3. fchließen. Der An gter Aub beiter in Schönfe Ter Spi hende Bericht Me" über n Wider r, und in ofern jeder ift. Das Segment Balaver Sigung efchloffen bis 1 h aale with über die eiftift, bie baltend chleit be geschichten nd Klapp näfeln ge getommen eten ihra Mini munter ju fragt ju und er. Wenn Abgeord Rr. 60. Donnerstag, 12. März 1885. II. Jabrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das„ Berliner Volksblatt" erscheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Bostabonnement 4 Mt. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., 3immerstraße 44, sowie von allen Annoncen Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Beuthstraße 2. Expedition: Zimmerstraße 44. Diefe der Befähigungsnachweis für Handwerker.| Sinwerfen eines Strohhalms bei den Ertrinkenden den von dem thörichten Dünkel abzulaffen, daß das Handwerk r Bleifift Ein flein des Reichstags vom 10. 6. M. tam der Antrag zur Geben B er dort?" bgeordnete Der mil Bring Dem 3. Ber! der rr Dollon Und d fragende f, wie be in diefe ruderel be De Diene " Schlu Blas ufagen in meinen erballenber nad b Es ift d ichterfa Sabre tarismu Derben& 26 Mode ungsgef Sen Unter haus nicht ben porten, fin en nicht Wenb ben, ob d détail hie. nds" Be 44 ch unijd Syftem Men/ dia Boltablatt Glauben zu erwecken, daß man wirklich ihre Rettung mit Ernst betreibe und daß die Handwerker deshalb den„ Rettern" zu Dank verpflichtet seien. Diesen Dant aber will man politisch verwerthen. Reaktion bein Name ist- Adermann! In der Sigung berbeordnung zur Disfuffion, der von den Ronservativen unb dem Zentrum gestellt, die Meisterprüfungen wieder einführen will. Der Befähigungsnachweis soll zur Ausübung bes Handwerks erbracht werben. Daran knüpfen die Anften tragssteller die Hoffnung, daß das ehrsame Handwerk" fich wieder heben, daß dem Handwerk der sogenannte goldene Boden" wieder zurückgegeben werde. Ganz treffend bemerkte in der Diskussion der Abg. Sarm aus Elberfeld, daß die Erfindung der ersten Maschine ber Todesstoß für das Handwerk gewesen sei. Alle Galvanifirungsversuche der Handwerksleiche fönhen nichts nugen und wenn sie noch so gut gemeint find. Die Ronkurrenz bes tonzentrirten Kapitals bei der Produk tion ist allzumächtig bem kleinen Handwerk gegenüber. Deshalb geht all' überall ba, wo sich die Großindustrie irgend eines Produktionszweiges bemächtigt hat, das Handwerk, die Kleinindustrie zu Grunde. Und nur bei einigen wenis gen Betrieben, wo aus irgend einem Grunde die Großinbustrie verbindert ist, an der Produktion Theil zu nehmen, fann das Handwerk noch prosperiren. ändern. Gerade das Zentrum und die Konservativen haben ja längst schon und bei allen Wahlen in den verschieden Tönen das Lieb vom„ ehrfamen Handwerk" gesungen und von der geplanten Wieberbelebung desselben. Die be thörten Handwerker haben auch dem lockenden Gefange zu gehört, fie, die an sich selbst verzweifeln, sind selbstverständlich allen Hoffnungen und Versprechungen zugänglich. Die alte Zeit mit ihren Innungen wird ihnen vorges gaukelt, gerade als ob es noch keine Maschine, teine Großproduktion gäbe. Gegen diese Sorte von Handwerksbeglüdern war doch der alte Schulze- Delizsch noch ein Brachtkert, der allerdings die Handwerkerfrage mit der Arbeiterfrage verwechselte und deshalb ein Pfuscher im sozialen Reich" war. Auch fannte er das Wesen des Rapitals nicht, er fannte noch weniger die Macht des Großkapitals. Aber seine Vorschläge, auf dem Wege der Vereinigung das Handwerk zu erretten, durch Kredit-, Rohstoff- und Probuftionsvereine die Handwerker konkurrenzfähig zu machen, zeigt doch, daß Schulze den Grund erkannt hatte, weshalb bas Handwerk ben goldenen Boden" verloren hat. Die Ronkurrenzunfähigkeit gegenüber dem Großbetrieb das ist der Grund. Schulze Haben wir denn wirklich noch ein Schneider, ein Schuhmachers, ein Tischlerh andwerk? Niemand wird diese Frage im Ernste bejahen können. Die Schneiders meister, die Schuhmachermeister und die Tischlermeister arbeiten entweder für große Magazine oder sie flicken alte wollte die einzelnen Kleinbetriebe der Handwerker zum Sachen. Und daran wird der Befähigungsnachweis nichts Großbetrieb vereinigen, und somit dem Großbetrieb den vereinigten Großbetrieb des Handwerks entgegenseßen. Das Rann nämlich der Magazinbesizer den Befähigungsscheiterte natürlich schon daran, daß der Einzelgroßbetrieb nachweis für sich nicht erbringen, fo ftellt er einen be fähigten" Meifter an, rüftet ihn mit den nöthigen Vollmachten aus, ber bann an feiner Stelle das Geschäft leitet. Es giebt ja allerdings noch Handwerksmeister, die größere fabrikmäßige Werkstellen befizen, aber die felben legen fich den Meistertitel noch aus altem Handwerterstolze zu; sie sind aber längst kein Handwerksmeister mehr, sondern Fabritinhaber. Der Titel thut eben nichts Jur Sache. fich mit anderen Großbetrieben auch vereinigen fann, woburch dann wiederum ben vereinigten Handwerkern eine übermäßige Konkurrenz geschaffen wird. Ohnmächtig also bleibt immer das Handwerk gegen über dem Kapitalismus, der nun einmal die Produktion zum größten Theile schon jetzt beherrscht und immer mehr beherrschen wird. Wenn man das ins Auge faßt, so versteht man kaum, ie doch sonst verständige Männer den Antrag Adermann haben unterstützen tönnen, man versteht es noch weniger, zum Untergang verurtheilt bak berselbe vielleicht im Reichstage die Majorität erhalten tann. Borläufig ist derselbe einer Kommission überwiesen thut es nur, worben. Man muß dabei auf den Gedanken kommen, daß es fich bei dem Antrage lediglich darum handelte, durch das Feuilleton. Radbrud verboten.] 114 Gesucht und gefunden. Das Alles Roman von Dr. Dur. ( Forfegung.) durchdachte Amberg, das Alles stand ihm mit entseglicher Klarheit vor der Seele, als er die Depesche mit dem Ausruf: Alles, Alles ist verloren!" Aber noch weniger als die Vorschläge des Herrn Schulze find die reaktionären Anträge der Konservativen und des Sentrums geeignet, die Wirkungen des Großkapitals abzuschwächen und das Handwerk konkurrenzfähig zu machen. Der Kleinbetrieb ist durch das Maschinenwesen baran ist nichts zu drehen und zu beuteln. Wer andere Behauptungen aufstellt, der um den Handwerkern Sand in die Augen zu streuen. Den Handwertern bleibt in ber That nichts übrig, als sich den Bestrebungen der Arbeiterklasse anzuschließen, Felix Rodenburg hält sich ja immer noch für einen fich ja immer noch für einen Mörder." Ha, das ist wahr, ich dachte nicht daran!.. Freund Sanftleben." " Ich reise morgen nach Berlin ab, um bei Deinem Bruber die jetzt fällige dort deponirte Sahlung für die Seidenmiffion zu erheben." las. Mit der geballten Faust schlug er sich vor die Stirn, der reist morgen früh neun Uhr mit der Post." Loren 1 jammerte Frau Amberg. Und auch die Aussicht auf Georg's Erbschaft verEs war wahrhaftig der unglücklichste Moment, den berg • " " Da fährst Du mit meinem Bruder zusammen, auch Das trifft sich ja herrlich!" " Ich erwarte Dich übermorgen zurück." Das darfst Du mit großer Sicherheit, Bruder Am .. Wer wird sich gleich so hinreißen laffen! Es ist Nitobemus Sanfileben wählen konnte, um sich seinem nicht männlich und ist nicht christlich, gleich über jeden Un hr entzieht Euch der Gesellschaft? Wohl die Nachricht von Jeinem Zobe?" fall in Verzweiflung zu gerathen. Man muß das Unvernoch eine bevorzugtere Stellung einnehme. In dem Streben nach dem Rechte der Arbeit sollen sich Arbeiter und Handwerker begegnen, da die letteren über kurz oder lang boch in dem Lohnarbeiterstande aufgehen. Zur Aufklärung der Handwerker allerdings können solche Anträge a la Ackermann wohl dienen; aus diesem Grunde kann man auch den Befähigungsnachweis- Antrag bes genannten Herrn mit Freuden begrüßen. Ob aber die Herren Ackermann nnd Genossen durch Einbringung gerade dieses Antrags den Befähigungsnachweis ihrer Meisterschaft in der Gefeßgebungstunst gebracht haben, das ist allerdings eine andere Frage. Politische Uebersicht. Wogen, welche die St. Lucia- Bay- Frage aufregte, Ein neuer Konflitt in Sicht? Noch haben sich die nicht geglättet, und schon wieder ist von einem Vorfall die Rede, der wenn er nicht übertrieben in die Deffentlichkeit ge bracht ist leicht zu ernſten Verwickelungen Anlaß geben tann. Bekanntlich haben die Engländer in der Nähe von Kas merun ebenfalls Streifen Landes in Befit genommen und die englische Flagge weht an mehreren Stellen der westafrikanischen Küste, als Beichen der englischen Herrschaft über die betreffende Gegend. Nun sollen die Deutschen im Kamerungebiete die englische Flagge heruntergerissen und statt dessen die deutsche aufgezogen haben. Ein der Frantf. Beitg." aus London zugegangenes Telegramm lautet: Die Deutschen haben in Bil toria im Kamerun Gebiete die britische Flagge heruntergezogen u. die deutsche gehißt. Vittoria liegt an der Ambas Bay und England hat die Gegend offiziell im Juli 1884 annektirt. Viktoria gehörte früher der Missionsgesellschaft der Baptiften, welche bas Land gekauft, aber an England übertragen hatten, da ste ben Wunsch hegten, von der Regierungslast befreit zu werden. Der Sekretär der Misstonsgesellschaft glaubt nicht, daß die Deutschen die englische Flagge im Hafen oder in der Stadt Vittoria heruntergeriffen haben, sondern auf dem hinter der selben befindlichen Berge, wo der Pole Rogozinsky die britische Flagge aufgezogen hatte. Die englische Regierung beabsichtigt nicht, einen Brotest an Deutschland zu richten, ehe der Bericht von dem Konsul White eingetroffen ist. Die Pall Mal Ga zette" erklärt jedoch, daß das Herunterreißen der britischen Flagge ein triegerischer Att set, welchen Fürft Bismard unverzüglich wieder gut machen werde. Erfreulicher Weise hat diese Nachricht bis jetzt noch keine offizielle Bestätigung gefunden. Im englischen Oberhause antwortete Lord Granville auf eine diesbezügliche Anfrage, weder die englische Regierung noch die beutsche Botschaft habe eine Bestätigung der Nachricht von der angeblichen Beschimpfung der englischen Flagge in Vittoria erhalten. Wie indessen auch die Sache sich verhalten möge, er sei auf Grund der freiwilligen Erklärung des Fürsten Bismard damals als das Gerücht vor der Proklamirung des Protet torates über Samoa eintraf, sowie auch auf Grund der That " 1 dem Fabrikgeschäft das Glück hat, was er sich von dem selben verspricht, daß es ihm wieder gut geht, und er ein beschauliches, ruhiges und sorgenfreies Leben zu führen im Stande ift." Ja, das Fabrikgeschäft," antwortete Georg ironisch; es ist, nachdem ich die abschlägige Antwort von Dir ers halten, noch sehr fraglich, ob ich im Stande sein werde, es zu laufen." Wenn sich Dir teine andere Quelle eröffnet, mein Bruder Georg, so stehe ich Dir jeder Zeit zur Disposition. .. Du kennst mich noch nicht; Du beurtheilst mich falsch. Glaube nur, daß ich bereit bin, jedes Opfer für Dich zu bringen und daß nur unabweisbare Rücksichten mich zu der Scheinbaren Härte zwangen." Freunde zu nähern. " Mein Gott, Bruber, was ist Dir? Was habt Ihrmeibliche mit Mürbe tragen und bie Hoffnung auf beſſere brüderliche Handlung einfiehst und bereuft," ſagte Georg, Amberg ließ ein verzweifelndes Lachen hören. Zobt, ha, ha, ha! In der Genesung ist er, und sein Sohn wird Alles erben; ich habe das Nachsehen, und von Der ganzen Affaire nichts als Schimpf und Schande." Ich begreife nicht, wie es ruchbar geworden.... Nun Bebente, daß wir baben. 1 .. Beiten nicht aufgeben. Es kann noch Alles gut werden." In schönster Harmonie der Seelen trennten sich Nikobemus und Amberg. Einunddreißigstes Rapitel Dbwohl der Prediger Amberg von seinem Bruber be reits Abschied genommen und demselben versichert hatte, baß es ihm unmöglich sei, ihn vor seiner Abreise noch einfreilich, das ist traurig für Dich. Aber theurer Bruder, mal zu sehen und zu sprechen, war er doch schon um halb da muß man refignirt sein. aus der ganzen Geschichte doch eine Kleinigkeit gerettet seine Physiognomie als gestern! Wie zärtlich schloß er Lich Und was, wenn ich fragen darf?" seinen Bruder in seine Arme. Die Begrüßung von Seiten Georg's war ziemlich " Es freut mich, Paul, daß Du Deine gestrige un,, und ich bin wahrhaftig nicht derjenige, der nachtragend ist und eine frühere Beleidigung dem Bereuenden nicht vers zeiht." Der Reisegefährte Amberg's, Herr Sanftleben trat ein. Seine Worte flangen noch versöhnlicher als die Amberg's, und so konnte es denn nicht ausbleiben, daß auch der lette Schatten von Verbruß aus der Seele bes beleidigten Bru ders schwand. Es ist ein glücklicher Zufall, Herr Amberg," sagte Sanftleben, sich an Georg wendend, daß ich Sie hier treffe. Ich hatte die Absicht, Sie in Berlin zu be fuchen." " Ah, ich weiß!" sagte Georg. Sie wollen ohne die die Herr gelegt hat?" Herr Strahlenau einging, für die indische Mission jähr wirklich feindliche Gesinnung gegen seinen Bruder nicht auf Strahlenau für die indische Mission bei mir nieder zehntausend Thaler zu zahlen, so lange Felix Roden kommen ließ. burg für tobt gilt?" leinem Freunde in England." " Paul, Dein Empfang von gestern hat mich beleidigt," " Ich war es mir selbst schuldig, daß ich Deinem Hause den Rüden wandte, ohne auch nur die geringste Er gilt aber nicht mehr für todt; Strahlenau ist mit fagte er. Jedenfalls schon wieder auf dem Wege nach Indien Erquidung angenommen zu haben, deren ich so sehr bes oder sonst wohin... Vergiß doch nicht, daß diese Beiden durfte." baß, wenn fie eine Ahnung davon hätten, fie sich erst recht Du verkennst mich und mein liebes Weib, Georg. Noch heute Morgen sagte Martha zu mir: Wie gönne So ist es, Herr Amberg! Wenn es Ihnen angenehm ist, spreche ich morgen im Laufe des Tages bei Ihnen vor. Sie können das Geld erheben, sobald es Ihnen beliebt; es liegt für Sie in Bereitschaft, zehntausend Thaler." verbergen würden in dem äußersten Winkel der Erde. I ich es dem Schwager so von ganzem Herzen, daß er mit demselben hatten freilich ganz verschiebene Empfindungen. Der Postwagen rollte dahin. Die beiden Passagiere in fache, daß die Unterhandlungen Englands mit Deutschland über die tolonialen Angelegenheiten gegenwärtig in freundschaftlicher Weise geführt würden davon überzeugt, daß dieser Zwischen fall zu leinen unangenehmen Verwidelungen führen werde. Aehnlich sprach sich der Premier Gladstone im Unterhause unter lautem adjeitigen Beifall aus. Zu der neuesten Adermanniade, von Gewerbetreibenden den Befähigungsnachweis zu verlangen, reproduzirt die ,, Voff. Sta." eine Stelle aus einer Rede, welche der Abg. Mauth im österreichischen Landtag bei Berathung eines ähnlichen Antrages gehalten hat. In dieser Rede sagt der genannte Abgeordnete u. A.: Die Scheerenfchmiede wollen Meffer machen; natürlich sagen die Messerschmiede: das ist ganz unmöglich; aber fte wollen für fich das Recht haben, felber Scheeren zu machen. Die Schloffer wollen sogar guß eiferne Defen und Roste verkaufen, weil sie sagen: Wir müssen fte aufstellen und repariren, wir wollen fie daher auch verkaufen dürfen.( Lebhafte Beiterkeit.) Die Müller haben einen toloffalen und schwierigen Streit mit den Bädern, und ich bin neugierig, wie sich die Regierung aus dieser Klemme ziehen wird. Die Müller fagen nämlich: Wir sind berechtigt, Schwarzbrod zu backen; und zwar leiten sie das aus einem Hoflanzlei- Dekret vom Jahre 1644 her( Heiterkeit), und daß fie seit der Zeit immer Schwarzbrot gebacken haben. Die Müller sagen weiter: Es ist uns schon im Jahre 1808, wie es bort heißt, eingebunden worden( heiterkeit), wir sollen Schwarzbrot baden. Und jest fommen die Bäcker und sagen: Das ist doch ein reiner Wahnsinn die Bäckerei ist ein handelsmäßiges Gewerbe, die Müllerei nicht; wie tönnt Ihr prätendiren, Schwarzbrot zu backen! Wie habt Ihr die nöthige Kenntniß dazu?( Lebhafte veiterkeit.) Ja, sagt man, jebe Hausfrau backt ja Schwarzbrot. Ja, fte backt es für sich, fte kann es effen, wenn es ihr schmeckt, das geht keinem etwas an, aber Shr dürft es nicht verkaufen. Dieser Streit ist in Der Schwebe. Aber selbst wenn die Bäcker Sieger bleiben sollten, die Nemesis wird sie erreichen in der Gestalt der Buder bäcker.( Lebhafte Heiterkeit.) Diese sagen nämlich: Ihr wollt Bwieback baden; woher habt Ihr die Berechtigung dazu? Der Fall tommt natürlich zur Begutachtung der Bezirkshauptmannschaft, diese schickt ihn an die Handelskammer, diese wagt es nicht, in dieser schwierigen Sache ein Urtheil zu fällen und schickt ihn an den Magiftrat. Derselbe macht ein ausgezeichnet Ianges Gutachten, und sagt: er hat gefunden, daß im Jahre 1777 ein Hoffanzleidekret herausgegeben wurde, in welchem den Bäckern gestattet wurde, schaudern Sie, meine Herren, Apfelstrudel und Wohnbeugel zu backen.( Stürmische Heiterkeit). Nun sagt der Magistrat: Wenn fie schon Apfelstrudel und Mohnbeugel backen dürfen, dürfen fie doch den viel ungefährlicheren Zwiebad backen.( Lebhafte Heiterkeit.) Natürlich darf nicht zu viel Buder dabei sein. Ja, aber das Unglaublichfte ist denn doch, daß die Glaswaarenhändler" nach wie vor Someit der Abg. Mauth. Goldfische verkaufen dürfen Thatsächlich würden in Deutschland Herrn Adermann ginge- die denkbar wunderlichsten Zustände heraufbeschworen werden; und die Unmöglichkeit, derartige mittelalterliche Institutionen auch nur furze Zeit aufrecht zu erhalten, das wäre Alles, was damit erreicht werden tönnte. Aus Schleswig- Holstein wird berichtet: Drei nord schleswigsche Lehrer waren am 5. d. von der königlichen Regierung nach Schleswig geladen in Sachen betreffend die Theilnahme ihrer Töchter resp. Frauen an den Luftfahrten nach Dänemark im vorigen Jahre. Der Küster Andersen in Stepping und der Küfter Bort in Sommerstedt wurden aus ihren Aemtern entlassen, der Lehrer Petersen tam mit einem Verweis davon. Den beiden Erstgenannten wurden zu gleich die Kosten des Verfahrens, welche ca. 800 Mt. betragen, auferlegt." Frankreich. Es war vorauszusehen, daß das Kultusbudget der Bankapfel zwischen Senat und Deputirtenkammer werden würde. Die neuesten Nachrichten bestätigen diese Voraussicht volllom men; die Deputirtenkammer verwarf trotz des Einspruchs des Ministers faft alle vom Senate vorgenommenen Modi fitationen. Die Herabseßung der Gehalte für den Erzbischof von Paris, die Prälaten von Algiers und die Purees wurde aufrecht erhalten, ebenso die Aufhebung der Besoldung für die Domherren von St. Denis und des Kredites für Seminars stipendien. Nur einer theilweisen Wiederherstellung des Kre bits für die Domherrn wurde zugestimmt. Schweiz. die afghanische Grenze fahren fort, in einem höchft kritischen Stadium zu bleiben und in England, Indien und Afghanistan werden Vorbereitungen für irgend einen Nothfall getroffen Die rufftsche Regterung ist an ihre wiederholten Versicherungen erinnert worden, denen zufolge Afghanistan außerhalb der Sphäre russischen Einflusses liegt, und an ihre Verzichtleistung auf jede Abricht, Herat in Befis nehmen oder irgend melde Eingriffe auf das afghanische Grenzgebiet machen zu wollen. Die Stellungen, welche die vorgeschobenen Bosten der rufftiche Armee eingenommen haben, liegen, nach der von Rußland bisher selbst anerkannten Grenzabstreckung, auf afgbanischen Gebiet und bedrohen direkt die Sicherheit von Herat. W glauben, daß Ihrer Majestät Regierung, indem fie die Auf merksamkeit der Regierung des Baren auf das Außerachtlaffen der wiederholentlich von dem Petersburger Rabinet ein gegangenen Verpflichtungen lenkt, dessen Aufmerksamkeit auf Die ernstlichen Folgen lenkt, welche eintreten müffen, wen diesen Verpflichtungen nicht sofort Rechnung getragen wird Der Meinungsaustausch zwischen den beiden Rabineten wit fortgefegt, und obgleich es noch immer möglich ist, auf eine friedliche Lösung zu hoffen, ist die Sachlage do fcitisch" Es verlautet, das Fabritengeset( Beschränkung der Arbeitszeit) werde im Woolwicher Arsen al fuspen dirt werden, um die Behörden in den Stand zu setzen, dem großen Begehr nach Patronen und anderen Kriegsbedürfniffen Rechnung zu tragen. Das Departement soll von jest ab die ungeheuere Anzahl von 2500 000 Batronen wöchentlich fertig ftellen. lischen Drohungen gefümmert. Die englische Pall Mall Go Die Ruffen haben sich bis jetzt noch nicht um die eng zette" will wissen, daß nach Berichten, die gestern Abend ein Borwärtsbewegung gemacht habe. Cine Rollifton mit afgha