ÄÄ «nW Nr. 95 Freitag 24. April 1885. II. Jahrg. j weil tt* igen W», -gen den Z izündetea md voal erlilierVMiM Krgan für die Interessen der Arbeiter. ♦ Kg luder«"• hingen A jf bttunl» i Mundil einen Lahrenbi ''HZ .«W Lautlei e den eu» K rote en 14. wo chter.*M ie Flu-d> lverichutn, Hand j breche!! 80, 8*' Swirdel« n om™ .., i �, Das„Berliner Bolksblatt" evchemt taglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in s Haus vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. ioftttbonnemenl 4 M. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags-Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. (Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) Jnsertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen« Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Keuthstraße 2.— Grpeditwn: Zimmerstraße 44. Ab»MMt»ts-Gi«ladni!S. Mai eröffnen wir ein neues Adonne nent bisher ii nie, m mann if der'» Ahiens� nonia ter VN tschen s Mit dem 1. aus das „Berliner Bolksblatt mU der wöchentlichen GratiS-Beilage „JllnstrirteS Sonntagsblatt" , Der Abonnemenlsprei« deträat iür Berlin wie äjl]L?, voo Monat, J5 Pf. pro Woche. Bestellungen nehmen sämmtltche Spediteure, sowie die Expeditwn dieser Zeitung an. Die neu hinzutretenden Abonnenten erhalten die bisher erschienenen Nummern des „JllnstrirteS Sonntagsblatt" gratis und franko nachgeliefert. Der heutigen Nummer liegt ein Bestellzettel bitten wir, von demselben möglichst ausgiebigen machen zu wollen- Die Redaktion«nd Expedition de«„Berliner Volktblatt bei, und Gebrauch , Der# b ver r' % Kf Die Lerttuer Lohnweber. So nennt man in Schlesien und anderwärt» jene Weber, die für Berliner Firmen arbeiten, wobei so- genannte„Ausgeber" oder Faktoren die Ver- Mittelung übernommen haben. E» fehlt in Berlin und deflen Umgebung keineswegs an Arbeitskräften für die Textilbranche. Allein die Unternehmer suchen sich nunmehr die Arbeiter jener Gegenden heraus, wo sich die Masse der Bevölkerung in lange« Elend daran gewöhnt hat, ihre Bedürfnisse möglichst einzuschränken und demgemäß auch im» den niedrigsten Lohnsätzen sich zu begnügen. Die« ist in Schlesien und Sachsen bei den Webern kau« wie ander- wärt» der Fall, in Echltsien vielleicht noch mehr wie in Sachsen, und deshalb haben die Berliner Textil- Industriellen ihr Augenmerk dahin gerichtet. Die„Ausgeber" oder aktoren, welche die Vermittelung besorgen, sind nur genten der Berliner Firmen und haben natürlich einer- s-its das Bestreben, ihren Auftraggebern möglichst billig« Arbeitskräfte zu verschaffen, andererseits aber selbst au« dieser Angelegenheit möglichst großen Gewinn zu ziehen. Man weiß, daß gegen das Verfahren dieser sogenannten Ausgeber von den Arbeitern schon eine Menge Beschwerden erhoben worden sind; namentlich steht es in dem Belieben dieser Ausgeber, aus nichtigen Gründen Lohnabzüge zu machen, die natürlich in ihre Tasche fallen. ES wurde deshalb im Reichstag im Jahre 1878 von den Abgg. BloS und Motteler ein Antrag gestellt, für das Verhältniß zwischen den„Ausgebern" und den Arbeitern gewisse ge- setzliche Vorschriften einzuführen, um der Willkür der ersteren „.qdn.- oerboim.] �fCUilTctOn. 3m Eckfenster. Roman von Friedrich Gerstäcker. (Fortsetzung.) Al» die Gäste da« Lokal verließen, schloß sich ihnen Haupt- mann von Dürrbeck an, und sich zu Mr. Hummel wendend, sagte er: „Entschuldigen Sie, mein Herr, wenn ich als Fremder erne Frage an Sie richte— mein Name ist Hauptmann von Dürrbeck." " f�üenehm, Herr Hauptmann," sagte Herr Hum« �mel,„Ihre Bekanntschaft zu macken. Ich heiße Philipp Hummel"— und daber nahm er seine Hand und schüttelt« sie kräftig—«und was wollen Sie fragen?" „Sie waren, wu ich neulich hätte, lange Zeit in Amerika?", � „Yen", erwiderte der Mann, indem er seinen Tabak«- satt gegen das nächste Hau» spritzte,„habe mich einen guten ntretch darin herumgetrieben." „Sie kennen daS Land genau?" „Wie meine eigene Tasche." „Die Sache ist einfach die," fuhr der Hauptmann fort, während er mit den beiden Herren die Straße hinabschritt: ein Verwandter von mir, ein junger Offizier, dem die Hältnisse hier nicht mehr zusagen, möchte seinen Ab- chied nehmen und nach Amerika auswandern. Wir haben atürlich mit allen Kräften versucht, ihm die Idee auizu- 'den; aber er hat sich einmal auf den Gedanken ver- ♦h" nicht mehr davon abzubringen. Wohin - I,®ie ihm da, sich zu wenden und glauben überhaupt, haß er dort fein Fortkommen finden Mr. Hummel hatte indessen fein Primchen fleißig im unde hin und her gedreht, jetzt spuckte er wieder aus md sagte:»Well; wenn Sie mich um meine Meinung ragen, so kalkulire rch, daß Sie doch die volle Wahrheit »ören wollen." „Ich bitte Sie eben darum." Schranken zu setzen. Der Antrag wurde ind ssen von dem ultramontanen Abgeordneten Franz bekämpft und auch ab» gelehnt; die alten Zustände blieben bestehen und die Be- fchweiden gegen diese Art, die Löhne zu drücken, bestehen auch noch. Auf di-sem Wege haben die Berliner Firmen es fertig gebrocht, äußerst dillige Arbeitskräfte zu erhalten, während die Berliner Weber am Platze selbst natürlich den Rück- schlag auSzuhalten hatten und noch aus-uhalten haben. Ihnen blieb keine Wahl, als entweder eben so billig zu arbeiten, wie die Schlesier, oder überhaupt ohne Beschäfti- gung zu bleiben. Man kann sich denken, in welcher Zwangs- läge sich diese Arbeit-r befinden, die