S 4; 5 53 Z Ä 442 5 IS Nr. 104. Mittwoch, 6. Mai 1886. ll. Jahrg. Jl (riinerHolIßlilalt Brgan für dir Intrresftn der Ardeitrr. 4 , Das„Berliner Volksblatt" �scheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement 4 Mk. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags-Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. (Eingetragen in ver Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) Jnsertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen« Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. atP Redaktion: Kenthstraße Ä.— Expedition: Zimmerstraße 44. I Aeber die„haoslichen Arbeiten der Schüler� 'st vielfach Klage erhoben norden,— anerkanntermaßen b«> �chtipte Klage,— ohne daß bisher ein ernstlicher Versuch lur Abhilfe gemocht»orde« wäre. Neuerdings hat da« preußische Unterrichts- und Kultusmini- r.t» i u m sich mit der Frage beschäftigt, und da« Ergebniß y i» eine« Rundschreiben oder einer„Verfügung" ent- Men, die etwa zehn Tage vor Weihnachten veröffentlicht, »wiite» der aufregenden politischen Ereigniffe jedoch über- Ithen ward. hm»d tt.tellen H": zunächst fest, worum e« fich eigentlich . Die Gegner der häuslichen Schülerarbeiten theileo fich »wei Gruppen: Solche, die blo« den sogenannten Mißbrauch deseittgen«ollen, und in Solche, welch« ** häuSlichenSchülerarbeiten prinzipiell "«»werfen. Die Frag«- hängt mit der„UeberbürdungS- frag«" eus'S Innigste zusammtn, ja, fie deckt sich mit '.Hr. denn die Ueber bürdung wird einzig und allein durch « häuslichen Arbeiten bewirkt. Wohl geht die Frage hauptsächlich die höheren «chulen an, indeß auch die V o l k» s ch u l e ist betheiligt. «uch die Volksschule, so gering ihre Forderungen sein stellt dennoch Forderungen, die für Schüler zu hoch unerfüllbar sind. Ein Kind, daSvieleGeschwister 1.H die es durch Lärm stören, und kein« besondere a b e, m der«S arbeiten kann, und da« keine Unter- bei der Arbeit hat, ist natürlich schlimmer frWh und kann nicht so viel leiste«, wie ein Kind, dem all diese Bedingungen erfüllt find. Da« liegt auf *«» Hand. Doch betrachten wir unS nun die„Verfügung" des preußische» Unterrichts- und Kultusminister«. Nach der «Rorddeutchtn Allgemeinen Zeitung" heißt«» in derselben: „Die wissenschaftliche Deputation für Medizinalwesen hat, indem e« ihr oblag, den Einrichtungen der Schule ge- strnüber die Forderungen der Gesundheitspflege geltend zu {nachen und jede Gefahr der Ueberbürdung abzuwehren, die hiutlich« Arbeit der Schüler doch als ein nothwendige« "»d wesentliche« Glied i« Organismu« der höheren Schule «Wnkannt. Auch wirken die häutlichen Arbeiten nicht aus- Wießllch, ja vielleicht nicht einmal hauptsächlich durch die Leitdauer bedrückend und übrrbürdend, welche fie in Anspruch nehmen. Wenn dieselben mit Interesse an der ?ache begonnen, mit Bewußtsein der eigenen Kraft und pklgender Sicherheit ausgiführt»erden, so macht die Zeit« � Ieuilleton. i?] 3m Eckfenster. Roman von Friedrich Gerstäcker. (Fortsetzung.) „Hm— aber was läßt fich dabei thun?" g*%« ließe fich schon etwa« thun," sagte Rauten mit *%*«» zusammengezogenen Brauen,„wenn Deine Mama 2!*» so hartnäckig darauf bestände, die Trauung mit Schwester bis zu ihre« eigenen Hochzeitstag hinau« ** schieben." � ,.Du liebe, Gott," faste Hau«,..«« ist da« auch eine Mhliche Schwäche, die Vorliebe für einen für fie jeden« �chtigen Tag l" dz.,"Gegen die ich ja auch nicht da« Geringste einzuwenden rt.!* 0.btt gehabt habe," sagte der junge Graf,„so lange O," Nicht» Besondere» vorlag. Daß ich den Tag und die herbeisehnte, wo ich meine junge Frau in mein eigene» ».'ptzthun, suh�n könnte, magst Du Dir denken, nur h»* Butter zu Liebe ließ ich mir aber gern die sonst wieV'�' gerechtfertigte Zögerung gefallen. Jetzt aber, Verhältnisse bei mir zu Hause stehen, w.rd«eine Mmart da gebieterisch verlangt, und die Reife ,st zu -"'dort hinzugehen und wieder zurückzukehren." "Hast Du mit Mama gesprochen s, �%"ISp'« -« Dir selber nicht genau wiedergeben: fie »'che? 5'°°." d«» Bedeutsamkeit de» Tage«, von glück« fache« �- deutungen, Ahnungen und allen möglichen #uf wein Dein Vater schien nicht abgeneigt, % c ÄtTÄ" %& r»rfÄ-Ä M. sie hJrV"" wirklich praktischen Leben. Ich glaube , da« Korn wächst doch im Frühjahr, ob«* dauer fich weniger bemerklich Der entschiedenste Schu gegen eine Belastung der Schüler liegt daher zu?ächl darin, daß durch den Unterricht da« Jntertsse an der Sache gew-ckt und so die häusliche Arbeit vorbereitet wird, in keiner Weis« aber al« Ersatz dessen benutzt werde» darf, wa« die Lehrstunden bieten können und sollen, sondern nur als Fort- setzung und ergänzenden Abschluß des Erfolge« der Lehr- stunden. Näckst der Vorbereitung der häuslichen Arbeiten dmch die Lehrstunden trägt die spätere Beurtheilung der- selben wesentlich dazu bei, den Schülern die häusliche Ar- beit zu erleichtern oder zu erschweren und zu verleiden. Wiederholt ist beobachtet worden, daß an manchen Lehr- anstalten selbst der gewissenhafte und de« Erfolge« nicht entbehrende Fleiß eine Anerkennung nicht zu erringen vermag. E» darf nicht übersehen werden, daß eine solche Schroffheii der Beurtheilung gerade die strebsamsten Schüler abstößt und ihnen selbst eine an fich nicht übermäßige Aufgabe für häusliche Thätigkeit durch die Erwartung de« Miß- fingen« zur drückenden Last macht. Bei alledem bleibt aber nicht« desto weniger dafür zu sorgen, daß sowohl die' Gesammtdauer der für häusliche Arbeit in Anspruch ge- nommenen Zeit das für die betreffende Alters- und Klassen« stufe zuläsfige Maß nicht überschreite, als auch«ine gleichmäßige V rtherlung auf die einzelnen Tage er« folge. Selbst Arbeiten, für welche die betreffenden Lehrer ein so lebhafte« Interesse zu erwecken vtlstehen, daß gegen ihren Umfang Beschwerden nicht erhoben werden, können, zumal im Zusammenhange mit den Uebrigen, aa dieselben Schüler gestellten Ansprüchen, zu einem Unrecht werden. Wie schon in der Verfügung deS Kultusminister« vom 14. Oktober 1875 vorgeschrieben worden, ist ferner zu ver« hüten daß nicht für solche Tage, welche mit einer größeren Anzahl von Lehr stunden besetzt find, eine erheblich« Zeit der häuslichen Beschästigung erfordert wird. Allerding« ist es schwierig, für eine bestimmte Aufgabe zu häuslicher Beschäftigung genau zu ermessen, welche Zeitdauer der Arbeit fie von einem Schüler mittlerer Begabung unter normalen Verhälfi-issen der Schul« und de« Hauke» fordert, aber andererseits wird anerkannt und ist nicht in Zweifel zu ziehen, daß e» der unbefangenen Aufmerksamkeit de« gesammten Lehrerkollegiums durchaus erreichbar ist, au« einer Kombination mannigfacher Beobachtungen zu ersehen, wie viel Zeit durchschnittlich fleißige Schüler mittlerer Begabung, welche voll« kommen auf dem Standpunkt« ihrer Klasse stehen, auf die einzelnen häuslichen Arbeiten, und wie viel fie auf die gesammten Arbeiten rm Durchschnitt thatsächlich verwende«. Nimmt man für da« Steigern der zulässigen Zeitdauer der täglichen häuslichen Arbeit folgende Stufenfolge an: für VI. 1 St., für V. IV. St., für IV. und Ulb. 2 St., nun gesäet ist oder nicht, und ihre Nerven find so zart, daß fie von der geringsten, etwas lebhaft geführten Unter« redung gleich angegriffen wird. Wir mußten abbrechen und kamen zu keinem Verständnisse. „Der Eltern Hochzeitstag ist Ende Mai." „Ja, aber mir brennt der Boden indessen hier unter den Füßen, und jeder Tag wird mir zu einer Ewigkeit werden I". � „Hm," sagte Han»,„Mutter wird schwer von dem einmal bestimmten Tag« abzubringen sein; ich kenne fie darin noch von früher her. Ihr Hochzeitstag ist auch zu- gleich der Hochzeitstag ihrer Eltern und, wenn ich nicht irre, der Großeltern ebenfalls. Sie hat e« un» oft erzählt und dann immer gemeint, ihre Kinder dürften fich auch an keinem andern Tage trauen lassen. Der Vater war also nicht dagegen s" „Nein; er sprach wenigsten« zu«t,nen Gunsten." „Nun, dann bewegen wir doch vielleicht noch Mama, von de« einmal bestimmten Tage abzusehe«; ich will selber hrut Abend mit ihr sprechen." „Du wüidest mir dadurch einen großen Dienst er- «eisen, Han»," sagt« Graf Rauten,„und in drei Tagen könnte dann Alle« geordnet sein." „Nun gut, wir wolle« sehen— aber der Wage» hält, und nun unsere Frohnvifiten erst erledigt.� Daran gingen fie denn auch jetzt mit allen Kräften, fanden aber auch überall fast schon Gesellschaft vor und bei Klivgenbruchö besonder« ein ganzes Rest von Lieutenant«, die von Schalle», da e« an Tänzern fehlte, beim halbe» Dutzend eingeladen hatte.",. Zuletzt von Allen suchten fie Schaller» selber auf, da fie dort nicht so früh störe« wollten; denn e» ist keine Kleinigkeit, eine Pnvat-vohnung nach einer solchen Um« «ülzung wieder in Ordnung zu bringen. Frau von Schaller selber hatte fich darum freilich nicht im Ge- rinasten bekümmert, aber Kathinka dafür mit Hilfe ihre« Vater« und der Dienstboten da« Alle« mit einer Schnelligkeit und Fertigkeit besorgt, daß um zehn Uhr Morgen« schon keiae Spur von der gestrigen Unordnung mehr zu bemerken war. für III a. und IIb. 2Vj St, für IIa. und I. 3 St., so ist dadurch nicht blo« der allmälige« Zunahme der gei« stigen Kraft und der Arbeitsfähigkeit der Schüler, sonder» auch den in den Lehrpläne« der Schulen enthaltenen For« derungen Rechnung getragen. Diese» Maß der Ansprüche an die häusliche Beschäftigung der Schüler sollen die höheren Schulen auch in dem Falle einhalten, wenn fich daran« ergiebt, daß in de« einen oder andern Gegenstände der Umfang de» Lehrstoffe» beschränkt, die Höhe des Lehr- ziele« herabgesetzt werden müßte. Mit Rückficht auf die eingehende Frwägung, welche von den beaufsichtigenden und den ausführenden Organe« de« Unterricht» der Frage ge« widmet worden, ist der von mehreren Seite» nachdrücklich betonten Erklärung Vertraue» zu schenken, daß in den durch die gegenwärtige Organisation der höheren Schulen bestimmten Lehrzielen ein Anlaß zur Ueberbürdung nicht liegt, und daß, sofern die Lehrstunden in der oben ange« deuteten Richtung ihrer Aufgab« entsprechen, da« al« äußerste Grenze der Ansprüche an die häusliche Arbeit der Schüler bezeichnete Maß zu sicherer Erreichung der Lehrziele für Schüler mittlerer Begabung ausreicht. Di« Thatsache, daß ein Schüler, welcher die Vorbereitung in den Lektionen hat vorübergehe» lasse», oder bei der Arbeit fitzt, ohne ihr die volle Aufmerksamkeit zuzuwenden, eine unzuläsfige Zeitdauer anwendet, kann noch nicht die Unzweckmäßigkeit der Auf« gäbe beweisen. Nicht jede Mittheilung von Eltern über ungebührliche Dauer der häuslichen Beschäftigung ihrer Söhne führt zu der Ermittelung einer wirklichen Ueber« schreitung in den Ansprüchen, und andererseits darf da« Ausbleiben solcher Mritherlungen nicht als«in unbedingt fichere» Zeiche« für da« Einhalten de« richtigen Maße« be- trachtet«erden, denn außer der, wie der Minister vorau»- setzt, unbegründete» Besorgniß mancher Eltern wegen nach- theiliger Folge« solcher Mittheilungen lassen fich andere durch schätzen»«erthe Motiv« zu einer im Interesse der Schule wie ihrer Schüler nicht erwünschten Resignation be- stimmen. Die eingehend« Erwähnung der Sache in den Lehrerkollegien selbst wird, so hofft der Minister, den Er- folg haben, daß d'e Thätigkeit der Schule den berechtigte» Forderungen der Gesundheit! pflege entspricht und daß da» richtige Verhältniß zwischen der Schule und de« Eltern- Hause allgemein hergestellt wird." So lautet, nach der„Norddeutschen Allgemeine« Ztg." die Verfügung. Gutgemeint ist fie sicher, ob sie aber den beabfichttgten Zweck erreichen wird, da» bezweifeln wir sehr. Nach der„durchschniitlichen Arbeitszeit fleißiger Schüler mittlerer Begabung" haben fich bisher schon die Lehrer gerichtet; nur daß e« ihnen schwer war, diese durchschnittliche Zahl festzustellen. Und wird e« etwa jetzt leichter sein, wenn diese Verfügung de» Lehrern bekannt ist? Wir Al« fie vor Schalle»« Thür hielten, verließ gerade Doktor Potter da» Hau«. Er sah sehr ernst au« und warf auch den Blick nicht einmal nach der Equipage hinüber, sondern verfolgte ruhig seinen Weg die Straße hinab. Han» sah ihm nach. „Kennst Du de» Doktor näher?" fragte er Raute», als fie zusammen in da« Hau« traten. ..Den Doktor Potter? Gewiß," nickte dieser;„er ist bei Klingenbruch» und Schaller« Hautarzt. Dort habe ich ihn wenigsten» einige Male getroffen. E« ist ein sehr ruhiger, anspruchsloser Mensch, soll aber«in ganz tüchtiger Arzt fein— doch em armer Teufel. Schaller erzählte neulich von ihm. daß n sein ganze» kleine« Vermögen daran gewandt habe, um zu studiren, und noch jetzt soll er die Nacht über den Büchern hocken." „Er ist nicht verheirathet?" „Bewahre, er hat zu thun, daß er fich am Leben er- hält. Weshalb fragst Du aber?" „Oh, weil er eben vorüber gi ei»; er war ja gestern«benfall« oben." Da« Gespräch war hier abgebrochen, denn Rauten hatte schon geklingelt; die Herren traten«in, und der Baron empfing fie selber mit seinem alten Humor und einem kräf« tigen Händedruck.»Nun,«eine jungen Herren, schon wie- der frisch aus den Füßen. Rauten, Sie habe ich gestern Abend wahrhastig dewundert I" „Mich, lieber Herr Baron? Weshalb mich im Be- sondern?" „Hat ein« Braut." lachte von Schaller,„und flattert dabei um alle Blumen herum wie ei» frevelhafter Schmettcr» ling— oh, Sie Duckmäuser, Sie I" „Ab-r, bester Baron," lachte Rauten, der stine alte gute Laune wiedergewonnen hatte,„Sie rechnen mich doch nicht zu jenen langweiligen Petern, die, einmal verlobt, nur ernzrg und allem ihre Au««rwählte den ganzen Abend anschmachten und dabei für alle anderen Menschen unge- meßbar sind?" »Nein, Graf" schüttelte von Schalle« mit dem Kopfe, „kenne Sie besser; war aber famo«, w'e? Sind noch bi« fiel er mir gerade glauben vicht. Wir sind überzeugt, eS wird NlleS beim Alten bleiben., m„ Und ist denn der Grundsatz, die„mittlere Begabung alt Maßstab zu nehmen, ei» richtiger? Das scheint unt fraglich. Wir glauben nicht, daß alle Kinder, die unter diesem Niveau find,— und das ist die Mehrzahl— bei Seite gelassen und gewisiermaße» auf- gegeben werden müssen. Grade den Kindern unter mittlerer Begabung gebührt«ine doppelt erzieherische Sorgfalt. Freilich, wie soll es ander« gemacht werde», wenn man die häuslichen Schularbeiten beide- halten will? Wir finden beim besten Willen keine genügende Ab- Hilfe. Schon heute— bemerkien wir— richtet jeder intelligente Lehrer sich nach der„durchschnittlichen Be- gabung", und daß Resultat ist eben die „Ueberbürdung'. Unsere« Erachient ist dat Prinzip der häuelicken Schularbeiten an sich fehlerhaft. Di« Arbeiten für die Schule sollen auch i n der Schule gemocht werben, und zwar unter Lei- tung von Lehrern. Nur dann können sie ihren B>l- dungt-Zweck vollständig erfüllen, und nur d�nn herrscht Gleichheit der Arbeitsbedingungen für alle Schaler. Es ist eine bekannte Thatsache. daß heutrutage der größte Theil der Zöglinge unserer höheren Schulen die oberen Klassen nicht err-rcht, w.il er den gestellten Anfor- derungen nicht entspricht. Es ist aber auch eine Thatsache— und wir Hab en ganz destimmte Fälle im Auge— daß eS Privaterziehungsanstalten giebt, welche Knaben, die in den höheren Schulen„sitzen geblieben" Snd, aufnehmen und binnen Jahresfrist so weit bringen, »ß sie in die höhere Schule zurückkehren, und eine Klasse überspringen können. Dieses günstige Ergebniß ist ausschließlich dem Umstände zu verdanken, daß alle Hausarbeiten un t er A u f sich t v on Le h re r n rn der Schule angefertigtwerdenmüssen. Mit unserem Vorschlage, die häuslichen Arbeiten abzu- schaffen, haben wir also die Erfahrung zur Seite. Dolitiscke Uebersiekt. Die Handeskammer zu Stuttgart bat ihren üblichen Jahresbericht für 1884 veröffenuicht AuS dem längeren Be- licht wollen wir hier mchftehente Schlußsätze wievergeben: „Um schließlich daS Bild von v«r allgemeinen Lag« richtig zu tellen, haben wir(die Handele krmmer) an die Steigerung des steiths der in Deuischland imvortirten Nahiungs' und®f. nußmittel zu erinnern; eS ist ferner nicht zu überseben, doß die Verkehrsanstalten und— tiotz der stratlichrn Zinsenreduk' twnen, welch« die KonsumtionSiäaigkeit der besseren Klaffen wesentlich geschmälert haben— auch die Ein'omnunfttu« höhere Erträge gewäbren, nicht minder auch die Lparkaffen- einlagen eine Zunahme eriahi-n baden.— Aus oll dreien Symptomen läßt sich das Geiammtresultat des Jahres dabin f iammenfe.ssen, daß 1884 trotz de» Mißbebagens f st aller roduzenten, Landeigenthümer, geweidlicher Untern hmer, ankierS �C. der Wohlstand der großen Masse fich be- festigt hat, ein Ergebniß, welches wir in erster Linie der po- litis chen Sicherheit des Deuistben Reichs zu verdanken haben."-- Die„Nordv. Allg Z'g." reprodustrt die Aus loffungen mit großem Behagen, gleichsam al« wollle ste damit den Beweis liefern, daß die Klagen über die wirlh chafrliche Lage gänzlich unberechtigt seien. Für uaS hat nun zwar die Ansicht tiner Hondelskammer keine unfehlbare Bedeutung, wenn wir aber trotzdem auf diese Anfichten eingehen, so geschieht es nur, weil man dieselben vom Lager der O!ffz äsen auS nach Kräften für bestlmmte Zwecke auszunutz'N sucht.