getroffen, die rufftiche Vorpostenabtheilung bei Bulficar ein schen Vortruppen erscheine demnach nicht unmöglich. Es dif fich bei diesem durchaus nicht unwahrscheinlichen Vormarsch u Den Robat- Bas bandeln, welcher durch die Vorberge des Bat pamifus führt. Damit wären dann die Ruffen in unmitie barer Nähe bei der natürichen, der Gebirgs Grenze ang langt. Parlamentarisches. Dund ble Der Gesezentwurf, die Dampfersubvention betreffend, lautet nach den Anträgen, wie fte die fojial demokratische Frattion im Reichstage Abgeordneten Dies( Hamburg), Hasen levet Singer gestellt hat, folgendermaßen: Der vom Bundesrath in Betreff der Anarchisten ges faßte Beschluß hat folgenden Wortlaut:" Der Bundesrath in Betracht: daß die von den Polizeibehörden mehrerer Kantone angestellten Untersuchungen ergeben haben, daß in einigen Drten der Schweiz Individuen unter dem Namen ,, Anarchisten" Assoziationen bilden und offen Raub, Brandstiftung, Mord und Vernichtung der bestehenden Gesellschaft empfehlen; daß solche Aufforderungen durch Beitungen verbreitet werden, die in der Schweiz erscheinen oder dort zur Austheilung gelangen; daß eine gewiffe Anzahl von Indizien die Vermuthung auf tommen laffen, daß behufs Sprengung des Bundespalastes in Bern von Anarchisten ein Komplott angezettelt worden ist, und daß sogar dem lepteren äußere Handlungen nachgefolgt find, Die als Anfang der Ausführung fich charakteriftren; daß diese Thatsachen entweder Verbrechen oder Vergehen gegen das Völkerrecht, oder Verbrechen oder Vergehen gegen die ver faffungsmäßige Ordnung und die innere Sicherheit des Landes bilden; daß es unter allen Umständen nothwendig geworden ist, eine gerichtliche Untersuchung über das Thun und Treiben der Anarchisten zu eröffnen und dieselbe einer einheitlichen Leis tung zu unterftellen; nach Einsicht des Berichtes und der Anträge des eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements und in Anwendung von Art. 4, 6, 11 u. ff. des Bundesgefeßes über die Bundesstrafrechtspflege, und von Art. 32, 36 und 37 des Bundesgefeßes über die Organisation der Bundesrechtspflege, beschließt: Art. 1. Eine strafrechtliche Verfolgung wird eröffnet gegen diejenigen Indivi buen, Die auf schweizerischem Gebiete Be gehung von gemeinen Verbrechen im In- und Auslande aufmäßige Ordnung und die innere Sicherheit des Landes zu ftören. Art. 2. Herr Frühsprech und Nationalrath Müller in Wege der engeren Submission einzeln oder zusammen übertragen und in den hierüber abzuschließenden Verträge Bern ist zum Generalanwait der schweizerischen Eidgenossen Beihilfen bis zum höchftbetrage von jährlich drei Million schaft ernannt und wird bei Anlaß dieser Verfolgung die Funk- ftebenhundertfünfzigtausend Mart aus Reichsmitteln zu tionen erfüllen, die dem Generalanwalt durch die Bundesgesetzgebung zugeschieden find. Art. 3. Der gegenwärtige Beschluß wird dem Bundesgericht mitgetheilt, mit der Einladung, die zwei eidgenössischen Untersuchungsrichter davon in Kenntniß zu seßen, sowie den Kantonsregierungen und durch deren Ver mittelung den kantonalen Polizeibehörden. Art. 4. Das eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement ist mit der Vollziehung des gegenwärtigen Beschlusses beauftragt." zur § 1. Der Reichskanzler wird ermächtigt, die Einrichtung und Unterhaltung von regelmäßigen Postdampfschiffsverbindung lande von Australien andererseits, auf eine Dauer bi wenn es nach dem gefordert oder auf andere Weise versucht haben, die verfaffungs- fünfzehn Jahren an geeignete deutsche Unternehmer auf de Der Entwurf eines Gefeßes, betreffend die Steuervergütung für Zucker, ist dem Bundesrathe zugegan gen. Der Entwurf lautet: Einziger Paragraph. Die Geltungsdauer des Gesetzes vom 7. Juli 1883, betreffend die Steuervergütung für Buder, wird um ein Jahr dergestalt verlängert, daß an die Stelle des im§ 2 daselbst bezeichneten Endtermins der 1. August 1886 tritt. Die Begründung führt aus, daß in dem unterm 15. Juni 1884 dem Reichstag vorgelegten Entwurf eines Gefeßes, betreffend die Besteuerung des Buders, eine Reform dieses Steuerzweiges durch Erhöhung des Steuersatzes der Rüben von 1,60 mt. auf 1,80 Mt. für 1 Doppel- Bentner in Verbindung mit einer Neuregulirung der Steuervergütung in Aussicht genommen war. Dieser Entwurf sei in der damaligen Reichstagsfeffton nicht mehr zur Verhandlung gekommen. Inzwischen set aber die Buckerindustrie von einer schweren Rrifts betroffen worden, so daß unter solchen Umständen der gegenwärtige Augenblid nicht geeignet erscheine, die endgiltige Beschlußfaffung in der Zuckersteuerfrage herbei auführen. Das Reichsbudget für 1885/86 balanzirt- nachdem der Reichstag am Sonnabend die Etatsberathung abgeschloffen in Einnahme und Ausgabe mit 611 930 672 M., darunter 57 734 999 M. an einmaligen Ausgaben; der Voranschlag des Bundesrathes belief ich zusammen auf 621 196 051 M., fo Daß nahezu 10 Millionen abgestrichen sind. Bei der dritten Lesung find in den Etat, entgegen den Beschlüssen des Reichstags in zweiter Lesung, wieder aufgenommen worden: Gehalt für einen neuen Direktor im Auswärtigen Amte 20 000 M., nebst 1500 M. Wohnungsgeld. Buschuß, ferner für ein Gene ral Konsulat in Kapstadt 30 000 M., und unter den einmaligen Ausgaben 80 000 m. als erste Rate zum Bau eines neuen Bostgebäudes in Weißenfels. Der Eine schwelgte in der Hoffnung, bald im Besitz einer großen Geldsumme zu sein. Der Andere saß traurig und in sich gekehrt, denn er dachte jette daran, wie er wahr scheinlich das Glück, daß ihm schon so nahe war, nicht er reichen, wie die Aussicht auf den vortheilhaften Kauf der Fabrik fich zerschlagen werbe, weil es ihm nicht möglich gewesen, das erforderliche Geld zur Anzahlung zu bes Schaffen. So tamen fie am andern Morgen in Berlin an. Georg Amberg trennte sich von Sanftleben, nachdem der felbe fich die Erlaubniß erbeten hatte, ihm im Laufe des Vormittags seinen Besuch machen zu dürfen. Räthchen faß am Schreibtisch, Rechnungsbücher, Papiere und eine Geldschwinge vor sich. Sie war mit wirth schaftlichen und Raffenangelegenheiten beschäftigt. Dffenbar hatte sie ihren Mann nicht so bald erwartet. Es war nas türlich, daß sie in das höchste Erstaunen gerieth, ihn schon heute wieber zu sehen. " Du wunderst Dich, mein liebes Rind," sagte Georg, ,, daß ich schon heute zurückkehre?" Das wundert mich allerdings!" antwortete fie;„ doch kann ich mir Alles wohl erklären. Dein Bruder hat Dir eine abschlägige Antwort geben. It's nicht so?" Rußland. Die in Petersburg erscheinende rufftsche Beitung ,, Shisn" läßt sich aus Dorpat schreiben: Am 23. Februar fand hier die Polizei eine Masse an den Häusern angeflebter Proklamationen terroristischen Inhalts. Der in dieser Sache verdächtige Student Berelem erschoß sich im Moment seiner Verhaftung. In seiner Wohnung fand man eine geheime Druderet, Dynamit, Waffen und Korrespondenzen, auf Grund welcher zahlreiche Verhaftungen in Petersburg, Rtem und Reval vorgenommenen wurden." Nach einer Mittheilung der Pos. 8tg." steht es jezt fest, daß unter den in Dorpat verhafteten Nihilisten fich fein Deutscher, auch kein Mitglied einer studentischen Korporation befindet. Xer Nibilist Berelem hatte vor einiger Zeit die Abficht, mit seinen Gesinnungsgenossen eine neue Korporation zu bilden. Der Kurator des Dorpater Lehrbezirks, Kapustin, interesfirte fich für die Sache und war bemüht, auf den Chargirten- Konvent, deffen Genehmigung vorher einzuholen war, in diesem Sinne einzuwirken. Dieser jedoch bes schied das Gesuch der Petenten trop der Befürwortung des Kurators abschlägig. Großbritannien. Das englisch russische Säbelgeraffel wird immer stärker. Das englische Blatt Daily News" bringt an hervor ragender Stelle folgenden anscheinend offiziösen Artikel:„ Die Beziehungen zwischen England und Rußland in Bezug auf Mißbrauch der Freundschaft, die uns Herr Brand und seine Frau entgegentragen?" . Du hast recht, Georg! Ich habe auch diese Antwort von Dir fast erwartet So müssen wir dann re figniren und zufrieden sein mit dem Loose, daß uns bes schieben ist." Räthchen seufzte und lehnte ihr Haupt an seine Brust, daß er die Thränen nicht sehe, die ihren Augen entrollten. Während er fie so umarmt hielt, warf er einen Blick auf ben Schreibtisch und sah, in welcher Beschäftigung er fie eben unterbrochen hatte. ,, Ohne Zweifel haft Du einen Ueberschlag über unsere Raffe gemacht, um genau zu konstatiren, wie viel uns fehlt. It's nicht so?" " Nicht ganz, Georg! Ich kenne unsere Raffe ganz genau, und fagte Dir schon früher das Resultat; zu einem andern bin ich inzwischen nicht gekommen. Ich schrieb einen Brief." Indem er sanft ihren Arm von seinem Halfe löste und noch mit einer Hand ihre Hand umschlungen hielt, griff er nach einem der Wirthschaftsbücher, die dort lagen. " Wie fauber Du das schreibst, Käthchen! Wahrhaftig, willigen. § 2. Die im§ 1 bezeichneten Berträge müssen die in der bedürfen zu ihrer Giltigkeit der Genehmigung des Bunde Die Verträge, sowie die auf Grund derselben geleifte Bahlungen find dem Reichstag bei Vorlage des nächsten Rei Iage zusammengestellten Hauptbedingungen enthalten und raths. haushalts- Etats mitzutheilen. § 3. Die nach§ 1 zahlbaren Beträge sind in den Reichsh halts- Etat einzustellen. Anlage. 1. Die Fahrten müssen auf beiden Linien in Beita schnitten von mindestens vier Wochen stattfinde derer Nationen nicht nachstehen. 8 9 10 11 15 Reichsta befchloffe Faffung ten, bur bingt ist betriebea tatten, Der Son des Gen nicht gef Bundes baltniffe Art aby werbe bi raths zu Befiimm Bei balten, better, m bazu ber 2. Die in die Fahrt einzustellenden Dampfer burfen in ihrer Konstruktion und Einrichtung, namentlich in Bezug auf Personenbeförderung und Sicherheit, den auf denselben Linien laufenden Postdampfern an 3. Die Fahrgeschwindigkeit ist für die Linien auf min destens 11 Knoten im Durchschnitt festzusehen. Die Zeitdauer der Reise ist von Brindist oder Reap ab nach Shanghai und Sydney und zurüd nach bie sem Verhältniß mit entsprechendem Buschlag für be Stunda Stunde Aufenthalt in den anzulaufenden Häfen in mit einem Abschlag von 1 Knoten pro die Fahrt gegen den Monsun zu berechnen. 4. Der Unternehmer ist verpflichtet, entweder bei b Hin oder Rückfahrt einen belgischen oder bolli dischen Hafen anzulaufen, um die dort zur ladung gestellten Waaren' deutscher Brovenien Ben ob Frachtzuschlag nach dem Abgangshafen des Sad überzuführen zitterte und sie nicht übel Lust hatte, ihm das Buch der Hand zu nehmen. For " Darf man denn wissen," fuhr Amberg an wen diese Summe gezahlt ist, mein Herr Dberbu halter 8" ,, Eine alte Schuld, Georg," brachte fie nach einig Bögern stotternd hervor. ein So so; nun, ich erinnere mich eigentlich nicht, alte Schuld in dieser Höhe zu haben; aber Du bist ja viel zu gute Raffenführerin, um das nicht besser zu wi wie ich .. Ah! da sehe ich einen Gelbbrief; Thaler beklarirt, aber ohne Adresse." Fanfi Er hatte diesen verrätherischen Gegenstand unter b Papieren auf dem Schreibtisch bemerkt, und bas fie gerade bei der Adresfirung des Geldbriefes aberra hatte. Weibchen" Un wen schickst Du den Geldbrief, mein " Es ist eben die alte Schuld, von welcher ich fpra Wer ist denn der Gläubiger, der diese Summe hält, mein Kind?" S Lieber Georg, Du erinnerst Dich dieser der erste Buchhalter in meinem Geschäfte hat mir die nicht; entschuldige mich, wenn ich Dir's verschweige Bücher nicht sauberer und akkurater geführt als Du weiß, daß die Erinnerung daran Dir unangenehm Deine Wirthschaftsbücher. Schade, daß ich Dich nicht zur Bureauvorsteherin meines Romtoirs machen kann, wenn wir erst im Besitz der Fabrik find." Er sagte das in halb scherzendem Zone, indem er würde." Muth hatte, mit Fragen weiter in fie au bring Sie streichelte ihrem Gatten die Wange und fah fo zärtlich und flehend in die Augen, daß er night Iwohlgefällig das mit großer Atturatesse und Sorgfalt ge Er sah, wie seine Fragen Räthchen in Verlegenheit fe Wahrhaftig, Du hast es getroffen, und sagst das so rubig, als ob Du ein solches Resultat vorher erwartet hätteft." " Ich habe es in der That erwartet. D, ich kenne Deinen Bruder, Georg! von ihm darfst Du keine Hilfe erwarten. Wenn sie nicht von anderer Seite tommt.... " Ja von anderer Seite! Von welcher? Ich wüßte Niemanden. Hin und her habe ich nachgedacht, an wen ich mich wenden fönnte; ich finde Reinen." " Ich auch nicht! Meine Verwandten find außer Stande. führte Buch betrachtete. ,, Da steht es, Posten für Posten notirt, wie es ein routinirter Buchhalter nicht beffer machen könnte," fuhr er fort. Haushaltungs- Ronto Raffen- Konto- KleidungsI wie sie von diesem Gegenstande abzubrechen wünschte, er brang nicht weiter in fie. Er schwieg, doch hatte er " Meine Frau hat vor mir ein Geheimniß; beklemmende Gefühl: Ronto Ronto pro Diverse. Sieh, sieh, das scheint Frau verfügt über Geldsummen, die für unsere Berhält " Ich weiß, ich weiß, Räthchen. Sie können von ihren ein ganz bedeutendes Ronto zu sein!... Ich sehe zwei immerhin schon beträchtlich sind und darf mir den 8 Ersparnissen nichts flüssig machen." Wie wäre es, wenn Du Dich an Brand wendetest?" " D Käthchen, das kannst Du nicht im Ernst sagen. Würde es nicht aussehen wie eine Budringlichkeit, wie ein Mal den Posten von fünfzig Thalern notirt und den einen unter heutigem Datum." Da er seine Frau nicht ansah, bemerkte er nicht, wie nicht sagen!" Das war ein neuer Schatten auf dem ehelichen b bes, sonst so glüdlichen Paares. Ein Mißtrauen g fie erröthete bis auf den Naden hinab, wie ihre Hand seine Frau freilich, das war es nicht. Es war viel die urspr haltenen nen Bef Reichsta und als genomme allein üb auzulaffe wie weit Brinzip Sur feiner B Bewerbe Immobi betriebes in Straft zu Beit Baustelle fonen, m breitet er Sa., fall Don 1 Auftrag Beit nid Die aufe reichen 2 ferate a fomit ent Jablungs Annonze Der Ber Präsidiu unerfahr Sch. zu geftrigen Thatsach auf feine fernere 2 Betrübn ihm irg wie ball Räthcher reitete, fie theil bie er b So Rudstif Leben an A taufenb bereit 8" Mi endlich an bem mit gro baftig Di etwas und un Georg bere Ge feine 8 bas G Threiber Blatt$ Et jab er Abreffe feiner auf ber ich verg Morge ttritifchen fghanistan getroffen therungen erhalb ber chtleiftung end weld zu wollen. trufftichen Rugland banijchen rat. 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Die in die Fahrt einzustellenden Dampfer müssen neu sein, aus deutschem Material her. gestellt werden, und ist der Bau der felben bei gleichen herstellungstosten und gleicher Leistungsfähigkeit deutschen Werften zu übertragen. 7. Alle in die Fahrt einzustellenden Dampfer müffen vorher durch von der Regierung zu ernennende Sachverständige als den vorstehenden Anforderungen genügend anerkannt werden. 8. Für ungerechtfertigte Verzögerungen bei der Fahr ausführung werden entsprechende Abzüge von der Subventionssumme gemacht. 9. Die Dampfer führen die deutsche Poftflagge und be. fördern die Poft nebst den etwaigen Begleitern ohne besondere Beziehung. 10. Die regelmäßigen Fahrten müssen spätestens 12 Monate nach Abschluß der Verträge beginnen. 11. Bur Sicherstellung der Erfüllung der Vertragsverbindlichkeiten ist, soweit erforderlich, den Unternehmern die Bestellung einer Kaution aufzuerlegen. 15. Erwachsen den Unternehmern aus dem Betriebe dauernd größere Gewinne, so kann die Regierung den Unternehmern größere Leistungen, z. B. in Be zug auf schnellere oder vermehrte Fahrten u. s. w., auferlegen. - Die Gewerbeordnungs- Kommission des Reichstags hat in ihrer am Montag stattgefundenen Sigung beschloffen, dem sog. Sonntagsparagraphen folgende Faffung zu geben: Arbeiten zur Ausführung von Reparatu ten, durch welche der regelmäßige Fortgang des Betriebes bes bingt ist, sowie Arbeiten, welche nach der Natur des Gewerbebetriebes einen Aufschub oder eine Unterbrechung nicht ge tatten, fallen unter die vorstehenden Bestimmungen( Verbot Der Sonntagsarbeit) nicht. Welche Arbeiten nach der Natur des Gewerbebetriebes einen Aufschub oder eine Unterbrechung nicht gestatten, fegt für alle Anlagen jeder bestimmten Art der Bundesrath feft. Diese Festsetzung kann bei veränderten Ver hältniffen, jedoch immer nur für alle Anlagen der betreffenden Art abgeändert oder aufgehoben werden. Für bestimmte Gewerbe dürfen weitere Ausnahmen durch Beschluß des Bundes raths zugelaffen werden. Die von dem Bundesrathe getroffenen Bestimmungen find dem nächstfolgenden Reichstage vorzulegen. Beti Beschlußfaffung über den dritten Absatz wurde vorbe balten, noch eine Bestimmung darüber hinzuzufügen, ob Ar beiter, welche in Sonntagsarbeit beschäftigt find, jeden Sonntag Dazu berangezogen werden dürfen. Im vierten Absage wurden die ursprünglich in dem berathenen Lieber'schen Antrage ent haltenen Worte„ Sie( nämlich die vom Bundesrathe getroffes nen Bestimmungen) find außer Kraft zu sezen, wenn der Reichstag dies verlangt", von dem Antragsteller fallen gelaffen, und als fte von einem Mitgliede der Kommission wieder aufgenommen wurden, abgelehnt. Es ist also dem Bundesrathe allein überlassen, die ihm erforderlich erscheinenden Ausnahmen zuzulaffen; dem Reichstage ist jede Mitwirkung dabei entzogen, mote weit das in dem ersten Sage des Paragraphen aufgestellte Prinzip zur Durchführung kommt. Lokales. Sum ersten Male hat das Polizeipräsidium jetzt von feiner Befugniß Gebrauch gemacht, auf Grund des§ 35 der Gewerbeordnung, welche Bestimmung mit dem 1. Januar 1884 in | mittelungsagenten für Immobiliarverträge. Derartige Exempel sollten nur öfter statuirt werden, dann würde dem Schwindel, der im Vermittlungsgeschäft, wir wollen nicht sagen überall, aber doch sehr häufig florirt, wohl bald ein Biel gefeßt sein. aber doch sehr häufig florirt, wohl bald ein Biel gefeßt sein. Allerdings wäre es auch wünschenswerth, daß den SchwindelInserenten etwas näher auf die Finger gegudt würde. Denn wenn die Leute erft eine Beitlang ihr Geschäft ruhig betrieben haben, so haben sie schon in der Regel eine ganze Reihe von Leuten beschwindelt, und das Publikum sagt gewöhnlich, wenn einem solchen dunklen Ehrenmanne einmal das Handwerk ge legt wird, daß man den Brunen zudecke, nachdem das Kind hineingefallen ist. Am 1. April c. geht bekanntlich die Erhebung und Beitreibung der Gerichtstoften, Geldstrafen u. f. w., welche seit 1. Oftober 1879 durch das Königl. Hauptsteueramt geschah, wieder auf die Gerichte über und es ist in Berlin für ben Geschäftskreis des Landgerichts I. und Amtsgerichts I. eine besondere Gerichtstaffe, die Gerichtskaffe I. gebildet. Ueber die Eröffnung, die Geschäftslokalttät 2c., Dieser Kaffe enthält eine unter den amtlichen Nachrichten befindliche Bekanntmachung des auffichtführenden Amtsrichters, auf die wir hier hinweisen, nähere Angaben. Wir machen noch ausdrücklich auf die neue Bestimmung aufmerksam, daß Kosten und Vorschüsse bis zur Höhe von 30 Mt. durch die Vollziehungsbeamten( Hilfsgerichtsvollzieher) von den Zahlungspflichtigen gleich abgeholt werden können. Präsentirt also der betreffende Beamte eine Zahlungs. fönnen. Präsentirt also der betreffende Beamte eine Bahlungs. aufforderung, welche den Vermert enthält, daß Bahlung an den Ueberbringer erfolgen tann, so ist der Bahlungspflichtige berechtigt, an den Beamten gegen deffen Quittung Bahlung zu leisten. Wir hoffen, daß von dieser Befugniß, welche ind besondere den Geschäftsleuten viel Umstände 2c. erspart, ein umfaffender Gebrauch gemacht werden wird. Zeugen gesucht. Alle diejenigen, welche bei den Ver haftungen am 12. Dezember v. J. vor der Norddeutschen Brauerei zugegen gewesen, werden gebeten, ihre Adreffe an Adolf Franke, Steindrucker, Fürstenbergerstr. 