Das ist für Heffen, wo Stadt und den soll der Beweis, daß der Vertrag vor dem 15. Januar Stadt und Landgemeinden nie gegeben, und selbstständige ganz paffend. In Naffau aber hat es einen Unterschied zwischen Gutsbezirke bestehen dort nicht; der einzige Großgrundbefizer ist der Domänenfistus. Es werden durch diese Dreitheilung behörde hier, so wäre er sicher dem§ 187 des Strafgeseßes novelle, wonach Lie Windthorft'sche Klausel zum Sperrgefeße Landgemeinden von jeher neben einander bestanden haben. verfallen. Ich möchte daher die Regierung bitten, darauf hinzuwirken, daß die Steuerbehörde in Bukunft sich besser Dorsche. Finanzminister v. Scholz: Es wäre deshalb beffer gewesen, wenn der betreffende Herr, anftatt fich an ein Mitglied des Reichstags zu wenden, die Freundlich feit gehabt hätte, an mich zu schreiben; dann würde alles geschehen sein, was nach dem Gefeße zulässig ist. So bin ich in der Lage, alles, was hier vorgetragen ist, als unrichtig bezeichnen zu müssen. Ich persönlich habe seit der Krisis Bestimmungen zur Erleichterung des Steuertredits für die nothleidenden Zuckerfabrikanten ge troffen, und es ist der schlechteste Gedanke, anzunehmen, daß die Regierung gar noch eine Schädigung dieser Industrie gut heiße. Ich weise jede Anklage dieser Art als unbegründet auf alle von der Novelle betroffenen Waaren ausgedehnt wer abgeschloffen sei, soll nicht blos- wie in der Instruktion des Bundesraths zum Sperrgesez vorgeschrieben ist durch notariell beglaubigten Vertrag ober zwei Beugen, sondern auch durch Briefe, Telegramme, Schlußscheine, Handelsbücher 2c. fünstliche Interessentengruppen gebildet. In den bis erbracht werden. Endlich soll an Stelle des bisherigen Bes gung der Bürgermeister und Beigeordneten nur mit Buftim herigen Kreisordnungen sodann ist bestimmt, daß die Bestäti mung des Kreisschusses vom Landrathe versagt werden tann. Ein Antrag Scipio, Woermann u. Gen. will heffen- Nassau soll nach§ 34 die einzige Proving fein, der schwerbeweges die Klage zugelassen werden. auch die Windthorf'sche Klau.el auf alle von Bollerhöhungen betroffenen Waaren ausdehnen, dieselben Beweiserleichterungen zulaffen; aber in Bezug auf den Beschwerdeweg keine Menderung zulaffen. diese Garantie nicht gegeben wird. so zu Stande tommt, wie es vorliegt. Abg. Schreiber( Marburg) wünscht, daß das Gefes Füllens hi Derurfacher Schließlich as Nivea Brandes D folg wäre ein Feuern Don biefer Die Fertig Im Ganzen lebes 250 alfo 3 Mi Don hier a Derfügen u Die Anlage N. S leibel und Lage auf geholt und b. Di Folge geb Don Der G fann fle Ibiebene anten is & Romplizen Abg. Meyer( alle): Ich bedaure außerordentlich, daß Großen der durch die Vorlagen beabsichtigten Ausdehnung der dieser Gegenstand vor einem in hohem Grade erschöpften Verwaltungsreform sympathisch gegenüber. Besondere Bedenken Abg. Graf v. Hacke: Meine Mittheilungen stammen Hause( Widerspruch rechts) verhandelt werden muß. Unser habe ich gegen den vorgeschlagenen Wahlmodus der Kreistage aus fichterfter Quelle. Das Steueramt in Freienwalde bat auch sofort, nachdem die frebitirte Steuer bezahlt worden, ein Entschuldigungsschreiben an den betreffenden Herrn gerichtet und die beim Amtsgericht angeordnete Eintragung telegraphisch tückgängig gemacht. Antrag beabsichtigt dreierlei: 1. die clausula Windthorft auf alle Artikel auszudehnen, bei denen eine Bollerhöhung infolge ein Abgeordneter, auf Kreise von 20-40 000 Einwohner der Zolltarifnovelle noch eintreten wird, 2. diese Klausel von einigen fehlerhaften Faffungen zu befreien, die zu unKreise von 40-80 000 Einwohnern nur 3, und auf je fernere erwünschten Folgen bei der Ausführung geführt haben, 50 000 Einwohner erst ein vierter Abgeordneter tommen foll Adern. begaben undesrath n Fragen Für Frankfurt hat man ja dies Brinzip auch in der Vorlage| eröffnen verlaffen und 12 Abgeordnete vorgeschlagen, während nach enblid cijenem Wahlmodus nur 4 Abgeordnete zu wählen wären. Richtiger wäre boch, mit jeder Bollzahl von 20 000 Seelen ingen einen weiteren Abgeordneten zuzugestehen. Ich bitte die m größten Regierung, diesem Bedenken geneigtes Ohr zu schenken, und Annah hoffe von der Kommissionsberathung, daß die Vorlage zum und da ugen des Staates und der Provinz Gesetz werden möge. ent wollen. Abg. Gneist bedauert, daß das Institut der Amisimmungen vorsteher fich in der Provinz Hessen- Nassau nicht durchführen Die Windt laffe, führt aus, daß die Rückfat auf die Einheitlichkeit der und bi Staatsverwaltung und das Interesse des Gesammtstaates der te in ihren Bildung zweier Provinzen Hessen und Nassau entschieden Die Herren, widerstreite, und bittet schließlich, die Kommiffion für die Vorempfinden lage nicht blos aus Angehörigen der nächstbetheiligten Proingen zusammenzuseßen, sondern auch Elemente aus den Kreisordnungsprovinzen zu berücksichtigen. was fid Onnen mit Heitertelt.) en bei den Enden Bev Abg. Dr. Hänel: Die Vorlage beweise von Neuem, wie das Ministerium v. Butttamer seine besonderen lonservativen erfahren Grundsäge in die Selbstverwaltungsgesetzgebung hineinforrigirt babe; die Amtsbezirke würden nicht eingeführt, die Polizeirn hat der Verwaltung den Bürgermeistern einfach belaffen. uf Grund Die Dr ganisation der Kreistage in Nassau paffe wie die Faust aufs de geliefen uge; wo sei denn ein Großgrundbefiß in Nassau vorhanden? net, daß, fel bier eben einfach die gedankenlose bureaukratische Scha ion abj blone( Seiterkeit) zur Anwendung gekommen. Redner hätte rt!) Dad tine Kreiseintheilung wie die vorgeschlagene in einer Viertelvetslid funde zu Stande gebracht. Grath fagt: refpettiren e Beweise erden fon Minister v. Buttkamer: Ich gebe dem Vorrebner darin Recht, daß der politische Mittelpunkt der Vorlage in der reidordnung nicht in der Provinzialordnung liegt. Aber so Dirtuos wie der Staatskünstler Hänel find wir nicht, daß wir rlaß diefer in einer Biertelstunde Organisationen aus dem Aermel schütteln n Bertrag tonnen, die allen Anforderungen genügen; der Minister und Stine Kommiffarien find eben nur gewöhnliche Sterbliche. ie Spezialwünsche des Abg. Hänel, namentlich auch das hüber oft geäußerte Defiderium einer gesunden Lande ich brin jeder Ut en.