Nr. 258. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Prets pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen = in der Poft Bettungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts Jahrg. 13. Infertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzelle oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fest tagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bismarck's Enthüllungen. Dienstag, den 3. November 1896. Der Reichs- Anzeiger" antwortet heute wieder, aber nichts, was man auch ohne seine Bemühungen nicht schon längst wußte. Er schreibt: Der Herzog von Lauenburg, will sich nicht zufrieden Die Frage, von welchem Zeitpunkt an geheime diplogeben, und er hat von seinem Standpunkte aus völlig matische Vorgänge den Charakter von Staatsgeheimniffen recht. Fühlt er sich doch vollständig immun, weiß er verlieren, kann ausschließlich von leitenden Staatsmännern auf doch, daß die Regierung, und zwar sowohl die für die aus- grund ihrer Berantwortlichkeit und ihrer besonderen Kenntniß wärtige Politit verantwortlichen Staatsmänner, Hohenlohe der politischen Lage entschieden werden. Jede Abweichung von und Marschall, wie der für unsere Justiz verantwortliche diesem Grundsatz würde die auswärtige Politit Ueberraschungen Schönstedt nicht wagen und nicht wagen werden, das zu und Erschütterungen aussehen und damit das Staatsinteresse gefährden. Hat Deutschland bedingungslos die Zusage ertheilt, thun, was Bismarck gegen jeden, der ebenso wie nun er sowohl die Thatsache wie den Inhalt der vor 1890 mit Rußselbst gehandelt hat, unweigerlich gethan hätte. Sie werden land geführten Verhandlungen geheim zu halten, so dauert gegen den Herzog von Lauenburg fein gerichtliches Vers diese Verpflichtung für alle, die darum wiffen, auch heute noch fahren einleiten, sie werden ihn nicht in Untersuchungshaft unverändert fort. Damit entfällt auch die Möglichkeit, auf nehmen, sie werden keine Haussuchung bei ihm vornehmen lassen, den sachlichen Inhalt jener Verhandlungen einzugehen. ja sie werden nicht einmal gegen die„ Hamb. Nachrichten" Das Organ der in Bismarck- Verehrung sich sonst niemit einem Breßprozesse vorgehen. Die ganze Politit unserer mals Genüge thuenden badischen Regierung, die„ Karlsruher verantwortlichen Staatsleiter besteht dem Herzog von Lauen- Beitung", wagt schon eher ein kräftiges Wörtlein; burg gegenüber in der Beobachtung äußerster Vorsicht; sie spricht von dem geradezu deprimirenden Eindruck, den fie wollen ihn nicht reizen, damit er nicht noch mehr aus das Hamburger Sprenggeschoß in den dreibundfreundlichen der Schule plaudere. Wer die Rücksichtslosigkeit des nun Kreisen Desterreich- Ungarns hervorgerufen und der, darüber an Bäsarenwahnsinn krankenden Junkers kennt, weiß freilich, dürfe man sich nicht täuschen, den slavischen Gegnern des daß ihm nur die eiserne Faust, niemals aber der Sammts Deutschthums die Waffen schärfen werde. handschuh imponirt. Und deshalb wird er weiter reizen, weiter fticheln, auf seinem durch die Nichtverfolgung schein bar statuirten Rechte weiterbauen und die Hohenlohe, Marschall c. als die von ihm Angeklagten behandeln. So ist es begreiflich, daß die Hamb. Nachr." in ihrem neuesten Bum russischen Vertrage" überschriebenen Artikel ruhig schreiben dürfen: Außerdem sind wir, solange wir die Gefeße nicht verlegen, niemanden für den Gebrauch verantwortlich, den wir von unferer verfassungsmäßigen Freiheit, unsere Ansicht durch Wort und Schrift auszusprechen, gemacht haben. Und dies, obgleich niemand bezweifelt, daß die Indiskretionen Bismard's ein von dem Strafgesetzbuche mit hoher Strafe bedrohtes Vergehen sind. Und weiter schreiben die Hamburger Nachrichten": Wir sind zu der ganzen Besprechung dieser Berhältnisse, außer anderen Zwecken, über die wir niemanden Auskunft schuldig sind, äußerlich durch die fortgefeßte Geschichts. fälschung veranlaßt worden, die von der flerital- liberalen Breffe nicht ohne Beihilfe der offiziösen in der Richtung betrieben wird, die Regierung Kaiser Wilhelms I. und seines Ranzlers unehrlicherweise für alle Uebel verantwortlich zu machen, über die jetzt nach verschiedenen Seiten hin geflagt wird, namentlich aber für den Abbruch der früheren günftigen Beziehungen zu Rußland, der die europäische Stellung des Deutschen Reiches sicher nicht bessert. Daß die klerikal- liberale Presse, die stets voller Bewunderung für Bismard's auswärtige Politik war, ihn zu seinen Indiskretionen veranlaßt habe, ist eine der bekannten Fechterkunftstücke Bismarck's, die zu bekannt sind, um noch eine Wirkung auszuüben. 109] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Drittes Rapitel. Heilige Männerweise Berathungen gerechte Beschlüsse und eigennützige Beweggründe. Der Berliner Korrespondent der Frankf. 3tg." schreibt zum Artikel der Hamb. Nachr." u. a.: Dieser Artikel, ebenso wie der erste Artikel rühren, wie wir nämlich nun zufällig ganz genau wissen, direkt von Bismarck her. Alle Vermuthungen über eine Provenienz aus zweiter oder dritter Hand find ganz hinfällig. Daß in Rußland das Liebeswerben Bismarc's auf teine Gegenliebe stößt, beweist die Haltung der russischen Presse; so schreibt, um nur ein Beispiel anzuführen, der „ Swjet": Der hochbetagte Kanzler hat von neuem in unzweifelhafter Weise Schiffbruch gelitten. Seine Politik des Gifens und des Blutes, des Verrathes und Treubruches erweckt in niemandem den Wunsch, ihr nochmals zu folgen. Aeußerst schmerzlich ist der Anblick eines Staatsmannes, der sich in so hohem Grade überlebt hat. Man kann nur nicht sagen, daß das unverdient sei!..." it nd Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: Vortrefflichkeit, sondern auch der Loyalität der von dem Ministerpräsidenten di Rudini beständig verfolgten answärtigen Politit. Jene Mittheilungen beweisen, daß die gegenwär tige Regierung Italiens nicht Unrecht hatte nicht Unrecht hat, indem sie die Beziehungen Italiens zu Frankreich und Rußland zu beffern strebt. Indem fie so handelt, thut sie nicht mehr und nicht weniger, als was Deutschland und Desterreich gethan haben, wie es der durchaus friedliche Charakter des Dreibundes anräth. Das heißt mit anderen Worten, ginge es nach Bismarck und di Rudini, so wäre Desterreich- Ungarn vollständig isolirt und würde für dieses Glied des Dreibundes der ganze Allianzvertrag keinen Schuß Pulver werth sein. In Italien ist man über diese Offenheit di Rudini's erstaunt, man hofft, daß die Opinione" offiziell desavouirt wird. Dies ist aber nicht geschehen. Vielleicht ist diese Erklärung di Rudini's, diese Klärung, über die italienische Politik, der größte Nußen der von Bismarck erzwungenen Erörterungen. Wollte Bismarck die vollständige Nußlosigkeit des. Dreibundes klarlegen, er hätte nicht besser agirenkönnen. Der Zweibund steht heute mächtiger da als je, der Dreibund gehört bald nur noch der Geschichte und den Akten an, um ein bismarckisches Wort zu gebrauchen. Schiffbruch der Diplomatie! Die Wahlen in den Vereinigten Staaten. Bryan oder MacKinley, Silber oder gefimides" Geld der Entscheidungskampf wird am heutigen Dienstag endlich zum Austrag kommen. Selten hat eine Präsidentenwahl so tiefe Furchen im öffent lichen Leben Amerikas gezogen. Alles, was eine bedrängte und untergehende Mittelstandsschicht geistig tennzeichnet: lähmende Furcht vor der nächsten Gegenwart und ausschweifende Hoffnungen auf die erwartete große Zukunftswende, verbohrter Haß gegen die übermächtigen tapitalistischen Glückspilze und mystischer Glaube an die Wundermittel und Wundermänner, denen augenblicklich gerade die Gunst der Umstände lächelt das alles Die Opinione", das anerkannt, offiziöse Organ des ist mit ungeahnter Stärke in der Farmeragitation zum italienischen Ministerpräsidenten, sagt in seiner Besprechung Ausbruch gelangt. Aber Glaube und Furcht find der Enthüllungen" der Hamburger Nachrichten": unberechenbare Faktoren. Das Steigen der Getreidepreise tann Indem Deutschland ein Abkommen mit Rußland abzu Behntausende, die in der Verzweiflung alles zu wagen bereit schließen strebte,( wie man versichert, daß es gethan hat) war waren, noch in letter Stunde davon zurückhalten, den Sprung es für seine eigenen Ziele und seine eigene Sicherheit thätig, wodurch in das Dunkel der freien Silberprägung mitzumachen. Jeder nicht ausgeschlossen ist, daß es auch dem Dreibund einen Dienst Schäßung des Wahlausfalles sind somit die festen Grundlagen erwies, indem es die Kriegsgefahr immer mehr entfernte. Wir entzogen. Gestern wettete man auf Mac Kinley, heute sollen haben daher keinen Anlaß, uns über die Enthüllungen" zu wieder die Aussichten Bryan's gestiegen sein. " " beklagen, da der Dreibund vor allem den Frieden bezweckte Sicher scheint zunächst nur, daß der Osten mit seiner Inund und bezweckt, ihn um so besser fichert, je dustrie, seinen Handels- und Gläubigerinteressen einmüthig für Staaten herzlicher die Beziehungen der verbündeten zu Mac Kinley stimmen wird. Die Industrie in erster Linie wegen anderen Mächten sind. Die Mittheilungen der Ham- des Zollschußes, die Handels- und Finanzwelt wegen des burger Nachrichten" und die daran anschließende Polemit vollwerthigen und international allein verwendbaren Goldes. bilden zugleich einen leuchtenden Beweis nicht allein der inneren Die östlichen Staaten Maine, New Hampshire, = liche Anziehungskraft für die Jugend und die unter- meine Belohnung fordern. Wird sie verweigert, so tann nehmendsten Männer Italiens besitzen. Wenn er, der die Hand, die das Gefängniß öffnete, es auch wieder Kardinal, fich Rom näherte, konnte er dann selbst be- schließen." urtheilen, in wiefern es rathsam sein möchte, Rienzi als Diese Gedanken beschäftigten den Kardinal noch in einen Stellvertreter der päpstlichen Macht wieder einzuseßen, seinem Balast, als ihn plöblich der Papst zu sich rufen ließ. und während der Zeit konnte der Einfluß des Römers dazu benutzt werden, die widerspenstigen Patrizier in Schrecken Der päpstliche Palast zeigte nicht mehr den prächtigen, So sehr auch der tapfere Kardinal durch die Schön- zu erhalten, oder das Volk zu versöhnen. Auf der anderen aber anmuthigen Luxus Clemens VI., und der sarkastische heit, und fast eben so sehr durch den hochstrebenden Geist Seite war der Kardinal klug genug, einzusehen, daß Rienzi's Kardinal lächelte über die stille Ruhe in den Vorzimmern. der Signora Cesarini bezaubert worden, so war doch die jeßige Gefangenschaft durchaus keinen Vortheil darbieten fönne.„ Er denkt, selbst mit gutem Beispiel voranzugehen, dieser Liebe feine so überwiegende Leidenschaft in ihm, als jener Mit jedem Monat erregte sie tiefere und allgemeinere arme Limosiner," murmelte Albornoz, und erreicht doch Ehrgeiz, in allen Plänen des thätigen Lebens den voll Theilnahme, und die Blicke aller Republikaner Italiens nichts damit, als daß der geringste Bischof ihn in Schatten tommensten Erfolg zu gewinnen, der bisher seinen Charakter waren nach seinem einsamen Kerker gerichtet. Die Literatur stellt. Er erniedrigt sich selbst und bildet sich ein, diese und seine Laufbahn ausgezeichnet hatte. Indem er, als er hatte ihre neue, und vielleicht gerade deshalb so un- Erniedrigung werde ansteckend sein." die Signora verließ, über ihren Wunsch für die Wieder- gemein einflußreiche Macht mit seiner Sache verbunden, Seine Heiligkeit saß vor einem kleinen mit Papieren einsetzung des römischen Tribunen nachdachte, übersah sein und der Papst durfte es nicht wagen, ihn zu richten, mußte bedeckten Tisch. Das Zimmer war mit einfachem Hauserfahrener und tiefer Geist schnell die Vortheile, welche für aber das gehäffige Amt eines Gefangenenwärters fich zum geräth versehen, und in einer kleinen Vertiefung neben dem seine eigenen politischen Absichten daraus hervorgehen Vorwurf machen lassen. Ein volksthümlicher Gefangener," Fenster stand ein elfenbeinernes Kruzifix. Unter demselben fonnten. Wir haben bereits gesehen, daß der neue Papst sagte der Kluge Kardinal bei sich selbst, ist der ge- fab man den Todtenkopf und die kreuzweise gelegten Todtens das Gebiet der Kirche, welches dem heiligen Stuhl ent- fährlichste aller Gäste. Befreit ihn und macht ihn Euch gebeine, welche Symbole damals vielen Mönchen zu ähurissen worden war, ihm wieder einzuverleiben strebte. Um zum Anhänger oder vernichtet ihn als Euren Feind! In lichen Bierden dienten, wie früher den Alten, nämlich als dieses zu bewirken, war bereits eine kleine Heeresmacht auf diesem Falle sehe ich keine andere Wahl, als Befreiung Memento's der Kürze des menschlichen Lebens und folglich geboten und der Kardinal im geheimen zu deren An- oder den Dolch!" In solchen Bemerkungen trennte jener als Anregung, es zu genießen. Auf der Erde lag eine führer ernannt worden. Diese Streitkräfte genügten jedoch tief in dem Macchiavellismus der Zeit erfahrene Mann Rarte des päpstlichen Gebietes, auf der besonders die festen teineswegs für die Unternehmung, und Albornoz wurde den Liebenden von dem Politiker. Als er dem ersteren Orte und Caftelle genau angegeben waren. Der Papst auf die moralische Kraft der Sache selbst angewiesen, Charakter sich wieder hingab, fühlte er unangenehme nickte freundlich mit dem Kopf, als der Kardinal eintrat. indem er hoffen mußte, auf seinem Marsche durch die Ahnungen wegen der lebhaften Theilnahme, die seine Ge- Mein Sohn," sagte er," Du wirst es Dir kaum denken italienischen Staaten viele Freiwillige dem Zuge sich an- liebte für den Gefangenen an den Tag legte. Er war zwar können, daß nach unserer langen Unterredung an diesem schließen zu sehen. Die wunderbare Erhebung Rienzi's hatte geneigt, irgend eine patriotische Phantasie, oder auch die Morgen neue Sorgen so bald Deines Rathes uns wieder einen außerordentlichen Enthusiasmus zu seinen Gunsten in Absicht der Rache in dem Benehmen der Cesarini voraus- bedürftig machen würden. Wahrlich, der Dornenkranz sticht allen freien Staaten Italiens erweckt, und dieser war noch zusetzen, und ihr ernster und stolzer Charakter begünstigte scharf unter der dreifachen Krone, und ich sehne mich oft mehr durch die einflußreiche Beredtsamkeit Petrarca's er diese Ansicht; aber er konnte sich nicht des eifersüchtigen nach meinem ruhigen Leben, wie ich es als Professor in höht worden, welcher, zu jener Zeit über eine größere Vorgefühls eines anderen und verborgenen Beweggrundes Toulouse gewohnt war. Mein jetziges Leben ist voll Arbeit Macht gebietend, als deren früher oder später ein einzelner erwehren, der seine Eitelkeit verlegte und seine Liebe be- und Sorgen." literarischer Mann sich rühmen fonnte, alle seine Geistes- unruhigte. Gott mäßigt den Wind für das geschorene Lamm," fräfte der Sache des römischen Tribunen gewidmet hatte. Sei dem, wie ihm wolle," dachte er, ich kann ihre bemerkte der Kardinal mit frommem und mitleidigem Ernst. Ein solcher Begleiter, als Rienzi, müsse außerordents eigenen Waffen benußen, ich kann Rienzi befreien und ( Fortsetzung folgt.) Bermont, Massachusetts, Rhode Island, Connecticut, New- York, hier die Arbeiter im Gefolge der Populiften vorwiegend für ganz fremben Erscheinung stehen. Sind Sie doch nicht anders New- Jersey, Pennsylvanien, Maryland und Delaware stellen Bryan stimmen. gewöhnt, als daß die Arbeiter wie die Schafe ihrem Zeithammel, jedoch erst 128 von 447 Elektoren( Wahlmännern), die zur Prä- Wird sich darum das Bünglein der Waage auf seine Seite fo denjenigen politischen Schleppern nachlaufen, welche diejenige fidentenwahl berufen sind. Es fehlen also fast 100 Stimmen zur neigen? Das wird mit davon abhängen, auf wieviel Stimmen Partei vertreten, der auch ihr„ Boß" angehört. Sie wissen in absoluten Mehrheit, die hier entscheidet. es bie Gold demokraten bringen, also diejenigen Demokraten, ihrer Wuth gar nicht, was sie anstellen sollen, und begehen dabei Aus dem Süden wird allem Anschein nach Mac Kinley die zwar das Uebermaß der Schutzölle und die ganze oft die größten Dummheiten. Eine gelungene Episode dieser Art teinerlei Unterstützung zu erwarten haben. Die Industrie ist hier einseitig großkapitalistische Politik der Republikaner miß wird aus dem Fabrikort Portchester N.-Y. gemeldet, wo- wie in zwar im Vordringen, ausschlaggebend ist jedoch das Farmer- billigen, bie jedoch an ber Goldwährung festhalten. allen derartigen Orten- die Besitzer der dort befindlichen element, das freien Handel für seinen Export, in erster Linie an Ihre Kandidaten find Ergouverneur Palmer von Illinois Etablissements faft in gleicher Weise die unumschränkten Herren Baumwolle, wünscht und das, vom Wucher und den großen und General Buckner von Rentucky; in den Städten spielen, wie es die alten Raubritter in ihren Dörfern getha. tapitalistischen Gesellschaften bedrückt, den Often heute des Westens, besonders des Mittelwestens, scheinen sie nicht ohne Dort versuchte man eine unter freiem Himmel stattfindende ebenso ehrlich haßt, wie es zur Zeit die Stlavenhalter Anhang zu sein. Dazu tritt als ungünstiges Moment für Bryan sozialistische Versammlung dadurch unmöglich zu machen, daß thaten. Selbst die Negerbevölkerung, die früher durch eine starke Unzufriedenheit unter den Populisten selber, weil der man das elektrische Licht abstellte, sodaß der betr. Platz in vollihren Gegensatz gegen die freihändlerischen Plantagen demokratische Vizepräsidents Kandidat, Sewall, einer der verständige Dunkelheit gehüllt war und nur die nächste Umgebung besitzer immer die Arme der Republikaner getrieben haßtesten Monopolisten ist; er ist Schiffbauer, vielfacher Millionär der Rednertribüne mittels einiger schnell herbeigeschafften wurde, ist heute in ihren führenden Köpfen durch die gemeinsame und Bantpräsident. Die Aufstellung eines eigenen populistischen Laternen beleuchtet wurde. Die boshafte Manipulation batte agrarische Noth den Demokraten näher gerückt, soweit sie Kandidaten für die Vizepräsidentschaft( Watson aus Weftvirginien) aber einen sehr unerwarteten Effekt; während sich nämlich politisch nicht ganz indifferent oder ganz eingeschüchtert ist. Nur gab der Mißstimmung bereits Ausdruck; sie scheint unterdeß nicht vorher nur eine kleine Anzahl Zuhörer um die Tribüne ver die Zuckerrohrpflanzer fehnen sich nach den Fleischtöpfen der geringer geworden zu sein. Alle diese Abbröckelungen von der sammelt hatten, da die Leute fürchteten, von den Spionen ihrer Mac Kinley'schen Schutzzollära zurück; indeß hat die demokra- fompatten demokratischen Masse tönnen für Bryan leicht ver-" Bosse" gesehen zu werden, rückten sie jetzt von allen Seiten tische Verwaltung mit ihrer differentiellen Behandlung der Länder hängnißvoll sein, weil die relative Mehrheit in jedem Staate heran und als nach längerer Zeit auf Beranlassung der Polizei mit Zuckerprämien auch nicht alle Drähte nach dieser Seite ab- die Elektoren bestimmt. bas elektrische Licht wieder in Attion trat, fonnte man über geschnitten. Man darf demnach wohl der fast allgemeinen An- So stellt sich im letzten Augenblick vor der Entscheidung das tausend Personen zählen, denen sozusagen im Dunkeln das nahme beistimmen, daß im Süden Virginien, Nord- Karolina, Bild der Parteien dar. Sollte wider Erwarten Bryan fiegen, lozialistische Gift" eingeträufelt worden war! Süd- Karolina, Georgia, Florida, Alabama, Louisiana, Texas, so wird zwar der Kampf um die freie Silberprägung noch lange Als eine auffallende Erscheinung in dieser WahlMississippi, Tennessee, Arkansas und Missouri- die 129 Stimmen nicht zu Ende sein, der amerikanische Kredit jedoch würde sofort kampagne ist anzuführen, daß so ziemlich im ganzen für Bryan gutzuschreiben sind. die schwerste Erschütterung in Europa erfahren; amerikanische Lande am ersten Registrirungstag ein außerordentlich starker Soweit gleichen sich die Aussichten der beiden Kandidaten Attien, private und öffentliche Anleihen befinden sich zu Andrang stattgefunden hat; vielfach haben sich hundert Die eigentliche Entscheidung fällt Milliarden in europäischen Händen. Geht Mac Kinley als Prozent mehr Wähler an diesem Tage eintragen lassen, als bei somit in den Westen und die angrenzenden Mittelstaaten. erster durch das Biel, so weckt das freilich für das europäische der vorigen Wahl. An den weiteren Registrirungstagen war Wir verzichten darauf, die Leser noch vor Thoresschluß auf die Kapital auch gerade feine angenehmen Erinnerungen und Er- das Verhältniß wieder ein ziemlich normales; aber jener Um verschlungenen Pfade ber hier gemachten Wahrscheinlichkeits- wartungen. Unsere Industrie kann sich höchstens damit trösten, stand läßt annehmen, daß ein starker Prozentsaz Wähler, die sich rechnungen zu führen. Die sicheren Ziffern werden zum theil daß Mac Kinley heute als Präsident auch nicht schlimmer sein früher nicht an den Wahlen betheiligt haben, diesmal mitmachen morgen bereits vorliegen. Es genügt, zu ihrem Verständniß fann wie seinerzeit Mac Kinley als Führer der parlamentarischen werden. An manchen Plägen spielte dabei wohl auch noch etwas die sich bekämpfenden Interessenströmungen nochmals turz zu Schutzzollmajorität. anderes mit! So haben in Chicago insgesammt 391 000 Recharakterisiren, gistrirungen stattgefunden gegen 330 000 in dem einige hundert tausend Einwohner mehr zählenden New- York. Wie der dortige Korrespondent unseres New- Yorker Parteiorgans schreibt, werden von beiden alten Parteien dort großartige Wahlbetrügereien geplant! wie ein Ei dem anderen. Schußzolineigungen spielen im Westen natürlich eine unter- Wir laffen dieser fachkundigen Darstellung der großen Parteigeordnete Rolle, weil alles vom landwirthschaftlichen Export lebt; gegenfäße in den herrschenden Klassen der Vereinigten Staaten gegen die kanadische Konkurrenz werden zwar öfter Drohungen den letzten Brief unseres New- Yorker Korrespondenten folgen, laut, aber wohl mehr, um Kanada zum wirthschaftlichen der die Betheiligung unferer Partei an der Bewegung beAnschluß an die Vereinigten Staaten mürbe zu machen. Be- leuchtet: = Politische Uebersicht. # die " stimmend für den Ausfall der Wahlen ist hier demnach New- York, 28. Oktober. Bu den schon gemeldeten populiftidie Silberfrage und der dahinter sich versteckende und damit verschen Blättern, welche sich für unsere Partei erklärt haben, ist ein quickte Gegensatz gegen das mobile Kapital und die Kom- weiteres getreten ,,, The New Charter" in Los Angeles, Californien, Berlin, 2. November. pagnien" im Osten und jenseits des Meeres. Die Bergwerks- und der Redakteur desselben, Mic. Wilkins, tritt in öffentlichen distrikte find für Silber; der verschuldete Grundbesitz ist für Versammlungen für unsere Präsidentschafts- Kandidaten ein. Das Die Nachwahl in Brandenburg Westhavelland. Rückzahlung der Schulden in verwässertem Geld. Die mächtigen Blattscheint einen ausgezeichneten Leserkreis zu besigen, denn seine letzte Das amtliche Wahlresultat lautet: Bei der ReichstagsEisenbahnen hingegen und die sonstigen Verkehrsgesellschaften Nummer enthielt- eine ganze Seite füllende- Buschriften bisheriger Ersatzwahl im Wahlkreise Westhavelland- Stadt Brandenburg find fast alle für Gold, weil ihre Verpflichtungen an das Aus Populiften nicht nur aus verschiedenen Orten Californiens, wurden insgesammt 18 969 Stimmen abgegeben. Davon land meist auf Gold lauten und weil voraussichtlich ihre Tarif- fondern auch anderer westlichen Staaten, sowie eins aus Nord entfielen auf den Schriftsteller Peus Dessau( Soz.) einnahme später nicht derart zu erhöhen sein würden, wie es Carolina, in denen die Schreiber erklären, daß sie sich infolge 7864 Stimmen, auf den Landrath v. Löbell- Rathenow( t.) entsprechend dem Geldwerthfinken geschehen müßte. Wer an den des an der Volkspartei von deren Führern verübten Berraths 6283 Stimmen und auf den Kaufmann Blell- Brandenungemein verbreiteten Lebensversicherungs Gesellschaften, Bau- der sozialistischen Arbeiterpartei angeschlossen hätten. Das legtgenossenschaften und ähnlichen Unternehmungen betheiligt ist, erwähnte Schreiben ist von bekannten populistischen Agitatoren burg a..