It auf lockt und ermorbel Geftänd tentat auf Rourierjug b. Mil en befand Führer bal ifchen ben uf freiem = einzelnen n dem fid schwamm. Mr. 62. Sonnabend, 14. März 1885. II. Jabra. Berliner Volksblaff. aumen hin Fenster be nden hatte Herrn au vollständi Aussteigen Dalten be te, Schaw erlin nad Dalbichlaf De und f aus bem Organ für die Intereffen der Arbeiter. Das„ Berliner Volksblatt" erscheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Buglein Bostabonnement 4 Mt. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) Nachdem hier ein Igebrad Sen haben ft es de wem ffenbar i bal fcheint det Redaktion: Beuthstraße 2. Der heutigen Nummer liegt für unsere auswärtigen ein."( bonnenten die Nummer 15 des Jllustrirtes Sonntagser verlegte att bet. des Herrn Deater und bonfibi eder aller en vertet cht au -1 Uhr ftrom a. 690 000 nem Aub ift ung P Bur Branntweinfrage. Die Petitionskommission des Reichstages hat einen Bericht erstattet über die Petitionen, die ihr bezüglich bes Mißbrauchs und des Verbrauchs geistiger Getränke zuge gangen find. Sie fordert den Reichskanzler auf, eine Erebung darüber zu veranstalten, wie weit die Behörden bei Der Ertheilung von Konzessionen zum Ausschant von geisti gen Getränken den Nachweis des Bedürfnisses als Maßstab angenommen haben und ob durch diese Beschränkung der Rongeffionen eine Verminderung des Branntweinkonsums überhaupt herbeigeführt worden ist. Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., 3immerstraße 44, sowie von allen AnnoncenBureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Expedition: Zimmerstraße 44. Hier sei auch auf eine Thatsache hingewiesen, die gewöhnlich weniger beachtet wird. In Süddeutschland trinkt die Masse des Volkes im Verhältniß zum Norden recht wenig Branntwein, und zwar aus einer sehr einfachen Ursache. Zunächst giebt es dort ein im Allgemeinen schmack haftes und dabei billiges Bier; sodann ist der Wein billiger und bann giebt es namentlich in Südwest deutschland ein billiges Voltsgetränk, ben sogenannten Moft aus Birnen oder Aepfel, von dem namentlich in Württemberg auch der Aermste eine Quantität sich selbst teltert und in den Keller legt. So kommt es, daß dort wenig Branntwein fonsumirt wirb, auch herrscht bort bas fogenannte Kirschwasser vor, ein Schnaps, der an Qualität sehr hoch über dem sogenannten Fusel steht. Man sieht also, die Mittel, dem übermäßigen Branntweinkonsum zu steuern, wären sehr einfach. Ein billiges und gutes Volksgetränk her und die so viel besprochene Branntweinpest" ist weg. Aber statt dessen haben die jenigen, welche gegen den Alkoholismus ankämpfen nur Die Kommission hat sich offenbar sehr viele Mühe Strom gegeben; sie hat wissenschaftliche Autoritäten befragt und Der Wolg at sonst allerlei Material beschafft; fie hat aber uns nur mittheilen fönnen, was wir im Allgemeinen schon wußten, Obidos baß nämlich der Branntweinverbrauch ein eminent starter Phrasen, und zwar Phrasen ohne jegliche Bedeutung. it. In Preußen allein sind in den Jahren 1880/81 etwa Wann artet der Branntweingenuß überhaupt aus? 260 Millionen Mark für Branntwein ausgegeben worden. Dafür wird sich schwer eine Grenze feststellen lassen. Der Auch wenn der Reichskanzler die geforderte Erhebung Arbeiter in Norddeutschland, soweit er mit schwerer Arbeit Bornehmen läßt, so werden wir dadurch nicht allzuviel Neues beschäftigt ist, bedarf ab und zu einer Auffrischung seiner erfahren. Es tommt auch gar nicht darauf an, ob einige Kräfte; er nimmt dazu einen Schluck Branntwein, weil er hunderttausend Liter mehr oder weniger fonsumirt werden, nichts anderes hat, weil seine Mittel nicht ausreichen, ein bie Die S em 1. D ung hatte awing ift ung 7 werben nmen, ffe behalb auf das ganze Geschrei, das von dem Muckerthum Arbeiter, sich zu befferen Getränken zu wenden. Und wie genomme 527 W nftraße. étail Eritot un nerfir. 40 angs reis nd ken 7 jahraus, jahrein gegen die " Branntweinpest" erhoben wird, gar keinen Werth und auch nicht auf andere ähnliche Dellamationen. Die Petitionstommiffion des Reichstages hat burch gerne würde er es thun! Wir müssen aber auch eine gewiffe Heuchelei darin erblicken, daß man sich immer geberdet, als ob nur die Branntweinschenken allein die Stätten seien, wo der Branntihren Antrag gezeigt, daß auch fie in ihrer Mehrheit die weingenuß fultivirt wird. Man wird doch wissen, daß es lomme von den vielen Gelegenheiten, die durch Branntbeinschenken und Verwandtes geboten werden. Wir halten bies für absolut unzutreffend. Wenn der übermäßige Branntweingenuß nur aus den vielen Gelegenheiten ents lände, dann müßte er leicht zu beseitigen sein. Die Urlachen liegen tiefer. Wir wollen bei dieser Sache darauf binweisen, daß z. B. unter den Damen der englischen Ariftotratie die alkoholische Trunktsucht eine Zeit lang sehr äufig aufgetreten ist. Diese Damen treiben sich schwerlich den Tavernen Londons umher und doch sind viele von Ihnen dem Dämon des Alkohol verfallen. Also die Gelegenheit machts auch da nicht. Radbrud verboten.] 116 Feuilleton. Gesucht und gefunden. Ronian von Dr. Dur Forsesung.) Bielleicht hätte fie offenen Haß, abfichtlich gezeigte " anständige" Leute weingenuß florirt und daß auch sehr von dem Branntweinteufel besessen sind. Wo fängt überhaupt der Begriff Trunkfucht" an und wo hört er auf? Wenn darüber die Behörden zu entscheiden hätten, würden wir sicherlich manchmal mertwürdige Dinge erleben, denn man kann über„ Trunksucht" und ihre Grenzen sehr verschiebener Meinung fein. Die Agitation gegen den Alkoholismus hat auch einen Werth insofern, als fie auf eine höhere Besteuerung des Branntweins gerichtet ist, denn die Besteuerung würde sofort wieder auf den Konsumenten abgewälzt und gerade derjenige am schwersten getroffen werden, der nicht aus Ich sollte meinen, daß es Ihnen nicht gleichgiltig ist, oder glauben Sie, mein Onkel hätte Sie nicht be. lohnt, wenn Alles so gekommen wäre, wie wir es beab fichtigten" " Für das, was ich gethan, habe ich den Lohn verdient, und derselbe ist mir ja zugesichert von Seiten des Herrn Herr Rodenburg hat wahrhaftig nicht Ur Amberg Trunksucht", sondern zur Erfrischung und Stärkung ein Gläschen Branntwein trinkt. Jedes Volk hat seinen Teufel, der Deutsche hat den Saufteufel!" sagt uther. Wenn das wahr ist, dann hat man nicht das Recht, gerade den Arbeitern immer mit Deflamationen gegen den Altobolgenuß zu kommen. Die Arbeiter im Allgemeinen verdienen heute wahrlich zu wenig, um öfter oder gar dauernd große Exzesse im Trinken begehen zu können. Fange man die Kur doch lieber bei den bemittelten ,, Gewohnheitstrinkern" an! Diese genießen den Alkohol nur, weil sie Vergnügen daran empfinden. Sie fönnten sich bessere und gesündere Getränke verschaffen. Und das ist eine andere Sache als bei dem Armen, der das nicht kann. Politische Uebersicht. Aus dem Reichstage. Die Zollkommission hat gestern die erste Berathung der die Erhöhung von Textilsöllen be treffenden Regierungsvorlage beendet. Die letzten beiden Sigungen wurden mit der Diskuffton über die Vorlage, sowie Spizen u. 1. w., bei denen die Regierung eine Erhöhung von 600 auf 800 Mt. pro 100 Kilo wünschte, ausgefüllt. Nachdem Abg. Lohren beantragt hatte, gemusterte Seidenstoffe, sowie feidene Gaze im Interesse der rheinischen Seidenindustrie ebenfalls auf 800 M. zu erhöhen, sprach sich der Abg. Singer in längerer Rede gegen die beabsichtigte Erhöhung des Spizens zolles aus. Der Stedner betonte, daß man nicht um einer ein zigen Fabrik zu helfen, andere bedeutende Industrien- in biesem Falle die Berliner Konfektion welche viele tausend Arbeiter beschäftige, schädigen dürfe, und wies darauf hin, daß auch andere Fabritationszweige, z. B. die fächstiche Stoffweberei und die Bassementrieindustrie des sächsischen Vogtlan des bedeutend dabei interesfirt sind, daß der Konfektion der Weltmarkt nicht verschloffen würde. Nachdem von Seiten des Regierungsvertreters der Versuch gemacht was, die Ausführun gen des Abg. Singer abzuschwächen, beschloß die Kommission mit 10 gegen 5 Stimmen gemusterte Seidenwaaren und Gaze von 600 auf 800 M. zu erhöhen," lehnte jedoch einstimmig die Regierungsvorlage bezüglich seidener Spigen ab, so daß der Boll auf diesen Artikel in der jegigen Höhe von 600 Mt. be ftehen bleibt. Die Verhandlungen über das Arbeiterschutzgesetz in der Mittwochs- Sigung des Reichstage 3 haben in ArbeiterTreisen viel Stoff zu Diskussionen gegeben. Man wundert fich nämlich hauptsächlich über das Verhalten derjenigen Parteien, welche sich bei jeder Gelegenheit mit ihrer Arbeiterfreundlichkeit brüften, welche alle von ihnen eingebrachten Gesezentwürfe stets mit dem Hinweise zu begründen belieben, daß dieselben eigentlich nur im Interesse der Arbeiter seien. Somit mußte es um so auffälliger erscheinen, daß außer dem tonservativen " Welche Unvernunft!" rief Emmy.„ Er unterschreibt, daß er Ihnen zehntausend Thaler zusichert, gleichviel in welcher Höhe sein Erbschaftsantheil ausfällt! Sie werden boch nicht beanspruhen, daß er Ihnen diese Summe be zahlt, da ja seine Erbschaft nur die Hälfte der Summe be trägt?" Was geht das mich an? Habe ich etwa ihrem Dntel " Rälte leichter ertragen, als diese vollständige Gleichgiltig fache, mich zu belohnen, und ich will froh sein, wenn die gegenüber Verpflichtungen?" teit, fein Unbeachtetlassen dessen was sie empfand. Emmy schieb aus diesem Hause gebemüthigt in ihrem Hochmuth, gelnickt in ihrer stolzen Hoffnung und verwundet hef im Herzen. Sie war sehr unglücklich! Vierunddreißigstes Kapitel. Noch hatte Emmy den Entschluß, Feldau zu verlassen, welche fie bisher bewohnt hatte. Cordelia fand eine ges nicht ausgeführt, da zog schon Cordelia in die Zimmer ein, wiffe Genugthuung für sich darin, daß fie die Nivalin ver brängte, daß fie ihren Plaz einnahm, noch ehe Emmy den felben verlaffen hatte. Emmy war bereits vollständig in Reisekleidern. Sie hatte sich in Charlotte's Bimmer begeben, um Sache sich so wendet, daß kein Verdacht der Mitschuld auf mich fällt. Wäre das der Fall, Sie wären ohne Stellung." " D, ich habe von Ihnen gelernt, flug zu sein, und werde es so einzurichten wissen, daß man mich nicht der Mitschuld verdächtigt." Bon wem erwarten Sie eine Belohnung?" Bon Ihrem Onkel Amberg, von wem denn sonst!" " Sie find wirklich naiv, Charlotte. Mein Dntel hat Ihnen doch eine Summe zugesichert nur für den Fall, daß uns Ihre Dienste etwas nüßen." Haben ihm meine Dienste nicht genügt? Bekommen Sie nicht eine Mitgift von zehntausend Thalern?" " Ja, ich; aber mein Dntel.. " Nun, er ist ebenfalls mit fünftausend Thalern bes mit biefer noch über einige Wirthschaftsangelegenheiten dacht." Radsprache zu nehmen, und um mit Charlotte gemeins ihaftlich das Scheitern aller Pläne zu beklagen. Das Bespräch führte zu bitteren Erörterungen. Alles so gekommen ist," sagte Emmy. Wären Sie damals ,, Sie tragen einen großen Theil der Schuld, daß nicht auf den Gedanken verfallen, Lucie zu verdächtigen... " " " Ich? Wie sollte ich dazu gekommen sein?" rief " Und welchen Lohn beanspruchen Sie für sich bei der wirklich lächerlichen Entschädigung für die verlorenen Hoffnungen?" „ Ich beanspruche die mir kontraktlich zugesicherte Summe." Und welche wäre das?" " Ich kann Ihnen den Revers zeigen, welchen mir " Ha!" rief Emmy und die Leidenschaftlichkeit Ihres Wesens tam jetzt unverhohlen zum Ausbruch.„ Das ist Erpressung! Das ist eine Schändlichkeit!" " Nennen Sie es, wie Sie es wollen, Fräulein Emmy, es ist mein Recht, und darauf bestehe ich." Sie wollen also immer noch als die ehrliche Person gelten Sie wollen nicht die Verdammniß mit uns theilen, entlarvt, beschimpft zu sein entlarvt, beschimpft zu sein und noch obenein einen un verhältnißmäßig hohen Lohn fordern?... Das soll nimmermehr geschehen!" " Charlotte zudte verächtlich die Achseln. Mein Fräu lein, wir sind fertig; wir haben mit einander nichts gemein." Sie falsche Person! Wenn nun mein Onkel der Herr auf Feldau wäre?" Dann würde ich mich gefügt und würde ihm die Freundschaft nicht gekündigt haben. So aber, da ich von dieser Freundschaft nichts weiter zu hoffen habe, bestehe ich auf meinem Recht." " Sie verlangen die Auszahlung von zehntausend Thaler?" „ Ich werde fie nöthigenfalls gerichtlich einklagen!" Unerhört!... Doch ha! Wie klug war's, wie gut, daß ich mir eine Waffe reservirte, um für solche Fälle Charlotte entrüftet. Ihre Joee war's, nicht meine; Ihr Onfel gestellt hat, und Sie thun gut, Ihren Dntel gegen Sie aufzutreten!" ober hatten Sie nicht etwa das größte Interesse an der Grbichaft?" bas war ein großer Fehler. Wäre das nicht gewesen, Gleichviel; Sie haben mich darin unterstüßt, und zu erinnern, daß er seinen Verpflichtungen nachkommt." Ich bin neugierig auf diesen Revers; ich weiß von einem solchen nichts." Jst auch nicht nöthig! Das ist eine Sache, die Sehen Sie hier. Herr Prediger Amberg verpflichtet hätten wir Lucie ganz ruhig in ihrer Stellung und in zwischen mir und Ihrem Onkel allein abgemacht wurde ihren Erbschaftsaussichten gelaffen, so hätten wir noch immer ,, Sie eine Waffe? Und welche wäre das?" ,, D, ich werde es Ihnen zeigen.... Ha! Sie sollen nicht als die ehrliche, treue Dienerin des Hauses gelten, während wir mit Schande gebrandmarkt find! Ich werde auch Sie an den Pranger stellen, und ich habe es in meiner Gewalt, und mehr als Sie als eine Verbrecherin zu stempeln.... Sie verzichten, hätte uns sicherlich in seinem Testament neben den recht- tausend Thalern an mich zu zahlen, gleichviel in welcher oder ich mache von der Waffe Gebrauch." bei Herrn Rodenburg für seinde Freunde gegolten und er sich als Belohnung für meine Dienste die Summe von zehnmäßigen Erben ansehnlich bedacht, während es jetzt allein Höhe ihm ein Erbschaftsantheil zufällt. Ihre Schuld ist, daß das nicht der Fall ist." Ich habe das Lettere ausdrücklich hineingebracht und Ihr Onkel hat's ,, Dies Alles ist mir gleichgiltig," erwiderte Charlotte. unterschrieben." ,, Von welcher Waffe reden Sie denn?" fragte Charlotte, ein wenig stuhig gemacht. Ich will es Ihnen sagen. Die erste Anschuldigung der Krach gekommen ist. Soll die Begeisterung für Rolonien zu neuen Gründungen der Art und dann zu einem Krach führen? Es ist nicht angenehm, heute etwas gegen ein solche Nur Sache zu sagen, wenn sie auch noch so unverständig ist. zu leicht bekommt man eine Beschimpfung als Dant. Aber bas tann Vaterlandsfreunde nicht abhalten, zu sagen, was vor dem Schaden warnen soll. Sollte auch die Warnung nicht beachtet werden, man hat ein gutes Gewissen, wenn man gewarnt hat." Herrn Hartmann auch nicht Einer Stellung zu dem Antrage I Bebel Grillenberger nabm. Freilich heißt es in dem Parlaments bericht: Die Diskuffton wurde geschloffen", und weiter lesen wir, daß fich die Abgeordneten Buhl und Schrader beschwerten, weil fie in Folge des Schlußantrages nicht zum Worte getommen seien; aber wer hat denn Schuld, daß der Schlußantrag angenommen wurde? Bentrumspartei und Konservative hätten schon den Schluß unmöglich machen können, wenn ihnen baran gelegen war. Wir müssen daher zu Gunsten Derjenigen Bartet nehmen, die behaupten, daß den auch- arbeiterfreundlichen Abgeordneten die Konkurrenz des Antrages Bebel Grillenberger etwas unangenehm war. Die Herren hatten Butter auf dem Haupte und durften sich deshalb den Strahlen einer ein gehenden Debatte nicht ausseßen. Der einzige Redner, der Abg. Hartmann, hat Ansichten entwickelt, die ein grelles Licht auf die Pläne seiner Gesinnungsgenossen werfen; fein den tender Mensch wird heute noch die Verwerthung der zarten Kinderhände für die Industrie fordern können und wenn Herr Hartmann und seine politischen Freunde dieses dennoch verlangen, so ist dieses ein untrügliches Beichen, daß es ihnen mit ihrem angeblichen Bestreben für das Wohl der Arbeiter niemals Ernst gewesen ist. Frankreich. | pflichtigen Anlagen aufzunehmen, zur Genehmigung gehen at gegangen. Nach den Erfahrungen der Behörden ist es erfor lag zun Bei derlich, die in Rede stehenden Anlagen, bei ihrer Feuergefähr lichkeit, bei der damit bisweilen verbundenen Explosionsgefahr, usschuß bei der den Adjazenten aus dem Betriebe erwachsenden Bein ging: läftigung und bei der Gefahr der Vereinigung des Bodens lag zu durch Amoniakwaffer, der Genehmigungspflicht zu unterwerfen. Sommer Das dem Reichstage zugegangene elfte Verlegen u zeichniß der an denselben gelangten Petitionen enthält folgen 3 wiederum eine Anzahl, welche die Wiedereinführung der Doppel nächst ein währung verlangen. Nur eine Petition richtet sich gegen die neuen Ra Abänderung der bestehenden Münzordnung. Unter den übrigen Borschläg Petitionen erscheint und wegen der nach dieser Richtung hin gleich die fich in lezter Beit in stärkerem Maße geltend machen plage, mel den Bewegung eine vom Abg. Viered überreichte nicht meh Eingabe von einer Anzahl Danziger Damen, welche um Abogen wer schaffung der Sittenpolizei und die Verfolgung aller Bergeben bluß zu gegen die öffentliche Drdnung und den öffentlichen Anstand tag des Sem ordentlichen Richter zu unterstellen bitten, besonders be Brüfung, Borlage merkenswerth. Die Erträgniffe der Steuern gehen noch weiter zurüd als voriges Jahr. Während des Monats Februar haben die in direkten Steuern 3 993 500 Fr. weniger ergeben als fie im Voranschlag angefegt waren und 5 642 300 weniger als im Vorjahre. Ein Ausfall von 30-40 Millionen ist daher für Das Jahr zu befürchten. Bis jest beträgt derselbe 5 885 000, während Algier eine Steigerung von einer Million aufweist. Die Pariser Verbrauchsteuer ist im Februar um 336 290 Fr. gegen das Vorjahr und um 307 703 Fr. gegen den Voranschlag zurüdgeblieben. Für die beiden ersten Monate des Jabres beträgt der Ausfall 958 510 Fr. Deshalb erheben fich auch einige Bedenken gegen die geplante neue Anleihe von 600 Millionen, Diese Bedenken werden bei der chauvis nistischen Gesinnung der Deputirtenkammer angesichts der in Tontin zu erwartenden Gloire bald verschwinden; zu Kriegen werden die größten Summen bewilligt. In der letzten Sigung des Bundesraths wurde der Gefeßentwurf über die Steuervergütung für Zucker und der Gefeßentwurf wegen Abänderung und Ergänzung des Gerichtsverfaffungsgesetzes und der Strafprozeßordnung den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Bei dem letteren Entwurf handelt es fich nicht mehr um die Abänderung der Schwurgerichte, die den Ausschüssen bereits überwiesen ist, sondern um die schon angekündigte Vorlage wegen Wiedereinführung der Berufung. Ferner ertheilte der Bundesrath dem Entwurf einer allgemeinen internationalen Literar- Konvention, wie er vor einigen Jahren von der Schweiz angeregt wurde, sowie den Ausschußanträgen betreffs eines internationalen Uebereinkommens über die Regelung des Eisenbahnfrachtverkehrs seine Zustimmung. Als Mitglieder des Reichsgerichts werden Landgerichts- Präfident Behr aus Liegnis und Nod aus Karlsruhe dem Kaiser vorgeschlagen. Der Gefeßentwurf, betreffend den Schutz des Papiers der Reichskaffenscheine gegen Nachahmung, wurde angenommen. Die vom Reichstage gewählte Kommission genommen zur Vorbereitung des Adermann'schen An Im 1 trages, betreffend den Befähigungsnachweis, hat in Ginnal fich konstituirt und zu ihrem Vorfißenden den Abg. Roßhitusschuffe zu dessen Stellvertreter den Abg. Adermann und zu Schrift führern die Abgg. Lüders und Sattler gewählt. Der Minister des Innern will die Entfaltung der rothen Fahne bei den Feierlichkeiten, welche die Kommu narden für den 18. März vorbereiten, nicht dulden und sandte allen Präfekten bereits den Befehl, die geeigneten Maßregeln zur Beseitigung aller revolutionären und aufrührerischen Abzeichen zu ergreifen, falls fich dieselben auf den öffentlichen Straßen zeigen sollten. Die intransigenten Zeitungen protestiren dagegen, daß die am Dienstag verhafteten Sozialisten über die Grenze gebracht werden sollen; eine solche Maßnahme fäme einer Auslieferung gleich. Es ist Befehl ertheilt wor den, die kürzlich Ausgewiesenen, welche über die nördliche Grenze Frankreich wieder betraten, zu verhaften.