gewohnt sind, sich kcäftiger zu nähren, al« die Schlesier. Jedermann weiß, daß das Herabdrücken der Löhne der schlesischen Weber auf ein Minimum schon die trau'iasten Folgen gehabt hat. Noch vor nicht allzulanger Zeit hatte dort der Hungertyphus weite Kreise der Bevölkerung er- griffen und der Nothstand wurde so dringend, daß man in öffentlichen Aufrufen sich an die Mildthätigkeit wendete und daß auch eine Staatshilfe im preußischen Landlag bewilligt wurde. Damit konnte selbstverständlich der Nothstand nicht beseitigt werden; im Gegentheil kann man sagen, daß der Nothstand unter der schlesischen Weberbevölkerung ein per- m a n e n t e r geworden ist, der ab und zu eine solche Höhe erreicht, daß er zu verheerenden Epidemien führt. Alle die zahlreichen und so furchtbaren Erfahrungen in Schlesien haben indessen die Textil-Jndusttie noch nicht dahin zu bringen vermocht, das System, nach welchem die Löhne immer auf ein Minimum hinabgedrückt werden, auf- rugeben. Dieses System hängt nicht von dem guten oder schlechten Willen des einzelnen Unternehmer» ab; der Ein- zelne steht hier unter dem Bann der allmächtigen Konkurrenz. Dadurch wird das System nicht weniger verderblich; diese Art von Betrieb ruinier ganze Bevölkerungsschichten und macht soeben den Versuch, die in Berlin ansässigen Weber auf da» Niveau der schlesischen Weber hinabzudrücken. Daß diesem System ein Ziel gesetzt werde, daran haben die Weber selbst begreiflicher Weise das größte Interesse. Aber auch andere Leute hätten alle Ursache, an dem Kampfe gegen solche'Mißstände mitzuwirken. Wenn ganze Be- völkerungsschichten sich in solchem Elend befinden, wie die schlesischen Weber, so nimmt die Konsumtion ab, es ent- steht Stockung in den Geschäften, Arbeitslosigkeit und es kommen Bankerotte. Auch der Staat hat seinen Schaden davon, da eine vom Nothstand ergriffene Bevölkerung un- möglich die vom Staat ihr auferlegten Laste., tragen kann. Die Industrie kümmert sich um alle diese F.agen gcr nichts; in ihr ist daS, man möchte sagen mechanische Be- streben vorhanden, die im Volke vorhandenen Arbeitskräfte „Of conrte, ja, dann fth'n Sie, wenn er da meinem Rath folgen will, so bleibt er lieber hier in Germany und läßt da drüben Amerika in Feieden." „Und weshalb, wenn ich fragen darf? Sie müssen mich entschuldigen, aber ich nehme rege» Interesse an dem jungen Manne und bin selbst entschieden gegen seine Au«- Wanderung.� „Und da haben Sie Recht." sagte Herr Hummel; „junge Offiziere, ob sie nun adelig sind oder nicht, passen da nicht hinüber. Sie kommen mit einem head von fremden Ideen in daS Land, Jagd ist ihr hauptsächlichster Gedanke— wenn es nicht anders geht, leben wir von der Jagd, sagen fi«, im freien herrlichen Wald— of course,— und wenn sie nachher in die richtigen»watnxs hinein ge« rathen, wo es allein noch was zu schießen giebt, und stecken dann bis an den Hals im Schlamm, dann kriegen sie'« Heimweh und schimpfen auf Amerika". „Aber mein junger Freund ist kein leidenschaftlicher Jäger". „Das ist just the sarne thing," sagte der Amerikaner, „eben so schlimm, dann muß er arbeiten, wenn er sich am Leben erhalten will." „Dazu ist er allerding« willig." „Yes, of course. Alle, so lange sie noch hier find. Was sich die Herren aber hier unter Arbeit denken, gicbt's da drüben nicht. Uebrigen» kann er die Prob« schon hier an sich machen, ob er wirklich willen« ist, dort drüben so zuzugreifen, wie er«irllich zugreisen muß, wenn er nicht hungern will." „SiHon hier? Aber wie wäre das möglich?" „Easy enough, er soll sich nur einmal auf einen ein- zigen Monat bei einem Bauer al« richtigen Knecht ver- dingen— er kann ja in eine Gegend gehen, wo ihn Nie- mand kennt, und Arbeit schändet nicht." „Nein, gewiß nicht; aber da stehen uns doch wohl noch unsere alten Voruttheile im Wege. Dort drüben wird er gewiß arbeiten."., „Yes", nickte Mr. Hummel,„das ist d,e alte Geschichte — all about alike— aufschieben thun's dre Herren, so lange sie noch einen Cent in der Tasche haben, und erst zu möglichst geringem Entgelt für sich auszunutzen. 3Ba* daran» entsteht, darnach wird nicht gefragt; die Gesellschaft und der Staat mögen dann auf Kosten Aller einspringen und die entstandenen Schäden heilen, so gut ei eben gut und ihnen möglich ist. Gegenüber diesem System muß man e« al« eine wahre und im höchsten Grade verdienstliche Kulturarbeit betrachten, daß die Bei liner Arbeiter sich entschlossen haben, egen diese Herabdrückung der Löhne und die daraus ent» ehenden Schäden mit aller Energie aufzutreten, soweit es eben in ihrer Macht steht. Dieser Tage wurde gemeldet, daß eine Anzahl von in Berlin und Umgegend wohnhaften Webern nach Schlesien gereist find, um dort in öffentlichen Versammlungen die hier besprochenen Angel-genheiten zu behandeln und für die Glündung eines allgemeinen deutschen Weberverbande« zu wirken. Diese Vereinigung soll daS Mittel zur Erzielung besserer Arbeits» bedingungen sein. Wir brauchen nicht erst zu sagen, daß diese Bestre» bungen unsere volle Sympatbie haben; wir wünschen den Berliner Webern den besten Erfolg. Hoffentlich ist auch die Zeit nicht fern, wo die Gesetzzebung energisch in diese Mißverhältnisse eingreift und auch den von so banger und schrecklicher Nothlaqe gequälten Webern zu besseren Existenz» bedingungen verhilft. Dolitiscke Nebersickt. Die Zuckerfteuer-Frage dürfte binnen