— Zunächst hebt der Bericht eine Steigerung der Pieiie der imporlirten Nah- rungS- und Genußmirtel hervor und ferner,„daß zrar die Konsumtionsfähigkeit der„d.fferen" Klaffen durch verschiedene Ursachen geschmälert wu de. die Einkommensteuern aber höhere Erträge geliefert und selbst die Spmk.ffeneinlagen «ine Zunahme erfahren hätten."— Daß die Nahrungsmittel theurer geworden, ist eine undestreiidar« Thatsache; d-rß aber die Einkommensteuern gestregen find, trotzd-m fich das Ein komm- n verringert hat, daS ist ein Räth rl, welches wir nicht zu lösen vermögen. Vielleicht knockt urS die„Nordd." diese Nuß!— Die Zunahme der Svorkasseneinlagen ist ichwer. lich ein Zeichen wirthschaftlichen Aufschwungs-, dieses spricht vielmehr dafür, daß der Rest des Kit nbürg'r'dums es in Folge der überhand rebnienden Großproduktion ntctt mehr wagt, mit einer oerhältniß mäßig geringen Summ, in die Produltion ein- sechs Uhr heute Morgen zusammengeblieben, wie Sie schon fort waren. Die jungen Leute werden mir überhaupt in jetziger Zeit viel zu solide und, wenn ich so sagen kann, Najüt— sie tanzen nicht mehr. Drei oder vier davon haben fich den gan-en Abend im Rauchzimmer herumge» trieben; ich hätte sie umbringen kön en; wenn man sich nicht einen Zug junger Offiziere engagirt, hat man nicht einmal Tänzer genug für die Damen." „Und wo find Ihre Damen?" sag'e Han». „Meine Frau," lachte Schaller,"„ist erst vor einer Stunde aufgestanden und hat die Zeit gebraucht, um Toilette zu machen. Kathinka aber war schon früh bei der Hand, und wir Beide haben indeß da« ganze Hau« in Ordnung gebracht— Heidenkonfufion natürlich— Kathinka wird aber gleich erscheinen. Bi» jetzt habe ich hier gesessen und die jungen Herreu enttäuscht, die heute Morgen kamen, um ihre Visite zu machen. Waren Sie schon bei «lingenbruch«?" „Wir kommen eben daher." „Der Oberstlieutenant war göttlich." lachte Schaller, „wie ihm die Fußbank unter den Füßen l°«ging— kapitaler alter Bursche, aber eine Seele von einem Men- Han» lachte.„Und er war ganz unschuldig daran," sagte er— ,.»ch brachte da« Instrument in Gang." „Hahahahaha," schrie Schalle hinaus,„da« ,st kapital. Dam.t haben Sie wenigsten« der Vorlesung ein Ende ge- """�„Nehmen Sie mir da« nicht übel, lieber Baron." sagte jetzt auch Raulen,„aber Ihr Hofrath ist ein wirklich entsetzlicher Mensch, und wenn ich einen Namen für ,hn brauchte, so würde ich ihn Gesellschaftstiger nennen." „Und paßt ausgezeichnet!" lachte Schaller.„Wo sie ihn sehen, hat er eine angeschwollene Brusttasche, immer «it einem Manuskript darin, und die böse Welt sagt, daß er, in Eimargelung eines Besseren, Morgen« seiner alten Haushälterin seine Gedichte vorliest." „Aber weshalb laden Sie einen solchen Menschen ein?" (Fortsetzung folgt.) zugreifen oder ein Geschäft zu entrirer. Eine geringe, aber fia-ere Verzinsung des kleinen VertrögenS wird der höheren» aber urficheren vorgezogen.— Es ist kein besonderer Scharf- b> ck erforverlich um die« einzusehen. Um so eigenthümlicher deiühit uns die Schl.ßfolgerung, daß aui allen diejen Sy nptomen das Gesammtresultat ves I ihres 1884 fich dabin zuiamwe, fassen laffe, daß trotz deS Mißbehagens der Landwirtbe und Gewerbetieidenden der Wohlstand der großen Masse fich befestigt habe.— Aus dem Labyrinth dieser Wo tllauberei ist schwer herauszufinden, wer unter der „großen Muff." verstanden werden soll. Daß die Arbeller— und vieie bilden doch die große Maffe— keine Befferung ihrer L ge erfahren haben, ist doch allbekannt, und daß die Lage der besseren Klaffen wesenllich geschmälert woiden ist, behauptet der B eichi. Bleiben also nur noch die„mißbehaglichen" Land- rigenthümer, geweibuchen Unternehmer, Bankiers ic. Wir müssen al o annehmen, daß die Handelskammer diese mit der „großen Masse'- verwechselt hat. was ja um so verzeihlicher ist, als lhalsächUch sestst-ht, daß die Großproduzenten und Groß- Händler m der Tdat ihren Wohlstand vergrößert haben. — Em besontereS Loblied über unsere wirthschaftlichen Ber- häliniffe»tid aber auch von dieser im„befestigten Wohlstand difinviichkn großen Maffe" nicht gesungen, denn es heißt am Schluß deS Handelskammer berichles ausdrücklich, daß fie die Beiemgu g ihres Woblaandes in erster Linie der poli- l i f ch e n S cherheit veS Deutschen Reiches zu danken haben.— Die„Nordd" wird also gut lhun,„bessere" Beweise zu bringen, wenn ste thren Zweck, dm Wohlstand d«S deutschen Volkes nachzuweisen, erreichen will. Mir unserer neue« Kolonie St. Loeia Bai scheint es scho* E fig geworoen zu sein. Der bekannte Herr Einwald eil ärl jetzt, da seine Reise nach Berlin nicht dm gewünschten E folg gi habt hat, daß er in St. Lucia Bai die deutsche Flagge gar nicht aufgehißt habe und daß. wenn in der n aasten Zeit eine andere Nation nach Et. Lucia Bai käme, Deunchlanv nicht daS Recht habe, zu sagen:„Hände weg!"— Herr Einwald scheint somit dem englischen Einfluß erlegen zu sein. Die englische Pfundnote wiegt bekanntlrch seyr viel schwerer, als die deutsche Mark— und zur Kolon i- sarion gehö.t Geld, sehr viel Geld! Warnung! Der„Export" hat vor einiger Zeit schon ge- warnr gegen Vre A uSwo nderun g deutscher Land- a r b e t t e r nach der Kolonie Queensland(Australien), welche sür die Arbeit auf den Zuckerplantagm angeworben wer d, n.(Se„en derartige Werbungen haben fich nunmehr auch Stimmen in der australischen Puffe erhoben. So bringt der «TownsoilleH-r ld" eine Korre pondenz, in welchcrsein Queens- iäovischer Eisenbahn bauunternehmer, obwohl politischer Gegner jeder farbige- Einwanderung, seine auf eigene Erfahrungen gegiüntete Uederzeugung dahin ausspricht, daß weiße Ar- detler überhaupt nicht im Stande sind, körperliche Arbeit auf den Zuckerplantagen und beim Bahnbau in den heißen und un- gesunden GebtetenderKolonie zuverrichten. €uid) Hitze uno sfteber wurdm die Reihen der von ihm m- gagirtiN wcißen ArbeUer in dem Maße gelichtot, daß von denen, die Morgens die Aibeit antraten, durchschnittlich nur 50 pCt. da« Tagewerk auehiellen. Von einer Anzahl von 80 weißen Ardnurn waren nach Ablauf von 6 Monaten nur noch 5 bei der Arbeit verblieben, und auch diese hatten wählend der Z-it mehr oder weniger am Fieber geiiftm. Die Beirtw-rden dcs Klimas seien so große, daß selbst Chinesm venseibm nicht zu widerstehen vermögen— in analoger Weise äußert fich em Korrespondent der„Bundaberg Mall" in einer auch von vem„Dalby Herald" abgedrucktm Zaschrift, welche mir folgenden Worten schließt:„Wenn sonnverbrannte Ar- bester aus der Kolonie und hitzeliedende Chinesm mit dem Zuckerrohrichrieiden nichts zu lhun haben wollen, wie kann man ei warten, vaß die fremden Ardester im Stande sein wer- den, solche Aibeit zu oerrtchtm. Die Sterblichkeit wird dann eine furchldare sein."— ,Mr deutsche Arbeiter ist hiernach daS anpcsonnene dreijähitge Engagement auf dm Zuckerplantagm in Qaemsland völlig unannehmbar, abgesehen davon, daß der angevoline Lohniatz den dortigen Preisverhaltniffen gar nicht emipricht. Mögen daher die deutschen Auswanderungslustigen vor dm Verlockungen der betreffmden Agenten, welche bereits in teuischlaed eingetroffen sein sollen, hiermit gewarnt sein. U-brigent find die Ve.hältmffe auf den Eamoainseln nicht viel differ, alS die in Queen! land und doch wird in Deutschland stall darauf losgeworden und doch vertheidigte der b, kannte nationalliberale ReichStagSabgeordnete Herr H. b M.yer auS Bremm gegen die warnenden Stimmen mehrerer Aibesterabgeordneten solche Zustände und die deftmnvete F rmu Hackfeldt u. Co., auf derm Zuckerplantagm deutsche Arbeiter langsam dabmfi-chm Für drn Antrag Preuhen«, die Zahl der Geschwore- «en von 12 aus 7 herabzusetzen, sollm nach der neuestm •fcmchlung im BundeSr atb 29 Stimmen gestcheit sein, so di.ß Stimmengleichheit vorhanden wäie, in welchem Falle der Vo fitzende(Preußen) den Ausschlag geben würde. An den Reichetag wild vre Vorlage wohl kaum noch gelangen. 151 Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dux. (Forsetzung.) „Hüten Sie sich I" entgegnete Habicht.„Ich wünsche eine friedliche und gütliche Ausgleichung.... Ich handle im Namen des Grafen M'Donuil, und bin hier in meinem Recht; aber Sie antworten feindlich." „Ihr Recht?" erwiderte der Baronet, auf die letzten Worte Hab-chl'« mit bitterem Lächeln.„Sprechen Sie nicht von Ihren Rechten, ich würde dadurch gezwungen sein, Ihnen daS meinige zu sagen." „Wohlan, so sagen Sie ei!" schrie der alte Waid- man». „Nein," antwortete O'Brian,„ich sage Ihnen nicht«, al» daß Sie hier nicht eintreten werden." „DaS wollen wir doch sehen," versetzte Habicht, und schritt vorwärt» auf die Höhle zu. Der junge Mann zog einen Revolver. Al« Fritz das sah, wollte er fich zwischen die Beidm werfen. Unglücklicher Weise aber entsprang ihm bei diesem V-rsuch Ajax, welchen er am Halsband« hielt. Mit eine« gewaltigen Ruck riß fich das Thier loS, so daß er Fritz, der sich drssen nicht versah, mit umriß, und demselben mt- schlüpfte. Gr hielt den Baronet für verlorm. Aber jetzt er- scholl ein wilder Schrei aus der Höhle— und al« Fntz sich von feinem Sturze erhoben, gewahrte er die Alt« vor dem Feuer stehend, ihre Kleidung in F-tzen, die Haare aufgelöst um ihre Schultern flatternd. Sie erhob ihre langen dürren Arme gen Himmel und stieß wieder jenes schreckliche Geheul au«, dem Klageton de« hungernden Wolfe» in kalter Winternacht so ähnlich. Habicht schien versteinert. Unbeweglich, mit offenem Mund« und stauen Augen blickte er auf die unheimliche Er» scheinung. Seilst der Hund hielt einen Augenblick inne. Aber dann, den Körper zusammengezogen, die Haare de« Rücken» vor Wuth emporzesträubt, begann er auf« Neu« mit eine« gewaltigen Satze seinen Lauf, und stürzt« mit heiserem Ge- knurr vorwärts. Ueber de« Umfang der Ausweisungen iv Ostpre» bei den in einer Berliner Korrespondenz der„Köln. Volst�J5 '- Da- Landrathsamt zuOit-lsbM �«heb« des Stävtckens Liebenbera mW? werden................ folgende Dinge erzählt___________,_____________ am 1. Mai 35 Famllien des Stävtckens Liebenberg m» sammen 150 Personen, welche polnischer Rationalität M r Anweisung zugehen lassen, binnen drei Tagen daS prent' j*% Gebiet zu verlassen und sich nach Rußland zu begeben, � Vi/Wiv* o«* Mtiv nuu# tSiUB'Uilv fl« vcyivtur tt#r crv: fie heimathSangehörig sein sollen. Die von dieser AuSrverlis- Die Maßregel Betroffenen haben fest langer Zeit, manche?a'' J' Jahren und länger ihren Wohnfitz in Liebenberg, Gemeindebürger find, Haus und Gut befitzen, oder ihr betreiben; einzelne derselben haben in Preußen der kinm Pflicht genügt. Sie Alle werden ausgewiesen, weil ihre öl! � F«» ooer fie selbst lei ihrer Niederlassung in Preußen eS veradst haben, sich die AufenthaltSerlaubniß einzuholen oWi&' preußische Staatsbürgerrecht zu erwerben. Gegen ihren 2% wandel ist nichts ,u erinnern, der Armenpflege find fit r,'j" anheimgefallen. Die AusweisungSmaßregeln scheinen n 1 in Ostpreußen mit derselben Schärfe angewandt zu werd«' in Westpreußen. Ein Tele Au« Afrika wird über St. Vincent gemeldet, batst« Ruß la deutsche Generalkonsul Dr. Rachtigal gestorben ist.- �igerr Re derselbe auch dem mörderischen Klima Zentral- Afrikat fit bei z n der es Und Ste! 'die V Meh fi ZatiSfakt »stone'iche "«eheiligt weiden - 9 f die li y Mg. legen sein? Holland. Der Vorstand des„Niederländischen Bundes zur gung deS allgemeinen Stimm- undWahlre bat der„K. Z" zufolge an die einzelnen OrtSvorstänl Rundschreiben gerichtet, worin er eine großartige' Ma kundgedung, welche an dem der Wiedereröffnu Kammern vorhergehenden Sonntage im Haag stattfind empfiehlt. Worin dieselbe bestehen soll, ist noch nicht geben, nur werden die Ortsausschüsse ermahnt, jetzt schon Sorge zu tragen, daß an dem bestimmten Tage alle° oereine vertreten seien, daß man in abgelegenen Vli_______„ aller Kundgebungen enthalte, daß dagegen die Deputirt»�,�.�* jeder Gemeinde in feierlichem Aufzuge an den Babnhos" den den Ort der Abreise durch eine möglichst große VaiHr geleitet würden; unmittelbar vor der Abreise soll der Vo eine Ansprache an die versammelte Mmge ballen, unt Parole auszugeben:„Es lebe der Volkswille I" Vor Jahren hatte die Regierung bei Eröffnung der Kammern ähnliche Demonstration, wie eS damals hieß, von Seit« Sozialdemokraten erwartet; fie hatte aber sehr„rweckdiei» Vorbereitungen getroffen, indem der für das Volk auf Zuschauertribüne in drn Generalstaatm destimmte Raum einig« Stunden vor der Eröffnung bis auf den letzten von besonders dazu reqairirten— Waisenmädche« Beschlag genommen worden war. Frankreich. Ter Mintsterrath beschloß. Louise Michel zu digen. P o u g e t, der mtt ihr akeichzettig von dem Schwurgerichte zu acht Jahren G-fängniß verurtheilt werdm zwei Jahre Haft nachgesehen werden. Dem of, Geschworenen des Loire- De p ort ementS zu einem Jahr niß verurthitltm Bürger CriS wird der Rest seiner erlassen. Die wegen der Explosion vonLyon ven ten Fürst Krapotkin, Gautier, Bondat u. werden an diesim Begnavigungsakte nicht theilhaben,* Ministerrath der Ar ficht war, daß die Art der Verbreck» welche fie bestraft wurdm, und beim indirekier Zusamm� mit dm Ereigniffm von Monteeau-leS-MlneS eine Mil' ibrer Lage nicht verdiene. Die wegen Betheiligung Versammlung vom Opernplatz Veruitheilten werden ihrev"!«»anier ganz abfitzen, zumal ste schon am 14. Mai zu Ende I%We s Regierrmaeblätier verbreiten die Nachricht, Louise Michel" Msbe rir die vom Mtnistenath beschloffme Begnadigung nicht ann�Wät«» Rochefort erklärt dem gegenüber, daS sei ein J-suiienkoiff.'?& man Jemand begnadigen wolle, so habe man ihm einta® niUt,fte8 Kerkeithüre zu öffnen; vorher anzufrazm, ob er degnavigt wolle, heiße, wenn der Gefangene charaktervoll sei, ihn zur Antwort zwingen: Nein!, — In der gestrigen Sitzung deS Pariser Gemein r a t h S brachte ein Mitglied folgendm Antrag ein, we' den 7. Ausschuß verwiesen wurde:„Der Gemeino Erwägung, da« die Schutzzölle, welche eben für und Vieh angenommen wordm find, dm LebmSunt. Frankreich vertbeuem; in Erwägung, vaß die freie Ein! Fleisches auS Amerika sofort eine Befferung dieser i Herbeiführen würde; in Erwägung, daß diese freie Za- einen doppelten Zweck erfüllm würde, da ste die WirkunS in Amerika eine Herabsetzung der Zölle auf ftanzöfischs ssy/ fuhrartikel zu verursachm, giebt dem Wunsche AuSdrut.. Wt Ai die Zölle auf die Einfuhr auswärtigen Fleisches abg«"«ie g werdm mögen." �Srundf n ls>.K» Ä"; fchttr, 7 Dn j Ä55 i lenb«,(§1 r*?® ;°us den «•Äs x'K'nde: b«® Suttttfjtur ifer- Dänemark. Das Wachsthum der dänischen Sozialdemokratie ttt'fi greiflicher Weise großes Aussehen. Noch vor einigen Ä schenkte man der Partei keine Beachtung und heute ist � reils zu einer Macht gewordm, mit der gerechnet werde» Die Platte der Höhle befand über dem Boden de« Gange«. Diese Höhe hinderte ihn, mit dem ersten Sprung? uw« M sein. Frrtz hörte noch das Gekrach, wie er durch M M Schnee und Eis� belastete Gestrüpp brach, dann sab ß sich acht bi« ,«hD |®ie rf'fj der Baronet sich vor die Alte warf mit herzzerrei Stimme ausrufend: „Mutter! Mutter!" Der Hund nah« einm zweiten Anlauf. sich. «Habicht— seine Mutter!" schrie Fritz.*$■>?! Diesmal erreichte Ajax dm Rand der Höhle. schnell wie der Blitz hatte Habicht das Gewehr angeftsU — der Hund lag getroffen zu den Füßm deS f Manne«.%(.■ Da» Alle« war das Ereigniß eine« Augenbli�-�Mt und Knall folgten aufeinander, und da» Echo veroi«"?�?is«n jn dm Donner in'« Unendliche. Al» der Puloerda»«� x» ju».. flogm war, erblickte Fritz den Hund am Fuß« de« 1 5�«» en hingestreckt. Die Alte lag ohnmächtig in dm Ac� junge« Mannes.«n Habicht, bleich wie der Tod, betrachtete den® i F1» gefg mit finstera Blicken. Er warf fern Gewehr zu». z,„ daß e« klirrte und sah«it verzerrtem Gesicht»» Wit au|, Ingrimm halb geschlossenen Augen auf die Grupp� u D« «Herr Baronet O'Brian, redete er dm junge« �sA�arz n und zeigte auf om Hand,„soebmhabeich meinen beste«, ,. Vte liebsten Freund getödtet, um die Frau zu J E« OiLm« ßk l_ ei. c.•____ ä iji uevpen»yreuno geroorer, um die Frau zu u--\ Ihre Mutter.... Führm Sie sie hinweg, Herr»V wj und sorgen Sie dafür, daß fie nicht wiederkehrt, a»u bi, kann nicht immer für«ich einstehen."$ 1' Dann fügte et mit einem Blick auf fei«*' hinzu: ,v »Mein armer Ajax! Also da« mußte V gegnen I.... Komm, Fritz, laß un» von W jj, retten wir un» und sie; wenn ich hier noch länger so könnte e« doch ein Unglück geben." Xb' Dann trat er wieder zurück zu seine« H«"� dn«»uSdruck de« tiefsten Schmerze« wickelte er in fönen Mantel und nahm ihn vor fich auf fei«? s?{ find st-' einen d-5 iu werda i Ostprtt dkn im vorigen Jahre vollzogenen Wahlen brachte In. VoÄ L,m t einige Mandate zum Follething und daß ste ZitelsbuiS„;~l Leblich zugenommen hat, zeigte die vor Kurzem in berg mit%%86i stattgehabte Piolestversammlung, über die wir lletät M P""eu berichtet haben; räch Schätzung velschicd'ner Blätter daS preut 1!"® 3-hl der Theilnehmcr 90 000.