und W Jh. 106 Freitag, 8. Mai 1885 ll�JahrA. i zu HB t#%' n&änW sse ixaffnriW land w fetS war, � ittn um nlte IM !ch»u ili wird«« irbel Die Aus" H aben e% 1 H ch l-n� b-h-u»� i# i'ISj ;en S®! en 0*! zanB ?£> SÄ -Ä lillen- sein- tre JM AS öderen A S hiN'�, wenn SerlimrVÄ Brgan für die Interessen der Arbeiter. . Das„Berliner Volksblatt" jefqetnt täglich Morgen? außer nach Sonn- und Festtagen. WonnementspreiS verlin frei ins HauS vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 � vnstabonnemerrt 4 Mf. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags-Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. (Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) Jnsertiousgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren. Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annonce«« Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Keuthstraße 2*— Grpedition: Zimmerstraße 44. einen groben Klotz gehört ein grober Keil. NnadfU, ige'flfffjs cndeiu" ist ü' •eJSk „"'»ortete, als Fürst Bismarck erregt fragte, wer auf der das Nein! gerufen habe, als vom Vertrauen M die Regierung die Rede»ar, dieser„heldenmüthige" "Uamentarier fährt so gern,»ie ein bissiger Köter, den 21« Denkenden zmische» die Beine, wo er glaubt, die» �iftraft thun zu können. »«o hat er jetzt wieder einmal einen derartigen Streich «übt, indem er in seinen Leib- und Magen Organen, in Ji*.««t lauer Morgenzeitung" und der„B-rliner Zeitung" -Arbeiterpartei mit dem ganzen Geifer seine« v%(S und seiner Virleumdung überschüttet. * Der Artikel ist überschriebe«:„Die sozialistische i?' i m Reichstag e." Dieser Artikel �belehrt" zunächst die sozialistische Frak- »ie sie sich eigentlich zu verhalten habe; sie müsse iwcder sich al» �revolutionäre" Partei geberden, oder M°» den parlamentarischen Arbeiten voll und ganz nehmen. i Als ob bislang die sozialistisch« Fraktion nicht immer wJ�ld-nen Mittelweg eingeschlagen hätte! UnS ist bekannt, daß dieselbe immer betont hat, daß die EntWickelung der sozialen Frage im Interesse »i l>n»ünfiig«n Menschen liege, daß die Fraktion aber fall?. parlamentarische Spielerei v-r- Fut.«""»de, durch welche die Fortschrittspartei unter Herrn Artikelschreiber« untergehe. Und auf heute®ton*l,un"e steht die Sozialistische Fraktion noch m Der Herr Mrtikelschreiber hat allerdings Grund, die v""NuntSspielerei zu liebe«— der Mann lebt ja ""on! Der Herr Artikelschreiber greift nun d>e sozialistische Aktion besonder« deshalb an, weil sie, da sie keine Re- ?".'"'ion machen wolle, sich an den parlan entarischen Ar- gn nicht genügend betheilige und sucht merkwürdiger snu der fleißigsten Mitglieder als Bei» aÜ!*. heraus, die Herren Singer und K a y s e r. uÜv' als ob der Herr über Nacht Antisemit ge- »äre! und was wirst er den Herren vor? Der eine hat sich � vor den dritten entscheidenden Lesungen de» Zolltarif« i»«sn Privatgeschäfte Urlaub erbeten und der andere soll «n b eintt KommisfionSfitzung gefehlt haben. «Was nun den Abgeordneten Singer anbelangt, so --r�i JeuiLteton. 3m Eckfenster. Roman von Friedrich Gerstäcker. (Fortsetzung.) sa� Während HanS Solberg und Graf Rauten ihre Be« be««?V»ndet hatten und wieder heimwärts fuhren— Beide W/s Schooß und, wie es schien, von keiner Sorge &*»» 8*—, saß drüben in der Wohnung de« Meister« "Ub tl der kranke Sohn am Fenster in des Vaters Lehnstuhl looJ das bleiche Antlitz in die Hand und den Ell» ®uf die Lehne de« Stuhle« gestützt, hinter dem mit Hstä»! Hongenen Fenster in trübem Sinnen auf die Straße Wunbl"vch recht elend au». Der sonst so kräftige, jet8,t* Mensch tr« nicht allein von einem Fieber ergriffen Steten'onfc«B sein Geist, seine Gedanken, die in ihm ar- Ivlfn, t ihn marterten, hatten auch noch dabei mit ge» voll»''hu vollständig nieder zu drücken. Das braune, llder'bi! gelockte Haar hing ihm in dichten Büscheln ein,*,**Me Stirn, die Augen lagen ihm in den von ""d bi.? häßlichen schwarzen Rand umgebenen Höhlen, ob s, e Hand selber sah so weiß und durchsichtig au», als "Nd s**'° Beschafft und sich da« Leben mit harter Arbeit auf «ie wieb» Tage hatte er zu« ersten Mal sem Nt zu �"nlassen. um in dem Wohnzimmer e.ne andere h'-Nkn. in«'?'' ub« da« Wetter draußen konnte nrcht dazu Hirz. und n.°, e« war so trübe w,e sein eigene» �"standen?« 5"°uch keine Thräne mehr hatte für bleich,» � Jammer, so kam auch kein Lächeln mehr s, draußen wS", 68 stürmte nicht mehr in»hm,»... »vre««* Reo. fäuvf* Nordwest, der den Schnee und ge» MMSSG ** auf ihn verwandt. Wäre ihm nicht muß ihm jeder aufmerksame Leser unsere» Blatte« da» Zeugniß geben, daß derselbe im Plenum und in den Kom- Missionen mit de« allergrößten Fleiß« fortwährend gear- beitet hat. Da aber das Geschäft de« Herrn Singer e« unerbittlich fordert, daß derselbe im Herbste und im Früh- jähr zu ganz bestimmten Zeiten eine Geschäftsreise nach England unternehme» muß, so kann Niemand, nachdem der Reichstag sechs Monate hindurch getagt hat, einem GeschäftSmanne ein derartige» Urlaubsgesuch Übel nehme». A« wenigsten aber steht die» einem Manne an, der den Parlamentarismus zu seinem Geschäft macht und baareS Geld daraus schlägt. Wa« Herrn Kayser anbelangt, so überheben un« schon die Parlamentsberichte der Vertheidigung desselben wegen mangelnden parlamentarischen Fleißes. Aber im Allgemeinen muß jeder verständige Mann einsehen, daß nach sechsmonatlicher Dauer der Session die durchweg vermögenslosen Abgeordneten der Arbeiterpartei, die sich mit einer Entschädigung von vier Mark täglich in dem theuercn Berlin durchschlagen müssen, nicht an den paelamentarischen Arbeiten sich betheiligen können derart, wie verschiedene von ibnen sich betheiligen möchten. Und wenn nun gar»in Mann diese» Borwurf erhebt, der vom Parlamentarismus lebt und der noch dazu als preußischer Abgeordneter täglich 15 Mark Diäte» erhält, euch wenn er die Sitzungen des Abgeordnetenhause« nicht besucht, so zeugt da« von einer Gehässigkeit und Scham- losigkeit, die sich selbst richten. Daß der H:rr Artikelschreiber dabei auch noch zu ver- leumden versteht, geht aus folgendem Absatz hervor, der sich auf die Dampfersubvention bezieht: „Schließlich stimmte die Fraktion allerding» geschlossen gegen die australische Linie; aber au» welchen kleinlichen Gründen l Nicht weil sie e« ablehnte, die Steuerlast de« Volke« um 2V, Millionen Mark zu erhöhen, sondern, weil der zehnte Theil d ies er B e w i l li g un g f ü r eine besondere klein« Zweiglinie nach Samoa bestimmt war, und weil die Bedingung abgelehnt war, auSschlreßlich neue Schiffe in die Dampfer- linien einzustellen." Der Artikelschreiber weiß, daß die Samoalinie die neue Kolonialpolitik unterstützt, der Arttkelschreiber weiß, daß die Sozialiste« Gegner dieser Kolonialpolitik sind, er « e i ß, datz sie a u« d i e s e m G r u n d e, als die Sa- moalinie mit der australischen Linie vereinigt blieb, gegen die ganze australische Linie stimmen mußten— und nun schiebt er den Sozialisten andere Motive unter! Das kann «an mit keinen anderen Worte bezeichnen, als mit Ver- l e u« d u n g. besser gewesen, wenn er jetzt da drunten in seinem kalten Grabe läge! Margarethe war leise in« Zimmer getreten; sie brachte dem Bruder die erste Fleischbrühe wieder, die er essen durfte, und als sie den Teller auf den Tisch gesetzt, wo schon eine Serviette für ihn ausgebreitet lag, trat sie zu ihm. schlang ihren Ar« um seine Schulter und sagte mit ihrer«eichen, liebevolle» Stimme:„Wie geht«S Dir jetzt, Karl? Fühlst Du Dich etwa» besser?" „Meine Margareth," sagte der junge Mann, ohne da» Auge zu ihr zu erheben, nur seinen Kopf lehnte er langsam auf ihren Arm—„meine treue Pflegerin, wie soll ich Dir danken?" „Aber, Karl, rede doch nicht so! bat da« junge Mäd- che».