- Ein Telegramm des Admirals Leepès aus Relung vom 8. d. Mts. meldet, der Oberst Duchesne habe am 4. b. Mts. mit 1300 Mann die Stellungen der Chinesen angegriffen. Nach einer Reihe glänzender Gefechte, welche 4 Tage dauerten, seien die Chinesen aus allen früher innegehabten Stellungen vertrieben und gegen Tamfui zurückgeworfen worden, auf der Flucht hatten fie 2 Kanonen, zahlreiche Flinten und Fahnen und eine große Menge Munition zurückgelaffen. Die Franzosen hätten ungefähr 200 Todte und Verwundete gehabt Zu der deutsch- englischen Flaggen Affaire verlautet aus London: Dem Vernehmen nach hat das englische Kabinet von der deutschen Regierung die zufriedenstellendsten Verficherungen in Bezug auf den Zwischenfall in Ambas Bay erhalten. Fürst Bismarck, so heißt es, hat, während er jedwede Kenntniß von der angeblichen Beschimpfung der englischen Flagge in Victoria in Abrede stellt, der englischen Regierung in unzweideutiger Sprache zu verstehen gegeben, daß er feinen Wunsch bege, die Giltigkeit der englischen Ansprüche auf jene Niederlaffung zu bestreiten, und dieselbe thatsächlich bereits formell anerkannt habe. Sollte die Nachricht von dem Herab ziehen der englischen Flagge fich bestätigen, werde die deutsche Regierung sofort das Vorgehen ihrer Agenten desavouiren, und Diejenigen Schritte ergreifen, die zur Verhütung eines Wiedervorkommens eines solchen Mißverständnisses nöthig sein dürften. Bestimmte Nachrichten sind bis jezt über diese Angelegenheit noch nicht eingetroffen, indeß gewinnt es den Anschein, daß dieselbe in friedlicher Weise erledigt werden wird. " Amerika. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom 12. März. Vorsteher Dr. Straßmann eröffnet die Sigung umung, au 5 Uhr. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Berichterstattung baft fei, des Stadtv. Reich now über die Petition des Kaufmann Hermann Hirschberg, Mauerstraße 27, betr. Die probeweise Gin richtung einiger unterirdischer Bedürfnißanstalten für Männe und Frauen. Die Versammlung beschließt, die Petition dem Magistrat zur Berücksichtigung zu überweisen. Nach in Washington eingegangenen Nachrichten aus New Orleans ist in Folge des Vorgehens des Präsidenten Barrios zur Herstellung einer einzigen, aus den Staaten von ZentralAmerita bestehenden Republik zwischen Guatemala und Nicaragua eine Kriegserflärung erfolgt. Das Vorgehen des Präsidenten Barrios soll namentlich bezwecken, dem Bau des Kanals von Nicaragua Hindernisse zu bereiten. Ni caragua ist eine der Staaten, die in den projektirten Bund mit eingeschlossen werden sollten. Afrikanisches. Der Reichsanzeiger" macht in seinem amtlichen Theile folgendes bekannt: Nachdem das Gebiet zwischen der Mündung des Oranjefluffes und dem Kap Frio, ausschließlich der Walfisch bai, unter den Schuß Sr. Majestät des Kaisers gestellt worden, find die deutsche und großbritannische Regierung dahin übereingekommen, durch eine in der Kapstadt zusammentretende gemischte Kommission die Ansprüche auf Brivateigenthum oder Nugungsrechte prüfen zu laffen, welche vor der deutschen Schußerklärung englische Unter thanen in dem unter deutschen Schuß gestellten Gebiete und Deut se Reichsangehörige in der Walfischbai und auf den in der englischen Befißergreifungsurkunde vom 27. Februar 1867 genannten Inseln bei Angra Pequena erworben zu haben behaupten. Deutsches Mitglied der Kommission ist der Generaltonful Dr. Bieber. Der liber Kap Der! auch wied then und Den feien. Daß für d religiöfen Beftattet uzuschli wee ve bren w diziniid mal ei ige uni Aurmetho Autoritäte nicht Hiera Debatte buffesi itgestellt. Soda Daß die C Bedingun Mart an derzeit n feite gelöf bebung d Auf ung der chaft best mit, daß bie gebad technischer jabr 1884 Benehmig Baus genehmig Tellschaft $ 432 900 Es folgt die zweite Berathung des Stadthaushaltsetat pro 1. Arril 1885/86, und zwar berichtet Stadto. Solo Namrns des Ausschusses über Kapitel 1.( Spezialetats 1-3 unabm Rämmeretverwaltung. Bei dem Etat des Berlinischen Rath hauses tam im Ausschuß die Frage wegen anderweiter Unte bringung des Amtszimmers des Stadtverordneten- Vorstehe und die Bureauräume der Stadtverordneten- Versammlung Sprache. Man war dabei der Ansicht, daß das Zimmer b Vorstehers zu flein sei und der Amtswürde desselben nicht spreche, auch die Bureauräume bei dem täglich wachsenden Außer Aftenmaterial dem Bedürfnisse nicht mehr genügen. dem sei das Geräusch, welches die unter diesen Räumen f die elektrische Beleuchtung aufgestellten Dampfmaschinen vom 1. A ursachten, äußerst störend, so daß die Zuweisung anderer geeig neterer Räume dringend geboten erscheine. Der Ausschuß empfiehlt deshalb folgende Resolution zu faffen: Die Be fammlung ersucht den Magistrat, behufs anderweiter Unter bringung des Amtszimmers des Vorstebers und der Burea räume der Stadtverordneten- Versammlung mit dem Vorftande in Berathung zu treten und der Versammlung eine bezügliche Vorlage recht bald zugehen zu lassen."- Die Resolution wit - Das brasilianische neue Parlament, welches nach einem Appell an das Land über die Sklavenfrage erwählt wurde, ist am 8. bs. Mts. vom Kaiser eröffnet worden. Kaiser fündigte in seiner Thronrede die Einbringung einer Regierungsvorlage für die Erleichterung der Sklavenemanzipation an und empfahl dem Parlament, diese Maßregel ernstlich in Berathung zu ziehen. Den -Vor Kurzem erhielt der Präsident der Republick Chile ein Badet zugeftelt, in welchem sich eine sog. Höllenmaschine befand. Durch Bufall erlangte der Präsident von dem Inhalt Kenntniß und die Maschine wurde vernichtet. Absender hat man zwar noch nicht ermitteln können, doch scheint nach Lage der Sache der Blan von der flerifal- reaktionären Partei dieses Landes ausgegangen zu sein. Der jezige Präsident sucht möglichst freiheitliche Reformen durchzuführen und stößt damit bei der reaktionären Meute auf großen Widerstand. Unter der Ueberschrift: Das deutsche Eldorado in Oftafrika" bringt die Weser3tg." mehrere Leitartikel, in welchen fte, geftüßt auf zahlreiche Beugnisse, die Unmöglichkeit für Europäer, dort länger als zwei bis drei Jahre zu wohnen, nachweist. Bum Schluß heißt es dann: Wir meinen, dies Sterben tann weber den geographischen Reisenden, noch den Misstonar hindern, ins Land zu geben; nicht einmal der Kaufs mann wird sich abhalten lassen, in jenen Gegenden seinem Ge schäfte nachzugehen. Aber den Arbeiter, der von seiner Handarbeit lebt, der für sich und seine Familie ein Heim zu gründen wünscht, in ein solches Land zu loden, das ist ein großes Unrecht. Auch das Deutsche Gebiet in Ostafrika ist keine Kolonie und wird es, wenn je, auch noch lange nicht sein, in die man den Strom unserer Auswanderer lenken kann. Es ist noch nicht lange her, daß über die Gründungen der Milliardenzeit gegen Lucie war die, daß dieselbe die Summe von vier hundert Thalern vom Wirthschaftsgelbe unterschlagen habe. Sie haten tausend Thaler empfangen; es waren von Ihnen aber nur Quittungen über sechshundert Thalern vorhanben; zwei Duittungen über vierhundert Thaler konnte Lucie nicht erbringen." " Ich weiß es! Diese Duittungen hatte ich an mich genommen und händigte sie Ihnen aus, um sie zu vernichten." Parlamentarisches. angenommen. pachtet wi ftatt und Durch di baß diese haft mit tage zu. Der Bitrateant Weiterhin ersucht die Versammlung auf Antrag des Etattungen el ausschusses den Magiftrat, die zur Zeit von dem geselligen Verein der Gesellschaft der Freunde für ihre 3wede benusten Räumlichkeiten vom 1. Oktober d. J. ab, wenn es möglich ih auf die Dauer von 3 Jahren weiter zu vermiethen. Bet der Pofition Neue Friedrichstraße 35" wurde im Ausschuß zur Sprache gebracht, daß seitens der städtischen verwaltung bezw. ihrer Organe bei der Uebernahme des zur Markthallenbahn erforderlichen Theils des Gartens vom Grunds stücke Neue Friedrichstraße 35 resp. bei Freilegung des Gartens nicht oronungsmäßig verfahren sein soll. Namentlich man, trop Protestes der früheren Beftgerin des Grundnud, einen derselben gehörigen Baun und eine Veranda auctionis modo verkaufen lassen, und außerdem feien Gastandelaber, fte loszuschrauben und auszuheben, einfach abgeschlagen, dadurch zur Weiter benutzung unbrauchbar gemacht worden. Der Ausschuß hält es für wünschenswerth, daß über den Sich verhalt Erhebungen durch den Magistrat stattfinden und von dem Resultat derselben der Versammlung Mittheilung gemacht werde. Er schlägt demgemäß vor, folgende Resolution zu faffen: Bei der Uebernahme des zum Bau der Markthallen bahn erforderlichen Theils des Gartens von dem Grundstüdein für Neue Friedrichstr. 35 bezw Freilegung des Gartens sollen Unn der S Bau gehörigkeiten seitens der städtischen Baudeputation bezw. ihrer au dess Organe vorgekommen sein. Die Versammlung ersucht ben Magistrat, über das Sachverhältniß Erhebungen vorzunehmen und ihr von dem Ausfall derselben seiner Beit Mittheilung ndheits Oldenburg, 12. März. Bei der hier stattgehabten ander weiten Wahl eines Reichstagsabgeordneten find bis jetzt für Propping( freif.) 6183, für Fortmann( nat. lib.) 3947 und für Schwarz( S03.) 333 Stimmen gezählt; aus einer Anzahl von Wahlbezirken ist das Wahlergebnis noch nicht bekannt. -Dem Reichstag ist der Beschluß des Bundes raths, die Anlagen zur Destillation oder aur Verarbeitung von Theer und Theerwasser unter die nach§ 16 der Gewerbeordnung genehmigungsIch war auch im Begriff, es zu thun; schon hatte ich die Duittungen der Flamme nahe gebracht, da fiel mir noch zur rechten Zeit ein, daß man sich auf die Treue und Freundschaft Derjenigen nicht immer verlassen könne, bie folcher Handlungen fähig sind. Ich verwahrte diese Duittungen." ,, Sie verwahrten diese Duittungen?" rief Charlotte etwas erschroden. Sie haben diefelben noch?" " gethan, haftig und in höchster Aufregung eintrat. Sie erfchrat, als sie Cordelia vor dem Schreibtisch sizen sah. " Ich habe sie noch in meinem Schreibtisch! D, ich hole sie, und dann Verzicht, oder ich mache von der Waffe Gebrauch." Ah," sagte sie mit einem malitiösen Hintenüberwerfen des Kopfes ,,, ich sehe man hat große Eile, Besiz zu nehmen Es wäre nach meiner Ansicht von diesen Zimmern wohl schicklich, doch wenigstens so lange darauf zu verzichten, als ich hier bin." Mein Amt und meine Rechte beginnen mit dem Moment, wo Sie aus Ihrem Amt und Ihren Rechten ausgetreten sind," antwortete Cordelia, indem sie über die Brille hinweg die Eintretende anblickte. Ich denke, ich bin in meinem Rechte, wenn ich mich überzeuge, ob die Führung der Bücher in Ordnung ist, und wenn ich des Führung der Bücher in Ordnung ist, und wenn ich das thue zu einer Zeit, wo ich noch etwaige Aufschlüsse von Ihnen persönlich erhalten kann." Inzwischen hatte Cordelia von Emmy's Zimmern Be fiz genommen. Sie trat ein und blickte fich naferümpfend ringsum, und so oft ein Stück ihren Bliden begegnete, das sie an die vorige Bewohnerin dieses Simmers er innerte, zudte ein verächtliches Lächeln um ihre Lippen. Sie rauschte einige Male durch die Zimmerreihen. Da fiel ihr Blick auf den Schreibtisch, auf welchem Emmy die Wirthschaftsbücher, die sie geführt, niedergelegt hatte. 11 Bemeinde iraffterf offenbar hinter dem Schubfach herabgefallen waren. In diesem Augenblick gab der Raften nach. Ich hätte nicht geglaubt," erwiderte Emmy schnippisch, ,, daß Sie, die gelehrte Dame, auch von so profanen Dingen, wie die Führung der Wirthschaftsbücher, etwas verstehen. Fordern Sie Aufschlüsse, welche Sie wollen, ich werde Ihnen die selben nicht vorenthalten. Wenn Sie ein Urtheil haben Cordelia glaubte, ihre neue Stellung nicht würdiger und effektvoller antreten zu können, als wenn sie diese Sie nahm also Bücher sofort einer Kontrole unterziehe. mit einer Wichtigkeit, als ob sie sich auf drm Richterstuhle eines hohen Tribunals niederließe, vor dem Schreibtische Blag, langte aus der Tasche ihres Kleides ein Futteral hervor, segte eine Brille auf, und begann nun die Bücher zu durchblättern. Emmy 30g ihn hinaus und durchwühlte schnell bie Papiere. Sie fand nicht was sie suchte. über die Führung von Wirthschaftsbüchern, so werden Sie hoffentlich bereits erkannt haben, daß: Alles in bester Ordnung ist. Ich habe weber Ihre, noch irgend eines Menschen Rontrole zu fürchten. Doch gestatten Sie mir wenigftens, bevor Sie diesen Platz einnehmen, daß ich erft Alles an mich nehme, was mir gehört." Führung von Wirthschaftsbüchern war ihr nun freilich ein unbekanntes Gebiet, und so tam es denn, daß diese Rontrole, welche fie übte, lediglich den Erfolg hatte, daß Sie sah, sie würde sich daraus doch nicht verständigen So traf fie Emmy, welche mit den Reiselleidern an fönnen. " " iefen. Daffe einbesch Es fo Bavillon's bain Don Mir unbegreiflich!" sagte sie. In diesen Raften that ich fie, ich weiß es genau." Was, mein Fräulein?" Die Papiere, welche ich suche!" Stabt Der Begu Id ung ge en Bi Jhnen b euge, ba leben, v nterfchri r Wir 3 für Sie Stoßen 2 Da Blay feb Bort gl tiner$ 3 Ah, vielleicht find es diefe, welche hier in de Deffnung steden. Erlauben Sie, ich werde Sie heraus ziehen." Emmy versuchte es zu verhindern, allein Cordelia hatte bereits ihre schmale Hand in das Schubfach hineins geschoben und zog zwei Blätter Papier heraus, welche an einer Ecke verbrannt waren. Ah, ich wußte nicht, daß in diesem Schreibtische noch Gegenstände vorhanden sind, welche Ihnen gehören. Ich habe nichts dawider, daß Sie Alles herausnehmen, vorausgefeße, daß es sich nicht um Rechnungen, Beläge und der gleichen handelt, was natürlich Alles mir übergeben werden müßte." Es handelt sich nur um einzelne Schriftstücke, welche ich an mich zu nehmen wünsche." " Das sind ohne Zweifel die Papiere, welche Sie fuchen," sagte Cordelia, indem sie dieselben an das Tages licht brachte. Das hier scheint nichts als Matulatur 3 fein, die eine Ede ist bereits verbrannt." " Es sind die Papiere, welche ich suche!" rief Emmy ungebulbig und griff barnach mit einer Haft, welche Cor delia auffiel. " Beben Si Diese hatte die nur einmal zusammengefalteten Br piere geöffnet und auf den ersten Blick erkannt, daß es Quittungen seien. belia zögerte, sie ihr zu geben. Night ,, Diese Papiere gehören mir!" rief Emmy, als Cor Mir scheint, daß dies irgend welche Beläge find, die doch zu Ihrer Rechnungsführung gehören. wahr?" Sie " treten fo Em bradyte D Quittung Don Cha as 923 i Saben Bo Regnung Auf Em Nein, nicht zur Rechnungsführung! Ich bitte ,, Sie haben fein Recht auf diese Papiere, da es Duits tungen find, die sich offenbar auf die Kaffe meines Betters Rodenburg beziehen," antwortete sie ruhig mit überlegenber Würde, indem sie ihre Hand auf die Papiere legte, fo habe ich wohl ein Recht, dieselben in Augenschein nehmen. Emmy erfaßte den Griff eines Schubkast ens, um denselben herauszuziehen. Es mußten fich Papiere dazwischen geschoben haben, denn der Schubkaften gab nicht sogleich nach. bat Begr unter be " Fräulein Rodenburg, ich bitte Sie bringend," Emmy, welche plötzlich einfah, daß hier Gewalt nicht am Plage sei, geben Sie diese Papiere heraus. Es find aller Interesse, nicht für Sie." bings Quittungen; dieselben haben aber nur für mich ein Cordelia, welche das vergebliche Bemühen Emmy's sah, versuchte ihr zu helfen, indem sie das nächste darunter be= findliche Subfach herauszog, mit der Hand in die Deffnung griff, und so versuchte, den Widerstand zu be wältigen. Da erfaßten ihre Finger Papiere, welche aus jene u verb Hartte it lonbere Sie erin | παράλυτο Birthfd gewefen Radzum Teblien. เป็ inbem Dame Emmy teres be migung geben zu laffen."- Die Versammlung erhebt diesen Vorift es erfor lag zum Beschluß. Feuergefähr Bei der Position Waagegerechtigkeit" war dem Etatsftonsgefahr, ausschuß ein Antrag Weiß II. überwiesen worden, welcher dahsenden Behin ging: eine fünfte Rathswaage im Westen, etwa am Hafen des Bodens las zu errichten; die Geschäftsstunden der Rathswaagen im unterwerfen. Sommer und Winter von Morgens 7 bis Abends 7 Uhr feftIfte Verlegen und die Gewichtsberechnung nur nach Kilogrammen en enthält folgen zu lassen. Der Ausschuß war der Meinung, daß zu Der Doppel nächst eine Prüfung über das Bedürfniß zur Errichtung einer 6 gegen die neuen Rathswaage und über die übrigen in Antrag gebrachten den übrigen Borschläge durch den Magiftrat stattfinden müffe, wobei zu tichtung hin gleich die Frage wegen Verlegung der Rathswaage am Betri nd machen plage, welche bei den jezigen veränderten Verhältnissen dort überreichte nicht mehr recht am Blage zu sein scheine, in Erwägung ge he um Ab ogen werden könne. Er empfiehlt deshalb, folgenden Beer Bergeben luß zu faffen:„ Die Versammlung überweist den obigen Anen Anftand tag des Stadto. Weiß II, und Genoffen dem Magistrat zur sonders be Brüfung, mit dem Ersuchen, ihr demnächst eine entsprechende Borlage zu machen." Auch dieser Antrag wird an miffion nommen. chen An Im Uebrigen segt die Versammlung die Spezialetats 1-3 weis, ha in Einnahme und Ausgabe nach den Vorschlägen des Etatsbg. Roshirt usschusses fest. zu Schrift Der Vorsteher theilt gleichzeitig mit, daß im Etatsausschusse auch wieder über die Vergebung der rathhäuslichen Säle beraen und bezügliche Anregungen dem Magiftrat unterbreitet wor Den feien. Der Kämmerer hat in dieser Beziehung mitgetheilt, daß für die Folge die Benutzung der rathhäuslichen Säle allen religiösen und politischen Vereinen und Versammlungen nicht ärz. Bestattet werden soll, daß dagegen dem Antrage der VersammSigung umung, auch wissenschaftliche und künstlerische Versammlungen uszuschließen, nicht zugestimmt werden könne, da es unzweifelhterstattung baft sei, daß Kunst und Wissenschaft eminent gemeinnüßige Raufmann ette verfolgen. Nach dieser Darlegung ist bisher hier verbeweise Einfahren worden. In Bezug auf die Benugung der Säle zu Für Männer dizinischen und ähnlichen Vorträgen hat der Magiftrat noch etition dem mal eine Erwägung dahingehend stattfinden laffen, ob es nicht empfehlen möchte, in Bulunft alle medizinischen Vor ushaltsetatge und alle Vorträge über Gesundheitspflege, sowie über .Solon urmethoden und dergleichen auszuschließen und nur dann eine etats 1-3) Ausnahme zu machen, wenn ganz hervorragende und anerkannte fchen Rath Autoritäten sprechen sollten. etter Unter Vorstehe mmlung Bimmer wachfenben en. Außer Räumen fi Hieran schließt fich das Referat des Stadtv. Liebermann ber Kapitel VII des Etats Armen verwaltung.- Ohne Debatte wird der Etat nach den Vorschlägen des Etatsaus buffes in Einnahme mit 420 900 Mart, in Ausgabe mit 432 900 Mart und mit einer Mehrausgabe von 4 012 000 Mart gestellt. Sodann erklärt fich die Versammlung damit einverstanden, die Chauffeegeld hebestelle zu Martinidenfelde auf die Beit daß Chauffeegeld- Hebestelle om 1. April 1885 bis 1. April 1886 unter den bisherigen chinen vet Derer geeig Bedingungen und für die bisherige Pachtsumme von 10 000 Ausschu Mart an den derzeitigen Pächter Gustav Rausche weiter verDie Bertet wird, mit der Maßgabe jedoch, daß das Bachtverhältniß iter Unter derzeit nach vorheriger vierwöchentlicher Kündigung städtischer wer Burea Vorftande bebung der Hebestelle geboten sein sollte. e bezügliche geselligen te benugten möglich if um so mehr, als hier wichtige hygienische Fragen mitspielen, und auch die Heizanlage einer sorgfältigen Prüfung bedürfe. - Stadtbaurath Blantenstein hält eine solche Prüfung nicht für nothwendig, da das Projekt bereits von wissenschaftlichen Autoritäten, u. A. vom Geb. Rath Virchow und den Direktoren und Aerzten des Krankenhauses, bereits geprüft sei und die Baudeputation demselben nur die äußere Gestaltung gegeben habe. Stadtv. Dr. Neumann und Dr. Langerhans schließen fich dem Antrage des Dr. Schul, an. Wenn der städtische Sanitätsbeamte bereits existirte, würde man denselben doch gewiß bei der Aufstellung des Projekts zu Rathe gezogen haben und man sollte doch wenigstens in einer solchen immerhin wichtigen Frage die Instanz der Gesundheitspflege- Deputation nicht übergehen. Stadtv. Spinola bält die Sache bereits für spruchreif. Auch Vorsteher Dr. Straßmann bittet, von dem Antrage Schulz Abstand zu nehmen. Wenn derselbe die Tendenz habe, die stark vernachlässigte Deputation für öffentliche denz habe, die start vernachlässigte Deputation für öffentliche Gesundheitspflege einmal wieder in Aktion trefen zu lassen, so set diese Tendenz anerkennenswerth, indessen sei bei dieser Gelegenheit fein Grund dazu vorhanden, da die Sache feinen Aufschub erleiden dürfe. Der Antrag Dr. Schulz wird hierauf abgelehnt und die Magistratsvorlage angenommen. Die Tagesordnung ist damit erledigt und die öffentliche Sigung schließt um 7% Uhr. Am Magistratstische wohnten derfelben bei: Kämmerer Runge, Baurath Blankenstein, Syndikus Belle, Stadträthe Voigt, Stadthagen, Wiebe, Friedel, Noeldechen, Borchardt, Mamroth, Kung, Krause. Lokales. Unter der Marte Königliche Charitee" enthält die Boft" mehrere Notizen, von welchen wir zwei recht mertwürlige nachfolgend wiedergeben: Vermist wird seit dem 1. D. der Charitee- Küchenarbeiter John. Derfelbe hatte, nach Empfang seiner Löhnung, Urlaub erhalten und seinen in Moabit wohnenden Bruder besucht. Er verließ denselben, um in die Charitee zurückzukehren, und ist seitdem verschwnnden. Wenngleich mit dem Verschwinden des Genannten ein in der Charitee be gangener Diebstahl zusammenfällt, so fino dennoch seine Vorgefeßten und Mitarbeiter der Ansicht, daß ein Verbrechen an dem Mann begangen wurde, derselbe ein durchaus pflichttreuer und zuverlässiger Mann gewesen und ihm der Diebstahl nicht zuzutrauen ift.