11, einzusenden. a. Bersuchter Gattenmord. Unsere Leser werden fich noch der Gerichtsverhandlung erinnern, in welcher die aben teuerlichen Erlebnisse eines Ehepaares geschildert wurden. Die Frau war mit dem Manne nach England gegangen, von dort aber, da der Mann fich dem Seemannsberufe widmete, wieder nach Berlin zurückkehrte. Auch der Mann folgte ihr, bedrohte fle, da fie nicht wieder zu ihm zurückkehren wollte, mit Er schießen und wurde dafür vom biefigen Schöffengericht zu acht Tagen Gefängniß verurtheilt. Obgleich er vor Gericht angab, fich jest aller Mordgebanten entschlagen zu haben, führte er vorgestern Nachmittag seinen blutigen Vorsatz dennoch wenig stens theilweise aus. Es wird uns darüber berichtet: Ein Mordversuch durch Erschießen ist gestern Nachmittag in einem Der Hause Auguststraße Don dem Uhrmacher Dettmar gegen seine frühere Buhälterin verübt. worden. Diese ist eine geschiedene Frau U., welche bis vor 2 Jahren mit dem Tischlermeister U. in Braunschweig ver heirathet gewesen war, in Braunschweig den Uhrmacher Dett mar tennen gelernt hatte und von diesem nach London ent führt worden war. Nach dieser Entführung erfolgte die ge richtliche Trennung der U. von ihrem Gatten. Frau U. war Damals dreißig Jahre alt, während ihr Entführer 2 Jahre jünger ift. In London nahm Dettmar die Stellung eines Maschiniften auf auf einem Dampfschiff an und war häufig längere Beit auf der See, während die U. allein in London zurückblieb. Diese Einsam teit veranlaßte die U. gegen Ende des vorigen Jahres nach Deutschland zurückzukehren und nach Berlin zu kommen, wo selbst fie in der Wohnung ihrer hierselbst lebenden Eltern in der Auguftstraße Aufnahme fand. Dettmar folgte ihr sofort, nachdem er von einer Seereise nach London zurückgekehrt war, nach Berlin, miethete fich eine Wohnung in der Linienstraße und begab fich zur U., um fte zu bewegen, daß sie wieder zu ihm zurückkehrte. Diese lehnte aber beharr lich jede Wiedervereinigung mit ihm ab, und auch die von D. gegen fte ausgestoßenen Drohungen, fte er schießen zu wollen, falls fte nicht zu ihm zurückkehrte, blieben ohne Erfolg. Seit fast einem Monat verfolgte Dettmar Tritt und wiederholte unermüdlich Bitten und Drohungen, die U. bei ihren Ausgängen auf die Straße auf Schritt und um fte zur Rückkehr zu ihm zu bewegen. Auch schaffte fich D. einen Revolver an, in der Abficht, seine Drohungen schließlich zu verwirklichen, wie er dies Bekannten gegenüber aussprach. Gestern Nachmittag verfolgte D. wiederum die U., welche ausgegangen war, um einige wirthschaftliche Besorgungen zu machen, und betrat bei ihrer Rückkehr um 5 einhalb Uhr zu gleich mit ihr das Haus, in welchem die U. wohnt, Die U., welche sich bereits an die unausgesezten Verfolgungen des Dettmar gewöhnt hatte, ging, ohne ihren Verfolger weiter zu beachten, die Treppe hinauf. Mitten auf der Treppe, am Bodest, zog der nachfolgende D. seinen Revolver hervor und feuerte auf die U. zwei Schüsse ab, von denen einer in den Hinterkopf der U. drang und darin steden blieb, während der andere Schuß die U. nicht traf. Troß dieser schweren Verlegung hatte die U. noch die Kraft die Treppe hinaufzueilen und in die Arme ihrer die Wohnungsthür öffnen den Mutter zu stürzen mit den Worten: Der Dettmar hat auf mich geschoffen." Inzwischen ergriff Dettmar eilig die Flucht, durch welche er enttam. Die schwer verlegte U. wurde nach der Klinik in der Ziegelstraße befördert, woselbst ihre Verlegung für nicht unbedingt tödtlich erklärt worden ist. Die von der Kriminalpolizei sofort nach dem Bekanntwerden der That aufgenommenen Nachforschungen nach Dettmar haben bisher zu feiner Ermittelung nicht geführt. Von Berlin aus scheint er nicht auf einer nach dem Auslande gehenden Bahn fich ents fernt zu haben, wohl aber ist die Annahme nicht ausgeschlossen, daß D. von einem Vorort Berlins per Bahn fich ent fernt hat. In der Duell Affaire der beiden vor dem Staats Eramen stehenden Referendare, von denen einer bekanntlich in Folge des Schuffes in die rechte Lende fich zur Heilung in einer hiesigen Privatklinik befindet, wird dem„ B. T." von bes theiligter Seite mitgetheilt, daß die in der bezüglichen Notis ausgesprochene Vermuthung, daß die nationale Widerhaarigkeit, die jetzt in der Provinz Posen vorhanden. Anlaß zur Heraus forderung gewesen sein dürfte, unbegründet sei. Der Zweifamof ist vielmehr lediglich durch einen bei der Interpretation einer Gesezesstelle aus der Wechselordnung entstandenen pers sönlichen Wortstreit veranlaßt worden. Als ob das an dem Thatbestande etwas ändern würde! Was würde daraus ents stehen, wenn z. B. zwei Handwerker, die über irgend eine technische Frage in Streit gerathen, fich jedesmal fordern würden? Und schließlich ist doch das ganz daffelbe. Es ist thatsächlich nicht einzusehen, woher zwei Referendare das Recht herleiten, Meinungsverschiedenheiten durch Pistolenschüsse auszugleichen. a. Eine Frau mit von Blut überströmtem Gesicht, verfolgt von einem Manne mit einem schweren Hammer, wel chen er in der rechten Hand schwang, suchte gestern Nachmittag gegen 5 Uhr durch den Thorweg des Hauses Andreas str. 72 in dieses Haus zu gelangen, um sich vor ihrem Verfolger zu retten. Dem Portier dieses Hauses, welcher den Thorweg gerade öffnete, rannte die Frau entgegen und dieser, die Si fuation erkennend, schob die Frau in das Haus, während er dem Verfolger fich muthig entgegenstellte. Der Verfolger griff aber den Portier nicht an, sondern er versuchte fich durch die Flucht zu retten. Er wurde von mehreren hinzugekommenen Personen ergriffen und unschädlich gemacht. Auf der Polizei wache, wohin der Mann gebracht worden war, wurde folgender betriebes zu erheben. Der Kommissionär Sch. erläßt von Zeit Thatbestand festgestellt: Der Festgenommene ist ein Bäckerzu Beit Inserate in biesigen Blättern, wonach er Grundstücke, sonen, welche auf die Inserate hin sich bei Sch. melden, unter brettet er einen Revers, in welchem fie fich verpflichten, dem Sch., falls er einen Räufer nachweist, eine Vermittelungsgebühr Don 1 Prozent des Kaufpreises au gewähren, falls aber der Auftrag zurüdgenommen wird oder bis zu einer bestimmten Beit nicht effettuirt werden kann, ein Abstandshonorar für Die aufgewendete Mühwaltung zu zahlen. Von den zahl reichen Aufträgen, welche dem Sch. auf Grund seiner In ferate zugingen, fonnte er nur sehr wenige erledigen, und fomit entstand der Verdacht, daß er nicht über die behaupteten Jablungsfähigen Räufer verfügte, sondern lediglich mit seinen Annonsen die Einheimfung der Abstandshonorare beamedte. Der Verdacht äußerte fich in Denunziationen an das Polizei Bräfidium und dieses erhob die oben erwähnte Rlage, um das unerfahrene Publikum vor den Geschäftsmanipulationen des zu schüßen. Der Bezirksausschuß in Berlin trat in seiner geftrigen Sigung der Ansicht des Klägers bei, daß gegen Sch. Thatsachen vorliegen, welche seine Unzuverlässigkeit in Bezug auf seinen Gewerbebetrieb darthun, und untersagte ihm die fernere Ausübung des Geschäftes eines gewerbsmäßigen VerSch. Betrübniß darüber, daß seine Frau es für nöthig hielt, ihm irgend etwas zu verschweigen. Doch dieser Schatten, wie bald mußte er schwinden, da er die zärtliche Sorge Räthchens fah, mit welcher fie nunmehr das Frühstück bes reitete, wie sie sich nach seinem Befinden erfundigte, wie fe theilnehmend fragte, ign tröstete über die Täuschung, bie er bei seinem Bruder erfahren. So faßen die beiden Gatten neben einander am Frühe flückstisch, als das Dienstmädchen Herrn Nikodemus Sanft leben anmeldete. bereit?" Dem gefelle Hansel, welcher von seiner Ehefrau in Folge seiner Ehefrau in Folge von Familienzwiftigteiten getrennt lebt. Gestern Nach mittag nach 3 Uhr begab fich Sanfel ชน Schuhmacher B. in der Andreasstraße 71, um sich da seine Stiefel repariren zu laffen. Während er da auf die Vollendung Der Reparatur wartete, schickte er die 13jährige Tochter des Schuhmachers B. zu seiner in der Höchstenstraße wohnenden Frau mit dem Auftrage, seine Frau aufzufordern, nach der Wohnung des Schuhmachers B. zu kommen, woselbst sie von ihrem Mann erwartet würde. Frau Hansel folgte sofort dieser Aufforderung, und als fie in die B.'sche Wohnung tam, stellte fie ihr Batte wegen mehrerer von ihr eigenmächtig verkauften Wirthschaftssachen zur Rede. Hieraus entwickelte sich ein Streit, während welchen Hansel einen auf dem Werktisch des B. lie genden Hammer ergriff und damit mehrere Male auf den Kopf feiner Frau schlug. Die Frau Haniel lief, um sich vor ihrem Manne zu retten, aus der B.'schen Wohnung nach der Straße und von da nach dem Nachbarhause, deffen Portier, wie bereits erzählt, fie vor ihrem fte verfolgenden Gatten schüßte. Nach der Festnahme des Mannes entfernte sich die scheinbar nicht Hansel ist heut zur Haft gebracht schwer verletzte Frau. Hansel ist heut zur Haft gebracht worden. und las: fügte Sie hinzu ließen mich Dein Mißtrauen" Er ist aus vergessen, Dir den Brief sogleich zu geben. London." Richtig, aus London!" Amberg erbrach den Brief Als er ihn beendet hatte, erhob er sich und wandte fich nach dem Tische, auf welchem Räthchen nun die ganze Summe aufgezählt hatte. Ach, Käthchen, der Herr kommt, um die zehn tausend Thaler in Empfang zu nehmen. Du hast sie doch Dante Ihnen, dante Ihnen bestens!" Versteht sich, Georg!" Laß den Herrn eintreten." Bitte, überzeugen Sie sich, Herr Sanftleben; zählen Sie noch einmal nach," sagte sie. Habe schon gesehen," erwiderte der Missionar haftig. Seine langen Finger breiteten sich über das Geld, und er wollte es eben einheimsen, da trat Amberg hinzu und hielt seine Hand darauf. Bitte um Entschuldigung, Herr Sanftleben, das Geld Nilobemus Sanftleben erschien bemuthsvoll und unendlich höflich vor Frau Amberg. Als man ihm anbot, gehört nicht Ihnen." an dem Frühstück Theil zu nehmen, entschloß er sich nur mit großem Widerstreben, als ob er sich dieser Ehre theilhaftig zu werden nicht würdig fühle. etwas Beinliches und Widerwärtiges. Dieses triechende, höfliche, demüthige Wesen hatte Wie? Was?" rief der Miffionar mit einem Lächeln, als ob er es für Scherz hielt, aber doch mit einem Gehört nicht mir? Herr schreckensbleichen Gesicht. Gehört nicht mir? Amberg, wie Sie komisch find!... Herr Amberg belieben zu scherzen!- Richtig, gnädige Frau, zehntausend Thaler. Dante Ihnen, dante Ihnen vielmals!" Es lag den beiden Gatten daran, den läftigen und unausstehlichen Mann recht bald wieder zu entfernen. Georg fagte daher, sich an seine Gattin wendend: " Ich glaube, Käthchen, Herr Sanftleben hat noch an bere Geschäfte in Berlin, als bas bei uns, und wir nehmen auszuzahlen." feine Beit zu sehr in Anspruch. Habe die Güte, ihm bas Geld auszuhändigen; ich werde indeffen die Duittung nicht den Auftrag ertheilt" „ Ich sage, das Gelb gehört nicht Ihnen!" wieder holte Amberg. Ich habe kein Recht, Ihnen das Geld Er setzte sich an den Schreibtisch und indem er ein rufen 1" Blatt Papier nahm, um darauf die Quittung zu schreiben, sah er unter demselben einen Brief liegen, der seine Abreffe trug. Berbal ben elichen rauen B Grad Bead ar vielm ma auf den Tisch gelegt hatte. Nicht das Recht auszuzahlen? Hat Herr Strahlenau ,, Das war früher!" Der Auftrag ist wider,, Unmöglich!" feiner Frau umwendend, die eben eine Anzahl Raffenscheine Strahlenau." " Wenn Sie mir's nicht glauben wollen, so überzeugen Sie fich gefälligst selbst. Der Brief, welchen " Ein Brief an mich, Räthchen 8" fragte er, fich nach ich soeben und noch rechtzeitig las, ist von Herrn ich vergaß, Dir ihn sogleich zu geben. Der Brief ist diesen Morgen angekommen; die Ueberraschung und dann... ,, Ach ja, ein Brief!" sagte Käthchen. Entschuldige, widerruft den Auftrag?" So? Von ihm?" teuchte der Missionar. Und er Widerruft! Ich wünschte, Sie glaubten mir auf's Wort und setzten mich nicht in die Nothwendigkeit, Ihnen Im Deutschen Theater" ist die erste Aufführung von Hamlet" nunmehr auf Montag, den 16. b. t., festgesezt. nach den stattgehabten Proben ist die endgiltige Besetzung der noch zweifelhaft gewesenen Rolle der Ophelia" dahin erledigt Den worden, daß Fräulein Sorma dieselbe spielen wird. Bolonius spielt Herr Dr. Förster. Gerichts- Zeitung. Ein entseglicher Vorfall, bei welchem zwei Kinder ihr Leben verloren haben, führte am Dienstag die Frau des Ge schüßgießerei- Arbeiters Auguste Bander geb. Schröder aus Spandau vor die erste Straftammer am Landgericht II. Die Anklage legte derselben die fahrlässige Tödtung ihrer beiden Kinder zuc Last. Unter Weinen nimmt die Angeklagte auf der Anklagebant Blat und giebt folgende Schilderung des infriminirten Vorfalls: Es war am 25. November v. 3, als ich in der Waschküche zu waschen hatte. Um meine Kinder nicht ohne Aufficht in der Wohnung zu lassen, nahm ich dies felben mit nach der Waschküche. Nach einiger Zeit flagte der älteste, der vierjährige Friz, über falte Füße. Ich gab seinen Bitten nach und fegte ihn auf den Rand des Heerdes, damit er sich die Füße wärmen tönne. Als der kleine, zweijährige den Brief zu zeigen. Ich sage zum Voraus, daß er Ihnen nicht gerade schmeichelt." Lassen Sie hören!.. Ich muß mich überzeugen! Unmöglich!" Er sah bleich aus wie die Kreide. Der Schweiß perlte ihm auf der Stirn. Das Papier, nach dem er griff, aitterte in seiner Hand. Der Brief Strahle nau's flang in der That nicht schmeichelhaft. lautete: Mein lieber Freund Amberg! Seit wir uns getrennt, haben sich große Dinge er eignet. Mündlich werde ich Ihnen das später Alles auseinandersetzen. Hier nur Hier nur das, was fich auf die Auszahlung des Depositums bezieht. Wenn der P. p. Sanftleben bie Frechheit haben follte, fich bei Ihnen bliden zu laffen, um das Geld in Empfang zu nehmen, so haben Sie die Güte, ihn zur Thür hinauszuwerfen. Ich verpflichtete mich, ihm jährlich bie Summe von zehntausend Thalern zu zahlen, so lange Felig Rodenburg oder D'Brian für tobt gelte, und das Geheim niß, daß er lebt, bei ihm und Ihrem Bruder, dem Prediger Paul Amberg, bewahrt bliebe. Die Sache ist kein Geheim niß mehr. Alle Welt weiß und darf wissen, daß Felix Rodenburg lebt. Sanftleben hat gewußt, daß die Veran laffung, weshalb er sich für verfolgt halten mußte, auf einem Jrrthum beruhte. Er hat diesen Jrthum ausbeuten wollen. Ich bebaure nur, daß ich nicht dort selbst an= wesend sein kann, um ihm meine Meinung zu sagen. Wenn er fich das Geld holen will, werfen Sie ihn hinaus. Was nun das Geld selber betrifft, so mögen Sie über dasselbe disponiren nach Ihrem Ermessen.- Ueber Verzinsung und so weiter sprechen wir später. Freundschaftlichen Gruß. Max Strahlenau." Das Gesicht des Missionars war, während er las, immer erschrodener, immer verlegener geworden. Nun, das muß ich sagen, sehr höflich ist Herr Strahlenau nicht," sagte er endlich zähneknirschend. ( Fortseßung folgt.) Willy dies sah, wollte er auch da oben fißen, ich setzte ihn das her neben den Friz. Als die Kinder ein Weilchen rubig gefeffen hatten, stieg der Friß auf, um zu sehen, ob er bis zum Rauchfange hinaufreichen könne. Dabei faßte er an den Deckel des Keffels, dieser tippte um und beide Kinder fielen in den Reffel. Ich habe fie auf der Stelle herausgeriffen, aber das Unglüd war geschehen, die Kinder waren verbrüht. Das Waffer war nicht so sehr heiß, es brannte auch fein Feuer mehr unter dem Steffel, aber es war Seife, Soda und Lauge darin und das war das Schlimme. Es wird weiter festgestellt, : daß die beiden Kinder zwei Tage nach dem Vorfalle an den Folgen der Verbrühung gestorben find. Der betreffende Kessel war eingemauert, der Holzdeckel lag unter einem sentrechten Drucke feft, gab aber einem seitlichen Drucke mit großer Leichtig teit nach. Der Staatsanwalt war der Anficht, daß die Frau zwar mit denkbar größter Fahrlässigkeit gehandelt, daß fie aber burch das Unglück schon schwer bestraft sei, denn sie werde den Vorwurf, den Tod ihrer Kinder verschuldet zu haben, gewiß zeitlebens im Gewiffen tragen. Deshalb beantrage er nur einen Tag Gefängniß. Der Gerichtshof schloß sich zwar der Auffaffung des Staatsanwalts an, erkannte aber auf eine Ge fängnißftrafe von einer Woche. Liegnit, 8. März. Das Vitriol- und Revolver- Attentat, welches die unverebelichte sechsundzwanzigjährige Pauline Fischer aus Heidersdorf, Kreis Nimptsch, am 30. November v. J. gegen den Gutsbefizer Karl Goschling aus den Goldberger Vorwerken im Eisenbahnwagen auf der Fahrt zwischen Goldberg und Liegnis verübt hatte, bildete den Gegenstand der Verhandlung in der legten Sigung der Schwurgerichts periode. Die Fischer, ein ehrloses Frauenzimmer, war nicht nur wegen Mordversuches, sondern auch wegen Betruges an getlagt, da fie den G. um beträchtliche Summen durch die falsche Vorspiegelung, fie müßte für ein aus ihrem Verhältniß hervorgegangenes Kind sorgen, geschädigt hatte. Entgegen den Aussagen in der Voruntersuchung bestritt die Angeklagte in Der Verhandlung, die Abficht gehabt zu haben, den 3. zu tödten; fe habe ihm nur durch Begießen mit Vitriol einen Dentjettel" geben wollen, da er sein Ebeversprechen nicht gehalten, sondern sich verlobt habe. Geschossen babe fte nur in der Abficht, ihrer That einen nobleren Anstrich" au geben, und den Revolver nicht gegen G., sondern gegen die Waggondecke gerichtet. Gutebefizer G. giebt zu, gelegentlich Aeußes rungen gethan zu haben, nach welchen die Angeklagte annehmen fonnte, er werde sie heirathen, ein bestimmtes Versprechen sei jedoch niemals erfolgt. Die Revolverschüffe habe die Ange tlagte nach Aussage des Angegriffenen direkt gegen feinen Ropf, nicht gegen die Decke gerichtet. Durch die Schüffe ift G. nicht verlegt worden, wohl aber hat ihm das Begießen mit Säure höchst schmerzhafte, bis jetzt noch nicht geheilte Verlegungen, namentlich an dem einen Auge, zugefügt. Die Ge schwornen bejahten die Frage wegen versuchten Mordes und vollendeten Betruges und verneinten die Frage wegen Bu laffung mildernder Umstände. Die Staatsanwaltschaft beans tragte hierauf zehn Jahre Buchthaus, der Gerichtshof aber er. tannte nur auf sechs Jahre sechs Monate Buchthaus, fteben Jahre Ehrverlust und Bulässigkeit zur Stellung unter Polizeiaufficht. die Arbeiter. Da diese nicht lamen, so gerieth man auf den Einfall, daß eigentlich Jedermann, bis in die höchsten Stände Einfall, daß eigentlich Jedermann, bis in die höchsten Stände hinein" gering bemittelt sei. Damit ist aber der ganze frühere Plan, welcher der Kaiser Wilhelmspende zu Grunde lag, auf den Kopf gestellt. Die Verwaltung gesteht das auch an anderer Stelle offen ein. Die Praxis hat somit den Schwerpunkt des Mitgliederkreises nach der Richtung des Mittelstandes vers schoben, und es wird die Aufgabe der Verwaltung sein, diesem Umstande auch weiter die erforderliche Berücksichtigung zu Theil werden zu lassen". Die Kaffe ist aus den Geldern des Mittelstandes gegründet und sie ist nunmehr auch zu einer Kaffe für den Mittelstand geworden. Innsbrud, 6. März.