„Wenn ich krank wäre, würdest Du mich doch ebenso pflegen." „Du meist eS auch gut mit mir; Du hältst mich nicht für schuldig.. „Aber, Karl, die Eltern doch auch nicht l" „Die Mutter vielleicht nicht," sagte der Kranke leise,„aber des VaterS Blick ruht manchmal so in Angst und Zweifel auf mir, daß eS mir da» Herz zerreißen "��Nein, Karl, nein," rief Magarethe angstbedrückt, „Dein Mißtrauen allein, da» Du gegen alle Menschen fassen mußtest, täuscht Dich da und macht Dich ungerecht gegen ihn! Er mußte Dir ja gl'uben und that e» so gern I Gieb Dich nur jetzt nicht solch' trüben und schmerzlichen Gedanken hin, Du kannst ja sonst nicht gesund werden 1 Hat e« Dir der Arzt nicht auch streng verboten? Und Du weißt doch, wie gut er eS mit Dir meint l" Ja," nickte Karl leise vor sich h»n,„das ,st e,n braver Mann, der mich noch nie hat fühle» lassen, daß ich im Zuchthause war..." �_ Karl!" bat die Schwester mit thränenden Augen. „Laß e» gut sein, Gretchen," sagte der Bruder;„seit der Vater neulich beim Notar war und«« dre letzte Hoff- Doch nun zur Partei de» Artikelschreibers selbst. E« thut un« hier leid, Namen nennen zu müssen. Wer schwänzt denn eigentlich die ReichStagSsitzungen regel« mäßig? Da ist zunächst der Herr Oberbürgermeister von Forckenbeck, dessen Thätigkeit im Reichstag« der Abg. Kayser in seiner Erwiderung gegen den Abgeordnete» Richter so drastisch kennzeichnete. Wo bleibe» die beiden Parteigröße« Virchow und Hänel? Man hört sie nicht, man sieht sie nicht. Und nun auch die sogenannte» „kleinen Männer", wie Herr Hamspohn und dergleichen? Man hört sie nicht, man sieht sie nicht. Gegen derartige Thatsachen kann auch der unverfrorenst« Großsprecher nicht aufkommen.--- M», Doch AlleS könnte man �schließlich dem Artikelschreiber noch verzeihen, wenn er in der Hitze de» Parteigefecht» ge- handelt hätte, aber eine von Polizei und Ausnahmegesetz verfolg«« Partei, zu deren Unterdrückung ei» großer Thei! der Parteigenossen de» Herrn Artikelschreiber» bei der letzte» Abstimmung über das Sozialistengesetz mitgewirkt hat, mit kaltem Blute in solch kleinlicher, boshafter Weise anzu- geifern und dann für sich den Titel eines f r e i s i n n i» gen Manne» noch in Anspruch zu nehmen— da« ist ei« Zeichen von widerwärtigem ServiliSmu« ge« paart mit rohem Gemüthe. Der Artikelschreiber hat sich in den betreffenden Zeitungen nicht genannt— au« obiger Schilderung aber müssen unsere Leser den Mann sich vorstellen könne», da man bekanntlich den Vogel an den Federn erkennt. Für die Kolouialschwarmer! Deutschland ist in die Reihe der Kolonialmächte eingetreten, und berett« ist der Kredit für ein Gefängniß in Kamerun be« willigt, bereits find verschiedene Beamte, darunter auch deS Mimster v. PultkaMer Sohn, Ge!ko, für die neuen Besttzungen des Deutschen Reichs delegirt worden. Die kapitalistische Spe- kulation hat mit der tollkühnen Hast, welche ihr unter dem Schutze des Staate» eigen ist, stch auf koloniale Gründungen geworfen, und bald werden an unseren einheimischen Börsen Lüderitzaltten und Wöimannpapiere ein ebenso gehandette» Epielpapier sein, wie die herrliche Laurahütte. Giebst du dem Kolonisator den kleinen Finger, so nimmt er bald die ganze Hand. Der Appetit kommt beim Essen, und die ReichSflagge wird über kurz oder lang auch an andem Küsten wehen. Um sie zu schützen, dedarf man aber einer Kolonial« armee, bedarf man einer größeren Anzahl am Gestade der neuerworbenen Besitzungen staliontiten Kriegsschiffe. Wie aber wird es mit den G e s u n d h e i t s v e r h ä l t» nissen unserer Soldaten, unserer Seeleute an den fremde« Küsten stehen? Bereits hat im Reichstage der beste Anatom unter den Abgeordneten, und der beste Abgeordnete unter den Anatomen, Herr Virchow, auf die gefährlichen k.imaiischen ich auch? Und zöge ich auch in die fernsten, wildesten Länder Amerika«, von jedem Menschen würde ich fürchten, daß er meine Schande kenne. Ich«erde niemals im Stand« fei», je wieder einem Andern frei ins Auge zu sehe», würde nicht wagen, mich nur mit anderen ehrliche» Leuten an eine» Tisch zu setzen." „Karl, Karl, Du marterst Dich und mich l" bat da« junge Mädchen.„Oh, rede nicht so! Spricht Dich doch Dein eigene» Gewissen frei, und wenn wir un« vor Gott nicht zu fürchten brauchen, können wir der Zukunft froh und getrost in'S Äuge sehen!" „Froh und getrost," seufzte der junge Mann leise vor sich hin. Dann schüttelte er langsam mit dem Kopf und sagte leise-„Nein, Gretchen, Du meinst eS gut, aber so wird eS nie und nimmer mehr. Mich hat Gott verlassen und seine Hand von mir abgezogen, oder er hätte sonst nicht geduldet, daß ich so Furchtbare« ertragen mußte. E» ist vorbei; aber ich will auch nicht mehr klagen und Dir, mein arme» Kind, da» Herz nur schwer machen. Du hast eS wahrlich nicht um mich verdient. Bin ich wieder gesund, dann ziehe ich fort von hier— weit fort. Die Leute solle» dann nicht mehr mit den Fingern auf diese» Haus zeigen und sagen: Da drinnen wohnt jetzt der Mensch der den Juden todtgeschlagen und beraubt und nachher sechs Jahr« im Zuchthause ge» sessen hat." „Was hast Du mir versprochen, Karl?" bat die Schwester. Der Kranke barg sein Gesicht in beiden Händen, aber er erwiderte kein Wort weiter und blieb so still und schweigend «ine ganze Weile fitzen. Er war ruhig geworden, und al» ihn die Schwester endlich bat, aufzustehen und seine Suppe zu essen, ließ er sich willig von ihr führen und solate ihr jetzt wie ein Kind. „Wo ist der Vater, Gretchen?" m.&®aUi'; „Und die Mutter?" ..'Qul*" Küche; ich sollte ihr eigentlich helfen rch mochte Dich aber mcht so lange allein lasse». D- Ein flüffe Westafritas hingewiesen. Rührte fich früher der Po Itttter Virchow, so erklärte man in allen Tonarten, welch' vortrefflicher Mediziner er sei und bedauerte seine Un fäbigkeit in politischen Dingen. Als nun der Fachmann Virchow im Parlament feine Enthüllungen vom Stapel ließ, wurde auch die Wissenschaftlichkeit des unseligen Fortschrittlers in Zweifel gezogen, und der Bedauernswerthe saß wieder, wie gewöhnlich seine ganze Partei, zwischen zwei Stühlen. Hoffentlich werden aber die freiwillig und unfreiwillig gouvernementalen, die reichstreuen, die regierungsfreundlichen, Die ordnungsliebenden, die nationalliberalen Blätter nicht fich unterfangen, gegen die offizielle, gegen die von einer Regierung herausgegebene Statistik zuulten". ablichen, Der Sie fich, durch letzteres mebr dem in neuerer Beit angewendeten huma nach Schl nen Prinzip der Minderbelastung der geringer fituirten Bolt Da Herr flaffen Rechnung tragen." Auch weist Graf Solms- Laubad Kinderarbe hin auf die bis zur Unerträglichkeit, ja bei dem beständigen Genüge. Sinten der Einnahmen aus Grundbeftz für diesen bis zur Unerschwinglichkeit gesteigerten Kommunalfteuern." Heffen hofft widerung etwa 800 000 Mait auf diese Weise vertheilen zu können. Die Ueberweisung zur Bestreitung der Schullasten ließe sich ja tüchtigkei hören, es ist nach den bis jest gemachten Erfahrungen aber artei öffe faum anzunehmen, daß für die Schulen noch atwas übrig blebed, wel ben wird. Außerdem tommt in Betracht, daß heute noch viele daß dieser Gutsbezirke im gewiffen Sinne als Gemeinden gelten und das Reichst der Gutsbefizer als Schulpatron vielfach einen nambaften Beworden, tr trag zu den Schullasten zahlen muß. Es ist somit nicht aus nichts, ma geschloffen, daß unter Umständen eine derartige Entlastung Techta.) 