Nr. 175. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monata lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs: Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 30. Juli 1891. Zur Kritik des französischen Altersversicherungs- und hilfslosen Alters sich refignirt verhalten." Gesetzentwurfes. I. Expedition: Beuth- Straße 3. beim jetzigen Stande unserer Zivilisation kann man nicht Wie die preußisch- deutschen Sozial- Hofräthe begrüßen mehr gegenüber dem Schauspiele eines leistungsunfähigen auch die Rouvier und Constans die Altersversicherung als eine Krönung des Gebäudes", als den Inbegriff Die Auffassung, die gerade in diesen letzten Aus- sozialreformerischer Weisheit. Aber auf daß die Bourführungen mit Schärfe zu Tage tritt, ist charakteristisch geoisie an der neuen Last nicht allzu schwer trage, dafür für die fozialreformerische Politik des französischen ist gesorgt. Schon durch den erfreulichen Hinweis, der in Die Grundzüge des Entwurfes sind den Lesern dieser Großbürgerthums, wie der Bourgeoisie überhaupt. Nach den Motiven sich findet:„ Wenn die Altersversicherung Blätter sogleich nach seiner Veröffentlichung mitgetheilt dem offen zugestanden worden ist die schönrednerischen der arbeitenden Klassen durchgeführt wird, dann werden worden( Nr. 150 vom 1. Juli). Es erübrigt, seinen Wendungen der Konstans Rouvier'schen Motive ändern im großen Maßstabe die Ausgaben der öffent Sozialpolitischen Charakter einer Betrachtung zu unter- an diesem Sachverhalt nichts, daß allein die Fort- lichen Armenpflege sich vermindern." ziehen. schritte der Arbeiterbewegung die herrschenden Klassen zu Diese Worte erschließen mit wünschenswerther AufrichtigDas geplante Gesetz wird von seinen Urhebern, zu Konzessionen veranlassen, wird mit einem kühnen logischen keit eine Tendenz des Versicherungsgesetzes, welche von welchen in erster Reihe die Minister des Innern Sprunge die Altersversicherung als das heißersehnte Ziel größter Tragweite für die Bedeutung des Projektes überund der Finanz, Constans und Rouvier, gehören, als des werkthätigen Volks, diese Versicherung also ein werth- haupt ist. Man erinnere sich an die Kritik, welche Brenein Stück positiver Sozialpolitik bezeichnet. In der Ein- vollstes Stück der Sozialreform dargestellt. Man beachte tano, Platter, van der Borght u. A. an der Alters- und leitung zu den Motiven sagen sie: Der Stand der wohl die Stelle, in welcher das jammervolle Alter des Invaliditätsversicherung gerade auch in diesem Betracht öffentlichen Meinung, die Hoffnungen, welche überall die Proletariers kontrastirt wird mit den Beiten der Jugend- geübt haben. Brentano charakterisirte sie damals als eine arbeitenden Klassen erfüllen, die Triebkraft jenes 3wanges frische und der vollen Erwerbsfähigkeit. Mögen in dieser Umgestaltung der Armengesetzgebung. Zu Gunsten der der Verhältnisse, der die Entwickelungsphasen der Ge- Blütheperiode die Unfälle und die Pfeil und Schleudern Besitzenden auf Kosten der Armen! Die Armenpflege auf schichte bestimmt, machen es von Tag zu Tage mehr zu des Geschicks auf den Arbeiter niederhageln, jauchzt Herr die Schultern der Besitzlosen zu wälzen, das ist sicher ein einer offenbar dringenden Nothwendigkeit, soziale Reformen Constans Arm in Arm mit seinem Rouvier, mögen die Biel des Schweißes der Edelsten werth, mag auch irgend durchzuführen. Die Hoffnung auf diese Reformen ist jetzt Misèren des Daseins ihn tückisch umdrängen und peinigen, ein Schäffle solch eine Anschauung eine gemeine Verin Frankreich eine vorgefaßte nationale Meinung( une dies Alles ficht die sittliche und moralische Kraft des Ar- dächtigung" nennen. Der Erzgründer Rouvier, Nährvater préoccupation nationale). Bei jeder Wahlbewegung beiters nicht an. Er will beileibe keine Arbeiterschutz- verkrachter Diskontokomptoirs und anderer Börseninstitute, läßt das Land seine Wünsche hören und formulirt seine Gesetze, die den gesunden Arbeiter beschirmen, beileibe Nährvater aus der Tasche der Steuerzahler heraus, und Forderungen, die den öffentlichen Gewalten eine bestimmt keine soziale Reform, deren Angelpunkt die Erhöhung des Constans, der Metzger von Fourmies, sind in der That die umschriebene Pflicht auferlegen. Unsere demokratische proletarischen Lebensmaßstabes, die Verbesserung seiner berufenen Vollstrecker solch einer arbeiterbeglückenden Gesellschaft zeigt eine wachsende Gleichgiltigkeit gegenüber materiellen und sozialen Lage, die Hebung der Arbeits- Heilsbotschaft. " den Spekulationen der reinen Politik und erweist sich bedingungen und Arbeiterverhältnisse ist. Kinderarbeit, Es leuchtet ein, daß die Palliative der Versicherungsdafür desto besorgter für die Verbesserung des Looses ungeschützte Weiber- und Männerarbeit, Mangel einer Gesetzgebung die sozialen Zustände der Arbeiterklasse der Arbeiterklasse: während sie sich täglich mehr von guten Fabrifinspektion, Fehlen eines wirklichen Normal- nicht zu alteriren vermögen. Der Entwurf, mit welchem revolutionären Utopien freimacht, legt sie der Regierung Arbeitstages, der diesen Namen verdient, Alles Larifari, wir uns hier beschäftigen, beschränkt sich auf die Altersdie desto dringendere Pflicht auf, immer die öffent- wofern nur der alte Arbeiter am Ende seiner Tage eine versicherung; er nimmt Abstand von einer Versicherung liche Ruhe und die Freiheit der Arbeit zu verbürgen. Rente erhält. Dann ist er gefeit gegen die aufreibende gegen Invalidität, für welche nur subsidiär in diesem Das Parlament hat bereits in bemerkenswerther Weise Arbeitspein, gegen den Ansturm der Krisen, die ver- Entwurfe Vorkehrungen getroffen werden. Gegen die diesem Bedürfnisse entsprochen; aber noch bleiben heerenden Wirkungen der Unterbezahlung, der Ueber- Scheidung dieser zwei Arten der Versicherung ist vom zahlreiche und nützliche Maßregeln zu thun übrig. Wir arbeit, der schlechten Behausung und Ernährung. technischen Gesichtspunkte nichts einzuwenden. Es ist dürfen außerdem auch die Verpflichtungen nicht vergessen, Wie liegen in Wirklichkeit die Dinge? Die französi- durchaus angängig, die zwei Materien gesondert zu bedie wir gegen die Nation bei den Wahlen von 1889 sche Arbeiterklasse so gut wie die Arbeiter der anderen handeln. Aber man darf nicht außer Acht lassen, daß eingegangen sind. Der Gesetzentwurf, den wir die Ehre Kulturstaaten heischt vornehmlich und energisch als erstes eine die andere ergänzt, daß die Invaliditätsversicherung haben Ihnen zu überreichen, soll diese Versprechungen Mittel tes gesellschaftlichen Fortschrittes die Arbeiterschutz- die Altersversicherung und umgekehrt bedarf. In dem hinsichtlich eines Interessengebietes erfüllen, an welches Gesetzgebung; sie protestirt entschieden dagegen, daß die deutschen Geseze ist bekanntlich die Altersversicherung die lebhafteste Vorliebe der Arbeiter geknüpft iſt." Durchführung von Versicherungsgesetzen die Sozialreform mehr dekoratives Beiwerk, während der Hauptaccent auf " Und dann wird nochmals versichert:„ Es giebt keine sei, welche das Proletariat in wohlverstandenem Interesse der Versicherung gegen Erwerbsunfähigkeit liegt. Der glühender ersehnten Einrichtungen als diejenigen, welche der ganzen Gesellschaft anstrebt. Die Arbeiterversicherung französische Entwurf will den Arbeitern eine Altersrente die Sicherheit des Alters garantiren. So lange der in ihrem sozialpolitischen Gehalte ist im Laufe des letzten gewähren. Ein Rentenbezug im Falle der Invalidität Mensch im Vollbesitz seiner Kraft ist, unterwirft er sich Jahrzehnts in Deutschland so hinreichend gewürdigt tritt nur bedingungsweise und unter Voraussetzungen gern den Schicksalsschlägen und findet in seiner sittlichen worden, daß es genügt, daran zu erinnern. Unser Stand- ein, welche das Hypothetische der ganzen Maßregel in ein und leiblichen Kraft Elemente des Widerstandes, die es punkt ist deutlich und offenkundig festgelegt und wir helles Licht setzen: die Fonds, welche dafür aufzubringen ihm gestatten, das Elend seiner Lage zu ertragen; aber brauchen nur darauf zu verweisen. sind, hängen von unberechenbaren Zufälligkeiten ab, und Feuilleton. Nachdrud verboten.] [ 9 Kapitän Lobe. Von John Law. Autorisirte Uebersehung aus dem Englischen " aufzusuchen, dessen Verhängniß es gewesen, zu viele Kinder gehabt zu haben. Im dritten Stock hielten sie vor einem Raum an, vor welchem eine erregte Menge menschlicher Insekten herumschwirrte. „ Macht Play," sagte die Frau, ich bringe die Heilsarmee, um zu sehen, was für die armen Kinder zu thun ist." " gedacht hätte. Er ist beinahe wahnsinnig, und ich bin nur hergekommen, um Sie ſtatt der Polizei zu holen." Kapitän Lobe folgte der Frau, ihren Bericht weiter anhörend. Sie hat das Zimmer so sauber verlassen, daß Ihr Euer Abendessen auf dem Fußboden einnehmen könntet; sie hat die Betttücher gewaschen, was sie seit ihrer Krankheit nicht gethan. Ich sagte gleich, wie ich in's Zimmer trat, sie hat sich das Leben genommen, denn das Bett ist ge- Als Kapitän Lobe ins Zimmer trat, hörte das Gerichtet, eine Leiche hinaufzulegen. Er hat sie auch schändlich summe für eine Minute auf; dadurch wurde es ihm mögbehandelt, und dabei war sie die ruhigste Person von der lich, die Stimme eines am Tisch stehenden Mannes und Welt. Sie hat mir ihre Zeugnisse gezeigt von der Zeit, des Schluchzen eines Mädchens zu vernehmen, das, die Arme von Regina Bernstein. Es Eine Kirchenuhr schlug acht, und er dachte mit einem es ein böser Tag gewesen, wo sie sich mit solch' jähzornigem nützt Dir nichts, auf mich los zu ziehen," sagte der Mann wo sie in Dienst war, und oftmals hat sie mir geklagt, daß um zwei kleine Kinder geschlungen, am Kamin saß. Gefühl der Erleichterung: das Tagewerk ist beendet." Doch Menschen eingelassen. Er wird sie nie wiedersehen. Da zu dem Mädchen." Du thust besser, die Kinder noch heut er irrte sich. An seiner Thür fand er eine Frau, die ihre will ich meinen heiligen Eid darauf geben, und es geschieht Abend wegzunehmen. Wenn Du sie hier läßt, werden sie Schürze unruhig hin und her zog und bald nach der einen, ihm recht, daß es so ist." bald nach der anderen Seite schaute. morgen nicht mehr leben; ich bin ihrer satt, bin ich. Ich Als er heran-" Ich glaube mich der Frau zu erinnern," sagte Kapitän möchte nur wissen, warum Deine Schwester mir all die trat, begann sie zu sprechen oder richtiger hinaus- Lobe. Sie wohute auf dem dritten Flur Eures Block Bälge aufgehalst hat? Nun läuft sie davon und nimmt zustoßen:" Auf Sie warte ich. Sie müssen gleich nichts als das Kleinste mit. Glaubt sie, ich werde mir das mit mir kommen. Frau Rhodes das Kind mit sich genommen--. fie iſt fort, und hat hauses, nicht wahr?" " Ja, ihre Wohnung ist gerade mir gegenüber. Seit gefallen lassen? Wenn sie wiederko mimt, wird sie sie todt Als ihr Mann gestern weinend vor; sie konnte zwei Jahren ist sie meine Nachbarin gewesen, und ich kann finden, sage ich Dir." er nirgends finden. Er glaubte erst, sie sei zu ihrer Mutter mir keine bessere wünschen. Niemals hat sie gebrummt, aufs Land gegangen. Aber ich wußte es beffer. Seine Be- wenn an ihr die Reihe war, den Gang zu reinigen, und mehr als einmal hat sie mir im Waschhaus geholfen. Ihr handlung war auch zu schrecklich. Athemlos hielt sie an. Mann hat sie immer ausgescholten, weil sie soviel Kinder " Nun wohl, was kann ich thun?" fragte Kapitän Lobe. hat. Als ob das arme Ding sie mehr brauchen konnte, wie Sie müssen mit mir kommen. Er droht, die anderen er selbst. Die Art und Weise, wie er mit ihr umging, war Kinder zu tödten. Ihre Schwester ist herüber gekommen, schanderhaft." um zu sagen, daß sie nicht bei ihren Eltern ist. Sie meint, Sie tamen an ein großes Blockhaus, einen menschlichen fie Bienenstock, in dem fünf bis sechshundert Menschen Zellen bies, benn sie würde nie die Kinder verlassen und nur das haben, um darin zu leben, und stiegen einige dunkle " Sie wird nie mehr wiederkommen," antwortete das junge Weib. Sie ist todt, das weiß ich. Du warst ein grausamer Mann, und wenn Du diese lieben Kinder tödtest, wirst Du dafür hängen. Ich danke Gott, daß ich nicht verheirathet bin." Die Frauen an der Thür stimmten im Chorus den Anklagen bei, und der Mann stampfte mit den Füßen auf den Boden, hieß sie sich ihrer Wege scheeren, denn die Kinder gehörten ihm, und er werde mit ihnen machen, was er wolle, trotz Weibern und Polizei. Jüngste mitgenommen haben, wenn sie an ein Zurückkommen Treppen hinauf, um die Wohnung des unglücklichen Weibes Das Zimmer war sauber und nett; es enthielt nur es gilt für diese Partie das, was für die deutsche Alters- Versicherung gilt, sie ist mehr Zierrath, Arabeske, als sonst etwas. Das besondere Kennzeichen des französischen Eni- wurfes ist die Zwittergestalt seiner Versicherungsweise. Er statuirt weder den Versicherungszwang, noch die Zwangsversicherung, er ist ein Leipziger Allerlei ver- sicherungstechnischer Methoden, das vor allem auf den verwöhnten Gaumen der Kapitalistenklasse berechnet ist. So schroff in Deutschland die Parteien sich hinsichtlich der Art der Versicherung bekämpft haben, darüber waren alle sich einig, daß für die zu versichernden Gesellschafts- schichten ein Zwang zur Versicherung von Gesetzeswegen anzuerkennen und durchzuführen sei. Nur darüber gingen die Ansichten auseinander, ob es genüge, den Grundsatz des Versicherungszwanges festzulegen und der privaten Versicherung das Uebrige zu überlassen, oder ob der Staat unmittelbar eingreifen, diese Assekuranz in eigene Regie nehmen und die Zwangsversicherung durchsetzen solle. In Frankreich hat man weder das Eine noch das Andere gethan. Es steht nach dem Entwurf in dem Bc- lieben jedes Versicherungsberechtigten, ob er sein Alter ver- sichern will oder nicht. Zieht er das Letztere vor, so hat er eine entsprechende Erklärung vor der Behörde abzu- geben. Geschieht dies nicht, so wird er durch dies Zuge- ständniß— wer schweigt, stimmt zu— versicherungs- pflichtig. Das Prinzip des Versicherungszwanges ist hier- mit durchbrochen, der Willkür sperrangelweit Thür und Thor geöffnet, der Plan einer unifassenden Altersver- sicherung, falls die Regierung ihn überhaupt im Auge ge- habt hat, ernstlich gefährdet. Die Motive suchen das Verfahren der Regierung mit dem üblichen Aufgebot demokratisch klingender Redensarten zu rechtfertigen, deren Inhaltslosigkeit durch den Lärm nicht beseitigt wird, welchen Motive und Bourgeoispresse bei dieser Gelegen- heit verüben. Wenn der Kapitalist Rouvier erklärt:„Die Republik darf sich nur auf die Freiheit gründen", so weiß man nur zu gut, welche Freiheit er meint. Wenn es weiter heißt:„Das entgegengesetzte System würde zerschellen an dem so unabhängigen Charakter des französischen Arbeiters, der die autoritäre Vormundschaft nicht gerne ertragen würde", so bilden das Peloton- feuer in Fourmies, die Vergewaltigung Lafargue's und Culine's durch die Klassenjustiz, die Knüttelpolitik gegenüber den klassenbewußten Arbeitern ein bezeichnendes Gegenstück zu solchen Erklärungen. Das beifällige Schmunzeln, mit welchem das fischblütige Organ der Bourgeoisie, der„Temps", diesen Schutz„der Bürger- sreiheit" begrüßt, welcher eine Rückkehr zu den von der großen Revolution hinweggefegten autoritären Prinzipien verhüte, ist bezeichnend für die Absichten der Gesetzes- macher. Wäre die„Freiheit" nicht l gerettet worden, so hätte man„eines der furchtbarsten Werkzeuge des Konnnunismus(!)" geschaffen, ja, eine solche Einrichtung wäre ein„Schlag gegen die Republik und gegen die Zivilisatton selbst gewesen". Wenn man in Fourier's Sinne die Zivilisatton versteht, so ist freilich gegen diese Ansicht nicht viel einzuwenden. Was bedeutet der Mangel des Versicherungszwanges? Er giebt den Unternehmern, welche, wie wir wissen,.die Hälfte der Versicherungsbeiträge zu entrichten haben, die Möglichkeit, sich dieser Verpflichtung zu entziehen. Die wirthschaftliche Ueberlegenheit des Kapitalisten, der das Schicksal seiner Arbeiter bestimmt, der durch ihre Ent- lassung sie der bittersten Roth preisgeben kann, garantirt ihm, falls er es wünscht, den„freiwilligen" Verzicht der Arbeiter auf die Altersversicherung. Die Hinterthür, zu welcher der Anwender hinausschlüpft, um der� Belastung seiner Geschäftsbilanz zu entgehen, ist geöffnet. Ei, wer kann auch verlangen, daß er zu den„falschen Pro- duktionskosten" noch neue hinzufügt, wenn er sie ver- meiden kann! Vermeiden auf den einfachen Wink mit dem Zaunpfahl, durch das Klatschen der Hungerpeitsche. Die Rouvier und Coustans wußten, wie den Seelen- schmerzen eines um seinen Profit besorgten Unternehmers abzuhelfen war. Sie eliminirten den Versicherungszwang, und der�Herr Kapital„sähe, daß Alles gut war". Die absolute Zwangsversicherung fehlt gleichfalls in dem Rahmen des Entwurfes: Die Versicherung kann bei der Staatsanstalt unmittelbar, sie kann auch durch die Vermittelung privater Vereinigungen erfolgen. Das Wesen des Systems läßt sich kurz dahin zusammenfassen: Bedingte Versicherungspflicht, Staatsversicherung oder Privatversicherung unter Garantie des Staates. polikische Ltebcoftlttk. Berlin, 29. Juli. Tie Roggenernte hat nun in Deutschland begonnen und es steht jetzt über jeden Zweifel hinaus fest, daß wir, selbst die günstigsten Erntebedingungen vorausgesetzt— und bis jetzt sind die Aussichten nichts weniger als günstig— weder der Quantität noch der Qualität nach auch nur annähernd auf ein mittleres Ernte-Ergebniß zu rechnen haben. Sogar in den sandigen Gegenden, welche unter der nassen Witterung dieses Sommers am wenigsten zu leiden hatten, sind die Körner durcl) die häufigen Regengüsse arg geschädigt worden. Und noch weit schlimmer steht es in den Gegenden niit fettem Boden, der sonst den besten und reichsten Ertrag liefert. Da die Nachrichten aus Rußland den theilweisen Miß- wachs endgiltig bestätigen, und da der ganze Stand des Getreidemarkts keine guten Aussichten eröffnet, so ist es sehr natürlich, daß die Kornpreise abermals in die Höhe ge- gangen sind. Für die Herren Agrarier, die es nun glücklich erreicht haben, daß die Ernte noch unter der Herrschaft der Kornzölle stattfindet, sind die Aussichten freilich vortrefflich. Sie schwimmen in einem Meer von Wonne und werden bald in Gold schwimmen. Sie werden für jede Tonne Getreides, die sie erzielen, eine Prämie von 50 M. in die Tasche stecken— was für sie Millionen und Millionen bedeutet. Und wenn wir bedenken, daß es bei schlechten Ernten durchschnittlich die Klein dauern sind, welche am übelsten fahren, wohingegen die Großgrundbesitzer durch bessere Mittel der Bewirthschas- tting die nachtheiligen Einflüsse der Witterung zum Theil wenigstens aufheben oder doch mildern können,— so vermögen wir erst voll und ganz zu ermessen, von welchem Nutzen es für die Herren Großgrundbesitzer war, daß die Kornzölle bis zur Ernte gehalten wurden. Ist die Ernte vorüber und klingt den Junkern das Geld in der Tasche, dann werden sie vielleicht den„Nothstand" sehen, und gegen eine kleine Herabsetzung der Kornzölle nichts cinzu- wenden haben.