Ordnung zen. findet Rönig tt. Die hneider a fteht: rif und e Lohn Pflicht cheinen. Cittwoch angelfir. 2. Vor Ce Gäfte men. Der mo td nicht ds ein Mary ottbuser err Dr. n de baß die besucht emerten Jahres hrlichen Sterfelbft mmlung Heine er Vor welde und Ge der für g. befieht Ige von 1594 Darau Den f Robles en wit ten, b Rr. 66. Donnerstag, 19. März 1885. II. Jabrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das„ Berliner Volksblatt" erscheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement 4 Mt. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) Redaktion: Beuthstraße 2. Abonnements- Einladung. Bum bevorstehenden Vierteljahrs- Wechsel erlauben wir uns, alle Arbeiter Berlins zum Abonnement auf das Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., 3immerstraße 44, sowie von allen AnnoncenBureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Expedition: Zimmerstraße 44. toftet für das ganze Vierteljahr 4 Mart, für den Monat April 1 Mart 35 Pf., pro Woche 35 Pf. frei ins Haus. Bestellungen werden von sämmtlichen Beitungsspediteuren, sowie in der Expedition, Zimmerstraße 44, angenommen. Für Außerhalb nehmen alle Boftanstalten Abonnements Berliner Volksblatt" für das nächste Quartal zum Preise von 4 Mart entgegen. mit der Gratis- Beilage einzuladen. Illustrirtes Sonntagsblatt" Die Reichshauptstadt hatte vor dem Erscheinen unseres Blattes fein Drgan, welches den Intereffen der werkthätigen Bevölkerung diente. Das„ Berliner Boltsblatt" füllt diese Lüde aus, es bedarf aber, um seiner Aufgabe voll und ganz gerecht werden zu können, der nachhaltigsten Unterstüßung der Arbeiter. Wer der Sache der Arbeiter dienen will, helfe ein Unter32. 520 nehmen befestigen, welches bestimmt ist, die berechtigten Forberungen und Wünsche der Arbeiter zum Ausdruck zu bringen, und auf ihre thatsächliche Erfüllung hinzuwirken. ake. . 76 36a. 527 W., traße, h= es 11 Ein Jeder von unseren bisherigen Anhängern suche in dem reise seiner Freunde und Bekannten das Berliner Boltsblatt" zu verbreiten und sehe darauf, daß jeder neu gefundene Gesinnungsgenosse, sein Versprechen, zu abonniren, auch wirklich hält. Außerdem bitten wir unsere auswärtigen Abonnenten die Bestellung bei der Post rechtzeitig aufzugeben, damit die Nach zahlung von 10 Pf. Strafporto vermieden wird. Die Redaktion und Expedition des„ Berliner Volksblatt." Das Armenunterstützungswesen. So lange wir noch zahlreiche Personen haben, die entweber durch allgemeine Verhältnisse gezwungen oder durch förperliche oder geistige Schwächen oder aber durch eigene Schuld nicht in der Lage sind, sich selbst ernähren zu können, so lange wird nichts anderes übrig bleiben, als dieselben burch Privathilfe oder aus öffentlichen Mitteln zu unterftüßen. Hierbei wollen wir zunächst erwähnen, daß diejenigen, welche lediglich durch eigene Schuld unterstüßungsbedürftig geworden sind, nur einen sehr geringen Prozentsatz aller Unterstügungsbedürftgen bilden, daß die meisten hin gegen durch die vielfach traurigen Verhältnisse, durch Arbeitslosigkeit ins Elend gestoßen werden. Ueberall entstehen gegenwärtig Vereine gegen Armuth und Bettelei," Arbeiterkolonien," Verpflegungsstationen," Vereine für entlassene Sträflinge" u. f. w., außerdem " | sein ,, Geschäft" betrieben hat, steht sich bei der Zersplittes rung des Unterstüßungswesens in Deutschland am besten. Er weiß, in welchen Gegenden am leichtesten Unterstügung zu erlangen ist, er kennt die einzelnen Verpflegungsanstalten, er kennt die Gewohnheiten der Polizei in den einzelnen Städten und weiß derselben ein Schnippchen zu schlagen, er kennt sogar die einzelnen Bauernhöfe, auf denen eine gut müthige Magd reichliches Essen anbietet. Thn genirt auch nicht der bekannte Gensbarmenhelm, ben im bieberen Bayernland ein Pastor beim Trödler er standen und an das Fenster seines Wohnzimmers gestellt hatte, um die vorüberziehenden Handwerksburschen von einem Besuche in das Pfarrhaus abzuhalten, da er in ihnen den Glauben erweckt zu haben vermeinte, der gefürchtete Gensdarm befinde sich bei dem Pfarrherrn zum Besuche. Allerdings ließen sich manche ordentliche, hungernde Hand werksburschen durch dieses Manöver täuschen, während die eigentlichen Stromer den Raupenhelm sofort als Vogel fcheuche erkannten und dem Pfarrhaus troß derselben einen Besuch machten, wo dann die mildthätigere Pfarrerstöchin besser des Samariterdienstes wartete, als der Pfarrherr. So ist es in der That, daß bei unseren heutigen Unterstüßungseinrichtungen der wirkliche Vagabund den Löwenantheil, wenn man sich so ausdrücken darf, erhält, während der ordentliche Unterstüßungsbedürftige vielfach leer ausgeht. Am 1. April schließen wir unseren ersten Jahrgang ab; es ist uns in dem verflossenen Jahre klar geworden, daß die Berliner Arbeiterschaft wirklich von der Wichtigkeit durchbrungen ist, ein Organ zu befizen, in welchem ihre Bestrebungen und Bedürfnisse in unverfälschter, ungefärbter giebt es Landarmenhäuser, Korrigenden- und Arbeits- meinwesen am meisten unter der sogenannten Bagabunden Weise an die Deffentlichkeit gebracht werden. Inhalt Unsererseits werden wir auch fernerhin bemüht sein, den unferes Blattes immer reichhaltiger zu gestalten. Ganz besondere Sorgfalt werden wir auch auf das Feuilleton verwenden und am 1. April mit der Veröffentlichung cines höchft intereffanten und spannenden Romans aus der Feder Friedrich Gerstäder's beginnen. Im Eckfenster Den neu hinzutretenden Abonnenten wird- soweit der Borrath reicht der bisher erschienene Theil des Romans „ Gesucht und gefunden" lowie bas Illustrirtes Sonntagsblatt" gratis und franto nachgeliefert. Das ,, Berliner Volksblatt" Radbrud verboten.] 120 " Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forserung.) hoffe, Sie werden Gelegenheit nehmen, Ihre Freundin, Mr. Forster, zu überzeugen, daß ich Mißtrauen nicht vers -Adieu für heute, meine lieben Freundinnen. Mein erster Besuch in der Anstalt- das verspreche ich Meine liebe Miß Elly," wandte er sich an diese ,,, ich biene. Ihnen Er gilt zunächst Ihnen." reichte Beiden die Hand und ging, und Elly fah anstalten, und endlich find die Gemeinden verpflichtet, für ihre Armen Sorge zu tragen. Dazwischen tritt noch die Privatwohlthätigkeit ein. Rein vermittelndes Band aber giebt es, das diese verschiebenen und verschiedenartigen Hilfsanstalten verbindet und zu rationeller Thätigkeit leitet. Deshalb erhält von diesen Unterstügungsanstalten der geschmeidige„ Arme", der sich bückende und kriechende Bettler ben größten Antheil und vielfach thut der verschämte Arme" nur so verschämt, weil er dadurch auf das Gemüth der modernen Armenpfleger- und Pflegerinnen einzuwirken hofft, was ihm auch in den meisten Fällen gelingt. Derjenige Arme aber, der unverschuldet durch Arbeitslosigkeit in die Lage gelangt ist, bei den Nebenmenschen Unterstützung suchen zu müssen, der aber babei seinen Men schenstolz noch nicht verloren hat, er wird meistens vergebens anklopfen bei den Mildthätigen und Unterstüßungsvereinen. Der geriebene Bagabund aber, der schon seit Jahren der Registratur mich meinen ärztlichen Pflichten mehr entziehen werden, als meinen Patienten gut ist." ,, D, was das betrifft, so ermächtige ich Sie, sich einen Hilfsarbeiter zu engagiren, dem fie alle Arbeiten übertragen fönnen; nur daß Sie selbst die Kontrole haben." Wenn das der Fall ist, so will ich mich der Verantwortlichkeit gern unterziehen, und hoffe, Sie auch hierin zu befriedigen. zu befriedigen. Ihre Anerkennung wird mich für diese neue Mühe belohnen." ,, Nicht meine Anerkennung allein, lieber Rodenburg; selbstverständlich ist mit der neuen Verantwortlichkeit, die ich Ihnen übertrage, eine Gehaltserhöhung für Sie verbun den. Ich bewillige Ihnen bis auf Weiteres zweihundert. Sehen Sie, mein lieber Rodenburg, die Anstalt ist gegenwärtig ja so reich, daß wir nicht mehr nöthig haben, wie früher, uns mit Lasten zu überbürden." ihm nach, bis er aus der Hausthür verschwunden war. Dann undfünfzig Pfund und achtzig Pfund für den Sekretair, feufate fie tief auf und legte ihr Haupt auf die Schulter den Sie sich etwa engagiren.. der Freundin, indem sie flüsterte: ihm Sie können ihm vertrauen. mein Leben anvertrauen." Ich ich würde Neununddreißigstes Rapitel. Er meinte mit dieser Andeutung zunächst sich selbst, da er sich die Laft der Registratur- Arbeiten vom Halse schaffte. Wir haben durch begüterte Patienten einen solchen Etatüberschuß, daß wir schon außerordentliche Beamten anSchon allein die Summe, welche wir burch alle Stationen der Anstalt. Da er überall sich von Friz Rodenburg machte an diesem Tage die Runde Reuem zu informiren hatte, und da er gerade heute von allen Aranten besonders in Anspruch genommen war, so währte stellen dürfen. Auch leiden gegenwärtig natürlich alle diejenigen Ges und Bettlerplage, welche eine zentrale Lage haben, durch welche der Strom der armen Reisenden führt, während einzelne reiche Gegenden, die mehr an der Peripherie bes Reiches liegen, wenig oder gar nicht von den Unterstützungsbedürftigen berührt werden. Aber was hier im Allgemeinen von der ungerechten Vertheilung der Armenbesteuerung" so kann man die Unterftüßung wohl nennen bei den fluttuirenden Unters stüßungsbedürftigen gesagt ist, das läßt sich auch in ähnlicher Weise bei der Ortsarmen- resp. Gemeindearmenunterfügung sagen. Ganz bestimmt wird es einem armen Gemeindewesen viel schwerer, feine Armen zu unterstüßen, als einem wohlhabenden Gemeindewesen. Wir haben in Preußen verschiedene Gemeinden, die gar keine Gemeindesteuer ausschreiben, ja fogar einige, welche aus dem Gemeinde vermögen ab und zu den Gemeindegliedern Beträge auszahlen; diesen Gemeinden wird es somit sehr leicht sein, ihre Armen zu unterstügen. " " Aber außer Garrick auch die Eltern Miß Elly's." Die Eltern aber können nicht ermittelt werden. Sie wissen ja, daß ich mich deswegen schon bemüht habe, und auch Sie haben ja Schritte gethan, und werden sich ver muthlich überzeugt haben, daß alle weiteren Nachforschungen vergeblich sind." Frig schwieg. Leider hatte er in der That diese Ueberzeugung gewinnen müssen. Sie haben wohl die Güte," fuhr Mr. Gefferson fort, ,, noch heute die Funktionen zu übernehmen. Mein Bureaus zimmer neben der Bibliothek und dem Archiv ist bereits für Sie hergerichtet. Vielleicht benußen Sie schon ben heutigen Nachmittag sich zu informiren, und sorgen in den nächsten Tagen dafür, daß Sie einen Hilfsarbeiter er halten." Friz erklärte sich damit einverstanden und wollte gehen. Apropos!" sagte der Chef- Arzt ihn zurückrufend, ich vergaß, Ihnen zu sagen, daß ein junger Mann bereits vor zwei Stunden hier antam und nach Ihnen fragte. Ich glaube, derfelbe wird noch im Wartezimmer anwesend sein. Man hatte ihm anbeimgestellt, auf Sie zu warten." " Ein junger Mann?" fagte Frig, ich wüßte nicht, wessen Besuch ich zu gewärtigen hätte; doch wollen wir den Geduldigen, falls er noch wartet, nicht länger auf die feine heutige Krankenvifite länger als sonst; erst nach meh jedes Jahr durch Mistreß Forster erhalten, segt uns in den teren Stunden lehrte er in das Sprechzimmer des Chef Stand, dauernd einen Beamten mehr zu besolden, und auch Probe ftellen."" Krates zurüd, um diesem Bericht zu erstatten über das Re andere Patienten haben so bedeutende Summen eingezahlt, fultat feiner Krankenvifite. Mr. Gefferson hörte ihm daß wir dieselben für ihre Verpflegung, selbst wenn wir mit Aufmerksamkeit zu. lehr feines erften über die RückEr war Arztes nicht wenig Affiftenz Arztes ihnen alles gewähren, was die Anstalt gewähren darf, nicht verwenden können.... Denken Sie, daß für Miß Als Friz hinausging, sagte er dem Portier, daß er den jungen Mann, der wirklich noch im Wartezimmer an wefend war, auf sein Bimmer weise. erfreut, war er selbst doch dadurch der läftigen Inspektion Elly allein ein Kapital eingezahlt ist, dessen Binsen genügen, fangen, die in seiner Abwesenheit eingegangenen Briefe zu Aberhoben, und wußte er doch, daß er sich auf den Doktor die Roften ihrer Verpflegung zu beden." Rodenburg verlaffen konnte, wie auf sich selbst. " Sie find mit gewohnter Umficht und Klugheit ver„ Das darf uns aber nicht abhalten," erwiderte Friß, Alles zu thun, was wir können, um dieser BeFritz war unlängst eingetreten und hatte kaum ange burchlesen-er ließ vorläufig den für ihn servirten Früh ftückstisch noch unbeachtet- als sich die Thür öffnete und ein blasser schmächtiger Jüngling, der ihm im Augenblick Erinnerung gesammelt, und er erfannte ihn. Der junge Mann machte einige tiefe Verbeugungen, fahren," fagte er, als Friß seinen Bericht beendet hatte. wohnerin der Anstalt die Freiheit und ihr Vermögen ganz fremd war, eintrat. Doch schnell hatte er seine h weiß, mein lieber Herr Rodenburg, daß ich die In- zurückzugeben." peltion in teine bessere Hände legen kann, als in die Jhris " Natürlich nicht!" pflichtete Mr.Gefferson bei.„ Wenn die gen, und zum Beweise, wie sehr ich Ihnen vertraue, über Bedingungen, die bei Ihrer Einlieferung gestellt wurden, bevor er zu sprechen begann, und schien in Verlegenheit au bie ich bis dahin mit zwei Hilfsarbeitern selber verrichtet ständlich den Rest der Summe zurückgeben; aber ich sage feit und gewinnenden Manier überhob ihn der Schwierig trage ich Ihnen hiermit auch die Regiftratur, eine Arbeit, erfüllt sind, so werden wir sie entlassen und ihr selbstver sein, wie er beginnen sollte. Frizz aber in seiner Herzlich babe." tor" Ihnen vorher, diese Bedingungen können nicht erfüllt wer teit, indem er auf ihn anschritt, ihm die Hand reichte und " Ihr Vertrauen ehrt mich außerordentlich, Herr Direk ben... Sie zurückzufordern war nur Garrick berechtigt, in munterem Lone ausrief: antwortete Frig. Ich fürchte nur, daß die Arbeiten und der ist todt." „ Ei, Mr. Naydor, was verschafft mir das Vers Wir befigen aber auch Gemeinden, bie breihundert, ja| bis fiebenhundert Prozent der staatlichen Klaffensteuer er heben. Diesen wird es dann schwer, ihre Armen zu ver pflegen und meist sind dies industrielle Gemeinden, bie auch noch unter dem Zuzug fremder Unterstüßungsbedürftiger zu leiben haben. Noch wollen wir hier einen Spezialfall anführen, der beweist, daß eine Regelung des Armenunterstützungswesens im großen Stil nothwendig ist. In einem armen Dertchen der Provinz Sachsen kehrte fürzlich ein armer Reisender aus Zwickau ein, der in einem Gasthofe Unterkunft fand. Derselbe wurde in der Nacht von schrecklichen Krämpfen befallen und mußte in die Klinik nach Halle geschafft werden. Der Verpflegungsfat loftet bort 1 M. 50 Pf. pro Kopf und pro Tag, während der Lanbarmenverband zu Zwickau nur 1 Mart pro Tag er stattet. Nun ist die arme Gemeinde( Nauendorf) in der Provinz Sachsen gezwungen, täglich 50 Pfg. für einen Drtsarmen der Stadt 8vidau zu zahlen! Aehnliche Fälle tommen gewiß fehr häufig vor, so baß eine Regelung des Armenunterstügungswesens nothwendig erscheint. Berufener aber zu solcher Regelung, als das Reich, ift Niemand. Die Reichsgefeßgebung sollte hier einschreiten und die nöthigen Bestimmungen zur Regelung der Armenunterstügung einführen. " Politische Uebersicht. Ein politisches Ereigniß allerersten Ranges wird von verschiedenen fonservativen Blättern die Reine des Prinzen von Wales nach Berlin genannt. Dabei redet man von der Tiefe des staatsmännischen Urtheils", welches die deutsche Staatstunft wieder einmal gezeigt habe. Und doch liegt die Sache sehr einfach. England hat sich in Egypten und in Afghanistan festgefahren und tann leine neuen Gegner gegen wärtig gebrauchen. Die Noth hat somit in erster Linie den für die Kolonialbestrebungen günstigen Umschwung der eng lischen Politik veranlaßt. Dann aber soll diese englische An näherung an Deutschland die Franzosen in den chinesischen Ger wässern verhindern, allzuscharf die sogenannte Kriegssperre auszuüben. England hat seiner Flotte Drdre gegeben, in dieser Richtung hin die französischen Keuzer zu überwachen, welche schon mehreremale englische Rauffahrer angehalten haben. Die Engländer hoffen, daß durch die Anlehnung an Deutschland ein Drud auf Frankreich ausgeübt werde. Jm Uebrigen aber dürfte es kaum auffällig sein, das der Prinz von Wales dem deutschen Kronprinzen, der im vorigen Jahre in London war, feinem Schwager, einen Gegenbesuch macht. Bisma: dschwärmer allerdings behaupten, der Geger besuch gälte dem- Grafen Herbert von Bismarck. Lafen wir fie bei dem Glauben. " über die Landesgrenze der Kreise Neldenburg, Drtelsburg mit Rüdficht auf die Ausdehnung der Rinderpest in dem russischen Kreise Block verboten wird. Personen, deren Beschäftigung eine Berührung mit Vieh mit fich bringt, wie Fleischer und Viehhändler, dürfen die Landesgrenze nur bei Jllowo, Opaleniet und Friedrichshoff überschreiten und müssen sich dort einer Desinfektion unterziehen. Folgender Gefeßentwurf, betreffend die Verzinsung der Gelder der Sparkassen und der auf Gegen fettigtett berubenden hilfsgenossenschaften in Elsaß Lothringen, ist vom Reichskanzler dem Bundesrathe zugestellt worden:§ 1. Die bei den De pofitenverwaltungen eingezahlten Gelder der Sparkassen werden mit drei und ein balb vom Hundert verzinst, Der von den Sparkaffen den Einlegern gegenüber zu machende Abzug von Miethe und Verwaltungeloften beträgt ein Biertel vom Hun dert. Auf Antrag der Sparkassen lann das Ministerium die felben ermächtigen, den Abzug bis zu einem halben vom Hun Deit zu erhöhen.