— Das Ministerium .eben,®]iihf4oftet aber trotz aller Proteste ohne Budget AuSweiii» K Die Summe, welche der Herr Estrup fich selbst de- aanche 0 ,%?a*' soll die vom Follething ursprünglich geforderte g, woseldi��.o-deutend übersteigen; denn dem Follething, daj nach x ihr OK r �nz-'chen davon nicht einen Oere genehmigen wird, roll , der M!l> i«"tag erst vorgelegt werden nach zweimonatlicher Be- .eil threN?, L l>eö nächsten Etats! Verweigert die Kammer auf es oeradit � liumuthung einzugchen, dann soll deren Auflösung er- len over Natürlich wird nach Lage der Sache dann noch eine ihren L-t< � Opposition in, s Follething einziehen und ei ist somit " b ni.»"? bin ersichtlich, wie der Herr Estrup fich schließ- »»US der Patsche zu ziehen gedenlt. Großbritannien. m Telegramm aus London meldet, daß England ldet, d> st.— al.Afril°« >e»?"bland beschloffen haben, die Verhandlungen >U» Negulirung der afghanischen Grenze w«Lv i.n London aufzunehmen und die Detail« an Ä!s,lle durch eine Kommisfion festzustellen Da Eng- Ktfl', Verhandlungen nach dem Zusammenstoß von i.Ä suSpendirt hatte, so ergiebt fich, daß eS die Frage �oliSsaltion in den Hinterzrund verwiesen hat. Die oop« sche Rede, welche verlangte, daß die für den Bruch »u-heiligten Vertrages" verantwortlichen Personen aufge- po«rdtn müßten, ist gerade acht Tage vorder gehalten ■h~ Ja, vor 8 Tagen hielt es der Herr Premier noch . lräftig in die KriegSposaune zu stoßen; nachdem % 11 Million m anstandslos de willigt find, ist eS nicht —v � TOtinnw®' Daß man übrigens im Begriff ist, die FriedenS- P�äS«o WJ�ungen ernstlich zu berreiden, zeigt ein ferneres Tele- )eputirts>tt«i�st»ut London, nach welchem die Admiralität den Befehl Bahnhof Itll-n' brn Bau neuer Kriegischisse kleinen Modell'S einzu- ! Vollto?� l derBoi�., rie vor einigen Tagen gemeldete Besetzung von Port ten, und tzj.».'-ton durch ein englisches Geschwader bestätigt fich.— 1" Vor'»nid,» �pwm der„TimeS" auS Tientstn vom 3. vS. MtS. Cammer» 2.% englisches Gescdwader habe Port Hamilton besetzt, on Sell-M.'p Chinesen werde dies für eine Verletzung der Jntegrt- i«, r0tta erklärt.— Daran wird man fich in London 'Mn. iztzz-jm*.$... [f-tt, Kanzler der Schatzkammer, ChilderS, brachte im i«,,�use den Voranschlag sür den Staatshaushalt ein. DaS Z d-S vorigen Finanzjahres hat thatsächlich 1050 000 Lstr. » zur a h l r e vorstl"" 1«' Ma eröffn attfind l nicht tzt schon alle zweck die! Volk auf, e Raum letzten nädche' «l zu r dem artheilt Dem ooitj ?Ä o n otr*-. Hat u- II > •mur«, �pongen Finanzjahres hat thatsächlich 1050 000 Lstr. »il Ausgaben für da» laufende Finanzjahr werden, bs�Mschluß deS geforderten ElfmillionenkredttS, auf Vfund, die Einnahmen auf 85 200000 Pfund ver- DaS Defizit de« laufenden Finanzjahres ist auf tymiiu Vfund und da« Gesammtdefizit, einschließlich de« r�pp-n kreditS und der NachtragSkredite, auf 14900 000 Pf und Vorgeschlagen wird eine Erhöhung der Ein- rzMApuer auf 8 Per ce per Pfund Sterling; ferner soll die w'Ntsteuer wesentlich abgeändert und auf die im Auslände v�oen Güter von in England ansäsfigen Personen ausge- , t.. soll das Eigenthum der Korporationen besteuert haben, oo», Elempelgebühr von 10 Shilling pro 100 Pfund für ßtibtech-o E"I den Inhaber lautenden Werthpaptere ctngesüvrt werden. jusamm ine Mili -oiiyaöci lauicr�cn cuigciumi u>civcn. Wllin" QU� �beimischen und ausländischen Sprst soll um >en ihrev Spanien abgeschlofienen Vertrages abgeändert, ausländische >u Ende Medikamente sollen denselben Reglements wie ! Michel- � igt unterwmfen, der Tilgungsfonds der 1883 kreirten -bt am»«? � 2kr?' loll suSpendirt werden. DaS Defizit wird hierdurch ÄÄ4"" W,M Kommunales. TagfSortnung für die Sitzung der Etadtver- 'in, weläM fitten. Persammlung nächsten Donnerstag, Nachm. 5 Uhr, x'Mende: Vorlagen, betr. Penstonirungen und Anstellungm �«orlage, betr. die Verl ihung eines Benefiziumi der �derlich.Stiftung— Vorschläge deS Ausschusses für Pe- �onen— Wahl je einei Mitgliedes für den Ausschuß zur meindl n für nSunt fit Ein' »ieser freie Zu WirkuNS Lichtung der Vorlagen wegen Anstellung, resp Penstomrung � o«soldeten Gemeindebeamten und Lehrern, t??.dir FriedrichS-Werderschen für da» Kura- Gewerbeschule, für die , lttt v; t ouf ation und für daS Turn-Kuratorium— Porloge, AuSdrlW' bttt' b't Anlage für unterirdische Bedürfnißanstalten— deSgl., Hb**" Vergrößerung der Parkanlage auf dem Nazarcih- ��undftücke— deSgl., betr. den Ankauf deS Grundstücks hes a! catie erkl inigen eute ist T it werde» pilhoftt Ufer 2 zu Gemeindeschulzwecken— RechnungS. iin m Vorlagen, betr. die Skizzen zum Neubau einer ein- /"-mein beschule auf dem Grundstücke Höchstestr. 34/35, ! a.lt einer Gemeindeschule in der Demminrrstraße und in �pdenerstraße— Vorlage, betr. die Ueberlaffung von ,urch dlst n sab*' rzzecrerll' m, Fritz," wiederholte er,«laß uns diesen Ort -Warum steigst Du nicht auf?" ei», 44 darf nicht, Pathe l" antwortete Fritz.„Hier ist n___»:x-f» OY-.* ßll. tilf."glückliche Krank», ich al« Arzt darf Sie nicht ohne MW»>..... Reite Du zurück, nimm mein Pferd schicke ein Gefährt, um diese Frau in ein zu bringen." Du willst... Ich kann nicht hier bleiben, um um Dir zum Schutze zu t angel-S'. des r Zoe ei Wt er ingrimmig, ini...».. w..�... i Ätz! fta,u! bem Pferde hielt, an fich drückte...„Adieu, !. lzz*® t-l1' �'ch nicht länger auf, al» nöthig ist..... werde ich schicken. febl ,{. Ursache, aus welcher Fritz zurückblieb so sehr«in wenig Neugierde, jene»---------- Wti;'n dtr Nähe zu sehen, al« sein Pflichtgefühl, da» niemal« verließ. Als Habicht seine« lisher, m??cha>un�en war, schickte et »nunddreißigste» Kapitel. war viel» wunderbare Pfad , sich an. den beschwer- ....„»»» Höhle emporzuklimmen. Dort wartete %»�./'stenthümlicheS Schauspiel. Auf einem großen, �» �'ten, rothbraunen Pelzmantel lag bie Alte ,n M* J �fftnev, purpurfardene« Klerde, die Hände krampf der Brutt AKMiZSs?« r Qfä ai la»!, ,M°u«nhast«n Anblick nicht entstellte. Da« sei««" �epern w"™ �ber diesem Gesicht, und doch kam Fritz von cm ux.-.Gedanke:„Ich kenne diese Frau I"_ � wir rj �htige"n*! kniete neben ihr und versuchte die Ohn» : hi- z... Er �..�-« zurückzurufen. äng-r j. 4t be«n..,. die Höhle eintretenden r I �#«• firfc«nt sei» ....................... jungen Mann Erst jetzt wandte er fich um und erkannte Dodenburg!" rief er überrascht,„wa« führt Straßenterrain zum ErwellerungSbau der DreifaltlgkeitS'Kircke — Beschlußfassung über den Beginn und die Dauer der dies- jährigen Sommerserien der Versammlung— Belichte, statlung des Ausschusses für Rechnungssacben— Vorlag», betr. die Eni. eignung deS zur Freilegung und Regulirung der Straße 146 in der Abtheilung VII. des Bebauungsplanes sMoabtt) er- forderlichen Flächen— de- gl., betr. die Vertheilung der im Rechnungsjahre 1. Ap il 1884/85 beim Lchrpersonal der Ge< meindeschulen kreirten Stellen aus die einzelnen GehaliSstufen — deSgl., betr. die Erbauung einer Desinfektionsanstalt auf dem Grundstücke der Pumpstation in der Reichenbergerstraße — Vorlagen, betr. die Neuwahl je ein-S Bürger, Deputirten für die Armen-Direkiion, für die Waisenvcrwaltung und für die Schul- Deputation— Berichterstattung über ein Naturali» sationSgesuch— Antrag von Mitgliedern der Versammlung, betr. die Ertheilung des Titels eines Etrdtältesten— Eine UnteistützungSsache— Vorlage, betr. eine Amtsniederlegung. — Außerdem wird um 6 Uhr vom Oberbürgermeister Dr. v. Forckenbeck die Einführung des königlichen Bauraths Dr. Hobrecht in da» Amt alS Stadtbaurath bewirkt werden. K o k«! e s. Der Magistrat macht bekannt, daß in dm folgenden neuen SchiedsmannSdezirken diSh.r Schiedsmänner resp. Stell- Vertreter noch nicht destellt find: Die Verwaltung ist den be- nachbarten Schiedsmannsdeamten übertragen worden und zwar: für den Bezirk 13, dem Schiedsmann des Bezirks 12, Herr Kaufmann Kochhann, Bauhofstr. 7: für den Bezirk 32, dem Schiedsmann des Bezirks 21, Herr Kafetier Wiese, Pots- damerstr. 9; für den Bezirk 34, dem Schiedsmann des Bezirk» 284, Herr Kommisfion Srath Häbner, Brücken. Allee 1: für den Bezirk 63, dem Schiedsmann des Bezirks 59, Herr Bildhauer Meinhard, Großbecrenstr. 47; für den Bezirk 64, dem Schiedsmann de« Bezirk» 65, Herr Inspektor Jamrath, Bergmann- straße 109; für dm Bezirk 66, dem Schiedsmann de» Bezirks 69, Herr Rentier Dollfuß, Gneisenaustraße 102; für den Bttirk 68, dem Schiedsmann des Bezirks 57/58, Herr Fabrikant Weilandt, Großbecrenstr. 26; für den Bezirk 71, dem Schiedsmann des Bezirk« 54, Herr Kaufmann Bomdach, Belle» Alliancestr. 3; für die Bezirke 72 und 74, dem SchicdS« mann de» Bezirks 73, Herr Kaufmann Huff, Johanniterstr. 11; für den Bezirk 90, dem Schiedsmann de» Bezirk« 88, Herr Rentier Saatz, Koltbuferstr. 21; sür den Bezirk 91, dem Schiedsmann des Bezirks 94, Herr Destillateur Laacke, Lau- fitz-rstr. 49; für den Bezirk III, dem Schiedsmann les Be- zirk« 110, Herr Rentier Lohwann, Wendenstr. 4; für dm Be- zirk 120 dem Schiedsmann des Bezirks 121, Herr Kaufmann Krüger, Ritterstr. 75; sür den Bezirk 140, dem Schiedsmann des Bezirk« 141, Herr Fabrikbefitzer Lewinstein, Köpnick->str. III; für den Bezirk 147, dem Schiedsmann deS Bezirks 146, Herr Bäckermeister Hartmann, Kleine Frankfurter str. 21; für den Bezirk 154, dem Schiedsmann des Bezirks 155, Herr Kaufmann Leopold, Pallisadenftr. 27; für den Bezirk 156, dem Schiedsmann deS Bezirk» 152, Herr Dr. med. PIeßner, große Frankfurter str. 52; für den Bezirk 157, dem Schiedsmann des Be- zilks 158, Herr Kaufmann Kruse, Friedcnstr. 41; für den Bezirk 159, dem Schiedsmann des Bezirks 161, Herr emer. Lehrer Weigel, Große Frankrurterftr. 9; für den Bezirk 160, dem Schiedsmann de» Bezirks 179, Herr Rektor Bertz, Ttlstterstr. 4/5; für den B-z-rk 162, dem Schiedsmann de« Be« zirkS 153, Herr Holzhändl r Frier, Gr. Frankfurterstr. 102»; für dm Bezirk 163, dem Schiedsmann des Bezirks 164, Herr Uhrmacher Winkelmann, Grüner Weg 35; für den Bezirk 172, dem Schiedsmann des Bezir"« 171, Herr Amtier Pödn, Grüner 52' für den Bezirk 177, dem Schiedsmann deS Be- zirks 176 Herr Postbeamter Dietrich, Posencrstr. 4; für dm Bezirk 186, dem Schiedsmann des Bezirks 185, Herr Rektor Stall, Höchstestr. 37; für den Bezirk 183, dem Schiedsmann des Bezirks 195, Herr Fabrikant Jaeckcl, Neue Königs- straße 10; für den Bezirk 202, dem Schiedsmann de» Bezirks 205, Herr E-genthümer Echultze, Mttnzstraße 22; für den Bezirk 229, dem Schiedsmann des Bezirks 228, H»rr Rcgistrator Schulze, Brunnenstr. 124»; für den Bezirk 287, dem Schiedsmann de« Bezirks 233, Herr Zimmermeister Olbricht, Prenzlauer Allee 36; für den Bezirk 241, dem Schiedsmann deS Bezirks 243, Herr Kaufmann Rochwitz, Schönhauser Allee 161; für den Bezirk 248, dem Schiedsmann d'S Bezirks 244, Herr Obergärtner Brettschneider. Kastanien- Allee 19' sür den Bezirk 253, dem Schiedsmann deS Bezirks 252, Herr Gemeinde lehrer Rex, Brunnen- straße 48; für den Bezirk 254. dem Schiedsmann des Bezirks 321, Herr Rektor TiniuS, Badftraße 12; für den Bezirk 258» dem Schiedsmann de» Bezirks 257, Herr Rentier Schneider, Anklamerstr. 53; für den Bezirk 261, dem Schiedsmann hes Bezirks 260, Herr Rektor Sckuppan, Stral- sunderstr. 70/71; für den Bezirk 270, dem Schiedsmann de» Bezirks 269, Herr Magistrats. Sekceiär Weide, Gartenftr. 162; für den Bezirk 275, dem Schiedsmann des Bezirks 274, Herr Maler Kornelius, K-ffelstr. 29; für den Bezirk 276, dem Schiedsmann des Bezirkt 278, Herr Eigenthümer Barth, Neue „Derselbe Auftrag, Herr Baronet, von welchem mein Freund Habicht bereit» sprach." „Lassen Sie«ich, ich beschwöre Sie, mein Freund, lassen Sie mich mit dieser Frau allein!" „Sie nennen mich ihren Freund, Herr Baronet; al» solcher habe ich ein doppelte« Recht hier zu sein, ersten», um Ihnen einen Dienst zu leisten und zweiten», dieser Frau, welche krank, sehr krank ist." Fritz beugte sich über die am Boden liegende Frau und erfaßte ihren Pul«. Ihr Auge war geschlossen; sie athmete schwer und langsam. O'Brian war bleich und seine Lippen zitterten; er beobachtete den Freund aufmerksam. „Was denken Sie von dem Zustande meiner Mutter?" fragte er nach einer Pause. „Eine heftige Neroenerschütterung, sie ist ohnmächtig! Sollte sich die Ohnmacht in einen ruhigen Schlummer auflösen, so habe ich Hoffnung— andererseits, Herr Baronet, machen Sie sich auf Alle» gefaßt... Eine zweite Auf- regung dieser Art würde die Frau tödten." Ohne ein Wort zu sagen, setzte fich der Baronet auf einen großen Stein, stützte sein Haupt mit der Hand auf den Ellenbogen, vor sich hinstarrend, wie vernichtet. Auch Fritz setzte sich in die Nähe de« Feuer», dessen Flamme bi« an die hochgewölbte Decke der Höhle emporloderte, das Auge auf die am Bode» Liegende gerichtet, deren Züge er jedoch, da sie halb abgewandt lag. nur unvollkommen er- kennen konnte. Trotz dessen schien er die Wahrnehmung zu machen, daß die Verzerrung der Züge fich immer mehr und mehr verlor. Je weiter diese Veränderung vor sich ging, desto leb- hafter trat wieder der Gedanke vor seine Seele, daß er diese Frau kenne. Schon war er im Begriff sich wieder ihr zu nähern, um sie genauer zu betrachten, da erhob der Baronet da» Haupt und sagte: „Mein Freund, meine Sinne sind wie verwirrt.... Hier diese Frau ist meine Mutter. Vor zwanzig Jahre« verschwand sie; ich hielt sie für todt.... Erst vor drei Jahren erhielt ich die Kund«, daß sie lebe, daß ich sie Hockftr. 14; für den Bezirk 280, dem Schiedsmann de» Bezirks 281, Herr Tischlermeister Tropfke, Marienftr. 14; für den Bezirk 296, dem Schiedsmann des Bezirks 287, Herr Hoflieferant Scchacziewer, Alt- Moabit 21; für den Bezirk 298 dem Schiedsmann des Bezirks 297, Herr Brunnendaumeister Svobn, Birkenstr. 8; für den Bezirk 303, dem Schiedsmann des Bezirk 304, Herr Fabrikant Simon, Haidestr. 57; für den Bezirk 308, dem Schiedsmann de» Bezirk« 307, Herr Kaufmann Lehmann, Müllerstr. 12; für den Bezirk 310, dem SchiedS- mann deS Bezirks 311, Herr Inspektor Dich!, Müllerstr. 81; für den Bezirk 318, dem Schiedsmann des Bezirk« 319, Herr Rektor Els-ll, Panlstr. 7/8; für den Bezirk 320, dem Schiedsmann des Bezirks 322, Herr Fabrikant Zander, St ttiner« straße 48. In den nachdenannten Bezirken Nr. 16, 19, 25, 30, 33, 35, 36, 37, 41, 45, 47. 56, 70, 78, 82, 83, 89, 105, 108, 112/113, 117, 118, 127, 130, 131, 139, 145, 148, 151, 169, 190/191, 198, 209, 219, 221, 230, 231, 232, 239, 241, 273, 277, 282, 285, 288, 291 bis 295, 302, 323, 324 verwalten die SchtedSmannS-Etellvertreter die Geschäfte. Im sanitätSpolizeilichen Interesse hat da» Polizei- Prästoium daS Abhalrcn von Fcll-Märktm auf öffentlichen Plätzen und Märtten untersagt und die Ex kulivbeamten zu unnachfichtltchem Einschreiten angewiesen. Da» Polizei» Prä- fidium hat ferner die betreffenden Dienststellm mit Anweisung versehen, die einschlägigen Paragraphen der Wochenmarkt« Ordnung mit rückfichtSlosester Strenge zur Durchführung zu bringen; auch soll streng darauf gekalten werden, daß die Marktplätze durch Abfälle aller Att, Blut jc. nicht in unnützer Weise verunreinigt werden. g. Der Zustand der Straße„Am Krögel" ist schon wiederHoll Gegenstand von Besprechungen in der Presse ge» wefen. Die schlechte Atmosphäre in dieser Straße, welche vielleicht die engste Berlin» ist, mit den verwitterten, alten Häusern, nimmt mit der Wärme der Jahreszeit zu und so ist eS erklärlich, wenn die Bewohner dieser„Straße" jetzt wieder mehr wie je Klage über die Unannehmlichkeit der Dünste führen. Allen Nachrichlan zu Folge hat diese Gaffe, wie in der Unter spree die Kleine Burgstraße, zur Entfrachtung der Waarenkähne gedient. Schon vor Jahrhunderten befand fich hier eine Badstube. Sie war von dm wenigm Badstuben» welche Berlin befaß, die älleste, und hat als solche biS in die neuere Zeit bestanden. Zuerst war der Krögel(eine ursprüng- lich wmdische Ortsbezeichnung, welche im 14 Jahrhundert „Cruvel" hieß) eine Bucht der Spree, die zu einem Kanäle eingeschränkt, später aber verschüttet und auSgchöht wurde. Die» scheint schon im 16 Jahi hundert geschehen zu sein; denn es handelte fich darum, die Krögelgasse als Fahrweg einzu- richten, um bei FeuerSgefahren mit den Waffettienen zur Spree gelangen zu können. Eine Umgestaltung dieser nahezu 500 Jahre alten Gasse wird wohl nicht eher erfolgen, als bi» das köngl. Polizei-Hrästdium sein Domizil am Molkenmarkt mit dem künftigen am Älexanderplatz vertauscht hat, und dar- über können noch Jahre vergehm. Daß dann aber der Krögel verschwindet, wird ficher angenommen, weil eS zweifellos gell, daß die Gebäude deS Poltzei-PräfidiumS mll den Nachbar« gebäuden alSdann abgerissen werdm. d. Die städtische Irren- Anstalt in Dalldorf ist leider fast bis auf den letzten Play bel.gt, so daß die städtischm Be- Hörden den Bau einer zweiten Inen- Anstalt haben beschließen müssen. Nach einem Vortrage, den der Ober-Inspektor, Herr Hagemeyer, neulich im Magistratsbeamten- Verein hielt, beträgt die höchste zulässtge Zahl von Kranken 1250. Es fn finden fich aber bereits in der Anstalt 1247 Kranke und außerdem mußten in Privat-Anstaltm 663 Kranke untergebracht werden. Die Errichtung dieses traurigen AsylS kostete 3 761 704 Mark und die damit verbundene Idioten- Anstalt 233742 Mark; da« 280 Morgen große Terrain 105000 M. Die Kranken find in 10 Pavillons nach der Art und dem Grade ihrer Krankheit untergebracht. In einem eigenen WerkstattSgebäude arbeiten Kranke al» Tischler, Schnei« der, Schuhmacher, Strohflechter, Tapezirer und Buchbinder; die Werkstätten liefern die meisten der für die Anstatt noth- wendigen Arbeiten, ebenso wird die gesammte Wäsche von weih- lichenKranlen gefertigt und ausgebessert. Für fleißigeArbeit giebtse? Vergütung in Geld, Tabak und Zigarren, sowie Urlaub zu den Angehörigen. Die Feld- und Gartenarbeit bringt keinen finan- zicllen Lortheil von Bedeutung, wirkt aber sehr heilsam aus die Kranken ein. Und selbst bei der Feuerwehr der Anstatt werden geeignete Kranke mit ausgebildet. Eine nächtliche Feuerwehr befindet fich in Pavillon V, WaS die Behandlu g der Kranken anlangt, fo find alle Zwangsmittel verpönt; selbst bei den chwersten Fällen von Tobsucht wird nur die Jsolirung angewendet. Ein großer Thell der Kranken bewegt fich frei in den Höfen und Gärten. Die Zahl der Besuchstage für die Angehörigen in so weit au Zoe- dehnt, alS es ohne schädlichen Einfluß auf die Kranken mög- lich ist. Die Besuchszeit ist auf Dienstag«, Mittwoch, Don- nerstags und Sonnabend» 2—3 und Sonntags 10—11 Uh. festgesetzt und man steht alsdann die Verwandten mit Bündeln und Pucketm in großer Zahl den verschiedenen Pavillon» zu- hier zu suchen habe, und daß ich sie hier al» eine Bett- lerin finde«»erde." „Ah, jetzt begreife ich," bemerkte Fritz.