Kurzem wieder den deutscven Reichstag be>chäftigen. Von Seiten der speziell Jnteressttten bereitet man bereits Anträge vor, um der noch» leidenden Zuckertndustrie aufzuhelfen. Die Art und Weise der jetzigen Zuckerbesteuerung ist schon so oft Gegenstand eingehen- der Diskusstonen gewesen, daß eS fast übeeflükstg erscheint, vie» selbe noch näher zu berühren. Die Zuckerfadrikanten entrichten für jeden Zentner, der von ihnen zur Fabrikation verwendeten Rüben eine destimmte Steuer und erhalten für jeden Zentner Zucker den fie über die Grenze schicken, Zeine Räckoergütigung. AiS den Zuckeifadrikanten die Rüdensteuer auferlegt wurde, ging man staatlicherseits von dem Grundsatz au», daß aus dem Zentner Rüben nur-ine genau bestimmte Quantität Zucker zu gewinnen sei und stellte die Rückvergütigung dem entsprechend fest. Mit der Einführung besserer Maschinen find aber die Fabrikanten— die oft zugleich Grundbefitzer find— dahin gelangt, daß fie au« einem Zentner Rüben ein weitaus größe- res Quantum Zucker erzielen können, ja sogar aus der Me» lasse, oen früher nicht verwendbaren Rückständen deS Rohma» terials, Zucker Zugewinnen. Dieselben find somit in der glück« l Pen Lage, ganz besondere Vortheile zu genießen; fie erzeugen eine>noime Quantität Zrcker, die fie nicht ver- steuern, für vie ihnen aber die Steuer zuiückgezahlt wird, sobald st: den Zucker über die Grenze schicken. Die Herren erhalten also au» dem Staatssteuersäck l— in den wenn ihnen da« Feuer auf den Nägeln brennt, dann packen sie zu, fühlen sich aber auch unglücklich dabei und schreiben. Briese voll Herzeleid nach Hause, damit sie wieder Gelb geschickt kriezen." „Und sollte es nicht doch vielleicht möglich sein, ihm dort eine Anstellung zu verschaffen?" „No," sagt» Mr. Hummel, entschieden mit dem Kopfe schüttelnd,„giebt'S gar nicht. Solche junge gentlernen, die hier nur solche Dinge gelernt haben, die sie dort gar nicht brauchen können, laufen zu Tausenden in der conntry herum und müssen da erst abgeschliffen werden. Die Fäuste find'«, dre herhalten müssen; den Kopf können sie daheim lassen, denn zum Spekuliren taugt die Art nicht, und wo fie ihren Finger manchmal in einen solchen xie stecken, finden fie bald au», daß er zu heiß für fie ist". In diesem Augenblick begegneten ihnen einige Offiziere und ein Herr in Zivil, Graf Rauten. Hauptmann von Dürrbeck war aber so in seine amerikanischen Gedanken ver» tieft gewesen, daß er die Herren gar nicht bemerkie, bis sie dicht neben ihm waren und ihn grüßten; er dankte hastig und zirstreut, Hummel aber war stehen geblieben und sah ihnen nach. „I'll da äawueä," sagte er dabei, indem er mit der rechten Hand in die Linke schlug,„wenn ich den Gentleman nicht schon einmal irgendwo gesehen habe' Ich kann mich nur nicht besinnen,«0, oder es laufen zwei Menschen in der Welt herum, von denen der eine genau so aussieht wie der andere." „Welcher?" sagte Hauptmann Dürrbeck zerstreut und wandle sich ebenfall«. Gerade jetzt drehte Graf Rauten den Kopf nach ihnen um, wandte sich aber augenblicklich wieder ab, als er bemerkte, daß ihm die Herren ebenfalls nachschauten. „Der Eine da, rechts— aber I don't care— Hol* ihn der Teufel, aufgeblasener Mensch! So viel wie der bin ich auch, und vielleicht noch ein bischen mehr." ..Sie fürchten also, daß er sich vor der Arbeit scheuen wird?" fragte der Hauptmann, da« unterbrochene Ge» spräch wieder aufnehmend, bei dem er noch mtt allen Ge» danken war. = doch auch die Groschen des ärmften Steuerzahlers fließen eine ganz eigenthümliche Extra Gratifitation. Sie haben es natürlich auch vastanden, die Situation gehörig auszunuzen. Ueber all wurden Fabriken gegründet und die Buckerausfuhr nahm gewaltige Dimenfionen an, bis schließlich der Markt über füllt war. Wie vorauszusehen, lam der Krach; die Produktion stoďte und stodt auch noch beute; die Rübenbauer hatten große Flächen mit Rüben bepflanzt und die Fabrikanten soweit fte nicht selbst Rüben bauten weigerten fich, für die Rüben die früheren Preise zu zahlen. Darob_groß Geschrei über die Nothlage der Landwirthschaft und der Buderindustrie. Man finnt nun bei den Agrariern auf neue Mittel, um dieser ,, Nthlage" abzuhelfen; die Herren würden es freilich nur zu gerne sehen, wenn die Gefeßgebung ihnen auf Roften der Be fammtheit eine befondere Bevorzugung zu Theil werden ließe. Staatshilfe für die notbleidende Buckerindustrie ist jetzt ihre Parole und aller Voraussicht nach wird die jeßige Reichstagsmehrheit ein gutes Herz für diesen Nothschrei haben. Wir leben heute nun zwar nicht in einer Zeit der Wunder, es geht alles sehr natürlich und vrosaisch zu; aber etwas wunderbar nehmen fich die Vorgänge im deutschen Reichstage dennoch aus. Während man einerseits willig für die Bollerhöhungen auf die nothwendigsten Lebensmittel stimmt, scheint man anderer feits eine geheiligte Scheu zu empfinden, wenn es gilt, die Buckersteuer zeitgemäß zu reformiren. Und so werden wir bald genug Gelegenheit haben, das Verhalten der Reichstagsmehrheit in Bezug auf die Buckersteuer zu bewundern. Im Reichstage soll, wie die Lib. Corresp." schreibt, bei den Mitgliedern aller Parteien der lebhafte Wunsch vorherrschend sein, den Abschluß der Arbeiten vor Pfingsten herbeizuführen, selbst wenn außer der Bolltarifnovelle auch noch andere Vorlagen, wie die Ausdehnung der Unfallversicherung auf die land- und