( Mißbandlung in der Schule.) Vor dem 1. t. Landesgerichte als BerufungsGerichtshof hier fand heute eine Verhandlung statt, welche ein Nachspiel zu einer Schulizene in Landed bildete, wo Rooperator Karl Pascher, der auch als tleritaler Agitator schon öfter von fich reben machte, als Erzieher mit dem Stocke waltet. Seine Hochwürden hatte gehört, daß der dreizehnjährige Schultnabe Johann Gnöttner am diesjährigen heiligen Dreifönigefeste in Der Kirche nur eine halbe Kniebeugung gemacht habe. Tags Darauf befahl der erzürnte Kooperator in der Schule dem Knaben Gstöttner, sofort aus der Bank herauszutreten, und als dies nicht rasch genug geschah, zog er ihn am Arme heraus und fuchtelte mit dem Stode; der erschrodene Knabe jedoch erfaßte Diesen und hielt ihn feft. Se. Hochwürden schleppte nun den Buben zum Bulte, applizirte ihm mit einem anderen Stode fünf bis fechs Hiebe auf Rücken und Beine und ließ den Knaben noch jebnmal die Kniebeugung in richtiger Tiefe machen. Auf feinen Siz zurückgekehrt, bemerkte Gstöttner zum Nachbar, sein Vater lönnte wegen des Prügelns den Katecheten anzeigen. Der Kamerad denunzirte dies wieber dem Herrn Cooperator. Nun ergriff Se. Hochwürden den bereits geprügelten Knaben beim linten Ohr und riß ihn am rechten hin und her, wobei er mehreremale fagte, fest möge sein Vater die Anzeige bei ber Statthalteret machen, er( Ratechet) fürchte sich nicht vor der faiserlichen Bande Vor Gericht vernommen, bezeugte Johann Gstöttner Obiges und fügte hinzu, am 5. Januar babe hochwürden Lafcher dem Knaben v. Grißemann mit solcher Heftigkeit Bazen" gegeben, daß dieser ohne mächtig ward. Herr Cooperator Lascher mußte ge $ 90 fteben, daß er geschlagen habe, behauptete aber, dem Gstöttner nur zwei Siebe auf das Gefäß, nicht auf den Rüden versezt und ihn am Ohre nur mäßig gerüttelt zu haben; Bande" leugnet Herr Lafcher; die förperliche Büchtigung in Der Entbehrungslohn unserer befizenden Klaffen unterscheidet fich von dem Arbeitslohn schon dadurch, daß er viel erklecklicher ausfällt. Auf die Gewinne an der Börse sind wir schon oft zu sprechen gekommen, heute machen wir auf folgende Zahlen aufmerksam. Die österreichische vierprozentige Goldrente vom Jahre 1876 wurde von der Rothschild Kreditanstalt mit 70 an den Markt gebracht, fie steht heute, im März 1885, auf 108, sodaß die glücklichen Befiger nicht nur 4 fl. Binsen für 70 fl. Kapital, also 7% Prozent bekommen, sondern auch noch einen Kapitalzuwachs von 38 auf je 70 Gulden, also von 55 Prozent erhalten haben. Seit 1876 find überhaupt alle 30 Prozent heraufgegangen. österreichischen Staatspapiere um 30 Prozent heraufgegangen. Da davon über drei Milliarden existiren, so ist den Inbabern eine Milliarde mühelos, wie eine reife Frucht in den Schooß gefallen. Nach dem N. Wiener Tgbl. ist allein seit einem Jahre der Werth der österreichischen Renten um 210 Millionen Gulden also um über 350 Millionen Mark gestiegen. Lauter Lohn für ,, Entbehrung", bei der man fich freilich noch immer recht gut nähren tann. Wenigstens sehen unsere Banquiers und Börsenleute noch nicht wie verhungern aus. Wenn unsere Beitungen aber immer jeden Pfennig nachrechnen, den der Arbetter mehr bekommt, warum schweigt man ganz über die riefigen Gewinne der befizenden Klaffe? Zunahme der Großproduktion. In Desterreich wurden 1881 2,3 Mill., 1882 3,3 mil., 1883 4,4 in. Kartenspiele erzeugt. Die Bahl der Spielkartenfabrikanten nahm aber ab von 41 auf 37, es werden immer weniger, dafür aber größere felbstständige Unternehmer. Literarisches. Die Erlösung der darbenden Menschheit von Dr. Theod. Stamm ist neuerdings bei Dieg in Stuttgart in dritter Auflage erschienen. Das Buch hat viele Aehnlichkeit mit den( später erschienenen) Werken von Henry George und Flürscheim, es theilt mit ihnen besonders auch die Einseitigkeit, alle Uebel dieser Welt lediglich aus dem Privateigenthum am Grund und Boden, und nicht aus dem Brivateigenthum an den Produktionsmitteln im Allgemeinen abzuleiten. Infolge dessen erwartet der Verfaffer von der bloßen Verstaatlichung des Grundbefizes auch Erfolge, die in Wahrheit nur durch den Gemeinbefis an allen Produktionsmitteln zu erreichen find. Sonst erhält das Buch aber vieles Treffende, es ist mit warmer Begeisterung geschrieben und bei dem niedrigen Preis( 3 Mark) daher wohl zur Anschaffung zu empfehlen. Die Arbeitshäuser und Korrektionsanstalten in Deutschland erfüllen ihren Beruf durchaus nicht, da in denselben nur gezüchtigt und nicht erzogen wird. Die entlassenen Korrigenden ziehen das Buchthaus oder das Gefängniß weitaus dem Atbeitshause vor. Droht ihnen dasselbe wiederum, so geschieht es nicht selten, daß dieselben irgend eine Strafthat verüben, um dem Arbeitshause zu entgehen. So hat vor einigen Tagen ein 17jähriger junger Mensch in der Nähe von Striesen bei Dresden eine Strohfeime von 900 Bentnern vorsäglich ange Dresden eine Strobfeime von 900 Bentnern vorsäglich ange ftedt, um nicht wieder in eine Korrektionsanstalt, sondern in das Buchthaus zu lommen, wo er, wie derselbe bei seiner Vernehmung ausdrücklich betonte, eine humanere Behand Bernehmung ausdrücklich betonte, eine humanere Behands lung zu erwarten habe. München, 9. März. Ein Maurerstreit steht in Ausficht. Der Maurerfachverein hat sich an die Innung der Baugewerksmeister hier gewandt um Festlegung eines Minimal lohnes von 36 Pf. pro Arbeitsstunde. Die Innung hat hierauf in einem vom Baumeister Steinmez unterzeichneten Schreis Doch erklärte einstellung gedrängt worden. Der Sachverhalt ist in Rü folgender: Der Prinzipal genannter Fabrit geht schon länge mit dem Plan um, soviel Lehrlinge, wie er bekommen kann, in feiner Fabrit aufzunehmen. Beweggrund ist der billige Arbeitslohn, den er den Lehrlingen zahlt. Er gedenkt bis 40 Lehrlinge zu beschäftigen. Männliche Arbeiter( Roller und Sortirer) werden zur Beit 38 beschäftigt. Die Arbeiter ftellten ihn das Unnatürliche solcher Maßregel vor. Herr Fr. Hesse, er gehe von seinem Vorhaben nicht ab, bie Lehrlinge müßten ihm 60 000 und die andern Roller 100 000 Stück Bigarren per Woche liefern, sonst könne das Geschäft überhaupt nicht bestehen." Da eine gütliche Einigung mit den Fabrikanten tros zweiftündiger Unterhandlung nicht erzielt wurde, so stellten am Montag, den 9. März sämmtliche Ar beiter die Arbeit ein. Bu unterstüßen find 38 Roller intl Sortirer, 4 Lehrlinge und 34 Widelmacher. Die Mehrheit i verheirathet und befigt insgesammt 57 Kinder. Der Fabrikant hat gedroht, wenn seine Arbeiter nicht binnen einigen Tagen zurückkehren, weibliche Roller anzulernen. Doch wird sein Vorhaben an der musterhaften Haltung der Streitenden sche tern. Bis jest war es noch nicht möglich, weibliche Roller den Fabriken zu beschäftigen, und wir werden dieses auch mi aller Macht zu verhindern wissen. Der Zuzug ist strengftens fern zu halten. Etwaige Busendungen richte man an Gufta Suble, Schüßenstraße 36. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdrud des Vorstehen den gebeten. Vereine und Versammlungen. Nr. Die ericeint Rede vor Worten Rinder u Menge teit barf buftrien Spinner fädeln u find. E in Heinen a find, das Band, de Diefe rein Und wel tinmal n Ste fich Duftried Blauenid Induftri techts.) 14 Kinder liegen bi frumente unbedeut ber hfs. Der Verein Berliner Bauanschläger beschloß feiner zahlreich besuchten Mitgliederversammlung am 8. b. in der Oranienstraße 51, daß an jedes Mitglied unentgeltli Awei Stück des neuen Preistourants verabfolgt und für jebe Stüd darüber 5 Bfg. entrichtet werden sollen. Die Entid bung in der Krankenunterstügungssache betreffend das Mitgli Herrn Demant wurde auf Antrag des Herrn Arlt noch vert und zur Vorberathung dem Vorstande überwiesen, um Unterstügungsantrag alsdann noch einmal dem Vereine P unterbreiten. Laut Mittheilung des Vorsitzenden findet vom Verein zu einem wohlthätigen Zwecke veranstaltete deshalb recht start zu besuchende Wiener Maskenball am d. M. bei Drschel in der Sebastianstr. 39 statt und sind Bill vorher bei den Herren Sonnabend, Liesenstr. 1: St. Weißenburgerstr. 71; F. Wulfow, Prenzlauer Allee 18; Krause, Elisabethstr. 65 a; N. Hegelmann, Rottbufer U Marks, Dranienftr. 186; Bimmermann, Bergstr. 68 un soll gesorgt werden. und 23. 27; bet G. Opaz, Alte Jakobftr. 66, zu haben. Für Gemüthliteit Nea In der Delegirtenversammlung der Schloffer rufsgenossen, welche am Dienstag Abend bei Teichert, Grünftr. 32, unter Vorfiz des Herrn Miethe stattfand, be tigte man fich hauptsächlich mit dem am legten Sonntag, Fi triellen bitten, b laffen id wollen j nicht." Herr auf die hörer vo Stellt zur nächsten Generalversammlung zurückgesezten Bunkt, weld lautet: Die elfftündige Arbeitszeit, sowie die Sonntag Nachfeierabendarbeit in verschiedenen größeren Werkstätt Vorgehen Es wurden vorläufig die Werkstätten der Herren Nachtigal Klemm, Schulz( Lindenstraße), Kleinschmidt( Friedrichſtra Ubrich( Flensburgerstraße, Moabit) genannt. Herr Mie leitete über diesen Buntt die Distuffton ein, indem er ber hob, daß wir uns nicht damit begnügen dürfen, unsere Fo rungen nur auf das Papier zu ſegen, sondern daß es aud Tchon unsere Pflicht sei, dieselben praktisch zur Durchführung bringen, und find wir es in erster Linie den guten solchen Meistern schuldig, welche unsere Forderungen längst afzeptitt baben, damit die Meister einsehen, daß unsere Bewegung nicht zu ihren Ungunsten, sondern zu ih Vortheil ins Leben gerufen haben. Wir wollen einfac übergroße Konkurrenz aus der Welt schaffen, indem wir fuchen, die Arbeitszeit derart zu verkürzen, daß auch Diejenig welche gegenwärtig ohne Arbeit auf der Straße liegen, erlangen tönnen und in Folge dessen auch konsumtionsfab Redner in gleichem Sinne ausgesprochen, gelangte folgender im Anfd Dogtländ ten die S Der find in Deuts blicklich Bferbe, tertlaffen Fädeltin Deparmen ber 1881 erlaffen, Derwerfli Stiderei an die D ben geantwortet, daß unter gar keiner Bedingung von einer nichts schlechter, sondern nur beffer stehen. Nachdem fi alle fönne. Der Fachverein wird aber dennoch bestrebt sein, die Antrag zur Annahme: 3ur nächsten Generalversammlung, mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln. Der Vereinszählt Vittoria- Brauerei, Lugomstr. 112, stattfindet, obengenannte Lage der Arbeiter nach dieser Richtung hin zu verbessern zur Zeit rund 200 Mitglieder. Maurergesellen befinden sich aber hier ca. 5800. Ein neuer Beweiß, wie wenig die Arbeiter die Nothwendigkeit festen, genossenschaftlichen Busammenschließens zu würdigen wissen. Dresden, 9. März. 8ur Lohnbewegung. Die biefige Maurer Jnnung ist den Gehilfen bezüglich der Regelung der Arbeitslöhne entgegengekommen. Inserate in den Tagesblättern geben bekannt, daß die Meister ab 1. April den Maurergesellen 28, den Handlangern 20 Pfennig pro Stunde als Minimallohn bis auf Weiteres zu zahlen gewillt sind. Die Forderung der Gesellen und Handlanger gipfelt aber in der tommen der Meister beseitigt ist. welche Sonntag, den 15. d. M, Vormittags 9% Uhr in der Meister brieflich einzuladen." Ferner wurde noch beschloffen in der nächsten Woche eine Generalversammlung im Sentrum der Stadt abzuhalten, wozu sämmtliche Meister, welche lau eingelaufener Fragebogen noch gegen unser Programm arbeite Dienstag, d. 10. b. M. im Louisenstädtischen Konzerthause t. Die Delegirten der Tischlerwertstätten, traten a laffen, einzuladen find. regelmäßigen Berathung zusammen. Tagesordnung bildete die Berichterstattung über die bish bestglid Der erste Bunt stattgefundenen Verhandlungen mit den Meistern, Der Minimallohntarife, welche die zu diesem Swede gewählte Verlange den Meistern gegenüber und deren Geneigtheit, dem dem Knaben Grigemann ſet unwohl geworden, weil er an Figirung eines Normalarbeitstages. Es bleibt des- kombinirten Branchen- Tariflommissionen bisher mit einande jenem Tage nichts gegessen habe; den Ausdruck kaiserliche halb fraglich, ob die Gefahr eines Streites durch das Entgegen gepflogen haben. Troß des Entgegenkommens der Gefelle England. Neuer Streit. Sämmtliche in den West. der Meister zu entsprechen, und die in den Tarifen vorgefehen fönne man Ordnung schaffen. Der Einzelrichter in Landed hat und Süd- Yorkshire Kohlenminen beschäftigten Arbeiter, unges Preise nach Möglichkeit, wo dies gewünscht werde, herabzufe sprochen, mit der Motivirung, daß der geprügelte Rnabe keinen gelegt, weil von dem ohnehin schon niedrigen Lohne ein Abzug Einigkeit zu erzielen. Ein pofitives Resultat batten bi der Schule fet amar verboten, allein nur durch dieses Mittel ben der Uebertretung nach§ 420 St.-G. Angeklagten freige fähr 4000 an der Bahl, haben seit Freitag die Arbeit niedervon 10 pCt. gemacht werden sollte. Die Eigenthümer der Minen haben in einem Meeting beschlossen, in Anbetracht des Darniederliegens des Geschäftes, fest auf ihrer Forderung zu bestehen, die Arbeiter find aber eben so fest entschloffen, fich war, wie Herr Rödel mittheilte, es dennoch nicht möglich, ein Rien nur die Berathungen der Tariftommiffionen der Tisch und Küchenmöbelbranchen, während die Verhandlungen übrigen Branchen noch schweben, doch steht ein gänglicher schluß in furzer Zeit zu erwarten. Mit dem zu erwartende eine Lohnherabsetzung nicht gefallen zu laffen, um so weniger, Abschlusse der Berathungen rückt auch die Durchführung b Nachtheil am Körper erlitten und der Arzt keine fichtbaren Merkmale und Folgen der Stochtebe gefunden habe. Auf Berufung der t. t. Staatsanwaltschaft gegen dieses freisprechende Urtheil des Beshtsgerichtes Landed tam die Sache vor den Landesgerichtlichen Berufungsſenat hier. Bu dieser Berhandlung erschien Hochwürden Lascher nicht persönlich. Burda erst vor einigen Jahren eine solche stattgefunden hat. Verlesung gelangte bierbei auch ein Schreiben des t. t. Begirlsgerichtes andid an das fürfibischöfliche Ordinariat in Brigen, worin es hieß, Homwürden Lascher habe seiner Ab neigung gegen die staatlichen Behörden auf der Stanzel und im Wirthshause allzu unverholen Ausdrud gegeben und unter Anderm einem Beamten gegenüber höhnend die Aeußerung Rebraucht: Des hungrige Beamte." Nut im Intereffe des Friedens set man noch nie gerichtlich eingeschritten. Der Bes rufungsfenat unter dem Vorfige des f. L. Landesgerichts- Präft sid benten erkannte den Herrn Kooperator Lascher der Uebertretung zisgegen bie törperliche Sicherheit schuldig und verurtheilte ihn zu brei Tagen Arrest, in der Urtheilsbegründung hervorhebend, Daß die erwiesenen Mishandlungen als äußerst tobe und mit Rüdficht auf die Berfon des Ratecheten als höchft bedauerlich angesehen werden müffen. Soziales und Arbeiterbewegung. bit bebar Minimallohntarife immer näher heran und werden bereits a fprechung über Werkstattsverhältniffe bei Ferd. Vogts Vorkehrungen hierzu energisch getroffen. Es folgte eine 2 Comp., Reimann, Feilnerstr. 5a u. A., denen fich be lebigung verschiedener Unterſtügungsgesuche anschloß. Bentral Lohnfommission in Anbetracht der bevorftebenbe Minimallohntarife mit Arbeiten schwer belastet ist, und fi so beantragte die Kommission, die Delegirtenversammlungen auf Weiteres allwöchentlich, und zwar Dienstags Abends, fla ftimmung zum Beschluß erhoben. Am tommenden Go tage findet, voraussichtlich im Wintergarien, eine gro Generalversammlung mit äußerst wichtiger Tagesordnung h Aufruf an die Metallarbeiter Berlins. Im Interesse der streitenden Nähmaschinenarbeiter der Firma Koch u. Co. in Bielefeld richten wir an Euch die dringende Bitte, dieselben, soviel in Guren Kräften steht, zu unterſtüßen. Hauptsächlich ersuchen wir Euch Kollegen der Frister u. Roßmann'schen Fabrik, fich dieses zu Herzen zu nehmen. Dentt baran, wie feiner Beit die Direktion versprach, die alten Lohnfäße fort bestehen zu laffen. Sind diefelben wirklich geblieben? Denkt ferner daran, daß die Direktion versprach, Sorge tragen zu wollen, daß die Meister sich gegen Euch einer anständigeren Behandlung befleißigen würden. Ist dieses geschehen? Hat man den Terrorismus nicht schon soweit getrieben, Euch zu befehlen, wo Thr Eure Lebensbedürfnisse lauft?- Nun blickt auf unsere Bielefelder Kollegen. Dort eristiren einige Fabriten, welche es fich zur Aufgabe gemacht baben, den Markt durch billige Waare zu überschwemmen. Diese Billigkeit soll dadurch noch erhöht werden, daß man den schmählich behandelten Arbeitern, zumutbet, fich von ihrem schon geringen Verdienst von jest an deutend Material anhäuft, welches schneller Erledigung Das Nähere wird noch bekannt gegeben werden. Bu feina and Die Kaiser Wilhelmspende war bekanntlich nach den auf eigne Kosten ihre Werkzeuge zu halten. Unsere Kollegen Vereinskaffe zu unterstügen. Auch beabsichtigt der Verein Attentaten mit ca. 2 Millionen Mart gegründet worden, um ben gering bemittelten" Klaffen, besonders aber dem Arbeiter stande, Gelegenheit zur Altersversorgung auf dem Wege der Selbsthilfe zu geben. Die Anstalt muß jest bereits ihr vollftändiges Fiasko eingestehen: es sind fast gar teine Arbeiter beigetreten. Wenngleich der Arbeiterstand fich auch betheiligte, so geschah dies doch nur in verhältnißmäßig geringem Umfange. Die überwiegende Mehrzahl der Die überwiegende Mehrzahl der Mitglieder, besonders derer, welche die meisten Einlagen mach ten, gehörte dem eigentlichen Mittelstande an. Da auch dieser, wie überhaupt Jedermann, bis in die höchsten Stände bin- bis in die höchsten Stände hinein, der nicht zu den eigentlichen reichen Leuten gehört, zur Klaffe der gering Bemittelten gerechnet werden kann, so gestattete die Verwaltung auch diesen bereitwilligst den Eintritt. Die Verwal tung hat hier ohne Bedenken aus schwarz weiß gemacht. Denn ur sprünglich wollte man zweifellos den Mittelstand fern halten und unter„ gering Bemittelten" verstand man in erster Linie Verantwortlicher Redakteur R. H hfs. Der Fachverein der Schneider beschloß in I am Montag Abend, Kommandantenstr. 20, abgehaltenen, besuchten Mitgliederversammlung einstimmig, den allgemeine Streit der Schneider in Beis mit 50 Mart aus b Sachen dieses Streits gleichfalls an alle Berufskollegen eine Aufruf zu energischer Unterstüßung deffelben zu erlaffen, um Eurige ein solcher war. Wir hoffen von Euch, daß Ihr Eure frage, um das freie Selbstbestimmungs- und Koalitionsred mehr, als es fich dabei um eine prinzipiell wichtige Intereffen tonnten sich eine solche Zumuthung nicht gefallen lassen und Wir nennen find fie daber zum Streit gezwungen worden. thren Streit einen gerechten, wie auch vor einem Jahre der Kollegen, welche Euch im vergangenen Jahre thatträftig unterftügt haben, nicht werdet im Stiche laffen. An alle Kollegen und Fachgenoffen aber richten wir die dringende Bitte, recht zahlreich in den ausliegenden Liften zu zeichnen und find nöthigenfalls dieselben au nöthigenfalls dieselben zu Arbeitgebern, handelt. DE bel Den Schneidern Berlins zur Nachricht, daß haben bei F. Günther, den 13. März cr., Abends 8 Uhr, im Restaurant Baum Annenstr. Nr. 9 eröffnet wird. Derselbe nur für die Mitglieder träge find direkt nach Bielefeld an Herrn Krufenwöchentlich 1 Un errichtsabend. Bei dem, was der mart, Siechenmarschstr. 210 zu senden. Mit tollegialem Adalbertstr. 66, IV. und Herrn Wavnst, Wiesenstr. 38. Ebenso nehmen dieselben Beiträge entgegen. Größere Be Fachvereins eingerichtet, foftet pro Quartal 6 M. und bes Schildert folgender o muß Dann et und ban ich wiede 8 lbr g ift, fo ge 12 Ubr. nachher ich wiede o gebe Wenn ich wird und muß ich 10 Uhr; bis um 1 Racht un altes Ma mußte a auch scho 98e reichen G ganz gen Jondern Bursche war auf Bubirte Rigorofe jammten was ihm in Gefta bas er a Alles the Mariabil nach Dö Dr. Lebe leibenden feines B ihn aller So Ehe ent aber bie boll au haft nic Ein Badet u bie Batt unb fand offen u erit fiel bienfteten einen M zimmer. flammett Rabchen lief ber seinen Mitgliedern in unterhaltender und belehrender Form Gruß der Vorstand des Fachvereins der Nähmaschinen- Ar bietet, ist es jedem Schneider zu empfehlen, fich dem Fachverein better. F. Günther, Vorfißender. Bigarrenfabrik Fr. Hesse find plößlich zur Arbeits Spize stehe. Streit. Brandenburg a. b. Die Arbeiter der damit Berlin im Bentralverband der Fachvereine auch an Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Bieran eine Beilag ber Batt in Stür Son länger men fann der billige nft bis 40 Roller und ter ftellten ch erklärte t ab, bie er 100 000 s Geschäft g mit den icht erzielt mtliche Ar Roller int if Fabrilant gen Tagen Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 60 tehrheit Die Arbeiterfreundlichkeit des Geheimen wird fein = in #. beschloßit 8. b. och vertag Hofrathes Ackermann Donnerstag. den 12 März 1885. 〃 burgischen Ortschaft fädelten fädelten ein 9½jähriges Schulkind von Zeit zu Beit bis 11 Uhr Nachts, vier 10-12jährige bis 1 Uhr und ein 13 jähriges mitunter die ganze Nacht bis Morgens 6 Uhr. Wenn die Kinder um 8 Uhr in die Schule famen, verfielen fte sofort in tiefen Schlaf. Die Folgen solchen schandbaren Mißbrauchs liegen auf solchen schandbaren Mißbrauchs liegen auf der hand: geschwächte Augen, welte, tüm merliche Körperentwidlung, abgeftumpfte merliche Körperentwidlung, abgeftumpfte Geistesthätigteit Geistesthätigkeit und jene sogenannten Schultrantheiten", die man oberflächlicher Weise so gerne auf Rechnung der Schule sett." Beffer ist es im Vogtlande auch nicht bei den ganz unbedeutenden" Arbeiten, zu denen nach Herrn Ackermann die kleinen und zarten Finger" verwendet werden müssen. Die Arbeiterfreundlichkeit des Herrn Ackermann will diese Zustände erhalten, wir wollen fie durch Gefeß verboten haben, um nach Möglichkeit einen gesunden, lernfähigen Nachwuchs zu erzielen. Den Gewinnen der Fabrikanten wird man freilich zu nahe treten, und deshalb ist wohl auch für Herrn Ackermann ein weitgehendes Verbot ,, unmöglich". nben scheiicheint in mehr wie zweifelhaftem Licht, wenn man in seiner Roller i de vom 15. Januar die Neußerungen über die kinders Rede 3 auch mit arbeit lieft. Nachdem der Herr Hofrath in gewundenen Worten fich im Allgemeinen gegen die Beschäftigung der ftrengftens Rinder unter 14 Jahren erklären mußte, gefteht er sofort eine an Guftar Menge Ausnahmen zu und fährt fort:„ Aber diese Bulässigblichen leit darf nicht verhindert werden. Ich erinnere an die Infteben buftrien in meinem Heimathslande, an die Stickereien, an die Spinnereien, wo die Kinder von 12 bis 14 Jahren zum Ein fädeln und Anbeften verwendet werden und ganz unentbehrlich find. Solche Arbeiten fönnen nur gemacht werden von Heinen zarten Fingern. So wie die Kinder herangewachsen find, das 14., 15. Jahr erreicht haben, dann füllt sich die nentgeltland, der Finger wird stärker, und dann können die Kinder diese rein mechanischen kleinen Dinge nicht mehr ausführen. für febel Und welche Wichtigkeit haben solche Industrien! Sehen Sie Entsche Mitglie inmal nach Blauen in dem Sächsischen Vogtlande und seben Sie fich an, wie hoch entwickelt, wie im Aufschwunge die Inustrie der Stickmaschinen ist. Nun wollen Sie der Blauenschen Industrie das auf einmal verbieten? Die Blauensche Industrie ist dann konkurrenzunfähig gemacht.