( Broße Vertrage gemein ift Befchäfle Einzelnen Einwand, rumliefen n wolle webt nur tehr ist es ft in den mmungen langte an n Morgen annt, und Borftandel er ganzen gefcheben eröffnet n Handel er ganzen ihm ficher ger Weise Der feine Desrath in meindeordnung, find bekanntlich in diesem Hause stets in Minorität geblieben. Nicht aus der Sucht nach Schablo niftrung, sondern gerade aus der Achtung vor dem historisch Bewordenen find die Vorschläge der Regierung bezüglich der mtsbezirke, der Drtspolizeiverwaltung u. f. w. hervorgegangen and Herr Hänel scheint seine in dieser Beziehung etwas schwachen Argumente mit recht starten Worten haben stüßen zu wollen.( Sehr tichtig! rechts.) Die Zusammenseßung der Kreistage hat der Kommunallandtag mit großer Majorität affauische die richtige anerkannt, auf Beffen ist der Borrebner ja gar nicht eingangen, weil ihm das biber feinen Strich gewesen wäre. Daß die VorLage zu Stande tommt, ist ein eminentes Interesse der Staatstegierung; diesen Gesichtspunkt hätte doch auch der Vorredner mit etwas mehr Billigkeit behandeln sollen.( Beifall rechts.) Abg. Barth ist mit der Vorlage durchweg einverstanden, befürwortet indeß ebenfalls die Verweisung an eine Kom miffion. Abg. Enneccerus: Die Ausführungen des A5g. Sanel beweisen nur, daß er den gegenwärtigen Bustand Der Drganisation in Hessen gar nicht fennt.( Sehr richtig! techts.) Nachdem noch Abg. Hänel fich dagegen verwahrt hat, daß er die Verhältnisse Hessens nicht kenne, und betont hat, Den Kopf daß feine Ausführungen fich nur auf Nassau bezogen, wird es meiner der Gesegentwurf einer Kommission von 21 Mitgliedern übers Verkehr wiesen. Des Bun Schluß 3 Uhr. Nächste Sigung Monag 12 Uhr.( Etat rkeit und und Nachtragsetat, fleinere Vorlagen.) tag 1 Uhr ann Fried 6.b. betr. bie folizei efeßes jur m 27. Fe tüden, hausen mit dem ng von tcher De Kreis fau et en): Der orgfältige mmiffion en. Die n- Naffau anderen Die weber b; man Ganzes an Die gierungs ach heute cbindung fein foll on abge über den Warum ? Ein it barin ovinzial öftlichen Stadt en foll te Wahl adt und haben. zwifchen ftändige ndbefiger theilung n bis Beftäti Buftim en tann. ein, der B Gefes en und ung ber edenten reistage wohner wohner aß auf fernere en foll und Brabe Begeben. Lokales. b. Der Ehrgeiz nach kommunalen Ehrenämtern ift Aegenwärtig besonders groß, während die Ansprüche an die Arbeitskraft in einem für den draußenstehenden ungeahnten fann heutzutage eigentlich nur noch ein Rentier sein. Es giebt Derschiedene Leute, welche sich durch Vernachlässigung der eigenen Angelegenheiten im tommunalen Dienst ruinitt haben. Ein fürzlicher Todesfall hat darüber wieder warnende Aufschlüsse Die Fleischschau auf dem Gentral- Vichhof im Monat februar bat bahin geführt, daß 258 Thiere( 10 Rinder, 2 Kälber, 2 Schafe und 244 Schweine) zurückgewiesen, be Bebungsweise beschlagnahmt find. Von den Rindern litten 9 an Tuberkulose, 1 an Gelbsucht. Die beiden Schafe waren benfalls an Gelbsucht erkrantt. wachsen. Stadtverordneter oder unbesoldeter Stadtrath Von Den Schweinen fanden fich nicht weniger als 172( von 23381 geschlachteten) mit Finnen behaftet, 20 mit Trichinen, 14 mit Actinomyoes ( Strahlenpilzen), 23 mit Tuberkeln behaftet, die andern liiten ant andern llebein( Gelbsucht, Rothlauf 2c.). Von den finnigen außerdem zeigten Finnen 22 russische und 16 serbische Schweine und 22 Batonier. Die Tuberkulose wurde bei 169 Rindern and 165 Schweinen beobachtet. Die Bahl der trichinösen Schweine ist recht erbeblich; es fommt 1 trichinöses Schwein auf 1169 geschlachtete. Ebenfalls ist es bemerkenswerth, daß bieberum 14 Schweine gefunden find, welche Actinomyoes Strahlenpilze) zeigten. In vielen großen Städten hat man nomyoes noch niemals festgestellt. Im Ganzen wurden 7711 Rinder, 6009 Kälber, 12 589 Schafe und 23 381 Schweine, ufammen 49 690 Thiere geschlachtet. als Ein V brecher- Werkzeugen per Bahn nach Fürstenwalde, um da in der folgenden Nacht bei einem Juwelier einen Einbruchsdiebftahl auszuführen. Da aber die Gelegenheit dazu teine für fie günstige war, so nahmen die drei Gesellen von der Ausführung Dieses Verbrechens Abstand, und sie machten sich in der Nacht zu Fuß auf zur Rückkehr nach Berlin. Auf dem Wege hierher tamen fie durch ein Dorf, welches an der Chauffee nach Berlin etwa in der Höhe von Erkner belegen ist( der Name des Dor fes hat noch nicht ermittelt werden können), und da brangen fie in ein Gehöft, woselbst auf dem Hofe in einem Waschfaß naffe Wäsche lag. Von dieser Wäsche eigneten sich die Diebe fteben Hemden und ein Bettlaken, gezeichnet E. G., an, und fte setten ungehindert ihren Weg nach Friedrichshagen fort, von wo fie per Bahn gestern Morgen nach Berlin gelangten. Inzwischen hatte die hiesige Kriminalpolizei Nachricht von dem beabsichtigten Einbruchsdiebstahl der drei Diebe in Fürsten walde erhalten, und ein Beamter erwartete am Bahnhof die Ankunft der Diebe. Der Beamte nahm auch daselbst die Diebe mit der