— Das Schäfchen ist geschoren— und das geschorene Schaf heißt deutsches Volk.— Und das deutsche Volk schnallt sich den Hungerriemen enger und enger.„Der Fleischkon sun, geht zu- rück!" tönt es von hundert Orten. Und desgleichen geht der Brotkonsum zurück— und die Kartoffel, das letzte der Nahrungsmittel, wird mehr und mehr das nationale Futter des deutschen Volks. Der Ans- druck„Futter" klingt etwas zynisch, sintemalen er in der Regel blos vom Vieh gebraucht wird und nicht vom Men- schen, allein er ist hier am Platz, weil der civig Gtennamis, — der vielgerühmte und ruhmreiche deutsche Reichsbürger,— in Anbetracht der durch die Wirkungen der Korn- z ö l l e empor getriebenen Kartoffelpreise, sich in unzähligen Fällen mit solchen Kartoffeln begnügen muß, die ursprüng- lich zu V i e h f u t t e r bestimmt waren, und in normalen Zeiten nur vom Vieh gefressen werden. Und zur Kartoffet gehört der S ch n a p s. Der auf die Kartoffel, das heißt auf das denkbar niedrigste Er- nährungsniveau gekommene Mensch sucht durch das künst- liche Reizmittel des Schnapses die mangelnde Kraft zu ersetzen— was natürlich nur auf Kosten des Kräftckapitals, welches der Körper besitzt, geschehen kann. Das Schnaps- trinken mißfällt aber der satten Tugend, die den Schnaps verachtet, weil er ihr zu schlecht ist, dafür jedoch in Gestalt von Wein, Kognak und feinen Likören binnen acht Tagen so viel Alkohol zu sich nimmt, wie der Kartoffel-essend und Kartoffclfusel-trinkende Proletarier das ganze Iah» hindurch. Und die satte Tugend, die zufälliger Weist den nämlichen Biedermäimern angehört, welche da? deutsche Volk durch ihre Brotvertheuerungspolitik auf die Kartoffel heruntergebracht und dem Schnaps— den bei- läusig sie selber anfertigen— in die Arme ge- trieben haben, sie bereiten jetzt ein Trunksuchtsgesetz vor, das den Armen das Trinken erschweren soll! Sehr ernst ist es der satten Tugend. damit freilich nicht, denn sonst würde sie ihre Schnapsbrennereien schließen, und statt Kartoffeln zur Vergiftung des Volkes zu ziehen, Brotkorn bauen. Wahrhaftig, es ist Zeit, daß dieser satten Tugend einmal von dem Volke, dem sie so übel nntspielt und das sie zum Dank noch ver- höhnt, der Brotkorb höher gehäugt, eine gründliche Be- lehrung ertheilt und das Handwerk gründlich gelegt wird. Aber wie? Ist das Volk nicht ohumächlig? Hat die Regierung seine Proteste gegen die Vertheuerungspolttik nicht völlig ignorirt? Nun— sie hätte es nicht gekonnt, wenn der Wille des Volkes sich nachdrücklicher geäußert hätte. Das deutsche Volk hat noch nicht so ge- s p r o ch e n, daß die Regierung annehmen mußte: es ist der Wille, der feste, entschlossene Wille des deutschen Volkes.— wenig Möbel, doch die wenigen Stühle und der birkene Tisch waren sauber gescheuert. Eine weiße Decke bedeckte das Bett, und eine ebensolche Decke lag auf der leeren Wiege. Auf dem Kaminsims standen blinkende messingene Leuchter und eine blankgeputzte zinnerne Theekanne. Ter Raum war von der Frau geschmückt worden, bevor sie mit ihrem Kleinsten hinweggegangen. Kapitän Lobe über- schaute einen Augenblick das Zimmer, dann trat er an den Mann heran und fragte ihn:„Wart Ihr auf der Polizeistation?" „Ich mar nirgends und werde auch nirgends hingehen/ sagte der Mann. Wen» es ihr paßt wegzugehen, so kann sie es thun. Es ist mir gleich. Ich wünschte nur, sie hätte alle Bälge mitgcuomnicn, statt sie hier zu lassen. Sie werden das morgende Tageslicht nicht sehen, deshalb ist es das Beste, Du nimmst sie aufs Land'raus zu Deiner Mutter," fuhr er fort, sich wieder an das Mädchen am Kamin wendend. Du bist nicht die Einzige, meine ich, die da sagt „Gott sei Dank, daß ich nicht verheirathet bin." Aber trotz seiner brutalen Sprache war es nicht schwer, ihm anzumerken, daß er wegen seines Weibes in Unruhe war. Er kramte in den Taschen seiner Weste und ließ ein schmutziges Stückchen Papier in die Hand des Kapitän gleiten. Alsdann wandte er sich herum und schlug den summenden Insekten die Thür vor der Nase zu. Das Mädchen am Kamin schluchzte; die Kinder wimmerten, und die Frau, die Kapitän Lobe geholt hatte, stieß unartikulirte Laute aus. Jedes Schluchzen, jedes Winimern, jeder hervor- gestoßene Laut schien den Mann mehr aufzubringen. Er erging sich in Flüchen und verwünschte den Tag, an dem er geheirathet.„Wenn jene Zwillinge auch noch lebten, so wären es fünf von der Sorte," rief er, gegen die Kinder die Fäuste schüttelnd. Jetzt sind es diese beiden und das Baby. Wenn das nicht genug ist, einen Mann in Aerger zu bringen, so möchte ich wissen, was es denn sein soll. Vier Jahre bin ich verheirathet, und blos dem Keuchhusten habe ech es zu verdanken, daß ich nicht fünf Kinder neben der Frau und mir selbst zu erhalten habe." „Sie ist todt, und Du wirst sie nie mehr wiedersehen," schluchzte das Mädchen. Die„Kölnische Volkszeitung" meldet, daß das preußische Eisenbahn- Ministerium in Bochum ein A b n a h m e- A m t— für Eisenbahn-Schienen— errichte, an welchem mehrere akademisch gebildete Staatstechniker stationirt werden sollen. Bestätigt sich diese Nachricht— und das Organ des Herrn Fusangel hat sich in all diesen Dingen stets sehr gut' unterrichtet gezeigt— fo wäre damit amtlich zugegeben, daß bei der bisherigen Art der Schienenlieferung Unregelmäßigkeiten vorgekommen — mit anderen Worten, daß„geflickte Schienen"„mit untergelaufen" sind.— „Der Kampf mit geistigen Waffen" verursacht unseren Gegnern immer ärgere Kopfschmerzen. Es ist genau so gekommen, wie wir voraussagten:„Die Gegner, welche den„Kanipf" und die„geistigen'Waffen" ernst nehmen und, u m mit geistigen Waffen kämpfen zu können, unsere Grundsätze und unsere Weltanschauung studiren, entdecken regelmäßig, daß die Sozialdemokratie recht hat— und, statt ihre„geistigen Waffen" gegen uns zu wenden, wenden sie sich entweder offen oder mit einigen Klauseln gegen ihre ehemaligen Freunde. Die aber, welche den Kampf mit geistigen Waffen nicht ernst nehmen und ihn unehrlich oder ungeschickt führen, überlassen wir gern unseren Feinden. Die Sozialdemokratie kann derartige Gesellen nicht brauchen— sie sind uns als Feinde viel nützlicher, denn sals Freunde. Recht schlimme Erfahrungen haben unsere Gegner z. B. mit dem Buche des Herrn Theologie- Beflissenen G ö h r e gemacht, der da kühniglich auszog, die Sozialdemokratie in ihrem eigenen Lager zu beschleichen, und bei dieser Gelegen« heit selber von der Sozialdemokratie beschlichen worden ist. Lügen wollte er nicht— und da die Wahrheit für uns ist, so sind seine Ausführungen Wasser auf unsere Mühle. Das rothe Buch, welches er in die Welt gesandt hat, liegt unseren Feinden gar schwer im Magen — warum gab er ihm auch den rothen Umschlag? Seit Wochen bemühen sich unsere Feinde, die fatalen Zugeständnisse und Thatsachcn, die in der Schrift enthalten sind, wegzudeuteln, meaiufälscben oder niit verlegenem Lächeln w Der Mann ist sehr naiv, all er hat auch Augen, die sehen. Wie groß die Verlegenheit unserer Gegner über diese und andere Schriften ist, erhellt aus nachstehender Jeremiade der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung": Als wir die Schrift des Generalsekretärs des evangelisch» sozialen Kongresses, cmicI. theol. Paul(Söhre;„Drei Monate Fabrikarbeiter", ihrem wahren Werths nach charakteristrten (d. h. zeterten), stießen wir anfangs auf einigen Widerspruch, inzwischen hat sich jedoch ein so großer Theil der Presse in einem unser Urtheil bestätigenden Sinne ausgesprochen, daß von einer Einheitlichkeit der Beurtheilung, oder richtiger Ber« urtheilung, gesprochen werden darf. Die Wirkungen aber, welche eine derartige Literatur zeitigt, „Gut wär's, wenn's so wäre," gab er zurück. Während der Mann fluchte, las Kapitän Lobe den schmutzigen Papierfetzen. „Lieber Mann,— ich kann es nicht länger aushalten, wie Du kommst und redest und auf das Kleine fluchst. Ich glaube, es wird Dir leid thun, wenn Du dies liest, denn ich werde daun im Wasser liegen und das Baby neben mir. Ich hoffe, Gott wird meiner Seele gnädig sein, aber ich tonnte es nicht mehr zusehen, wie Du auf das arme Kind fluchtest. Da sie vielleicht meinen Leichnam ins Haus bringen werden, so habe ich reine Tücher auf das Bett ge- legt, und auch über die Wiege. Ich wurde dazu ge- trieben."— „Wenn Ihr noch nicht auf der Polizeiftation gewesen seid, ist es das Beste, wir gehen gleich hin, sagte Kapitän Lobe, das Papier zurückgebend. „Ich bin dort gewesen," erwiderte der Mann in leisem Ton,„aber ich wollte es jene Weiber nicht wissen lassen." Dann müssen wir sofort nach dem Londoner Hospital gehen," nieinte Kapitän Lobe. Der Mann langte einen Hut von einem Thürnagel herab und folgte der„Heilsarmee" aus dem Zimmer. Als sie auf der Straße waren, machte er Anstalten, den Brief seines Weibes zu entschuldigen und meinte,„sie sei in letzter Zeit nicht ganz richtig im Kopfe gewesen." Kapitän Lobe schwieg. Der Mann brummte vor sich, bis sie in eine dunkle Straße kamen, in welcher gleich einem Feuersignale eine rothe Laterne über einer Apotheke leuchtete. „Am besten ist's, wir gehen hier hinein," sagte der Mann,„vielleicht hat der Doktor sie gesehen." Die Thür stand offen, und als der Mann in den Laden eintrat, hörte Kapitän Lobe eine Stimnie sagen:„Ich bin zu jung, um schon zu sterben; macht mich wieder gesund." Tie Sprecherin stand gegen einen langen Pfeiler gelehnt und schaute zu einem großen, breitschulterigen Manne auf. Kapitän Lobe konnte ihr Gesicht nicht sehen, sondern nur das des Doktors, welcher mit dem Rücken gegen die Wand da- stand. Rings um das Zimmer herum liefen Gestelle, auf denen Flaschen und Gläser standen. Aus dem Ladentisch stand eine Wagschaale, ein Brett, um darauf Pillen zu drehen, und eine Flasche dunkelfarbiger Medizin. „Zu jung um zu sterben?" wiederholte der Doktor. „Nun ja, gewiß. Aber Krankheit ist wie eine Sichel, Kind, sie schneidet das Korn und die Blüthen zugleich, und es ist vielleicht besser, jung geschnitten zu werden, als zu ver- blühen, nicht? Du wirst sterben, während Du das Leben liebst, und das ist besser, als zu leben, während man den Tod liebte. Geh' heim und ninim diese Medizin." „Ich bin zu jung, uni zu sterben ," flehte das Mädchen. „Nun wohl, komm einen andern Abend wieder. Ich will thun, was ich vermag. Hier ist ein Shilling." Das Mädchen dankte ihm. Als sie sich zum Gehen wandte, mußte Kapitän Lobe an das in den Tod ge- tricbene Weib denken, dessen Brief in des Mannes Tasche ruhte. „Was wünschen Sic von mir?" fragte der Doktor, als das Mädchen fort war. „Ich möchte wissen, ob sie meine Frau gesehen haben?" sagte der Mann. „Wer ist sie?" „Sic wohnt auf Nummer 201 in dem Blockhaus in -Street." „Was? Ist es die Frau, die vor sechs Wochen ein Kind bekam?". �Ja." „Stein, ich habe sie seit vier Wochen nicht gesehen. Ist sie wieder krank?" „Sie ist weggegangen, und ich meinte, Sie würden sie vielleicht gesehen haben." „Weggegangen! Wohin?" „Ich weiß es nicht?" „Es ist besser, Ihr zeigt dem Doktor den Brief," sagte Kapitän Lobe. Der Mann zögerte. Dann zog er aus seiner Tasche ein zweites Stück schmutziges Papier heraus und reichte es über den Ladentisch hinüber, wobei er in blödem Tone sagte:„Das ließ sie für ihre Mutter zurück." (Fortsetzung folgt.) werden seitens der„ Konservativen Korrespondeng" an einem I fallen lassen!" Was Herr Keßler von dem Pariser fratie als ein Schreckgespenst vormalen konnte, sind vorüber, praktischen Beispiel erörtert, wenn sie schreibt: und Brüsseler Kongreß denkt, das ist seine Sache; daß er Die Macht der wirthschaftlichen Verhältnisse und die unermüd wenn auf's Wort; aber in Bezug 01 08 60 gemacht Bedentliche Erscheinungen hat, wenn das sozialdemo- in Paris üble Erfahrungen er hat, glaube liche Agitation der Genossen werden es dahin bringen, daß auch schließt. Berlin stattgehabte Studentenversammlung zu Tage gefördert. Ein Student der Theologie soll da über das auf Wortmeldungen das gesagt hat, was ihm die Bei der nächsten Wahl werden die Gegner ihr blaues WunThema:" Hat die Sozialdemokratie Aussicht auf Erfolg" Blätter in den Mund legen, dann hat er die Under erleben. " or Die hohe Politik" schläft tiefen Schlaf die fran zösisch- russische Flottenverbrüderungs- Komödie ist noch immer der einzige Knochen den die zeitungsschreibenden Kannegießer zum Benagen haben. Korrespondenzen und Parteinachrichten. jede Stimmen über den Entwurf des neuen Parteiprogramm 3. " " = einen Vortrag gehalten haben, in welchem er nach dem wahrheit gesagt. Wären derartige Praktiken geübt Urtheil des Vorwärts"- die sehr vernünftige Ansicht worden, so hätte ich, als einer der zwei ständigen Präfi- Bielefeld, 27. Juli. Aus ihrer beschaulichen Ruhe auf vertrat, daß sich auch die Landbevölkerung zweifelsohne denten des Kongresses, unbedingt Kenntniß davon erlangt. gescheucht, haben sich die Konservativen im Biele der Sozialdemokratie anschließen werde. Auf die sozialen Uebelstände eingehend, beleuchtete Redner( wir zitiren weiter Wer über den Pariser Kongreß, der ja vielen Leuten felder Reichstags- Wahltreise aufgerafft, um den sozialdemokratischen Angriff auf ihre Domäne, auf die Land aus dem„ Vorwärts") das große Glend der Arbeiter und ein Dorn im Auge war und noch ist, die Wahrheit wissen bevölkerung, zurückzuweisen. An den letzten Sonntagen ist von deren Bedrückung durch das Kapital, deren Vertreter er will, der kaufe sich das kongreßprotokoll, das in den Bielefelder Parteigenossen ein Flugblatt unter die Kötter und Tagediebe" nannte. Den also bedrückten Arbeitern flänge unserer Buchhandlung zu haben ist. " aed sirianbul- moi Seuerlinge der umliegenden Ortschaften verbreitet zu dem Zweck, die Lehre der Sozialdemokratie gleich verlockender Musik Berlin, den 29. Juli 1891. um diesen Proletariern der Landwirthschaft den Gedanken nahe In und schaarenweis schlössen sie sich derselben an.... Auf W. Liebknech t. zu legen, daß sie zwecks Verbesserung ihrer wirthschaftlichen und die Bekämpfung der Sozialdemokratie eingehend, beklagte fozialen Lage ein festes Schuß- und Truzbündniß mit den ProleRedner die Spaltung und Uneinigkeit zwischen den übrigen tariern der Großindustrie abzuschließen hätten. Die Konservativen Parteien und war der Ansicht, daß deren gemeinsames mol unseres Wahlkreises haben ihren festesten Stüßpunkt in Gütersloh Vorgehen wohl geeignet sein dürfte, der Ausbreitung der und von hier aus haben sie auch eine Gegenagitation gegen die 21 Sozialdemokratie wirksam entgegen zu arbeiten; die staatssozialdemokratischen Aufklärungsversuche der ländlichen Arbeiter erhaltenden Parteien ließen ihre eigenen Anhänger im Unbewegung in Szene gesezt. Ein in der Gütersloher Druckerei flaren über die Endziele der Partei, während die Sozialvon Schmaling und Ohlbrock hergestelltes Flugblatt wird zur Zeit demokraten alle Welt um sich versammelten und öffentlich von Gütersloh aus unter die ländliche Bevölkerung vertheilt und ihre Ziele darlegten. fofullawar, wie wir Grund haben zu glauben, mit polizeilicher BeiWenn der Vorwärts" d Vorwärts" die Wahrheit berichtet, so hilfe.Wenigstens sind dem Landrath von Ditfurth zu tann nur mit allergrößtem Bedauern von diesen AusBielefeld an 1200 Exemplare dieses konservativen Machwerks von schreitungen eines jungen unerfahrenen Mannes Notiz ge- Das Philadelphia Tageblatt", offizielles Organ jener Druckerei auf Veranlassung des Gütersloher Bürgermeisters nommen werden. Man sieht aus diesem Beispiel, welch der vereinigten deutschen Gewerkschaften in Philadelphia, sagt mit der Bitte zugesendet worden, dieselben verbreiten zu helfen. gefährliche Anregungen die vielgenannte Schrift des Kan über den Entwurf: In diesem Flugblatt befindet sich folgender kostbare Sat: didaten Göhre, welcher der erwähnten Versammlung Bei der Bedeutung, welche die sozialdemokratische Partei in" Daß eine Fabrit genossenschaftlich betrieben ebenfalls beiwohnte, aber sich anscheinend nur kurz Deutschland erlangt hat, ist es selbstverständlich, daß man ihrem werden kann, ist richtig, aber wenn die Sozialdemokraten äußerte, harmlosen und unerfahrenen Leuten bietet. Thun allgemeine Aufmerksamkeit schenkt. Ganz selbstverständlich daraus schließen, daß auch die Landwirthschaft oder gar der Geradezu verwirrend wirken solche unreifen, dabei hat sie, wo es nur irgend möglich ist, von den Gegnern und den ganze Staat, der doch himmelweit verschiedene Aufgaben hat, als gewandt geschriebenen und romanhaft zugefstuzten in ihren Händen liegenden publizistischen Hilfsmitteln Verdächti- eine Fabrit, als" Genossenschaft" gehen kann, so träumen sie, Publikationen. Der Vorwärts" theilt ferner mit, daß in gungen, Unterschiebungen, falsche Berichterstattung fogar, zu ge- nie und nimmer ist das gegangen; Rühe sind Thiere und der in Rede stehenden Bersammlung Herr Prof. Wagner wärtigen; aber das ist nicht anders zu erwarten. So haben wir Schweine auch aber beide werden nicht von demselben Futter furz ausgeführt hätte, daß das sozialdemokratische Bro- neulich per Kabel erfahren müssen, daß sie sich schnurstracks in fett, sondern jedes hat sein besonderes nöthig." gramm unbedingt diskutirt werden könne, soweit es sich eine radikale bürgerliche Partei" umgewandelt habe. Dieser Wir glauben, Herr Landrath von Ditfurth wird über diesen um die wirthschaftlichen Forderungen desselben handele. Ton" ist nämlich drüben von der bürgerlichen Sah, in welchem rundweg die Ausführbarkeit des sozialistischen onber Er stehe mit seiner ganzen Sympathie voll und Presse angeschlagen worden der Himmel weiß, Programms in Bezug auf die Industrie zugestanden wird, nicht ganz zu den Forderungen der Arbeiter. Wenn aus welchen Gründen. Während man im Gegen sehr erbaut sein, und wir möchten gar zu gerne die langen Gevon Seiten der Kirche diese wirthschaftlichen Forderungen be- theil hätte erwarten können, daß sie Zeter und Mordio fichter sehen, welche unsere nationalliberalen Großtämpft würden, so sei das völlig unberechtigt, denn in über den Umsturz" schrie, den der erste Theil des Programmes fa brit anten machen werden, wenn sie erfahren, welche ver der Bibel stehe nichts von Eigenthum u. s. w., wie ja das enthalte; während es gar nicht zu verwundern gewesen wäre, hängnißvollen Lehren in ihrer Umgegend derweilen von SendChristenthum auch nicht die Steuern bestimme. Das sind wenn sie