„Da» war der Grund Ihrer Anwesenheit in M'Donuil." „Da» war der Grund! Ich wußte, daß ich meine Mutter in diese» Gegenden zu suchen habe.... Niemand al» mein Freund Strahlenau wußte um den Zweck meine« Hiersein«; ich wollte ihr und mir eine Demüthigung er- sparen....— Sie find Arzt; ist Ihnen jemals schon fo Fürchterliche» vorgekommen?" „Mein Freund," versetzte Fntz,„der Graf Fergui M'Donuil ist von einer Krankheit ergriffen, die, ihrer Eigenthümlichkeit nach, Aehnlichkeit mit der Ihrer Frau Mutter zu haben scheint.... Wenn Sie Vertrauen zu mir fassen könne», und mir die Ereignisse, deren Zeuge Sie wahrscheinlich gewesen sind, angeben möchten, so würde ich Ihnen gern mittheilen, wa« schon zu meiner Kenntniß gelangt ist. Dieser Äu»tausch unserer Erfahrungen könnt« mir vielleicht die Mittel angeben,«einen Kranke« zu retten, wenn ich auch nicht im Stande bin, dieser Frau wirksame Hilfe zu leisten." „Sie haben mehr gesehe», al« ich Ihnen von freie« Stücken gestattet haben würde," versetzte der Baronet. „Ich habe jetzt keine Ursacke mehr, Ihnen da»,«a« Sie nicht gesehen habe» zu verschweigen." „Sie dürfen überzeugt sein, Mr. O'Brian, daß ich die Freundschaft, die ich für Sie empfinde, nicht verrathe« werde." „So hören Sie denn!" Ohne da» Auge zu seinem Zuhörer zu erheben, be- gann er: „Ich hielt mich jenseit» de« Ozean« auf. Umstände zwangen mich, Europa zu verlassen. Weil ich aber wußte, daß um diese Jahreszeit meine Mutter fich in diesen Ge« genden aufhält, kam ich hierher zurück, um sie hier aufzusuchen." „Ich will nicht sprechen von den Strapazen, welch« ich erdulden mußte, von den Gefahre», in welchen ich«n- ablässig schwebte. (Fortsetzung folgt.) eilen. Die Idioten- An statt faßt 50 Knaben und 50 Mädchen und wild von einem eigenen ErziehungS-Jnsp'ktor geleitet. Die von Bewohnern Moabits ausgegangene Peiition wegen Entlleidung des Krankenhauses Moabit von seiner Be- Mmmung als Eeuchen-Lazareth, Kanalistrung des Stadttheils Moabtt ic. ist, nachdem fie vom Mazistrat eine die Petenten nicht befriedigende Erledigung gefunden, auch an die Stadtner- ordnetenvelsammlung gerichtet worden, obne dah fie Ausficht auf einen größ.ren Erst lg hätte. Der PetitionSausschuß ist dem Bescheide des Magistrats in allen Sriiefen beigetreten, da von einer Gefahr für die Bewohner von Moabit aus ver Verwendung des dortigen Krankenhauses alt Seuchen Lazareth bei feiner räumlichen AuZrehnung nicht die Ride fein kann und der Magistrat der Notblvendigkeit, event. an verschiedenen Punkten der Stadt Anstalten Wr Aufnahme von Cholera» danken einzurichten, bereits Rechnung getragen, bezüglich der Kanalistrung des StadttdeUe Moabit aber die Gründe ange- «eben hat, welche derselben noch entgegenstehen. Der Ausschuß t nach reislichen Erwägungen zu dem Endresultat gekommen, über die Petition zur Tagesordnung überzugehen, den Magi- prat aber um Erwägung zu ersuchen, ob und in wie weit die Bedenken der Petenten gegen die Anlage der Senkgrude« des städtischen Krankenhauses Moabit, insbesondere über die Aus- dünstungen des Kanals an der Ecke der Thurm- und Strom- straße gerechtfertigt find. Die Sarteubefltzer i« Berlin find recht niedergeschlagen. Die plötzlich eingetretene Hitze fand fie unvorbereitet, fie wieg im fich noch in der Sicherheit, die ibnm ein auf 5 Grad stehendes Therm ometec bot, als das Oueckstlber plötzlich auf 18 und 20 sprang. Alle Welt drägte ins Freie und wollte AbendS fich erholen, aber da war noch keine Hand gerührt, die Tische und Bänke aufzufrischen, die GaSanlagen zu reo diren, die Wege zu bekiefen. Ritt Aufwendung aller Kräfte und Bewilligung großer Preise für die schnelle Fenigstellung der Ardeitm wurde nun im Sturmschritt daS Versäumte nachgeholt. Und wirklich war denn AlleS fix und fertig, bereit, dm Einzug der Gäste vor fich gehen zu sehen, da fiel das Queckstlber wieder auf 10 Grad und die HauSfiauen rüsteten fich darauf, die Oefen wieder zu heizen. Wie zum Hohn« zog gestern Abend um 7 Uhr bei 8 Grad Wärme ein heftiges Gewitter über Berlin. Vielleicht hat eS die Kraft der un« dedrohendm De. presfion gebrochm und läßt dm Monat Mai nun auch wirklich zum Wonnemond werden._ «.. 21 077 Bettler find im Jahre 1884 in Berlm auf- gegriffen worden, und zwar 18 446 Männer, 1258 Weiber und 873 Kinder unter 12 Jahren. Die meisten Bettler wurdm in den Wintermonotm Januar. Februar, März, November, De- zember aufgegriffen. Es find im Laufe des vergangenm Jahres 6488 Bettler weniger alt im I rhre 1883 und 11 728 Bettler weniger als im Jahre 1882 ststirt worden. a. Gegen 2491 Personen ist vom hiefigm Amts. gericht I ,m I hre 1884 auf Hast und Ueberweisung an die LandeSpolizeidehörde erkannt. Unter diesen 2491 Kon igen dm befanden fich 19 Ausländer. 1676 Männer und 26 Weiber Ed wegen Beitelni, 472 Männer und 21 Weiber wegen Ar- tSscheu und 262 Weiber wegen Eilten- Kontravention ver- urtheilt. Sämmtltche Korrigenden hatten zusammen gerichtliche Haftstrafen von 169 Jahren 8 Monaten 2 Tagen und 1667 Jahren 9 Monaten Konektions Nachhaft(ArbettShaus) zu verbüßen. Die wegen Betteln s Bestrasten befanden fich im Alter von 14—72 Jahren, die wrgm Arbeitsscheu Bestraften im Alter von 15-61 Jahren und die wegen Eitterpoitzei- Köntravention(Prostitution) Bestraftm im Älter von 15 bis 43 Jahren. Der„Dauz. Ztg." schreibt man aus Berlin folgende Notiz, für vre wir dem genannten Blatte die Vcrantwo.tiichkeit überiaffm müffm: Wie in Westpreußen und Posen, erfolgen auch in Oberschlefim zahlreiche Auswetsunam von auS Rußland gebürtigen Personm, die nicht das vrcutzhchc EtaatSbürgerrecht erworben haben. Jntereffant ist dea Verlauf einer AuiweisungS- angelegenhett, die einen Echlächteimeister in Beuthen in Ober- schlefien betraf, der einen polnisch-adeligm Namm(v. P— Ski) ttägt. Er hat dort eine Preußin geheirathet und fich allmälig zu einem wohlhabenden Manne erporgearbeitet. Herr v. P. ist ein ungemein eifriger Verehrer d«S Fürstm BiSmmck und seiner Politik, waS er u. A. dadurch dokumenttlte. daß er zur BiSmarckspend« 100 Mark gezahlt hat. Da» hat ihn nun ge- rettet. Als der Ausweisungsbefehl kam. ließ fich die louragirte Gattin deS Herrn v. P. von dem Benthe ner Komitee für die Bitmarckspende ein Zmgniß darüber ausstellen, daß ihr Mann jene Summ« freiwillig, ohne jede Nöthiauna, gezahlt hat, und rntt diesem Schriftstück bewaffnet, reiste fie hierher nach Berlin, und«S gelang ihr, mit demselben bis zum Herrn Reichskanzler vorzudringen. Fürst Bismarck gab, nachdem er fich über dm Fall hatte unterrichten laffen, der Frau ein Em- pfehlungSschretben an den Minister deS Innern, Herrn von Pullkamer, und dieser hat in Folge deffm den AuiweisungS- vesehl aufgehobm. ». Et««ener Betrug ist vor Kurzem von einem bisher noch nicht ermitteltm Schwindler erfolgreich ausgeführt wor- den. auf welchm wir hiefig« Gewerbetreibende warnmd auf- merlsam machen wollen. Zu einer Viktualtm- und G.ün- kramhändlerin kam am 8. v- MtS. ein junger Mann, welcher stch als Agmt der Firma C. Lehmann in der Höchstestr. 24 ausgab und im Auftrage seimr Firma Salzheringe zum Kauf anbot. Die Händlerin bestellte 4'/, Schock Hering«, gleich 370 Stück zum Preise von 9 Mark. Am folgenden Tage brachte der Agmt persönlich auf einem Handwagm die be- stellte Waare in einer Vierteltonne und empfing sofort den Kaufpreis, nachdem fich die Käuferin überzeugt hatte, daß in der Tonne die Heringe zusammengeschichtet lagm und daß der von dm Heringen gefüllte Raum der bestellten Quantität ent« sprach. Ali einige Zeit später die Händlerin die Heringe, welche fie nunmehr in den Handel bringen wollte, nachzähtte, fand fie, daß in der Tonne fich nur 70 Stück Hering« befanden. Der Betrüger halte fie bei der Uebergabe der Tonne dadurch getäuscht, daß er den unteren Raum der Tonne ent- sprechend der fehlmden Anzahl von 200 Heringen mir Seesalz «füllt und darüber ca. 70 Heringe in zwei Schickten gelegt atte. Ali die Betrogene die angebliche Firma C. Lebmann .. der Höchstestraße 24 aufsuchte, fand fie, daß auf diesem Grundstück fich nur ein Kohlenplatz befindet und daß dort die gmannte Firma unbekannt ist. Der Betrüger ist ca. 24 Jahre att, mtttelgroß, bartlos, mtt blondm Hamm, schlank. Er war mtt schwarzem Filzhut mtt gerader Krempe, graubraunem Jaquet, schwarzen m langschaftigm Stiefeln steckenden Hosen Ei« hübsche» Pendant zu dem bekanntm«uppelworte FonstantinopilUanischer Dudels-ckpf-ifergeselle" ist in der gestrigm Nummer de»„Berliner Jntelltamzdlatt-i" zu finden. Dortselbst wird eine Pliffee-Rosentollm- Quetschfalten- Brmnma- schine, 80 Cm. breit, gut erhalten, wegen Raummangels zum Verkauf ausgebotm._,_ v Ein eisernes Hau» für Kamerun, ein Gebäude von sehr bedeutender räumlicher Ausdehnurg wird gegenwärtig auf der großen Wiese hstrter dem Bahnhofe der Stadtbahn- station Belleoue monttrt, um nach rollend, ter Fertigstellung wieder ausettrandrrgcnommm und nach fernem Bestimmungs- orte im fernen Afrika verschickt zu werdm. DaS ganze Ge- bäude besteht, nach der„Voff. Ztg.". aus eisernen Rahmen, in welche die Wände eingefügt werden. Drese letzterm bestehen aus großen GipStafeln, welche als schlecht« Wärmelcrter dazu dienen sollen, die Temperatur im Innern de» Gebäude» möglichst niedrig zu erhalten.,,,. Eine jener gemeingefährliche« Schwindlerinnen. welche den zum Einholen auSgeschickren Kindern Gelo und Maare unrer allerhand Vorspiegelungen abzunehmen wtffen. Sonntag Vormittag in der Lindmst-aße in flagranti ertappt und in polizeilichen Gewahrsam genommen. Dieselbe entpuppte fich als die Tockter einer in der Etralaueistraße wohnenden in geordneten Verhältnissen lebenden Familie, der fie vor einiger Zeit fortgelaufen war, worauf fie fich obdachlos umhergetiieben, namentlich aber mtt der Rixdorfer Verbrecherwell im Verkehr gestanden hatte. Am Sonntag nun wußte fie einem Kinde in der Lindenstraße, da» von dück Mauerstein auf den Kopf und fügte ihm eine etwa 5 Zentimeter lange Wund« zu.— Zu derselben Zeit wurde ein Mann in einem Schanklokal w der Steinmetzstroße gelegentlich eineS Streites von seinem Gegner mit einem Bierseidel derartig auf den Kopf geschlagen, daß daS Seidel in viele Stücke zersprang und elfterer schwere Verletzungen erlitt.— An demselben Tage Abends wurde ein Rann in einer Wohnung in der Langestraße erhängt vorgefunden. Die Leiche wurde nach dem Obduktiorihause geschafft. Gerirkts. Rettung« wurde am Da» Telegrapheuamt unter dem Tisch.„Ader jan, diebisch Hobe ick mir jefreit, sage ick Ihnen, wie der Mann, wat der Briefbrägir rs, in die Dühre treten daht und Meente, det ick meinen Namen oder drei Knize unterhauen möchte. Indem doch nu aber sowut immer dies blicken läßt, sage ick, lieber Mann, sage ick, zeijen Se man recht jeschw n?« her; ick schreibe Ihnen nu schon janz jewiß'ne feine Hand und habe nich nöthig, drei K reize uft Papier zu malen- Mit de Zahlen kann ick mir nich sehr« b« helfen, aber int Schreiben bin ick mächtig jroß, Herr Jerichtshof, wenn ick von mein bißken Kenntnisse ooch kern Ufhebens machen will!" erklärte mtt großer Zungengeiäufigkett die verehelichte Schloffer Amaltt Hartmann, geborene Miehikc. Vors.: Aber, was hat denn der Briefträger mit der Sache zu thun?— Ange kl.: Jerade der Mann hat schuld an den janzen Lenz, sage ick Ihnen. Wenn eener von de Post wat unterschreiben duht, denn kriegt er doch de mehrschte Zeit Pinke uf den Disch jezähit, wie ick sckon unterschiedliche Male bei meine Nachbarin jewahrte, die mtt'm HeringSbändijer jehen duht, wat'n feiner Jung« i», indem er ihr alle ehrschten de janze de r« Miethe schickt. Ick mußte natierlich Rooch schnappen; wo ick mir all ieber eenije paar Mark mächtig jefteit hätte, schmeißt mir der Bruder'ne Vorladung nach't Kriminal uf den Disch, wo ick mir doch jänzlich janischt bewußt bin. Finden Se det hidsch, Herr Jerichtshof? Vors.: Nachdem Sie verantwortlich vernommen worden waren, konnte Sie doch die gerichtliche Vorladung nicht mehr überraschen. Uedrigens handelt es fich hier einzig um den Vorgang am zweiten Osterfeiertage. ES wird Ihnen zunächst vorgeworfen, Frau Klinke dadurch öffentlich beleidigt zu haben, daß Sie derselben in einem Gartn lokal« m- h mal» mit der Faust in da» Geficht geschlagen hoben.— Angekl.: I, wo wer« ick mir woll an sone Person oerjreifen, dir mtt oerheirathete Manntleile pousfiren duht; da ästtmtte ck mtt denn doch'n bißken zu vill« zu. Vors.: Sie schaden fich am meisten, wenn Sie einen Um- stand in Abrede stellen wollen, der nach dem glaubwürdigen Zeugntß dreier vollständig unparteiischer P-rionen als erwiesen angesehen werden muß. Dock erzählen Sie den iCf Sache.— Angekl.: Von den Klimbim is jrnich W zu reden, Herr Jerichtshof. Weil't doch nu in L« ziehen wir denn'n ußken los, un wat de Klinken ä delte natierlich alleene mit, indem die ihr Mann all! Monat unpaß iS. Nu jiebt et aus de Kasse ro- Kranken jelv, de: soll stimmen; aber hidsch i» et nÄ Mann, det er bei de scheene Jahreszett nich aul steijen duht, indem bei de Sommerarbeet doch ffl'K. wird, un'ne Frau ooch'mal mit ihren Mann aucj» wo se denn uf keene schlechten Gedanken kommt. Vors.: Aber Sie schweifen ja wieder in garz wörtlicher Weise ab. Sie besuchten also in Gestl Frau Klinke ein Gartenlokal. Was begab fich di Angekl.: Wie det bei sone Anjelejenheeten Mode ift per Zufall noch'ne janze Blase jute Bekennte da, 0 denn um«enije paar Dische in bunte Reihe% Nu habe ick ooch'n juten un ooch'n hibschen den man fich in de feinste Jesellschaft bewejen'' derf man ihm aber ooch wieder nick auS't Ooge lo! er sehr« windig is, wat vor'n Naturfehler alle haben. Vors.: Wenn Sie nun nicht streng bei der ben, so werde ich ohne wettere» mit Vernehmung vorgehm.— Angekl.: Aber ick muß Ihnen den richtig verdeitschen, Herr Jerichtshof, un ick traue'f. jlooben, Ee weren hinterher sagen, wenn der U. duht, denn hat de Hartmannen jänzlich jar keme Vors.: Warum geriethm Sie mtt Frau Klinkt — Angekl.: Weil ick doch meinen lieben M' kenne, als wenn't meine eegene Dochter find tl mir von ihn schräjawie, er fich aber neben de Kli No, wissen S«. Herr Jerichtshof, fowat läßt. blicken, un weil mtt nu schon nich leicht« eener% kann, er stch aber mtt deede Ellbogen uf den jewahrte ick denn bald«, det se fich beede heimlich telejraphirlen., Vors.: Sie wollen dartbun, daß Sie fich an r in einer vielleicht berechtigten Erregung befunden b#, Umstanv soll Ihnen zugegeben werden.— Angekl.! K# Herr Jerichtshof; mir kann nu schon keener uftei� Ihnen. Vor mtt kann de janz« Well acht Dage Kopp stehen, det iS mir allen» pieve. Aber mein sowat nich von wcjm Bildung un Anstand. Vors.: Erzählen Sie weiter.— Angekl.:_ nu von die deede ihre Madigkeet überfiehren»0% mir mtt den Kopp'n bißken ieber'n Disch. stechet recht weit drunter durch, un richtig, wie ick meine« $ Rr. 104 i. � späte- Ruv Gahmen f dre B ö r litszj?-� %% d«"r Ar '»». weil abl h fr.. JLig'n Sic •ttbuirfo sthtt aus S« bißken derbe uf de Elfteroogen trete, telegrapbirt f' jeschwinde retour, indem er denken daht, et möchte' gewesen find.. Vors.: Aber da» haben fie unS ja schon einmal' — Angekl.: Nu wollte ick ihr ooch ausproben un fj" bißken kräftig uf det inwendije Been, wodiuf ick fcf' nigte janz dichte neben det ihrigte hinsetze. Un rit» ooch in de Falle, indem fie jloob n daht, mein det Fußjestelle auSjebeffert. Wie finden Se sone Herr Jerichtshof?