( Weshalb bringt man ihn denn mit dem Diebstahl in Verbin bung?)- Charakteristisch für den seitens eines gewiffen Theils des Publikums in der Charitee beliebten Verkehr ist der fol gende Fall: Am 4. d. erschien vor dem Aufnahmebeamten ein Herr und begehrte einen Wärter zu sprechen. Man sagte ihm, daß dies nach der Hausordnung nur in den Besuchsstunden zulässig sei. Der vergebliche Gang brachte den Herrn so in Aufregung, daß er in die Worte ausbrach: Jun, daß werde ich Ihnen anftreichen, ich werde Sie in die Beitung bringen, als Gegenstück zu der bekannten Geschichte!" Bu bemerken ist, daß der vielbeschäftigte Beamte in rubigfter Weise dem aller dings nach Schnaps duftenden Herrn Bescheid gegeben hatte. ( Der Zweck dieser Notis ist zu deutlich.) : Ueber den Geschäftsbetrieb eines Pommerschen Fleischwaarenhändlers" hier macht die„ Allgem. FleischerBeitung" in einer Extrabeilage folgende interessante Enthül lung: Seit langer Zeit hatte man den Pommerschen Fleischwaaren Händler hope, Köpnickerstr. 98 a( im Keller), im Verdacht, daß er Pferdefleisch verwurfte. Einige Sachverstän bindung gefeßt, welche Hope feit ca. 15 Tagen unausgesezt beobachtete. Am Dienstag Abend noch furz vor 6 Uhr fuhr Auf eine Anfrage des Stadto. Her big wegen Genehmilution wir ung der Preisliste für die durch die Deutsche Edison- Gesell fchaft bezw. deren Rechtsnachfolgerin auszuführenden Einrichdes Etattungen elektrischer Beleuchtungsanlagen theilt der Magistrat dige hatten sich in Folge dessen mit der Kriminalpolizei in Vermit, daß die Aktiengesellschaft Städtische Elektrizitätswerte" bie gedachte Preisliste ihm vorgelegt hat und er dieselbe nach jabr 1884 genehmigt, auch unterm 15. Dezember v. J. diese Genehmigung für das Betriebsjahr 1885 ertheilt hat. Die ifchen Baugenehmigte Preisliste kann von den Interessenten bei der Ge fellschaft eingefehen werden. wurde im Stadto. Herbig erklärt fich daß diese Breisliste durch das Kommunalblatt" der Bürger chaft mitgetheilt werde. Die Versammlung stimmt diesem Antage zu. ne deß zur om Grunds Des Gartens ntlich batte Brunbuds, auctionis elaber, ftatt lagen, und t worden. den Sich und von ng gemacht olution ju lartthallen Brurbitüde follen Un bezw. ihrer rfucht den Der von uns bereits an anderer Stelle erwähnte MaGiftratsantrag, betr. den Ankauf des der Betri Kirchenmeinde gehörigen Theils des alten Jakobikirchhofes an der Rüraffterstraße wird einem Ausschusse zur Vorberathung überoiefen. Daffelbe geschieht mit der Skizze zum Neubau einer Geindeschule auf dem Grundstücke Höchste Straße 34/35. Es folgt die Berathung des Projekts zum Neubau eines Bavillons auf dem Krankenhaus- Grundstücke am Friedrichsbain für diphteritistranke Kinder. Es ist bei diesem Projekt Don der Baradenform Abstand genommen worden, und der Bau des Pavillons erfordert einen Kostenaufwand von 65000 M. Der Begutachtung durch die Deputation für öffentliche Befundheitspflege zu unterbreiten. rzunehmen Rittheilung waren. Schnell bie Raften that in ber e heraus Cordelia ch hineins welche an elche Sie Tages ulatur zu ef Emmy lche Cor eten Br daß es als Cors läge find, " Night Ich bitte es Duits Betters rlegenber gte, fo chein u nb" bat nicht am find aller mich ein Stadtv. Dr. Schulz stellt hierzu den Antrag, das Projekt Es empfehle fich dies der Roßschlächter Friedrich vor dem Hause Köpniderhandlung befindet. Die ursprüngliche Vermuthung, daß Statius während der Heimfahrt in der Sellerstraße auf dem Bod ein geschlafen sei und das hierdurch sich selbst überlassene Pferd den Weg verfehlt und das Unglück dadurch herbeigeführt habe, ist nicht zutreffend. Nach der Versicherung des durchaus Vertrauen erweckenden Mannes ist die Katastrophe vielmehr durch einen im rasenden Lauf hinter seinem Gefährt einherrasselnden Arbeitswagen herbeigeführt worder. Durch den Lärm- so erzähte Der Mann weiter- wurde mein sonst fo zuverlässiges Pferd scheu, wich auf Die Seite und rannte blindlings mit mir in den Nordhafen hinein. Bei dem Sturz flog ich vom Bock topfüber ins Wasser. Als ich den ersten Schreck überwunden hatte und wieder aufgetaucht war, arbeitete ich mich schwimmend der Droschte zu, Die sammt dem Pferd noch halb aus dem Waffer ragte. Zwar zog mich der schwere Mantel gewaltig hinunter, aber zum Glück trug ich die hohen schweren Droschkentutscherstiefel nicht, die fich unfehlbar mit Waffer gefüllt und mich hinabgezogen hätten. Ich kletterte auf den Bock und versuchte das Pferd im Bogen herumzuwenden, um das Gefährt flott zu erhalten. Das mißglückte jedoch, der Wagen sant und zog auch das Pferd hinab. Ich rief um Hilfe, so laut ich fonte. Niemand kam und bald ging mir das Wasser bis ans Kinn. Das Pferd arbeitete fich ab, um loszukommen und zog uns, nur noch tiefer hinein. Ich war unfähig, mich zu befreien und glaubte mein legtes Stünd lein gekommen. Allein Hilfe war nahe. Ein Kahn stieß von einem der dort liegenden Schiffe ab und näherte sich eilig. Eine Frau hatte mein Rufen gehört und die Schiffer alarmirt. Es war die höchste Zeit. Ich konnte nur noch rufen: Rettet mein armes, braves Pferd!" Dann Ders -lor ich die Befinnung. Als ich erwachte, lag ich gerettet in der Charitee es war am Nachmittag des folgenden Tages; so lange hatte ich bewußtlos gelegen. Ich ging nachher hin, um den braven Leuten, die mich gerettet haben, einen Thaler zu geben, aber fte wollten kein Geld von mir nehmen. Ich hatte mir den Thaler auch selbst erst geborgt, denn die Tageseinnahme von 13 Mart 20 Pfennigen, die ich in der umgeschnallten Ledertasche trug, ist fort. Ob die Tasche noch im Waffer liegt, weiß ich nicht. Meine Kleider habe ich auch nicht miederbekommen, obwohl ich schon mehrmals danach in der Charitee gewesen. Meinen Mantel haben sie mir wiedergeschickt, aber er hat beim Trocknen arge Löcher bekommen. So weit der Mann, der noch sehr elend und leidend aussteht. Doch giebt der Arzt die beste Aussicht auf seine Herstellung. Freis lich, sein Geschäft ist vorläufig ruinirt. Das Pferd ertrunken, Die Droschte zertrümmert! Wie schon erwähnt, hat der Mann sechs unmündige Kinder. a. In recht gemeingefährlicher Weise bat ein ,, Arbeiter" Schulz die Milothätigkeit seiner Mitmenschen gemißbraucht. Seit mehr als einem Jahre betrieb Schulz das höhere Bettlergewerbe mit einem ganz hervorragenden Raffinement und hat fich Summen in so hohen Beträgen dadurch erschwindelt, daß er bei einer ungehinderten Fortsetzung seines Geschäfts während nur noch weniger Jahre sich ein Kapital erworben hätte, von beffen Binsen er bequem bis zu seinem Lebensende hätte leben tönnen. Schulz gab sich als Unteroffizier und Militär Invalide aus, und erzählte, daß er während des deutsch- französischen Krieges im Jahre 1870/71 fein lintes Bein in einer Schlacht verloren habe. Er habe eine alte Mutter, Frau und Kinder zu ernähren, aber es fehlten ihm die Mittel zur Bestreitung ber nothwendigsten Bedürfnisse, und eine Militärpension be ziehe er leider nicht. Diese mitleiderregenden Thatsachen theilte er in den an Personen der höheren und gut fituirten Stände gerichteten Bettelbriefen mit, berief fich fich für die Richtigkeit seiner Angaben auf blefige hochgestellte Geistliche, Militärs und Bivilbeamte. Auch veröffentlichte er in hiesigen und Provinzialzeitungen fortgesezt Annonzen, in welchen die Noth des invaliden Unteroffiziers Schulz und seiner Familie in rührender und er ftraße 94 vor und brachte dem vier Häuser davon wohnenden Hope ein Quantum frisches Pferdefleisch. Nachdem sich Friedrich entfernt hatte, trat ein Thierarzt, begleitet von einem Kriminal- Schußmann, in den Keller Hope's, welcher, zur Rede ges Text, anfangs leugnete, oie erwähnte Sendung empfangen Weiſe geſchildert und zur Sendung von Gaben, an ocula zu haben. Nachdem Hope aber gedroht wurde, eine Hauss fuchung vorzunehmen, bequemte er sich, das Fleisch, welches im Bett verborgen, herauszugeben. Es waren 60 Pfund. Er geftand jezt unumwunden ein, daß er seit Weihnachten Pferdefleisch beziehe und verwurste, die Wurst theils im Laden, theils an Restaurateurs und Budiker abfeze. Von den vorräthigen Schlackwüsten bezeichnete er 168 Stüd, welche aus Pferdefleisch bestehen. Das Fleisch sowohl, wie auch die 168 Stück Würste wurden beschlagnahmt, und der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet. Bemerkenswerth ist noch, daß Hope, obgleich gelernter Schloffer, ein Schild an seinem Hause angebracht mit Der Aufschrift: Bommersche Fleischwaaren- Handlung. Rindund Schweine- Schlächterei". Der durch den Sturz in den Nordhafen mit seinem Gefährt verunglückte Droschfenkutscher Statius, der bekanntlich besinnungslos nach der Charitee gebracht worden ist, ist von dort, wie das B. T." mittheilt, auf seinen Wunsch nach seiner Wohnung entlassen worden, wo er sich noch in ärztlicher Bes Ich wüßte nicht, daß Sie hier eine besondere Rech ung geführt hätten, eine Rechnung, die zur Rodenburg den Wirthschaft nicht in Beziehung steht. Ich werde Ihnen die Papiere nicht vorenthalten, wenn ich mich übers halten, obwohl ich nicht einsehe, welchen Werth für Sie euge, daß sie zu diesen Rechnungen nicht gehören... Laß' Ah, von Charlotte burg vorlegen. Man wird untersuchen, welchen Zusammenhang es mit diesen Quittungen hat, und findet mein Vetter Rodenburg, daß sie werthlos find, so sollen Sie fte er zwei Duittungen haben, in welchen Charlotte bekennt, vier hundert Thaler Wirthschaftsgeld von Lucie Rodenburg erunterschrieben! Nun, da ist es ja offenbar, daß fie Beläge halten zu haben." für Wirthschaftsrechnungen find." Beben Sie mir die Quittungen; ich versichere Sie, daß fie Broßen Werth haben." Ich bitte Sie, ich flehe Sie an, Fräulein Rodenburg, " zeigen" für Sie teinen Pfennig, für mich aber einen unendlich nicht eingeweiht bin in die Verhältnisse, um selbst beurs Bort Das muß ich untersuchen! Ich würde meinen Ich würde meinen Sie wollen Herrn Rodenburg diese Quittungen ,, Gewiß werde ich das, da ich ja augenblicklich noch theilen zu können, ob sie Werth haben oder nicht. Er lauben Sie, ich gehe sogleich zu meinem Vetter, damit Ihre sie Bescheid haben. Blah sehr schlecht ausfüllen, wenn ich Ihnen das aufs Abreise nicht verzögert wird. In einigen Minuten follen glaubte. einer Berson, welche die Stelle einer Hausfrau verIch muß Alles prüfen; das ist die Pflicht treten foll." Emmy " ,, Auch das noch!" rief Emmy, die Hände ringend, als Cordelia fich enfernt hatte. Auch das noch! Meine konnte nicht hindern, daß Cordelia las, und so Waffe gegen Charlotte meinen Händen entwunden, der bradte benn lettere heraus, daß die zwei Papiere zwei ganze Betrug entdeckt.... D, Dntel Amberg, was hast Quittungen über je zweihundert Thaler feien, ausgestellt Du aus mir gemacht! In welchen In welchen Abgrund hast Du uns Don Charlotte, welche bescheinigte, diese vierhundert Thaler AB Wirthschaftsgeld von Lucie Rodenburg erhalten zu Jaben. im Von Lucie also aus jener Zeit batirt, wo Emmy die Alle gestürzt! Ce seer Sie wartete Cordelia's Rückkehr nicht ab. Ueber den Korridor flog fie und stieg in den Wagen, der bereits auf und wandte dem Fünfunddreißigstes Rapitel. Der Sommer hatte bereits sein Ende erreicht. Die Rechnungsbücher noch nicht führte. Da fie sich also nicht Schlosse Rodenburg für immer den Rücken. auf Emmy's Raffenführung bezogen, fo war Cordelia schon Begriff, die Quittungen herauszugeben, als das Datum unter benfelben sie erinnerte, daß die Quittungen ungefähr aus jener Zeit herrührten, in welcher man anfing, Lucie Blätter fingen an fich purpern zu färben und die Prome u verbächtigen. Die Haft, die Dringlichkeit Emmy's vers artte ihren Verdacht, daß es mit diesen Quittungen eine belonbere Bewandtniß habe, und es ging ihr das rechte Licht auf. Sie erinnerte fich, daß man damals von Lucie verlangt hatte, naben des Thiergartens zu bedecken. Die Residenz legte das Herbstgewand an. Wenn aber auf den Straßen und auf den Bromenaden das bunte Wogen allmählich aufhört, so herrschte im Rachzuweisen, wie sie die tausend Thaler empfangenes Innern der Häuser ein außerordentlich reges Leben, von Biribichaftsgeld verwandt habe, daß Lucie nur im Stande bem man freilich auf den Straßen nichts sah. Bewesen sei, die Verausgabung von sechshundert Thalern febiten. Sollten es diese Quittungen sein? Wie in einer gewaltigen Maschine war in Berlin Räumen, da war die treibende Kraft, welche die Bewegung aufgefordert wurde. Diese Inserate waren häufig mit den Namen von Stabsoffizieren unterzeichnet, welche somit scheinbar für die Richtigkeit der über Schulz in den Annonzen gemachten Angaben eintraten. Der Erfolg dieser Manöver war ein großartiger. Von allen Seiten strömten fleine und auch dann und wann größere Geldbeträge zu Schulz, und das Geschäft hätte auch einen ungehinderten weiteren Fortgang genommen, wenn nicht ein Staabsoffisier, deffen Namen zu einer Annonse von Schulz gebraucht worden und auch ein hoher Geistlicher, welchen er fast stets als Referenz bezeichnet hatte, die Aufmerksamkeit der Kriminalpolizei auf ihn gelenkt hätten. Dieselbe stellte nun fest, daß der Schulz niemals Unteroffizier gewesen ist, Daß er ebensowenig Militär- Invalide ist und daß er über haupt nicht den legten Krieg mitgemacht hat. Sein lintes Bein mußte ihm in Folge einer Entzündung im Jahre 1875, welde er sich durch einen Fall auf einer Treppe zuge 30uen hatte, amputirt werden. Sehulz, feines Reichens ein Arbeiter", hat weder Frau noch Kinder und auch seine Mutter, und was die Männer der Politik Alles sonst ersinnen und betreiben, um die Wahl eines Abgeordneten zu erreichen, der sich zu ihrer politischen Farbe bekennt. Die Residenz hat aber nicht allein für ihre eigenen Wahlen zu agitiren, nein, hier ist der Herzschlag, der den Puls auch durch das ganze Land treibt. Von der Residenz aus wird an die Wähler aller Gauen die Parole gegeben. Hier hat die Agitation ihren Hauptfit. Eine solche Wahl ist für Män ner, die an der politischen Entwicklung des Vaterlandes lebhaftes Intereffe nehmen, ein außerordentlich aufregendes Ereigniß. Noch größer aber ist die Aufregung bei denen, um beren Wahl es sich handelt. In Hangen und Bangen geht hier ein Wahltandidat einher. Wird er als der Erforene aus der Urne hervorgehen? Wird sein politischer Gegner den Sieg über ihn davontragen? Es ist nicht allein das Interesse für die Partei, welcher er angehört, daß ihn Alles daran seßen läßt, um feine Wahl zu erreichen, es ist ihm beinahe eine Sache pers sönlicher Ehre, in der Wahl den Sieg davorzutragen über den politischen Gegner. So ift's in Berlin, so ist's in allen Wahlkreisen des Vaterlandes. Die Zeit der Wahlen war schon seit vielen Jahren für Herrn von Wredow eine Schreckenszeit, die ihn so heftig alterirte, daß seine Frau in höchster Besorgniß war, die Aufregung möchte seiner Gesundheit schaden. Diese Aufregung hatte sich seiner auch jest wieder bemächtigt. Er bewohnte, feit er Stolzenburg verkauft hatte, in der Residenz eine am Thiergarten belegene Villa. Seit dem er Stolzenburg verlassen, war ein Jahr vergangen, ein Jahr, das für Herrn von Wredow eine Rette der vers stimmendsten Erinnerungen, von bitteren Erfahrungen und gewissermaßen von Reue war. Dbwohl der Kaufpreis, welchen er für seine Güter er= halten hatte, ein enorm hoher war, wie er ihn unter anderen Umständen gewiß nie erzielt hätte, machte ihm sein plözlicher Reichthum doch keine Freude. Rachzuweisen, daß die Quittungen über vierhundert Thaler Alles in Bewegung. In entlegenen, oft dunklen unansehnlichen indem fie ihre Brille auf die Stirne schob und die junge Residenz trieb. Es war die Zeit der Wahlen vor der Thür. Rolle zu spielen. " Fräulein Emmy," sagte fie, sich an diese wendend, gleich einem Pulsschlage bis in die fernsten Gegenden ber " Fräulein Die Parteien begannen, sich in kleinern Abtheilungen zu gruppiren, Berathungen zu pflegen, Randidaten aufzu teres herausgeben; ich werde sie erst meinem Better Roden- ftellen, zu debattiren, die Mittel zu Agitationen zu schaffen, Er hatte sich überrumpeln lassen. Als der Besizer der größten und reichsten Güter bes Spreewaldes hatte er noch Chancen gehabt, eine politische ( Fortsetzung folgt.) welche er angeblich ernähren müsse, ist längst geftorben. Er ist als ein arbeitsscheuer Mensch bekannt und ist mehrfach wegen Betruges und Unterschlagung vorbestraft. Gestern wurde Schulz von der Kriminalpolizei feftgenommen und bei einer Durchsuchung seines Koffers wurde ein Notizbuch gefunden, in welchem ein Verzeichniß von Personen fich befand, welche von Schulz ausgebeutet worden find resp. noch gebranntschaßt werden sollten. Schulz wurde heut nach Moabit zur Untersuchungshaft gebracht. | a. Einbruch In dem J.'schen Garderobenreinigungs geschäft, Charlottenstraße 23, ist in der Nacht vom 12. zum 13. b. Mts. ein Einbruch verübt und dabei ein großer Theil der in dem Geschäftslokal befindlichen Kleidungsstücke, darunter mehrere Anzüge, gestohlen worden. Die Diebe, bestehend aus brei Personen, begaben sich mit ihrer Beute sofort nach Spanbau, woselbst fie durch ihre neue Garderobe, in welcher fte in Spandau herumpromenirten, der dortigen Polizei auffielen. Sie wurden heute Vormittag in Spandau festgenommen und werden wohl noch heute an das hiesige Kriminalkommissariat abgeliefert werden. deren Forum die Sache nochmals zur Verhandlung gelangte, I nahm im geftrigen Audienz- Termin zu Gunsten des Angeklags ten, der von einigen Arbeits- Kollegen denunzirt worden war, an, daß derselbe den Ring nicht habe verheimlichen wollen und lautete das Urtheil demgemäß unter Verwerfung der Bes rufung der Staatsanwaltschaft auf Bestätigung des ersten freis sprechenden Urtheils. Soziales und Arbeiterbewegung. wahrzunehmen. So trat eine erhebliche Verminde rung der Arbeiterzahl in der Maschinenfabris tation und in den Fabriten für Beleuchtungs gegenstände ein. An die Metallarbeiter Deutschlands. Die Arbeiter der Nähmaschinenfabrit von Koch u. Co. 34 Bielefeld haben am 4. März die Arbeit eingestellt. Die hiesigen Fabrikanten haben sich jahrelang eines Beneh mens gegenüber ihren Arbeit in befleißigt, welches an die Beiten der Leibeigenschaft erinnert. 143 Mann streiten nuns mehr, teiner ist zurückgeblieben; jeder sah ein, daß hier keine Wahl mehr blieb. 75 Familienväter find darunter, die fich lieber mit der Noth vertraut machen wollen, als eine solche Behandlung länger erdulden. Die Firma forderte von den Arbeitern, daß fte fich ihre Werkzeuge selbst stellen; jeder Schloffer, jeder Dreher weiß, was das heißt, besonders wenn wir Euch sagen, daß von den 143 Mann 100 weniger wie 40, die übrigen nur über 40 Mark pro 14 Tage verdienen. Den noch hätte man nicht zum legten Mittel gegriffen. Man wählte zunächst eine Kommission, um sich mit der Firma zu verstän bigen, jedoch die Leute wurden entlaffen, ohne nur ein Wort gefagt zu haben. Man schickte alsdann 3 Mann hin, um hiergegen zu protestiren; diese 3 wurden gar nicht angehört, sondern binausgewiesen. Kollegen! Wir legten hierauf die Arbeit nieder. Hatten wir Recht, so zeigt es uns dabura, daß Ihr uns jest nicht im Stiche lagt. Es ist eine unbedingte Nothwendigkeit, daß wir in dieser Sache oben bleiben, ba sonst noch zu Allem fich eine Reihe von Abzügen gefellen Deshalb appelliren wir an Euer Solidaritätsgefühl, reicht uns die hand und helft uns, soviel Ihr könnt. Wir waren auch Euch gegenüber stets auf dem Posten. Also helft, denn schnelle Hilfe thut noth. Unterstügungen nimmt entgegen 2. Krusema Sichenmarschstraße 210, Bielefeld. Mit Gruß und Handschlag Im Auftrage Fr. Höner. Die Arbeiterblätter werden um b druck gebeten. Haben sich die Löhne gebeffert? Die Jahresberichte der Dortmunder Union, eines der größten Etablisse ments Deutschlands, wurden sonst von den Schutzöllnern immer ausgebeutet, um Zeugniß für die Segnungen der neuen Wirthschaftspolitit abzulegen. Warum ist man plöglich so still geworden, als der legte Jahresbericht erschien? Gute Gründe mußten hierzu vorhanden sein. Und in der That find die Gründe nicht schwer zu entdecken: gegen das Vorjahr sind nämlich die Löhne zurüdgegangen. 