gestohlenen Wäsche in Empfang und brachte fte nach dem Kriminalkommissariat. Da die Festgenommenen weber den Bestohlenen noch das Dorf, in welchem sie den Diebstahl verübt haben, anzugeben vermögen, so forscht jegt die Kriminal polizei nach dem Bestohlenen. Die beschlagnahmten Wäsche stücke tönnen von diesem auf dem Kriminalkommissariat in Empfang genommen werden. fall damals Veranlassung zu Vorkehrungen gegeben hätte, durch welche eine Wiederholung eines solchen unmöglich ge macht wird. Vielleicht wird jetzt der Brunnen endlich zu gedeckt. Projektirtes Repertoire der Königlichen Schauspiele vom 8. bis 15. März 1885. Im Opernhause: Sonntag den 8. Die luftigen Weiber von Windsor; Montag den 9.: Mignon; Dienstag den 10.: Der Trompeter von Säflingen; Mittwoch den 11.: Die Walküre( Herr Niemann); Donnerstag den 12.: Carmen; Freitag den 13., auf höchstes Verlangen: Der fliegende Holländer; Sonnabend den 14: Don Juan; Sonntag den 15.: Die Bauberflöte.- Im Schauspiel ha use: Sonntag den 8.: Romeo und Julia; Montag den 9. Rosenkranz und Güldenstern; Dienstag den 10: Tartüffe, Castor und Pollur; Mittwoch den 11., auf Begehren: Narzis; Donnerstag den 12.: Iphigenie auf Tauris; Freitag den 13.: Die Journalisten; Sonnabend den 14., neu einstudirt: Der Kaufmann von Venedig; Sonntag den 15.: Die Jäger. Gerichts- Zeitung. y. Ein undankbares Auditorium. Unter der Anklage der gemeinschaftlichen schweren Körperverlegung mittels eines gefährlichen Werkzeugs standen gestern die ,, Arbeiter" Wilhelm Fischbach und Otto Schalsch a ch vor der 88. Abtheilung des Schöffengerichts. Am Abende des ersten Neujahrstages ging es in der Schwarz'schen Restauration in der Memeler ftraße äußerst lebhaft her. Die Stammgäste hatten zum Theil ihre Familie mitgenommen und Alt und Jung vergnügte sich in der harmlosesten Weise bei Kümmel und Weißbier. Der Wirthin Töchterlein trug am Pianino allerlei luftige Weisen Dor, unisono hatte man schon in den verschiedensten Tonarten dem schönen Wald Lebewohl" gewünscht und feine und grobe Stimmen hatten die Erklärung abgegeben, daß fte nicht nicht wüßten, was die allgemeine Traurigkeit ,, bedeuten folle". Da forderte Der Wirth einen der Anwesenden, den Arbeiter Ahlfeld, der den Ruf ges nießt, ein hervorragendes Talent zum Vortragen zu beftzen, auf, nunmehr seinerseits auch etwas zum Besten zu geben und dieser stellte sich sofort auf das improvifirte Podium und legte los. Er hatte aber eine unglückliche Wahl getroffen, anstatt eines launigen, humoristischen, der Stimmung der Zuhörer anpaffenden Gedichts, trug er ein solches von höchst elegischer und sentimentaler Färbung vor. Das Auditorium fand ihn bodenlos langweilig und war rücksichtslos genug, dies dem Vortragenden durch allerlei Bwischenbemerkungen, z. B., daß man in einem Wirthshause und nicht in einer Kirche set, offen kund zu geben. Besonders die Angeklagten a. Eine sehr gefährliche Person ist von der KriminalPolizei in der unverehelichten Franke heute aur Haft gebracht worden. Die Franke, welche zulegt in der Naunynstraße und früher in der Manteuffelstraße gewohnt hat, hat sich in den legten Monaten dadurch einen sehr lohnenden Erwerb verschafft, daß fie eine große Anzahl von Unterschlagungen gegen hiesige Nähmaschinenfabrikanten und Händler, gegen Uhrenhändler 2c. verübt hat. Sie entnahm von diesen Gewerbetreibenden Nähmaschinen und goldene Uhren auf sogenannte Leibkontrakte gegen fleine Anzahlungen, unter der Verpflichtung zu monatlichen Abzahlungen des Kaufpreises, verkaufte resp. versette diese Sachen bei Trödlern und Pfandleihern und vers wendete die recht namhaften Erlöse in ihrem Nußen. Einer der von ihr benachtheiligten Nähmaschinenfabrikanten brachte die gegen ihn geschehene Unterschlagung zur Anzeige, und bei Der sofort vorgenommenen polizeilichen Durchsuchung ihrer Wohnung wurden daselbst 11 Abzahlungsbücher von 5 Nähmaschinen- und 6 Uhren Geschäften gefunden, von welchen fie 5 Nähmaschinen und 6 goldene Remontoir und ZylinderUhren gegen geringe Anzahlungen entnommen hatte. Die Frante räumte ein, daß sie diese Gegenstände sämmtlich weiter veräußert und die Erlöse verbraucht hat. Wahrscheinlich hat die Franke noch weitere Unterschlagungen gegen Geschäftsinhaber begangen, die in Folge dieser Veröffentlichung zur Kenntniß der Behörde gelangen dürften. a. Einer der vier Strolche, welche sich an dem Raub anfall und dem Angriff gegen die Nachtwächter an der Kottbuser Brücke in der Nacht vom 4. zum 5. d. Mts. betheiligt hatten und sodann entkommen find, ist von der Kriminalpolizei in der Person eines 20 jährigen Steindruckers aus Rigdorf ermittelt und heut zur Haft gebracht worden. Zu dem gestern berichteten Raubanfall ist noch nachzutragen, daß der überfallene Kellner P. nachtheilige Folgen von den gegen ihn verübten Mishandlungen nicht verspürt; er hat sich sofort, nachdem die Räuber ihn freigelassen haben, vom Boden er hoben und ist eilig nach Hause geeilt. B. führte, als er überfallen wurde, 12 Mart in einem Portemonnaie bei sich, das er aber in einer inneren Tasche seines Ueberziehers trug. Diese Tasche wurde von den Strolchen bei der Durchsuchung feines Anzuges nicht bemerkt und B. blieb so im Befit seiner Baarschaft. N. Von einem ebenso herben wie lempfindlichen Verlust ist vor einigen Tagen ein in der Karlstraße wohnender Agent P. betroffen worden. Derselbe hatte als Aequiva lent für ein durch ihn vermitteltes Geschäft die Provision in Höhe von 300 Mart in Kaffenscheinen erhoben, und schickte fich an, den lang ersehnten Verdienst seiner Frau zu überbringen, als er der