§ 2. Die gemäß Artikel 6 des Gefeßes Dom 15. Juli 1850 und Artikel 13 des Defrets vom 26. März 1852, die Hilfsgenossenschaften auf Gegenseitigkeit betreffend, bei der Depofitenverwaltung eingezahlten Gelder der Hilfsge noffenschaften werden mit vier vom Hundert verzinst. In Der Begründung heißt es: Die jeßige Höhe des Binsfußes führt dazu, daß die Sparlaffen vielfach ihrem ursprünglichen Bwede entfremdet und nicht nur von der ärmeren Klaffe zur Hinterlegung von Ersparniffen, sondern auch von Rapitalisten zur zinsbaren Anlegung verfügbarer Bestände be nugt werden. Die große Mehrzahl der Schuldverschreibungen des Reichs, der deutschen Bundesstaaten und fommunalen Korporationen bringt nach ihrem jezigen Kourswerthe weniger als 4 pSt.; es fann daher eine Anstalt, welche darauf ange wiesen ist, mehr eine unbedingt fichere, als besonders gewinn bringende Anlage der ihr anvertrauten Summen anzuftreben, und die bei der Verwaltung diefer Gelder ihren Schwerpunkt nicht in Bant und Bösengeschäften suchen darf, ohne ei heb lichen Verlust jenen hohen Binsfuß, welcher der heutigen Lage des Geldmarktes nicht mehr entspricht, nicht gewähren. Zu der geplanten Abschaffung der bisherigen Art des Zeugeneides wird offiziös geschrieben: Die Wiederhers stellung der Bestimmung, nach welcher der Beugeneid am Stluß der Vernehmung zu erfolgen bat, tft im p eußischen Abgeordnetenhause angeregt und bei der Verhandlung von alen Seiten als dringlich anerkannt worden, weil das jest bestehende Verfahren, wonach die Vereidigung dem Zeugen verhör vorangeht, in Preußen vielfach Meineide zur Folge ge habt hat. Nicht das gleiche Bedürfniß zur Abänderung bestand in einigen füddeutschen Bundesstaaten, in denen die vorgängige Abnahme des Beugeneides längst bestehendes Recht ist, an welches das Publikum gewöhnt ist und das zu Unzuträglichkeiten nicht geführt hat. Ein Vorschlag, dort das bestehende Recht aufzuheben, würde daher nicht mit Unrecht in den betheiltaten Kreisen übel empfunden worden sein. Wenn die Reichs Juftig Derwaltung so vor der Frage stand, entweder in einem erheb lichen Theile Deutschlands ohne zwingenden Grund in lieb. gewordene Einrichtungen einzugreifen, oder in diesem einen Nebenpunkte von der Einheitlichkeit der Institution abzugeben, so mußte fie die legtgedachte Alternative wählen und die Abnahme des Zeugeneides in den verschiedenen Theilen Deutsch lands so ordnen, wie dies der dort herrschenden Sitte ents Spricht." Bich- Ein- und Durchfuhr Verbot. Der, Reichs. anzeiger" veröffentlicht eine landespolizeiliche Anordnung der Regierung zu Königsberg, wonach die Einfuhr und Durchfuhr aller Arten Vieb, ausgenom men Pferde, Maulthiere und Ejel, aller von Wiederkäuern ftammenden thierischen Theile, ausgenommen Butter, Milch und Käse, von Dünger, auchfutter, Stroh, anderem Streu material, gebrauchtem Stallgeräth. Geschirr, Lederzeug, von unbearbeiteten Haaren, Borsten, Wolle, von gebrauchten Klei dungsstücken für den Handel, von Lumpen aus Rußland gnügen Ihres geehrten Befuches Seien Sie mir willkommen; nehmen Sie Plaß.... D, ich be baure, daß Sie so lange haben warten müssen. Sie werben erschöpft sein von der Reise; wollen Sie an meinem Frühstück Theil nehmen?" Sie find sehr gütig," stotterte Mr. Naydor, sehr gütig, Herr Doktor. Ich danke Ihnen recht sehr... Wie dürfte ich mir erlauben.... Es wird wieder gegründet". Der Frankf. Beit." wird aus Berlin gemeldet: Am Sonnabend fand in Berlin auf Veranlaffung Bleichroeder's eine Besprechung behufs Gründung einer Gesellschaft zur Uebernahme der Lüderiz'schen Befizungen statt. An derselben betheiligten sich die Vertreter der erften Banten und Banfficmen. Die Zeichnungen auf das Anlagekapital von 1200 000. ergaben einen Betrag, welcher das Zustandekommen der Gesellschaft vollständig, fichert. Auch verschiedene auswärtige Großgrundbefizer zeichneten. Der Chef eines der ersten Berliner Bankhäuser übernahm einen sehr be deutenden Betrag, es herrscht ind ffen bereits die Absicht, auch noch einigen der ersten auswärtigen Firmen den Zutritt offen zu laffen. In die Verwaltung sollen jüngere Chefs Berliner erfter Firmen eintreten. ,, D, nur nicht schüchtern, Mr. Naydor; wir sind ja alte Freunde, und haben Sie mich nicht in Ihrem Hause in Weftinn freundlich bewirthet?... Was macht Ihre alte Frau Mutter und die Schwester? Was macht der kleine Garten neben dem Hause?.... Hoffentlich Alles wohl baheim?" " Ich danke Ihnen sehr, Herr Doktor! Ja, jezt frei lich Alles wieder wohl; meine Mutter ist wieder her gestellt." ,, Ah, sie war frant?" D aber feine Attien respektive Rommanditgesellschaft auf Attien as äbr errichtet werden, so würde das Unternehmen fich vorbehaltlich nies mi von Formalitäten, welche ebenfalls erst noch zu erfüllen wären, inter als eine offene handelsgesellschaft darstellen; und mügten, für diesen Fall müssen wir die Bersonen, welche sich dabei ben theiligen wollen, darauf aufmerksam machen, daß fie alsdann ums für die Verbindlichkeiten der Gsellschaften mit ihrem rade ganzen Vermögen haften, feineswegs nur mit dem ammlun Betrage von 500 oder 1000 M. Die Herren Peters und Geßen. noffen werden, da sie mit ihrem Unternehmen fich von vorn den Bo herein an die Deffentlichkeit und an das große Bublifum ge tine län wendet haben, fich nicht der Nothwendigkeit verschließen tönnen, afbiur über die rechtliche Form Auskunft zu geben, die fte für die balt vor oftaftitanische Gesellschaft" im Auge haben, und eine derartige, ftens Die Theilnehmer fichernde Form festzustellen, bevor fie Gelder und Ba in Empfang nehmen, die nicht bewußtermaßen à fonds perda Der St gegeben werden." Frankreich. niffe no Diefer D tuben in Die Freisprechung des Polizeikommiffars Ballerich wird leiten t in den radikalen Journalen noch immer lebhaft besprochen. dauernbe Bekanntlich drang der Kommissar mit seinem Bruder in die Badestul Redaktion des„ Cri du peuple" ein, und beide schlugen dort wie rasend um sich, verwundeten einen der Redakteure und wurde Für Au Bor ließen erst von ihrem Treiben ab, nachdem sie von dem hinzu senden gekommenen Personal fampfunfähig gemacht worden waren in einige Das Redaktionspersonal machte in der Gegenwehr vom Re volver Gebrauch; einer der Eindringlinge starb furze Bell Darauf an den erlittenen Verlegungen, der andere wurde zwar verhaftet, aber gleich wieder auf freien Fuß gelaffen und jet vom Gericht gänzlich freigesprochen; nur die Prozeßtoften 5% übr wurden ihm zur Last gelegt. Behufs Aufbringung dieser Auf Koften wird von verschiedenen Blättern eine Rollette veran des Aus staltet; da aber Artikel 41 des Strafgesetzes von 1881 au ju ein drücklich lautet:„ Es ist verboten, öffentlich Subskriptionen zu veranstalten oder anzukündigen, welche den 3wed haben für Strafen, Prozeßkosten und Schadenersas aufzutommen, die burch gerichtliche Urtheile in Kriminal- und Buchtpolizeifälle verhängt worden find," so dürften sich die betreffenden Blätte eine Anklage zuziehen. Das Direktorium der oftafrikanischen Gesellschaft ( die Herren Peters und Genossen) übersendet an verschiedene Blätter eine Mittheilung, in welcher es heißt: Das Direktorium der genannten Gesellschaft wird in der Zeit zwischen jetzt und dem 1. Mai d. Js. bis zur Höhe einer halben Million Matt Antheilscheine a 500 und a 1000 Mart ausgeben und zwar mit der Maßgabe, daß für jede gezahlte Mat 50 Ar( 2 Morgen) landwirthschaftlich geeignetes Land veitauft werden. Die Bestzer solcher Antheilscheine erhalten das Recht, entweder( und var bis zum 1. März 1890) fich ihr Land zu freier Verfügung an Ort und Stelle zumeffen zu laffen, oder entsprechend ihrer Landerwerbung als talkulatorische Grundlage an dem Gesammterträgniß der ganzen Kolonie theilzunehmen." Hiernach ist also vor der Hand von der meiteren Ausgabe von Antheilscheinen zu 50 Mart abgesehen. Aber auch angesichts der Abficht, Be theiligungen in dem Betrage von 500 und 1000 Mart zu aulaffen, muß so schreibt die National Beitung" barauf aufmerksam gemacht werden, daß auf alle Fälle ein foloniales Unternehmen, wie das beabsichtigte, ein höchst unsicheres ist, welches sich deshalb nur für Personen eignet, die über ein berartiges Vermögen verfügen, daß sie den Verlust der Summe, mit welcher fie fich bei der oftafrikanischen Gesellschaft" betheiligen, verschmerzen können. Wem es nahe geben würde. 500 oder 10 0 Mark einzubüßen, dem muß von der Betheiligung abgerathen werden. Wir müssen Angesichts der obigen Mittheilung aber auch eine formelle Vorfrage aufwerfen. Wie denten die Unternehmer fich denn das rechtliche Verhältniß, auf Grund dessen fie Antheilscheine bis zu einer halben Million Mark ausgeben wollen? Unseres Wissens ist eine Aktiengesellschaft zu diesem Bebuf bisher nicht begründet worden; der Mindestbetrag von Attien ist zudem durch die Novelle von 1884 abgesehen von Ausnahmen, Die bis jest zu Gunsten der oftafrikanischen Gesell schaft" nicht vorliegen auf tausend Mart festge fest, so daß Attien zu 500 Mart unzuläfftg find. Soll " Sehr trant, Mr. Rodenburg! Und was bas Schlimmste war, wir konnten ihr nicht hinlängliche ärzts liche Hilfe verschaffen. Sie wissen wohl, meine Eins Kinfte..." Ich weiß: zwanzig Schillinge die Woche, das ist wenig, fehr wenig. Nun, die Hauptsache ist, daß Ihre Mutter wieber gefund ist." " Sie fißt jeßt den ganzen Tag in ihrem Polsterstuhl in dem kleinen Garten neben dem Aprikosenbaum. Sie erinnern fich?" D freilich!" antwortete Friß, der unwillkürlich lächeln mußte, als er an den Garten dachte mit seinen Schäßen, bem Aprikosenbaum und die demselben gegenüber wachs fenden Rohlföpfe und die winzigen Gemüsebeete zu beiden Seiten. Ach ja, der Aprikosenbaum hat in diesem Jahre prächtig geblüht," führ Naydor fort, indem er einen schwer müthigen Blid nach oben warf und seine Bruft sich zu einem schwermüthigen Seufzer hob, als ob es etwas sehr Trauriges sei. " Hoffentlich gedeihen auch die Gemüse vortrefflich?" fragte Friß in demfelben munteren Tone, indem er seinem Gafte ein Glas Wein einschenkte. Alles gebieh vortrefflich, und wir konnten uns doch nicht darüber freuen, weil eben meine Mutter frant war. " Wer weiß, ob wir uns das nächste Jahr darüber freuen fönnen." Warum denn nicht? Gedenken Sie das nächste Jahr bas Häuschen zu verlassen?" „ Ich werde es wohl müssen, Mr. Rodenburg, und darum ist's eben, daß ich zu Ihnen tomme. Sie waren bamals so gütig gegen mich. Freilich, ich hätte ge wünscht, Ihnen beffere Dienste leisten zu können. Sie erinnern sich, daß Sie damals gewisse Erkundigungen einziehen wollten." D, ich weiß fehr genau. Ich fragte nach Lord Davis und seinem Förster Garrid und einem gewissen verschwun benen Rinde." - Das Pariser Buchtpolizeigericht verurtheilte den ranten einer anarchistischen Wochenschrift Terre et Liberte Namens Rieffel, zu zwei Jahren Gefängniß und fünf Jahr Polizeiaufficht. Dieses Blatt hatte nach Berurtheilung mehre Anarchisten einen Drohartikel gegen die Geschworenen öffentlicht. Die Deputirtenkammer feste die Berath des Gesezentwurfs, betreffend die Eingangsölle Vieh, fort und genehmigte die Erhöhung des Bolles Rübe und Stiere von 8 auf 12 Frcs. Der Boll auf frif Fleisch wurde auf 7 Frcs. für 100 Kilo und derjenige für falzenes Fleisch auf 8,50 Fics. festgesezt Der Gesezentm im Ganzen wurde mit 281 gegen 194 Stimmen angenomme - Die Erhöhung des Getreidezolles hat bereits zur gehabt, daß die Pariser Bäcker den Brotpreis von 70 auf Centimes erhöht haben. Auch in anderen Städten bere die Bäcker eine Preiserhöhung vor. Ich wollte, meine Mutter hätte Ihnen genauere Auskunft geben können. Auskunft geben können. Wir konnten Ihnen leider nur einen kleinen Dienst erweisen; Sie waren aber doch so gütig, uns zu versprechen, daß Sie, wenn Sie Gelegen Asien. Fol tinige Betundi geben, b Ref foziale tommen fammlun wenig, n jur Ken haft no Den foll des Inn Derordne u, berer Einftim bie alte neue deale jet. Der 75 Den Vor Sefid 18 Stadt Wohlfab ein folchen S habe gef §§ 1, 2, D laffigen handeln Folge h gen ver bemohne Die Ruffen entwickeln an der afghanischen Grenze außerordentliche Thätigkeit, die einen feltsamen Rontraf den Friedensversicherungen bildet; Truppen und Kriegsmater werden täglich in der Richtung von Merw abgesandt. Truppen werden vor ihrem Abmarsche von den Priestern großer Feierlichkeit eingesegnet und es wird ihnen eingepr tapfer gegen die Feinde des Baren zu kämpfen. Es berri große Aufregung und die Wahrscheinlichkeit einer Kriegserklär gegen die Engländer wird von Zivilisten und Militärs besprochen. Im Ganzen haben, wie es beigt, 16 000 aller Waffengattungen Marschbefehl nach Merm erhalten. Petersburger Telegramm der Röln. 3tg." giebt sogar an, offe Dont Die rufftiche Armee an der afghanischen Grenze auf 80 000 Kizil- Arvad nach Askabad wird mit der größten Schnelligkei Mann gebracht werden soll.) Der Bau der Eisenbah betrieben. Kommunales. Die Stadtverordnetenversammlung beschäftigte fich Ent Dienstag in außerordentlicher Sigung mit der Baupolte ordnung. Es wurde allgemein anerkannt, daß der wurf des Polizeipräsidiums von durchaus lobenswerthen fichten ausgehe und zweifellos die gesundheitlichen Intere der Bevölkerung wahren wolle. Doch hielt man auf der Sel der fortschrittlichen Majorität- wie bei jeder vorgeschlagen - die Eingriffe in die heiligen Privateigenthumsrecht der Grundbefiger für viel au hart; man hätte die Intereffent ( das find natürlich die paar Grundbefizer und nicht die viele Reform hunderttausende von Einwohnern!) zu Rathe ziehen sollen Sie mi ,, Genz brotlos!.. Die kleinen Ersparnisse hatten schon eine Kleine Summe zurückgelegt wissen, meine Mutter ist eine sehr sparsame Frau find nun aufgezehrt, und nun habe ich mich vergebens wit bit Luft auf wieber gang Miethst baß ma in bas fcharfe fo michlag Aufgabe einer au müht, eine neue Stellung zu erhalten... Man ift überal mit Schreibern verse en, da babe ich mir ein Hera gefa und gefagt: Mr. Rodenburg ist ein gutherziger Mann; wird es nicht übel nehmen, wenn du dich an ihn wen um seine Fürsprache..... Sehen Sie, Mr. Rodenbur ich könnte vielleicht eine Stelle als Schreiber in Davi town bei Mr. Harriers, dem Verwalter, erhalten. Sie fin vielleicht mit demselben bekannt?.... Sie würden unendlich verbinden, wenn Sie bei ihm ein Wort für einlegten mid bit Woche arbeiten oder noch billiger, nur daß meine Mutter nicht Noth leidet. einlegten... D, ich will gern für sechzehn Schillinge b " Sie sind nicht nur ein guter Sohn, sondern auch heit dazu hätten, uns wieder eine Gefälligkeit erweisen fleiß ger Arbeiter auf dem Büreau, und barum will i würden." Ich habe mein Versprechen nicht vergessen und bin gewillt es zu halten." Ach, wenn es Ihnen möglich wäre etwas zu thun, Sie könnten uns Alle dadurch vom Elende erretten, mich und die Meinigen." Was könnte ich für Sie thun, Mr. Naydor?" " Sehen Sie, als meine Mutter frant war, ba war gagiren.' Sie nicht Anderen empfehlen, sondern werde Sie felbft a „ Sie, Herr Doktor, Sie könnten mich beschäftigen ,, Sie tönnen eine Sekretärstelle in der Regiftratur D, ich wäre so glücklich!" Anstalt bekommen." ,, Ach, wie danke ich Ihnen, Herr Doktor!" Der junge Mensch war wirklich ganz von Dante Niemand ba, fie zu pflegen, als meine Schwester, die Tag füllt. Er nahm die Hand des Doktors und brüdte fie und Nacht an ihrem Bette saß. Meine Schwefter ift ja innig, und sah ihm dabei so treuherzig und so banterf noch halb und halb ein Rind; fie fonnte es auf die Dauer auch nicht aushalten und mußte doch zuweilen schlafen, und während der Beit mußte ich bana meine Schwester vertreten, und habe dadurch die Büreauftunden bei Mr. World versäumen müssen. Mann, Sir." " ins Auge, daß Friz fast davon gerührt war. Naydor hinzu. Wenn es auch nicht zwanzig u gelan bänder Ko Allgemei Deputati Dorgelegt S1 wurf, el Dorber b effenten Der neue doch mit bamit e traft un 9331 hatte er A bas hör Fe bald liebevol ten, un will ich meiner 9 und fre trennen „ Weiß i bem ih Barten pflegt ,, nate la fagte Sie am Monta " Ich danke Ihnen herzlich, Herr Doktor," fügt Mr. World ist ein harter find, ich kann auch mit weniger auskommen; wir fo Aus Allem, was ich von ihm gehört habe, habe ich das geschlossen. Ich kann mir denken, er verweigerte Ihnen den Urlaub." uns noch mehr einschränken." " Das ist nicht nöthig, lieber Naydor," unterbrad " Sie brauchen fich nicht mehr einzufchränten; Gegentheil, ich bin im Stande, Ihr Gehalt bebeutenb Friz. bat, mir des Tages ein oder zwei Stunden von meiner Dienstzeit zu erlaffen, da ward er ungeduldig hat er mich ganz und gar entlassen." " Das that er, und als ich ihn immer wieder darum erhöhen. Sie werden vierteljährlich zwanzig Pfund und nun halten. Sind Sie damit einverstanden?" tag um alle vie fich mi Es be welche um fid Tage er in S Wififten mußte Edreil I brachte Rapbo El " Swanzig Pfund?.. Mein Gott, eine folde Gu jebes Bierteljahr! D, Herr Doktor, ich hoffe, Sie fer " Ich spreche ganz im Ernste, und mache, wenn b Das ist sehr traurig, Mr. Naydor 1 Nun find Sie nicht mit mir." also brotlos?" tigte et Attien as ähnliche Bedenken mehr waren. Der Stadto. Singer| ehaltlich pies mit Recht darauf hin, daß die Grundbefizerintereffen n wären, inter die Interessen der ganzen Bevölkerung auüdtreten en; und müßten, und daß Daß die Alenderungen des Ausschuffes dem Des ursprünglichen Entwurf Polizeipräft abet ben feien; durchaus teine Verbesserungen alsdann ums durchaus es fet ibrem rade zu bedauern, daß in der Stadtverordneten Bers mit dem ammlung soviel ,, Intereffenten" über dem Entwurf zu Gerichte und Geißen. Die Versammlung stellte sich natürlich durchaus auf On vorn den Boden des Ausschusses. Nur bei dem§ 37 entspann fich tine längere Debatte. Der§ 37 des Entwurfs des Bolizei tum ge tönnen, afioiums ordnet nämlich an, daß alle zu dauerndem Aufent für die alt von Menschen benutten Räume genügend hell und minerartige, ftens 2,50 Meter hoch sein müßen; für Bedürfnißanstalten e Gelder und Badestuben waren die Erfordernisse bedeutend herabgesezt. His perda Der Stadtverordnetenausschuß iste nicht nur diese Erforder niffe noch weiter herab, sondern er verlangte die Bulaffung auch für die Gesinde diefer doppelten Ermäßigung auch für die Gesinde. tuben. Es gab also swet besondere Arten von Räumlichch wird leiten in dem verbesserten" Entwurf: Räumlichkeiten zum sprochen. dauernden Aufenthalt von Menschen".- und Gefinde und in die Babeftuben, sowie Bedürfnißanstalten". Diese Verbesserung zen dort wurde Gott sei Dank von der Versammlung verworfen. ure und n hinzu waren. om Re rze Bell De zwar und jet in 11 Für alles Nähere verweisen wir unsere Leser auf den fol genden Bericht. Die Rede des Stadtv. Singer hoffen wir einigen Tagen ausführlicher bringen zu können. Stadtverordneten- Versammlung. Außerordentliche Sigung vom 17. März. Borsteher Dr. Straßmann eröffnet die Sigung um Aegloften 5% Uhr. g dieser 81 au Auf der Tagesordnung steht nur die Berichterstattung verandes des Ausschußfes zur Vorberathung des neuen Entwurfs ble men, izetfällen Blätte einer Bau- Polizei- Ordnung. Bu demselben riptionen liegen mehrere Amendements des Stadtv. Eßmann und babe, tinige Resolutionen des Stadtv. Wied, ebenso mehrere Befundigungen aus der Bürgerschaft vor, die zunächst dahin geben, daß der vorliegende Entwurf zurückzuweisen sei. Den Ge Liberté mebre nen olles ffrijd Bentw enomme ur Fol дер Referent Stadto. Wied betont die wirthschaftliche und foziale Bedeutung der neuen Bauordnung, an deren Bustande lommen nun schon seit 22 Jahren gearbeitet werde. Die Verfammlung babe belanntlich teine entscheidende Stimme, ebenso f Jahr wenig, wie ver Magiftrat, vielmehr sei ihr der Entwurf nur ur Renntnißnahme mitgetheilt und wenn später aus der Bürger chaft noch Kundgebungen zur neuen Bauordnung beliebt wer Den sollten, so müßten fich dieselben an die Adresse des Ministers Berathu des Innern refp. Des Oberpräsidenten wenden. Der StadtIe a verordneten Versammlung ftebe nur eine gutachtliche Aeußerung u, deren Werth um so größer sein würde, mit je größerer Bweifellos jei, daß Cinftimmigkeit fie abgegeben werde. bie alte Bauordnung verbesserungsbedürftig sei, aber der neue Entwurf sei vom sanitären Gefichtspunkt ein zu bealer zu nennen, der in dieser Form nicht durchführbar fet. Der Ausschuß sei zu dieser Ueberzeugung gelommen, ohne den Vorwurf befürchten zu müffen, daß er auf die fanitären Gefichtspunkte nicht genügend Rüdficht nehmen wolle. Die Stadt Berlin babe in den legten Dezennien für die sanitäre Wohlfahrt ihrer Einwohner so viel gethan, daß fte gegen einen folchen Vorwurf von vornherein gewappnet ist Der Ausschuß habe gefunden, daß die Bestimmungen des Entwurfs in den 8materi 1, 2, 3, und 37, melche von der Bestimmung der zu lässigen Bebauung der Grundstücke, der Höhe der Gebäude 2c. handeln, weit über das Biel hinausschießen und zweifellos zur Folge haben würden, daß die Miethen gesteigert, die Wohnun gen verkleinert werden würden und daß man den Hausbewohnern dasjenige, was man ihnen äußerlich an Licht und O auf enge bereits ntraft not. D eftern ingepri 8 ber Bertlärun täre of 00 Ma Iten. r an uf 80 000 баба Dont hnelligke Luft wieder zuführen will, an Luft und Ausdehnung ihrer Wohnungen nehmen würde. Eine weitere Folge würde der Ueber gang zum System sehr großer Häuser, d. h. zu dem Miethstasernensystem sein. Der Ausschuß sei der Ansicht, daß man mit einer solchen Bauordnung nicht willkürlich in das Privateigenthum eingreifen dürfe und daß zu Scharfe sanitäre Bestimmungen leicht in das gerade Gegentheil umschlagen tönnten. Der Ausschuß habe es deshalb als seine Aufgabe betrachtet, auf Grund rationeller Bestimmungen zu tiner auch in fanitärer Beziehung ausreichenden Bauordnung u gelangen und von diesem Gefichtspunkte aus habe er seine te fich bänderungsvorschläge gema at. polte Der En rthen 96 Interef Der Sel fchlagen umered tereffent Die viel Tollen und Sie müff Rebensb ft überal ers gefaßt Mann; n wenbe Zobenbur in Davi Sie fin rben m Für mid illinge bi eine arm n auch m will i felbe äftigen ratur Dant e dte fle Panterfall Dr" fight Schilling vir fönne bradi inten; Deutend Bfund he Summi Sie fbery wenn EN Rorreferent Stadtv. Heyden fügt seinerseits im Allgemeinen das Bebauern hinzu, daß der Entwurf nicht der Deputation für öffentliche Gesundheitspflege zur Begutachtung vorgelegt worden jet. Stadtv. Karsten hält es für bedauerlich, daß der Entwurf, ebe er in der vorliegenden Form emanirt worden, nicht Dorber der Berathung und gutachtlichen Aeußerung der Inter effenten übergeben worden sei. Das hätte man bei den von Der neuen Bauordnung intendirten bedeutenden Beschränkungen doch mindestens erwarten können. Er halte es für sehr bedent damit einverstanden sind, noch heute mit Ihnen einen Rontralt und noch heute treten Sie Ihre Stellung an." Wieder ergriff er die Hand des Doktors und diesmal batte er wirklich Thränen in den Augen. Ach, wie wird sich meine Mutter freuen, wenn fie bas hört!... Nun tann fie fich pflegen, und dann wird he balb wieder bei Kräften sein... Sie sind ein allzu liebevoller Herr... Mein Lebelang will ich's Ihnen dan len, und Sie follen sehen, daß ich dankbar bin. Fleißig will ich sein und treu will ich Ihnen dienen, so lange Sie meiner bedürfen." Natürlich erhalten Sie hier in der Anstalt Wohnung und freie Station. Sie werden fich also von den Ihrigen trennen müssen." " D, bie Trennung wird mir nicht schwer werden. Weiß ich doch, daß meine Mutter wohnen bleiben tann in lich, durch eine rein polizeiliche Berordnung so tief einzugreifen| in bas private Eigentbum, wie es durch den Entwurf gefchiebt Man tönnte so ft fragen, wozu die Verfaffung, wozu die Be ftimmungen des Allgemeinen Landrechis im Titel VIII über das Eigenthum vorhanden find, wenn nicht durch das Gefeß, sondern durch eine einfache Polizeiordnung die tiefften Eingriffe in die Eigenthumsverhältnisse voll werden können. Die Behörden, welche solche zogen Eingriffe machen wollen, haben nach seiner Meinung die Ver pflichtung, forgfältig zu prüfen, ob dieselben für das allgemeine Wohl nothwendig feien. Der neue Entwurf charakterifire fich als theilweise Konfistation des Eigenthums, als eine Expros priation für alle Diejenigen, welche schon Grundstücke in der Stadt befizen Redner weist die Richtigkeit dieser Behauptung speziell an cen Bestimmungen über die Hofräume, die Höhe und die Ausnahmebestimmungen nach Wenn die Bauordnung zur Ausführung gelangte, würde die Folge sein, daß ein großer Theil derjenigen Bevölkerung, welche ihrer Vermögenslage nach auf geringe Mietben angewiesen find, aus der Stadt hinausgetrieben wird. Das set ein sehr erheblicher sozialer Fehler, Denn es sei für eine Kommune von großer Wichtigkeit, daß Arm und Reich bunt durcheinander wohnen, denn sonst würden fich die Gegenfäße nur noch verschärfen. Alles in Allem be düife die neue Bauordnung noch einer weit sorgfältigeren Durcharbeitung, damit sie nicht zum Schaden der Stadt und deren Einwohner emanist werde und man habe auch ernstlich darauf hinzuwirken, daß der Polizei nicht eine so große disfretionäre Gewalt übertragen wird, wie dieselbe in dem Entwurfe beansprucht wird.