( fr). Wp.) 4808 Stimmen. wird aufgefordert, für das Gold zu stimmen, weil er sonst Namens A. Wilson, G. J. Wilson, Heckman und Transon unter Gegen die Hauptwahl hat unsere Partei 152, die später zwar die zugesicherten Renten gewonnen, und Kapitalien zeichnet, und heißt es darin, daß dieselben die in Wilkins Freifinnige Volkspartei 687 Stimmen in der bestimmten Dollarsumme, jedoch nur in schlechtem Silber Blatt erschienene- sozialistische Platform aufmerksam studirt Konservativen, auf deren Kandidaten sich die im Jahre 1893 und darunt mit der halben Rauftrast erhalten würde. Die hätten und von nun an voll und ganz auf derselben stehen für die nationalliberalen, tleritalen und antisemitischen Lohnarbeiter werden selbstverständlich ganz wie bei uns zum würden. Eine weitere Acquisition ward in Gamestown, Ohio, Kandidaten abgegebenen Stimmen vereinigten, hat 191 Schute des fauffräftigen Goldes aufgerufen, weil sie steigende gemacht, wo der Hauptführer der Populisten dieses Staates, Stimmen verloren. Während 1893 unseren 7712 10 595 Preise nicht durch allgemeine Lohnerhöhungen wettmachen M. Flannery, Superintendent der öffentlichen Schulen in gekönnten und so in ihrer Lebenshaltung zurückgeworfen würden. nannter Stadt, der ein gewandter Redner und unermüdlicher gegnerische Stimmen gegenüberstanden, ist jetzt das VerGerade das Arbeiter element ist indeß im Westen sehr Agitator ist, sich für unsere Partei ausgesprochen hat. hältniß 7864 sozialdemokratische gegen 11 091 gegnerische. wenig geneigt, mit dem Großkapital im Often an einem Strang Wilkins hat gleich bei seinem ersten Auftreten für unsere Sache 1893 haben uns zur Majorität 1450 Stimmen gefehlt, bei zu ziehen. Wir halten das Eintreten für die Demokraten und einen Vorgeschmack davon bekommen, daß sozialistische Agitatoren der Nachwahl hätten wir zur Erringung der Majorität Populisten für turzsichtig und auch unsere parteigenössischen auch in diesem Lande nicht auf Rosen gebettet" sind; er ward noch 1614 Stimmen gebraucht. In der der Hauptwahl Blätter in Amerita fämpfen energisch für eine unabhängige nämlich in der betreffenden Bersammlung in Los Angeles nebst folgenden Stichwahl erhielt der Nationalliberale" Wiesicke Politit, für Charles H. Matchett als Präsident und mehreren anderen sozialistischen Rednern wegen ,,, ungebührlichen 9026, unser Kandidat Genosse Ewald 8951, der Gegner Mathew Maguire als Bizepräsident. So werthvoll dieses Betragens" verhaftet, weil mehrere Silberfere Spettafel ge- fiegte somit mit blos 75 Stimmen Majorität. Bei dem Sondervorgehen für die Belebung der sozialistischen Agitation macht hatten! Es ist drüben auch schon manches" geleistet Gifer, den unsere Genossen in der kurzen bis zur Stichzweifellos gewesen ist, für das Wahlergebnis ist es von geringer worden in diesem Genre, aber so was kann doch wohl nur im Eifer, den unsere Genossen in der kurzen bis zur Stichwahl bleibenden Spanne Beit anwenden werden, darf man Bedeutung. Die Neigung der lohnarbeitenden Massen zu den Lande der Freien und Gleichen" passiren! Natürlich wurden wahl bleibenden Spanne Zeit anwenden werden, darf man Silberiten" ift auch durchaus erklärlich. In den Bergwerts. Die Angeklagten vom Richter fofort ehrenvoll entlassen", nachdem wohl hoffen, daß der Sieg ihnen zufallen wird. distrikten wird die ganze Wirthschaftslage auf das direktefte vom ste die Gelegenheit ausgiebig benutzt hatten, in ihren BertheiGilberabfat beeinflußt. Ju den überwiegend landwirthschaftlichen bigungsreden" bei dem den Gerichtssaal füllenden Publikum für Gebieten hängt Aufschwung oder Zusammenhruch vom Gedeihen unsere Jdeen Propaganda zu machen. der Farmer ab. Die noch am besten organisirten Arbeiter des Einen recht traurigen Gegensatz zu der entschiedenen StellingWeftens, die der Eisenbahnen, haben in den letzten Jahren nahme jener früher fleinbürgerlichen Organe bilden manche fog. Schulter an Schulter mit den Populisten gestritten, die jeßt das Arbeiter"-Blätter; leistete doch neulich eins derselben, der in treibende Element in der demokratischen Bewegung sind. Der Chicago angeblich als Organ der Arbeiter erscheinende Eight Gouverneur Altgeld von Illinois, heute der Mittelpunkt der Hour Herald" einen Artikel, in dem das Verhegen einer Klasse Bryan'schen Agitation im Westen, stand stets an der Spitze des gegen die andere" verdammt und die alte Redensart aufgefrischt Heinbürgerlichen Kampfes gegen die Kompagnien und Trufts; man wurde- die sich sonst taum noch irgend ein Arbeiter- Der gesammte Etat liegt nun dem Bundesrathe hat es heute noch nicht vergessen, daß er einst die Chicagoer führer alten Schlages anzuwenden getraut- daß die Unarchisten begnadigte, vor allem, daß er in dem letzten großen Interessen der Arbeiter und Kapitalisten von einander abhängig vor, er foll bestimmt dem Reichstage bei seinem Zusammentritte vorgelegt werden können. " Eisenbahner- Streit selbst den Konflikt mit der Bundesregierung feien. Eine Privatdepesche aus Brandenburg meldet: Ein tonfervativer Wahlaufruf meldet soeben Freitag den 6. November als Tag der Stichwahl. Da sonft über den Zag der Stichwahl nichts bekannt ist, vermuthet man in den Kreisen der Genossen, daß die Konservativen schon vorher von der Fest fegung des Wahltages Renntniß hatten und die Flugblätter schon vorher brucken ließen. nicht scheute, um Bullman und die Kompagnien zu Zugeständissen Ueber unsere Wahlagitation laufen vor wie nach von allerEine große Militärvorlage zur Ausstattung au zwingen. Nicht nur die gemeinsame Noth, auch der gleiche wärts günstige Nachrichten ein. Die Politiker der alten Parteien unserer Artillerie mit Schnellfeuer- Geschüßen soll in naher AusHaß bringt seltsame Schlafgesellen zusammen und so werden sind darüber ganz aus dem Häuschen, da fie hier vor einer ihnen sicht stehen. Parteikunft. Ju einem interessanten, Parteitunst" überschriebenen Auffatz im„ Magazin für Literatur" macht Sperans" intereffante Ausführungen über die Kunstdebatte auf unserem letzten Barteitage. Wir entnehmen dem werthvollen Auffage, ohne uns mit deffen Ausführungen in allen Einzelheiten zu identifiziren, folgende Ausführungen: ideell gewaltigste Kulturbewegung der modernen Menschheit thum gewesen, wenn von anfang an die Sozialdemokratie feind auch nach der Kunst verlangend ausblickt, daß da draußen ein felige Worte gegen die moderne Richtung fand. Längst bevor Bolt auf die Kunst und eine Kunst auf das Volk wartet. Die die Sozialdemokratie offiziell die junge Kunst gegen bornirte dünkelhafte Oberflächlichkeit mag getrost über all' die thörichten, Angriffe moralisirender Philister in den eigenen Reihen wacker lächerlichen, abfurden und banaufischen Wendungen spotten, die schüßte, fanden scharfe Auseinandersetzungen zwischen den rückständige Beschränktheit und traffe Unwiffenheit in dem Kunst- Wortführern der Partei und des jüngsten Deutschlands streit von Siebleben unbefangen, naiv gewagt hat, aus der Tiefe statt. Damals famen prinzipielle Meinungsverschieden. Die Sozial schimmert in neuem Beweise der stählende Trost, daß endlich heiten sehr bedeutsamer Art zum Austrag. uns eine verläßliche Kulturbewegung erstanden ist, der wir auch demokratie, die von der Untergangsreise der bürgerlichen In Siebleben, dem Dorfe Gustav Freytag's, hat zum ersten unsere zartesten Heiligthümer getroft anvertrauen tönnen. Gesellschaft überzeugt ist, fonnte nicht die künstlerischen VerfausMale eine politische Organisation öffentlich über die Kunst, ja blüthen für sich als Wahr- und Wehrzeichen dulden. Dadurch, mehr, über die moderne Kunst debattirt. Noch nie haben wir Mit Feuer und Pathos wahrte Edgar Steiger der Kunst das daß sie selbstverständlich die matte Epigonenkunft ablehnte, war in unseren Parlamenten, auf unseren bürgerlichen Parteitagen Recht der Unanständigkeit und begeistert schilderte er, wie er es sie noch nicht verpflichtet, sich zu der neuen Richtung zu be solche Töne vernommen, höchstens daß im bayrischen Landtag die auf sich genommen habe, die Arbeiterschaft vorsichtig und mit tehren, die im Kampfe mit jener auf demselben Boden der Fäul schwarze Teufelsgarde den Born Gottes und des Ministeriums den nothwendigen Konzeffionen zur Runft heranzuziehen, zur niß wuchs. Heute hat die Partei auf dem Parteitag von Siebauf die fündige moderne Kunst herabzeterte, die in wüstem modernen Kunst, als der einzigen, die wir haben, und Steiger leben in aller Form Frieden mit der Uebergangskunft geAber die Materialismus versunken, im Schmuße wühlend und vom Ge- fand mit diesen Darlegungen bei der großen Mehrheit lebhaften schlossen, weil teine andere vorhanden ist. stant sich mästend, schweinisch und fegerisch bestimmt einen der Beifall. Sehnsucht nach einer anderen, nach einer Parteikunst im höchsten Sinne, ist nicht erloschen, noch weniger vervielen fittlichen Weltuntergänge zur Folge haben müsse, die in den frommen Laboratorien jederzeit vorräthig zu haben sind Damit aber war die Angelegenheit nicht erschöpft ächtlich, fie birgt im Gegentheil die Gewähr, daß nicht die moderne oder nach Maaß angefertigt werden können. Die größte deutsche Ein zweites, weit wichtigeres Problem blieb zu lösen, das freilich Strömung stagnirt. Partei hat einen erheblichen Theil ihrer Jahresversammlung der nur in Andeutungen gestreift wurde und nicht zu klarer Man hat zur Zeit jener früheren Auseinandersetzungen geErörterung von Runfifragen gewidmet, und ob dieses unerhörten Fixirung gelangte, das mehr instinktiv gefühlt als begriff: fpottet, die Sozialdemokratie in ihrem parteibeschränkten KunstVorgangs wohl hat die Tagespresse diesmal die verächtlichsten lich erkannt wurde: Ist diese moderne Kunst, von der zugeftanden proletenthum verlange dramatisirten Mary, und man hielt Urtheilsclichés herausgesucht, die man in allen Gattungen und fein mag, daß sie die einzige ist, die wir haben, eine Kunst biefen spöttischen Einfall für eine überaus glückliche Formel, Graden des Mißfallens seit 25 Jahren in den Bleikammern der für die Sozialdemokratie? Hat Edgar Steiger nicht die um die Forderung einer Parteifunft zu widerlegen. In WahrJournalistit angesammelt hat. Niemals war der Parteitag der heilige Pflicht, den Genossen eine Parteifunft zu bieten? heit begünstigte der Wih die Forderung. Die Sozialdemokratie Sozialdemokratie so ergebnißlos, flach, unbedeutend, widerlich als In Wahrheit ist es ein Aberglaube, daß Parteifunft das verlangte zwar nicht dramatisirten Mary, aber sie erfehnte heuer. Gewiß, ihr Herren, hat man doch sogar über die Kunst Ende der Kunst sei. Dieser Aberglaube, allzeit gehätschelt von ihn in dunklem Drange. Und diese Sehnsucht ist nichts debattirt! Wie flach, unbedeutend und widerlich! den Müßiggängern der Kultur, den entwickelungsflüchtigen als das brünstige Bedürfniß nach einer großen modernen WeltDoch ernsthaft. Die Kunsterörterung in Siebleben war ein Romantikern, den Armen im Geifte und den Schwachen am anschauungs- Kunst, und wir werden, im Ernste, erst dann den bedeutsames Ereigniß. Es handelt sich nicht nur um die Erziehung Fleische, ist das stärkste Hemmniß der Entwickelung echter Bolts- Klaffiter der Modernen befißen, wenn uns der dramatische Mary der Sozialdemokratie, also des Proletariats, der Boltsmaffe zur funft. Gewiß, eine tgl. fächsische konservative Sofraths- Partei- ersteht. Der Dichter der Zukunft, auf den wir warten, wird Kunst, sondern es handelt sich ebenso sehr um die Erziehung der funft ist ein Unding. Auch die Programme von Bioz, Liebermann, ein überzeugter Parteimann sein und feine Kunft eine ParteiKunst zur Boltsmasse. Bisher ist es ein Feuilletonistenwahn Paasche und Eugen Richter laffen sich, wenn man den einen tunft. Denn nur in der einheitlichen Zusammenfassung aller gewesen, daß die Kunst die Kunst eine irgend beträchtliche Rolle Träger ausnimmt, poetisch nicht ausmünzen. Wo aber eine Kulturrichtungen, nur in dem vorahnenden Bewußtsein des im modernen Kulturleben spiele. Das Premièrenpublikum große Kulturbewegung sich in einer Partei fristallisirt, Werdenden und Reimenden erwächst der Dichter der Universalität. ist teine Kunstgemeinde, und die paar Literaten auch und die moderne Form jeder Kulturbewegung ist die Partei, da In Siebleben hat zum ersten Male eine politische nicht. Wir hatten im günstigsten Falle Literaturvereine, muß auch die Kunst Parteitunft sein. Hier ist die Partei nicht Partei der modernen Kunst eine Reverena erwiesen, jetzt eine Boltstunst gab es ebenso wenig wie ein Kunstvolt. ein ablösbares Etikett, sondern die Essenz jedes fortschreitenden ist es Sache der Kunst, fich der Auszeichnung würdig Außerhalb der Schöngeisterklubs kümmerte man sich faum um Geistes. Der Dichter, der in der Kulturbewegung steht, fann zu erweisen. Edgar Steiger aber, der die Erziehung des Volkes Diese Strebungen, die angeblich die Blume der Kultur darstellen. nichts anderes sein als Parteimann, er ist als solcher nicht schon aur Kunst als seine Lebensaufgabe betrachtet, ist eigentlich allzu Die Brüsewige waren wichtigere Arbeiter am Zeitgeist als die Künstler, aber er ist noch weniger ein Künstler univerfalen Stils, billigen Kaufs davongekommen, als man sich mit einer Mahnung Hauptmann und Ibsen. Die unterdrückten freien Bolkebühnen wenn das Parteiblut nicht in ihm pulfirt. Die Partei der Zuzum Rothftift begnügte. Die unklar gährenden Gefühle hätten waren eigentlich die einzigen Stätten der Hoffnung. Jetzt funft muß auch den Dichter der Zukunft gebären, sofern sie fich leicht wider ihn auf auftreten und ihn anherrschen können: aber hat Uns Siebleben gelehrt, daß die bei allem als eine Kulturbewegung bewährt. Edgar, Edgar, gieb uns eine Kunst, ehe Du uns zu ihr Kleinlichen und Peinlichen der äußeren Erscheinung Es ist gewiß nicht nur Berständnißlosigkeit und Banaufen- erziehft.... " leber den Ueberschuß im preußischen Richard, gewählt wurde. In der Stichwahl stehen sich gegen- 1 der Geschäftslage in der Rammer, für lange Zeit von der Tages. Staatshaushalts- Etat von 60 Millionen Mart ist, über der Freifinnige Gavard, der auch für die Arbeiter ein ordnung zu verschwinden. wie Herr Miquel seinen Ministerialrath in der Post" sagen läßt, sympathischer Politiker ist und den die Sozialdemokraten den die Sozialdemokraten Das politische Interesse der geftrigen Sigung konzentrirte bereits vollständig Verfügung getroffen. Vorab werden 20 Mil unterstüßen werden, und der Konservative Odier. Ersterem fehlten sich nicht im Sigungsfaal, sondern in den Wandelgängen. Man erörterte da eifrig die von der Libre Barole" lionen Mark laut einem Vorbehalt im Etat verwandt zu einem zum absolutem Mehr nur 18 Stimmen. der persönlich besonderen Dispositionsfonds für Zwecke der Eisenbahn- Ver- Die neue Bundesversammlung der Ständerath gebrachte Meldung, wonach ein Minister, waltung. Die übrigen 40 Millionen Mark werden nach dem ist theilweise neu gewählt worden- tritt bereits am 7. Dezember mit 1700 000 Fr. an einer Rosinenwein Fabrit betheiligt das Fallenlaffen des ursprünglichen, das Direkte Eisenbahngarantie- Gesetz zur Staatsschuldentilgung verwandt. in Bern zur Wintersession zusammen. Die bald 15 jährige ist, Die lettere erreicht dadurch für dieses Rechnungsjahr die Höhe Seeschlange, Kranten und Unfallversicherung, Berbot der Rosinenwein Fabrikation aussprechenden Entwurfes von 75 Millionen Mart. Das ist 16 pet. der Staatsschuld. tommt noch nicht zur parlamentarischen Behandlung. zur Vorbedingung seines Eintritts ins Rabinet Meline gemacht Und trotz solcher schon durch das Eisenbahngarantie- Die Volts abstimmung über das Bundes- hätte. Die Meldung findet ihre Bestätigung darin, daß in der Gesetz herbeigeführten Schuldentilgung soll, wie die Frei- Bantgefeß hat der Bundesrath auf den 28. Februar 1897 geftrigen Debatte weder der Handels- noch der Finanzminister finnige Beitung" richtig bemerkt, bekanntlich noch ein be- festgefeßt. Die Wertheidiger wie die Gegner haben also noch bas Wort ergriffen haben. Sie überließen die Bertheidigung des fonderer Automat zur Sicherung einer weiteren Schulden vier Monate Zeit zur Führung des Kampfes. tilgung auch in schlechten Jahren jetzt im Landtag konstruirt werden. Die Schuldentilgung für 1895/96 vollzieht sich in der Form der Verrechnung auf die bewilligten Eisenbahnkredite. Schließlich kann aber selbst dieser Ministerialrath nicht umhin, zu empfehlen, die günstigen Finanzverhältnisse zu benußen, um Tarifermäßigungen bei den Güterfrachten der Eisenbahnen herbeizuführen. Bor noch nicht langer Zeit bestritt gerade der Ministerialrath in der Post" die Zulässigkeit solcher Maßnahmen. Inzwischen hat sich über diese Frage bekanntlich eine lebhafte Meinungsverschiedenheit im Staatsministerium zwischen dem Finanzminifter und dem Eisenbahnminister entsponnen. Nach der Schwenkung der Boft" zu urtheilen, scheint der nächste Vorgefehte des Ministerialraths, der Eisenbahnminister, über den fistalischen Herrn Miquel die Oberhand gewonnen au haben in dieser Frage. Die Berichte der Fabriks Aufsichtsbeamten sollen in den nächsten Tagen erscheinen. Frankreich. Entwurfs Turrel, der in diesem Falle nicht als Vertreter der Regierung sprechen fonnte, fintemalen er Minifter der öffentlichen Arbeiten ist. Zudem ist die sehr präzis gefaßte Meldung Paris, 30. Oktober.( Eig. Ber.) Die Herbstfession nicht dementirt worden. beginnt unter sehr ungünstigen Symptomen für das Minifterium. Die Vorlage betr. Erneuerung des Privilegium3 Gleich in der Eröffnungssigung der Kammer wurde Meline ber Banque de France ist im geftrigen Ministerrath be verhöhnt wegen des unfäglich plumpen Versuchs, den Zaren- fchloffen worden. Im wesentlichen ist es die Reproduktion der rummel als ein die Regierung fräftigendes Ereigniß zu deuten. alten, von der früheren Kammer beiseite geschobenen Vorlage, Die zweite Kammerfißung brachte den Regierungsparteien und die zum geistigen Vater den Ober- Postmeister Rouvier mittelbar der Regierung selber eine empfindliche Schlappe, indem hat. Das besagt deutlich genug, daß die Hochfinanz mit die Kammer zum Nachfolger des verstorbenen Vizepräsidenten Claufel der Vorlage zufrieden sein kann. Die„ Verbesserungen" gegenüber de Gouffergues, eines waschechten Opportunisten, den Oppofitions- der ursprünglichen Vorlage bestehen in der Hauptsache in kandidaten Isambert mit 186 gegen 158 Stimmen wählte. folgenden Bestimmungen: Die jährliche fire Abgabe an den Der neue Vizepräsident ist Vorsißender der progreffiftischen Staat, die bisher 21/2 Millionen betrug, wird in eine proKammergruppe, die eine Mittelstellung zwischen den Raditalen portionale umgewandelt, und zwar wird sie jeweilen bestimmt und den Opportunisten einnimmt, in allen entscheidenden Ab- durch das Produkt der Multiplikation eines Achtels des stimmungen aber gegen das Minifterium votirt. Isambert selber Diskonto- 3insjußes mit dem Betrage der produktiven Bankhatte in der verflossenen Session eine geharnischte Rede gegen die noten- Birkulation; die dem Staatsschatz bisher vorgeschoffenen flerifalfreundliche Politit Meline's gehalten. 140 Millionen sollen tünstighin ainsfrei sein, ebenso wie - Das preußische Vereinsgefet. Der„ Hamb. Noch fataler war die gestrige Sigung für das Ministerium die später nach Maßgabe des Bedarfs vorzuschießenden weiteren Korr.", dessen Beziehungen mit Reichskanzlern und Ministerien deshalb, weil Barthou zum allgemeinen Erstaunen um Auf- 40 Millionen; die Wechsel der Genossenschaften jeder Art sollen bekannt sind, schreibt:" Daß in gewiffen politischen Kreifen der schub der Jaurèsschen Interpellation über die unter den gleichen Bedingungen wie die der einzelnen Geschäftslebhafte Wunsch besteht, eine über die Abänderung des Garmauger Vorgänge bat, und zwar unter dem un- leute diskontirt werden. Dazu kommt eine Reihe von fleinen § 8 des preußischen Vereinsgefezes hinausgehende Ber- glaublichen Vorwand, er sei über die Angelegenheit noch Abänderungen zu gunsten des Staates und der GewerbeBugleich aber erklärte der treibenden. Dafür aber wird der Bank ein weiteres befferung" des Gesetzes von 1850 im Landtage zu verfuchen, nicht hinlänglich informirt. war schon lange fein Geheimniß. Neu ist nur die Nachricht, Kraftmeier, die volle Verantwortlichkeit für die ihm Geschent von 1 Milliarde Franks gemacht, indem das Die Marimnm der Banknoten- Emission von vier auf fünf daß über diese Frage Meinungsverschiedenheiten auch innerhalb unbekannten! Polizeithaten übernehmen zu wollen. Die Börse begrüßte denn auch des Staatsminifteriums bestehen, und daß deshalb die Borlegung Wahrheit ist, daß Herr Barthou mit den bisher eingelaufenen Milliarden erhöht wird. eines Gefeßentwurfs, der politischen Bereinen geftattet, mit ein Polizeiberichten unzufrieden ist. Um die notorischen, selbst von die verbefferte" Borlage mit einer Hauffe von 30 Fr. auf die ander in Berbindung zu treten, in nächster Zeit nicht in Aussicht den Berichterstattern der ministeriellen Zeitungen gemeldeten Attien der Bank. Auch die Staatsrente erfuhr gestern eine Hauffe, nachdem ftehe. Die im Reichstage gemachte Zusage des Reichskanzlers bezog Thatsachen umlügen zu können, hat er eine ergänzende" Polizeisich lediglich auf die Aufhebung des Verbots der Verbindung untersuchung bestellt. Jaurès bezeichnete denn auch die der Ministerrath endgiltig die Rentensteuer aufgegeben politischer Vereine(§ 8). Daß Fürst Hohenlohe Neigung habe, Drückebergerei des Urhebers des mißlungenen Streiches als ein hatte... Rochefort denunzirt mit recht in einem aufsehendarüber hinauszugehen, ist, wie geschrieben wird, um so indirektes Eingeständniß der Schuld und schloß seine höhnende erregenden Artikel den verdächtigen Zusammenhang zwischen den unwahrscheinlicher, als jede Beschränkung des Vereins Replit mit der Erklärung, daß die sozialistische Partei eigent- Beschlüssen des gestrigen Ministerrathes und der jähen Hauffeund Versammlungsrechts wieder in den als ungang lich schon Genugthuung bekommen habe... Die Interpellation Aftion. Die Beschlüsse betr. das Bankmonopol und die Renten bar befundenen Weg eines Umsturzgefezes einlenten würde. wird am Dienstag, unmittelbar nach der Debatte über die Orient- steuer wurden nämlich erst um 5 Uhr abends, also nach Daß Versuche in dieser Richtung im Abgeordnetenhause politit Frankreichs, verhandelt werden. Börsenschluß, öffentlich im Temp3" bekannt ge am Ausgang des Ministerrathes, d. h. mehr Aussicht haben würden als im Reichstage, fann man nicht Die brutale Parteinahme der Regierung gegen die Glasmacht, während Eröffnung der Börse, so ohne weiteres behaupten. Man muß sich auch erinnern, hütte von Albi bat zur Folge gehabt, die Geldsamm vor eine äußerst nichtssagende Eine Wittwe, offiziöse Mittheilung an daß der letzte nationalliberale Parteitag sich ausdrücklich gegen lung des Jutranfigeant" emporzuschnellen. die Presse versendet wurde. Der Ministerrath befaßte sich mit der eine Berschlechterung des preußischen Vereinsgesetzes, aber namens Bourgeois, stiftete 10 000 Fr., awei Ungenannte 600 Fr. Es hieß da: für den Erlaß eines liberalen Reichsgefeßes erklärt hat. Unter Auch mehrere radikale Abgeordnete figuriren in der heutigen Erledigung der laufenden Geschäfte!..." Rein Wort also von diesen Umständen würde das Zentrum den Ausschlag zu geben Substriptione lifte. den hochwichtigen Beschlüssen und trotzdem die Hauffe! Bum haben; in welchem Sinne das geschehen würde, ist nicht zweifel- Die sozialistische Rammerfrattion hat Mille ersten Mal werden derartige Beschlüsse 4-5 Stunden lang der haft. Die preußische Regierung würde sich also nicht nur dem rand beauftragt, während der Debatte über die Barenempfangs- Bresse vorenthalten. Der Vorgang sieht einem Börsenkoup Borwurf einer illoyalen Ausführung einer gegebenen Bu Kredite eine Anfrage über das französisch russische so ähnlich, wie ein Ei dem anderen. Man muß gestehen", sage, sondern auch der Gefahr einer parlamentarischen Nieder invernehmen zu stellen. Eventuell wird auch Jaurès schließt Rochefort, daß, wenn die Minister nicht für sich selber lage ausfegen. Der Erfolg würde abermals ausschließlich auf das Wort ergreifen, b. h. die Anfrage wird in eine Interpellation gearbeitet haben, fie wahrlich recht gute Kerle sind, indem sie feiten der Sozialdemokratie sein, die ihren Anhang wieder einmal umgewandelt werden. Mit diesem Beschluß der Fraktion steht sich derart für andere Lompromittiren." Auf die weitere Entmit der brohenden Gefahr einer gefeßlichen Bergewaltigung in in Busammenhang der Austritt des Pariser Abgeordneten widelung der heiflen Angelegenheit darf man gespannt sein. Bewegung fehen könnte." Gouffot aus derfelben. Diefer gehört zu den halbsozialistischen -Prudent Dervillers, der sozialistische Abgeordnete Das Bereinsrecht und die Christlich- Mitgliedern der Fraktion, die mit der Anfang Juni 1.3. an Sozialen. Stöder's Bolt" beftreitet, daß durch die genommenen international- sozialistischen Programmerklärung un- des 19. Parifer Wahlbezirtes, ein eifriger, alter Genoffe und Delegirtenverfammlung der älteren Chriftlich- Sozialen und deren zufrieden sind. Das unpatriotische" Mißtrauen der Sozialisten energischer Vertreter der Einigung der sozialistischen Fraktionen, Borbereitung das Vereinsgesetz übertreten wird. Wenn dem so gegen die Barenfreundschaft hat den guten Goussot vollends scheu ist im Alter von 47 Jahren gestorben. ift, bann hat das fromme Blatt bie bezügliche Notiz so ungeschickt gemacht. Bei den nächsten Wahlen wird es sich zeigen, ob er, wie es in seinem Austrittsschreiben heißt, die Gesinnungen seiner wie nur benkbar abgefaßt. Wähler" richtig gedeutet hat. Die Bäckerei Berordnung ist Berliner Landgerichte als Berufungsinstanz und vom Hamburger Schöffengerichte als zu Recht bestehend anerkannt worden. Wohl noch in diesem Monate dürften wir übrigens ben Anfturm der Konfervativen, Nationalliberalen und Frei finnigen im Reichstage erleben. . Wir find auf Brefeld's Debut begierig. " nun vom Gegen den Diftrittstommiffar v. Garnap ist, wie das Pof. Zagebl." erfährt, wegen der in der Schwurs gerichtsverhandlung zur Sprache gebrachten, noch nicht verjährten Mißhandlung des Nachtswächters und des Arbeiters Grygiel in Pszenica bereits ein strafrechtliches Verfahren eingeleitet worden. -Buderkartell. Unter der Firma Bereinigte Buckerfabriken Hannover- Braunschweig, Gesellschaft mit beschränkter Haftpflicht, hat sich in Hannover die erste Kartellgesellschaft Deutschlands gebildet. Der Zweck der Gesellschaft ist eine bessere Verwerthung der Melaffe und eine gemeinsame Interessenvertretung. Ungarn. " " " Dänemark. Kopenhagen, 2. November. Bei der Hausfuchung in der Wohnung des verhafteten Redakteurs des Anarchistenblattes Proletaren", Möller, wurden mehrere tausende gefälschter SparkassenMarken vorgefunden. Paris, 31. Oktober. Nach dem heute der Deputirtentammer vorgelegten Gefeßentwurfe betr. die Erneuerung des Privilegiums Bis zum Sonnabend Abend sind im ganzen fünf Leiter der der Bank von Frankreich soll der Gewinn von einer gewissen Grenze ab zwischen der Bank und hiesigen Anarchistenpartei unter dem Verdacht der Mitschuld an dem Staat getheilt werden. Ferner sollen die den gegen die Sparmarkenkasse verübten Fälschungen verhaftet. Landwirthschaftlichen Kreditbewerber den Es werden noch weitere Verhaftungen erwartet. taufmännischen gleich gestellt werden. Italien. Der Bericht des Finanzministers, welcher dem vom Prästdenten Faure unterzeichneten Dekret, betreffend die Einsehung Nem, 31. Oktober.( Eig. Ber.)( Italien und der einer außerparlamentarischen Kommission zur Prüfung der Frage Dreibund.) Die Krisis, welche gegenwärtig das Verhältniß bes Alkohol monopols vorausgeht, faßt die Prüfung Italiens zu dem Bündnisse der mitteleuropäischen Staaten folgender Fragen ins Auge: Fabritationsmonopol, Rektifisirungs- durchmacht, hat, soweit das Verhalten Italiens selbst dabei in betracht kommt, ihre Ausgangspunkte in dem italienischmonopol und Verkaufsmonopol. Paris, 2. November. Der sozialistische Deputirte Rouanet französischen Vertrag über Tunis, in der montenegrinischen erklärte in der„ Laterne", angesichts der Enthüllungen" der Heirath und in den irredentistischen Gloffen zur Einweihung Die Gefahr liegt aber Hamburger Nachrichten" müsse die Kammer auf das Ent- des Dantedenkmals in Trient. in diesen drei Vorgängen, sondern schiedenste Aufklärung über die Tragweite der französisch- russischen nicht eigentlich vielmehr in dem Mangel an einer festen Tradition, Entente verlangen. So dürfte in der französischen Nationalversammlung die an welchem die auswärtige Politik Italiens überhaupt leidet. Budapest, 2. November. Bon ben für die vier Wahltage erfte Debatte über die Bismarc'schen Enthüllungen stattfinden. Von einer starken und allgemeinen Strömung au gunsten eines anberaumten 405 Wahlen ist bisher das Endergebnis aus Wird der Reichskanzler sich nicht auch in dieser Sache zu einer Er- Anschlusses an Frankreich ist in Italien zur Zeit keine Rede; ber 404 Bezirken bekannt. Danach wurden gewählt: 274 Liberale, flärung genöthigt sehen? Der Würde des Reiches würde es ent- Abschluß des tunesischen Vertrags mit Frankreich ist lediglich 37 Anhänger der Nationalpartei, 48 Anhänger der Kossuth sprechen, wenn Fürst Hohenlohe sich nicht erst durch eine Inter- unter dem Drucke der Nothwendigkeit erfolgt, die Italiener in fraktion, 6 Anhänger der Ugronfraktion und 21 Anhänger der pellation zu einer Meinungsäußerung zwingen ließe. Tunis gegen französische Vergewaltigung zu schüßen. Die Ansprüche des italienischen Frredentismus tönnen in Verbindung Boltspartei; 9 Gewählte haben sich feiner Partei angeschlossen; in 7 Bezirken hat sich die Nothwendigkeit einer Stichwahl ergeben; Die That eines Berrüdten wieder als An- mit der südslavischen Agitation, mit welcher die italienische in einem Bezirke( in Varin, Komitat Trencsen) wurde die Wahl archistenstreich gedeutet. Dies geht aus den folgenden Depeschen Presse aus Anlaß der montenegrinischen Heirath Fühlung genommen hat, vielleicht einmal gefährlich werden, aber unterbrochen und in einem Bezirke( Rimaszecs, Komitat Gömör) aus Paris hervor: Ein stellenloser Küchenjunge, namens Leymarie, schoß heute erst dann, wenn die gegenwärtige Gruppirung der Mächte durch muß wegen Stimmengleichheit eine Neuwahl vorgenommen werden. Die Neuwahlen dürften in der ersten Hälfte des Nachmittag in der Rue des Petits champs auf einen Polizei- andere Ursachen umgestaltet worden ist. Die Hauptgefahr besteht, Monats November stattfinden. Die liberale Partei Agenten, welcher schwer am Ohr verwundet wurde. Ein anderer wie gesagt, in einer gewissen Schwäche und Direktionslosigkeit hat bisher 81 Mandate gewonnen, und zwar 24 von Agent, der dem ersteren zur Hilfe eilte, erhielt ebenfalls einen der auswärtigen Politik und der öffentlichen Meinung in Italien, Der Nationalpartei, 16 von der Rossuth, 21 von der Ugron- Schuß in die Schulter, welcher ihn leicht verwundete. Leymarie und in dem davon abhängenden Niedergange des italienischen Fraktion und 20 von denen, die früher feiner Partei angehörten. wurde verhaftet, er bezeichnete sich als Anarchisten. Bei einer Ansehens im Auslande, von welchem z. B. die bisherige GrHingegen verlor die liberale Partei 17 Bezirke, in feiner Wohnung vorgenommenen Haussuchung wurden zahl- folglosigkeit der Verhandlungen mit Brafilien zur Sicherstellung der dortigen Italiener einen Beleg liefert. Eine flare und ziel und zwar 3 an die Nationalpartei, 6 an die Kossuth- Fraktion, reiche anarchistische Papiere vorgefunden. bewußte Politit auf feiten der anderen beiden Dreibundsmächte tönnte diesem Mangel abhelfen. Wenn Italien sich in legter Zeit anscheinend nahezu von dem Zwergftaat Montenegro ins Der Abg. Graf Ladislaus Szapary, der Sohn des unga- Paris, 1. November.