2 lediglich Dem Gutsbefizer zu Gute tommt. Die Weltausstellung in Antwerpen ist bereits vor der Deutsc einigen Tagen eröffnet worden, ebenso die ungarise Landesausstellung in Beft. Diese friedlichen Wett tämpfe auf wirthschaftlichem Gebiete sind ein erfreuliches Beichen und haben sicherlich eine große Bedeutung für alle Kulturnationen. zu beschaffen und dann das billig angetaufte Land zu parzelliren. Vielleicht hat der Herr nicht so ganz falsch spekulirt, wenn er Darauf rechnet, daß nach einem Jahrzehnt das Land, in Folge der immer weiter vordringenden Kolonisation, einen weitaus höbern Werth haben und also immerhin ein hübsches Sümmchen als Profit abfallen wird. Diese Methode ist in Brasilien nicht neu, fie ist bereits in toloffalem Maßstabe zur Anwendung gekom men und hat den Landfürsten" enorme Summen eingebracht, während der arme Kolonist nach jahrelangem Schaffen von dem mit seinem Schweiß gedüngten Ader verdrängt wurde, weil er die hohen Binsen für das von ihm nicht voll entrichtete An faufsgeld nicht erlegen fonnte Freilich geht der Brafilianer oder der längere Belt dort Anwesende nicht auf den Leim, desto eher aber der in Deutschland Angeworbene und daher richten die Landbefizer mit Vorliebe thr Augenmert auf Deutschland. Sollte der würdige Herr Pastor ein ähnliches Parzellirungs system vorhaben? Wir wissen es zwar nicht, immerhin ist aber im Hinblick auf den geheimnißvollen Schlußsat in dem Bir tular, einer derartigen Muthmaßung Raum genug gegeben und die deutschen Auswanderer werden gut thun, die Augen aufzuhalten. England, der größte Kolonialftaat der Welt, hat am meisten Gelegenheit gehabt, den Einfluß frember Rlimate auf die Mannschaften seiner Kriegs. fchiffe tennen zu lernen und festzustellen. In dem Annual Report of Births, Deaths 2 c." für 1877 findet sich nun folgende Uebersicht über die Sterbliteit 1861 bis 1874 auf Kriegsschiffen in verschiedenen Stationen: Aufenthaltsort. Sterblichkeit von 1000. Heimath 8,66 Mittelländisches Meer 7,61 Nordamerita und Westindien 11,64 Ameritas Südostküste 20,64 Stiller Dzean 7,91 Westküste Afritas uud Kap der guten Hoffnung 20.38 Dftindien China Australien Andere Stationen 13,71 17,05 11,48 9,02 Jm Ganzen 10,43 Politische Webersicht. Unsere Kolonialpolitik scheint doch, wi: vielfach vorausgesetzt worden ist, an dem ungünftigen Klima und den übrigen unletobaren Verhältniffen in Afrita zu scheitern. Wir theilten in der Dienstagsnummer schon mit, daß in ganz kurzer Beit vier Afritareisende diesen Kalamitäten erlegen feien. Und nun find auch noch der berühmte Reisende und deutsche Generallonsul Dr. Nachtigall und der Reisende Lieutenant a. D. Tilly an dem klimafieber gestorben. Wenn aber die doch immer beffer fituirten und gut ausgestatteten Reisen ben so unbarmherzig vom dortigen Klima dahingerafft werden, wie foll es dann erst den nach jenen Gegenden auswandernden oder importirten deutschen Arbeitern ergehen? Das Beste ift, daß die deutschen Arbeiter fich gar nicht um die deutschen Rolonien fümmern und troß der Noth in Deutschland dennoch zu Hause bleiben. Und wenn fie einmal auswandern wollen, so bietet die große nordamerikanische Republik doch immer noch ein befferes Biel. Spanien. für das Die Berliner G Ausstellun DE be Die spanischen Liberalen verschiedener Schattirungen haben wird, wird fich toalist, um das jezige reaktionäre Minifterium au fierbe nebe Um einen Drud auf leßteres auszuüben, beschloffen diefelbetten ber fich bei den am 3., 4. und 5. Mai stattgefundenen Gemeinderätten rathswahlen energisch zu betheiligen und es ist ihnen nach vorliegenden Nachrichten auch gelungen, einige bedeute Erfolge zu erringen. In Madrid erhielt die Roalition 98 die Regierungspartet nur 7900 Stimmen. In allen gro Städten, Sevilla, Barcelona, Saragoffa, Villadolid, Bada fowie in weiteren elf Brovinzbauptstädten flegte die Koali gleichfalls, so daß man sagen fann, die spanischen Städte habe fich einmüthig gegen das bestehende Regiment erklärt und Regierung find nur die ländlichen Distrikte verblieben, wo Beamtenapparat noch rücksichtsloser arbeiten lann als in Städten. Diese Niederlage der Regierung wird in einem siösen Telegramm aus Madrid auch indirekt zugeftanden, benften Mal es wird darin gesagt, die ministerielle Partei habe mehr Ra didaten durchgesezt als jede andere Partei; daraus folgt, die allitten Parteien zuſammen mehr Kandidaten durchgef also wenigstens in Madrid und in allen großen Städten en gebra der Minderheit. Amerika. Ueber die vorgeftrigen Beschlüsse des Bundesraths erfährt die Voff. Btg." noch, daß die von Preußen beantragte Abänderung des§ 81 des Gerichtsverfassungsgesetzes, wonach Die Schwurgerichte nur aus 3 richterlichen Migliedern " 1 gefamm uf torpor Bilbung b ur Darfie tellung b Unterrichts ber Stabt Baugewer t. 2 Sonn- un legten Son one M Bebrling th Anfängen Lenz geftreuten Berlin übe Samen tra Briate tra t. De febr mi bo mit Einschluß des Vorsitzenden und nur aus 7 zur Entscheidung haben als die Ministeriellen. Die Lestern befinden auch hie Das Dynamitgefes hat bis jegt eine ganz sonderbare Wirkung ausgeübt, es hat nämlich, vielleicht mit einer einzigen Ausnahme, Personen getroffen, für die es nicht gemacht worden ift. Soviel wir übersehen tönnen, find auf Grund dieses Ge fetes sirka 30 Personen bestraft worden und zwar 29 mit je bret Monaten Gefängniß und einer, von dem man annahm, baß er das in seinem Befit gefundene Dynamit zu ver brecherischen Handlungen gebrauchen wollte, zu 22 Jahren Gefängniß. Die übrigen mit drei Monaten bestraften Personen batten teine Ahnung von der Eriftens des Gesezes, man fand Dynamit in ihrem Befit, welches fie theils schon Jahre lang beseffen hatten, und es mußte die Verurtheilung erfolgen, da der Befiz des Dynamits polizeilich nicht angemeldet war. So wurde am 2. Mat vor der Straffammer zu Hagen wiederum ein Arbeiter aus Iserlohn wegen Vergehens gegen das Dynamitgeset, Aufbewahrung von Sprengstoffen obne polizei liche Genehmigung, zu der Minimalftrafe von 3 Monaten Gefängniß verurtheilt; es ist dies der fünfte Fall in den wenigen Monaten, daß Leute aus jener Gegend, die von der Existenz des Gesetzes nachgewiesenermaßen feine Ahnung hatten, verurtheilt werden mußten. Wir wollen hier über das Gesez selbst kein Wort verlieren, doch wird man gewiß jept allgemein davon überzeugt sein, daß die Gesez gebung damals in einer gewiffen Erregung weit über das Biel hinausgeschoffen hat, als fie die Minimalstrafe auf 3 Monate feftfeste. Da hätte man doch dem Ermessen des Richters einen weiteren Spielraum laffen sollen. au bag fte fo Klingelbeut ben, hat f fragen als lingelbeu Die Ausweise über die Staatseinkünfte der Vereinig ten Staaten ergeben fortgefeßt eine Verminderung Vergleich mit den vorjährigen. Die Bölle für die legten Monate weisen eine Abnahme von 14 Millionen Dollars und die zehnmonatlichen Binneneinkünfte eine Abnahme 7 Millionen Dollars. Die Gesammteinnahme in den le aehn Monaten bezifferte fich auf 263 Millionen Dollars, geg 286 Millionen in demselben Beitraume des vorigen Jahre Die Ausgabe in den zehn Monaten betrug 237 Millione Dollars, gegen 218 Millionen im vorigen Finanzjahre. Diefd Refultat reduzirt den zur Einlösung der Schuld verfügbar Ueberschuß bedeutend. Quaften fel geworfen. g. Da ein muß, b DE tren Bogel belche bafil bereits für nicht unter a. Der zu Leipzig Daß ein He Aus Kanada wird berichtet: Den neueften Naborstbed richten aus Battleford zufolge wurden in dem Gefechte 3. d. M.( über welches wir bereits gestern berichteten), bie ständischen Indianer vollständig geschlagen und mit eine Verlust von mehr als 100 Todten aus ihrer Stellung trieben. der Schuldfrage berufenen Geschworenen bestehen sollen, mit 29 gegen 28 Stimmen angenommen wurde. Der Bremische Bevollmächtigte, Senator Dr. Meyer, enthielt sich der Abs ftim mung, da der Senat sich noch nicht schlüssig gemacht hatte. Selbst wenn der Bevollmächtigte auch gegen den Antrag geftimmt hätte, wäre der Antrag mit Stimmengleichheit an genommen worden, da der Vorsitzende( Preußen) mit Ja stimmte. Ebenso wurden Die weiteren Anträge Preußens angenommen: ,, Bei jeder dem Angeklagten nachtheiligen Entscheidung, ist anzugeben, daß dieselbe mit mehr als 4 Stimmen, bei Verneinung der mildernden Umstände, daß dieselbe mit mehr als 3 Stimmen gefaßt worden ist. Im Uebrigen darf das Stimmenverhältniß nicht ausgedrückt werden." Im Weiteren wurden die Anträge des Justiz- Ausschusses bezüglich der Vorschlagsliste und der Wahl der Geschwornen im Voraus für die aanze Seffion an genommen. Ferner wurde der Ausschußanirag, wonach auf Antrag der Staatsanwaltschaft bei Eröffnung des Hauptverfahrens wegen eines zur Buständigkeit des Schwurgerichts gehörigen Verbrechens die Verhandlung und Entscheidung der Straflammer des Landgerichts überwiesen werden fann, wenn nach den Umständen des Falles