- Vors.: Nun stellten Sie Frau Klinke zur% geklagte: Keene Idee, Herr Jerichtshof; man schlechten Kerl wollt' ick eene von son FünbeM" Er bog fich aber retour, wo denn meine Hand in*' 'rinjlitschte. � Vors.: Sie sollen mehrmals geschlagen haben. Ratierlich; indem ick ihm doch nich jetr offen hatOj. jeschwinde nochmal hin. Wat meenen Se aber n"3"' fich der fa lle Kopp, wo ick ihr denn'n bißken vierte. Schlimm war et aber nich. Vors.: Nun wird Ihnen noch vorgeworfen l» sätzllchen Sachbeschädigung dadurch schuldig daß Sie den durch die wuchtigen Schläge vom Hut der Frau Klrnke durch Beardeilung mit den i brauchbar machten.— Angekl.: Wunder, wen nich feste gestochen wird, denn muß er woll von de Leite unter de Beene trudeln. lieber b'«1 DinaS janich'mal als'n Hut zu ästimiren; det aar 'ne Marchtkrepe, wo man jut un jerne 20 Lim 'rinsckütten kann. Die sonstige Beweisaufnahme ergab, daß digte offenbar nicht ihren Ehemann, sondern die hatte tieffm wollen und nach erreichter Abficht Zeugin, welcher durch die Wucht der Schlägt t>� Vorstrafen auf insgesammt eine Woche Gefängniß � Auf die Frage, ob fich die Verurtheilte � kenntniß beruhigen wolle, erfolgte die Antwort: noch; da wüßte ick doch reene verrückt nach de find."(, Rünche«, 1. Mai. Die Soldatens-bi", beginnen ein ständige» Thema unserer Lokalbiälm. Gestern ist wieder ein ganz besonders schwerer Mtlitiruntergericht der hiesigen Kommandantur lung gekommen und wieder ist der Angeklagte w». bällnißmäßig außerordentlich geringen Sttafe be°/> Da» mag»um guten Thelle der gewandten VerW* Rechtsanwalts Bernstein zu o-rdanken sein, zum a« wttd es von dem militärgericht'ichen Verfahren,"ii Oeffentlichkeit und seiner sonstigen dem bürgw prozeß nachgedttdetm Einrichtungen nach unsel� noch ungeheuer viel zu wünschen übrig läßt./ Hauptmann Joseph Müller vom 13. Jnfanteriertg � „Mißbrauch» der Dienstgewalt". Müller hatte w � Sommer den Gemeinen Johann Kürschner zweie«.! ziere mtt den Worten vorgestellt:„Diesen Mem�z bis zur Bewußtlosigkeit exerzierm laffen". Als � auf diese unmenschliche Mahnung nicht einginge'3!., Müller an den Vizeftldwebel Peter Hauser: exerzieren, bis er hin wttd oder nach Arbeiterabcheilung) kommt, der Mensch-nruß r. Hauser beachtete die fteundltche Wdfftg. st besser alS die Öffi» tn und so wurde Kittschi«* ei eine Att hatte. Kürschner mußte nachexerzi« � mtt Steinen gefüllten Tournister, dabei Lauff»**W zwar so lange, daß die Dauer der Uebung" vorschriftsmäßigen Zeit überschritt. Statt_ 3 Minuten Fels-, 2 Minuten Laufschritt wu*?!. zwungen, 4 Minuten Lauf-, 5 Minuten S ß 4"Minuten Lauf-, 5 Minuten SAJJV, laufschritt zu machen. Und da» alle» nzähr««®„> i de» Herrn Hauptmanns Müll«. Wer da weiß- ä) skizzitte Exerzitium zu bedeuten hat, wird st» wenn er hört, daß Kürschner am dritten Tag' ,k[ lung zusammenbrach und bewußtlos liegen# vom Platze getragen werden. Für diese rohe Handlungsweise beantragte der Sloalsa*!. — Stubenarrest. In den Perhandlung'N m Aeußerung des Hauptmann» Müller zu Tag''.� Denkweise charakteristisch ist, die Äeußerunfl V' Re ervirten mfiffen„„r. rkikantr» 4 erantwui tlicher� Redalieur«. tr»u«et»« Berlin. Dru«»-a> Bnu-u oun»«z«nbing t» Beilm S*, veuchftratze 2». stch der neue Herr Krregsminister der Sa»' afl Soldatenschttder zum Teufel._____ Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 104. Mittwoch, den 6. Mai 1885. II. Jahrgang. DsrlnmeutslmleKte. Deutscher Reidptaft. 93 StHung vom S. Mat. II Uhr. ... Nm Tesche des BundesrathS von Burchard, etwas W\r ft von Bismarck. Nitti Annahme der Uebeiftttm der Ausgaben und Ein- rahmen fih taS Eiotejadr 18*2/83 wird die Verhandlung über Börsen ft er, er sortaei.yt. .... Nda. Bam berger: A�her den Giünden allgemein vo- ...I m �aiur xrgen Bit Ai t ögt o. W-dtv, der Kommisston bei Slb i Rictter gestern in großen Zügen auS- mdile. hätt mich un.' meine ftnunBe die steue-.gesetztiche Natur uier Am st., ad, schuffind mitzuwirken an einem solchen Ge> »?i'i. j'de B-ftki-e ung ver Elwerditsätigkeit alS solcher not g er,. Jeve. auch di. gg'n E'op.en mit ih cm ÄuSgangs unv Entpunkt auf einen «rwuosatz zmlickiüg'en Em Imz-r Weg von wenig Schritten Ml auS p r Weiksiäi'e des Ti'cklcrS oder dem Kramladen � z'teihSnd e i an den B-ennpunktdtl Geldgeschäste, und «M triffi jede Behl derung ihier Bewegungen daS gesommte '»asi, und Ecwe, beleben u-Ä zwar um so emxfindllcher, m.-.'rad« die Gewinne in dieser Tbätigkeit, von denm daS «eitSft l>bt, durch die Entwicklung der Kultur so »gemein fein und auSgeschliffen stnd, daß die kleinste >»Um0 bat größte Hemmniß schafft. Der Herr Kanzler wünschte gestein Aufklärung über diese ganze in ver ihm noch vieleS dunkel ist; dieser Aufforderung � Tdeil nachzukommen, hatte ich für anstanvSgemäß ev, uieme Schuldigkeit; ein gutes Wort findet einen guten ftme,u55l** in dem Vortrage deS Herrn Reichskanzler« bei Divergenzen eine ganze Jiülle trefflicher Bemerkungen im m gefunden habe, daß er seine Fragezeichen überall wo>. �lille gesetzt hat. Er ftagte zunächst, wie eS wi« x �bitrog« steht. Um die« Wort hat stch, seitdem eS Börsen steuer in die« Hau« gedrungen ist, eine etwaS «aste w,e ountl« Hülle gebildet, als bezeichne e« so etwa«, wie »i' echteste, innerste, esoterische Schwarzkunst deS Bank- und uMrzwesenS. Die Sache ist ab,r sehr einfach: die Arbitrage 1,1.." Beruf, der in der ganzen Natur ununterbrochen werden muß, da« Gleichgewicht zwischen flüsfigen Ma> iim!« 7?iustkllen. sHeite keit.) Deutschland bat e« ja ohne ffWfel im Laufe der letzten 15 bis 20 Jahre durch seine Fin- ber Industrie, durch seine Sparsamkeit, durch seine kl*. ,.u e'rtr ganz andere» Stellung im Welthandel ge» 8» 0 m früheren Jahrzehnten einnahm. Diese V Stellung, die trotz aller Htnderniffe, die wir in den im-®.'�ben. hoffentlich im Wachsen ist, wird aber k' wenn wir auch den Kapital- und Geld« vi.,!'.?? mit Hwderniffcn deschweren. Von Denjenigen, die e,«». noch«iwafl von dm hochgehenden Woam der frühe- KaK..?�m'g über Börsengeschäfte in ihrer Brust getragen v»,i. kann man heut wohl sagen: afflaeit et dieai- Bf« w0*!. Ich hoffe, daß, wenn wir, dem verständigm Rath B,i.,.�"anjlerS folgend, un« heut« mit der akademischen »wf I i® der Sache genügen, endlich ein richtiger Gesetzent- fu.il lu St«' de kommen wird, dem auch ich zustimmen könnte. Mer Beifall link«.) w>.?bg. v. Helldorff: Die Frage, od der Wechselverkehr M der Steuer auszunehmen sei, ist in der Kommrsston gründ. erwogm«ordm; ich t heile die Befürchtungen nicht, die llw die A bi rage an»ine Besteuerung jene« Verkehr« geknüpft ?rtden. In der zweiten L-sung wtrden wir, um das Zu« Mb« kommen deS G srtzr« nicht zu gefährden, für die Kom- Sunorebtschlüffe stimmen. Die gesammte Nation verlangt die Mfenftruer; dem gegenüber wird die Oppofition selbst dm Sutten der Linken schwer, und deshalb virsuchen Hie auch die �lhedung des PelroleumzollS mst dieser Voilage in eine ganz �wkganische Verbindung zu bringm. �.«dg. Meyer(Holle): Meine Freunde und ich können bieiem Gesetz nicht mitwirken, weil wir in tiefer Seele über- M find, daß eS auf falsch n Giundlagm beruht. Der Reichs« Jwtt hat gestern bereits die beiden Hanpt�edenkm scharf de- �det, besonder« auch die Frage der Rückwirkung dieser xftüw auf Industrie und Landwirthschast De« Landwirths Ziel ist, für seine Produkte möglichst viel und möglichst Wrf Geld zu erhalten, und dazu gebe ich ihm meinm Segm. L, wll nun daS Gel? stet? sofort und oft noch vor der Ernte �Mmen k In letzter Instanz bezahltes der Konsument; aber jS'«m Voraus, sono,rn erst, wenn er konsumirt und manch. LJM später, da wir nun einmal die volkswirthschaftlich g., ��Erscheinung de« BorgmS haben. Wie werden die jL?n ach« Ir werner Partei neulich oon Herm v. Boetticher ?x>rum k?wd«n über unsere Haltung in der Kommisfion, Sj-n«t.. Negieruna« Vertreter nicht schon in der Kommisfion «teyer, Mdunkt der Regierung klargelegt habm. Herm Viierx k«de war rein akademischen Charakter«: der Arbi- gMtl v,?« � nicht au« Mmschmtiede; e« ist lediglich ein �«gleich Kursdifferenzen an der Börse, welche« nicht einm Mg Wt.rk1 internationalen Werth«, sondern eine Verschie- der, berberführt. Von irgend welcher Objektivität schaut tri.!? nicht die Rede; subsekriven Einflüssen ist Kavi,«,.�üiel geöffnet: und tagtäglich sehen wir. daß ««almSchre die Kurse drücken ober in die Höbe treiben Achsel ihr Lorthell mit fich bringt. Die Exemtion der auf kl«n iür bedenklich; die Lp kulation wird fich S'br miid �rchfelkmsdrffermzm weisen, und der Waaren- !.�ne°n„'"Zw.rt werden. Pein, pell bin ich also durchau« En, 9l'eib,r t»' rtn Segen, wenn ein Landmann von einem lUi(.Ladete füt Äb«cn Emisffo», neuer gekommen wäre, % feS» W 'st jttzt einen Entwurf der abgeschwächt ist im Vergleich zu dem vom BundeSrath selbst vor einem Jahr eingebrachren Entwurf. W-icher Echadm müßte der Annahme jeneS ersten Entwurfs nicht für die Produzentm mtstanden sein, wmn die Anfichtm deS Reichskanzlers richtig find! Auf die Eozialdemokratm schlagen die Moffe und Hammerstein gleichmäßig. Ich gebe jetzr den RegierungSver- tretern den neulich oon Herm v. Boetticher gegen uns erhobenen Vorwurf zurück und sage den Herren: studirm Sie erst Keffer das Material; bereiten Sie Ihre Gesetzentwürfe brffer vor!(Heiterkeit.) Uebrigen» konstatire ich, daß die gestrige Rede deS Kanzlers die erste war, die nicht von Betfall rechts begleitet wurde. An Popularstät hat der Reichskanzler durch seine Rede jedenfalls nicht gewonnen. Ich erkläre schließ- lick, sobald nur ein« richtige Verwendung der Erträge der Bö sensteuer gesetzlich festgestellt wird, werben wir für die Steuer stimmen. Wir wollen, daß nicht die Arbeit, sondern das Kapiial die Steuerlast trägt: in diesem Sinne hoffen wir überhaupt auf eine allgemeine Steuerreform. Reichskanzler Fürst v. Bismarck: Der Herr Vorredner hat einem Jrrthum einen unzweideutigen Ausdruck gegeben, der mir schon gestern in der Sitzung beim Beginn der Rede, die auf die meinige folgte, entgegengetreten ist und noch mehr in einzelnen P:-ßorganen, die ich gesehen habe, dem Jrrthum nämlich, als hätte in meinen gestrigen Aeuierungen ein Regierungsprogramm gelegen, welches dem Zustandekommen einer Bö-sensteuer irgendwie nachtheilig wäre oder entgegen- stände. Der Herr Vorredner hat verbotenno gesagt, er sei fest gestern gewiß, daß diese Steuer nicht zur Durchführung gelangen werde. Ja, dann muß er seine Gewißheit doch anders- woher genommen haben, alS auS meiner Rede Ich kann ihm verfichern, daß ich nicht den mindesten Zweifel habe, daß die Sache zur Durchführung kommt(bött! hört! rechti), und daß ich in dieser Zuverficht sehr bestärkt worden bin durch die Zu- sage des Beistandes deS Herrn Vorredner« und seiner Partei« genoffen.(Heiterkeit) DaS find schon, glaube ich, ein Viertel- hundert Stimmen mehr, auf die diese Vorlage zählen kann, und auf die ich kaum gerechnet hätte. Ich glaubte, die Ge- finnungsgenoffen de« Herrn Vorredners würden aus anderen Gründen anders stimmen; ich freue mich, Sie hier auf ver Seite der Auffaffung zu finden, die ich selbst vertrete und die von meinen politisch-n Freunden vertreten wird. Wenn der Herr Vorredner behauptet hat, durch meine gestrigen Ausführungen hätte ich an Popula- rität nicht gewonnen, so ist daS ja recht beruhigend für mich. Popularität hat für mich immer etwaS Unbehagliche«. (Heiterkeit recht».) Daß ich auf der Rechten dadurch verloren hätte, da« glaube ich nicht; daß ich auf der Linken nicht an Popularität gewonnen habe, ist mir außerordentlich erfreulich. (Heilerkeit rechts) Ich würde sehr nachdenkilch werden, wa« ich wohl dem Lande Schädliche« deabstchtigt oder unbeadstchtigt herbeigeführt haben könnte, wenn ich dort(nach link«) an Popularität gewonnen hätte.(Bravo! rechts.) Der Herr Vor- redner kann wohl ficher sein, daß ich danach nicht strebe, wie ich denn überhaupt nach Popularität in meinem ganzen Leben nie einen Pfifferling gestrebt habe.(Bravo! rechts.) Ich bin bei wohlwollenderen Beurtheilern, als im Allgemeinen der Herr Vorredner nach meiner Schätzung ist, dem Eindruck begegnet, ich muß mich unvollkommen ausgedrückt haben, wo- für ich meinen Gesundheitszustand bitte al« Entschuldigung geltend machen zu düifen,— al« ob ich gestern die Meinung hier hätte erwecken wollen, daß ich der Situation eine andere Wendung zu geben wünschte, als ob diese Berathung nur in- formatorischer Natur wäre, um auikiärend vorzubereiten auf eine künftige Regierungsvorlage. Meine Abstcht war— und ich glaube, mich auch dahin ausgesprochen zu haben—, daß ich mein Schä.flein dazu beitragen wollte— obschon in diesem Stadium die Mitwirkung der Regiemng aus formalen und materiellen Gründen ja»ine sehr beschränkte ist—, daß ich mein Schärflein dazu beitragen wollt«, die Vorlage, die der Reichstag diesmal dem BundeSrath machen wird, so einzureichten, daß möglichst wenig Hin- und Herschieben nothwendig wäre, daß vielleicht sofort mit Ja— und hoffen: lich mit Ja, nicht mit Nein— darauf wnde geantwortet werden können. Wenn die Vorlag«, die der Reichstag dem Bundesrath machen wird, nich pars anzunehmen wäre, so würde eire Amendirung im BundiSrarh statlfliden, die Vorlage würde zurückgehen, und wir würden zu einem t(in-' und Hwichieden kommen, wa», wenn wir noch im Winter wären, nichts zu sagen hätte, aber in diesem Angenblicke, namentlich wenn daS Wetter wieder b-ffer werden sollte al« in den letzten Tagen(Heiter kell), doch manche Gemüiher mit Un- beHaben erfüllen würbe,! da die Session stch ins Unbestimmt« verlängern müßte. Nur zu diesem Zweck habe ich mitarbeiten wollen, und da ich im anderen Hause, wenn ich so sagen darf, doch meine Stimme abzugeben und im Namen der Regierung deS König», meines Herrn, dort thätig zu fein habe, so äußerte ich gestern den Wunsch, daß einige Bedenken, die ich in mir selbst der Vorlage— so wie fie ist— gegenüber nicht überwinden unv nicht lodt machen konnte, mir aufgeklärt oder widerlegt würden, oder daß ihnen Abhilfe gewährt werde. Der Herr Vorredner hat auS meiner Rede nicht überall die wohlthuenden oder für mich 8«wünschten Konsequenzen gezogen, sondern einige« Gift. Er at mich dargestellt al» einen, der für Arbitrage und deren Vorthelle und Gewinn eine große Begeisterung hätte. Ich habe mich widerstrebend überzeugt, daß die Arbitrage unter Um- ständen, namentlich so lange wir die reine Goldwährung haben. eine gewisse Nützlichtell und manchmal ein Bedürfniß ist. Aber ich möchte, um auch den Herrn Vorredner darüber zu beruhigen. daß ich keinen übertriebenen Werth auf diese« Börsen Hau«- mittel gegen Goldmangel lege, doch die Freunde der Arbittag« und die Gegner de« Gesetzes davor warnen, daß fie den Be- griff„Ardllrage" oder die Fürsorge, da« Jntereffe. welche« für die Arbitrage vorhanden sein kann, nicht zu schwer belasten und nicht zu weit in ihren Forderungen dem Gesetz gegenüber zu Gunsten der Arbitrage gehen möchten. Ich glaube, ohne Unrecht zu thun, behaupten zu dürfen, daß— ick will nicht sagen, daß da« Wort fich da einkellt, wo der Begriff fehlt— aber daß ein großer Thetl von dem Gewicht, welches da« Wort Arbllrage bei unS ausübt, von der Bedeutung, die wir ihm beilegen, daS Gewicht, wie man zu sagen pflegt, de« großm Unbekannten ist. ES wiffen nicht Alle, waS fie stch darunter zu den- ken habm, und e« wird von denEtngeweihtm, von den eigentlichen Priestern der Börsenaiheimniffe ein Weihrauch um die Sache verbreitet, der ihre Bedeutung und chr Schwergewicht einiger« maßen verdunkelt.