1883/84 betrugen auf den Etablissements der Union die Arbeitslöhne auf den Kopf des Arbeiterbestandes 959,71 Mart, 1882/83 bingegen 970,63 Mark! Ueber die Zahl der Arbeiter giebt unsere Quelle leider nichts an: vielleicht hat nicht nur jeder Arbeiter weniger bekommen, sondern es mag auch die Bahl der eins gaben der Union wird legteres sogar wahrscheinlich. Es heißt 3. B., daß fie nicht blos ihren Grubenbetrieb bei Dthfresen einstellen, sondern auch auf einigen anderen 8e chen die Arbeiterzahl reduziren mußte. Der Bericht erwähnt ferner, daß dieser Vorgang nicht vereinzelt daftehe. Denn in verschiedenen Bergwerksvereinen des Bezirks haben weitgehende Arbeiterreduktionen auf den Eisensteingruben stattgefunden. In der That recht charakteristisch für ben Aufschwung" unserer Industrie; aber auch recht chatafte ristisch für die Wahrheitsliebe unserer Gouvernementalen, die ruhig alles todtschweigen, was ihnen nicht in den Kram paßt, und die ihre Gläubigen immer in Wahnvorstellungen einwiegen. g. Unter den Stadtbahn- Bögen zwischen der Station Bellevue und der neuen Station Thiergarten wurde von Beamten der hiesigen Kriminal- Polizei in der Nacht vom 12. zum 13. b. Mts. eine Razzia abgehalten, da bekannt war, daß fich Strolche mit Vorliebe diese Bögen zu ihrem nächlichen Aufgestellten Arbeiter noch abgenommen haben. Aus einigen Anenthalt bestimmen. In einem Bogen wurden 6 Strolche, dar unter ein wegen eines Verbrechens Gesuchter, gefunden, welche fich in einer Ede aus Stroh ein Nachtlager bereitet hatten und zufammengepfercht auf dem Stroh lagen. Dieselben mußten thre Lagerstätte verlaffen und zur Wache mitgehen. a. Auch ein Künstler. Der in Kaufmann's Varietés Theater beschäftigte Artist Tommaft hatte am 10. b. Mts., Abend vor Beginn der Vorstellung einem anderen in demselben Theater beschäftigten Künstler in der Theatergarderobe eine goldene Uhr im Werthe von 200 Fr. entwendet. Dem Tommaft war nämlich bekannt geworden, daß sein Mitarbeiter jedesmal am Abend beim Umkleiden in der Garderobe zur Vorstellung seine Uhr in seine Weste wickelte und in einem Kasten verbarg. Tommaft nahm nun, nachdem sein Mitarbeiter von ber Garderobe nach der Bühne gegangen war, aus dem Verfteck die Uhr an fich und verbarg fte an einer anderen Stelle ber Garderobe. Nach der Beendigung der Produktion wurde Der Diebstahl bemerkt und Tommaft wurde als der That vers dächtig feftgenommen. Es tonnte aber auf dem Kriminalfom miffariat mit ihm nicht verhandelt werden, weil er nur der italienischen Sprache mächtig ist. Tommasi, welcher von der Theater Gesellschaft entlassen ist, wurde gestern zur Haft gebracht. Ueber Getreidepreis und Brodpreis schreibt Dr. Singer in seinem Buch über die sozialen Zustände Böhmens, daß fich die Preise im Detailverkauf ganz unverhältnismäßig erhöhen, wenn eine Preissteige rung auf dem großen Martte stattfindet. Die Berechnung ergiebt, daß beispielsweise beim Weizen die von 1879 auf 1880 auf dem großen Markte stattgehabte achtprozentige Preissteige rung eine Erhöhung von 47 pCt. auf dem Braunauer Details martte hervorries. Bei dem für den Arbeiter noch wichtigeren Roggen betrug die Differenz zwischen den Preissteigerungen dort und hier 21 Prozent. Diese Biffern beweisen, daß die Steigerung, welche die Preise der nothwendigsten Lebensbedarfsobjekte erfahren, in der lange Reihe von Zwischengliedern durch welche Urproduzent und Konsument mit einander verbunden find, nicht proportional, sondern in sehr verstärkter Weise fich fortpflanzt. Dieses Mißverhältniß mag zum großen Theile es mit verschulden, daß schon unwesentliche Schwankungen der Lebensmittelpreise so bedeutende Aenderungen in der Be wegung der Bevölkerung hervorzubringen im Stande find. Die statistisch nachgewiesenen großen Ausfälle in der Fruchtbarkeit der Bevölkerung nach einem Jahre, das nur mäßige Ers höhungen der Lebensmittelpreife( auf dem großen Markte) auswies, wäre ohne die unverhältnismäßige Vertheuerung der Lebensmittel im Kleinverkauf fast unerklärlich. Was die Schwankungen noch um vieles empfindlicher macht, ist die große Stabilität der Löhne, welche bewirkt, daß der Lohn nicht mit den Lebensmittelpreisen steigt, sondern der Lebensbedarf fich ihnen anpassen muß." D. h. also: noch mehr wie die Getreidepreise steigen die Brotpreise; da die Löhne meist auf Vereine und Versammlungen. Nr. Die Der gefekte neuen B verordnet bungen babei zu Entwurf fammlun die von Ausschus vorgeleg Geltung nächst Reben Alabe ſundh Bräfi ligen Borbera werbe. inberun erachtet. De ( Buläff dem Au Don 60 gemeffen bis auf Rude bi wieder E Fünftel die Tief zu dersel hr. In der gut besuchten Schneiderversammlung, die am Donnerstage Alte Jalobftraße 37 unter dem Vorfe des Herrn Pfeiffer stattfand, wurde zur„ Werkstellenfrage ber Firma Solms und Ausfeld" vom Borfizenden mitgetheilt, ba Der Inhaber der Firma, Herr Solms, der eine febr feine Stund schaft und ein sehr lukratives Geschäft( Friedrichstr. 64) habe, nicht nur bedeutend niedrige Löhne zahle, als seine Konture ten, sondern diese niedrigeren Löbne seinen Arbeitern auch no dadurch verkürze, daß er bei Auszahlung derselben für die Werkstätte, in welcher er arbeiten läßt, 1 bis 12% pet in Abzug bringe. Diese Mittheilungen wurden in der Diskuffion von solchen, die noch für dasselbe arbeiten, bestätigt. Aufe von Kollegen, die für das Geschäft gearbeitet haben, und aud dem wurden noch andere Uebelstände zur Sprache gebracht nämlich, daß oft bis tief in die Nacht hinein, gewöhnlich au am Sonntag, mitunter auch am Sonntag Nachmittag, gearbetet werde, daß die Auszahlung des Lohnes erst am Sonntag Na mittag erfolge, und daß die Werkstätte, in einem faum fertig gewordenen Haufe fich befindend, feucht, mithin die Gesundheit der Arbeiter gefährdend sei. Ein Herr Schulz. der Herm Solms vertheidigen wollte, erklärte, daß er die in Nede stehende Wohnung auf drei Jahre von Herrn Solms in Aftermiethe genommen habe und dafür, daß er eine Stube als Werkstätte benugen laffe, aus den in Abzug gebrachten Prozenten en schädigt werde. Auf Antrag des Herrn Zaeterow wurde bie Lohnfommission beauftragt, eine Versammlung der für He Solms arbeitenden Kollegen behufs Aufstellung der Her Solms gegenüber geltend zu machenden Forderungen veranstalten. In Bezug auf: die Behandlung der Arbeiter durch den Zuschneider der Firma Ed. Cohn( Charlottenstraße), Herrn Schäfer," wurde, nachdem Herr Niemann über die Be handlung, die ihm seitens des Herrn Sch., als er eine gerechte Forderung an denselben gestellt babe, zu Theil geworden, Bericht erstattet und mehrere Redner ihre Urtheile über ver Sch. abgegeben, einstimmig eine Resolution angenomme welcher die Versammelten ihr Bedauern darüber aussprechen, daß Herr Sch. einen Arbeiter, der nur sein Recht verlangt, mit Mordbuben auf eine Stufe stellt, das Verhalten des be daß fie einer Kaffe angehören, zu welber die Acbeitgeber treffenden Arbeiters als ein würdiges anerkennen und allen Ein Leipziger nationalliberales Blatt begnügte sich, diese That handlungen einzulassen, sondern fich mit etwaigen Forderungen Kollegen den Rath geben, fich mit Herrn Sch. nicht in Ver a. Der Agent Otto Boedeker, welcher seit Monaten hierselbst in der raffinirtesten Weise Kautionsschwindeleien und Sonstige Betrügereien verübt hat, ist gestern zur Haft gebracht worden. Bordeter hat bis zum Oktober v. J. unter der Aufschrift: Kommiftonsbank von Otto Boedeker" in der Kronenftraße 42 ein Bureau inne gehabt, wohin er stellungsuchenden Rauflauten, Kommis, Kaffter, Buchhalter lockte und ihnen unter dem Vorgeben, fie für sein angebliches Bank und Kommissionsgeschäft unter günstigen Bedingungen zu engagiren, bedeutende Kautionssummen abnahm, diese Summen verbrauchte und den betrogenen Kautionsstellern dafür werthlose Schuldscheine gab. Im Oktober v. 3. verlegte Boedeler sein Bureau nach der Neuen Friedrichstraße, woselbst er dasselbe mit der Aufschrift: Boedeker u. Co." eröffnete. Da sette er sein schwindelhaftes Treiben fort. Neben seinen Rautions schwindeleien lockte er durch Seitungsinserate auch Leute an fich heran, welche sich mit ihm zur Etablirung von Getreides geschäften und zur Ausführung von Bauten 2c. affoziiren sollte. In Dieser Weise vereinigte er sich mit Kaufleuten zur Ausführung von Wohnhäusern in der Kurfürstenstraße, Bernauerstraße und anderen Straßen, und entzog diesen Personen bedeutende Bes träge, wofür er ihnen werthlose Hypotheken auf überschuldeten Terrains als Unterpfänder gab. Frau Niemann geht Anfang fünftiger Woche zu einem Gastspiel nach München und Nürnberg und tritt heute zum legten Mal vor ihrem Urlaub in Die große Glode" auf. Belle Alliance Theater. In Folge des enormen Besuches bei den Gaftdarstellungen des Herrn Dir. Th. Lebrun als Dr. Klaus hat die Direktion fich entschlossen, die bereits ange fündigte Première der Novität Die Schwiegermutter" für einige Tage hinauszuschieben und den Herrn Dir. Lebrun zu bestimmen, im Laufe dieser Woche noch in einigen seiner Meister leistungen ,, hypochonder", Ultimo" u. 1. w. aufzutreten. Für Sonntag und Montag bleibt ,, Dr. Klaus" noch auf dem Re pertoir. Der Walzer König", dessen Zugkraft derartig ist, daß Dir. Ernst von der beabsichtigten Einstudirung einer Novität abgesehen hat, feiert demnächst im Sentral- Theater das Jubi läum der 150. Aufführung und wird für diesen Abend ein humoristisches Festspiel von Herrn Görß ,, Walzer- Königs Reise um die Welt" vorbereitet, welches durch den Herrn Weiß und Trelscher zum Vortrag gelangen wird. ihrer alten Höhe bleiben, so müssen die Arbeiter bei theuerem Getreide fich noch dürftiger nähren, als fte es ohnedies schon thun. Arbeiterfreundlichkeit nationalliberaler Fabrikanten. Eine Anzahl Leipziger versicherungspflichtiger Arbeiter, welche von freien Hilfskaffen nicht aufgenommen wurden, haben sich zum freiwilligen Eintritt in die Ortskrankenfaffen gemeldet. Nach ihrer Angabe wird ihnen nun von ihren Leipziger Ar beitgebern die Arbeit verweigert, so lange fie nicht nachweisen, teine Arantensteuerbeitiage 34 ennichten baben. in direkt an die Firma selbst zu wenden, um so mehr, als be fagter Herr in Bezug auf Anstand und Sitte unter den liner Schneidern zur Genüge bekannt ist." In Bezug zwei D errichten Swede 18 Me Stodme rien 2c. welcher Grundit mindefte Größe 50 Dm bisher grundfla bis 450 mindefte Don 6 bezw. be nur bis fichtigt. Borgart Bers fabrister Wird d auf bas unb fläche b Sof, bea bereits Grundf weise ei Jeboch den Streit in einer Schneiderwerfstätte zu 3: it theilte ber welchem mitgetheilt wird, daß der Streit in Folge des Mangels an Organisation sehr bald in einer für die Arbeiter ungünftigen fachen eine betrübende Erscheinung" zu nennen. Es muß sich dafür von der offiziösen Leipziger Beitung folgende Burecht weisung gefallen laffen:„ Wir fönnen in den geschilderten Vors gängen nicht bloß, wie unser Lokalblatt, eine betrübende Er scheinung erblicken, sondern einen Standal, der die Loyalität und Humanität, insbesondere aber die oft gerühmte Reichstreue der Leipziger( nat.- lib.) Arbeitgeber in das denkbar schlechteste Licht stellt. Das Reichsgeies legt ausdrücklich dem Arbeitgeber bestimmte Opfer auf, die An- und Abmeldung feiner Arbeiter 2c., die Entrichtung eines Drittheils der Ver ficherungsbeiträge aus eigenen Mitteln. Von diesen Opfern tann und soll ihn nur der Wille des Arbeiters dispenfiren, wenn letterer freiwillig und aus eigener Entschließung sich in eine freie Hilfskaffe begiebt. Ein Arbeitgeber, welcher versucht, Diese Dispensation selbst oder durch Einwirkung auf die Ar beitnehmer zu erlangen, handelt gegen das Gefeß, und findet Polizei- Bericht. Am 11. d. M. Nachmittags fiel der auf dem Neubau Dranienstraße Nr. 7 beschäftigte Steinträger Rorp von einer im ersten Stockwerk aufgestellten Leiter bis in die Parterre Räume hinab und erlitt dabei so schwere Verlegungen am Kopf und am rechten Bein, daß er nach Bethanien ge bracht werden mußte. Am 12. d. Mts. Vormittags fiürzte ein Garde du Corps beim Ausrüden seiner Kompagnie in der Charlottenstraße mit dem Pferde und brach dabei den linken Unterschenkel. Er wurde zunächst nach der Kaserne und später nach dem Garnison- Lazareth gebracht. Um dieselbe Zeit wurde an der Burgstraße in der Spree die Leiche eines unbes fannten etwa 30 Jahre alten und anscheinend dem Arbeiter ftande angehörenden Mannes angeschwemmt und nach dem Obduktionshause geschafft. Am Nachmittage desselben Tages verunglückte der Schneider Reinardt in der Alten Jakobs ftraße in Folge eigener Unaufmerksamkeit dadurch, daß er von einem Eichenstamm, welcher auf das Grundstück Nr. 23, ge fahren wurde, beim Wenden getroffen und gegen die gegen überliegende Wand gedrückt wurde. Er erlitt dabei schwere innere Verlegungen, jowie Verlegungen an der Brust und am Rüden, so daß er nach seiner Stallschreiberstraße belegenen Woh nung gebracht werden mußte. Gerichts- Zeitung. Weise beigelegt worden sei. Ein Meeting sämmtlicher Berliner Tischler, Arbeit nehmer und Arbeitgeber findet am Sonntag Vormittag 10 Uh im Wintergarten des Bentralhotels, Eingang Dorotheen ftraße 17/19, ftatt. Die Tagesordnung wird bei Eröffnung der Versammlung bekannt gemacht. Damit teine Anfamm lungen vor dem Lokal stattfinden, theilen die Einberufer mit daß das Lokal erft drei viertel auf 10 Uhr geöffnet wird, ein früheres Erscheinen also linen 3wed hat. Der Wintergarte früheres Erscheinen also keinen Bwed hat. dabei um so weniger Entschuldigung, als er, wie wir jegt fagt ca. 6000 Personen und wird da schon Jeder Blas sehen, hierdurch brave Arbeiter um ihr Brod und vielleicht ganze Familien ins Elend bringt." Die Leipziger Heidelbergerei mag fich diese Bensur des Regierungsblattes über ihre viel ge rühmte Reichstreue und Bereitwilligkeit, die soziale Reform der Krankenkasse der Berliner Hutarbeiter und ve wandten Berufsgenossen. Montag, den 23. März, Abends 8 Uhr, im Schüßenbaus, Linienstraße, Generalversammlung Reichsregierung zu fördern, mit der fte fich immer so brüftet, Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Entgegennahme von An zu Herzen nehmen! Die Arbeiter in Berlin und Umgegend nach den Berichten der Fabritiuspettoren. In Berlin und deffen Umgebung werden gegenwärtig ungefähr 100 000 Arbeiter in Fabriken beschäftigt. Im Ganzen wurden in 957 Fabriken trägen. 3. Fragetaften. Quittungsbuch legitimirt. Alle M glieder sind eingeladen. Freie Vereinigung der Graveure, Ziseleure und be 16. weitere wandter Berufsgenossen. Versammlung am Montag, den T- D.: 1. Geschäftliches, Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Ver Bureaus. Die geehrten Mitglieder werden ersucht, recht pin lich und zahlreich zu erscheinen; Punkt 2 der Tagesordnung 16. März, Abends 8 Uhr, Restaurant Sahm, Annent, schäftigt, davon waren 2642 männlichen, 1874 weiblichen Ges einsangelegenheiten. 3. Verschiedenes, Bericht des Nachweile schlechts, dazu kommen 95 Kinder, unter diesen 72 Knaben und 23 Mädchen. Im Vergleich zum Vorjahre ist eine Ver mehrung der jugendlichen Arbeiter und Kins der von 4192 auf 4611, also um 11 Prozent einges ist von großer Wichtigkeit. treten! Was nun die gesammte Arbeiterzahl aniangt, so zed'schen Anstalt findet am Montag, den 16. d. M. in Otto's ift dieselbe von 96 231 im Jahre 1882 auf 99 319 im folgenden Jahre, also um 3088 Arbeiter oder 3 Prozent geftieger. Diese Vermehrung war am bedeutendsten bei der Textilins dustrie, deren Arbeiterzahl in den genannten Jahren um Pph. Auf seinem Gange zur Arbeit fand am Morgen Des 6. Dktober D. J. der Arbeiter Friedrich Kaspar zu Charlottenburg vor dem Hause des Oberprediger Rollag in Der Berlinerstraße einen werthvollen goldenen Ring, deffen unberechtigtes Dasein im Sande des Promenadenweges die Strablen der Morgensonne ihm verrathen hatten. Er nahm, trot des Gespöttes seiner Kameraden über den vermeintlichen Groschenring, denselben an fich und übergab ihn bei der Heim tehr feiner Frau mit dem ausdrücklichen Bedeuten, den Ring in Verwahrung zu nehmen, bis sich der Verlierer melde. Die Frau K. indeffen konnte der Versuchung, mit dem gefundenen Ring im Kreise ihrer Bekannten Neid zu erregen, nicht widerstehen und so tam es denn, daß eines Tages ein Kriminal beamter bei ihr erschien und den goldenen Reif an ihrem Finger mit Beschlag belegte. Für den Ehemann, der, weil er des Tages über außer dem Hause beschäftigt, von dem Ges bahren seiner Frau nichts gewußt, hatte dies jedoch eine Folge, da zur Anklage wegen wegen Fundunterschlagung er die rechtzeitige Anzeige von dem Funde bei der Behörde unterlaffen hatte. Auf diese Thatsache fich flügend, legte die Staatsanwaltschaft des Amtsgerichts Berufung ein, da das Berfahren gegen Kaspar vor dem Schöffengericht mit deffen Freisprechung endigte. Die Straffammer des Landgerichts, vor Berantwortlicher Redakteur R. Lokal, Adalbertstr. 21, ftatt. T.- D.: Gründung eines Vereins und Besprechung des Jubiläums. bas obe auch fin erft nad oben a обие б Mitglieder Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter Sonnabend, den 14 mandantenstraße 77/79. Tagesordnung: 1. Vortrag des Bre 2. Dit 1419 Röpfe oder 13 Prozent gewachsen ist; dann folgt März, Abends 8 einhalb Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Rom die Metallverarbeitung mit einer Vermehrung Don 12 Prozent, dann die Bekleidungsindustrie mit einer solchen von 9 Prozent u. f. f. industrie find die Wollenwaaren waaren und Teppich- Fabritation an der Vermehrung der Ar beitskräfte vornehmlich betheiligt gewesen, während eine Anzahl von Färbereien und Appreturanstalten eine Verminderung ihrer Arbeitsfräfte haben eintreten lassen müssen. Was die Vermehrung der bei der Metallverarbeitung beschäftigten Arbeiterzahl anlangt, so waren hiervon zunächst die Verarbeitung digers emer. Kendziora über Werth und Mehrwerth. bittet der Vorstand. Auf be Dorberft Heinften bis ber bis au 6 Mtr. nicht u werden. fowie gebäude Bei der Textil- Verhältniffe in der Weidenslaufer'schen Fabrik. Die Kollegen Shoddy, Strumpf- derfelben find anwesend. 3. Verschiedenes und Fragetaften Gäste willkommen. Um pünktlichen und zahlreichen Befud Rigdorf. Bentral- Kranten und Sterbelasse der Tifle und anderer gewerblicher Arbeiter( E.. 3. Dertliche Ver 3 Uhr, Bergstraße 129, bet Niefig, Mitgliederversammlung von Eisen und Stahl, dann die Welblechfabrikation, ferner Delegirtenwahl. Nur Majorenne( 21 Jahr) find wahlberechtig scheinen. Auflagebuch legitimirt. ( Resultat 7 Ubr.) Es ist Ehrenpflicht, in dieser Beit zu e Briefkasten der Redaktion. die Herstellung von lacirten Blechwaaren, Stahlfedern und die Runfischlofferei betheiligt; demnächst ist eine nicht unbeträcht liche Vermehrung der Arbeitskräfte auch bei der Verarbeitung von Kupfer, Messing, Neufilber und Bronze eintreten. Im Jahre 1883 find nicht weniger als 56 neue Fabriken in Berlin und Umgegend entstanden, in denen Gegenstände aus Cuivre poli, Alfenide, Metallschrauben, Flaschenverschlüsse, MilitärAusrüftungsgegenstände u. a. hergestellt werden. Bei ein zelnen Industrien war ein Rückgang der beschäftigten Arbeiter benußen weiß. Cronheim in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin SW., Beuthftraße 2. be ein Unwissender, Wedding. Opportunität bedeutet die queme Zeit oder Gelegenheit; ein Opportunist ist daher e Gelegenheitsmensch, der die Gelegenheit wahrzunehmen oder Sieran eine Bellag entfpred Don bie die Dä Juläffig angeleg ober A folgend baube errichte Beftim god f Dachs ift. 8 Laffig breite Darüb zu ber einer Gebäu ungleid To mi theile ber e bas go gana Tidble mag gebäu inbes fabris ungs Arbeiter 50. 