anzunehmen ist, daß auf Ge fängnisstrafe zu erkennen sein würde, angenommen. Daffelbe gilt, falls der Angeklagte geständig ist. Der Bundesrath ging alsdann zur zweiten Lesung des Gejes ntwurfs betr. Die Ein führung der Berufung u. f. w. über und bestätigte, wie schon erwähnt, die Beschlüsse erster Lesung, womit die Einführung der Berufung endgiltig abg.lehnt ist. der Berufung endgiltig abg lebnt ist. Ebenso wurde abge lehnt die von Preußen beantragte Beschränkung des Wieder aufnahmeverfahrens und die vom Justizausschuß beantragte Erweiterung des Rechts des Beugen, die Aussage zu vermei gern, falls die Beantwortung der gestellten Frage ihm selbst oder seinen Angehörigen zur Schande gereichen würde. Es wurde alsdann beschlossen, die beiden Gesez- Entwürfe zu einem zusammenzufaffen, der nunmehr in allernächster Zeit an den Reichstag gelangen wird. An Freunde geordneter tolonialer Bestrebungen richtet Der Herr Buftor a. D. Stußer, der seit einer Reihe von Jahren Beftzer der Waffer heilanstalt Thereftenhof ist, ein gedrucktes Birkular, aus welchem fich die Absicht ergiebt, etwa 50 000 preußische Morgen Grundbesis in und bei Blumenau( Proving Santa Katharina, Süd Brafilien), erwarten zu wollen. Recht eigenartig ist die Art und Weise, in welcher Herr Stuger das genannte Terrain zu erwerben gedenkt. Der genannte Herr fragt nämlich bei Freunden geordneter kolonialer Bestrebun gen" an, ob fte geneigt find, fich darlehensweise mit möglichst vielen Antheilen von je 100 M. bei dem Unternehmen zu bes theiligen. Eine Haftung der Betheiligten über die darlehns weise gewährten Beiträge hinaus, so wird gütigft hinzugefügt, ist selbstverständlich ausgeschloffen. Die Antheilscheine werden mit 150 Mait für je eingezahlte 100 Mart bis spätestens am bis dahin 15. April 1895 zurüdgezahlt, aber in jährlichen Raten mit 6 pet, auerst am 15. April 1886 verzinst. Wer den Antheilscheininhabern die Garantie der Berzinsung und Rückzahlung bis 1895 geben wird, geben wird, Das sagt der genannte verr freilich nicht. Eigenthümlich ist auch der Schlußsaß des Birkulars, welcher lautet: Es wird bringend gebeten, die Einzelheiten dieser vertraulichen Mitthei lungen nicht in die öffentlichen Blätter zu bringen, da der Brief und Beitungsverkehr zwischen Deutschland und Blumenau recht lebhaft ist."-Beffer tann das Unternehmen wohl faum illuftritt werden, als durch diesen Schlußsas. Der Herr Paftor a. D. hat vielleicht die Absicht, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Bunächst gilt es, die Mittel zum Anlauf " Doktor muß auch gleich kommen, denn das ist seine ge wöhnliche Beit, wenn ihn das furchtbare Wetter nicht zu rüdgehalten hat. Das tobt ja ba braußen, als ob es die Schornsteine aus den Dächern herausreißen wollte!" Parlamentarisches. tung feiner in einem Fa Das Beje die Ueberich unter Straf ar Theil diefe welcher bem Ansprüche andern Fall Jeglich augel -Dem Reichstage aing gestern der Auslieferung Anforde vertrag zwischen dem Deutschen Reich und Rußland zu Berichtlich f Die Abgg. Buhl und Genossen haben im Reich folgenden Antrag eingebracht: Die verbündeten Regiere ethische zu ersuchen: für den Fall, daß die der X. Kommission wiesenen Anträge in der gegenwärtigen Seffton nicht meh Erledigung gelangen, unter Berücksichtigung der berechti Intereffen der Arbeiter sowohl wie der Arbeitgeber voucherer af mende Echebungen darüber anzuordnen: 1. ob und in w Umfange die Beschäftigung von Arbeitern( Gefellen, Ge Lehrlingen) an Sonn- und Fefitagen in gewerblichen Handelsbetrieben verboten werden lann; 2. ob beziehung mit welchen Ausnahmen(!!) Kinder zwischen 12 un Jahren von der Beschäftigung in gewerblichen Betrieben Der Arbeitszeit erwachsener weiblicher Arbeiter in gewerblichen trieben, insbesondere die Ausschließung derfelben von Nachtarbeit, durchgeführt werden lann; 4. ob die efte einer Marimalarbeitszeit für erwachsene männliche Arbeiter gewerblichen Betrieben geboten erscheint. Wenn der Buhl und seine Freunde sich noch nicht über diese F lar find, dann werden ste es auch bis zum jüngsten nicht werden. Derartige Enqueten verschleppen die Lösung Fragen auf Jahre hinaus, und wenn die Untersuchung in Der Antrag des preußischen Agrariers Huene bat bereits in effen- Darmstadt Nachahme gefunden. Zwei Mitglieder der ersten Kammer, Fürst zu Isenburg- Birstein und Freiherr Riedesel haben es fich nicht versagen tönnen, eine ähnlichen Antrag zu stellen. Beide beantragen ,, Ueberweisung eines Theiles der auf Heffen entfallenden Reineinnahme aus indirekten Reichssteuern( Böllen) an die Gemeinden zur Bestreitung ihrer Lasten, insbesondere der Schullasten." Den Bericht darüber erstattet Graf Solms- Laubach. Er findet, daß bei der Ueberweisung solcher Mehreinnahmen an den Staat geringere Garantien für die richtige Verwendung gegeben find, als bei der Buweisung an die Gemeinden. Auch werde " Ja," sagte der Krante und schaute hinaus auf die Straße, und doch, Gretchen, so sonderbar bas tlingen mag, möchte ich da draußen stehen und mir Negen und Echnee ins Gesicht peitschen lassen." Aber warum benn bas, Karl? Du fönntest den Tod bavon haben." ,, Dente Dir nur, Gretchen," fagte der Bruder leise, ich habe seit sieben Jahren feinen Regentropfen im Gesicht gefühlt." zuschließen find; 3. ob und in welchem Umfange eine Beschräntu bobe feines Lonnte, über sichtshof au welcher auch Befchäft fch Anschauung Dann, wenn Ja, ich glaube auch, daß mir dort wieder wohl with nickte Karl aber auf teinem deutschen Schiffe ich fort von hier!" setzte er rasch hinzu. und Alagba 98 D Ich habe Ihnen schon gesagt, lieber Handorf, widerte freundlich der Doktor, baß ich Ihnen einen an einen Arzt in Shouthampton mitgeben werde. heit. Machen Sie sich deshalb keine Sorge." " tung nid worben. fammen; opferung oblag. Er mußte auch sein gutes Auskommen haben, aber trotzdem schien er immer still und niedergebrückt, und wie gern man ihn auch in die verschiedenen Familien gezogen hätte, er war nur selten zu bewegen, andere als ärztliche Besuche abzustatten. ärztliche Besuche abzustatten. Ja, es ging fogar das Ge rücht, daß er beabsichtige, Rhodenburg zu verlassen, obgleich dafür auch nicht der geringste Grund dafür vorlag. Es ist schiffen Sie sich ein und finden da fast jeden Tag Geleg ja das Schwierigste für einen Arzt, sich erst in einer frem ben Stadt Bahn zu brechen und eine bestimmte Braris zu erlangen; hat er die aber erst einmal, dann fann er auch feine Existenz für gesichert halten. Doktor Potter fand den Kranken heute weit besser, als gestern; er war vielleicht noch nicht ganz fieberfrei, aber fein Buls ging doch ruhiger, und nur davor warnte er M Ausgebetag Flora was Bater batte migt, er Enblic Fi " Deutsche wohl," fagte Potter gutmüthig, aber& Belanni Und dort find feine Deutschen?" fönnten ein Jahr dort bleiben, ehe Sie einen aus Rhodenburg, und zehn Jahre, ehe Sie einen träfen." Sie fie hat bor Lonnte aber body nie fo etwas zu b baupt nicht Flora geworden, bog, eben: nur noch einige Verhaltungsregeln zuflüsterte, 30g fight rubiger Rarl saß still und in fich zusammengefunken in fetaucht bod Es war gut, daß er die Schwester nicht dabei ansah, Der junge Mann niďte nur langsam mit dem Rop denn ihr quollen die hellen Thränen aus den Augen ihn, sich nicht unnöthiger Weise aufzuregen. Hatten ihm fühlte sich doch noch recht schwach. Das Reben hatte nieber; aber fie wandte fich ab, zog die Schieblade heraus, boch die gerötheten Augen der Schwester schon verrathen, auch vielleicht angestrengt, und der Arzt, der dem Mab ließ in ber ihre Meffer und Gabeln lagen, und rafselte zwischen benen herum. " Wenn der Doktor nur fäme," sagte Rarl nach einer längeren Pause, in der er jetzt die ihm gebrachte Suppe gegeffen hatte; er ist immer so gut und freundlich, und es thut mir so wohl, wenn er bei mir ist! Unser Doktor ba draußen war immer so rauh und grob mit ben Leuten." daß wieder etwas Derartiges müsse vorgefallen sein. leise zurüd, um ihn nicht zu stören. ab der Doktor wohl