nauM T "SS IMJ tm M wa» Nr. 94 Domerstag. 23. April 1885. IL Jahrg. j.icW und# * in, l» eile tu? n fein« allem' )f« fpj| li sJ V um', SS lehrt't in f fetzlichen MaximalarbeitStageS. Systematisch gehen die Arbeiter vor-, ursprünglich verlangten sie den zehnstündigen Arbeitstag. Nachdem dieser fast überall erkämpft ist, stehen sie sofort auf der Wahlstatt mit dem Rufe: MaximalarbeitStag von 8 Stunden. Der erste Anstoß kam aus einem der bedeutensten Industriestaaten Nordamerika'«, aus Massachusetts. Dieser Staat kommt in dem letzten(X) Zensus der Vereinigten Staaten vom Jahre 1880 in dritter Reihe, nach der Zahl seiner gewerblichen Anlagen, der Höhe de« angelegten Kapital«, nach der Gesammtsumme der Arbeitslöhne, de« Werth der Rohfroffe und der fertigen Produkte. ES gab nämlich(nur Eiablissement», deren jährliche Produktion 500 Dollar« Übersteigt, find aufgeführt) 1880 in Massachusetts 14 352 Etablissements(Fabriken und Werkstätten) mit einem Kapital von 303 806 185 Dollar«. An Löhnen wurden gezahlt 128 315 362 Dollar«. Der Werth der Rohstoffe belief sich auf 386 972 685, der der fertigen Produkte auf 631 135 284 Dollars. Daß in Massachusetts die industrielle Technik sehr entwickelt ist, daß die Pro- duktion auf großer Stufenleiter den Arbeitsprozeß regulirt, beweist die Thatsache, daß dort die Neigung vorherrscht, die männlichen„Hände" soviel wie möglich durch Frauen» und Kinderarbeit zu ersetzen. Bereits kommen dort in den Industrien auf 107 Männer 69 Frauen, die höchste Ver» hältnißzahl in den Vereinigten Staaten Überhaupt. Der oben angeführt« Gesammtlohn vertheilt sich 1880 auf 228 834 männliche Arbeiter Über 16 Jahre, 105 976 Arbeiterinnen über 16 Jahre, und auf 17 445 Kinder. Uncle Sam hat seinem thenren Verwandten, Mr. John Bull, den Kunstgriff spielend abgesehen, wie man in immer größerem Maßstab« weibliche und kindlich« Arbeitskräfte in den Dienst .WKnwe»«boten.] 17] Im Eckfenster. Roman von Friedrich Gcrstäcker. (Fortsetzung.) »Ihr« Frau Tante muß, nach der Beschreibung, die Sie mrr schon von ihr geliefert haben, wirklich eine höchst lr benSwürdige Dame fein, und sie kommt mir vor wie erner j ner heidnischen Drachen, die einen Schatz bewachen -""mm Schatz", setzte er zärtlich hinzu. "ns.• 0$ stud wir von ihr abhängig l" .."„? l-'m'P8" da« Furchtbare!" rief Guido.„Sie Beide find vre Rosen, und das ist der riefige, unangenehme Dorn, der dazwischen steckt. W ssen Sie, theureS Fräulein, daß ich mir so zeve alten bösen Feen denke, von denen unsere Märchenbücher erzählen: mißgünstig jeder Liebe und nur immer— im Besitze eme« großen ReichthumS— Unheil und Verderben brütend." „Ach. Sie haben vielleicht recht", seufzte Flora,„und doch ist e« meine Tante!" „Und da» allein schützt sie vor meiner Rache", sagte Guido düster;„denn ich fühle, wie sich in meine« Herzen ein Dämon regt, um mit wilder Gewalt die Schranken nieder zu werfen, die sich unserer Liebe noch ent» gegen stelle»". „Um GotteS willen," rief Flora erschreckt,„nur keine Uebereslung, Sie könnten Alles verderben; mäßige» Sie sich meinethalben I" ,«Sch bin wie ein weiches Wachs in Ihrer Hand," ~.®.Ulbo gerührt;„Sie, Flora, können mit mir machen, was Sre wollen. Ader um Ein« bitte ich Sie— es ist rmr versagt, Sie einmal in stiller, vertraulicher Stunde 5 ,«1)« Drechen, nur immer im Flug, unter den Auge» der Menge muß ich das Glück zu erhaschen suchen, Ihnen zu nahen. nehmen Sie hier meinen Schwur, hier unter den ewigen Eichen de» Parks, unter jenem blauen Himmel, au» dem un« dort der erste freundliche Stern hernieder« blitzt: nie lasse ich Siel Mine Seele gehört Ihnen, mein ganze« Dasein findet nur eine Berechtigung in Ihrer Liebe, der Maschinen spannt. Hat doch ein Baumwollenfabrikant vor einem Beamten de« arbeitSstatistilchen Bureaux von Massachusetts cynisch- offen erklärt:„Wir beschäftigen nie Männer, wenn wir Frauen bekommen können, die ihre Arbeit ebensogut verrichten können, wie Jene, nicht nur wegen Verringerung der ProduktionS« kosten, sondern auch wegen der geringen Gefahr deS Streiken« und sonstiger un- nöthiger Unzufriedenhe it.') Von hier also, wo«ine von Jahrzehnt zu Jahrzehnt sich immer großartiger entwickelnde Industrie ihre natur- gemäße Wirkung, da« Entstehen einer festgegliederten Ar- deiterbewegung bald im Gefolge hatte, begann die bald weit um sich greifende Agitation für den Maximalarbeit»- tag. Ende der zwanziger J'hre diese« Jahrhundert« regte sich das Verlangen nach einer gewissen legalen Regelung der einschlägigen Verhältnisse zuerst bei den Baugewerben. Damals arbeitete man allgemein noch von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, d h. im Sommer 12 bis 16 Stunden, im Winter 9—12 Stunden. Die Beschwerden der arbeitenden Klassen wurden immer lebhafter. Am 1. September 1832 fand zu Boston ein Arbeiterkonkreß statt, der von Delegirten au» allen Theilen Massachusetts besucht, unter der L-itung der „New England association of farmers, mechanics and other working men", gemeinsam über daS Zehnstunden» System diekutirte. Die Hauptpunkte des aus diesen Be- rathungen hervorgegangenen Programms lauteten: Organi- sation der Arbeiterbevölkerung Neu-England», Verschärfung der Schulgesetze, Einführung eine« Maximal- arbeitStageS von 10 Stunden. Der 20. Januar 1834 sah in Boston die Gründung eines allgemeinen Gewerkverein«, zur Feier diese» Ereignisse« fand em großer Umzug durch die Straßen statt. Die Regierung war den ftlstftändigen Bestrebungen der Arbeiter nicht weniger al« freundlich gesinnt Doch halsen alle RepressionSmaßregeln nicht». Die Bewegung erfaßte immer mehr Industriestaaten. Die zwanzig Jahre 1830— 1850 legen den Grund zu den zahlreichen, umfassenden G werkschaftSorganifationen, in dieser Zeit finden die Vorpostengefechte, die Vorbereitungen statt. Zwar war noch kein Staat der Union soweit fort« geschritten, um den Zehnstundentag zu dekretiren, zwar *) Vgl. W. Cave Tait: Dir �rbetteischutzgesetzgedung in den Vereinigten Staaten. S 65, Tübingen 1884, ein Buch, über das wir später einmal berichten weiden. ES ist recht deachtentwerlh. bietet viel Material, ist unter der Aegide vi» Ka'herersozialisten Professor von Echoenberg in Tübingen erschienen und zeichnet sich durch einen wahren Horror socialismi aus. und wie ich Ihnen angehören will bi« zum Tode, so sagen Sie auch mir, Flora, ob Sie die Meine sein wollen für jetzt und all« Ewigkeit! Wollen Sie, Flora? Süße«, geliebie« Herz— willst Du die Meine sein für immer?"— Er hatte, zuerst mit einem scheuen Blick um« her, ob sie von keiner Seite beobachtet werden konnten, seinen rechten Arm um ihre Taille gelegt.—„Willst Du, Geliebte?" „Ja!" hauchte Flora, und im Uebermaß seiner Ge« fühle— da« andere Paar ging vor ihnen her und e» lag schon tiefe Dämmerung auf dem Parke— drückte er den ersten seligen Kuß auf ihre Lippen. „Oh, mein Gott I" flüsterte Flora. „So möcht' ich sterben!" hauchte Guido.„Oh, wenn ich jetzt in jene« blaue Aethermeer hinausschweben und im kühlen Grabe unten diesen Traum nur immer wieder und wieder träumen könnte!" „Aber wir müssen fort!" rief Flora, die jetzt erst da« rauf aufmerksam wurde, daß die Nacht schon hereinbrach. „Henriette, wir müssen nach Hause— was wird Mutter fagen, wenn wir so spät kommen I" «Ja. gewiß!" rief Henriette, die ebenfalls außerordentlich aufgeregt schien,„*« ist so spät geworden, und wenn un« hier noch jemand Bekanntes begegnet! Lassen Si« un« jetzt hier abbiegen, dort ist der Ausgang, und wir haben den Schlüssel. Nein, Sie dürfen un» nicht länger begleite« I" Und zurück zur Schwester tretend, nahm sie deren Arm und zog sie rasch der linker Hand von ihnen liegenden Pforte zu. „Gute Nacht!" tönte e» ihnen nach. „Gate Nacht!" riefen die Mädchen zurück und eilten nun, so rasch sie konnten, dem elterlichen Hause zu. Unterwegs sprachen sie auch kein einzige» Wort mehr zusammen. Jede von ihnen war viel zu sehr mit den eigenen Gedanken beschäftigt und mochte ihnen selbst nicht gegen die Schwester Worte geben. Aber so leicht und selig fühlten sie sich, daß sie mehr üter den Boden schwebten, al« daß sie gingen, und erst an ihrer eigenen Thür fühlten sie, wie sie gelaufen waren, und mußten einhalten, um Athem zu schöpfen. wa en viel« Arbeitseinstellungen, so in New-N»rk, wie Massachusetts.gescheitert, aber eine naturgesetzliche Erschei» nung, wie dieser Kampf ums menschenwürdige Dasein, läßt sich wohl vorübergehend hemmen, nie ader dauernd zurück- halten, nie unterdrücken. Prinzipiell von hoher Wichtigkeit aber war e«, daß in dieser ersten Periode(1830-1850) eine Staatsgewalt die Berechtigung der Arbeiterforderungen anerkannt hatte, nämlich die Uniontregierung. In einem Dekret vom 10. April 1840 ordnete der damalige Präsident der Union, van Buren, die Einführung de« zehnstündigen Arbeitstages für alle öffentlichen Werkstätten der Vereinigten Staaten an. Diese Verfügung galt also nur für die im Dienste der Bunde» regierung stehenden SlaatSarberter; man erinnere sich, um Mißverständnisse zu vermeiden, an das oben Über die Kompetenz der Union G- sagte. Die Eintheilung der Arbeitsstunden in den öffent- lichen Werken war: 6 Uhr Morgen« bi« 6 Uhr Abend« mit 1 Stunde Mittagspause vom 1. April bi» Oktober, vom Oktober bis April von einer Stunde nach Sonnen- aufgang bi» Sonnenuntergang, mit einer Stunde für da» Mittagtessen, also im Sommer eine Arbeitszeit von 11 Stunden, im Winter von 8—10 Stunden, im Jahresdurchschnitt von 10 Stunden. E» verdient hervorgehoben zu werden, daß die Unionsregierung bereits zehn Jahr« vor der Einführung der Zehnstundenakte in England (Fabrikakte von 1850) mit einer solch bedeutsamen gesetz» geberischen Maßregel hervortrat. DolitiBcke Nebersickt. Die Zolldebatten im deutschen Reichstage entrollen ein recht unerfreuliches Bild von den Bestiedangen der Ma- jorilät dieser höchsten Körperschaft des Deutschen Reiches. In der DienstagS-Sttzung handelte eS fich um eine Zollerhöhung auf die Einfuhr von Schweinen und Ferkeln. Der erste Redner, der ullramontane Herr v. Schal scha, seines Zeichens „Landwirth", hielt eine begeisterte Rede für den Zoll; natürlich suchte er denselben mit dem Hinweis zu rechlfertigen, daß gerade der„kleine" Mann davon profitiren werde. Deutschland wird von ausländischen Schweinen überschwemmt, das geht nicht langer, die„nationale" Schweinezucht muß wieder zu Ehren gebracht werden.- Nach der Statistik ist das Schweinefleisch w Durchschnitt gestiegen: 1860 auf 122 Pf., 1881, 1882 und 1883 auf 128 Pf. Speck stieg 1880 auf 171, 1881 auf 179, 1882 auf 182, 1883 auf 184 Pf. S-dmalz 1880 auf 162, 1881 auf 168, 1882 auf 183, 1883 auf 185 Pf. Im letzten Jahre 1884 find allerdings die P:eise der Schweine etwa« heruntergegangen, aber das ist ganz erklärlich, wenn man die sters zunehmende Arbeitslosigkeit m Betracht zieht. Die Arbeitslöhne stehen auch in keirem Verhältniß zu der Preissteigerung der allernothwendigsten Lebensmittel und die Herren, welche so sehr für die Hebung der nationalen Schweinezucht besorgt find, drücken die Löhne der nationalen Arbeiter Zu Hause angekommen, machte ihnen die Mutter aller« dingS Vorwürfe, daß sie so lange geblieben,aber derenAufmerk« samkeit lenkten die beiden jungen Damen rasch durch die mitgebrachten Tücher ab, wobei sie der Mutter gegenüber ihren Herzen keinen Zwang avthaten und sich in voller Entrüstung über ein solches Geschenk aussprachen. Sie erklärten auch Beide, daß sie fest entschlossen wären, die Tücher nicht zu tragen, denn zum„öffentlichen Skandal" wollten sie wahr« haftig nicht in der Stadt herumlaufen. Die gnädige Frau von Klingenbruch, die ihnen im Herzen freilich recht gab, aber doch auch die Klugheit nicht au» den Augen sitzen wollte, hatte nur Mühe, die Töchter ZU beschwichtigen. Sie waren ja nun doch einmal von der ihnen überhaupt freundlich gesinnten Tante abhängig, sie dursten den Vater nicht zu sehr kränken und— ewig konnte cft ja auch mcht m hr dauern. Flv�a benutzt« dann noch einmal die Gelegenheit, um ihre Meinung über da»„scheußliche Beest", den Pinscher, auszusprechen. Den hielt sich die Tante doch nur einzig und allein zu dem Zweck, um andere Menschen damit zu ärgern. Auf den verschwendete sie ihre Liebe, und ihr« Nichten benutzte sie nur dazu, um Galle und Bosheit an ihnen auszulassen— die liebe Tante. Flora, da« kleine, sanf e Wesen, war so heftig geworden, daß ihr die Thränen in die Augen traten. Milien in dem Schmerze dachte sie aber trotzdem an ihr beschäi>igleS Kleid. Sie mußte es gleich mit emem andern vertauschen, und dann wurde da» Mädchen hereingerufen und ,hm be« fohlen, e« augenblicklich zu der o'en im Hau e wohnenden Näherin zu tragen, die e« aber auf der Stelle uno recht gut repariren und nachher, und zwar noch heut Abend, herunterbringen sollte.„Sag' Du ihr nur, das anadige Fräulein brauche es noihwendig. und sie möge sich em bischen dazu halten"._ Kleine Ursachen. Am nächsten Tage waren die gewöhnlichen Gäste wieder bi« zur Mittagsstunde in Naumann'« Restauration gewesen, auch der Amerikaner mit seinem Schwager. (Fortsetzung folgt.) herunter, indem fie so namentlich in Dftpreußen bedürfnißlose, ausländische Arbeiter engagiren. Auch Der Herr Abgeordnete Dr. von Heydebrand und ber Lasa fonrte nidt umbin, den armen Mann" für fich zu reklamiren und so wurde schließlich der erhöhte Boll mit 133 gegen 106 Stimmen angenommen.- Den Ar beitern wird also das unentbehrliche Schweinefleisch wiederum vertheuert und nicht nur dieses, sondern das Fleisch überhaupt. Denn nicht genug mit der Erhöhung des Bolles auf Schweine, auch auf die Einfuhr von anderem Fleisch hatte der bekannte Herr v. Kardorff eine Sollerhöhung von 12 auf 20 Mart beantragt. Die Einfuhr amerikanischen Fleisches hat den Herren Agrariern arge Herzbeklemmungen verursacht und so bes mühten fie fich, die Nüglichkeit" auch dieses Bolles zu dekla miren. Der Abg. Bod wies vergeblich darauf hin, daß die Arbeiter jetzt schon mit Del und Salzkartoffeln vorlieb nehmen müffen und sich nur selten den Lurus" einer fräftigen Fleisch speite erlauben fönnen; es half alles nichts, der Antrag Kardorff wurde angenommen. Das fromme 8entrum geht natürlich durch Dick und Dünn mit den Agrariern, troßdem gerade in vielen von dieser Partei vertretenen Wahlkreisen die Armuth foloffale Dimensionen erreicht hat. Man bemühe fich einmal oft hin in die entlegenen Dörfer und kleinen Städte und man wird seher, wie dem kleinen Mann", dem Tagelöhner und Handarbeiter die Thränen in die Augen treten, wenn man ihn nach seiner Ernährungsweise frägt; soll doch fogar noch das Del vertheuert werden, welches von den Aermsten der Armen zu den Kartoffeln als Ersatz für das unerreichbare Fleisch gebraucht wird. Diese Bertheuerung der allet nothwendigsten Lebensmittel wälzt eine ungeheure Verant lichkeit auf die Schultern Derer, die fte veranlaßt haben; ob fich dieselben dieser Verantwortlichkeit wohl be wußt find? Zur Abwehr der geplanten Erhöhung des Zolles auf Nähfaden hat der Verein zur Vernetung der Intereffen Der Arbeiterinnen Berlins" an den Reichstag unterm 18. d. M. folgende Bittschrift gerichtet: Gegen 8ehntausend Nä berinnen aus allen Theilen Deutschlands haben bei dem Hohen Reichstag petitionirt, die abermalige Bollerhöhung auf callomodirten Nähfaden nicht annehmen zu wollen, welche jährlich eine Mehrausgabe von 5-6 M. für sie ausmacht. Es würde ihnen damit eine indirekte Steuer auferlegt, Doppelt so hoch als die von ihnen bisher bezahlte Klaffensteuer. Da fie das Nähmaterial zu ihren Arbeiten selbst beschaffen müssen, so können sie diese Mehrausgabe nicht auf ihre Arbeits geber abwälzen. Den ihnen theilweis noch unentbehrlichen ausländischen Näbfaden mußten fie bisher schon theuerer bezahlen als den deutschen, nämlich das Chadwick- Garn um 5 pCt, das Clai t'iche um 10 pCt. und das Broot'sche bis 40 pCt. In der Vorlage ist ein Boll von 120 M. vorge schlagen. In Wirklichkeit aber würde derselbe für das Nähmaschinengarn, das auf Holzrollen in den Handel kommt und nur so für die Nähmaschine brauchbar ist, 240 M. sein, weil dieHolzrollen, je nach Größe, durchschnittlich50 pCt. wiegen; wie das einem Jeben einleuchtet, wenn er eine solche Rolle zur Hand nimmt. Der Näbfaden in Strähnen( offenen Lagen) soll mit 70 m. verzollt werden. Derselbe Faden aber, zum Einzelverkauf vorgerichtet, d. b. auf die Holzrolle gebracht, soll zirka 240 M. im Zoll au fommen? Wenn es bei dem bisherigen Boll von 70 m. verbleibt, worum inständigft pebeten wird, so beißt das, wie oben ausgeführt, auf das Rollengarn ja ohnehin schon 140 M. zirla, also mehr, als die Bollnovelle gar beabsichtigt. Der projektirte Boll von 120 M. für 100 Kilo würde 30 pCt. des Werthes betragen; ein Boll, wie er im ganzen Tarife wohl nicht zum zweiten Viale, auch nicht bei Lurusgegenständen vorkommt. Bei eingehender Prüfung diefes Sachverhaltes wird der bohe Reichstag gewiß die fümmerliche Lage der Näherinnen nicht verschlimmern wollen, die der ärmsten Arbeitertiaffe angehören, und statt der wenigen, feineswegs nothleidenden Fabriken( fehe Gögginger Fabrit mit 15 pCt. Dividende. Red.) die ohnehin schlechtgelohnte nationale Arbeiter vieler hunderttausend deutscher Näherinnen schützen. Bei der Abstimmung über diese geradezu bimmel schreiende Bollpofition wird fich's zeigen, wer das Interesse des ,, armen Mannes" und nicht minder der ärmsten Arbeiterinnen Schüßen wird. Der Kohlenzoll wird nun doch den Reichstag beschäftigen, troßdem die sog. Freie Vereinigung des Reichstages ( Schutzöllner) Denselben wiederholt ablehnte. Der Abg. Mer bach wird denselben im Reichstage beantragen und dabel von Der Rechten, den Konservativen und Freikonservativen, sowie auch vom Zentrum unterstügt werden. Zwar ist der geplante Boll nur flein, aber Alles müßte täuschen, wenn nicht im Laufe Der Berathungen die Nothwendigkeit eines höheren Bolles sich Wie der B. G." mittheilt, sollen vorherausstellen sollte. läufig Braunkohlen 3 Bf. und Steinkohlen 5 Pf. tragen. Koats, Torf und Torffohlen will der Antrag fret laffen. Von demselben Abgeordneten find ferner folgende Bolliäße bean tragt worden: für Eisenkragendraht 8 M., Stablfragendraht 16 M., Kragen und Kragenbeschläge 72 M., Kautschuddruc 142 Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forfeyung.) Sie schien in unablässiger Furcht zu leben, daß das Geheimniß, weldjes fie mit der äußersten Aufopferung ihrer Kräfte wahrte, durch das Gebahren ihres Vaters während der Krankheit verrathen werden möchte. Sie war des nihalb in beständiger Unruhe, daß eine Person um ihn fein möchte, welche die gemachte Entdeckung nicht bei sich bewahre, durch welde das, was bis dahin tiefstes Geheimniß war, zum Schreden oder zur Schande der Familie be= tannt werden möchte. Fritz hatte gar wohl erkannt, was sie nach dieser Rich tung hin befürchtete, und ohne ihr zu sagen, daß er ihre Gedanken erriethe, hatte er ihr mitgetheilt, daß auf seine Anordnung während der Nacht Niemand als Madame Dupré anwesend sei, daß er dieser Frau aufgegeben habe, ihre Beobachtungen Niemandem, als ihm, dem Arzt, mit zutheilen. Nur kurze Zeit der Ruhe gönnte sich Friß, da eilte er ins Krankenzimmer zurüd, in der Pflege und Uebers wachung des Kranken die treue Seele Madame Dupré ablösend, welcher man die Erschöpfung von ben gehabten Anstrengungen bereits auf dem Antlig las. Sie ließ es sich troß ihrer Erschöpfung nicht nehmen, auch biese Nacht noch allein bei dem Grafen zuzubringen. Erst spät am Abend verließ Friß das Krankenzimmer, nachdem er die nöthigen Anordnungen getroffen, und nach bem er Madame Dupré Verhaltungsmaßregeln gegeben, für den Fall, daß sich bei dem Kranken besondere Symptome zeigen sollten. Doch es war dies faum zu fürchten. Die gewaltsamen Aufregungen des Kranken hatten ihn zusehends so erschöpft, daß kaum noch anzunehmen war, er werde durch einen übernatürlichen Reiz seines Nerven. fystems die Kraft gewinnen, sich im Bette aufzurichten. Madame Dupré faß in dem gepolsterten Sessel zu Häupten seines Bettes. Die Vorhänge waren zurückgezogen. Der Graf schien zu schlafen, als Friz fich entfernte mit tücher für Fabriken und Kragenleder, künstliches für Krazenfabriken 30 M. Zur Illustration des„ Segens" der Strafanstaltsarbeit dient u. A. eine beim Reichstage einges gangene Petition der Plüschweber des Kreises Solingen. Die Betenten tonstatiren, daß durch die Konturrenz der Strafanstaltsarbeit in ihrer Branche die Arbeitsloftgkeit größere Dimensionen annimmt und die Lebenserhal tung des freien Arbeiters fich immer schwieriger gestaltet, so daß er seinen Pflichten als Mensch und Staatsbürger nicht In den verschiedenen