forstwirthschaftlichen Arbeiter, zur Erledigung tommen jollten. Unter diesen Umständen ist es nicht unmög lich, daß eine Verständigung über die zur Beschlußfaffung zu stellenden Vorlagen in dem bezeichneten Sinne erzielt wird. Der dem Bundesrathe überwiesene Gefeßentwurf, betr. Die Reform der Schwurgerichte, ist nicht wie vor einiger Zeit gerüchtweise verlautete zurüdgezogen worden. Entsprechend der Ankündigung des Staatssekretärs von Schelling in der Sigung des Reichstags vom 15. d. Mts, daß die abschließende Berathung im Bundesrathe bevorstehe, hat der Justizausschuß die zweite Lesung der Vorlage begonnen. Der Juftizausschuß hat die Reduktion der Bahl der Geschworenen abgelehnt. Dem Hamb. Korresp" wird hierzu aus Berlin geschrieben: Der Widerstand, den die Vorlagen der Reichs. regierung auf dem Gebiete der Justizgefeggebung im Schooße des Bundesraths finden, ist um so überraschender, als der Reichstanzer wiederholt in den legten Jahren der Leistungen des Bundesraths im Gegensaße zu denjenigen des Reichs, tages mit Anerkennung gedacht hat. Im vorliegenden Falle find die beiden Gefeßentwürfe an den Bundesrath gebracht worden, obgleich die Vorverhandlungen mit den Regierungen dazu nicht gerade ermuthigen fonnten; und jetzt wird der Versuch gemacht, den Widerstand des Bundesraths durch die Berufung an den Reichstag zu brechen. Hat doch der Staatssekretär im Reichsjuftizamt, v. Schelling, in der Sigung des Reichstags vom 15. b. öffentlich erklärt, ein die Einführung der Berufung ablehnender Beschluß des Bundesraths werde für den weiteren Fortgang der Vorlage nicht von entscheidender Bedeutung sein." Afrikanisches. Der am 18. d. M. in Liverpool von der Westküste von Afrika angekommene Postdamfer überbringt aus Old Calabar folgende Nachrichten vom 13. März: Ein deutsches Kriegsschiff legte fürzlich auf der Höhe von Bay Beach an und verhaftete drei eingeborene Kommis in Diensten dortiger eng lischer Kaufleute. Sie wurden an Bord des Schiffes gebracht, an die Kanonen gebunden und gepeitscht.(?) Ueber die Ursache Dieser Handlungsweise ist nichts Näheres bekannt; man ver muthet jedoch, daß die Leute einigen der deutschen Kaufleute in irgend einer Weise zu nahe getreten find. Die deutschen Behörden möchten fich gerne des polnischen Reisenden Rogo, ainšti bemächtigen, der fest für englische Rechnung den Diftritt Ramerun erforscht und eine amtliche Stellung in Vittoria be fleidet. Er weilt gegenwärtig in Old Calabar, ist aber im Begriffe fich nach Biftoria zu begeben. Konsul White ist in Vittoria gewesen, um Erlundigungen über die angebliche Niederziehung der britischen Flagge in diesem Drte einzuziehen. Es fcheint, daß die Flagge, wie gemeldet worden, niedergezogen wurde, als Mr. White jedoch daselbst ankam, fand er, daß fie wiederum aufgehißt worden. 3wet Nufsen find in Vittoria anfäfftig, und es heißt, daß, während einer derselben in einem fleinen Boote von einer Insel zur anderen ruderte, vom deut schen Kriegsschiff Bismard" ein Schuß abgefeuert wurde, ob durch Zufall oder abfichtlich, ist nicht bekannt, und daß der Schuß das Boot beinahe getroffen bätte. Dem Vernehmen nach haben die Deutschen dagegen Protest eingelegt, daß der Bole Rogozinski cine amtliche Stellung in einer englischen Niederlaffung bekleide, weil dies einer Verlegung des Völkerrechts gleichfomme. Die Angelegenheit ist indeß zu Gunsten Rogozinsti's entschieden worden. " " Wer? Der?" fagte Mr. Hummel, mit dem Daumen über die Achsel zurüdzeigend. Die pickaxt, die der schon in seinem ganzen Leben in der Hand gehabt hat, fress' ich mit Stumpf und Stiel." Ich spreche von unserem jungen Auswanderer." ,, Oh, beg your pardon," sagte Herr Hummel ,,, ich dachte jest an ganz wen Anders- ja, about der Arbeit, das hätte fo weit keine Noth, das würde ihm schon gezeigt werden, und wiffen Sie, wenn Einer muß, dann greift er auch am Ende zu; aber leiten"( to like, gern mögen) wird er's nicht, und wenn er deshalb weiß, wo's ihm gut geht, so bleibt er lieber hier. Leute find immer beffer gepließt( to be pleased, be friedigt fein), wenn sie ihren alten Gewohnheiten folgen fönnen." " ,, Also auf eine Anstellung darf er nicht hoffen?" ,, Now well," fagte Herr Hummel, so ganz unmöglich wäre das nicht, als Hausknecht, oder Beitungsträger oder so' was tönnte er vielleicht ankommen; aber deshalb schumpt ( to jump, springen) doch keiner in das amerikanische Leben Posen, 20. April. Der Drendownit" enthält ne Ror respondenz ,, von der Grenze", nach welcher gegenwärtig in Westpreußen mit der Ausweisung von Eingewanderten aus Jusfisch Polen sehr streng vorgegangen wird. Der Korrespondent theilt mit, es sei von dem Landrathsamte vor einer Woche eine Verfügung gekommen, die er zwar nicht gelesen habe, über deren Inhalt er jedoch von Beamten folgendes gehört babe: 1) Bunächst sei den Gendarmen und Bollbeamten anbe fohlen worden, einen Jeden, der aus Polen fomme, und sich durch eine Legitimation nicht ausweisen fönne, an die Grenze durch eine Legitimation nicht ausweisen könne, an die Grenze zurückzuführen, 2) Bersonen, welche aus Polen herübergekom men und hier beschäftigt find, sollen alsbald ausgewiesen wer den, 3) Personen, welche sich hier angekauft haben, sollen fich derartig einrichten, daß, wenn die Ausweisungs- Verfügung tommt, fie ohne Weiteres dieser Verfügung nach bommen fönnen; di se Personen