( Eig. Ber.) Die hervorstechende Schlepptan nehmen ließ, so würde es den beiden mitteleuropäischen rischen Obersthofmeisters, richtete an den Ministerpräsidenten Eigenschaft der gegenwärtigen Kammer, die Ohnmacht im guten Mächten natürlicherweise noch ungleich leichter fallen, einen maßBaron Banffy ein offenes Schreiben, in welchem er feinen Bei- wie im bösen, im großen wie im Kleinen, betundete sich auch in gebenden Einfluß auf die italienische Politik zu gewinnen, wenn vativen Standpunktes in der Kirchenpolitik ankündigt. In den betr. bie Stun ft- und Rosinenwein Fabrikation. aber fient, wie diese Mächte an allen anderen Stellen, nur nicht Kreifen der liberalen Partei herrscht indessen die Auffassung vor, Der Entwurf bezweckt die Begünstigung der Traubenwein- in ihren eigenen Bunde ihren Anhalt suchen, wenn man insdaß man unter derartigen Borbehalten nicht Mitglied derselben Broduzenten auf Kosten der Konsumenten, namentlich insofern es besondere den Wettbewerb um die Gunft Rußlands auch von fich unt den hygienisch unanfechtbaren und billigen Rosinenwein der mitteleuropäischen Politik zum Grundsay erhoben sieht, so ist Schweiz. handelt. Zu diesem Zwecke werden die Rosinen, neben dem bis- es erklärlich, wenn in Italien das Vertrauen auf den vom DreiZürich, 31. Oktober.( Eig. Ber.) Die Stichwahlen herigen Einfuhrzoll von 25 Fr. pro 100 kilo, mit einem dem bund ihm gewährten Rückhalt sich vermindert und wenn man sich für den Nationalrath finden theils am 8., theils am Altoholgehalt entsprechenden Steuerfaß belastet, so daß die fragt, ob es nicht beffer sei, mit Rußland, anstatt vermittelst der 15. November statt. In Bern ist nun statt des zurückgetretenen Gesammtsteuer 71,90 Fr. pro Kilo ausmachen soll, was deutschen Mächte, direkt Fühlung zu nehmen. In diesem Sinne Siebenmann Don den Sozialdemokraten der Armentafster eigentlich einem Verbot der Rosinenwein- Fobritation gleich: haben besonders die dem Fürsten Bismarck zugeschriebenen Mittheilungen über ein russisch- preußisches Einverständniß neben dem Urheber des Entwurfes ift Minister Scherz als Kandidat für den zweiten Wahlgang aufgestellt tommt. worden. Aussicht auf Wahlerfolg hat er aber nicht, da die Eisen- Turrel, der selbst ein vermögender Weinproduzent ist und Dreibunte in Italien wirten müssen. Nur der neuerdings erbahner, welche in Bern eine Rolle spielen, befchloffen haben, den feinen weinbauenden Wählern die Beseitigung der Rosinenwein- folgte Anschluß Rumäniens an den mitteleuropäischen Bund freifinnigen Bürzin zu unterstützen. Dagegen ist es wohl Konkurrenz versprochen hatte. Wie stellte sich nun die Kammer bilder in Italien eine Art von Gegengewicht gegen diese Ginmöglich, da die Kandidaten aller drei Parteien in den zweiten zum Weinvertheuerungs- Projekt? Zunächst lehnte sie den Gegenfeiner derfelben Wahlgang treten, daß das absolute entwurf des Genoffen Gabriel Deville ab, der in seiner - Das Wahlverfahren bei der PräsidentenMehr erreicht, so daß ein dritter Wahlgang nöthig wird, in dem trefflichen Jungfernrede die Intereffen der ärmeren Konsumenten bas relative Mehr gilt. Ganz gleich ist die Situation in Zürich, verfocht und demgemäß bloß die gefeßliche Verhinderung 28 a hl. Nur noch eine furze Spanne Zeit trennt uns von wo ebenfalls drei Kandidaten, von fozialdemokratischer Seite der Weinfälschung beantragte. Sodann aber nahm die Rammer einen der Präsidentenwahl in den Vereinigten Staaten, der man diess Breulich, in den zweiten Wahlgang eintreten. Auch in radikalen Zusagantrag an, demzufolge die Fabrikation von mal eine größere Bedeutung beilegt, wie seit vielen Jahren. Die Luzern dürfte die Wahllage sich in gleicher Weise gestalten. Rofinenwein für den Selbstgebrauch steuerfrei bleibt. Damit Wahl von Elektoren( Wahlmännern), die die Wahl eines Präsi Sie wandert denten und eines Bizepräsidenten vorzunehmen haben, findet In Genf ist noch ein zweiter Vertreter in den Ständerath ist die Regierungsvorlage durchlöchert worden. zu wählen, da am 25. Oftober nur einer, der Konservative wieder in die Kommission zurück, um wahrscheinlich, angesichts bekanntlich alle vier Jahre, am ersten Dienstag nach 7 an die Volkspartei und 1 an jene, die sich keiner Partei an Der Urheber der Attentate gegen die beiden Bolizei schließen. Der Reingewinn der liberalen Partei Agenten, Leymarie, ist aus Corrèze gebürtig und gilt als beträgt demnach 64 Wahlbezirke. geistig gestört. werden könne. Der drüde. Amerika. Wenn man bem ersten Montag im November ftatt; diesmal ist es| Uebersicht über die Entwidelung ber Bünfte gab, worin man Der Streit der Weber bei der Firma B. Neugebauer dec 3. November. Nach der Verfassung hat jeder Staat wohl nur in Mecklenburg eine Erörterung politischer Gegenstände Söhne in 2angenbielaui. Schl. hat, wie aus der vom so viel Elektoren zu wählen, als er Abgeordnete in das erblickt. Streiffomitee veröffentlichten Abrechnung hervorgeht, insgesammt Repräsentantenhaus nach Washington entfendet, zuzüglich Ueber das Thema: Duell unfug und Preßfreiheit 21 545,80 M. Roften verursacht. Eingegangen waren an freis zweier weiteren Elektoren, die gewissermaßen die beiden Sena sprach Genosse Wessel in Düsseldorf in einer von gut willigen Beiträgen, sowie von den Organisationen 21 758,56 M., Toren eines jeden Staates vertreten. Im Jahre 1812 waren es 1000 Perfonen besuchten Versammlung, in der alle Bevölkerungs so daß ein Bestand von 212,76 M. vorhanden ist. Gestreift nur 217 Elettoren, 1832 fchon 268, bei deren Wahl 1217 691 tlassen vertreten waren, unter lebhaftem Beifall. Der Zorn der hatten während des acht Wochen langen Lohnkampfes rund Bürger abstimmten. Im Jahre 1852 waren diese Ziffern auf Düsseldorfer Einwohnerschaft über den Duellunfug und über die 500 Personen. 298, beziehungsweise 2 988 052 Wahlberechtigte, 1872 auf 339 Brüfewih'sche Heldenthat läßt sich, wie man uns von dort beziehungsweise 6431 149, 1888 auf 401 beziehungsweise 11 390 542 fchreibt, taum schildern, und daß der Ausgang der Duellprozesse und 1892 auf 444 Elektoren, beziehungsweise 12 150 274 Wahl- die gegen eine Anzahl Redakteure angeftrengt wurden und wobei berechtigte angewachsen. Bei der diesmaligen Wahl sind unser Genosse Wessel zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt worden 447 Elettoren zu wählen und die abfolute Mehrheit, die zur Er- ift, nicht geeignet ist, die Stimmung zu besänftigen, versteht sich wählung eines Präsidenten nöthig ist, beträgt also 224. von selbst. 10 Jm Reichstage Wahlkreise Mainz verschmähen die Gegner kein Mittel, um den Sieg unseres Kandidaten Dr. David zu verhindern. In einer ganzen Reihe von Ortschaften find uns von den Wirthen sämmtliche größere Lokale zur Abhaltung von Wählerversammlungen verweigert worden. Frau Klara Zetkin theilt in der Schwäb. Zagwacht" mit, daß ihr der Stand ihrer Gesundheit für die nächste Zeit leider jede Agitation außerhalb wie innerhalb Württembergs unmöglich macht. 29 Polizeiliches, Gerichtliches 2c. unter Umständen größere Dimensionen annehmen fann, steht Ein neuer Streit der Messerreider in Solingen, der bevor. Der Verein der Schlacht-, Brot- und Gemüse- Messerreider faßte einen dahingehenden Beschluß. Die in Arbeit befindlichen Meffer dürfen noch zum alten Preise angefertigt werden, mit der Maßgabe, daß die Messer im Laufe der Woche fertig zu stellen find. Neue Meffer dürfen nur nach dem neuen Preisverzeichniß angefertigt werden. Alle Fabrikanten, welche das neue Breis verzeichniß nicht anerkennen, find in Streik erklärt, und der Streik sollte event. vom 2. November ab ein allgemeiner fein. Weiter wurde beschlossen, daß keine Maßregelungen geduldet werden und alle Kollegen fich solidarisch erklären. Sonntagsruhe protestirt wird. Konkurrenzklausel- Verträge und gegen die Verkümmerung der Die Versammlung beschloß ein. stimmig, an den Rath und die Stadtverordneten Leipzigs die Forderung zu stellen, die Sonntagsarbeit im Handelsgewerbe auf drei Stunden zu beschränken. Simmering hat die Arbeit bedingungslos wieder aufAus Wien. Auch das Personal der Jutespinnerei in genommen. Die Arbeiter Zeitung" schreibt zu dem unerfreulichen Ausgang des Streiks: Wir müssen abermals, wie schon so oft, mahnen, im Gebrauch der Waffe des Streits die größte Vorsicht walten zu lassen. Die Wahl der Elektoren war anfangs den einzelnen Staatslegislaturen überlassen, und auch jetzt noch haben die Staaten innerhalb gewiffer Grenzen das Recht, zu bestimmen, nach welcher Methode die Wahl stattzufinden hat. In Michigan zum Beispiel werden die Glektoren in den einzelnen Kongreßdistrikten ge wählt, während in allen übrigen Staaten das Listenstrutinium gilt, das heißt, jeder Wähler darf so viele Namen für Elektoren auf feine Liste schreiben, als der Staat Elektoren zu wählen hat. Wahlberechtigt ist jeder Amerikaner, der das Arbeiter auf dem Bau der deutsch reformirten In Magdeburg ist der Ausstand der Maurer und 21. Lebensjahr überschritten und sich in die Stimmlisten hat ein Kirche beendet. Der Meister versprach pünktlichere Lohns tragen lassen. Der Wahlmodus besteht in der Hauptsache darin, Die österreichische Parteipreffe ist um 4 neue Organe auszahlung, was die Forderung der Streikenden gewesen war. daß der Wähler auf der ihm übergebenen Kandidatenliste zu den Namen derjenigen Kandidaten, die er gewählt sehen möchte, ein verstärkt worden. In Bablonz an der Neiffe( Brunnengasse 25) Zeichen ein liegendes Kreuz- macht. Obgleich mannigfache erscheint seit 22. Oktober" Der Gebirgsbote", sosial Bersammlung der Sand Isangestellten, die von der Freien In Leipzig nahm eine von gegen 1000 Personen besuchte Strafen für die Beeinflussung von Wählern eingeführt sind, politisches Organ für das fer- und Riefengebirge; in Florid3 Bereinigung der Kaufleute einberufen war, nach einem Referat macht. borf bei Wien( Angererstr. 20) erscheint in den ersten Tagen Am wenigsten direkte Beeinflussung der Wähler ist in denjenigen Staaten des November der Wähler", sozialdemokratisches Organ für des Reichstags- Abgeordneten Paul Singer zwei Resolutionen möglich, wo das fogenannte australische Wahl die Interessen der Wähler in der fünften Sturie; in Prag an, worin die Bestimmungen zum VI. Titel des Handels- Gesetzverfahren eingeführt ist, das im wesentlichen folgendes ist:( II. Fleischhackergasse 14) ist am 13. v. m. die erste Nummer des bedürftig bezeichnet sind und gegen die Santtionirung der An den Stimmplätzen müssen Stimmkaften mit der Aufschrift und in Pilsen wird anfang November ein zweites politisches Allgemeine Bettel" stehen und wo gleichzeitig Wahlen von Munisipalbeamten stattfinden, Stimmkaften mit der Aufschrift Blatt unter dem Titel, Nová Doba" erscheinen. Munisipalzettel". Für je 50 Wähler in einem Wahlkreis In Johannesburg im Transvaal, wo bekanntlich der müssen in dem Wahllokal abgetrennte Räume eingerichtet deutsche fozialdemokratische Verein Vorwärts" besteht, ist fein, in die die Wähler ganz allein eintreten, um ihre Bettel nun auch die Gründung eines englischen Sozialistenvereins auszufertigen. Wer stimmen will, giebt Namen und Adresse im Gange; derfelbe wird einen Zweig der Londoner Sozialan und erhält, wenn seine Wahlberechtigung nicht bestritten demokratischen Föderation bilden. wird, von dem betreffenden Beamten je einen Stimmsettel für jede Partei, die Kandidaten im Felde hat Mit dieser Rollektion Wahlzettel begiebt er sich in die Schranke und stempelt dort ein X hinter den Namen desjenigen Kandidaten, für den er stimmen will. Stempel und Tinte müffen von den Behörden geliefert werden. Nachdem er den Stimmzettel ausgefertigt und so gefaltet hat, daß dessen Nummer auf der Außenseite, nicht aber die Parteibezeichnung ersichtlich ist, verläßt er den geschlossenen Raum. Der Wähler faltet sämmtliche Bettel in der angegebenen Weise und muß ebenso viele Bettel, als er vom Beamten erhalten hat, diesem wieder zurückgeben. Deffnen darf er sie nicht wieder. Stimmt die Nummer der Zettel mit der im Wahlregister angegebenen, dann ruft der Wahlbeamte:„ gestimmt". Niemand darf länger als zehn Minuten in dem geschlossenen Ein Wolkenbruch von Berichtigungen ist über uns Raume bleiben. Wer seinen Bettel verdirbt, kann einen anderen herniedergegangen wegen der Bekanntmachung, die die verlangen, dies darf aber nicht öfter als dreimal in New Lohntommission der Lithographen und Stein York viermal geschehen; alle auf diese Weise zurückgegebenen drucker Berlins über den Stand des Streits in der SonnBettel müssen sofort als ungebraucht bezeichnet werden, und abend- Nummer( Nr. 256 vom 31. Oftober) veröffentlichte. Alle über alle diese Bettel ist Rechnung abzulegen. Wer unter Eid Berichtigungen beginnen mit folgender Einleitung: 3 ist un aussagt, daß er des Lesens unkundig ist, soll auf Ersuchen wahr, daß jämmtliche Rollegen, welche in seinen Bettel durch irgend einen der von ihm namhaft zu Ringbrudereien beschäftigt waren, ausständig machenden Wahlbeamten ausfertigen lassen. Die Wahlbehörde hat find". Zum Beweise dessen werden dann von den einzelnen jedem Wähler auf Ersuchen während fünf Tagen vor der Wah! Firmen eine Reihe Daten angegeben. einen Musterzettel auszuhändigen. Jeder Wähler hat Herr A. Radice, Markusstr. 3, erklärt: In meinem Be eines Ronflitts in der Porzellanindustrie. Nach In Limoges in Frankreich droht wiederum der Ausbruch das Recht, am Wahltage auf die Dauer von triebe sind zur Zeit 42 männliche und 76 weibliche Arbeiter in Beilegung des jüngsten Ronflitts zu gunsten der Arbeiter hatten 3wei aufeinanderfolgenden Stunden zwischen Thätigkeit. Deffnung und Schließung des Stimmtastens seinen Posten zu verlassen, den er im Dienste meinem Betriebe sind zur Beit 34 männliche und 24 weibliche der Arbeiter der Firma Delinières stellte nach unfruchtbaren Herr P. Hagelberg, Neue Grünftr. 30, theilt mit: In einige Fabrikanten ein neues Reglement ausbängen laffen, das die Bestimmungen betreffend Geldbußen verschärft. Ein Theil des Arbeitgebers inne hat, und er soll dafür Arbeiter in Thätigkeit. weder bestraft werden, noch Einbuße an seinem Herr W. Hagelberg, Marienftr. 19/22, schreibt: 1. Jnschaft. Darauf antwortet nun das Unternehmer- Rartell mit ber Unterhandlungen die Arbeit ein unter Buftimmung der Gewert Lohn erleiden. Es ist den Wahlbeamten nicht erlaubt, den meinem Betriebe find Namen eines Kandidaten zu enthüllen, für den irgend ein Wähler 670 weibliche Arbeiter in Thätigkeit. 2. Die einzige Arbeiterin, Streitenden die Arbeit nicht wieder aufnehmen. und Zeit 252 männliche Drohung einer allgemeinen Aussperrung, falls dis geftimmt hat, noch soll ein Wahlbeamter oder Bürger im Umtreife welche sich in meinem Betriebe seit dem Ausstande die Finger von tausend Fuß von einem Stimmplat als Stimmwerber thätig zwar nicht zerqueticht", sondern einen Finger gequetscht hat, ist sein. Niemand darf an einem Stimmplaz jemanden fragen, für keine neu angelernte, sondern eine ältere gelernte Prägerin, wen er zu stimmen beabsichtige. welche fich gleich vielen anderen Berufsgenossinnen am Ausstande nicht betheiligt. HO Wegen Beleidigung des Bürgermeisters Such 3 I and in Luckenwalde wurde Genosse Huth, der Redakteur der„ Brandenburger Zeitung", vom Schöffengericht in Brandenburg zu Woche Gefängniß verurtheilt. Der Amtsanwalt hatte 1 Monat beantragt. Es handelte sich um eine Kritik der Thatsache, daß der Bürgermeister 31 M. Zeugengebühren irrthümlich liquidirt hatte. Der Gerichtshof erblickte darin nur ein grobes Berseben, während die„ Brandenburger Beitung" strenger geurtheilt hatte. 120Gewerkschaftliches. zur Herr Karl Hellriegel, Rochftr. 5, berichtet: Es hat sich feiner meiner Arbeiter am Ausstand betheiligt. Die Herren Heymann u. Schmidt, Schönhauser Allee 164, sagen: In unserem Betriebe sind zur Zeit 112 männ liche und 146 weibliche Arbeiter in Thätigkeit. In der Lohnbewegung der Schuhmacher ist am 28. Oktober ein vorläufiger Friede geschlossen worden. Die Firmen Löwenstein, Wedeles und Tremmel erklärten, bis zur Beendigung der Kommissionsverhandlungen den von den Arbeitern vor kurzem durchgefeßten Tarif zu bezahlen. Unter dieser Bedingung wurde bei diesen Firmen die Arbeit wieder aufgenommen. Desgleichen erklärten die Vertreter der Unternehmer, dahin wirken zu wollen, daß auch bei den Firmen 28 ippler und Rubez unter denselben Bedingungen die Arbeit wieder aufgenommen werden könne. Im übrigen ergab die Verhandlung ein für die Arbeiter feineswegs befriedigendes Resultat. Die Hauptforderungen der Arbeiter: Beseitigung des Sizwesens und Errichtung von Betriebswerkstätten, wurden auf grund eines Beschlusses der letzten Fabrikantenversammlung rundweg abgelehnt. Die Vertreter der Arbeiter nahmen diefe ablehnende Antwort sowie einige auf den Minimallohn- Tarif bezughabende Propofitionen zur Kenntniß, um einer Bertrauensmänner- Bersammlung darüber zu berichten. Diese wird erst über die weiteren Schritte beschließen. das Herold'sche Bureau: Seit drei Tagen verweigern die Lon Ueber den Droschkentutscher- Streit in Lonbon berichtet doner Lohnkutscher den Reisenden ihre Dienste. Anstatt dieselben bis ins Innere der Bahnhöfe au befördern, feßen sie die Reifen den mit ihrem Gepäck vor dem Bahnhof ab, was zu vielen Un auträglichkeiten führte. Görlig, 2. Nov.( W. T. B.) Dem Neuen Görliger Anzeiger" eine Explosion schlagender Wetter statt, durch welche 6 Bergzufolge fand in der Friedrich- Hoffnungsgrube" au Hermsdorf leute nicht unerheblich verlegt wurden. Solche Bestimmungen sind freilich noch nicht überall in Geltung, und es kommen mancherlei Abweichungen vor. In New- York zum Beispiel sind die Stimmpläge von 6 Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags offen, an anderen Orten fängt die Wahl später an und endet auch später. Da sich der Name der Präsidentschafts- Randidaten natürlich nicht auf der Liste der Elektoren- Kandidaten befindet, so hat sich der Wähler genau davon Herr A. Sala, Schüßenstraße 60, erklärt: In meinem Depelien und lehte Nachrichten. zu unterrichten, welcher Partei die betreffenden Kandidaten an- Betriebe find zur Zeit 6 männliche und 3 weibliche Arbeiter in gehören. Findet außer der Abstimmung für Elektoren, Gemeinde- Thätigkeit. und Distriktsämter auch noch eine Entscheidung über Vorschläge Herr Wilhelm Böhme, Reichenbergerstr. 158, schreibt: zur Abänderung der Staatsverfassung statt, so erhält der Wähler In meinem Betrieb sind zur Zeit 62 männliche, 48 weibliche, noch zwei weitere Stimmzettel, einen für und einen gegen das zusammen 110 Arbeiter in Thätigkeit. betreffende Amendement. Die Herren Aberle u. Ro., Quifenufer 11, theilen mit: Außer der Wahl der beiden Präsidenten, die geborene In unserem Betriebe sind zur Zeit 29 männliche und 14 weibamerikanische Bürger sein müssen, findet am 3. November auch in liche Arbeiter in Thätigkeit. allen Staaten mit Ausnahme von Vermont, Maine, Arkansas, Die Herren Eduard Büttner u. Co., Dranienburger. Florida und Georgia, wo die Wahlen schon stattgefunden haben, straße 59, sagen: In unserem Betriebe find zur Zeit 62 männdie Wahl von Abgeordneten für das Repräsentantenhaus in liche und 100 weibliche Arbeiter in Thätigkeit. Washington sowie der Gouverneure und zahlreicher Staats- und Stadtbeamten statt. Die Zahl der Repräsentanten, die auf zuvei Jahre gewählt werden, beträgt 356. Die Repräsentanten müssen 25 Jahre alt und seit sieben Jahren Bürger der Vereinigten Staaten sein, während die Senatoren, deren bekanntlich je zwei für jeden Staat von den betreffenden Legislaturen ernannt werden, dreißig Jahre alt und seit neun Jahren Bürger der Vereinigten Staate sein müssen. Afrika. Kairs, 31. Dkt. Die Scheichs mehrer bedeutender Stämme des Sudan haben sich der egyptischen Regierung unterworfen. Es befindet sich daher ein großer Theil der Wüste zwischen Dongola, Berber und Omdurman im Besige von Arabern, welche der Regierung freundlich gesinnt sind. Tanger, 1. November. Der Prozeß gegen die Mörder des Deutschen Rockstroh dauerte nur 15 Minuten. Der Sultan hatte die Urtheile, welche auf 2 bis 10 Jahre lauten, bereits vorbereitet. Der Sultan überschickte dem englischen Gesandten 25 000 Dollars zum Bau einer neuen Mole in Tanger. Dies ift eines von den Zugeständnissen, welche der englische Gesandte vor einigen Monaten erlangt hat. Der Sultan befahl den Gouverneuren von Tanger und Tetuan, Expeditionen zur Bestrafung des Stammes der Beni Gorfet zu entfenden. Partei- Nachrichten. Die Herren Friedberg u. Silberstein, Elisabeth. Ufer 44, erklären: In unserem Betriebe sind zur Zeit 34 männe liche und 104 weibliche Arbeiter in Thätigkeit. Die Herren Priester u. End, Andreasftr. 32, berichten: In unserem Betriebe sind zur Zeit 52 männliche und 149 weib liche Arbeiter in Thätigkeit. Die Herren Grad u. Aron, Ritterftr. 13, theilen mit: In unserem Betriebe find zur Zeit 3 männliche und 2 weibliche Arbeiter in Thätigkeit. Die Herren Kuhner u. Berger erklären: In unserem Betriebe find zur Zeit 44 männliche und 56 weibliche Arbeiter in Thätigkeit. richten: In unserem Betriebe sind zur Zeit 57 männliche und Die Herren Littauer u. Boysen, Stalizerftr. 104, be, 181 weibliche Arbeiter in Thätigkeit. Die Herren Otto Schafer u. Scheibe, Ritterfir. 111, fagen: In unserem Betriebe sind am Sonnabend, den 31. Oktober ca. 38 männliche und 8 weibliche Arbeiter für die vergangene Woche gelöhut worden. Breslau, 2. November.( B. H.) Der Ritterguts und Fabriksbefizer Hans v. Decker aus Boberstein bei Hirschberg im Riefengebirge stürzte, wie der Breslauer General Anzeiger" meldet, bei Dittersbach in der Nähe von Lüben auf der Jagd aus dem Wagen, wobei sich das Gewehr entlub und die Kugel dem Jäger in den Leib drang. Herr v. Decker war fofort toot. Frankfurt a. M., 2. November.( B. H.) Die Frankfurter Beitung" meldet aus Aachen: Der Weberausstand bei der Firma Taste in Eupen wurde durch Vergleich beendet. Prag, 2. November.( B. H.) Dem Edelsteinhändler Safarz ist auf der Bahnstrecke Batov- Turnau eine Tasche mit Granaten entwendet worden. Die Steine hatten einen Werth von 15 000 Gulden. Paris, 2. November.( B. 8.) Zemanceau, der Leiter des Anarchistenblattes Libertaire", ift verhaftet worden. Er wird beschuldigt, an einem Einbruch, den zwei Individuen, die der anarchistischen Partei anzugehören erklären, am legten Sonnabend Madrid meldet, übernimmt die Bank von Spanien die Emission versucht hatten, betheiligt gewefen zu sein. Paris, 2. November.( W. T. B.) Wie der„ Temp3" aus einer Anleihe im Betrage von 400 Millionen Frants gegen eine Provision von ½ pet. Von dieser Summe sollen 62 Millionen Bas", 50 Millionen zur Rückzahlung der Borschüsse an die Bank zur Rückzahlung an die Banque de Paris et des PaysDie Lohntommission der Lithographen und Steindrucker theilt atlantique" für die Truppentransporte nach Ruba erhalten; der von Spanien dienen, 20 Millionen soll die, Compagnie trans. zu diesen Berichtigungen mit, daß ihre Angabe, sämmtliche Reft ist für die Kosten der Felbzüge auf Ruba und auf den Kollegen in den Ringdruckereien seien ausständig, abgesehen von ganz wenigen Firmen, zutreffend set. Unter Kollegen wären Philippinen bis Ende Januar vorgesehen. selbstverständlich nur Lithographen, Steindrucker, Palermo, 2. November.( W. Z. B.) Jn Lercara ift gestern Schleifer, Präger und Prägerinnen zu verstehen, der berüchtigte Räuber Antonino Rizzo verhaftet worden. nicht das übrige Personal. Caserta, 2. Novbr.( W.T.B.) Neun Fischerbarken sind bei Gaëta von einem heftigen Sturm überrascht worden. Eine Barke ist übrigen ertrunken. Das Schicksal der anderen Barken ist unumgetippt, von den neun Infaffen sind drei gerettet, die übrigen ertrunken. Das Schicksal der anderen Barken ist unWarschau, 2. November.( B. 8.) Bei einem EisenbahnZusammenstoß in der Nähe von Piozkow find sechs Waggons, mit Getreide beladen, gänzlich zertrümmert worden; zehn erlitten mehr oder minder schwere Verletzungen. Waggons wurden start beschädigt. Eine Anzahl Bahnbeamten Achtung, Porzellan- und Galanteriemaler! In der Von der Agitation. Nach Beendigung des Gothaer Malerei des Herrn Preußler in Berlin, Wafferthorstr. 73, Parteitages sprach Genosse Feldmann aus Langenbielau in find wegen zu geringen Verdienstes Lohnstreitigkeiten aus mehreren Volksversammlungen in Schleswig-Holstein und gebrochen. Zuzug ist deshalb streng fernzuhalten. Alle ArbeiterMecklenburg, die sich durchweg eines guten Besuchs au erfreuen blätter werden um Abdruck dieses gebeten. Verband der hatten und bis auf eine in Schwerin i. M. wurde die Ver- Porzellanarbeiter, Berlin II. sammlung aufgelöst auch einen guten Verlauf nahmen. In Mecklenburg dürfen politische Versammlungen ohne ministerielle Die Motorführer der Straßenbahn beabsichtigten am Aus Hamburg berichtet das Wolff'sche Telegraphenbureau: Genehmigung nicht abgehalten werden und da Sozialdemokraten eine solche Genehmigung selbstverständlich nicht erhalten, so werden Sonntag wegen Lohndifferenzen in den Ausstand zu treten. Die bekannt. meldung oder Genehmigung erforderlich ist. Diese Art Ver den polizeilichen Fahrschein. Der Streit unterblieb, soll aber des allseitig beliebten Deputirten Birell zum Ehrendoktor gewählt eben unpolitische Versammlungen abgehalten, wozu keinerlei An- Polizei gab bekannt, wer ohne Kündigung streift, verliert dauernd der Rektorswahl an der hiesigen Universität Chamberlain anstatt sammlungen werden aber aufgelöst, sowie dort nach Ansicht der angeblich am Dienstag beginnen. wurde, veranlaßte die Studenten, einen ungeheuren Krawall zu inszeniren. Polizei und Feuerwehr schritten ein, um die Ruhe wieder herzustellen. Sieben Studenten wurden in Haft geüberwachenden Beamten Politit getrieben wird. In Schwerin Der deutsche Hafenarbeiter- Kongreß wird wahrscheinlich erfolgte übrigens die Auflösung der Versammlung zu unrecht, Mitte Mai abgehalten werden. Als Tagungsorte find in Ausdenn sie geschah, als Genosse Feldmann eine rein geschichtliche ficht genommen Hamburg, Magdeburg oder Frankfurt a. M. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Truck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. nommen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 258. " Tokales. Dienstag, den 3. November 1896. " 13. Jahrg. Sollen die Pfarrer dieselben selbst davon nicht halten, oder auß- Ein schlimmer Regentag sei auch die Ursache des„ Diebstahls" schließen, Sondern solches zum yberfluß an vnser Confiftorium gewesen, dessen er sich nach der Mittheilung einiger Blätter. Er habe an dem Tage durchnäßte Der Lokal- Anzeiger hat jekt 200 000 Abonnenten." gelangen, dann in solchen vnd dergleichen Sachen im Fiscal schuldig gemacht haben soll. Diese Mittheilung, die am Montag auf Riesenplakaten an den verordent, welcher widder solche Verbrecher mit Prozeß gebühr Füße gehabt, und da sei er denn mit den Gummischuhen, die Anschlagfäulen verkündet wurde, lieft sich wie eine schwere lichen zu erfahren, Gewalth hat."