Strafanstalten gerecht werden tann." find gegenwärtig nabezu 1500 Gefangene als Blüscharbeiter beschäftigt. Selbstverständlich kommt die von diesen angefertigte Waate viel billiger zu stehen, als ein Haus industrieller Ar beiter fie liefern lann. In Folge dessen, so erklären die Betenten, liegt die Plüschindustrie im Kreise Solingen sehr darnieder, so daß allein von den Plüschweben Burscheids 400 Au feiern gezwungen seien, während die Beschäftigung und der Verdienst der Uebrigen sehr ungenügend sei, so daß die Weber einer großen Bukunft entgegengehen, wenn nicht seitens der Gesetzgebung baldigst die Konkurrenz der Strafanstaltsarbeit beseitigt werde. Die Petition wurde von der Betitionstommiffion auf Antrag des Referenten, Abg. Frohme, der Arbeiterschußgefeß- Kommission zur Berücksichtigung über wiesen. Im Bundesrathe soll wie der„ Nat. Btg." mitgetheilt der ,, Nat. wird Bayern einen Antrag gestellt haben, auslän disches Bier mit einer neuen staatlichen oder kommunalen Steuer zu belegen. Der Antrag hat indeffen feine Buftimmung gefunden. Bezüglich des Anschlusses eines Theils von Cuxhaven an das Bollgebiet, der bisher zum Freihafengebiet Hamburgs gehört hat, lautet der Beschluß des Bundesraths: Der bisher zum Freihafengebiet Hamburg gehörige Theil von Guthaven wird vom 1. April d. J. ab dem deutschen Bollgebiete angeschloffen und die in der bezeichneten Anlage vorgeschlagene Aenderung der jetzigen Bullgrenze genehmigt; die Nachversteuerung in dem angeschloffenen Gebietstheil geschieht nach Maßgabe eines besonderen Verord nungs- Entwurfs; der Vollzug des Anschluffes, die Nachoer steuerung inbegriffen, wird einer einzuseßenden Kommission von zwei Mitgliedern übertragen, von denen das eine der Provin zial Steuerdirektor zu Hannover, das andere der Senat der freien und Hansestadt Hamburg ernennt. Von dem Ertrage der Nachsteuer nach Abzug der Erhebungskosten werden 40 Prozent der freien und Hansestadt Hamburg überwiesen, 60 Prozent aber zu den Einnahmen des Reiches verrechnet. Die für das Jahr 1888 geplante nationale GewerbeAusstellung scheint nicht die Bustimmung der p: eußischen Re gierung zu finden. Die B. Bol. Nachr." widmen dieser Ausftellung nämlich einen längeren Artikel, in dem es u. a brigt: Die ersten großen Ausstellungen, welche in verhältnismäßig langen Bwischenräumen einander folgten, batten den 3wed, eine Vergleichung der Fortschritte der Industrie zu ermöglichen und dieselben haben dadurch der Entwickelung unserer Gewerbe außerordentliche Dienste geleistet; von Ausstellungen, die in furzen Zwischenräumen aufeinander folgen, find solche Resul tate nicht zu erwarten. Was Neues und Bemerkenswerthes auf den Gebieten der Industrie geleistet werden fann, wird voraussichtlich in diesem Jahre in Antwerpen zur Erscheinung gelangen und es ist nicht anzunehmen, daß bis zum Jahre 1888 ein solcher Fortschritt gemacht sein wird, daß die Opfer, welche eine Ausstellung erfordert, lobnend erscheinen fönnen." Un serer Ansicht nach wird die Ausstellung aus anderen Gründen fallen gelassen. Die Demokratische Partei in Rheinland und Westfalen hielt am 18. und 19. ds. Mts. ihren ersten Parteitag in Düsseldorf ab. Dem Barteitag folgte am 19. eine öffents. liche Versammlung, in der Herr Rechtsanwalt Lenzmann das Referat hielt. Derselbe wandte fich in scharfer und schnei diger Weise gegen die Fusion" und erklärte u. A.:,,Eugen Richter herrsche nicht, wie man oft sagt, in dieser Partet, sondern er werde selbst beherrscht von Geistern wie Bamberger, Fordenbed."-Redner zitict ferner ein: Aeußerung Richters, er( Richter) haffe die Demokratie noch mehr als er den Reichs tanzler haffe. Den anwesenden Sozialdemokraten wurd: das Wort durch einen Schlußantrag abgeschnitten Belgien. In der belgischen Repräsentantenkammer verlas der Mt nisterpräsident Beernaert ein Schreiben des Königs, in welchem derselbe die Ermächtigung verlangt, den Titel Souverän des Kongosta ates" anzunehmen. In dem Schreiben wird hervorgehoben, daß der neue Staut vollkommen unabhängig sein werde und daß es zwischen beiden Staaten fich gung von 11 9 jelbe Vorlage Frankreich. Das neue Kabinet bemüht sich, die öffentlichen Granville einge reichen Aemter mit seinen Anhängern zu besegen. " Temps" wird auch der Pariser Polizei- Präfett, Came Am Dienst burch Gragnon, bisherigen Sekretär der Polizei Piäfer antreich segt werden. Bei den neulichen partiellen Generalra von der Antwo Wahlen waren zwei Stichwahlen nothwendig geword thuung wegen Diefen hat in dem Departement der Haute- Garonne der nicht befrie fanische Kandidat mit schwacher Majorität über seinen bis 4 Uhr chistischen Konkurrenten gestegt und damit den hierauf theilte Republikanern erhalten. In dem anderen Departement Beit dem dipl et- Loire) hingegen triumphitte der Monarchist und forte das ging demnach den Republikanern verloren Die Mona Itgt habe. N find natürlich nicht wenig stolz auf diese in legter Berkehr mit d Die Republikaner errungenen Wahlstege, die sich im Verlängerung auf sieben belaufen. " Dänemark. b abgelehnt.rung befchloffe züglich aus d Jn Kopenhagen fanden am 19. d. M. zwei groß Soldaten Eng versammlungen statt, deren eine von der Arbeiterparte setzen". Es mi andere von den Konservativen einberufen war. Wie de überhaupt Beitung berichtet wird, marschitten die verschiedenen lich die Mit in geschloffenen Kolonnen und mit fliegenden Fahne lischerseits Nac N dem Plaze, wo sie sich um eine mit rothem Stoffe gegen Osman Tribüne versammelien. Die Volksmenge betrug bei brochen ist, die öffnung der Versammlung mehr als 50 000 Berson Niederlage erli Hauptredner waren die sozialistischen Follethingsabg funden um die hördum und Holm, und der Zweck der Verüberflüssig ersch war ein energischer Proteft der Arbeiter gegen das ment auf Aler Provisorium. Folgende Resolution tam schließlich ihnen versproch nahme: Die Versammlung erklärt, daß die gehabten Sigu Ministerium Estrup erlassenen provisorischen Fina wurde beschloff gegen die Betfaffung verstoßen und daß das Weibleibe Gesuch zu rich Minifteriums am Staatsruder eine fernerweite Bedro zahlung der Rechte des Volles ist. Die Versammlung fordert da wägen, ohne d Herr Gran ting auf, schonungslos für die Entfernung des Min Estrup und für die Aufrechthaltung der Souveränetät del nicht übereilen. ausgeübt durch seine Repräsentanten, zu kämpfen. D Aus Car wärtige Bewegung wird in politischer und sozialer vin Fortschritt und zum Verständniß der Nothwendio keit bed Aufständischen voller Reformen führen. Für diese wird die Sozialbe worin die Bes fämpfen, aber fie fönnen nur durchgeführt werden, erklärt wird, jezige Kampf mit dem Siege des Volles geendet ha halb spricht die Versammlung aus, daß sie eine aus des Volkes hervorgegangene Regierung verlangt." die Verfassung und die Redner wurden ausgebracht dem lang andauernden allgemeinen Ruf:„ Nieber mit verließen die Menschenmassen den Ererzierplag in voller zu Tode ge Ordnung. Die Versammlung der Konfer diesen Umstä nahm eine Resolution an, in welcher gesagt wird, Verhalten des Foll things ein für das Land verderfterben." wesen, daß die Bersammlung von der Regierung eine aber maßvolle Anwendung der ihr beigelegten Gepal weise gemeldet und daß sie die Regierung in ihrem Kampfe zur 1878 den Reg fungslos gemo der Barzeliru spettoren wege Er behauptet, der Schlacht Dem in die Hände baltung der Autorität der Krone und der verfaffung alle Vertheidig Machtvertheilung der Staatsgewalten unterstüßen wohl sich bei feiner der Versammlungen ungewöh nahmen zur Aufrechterhaltung der Donung bemer so war doch in allen Rasernen das Militär von 4 fignirt und die ganze Polizeimacht auf verschieden ftonzentrirt. Die Wachtposten in der Bitadelle mar einigen Tagen verstärkt, und die Patrouillen alle scharfen Patronen versehen. Auf dem Hauptwall de fampirten mehrere gleichfalls mit scharfer Munition Ab.heilungen die ganze Nacht. Der Borberathung Abänderu Stadtver Dienstag Abe stehers Dr. S schloffen, der Die Geschäfts glied der Ve geschloffen we Städte Ordnu Stadtverordne Buftimmung faffen und da Großbritannien. Der Prinz von Wales hat sich wieder nach Dubl mehrmals geb begeben. Auf der Rückreise wurde derfelbe auf der Stationen mit feindlichen Demonstrationen empfanger Unterhause wurde gelegentlich der Spezialberathung rineetats von der Regierung die Erklärung abges englische Flotte sei, mit den Flotten anderer Derglichen, so start, wie sie zu irgend einer Zeit wil zur Aufrechter Beitraums von 1874 bis 1880 gewesen sei, und wa Strafen zu b alle jegt im Bau begriffenen Schiffe fertig feien, bis zu 15 M als die vereinigten Flotten von irgendwelchen anderungen in den Mächten. Jm höchften Maße befriedigend fet die Wahlperiode| Dienft bergerichtet worden feien, die Admiralität fonn über die Stro Weise, in welcher die Schiffe in den letzten Tagen Ur Refer einer Woche 7000 bis 8000 Matrosen, ohne die berufen zu müssen, für den Seedienst bereit haber lung bestehen Zuwiderhandl der Gemeinde lich der Reserve tönne fte auf 20000 Matrofen rechne schluß der St Schiffen seien, von den Kreuzern und Kanonenboo nur um ein persönliches Band handeln solle. Belgien solle sehen, 10 Panzerschiffe und 8 Sciffe für die Kilften Aufsichtsbehö mit Rücksicht auf den Kongostaat teine besonderen finanziellen noch militärischen Lasten tragen. Beernaert schlug im Namen des Kabinets vor, dem König die Ermächtigung zur Führung des Titels ,, Souverän des Kongostaates" zu ertheilen. Das Rabinet stügt ft bierbet auf den Artikel 62 der belgischen Verfassung. Die Kammer überwies ben Antrag zur Prüfung an die Sektionen. ber ausdrücklichen Weisung an Madame Duprè, daß sie ihn rufen möge, sobald sich eine Aenderung in dem Bustande des Grafen sich zeige. Die Nacht verging. Obwohl sich Frih nicht enkleidet und wenig geschlafen hatte, war er bereits in aller Frühe aufgeftanden, um sich nach dem Befinden des Kranten zu erkundigen. Als er eben sein Thurmgemach verlassen wollte, tam ihm Madame Dupré mit einer verzweifelten und ver, störten Miene entgegen. Ist etwas vorgefallen?" fragte Frig, der ihre Angst und Verzweiflung auf ihrem Gesicht las. ,, Ach, Herr Doktor!" jammerte die Frau Sie wer den böse sein, sehr böse, wenn ich Ihnen sage, was geschehen ist. Aber ich konnte nicht dafür, die Natur fordert doch endlich ihr Recht". ,, Ah, ich errathe," versette Friz. Sie sind einge schlafen im Simmer des Grafen wie vor einem Jahre." " 1 Ich bin eingeschlafen, Herr Doktor," jammerte die Frau, so sehr ich auch gegen meinen Schlaf anfämpfte. Ach, ich that Alles, um meine Müdigkeit zu überwinden. Jch ging im Bimmer umber, ich feuchtete mir wiederholt die Augen, ich vermied es sogar, mich zu sehen; aber sehen Sie, man ist nicht mehr jung . Ich weiß das zu entschuldigen, Madame Dupré," unterbrach fie Friß. Dazu kommt die Erschöpfung von so hat die Mattigkeit den mehrmaligen Nachtwachen Sie doch endlich überwältigt." ,, Ganz recht; die Mattigkeit hat mich doch endlich überwältigt. Dhne daß ich es wußte, bin ich in den Stuhl zurüdgesunken; die Augen fielen mir zu; aber es fönnen nur wenige Minuten gewesen sein." Und ist inzwischen etwas Auffallendes geschehen" fragte Frit, lebhaft gespannt. Das ist's was mich so als gung bereit und könnten im Nothfalle in weniger bemannt werden. Gladstone theilte im Unterhause Anfrage mis, der Regierung sei weder von der von Deutschland, Desterreich oder Frankreich eine barüber zugegangen, daß die legteren drei Mächte bezüglich der Schließung der Dardanellen Vorftell macht hätten. Dem Unterhause ist eine Vorlage vom Neuem, trug dazu bei, daß Sie Ihrer nicht widerstehen fonnten. Ich erkläre mir aber sprechen Sie, was ist geschehen?" " Herr Dektor," antwortete fie, und ihre St den Ton eines leisen Flüsterns an, es ist gra sagen... Sie sagten damals, bergleichen Dinge nur dem Arst anvertrauen, ich sage es auch Niemandem habe ich's gesagt.. Es war genau wie damals, als ich an feinem Lager war." ,, Wie? Trotz seiner Schwäche hatte sich seinem Bette erhoben." bi eing ber Hat sich von seinem Bette erhoben, hat in dem Augenblicke, als ein falter Luftzug mail Gange eine Fadel geholt, wie damals. Ich era berührte... Da stand er, nur mit seinem Nad fleidet, an dem geöffneten Fenster.... Denten Herr Doktor, er, in der Fieberhiße der falten ausgefeßt so sah ich ihn, bie Fackel zum aus schwingend. Es überläuft mich eisfalt. vor Schred taum eines Wortes mächtig, einiger Zeit fonnte ich einen Angstschrei nnd dieser Schrei brachte ihn zu fich Fea die Fackel hinab, wandte sich dann zu mir brach er zusammen. Da ich ihn nicht allein mir ins Auge, völlig wie geistesabwes nd; ban bringen founte, so weckte ich seinen Rammerbient Rest der Nacht auch bei mir geblieben ist." ,, Und wann war das?" fragte Friß. wir ihn zu Bette brachten, schlug es ein Uhr." Sie finden bei mir Entschuldigung, nachdem er finnend eine Weile geschwiegen, auch bei Andern Entschuldigung dafür finden, Wieber um die Mitternachtsstunde, wie ba " antwo Als ich mich in den Stuhl niedersehte, schlief der Graf schliefen; vielleicht ist das, was gefchehen if ganz ruhig und anscheinend feft. bei mir, er wohl viel zu schwach sein würde, um sich wieder ba Schlimmste... Gehen Sie, legen Sie fich jet ift und schlafen Sie diesen Tag, falls es nöthig! aufzurichten; es war außerdem noch eine Stunde hin, bis auch die nächste Nacht noch wachen; ich meiner ich ihm die Medizin zu reichen hatte." Und diese Ihre Beruhigung," unterbrach sie Friz faum, daß dies nöthig ist." Als die Frau ihn verlassen hatte, Blieb P Versammlung beim Bezitte verordneten fönnen zur Verfahren ein Lange, ben s figen. Es schm welche vertro war Alles, S Das F unberübrt. Er ftan begeben, frei sein Besuch überzeugte i wohl foum Sein Zuftan Symptome fich einzufte nervösen A bas Bild e Menschen. Es lag Agathe bas ihrem Zimme Vater, deffe höherem Gro und entfräft und wehtlag am Bette ih Er öffn ihre Nähe r So fa Tagesgestirn immer schwä nun das Be Madam bei dem Kr wesenheit bi Krankenzimn rufe, wenn ober wenn schlimmere. gung von 11 Millionen für Kriegszwecke zugegangen. Die elbe Vorlage wurde auch im Dberhause vom Staatssekretär fentlichen Granville eingebracht. egen. Nad äfett, Camd izet. Egypten. " 1 Lokales. Auf dem Stegltzer Bahnhofe terrain herrschte in der Nacht zum Dienstag eine fieberhaste Thätigkeit, es galt, in der turzen Frift, in welcher feine Büge von Berlin abgelassen werden, das für diese Züge bestimmte Geleise( das rechte) zu vers Am Dienstag früb erklärte der diplomatische Agent Bäferantreichs, Nubar Bascha, daß die französische Regterung eneral von der Antwort Egyptens auf ihre Forderung einer Genug ig gemothuung wegen der Unterdrückung des Bosphore Egyptien" conne der nicht befriedigt set. Er laffe der egyptischen Regierung ber feinen bis 4 Uhr Nachmittags Beit zur weiteren Antwort. tben hierauf theilte Nubar Paicha Nachmittags um die angegebene epartement Beit dem diplomatischen Agenten Frankreichs mit, daß die ift und forte das Verfahren der egyptischen Regierung gebil. Die Montgt habe. Nubar fügte hinzu, er stehe noch in telegraphischem legter 3 Werkehr mit der englischen Regierung und bitte um fich im Verlängerung der Frist. Die Verlängerung der Frist wurde abgelehnt. ,, Daily News" zufolge hat die englische Regie rung beschloffen, die Truppen bes Generals Graham unverzüglich aus dem Sudan herauszuziehen, um die besten zwei groSoldaten Englands nicht länger dem dortigen Klima auszu eiterparte fezen". Es würde dies die Aufgabe des Feldzuges im Sudan . Wie de überhaupt bedeuten. Der Bwed beiligt bekannt- hofs hiedenen lich die Mittel und so ist es erklärlich, daß engen Fahne lischerseits Nachrichten in die Welt gesezt werden, nach denen Stoffe gegen Dsman Digma und den Mahdi eine Empörung ausge Erug bei brochen ist, die Anhänger des Propheten sollen sogar eine Berson Niederlage erlitten haben. Die Nachricht ist jedenfalls er Singsabg funden um die fernere Anwesenheit englischer Truppen als Der Ber überflüffig erscheinen zu laffen. Die durch das Bombarde egen da ment auf Alexandrien Geschädigten warten noch immer auf die chließlich ihnen versprochene Entschädigung. In der am 19. d. M. statt Die gehabten Sigung der internationalen Entschädigungskommiffion en Fina wurde beschloffen, an den englischen Minister Granville das Berbleibe Gesuch zu richten, die besten Mittel für die unverzügliche Aus te Bedro zahlung der Alexandriner Entschädigungsforderungen zu er fordert da wägen, ohne das Vorgehen der fremden Barlamente abzuwarten. des Min Herr Granville wird sich voraussichtlich bei den Erwägungen änetät de nicht übereilen. pfen. D zialer in Die feit be Soziald Derden, endet ha ne aus ngt." gebracht Amerika. Aus Canada wird gemeldet: Riel, der Führer der Aufständischen in Manitoba, hat ein Manifest erlaffen, worin die Beschwerden der Mischlinge rekapitulirt werden und erklärt wird, daß dieselben in den Jahren 1876, 1877 und 1878 den Regierungsbehörden dringliche Vorstellungen wirfungslos gemacht hatten. Er tabelt die Landvermesser wegen der Barzellirung der Ländereien der Mischlinge und die Inspektoren wegen der Entziehung ihrer Holz und Wafferrechte. eber mit Er behauptet, daß er nicht den ersten Schuß abfeuerte und daß Bin voller zu Tode gehegt werde. Das Manifest schließt: Unter onfero diesen Umständen, da Tod durch& entershand oder in wird, verderbli fterben." Fung eine : aur der Schlacht unser Loos sein muß, müssen wir fämpfend -Dem Reuterschen Bureau wird aus Ottawa gerücht Gelweise gemeldet, das Fort Vitt nördlich von Battleford sei erfaffung alle Vertheidiger niedergemeßelt seien. tüßen memöb bemer on 4 hieden He war alle t wall bet Cunition 11. in die Hände der Insurgenten gefallen, man befürchte, daß Kommunales. - Der Ausschuß der Stadtverordneten Versammlung zur Borberathung der Frage betreffend die Ergänzung resp. Abänderung der Geschäftsordnung für die Stadtverordneten. Versammlung, welcher am Dienstag Abend unter dem Vorftz des Stadtverordneten Vorstehers Dr. Straßmann eine Situng abhielt, hat beschloffen, der Versammlung vorzuschlagen, eine Bestimmung in die Geschäftsordnung dahin aufzunehmen, daß, wenn ein Mitglied der Versammlung die Amtsverschwiegenheit ach Dubli mehrmals gebrochen hat, daffelbe aus der Versammlung aus auf der geschloffen werden lann. Dieser Beschluß hat den§ 48 der mpfanger Städte Ordnung zur Grundlage, welcher lautet: Der Stadtverordneten Bersammlung crathung überlaffen, unter I abges Buſtimmung des Magistrats eine Geschäftsordnung abzufaffen und darin Buwiderhandlungen der Mitglieder gegen die Beit wä zur Aufrechterhaltung der Ordnung gegebenen Vorschriften mit Strafen zu belegen; diese Strafen tönnen nur in Geldbuße anderer und wa en Tagen 5 bleibt legen und damit die zweite vollendete Doppelüberführung im Bahnhofe dem Verkehr zu übergeben. Die Arbeiten gingen glatt von Statten, und es steht nun der Beendigung der in legter Beit mit großer Energie betriebenen Arbeiten nichts mehr im Wege. Es bleibt noch zu vollenden eine vollständige Doppelüberführung, eine Haupttreppe zum Mittelperron und die bedeutendste Arbeit- die Regulirung und Tiefer legung der Albrechtstraße. Der gesammte Bahnverkehr der Potsdamer Bahn wird zur Beit auf den oben erwähnten bet den neuen Geleisen geleitet. Hierzu bemerkt die Nat. 3tg.": Auf Grund persönlicher Anschauungen fönnen wir nur den entschiedenen Rath ertheilen, bis zur Fertigstellung der Arbeiten, an Sonn- und Feiertagen unter feinen Umständen Steglitz zu besuchen. Daß jezt bei starkem Andrange des Publiums große Gefahr vorhanden ist, steht fest. Die Beleuchtung des Bahn hofs ist eine unzureichende; an tiefen Ausschachtungen vorbet, zwischen Erdbergen hindurch, über Planten hinweg, die beim Nachgeben die Baffanten in Gräben stürzen laffen würden, durch einen hohlweg, der bei weitem nicht für großen Andrang ausreicht, muß das Publikum fich seinen Weg suchen. Und was das Schlimmste ist: Wer nicht erst im letzten Momente tommt, der muß von der Südseite des Ortes aus die Geleise erft freuzen um in der Bahnhofsballe zu warten und sie dann noch einmal treuzen, um auf die Einsteigeseite zu gelangen. Der Verkehr ist komplizirt, gefahrvoll und in jedem Falle be ängstigend. Ohne Kreischen und Schreien geht es jetzt hier felten ab. Und selbst wenn man vollständig ungefährdet nach Hause tommt, so geschieht es nicht ohne große Aufregung. Wer es mit sich und den Seinen gut meint, der meidet Stegliz, bis die Bahnhofsanlage fertig ist. Wir wollen hoffen, daß durch energiiche Betreibung des Baues dem jezigen Bu stande bald ein Ende gemacht sein