( Beifall.) Stadto. Singer: Er könne dem Vorredner nur darin zustimmen, daß es ein großer Fehler wäre, wenn man die Ausnahmen lediglich in das Belieben der Boltzet stellen wollte. Dazu müffe eine andere Instanz vorhanden sein. Eine Bau ordnung müffe den Zwed haben, die sanitären Verhältnisse der Stadt möglichst zu schüßen und Verhältnisse zu verhindern, welche sanität schädlich witten tönnten. Er von seinem Standpuntt bedauere nicht, daß die Stadtverordneten- Versammlung nicht ein entscheidendes Wort in dieser Angelegenheit zu Sprechen habe, denn nach ihrer Zusammenfeßung würde fie Richter in eigener Sache sein.( Unruhe.) Nach seiner Ueber zeugung seien die Klagen über die Eingriffe der Bauordnung in das Eigenthum in dem Maße nicht begründet. In einer Stadt tann fich nicht alles nach dem Grundbefize richten, vielmehr stehe über dem Grundbefige noch das Ganze und die Rücksicht auf das allgemeine Wohl. Unter der alten Bau ordnung haben sich vielfach ganz unerträgliche Verhältnisse entwidelt, wie alle Diejenigen bestätigen werden, die in der Armen Verwaltung zu thun haben. Daß eine Wendung in dieser Beziehung angestrebt wird, sei durchaus dankbar anzuerkennen. Gegen die vom Ausschuß vorgeschlagenen Aenderungen im Tit. III., welcher von den Räumen handelt, die zum dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmt find, habe er große Bedenken, denn hier streben die Aenderunaen nicht danach in technischer Beziehung das richtige Maß zu finden, sondern fte gehen darauf hinaus, die sanitären Ver befferungen, welche der Entwurf beswede, vielfach wieder illuso. risch zu machen. Der Geift, in welchem der Entwurf erlassen ist, set maßgebend und der vorgelegte Entwurf entspreche der Humanität mehr, als die Arbeit des Ausschusses, die damit lein verdienfiliches Werk vollbracht habe. Schließlich theile er auch nicht die sozialen Befürchtungen des Vorrebners und glaube nicht, daß die ärmere Bevölkerung aus der Stadt hinausgetrieben werden würde. Die Miethen hängen nicht mehr von dem Belieben der Wirthe ab, träte aber eine Steigerung der Miethen ein, dann würden diejenigen, welche eben eine Wohnung nicht entbehren tönnen, fich auf einer anderen Seite Eriaß für die höhere Miethe zu schaffen haben. Ge wiß müffe man von einer Bauordnung verlangen, daß sie nicht fleinlich und chifanös sei, wenn es sich aber darum handle, im Intereffe der Gesundheit den Grundbesitzern Beschränkungen aufzuerlegen, so sei dies Bestreben stets seiner Sympathie ficher, und er hoffe, daß so schreckliche Bustände, wie sie jetzt noch viel fach existiren, für die Folge unmöglich werden. Stadto. Dr. Schult: Die Behauptung, daß Berlins fanitäre Verhältnisse so vorzügliche sind, daß man dieselben nicht noch durch rigorose Bestimmungen einer neuen Bauordnung zu verbessern brauche, tönne er nicht abne Weiteres afzeptiren. Redner meist durch eine statistische Darstellung der Mortalität von 12 Städten nach dem 10 jährigen Durchschnitt nach, daß Berlin in dieser Beziehung erst die drittlegte Stellung einnimmt. Ebenso ungünstig stehe Berlin andein Städten in Bezug auf die Dichtigkeit seiner Bevölkerung gegenüber. Er bedauere aber lebhaft, das so tief eingreifende Dinge lediglich auf dem Wege der Verordnung und nicht durch ein zu wünschendes allgemeines Baugeset dringend regelt werden sollen. Außer dem Wunsche nach einem solchen allgemeinen Baugeset verlange er auch insbesondere, solchen allgemeinen Baugeses verlange er auch insbesondere, Daß eine solche Bauordnung in daß eine solche Bauordnung in Uebereinstimmung ges ge zu lesen, die über diesen und jenen Patienten dort eingetragen waren. Mit jedem Tage ward das Intereffe größer, das er an Miß Elly nahm. Dft faß er da, stundenlang in Ge banken versunken, Alles überlegend, was er bis dahin in Erfahrung gebracht, und die Mittel erwägend, welche ihm noch zu Gebote standen, um seinen Smed zu erreichen. Solche Ueberlegungen endeten faft jedesmal mit der troft lofen Ueberzeugung:„ Gefferson hat recht; es ist Alles vergebens!" " Auch heute es war feit Naydor's Engagement saß er da, den Kopf vielleicht eine Woche verstrichen auf sein Pult gestütt, all' die verschiedenen Nachrichten auf sein Pult gefügt, all' die verschiedenen Nachrichten und Entdeckungen zusammenhaltend, vergleichend und daraus Schlüffe ziehend. Es wuß Klarheit in die Sache gebracht werden," zu dem Resultat tomme. Ich gebe trotz aller schlimmen Anzeichen nicht auf, daß ich ihr dennoch ein Retter werben fann." bem ihr fo lieb gewordenen Häuschen, und daß fie den dachte er. Es muß einen Weg geben, auf dem ich doch Gie Garten nicht zu verlaffen braucht, den sie so sorgfältig ge pflegt hat, da will ich's gern ertragen, wenn ich fie Monate lang nicht sehen kann." Eine so lange Trennung wird nicht nöthig sein," fagte Friz. Wenn Sie wollen, tönnen Sie einen Sonn tag um den andern die Ihrigen in Weftinn besuchen. Wenn Montag Nachmittag zurück sein, und dazu gebe ich Ihnen alle vierzehn Tage gern Urlaub." am Sonntag von hier fortfahren, so können Sie am Das Frühstüd war inzwischen beendet. Friz begab fich mit feinem neu engagirten Sekretär in die Registratur. Es bedurfte bei seiner Umsicht und bei der Renntniß, um fich von Allem zu informiren, und schon am ersten " Da lag das Register vor ihm aufgeschlagen. Da ftand geschrieben, welche Effekten sie mit in die Anstalt gebracht: Kleidungsstücke, Wäsche ohne Namen, nur ein Taschentuch mit den Anfangsbuchstaben A. D. und einer Grafentrone, bas mittlere Stüd einer zweimal durchriffenen Karte, auf dem Stück die Buchstaben ,, drew." Das sollte das Erkennungszeichen sein, wodurch sich die Eltern des vor dreizehn Jahren am neunzehnten D tober in die Anstalt gelieferten Rindes legitimiren sollten. welche er bereits von den Angelegenheiten hatte, nicht viel, Reklamirt sollte das Rind werden durch Garrid, der es in er in Naydor einen einfichtsvollen, geschickten und fleißigen fiftenten habe. bracht wird mit unserer Berfaffung und ihrer Bestimmung über die Unverleglichkeit des Eigenthums. Keiner Verordnung dürfe es gestattet sein, von dieser Verfassung Stücke abzubrödeln, und gerade der Abgeordnete Singer, der fich gelegentlich seines bekanntes Antrags über die Gefährlichkeit eines solchen Bes ginnens der Abbrödelung überzeugt haben sollte, müßte in dieser Beziehung die Verfaffung fräftigst mit vertheidigen. St.. V. Heyden erklärt dem Borredner, daß seine Behaup tungen in Bezug auf den 10 jährigen Durchschnitt nicht maß gebend sein können, sondern nur die Jahre nach Einführung Der Kanalisation. Im Uebrigen stehe die Welt unter dem Gefühl, daß in der Stavt der Intelligenz die gesündesten Jungen geboren werden.( Heiterkeit.) St. V. Dopp pro teftitt gegen die Behauptung des St.-W. Singer, das bei der Ausschußberathung das spezielle Interesse der Grundbefizer zum Ausdruck gebracht worden sei. Die Vorschläge des Aud Schuffes seten durchaus vorsichtige und zwedentsprechende, und andererseits scheine ihm doch, als ob in sanitärer Beziehung mitunter ein allzu großer Sport getrieben werde. Es könne nicht Aufgabe einer solchen Bauordnung sein, die humanitären und volkswirthschaftlichen Intereffen in einen gewissen Erzeß zu treiben, sondern man müffe auch practische Rücksichten gelten laffen.( Beifall.) Der Referent Stadtv. Wied protestirt auch seinerseits gegen die Annahme des Stadtv. Singer, daß die Interessen Des Grundbefizes allzusehr in den Ausschußberathungen berüd fichtigt worden seien; im Gegentheil babe fich der Ausschuß gefagt, daß der Grundbestz Beschränkungen erleiden müsse. Es wird hierauf in die Spezialdiskussion eingetreten und nach Ablehnung mehrerer Spezialvorschläge des Stadtverordneten Esmann, welchem anbeim gegeben wird, dieselben dem Magiftrat zur Erwägung zu übergeben, genehmigt die Ver fammlung die§§ 1-36 unverändert in der vom Ausschuffe vorgeschlagenen Fassung. Längere Debatte erregt der im§ 37 vom Ausschusse ge machte Borschlag, auch die Gefindestuben neben den Bade stuben und Bedürfnißanstalten zu den vorübergehend" zum Aufenthalt von Menschen benutten Räumlichkeiten au rechnen.- Stadtverordneter Spinola beantragt, diese Gefindestube an diesem Drte zu streichen. Es habe doch etwas Deprimirendes, wenn man sehe, daß der Aufenthaltsort für das Gesinde hier gewissermaßen auf eine Stufe mit der Badestube und dem Kloset gestellt wird. Er halte das für gänzlich unzulässig und wünsche, daß die Bauordnung gerabe auch die jetzt vielfach den erbärmlichsten Löchern gleichenden Gefinderäume in Bukunft zur Unmöglichkeit machen möge. Die beiden Referenten Stadtv. Wied und Heyden erklären fich auch von ihrem Standpunkte aus für die Annahme des An trages Spinola. Der§ 37 set der einzige Punkt, wo es im Ausschußse theilweise zu sehr erregten Debatten gelommen sei, denn hier handele es fich einfach um die Frage, ob der Bers liner Hängeboden", für dessen Nothwendigkeit im Ausschuffe manche Stimme laut geworden, in Butanft noch als existenzberechtigt anerkannt werden solle. Bom Standpunkte der Re ferenten aus liege fein Grund vor, diese Eristenzberechtigung zu bejahen, Stadtv. Dr. Stiyd verweist darauf daß, wenn man den Hängeboden streiche, für viele kleinere Familien die Unmöglichkeit fich ergebe, überhaupt noch Gesinde halten tönnen. ชน Der Ausschuß habe diesen Vorschlag in im§ 37 gerade der Die Abficht gemacht, Zustände ber Gefinderäume gegen den jezigen Bu stand wesentlich zu verbessern. Nachdem noch die Stadtv. Singer, Dr. Jrmer und Spinola für den Antrag des Lepteren gefprochen, beschließt die Versammlung, in diesem Sinne die Gefinderäume als ,, dauernd benußte Räume" zu betrachten, so daß in Butunft der Hängeboden vers schwinden muß Die übrigen Paragraphen werden mit unwesentlichen Abänderungen nach den Vorschlägen des Ausschusses ange nommen. Schließlich genehmigt die Versammlung noch folgende Anträge des Stadto. Wied: 1) Der Magistrat wird ersucht, darauf ginzuwirken, daß die allgemeinen Grundsäge für die Prüfung von Projekten der in§ 38 aufgeführten Kategorien von Gebäuden seitens des Polizeipräftidiums von Beit zu Zeit veröffentlicht werden. 2) Der Magistrat wird ersucht, seinen Einfluß dahin geltend zu machen, daß die Bestimmungen der neuen Bauordnung auf die städtisch be bauten Theile der Vororte, in so weit die letteren mit bes bauten Berliner Straßen unmittelbar zusammenhängen, Anwendung finden." Die Berathung schließt ab mit der Annahme des folgenden, vom Ausschusse vorgeschlagenen Antrages: Den Magiftrat zu ersuchen, prinsipal ter dahin zu wirken, daß die von Der Versammlung beschloffenen Aenderungen in dem von dem Königl. Polizei- Präsidium vorgelegten Entwurf einer neuen Baupolizeiordnung mit zur Geltung tommen, tualiter dahin bemüht zu sein, daß zunächst eine Enquete even Welches Gewicht durfte er auf diese Worte legen? Hatte Garrick diese Worte nicht blos gefprochen, um seine Elsbeth, die er noch am Leben wähnte, zu beruhigen? Das Lettere mußte der Fall sein. Garrick hatte die Un wahrheit gefagt. Er hatte doch ein Kind ermordet, denn er war von den Affisen zu Inverneß des Kindesmordes überführt und beswegen verurtheilt worden. Woher hat er nun bas Rind genommen, das er in die Anstalt gebracht? Wenn ich nur wüßte," dachte Friß, an dessen Geiste alle diese Momente vorübergingen, ob das ermordete und das in die Anstalt gebrachte Kind nicht dasselbe ist. Der Mord kann fingirt sein, um etwaige Nachforschungen irre zu leiten. Er kann das Geständniß des Mordes im Wahnsinn gemacht haben, wie er mir einmal sagte, er habe das Kind lebendig begraben... Es ist klar, ich ers halte den rechten Aufschluß nur in Davistown. Ich muß nach Davistown und muß wiffen, ob Lord Davis ein Kind bei Seite gebracht. Wenn das geschehen, unter welchen Umständen? Db das Kind des Lord ermordet ist, oder ob man es noch am Leben vermuthet.... Ich muß das Alles erfahren, und dann werde ich wissen, ob ich mit diesem Kinde Ely in Verbindung bringen darf." Es war vielleicht schon zum zwanzigften Male, baß er den Jahrgang der Krantenregister aus dem Repofitorium herausholte, in welchem die bei Elly's Aufnahme gemachten Notizen standen. Es war heute gerade dreizehn Jahre, daß fie hergebracht war, denn heute schrieb man ben neunzehnten Ottober. Tage gewann Doktor Rodenburg bie Ueberzeugung, daß Bekenntnisse gemacht. Anfangs war Friß zu dem Glauben der Anstalt ermordet, ihn mußte also Frig bei seinen Nach Seinen Entschluß aber, nach Davistown zu reifen, mußte er für einige Tage aufgeben, damit der neue Schreiber fich erft hinlänglich einarbeite. Bierzigstes Rapitel. Jeden Tag, nachdem die Krankenvifite beendet war, Anstalt gebracht hätte. in Er war auf die Vermuthung gebracht, daß entweder bas ermordete Rind, oder das in die Anstalt gebrachte Rind ihm von Lord Davis übergeben sei. Nach Aeuße rungen von Naydor's Mutter mußte das ihm von Lord Davis übergebene Rind das ermordete sein. Nun aber batte Garrid in einem Moment, wo ein Lichtstrahl seine wh habe keinen Mord begangen. Sagen Sie Elsbrachte Fritz einige Stunden im Bureau zu, kontrolirte Bernunft erhellte, ihm versichert: tigte er fich damit, die Register zu studiren und die Notizen beth, ich habe nie einen Mord begangen." Rapoor's Arbeiten, gab ihm neue auf, und dann beschäf Der Förster Garrid aus dem Walde von Glenmoristan, der war vor einem Jahre in Nach Aussagen dieses Garrid und des anonymen Baters," las Friß für sich in den Notizen zeigt bas Rind Spuren von Blödsinn. Welcher Frevel! Elly Spuren von Blödsinn! Es ist eine Sändlichkeit ohne gleichen!.. Wie tann ein Vater eines solchen Verbrechens fähig sein.. Garrid, von ihm will ich nichts sagen, es war eine rohe Natur." ( Fortseßung folgt.) Rommission, bestehend aus Mitgliedern ber fönigl. Alabemie| bes Bauwesens, des Reichsgesundheitsamts, des tönigl. Polizei präfidiums, des Magiftrats und des biefigen Architektenvereins niedergesezt werde zur Prüfung und Vorberathung einer neuen Baupolizeiordnung für Berlin. Schluß 8 Uhr. Am Magistratstische Stadtbaurath Blantenstein, Stadträthe Voigt und Borchardt Gerichts- Zeitung. " Beuge warum denn die Forderung gegen Michaelis zuerst die Be bingung bis zur Abfuhr" erhielt, antwortete Dehlte, daß das Auftreten deffelben ihn am meiften verlegt hatte. Julius Wolff: Ich habe am 18. Januar an dem betr. Kommers auf eine Einladung des Vorsitzenden des Vereins deutsche Studenten" Herr v. Schwerin Theil genommen. Ich habe den Berein und seine Zendenzen vorher nicht gelannt, namentlich nicht etwaige antisemitische Tendenzen. Ich habe auf jenem Kommers eine Ansprache gehalten, die halb Trinkspruch, halb Lied war, und auf dem ganzen Kommers ist aut nicht die geringste po litische oder antisemitische Tendenz zum Durchbruch gekommen. Bald hernach erhielt ich von dem mir gänzlich unbekannten Herrn Dehlte einen Brief, mit der Bitte um eine Erklärung darüber, wieso ich an dem von einem antisemitischen Verein veranstalteten Remmers Theil nehmen konnte. Ich habe da rauf geschrieben, daß ich mich um die studentischen Streitig teiten nicht fümmere und im Uebrigen jede„ Erklärung" ab lehnen müffe. Dann hat mich Herr Dehlte besucht und am Schluffe unserer Unterredung habe ich ihm gesagt: Ich kann feinem Menschen das Recht einräum n, über mein Thun als Privatmann eine Erklärung zu fordern, aber auch ohne E Nr. flärung" werden Sie aus unserer Unterhaltung wohl ent einige welche Gesinnung ich habe. Ar brücken bis jetzt Telegra Mensch Sie lichen U nach au Gegend geräth eifern n fammte findet f fich m zu ford leben if aber, be Don taum ft Rub, n Bettung wieder fönnen, nehmen tönnen auch Ihren Freunden gelegentlich mit theilen, daß ich nicht antisemitischen Zendenzen bul dige. Als ich von der Behauptung des Herrn Dehlle hörte, babe ich ihm geschrieben, daß dieselbe mindestens ein sehr starter Frithum sei, denn eine Ermächtigung im Sinne feiner Erklärung habe ich ihm nicht ertheilt. Als ich vernahm, daß diese Differenzen einen ernsten Ausgang nehmen sollten, babe ich versucht, die Sache beizulegen, indem ich schriftlich die Erklärung abgab, daß Herr Dehlte wahrscheinlich bona fide gehandelt habe. Auf Vorhalten des Angeklagten Deblle ber durchaus bei seinen Behauptungen bleivt, erklärt Beuge Wolff, daß er fich des Wortlautes der Unterredung nicht mehr erinnern fönne, daß er Herrn Dehlte aber feineswegs dazu er mächtigt habe, in seinem Namen öffentlich eine solche Erkl rung abzugeben. Andererseits fann er aber auch nicht be haupten, daß seine Ermächtigung ,, nur" für die Freunde lau tete. Beuge giebt schließlich zu, daß der Angeklagte von Bedlig vor der entscheidenden Ausschußfizung bei ihm geweſen sei und sich über den ganzen Sachverhalt orientirt habe. Die weitere Beweisaufnahme hat den 3wed, festzustellen, welche Tragweite das vom Angell. Dehlte abgegebene Ehren wort gehabt und in dieser Beziehung stimmen die Studenten Lieder, Schulze und v. Schwerin darin in der Auffaffung übe ein, daß das Ehrenwort fich auch auf diese Behauptung erstred habe. Herr Wolff habe ihn ermächtigt zu erklären, daß er bem Rommers nicht gelommen wäre, wenn er die antisemitis Tendenz des betreffenden Vereins gekannt hätte. Guthmann als Sekundant in dem Michaelis'schen Duell b hauptet, daß vor dem Beginn desselben Versöhnungsversu gemacht seien, auf welche Michaelis nur mit der Bemerkung geantwortet habe: Sch fühle mich nicht beleidigt." Nach dem ersten Kugelwechsel set Michaelis zur Versöhnung geneigt g wesen, nicht aber sein Gegner. wesen, nicht aber sein Gegner. Damit ist die Beweisau nahme erschöpft. Das Urtheil lautete, nachdem die Geschwore nen ihren Wahrspruch abgegeben, auf Freisprechung des An geklagten Michaelis und v. Beblig. Der Angeklagte Debite dagegen wurde zu 4 Jahren Festungshaft verurtheilt; einen von dem Vertheidiger des Dehlte gestellten Antrag den Le teren gegen