glaube, daß er seine Reise antreten könne. Stuhl. Oh, wenn ich doch sterben könnte!" stöbnie Er fühle, daß er fort müsse, und braußen in einer fremben lautlos vor sich hin und fiel dann in einen leichten, Welt würde er sich vielleicht nicht so gedrückt fühlen. unruhigen Schlaf. Ja, lieber Freund," sagte der Arzt, das kommt ganz barauf an, wie Sie sich jetzt hier halten. Schütteln Sie die alten Gedanken ab und beschäftigen Sie sich nur mit Die Trauernachricht. als ich.. Dal unb auße bei „ Sie Das Wetter hatte um zwei Uhr etwa seinen Söbben," be bem Mabe Stellen am Himmel, die einen immer größeren immmer nid " Ich glaube, da tommt er schon," sagte Margarethe rasch, das war sein Schirm, der da eben am Fenster Ihrer bevorstehenden Reise; lesen Sie viel. Es giebt ja erreicht, dann ging der Wind mehr und mehr nach ihr." vorüber ging." Sie hatte recht gefehen; draußen flang die Hausthür, nach wenigen Minuten pochte es an die Thür, und Doktor Potter, ber den Kranten behandelte, trat ins Zimmer. Er fannte bas traurige Schicksal des jungen Mannes, ber einem unfeligen Verhängniß zum Opfer gefallen und dadurch elend geworden war, und hatte ihn immer mit schonender Sorgfalt behandelt. jene fernen Länder beziehen; das wird Sie auf der einen Seite belehren, auf der andern aber auch zerstreuen, und ich kann Ihnen dann versprechen, daß Sie vielleicht schon in vier Wochen im Stande sein werden, Ihre Wanderung anzutreten. so viele Schilderungen und Reisebeschreibungen, die sich auf herum, und schon vor Sonnenuntergang zeigten fich bla Meine Wanderung-" sagte der junge Mann weh müthig.d Draußen auf der blauen See werden Sie sich dann annahmen. Fedte, fagt Geb am Himmel zeigt, daß sich ein holländischer Schleich, Han Die Engländer sagen: Wenn sich so viel blaues 2 Baar Hosen daraus zuschneiden kann, so wird es bald beite Himmel. aber er trodnete dabei auch die Trottoirs. Der Der Wind fegte allerdings noch durch die Straf Grün prangende Land. drei Jahren hier in Rhodenburg niedergelassen und schon wollte, ich lönnie mit Ihnen ziehen!" segte er mit einem Ingrimm seinen falten Athem auf das schon in jun bald wieder vollständig erholen und kräftigen ach ich hatte wieder einmal verspielt und blies nur noch in vo Doktor Potter war ein noch junger Arzt von vielleicht acht- oder neunundzwanzig Jahren. Er hatte sich seit etwa eine sehr bedeutende Praxis bekommen. Man fah ihn überall gern, und doch hielt er sich zurüd, nur nicht von feinen Kranken, beren Pflege er oft mit der größten Auffaum unterbrücktem Seufzer hinzu; war es doch auch immer meine Sehnsucht, einmal das blaue, endlose Meer zu fehen." Die Nacht brach anRalender Mondschein stand night - und die Straßenlaternen waren ange Bur Ja, Son Thu oben ift. mir Antw üblichen, schablonenhaften Form stattfindet, so wird sicherlich Deten huma nach Schluß derselben lein Mensch mehr wissen ala wie heute. irten Boll Dag Herr Buhl, wie aus dem Antrage hervorgeht, die Ime- Laubach Kinderarbeit noch für nöthig hält, charakteristrt ihn zur beständigen Genüge Eesen bis zur fönnen. Der Abgeordnete Kayser sagte in seiner bekannten Er Beffen hofft derung gegen den Abg. It ichter noch folgendes: Hüten Sie sich, es darauf ankommen zu lassen, die Thätigkeit und Liege fich is Tüchtigkeit mehrerer der Mitglieder der deutsch freifinnigen ungen aber Battei öffentlich zu erwägen. Da ist z. B. Herr v. Forden 8 übrig blebed, welchen Sie bei der Nachwahl empfohlen haben damit, te noch viele dag dieser Mann für das Wohl des Vaterlandes 2c. unbedingt ten und daß Reichstage nöthig sei. Herr v. Fordenbeck ist gewählt mhaften Beb worden, in der Kommission thut er nichts, im Plenum thut er it nicht aus nichts, man fieht ihn kaum dann und wann, von Wirkungen tommt. fir rechts) Also hüten Sie sich, sonst betrachte ich mir die Helden bereits vor der Deutsch- Freifinnigen noch näher. ngarifde lichen Wett erfreuliches ung für alle Lokales. Die dritte Ausstellung von Lehrlingsarbeiten der Berliner Gewerbe 1885, welche am nächsten Sonntag im tgl. Ausstellungsgebäude( Hygiene) Mittags 122 Uhr eröffnet ungen haben wird, wird insofern ein besonderes Interesse darbieten, als die felbe neben 560 Lehrlingsarbeiten auch en diefelbetten der einzelnen Meifter wie auch namentlich der Lehr n Gemeinderätten der tönigl. Staats Eisenbahnverwaltung en nachgesammte Wirksamkeit der Schule, der öffentlichen, wie der bedeute torporativer oder freier Vereinsthätigkeit beruhenden, zur alition 980 Bildung der Lehrlinge, männlichen wie weiblichen Geschlechts, allen gro ur Darstellung bringen wird. Es werden u. a. an der Aus lid, Badajo fellung betheiligt sein: die fönigl. Kunstschule, die königl. Die Roaliti Unterrichtsanstalt des Gewerbemuseums, die vom Staate und Städte babe der Stadt im Busammenwirten errichtete Handwerker und Baugewerlichule, die Fachschule der Tischler 2c. lärt und DE eben, wo DE Die Schließung der Kolonialwaarengeschäfte an n als in de Sonn- und Feiertagen von Nachmittags 2 Uhr ab ist am n einem often Sonntag, den 3. d. Mts., im Norden von Berlin zum tanden, benften Male zur Durchführung gelangt und hat fich somit der e mehr Rachöne Monat Mai" für manchen Handlungsgehilfen und us folgt, bling thatsächlich als Wonnemonat" erwiesen. Aus Kleinen m durchge befinden Städten Vereinig inderung elegten ge Dollars a bnahme aut Anfängen ist schon manchmal Großes entstanden und so möge feggebung bedt fich dasjenige, was unfittlich ist und den Thäter verächtlich macht, mit demjenigen, was strafbar oder zivilrechtlich nicht verfolgbar ist. Das Erstere geht in allen Gesetzgebungen über das Lezlere hinaus. Dieser dem gewerbes mäßigen Wucherer anhaftende Matel fann naturgemäß nicht ohne Wirkung bleiben auf die Beurtheilung des Rechtsanwalts, welcher solche wucherische Forderungen vor Gericht geltend macht." Ueber den Menschen, der im taiserlichen Balais die Scheibe eingeworfen hat, erfährt die Nat. 3tg." noch fol gendes: Man hat es bei dem jezigen Vorfall mit einem Strolch zu thun, der sehr wohl wußte, was er that und dessen Motio feiner eigenen Angabe nach war, fich ein Unterkommen im Gefängniß zu verschaffen. Dieser Angabe wird in polizeilichen Kreisen Glauben geschenkt; der ganze Eindruck des Menschen spricht dafür, taß er die Wahrheit spricht. Er ist ein Bole, Michel Grigoleitis aus Bitenau, Kreis Ragnit, Oft preußen, geboren am 17. Juli 1858, jest also 27 Jahr alt. Er spricht sehr mangelhaft Deutsch und macht unklare Angaben über fich. Seit Monaten befindet er fiches ist ein Ar better" auf der Wanderschaft und hat sich bettelnd durch geschlagen, bis er vor sechs Tagen in Berlin eintraf. Hier ist er obdachlos gewesen und hat im Freien genächtigt. In den Herbergen, die er furz vor feinem Eintreffen in Berlin Berlin berührte, scheint er von der That Singer's gehört zu haben. Grigoleitis führte den Stein in der Tasche bei sich. Es ist ein kleiner Stein, nicht viel größer als ein großes Ei. Als zwei von den stetig in der Nähe des Palais poftirten Geheimpolizisten fich auf ihn warfen, um ihn festzunehmen, leistete er zwar etwas Wider stand. Derselbe schien jedoch mehr der Ueberraschung über die schnelle Festnahme zu entspringen. Bald fügte er fich und ließ fich nach dem Moltenmarkt führen, wo er, mit Umgebung des Bolizeibureaus auf dem Werderschen Markt, der politischen Polizei übergeben wurde. Brigoleitis macht den Eindruck eines zwanzigjährigen Burschen. Er ist klein, schmächtig, fast bartlos. N. Taubstumme auf der Bühne. Gestern fand in einem Privatinstitut eine theatralische Aufführung statt, die ihres gleichen wohl noch nicht gehabt hat. Als Probe des Erfolges gelangten einige Szenen aus Sheridans, bool for Scandal" zur Aufführung. Die Darsteller resp. Darstellerinnen nebst dem größten Theil der Zuhörerschaft bestanden aus den Bög lingen blefer Brivat Taubstummenanstalt( Wilhelmstr. 