wird. " hiervon verständigte Revierwächter wollte die Frevler arretiren; als diese aber den Beamten erblickten, riffen sie aus und zwar in der Richtung nach dem Moltenmarkt Dort blieben ste vor dem dicht am Mühlendamm gelegenen Thorweg des Polizei Präsidiums stehen und zogen heftig die Klingel, welche zur Wache führt. Als ein Schußmann darauf das Thor öffnete, verlangten die beiden Strolche von ihm Obdach für die Nacht. Der Beamte wies fie nach dem Asyl für Obdach. lose, wurde aber dafür verhöhnt; er achtete jedoch nicht weiter darauf, sondern schloß den Bummlern den Thorweg vor der Nase ab und ging in die Wachstube zurück. Kurze Beit darauf tlingelten die beiden Patrone abermals und verlangten, als ihnen von einem anderen Schußmanne geöffnet wurde, wiederum Nachtquartier; wiederholt abgewiesen, forderten fie, au dem Herrn Polizeipräsidenten v. Madai geführt zu werden, ein Verlangen, das ihnen selbstverständlich nicht erfüllt werden connte. Der Beamte machte es vielmehr wie sein Vorgänger, indem er das Thor schloß und sich zurückzog. Nun fingen die beiden Strolche au schimpfen und toben an, stießen mit den Stiefelabfäßen gegen das Thor und vollführten einen solchen Höllenspektakel, dak endlich doch zwet Schuyleute heraustraten, welche die beiden Erzedenten beim Kragen nahmen und nach der Wache des 1. Polizeireviers an der Friedrichsgracht transportirten. Dort stellte es sich zu allgemeiner U berraschung heraus, daß die Polizei einen guten Fang gemacht hatte, da Dierbach und Schubert wegen schwerer Diebstähle, die ihnen zur Laft gelegt werden, längst von der Behörde gesucht wurden, aber nicht ermittelt werden fonnten, weil sie nirgends gemeldet waren, fich vielmehr obdachlos umbertrieben. Jeßt find die beiden frechen Patrone, wie das B. Tagbl." erzählt, welche der Behörde auf so merkwürdige Weise in die Hände gelaufen find, im Untersuchungsgefängniß zu Moabit faltgestellt. g. Die Heirathsvermittler in Berlin fangen an, sich durch die scharfe Aufsicht der Polizeibehörde recht ungemüthlich zu fühlen und die Folge davon wird sein, daß sie ihr ,, Geschäft" nach einer anderen Stadt verlegen. Die mit dem 1. Juni d. J. in Kraft tretenden Bestimmungen, nach welchen es der Polizeibehörde bezw. deren Drganen zustehen soll, die Geschäftsbücher und die gesammten, auf den Geschäftsbetrieb be aüglichen Schriftstücke der Vermittelungsagenten für Heirathen einzusehen, sowie jede auf den Geschäftsbetrieb bezügliche Ausfunft zu verlangen, dürften dazu geeignet sein, das unbehag liche Gefühl um ein Bedeutendes zu erhöhen. Es ist taum glaublich, welche Elemente oft bei einer Heirath mitwirten und auf welche Weise auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege Chen geschloffen werden. Das im Didhoff- Prozeß so beliebt gewesene Ausbaldovern" spielt bei dem Heirathever mittlungsgeschäft eine große Rolle, und ist eine schwere", mit Töchtern gesegnete Familie entdeckt, so giebt es für die Hei rathsvermittler, das Feld zu sondiren. Jeder, der später dabei betheiligt ist, eine Heirath zu Stande zu bringen bezw. bie reiche Braut zur Einziehung einer ihr von dem Vermittler offerirten" She zu bestimmen, erhält seinen Antheil von dem Raube, pardon, der Provifton, welche der einstige Gatte, nicht selten aber auch die Gattin, sich durch Revers acht oder vierzehn Tage nach der standesamtlichen Trauung zu zahlen ver pflichtet hat. Daß dies nicht immer freiwillig geschieht, bes weisen die von Heirathsvermittlern gegen ihre Klienten angestrengten Prozesse wegen verweigerter Bahlung der stipulirten Provision. Die Heirathsvermittlung, namentlich wie ste in Berlin betrieben wird, bildet jedenfalls einen wunden Bunkt unseres sozialen Lebens und daher muß es nur anerkannt werben, wenn diesen Personen etwas schärfer auf die Finger ge sehen wird. Herrn Profeffor Jäger konnte man gestern bereits Unter den Linden und im Thiergarten von mehreren seiner Getreuen, Alle, außer den Damen, natürlich in normalstem ,, Nationals foftüm", begleitet, spazieren geben feben. Statt der Schlot hose" trugen die Begründer und die Anhänger des Wollregime enganliegende Beinkleider, ebensolche Joppen mit einem bunten Hut, Wollhut und Wollschuhe. Ihr Kostüm erregt bei der großen Wisbegier" der Berliner selbstverständlich die allges meine Aufmerksamkeit aller hölzernen", die Wollenen" aber ließen fich dadurch nicht stören, sondern hatten nur Dhr für die lebhafte Unterhaltung Professor Jägers. " " Die Ueber die für das Jahr 1888 geplante nationale Gewerbe- Ausstellung in Berlin laffen fich als erste offisielle Stimme die Berliner Pol. Nachrichten" vernehmen. typographische Ausstattung der Aeußerung scheint für dieselbe ganz besondere Beachtung in Anspruch zu nehmen. Was dort gefagt wird, flingt allerdings nicht ermuthigend und ist als ein talter Wafferstrabl auf die Begeisterung bestimmt, mit der das Projekt bisher überad begrüßt worden ist. Nachdem in den Berliner Politischen Nachrichten" die Aeußerung des Referenten im Reichstage über die erbetene Entsendung eines Reichs lommiffars zur Ausstellung nach Antwerpen reproduzirt worden ist, welche betonte, daß das Ausstellungswesen im großen Stile jest auf einem Standpunkt angelangt ist, der es von dem Belieben einzelner Privatgesellschaften abhängig zu machen scheint, ob und in welchem Maße die gesammte Indu strie der ziviliftrten Länder für die Opfer, die doch immerhin mit dem internationalen Ausstellungswesen verknüpft find, in Anspruch genommen werden soll," wird hinzugefügt, daß dieser Ausspruch auch auf die nationale Ausstellung passen würde. Und zum Schluß heißt es: Daß die oberste Reichsbehö: de, Speziell die preußische Regierung, fich gleichfalls so schnell entschließen sollte, darf wohl mit Recht bezweifelt werden, da ste in ihrer Stellung die Verpflichtung nicht verkennen wird, objektiv zu prüfen, ob die Opfer, welche der Industrie in solchen schweren Beiten auferlegt werden sollen, den Vortheilen, welche der Hauptstadt und Einzelnen erwachsen, nicht weit überlegen find. In jedem Falle dürfte es aber als selbstverständlich erfeien, bis zu 15 M. und bei mehrmals wiederholten Zuwiderhand- scheinen, daß vor der Durchführung dieses sporadisch aufge= ben andere lungen in der auf eine gewisse Beit oder für die Dauer der fet die Wahlperiode zu verhängenden Ausschließung aus der Versamm lität fönn über die Strafen, welche gegen Mitglieder derselben wegen nonenboo lung bestehen. Die Stadtverorordneten Versammlung beschließt der Gemeindeverfaffungs Gefeße zu verfügen find. Der Be tretenen Gedankens erst die Ansicht der Industrie gehört wird. Anderenfalls wäre wohl mit Bestimmtheit anzunehmen, daß, wie in diesem Jahre in Antwerpen, auch 1888 in Berlin be Deutende Industrien die Ausstellung nicht beschicken würden, = die Refer Buwiderhandlungen gegen die Geschäftsordnung nach Maßgabe so daß die Ansicht, eine nationale Gewerbe- Ausstellung herbeifen recht schluß der Stadtverordneten- Versammlung bedaif feiner Geneh Die Riften Aufsichtsbehörde. Gegen den Beschluß der Stadtverordneten niger all nterhaule n der eine Vorftell Nächte Borlage Ihrer mir hre St ift gra m Dinge auch war ger ein fich ber n, bat Ich era tzug mei migung oder Bestätigung von Seiten des Magistrats oder der Versammlung findet die Klage im Verwaltungsstreitverfahren beim Bezirksausschuß binnen zwei Wochen statt. Die Stadt verordneten Versammlung, beziehungsweise der Magiftrat, tönnen zur Wahrnehmung ihrer Rechte im Verwaltungsstreit Verfahren eiren besonderen Vertreter bestellen." Iange, den Kopf in die Hand geftüßt, an seinem Tische figen. Es schmerzte ihn, daß er die Heffnung aller Derer, welche vertrauensvoll auf ihn blidten, täuschen mußte. Es war Alles, Alles vergebens gewesen! Das Frühstück, das ihm aufgetragen wurde, ließ er unberührt. Er stand auf, um sich nach dem Krankenzimmer zu begeben, freilich mit dem niederdrückenden Bewußtsein, daß sein Besuch dort völlig nuplos sei. Der Anblick des Kranken überzeugte ihn benn auch, daß seine Voraussage, er werde wohl foum biefe Nacht überleben, sich bestätigen müsse. Sein Zustand war der eines völlig Erschöpften, und die Symptome eines Tobestampfes begannen schon allmälig fich einzustellen. Es war nun nicht mehr die Rede von nervösen Aufregungen, nein, nein, der Kranke bot jetzt bas Bild eines an völliger Nervenzerrüttung sterbenden nem Na Menschen. Denten talten Fea June eistalt ächtig. ftfchrei fich. u mir un and; bann allein merbiene t." 5. wie bam Uhr." antwor gen, nben, en ift ba fich j öthig meinerfe eblieb Es lag ihm nun die traurige Pflicht ob, der Gräfin Agathe das zu sagen. Die Unglüdliche, sie hatte sich in ihrem Zimmer gewaltsam fern gehalten von ihrem geliebten Vater, dessen Leiden sie wie eigene, ja vielleicht in noch höherem Grade, mit durchgekämpft. Auch sie war erschöpft und entkräftet burch ihren unsäglichen Schmerz. Jammernd und wehtlagend eilte sie in das Krankenzimmer und kniete am Bette ihres Vaters. Er öffnete die Augen nicht mehr, er sah sie nicht mehr, ihre Nähe regte ihn nicht mehr auf. So kam der Abend, und mit dem Verlöschen des Tagesgestirns schien auch das Lebensfünkchen des Kranken immer schwächer und schwächer zu glimmen. Agathe verließ nun das Bett ihres Vaters nicht mehr. Madame Dupré fand sich ein, um diese Nacht wieder bei dem Kranken zu bleiben. Frizz erklärte, daß seine An wesenheit hier nichts mehr nügen fönnte; er verließ das Krankenzimmer wieder mit der Weisung, daß man ihn rufe, wenn sich etwas Außerordentliches ereignen sollte, ober wenn der Zustand des Kranken sich bedenklich ver schlimmere. Der Gipfel der Frechheit. Der 24 Jahre alte Korn träger Wilhelm Dierbach und der 37 Jahre alte Arbeiter Karl Schubert, welche beide einem Nixdorfer Verbrecher Konsortium angehören und mehrfach vorbestraft find, trieben sich in der Nachi zum Dienstag obdachlos in Berlin umber und verübten dabei allerhand groben Straßenunfug. So riffen fie in der Roßstraße von den Häusern die ausgehängten Vermiethungs zettel herunter und warfen fie auf den Straßendamm. Der Dreiundzwanzigstes Rapitel. Zu seiner Ueberraschung fand Frik Rodenburg bei seiner Rückkehr in das Thurmzimmer wieder Habicht und Segal vor, welche seiner schon längere Zeit warteten. Dies mal sah Habicht sehr unruhig aus und trat Fritz bereits auf der Galerie entgegen. " Nicht wahr, die Symptome des Grafen sind bedenklicher?" Es steht schlimm um ihn", antwortete Friß. Seine Schwäche, wenn er ruhig liegt, ist so groß, daß man meint, er hätte faum noch die Kraft, Athem zu schöpfen; um so bedenklicher ist aber die gewaltige Nervenaufregung, die zu unglaublichen Kraftanstrengungen treibt. " Madame Dupré hat mir mitgetheilt, baß sie biefe Nacht Mühe gehabt habe, den Kranten in seinem Bette zurückzuhalten." Glaube es wohl; auch mir hat sie das gesagt," ant wortete Habicht. Die arme Frau sollte sich einmal abs lösen lassen, es ist nun schon die vierte Nacht, daß sie an " " 1 a. Wegen sehr erheblichen Betrügereien und Urkun denfälschungen ist gestern der Technifer und Kaufmann Boldt verhaftet worden. Boldt suchte im November 1883 einen Bierfabrer in der Landsberger Allee auf, mit welchem er vor langen Jahren zusammen beim Militär gedient hatte und von dem ihm bekannt war, daß er sich ein fleines Vermögen erspart hatte. Boldt erzählte dem Kriegskameraden, daß er ein gutes Patent von einem in der Proving wohnenden Erfinder getauft habe und nunmehr eine Fabril sur Nußbarmachung Der patentirten Erfindung einrichte, und daß ihm die nöthigen Mittel dazu fehlen. Er schlug deshalb dem Bierfahrer vor, fich an der Ausnugung des Batentes zu betbeiligen und die noch nöthigen Gelder zur Ausnugung vorzuschießen. Falls der Kas merad auf diesen Vorschlag eingehen wollte, erklärte fich Boldt bereit, ihn als Mitinhaber des Batents eintragen zu lassen und ihn am Gewinn zu einer figirten hohen Quote zu betheiligen. Der Bierfahrer ging auf diesen Vorschlag ein und gab dem Boldt im Laufe des folgenden Jahres nach und nach zusammen 7000 Mart, welche Boldt angeblich zur Einführung des paten tirten Gegenstandes verwendet hat. Um den Darlehnsgeber in dem Glauben zu erhalten, daß er in Wirklichkeit für ein wahr haftes Patent- Unternehmen die Gelder hergebe, legte Boldt von Zeit zu Zeit Quittungen über die angeblich von thm in Der träge vor, welche von Behörden und Privatpersonen Patent Angelegenheit eingezahlten Be unterzeichnet und gestempelt waren, ferner zeigte er dem stillen Kompagnon auf das betr. Patent bezügliche Formulare und ben Schreckenstein herum führten, und zwar der Felskluft zu, die am Fuß des Donaldthurmes mündet". Du mußt wissen, Friz", ergänzte hier Habicht, daß es beinahe menfchenunmöglich ist, von dort aus in diese sogenannte Rluft hinab zu gelangen. Ein gewöhnlicher unbedingt den Hals brechen, denn die Felswände fallen Mensch, der das im Finstern bewerkstelligen würde, müßte dort ganz steil ab". Die Kluft felbft ist von Schnee frei," fuhr Segal fort, weil sie überdacht ist durch dichtes Strauchwerk und nur sehr wenig Schnee hindurchkommen kann, berselbe auch bort unten, wo der Frost kaum hindringt, gethaut war. offenbar mit großer Geschicklichkeit berabgestiegen und hier Sie war auf den in der Kluft vorspringenden Steinen in bem sumpfigen Boden die Kluft entlang gegangen bis nahe an den Fuß des Donaldthurmes. Ich konnte in bem Sumpf ihre Fußtritte genau verfolgen, und hier, wo die Kluft fast achtzig Fuß tief und schmal ist, wo es niemals feinem Bette fist und wacht; aber sie selbst will fa burch- friert, wo fein Sonnenstrahl durchbringt, wo es ewig feucht aus feinem Anderen ihren Bosten überlassen." und sumpfig ist, da, hart an der Mauer des Thurmes, hatte sie gefauert." Was führt Euch denn hierher?" fragte der Doktor. Wenn ich Dich und Segal hier beisammen sebe, so weiß ich, daß es sich um eine Mittheilung in Bezug auf die Alte handelt." " Recht vermuthet, Frizz!" anwortete Habicht. Mein Freund hat eine Beobachtung gemacht, die ich für wichtig genug halte, fie Dir mitzutheilen. Weißt Du, weshalb ich auch, ohne Dein Urtheil und die Mittheilung der Madame schlimmer stehe" Dupré gehört zu haben, wußte, daß es mit dem Grafen Bermuthlich hat Segal bemerkt, daß die Alte sich näher an's Schloß herangewagt hat." " Sie umschleicht es ganz in der Nähe". " Ganz in der Nähe", wiederholte Segal, langsam den Ropf wiegend, und zwar so nahe, daß ihre Spuren bis an die Mauer führen". " Bis an die Mauer?" Nun ja! Als ich diesen Morgen nach der Richtung des Waldes auf dem Anger auf und ab ging, sah ich zu meiner Ueberraschung, wie die Spuren der Alten hinter Friß erinnerte sich, daß Habicht ihm einmal diese Felfenkluft gezeigt hatte, nämlich der Donaldthurm war nicht von dem Felsen, auf welchem er zu stehen schien, aufgemauert, sondern vom Grunde dieser Kluft aus, so daß nach dieser einen Seite hin noch achtzig Fuß Mauerwert dieses Thurmes, aus rohen Granitblöcken zusammengefügt, hinabreichten. Es hatte ihn, ale Habicht ihm einmal durch Zurüd biegen des Strauchwerks einen Blid in diefe ewig finstere, un heimliche Tiefe verschafft hatte, ein unheimliches Grauen angewandelt, um so mehr, als Habicht ihm erzählt hatte, daß nach den Ermittelungen des Bmerges diese Kluft früher mit einer Bugbrücke überdeckt gewesen, und daß in den Rämpfen früherer Zeit hier die überwundenen Opfer hinabgestürzt wurden. ( Fortsetzung folgt.) Depeschen vor, auch erfreute er ihn durch die Vorlegung eines Stempels, welcher die Namen des Boldt und des vertrauens feligen Geldgebers, gleichsam als Gesellschaftsfirma, enthielt. Thatsächlich waren sämmtliche von Boldt vorgelegten Schrift flüde gefälscht, wobei er fich theilweise der von ihm selbst an gefertigten falschen Stempel bedient hatte. Auch besaß Boldt gar fein Patent, sondern er hatte sich diese ganze Geschichte erdacht, um dem ehemaligen Militärkameraden deffen Erspar niffe abzuloden. Der schwer geschädigte Bierfahrer wurde erst in legter Beit mißtrauisch, da fich die Versprechungen des Boldt noch immer nicht verwirklichen wollten, und er brachte eines der ihm von Boldt übergebenen Schriftstücke zu der dar auf bezeichneten Ausfertigungsstelle, woselbst er von der Fäl schung Kenntniß erhielt. Der gestern festgenommene Boldt, welcher völlig mittellos ist, bat eingeräumt, ein Patent über haupt nicht zu befizen, wohl aber an der Erfindung einer neuen Schiffsschraube zu arbeiten, welche er patentiren lassen wolle. g. Von den Drillingen des Droschkentutschers Döring in der Büschingstraße 25 lebt heute nur noch ein Kind. Nachdem von den am 10. v. Mts. geborenen Drillingen wenige Tage darauf das eine der drei Kinder starb, ist nun. mehr in vergangener Woche das zweite Kindchen verstorben und beerdigt worden. Das dritte Kind dürfte anscheinend dem Leben erhalten bleiben, da es gut entwickelt und gesund und munter ist. Dieser Fall beweist wieder, wie selten es vors tommt, daß alle dret Kinder am Leben erhalten werden und fich normal entwideln. Drillingsgeburten find immerbin eine Seltenheit. Nach Veit's Feststellungen entfällt auf 7910 ein fache Geburten erst eine Drillingsgeburt, wogegen schon auf 89 Geburten eine Zwillingsgeburt gerechnet wird. In dem Döring'schen Falle hat sich der Wohlthätigkeitsfinn der BerItner, namentlich der in diesen Dingen sehr mitfühlenden Frauenwelt auf das Glänzendfte gezeigt. Leider ist der Fa milie die Freude an all dem Guten, welches man ihr er wiesen, durch den Tod zweier der lieblichen Kleinen getrübt worden. Als Passagiergut hatte Frau Profeffor M., welche dieser Tage mit ihrem Gaiten von einer Reise aus Jtalien zurüc tehrte, auf der Fahrt in Stalien einen feftverschloffenen Koffer abgegeben, worin fie trop der Warnung eines Eisenbahnbeamten Schmudgegenstände und auch baares Geld eingepackt hatte. Als der Koffer später geöffnet wurde, waren die Gold ftüde im Betrage von 170 Mart. welche fie in ein Streichholz Etui gelegt hatte, sowie 30 Mart in Silber, verschwunden; eine goldene Damenuhr dagegen hat der Dieb, wahrscheinlich um einer Entdeckung vorzubeugen, verschmäht. a. Der Rendant der Unterstütungstaffe des hiesigen Vereins der vereinigten Mühlenstein Arbeiter. Müller B., ist am 16. b. Mts. aus seiner Wohnung in der Saarbrückerstraße mit ca. 450 M. Kaffengeldern verschwunden, Frau und Kinder fubfiftenzlos zurücklaffend. B. hatte bei fich in Verwahrung Die Sparlaffenbücher des Vereins gehabt, auf welche er die oben erwähnte Summe bei der Spartaffe erhob und unter schlug. Der B. ift 48 Jahre alt und 1,76 8tm. groß, er hat graumelirtes Haar und gleichfarbigen Vollbart und dunkel graue Augen. N. Eine wahre Rabenmutter scheint die Frau des in Der Jüdenstraße wohnhaften Arbeiters R. zu sein. Dieselbe brachte gestern Nachmittag ihrem 4jährigen Rinde anscheinend mit einem Stocke derartige Verlegungen bei, daß die Polizei einschreiten und auf deren Anordnung das mißhandelte Kind nach der Charitee gebracht werden mußte. N. Kindesrettung. Eine höchft aufregende Szene spielte fich gestern Abend um die achte Stunde in der Potsdamer ftraße ab. Eine sehr elegant gekleidete Dame wollte mit ihrem 4 jährigen Töchterchen den durch Pferdebahn und Dmnibus fehr frequentirten Blas paffiren, als plöglich das Kind fich der Führung der Mutter entriß und gerade auf eine im stärksten Trabe daherkommende Equipage zulief. Schon war das Kind dicht vor den Pferden, als ein dem Arbeiterstande angehöriger Mann schnell hinzusprang, das Kind im Nu ergriff und es feiner halb ohnmächtigen Mutter zurückbrachte. Der einfache Mann entzog fich jeder weiteren Dantesbezeugung und lehnte auch jedes Geschenk, das ihm geboten wurde, ab. N. Wieder eine Wasserleiche. Die Leiche eines girta 30-40jährigen Mannes wurde gestern früh gegen 17 Uhr in Der Nähe der Fischerbrüde in der Spree schwimmend bemerkt und von dort auf den Rähnen beschäftigten Arbeitern and Land gezogen. An dem Kopfe der Leiche wurden mehrfache Verlegungen wahrgenommen, bei denen jedoch nicht festzustellen war, ob dieselben durch Bootshafen entstanden oder dem Ertrunkenen bei Lebzeiten zugefügt find. Behufs definitiver Fest ftellung der Todesursache und Rekognoszitung, ist die Leiche nach dem Obduktionshause gebracht worden. Polizei Bericht. Am 21. d. M. Vormittags wurde die Leiche eines Mannes unweit der Alfenbrücke aus dem Waffer gezogen und nach dem Obduktionshause geschafft. An dem felben Tage Mittags gerieth ein 5 Jahre altes Mädchen in der Breitenstraße unter d'e Pferde eines mit Getreide beladenen Wagens und wurde durch Huftritte am linken Bein so schwer verlegt, daß es nach der königlichen Klinik gebracht werden mußte. Um dieselbe