Stellung einer Kaution von 9000 M. auf freiem Fuße zu belaffen, lehnte der Gerichtshof ab. Stu an den Maffen beiter b Riffo Leben e an die er Abfd emporzu Unglüd und Ki Breuß lehnte die Herausforderung ab, dagegen nahmen Michaelis, v. Beblis und Holzapfel die herausforderung an. Der Sweikampf zwischen Michaelis und Dehlte fand am Mon tag, den 15. Dezember v. J. im Grunewald in den üblichen Formen statt. Die Distans wurde auf 15 Schritt dergestalt hergestellt, daß der Unparteiische, stud. Lieder, 15 Sprung schritte abmaß, und innerhalb berselben einen Zwischenraum von 5 Schritten( Barriere) ausftedte, bis zu welchem jeder der Paufanten gleichmäßig 5 Schritte avanziren konnte. Ein von dem Unparteiischen und den Sefundanten gemachter und nach dem ersten erfolglosen Kugelwechsel erneuerter Versöhnungsversuch blieb refultatios. versuch blieb resultatlos. Beide Gegner schoffen, ohne zu avanziren, vom Platz. Beim zweiten Schuß durchbohrte die Rugel Dehlte's das rechte Schienbein des Michaelis und schlug von ba in das Fleisch des linten Unterschenkels, wo fie stecken blieb. Der Kampf mußte abgebrochen werden. Der verwun bete Michaelis wurde später in das Augusta- Hospital überführt. führt. Am Vormittag des 5. Januar cr. follte das Duell mit v. Beblis und Holzapfel auf einem Plage im Grunewald hinter Westend stattfinden. Die Forderungen gegen Beide wurden von Dehlte vor Beginn des Duell auf zweimaligen Rugelwechsel ermäßigt. Buerft tam der Bweifampf zwischen v. Bedlig und Dehlte zur Ausführung. Der vor jedem Kugel wechsel von den Sekundanten und dem Unpartelischen gemachte Ausgleichsversuch scheiterte, da v. Bedlig erklärte: er könne Das was er gesagt, nicht revoziren. Die Gegner gaben zweimal thre Schüsse nach den vereinbarten Kampfregeln auf fünfzehn Sprungschritte Distanz ab, ohne au treffen. treffen. Darauf traten stud. math. Solzapfel und Debite auf die Mensur. Auch hier blieben die Aussöhnungsversuche ohne Erfolg, da Holzapfel nicht revoziren wollte. Doch fühlte fich Dehlte auf Bureden seines Sekundanten, stut. med. Lieder, bewogen, seine Forderung nochmals auf einmaligen Kugelwechsel zu ermäßigen. Die Beschränkung wurde dem Unparteiischen, stud. med. Stelger, mitgetheilt und von der Gegenpartei angenommen. Die Schüffe sollten auf 15 Schritte Enifernung abgegeben werden, während der Unparteiische von 1-3 zählte. Die Studiosen Walther und Lieder sekundirten. Dehlte schoß, als der Unparteiische 2 gezählt hatte, noch ehe Dehlte schoß, als der Unparteiische 2 gezählt hatte, noch ehe Holzapfel zum Schuß tam. Seine Kugel traf den Lezteren wischen der 9. und 10. Rippe der rechten Bruft, durchbohrte Leber, Milz und Zwergfell und blieb zwischen Haut und Rippenwand der linken Seite steden. Der Betroffene brach zusammen, ver lor noch zwei Minuten die Befinnung und hauchte nach etwa einer Viertelstunde sein Leben aus. Dehlte stellte sich selbst der Polizei und wurde in gerichtliche Haft genommen, in welcher er tros der von seinen Freunden aufgebrachten Kaution bis zum heutigen Tage geblieben ist. So endete die traurige Affaire, die zu so vielen öffentlichen Diskussionen über das Hineintragen der Politik in die Kreise der Studentenschaft und über das Duell- Unwesen Veranlassung gegeben hat. Bei dem vollen Geständniß der Betheiligten ist das Beweismaterial ein fehr knappes. Als Beugen fungiren stud med. Lieder, stud. phil. Schulze und Schriftsteller Julius Wolff, der Dichter des Rattenfänger von Hameln", als medizinische Sachverständige Als Beweis Die Geh. Räthe Liman und Wolff. material find ferner 3 Briefe des Dehle an Julius Wolff und 3 Briefe des Letteren an Dehlte zur Stelle. Die Sachdarstellung der Angeklagten stimmt mit der vor ftehenden Schilderung durchaus überein. Dehlte giebt noch an, daß er die Forderung gegen Holzapfel bereits auf zweimaligen und auf dem Kampfplate selbst auf einmaligen Kugelwechsel ermäßigt hatte. Als Holzapfel zusammengefunken war, fet er selbst abseits getreten; es habe etwa eine halbe Stunte gedauert, bis Holzapfel vom Kampfplage fortgeschafft werden fonnte. Die fünf Herren, welche er gefordert babe, seien als Redner gegen ibn aufgetreten. Was den Verein deutscher Studenten" betrifft, so zeige fich derselbe in seiner ganzen ThäStudenten" betrifft, so zeige fich derselbe in seiner ganzen Thätigkeit als ein antisemitischer Verein, während die Freie wissen schaftliche Vereinigung", deren Vorstzender er seiner Beit ge wesen, im Gegensaz dazu die Pflege der Wissenschaft als Hauptzwed habe und auch jüdische Studenten unter feinen Mitgliedern zählte. Bei der Unterredung, die er Ende Januar mit dem Dichter Julius Wolff gehabt, habe dieser am Schluß erklärt: Sie werden ja wohl aus der Unterredung ersehen haben, was meine Gefinnung ist. Wenn in der Stu dentenschaft wirklich das Gerücht verbreitet wurde, daß ich antisemitischen Tendenzen huldige, da dürfen Sie in meinem Namen Einspruch dagegen erheben." Als dann nach einem halben Jahre, im Juni, auf einer Studentenversammlung über ben Kommers vom 18. Januar gesprochen wurde, habe er er flärt: Herr Julius Wolff wäre nicht zu jenem Kommers gegangen, wenn er gewußt hätte, daß der Verein, der ihn ein Präs: Hat Ihnen geladen, ein antisemitischer gewesen." Angell.: Dem Denn Herr Julius Wolff so etwas gesagt? Angell.: Dem Wortlaute nach vielleicht nicht, aber dem Sinne nach ganz ficher. Präs. War es nicht etwas unvorsichtig von Ihnen, nach so langer Beit so etwas mit Ihrem Ehrenwort zu beträf tigen? tigen?- Angel.: Ich war meiner Sache gewiß. Ich habe gegen jeden Versuch der Jnnung, eine Spaltung unter der auch diese erste Aeußerung des Herrn Wolff nicht mit meinem Ehrenwort beträftigt, sondern die Schluß- Ermächtigung deffelben. einzig wahren Bertreter der Berliner Gesellenschaft. Sie e Präs.: Sie wissen, daß Herr Wolff auch diese Ermächtigung lärt sich mit den Forderungen des Bereins einverstanden und bestreitet.- Angefl.: Ich bin in diesem Punkte absolut nicht verspricht, mit allen ihr zu Gebote stehenden geseglichen Mitteln zweifelhaft. Präs. Sie verlangen also, daß man Ihnen für dieselben einzutreten und verpflichtet sich, soweit es bisher mehr Glauben Aber auch nicht weniger, als demselben.- Präs.: Meinen Sie nicht, daß es etwas gewagt ist, nach 6 Monaten sein Ehrenwort auf Worte abzugeben, die man nicht ganz genau Die Duell- Affaire Dehlte- Holzapfel, welche nicht nur wegen ihres tieftraurigen Ausganges, sondern auch wegen der sonstigen dabei zu Tage getretenen Momente ein so allgemeines, schmerzliches Aufsehen erregte, gelangte gestern vor dem Schwurgericht hiesigen Landgerichts II zur Berhandlung und hatte eine wahre Völkerwanderung nach dem Kriminalgerichtsgebäude veranlaßt. Schon seit Wochen war Die Kanzlei mit Gesuchen um Einlaßtarten bestürmt worden, und obgleich die Mehrzahl derselben abgewiesen werden mußte, war der große Schwurgerichtssaal, in welchem die Verhandlung stattfand, doch in allen seinen Theilen dicht gefüllt. Bahlreiche Bertreter studentischer Kreise, aber auch Richter, Profefforen, Staatsanwälte und viele Damen bildeten das Auditorium zu Diesem Schlußaft eines blutigen Dramas, welches für ein junges Menschenleben so verhängnißvoll werden sollte. Den Borfit des Schwurgerichtshofes führt Landgerichtsrath Humbert, die öffentliche Anklage vertritt erster Staats anwalt Dr. Wachler, als Vertheidiger find die Rechtsanwälte Mundel, Dr. Sello und Kaul zu Stelle. Die Antlage richtet sich gegen: 1) den aus der Untersuchungshaft vorge führten cand. phil. Alfred Waldemar Dehlte, geboren 19. No vember 1862 zu Schlobitten; 2) den cand. med. Alfred Egon Viktor Michaelis, geboren 25. Juni 1861 zu Sallmow, Kreis Regenwalde; 3) den stud. jur. Gottfried Heinrich Frbr. v. Bedlig, geboren 20. August 1863 zu Tief- Hartmannsdorf, Reg. Bezirk Liegnit sämmtlich noch nicht Soldat gewesen und unbestraft. Alle drei haben sich wegen Zweikampfes zu verantworten, gegen Dehlte liegen drei Fälle des Zweikampfes vor, außerdem ein Fall der Herausforderung. Gegen ihn fommt§ 206 St.-G.-B. zur Anwendung, welcher lautet: Wer seinen Gegner im Bweilampf tödtet, wird mit Festungshaft nicht unter zwei Jahren und wenn der Zweikampf ein solcher war, der den Tod Des einen von Beiden herbeiführen sollte, mit Festungshaft nicht unter 3 Jahren bestraft. Das bartlose Geficht Dehlle's ist von einer franthaften Blässe überzogen, der Angeklagte Michaelis bedarf infolge der beim Duell erhaltenen Schußwunde am Fuß der Stüge eines Krückstockes. Alle drei Angeklagte bekennen fich auf die Frage des Präsidenten für schuldig. Nach den Ermittelungen der Anklagebehörde hat fich die traurige Der von der Ratastrophe in folgender Weise entwidelt. hiefigen Universität genehmigte ,, Verein deutscher Studenten" feierte am 18. Januar 1884 einen Kommers, welchem als Ehrengäfte u. A. der Generalfeldmarschall Graf Moltke und der Dichter Julius Wolff beiwohnten. Legterer erhielt nun unter dem 29. Januar 1884 von dem Angeklagten Dehlte ein Schreiben mit der Aufforderung, fich über seinen Besuch an bem Feste jenes Vereins, der in erster Linie der antisemitischen Agitation in der Studentenschaft diene" zu er flären, da derselbe die Deutung zulaffe, daß der Dichter selbst antisemitischen Tendenzen huldige. Herr Wolff ants wortete, daß er eine Erklärung entschieden verweigern müffe, gewährte dann aber dem Dehlte eine Unterredung, an deren Schluß er sich dahin äußerte: Sie werden auch ohne Erklärung gemerkt haben, wie ich denke und können Ihren Freunden sagen, daß ich nicht antisemitischen Tendenzen hul Dige."-Anfangs Juni 1884 fand eine allgemeine Studentenversammlung von Mitgliedern des Studentenvereins Freie wiffenschaftliche Vereinigung" statt, deffen Vorftzender Deblle war. Hier wurde jener Kommers zum Gegenstande von Er örterungen gemacht und der stud. jur. Freiherr v. Bedlig be tonte bei dieser Gelegenheit unter Hinweis auf die Theilnahme Moltle's und Julius Wolff's den nationalen Charakter des Kommerses. Darauf soll Dehlke geäußert haben, er sei von Julius Wolff zu der Erklärung ermächtigt, daß derselbe an jenem Feste nicht Theil genommen haben würde, wenn er die Tendenz des Vereins deutscher Studenten" getannt hätte. Als die Wahrheit dieser Behauptung angezweifelt wurde, soll Dehlte auf sein Ehrenwort verfichert haben, daß er von Seiten des Dichters Julius Wolff beauftragt sei, Protest einzulegen, fobald des Dichters Name zu antisemitischen Zwecken mißbraucht würde." Als Julius Wolff durch Beitungsnotizen hiervon Kenntniß erhielt, schrieb er an den damaligen Vorfizenden des Vereins deutscher Studenten", stud. v. Schwerin, einen Brief, in welchem er ben wahren Inbalt des mit Dehlle geführten Gesprächs flar legte, gleichzeitig machte er auch Dehlte in einem Schreiben vom 14. Juni darauf aufmerksam, daß seine in der Stundenversammlung aufgestellten Bes hauptungen auf einem starken Irrthum beruhten. Dehlte Vereine und Versammlungen. Die des Braut teine Z Doch w wenden welche mir auf Induftr Doricht mäßige Einfluß Wohl n Unglüd halb mi bem M verbring t. An den Vorstand der hiesigen Schmiede- Innung Herrn Obermeister Warnice, war vor einiger Zeit vom Fach verein der Schmiede eine Deputation gesandt worden, um dem felben zur weiteren Veranlaffung die Forderungen des Fach vereins zu unterbreiten, welche wie folgt formulirt find: 1. Abschaffung der Sonntagsarbeit, sowie Bahlung des Lobnes am Sonnabend Abend bis spätestens 6 Uhr. 2. Vollständige Beseitigung der Koft- und Logisarbeit. 3. Verkürzung ber Arbeitszeit an Wochentagen auf täglich 10 Stunden. 4. Bab lung eines Minimallohnes von 18 Mt. pro Woche. 5. Rege lung des Arbeitsnachweises. Herr Obermeister Warnice sprach fich der Deputation gegenüber dahin aus, daß er zwar den gedachten Forderungen sympathisch gegenüberstehe, daß es aber derem als dem Gesellen Ausschusse zu unterbandeln( bie Hauptsache ist und bleibt natürlich der alte Bopf!) und wurde Dieser Erklärung auch in einem vom Jnnungsvorstande an den drue gegeben. Zur Besprechung dieser Angelegenheit und Stellungnahme hierzu fand am Dienstag Abend eine von etwa 500 Schmiedegesellen besuchte, öffentliche Versammlung ftatt fand die Wahl von 5 Kommissionsmitgliedern statt und Wenzel und Hermann. mit 12 tags ha Den Gef Sing gebildet, führt un unfähige anzulege fonderes gelehnt. 70. S1 v. Sch Am Die wird for Die batte Br be miffion nicht üb ten End Fer Bolljäge 0,25 u 0,25 lautend, Rider Robbola Rabago zulaffen, nach de Ref Antrag pligirt, eine bri einem B belafteter geschnitt erfteres Herren Geil, Gärtner, Gelba Eingeleiet wurde die Ve Reßler über das Thema: Wie ist unserem Handwerk aufzus helfen?" indem derselbe die Nothwendigkeit einer starten Dr ganisation und des Anschlusses an den Fachvereis klarlegte. wiffen tann? Haben Sie sich denn die Worte des Herrn Julius sammlung mit einem Vortrage des Regierungsbaumeifter erklärte hierauf in einer weiteren Korrespondenz mit mit Wolff, die Berechtigung zu seiner Aeußerung den oben er Alz wähnten Worten des Dichters entnommen zu haben. au Anfang des Wintersemesters der studentische Ausschuß", zu welchem Dehlte und von Bedlig gehörten, neu gewählt werden sollte, brachte der lettere folgende Interpellation zur Debatte: Darf sich der Ausschuß ein Mitglied gefallen laffen, welches sein Ehrenwort in mindestens unverantwortlich leicht finniger Weise abgegeben hat?" Es entspann sich darüber eine längere Debatte, an welcher u. A. Dehlte, v. Bedlig, Stud. Michaelis und die Studenten Holzapfel, Preuß und Philipp fich betheiligten. Bei dieser Gelegenheit foll Dehlle folgendes zugegeben haben: Er habe in jener Studentenversammlung allerdings den Wortlaut der Wolff'schen Erllä rung nicht mehr genau gewußt, ihn vielmehr mit Hilfe seiner Freunde, denen er denselben turz nach seinem Besuche bet Wolff mitgetheilt, refonstruirt." Hierauf schlug der Angetlagte v. Beblik folgende Resolutionen vor: Der Ausschuß billigt zwar die Anregung der Sache Dehlte dutch Herrn Frei berrn v. Beblig, glaubt aber, daß das Verfahren des Herrn Dehlte nicht ein berartiges war, um weite Schritte zu rechtfertigen." Es Inüpften fich an diese Resolution mehrere Amendements. Stud. math. Holzapfel beantragte folgenden Sat einzufchieben: indem der Ausschuß sich dahin ausspricht, Nein, aber ich babe sie sofort meinen Freunden mitgetheilt. Bräs: Sie wiffen auch, daß ein Theil der Ausschußmitglieder die Auffassung hat, daß Sie Ihr Ehrenwort auch auf die erste angebliche Aeußerung des Herrn Wolff abgegeben haben. Angell.: Das ist entschieden falsch.- Präs.: Und solche Differen zen werden dann mit der Pistole ausgefochten? Angell.: Jch habe nur zu erwidern, daß mein Ehrenwort verdächtigt worden " Die allgemeine deutsche Kranken- und Begräbnik taffe für Wirter, Weber, Spinner, Färber und Arbeiter in verw. Berufszweigen beiderlei Geschlechts( E..) zu Chemnis bielt am Sonntag Vormittag in Keller's Restaurant, Andrea ftraße 21, ihre erste ordentliche Versammlung ab. Nachdem die Präs. Sie haben doch selbst zugegeben, daß Sie Ihrer Versammlung den Bericht über die am 8. März in Chemnit Sache nicht mehr ganz ficher waren, sondern sich die Worte stattgehabte General- Versammlung entgegen genommen hatte war. des Herrn Julius Wolff erst mit Hilfe Ihrer Freunde rekon firuiren mußten. Angell.: Ja.- Staatsanw.: Die wissen schaftliche Vereinigung nimmt Mitglieder ohne Unterschied der wurden die Herren Dstar Thomae, Rüdersdorferstraße 41, H. III, als Vorfigender, Rob. Pezold, Holzmarliftraße 44, b. III, als Kafftrer, und Otto Friedrich, Franz Schuhmann daß Herr Dehlte in der Julius Wolff'schen Sache unvorsichtig Ronfeffion an? Angell.: Ja. Staatsanw.: Sie geben Heinrich Neuhaus als Revisoren gewählt. Bum Schluß wurde Dem gehandelt hat." Freiherr v. Bedlig beantragte, ftalt unvorfichtig" zu fegen: ,, inforreti"; dieser Antrag wurde jedoch mit 9 gegen 4 Stimmen abgelehnt, nachdem Holzapfel hervorge hoben hatte, daß diese Fassung vieldeutig sei und Herrn Dehlte beleidigen könnte. Demnächst wurde die Resolution v. Betlig mit unveränderten Amendement Holzapfel einstimmig angenommen. Deblle hatte schon während der Sigung von den vier Vertretern des Beblig'ichen Unteramendements ihre Karten verlangt, auf Veranlaffung bes Vorsitzenden, Student Schulze, aber davon Abstand genommen. Am folgenden Tage ließ er aber sowohl dem Stus benten Holzapfel, wie auch den gedachten vier Vertretern, den Angeschuldigten von Bedlis, von Michaelis, sowie dem stud. tbeol. Preuß und dem stud. med. Pbilipp eine Herausforde zung zum 3wellampf zugehen.- Dieselbe lautete gegen auch zu, baß bie betr. Resolution einstimmig gefaßt wurde? Angeli.: Ja. gefunden, als Holzapfel zusammengefunten war, ihm ein Wort Der Versöhnung zu sagen, oder ihm die Hand zu drücken, wie dies Usus ist? bies Usus ist? Angeki: Es ist mir nicht bekannt, daß dies Usus ist. Die beiden übrigen Angeklagten weichen in threr Darstellung von der Entwidelung des ganzen Ehrenbandels und den Vorgängen in den betr. Versammlungen mehrfach von Dehlte ab, bleiben aber Beide dabei, daß Dehlte sein Ehren vorher beim Borsteher und in den Bablftellen zu haben. über Staatsanw.: Haben Sie sich nicht veranlagt fonntag) in Bus' Salon, Große Frankfurterstraße 87, jum Besten der Kaffe ein großes Vokal und Instrumental- Konzert und nachher Tanz- Kränzchen stattfindet. Billets a 30 Bf. find Der Fachberein der Rohrleger hielt am Sonntag, ben 15. März, feine Versammlung bei Wolf und Krüger, Staliger ftraße 126, ab. Dafelbst sprach Herr Gürtlermeister Kreuz i wort auf die Behauptung abgegeben habe: Herr Julius Wolff fißende gab die Erklärung ab, daß der Anschluß des Fach habe erklärt, daß er zu dem Kommers nicht gegangen wäre, wenn er die antisemitische Tendenz desselben gekannt hätte. Ebenso erklären Beide, daß Holzapfel in den Differenzen den milderen Stand punkt Dehlte gegenüber vertreten habe und namentlich erklärt Herr v. Bedliß, daß er Alles, was inffeinen Kräften gelegen, geverhindern. Der Angell. Michaelis hat an der erlittenen Ver legung 50 Tage im Augufta- Hospital zugebracht. Die Wunde ist noch nicht ganz zugeheilt und es wird bei ihm eine Lähmung Michaelis auf Rugelwechsel aus gezogenen Pistolen bei than habe, um das Duell zwischen Holzapfel und Dehlte zu regelmäßige Delegirtenversammlung, dafür findet am Donnerflag follen. Spricht b idon in Blenum Abg am Eing Spezialf ften die Der Spola vereins an die Bentralisation festgesetzt fel. Sonntag, ben 22. März, findet eine Herrenparthie nach dem Bolitechnikum in Charlottenburg statt. Treff: Brandenburg. Thor, Nachm. 1 br Die öffentliche Generalversammlung der Schloffer welche diese Woche stattfinden sollte, fällt aus, ebenso die nächste den 26. d. Mts., Abend3 81% Uhr, in Kellers Lotal, Andrea ftraße 21, eine öffentliche Generalversammlung statt.( Belannt machung nächste Woche.) Die Bahlstellen zum General Unter Dieffenbachftr. 11, v. III. 3. Klint, Fürbringerfir. 28, 4. Köderig, Bülowftr. 38. 5. Armerding, Karlftr. 17, 6. IV. 8. Kluge, Muladftr. 22, v. I. 9. Wilhelm, Wilhelmftr. 6. Marks, Grenaftr. 10, v. IV. 7. Krüger, Weinstraße 8. IV. 10. Schmidt, Gr. Frankfurterstr. 44. Berlin SW., Beuthstraße 2. 81 Da Michaelis die schwerere der großen Bebe zurückbleiben. Angell. v. Bedlig protestitte stüßungsfonds find: 1. Birch, Breslauerstr. 13. 2. Alter 15 Schritt Barrière bis zum Erfolg", gegen die übrigen auf dreimaligen Kugelwechsel aus gezogenen Pistolen bei 15 Schritt Distanz mit Bielen während des Bählens des Unpartetischen von 1-5 resp. von 1-3." Forderung bis zum Erfolge" als unfommentmäßig ablehnte, so wurde dieselbe auch gegen ihn von Debite auf dreimaligen Stugelwechfel unter Aufrechterhaltung der übrigen Bedingungen ermäßigt. Die Forderung gegen Student Pbilipp wurde, nachdem Dieser Erklärungen abgegeben hatte, von Dehlte zurüdgezogen, Berantwortlicher Redakteur St. dagegen, daß Dehlke den Verein deutscher Studenten" als einen antisemitischen bezeichnet habe. Der Verein habe aller dings die Pflege des nationalen Bewußtseins zum Zwed und nehme teine Juden auf, wie es auch Vereinigungen gebe, die teine Chriften aufnehmen. Auf die Frage des Präsidenten, Cronyeim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Stevan eine Bellage 94 beit gera getragen anbelt bölzer entbehre nalen hügen. Bleiftift Biebt es Fabrit). Beltma Defterre Die B Arbeiter gola( 2 gramm Bebernb Ferner toerbe b Die Be daß das Beuge Commers Deutscher abe den lich nicht Commers ied war, gfte po Tommen. fannten flärung Verein Sabe da Streitig ang" ab und am ich tann Chun als me E " ohl ent Sie mit en bul Debite ens ein = Sinne pernahm follten chriftlic ona fide Debite Beuge cht mehr Dazu er Erila zicht be nde law gte von gewesen abe. Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 66. Politische Uebersicht. Donnerstag, den 19. März 1885. betriebene Fournierschneiderei. Gerade diese Gegend Deutschlands trifft der neue Tarif ohnehin sehr schwer. Hier könnte man wenigftens, ohne dem Prinzip etwas zu vergeben, eine Schädigung verhindern. In Lübeck werden 200 Waggons amerikanischer Edelhölzer verarbeitet und nachher exportirt, hauptsächlich nach Schweden und Rußland. Troß der Zölle Dort hat man bis jest fonkurrenzfähig bleiben können. Noch eigenthümlicher steht die Sache mit Bruyèreholz( Ericawurzel), das bei uns nicht zu haben, sondern aus Südfrankreich, Italien und Spanien tommt. Einer jungen Industrie, welche 600 Ar beiter beschäftigt( in Nürnberg) und welche die Bruyèrepfeifen exportirt, würde der sechsfache Boll sehr schaden, da ohnehin schon die französische und österreichische Konkurrenz entgegen steht und Desterreich dieses Holz zoffret einführen läßt. Es werden eingeführt 700 000 Kilogramm, der Boll beträgt iegt 1800 M. Wir verlangen hier den Schuß einer nationalen Arbeit gegen Ihre unberechtigten Eingriffe. 1. Bayerischer Ministerialrath Ganghofer: Die Bollerböbung fann in der That auf den Preis der Industrieprodukte nicht einwirken, wenn man die toloffalen Preisschwankungen . B. des Mahgonis oder des amerikanischen Nußbaumholzes bedenkt. Wenn die bayrische Bleistifts oder Kunstmöbel- Indu strie auch nur im mindesten durch die Bollerhöhung geschädigt würde, so würde die bayrische Regierung ganz bestimmt gegen eine solche sein. Arvetterrifiko. ,, In der Grube ,, Campbausen" bei Saar brücken find 217 Bergleute durch schlagende Wetter verunglückt; bis jetzt find nur 17 gerettet." Diese Nachricht theilt uns der Telegraph in vorstehender lafonischer Kürze mit. 3weihundert Menschenleben find also höchst wahrscheinlich vernichtet. Kaum einige Wochen find verflossen, seit die Kunde von einem ähnlichen Unglück fich verbreitete und leider wird aller Voraussicht nach auch dieses nicht das lepte fein. Wenn in irgend einer Gegend des deutschen Reiches ein Mensch ermordet wird, so geräth Alles in Aufregung; Polizei und Staatsanwalt wett eifern mit einander, um den Verbrecher aufzuspüren, die ge fammte Breffe bringt spaltenlange Artikel und nicht selten findet sich ein Voltsvertreter veranlaßt, im Hinblick auf die fich mehrenden Verbrechen" mehr Bolizei und härtere Strafen zu fordern. Diese Erregung ist begreiflich; ein Menschen leben ist nicht wieder zu erfeßen. Unbegreiflich erscheint uns aber, daß man über solche Massen Verunglüdungen Don Arbeitern so schnell zur Tagesordnung übergeht; laum find einige Tage verflossen, so herrscht über allen Wipfeln Rub, nur selten finden wir dann noch in den Spalten einer Beitung eine Besprechung des Unglücksfalles. Alles bewegt fich wieder im alten Geleise, bis ein neuer gräßlicher Unglücksfall Und doch zeigen gerade diese an den vorigen erinnert. Und doch zeigen gerade diese Maffenunglücksfälle mehr wie alles andere, wie sehr der Arbeiter des Schußes bedarf; sein Risiko ist viel größer wie das Rifilo der Grubengesellschaft; täglich, stündlich sett er sein Leben ein. Früh sehen Gattin und Kinder den Vater gesund an die Arbeit geben, mit einem herzlichen ,, Glückauf" nimmt er Abschied von seinen Lieben, um nie wieder ans Tageslicht emporzufteigen. Wer mag den Jammer ermessen, den dieses Unglüd heraufbeschworen hat? Händeringend rufen Mütter Händeringend rufen Mütter und Rinder nach dem Vater; gebrochenen Herzens steht die Braut an dem weiten Grab des Geliebten; aber fein Flehen, leine Thränen find im Stande, die Todten zu erweden.-Doch wenden wir uns ab von diesem grenzenlosen Jammer, wenden wir uns an die Lebenden und namentlich an diejenigen, welche ftets Schutz für die Industrie" fordern. Diese fordern wir auf, zunächst mehr Schuß für die Arbeiter" zu erwirken, die des Schußes ersichtlich mehr bedürfen als die ,, nothleidende Industrie". Und nicht nur die neuesten und sichersten Schuß vorrichtungen find nöthig, sondern auch der Schutz gegen über mäßige Anstrengung, gegen Arbeitslosigkeit und gegen den Einfluß der Unternehmer auf die Gesinnung des Arbeiters. Wohl wiffen wir, daß selbst bei den besten Schußvorrichtungen Unglüdsfälle nicht ganz ausbleiben werden, aber gerade des balb muß es ganz besonders Aufgabe der Gesetzgebung sein, bem Mann der Arbeit, der tief unter der Erde seine Tage verbringen muß, sein Dasein nach Möglichkeit zu erleichtern. uftellen, Ehren tudenten ng über gerftred er emitif Stu Duell b Sperfu mertung Zach dem ceipt ge weisauf schwore Des An Debite ; einen en Lep f freiem nnung m Fach um dems es Fach rt find: Lobnes ftändige ang ber 4. Bab 5. Rege te Sprach war ben es aber and An In( bie Dwurde e an ben ell Aus eit und on etwa g ftatt proteftit ter ber für den Sie e Den und Mitteln 3 bisher b diesem Gelba tt und e Ve meifter taufau ten Dr legte. räbniß Irbeiter Shemnit Indread Dem die Shemnis n batte cafe 41, afe 44a abmann, wurde ( Balm 37, sum Konsert Bf. find 2. ag, ben 5taliger er Vor Put über Fach ag, ben conitum n. 111br loffer e nächfle merflag Parlamentarisches. Die Börsen steuer Rommmission des Reichstags hat gestern die zweite Lesung der Vorlage beendet und mit 12 gegen 6 Stimmen angenommen. Ein Antrag des Abg. den Gesegentwurf mit verschiedenen Abänderungen im Ganzen Singer: Aus dem Ertrage dieser Steuer wird ein Fonds gebildet, der den Namen ,, Arbeiter Invalidenfonds führt und welcher bis zum Erlaß eines die Versorgung erwerbs unfähiger Arbeiter regelnden Gesezes anzusammeln und zinsbar anzulegen ist; die Verwaltung dieses Fonds wird durch be fonderes Gesetz geregelt" wurde mit großer Mehrheit ab gelehnt. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 70. Sizung vom 18. März, Nachmittags 1 Uhr. Am Tische des Bundesrathes von Boetticher, 3. Scholz, Lucius, v. Burchard u. A. Die zweite Berathung der Bolltarifnovelle( Holzzölle) wird fortgelegt. Die Pofition 13a im Tarif von 1879, wie die Novelle, hatte Brennholz, Holakoblen u. f. w. zollfrei gelaffen, die Kommiffion will auch Schleifholz, Holz zur Bellulosefabrikation, nicht über 1 Meter lang und nicht über 18 Ctm. am schwächeten Ende start, zollfrei zulaffen. | II. Jahrgang: hatte, daß ein namhafter Theil unserer Ackerbau betreibenden Bevöl erung denselben herbeisehnte und die gefeßgebenden Faktoren mit Anträgen beftürmte, ist dies bei dem Holzzoll nur in ganz fleinem Grade der Fall. Redner weift nach, daß die meisten Petitionen für Holzzöllen nicht von Holzindustriellen ausgingen. Das Resultat der jegigen Vorlage, soweit fich Dieses übersehen läßt, ist eine wesentliche Steigerung des Jm ports aus Desterreich- Ungarn, eine Steigerung der Preise von 5-10 pCt. und die Aussicht, daß, wenn die neuen Bufuhren auch aus Rußland, Schweden und Amerika angelangt, der Holzmarkt derartig überfahren, daß auch, ob Sie die Bölle annehmen oder ablehnen, die Holzpreise im Sommer wieder fallen werden. Der Vorwurf, daß der Holzhandel aus Mangel an Patriotismus lieber im Auslande taufe als im Inlande, ist ebenso hinfällig als lächerlich; Niemand sucht daß in der Ferne, was er in der Nähe haben kann. Wenn Sie dann noch bedenken, welche Schwierigkeiten die Anlage industrieller Unternehmungen in fremden Landen bringen, das Risiko, das damit verknüpft ist, so werden Sie mir beipflichten, wenn ich sage, wir gehen nur dann nach auswärts, wenn wir das, was wir zu unserem Handel und zu unferen Sägen benöthigen, nicht im Inlande in genügender Quantität und Qualität erhalten. Quantität und Qualität erhalten. Hierzu kommt noch, daß und der bayerische Staat ein volles Jahr Kredit giebt, während wir im Auslande alles baar bezahlen müffen. Ich für meinen Theil gebe gern die Versicherung, daß ich keinen Spahn mehr im Auslande laufen will, wenn mir die Forstverwaltung meinen vollen Bedarf im Inlande zum laufenden Preise über weist. Bum Schluß gestatten Sie mir noch einige Worte über das Verhältniß unserer deutschen Staaten als Holzproduzenten und Ronsumenten. Während die meisten die größten Holz produzenten find, konsumiren Sie auch als Befißer der Eisen bahnen und einer Maffe öffentlicher Gebäulichkeiten ein großes Holzquantum, auch der Bedarf an Brennholz ist für ver fchiedene Staatsverwaltungen ein bedeutender. Nun sollte es boch nahe liegen, daß diese Staaten ihren Bedarf aus erster Hand aus eigenem Befiz decken, dies ist jedoch nicht der Fall. Herr Ober- Landforstmeister Donner behauptet, daß die Buche, welche wir in großem Ueberfluffe haben und am schwersten vers werthbar ist, ein sehr geeignetes Material für Eisenbahnschwellen und auch für Bauzwecke sei. Nun, warum zieht der preußische Staat nicht daraus die Schlußfolgerung und verwendet dieses Holz für seine Eisenbahnen und Hochbauten, statt daß er Schwellen aus dem Auslande bezieht? Unsere bayerische Forstverwaltung tlagt Dor Allem über ungenüge Biennholzpreise und Mangel an Absatz. Nun weiß ich aus guter Quelle, daß das königl. baierische Finanzminifterium die übrigen Reffortminister ersuchte, zur Heizung ihrer Bureaus das Holz aus dem ärarischen Holshofe zu ent nehmen; doch soll er mit dieser Offerte schlecht weggekommen sein, insbesondere habe fie der Justizminister mit der Mos tivirung abgelehnt, daß er beim Eintauf von privatem beffer wegkomme. Wo bleibt da der Patriotismus, den man und Holzhändlern abspricht. Abg. v. Stauffenberg: Bisher hatte man die Roh stoffe, die unsere Industrie vom Auslande zur Verarbeitung bezieht, möglichst zollfrei gelaffen; iegt geht man davon aus, daß Bölle für alle Importartikel nöthig seien; und während früher der, welcher einen Boll verlangte, dessen Nothwendigkeit beweisen mußte, wird umgekehrt jegt auf alle Dinge ein Boll gelegt, wenn nicht bewiesen werden kann, daß er schädlich ist. hr so oft emphatisch vorgebrachtes Argument, der Schuß des deutschen Waldes, tommt bei diesen ausländischen, für unsere Industrie aber unentbehrlichen Hölzern garnicht in Betracht. In den beiden Konkurrensländern Frankreich und Desterreich hütet man sich wohl, der Kunstmöbelindustrie das Rohmaterial Au vertheuern. Namentlich die Münchener Kunstmöbelindustrie, welche sich um das ganze deutsche Kunstgewerbe das höchfte Verdienst erworben bat, und welche bereits notorisch in der Technik die Pariser Industrie übertroffen hat, würde durch die höheren Bölle fonkurrenzunfähig werden. Gerade im Intereffe des Schutzes der nationalen Industrie bitte ich Sie, die An träge Kroeber und Grillenberger anzunehmen.( Beifall links.) Staatssekretär v. Burchard: Wenn durch die Boll erhöhung irgend eine Industrie geschädigt würde, so hätte die Regierung ihre Vorschläge nicht gemacht. Der Werth des Robholzes spielt aber bei der Bleistift- und Kunstmöbel- Induftrie eine ganz untergeordnete Rolle; noch viel untergeordneter ist also die Bollerhöhung, welche z. B. bei Mahagoni nur ein Drittel des Werthes des Robbolzes betragen soll. Nicht um 1 Prozent, sondern höchstens um ein Hunderistel Prozent wü: den Die Produkte jener Industrien durch den Zoll vertheuert werden fönnen. Ich bitte Sie, im Interesse der Uebersichtlichkeit und Einfachheit des Bolltarifs, deffen Handhabung durch die Feftfegung so vieler Ausnahmen für die Bollbeamten fast unmöglich würde, die Anträge Kroeber Grillenberger abzulehnen und ben Regierungsvorschlag anzunehmen. in Abg. Grillenberger: Die Bleistiftfabrikation arbeitet für den Export, hauptsächlich nach Amerika; die Bertheuerung der Hölzer durch den Boll würde ein sehr erhebliches Hindernis für den Export werden. Von einem Schußzoll für einheimische Hölzer kann aber hier keine Rede sein; denn feines derselben ist im Stande, das Bedernholz zu ersetzen. Versuche mit Lindenholz haben fein günstiges Resultat ergeben; es läßt fich nicht so gut spigen und ist höchstens für Bimmerbleistifte zu verwenden. In Nürnberg und Umgegend find ber Bleistiftfabrikation vielleicht gegen 10 000 Ar beiter, Drechsler und beandere Kleinhandwerker schäftigt. Wie reimt fich bie Schädigung ihrer Löhne in Folge der Bollerhöhung mit den Nebensarten vom Schuß der nationalen Arbeit, der kleinen handwerker und Lohnarbeiter? Es war für mich bemerkenswerth, daß es gerade ein bayerischer Ministerialrath war, der hier diese Bollerhöhung vertreten hat. Die Nürnberger Arbeiter werden ihm nicht dafür dankbar sein, wenn eine abermalige Verminderung der Arbeitslöhne eintritt. Der französische Bleistiftfabrikant hat feinen Boll auf das Holz zu zahlen und obenein noch billigere Fracht; auch in Desterreich geht es zollfrei ein. Da könnten unsere Fabrikanten die Konkurrenz nicht bestehen. Als die selben ihre Fabriken sich einrichteten, glaubten sie unter denfelben Berhältnissen, wie Frankreich, arbeiten zu können, und Ferner beantragt Grillenberger, festhaltend an den Bolljäßen von 1879, Bebern roh zu 0,10 Mr., geschnitten zu 0,25 M., Bruyères( Erica) Holz geschnitten zollfrei, eventuell 0,25 Mt. für 100 Kilogramm zuzulaffen. Und fast gleich lautend, nur die Zahl der Höljer erweiternd, beantragen jegt wird diese junge Industrie zerstört. Für die ReichsRobholz von Buchsbaum, Bruyère, Bedern, Kokos, Ebenholz, Rabagoni u 0,10 M. oder 1 Festmeter zu 0,60 Mt. au zulaffen, während die Zollfäße in der Novelle 0,30 bis 2 it, och den Kommissionsvorschlägen 0,20 bis 1,50 Mr. betragen Heferent v. Gölez spricht für die Vorlage. Durch den Antrag Grillenberger würde der Bolltarif außerordentlich kompligirt, indem er für eine besondere Holzart zwei neue und für eine dritte Holzart auch eine neue Position schaffen, und es einem Bollbeamten faum mehr möglich sein würde, einen fo belasteten Bolltarif vollständig zu übersehen. Außerdem entspricht der Bolls von 10 zu 25 Pf. nicht dem Mehrwerth, den geschnittenes Bedernholz gegen rohes hat. Der Bollsas für afteres müßte mindestens 50 Pf. betragen. Ich bitte also, die Blenum abzulehnen Die Einheitlichkeit des Tarifs, wie der Staatssekretair meinte, burch unseren Antrag zerstört wird, ist kein Einwand. Wollen Sie die Einheitlichkeit wahren, dann laffen Sie doch die Hölle fo, wie fe find. Nach allen Bemerkungen, die hier gemacht worden find, muß Jeder, der Billigkeitsgründe walten läßt und nicht unter allen Umständen einen Boll haben will, für unferen Antrag stimmen. Derselbe unterscheidet fich von dem der Abgg. Kröber und Genossen dadurch, daß er sich nicht blos auf Rohholz von Bedern, sondern auch auf geschnittenes Bedern holz, welches in Brettern eingeführt wird, erstreckt. fchon in der Kommiffion abgelehnten Anträge auch hier im Bollsat von 0,10 M., für geschnittenes Holz von Bedern 2c. Sidert: Ein eigenthümlicher Bufall will es, daß Der Vorschlag der Kommiffton, Brennholz ze. portofrei zu lassen, wird einstimmig genehmigt. In der Abftimmig wird ferner für Robbola von Buchsbaum, Bebern, Kotos, Ebenholz und Mahagoni ein ein Boll von 0,25 Mt.( d. h. der bisherige Bollsap) angenommen; Bruyereholz dagegen freigelaffen. Dieser Beschluß erfolgt mit 138 gegen 132 Stimmen. Die bg. ften die Konsequenzen der neuen Wirthschaftspolitit zeigt, diese Mehrheit wird gebildet aus den Freifinnigen, den National am Eingange der Berathung über den Holzzoll, der am traffe Spezialfrage entschieden werden muß, bei welcher die Freunde Der Holzzölle und der Wirthschaftspolitik in einige Verlegen beit gerathen müssen. Alle Ihre mit so vieler Dftentation vor getragenen Theorien werden hier zu Boden geschlagen. Das Hier Bedernholz zunächst ist unentbehrlich für die liberalen, Sozialdemokraten, Volkspartei, Welfen, Bolen, einigen Bentrumsmitgliedern( Windthorst, Pfafferott, Rode, v. Rebler, Borowski, Spahn, Dieden, v. Strombed, Stößel, Rintelen, Graf) und dem fonservativen Abg. Hartmann. Es folgt nunmehr die Position c) Bau- und NußAbg Kröber: Die Erhöhung des Holzzolles ist nichts Neues, auch sie wird nach dem bekannten Rezept des Herrn Reichetanglers immer wiederkehren, bis fich endlich eine will fährige Majorität findet, welche die erhöhten Bölle annimmt. Verdoppelung des Rundholzes und Verbreifachung des Bretter Rundholz den dreifachen, für Bretter den achtfachen Bollsag, bandelt es sich nicht um Schuß des nationalen Waldes, diese Gölzer wachsen nicht bei uns, die Industrie fann fie aber nicht bol entbehren; wohl aber handelt es sich um Schuß einer natio halen Arbeit, indeß nicht Sie, sondern wir wollen diese rbeit Bleistiftfabrikation. In Nürnberg und in der Nähe davon giebt es 25 Bleistiftfabriken( u. A. die bekannte Faber'sche Während man fich vor 2 Jahren noch damit begnügte, eine Fabrit), welche einen bedeutenden Ruf und fich auch auf dem Beltmarkt behauptet haben, obwohl Amerika, Frankreich, olles zu beantragen, verlangt man gleich dieses Mal für Defterreich und Rußland die Bölle auf Bleistifte erhöht haben. Die Bleistift Fabriken in Baiern beschäftigen ca. 6000 ben allerdings die Kommiffion auf das Sechsfache abminderte. ftehender Böle as refamme in Hef einschneidet in das gesammte wirthschaftliche Leben unseres Voltes, als gerade der Holzzoll. Kein Boll ist von der Inbread Betannt Unter Alter 5.4 B. IV. age 81 Fr. 94 Arbeiter und bola( 2 000 000 gramm Bebernholz in verbrauchen das größte Quantum Bedern Tonin" Blöden, 200 000 StiloDiese Brettern). bient zur Ein Kleines Quantum Bigarren Fabritation. Don werbe burch den höheren Soll nach dem Auslande verdrängt. Von allen beantragten neuen Böllen resp. Erhöhung be Baierischer Ministerialrath Ganghofer: Ich kann nicht auf alle Ausführungen des Herrn Borrebners eingehen, da mir das ziffernmäßige Material zur Kontrolle derselben nicht vor legt, ich beschränke mich daher nur auf einige Punkte einzus geben. Es ist nicht richtig, daß unter den baierischen Wald befizern fich das Bedürfniß nach einer Erhöhung des Holz zolles weniger geltend gemacht. Der baierischen Regierung hat, als fte sich mit dieser Frage befaßte, eine große Anzahl von Petitionen vorgelegen, und wenn jene Betenten fich nicht auch an den Reichstag gewendet, so liegt der Grund für diese Erscheinung darin, daß dieselben nicht mehr Ursache zu haben glaubten, weiter zu petitioniren. Ein Recht auf Rente verlangen wir nicht für die Waldwirthschaft. Aber die Holzpreise müffen auf einer gewiffen Höhe erhalten werden, und stellen fich dem Hindernisse in den Weg, so ist die Frage berechtigt, ob dieselben nicht aus dem Wege zu räumen find. Diese Er wägung hat uns dazu geführt, im Intereffe der Waldwirth schaft einen Robholzzoll und im Interesse der nationalen Holz industrie einen erhöhten Boll für Holzfabrikate zu verlangen. Daß die Holzeinfuhr dadurch gänzlich unmöglich gemacht wird, ist nicht zu erwarten. Abg. v. Dw: Dankbar bin ich Herrn Kröber dafür, daß er die Erhöhung der Holzzölle nicht wieder als ein einseitiges Intereffe der Großgrundbefizer bezeichnet hat. Die Unwahr heit dieser Behauptung ergiebt sich ja schon darauß, daß im deutschen Reich sirka die Hälfte des gesammten Waldes in der Hand des Staates oder der Gemeinde fich befindet; speziell in Württemberg find 60 Prozent des gesammten Waldes Staatsoder Gemeindebests; und daß am Gemeindewaldbefit der Kleine Mann mehr an der Rente des Befißes interessirt ist als der Großgrundbefizer, wird wohl keines Beweises bedürfen. Die Vorlage soll bewirken, daß die Rente des Waldes nicht weiter fintt; ihre Hauptbedeutung aber ist, die nationalen Waldprodukte dem deutschen Reiche zu erhalten. Nach Beren Kröber ist die Walbrente überall gestiegen, mein Studium der Frage hat mich zu dem entgegengesezten Resultat geführt; in allen Staaten mit Ausnahme Sachsens ist die Walorente zurückge gangen, speziell beim Brennholz durch die koloffale Konkurrenz der Kohle. Ebenso widerspreche ich der Behauptung, daß Deutsch land nicht im Stande sein sollte, daß jezt vom Auslande bezogene Nutbolz in genügender Quantität und Qualität zu schaffen. Nicht im Interesse des Großgrundbestges, sondern im Interesse des ganzen deutschen Vaterlandes, im Gesammt intereffe aller Deutschen, welche Miteigenthümer des deutschen Waldes find, im Interesse endlich des Schutzes der nationalen Arbeit( Lachen lints; Rufe: Bertheuerung des Rohmaterials!) bitte ich Sie bringend, den Kommissionsbeschlüssen zuzustimmen! ( Beifall rechts.) Die weitere Berathung wird um 5% Uhr bis Don nerstag 11 Uhr vertagt. Abgeordnetenhaus. 