sollen protokollarisch vernommen werden. Frankreich. Die Delegirten der Suezkanal- Kommission wurden am 20. d. Vormittags um 11% Uhr in Paris von dem Präs floenten der franzöftschen Republik empfangen. Nach sem Empfang trat die Subkommiffton um 2 Uhr aufs Neue zus sammen, um Herrn von Lesseps und dessen Sohn Charles be Leffers, Direktor der Kanal Kompagnie, zu hören. Die Kommiffion beschloß ihrerseits, eine Versammlung zu halten, um den Stand der Arbeiten der Subkommission zu prüfen und ebenfalls über einzelne Punkte, gegen welche die englischen Delegirten Einsprache erhoben, schlüssig zu werden. Diese Sigung findet heute statt. -Der„ Temps" veröffentlicht ein Telegramm aus Lon don, dem zufolge die Lösung der Frage des Bosphore Egyptien" nabe bevorstehe und in welchem es im Uebrigen beißt: Die Frage biete zweierlet Gefichte punkte, einmal die Verlegung eines von Franzosen innegehabten Domizils und die den Vertretern einer franzöfifchen Behörde zugefügte Be leidigung hierfür habe Frankreich das Recht, Genugthuung zu verlangen, sodann aber die Frage der Unterdrückung des Journals Bosphore". Wahrscheinlich werde Frankreich anläg lich di ses Gegenstandes gegenwärtig feine Reklamation er beben, die Angelegenheit werde aber den Ausgangspunkt bilden für eine Verhandlung zwischen Frankreich und dem Rhedive über die Behandlung der fremden Presse in Egypten. Eine Depesche Brière's aus Hanoi vom 21. d. fon statirt, daß verschiedene Verhandlungen mit chinesischen Offizieren wegen Einstellung der gegenwärtig überall suspens dirten Feindseligkeiten stattgefunden haben und kündigt die bevorstehende Ankunft mehrerer chinesischer Kommiffare in Hanoi an. Rußland. Daß dem Verlangen einer Des abouirung des Gene rais Komarom nicht stattgeçeben werden würde, war schon vom Bekanntwerden des Zusammenstoßes an nicht zweifelhaft. In Betersburg ist man mit dem Berhalten des Generals am 30. März " 1 " offenbar zufrieden. Wie es beißt", schreibt die„ St. Pet. 8tg.", hat der Kaiser an General Komarom eine größere Bahl vo Georgenkreuzen azur Verleibung an diejenigen Mannschaften abgesandt, welche fich im Gefecht am Ruscht besonders durch Tapferkeit hervorgethan. Auch soll der General angewiesen Tapferkeit hervorgethan. Auch soll der General angewiesen sein, Drdensvorschläge für die Dffiziere hierher einzureichen. Hoffentlich wird auch General Komarow selbst, der die Ehre der ruffischen Waffen rechtzeitig und entschloffen zu wahren wußte, die verdiente Auszeichnung erhalten." Die russische Beitung Grashdanin" bringt einen äußerst chauvinistischen Artikel, in dem es u. A. heißt:„ Unsere Unterhandlungen mit England find augenscheinlich in ein Stadium getreten, wo unsere Rolle ist im Vorzimmer der englischen Regierung zu warten, bis die über unsere Aktionen verhängte Untersuchung Die Frage entscheidet, ob wir im Vorzimmer zum Empfang zugelaffen werden oder ob es beißt heraus". Derartig tit die Lage, die wir uns nur Dant der Diplomaten ge schaffen haben. Erinnern wir uns an das Jahr 1877. Wir standen nach einer Reihe von Siegen vor den Thoren Kon ftantinopels, wit waren zum Einmarsch bereit. England erhob Durch den Mund Beaconsfield's geräuschvoll Einspruch dagegen, alle englischen Blätter, alle englischen leitenden Kreise waren enischloffen, uns durch Drohungen und Frechheiten abzu schrecken. Alle waren fich deffen bewußt, daß dieselben machtlos waren. Alle, nur nicht die russischen Diplomaten. Vor Schreden verloren fie ihren Kopf und zwangen unter dem höhnischen Gelüchter der bei den Prinzen Inseln stehenden Engländer, Rußland fich dem Willen Englands zu unter. weifen; fte degradirten unseren Ruhm zu unserer Schande, an deren Folgen wir bis zum heutigen Tage laboriren! Gegenwärtig fehen wir gewiffermaßen eine Wiede: holung des Vergangenen: nur mit dem Unterschiede, daß die gegenwär tigen Diplomaten Rußlard eine Situation und ein Präzedens schaffen, wie es in erniedrigenderem Sinne bisher noch nicht in den Annalen der europäischen Reiche verzeichnet gewefen ist. Von nun an fann, Dant dem, was unsere Diplomaten der englischen Regierung eingeräumt haben, jedes europäische Reich die Aktionen unserer Acmee und unserer Politik unter Unter 143 Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dug. ( Forserung.) 25 000 Dolla fuchung und Gericht stellen, und Rußland in Spann pieder auf die halten in Bezug auf die Resultate einer derartigen u erwartende fuchung. Ist es nicht genug der Verhandlungen? falifornischen nochmals unsere Diplomaten." Der No Brof. Jäger Großbritannien. " Von den gegen den Prinzen von Wales gelegen trag, über wel Rückreise nach Dublin von Seiten der Irländer inrichten. Wir Demonstrationen werden nachträglich folgende Details bberen Privati In Abbeyfeale hatte sich eine nationalistische Mufittapsodann die B gefunden, welche das God save Freland" spielte, als er am meis mit dem pringlichen Paare vorüberfuhr. Gleichzeitig nicht so viel eine schwarze Fahne geschwenkt. Aehnliches ereignete( Brofeffor Jä dessen Mitte eine schwarze Fahne mit dem Bildnis figer und Red Newcastle Weft, wo obendrein ein großer Boltshaufichtlich wohl getragen wurde, während des furzen Aufenthaltes de Mollfabriken, in der Station einen wahren Höllenlärm verurfach dem Prof. J Dublin sollen eine Maffe schwarzer Fahnen und Barn Den. Die mit angefertigt worden sein um fte zu Demonftationen