(Heiterkeit.) Deshalb möchte ich die Herrm btttm, doch da« Entgegenrommen, welche« in meiner Empfeh« lung liegt, die Wechsel geringer zu besteuern, fie unter Um- ständen ganz herauszulassen,— nicht so kühl zurückzuweisen und daraus nickt zu schließen, daß nun au«'er gaazen Sache nicktS werden würde und daß fie ad calendas graecaa ver» Monat«in Ges tz mit Ihnen zusammen hierüber zu verab« schieden(bravo! rechts); und damit wir in die Log kommen. ist es wichtig, daß die Hindernisse, die das Gesetz, um im Bundeirath angenommen zu«erden, jetzt noch an stch tragen möchte, geglättet und beseitigt weiden. Ich glaube auch nicht, daß die Andeutung zutreffend ist die der Herr Abg. Dr. M-ye: machte, dessen klarer unv sachkundiger Rede ich mii Vergnügen gefolgt bin, daß nämlich zur Arbitrage außer den Wechseln noch vieles Andere nothwendig sei, auch dieWaarm, als deren Schatten er die Wechsel bezeichnete. Da» leuchtet mir doch nicht so ganz ein. Ich glaube, daß die Herren nicht gut thun. wenn die Majorität diesekHauses auf meine Anregung eingehen sollte, oder wenn die Regierung stch dafür einsetzte, daS Entgegen» kommen, da« ihnen durch die günstigere Behandlung der Wechsel angeboten wird, so geringschätzig von der Hand zu weisen unv vielleicht daran die Hoffnung zu knüpfen, daß auS der ganzen Sacke nichts wird. Es würde doch immer nur vorübergehend nichts daraus werden; die Litispendenz der Sache würde da« durch nicht unterbrochen werden, und eS ist sehr die Frage, ob eS nicht der Börse dann mit den Vorschlägen eine« kü istigen Jahns ähnlich wie mit den stbyllinischen Büchern gehen könnte; nicht in Bezug auf die Höhe der drohenden Besteuerung— ich glaube, da« bat die Börse lange nickt so empfindlich berührt, weil fie meiner Ueberzeugung nach die Last wird ganz oder zum größten Theil abwälzen können—, sondern in Bezug auf die andere Eelle der Frage, in der ich m'ch mehr auf die Seite der Börse stelle, in Bezug auf die Konttol« maßregeln. Ich bin im Stempelgeschäst für keine an» dere Kontrole al» für diejenige, die bei unseren Stempeln bisher gebräuchlich ist oder für irgend eine» die da» Eindringen in daS kaufmännische Buchgeheimniß nicht zu einer allsäglichen Pflicht macht, sondern die Berechtigung dazu den exz-plionellen Fällen reservirt, denen fie heute gesetzlich bereits zur Seite steht. Es mag dadurch mancher Stempel unter Umstanden verloren gehen; aber ich glaube, die Uebel, die mit der Offenlegung der Bücher, anfangs vielleicht in ge» ringem Maße, schließlich vor jedem Beamten, der eS der Mühe werth findet, verbunden find, find größer als der mäßige finan» zielle Verlust der destaudirtm Stempel, die dadurch erspart werden könnten. Ich will nicht sagen, daß man statt der doppelten Buchführung vielleicht zu einer Vervterfachuvg aus diesem Wege gelangen könnte, indem man neben den wirk» lichen Büchern noch andere fühtte, Geheimbücher. Kurz und gut, ich kann den Henen, die von diesem Stempel dedroht find, in Bezug auf die Kontrole meine BundeSgenoffenschast, sowett fie reicht, einigermaßen in AuSficht stellen, in Bezug auf Prozentsätze und auf Verschiebung der Steuer aber nicht, und ich bitte Sie, meine Herren, die Zeit zwischen der zweiten und dritten Lesung benutzen zu wollen, damit die einander gegen« überstehenden Parteien, die wirklch beiderseits da» Gute und das Beste deS Staate« wollen, fich verständigen können, so« weit eS zwischen ihnen möglich sein wird; damit die Hoffnungen, die auf einen pasfiven Widerstand der Regierung gegründet sein könnten, da» Feld räumen und die etwaigen Zweifel an dem gutm Willen der Regierung ebenfalls ver» schwinden. Gerade so, wie vorstchtige Familienväter den Grundsatz haben, den Wein, den fie im nächsten Jahre trinke« wollen, schon im Jahre vorher in dm Keller zu legen, so wäre eS. glaube ich, auch bei den Gesetzen nützlich, wenn man die» jmigen, die man im Jahre 1986 einbringen will, im Jahre 1885 schon pnblici jnrii machen und drucken ließe, so daß st« allgemein und allseitig durchgesprochen und durchotskutitt wer« den könnten. Ich habe immer wenigstens eine gewisse Furcht davor, wenn ich mit einem Gesetze, Saß ganz neu« Zustände dehandelt und daS in der öffmtlichen Meinung noch gar nicht durchgesprochen und breitgetreten ist, plötzlich vor das Paria« ment treten soll— mit einem Gesetz, daS vielleicht Niemand erwartet. Ein Gesetz über eine Materie, die breit durchge« prochcn ist, die Jedermann erwartet hat, dringt fich viel leichter an, und man kommt darüber leichter zu einer Verstän» digung. Deshalb, meine Herren, hoffe ich, daß wir auch über dieses Gesetz zu einer Verständigung kommen werden, die keinen von beiden Theilen ganz unzufrieden lassen wird.(Lebhaftes Bravo.) Abg. Buhl: Auch wir wünschen baldmöglichst höhere Erträge auS den Reichsstempelabgaben; aber unter zwei Ein- schrär.tungen: einmal, daß wir nicht nach der Erfahrung von 1881 wieder ein unklares Gesetz mit niedrigen Erträgen machen; und zweitens, daß durch die Gesetzgebung nicht irgend welche hochwtrthschaftliche Bewegungen beeinträchtigt werden. Ich bitte Sie, namentlich nach den Ausführungen de« Reichikanz» leiß, für jetzt wenigsten« meinem Antrag zuzuflimmen.(Bei» fall links.) Abg. Bamderger: Heir Kayser hat ein« Karrikatur der Börse entworfen, wa« ja leicht ist. Noch viel leichter wäre es, eine Karrikatur der Sozialdemokratie zu entwerfen. Herr Kayser hat fich sein Urthetl nur nach Eimecheiten, die er zu« fällig hörte, gebildet; eS ist nicht« al« Stückwerk, wa« er vor« trug. Der Reichskanzler sagte, er würde fich erschreckt haben, wenn er bei un« Beifall gefunden hätte.'Nachher klagte er über die zu strrke Neigung de« Deutschen zur Kritik. Also, wenn man stch beifällig äußert, wird man verdächtigt, etwa« Thörichtes gesagt zu haben; kri« tistrt man, wird man verdächtigt, eS nur aus krttischem Uebermuth zu thun. Der Abg. Buhl hat mich miß« verstanden; ick habe ihm keine Feindschaft gegen den Handel imputirt; indessen ist der Streit Über diesen Punkt für mich nur ein Beweis mehr, wie feblerhast eS ist, wenn auS der Mitte de« Hausei Steuer Projekte hervorgehen, und wie wohl wir thun, die Hand von solchen Vorschlägen zu lassen, weil man ohne die Verantwortlichkeit der Regierun kann, immer in die Irre zu gehen. Nach einem sehr in das Detail eingehenden, aber vom Hause mit großer Unruhe aufgenommenen Schlußwort de« Referenten, Abg. Grimm, wird zunächst der Antrag Buhl gegen die Stimmen der Nationallideralen abgelehnt, der KommtssionSantrag mit 177 gegen 74 Stimmen an« genommen. M't„Nein" stimmen die Frerfinnigen, die Volkspartei, die Nationallideralen, und von den Welsen die Adgg. v. Estorff und Langwerth v. Simmern; mit„Ja" die Deutichkonseroativen, die Reichspartei, da» Zentrum, die Polen, die Sozialdemokraten und der Rest der Wetten. Der Adstinr« mung enihalten hat stch der Abg. Haanen(Zentrum). Di« einzelnen Paragraphen werden ohne erhebliche Di«» kusston und ohne Aenverungen nach den KommisfionSvoischiägen angenommen. In§ 27 befindet stch ein Passus, wonach außer bei stattfinden kann. Abg. v. Bu ol will eine solche Reviston nur eintreten lassen, wenn Thatsachen vorliegen, die den Verdacht der Ao« gabehmterzrehung begründen. Regierung hier ficher sein Der§ 27 wird mit der vom Adg. v.Buol vo geschlagenen Aenderung angenommen. Die Anträge Richter und Kayser wegen Auibebung des P-tcoleumzolleS und der Saljsteuer werden erst morgen beratüen werden._____ Ecbluß der S'tzuna 4V» Uhr. Nächste Sitzung Mitt- woch 12 Uhr. lBöisensteuer. Zuckersttuer, Unfallverficherung, Petitionen.)_ ioßler Sidgeoronerrvvau«. KS. Sitzung vom 5 Mai, 11 Uhr. Am Regierungstische: von Putltamer, v. und Kommiffarien.._ Die Abgg. BarowSti u d(Yenoffen hidm eine Interpellation übeireicht, betreffend die Ausweisung ver in Ost- und Wcstpreußen woh- erden, dem prer-ßUchen Siaats. verbände nicht ancehö.igen Polen. Ferner ist vom Abg. Douglas ein Antrag, betreffend die Beschaffenheit der beim Verlauf von Medikamenten zur Verwendung kommenden Flaschen, eingebracht.... Nachdem das Hau? in der Beratbung der Uebersicht von den Staatseinnahmen und Ausgaben pro 1883/84 die nachträgliche Genehmigung der in diesem Etats« jähre vorgekommenen Etatsüberschreitungen und auheretais mähigen AuSoaden vorbehaltlich der Prüfungen und E innc- rungen tec Oder Rechnungikammer ausge p ochen und dem Ges-tzentwurf, bewffend die Aufhebung dr Renten- dank für dm Kreie Herzogthum Lauenburg in R yedurg ohne Debatte in erster und zweiter Lesung zurestimmi hat, wird in die Bera'hung einiger Berichte ker Unter, tchtskom misston ober Petitionen eingetreten.« 57804 Familicnväter aus dem Grohherzo. tbu-n Posen bittm um Aushebung der Schuloerordnung vom 27 Oktober 1873 und um Rückkehr zu einer Lehrmethode, welche den Akten deS Wiener KongreffeS und dm königlichen Ve- beißungen, so- wie auch den Pflichten gegen Golt und Mensch-n emspreche. Zur Erreichung d-eses ZieleS werden 4 Anträge gestellt: 1. die Wrederverleihung deS Ausstchlsrechrs in den Volksschulen an die Geistlichen, namentlich im Religio? santerricht; 2. die Wiedereinführung der früheren A? zahl von Stunden im Religionsunterricht; 3. die Wiede einführung der Mutter, prache alS Unterrichtssprache: 4. das Ar fangen deS UntcrrichlS im deutschen Lesen und Schreiben für p lntsche Kinder erst dann, wenn fie daS Polnische erlernt haben. Die Kommrsston(Ref-rent v. Haugwitz) emfiehlt mit 12 aegm 6 Stimmen Uebergang zur Tagesordnung. Abg. von Zakrzewe li(Pole) b fürwortet ausführlich die Petition. Die betr. Schulvero,drung sei nur erlaff n, um die Katholiken und Polen zu majoiistren. Sie beviücke die Gewiffen, ve- hindere, daß d-e Ktnver die Religion in fich auf- nehmen, wie es Gott verordnet, und errege nur Unzu-rieden- heit Redner weist die immer wieder auflretendin Behaup- tungen zurück, die Palm v-rfolatm r-oolalio äre Wege. Dre polnische Frag« sei zwar noch eine offene, aber dre W«der- Herstellung Polens solle nur er eicht werden durch An vendung aller ver füg dar en gesetzlichen Minel und du ch Pflege und weitere Fortentwickelung der nationalen Teavriw en. Minister v. G o ß l e r: Er bitte, den Kommt, fionsantrag anzunehmen. Die Stellung der Regierung sei wiev-rbolt dar- gelegt worden und heute noch dieselbe. In Po,en seien eine ganz« Aiuahl katholischer Geistlichen Lokalichul-Jnspekioren; auSgeschloffen mußten natürlich di jenigen G-istuchen werden, welche fich in offenbarer Oppofitron zur preußischen Siamsregie- rung befanden. Ein anderer Tdeil ver Geistlichen verstehe gar nicht oder nur ganz ungenügend die deutsche So ache; drS sei eher ein Haupterforverniß, ohne welche« ein Lokalichuttnspekior seinen Pflichten nicht nachkommen könne. D r R ligion« unter- licht werde in völlig gmügender Weise ertoeili. Dre Wieder- einführung der polnischen atS Unterrichtssprache sti um so we- Niger angebracht, als bei dem i-tzigen System schon die Polo- mfirung eher Fortschritte wie Rückichritte macht. D-r Minister führt dafür eine Reihe von Be, spielen an- Die B str bangen der Polen gingen dahin, eine vollständige bermet sye Abschtte- üung der polnischen von der der deutschen Bevölkerung herbei- zuführen, fie führten aber zu neuer Beunruhigung der deu schen unv zu«rhöhler Unzufriedenheit der polnischen Bevö keiung Po ens. Er bitte wiederholt um Ab«hnung der geäußerten Wünsche. Abg. Se er ist überzeugt, daß die bei weitem größere Hälfte der Unter, eichner der Petilwnen aar nicht gewaßt hat, was sie unterschrieben. Der polnische Arbeiier iei ein guter Albeiter, aber ein« ausgep.agte N-'gung zum Mausen bcfitze er gleichfalls, wenn auch nur im Kleinen(Heiterkeit). Er bittet den KommisfionSantrag anzunehmen. Abg. v. JazdzewSki beantragt, die Petita sub 1 und 3 zur Berückfichrigung der Regierung zu üderweffen. Nachdem dt°- Adg-ordneten Windihorst und v. Schorlemer für den Antrag de« Adg v. Jazvzewski gesprochen und die Ahgeordneten v. Rauchhaupt und Wehr die Annahme deS KommisstonsantrageS befürworteten, wird der l-tzt-re gegen die Stimmen deS Zentrums und der Polen angenommen. Ebenso g ht da» Haus über die P-iiiion der 10 Lehrer d«S Städtchens Köpenick bei Beiltn um Arnechnung der auS- wältigen Dienstjahre für die Elementarlehrer„wegen de» engen prin, piellen Z isammenhangeS der Petition mit rem ev ntuillen Erlaß eines Dotationsgesetzes für Volksschullehrer"-u Tagej. Ordnung über. Dagegen wird die Petition von 29ö seminaristisch gebildeten L hrern an höheren Unterrichrsanttalten um Aushefferung deS GehaltS und um Gewährung von A terS» zulagen der Regierung als Material für die künftige Schul- gesetzaebung überwiesen.— Damit ist die Tag'Sorvr.ung eria Soft. Schluß 3'/« Uhr. Nächste Stzung Mittwoch 11 Uhr. (Jntei pellation Borowslr über die Ausweisungen der in Ost- und Westpreußen wohnenden Polen, KommijstonSderichte über Petitionen.)_ Herrenhaus. 15 Sitzung vom 5. Mai, 1 Uhr. Am Ministertrsche: Dr. Friedderg, v. Scholz nebst Kommiffarien. Aaf der Tagesordnung stand zunächst ein Bericht der Justykommi'fion über den Entwurf eine« Gesetzes, detr.ffend die Veräußerung und hypothekarische Belastung von Grund- stücken im G ltungibereiche deS rheinischen Recht« Die Kommisston schlägt vor, abwe che, d von dem Be- schluffe deS Abgeordnetenhauses, das G setz erst um 1. Januar 1886 in Kast treten zu lassen. Fürst zu Wied deantragt dagegen, die Fassung des Abgeordnetenhaus, s wieder herzu- stelle und den 1. Juli 1885 alt Termin deS JnkrufttretenS f.stjU'itz'.N. �, Unteistaatisek etär im Justizministerium von Nebe« Pflugstedt tritt diesem Antrage bei, indem er darauf hin« weist, daß«S angezeigt sei, möglichst bald das G-s'tz ein,u- führen, damit d,e stillschweigenden Hypoihrken, die gefahttichste aller Klippen für die Sicherheit oeS G uadkievris im Geltungsbereich deS rheinischen Recht«, endlich beseitigt würden. Nachdem Dr. B e s e l e r und der Referent der Kommisston, AdamS, diesen Ausführungen deigetretin waren, wird das Gesetz in der von dem Abgeorvnetenhause be�chloffenen Fassung angenommen. Darauf wurde der Gesetzentwurf, betr ffend wegepolizeiliche Porschr'sten für die Proomz Schleswig Holll-in, mit Ausnahme> de« Kreises Herzogtbum Lauenduig, nach kurzer Deb tte ohne allgemeineres Jntereffe mit einigen Abänderungen ang>nomM'N, so daß dirselde nochmals an da« Abgeordnetenhaus zurück- ��«"Gesetzentwurf, betreffend eine E.weiterung d« dem F na-, minister eribeilten Ermächtigungen in Bezug auf die Anleihen verstaatlichter Eisenbahnen, wurde ohne jede Debatte geneomi.t Envlich nimmt das haus noch einen Bericht der Matrikel« kommi ston entgeaen. Schluß 3'/, Uhr. Nächste Stzung Mittwoch ll Uhr. (Kreis- uno Pwoinzialorvnung für Heffen-Naffau) DaMmeuwrisekes. — Die im Abgeordnetenhause in Betreff dn Ausweisungen ru fisch polnischer Einwanderer auS Ost- und Wenpriußen g, stellte Interpellation hat folgenden Wortlaut: „W,r liebten an vi« königliche Etaatsreoierung die Anfrage: 1) Ist d-e Nachricht w h", daß die in Ost- und Westpreußm uobnenden, dem preußischen Slaatcverba de nicht an gehörigen Pol n angew'e>en worden find, unser SiaatSgebiet alsbald zu verlassen, und zwar selbst in dem Falle, daß fie in dauerndem Aibeitsoerhältniffe stehen, Gewerdelreidende oder Grundb. fitzer find oder im deutschen Heere gedient haben? 2) AuS welchen G ünden ist dreie außerordentliche, die wirtschaftlichen Ver« häilnrffe beider Provinzen schwer schädigende Maßregel ge- troffen worden?" — Dem Vernehmen nach wirb der L a n d t a g am nächsten Sonnabend geschloffen werden. Dokales. er. Der Würfel ist gefalle«, daS Glücksrad rollt und mit dir g'ößiin Spannung blicken jetzt täglich Tausende und Aberiau'enve in die eintönigen Zahlenreihen in den Zeitungen, tn welchen die Gewinne der sächfischen Lotterie verzeichnet stehen.„Viele find berufen, aber wenige find ausnwählt," da« kann man auch hier mit vollem Fug und Recht sagen. Wie viel Hoffnungen werden getäuscht, wie viel mühsam ge- iparte« und sauer erworbenes Geld wird hier dem Gotte od« dem T-ufel deS Spiel« geopfert, wieviel ist nicht schon üb« den Werth oder Unwetth der Lotterien gesprochen, geschrieben und geschimpft wo den, und wie wenig hat man fich darum gekümmert, ja vielleicht haben gnade die größten Schrei« selbst«in Loa« tn der Tasche und hoffen ganz im Geheimen w.-nn auch nicht auf da« große Loos so doch wenigsten? beschet- dener Weise auf den zweiten Hauptgewinn. Es ist einmal so, die Welt will gelauscht wnden. Und weshalb soll man fich auchderHoff- nung nicht hingeben, mit einem Schlage ein reicher Mann wnden zu können, unser heutiges Leben ist so arm an Hoffnungen, eS entdehit so sehr postitiv« Aurfichten, daß man es wirklich Niemanden verdanken kann, wenn er fich an solche TruggebUde klammert wie fie unS durch die verschiedenartigen Loltnien ge- boten worden. Die Fata Morgans in dem glühenden Sand der Sahara spiegelt dem entzündeten Auge deS Reisenden lache, de Seen vor, wo er seinen brennenden Gaumen kühlen kann, trügerische Luftdlld« van schattigen Palmen, untn welchen « Ladung und Ruhe zu finden vermeint, und doch ist eSelende Täuschung; die Ermattung seines KSrperS und setner Seele zaubnt ihm jene GauMbild« hervcr; er glaubt an fie solange, btS er erschöpft niedei sinkt und die nackte Wirklich- leit ihn belehrt, daß er einem Phantom nachgejagt sei, welche? überhaupt nicht existirt. Ganz ähnlich verhäli es fich mit v« Lotterie. Wohl winkt das große LooS verl ckend, Jedem lächelt die Ausficht »u, durch einen solchen Gewinn all« irdischen Mühen und jQ ialen mtboben werden zu können; man weiß ja selbst, welche loUkübnen P äne schon häufig geschmiedet würben, wie sehr und wie gern man fich tn ve» Gedanken hineinlebt, über soviel Hunderttausende gebieten zu können,— und wenn die Ziehung«- zeit voib-i ist, so schüttelt der Genante enttäuscht und betrübt den Kopf: DaS näckste Mal! UnS wievn beginnt daS Sparen und Da, bin von Neuem, ein Lolterieloos muß man loch haben, vielleicht, man kann es ja nich: wissen, lächelt unS diesmal daS Glück. In Stillen facht wohl Mancher den gesunkenen Muth mit dem Gedanken an das bekannte Sprichwort an, welches von einer gewissen Sorte von Bauern und den größten Kartoffeln handelt. Bei sehr vielen Leuten ist die Sucht des Lot.eriesptelenS geradezu ein Bedürfniß geworden, unv der Hang zum Spiel, jen« fatalistische Zug im mensch« ltch-n Ebaraller, entspringt bei der bei Weitem größten Zahl aller Lorterieipieler dem bewußten oder unbewußten Unbehagen, wilwe« sie üb« ihre wirthschoftliche Lag« empfinden, fie sehen k-in« Möglichkeit, dieselbe auS eigenen Kiästen vnbessern zu können daher rechnen fie auf einen blinden Zufall, auf ein unvorhnges'heneS ElwaS, das fie mit einem Schlage, tn über- ralch-nder Weise von ivrer ganzen Misere befreien soll. ES ist graaiam, einen solchen Irrwahn zerstören zu müssen, ab« es ,st eben nur ein Irrwahn. Die hohe Unwahrscheinlichkeit, einen Hauptgewinn in irgend ein« Lotterte zu«halten, ist heute fast lprtchwörtlich geworden; wenn man steht, Vaß J-mand etwas fast Unmögliches ausführen will, so sagt man wohl:„D« hat fich vorgenommen, taS große Laos zu gewinnen." Man bat hleiin so Unrecht nicht. Die Chanzen der Wahrscheinlich- !