Versuchung nicht widerstehen konnte, à Conto des von ihm abgewickelten Geschäftes noch einige Wirthshäuser zu besuchen. Gegen Mitternacht endlich trat er seinen Heimweg an, sein verdientes Geld zwischen den einzelnen Kartenblättern eines neu erworbenen 66- Spiels bergend. Am andern Morgen hatte Frau P. nichts Eiligeres zu thun, als die Kleider ihres Ehegemahls einer Visitation zu unterwerfen und in dem Glauben, daß ihr Mann ein heimlicher Spieler sei, das vorgefundene Spiel Karten achtlos in bas Feuer zu werfen. Als ihr Mann erwachte und er seiner Frau Das werthvolle Spiel überreichen wollte, mukte er zu seinem Entsegen erfahren, daß die sauer erworbenen Werthpapiere, an welche fich mancher lang gehegte Wunsch knüpfte, in Folge der Boreiligkeit und Neugierde seiner Frau, dem alles verheerenden Element zum Opfer gefallen waren. Mit einer ganzen Anzahl start blutender Wunden im Kopf und an der Stirn wurde in der vergangenen Nacht der in der Staligerstr. 127 wohnende Tischler Franke durch einen Schußmann und eine Wärterin aus der Neuen Charitee nach der Sanitätswache in der Markgrafenstr. 82 geführt, um dort verbunden zu werden. Franke hatte die Verlegungen bei einer Schlägerei erhalten, welche nach Mitternacht in der Friedrichstraße zwischen Jäger und Zaubenstraße, zwischen mehreren Männern stattgefunden hat. Erst durch das Einschreiten von Schußleuten wurde den weiteren Thätlichkeiten ein Ziel gesetzt. Der Thäter, welcher dem Franke die Wunden anscheinend mit einem großen Schlüffel beigebracht hat, soll in der Person eines Hotelportiers festgestellt sein. Franke will fich an der Schlägerei garnicht betheiligt haben, sondern sofort angefallen fein. Bemerkenswerth ist noch, daß die Wärterin thaten fich Durch Dergleichen Aeußerungen hervor bis dem Vortragenden schließlich die Geduld riß, er sprang vom Podium herunter und erklärte dieselben in heller Entrüftung für Schlumpfe." Nunmehr drohte die Misstimmung fich in einer turbulenten Szene Luft zu machen, doch beugte der Wirth dem fich entwickelnden Handgemenge dadurch vor, daß er in energischer Weise die streitenden Parteien einfach zur Thür hinaus und auf die Straße schob. Hier soll es nun dem Ahlfeld sowie deffen Ehefrau sehr schlecht ergangen sein. Wie der Erftere behauptet, bat Fischbach ihn zu Boden geworfen und ihm mittelst eines Meffers zwei erhebliche Kopfwunden beigebracht, während Schalschach seiner Ehefrau den Mund zuhielt, um dieselbe am Hilferufen zu verhindern und thr bei dieser Gelegenheit auch eine Handvoll Haare aus dem Schopfe riß. Wie der den Ahlfeld behandelnde Arzt deponirte, find die demselben zugefügten Verlegungen so gefährlicher Natur gewesen, daß seine sofortige Ueberführung nach der Sanitätswache nothwendig war. Wie es bei dergleichen Reilereien ftets der Fall zu sein pflegt, wollten die Angeklagten die Angegriffenen gewesen sein und sich im Bustande der Nothwehr befunden haben, auch bestritt Fischbach mit Ent schiedenheit, daß er ein Wieffer benugt habe. Da durch die Beweisaufnahme der Sachverhalt nicht genügend aufgeklärt wurde, so mußte die Verhandlung vertagt werden. Einer der gefährlichsten ,, Schärfer" der Residenz stand gestern in der Person des bisher noch unbestraften 65 Jahre alten Handelsmannes Markus Caro unter der Anklage der gewerbs- und gewohnheitsmäßigen Hehlerei vor den Schranken Der zweiten Straflammer hiesigen Landgerichts I. Nach der Bekundung des Kriminal- Kommissars Braun wurden im Früh jahr v. J. in dem Potsdamer Viertel eine große Reihe von Einbruchsdiebstählen gegen Lehrer, Beamte und Kaufleute verübt, die in der Regel außer dem Hause beschäftigt sind und nur zu Mittag und zum Abend nach Hause kommen. Und zwar geschah die Ausführung der Diebstähle, bei denen aus fchließlich Gold- und Silbersachen, sowie Werthpapiere in Berück fichtigung famen, an den Wochenmarkttagen und während der Wochenmarktszeit, zu welcher die Frauen mit ihren Dienst boten den Wochenmarkt besuchten. Die Polizeibehörde set diesen Diebstählen gegenüber um so ohnmächtiger ge worden, als die Werthpapiere sofort nach deren Ausführung in anderen Städten veräußert und die Metallfachen eins geschmolzen wurden. Als darauf eine aus 11 Personen bes ftehende Einbrechergesellschaft in Haft genommen war, unter denen fich Sarché, Meinicke, Schreyer, Schlind, und Schwerin befanden, hörten auffallender Weise diese Diebstähle völlig auf. Bugleich ging von dem Banquier Rühl in Potsdam die Mit theilung ein, daß er einige Tage vorher von einem fich Handelsmann Levy nennenden älteren weißhaarigen Mann, die in dem legt ausgeführten Diebstahl bei dem Kaufmann Bariser in der Großbeerenstraße gestohlenen Effekten gekauft habe. Ihm, dem Kriminalfommiffar, sei nun bekannt gewesen, daß Caro vielfach Schwerin verkehrt und öfter un mit Schreyer und motivirte Reifen nach Magdeburg, Dresden und nach anderen Drten gemacht habe; Caro sei auch als einer der schlimmsten Schärfer" bekannt gewesen, nur war es nie mals gelungen, demselben irgend eines Koups zu überführen. Die Thatsache, daß nach der Verhaftung des Schreyer und Schwerin die Diebstähle aufgehört haben, in Verbindung mit dem Verkehr derselben mit Caro führte zu dem Verdacht, daß dieser mit bem Verkäufer der Papiere in Potsdam identisch sei. In der That hat Nühl den Caro sofort als den Vera täufer der Papiere refognoszirt und fich dabei an dessen standhaftes Leugnen nicht gefehrt. Bei dem Rücktransport von Potsdam nach Berlin hat Caro dem Kriminalschugmann Rebel auch eingestanden, daß er der Verkäufer der Papiere sei und angegeben, daß Schwerin und