31 ftellt. Beneh an die en nuns ier feine Die fich ne folde on den ; feder rs wenn wie 40, 1. Den wählte verfläns rt gefagt iergegen fondern cauf die babura, bedingte ben, ba gefellen eicht und ren auth fchnelle rufemart indschlag um Ab mlung Vorfige Frage der eilt, daß ne Kund 4) habe, onfurren uch noch für bie pet in stuffion und aud Außer gebracht; lich aud gearbetet ag Nad am fertig efundheit r Hern ftehende termiethe Berkstätte nten ents burde bie ür Herrn r Herrn ngen ju Arbeiter enftraße) Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 62. Die neue Baupolizei- Ordnung in dem Stadtverordneten- Ausschuß. Sonnabend, den 14 März 1885. Länge des vor ihr liegenden Hofes ist; sie darf unter allen Umständen aber eben so hoch sein, wie die Vorderfront. Bis zu einer Länge von 10 Meter von der Hinterfront des Vordergebäudes ab gemessen, werden Seitens flügel als zum Vordergebäude gehörig betrachtet und dürfen demgemäß die Höhe deffelben erhalten. b. Hintergebäude und Seitenflügel dürfen in der Höhe die Ausdehnung der geringsten Dimensionen des vorliegenden Hofraumes um nicht mehr als 8 Meter übersteigen. Ist der Hofraum ungleich gestaltet, so tritt Durchschnittsberechnung ein. Findet der Hofraum unmittelbare Fortsetzung auf einem Nachbar terrain, deffen Nichtbebauung durch eine grundbuchII. Jahrgang. § 66. Wird ein eidlich vernommener Beuge in derselben Straffache nochmals vernommen, so kann der Richter, statt der nochmaligen Beeidigung, den Beugen die Richtigkeit feiner Aussage unter Berufung auf den geleisteten Eid ver sichern laffen. Der von der Stadtverordneten- Bersamalung nieder gesetzte Ausschuß zur Vorberathung des Entwurfs zur neuen Baupolizei- Drdnung hat unter Vorfiz des Stadts verordneten Dr. Stryd seine Aufgabe in fieben Abend gungen inkl. zwei Subkommissions sigungen erledigt und babei zum Theil sehr einschneidende Abänderungen des Entwurfs vorgenommen. Der Ausschuß empfiehlt der Verjammlung, den Magistrat zu ersuchen, dahin zu wirken, daß bie von der Versammlung beschlossenen Aenderungen( des Ausschusses) in dem von dem königlichen Polizei- Präsidium liche Eintragung dauernd und ficher gestellt worden, Einführung der Berufung gegen Urtheile der Straflam be= vorgelegten Entwurf einer neuen Baupolizei Drdnung zur Geltung fommen, eventualiter dahin zu wirken, daß zuächst eine eine Enquete Rommission, fehend aus Mitgliedern der königlichen labemie des Bauwesens, des Reichsge undheitsamts, bes föniglichen PolizeiBräsidiums, des Magistrats und des hie igen Architekten Vereins zur Prüfung und Borberathung einer neuen Baupolizei- Ordnung niedergefeßt werbe. Wir wollen hier nur die wesentlichsten Abinberungen anführen, welche der Ausschuß für nothwendig trachtet. so ist dieses Nachbarterrain bei Feststellung der für Hinter- und Seitengebäude zulässigen Höhe dem Hofraum zuzurechnen. Ist dieser Hofraum ungleich gestaltet, so tritt Durch schnittsberechnung ein. Baulichkeiten, welche bis zur obersten Dachkante die Hohe von 5 mtr. nicht übersteigen und eine Grundfläche von nicht mehr als 40 Dmtr. haben, bleiben bei der Berechnung ber zulässigen Höhe der Fronten der Hintergebäude und Seitenflügel, nicht aber bei Feststellung der auf jedem Grundstücke unbebaut zu laffenden Fläche außer Betracht. In Fällen, wo die Bestimmung ad a. und b. verschiedene Höhen ergeben, können die für die einzelnen b. verschiebene Höhen ergeben, können die für die einzelnen Gebäudetheile zulässigen Höhenmaße zu einem Durch dieses Paragraphen bleiben fast unverändert. aufzuheben, wenn nicht binnen sechs Wochen nach Vollstreckung § 126. Der gemäß§ 125 erlaffene aftbefehl ist deffelben die erfolgte Erhebung der öffentlichen Klage zur Kennt niß des Amtsrichters gelangt. Bei Uebertretungen, mit Ausnahme der in§ 361 Nr. 3 und 4 des Strafgesetzbuches vorges sebenen, beträgt die Frist zwei Wochen." Die Einführungstermine find überall offen gelassen. In der Begründung wird darauf hingewiesen, daß der Nuf nach einer Reform der Strafprozeßordnung und namentlich nach mern derartig start geworden sei, daß sich die Regierung zu einer Reform entschlossen habe. Frankreich. Frankreich aufgeschlagen hatten, als franzöfifche Bürger Der§ 2, wohl der wichtigste der ganzen Bauordnung schnittsmaße gemittelt werden." Die übrigen Abschnitte herstellung der bei der ersten Berathung von der Kammer ge Buläffige Bebauurg der Grundstüde. Hofraum"), hat in dem Ausschuß folgende Faffung erhalten: Bis zur Tiefe Bon 60 Meter von der Bauflucht und senkrecht zu derselben semessen, dürfen bisher nicht bebaute Grundstücke höchstens bis auf drei Viertel, und bereits bebaut gewesene Grundfüde bis auf vier Fünftel ihrer Grundstücke bebaut, bezw. wieder bebaut werden, während das legte Viertel, bezw. Fünftel als Hof oder Garten unbebaut liegen bleibt. Ueber die Tiefe von 60 Meter von der Bauflucht und senkrecht zu derfelben gemessen, darf das Grundstück nur bis zu wei Drittel seine Grundfläche bebaut werden. Das zu errichtende Gebäude muß soweit nicht besondere Swede Ausnahmen bedingen auf höchstens 18 Meter burch einen freien, auch nicht in den Stockwerken durch Vorbauten, Umgänge, welcher a. Galle werben, § 34 des Entwurfes( Pugarbeiten") ist dahin abgeändert worden: Bei Ertheilung des Rohbauabnahme fcheines wird gleichzeitig jedes mal burch die Rohbauabnahmekommission der Zeitpunkt bestimmt, an welchem mit den innern und äußern Buzarbeiten begonnen werden darf. Gebäude, welche ganz oder theilweise die Bestimmung haben, zu bauerndem Aufenthalte von Menschen zu dienen, sollen keinesfalls früher als 6 Wochen nach vollständiger Eindeckung der Dächer geputzt werden." § 40 hat in Alinea 3 folgende Form erhalten:„ Bei Umbauten, welche eine erhebliche Veränderung der Grundform, bezw. der Etagenhöhe bezwecken, bleibt vorbehalten, bie baupolizeiliche Genehmigung davon abhängig zu machen, daß diejenigen Gebäudetheile, welche durch den Umbau be troffen werden, soweit sie den Vorschriften dieser Baupolizei ordnung widersprechen, mit denselben in Uebereinstimmung xien 2c. beschränkten Hofraum unterbrochen bei bereits bebauten bezw. bebaut gewesenen Grundstücken mit einer Gesammtgrundfläche bis 300 Dmtr. gebracht werden." mindestens 40 Dmtr., von 300-450 mtr. mindestens 50 Dmtr., von 450-600 Dmtr. mindestens 60 mtr. eworden, grundfläche bis 300 Dmtr. mindestens 50 mtr., von 300 bis die Be e gerechte er Herr men, in Гргефел, verlangt, bes be nb allen in Ver Derungen en Ber als bes aug auf weilte ber mit, in Mangels günftigen Arbeit 10 Uhr orotheen Cröffnung Anfamm ufer mit wird, ein tergarten mindestens 70 Dmtr. Größe mit einer kleinsten Abmessung Don 6 Mtr. betragen muß. Bei Berechnung der Hofgröße bezw. des Viertels oder Fünftels werden Gesimsvorsprünge nur bis zu einer Ausladuug von 30 Emtr. nicht berüdichtigt. Desgleichen bleibt das vor der Bauflucht belegene Borgartenterrain, sowie das hinter derselben belegene Bufahrtsterrain bei Ermittelung der Hofgröße außer Berechnung. Wird durch Anordnung von einem oder mehreren Höfen bas unbebaut zu laffende Biertel oder Fünftel der Gesammtläche des Grundstücs nicht erreicht, so ist entweder jener Sof, bezw. find jene Höfe entsprechend zu vergrößern oder weitere Höfe von der vorgedachten Art anzulegen. Für Für bereits bebaute Grundstücke von weniger als 240 Dmtr. Grundfläche kann im Falle der Neubebauung ausnahmsweise eine entsprechend geringere Hofgröße zugelaffen werden. Jeboch darf ein schon vorhandener Hofraum niemals unter bas oben angegebene Maß von 40 Dmtr. verkleinert werden, auch find Ausnahmen für Grundstücke nicht zulässig, welche erst nach dem Inkrafttreten dieser Bauordnung bis auf den oben angegebenen Flächeninhalt verkleinert worden sind, ohne daß letteres im Wege der Enteignung geschehen ist. Auf bereits bebaut gewesenen Eckgrundstücken ist für den vordersten Hof eine Ermäßigung bis auf 32 Dmtr. bei einer Heinsten Abmessung von 5,5 Mtr. zulässig, während bei bisher nicht bebauten Edgrundstücken diese Ermäßigung nur bis auf 40 Dmtr. bei einer geringsten Abmessung von 6 Mtr. zulässig ist. Ein schon vorhandener Hof darf jedoch nicht unter das Maß von 40 Dmtr. Fläche verkleinert werden. Die Fronten aller Hintergebäude und Seitenflügel fowie die mit Fenstern versehenen Rückseiten der Vordergebäude müssen an einem, den bestehenden Bestimmungen entsprechenden Hofraum oder Garten liegen. Ausgenommen von dieser Bestimmung sind diejenigen Fronten, welche über bie Dächer der niedrigen Gebäude hinausragen. Bis zur Julässigen Maximalhöhe können Fenster in solchen Fronten angelegt werden, die durch Zurücktreten hinter die Front ober über Gebäudetheile errichtet werben." er Plas and ver Abend mmlung Don An Lale Mi and be tag, ben enftr. 16. 2. Ver achwei Sit pünkt Fordnung r Wad in Otto's Vereins Bahrung Den 14 en, Rom 2. Die Schließlich ist noch§ 42 zu erwähnen, welcher nach bem Entwurfe lautet: Ausnahmen von den Bestimmungen dieser Baupolizeiordnung fönnen, so weit sie im Vorstehen dieser Baupolizeiordnung fönnen, so weit sie im Vorstehen den vorgesehen find, von der Baupolizei- Behörde zugelaffen werden." Der Ausschuß schlägt vor: ftatt von der Baupolizei- Behörde" zu sagen:„ von dem königl. Polizeipräftbium in Gemeinschaft mit dem Magiftrat." ( Voff. 3tg.) Politische Webersicht. Der Gesezentwurf, betr. die Einführung der Berufnugsinstanz in Straffachen lag erften Blatte erwähnt haben dem Bundesrath in seiner legten Sigung vor und wurde von diesem einem Ausschusse überwiesen. Der Entwurf umfaßt 7 Artikel. Artikel I. ordnet die Abänderung des Gerichtsverfaffungsgesetzes für 10 Para graphen an. Danach hat zu lauten: § 59. Bei den Landgerichten werden Zivil- und Straftammern, sowie Strafberufungstammern bildet. ges § 75. 11) des ftrafbaren Eigennußes in den Fällen der SS 288, 289, 291 und 298 des Strafgesetzbuches. §76. Die Strafkammern find als erkennende Gerichte, ferner zuständig für die Verhandlung und Entscheidung über das Rechtsmittel der Berufung gegen die Urtheile der Schöffengerichte: 1) wenn lediglich lebertretungen Gegenstand der Entscheidung in der Berufungsinstanz find; 2) in Privatllage fachen, sofern nicht die Staatsanwaltschaft die Verfolgung übernommen hat. § 77. Die Sivillammern und die Straflammern ent scheiden in der Besetzung von drei Mitgliedern mit Einschluß des Borfizenden, die Strafberufungskammern in der Besetzung von fünf Richtern mit Einschluß des Vorfigenden. § 123. 3) Der Reviston gegen Urtheile der Strafbe rufungskammern, wenn a. Das Urtheil erster Instanz von dem Schöffengericht erlaffen ist: b. das Urtheil erster Instanz von der Straffammer erlassen ist, die Revision aber ausschließlich auf die Verlegung einer in den Landesgefeßen enthaltenen Rechtsnorm gestützt wird; 5) der Beschwerde gegen strafrichter. liche Entscheidungen erster Instanz, soweit nicht die Buftändig feit der Straflammern begründet ist, gegen Entscheidungen der Straflammern in der Beschwerdeinstanz und in der Berufungsinftans, fowie gegen Entscheidungen der Strafberufungstammern. § 136. 2) für die Verhandlung und Entscheidung über das Rechtsmittel der Revision gegen Urtheile der Strafbe Dem§ 3.( Höhe der Gebäude") hat der Ausschuß rufungskammern, soweit nicht die Buständigkeit des Ober folgende Gestaltung gegeben:" In Fronten dürfen Ge- landesgerichts begründet ist, und gegen Urtheile der Schwurs gerichte. baube fiets 12 Meter hoch, aber nicht höher als 24 Meter errichtet werken. Innerhalb dieser Grenzen gelten folgende Gefeßes folgenden§ 76a einzuschalten an: Bestimmungen: a. Vordergebäude an Straßen dürfen so Des Pro Rollegen getaften Befud Tifchler che Ver mittag mmlung erechtigt zu er Die be aber ein oder zu agh had Artikel II ordnet hinter dem§ 76 der Gerichtsverfassungs876a. Die Strafberufungskammern finb zu Rechtsmittel der Berufung 1) gegen die Urtheile der Straf fammern in erster Instanz; 2) gegen die Urtheile der Schöffengerichte, soweit nicht die Zuständigkeit der Straflammern begründet ist." hoch sein, als die Straße zwischen den Baufluchten breit ständig für die Verhandlung und Entscheidung über das ift. Bei 12 Meter breiten Straßen ist die Ausladung des Dachs bezw. bes Hauptgefimses nur bis zu 60 Emir. zus laffig. Bei breiteren Straßen ist für jede 3 Mtr. Mehr breite eine um 15 Cmtr. größere Ausladung zulässig. Darüber hinans wird das Uebermaß bei de Ermittelung zulässigen Höhe in Abzug gebracht. In Ermangelung ber einer Artikel III. andert 22 Paragraphen der Strafprozeß- Ordnung ab und zwar u. A.: § 60. Die Beeidigung des Beugen erfolgt in denen vor dem 1. Oktober 1879 die Beeidigung der bei diesem Verfahren auch ferner sein Bewenden behalten. gegenüberliegenden Bauflucht barf die Höhe biefer nach dem Abschluß seiner Bernehmung. In Gebieten jedoch, ungleich oder liegt ein Gebäude an mehreren Straßen, Beugen vor der Vernehmung zu erfolgen hatte, tann es So wird nach der Höhe, welche jebem einzelnen Gebäudetheile zuläme und nach Maßgabe der Längenausdehnung Der Richter darf eine Mehrzahl von Beugen gleichzeitig bes der einzelnen Gebäudetheile ein mittleres Höhenmaß für eidigen. bas § 65. Die Beeidigung erfolgt bei der ersten Ver ganz oder mit einzelnen Theilen hinter der Bauflucht zu eidigung unterbleiben, Im Vorverfahren kann die Bewenn Bedenken gegen dieselbe Tüdbleiben, fann ein entsprechend gesteigertes Höhen- obwalten oder wenn es nach der übereinstimmenden AnMehrere Deputirte haben zu dem der Kammer vors liegenden Refrutirungsgefese ein Amendement ein gebracht, nach welchem alle in Frankreich geborenen Söhne von Ausländern, deren Väter im Augenblick ihrer Ges burt schon seit mindestens drei Jahren ihren Wohnfis in betrachtet werden und bei ihrer Volljährigkeit der Militärpflicht im französischen Heere genügen sollen. Dieses Amendement wird in der Preffe lebhaft besprochen. Die Deputirten tammer beendete die Budgetberathung; die Wiederstrichenen, vom Senate aber wieder in das Budget eingestellten Boften wurde abgelehnt, nur die zur Unterstügung der Pferde rennen geforderte Etatspofition wurde nachträglich bewilligt. Das hiernach abgeänderte Budget ist dem Senate sofort zuge gangen. Die Kummer vertagte sich bis heute. Der Senat hält seine nächste Sigung am Montag ab. Amerika. Nach vorliegenden Telegrammen aus La Libertad in San Salvador ist die Proklamation des Präsidenten Barrios aur Herstellung einer einzigen, aus den Staaten von Bentral Amerika bestehenden Republik von Honduras beifällig aufges nommen, von San Salvador, Nicaragua und Costa Rica vers worfen worden. Die Truppen von Guatemala hätten sofort gegen San Salvador vorzugehen begonnen; die Bevölkerung von San Salvador habe ich in Maffe erhoben, um Wider ftand zu leisten; darauf habe Guatemala die Feindseligkeiten eingestellt. Barrios babe vorgeschlagen, nach San Gale awet Bevollmächtigte zur Verhandlung der Frage zu senden. Inzwischen habe der Präfident von Merito telegraphisch erilärt, er hoffe, daß angesichts der gegen das Projekt von Barrios ge richteten Politik Mericos, sowie bei der friedlichen Stimmung des Bräftdenten von San Salvador, Baldivar's, Feindselig leiten verhindert würden, und Barrios überhaupt von der Ausführung feines Planes absehen werde. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 66. Sizung vom 13. März, Nachmittags 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths Fürst v. Bismard, v. Boetticher, v. Putttamer, Stephan, Versmann u. A., in der Hofloge Prinz und Prinzessin Wilhelm. Eingegangen ist ein Gesezentwurf, betreffend den Schuß des zur Anfertigung von Reichstaffenscheinen verwendeten Ba piers gegen unbefugte Nachahmung. Nachdem das Haus fich gestern über die Modalitäten der Ausführung des zu subventionirenden Postdampfschiffs- Unter nehmens schlüffig gemacht hat, wendet es fich heute dem § 1 der Regierungsvorlage und damit der Entscheidung über die Hauptsache, die Linien, die eingerichtet werden sollen, zu. Von mehreren Seiten wird beantragt, diesen§ 1 zu amendiren. 1. Graf Behr, Hammacher und von belldorff faffen ihn fo:„ Der Reichstanzler wird ermächtigt, eff richtung und Unterhaltung von regelmäßigen Postdampfschiffs verbindungen zwischen Deutschland einerseits und Oftasten so wie Australien und Afrika andererseits auf eine Dauer bis zu fünfzehn Jahren an geeignete deutsche Unternehmer a uf dem Wege der engeren Submission einzeln oder zusammen zu übertragen und in den hierüber abzuschließenden Verträgen Beihilfen bis zum Höchfibetrage von fährlich fünf Millionen vierhunderttausend Mart aus Reichsmitteln zu bewilligen." ( Die gesperrten Worte fehlen in der Regierungsvorlage, aber auch bie übrigen Antragsteller, Bentrum und Sozialdemo fraten wollen fie in dieselbe aufgenommen wiffen.) 2. Die Sozialdemokraten Dies und Genossen wollen nur zwei Linien, nach Ostaften und dem Festlande von Australien mit einer Subvention von 3750 000 Mart be willigen. 3. Das Bentrum( Rintelen und Genossen) will nur eine Linie, die nach Dftaften, mit einer Subvention von 1700 000 Mt. bewilligen. 4. Abg. Richter will die Linie nach Australien nicht bewilligen und die Subvention auf 1700 000 t. ermäßigen. Den sozialdemokratischen Antrag will Abg. Veiel dahin abändern, daß die zweite Linie nicht blos mit dem Festlande von Auftralien, fondern auch mit den Inseln eine regelmäßige Verbindung herstellen soll, und zu dem Swede die Subvention um 4 Million, auf 4 Millionen Mark erhöhen. Außerdem beantragt Rintelen( das Bentrum) folgenden § 1a. einzuschalten: Der Reichskanzler wird ferner ermächtigt, zum Anschluß an die Hauptlinie( 81) die Einrichtung und Unterhaltung einer Bweiglinie von Triest über Brindisi nach Alexandrien auf eine Dauer bis zu fünfzehn Jahren an ge eignete deutsche Unternehmer auf dem Wege der engeren Submission zu übertragen und in den hierüber abzuschließenden Verträgen eine Beihilfe bis zum Höchstbetrage von fährlich 200 000 Mt. aus Reichsmitteln zu bewilligen." Abg. v. Helldorff( lonservativ)( kaum verständlich): vielleicht Gefahr laufen, aus patriotischer Begeisterung etwas nicht genügend Erwogenes zu beschließen. Nach reiflichster Erwägung bin ich aber fest überzeugt, daß Die geforderte Staats Subvention eine nothwendige ist. Hätten Sie bereits die erfte Dampfervorlage angenommen, fo würden wir unsere Stellung in der Südsee wahrscheinlich mit Auch ich war anfangs von dem Gefühle nicht fret, basic), viel leichterer Mühe hier behaupten tönnen, als és legt net Fall ist. Die afrikanische Linie ist die gefährdetste, ste ist aber gerade für unsere Kolonialpolitit am nothwendigsten. Eine maß zugelassen werden. Die Hinterfront der Vorder- ficht des Richters und der Staatsanwaltschaft für den Rentabilitätsberechnung kann man für diese Linie allerdings gebäube barf eine Höhe erreichen, welche gleich der Bweck des Vorverfahrens der Beeidigung nicht bedarf. noch nicht vorlegen, da wir auch noch gar nicht wissen, wie fich die Kolonien weiter entwickeln werden. Andere Staaten haben fich aber bei ähnlichen Vorlagen um eine solche Berech nung auch nicht gefümmeri. Man kann zu dem Leiter der auswärtigen Politik wohl das Vertrauen haben, daß er die afrikanische Linie nicht verlangen würde, wenn er nicht beson dere Zwecke damit verfolgte.( Beifall rechts, Bischen und Widerspruch links.) im für Abg. Rintelen: Es handelt sich hier um eine sehr ers hebliche Finanzfrage: 5 400 000 m. jährlich geben in 15 Jahren 81 Millionen Mart. Das dürfen wir neben den großen politischen Gesichtspunkten nicht außer Acht lassen und müßten eventuell vorläufig die Sache noch vertagen. Die Mehreinnahmen aus den Böllen dürfen nicht in erster Linie zu Dampferfubventionen verwendet werden, sondern ste sollen zur Erleich terung der Matrikularbeiträge, zur Deckung der dringendsten Bedürfniffe der Einzelstaaten und der Kommunen dienen. Die Vorlage ist in ihren Einzelheiten noch immer nicht genügend geklärt. Die Regierung hat sich auf das Gutachten zweier Sachverständiger bezogen, welche nicht genannt sein wollen. Ich vermuthe, daß es die Herren Meier und Woermann find. Die Berechnung der Summe, welche nach diesen Gutachten die Linien im Ganzen erfordern werden, ist noch nicht ganz zu übersehen. Den von dem Reichskanzler vertretenen Gedanken der Staatsomnipotenz müffen wir bekämpfen. Der Staat soll nicht in alle Verhält niffe des freien Verkehrs eingreifen, sondern diesen sich selbst ständig entwickeln lassen. Die ostastatische Linie abzulehnen, fönnen auch meine Freunde nicht verantworten. In Ostasien haben wir eine fonfumtionsfähige und nicht unkultivirte Bevölkerung von über 400 Millionen. Der Absatz der deutschen Produkte nach China und Japan wird sich durch diese Dampfer bedeutend vermehren. Für Afrika tönnen wir uns nicht auf das Beispiel Frankreichs und Englands berufen, weil diese Staaten dort ganz andere toloniale und postalische Interessen haben als wir. Was Australien betrifft, so hat die SlomanLinie die Artikel, die fie von dort einführt, innerhalb 5 Jahren von von 19 000 auf 138 000 3tr. gesteigert, woraus fich ers giebt, daß die Rhederei sich dort auch ohne Staatssubvention entwickeln fann. Einer Kolonialpolitik stehen wir a priori nicht entgegen, aber wir wollen uns die Kolonieen doch ansehen, wie fte find, und danach beurtheilen, ob wir sie unterstüßen tönnen. Der Reichstan ler hat neulich Don einem anbrechenden Völkerfrübling gesprochen, jedenfalls Hinblic auf Die jetzt herrschende Begeisterung Kolonialpolitik. Diese Begeisterung ist fünstlich hervorgerufen worden.