gegen 90 000 nußen. alle Bregang Von den drei Hauptangebern in dem Er fbloß mit Part Prozeß- Carey. Joe Smith und Ravan Ich bezeuge, Drosch enfutscher wurde Caren ermordet; Smith Sie meinen lich nach langer Krankheit, die hauptsächlich eine Folge allen meinen ständigen Furcht, ermordet zu werden, war, und kava nicht wahr: auß derselben Ursache wahnsinnig geworden. daß ihn das -Aus Gibralter, dem Felsenneft an der noch Winter. zum mittelländischen Meer, wird gemeldet, daß man zwei Dienstag geni Kriegsschiffe erwartet die nach dorthin abgefegelt des Gelächter. Folge deffen sollen die Einwohner der Stadt( Gibral meines Vortra fanntlich eine englische Festung) dem Gouverneur( Am Freitag fanntlich eine englische Festung) erbieten gemacht haben, ein Korps von Artillerie Fpielten.) zur event. Bertheidigung der Stadt zu bilden. Das mich ist bas Kanonenboot Grappler" freust jest jede Nacht dafür, daß do Meerenge. Lokales. dern daß ich Gunst des H meiner Wide Herren, und regiert, der di Gott der All Der erf Unglücksfall Mit jedem no holung folch Statiffit der einen erschrec Der ärztliche Direktor der städtischen Jrren Dalldorf, Sanitätsrath Dr. Jdeler, welcher schon na Jabren als Frrenarzt in städtischen Diensten steht, be in Folge seiner durch seine schwere Berufsthätigkeit führten andauernden Kränklichkeit, aus aus feiner Stellung auszuscheiden und hat ein Penfionsgefud Magiftrat gerichtet. Da in den letzten Jahren vielfach Feuer des fich mäch welche eigentlich ganz dienstunfähig find, als nod verwendbar in den städtischen Dienst übernommen so hat sich, wie dem B. T." geschrieben wird, bies anscheinend so herumgesprochen, daß die Anträge Mannschaften wegen Penfionitung im Feuerwehrfahren damit wegen Uebernahme in den Kommunaldienst fich in D dige und Un thun wollen Gefahr bring gang handle, hinein, rettun Oft verführt tenheit als jungenhaftem eines Segelb springendem Dienstes Ver zu vielen Fa geriffen wor Wassersports big zu mache digt werden verhüten, ab birens nich steigern. Nicht allein, daß alle derartigen leichteren welche im Kommunaldienst vorhanden find, völlig werden, füllt fich der städtische Subalterndienst mit weife untauglichen Leuten ar, während der Sta fehrt stets aus frischen Kräften rekrutirt und alle werdenden Leute mittels Benfionirung abzusch Eingeriffen ist diese fatale Bepflogenheit im Subalterndienst hauptsächlich durch einige Bef Stadtverordneten Bersammlung, welche ftatt auf die Benfionirungs. Anträge der Feuerwehrleute einzug abzulehnen, versucht bat, einen Mittelweg einzuid die Betreffenden zur Beschäftigung auf einem leichten Posten empfohlen hat. Die Sache foll in der Stadt der Bootsver Versammlung beim nächsten eklatanten Falle aut bracht werden. Die vom Kultusminister angeordneten är tersuchungen der Schüler der höheren Lehranstalten auf Kurzfichtigkeit haben bereits begonnen. So bat der Augenarzt Dr. Harder an den Schülern de städtischen Realgymnaftums eine Untersuchung vo die ein verhältnißmäßig günstiges Resultat zu habe Derselbe Arzt wird auch zu gleichem Bwede die 1700 zu Belgard, Stargard, Antiam und Putbus be über seine Beobachtungen, die insgesammt an 17 gemacht werden, dem Kultusminister Bericht erflatten Ein falifornischer Korrespondent erzählt bisherigen Erfahrungen flingt seine Mittheilung würdig b von deutschen, speziell Berliner Bettelbri Folgende: Berliner Beitungen hatten die Erwählung Stanfords, des lelifornischen Eisenbahnkönigs, fenator gemeldet und dabei den schmerzlichen Drei großartige Stiftungen in San Franzisko, Berl eine einzigen Sohnes, und seinen hochherzigen Entschluß b Darauf traf nun eine Fluth Bettelbriefe aus Deuti ein ,, Cooper- Institut" und ein Kunstmuseum, au made von denen unter Anderem einer an den gnädigsten tönig"( sic) unterthänigst" abrefft: t war. Ein and erfahrenen Le Alters und d ein Ruderboo bin müßten fireng aufzu booten ist de ein Boot an tönnen, daß praktisch gan zu ändern sei umfommen t holt werden, licher als die richte über finnige und Die Di hatte den Na war, vor ein Kunstgewerbe richten. Tu Verhandlung Nach der Au Direktion en aus, indem e Habicht Plattform 1 hielt die bescheidene Bitte um Schenkung der Klein fie jedem menschlichen Auge verbirgt, wenn fie Thurmes hir fein will." vo Sollte Aber d Innern des Das ist ein Jägeraberglaube, Freund Sefragte er. Habicht. Jabeffen Friz, wirst Du einsehen, ba hoffnung haben, die Alte los gu werden, fie fern zu halten.... Es erfüllt mich mit förmli wenn ich denke, daß wir diesem Weibe g völlig ohnmächtig find; einerseits dürfen wir ih Indem er sich dieses schaurigen Drtes erinnerte und sich vergegenwärtigte, welche Ueberwindung es einem Menschen fosten müßte, dort hinabzusteigen und dort fizend eine Nacht zuzubringen, richtete er an Segal die Frage, wie es denn möglich gewesen, daß er das alles gesehen thun, wenn wir ihrer auch wirklich habhaft werd habe, da doch nie ein Strahl des Tageslichtes hinein bringe. Als ich sah," erzählte Segal, baß fie nirgend anders geblieben sein könne, als bort, nahm ich eine Facel und versuchte den halsbrechenden Weg, den sie genommen, zu verfolgen. Anch ich fletterte über die Felsblöde hinab, und beim Schein der Fackel habe ich das gesehen, was ich Ihnen berichte." ,, Und wo kann fie dort hingekommen sein?" andererseits besitzt sie wunderliche Fähigkeiten, entziehen. Weißt Du, Friz, ich