- Und das alles soll heute Herr Levy im Bureau stehen gehabt habe, nach Hause gekommen. Selbstverständlich hätten die Schuhe am andern Morgen wieder Anklage gegen einen beträchtlichen Theil der Berliner Be- noch zu recht bestehen! völkerung. Das Geschäftsprinzip des Blattes, das eine derartige, Aus der Geschichte des Berliner öffentlichen Fuhr- an ihrem Plaze geftanden. Frau Werner bezeichnet ferner die bis jetzt in Deutschland unerhörte Auflage erreicht hat, bestebi wesens. Am 30. Oftober 1846, also jest vor 50 Jahren, wurden Nachricht als unrichtig, daß ihr Sohn wegen Unterschlagungen aus darin, sich peinlich zu hüten, über irgend eine politische oder in Berlin die ersten Omnibuslinien fonzessionirt. Es feiner Stellung entlassen worden sei. Ihm sei die Beschäftigung zu an soziale Angelegenheit eine Meinung auszusprechen. Das waren zunächst die folgenden 5 Linien: 1. Alexanderplat- Unter strengend gewesen und sie als Mutter habe gleichfalls geglaubt, daß er Blatt will feinem zu nahe treten und vor allem nicht den den Linden- Bendlerstraße, 2. Karlsbad- Moltenmarkt- Jannowiß- eine Arbeit, wie die im Bureau des Rechtsanwalts, wohl gelegent= herrschenden Machtfaktoren. Darum muß es, ob es will oder brücke, 3. Hallesches Thor- Chausseestraße- Hamburger Bahnhof, lich mit einer, die seinen Kräften mehr zusage, vertauschen könne. nicht, den niedrigsten Instinkten schmeicheln, und darum 4. Anhaltischer Bahnhof- Hackescher Markt- Schönhauser Thor, Die Ursache seiner Verderbniß schreibt die Mutter dem Umgang giebt es feine politische oder soziale Ungeheuerlichkeit, 5. nach Charlottenburg. Die„ Ronzessionirte Berliner Omnibus mit Grosse und der Beschäftigung in der Ausstellung zu, welche Die groß genug wäre, den Lokal- Anzeiger" zu einem scharfen Kompagnie" eröffnete den Betrieb noch in demselben Jahre mit er, wie bekannt, dort bald bei Gebr. Naglo gefunden hatte. Sie Worte ehrlicher Entrüftung hinzureißen. Im alten Athen mußte zunächst 20 Wagen und 120 Pferden. In der Entwickelung der habe sich schwere Sorgen gemacht, als ihr Sohn schließlich der Mann, der im Kampfe der Parteien feine Stellung genommen Berkehrsmittel war damit ein wichtiger Schritt vorwärts gethan. bummelig geworden sei, und sogar die Nächte außer dem Hause hatte, schimpflich die Stadt verlassen; im modernen, von sozialen Versuche, einen regelmäßigen, an bestimmte Abfahrtzeiten verbracht hätte, und sie glaube, daß es ihr möglich gewesen Kämpfen durchwühlten Berlin steigt das Blatt, dessen politisches gebundenen Omnibusverkehr ins Leben zu rufen, waren wäre, ihr Kind wieder zur Raison zu bringen, wenn ihre und soziales Prinzip es ist, auch nur den Anschein einer felb in Berlin schon früher gemacht worden, aber bisher immer ge- Pflegetochter nicht um diese Zeit eine schlimme Krankheit durchständigen Meinungsäußerung ängstlich zu verbergen, auf eine scheitert. Bereits 1829 waren dahingehende Wünsche laut zumachen gehabt hätte, von der ihre ganze Kraft in Anspruch Auflage, mit der auch nicht entfernt irgend eine andere Zeitung geworden, kurz nachdem in Paris die schon 150 Jahre früher genommen worden wäre. Der Vormund, der für Werner einin Konkurrenz treten kann. Und die Ursache? Das aufgekommenen, aber später eingegangenen Omnibus wieder ein- gesetzt worden sei, hat sich fast gar nicht um ihn gekümmert. Blatt ist fenfatione II, es bringt die neuesten geführt worden waren. Daß das Unternehmen für Berlin erst Man mag das Bild, welches Frau Werner von ihrem Sohne Mordgeschichten am schönsten und ausführlichsten, es läßt sich 1846 verwirklicht wurde, lag in der Hauptfache daran, daß man entwirft, für ein solches halten, das durch mütterliche Liebe, aus Italien über Hammerstein's Shlipsnadel telegraphiren fich über die Streitfrage Monopol oder freie Konkurrenz" nicht die nimmer versiegt, manche Züge erhalten hat, die in Wirkund ehrt den im Gefängniß fißenden Mordbuben Grosse, einigen konnte. Diese Frage, die auch gegenwärtig die Berliner lichkeit eben nur das mütterliche Auge entdecken kann. Aber auch andere Personen, indem es ſein werthes Routerfei heute an derfelben Stelle bringt,| Bevölkerung wieder lebhaft beschäftigt, hat in Berlin, so lange nicht allein die Mutter, sondern ihn als Werner gekannt haben, bezeichnen ihn einen feit 1739, bie wo morgen irgend ein Potentat prangt. Das macht kein anderes hier überhaupt ein öffentliches Fuhrwesen besteht, Blatt so gut wie der Lokal- Anzeiger" und nun schon garnicht wo ein Fiater- Institut ins Leben gerufen wurde, das 1794 Menschen, dem bis vor kurzem wenig Zadelhaftes nachzus fagen gewefen sei. So auch der Prediger, der die Mutter ein politisches Blatt, das unter stetem, aufreibendem Rampf den einging und erst 1815 als Droschfen- Juftitut wieder auferstand fagen gewefen fei. Unterdrückten und Enterbten eine neue, bessere Welt erbauen den Behörden wie den betheiligten oder Betheiligung am Sonntag besucht hat. Man wird es bei den herrschenden helfen will. Wenn unsere Parteigenossen rühmend der wünschenden Unternehmern viel zu schaffen gemacht. Man Moralansichten begreiflich finden, daß alle honetten Leute, die 150 000 Berliner Stimmen gedenken, die bei der letzten Wahl hat beides, Monopol und freie Ronkurrenz versucht, nach bürgerlichen Begriffen etwas auf sich halten, nach Bekannt den Kandidaten der Sozialdemokratie zugefallen find, aber mit beiden schlechte Erfahrungen gemacht. Mit werden der Greuelthat die Mutter des Mörders" gemieden dann mögen sie sich der Worte erinnern:" Der Lokal- Anzeiger" Privatunternehmern sind eben überhaupt keine guten Er- haben. Das bischen Weißnäherarbeit, mit der sie sich ernährt, hat 200 000 Abonnenten," und danach ihre Agitation fahrungen zu machen. Im Berliner Omnibus- Fuhrwesen führte ist ihr entzogen worden, und bis in die letzten Tage hat sich, einrichten! die Konkurrenz, die sich dieses Ausbeutungsobjektes sehr bald einige gleichfalls arme Nachbarn ausgenommen, die ihr einen Aus der Konfiftorialordnung von 1573. Eine artige Aus der Konfiftorialordnung von 1573. Gine artige bemächtigte und infolge immer neuer Konzessionirungen rasch Topf Suppe in die im Quergebäude des Hauses GeorgenkirchKurzweil bietet das" Gemeindeblatt" seinen Lesern durch eine anwuchs, zu einer erheblichen Verbilligung der Fahrpreise, aber straße 53, 3 Treppen hoch belegene Wohnung brachten, kaum auch zur Verschlechterung des Materials und anderen Mängeln ein menschliches Wesen um die Frau gekümmert. Zu dem furchts Beilage, welche die Verhandlungen der vorletzten Stadtverordneten des Betriebes, so daß schließlich allgemein eine Bentralisation baren Schmerz, den der Sohn ihr bereitet, muß sich nun auch Versammlung über die bekannte Konfiftorialordnung vom Jahre 1573 im amtlichen stenographischen Berichte der des gesammten Omnibusverkehrs verlangt wurde. 1865 wurden dann noch die materielle Noth gefellen, wenn nicht einige weniger auf Bürgerschaft mittheilt. Aus dem Berichte über die Versamm die sämmtlichen Omnibusunternehmen zu einer Berliner Omnibus äußere Respektablität versessene Leute sich der unglücklichen lung selbst ist bekannt, welche Heiterkeit der Stadtverordnete gesellschaft" vereinigt, an deren Stelle 1868 die Allgemeine Berliner Mutter annehmen werden. Omnibusgesellschaft" trat. Wie diese Gesellschaft hinterher das Dr. Bergmann erregte, als er einzelne Bestimmungen jener Bublikum ausgebeutet hat, ist ja hinreichend bekannt. Das EndRonfiftorialordnung im Wortlaute vortrug. Die Sache verdient cs, daß wenigstens einige Blüthen dieses Straußes nicht so schnell ergebniß der viel gepriesenen Konkurrenz möglichst vieler Privatverwelten. Daß Anno dazumal in dem geistlichen Stande eine unternehmer war also auch hier das übliche. Wenn die Gegner große Anzahl verbummelter Existenzen zu finden waren, geht sich lange genug bekämpft haben, ohne einander unterzukriegen, große Anzahl verbummelter Existenzen zu finden waren, geht dann besinnen sie sich auf ihren gemeinsamen Vortheil und reichen aus dem Kapitel über die" Bocation" hervor, in dem es u. a. sich die Bruderhand zur Versöhnung; oder die schwächeren heißt: Zu dem sollen auch zu einem so wichtigen Ampte, wie bißhero geschehen, teine Schneider, Schuster oder andere verdorbene Gegner werfen sich, wenn sie merken, daß sie nicht länger WiderHandtwerker und Ledigkgänger, die jre Grammaticane nicht stand leisten können, dem stärkeren in die Arme. Und die KriegsUeber die Qualität der neuerdings in Sachen eines Fel. D. studiert, viel weniger recht lefen tönnen, vnd alleine weil sie tosten zahlt allemal das Publikum! erlaffenen polizeilichen Preß berichtigung giebt die folgende, ires Beruffs nicht gewartet, verdorben vnd nirgends hinaus Zur Mordaffäre Levy. Ueber das Vorleben des jungen von einigen hiesigen Blättern gebrachte Meldung einige wiffen, nothhalber Pfaffen werden, gestattet noch angenommen Werner werden uns einige Einzelheiten berichtet, welche die von Aufklärung. Wir lesen da:" Der schwere Mißgriff der werden." Ueber Lehre und Sitten der Pfarrer spricht sich uns ausgesprochene Ansicht bestätigen, daß Perfonen, die eine Kriminalpolizei", über welchen wir wiederholt berichtet haben, bedie Konsistorial- Ordnung also aus: Den Pfarrern und moralische Verpflichtung gehabt hätten, sich um sein Wohl und schäftigte am letzten Sonnabend den Untersuchungsrichter am Predigern gebühret auch, die Gottlose, Faule, Trege, Behe zu bekümmern, anscheinend nicht das geringste gethan hiesigen Landgericht I, Herrn Landrichter Telle. Der Herr Polizeivnachtfame Leute, fo Gotteswort vnd die Predigt verseumen haben, die Keime des Guten in dem jetzt zum Mörder ge- präsident hatte bekanntlich die Redaktionen um Aufnahme einer oder sonst in des jrer Arbeit, vnd Hondthierung gewarten, auch wordenen jungen Menschen zu pflegen und schlechte Auswüchse Berichtigung ersucht, in welcher behauptet wurde, das kürz von dem Gebrauch des hochwürdigen Sacraments des Altars sich zu beseitigen. Werner war etwa 16 Monate beim Justizrath lich unter einem schimpflichen Verdachte zur Kriminal etliche Jahr eußern, desgleichen die in Unzucht, Ehebruch, Levy beschäftigt, und erhielt an Gehalt zu Anfang polizei sistirte Fräulein D. habe einer wegen Verbrechens Zauberei, Fullfaufen, Spielen, Wucher vnd anderen öffentlichen 15 Mart, dann 20 Mark und schließlich 25 Mark im Monat. wider feimendes Leben verhafteten Frau F. nach AnGotteslefterungen leben, damit berüchtig oder verdechtig fein, trewlich Dies Geld hat er regelmäßig an feine Mutter abgeliefert, und gabe einwandsfreier Beugen" längere Besuche abgestattet. zu ermahnen, sich zubessern, vnd von sünden abzustehen. Mit an- fein Arbeitgeber scheint feine Ursache gehabt zu haben, die gute Wegen dieser Berichtigung" hat der Bater der Verdächtigten, geheffter Verwarnung vnd Bedrawung, da jemandts also in ver- Meinung zu zerstören, welche die Mutter und auch im übrigen wie gemeldet, beim Herrn Minister des Innern Beschwerde geachtung Göttlichs Worts, vnd rohem leben fortfahren, vnd nicht Leute aus seiner Bekanntschaft von ihm hegten. Im Gegentheil führt, und auf dessen Veranlassung wohl die Ladung des Fräu bey zeite zur Buße schreiten würde, da der oder dieselben zu Ge- berichtet die Mutter, daß nach ihrer Meinung oft genug Grund fein D. vor den Untersuchungsrichter zurückzuführen sein dürfte. fatterschaften, vnd andere chriftlichen versammlungen vnd vorhanden gewesen sei, sich bei Herrn Levy über allzu große Aus- Dem letteren legte übrigens der Bater der gemaßregelten jungen Hendel, nicht sollen zugelaffen, Vielweiniger, da sie ver- nuhung ihres Kindes zu beklagen. Der Junge habe morgens Dame das amtliche Attest eines töniglichen Bezirksphyfitus florben, auff die Kirchhöfe als Chriften begraben, Sondern zeitig ins Bureau gehen müssen; die Mittagszeit über sei er vor, welches darüber nicht den leisesten Zweifel aufkommen ohne einiche chriftliche verordente Gefenge, als die uns gleichfalls in Anspruch genommen worden, so daß er nicht habe läßt, daß der gegen Frl. D. ausgesprochene Verdacht völlig unvernünfftigen Thiere, anders wohin sollen begraben werden, zu Tisch kommen können, und abends wäre er um 8 oder 9 Uhr, begründet ist. Herr Landrichter Telle ließ die inhaftirte Frau F. vud da sie durch solch schrecken oder gütlich vermahnen, oft bis auf die Haut durchnäßt, endlich von den vielen aus dem Untersuchungsgefängniß vorführen; diese bestätigte, sich auch nicht wollten aus dem vnbußfertigen leben begeben. Bureaugängen, die er zu verrichten hatte, heimgekehrt. daß sie das Fräulein D. nicht fenne und niemals längere oder Bruno Werner hatte gestern wieder eine lange Vernehmung vor dem Untersuchungsrichter Landrichter Telle zu bestehen, welche von morgens 9 bis mittags 1 Uhr dauerte. Dem Vernehmen nach ist Werner auch gestern bei seiner mit den Angaben des Groffe im Widerspruche stehenden Darstellung geblieben; infolge deffen wurde am Nachmittage Willy Groffe vorgeführt und ver nommen. Eine Konfrontation der beiden Burschen hat auch heute noch nicht stattgefunden. " " Berliner und der Pariser Poffe in den letzten Jahren wirksam Arthur Schnikler's neuestes Schauspiel Freiwild". erwiesen hat, das haben die beiden Autoren in ziemlich lockerer das heute, Dienstag, im Deutschen Theater" zum ersten Male Arbeit zusammengetragen. Aber es wurde nichts Rechtes daraus. in Szene geht, weist folgende Beseßung der Hauptrollen auf: Das Publikum am Sonntag nahm die Späße wohl etwas Oberlieutenant Karinsti: Oskar Sauer; Oberlieutenant Rohnfreundlicher auf, als das Premièren Publikum am Sonnabend. stedt: Hermann Nissen; Paul Rönning: Rudolf Rittner; Poldi vollem Behagen kam man nicht; trotz der zappelnden Grehlinger: Hanns Fischer; Dr. Wellner; Arzt: Emanuel Luftigkeit des Herrn Alexander, der den Berliner Schwere- Reicher; Lieutenant Vogel: Hermann Müller; Schneider, nöther gab, und trotz des Herrn Pagay, der einen Wiener Direktor des Sommertheaters: Guido Thielscher; Finke, Regiffeur: Kellner in fecker Karrikatur zeichnete. Emil Mary; Balduin, Liebhaber und Heldenspieler: Paul Biens Aber zu = Kunst und Wissenschaft. Theater des Westens. Viel Reklame vor, viel Spektakel während der Hamlet Aufführung am Sonnabend. Das Theater des Westens wollte Herrn Bonn, der von München und Wien her gewohnt ist, von sich reden zu machen, feierlich als großen tragischen Schauspieler einführen. Es hieß, Herr Bonn werde einen Hamlet schaffen einen Hamlet nach den neuesten Ergebnissen der Shakespeare- Forschung. Nach der Posse wird ein einattiges Gelegenheitsspiel: feldt; Enderle, Romifer: May Reinhardt; Anna Riedel, LiebWenn ein Schauspieler sich wissenschaftlich drapirt, so hat man Treptows Abschied von Dr. Leipziger aufgeführt. Wiele haberin: Annie Trenner; Pepi Fischer, Soubrette: Gisela ein Recht, gegen ihn mißtrauisch zu sein. Wenn er mühsam in Ralauer und viel Gespötte über die sanft entschlummerte Aus- Schneider; Käthchen Schüss, zweite Liebhaberin: Paula Gberty. sich hineinpreßt, was der Kommentatoren Weisheit ausgeschnüffelt stellung in Treptow bilden den Inhalt der Komödie. Wie weiß hat, so wird kaum etwas Lebendiges daraus. So ging es auch man jetzt so tapfer zu lästern, was man einst mit hellen mit dem wissenschaftlichen Hamlet des Herrn Bonn. Hamlet ist ein Geschöpf, bei dem Nerv und Geift vor dem muskelkräftigen Fanfaren begrüßte, als es entstand. Leben Oberhand haben. Ein melancholisch Nachdenklicher wird eine blutige That gestellt. vor wenn = anf die Walze, " München schreibt unser dortiges Parteiblatt: Das war die Zu dem Ende der Mekthalerei im ,, Deutschen Theater" au höchste Zeit, denn das sonst so geduldige Münchener Theaters Im Bellealliance Theater ist am Sonntag unter Zeitung publikum fing bereits an, recht ungemüthlich zu werden. In der Nach schauspielerischer des Herrn Julius Türk Nestroy's" Lumpazivagabundus" gegeben des Auditoriums gegen die Meßthalerei gekommen. Leute, die Vorstellung vom gestrigen Abend war es zu lebhaften Protesten Tradition wird nun Hamlet als beschaulicher Mann gegeben, worden. Heute erscheint einem Arbeiterpublikum die Welt des das zuerst vorgeführte Ballet mit musterhafter Ruhe angehört der trübsinnig in sich gekehrt ift. Wo die Hamletauffassung zur Schablone erstarrte, da pflegte man den Dänenprinzen als forglosen Handwerksknotenthums, die der österreichische Dichter hatten, begannen sich protestirend zu regen, als mit dem Beginne mit liebenswürdigem Humor schildert, fast ebenso märchenhaft völlig schlaffen Träumer zu spielen, als Menschen, der völlig wie das Feenreich, das er im ersten Bilde feiner Posse wonnevoll des Dramas Liebelei" das Meßthaler'sche Regime an die Reihe blutleer geworden. Das war in der That ein Uebel. But, dachte Herr Bonn, ich mache es umgekehrt, und er verfiel erschließt. Wer geht, wie das lüderliche Kleeblatt, in der fam. Grelle Pfiffe ertönten, der Ruf„ Meßthaler raus" erscholl und unter allgemeiner Unruhe, während der viele Zuschauer munter Gegenwart ins Extrem, das abermals von Uebel ist. Vor lauter Sucht, Abend auf der Herberge froh bei Bier, fauren Nieren und wer verbringt den das Theater verließen, konnte das Spiel zu Ende ge orginell zu sein, tam Herr Bonn auf die geschmacklosesten brallen Mädchen, wer fände in der Aera des Massenelends und führt werden. Der Spektakel hatte natürlich auch die die Regie Verkehrtheiten. Sein Hamlet wüthete zu Zeiten auf der Bühne, Mehrere Szenen wurden ganz auswie ein toller Draufgänger; ja nach dem Monolog Sein oder der Polizeihaz den kindlichen Leichtfinn, der ehedem die zünftig Schauspieler und, wie es schien, namentlich legitimirte Handwerksburschenschaft mit einem faft poetischen gelaffen. Eines der fähigsten Mitglieder, Frl. Sanden, wurde Nichtsein beging Hamlet, der der blutschene, einen Selbst. Wie kann man an einem großen mordversuch. Hauch umkleiden mochte? Dichter fündigen, ein närrischer Kommentator den Schau Wenn auch das vorgeftrige Sonntagspublikum vollauf be- plöglich unwohl, so daß der Vorhang mitten in der Szene Spieler zum Widersinnigen treibt! Und das Schlimmifte griff, daß die dargestellte Märchenwelt feinerlei Widerschein aus beruntergelassen werden mußte. Hinter dem Vorhang hervor von Allem: Die tobende Leidenschaftlichkeit von Boun's der gegenwärtigen Zeit spendete, so nahm es den kreuzbraven schallte dann auch von der Bühne lebhafter Lärm in den Saal. Einige männliche Mitglieder waren hart aneinander gerathen dankbar Nestroy dennoch hin. Und es hatte guten Hamlet war äußerlich, war gemacht. Ueber die übrigen Darneller wäre nicht viel zu berichten. Den Schauspielern des Grund, seine Zufriedenheit zu erkennen zu geben. Lumpazi- und der Spektakel unter den Mimen erreichte seinen Höhepunkt, Theaters im Westen wird eine überreiche Arbeitslast zugemuthet; vagabundus wurde, einige Nebenrollen vagabundus wurde, einige Nebenrollen etwa abgerechnet, als das nicht zu verkennende Geräusch einer klatschenden Ohr fie fönnen sich in ihre Aufgaben nicht recht vertiefen; und so geradezu prächtig gegeben. Besonders günstige Umstände brachten feige die energische Eruption wogender Gefühle ankündigte. Soll das Unternehmen wirklich in die Höhe kommen zu gedeihlichem dienten sie im Hamlet gleichsam nur zum Untergrund, von dem es mit sich, daß die drei luftigen Haupthelden in den Herren Birken, dann müßten vor allen Dingen die Eigenthümer für die Worlitzsch, Jürgens und Manussi vortreffliche Darsteller nächste Zeit die rein fapitalistischen Interessen beiseite lassen und sich die Künstelei des Herrn Bonn blendend abheben sollte. fanden; ganz besonders glänzte der letztgenannte Herr, die Leitung einer energischen und genügend künstlerisch gebildeten Im Residenz- Theater wird eine neue Poffe, Die Viel- den der Zettel als aus Prag tommend bezeichnet, Persönlichkeit übertragen, welche sich von dem Schmutz des Ge geliebte" von Jarno und Fischer, zwei Berliner Schau- in der Rolle Des biederen Schusters Knieriem durch spielern, gegeben. Es ist eine richtige Schauspielerkomödie, ein fernigen, echt österreichischen Humor. Und zu diesem Kleeschäfts- Theaterunternehmerthums rein gehalten hat. Aber, daß Brei von allerhand Bühnenerinnerungen: Ein weiblicher blatt gefellte fich Frau Dora, die bekannte Soubrette, als nob- der Wille dazu vorhanden ist, bezweifeln wir billig. Und so wird der Effekt der schönen und rühmlichen Entrüstung des Industrieritter, Die Bielgeliebte", angelt im Kurort Ischl nach lichtes Fräulein Camilla. Wie ehedem im Zentral- Theater, so publikums am Ende nur der sein, daß der kleine Theatereinem foliden Gatten; ein schnoddriger Berliner steckt seinen wußte sie auch hier durch ihren schelmischen Koupletvortrag zu Stlavenhalter durch einen größeren ersetzt wird. Trauring in die Westentasche und geht in den Alpen auf Aben- zünden. Zum Schluß fei noch des Orchesters gedacht, das unter teuer aus, ein Japaner bekommt, wenn er sich erregt, die merk- Leitung des Kapellmeisters Wolff in der Nachmittagsvorstellung würdigsten Zufälle, er muß einschlafen; furz, was sich in der brav seine Pflicht that. # 1 Stndirende Frauen. Bon den sechs Abiturientinnen der Berliner Gymnasialturse für Frauen sind der„ Bolts- Zeitung" Die Personen, welche in der Nacht zum 26. Oktober gegen 121/2 Uhr an der Ecke der Brunnen- und Lorgingstraße der Affäre mit einem Schußmann beigewohnt haben, werden gebeten, bei Adalbert Schwarz, Lorgingstr. 40, of part., ihre Adresse abzugeben. nommen. Aus den Nachbarorten. Gerichts- Beitung. füzere Besuche derfelben empfangen habe. Von den einwands: Gartenplay- Schöneberg wird statt burch die Karlstraße und der Bärwaldbrücke feine Beiche im Landwehrkanal fand. Wa3 freien Beugen" war feiner zur Stelle, auch erklärte der Herr Luisenstraße durch die Friedrichstraße über die Weiden es in den Tod getrieben hat, darüber hat es weder der Dienst. Untersuchungsrichter die Sache für vollkommen aufgeklärt und dammer Brücke, durch die Georgenstraße am Stadtbahnhof herrschaft noch seinen Angehörigen irgend eine Andeutung geerledigt, wie dies seiner Zeit vor der Berichtigung des Herrn Friedrichstraße vorbei und durch die Neustädtische Kirchstraße macht. Polizeipräsidenten auch der vernehmende Kriminal- Kommissar nach dem Brandenburger Thor geführt. Die Linie Anhalter gethan hatte. Man darf darauf gespannt sein, wie sich der Bahnhof- Wörtherplatz ist bis zur Danzigerstraße verlängert, Sonnabend Nachmittag der in der Rathenowerstraße wohnende Aus Schmerz über den Tod seines Kindes hat am Herr Polizeipräsident nun zu der Angelegenheit stellen wird. Der dagegen Potsdamerplatz- Treptow bis zum Görliger Bahnhof Heizer Karl P. versucht, seinem Leben ein Ende zu machen. P. hatte Bater der unschuldig Verdächtigten hat nämlich in seiner Be- vertürzt. Der von der Gesellschaft angebahnte einheitliche vor vier Wochen seinen einjährigen Sohn durch den Tod verloren schwerdeschrift beantragt, daß die polizeilicherseits veröffentlichte 10 Pfennig- Fahrpreis ist vorläufig für folgende Linien durch und war seit dieser Zeit tiefsinnig geworden. Damit er sich fein Berichtigung öffentlich widerrufen werde." geführt: Potsdamer Bahnhof- Görliger Bahnhof, Golzstraße Leid anthun fonnte, ließ ihm seine Ehefrau nicht aus den Auf Antrag des Kuratoriums der Berliner Unfallstationen bis Spittelmarkt, Rigdorf- Rofenthaler Thor, Kreuzberg bis Augen und begleitete ihn stets nach der Arbeitsstelle. So geschah wegen Bewilligung einer Kostenbeihilfe für das Etatsjahr 1897/98 Stettiner Bahnhof, Anhalter Bahnhof- Rosenthaler Thor, Nettel es auch am Sonnabend. Mann und Frau famen von Moabit hat die Deputation für die städtischen Kranken- beckplatz- Spittelmarkt; die übrigen Linien haben vorläufig noch her den Schiffbauerdamm entlang. Vor dem Neuen Theater riß anstalten und die öffentliche Gesundheits einen Theilstrecken- Tarif. P. fich plöglich von dem Arme der Frau los und stürzte sich pflege am Sonnabend unter Vorsitz des Stadtraths Bail be. Das Olympia- Theater, welches Sonntag Abend geschloffen topfüber in die Spree. Das Hilfegeschrei der entsetzten Frau schlossen, die Bewilligung von 1000 in. bei den städtischen Be- wurde, soll in der Friedrichstraße, nahe der Kochstraße, wieder rief alsbald eine große Menschenmenge herbei und alarmirte hörden zu beantragen. Die Deputation begründete ihren Be- massiv aufgebaut und am 1. Oktober nächsten Jahres neu eröffnet auch die Bemannung der zahlreich dort ankernden Rähne. Es schluß dahin, daß die Unfallstationen der Stadt einen werden. gelang den Schiffern bald, den Lebensmüden noch lebend aus Theil der Lasten abnehmen( fo?) und die Stadt verordneten Versammlung im Plöhlich verstorben ist Montag Vormittag der Geheime Land zu bringen, worauf er der Charitee zugeführt wurde. vergangenen Jahre eine Medizinalrath Professor Dr. Georg Levin. Als er um 10 Uhr einmalige Unterstügung 1000 Mart denselben be in seiner Wohnung, Roonstr. 8, beim Frühstück saß, rührte ihn willigt habe. Auf Antrag des Vorsitzenden der Vereinigung, der Schlag. Erst im Laufe dieses Jahres hatte er fein 50jähriges Berliner Sanitätswachen wegen Unterstüßung der Sanitäts- Dottorjubiläum gefeiert und dann seine akademische Lehrthätig wachen aus städtischen Mitteln für das Gtatsjahr 1896/97 bat teit aufgegeben. Er war am 19. April 1820 zu Sondershausen die Deputation beschlossen, bei den städtischen Behörden statt der geboren und wurde 1869 als Nachfolger des Professors v. Bärenbeantragten 39 750. nur 38 000 M. zur Genehmigung zu sprung dirigirender Arzt der Abtheilung für Syphilitische und empfehlen. Zum Assistenzarzt für die chirurgische Abtheilung der Gefangenen- Abtheilung der Charitee. des Krankenhauses Am Urban hat die Deputation den Dr. M. Schulz gewählt. Bur Revision fämmtlicher Stations zum Sonntag war in Moabit eine neue Brandstiftung zu rend des Hauptgottesdienstes in Nixdorf gehandhabt worden zu Viel schärfer als in Berlin scheint am Sonntag die neue Neue Brandstiftungen. In der Nacht vom Sonnabend Polizeivorschrift wegen Schließung der Schanfwirthschaften wäh Medikamenten hat die Direktion des Krankenhauses Moabit einen tonftativen. Hilfsapotheker beantragt. Die Deputation hat befchloffen, zu brannte der Boden des Hauses Perlebergerstr. 