( Sehr wahr! techts.) Es schadet diese Arbeit den kleinen kindern gar nichts.( Sehr richtig! rechts.) Aehnlich liegen die Verhältnisse bei der Industrie der musikalischen Infrumente im Vogtlande. Da werden Kinder auch zu ganz unbedeutenden Arbeiten gebraucht. Ich weiß es, die Indu triellen im Vogtlande beschäftigen sich damit, den Reichstag zu bitten, die Kinderarbeit in diesem beschränkten Umfange zuzu laffen schon vom 10. Lebensjahre der Kinder ab, und wir wollen jegt lommen und sagen: Nein, wir verbieten fie fogar auf die Lebensdauer vom 12. bis 14. Jabre?! Das geht nicht." um ben Bereine 14 findet ber altete und I am ind Bille K. Get e 18; tuf 20 Bu bet hütbligleit Ter u. chert, Ne nd, befd onntag ft, welde ntage Bertitättes Nachtigal richftraf rr Mic Tere Forb er hervor aß es aud hrung guten gen fo bag zu ihr einfac n wir Diejenig gen, Arbe ntionsfabig Arbellajeit in fidh alle .... | Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 64. Sigung vom 11. März, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Schelling. Das Haus tritt sofort in die zweite Berathung des Antrages Junggreen ein wegen Gleichstellung der nichtdeutschen Vollssprache in gewiffen Landestheilen mit der deutschen Sprache in der Verwaltung, wie in der Rechtspflege. In der ersten Lesung war darauf aufmerksam gemacht worden, daß die Sprache der Verwaltungsbehörden nicht zur Kompetenz der Reichsoeseggebung gehört. Der Abg. Junggreen hat daher jetzt seinen Antrag dahin modifizirt, daß nur in Bezug auf die Gerichtssprache und die Publikation von Gefeßen und Verordnungen die nichtdeutsche Volkssprache der deutschen Sprache gleichgestellt werden soll. Abg. Junggreen führt aus, daß nicht bloß in den ehemals polnischen Landestheilen die polnische, sondern auch in ehemals polnischen Landestheilen die polnische, sondern auch in Nord- Schleswig die dänische, in Elsaß- Lothringen und in einzelnen Theilen der Rheinlande die französische Sprache die eigentlichen Volkssprachen seien, die im Sinne seines Antrages Berücksichtigung erfordern. Abg. Gottburgsen: Auch in seiner jetzigen Einschränkung ist der Antrag, da er alle Theile des deutschen Reiches umfaßt, in denen eine nichtdeutsche Sprache gesprochen wird, ein so unbestimmter, daß man nicht auf ihn eingehen fann. Es würde doch schwer sein, festzustellen, welches diese Theile find. Bu bedenken bleibt auch, daß richt jede Volkssprache zugleich Schriftsprache ist. Herr Adermann sett eine große Unkenntniß seiner Bus hörer voraus ob mit Recht oder Unrecht, bleibe dahinge tellt wenn er die Lage der Fädelkinder so roftg malt und im Anschluß daran die Forderung eines scharfen gesetzlichen Vorgebens zurückweift. Wir tamen gestern bereits auf die bogiländischen Fädelfinder zusprechen( Soziales) und erwähn ten die Klagen der Aerzte über die Folgen dieser Arbeit. Letder find uns eingehendere Berichte aus dieser Gegend augenblicklich nicht zur hand; fie find wohl auch nicht vorhanden: in Deutschland fümmert man fich ja mehr um den Rog der Pferde, wie um die Gesundheitsverschlechterung ganzer Arbei terklassen und Berufsschichten. Dagegen wiffen wir über die Fädellindel sehr genaues aus der Schweiz. Das ErziehungsDeparment der Regierung von St. Gallen hatte im Septem ber 1881 ein Rundschreiben an die Schulbehörden und Lehrer erlaffen, worin es dieselben eindringlichst aufforderte gegen die verwerfliche Ausbeutung der kindlichen Arbeitskraft in den tieinen Stickerei- Lotalen einzuschreiten; es waren empörende Thatsachen schildert in einem Tagesberichte" sein regelmäßiges Tagewerk an die Deffentlichkeit gebracht worden. Ein zwölfjähriger Knabe folgendermaßen: Sobald ich am Morgen aufgestanden bin, so muß ich in den Keller hinabgehen, um zu fädeln. Es ist Dann etwa halb fechs Uhr. Dann muß ich bis 7 Uhr fädeln und dann kann ich das Morgeneffen genießen. Nachher muß ich wieder fädeln, bis es Beit zur Schule ist. Ein Viertel vor 8 Uhr gehe ich zur Schule. Wenn diese um 11 Uhr beendigt ft, fo gehe ich schnell nach Hause und muß wieder fädeln bis 12 Ubr. Dann fann ich das Mittagessen genießen und muß nachher wieder fädeln bis ein Viertel vor 1 Uhr. Dann gehe ich wieder in die Schule. Wenn diese um 4 Uhr beendigt ist, o gehe ich wieder mit meinen Kameraden auf den Heimweg. Wenn ich heim tomme, muß ich wieder fädeln bis es dunkel wird und dann fann ich das Abendeffen genießen. Nach dem Essen muß ich wieder in den Keller hinabgehen und fädeln bis um 10 Uhr; manchmal, wenn die Arbeit pressant ist, so muß ich bis um 11 Uhr fädeln. Nachher sage ich meinen Eltern gute Racht und gehe ins Bett. So geht es alle Tage." Ein ebenso altes Mädchen fügt einem gleichlautenden Bericht hinzu: Sch mußte auch schon bis um 4 lbr oder 5 Uhr Morgens und auch schon die ganze Nacht fädeln."- In einer toggen folgender Tammlung Ihr in der engenannte befchloffen n Bentrum welche lau marbeiter traten an thause Buntt b Die bishe bezügli gemablim teinande er Gefellen Verlange Egefebens tabsufe öglich c ten bisba ch ungen alicher Rien wartenb brang eine B be bes bereits all Vogts bie Da orftebenber lungen Der verrückte Doktor. ( M. E.) ( Schluß.) Wenige Wochen darauf wußte die Gouvernante des reichen Glasfabrikanten, Fräulein Antonia Binner, bereits ganz genau, daß der Doktorand Lederer kein Dummkopf, sondern ein sehr lieber, braver, kluger und gelehrter Bursche sei, in den man sich sogar verlieben könne. Franz war auf einmal ein praktischer Mensch geworden, er Subirte über Hals und Kopf, um Rigorosen vorzubereiten, und bald hieß er Doktor der ges jammten Heilkunde, Magifter der Chirurgie, Altucheur und, was ihm das Liebste war, er besaß ein reizendes Weibchen Gestalt der ehemaligen Gouvernante bas er anbetete, ein Weibchen, das ihn liebte und ihm and fib ng beba ends, fa thre B en Sonn ine gro nung fa in fein tenen, g gemeines at aus ba Berein gen einen Intereffen Litionsred en, um genannten baß ba m Freita Baum Blieber be unb Fachverein Der Form Fachverein träftigen uch an be ellag sich für die II. Jahrgang. Es folgt die Berathung des sehr umfassenden Antrags Grillenberger und Bebel auf Abänderung der Titel 1, 2, 7, 9, 10 und der Schlußbestimmungen der Gewerbe ordnung( zur Erweiterung des Arbeiterschußes). Abg. Grillenberger: Wir wollen mit unserem Antrage die Arbeiterwelt nicht ein für allemal abfinden, er enthält nicht unsere ganze soziale Weisheit, sondern ist nur eine Etappe auf unserem Wege, und die gesellschaftliche Entwicklung drängt mit Naturnothwendigkeit früher oder später zu seiner Annahme. Die soziale Frage wird hier noch nicht gelöst, es werden aber zahlreiche und die ärgsten Auswüchse der heutigen Produktionsweise gemildert, das Loos der Arbeiter gebeffert und die Arbeiter geistig und phyftsch gekräftigt. Denn nur ein so geiräftigter Arbeiterstand ist für die Aufgaben befähigt, zu deren Lösung er berufen ist, nicht ein törperlich und geistig herabge ommener. Wir verwahren uns ausdrücklich dagegen, als ob wir nur einen agitatorischen Effekt erzielen wollten. Wir wünschen im Gegentheil etwas durchaus Pofitives zu schaffen. Unser Antrag enthält auch nicht die geringste Utopie, er ist bei einigem guten Willen und genügendem Verständniß der einschlägigen Fragen vollständig durchführbar. Der Reichskanzler hat vor Kurzem die große Unwissenheit beklagt, die über landwirthschaftliche Verhältniffe herrsche; auf feinem Gebiete des öffentlichen Lebens ist die Unwissenheit aber größer als gerade in der so vielfach besprochenen Arbeiterfrage. Viele, die hier glauben mitreden zu können, müßten erst eine Weile unter die Arbeiter gehen, um dort etwas zu lernen. Um Arbeitergesetzgebung, um Sozialpolitik fümmern fich meist nur solche Leute, welche selbst nicht arbeiten, die Noth des Lebens nicht kennen und gar nicht wissen, wie es thut, selbstständig produktio zu arbeiten und sich zu ernähren; wie es thut, mit den Bettelgeldern, die als Lohn gezahlt werden, eine Familie zu erhalten, Steuern zu zahlen, dabei feine Rechte zu haben und politisch unterdrückt zu sein.( Unruhe.) Nur wer diese Lage kennt, kann in der Arbeiterfrage urtheilen, nicht aber Derjenige, der die Dinge von oben her betrachtet und vielleicht glaubt, der Arbeiter müffe, weil er nicht altes adeliges Blut hat, auch in Niedrigteit und Elend verkommen. Gestern wurde hier so viel über Handwerkerschuß verhandelt. Unser Antrag beginnt nun mit einem Vorschlag, der das Handwerk viel wirksamer schüßen soll, als der Adermann's es jemals tann: wir wollen das Kleingewerbe von der Konkurrenz der Strafs anstaltsarbeit befreien, indem wir beantragen, daß Buchthaus- und Gefängnißarbeit nicht mehr an Privatunternehmer vergeben, sondern nur für den Bedarf des Reichs, der Einzelstaaten und Kommunen verwendet werden darf. Damit verlangen wir also nicht Abschaffung, sondern nur Neuorganisation dieser Arbeiter. Man fönnte die Sträflinge z. B. sehr gut zur Kultivirung von Debländereien und zu Aufforstungen benußen. Was dann unseren Hauptvorschlag, den Marimalar beitstag, betrifft, so bitte ich Sie dringend, ihn zu akzep tiren. Die bisherige sogenannte Sozialreform war nichts als eine Neuregelung der Armenpflege, bei der man es sogar noch vortrefflich verstanden hat, einen großen Theil der bisherigen Gemeindelaften auf die Arbeiter abzuwälzen. Die taiserliche Botschaft tann nicht ohne eine Arbeiterschußgesetzgebung aus geführt werden; die Arbeiter haben die Botschaft wohl gehört, aber bis jest fehlt ihnen der Glaube; denn sie haben in der Praris noch gar nichts davon gesehen. Die Sozialreform, deren Nothwendigkeit nur noch einige ganz ungewöhnlich verbiffene Manchesterleute bestreiten, muß vor Allem bestrebt sein, das Einkommen der Arbeiter zu verbessern, die übermäßige Ausnugung seiner Kräfte zu verhindern und ihm eine sichere Existenz zu verschaffen. Dazu ist der gefeßliche Marimalar beitstag absolut nothwendig. Wir verlangen staatliche Bes grenzung der Ausnußung der Arbeitskraft. Innerhalb dieser Grenze mag dann nach Belieben die freie Vereinbarung zulässig sein. Der Reichskanzler, der dem Normalar beitstag abgeneigt ist, hat gefragt, wie er durchgeführt wer den soll. Sonst weiß der Reichskanzler immer, wie es gemacht wird, er hat es bei den Kornzöllen gewußt, er hat es bei dem Sozialistengesete gewußt, welches zahllose Arbeiter ruinirt hat, aber hier, wo es fich um eine nüßliche pofitive Maßregel für Arbeiter handelt, da sacht er mit solchen Redes wendungen und Vorwänden auszuweichen. Er meinte, der Marimalarbeitstag würde ein Fallen des Lohnes bewirken; g'schwind, eh's zu spät is!" Was giebt's?"" Fragen's net lang! Rommen's mit!" Mehr war aus der Mutter List nicht herauszubringen. Im nächsten Augenblicke hielt der Wagen vor dem Thore des Krankenhauses. Der Doktor tonnte der alten Wärterin kaum folgen, so rasch durcheilte sie die stillen Höfe und stand endlich vor einem Krantens faale, den sie mit ihrem Begleiter betrat. Abg. Rintelen und seine Freunde wollen die Anträge Junggreen und Jadzewski zugleich erledigen. Abg. Koscielski spricht sich im Namen der polniichen Partei für, Abg. Lenzmann gegen den Antrag Junggreen aus, bis ihm ein dringendes Bedürfniß für denselben nachgewiesen sei. Ich Abg. France: Bis 1851 wurden die Schleswiger von Dänemard als Ausländer betrachtet und mußten erst das Indigenat erwerben; und bis vor 25 Jabren ging auch das Stre ben der Schleswiger dahin, deutsche Sprache und Bildung fich anzueignent. Erſt ſeit dem Jahre 1860 baben fich in Folge ftaatlicher Agitation seitens Dänemark die Verhältnisse geändert; jest ist es dort Mode geworden, fich als Däne zu fühlen. J hoffe aber, daß die Anschauungen wieder andere werden. Wir haben in Deutschland etwa ein Dugend Lokalsprachen; es find aber im Wesentlichen nur drei Stämme, die fich absperren, der franzöfifche, dänische und polnische, und auch diese seben immer mehr die Nothwendigkeit ein, neben ihrer Volkssprache auch die deutsche Nationalsprache zu lernen, und bringen zu diesem Swede große Opfer. Von Staatswegen tönnen wir nur da bin streben, daß neben jenen einzelnen Volkssprachen, die wir ja nicht außrotten wollen, die Kenntniß der deutschen Sprache fich auch in diesen Gebieten immer weiter ausbreite. Schließlich zieht Jung green seinen Antrag als ausfichtslos zurüd Stöhnend fant der Arme in einen Lehnstuhl und packte seinen Kopf, raufte sein Haar. Ein Verbrechen ist geschehen" ,, mehr als ein Raub, mehr als teuchte er ein Mord, ein Verrath, ein schnöder Verrath, man hat mich gemordet!" Was da als Ahnung dämmernd in feine Seele zog, sollte alsbald zur Gewißheit werden. Der Doktor stellte mit den Bediensteten, mit dem Hausmeister, mit Nachbarn Verhöre an; anfangs wollten die Leute nicht mit der Farbe heraus, endlich aber erfuhr er bas Entseßliche. Seine Frau hatte die Besuche eines jungen Mannes erhalten, von dem man nur wußte, daß er ein Graf gewesen sein soll, der stets mittels Fiafers angefahren tam. Die Sache ziehe sich schon seit Monaten hin und im Hause sei man von der Flucht der Frau Doktorin nicht überrascht. Alles, Alles hatte Kenntniß von seiner Schande, von der Erniedrigung seines Namens gehabt, nur er Wäsche und Kleider hatte sie mitgenommen, ihm hatte sie nichts gelaffen, als ein vergiftetes Gemüth, eine ge fnidte Seele, fie hatte ihm den Glauben an die Menschen " Da schaun's her!" " Der Doktor zitterte, seine Anie wankten. ,, Um Gotteswillen! Du, Antonia!" ,, Verzeihung!" hauchte es ihm mit schwacher Stimme entgegen. Berzeihung! Den Tod im Herzen schleppte ich mich daher nach Wien, wo ich sterben will. Aber ich kann nicht sterben, bevor Du mir verziehen. Es war ein Elender, ber mich betrogen, mich nach Amerika geführt- Die Alles that, was es aus seinem Auge herauslas. Von der nicht. Ihre Juwelen, ein großer Theil des Vermögens, sterben Mariahilfer Linie bis nach Floridsdorf, von Erdberg bis nach Döbling gab es keinen glücklicheren Menschen, als den Dr. Lederer, ber noch immer mehr feinen Studien als der leibenden Menschheit lebte, denn er war durch den Tod geraubt. feines Vaters in den Befig eines Vermögens gelangt, das ihn aller Sorgen enthob. So vergingen einige Jahre, zwei Kinder, welche der starben im zartesten Alter, The entsproffen waren, boll zu ergänzen. fhaft nicht. Ihre Liebe brauchte die KinderbürgUnd so waren Jahre vergangen. Bescheiden zurückgezogen lebte Dr. Lederer, ohne die Praxis ferner auszuüben, in einem Vororte, er tam täglich in das Krankenhaus, wohnte den Obduktionen bei, studirte die interder Wissenschaft in die Arme. Er sah die schöne Zeit des Studiums vor sich, da er das intime Walten des geheimnißvollen Lebensstromes zu ergründen verArme fonnte nicht weiter sprechen. Laß mich sterben - aber verzeihe!" Der arme Mann schaute in das bleiche Gesicht, er sah bas große Auge, das sich flehend ihm zugewendet hatte, er bemerkte den schrecklichen Bug, den der Todesengel in dieses Antlig gegraben und abgemagerte Finger berührten seine Hand. aber die beiden Leute schienen einander zu genügen, fich effantesten Fälle und warf sich wieder mit Leidenschaft Grübchen legten sich wieder in die Wangen, die Lampe, offen und Eines Abends kam der Doktor nach Hause, ein Backet unter dem Rocke, welches eine Ueberraschung für sucht, jezt war er bescheidener geworden, er wollte nur vers bie Gattin barg. Er trat leise in das Zimmer der Frau gessen.... und fand es zu seinem Entfeßen leer. Die Kasten waren größten Theile zum Wo ist die gnädige Fran?" ausgeräumt; jezt Berzeihung!" flehte die reuige Sünderin. Der Doktor reichte ihr die Hand. Ein verklärendes Lächeln spielte um die trockenen Lippen seiner Frau, die deren Licht auf ihre Büge fiel, übergoß sie mit einem Strahlenscheine, ein tiefer Seufzer, ein leises Nöcheln, der Doktor fühlte seine Hand krampfhaft gedrückt, dann fielen bie abgemagerten Hände auf das Bett ausgerungen! Wenn die Leute jezt die Geschichte des armen Mannes Da tam der Weihnachtsabend. Zeitlicher als gewöhntobt sei, dann werden sie über den Verrückten nicht mehr wissen, der da behauptet, daß er seit vielen Jahren schon eft fiel es dem Doktor ein, daß er keinem der Be lich vertroch fich Dr. Lederer in seinen Sarg und schaute lachen, der da unter ihnen scheu und in sich gekehrt bienfteten begegnet sei und, ein Verbrechen, einen Raub, einen Mord ahnend, lief er hinaus in das Dienstboten Lachen heller Kinderstimmen brang in seine Stube, er hatte Räbchen blieb die Antwort schuldig. Wie ein Rafender " Wohin?" Das die Grabschrift an, die er sich selbst gemacht. Fröhliches wandelt. die Vorhänge dicht herabgelaffen, aber noch immer blendete barhäusern glänzten. Er kannte den Körper des Menschen bis in seine ge heimsten Fäden das intime Walten des geheimnißvollen " Fortgegangen!" ihn der Lichterschein an den Christbäumen, die in den Nach Lebensstromes, der uns fühlen und denken läßt, der unsere Da flopfte es und athemlos stürzte die alte Wärterin des Krankenhauses, die Lift- Mutter", in das Zimmer: ber Gattin; doch seine Rufe verhallten an den Tapeten. Herr Doktor, Herr Doktor! kommen's nur mit! Aber arme Dr. Lederer, der da lebt und doch schon seit langem gestorben ist. neue andere Autoritäten find nicht so peffimistisch. Sogar der frühere| österreichische Minifter Schaeffle hat sich in seinem vor furzem, wahrscheinlich im besonderen Auftrage hoher Herrschaften, ber ausgegebenen Buche über die Aussichten der Sozialdemokratie für den Normalarbeitstag ausgesprochen; ebenso Karl Marx und wenn Herr Baumbach meinte, der staatliche Schutz dürfe auf diesem Gebiete nur soweit eintreten, als die Kräfte des Einzelnen ungenügend seien, so sage ich ihm: die Kräfte des Einzelnen find ungenügend, um ihn gegen die Gefahr der Ausbeutung durch das Großkapital zu schüßen, und gerade hier muß der Staat helfen. In England hat man schon vor über 40 Jahren den 10 stündigen Arbeitstag eingeführt. Sind etwa die 300 000 Vagabunden auf den deutschen Landstraßen nur arbeitsscheue Stromer? Bei weitem die Meisten find durch Maschinen brotlos gewordene Arbeiter und täglich werden Arbritskräfte auf diese Weise überflüffig. Die Armee der Vagabunden wird bald so stark sein, wie die Armee des Reiches. Darin werden Sie höchst wahrscheinlich eine große Gefahr für die öffentliche Sicherheit erkennen und mit Gewaltmaßregeln einschreiten. Wir schlagen Ihnen nun heute statt deffen vor, jept bereits mit Vorbeugungsmaßregeln die Vermehrung der Vagabunden zu verhüten. Wenn die Arbeitszeit staatlich beschränkt wird, so wird man natürlich die ganze industrielle Reservearmee wieder in den Produktionsprozeß hineinziehen lönnen. Die Industrie kann die Beschränfung der Arbeitszeit sehr wohl vertragen; freilich wird der Unternehmergewinn, der jetzt übermäßig ist, dann verringert und eine gleichmäßigere Vertheilung der Arbeitserträge zwischen Arbeitern und Arbeitgebern herbeigeführt werden. Die Löhne werden nicht fallen, sondern steigen, denn es werden mehr Ar beiter als jetzt beschäftigt werden müssen und der Fabrikant wird nicht mehr, wie es jetzt der Fall ist, jederzeit ein Angebot von Händen haben, welche um jeden Preis arbeiten wollen. Herr Baumbach nennt den Maximalarbeitstag einen Eingriff in die persönliche Freiheit. Haben die Arbeiter etwa persön liche Freiheit, wenn fie fich jederzeit den Ansprüchen der Arbeits geber fügen müffen, um nicht brodlos zu werden? Wir wollen, daß von Reichs wegen eine Marimalarbeitszeit festgesetzt werde, gerade um jene wirthschaftliche Vergewaltigung der Arbeiter zu verhindern. Dadurch werden wir fittlicher auf bas Volksleben einmitten als mit aller sogenannter Freiheit des Verkehrs und der Verträge. Herr Baumbach sagte dann, der Normalarbeitstag sei nur durchführbar, wenn es auch einen Normalarbeitsmenschen gebe. Solchen Normalarbeitsmenschen haben wir längsft. Die ganze Anlernung des jungen Arbeiters ist derart, daß nur Normaldurchschnittsmenschen erzielt werden. Ueber den Durchschnitt geschickte Leute kommen selten vor, und Die wenigen Vorhandenen erhalten, auch wenn fie noch so viel leisten, ebenfalls nicht mehr Lohn als ihre Durchschnittskollegen. Auch auf die ländlichen Arbeiter werden wir später, wenn er erst für die Industrie eingeführt ist, den Normalarbeitstag ausDehnen. Früher haben das sogar manche Agrarier gefordert. Herr Buhl hat neulich behauptet, daß in der Schweiz die sozials demokratischen Arbeiter selbst mit dem Normalarbeitstage unzufrieden feien. Auf einer großen Versammlung der organifirten schweizer Arbeiter, die zu Beginn dieses Jahres stattfand, ist diese Auslassung des Herrn Buhl als unrichtig bezeichnet worden. Die schweizer Arbeiter haben den Normalarbeitstag niemals verwünscht, sendern erblicken in ihm eine unter feinen Umständen aufzugebende Errungenschaft, deren volle Durch führung allerdings durch die Konkurrenz der Nachbarländer, insbesondere durch Deutschland, erschwert wird. Ich halte den Schweizer Versuch nicht für glücklich, weil der Normalarbeits tag zu lang ist, und seine Durchführung oft unterbrochen wird. Aber es ist dort wenigstens das Prinzip unserer Forderungen als berechtigt anerkannt. Auch wir sollten daher vor einer Verkürzung der Arbeitszeit nicht zurückschrecken, zumal uns England bereits vor 40 Jahren vorangegangen ist. Unsere Industrie, die nicht, wie Herr v. Kleift Regom gestern meinte, eine Entwicklung der Neuzeit ist, steht hinter der englischen nicht um 40 Jahre zurüd.