Beit wurde ein Mann unweit der Rügenerstraße an einem Baune erhängt vorgefunden. Die Leiche wurde nach dem Dbduktionshause geschafft. Am Nachmittage deffelben Tages fiel ein Arbeiter in der Elsaffer straße von seinem mit Sand beladenen Wagen herab, wurde überfahren und an den Hüften und innerlich so schwer verlegt, Daß er nach seiner Wohnung gebracht werden mußte. Um Dieselbe Beit versuchte ein Mädchen sich in seiner in der Rheinsbergerstraße belegenen Wohnung mittelft Kleesalzes zu vergiften. Nachdem ibm Gegenmittel beigebracht worden waren, wurde es noch lebend nach der Charitee gebracht. Bu derselben Beit wurde eine obdachlose Frauensperson an einer Thürflinte eines Hinterhauses in der Kurzenstraße er hängt vorgefunden. Sie wurde sofort abgeschnitten und nach einiger Beit wieder zur Befinnung gebracht. Am 22. d. Mt. Morgens wurde die Leiche eines unbekannten, anscheinend dem Arbeiterstande angehörenden Mannes im Alter von etwa 40 bis 45 Jahren, unweit der Hohenzollernbrücke aus dem Landwehrkanal gezogen und nach dem Dbduktionshause geschafft. Gerichts- Zeitung. Um P. Aus einer Besserungs- Anstalt nach längerem Aufenthalt entlaffen, fand die wegen Diebstahls bereits vorbestrafte unverehelichte Karoline Johanna Helene Emma Rühnel aus Spandau einen Dienst bei der Frau Schirrmeister Böttcher ebendaselbst, die fich auf die warme Empfehlung des Predigers Der Anstalt, welche die Kühnel soeben verlassen, bereit erklärte, das Mädchen zu engagiren, ohne eine Ahnung von dessen an rüchiger Vergangenheit zu haben. Eine furze Spanne Beit schien auch der Lebensweg der Kühnel eine der bisherigen entgegengesette Richtung zu nehmen, denn sie zeigte fich anstellig und fleißig, sodaß fie das volle Vertrauen ihrer neuen Dienstberrin genoß, umsomehr als fte eine wahre Sparwuth an den Tag legte und jede Gelegenheit wahrnahm, der Frau Böttcher mitzutheilen, daß sie ein hübsches Sümmchen fich bereits erspart. Dies Rolettiren mit der Sparsamkeit war aber, denn in Wirk lichkeit war die K. arm wie eine Kirchenmaus, ein schlau ge= wähltes Mittel, um ihren die bischen Gelüften ungefährdet nachgeben zu können und ein etwaiges Mißtrauen der Dienstherrin einzuschläfern; dies gelang ihr auch in dem Maße, daß die Hausfrau, als turz nach einander 1 Granatbroche, Wäsche und andere Bekleidungsgegenstände, ja sogar eine Tischdecke abhanden fam, unmöglich fü: die Diebin zu halten vermochte. Als aber eines Tages aus einem Bimmer, zu welchem nur die Berantwortlicher Rebatteur R. Kühnel Butritt gehabt, ein Bortemonnaie mit einem Fünfzig| Mart Schein abbanden gelommen war und die Kühnel unmittelbar darnach größere Ausgaben für Pußgegenstände gemacht, da erschien es llar, wer die Diebin wohl sei und die Dienstherrin verständigte die Polizei. Dem mit den Recherchen beauftragten Polizei Beamten gegenüber, versuchte die Kühnel, ins Verhör genommen, anfangs die stattgehabten Einkäufe als aus ihren seit Jahr und Tag angeblich gemachten Erspar niffen bestritten, zu erklären. Der Beamte, welcher von dem Borleben der Angeschuldigten auf amtlidem Wege Kenntnis erlangt, ließ fich mit der Ausrede nicht so leicht imponiren und sagte der K. die Diebstähle auf den Kopf zu, indem er ihr vorhielt, daß fie dergleichen Ersparnisse nicht gemacht haben tönne, hielt, daß fie dergleichen Ersparnisse nicht gemacht haben tönne, da sie ja erst furz zuvor aus der Befferungsanstalt entlaffen worden sei. Die K. wurde nunmehr sehr kleinlaut und, zur haft gebracht, räumte fie die Diebstähle bei Frau Böttcher ein. Im geftrigen Audienz- Termin der zweiten Strafkammer des Landgerichts II vorgeführt unter der Anklage des wiederholten Diebstals im Rückfalle, hielt die K. ihr Geständniß aufrecht. Mit Rücksicht hierauf glaubte der Staatsanwalt, der Angeflagten mildernde Umstände zubilligend, von Verhängung einer Buchthausstrafe abfeben zu können und beantragte 2 Jahre 6 Monate Gefängniß sowie Ehrverlust. Das Urtheil lautete auf 1 Jahr 6 Monate Gefängniß. Vor dem Oberfeeamt, welches unter Vorfis des Unter staatssekretärs im Reichsamt des Innern, Wirti. Geb. Raths D. Moeller zusammentrat, wurde gestern der unglückselige Bu sammenstoß des Lloydampfers, Hohenstaufen" mit der Kriegsforvette Sophie" verhandelt. Die Kollifton beider Schiffe forvette ,, Sophie" hatte am 3. September v. J. um die Mittagsstunde stattges funden. Der Bremer Dampfer Hohenstaufen", Kapitän Win ter, mit etwa 30 Kajüs- Paffagieren und mehreren Hundert Zwischendecks- Paffagieren von Bremerhaven nach Baltimore in See gebend, versuchte an jenem Tage nördlich Wangeroog eine in Kiellinie rangirte Divifion des Geschwaders zu durchbrechen und rannte dabei der Korvette Sophie" faft rechtwinklig in die Backbordseite nahe Mittschiffs. Beide Schiffe erlitten Be schädigungen, doch wurde von der Besatzung und den Paffa gieren Niemand verlegt. Die ,, Sophie" hatte sehr bedeutende Beschädigungen erlitten, denn der Steven des Lloyddampfers war, ca. 2 Meter tief, in seiner ganzen Vertikalrichtung in die Ronftruktionstheile der„ Sophie" eingedrungen und nur dem glücklichen Umstande, daß das Leck gerade in den Kohlenbunker gestoßen wurde und so das eindringende Waffer durch die dichts gelagerten Roblenschichten nicht direkt feinen Weg zu den übri gen Räumen finden konnte, ist es zu verdanken, daß größeres Unglüc verhütet wurde. Die Verhandlung dieser Sache vor dem Seeamt in Bremerhafen fand in den Tagen vom 24. November bis 9. Dezember statt. Das Urtheil des Seeamtes ging dahin, daß der ,, Hohenstaufen" fich dem Geschwader unnöthiger Weise genähert habe und so indirekt Schuld an dem Busammenstoß trage, während die Handlungsweise der Korvette„ Sophie" direkten Einfluß auf die Kollifton gehabt habe; denn, hätte die Korvette den Kurs gehalten und wäre fte, rachdem der Zusammenstoß unermeidlich geschienen, nach fte, rachdem der Zusammenstoß unermeidlich geschienen, nach Backbord ausgewichen, so würde Alles klar gegangen sein. Dem Antrage auf Patententziehung des Kapitän Winter wurde deshalb vom Seeamte nicht stattgegeben. Hiergegen hatte der Reichstommiffar die Berufung eingelegt, welche nunmehr das Ober Seeamt beschäftigte. Als Referent fungirte der Kontre Admiral Freiherr von Schleiniz, die Reichsbehörden vertrat der Navigationslehrer Dr. Romberg, und der persönlich er schienene Angeklagte wurde durch seinen Vertheidiger, Kapitän Oberländer, vertreten. Das Kollegium bestand aus dem Prä fidenten und sechs Beifizern: Geh. Admiralitätsrath Neumayer aus Hamburg, Schiffstapitän Jäger aus Wolgast, Wasserschaupt Tägel aus Brake, Schiffsbaumeister Ludwig aus Rostot und Inspektor Shlder aus Bremerhafen. Der Zuhörerraum des im Reichsamt des Innern belegenen Dber. Seeamtes war von zahl reichen Sachverständigen besegt. Nach einer umfangreichen Beweisaufnahme, die bis 22 Uhr dauerte, zog sich der Ge richtshof zur Berathung zurück. Das Urtheil ging dahin, daß der Spruch des Seeamtes zu Bremerhafen zu bestätigen sei und die Kosten der Staatstaffe aufzuerlegen find. Entgegen der Annahme des Seeamts legte der Gerichtshof dem Ange flagten nicht nur eine mittelbare, sondern eine ganz unmittel bare Schuld zur Last und hielt dafür, daß derselbe außer ordentlich unvorsichtig gehandelt hat, indem er versuchte, das Es Geschwader der kaiserlichen Marine zu durchschneiden. würde auf Entziehung des Batentes erkannt worden sein, wenn fich der Angeklagte nicht bisher völlig tadelfret geführt und auf der Marine gedient hätte. blut?" 2c. vollauf Nahrung. Außerdem erzählte ein Namens Sprada: Am Abend des 21. Januar 1884 von Gappa einen Knaben herauskommen sehen. An den des jüdischen Kaufmanns Boß sei der Knabe auf An Boß in deffen Haus gegangen. Da jedoch der Mörb los ein im Seziren sehr gewandter Mann gewesen fo lenkte fich zunächst der Verdacht auf den jüdischen Blumen hain in Sturcz. Dieser vermochte aber den zu führen daß er in der Mordnacht verreift gewesen mehr lentte fich der Verdacht auf den Kaufmann fein B deffen Vater, und in Folge einer Aussage eines Nr. 94 Po Zum eng Namens Mantowsti, auch auf den in Sturca wohnende schen Handelsmann Herrmann Josephfohn. Mantow dete nämlich: Am 22. Januar des Morgens fei er Heimath Storczewo über Sturcz nach Br. Stargard g Kurz vor 6 Uhr habe er am Thieffenschen Gastho Menschen getroffen, der einen schweren Sad auf dem trug und den Difteker Weg gegangen sei. Er habe Der Mann trage ein Kalb, an der unteren Ede sei i genden Nachric Die englische R runder Gegenstand, der wie ein Menschenkopf ausja Berlangen geri bar gewesen. In dem Träger des Sades habe er Desavouiren. mann Josephsohn ertannt. Anläßlich dessen wurde Die Depesche und einige Zeit darauf auch Boß( Vater und Sohn fo eben mitgeth genommen. Die Untersuchung gegen diese drei Baum füngsten 3 gab jedoch keinerlei Anhaltspunkte. Dagegen eillä Wir haben den fowsti einige Monate später, und war nach ein an die Weisheit Ermahnungen des Kriminalkommissars Höft, tion zu erwäger zwischen aus Berlin als Spezialkommissar entfand diesen Bwischen war: Er habe nicht den Josephsohn, sondern den ist für uns gero meister Behrendt aus Srurcs mit voller Bestimmthe tärischen Ausrü Träge: des Sades erkannt. Von dem Morde babe gierung geglaub 23. Januar durch seine Mutter Nachricht erhalten sollen. Bon de Tage später habe ihm seine Mutter mitgetheilt: der Eskorte em meister Behrendt habe ihn sprechen wollen. Er habe ich die Aufmer deffen sofort zu feiner Mutter gesagt: der Träger Petersburg) au nannten Sades sei Behrendt gewesen, dieser ha welche daraus e falls die Leiche im Sade getragen. Am 27. Jan tungen in dem ihm sein Nachbar Bilinski ebenfalls gesagt: Bahl der Eskor wolle ibn sprechen. Behrendt soll Dabei gen wurden ni haben: er( Mantowski) solle zum Amtsvorsteher leicht vorauszus und dort befunden, daß er nicht den Behrendt, so diefer militärisc Josephsohn am 22. Januar früh mit dem Sacke auf de und eine Ermu getroffen habe. Einige Tage später set er mit Bilinskin Wir wollen die gegangen. Am Eingange des Dorfes habe fich nicht genau unt fchon erwartet und gefagt: er( Mantowski) folle nu fache nicht hin gegen Josephsohn aussagen; er werde dafür gut Theil der Su leiteten und D balten, es werden Gelder zu diesem 3wed gesammel Wenn er bekunde, daß der Träger des Sades Jos wischen dem E Darin zum Aus wesen, dann würden alle Juden aus Deutschland ge dazu beigetragen In dieser Weise habe Behrendt unabläißig auf sein B zuwirken gesucht. Die Mutter des Mankomati behöher zu erreg vieler Beziehung diese Befundungen ihres Sohnes bat fich außerdem bei der gerichtlichen Obduktion ber militärischen Au das Die Schritten hinte sehr verdächtig gemacht. Bei der gerichtlichen Leichene fungen nur, fichtlichen oder sagte der Bester Hoffmann zu Behrendt: Generale abzum schaftlichen Fortschritte find jetzt derartig, daß Ermo ollen, ist die Photographiren des Auges des Situation ein E Be son des Mörders entennen tann. Behrend Bebren Wir glauben a Folge dieser Erzählung leichenblaß geworden sein Fortführung de sittert und gestöhnt. Da Behrendt außerdem beren 8wed es Aufenthalt am Abende des 21. Januar widerspreche Reichen zu befef machte, er ferner der erste war, der die Beschuldig Aeußern. D. R daß nur Juden den Mord begangen haben tönn neuen Datums." dieselbe Beschuldigung gegen ihn laut wurde, er geschlagen war und auch nicht, wie er mehrfach geb Beschuldiger wegen Verleumdung verklagte, so wubrovotatori spricht und das 10. Mai 1884 wegen Verdachts des Mordes verhafte peiche des englis sohn und die beiden Boß dagegen in Freiheit gefeßt und Geduld her soll nun mit der Familie Cybulla verfeindet ge aufbörliches Aus diesem Umstande folgert die Anklagebehörde, potationen Gewaltthätigkeiten start hinneigende Bebrendt sein Streitmacht am an dem 14 jährigen Onophrius Cybulla habe tüble genöthigt g und nachdem er denselben erschlagen, er die Bettinglifchen Offizie Leichnams in der angedeuteten Weise vorgenommen urüdjuziehen, a die Schuld auf die Juden zu wälzen und dadu ert babe, wird großen Judenbasse Ausdrud zu verleihen. Det Währen Behrendt ist katholischer Konfeffion und bisher unbei der Depesche Das ist, wie gesagt, der der Antlage zu Brunde legende er Sigung wu bestand. Vereine und Versammlung Deffentliche Generalversammlung der Schlo urg gesand heroot hebt, b Ingreifer g iner Desav genöthigt feb Komo Berhandlungen i Dürfte der Kri Bok 21 Berufsgenossen, Sonntag, den 26. D. Mts. 10 Uhr, im Lofale de Herrn Keller, Andreasfr. Saal). Die Tagesordnung wird am Sonnabend Säulen bekannt gemacht. Recht zahlreichen Besuch die Lohnkommission. Danzig, 22. April.( Der Sturczer Mordprozeß.) Die seiner Beit vielbesprochene Ermordung des Knaben Onophrius Cybulla in Sturcz bildet den Gegenstand eines Prozesses, deffen Verhandlung heute vor dem biefigen Land- Schwurgericht begonnen hat. Angeflagt wegen Mordes ist der Fleischer Joseph Behrendt aus Sturcz, der am 16. Febr. 1851 zu Maroschin geboren, verheirathet und Vater zweier Kinder ist. Wir theilen die Einzelheiten, welche diesem Fall zu Grunde liegen, hier noch einmal mit einmal mit. Am Morgen des 22. Januar 1884 ging der am Donnerstag, den 23. April cr., Abends 8½ayfer wieder Je Bauerssohn Dobiella über eine kurz vor dem Dorfe Sturca be Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte etreffend die E legene Wiese, die von einem Abzugsgraben des Sturczer Sees 37, ftatt. Auf der Tagesordnung ftebt 1. Die a bettter, bat durchschnitten wird. Beim Paffiren der Brücke diefes Grabens 1886 in Paris ftattfindende internationale Arbeiterne große Gener fab er in legterem zwei nackte menschliche Unterschenkel Ausstellung.( Referent wird in der Versammlung der General liegen. Erschreckt eilte er dem Dorfe zu; da er jedoch sehr gemacht.) 2. Die hier bestehenden Arbeitsnachweise been the erklä und das Verhalten der Jnnung. 3. Diverse Mitem Gedanken und machte in Gemeinschaft mit demselben weitere Nach Bei der für Meister und Gesellen so hochwichtegen sei. forschungen. Sie fanden nun außer den erwähnten Unter schenkeln unter der Brücke selbst einen nadten, furchtbar zuges richteten menschlichen Rumpf. Dobiella rief nun eiligst den Amtsvorsteher herbei, der die Leichentheile ans Land schaffen und außerdem weitere Nachforschungen vornehmen ließ. Allein weder die fehlenden Oberschenkel noch die Kleider der Leiche waren zu finden. Auch ergab die örtliche Untersuchung weder irgendwelche Spuren eines Kampfes noch Blufflecken. Wie fich sehr bald herausstellte, war der Ermordete der 14jährige Onophrius Cybulla aus Sturcz. Die Leicheneröffnung ergab, baß der Tod durch Verblutung erfolgt war. An der Vorders seite des Halles zeigte der fast vollständig blutleere Leichnam eine weit flaffende glatirändrige Wunde, die bis zum Halswirbel fich erstreckte. Außer noch mehreren anderen erheblichen Verlegungen waren auf der Kopfhaut fieben parallel laufende tiefe Einschnitte zu sehen. Die fehlenden Oberschenkel waren aus bem Hüftgelenk mit fräftigemSchnitte vollständig kunstgemäß ausgelöst; in ebenso funstfertiger Weise waren die vorgefundenen Unterschenkel abgetrennt. Der Ermordete war von dem Gasthofsbefizer Gappa in Sturcz mit Flaschenspülen beschäftigt worden. Am Abende des 21. Januar 1884, etwa gegen 81/2 Uhr, ist er Eine große öffentliche Schneider- Versamml ordnung ist es im Intereffe aller Kollegen, die Ve zu besuchen. - Die Ko - An den eutschland Der Gesangverein Berliner Typographia er darauf hing ftaltet am Sonntag, den 26. April c., Vorm. 11 briten die hand Räumen des ,, Konzerthauses", Leipzigerstraße 48, einen und daß aud deren Reinerträgniß zu einem wohlthätigen 8ved berrschenden Roth eit wesentlich eilmittel gegen Briefkaften der Redaktion erster Linie au Die Wa A. P. Lichtenbergerstr. Im Termin müffen arimalarb weder selbst erscheinen oder durch einen Prozeßbevoll bne s beruhe vertreten sein, sonst ergeht gegen Sie Versäumnigur efängnißarbeit Gegenforderung ist gerechtfertigt und nicht zu boch rbsverhältnisse R. 70. Die Kinder sind schuldig, den Eltern Gewerbe nach ihren Kräften hilfreiche Hand zu leges hielt gestern fern durch die Art der Beschäftigung Ihr Ruf leid ahl des Abg. L müffen Sie sich an das Vormundschaftsgeit.bt wendt Hübnis-( D 6. R. 99. Erben Ihrer Frau find Sie g.Bez. Frankfu Schwiegervater. Di früherere Rei P. 2. 144. Es tommt auf die Natur der fich jedoch be welche die Dame in dem Geschäfte leistete. War von Gappa fortgegangen, um fich, wie er angab, nach Hause balerin, Kaifiterin, Verkäuferin oder leirete fic Abg. Lüben zu begeben; der Moro muß deshalb in der Nacht zum 22. Januar 1884 geschehen sein. Die Sachverständigen behaupten, daß die künstliche Berstückelung der Leiche eine mehrstündige daß die fünftliche Berstückelung der Leiche eine mehrftündige Operation erfordert habe. Da nun in jener dunklen Januar Nacht ein sehr stürmisches Weiter getobt und andererseits am Fundorte der Leiche weder Spuren eines Kampfes noch Blutfleden vorhanden gewesen, so behaupteten die Sachverhändigen, baß die That im Dorfe selbst verübt worden sei, und daß der Mörder die Leiche erst nach vollbrachter That an den Fundort geschafft habe. Da die Umstände einen Raub oder Luftmord vollftär big ausschließen, auch nichts dafür spricht, daß Jemand auf den 14jährigen Knaben einen solchen vaß gehabt habe, der ihm zu einer solch entseglichen That Veranlassung pab, so murde sehr bald die Beschuldigung laut: die Juden baben den Mord bes gangen, um an den Osterfeiertagen Cortstenblut zu haben. Diese Beschuldigung erbielt durch die damals in der Sturczer for oft, wenn alle männische Dienste, fo mußte thr 6 Wochen vor at verbleiben Ralenser quarta's gekündigt werden. War fte Gewenum zu empfel z. B. zum Anprobuen der Sachen bestimmt, fo bat ip: uch aut 14 1ä, ige Ründigung. Am besten ift c Die Sache mit einem A walt desprechen. Zoeil t R B. 1) Das Gericht erfordert bet Einreichu Klage einen Roiter vorschuß. 2) Der schuldige Koften des Rechteft eits. 3) Beide Theile werden bruchs beft aft. Die höchne Strafe ist 6 Monate weger Belf ären. 83. 