11. Das Feuer veranlaßten diejenigen Destillateure, die aus Unkenntniß der VorAls die Feuerwehr an der Brandstätte antam, sein. Der Aufsichtsdienst war hier sehr streng. Die Gendarmen diefem Zwecke vorübergehend monatlich 100 m. zu bewilligen, war auf dem Trockenboden neben der Waschtüche zugleich schriften oder weil sie nebenbei auch Bier schänken, nicht frei und zwar so lange, bis die Arbeit beendigt ist. Der Magiftrat an mehreren Stellen angelegt. Es gelang der Feuerwehr, willig gefchloffen hatten, unverzüglich die Thüren an der Straße 31 Magdeburg hat beim Berliner Magistrat ein gemeinsames die Flammen auf ihren Herb zu beschränken. Die Unter: einer Zwangsversicherung Prostituirter behuss Deckung der durch Resultat ergeben. orgehen ber Sommunalverwaltungen angeregt zur Einführung fuchung, nach dem Thäter hat bis heute früh noch fein au schließen, d. h. zu verriegeln und, wenn ein Nebeneingang nicht Eine zweite Brandstiftung erfolgte gestern vorhanden war, ihre Gäste zu entlassen. Von Strafanzeigen ihre zwangsweise Behandlung in Bellanstalten 2c. entstehenden früh um 4 Uhr in der Rolbergerstraße 32 in der Wohnung wurde aber auch in Rigdorf am Sonntag noch Abstand ge Rosten. Die Deputation hat befchloffen, die Sache weiter zu verbes Handelsmannes Lohfe, während dieser sich in der Marktfolgen und in anderen Städten Nachfrage zu halten. halle befand. Einbrecher waren in die Wohnung gedrungen Militärstaat und Schulbildung. Die„ Germania" schreibt: Der Vergnügungspark. Der Magistrat hat nunmehr die und hatten die Möbel an allen Ecken und Guden in Brand Durch nette Schulverhältnisse hat sich die Berliner Umgebung Stadtverordneten- Bersammlung ersucht, sich damit einverstanden gesteckt. Die Feuerwehr löschte die Flammen und be schon wiederholt ausgezeichnet. In Wernsdorf find z. 3. die zu erklären, daß das Terrain des ehemaligen Vergnügungsparks nachrichtigte die Polizei. Von den Thätern, die man ge- Schulkinder gewissermaßen verwaist, indem beide Lehrer der der Berliner Gewerbe- Ausstellung an die Radeberger Exportbier- fehen haben will, fehlt bis jetzt jede Spur. Der Schaden ist dortigen Schule zum Militär eingezogen sind. Der Unterricht Brauerei auf die Zeit vom 1. Januar 1897 bis 1. Januar 1900 für den Handelsmann um so größer, als nur ein kleiner Theil wird von den Lehrern der umliegenden Ortschaften, so gut es für eine jährliche Miethe von 5400 M. zum Betriebe als Rad- der Einrichtung versichert ist. geht, ertheilt. fahrbahn, Gisbahn, Lawn- tennis- Play, Wafferbahn, Thurmbahn und der hierzu erforderlichen Restauration unter den vom bekannten Seidenhauses, ist am Sonnabend im 84. Lebensjahr Kommerzienrath Gustav Adolf Heese, der Inhaber des Magistrat in der Vorlage näher angegebenen Bedingung verbier gestorben. miethet werde. Mißhandlungen auf der Polizeiwache, bei denen SchuhEin Schanke.stendiebstahl ist in der Nacht zum Sonntag leute den leidenden Theil bildeten, brachte zwei berüchtigte Die neuen polizeilichen Verfrommungsvorschriften, welche am verflossenen Sonntag in fraft getreten find, haben bei in der Oranienstraße verübt worden. Ein Spizbube hat dort Schläger vor den Strafrichter. Eine tolle Szene auf der ersten Probe anscheinend sowohl die Bourgeoisie wie die den am Hause Nr. 99 unter der Ladenfcheibe angebrachten Schau: der Polizeiwache lag der Anklage wegen schwerer RörperArbeiterschaft ungebeffert gelaffen. Denn während berichtet wird, lasten des Handschuhgeschäfts von Schneider, Inhaber Moris verlegung zu grunde, die gestern den Arbeiter Magi. daß die gutgesinnten Elemente die vielen ragenden Kirchen- Neu- Rosenthal, mit einem Stemmeisen erbrochen und feines Inhalts milian Rehbein und dessen Bruder, den Ablieferer bauten Berlins ebensowenig gefüllt haben wie ehedem, wirfte beraubt. Erbeutet hat er nicht viel, denn der Kasten barg nur 28 illy Rehbein, vor die 7. Straffammer des Landgerichts I das Bersammlungsverbot auf die allerdings vom staatserhaltenden einige Schlipse, Strümpfe zc. im Werthe von 8-10 m. führte. In der fünften Morgenstunde des 12. Juli tamen die Standpunkte aus ja so wie so infurable Arbeiterschaft, wie alle Angeklagten vor einem Kaffeelokale in der Weinstraße Versammlungsverbote l wirken pflegen. Pußig machten mit einer Dirne in Wortwechsel, der bald in Thätlichkeiten fich in Den Geschäftstäden bie vielen mehr oder ausartete. Es entstand ein Menschenauflauf und da das Mädchen minder fauberen Lappen, die auch während der Verkaufszeit den herbeieilenden Schutzmann Ruschte um die Verhaftung der die Fenster und Thüren zieren mußten. Geschlossen waren in beiden Brüder ersuchte, mußte dieser die Angeklagten auffordern, der Zeit von 10-12 Uhr nur die Großdestillationen, die ausihm zur Wache zu folgen. Er erhielt aber sofort einen Stoß vor die schließlich Schnaps ausschänken. Die kleineren Geschäfte berufen Verhängnißvolle Folgen hat ein Unglücksfall nach sich Brust und wurde arg bedrängt, fodaß ihm zwei Kollegen zur sich darauf, daß sie auch Bier und namentlich auch Speisen gezogen, von welchem vor etwa sechs Wochen der fünfund Hilfe eilen mußten. Als Ruschte in dem Wachtlokale einen führen. Die Schugleute waren natürlich nicht in der Lage zu zwanzigjährige Handlungsgehilfe Libergit, 3offenerstraße, be- dunklen Gang pafsiren mußte, stürzten sich die Angeklagten auf untersuchen, ob hier oder dort vorwiegend der Ausschank von troffen wirde. Der junge Mann hatte Anfang September ihn und Willy Rehbein schlug ihm ohne weiteres mit der Fauft Branntwein betrieben wird". Empfindlich getroffen sind die einen Ausflug nach Schildhorn unternommen und fiel beim Er- ins Gesicht und brachte ihm einen Messerstich an der linken armen Leierkastenmänner und andere Hofmusikanten". Unter steigen eines waldigen Hügels mit dem Kopfe so unglücklich gegen Backe bei. Der Verlegte packte den Messerstecher sofort so träftig ihnen war gestern des Jammerns und Klagens fein Ende. einen Baum, daß er minutenlang besinnungslos liegen bei den Händen, daß er weiteres Unheil nicht anrichten fonnte, Die Freigabe der Treptower Chauffee, welche bekannt- blieb. Wiewohl 2. teine äußerlich bemerkbare Verlegung und auf seinen Hilferuf eilten andere Schuhleute berbei, lich durch die Ausstellung gesperrt war, ist am Sonntag für Fuß erlitten, fehrte er doch sofort nach seiner Wohnung zurück. Seit um die beiden gefährlichen Menschen zu bewältigen. Da gänger erfolgt. Für Fuhrwerke wird die Chauffee, die in recht dieser Beit war der Kaufmann wie umgewandelt; vorher stets 30g auch Max. Rehfeld ein Meffer aus der Tasche und schlug bedenklichem Zustande ist, er st am 9. November frei. lebenslustig und viel mit Bekannten verkehrend, hielt er sich jetzt damit wie eine wüthende Beftie auf den Schußmann Wallentowiz Neue Berliner Omnibus- Aktiengesellschaft. Mit Donners- von jedem gesellschaftlichen Verkehr fern, lebte still und zurück- los, der sich seiner bemächtigen wollte. Der Beamte erhielt einen tag den 29. Oktober trat der Winterfahrplan dieser Gesellschaft gezogen, wurde schließlich menschenschen und tlagte fortgesetzt Messerstich durch die Oberlippe, der bis auf die Zähne ging, in kraft, der bekanntlich jetzt auch die Linien der früheren Großen feiner Wirthin hereingestürzt und bat flehentlich um Hilfe, weil linken Arm und zerfetzten den Aermel des Uniformrockes, in fraft, der bekanntlich jetzt auch die Linien der früheren Großen über Kopfschmerzen. Am Sonnabend Abend tam 2. plößlich zu etwa zehn bis zwölf leichtere Messerstiche zerfleischten den Berliner Omnibusgesellschaft umfaßt. Der Fahrplan weist 11 Linien auf. Neu eröffnet wurde die Linie Anhalter er von Mördern verfolgt werde. Der Unglückliche war nach An- und ein Messerstich ging in die Brust bis auf den hof- Rosenthaler Thor, die durch die Königgrägerstraße- Pots.nahme der hinzugezogenen Aerzte infolge jenes Falles vom Ver- Knochen. Damit war es aber noch nicht genug: als dem Undamer Platz- Leipzigerstraße- Spittelmarkt- Mühlendamm- folgungswahn ergriffen und mußte gestern nach der städtischen menschen das Messer entwunden war, fließ er mit den StiefelPoststraße Heilige Geiftstraße- Raiser Wilhelmstraße- Neuer rrenanstalt Herzberge überführt werden. abfäßen den Beamten wiederholt so heftig in die Seiten und Martt Rosenstraße- Spandauer Brücke- Rosenthalerstraßegegen den Unterleib, daß ein schweres inneres Leiden die luaufgeklärt geblieben ist bis jetzt der Selbstmord der acht Folge davon war. bis aum Rosenthaler Thor läuft. In Fortfall zehnjährigen Anna Megler aus Greifswald, die hier bei dem nun schon fast vier Monate im Krankenhause und ist aus Schuhmann Wallentowiz befindet sich gekommen sind die Linien Neues Thor- Reichenaufmann Roth in der Kahlerstraße 6 ein Bierteljahr diente. demselben auch gestern nur beurlaubt worden, um den Termin bergerstraße und Golzstraße- Treptow. Die Linie Das Mädchen ging am 17. v. M. gegen 9 Uhr abends aus der wahrzunehmen. Das Schöffengericht, dem die Straffache ure Spittelmarit- Reinickendorferstraße ist für den Wohnung der Dienstherrschaft weg und blieb seitdem ver- fprünglich überwiesen worden war, hatte sich f. 3. für unzuständig Winter wieder bis Nettelbeckplatz verkürzt und die Linie schwunden, bis man am Sonnabend am Planufer in der Nähe erklärt, weil es der Ansicht zuneigte, daß Wallentowig in dauerndes Siechthum verfallen fei. Dieser Befürchtung trat der medizinische Sachverständige in der gestrigen Verhandlung allerdings nicht bei, erklärte aber den Zustand des Verletzten doch für einen derartigen, daß nur eine ganz langsame Genefung zu erwarten sei. Die Beweisaufnahme ergab, daß die beiden als Schläger die Wahnsinnigen gewüthet berüchtigten Angeklagten wie Behauptung, daß sie von den Schuhleuten überfallen und und drei Schußleuten Messerstiche beigebracht hatten. Ihre jämmerlich zugerichtet worden feien, fonnte nicht erwiesen werden; erst nachdem sie so toll gewirthschaftet hatten, find sie gebunden und in die Belle geschleppt worden. Der Staatsanwalt beantragte je zwei Jahre Gefängniß. R.-A. Dr. Coßmann glaubte, daß eine mildere Strafe am Plaze sei. Der Gerichtshof war ganz anderer Meinung; er war der Ansicht, daß so gemeingefährliche und rohe Menschen recht lange unschädlich gemacht werden müßten und, ging deshalb weit über den Strafantrag hinaus, indem er Mag. R. zu fünf Jahren, Willy N. zu drei Jahren Gefängniß verurtheilte. Aufsehen erregt in betheiligten Kreisen das Verschwinden des Inhabers der elektrotechnischen Fabrit Ebert u. Ko., Ingenieur Eugen Ebert. Ebert soll start spekulirt und bedeutende Berlufte erlitten haben, welche ihn, da die Schuldenlast immer größer wurde, zur Flucht trieben. Das Geschäftslokal des Ebert, Grenadierstr. 20, ist gefchloffen worden. Ober: Dein Schifflein hat dem Meere fich zu ranken, Und mit den Wellen Kannst Du schaukeln, schwanken. zufolge brei( zwei Medizinerinnen und eine Studirende der Naturwissenschaften) an der Universität Halle ohne jede Einschränkung zum Studium zugelassen worden. Auch der Zutritt zu den Sezirfälen und Laboratorien ist ihnen gestattet. Weniger Entgegenkommen finden die drei Damen, welche ihre Studien an der Berliner Universität fortseßen. Sowohl den beiden andergereihten Worten keinen Gedanken finden, ebenso wenig Rann man in dieser Liebeslyrik aus all' den finnlos aneinPhilologinnen als der einen Medizinerin haben einzelne Pro- in den entsetzlichen Versen, wo der Verfasser ernst, lehrhaft fefforen die Theilnahme an ihren Vorlesungen untersagt. Jus fein will. 3. B.: besondere werben weibliche Studentinnen von den anatomischen Borträgen und Uebungen streng ferngehalten, eine Maßnahme, Die eventuell ein ganzes Studium in Frage stellen kann. Diese und manche andere Schwierigkeiten, durch welche die studirenden Frauen ihren männlichen Kollegen gegenüber im Nachtheile sind, werden erst überwunden werden können, wenn es ihnen gelingt, ihre vollgiltige Jumatrikulation durchzusehen. Die Zahl der in Berlin vorgebildeten weiblichen Stubirenden dürfte rasch steigen, da sich bei der fürzlich stattgehabten Neuaufnahme au ben Gymnasialfurfen für Frauen bereits 21 Theilnehmerinnen gemeldet haben. Der Maler Muckaczy hat, wie aus Budapest berichtet wird, in eine Nervenheilanstalt gebracht werden müssen; sein Bu stand wird als besorgnißerregend bezeichnet. Literarisches. Klänge der Arbeit. Gedichte von Friedrich Hofmann. Berlin 1896. Preis 40 Pf. 40 Seiten. Das Wort von der ,, tollgewordenen Prosa" und vom ,, blühenden Blödsinn" brängt sich jedem auf, der das Gedicht büchlein zur Hand nimmt. Wir übertreiben nicht. 3. B.: An Emilie. Himmel! ach! in Deinen Armen liegen, Innig sich an Deinem Busen schmiegen, Göttliche, ein Paradies. Wenn sich Blicke, Sonnen magisch winken, Seelen- Weltfysteme Rarg zu trinken. Wenn sich Herzen, Kerkermauern lichten, Wesen ineinander Trunken, lichten. Audere Verse lauten: Du grolst und heifer- Brennen Deine Sohlen, Die Wahrheit aus- Der Hölle zu erholen. Einem Jüngeren ins Stammbuch. Geh', laß die hohen Jrren Der Zeiten Plan bekirren, Und doch die Bofen Schranzen Ihr Stoppelfeld umtanzen. Gewohnt gethan. Das Bichen von Lappen auf Lappen. Pfui! Jünger, laffe das Pappen, Da höhnen sie meinen Meister, Sein zweites Wort war Kleister! Bismarciade. Und sind es auch Hyänen, Wir Deutsche benedei'n Noch zwischen ihren Zähnen Berzückte Melodei'n. Wo man aber wirklich einen Gedanken findet, da entspringt er der weinerlichsten, erlogensten Sentimentalität: Dem getnechteten Proletariat. Dein Schmerz ist meine Wunde, Jst, was mich Weinen macht, In früher Morgenstunde, S Und in der späten Nacht. Thun alle meine Klagen, Was meine Wehmuth spricht, Bon Deinem Leide sagen, Bis mir das Herze bricht! CONTO Ohne Luft, voll stummer Plage, Schwinden diese Erdentage, Nur der Retter uns'rer Noth Ift der Tod-! 1346 Es hat ja gewiß jeder Mensch das Recht, Gedichte" zu verbrechen, vielleicht auch sogar, wenn er Geld oder Kredit hat, fie brucken zu lassen. Daß man dem Arbeiter aber für sein schweres Gelb solchen Blödsinn aufbinden will, dagegen aufzutreten und die Arbeiter vor dem Reinfall zu bewahren, ist unsere journalistische Pflicht. Nicht muckfen! Diese Borschrift sollte in den Sigungsfälen des Schöffengerichts angeschlagen werden. Gestern wurde ein Zuhörer zu 24 Stunden Haft verurtheilt, weil er einem Untersuchungsgefangenen, feinem Vater, etwas zugeflüstert hatte. Vorher war schon ein anderer Zuhörer gewarnt worden, weil er leise mit seinem Nachbar sprach. Witterungsübersicht vom 2. November 1896. Stationen. Swinemünde Hamburg Berlin Barometer reduzirt auf ftand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( 61-61212120331 Wetter Temperatur nach Celsius ( 50.4° R.) 754 SSM 8 Dunft 753 N bedeckt 755 SW Wiesbaden 757 SM München 758 ND bedeckt bedeckt bedeckt -1 Wien. 758 Still bebeckt Haparanda 754 NND 763 NNO 764 M 762 757 WNW DGD Petersburg Cort Aberdeen. Baris.. bedeckt heiter halb bedeckt halb bedeckt Nebel 89931652655 Wetter- Prognose für Dienstag, den 3. November 1896. Ziemlich trübe, jedoch mild mit leichten Regenfällen und schwachen füdwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Vermischtes. # Klocker von einem zweiten Raffenbeamten der Bank burch Fälschung[ eingeschlossen. Die Hälfte der Ortschaft ist überfluthet, zahlreiche der Bücher unterstützt wurde. Gegen diesen Kassenbeamten ist Säuser sind geschlossen. Der durch die Ueberschwemmungen in leber ein Eisenbahn Unglück wird aus Heil- eine strafrechtliche Untersuchung veranlaßt. Die Kaffe war am Lyon und Umgegend angerichtete Schaden ist sehr beträchtlich. Bonn berichtet: Der von Heilbronn nach Hall fahrende 30. September ganz in Ordnung; die Defraudation hat erst im Rettungsgesellschaften organisiren die Hilfeleistung. Bisher ist Personenzug Nummer 140 stieß Sonnabend Abend zwischen Oktober stattgefunden. fein Verlust an Menschenleben vorgekommen. 8 und 9 Uhr zwischen Weinsberg und Eichenau mit dem ab- Ans Krefeld wird gemeldet: In der Nähe von Uerdingen Das Hochwasser der Rhone hält sich auf gleicher Höhe, die geriffenen Theile eines vorausfahrenden Güterzuges aufammen. stürzte sich Sonntag Nachmittag der Kaufmann Emil Bredow Lage ist noch immer bedrohlich. Die Zahl der unter Wasser Der auf dem abgeriffenen Bugstheile stehende Wagenwärter mit seiner Frau und seinen drei Kindern in den Rhein. Der gesetzten Häuser ist sehr beträchtlich, besonders in Avignon. In wurde getödtet, die beiden Führer und Heizer der 2 Maschinen Mann, die Frau und zwei Mädchen im Alter von fünf und Lyon stehen jetzt auch die Maschinen, welche die elektrische Be des Personenzuges wurden schwer verlegt. Ein Heizer fam unter zwölf Jahren ertranten, während es dem neunjährigen Knaben leuchtung speisen, unter Wasser und funktioniren nicht mehr. die erste Maschine, welche umstürzte, zu liegen; er ist wahrschein gelang, sich zu retten. Die Beweggründe der That find, wie man In Rom hat sich der Bantier Emilia Gattoni wegen belich todt. Der Materialschaden ist bedeutend. Beide Gleise der annimmt, in verfehlten Spekulationen zu suchen. Strecke find gesperrt. deutender Börsenverluste erschossen. Zu den Ueberschwemmungen in Frankreich meldet der Nachrichten aus Sizilien berichten von Meer Von der Affäre der Bayerischen Hypotheken und Telegraph: Die Seine ist ein wenig gesunken, allein man be- anschwemmungen, welche in Palermo die Erdgeschosse und die Wechselbank. Die Münchener Neuesten Nachrichten" hören fürchtet ein neues Anwachsen. umliegenden Felder verwüsteten. Auch bei Trapani sind die nach einer authentischen Mittheilung, die bisherigen Erhebungen Die Rhône und die Saône fliegen am Sonntag fortgefeßt Felder beschädigt. Drei Personen sind bei der Katastrophe ums hätten ergeben, daß die Unterschlagungen des Raffirers Franz in beunruhigender Weise. Zahlreiche Häuser stehen in Lyon Leben gekommen. Klocker von der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank unter Wasser. In Neuville treiben Möbel auf der Saône. In In Bombay ist ein großes Baumwollen Lagerhaus mit 133 000. betragen und nur dadurch möglich wurden, daß| Saint Rambert sind die Soldaten vom Wasser in den Kasernen| 35 000 Ballen niedergebrannt. " Für denZuhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 3. November. Opernhaus. Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. Goldfische. Neues Opern- Theater.( Kroll.) Geschlossen. Deutsches Theater. Freiwild. Berliner Theater. Renaissance. Alexanderplatz- Theater. Pikante Novität! One sittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Atten von Wilh. Friedhold. Anfang 8 Uhr. Bon3 haben Giltigkeit. Mittwoch: Ohne nittlichen Halt. Sonntag, den 8. November 1896, nachm. 4 Uhr: Auf allgemeines Verlangen: Baubermärchen mit Gesang und Tanz Rübezahl, der Berggeist. in 6 Bildern von Eugen Prudens. Residenz- Theater. Die Belgeliebte. Einzig in Berlin Treptows Abschied. Lesing Theater. Das Glück im Winkel. Theater des Westens. Treue. Neues Theater. Bocksprünge. Borher: Opus I. Schiller- Theater. Ein Ehrenwort. Bentral- Theater. Eine wilde Sache. Thalia- Theater. Prima Ballerina. ( Maison Tamponin.) Mamsell ist das neue Programım des Volks- Theater 34 Reichenbergerstrasse 34. Pferdebahn- Haltestelle: Kottbuser Thor. Seit 20 Jahren die lustigste Posse: Selle- Alliance- Theater. Mamfeu Ein vorsichtiger Mann. Volks- Theater. Ein vorsichtiger Jeden Abend stürmischer Lacherfolg. Vielliebchen. Mann. Um 91/2 Uhr: Theater Unter den finden. Die Gemischter Theil( Ho- ho!). Lachtaube. Ostend Theater. Michel. Der deutsche Durchweg nene Künstler- Spezialitäten. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Die Ruttinger's ans Salzburg! Die Waise von Lowood. Alexanderplah- Theater. Ohne fittlichen Halt. aufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Damen- Terzett ausser Konkurrenz. Die Hunde- Akademie, dirigirt von Miss Adele. GesangsMartin Reuter, Humorist. Familie Derrington, Kunst- Radfahrer. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt, ab. Eintritt 50 Pf. abends Uhr. Wissenschaftl. Theater 8th. Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 1hr abends ab. Eintritt 50 Pr Jm Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. Das Théatre Variété ist wieder eröffnet! Ohne Extra Entrée. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! 81 Für die ,, Volksstimme in Frankfurt a. Main wird ein bewährter politischer Redakteur zu möglichst sofortigem Antritt gesucht. Anfangsgehalt 2400 Mart. Bewerber wollen früher erschienene Arbeiten nebst näheren Angaben bis zum 15. November senden an den Vorsitzenden der Breßkommission A. Baumann, Frankfurt a. M., Große Bockenheimerstr. 25. Allgem. Arbeiter- u. Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 7. November, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27 c: 7. Stiftungsfeff 18/2 verbunden mit humoristischen Vorträgen und Theater der Theater- Gesellschaft Strzelewicz. Feftrede, gehalten vom Genossen Wilhelm Liebknecht. Anfang 8 1hr. Grosser Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Um rege Theilnahme ersucht Kinetograph. Billet 25 Pf. Der Vorstand. ( Lebende Photographieen. Auch in Naturfarb.) Inter effanteste Bilder historischen Charakters u. des Gesellschaftsleb. in vollkommenster Naturwahrheit. Wiedergabe musikalischer und deklamatorischer Wor träge. Phonographische Für alle Besucher zugleich deutlich hörbar ohne Schläuche. Eintrittspreis für alle Vorführungen 50 Pf. Militärs und Kinder 25 Pf. Vorstellungen ununterbrochen von 10 Uhr vormittags bis 11 Uhr abends. 21. Unter den Linden No. 21. E Vereine erhalten Preisermässigung nach Vereinbarung. ( früher Seefeldt), Grenadierstraße 33. Gäle für gute Sonnabende und Sonntage zu vergeben. R. Buske 100-500 Personen, Vereinszimmer noch einige Schiller- Theater. Parforce Ban- abrarer. Neu! Pygmäen Circus Busch. Neu: Dienstag, abends 8 Uhr: Ein Ehren- Don Juan von rückwärts, wort. oder: Der vergnügte steinerne Gast. Mittwoch, abends 8 Uhr: Gin Schritt Opernparodie von Richard Thiele. vem Wege. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Direttion: Richard Schultz. Dienstag, den 8. November: Bum 45. Male: Emil Thomas a. G. Anfang: Woche 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. bis 3 M. Dem geehrten Publikum zur gefälligen Nachricht, daß die Bekannt machungen des Volks Theaters nur durch die Zeitungen erfolgen, nicht durch Säulenanschläge. V Eine wilde Sache. ApolloGroße burleste Ausstattungspoſſe mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Mufit von J. Einödshofer. Anfang 1,8 Uhr. Neu! Neu! Ur- Australier 25 Hummern KAUFMANN'S ( Kannibalen). 25 Summern Ginzig allein VARIÉTÉ dastehend in der Artiften- Welt Theater, alebend Morgen: Eine wilde Sache. Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Meues Programm. Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. The 3 Nigthons. Baronessen Odillon. Die Waise von Lowood. E. N. Kaufmann, Schauspiel in 3 Atten und 1 Vorspiel von Charlotte Birch- Pfeiffer. Anfang 8 Uhr. Billets an der Theaterkasse und im " Invalidendant", Unter d. Linden 24. Mittwoch: Die Waise von Lowood. Sonntag, den 8. November, nachmitt. 3 Uhr: Klassiter Vorstellung zit Abonnements( fleinen) Preisen: Romeo und Julia. Trauerspiel in 5 Akten von William Shakespeare. Am 16., 17., 19.: Der Troubadour. Oper in 5 Atten von G. Verdi. Billetsbestellungen werden schon jetzt entgegengenommen. Oftend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weiß. ? Der deutsche Michel Der deutsche Michel Anfang 8 Uhr. Sonntag Nachmittag: Der liebe Onkel. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/78. Prima Ballerina ( Maison Tamponin). Vaudeville- Operette in 3 Atten von Blum und Toché, bearbeitet von Hugo Wittmann. Musik von Karl Weinberger. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Die nächste Aufführung von Gebildete Menschen findet am Freitag, den 6. November statt. Sonntag, den 8. November: Nachmittags Vorstellung bei bis auf die Hälfte ermäßigten Preisen: Gebildete Menschen. Meisterschafts- Kunst- Radfahrer. Geschw. Petram. Fleury Trio. Henry Bender. The Troubadours. The Luppus. Comtessa Ferucci. Signor Bernardi in der Komödie Restaurant fin de siècle. Das gestörte Hochzeitsfest von der Rajade- Truppe. Mile. Fougère u. s. w. u. s. w. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Böhmisches Brauhaus Landsberger Allee. Heute sowie jed. Dienstag: Stettiner Sänger Steidl als ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Li- Hung- Tschang. Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Borverkauf 40 Pf.( fiehe Platate.) Mittwoch: Moabiter Stadttheater. ist das NovemberKAUFMANN'S Nummern 25 Programm von: VARIÉTÉ Nummern 25 Vogler's Casino früher elt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Jm vorderen Saal täglich: Tyroler Konzert. Direktion Alois Ebner. Entree vollständig frei. Im großen Theatersaal: Variéte- u. SpezialitätenVorstellung. Auftreten von Kunstkräften nur I. Ranges. Jeden Sonnabend und Sonntag: Die unübertrefflichen Hamburger Sänger. Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags Sikards. 4 neue Kegelbahnen. Sorgf. gepfl. Biere, anert. gute Küche. Neues Klubhaus 72 Kommandanten- Straße 72. Sonnabend, 21. und 28. Nov., sowie Sonnabend, 5. Decbr. Saal frei. 198 Saal 1103b 000000000 Feen- Palast Burgstrasse 22. Direttion: Winkler& Fröbel. Nur noch kurze Zeit: Kunstschüßin Elsa Dowe. T U. a.: Schießen auf den OriginalDowe- Panzer. Anhaltender Erfolg des Hochturner Trios Niagara, Matadore auf dem Thurmseil. Dazu das durchweg neue große B ( Bahnhof Börse.) Grande Soirée équestre. 150 Pferde 150 nach einander in der Manege. Sensationeller Erfolg. Die Jagd nach dem Glük. Außerdem: Monstre Tablau von 70 Hengsten, dress. u. vorgef. v. Dir. Busch. 8 ruff. Rapphengfie u. 3 ruff. November- Programm. Fushengste als Thurmspringer, vor1. a. der allbeliebte urkomische Eduard Rennert, Anfang 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntags 6 Uhr. Refervirt 50 Pf. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstrasse No. 52 53. City- Passage Annenstr. No. 42/43. Vom 1.- 16. November: Durchweg geführt v. Dir. Busch. Doppelte ung. Springschule, ger. m. 6 engl. Vollblutpferden. Die Troika, dress. u. ger, von Herrn Foottit- Burghardt. Auftr. des Hrn. Salamonski u. d. Pariser Schulreiterin Male. Lorey. Doppel- Jockey, ausgef. v. Geschw. Cottrell.( Bisher unerreichte Leistung.) Der Clown Hr. Boganowsky als Rixdorfer. Auftr. d. Gigerl- Clowns Mr. Alf. Daniels. Morgen: Die Jagd nach dem Glück 11926 Klempnerei, Gas- und Wafferanlagen, altes Gefchäft, zu verkaufen durch Hensel, Ratzlerstraße 18. neues Programm. Möbel, gebrauchte, Fauft Burow, Zwölf Grand Attractions- Nummern! Mr. Field mit seinem urkomischen Panopticum. Hans it. Clara Sarno, Original- Duettisten. Mr. Freiburg im Reiche der Schatten. Ros'l Perona, Tyrolienne. Alice Sczegeny, Anton die Perle Ungarns. Fischer, Original- Humorist Anfang: u. S. W. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Täglich( außer Sonnabends): Rofenthalerstr. 18. Nähmaschine, gut näh., 20 Mt., verk. Urbanstr. 83, Lesehalle. 1235/ b Möbl. Schlafft. z. verm. f. H. Neu1241b Kölln am Wasser 4 2 Tr. I. Arbeitsmarkt. Achtung, Holzarbeiter! 78/12 In der Bautischlerei von Roll, Demminerftr. 7, haben die Kollegen die Arbeit wegen Lohndifferenzen niedergelegt. Bujug fernhalten. Die Werkstatt- Kontrollkommission des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes. Tücht. Belegerinnen f. bessere Arbeit sucht Werkmeister, Brunnenstr. 194. Karton Arbeiterinnen, geübte, auch Poy, Grüner Weg 2. Konzert, Theater- Vorstellung. junge Lehrmädchen verlangt Theodor Mit vollen Segeln. Boltsstück mit Gesang in 3 Abtheilungen von Hugo Schulz. Jeden Sonntag, Dienstag 60% 11. Donnerstag nach d. Vorstellung Tanzkränzchen. ( tausend Personen) zu allen Ver12276 Korbmacher. Ein tüchtiger, geschlagener Arbeiter betommt dauernde Beschäftigung bei Robert Wengler, Kopenhagen K. Schulmädchen für nachmittags verl. Macienewski, Reichenbergerstr. 155. Die beiden heizb. Kegelbahnen sind Sonnabends u. Sonntags noch z. vergeb. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahn 1 Korbmacher, tücht. Bambusarbeiter. Cösliner Hof, Cöslinerstraße 8. ziehen, Bahnreinigen, Nervtödten bei verlangt Lankan, Kleinbeerenſtr. 24. Winterpaletots, Kleidungsstücke, Bestellung umsonst. Fammlungen und an Vereine. Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 8 M. an, Theilz. wäsche, spoutbillig. Neanderstraße 6. Guckel, Lausitzerplats 2, Stafferste. 12, Vergolder athieut. 14. Pfandleibe. Stegligerstr. 71, I Farbigmacher verlangt 1240b Ordentl. General Bersammlung Deutscher Holzarbeiter Verband. Arbeiter- Bildungs- Schule. ( Zahlstelle Berlin.) Mittwoch, den 4. November 1896, abends 8 Uhr: Vertrauensmänner- Versammlungen. Osten: im Lokale des Herrn Heise, Lichtenbergerstraße Nr. 21. Schönhauser und Rosenthaler Vorstadt: im Lokale des Herrn Mörschel, Schönhauser Allee 28. Wedding und Gesundbrunnen: im Lokale des Herrn Raabe, Kolbergerstraße Nr. 23. Westen und Südwesten: im Lokale des Herrn Bubeil, Lindenstraße 106. Südosten: im Lokale des Hrn. Rautenberg, Oranienstr. 180. Moabit: im Lokale Thurmstraße 84. Tagesordnung: Werkstattangelegenheiten. Die nicht vertretenen Werkstellen werden von jezt an in den nächsten Bezirksversammlungen bekannt gegeben. Drechsler. Donnerstag, 5. November, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderftr. 27c. Tagesordnung: 1. Wie fönnen wir das Errungene festhalten? 2. Werkstattangelegenheiten. Es ist Pflicht jeder Werkstatt, in der Versamm lung vertreten zu sein. Besonders eingeladen sind die Kollegen der Firma Bornecke u. Hofeus. 78/13 Große öffentliche Versammlung der Vorfände u. Verwaltungsbeamten lämmtlicher Krankenkassen Berlins und Umgegend am Freitag, den 6. November, abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Krankenkassen Berlins zur Belegung der Lungenheilanstalten am Grabowfee"? Referent: Herr Dr. Friedeberg. 2. Diskussion. 3. Eventuelle Wahl einer definitiven Rommission aus Vertretern sämmtlicher Gruppen von Krankenkassen. Das Erscheinen aller Borstände ist nothwendig. Die provisorische Kommission. 53/3 J. A.: Eugen Simanowski, Gartenstr. 