über den„ Internationalismus" desselben gezetert, hat boten der hohen Obrigkeit verbreitet werden! in der That bedenkliche Erscheinungen, die geeignet sind, fie es vorgezogen, die Partei auf einmal nur" bürger- Im Uebrigen ist es eine alte Sache, daß die Großgrundden Kampf gegen die Feindin der Religion und Monarchie, lich radikal" zu finden. Die New- Yorker Staatszeitung" besitzer die Industriellen dem Kommunismus ohne Wimperndi gegen die revolutionäre Sozialdemokratie, unendlich zu schießt übrigens den Bogel ab, indem sie verkündet: Die zucken überliefern würden, wenn man sie in dem fetten Futter würden, wenn man sie in dem fetten Futter erschweren." deutsche Sozialdemokratie ist ausgesprochen opportunistisch ge- ber agrarischen Wolfsausbeutung weiter herumwühlen ließe. Dem Urtheile des tonservativen Parteiorgans ist kaum worden. Dieser Hoffnung aber mögen sie sich sammt ihrem politischen etwas hinzuzusetzen; wir wollen übrigens nicht unterlassen, zu Der Leser ist nun im Stande, selbst zu urtheilen. Aus dem Gesinde, den Antisemiten, nur ruhig entschlagen, denn der Grund bemerken, daß es nicht die Göhre'sche Schrift allein ist, welche Wortlaut der grundliegenden Sätze des Programms wird er und Boden gehört von Naturrechtswegen allen Menschen, und folche Konsequenzen zeitigt, sondern auch aus anderer Feder finden, daß die Partei die alte geblieben ist, und doch nicht die in weiterer Folge denen, die ihn bebauen, also dem Proletariat geflossene, jener geistesverwandte Schriften vorliegen, welche alte, insofern sie wissenschaftlich überwundene Standpunkte" des platten Landes. ähnliche Bedenten wachrufen müssen. si au fallen läßt. Das Gothaer Programm war ein Kompromiß Aus Heffen, 27. Juli, Gin Maschinist des früher KleftJa, ja, es sind schwere Zeiten! Und daß unter den zwischen zwei Fraktionen, von denen die eine zwar nicht besitzenden Klassen noch Leute sind, die den Muth ihrer mehr auf den Namen eines Mannes schwur, aber doch schen Brückenbau- Unternehmens auf Gustavsburg bei Mainz war im Banne seiner Agitationsweise und seinen in entlassen worden, was den Mann veranlaßte, in einem Schreiben Ueberzeugung haben und gegen die Stimme des Interesses damaliger Zeit höchſt angebrachten- Schlagworten stand. Gs an das großherzogliche Ministerium in Darmstadt verschiedene in der Wahrheit die Ehre geben das ist allerdings eine sehr mußten Ronzessionen an den Lassalleanismus gemacht werden. dem Etablissement herrschenden Ungehörigkeiten zur Anzeige zu atale Thatsache. Herr Pindter hat derartige Seelen- Das ist jetzt überwundener Standpunkt". Deshalb fehlt in dem bringen, insbesondere bezeichnete er die Beschaffenheit des seiner konflikte niemals durchzumachen gehabt... neuen Programm die Phrase vom„ ehernen Lohngefeh" und die Obhut anvertrauten Refsels als den gesetzlichen Vorschriften nicht Produktiv- Assoziationen mit Staatstredit" find fallen gelaffen. entsprechend. Daraufhin ging ihm nachstehendes Schreiben zu: Dagegen hat die Annettirung des Wortes" Sozialismus" durch Ihr an großherzogliches Ministerium des Innern gerichtetes Bismarck und seine Leute es nothwendig gemacht, eine kräftige Schreiben vom 26. Mai wurde uns zur Erledigung übergeben, Verwahrung gegen die Identifizirung der Partei mit den Ver- und haben wir darauf zu erwidern, daß nach einer Mittheilung ftaatlichungen zu fistalischen Zwecken" in das Programm auf des Dampfteffel- ueberwachungs Vereins in zunehmen. Offenbach die von Ihnen gemachten Angaben der Richtigkeit entbehren. Wir haben uns daher veranlaßt gesehen, Ihre Anzeige der Maschinenbau- Aktiengesellschaft, vorm. Klett u. Comp. auf Gustavsburg bei Mainz, zu übersenden. Die großherzogl. obere Bergbehörde. J. A.: Tecklenburg. Danach soll also der Maschinist die Mängel des Kessels Zum Brüffeler Kongreß schreibt die„ New- Yorker weniger richtig beurtheilen können, als die betreffenden KontrollBoltszeitung":" Der Termin des internationalen Brüsseler Berlin. Eugen Richter rechnet in der Nummer der muß als die Herren vom Dampskessel Ueberwachungsverein. personen, obgleich er mit den Kesseln naturgemäß vertrauter sein Arbeiterkongresses( 16. August) rückt immer näher und der Zeitpunkt der Abreise für die amerikanischen Delegaten steht Freis. Btg." vom 29. Juli haarklein aus, daß der Rückgang Nimmt der letztere die Verantwortung auch auf seine Kappe, Der sozialdemokratischen Stimmen in Kassel wenn einmal ein Unglück geschehen ist? Das wird er wahrvor der Thür. Die Betheiligung von diesseits des Ozeans gegenüber dem vorjährigen Resultate von uns kaum noch als eine scheinlich bleiben lassen. Weiter betraut die hessische Regierung, wird zu unserer großen Genugthuung größer sein, als wir bloße Zufälligkeit hingestellt werden" könne. Daß unser Kandidat statt die Sache durch ihre eigenen Organe untersuchen zu erwartet hatten; die amerikanische Delegatengruppe wird Pfannkuch 1400 Stimmen weniger erhalten hat als im Vorjahr, lassen, diejenige Privat gesellschaft, die für die gute Beschaffenunsere Arbeiterschaft besser repräsentiren, als das sieht Eugen Richter; begreiflicher Weise verschweigt er aber, heit der Kessel verantwortlich ist, mit der Untersuchung des Falles, es je zuvor auf internationalen Kon- daß Freisinnige, Antisemiten, Nationalliberale und Konservative verklagt also den Teufel bei seiner Großmutter. Nachdem Angegressen der Fall war. Wir halten deshalb den brüderlich verbunden stimmen mußten, um dem Ordnungstandi- flagter und Richter in einer Person, wie kaum anders zu er Außerdem verschweigt Moment für gekommen, nochmals unseren schon einmal be- baten den Sieg zu erringen. warten, entschieden, daß die Beschuldigung der Begründung ent fürworteten Borschlag in Anregung zu bringen: Daß die die alte Thatsache, daß bei Nachwahlen fast stets weniger behre, schickt die hessische Bergbehörde die Akten auch noch an Stimmen abgegeben werden als สิน amerikanischen Delegaten vor dem Kongreß entweder hier in Wahlen. Derselbe Eugen Richter ist seiner Sache auch selber das eine Maßregelung des Arbeiters in seiner neuen Stelle nach den allgemeinen die betr. Fabrikleitung ab, während sie sich sagen mußte, daß New- York oder spätestens gleich nach ihrer Ankunft in Brüssel nicht sicher, denn die Beschwerde des sozialdemokratischen Kaffeler sich ziehen könnte. Daß solche Vorfälle die Arbeiter aufs Tiefste zu einer Konferenz zusammentreten, um sich über die Grundzüge Boltsblatts" darüber, daß das nationalliberale Wahlkomitee verstimmen müssen, liegt auf der Hand, und man wird es be ihres Verhaltens auf dem Kongreß zu einigen. Und da würde bie Bürgermeister aufforderte, Flugblätter und Stimmzettel durch greiflich finden, wenn jeder Arbeiter sich künftig hüten wird, selbst es fich hauptsächlich um zwei Punkte handeln: Die Her die Ortsdiener vertheilen zu lassen, diese Beschwerde macht ihm unbestreitbare Mißstände den Behörden zur Kenntniß zu bringen. stellung einer engeren solidarischen Verbindung zwischen schon bedenkliche Unruhe; er meint, mit solchen Kunststücken Db das für die Behörden nützlich oder schädlich ist, das mögen schafft man freilich sehr wirksame Wahlanfechtungsgründe." Verden Arbeiterbewegungen beider Hemispären und die Regelung muthlich fürchtet er eine neue Wahl, dieselbe würde nach dem sie sich selbst beantworten. der Frage des für das Weltausstellungsjahr 1893 in Chicago Raiserbesuch vor sich gehen, den man, um die Geschäftsleute und projektirten internationalen Arbeiter- Kongresses. Bekanntlich Bauern zu fangen, jezt als Wahlagitationsmittel fruftifizirt hat. dem Schöffengericht in Neustadt an der Haardt eine WerhandLambrecht, 16. Juli. Am 2. Juli dieses Jahres fand tor hat bisher noch jeder internationale Kongreß selbst bestimmt,„ Wenn der Sozialdemokrat durchkommt, kommt der Kaiser nicht lung statt, deren Verlauf in den weitesten Kreisen bekannt zu in welchem Lande der nächste Kongreß stattzufinden habe nach Staffel, und dann entgeht auch der Verdienst, den Kaiser werden verdient. ind da trotz vielfacher Anregungen die Möglichkeit der Ab- besuch mit sich bringt." So betrieb man die Agitation. Und auf während des vorjährigen Streits an einem Abend groben Unfug haltung des nächsten Kongresses in Chicago oder überhaupt das Kleinbürgerthum und den Bauer blieb das nicht ohne Einwirkung, durch Lärmen und Schreien verübt, respektive auch versucht zu auf amerikanischem Boden bisher nur sehr oberflächlich zumal der Geschäftsgang zur Zeit ein spottschlechter ist und die diskutirt worden, so bleibt da noch ziemlich Alles zu thun, Geschäftsleute und Bauern nach jedem Strohhalm greifen, um haben, Arbeiter, die aus Thüringen als Erſatz für die streikenden diskutirt worden, so bleibt da noch ziemlich Alles zu thun, wenn der Brüsseler Kongreß wissen soll, woran er sich zu ber Sozialdemokratie Riemen für die Zwecke seines" Freisinns" Der Polizeiſergeant wollte Richter gesehen und die beiden anderen sich über Wasser zu halten. In dem Bemühen, aus der Haut Weber angekommen waren, von der Arbeit abwendig zu machen. halten hat und entscheiden können, ob es überhaupt rathfam, zu schneiden, hat Eugen Richter noch einen lustigen Burzelbaum Grund dieser Aussagen wurde der Beschuldigte vom Bezirksamt Beugen den Angeklagten an der Stimme erkannt haben. Auf ja möglich ist, einen internationalen Kongreß in den Ver- geschossen. Er theilt mit, daß bei der Nachwahl in Memel- Tilsit Neustadt zu einer Haftstrafe von vierzehn Tagen verur einigten Staaten abzuhalten, der nicht aus Mangel an Be- die Sozialdemokratie 1500 Stimmen erzielte, während wir im theilt, gegen welches Erkenntniß jedoch Berufung theiligung zur„ failure"( etwas verfehltes) würde. Ueber Borjahre nur 275 erhielten. Räme es zur Stichwahl zwischen einlegte und weitere Zeugen, darunter einen Gemeindeall' das könnte und sollte eine vorherige fonferentielle Be- dem freifinnigen und dem konservativen Kandidaten, so könnte rath, welcher das Vertrauen der ganzen Gemeinde genießt, namsprechung der amerikanischen Delegaten Klarheit schaffen. Die Sozialdemokratie, wenn sie Lust zur Wahlbetheiligung ver- haft machte. Letzterer Zeuge sagte unter Eid vor dem Gerichte Für die Arbeiten in Brüssel selbst würde dadurch viel Zeit- vativen Kandidaten durchplumpfen lassen. Wir wollen Eugen ihm gewesen sei, also der Attentäter nicht sein könne. Der Herr spüren würde, nach Gefallen den freisinnigen oder den konser- aus, daß Richter in der fraglichen Zeit in der Wirthschaft bei verlust erspart." Richter seinen Betrachtungen über diese fatale Möglichkeit ruhig Amtsanwalt meinte nichtsdestoweniger, die EntlastungsDer Vorwärts" von Bueno3 Ayres( Argen- felbst überlassen. zeugen beständen aus einer niederen Klasse tinien) ist in die Hände des sozialdemokratischen Vereins von Leuten, Frankfurt a. d. Oder. Die Genossen des diesseitigen Re- Glauben beizumeffen, weshalb er eine Gefängnißstrafe es sei denselben absolut tein " Vorwärts" übergegangen, und erscheint in unveränderter gierungsbezirks find jetzt auch in eine lebhafte Agitation unter Tendenz weiter. Das Gleiche gilt von dem in spanischer ser zandbevölkerung eingetreten. Am legten Sonation unter von drei Wochen beantrage- also noch acht Tage mehr, als das frühere Strafmaß. Der Gerichtshof war jedoch anderer Sprache erscheinenden„ Obrero", der ebenfalls von dem eine Summer der„ Märkischen Volksstimme", des hiesigen Partei Meinung und sprach den Angeklagten frei. braven Genossen Uhle begründet ward und nun auch in Organs, deren Inhalt den ländlichen Verhältnissen angepaßt dem Parteiverlag des Vereins Vorwärts" sich befindet. war, in vielen Tausend Exemplaren in den ländlichen Ortschaften Beide Blätter gehören zu den besten Partei- Organen im des hiesigen Bezirks verbreitet. Von Frankfurt a. b. D, Stott sorge für den armen Mann" ein deutscher Staatsanwalt eine walde u. f. w. zogen die Genossen am frühen Morgen in logene jener Sozialreform- Bestrebungen" deutlich zu fenn1.4 ет Schaaren aus und legten zum Theil mehrere Meilen weite Touren zeichnen. Der Amtsanwalt selbst ist durch seine eigenen Worts gerichtet. In einer hiesigen Versammlung sprach zurück. Herr Regierungsbaumeister a. D. Reßler, der sich gegen Die Aufnahme, welche die Genossen fanden, war fast durchdie Beſchichung des Brüsseler Kongresses erklärte, den weg freundlich und entgegenkommend. Vielfach gaben die ländBeitungsberichten zufolge von schlimmen Erfahrungen", „ schlimmen Erfahrungen", lichen Proletarier ihrer Sympathie für unsere Bestrebungen Ausbie er auf dem Pariser Kongreß gemacht habe, und bedruckt und baten um öftere Zuſtellung von Schriften. Jedenfalls befinden sich unsere Gegner in einem dicken Jrrhauptete bei dieser Gelegenheit, auf dem Pariser thum, wenn sie glauben, das platte Land sei für uns unzuRongreß habe man wortmeldungen von gänglich. mißliebigen Rednern unter den Tischl Die Zeiten, wo man den Landbewohnern die SozialdemoIn dem Gesetzgebungskörper des amerikanischen Staates Nebraska ist eine Achtstundenbill eingebracht worden, deren Annahme für gesichert gilt. es Auslande. Bidallegor " " Bei diesen Andeutungen, welche nach unserem Dafürhalten die wichtigsten Neuerungen in den allgemeinen Sätzen des Programms betreffen, soll es vorläufig bewenden. Der Entwurf selbst steht der Diskussion und Kritik der ganzen Welt offen. Man wird ihm mindestens das eine nicht absprechen können, daß es ein Werk aus einem Gusse, kraftvoll und logisch, ist." er J0801 Briefkasten der Redaktion. Sachen weder verkaufen noch benutzen. Er darf sie nur durch H. 2. Ein Hauswirth kann die seinem Miether einbehaltenen einen Gerichtsvollzieher pfänden und versteigern laffen. G. B., Görligerstraße. Selbstmordversuch ist straflos. Theater. Donnerstag, den 30. Juli. Leffing- Theater. Geschlossen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Bellealliance- Theater. Deutschland zur See. JungAchtung! Achtung! Streik- Kontroll- Kommission. Freitag, den 31. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Deffentliche Versammlung der Delegirten. Tages Ordnung: Ostend- Theater. Kabale und Liebe. 2. Diskussion. 3. Eventuelle Anträge. 4. Verschiedenes. 1. Der Streit der Weißgerber bei M. Krüger. Referent M. Ahrendt. Adolph Ernst Theater. Wettschwimmerinnen. Die 284/9 Der Einberufer. Kaufmann's Variété. Große Spe Große öffentliche Versammlung zialitäten- Vorstellung. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 PassagePanopticum und SpezialitätenTheater. Entree 50 Pfg. Geöffnet von 10-10 Uhr. aller in der Seifen- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Sonntag, den 2. August, Vormittags 10 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Tagesordnung. 1. Vortrag des Genossen Päzel über: Welche Organisation ist für unsere Branche die beste? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. In Anbetracht der sich mehr und mehr häufenden ungünstigen sozialen Zustände und bei der wirthschaftlichen Wichtigkeit der hierauf bezügl. Fragen ist es Pflicht in dieser Versammlung recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. 262/10 Der Einberufer. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Weißgerber und Berufsgenossen. Donnerstag, den 30. Juli, Abends 8 Uhr, in Knebel's Salon, Badstraße 58. Oeffentliche Versammlung Zages Ordnung: 1. Situationsbericht der Arbeitseinstellung bei M. Krüger. 2. Wahl eines Vertrauensmannes. 3. Das Kollektenwesen. 4. Verschiedenes. 346/17 Der Einberufer: C. Schneider. Grosse öffentliche Versammlung für Frauen u. Männer Castan's Panopticum. Gonnabend, den 1. August, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Schröder, etzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Neu: Müllerstr. 178( Wedding- Park). Vortrag des Hrn. Dr. Lütgenau: Der Programm- Entwurf und die Frauen. Nachher: Geselliges Beisammensein und Tanz. Tellersammlung Der Einberufer. Hamilton- Theater findet statt. Originell! Ueberraschend! 355/13 Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Zentral- Kranken- und Sterbe- Kasse der Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Alt- Moabit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Borstellung. Stürmischer Beifall der Familie Leopold( 6 Personen). Großer Erfolg des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. Wa Roloffaler Jubel B ber Sensations Pantomime Barbier und Schuster. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Play 50 Pf. Raffeeküche ist geöffnet. Boltsbeluftigungen aller Art. Tapezirer und verwandter Berufsgenossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin. Die Zahlstellen der Kaffe befinden sich: N. Schwedterstr. 44, Restaurant Thierbach. NO. Neue Königstr. 89, Restaurant Wagner. O. Lebuserstr. 1, Ecke Große Frankfurterstraße, Restaurant Nemitz. SO. Naunynstr. 86, Restaurant Zubeil. SW. Schüßenstr. 18/19, Restaurant Freigang. W. Dennewigstr. 52, Restaurant Böhlandt. 811/18 Jeden Sonnabend Abend von 8 bis 91/2 Uhr. Außerdem: Jm Restaurant Leininger, N. Boyenste, 40, Hrn. E. Kerfach, NW. Alt Moabit 130, Hof links I, sowie beim Rassirer F. Kirchner, SW. Gitschinerstr. 89, vorn IV, Abends von 61/2 bis 8 Uhr. Ohne Vorzeigung des Quittungsbuchs werden keine Beiträge entgegengenommen. Die Ortsverwaltung. Am Sonnabend, den 25. Juli, verSonntag, Montag, Mittwoch Ball. fchied plößlich meine liebe Mutter Helmuth Peters. Frau Jenny Friedländer, geb, Neustadt, F. Pietsch's Tanz- unitut Dres- im 56. Lebensjahre. denerstraße 10. Die Beerdigung findet am Donners Der 1. Lehrfurfus i. dieser Saison beg. f. tag, 30. Juli, von der Leichenhalle des Damen u. Herren Sonntag, 2. u. 9. Aug. Jud. Friedhofes in Weißensee aus statt. Berlin, den 29. Juli 1891. Nachm. 4 Uhr. Meld. Adalbertstr. 3 u. bei Beginn des Unterrichts. Fritz Friedländer. 745b 782b Danksagung. G. Wolf's Lanz- Juftitut Hiermit sage ich allen Verwandten, & Co 982L NIVERSAL METALL- PUTZ- POMAD Schutzmarke. ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG eu.silberne Med goldene Adalbert- Straße 8. 783b Freunden und Bekannten, insbesondere Die in der ganzen Welt rühmlichst Sonntag, 2. u. 9. August, beginnt ein aber dem Fachverein der Lithographie bekannte„ Helm- Putz- Pomade" ist neuer Kursus f. Anfänger. Meldungen stein- Schleifer und Berufsgenossen für täglich. Privat- Unterricht jederzeit. die zahlreiche Theilnahme und all' die Liebe bei der Beerdigung meines lieben, nur unser Erzeugniss. Dosen mit anderen Helmen und nicht mit unserer Firma weise man als Saal u. Zimmer zu Bersammlungen unvergeßlichen Mannes meinen herz werthlose Nachahmungen zurück. 778b an Sonntagen und Wochentagen zu Die trauernde we. Paul. Scholz haben, schöner nebst Bruder Joseph Scholz. Garten babet, Gips- Str. 3. 