3). Der dieser Dialog wurde natürlich in der Beichensprache gegeben. Um den Hörenden im Auditorium den Gang der Handlung ver ständlich zu machen, las ein auf der Seite der Bühne stehen Der Herr den Dialog vor und hielt ein, so oft er die Handlung Lenz gebracht und erft vereinzelt aufgegangen ist aus der aus. gefreuten Saat, fich als eine Wucherpflanze erweisen und ganz Berlin überwuchern. Möge der Bug der Beit überall hin den Samen tragen, daß er aufgehe, blühe und gedeihe und schöne überholt hatte. Brüchte trage Der Klingelbeutel ist eine zu historische Figur und sehr mit den Traditionen der Menschheit verwachsen, als Dag fte fo ohne Weiteres von ihm laffen sollte. Nachdem der = ben leg ingelbeutel endlich glücklich aus den Kirchen vertrieben wor Den, hat sich die Mode seiner bemächtigt und unsere Damen fragen als Novantiten" die Seitentheile ihrer Roben als Ringelbeutel" gefaltet. Auch die obligaten Franzen und Quaften fehlen nicht. Viedeicht wird auch bald etwas hinein Dollars, gege gen Sabre 7 Million Biabre. Die verfügbar ueften Na Gefechte ten), die au mit eine Stellung eferung Bland zu Reichsta DE geworfen. Daß der Nachtigallenfang trog der scharfen Aufsicht der Forstbeamten und auch des Publikums ein recht flotter lein muß, beweist die große Anzahl von Nachtigallen bei uns ren Bogelhändlern und die verhältnismäßig billigen Preise, Delche dafür gefordert werden. Schlagende Nachtigallen find Dereits für 5-6 Mart fäuflich, während sie in früheren Beiten nicht unter 10 und 12 Mart zu erhalten waren. Bu Leipzig hat in mehrfachen Entscheidungen ausgesprochen, a. Der Ehrengerichtshof für deutsche Rechtsanwälte daß ein Rechtsanwalt, welcher einem Wucherer bet Durchfüh tung feiner wucherischen wenn auch geseßlich zugelassenen Ansprüche als Brojeßbevollmächtigter bient, fich dadurch ehren gerichtlich strafbar macht. in einem Falle aus ,,, mit dem ersten Richter anzuerkennen, daß Regierung die ethische Bedeutung des Wuchers unabhängig davon ist, ob das Gesez die Binsen auf ein bestimmtes Maß beschränkt und nicht mehr die Ueberschreitung dieses Maßes oder die Verdeckung derselben Er berechnter Strafe stellt; daß mithin auch der Makel, welcher dem miffion ber vo ju nd in w len, Be Derblichen eziehungs - 12 und Betrieben Beschrän werblichen ben von Die Fefties tibe DA he Arbeiter Diese Frag enn der jüngsten Die Löfung uchung in er wohl wi Bucherer Es ift", führt der Ehrengerichtshof anhaftet, hiervon unabhängig ist; endlich daß ein und unter voller Namens und Wohnungsangabe melden. Anonyme Papierfo: b! Bedinaungslose Diskretion wird auf Ehrenwort zugefichert und verlangt. Bermögen ist erwünscht. Annäherung geschieht in allerzartester Weise in einem Badeorte durch direkte Einführung." Eins ist nur bei dieser recht hübschen Sache nicht recht begreiflich: Wozu die Dame näm lich, wenn fie selbst über 3 Millionen baar befigt, noch ,, etwas Vermögen" von ihrem Zukünftigen wünscht? Doch vielleicht ist das nur eine Marotte. Also auf Ihr Grafen und Barone, Thr edlen Herren von"," u", auf", über", ,, unter" ,,, vor" und zwischen" rüftet Euch zum Kampf! Einer von Euch muß fie ja doch erobern! ル " Ein in der Künstlerwelt als Porträtmaler hochgeschätzter Künstler, welcher vor etwa drei Jahren wegen Sitt lichkeitsvergehen zu einer zweijährigen Gefängnißftrafe verur theilt worden und diese Straf: fürzlich verbüßt hatte, war von feiner hochachtbaren Familie, er hat Frau und drei Kinder, -wieder aufgenommen worden, weil diese an seine au Un recht erfolgte Verurtheilung glaubte und eine Personenvers wechselung als vorhanden hielt. Der Verurtheilte hatte auch bald nach verbüßter Strafe durch einen unserer bekanntesten Rechtsanwalte die Wiederaufnahme des Strafverfahrens in Antrag gebracht, worüber die Entscheidung bis jezt noch ausftebt. Vor einigen Tagen bemerkten die Besucher eines vor dem Schönhauser Thor belegenen Garten- Etablissements, wie ein anscheinend den besseren Ständen angehöriger älterer Herr Mäschen in dem Alter von 5 bis 8 Jahren von der Straße nach dem Garten lockte und dort mit Limonade und Bonbons trattirte. Der Befiger des Lokals beobachtete hierauf den Ber dächtigen unausgefeßt und hatte die Genugthuung, den alten Sünder in dem Augenblick zu überraschen, als er mit einem fürfjährigen Mädchen unzüchtige Handlungen vornehmen wollte. Nach der Polizeiwache transportirt, entpuppte sich der saubere Herr als jener wegen des ganz ähnlichen Verbrechens bereits vorbestrafte, angeblich unschuldig verurtheilte" Porträtmaler, deffen sofortige Ueberführung nach dem Untersuchungsgefängniß Moabit erfolate. Sein Rechtsbeistand wird unter diesen Um ständen die Wiederaufnahme des Verfahrens als aussichtslos unterlaffen. Trichinofis. Wie jest erst bekannt geworden, ist vor Kurzem abermals ein Fall von Trichinofts in der Familie einer Rentiere im Stadttheil Moabit vorgekommen. Deren 16 Jahre alte Tochter erkrankte wenige Tage nach dem Ge nuffe von ganz wenigem roben, gebacken Schweinefleisch, welches die Mutter von einem Schlächter auf dem Moabiter Wochenmarte eingekauft hatte. Der herbeigerufene Arzt ton ftatirte bei der erkrantien Dame die Trichinent antheit. Die erst sehr spät von dem Falle benachrichtigte Sanitätsbehörde war leider nicht mehr im Stande, den Schlächter, bei welchem das trichinöse Fleisch entnommen war, zu ermitteln. Die Erkrankte befindet sich übrigens bereits auf dem Wege der Befferung. Von den in nächster Nähe Berlins belegenen Ber Bei der Berliner Sparkasse geben häufig Anzeigen über abbanden gelommene Sparlaffenbücher ein, ohne daß die Ver lierer im Stande wären, die Nummern derselben anzugeben. Die Folgen hiervon find, daß während der Beit, wo die Beam ten durch zeitraubende Recherchen das betreffende Konto zu er mitteln suchen, in den meisten Fällen, durch unberufene Bergnügungs- Etablissements hat der in Schöneberg belegene fonen, namhafte Beträge desselben abgehoben werden. Es ist Deshalb jedem Befizer oder Verwahrer eines Sparkassenbuches Dringend anzurathen, sich dessen Nummer genau zu notiren, um fich vor unvorbergesehenen Verluften zu schützen. Ein soeben vorgelommener Fall, bat die Nüglichkeit dieser Vorsichtsmaß regel auf das evidenteste bewiesen. Bei einem Diebstabl mittelft Einbruch war auch ein Spartaffenbuch gestohlen, deſſen Num Einbruch war auch ein Spartaffenbuch gestohlen, dessen Num mer der Sparer seinem Notizbuch einverleibt hatte, die hiervon in Kenntniß gefegte Polizei, stattete der Hauptspartaffe sofort eine telegrap tiche Anzeige ab, die 5 Minuten vor Eröffnung Der Kaffe eingelaufen war, und schon wenige Minuten nach 9 Uhr befand fich der Dieb hinter Schloß und Riegel, der selbstrebend nicht wenig erstaunt war, taum nach Ausführung des Diebstahls ergriffen zu sein. Mag Niemand diese Vorfichtsmaßregel außer Acht laffen. 1. Ein recht gesuchter Artikel find wir Männer doch jest! Es wimmelt fast täglich in Blättern jeder Parteifarbe von Heirathsgefuchen, in denen junge Mädchen" und junge Wittwen" ihre Reize anpreisen, um fich auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege an den Mann zu bringen. In den meisten Fällen finden der oder die Reize der betreffenden Herathstandidatin einen recht prosaischen aber nichtsbestoweniger nach der politischen Ueber Theil dieses Mateis auch den Rechtsanwalt treffen tann, beredten Ausdrucd in Biffernwelcher dem Wucherer bei der Durchführung seiner wucherischen zeugung ihrer Außerlorenen wird von den Damen niemals Ansprüche als Brozeßbevollmächtigter bedient ift." In einem andern Falle, in welchem ein Anwalt die Vertretung eines ge eglich ugelassenen wucherischen Anspruches, der wegen der Sobe feines Betrages nur im Anwaltsprozeß verfolgt werden Lonnte, übernommen hatte, führte der verurtheilende Ehrenge titshof aus: Es ist nicht zu bezweifeln, daß Jemand, welcher auch nur im einzelnen Falle ein solches wucherisches Befchäft fchließt, fich dadurch nach der allgemeinen fittlichen bann, wenn er dies gewerbemäßig betreibt. Die Straffreiheit nidauung in der Achtung seinez Mitbürger berabſent, zumal und Alagbartelt folcher Ansprüche macht diese Einbuße der tung nicht zu einer ungerechtfertigten, denn in feiner Ge. fammen ber Oberstlieutenant hatte gerade nicht seinen worben. Dben bei Klingenbruchs war die Familie beis Ausgebetag und saß bei seiner Frau und Tochter gefragt. Diese ist gleichgiltig. Genommen wird er, ob er nun Freihändler oder Schutzöllner, ob Sozialdemokrat, Fortschrittler oder Reaktionär menn er nur Mann ist, nur gefällt; dabei vielleicht noch irgend welchen Rang und Titel befizt. Auf Die lepteren Eigenthümlichkeiten wird weiblicherseits mehr Werth gelegt, als man glaubt. So finden wir in einem hieftgen Blatte das folgende Heirathsgesuch: Mariage! Für eine funge Dame, Ausländerin, 22 Jahr alt," fath.