78, Portal II, 2 r. Achtung! Gürtler. Achtung! Mittwoch, den 3. November, abends 8 Uhr: Vertrauensmänner- Konferenz der Gürtler im Lokale des Herrn Mehner, Oranienstraße 184. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Um pünktliches Erscheinen ersucht 116/15 Der Vertrauensmann: Richard Heinrich, Wienerstr. 61. Achtung! Vergolder. Achtung! Mittwoch, den 4. November, abends 8 1hr, im Lokale des Herrn Grosse, Annen- Straße Nr. 16: Große öffentliche Versammlung der Orts- Krankenkasse der Dachdecker Berlins am Sonntag, 8. Nov., vorm. 9 Uhr, im Lokale des Herrn Feind, Weinstraße 11. Tagesordnung: Lehrplan für das Winterhalbjahr 1896/97. Südost- Schule, Waldemarstr. 14. Dienstag: 1. Wahl von zwei ausscheidenden Deutsch.( Die Literatur in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahre Vorstandsmitgliedern( ein Arbeitgeber hunderts. Auffazlehre.) Herr Heinrich Schulz. und ein Arbeitnehmer). 2. Wahl eines Mittwoch: Rechnungs Prüfungs. Ausschusses für Geschichte.( Alte Geschichte: Urzeit, Entstehung der Religionen, Ges = das Jahr 1896. 3. Umänderung des § 27 des Statuts wegen Herabſegung der Kassen- Beiträge. 4. Wahl der Delegirten für das Jahr 1896( ein Arbeitgeber und ein Arbeitnehmer). 5. Verschiedenes. 1287b Um zahlreichen Besuch bittet G. Krebs, 1. Vorsitzender, N., Bergstraße 28 I. Unserem Kollegen H. Haase zu seinem heutigen Geburtstage ein dreimal donnerndes Hoch! Klein Mirr! u. Kollegen, Heinrich, merkst Du wat? Unsere Genossin Marie Ludwig, die uns in unserm schweren Kampfe zur Seite gestanden, ist aus dem Leben um die Befreiung des Proletariats treu und somit aus unseren Reihen geschieden. Wir fordern die Genossinnen hiermit auf, sich an der heute Nach mittag 3 Uhr von der Charitee aus stattfindenden Beerdigung recht zablreich zu betheiligen. 1231b Genossinnen des sechsten Wahlkreises. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Genoffen zur Nachricht, daß unser lieber Sohn und Bruder, der Schlosser Fritz Wicht am Sonnabend, den 31. Oktober sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Dienstag, den 3. November, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Zionskirchhofes in NeuWeißensee aus statt. 1239b Familie C. Wicht. Ber band aller in der Metallschichte der orientalischen Völker, Griechen und Römer.) Herr Dr. C. Pinn. Donnerstag: Rede- Uebung.( Die wichtigsten technischen Grundsäge für die Kunst des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau eines Vortrags. Uebungen im Diskutiren.) Herr Heinrich Schulz. Freitag: Natur- Erkenntniß.( Antike und moderne Naturbetrachtung. Problem der Weltbildung im Alterthum. Griechische Weisheit und biblische Ueberlieferung. Die Entthronung der Erde aus ihrer bevorzugten Stellung im Weltenall. Mechanistische Auffassung und experimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in das Naturganze[ Lamart- Darwin]. Das Seelenproblem. Atomismus und Materialismus. Grenzen der Natur- Erkenntniß.) Herr Dr. C. Joël. Sonnabend: National- Gekonomie.( Allgemei. Uebersicht der verschiedenen Wirthschaftsstufen. Entwickelung der bürgerlichen theoretischen National- Dekonomie. Die Mary'sche Werth- und Mehrwerthlehre.) Herr Dr. Conrad Schmidt. Nord- Schule, Brunnenstr. 25. Dienstag: National- Oekonomie.( Allgemeine Uebersicht der verschiedenen Wirths schaftsstufen. Entwickelung der bürgerlichen theoretischen Nationalökonomie. Die Marx'sche Werth- und Mehrwerthlehre. Herr Dr. Conrad Schmidt. Mittwoch: Deutsch.( Die Literatur in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Auffazlehre.) Herr Heinrich Schulz. Donnerstag: Geschichte.( Alte Geschichte: Urzeit, Entstehung der Religionen, Geschichte der orientalischen Völker, Griechen und Römer.) Herr Dr. C. Pinn. Freitag: Rede- Uebung.( Die wichtigsten technischen Grundsäge für die Kunst des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau eines Vortrags. Uebungen im Diskutiren.) Herr Heinrich Schulz. Sonnabend: Natur- Erkenntniß.( Antike und moderne Naturbetrachtung. Problem der Weltbildung im Alterthum. Griechische Weisheit und biblische UeberLieferung. Die Entthronung der Erde aus ihrer bevorzugten Stellung im Weltenall. Mechanistische Auffaffung und experimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in das Naturganze[ Lamart- Darwin]. Das Seelens problem. Atomismus und Materialismus. Grenzen der Natur- Erkenntniß.) Herr Dr. C. Joël. Außerdem finden abwechselnd 14- tägig Sonntags vormittags von 101/2 bis 12 Uhr Brunnenstraße 25 Fortschrittskurse in NationalOekonomie( Herr Dr. Conrad Schmidt wird das„ Kommunistische Industrie beschäftigten Arbeiter Manifest" erklären) und Rede- Uebung( Serr Heinrich Schulz) für dieBerlins u. Umgegend. Todes- Anzeige. Am 31. Oktober starb unser Mitslied, der Schloffer Fritz Wicht. Ehre seinem Anbenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 3. Nov., nachm. 3 Uhr, von der Leichenballe des Zionstirchhofs in NeuWeißensee aus statt. Um rege Betheiligung ersucht 110/19 Der Vorstand. Nachruf! aller in der Rahmenbrauche beschäft. Vergolder und Berufsg. fchloffer Frik Wiehl nach kurzem Tages- Ordnung: 1236b 1. Die Lage in der Rahmenbranche. 2. Verschiedenes. Das Erscheinen aller ist in anbetracht der wichtigen Sache dringend nothwendig. Die Agitationskommission. J. A.: C. Langner. Chemigraphen. Mitglieder- Versammlung des Vereins der graphischen Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands am Donnerstag, den 5. November, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Zubeil, Lindenstrasse No. 106. Tages Ordnung: 96/12 1. Vortrag des Augenarztes Herrn Dr. Wurm über: Wie erhält man die Sehkraft( mit Demonstrationen an tünstlichen Augen). 2. Diskussion. 3. Abrechnung yom II. Quartal. 4. Wahl eines Schriftführers. 5. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Verwaltung. Verband aller in der Metall- Industrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 9. November, abends 81/2 Uhr: Ordentliche General- Versammlung im Lonisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37. Lages Ordnung: Am 31. Oktober ist unser langjähriger Kollege und Mitarbeiter, der Werkzeug Krankenlager verschieden. Er war uns ftets ein lieber und braver Kollege. Ehre seinem Andenken! 1233b Das Personal der BlechemballagenFabrik Gebr. Koppe. Danksagung. jenigen Schüler statt, die schon während eines Semesters das betreffende Fach besucht haben. Der Unterricht beginnt Wochentags pünktlich um 9 Uhr abends und endet pünktlich um 10 Uhr. Die Schulräume find täglich von 8 Uhr abends an geöffnet, um den Mitgliedern Gelegenheit zur Benutzung des Zeitungs-, Beitschriften- und Büchermaterials zu geben. Es liegen in beiden Schulen fast sämmtliche proletarischen, sowie einige bürgerliche Tageszeitungen, außerdem eine große Anzahl von wissenschaftlichen Revuen, Fachschriften, Gewerkschafts- und Witzblättern aus. In größeren Lokalitäten werden in zwanglosen Zwischenräumen Ver sammlungen abgehalten, in denen zeitgemäße Themata in populär- wissenschaft. licher Weise von anerkannten Fachleuten erörtert werden. Dem künstlerischen Bedürfnisse der Mitglieder wird die Schule gerecht durch Veranstaltung von Theater- Vorstellungen, Konzerten und DichterAbenden. Unter fachkundiger Führung werden ferner wissenschafliche, künstlerische und gemeinnügige Institute besichtigt. Der Mitgliedsbeitrag sowie das Unterrichtsgeld für jedes belegte Unters richtsfach beträgt monatlich je 25 Pf. Aufnahme neuer Mitglieder( am besten bei Beginn jedes Semesters im April und Oktober), sowie die Zahlung der Beiträge erfolgt in beiden Schulen und in den nachstehend verzeichneten Bahlstellen: SO. Für die vielen Beweise herzlicher SW. Theilnahme an der Beerdigung unseres unvergeßlichen Kindes Hedwig Günther und für den reichen W. Blumenschmuck fagen wir allen Freun den und Bekannten unfern herzlichsten Dank! 12326 Bernhard Günther u. Fran. Für die zahlreiche Betheiligung und für die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines mir unvergeßlichen Mannes Wilhelm Jänike sage ich Schöning, Röpnickerstr. 68. Südost- Schule, Waldemarstr. 14. Schulz, Admiralstr. 40 a. Grube, Mariendorferstr. 5. Kassler, früher Windhorst, Junkerstr. 1. Werner, Bülowstr. 59. N. Nord- Schule, Brunnenstr. 25. Gnadt, Butbuferstr. 32. Gleinert, Müllerstr. 7a. Babiel, Rosenthalerstr. 57. Reul, Barnimstr. 42. NO. NW. Löffler, Stendalerstr. 42. Der Vorstand. NB. Alle Briefe, Anfragen und Zusendungen 2c. find an den Vorsitzenden, Schriftsteller Heinrich Schulz, Berlin SO. 16, Raiser- FranzGrenadierplatz 7, alle Geldsendungen an den Raffirer, Buchdrucker H. Königs, Berlin S. 59, Dieffenbachstr. 30, zu richten. 419 Dienstag, den 2. November, abends 8, Uhr: allen Freunden, Bekannten u. Kollegen Grosse öffentliche Versammlung der Schmiede vor Gesangverein 1. Kaffenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Neuwahl des ersten und zweiten Vorsitzenden, Wahl zweier Kassirer( Norden und Westen), Wahl zweier Schriftführer( Norden und Westen) und Bestätigung der vorgeschlagenen Bei thaler Borstadt, und für die Unterstügung, welche mir zu theil geworden 1234b ist, meinen herzlichsten Dank! Wwe. Anna Jänike nebst Sohn und Verwandten. Den werthen Vereinen zur gefl. Kenntnißnahme, Berlins und Umgegend bei Buske, Grenadierstraße Nr. 83. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom Maisonds. 2. Ergänzungswahl der Lohn- Kommission. 3. Stellungnahme zur Agitations Rommission. 4. Verschiedenes. 1763 Sonntag, den 8 November 1896, abends 5 Uhr: fizer. 3. Abänderung des§ 6 des Statuts. 4. Bericht des Arbeitsvermittlers daß der Tanzlehrer Herr Max Nieft Deffentl. Schmiedeversammlung mit Frauen und der Kontrollkommission. 5. Na den Vorstand gelangte Anträge. Ohne Mitgliedskarte kein Zutritt. 110/8 unferem Verein nicht angehört und Die Bersammlung wird punkt 8/2 Uhr eröffnet. Wir ersuchen um auch laut Statut teine Aufnahme zahlreiches und rechtzeitiges Erscheinen. Der Vorstand. finden kann. Tabakarbeiter und Tabakarbeiterinnen. Mittwoch, den 4. November, abends 81/2 Uhr: Große öffentliche Versammlung im Lokale des Herrn Buske, Grenadierstraße 33. Tages- Ordnung: 186/1 1230b Tanzlehrerverein Solidarität". J. 2. Der Vorstand. Dirigent, tonservat. gebildet, tüchtig, gewissenhaft, übernimmt Gesangverein mit guten Stimmen. Henk, Prenzlauer Allee 37, v. III. I. Genossen, 1243b Rechnungslegung der Lohnkommission. Bericht der Gesammtkommission Gesangverein beizutreten, können sich welche gewillt sind, einem Arbeiterund Neuwahl der Lokalkommission. Gleichzeitig findet die Ausgabe des ge- melden Dienstag Abend 9 Uhr druckten Rechenschaftsberichtes statt. Die Kommission. Karl Scholz, Wrangelstraße 32, empfiehlt fein reichhaltiges Lager von Büsten und Bildern Tallalle, Marx, Engels u. a. in diversen Größen, in sauberster Ausführung. Lager von Stahl- u. Kupferstichen, Delgemälde, alle Sorten Rahme. Besonders zu Geschenken geeignet Der 1. Mai. Für Vereine und Klubs Preisermäßigung. Nach Auswärts brieflich gegen Nachnahme. Waldenserstr. 23/24. 1196b Möbel auf Theilzahlung. J. Kellermann, Neue Jakobstr. 26. 60% Für die hiesigen Leser liegt der heutigen Nummer unseres Blattes Die Gewinnlifte der preußischen 291L Lotterie vom geftrigen Tage bei. im ,, Englischen Garten". Alexanderstraße Nr. 27c. Tagesordnung: Vortrag über:" Glaube und Vernunft." Referent: A. Hoffmann. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz, Der Einberufer. Achtung! Puter. Achtung! Mittwoch, den 4. November, abends 6 Uhr, = im Lokale des Herrn Joël, Andreas- Straße Nr. 21: General- Versammlung sämmtlicher Pußer Berlins und Umgegend. Tages- Ordnung: 1. Bericht und Abrechnung der Lohnkommiskon. 2. Weitere Beschlußfaffung über die Lohnbewegung. Auf dem Bau Mücke, Prenzlauer Allee, haben 30 Fassaden- Buzzer wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt, nachdem der Arbeitgeber jedwede Breiserhöhung rundweg abgelehnt hat. Die Kollegen werden ersucht, unter allen Umständen zuzug fernzuhalten. Durch die nachträglich erhöhte Dekoration stellt sich der Preis fast um die Hälfte unter unserem Tarif. 132/1 Die Lohnkommission der Putzer Berlins und Umgegend. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobeh in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von May Bading in Berkin. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 258. Aus den Mnternehmer- Verbänden. " Dienstag, den 3. November 1896. seits die Konsumenten zu zwingen, höhere Preise zu zahlen. Der neuen Unternehmerorganisation gehören bereits über 50 Firmen an. Soziales. genommen. hohen 13. Jahrg. " Zur Krisis in der Textilindustrie schreibt der in Langenbielau erscheinende" Proletarier": In unserem Eulengebirge hört man ja über Arbeitslosigkeit noch nicht viel flagen, soweit es die Weber der Baumwoll- und Leinenbranche Zu dem Projekt eines Deutschen Inland Zuckerfynditats bemerkt der„ Hamburgische Correspondent":" Jeden angeht. Die hiesigen Fabriken haben offenbar deshalb genügend Aufträge, weil sie bei den hier besonders niedrigen Arbeitslöhnen falls hält auch dieses Zukunftssynditat an dem die bisherige Zuckersteuer- Gesezgebung beherrschenden GrundDie preußischen Steinkohlen- Bergwerke förderten im im stande sind, die Konkurrenz anderer Gegenden aus dem Felde sab fest, daß der deutsche konsument den deutschen 1. Halbjahr 1896 bei einer Belegschaft von durchschnittlich zu schlagen. Anders steht es dagegen um die besonders im 278 547 Arbeitern 37 744 136 Tonnen; Buder um so theurer bezahlen muß, je billiger 36 431 451 Tonnen. Gegen das 1. Halbjahr 1895 hob sich die Berliner Arbeit, das sind Konfektionsstoffe für Damen, weben. der Absatz betrug Neuroder Kreise wohnenden Weber, welche die sogenannte der deutsche Zucker dem ausländischen Konsu= menten geliefert wird." Wie im Vorwärts" schon Förderung um 9,49, der Absatz um 9,76 pet. Die abfolut Diefe klagen schon längst über mangelnde Arbeit und Lohnmitgetheilt wurde, soll jeder dem Syndikat beitretenden Zucker- höchfte Steigerung der Förderung wie auch des Absages wies abzüge. Der Rücken der Arbeiter ist nun einmal der grüne fabrik für den Doppelzentner des gesetzlichen Kontingents, d. h. das Ruhrgebiet auf, relativ steht am höchsten die Zunahme der Tisch, auf welchem das Gewinn- und Verlustkonto der kapitaFür die Herren einer bestimmten Menge Zucker, aus der Syndikatskaffe ein Geschenk Förderung und des Absages im Ober- Bergamt Bonn( Saar- listischen Wirthschaft ausgeglichen wird. von 2 M. vorweg gemacht werden. Um soviel könnte dann der gebiet) mit 12,32 bezw. 11,17 pet. Die Arbeiterzahl ist gegen Rapitalisten giebt es, wenns hoch tommt, einige Tausend Mark deutsche Zucker auf dem Weltmarkt billiger verkauft werden. denselben Zeitraum des Vorjahres im 1. Halbjahr 1896 um weniger Reingewinn, sür die Arbeiter aber sofort das Hungertuch. Dadurch hofft man die exportirenden Rohzuckerfabriken für das 9967 geftiegen. Krankenversicherungswesen. Der Kreistag des LandInland- Syndikat zu gewinnen. Wer soll nun die 2 M. pro 8 234 544 Zonnen abgesetzt. Die Arbeiterzahl auf den Braun- versicherung für alle Gemeinden einheitlich regelt. Gin Braunkohlen wurden 10 359 386 Zonnen gefördert und kreises Solingen beschloß ein Statut, das die KrankenMeterzentner aufbringen? Diese Rolle ist dem deutschen Michel fohlen- Werken betrug 30 842. Gegen das erste Halbjahr 1895 ist Antrag betreffend die Einbeziehung der Familienangehörigen zugedacht. Wenn es gelingt, 30 pet. der deutschen Zucker die Förderung um 9,89 pCt., der Abfat um 12,40 pet. und die landwirthschaftlicher Betriebsunternehmer in die Versicherung produktion für das Syndikat zu gewinnen, soll der Raubzug auf Arbeiterzahl um 1003 Köpfe gestiegen. Ueberall das Wesen der wurde abgelehnt, ein solcher auf Einbeziehung der Familiendie Taschen des Volts losgehen. Da die Menge des Zuckers, die produzirt werden darf, gefeßlich auf 17 Millionen Doppel- guten Geschäftslage, nur die Arbeitslöhne wollen sich der angehörigen gewerblicher Betriebsunternehmer hingegen angentner fengesetzt ist und da das Syndikat 90 pet. diefer Menge rapide steigenden Geschäftskonjunktur nicht anpassen. auf sich vereinigen will, so würde das 2 M.- Geschenk an die Die Löhne der Steinkohlen Bergleute sind in den einzelnen Revieren gegen das Jahresmittel 1895 um Die Verwendung von Soldaten in der Rübenkampagne Zuckerfabriken für die Konsumenten eine Belastung von rund 2-8 Pf. pro Tag gestiegen". Und das in einer Beit, wo wird in einer Zuſchrift aus Brieg in der Breslauer Bolts31 Millionen Mark bedeuten. Unter Berücksichtigung der Praktit, bie Gruben befiger vielfach mehr als doppelt so hohe wacht" gerügt. Obwohl es dort an beschäftigungslosen Arbeitern daß bei derartigen Manipulationen der Preis gewöhnlich nach Gewinne einstreichen, wie früher. Es sei nur an die Vereinigte nicht mangelt- trotz des niedrigen Tagelohns von 1,20 M. oben abgerundet wird, schäßt der„ Hamb. Correfp." die Steigerung Rönigs- und Laurahütte und die Bismarckshütte in Oberschlesien melden sie sich in hellen Haufen auf den Zuckerfabriken- follen des Zuckerpreises im Detailverkauf auf 6-7 M. pro Doppelzentner. Die Ausländer dagegen würden den deutschen Zucker mindestens erinnert, deren Aktionäre im eben geschloffenen Geschäftsjahr ihre in der Zuckerfabrit des Herrn v. Löbbecke eine größere Anzahl um 2 M. pro Doppelzentner billiger als jetzt bekommen. So Dividende verdoppeln fonnten; an die Harpener und Soldaten des 51. Infanterie- Regiments beschäftigt worden sein. sieht der Schuh der nationalen Produktion" in der Praxis aus. Gelsenkirchner Bergwerksgesellschaft im Ruhrgebiet, deren Betriebs. Der Einsender dieser Mittheilung fragt: Ist die Armee dazu Bemerkt sei noch, daß jede Fabrit in Beziehung auf den Export überschüsse riesenhaft gestiegen; an die Eschweiler Gesellschaft im da, die geringe Arbeitsgelegenheit noch zu vermindern und damit volle Freiheit behalten soll; was Deutschland betrifft, so würde Saar- und an die Bereinigte Bergwerks- Gesellschaft für das das Elend noch zu vergrößern? sie sich durch den Anschluß an das Syndikat auf die Zeit vom urmrevier, die gleichfalls doppelt so hohe Ueberschüsse ver- Einige Bilder aus der Hamburger Konfektion brachte 1. August 1897 bis 1. August 1900 binden. Vorläufig hat es theilten als im Vorjahre. Die Arbeiter erhöhten ihren Lohn noch fürzlich die Fachzeitung für Schneider. Der Verfasser des be aber mit dem Zustandekommen des Syndikate noch gute Wege. nicht um 1 pCt. treffenden Artikels besuchte Studien halber ca. 45 KonfektionsDas Stumm'sche Ausbeuterorgan„ Die Post", die das Syndikat der um 12,45 pet. gesteigerten Förderung gleich blieb, sich hat. In einem Hinterhause der Altstadt wurde ein aus sechs Wieder sind es die Saarbergleute, deren Lohn troh arbeiter und schildert nun die Eindrücke, die er daselbst bekommen begrüßt, weil es die ,, Sanirung"( Gesundung) einer Industrie bezweckt, die„ von vornherein als eine konservative zu bezeichnen ist", weh- gegen das Vorjahr auch nicht um einen Pfennig erhöhte. Das Köpfen, Ehemann, Frau und 4 Kindern, bestehende Familie aufflagt, daß der saubere Plan auch innerhalb der Zuckerindustrie auf ist wirklich stark. Gerade diejenigen Arbeiter, die von allen eine gesucht. Die Wohnung bestand aus drei Räumen. Das Widerstand stößt. An dem Inland Zuckerfyndikat sind vornehm- am meisten erhöhte Förderung aufweisen, bekommen von dem Zimmer, welches Werkstatt diente, wurde vom lich die Verbrauchzucker- Fabrikanten, die Raffi- günstigen Geschäftsgange aber auch rein garnichts zu spüren in Arbeitstisch, der Maschine und einem Schrank soweit ausgefüllt, nerien, interesfirt. Ihnen kommt es darauf an, den Preis auf ihren Lohndüten! Ob wirklich die neulich gemeldeten„ Bergfeste" daß in dem noch freibleibenden Raum zwei Personen kaum dem inländischen Markte zu erhöhen. Die exportirenden Roh- der Saarbergleute aufzufaffen find als Zeichen der wieder nebeneinander vorbei konnten. In dem sogenannten Wohns zucker Fabrikanten wollten bekanntlich selbst ein Syndifat eingefehrten Zufriedenheit" der fiskalischen Rohlengräber? zimmer stand ein altes Sopha zimmer stand ein altes Sopha, welches gleichzeitig zum errichten, das im Bunde mit den österreichischen und, wenn Amtlich" wurde dies zwar gesagt, allein die Botschaft hören Schlafen benutzt wurde, eine Kommode, ein Tisch und möglich, auch den russischen Fabrikanten den Weltmarktpreis wir, nur fehlt uns der Glaube. Die Zufriedenheit" hält amtlich ein paar Stühle; für mehr Mobilien war kein Platz vorhanden. beeinflussen soll; sie möchten gerade den jetzigen Zeitpunkt hierzu so lange an, bis sie nichtamtlich von den Bergleuten wie 1889 Das dritte Zimmer hatte gar kein Fenster, war vollständig dunkel, ausnuten, weil Kuba durch seine Revolution jest an der Roh- und 1893 durch Streits desavouirt wird. erhielt Luft und Licht aus dem Nebenzimmer und diente zum Schlafen. zuckerausfuhr gehindert ist. Das Inland- Syndikat bindet aber, wie Die Braunkohlen- Bergleute erzielten eine Lohn- Die Wohnung war so niedrig, daß ein mittelgroßer Mann mit erwähnt, seine Mitglieder nur betreffs des Absatzes im Inland, verbefferung von 7 Pf. pro Tag; die Salz- Bergleute Leichtigkeit an die Decke reichen konnte. Eine schlechte Atmosphäre war nicht gegenüber dem Ausland, handelt also insoweit nicht im( alle) betamen 11 Pf. weniger. in der Wohnung, und schier verpestet ist die Luft, wenn die Frau in der Intereffe der exportirenden Robzucker- Fabrikanten. Die" Post" Die Erz- Berg leute im Mansfeldischen verdienten im Behausung wäscht. Der Jahresverdienst des Mannes schwankt fleht nun die Rohzucker- Fabrikanten an, nicht bockbeinig weiten Biertel d. J. pro Tag 10 Pf. weniger Lohn als im ersten zwischen 750 und 800 M. Frau und Kinder waren abgehärmt zu sein, sondern beim Inland- Syndikat mitzuthun, das ihnen ja Viertel; im Oberharz fiel der Lohn um 1 Pf.( 2,05 M.), in Nassau- und blutarm von Noth und Entbehrungen. 2 M. pro Doppelzentner schenken wolle; den Weltmarkt unter- Siegen ftieg er um 12 Pf.( 2,50 M.). Die rheinischen Erz- Bergleute In der Springeltwiete stieg der Gewährsmann zwei steile, zukriegen sei mindestens fraglich, die Ausplünderung des deutschen bes Doppelwaggons Erz um 20-50 W. gestiegen. Die Gruben, 3,96 Meter breiten, 3,12 Meter tiefen und 2,33 Meter ,, verbesserten" ihren Tagelohn um 2-3 Pf. Dabei ist der Preis dunkle, wintelige Treppen empor und betrat einen Michele dagegen sei wohl erreichbar. Dieses brünstige Liebesbesonders im Siegerlande, wissen kaum den Aufträgen gerecht werben des Stumm'schen Moniteurs wird aber Raum, 100 gearbeitet und geschlafen wurde. scheinlich vergeblich sein. Ciner anscheinend aus ben zu werden und weitere Preiserhöhungen werden fast jeden Tag Die Familie bestand aus drei Köpfen. Der Mann saß auf dem Kreisen der Rohzucker- Fabrikanten stammenden Meldung zufolge, gemeldet. Doppelt und dreifach steigt der Gewinn der nichts- Tisch und arbeitete, daneben lag die Frau im Bett und erwartete die die Bresse durchlief, sollen die Syndikat bestrebungen dieser huenden Aktionäre, der Arbeiter aber erhält kaum ein paar jeden Augenblick ihre Niederkunft. Auf Fragen bezüglich der Kategorie so weit gediehen sein, daß der Anschluß aller lumpige Pfennige mehr. Es geht doch nichts über die„ Harmonie Ernährung wurde geantwortet: Fleisch essen wir nur, wenn Robzuckerfabrikanten an das Inland- Syndikat kaum noch zu erwischen Arbeit und Kapital". wir Geld dazu übrig haben, sonst gewöhnlich Brot, Kartoffeln warten sei; da dieses den Anschluß von 90 pCt. des Kontingents Wer sich aus den Ergebnissen der Berufszählung vom und Gemüse. zur Voraussetzung hat, so wäre fein Zustandekommen somit un 14. Juni 1895 über die Gesammtzahl der einen bestimmten Beruf Aus dem Arbeitsbuch einer Wittwe mit drei Kindern, die möglich gemacht. Das Juland- Syndikat wird übrigens auch von ausübenden Personen informiren will, um daraus etwa Schlüsse für ein Seemannsgeschäft leinene Mäntel pro Stück für 50 Pf. näht, den Agrariern gefürchtet. Die Deutsche Tageszeitung" erklärt zu ziehen auf Umfang und Bedeutung dieses Industriezweiges, wurde festgestellt, daß sie in 31/2 Monaten vom 15. Mai bis Ende es für die Rübenbauer als außerordentlich bedenklich, kann durch das amtliche Material recht sehr irregeleitet werden. August 84 m. verdient hatte, was einen Wochenverdienst von wenn die Einschränkung der Zuckerproduktion durch Verminde- So ist die Konfettionsindustrie auch nicht annähernd 5,60 m. ausmacht. Unter Thränen erzählte die Arbeiterin, daß rung der Rübenanpflanzung erreicht werden solle; sie meint, ihrem Umfang entsprechend ermittelt, so beispielsweise die Ronfie oft Tage lang nicht einmal einen Bissen Brot im Hause habe. um die Zuckerüberproduktion zu verhüten, wäre es gescheiter fettion( Herstellung fertiger Kleider und Wäsche). Die Aehnliche Bilder, die nach Belieben vermehrt werden könnten, gewesen, seinerzeit anstatt der Zuckerproduktion die Produktion Berufsstatistik giebt die Gesammtzahl der in dieser Branche zeigten sich überall. Der Gewährsmann der Fachzeitung für der Rüben zu kontingentiren. thätigen Personen mit 58 873 an, worunter 43 682 weibliche. Schneider" schreibt am Schluß: Úns hat sich oft beim Anblick Die rheinisch- westfälische Stahl- und Eisenindustrie hat Die Unrichtigkeit dieser Zahlen erweist sich sofort, wenn all des Elends das Herz zusammengetrampft und unwillkürlich nach wie vor außergewöhnlich viel zu thun, und noch auf lange man folgendes in betracht zieht: Allein die Orts- Krankenkasse drängte sich uns wiederholt die Frage auf: Ist es nothwendig, daß Zeit hinaus liegt Arbeit vor. Dennoch wird über zu geringen der Berliner Schneider und Schneiderinnen hat ca. 32 000 Mit- die Arbeiter eines nach dem Konfektionär" so blühenden Gewinn gejammert. Die Produzenten von Roheisen- und Roh- glieder, darunter ca. 28 000 weibliche, die fast ausschließlich in Industriezweiges, wie der Konfektion, unter so elenden Existenzstahlblöcken haben die Preise erhöht, die Walzwerke müssen des- der Konfektion thätig sind; die Zahl der in Breslauer bedingungen leben und arbeiten müssen? nein, es wäre nicht halb für die Rohmaterialien etwas mehr Geld aufwenden, können Krankenkassen eingeschriebenen Arbeiterinnen, die hauptsächlich in nöthig, hätten die Arbeiter ihre Klaffenlage, ihren eigenen Werth, aber für ihre Erzeugnisse nicht so schnell mit der Erhöhung der der Konfektion thätig sind, beläuft sich nach Angabe Dr. Winter's den Werth ihrer Arbeitskraft begriffen, um die kapitalkräftigen Preise nachkommen. Beispielsweise hat die neueste Erhöhung der( Das Schneidergewerbe in Breslau", fiehe„ Schriften des Vereins Ronfektionäre zu zwingen, der Arbeit den Tribut zu zollen, welcher Preise für Halbfabrikate aus Stahl die Raufluft vermindert. Gar für Sozialpolitit") auf 10 000 bis 12 000. Hierbei muß noch be- ihr gebührt. zu gern möchten die Walzwerke den Preis für Stabeisen in die rücksichtigt werden, daß die meisten in der Branche dem Hausindustrielle gelten, die Errichtung von Bädern in den Volksschulen wurde in Höhe schrauben, aber die Sorge, daß fie damit hereinfallen thätigen Arbeiter tönnten, hat sie noch zu keinem Entschlusse kommen laffen. Versicherungszwang nicht unterliegen und der Hamburger Bürgerschaft von den Herren Dr. Der Kündigungstermin der öfterreichischen und ungarischen Krankenkasse angehören. Einen weiteren Beweis für die C. F. Roth und J. J. F. Wittmaack beantragt. Dr. Roth Eisenwerke, der am 1. September ablief, war bis Ende Oktober Unrichtigkeit der Zahlen der Berufsstatistik liefern die Zahlen führte zur Begründung des Antrages an, daß die armen Leute verlängert worden und soll nun bis Ende November hinaus der Konfektionsarbeiter, die beim Berliner Konfektionsarbeiter- ihren Kindern nicht die nöthige Körperpflege au theil werden Am Streit be- laffen können. Die fremden Arbeiterelemente die in den letzten geschoben werden. Bis dahin soll Klarheit geschaffen werden, ob streit in den Streiklisten eingetragen wurden. zwischen den großen Werken eine Verständigung in dem Maße theiligt waren nur Arbeiter und Arbeiterinnen der Damen- und Jahren nach Hamburg gekommen seien, hätten die Reinlichkeitszu erreichen ist, daß an die kleineren Werke zwecks deren Be- Kindermäntel-, Herren- und Knabenkonfektion( nicht am Streit verhältnisse unter den Hamburger Arbeitern ungünstig beeinflußt. betheiligt waren die Arbeiter der Wäsche, Joupons, Schürzen, Eine Störung des Schulunterrichts durch die Schulbäder dürfte Die vorhandenen öffentlichen Bade- Anstalten seien unzureichend. theiligung an dem neuen Kartell herangetreten werden kann. Wie bedeutend die Produktionseinschränkung ist, die das Blousen- und Damenkleiderkonfektion) und selbst von diesen kaum zu befürchten sein. In Bremen habe man mit den Schulrheinisch- westfälische Kohlensyndikat vornimmt, ergiebt sich aus Branchen nur ein bestimmter Theil. folgenden Zahlen. Die Förderung wurde eingeschränkt im Jahre Streitliften 18 405 Arbeiter eingetragen! Will man zu einem bädern gute Erfahrungen gemacht. Der Antrag wurde dem Ausschuß zur Prüfung überwiesen. 