bin gegenwär bittert, daß, wenn ich ihrer nur habhaft werden lan erwürgen oder ihr eine Kugel durch den Kopf jag troy allen Verbots." als Er hatte kaum diese Worte gesprochen, anblidend, einander gegenüberstanden. bleich, erschrocken, unbeweglich, Einer den Ander Ein Schrei, heulend und flagend, wie bal " Das ist mir unerklärlich!" antwortete Segel. I eines Wolfes in falter Winternacht, ertönte in hinein, noch dazu ein Lieutenant. Solche feine Handschuh hab's auch Habicht gesagt, es geht nicht mit rechten Man muß ein solches Geschrei gehört haben, um leute haben sie plenty brüben, an denen fehlt's nicht, benen geht's aber auch jedesmal regulär schlecht und sie passen auch nicht nach Amerika." Jm Grunde, lieber Herr," erwiderte nach einer fleinen Bause Hauptmann Dürrbed, bestätigen Sie nur meine felber, aber was ich darübter gehört habe, ftimmt ziemlich lichen Dank." einen Dingen zu. Surüdgegangen ist fie nicht, Ausweg aber aus diefer Rluft giebt es nicht. An bem Fundament des Thurmes befindet sich zwar treppen artiges Steingerölle, welches das Mauerwerk hinaufläuft, und in den Jahrhunderten seiner Existenz mit Moos, Ge wie durchbringend, wie erschütternb bie Klage Thieres ift. Es schien von oben herab zu ob das Thier braußen an der Schwelle stände. biele Fchall bel Raum war jenes Geschrei verhallt, als and schon vorgefaßten Befürchtungen. Ich kenne Amerifa nicht ftrüpp und allerlei Rraut überwachsen ist; hier hinauf tann minder furchtbare Stimmen ertönten, nämlich b mit Ihrer Aussage überein. Nehmen Sie meinen freund nehmen, fie habe die Fähigkeit, die Felsen oder die Thurm welches jenes Geschrei beantwortete. Die ga ,, Oh shaw!-nonsense," sagte Herr Hummel, indem er die ihm jetzt gebotene Hand nahm und herzlich schüttelte, Dienften, wenn Sie mehr fragen wollen." fie aber auch nicht geflettert sein, man müßte denn anmauer zu öffnen." Es Das ist ein seltsamer Bericht," sagte Friz. scheint, die Alte versteht es vortrefflich, fich den Blicken zu Auge noch nicht entdeckt hat." schien sich losreißen zu wollen, und ergob zu gleid mit ganzer Rraft ihr Geheul. bit ,, ist sehr gern geschehen, stehe Jonen immer wieder zu verbergen, und fennt Wege, welche selbst Segal's erfahrenes bumpfen Stoßlaute der Doggen, das helle Ge Empfehle mich ergebenst, Herr Hauptmann," sagte ber Rentamis- Raffirer, der bis dahin nur schweigend und bewundernd nebenber gegangen, und da der Hauptmann hier abzog, trennten sich die Herren. ( Fortsetzung folgt.) Es geht nicht mit rechten Dingen zu," wiederholte Segal topfschüttelnd. Segal topfschüttelnd. Daß sie einen guten Versted hat, das wissen wir Alle, denn sonst müßte ich fie oft genug sehen. Ich kenne die Gegend, in welcher fie fich aufhält, ich durchsuche Tags mehrere Male diese Gegend, und fast nie belomme ich fie zu Gefichte. Sie steht mit dem Teufel felbst im Bunde, der die Erde öffnet und Das schwache Gebell der Spürhunde, Dachs und Fuchshunde, das Gefreisch der Bologn Geheul der Sauhunde, alle diese Stimmen mi mit dem Klirren der Retten, an welchen fie se riffen, und dem Krachen der Hundeftälle, gegen wilbe Meute antobte, als ob sie diefelben umreiße bazwischen das eintönige Geheul bes Wolfes, anderen Stimmen übertönend, als die Haupiti höllischen Konzerts hier erschien. weld „ Toby, festgefchloffe ihn nicht zu nichts Ande jezt die Sa fie hätten 1 würden ihn Wenn man fie in tönte deutli Fritz Sie fp Waffenfaal. Hier a Das Bellen wüthend un in einander. Habicht gleichen. Das Geheu Aimmer. Schritte. Friz fi auden; er 1 bares ereign Sie fa Grafen sche Alle liefen Was Die D den Gang, Bimmer bei der durch d igen? S : D-tatli Muss' ttUt, SUid); tu Vol! Bildniß halte«' Dfturii unö$' ,stationtil dem ib Aar Smith. :ine und t an 5«, zmanzr efeaelt t(Gib- oetneut illeiie-Fli n.«rf e N-ä> 'San- schon klül steht, � _.�JSSOOO Dollars um einer ins Unglück aerathenen Familie x f;""!rr'eöct°uf die Beine zu helfen. Zum Dank sollte der nächst »erartigi««mottende Familiensproß nach dem verstordenen Sohn deS kalifornischen Millionäis genannt werden. Der„Normal-Jäger" als Wertzeug der Vorsehung. Siof. Jager hielt am letzten Sonmag in Dresden einen Vor» rag, über welchen die„Dr. Nachrichten" sehr ausführlich be» ichten. Wir lesen da: Er(Jäger) habe natürlich Feinde, eren Privatinteressen er verletze, z. B. die Leinenindustriellen, »dann die Puffe. Diese sei das Sprachrohr der Jntereffen. Ler am meisten zahle, der habe fie. Wir Wollenen können licht so viel zahlen, deshalb müssen wir unS beschimpfen lassen. (Professor Jäger hat mit dieser allgemeinen Beschuldigung er» IchUich wohl zunächst an stch gedacht, denn er ist selbst Be- itzer und Redakteur eines PreßorganS. in welchem die solidesten lLollsabiiken, die freilich nicht in Gestalt von Stempelabgabm ,em Prof. Jäger tributpflichtig find, gehäsfig angegriffen wer» Kn. Die mit ihm arbeitenden Geschäfte zahlen Jäger iährlich legen 90000 Mark Stempelgebühren). Ihm seien übrigens alle Pretzanftnffe Wurscht.(Warum also dann der Zorn?) !Er srbloß mit folgenden in verzücktem Tone gesprochen Sätzen. jJch bezeuge, daß rch unter einem höheren Richter stehe. Hören !Sre meinen Beweis. Seit zehn Jahren begleitet mich aus allen meinen Reisen das Wetterglück.(Verblüffung. Uebrigens nicht wahr: Jager hat in seiner Zeitung mehrmals erzählt, Im.. Regenwetter verfolge.) Bis zum Dienstag war noch Winter. Am Dienstag kam ich nach Dresden und seit Dienstag genießen Sie daS schönste Fcühlingswetter!