51 Am Tische langt en Jeo die Großjährigkeit. Personen weiblat chard. Lauterjung. Mit dem vollendeten 21. Lebent schlechts b dürfen bis zum vollendeten 24. Lebensjahre Die Berathun Sie fönnen, wenn Sie diese Zustimmung nicht erballage nie nach beirathung der Zustimmung des Vaters beam. De umwollen in threm Erbrechte auf die Hälfte des Pflichttheils gef Gegend verbreitete Brochure über den Tisza- Esslarer Prozeß, Unterthanen verband ist nicht nothwendig; ebensowen egorien„ eindid Moabit, Bandelstr. Ihre Aufnahme in den trag Penzig und ferner durch Bücher wie: Brauchen die Juden Christen schaffen der Führungsatteste. Sronueim in Berlin. Drud und Bering non War Babing in Berlin SW., Beuthstraße 2. etne Belle ßten Bollscze ählte ein! uar 1884 en. An den e auf Ant Der Mörder gewefen fri üdischen G ber den gewefen i ufmann e eines wohnente Mantowa fet er vo Stargard en Gaftho d auf dem Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 94 Politische Uebersicht. " Zum englisch russischen Konflitt. Die heute vorlie Er habe genden Nachrichten find entschieden ernster wie die bisbrrigen. Ede fei j Die englische Regierung hatte bekanntlich an die russische das pf ausfab Verlangen gerichtet, das Vorgehen des Generals Komaroff zu habe er Desavouiren. Die rufft che Antwort lautet folgendermaßen: wurde Jo Die Depesche des Generals Komaroff, deren Inhalt ich Ihnen and Sohn fo eben mitgetheilt habe, enthält die über die Borgänge. welche Drei Beaum jüngsten Zwischenfall führten, gewünschten Auftiärungen. gen eil Wir haben denselben nichts hinzuzufügen. Aber wir appelliren nach ein an die Weisheit der großbritannischen Regierung, die Situa Höft, tion zu erwägen, deren Charakter und deren Gefahren durch entfand diesen Swischenfall ins hellfte Licht gestellt worden find. Es ern den ist für uns geradezu unmöglich, nicht die Ursache in der mili. stimmthe tärischen Ausrüstung suchen zu müssen, welche die englische Rede babe gierung geglaubt hat, der Demartations- Kommission geben zu erhalten sollen. Von dem Momente an, in welchem wir Nachricht von etheilt: der Eskorte empfingen, welche diese Kommission begleitete, babe Er habe ich die Aufmeitsamkeit Lord Thorton's( engl. Gesandter in Träger Petersburg) auf die gewichtigen Unannehmlich feiten gelenkt, Diefer ball welche daraus entstehen tönnten, und ich habe diese Beobach 27. Ja tungen in dem Viaße wiederholt, als die urip ünglich geringere gesagt: Bahl der Eskorte wuchs. Unfere freundschaftlichen Vorstellun Dabei gen wurden nicht beachtet. Aber es war nichtsdestoweniger 3vorsteher leicht vorauszusehen, daß die Af, hanen in dem Erscheinen rendt, so dieser militärischen Mission ein Versprechen, fle zu unterſtüßen, ade auf b und eine Ermunterung ihrer Begebrlichkeit erbliden mußten. Bilinski mir wollen die Natur der Thätigkeit der englischen Kommission nicht genau untersuchen. Aber wir können doch über die That gabe fi folle nu fache nicht hinweggeben, daß gewiffe Dffisiere, welche einen Hir qut = gefamme leiteten und daß der laute Widerhall der Zusammenkunft des Join wischen dem Emir und dem Vizekönig von Indien sowie die Darin zum Ausdrud gekommene feindliche Haltung ficherlich land gejag Dazu beigetragen haben, die Afghanen bis zu einem Grade uf sein. Sohned. omsti bebober zu erregen, daß fie fich zu provokatorischen Schritten hinreißen ließen, welche von den Vertretern der attion besmilitärischen Autorität Rußlands nicht hätten geduldet werden urch Reben tönnen, ohne ihre Pflicht zu verlegen. Wir machen diese Be En Leichen meitungen nur, um auch jedem Anschein eines etwaigen abs endt: bie 3, daß m fichtlichen oder vorüberlegten agreffioen Vorgehens der russischen Generale abzuweisen. Der einzige Schluß, welchen wir stehen Ermo mollen, ist die dringende Nothwendigkeit, einer zweideutigen Ermo Situation ein Ende zu machen, welche nicht ohne Gefahr ist. Bebren Wir glauben auch ist noch, bak der letzte Bwischenfall die Den fein Fortfübrung der Unterhandlungen nicht beeint: ächtigen sollte, erdem rspreche Deren 8wed es ist, die auten Beziehungen zwischen den beiden so wurdtovotatorischen 8 verhafte eit gefeßt. rfpreche Reichen zu befeftigen. Bez. Gters( rufftscher Minister des efchuldi Aeußern. D. R.), Petersburg, den 31. März alten, 12. April n tönn neuen Datums." arbe, gr Während also die russische Antwort ausdrücklich von rfach geb Schritten der Afgbanen spricht und das Verhalten Komaroff's billigt, hebt die De peiche des englischen Grenskommissars Lumsden die Mäßigung und Geduld hervor, welche die Afghanen während unindet geaufhörlicher, zwei Monate hindurch fortgesetter Pro behörde, ootationen an den Tag gelegt hätten. Als die russische endt ſein Streitmacht am 30. März vorgegangen sei, feien die Afghanen genöthigt gewesen, fich zu vertheidigen. Daß die babe tüble nglischen Offiziere den Afghanen gerathen hätten, sich nicht te Beritüd enommen urückzuziehen, als General Komaroff dieselben dazu aufgefor nd daduert habe, wird von Lumsden in Abrede gestellt. unde legende er Aus An Donnerstag, den 23. April 1885. drähtiges, gebleicht oder gefärbt" nur die drei ersten Staffeln autrecht erhalten, die beiden legten aber gestrichen werden sollen, wodurch das Maximum der Bollsäge auf 24, resp. 27 und 36 M. firirt wird, und die über Nr. 60 bis 79 hinausgebenden Garnnummern nur mit dem für die Nummern 45 bis 60 bestimmten Bollsat als dem aulässigen Maximum ge troffen werden. Die Bollsäge von 30-36 M., 33-39 M., 42-48 M. fielen damit weg. Ferner beantragen die Abgeordneten Broemel und zufügen: Bamberger, diesen Pofitionen folgende Anmerkung hinzuBaumwollengarn, ein und zweidrähtiges, rob, gebleicht oder gefärbt, von Nr. 60 englisch und höher, für die Fabrikation von mit Baumwolle gemischten Seidenwaaren, sowie zur Fabrikation von Näbfaden, wenn diese Waaren aus dem Zollgebiet ausgeführt werden, unter Rontrole der Verwendung, frei." Abg. Trimborn beantragt die Worte: wenn diese Waaren aus dem Bollgebiete ausgeführt werden" zu streichen und die zollfreie Einfuhr der Nr. 60 und darüber der Fabrifation des Inlandes ausnahmslos zu Gute tommen zu laffen, auch wenn die fertige Waare nicht exportirt, fondern im Inlande verbraucht wird. Fe.ner beantragt Abg. Benzig, den Seidenwaaren die gemischten Wollenwaaren hinzuzufügen. II. Jahrgang. die deutsche Feinspinnerei fich mit dem Boll von 12 M. pro 100 Kilogramm vor 1879 nicht entwickeln tonnte. Durch den Anschluß der Reichslande an Deutschland ist die Zahl der Spindeln um die Hälfte gestiegen, und im allgemeinen Intereffe der Baumwolleninduftrie in Deutschland ist der jetzige Boll eingeführt. Laffen wir ihn mit seinen Sägen bestehen und lehnen wir sämmtliche Anträge ab! Abg. Brömel: Wenn die elsässischen Spinnereien schon por 1879 die feineren Garnsorten hergestellt haben, so ist das eher ein Beweis gegen, als für die Bollerhöhung, denn vor 1879 haben wir nur ganz minimale Bölle auf Baumwollen garn gehabt. Wenn aber im Elsaß die feineren Garne ge ponnen würden, so müßten sie doch auch für die HalbseidenIndustrie verwendet werden können. Herr Grad hat aber nicht bewiesen, daß sich hierfür diese Garne ebenso eignen, wie die englischen. Aus der fürzlich erschienenen Broschüre eines größeren Webereibefizers, der versucht hat, aus den elsäsfischen Fabriken die fe'neren Garne zu beziehen, geht bervor, daß der Preis der elsässischen Garne ein viel höherer ist, als der der englischen, und daß die Qualität der ersteren sich absolut nicht zur Halbfeidenfabrikation eignet; und dabei ist dem Herrn von ben elfäffischen Spinnern versichert worden, daß fie die beste Qualität ihrer Produkte geliefert hätten. Der Aba. Grad will die augenblickliche schlechte Lage der Halbseiden- Industrie darauf zurückzuführen, daß dieser Fabrikationszweig in lerter Beit von der Handweberei zur Maschinenweberei übergegangen fet. Daraus ließe sich vielleicht die Nothlage einiger kleiner W bermeister erklären, aber nicht der Rückgang des Exports; denn durch den Uebergang von der Hand zur Maschinen weberei wird die Produktion gesteigert, der Export also nicht bebindert, sondern gefördert. Uebrigens wäre der Bundesrath auch ohne gefeßliche Befugniß in der Lage gewesen, den Wüns schen der Halbseidenfabrikanten entgegenzukommen; denn schon in früherer Beit hat man mehrfach die zollfreie Einfuhr von fremden Garnen, wenn sie unter Kontrole verwendet wurden, gestattet. Da der Bundesrath aber ein solches Borgehen abs gelehnt, so babe ich meinen Antrag gestellt, der auch nicht mehr ungewöhnlich ist; denn bei der Mühlenindustrie hat man ein ähnliches System eingeführt. Die Erweiterung meines Antrags durch den Abg. Trimborn ist mir sympathisch; denn es wäre ungerecht, den Ausländer durch den deutschen Export zu be günftigen, um den Inländer dafür um so mehr zu schröpfen. Mein Antrag bezieht sich übrigens nicht blos auf die Halbfeiden Industrie, sondern auch auf die Fabrikation von Näh fäden. Eine Bollerhöhung zum Schuße dieser Fabrikation wünsche ich nicht; menn aber diese Industrie auf dem außwärtigen Markt mit der fremden nicht fonfurriren farn, so will ich ihr wenigstens den Bezug ihres Rohmaterials durch eine tleine Maßregel erleichtern. Abg. Penzig will durch seinen ersten Antrag Bollfäße beseitigen, die bisher Niemand geholfen, wohl aber eine große Industrie geschädigt haben. Die feineren Garne über Nr. 45 werden in Deutschland nur in unbedeutendem Maße, die allerfeinsten garnicht gesponnen, während gerade die sächsische Witterwaarenindustrie diese feineren Nummern, z. B. für die Fabrikation von Handschuhen, braucht. Für den inländischen Bedarf mag das irrelevant sein, insofern er höhere Preise sablen kann, aber nicht für unseren Export, der die Konkurrenz mit dem unter viel günftigeren Bedingungen arbeitenden Eng land zu bestehen hat. Der englische Fabrikant arbeitet in nächster Nähe der Spinnereien, während wir die Garne erst aus England beziehen müffen. Auch zum Schuße unserer Spinnereien ist die Bollerhöhung nicht nöthig; fte haben im legten Jahre sehr gute Geschäfte gemacht, einzelne Aktiengesellschalten haben 10 bis 20 pCt. Dividende gegeben. Die Ermäßignng der Barnzölle würde der Strumpfwirleret, der Fabrikation von Regenschirmstoffen, von Möbeldamaft, von Orleans und der Krefelder Halbseidenindustrie zu Gute tommen. Sächsischer Bevollmächtigter Geheimer Rath Bötticher: Die eben gehörte Begründung des Antrages Penzig ist eine Wiederholung des Standpunktes der Reichstagsminorität von 1879; geht zum Theil sogar noch darüber hinaus. Damals wurde der Tarif wie er jetzt befteht, nach langen Verhand lungen auf Grund von Kompromiffen, die ja zum Theil teine von beiden Seiten befriedigt haben, vereinbart. Herr Penzig hat für die Webereten gesprochen, aber nicht auch die Spinne reien berücksichtigt. Die Regierungen wünschen, daß die 1879 vereinbarten Bollsäge nach oben wie nach unten hin festgehalten werden. bisher unbeder Depesche Lumsdens fand ein Kabinetsrath statt. Nach schen Industrie ist Lyon, wo auch alle hilfsgewerbe der Sigung wurde eine Depesche nach St. Peters urg gesandt, welche wie der" Standard" wissen will heroorhebt, daß die Rufsen in dem Gefechte bei Aktepe die Ingreifer gewesen seien, weshalb die englische Regierung lungen der bist fee, ihr früber gestelltes Berlangen der Salo Mts. dreasfir Bo Sonnabend hen Befud erfammin 21 iner Desavouirung des Vorgehens des Ge erals Komaroff zu wiederholen. Wenn die Berhandlungen inzwischen keinen anderen Charakter annehmen, dürfte der Krieg wohl unvermeidlich sein. Parlamentarisches. - Die Kommission zur Vorberathung des vom Abg. ends 8 anser wieder aufgenommenen Antrages Benzmann, Alte etreffend die Entschädigung unschuldig Verur 1. Die a betiter, bat ihre erste Sigung gehalten. Es entspann fich Arbeiterne große Generaldebatte, die im Wesentlichen eine Wieder erfammlung der Generaldiskussion im Plenum darstellte. Beh. Rath chweiſe been the erklärte Namens der Reichsregierung, daß dieselbe loerse Mitem Gedanken der Entschädigung prinzipiell entbobwichtegen sei. Die Ve pographi " An den Reichstag ist eine Schuhmacher eutschlands" unterzeichnete Betition gelangt, in wel er darauf hingewiesen wird, daß durch die Schuhwaaren cm. 11 briten die handwerksmäßigen Betriebe schwer geschädigt wer Be 48, einen und daß auch der Staat zu der im Schuhmachergewerbe am Staatssekretär v. Burchard: Die Lage der Webe industrie am Rhein ist allerdings sehr ungünstig; vor Kurzem waren von 33 000 Webestühlen 8500 unbeschäftigt. Die preußische Regierung hat die Ursachen dieses Nothstandes forg fältig zu ermitteln versucht, und würde, wenn sie gefunden hätte, daß die admission temporaire ein, wenn auch vorübers gebendes Heilmittel wäre, gewiß zu dieser Maßregel gegriffen haben. Es hat fich aber herausgestellt, daß die Hauptursachen des Nothstandes liegen in dem Uebergang von der Handweberek zur mechanischen Weberei, wodurch viele Weber brotlos ge worden find; ferner in dem Wechsel der Mode, welcher nas mentlich die Stoff und auch die Sammetweberei betroffen hat. Andererseits würde auch der Nußen, den die Weberei von der Admission hätte, nur minimal sein, und taum% pet. des die Regierung fich nicht zu einer Maßregel entschließen, welche Werthes der Waare betragen. Unter diesen Umständen fonnte wichtige Intereffen der Spinnerei schädigen würde. Auch Frant reich hat von der Admission keineswegs so seb: große Vortheile gehabt. Dazu kommt, daß mit der Admission ungweifelhaft an ben Grundlagen unserer Bollgesetzgebung gerüttelt werden würde, und daß endlich die Behauptung, unsere Feinspinneret würde sich nicht so weit entwickeln können, daß das englische Garn entbehrlich wird, ur erwiesen ist. Diese Gründe baben die Regierungen bestimmt, fich zur Einführung der Admission in unser Bollsystem nicht zustimmend zu verbalten. Abg. Trimborn: Mein Antrag findet darin seine Bes gründung, daß jeder Schußzoll halt machen muß vor den Rohmaterialien und Halbfabritaten, welche der heimischen Industrie unentbehrlich find. Vor 1879 bestand in Frankreich ein höherer Baumwollengarnzoll, als in Deutschland. Das gab der deut schen Industrie den sehr erheblichen Vorsprung einer 4 bis 7 pSt. billigeren Fabrikation. Durch die Erhöhung des Bolles ist dieser Vortheil geschwunden. Hauptkonkurrentin der deut Seiden- Industrie, Appretur und Färberet, in höchster Blüthe stehen, und wo außerdem der Seidenmarkt für ganz Europa ift. Plaß ihr Hohmaterial faufen, Die Lyoner Seidenfabrikanten tönnen Direkt während wir wir es erst von Lyon beziehen müffen. Außerdem produzirt Frankreich auch selbst noch Seide, und es ist dabei wodurch der Export außerordentlich erleichtert wird. Jezt haben Das Land der Mode mit dem großen Weltemporium Paris, nun die Franzosen bie admission temporaire geschaffen. Wie werthvoll dieselbe für Frankreich ist, geht daraus hervor, daß ein einziger groker franzöfticher Fabrikant von ihr Gebrauch ge Mart. Mein Antrag ist namentlich gestellt im Interesse der macht hat für Waaren im Betrage von mehr als einer Million niederrheinischen Weberindustrie. Niemals habe ich die Abwesenheit von August Reichensverger so bedauert wie heute; er mit seiner aus warmem Herzen kommenden Beredsamkeit hätte Ihr Herz gewiß gerührt. Unsere Spinnereien tönnen nicht die Garne fabriziren, welche unsere Halbseidenindustrie gebraucht. Im Jahre 1879 moipirte man die Bollerhöhung bamit, daß man sagte, die elfäiftichen Spinnereien würden ihre Fabrikation so einrichten können, daß fie auch die feineren Summern spinnen, und unsere Industrie werde nicht mehr auf englisches Garn angewiesen sein. Das ist aber nicht geschehen, und ob es jemals geschehen wird, ist sehr zweifelhaft. Daher bitte ich Sie, meinen Antrag anzunehmen. Bwed berrschenden Nothlage durch seine billige Gefängnißar weist, um welche große Interessen es sich hier handelt. Aber ktion eilmittel gegen die Ueberproduktion in ihrem Erwerbszweig in müffen arimalarbeitszeit und eines Minimalarbeits. rozegbevoll bn es beruhe und betonen, daß von der Einschränkung der äumnigurefängnißarbeit eine nicht unerhebliche Besserung ihrer Er zu boch erbsverhältnisse zu erwarten stehe. and zu leiges hielt gestern Vormittag eine Sigung und berieth die Den Eltern Ruf leiden Die Wahlprüfungstommission des Reichs ahl des Abg. Lüben, Fischereibefizer und Landwirth in ibt mend Rüdniß( deutschfreifinnig) in dem 5. Wabitretje des find Sie gBez. Frankfurt a. D.( Königsberg i. d. Neumark), welchem atur der D früherere Reichstagspräsident v. Levezom unterlegen ist. fich jedoch bei einer genauen Berechnung herausstellte, daß lete. Wat ft, wenn alle zweifelhaften Stimmen abgerechnet wurden, einete fien Abg. Lüben doch noch 4 Strmmen über die absolute Mas rfie Benum zu empfehlen, die Wahl des Abg. Lüben für giltig zu. ben Dor bität verbleiben würden, so beschloß die Kommission, dem mt, fo bat aren ten ift c bet Finreid Loige Toel werden Monate wege Beff 21. Leben fonen weibli Lebensjahre ber bezw. nicht erhalte bttheils gefe Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 83. Sizung vom 22. April, 12 Uhr. Am Tische des Bundesraths von Böttider, von tchard. Die Berathung der Bolltarif Novelle wendet sich heute den umwollen garnen zu. Unverändert sollen nach der lage nie nach den Anträgen der Rommifion die 1879 fest. Bten Bollscße für einfache Garne bleiben, die jedoch der me in ben tag Penzig dahin zu ändern bezweckt, daß in den drei ebenfowen egorien eindrähtiges rob, zweidiähtiges toh, ein und zwei eine Bell Abg. Grad: Die Menge der vorliegenden Anträge be des Abg. Lobren spricht sich gegen den Antrag aus. Der Import von feinen englischen Girnen erfordert für die betreffende Industrie einen Bollaufwand von 25 000 M. Da ungefähr zwei Drittel der Halbseidenfabrikate für den Export bestimmt find, so fällt auf die exportirten Waaren ein Boll aufwand von 16-17 000 D. Was macht das aus bei einem Export, deffen Werth fich auf 80 Millionen Mark beziffert Und sollen wir Darum die Ent videlung unserer gesammten Baumwollspinnerei aufs Spiel segen?( Dho! links.) Wenn Sie den 400 000 Feinspindeln, die über Nr. 60 spinnen, den Bollschutz entstehen, so wird die Folge sein, daß fie unter Nr. 60 berabgeben. Der Antrag wird der Halbfe denindustrie leinen Bortheil schaffen, wohl aber unsere gesammte Baum wollen spinneret schädigen. Don 1878 oder den Verhandlungen über den Zolltarif im Jahre 1879 beigewohnt hä ten. Denn die damals beschloffenen, jest geltenden Bousäße find das Resultat eines Kompromiffes zwischen Halbseidenfabrikanten und Baumwolle spinnern. Während damals die elfäffer Spinner bei der Reichsdie Bertreter der Krefelder Intereffen wie oerr Reichensperger Enquete einen Maximalfag von 92 M. vorschlugen, wollten lage der Handweber am Rhein, aber sie ist verursacht durch den den Boll auf 24 M. herabießen. Gewiß bedaure ich die NothUebergang der Handweberei zur mechanischen Weberet, nicht durch die französische Konkurrenz und die sog. admission produzirt so viel wie 8-10 Handweber, die durch den Ueberschaften hohe Dividenden temporaire. Ein mechanischer Webstuhl mit einem Arbeiter gang zur mechanischen Weberei zu Taufenden arbeitslos werden, wie es auch in der Leineweberei geschehen ist. Mit der admission temporaire in Frankreich find solche Schwierigkeiten verbunden, daß die wirklich zollfreie Einfuhr eine unbedeutende ist: etwa 24,000 Kilogramm Barne im legten Jabre, womit die deutsche Halbseidenbranche doch gewiß nicht tonfurrensfähig gemacht wird, zumal in Frankreich die Baumwollensölle bis 360 Fr. pro 100 Kilogramm steigen gegenüber von 36 M. in Deutsch land und die Chappeseide für die Halbseidenindustrie zollfrei eingeführt werden fann und in Frankreich für die Seiden weber einem Boll unterworfen ist. Man sagt, Elsaß produzire feine Barne über Nr. 60; aber wenn fie teinen Nugen davon baben, darum, solche Bölle im Tarif au baben? In der Teat spinnen warum bemühen fich denn eljästiche und deutiche Spinner in Mülhausen 400,000 Spindeln fine Garne, was der Produktion von 400,000 Spinnereien mit bem ehemaligen Spinnrad gleid fiteben würde. Die elfäffische Feinspinnerei hat fich unter fran öft chem Repime entwickelt, weil wir damals einen Schup bis 360 Fr. pro 100 Kilogramm hatten, während Abg. Buhl: Der Herr Staatssetretair bat anerkannt, baß eine Rrifis für die Krefelder Halbseiden Fabritation beftebt. Aber das Erleichterungsmittel, ein erhöhter Boll auf ganz seidene Waaren, muß bei der geringen Einfuhr dieser Waaren bedeutungslos bleiben. Ich bin ein Anhänger des Schußes der nationalen Arbeit. Aber wenn wie hier auf der einen Seite die elfäffischen Baumwollspinner mit 20 000 Arbeitern, auf der anderen Seite die gesammte deutsche Baumwoll weberet mit ungefähr 180 000 Arbeitern einander gegenüberstehen, bin Gespinnfte, welche die Krefelder Industrie gebraucht, fönnen ich nicht im Zweifel, auf weffen Seite ich zu treten habe. Die nicht in entsprechender Weise im Eliaß angefertigt werden. Ich werde deshalb mit einem Theile meiner politischen Freunde in erster Linie für den Antrag Penzig, wenn dieser abgelehnt werden sollte, für den Broemel'schen Antrag stimmen. Abg. v. Fischer: Wenn wirklich einige Spinnereigesell zablen, so ist damit noch nicht gefagt, daß die Baumwollspinnerei insgesammt Schußzolls entrathen fönne Diese Gesellschaften erzielen gute Betriebsergebnisse nur dadurch, daß sie unter günstigen Verhältnissen arbeiten. Ich habe, als ich die Ans häge las, den Eindruck erhalten, daß fie den ersten Angriff auf den Tarif von 1879 bedeuten. Es soll ein Loch in die damals so mühsam au Stande gebrachte A. beit geriffen wer den, und man hofft, wenn diefes Loch erst gemacht ist, au weiteren Angriffen vorgehen zu können. Dieser Eindruck bes stimmt mich, gegen alle Anträge zu stimmen, um die 1879 ge Schaffene Grundlage zu erhalten. Man weist auf die Krefelder Halbieidenin dufttie hin. Ich kann nicht rinsehen, worin die Noiblage derselben bestehen soll. Seit 1879 bat der Export dieser Industite um 60 Prozent zugenommen, und wenn der felbe in den ersten Monaten dieses Jahres zurüdegangen ist, so ist zu erwägen, daß es sich um Moorartikel handelt, die in Der Winterzeit nie recht zu gehen rflegen. Man meist auf Frar freich bin. Aber gerade dort arbeitet die halbieiden industrie unter viel ungünstigeren Verhältnissen. Allerdings ist bort die admission temporaire eingeführt, aber man macht nur geringen Gebrauch von derselben. Die Schwierigkeiten unserer Halbleidenindustrie erklären fich lediglich aus einem Wechsel in der Mode, gegen die Mode aber lann der Gesetzgeber nichts ausrichten. Herr Buhl versucht die Weber und Spinner in einen Gegensatz zu einander zu bringen. Ich habe auch Gelegenheit, die Wechselbeziehung zwischen Webern und Spinnern zu ftudiren, und ich muß sagen, es gelingt nicht die Intereffen beider zu trennen.