1895 um die nachverzeichneten Prozentsäße: Januar 11,52, ungefähren Ergebniß über die Zahl der in der Konfektion thätigen Februar 8,12, März 8,33, April 12,90, Mai 13,79, Juni Personen kommen, so muß man in der amtlichen Statistik noch Ein unter ftaatlicher Aufsicht stehendes Henerbureau 10,70, Juli 14,29, August 12,58, September 14,96, Oftober 11,62, andere Berufsarten der Gruppe Bekleidung und Reinigung heran- soll, der Prov. 8tg." zufolge, mit der Eröffnung des Fischereis November 3,45, Dezember 2,12, im Durchschnitt 10,45 pet. Für ziehen. Unter Näherinnen werden aufgeführt 306 420; unter ha fens in Geestemünde in Thätigkeit treten. Als Vordas Jahr 1896 beträgt die Produktionseinschränkung: Januar| Schneider und Schneiderinnen 483 246 Personen, darunter 303019 steher desselben ist der Stenermann Wehrmann vom Fischdampfer 4,26 pCt., Februar 11,04, März 11,33, April 11,74, Mai 10,85, weibliche. Die Gesammtzahl der in den drei Berufsarten: Kon-" Neck" gewählt worden. Herr Wehrmann hat längere Zeit auf Juni 11,831, Juli 11,26, August 10,20, September 8,21, Oftober fektion, Näherinnen, Schneider und Schneiderinnen aufgeführten Fischdampfern gefahren und ist mit den Verhältnissen derselben 8,86, November 8,78, Dezember 8,79, im Durchschnitt 9,71 pCt. Personen beträgt also 848 539, darunter 530 329 weibliche. Bei daher vertraut. Er wird seinen Dienst als Heuerbaas gegen festes Sechs weftschottische Kohlenproduzenten beabsichtigen die dem Umfang der deutschen Konfektionsindustrie darf angenommen Gehalt unter Aufsicht des königl. Hafenamtes versehen und eine Bildung eines Trusts mit zwei Millionen Pfund Sterling Kapital werden, daß mindestens 500 000 Personen darin beschäftigt wer- mäßig bemessene Gebühr nach einer vorgeschriebenen Taxe dafür den, die unter den Berufsarten Näherinnen und Schneider und erheben. Die von den zu verheuernden Leuten zu zahlenden ( über 40 Millionen Mart)." Die Bereinigung deutscher Jute Industrieller hat sich Schneiderinnen gezählt find; außerdem werden noch unter der Heuergebühren sind erheblich niedriger als die sonst üblichen. aufgelöst, weil ihr Zweck, durch Einschränkung der Pro- Berufsart: Waschanstalten, Wäscherinnen, Plätterinnen 137 033 Der Vorsteher darf weitere Geldgeschenke durchaus nicht annehmen. duktion der Ueberproduktion vorzubeugen, infolge des Entstehens Personen gezählt, darunter 129 789 weibliche, die theils in der Das Heuerbureau steht in Verbindung mit dem Seemannsheim. neuer Jutespinnereien illusorisch geworden ist. Die Mitglieder Konfektion, theils in der Reinigung thätig sind. Der Begriff Die Bremer Bürger- Zeitung" fürchtet deshalb, daß bei der Vers der Bereinigung hatten zusammen 71 744 Spindeln und 3568 Konfektion ist also bei der Verarbeitung der Ergebnisse der Be- gebung von Stellen wohl die" chriftlichen" Seeleute zunächst beWebstühle, davon waren während der Dauer des Einschränkungs- russzählung vollständig verkannt, was um so mehr auffallen rücksichtigt werden, wodurch der Heuchelei Thür und Thor ge vertrags burchschnittlich 21 beziehentlich 18 pGt. dem deutschen muß, da der Direktor des kaiserlichen statistischen Amts, Herr öffnet würde. Man wird abzuwarten haben, ob diese BefürchMarkt entzogen. Diese sind nun wieder frei. Außer der daraus von Scheel, zugleich Mitglied der Reichskommission für Arbeiter- tung eintrifft. Aber durchaus recht hat unser Bruderorgan, wenn fich ergebenden Zunahme wird die Produktion noch vermehrt statistik ist und deshalb aus seinen dort gesammelten Erfahrungen es fagt: Schaffe man in erster Linie die brutale Seemannsburch 25 000 Spindeln und 1100 Websiühle, die theils in neuen, heraus die unrichtige Zusammenstellung der in der Konfektion Ordnung ab und setze an deren Stelle den Anforderungen der theils in den bestehenden Jutespinnereien neu aufgestellt und thätigen Personen beurtheilen müßte. Humanität entsprechende Bestimmungen, sorge man für eine ausnach und nach in Betrieb gesetzt werden. Zur Klaffenwahl in Preußen. Bei der Stadtverordneten reichende Bemannung der Schiffe, dann thut man einen gewaltigen Bom Petroleummarkt wird berichtet, anscheinend hätten Wahl in Breslau sind nach neuefter amtlicher Aufstellung Schritt vorwärts. die Preise den Höhepunkt noch nicht erreicht. Die deutsch- ameri- wahlberechtigt: in der 1. Klasse 458 Personen, in der 2. Klasse Arbeitszeit- Verkürzung. In der elsässischen Maschinens tanische Gesellschaft macht tein Unterangebot. 2462 und in der 3. Klasse 39 238. Weitere Zehntausende aber fabrit in Mülhausen wurde den Arbeitern mitgetheilt, daß Eine Vereinigung Berliner Lederwaaren- Fabrikanten ist müssen selbst auf das bischen Wahlrecht der dritten Abtheilung von jetzt an die Arbeit an Sonnabenden schon um gegründet worden. Zweck: es den Arbeitern zu erschweren, verzichten, weil sie wohl Gemeinde- Abgaben zahlen, aber nicht 5 Uhr abends eingestellt werden soll bei Ausbezahlung des Verbesserungen ihrer wirthschaftlichen Lage durchzusetzen, anders in der Höhe, wie der Wahlzenfus sie erfordert. vollen Lohnes. " als deshalb keiner Und doch waren in den " " In Paris giebt es zur Zeit in 15 Arrondissements( von| Bosten er nach Auflösung der Partei Organisation vom 10. Dezember gemein befriedigende gewesen und bilde biefer einen neuen Mark20) städtische unentgeltliche Arbeitsnachweise. vorigen Jahres ab bekleidet. Während der Zeit feiner Thätigkeit fanden fein in der Geschichte der Sozialdemokratie. Poli erklärte, er Im Durschschnitt wiefen diese Bureaus im vorigen Jahre täg: 9 Versammlungen statt. Der vorgetragene spezialisiete Kassen- sei zu der Ansicht gelangt, daß der„ Neuen Welt" Debatte persön lich 2468 Stellen nach( 1891: 1928). Die Organisation dieser bericht wies eine Einnahme von 1560,88 m. auf, der eine Aus- tiche Zwiftigkeiten zu grunde lägen. Gegen Liebknecht, der sich Arbeitsnachweise läßt aber sehr zu wünschen übrig. Beispiels- gabe von 1400,60 m. entgegensteht, so daß ein Bestand von sein Leben lang als befter, tüchtiger Parteigenoffe erwiesen habe, weise kommt es häufig vor, daß in einem Arrondissement Stellen 159,73 M. vorhanden ist. Nach der Bemängelung, daß Bohn sei man entschieden zu weit gegangen. Was Quarck anbetreffe, unbesetzt bleiben, wofür in einem anderen Arrondissement Be- die vom Kreise für den Parteitag gestellten Anträge einzusenden so sei der Ton, in dem Schmidt die Kritik übte, nicht zu billigen. werber im Ueberfluß vorhanden sind; den Arbeitsnachweisen vergaß, wurde auf Antrag der Revisoren dem Vertrauensmann Weitere Wortmeldungen fanden nicht statt, und die Genossen fehlt die regulirende Sentralstelle. An Kosten verursachen sie im Decharge ertheilt. Bohn erklärte, die Unterlassung der Eingaben zum Schluß einstimmig in einer Resolution die Erklärung Durchschnitt nur je 2500 Fr. jährlich. Die Kosten werden zum sendung sei ein Frrthum seinerseits, andererseits hätten die ent ab, daß sie die Haltung ihrer Delegirten auf dem Parteitag vollTheil von der Gemeinde, zum Theil aus privaten 3nwendungen, fendeten Delegirten die Anträge mitbekommen und für ständig billigen und sich verpflichten, im Sinne der dort gefaßten zum theil vom Ministerium des Innern gedeckt. Von den Personen, die dieselben auch die nöthige Unterstützung auf dem Partei- Beschlüsse weiter zu arbeiten. seit Bestehen der Arbeitsnachweise Stellen nachgewiesen bekamen, tage erhalten. Bohn wurde sodann als Vertrauens: waren 19 708 weiblichen und nur 8043 männlichen Geschlechts. Der mann wiedergewählt. Ueber die Lofalfrage berichtete Kubat. lung am 19. Oktober den Kassenbericht vom dritten Quartal entDer Verband der Vergolder nahm in seiner Versamm Werth der städtischen Arbeitsnachweise beruht in ihrer Unentgelt- Redner schilderte die Lokalverhältnisse im ersten Kreis als äußerst gegen. Danach betrug die Einnahme 1241,83 M., die Ausgabe lichkeit, denn die Privatbureaus beanspruchen für eine Ver- ungünstige. Röllig's Lokal sei durch Abriß des Gebäudes ver- 160 m.; an die Hauptkasse wurden 467,91 m. abgeliefert, so mittelung durchschnittlich 10 Franks Vergütung. loren gegangen. Die Haltung des Dekonomen von Kaufmann's daß in der Filiale 618,92 m. verbleiben. Hierauf sprach das Ein Kongreß der französischen Unternehmer- Fach- Bariété bezeichnete er als durchaus unzuverläßlich; der Feen Mitglied Höpfner über den Arbeitsnachweis der Organisation. Ein Kongreß der franzöfifchen Unternehmer- Fach: bereine tagte vorletzte Woche in Paris. Die gefaßten Beschlüsse Palast sei wohl für größere Versammlungen geeignet, doch gerade Nach einer regen Debatte wurde beschlossen, sowohl im„ Vorbereine tagte vorletzte Woche in Paris. Die gefaßten Beschlüsse an fleinen Zotalen für Agitations- Versammlungen fehle es sehr. wärts" wie in der„ Bolts- Zeitung" den Arbeitsnachweis zu Legen wieder einmal Zeugniß ab von dem verbohrten egoistischen Wohl gäbe es deren einige, deren Befizer die Lokalitäten unter annonciren. Geist, der das franzöfifche Unternehmerthum durchdringt. Selbst ben befannten Bedingungen zur Verfügung stellen würden, doch das ungenügende und äußerst mangelhaft durchgeführte Kinder bie bedingte Unterschrift aus verfchiedenen Rücksichten nicht Die freie Vereinigung selbständiger Barbiere, und Frauenschuh- Gesetz von 1892 wurde vom Kongreß als fur leiften. Aus praktischen Gründen und im Interesse der Genoffen Friseure und Perrückenmacher nahm in ihrer Sigung die Industrie schädigend" getadelt. Die staatliche Alters" Soziale Rechtspflege. versicherung wurde verworfen. Das Haftpflicht- Gefeß, an dem im ersten Kreise rege er an, die Lokale auch ohne Unterschrift am 22. Oktober den Bierteljahresbericht entgegen. Der KaffenKammer und Senat seit einem Dutzend Jahren herumpfuschen, 8 benutzen. Zur Lofalfrage im allgemeinen meinte Redner, daß bericht weist an Einnahmen 106,37 M. und an Ausgaben 72 M. ohne zu einer Berständigung gelangen zu wollen, soll nach dem die Genossen von außerhalb den Berliner Genossen bereitwilligft auf. Nach einem Bericht des Lehrers der Fachschule gelangten Rezept: Wasch mir den Belz und mach ihn nicht naß" gestaltet entgegengekommen find, Nur werde aus einigen Kreifen zu viel einige interne Angelegenheiten zur Erledigung. werden. Ferner sprach sich der Kongreß aus gegen jebe verlangt. Im übrigen genüge die Resolution John vollständig und Die Bezirksgruppe, Provinz Brandenburg" des Menderung des bestehenden Steuerfystems, gegen das Altohol- möge man den in die Lokalkommission zu wählenden Genossen Verbandes der Verwaltungsbeamten der Orts- Kranten. Monopol, für die Abschaffung des Zündhölzchen- Monopols und Bezüglich der Kunstinstitute kritisirt er den nicht fonfequenten bielt am 23. d. M. eine Versammlung ab. Julius Cohn anheimgeben, sich mit derselben einverstanden zu erklären. affen und Berufsgenossenschaften Deutschlands gegen die Gewerbesteuer- Freiheit der Konsumgenossenschaft. Letzterer Wunsch wurde vom Senat bereits erfüllt. Die Kammer Standpunkt, den einige Genoffen in anderen Kreisen dazu ein- erstattete Bericht vom Verbandstage in Köln. Derselbe theilte hat sich aber darüber noch nicht ausgesprochen. genommen haben. Poliz findet die Diskussion über die Lofal- mit, daß der Verbandstag wohl zu der Einsicht gekommen sei, frage auf der Ronferenz sehr mangelhaft und lehnt es ab, die nicht darauf zu warten, daß den Kaffenbeamten von Hegierungs leber verschärfte Maßnahmen gegen die Einwanderung Kunstinstitute wie Stroll und Philharmonie zu sperren. wegen geholfen werde und infolge dessen beschloffen habe, auf mittellofer Fremder in den Vereinigten Staaten Stabernad widerspricht dem Vorschlag, einige kleine Lokale dem Wege der Selbsthilfe vorzugehen. Der Beitrag sei auf von Amerika wird berichtet: Laut einem neuen Dekret der ohne Unterschrift zu benutzen, da diese gegenwärtig dem Drucke 6 Mart pro Jahr erhöht worden und erhalten die Mitglieder an Einwanderungsbehörde sind mittellose Kommis, brotlose Ge- der Verhältnisse wohl nachgeben, aber in der Wahlzeit ihr Unterstüßungen: Im Falle der Erkrankung 13 Wochen lehrte u. s. w., das heißt Leute, denen es an Subsistenzmitteln, wörtliches Versprechen nicht innehalten würden. Kroll und Krankengeld in Höhe von 6 Mart per Woche, ein Aussicht auf Erwerb, fowie törperlicher Kraft zur Philharmonie dagegen seien Lokale, die als Versammlungslokale Sterbegeld von 50 Mark und während der Stellenlosig Ausübung harter Arbeit gebricht, womit sie ihre Existenz als für den 1. Kreis gänzlich ungeeignet, daher als Kunstinstitute feit eine Unterſtüßung 30 Mart pro Monat für Tagelöhner, Farmarbeiter 2c. zu fristen im stande wären, als freizugeben feien. Timm ist ebenfalls bezüglich der Kunst- drei Monate. Wenn auch durch diese kleinen Unterstützungen den Paupers" zu betrachten und zurück zu senden, von wannen sie institute mit Rubat nicht einverstanden; et stehe auf dem Stand- Kollegen nicht wesentlich geholfen werden könne, so seien diefelben kommen. punkt, nur das beste ist für den Arbeiter gut genug. Ohne unsere doch als erster Schritt zum Ausbau von Unterstützungskassen zu Weiter müssen die über 15 Jahre alten Einwanderer des Taktit zu ändern und ohne uns prinzipiell auch nur das geringste begrüßen. Weit wichtiger als diese Unterstützungen hält Redner Schreibens und Lesens ihrer Muttersprache kundig sein. zu vergeben, feien für jeden einzelnen, der Sinn für Kunst habe die Werbesserung der materiellen Lage der Kaffenbeamten; er und dem es seine Mittel gestatten, die Kunstinstitute freizugeben; im hat auf dem Verbandstage unter Protest gegen das Petitioniren übrigen befürworte er auch die Resolution John. Kubat tritt noch an die Regierungen den Antrag gestellt, eine Kommission zu einmal für Benutzung einiger fleinen Lokale ein. Bittner wählen, die sich mit der Regelung der Engagementsverhältnisse befürchtet, nach den Anregungen Zimm's würden wir nächstens der Kaffenbeamten beschäftige. Er sei jedoch mit seinem Antrage Eine für Schneider wichtige Entscheidung hat die feine Lokale mehr haben. Kenkel erklärt sich ebenfalls für nicht durchgedrungen. Rammer I des Gewerbegerichts fürzlich gefällt. Der Freigabe der Kunstinstitute. Felgentreff hält die Resolution In der lebhaften Diskussion, an der sich Bader, Donat, Schneider S. hatte für das Herrengarderobengeschäft von Arnold John für die Genossen des ersten Kreises für nicht annehmbar. Ib. Kohn, Niederauer und Herzoff betheiligten, Müller in der Weise gearbeitet, daß er sich die zugeschnittenen Schließlich wird einem Antrage Timm stattgegeben, vor der wurde der Standpunkt des Referenten in allen Punkten Stoffe mit nach Hause nahm, dort zu Röcken verarbeitete und nächsten Lokalfonferenz in einer Parteiversammlung die dies gebilligt und einstimmig eine Resolution angenommen, dann die fertigen Stücke an Müller ablieferte. In der Zeit vom bezüglichen noch schwebenden Fragen vorerst zu regeln. In die in der sich die Bezirksgruppe der Provinz Branden5. bis zum 19. September erschien er täglich im Geschäft, an Lokalfommission wurden Kubat und Rentel gewählt. Beim burg gegen das Petitioniren an die Regierungen und für Einmanchen Tagen sogar zweimal, ohne daß ihm Beschäfti- Bericht der Preßkommission erklärt Soyka, daß er wenig zu setzung einer Kommission zur Regelung der Engagementsverhältgung zu theil wurde; der Zuschneider hatte ihn jebes berichten habe. Vor der Auflösung sei außer einigen anderen niffe ihrer Kollegen ausspricht. Es wurde ferner befchloffen, für Mal vertröstet und aufgefordert, am anderen Tage oder Kleinigkeiten der Fall Rogge zu erledigen gewesen. Die Proving Brandenburg eine solche Kommission zu wählen am Nachmittage wiederzukommen. Als er schließlich erfahren Nach der Auflösung waren die Quarc- Angelegenheiten zu Dieselbe foll auf 1 Jahr aus Bader, J. Cohn, Donat, Herzoff hatte, daß er überhaupt keine Arbeit mehr aus dem Geschäft er- regeln, hierbei hätten sich die Genossen der Preßkommission und Niederauer bestehen. Außer der Beseitigung von zahlreichen halten würde, klagte er gegen Müller beim Gewerbegericht auf fonsequent auf feiten der Redakteure gestellt. Bezüglich des Mißständen in hiesigen Ortskrankenkassen soll die Kommission eine Entschädigung für jene Zeit, die man ihn, wie er fagte, Annoncenwesens sei er der Meinung, daß wir das Geld her bei Streitigkeiten zwischen den Vorständen der Krankenkassen und hingezogen habe". Gine Lohnentschädigung wegen unberechtigter nähmen sollten wo wir es bekämen. Die Hauptsache sei, daß es den Angestellten die Intereffen der Kollegen vertreten. Ein AnEntlaffung verlangte er nicht. Im Verhandlungstermine vor ehrlich erworben; nur recht viel müßte es sein, denn wir können trag, einen Delegirten zur Gewerkschaftskommiffion zu wählen, der Rammer I stellte Kläger fest, daß er damals nur für es für unsere Zwecke gebrauchen. Außerdem würde im Vor- wurde einer öffentlichen Versammlung überkaffen. Der neu Müller thätig gewesen sei. Der Beklagte machte geltend, wärts" eine Sichtung der Annoncen vorgenommen und finden gewählte Vorstand der Bezirksgruppe besteht aus Bader, Donat, Kläger hätte zwei Lagerfracks machen können, dies habe er Börsen- und Lotterie Annoncen keine Aufnahme, wodurch eine Alb. Kohn und Schwauer. aber abgelehnt, weil er Maaßschneider sei. Die Rammer, nicht unbeträchtliche Einnahme verloren geht. Betonen müsse er Die Play Deputirten der Berliner Zimmerer be der Assessor Hellwig vorsaß, wies S. unter folgender noch, daß er und Timm sich im steten Einverständniß bei den schäftigten sich am 26. Oftober mit den Platzsperren. Nach den Begründung mit seiner Klage ab: Der Anspruch des Klägers, einzelnen Fragen befunden hätten. Polis fragt, wie sich die Ausführungen des Vertrauensmannes Fischer haben diese den er darauf stüße, daß er alle Tage vom Zuschneider nach Genossen ชน der Person Timm's stellen, da aus den Maßregeln in der letzten Zeit vielfach den Zweck nicht erreicht, dem Geschäft bestellt worden sei, entbehre jeder rechtlichen Unter Reihen der Genossen im sechsten, fünften und dritten beshalb dürfe mit den Sperren nicht leichtsinnig umgegangen lage. Eine Verpflichtung, ins Geschäft zu kommen, habe nicht Kreis Andeutungen gefallen sind, als ob Timm eine eigenthüm- werden. Bei der augenblicklichen großen Arbeitslosigkeit versuche vorgelegen, denn das Arbeitsverhältniß sei kein festes gewesen, liche Stellung in der Preßkommission einnehme, weil er und seine ein Theil der Unternehmer wieder unter dem Minimallohn zu sondern hätte jederzeit gelöst werden können. Wollte Kläger dem Rufe Frau am" Borwärts" gelegentlich mitarbeiten. Hierzu erklärt zahlen, mithin sei auf den einzelnen Plägen taktisches und des Zuschneiders nicht folgen, so hätte er es nicht thun brauchen. Timm, er habe es fiets als seine erste Parteipflicht gehalten, fluges Vorgehen nöthig. Redner ist der Ansicht, das es Es habe ganz in seinem Interesse gelegen, nachzusehen, ob den Wünschen der Genossen des ersten Kreises voll und ganz nicht angebracht erscheine, die Sperre mit einem Male Arbeit vorhanden sei oder nicht. nach jeder Richtung hin Rechnung zu tragen, er müsse annehmen, daß über sämmtliche Geschäfte zu verhängen, sondern man müsse diefe Nachrede von einem ehemaligen Berichterstatter König aus dem warten, bis Kollegen vorhanden wären, die ernstlich gewillt sind, britten Kreis in Umlauf gesetzt worden. Soyka behauptet, die Sperre durchzuführen. In der Diskussion wurde diese AnTimm habe stets seine Pflicht gethan, er empfehle ihn zur ficht von den meisten Rednern befämpft. Obst sowohl wie Wiederwahl in die Preßkommission. Felgentreff erklärt, 2ehmann behaupten, daß durch nichts die Garantie geboten Rönig fei mit demselben Anfinnen an ihn herangetreten, wie es Polis werde, daß eine Aenderung der bisherigen Tallit einen Erfolg hier angeregt habe. Die Wahl ergab, daß Timm und Soyka verspreche, eher könne dadurch ein Rückschlag eintreten. Bei der gegen 1 Stimme wieder in die Preßkommission entfandt wurden. Abstimmung wurde der Antrag der Lohnkommission abgelehnt In die Brandenburger Agitationsfommission wurde Schuster und sind somit sämmtliche Arbeitsstellen zu meiden, wo nicht der gewählt und Sommer, Wallhauer und Woldt zu Revi- Stundenlohn von 55 Pf. gezahlt wird. Nunmehr berichtete Timm über den Gerichts- Beitung. des Vorwurfs des ernannt. foren " " M = Die Stockarbeiter hielten am 26. Oktober in Keller's FeftAusgegangen wie das Hornberger Schießen sind die Klagen des Depeschenbureaus Herold gegen das Süddeutsche Korrespondenz Bureau. Bei der ersten Verhandlung wurde der Juhaber des Süddeutschen Korrespondenz- Bureaus, Treiber, 3" 50 M. Geldstrafe und Tragung der Kosten verurtheilt, worauf er Berufung und Widerklage einreichte. Treiber beschuldigte bekanntlich das Herold- Bureau, daß es häufig Depeschen anderer Zeitungen als eigene ausgebe und auch erdichtete Depeschen Gothaer Parteitag. Nach furzer Rekapitulation über sälen eine gutbesuchte Mitgliederversammlung ab. Im ersten fabrizire. Vor der Straftammer in Stuttgart als Berufungs- Presse und der damit verbundenen Kunstdebatte. Diefe sei nach interessanten Vortrag über„ Der Kampf um's Dasein!" Alsdie Debatte bezüglich der Agitation tam Redner zur Punkt der Tagesordnung sprach Genoffe Mücke in einem recht instanz tam nun folgender Vergleich zu stande: 1. Der Privatkläger nimmt die Privattlage, 2. der Angeklagte vielen Richtungen hin intereffant und belehrend gewesen. Heute dann entspann sich eine rege Debatte über die Frage: Wollen die Widerklage zurück; 8. jebe Partei erklärt, daß fie gebe es kein Gebiet mehr, auf dem nicht Umwälzungen zu ver- wir unsere Beiträge erhöhen? Von seiten der Antragsteller in ihren Angriffen, der Privattläger hinsichtlich des Be- spüren feien; dies zeige fich auch deutlich in der Kunst. Der wurde beantragt, au stelle des jetzigen Monatsbeitrages von 25 Pf. zichts Drang nach Wahrem gebar die moderne Stunft, diese einen wöchentlichen Beitrag von 10 Pf. einzuführen. Die Berichte ber Chrabschneiderei, der Angeklagte bezüglich Regungen bezüglich Drang nach dem Volke Anschauung Depeschendiebstahls und zur zu bringen, über die Stimmung in den einzelnen Werkstätten deuteten darauf Geschäftsbetriebs zu weit gegangen fei. 4. Jeder Theil trägt rede Steiger's und deffen Erklärung, sich den Wünschen der erhoben werden, da man allgemein der Ansicht ist, mit diesem Schritt ein unlauteren fei das Prinzip Steiger's gewesen. Die gute Vertheidigungs- hin, daß gegen eine Erhöhung der Beiträge vielfach Einwendungen seine Kosten und an den Gerichtskosten der beiden Instanzen die Parteigenossen anpassen zu wollen, ließen den Schluß zu, daß gut Theil Mitglieder zu verlieren und die Heranziehung inHälfte. Die Neue Welt" ihre Lefer fünftig zufriedenstellen werde. Ferner Differenter Kollegen größere Schwierigkeiten bereite. Es wurde Eine für Radfahrer interessante Entscheidung fällte die habe der Vorwärts" eine eingehende Kritik erfahren, die durch deshalb der Antrag auf Erhöhung der Beiträge abgelehnt, daIII. Straftammer des Landgerichts I. Der Pianofortehammer aus berechtigt gewesen sei. Der Vorwärts" leide daran, daß gegen soll für einen Streitfonds gesammelt werden. Unter Werk Fabrikant H. überfuhr an einem Augufttage mit seinem Fahrrad der Genosse Liebknecht durch Inanspruchnahme anderer Partei- ftattangelegenheiten wurde von mehreren Mitgliedern, die bei ein auf der Straße spielendes vierjähriges Mädchen. Dasselbe arbeiten vielfach abwesend sein müsse, und nicht, wie es noth- Innungsmeistern arbeiten, auf die erbärmlichen Zustände in den erlitt nur geringe Hautabschürfungen. Da H. das Fahrrad auch wendig fei, Muße behalte, eine täglich erscheinende Beitung zu Innungs- Krankenkassen hingewiefen und allseitig gewünscht, daß benutzt, um damit Geschäftswege zu erledigen, so erhob der redigiren. Das dies zur Sprache gekommen, sei durchaus kein in der nächsten öffentlichen Versammlung am 9. November ein Staatsanwalt die Anklage gegen ihn, weil angenommen Fehler. Bu bedauern sei allerdings, daß dabei über die Schnur tüchtiger, fachkundiger Referent diesen Punkt behandeln möge. wurde, daß er die Aufmerksamkeit, zu der er infolge gehauen wurde, wie es von Schmidt- Magdeburg geschah. Bei feiner Berufsthätigkeit besonders verpflichtet war, außer acht einem Theil der gerügten Borkommnisse spreche auch der Um- 27. Oftober eine Versammlung einberufen, in der nach einer Der Textilarbeiter Verband( Posamentiere) hatte am gelassen hatte. Im Termine beantragte der Staatsanwalt eine stand mit, daß zur Zeit des Parlaments einige der im 27. Dktober eine Bersammlung einberufen, in der nach einer Geldstrafe von 30 M. Das Gericht erkannte aber auf Ein- Vorwärts" beschäftigten Parteigenoffen aus ihrer Thätig vom letzten Quartal entgegen genommen wurde. intereffanten Debatte über das Lehrlingswesen die Abrechnung stellung des Verfahrens unter folgender Begründung: Wenn feit Die Einnahme herausgeriffen würden, und die Zurückbleibenden der Angeklagte auch das Fahrrad zu Geschäftszwecken benuße, dann für die Arbeit Arbeit nicht nicht ausreichten. inkl. Bestand betrug 208,90 M., die Ausgabe 71,67. Arbeiterschutz So könne man ihn dadurch nicht zu einem berufsmäßigen fei ein Punkt, der auf dem Parteitag immer wieder dem Ueberschuß find 86,84 M. an die Hauptkasse gesendet; bleibt Fahrer stempeln, ihn beispielsweise mit einem Fahrrad- Dienst- tehren werde. Die Achtuhr Badenschlußfrage habe feine BeDie Achtuhr Badenschlußfrage habe keine Be- Bestand 50,39 M. Zum Schluß gab der Vorsitzende bekannt, mann oder einer anderen Person, zu deren Beruf das Fahren auf geisterung hervorrufen können, weil die Reichskommission für daß die nächste Versammlung am 18. November stattfindet. dem Rad gehöre, in eine Reihe stellen. Werde aber die Berufsthätig Arbeiterstatistit nicht weit genug in ihren Vorschlägen gegangen Der Allgemeine deutsche Tapezirerverein hielt am feit ausgeschlossen, so liege nur der leichtere Paragraph, betreffend fei. Allgemeine Spannung herrschte, als Legten zu den Quard' 28. Oftober feine Generalversammlung ab. Aus dem Bericht des fahrlässige Körperverlegung, zur Anwendung, und bei diesem schen Vorschlägen das Wort nahm, da die Generalkommission Vorsitzenden ging hervor, daß der Verein im legten Vierteljahr Vergehen sei ein Strafantrag seitens der Verletzten, ihrer Eltern noch vor einigen Jahren auf einem ähnlichen Standpunkt ein erfreuliches Wachsthum zeigt. Den Bericht des Kassirers eder ihres Vormundes erforderlich. Da ein solcher nicht vor- stand, wie heute Quard. Bedenklich sei es, wenn Legien giebt most opf und ist danach eine Einnahme von 176,90 M. liege, habe auf Einstellung des Verfahrens erkannt werden müssen. meine, die Gewerkschaften müßten unbedingt Sozialpolitit zu verzeichnen; 2/3 erhält der Hauptvorstand, sodaß für die örtDer Staatsanwalt erklärte, den Revisionsweg betreten zu müssen, treiben, diese brauche aber nicht Parteipolitit zu sein. Im wirth liche Verwaltung 58,98 m. verbleiben. Der Mitgliederbestand da die Frage für die Berliner Radfahrer- Verhältnisse von großer schaftlichen Kampfe gelte es, alle Kräfte zusammenzufassen, ohne beträgt 228. Bechert giebt befannt, daß unter den 228 MitWichtigkeit sei. nach dem politischen Glaubensbekenntniß des einzelnen zu fragen. gliedern sich 42 Reftanten befinden und wird ein Antrag des Die Sozialpolitik sei ja nicht Eigenthum der sozialdemokratischen selben angenommen, die fäumigen Mitglieder nochmals an ihre Partei. Sozialpolitit tönne man treiben, ohne Sozialdemokrat Pflichten zu erinnern, widrigenfalls fie nach§ 8a und h des zu sein, und ein paar Säge weiter behauptet Legien, die Sozialdemo- Statuts ausgeschlossen werden. Die Einnahme des Reservefonds Die Parteigenossen des ersten Berliner Wahlkreises fratie treibe am tonfequentesten Sozialpolitit, alle anderen Parteien beträgt mit einem Bestand von 12,55 m., 176,49 M., die Auswaren am Freitag Abend in den Arminhallen versammelt, um jedoch nur nach dem Grundsahe, wasch mir den Pelz, aber mach gabe 79,30 M. Auf Liften sind für die Familie eines inhaftirten nach Erledigung der üblichen Rechenschaftsberichte den Bericht ihn mir nicht naß. Da Legien der letzte Redner gewesen sei, Kollegen 114,26 M. gesammelt worden, die Ausgabe beträgt über den Parteitag entgegenzunehmen. Unter der Leitung fonnte eine weitere Debatte bedauerlicherweise nicht stattfinden. 