Schreyer ihn nach Potsdam mitgenommen und ihm dort die Papiere zum Verkauf über geben haben. Die wegen dieses Diebstahls vor einiger Zeit angeklagt gewesenen Schwerin und Schreyer find mangels ge nügender Beweise und, da ihnen ein Albibeweis gelungen mar, freigesprochen. Der jeßige Angeklagte wurde aber nach Maßgabe der Anklage für schuldig befunden und zu vier Jahren Buchthaus nebst den Ehrenftrafen verurtheilt. hiesiger Sentral- Spiritus- Lagerhof geht jest Bendant zu dem Petroleum Lagerhof am Spandauer ifffahrtstanal, zur Seite der großen Schienenstraße nach Camburg und Bremen, seiner Vollendung entgegen. Er soll Die Möglichkeit gewähren, die tolossalen in Berlin stets vorBanbenen Spiritusvorräthe außerhalb des Rayons der Stadt Lagern. Schwierigkeiten waren auch hier noch in Menge unerheblich in die hand gebissen worden war, aber nichtsJuüberwinden. Die ganze Anlage ist unterirdisch, aber die achbarn faben darin boch eine Gefahr und erhoben gegen die Anlage Broteft. Es könnten Lokomotivfunken während des Bullens hinüberfliegen und eine Entzündung und Explosion verfloffenen Nacht, furz nach 2 Uhr, verließ der Führer und Derursachen u dergl. Besorgnisse mehr wurden angeführt. gleichzeitige Eigenthümer der Droschke erster Klaffe Nr. 1722 Schließlich verlangte die Feuerwehr, daß die Zuflußröhren unter Niveau des Kanals gelegt würden, um im Falle eines Brandes bas Wasser direkt hinauflaffen zu fönnen. Der Erfolg wäre der gewesen, daß im Brandfalle der ganze Kanal ein Feuermeer gewesen wäre. Man stand denn auch schließlich Don dieser Forderung ab. Alle diese Vorkommniffe aber haben die Fertigstellung des Werkes erheblich verzögert. Es werden lebes 250 000 Liter Spiritus faffen. Im Ganzen können bier m Ganzen 12 Baffins, von denen 8 fertig gestellt sind und wird alfo 3 Millionen Liter Spiritus lagern. Da der Fabrikant Don hier auß jeden Augenblick über seine Waare telegraphisch Derfügen und die Konjunkturen wahrnehmen kann, so tommt Die Anlage dem Bedürfniß des Handels entschieden entgegen. leibel und zwar eine ganze Wagenladung, find am vorgestrigen Tage auf Anordnung der Behörde vom Mollenmarkt aus abs gebolt und in eine Glasfabrit eingeliefert worden. N. Konfiszirte nicht vorschriftsmäßig geaichte Bier b. Die mannigfachen Bierplantsch- Prozesse haben zur Bolge gehabt, daß man vorsichtige Gäfte fich thr Bier selbst Bon der Schänke holen sieht. Wenn diese Sitte um fich greift, lann fie für die Rellner leicht verhängnißvoll werden. Ver hiebene Wirthe haben auch ihre Büffetiers abgeschafft und Santen jedes Seidel selbst, um sich gegen jeden Mißbrauch zu Flatterfahrer. Der Schuhmachergeselle K. und zwei Fichern. Romplizen fämmtliche drei sind bereits vorbestrafte Diebe aus der Neuen Charitee, welche dem Schußmann bei dem Transport des schwerverlegten Frante nach der Sanitätswache hilfreiche Hand geleistet, am Tage vorher von einer Jrren nicht bestoweniger ihre Nächstenliebe in aufopfernder Weise be fundete. In der Eine Droschte in den Nordhafen gestürzt. In der mit seinem Gefährt den Halteplatz in der Karlstraße, auf welchem er bis dahin vergeblich auf einen Fahrgast gewartet hatte, um nach Hause( Moabit, Bandelstr. 27) zu fahren. Als er auf dem Wege dorthin die Sellerstraße paffirte, muß er auf dem Bock fest eingeschlafen sein, denn das sich selbst überlaffene Pferd ging direkt auf den Nordhafen zu, und zwar auf eine jener durch Gitter nicht geschüßten Stellen, von der bas Thier mitsammt dem Wagen und dem Kutscher die steile Ufermauer hinunter in das Waffer stürzte. Das urplögliche talte Bad muß den schlafenden Kutscher gleich ermuntert haben, denn er fing sofort an, laut um Hilfe zu rufen und vermochte sich auch so lange schwimmend über Waffer zu halten, bis einige durch das anhaltende Hilfegeschret erweckte Schiffer von den nahe vor Anker liegenden Fahrzeugen hinzueilten und ihn vom Ertrinken retteten. Die Befinnung hatte der Mann schließlich freilich verloren, so daß er nach der Charitee übers führt werden mußte, wo er am heutigen Vormittag noch in Fieberphantaften lag. Das vor dem Wegen eingeschirrte Pferd ist selbstverständlich nicht zu retten gewesen, ertrant vielmehr; um 5 Uhr früh war unsere ftets hilfsbereite Feuerwehr zur Stelle, um den Kadaver des Thieres mit dem Wagen ans Land zu schaffen, was ihr nach etwa zweistündiger Arbeit auch gelang. Der verunglückte Droschlenkutscher, der Statius heißt und, wie erwähnt, Bandelstraße 27 wohnt, ist verheirathet und Vater von sechs noch fleinen Kindern. Vor Jahren schon ist wie fich das B. T." erinnert, an derselben Stelle ebenfalls " 1 Wegen Körperverlegung mittels eines schweren Beils batte fich gestern der Handelsmann Gustav Heinrich Romahn vor der vierten Straffammer hiesigen Landgerichts I zu ver antworten. antworten. Der Angeflagte handelte in der Weihnachtszeit v. J. mit Weihnachtsbäumen und gerieth dabei mit dem Ar beiter Seigle, der bei seinem Nachbar Studert als Helfer thätig war, in Streitigkeiten, die in Thatlichkeiten ausarteten. Am 24. Dezember tam es wieder zwischen Belden zu Heibereien, und der Angeklagte ergriff in der Wuth ein auf dem Boden llegendes Beil, und schlug damit seinem Wider part gegen den Badenknochen. Der Verlegte mußte sofort ins städtische Krankenhaus gebracht werden, wo ihm mehrere Splitter herausgenommen werden mußten und in dem er vier Wochen verblieb. Der Staatsanwalt beantragte zwei Jahre, Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu einem Jahre begaben fich vorgeftern gegen Abend mit reichhaltigen Ein eine Droschke in das Waffer gestürzt, ohne daß