- Waise, aus altabligem Hause mit einem baaren Vermögen von über 3 Millionen Mart wird ein Gatte aus dem highlife ge sucht! Nur Herren mit Namen und Titel, gleichviel welcher Nationalität wollen fich mit Angabe der Verhältnisse Na, oben werd' ich nicht fizen bleiben," murmelte bas etwas brummige Mädchen zwischen den Zähnen durch, als sie die Thür wieder schloß, um dem Befehl Folge zu " Schwarze Adler", wie uns berichtet wird, eine Metamorphose durchgemacht, die diesem vollsthümlichen Ort sicherlich zahlreiche neue Freunde zuführen wird. Ein unmittelbar am Etablissement belegenes, bisher unbeaußt gewesenes, über fteben Mor gen großes Terrain ist mit dem Ballonplay vereint, mit präch tigen Partanlagen, Spielplägen, einer echten Vogelwiese und dergleichen versehen, so daß dem Publikum im Busammenhang mit dem vollständig neu renovirten großen Konzert- Garten ein Erholungsort geschaffen worden ist, der bezüglich seiner räumlichen Dimensionen und der Vielseitigkeit des Gebotenen, den weitgehendsten Ansprüchen genügen wird. In bequemfter Weise find Tische und Stühle so gruppirt, daß über 10 000 Personen ohne fich zu geniren, Plaz finden. Größeren Vereinen ist der Vortheil geboten, bei etwaigem Witterungswechsel die zat reichen Veranden sowie die Niesen- Festsäle zu benußen, die int Stande find, das ganze Garten Publikum aufzunehmen. An Bergnügungen bietet der Schwarze Adler" hervorragendes. Die hier engagirten Künfiler- Spezialitäten wechseln wie in unseren Spezialitäten- Theatern, monatlich einander ab, wäh rend die neugeschaffene Vogelwiese, eine getreue Kopie der Dresdener, auf der selbst ein praktisch angelegter Stand zum Bogelschießen für Herren und Damen nicht fehlen wird, die verschiedenartigsten Amüsements bieten wird. Für die Kinder beluftigungen ist mit außerordentlicher Umftcht gesorgt, beson bere Engagements find erfolgt, um diese Spezialität unter gewiffenbafter Aufsicht zu halten. Für die Saison find große Volksfeste und Monstre- Feuerwerke in Aussicht genommen, zu benen brei der renommittesten Feuerwerker engagirt find, die mit vollständig neuem Programm fich dem Publitum vorstellen werden. Daß Küche und Keller Vorzügliches und Preisroeriges liefert, wollen wir nicht unerwähnt laffen. Im Deutschen Theater geht am nächsten Montag 11. b. M., Emilia Galotti" neu in Szene. In der Titelrolle wird Fräulein Teresina Geßner als Gaft zum ersten Male auftreten. = Schiffe lora war nämlich allein mit den Eltern, und der leisten; aber schon nach wenigen Minuten erschien der Ropf Einem Heiligen könnte das paffiren, und wir Frauen find Dandorf," n einen $ 8 werde. D Tag Geleg 8, aber " einen M nen Belan tbem Rop ben batte bem Mab 80g fig S ban Bater hatte Henrietten auch im Anfang gar nicht ver mist, er glaubte vielleicht, daß fie in der Küche wäre. wieder. Das gnä' Fräule is nich oben" Enblic fiel ihm aber doch ihre Abwesenheit auf. fich die Thür. Die Sache war erledigt. Wo ist Hetty, Veronika?" und damit schloß Das begreife ich aber nicht," sagte die Mutter, ihre fe bat bort einen von ihren Handschuhen liegen laffen, wahrhaftig nicht bei der Tante geblieben!" Lönnte aber schon längst wieder ba sein; sonst hält sie sich bodh nie so lange dort auf. Hatte sie denn sonst noch Sie ist vorhin einmal anr Zante hinüber gegangen, jüngste Tochter erstaunt ansehend. So lange ist die Hetty etmas zu besorgen, Flora? Und weshalb bist Du übers Gaupt nicht mitgegangen?" Flora war eigentlich ein bischen roth bei der Frage geworden, aber da sie den Kopf gerade über ihre Stiderei bog, ließ sich das nicht genau erkennen, und sie sagte rubiger Stimme, ohne jeboh von der Arbeit aufzu eben: Aber, Mamo, um da brüben etwas abzuholen, ten in feitaudt boch Hetty meine Begleitung nicht, sie ist ja älter ab !" ftobnie Leichten, einen Höbeg nach Nord ten fid bla Beren Umfa el blaues Schiffer es balb beit bie Straf Der Doll noch in vo on in jun anb night en ange als id.. Da hat Florchen recht," lächelte der Oberstlieutenant, und außerdem find es ja kaum sechshundert Schritt bis Sie wollte auch noch bei der Schneiderin vor geben," bemerite Flora. Wahrscheinlich ist sie jest oben bei ihr." Redte, fagte fie: " Tante wird ihr wieder eine Vorlesung halten," fagte Flora, indem sie fich ihre Wolle aussuchte und die Farben mit einander verglich; ich bin seelensfroh, daß ich nicht von der Partie sein muß." Der Dberfilieutenant sah sie über seine Brille an. Nun, weißt Du, Kind," sagte er, die Tante hat doch in manchen Stüden Recht. Ja, wenn Du nur der Tante Partie nehmen kannst," sprang aber hier feine Gattin ins Gefecht, dann ist nach her Alles gut. Junges Blut mag aber die ewigen Straf predigten auch nicht gern mit anhören, und zulegt läuft doch nur Alles barauf hinaus, daß wir unsere Rinber gar nicht zu erziehen wissen und daß erst von Deiner Schwester lernen müssen." Aber, liebes Hera," sagte ihr Mann, der sich ohne hin nicht recht behaglich befand und gar nicht daran dachte, feine Gattin zu erzürnen, ich geftehe ja gern ein, daß ich felber die Kinder ein bischen zu viel verziehe, und wenn bann die Schwester das Versäumte nachholt, ift es tein Unglüd; Du weißt ja doch, daß fie es gut mit inen gegeben." immer nicht, zuletzt wurde sie unruhig. Sie flingelte Die Mutter beruhigte sich damit, aber Jettchen tam noch bem Mäbchen, und als dieses ben diden Kopf in die Thür meint, und sie hat ihnen davon schon die stärksten Beweise gleich, Sanna?" Geh einmal hinauf zur Nähmamfell. " Bur Mamfell Peters?" wie heißt sie wa, und fieh zu, ob meine Tochter oben ist." Soll fie' was?" Gut mit ihnen meint," brummte bie Frau Oberst lieutenant, welche eine einmal aufgegriffene Waffe nicht gern wieder vngebraucht in die Ede ftellte bas wiffen wir eben noch nicht, denn bis jetzt fehlen die Beweise. oben ist. Nachher tommst Du wieder herunter und sagst recht gethan. Bis das aber nicht erwiesen ist und wer wirst Du mir erlauben, meine eigene Meinung zu behalten und auszusprechen. Ich wenigstens kann es den Kindern manchmal nicht verdenken, daß fie ungeduldig werben. nun einmal feine Heiligen..." ,, Das weiß Gott!" hätte der Oberstlieutenant gern gefagt, aber er hütete sich wohl, die Worte auszusprechen, der Krieg wäre sonst offen erklärt gewesen. Die Mutter lehnte fich wieder in ihren Stuhl zurück fie hatte die Lampe neben sich stehen- und verfolgte den Roman, in dem fie las; Flora ftidte emfig weiter, und der Oberst lieutenant bückte fich wieder über ein ihm zur Begutachtung von seinem Chef anvertrautes Wert über Geschüße, bas ins sofern seine besonderen Schwierigkeiten einer Beurtheilung zeigte, da er feinen Chef selber im Verdacht hatte, es ge aber Hetty tam noch immer nicht. schrieben zu haben Und wo war Hetty? Die Apotheke, oder Hofapotheke, wie man jest sagen müßte, gehörte mit zu den ältesten Gebäuden der Stadt, und da der Grund und Boden damals noch keinen so enor men Werth hatte als heutzutage, so beschlossen alle diese alten Häuser auch in ihrem Hofraum einen Garten ein, der nur dann und wann von ben späteren Besitzern wieber pars gellirt wurde, um das Rapital nicht todt liegen zu laffen. Herr Semmlein hatte es dagegen vorgezogen, feinen Garten au behalten, da er ihn selber, als großer Blumen- und Pflanzenfreund, benutzte. Auch nur ein fleines Stüdchen, jebes mit einer Laube" darin, war für die erfte