( Ruf: Aktiengesellschaften!) Ich babe nicht nur die Aktiengesellschaften in meiner Heimath im Auge, die zugleich einen Spinnerei und Webereibetrieb unterhalten, sondern ganz getrennte Betriebe, und doch ist es denselben stets gelungen, fich unter einander zu verständigen. Wenn gesagt worden ist, die elfäffischen Baumwollspinner fönnten so feine Garne nicht liefern, wie fie die Halbseidenindustrie gebrauche, so widerspreche ich dem. Die Elsafer haben unter der Herrschaft des franzöfischen Tarifs eine Feinspinnerei gehabt, die sie erst unter deut scher Herrschaft wieder aufgegeben haben. Seit 1879 ist es ihnen gelungen, wieder mehr Feinspinnerei zu betreiben, und wenn Sie wünschen, daß fie auch die feinsten Gaine wieder spinnen, so geben Sie ihnen den Zollschutz, den ihnen die Franzosen gewährt. Sie werden dieselben sicher anfertigen, fertigen fte zum Theil jetzt schon an; denn die Anfrage aus Viersen, ob auch im Elsaß die feinen Garne gesponnen wer den könnten, deren die Halbseidenindustrie benöthige, war nur an solche Spinner gerichtet, von denen man wußte, daß sie feine feinen Garne spinnen. Ich bitte Sie nochmals, die An träge abzulehnen und fein Loch in den Tarif von 1879 au reißen. gewesen sei, selbst auf die admission temporaire einzugeben, wenn fie hätte boffen können, daß dasselbe zu einem befriediAber davon hat fie fich nicht genden Erfolg führen würde. überzeugt. An warmen Herzen für die nothleidende Industrie bat es also der Regierung nicht gefehlt. Herr Bamberger bat fodann gemeint, daß sein Antrag das Prinzip des Schutzolls nicht schädigen werde. Ich theile diese Auffassung nicht. Im Gegentheil, wenn es an diesem Punkte gelingen sollte, den Bolltarif abzuschwächen, so wird darin nur ein Anreiz liegen für weitere Versuche in gleicher Richtung. Sobald das Prinzip durchbrochen ist, wird die admission temporaire zur dauernden Einrichtung, und jede Hebung unserer Feinspinnerei unmöglich Das würde auf die Dauer auch eine magemacht werden. terielle Schädigung unserer Interessen bedeuten. Ich halte bie admission temporaire aber auch darum für kein geeignetes Mittel, weil sie dem Export in feiner Weise Vorschub leisten wird. Nachdem noch Abg. Trimborn seine Auffassung gegen die Ausführungen des Abgeordneten Grad gerechtfertigt hat, nimmt Staatssekretär v. Boetticher die Regierungen gegen den Vorwurf in Schuß, els hätten fie fich herzlos gegenüber der Nothlage der niederrheinischen Halbseidenindustrie gezeigt. Aber die Regierung habe nach eingebender Untersuchung ge funden, daß die admission temporaire jener Industrie nur einen minimalen Nußen, der deutschen Spinnerei aber einen erheblichen Schaden bringen würde. Daß die Feinspinneret fich in Dentschland noch nicht genügend entwickelt habe, soll angeblich an dem noch nicht genügenden Bollschuge liegen. Abg, Buddeberg steht in dieser legten Bemerkung die Ankündigung einer Bollerhöhung für Baumwollenaarne; das fet geeignet, die Weberei in Deutschland zu beunruhigen; er empfiehlt die Annahme des Antrages Broemel. betr. bie Straffreiheit des Satramentspend und Messelesens. Der Antrag wird nach längerer Debatte in nam Itcher Abstimmung mit 169 gegen 127 Stimmen a Lebnt. Für den Antrag stimmen Bentrum und Bolen Minderheit der Freifinnigen und einige Konservative. Nunmehr wird ein Vertagungsantrag angenommen Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag ( Kreisordnung für Hessen- Nassau.) Lokales. " 111 Nachlaß figu awei Wechsel fchein über Der Bornow der Vormun stände und soweit dies lich außer de für den er sto belegenen G Dieselbe betr 6monatlicher Nachlaß J unter Mitwi Nachdem di Bornow" u tlagten Stel zahlung der ermiten ve war, veranla an den Last schrift„ F. d Eckardt, eine schickte aber Stelter im J zu reguliren. F. Bornom .cr. Es wird endlich Sommer, selbst wenn man d den zwanzig Grad Réaumur, die wir bereits Mittags zeichnen haben, nicht merken würde, so sprechen do andere ganz untrügliche Anzeichen dafür. Gestern mu reits das erste Speiseeis ausgerufen, wie lange wird e und der schrille Ruf eines jugendlichen Verkäufers preif in langgezogenen Tönen seine Fliegenstöder" an! Vie tungen haben auch schon thre ftehende Rubrik Bäder ten" wieder eröffnet, eine graufige Perspektive für de mann, der mit einer badbedürftigen Gattin behaftet Arbeiterkreisen ist diese Krankheit, das alljährliche obliga Besuchen eines Kurortes nämlich, aus dem einfachen nicht gut möglich, weil die Mittel fehlen. In den bef ten Kreisen gehört es jedoch einfach zum guten Ton, in reisen, denn wir haben es glücklich schon soweit gebrauszahlung es bei den feinen Damen für modern gilt- frank Die Lieblingskrankheit dieser Damen nennt fich ten Wenn man bei den Frauen ,, gebildeter" Kreise, beson den verheiratheten, anfragt, so wird man taum eine fin nicht nervös wäre. Selbst Fleischerfrauen, deren natürlich genug Geld erworben haben, behaupten es und wenn fte 200 Bfd. wiegen und vor Gesundheit ftrop her mag diese allgemeine Nachfrage nach Nervosität wohl Offenbar daher, daß schwache Nerven als das Merk feiner Empfindung gelten, und daß diese legtere im berner wird, je seltener fte vorkommt. Es geh guten Ton, zur Bildung, daß man zusammenschredt, Wagen vorbeifährt, wenn eine Lokomotive pfeift, und die Damen" bringen es durch nachhaltige Uebung wirki daß fie in der That daran glauben, nervös zu sein. auch Anderen die Ueberzeugung hiervon beizubringen dienen die sommerlichen Badereisen". Bur Beruhig Nerven muß natürlich etwas gethan werden. Das mäßigfte hierzu ist selbstredend die Reise ins Bad, b nehmlichkeiten mit sich bringt. Natürlich muß es ein auch, weil die Anwendung dieses Mittels noch and Berth und feiner, d. h. theurer Badeort sein, denn jemebr Belb Der erste Gegenstand der Tagesordnung ist die erste folche 3 vede ausgeben kann, desto gebildeter ist ma und zweite Berathung des vom Abg. Dr. Windt. Diesem Grunde steht auch ein einfacher Landaufen kannten viel horft beantragten Gefeßentwurfs betr. die Auf. hebung des Sperrgefeges für die römisch- zige, was eine solche Badereise noch ersezen könnte, fatholischen Bisthümer und Geistlichen. Staatssekretär v. Boetticher erwidert, daß er von einer Abficht der Regierung, die Bollfäße zu erhöhen, nicht gesprochen habe; das könne er gar nicht, da über diese Frage nicht verhandelt sei. Die Spinner selbst haben nur die Mei nung, daß eine Bollerhöhung nothwendig fei. In der Abstimmung werden darauf sämmtliche Anträge abgelehnt Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 12 Uhr. ( Petitionen, Bolltarif.) Abgeordnetenhaus. 57. Sigung vom 22. April Präsident v. Köller eröffnet die Sigung um 11% Uhr. Am Ministertisch: von Goßler. " dieser Klasse von Gebildeten sehr niedrig im Kurse; Abg. Dr. Windthorst: Bu meinem lebhaften Bedauern schlauer werden? Es giebt Gründe genug, aus welde " es bezweifeln fann. Freilich giebt es auch arme T Die nur eine Badereise fingiren, von denen sprechen einmal. Jedenfalls ist derjenige mindestens eben so schlecht daran, der Sonntags mit Muttern Jöhren" nach der Hasenhaide oder nach Halensee der, welcher seine theure" Gattin nach Tepliß oder wohin zu spediren hat. Man sieht im ersteren Falle menden warmen Jahreszeit mit viel größerer Rube vor allen Dingen hat man sich vor Niemandem muß ich wiederbolt den Antrag rechtfertigen, der heute vor liegt; alle Hoffnungen, daß irgend etwas geschehen werde, um den Frieden mit der römisch- katholischen Kirche wieder her zustellen, find vergeblich gewesen. Wir sind dem Schluffe des Landtags nahe, und nichts dergleichen ist geschehen. Auf die allgemeinen Gesichtspunkte werde ich bei dem nächsten Gegenstande Der Tagesordnung eingehen, der gegenwärtige Antrag ist ein solcher, welchem lohne Rücksicht auf alle anderen Angelegenheiten Folge grgeten werden kann. Das ist ein gewaltsamer Eingriff in wohlerworbene und burch Gesez und Verträge Die Trinkhallen gaben gestern Berlin den sommerli geheiligte Rechte, es ist dies fein Gesez, sondern eine Ge Form eines Gefeßes, das Schlimmste, waltthat in was geschehen kann. Man wollte die katholische Kirche aushungern, es ist dies ein Akt der Feindseligkeit einem Gegner gegenüber, wie er selten vorkommt. Die Regierung hält gegen die katho lische Kirche Alles für erlaubt. Das Gesez besteht nur noch in Wirklichkeit zweien Diözesen gegenüber. Wir haben der Re gierung oft genug bewiesen, daß wir vergeffen fönnen, was Wir und geschehen, aber der Geduldfaden reißt auch einmal. wollen endlich dahin kommen, daß wir in Ruhe und Frieden unserm Gotte dienen können, und bitte ich deshalb um An nahme meines Antrages.( Beifall im Bentnum.) Abg. v. Rauchhaupt( fonf.): Ich habe Namens meiner politischen Freunde die Erklärung abzugeben, daß wir mit Rüdicht auf die diplomatischen Verhandlungen mit Rom, die gegenwärtig schweben, für dieses Gesetz nicht stimmen fönnen. ( Lachen im Zentrum.) Abg. Bamberger: Mir fehlt eigentlich die Luft, in einem Hause über Bollfragen zu sprechen, in welchem Herr Stauby mit seinem Wort, Bollanträge brauchen nicht begründet zu werden, nicht unrecht zu haben scheint. Herr Standy war eigentlich nur ein bischen enfant terrible, als er sagte, solche Anträge brauche man nicht zu begründen; sei es, daß die Regierung fte vorschlägt, sei es, daß die über die Regierung ftebende, höhere freie wirthschaftliche Vereinigung es thut, welche wahrscheinlich so heißt, weil sie aller freien Wirthschaft den Tod geschworen hat, oder auch, weil ihre Mitglieder nur mit gebundener Marschroute möglichst unfrei marschiren müssen. Ich babe den Antrag Broemel nur mit schwerem Herzen unter ftüßt, weil solche Ausnahmebegünstigungen in einem befteben den Boltarif nur dazu dienen können, das Schutzollsystem zu bef stigen.( Sehr wahr ,! links.) Aber die Noth lehrt beten: und wenn ich sehe, daß unsere Industrie ohne Vortheil für irgend Jemand, nur aus tendenziösem Fanatismus heraus, und aus einer Art Angst, man tönne zum Nachdenken über das Schußzollsystem tommen, geopfert werden soll, so will ich lieber Gefahr laufen, daß das Schußzollsystem befestigt werde, als Daß die Dinge so wie bisher weiter gehen. Daß das Elsaß jedesmal tommt, um seinen Standpunkt als den des ganzen Deutschen Reiches vorzutragen, bin ich schon gewohnt. Ein böses Rind muß ja auch zwei Stücke haben;( etterkeit) aber mehr als wet Stücke fönnen Sie im Elsaß doch wirklich nicht verlangen.( Heiterkeit.) Sie find schon sehr gut bedacht worden und dürfen dem übrigen Deutschland doch noch einige Existenzberechtigung zugestehen. Die Ausführung des Herrn v. Burchard, daß die leidende Halbseidenindustrie fich in Resignation faffen müffe, tlang aller bings sonderbar, nachdem der Reichskanzler bet den Getreides zöben mir erwidert hatte, ich hätte die Lage der Getreidepros buftion geschildert, aber mit fühlem Herzen. Ob das damals auf mich gepast hat, laffe ich dahingestellt; aber wenn es auf etwas past, so ist es auf das, was hier verhandelt wird. Hier wird zugegeben, daß die Industrie aus bestimmten Gründen nothleidet; und nun steht sie einen Strohhalm, an dem sie fich halten tann. Aber auch dieses Mittelchen verweigert man ihr! ( Sehr wahr! links.) Wenn ich die Herren hier im Hause einer Industrie gegenüber vorrechnen höre, daß es ihr auf 1/2 oder 3/4 pt. mehr oder weniger bei den Anschaffungskosten nicht antommen tönne, so fühle ich mich schmerzlich berührt; umsomehr, wenn ich sehe, wie die Industrie jahraus, jahrein fich quälen muß, und wie das Ausrechnen und Ausfnöcheln gerade jeder Kleinigkeit jest schließlich die Existenz der meisten Industrien bei dieser unbeschränkten Ronkurrenz auf dem Welt maitt ist. Im Uebrigen verwahre ich mich gegen die hier auf gestellten Prozentrechnungen. Nach einer Berechnung der Lyoner Handelskan mer macht der Unterschied 5-6 pCt. gegen früher aus, feitdem die admission temporaire eingeführt ift. Es macht auch feinen günstigen Eindruck auf mich, wenn man einer leidenden Industrie sagt: Ja allerdings, es geht nicht mehr, fangen Sie gefälligst etwas Anderes an!"( Sehr wahr! lints.) Ein französisches Sprüchwort sagt: les conseilleurs ne sont pas les payeurs.( Die Berather find nicht die Bezahler.) Die Herren, die der Industrie jenen Rath geben, würden sich hüten, dies zu thun, wenn es ihnen etwas foftete. Man soll Gott danken, wenn in heutiger Beit eine Industrie besteht, und soll nicht in Folge blos theoretischer Entwürfe sagen, die Industriellen sollen umspannen und sehen, wie sie etwas Neues finden. Ich kann auch weder zugeben, daß man einen Noth stand zu beweisen brauche, damit eine Industrie möglichst freie Entmidelung hat; noch gebe ich zu, daß im vorliegenden Falle der Nothstand weniger vorhanden ist, als in anderen Fällen, wo man ihn so start ins Feld geführt hat, um gerade die Hölle zu motiviren. Es weht mich eigenthümlich an, wenn Sie fagen: Der Uebergang zur mechanischen Weberei sei die Urfache des Nothstandes und dagegen laffe fich nichts machen. Mit welchen Trauertönen pflegen Sie nicht sonst au jammern, mie der arme Handwerker, der noch die alte deutsche Treue im Herzen trage( heiterkeit) schußlos dem Moloch der modernen Maschinenindustrie preisgegeben werde! So wird Das Lied verschieden gesungen, je nachdem es gerade paßt. Die Herren sagen: principiis obsta! Es sei bedenklich, die temporäre Admission inmitien des Zolltarifs einzuführen. Aber wir haben dieses Prinzip schon bei den Mühlenfabrikaten und beim Roheisen. Weshalb sollen wir nicht dasselbe mit einer anderen Methode zur Anwendung bringen? Eift vor wenigen Tagen baben Sie den Antrag Chokolade in ähnlicher Weise zu behandeln für so richtig erachtet, daß Sie denselben an eine Kommission verwiesen haben. Wir haben alio noch nicht einmal eine prinzipielle Neuerung eingeführt. Die deutsche Industrie, über die bald geklagt, bald frohlodi wird, nimmt es an Findigkeit im Bestreben, fich den Markt zu erobern, mit jeder Industrie auf Sie hat die bisher für unüberwindlich gebal tene englische Industrie in vielen Branchen aus dem Felde geschlagen. Gerade darin liegt ein Grund mehr, ihr diese Bernünftigung zu gewähren. Wenn ich bedenke, welche Mittel roir aufwenden, um uns Kolonien zu gründen, in denen wir Absatz finden für unsere Waaren, und wenn ich bedenke, wie viel geringere Mittel wir bier für ein bestehendes Gewerbe fordern, daß auch den Bwed hat, den Nationalwohlstand zu vermehren, so tann ich mir nicht denken, daß das Haus unserem bescheidenen Antrage seine Zustimmung versagen werde. Es ist ja Sitte, bei großen feierlichen und erfreulichen Gelegenheiten auch etwas Großmuth zu üben, auch etwas an die Bes büdten zu benten.( beiterkeit.) Sie feiern jezt ein solches Ecntefest an 8Zöllen( heiterkeit links), daß Sie wirklich sich in guter Stimmung wie nach einem fetten Mahle befinden und einmal daran denken sollten, den armen Leuten, die diese Bollvergünstigung haben wollen, auch einen Dbulus zu schenken. Lassen Sie mich diesen Glauben festhalten. Ich Denke mit einer kleinen Verschiebung an einen berühmten Vers: Es wächst der Mensch mit seinen höheren Böllen!( Bei fall und Heiterfeit lints.) Staatssekretär v. Burchard: Die Behauptung, daß ich taltherzig die Vorschläge zur Hebung der Nothlage der Kre felder Halbseidenindustrie zurückgewiesen habe, ist thatsächlich falsch. Ich habe gesagt, daß die preußische Regierung geneigt Abg. v. Schorlemer Alft( Bentr.): Gründe find billig und einer der billigsten der, welchen der Vorredner angeführt hat.( Sehr richtig! im Bentrum.) Das Sperrgefeß ist eines der widerwärtigsten Gefeße, die es giebt, und es ist schade, daß um daffelbe die Verfaffung verlegt und abgeändert worden ist. Der Herr Minister hat noch leine Erklärung abgegeben; wenn er fie im Laufe der Diskussion noch abgiebt, wird fie nicht klarer werden, als die Erklärung des Abg. v. Rauchhaupt. Das Gesetz wird nicht mehr ausgeführt, heißt es, aber wir wollen die Sicherheit haben, daß es nicht mehr ausgeführt werden darf. Was überhaupt von dem Gefeße noch gilt, diesem Behu lagten gesc F. Bornow war, griff m Unterschrift Angeklagte Der Kunstha Geißler, me rekognoszirt. deffen Unter Leichtes, di denn auch flagte habe mitgewirtt. ten Geldbri rief Frau 3 und behaupt träger das( gende Bert Pinner. Fi werden wir Zur N awischen Dif Nachtwächte Kur." fällte und v bekannt geg " hört, Lieutenant wegen thätli rerlicher Mi Gebrauchs in der recht Gefängniß; weber, füft Anschuldigu Des thätliche strich gegeben, fte verzapfen jest neben der Tageslitera bandlung u noch mit" und ohne", daher ob mit oder ohne -freuen wir uns der besseren Jahreszeit. Gerichts- Zeitung. -y. Wie Majestätsbeleidigungsprozesse zu tommen Der Tuchmacher August Galfter stand g Der zweiten Straffammer des Landgerichts I, besch in unehrbietiger Weise über den Kaiser geäußert Als Denunziant trat sein früherer Freund und 28 B wegen Gebr Wochen un 3) der Prem wegen versi Angriffs au übung feine Gebrauchs Haft; 4) 1 Füller- Reg schuldigung Klempner Robert Strohschein aut, welcher im Verband fuchter Befr termine bekundete, daß der Angeklagte die inkriminien und wegen rungen gelegentlich eines Bwiegesprächs gebraucht babe fünf Tagen fie noch während ihres Bufammenwohnens in feines führten. Der Angeklagte bestritt diese Aeußerungen Bo Stern, 74. S entid und g und Lester widerhandel Der Freihei Allerhöchste wider flee Kaiser in follegium i Kenntniß ge Hoz Ein ne und behauptete, daß der Beuge lediglich einen Racheal fchen Wache führe. Es wäre zwischen ihnen zu Differenzen tigen Klagen gekommen und erst nach ihrer Verfeindung sein Gegner ihn denunzirt. Dieses mußte der räumen. Auf die Frage des Präsidenten, ob ledigli legung seines patriotischen Gefühls die Triebfeder nunstation gewesen, antwortete derselbe: Samobl Sozialdemokrat und halte es als solcher für meine Bi gleichen anzuzeigen. Dieser„ plausible" Grund mußte einige Verwunderung erregen. Da hier Aussage geg sage stand und Beide unbefrafte Personen find, Gerichtshof teine Veranlassung, dem Zeugen mehr wissen die Götter. Würde die Antwort des Ministers dahin schenken als dem Angeklagten und sprach den Lettere lauten, daß das Gefeß nicht mehr ausgeführt werden könne, so müste es erst recht aufgehoben werden. Redner verweist auf die Erklärungen des Fürsten Bismard im Reichstage im Jabre 1884, in welcher derfelbe jede Verantwortlichkeit für Dieses Geser ablehnt. Troß dieser Erklärung hat die Bevölles rung die Ueberzeugung, daß es lediglich vom Fürsten Bismaid abhängt, daß dieses Gesetz aufgehoben werde.( Sehr richtig!) Es ist Zeit, dieses traurige Gefeß aufzuheben, und bitte ich, beschließen Sie diese Aufhebung und streichen Sie das Geses aus der Gesezfammlung, damit unsere Nachkommen nicht er fahren, daß ein solches Gesetz egistirt hat.( Beifall.) Bla Die Herren gewöhnen, Leben geruf Theil sehr t Meister eine weil sie ja i ja auch nich Dieselben be größeren W -y. Wegen Beleidigung des Kriegsministers v. Schellendorff hatte sich gestern der Redak eur De Beitung". Friedrich Langer vor der I. Straftammer gerichts i zu verantworten. Inkriminirt ist der Leita Minister des Kampfes" in der Nr. 11 des genannten vom 14. Januar d. J, in welchem die Entgegn zu legen. e Kriegsministers auf die Reden des Reichstagsabg v. Vollmar und Eugen Richter in der Reichstansientlaffen, m 12. Januar cr. einer Rritif unterzogen wurden. Nam und gestern vom Minister gesagt, daß er die bei den Kontrolneriam seitens der Kommandeu e gehal enen Reden im Inter Minister v. Goßler erklärt auförderft, daß seit der letzten fonservativen Partet mit der Pflicht der Treue u identifizire, woraus der Schluß gezogen wird, daß der tein Verständniß dafür habe, daß auch politisch ande Personen treu zu Kaiser und Reich stehen. Ein groell minirter Bassus bezieht sich auf die Aeußerung be Berathung über diesen Gegenstand nichts geschehen sei, was eine Henderung in der ablehnenden Haltung der Regierung begründen lönnte. Was die Verhältnisse in der Diözese Bosen Gnejen anlange, fo habe allerdings die Möglich feit bestanden, die Sperre aufzugeben, einmal durch die Einsegung eines staatlich anerkannten Bischofs oder auf Grund Der Novelle vom Jahre 1880. Nachdem die diskretionäre Be fugniß am 1. April 1884 abgelaufen, habe die Regierung leine Neigung gehabt, dieselbe vom Hause von Neuem zu erbitten. Es bleibe darnach also nur noch die Möglichkeit übrig, durch einen staatlich anerkannten Bischof oder durch Geset die Sperre aufzuheben. Die Regierung sei der Meinung, daß nur der erste Weg möglich ist, und er könne hinzufügen, daß dieser Beitpunkt ziemlich nahe gewesen zur Belt, wo der Herr Reichstanzler im Dezember 1884 im Reichstage feine bekannte Rede hielt. Jest sei aber diese Aussicht ohne Schuld der Regierung geschwunben, aber er gebe trotzdem die coffnung nicht auf, daß es schließlich doch gelingen werde, in den von der Regierung gezogenen bescheidenen Grenze die Frage zu lösen. Mit diesem Britpunkt würden auch alle die Folgen außer Wirksamkeit treten, welche die Herren so sehr bedauern. Abg. Dr. v. Jazdzewski( Bole) tritt den Ausführungen des Ministers entgegen. Die Regierung liefere nur von Neuem den Beweis, daß fie die polnisch n Unterthanen nicht mit demselben Rechte behandle, wie die anderen; fte sei den Beweis schuldig geblieben, daß die Haltung des polnischen Kletus eine illegale fei. Nach längerer Debatte wird der Antrag Windthorst auf Aufbetung des Sperrgeseses mit 182 gegen 128 Stimmen abgelehnt. De befo betreffs der Beschränkung des Verkehrs der Milita bezüglich ihrer Privatbedürfnisse. Der Angeklagte als Verfasser des Artikels, bestritt aber jede beleidige ficht. Der Staatsanwalt fand die Beleidigung in be Form des Artikels, durch den der Ton des Befferwiffe gehe. Er beantragte das Schuldig und zwei Monate nig. R.