3. verg. SW. Simeon Vereinszimmer fraße 23 6. A. Flick Sonnabend, Straße 23 6. A. 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Diekgen, J., Die Zukunft der Sozialdemokratie Die Religion der Sozialdemokratie. 5. Aufl. Gesez, betreffend die Gewerbegerichte. • d . -, 80 J · -, 30 • -, 10 20 Vom fü • 29. Juli 1890. Mit erläuternden Anmerkungen, einer Uebersicht des Inhalts des Gesetzes und alphabetischem Sachregister. Kart. Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich vom 21. Juni 1869 in der Fassung des Reichsgesetzes vom 1. Juli 1883 und unter Berücksichtigung der durch die Geseze vom 8. Dezember 1884, 23. April 1886, 6. Juli 1887 und der Novelle von 1891 eingeführten Aenderungen. Mit erläuternden Anmerkungen und ausführ lichem Sachregister. Kart. Invaliditäts- und Altersversicherung, Die, der Arbeiter nach dem Reichsgesetz vom 22. Juni 1889 - kurz und übersichtlich dargestellt. Zum Handgebrauch für alle bei der Ausführung des Gesezes Betheiligten Kraffer, Friedr., Marseillaisse des Christenthums Lafargue, Paul, Das Recht auf Faulheit. Aus dem Französischen übersetzt von& d. Bernstein Lasalle, Ferd., Arbeiterprogramm. Ueber den besonderen Zusammenhang der gegenwärtigen Geschichtsperiode mit der Idee des Arbeiterstandes • -, 50 8 δ 2 1, бе S . -, 20 • -, 05 @ 1 4 <-, 15 ร -15 h Reden und Schriften. Neue Gesammt- Ausgabe. Heraus gegeben im Auftrage des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei Deutschlands vom Ed. Bernstein. Heft 1 u. 2 à-, 20 Liebknecht, Wilh., Was die Sozialdemokraten sind und was sie wollen. Neue berichtigte und vervollständigte Auflage-, 10 Wissen ist Macht- Macht ist Wissen. Festrede, gehalten zum Stiftungsfest des Dresdener Bildungsvereins am 5. Februar 1872 Zu Schutz und Truh. Festrede, gehalten zum Stiftungsfest des Krimmitschauer Boltsvereins am 22. Oftober 1871. 6. Auflage. Manifest, Das tommunistisch e. 5. deutsche Ausgabe. 169 ta to <-, 30 -25 Mit Vorreden von K. Mary u. Friedr. Engels.-, 10 Marx, Karl, Lohnarbeit und Kapital. Separat- Abdruck a. d. Neuen Rhein. 3tg." vom Jahre 1849. Mit einer Einleitung von Friedr. Engels.. Organisation und Programm der sozialdemokratischen Partei Deutschlands( 100 Exemplare 80 Pf.). Protokoll über die Verhandlungen des Parteitages der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Halle vom 12. bis 18. Oftober 1890. Soldatenmißhandlungen, Die, vor dem deutschen Reichstag. Stenographischer Bericht über die Sigung vom 13. März 1891. Uebergangs- Bestimmungen, Die, des Gesetzes betr. die Invaliditäts- und Altersversicherung der Arbeiter vom 22. Juni 1889. Verfassung des deutschen Reichs nebst Wahlgesetz für den Reichstag und Wahlreglement. Mit historischer Einleitung. Kart. 3ur Landagitation. · Roh- Tabak fämmtlicher " Sorten. Größte Auswahl, billigste Preise. G. Elkhuysen, Alte Schönhauserstr. 5. gut eingerichtet und eingeführt, in guter Den Parteigen offen von Tempelhof Laufgegend, ist sofort billig anderweit. A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, Unternehmungen halber zu verkaufen. und Mariendorf empfiehlt sich vom am hiesigen Plaze bekanntlich Bu erfragen bei R. 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Jeder Berliner, der Entlastungszeugen zu bestätigen, daß es gar nicht drei, son- namentlich im Süden der Stadt, weiß, was der, Rixdorfer dern nur ein einziger dreimal schnell wiederholter squillo" ge- Sonntagsbraten" zu bedeuten hat. Seit Jahren klagen die er solgte. Dieser Beamte- eine rara avis) der Polizeigewalt es ist ein öffentliches Geheimniß, daß diese in Rixdorf ihr Ende wesen sei, wonach unmittelbar der Angriff und die Verhaftung Besitzer großer Hunde über das Verschwinden dieser Thiere und lichen Anklägers die heftigsten Vorwürfe zu hören, sondern wurde zweifelloses Symptom der Nahrungsnoth und es stimmt eben mit hatte nicht nur in der Sitzung selbst von Seiten des öffent- finden. Wir halten diese Erscheinung in Berlin für ein ganz sofort abgefeht und gemaßregelt, seine Sache beschäftigt jetzt die den Anschauungen des Herrn v. Forckenbeck, daß ein Nothstand Journale; die Aufrührer aber wurden gebührend verurtheilt. Es nicht existire" überein, wenn auch der ganze Magistrat von den erinnert diese Sache der„ tre scherzhaften squilli", die hier einen Hundediebstählen Nichts weiß. und Italien vom Sommer 1891 abschließen. Ein Herenprozeß in Mailand mag das Stimmungsbild aus " Es wird gewiß vielen Deutschen überraschend klingen, das Urtheil zu hören Italien ist gegenwärtig nach Rußland das am reaktionärsten und verkehrtesten regierte und verwaltete Land Europas. Es hat nach dieser Rückwärtsrichtung in vielen Beziehungen selbst Desterreich überflügelt, und das will gewiß viel sagen. Nur in Ronfistation von Zeitungen, worin Desterreich ja immer Staat" gemacht hat, ist sein Nebenbuhler noch etwas zurückgeblieben. Anstrich hat, bei einer großen Volks- Daß Hundefleisch für einen Leckerbissen gehalten wird, trifft Aber das ist leicht erklärlich; Arbeiterversammlung aber leicht einen bösen und für Berlin und Nixdorf nicht zu und wir möchten dies auch für es giebt eben in Italien traurigen Ausgang nehmen kann, wie die Geschichte des Jenenser München bezweifeln. Leute, die sich eine Mahlzeit theueren nur eine ganz geringe Bahl von Blättern, welche für Universitätsgesetzes, wonach die Studenten, wenn sie aus ihrem Fleisches nicht gönnen fönnen, müssen sich mit billigem Hundedie unterdrückten Klassen eintreten und wirken. Rom verlautet, das Ministerium habe das von Dester- haben„ Kopf weg!" Die Studenten in Jena führen diese gesetz- rungsmitteln als Leckerei behandeln, ist beschämend genug für den Aus Fenster etwas auf die Straße gießen, vorher dreimal zu rufen fleisch begnügen und daß sie solche Abwechselung in ihren Nahreich jüngst vorgelegte, dann aber doch aus einem gewissen liche Vorschrift nun ebenso aus wie in dem legtgenannten Falle Kulturzustand, in dem erwerbsthätige Menschen noch heutzutage Schamgefühl zurückgezogene Unterdrückungsgesetz als Material die Sicherheitsbeamten ihre„ tre squilli". Mit dem Ausruf unter Ihresgleichen leben müſſen. und werthvolles Zeugniß der„ triplice allianza"( des Dreibundes) Dreimal Kopf weg!" schleudern sie ihre Ergüsse auf den nichtsvon dem Bundesbruder sich ausgeliehen und angeeignet; es sei ahnenden Wanderer. In Berlin und in weiteren Bevölkerungskreisen Norddeutschfür Italien sorgsam vorbereitet und ergänzt worden und harre lands wird dem Hundefett eine große Heilwirkung von nur noch auf den Ausbruch irgend eines kleinen Putsches oder weniger gebildeten Leuten beigelegt, die einen gewissen SymptomenTumultes bei Gelegenheit einer Arbeiterversammlung, eines Konkomplex von Krankheitserscheinungen unter dem Namen der gresses, um sogleich der einberufenen Kammer vorgelegt zu werden. Zustand der Wolfsbildung Der Vorwärts" hat einmal seinen Lesern den traurigen Abzehrung" oder" Auszehrung" zusammenfaffen, gegen welche und des Volksunterrichts in das Hundefett ein wirksames Mittel sein soll. Daß aber Hunde Bei der zunehmenden Verarmung des Landes und bei einem Italien in statistischen Zahlen vorgeführt; darnach war das gestohlen und geschlachtet würden, blos um dies Fett zu erhalten, Elend der unteren breiten Schichten des arbeitenden Volfes, von Durchschnittsverhältniß Derjenigen, die nicht lesen und bezweifeln wir allerdings. Wer Gelegenheit gehabt hat, größere bem man sich nirgend in der Welt eine Vorstellung macht, wird von schreiben können, für Italien 62 pet. In dem letzten Jahrzehnt Mengen vorübergehend beschäftigter Arbeiter zu beobachten, z. B. der Regierung Nichts gethan, der Armuth zu steuern, und nahezu Alles, und darüber, zumal seit der Crispi'schen Herrschaft, ist für den beim Schneefegen, bei Erdarbeiten u. dgl., der weiß auch, daß den inneren Groll, das tiefe Mißtrauen und die Verzweiflung der Volks- Unterricht in Italien keinerlei irgend nennenswerthe Maß es in Berlin Leute giebt, die teine Italiener sind und denen Arbeiter an ernstgemeinten Verbesserungen ihrer Lage zu steigern. nahme geschehen. Die guten Anfäße von früher zur Förderung doch beim Anblick eines fetten Mopses das Wasser im Munde Für das tiefe Elend des eigentlichen italienischen Volkes von Volksschulen verkümmerten aus Mangel an Fürsorge, an zusammenläuft. den schneidendsten Hohn auf die begeisterten Schilderungen und Geldzuwendung unter einer Herrschaft, welche ihren ganzen Stolz Wer aber bei richtiger Beurtheilung aller einschlägigen VerEindrücke, welche das Italien durchreisende Bourgeois- Publikum darin seyte, in brutalen Manieren Bismarck nachzuahmen, die hältnisse meinen kann, der Konsum von Hundefleisch sei keine Deutschlands gewöhnlich nach Hause zurückbringt, besteht ein französischen Nachbarn, auf deren innige Handelsverbindung das Erscheinung der Nahrungsnoth, sondern etwa bloße Leckerei, nun, attenmäßiger Beweis in den 15 Bänden der„ Berichte der offiziellen Land von Natur angewiesen ist, vor den Kopf zu stoßen, hohe, dem ist nicht zu helfen; für den besteht ebensowenig wie für Untersuchungskommission über die Lage der italienischen Land- das heißt, wie der Fall Livraghi zeigt, forrupte Afritapolitik zu andere Leute, kein Nothstand! arbeiter", welche unter dem Vorsitz des jüngst verstorbenen hoch- treiben und Panzerschiffe vom Stapel zu lassen. Die Früchte solcher verdienten Stefano Jacini in den Jahren 1877-1882 ihr Erziehungspolitit offenbaren Verhandlungen, wie dieser Herenprozeß, Ueber die Mängel des gerichtlichen ZustellungsWert vollbrachte. bei welchem die Angeklagten feineswegs alte Leute sind. Der Fall verfahrens ist schon häufig Klage geführt worden. In Berlin Der Schreiber des heutigen Berichtes hat es einmal versucht, ist dieser: Bu Anfang April dieses Jahres wird eine arme, an- suchen die Gerichtsvollzieher die mühsame und wenig lohnende in den ungeheuren Stoff dieser Angaben und Nachweise sich ständig gekleidete Frau, auch kein altes Weib, sondern noch jung, Arbeit auf die Poſt abzuwälzen und hier werden nun haupthineinzuarbeiten. Aber das erfordert eine Lebensaufgabe für Anfang der Dreißiger und in sichtbar schwangerem Zustande an sächlich die jungen Hilfsbriefträger mit dieser Arbeit belastet, die einen einzelnen Menschen, und nach den Bänden, die allein über der Porta Ticinese von Mailand von einem Schwarm Weiber für 50 m. monatlich der deutschen Reichspost- Verwaltung ihre die Lombardei und Venezien, von der„ Pellagra"( der Ausbrei- und Männer desselben Alters und noch vielfach jüngere darunter, Beine zur Verfügung stellen. Daß für diesen Gehaltssatz auch tung der fürchterlichen Hautkrankheit), von den bodenlos jammer- mit dem Geschrei: Auf sie! die Here! die Here! verfolgt. Die noch eine besondere geistige Befähigung nöthig sei, wird man vollen Zuständen in der Romagna und um Rom selbst handeln, Verfolgte, Angela Nichetti mit Namen, soll wie die Menge faum beanspruchen können, und doch wird diese Befähigung verfam ich nicht weiter; die Wellen des Glends schlugen haushoch einander zuruft, ein Kind verheyt haben, das Kind einer der langt. Nun kann Jemand zwei wunderschöne Briefträgerbeine über dem Lesenden zusammen. Bezeichnend ist, daß mir ein Verfolgerinnen, und sich weigern, die Kranke durch Lösung des und alle sonstigen Eigenschaften für dies mehr ehrenvolle als einUnterbeamter der öffentlichen Bibliothek sagte, ich, ein Fremder, Hexenbannes zu heilen. Die arme Frau flieht in eine Kirche, trägliche Amt eines Posthilfsboten besigen und doch nicht im sei seit Jahren der erste, der sich um diese Art Leftüre fümmere. und hier beweist sich der Kirchenbeamte echt kirchlich- barmherzig; Stande sein, die ziemlich komplizirte Postzustellungs- Urkunde In der That ist dieses umfassende Untersuchungswerk, dessen er hilft, die sich an dem Altar Klammernde loszureißen vor richtig auszufüllen. Wie schwer aber eine unrichtigkeit in dieser Schaffung und Ausführung an sich ja Italien zur Ehre gereicht, Gericht sagt er aus, er sei ängstlich gewesen und habe geglaubt, Beziehung geahndet werden kann, das ergab sich aus einer gegenwärtig so gut wie unbekannt, in dem Bewußtsein es sei eine Irrsinnige in dem Bewußtsein es sei eine Irrsinnige und übergiebt sie einem der Verfolger, fürzlich stattgehabten Verhandlung vor dem Strafrichter. Des der Deffentlichkeit wie ausgelöscht. Niemand spricht davon; der ihm versprochen haben soll, sie nach Hause zu führen. Aber ergebens im Amte war der Posthilfebote Karl die regierenden Kreise und ihre Organe hüten sich wohl, an dies Nachhauseführen geht durch die heulende Verfolgerschaar, Müller beschuldigt, welcher kürzlich vor der vierten Feriendieses fürchterliche Skelett des Hauses zu rühren. Die Zeitungen welche, und der Führer selbst nimmt Theil daran, die Nermste Strafkammer des Landgerichts I stand. Am 3. Februar d. J. aber, die liberalen und demokratischen nicht minder als die ge- stößt und mißhandelt, bis sie halbtodt in ein Haus gerettet wird. hatte der Angeklagte an drei in einem Hause wohnende Personen mäßigten, welche die guten Sitten vertreten, haben ganz andere Sie hatte infolge dessen eine Frühgeburt und erscheint noch heute ie eine Postzustellungsurkunde zu bestellen. Einen der Adressaten Dinge ihren Lefern vorzuführen als eine Entdeckungsfahrt in dies frank und gebrochen vor Gericht. Die Verhandlungen ergaben traf er nicht persönlich an, jedoch versprach eine Nachbarin unbekannte Land. Standalgeschichten und Prozesse, welche die ein wahres Grauen von festsitzendem Aberglauben; das Urtheil desselben den Brief zu besorgen. Der Angeklagte schrieb Beitungsspalten füllen, ziehen und bezahlen weit beffer. in diesem Heyenprozeß soll erst heute gesprochen werden. Tokales. trotzdem auf die zweite Zustellungsurkunde, welche dem Kehren wir zur unmittelbaren Gegenwart zurück. Der erste Absender wieder zurückgeschickt wird, daß er dem Adresfaten Mai und die Maifeier hat der gesammten Bourgeoisie Staliens Den Brief persönlich behändigt habe. Die Nachbarin einen heftigen Stoß gegeben. Es schien Anfangs, als sollte dies vergaß aber, dem Adressaten den Brief einzuhändigen. für die Gescheidteren und freiheitlich Denkenden ein Anstoß zum Es war eine gerichtliche Vorladung zu einem Termine, der in Aufwachen werden. Schrieb doch selbst der„ Diritto" einer gegen ihn angestrengten Ermissionstlage anberaumt war. in Rom im ersten Schreck: Ja, jetzt müssen auch wir Da der Geladene nicht erschien, so wurde ein Versäumnißurtheil anerkennen, daß es für Italien wirklich eine foziale Ueber eine recht ,, appetitliche" Angelegenheit hat kürzlich, gegen ihn gefällt. Hierdurch kam die Angelegenheit zur Kenntniß Frage giebt." Aber diese Bewegung krystallisirte sich zuletzt bei wie die„ Boſſ. 3tg." zu melden weiß, ein Schriftwechsel zwischen der Behörde und der Angeklagte wurde wegen Urkundenden herrschenden Klassen in ein wenig Rachegefühl für die aus dem Magistrat der Stadt München und dem Berliner fälschung zur Verantwortung gezogen. Derselbe erkannte gestandene Angst und die gehabte Störung über die lächerlich Magistrat stattgefunden. In einem Schreiben des Magistrats seine Unterschrift an, hielt es aber für möglich, daß er, wie es winzigen Tumulte in Florenz, Neapel und Rom, und heute kann von München an den hiesigen Magistrat führt derselbe aus, daß die Briefträger zu thun pflegen, wenn sie eine größere Anzahl ein geübtes Ohr die Bourgeoisie Italiens über die soziale Frage im vergangenen Jahre in der Stadt München die Sch I'a ch derartiger Bestellungen zu erledigen haben, die Zustellungswieder schnarchen hören. tungen von Hunden in einer Weise zugenommen haben, Urkunden schon vorher mit dem Bleistift- Vermerk:„ Persönlich beIn feinem Falle ist zu fürchten, daß die Prozeßverhand- daß dadurch die Aufmerksamkeit des Publikums sowohl, wie auch händigt" versehen und bei der Abgabe nur vergessen habe, we lungen in Rom über die am 1. Mai gefangenen Staatsverbrecher der Behörden um so mehr wachgerufen wurde, als es sich meist erforderliche Aenderung vorzunehmen. Da es somit fraglich war, diese sanfte Gewissensruhe wiederum store. Jene Prozeßverhand- um Schlachtung gestohlener Thiere handelte, und zudem der Ver- ob vielleicht nicht nur eine Fahrlässigkeit seitens des Angeklagten lungen und die bisherigen Verurtheilungen liefern ein wirklich dacht begründet sei, daß das Fleisch der geschlachteten Hunde zu vorlag, so beschloß der Gerichtshof, die Verhandlung zu vertagen, abschreckendes aber scharf bezeichnendes Bild für den Geist, der nicht geringem Theile zu Fälschungen, namentlich von Wurst um zum nächsten Termine den betr. Behändigungsschein zur Stelle heute Italien regiert. Kaum zwei oder drei von zahlreichen, fabrikaten verwendet werde. Der Ansicht, daß etwa zu schaffen. aus # dem Untersuchungsgefängniß vorgeführten Angeklagten Nahrungsnoth die außerordentliche Zunahme dieser Daß ein Versehen des Postbeamten vorliegt, das nicht zu wurden freigesprochen, die große Mehrzahl, meist ganz Schlachtungen veranlaßt habe, könne man sich nicht anschließen, rechtfertigen ist, halten wir für zweifellos; fraglich scheint uns junge Leute, die unter fauten Schreien und Klagen, auch als sie die Erscheinung finde vielmehr ihre Erklärung in der Verwen- nur, wen die Schuld trifft, daß solche Dinge beim Zustellungsabgeführt wurden, immer ihre Unschuld betheuerten, ja denen dung des Hundefleisches zu Fälschungen und in der Erfahrung, verfahren vorkommen können. Und da tragen wir kein Bedenken, gar nichts anderes vorgeworfen oder bewiesen werden konnte, daß manche Leute aus dem Volte, namentlich die den Sommer zunächst die Postverwaltung verantwortlich zu machen. Ginem als daß sie sich nicht schnell genug auf die berühmten„ fre über zu Tausenden in München arbeitenden Italiener, das Hilfsbeamten, der mit monatlich 50 M. gelöhnt wird, überträgt squilli"( drei laute Pfiffe der Polizei) entfernt hatten, wurden Hundefleisch geradezu für einen Leckerbissen hielten oder dem man nicht die Beurkundung so wichtiger Rechtsgeschäfte. Dent bis zu zwei, zweieinhalb und drei Jahren Gefängniß verurtheilt. felben besondere Heilkräfte zuschrieben. Die schon bisher, mit Einschluß von Florenz, wegen der Mai- nicht geeignet gewesen dem Gegenstande eine besondere Beachtung fehlen, welche rechtliche Tragweite die Zustellung hat, wenn sie Unordnungen ergan gene Gesammtverurtheilung von über zuzuwenden, wenn nicht die feit Langem geführten Klagen der dem Adressaten persönlich oder an einen seiner Angehörigen 100 Jahren Gefängniß gab bereits zu einem Vergleiche Anlaß. Hundebesitzer in München, daß zahlreiche werthvolle Hunde