<«, einen Treffer, wenigstens einen dn höheren, zu ziehen, st d so verschwindend gningfügig, daß derjenige, der nur ein Ows hat, gut daran thut, wenn er stch bei Zellen mit dem G danken vertraut mrcht, überhaupt leer auszugehen. DaS Uoiuiiespiel ist eine Krankheit, die in unseren geiellschaftlichen Zuständen ihren Uismung hat, und bevor diese nicht gesunden, wttd man nicht auf die Abschaffung dieses Privilegilten Hazard- spiel« nchnen dürfen. Zur Cyaratteristik der Zustände in der Sophien« Gemeinde r-ient ein« Bemerkung, welche der„N Eo. Gc- meinc ebaie" vom 2 Mai er. an«inen Bericht über eine vor einigen Tagen stattgehabte Versammlung der kirchlich stet- stnnrgen Mitglieder der Sophteng-meinde anschließt. Da heißt eS;„Wi, können nicht unterlassen, schon jetzt auf einm in- zwischen bekannt gewordenen Umstand aufmerksam zu machen. Der Kirckenraih hatte im Dezember v. I sein Mitglied, den Gemeinde. Aeltesten Pretzel, den Anlührer der Pofiiivin und Ehiistiich Sozialen, besonders im Kampfe gegen die Liberalen bei der Wahl zu den Gemeindeo, garen 1882, beauftragt, die in Betracht kommenden 5 Grundstücke durch-chlußfcheine sicher zu stellen. Vte, Grundstücke hat denn auch Pretzel bis 1. April dieses Jahre« fich« gestellt, daS fü, fie hat er aber selbst«- wo.ben.— Der Ankauf der vier Grundstücke ist am 31. März oder 1. April vom Kirchenrath«folgt; das fünfte konnte der Kirchenralh bishn aber nicht erlangen, weil Pretzel fich zum Verkauf an den Kirchenratb nur unter anderen Bedingungen ver st hen will, alS er da« Grundstück«wo ben. Am Montag sollte hierüber«eller ver hänselt werden, Pretzel«schien aber nicht zur Kilchenrmhsfitz mg, sondern sandte die Erklärung der Nicveriegung sctneS AmteS alt Gemeinde- Aellest« ein!!" W>r kommen auf diese Angelegenhell wohl noch einmal zurück. Warnung für Gärtner. Der LandschastSgärtnn B. in Charloiienvurg halte vor Ostern an einem Finger die Haut aufgeriffen, ohne weit« darauf zu achten. Nachdem« ad« Giassamen gesät hatte, schwoll, wie daS„N. Int. B." mit- thettt, dn Fing« und balv Vre ganze Hand an, so daß« die Hirfe von zwei namhaften Aerzten in Anspruch nehmen mußte. Auf deren Anordnung wird d« Patient jetzt im hiefigen Eli- sabeth-Krankcnhause b. bandelt. Es ist also im vorli-genben Falle beim Säen des Grassamens durch irgend weiche Ursachen eine Blutvergiftung eingetreten. Eme Leder. sg, fahr ist durch d e rechtzeitige ärzittche Behandlung......." d e rechtzeitige ärztliche Behandlung glücklicher Weise abgewen- det worden. Wilder Man« D« schon mehrere Male aus d« Jnenanstall zu Dalldorf entwichene berüchtigte Einbrecher Halsband ist gesttrn Morgen wieder aus der genannten An- statt entsprungen. Gerirkts-Rettung» t Die Innung« Kon nach demsl Beleidigung det Militärs. Auf dem Platze vor der t'-9 Mark ve der Karlstraße belegenen Kaserne de« 2. Garde Regiments t �ohnerhözunx Fuß wurde am Nachmittage deS 11. März er. wie alliagW fich auf 9 »xnitirt und wie gewöhnlich hatte dieS Schauipiel eine AliM seibf, ständige Passanten und Müßiggänger herangelockt, welche durch dOet Innung t Gitter den militärischen Uebungen zuschauten. Der UnteroffiiWchcn Treibe, Weiß ließ eine Abthellung setner Kompagnie„Griffe mach«« Gsellen einen und mochten die Soldaten ihren Vorgesetzten wohl nicht Mm Meistern ftiedenstellen, denn imm« und immer wied« e, tönte d»n sympathisch Kommando:„Gewehr auf! Gewehr ab!" Plötzlich rief«i»«n Innung? Stimme durch das Gitter laut au«:„Das ist ja eine verst..» scheitnt am( Thierquälerei, schmeißt doch dem Kerl die Gewehre vor dstiterstandes an Beine!" ES war der„Aibeitn'- Karl Albnt Müll«, welMMvorgeschwin diese Worte ausstieß und mehrmals wiederholte. D« Uni» lür fie wäre. osfizier ließ fich den Mann hereinholen und die Folge di-Mgm Handwe Aeußerung war, daß Müller fich gestern vor der vierten Seuche Brwegui kämm« deS LandgirichlS I wegen Beleidigung d«S UntttoffiM,H2hlenbewo! und wegen Auftetzung d« Soldaten zum Ungehorsam zu«JM, daß in C antworten hatte. Der Angeklagte versuchte vergebens, fich MJ�ntm Durchl Leugnen aus der Schlinge zu ziehen,« wurde durch die der Poliz« weiSaufnahme überführt und beantragte d« StaatsanM«fahren wi gegen ihn eine Gesammtstrafe von drei Wochen G«fä> Der GnichtShof hielt aber eine solche von 14 Tagen Gefä für ausreichend. P. Wege» wiffeutlich falscher Anschuldigung Beleidigung eineS amtsführenden Richter« hatte fich am der Premier- Lieutenant a. D- und GutS-Jnspektor Weise Frankfurt a. O- vor dn 2. Strafkammer des Landgericht, verantworten In einem am 8. Juli v. I. vor dem Sch" gertcht zu Mitten walde stattgefundenen Audienz-Termin fetten« dei genannten Gerichts gegen rc. Weife wegen~ standeS gegen die Staatsgewalt auf 400 M Geldbuße evi..-. 80 Tage Gefängniß nkannt und außerdem wegen ungebi» fl«, noch imi i« Langenfteiv ?on armen? �befandst • Sobald «i Diese! ("chrit zur i � Daß im Ä herrst Allgemei, m«id Elenk liehen Benehmens vor Gericht eine fofott vollftteckbare nungSstiafe gegen Weife festgesetzt worden. Während Verhandlung, die infolge der von dem Inspektor Weise geäußerten begreiflichen Erregung ziemlich stürmt schm Vnlauf genommen, fühlte fich v« Vorfitz führende Amtsiichter Heauchcorne veranlaßt, Hinweis darauf, daß Weife ehemals dem Offizierstande hört, den Angeklagten zu einem demangemeffenen Ben aufzufordern. Diese Aeußerung de« Vorfitzenden, welche lich nur sein« Peison gegolten, theilte nun Weise nach digt« Sitzung mehreren Bekannten; am Skattische mit, in einem ganz verändnten Wottlaut und in ein« Form eine Beleidigung deS gesammlen Offizier-KorpS darf würde. Nicht genug damit, richtete rc. Weise auch ein Sch' an da« Landwehr- Bezirks- Kommando zu Teltow, tn. « die Anzeige erstattete, d« Amtsrichter habe angeblich Wotte gebraucht:„daß Offiziere imm« vorlaut 1 fei man ja gewöhnt" und damit daS gefammte Ol i Verew AwL?* be» ftlÄJ Elfterer ü «« LuchdinI »tztn« ü 51 im Sinn, iunß eine d, KorpS der Armee beleidigt. Nachdem seitens deS Bejw �igenoffen Kommandos das Schreiben zwecks strafgerichtlich« Vnfoljt�» der Loi an die Staatianwallschaft abgegeben unb hier die Einte' eineS SwafoerfahrenS gegen den Amtsrichter abgelehnt w, war, wurde nunmehr gegen Weise Anklage wegen falsch« schuldigung erhoben, da die vorhn gegen den Letzteren i leitete Untersuchung die Haltlostgkeii der aufgebrachten Beschuldigungen dargethan; die Zeugen-AuSsagen bestä nur, daß der AmtSricht« in qu. T«mine geäußert: W. fich alS gewesener Offizt« wenig« vorlaut benehmen. Beweisaufnahme im gtsttigen Audienz- Termine ergab dasfi t, obwohl der Angeklagte Weise beharrlich daS Gel Resultat theil behauptete. Der Staatsanwalt beantragte vier Gefängniß. D« Gerichtshof«achtete jedoch, daß d« klagte nicht deS Vergehens d« wissentlich falschen Ansch' aung, sondern nur dn Beleidigung auS§ 186 R.-Str.-ö' schuldig sei und erkannte auf eine Freiheitsstrafe von 6 W Grfängniß. „Ein Gottesurthett," LensationSschauspiel in 5 A! mit steter B-nutzung des gleichnamigen RomanS von Werner in„Schorer'S Famtlienblatt". so lautete d« eineS Schauspiels, welches zuerst im Ostend-Theater das der Lampen erblickte. Als Verfass« nannte fich der steller Hugo Busse und als Verleger d« Theatnagent Böhm, und diese beiden Herren hatten fich in Folge gestern vor der ersten Sttafkammer des Landg«ichls I. Nachdrucks zu verantworten, denn die Verfafferin des denutzten" RomanS, die Schriftstellerin Elisabeth Bürstend (E. Wem«) hielt dafür, daß die beiden Schauspielfadrt' lediglich Kleist«stoff, Scheere unv Papier in Änwendu bracht, um das„GotteSurtheil" für die Bühne stellen. So hatte auch die literarische Sachverstän' Komn-isfion g urthellt, alles Gute in dem Stücke stamme für Wort auS dem Romane, di« Geschmacklostgkeiten hätte« Hrn. Busse u. Böhm selbst hinzugefügt, dies fei aber midi. einzige Ortginelle in dem Schauipiel. Uedrigens find Angeklagte bneUS wegen desselben Delikts vorbestraft Böhm erlitt wegen Betruges bei dn famosen„Krieg im den-Affaire" eine Gefängnißstrafe von 3 Monaten und 1 Ehrverlust. Der Gerichtshof überzeugte fich durch Verl der beiden Schriftstücke, daß die Angeklagten fich in ständiger Weise der literarischen Freibeutnei schuldig i verschob ad« die Verkündigung des UrtheilS, well« stdl. genauere Kenntniß deS Busse- Böhmischen Werks will. Ä'jnoe Elbing, 3. Mai. Di« hiesige Sttafkammer verham gestern über die Skandal- Affatte, welche fich am 16. So«1' v. I. in ein« Generalversammlung dei hiefigen kons« MnittSlöhn i * Wrn Str 2,b"n Unter . Der V eitter Verl � Herrn T Rierhallen � dn Tapez deutsch "Mation de, J?« ShUä welchem 1 wnden ÄV)tutur .Zbeitinachr wnde »it. Aesolutil iejtJ stch SÄ.®'! dahin Vereins abspielte und schli ßlich daS Einschrillen des 30(heilt Folge hatte. Es waren 5 Peison«� K J'x®Wjite, deS Wiederstandes gegen"die 6�. yst "* M—' 1»;J I(Ä, mit blanker Waffe zur Zusammenrotttrng und gewalt angellagt. Drei von ihnen wurden freigesproch««- vierter nur deS WidnstandeS schuldig befunden und zu 4 M Gefängniß vnurtheUt, in Betreff deS fünften Angell«- wurde die Verhandlung vtttagt. W te»% Sosisles uuü Arbeiterbewegung. Lohnabzüge««d immer wieder Lohnabzüge b�eqtigt-'' nen unsne wu t yschaftlichen Zustände, von denen imM«k.A«MC" öor die»Jssteresstcten" behaupten, daß fie durchaus gute und(«z ß«», feien. Wir bestreiten aar nicht, daß untere aeaenwättige«,lMchii��' i die ., bestreiten gar nicht, daß unsere gegenwärt' haltniffe für eine nicht g«ad« allzugroße Anzahl von. sehr gute find und da dieselben die Macht haben un« vielfach diePreffedirigi, Leuten und den Arve ten, so lassen fie dasselbe auch von den» friedenheit im Volke bettet nicht mehr täuschen hällniffe keine guten »Wiiv f»Vituse. lUISWvi»» n. im." unleidliche find, die verbessert wnden müssen. DeShals.�«hin � fgß« man auch jetzt fortwährend von Streik«, deren in daß iL ...... ttm% einigen Gewerten, wo d« Geschäftsgang ein schlepp� in der vorigen Woche, soweit wir ausgebrochen find. Doch find «Eas ä&I und so schon tausende von Arbeiter« beschäfttgungSW«, wie in ter Textildranche gegenwärtig auSstchtSloS, Ardert« find v.rrlünftig genug, den Warnungen»«« 1 z.llungen und GewelkschaftSblättei Gehö zu schenken, dj, dnartigen Streiks energisch adrathen. Auch wir kö»««« oft genug vor übereilten Streiks warnen.. Ueber de« Schuhmacherftreik t« DreSde«' ÄS &L i SÄÄ-öllig g«echtf«tigt � � Nun find auch die gewesen, die zu d« edlen Jnnungsmeifier gnade gegentheiltgen Anficht !?!? � Die JnnungZmeisttr beharren auf dem'Lohne durch lA«er Innung an, und da die Mttgliever derselben in ihrem c UnterofstMlschen Treiben wie die Kletten zusammenhalten, so werden riffe machtfwsellen einen schweren Stand haben, da von den 8uO lobl nicht Men Meistern nur die Hälfte den Forderungen der Ge- ertönte sympathisch gegenübersteht, dieselben aber der Konkurrenz tzlich rief tu«n JnnungSmeistern wegen nicht sofort bewilligen wird. ine verfl. Wilert am Ende eine der bcrechtigsten Forderungen des oehre vor Mterstandes an dem Jnnungswesen, über welche« den Ar« lüller, wellMn vorgeschwindelt wild, daß es eine segensreiche Institution Der Un!» für fu wäre. Deshalb können die Arbeiter und die ver« Folge dWoigen Handwerker die Innung« destrebun gen, diese mittel« vierten vtrMttche Bewegung nicht entschieden genug bekämpfen. UnterosstF, Höhlenbewohner. Wir haben vor einigen Tagen mit« orsam zu«JiUt, das, in Oberschlefien eine Arbetterfamiltr in einem so» nS, sich wwonnten Durchlaßrohr gewohnt habe und noch wohnt, wenn durch vie otoon der Polizei nicht schon von dort vertrieben worden ist. ~«fahren wir, daß es in Deutschland, und zwar am kje, noch immer Höhlenbewohner(Troglodylen) giedt. Im tt Langenstein, nicht weit von Haiberstavt, wohnt eine An« »on armen Familien in Behausungen, welche fie in dm Udes and stein deS sogenannten Sargberges gegraben Sobald Familienzuwachs erfolgt, werden die Höhlm - Diese Wohnungen find trockm— aber dunstig, ohne ltnhett zur Lüftung und deshalb im höchsten Grave un« k Daß im„gesegneten Deutschm Reiche" derartige Zu- noch herrschen, ist geradezu unverzeihlich und beweist, Allgemeinen viel zu wenig geschieht, daS LooS der ltn utrt) Elenden zu verbeffern. Staatsanl a Gefäi en Gefä »iaung. fich am>J or Weise ndgerichtl Vem Sch' -Termin wegm A büße eve> en ungeM keckbare Ls Währmv >em 0� Vtteive uuü Perssmmluugev. 3« der sehr zahlreich besachte« öffentliche« ver- reaung eiZs�vtUvg ver Buchbinder und verwandtm Berufsgenossen, fich ver«n Montag Abend im Restaurant Feuerstein, Alt« nlaßt, 75, stattfand, hieltm die Herrm Jost und Untze nstande«"«enten der Versammlung beifällig aufgenommme Vor- en Benehc r Elfterer über den auf dem jüngsten Offmbacher Buch- welche lel rc. Kongreß gegründetm UnterstützungSverband der Ver« tfe nach ti!°tr Buchbinder und verwandten BerufSgenoffen Deutsch. he mit,« 7- litzlerer über daS Verhallm der Berliner Buchbinder er Form,-»TWehenven Lohnbewegung. Nach einer sehr animirtm pS daifii� �lffion über den letzterwähnten Vorkag, in welcher fich alle ein 6ch#CT'M Sinne deS Referenten autsprachen, nahm die Ver- v, in welo Mng rine dementsprechmde Resolution an, in welcher fich angeblich l j PWenben für die Nothwendiglett energischen Vorgehen» »orlaut°l«ufdefierung der Löhne in den verschiedenen Branchen >mtt des r Verfolg' le Einle' stehnt i falscher etzterm brachte« m bestä! rt: W. nehmen. ergab dassl j daS®tf vier# ß der n Ansch st.- Str.- von 6 W Ofstij'°?n- Bez! ferner in 5 Ab ans von dem UnterstützungSverein der Buchbinder und lgenofien Berlins daS Recht zuerkennen, in der Lohnbewegung den seither beschrittenen Weg 5 SU verfolgen, und endlich zu versprechen, den Berein ?>»u allen Kräftm zu unterstützen. In der Disku fion �allgemein verfichert, daß die Löhne zur Z-it in den A.Jällen über 15 MI. wöchentlich hinausgehen und die plchnittilöhne fich erheblich unter 15 Ml. stellen, während Malwochenlöhne von 10 und 9, ja 8 Mk. nichts Seltenes wüm. Herr Jost legte besonders den jüngerm unver« tzeten BerufSgenoffen an« Herz, im Falle ausgedehnterer ?iU«iinstellungm thunlichst Berlin auf einige Zeit zu ver- he.Auch wurde von verschiedmm Rednern davor gewarnt J�dfiftändig, d. h. ohne nicht vorher der Lohnkommisston 'Mffendcn Konflikt angezeigt zu haben, zu einer Arbei S« ifte u?.,u schreiten. Mit Bezug hierauf führte dann Herr n M Schlußwort einigt der Fälle an, in denen es v-»,? igen Einschreiten der Lohnkommisston gelang, den Zungen der Arbeiter Anerkennung zu verschaffen, ohne * ZUM Streik kommen mußte. Die Versammlung ge- modern UnterstützungSverein eine beträchtliche Anzahl neuer % c&ar&t agent M Herrn Wildberaer geleiteten Versammlung in Grat« Folge Ä Lierhallen hauptsächlich mit der vom Hamburger Fach. cht» l Ä der Tapezirer in Anregung gebrachten Frage, auf einem ein des. �?in deutschen Tapeztrern zu beschickenden Kongreß eine BürstenbK Nation der betreffenden Fachverein« Deutschlands herbei« ilelfabril� ÄJ. Die in Hamburg gefaßte Resolution schlagt dem rwendung kr« die Behandlung folgender Fragen vor: 1. Wie unter« Zühne ¥ unsere Arbeitslosen? 2. Können wir unsere alten hverständlt Kollegen durch eine Jnvalidenkaffe genügend ver« stamme lä t,' S. Kann eine gleichmäßige Arbeits, est erzielt werden? ilen hätte» welchem Wege kann am besten die Schwindelproduftion aber aulb kt}} werden? 5. Kann etwas gegen die gewiffenlose n» find Ausbeutung der Lehrlinge gethan werden? 6. Können «bestraft' kr-.ZZiitSnachweist- Bureau» der verschiedenen Fachverein« Kiez im Ä SÄ werden V— Nach einer über die betreffende Ham« n und l A 5»> Resolution gepflogenen sehr animirten Diskusston, urch Ver�«eit7l fich besonders vie Herren Thiemann, ch in uoILilb�. Etaudinger. Friedmeier, Sander. rldig gern? u. A. b-theiligten, wurde auf Antrag des Herrn il er st»<«ttr.g'M dahin resolvttt, daß der Beiern 16. Rooi i Peisorris »Utl_______,__ ff» hl pllr diese Resolution stimmte eine große Majorität, ...silbe bei der Gegenprobe Niemand.— Unter„Ver« theilte u. A. Herr Sander mit, daß das neue Fach- ."Lapezirer- Zeitung" fich bereits als lebensfähig erwiesen ist*0,% Sachverein der Kürschner-rÄrenaoierrir. oo, C Noniag Herr Max Kreutz einen Vortrag über den %.'°zi°ld«motlatischtn Frakrion dem Reichstage vorge« Wetterschutz. Gesetzentwurf. Er degründete tte und wärtia««. von den rm5 oonden S®1 Sewonnm"lein"würdeV Zwar sei leine' Äu« ficht .MMN «...�ffivn wurde noch darauf hingewiesen, dagegen für die m e ist e n zahlten schlechtesten Preise aß e» zur Einsetzung der "«i»rh.