( Rufe rechts: Frauen und Kinder!) Allerdings gilt der englische Normalarbeitstag zunächst für die Frauen, aber auch für die männliche Jugend bis zum 19. Jahre. Das find doch leine Kinder mehr, gerade in diefen Jahren ist ist, daß die befizenden Klaffen nur vom Raube an den arbe tenden Klaffen gelebt haben( Unruhe), tönnen Sie die Arbeit nicht weiter mit Almosen abspeisen. Dieselben verlangen Recht. Beigen Sie deshalb, daß Sie wirklich etwas tives für dieselben schaffen wollen.( Beifall bet den Soji demokraten.) 100 De bruder die Minimalgrenze des Lohnes für die Mitglieder dieses bruder die Minimalgrenze des Lohnes für die Mitglieder dieses Vereins aufgestellt. Dieser Sat bat fich für die Arbeiter wie für die Unternehmer als segensreich erwiesen. Man wird mir einwenden, daß diefer Tarif von der Hälfte der Buchdruder nicht eingehalten wird. Aber daran tragen Schuld die Arbeiter, welche fich der Organisation nicht angeschloffen haben, sowie ber Mangel einer gefeßlichen Firirung des Minimallohnes. Ich bin fest überzeugt, daß die Buchdrucker, welche auf Grund dieses Tarifs ihre Arbeiter bezahlen, nichts dagegen einwenden werden, wenn auch ihre schmußigen Konkurrenten gezwungen werden, den Tarif einzuhalten. Und wenn sie troßdem die Konkurrenz derselben ausgehalten haben, so ist das auch ein Beweis dafür, daß die Industrie nicht so leicht zu Grunde geht. Gerade von lonservativer Seite werden Schwierigkeiten gegen diese unsere Forderung erhoben. Aler baben nicht Ihre Beamten, Ihre Anwalte auch einen Minimallohn? Räumen Sie nicht jedem geprüften Praktikanten das Recht auf Arbeit im Staatsdienst und einen Minimallohn ein? Daffelbe fordern auch wir, nur gehen wir nicht ganz so weit; denn wir wollen nur den Arbeitskammern das Recht beilegen, einen Minimallohn festzustellen. Für die Getreidezölle wurde neulich geltend gemacht, daß es darauf ankomme, der Landwirthschhft Preise zu sichern, Wenn man auf diese welche die Produktionskosten Decken. Weise Leute sicherstellen will, welche ficher nicht zu den Wermsten gehören, warum schreckt man dann davor zurüd, auch dem Arbeiter einen Lohn zu sichern, welcher seine P.oduktionsfoften deckt? Bei der Mottoirung der Holzjölle ist man sogar noch weiter gegangen. Man hat für die Waldbefizer nicht nur einen den Produktionslosten entsprechenden Preis, sondern eine an gemeene Rente verlangt. Wodurch diese Forderung berechtigt wird, ist nicht gesagt. Sicher können Sie( rechts) fich nicht unserer Forderung verschließen, daß die Arbeitskraft vor der Ausbeutung geschützt werde. Ein absolutes Verbot der Arbeit von Kindern, die unter 14 Jahren stehen, ist nothwendig, weil die gegenwärtigen Bestimmungen hierüber oft übertreten In der Zeit, wo die Kinder der privilegirten Klaffen ihre schönsten Stunden verleben, muß das Arbeiterkind in die Fabrik geben, und daneben noch die Schule besuchen. Man trägt dadurch die Erbitterung schon in die jungen Herzen hinein und macht es unmöglich, daß ein gesundes Geschlecht heranwächst. Die Frauenarbeit wollen wir nicht in dem Maße einschränken wie die Kinderarbeit. In der sozialistisch organifirten Gesellschaft wird die Frauenarbeit für eine ganze Reihe von Beschäftigungsarten in Anspruch genommen werden, für welche die männliche Hand fich zu ungeschickt erweist. Wir wollen fett nur, daß die Frauen von der Arbeit ausgeschlossen werden, für die sie nicht geeignet find. Es ist unnatürlich, wenn, wie das jezt gefchiebt, Frauen in der Metallindustrie, in der Drehbant und am Schraubſted ſtehen; schon vom sanitären Stand punkte aus sollte das verboten werden. Wir wünschen weiter, daß die Nachtarbeit derselben beseitigt wird sowie überhaupt jede andere Arbeit, welche für die Sittlichkeit derselben Ge fahren bringt. Dagegen halten wir die Forderung des Ben trums, daß in dem Betriebe, wo gemischt Frauen und Männer neben einander erbeiten, für die Frau eine kürzere Arbeitszeit eingeführt werde, als für den Mbnn, für unausführbar, denn dieselbe ist gleichbedeutend mit dem Verbot der Frauenarbeit überhaupt; hier also haben wir unsere Mäßigung bewiesen. Wenn weiter von uns verlangt wird, daß dem Arbeitgeber Fall ist, wer entschädigt ihn für die inzwischen zu viel gejal werden. die Berechtigung dieser Forderung nichts eingewandt werden können. Es soll deshalb der Arbeitgeber angehalten werden, Ab neulich z 1öhne her ni Konturre dann die rechtigun Bäche al festgestell reinigen, bietes er her bas Ansprüch Novelle genügen verursach ganz erf einzelne Uebelstä arbeiter verschüffe will ich anderer Die fleir Schaden die der noch me schwere Abg. Hartmann: Die Konservativen find entschloff den Anträgen nicht nur ohne Befangenheit und Borurthe sondern sogar mit Wohlwollen entgegenzukommen. Es find sich allerdings Vieles in der Borlage, was nicht annehmbar Bieles ist aber brauchar. Die Frage des Arbeiterschutzes wibalten, a ja schon jest in einer vom Reichstag eingesezten Kommiffi berathen. Bezüglich der Frauen- und Kinderarbeit scheint der Antrag zu weit zu gehen. Es bestehen z. B. Betrieb Die Theilnahme auch jugendlid Arbeiter bis zu 10 Jahren volltomme unbedentlich ist, ja die dieser billige Arbeitskräfte nicht entbehren tönne ich erinnere an die Maschinenstider ( Siehe Leitartikel der heutigen Beilage. Die Redaktion Die Redaktio Es ist mir mir bei vielen Buntten dieser Bestimmungen zweif haft, ob fte überhaupt durchführbar sind. Lieb ist mir ab daß die Ausdehnung des Arbeiterschutzes, welcher jetzt, fond er besteht, hauptsächlich für Fabriken gilt, auch für das an wert zur Diskussion gestellt wird. Zu Bedenten Veranla giebt, daß dieser Titel nicht auf das gewerbliche Gebiet beschränkt, sondern auch in das Handelsges pbuh hinübe greift und die Verhältnisse zwischen dem Prinzipal bem taufmännischen Hilfspersonal berührt. Kern der ganzen Vorlage ist der Titel IV., wel den Titel IX. der Gewerbeordnung ersetzen soll eine vollständig neue, weit umfassende Drganifali der Arbeiter einführen will. Die Gliederung in Arbe fammern, Arbeitsrath und Reichsarbeitsamt besticht durch Einfachheit. Aber wo bleiben da die Innung wo die Berufsgenossenschaften, denen man der Unfallentschädigung und Unfallverhütung später noch andere Aufgaben zuzuweisen gedachte? Von sozialdemok scher Seite trägt man freilich den Berufsgenossenschaften Sympathie entgegen, weil, wie man meint, die Arbeiter wenig mitzureden haben; ich erinnere aber an die Shi gerichte, an das Reichsversicherungsamt, wozu fte Abgeordnete ordnung soll durch den Titel V. aufgehoben werden. B Sie aber diesen Paragraphen den Jnnungen nehmen ble bt nicht mehr als eine Schale, die ihres sterns beraubt und dazu können wir nun und nimmermehr unsere mung geben, daß die mühsam aus Schutt und Trimme aufgerichteten Innungen wieder zerstört werden. Arbeitslammern wie in den Schiedsgerichten sollten ble beiter und Arbeitgeber in gleicher Bahl vorhanden sein fürchte aber, daß, wenn man diese beiden Eleme beren Intereffen doch einmal auseinandergehen, so mechan nebe Wenn bann allerding ftädtische, Durch ein führung thre schi ( Beifall.) Abg Fragen S Der Land bethalten bei einer Hütten, Min Erwägun falen ent Migftänd Der Abg betriebes und Get bahnen b eine Ane teuren zu man hier theinische britten u Trinkgel Restaura Branntw Bufilm mit einander verbindet, nichts Gutes dabei herausfäme Arbeitskammern haben nun die Minimallöhne feftzufezen schwerden gegen dieselben entscheidet der Arbeitsrath, De jährlich einmal zusammentritt. Soll die Beschwerde des nehmers suspensive Kraft haben? Oder wenn das nich zu den Wöchnerinnentassen wenigstens die Hälfte der erforderlich fände ja ein solcher Streit über den Lohn auf dem min Löhne? Gesezt ferner, der Unternehmer ist nicht im Sta I die von der Arbeitskammer normirten Löhne zu zahlen, bliebe ihm Anderes übrig, als die Fabrik zu schließen? Schl lichen Beträge beizusteuern. Wichtig erscheint und weiter das schaftlichen Gebiet seinen Austrag Gestattet die Konjun Verlangen, daß die Arbeitszeit des Arbeiters burch regel mäßige Bausen unterbrochen werde. Jedem untergeordneten Beamten wird eine Beit der Erholung vergönnt, der Fabrikant geht ins Bad, während der Arbeiter und der kleine Handwerfer Jahr aus Jahr ein ins Joch gespannt ist und niemals Rube haben soll. Wir müßten deshalb auch für den Arbeiter Ferien verlangen während welcher Beit der Lohn fortgezahlt wird. Wenn wir trozdem zu dieser Forderung nicht gekommen find, so ist das nur geschehen, um den Vorwurf zu vermeiden, daß wir Unausführbares und für die Industrie Nachtheiliges höhere Löhne, so wird der Fabrikant entgegentommen; gegengesezten Falls müßten die Arbeiter nachgeben. wenn die Arbeiter dann tommen und betteln um Arbei fönnte er fie auch zu geringerem Lohne nicht aufne weil er sonst bestcaft würde, denn er darf feinen beiter zu einem geringeren als dem festgesezten Minimal beschäftigen. die Nach einer anderen Bestimmung bleibe Das if Gefe der Arbeiter am meisten leistungsfähig. Auch wir können recht verlangten. Gegen die Fabrikordnungen an fich will entwurf nicht ablehnen, sondern im Gegentheil dabin arbeite gut mit einem zehnftünftigen Arbeitstag auskommen. Bei dem Fortschritt unserer Maschinentechnik würde ich sogar lieber für einen 9 oder 8stündigen Arbeitstag eingetreten sein. Die Ueberfüllung des Mattes mit Waaren würde dadurch vers ringert und die Hungerlöhne der Arbeiter beseitigt sein. ich nicht Einspruch erheben, obwohl ich aus eigener Erfahrung weiß, daß man auch ohne fte austommen tann. Aber die Abfaffung derselben darf nicht der Willkür der Unternehmer allein überlassen bleiben. Bei der Aufstellung derselben müssen die Arbeiter als gleichberechtigt A beiter in einem eingetretenen Streif und können von der Verabredung nicht zurücktreten nicht Freiheit, sondern Knechtschaft. Wir wollen den Denielben an daß er möglichst brauchbar wird. Ich bitte, Kommiffton zu verweisen, die mit den Anträgen wegen beiterschutz bereits befaßt ist.( Beifall rechts.) Die Disluifion wird geschlossen, wodurch Abg sich zu seinem Bedauern verhindert steht, auf die ihn bi Bul betreffen Aber wir haben uns Mäßigung auferlegt, um zu beweisen, zugelaffen werden, und deshalb schlagen wir vor, mit der Be- Bemerkung Grillenbergers zu antworten. Auch Abg. 66 daß es uns Ernst mit unserem Antrage ist. Ein sehr be rathung derselben die Arbeitskammern zu befaffen. Insbe der bedauert nicht mehr zum Wort zu kommen, doch fel neur redter Fürsprecher unserer Forderungen ist der Gouver Mac Staates Maryland in Nordamerika, Mac Lane. Derselbe erließ im vorigen Jahre an die Gesetzgebung des Staates eine Botschaft, worin er die Einführung eines Maximal- Arbeitstages von 8 Stunden forderte. Die Arbeiter jubelten ihm zu, die Fabrikanten wollten ibn stürzen. Er lief fich nicht irre machen und antwortete seinen Gegnern u. A. folgendes:„ Die vorgeschlagene Gesetzgebung ist wichtiger als irgend eine andere, welche vorliegt. Nichts macht eines Man nes Urtheil zu einem blinderen als die Sucht nach Gewinn, und wenn die Arbeiter warten, bis die Kapitalisten ihre Lage verbessern, dann fönnten sie warten bis zum jüngsten Tage." Wir sollten diesem Beispiele folgen und nicht auf das Urtheil der Interessenten allein bauen, leider ist das nicht der Fall. Hat doch erst vor einigen Tagen der Staatssekretär v. Bötti cher auf die Forderung Hartwig's, eine Statistit der ArbeitsLöhne aufzustellen, erklärt, daß eine Befragung der Arbeiter zu diesem Zwecke nach seiner Ansicht nicht nöthig sei, es genüge, fich in dieser Beziehung an die Unternehmer zu wenden. Mit der Bewilligung des Normal Arbeitstages ist Die soziale Frage sicher nicht aus der Welt geschafft; derselbe beseitigt das Lohnsystem nicht. Aber et reicht wird durch denselben eine Erleichterung des Looses der Arbeiter, eine Kräftigung deffelben und die Hereinziehung der vagabundirenden Elemente in den ordentlichen Ar beitssetrieb. Auch das ist des Schweißes des Edlen werth. Eng damit zusammen hängt unser weiteres Verlangen nach sondere werden diefelben auf die Kündigungsbedingungen ihr Augenmerk zu richten haben, die jest in den Fabritordnungen oft haarsträubend find. Mir hat eine solche Ordnung aus dem Etablissement des Blutokraten Krupp vorgelegen und ich habe bei dem Durchlesen derselben Schauder empfunden. Es ist, Standal, daß in einem chriftlich- germanischen Reiche so etwas Stellung seiner Partei zu Anträgen, die den Schut beiter betreffen, deutlich ausgesprochen. Das Schlußwort als Antragsteller der ber expl die Kinderarbeit sei nicht gesundheitsschädlich. Daß Abg. Bebel: Es ist Tonservativerseits gesagt word als ob die Arbeiter Stiaven wären und es ist geradezu ein Herren damit ernst ist, werden wir erst glauben, wenn fle eigenen Kinder in die Fabriken schicken. Unser Antrag will burd noch nicht eine Organisation der Arbeit selbst, sondern nur eine Textilindustrie Sachsens und Schwabens bestellt; überall hat beitliche Organisation der Ueberwachung der Arbeit. Herr Hartma fich der Unternehmer vorbehalten, den Arbeiter ohne Kündi gung zu entlaffen, während derselbe ihm gegenüber an eine vierwöchige Kündigung gebunden ist. Was die Strafgelder betrifft, so wünschen wir, daß dieselben nicht mehr wie bisher in exorbitanter Höhe erhoben und daß fie nur zu Gunsten her in exorbitanter Höhe erhoben und daß sie nur zu Gunsten der Arbeiter verwendet werden. Jegt ist es vorgekommen, daß fragt, wo die Jnnungen bleiben. Wir halten die Inmu für ein ganz überflüssiges Möbel; im Auslande lacht man mehr einsehen, daß fie fich getäuscht haben. Man hat und boten. Aber wir werden der Bundesgenossen halber Fabrikanten die Strafaelder in ihre Tasche gesteckt haben. Konzeffionen machen. Wollen Sie( nach rechts) unfere Bun Die Forderung eines Reichs- Arbeitsamts ist von Herrn von genoffen sein, dann alzeptiren Sie, was wir vorschla Buttfamer sowohl wie von angefochten worden. Aber wenn Sie ein Reichsgesund muß unseren Anträgen zustimmen. Wenn die Arbeit geschaffen haben, fo liegt kein Grund vor, den Arbeitern eine weniger ausgebeutet wird, so wird die Qualität der Die Fabrikinspektoren fahrung überall da gezeigt, wo eine fürzere Arbeitszeit ähnliche Inftitution zu verweigern. find nicht in der Lage, die Funktionen zu erfüllen, die wir den Arbeitskammern und dem Reichsarbeitsamt beilegen wollen. Sie haben teine Beziehungen zu den Arbeitern, und diese Fachvereine fordern wir die Rechte juristischer Personen. Wir steht. Die Bezirke der Fabrikinspektoren find dings zu groß; wir wollen aber eine wirksame bewirken, tammern vorschlagen für beftim Festsetzung eines Minimallohnes. Man hat dagegen lärmend haben ein Recht zu verlangen, daß der Polizeibüttel aus diesen sonders das Beispiel von Bremen, wo etwa 600 Arbeitsfla eingewandt, daß das eine rein sozialistische Forderung sei, mit der man die Basis der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung verlaffe. Das ist grundfalsch, der Sozialismus kennt feinen Lohn im eigentlichen Sinne. Man hat nun gegen den Minimallohn diefelben Gründe eingewandt, die vorher gegen den Normalarbeitstag ins Feld geführt worden find; der Minimal John sollte den Ruin der Industrie bedeuten. Ich behaupte eine Industrie, die sich nur durch Bettellöhne aufrecht erhalten tann, ist nicht lebensfähig und lebensberechtigt. Aber alle diese Einwendungen treffen auch nicht zu; obwohl der Lohn sich im Großen und Ganzen nach dem Geses von Angebot und Nachfrage regelt, giebt es doch sehr viele Fälle, wo auf die Regus lirung des Lohnes auch die Willkür des Fabrikanten von Einfluß ift. Um dieser Willkür entgegenzutreten, verlangen wir für die Arbeitskammern die Berechtigung, einen Minimallohn festzusetzen. Wir gehen dabei nicht einmal so weit wie Rod bertus, auch nicht so weit wie Wiede, der früher Sozialist, feit einigen Jahren aber zu einem glühenden Ber ehrer Biemard'schen Sozialpolitik geworden ift. Beide Männer, die Ihnen nahe stehen, haben sehr entschieden für einen Minimaliohn ausgesprochen. Daß die Arbeitslöhne tief genug stehen, beweist die Festlegung des ortsüblichen Tagelohnes bei der Ausführung des Kranten faffengesetzes. Ich bin fein Freund dieses Gesezes, aber es bat doch den einen Vortheil gehabt, zu zeigen, mit welch niedrigen Lohnsägen die Arbeiter auskommen müffen. Man hat gesagt, daß ein Minimallohn absolut undurchführbar sei. Nun ist aber in dem Tarif des Unterstüßungsvereins deutscher Buch Bevölkerungszahl. Wie nöthig solche Kontrole ist, bewei Vereinen herauskommt. Wenn die Fabrikanten bier ihre gezählt find, von denen mehr als 300 regelmäßige Sonn Generalversammlungen abhalten, so erscheint Herr von Boetticher jedesmal, um dieselben seines Wohlwollens zu verfchern. Auf nur ein Polizeilieutenant, der mit Auflösung droht, wenn er น Bein und die Die War ben wohl Die anton man mit qualm fann. wirten. Min Augenme gen in b läftigt mi Bahnhof unterftell Die Bahn Diese für Abg. gung d nister Der auf dieser um bie e Geb. Roblentar finanzielle fegung h eine noch eventuell faffen. Abg. fonders a Abg. See Abg fallenden widerspre Diefelben und befü maßnahm Roblentar aller See Abg des Dr. bolfen we fahren. Abg. doch ausg Dom Dan ( Große S daß wir Arbei dem Min tionen b Abg. nationale Scheint, bi inländisch Maßregel Außerdem besteht dort vielfach eine übermäßig lange Arbe Den Generalversammlungen der freien Krankenkassen erscheint zeit. Diese Verhältnisse beweisen flar, wie nothwendig a daß nicht nur der Großbetrieb, sondern gerade auch der einmal ein Wort nicht versteht. Herr Windthorft hat früher Handwerksbetrieb in die Arbeiterschußgefeßgebung aufgen gemeint, durch die Fachvereine werde Deutschland mit einem Net sozialistischer Verbindungen überspannt werden. Die Befürchtung trifft nicht zu, aber selbst wenn das der Fall wäre, so würden die Fachvereine doch nicht so gefährlich sein, wie die Verbindungen der Arbeitgeber. Sch richte an Sie alle den ernsten Appell, die Gelegenheit nicht vorübergehen zu laffen, wo Sie zeigen können, daß Sie es Ernst meinen mit der sozialen Reform. Beigen Sie aber, daß Sie kein Herz haben für die Arbeiter, so können Sie sich nicht wundern, wenn die extremen Bestrebungen Blaz greifen. Sie werden fagen, daß eine Erfüllung unserer Forde rungen nur auf dem Wege einer internationalen Bereinbarung möglich sei. Aus diesem Grunde haben wir in der Refolution den Reichskanzler aufgefordert, solche Maßregeln herbeizuführen. Haben wir unsere Diplomaten nur dazu, um Kriege anzuzetteln? Auch auf diesem friedlichen Gebiete fönnen dieselben etwas leisten. Die Kongofrage ist soeben durch eine internationale Vereinbarung geregelt worden. Nehmen Sie jest einen Anlauf, auch über die Arbeiterfrage eine internationale Verständigung berbeizuführen. Bet gutem Willen läßt sich auch hier etwas erreichen. Der Arbeiterstand ist lange genug mit der Phraje abgespeist, es gebe keine soziale Frage. Nachdem jest anerkannt men wird. übermi Arbeiter Der Antrag wird darauf der( X.) Kommiffion welche bereits mit den übrigen Anträgen über beschäftigt ist, Soff Der Bericht der Petitionskommission über eine Be des Arbeiters Kußmann in Breslau wegen Organ der Arbeitsnachweisung wird auf Antrag des Abg. mann ebenfalls der X. Kommiffion überwiesen. Schluß 5% Uhr. Nächste Sigung Donnerstag ( Dampfersubvention.) Abgeordnetenhaus. 