spur- besorgt ist. Man bedente nur, wie leicht der Postbote sich Es ist bekannt, daß Bismard in seiner Aera allein wegen los abhanden gekommen seien, vor einiger Zeit in zwei Gerichts- irren kann, wenn er die Wirthschafterin für die Frau Beleidigungen auf den berühmten blau ausgefüllten Straf- verhandlungen gegen Hundediebe und Hundeschlächter eine auf- oder ein Dienstmädchen für die Tochter des Adressaten hält, diese formularen, welche noch dazu von Staats wegen aus fallende Bestätigung gefunden hätten, so daß an den Magistrat Personen vielleicht seit längerer Zeit kennt und stets, irrthümlicher feiner eigenen Papierfabrik getauft werden mußten, das Ansuchen gestellt worden sei, durch strenge Ueberwachung der Weise, für Angehörige des Adressaten gehalten hat. seinen deutschen Mitbürgern und Mitschwestern, darunter Hundeschlächter diesen Diebstählen zu steuern. Nach Ansicht des Das Zustellungswesen durch die Post, namentlich in Berlin, armen Nähtermädchen, über 100 Jahre Gefängnißstrafe Magistrats von München sei eine solche Ueberwachung nur das ist vielfach ein Mißbrauch der Post und namentlich der untersten verursacht hat, weshalb er auch mit Recht der Mann des Jahr durch herbeizuführen, daß die Hundeschlachtungen denselben Be- Postbeamten. Wenn die Zustellungen nach Stadtbezirken geordnet hunderts genannt wird. Einen ähnlichen Ruhm hat sich nun dingungen unterworfen würden, wie sie für die Schlachtungen werden, so giebt das eine Beschäftigung, der sich die Gerichtswährend der so kurzen Zeit seines Bestehens bereits als würdiger anderer Thiere bestehen, das heißt der obligatorischen Fleischschau vollzieher ohne große Mühe wohl unterziehen können, während Nachfolger des Crispischen Regiments das neue italienische in Verbindung mit besonderer Kontrolle über den Erwerb des sie jetzt die Zustellungsgebühren einstreichen für die Arbeit, welche Ministerium erworben. Und das waren erst die kleinen Ver- betreffenden Hundes durch die Schlächter. Der Münchener Ma- ihnen die Postbeamten verrichten müssen. Statt gegen diese einbrecher vom 1. Mai, die großen sitzen noch seit nun fast drei gistrat fragt weiter an, ob in Berlin ähnliche Erfahrun- zuschreiten, sollte die Justiz den Uebeln des heutigen ZustellungsMonaten in den Untersuchungsgefängnissen Roms, darunter auch gen gemacht worden seien und ob hier etwa für Hunde- verfahrens an der Wurzel beizukommen suchen. man denke an die Gluth dieser Sommermonate der arme schlachtungen besondere sanitäre Vorschriften und Anordnungen deutsche Student Körner, der seiner Gesundheit wegen nach zur Sicherung der Hunde- Eigenthümer beständen, oder ob diese An denjenigen Lokomotiven, die für den Fernverkehr Italien gegangen war, eine durchaus harmlos idealistische Natur, Schlachtungen gleich denen anderer Thiere behandelt oder gänz- bestimmt sind, ist seit einiger Zeit eine kürzlich in der Preſſe welchem die Seele zu oft auf der Zunge fizzt. Er war auf dem lich unbeachtet und unbeaufsichtigt gelassen würden. Dem Ver- mehrfach geltend gemachte Einrichtung angebracht worden, nämSchauplatz des Tumults gar nicht einmal anwesend. Es sollen nehmen nach hat der hiesige Magistrat sich dahin geäußert: daß lich ein Sitzplatz für den Lokomotivführer. Dieser Platz besteht Photographien und Briefe von französischen Sozialisten oder ein gewerbsmäßiges Schlachten von Hunden in Berlin, aus einer den Drehschemeln ähnlichen Einrichtung, ist mit einer Anarchisten bei ihm gefunden sein. Das war Alles, was man wie es dem Anschein nach in München vorkomme, hier nicht zur geraden Rücklehne versehen und auf dem für das Bedienungsals Anflage gegen ihn bisher erfahren konnte. Jene berühmten Kenntniß der Behörden gelangt sei, und deshalb Vorschriften personal der Maschine bestimmten Raum etwas seitlich derart tre squilli", die brei gefeßlichen Pfiffe, auf welche das Volt für Hundeschlächtereien und die Untersuchung des Hundefleisches angebracht, daß der Lokomotivführer, auf diesem Plate ſitzend, gauseinanderzugehen" hat, machen noch sonst von sich reden, und nicht beständen. die Strecke übersehen und die Steuerung sowie den Regulator die Zustände sind solcher Art, daß man wahrscheinlich auch später In diesem Schriftwechsel sind zahlreiche und auffällige Jrr handhaben kann. Die Form des Sitzplayes ermöglicht ein leichthünter in den Auffassungen der Behörden enthalten. Daß man tes und schnelles Auf- und Absitzen. Für den Heizer ist eine ein jüngerer Advokat mit etwa zwei Dugend anarchistischer Ge- Hunde stiehlt und tödtet, blos um das Fleisch zu Fälschungen zu gleiche Einrichtung zwar nicht getroffen, da für dessen Benossen das übrigens recht kindliche und bei dem Ernst, den die benutzen, ist eine durch nichts gerechtfertigte Annahme. Zu diesem schäftigung ein feststehender Sitzplatz eher hinderlich als bequem Urbeitersache darstellt und verlangt, scharf zu tadelnde Vergnügen, Zwecke ist der Hund ein wenig geeignetes Thier und wenn ein fein würde. Doch ist an den Maschinen das Schutzdach erheblich in geschlossenem Zuge auffällig über verschiedene Straßen zu Fleischer entschlossen ist, seine Wurst zu fälschen, so liegt es für ihn nach hinten verlängert, eine Einrichtung, die fast ausschließlich gehen. Nun waren die Polizeibeamten von dieser Seite in den am nächsten und bequemsten, das billigere Pferdefleisch zu verwenden, dem Heizer zu Gute kommt. Außerdem sind die Tendermaschinen Tagen vorher empfindlich geärgert und mystifizirt worden das er ohne Mühe für wenig Geld haben kann. Das Merkwür- jetzt fämintlich mit einer Thür an der Aufsteigestelle versehen, ( es handelte eines digste aber ist, daß der Berliner Magistrat über eine Thatsache die dem Heizer ebenfalls Schutz gegen Wind und Regen gewährt. gesuchten Anarchisten). Die Polizei ließ daher alsbald die drei mit Stillschweigen hinweggeht, die doch nachgerade in Berlin Eine vollkommene Ueberbauung des Standortes für die Beder öffentlichen Verhandlung in dieser Sache vor wenigen Signale erſchallen und verhaftete die gesammten Aufrührer. Bei stadtbekannt und in den Zeitungen und, wenn wir uns recht er- dienungsmannschaften hielt man bei den Tendermaschinen nicht für empfehlenswerth. Die frühere Anordnung des Betriebs*) Lat. seltener Vogel. reglements, wonach die Lokomotivführer ihren Dienst stehend zu Zagen fich um fühlte sich nun einer der Sicherheitsbeamten, mit Entscheidung der EinschätzungsGerichts- Beifung. " verrichten haben, ist noch von dem Minister v. Maybach nach der Weise um ihren Sparpfennig zu bringen. Er veranlaßte die] Anhörung zahlreicher, namentlich auch ärztlicher Sachverständiger Leute, ihm Geldbeträge anzuvertrauen, für welche er zinstragende aufgehoben worden. Von den vielen Bequemlichkeits- Einrich- Papiere ihnen erwerben wollte. Zum Theil hat er dieses wahr Zwei Anklagen wegen schriftlicher Beleidigung wurden tungen, die amerikanische Lokomotivführer in ihrem zimmerartig gemacht; doch wußte er seine Kundschaft zu bewegen, die Wertheingerichteten Dienstraume auf der Lokomotive haben, bleibt der objekte in seinen Händen zu belassen. Am Dienstag voriger gestern vor der 87. bezw. 91. Abtheilung des Schöffengerichts verhandelt. Der Tischlermeister Friedrich Wilhelm Ell: Lokomotivführer- Platz auch gegenwärtig noch bei den deutschen Woche erschien der„ Herr Bankier" nicht im Geschäft, ent- bogen hatte den Besuch des Gerichtsvollziehers D. erhalten. Eisenbahnen weit entfernt. schuldigte vielmehr sein Ausbleiben brieflich mit einer unaufschieb- Der Beamte hatte wegen rückständiger Gerichtskosten in Höhe von baren„ kleinen Reise". Als er auch zwei Tage später noch nicht Die Findigkeit der Staatsanwälte, speziell der fächsischen, zurückgekehrt war, glaubte Dehme, daß sein früherer Bartner 2 M. einen Schrank des Schuldners unter Siegel gelegt. Am wird, wie nachstehender Fall zeigt, von der Findigkeit der Steuer- mißglückten Spekulationen wegen sich das Leben genommen habe. folgenden Tage schickte Ellbogen das Geld mit folgenden Bes behörden noch in den Schatten gestellt. Die Frau eines hiesigen Gine darauf bezügliche Anzeige wurde der Polizei erstattet; doch gleitschreiben: Anbei schicke ich das Geld und können Sie Ihre Genossen, welcher bis vor kurzem noch seinen Wohnsitz in Plauen diese schien bereits Wind von dem Geschäftstreiben Nietschmann's Bravourſtücke an anderen Leuten ausüben. Heute Abend nach gut sein." Dem Adressaten war bei Dresden hatte, war von der Gemeindebehörde daselbst zur bekommen zu haben: er wurde am Sonntag Vormittag in Hamber Rede Sinn nicht allzu dunkel, er übergab den Brief der sechs Uhr können Sie mir Steuerzahlung aufgefordert worden. Hiergegen wurde reklamirt, burg wegen Betruges und Unterschlagung verhaftet, von wo aus Staatsanwaltschaft und stellte Strafantrag wegen Beleidigung. da die Frau absolut kein Einkommen hat, sondern nur ihrem er sich vermuthlich nach Amerika einschiffen wollte. Bis jetzt ist Der Angeklagte wollte im Termine durchaus nicht einsehen, daß Mann die Wirthschaft in Stand hält. Die Reklamation ist fest gestellt worden, daß die Betrügereien Nietschmann's sich auf der Inhalt seines Briefes verfänglicher oder beleidigender Natur zurückgewiesen worden mit wörtlich folgender Begründung: 250 000 M. belaufen, doch dürfte sich die Summe nach Klarſtellung der Verhältnisse weit höher beziffern. Im Besitze des sei. Der Staatsanwalt beantragte eine Geldstrafe von 50 M., der Gerichtshof war aber der Ansicht, daß der Angeklagte für Durch brenners wurden nur 6000 m. gefunden; der Rest mag die unbegründete Beleidigung eines Beamten Beamten, der sich wohl verspekulirt bezw. in Sicherheit gebracht worden sein. Gestern morgen hat sich noch eine ganze Anzahl weiterer ohnehin schon in einer schwierigen Stellung befinde, einen Opfer des Nietschmann gemeldet. Die unterschlagene Summe empfindlicheren Denkzettel erhalten müsse und erkannte deshalb beziffert sich jetzt schon auf 300 000 Mart. Man vermuthet, daß auf fünf Tage Gefängniß. Im zweiten Falle hatte der Arbeiter Karl Rother auf die veruntreuten Gelder nahezu eine halbe Million Mark aus der Anklagebank Platz zu nehmen. Der Beschuldigte war von worden ist, stammt aus Cönnern bei Halle und hat auch seinen Gnesen hierher verzogen und wurde von dem Magistrat schrift84 Jahre alten Vater, welcher seit länger als 60 Jahre die lich aufgefordert, sein Abzugsattest einzuliefern. Rother erwiderte Kantorstelle in dem genannten Ort inne hat, um sein ganzes Ver- in einem Briefe, daß er schon mehrfach bei dem Magistrat zu mögen gebracht. Was die Firma Nietschmann u. Dehme anbe- nesen um sein Abzugsattest eingekommen sei, es aber immer trifft, so hat sich nunmehr herausgestellt, daß diese nur mit noch nicht erhalten habe. Er verstieg sich zu der Kritik, daß der wenigen tausend Mark in Mitleidenschaft gezogen worden ist Magistrat zu Gnesen sich einer unerhörten Nachlässigkeit schuldig und in keiner Weise erschüttert wird. Die Szenen, welche sich mit sich treiben lasse. Dies Schreiben wurde dem Magistrat zu in dem Geschäftslokal in der Kurstraße abspielen, sind kaum zu beschreiben, da immer neue Opfer sich einfinden und den Verlust Gnesen zugesandt, der die Bestrafung des energischen Verfassers ihrer Sparpfennige laut jammernd beklagen. Eine 60 Jahre alte beantragte. Der Gerichtshof belegte den Angeklagten mit einer Frau brach gestern Morgen in dem Schmerz über ihren Verlust Geldstrafe von 10 M., während der Staatsanwalt 30 M. beantragt hatte. ohnmächtig auf der Straße zusammen. Rommission: Das eingewendete Rechtsmittel ist als unbegründet zurückzuweisen gewesen, weil nach der der Einschätzungstommission beiwohnenden Kenntniß Frau Reflamantin Vorträge hält, das für dieselben vorausseßlich bezogene Honorar aber der Besteuerung unterliegt und mit 400 bis 500 m. jährlich nicht überschätzt erscheint." Dresden, den 23. Juli 1891. Königliche Bezirks- Steuereinnahme. J. A.: Burghard, Bez.- St.- Sefr. Die Genoffin hat sich seit Januar d. J. der Agitation in der Frauenbewegung angeschlossen und einige Referate in Sachsen übernommen, natürlich auch ihre Unkosten für Reise, Aufenthalt u. f. w. zurückerstattet bekommen. Wenn sich die übrigen Steuerbehörden der Ansicht der königlich sächsischen Bezirks- Steuerein nahme anschließen, so dürften bald alle Versammlungsredner eine Erhöhung ihrer Veranlagung zur Steuer zu erwarten haben. Immer gemiethlich! warten. machen. ,, Von einem Manne in Ihren Jahren sollte man eigent In der Klinik des Professor v. Bardeleben finden Eine Blutthat ist in Rosenthal verübt worden. Dec Schuhlich ein solches Betragen, wie Ihnen zur Last gelegt wird, gar gegenwärtig Versuche statt, Chloroform unter Anwendung eines machermeister Febre pflegte, wenn er betrunken war, seine Frau nicht vermuthen", redete der Vorsitzende des Schöffengerichts den. neuen Verfahrens zu reinigen, nämlich durch Anwendung hoher und drei Kinder zu mißhandeln. So war es auch am Montag 52 jährigen Damenschneider P. an, als derfelbe sich wegen ruhe Kältegrade. Man hofft damit die vielfach beobachteten ungleich Nachmittag; er war angetrunken und wollte seine Frau schlagen störenden Lärms und Widerstands gegen die Staatsgewalt zu ver mäßigen Wirkungen, die man bisher bei der Anwendung des da rief ihm der 59jährige Gefelle Christopf, der erst seit 14 Tagen antworten hatte. Der Beschuldigte trug ein höchst selbstbewußtes Chloroforms als Betäubungsmittel beobachtet hat, zu beseitigen. bei Fehre in Arbeit stand, zu:" Meister, schämen Sie sich nicht, Wesen zur Schau.„ Herr Präsident, eene Frau is so alt, wie sie In einer Beziehung hat sich denn auch bei Anwendung des Ihre Frau zu schlagen?" Der Meister erwiderte:" Was geht aussieht, der Mann is so alt, wie er sich fühlt," sagt een be durch Kälte gereinigten Chloroforms eine Verbesserung bei seiner das Sie an, Sie sind sofort entlassen!"" Ehe ich mir so etwas kannter Dichter sehr richtig, Sie sehen, ich habe Schule genossen Anwendung zu Betäubungszwecken gezeigt, nämlich in dem Fort- mit ansehe, gehe ich auch lieber!" antwortete der Gefelle, und- Bors.: Schweigen Sie gefälligst! Wenn Sie schon so Er begab sich nach anfangen, werden wir wohl nicht zu Ende kommen. Geben bleiben der mindestens unschönen dunkelblauen Farbe aus dem ließ sich seinen Lohn auszahlen und ging. Gesichte und anderen Hautpartien der Betäubten. Ob die dem Dittmann'schen Gasthofe und ließ sich ein Glas Bier geben. Sie kurze und präzise Antworten. Ang et 1: Det ick Marjarine Wirkungen auf den Blutumlauf, die früher mehrfach tödtlich Bald darauf erschien auch der Meister im Lokale und begann so- rede, hat noch feener beheuptet; wer mir fennt, der weeß och, waren, bei dem neuen Mittel besser sein werden, bleibt abzu- fort mit dem Gefellen Strett. Der Wirth untersagte dem Meister det ick Schule jenoffen habe. Vors.: Bestreiten sein Schimpfen, dieser setzte sich nun an den Tisch, an welchem Sie Ihre Schuld? Sie kennen ja den Inhalt der Anklage. Christopf saß und begann anscheinend ruhig mit demselben zu Angel.: Herr Präsident, wat is en Nachtwächter jejen mir? Zu dem Artikel in Nr. 171 unseres Blattes, den unterhandeln. Im Laufe des Gesprächs äußerte Christopf: Sat so'n Mann denn wohl Schule- Bors.: Sie sollen den wir unter dem Titel: Wie heut zu Tage Ar- Meister, lassen Sie mich nur ruhig ziehen, ich habe ja schon Mund halten und nicht solch ungereimtes Zeug Schwaben. beiter behandelt werden", gebracht hatten, wird uns bazu ſtill geschwiegen, daß Sie mir ohne jede Ursache Haben Sie sich in der Nacht zum 19. Mai auf dem Bellealliances mitgetheilt, daß der Putzer, der die Arbeiten im Afford über zwanzig Pfennig vom Lohne abzogen!" Kaum war dieses Wort plaze befunden? Ja oder nein! Vors.: Angefl: Ja. nommen hatte, bereits bei den Bauherren mit mehreren hundert gefallen, da ergriff Fehre sein Bierglas und versette damit dem Wer war in Ihrer Gesellschaft? AngelL: Kann ich dreiste Mark im Vorschuß war. Er erhielt jede Woche Geld. Es Christopf einen Schlag auf den Kopf, so daß dieser lautlos und sagen. Det waren zwee höchst jebildete Damen. Vors.: konnte also teine Rede davon sein, daß die Puzzer von den blutüberströmt vom Stuhle sank. Fehre stand auf und ging nach Waren Sie betrunken? Anget: Jd habe nischt an ihnen Bauherren rückständigen Lohn zu verlangen hatten. seiner Behausung. Der Wirth trug den Schwerverletzten mit bemerkt, aber det sloobe ick nich, denn sie hatten beede Schule Hilfe anderer Personen in den Garten, dort starb derselbe nach jenossen. Vors.: Nein, ich meinte, ob Sie selbst etwa Zu einem ernsten Zusammenstoß tam es vorgestern Nachtaum zehn Minuten. Seine letzten Worte waren:" Ich habe ja betrunken waren.