( Lebhafter Widerspruch rechts.) Früher hat der kleine Mann nichts von Kolonialpolitik gewußt. Er weiß jezt nur etwas durch die Presse. Die Preffe sagt ihm aber nicht, was die Kolonialpolitik eigentlich ist, sondern nur, daß große na tionale Bolitik getrieben werden solle; und dies hat die Deutschen in Aufregung versezt und in der großen Maffe eine Art von Chauvinismus erzeugt, gegen den man entschieden vorgehen müßte.( Unruhe.) Es ist nicht länger zu dulden, daß eine gewiffe Breffe eine in gewiffenloser Weise angeregte Be geisterung benugt, um bestimmten Zwecken zu dienen. Das ist ein frivoles Spiel mit der Begeisterung des Volkes.( Lebhafter Widerspruch rechts.) Herr Grad hat fürzlich gesagt, die Kolonien sollten die überzäblige deutsche Bevölkerung aufnehmen. Aehnlich hat sich Herr Woermann geäußert. Wie denken sich denn die Herren eine Kolonie, wo die überzählige deutsche Bevölkerung unter sich ift? Die germanische Raffe fann dort nicht eriftiren, fte geht au Grunde. Es würde ihr nichts nügen, fic sich mit den dortigen Damen zu verbinden bleibe im Lande und nähre dich redlich!( Große Heiterkeit.) Für die zweite Frage, die des Exports, tommt nun zunächst die Konsumtions fähigkeit der Kolonien in Betracht. Diese Fähigkeit dürfte nun in Bezug auf europäische Artikel nur sehr gering sein; der Abgeordnete für Dresden hat uns zwar von den Buntpapier Fabrikanten berichtet( große Heiterkeit); auch für den Export von Glasperlen zur Bekleidung der Wilden foll große Aussicht sein das ist einstweilen Alles. Drittens tommt der Import der solonialprodukte in das Mutterland in Frage. Für diese hat man von verschiedenen Seiten Bollfreiheit beim Eingang verlangt, weil die Kolonien ein Theil des Mutterlandes seien. Wie verlautet, ist das aber nicht die Absicht der Reichsregierung, die Gegenstände sollen vielmehr mit einem Eingangszoll belegt werden. Nun könnten derartige Produkte, wenn sie nur in den Kolon en erzeugt werden, wohl zollfrei eingeben, die übrigen aber würden ja nur unserer eigenen Produktion Luft machen, so z. B. Weizen und Wolle. ( Nufe rechts: Woze ist zollfrei!) Der Wollzoll kommt dann ganz von selbst.( Heiterkeit). Wenn die Produkte aber zollpflichtig find, dann macht es doch gar keinen Unterschied, ob ich fie aus Kolonien selbst beziehe oder aus anderen Ländern, mit denen wir Handelsverträge abgeschloffen haben. Den Vortheil von den Kolonien haben nur die wenigen großen Han delshäuser, welche fich dort niedergelassen haben. Erböhung der Steuerkraft dieser wenigen großen Handels häuser nüßt der Gesammtheit der deutschen Steuerzahler ganz und gar nichts. Haben denn nicht nach Ausweis des legten Weißbuches gerade die Herren v. Hansemann und Bleichröder Dampfe: subventionen verlangt? Und wem sollen die Subventionen für die afrikanische Linie zugute fommen? Den Herren Woermann und Lüderit, weiter Nies mandem. Ein Bortheil aus dieser Kolonialpolitik ist für das deutsche Volt in keiner Weise zu ersehen. Nun fich schon zu verstehen gegeben, daß er mit der Kolonialpolitik des Deutschen Reichs nicht einverstanden ist. Er hat zwar damit begonnen, daß er und seine politischen Freunde im Algemeinen für Kolonialpolitit gestimmt wären, vielleicht in Berücksichtigung des lebhaften Intereffes, das sich in unserer öffentlichen Meinung und auch bei den Wählern dafür geltend macht. Er hat dann aber zu dem gewöhnlichen Mittel ge griffen, Vorlagen der Regierung abzulehnen, die man im Brinzip nicht bekämpfen mag, indem er fie angebrachter maßen ablehnte. Er sagt: ja, Kolonien wollen wir wohl, aber gerade diese nicht, und dann hat er gegen fie Motive angeführt, die in Bezug auf diese Kolonien gerade am allerwenigsten zutreffen. Ich werde darauf nachher zurückommen. Einstweilen nehme ich davon Akt, daß der Herr Vorrebner die Verbindung der heutigen Vorlage mit der Kolonialpolitik seinerseits auf das schärfste, viel schärfer als ich, atzentuirt hat. Ich möchte aber bitten, unter der Abneigung gegen die Kolonialpolitik doch diese Vorlage nicht unbedingt leiden zu laffen. Der Herr Vorredner hat so gesprochen, als wenn wir gar keine Dampferverbindung mit den östlichen Meeren brauchten, wenn wir nicht diese Kolonien in Besitz genommen hätten oder zu nehmen beabsichtigten, daß obne Kolonialpolitik teine Dampfersubvention nöthig wäre. Meine Position ist umgekehrt. Ich sage: ohne Dampfersubvention habe ich teine Aussicht auf Kolonialpolitit. Der Herr Vorredner hat das umgedreht und hat so gesprochen, als wenn das Bedürfniß der Dampfersubvention erst durch die Kolonialpolitik entstanden wäre. Ich mache den Herrn Vorredner darauf auf merksam, daß die wichtigste der Linien, die, wie es scheint, auch er und seine Freunde bewilligen wollen, die nach Ostasten, mit unserer Kolonialpolitik in gar keiner Verbindung steht. Seine ganze Rede schwebt also in Bezug auf diese Hauptlinie der heutigen Vorlage vollständig in der Luft. Auch die Linie nach Australien, die schon mehr Beifall hat als die afrikanische Linie, als die Koloniallinien, aber mehr Anfechtungen als die von Dftaften, hat mit den bestehenden Kolonien einstweilen noch teine Beziehung. In Samoa haben wir keine Kolonien, sondern nur vandelsverbindungen. Der Herr Vorredner wird mir a'so zugeben, daß seine Rede an dem Ziele, das er im Auge hatte, weit vorbeigeschoffen und dasselbe gar nicht getroffen hat. Er hat lediglich gegen die Kolonialpolitik ge sprochen, aber in einer Weise, die zur Ablehnung der uns heute beschäftigenden Vorlage nicht um eines Strohhalms Breite Material geliefert hat. Unsere Kolonialpolitik hat mit der Linie nach Ostafien nicht entfernt etwas zu thun; mit der nach Samoa auch nicht, mit der nach Neuholland auch nicht. Nun, die afrikanische Linie hat nicht viel Chanzen; und, meine Herren, wenn Sie diese Linie ablehnen, so ist dies ein Fall, in dem wir von Seiten der Regierung durchaus nicht berech tigt find zu sagen: ganz oder gar nicht! Wir sind in der Berpflichtung, auch kümmerliche Abschlagszahlungen auf diesem Gebiete, auf dem wir für die öffentliche Wohlfahrt gegen parlamentarische Oppofition zu kämpfen haben, zu akzeptiren, wir dürfen fie nicht ablehnen. Also wenn Sie uns nur eine Linie bewilligen, so werden wir sie dankbar annehmen. Wenn Sie uns zwei Linien bewilligen, so glauben wir, daß die öffent liche Wohlfahrt noch mehr Grund hat, fich bei den Abgeordneten zu bedanken. Aber die Ablehnung einer von den vier Linien oder mehrerer ist nicht für dieses Gefeß, wie man sagt, eine Rabinetsfrage. Wir müssen eben nehmen, was wir be tommen. Wir verlangen ja nicht, daß Sie gegent Jhre Uebereugung uns irgend etwas bewilligen sollen. Haben Sie die Ueberzeugung noch nicht, theilen Sie die der Regierung noch nicht bezüglich deffen, was unserem wirthschaftlichen Verkehr und unserer Entwicklung im Handel und Schifffahrt über See nüglich ist theilen Sie diese Ueberzeugung noch nicht, nun natürlich, dann werden Sie ablehnen und werden gegen uns stimmen. Ich schmeichle mir nicht, daß wir Sie zu alledem, was wir wünschen, heute werden überreden können; aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, daß die Umstände, die Geschichte, bie nationale Entwidelung Sie übers Jahr im Reichstag Allem, was ich von dort gehört habe, giebt es g fruchtbare und der Kultur leicht zugängliche Gegen bu die jetzt mit steppenartigem, mannshohem Grase bewachsen unter dem Aequator liegen, sich also für Kultur von A Baumwolle und dergleichen tropischen Produkten vorzi eignen. Nun sagt der Herr Vorredner: Das tommt doch einigen reichen Geschäftshäusern zu gute, die ohnehin genug find. Ja, meine Herren, diese reichen Kaufleute doch sozusagen auch Menschen, ja sogar Deutsche( beiterl Die auf unseren Schuß für ihren Reichthum und nach gabe ihrer Unternehmungen denselben Anspruch haben, Der reiche Engländer von seiner Regirung beansp Wenn es in England nicht eine erheblich grö Anzahl Millionäre gäbe als bei uns, so würde, dort auch nicht einen erheblich reicheren Mittelf geben als bei uns. Das hängt eng zusammen. Schaffen uns nur viele! Wir haben jest wenig reiche Häuser, ba wahr; aber ich hoffe, wünsche und strebe auf jede Weise, b die es zu erreichen ist, daß wir mehr solche reichen Häuser Land bekommen. I wollte, wir tönnten sofort ein bundert Millionäre im Lande mehr schaffen; sie würden Geld im Lande ausgeben, und diese Ausgaben würden fruchtend auf den Arbeitsverkehr wirken nach allen Seiten Die Leute können ja doch ihr Geld nicht selbst effen, son fte müssen die Binsen davon an andere wieder ausgeben; freuen Sie sich doch, wenn Leute bei uns reich werden; fällt immer für die Gesammtheit etwas ab und nicht blos den Steuerfiskus. Der Herr Vorredner hat auf die Schwi teiten der Franzosen in Hinterindien hingewiesen. liefern mir doch nur den Beweis, daß eine fluge und ti rechnende Nation, wie die Franzosen, auf den Besitz ſold Kolonien einen außerordentlich hohen Werth legt und Die wir Niemand zumuthen, nicht scheut, um folche Kolon zu erwerben. Ich bin auch weit entfernt, der franzö Politit auf diesem Pfade zu folgen, wir folgen überha feinem fremden Beispiele, sondern wir folgen unseren Kaufle mit unserem Schuß. Sie dürfen nicht die Thatsache, das und die Mittel dazu verweigern, bedecken, bemänteln allerhand andere Gründe; wir würden sie bewilligen, Dies, wenn das nicht wäre, wenn die Herren in der Kommi foulanter gewesen wären, wenn wir dies und jenes gemu hätten, dann würden wir vielleicht haben Ja Date Damit fomm Sie nicht durch. Wir werden jedes Mittel anwenden, u bahin zu bringen, daß Sie carte sur table spielen und Farbe Sie Kolonialpolitik wollen, oder nicht wollen( Bravo! ret ob 0011 ( Bras tro Metall terth bekennen müssen vor Ihren Wählern und dem Bubli ob Sie Kolonien wollen oder nicht wollen. Wir werden Ihnen das Fragenstellen lernen, wie es in der Kommision schehen ist, und wir werden Sie mit Vorlagen und Frag in die Enge treiben, daß Sie Farbe bekennen müssen. rechts.) Ich habe über die Qualität unserer Kolonien gefpro und, glaube ich, die Bedenken des Herrn Vorreoners beg der Gefahren, die von ihnen drohen, widerlegt und ausgef daß fie diejenigen Ansprüche, die der Herr Vorredner a Kolonien zu machen schien, zu realisiren überhaupt nicht befti find. Nach meiner Ueberzeugung ist, wie gesagt, auf die fchen Kolonien hauptsächlich Werth zu legen; auf Angra Bequ insoweit, als die Untersuchungen, die über den dortigen reichthum angestellt waren, ein Resultat liefern; nach was wir hören, ist das des Versuchs immer und doch macht es Ihnen eine gewisse Freude, wenn recht geringschäßig von dieser Sandbüchse sprechen können, sollten, glaube ich, lieber mit uns die Hoffnung theilen, die deutschen Bergleute einmal dort ihren lohnenden Erwe werden finden können und uns bie Hand dazu bieten, mitteln, ob das nicht der Fall sein könnte. Die Kamerunfol find wir in der Hoffnung zu konsolidiren durch Verhandlung die zwischen uns und der englischen Regierung schweben, die bisher einen erfreulichen Fortgang nehmen über ge Austausche und gegenseitige Anerkenntnisse;( Bravo! re ebenso glaube ich, daß wir über die Abgrenzung unseres werden weiter gebracht haben. Dem Herrn Vorredner schienen biets auf Neu- Guinea mit England zu einer Einigung gelang als Kolonien vorzugsweise solche Länder vorzuschweben, nach find.( Bravo!) Schließlich möchte ich auf eine Neußerung be benen hin der Deutsche aus allen Ständen auswandert, nament lich schien ihm derjenige Deutsche dazu prädestinirt, der im rückkommen, die der Herr Vorredner am Eingang seiner that. Vaterlande sein Forttommen nicht gefunden hat; er deutete an, daß auch der Auswurf der Nation dahin gehen werde, Diese in Masse sich etabliren könnten und in ihrem Geschick in ihren Nebenmenschen nachfichtigere Richter finden würden, als ste zu Hause gefunden haben. Das paßt auf keine der bisherigen Kolonien; die bedeutendsten und zukunftsreichsten derselben llegen unter dem Aequator oder fast unmittelbar am Aequator; auch schon Angra Pequena, die ich hier ausnehme, liegt in einem sehr heißen Klima und ist eine Rolonie, die erft Werth bekommen fann, wenn sich die nach dem Urtheil Sachfundiger begründete Hoffnung bestätigt, daß sich dort eine Montanindustrie entwickeln wird. Hauptsächlich find die Hoffnungen auf Kupfer gerichtet. Ob von dem Herrn Vorreoner eine besondere Konkurrenz mit unseren Kupferwerken im Lande befürchtet wird, das lasse ich dahingestellt sein, das ist eine Nebensache; aber auf die anderen Kolonien paffen weder die Argumente des Herrn Vorrebners in Bezug auf die mangelnden Konsumenten bort, noch in Bezug auf den von dort zu befürchtenden konturrirenden Import nach Deutschland. Die sein, welche deutsche Erzeugnisse in sehr umfangreichem Maße Bevölkerungen dieser Kolonie selbst werden keine Konsumenten verbrauchen; die dort etablirten Laufmännischen Filialen mir fällt die richtige Bezeichnung nicht ein find eben die Spediteure des diesseitigen Handels für die Vermittelung des wo Rebe all Ich habe mir neulich gestattet, eine Analogie auß be altgermanischen Mythologie zu zitiren, bei der ich das Wo auf das der Herr Vorredner rücktam. Ich fürchte, daß ich dabei dunkler geblieben bin, ich zu sein wünschte, und daß ich nicht deutlich ausgedrü habe, was ich meinte, aber es liegt nicht immer in meiner wohnheit, mythologische Anspielungen weit auszuspinnen. ich fann es nicht leugnen war nur etwas, was hat, mich Se ben den legten 20 Jahren ununterbrochen gequält und beunruh bat, diese Analogie unserer deutschen Geschichte unserer deutschen Göttersage. Ich habe Begriff Völkerfrühling" mehr verstanden als die sagen, so niedrig lonialpoliiit, ich habe meine Auffassung Die unter ich will ni ich tan griffen. Ich habe unter dem Frübling, der uns Deutschen aber so fur, in Zeit und Raum nicht g blüht hat, die ganze Zeit verstanden, in der sich wohl fagen- Gottes Segen über Deutschlands Politik 1866 ausgeschüttet bat, eine Periode, die begann mit einem dauerlichen Bürgerkriege, der zur Lösung eines verschür gordischen Knotens unabweisbar und unentbehrlich war nalen Gedanken war im Süden wie im Norden so groß, 5 überstanden wurde, und zwar ohne die Nachwehen, die m davon zu befürchten hatte. Die Begeisterung für den na Die Ueberzeugung, daß diese ich möchte sagen chirurgi Operation" zur Heilung der alten deutschen Erbirantbe deutschen Absages nach dem Innern von Afrika. Daß er fich nothwendig war; sobald sie sich Bahn brach, war aud a blos auf Br nntwein beschränken wird, wie der Herr Vorrebner fich ausdrückte, ist mir neu. Wenn die Engländer auf ihre dortigen Rolonien einen so starken Werth legen, wenn fie nicht die Regierung, aber viele von ihren Unterthanen uns das Leben dort so schmer gemacht haben, wenn fie mit großer Bähigkeit an den Stellungen, die sie dort gewonnen haben, festhalten und sich mit einer nachahmenswerthen Energie auszubehnen und zu verbreiten suchen, sollte das ein bloßes Phantastegebilde von den Eugländern fein, sollte es nur auf irgend eine phantastische Schüßenhat man immer und immer wiederholt: wir müssen große nationale Politik" treiben, England und Frankreich haben Kolonien, wir müssen sie auch haben. Aber ich erinnere Sie an Atchin, an Tontin. Kolonialpolitik, wie fte hier ge trieben wird, toftet uns unser Blut und unser Geld. Wenn es fich um die Ehre und Würde Deutschlands handelt, dann steht sicherlich hinter dem Reichskanzler die ganze Nation; aber sollen wir deshalb, daß uns Angriffe von den Königen jener wilden Stämme drohen, unser deutsches Blut in Gefahr brinthanen gen, sollen wir deshalb große Geldbeträge ausgeben? Das Wort große nationale Politik" in diesem Sinne, in Bezug auf diese Kolonien ist ein leeres Schlagwort ohne allen Sinn. Leider findet es fich selbst in Blättern wieder, die ich eigentlich für flüger gehalten hätte. Diese Kolonien dienen nicht dazu, den Ruhm Deutschlands zu vermehren, vielmehr find fie reines Flittergold, es steht nach etwas aus und es ist nichts bahinter. ( Oho! und Untube rechts.) Bis jetzt sind für unsere Kolonien bereits gegen 4 Millionen ausgegeben, theils für die Marine, theils für Kamerun, für den Gouverneur und für die Dampfbarkaffe. Schon sind die deutschen Kolonien der Gegenstand Don Gründungen geworden. Für die Kolonien, wie fie find, haben wir bereits Geld genug geopfert. Eine Kolonialpolitik lehnen wir nicht a priori ab, aber für diese Kolonien tönnen wir nichts mehr bewilligen. Und so werden wir denn auch gegen die Vorlage stimmen, soweit sie diese Kolonialpolitit unterstüßen soll.( Lebhafter Beifall im Bentrum und links, Zischen rechts.) Reichskanzler Fürst p. Bismarck: Der Herr Redner hat in der Hauptsache nicht gerade gegen unsere Vorlage, die Dampfersubvention, sondern gegen die Kolonialpolitit im Allgemeinen gesprochen. Er nöthigt mich deshalb auch, mehr als in meiner Abficht war, von der Vorlage und deren Thema abzuweichen und auf die von ibm in den Vordergrund gestellte Rolonialfrage einzugehen. Daß beides im engen Busammenhang steht, habe ich schon im vorigen Jahre gesagt in der Budgetfommission, indem ich darauf hinwies, daß die Ablehnung Dieser Vorlage eine Entmuthigung für die Regierung auf dem Wege der Kolonialpolitit nothwendig sein müsse. Der Herr Vorrebner hat diese Entmuthigung uns sehr viel direkter zu Theil werden lassen. Er hat nicht nöthig, noch gegen diese Borlage zu stimmen; er hat uns durch seine Rede an und für über Groll vergessen, und wir konnten schon im Jahre 1870 überzeugen, daß das Gefühl der nationalen Einheit durch Andenken dieses Bürgerkrieges nicht gestört war, und daß wir als ,, ein einig Volt von Brüdern" den Angriffen des Ausland entgegen treten konnten.( Lebhaftes Bravo!) Das schwe mir als Völkerfrühling" vor, daß wir Darauf bit Einheit des Reiches begründeten, einen deutschen Reich tag um uns versammelt sahen, den Deutschen wieder erstehen sahen, das Alles schwebte mir als Raifa Völler von dem hier die Rede gewesen ist, aber von der Fabrikation eine Episode bildete im Rüdgange, den wir seitdem gema Dieses bunten Papieres leben in unseren Gebirgsdörfern eine rechte Maffe achtbarer Arbeiter, über deren Bedürfnisse Sie doch sonst, bei den Wahlen, zu lachen nicht so sehr geneigt frühling" vor, nicht die heutige Kolonialpolitik, die bl haben. Dieser Völkerfrühling hielt nur wenig Jahre nach D großen Siegen vor. Ich weiß nicht, ob der Milliardenfe schon erstickend auf ihn gewirkt hat. Aber dann tamen, m feind, des Parteihaders, der in dynastischen und in tonfeff nellen, die Stammesverschiedenheiten und in den Fraktion tämpfen seine Nahrung findet der übertrug fich auf uni öffentliches Leben, auf unsere Barlamente, und wir find ang find.( Sehr wahr! rechte.) Ich möchte den Herren, die heute ich unter dem Begriff ,, Loki" verstand. Der alte deutsche darüber spotten, empfehlen, in den thüringischen und anderen Dörfern, wo dieses bunte Papier und Glaperlen gemacht werden, die höhnischen Bemerkungen darüber zu wiederholen, die Sie hier gemacht haben, dann werden Sie wohl die richtige Antwort darauf bekommen.( Sehr richtig! rechts.) Aber es be schränkt sich nicht auf diese Kleinigkeiten, 3terrathen und Schmucksachen. Der Abg. Woermann hat schriftlich und mündlich und Verzeichnisse geliefert von den Hunderten von Artikeln, die die deutsche Industrie nach jenen Ge genden hin liefert, und wenn nicht Jeder bier blos für seine Fraktion und seinen Wahlkreis zu sprechen und zu hören gewohnt wäre, so würde diese sehr lehrreiche Darlegung des Abg. Woermann die Herren abgehalten haben von Spöttereien über die Unbedeutenheit der Ausfuhr. Selbst die Portugiesen warum halten fte denn ihre Kolonien so fest und sind eifersüchtig auf jedes Stückchen davon? Und den Engländern mögen Sie vorwerfen, was Sie wollen, aber dumm in Handelssachen find fie nicht( heiterkeit); man läuft Gefahr, selbst dem Vorwurf zu verfallen, wenn man ihn den Engländern macht. Ich halte für die aussichtsreichsten Kolonien Diejenigen, die hier als Gründungen" qualifizirt werden, weil tommen in einem Zustand unseres öffentlichen Lebens, 100 bit Regierungen zwar treu zusammenhalten; im Deutschen Reid tage aber der Hort der Einheit, den ich darin gesucht und g hofft hatte, nicht zu finden ist, sondern der Parteigeist über wuchert uns, und der Parteigeist, wenn der mit seiner Lo stimme an den Urwähler Hödur, der die Tragweite der Ding nicht beurtheilen lann, verbietet, daß er das eigene Baterlan erschlage, der ist es, den ich anklage vor Gott und der schichte, wenn das ganze herrliche Wert unserer Nationa 1866 und 1870 wieder in Verlust geräth, durch die Feder D verdorben wird, nachdem es durch das Schwert gefchaffe wurde.