38. Sigung vom 11. März, 11 Uhr. Am Miniftertisch von Boetticher, anba Don Buttkamer, Friedberg, von Sols zahlreiche Kommiffarien. ftig gefin Landes d Abg. erwähnt, Dom Ofte iche Vert für wenig ben allerg barichaft Der Tarif Getreide Gleichmä Systems ienen Ric Die willigt. Bei Bevorzug beamten, Eisenbahn Min Beftreben Der Baub berbeizufü Die dritte Berathung des Etats wird fortgefest. Beim Etat der Bergverwaltung fagt mame Grade Abg. Schul- Lupit dem Eisenbahnminifter der betheiliaten Interessenten seinen Dant für die zur b rung des Absages von Kainit getroffenen Maßregeln, auch noch nicht alle Wünsche erfüllt seien. Den arb Die Arbeit langen Bo was en Soji nolic tomme billige tönne with Abg. v. Schorlemer Alft: Der Abg. Natorp hat neulich zugegeben, daß eine Besserung der Arbeitslöhne bei der Berg und Hüttenindustrie bis her nicht eingetreten fei; das liegt an der zu starten Ronkurrenz, die sich die Bechen untereinander machen. Was dann die Bemerkungen des Abg. Natorp betrifft über die Bes entschlofrechtigung der Bergwerke, Grubenwaffer in Brivatflüffe und Borurth Bäche abzuführen, so ist z. B. für das Emschergebiet amtlich Es fin festgestellt, daß diese Grubenwaffer nicht nur die Flüffe verun tehmbarreinigen, sondern wegen der scharfen Bestandtheile, die fte entbuzes balten, auch die Vegetation bes ganzen UeberschwemmungsgeRommiffi bietes ertödten. Bei einer Neuregelung der Frage muß das fcheint her das Intereffe der Landwirthschaft gegenüber den 3. Betrieb Ansprüchen der Bergwerke genügend gewahrt werden. Eine Novelle zum Berggesez müßte besonders auch dem Grundbesit genügenden Schuß gewähren gegen die durch den Bergbau verursachte große Kalamität der Bodensenkungen, welche vielfach ganz erstaunliche Beschädigungen am Eigenthum( wofür Redner ftider einzelne Beispiele vorbringt) herbeigeführt haben. Von den Redaktion Uebelſtänden, welche durch die Robbeiten einzelner Industrie arbeiter in den Bergwerts- und Hüttenbezirken, durch Revol mir abe verschüsse und Mefferstiche 2c. für die Landwirthe entstehen, est, fome will ich gar nicht sprechen.( Oho! links.) Wir werden bei Das Han anderer Gelegenheit diesen Bunft noch eingehender erörtern. Die kleinen Leute, welche nicht einmal das Geld dazu haben, Schadenersaßllagen anzustellen, leiden unter den Nachtheilen, de der Bergbau für den Grundbefik mit fich bringt, natürlich noch mehr als die Wohlhabenden. Jedenfalls liegen hier schwere Kalamitäten vor, die man nicht noch vermehren darf burch einseitige Rücksichtnahme auf den Bergbau bet der Abführung der Wäffer. Die Staatsregierung muß gleichmäßig ibre schüßende Hand über Industrie und Landwirthschaft halten. ( Beifall.) eranlaff Sebiet gipal hindiho rt. D 7., weld foll Organifa n Arbei burch nungth man m noch vik aldemol ften wenk beiter babe te Schieb bgeordnete Gewerbes en. me Wenn Dann beraubt if re Buflims Trümmern In der en bie Tein. 4 Element тефаній Stäme ufegen; 5. Der s nicht tel gesabl e des Unk im Sta Bablen n? Sali Dem win Ronjun men; ben. Arbei aufne teinen Rinimal ing ett bleibe Das if Den Gefe in arbeiten ben an bi wegen bg. Bu n betreffen bg. 66 Doch fel bug ber Bwort e gt moth Daß e enn fle bill burd nur eine tr Hartm Innung at man B. mehr bat und fchaft a alber f Tere Bun Dorfchlag reform Arbeitsl Der bat bie beitszeit Abg. Natorp hält seine früheren Behauptungen aufrecht; allerdings müsse in vielen auf das Berggesetz bezüglichen Fragen Remedur geschaffen werden. Gegen billige Ansprüche Der Landwirthschaft werde fich die Industrie nicht ablehnend verhalten. Was die Abführung der Abwäffer betrifft, so set bei einer Regelung dieser Frage nicht allein die Berg- und bütten, sondern die gesammte Industrie, insbesondere auch die ftädtische, intereffirt. Minister Maybach: Die Regierung hat ernstlich in Erwägung gezogen, wie den in Folge des Bergbaues in Weft falen entstandenen, allerdings sehr dringlichen und drastischen Rißständen abzuhelfen sei. Der Etat der Bergverwaltung wird bewilligt. Beim Etat der Eisenbahnverwaltung bespricht Abg. v. Eynern die Verhältnisse des Wirthschaftsbetriebes auf den Eisenbahnen und des Ausschantes von Speisen und Getränken auf den Bahnhöfen. So lange die Brivat bahnen bestanden, hat man in jedem Bahnhof, auch dem kleinsten, eine Kneipe gehabt, um möglichst viel Pacht von den Restaura. teuren zu erzielen. Gegenwärtig unter dem Staatsbetrieb tann man hier aber wohl eine Einschränkung eintreten laffen. In den theinischen Industriebezirlen find fast in allen Wartesälen der britten und vierten Klasse Branntweinschenken, es finden dort Trinkgelage statt; man erblickt häufig Betrunkene in diesen Branntwein verkauft. Darunter leidet das reisende Publikum und die Moral, namentlich der arbeitenden Bevölkerung. Auch Die Wartesäle der 1. und 2. Klasse sind meist so befest von ben wohlhabenden Ortsbewohnern, die dort kneipen, daß für bie ankommenden Reisenden tein Blag mehr bleibt, und daß man mit Damen taum in die mit Weingeruch und Tabaksqualm angefüllte Atmosphäre dieser Räume eintreten tann. Der Minister möge Abhilfe dieser Uebelstände be wirten. Abg. Ridert und v. Schorlemer bitten um gerechtere| Stadtbahnbögen mit dem Einrammen der Pfähle zu einem Berücksichtigung der einzelnen Beamtenkategorien bei der Vertheilung der Remunerationen; es sei mehrfach vorgekommen, daß manche Klaffen von Beamten gar nichts erhalten hätten. Abg. Bachem: Die ganze Angelegenheit muß soviel wie möglich dem diskretionären Ermessen der Verwaltung entzogen werden. Die Weihnachtsgratifitationen find weggefallen, Remunerationen und Beihilfen find an ihre Stelle getreten; in munerationen und Beihilfen find an ihre Stelle getreten; in der Form, nicht in der Sache ist durch das Reskript etwas geändert. Abg. Büchtemann: Mit der Scheidung zwischen den Beamten allein ist es nicht gethan, die Nemunerations und Unterstügungsfonds müffen ebenfalls getrennt, dagegen die wegfallenden Gratifitationen in Gehaltsaufbesserungen verwandelt werden Minister Maybach hat gegen den ersteren Punkt kein Bedenken; auch die zweite Anregung solle in Erwägung genommen werden. Der Titel wird bewilligt. Von den Abgg. v. Schorlemer. Alst und Bachem wird über den Ausschluß der katholischen, ultramontanen Blätter von den amtlichen Inferaten Klage geführt und eine Revision der Prostriptionsliste" verlangt. 194 Abg. Ridert bittet ebenfalls den Minister, für die Aufhebung jenes Ministerialbeschlusses betreffs der oppofitionellen Beitungen einzutreten, der Steichskanzler übe in den das Reich betreffenden Angelegenheiten eine solche Reserve nicht. Abg. Schmidt( Stettin) führt an, daß in Pommern einem der gelesensten Insertionsorgane, welches über 80 000 Abonnenten zähle, die Fahrpläne nicht mitgetheilt würden, obwohl es fte unentgeltlich aufnehmen wollte. Abg. Hänel bezweifelt, daß das gegenwärtige Ministes rium dem Wunsche nach Aufhebung des Erlaffes Folge geben werde; ein reaktionäres Ministerium habe ihn erlaffen, Niemand tönne wider seine Natur. Pavillon beschäftigt, vor welchem die Dampfer an und abfah ren werden. Der Eingang zur Dampferstation bei den Stadtbahnbögen erhält eine Façade aus Kunstsandstein und eine Verblendung von rothen Klintern. Zur Anlage der Pferdebahnlinie GesundbrunnenMoabit ist die Erwerbung eines großen Theiles des zur Anlegung der Berlebergerstraße erforderlichen Landes nothwendig. Ehe dies lettere geschehen dürfte, tönnen noch Jahre vergehen. Es erscheint daher geboten, der Bahn, deren Bau einem diingenden Bedürfniß abhift, bis nach erfolgter Regulirung der Berlebergerstraße eine provisorische Richtung zu geben, die durch die Stendalerstraße und die Straße 17b. in die Stromftraße zu letten sein dürfte. Bei der voraussichtlich in naher Aussicht stehenden Jnangriffnahme dieser provisorischen Linie wird auch zugleich die Pflasterung der Straße 17b., welche der Baugesellschaft am kleinen Thiergarten tontrattlich obliegt, ers folgen; denn die lettere hat sich bereit erklärt, für den Fall der Durchlegung der Schienen durch die Straße 17b. zugleich mit dieser auch die Pflasterung auszuführen. Es war Minifter Maybach: Der Erlaß ist von einem Mi nifterium ergangen, welches man nicht als ein reaktionäres be zeichnen fann; er ist unterzeichnet von den Miniſtern Camp- Flucht Fälle von Verschwendung bekannt, die an seinem Verbausen, Leonhardt, Falt, Achenbach, Friedenthal.( Große Heiterkeit rechts.) Abg. Dirichlet: Sind denn etwa die Herren Achenbach, Friedenthal, Leonhardt aus den Reihen der Liberalen hervorgegangen? Uns ist davon bisher nichts bekannt; Sie aber scheinen jest Thre eigenen Kinder verleugnen zu wollen. ( Lachen rechts.) Sowohl Herr Falt wie Herr Achenbach haben in den Reihen der staatserhaltenden freikonservativen Bartel geseffen, und wir haben nie gehört, daß fie es fich zur Ehre rechneten, liberal zu sein. cr. Ein Steckbrief ist, wie berichtet wird, hinter den betrügerischen Kafftrer und Buchhalter Adolf Löwenheim, der feine Chefs um eine bedeutende Summe, man sprach von 183 000 M., beschwindelt hatte, erlassen worden. Der Fall ers regte damals Aufsehen Sensation, wie der Kunstausbrud lautet nicht etwa der begleitende Nebenumstände, sondern nur der Größe der unterschlagenen Summe wegen. die gewöhnliche alte Geschichte, ein unbezähmbarer Hang zum Woblleben, eine Neigung zu noblen Paffionen, vielleicht noch eineSchauspielerin, Sängerin oder Tänzerin das warAlles. Doch Das erregte eigentlich weniger ,, Senfation", viel auffälliger war die seltsame Nachficht, welche die Chefs gegen den ungetreuen Bediensteten walten ließen, der ihnen ein Vermögen gestohlen hatte, wie es die meisten Kaufleute trop vielfacher Mühen und Sorgen in ihrem Leben nicht erwerben. Jahre lang hatte der Buchhalter, der freilich ein immerhin sehr respektables Einkom men hatte, auf fürstlichem Fuß gelebt, es wurden nach seiner ftand zweifeln ließen, diese Berschwendungssucht wurde erst nach Entdeckung der Defraudation an die große Glocke ges bracht, vorher schien es, als ob die ganze Welt mit Blindheit geschlagen wäre, als ob man allgemein der Ueberzeugung gewesen wäre, es verstände fich ganz von selbst, daß der Herr Buchhalter So und So seine Kinder in Droschten erster Klaffe zur Schule fahren ließe, als ob ein fast unvernünftiger Aufwand zu den Lebensgewohnheiten eines solchen Herrn gehören müffe. Wir leben zwar in Berlin in einer Weltstadt, aber mer unsere Verhältnisse etwas eingehender fennt, der weiß gana genau, daß bei uns noch ein gut Stüd Krähwinkel zu Hause ist, und daß geschwägige Bungen sehr gern dafür sorgen, daß solche außergewöhnlichen Vorkommnisse nicht verschwiegen bleiben. Sie waren jedenfalls auch tein Geheimniß, und Nachbarn und Geschäftskollegen des Defraudanten werden dies felben jedenfalls gekannt haben nur die Herren Chefs wußten und abnten nichts. Drängt sich dem Unparteiischen hierbei nicht unwillkürlich die Frage auf: Was müssen solche Leute doch für ein horrendes Geld verdienen, wenn sie in einem verhält nißmäßig furzen Beitraum das Verschwinden resp. Fehlen von 180,000 Mart in ihrer Kaffe garnicht einmal bemerken. Muß man nicht erschrecken vor dem Leichtsinn, mit welchem einzelne faufmännische Geschäfte geleitet werden, denn eine solche Ver trauensseligkeit so plumpen Betrügereien gegenüber, tann doch nur als Leichtfinn bezeichnet werden. Und nachher die Nachficht? Man tolportirte recht eigenartige Gerüchte über die Motive hierzu, indeß, was fümmert das uns, wir laffen uns baran genügen, einmal einen Blick in das Getriebe großer handelshäuser gethan zu haben. Die Abgg. Dirichlet, Wehr und v. Eynern em pfehlen die Frage der zweckmäßigsten Heizung der Waggons, namentlich der Sekundärbahnen, der besonderen Beachtung der Eisenbahnverwaltung. Nachdem noch seitens der Abgg. Dr. Wehr und Stef fens die Unterstellung der Strecke Danzig- Boppot unter bas Betriebsamt Danzig angeregt worden ist, wird der Rest des Eisenbahnetats ohne weitere Diskussion bewilligt, desgl. der Etat der Staatsschuldenverwaltung, des Herrenhauses und des Hauses der Abgeordneten. Es folgt der Etat der allgemeinen Finanzvers waltung. Bei den Ausgaben bespricht Abg. Warburg die troftlose und unsichere Lage, in welche die Stadt Altona durch die Nichterfüllung der ihr ge legentlich des Bollanschlusses von Hamburg 1881 von der Regierung fpeziell vom Finanzminister Bitter gemachten Verfprechungen gerathen fei. Minister v. Scholz: Ich bin nicht in der Lage, auf die Ministerialdirektor Brefeld: Die Regierung hat ihr Ausführungen des Borredners erschöpfend zu antworten, da Augenmert darauf gerichtet, daß nirgends durch die Einrichtun ich sie nicht genügend verstanden habe, versichere aber, daß in gen in den Bahnhofsrestaurationen das reisende Publikum beläftigt wird. Ich erinnere den Vorrebner auch daran, daß die unterstellt sind. Ueberall, wo Beschwerden der Reisenden über bie Bahnhofsrestaurants an die Verwaltung gelangt find, hat diese für Abhilfe gesorgt. Abg. v. Lystowski plaidirt für eine weitere Herablegung der Tarife für die oberschlesische Kohle; habe der Mtnister den ersten Schritt für die Hebung der Landesproduktion auf biefem Gebiete gethan, so möge er auch den zweiten thun, um die Schäße des Oftens zu heben. Geb. Rath Fled: Einer weiteren Herabseßung der Roblentarife müßten sehr ingehende Untersuchungen über die finanziellen Folgen vorhergeben. Die 1879 erfolgte Herab legung habe sehr erfreuliche Ergebnisse gehabt; Anträge auf eine noch stärkere Herabfeßung feien bisher nicht eingegangen, eventuell sei vorweg der Bezirkseisenbahnrath mit ihnen zu be faffen. Abg. Wehr: Namentlich müsse, wie schon neulich der bg. Seer ausgesprochen, ein fallender Tarif für Getreide, befonders auch nach dem Westen, eingeführt werden. Abg. v. Tiedemann( Bomst): Dem Verlangen eines bollenden Tarifs für Getreide muß to auf butcher Betreibe dieselben Vortheile gewähren, und das wird doch Niemand von uns befürworten. Westpreußen ist durch die neueren Tarif maßnahmen ganz enorm begünstigt worden, die billigen Rohlentarife nach Danzig bildeten den Gegenstand des Neides aller Seeftädte Abg. Schult( Lupig) tritt ebenfalls den Ausführungen des Dr. Wehr entgegen; der Landwirthschaft tönne nur ge holfen werden, wenn die Staatsbahnen ihr den Dung billiger fabren.( beiterfeit.) Abg. Dr. Wehr: Die billigen Tarife nach Danzig haben doch ausgesprochenermaßen nur den Zweck, die englische Kohle vom Danziger Markte zu verdrängen; die Danziger danken dem Minister die Tarifpolitik keineswegs. Mit den Informa tionen des Herrn v. Tiedemann ist es also nicht weit her. ( Große Hetterteit.) find ttfame Arbei beftim beweift rbeitsfi Sonnt en Betri ge Arbe endig e ber aufgen überwi Arbeiter ne Bett Organifa bg. Soff Rag1 Dagba efest. fter nam Bur Grind geln Abg. v. Tiedemann( Bomft): In Folge der inter nationalen Verträge, die Herr Dr. Wehr nicht au tennen scheint, dürfen wir ausländisches Getreide gar nicht anders wie inländisches fahren. Db die Danziger der Tarifreduktion gün ftig gesinnt find oder nicht, darauf tommt es nicht an; die Landes durchaus richtig. Maßregel als solche war im wirthschaftlichen Interesse des Abg. Büchtemann bestätigt, daß z. B, der österreicht iche Vertrag eine derartige Bestimmung, wie fie der Vorredner Dom Often nach dem Westen durch Differenttaltarife halte er Die Erleichterung des Getreidetransports dem Wohlwollen der preußischen Regierung für die Stadt Altona seit 1881 fich nicht das Geringste geändert hat. Die Versprechungen von denen die Rede war, find unter ganz erzeptionellen Umständen gegeben worden. Seitdem ist der Eintritt Hamburgs in den Bollverband gesichert, die Trennung Altonas von Hamburg wird unnöthig, und so wird mit den Voraussetzungen jener Versprechungen auch deren Erfüllung hinfällig. Trozdem wird für Altona Alles gethan, was unter etwas veränderten Verhältnissen zu ben immerhin ist. thunb. än et: Der Herr Minister ist ganz und gar nicht Abg. Hänel: Der Herr Minister ist ganz und gar nicht orientirt, wenn er meint, daß jene Versprechen für den Fall abgegeben worden find, daß Hambura nicht in das Bollgebiet eintrete; gerade bei Gelegenheit der Einverleibung find sie gemacht worden. Altona befindet fich jetzt in der schlimmsten Lage, es lann die Konkurrenz mit Hamburg, das seinen Freis hafen behalten hat, nicht auf die Dauer durchführen. Dagegen fcheint es mir gegenüber den abgegebenen Versprechungen ganz undenkbar, daß das preußische Ministerium das Wort nicht einlösen wird, welches in seinem Namen im Reichstage gegeben ist; ich bitte nur, die Verhandlungen über die Beendigung der gegenwärtigen Unsicherheit, über das Schicksal der Stadt Miniſter v. Schol 1: Wenn es ſich nur um die allge meinen Busagen, welche die Regierung Altona bei der Einverleibung Hamburgs in den Bollverband gemacht hat, handelt, so löst fich der Widerspruch sehr einfach. Ich habe eben vor hin die Ausführungen des Abg. Warburg nicht verstehen fönnen und mußte annehmen, daß von den weitgehenden Ver fprechungen, welche man Altona vor der Einverleibung Ham burgs gemacht hatte, die Rede war Der Etat wird genehmigt, desgl. ohne Debatte eine Reihe fleinerer Spezialetats. Um 4% Uhr wird die Fortsetzung der Berathung auf Donnerstag 11 Uhr vertagt. Lokales. N. Wegen größerer Unterschlagungen wurde gestern früh ein in dem Engros- Geschäft von F. und R.( Fabrik für Reisedecken) Breitestraße angestellter Kommis W. in Haft genommen. Derselbe soll seit einiger Beit in Folge falscher Buchungen das Geschäft um ganz beträchtliche Summen betroaen haben. N. Mit der ganzen Tageskaffe verschwand gestern plöglich eine in dem Restaurant von Quetschling, Grenadier ftraße 13, angestellte Biermamfell. Glücklicherweise tam ble Diebin nicht dazu, das ganze Geld auszugeben, da der Diebstabl sofort entdeckt worden war, und es so möglich wurde, die Diebin in dem Moment abzufaffen, als sie in einem größeren Konfektions- Geschäft sich einen eleganten Mantel taufte. Mantel und Geld wurden ihr abgenommen und sie selbst in Haft genommen. Das ,, Berl. Tagebl." theilt mit, daß sein begabter feuilletonistischer Mitarbeiter, Walther Gottheil, der auch in weiteren Kreisen als Verfaffer der Berliner Märchen" bekannt geworden ist, in Montreux der Schwindsucht erlegen ist. Der Verstorbene war am 15. März 1860 in Königsberg geboren, ist also wenige Tage vor seinem 25. Geburtstage gestorben. Polizei- Bericht. Am 10. d. M. Morgens stürzte sich in der Göbenstraße eine Frau in einem Anfall von Wahnsinn aus einem 4 Treppen hoch belegenen Flurfenster auf den Hof hinab und verstarb auf der Stelle. An demselben Tage Bormittags wurde ein 14 Jahre alter Knabe in der Brenzlauerstraße von einem Milchfuhrwert überfahren und dabei im Geficht, sowie am rechten Fuß derartig gequetscht, daß er nach dem Krankenhause im Friedrichshain gebracht werden mußte. -Am Nachmittage desselben Tages wurde auf dem Neubau Gollnowstraße 5 ein dort beschäftigter Arbeiter erhängt vor gefunden. Die Leiche wurde nach dem Obduktionshause gefchafft. Um dieselbe Beit versuchte der Bäckergeselle Hansel, als er auf dem Grundstück Andreasstr. 