-A. Sachs als Vertheidiger führte auß, daß titel durchaus sachlich gehalten set und die Schlüffe den eigenen Ausführungen des Ministers entsprechen. richtshof fand nur in dem ersten Baffus eine Beleidig bei der hohen Stellung des Beleidigten mit einer von 300. ev. 30 Tagen Gefängniß zu fühnen fei Bd wel gestern mit einer Schwindelaffaire zu beschäftigen ,, -y. Das Schwurgericht des Landgerichts I b züglich ibres Raffinements in der Kriminaljuftig einsig dürfte. Auf der Anllagebant nahmen folgende Berfonen 1. die Witwe Marie 30 now, 2. der Buchbinder i Rappmeyer, 3. der Privats fretär Bernhard Geißle Buchhalter Hermann Stelter, 5. die verehelid te Edardt und 6. Der Kaufmann Moses Dovenbeim 13. Mai 1881 verstarb zu Berlin der Wurftbändle Bornow ohne Hinterlaffung eines Testaments. Da frau Marie der Erbschaft entsagte, waren seine drei gefeßlichen Erben und wurde der Kaufmann haal Bald nach dem Tode thr Vormund bestellt. manns reichte Den Die Wittwe eine Snventur ein Es folgt die erste Berathung des Antrages Windthorst welchem einige Kleidungsstücke des Berstorben einer folher Sachverhalt Duste, Arbeitszeit; Arbeiter, ob er nicht Der älteste beauftragt t Folge deffe Arbeiter am aufnahmen, falls war d worden. D laffenen sol Herrn Dust Arbeiter Die Der Lohnber Itef refultat Buzug zu d Der Streiker ift zu erfah Alexandrine Die& genden offi Tischlerstret Streifenden Harms, An Ritterfir 8, Reichel, Br Nr. 144, Nr. 53, Clu Reime, We nienftr. 9, C ntspend in nam timmen ab und Bole vative enommen erstag er ft ag 11 nn man b Mittags echen fers Dod an! Biel Bäder für de chaftet che obliga infachen den bef Con, ind Janz, Reichenbergerstr. 46, Thal, Dreifeftr. 3, Rättig, Große rantfurterstr. 122, Arndt in Rigdorf, Lüders, Belforterftr. 4, Rachfall, Aderftr. 47, Seifert u. Wol, Fruchtstr. 31, S. Maisch, Andreasftr. 39, Krüger, Schönhauser Allee 71a, Krause, Grüner Weg 28, Rüd marth u. Riegel, Manteuffelftr. 57, Schweizer, Schönhauser Allee 26. Am 26. April bis Abend erhielten be willigt den Minimallohntarif 211 Wertstätten mit 2165 Mann, hierzu obige 28 Werkstätten mit 254 Mann, welche im Laufe des geftrigen und heutigen Tages bis 2 Uhr Mittags ihre Forderungen bewilligt erhielten. Die Liste der am ersten Tage bewilligten Werkstätten tönnen wir heute wegen Raummangel nicht anführen, dieselbe wird später veröffentlicht.- Lifte der Streifenden welche am 21. und 22. April bis Mittags 2 Uhr die Arbeit eingestellt haben, es streiken demnach außer den gestern in Berliner Boltsblatt betannt gemachten Werkstätten noch folgende: Lüders, Pappel- Allee 128, Sigler, Laufiger Blat 4, Binschte, Swinemünderftr. 125, Witt. Roll, Schillingsstr. 38, S. 3och, Weißenburgerstr. 10, Wuzia. Marienburgerstr. 24, Kubafch, Hochmeisterstr. 3, Breitschuh, Friedenstr. 35, Schaar, Staligerstr. 10, Sauer, Eisenbahnstr. 12, Frante, Weberft. 52, Preißeler, Eisenbahnstr. 12, Wieland, Friedenstr. 44, Neu firch, Krautsstr. 37, Köhn, Reichenbergerstr. 134. Wir ersuchen nochmals alle Kollgen, sowohl in den gestern angemeldeten Werkstätten als auch in den heut veröffentlichten Werkstätten zeden Buzug fernzuhalten. Eine größere Anzahl Arbeitsein stellungen dürften noch im Laufe der nächsten Tage und im Anfang der nächsten Woche stattfinden. Wir bitten dies zu berüdfichtigen und recht rege für Unterstüßungen zu sorgen, Damit wir die streikenden Kollegen soll und ganz unterstüßen können. Kommission der Berliner Tischler. Nachlaß figurirten, während zu diesem in Wirklichkeit noch awei Wechselforderungen über 600 bezw. 900 M., ein Schuld schein über 15 M. und ein Fleischerwagen gehörten, welche von der Bornom nicht angegeben wurden. Est später ermittelte stände und verfilberte dieselben im Interesse seiner Mündel, der Vormund der benachtheiligten Rinder diese Nachlaßgegen soweit dies möglich war. Bum Nachlaß gehörte aber nament lich außer den oben aufgeführten Objetten eine hypothet, welche für den erstorbenen Friedrich Bornow auf einem, auf Rügen belegenen Grundstücke des Häuslers Laft eingetragen war. Dieselbe betrug 472 Thlr. nebst 5 pCt. Zinsen, zahlbar nach 6monatlicher Kündigung. Diese Forderung war im Nachlaß Inventar nicht angegeben, sondern vielmehr vielmehr unter Mitwirkung der übrigen Angeklagten für fich eingezogen. Nachdem die Angeklagte Bornow zunächst durch einen mit Bornow" unterzeichneten und augenscheinlich von der Ange wirbelagten Stelter geschriebenen Brief unterm 17. Juni die Ausark preitzahlung der Hypothek direkt beim Amtsgericht zu Bergen zu erwiten versucht hatte, aber abschläglich beschieden worden war, veranlaßte fte unterm 28. Juni den Stelter durch Brief an den Last, die Hypothet zu fündigen und soll die Unter schrift F. Bornom" in diesem Falle von dem Mitangeklagten Eckardt, einer Tochter der Bornom aus erster Che herrühren. Last schickte aber das Gelo nach 6 Monaten nicht ein und nun reiste Stelter im Januar 1882 selbst nach Bergen, um die Angelegenheit zu reguliren. Die von Stetter mitgebrachte, mit dem Namen Bornow unterzeichnete Vollmacht genügte nicht, um die it gebrauszahlung der Hypothek zu bewirten und nun wurden zu trant diesem Behufe noch verschiedene, von fast sämmtlichen Angelagten geschriebene und mit der Unterschrift des todten F. Bornow versehene Briefe gewechselt. Als Alles vergeblich war, griff man zu drastischeren Mitteln, man mußte die falsche Unterschrift des Bornow notariell beglaubigen laffen. Der Angeklagte appmeyer wurde beim Notar Remnis als Der Kunsthändler Bornom ausgegeben und vom Angeklagten Geißler, welcher bei dieser Komödie die Hauptrolle spielte, rekognoszirt. Hierauf nahm Hierauf nahm Der Notar feinen Anstand, deffen Unterschrift zu beglaubigen und nunmehr war es ein Leichtes, die 470 Thaler vom Jochen Last einzufasstren, was denn auch innerhalb furzer Beit gelang. Sämmtliche Angeklagte haben in mehr oder weniger umfassender Weise hier mitgewirtt. Als der Briefträger den an F. Bornow" adreffirten Geldbrief nur dem Adressaten selbst übergeben wollte, zubringen rief Frau Bornow den bet thr wohnenden Kappmeyer herbet und behauptete:„ daß ist ja mein Mann!" worauf der Brief träger das Geld aushändigte. Den 6 Angeklagten stehen folgende Bertheidiger zur Seite: Dr. Seligsohn, Justizrath noch and Berth und die Rechtsanwälte Grelling, Dreu, Geschke und fich e, beson eine find Deren pten es Deit ftrop it wohl f 3 Mert stere im Es geh chredi, t, und die ' mirkli fein. Beruhig n. Das Bad, es ein Dr Geld rift man ndaufenth Kurfe; tönnte e Leute aus weld The Tri rechen eben ttern 3 ober enfee Falle Rube bem Tommerli obne B Бей Binner. Für die Verhandlung find zwei Tage angesezt und werden wir über deren Verlauf morgen berichten. Zur Nachtwächter- Affaire in Hannover. In der bes fannten vielbesprochenen Angelegenheit, betreffend den Konflikt awischen Offizieren der hannoverschen Garnison und städtischen Nachtwächtern in Ausübung ihres Berufs, ist, wie der„ Hann. Rur." bört, jetzt dem Magiftrat das gegen jene Offiziere ge fällte und von dem Kaiser bestätigte Urtheil des Kriegsgerichts bekannt gegeben. Dasselbe geht dahin, daß: 1) der Sekonde Lieutenant Stegener, Füfilter- Regiments Nr. 73, zwar nicht wegen thätlichen Angriffs auf einen Beamten, doch wegen för perlicher Mißhandlung in zwei Fällen, wegen rechtswidrigen Gebrauchs der Waffe, sowie wegen Widerstandes gegen Beamte in der rechtmäßigen Ausübung ihres Amts mit acht Wochen Gefängniß; 2) der Selonde- Lieutenant Freiherr von Wüllenweber, Füfilier Regiments Nr. 73, unter Freisprechung von der Anschuldigung der versuchten Befreiung eines Gefangenen und des thätlichen Angriffs auf Beamte, wegen törperlicher MißVereine und Versammlungen. streifenden Mitglieder mit 2 Mart au unterstüßen. Herr Apelt macht noch auf die am 27. d. M. stattfindende Sübs west- Versammlung aufmerksam, ebenso Herr Tußauer auf die Versammlungen im Sentrum, welche von jest ab Sonnabende abgehalten werden. hr. In einer gut besuchten öffentlichen Versammlung der Schmiede, welche am Dienstag Lothringerstr. 37 unter dem Borfiße des Herrn Drewig stattfand, legte der Tischler meister Herr Mitan in sehr überzeugender Weise dar, daß zur Beseitigung der im Schmiedegewerbe in noch höherem Maße, als in anderen Bewerben, herrschenden Misstände ( Sonntagsarbeit, übermäßig lange Arbeitszeit, große Reserves Armee arbeitsloser Gesellen und unzureichende Löhne) außer dem bestehenden Fachvereine noch eine andere umfaffendere Organisation unter Leitung einer permanenten Lohntommiffion nothwendig sei. Nach kurzer Diskussion wurde befchloffen, eine 7 Mitglieder zählende permanente Lohntommission aur Regelung der Arbeitszeit und der Löhne zu wählen und Dem Vorfizenden Der Lohnkommission, Damit derselbe fich ganz der Betreibung der Lohnbewegung widmen fönne, ein auslömmliches Gehalt auszusetzen. Aus den dann vorgenommenen Wahlen gingen hervor: als Vorfizender der Kommission und Leiter der Lohnbewegung Herr Schartow, als Beifizer die Herren Peters, Schüler, Raufmann, Fellenberg, Belbaar und Jünge. Herr Scharton erklärte, daß er die vor Allem nöthigen statistischen Erhebungen persönlich in jeder Werkstatt aufnehmen werde. Die als zweiter Buntt auf der Tagesordnung stehende Frage: Sind wir schon in diesem Sommer im Stande, unser Programm zum Theile aus zuführen?" wurde vom Vorsitzenden dahin beantwortet, daß von den vier Programmforderungen: Abschaffung der Sonntagsarbeit, zehnstündige Marimalarbeitszeit, Minimallohn von 18 Mart wöchentlich, Beseitigung aller Koft- und Logisarbeit die erste im Laufe des Sommers ohne große Schwierigkeit durchzusehen sein werde, da mit dieser Forderung sehr viele Meister schon lange einverstanden seien. Der von jedem Rol legen an den Unterfügungsfonds zu entrichtende wöchentliche Bel trag wurde auf 15 Bf. feftgefeßt. Die Festsetzung des dem Leiter der Lohnbewegung monatlich zu zahlenden Gehalts wurde der Lohnlommiffion überlassen. Herr Tobler nahm das Wort, um feine Ueberzeugung auszusprechen, daß die Schmiede bei der unter ihnen herrschenden Uneinigkeit und Energielofig feit auch auf dem jest betretenen Wege für sich allein thre Biele nicht erreichen werden, und um für Auflösung des Fachvereins und für Eintritt in die neugegründete nationale Vers einigung der deutschen Metallarbeiter zu plaidiren. Seine bes redten Worte blieben ohne jede Wirkung. Die Herren Hauf mann, Mitan, Mathies, Fellenberg und Hahn traten ihm energisch entgegen und hatten sich dabei der allgemeinen Bu stimmung der Versammelten zu erfreuen. be. In der Versammlung der Mitgliedschaft Berlin I der deutschen Metallarbeiter, welche am Dienstag, den 21. d., Abends, in Nieft's Salon, Kommandantenstr. 71/72, unter Vorfis des Herrn Klein stattfand, hielt Herr Michelsen einen intereffanten Vortrag über Ueberproduktion oder Unters tonfumtion?". Leider war die Versammlung sehr schwach be sucht. Der Vorsitzende, Herr Klein, führte als Grund für die geringe Betheiligung die überaus traurigen Verhältnisse an, in denen sich die Metallarbeiter Berlins befänden. Hierzu tommt noch, wie Herr Schulz hinzufügte, mangelndes Ver ständniß und mangelnde Antheilnahme an wissenschaftlichen Vorträgen, die ein gewiffes Nachdenken erforderlich machen.Herr Behrendt gab sodann die Abrechnung über die zum Bielefelder Streit eingegangenen eingegangenen Gelder. Gesammelt find 338,30 Mt., die nach Bielefeld abgeführt worden find. Herr B. dankte im Namen der Bielefelder Streifenden und im Namen des dortigen Kassirers, Herrn Krusemart. Einige Listen stehen noch aus, es wird um schleunige Ein lieferung gebeten. Die nächste Versammlung findet am Montag, den 18. Mat, statt, wie nach längerer Debatte beschlossen wurde. B Brandenburg. Auch die Tischlergesellen Brandenburgs haben erkannt, daß es unbedingt noth vendig ist,( wenn nicht die traurigen Verhältniffe, welche augenblicklich hierorts bestehen, permanent werden sollen), Schritte zu thun, welche den Uebelmyiständen ein Halt gebieten; Es wurde deshalb eine Versamm lung einberufen, in welcher Herr Roedel, der Leiter der Lohnbewegung der Berliner Tischler, als Referent fungiren follte. Leider ist die Versammlung von dem Herrn Oberbürgermeister von Brandenburg verboten worden. Grund zu dem Verbot soll gewesen seir, daß ein Berliner in der Versammlung sprechen sollte. Es wird vom Einberufer Be schwerde geführt werden. hfs. Eine außerordentlich gut besuchte Versammlung von Schuhmacher- Meistern und Gesellen füllte am Mon tag Abend die Räume des Louisenstädtischen Konzerthauses. Dieselbe war von der Schuhmacher Lohnkommiffion einberufen und beschäftigte fich unter dem Vorsitze des Herrn Wase wit zunächst mit dem von der Lohntommiffion ausgearbeiteten Wi nimal Stüdlohn- Tarif. Nach einer animirten Diskussion erhob die Versammlung einen Antrag zum Beschluß, der dahin geht, die allgemeine Durchführung des Tarifs energisch zu unterstüßen. Der Schuhmachermeister Herr Engler empfahl darauf wieder in einem längeren Vortrage als pauptmittel zur Ab geslitera handlung und rechtswidrigen Gebrauchs der Waffe, fowie hilfe bes herrschenden Rothſtandes unter den Schuhmachern die Referat übernommen hatte. Diese Versammlung verfiel dem ffe au ftand g befchul ußert und 28 wegen Gebrauchs einer Waffe bei einer Schlägeret mit sechs Wochen und einem Tage Gefängniß und fünf Tagen Haft; 3) der Premier Lieutenant Wyneden, Füßlier- Regiments Nr. 73, wegen versuchter Befreiung eines Gefangenen und thätlichen Angriffs auf einen Beamten während der rechtmäßigen Ausübung seines Amtes mit fünf Tagen Gefängniß und wegen Gebrauche einer Waffe bet einer Schlägerei mit fünf Tagen Haft; 4) der Sefondelieutenant Freiherr von Wangenheim, Füfilier- Regiments Str. 73, unter Freisprechung von der An schuldigung des thätlichen Angriffs auf Beamte, wegen verm Verband fuchter Befreiung eines Gefangenen mit drei Tagen Gefängniß, Criminien und wegen Gebrauchs einer Waffe bei einer Schlägerei mit ucht habe, fünf Tagen Haft zu bestrafen sei; 5) der Sekondelieutenant ungen entid widerhandelns gegen die ihm als Befehlshaber einer militäri Errichtung von Produktiv Affoziationen mit S.aatsfredit. In der Diskussion äußerte u. A. Herr Baginsti seine Bedenken gegen Staatskredit unter den jeßigen Verhältnissen, wogegen Herr Engler den abstraften Einwand geltend machte, daß der Staat nur die Gesammtheit des Voltes darstelle. Herr Blaved trat besonders für ein Handinhandgehen der Kleinmeister und Lohnarbeiter gegen das Großkapital ein. Bum Schluß nahm die Versammlung auch eine Resolution an, durch welche fte fich mit den Ausführungen des Herrn Engler und anderer Redner(!) einverstanden erklärte und der Hoffnung Ausdruck lieb, daß das Vorgehen der Lohnkommission die Lage der Schuhmacher beffern werde. feiner Wo Stern, 74. Regiments, aber von der Anschuldigung des Bu- welche am vorigen Sonntag( den 19. d. Wits.) im Konzerten Racheal fchen Wache ertheilten Vorschriften und von der Anschuldigung Berfeindu hfs. In der General- Versammlung der Schloffer, Lotal, Sanssouci" in der Rottbuserstraße in einer Stärke von ca. 350 Theilnehmern tagte, referirte Herr Miethe über die En und g der Freiheitsberaubung freizusprechen sei. Durch dieselbe Beendigung des Streites in der Schulsschen Eisenmöbelfabrik, lediglich Raiser in Gnaden erlaffen worden. Dem Bürgervorsteher der Lester ebfeder Samobl meine Bili mußte Sfage ge find, fo Bla mehr Legter minifters eur ber ammer Der Leitar enannten Stagsabg wider fte erkannte Freiheitsstrafe von Seiner Majestät dem follegium ist seitens des Magistrats von dieser Entscheidung Soziales und Arbeiterbewegung. Entgegru zu legen. So wurden in legter Beit in einer der hiesigen sta asfigu en. Name im Inte rolveriam Treue u daß der fch anders Ein gwell ng des er Milita flagte bel beleidige ng in be Ein neuer Streit ist bei den Schloffern ausgebrochen. Die Herren Schlossermeister können sich immer noch nicht daran gewöhnen, daß die Gesellen unter sich eine Bewegung ins Leben gerufen haben, welche geeignet ist, ihre zum größten Theil sehr traurige Lage zu verbessern. Anstatt daß nun die Meister eine solche Bewegung mit Freuden begrüßen sollten, weil sie ja im Stande ist, auch die Lage der Meister( welche ia auch nicht alle auf Rosen gebettet find) zu verbessern, suchen Dieselben den Gesellen alle möglichen Hindernisse in den Weg größeren Werkstätten einige der ältesten und bemehrtesten Kräfte entlaffen, weil sie sich an dieser Bewegung betheiligt hatten, und gestern( Mittwoch) ist in einer andern Werkstatt wegen einer solchen Maßregel die Arbeit niedergelegt worden. Der Sachverhalt ist turz folgender: In der Werkstatt des Herrn Duste, Friedrichstr. 247, exiftirt noch die 11 stündige Arbeitszeit; In der letzten Woche verabredeten sich die Arbeiter, um bei Herrn Duste vorstellig zu werden, ob er nicht gewillt sei, die zehnstündige Arbeitszeit einzuführen. Der älteste Arbeiter, welcher am legten Sonnabend damit beauftragt wurde, traf den Herrn Duste nicht anwesend, in Folge dessen blieb es vorläufig beim Alten. Als nun die Arbeiter am Montag die Arbeit zur regelmäßigen Beit wieder aufnahmen, wurde einer von diesen plöglich entlassen. Jeden falls war derselbe dem Herrn Duste als der Urheber bezeichnet worden. Die anderen Kollegen fühlten sich aber mit dem Entlaffenen solidarisch und als eine nochmalige Vorstellung bei Herrn Duste feinen Erfolg hatte, legten gestern fümmet Arbeiter die Arbeit nieder. Auch eine Vorstellung des Leiters der Lohnbewegung im Beisein der zwei ältesten Kollegen vers Itef refultatios. Wir ersuchen nun die Kollegen Berlins, den Buzug zu dieser Werkstatt fern zu halten, damit die Forderungen Der Streifenden nicht illusorisch gemacht werden. Alles Nähere ift zu erfahren bei dem Leiter der Lohnbewegung E. Miethe, Alexandrinenftr. 118a., oder in der nächsten Versammlung. Die Kommission der Berliner Tischler sendet uns fol genden offiziellen Bericht über den Stand des ausgebrochenen Tischlerstreits mit der Bitte um Veröffentlichung. Von den Streifenden erhielten den Tarif bewilligt am 21. u. 22. April Harms, An lamerstr. 33, Ningleb, Neuenburgerstr. 25, Noad, Ritterfir 8, Mittag, Eisenbahnstr. 11, Groß, Langestraße 68, Reichel, Prenzlauerstraße 15, J. Schnurre, Reichenbergerstraße Nr. 144, Weidenbach, Behdenickerstr. 5, Beppner, Friedenstraße Nr. 53, Clucas, Lichtenberg, Mebles, Potsdamerstraße 47a, Heime, Weberstr. 41, Quadbasel, Langestr. 70, Lorenz, Dra nienstr. 9, Schubert, Veteranenstr. 25, Karow, Gollnowstr. 19, Befferwiffe Monate us. daß Schlüffe tfprechen Beleidig t einer G I b bnen fei gerichts I ftigen, w ftig einsig uchbinder de Perfone Co Geißle rebelid te Oppenheime unftbändler 6. Da fe ine brei Baafe Lobe Invent Berftorben ericht ein Eine Versammlung des Fachvereins der Tuch macher fand am Montag im Lokale Bellevue hierselbst statt, in welcher Der Berliner Stadtverordnete Herr Ewald, welcher augen blicklich in Brandenburg sein Domizil aufgeschlagen hat, das Schicksal der Auflösung. Es wurde nur gestattet, daß Protokoll zu verlesen; als dem Steferenten das Wort ertheilt wurde, um über das Reichsfranfenfaffengesetz zu sprechen, erklärte der überwachende Polizeikommissar die Versammlung für geschlossen. Den Grund gab derselbe erft an, nachdem Herr Ewald ihn mehrmals energisch dazu aufforderte. Troßdem, daß alles in größter Ordnumg verlief, wurde eine Militär- Patrouille von 30 Mann aufgeboten, welche das Versammlungslotal( welches übrigens schon vorher geräumt war), räumen follte. Bei dieser Gelegenheit wurde ein gerade zum Begräbniß anwesender Bigarrenmacher aus Rathenom verhaftet und unter MilitärEstorte nach dem Rathhaus geschafft. Den Metallarbeitern Berlins diene zur Kenntniß, daß fich die Arbeiter folgender Etablissements an den Unter ftüßungen der streitenden Bielefelder Nähmaschinen arbeiter durch den Vorstand des Fachvereins Der Berliner Nähmaschinenarbeiter betheiligt baben: Die Arbeiter von Nothmann mit 130,49 M., Edert 72,70, Lämmerhirt 64,00, Müller 40,30, Löve 25,35, Schenk u. Heyde 16,65, Schäffer u. Hauschner 15,60, Böttcher 14,55 Neidlinger 13,00, Behrend u. Brune 12,85, Lüben u. Bubse 11,30, Reichelt 11,00, Jferstädt u. Günther 10,85, Nagelom 8,80, Frister u. Roßmann 8,15, Wernice u. Edelmann 8,00, Lehmann 8,00, Necker 4,75, Grunom 2,00, Diverse 9,05. Summa: 487,39 M. Hiervon find abgesandt nach Bielefeld: 446 M. An einen feiner Zeit anwesenden ftreifenden Bielefelder 22 M. Ein Rest von 19,39 M. ist der Vereinigung der Metallarbeiter Deutschlands, Mitgliedschaft Berlin O. zur Verfügung gestellt worden. F. Günther, Adalbertstraße 66. E. Wornst, Wiesenstr. 