(Schallen- ■ achter Rufe; Der schnappt noch über!) Während ;l �ditrageS strahlte der Himmel im schönsten Glänze. (Am Freitag auch, als die Münchener daS„Austragstüberl" sptelten.) Mögen Sic darüber denken, wie Sie wollen, für mich ist das Wetterglück ein Glied in der Kette der Beweise dafür, daß dos, waS ich geschaffen, nicht mein Werk ist, son- dern daß ich ein Werkzeug bin einer höheren Hand. Die Gunst deS Himmels de gleitet mich und macht alle Anschläge meiner Widersacher zu Schanden. Zwischen Ihnen, meine Herren, und mir wird Der richten, der Wind und Wetter regiert, der die Herzen und dir Geschicke der Menschen lenkt— Gott der Allmächtige! Der erste schöne Frühlingstag hat auch schon seinen Unglücksfall auf dem Waffer gebracht, hat sein Opfer gekostet. Mit jedem neuen freundlichen Sonntag kann man der Wieder- d°"ng solch' entsetzlicher Nachrichten gewärtig sein. In der Statist, k der Unglücksfälle nimmt die Rubrik„Ertrunken" t Umfang ein. Das ist die Schattenseite v!"T entwickelnden Wassersports, daß auch Unlun dige und Unberufene es den Geübten und Erprobten gleich r®0?'" und ohne alle Vorkenntnisse stch und Andere in Gefahr bringen. Als od es stch um einen harmlosen Spazien gang handle, mi-then junge Leute sich ein Ruderboot und fahren damit auf der Oberspree in die Fahrstraßen ver Dampfer hinein, rettungslos verloren, wenn der steten Gefahr des Kol- lrdirens nicht durch den Dampfer vorgebeugt werden kann. Ost verführt Uebermuth. für den im günstigsten Falle Trun- kenhett als MrlderungSgrund angeführt werden kann, zu solch jungenhaftem Beginnen. Noch mel verwerflicher ist das Miethen eines Segelbootes durch Unkundige. Haben bei plötzlich auf- springendem Winde doch drei mit ver Handhabung des Lenstes Vertraute Sorge genug, stch zu bergen. ES find in zu vielen Familien in den letzten Jahren klaffende Wunden gcnffen worden, um nicht beim Beginn der Saison des Wassersports ein eindringliches Wort der Mahnung nothweni drg zu machen. Allerdings, so lange Uebermuth nicht aedäm 0! kann, wird es nicht möglich sein, alle« Unglück zu verhüten, aber recht viel könnte durch gewissenhaftes Handeln der Bootsverleiher gebessert werden. Der praktische Blick dieser erfahrenen Leute wird fie erkennen lassen, ob der Reife des Alters und dem momentanen Austreten noch, dem Applikanten ein Ruderboot anvertraut werden kann. Nach dieser Richtung bin müßten die Bootibefitzer stch moralisch gebunden erachten, streng aufzupassen. Bezüglich des Vermiethens von Segel- booten ist der Vorschlag aufgetaucht, daß nur solchen Personen ein Boot anvertraut werden soll, die den Nachweis erbringen können, daß fie mit Segeln umzugehen verstehen. Das ist praktisch ganz undurchführbar. ES wird leider daran nichts zu ändern sein, daß, wer fich in Gefahr begiebt, eben darin umkommen kann. Es kann nur die Mahnung ernstlich wie der holt werden, fich nicht in solche Gefahr zu begeben. Eindringi licher als diese Worte eS können, sollten die grauenhaften Be- richte über daS jähe Ende sprechen, welches so viele Leicht- finnige und Unglückliche ereilt hat. Die Direktion der Kunstgewerbehalle im Rothen Schloß hatte den Kaufmann Turliy, welcher gerade beschäftigungslos war. vor einiger Zell beauftragt, Loofe-VertriebSstätten für die Kunstgewerbe Lotterie in verschiedenen Stadtgegenden zu er« richten. Turley trat deshalb mit vielen Geschäftsinhabern in Verhandlung, welche auch den Vertrieb der Loose übernahmen. Nach der Ausfüdrung dieses Austrages wurde T. von der Direktion entlassen. T. führte nun fortgesetzt Betrügereien auS, indem er zu den Jnbabern der Loose-VeririebSstätten fich seiner ronZzei«« Feuer* i« no» mmen � rd, diel Antri uerwl st» chlcre« S> alle Usl Bei auf inzi rinzi leii Sd ile zur ten öi stalte" 00 h lern ung r"*. .5« buS an % EfOWJ ff enn fi« empor, ging hinaus auf die den Abgrund zum Fuß des rnd fl sörarl' be wir ist leite«/, Ä if Habicht sprang zuerst Plattform und blickte in Thurme« hinab. „Sollte ein Wolf in die Kluft hinab gefallen sein?" fragte er. Aber das Geheul kam nicht daher, sondern aus dem Jinern de« Schlosse«. r o der vermaledeite Zwerg hat wieder die Meute seslgeschlvssen. Es ist, während der Gram um den Grafen •ILU«?11W Studium kommen läßt, als ob er für gar vrchtS Andere« Interesse hätte, gl« für die Meute. Wären letzt d,e Sauhunde nicht an der Kette, Du würdest sehen, sie hatten bald d,e Spur des Wolfes aufgefunden, und würden ihn zerreißen." Wenn sie aber die Spuren finden sollten, so hätte man sie in daS Schloß Hineinlossen müssen: von dort er« tönte deutlich die Strmme de« WoifeS. „Fritz und Segal, folgt mir!" rief Habicht. Sie sprangen d,e Stufen hinab und traten in den Waffensaal. Hier aber hörten fie das Geheul de» Wolfe» schwächer. DaS Bellen wurde keuchend. Die Hunde wälzten sich wüthevd um einander herum. Ihre Ketten verschlangen sich in einander. Habicht zog seine« Hirschfänger, Segal that des« gleichen. Beide gingen jetzt voran in die Galerie. Das Geheul führte fie in die Richtung nach dem Kranken» »mmer. Habicht sprach nichts«ehr; er beschleunigte seine Schritte. ..* �tz fühlte ein Grausen seinen ganzen Körper durch« w V1'" h�te eine Ahnung, als müsse sich etwa« Furcht« ereignen. auf ihre« Wege nach den Zimmern des All« i?.,. 5 0i,t.£