44. Sigung vom 18. März, 10 Uhr. Am Ministertische: Maybach, v. Scholz und Kom miffarien. Auf der Tagesordnung steht zunächst ein Antrag des Abg. Letocha: Die Staatsregierung aufzufordern, dem Landtage einen Gesezentwurf vorzulegen, welcher zum Gegen stande hat: 1. Schiffbarmachung auch des oberen Theiles der Doer von der Neiße- Mündung zunächst bis Kosel stromauf wärts, 2. die Herstellung einer leistungsfähigen Wasserstraße, von der Dder bei Fürstenberg ausgehend nach der Oberspree bei Berlin. Dazu liegt ein Unterantrag der Abgeordneten v. Uechtrit und Graf v. Saurma vor: Die Regierung aufzufordern, die nothwendigen Borlagen 1. zur Herstellung einer leiſtungsfähigen Wasserstraße von der Oder bei Fürstenberg ausa hend und 2. zur Berbefferung Der Schifffahrt auch auf dem oberen Theile der Oder von der nach der Oberspree bei Berlin, Berner tommt hier in Betracht die besonders im Nordwesten als dieser Holzzoll. Während der Getreidezoll noch für fich Neiße- Mündung zunächst bis Rosel stromaufwärts, dem Hause zu unterbreiten und die erforderliche Summe in den nächsten Etat einzustellen. Der Antragsteller Abg. Letocha( Bentrum) rechtfertigt diesen Antrag, erklärt indeffen, er habe ich davon überzeugt, daß die Vorlegung eines solchen Gesezentwurfs noch in dieser Session nicht mehr möglich sei, weshalb er diese Worte aus seinem Antrage streiche. Die geographische Lage Schleftens in handelspolitischer Beziehung sei eine höchst un glückliche, es sei eingeteilt zwischen Desterreich und Rußland. Der Absatz nach Rußland sei gleich Null und auch nach Defter reich sei der Absaß nur unbedeutend. Das Hauptabsaggebiet set Berlin. Die Wasserverbindung mit Berlin werde hergestellt burch den bereits von Friedrich dem Großen erbauten Fried rich Wilhelms. Kanal und dieser sei in einem vollständig ver wahrloften Bustande, so daß die Schiffe, welche von Schleften aus nach Berlin wollen, einen Umweg von 105 Kilometern, durch den Finow Kanal und die Havel machen müffen. Er beantrage die Ueberweisung seines Antrages an die Budgettommiffion. Abg. Dr. Natorp( n!.) steht dem Antrage sympathisch gegenüber, erklärt sich aber gegen denselben, weil der Antrag nur einen Theil eines umfassenden Projektes herausgreife, während wiederholt vom Landtage und der Regierung betont worden sei, daß, wenn wir endlich daran gehen sollen, unser preußisches Kanalnes in rationeller Weise auszubauen, der Blan von einem höheren Standpunkte aus entworfen werden müsse, und zwar durch Herstellung eines die Monarchie von Often nach Westen durchschneidenden einheitlichen Kanalneges. Er spreche den dringenden Wunsch aus, daß in der nächsten Legislaturperiode eine dahin gehende Vorlage eingebracht werden möge, um einen billigeren Waffergütertransport zu ermög lichen. . mit be idniger tichtet Grundlage eines großartigen Export- Geschäfts nach allen Bros schickter vinzen. Immer verkauft der Dichter mit der gereimten Waare auch das Recht der Autorschaft, sein Name ist in leere Luft gebaucht, unter den schönsten, wie unter dem schlechtesten Ge bicht liest man den Namen des jeweiligen Bestellers, der fich nicht entblödet, beim Gläserklange Romplimente für seine bisher verborgenen und ungeahnten Talente entgegen zu nehmen, während der befracte Feftredner den auswendig gelernten Toaft des armen, ungenannten Boeten als eigenes Geistes produkt vorträgt. die Ar artige wiffen, feftlicht Rotillo Rauer Gerade tommer Die bet feundl Trauri Mauer wird. S Seit ni und sp N. Frerichs- Episoden. Aus dem Leben dieses berühmten am geftrigen Tage zur ewigen Ruhe bestatteten Arztes werden Die nachfolgenden Episoden mitgetheilt: Fr. war eine ganz eigenartige Natur; ein Ueberbleibsel einer Klaffe Aerzte aus der alten Schule: gründlich, gerad und grob. Nichts war ihm mehr verhaßt, als die ewigen Klagelieder, mit welchen gewisse Kranke den Arzt gewöhnlich zu überschütten pflegen. Mit einem ärgerlichen weiß schon!" schnitt er dem Kranken Sch wahrsch die Rede ab, ohne sich in seinen Untersuchungen fören zu laffen, verschrieb sein Rezept und komplimentirte den Patienten -manchmal durchaus nicht höflich zur Thür hinaus. Dabei besaß er ein seelensgutes Herz und war ein warmer Förderer aufstrebender Talente, von denen mancher seine ein flußreiche Verwendung und seinem- Gelde die Mittel zum Weiter ftudium zu verdanken hatte. Seine Honorare waren durchaus nicht flein, jedoch behandelte er unbemittelte Krante, von denen er fein honorar zu erwarten hatte, mit derselben Sorgfalt, wenn nicht mit noch größerer als bemittelte Kranke, manchmal sogat Jahre lang, wenn es fich namentlich um interessante Fälle handelte. Nicht selten unterſtügte er folche Patienten noch aus giebig mit seinen eigenen Mitteln. Für erwiesene Wohlthaten bewahrte er ein ausgezeichnetes Gedächtniß. Eine Dame, von deren Eltern er während seiner Studienzeit einige Wohlthaten genoffen, besuchte ihn öfters, um ihn zu tonfultiren. So off fte tam sein Sprechzimmer war befanntlich immer gefüllt war sie die Erfte, die vorgelaffen wurde und stets wußte er fe durch stundenlange Unterhaltung aus seiner Studienzeit feffeln. Mahnte fie ihn schüchtern daran, daß im Vorzimmer Leute warten, so fonnte er ordentlich grob werden, ebenso be leidigt war er, als fie es einmal wagte, ihm für umfangreiche ärztliche Behandlung Honorar zu offeriren. Troß seiner Grab heit war er den Studenten einer der beliebtesten Lehrer und alle werden ihm ein liebevolles Gedächtniß bewahren. Jahren mit Unterbrechungen in Berlin lebende Dr. jur. Baron" von Ledersteger. Im Jahre 1872 tauchte hier ein Doktor Lederfteger auf und zwar zuerst als Geschäftsträger der Republik San Marino. Nach einiger Zeit hatte er sämmtliche Orden der Republit, und auch der Freiherrntitel war ihm von ber genannten Republik verliehen worden. Dem Freiherrn Dr. v. Ledersteger öffnete fich in den hiesigen gut fituirten Taufmännischen Kreisen manches Haus, und er verschaffte fich durch diese Beziehungen die Mittel zu einem scheinbar glänzen den, ftandesmäßigen" Auftreten. den, standesmäßigen" Auftreten. Diese Mittel verstegten aber nach wenigen Jahren und gegen Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre trat er als politischer Schriftsteller über Tagesfragen, wie Schußzoll und Freihandel, Tabat- Monopol c. auf und hat hierbei vorübergehend die Aufmerksamkeit politischer Persönlichkeiten und von Publizisten auf fich gesogen, welche aber mit Rücksicht auf den geringwerthigen Inhalt seiner Brochüren von ihm fich bald abwandten. In dieser Beit seßte er für seine politische Bedeutung alle möglichen Hebel der Steflame in Bewegung, und es gelang ihm auch in eine illuftirte, besonders die Damenwelt intereffirende Beitschrift fein Portrait nebst einer Biographie hineinzubringen, in welcher er als einer der hervorragendsten Staatsmänner der Jeztzeit gefeiert wurde, der nur deshalb die Annahme einer hohen amtlichen Stellung in einem Staate abgelehnt hat, weil seine Vermögensverhältnisse ihm die Führung einer unabhängigen Lebensweise gestatten. Da aber die schriftstellerische Thätig feit dem Baron von Ledersteger die zur Existenz nöthigen Mittel nicht verschaffte so eröffnete er einen Handel mit Drden und Titeln. Gewisse Grafen, Doktoren Handel mit Drden und Titeln. Gewisse Grafen, Doktoren und Ronsuln verdanken ihm ihre Titel und die Stellungen, welche fie auf Grund derselben in gewissen Kreisen der Gefellschaft eingenommen haben. Er bewohnte zulegt eine Wohnung in der Dranienstraße 118, aber sehr selten war er in seiner Wohnung zu finden. Vielmehr hielt er sich in einem von ihm in der Leipzigerstraße gemietheten Zimmer auf, welches sein wirkliches geheimes Geschäftsbureau bildete. Dahin bestellte er die Drbenes und Titel- Aspiranten zu vertraulichen Besprechungen und da sch'oß er auch mit diesen die erwähnten zweifelhaften Geschäfte ab. Vor einigen Tagen bewirkte die Wiener Pos lizeibehörde bei dem hiesigen Polizeipräsidium die Verhaftung des Barons von Ledersteger und seine Ueberführung nach Wien, weil das gegen Mirza Haffan Rhan eingeleitete Straf verfahren den dringenden Verdacht ergeben habe, daß Baron von L. als Der Agent des Mirza in Berlin die Don Mirza vertriebenen gefälschten perfischen Orden und Titel abgefezt habe. Vorgestern Nachmittag wurde Ledersteger in seinem geheimen Geschäftsbüreau in der Leipzigerstraße ermittelt und festgenommen und am folgenden Mor gen nach dem Kriminalgericht in Moabit übergeführt. Wahrscheinlich wird seitens des hiesigen Gerichts die Auslieferung des Ledersteger an die Wiener Gerichtsbehörde veranlagt werden. D, ihr armen Talmi- Barone und Grafen, ihr nicht waschechten Doktoren, wie wird euch jest zu Muth sein? Weg mit den Visitenkarten mit Kronen und Wappen darauf, nennt euch wieder einfach wie gewöhnliche Sterbliche: Lehmann, Schulze und Meier mit allen möglichen Modulationen des„ Ei". Wer fann es jetzt noch mit rubigem Gewissen wagen, feinen äußeren Menschen mit dem erotischen Bändchen zu schmücken? Wohl dem Geadelten und Deforirten, der reinen Herzens ist, und sein Dokument darüber aus der Hand eines wirklichen Potentaten empfangen hat. Minister Maybach glaubt, es sei der richtige Weg, wenn der Antrag an die Budgetkommission gewiesen werden würde. Er habe schon früher erklärt, daß die Staatsregierung diesem Projekte sympathisch gegenüberstehe, daß fie aber geglaubt habe, mit einem solchen Projekte nicht einseitig vorgehen zu sollen, sondern nur in Verbindung mit den Kanalisations plänen für die anderen Landestheile. Es werde in der Kom mission auseinandergesezt werden, um welche Gelomittel es fich Dabei handelt, es würden 22 bis 23 Millionen nöthig werden, ohne die Kosten des Umbaues der Schleusen 2c. In der Kommisfion würden auch die Gegenprojekte geprüft und alle einschlägigen Fragen behandelt werden können, und es werde sich auch ergeben, daß die Ausführung des Projektes überaus schwierig set. Die Staatsregierung er fenne die Nothwendigteit der Herstellung von Wafferstraßen an und werde mit ihrer Vorlage an das Haus treten, sobald die Verhältnisse es zu laffen, und er hoffe, daß dies bald geschehen werde.( Beifall.) Abg. Münzer( Bentr.) befürwortet den Antrag Vetocha, erklärt sich indeffen gegen einen Antrag v. Uechtriß, welcher die Regierung auffordern will, die nothwendigen Vorlagen für die im Antrage Letocha aufgestellten Swede ausarbeiten zu laffen und die dafür erforderlichen Summen in den Etat einzustellen. Abg. Goldschmidt( ofr.) hätte gewünscht, daß der Antrag Letocha einstimmige Annahme im Hause gefunden bätte. Er verweist auf den großen Bedarf an schleftschen Kohlen, den Berlin habe, und auf den Bericht der hiesigen Kaufmannschaft, aus dem hervorgehe, daß sich ein immer größerer Theil der auf Rohlenbenugung angewiesenen Industrie von Berlin fortziehe. Redner beruft sich auf andere Länder und deren Aufwendungen für die Herstellung der WafferStraßen, und schließt sich dem Antrage auf Ueberweisung an Die Budgetfommission an. Abg. Dr. Windthorst erachtet die Sache für das gegenwärtige Stadium durch die überaus erfreuliche Erklärung bes Ministers für erschöpft und hofft, daß die Vorlagen im nächsten Jahre erfolgen werden. Abg. v. Uech tris( fons.) rechtfertigt seinen Antrag, welcher sich nur dadurch von dem Antrage Letocha unterscheide, daß er das Projekt der Herstellung einer leistungsfähigen Wafferftraße von der Dder bet Fürstenberg nach der Oberspree bei Berlin als das wichtigere Projett für Schleften vorangestellt babe, während die Verbesserung der Schifffahrt auf dem oberen Theile der Oder in zweiter Linie in's Auge zu faffen sei. Er beantrage Ueberweisung der Anträge an eine besondere Kanals Kommission von 21 Mitgliedern. Abg. v. Schendendorff( nl) befürwortet den Anschluß Niederschleftens an das Ddergebiet und bittet den Minister, auch einem solchen Projekte wohlwollend gegenüberautreten. Abg. Graf v. Saurma( tons.) rechtfertigt den Antrag v. Uechiris, indem er nachweist, daß die Provinz Schleften fich nicht so entwickelt habe, wie fie fich hätte entwideln müssen. Die Disfuifion wird geschlossen und als Mitantragsteller erhält das Schlußwort der Abg. Dr. Meyer( Breslau). Der selbe bittet, den Antrag nicht an eine besondere, sondern an die Budgetkommission zu verweisen, welche mit solchen Anträgen umzugehen verstehe( Heiterkeit) und fich als praktische Widel frau( beiterkeit) erweisen werde. Man tönnte die Kommission vielleicht um 7 Mitglieder verstärken. Der Antrag sei von den Borrednern eingehend begründet, er verlange nichts Neues, er verlange nur das Bestehende vor Verfall zu schüßen. Die Anträge werden darauf an die durch 7 Mitglieder zu verstärkende Budgetlommiffion gewiesen. Deutsche Stimme." Diese erst seit dem 1. Januar d. J. in Berlin erscheinende Beitung, welche es fich zur Aufgabe ge macht hat, ihre Spalten für Artikel aller Parteischattirurgen und Auffäße aller und jeder wissenschaftlichen Richtung einem Jeden zur Verfügung zu stellen, hat laut heutigem Inserat den Abonnementspreis bei wöchentlich einmaligem Erscheinen auf 1 Mark per Vierteljahr reduzirt. Glückauf denn mit diesem Unternehmen, welches, wenn auch vielleicht nicht für das Publi fum, so doch für die Zeitungsredaktionen ein tiefgefühltes Bedürfniß war. Hoffentlich beglücken alle diejenigen Männlein und Fräulein, die fich das Schriftstellern durchaus nicht vers Ineifen können, Herrn Nier, der sie mit offenen Armen aufnimmt, wenn fie prompt und vorher aa blen. Ob es aber der Würde der anständigen Berliner Preffe entspricht, für ein solches Unternehmen Reflame zu machen, das ist eine ganz andere Sache. Was wir bisher von der Deutschen Stimme zu Geficht bekommen haben, war ein Sammelsurium wirklich auserwählten Blödsinns. Doch was thut das, wenn der Re flametönig spricht, haben die Diener eben zu schweigen. Ferdinand Ewald, der ausgewiesene Stadtverordnete d: ffen Familie fich aber in Berlin befindet, eröffnet mit bem heutigen Tage am Weinberge weg 15 b. eine Bigarren- un Tabadshandlung. g. Seitens der Steuer- und Einquartierungsdepu tion des Magiftrats ward jezt der Einwohnerschaft Rennin von der neuen Veranlagung der Gemeinde Einkomme steuer für das Steuerjahr vom 1. April 1885 bis bab 1886 gegeben. Begründete Reklamationen gegen Höhe der erfolgten Einschäßung. Die in einzelnen Fällen gegen die bisherige Veranlagung nicht unbedeutend ist, find innerhalb einer Prätluftofcist von 2 Monaten nach Auslegung der Steuerrolle bei der vorgedachten Steuerdeputation( Abthe lung II) anzubringen. Die Steuerzahlung wird bekanntli durch die angebrachte Reklamation nicht aufgehalten, muß viel mehr mit Vorbehalt der späteren Erstattung des etwa zuviel Bezahlten zu den bestimmten Terminen erfolgen. Mehrere tausend Sozialdemokraten hatten sich a Sonntag im Grunewald zusammengefunden. Der Zweck, dort im Freien eine Versammlung abzuhalten, wurde aber dur die hiervon benachrichtigte Gendarmerie, bie in großer Stärke am Blaze war, vereitelt. Den Vortheil batten die Bocklotale die überfüllt waren. Der Reporter, welcher sich mit de Bolts Btg." diesen Schers erlaubt hat, trug entweder e Bergrößerungsglas oder er hatte wahrscheinlich soviel Bodbier getrunken, daß er Alles sehnfach fah. gewefen. war, bi De Die 22 vor den legte, Dember lebensla welcher und se Jabren bugung worden. N. wintel und Be Arimin eine R nahme Bebörd Verbrec fcheinen wurden Beftim wurden. Br Gutes gegen Gutes eilig 3 nach vo branger ble felbft b befande daß der etmedt Der Bro Geldspi brecher Geldspi Kleider Winter Somme einem E Brandf Sachen g. Bormit Der Act Dadurch hammer παρ δει g Mahite Damen, Den. T Herzen ihnen g Die Abft Falle i einen fchieden zu dem Bermög Treiben etwa 15 N. Die Gräber der Märzgefallenen im Friedrichshain waren am gestrigen 18. März, dem Jahrestage des Berliner Straßentampfes, bei weitem nicht so reich mit Kränzen c bedeckt wie in den Vorjahren. Im Ganzen maren Kränze niedergelegt. Obwohl von den ersten Morgenstunden an zahllose Neugierige nach dem Friedrichshain hinausgepilgert waren, so find doch keinerlei Ruheftörungen zu verzeichnen Auf dem Terrain des Reichstagsgebäudes ist die der ersten Etage emporgeführt worden. Auf der mächtigen Kouliffe der Süstwestecke des Gebäudes bereits bis zur Höhe Baustätte des Erdgeschoffes ragt bereits, der„ Boff. 3tg." Folge, eine der gewaltigen Säulen, welche dem Rifalit vor die richtige Abwägung der Höhenverhältnisse, Ausladungen Material für die Ausführung ist Holz, Stroh und Gips. Fir und der Wirkung der einzelnen Bauglieder und Ornamente wenn man auch an dem betreffenden Hause keine Firmenschilder ragenderen Monumentalbauten ein unentbehrliches Hilfsmittel find solche Koulissenbauten in den letzten Jahren bei beroors und Mufitalienhandlungen, wie in vielbesuchten Bigarrenläden Raczynskische Palais ist in jüngster Beit völlig niedergelegt Das südliche Flügelgebäude des ehemaligen Gelegenheitsdichter in Berlin. Unter den auf Erwerb gerichteten Instituten und Etablissements in Berlin spielen die Fabriken für Gelegenheitsgedichte teine geringe Rolle. Diefelben entsprechen offenbar einem tiefgefühlten Bedürfniß, denn Berlin hat für ernste und heitere Stunden einen großartigen Konsum an Reimereien. Die Geschäfte, in welchen diese hergestellt werden, find nach der ,, Nat. Btg." durch die ganze Stadt vertheilt, zahlreiche Anzeigen von Gelegenbeitsdichtern, die sich entweder offen nennen, oder als namhafte Boeten in der Expedition oder an der Kaffe nachgewiesen werden. Das Berliner Adreßbuch endlich enthält zwölf Gelegenheitsdichter, nach der alphabetischen gesezt werden, zur Hälfte vor der Frontwand empor. geworden. Das worden, so daß auch an dieser Stelle mit der Fundamentirung des Baues vorgegangen werden kann. Der Beginn der Ar beiten wird in den ersten Tagen des Monats April stattfinden, Rechnung macht. Zur Feuerbestattung. Von den Sympathien, welcher fich die Feuerbestattung im Publikum erfreut, liefert die That mehrere Feuerbestattungen erfolgen, während früher ein, aud awei Monate vergingen, ehe eine Verbrennung stattfand. Leider find die Kosten viel zu hohe, um dieses rationelle und in fant tärer Hinsicht in vielen Beziehungen durchaus gebotene Ber Berathung des von dem Abg. Graf Baubissin beantragten sächlichen Unterlage muß fich der Besteller zunächst einem Verhör sache den Beweis, daß ist in Gotha schon in jedem Monat Der nächste Gegenstand der Tagesordnung ist die zweite Gefeßentwurfs, betreffend Ergänzung und Abänderung der Bestimmungen über die Aussonderung des steuerartigen Theiles aus den sogenannten stehenden Gefällen in der Pro vinz Schleswig- Holstein. Der Gesegentwurf wird nach kurzer Distuffton angenommen und darauf die Sigung vertagt. Abg. Dr. Wehr richtet an den Herrn Minister die Anfrage, ob noch in dieser Session eine Vorlage wegen Unterfügung der durch die vorjährigen Ueberschwemaungen in der Weichsel und Nogatniederung geschädigten Personen zu er warten sei oder bereits vorliege. Der Präsident erklärt, daß ihm davon nichts be Tannt sei. Abg. Dr. Wehr: Dann erlaube ich mir hiermit, eine be zügliche Interpellation zu überreichen. betreffend die Busammenlegung von Gründstücken in der Rheinproving und in Hohenzollern. Schluß 2 Uhr. Ordnung rangiren fie zwischen Gelbgießern und Gerbern. Es ift nicht zu leugnen, daß die Mehrzahl der Gedichtfabrikanten ihren Beruf mit Geschic erfüllen. Zur