71,45 M. und ist, da eine Kostenrechnung noch einlaufen kann, Bohn, Petermann und Rentel berichtete zunächst Daß ferner das Proportionalwahlsystem von der Tagesordnung der Ueberschuß von 42,81 M. vorläufig dem Reservefonds überüber die stattgehabte Brandenburger Konferenz. abgefeßt worden, sei nicht zum Schaden des Parteitages gewesen. wiesen. Der Sander'sche Antrag, das ganze Jahr hindurch Hierauf gab Bohn seinen Bericht als Vertrauensmann, welchen Im allgemeinen seien Verlauf und Resultate des Parteiges all- Reise- Unterstüßung auszuzahlen, wird einstimmig angenommen. so Versammlungen. " Die mann's Berlag) enthält in ihrer neuesten Nr. 5 folgenden Titelben Auffag: Die sozialpolitische Seite der Währungsfrage. Von Dr. E. Loew. Aus dem Notizentheil heben wir hervor: Die Parteien in Selbstzeichnungen; Der sozialdemokratische Parteitag in Gotha. Von W. Blos, M. d. R. Arbeitszeit und ArbeitsUeberfiunden auf den belgischen Staatsbahnen. Teistung. Städtische Beerdigungs- Anstalt in Dresden. Enquête über tommunale Kühlhäuser. Ablehnung kommunaler Wahlrechts- Reformen in Frankfurt am Main. Städtisches Wohnungsreform Programm des Miethervereins in Frankfurt a. M. Ginigung fächsischer Städte über Verbrechermessungen. Kommunale Einrichtungen in der Fremdenstadt von Shanghai. Die österreichische Berufsstatistit von 1890. Von Geh. Reg.- Rath Dr. P Kollmann. Versicherungs- Beirath in Preußen. Protest des badischen Krantentassen- Verbandes gegen die Invaliden- Verficherungs- Novelle. Wohnungsfrage und Wahlrecht in Sachsen. ,, Neue Revue". Die Wiener Wochenschrift für Politit, Wissenschaft, Kunst und öffentliches Leben Neue Nevue" veröffentlicht in Heft Nr. 44( 7. Jabr gang) vom 28. Ottober 1896 folgende Auffäße: R. Schüller: Die irische Frage: Th. Schlesinger- Eckstein: Rückblick auf den Berliner Frauentongreß; A. Müller- Guttenbrunn: Das Raimund- Theater; F. Oppenheimer: Soziale Reformen auf genossenschaftlichem Wege; M. Solina: Malwida v. Meysenbug; Schalck d. 1. Faverie: Das Kind. Miniaturbilder aus der Zeit. storfer. Oftoberheft. Inhalt: Aus meinen Proudhon- Kollettaneen. III. Bon Dr. Arthur Müiberger( Crailsheim). Eugen Bottier. Ein ArbeiterDichter. Von Ernst Berner( Mähr.- Ostrau). Ethischer Altruismus im Dunkel des modernen Eupranaturalismus. Eine Erwiderung. Von Dr. J. C. Kreibig( Wien). Bezugspreis: Ganzjährig 4 fl., halbjährig 2 fl.. Gin vierteljährig 1 fl. Für das Deutsche Reich bez. 8 m., 4 m., 2 M. zelne Sefte foften 50 tr. Verlag: Wien, VII. Sangegaffe 15. Für das Deutsche Reich und das übrige Ausland: C. F. W. Fest in Leipzig. Quenstedt, Dr. Mathias Heinrich, Die deutsche Gestaltung des 8ivilprozesses. Ein noch nicht abgeschlossenes Stück Rechtsg schichte Marburg. N. G. Elwert'sche Verlagsbuchhandlung 1896. XI und 67 SS. Kl. 8°. userve Heimath zur Eiszeit. Von Dr. Felix Wahnschaffe. Berlin 1896. Die deutsche Juftig und das Entmündigungsgeset von Christine Fretfrau von Hoiningen- Huene. Zürich. Verlags- Magazin( J. Schabelig). Eisak- Lothringen. Von Mathieu Schwann. Zürich. Berlags- Magazin ( J. Schabelit). Mobert Oppenheim( Gustav Schmidt). handlung von Gerhard Kühtmann. Meurer's Pflanzenbilder. Lief. 1/2 a 6 M. Dresden. Verlags- Buchpipifar- Almanach von Bernauer. Preis 20 Pf. Verlag Ptacnit, Wien, XVII, Haslingerstr. Nr. 12. Vermischtes. Die Steinarbeiter hielten am Freitag im Englischen Gartens Ju Weißenfee tagte am 27. Ottober eine öffentliche Sozial- ostale Brasis, Sentralblatt für Sozialpolitik".( Berlin, Tarf Sen eine öffentliche Versammlung ab, um den Bericht der Revisoren demokratische Parteiversammlung, um den Bericht des Delegirten entgegen zu nehmen, die den Markenbestand und die Kassen- vom Gothaer Parteitag zu hören. Der Vertrauensmann führung bei dem Geschäftsleiter Thomas, sowie bei dem zweiten Pasewald bemerkte, daß die Agitation in und um Weißensee Vertrauensmann und Kassirer der freiwillig gesammelten auch im verflossenen Jahre wieder erfreuliche Fortschritte gemacht Gelder Buchmann zu revidiren hatten, weil in einer habe. So sei die in diesem Jahre stattgehabte Gemeinderathsfrüheren Versammlung Verdächtigungen gegen diese beiden wahl weit über die Erwartungen der Genossen ausgefallen, indem Personen ausgesprochen waren. Die bei Thomas vor drei Gemeindevertreter zum Gemeinderath gewählt wurden. genommene Revision ergab, daß 1944 Marken mehr vorhanden Bisher war die Partei im Gemeinderath nicht vertreten Von waren, als rechnungsmäßig da sein mußten, was dadurch erklärt diesen konnten zwei der Genossen leider ihr Amt nicht ausüben, wird, daß diefe Marken von aufgelösten Vereinen zurückgekommen da sie den Vorschriften der Landgemeinde- Ordnung nicht entfeien. Da Thomas wegen Krankheit verhindert war, in der Ver- sprachen. Dennoch zeuge die Wahl von dem guten Geist, von fammlung zu erscheinen, wurde die Debatte über diesen Bunkt welchem die Weißenseer Bevölkerung durchdrungen ist. Auch vertagt. Die Revision bei Buchmann ergab, daß über einen Posten die finanzielle Lage sei äußerst zufriedenstellenb. ausgegebener Marten im Betrage von 767 M. keine Belege vor Einnahme betrug 740,86 M., die Ausgabe 625,45 M., handen waren, was aber nur eine Folge mangelhafter Buch- mithin bleibt ein Bestand von 114,91 M. Er hoffe, daß auch führung sein soll. Hierüber entstand eine stundenlange und zum in Zukunft trotz aller Machination der Behörden, die es in theil recht heftige Debatte. Die große Mehrzahl der Redner, dieser Beziehung durchaus an nichts fehlen laffe, unsere Be- Beutrde Worte, Monatshefte, herausgegeben von Engelbert Vernersowie die Revisoren traten ganz entschieden für die Ehrenhaftig strebungen sich in weiteren Kreisen Bahn brechen werden. Die feit Buchmanns ein und führten die vorhandenen Fehler auf Frauen Weißenfees hatten eingangs der Tagesordnung beantragt, ungenaue Eintragungen, Lückenhaftigkeit im Quittungs auch den Bericht der weiblichen Vertrauensperson mit auf u wefen, sowie auf Oberflächlichkeit früherer Revisionen zurück. nehmen und berichtete hierzu Frau Werner, daß die BeNachdem die Außenstände an Marten nochmals geprüft wurden, theiligung der Frauen an der Agitation noch viel zu wünschen stellte sich heraus, daß Buchmann's Rechnung nicht nur stimmt, übrig laffe. Die Finanzlage sei höchst nothdürftig und schließe fondern sogar ein kleiner Ueberschuß zu seinen Gunsten heraus in diesem Jahre sogar mit einem kleinen Defizit ab. Als Vertommt. Es wurde gegen wenige Stimmen beschlossen, Buch trauenspersonen für das laufende Jahr wurden Genosse Kopf mann zu entlasten und dies im Vorwärts" und im und Frau Werner gewählt. Die Lokalkommission gab an, Bauhandwerker" bekannt zu geben. Buchmann, aufs neue daß sie ein verhältnißmäßig ruhiges Jahr zu verzeichnen zum zweiten Vertrauensmann vorgeschlagen, lehnte ab und wurde habe. Von 11 größeren Sälen stehen uns 8 zur Veran stelle dessen Blåsing gewählt. fügung. Vor allem werden die Genossen ersucht, das Lotal des Gastwirths Staffen, Langhansstr. 153, zu meiden, da sich der Eine öffentliche Versammlung der Kupferschmiede, die betreffende Wirth höchst mißfällig über die Arbeiter ausam Sonnabend, nur mäßig besucht, im Englischen Garten tagte, gesprochen habe. Die hierauf vollzogene Neuwahl der Revisoren nahm die Abrechnung über den Dispositionsfonds entgegen. Die- fiel auf die Genossen Kraft, Bachmann, Eschbach und selbe schließt ab mit einer Einnahme von 2067,12 M., einer Aus- intler. Als Lofaltommissions- Mitglieder wurden die Ge gabe von 436,68 M. und weist einen Bestand von 1630,44. noffen Schiller, Bolleschack, Brettaque, Efchbach auf. Nach kurzer Debatte wurde dem Kassirer Decharge ertheilt und Winkler gewählt. Alsdann ergriff der Delegirte vom und dann folgende Bezirkskassirer gewählt: Eisen für Norden, Parteitage, Genoffe Posselt, das Wort, um seinen Bericht zu Zur Geschichte unserer Postwerthzeichen bringt der Kanziger für Nord- Often, Reinke für Süd- Osten. Hierauf erstatten; er tam aber damit nicht weit, denn der überwachende" Bär" in feiner jüngsten Nummer folgenden interessanten Beibielt ßmann ein Referat über die Krankenversicherungs Beamte löste die Versammlung auf mit der Motivirung, daß der trag:" Anfangs der fünfziger Jahre wurden in Preußen PostGesetzgebung, deren wichtigste Bestimmungen er eingehend erläuterte. Wirth auf 10 Uhr Polizeistunde gesetzt sei, eine neue Verfügung, bes Königs Friedrich Wilhelm IV. in den Verkehr gebracht. DieFreimarken und Brieftouverts mit dem eingeprägten Kopfbilde Im Anschluß daran besprach Kühne einen Antrag auf Statuten: von der alle größeren Saalinhaber betroffen wurden. änderung der Orts- Krankenkasse der Kupferschmiede, welcher auf selben waren aber nur kurze Zeit in Gebrauch, und als die erste der am 29. November stattfindenden Generalversammlung dieser Schöneberg. Eine öffentliche Versammlung der Zimmerer Auflage verausgabt war, wurde das Bild des Königs fort Kasse verhandelt werden soll. Das wesentlichste dieses Antrages beschäftigte sich am 24. Oktober mit den Lohn- und Arbeitsver- gelaffen, und zwar auf speziellen Wunsch des Monarchen. Als besteht darin, daß auf der Generalversammlung nicht mehr hältnissen bei der Firma Mais. Der Vertrauensmann der Zim der König ganz zufällig solches Briefkouvert zu Gesicht bekam, sämmtliche Kaffenmitglieder, sondern Delegirte, deren für je Arbeitslosigkeit bemerkbar machte, Herr Mais den Lohn auf weil das Königsbild durch den sogenannten Entwerthungsstempel vermerer bemerkte einleitend, daß schon nachdem sich die erste erregte es bei demselben großes Aergerniß, und zwar deshalb, 20 Mitglieder einer zu wählen ift, das Stimmrecht 521/2 Pf. pro Stunde verkürzte. Thatsächlich fanden sich Will- unzirt war. Darüber sehr ungehalten, sagte Friedrich Wilhelm auszuüben haben. Nachdem einige Redner theils für, Redner theils für, theils gegen diese Neuerung gesprochen, wurde eine Reso- fähige, die zu diesen Bedingungen arbeiteten, bis sich zu Anfang zu seinem Rabinetssekretär:" Das werde ich dem Schmückert theils gegen diese Neuerung gesprochen, wurde eine Reso- voriger Woche die Arbeiter aufrafften und die Wiederherstellung( Generalpostmeister) schon eintränken". Bei dem nächsten BorIntion angenommen, welche zur regen Theilnahme an der genannten Generalversammlung auffordert. Ferner gelangte des alten Zustandes verlangten. Wie nicht anders zu erwarten, trag wurde Schmückert denn auch vom Monarchen sehr ungnädig ein Antrag zur Annahme, der den Vertrauensmann verpflichtet, entließ man die betreffenden und machte auch der Lohn- empfangen. Sie geben ja Ihren Beamten ein gutes Beispiel, eine schriftliche Aufstellung der halbjährlichen Abrechnungen fommission Bugeständnisse. So mußte zu dem den Berth meiner Person herabzusehen!" Schmückert war wie sowie eine Uebersicht über die eingegangenen Beiträge und die äußersten Mittel, der Sperre gegriffen werden. vom Donner gerührt und wußte nicht, worin er gefehlt haben baran betheiligten Kollegen spätestens acht Tage vor der Ver- aber Herr Mais eingesehen hatte, welche Verzögerung die Arbeit sollte. Als der König seine Verlegenheit bemerkte, sagte er fammlung, in welcher die Abrechnung stattfindet, in die Hände vollem Umfange wieder aufgenommen. Am Schluß der Woche greifen sich ja an meiner Person, und Sie erlaffen dazu noch Bererbulbete, bewilligte er die Forderung und die Arbeit wurde in scherzend zu dem Generalpoftmeister:" Die Postbeamten verder Kollegen gelangen zu lassen. fahen sich jedoch sämmtliche Bimmerer getäuscht, denn ein jeder erhielt eine Verfügung, Ihren König zu entwerthen!?" Jezt begriff Eine öffentliche Versammlung der Einsetzer beschäftigte mur 522 Pf. pao Stunde ausgezahlt. Infolge dessen wurde am der Beamte, um was es sich handelte, und seit der Zeit werden sich am Sonntag mit der Frage: Ist es den Einfegern möglich, Montag wiederum die Arbeit niedergelegt. Das Verhalten des Freimarken und Converts nicht mehr mit dem Bildniß des Königs ohne Rückhalt des Holzarbeiter- Verbandes in eine Lohnbewegung Herrn Mais erregte am Montag den größten Unwillen der arbeits- geschmückt. Friedrich Wilhelm IV. stand anfangs der fünfziger einzutreten? Wiedemann beantwortete in seinem einleitenden lofen Zimmerer, die deshalb den ganzen Tag die Baustellen umlagerten. Jahre ohnedies schon nicht mehr in hohem Werthe. Referat diefe Frage dahin, daß die Einsetzer auf sich allein ge- Schließlich bewilligte Herr Mais abermals den beanspruchten Jahre ohnedies schon nicht mehr in hohem Werthe. ftüßt, ebensowenig wie alle übrigen Einzelberufe ohne einen Lohn. Es frage sich nun, soll man nach den Vorkommnissen den starken Berband, einfach unterliegen würden. Dies habe sich Versicherungen des Herrn Glauben schenken und die Sperre aufBriefkasten der Redaktion. gerade in diesem Jahre gezeigt, als beim Streit der Holzarbeiter beben? In der sehr lebhaften Diskussion wurden besonders von Zur gefl. Beachtung die einzelnen Branchen gezwungen waren, mitzustreifen. Ein Knüpfer und Obst gegen Herrn Mais heftige Vorwürfe erfür die Redaktionen unserer Tagespreffe. treffendes Beispiel dafür sei der leider verlorene Streit der hoben und auf das schädliche des Submissionswesens hin- Auf meine Offerte bezügl. Lieferung monatlicher KorreKlavierarbeiter. Jeder Streit aber muß aus taktischen Gründen gewiesen. Jedoch sei es, um keinem die Arbeitsgelegenheit zu spondenzen über die hiesige Arbeiterbewegung sind nur einige reiflich erwogen werden, wie es andererfeis Aufgabe eines rauben, angebracht, die Sperre aufzuheben, aber diejenigen, welche Antworten eingegangen, und zwar afzeptirend aus Chemnih, Zentralverbandes ist, die Intereffen der Einzelgruppen zu wahren. Die Arbeit aufnehmen, find verpflichtet, streng darauf zu achten, Salle, Köln und Magdeburg, ablehnend aus Leipzig. Da es Aber eine Interessenverbindung ist für jeden Streit nothwendig, daß nunmehr die 55 Pf. Stundenlohn innegehalten werden. Die möglich ist, daß einzelne weitere Schreiben nicht in meine Hände wenn sich nicht aus jeder einzelnen Gruppe immer Streitbrecher Versammlung stimmte für Aufhebung der Platzsperre und wurde gelangt sind, so ersuche ich die betreffenden Genossen, davon an finden sollen. Redner tommt in feinen Ausführungen zu dem mit Eintritt der Polizeistunde von dem überwachenden Beamten Herrn M. Bading, Berlin SW., Beuthstr. 2, Mittheilung zu Schluß, daß er demnach für die Einsetzer wie für alle Einzel- geschlossen. gruppen das beste ist, wenn sie sich dem Verband der Holz- Charlottenburg. Im hiesigen Gewerkschaftskartell wurde machen, welcher mich benachrichtigen wird. feine Nachdem Mit fozialdemokratischem Gruß! arbeiter anschließen.( Beifall.) Millarg erinnert an die am 29. Oktober über die Betheiligung an dem nach Halle einNew- York, 23. Ottober 1896, 1. 3. gemachten Vorschläge der Fünferkommission, auf welcher berufenen Rongreß der Gewerbegerichts- Beisiger der Arbeitnehmer C. Derossi. 1424 ave A. Grundlage fich eine Verschmelzung der Einzelgruppen ermöglichen verhandelt. Vogel, Maler Flemming, Schuhmacher Die juristische Sprechstunde findet am Montag. läßt. Die wirthschaftlichen Umwälzungen vernichten eben öwe und andere Redner befürworteten die Entsendung eines die Kleinmeister mit zunehmender Geschwindigkeit, was die alten Delegirten. Blend( Holzarbeiter), sprach sich gegen die Dele- Dienstag, Freitag und Sonnabend abends von Handwerksmeister nicht einsehen wollten, weshalb auch der Ober- gation aus, weil die Anregung zum Kongreß nur von einigen 6-7 Uhr statt. meister der Tischlerinnung es ablehnte, mit den Führern" der Genossen ausgegangen ist und die aufgewendeten Kosten in keinem Vergolder. Sie gaben als Datum Ihrer Versammlung den Bewegung zu verhandeln. Wenn man immer den Einwand er. Verhältniß zu dem Erfolg stehen. Nach längerer Debatte wurde 10. Oktober an, und erhielten wir Ihren Bericht am 23. Of: hebe, daß bei Auflösung der Einzelbranchen alsdann der Zu- fchließlich Bogel gegen eine Stimme gewählt. Es fehlten tober. Wir haben deshalb die Veröffentlichung abgelehnt, da seit fammenhang fehlt, fo follte man auch bedenken, daß für die die Vertreter der Zimmerer, Maurer und Glasarbeiter, hinzu- Abhaltung der Versammlung und Einsendung des Berichts nahezu 14 Tage vergangen waren. einzelnen Branchen auch besondere Versammlungen stattfinden, gekommen waren die Bauarbeiter. Kontursmasse Zahlung zu leisten. Jedenfalls tragen Sie das C. B. 35. Soweit ersichtlich, hatten Sie lediglich an die Sachverhältniß dem Konkursverwalter vor und hinterlegen Sie dann zur Vermeidung einer Doppelzahlung eventuell das Geld. D. K. 125. Sie sind zur Bahlung verpflichtet und mußten eine Sicherheit auf eigene Roften anbringen. Otto Blume. Der fahrlässige Führer des Privatfuhrwerks und falls der Baus haufen nicht vorschriftsmäßig erleuchtet war, der betreffende Unternehmer haften. Antwort. 1. 12-15 Mart monatlich bis zum zurückgelegten 6., 15-18 Mart von da bis zum zurückgelegten 14. Lebensjahr werden als angemessen erachtet. 2. Ja. Schleswig- Holstein- Lanenburg. Das von Ihnen erwähnte wodurch die Fühlung aufrechterhalten wird. Voltmann ist In Friedrichsberg hielten die Korbmacher eine Ver ebenfalls für Anschluß an den Verband und wünscht, daß sich die fammlung ab, in der Brückner über die Lohnverhältnisse Einseher nicht immer blos als Handlanger auf den Bauten gebrauchen in der Grünbranche sprach. Die Arbeiter dieser Branche leben hier laffen. Den gleichen Standpunti vertreten Schulz, Schmidt, Abelt, in den erbärmlichsten Verhältnissen. Bei einer 11 stündigen Jakob, während Bielefeld einen derartigen Beschluß für Arbeitszeit wird ein Durchschnittslohn von höchftens 13 M. erzielt, voreilig hält, da man sich in der Organisation über die Ver- und muß die Arbeit in äußerst gesundheitsschädlichen Räumen handlungen in der öffentlichen Versammlung erft flar fein verrichtet werden. Redner bemerkt, daß, wenn die Behörde diese muß. Nach längerer Diskussion wird ein Antrag Stolp: bie Räume einmal einer Prüfung unterziehen würde, fie auch gezwungen freiwilligen Beiträge auf 25 Pf. pro Woche zu belaffen, ab- wäre, hier Abhilfe zu schaffen. Was den Arbeitslohn betrifft, fo gelehnt, dagegen ein Antrag Lehmann: pro Woche 50 Pf. zu wird nur in einer Werkstatt der Tarif bezahlt, alle übrigen erheben, angenommen. Ein Antrag Volkmann, daß Kollegen, weichen mehr oder weniger ab. Redner erwartet, daß die Gründie im Besitz von Streiffarten sind, in den Holzarbeiter- Verband arbeiter sich Mann für Mann der bestehenden Organisation an- Gesetz spricht von einer Konzession überhaupt nicht.- H. K. 28. aufgenommen werden, wird der Fünferkommission zur Erwägung schließen, um dadurch den Tarif in jeder Werkstatt durchzusetzen. Ihre Frau fönnte Selbstversicherungs- Marten( 20 Pf. Marten überwiesen. Mit der Mahnung, den Beschlüssen treu zu bleiben In der Diskussion wurden die Zustände in den verschiedenen und 8 Pf. Zusatzmarken) für die Dauer der Zeit, in der sie und für Anschluß an den Berband zu wirken, wird die Verfamm- Werkstätten grell beleuchtet und gefordert, daß der jetzige Tarif außer Arbeit war, Kleben.. 100. 1. Das ist möglich. lung geschloffen. umgearbeitet, refpeftive neu entstandene Arbeiten mit aufgenommen 2. Ja. 3. Das ist verschieden; erfundigen Sie sich dort direkt. werden. Zu diesem Zwecke wurde eine aus 5 Kollegen bestehende Gg. Worms. Ja. M. H. 10. Sie müßten in einem sollte am Sonntag Bormittag eine Bersammlung im Keller'schen Tariftommiffion gewählt. Die Verbandsbeiträge für Friedrichs- schriftlichen Vertrag das, was Sie wünschen, genau feſtsetzen. Saale stattfinden. Es hatten sich auch eine ganze Anzahl Theil berg fönnen bei Gütte, Blumenthalftr. 7 S. III Sonntage von Die Zuziehung von Zeugen ist nicht erforderlich. 777. Ja. nehmer eingefunden, die auf den Beginn der Versammlung 10 Uhr ab entrichtet werden. warteten. Um 11 Uhr erschien jedoch an der Eingangsthür ein Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 9-10% Uhr: Süd Gid geleistet haben. Eventuell zu 1: nein, zu 2: ja, unter AnPolizeilieutenant, der folgendes verkündete: Die heute um wetten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Auffazlehre. Herr Heinrich gabe des Sachverhältnisses. 3. Dann kann Verhaftung er1012 Uhr angemeldete Versammlung der Arbeiter und Schulz. Nordschule, Brunnenstraße 25: Nationalötonomte( Uebersicht folgen.- F. K. 17. Im allgemeinen nein. A. B. 24. Arbeiterinnen der Kartonbranche darf nicht stattfinden auf der verschiedenen Wirthschaftsstufen- Entwickelung ber bürgerlichen theoretischen Wit Klage würden Sie faum Nationalötonomie. Die Marr'fche Werth- und Mehrwerthlehre) Herr Dr. Erfolg haben. grund der Polizeiverordnung vom 10. Oktober. Ich inhibire Konrad Schmidt. J. Köfter. Verjährung liegt vor. B. 888. Ja. Die Schulräume find zur Benußung der Bibliothek und des reichen Zeit- Gemberg. Nein. dieselbe hiermit und fordere die Anwesenden auf, den Saal B. H., Wienerstr. 57. Antrag auf ge zu verlassen. Die Rechtsgiltigkeit dieser angezogenen polizei- fchriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. lichen Verordnung ist sehr zu bezweifeln und wäre deshalb den mann, Pafewalterfir. 3. Alle Menderungen im Vereinstalender sind zu richten Sieben. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borflgender Ad. Neu- richtliche Entscheidung hätte keine Aussicht auf Erfolg. Sie haben ganz recht: eine" Thatsache" kann nicht Gewerkschaften zu empfehlen, einheitlich eine prinzipielle Ent- an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tv. " falsch" sein, folglich ist der Ausdruck falsche Thatsachen" ein Arbeiter- Rancherbund Berlins und Umgegend. scheidung des Rechtsstreits herbeizuführen. Menderungen Unsinn. Judeß verbindet der Sprachgebrauch, auch das Gesetz im Bereinskalender sind zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurter(§ 263 Betrugsparagraph,§ 131 n. a.), mit den Ausdrücken Für die Arbeiter und Arbeiterinnen der Kartonbranche Rigdorf- Brik. Am 18. Oftober tagte hier eine Versamm lung der Bahlstelle der Bauarbeiter. Vor Eintritt in die Tagesordnung ersuchte der Vorsitzende zu Ehren des in Teterow verunglückten und ums Leben gekommenen Kollegen C. Eggert fich von den Plätzen zu erheben. Zu den geschäftlichen Angelegenheiten übergehend, wurde zunächst die Abrechnung vom letzten Quartal verlesen, die in Einnahme 54,50 M. und in Ausgabe 4,87 M. aufweist; außerdem sind 40 m. an die Hauptkasse gesandt und beträgt mit einem vorhandenen Bestand das Vereinsvermögen 36,13 M. In der Kranzbüchse befanden sich 42,50 M. Die Abrechnung vom Stiftungsfest giebt eine vorläufige Einnahme von 73 M. und eine Ausgabe von 55,50 M. an, verbleibt ein Ueberschuß von 17,50 M. Auf Beschluß der Versammlung werden die nächsten Versammlungen im Lokal von Daniel Böttcher, Hermannstr. 199, abgehalten. Sodann gab der Borsigende be fannt, daß der Amtsvorsteher die Errichtung eines GewerbeSchiedsgerichts abgelehnt hat, weil dafür kein Bedürfniß vorhanden sei. Die Versammlung nahm hiergegen eine Proteft resolution an. ost Schule Waldemarstr. 14: Deutsch( Die beutsche Literatur in der straße Nr. 7, 1 r. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. alle sufriften und betreffend, find zu richten an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Kosmos; Verein für volksthümliche Wissenschaft. Heute, abends 8 Uhr bet Senfet, Brunnenstr. 173: Bortrag über: Das Chriften thum. Dis tuffton. Gäste willkommen. Blumenstr. 16. 1 860"; Sindenstr. 70." Arends": Neue Königftr. 73. Arends'scher Stenographenvereins„ Mertur". Damen- Abtheilung: ueberall anfang 8% Uhr. Eingelaufene Druckschriften. " 2. 3. 47. Geben Sie an, daß und wann Sie früher den -der E. St. falsche Thatsachen"," erdichtete oder entstellte Thatsachen" leicht erkennbare Begriffe." Derartige Sprachscherze find nicht selten und beruhen meist auf dem Bestreben der Abkürzung. Wstr. 1. Ja. 2. Jn 5 Jahren: von jeder neuen richterlichen .. 196. Uns liegt zur Zeit kein Urtheil vor, doch würde Handlung ab beginnt aber von neuem eine Verjährungsfrist. die Formel dem Gesetz entsprechen. C. s. 52. Die für Berlin und den Regierungsbezirk Potsdam bezüglich der Hebammen ergangenen Verordnungen tönnen Sie gelegentlich in tom Sozialistischen Akademiker", Verlag von Hans Baate, Berlin S. der juristischen Sprechstunde auf der Redaktion einsehen. City- Passage, ift Heft 10 erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor R. H. 61. Ja. C. R. R. 100. 1. und 2. Nein. 8. Sie Dr. 2. Bergen, Die stattfitfchen Erhebungen über die Stubirenden. Wally Bepler, Der Frauentongreß. Ed. Fuchs, Wilhelm Weitling. hätten allerdings Ihre Erfindung vielleicht patentiren lassen Wilhelm Bölsche, Freie Universitäten" und" Bolts- Universitäten" in fönnen; nachdem sie aber allgemein bekannt geworden ist, wird sich Deutschland. Leonhard Stein, Zur Reform der ärztlichen Prüfungen. Ria Claassen, Neue Kunst. faum noch Ihr geistiges Eigenthum schüßen lassen. Sprechen Sie Julius Hart, Berzweiflung. Paul Hirsch, Der sozialdemokratische Parteitag. Ericus Montanus, Geistige Arbeit gelegentlich in der juristischen Sprechstunde vor.-P. St. Nein. und privilegirte Lebensstellung. Giovanni Lerba, Der Kongreß der italienischen Sozialdemokraten in Florenz. J. N. Potapento, Die Aerztin. Rundschau: In eigener Sache; Aus der Zeit; Von den Hochschulen; Frauenftudium; Revuen; Notizen. Ferner bringt das Heft ein Portrait Weitling's. Preis so Pf., pro Quartal 1,30 M. Briefkasten der Expedition. O. H. Am 15. jeden Monats. 4. Münzffraße 4. Neues Waarenhaus MAX SIMON. Nähartikel. Puk und Belak. Wollwaaren. Weißwaaren. Kravatten. Wäsche. Korsetts etc. Die Eröffnung der Verkaufs räume findet am Mittwoch, 4. November, nachmittags 5 Uhr, fat. Rosenthalerstrasse 49. Hackescher Markt 4 J. Brünn Am Stadtbahnhof ( Ecke Neue Promenade) Aeltere zurückgesehte Lagerbestände meiner Börse. Teppiche! Gardinen! Steppdecken! Fertige Wäsche! Leinenwaaren! gelangen nunmehr zu ganz außergewöhnlich billigen Preisen zum Ausverkauf. 4. Münzstraße 4. 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