( Lebhaftes Bravo! rechts. Bischen lints. Erneut lebhafter Beifall rechts.- Beifallklatschen auf den Tribüne -Glocke des Präsidenten.) Bu DON ben pit In den stürmischen, lang anhaltenden Beifall von schiedenen Seiten des Hauses, der der Rede des Reichstamal folgte, mischten sich auch Burufe und Händeklatschen von die Namen Hansemann, Bleichröder darunter stehen. Nach überfüllten Tribünen. Präsident o. Wedell macht auf " Unzuläs lärt, im Ab des erste unmittel Angeleg Für die zu Zag wünscher bie jest diefem tionallib ( Haus.) Ab tanglers Wendun Gegenst hohen S Butunft des Reid Reichsta Versuch Was mi bie oftaf werden tanglers Abschlag geforder die Kabi willigt fleinen Tempo teinen e nicht wi achtet u gefchaffe Die Fra übersteig wird, ni deren E mich er schaften auch üb neidische bie, baß Umständ Beit noc Autorita wiederho tragen für die die nich Als ich gegenüb namentl Flamme thren R ( Unruhe mit derd Decken m die Sch Frankrei erwägen Daß die Mit de breitet, Erwache hat bere und mit findet. willigt, nommen rungen innern. Derneurs bewilligt werden Diefelben werfen, Größe Die der Diefer P gehabt; in Trü gegen di fteben fi teine feft Die Regi bringen. Angeleg zu schne tion nich erinnere fet, auch Der Ha mehr bei den Gen ( lebhafte lints). et allein nicht ent endigen, ftets nur ala beut ( Große Daß diefe gegange endlich, Hand re ift, um zu ertrag Den, und Dertrauer Unrube Sta febr ſch Don bem Windtho Boftbam Windtho Dabei ein hat er th fich gar für 15 S Herrn R aftatifche Daß bam als ob d find; ich legten al brücklich Der ande Sebr lei Die Vera wird die fonders Der Ein ebt es e Gegen wachfen von en vorzüg nmt doch ohnehin Caufleute e( heitert Unzulässigkeit dieser Beifalls bezeugungen aufmerksam und erlärt, im Wiederholungsfall die Tribünen räumen zu laffen. Abg. Graf Behr( kaum verständlich, so daß während des ersten Theils der Nede einer der amtlichen Stenographen unmittelbar neben dem Redner Blaz nehmen muß) bittet, die Angelegenheit nicht vom Fraktionsstandpunkt zu behandeln. Für die afrikanische Linie liegt das Bedürfniß nicht so klar zu Tage, wie für die anderen Linien. Aber dieselbe ist wünschenswerth mit Rücksicht auf die großen Kolonialgebiete, die jest bereits in Afrika erworben find. Redner ersucht aus diesem Grunde das Haus, dem Antrage seiner und der nabeanfpitionalliberaien Partei zuzustimmen. nach haben, lich grö würde Mittelf Schaffen ufer, daß Weise, bu Häuser ort ein p würden würden n Seiten hen, fond geben; werden; icht blos Die Schwi en. Sa e und ri Beft fold che Kolon franzöfi nüberbe en Kaufleuts che, daß inteln Du ligen, Kommiff enes gem mit fomm ( Während dieser Rede verläßt der Reichskanzler das Haus.) Der Herr Staatssetretair geht nun auf die Anstrengungen ein, welche von den englischen Kolonien gemacht werden, um die drohende Schädigung abzuwenden, erwähnt die Errichtung der Linien Kapstadt- Neu- Seeland, die fubventionirte neue Linie Auckland Samoa, und bespricht eingehend die rasche Entwickelung ber Export- und Import verhältnisse der fteben australischen Kolonien, und weist den Vorwurf, den Abg. Rintelen gegen die ungenügende Motivirung der Vorlage in dieser Beziehung gemacht, zurüd. Die Regierung habe sich auch keineswegs ihre Information blos bei den Herren Woermann und Meter geholt, fte habe auch andere Rheder zu Rathe gezogen, und außerdem stände ihr die genaue Kenntuiß der Erfahrungen Englands, Frank reichs, Defterreichs und Italiens, auch Amerifas zur Seite. Die Unzulänglichkeiten der bestehenden Verbindungen mit Austras lien tönnen nicht bestritten werden. Abg. Langwerth o. Simmern bleibt auf der Tribüne völlig unverständlich. Um 5% Uhr wird die weitere Berathung bis Sonn abend 1 Uhr vertagt. Abgeordnetenhaus. 40. Sizung vom 13. März, 10 Uhr. Am Ministertische von Buttkamer, Lucius, von Goßler und Kommissarien. Eingegangen ist ein Entwurf, betreffend die Dotation der Amtsverbände in den Hohenzollernschen Landen. Die dritte Berathung des Etats wird fortgesezt. Beim Etat des Ministeriums des Innern zum Kapitel ,, Standesämter" beklagt sich Abg. v. Jazdzewski über mangelhafte unrichtige Eintragung polnischer Namen in die Standesregister. Das Kapitel wird tewilligt. Abg. Windthorst: Durch das Eingreifen des Reichstanglers in die Debatte hat die Diskussion eine unerwartete Wendung genommen. Wir find weit abgekommen von dem Begenstande, der uns beschäftigt, hinaus auf das Gebiet der hohen Politik der Vergangenheit, der Gegenwart und der Butunft. Ich fange zunächst mit den sachlichen Bemerkungen des Reichstanzlers an. Es ist mir flar geworden, daß im Reichstage eine große Majorität vorhanden ist, welche einen Versuch mit den subventionirten Dampferlinien machen will. Was mich und meine Partei betrifft, so find wir bereit, für die oftastatische Linie einzutreten. Daß diese Linie durchgebracht werden wird, steht fest. Was nachher in der Rede des Reichstanglers folgte, war die Erklärung, daß er eine solche erhebliche Abschlagszahlung und diese Linie ist in der That von den geforderten die wichtigste zu akzeptiren bereit sei und nicht die Kabinetsfrage stellen würde, wenn nicht alle Linien beund willigt würden. Das ist eine Politit, die fich zuerst auf einen fleinen Versuch beschränkt, um, wenn derselbe gelingt, das Tempo zu beschleunigen. Ich habe wiederholt gesagt, daß es teinen einzigen Deutschen gebe, weder hier noch draußen, der nicht wünschte, daß sein Vaterland auch über dem Meere geachtet und für dasselbe Gelegenheit zu nugbringender Arbeit geschaffen werde. Es wäre ein Unfinn, das nicht zu wolen, die Frage ist nur, ob eine solche Aufgabe nicht unsere Kräfte übersteigt, und ob das Tempo, das uns jetzt vorgeschlagen wird, nicht zu rasch ist, wenn wir die übrigen Erfordernisse, deren Erfüllung uns obliegt, nicht vernachlässigen wollen. Für mich erhebt sich da die Frage, hat unfere Nation die Mannschaften und das Geld, welches erforderlich ist zur Vertheidigung auch überseeischer Interessen? Für uns, die wir inmitten neidischer Nationen leben, bleibt die wichtigste Aufgabe doch die, daß wir unsere Stellung hier in Deutschland unter allen Umständen aufrecht erhalten. Daß wir zu diesem Bwed lange Beit noch unter Waffen stehen müffen, hat uns die wichtigste Autorität für diese Frage, der Feldmarschall Graf von Violite, wiederholt erklärt. Nun frage ich mich, wenn wir diese Rüstung tragen müffen, haben wir dann noch Geld und Mannschaften für die Kolonien, die uns in Verwickelungen führen können, die nicht gering zu veranschlagen sind?( Widerspruch rechts.) Als ich früher darauf hinwies, hat der Herr Reichstanzler mir gegenüber hervorgehoben, wie friedlich unsere Beziehungen namentlich zu England feien, und heute steht alles in hellen Flammen,( Lchafter Widerspruch rechts.) Sie können mit ibren Rufen die Sache nur bestreiten, aber nicht beseitigen. ( Unruhe rechts.) Ich fange an zu glauben, daß Sie mit derartigen Interjektionen den Mangel Ihrer Gründe ver becken wollen. Bedenken Sie doch wo liegen für England die Schwierigkeiten? In seiner Kolonialpolitit. Was macht Frankreich Schwierigkeiten? Die Kolonien. Da ist doch zu erwägen, daß die Biele, wie weit unsere Kolonialpolitik geht, Daß die Swede derfelben uns noch nicht klar gemacht sind. den, um Si und Fe Bubli avo! redt werden mmiffion D Frage en.( B en gefprod ers begi ausgefü oner an icht befti uf die tr gra Peque igen Met nach All mer wenn fönnen, theilen, tert den Ern teten, u nerunfol bandlung weben, über gen Favo! red unferes G ung gelang ußerung u gie auß be " Beim Kapitel ,, Landdrosteten" wünscht Abg. Windthorst, daß die Regierungspräsidenten von Osnabrück und Aurich den übrigen gleich gestellt werden. Das Kapitel wird bewilligt. Mit dem Kapitel, Landrathsämter" wird verbunden der mündliche Bericht der Gemeindekommission über die Betitionen der Gemeindevertretungen von Blankenstein, Buchholz und Stiepel und der Gemeindevertretung von Eidel um Berlegung des Landkreises Bochum in zwei Kreise( Bochum und Gelsenkirchen) statt in drei Kreise, wie im Etatsentwurf vorgeschlagen. Dem Vorschlage der Regierung gemäß wird die Dreis theilung des Kreises Bochum bewilligt. Jn Bezug auf die Betition wird der Kommissionsantrag angenommen. Rindermantel zum Kauf anbot. Der Unbekannte forderte für sämmtliche Sachen, die einen Werth von 16 M. haben, nur vier Mart und erregte dadurch den Verdacht, daß die Sachen gestohlen find. Auf das Verlangen des Tröblers entfernte fich Ser Unbekannte, um ein Legitimationspapier zu holen, er fam aber nicht wieder. Die von ihm zurückgelassenen Sachen befin den fich im Kriminal Kommiffariat, woselbst sie von ihren Eigenthümern in Empfang genommen werden können. N. In flagranti wurde gestern Vormittag auf dem Wochenmarkt am Alexanderplaß ein Dieb ergriffen, als er eben im Begriff stand mit einem großen Stück Fleisch, welches er von einer der dort befindlichen Schlächterbuden entwendet, das Weite zu suchen. Nach einem Att persönlicher Lynch justiz wurde er einem Schußmann übergeben, welcher seine Verhaftung veranlaßte. N. Ein betlagenswerther Unfall trug sich gestern Nachmittag in einem Papier- Geschäft von J. in der Lindenstraße zu. Einer der dort angestellten Hausdiener mit Namen G. war mit andern Arbeitern dabei beschäftigt, Papierballen ab zuladen, wobei ihm ein etwa 3 Bentner schweres Kolli derart auf die Brust fiel, daß er zu Boden geschleudert wurde. G. erlitt dabei neben einem Rippenbruch auch noch sonstige schwere innere Verlegungen, die seine sofortige Ueberführung nach dem Katholischen Krankenhause nöthig machten. Gerichts- Zeitung. Ein beim Dr. Paul Lindow ausgeführter Diebstahl eines Eintausendmartscheins beschäftigte heute die erste Straffammer hiesigen Landgerichts I. Herr Dr. Lindau kam in der Nacht zum 16. Dezember pr. aus dem Klub in seine von der Heydtstraße 1 belegene Wohnung nach Hause. Da seine Gattin um Geld zu Weihnachtseinfäufen geheten, nahm er aus einer Kaffette einen Tausend- und einen FünfhundertMarkschein heraus, legte es in sein Portefeuille und ließ dass selbe nachher auf dem Tische liegen. Am Morgen des 16. ers innerte er sich, daß er das Portefeuille mit seinem werthvollen Inhalt habe liegen lassen; er ließ dasselbe daher von seinem Hausmädchen an sein Bett bringen, entnahm daraus den Fünfhundertmarkschein und übersandie ihn seiner Gattin. Hierbei will er fich aus dem Hervorlugen von dem Vorhandensein des Tausend markscheins noch überzeugt haben. AmSpätnachmittage erschien sein Stenograph und Privatsekretär Johann Ludwig Hagenow, dem er den Schluß eines Beitungsartikels und mehrere Korrespondenzen diktirte, die der Lettere alsdann in seinem Arbeitszimmer zu übertragen hatte. Ein Schreiben war an den Kaufmann Rodeck in Wien gerichtet, dem 50 Gulden ge fandt und bei dem eine Anzahl Gegenstände zu Weihnachtspräsenten bestellt wurden. Diese 50 Gulden hat 2c. Lindau aus seinem Portefeuille genommen und dann dasselbe wiederum auf seinem Arbeitstisch liegen laffen. Um 6 Uhr Abends war Lindau zum Mittagessen gerufen worden, er war aber erst gegen 6 Uhr in das Speisezimmer gegangen. Als er in fein Arbeitszimmer zurückkehrte, sah er sogleich sein Bortefeuille geöffnet auf dem Tisch liegen, und nun erst beschlich ihn das unheimliche Gefühl, daß er vielleicht bestohlen sein tönne. Und zu seinem Schreck fehlte aus dem Portefeuille der Tausendmarkschein. Der Verdacht Lindaus, denselben entwendet zuhaben, lenkte sich, troßdem er mit seinem Sekretär stets sehr zufrieden gewesen, um somehr auf diesen, als niemand Anderes Zutritt zu seinem Ara beitszimmer hatte und derselbe an jenem Abend sich mit dem Briefe an Rodeck entfernt hatte, ohne ihn von ihm unterschreiben zu laffen. Dem Herrn Hagenow Gelegenheit zu geben, den entwendeten Schein freiwillig zurückzugeben, sandie er noch an demselben Abend ein Schreiben an ihn, in welchem er von einer irrthümlichen Verpackung des Tausendmarkscheins sprach und veranlaßte dadurch seinen Sekretär, fich kurz darauf bei ihm einzufinden. Alle Versuche, denselben zu einem Eingestehen der Wegnahme des Scheins zu bewegen, scheiterten an deffen Unschuldsbetheuerung, und eine einige Tage darauf in der Woh nung Hagenows vorgenommene Haussuchung ergab ein vollstän dig negatives Resultat. Die hier vorgeführten Verdachtsmomente führten zur Erhebung einer Anklage gegen Hagenow wegen Dieb stahls. Derselbe betheuerte auch vor Gericht seine Unschuld und gab über die Ursache, warum er den Brief an Roded selber unterschrieben habe, an, daß er häufig irrelevente Schreiben für seinen Chef unterzeichnet, und daß er auch diesen Brief für einen ganz gleichgiltigen gehalten habe. Es fonnte ihm daher gar nicht beikommen, deshalb erst Herrn Lindau vom Mittagstisch zu stören, was namentlich von Frau Lindau nicht gerne gesehen wurde. Beuge Lindau dagegen bekundete, daß der Angeklagte bisher nur Briefe auf ausdrücklichen Auftrag unterschrieben habe.( Warum hat er aber dem Angeklagten die in den Brief zu legenden 50 Gulden gegeben, wenn er nicht intendirt bätte, daß seine eigene Unterschrift gar nicht nöthig fet??) Staatsanwalt und Gerichtshof erachteten namentlich bas lettere Moment als ein für die Schuld überzeugendes und wurde der Angeklagte wegen Diebstahls zu sechs Monaten Gefängniß und einjährigem Ehrverlust verurtheilt. Beim Kapitel 91 Lokalpolizeiverwaltung in Berlin" bringt Abg. Langerhans die Vorgänge zur Sprache, welche fich f. 3. an den bekannten Antrag Singer knüpften, die Berliner Stadtverordnetenversammlung möge beim Reichsund Landtage um Vermehrung der Berliner Abgeordneten petitioniren. Der Oberpräsident habe den Stadtverordnetenvorsteher angewiesen, den Antrag nicht auf die Tagesordnung zu segen; mit welchem Recht das geschehen, sei unerfindlich, feine Bestimmung der Städteordnung stehe solchem Verbot zur Seite. Die Berliner Stadtvertretung habe in zahlreichen Fällen und stets unbeanstandet in Sachen der Verwaltungsgesez gebung, der Zölle, der Wegeordnung, der Kommunalbesteuerung petitionirt; die Frage der politischen Vertretung der Stadt Berlin set aber ganz besonders eine eklatante Gemeindeangelegenheit. Der Chef der Regierung, der Herr Reichskanzler, babe zahlreiche Gemeindevorstände geradezu aufgefordert, ihm Bustimmungsadreffen zu seiner Politik zu senden, gegen eine Bethätigung der Kommunalvertretungen auf politischem Gebiet in dieser Richtung habe man also offenbar nichts. Auch die legte Adresse des Berliner Kollegiums an den Kaiser Auch die lette Adresse des Berliner Kollegiums an den Kaiser habe die verschiedensten politischen Gefichtspunkte berührt und sei von der Aufsichtsbehörde nicht beanstandet worden. Da gegen lehre die Behandlung, welche dem Stettiner Kollegium wegen der beabsichtigten Petition gegen die Kornzölle zu Theil geworden sei, daß die Regierung nur solche Kundgebungen misgünstig ansehe, welche gegen ihre Politik gerichtet seien; das Haus aber habe das größte Interesse, ein bisher unbeanstandetes Recht der Kommunalvertretung nicht auf diese Weise verkümmern zu lassen, der Minister habe die Verpflich tung, das von seinen Organen beliebte Verfahren vor der Landesvertretung zu rechtfertigen. Mit dem Schlagwort ,, Kolonial- Politit" werden Utopien verbreitet, auch hier von diesem Hause aus, die uns ein böses Erwachen bereiten können. Mein Fraktionsgenosse Rintelen hat bereits erwähnt, daß eine weise Kolonialpolitik, die langsam und mit Bedacht vorwärts schreitet, auch unsere Unterstügung findet. Wir haben die Mehrforderungen für die Flotte be willigt, die bereits jegt in umfaffender Weise in Anspruch getungen an uns richten, ich werde dann die Herren daran erfeiner Rede nommen ist. Das nächste Budget wird noch weitere Forde das Wort innern. Wir haben weiter die Gelder für die Schiffe des Gou orrebner Den bin, all ausgebrüd meiner G pinnen. mich beunruh hichte unter ben till nid 3 die m nicht Deutfchen ich ton Politit f it einem verschür ch war, Die den nati groß, D chirurgi otrantbe at aub all Ce 1870 t burch Daß wir bw Minister v. Butttamer: Die ganzen Ausführungen der Vorredner stehen in gar keinem irgend denkbaren Busammenhange mit dem zur Debatte gestellten Etatstitel. Ich lehne es pflichtmäßig ab, hier auf die Frage einzugehen, und verweise den Herrn Abg. Langerhans lediglich auf den von mir an die Stadtverordneten- Versammlung erlaffenen Bescheid. Abg. von Eynern bedauert die ablehnende Haltung des Ministers gegenüber einer für alle Städte vertretungen gleich bedeutsamen Sache und bittet den Abg. Langerhans, zu bewirken, daß die Angelegenheit, die in der Stadtverordneten Versammlung dankenswertherweise angeregt fet, in generalisirter Form weiter verfolgt werde. verneurs von Kamerun und das Beamtenpersonal in den Kolonien bewilligt, und wenn die Autorität dieser Beamten aufrecht erhalten werden soll, werden wir auch an eine militärische Macht für diefelben denken müssen. Man sollte uns daher nicht vor werfen, daß wir nicht Sinn für die Kolonialpolitik und die Größe der Nation hätten. Was die Parteien betrifft, über Was die Parteien betrifft, über die der Reichskanzler geklagt hat, so ist er selbst der Schöpfer Dieser Parteien. Er hat große Parteien um fich versammelt gehabt; fie find durch ihn verbraucht worden, und fallen nun in Trümmer.( Sehr wahr! im Zentrum.) Er hat die eine gegen die andere ausgespielt.( Sehr wahr!) In Folge dessen tehen fie jest erbittert gegen einander. Wir finden überhaupt leine fefte Leitung der Dinge durch die Regierung mehr, sondern Die Regierung wartet stets, was wir aus unserer Initiative ihr bringen. So ist es in der Bollfrage, so in den sozialpolitischen Angelegenheiten geschehen. Der Reichskanzler will in Allem zu schnell vorwärts gehen. So rasch arbeitet eine große Nas tion nicht; fie fann nur langsam und allmälig arbeiten. Ich erinnere ben Reichslanzler an sein eigenes Wort, daß es nüglich fet, auch für kommende Geschlechter noch Arbeit übrig zu laffen. Der Hauptgrund aller Verwicklungen, weswegen keine Wärme mehr bei uns, daß es in Deutschland eiskalt wie Schnee auf Den Gemüthern ruht: das ist Ihr sogenannter Kulturkampf ( lebhafter Beifall im Bentrum; stürmische Heiterleit rechts und lints). Der Bater des Kulturkampfes ist Fürst Bismard, und ( Bustimmung im Bentrum.) So lange der Kanzler nicht entschloffen ist, mit fester Hand den Kulturkampf zu be endigen, so lange werden die Uebel, worüber er heute flagt, nur größer werden. Wir werden ihn dann noch lauter als heute tlagen hören, wie einst den Propheten Jeremias. ( Große Heiterfeit.) Für heute schließe ich mit dem Wunsch, daß diefe Diskussion, die wie ein Gewitter über uns hinweg gegangen ist, eine Klärung dahin herbeiführen möge, daß wir endlich, all dieses Haders quitt, und herzlich und brüderlich die Hand reichen; uns überzeugen, daß das Vaterland groß genug ift, zu ertragen; und daß wir keinen anderen Ehrgeiz haben, als den, und wechselseitig zu übertreffen in Nächstenliebe und Gott vertrauen.( Anhaltender, wiederholter Beifall im Zentrum. geben worden, nachdem dieselbe mehrere Wochen lang wegen ba Nuslandd as fchweb Darauf 詔 em national en Reid en Rai Volter die bl gemad ce nach De farbenfeg men, toal eutiche G in tonfel Frattion auf uni find ange hen Reid ht und g ns, wo b igeift über einer Sof Der Ding Baterlan nd der Station vo Feber bi gefchaff Tribüne Erneut Don ve chetangle Don be 5t auf et allein. ftets Abg. Hänel: Ich lege auf die Antwort des Ministers nicht dasselbe Gewicht wie mein Kollege Langerhans; wir leben eben unter einem Barteiregiment, welches fich in seiner Eigenart überall bewährt. Werden Petitionen für die Kornzölle beabsichtigt, so ist das Recht der Kommunalvertretungen unbestritten; sollen Petitionen gegen die Kornzölle oder gegen irgend eine sonstige Maßnahme des Parteiregiments beschloffen werden, so tritt die Handhabung des Aufsichtsrechtes in der Weise ein, wie es die Berliner Stadtvertretung erfahren hat. Das ist eine Thatsache; zur Konstatirung dieser Thatsache brauchen wir die Gegenwart des Ministers nicht.