- Angell: Oh, Herr Präsident, wat mittag in Spandau zwischen der Polizei, die zu ihrer Unterstützung Militär requirirt hatte, und einem starken Trupp renitenter nichts zu verlieren, aber um seine arme Familie thut es mir denken Sie von mir! Doch nich in der jeringsten Ent Vors: leid!" Die Leiche wurde nach dem Sprizenhause gebracht, wäh- fernung. Zigeuner. Schon am Sonnabend hatten sich in der Stadt ver- rend ein requirirter Gendarm sich aufmachte, um den Thäter zu warum erhoben Sie denn ein so fürchterliches Geschrei? Es genügt, wenn Sie" nein" sagen. schiedene Zigeunerweiber gezeigt. Am Sonntag fand sich eine zahlreiche Bande hier ein, die aber von der Polizei nach Potsdam perhaften. Letzterer befand sich in seiner Wohnung und ließ sich Angek I.: Det kann mir natierlich nich wundern, wenn een zu auf den Schub gebracht wurde. Vorgestern hatte sich aber nach kurzem Widerstreben ruhig abführen. Es ist festgestellt, daß Wächter von de Schalllehre nischt versteht; da muß eener schon wiederum ein Trupp Bigeuner, welcher vierzehn Wagen mit sich Fehre auf dem Wege zum Dittmann'schen Lokale rief:" Um das Schule jenossen haben. Ich bejleitete die Damen durch die wiederum ein Trupp Zigeuner, welcher vierzehn Wagen mit sich.. ist es heute geschehen!" und nach der That äußerte er zu Friedrichstraße nach Hause. Als wir an den Belle- Alliance- Blaz führte, an der Potsdamer Chaussee auf freiem Felde gelagert. einem Bekannten: der hat die Augen gut nach Oben gedreht, tommen, frage ick: Meine Damen, is det Ihnen vielleicht be Von dieser Stelle her drang nun, dem„ Anzeiger f. d. Havell." der muß gut Eins abgekriegt haben!" Da Rosenthal zum Amt tannt, det wir hier in Berlin un zwar uff diesen selbigten Play, zufolge, mit einem Male das Jammergeschrei eines Kindes Man titte Schildow gehört, so wurde der Thäter nach dorthin transportirt. uff den wir uns befinden, ein sehr schönes dreifaches Echo haben Am Dienstag erfolgte feine Ueberführung nach dem Moabiter Nich möglich", sagten sie un wollten det nich jlooben, indem hinzu und wurde Augenzeuge einer entsehlichen That. Untersuchungsgefängniß. Im Chauffeegraben lag ein kleines, in Zumpen gehülltes doch jar teene Berge in der Nähe wären. So'n richtijet Echo Kind, welches laut wimmerte. Ueber ihm stand ein Woher kommt es, daß so viele Menschen mit Hühner- is in meine Dogen eene von die lieblichsten Naturereignisse un großer, starfgebauter Zigeuner, der auf dem zarten Körper des angen belasteten Füßen umher wanken? In den meisten ieht noch über'n Rejenbogen, det möchte ich woll mal hören; Kindes mit Stiefeln herumtrat. Die Zuschauer wurden entrüstet Fällen wird dem Schuhmacher die Schuld gegeben; aber wie aber Herr P., Sie schweeßen uns wat vor," meente die über die unglaublich rohe Handlungsweise des Zigeuners. Das tommen wir denn dazu, wer zwingt uns denn, schlecht sitzendes, Andere. An die Ehre wollte ich mir nich jreifen lassen u werden, ฮิ น Publikum machte energisch Front gegen denselben und befreite drückendes Schuhzeug zu tragen? Wir könnten ja einfach die Andas Kind aus den Händen des Unmenschen. Dieser schien frohnahme solcher Waare verweigern; aber das läßt die liebe Gitel- ich ihnen det Echo beweisen:" Wat wünschen Sie for'n Lon?" zu sein, daß er sich des Kindes entledigt hatte, und kehrte in feit ja nicht zu, da muß der Stiefel oder Schuh recht schmal und frage ic. Ach," meenten sie, det is einjal, blos en rechten das Lager zurück. Juzwischen war aber die Polizei von dem kurz sein, damit ja der Fuß recht klein erscheint und da werden langen." s jut, sage ick, bleiben Sie mal hier stehen, ick muß Vorgefallenen benachrichtigt worden. Mehrere Beamte kamen denn die Füße in den meisten Fällen bis aufs Blut gemartert. bis an die Vittoriasaule ran. Ich jehe da denn hin un stelle schnell herbei, aber als jener Zigeuner derselben ansichtig wurde, Die Folge davon ist, daß Hühneraugen- Operateure und Quad- mir mit det Profil jejen die Säule, so det ich mit det Jesichte bestieg er seinen Wagen und fuhr im Galopp davon. Er wurde salber viel zu thun haben; Mittel über Mittel werden angepriesen nach die Friedrichstraße hinsehe un halte die Hände so vor den aber in einem Wagen verfolgt und eingeholt. Man bemächtigte und gebraucht, die in'den weitaus meisten Fällen überhaupt Mund, det die Stimme sich nich bricht un rufe: Blücher!" d sich des Zigeuners und transportirte ihn zur Stadt, wo er in nicht helfen, den lästigen Dorn zwar nicht, wohl aber die Nickel Kuchen, det echote nich un die Damen die lachten. Det ärjerte Untersuchungshaft genommen wurde. Sein Wagen und Pferd sind aus dem Portemonnaie entfernen. Biele ziehen nun auch die mir denn nu und ich stelle mir mit det Profil jejen die andere in einem Gasthof untergebracht worden. Mittlerweile wurde die Selbsthilfe vor, nehmen ein Rasir- oder sonst scharfes Messer und Seite un rufe:" Wellington!" Aber ooch der Ton kam nicht Situation beim Zigeunerlager sehr kritisch. Die Horde war wieder schneiden vom Hühnerauge ab, was sie irgend zu faſſen friegen ich versuche bet noch Mal un noch fünf bis sechs Mal. Mit holt aufgefordert worden, das Gebiet der Stadt zu verlassen; die tönnen. Hiervor ist vor Allem zu warnen, ein kleiner Schnitt eenem Male hat mir eener so bei'n Krajen un fragt mir, ob ic Zigeuner machten aber keine Miene, dem Befehl Folge zu leisten; zu tief und der Patient kann sich in größter Lebensgefahr be- denn janz und jar en Triller haben dhäte, det ick so fie nahmen vielmehr eine drohende Haltung an. Unter diesen finden, dafür giebt's Beispiele genug. mörderisch schreien dhäte.- Vorsitzender: Nun ja Umständen hielt es die Polizei für gerathen, aus den benachwar seine Frage barten militärischen Etablissements militärische Hilfe zu erbitten. Die erste Vorbedingung zur Entfernung der lästigen Hühnerberechtigt.- Angell: Id fage, Mann! sage ic, sehen Sie Bald rückte auch eine Abtheilung Soldaten heran; dieselben augen ist weites, bequemes Fußzeug; alles Doktern denn nich, det ich mir hier mit die Wissenschaft bemenge? Ach nur auf ganz wat, meente er, fommen Sie mit zur Wache. pflanzten das Seitengewehr auf und gingen nunmehr im Verein und alle Mittel werden Vorf.: Sie wenn helfen, mit den Polizeibeamten, welche blant gezogen hatten, gegen die urze Zeit der leidige enge Stiefel sollen ihn noch einen Schafskopf genannt haben. Angekl nicht durch einen weiten und Zigeuner vor; es mußte, um dieselben zum Weichen zu bringen, ganz bequemen erfest Det is' ne Dhrenverblendung von ihm jewesen, ick hatte Jakob" wird. Hat man fich erst dazu dann entschlossen, von der blanken Waffe Gebrauch gemacht werden. Unter lautem Geſchrei flüchteten die Männer, Weiber und Kinder schließlich in der jerufen, det jehörte noch mit zu't Echo un er hatte„ Schafskopp nehme man häufig des Abends Fußbäder( in lauwarmem Wasser) verstanden. Vors.: So so. Nun weiter. Sie sollen sich, ihre mit Leinwandplänen bedeckten Wagen und trieben die Pferde der Erfolg wird nicht ausbleiben. Die Schmerzen werden nach anstatt gutwillig au folgen, auf den Rand des steinernen Baffins laffen und man wird nach jedesmaligem Fußbade von der läftigen gesezt haben. zum scharfen Trabe an. Bald waren sie außerhalb des Angefl.: Wenn eener eenen Schuß in'n Stadtgebiets. Das mißhandelte Kind, ein hübsches, blondes Hornhaut mit den Fingern schmerzlos etwas entfernen können. Rücken friegt, denn soll er det Loofen schon bleiben lassen. Mädchen im Alter von drei Jahren, Namens Sephia, ist aus alter Leinwand kleine Kompressen in Größe eines Pfennigs Wesentliche Erleichterung findet man auch dadurch, daß man Borf.: Einen Schuß? Was ist denn das wieder für'n Unfint, bis auf Weiteres bei einer Frau in der Adamstraße in Pflege vierfach übereinander in faltes Wasser getaucht auf das Hühner- en janz erbärmlichet Jefieht. det is jerade als wenn die Knochen gegeben worden. Der verhaftete Zigeuner heißt Tarnalobalow. an die Ohren von Bewohnern der Adamstraße. wenn überhaupt auge legt und dann die betreffende Zehe mit einem ca. 10 cm um es nich als Lügner " hinjeſtellt war der Wächter und wollte gewiß Vors: Das wird Ueber den Selbstmord des Landgerichts- Raths Hauschtek, langen und 2 cm breiten Streifen Gummipapier umwickelt. Die zu'n Knoten zusammenjedreht würden. der sich, wie gemeldet, auf dem Friedhofe zu Gotha erschossen Kompresse muß jeden Morgen und Abend erneuert werden, sie wohl nur eine Ausrede sein, wie Sie überhaupt auf dem Gebiete der Ausreden Schule genossen zu haben scheinen. Wo waren hat, wird nachträglich bekannt, daß nicht allein zerrüttete Ver- verursacht aber keinerlei Unbequemlichkeiten, und wird man nach denn die beiden Damen geblieben? Anget: Die hatten mögensverhältnisse es waren, die den Unglücklichen in den Tod etwa 14 tägigem Gebrauch die Haut des Hühnerauges mit sich binne jemacht, als der Wächter tam. Aus der Beweisauf pulationen, um sich Geld zu verschaffen, zu suchen ist. Unter dem lauwarmen Seifenbade hilft insofern, als es den leidenden Theil, ins Glas geguckt hatte. Er kam deshalb mit einer Geldstrafe trieben, sondern daß das Hauptmotiv in verbrecherischen Mani- Leichtigkeit abziehen können. Auch Heftpflasterband nach einem nahme ging hervor, daß Herr P. in jener Nacht etwas zu tie Prädikat eines„ töniglich preußischen Landgerichts- Raths, Haupt nachdem sich das Hühnerauge losgelöst, vor neuer Berührung von 30 M. Davon, versicherte aber noch vor dem Verlassen des manns der Reserve, Ritters des eisernen Kreuzes 2c." und feiner mit dem Schuhwerk schützt. Gerichtssaales, daß er Schule genossen habe. Vertrauen erweckenden Persönlichkeit hat er seit Jahren versucht, sich Darlehen zu verschaffen, die zurückzuzahlen er nie im Stande Wir werden um Aufnahme des Folgenden ersucht: gewesen wäre. Schließlich legte er sich auf das Fälschen von Am Montag, den 20. d. M., ist in der Unionsbrauerei( HasenWechseln in hohen Beträgen, und es befinden sich, wie ein hiesiges haide) bei Gelegenheit des Sommerfestes der Buchbinder ein Blatt meldet, noch derartige Afzepte in Höhe von zirka 40 000. Pince- nez verloren gegangen. Verliererin ist eine arme Proleim Umlaufe. Mit Vorliebe benutzte er das von ihm geschriebene tarierin und empfindet den Verlust schwer, außerdem war das Afzept der Rittergutsbesitzerin Frau A. B. geb. G. auf St. bei ſelbe ein Andenken der verstorbenen Mutter. Der Finder wolle Stettin. Als der Fälligkeitstermin dieser Akzepte, die er nicht das Pinee- nez abgeben bei Bertha Artelt, Berlin NO., Höchstemehr einzulösen vermochte, herannahte und die Fälschungen an straße 50, Hof, Keller. den Tag bringen mußte, mag H. den Entschluß zum Selbstmord gefaßt haben, der ihn den Händen der Gerechtigkeit entzog. Am d. Mts. Soziale Uebersicht. Achtung, Tischler! Man sollte annehmen können, es wären bei der außerordentlichen Geschäftslosigkeit in unferem Gewerbe Sämmtliche Kollegen zur Einsicht gekommen, daß die Ueberarbeits Eine ,, Dachauer Bank" in neuer Auflage. Der Kauf- fäure zu vergiften. Nach Anwendung von Gegenmitteln wurde der Werkstatt von Barsikow u. Wolff, Wasserthorstr. 52, arbeiten Mann in seiner Wohnung in der Hochstraße sich mittels Karbol- ständen entgegengehen wollen. Dem ist aber nicht so, denn in Nr. 18/19 belegenen Kolonialwaarenhandlung von Nietschmann wurden ein Mann und eine Frau in ihren Wohnungen erhängt ganzen Sommer hindurch 11 Stunden. Sie achten nicht de mann Nietschmann, früherer Theilhaber der in der Kurstraße er noch lebend nach der Charitee gebracht. Zu derselben Zeit die Kollegen( mit Ausnahme einiger derfelben) schon fast den Vor dem Hause Neue Königsstraße 31 wurde traurigen Looses der arbeitslosen Kollegen, deren jetzt eine ganz Börse spekulirt, und dieser sah sich daher veranlaßt, das Vormittags der zweijährige Knabe Willy Hammer von einem beträchtliche Zahl vorhanden ist, inden sie die Arbeit, welche die Sozietätsverhältniß am 1. Juli d. J. zu lösen. Nietschmann Geschäftswagen überfahren und am Ropf und am Unterleib be- Arbeitslosen machen tönnten, nach Feierabend verrichten. Jeber die alte Firma beibehielt. In dieser neuen Stellung hat er es Hallesches Ufer 13, wurde Mittags die Leiche eines Mannes an- Einrichtungen in unserem Gewerbe die 91/2 stündige Arbeitszeit - Im Landwehr- Kanal, gegenüber dem Hause vernünftige Kollege wird zugeben müssen, daß bei den maschinellen und Dehme hatte ohne Vorwissen des letzteren vielfach an der vorgefunden. wurde jetzt Stadtreifender in seinem bisherigen Geschäft, welches deutend verletzt. verstanden, die sogenannte Kleine Rundschaft in geradezu empören- gefchwemmt. schon zu lang ist, trojdem arbeitet noch eine große Zahl Sonn b 9 t L δι St h b Te ft sp V TE U S 2 be ri ül 62 204 te no 7 ab 111 fe ge δε D 2 31 S 12 Tü D ( 11 he 餅 a бл be 201 ge PRESEN 201 di A Di bi fi fi b Tu جرم V tags und nach Feierabend, und unter ihnen sogar solche, die sich| dem Unterstützungsverein deutscher Buchdrucker die vollste Sym-| Kollegen sprachen sich für die Nenderung einiger Paragraphen aufgeklärte Arbeiter dünken. Wir erwarten von den Kollegen pathie entgegen; erachtet jedoch die Zeit noch nicht für geeignet, aus, da aber Anträge, welche laut Statut von zehn Mitgliedern genannter Werkstatt, daß sie den geschilderten Mißstand ab- daß auch die Buchbinder mit in diese Bewegung eintreten. Sollte unterzeichnet sein müssen, nicht eingelaufen waren, wurde beschaffen. den Buchdruckern zur Durchführung ihrer Forderung ein ernster schlossen, die Berathung bis zur nächsten Generalversammlung Die Werkstatt- Kontrollfommission des Fach- Kampf entstehen, so wird die Organisation der Buch- auszusetzen. Unter Verschiedenem wurde mitgetheilt, daß der Zeichenvereins der Tischler zu Berlin. binder 2c. in jeder Weise für kräftige Unterstützung be- lehrer Koll. Leder bei der Behörde um ein Lokal zum Zeichenunterricht Achtung, Eisenbahn- Werkstättenarbeiter Deutschlands! sorgt sein und so ihre Sympathie moralisch wie materiell angefragt und den Bescheid erhalten hatte, daß er vielleicht in Bezugnehmend auf den am 5. Februar d. J. erlassenen Aufruf, zum Ausdruck bringen. nächster Zeit eins bekommen würde. Kollege Nekel war der betreffend eine Statistik der Eisenbahn- Werkstättenarbeiter, theilen figenden des Unterstühungsvereins deutscher Buch- auf die Behörde nicht verlassen könne. Der Vorsitzende des Verbandes wird beauftragt, den Vor- Meinung, der Vorstand möge selbst ein Lokal suchen, da man sich Ein Antrag, daß diewir mit, daß aus allen Theilen Deutschlands Zuſchriften ein- Drucker und Schriftgießer hiervon in Kenntniß zu jenigen, welche an dem Zeichenkursus theilnehmen, den Beitrag gegangen sind und die Broschüre, welche auf dem Kongreß zu setzen." hierfür in drei Raten bezahlen sollen, wurde angenommen. Da Magdeburg beschlossen wurde, demnächst veröffentlicht werden wird. Trotz des in den Werkstätten geübten Druckes ist uns den Vorstand Döblin, lautete: Die Antwort der Buchdrucker Organisation, gegeben durch der Verein vom Lohntarife Exemplare nicht mehr besitzt, wurde Material in Hülle und Fülle übersandt worden. Mit Genugbeschlossen, 400 Exemplare drucken zu lassen. Beschlossen wurde Das gefl. Schreiben des Vorstandes betreffs Schaffung einer ferner, vorläufig jeden Monat eine Vereinsversammlung bei thuung heben wir die gute Betheiligung der Kollegen in Elsaß- Verbindung der im graphischen Gewerbe beschäftigten Arbeiter Keller abzuhalten. Der Vorsitzende machte dann auf das Kränzchen Lothringen hervor; zu wünschen wäre, daß die Antheilnahme habe ich unserer jüngst stattgefundenen Generalversammlung vor- aufmerksam, welches am 29. August ebenfalls bei Keller stattder östlichen Provinzen Preußens eine größere würde. Wir er- gelegt. Die Behandlung dieses Gegenstandes ergab eine ueber- findet, und ersuchte, so viel als möglich dafür zu agitiren, da der suchen nun die Genossen im Reiche, uns dadurch in unserem Vor- einstimmung dahin, daß ein Zusammenwirken und gegenseitiges Ueberschuß zur Unterstützung verwendet werden soll. Ferner haben zu unterstützen, daß sie sich mit unseren Kollegen in Ver- Unterstützen der graphischen Arbeiter selbstverständlich sein müsse, wurde mitgetheilt, daß am Sonntag, den 2. August, ein gemüthbindung setzen und ihnen die Pflicht der Betheiligung ans Herz jedoch glaubte man auf eine Union nicht eingehen zu tönnen, da licher Ausflug nach Treptow stattfindet. Treffpunkt bis 8 Uhr legen. Wir wissen beſtimmt, daß nur Aengstlichkeit im Wege sich einer derartigen Vereinigung große Schwierigkeiten ent- Nachmittags in der Bockbrauerei. Die Sigung für die Zeichensteht, und betonen deshalb nochmals, daß die Namen der Kollegen gegenstellen. Die Generalversammlung glaubte das nöthige Ber- schüler findet Sonnabend, den 1. August, bei Keller, Bergstraße nicht öffentlich genannt werden. Weitere Buschriften erbitten wir bis ständniß für die Nothwendigkeit gegenseitiger Unterstützung der Nr. 68, statt. spätestens 1. September, da Mitte Oktober die Broschüre im Druck graphischen Arbeiter auch ohne formelle Verbindung auf beiden erscheinen soll. An diejenigen Kollegen, welche uns in unserem Seiten voraussetzen zu dürfen. Eine Generalversammlung des Vereins zur Wahrung Vorhaben bis jetzt nnterstügt haben, richten wir die Bitte, uns Mitbestimmend für diese Stellungnahme waren auch die in der Intereffen der Schuhmacher und verwandten Berufsnoch weiter zur Seite zu stehen. Zu einem derartigen Unter dem werthen Schreiben des Vorstandes betonten Verhältnisse genoffen fand am 27. d. M. statt. Herr Pinn hielt einen mit nehmen ist auch Geld nöthig. Wir sind fast sämmtlich gemaß- Ihres Gewerbes, daß die in den Buchbindereien beschäftigten Ar- großem Beifall aufgenommenen Vortrag über„ Die sozialen zuregelt und es hält für uns sehr schwer, hier Arbeit zu bekommen. beiter eine allgemeine Einführung, der neun- stände im Alterthum". Alsdann verlas der Vorſizende die AntUm die Auflage der Broschüre einigermaßen in der nöthigen stündigen Arbeitszeit 3. 3. noch nicht ins Auge fassen wort des Polizeipräsidiums auf die feiner Zeit eingereichte Be Söhe feststellen zu können, ersuchen wir die Kollegen, uns jetzt fönnen. Durch diese Verschiedenartigkeit der Verhältnisse würden schwerde. Allgemeine Entrüstung rief die Ablehnung sämmtlicher schon die von ihnen gewünschte Zahl der Exemplare anzugeben; dem erfolgreichen Wirken einer Union ohne Zweifel große Hinder- Beschwerdepunkte hervor: das Polizeipräsidium billigte die der Preis eines Exemplars dürfte vielleicht die Höhe von 20 bis nisse bereitet. 25 Pfg. erreichen. Wir sind der festen Ueberzeugung, daß diese Dem Verbandstage sprechen wir für die sympathische Stellung Sicherheit hätte„ gefährdet" werden können; das Unt rechen Broschüre jedem Kollegen zugänglich gemacht werden muß, und zu der geplanten Bewegung der Buchdruder den besten Dant durch Zwischenrufe seitens des überwachenden Beamten wäre appelliren nochmals an die Genoffen im Reiche, uns hierin zur aus und geben uns der Hoffnung hin, daß das Solidaritäts- Ge- nur eine fachliche Erwiderung gewesen, wozu dieſer berechtigt Seite zu stehen, denn nur in Gemeinschaft mit der ganzen Ar- fühl der graphischen Arbeiter sich auch bei getrenntem Marschiren sei; was die sofortige Räumung des Lokals betreffe, so sei dies beiterschaft tönnen wir daran denken, unser Borhaben ganz und dokumentiren wird. nicht in amtlicher Form, also privatim, geschehen. Diese Antvoll zur Ausführung zu bringen. Alle Zusendungen sind zu wort tam den Mitgliedern denn doch zu spanisch vor, sie bes richten an Lacirer J. Levit, Linienstr. 71, Berlin IV. Quittung auftragten daher den Vorstand, die Beschwerde an das Ministerium über Empfangenes wird im Vorwärts" bekannt gegeben werden. zu senden. Mit Gruß der Ausschuß. Alsdann verlas der Kassirer die Abrechnung: J. Auftr.: Jacob Levit, Lactiver, Berlin C., Linienstr. 