38. Revidirt und für richtig befunden durch E. Bock und E. Casprich. ursachte und dessen Beendigung im Interesse der Sache noth wendig wurde, nachdem Herr Schulz den Forderungen des Programms der Lohnbewegung nachg tommen war, aber noch immer seine Weigerung aufrecht hielt, fich durch seine Unterschrift zur Aufrechthaltung der Bewilligung jener Forderungen zu verpflichten. Von den Streitenden ist nur ein einziger, Namens Seidelsdorf, dem durch Unterschrift gegebenen Vers sprechen untreu geworden, bei Herrn Schulz nicht wieder in Arbeit zu treten. Alle übrigen haben, bis auf siet oder drei, anderweitig wieder Beschäftigung erhalten. Am nächsten Sonntag wird in demselben Lokal, in 14 Tagen in Moabit wieder eine General- Versammlung stattfinden. Dazwischen sollen Ve sammlungen einzelner Werkstätten abgehalten werden, in denen Kollegen wegen ihrer Betheiligung an der Lohnbewegung gemaßelt worden find. In der Generalversammlung des Arbeiter Bezirksvereis vom 15. und 20. Kommunal- Wahlbezirt, welche am Sonntag in Wohlhaupt's Salon unter dem Vorfiz des Herrn Herzfeldt tagte, stand auf der Tagesordnung: 1. Kaffen bericht für das erste Quartal 1885. 2. Verschiedenes Fragetaften. Die Rechnungslegung des Kaffirers, Herrn Scra Fragetaften. Die Rechnungslegung des Kafftrers, Hermund newig wird von den Revisoren für richtig befunden und in Folge deffen dem Kasfirer Decharge ertheilt. Nachdem Herr Lehmann das Fehlen vieler Mitglieder scharf gerügt hatte, stellt Herr Riffert den Antrag, die Arbeiter- Stadtverordnet n aufzufordern, dahin zu wirken, daß die sog. Suppenfüchen in Anbetracht der großen Arbeitslosigkeit auch für den Sommer bestehen bleiben. Hiergegen wurde von mehreren Rednern erwidert, daß diese Küchen der Privatwohlthätigkeit ihr Bestehen verdanken, und daß deshalb der Antrag zwecklos set. Die Mehrheit der Anwesenden war jedoch der Ansicht, daß dann dahin gewirkt werden müffe, daß die städtische Verwaltung dahin gewirkt werden müsse, daß die städtische Verwaltung einen Buschuß zu dieser Wohlthätigkeitseinrichtung zable. Der Borsigende verlieft fodann einen vom Gesammtvo: ftande unterzeichneten Antrag, der in Erwägung der dem Verein von allen Seiten gewordenen Schwierigkeiten,( Lotalentziehungen, Verboten 2c.) Dahin geht, den Verein aufzulösen. Nachdem sich fämmtliche Redner für den Antrag erklärt und den Mitgliedern den Rath ertheilt hatten, fich dem Bezirksverein ,, Laufiger Plag" anzuschließen, wurde der Antrag einstimmig angenom men, und dann die Versammlung geschlossen. Der Fachberein der Tischler hielt am 20. b. M. seine außerodent'iche General Versammlung unter dem Voisite des herin Tusauer ab. Sämmtliche Berwaltungsbeamten erstatteten Bericht über die Thätigkeit des Vereins, außerdem fanden mehrere Erfaßwablen statt. Es wurden Herr Tugauer als erster Borsigender, Herr Mertel als erster Tubauer als erster Borsigender, Herr Mertel als erster Rafftret und Herr Sprenger als erster Bibliothekar einstimmig wiedergewählt. An Stelle des Herrn Rosin( erster Schriftführer) wurde herr Glode gewählt, an Stelle der Schriftführer) wurde Herr Glode gewählt, an Stelle der Herren Friz und Herren Friz und Rabmed( Kontroleure) wurden die Herren Müller und Urban gewählt, als Erfagmann für Herrn Webab Glode Herr Meißner. Ferner wurde beschlossen, die Eine öffentliche Versammlung der Metallarbeiter Berlins findet am Donnerstag, den 23. d. Mts., in Kellers Lotal, Andreasftr. 21, statt. Tagesordnung: Stellungnahme Der Berliner Metallarbeiter zur Bereinigung der Metallarbeiter Deutschlands. Bericht der 21. Kommission. Referent Herr Frip Gördi. Eingeladen find: Schmiede, Schloffer, Dreher, Klempner, Gürtler, Drücker, Schnittarbeiter ac. B Der Arbeiter Bezirtsverein Laufizer Play" hält heute seinen Leseabend in Ehrlich's Lokal, Naunyn straße, ab. Außerordentliche Generalversammlung der Mitglte der der Ortetrantentasse der Waschinenbauarbeiter un perm. Berufsgenossen zu Berlin: Sonntag, den 26. Apri Vormittags 10 Uhr, im Wintergarten des Bentral Hote Friedrichs und Dorotheenstraßen Ede, Eingang Dorotheen fraße: Tagesordnung: 1. Die Erhöhung der Beiträge von 0,51 auf 0,63 Pf. pro Woche und die für die Mitglieder dar aus entstehenden Folgen. 2. Wäre die Krantentaffe noch zab lungsfähig, wenn von dem Fonds der alten Sterbefaffe ( 209 000 r.) nicht ausgezahlt würde? 3. Wollen wir Mit glieder uns diefes, ohne dagegen zu protestiren, rubig gefallen laffen? P. S. Mitglieder!!! In dieser Versammlung wird Aufklärung gegeben über alle Euch intereffirenden Angelegen beiten. Diese Tagesordnung wird wohl genügen, um felbft Diejenigen in der Versammlung erscheinen zu lassen, die bis heute unserer Agitation fern standen. Mitglieder, welche nur der Sterbelaffe angehören, werden aufgefordert, recht zahlreich zu erfche nen. Die Protest Kommiffion. J. A.: A. Meyer, Staligerstr. 144. # Vermischtes. Folgende Auerbach- Anekdote erzählen die Berliner Monatshefte Mit einem Freunde macht Auerbach einen Spaziergang durch den Thiergarten. Swei etwas bettelhaft aussehende Kinder laufen den Beiden in den Weg. Mitleidigen Tones ruft Auerbach: Sehen Sie die armen Rleinen; mein Hers treibt mich, ihnen eine Ueberraschung, eine Freude zu be reiten." reiten." Spricht's und greift nach einem Baumzweig, den er abbricht und einem der Kinder überreicht mit den Worten: So, ihr Lieben, bringt Euren Eltern diesen Zweig und sagt ihnen, Berthold Auerbach habe ihn in Eure Hände gelegt." Einen eigenthümlichen Fall von Traumwandelei be richten Auge burger Blätter. In der ehemaligen Reichsstadt wurde nämlich jüngst in einer Brauerei( Vogtherr) am hellen Mittag ein Braubursche bemerkt, welcher der Lange nach aus geftreckt auf dem Dach first lag und dort fest schlief. Da dieses Bett nicht nur unbequem war, sondern auch direkt lebensgefährlich schien, so wurde ein Maurer requiritt, welcher dem Schlafenden ein Seil am Fuße befestigte und ihn alsdann Dorfichtig heruntertransportirte, wobei die Zuschauer fich mög lichft ruhig verbielten, um den Schlafenden nicht zu weden und ihn so zu einer plöglichen Bewegung zu verleiten. Ueber Julius Hopp's trauriges Geschid melden Wiener Blätter: Julius Hopp ist gestern auf das Beobachtungszimmer bes allgemeinen Krantenhaus 3 gebracht worden; der Hunger hat die Geisteskräfte des einst so munteren Gesellen zerrüttet! Der Hunger! Wer hätte das geglaubt, wenn er den Mann vor wenigen Jahren noch in heiterer Tafelrunde sah; wer hätte das gedacht, als noch hopp'sche Wize" ein unentbehr liches Ingredienz von ,, Bolls ftüden" bildeten, deren Autor sein Kind nicht hinreichend mit Lachstoff ausgerüstet batte, als Margarethe und Fäustling" Tausende und aber Tausende in bas Theater zog, als die Hopp'schen Ueberseßungen der Offen bach'schen Operetten noch die gesuchtesten waren und seine Instrumentirfunft von Koryphäen der Operette zu stathe ge zogen wurde! hunger, es ist so. In den legten Monaten hat oft der an Wohlleben gewöhnte Mufiler und Librettist fich, erschöpft von Nahrungsmangel, stundenlang nach Meidling geschleppt, wo fein Schwiegersohn, ein vom Glücke gleichfalls bedachter Schauspieler, farg thm ein bieten nothdürftiges Unterlommen Tonnte; zum Hunger bat ft zuweilen Obdachlosigkeit gefellt bei Hopp, Stüde werden werden heute Dem luftigen" Hopp. Seine Stüde noch in ganz Deutschland, an allen Provinzialtheatern aufgeführt, die Zantièmen bezieht der Theateragent, der fie für geringes Geld gekauft hat der Autor, der auf seinen Vortheil so wenig bedacht gewesen, findet ein Asyl im Kranken haufe, wo er wenigftens zu effen bekommt. Nicht für lange, freilich; Hopp ist ja nicht irrfinnig, die Pflege macht ihn wieder gesund; man forscht nach seinem Buständigkeitsort" und schiebt thn dann ab", hopp, den luftigen Hopp. Wie das so ge Tommen, läßt sich mit wenigen Worten sagen. Als Hopp in voller Schaffenstraft stand, dachte er nicht des morgen und lebte beiter in den Tag hinein; was Andere verstanden, aus ihrer Arbeit Renten zu ziehen, das verstand er nicht, und so eriftirt thatsächlich von allen seinen Werken nur ein einziges, die hübsche Operette Morilla", deren Tantièmen ihm noch von Wiener Aufführungen aufielen- wenn solche Aufführungen zu ermöglichen wären. Alles Andere gehört den Agenten. In ben letzten Jahren hat Hopp noch Bieles gearbeitet, er war es auch, der den Text zu ,, Carmen" übersetzt hat, aber der Ertrag war spärlich und in den legten Monaten blieb auch die Arbeit aus. Paris.( Wie nett!) Bei dem Rennen von Longchamp trug Sonntag eine Pariser Schauspielerin, welche fich mit Hilfe ihres Schneiders und ihrer Modiftin größeren Ruhm verschafft hat, als durch ihr Talent, folgende Toilette zur Schau, von der es heißt, fie werde zahlreiche Nachahmerinnen finden: Der Hut stellt einen sierlichen Sattel aus rothbraunem Sammet dar, dem zwei Lederriemen, an deffen Enden winzige Steigbügel hängen, als Bindebänder dienen. In die Haare, welche gleich einem Pferdeschweif den Rüden herab hängen, waren stäblerne Maultetten eingeflochten. Der Rod, aus firschrothem Atlas, ist mit geftidten Hufeisen und Beitschen geschmückt. Die Jodeijade ist aus gleichem Stoff verfertigt und den Gürtel bildet ein buntfarbiger Burtriemen mit einem Hufeisen, das mit Stahlnägeln beschlagen ist, als Schloß. Wjatta.( Menichenopfer.) Nach einem gewissen Beitraum oder in Jubiläumsjahren, oder sonst bei irgend Theater. Königliches Obernhaus. Deute: Der Trompeter von Säflingen. Königliches Schauspielhaus. Heute: De zärtlichen Verwandten. Deutsches Theater. Beute: Die große Blode. eute: Klein Geld. Bellealliance- Theater. Renes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Heute: Der Großgmogul. Central Theater: Alte Jakobstraße 30. Direktor: Ad. Ernst. tute: Der Walzer König. cute: Refidenz- Theater: Direktion Anton Anno. Bum 21. Male: Der Kernpunkt. Hierauf: Die Schulreiterin Walhalla Operetten- Theater: Heute: Der Feldprediger. Louisenstädtisches Theater: beute: Hurrah Germania! Oftend- Theater: Beute: Der fliegende Holländer. Wallner- Theater. Heute: Sein Fehltritt. Vittoria Theater. Heute: Sulfurina. Alhambra- Theater. Beute: Fridolin, oder: Der Gang nach dem Eisenhammer. Herrn Karl Föllmer zu seinem heutigen Wiegenfefte ein donnerndes Hoch! Arbeitsmarkt. Tüchtige Hosenschneider finden dauernde Beschäftigung bei 873 D. R. J. 872 Hathis, Kurstraße 43/44. Eine geübte Lederstepperin verlangt 871 Eitermann, Schüßenstraße 75. 863 Ein junger Arbeiter wird verlangt Blumenstraße 77. H. Gabel. Ein Mädchen für Alles von außerhalb findet einen guten Dienst bei S. Gutsche, Viehhalter, Müllerstr. 128. 866 Um allseitige Unterstüßung des Bureaus für ArbeitsAngelegenheiten und Statistik wird dringend ersucht. Der Quartals beitrag für Fachvereine, Ortsverbände und sonstige Interessenten ist auf nur drei Mart festgesetzt. 811 Fr. Rohleder, Neuhausen- München. Möbel und VofflerwaarenMagazin Don A. Franke, Wafferthorstraße 46, empfiehlt nur reelle, gediegene Arbeit. Solide Preise. Auch Theilzahlung. 829 | welchen besonderen Anläffen im Leben des Wotjaten erklären Die Zauberer, daß Keremet( Geist des Bösen) statt eines Thieres einen Menschen zum Opfer verlange, und zwar diesen oder fenen weißen"( blonden) Knaben oder Mann. In diesem Jahre fiel in Multanskoje, Kreis Malmysh, die Wahl auf den Briefter Jwan Bafilewski. Eines Abends berief man ihn, angeblich um einem Sterbenden die heilige Wegzehrung zu reichen. Als der Priester den Unholden in die alle gerathen war, begannen fie alle Vorbereitungen zum Opfer zu treffen. Durch einen glücklichen Bufall tam mit einem Auftrage des Landpolizei- Pristams ein Urjadnit ins Dorf. Der Fuhrmann des Urjadnit erzählt nun folgendes: Wir fahren bei einem Hause Dor, aber pochen, Niemand ist da. Ganz ebenso beim zweiten Hause. Blöglich sehen wir auf der Straße Kinder; wir fragen fie, wo ihre Väter find. Ein Knabe antwortete: ,, Sie beten den Bopen."( Das Schlachten des Opfers wird bei den Wotjaten beten" genannt.)- Wo, wo? zeigt uns!" Dies geschieht. Das Thor ist gefchloffen. Auf Befehl des Urjadnik steige ich über den Baun, öffne das Thor und laffe den Urjadnik in den Hof. Die Thüren der Hütte, welche verschlossen waren, wurden eingeschlagen, die Wotjalen welche verschloffen waren, wurden eingeschlagen, die Wotjaten erhoben Lärm. Der Urjadnit feuerte einige Schüffe ab und brohte mit dem Säbel. Die Wotjaten hatten zwar Alle Meffer in den Händen, wagten es aber doch nicht, fich zu widersezen, sondern suchten vielmehr ihr hell in der Flucht. Der Priester lag auf dem Tisch und sagte: Wer getauft ist rette!" Sch bürge mit meinem Kopf für Sie, Väterchen," sagte der Urjabnit, löfte die Stride und befreite den Priester. Die Sache ist bereits bei der Prokurat r anhängig. ( Wolshki Weftnit.) Kleine Mittheilungen. Saarbrücken, 18. April. Der Zentralausschuß zur Unter. stützung der Hinterbliebenen der bei bem Unglück auf der Grube Camphausen umgekommenen Bergleute hat der Köln. Btg." zufolge gestern eine Versammlung abgehalten, in welcher vom Schaßmeister die Mittheilung gemacht wurde, daß die aus den Sammlungen geflossenen Gaben, so weit sie dem Ausschuffe schon zur Verfügung gestellt worden, bis jetzt die Summe von M. 131 676.04 betragen. Es wurde demnach be Schloffen, sofort an alle Hinterbliebenen der Verunglückten eine vorläufige Bahlung zu leisten und zwar jeder Wittwe M. 150 nnd für jedes Kind M. 10; den unterstüßungsbedürftigen Angehörigen der ledig Verstorbenen je M. 100 und den unterfügungsbedürftigen Eltern der Berunglückten, wenn der Verunglückte diese unterhalten hat, ebenfalls je M. 100. Auch den aus der Grube Geretteten wurde eine Unterstügung zugesprochen, und zwar den seit der Katastrophe noch kranten und arbeitsunfähigen Bergleuten je M. 150 und den vorübergehend trant gewesenen Geretteten je M. 50. Außerdem erhalten sämmtliche Wöchne rinnen noch eine besondere Babe von M. 30 und ermächtigte rinnen noch eine besondere Gabe von M. 30 und ermächtigte die Versammlung den Vorsitzenden, in einzelnen Fällen auf Antrag eines Lokalausschusses noch außerordentliche Beihilfen bis zum Betrage von je M. 50 bewilligen. Bu erwähnen ist ferner noch, daß die Knappschaft bereits in der monatlich er folgenden Voraus bezahlung von Pensionen und Erziehungsgeldern an Wittmen und Waisen begriffen und daß die staatlichen Behörden mit der Berechnung der von ihnen auf Grund des Reichsunfallversicherungsgesetzes zu leistenden Buschüffe be schäftigt find. Es geschieht demnach von privater, Inappschaft licher und staatlicher Seite alles Dentbare, um die materielle Lage der schwer helmgesuchten Hinterbliebenen so günstig wie möglich zu gestalten. Wie aus New- York gemeldet wird, brach in dem in Richmond aufgeschlagenen Birkus Kloseberg am Freitag wäh rend einer Vorstellung Feuer aus. Alles stürzte zu den Aus gängen, an denen ein furchtbares Gedränge stattfand. Ungefähr 100 Personen sollen erdrückt sein. Dez ganze Birkus, welcher aus Holz erbaut war, wurde zerstört. $ H Madrid.( Spanische Räuber.) In Jubencos( ften) fprengten in voriger Woche fieben Räuber die Thi der Wohnung des Predigers mittelst einer Dynamilpa brangen ein, fnebelten den Briefter und bemächtigter fi Geldes, so weit sie dasselbe fanden. Da ihnen aber thr zu gering erschien, und der Priester auf alle Fragen mehr Geld erwiderte, er verfüge über nichts weiter ihm einer dieser Unmenschen ein glühendes Stüd in den Mund, und ein anderer füllte feine Taschen mit und sette dieses in Brand. Erst am Morgen fand man Unglücklichen, mit Den fürchterlichsten Brandm bedeckt; sein Bustand ist ein hoffnungsloser. Fünf der ten sind bereits in den Händen der Gerechtigkeit; man fie nur mit Mühe vor der Wuth des Volkes schüßen, d furchtbare Lynch juftiz an ihnen üben wollte. In Lynchjustiz überfielen dret Banditen einen Bauer in seinem Gehöft raubten ihn aller seiner beweglichen habe, so weit e möglich war, dieselbe zu transportiren, und hingen ban Armen, in einen Klumpen geballt, die Füße gegen die b und die Hände gegen den Rüden gefeffelt, in den Rau des Hauses, wo fte ein tüchtiges Feuer anzündeten arme Bauer wurde am nächsten Tage, erstickt und vom völlig geschwärzt, aufgefunden. Bei einem dritten der Nähe von Los Correos überfielen einige Räuber mi Walde einen Bürger, raubten ihn aus und hingen den Füßen an einen Baum, so daß der Kopf herunte Die Hände waren ihm gefesselt und in seinem Munde ein Knebel. Diesmal hatte die Affaire aber einen b der für die Räuber recht unangenehm war. Während nämlich an dem Anblide der Qualen ihres Opfers we bemerkten fie nicht das Herannahen dreier Leute, denen einer ein Deutscher als Betule Den Märkien fich zu produziren pflegt. Blicke übersah dieser Die Situation. Lautlo heranschleichend, padte er mit mächtigem Griffe den ein Banditen an dem Gürtel, hob ihn in die Höhe wie ein und schleuderte ibn in ein nahes Dornengebüsch, wo finnungslos liegen blieb. Die anderen Bösewichter, e fünf bis sechs, ergriffen darauf schleunigst die Flucht Deffen wurde einer Don einem Revolverfchuffe Athleten erreicht und gerieth in die Hand Verfolger. Die beiden beiden gefangenen Verbrecher ihrer gerechten Strafe im Gefängniß, der Bürger rechtzeitig herabgenommen, jedoch ist ein Halswirbel brochen und feine Aussicht, den Mißhandelten am erhalten. Mit Leba beu London, 20. April. Drei deutsche Seeleute, näml Steuermann Ludwig Dalmke, der Hochbootsmann Schmidt und der Koch Rople, die früher auf der Barle Friedrich Wilhelm IV." unter Rapitän Ahrens wurden am Sonntag dem Kapitän der Hammonia" förderung nach Hamburg übergeben, wo sie unter der der Meuterei an Bod thres Schiffes den deutschen ausgeliefert werden sollen. Gemeinnütiges. Nachtheil der Federbetten für Kinder. Der der dadurch entsteht, ist zweierlei Art. Erstens wer die zu große Hiße der Federbetten die Muske Bänder erschlafft; zweitens wird dem Rückgra eine frumme Lage gegeben, indem sich der auf diesem weichen Vfühl eine Grube Nr. erscheint Berlin f Boftabon Mit d auf das PP mit der mi Der 1 Mart 3 Bestel Expedition Die erschienene gratis und Der bitten wir machen zu Die Reda So Weber, b genannte mittelung beffen Ün Textilbran bie Arbeit Bevölkeru Dieser Grube schmiegt sich der Körper an und sein Gin um so bedeutender, weil er die ganze Nacht hindurch Man laffe die Kinder lieber auf härterem, fefterem Lage einer Füllung von Haferspreu schlafen. Dies hat den Bedürfnisf daß diese Spreu die Näffe an sich zieht und die Füllung gewechselt werden kann. en gros, Cigarren- u. Tabak- Handlung Fritz Goercki Berlin SO., Admiralstraße 40( frühere ,, Linde.") mit den n in Schlefi wärts ber Sachfen, ihr Auge Fattoren, en det genten Import echter Havanna, Lager aller Sorten Rauch- und Schnupf tabake. 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Buchführung und Darstellung eines neuen abgekürzten Syfter doppelten Buchmethode Aur Don feits das S Arbeitsfrä dieser Ang Man weiß Ausgeber erhoben w Diefer Aus machen, bi beshalb in und Mot zwischen be feßliche Bo Audbrud verb 18] Als di mann von fagte er: 9 Ents Frage C.Schmidt, Lehrer& Bandelswille Preis Mk. 1,50. Dürrb Sehr Bu beziehen durch die Erzedition des Berliner Voll mel, Ihre Rimmeritraße 44. von Tuch, Tibet, Kammgarn, Trifol Abfälle Der Vorstand. Wolle F. August Herold Berlin SO., 112 Skalitzerstrasse 112. Möbel, Spiegel- und Poffterwaaren Magazin Eigene Fabrik, Solide Preise. Prompte Bedienung. 18 Skalitzerstrasse 18 Restaurant H. Stramm empfiehlt seinen reichhaltigen Frühstück, Mittag und Abendtisch. 651 F. 490 Ruhnke, Uhren- Fabrik, Berlin S., Dresdenerstrasse Nr. empfiehlt alle Arten Uhren, Ketten, Schlüffel, Goldwaaren 5 jähr. schmacoollsten Mustern zu Fabrikpreisen unter Garantie. Theilzahlung ohne Breiserhöhung geftattet. Reparaturen gut und billig. 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