dieser Unglücks- fünf Monaten Gefängniß, wovon er awei Monate durch die erlittene Untersuchungshaft anrechnete, und legte dem Angetlagten eine an den Verlegten zu zahlende Buße von 200 M. auf. Leipzig. In dem Landesverratheprozesse gegen Janssens und Knipper fand heute die Verkündigung des Urtheils statt. Janffens wurde wegen Landes- Verraths und Verleitung von deutschen Unteroffizieren zur Verlegung des Dienstgeheimniffes zu acht Jahren Buchthaus verurtheilt. Knipper wurde freiges sprochen. Vereine und Versammlungen. Alle Berichterstatter über Versammlungen und Vereine ersuchen wir dringlichst, ihre Einsendungen möglichst kurz und knapp zu faffen. Wir sind zu dieser Bitte aus Raumrüdfichten gezwungen. Ferner bemerken wir, daß nur die jenigen Berichte mit Sicherheit auf sofortige Aufnahme rechnen Tönnen, welche uns bis spätestens Nachmittag 2 Uhr zugehen - und daß bei Manuskripten immer nur eine Seite des Blattes beschrieben sein darf. Endlich erlauben wir uns, des leichteren Verkehrs wegen, an sämmtliche Berliner Fachvereine die Bitte: uns umgehend Namen und Adresse ihrer Vorfigenden und Schriftführer mitzutheilen. stehenden Mitteln die Arbeitskräfte zu entziehen, und den Be schluß dem Vorstand des Verbands der Steinmeßen Deutschlands zu unterbreiten. Im Verein zur Wahrung der Interessen der Zapezirer findet Montag, den 9. d. Mis., Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen eine General- Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Rückblick auf das verflossene Vereinsjahr. 2. Neuwahl des Gesammt- Vorstandes. Butritt haben nur Mit glieder mit Quiltungsbuch. Versammlung des Fachvereins der Gürtler und Berufsgenossen am Sonntag, den 8. März 1885, Vormittags 10% Uhr, in den Industrie- Hallen, Mariannenstraße 31/32. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Verschiedenes. 3. Fragelaften. Eine öffentliche Versammlung ehemaliger Zöglinge der Wadzecanstalt findet am Montag, den 9. d. Mts., Abends 8 Uhr bei Herrn W. Otto, Adalbertstraße 21 statt, da es sich um eine wichtige Angelegenheit handelt, wird dringend gebeten, zahlreich zu erscheinen. Der Arbeiter Bezirksverein der Rosenthaler Vorstadt hält am Montag, den 9. März, Abends 8 Uhr, eine große Ver fammlung in der Neuen Walhalla, Schönhauser Allee 156 ab, mit der Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Heymann: Die Todesstrafe. 2. Vorlegung von Petitionen. 3. Verschiedenes. 4. Fragelasten. Der Arbeiter- Bezirs- Verein des Westens hält am Montag den 9. März, Abends 8 Uhr, eine Versammlung in Gründer's Lokal, Schwerinstr. 26 ab. Auf der Tagesordnung steht: 1. Vortrag des Stadtverordneten Herrn Herold. 2. Be gründung der Betition wegen Errichtung einer Sanitätswache gründung der Petition wegen Errichtung einer Sanitätswache im Weften. 3. Fragekasten und Verschiedenes. Die Mitglieder werden erfucht recht zahlreich zu erscheinen. Die Generalversammlung des Fachvereins der Me tallschrauben, Façondreher und Berufsgenossen Berlins findet Sonntag Vormittag 10% Uhr in Wohlhaupt's Salon, Manteuffelstr. 9 ftatt. Der wichtigen Tagesordnung wegen Manteuffelstr. 9 statt. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es nothwendig, daß alle Mitglieder pünktlich erscheinen. NB. Der diesjährige Wiener Maskenball des Vereins findet Sonnabend, den 14. März, in C. Keller's Gesellschafts Saale, Andreasstr. 21 statt. hfs. Die Holzfräser und Berufsgenossen beschäftigten fich in der jüngsten, von ca. 200 Theilnehmern besuchten öffent lichen Versammlung Köpniderstraße 150( bet Tils), mit den in legter Beit stattgehabten Lohnreduzirungen in der Branche der hiesigen Schneidemüller, also bei den Blod, Walzen, Fourniersägen, und Gatter schneidern. Das Referat hatte der Fräser Herr Schu mann übernommen. Derselbe forderte alle Berufsgenossen ohne Ausnahme dringlich zum Anschluß an den genannten Fac verein auf, der eine Gesammtorganisation aller an Holz bearbeitungsmaschinen thätigen Arbeiter sein und alle einschlä gigen Branchen umfeffen müsse, wenn er eine Verbesserung der bellagensmerthen Buffände in den Fabriken und Werkstätten aller diefer Branchen herbeiführen, die Verminderung der großen Unfallsgefahr, die Verfürzung der meist übermäßig verlängerten Arbeitszeit und die Aufbefferung der gesuntenen Löhne ermöglichen sollte. Vereinzelt, für sich allein vermöge feiner feine Verhältnisse günftiger zu gestalten. Hieran reihte fich sodann eine animirte Distuffton. Aus dieser, sowie aus bem Referate ging hervor, daß die Löhne der( nur im Afford arbeitenden) Blod, Walzen, Fourniersägen- und Gatter schneider in dem furzen Beitraum des letzten Vierteljahres neuerdings von 45 auf 41 Pf. reduzit wurden, was per Mann und Woche einen Minderverdienst von ca. 1,50 M. bis 2 M. ausmachen soll. Fast ausnahmslos soll täglich 12 bis 13 Stunden gearbeitet worden sein. Beispielsweise wurde ange führt, daß in der Gattersägenschneiderei von Franke in der Mühlenstraße bei täglich dreizehnftündiger Arbeitszeit 18 bis 21 der Mart, der tüchtigste Arbeiter nur schwächere gar nut 15 und 16 M. wöchentlich verdienen tönne. In der Distuffton sprach man sich allgemein für eine einheit liche Gesammtorganisation aller Branchen und für den Beitritt zum Fachverein der Fräser und Berufsgenossen aus. Dann wurden noch Berathungen über die Errrichtung eines gemeinsamen Arbeitsnachweises durch den Verein gepflogen, wo rauf schließlich der Vorfigende mittheilte, daß in der nächsten Versammlung( am 16 d. M. und in dem felben Lokale) wabischeinlich über die Statuten, die Biele und Bwecke des Vereins referirt werden wird. Jungnid, Manteuffelstr. 