71, IV. Einnahme 107,20 M., Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ersucht. Ausgabe 98,20" Rabenan( Sachsen). In der Holzbildhauer- Wert tatt von D. Gerlach haben die Gehilfen wegen 10 pet. Lohureduktion die Arbeit niedergelegt und hoffen, daß von Seiten aller Kollegen der Zuzug fern gehalten wird. In Konstanz streiken die Droschkentutscher. Gie sind mit der neuen vom Bezirksamt herausgegebenen DroschkenOrdnung nicht einverstanden. imme Dresden. In hiesigen Kellnerkreisen macht sich eine Bewegung bemerkbar, die einen Zusammenschluß der im Gast wirthsgewerbe beschäftigten Angestellten zur Erzielung besserer Bezahlung und Abstellung verschiedener, die Angestellten schwer schädigender Mißstände beabsichtigt Mit den berechtigten Beschwerden soll in allernächster Zeit an die Deffentlichkeit getreten werden. Auch die Kellnerinnen wollen sich diesem Vorgehen anschließen. " Sistirung des Referenten, weil die Ruhe und die öffentliche Bleibt somit ein Bestand von 19,- M. Kollege Büttner gab die Abrechnung vom Sommerfest. Bei demselben ist ein Ueberschuß von 30,40 M. erzielt worden, welche dem Verein überwiesen sind. Aus der dann vorgenommenen Vorstandswahl gingen her vor: Kollege Menzel als 1., Süßmeier als 2. Vorsitzender, Eber lein als Schriftführer, Koch als Kassirer und die Kollegen Niederauer, Fischer und Plüschte als Revisoren. Prag. Am 15. und 16. August findet hier der erste Kongreß der österreichischen Mühlenarbeiter statt. Arbeiter- Risiko. Der Breslauer Zeitung" zufolge wurden am 29. Juli auf Maxgrube" bei Beuthen in Oberschlesien durch das Platzen einer Dampfleitung drei Arbeiter Eine Anfrage, ob die Agitationskommission von der EinbeBrünu, 29. Juli. Der Ausstand der Arbeiter an der getödtet. Ein vierter schwer Verwundeter soll im Lazareth rufung der am 3. August stattfindenden öffentlichen Versammlung Wittkoviher kesselfabrik ist nunmehr beigelegt. verstorben sein. In Szegedin stürzte am 28. Juli bei den etwas wüßte, wurde verneint bezw. dahin beantwortet, daß die Paris, 26. Juli. Gestern Abend hielten 5-6000 Drosch wurde, ein Theil des Gewölbes ein. 15 Arbeiter sind ver- solche Machinationen schädigten. Die nächste Vereinsversamm Sparkassengebäude, an welchem eine Ausbesserung vorgenommen Einberufer jener Versammlung die Schuhmacherbewegung durch tentutscher, Anhänger der Syndikats tammer, die bekanntlich schüttet und bisher 3 Todte, 4 schwer und 2 leicht Verletzte aus lung findet über 14 Tage statt. nach Einführung der Kontrolluhr den 12stündigen Arbeitstag und dem Schutt hervorgezogen. In London wurden in der 7 Fr. Lohn fordern, in Tivoli- Vauxhall unter dem Vorsiz des Chemikalienfabrik von Gateshead am Sonntag durch den plöß- Eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen Deputirten und ehemaligen Ministers Lockroy eine Versammlung ab, um den Bericht ihrer Abordnung über deren Verhandlungen lichen Einsturz von vier steinernen Kondensatoren sechs fand am Sonntag Nachmittag statt. An Stelle der am Erscheinen verhinderten Frau Emma Jhrer sprach Herr Dr. Lütgenau über mit den Droschkengesellschaften entgegenzunehmen. Da die Ge- Arbeiter zerma Imt und ein siebenter verlegt. das Thema: sellschaften sich weigern, auf die Forderungen der Kutscher einzu- Warnung vor Agentinien. Das Auswanderer- Informa fichtigung des Parteiprogramms. Aus diesem schon häufig im Die Frau und der Sozialismus", mit Berücks gehen, so beschloß die Versammlung in einer Tagesordnung für tionsbureau in London hat folgendes Zirkular herausgegeben:" Borwärts" behandelten Thema wollen wir nur eine Stelle, die den Fall, daß am Tage der Einführung der Kontroll- Uhren die Warnung. Allen Denjenigen, die nach der argentinischen von höchstem Interesse für die Stellung der Frau in der heutigen Droschtenbesiger ein Abkommen verweigern, den allgemeinen Aus- Republik auszuwandern gedenken, wird dringend empfohlen, sich Gesellschaft ist und außerdem zeigt, wie Schamgefühl und Keuschheit nach der stand in den acht darauf folgenden Tagen zu erklären. vorher mit diesem Bureau in Verbindung zu setzen. Unter den vor dem religiösen Fanatismus zurückweichen müssen, anführen. In Paris. Die Forderungen der Eisenbahn- Bedienste- gegenwärtigen Verhältnissen ist dieses Land nicht für britische hiesigen Tagesblättern befand sich am Sonntag eine Notiz, welche ten, deren Generalstreit nicht glückte, haben in folgendem be- Arbeiter werden enttäuscht sein, wenn sie in der Hoffnung, ihre mit einem griechischen Prinzen bespricht. Es heißt darin, daß Auswanderer geeignet und sowohl industrielle wie agrikulturelle die bevorstehende Vermählung einer Tochter der Kaiserin Friedrich Randen: Lage zu verbessern, nach Buenos Ayres gehen." 1. Wierzehntägige Auszahlung. 2. Beseitigung der Probe Bille( Cordoba) schreibt der Vorwärts" in Buenos Ayres: müsse. Sie habe sich dessen zwar nicht geweigert, aber in die die Prinzessin zunächst zur griechisch- katholischen Religion übertreten Arbeit. 3. Feste Anstellung nach nach einjähriger Dienstzeit Sier fehlt es gegenwärtig nicht an Arbeit, wie an den meisten griechisch- katholische Kirche fann Niemand aufgenommen werden, und Entlassung ohne Rückhaltung vom Lohne. 4. Fünfund Orten der Republik; aber es kommt sehr oft vor, daß man mit der nicht von Neuem getauft ist, und der Aft der Taufe bei der ist doppelt zu bezahlen( wurde aufgestellt, um die arbeitslosen Geld in der Hand Hunger und Durst leiden muß. Der Arbeiter genannten Kirche schreibt vor, daß der Zäufling, Stollegen unterzubringen).5. Löhne der Taglöhner jährlich verdient 25-30 Dollar monatlich, wird aber anstatt mit National gänzlich entkleidet, bis über den Kopf ins 1500 frts. und steigend bis zu 1800 Frts. bei fünfjähriger geld mit Bons oder Provinzialgeld bezahlt, welches der Arbeiter Baffer tauchen muß. Diese Art der Taufe habe die je nach der Fähigkeit. 7. Schmiede: 2000-2600 und 2800 Frts. nach fann. Will man nun mit solchem Geld Brot 2c. faufen, so ist Verhandlungen mit der Geistlichkeit zu feinem Resultat geführt Dienstzeit. 6. Werkstättenarbeiter: 1800-2600 oder 2800 Fris. poll annehmen muß, aber nur für 90 oder 85 Gts. Los werden Prinzessin anfangs mit Entrüstung zurückgewiesen, da aber alle Hat man 9. Für alle Arbeiter Pensionirung nach 20 jähriger Dienstleistung mit ist man gezwungen, solches zu fuchen, muß aber oft den ganzen gewilligt. Man darf hierbei nicht vergessen, daß nicht etwa in zwei Drittel des Lohnes. 10. Die Lehrlinge sind nach vierjähriger Ort darnach absuchen, und oft 50-60 Gts. dabei ausgeben, ehe Griechenland bei einer solchen Handlung weibliche Priester zu11. Boller Lohn bei Arbeitsunfähigkeit infolge von Verlegungen, den größten Theil und arbeitet sozusagen umsonst, und muß sehr amtirenden Priester vorgenommen werden. Dienstleistung wie Arbeiter zu behandeln und zu bezahlen./man welches bekommt. So verliert der Arbeiter an einem Bejo gegen sind, sondern es kann der Aft der Taufe nur von dem fünf Jahren. 8. Zuschläger: 1600-2000 Frts. nach fünf Jahren. Nachsuchen zwölf Freikarten für jedes Familienmitglied undi außerdem je zwei Freikarten auf allen anderen Linien. wurden. Aus Belle= Versammlungen. Nach Schluß des Referats, welches mit großem Beifall aufs genommen wurde, gelangte folgende Resolution zur einstimmigen Annahme:" Die heute in Knebel's Salon tagende öffentliche Versammlung für Frauen und Männern erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und ver pflichten sich die Theilnehmer nach dem Grundsay: Gleiches Recht Lissabon, 28. Juli. Gin Maurerstreit hat wieder begonnen. Heute Mittag fand ein Zusammenstoß mit der Polizei statt, wobei zahlreiche Verhaftungen vorgenommen Ju der Versammlung der Freien Vereinigung der für Alles, was Menschenantlig trägt, überall und immer für die In der Versammlung der Freien Vereinigung der Emanzipation( die ökonomische Befreiung) der Frau mit allen Zimmerer Berlins und Umgegend hielt Genosse Peus einen Pittsburg, 16. Juli. Die Monongahela River- Rohlengrube Bortrag über das Thema:„ Wird die Sozialdemokratie siegen?" gesetzlichen Mitteln einzutreten. Von der Diskussion wurde Abſiegen?" tand genommen, da sich Gegner nicht zum Wort meldeten." Inter will den Arbeitslohn von 3/2 auf 3 Gents pro Bushel reduziren. Der Redner führte in der Hauptsache an, daß die Sozialdemo- Verschiedenem wurde der Wirth des Lokales auf Anregung des Die Arbeiter in verschiedenen Orten haben dagegen Beschlüsse fratie wohlfiegen kann, wenn die Entwickelung der wirthschaftlichen Genossen Unger veranlaßt, für die Zukunft die Vorstellungen der gefaßt. Man glaubt, daß die Grubenverwaltung die Minen Verhältnisse entsprechend vorgeschritten ist und wir die Majorität Privat- Theater- Gesellschaft an den Sonntagen zu inhibiren, damit vom 1. bis 15. August schließen wird, falls die Lohnreduktion des Volkes hinter uns haben. Betreffs der Taktit unserer den Besuchern der Versammlung auch der Garten ohne Extras von den Arbeitern, wie zu erwarten steht, abgelehnt wird. In Fraktion, meinte Genosse Beus, es sei Pflicht und Recht jedes Entree geöffnet sei. Der Wirth gab dem Anfordern Folge, nachdiesem Falle würden 6000 Arbeiter ausgesperrt. Genossen, seine Meinung zu äußern, war aber weit entfernt zu dem die Versammlung im bejahenden Sinne abgestimmt hatte. ( New- Yorker Volksztg.) glauben, daß auf alle Einzelheiten ein so großes Gewicht gelegt werden dürfe. Die Vollmar'sche Rede habe zu lebhaften Aus- Der Verein„ Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Pottersville( Pa.), 16. Juli. Die Verwaltung der Potteinandersehungen Veranlassung gegeben, aber schon vor dreizehn Arbeiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen" tagte am biller Eisenwerfe hat gestern die Desen ausblasen lassen, Jahren seien kleine Fehler vorgekommen und die Partei habe sich 26. Juli in Feuersteins Salon, Alte Jakobstr. 75. Der leitende da die seit 2. Juli streitenden 800 Arbeiter die Arbeit nicht trohdem immer fräftiger entwickelt. wieder aufnahmen. Arzt, Herr Dr. Bernstein, sprach über Erkrankungen und deren An der Diskussion betheiligten sich die Genossen Päsler, Leh- Verhütung, über die Ursachen des Unterleibs- und des Fleckenmann, Durowskie. Genosse Päsler meinte, die heutige korrumpirte typhus, ferner über Luft, Licht und Reinlichkeit in den Wohgewirthschaftet habe, der Parlamentarismus werde uns nie zum Die nächste Versammlung findet Montag, den 24. August, in Gesellschaft müsse doch nun einmal selbst einsehen, daß sie ab- nungen. Siege führen. Genosse Lehmann ging alsdann näher auf die Oppo- Feuerstein's Salon statt. Gäste, Damen und Herren, willkommen. sition ein: es feien hier viele Ansichten vorhanden, viele Genossen Letzte Aufnahme zur Kremserpartie Freitag Abend bei Kanzow, hüteten sich jetzt schon, gegen die Taktik vorzugehen, denn es kleine Kurjir. 10. stände hier gleich derselben Ehre auf dem Spiel, weil diese Anbrücken gemeldet: Der Gesammt vorstand des RechtsKöln, 29. Juli. Der Köln. Bolts Btg." wird aus Saar[ hugvereins, sowie der Kassirer Kron sind von der tönigl. Grubenverwaltung entlassen worden. für den armen" Mann!" Das ist die„ väterliche Fürsorge des Staates gelegenheit nicht mehr sachlich, sondern schon mehr persönlich Fachverein der Tischler( Norden). In einer ziemlich Stuttgart. Der in Altenburg stattgehabte dritte Ber- verhandelt würde; gerade diejenigen Genoffen, welche während gut besuchten Versammlung hielt Herr Wach einen beifällig bebandstag der Buchbinder hatte folgende beiden Reso- der zwölfjährigen Dauer des Schandgesetzes unausgesetzt für die grüßten Vortrag über das Thema:„ Warum fordern wir die lutionen gefaßt: gerechte Sache gekämpft hätten, werden heute in den Roth ge- sozialistische Produktionsweise?" Er erkannte Genossen Werner das volle Recht an, von Unter Punkt 3 besprach man speziell die Mißstände in der I. In Erwägung, 1. daß an eine vollständige Durchführung treten. unferer auf dem Verbandstage in Hannover aufgestellten Forde einer Verflachung in der sozialdemokratischen Partei zu sprechen, Küchenmöbel- Branche, sowie den Boykott, welchen die„ Kühnerungen, oder aber auch der Forderungen anderer im graphischen denn wenn der Dreibund u. s. w. für etwas Gutes, noch dazu männer" gegen die Modelltischler üben. Unter„ Verschiedenem" tann, wenn die gegenseitige Unterstützung fämmtlicher im gra- Verflachung. Gewerbe bestehenden Branchen schlechterdings nicht gedacht werden von unsern Führern, angesehen werde, so führe dies zu einer wurde auf die bevorstehende Kommunalwahl aufmerksam gemacht, Vereinsangelegenheiten dann die gewerkschaftliche Statistit erörtert und größtmögliche phischen Gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen wurde die Versammlung geschlossen. Betheiligung daran empfohlen, sowie auf den neugegründeten Verein der Ost- und Westpreußen hingewiesen. Mitzutheilen ist der einzelnen Branchen zu großen, eine ganze Induſtrie Der Fachverein der Stellmacher Berlins hielt am noch, daß die Zahlstelle 11, bisher Fennstr. 4a, sich jezt Fennpadurch den 26. Punkt straße 5 befindet. Arbeiter- Organisationen mit Nachdruck entgegentreten tön nen; erstattete der Kassirer, Kollege Böttiger, den Kassenbericht, danach fehlt; 2. daß sich die Unternehmer ohne Unterschied Vergolder. Am 20. Juli hielt die Filiale Berlin ihre Monats- Versamms Berliner Gewerkschaftskonferenz gedacht werden muß, beschließt visoren die Richtigkeit des Berichtes bestätigt hatten, wurde dem, Der ertheilt. lung ab. Der Vorsitzende brachte zunächst den Tod des Kollegen ber Vereine der in" Buchbindereien 2e. beschäftigten Arbeiter wird Bericht über den am 18. Juni stattgefundenen Sommernachtsball Tiesler zur Kenntniß der Versammlung; die selbe ehrte den Vereimächtigt und beauftragt, die einleitenden Schritte zu thun, um ergab einen Ueberschuß von 77,85 M. Dieser soll dem neu- storbenen von den Plägen. Der erste Punkt der Tagesordnung Arbeiter und Arbeiterinnen herbeizuführen." Ure Vereinigung sämmtlicher in graphischen Gewerbe beschäftigten gegründeten Unterstügungsfonds zugeführt werden, dessen Kassen- tonnte nicht völlig erledigt werden, ba ber allein bei der Revision bestand 116,75 M. beträgt. Auch die Richtigkeit dieses Berichtes gegenwärtig gewesene Revisor die Verantwortung für den Kaffendaß die Bewegung der Buchdrucker bringt der heutige Verbandstag| Statutenberathung, entspann sich eine längere Debatte. Mehrere I anderen Revisoren auch dabei sind. Er erklärte im Uebrigen be 31 int en en 113 Die en weit e m Verein mit den anderen Revisoren die Arbeit nochmals vorbei Schröder, Stegligerstr. 18. Gäste willkommen. fommen. Berein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule hat oder nicht. nommen: Folgender Antrag und folgende Resolutionen wurden angeAntrag: Den Revisor Wutsky seines Amtes zu entheben, da er sich nicht mehr um den Verband kümmert. 1 Sprechlaal. Inhalt desselben identifiziert zu werden. heimer Eisenbahnunfalles ist das ordentliche Straf Bamberg, 29. Juli. Jn Angelegenheit des Eggols verfahren eingeleitet gegen den Bahnmeister von Forchheim, dem Wechselwärter Knoll von Eggolsheim und dem Lokomotivführer Binder der zweiten Maschine. Million Gulden. Paris, 28. Juli. Der Bahnhofschef von Vincennes wurde verhaftet, weil er den Zug abgehen ließ trotz des Signals, daß die Strecke nicht frei sei. Die Zahl der Todten wird jezt auf 70 machung, daß der Eisenbahnunfall bei St. Mandé dem Bruche angegeben. Die Eisenbahngesellschaft leugnet in einer Bekannt der Bremse zuzuschreiben sei, sondern das Unglück falle dem Lokomotivführer des Ergänzungszuges zur Last, welcher unterlassen habe auf die Haltesignale zu achten. ben Kassenbestand für richtig und wird nur aus jenem Grunde schule. Sigung, Abends 9% Uhr, bei Saeger, Grüner Weg 29. Gäste will nehmen. Unter Punkt 2 wurde Paul Lint als Kassirer gewählt, Schüler ver so. Gemeindeschule. Heute 9 Uhr erſte Gigung im neuen Ber ferner zu Punkt 3( Wahl einer aus drei Personen bestehenden einslokal bei Noll, Andreassir. 3 ,,, Zur Kornblume". Ehemalige Schüler der Ueberwachungs- Kommission für den Arbeitsnachweis) der Antrag trans", Weidenweg 12. 85. Gemeindeschule als Gäste willkommen. Tambourverein Jungfern angenommen, dem ausgeschlossenen Mitglied M. Boesch( als Rauchklub„ Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Jnsinger, KrautsAntragsteller zum dritten Punkt) das Wort zu ertheilen, den- ftraße 48.- Rauchflub Kernspize", Abends 8% ithr bei A. Böhl, Rüders- Wien, 29. Juli. Auch im Grenzzollamte von elben überhaupt an allen Debatten in dieser Versammlung theil- borferstr. St Rauchtlub Collegia", Abends 9 uhr, in Spengler's Wirths- Nowosielica wurden große Unterschleife entdeckt. tehmen zu lassen. Hiernach wurde nach längerer Debatte Breslauerstr. 27. haus, Stalitzerstr. 41.