71 zufällig mit seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau zusammentraf, auf diese einen Mordanfall, indem er dieselbe durch Schläge auf den Kopf mittelst eines Schusterhammers zu tödten vers suchte. Er wurde verhaftet. Zu derselben Beit versuchte der Uhrmacher Dettmar die hierselbst Auguststraße 80 bei den Eltern wohnhafte Frau Ulrich, welcher er von London hierher gefolgt war, um ein früher dort bestandenes Verhältniß hier wieder anzuknüpfen, auf dem Treppenflur des legtgedichten Hauses dadurch zu tödten, daß er zwei Kugeln aus einem Revolver auf dieselbe abschoß. Die eine Kugel traf die p. Ulrich am Hinterkopfe und blieb im Kopf stetten, während die zweite Kugel anscheinend nicht getroffen hatte und später auf der Treppe vorgefunden wurde. Der ac. Ulrich, welche dem Vernehmen nach nicht unbedingt tödlich verlegt sein soll, wurde nach der Königlichen Klinik gebracht. An demselben Tage Abends wurde ein Mann in seiner Wohnung, Anklamerstraße, am Bettpfosten erhängt vorgefunden. Die Leiche wurde nach dem Obduktionshause geschafft. Der Reichsanzeiger" enthält folgende Bekannt machung: Nachdem die Anlage neuer Apothefen an folgenden Buntien der Stadt Berlin: 1) in der Chauffeestraße an der Ecke der Tiedstraße, 2) am Wörther Play, im Zuge der Wörtherstraße, 3) an der Adalbert- und Naunynstraßen- Ecke, 4) in der Dopelnerftraße an der Ecke der Wrangelstraße durch den Herrn Ober- Präsidenten der Provinz Brandenburg geneh migt worden ist, werden geeignete Bewerber zur Meldung binnen einer Präfluftvfrist von 6 Wochen mit dem Bemerken aufgefordert, daß persönliche Vorstellungen zwecklos find und die Bewerbungen lediglich schriftlich, au geſcheben haben. Der die Bewerbungen lediglich schriftlich zu geschehen haben. Der Meldung, welche zunächst auf eine bestimmte Apotheke aus der oben aufgeführten Anzahl zu richten ist, find beizufügen: a. der Lebenslauf, b. die Approbation und die übrigen Beug zur Uebernahme beziehungsweise Einrichtung einer Apotheke er forderlichen Mittel, d. ein polizeiliches Führungsatteft. Der Bes werber hat außerdem pflichtmäßig zu verftchern, daß er eine Apofollte, die Genehmigung des Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medizin l- Angelegenheiten zur abermaligen werden darauf bes Bewerbung um Apotheken Neuanlagen vorzulegen. Gleich zeitig bringt das Polizei- Präfidium zur öffentlichen Renntniß, Systems gelte, werde eine Besserung der Tarifzustände auch in ienen Richtungen nicht zu erlangen sein. willigt. ben allergrößten Theil ihres Bedarfs aus der nächsten Nach- niffe des Bewerbers, c. der amtlich beglaubigte Nachweis der barschaft decken. Uebrigens sei er prinzipiell einer Ermäßigung Der Tarife auf weitere Streden weder für Dünger noch für Getreide abgeneigt( hört! hört! rechts); so lange aber die Bleichmäßigkeit der Tarife als Grundpfeiler des gegenwärtigen thele bisher nicht beseffen hat, oder, sofern dies der Fall sein August Wohltag vor der 87. Abtheilung des hiesigen Schöffen den Ausgaben beklagt Eisenbahnverwaltung. Gerichts- Zeitung. Wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz hatten fich gestern der Rechtsanwalt Dstar Heinrich Caffel, der Kaufmann Friedrich Wilhelm Karl Roewer und der Restaurateur Karl gerichts zu verantworten. In der vorjährigen Wahlbewegung hatte behufs Agitation zur Stichwahl im fünften Reichstagswahlkreise der erste Angeklagte eine größere Anzahl von Ber trauensmännern am Abend des 4. November zu einer ganz Bevorzugung der Affefforen gegenüber den technischen Baus Frankfurter Allee, an der Ede ver Thaerstraße, nur vorläufig Lokale eingeladen, und waren dieser Einladung etwa 30 bis beamten, den Baumeistern und Bauinspektoren im Reffort der berbeizuführen. von Wabat. 1995. Snigliches Boligelsen Minister Maybach Mein Wunsch und mein eifriges Bestreben gehen unausgesezt dahin, die völlige Gleichstellung den Stadtbahnbögen an der Jannowigbrüde werden derartig unterrichtet worden. Der Baubeamten mit den Affefforen und den übrigen Beamten befördert, daß die Station am 1. April d. J. dem Verkehr vertheilung der Parteigen offen für die einzelnen Wahl in ausgesezt ist. Berlin, den 7. März Polizei 50 gefolgt. Bräfidium. Madai. schiedenen Tischen gruppirt waren vom Einlader über den Zweck der Besprechung Es handelte sich um die Stellen übergeben werden kann. Jest ist man neben dem Ausbau der Lokale, um die Herbeischaffung der fäumigen Wähler die ertheilte dem Schuldner, der ihm Vorstellungen machte, daß dies zu Weihnachten gerade ein gangbarer Artikel fel, den wohlgemeinten Rath, daß er eine Einigung mit seinem Gläu bigen erzielen solle, er würde die Pferde dann sofort wieder fret erhalten. Bald nach der Entfernung des Beamten stellten fich Kaufluftige ein und Meifter Heinrich verkaufte drei der beschlagnahmten Schaukelpferde, indem er sich dadurch half, daß er furzer Hand die Siegel aklöfte und auf andere, nicht gestempelte Schaukelpferde flebte. Einige Tage darauf fam die angebahnte Einigung auch richtig zu Stande und Heinrich hatte nun nichts Eiligeres zu thun, als sämmtliche Siegel abzulösen. Diese gesezwidrigen eigenmächti gen Handlungen zogen ihm eine Anklage wegen Arrestbruchs, fowie wegen Verftridung amtlich beschlagnahmter Sachen zu, die gestern vor der 89. Abtheilung des Schöffengerichts ver handelt wurde. Der Angell. räumte den Sachverhalt unumwunden ein, wollte aber die Aeußerung des Gerichtsvollziehers dahin verstanden haben, daß er selbst nach der erfolgten Einigung zur Abnahme der Siegel berechtigt sei. Der Staatsanwalt wollte den zerknirschten Angeklagten mit vier Wochen Gefängniß belegen, der Gerichtshof war aber mit dem Vertheidiger der Anficht, daß ihm eine Kenntniß von der Rechtswidrigkeit seiner Handlungsweise nicht innegewohnt und erkannte auf Freisprechung. und dergleichen Dinge. Der Angeklagte Roewer sprach fich auch dahin aus, daß der Kandidat der deutsch freifinnigen Partei, Eugen Richter, aufgefordert werden solle, in fleineren Bürgerversammlungen zu sprechen. Der Kriminalkommiffar v. Bodunger war durch eine Depesche des Revier bureaus, nach welcher in dem Wohltag'schen Lotal eine öffentliche Wählerversammlung stattfinden solle, aufgefordert, fich davon zu überzeugen. Zu diesem Behufe batte fich derselbe in Begleitung eines Kriminalschußmannes in das gedachte Lokal begeben, wo thnen der Eintritt nicht verwehrt worden ist, weil nicht ange nommen wurde, daß Uneingeladene in die für sie gar tein Intereffe bietende Besprechung mit eingreifen würden. Die Bes amten tamen gerade herzu, als der Angeklagte Roewer seinen Vorschlag machte. Während bisher zuweilen Mehrere mit einem male das Wort nahmen, wurde den Ausführungen dieses Redners besondere Beachtung geschenkt. Nach ihm nahm Rechtsanwalt Caffel das Wort, und gewann der Kriminal- Rommiffar. Bobunger hieraus die Ueberzeugung, daß dieser der Leiter der Bersammlung sei, sowie daß überhaupt eine Versammlung ftattfand, in der eine Einwirkung auf öffentliche Angelegen heiten bezweckt wurde. Der Beamte trat zu dem Rechtsanwalt Caffel heran, forderte ihn auf, die Bescheinigung über die er folgte Anmeldung vorzulegen, und löfte, als dieser erklärte, daß eine Anmeldung gar nicht stattgefunden hätte, die Versammlung auf. Rechtsanwalt Caffel ist in Folge der von dem Kriminal beamten erstatteten Anzeige angeklagt, a) eine Versammlung ohne vorherige Anmeldung einberufen zu haben, b) als Redner in Derselben aufgetreten zu sein, Kaufmann Roewer ist Der letteren That und der Wirth der Hergabe des Lokals zu Dieser Versammlung beschuldigt. Die Angeklagten stellen jegliche Schuld in Abrede, da weder eine Versammlung stattge funden hat, noch in der Zusammenkunft öffentliche Angelegen beiten erörtert werden sollten, noch erörtert worden find. Der Staatsanwalt beantragte das Schuldig und Strafen von 60, 15 und 10 M, während Rechtsanwalt Caffel und der als Vertheidiger fungirende Rechtsanwalt Dr. Friedmann unter Heranziehung analoger Fälle bei Busammenfünften aller poli tischen Parteien für Freisprechung plaidirten. Der Gerichtshof beschloß, das Urtheil am nächsten Montag Vormittag 9 Uhr zu verkünden. -y. Eine schon bejahrte Dame, die Ehefrau des Kaufmanns Bloch, Kochstr. 30, hatte gestern auf der Anklagebant ber 87. Abtheilung des Schöffengerichts Plaz genommen, um fich wegen Unterschlagung zu verantworten. Die Angeklagte war im November v. J. mit ihrer Köchin in Differenzen gerathen, wodurch lettere fich veranlaßt fand, den Dienst zu tündigen und zweds Erlangung einer anderen Rondition in Die Voff. Stg." eine Annonze einrücken zu laffen. Nach der Behauptung der Dienstmagd find am nächsten Tage fieben bis acht Postkarten für fie eingegangen und dies bestätigt der betreffende Briefträger, welcher bekundet, daß Frau Bloch die Karten in Empfang genommen. Die Adresatin bat teine der felben erhalten und behauptet, daß die Angeklagte die Karten hinter sich gebracht oder vernichtet habe, um sie dadurch zu nöthigen, in ihrem Dienste zu verbleiben. Die Angeklagte beftritt unter den lebhaftesten Betheuerungen, die Karten zu Geficht bekommen zu haben, es tam aber noch ein Umstand zur Kenntniß des Gerichtshofes, der sehr gravirend gegen fie Sprach. Ihr Ehemann hat nämlich durch Ueberredung und Geldversprechungen versucht, die Beugin zur Burücknahme der Denunziation zu bewegen. Der Staatsanwalt beantragte, die Angeklagte mit Rücksicht auf die an den Tag gelegte niedrige Gesinnung mit acht Tagen Gefängniß zu bestrafen und der Gerichtshof erhob diesen Antrag unter Adoptirung der von dem Staatsanwalt gemachten Ausführungen zum Erkenntniß. Nürnberg, 9. März. Die Straffammer verhandelte heute gegen den Bierbrauer Hofmann von Spalt wegen Vergebens wider das Nahrungsmittelgeset, weil er am 28. September v. Jahres an seine Gäste Bier verschänkte, welches nach den eingeholten Gutachten der Gesundheit schädlich war. Der Angeflagte giebt zu, daß das betreffende Bier zwar sehr leicht und neu gewesen sei und noch nicht hatte ausgeschänkt werden sollen, daß er sich aber nicht anders habe helfen können, da er fein altes Bier mehr im Hause gehabt habe und gerade viele Gäfte anwesend gewesen seien; auch gesteht er zu, aur ,, Erfrischung" des Bieres Natron hinzugefügt zu haben. Hofmann wurde zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt und ausgesprochen, daß das Urtheil im Schwabacher Amtsblatt" bekannt zu geben sei. -y. Die verfiegelten Schaukelpferde. Der Sattlermeister Karl Eduard Heinrich befand sich im Dezember v. J. In arger Bebrängniß. Einer seiner Gläubiger hatte ein rechtsfräftiges Erkenntniß gegen ihn erftritten und am 19. Dezember erschien bei ihm der Gerichtsvollzieher Gutjahr, um auf Grund Deffelben die Pfändung vorzunehmen. Der Beamte legte u. A. die ominösen Siegel auch an zehn Stück Schaukelpferde und Heute: Carmen. Theater. Königliches Opernhaus. Königliches Schauspielhaus. Heute: Die Hochzeitsreise. Deutsches Theater. Heute: Die Welt, in der man fich langweilt. Bellealliance- Theater. Beute: Doktor Klaus. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Beute: Gasparone. Central Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Beute: Der Walzer König. Refidenz- Theater: Direktion Anton Anno. Vereine und Versammlungen. denselben wurde für den verunglückten Arbeiter Albert Henn eine Tellersammlung veranstaltet, welche 13,50 Matt erg Nachdem der Vorfißende noch besonders auf die am Sonn den 15. März, ftattfindende Herrenparthie aufmerksam gema welche präzise 10 Uhr Vormittags vom Lokale Wedding Müllerstr. 178, aus stattfindet, schloß derselbe die Bersam lung. Die nächste Versammlung findet Montag, den März statt. Eine Fuhrherren Versammlung, welche am Dien bei Mundts tagte, nahm eine vorberathene Statuten- Borle zu einer Kranken- und Sterbefaffe für Fubrherren, Ruti und verwandte Berufsgenossen( eingeschr. Hilfskaffe) ,, Eintra an und werden Auskünfte wie Mitglieder- Einzeichnungen Bureau Fischerbrüde 14 entgegengenommen. Die tonftituire Generalversammlung findet Freitag, den 13. d. M., statt. be. Die dritte große Arbeiterversammlung, welche fich mit dem Arbeiterschußgefeßentwurf der sozialdemokratischen Fraktion des Reichstages beschäftigte, fand am Dienstag, den 10. b. M. Abends in Sanssouci," Rottbuserstr. 4a unter Vorfit des Herrn Bigarrenarbeiters Laste statt, und nahm einen ähnlichen Verlauf wie die vorhergehenden Versammlungen. Herr Max Kreuz fuhr in der Besprechung der einzelnen Baras graphen des Gesezes fort, von denen er die wichtigsten auswählte und verlas; er wiederholte die Bedenken, welche er gegen die Festsetzung eines Minimallohnes habe, war aber sonst mit allen Bestimmungen vollständig einverstanden, deren Nothwendigkeit er im einzelnen nachwies. Nachdem noch Herr Maurer Beter auf die Wichtigkeit der dem Gefeßentwurf angefügten Resolution bingewiesen hatte, welche die Regierung auffordert, eine internationale Regelung der Arbeiterverhältniffe anzustreben, gelangte folgende Resolution zur einstimmigen An nabme: Die heute, den 10. März J. in Sanssouci" tagende Arbeiterversammlung erklärt sich mit dem von der sozialdemokratischen Fraktion im Reichstage eingebrachten Ars beiterschußgefeßentwurf voll und ganz einverstanden und erklärt bei vorkommenden Wahlen nur solchen Männern ihre Stimme geben zu wollen, welche diesem Antrage zustimmen." beute: Bum 21. Male: Der Vergnügungszug. Hierauf: Die Schulreiterin. Walhalla Operetten- Theater: Deute: Der Feldprediger. Louisenstädtisches Theater: Heute: Erftes Gastspiel der Original. White Star- Minstrels. Dazu:„ Die Eifersüchtigen" und" Die Hanni weint". Oftend- Theater: Heute: Das Geheimniß der alten Mamfell. Wallner- Theater. Deute: Die Sorglofen. Vittoria Theater. Alhambra Theater. Heute: Die Tochter des Teufels. Heute: Der Biehhändler von Oberösterreich. Den Mitgliedern des Vereins der Einseßer Berli zur Nachricht, daß am nächsten Sonntag, den 15. M Vormittags 10 Ubr, in Seegers Lokal, Grüner Weg 29, außerordentliche Mitgliederversammlung stattfindet. Die Tag ordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. N Mitglieder werden aufgenommen. Gäste willkommen. Nr. 6 Freie Vereinigung der Vergolder und Fachgeno versammelt fich wegen Berichts der Statuten Kommission verschiedener wichtiger Gegenstände Montag, den 16. Micheint täc Abends 8 Uhr, bet Scheffer, Inselstr. 10. Der Vorstand Berlin frei sucht um zahlreiches Erscheinen. Softabonnem Der Arbeiter- Bezirksverein der Rosenthaler Vorstadt bielt Montag, den 9. März, im Lotale Neu Walhalla", Schönhauser Allee 156, seine regelmäßige Versammlung ab. Das Referat für diesen Abend bestand in einem Vortrage des Herrn Dr. Heymann über: ,, Die Todesstrafe". Die Versamm lung, welche dem Vortragenden mit großer Aufmerksamkeit zugehört, bankte demselben durch reichen Beifall und Buftimmung. Bum Punkt Verschiedenes" der Tagesordnung ges langte zunächst der Antrag Flehnert zur Annahme. Durch 513 Ein donnerndes Hoch unserm Kollegen C. Groß, genannt Duſedahn, zu seinem heutigen Geburtstagsfeste, daß die ganze Burggraf'sche Bude wackelt. Die burschtigen Seelen D. W. R. G. 517 516 Arbeitsmarkt. Ein Sohn anständiger Eltern wünscht Gürtler zu lernen Manteuffelftr. 8 G. Pödelmann. Rod- und Westenschneider f. hellen Blaz Taubenstr. 49 II. Dehme. Drechslerlehrling verl. Niemann, Wafferthorstr. 32. Mein seit 1877 bestehendes, als reell bekanntes Uhrengeschäft verbunden mit Reparaturwerkstatt befindet sich 488 157 Invalidenstrasse 157 Große Schneider- Versammlung Donnerstag, den 12. März, Abends 81, Uhr, Der Fachverein der Rohrleger tagt am Sonntag, 15. März, Vormittags 10 Uhr bei Wolf und Krüger, Stal ftr. 126 mit oer Tagesordnung: Kaffenbericht und Bo des Herrn Dr. Heymann. Quittungsbuch legitimirt. G fönnen durch Mitglieder eingeführt werden. im Louisenstädtischen Concerthaus, Alte JakobStraße 37. Arbeiter Bezirksverein der Oranienburger Vor und des Wedding. Herrenparthie am Sonntag, 15. März. Abmarsch pünktlich um 8 Uhr früb Vereinslokal, Weddingpart, Müllerstraße 178. Bahlreiche Die et theiligung erwünscht. Broken Eine große öffentliche Zigarren- und Tabatarbei Versammlung findet am fünftigen Sonntag Vormittag Palmensaal", Neue Schönhauserstr. 20, statt, in welcher Die Organisation der Bigarrenarbeiter eingebend gefppricht. De werden soll. Da dieser Buntt bereits in anderen gr Städten Gegenstand von Verhandlungen gewesen ist, eine große Betheiligung der Intereffenten wünschenswer auch in Berlin zeigen zu können, daß das Verständni Diese Frage vorhanden und der Werth einer Organisation gemein anerkannt wird. Im Intereffe der Betheiligten m wir daher dieselben auf obige Versammlung aufmerksam. Tagesordnung: 1. Die Werkstellenfrage der Firma Solms u. Husfeld. 2. Die Behandlung der Arbeiter durch Herrn Schäfer, Firma Ed. Cohn. 3. Der Streit der Schneider in Beiz. 516 zwischen Brunnen- und Aderstraße, und empfehle daffelbe allen Lefern dieses Blattes. Max Busse, Uhrmadiet. 469 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Lohnkommission. Rixdorf Sentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter ( E. H. 3. Dertliche Verwaltung Rigdorf). Kleine Mittheilungen. Unter bi en Artikel, Sozialde lagen bes begefetgel find. Bei dies Fozialdemokr Bere Kla lage hätten In dem groped mter, Arbei blidt bie " hon ber Arb Köln, 10. März. Das rapide Steigen des Rheins in legten Tagen findet seine Erklärung in der Zufuhr der Regenmaffen, die am Bodensee gefallen find. In einer spondenz der Badischen Landeszeitung" aus Ronftans vo b. M. heißt es: Die schönen Frühlingstage, welche den Mch diese E Februar schloffen, find im Monat März einer anhaltend leberwachung rischen Witterung gewichen, zu der fich gestern noch ein ol artiger Sturm gesellte. Alle Abflüsse, die sich in den Boden ergießen, find in Folge des Regens so angeschwollen, Dahn zu ha verschiedenen Drten Ueberschwemmungen erfolgten und der Es berül Beitung" ein Deutsch- freifin bund aller U ingeftellt bal ühl, daß al so rasch steigt, daß z. B. von Samstag auf Montag der diesen Vorsch um 14 Bentimeter in die Höhe ging. Briefkasten der Redaktion. G. Schulz. Burg. Der betreffende Herr wohnt Raw lag einwen ftraße 36. Martgrafenstraße 87. Unter Umständen find ste berechtigt. Wenn das Statut eine bestimmte Kündigung feststellt, so müssen Sie auch bis zu Ablauf dieser Frit Beitrag entrichten. Den Mitgliedern der DE fennen woll gern. Daß der ermänner Achtung! Berlin F. Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler gane ber b Man fiel in ber ge ben ift, w Sterbekassen A und anderer gewerblicher Arbeiter zur Nachricht, daß die Ba ftelle Invalidenstraße 131 bei Dahle hiermit aufgehoben und haben die Mitglieder an nächstgelegener Bahlstellen ferm Die Bahlstellen für die Ortsverwaltung Berlin Linienftr. 160, Ede der Gr. Hamburgerstr. b. Guth zu entrichten. ( Schönhauserthor) find: Linienstr. 230 bei Lücke, Megerstr. 21 bei Webland, Bernauerstr. 14, Ede der Streligerstr., bei Hönoch, Blonskirchplatz 11 bet Hohn. Soeben erschien: J. A.: F. Meifn Die Erlösung bigt. Daß die taurf, ber trags zur@ 1959Sonntag, 15. März, Nachm. 3 Uhr, Bergstraße 129, bei Nieftg: der darbenden Menschheil Mitglieder- Versammlung Delegirtenwahl. Nur Majorenne( 21 Jahr) find wahlberechtigt. ( Resultat 7 Uhr.) Es ist Ehrenpflicht in dieser Seit zu erscheinen. Auflage Buch legitimirt. 514 Krankenkasse der Berliner Hutarbeiter und verwandten Berufsgenossen Montag, 23. März, Abends 8 Uhr, im Schüßenhaus, Linienftr., General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Entgegennahme von Anträgen. 3. Frage Quittungsbuch legitimirt. Alle Mitglieder find 487 taften. eingeladen. von R. Theod. Stamm. zu den au roativen un efonbers abe brudt verboten. 115 ரு Ich ha te Amberg Paren tonnen ben Sie au be, Ihnen em Briefe fte Ah, ich Bu haben in der Expedition des Berliner Boltsbla erbrach er Bimmerftraße 44. Der gefehl. Maximalarbeitsta von Wilhelm Liefländer. Preis 15 Pfg. 10 Exemplare 1 Matt. Rabe, ich geb Sie hab berg, als fe, boch bo anne, ber tmäßigen C gegne." Ritobemu Der Ele wanbte. Bu beziehen durch die Expedition des Berl. Boltsblat Bimmerftraße 44. Die Nr. 14 der humoristischen Blätter Der wahre Jacob" Er ist Ratoch en fcheir I erschienen und in der Exped. d.„ Berl. Voltsbl." ay baba August Herold Berlin SO., 112 Skalitzerstrasse 112. Möbel, Spiegel- und Polfferwaaren Magazin Eigene Fabrik, Solide Preise, Prompte Bedienung. Verantwortlicher Redakteur R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. 490 ent Baul ih Leider, ber er foll it Er unter Da, Rät egen ben Me ab aus aller ber Himm tab 14 Ja, Str Dein Br ittel ba, un Beil ich unfer eil Du, ber tie Pflege De ein Leiden Nicht m