89, I. Sprechstunden Abends 7-8 Uhr. -Filiale 4. Bevollm. Sabarth, Langeftr. 63. Kafftrer Sol datow, Weberstraße 13. Sprechstunden bei beiden Abends von 8-9 Uhr, Sonntags von 12-1 Uhr Mittags. Filiale 5. Bevollm. P. Müller, Lothringerstr. 35, II. Sprech ftunden Abends 7-8 Uhr. Kassirer Prüffel, Swinemünder ftraße 145, vom 1. April Schwedterstr. 24, 1. Sprechstunden Mittags von 12-1 Uhr. Filiale 6. Bevollm. Schwittau Bernauerstr. 82, II. Rafftter Ludwig, Bergftr. 40 a. Sprech ftunden bei beiden Mittags von 12-1 Uhr.-Filiale 7. Bevollm. Brandstedt, Neue Hochftr. 23, III. Sprechstunden Mittags von 12-1 Uhr. Raffirer Schmidt, Cöslinerfir. 10, IV. Sprechstunden Abends von 7-8 Uhr. Sprechstunden Abends von 7-8 Uhr.- Filiale 8. Bevollm Neumann, Pantstraße Nr. 42, 1, vom 1. April Pant straße 25, I. Raffirer Kirsch, Pantstr. 25, 1. Sprechstunden bei beiden Abends von 7-8 Uhr, Sonntags von 12-1 Uhr. Uhr. Filiale 9. Bevollm. Kannape, Lübederstr. 43,. L, Kasfirer Brent, Birkenstr. 7. Sprechstunden bet beiden Mittags 12-1234 Uhr, Sonntags von 9-11 Uhr Vormittags. Filiale Rigdorf. Bevollm. Zander, Berlinerstr. 61, Saffirer Bregler, Berlinerstr. 49, I. Sprechstunden bei beiden Abends 8-9 Uhr, Sonntags 11-12 Ubr. Die Mitglieder der Zentral Kranken- und Sterbe Kaffe der Tischler 2c. des Frar tfurterthor bezit der örtlichen Verwaltungsstelle Berlin G., halten Ihre nächste MitgliederVersammlung am Dienstag, den 10. d. M., Abends 8 Uhr, Andreasfir. 21 bei Keller im oberen Saale ab. Auf der TagesOrdnung steht Statuten- Berathung zu der am 27. Mai d. 3. Ordnung steht Statuten- Berathung zu der am 27. Mai d. J. in Frankfurt a. M. stattfindenden Generalversammlung. Da Die Tagesordnung eine sehr wichtige ist, so muß es jedes Mitglied fich zur Aufgabe machen, recht pünktlich zu erscheinen um etwaige Abänderungen der Statuten mitzuberathen. Als Le gitimation muß das Mitgliedsbuch mitgebracht werden. Ebenso muß jedes Mitglied mit dem Statut versehen sein. Große Versammlung sämmtlicher Former Berlins in Konrad's Salon, Wafferthorstraße 68, am Montag, den 9. März, Abends 8 Uhr. Die Tagesordnung wird in der Ver ſammlung bekannt gemacht. Der Wichtigkeit wegen ist es Pflicht eines jeden Formers in dieser Versammlung zu ers scheinen. Bur Deckung der Kosten ein kleines Entree nach scheinen. Belieben. Kr. Den Mitglieder der Eingeschriebenen Hilfstaffe, Kranten Unterstügungsbund der Schneider u. 1. w. ut fcheint Nachricht, daß das Bureau Mauerstr. 86 täglich( auch Sonn Berlin fr tags) von 8 Uhr Morgens bis Mittags 1%, Uhr geöffnet ist, und Boftabonn haben sich dieselben im Falle der Eitrantung nur dort zu melben; Beiträge werden außerdem Montags Abends von Uhr an bei Seefeld, Grenadierstr. 33, Mittwoch Abends 7 Uhr bei Baum, Annenstr. 9, und Freitag Abends bei bilscher, Restauration, Belle Allianceplay 6, entgegen ge nommen. Don Der Fachberein der Tischler hält am Montag, ben 9. d. M, bei Säger, Grüner Weg 29, Abends 8% Uhr, eine Versammlung mit folgender Tagesordnung ab. Vortrag be Herrn Dr. Großmann pratt. Arzt, über die Entstehung Krankheiten und ihre Fortpflanzung durch die Menschen. Bo schläge zu einem Bevollmächtigten für den Often an Stelle be Herrn Krug. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. ihr Beigftens eber bri ittigen bat rben fie Braden a uchelei rung nigen inzipien men bro Höre mfall be emacht; Bum Eine größere Zahl Berliner Fuhrunternehmer zur Gründung einer Kranken- und Sterbelasse für die Fu herren, Kutscher und verwandten Berufsgenoffen zum Dienst ben 10. d. M., Abends 8 Uhr in Mundi's Salon, Köpni ftraße 100, eine Versammlung einberufen und soll in derselben das von einer Fünfer Rommiffton ausgearbeitete Statut Diskussion wie Annahme gelangen. Verein der Modelltischler, Gartenstraße 162. Montag, 8 Uhr, Vortrag des Herrn Ingenieur P. Baftine über Bumpen. Gäste willkommen. Der Gauverein Berliner Bildhauer" veranstaltet am Sonntag, den 15. b. Mts., in Sanssouci", Rottbuserstr. 4a, eine Matinee zum Besten hilfsbedürftiger Bildhauer. Das Programm ist ein gewähltes. Das Konzert wird von Mitgliedern der Berliner Symphonie Kapelle ausgeführt. Anfang Bormittags präzise 11 Uhr. Billets a 30 Pf. find zu haben in den mit Plataten belegten Ha: dlungen und im Restaurant Sahm, Anrenstr. 16, an der Kaffe: Entree 50 Pf. Der neugegründete Verein der Schrifthauer Berlins, ( Steinmeße und Bildhauer auf Grabdenkmalschriften), hielt am 4. d. M. bei Domad, Johannisftraße 20, eine außerordent liche Versammlung ab, mit folgender Tagesordnung: Wie verhalten wir uns gegen die Geschäfteinhaber, welche den Tarif noch nicht anerkannt haben." Der Vorsigende, H. Hofmann, verlas die Namen derer, welche den, von der Meisters und Gesellenkommiffion vereinbarten Tarif für Schrifthauerarbeiten unterschrieben haben. Nach kurzer Berathung wurde der Vor figende beauftragt, die Fabrikanten, welche noch nicht bewilligt haben, zu ersuchen, binnen einer bestimmten Frist eine ents scheidende Erklärung abzugeben. Der Verein der Inhaber von Grabdenkmalgeschäften hat den Tarif einstimmig anerkannt und fordert vom Verein der Schrifthauer daffelbe bei allen hier domizilirten Firmen zu veranlassen. Ein Geschäftsinhaber bat erklärt, er werde die geforderten Preise nicht zahlen. Es wurde daher beschlossen, nach Verstreichung der festgelegten Frift, im Falle einer Weigerung, unverzüglich die Sperre über Das betreffende Geschäft zu verhängen, mit allen zu Gebote " Den Mitgliedern der Freien Vereinigung der Graveure, Cifeleure und Berufsgenoffen", sowie deren des Vereins der Sonnabendgesellschaft", und allen Denen, welche unserem 493 Sohne und Biuder Paul Eilert Die legte Ehre erwiesen, sowie auch dem Prediger Pauli sagen: wir unsern herzlichsten Dant. Die Hinterbliebenen. Arbeitsmarkt. wird verlangt. Zu melden Ein Bierzapfer angeft. 