- Rauchflub„ Borwärt 3", Abends 9 Uhr, bei Tempel, Der Amtsleiter und der Kontrolleur wurden suspendirt. Die ser dritte Punkt abgelehnt. Rauchflub„ Arcona", Abends 9 Uhr Reichenberger bisher nachgewiesene Schädigung der Aerars übersteigt eine Die Abrechnung vom straße 71. Stiftungsfest ergab eine Einnahme von 362 M. 70 Pf., eine Ausgabe von 192 M. 5 Pf. und einen Ueberschnß von 170 M. 65 Pf. Dieser Ueberschuß soll zur Deckung des Defizits, welches die Filiale Berlin durch die Veruntreuung des ehemaligen Kassirers zu erleiden hatte, verwendet werden. Der Vorsitzende ertheilte dem kollegen Sprenger im Namen der Versammlung Decharge. Unter Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzuVerschiedenem kamen Verhältnisse in 2 Rahmenbuden zur Sprache. geben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Es wurde den Kollegen ans Herz gelegt, fest und treu an den Be- Intereffes zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem schlüssen der Versammlungen vom Oktober- November 1890 festzuhalten. An die Ortsverwaltung stellte man die Frage, was Während einer dreiwöchentlichen Reise, die ich nach MarienSen Hauptvorstand bewogen habe, Kollegen Boesch auszuschließen. bad unternehmen mußte, haben mehrere bei uns beschäftigt ge- Eine russische Missethat. Von einer scheußlichen Rohheit Der Vorsitzende bemerkte, wenn Boesch dem Hauptvorstand in wesene Leute eine Volksversammlung einberufen mit einer Tages- russischer Behörden in Warschau giebt die„ Times" Kunde. Wie der Filialversammlung vorwerfe, die Mitglieder betrogen zuordnung, die von vornherein den Anschein erweckte, als wenn immer, sind die Einzelheiten erst allmälig in das Publikum ge haben, er auch Beweise dafür erbringen müsse. Sofern das ge- es den Einberufern um andere Dinge zu thun gewesen, als drungen und haben in Polen große Entrüstung erregt. Am schehe, sei er wieder vollberechtigtes Mitglied. Dieselbe Frage wie die Tagesordnung besagt. Dieser Anschein hat sich später 31. Mai, so erzählt das englische Blatt, spielte die Tochter des wurde an den Verbandsvorsitzenden Fries gerichtet. Derselbe er- auch als begründet erwiesen. In dieser Versammlung foll nach Generals Buserew, noch ein Kind, Ball im Sächsischen Garten widerte, daß Boesch laut§ 5 des Statuts vom Hauptvorstand ein sehr stürmischen Debatten, die weniger fachlicher als persönlicher zu Warschau. Zufällig traf sie dabei einen zehn Jahre alten stimmig ausgeschlossen wurde; wenn derselbe den Hauptvorstand Natur waren, eine Kommission gewählt sein zur Untersuchung Knaben Namens Winter. Dieser warf den Ball, wahrscheinlich in einer Versammlung als Betrüger hinstellt, bezw. behauptete, der gegen den Unterzeichneten vorgebrachten Klagen; auch finde mit einiger Heftigkeit, zurück, worauf das Kindermädchen, welches derselbe habe den Verband betrogen, so fordere der Vorstand ich daraufhin im Sprechsaal der ersten Beilage der Nr. 171 des zur Ueberwachung der Tochter des Generals Buserem zugegen dafür die Beweise. Im übrigen wird die Generalversammlung Vorwärts" vom 25. Juli d. J. eine Aufforderung dieser Kom- war, auf den Knaben Winter losstürzte und ihn zu prügeln darüber die Entscheidung treffen, ob der Vorstand recht gehandelt mission, an einem bestimmten Tage vor ihr pünktlich zu er anfing. Der Knabe leistete Widerstand, schlug das Kindermädchen scheinen und mich zu verantworten. wieder und belegte es mit Namen, welche bewiesen, daß er ein ablehne, bemerke ich ergebenst, daß ich es niemals zugeben und betrachten. Das Mädchen rief nun nach Polizei, welche der Indem ich Leyteres für jezt und die Folgezeit entschieden Pole und gelehrt worden war, die Russen mit Verachtung zu mich daran betheiligen werde, daß private, den Unterzeichneten Knaben verhaftete und für die ganze Nacht einsperrte. G betreffende Angelegenheiten in öffentlicher Versammlung ihre Er- wurde ein ausführliches Protokoll aufgenommen und dieses dem von mir erwarten können, daß ich einer beliebigen Kommission antwortete dieser, daß der Knabe gepeitscht werden müsse und ledigung finden, auch wird kein einsichtiger und ernster Mann General- Gouverneur Gurko übersandt. Am nächsten Morgen gegenüber, von deren Unparteilichkeit ich nicht ohne Weiteres 25 Schläge zu erhalten habe. Nach dem Gesez können Kinder überzeugt bin, mich wegen berechtigter Maßnahmen, die eine körperliche Büchtigung nur durch ihre Eltern erhalten. ich werde dergleichen Zumuthungen stets zurückweisen, zumal ich wenden müssen. Sie zog es aber vor, den Vormund des Knaben, mir meine geschäftliche Thätigkeit gebieten, verantworten soll,( Winter's Vater ist todt.) Die Polizei hätte sich an seine Mutter auch nicht die geringste Garantie dafür besitze, daß ich, im Falle einen Herrn Obschewsti, herbeizurufen, welchem sie erklärte, daß die Klagen gegen mich als unbegründet zurückgewiesen werden, fie, wenn er das Urtheil nicht vollstrecke, sein Geschäft( ein Café irgend einen Schutz von Seiten dieser Kommission zu erwarten mit Konditorei) schließen werde. Der Vormund ließ sich aus Wäschebranche. In Seefeldt's Salon tagte eine VersammFurcht, feinen Lebensunterhalt zu verlieren, nur widerstrebend lung für die Wäschebranche. Herr Türk referirte zur allgemeinen Dagegen werde ich stets bereit sein, falls einer der bei uns dazu herbei, dem Wunsche der Polizei nachzukommen. Der Ge Zufriedenheit über Herenprozesse. Von einer Diskussion nahm Angestellten irgend eine Klage hat, die ohne Mittelperson fängnißarzt wurde herbeigerufen, der Knabe ausgekleidet, und man Abstand. Hierauf wurde der Vierteljahrsbericht durch den nicht oder schwer zu erledigen ist, mit dem Vorstand nun begann das Peitschen. Beim siebenten Streiche wurde der Kassirer Herrn Koopmann verlesen und dann dem letzteren auf derjenigen Freien Vereinigung, welcher der Betreffende Knabe ohnmächtig, und der Arzt erklärte, es wäre gefährlich, eine Antrag des Revisors Herrn Zembke Decharge ertheilt. Bei der angehört, zu verhandeln, weil ich gewiß bin, daß hierdurch Klagen so schwere Strafe an dem Knaben zu vollziehen. Der Knabe Wahl des Kassirers, welche auf Veranlassung des Kollegen eine unparteiische und schnelle Erledigung finden werden und war sehr nervöser Natur und der Arzt erklärte, nicht für das Kobelt vorgenommen wurde, verzichteten die vorgeschlagenen außerdem der qu. Vorstand immer eine Autorität besitzt, die mich Leben des Knaben garantiren zu können, wenn eine solche Kollegen auf die Annahme des Amtes, worauf Herr Koopmann gegen weitere Widerwärtigkeiten schützt. Tortur bei ihm angewandt würde. Auch Obschewski war entsegt erklärte, wenn die Versammlung damit einverstanden sei, wolle über die Wirkung seiner Schläge, er warf die Geißel ärgerlich er das Amt noch 4 Wochen, bis zur nächsten Versammlung verweg und erklärte, die Polizei möge sein Café schließen und ihn walten. Das Anerbieten fand Annahme. Unter Verschiedenem ruiniren, allein nichts tönne ihn dazu bringen, das Peitschen zu wurde ein Antrag des Schriftführers, einen bedürftigen Kollegen beenden. Nachdem die Polizei sich davon überzeugt hatte, daß mit 30 M. zu unterstützen, nach einigem Für und Wider angeder Arzt und der Vormund nicht nachgeben würden, sandte die nommen. Dann berichtete der Schriftführer noch über mehrere Gefängnißverwaltung dem Generalgouverneur ein Telegramm, gewerkschaftliche und kollegiale Vorkommnisse aus seiner Firma, in welchem mitgetheilt wurde, was vorgefallen war und um worauf Kollege Arndt die außerordentliche Kollegialität seiner Instruktion gebeten wurde. Man sollte es taum glauben, daß Mitarbeiter in längeren Ausführungen schilderte. Insbesondere General Gurko, der Held des Plewna- Passes", sofort zurückgedachte er des Verhaltens des Kollegen 2. Krüger, welcher das telegraphirte, daß die Geißelung vollständig ausgeführt werden Anerbieten gemacht habe, eine besondere Facon Rragen statt für müsse. Ein Polizist gab darauf dem Knaben die übrigen den alten Preis von 6 Pf. per Dutzend jetzt für 4 Pf. zu 18 Hiebe. Besinnungslos, mit Blut bedeckt, mit zerfleischtem schneiden. Es sei natürlich, wenn der Chef auf derartige Rücken und in heftigen Krämpfen wurde der Knabe seiner Mutter Bom ,, Leuchtthurm", Wochenhefte für Boltsbildung, Preis Manipulation der Kollegen eingehe. H. Grashold äußerte über jedes Eremplars 10 Pf.( Verlag von Th. Huth in Berlin), ent- urückgebracht. Die unglückliche Frau war bis dahin in voll beide Angelegenheiten scharfen Tabel und ermahnte zur Einigkeit hielt Heft 6 und 7: F. Vitalis:„ Gin Borkämpfer des ſtändiger Unkenntniß über das Schicksal ihres Sohnes gehalten I. Resolution: Die heutige Filialversammlung Berlins drückt dem Hauptvorstand ihr Mißtrauen in Betreff Ausschließung des Mitgliedes Kollegen Boesch aus und ersucht den Hauptvorstand, die Ausschließung wieder zurückzuziehen. II. Resolution: Die heutige Versammlung protestirt gegen das Vorgehen des Hauptvorstandes und ersucht den Vorstand sowohl wie den Ausschuß, das Verfahren gegen Kollegen Boesch aufzuheben. und recht reger Agitation für den Verein. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Ausschußsizung. Sonntag, ben 3. August, Vormittags 9% Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung 1, Aufnahme von Vereinen. 2. Bericht der Kommiffion zum Stiftungsfeft. 3. Wahl der Dirigenten zum Stiftungsfest. 4. Verschiedenes. Bundesbeiträge werden von 9-10 Uhr entgegengenommen. um 10 Uhr Berlefung der Präsenzliste. Vereine, welche vom Sommerfest noch nicht abgerechnet, werden aufgefordert, vor der Ausschußsizung dies mit E. Simanowsti, Ackerstr. 101, vorn 1 Tr., Abends 8 Uhr, zu erledigen. Der Vorstand. • Fachverein der Weber. General Bersammlung am Sonnabend, den 1. August, Abends 8% Uhr, im Lokal des Herrn Bolzmann, Andreassir. 26. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über die Verfügung des Vereinsvermögens. 2. Regelung der Spedition unseres Vereinsorgans. 3. Verschiedenes. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Arbeiter- Bildungsschule. Für die Schüler der Stenographie( System Boller), welche sich während der Ferien weiter ausbilden wollen, finden in der Dftschule, Markusstr. 31, Sonntag, Bormittags von 9 bis 11 Uhr, Uebungs( tunden statt. Bappel- Allee 3-4. " Gesangverein " Gesangverein 8utunft 1", Stegliz, Restaurant Indem ich dies gleichzeitig als die einzige und letzte Antwort auf die an mich gerichtete öffentliche Aufforderung betrachte, empfehle ich mich Mit Hochachtung ergebenst Arendt, Direktor des Münchener Brauhaus" Aktien- Gesellschaft. Literarisches. P. " Volles aus dem Lager der Gottesgläubigen."( Lamennon's). W. Hasenclever:„ Die Produktiv- Assoziationen nach Ferd. Lassalle und Louis Blanc." E. von Schabelsky:„ Der forrette Tapir."- Dr. Carl Pinn: Der Selbstmord und die sozialen Verhältnisse in Deutschland." Emile Zola: Im Bauch von Paris."( Roman.) Angekündigt ist für Heft 8 der Abdruck einer größeren Arbeit von P. Vitalis: Das höchste Recht des Voltes." Darstellung der ververschiedenen Wahlsysteme nach den Gesichtspunkten der Vernunft, Gerechtigkeit und Freiheit. " Vermischtes. worden. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Effent a. d. Ruhr, 29. Juli. Nach einer Meldung der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" fanden heute Mittag zwölf am neuen Essener Wasserwert beschäftigte Arbeiter und zwei Mädchen durch das Umschlagen des Schiffes, mit welchem sie bei Spillen burg über den Ruhrfluß fuhren, in den Wellen den Tod. Die Leichen waren bis heute Abend noch nicht aufgefunden. Tilfit, 29. Juli. Reichstags- Erfahwahl. Bisher sind für von Reibnitz( dfr.) 6428, für Weiß( fons.) 5412, für Lorenz( 508) 1032, für Hobrecht( natlib.) 252 und für Broßzeit( Litthauer) 86 Stimmen gezählt. Das Ergebniß aus 53 Bezirken steht noch aus. = Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Berein ,, Volts: bildung"( Männer und Frauen) Abends 9 Uhr, im Restaurant Zeitz, 27. Juli. Ein sonderbares Gerücht wird Nürnberg, Schönhauser Allee Nr. 28. Lese- und Diskutirklub Wa ch Auf Nachmittags 8 Uhr, in der Große Frantfurterstr. 99, Frantfurter Bier augenblicklich in unserer Stadt tolportirt, nämlich die Gohliser hallen"." Wahrheit", Martusstraße 31." Heine" in Rirdorf, Brauerei, Eigenthümerin der Bürgererholung", wolle die letztere Tiljit, 29. Juli. Reichstags Erfahwahl. Bis jetzt sind Gate Knesebeck und Hermannstraße, Restaurant" Beyler. Gäste will verkaufen, und zwar 15 000 m. billiger als ursprünglich, 5. h. gezählt für: von Reibniz( dfr.) 7780, Weiß( tons.) 6840, Lorenz tommen." Neue Beit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. Süd- Ost", 8% Uhr bet Toltsdorf, Görligerstr. 58. Gäste, burch Mitglieder für den Preis von 42000 M. Die Stadt Zeit wolle dann dem( Sozialdemokrat) 908, Hobrecht( natl.) 237 und Broszeit( Litthauer) eingeführt, haben Zutritt. Lese- und Diskutirklub Fester Wille", neuen Besitzer sofort die Konzession ertheilen und 30 000 m. als 30 Stimmen. Aus 16 Bezirken fehlen zwar noch die Ergebniß Abends 8½ Uhr, bet Schulz, Gartenstr. 70. Gäste durch Mitglieder eingeführt erste Hypothek auf das Grundstück geben unter der Bedingung, zahlen, jedoch ist es sicher, daß es zwischen v. Reibniz und Weiß habet Zutritt. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungs- daß der neue Eigenthümer sein Lokal nicht mehr zu sozialzur Stichwahl kommt. ftunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Männerchor St. Demokratischen Versammlungen hergiebt und Urban", Annenstraße 9, bei Prog. Paris, 29. Juli. Die Beerdigung der bei dem Eisenbahns Stopeniderſtraße 127a, bet Rüfter.- Gesangverein, tornblume", Blumen sämmtliche Vereine hinauswirft, welche im Verdachte der Sozial- unfall von St. Mandé Verunglückten fand heute Nachmittag Straße 54, bet Wuttke. Gesangverein der Berliner Schmiede", Bres- demokratie stehen! statt. In dem Zuge befanden sich 16 Leichenwagen. Der Prä Lauerstr. 27, bei Tempel. Gesangverein Frühlingslust", Flottwell- Der Zeißer Voltsbote" erwartet von der Behörde ein ener- fident Carnot und der Minister des Innern, Constans, hatten Straße 5, bet Bartel. Gesangverein Brezelschluß", Annenstr. 16, gisches Dementi dieses Gerüchts. Wir nicht. bet Reßner. Arbeiter- Gesangverein" ,, Weiße Rose", Reinickendorf, Vertreter abgeordnet, die Minister für Arbeiten und für Ackerbau Residensstr. 101, bei Garus. Gesangverein Morgenroth 1", Rummels burg, bei Hente. Gesangverein Dorfglöcklein", Wilmersdorf, Hamburg. Der Raffeehändler Ludwig Rahrs nahmen persönlich an der Leichenfeier Theil. Der Maire eröffnete Brandenburgischestr. 106, bei Gräß. Gesangverein cho 2", Alte Schön ist nach Unterschlagung einer halben Million den Trauerzug, dem eine unabsehbare Menge folgte. hauserstr. 42, bei Reimann. Gesangverein Einigteit"( Sutmacher), flüchtig geworden und wird vom Staatsanwalt steckbrieflich Toulouse, 29. Juli. Die Bediensteten der Omnibus- und Hildebrand. Gesangverein ar monte", Tempelhof, Dorfstr. 10, bei verfolgt. Die Flucht erregte an der Börse das übliche„ große Tramwaygesellschaften haben heute Vormittag mit dem Ver Gerth. Gefangverein Kreuzberger Harmonie", Lindenstr. 106. Aufsehen". langen einer Lohnerhöhung ganz plößlich die Arbeit eingestellt. Gesangverein Beilchenblau", Rottbuser Damm 74. Sängerchor der London, 29. Juli. Einer Meldung des Reuter'schen Töpfer Berlins, Brunnenstr. 38, bet Gnadt. Gesangverein„ Blaue Schleswig- Holstein. Der Pastor Wendt in Süder- Bureaus" aus Alexandrien zufolge starben am vergangenen Sonu Schleife", Pantom, Schönholzerstr. 10. Gefangverein 3 utunft 2", hastedt ist vom Kieler Konsistorium zu einjähriger Suspension tag in Metta 114, in Djeddah 30 Personen an der Cholera. Nieder- Schönhausen, Lindenstr. 25. ,, Ostpreußischer Männer gefangverein"( Dirigent Droes), jeben Donnerstag 9-11 Uhr, Fischer- vom Amte verurtheilt worden. Innerhalb des Wendt'schen Pfarrftraße 41, bet Stockfisch. Landsleute wilkommen. Gesangverein E del bezirkes liegen zahlreiche Baracken, die den Arbeitern am NordDeiß" Melchiorstraße 15, bei Stehmann. Gesangverein Borar", ostsee- Kanal als Aufenthalt dienen; unter diesen sind Lutheraner, Admiralfir. 38, bei Bülow.„ Seeger'scher Gesangverein", Unierte und Katholiken. Pastor Wendt erhielt vom Konsistorium Blumenstr. 46, bei Weick. Briefkaffen der Redaktion. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. den Anftrag, diesen Leuten die Seelsorge angedeihen zu lassen. Donnerstag: Geselliger Klub Blau Weilchen", 9 Uhr, Oranienstr. 153, Der Pastor lehnte aber den Auftrag des Konsistoriums hinsichtlich Bet Anfragen bitten wir die Abonnements Quittung beizufügen. Brieflich Privat- Theatergesellschaft Fidelio", 9% Uhr, bei Gaillard, Prinzenstr. 87. der Katholiken und Unierten ab. Musikdilettantenverein ,, Animo", bei Schmidt, Wrangelfir. 141.- Geselliger Berein, Grüne Eiche"( vor dem Halle'schen Thor), Solmsstraße 1. Buchdrucker. Kann nur mit Ihrer Namensunterschrift ver Theaterverein Helmerding", Röthenerstr. 11. Vergnügungsverein Leipzig. Der Schuhmachergeselle Weißleder, welcher sich öffentlicht werden. ,, Hilaritas", bei Tempel, Breslauerstr. 27. Privat- Theater- und Pan- im Laufe der letzten Monate in etwa 15 Fällen den„ Spaß" tominengesellschaft Fiedeler Geist", bei Schneider, Adalbertstr. 8. gemacht hat, Damen auf der Straße die Kleider zu Bergnügungsverein, Ginigte it", bei Linke, Forsterstr. 45. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat zerschneiden, wurde gestern vom Schöffengericht wegen tlub Rüdwärts", Abends 8½ Uhr, im Restaurant Boderte, Ballisaden- Sachbeschädigung zu 3 Jahren Gefängniß verurtheilt. Die von ftraße 47.- Stattlub Revolution". Jeden Donnerstag und Sonnabend dem Angeklagten an den Tag gelegte Rohheit und Gemeinheit von 8 Uhr Abends ab Sigung im Restaurant Langestraße 70 bet Bogasch. wurde von dem Gerichtshof bei Abmessung der Strafe besonders Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Lübec'scher Turnverein, Männer- Abtheilung, Abends 8-10 uhr, erschwerend in Rechnung gezogen. Elifabethstr. 67-58, Rönigstädt. Gymnasium. Turnverein D sten", Lehrlings Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenftr. 63a. Berliner München, 28. Juli. Nach den„ Neuesten Nachrichten" erTurngenossenschaft, 1. Lehrlings- Abtheilung, Abends 8-10% uhr, tranten gestern während eines Gewittersturm es durch UmMänner- Gefangverein" Crescendo", Abends 9 Uhr, bet Körting, tippen des Kahnes im Tegernsee der Hofphotograph ReitGneisenaustraße 88. Offenbacher Sángertranz", Uebungsstunde mayer von Tegernsee und die Schuhplattler- Tänzer Schmidt und von 9-11 im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Gäste willkommen. Obermayer. Letzterer war mit Hospauer's Theatergesellschaft in Berein, 8ic 8a d". Sizung mit Damen 9 Uhr in ströſches Geſellſchafts- Amerika gewesen. Gastwirth Lerofal( München geeft ich haus, Fichteftr. 29. Geselliger Verein, Regina", Sigung mit Damen, Abends 9 Uhr, im Reichsgarten, Dranienstr. 108. Gäfte willkommen. die vom Herzog Karl Theodor herbeigezogene Hilfe gerettet. Gefangverein, Blaue Schleife", Pantow, Schönholzerstraße Nr. 11 bei Kuhnert. Gesangverein Mandoline", Neue Friedrichstr. 44, bei München. Der Bürgermeister von Ettenberg bei Röllig. Pfropfenverein Wedding", Abends 8% Uhr bei K. Helterhoff, Berchtesgaden ist vorige Woche wegen Wilddieberei verAntonftr. 5. Vergnügungsverein, a price", Ab. 9 ühr, Sigung mit Damen im ,, Marienbad", Badstr. 35-36, Saal 1 Tr. Bergnügungsverein Beilhaftet worden. Er versuchte zu leugnen, wurde aber durch chen", 9% Uhr, Sigung mit Damen bet gülow, Admiralstraße 38. Gäste will- Beugen überführt, daß er das Wild durch Schlingen fängt, es tominen. Privattheater- Gesellschaft offnung", Abends 8% uhr, im regelrecht abrnickt und an den Wirth von Gern verkauft, der es Klubhaus, Dhmgaffe 2. Gäste willkommen. Verein ehemaliger Schüler ber 98. Gemeindeschule, abends 9 Uhr, im Gesellschaftshause Oftenb", wieder an den Birth vom„ Salzburger Hof" in Berchtesgaden im Lessing- Theater, Pantstr. 9-10. " Rüdersdorferstr. 45.- Berein ehemaliger Schüler der 23. Gemeinde verschleißt. Antwort wird nicht ertheilt. A. W., Boeckhstr. Für uns nicht verwendbar. 101. A. K. Das wissen wir nicht. Frau T., Juvalidenstr. Der betreffende Herr wird wahr scheinlich in Glogau wohnen. Obft. Sie haben Recht. Leipzig ist die zweitgrößte Stadt in Deutschland. J. S., Agram. Ihr Schreiben ist uns unverständlich. Wir können doch in unseren Ausführungen nicht auf die Spesial verhältnisse Ihrer Heimath Rücksicht nehmen. C. K. Wissen wir nicht. 10 X 1. Wenden Sie sich an das Polizei- Präsidium. C. F., Lieguiterstr. 42. Ohne Kenntniß der näheren Um stände läßt sich Ihre Frage überhaupt nicht beantworten. 3 mündlicher Auskunft sind wir bereit. Fräulein Wabuit wird um Angabe ihrer Adresse gebeten. Stöckelsdorf. Die Adresse ist Hugo Hinge, Berlin Wa Lüßowstr. 106. Arabi- Pascha. Uns ist nichts bekannt. 2., Kötschenbroda. Ihr Inserat kostet 4 M. J. K., Steinmenstr. Die Altersversicherungsmarken können durch einen horizontalen Tintenstrich entwerthet werden. Mil anderen Zeichen dürfen sie aber nicht versehen werden. Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. f E ni gr al 999 ba E ja tr 5E te 10 m di bi tro 10 ni G re bi in fin 88 R SK R 9 de W de St tu di 8 ih Ia Sti au ос bi fet A ift ar D bu m fei Ba Bu