«• i-— o- einer Vereinbarung ?tbttn und dm Arbeitnehmern in Bezug 'taus gekommen, wurde allgemein alS ein die Durchfühmn g de» Minimaltarifs wesentlich erleichternder Umstand anerkannt. Die Bcsorgniß, daß der Mntmaltarif manchen Fabrtkantm, welche höhere Preeise zahlen, Anlaß zur Herab- setzunq der Preise g-b-n werde, wurde mit der Beme.kang zurückgewiesen, daß Fab-ikanten, die trotz der ihnen bieh-r ge- machten Echm-. tzkonturrenz immer noch anständige Löhne »ohlm, dieS, wenn durch die Minimaltarife die Schmutz. konkurrmz beseitigt wird, um so mehr ohne Schaden davon zu haben, weiden thun können. Der Vo.fitzmoe theilte mtt, daß die öffentliche Versammlung, welche über den vereinbarten Minimaltarif endgiltig w-rve zu mtschrtden haben, am nächsten Sonntag Vormittag im Palwensaal«, Neue Schönhauserstr. 20, stattfinden werde. Herr Berger machte die Mittheilung, daß in der letzten Versammlung der Mitglieder des K anken-Unter- stützungS Bundes der Schneider, Kürschner u s. w die Kürschner, die doch ein Fünftel der Mitgliederzahl ausmachen fast gar nicht vertreten gewesen find und knüpfte an diese Mitiheilung die Mahnung, daß die Kollegen al» Mitglieder dieie» Bundes «bmso, wie als Mttglieder des FachaereinS, die Pfl cht haben, ihre Jntereffen selbst zu vertreten. Eine öffentliche Versammlung der Retallarbeiter Berlins fand am vorigen Sonntag im Lokal des Herrn Donath, Alt-Moabit 90 unter Vorfitz des Herrn Gutheit statt. R-ferent Kollege Fritz Gör cki sprach:„Ueder die deutschen Gewelkvereine im Liche der englischen Trade» Unions." Nach einem kurzen aber vortrefflichen Referat, mußte Redner wegen momentaner Heise kell schließen. Nachdem übernahm Kollege Toblei das Referat, Redner schilderte in kurzen Aui« führungen, daß die Hirsch- Dur kcrschen Gewerkoeriine, den heuiigen Strömungen nicht gewachsen seien, indem fie seit einer Reihe von Jahren gänzlich«inseitig verkanten und weiter nichts als ihre Kaffen pfl-gten. Damit glaubten fie genug ge than zu haben. Ganz anders dagegen die englischen TradeS UnionS; dieselben hätten fich eine Machistellung im gewerkschaft- lichm Leben errungen, um die fie jeder deutsche Arbeiter be< neiden könnte. Redner geht dann über zu der Veuinigun der Metallarbeiter Deutschlands und zeigt, daß dieselben wo' berufen seien, in Deutschland eine feste Organisation hervor- zurufen und schließt mit einem Appell an alle noch fernstehen« den Kollegen baldmöglichst in die Vereinigung einzutreten. Die Herren G u t h« i t und Klein schilderten in vortrefflicher Weise die Mißstände der langen Arbeitszeit, sowie die Frauen- und Kinderarbeit und forderten ebenfalls zum sofortigen Eintritt in die Vereinigung auf. Nach Schluß der von zirka 400 Personen besuchten Versammlung, fanden viele Einzeichnungen in die Mitgliederliste statt. I« der ziemlich gut besuchte« Versammlung der Maler, welche am Dienstag, den 28. v. Mts., in Giatwetl's Bterhallen, durch den Allgeh Ifen Herrn Opitz eröffnet wurde, referirte Herr Küßner über die Bestrebungen der Innung und erörterte näher daS Wirken de» Gehilfen- AuSschuffes. Redner legte Ihr, daß der Gehilfen-"'usschuß fich die größte Mühe gegeben habe, um mtt der Innung eine Einigung zu erzielen, daß aber an der Halsstarrigkeit des Vorstandes der Innung jede Einigung gefchettert sei. Hauptsächlich war eS der Ar- deitinachweis, um den gestritten wurde. Die Meister wollen ihn in Händen eineS Jnnung«metst«rS, der Ausschuß dagegen will den Arbeitsnachweis in Händen eines Gehilfen habm und zu einem zentrallfirten gestalten. Redner kam dann auch auf den Verband zu sprechen, wieS die Vortheil« nach und forderte zum regen Eintritt in den Gauverein auf. Der gezollte Bei« fall bekundete, daß die Gehilfen mil dem Vorgehen d-S AusschuffeS vollständig einverstanden find. In diesem Sinne sprachen fich auch sämmtlich« Redner aus. Herr Opitz machte bekannt, daß der Gehilfen> Ausschuß dem Gauvecein beitritt und die Neuwahl deS Ausschuffes resp die Ergänzungswahl nur vom Gauverein erledigt wird. Inzwischen waren von der Tischlerkommisfion 2 Mitglieder erschienen und meldete fich einer der Herren zum Wort. Der überwachend« olizeibeamte erklärte jedoch, nicht gestatten zu wollen, daß ein ..ischler in einer Maleroersammlung spreche. Herr Gehrke und Herr Ketzerau ermahnten dann die Versammelten, fich recht reg« an der Unterstützung der streikenden Tischler zu b-theiltgen. Eine Tellersammlung, wilche am Schluß der Versammlung stattfand, ergab 14, öO M. Weitere Schlüte werden gethan, um die Tischler in ihrem gerechten Kampfe zum Stege zu ver- helfen. Die Generalversammlung der Schlosser und Berufs- genoffen, welche am letzten Sonntag in Moabit stattfand, war die erste von der Lohl kommisfion in Moabit einberufene. Auf der Tagesordnung standen„Die Ziele unserer Lohnbewegung", sowie Errichtung einer Zahlstelle in Moabit. Herr Mrethe nahm fich zu seinem Referate die seiner Zeil von der Lohnkommisston aufgestellten Punkte unseres Programm« zur Vor« lag«, und zwar hauptsächlich den Punkt betreff» Einführung eine? MaximalarbeilitageS von 10 Stunden. Herr Mtethe wies darauf hin, daß dieser am ersten zur Durchführung ge« bracht werden müffe, indem die anderen Punkte deS P-ogrammS dann leichter erlevigt werden könnten. Wenn die Arbeitszeit dermaßen regulirt sei, daß die Ai bettenden nicht mehr Vie Kon« kurrenz der Arbeitslosen zu fürchten häiten, würde auch mtt Leichtigkeit eine Lohnerhöhung zu erzielen sein. Mit der Ein- führung der zehnstündigen Arbeitszeit müßte selbstverständlich aber auch die Uidelstunden-Ardttt sowie die EonntagS« Arbeit auS der Welt geschafft werden, denn eS giebt hier viele große Werkstätten, welche die zehnstündige Arbeitszeit eingeführt haben, aber ttotzdem immer noch nach Feierabend wie auch Sonntag» arbeiten laffen- ES sei daher nothwendig, d-ß an einem de. stimmten Tage über ganz Berlin die zehnstündige A bcilSzett proklamirt würde, denn der einzelne Meister allein könne eS nicht, er werde durch die Konkurrenz erdrückt werden. Die auf den Vortrag folgende Diikusfion war sehr lebhaft und sprachen fied alle Redner in gleichem Sinne aus. Hauptsächlich wurde von einem Redner betört, daß wir bei Einführung der zehn« ständigen ArbeitSzett gar nicht auf so große Echwierigk-Uen stoßen würden, indem ein großer Theil der Meister die zehn« stündige Arbeitszeit bereits eingeführt habe, und dir Schloffer« Innung den Forderur gen der Lohnkommisston fich sehr sym« pathisch gegenüberstelle. Herr Miethe detonte in seinem Schlußwort, daß er zwar von einem Entgegenkommen der Innung noch niedts bemerkt habe, er aber einen Versuch mache« werde. AI» Zahlstellen- Inhaber wurde Herr Taubert, Perle« bergerstraße 28, vorn vier Treppen, gewählt, an welchen die Moabtter Kollegen ihre Beiträge zum General-Unterftützungt« fond» abliefern lönnen. Nachdem noch Einiges zu Ver« schiedenem erledigt worden, schloß der Vorsttz-nde die Ver- sammluj�e« interessante« verlauf«ahm die»er- Zu dirser Versammlung, welche in erster Lime zu dem Zw cke einberufen war, um die in der Tischbranche arbeitenden Ge« sellen zur strikten Durchführung der Minimallohntarife zu ver- anlassen, war auch, sowohl durch eingeschriebenen Brief als auch persönlich durch Mitglieder der Zent-al« Lohnkommisston. Herr Tischlermeister Sc�ymanzia eingeladen worden. In der ftohen Erwartung. einige Aufklärungen über daS Verhalten dieses Herrn in der am 28. v- Mt». stattgehabten Tischler« meistcr- Versammlung zu«hatten, hatte fich«n recht »ablrciches Auditorium eingefunden und auch Herr SvÄa HS# MMMW großen Mühe, die sich der Verfasser de» bekannten AuS« spruches gab, denselben in Abrede zu stellm, wollte dieses gewagte Untnnehmen doch nicht recht gelingen. Herr Rödel u. A. bewiesen vielmehr klipp und klar, daß die Ziele, welche fich die Lohnbewegung der Berliner Tischler vor« gestecki, im Jntereffe der Gesammtheit wurzeln und die Bewe« gung durwauS keinen„politischen" oder„agitatorischen" Bei« aeschmack habe. Die Versammlung gab in nicht mißzuverstehender Weise rhrer U-berzeugung dadurch Ausdruck, daß ste die am Sonntag gefaßte Resolution der Tischler der Kastmdranche zu der ihrigen machte. Im Kachverei« der Tischler hiell am Eonnabend, den 2. Mai, Herr Prof ffor Dr Bischof einen interrffanten Vor- trag über Handwerk und Handwerker im Altnthum, welcher mit Beifall aufgenommen wurde. Eine lebhafte Diskusfion entspann fich nach dem Vortrage, an welcher fich die Herren Voigt, Grimbe und Wallher bethetttgten. Nachdem noch über Verschiedenes dtskutirt worden, schloß der Vorsttzende mit dem Hinweis, daß die Mttglieder des Nordens am Sonntag einen Amflug nack Schöoholz machm werden, die Versammlung. Die nächste Veisammlung deS Fachvereins findet am Sonn« abend, den 16. Mai, in Jordans Salon, Neue Grün« straße, statt. Die Vereinsversammlung der Parq«ettbode«leger fiadet am Mittwoch, den 6 Mai, nicht statt. Die nächste Versammlung wird durch die Zeitungen bekannt gemacht. Der Bezirttverei«„Eüd-Oft" hätt heute seine General- Versammlung in der Urania, Wrangelstraße 9/10, ab Die Tagesordnung lautet: 1) Vortrag des Stadtverordneten Fritz Göickc: 2) Diskusston: 3) Verschiedenes und Fcagekasten.— Neue Mttglieder werden aufgenommen. DeS interessanten Vortrages wegen ist es Pflicht der Mitglieder, pünktlich und zahlreich ,u erscheinen. Bersamml««g der Spiegelrahmardetter heute Abend 8'/» Uhr, in SeegerS Salon, Grüner Weg 29. Tagesordnung: DaS Verhalten der Kollegen aus der Werk- statb von Riehl«, Epitz und Mester gegenüber der Lohnbewegung. Pflicht eines jeden Kollegen ist eS, zu erscheinm. Der i« Berlin durch eine« Vortrag über die chrtst- lich soziale Bewegung bekannt gewordene Prediger a.D. H Gandert an» Stendal wird, wie wir hören, heute, (Mittwoch) Abends 8 Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Kott« busnstr. 4 a., eine öffentliche Versammlung abhalten, mit der Tagesordnung:„Dl« Aufgaben der Kirche d. h. der Christen« best in der Gegenwart." Die eigenartige und selbstständiae Auffassung deS Herrn Gandert vom Chrtstenthum, die derselbe bereits in seinem ftüheren Vortrage durchblicken ließ, dürste auch daS Jntereffe derjenigen erwecken, die sonst von den Auf- gaben der Kirche keine hohe Meinung haben. Zentral- Kranke«- und Eterbekaffe der Tischler und anderer gewerblicher A b.iter(E. H. zu Hamburg), örtliche Verwaltungsstelle Bnlin C, HallescheS Thor, Mittwoch, den 6. Mai, Avends 8 Uhr, Teltownstr. 3 bei Rothacker. Ver« sammluna der Mitglieder. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal; 2. Stichwahl zur General- Ansammlung; 3. VerschieveneS.— Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Im Interesse des zwett Herrn Pansegrau, eine neue Zahlstelle errichtet worden ist, und ersucht der Vorstand ganz besonders die Mitglieder, welche ihre Beiträge in der Ackerstraße entttchtet haben, diese l.* Zahlstelle zu benutzen. DaS Lokal ist ein sehr geräumiges und würde somtt dem großen Andränge in der Ackerstraße aog«» halfen werden. Ferner machm wir noch auf folgende Zahl- stellen aufmerksam: Auguststraße 36; Weißenburgei straße 6, bei H. May; Müller- und Bonenstr-Ecke; im Osten: Franl« futterstr. 127 bei Huth; Weinstr. 24 bei Hebel: im Südosten: Laufitzer« und Skaliynstr.- Ecke; im Zemrun: Köllnischer Fischmarkt, Ecke der Fischerstr. bei Schömberg; im Westen: Schüreberger Ufer 43; in Moabit: Prttzwalkerstr. 7 bei Ohst. Jeden Sonnabend vom 8— 10 Uhr werden Bettläge mtgegm gmommm und Aufnahme. vollzogen; außerdem finden täglich neu: Aufnahmen deii: Kaifirer, Wrangelstr. 98 III, statt. Die Mitglieder wttdiu ersucht, die Beiträge pünktlich zu entttchten. Der Berel« zur Wahrung de« Interesse» der Ver« liner Dachdecker tagt am Donnerstag, den 7. d MtS., AbendS 8V, Uhr, im Lokal« deS Herrn Wrick, Alexanderstr. 31. Tages- Ordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Um recht zahlreiche» Erscheinen der Mitglieder und Derjenig-n, die«S werden, wollm bittet der Vorstand. Tagesliste der König!, sächfischen Landeslotterie. Ziehung vom Dienstag, dm 5. Mai. (Ohne Gewähr!) 42(300) 329(309) 830 307 758 224 390 51 544 104 840. 2697 464 94 388 71 207(1000) 266 924 493 159 922 114 406 688 307 591 728 661 925 301 677 257 914 650 868 820(300) 717(500) 416 154 740 554 903. 3924 458 22 523 161 144 87 528 532 553 904 61 258 445 318 69 788 206 4589 407 17(500) 106 127 360 536 840 205 998 918 102 804 246 949 23 524 259 517 473 175 645 827 739 701. 5659 382 709 740 207 128 885 910 57(1000) 986 48 281(500) 701 586 379 407 845. 6036 798 31 92 319 88 815 610 639 112 984 615 459(300) 16 730 504 587 848 569 817. 7030 457 370(300) 973 211 810 637 32 825 304 999 258 755 216 944 502 758 860 141 521 79 3 504 262. 8332 204(3000) 315 164 673 369 200 537 7 641 265 507 576 910 14(3000) 745 426. 9432 445 480 679 260 354 (1000) 735 848 46 78 613 403 328(300) 810 73 268 285 768 801. 10172 522 368 463 236(300) 543 547 796 479 509(300) 678 192 355 189 7 338 378 705. 11268 600 708 196 289 17 286 425 298 908(300) 113 220(500) 732 43 897 12149 550(300) 520(300) 158 971 953 521(500) 621(10001 80» 995(3000) 748 408(500) 767 631 23 915 1000) 294(3001 633 651 937 943 357(500) 129. 17668 638 674 887 474 219 462 189 814 763 317 893 337 701 856 995 919. 18334 20 527 364 591 814 273 412 837 548 7 64 227 755(300) 165 50 944(300) 508 865 809(500). 19051 955 911 836 986 784 656(1000) 284 599 724 366 839. 20920(300) 768 7 850 784 932 152 124 387 42 409 653 866 764 700 661 823 287 414 952 944. 21895 662 734 861 187 501 257 67 242 654 604 331(300) 677 892. 22367 62 667 236 853 430(3000) 288 707 717 185 637 413 69(500) 67 859 46 333(300) 414. 23075 85 311 572 915 952(300) 265 795 226 282 59 596 508 971 693(300) 895 416 482 474 583 889 424 844(300) 548 743 710 723 636 673 867 244 (300) 932. 24564 361 873 216 156 973 300(300) 272 938 884 755 848 714 247 292(5000) 567 301 822 533(3000) 773 807 153 669 454 221 731. 25259 724 16 774 449(3000) 688 357 150 445 397 987 182 797 214 203 909 703 855 270 711 604 282(300). 26078 336 734 679 342(300) 628 389 86 660(300) 251 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81937 806(3000) 914 443 III 400 519 274 561 705 10 433 642 920(1000) 462(1000) 2 76 446 95 685 M' 602(500). 82630 277 213(1000) 567 586 650 357 8# 653 557 710. 88289 795(3000) 716 402 740 257 2 6« 269 637 478 376 71 324 388 443(300) 10 952 322 9» 277 297 461(3000). 84438 122(1000) 854(300,% 70 721 633 106 669(300) 649 319(3000) 240 413 8» 61 564 19 102 561 391 925 44 892 85225 344 151% 856 468 587 989(1000) 586 641 721 554(300) 666«l (1000) 313 335 86106(1000) 723 152 536 427(%, 585 970 891 486 936. 87881 909 262 667 284« (1000) 264 417 986 776 300 III 260 460(300) 3791? 763 143 172 966(1000). 88884(300) 598 980 868 128 221 195 788 801 525 622 141 651 15(300) 953 560 921 652 557 261 524 95(500) 889 491(3000)*5 89451 408 815 807(1000) 210 843(3000) 881 25 N" 481 309 61 812(1000) 293 753 209. 90529(300) 248 227 916 768 263 509 173 655 M 377 59 745 690 538 898 73 307 34 435. 91900 H 215 217 282 528(3000) 635 100(500) 579 442 853 749 739 359 474 183 264 63 662 854 31 808 454(% 427 243(300) 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Meint Herlin fr Do Äl Planten i � franzö %mU: Fidelio. Theater. ftftttialifte* Opervha«». »tut«: Faust. Kimigtiche» Schaaspielhaa«. Deutsches Theater. »«ute: Die große Glocke._ Velleallianee-Theater. «eues Sriedrich.WUHelmftädtisches Theater. ItoSmofluL_________ Heute: Der Großmogu Ken Alte tZalobstrahe 30. - Der Walze» eater: .reltor- Ad. Ernst. «estdeuj.Tyeater: Direktion Anton Anno Anno. Heut«: Die Reise nach dem Kaukasus. beut«: Gillette. »alhalla-Operetteu-Theater: Loutseuftädtisches Theater: Heut«: Onkel Brästg._ 'tsteud.Tt, eater- Der fliegende Holländer. Heute: Die Leibrente- Wallner-Theater Heute: vulfurina. Viktoria. Theater. Ctlltril-Krimlltil- md JtttMiO � Tischler Verwaltungistelle Berlin«. Vlittwoch, de« 6. d. j»tl.. Abeud« 8 Uhr,«udreasstr 21 _ Stichwahl der Deleailten. 3. Verschiedene«.- Mtgliedsbuch legttimirt. 979_ Der Bevollmächtigte. Fachverein der Tischler. Mittwoch, den 6. Mai 1885, Abend« 8'/, Uhr, Bergstraße 68, Aurzmann'S Salon' W er sa m m I ii n gr. Tagesordnung; 1. Vortrag de« Herrn Echrtflsteller Schwennhagen. 2. Ve» chiedene« und Fragetasten.— Gäste willkommen. Der Vorstaud. Außerordentliche Mitglieder-Versammluna des Fachvereins der Drechsler, Knopf- arbeiter und verw. Berufsgen. Berlins. Donnerstag, den 7. Mai, Abend« 8 Uhr, in Kellers Lokal, Andreasstraße Nr. 21, (keiner Saal). TageS-Ordnung: 978 Mitglieder-Versammlung de« VK9 Arbeiterinnen- Vereins am Dmmostag. den 7. d. M.. Abend« 8 Uhr, in©ratiPcil s Bierßallen, Kommandantenstr. 77/79. Der Vorstand. Jede« 8oo» berechtigt zum einmalige« freien Eintritt während der«»«ftellung. �»drieux »ntliii Mlritt i & jgÄ' Berliner Ausstellungs- Pf erde- Verloesung. Ziehung schon am 12. Mai. bi« s$v KOntntfmw Znr Berloosung find bestimmt: 7 complete Equipagen, vier», zwei- und einspännige mit msammrn eleganten Reit- nnd Wagenpferden. ä Look 3 Marli.(11 Loose SO Mark) empfiehlt Carl Heintze,|fioft-@(ti(roi-P(bittDri Berlin W., 8 Unter den Linden 3. 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