Gewinnung einer that unterwerfen; nach den Hauptpersonen eines Hochzeitsgedichts werden die eingehendsten Recherchen angestellt, die einem Kriminalbeamten Ehre machen würden. Zuerst find die Namen in Erwägung zu ziehen. Heißt der Bräutigam etwa ,, Grün", so giebt dies Veranlaffung, die Hoffnung mit sicherem Griff in Sas Gedicht zu veiflechten; hat die Baut den Vornamen fahren auch weiteren Kreisen zugänglich zu machen. Elisabeth, Katherine oder Marie, so läßt der Dichter mit Hilfe Morgen in aller Frühe auf den Bahnhof, Soologischer Garten" N. Ueber einen Eisenbahnzusammenstoß, der fich gefter des Legilons eine Reihe berühmter Elisabeths Revue pafftren, zugetragen, werden folgende Details gemeldet. Der vom wobei die angesungene Dame natürlich außerordentlich gut Schlesischen Bahnhof auf Station Soologischer Garten ange wegkommt. Als weiteres Füllmaterial benußt der Reimfabris tommene Stadtbahnzug hatte gerade auf dem außerhalb des tant alle aufzutreibenden Bestimmungen über Drt und Beit, Bahnhofs belegenen Rangirgeleise umgesetzt, um nach dem Art und Weise der Verlobung, etwaige Lücken werden mit harmlosen Daten aus dem Vorleben des Bräutigams verklebt. Ift so nach allen Seiten zu dem Gedicht Maß genommen worden, über den Versfuß, d. h. über die Melodie, denn das Schlesischen Bahnhof zurückzufahren, als plöglich der von Wef In mann Wohlt Das Be Dor ber bandelt angefic tag'iche prech fatio bung& p ertannt Ausfüh Bujamn Bersam legenbel Einer sofort beorderten Arbeiter folonne end fällige Stadtbahnzug mit vollem Dampf angefahren tam. folgt die eine Schlußverhandlung faßte die Maschine, obwohl der Maschinenführer Kontredampf gab und der erfterwähnte Bug das Geleiſe fret zu machen ver Nächste Sigung Dennerstag 10. Tages- Ordnung: Gesey, Lied muß sangbar sein, um von der ganzen Hochzeitsgesellsuchte, noch den hintern Wagen und bob denfelben aus dem schaft mit Leichtigkeit gesungen werden zu fönnen. Deshalb Geleise. Durch den troßdem ziemlich heftigen Anprall wurden hat der Dichter mit den gangbarsten Weisen innigfte Fühlung die Baffagiere eines der vordersten Wagen des Charlottenburger und weiß genau, wenn die Hauptnummern der bekanntesten Buges gegeneinander resp. gegen die Wände des Wagens ge Berliner Operetten für Privatzwede reif find, im Uebrigen schleudert, erlitten dabei aber so unerhebliche Rontufionen, daß legt er dem Besteller als Musterbuch eine Volksliedersammlung fte sogar zu Fuß ihren Weg fortseßen resp. an der Weiterfahrt a. Auch in Berlin wird mit Orden geschachert. Bor gesucht ist das unter der Bezeichnung Hochzeits- Kladderadatsch" gelang es nach Verlauf von etwa 2 Stunden das Rangir einigen Tagen wurde in Wien ein perfticher Drdenshändler in den Handel tommende literarische Fritaffee. Die Bubaten find geleise wieder flott zu machen, so daß weiter teine Betrieb werden alte, viel gebrauchte Wige, unvermeidliche Anspielungentheilt, daß das Gerücht von einer Dampflefselexplosion auf annahmen, daß wohl kein einziger unserer Leser nach einem Mischmasch die Boefte nicht selten eben so vergeblich gesucht zurückzuführen zu sein scheint, daß auf dem Lehrter Bahnhof Lokales. Mirza Haffan Khan und ein gewiffer fetitsch wegen betrügerischer Manipulationen mit perflichen Ordensdiplomen ver bunten Bändchen im Knopfloch besonders lüftern ist. Das Geschrei und Gejammer über diesen unerhörten Fall konnten wir ruhig den Rommersien: äthen und Finanzbaronen und den folchen Leuten nachstehenden Beitungen überlassen. Jest wird aber hier aus Berlin eine Verhaftung gemeldet, die mit den Berhaftungen in Wien in Busammenhang zu stehen scheint. voz, aus welcher eine Auswahl bald getroffin ist. Beliebt und wird, wie Hühnerfleisch im Frikaffee, darf nicht Wunder neb men. Ein besonderer Fabrikationsdzweig find Toaste", für theilnehmen konnten. Di ericred Jahren Bromi 1876/8 in dem gierung Banzen Jehr be Die stat Diftrifte eine fel fchäftig Bahl über rung Lertili mille Regi luchu iclei Leitart Die Federn der Lokomotive eines Stadtbahnzuges gebrochen waren und so die Maschine auf dem erwähnten Bahnhof aus Diese giebt es ein Universal- Rezept: nimm ein geflügeltes gefeßt und in die Reparatur- Werkstatt geschafft werden Wort aus Büchmann oder Pharus am Meere des Lebens, vermische es mit einigen leicht zu errathenden hinweisen, schüttelte es mit den Personalien des und das hoch kann ausgebracht werden. Zur Erleichterung Des Publitums behandelt der Dichter seine Kunden auch mußte. Die fürzlich durch die Zeitungen verbreitete Meldung zu Feiernden daß der Mörder Graßnic im Buchthause zu Sonnenburg bem Blödsinn und Marasmus verfallen set, wird der Nat. Btg von Jemand, der bei einem dienstlichen Besuche des Bucht nöthig, aus deffem Inhalt jede gewünschte poetische Form und zu sprechen, als durchaus falsch bezeichnet. Im Gegen gearbeitet wird; diese Art des Betriebes ist übrigens die tbeil befand sich der jugendliche Mörder, der ein äußerst ge ist von der hiesigen Kriminalpolizei festgenommen und gestern brieflich", hierzu ist die Ausfüllung eines Fragebogens hauses zu Sonnenburg Gelegenheit hatte, Graßnid zu sehen Der Staatsanwaltschaft beim Landgericht I. vorgeführt worden. Es ist dies der in weiteren Kreisen bekannte und seit ca. 13 und to gnüger auftelle die K gemüt etwas Boff beit u und th dir P W Ut % 14 tfttt Holzbildhauer ist. stanz wohlauf, und er war eben da» M beschäftigt, die letzte Feile an zwei sehr hübsche Holz- imiitzereigruppen zu legen, welche er mit seiner Hand herge- nchtet hatte.„Bei dieser Geleoenheit mag erwähnt sein, daß Arbeiisemrlchtuni'en der Sonnenbutgcr Anstalt ganz groß« oftige und muster giltige find. U. a. werven wohl nur wenige J'ffen, daß ein großer Theil der Knallbonbons, Attrapen, «ottllonscherze rc., welche zur lustigen Faschingszeit die Ball- Mlichkeiten der Städter verschönern, hinter den düsteren Kauern der Strafanstalt zu Sonnenburg hergerichtet wird. Gerade auf diesem Gebiete hat eS die letztere zu großer Boll- wnmenheit gebracht." Diese letzten Zusätze fügen auch Blätter, die bei gewissen Gelegenheiten mit ihrer enormen Arbeiter- i eundlichte t paradiren, ohne irgend welche Bemerkungen hinzu Traurig genug, daß durch diese Jndustcie„hinter den düstern Kauern" der freie Arbeiter in unendlicher Weise geschädigt wird. Aber daran denken die edlen Manchesterblätter jetzt nicht, wahrscheinlich braucht man den„Bruder Arbeiter" in nächster o«it nicht, man kann daher vorläufig sein wahres Geficht zeiaen, und später hat der Arbeiter, wie das schon so häufig der Fall war. dieses Gedahren wieder glücklich vergessen. .. Der Schlossergeselle Mießner. welcher seine Geliebte, dre 2z jährige unverehelichte Emma Pätzold am 28. Juni v. I. dar dem Hause Rügenerstraße 38 durch Messerstiche derart ver- «tzie. daß ste bald darauf starb, und infolgedessen am 1. Ro» fMibet v. I. zum Tode verurtheilt wurde, ist vom Kaiser zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadrgt worden. Mieß- er, welcher verheirathet ist und zwei Kmder im Alter von neun w>d sechs Jahren befitzt, aber von seiner Ehefrau seit vier Mren getrennt lebte, ist der„Ger.-Ztg." zufolge zur Ver llußung seiner Straft der Strafanstalt Sonnenburg zugeführt worden. N. Razzia. Im„Felsenkeller", jenem berüchtigten Schlupf. Winkel der Beiliner Verbrecherwelt an der Grenze deS R'rdorfer Urd Berliner Weichbildes, ist am gestrigen Tage von Berliner »riminalbeamten mit Unterstützung der Rixdorfer GenSdarmerie toie Razzia abgehalten worden. Es handelte fich um die Fest- uahme eines sehr gefährlichen, schon seit längerer Zeit von der Mörde gesuchten Verbrecher», der jedoch, obwohl man den ■Ucrdrecher vorher hatte das Lokal betreten sehen, beim Er- »«inen der Beamten plötzlich spurlos verschwunden war. Es wurden nur zwei Prostituirte angetroffen, die aber, da nichts gestimmtes gegen ste vorlag, gar nicht erst in Hast genommen wurden. * Brandstiftung und Einbruch. In einer Scheune des Gute» Löhme bei Bernau brach in der Nacht zum 12. d. MtS. «Ken 7,2 Uhr ein Feuer auS, welches die Bewohner des jMrö und des neben der Scheune gelegenen AmtsbureauS •"'fl zu löschen versuchten. Das Feuer war allem Anschein nach vorsätzlich angelegt, und während der Löschungsarbeiten urungen die Brandstifter in das Amtsbureau ein, um das da» lildst bifindliche Geldspind, in welchem fich gerade 1100 Mark "kfanden, zu plündern. Sie hatten jedenfalls angenommen, der Kassenverwalter, durch das Feuer au» dem Schlafe zweckt, in der ersten Bestürzung aus dem Amtsbureau nach Sp, Brandstätte unter Zurücklassung der Schlüssel zu dem ?"dspind eilen würde. In dieser Annahme find die Ver- Zecher aber getäuscht worden. Sie fanden die Schlüssel zum ?"dspind nicht und begnügten fich mit dem Inhalt eines MderspindeS, bestehend aus einem wollenen braun flockigen j?in>er-Ulberzieher mit Sammetkragcn, einem dunklen wollenen gornmer-Uebcrzieher, zwei dunklen Gesellschaftsröckm und Nem braunen, wollenen Jaquet. Man vermuthet, daß die j�erndstifler, welche noch nicht ermittelt find, die gestohlenen °wen nach Berlin gebracht haben. *8 Auf eine bedauerliche Weise verunglückte gestern b-�Utag in der Schwarzkopff'schen Maschinenbau Anstalt in da! �st.aße der daselbst beschäftigte Schmiedegeselle Sturm i.'yd), daß er mit der Hand unter einen thäligen Dampf- m.*Ier Grieth und fich mehrere Finger zermalmte. St. mußte dem LazaruSkrankenhause gebracht weiden. � g. Mit der Verhaftung de« angeblichen Schriftstellers xlahlke find auch die Hoffnungen mehrerer biestger jungen sauren, die Gattin dieses„Schriftstellers" zu werden, geschwun» {Jen. Das einnehmende Aeußere des M. gewann ihm bald die Kerzen der Damen, mit denen er in Verbindung trat. Er gab Men gegenüber an, in der Thiergartenstraße zu wobnen und Absicht zu haben, fich demnächst zu verheirathen. In einem stallt soll er einer jungen, sehr achtbarm Dame zum Präsent »nen Brillantring angeboten haben, was von dieser aber ent» Wieden abgelehnt wurde. Ob M diese Bekanntschaften nur N dem Zweck« anbahnte, um fich hierdurch einen rechtswidrigen Mmögensvortheil zu verschaffen, kann nach dem betrügerischen treiben des M. kaum zweifelhaft sein. Gerickts.Aettuug. _ In der gegen den Rechtsanwalt Cassel. den Kauf» Uu« Kriedr. Roewer und Restaurateur Karl August Jtohltag schwebenden«ntlagesache wegen Vergehens gegen ja» Vereinsgejetz fand gestern die Publikation deS UrtheilS ?ar der 87. Abtheilung des hiefigen Schöffengerichts statt. Es handelt fich, wie wir wiederholen, in ver Anllagesache um eine angestchtz der Stichwahl im 5. Berliner Wahlkreise im Wohl- sasichen Restaurant abgehaltene vertrauliche Be» .Grechun g über die Interna der Wahlagi- ! a t i o n. welche seitens der Polizeibehörde als eine anmel- �"gtpflichtige Versammlung erachtet wurde. Der Gerichtshof »'annle auf Freisprechung der Angeklagten, indem er fich den Abführungen der Vntheidiger dahin anschloß, daß die betr. Zusammenkunft eingeladener Vertrauenspersonen nicht als eine ?"sammlung anzusehen war, in welcher„öffentliche Ange- Einheiten" verbandelt wurden. �"'sebr Äldfe Reuthen uno.................. Kebendaeborene~— «feine und thmere Waare"— gewählter kann man fich in der That nicht ausdrückm. Ausbeutung der Arbeiter durch Fabrikkrankeukasse». Wie in vielen Fabriken„arbeiterfreundlich" verfahren wird, davon g-ben die Verwalter der„badischen Anilin- und Soda- fabrik" in Ludwigshafen ein Beispiel. Der durchschnittliche Tagelohn ist hier, was die Kranlenverficherung anbetrifft, auf 12 biS 14 Mark wöchentlich festgesetzt und die best hende Fa- brikkrankenkaffe zahlt nur das niedrigste zuläsfige Krankengeld, also den halben Tagelohn. Da hiermit die Kranken nicht aus- kommen können, find die Arbetter in großer Zahl fteien Hilfs- lassen beigetreten, die 14 bis 15 Mk Krankengeld in der Woche zahlen. Außerdem müssen die Arbeiter aber nun in den Fabrik- rrankenkaffen bleiben; einen gesetzlichen Zwang kann die Verwaltung der Fabrikkasse natürlich nickt auküben, aber fie hat den nöthigen Einfluß, um faktisch Alles durchzusetzen. Nun lautet aber§ 10 der Fabrikkrankentasse dabin, wenn der Verficherte noch einer anderm Kasse angehört, so kürzt ihm im Erkrankungsfalle die Fabrikkrankeukasse das Krankengeld so wert, daß es nicht über den Durchschnittslohn steigt- Die Folge davon ist, daß in Erkrankungsfällen die Fabrikkrankenkaffe garnichts zahlt, da der zu niedrig bemessene Durchschnittslohn schon als Krankengeld von der eingeschricbe nm HilfSkaffe dezahlt wird. Ein recht nettes Geschäft in der That. Hier hätte das so viel gerühmte Krankenkassen Gesetz weiter leine Wirkung, als daß der Arbeiter entweder— bei Nichteintritt in die Htlfskasse— mit 6—7 Mark Krankengeld pro Woche zufrieden sein muß, oder daß er im anderen Falle — bei Eintritt in die HUfskaffe— in eine Kasse zu zahlen ge» zwungen ist, die ihm niemals etwas wiedergiebt. Das ist der Anfang der„Sozial- Reform." Ueber Lohn- und Arbeitsverhältnisse i« der ober» schlestscheu Etseniudustrte schreibt ein Korrespondent der „Germania":„Es ist ein Bericht in der„Königshülter Ztg." veröffmtlicht worden, der fich gegen gewisse Ansprüche der oderschlefischen Arbeiter richtet und wohl irgend einen Hütten- direktor zum Verfasser hat. Wir bestreiten ihm zunächst, daß die Verdienste in der jetzigen Zeit besser find, als fie vor sechs Jahren waren. Wir geben zu, daß die Löhne fich etwas erhöht haben, jedoch mit Rücksicht auf die jetzige Arbeit istdaS Verdienst in der That um die Hälfte geringer alS früher. Vor sechs Jahren haben 12 Puddelöfen durch 12 Stunden 300 Ztr. Rahschienen gegeben und hat der erste Puddler dazumal an 4 M- auf Schicht verdient. Jetzt, wo der Herr Gewährsmann genannten BlatteS die„hohen" Verdienste öffentlich lobt, müssen 14 Oefen in 12 Stunden 650—700 Ztr. auf Schicht geben, und die ersten Puddler verdienen gleichwohl nur bis 5 M. auf Schicht. Der Referent sagt in seinem Attikel u. A., daß bei einem Puddel» ofen vier Männer arbeiten. Wir können zu jeder Zeil die Beweise liefern, daß von einem Puddelofen bis 50 Zentner in 12 Stunden und zwar von 3 Mann abgeliefert werden müssen, während vor 6 Jahren die 3 Mann auS einem Ofen nur 24 Zentner abzuliefern hatten. Der Referent schreibt noch, daß die Arbeit nr:mals länger dauert, als 12 Stunden. Der Einsender jenes Artikels wird das nicht be- weisen könnm. Von den verschiedensten Hütten könnten wir nachweisen, daß 15. 18, ja 22 Stunden gearbeitet werden muß. Auf manchen Werken wird Abend 8 Uhr angefeuert. Der Mann, der am Ofen stehen muß und der erste und zweite Puddler müssm um 8, bezw. 12 Uhr bereits zur Arbeit kommen und durcharbeiten biS 6 Uhr AbendS. Eine solche Nacht und ein Tag machen die Leute oft für die ganze Woche kraftlos." — Das alle Lied! ES wirh von jedem eingestellten Arbeiter immer mehr produzirt(in obigem Beispiel noch einmal sonel). Der Arbeiter erhält aber deshalb nicht entsprechend mehr, seine Arbeit wird auch nicht abgekürzt» vielmehr fließt der ganze Mehrertl ag nur dem Kapitalisten zu. Arbetterzustände in Belgien. Die Zustände im Kohlen basstn Borinage find geradezu trostlos: die Verarmung nimmt erschreckend zu; bis jetzt find bereits 1 800000 Franks an Löhnen den Arbeitern verloren gegangen. Schaaken von bettelnden Arbeitern, Frauen und Kindern durchziehen die ganze Gegend bis Ath, 7 Meilen vom Kohlenbezirl entfernt. Die Kommunal» behörden von MonS haben einen vollständigen Kordon ringS um die Stadt durch Polrzeiagenten, Feldhüter u. s. w. gezogen und lassen keinen streikenden Arbeiter eintreten. Im ganzen Bezirk folgen Versammlungen auf Versammlungen, in denen der unerbtttliche Kampf gegen das infame Kapital gepredigt wird. Man müsse die Republik ausrufen, denn der König beschütze die deutschen und englischen Kohlen zum Nachtheile der belgischen. Obwohl die Arbeiter nicht daS Brod haben, zahlen fie willig die 10 Centimes Eintrittsgeld. Dazu befördern die zahlreichen kleineren Bier- und Branntwein« auSschank-Besttzer das Treiben und geben den Arbeitern Branntwein auf Kredtt. Dazu allnächtlich Attentate mit Dynamit und Pulver auf AtelterS und Aufseherhäuser, wie gestern in Hornu, WasmeS und Paturag.S, wo de- trächtlicher Schaden angerichtet worden. Die Regierung hat Milftär und GenSdarmerie aufs Neue nach allen bedrohten Punkten gesandt— aber, wann der Streik enden wird, ist nicht abzu>ehen._ Vereine und Versammlungen. Eine sehr zahlreich besuchte Versammlung der Zigarren- und Tadackarbetter, fand am Sonntag, den 15. März, Vormittag 10 Uhr, im Palmensaal, Schönhauser- str. 20 statt. Zu dieser Versammlung hatte fich auch der Herr Reichstagsabgeordnete Meister eingefunden. Herr Butty führte den Vorst?. Herr Dechand plaidirte für eine feste Organisation. Hierauf nahm der Herr Abgeordnete Meister das Wott zu einem längeren Vortrage. Anknüpfend an die Worte des Herrn Dechand, betreffs einer festen Organisation, erkenne er die Nothwendigkett voll und ganz an, daß die Zigarrenarb-iter steh zusammenschließen müssen, aber der vorgeschlagene Weg sei nicht der richtige; nicht Kommissionen seien zu wählen, die diese Fragen in die Hand nehmen sollen, sondern der einzig richtige Weg sei, Mitglieder des Central- Retse-Unter» stützungsoereins für d e ut sch e Taba ckarb eiter zu werden, denn nur dadurch könne die Lage der deutschen Tabackarbeiter gebessert werden, w'nn Mann für Mann fich sagen kann, du bist Mitglied des Vereins und sämmrltche Ver- einSmitglieder stehen dir zur Seite, wenn es nölhig ist. Der Zug der Zeit gehe nach Zentralisation, der vorgeschlagene Weg mtt den Kommijfionen sei aber Dezentralisation und sei hier g!e ch« bedeutend mit Zersplitterung; daS Feuer, daS die Kommissionen entzünden, sei nur ein Strohfeuer, und würde bald verlöschen. Ein Zusammenschließen zu einer kompakten Masse sei nur einem Verein möglich und nur einem Zentralverein könne die Aufgabe zu Theil werden, den StteikS und ihren Ursachen nachzuforschen, die Streitigketten zu schlichten und einen noch» wendig gewordenen Streik thatkrästtg zu unterstützen. Wenn die Statuten deS Vereins nicht derartige» zulassen, so sei eS Aufgabe der nächsten Generalversammlung, dieselben dahin- gehend abzuändern und bitte er, von allen andern Mitteln Ab- stand zu nehmen, da dieselben doch nur Palliativmittel seien. Redner bittet zum Schluß alle Anwesenden, soweit fie noch nicht Mitglieder find, in den Zenttal-Reise Unterstützungsverein einzutreten. In der fich hieran anschließenden DiSkusfion führte zunächst Herr Ritter auS, daß er ebenfalls wünsche, daß Alle in den Verein eintreten möchten, aber er könne die An- Sht des Herrn Meister nicht thellen, daß eS Aufgabe deS ereinS sei, diese Arbeit in seine Hand zu nehmen, denn da- durch sei die Existenz des Vereins im höchsten Grade gefährdet und daS müsse unter allen Umständen vermieden werden; der tReiein könne hier nur im idealen Sinne wirken und wenn dieses auch nicht hoch genug anzuschlagen sei, so müsse den realen Verhältnissen doch unbedingt Rechnung getragen werden und dieses könne nur von freien Kommissionen geschehen. Nachdem Herr Meister noch replizirt und verschiedene andere Redner gesprochm, gelangte eine Resolution des Herrn LaSke zur Abstimmung:„Die heute im„Palmensaal" tagend« Ver- sammlung der Zigarrenarbeiter erklärt sich mit den Ausführungen der Redner einverstanden und unter Beibehaltung der jetzigen Kommisston, für den Reise-Unterstützungsverein nach Kräften zu streben. Nachdem Herr Ritter noch mitgetheilt, daß er so- fort Einzeichnungen für den Verein entgegennehme und Herr Butry noch auf die Streifs in Djlau und Brieg hingewiesen und mitgethellt, wo Unterstützungen für die Streikenden ent- gegen�enommen würden, schloß derselbe die Versammlung um be. Selten hat eine Versammlung besonders in der letzten Zeit in Berlin einen so interessanten Verlauf genommen, als die Volksversammlung, welche am Dienstag, den 17. ds. in„Sanssouci", klottbuserstraße 4a, unter Vorfitz des Herrn Max Kreutz stattfand. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt und auch eine Anzahl„Christlich Soziales" war durch die Tagesordnung bingelockt worden, welche einen Vortrag des Predigers a. D. Herrn G ändert auS Stendal über die„chriftlich-soziale" Bewegung ankündigte. Wenn die Herren gehofft hatten, der Herr Referent werde Wasser auf die Mühle schütten, so find ste bitter enttäuscht worden. Wir müssen uns auS Raumrückfichten, zumal dem Referate eine be- wegte DiSkusfion fich anschloß, an der fich die Herren Reichs« tagsabgeordneten Kayser, Auer und Pfannluch in längeren R-den bethelligten, auf eine gedrängte Inhaltsangabe beschränken: In der christlich-sozialen Partei findet fich weder etwaS wahrhaft christliches noch etwas wahrhaft soziales, so be- gannn der Redner. Die Forderungen dieser Partei für Eozialreform, find, soweit fie mit denen der Arbetter- partei übereinstimmen, allerdings im Stande, zur Verbesserung der Verhättniffe einiges beizutragen, find aber durchaus noch kein wirklicher Sozialismus. Zur heutigen sogenannten Gesellschaft gehören nur wenige Klaffen. Konservativismus und Sozialismus verhalten fich zu einander wie Feuer und Wasser; die Erklärung des Herrn Stock er darüber, was„konservativ� sei, ist offenbar unzutreffend. Die kon- servative Partei verzichtet nicht auf Standesvorrechte. Nur einem solchen Streben dient die christlich-soziale Partei, ganz besonders strebt fie nach der Wiederaufrichtung einer Priester- Herrschaft, was Herr Stöcker freilich den segensreichen Einfluß der Kirche auf daS Volksleben nennt. Mit dem Hinweis auf daS endliche Nahen eines wirklichen VölkerfiühlingS den nur die gemeinsame Arbeit aller Solen auf friedlichem und gesetzlichem Wege herbeiführen könne, schließt Redner in schwungvollen Worten seinen*urcb stürmischen Beifall belohnten Vortrag. Der Schriftstelleller Herr Will« b er g nimmt hierauf die christlich-soziale Bewegung in Schutz; er ruft mit Bismarck:„Nach Kanossa gehen wir nicht", und ladet die Arbeiterpartei ein, fich der chrlstlich-sozralen Bewe- gung anzuschließen. Seine weiteren Ausführungen zeugen von einem weitgehenden Mißverständniß des Referats sowohl als der von ihm vertretenen Bewegung selber. Reichstagsabgeordneter Herr Max Kayser: Nicht der Kopf und nicht das Herz spielen die wichtigste Rolle im Leben, sondern der Magen. „Wer täglich Fleischsuppe und Gemüse auf dem Tisch hat", sagt Georg Büchner,„der hat eS sehr leicht, ehrlich zu bleiben". Wie die Moral, hängt auch die Religion von den ökonomischen Verhältnissen eines Landes ab; die protestantischen Länder find Industriestaaten, die katholischen nicht.— Die Aufforderung des Herrn Willberg daß wir, die Aelteren, aufstehen und unS mtt an den Tisch der Jüngeren setzen sollen, ist schon eine ge- sellschastliche Ungezogenheit.(Heiterkeit.) Es ist ein Zeichen ver Zeit, daß das Elend fich nicht mehr v rsteckt, sondern auf den offenen Markt gebracht und besprochen wird, und die Ar- betterpartei ist es gewesen, die an Staat und Gesellschaft zuerst die Aufforderung gestellt, fich dieses Elends anzunehmen. WaS unS von der christlich-sozialen Partei scheidet, ist nicht das religiös« Moment, sondern die Thatsache, daß diese Partei die Leiden des Volles nur als ein Mit. el betrachtet, um ihre Herrschaft zu fichern. Die Arbetter sollen fich nicht täuschen lassen und fich an ihre alten und erprobten Freunde halten. Wenn die Christlich- Sozialen meinen, die sozialen Reformvorschläge rührten von ihnen her, so sollten fie nicht vergessen, daß fie auf den Eiern brüten, die wir vor zwei Jahrzehnten gelegt; weil ihnen aber die Körperwärme der Begeisterung, der opfermüthtgen Ueber- »eugung fehlt, kann nie etwas herauskommen. Von Arbeiter- schutzgesetzen redet man erst, settdem die Arbeiter eine polttlsche Macht geworden seien. Es folgte als nächster Redner ein weiteres Exemplar der christlich-sozialen Partei, Herr Ernst Müller, ein noch sehr junger Mann, der aber was ihm an Jahren fehlte, reichlich durch einen auffallenden Mangel an Bescheidenheit ersetzte:„Wir(der Herr Müller natürlich dar- unter) haben verhindert, daß die Sozialdemokraten nicht mehr Reden im Reichstage hatten, wie Hasselmann im Jahre 1874." Hieraus wundert fich Herr Müller, daß die Sozial- demokratie in den Stichwahlen deS vorigen Jahres nicht für die Christlich-Sozialen gestimmt habe! Die Versamm- lung aber wundert fich über Herrn Müller und geräth in solche Heiterkeit, daß Herr Müller es vorzieht, die Tribüne iu verlassen.— Reichstagsabgeordneter Herr U u e t; Die Konservativen und ihr Schwanz, die Christiich- Sozialen, wollen eine Beschränkung deS RechtS der freien Meinungsäußeruna, die Liberalen boten die Garantie, daß fie dieses Recht respekttren; das Wort„sozial" im Namen der Stöcker'schen Partei ist nur eine buntbemalte leuchtende Laterne, wie fie vor Wirthshäusern zu treffen find, kommt man aber hinein, dann qualmen einige düstere Lampen; wenn ich also mit einem Worte zwischen Teufel und Beelzebub zu wählen habe, dann ist mir Virchow lieber als der Slöcker.(Bravo.) Man weist immer gern auf„wüste Vorkommnisse" in der sozial- demokiattschen Agitation vor dem Ausnahmegesetz hin; aber was ist da» für ein VortheU, wenn man die Reven eineS Henrich Cremer rc. dafür eingetauscht hat. Ü berdies ist das Gerede von der„wüsten Agitation eitel Flunkerei. Wir wer- den mtt allen Mitteln das HauS, das uns in der deutschen Reichsverfaffung erbaut ist, vettheidigen und werden diejenigen unterstützen, vre uns in der Vertheidigung dieses GebäudeS helfen wollen; das wird aber niemals die christlich- soziale Partei sein!(Brausender Beifall.)— Ein Herr Springer, Mitglied der christlich-sozialen Partei, freute fich darüber, daß noch nie eine Versammlung des Vereins, dem er angehöre, ett 6'/» Jahren polizettich aufgelöst worden sei, eine Behaup- tung, die eher Glauben fand als die andere, daß Slöcker ein Herz für die Ardeiter habe.— Herr Reichs tags- Abgeordneter Pfannkuch führte die DiSkusfion noch einmal auf das Referat zurück und legte den Unterschied zwischen der christlichen und maiertalistischen Weltanschauung klar. Sodann kritifirte er ebenfalls die christ« lich-foziale Bewegung. Seit zwanzig Jahren verlange die hauplstädtische Arbeirerschaft nicht ein Almosen, sondern daS Recht auf eine wahrhaft volksthümliche Sozialreform!(Bravo- rufe und andauernder Beifall.)— Herr Kluge(christlich« sozial) gestattete fich, auf den Anstand und die Langmuth einer meist von Arbeitern besuchten Versammlung rechnend, einige recht knotige Witze. Er ärgerte fich über den Abgeordneten Auer, der da gesagt hätte, die„Christlich Sozialen" seien dunkel. Herr Auer erwiderte kattblürig, daß er nie dergleichen de- hauptet habe; in ver christlich-sozialen Partei gebe es bekannt- lich sehr oft„Freibier und Freiwurst", und da meine er. ihr« Anhänger seien gar nicht dunkle, sondern im Gegenthett sehr „helle I u n g e n S".(Stürmische Hetter kett.)— Nach diesem letzten Erfolge verließen die„Christlich-Sozialen" den Saal. Nach einer kurzen Rede deS Herrn LaSke und einem Schlußwort deS Referenten, Herrn G a n d e r t, gelangte fol- gende Resolution zur einstimmigen Annahme: Jn Anbetracht, Daß die christlich soziale Partei ganze Klaffen des Voltes von thren fog. Segnungen prinzipiell ausschließt, und andererseits fich deren Bestrebungen nicht mit der Bezeichnung, chriftlich" und sozial" deden, verwirft die heutige Versammlung die ganze Bewegung als schädlich und antisozial". " Der Verein der Schrifthauer, Steinmeze und Bildhauer auf Grabbenkmalschriften beschäftigte fich in der Verfammlung am 16. d. Mts. bei Domat, Johannisstraße 20, mit der Tagesordnung: Mittheilungen über Werkstättenverhält niffe und Beschlußfaffung über dieselben." Die Kollegen aus dem Geschäft von Herrnberg u. Seemann erklärten, daß diese Herren absolut nicht nach dem Tarif bezahlen, und daß fie des halb die Arbeit eingestellt haben, und durch Vermittelung des Vereins in einer andern Werkstatt beschäftigt find. Im Laufe Der Diskussion theilte der Vorfißende A. Hoffmann der Ver Sammlung mit, daß bereits legtgenannte Firma zweimal aufge fordert ist, eine entscheidende Erklärung abzugeben, aber bis jest noch keine Antwort erfolgt sei. Demzufolge wurde eine Resolution einstimmig angenommen, dabin lautend: Sämmt liche Anwesende verpflichten fich auf Ehrenwort, in dem bes treffenden Geschäft nicht zu arbeiten und mit Energie zu erstreben, daß der Zuzug von Außerhalb ferngehalten wird; auch die Kolle gen, welche 3. 3. Schriften in Marmor 25 pCt. und in Granit c. 30 Brozent unter dem Normaltarif arbeiten, für unsere Sache zu gewinnen suchen, ferner diesen Beschluß dem Verband der Steinmeßen Deutschlands( 23 Städte) zu unterbreiten." Eine lebhafte Debatte erregte der Bericht eines Kollegen, welcher im Geschäft des Herrn Boppe längere Zeit gearbeitet hat und für deffen Lehrlinge Schrift für 50 pCt. unterm Tarif zeichnen zoll. Der Vorftzende beantragt, mit Herrn Poppe darüber Rücjprache zu nehmen, al er alle Redner sprachen dagegen. Deshalb beschloß die Versammlung, auch über das betreffende Geschäft die Sperre zu verhängen. Der Vorfißende verlas Darauf die Geschäftsinhaber, welche den Tarif noch nicht ans erkannt haben, und ersucht die Kollegen, diese Werkstätten nicht zu überlaufen, da bereits auch schon die nöthigen Schritte ge than find, den Buzug von Auswärts, vorzüglich aus Schleften und Sachsen, fernzuhalten. Die örtliche Verwaltungsstelle Berlin B.( Innere Louisenstadt) der Zentral- Kranten- und Sterbe- Kaffe der Tischler u. s. w. macht den Mitgliedern bekannt, daß vom 1. April d. J. ab die Geschäfte des Drtskassirers Herrn Stügelmeier, Gitschinerstr. 93 Hof rechts I. wohnhaft, übertragen find und nimmt derselbe von dem Tage an Krankenmeldungen und An- und Abmeldungen entgegen. Ferner wird die Bahlstelle Staligerstr 140 von demselben Tage an nach der Grimmstr. 1 bei Müller verleat. Die nächste Mits gliederversammlung findet am 30. März Abends 8 Uhr, in Konrad's Salon, Wafferthorstr. 68 statt. Tagesordnung: 1. Definitve Wahl der 14 Delegirten zu der am 27. Mai in Frankfurt a. M. stattfindenden Generalversammlung. 2. Ver schiedenes. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist zahl reiche Betheiligung nothwendig. Das Mitgliedsbuch muß vor gezeigt werden. Ferner laden mir die Berliner Mitglieder nochmals zu unserm, zum Besten des Invalidenfonds am Sonnabend, den 21. März, Abends 9 Uhr, veranstalteten Tanz Kränzchen in Baumbach's Kafino Prinzenstr. 94 ein. Billets find noch Sonnabend Abend auf den Bahlstellen, außerdem beim Ortskafftrer und Bevollmächtigten zu haben. Theater. Königliches Opernhaus. Heute: Die Walküre. Königliches Schauspielhaus. Heute: Rosenkranz und Güldenstern. Deutsches Theater. Heute: Hamlet. Bellealliance- Theater. Deute: Dr. Klaus. Deute: Gasparone. Herren- Billets zu 50 Bf., Damen- Billets zu 25 Pf. Mit glieder vergeßt unsere Invaliden nicht. Im Fachverein der Tischler hielt am Montag Abend Herr Kanis, Vertreter der Naturheilkunde, einen Vortrag über Schwächezustände, ihre Ursachen und naturgemäße Verhütung resp. Heilung. Nach dem sehr interessanten Vorting, welchem eine ganze Reihe Fragen folgten, die theils vom Vortragenden, theils vom Vorfizenden beantwortet wurden, machte Herr Zugauer noch aufmerksam, daß am 23. d. M. eine Versamm lung in der Belle Allianceftr. 5 stattfindet. Herr Voigt bean tragte, vor Dftern teine Generalversammlung mehr stattfinden Au laffen, was auch angenommen wurde, und theilte der Vorsitzende mit, daß die nächste General Versammlung am 13. April stattfindet. Schluß der sehr gut besuchten Versamm lung 12 Uhr. Der Fachverein der Fraiser und Berufsgenossen ( fämmtliche Holzbearbeitungsmaschinenarbeiter) hielt am Montag, den 16. b. Mts., seine Versammlung im Lotal des Herrn Tils ab. Herr Michaelsen als Referent sprach in längeren Ausführungen über die schlechte Lage dieser Branchen und er mahnte die Kollegen dringend, fich dem Fachverein anzuschließen. Besonders ermahnte Redner die Block, Walzens und Gatterschneider, auch dem Fachverein der Fraiser beizu treten, nicht etwa noch einen Verein der Block, Walzen- und Gatterschneider zu errichten, denn die Bersplitterung der Branchen bedeute eine Schwächung derselben und nur durch Einigkeit lönne man die Macht erreichen, etwas durchzuführen. Der allgemeine Beifall bezeugte, daß Jeder, der den Vortrag gehört, fich ganz mit dem Referenten einverstanden erfühlte. gehört, fich ganz mit dem Referenten einverstanden erfühlte. Nachdem noch der Antrag, die Publikationen nur im Berliner Arbeiterblatt( Boltsblatt) zu machen, auch eine Resolution ange nommen wurde, wonach ein Jeder der Anwesenden für den Verein der Fraiser und Berufsgenossen Propaganda zu machen hat, schloß der Vorfigende um Mitternacht die zahlreich besuchte Versammlung. Die Verwaltung der Zentral- Kranten- und Sterbes taffe der Drechsler und verwandten Berufsgenossen( E. H. 48) macht ihren Mitgliedern bekannt, daß von jest ab bis auf Weiteres die Krankenunterstügung in der Fischerstraße 24 bei Geride ausgezahlt wird, und zwar Mittwochs: Abends 7 bis 9 Uhr, Sonntags: Normittags 10-12 Uhr. Die Bahlstellen Der Kaffe find folgende: 1) Kleine Hamburgerstr. 27; 2) Gollnow und Weinstraßen- Ede bei Blamberg; 3) Andreasstr. 44 bei Wirsing; 4) Fischerstr. 24 bei Geride; 5) Stalizerstr. 65 bei Munste; 6) Reichenbergerstr. 24 bei Schröter; 7) Naunyn ftraße 78 bei Ehrlich; 8) Mittenwalderstr. 57 bei Schubert; 9) Stallschreiberfiraße 41/42 bet Schwanz. Die neuen Zahlstellen der Allgemeinen Krankenund Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. Nr. 29; Filiale Berlin I. find: 1. Destillation Bimmerftr. 43-44 bei errn Müller. 2. Deftillation Ede Stegligerstraße und Flottwellstr. bei Herrn Sander. 3. Destillation Ecke Urban- und Tempels herrnstr. bei Herin Kobte. Beiträge werden entgegengenommen jeden Sonnabend Abend von 8-10 Uhr. | Tagesordnung wegen, ist es Ehrenpflicht eines jeben Kutscher pünktlich zu erscheinen. Der Referent wird in der Versamm lung bekannt gemacht. Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher Kutscher Berlins findet heute, Donnerstag, Abends 10 Uhr im Handweiter- Verein, Sophienstraße 15, statt mit der Tagesordnung: 1. Besprechung über das Krankenkaffengeset, 2. der Versiche rungszwang, und 3. die von dem Droschken- Verein( Fischerbrücke) zu begründende 3vangskasse. Der Wichtigkeit der Zentral- Kranten- und Begräbnißtaffe des Unter ftütungsvereins deutscher Buchdruder. Sonntag, be 22. März, Bormittags 11 Uhr, Mitgliederversammlung in Staat' Salon, Sebastianstraße 39. Tagesordnung: 1. Auf stellung von Kandidaten für die Ortsverwaltung. 2. Remune ration der Drtsverwaltung. Alle Mitglieder der ehemaligen Maschinenbau- und Metallarbeitergewertschaft werden auf die am Montag, den 23. März, Abends 8 Uhr, in Niefts Salon, Kommandanten ftraße 71/72, ftattfindende Mitgliederversammlung der Ver einigung der Metallarbeiter Deutschlands", Mitgliedschaft Berlin I, aufmerksam gemacht, da in derselben die Ausgabe der neuen Statutenbücher vorgenommen wird. Tagesordnung Vortrag des Herrn Dr. Toselowsky Ueber Hngiene". 2. Auf klärungen über den Streit der Bielefelder Nähmaschinenarbeiter von Roch und Comp. 3. Verschiedenes und Fragetaften Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste find gerne ge sehen. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen ist jedem Inter effenten zur Pflicht gemacht. Eine Arbeiterinnen- Versammlung findet am Donner tag, den 19. März, Abends 8 Uhr, in Thiele's Salon, Rofen thalerstr. 11-12, ftatt. T.- D.: Besprechung der Jntereffen der Arbeiterinnen. Gäste haben Zutritt. Nr. erschein Berlin Den Mitgliedern der Zentral- Kranken- und Sterbe Postabo tasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter zur Nach richt, daß die Bahlstelle Invalidenstraße 113 bei Dahle hiermit aufgehoben ist und haben die Mitglieder ihre Beiträge an nächstgelegene Bahlstellen ferner zu entrichten. Die Babftellen für die Ortsverwaltung Berlin F.( Schönhauserthor) find: Linienstraße 160, Ede der Gr, Hamburgerstraße, bet Guth Linienstraße 230 bei Lücke, Megerstraße 21 bei Wehland, Bernauerstraße 14, Ecke der Streligerstraße, bei Hönoch, Blon firchplaz 11 bei Hahn. Briefkasten der Redaktion. Nr. 95. Derartige Mittheilungen können wir im Brief taften nicht machen. Es könnte aber immer noch besser sein. Bum alle Arb 吾 H. Bernauerstraße 3. Die Bedeutung des Wortes mit der Schwerinstag" haben wir schon mehrfach erklärt. G Anträge aus dem Hause erledigt werden. Eingerichtet wurde einzulade ift der Tag( nach Reichstagsgebrauch der Mittwoch), an welchen er, damit die gewöhnliche Debatte nicht durch Kleinigkeiten unterbrochen werde, auf Antrag des verstorbenen Grafe Schwerin. Konsol- Hengft. C. G. Schloffer. R. R. 26. Sie baben, da Sie verheirathet find, übe haupt daselbst feine Aussicht auf Annahme. Im Uebrige gehen Sie daselbst dem sicheren Verderben entgegen. Die Blattes Bevölker Lüde au gerecht n Arbeiter. We Sie nehmen Derungen und auf Ein A. M. Chauffeestraße. 1. und 2. Das erfahren am beften durch das Berliner Adreßbuch. 3. Nein. W. K. 99 Mühlenstraße. Sie müssen der Tuchscheere faffe beitreten, in der Meyer'schen tönnen Sie nur freiwillig bleiben. R. 100. Augenblicklich ist der betreffende Herr nicht sächsischer Abgeordneter; im Reichstage vertritt er München Kreise Bolts IL gefunden auch wir Am es ift un Berliner brungen Befirebu Weife an Uni Inhalt Gar Feuilleto eines böc Feder beginnen Den Borrath Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Central Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Heute: Der Walzer- König. Residenz- Theater: Direktion Anton Anno. Deute: Bum 29. Male: Der Vergnügungszug. Hierauf: Die Schulreiterin. Walhalla Operetten- Theater: Beute: Der Feldprediger. Louisenstädtisches Theater: Heute: Neuntes Gastspiel der Original White- Star- Minstrels. Dazu: Dntel Bräftg. Heute: Vineta. Oftend- Theater: Wallner- Theater. Deute: Die Sorglosen. Vittoria Theater. Heute: Sulfurina. Heute: Bella- Vista. Alhambra- Theater. Arbeitsmarkt. 580 Lehrmamsells auf Erikot- Taillen verl. Schnend, Friedrichsbergerstr. 8. Große Versammlung der Konfektions- Schneider. Heute, Donnerstag, den 19. März cr., Abends 8% Uhr, in den Königsstädtischen Bierhallen, Große Frankfurter- Straße Nr. 30. Tagesordnung: 583 1. Der aufzustellende Lohntarif in der KonfektionsBranche. 2. Die Werkstellen- Verhältnisse im Osten. Sämmtliche Schneider werden aufgefordert, recht zahlreich Das kombinirte Komitee. zu erscheinen. Außerordentliche General- Versammlung der Kranken- und Begräbniß- Kasse der Berl. Gürtler u. Bronceure( E. 5. 60.) Sonntag, den 22. März, Vorm. 10% Uhr, im LouisenStädtischen Konzerthause, Alte Jakobstraße 37. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bahl des 2. Vorfigenden, 1 Schriftführers, 1 Beisigers. 3. Verschiedenes.- Das Quittungsbuch legitimirt. Der Vorstand. 576 581 Eine leere Stube ist zu verm. Staligerstr. 27, Dorn 4 Tr. Bu erft. Adalbertstr. 75 bei Lehmann. 554 Geschäfts- Eröffnung! Allen meinen Freunden und Bekannten, sowie meiner geehrten Nachbarschaft zeige hierdurch an, daß ich am Donnerstag, den 19. März, in Berlin, Weinbergsweg Nr. 15b am Rosenthalerthor eine Cigarren- und Tabak- Handlung unter bewährter Leitung eröffnen werde. Ich ersuche, mich in meinem Vorhaben zu unterstützen und wird es mein eifrigstes Bestreben sein, durch gute und gediegene Waare die Zufriedenheit meiner geehrten Kunden zu erwerben. Ferdinand Ewald,. 3. Brandenburg a. H. August Herold Berlin SO., 112 Skalitzerstrasse 112. Möbel, Spiegel- und Polferwaaren Magazin Eigene Fabrik. Solide Preise, Prompte Bedienung. en gros. Cigarren- u. Tabak- Handlung Fritz Goercki Berlin SO., Admiralstraße 40( frühere ,, Linde.") 490 lowie ba Bratis un Das Radbrud ve 121 Biel Bater Derr be Telber? worden!" 8 ligt Mr. welde no M morbet, bemogen bea १ Ift en détail. » Ab N In bie Legiti " D Bergleich Aften be eigung Rarte, w 15 Import echter Havanna, Lager aller Sorten Rauch- und Schnupf tabake. Reich affortirtes Lager echt türkischer, ruffischer und amerikanischer Cigarretten und Tabake. Echt Nordhäuser Rautabate. 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