102 bei Fin ft er. Finern. Gizartenwocherlebrling verl. G. Lehmann, Langefin, 90/100 Drechslerlehrling veri. Niemann, Wafferthorstr. 32. 488 Ein junges Mädchen, welches Luft hat, die Stepperei für Lederwaaien zu erlernen, fann fich melden Hirtenstr. 9, I 483 Deffentliche Versammlung Verein Berliner Hausdiener. Versammlung den 9. März 1885, Abends 9 Uhr, im Saale des Herrn Jordan, Neue Grünftr. 28. Gäste willkommen. Kleine Mittheilungen. u with tand nite Botumbes brach al diglich die borben. endigt. Stande ge Ueber die erschütternde Ratastrophe in dem Bergwel des Grafen Larisch bei Karwin in Defterreichisch- Schleften offiziell gemeldet, daß die Bahl der verunglückten Bergarbeiter 123 betrage, welche größtentheils erstickten und theilwelle verbrannten. Bis gestern Abend wurden 47 Leichen geborgen Nach einer anderweitigen Meldung find 5 Menschen gerettet worden. Die Verunglückten find größtentheils Familienväte Die Bergung der Todten ist in Folge herabgestürzter Gestein anspruchen. Die Explofton fand in einer Tiefe von 160 Meter statt und soll einer Unsofichtigkeit zuzuschreiben sein, da ents gegen einem Verbote an einer mit Grubengasen erfüllten Stelle eußerung ein Sprergschuß abgefeuert worden ist. Die Cubingen Da Reftba balte baffe bolt ist Di Don freifi Digoer Blutige Kazenmufit. In Maandola, im Modenefichen, brachten Burschen des Ortes dem sechzigjährigen Wittos, tünfil Terreri, der ein junges Mädchen freien wollte, eine Re mufit. Terreri, dadurch in Wuth verfekt, feuerte auf Burschen, von denen zwei sofort todt blieben, einer tödtlid ntrüstun und sechs schwer verwundet wurden. Nach dem Gemegel er tränkte fich Terreri im nahen Teiche. bet eichstage udan ib Fat Die V Herne, 21. Februar. Ueber das Grubenunglüd auf Beche Shamrock erfährt der Allgem. Anz." nom folgendes nnhat " Die Allgemeine Kranten- und Sterbekasse der Metall- Näheres: Kurz nach 8 Uhr am 19 entstand in einer am a 2. März die für Berlin beschlossene Neueintheilung eingeführt loffalen Qualm entwidelte, der ftch, gegen den Wetterfrom ehemaliges Böglinge der Wadzec- Anstalt am Montag, d. 9. b. M., Abends 8 Uhr, bei Herrn W. Otto, Adalbertstraße 21. Da es sich um eine wichtige Argelegenheit handelt, so wird dringend gebeten, recht zahlteich zu erscheinen. Arbeiter- Bezirksu. d. Westen Berlins. Montag, den 9. März, Abends 8 Ubr, in Gründer's Salon, Schwerinstraße 26: Versammlung. 499 und find die Adressen der Bevollmächtigten und Kasstrer folgende: Filiale 1. Bevollm. Brandt, Mödernstr. 118. Sprech stunden Abends von 7-8 Uhr. Kassirer Weinmann, Schöne bergerstraße 3. Sprechstunden Abends von 7-8 Uhr. Filiale 2. Bevollm. Rreuß. Admiralitr. 40. Sprechstunden Morgens von 7-9 Uhr, Matags von 12-2 Uhr. Rafftrer Bartusch, Reichenbergerstr. 176. Sprechstunden Mittags 12% bis 1½ Uhr. Filiale 3. Bevollm. Schindler, Adalbert. raße 22, III, Sprechstunden Abends 7-8 Uhr. Raffirer: Tagesordnung 1. Vortrag des Stadtverordneten Herrn Herold. 2. Begründung der Petition wegen Errichtung ber Sanitätswachen. 3. Verschiedenes und Fragelaften. Mitglieder Es wird eifucht zahlreich zu erscheinen. Mitglieder Der Vorstand. werden aufgenommen. Delegirten- Versammlung ber Tischler Große Versammlung Arb.- Bez- Ver. der Rosenth. Vorft. am Dienstag, d. 10. März, Abends 8% Uhr, Alte Jakobftr. 37. Des Montag, den 9. März, Abends 8 Uhr, in der Neuen Walhalla", Schönhauser Allee 156. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Heymann„ Die Todesstrafe". 2. Borlegung von Petitionen. 3. Verschiedenes. 4. Fragekasten. Das Erscheinen der Mitglieder ist nothwendig. Gäfte willkommen. Der Vorstand. Unterstützungsv. d. Buchbinder und verwandten Berufsgenossen Montag, d. 9. März, Abends 8% Uhr, Alte Jakobstr. 75 Versammlung. Tagesordnung: 1. Maßregelungen in der Album- Fabrit von Schmidt u. Nauwert; Angelegenheit der Album Fabr'? von Lempe. 2. Weitere Berathung der Anträge zum Kongreß. 3. Verschiedenes und Fragelasten. 494 Der Vorstand. Fachverein der Schneider. Montag, den 9. b. Mis., Abends 8%, Uhr, Kommandanten ftraße 20( oberer Saal): Große Versammlung Tagesordnung: aftidle. nach einer anderen Bauabthellung hinzog, wo in einem ge sechs Arbeiter beschäftigt waren und diese sämmtlic Der Fahrhauer Wilh. Krämer wollte die Leute warnen Безко. Qualm denselben Hilfe bringen, erftiďte aber ebenfalls in dem Dualme. Die Zahl der Getödteten beträgt demnach fieben, von denen eine ganz andere Richtung ein, als der normale Wetterftrom. Der Herd des Feuers wurde sofort durch Mauerwert abge fünf verheirathet find. Sonderbarer Weise schlug der 1. Vortrag des Herrn Dr. Angerstein über Gesundheits lehre. 2. Der Streit unserer Kollegen in Beiß. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersuchtm Der Vorstand. sperrt und wurde dadurch das Feuer bald erstickt. NB. Der Schreib- Kursus beginnt Freitag, den 13. b. M., Abends 8 Uhr, Annenstraße 9, bei Baum.( Näheres ftebe im redaktionellen Theil der Nr. 58 d. Bl. 500 Allen Freunden und Gönnern, sowie einem geehrten Publikum empfehle ich mein Möbel, SpiegelSinger 467 -Nähmaschinen 53 Mk befter Construction für Familien u. Hand werfer, zum Fußbetrieb incl. Verschlußtasten u. sämmtlicher Apparate& 53 Mart. Berlin C.. Unter Garantie. Illustr. Cataloge gratis. 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