( heiterkeit und Beis fall links.) Vereine und Versammlungen. Das Kapitel wird bewilligt, desgleichen nach unerheblicher weiterer Debatte der Rest des Etats des Ministeriums des Innern. Um 14 Uhr wird die weitere Etatberathung auf Sonn- zähle, es beweise, das auch die Petition gegen die Erabend 10 Uhr verlagt. life beting Lokales. g. Die Rochstraße ist bereits wieder dem Verkehr überUnruhe rechts.) Staatssekretär im Reichspostamt Stephan: Es ist zwar sehr schwer, aber ich will und muß es wagen, die Dieluffton von dem hohen Fluge zurückzuführen, den sie durch den Abg. Windthorit genommen hat. Der Herr Reichskanzler hat dem Boftdampfer nur eine kleine Wendung gegeben, der Abg. eisernes Geländer erhalten, welches bis zur Brusthöhe reicht. legten als auf die erstere. Anbringung der eisernen Ueberführung über die Rochstraße für die Anschlußbahn abgesperrt war. Die Ueberführung ist wie jene für die Stadtbahn äußerst solide tonstruirt und von der Eisengießerei Enclop" angebracht. Nach der Neuen der Eifengießerei Cyclop" angebracht. Nach der Neuen Friedrichstraße zu hat die Ueberführung ein geschmackvolles Die Kaiser Wilhelmstraße zwischen der Münz- und Neuen und be. Die Arbeiterinnen- Versammlung, welche am Don nerstag, den 12. b. M., in Keller's Salon, Andreasstraße 21, unter Vorfiz der Frau Staegemann( Frau Kreutz zweite Vorfizende, Frau Ihrer Schriftführerin) stattfand, und zu der auch den Männern der Zutritt gestattet war, war nicht so gut besucht, wie die vorhergehenden, weil durch einen bes bauerlichen Bufall die Anzeigen in den Beitungen unterblieben waren. Frau Guillaume- Schad legte die Nothwendig teit eines selbstständigen Vorgehens der Frau flar und erörterte den Nußen einer Drganisation, die, abgesehen von anderen Zweden, dazu dienen solle, den gedrückten Lohn der Frauen arbeit durch Streifs oder durch andere Mittel zu erhöhen. Daß die Frau etwas erreichen könne, wenn sie wolle, beweise die Krankenkasse für Arbeiterinnen( Sig in Dffenbach), die seit dem Herbst vorigen Jahres bestehe und bereits 5000 Mitglieder höhung des Nähgarnzolles, die innerhalb vierzehn Tage von über 6000 Nähterinnen unterschrieben dem Reichs tage zugegangen fet mitbewirkt hätte, daß in der Kommission mit 12 gegen 7 Stimmen der beabsichtigte Boll abgelehnt worden sei, ein Beschluß der vom Plenum hof fentlich bestätigt werden wird. Das Vorgehen der Berliner Arbeiterinnen müsse in allen Städten Deutschlands Nach abmung finden. Intereffe und Verständniß für die Fragen des öffentlichen Lebens müssen geweckt und überall Vereine gegründet werden, deren Ziel die Befferung der Lage der Arbeiterinnen und der Frauen überhaupt sein solle. Was fe ( Rednerin) dazu thun fönne, werde fie thun.( Beifall). In der Diskussion empfahlen die Frauen Staegemann und Kanzins in warmen Worten den Anwesenden den Anschluß an den zu gründenden Verein und forderten zum Einzeichnen in die ausliegenden vorläufigen Mitgliederlisten auf. Im Verein sagte Frau Staegemann würde die Arme der Aermeren geben, daß sie im Falle der Krankheit und Arbeitsloftgkeit nicht leide und nicht der Kommune zur Last zu fallen brauche; der Verein der Verein meinte Frau Kanzius- müsse für die Er leichterung des Besuches der Fortbildungsschulen sorgen; Erniedrigung des Unterrichtsgeldes und höhere Löhne seien die Mittel dazu. Fräulein Wabnis führte aus, daß man sich durch die Einführung der Arbeitsbücher, durch die Polizei und Regierung überzeugen tönnte, welche Hungerlöhne gezahlt würden. Die Mehrzahl der deutschen Frauen müßten fich von Kaffee und Brot ernähren, und da follte eine fräftige Generation entstehen, die des Landes Grenzen vertheidigen tönnte? Unsere Helden, die brei Kriege durch läufig noch bleiben, da hier die Arbeiten zur eisernen Ueberführung der Anschlußbahn erst vor wenigen Tagen begonnen worden find. dabei einen ganz falschen Kurs gesteuert: statt nach Australien Friedrichstraße ist noch abgesperrt und wird es auch vor bat er ihn nach Desterreich, nach Rom geführt. Es handelt fich gar nicht um den Kulturkampf, sondern um 5,400,000 M. für 15 Jabre!( Große Heiterkeit.) Mit der Bemerkung des Herrn Reichskanzlers, er werde auch die Bewidigung der oftafiatischen Linie allein annehmen, hat nicht gesagt werden sollen, daß damit nun die beiden anderen und die Zweiglinien eliminirt find; ich möchte der Gefahr des Irrthums sofort vorbeugen, als ob die verbündeten Regierungen auf diese weniger Werth brücklich hinzugefügt, daß für die Ablehnung der einen oder Der anderen Linie diejenigen, die fie ablehnten, vor dem Lande Landsbergerstraße wohnenden Eltern geschafft werden, wo er die Verantwortung tragen würden.( Ruf aus dem Zentrum: Sehr leicht!) Wenn Sie fich die Folgen näher flar machen, wird dieser Zwischenruf doch seine Begründung verlieren, bes sonders wenn Sie fich vergegenwärtigen, welcher Aufschub in Der Herr Reichstanzler hat aus N. Krieg in Frieden. Einen sehr unglücklichen Verlauf nahm am gestrigen Tage ein von mehreren Kindern auf dem freien Felde hinterm Friedeichshain arrangirtes Kriegsspiel. Einer der Betheiligten, ein zirka 15jähriger Knabe Namens E. wurde nämlich von einem großen als Wurfgeschoß benusten Stein derart gegen den Kopf getroffen, daß er bewußtlos zur Erde stürzte. Der Knabe mußte sofort nach seinen in der fich in ärztlicher Behandlung befindet. a. Zu einem Trödler in der Gitschinerstraße kam in der Mitte des vor. Mts. ein unbekannter junger Mann im Alter von 18 bis 20 Jahren, welcher einen grauen Sommer- Ueber Der Einrichtung dieser Linien durch die Ablehnung entsteht. I zieher, einen braungrauen Gebrock und einen rothlarrirten gemacht hätten, seien nicht im Stande, ihre Frauen vor Noth zu schüßen: daß sei ein trauriges Heldenthum. Die Kriege seien überflüssig und verderblich; die französische Mutter hätte auch ein herz wie die deutsche und wolle ficherlich nicht, daß ihre Kinder auf den Schlachtfeldern verbluteten. Durch den Krieg würden gerade die gesundesten Männer vernichtet, Krüppel lehrten wi der und die Kranten blieben zurück für die In Nachdem noch Frau Beyer zur dustrie und die Steuern. um Dies Gründung eines Streiffonds gerathen hatte, selben Lohnfäße zu erkämpfen, wie fte die Männer hätten, richtete ihren Bestrebungen befizen würden, seien schon im nächsten Jahrzehnt bedeuten de Resultate zu erwarten. Nachdem noch Frau Stägemann berechtigte Klage über die Zeitungen geführt hatte, die fich darin gefielen, lügenhafte und verleumderische Berichte über die Arbeiterinnenversammlungen aufzunehmen und nachdem dorauf aufmerksam gemacht worden war, daß am nächsten Sonntag, Nachmittags 3 Uhr in Buldermanns Salon, Kommandantenftr. 71-72, eine Versammlung derjenigen Frauen ftattfinden solle, welche fich in die ausliegenden Listen eingesammlung geschloffen. einige More der Reichstagsabgeordnete Herr Stolle, tragen hätten, um die Statuten zu berathen, wurde die Ver an die Versammlung: Er begrüße den Versuch, einen Frauenverein zu gründen, mit großer Freude; die Gegner dieser Bewegung scheuten sich allerdings nicht, zu behaupten, daß die Frau nur an den Kochheerd gehöre und sich dem Stridstrumpf zu widmen habe, aber wenn die Frau auch durch den Gang der sozialen Entwickelung zurückgedrängt set, so habe fie doch von Natur die gleichen Gaben und lönne dasfelbe leisten wie der Mann. Sie müffe in der Familie Lasten und Mübsale tragen, die jener leichten Herzens abschüttele, ste müffe ihn ermuntern und ermuthigen. Um dies aber zu Tönnen, müffe die Frau, und besonders die Arbeiterfrau, sich mehr als bisher am öffentlichen Leben betheiligen, fte müffe ein Verständniß für ihre soziale Lage belommen und nicht, wie es heute noch geschehe, ein Hemmschuh für den Mann sein, den sie aus fleinlichen Gründen in den Lohntämpfen zum Beispiel hindere, sich seinen Genoffen anzuschließen. Sie werde daran zu denken haben, daß fie ihre Arbeitskraft höher verwerthe als bisher, denn durch das massenhafte Angebot minderbezahlter Frauenarbeit werde der Lohn der Arbeiter heruntergedrückt.; fte werde auch für die weitere Ausbildung thres Geiftes Sorge zu tragen haben, für die Errichtung und für die unentgeltliche Benuzung von Fortbildungsschulen, eine Aufgabe, die fie allerdings nicht selber, sondern nur Staat oder Kommune lösen fönnten. Nicht, daß die Frau ihrem innerften Berufe, der Familie entfremdet werden solle, aber fte müffe aufhören, das Laftthier der Gesellschaft zu sein. Der Reichstagsabgeordnete Herr Bod gab seiner vollen Sympathie für die Stele des Vereins Ausdrud, nur rieth er, vies felben nicht zu weit zu stecken, sondern das Nächstliegende zuerst in Angriff zu nehmen. Er erinnerte an die Geschichte der Arbeiterbewegung, die vor 23 Jahren einen fleinen Anfang genommen und auf welche die Gegner mitleidig, spöttisch und verächtlich heruntergesehen hätten, bis fte zu ihrer heutigen Größe emporgewachsen wäre. Wenn die Frauen die felbe Ausdauer, denselben Eifer und dieselbe Bähigkeit bei Heute: Don Juan. Theater. Königliches Opernhaus. Königliches Schauspielhaus. Deutsches Theater. Heute: Altibiades. Heute: Die große Gloce. Bellealliance- Theater. beute: Dottor Klaus. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Beute: Gasparone. Central Theater: Alte Jakobstraße 30. Direktor: Ad. Ernst. beute: Der Walzer- König. Residenz- Theater: Direktion Anton Anno. Auch Heute: Bum 21. Male: Der Vergnügungszug. Hierauf: Die Schulretterin. Walhalla Operetten- Theater: Deute: Der Feldprediger. Louisenstädtisches Theater: Heute: Viertes Gaftspiel der Original White Star Minstrels. Dazu: Dntel Bräfig. hot in Oftend- Theater: Heute: Das Geheimniß der alten Mamsell. Wallner- Theater. Deute: Die Sorglofen. Vittoria Theater. Alhambra- Theater. Heute: Die Tochter des Teufels. Heute: Benefiz für Frau Hedwig Wiese. Zum 1. Male: Bella- Vista. Kranken- Untertüßungsbund der Schneider ( Ein geschriebene Hilfslaffe.) Todes- Anzeige. Die Mitglieder der Zentral Kranken- und SterbeKaffe der Tischler u. s. w. des Frankfurter- Thor Bezirks, Berlin G., verfammeln fich am Montag, den 16. März, Abends 8 Uhr, Andreasstr. 21 bei Keller, im oberen Saale, zur Fort, fegung der Statuten berathung. Außerdem findet die Vorwahl der Delegirten zu der am 27. Mai d. J. in Frankfurt a. M. stattfindenden General Versammlung statt. Ein jedes Mitglied muß zu dieser Versammlung speziell mit seinem Buch versehen sein. Ohne Mitgliedsbuch darf Niemand wählen. Es wird zu gleicher Zeit noch bekannt gemacht, daß alle Diejenigen, welche im Dezember 1884 eingetreten sind, und nur eine Interimstarte erhalten haben, dieselben bis zum 29. d. M. gegen Quittungsbuch in Empfang nehmen müssen. Die Empfangnahme geschieht des Sonntags Vormittags von 10 bis 12 Uhr im Lotale Gr. Frankfurterstr. 128, oder des Abends von 7 Uhr bis 8% beim Ortskaffirer A. Böelle, Gr. Frant furter ftr. 129, Quergeb. I. Nach dem 29. d. Mts. find diefelben laut Statut verfallen. hfs. Im Fachverein der Tischler, Neue Grünftrafe 28, hält der praktische Vertreter der Naturheilkunde, Herr Kanis, am Montag, den 16. d. M., einen Vortrag über Schwächezu stände, thre Ursachen und naturgemäße Verhütung resp. Heis lung. Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Die nächste Vereinsversammlung im Norden Berlins findet am Mittwoch, den 18. d. M., statt. Näheres durch die Bet tungen.- Das fünfte Stiftungsfest des Vereins findet am erften Osterfeiertage in der Berliner Refsource( früher Kolosseum) statt. Billets find in den Versammlungen zu haben. An der Kaffe werden feine Billets ausgegeben. Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher Stuhlarbeiter Berlins und Umgegend findet am Montag, den 16. d. M., Abends 8 Uhr, in Bug' Salons, Große Frank furterstraße 87, statt. Tagesordnung: Bericht über den gegenwärtigen Etand des Streifs und die Fabrikantenkonferenz. wärtigen Stand des Streifs und die Fabrikantenkonferenz. Die Arbeiter der Firma L. Lehmann( Rummeleburg) find ganz besonders zu dieser Versammlung eingeladen. Delegirte der streifenden Drischaften haben ihr Erscheinen zugesagt. Tischlerverein. Rottbuserstr. 4 a, Abends 8 Uhr. Bor trag des Herrn Dr. Togelowski über Hygiene. Gauverein Berliner Bildhauer.( Zweigverein de Unterstüßungsvereins der Bildhauer Deutschland.) 1. Vor J. Buda, Brandenburgstr. 19, IV. 2. Vos. P. Dupont, Solmsstr. 33, II. Schriftf. G. Jähn, Fürbringerstr. 20, IV. Schriftf. P. Miras, Georgenkirchstr. 1. Verwalter Thiede Mariannenstr. 8. Eine gefchloffene Frauenversammlung findet am Sonntag, Nachmittag 3 Uhr, in Buldermann's Saal, Rom mandantenstr. 71-72 zur Konstituirung des Vereins zur Ver tretung der Intereffen der Arbeiterinnen statt. Mitglieder Versammlung der Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter( H. Nr. 3 zu Hamburg), Dertliche Verwaltung Berlin C., Halle sches Thor, am Sonntag, d. 15. März, Vormittag 10 Uhr, bei Rothacer, Teltowerstr. 3. Tagesordnung: 1. Statuten- Be rathung. 2. Vorwahl eines Delegirten. Das Mitgliedsbud legitimirt. Bahlreicher Besuch erwünſcht. 11 Nr. Aufforderung. Laut Beschluß der Generalversammlung des Vereins der Berliner Metalla: beiter vom 2. März soll die erscheint Abrechnung bis ult. März im Berliner Boltsblatt" belann Berlin f gemacht werden, da es nun nicht möglich ist, die Abrechnung Bostabon fertigzustellen. Da verschiedene Personen ihre Billets von der Weihnachtsmatinee noch nicht verrechnet haben, forber wir alle diejenigen auf, welche noch im Befige von Bille find, entweder die Billets resp. Geld dafür bis spätesten 15. März zu beschaffen. Briefkasten der Redaktion. E. S. 17. Es tommt ganz auf das Statut an. Da p daffelbe nicht in Händen haben, so können wir die Sachlage nicht beurtheilen. Der§ 26 des Krankenversicherungsgeic überläßt es den Ortskaffen, derartige Kranke ganz oder the weise von der Unterstügung auszuschließen. Nr. 197. R. Ste müssen für die Betreffenden im Stran heitsfalle sorgen. Der Name thut nichts zur Sache, die Be fon steht bei Ihnen im Dienst und deshalb treffen in bi Falle die Bestimmungen der Gefindeordnung zu. Anders hält sich die Sache, wenn Sie Jemand tageweise beschäftig Arb.-Bez.-V. Laufizer Platz.| Arbeiter- Bezirksverein der Oranienburger Sonntag, den 15. März: Herren- Parthie. Sammelort: Schlesischer Bahnhof früh 8 Uhr. 536 Arb.- Bez- Ver. der Rosenth. Vorst. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Schneider Carl Ahlgrimm am 12. März cr. verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. März cr., Rachmittags i llbr, von der städtischen Frrenanstalt in Dalldorf aus nach dem Unftalte Friedhof ftatt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 340 Arbeitsmarkt. Der Vorstand. Ein Tapeziergehilfe wird verl. Mustauerftraße 47. Trefter. Einen guten Rockschneider auf Stüd verlangt Langner, 537 Manteuffelstraße 51. Schloffer auf Geldschränke werden verlangt Neue Schönhauserstraße 14. Allen Freunden und Befanrten empfehle mein Weiß, Bairisch Bier- und Destillationslokal. 341 Gustav Henning, Naunynstraße 65a. Allen Freunden und Bekannten empfehle meine Restauration. Weiss- und Bairisch- Bier à Glas 10 Pf. Für Abend Unterhaltung ist auf das Beste gesorgt. 258 G. Spiekermann, Rudersdorferstr. 51. Sonntag, den 15. März: Große Herren- Parthie. 532 Die Mitglieder versammeln sich Vormittags präcise 10 Uhr im Wedding- Park, Müllerstraße 178. Arbeiter- Bezirksu. d. Westen Berlins. Der Sammelpunft zur Herren- Parthie 535 findet Umstände halber nicht bei Gründers, sondern Nollenborfplatz Punkt 812 Uhr statt. Fachverein der Tischler. Montag, den 16. März, Abends 81%, Uhr, in Jordan's Salon, Neue Grünstraße 28: Versammlung. 530 Vortrag des prakt. Vertreters der Naturheilkunde Herrn Kants:„ Ueber Schwächezustände, ihre Urlachen, naturgemäße Verhütung telp. Heilung. Gäfte haben Zutritt. Erste Der Vorstand. Vorstadt und des Weddings. Montag, den 16. März, Abends 8% Uhr, im Weddin Part, Müllerstraße 178: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Tischlermeister Mitan. 2. Fo segung der Statuter betathung. 3. Verschiedenes. 4. Fra taften. Gäste willkommen. Bahlreiches Erscheinen erwüns Zu der am Sonntag, den 15. d. Mts., stattfindendes Herren- Parthie wollen fich die Mitalieder pünktli Morgens 8 Uhr im Wedding- Part einfinden. Der Vorstand 539 Fachverein der Nähmaschinen Arbeiter Die Man liste bezeichnet Graf Her London, über die Wir Hellen, alteftene bestimmt nicht ohn Dentt. Wen Sohn vo allerdings allein ma Diplomat ben, fo P bie Jour Gra " Gro über bie ift bie B fie rührt ben von 50 Merfur" Großmad und ihr Sonnabend, den 14. d. M., Abends 8 Uhr, in Feuerstein fur" hat Restaurant, Alte Jakobstr. 75: Versammlung. Tagesordnung: 1. Jahreskaffenbericht. 2. Weitere B schlußnahme über die Resolution unserer legten General Verjammlung. 3. Berschiedenes. Die Vertrauensmänner und sonstige andere Restanten bes Vereins werden aufgefordert, sich bis zur Eröffnung der Ver fammlung mit dem Raffirer zu begleichen, da nach der Ber Allgem. deutsche Kranken und Begräbnisskasse Wirker, Weber, Spinner sammlung alle Außenstände veröffentlicht werden müßen. Mitglieder- Versammlung Der Vereinigung deutsch. Metallarbeiter der Mitgliedschaft Berlin( Süden) am Montag, den 16. März, Abends 8 Uhr, in Nieft's Salon, Rommandantenstraße 71/72. Tagesordnung: 1. Wahl der Ausschuß- Mitglieder, deren Stellvertreter und zweier Revisoren. 2. Welchen Nugen bringt uns die Vereinigung? Referent Herr Max Kreut. 3. Ver schiedenes. NB. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Metallarbeiter sämmtlicher Branchen, welche fich der Zentralisation anschließen wollen, werden in der Versammlung aufgenommen. 533 Der Ausschuß. Große öffentliche General- Versammlung ber Schlosser u. Berufsgenossen am Sonntag, den 15. b. M., Vormittags 9% Uhr, in der dill Riftoria Brauerei, Lüzo oftcaße 112 für hat Graf Es wird Gro Seite fud Wir liften als ift ba man fich Breffe fe antame, fo würde lichen Jo rufsmenf in Deuts 20 in Keller's Lokal, Andreasstraße Nr. 2 Tagesordnung: 1. Bericht über die Generalversammlung 2. Wahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. Das Quittungsbuch legitimirt. 519 Große öffentl. Versammlung Der Glasergesellen Sonnabend, d. 14. d. fits., Abends 8% Arminhallen, Kommandantenstraße. Tagesordnung: 1. Die Auflösung des Int. Verein Berliner Glasergesellen und dafür Gründung eines Unt Referent Herr Dennier. 2. Verlefung Berathung der Statuten. 3. Wahl eines provisorischen flandes. Von 534 Der VOLKS- BAZAR Prinzen- Strasse No. 22, parterre, ( Kein Abzahlungs- Geschäft) empfiehlt zur Frühjahrs- Saison elegante und dauerhafte Damen- und Mädchen Tagesordnung: 1. Unser Programm und wie verhalten Mäntel, Herren- u. Knabenanzüge, Paletots, fern fich die Meister dem gegenüber. Steferent Kollege Miethe. Manufaktur waaren, Betten, Singer- Nähmaschi Zu dieser Versammlung men, Wollwaaren, Uhren und Goldwaaren find verschiedene Meister brieflich eingeladen. Recht zahlreiche Hüte, Schuhe, Stiefel, zu äußerst billigen aber feft 3. Die Lobnkommission der Schlosser Berlins. Meinen geehren Freunden und Bekannten empfeble mein Betheiligung der Meister wie der Kollegen erwartet Schuh- u. Stiefelwaaren- Lager. 184 Reparaturen schnell und billig. L. Zaake, Rüstriner Platz 8. General- Verfammlung sämmtlicher Berliner Tischler Sonntag, den 15. März, Vormittags 10 Uhr, Dorotheenim Wintergarten des Central- hotels, traße 18-21. Alle Tischler müssen erscheinen. 528 Central- Lohnkommission der Tischler. Singer 467 er 526 Preisen. Bei genügenden Referenzen bewilligen gern Kredit -Nähmaschinen bester Construction Fin für Familien und Handwerker, zum Fuß betrieb incl. Verschlußkaften n. sämmtlicher Apparate à 53 Mark. 53 Mk nalisten; Radbrud ve 117 Er Abgeordn feine Na unter ihr fönlicher Jetz bie ihn ein Briv a da M Beben? Alle als er f für fein Bebanter Rüden g ben Bay aber feh Tie forgniß welche a fa, mit nichts m bungen r eine gerd Bffnete F Ein Don Wr Ennergie telligenz bas mil haften 2 Da feffor, Ihon vo Beichnet 12 Papenstraße 12. Sarrière Unter Garantie. Illustr. Cataloge gratis. Richard Jacobi, Verantwortlicher Retakteur R. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. Berlin C.,