und weite Etage an bie Abmiether überlassen worden, bamit fie ein Bläßchen ihr eigen nannten, wo fie an warmen Sommertagen doch wenigstens ihren Raffee im Freien" trinken fonnten, insofern man nämlich einen Raum im Freien" nennen fonnte, der, von hohen Mauern und Giebelwänden rings eingeschlossen, weit eher einem negativen" Schornstein glich. In einem Schornstein geht nämlich ber Ruß in die Höhe, hier hinein fiel er dagegen von allen Seiten herunter, und das Pläschen fonnte bes wenn da oben über den Dächern eine recht frische Brise webte. ( Fortfegung folgt.) Thu nur, was ich Dir fage, fich zu, ob meine Tochter das einmal hält, will ich Dir eingestehen, daß ich ihr Un halb auch nur von den glüdlichen Befigern benutzt werden, weiß, ob es Einer von uns am Tische hier erlebt, I Gerichts- Zeitung. abgeordneten Grillenberger und Heine. Polizeilleuter ant Bieste erklärt, daß er zugebe, mit Auer gefprochen zu haben und damit einverstanden gewefen zu sein, daß er zur Versamm lung sprechen solle; er habe aber zu jener Beit nicht gewußt, daß lung sprechen solle; er habe aber zu jener Beit nicht gewußt, daß diese Person Auer gewefen. Auf die Vernehmung der Abgg. Hafer.clever und Frohme wird allseitig verzichtet. Die übrige Beweisaufnahme bietet tein besonderes Interesse, die Belastungszeugen bestätigen die Behauptungen der Anklage. Bahlreiche Entlastungszeugen bekunden bezüglich der drei legten Angeklagten, daß fie die ihnen zur Laft gelegten Handlungen nicht begangen haben, da ste dies sonst hätten sehen müssen. Der Staatsanwalt hält die Anklage für durchweg ermiesen und beantragt mit Rücksicht auf die Gröblichkeit des Exzesses und andererseits mit Rücksicht auf die herrschende große Aufregung Strafen von 9 Monaten Gefängniß, 14 Tagen Haft, 4 Monaten, 6 Wochen und 6 Wochen Gefängniß, sowie gegen Klepsch noch 14 Tagen Qaft. Die Rechtsanwälte Dr. Flatau und Freudenthal plaidirten für Freisprechung ihrer Klienten. Ersterer erhob, wenn der Gerichtshof den Franke als an dem Aufruhr betheiligt erachten sollte, den Einwand der Unzuständigkeit, da alsdann Rädelsführerschaft angenommen wer ben müßte, zu beffen Aburtheilung nur das Schwurgericht zu ständig sei. Der Gerichtshof lebnte diesen Antrag, als zu spät gestellt, ab und erkannte den Franke des Aufruhrs für nichtschuldig und verurtheilte denselben zu 4 Monaten Gefängniß und 14 Tagen Haft, die übrigen Angeklagten zu 4 und zu je 2 Monaten Gefängniß, sowie den Lattermann noch zu 14 Tagen Haft Die bereits avifirte Aufruhranklage gegen den Stein brucker Gustav Adolph Franke, den Maurergesellen Karl August Däumichen, den Maler Friedrich Wilhelm Lattermann und den Arbeiter Wilhelm Klepich gelangte heute vor der weiten Straffammer hiesigen Landgerichts I zur Verhandlung. Die Anklage führt vier verschiedene Punkte auf. Dem Franke wird zur Last gelegt, durch drei selbstständige Handlungen: 1. an einer öffentlichen Zusammenrottung, bei welcher der Polizeilieutenant Bieste und der Schußmann Berwein während der rechtmäßigen Ausübung ihres Amtes mit vereinten Kräften thätlich angegriffen worden find, theilgenommen, 2. groben Un fug verübt, 3. dem Schußmann Schilling mit Gewalt Widers stand geleistet zu haben. Däumichen ist des Widers stands und Der Gefangenenbefreiung; Lattermann der Beleidigung und des groben Unfugs; Klepsch des Widerstands angeklagt. Dem ersten und vierten Angeklagten steht als Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Flatau, dem zweiten und dritten Rechtsanwalt Freudenthal zur Seite. Nach der Anklage ist der Sachverhalt turz folgender: Nachdem die am 12. Dezember pr. in der Norddeutschen Brauerei abgehaltene Versammlung behufs Zusammenstellung des Wahlresultats im sechsten Reichstagswahltreise auf Grund des Sozialistengefeßes für geschloffen erklärt worden war, erhob fich unter den tausenden im Saale anwesenden Personen ein großer Tumult. Der von dem überwachenden Polizeilieutenant Bieste zur Herbeiholung von Schußleuten abaesandte Schuß mann Berwein wurde, nachdem der Ruf„ Nicht rauslaffen" unter der Menge ertönt war, umbrängt, hin- und hergestoßen und mit den Füßen getreten, so daß er fich auf das Podium zurückziehen mußte, auf dem Lieutenant Bieste stand. Nun mehr sollen gegen beide Beamte die Tische geträngt und dieselben vom Podium hinuntergeftoßen und mit Stühlen und Biergläsern geworfen sein. Auch beim Verlassen des Saales durch eine Gartenthür wurden fte ebenfalls durch Würfe, welche mit dem Rufe: Hier müssen die Hunde kom men" begleitet waren, verhindert und während der ganzen Zeit vielfach durch den Ruf: Schlagt die Hunde todt!" bedroht. Der Angeklagte Frante soll sich unter den Personen befunden baben, welche den Polizeilieutenant bedrohten. Dies hat er nach der Behauptung deffelben auch ihm gegenüber zugestanden. figenden Kolleginnen vor Wuth fast bersten möchten. Bühne" zeigt nur noch äußerlich ihren friedlichen Char Denn in der That ift fte ein Kampfplag, ein Schlachtfeld worden, auf das die Worte des Dichters: Da werden W zu Hyänen" treffend angewandt werden könnten. Stic leiteten das Vorposten gefecht ein und bildeten daß gewehrfeuer, bis das schwere Geschüß auffuhr, daß, Geschu Der Rivalinnen, und zuletzt das Handgemenge, basG und Geknuffe" wüthete. Dem Chef der Singspielgesell dem fogen. Konzertunternehmer, wurde es himmelanoft mußte jeden Augenblic befürchten, daß die feindlichen Elem aufeinander plagten. Er fab bereits im Geiste, wie fle zauften und zerrten, wie das Publikum zu dem feltenen tatel" Beifall brüllte, wie die Polizei erschien, ein Schus auf die Bühne eilte.... er magte nicht weiter zu Denten wurde ihm schwarz vor den Augen. " Nr. 10 dy 95 Am Tif Eingega tien und ein Sc Reichstage Gesandten ar und Bergen, um Bundes Bur swel Bertrage immung un Bertrages Do fuhr mit meh betr. Die Indeß, die Gefahr ging noch einmal an ihm vor Doch am zweiten Abende wiederholte sich daffelbe Schau ebenso am dritten, vierten und an den folgenden T Unser Konzertunternehmer hatte die ewige Aufregung be satt. Welche die schuldige Battet war, fonnte er gar i mehr untersuchen, und so seste er denn beide Parteien ene zur Rede, und als bei dieser Gelegenheit die beiden G linge des Publikums fich gegen ihn Rebensarten bedienten Burchard man in dem Anfstandslexikon der Sängerinnen" am wen fuchen sollte, da machte er kurzen Brozeß und entließ die stehenden Fußes. Der Bühnenstandal fand sein Nachspiel vor dem Gen schiedsgerich Die beiden Sängerinnen hatten den unternehmer auf Lohnfortzahlung für 14 Tage wegen gungsloser Entlassung, sowie auf Auszahlung eines ftandes für zwei Tage verklagt. Die Sängerinnen w Rontralt von dem Beklagten gegen eine monatliche 150 M. bei 14tägiger Kündigung engagirt und hatten für verpflichtet ,,, alle ihren fünstlerischen Fähigkeiten messenen Bartien zu übernehmen und ihre Kostüme, Mu zu den Solis c. felbft zu beschaffen" Der Beklagte g Grund zu der sofortigen Entlassung jene ihn schwer bele Rilogramm) den Aeußerungen der beiden Damen an. Die ein Legteren gab ungenitt zu, mit Bezug auf die tangelei" braftischer Worte fich bedient zu haben hauptete jedoch, damit nicht die Tingeltangelei die Bell late, desgleic sondern allgemein die ganze Tingeltangelet" zu haben; die andere Dame bestritt die ihr au gelegte Aeußerung überhaupt. Eine Einigung tam n Stande, obgleich der Beklagte jeder der beiden Klägerinn rückständigen Lohn für zwei Tage, 10 M., fofort au und jeder noch 7,50 M. zulegen wollte; umsonst, die Kläge beharrten auf Lohnfortzahlung für 14 Tage. Da es fich aber im Laufe der Verhandlung heraus handelt, cuf daß die Sängerinnen von dem Unternehmer bereits vorleisch, Flei der Leipziger Meffe, und zwar nicht für diese allein, enwendung." J. Die Spezies der Winkelkonsulenten rekrutit fich aus den heterogenften Elementen; gestern stand der Privat lehrer Cail Friedrich Rindfleisch vor der dritten Straffammer des Landgerichts I unter der Anklage der Erpressung und des Betruges, deren er fich schuldig gemacht, als er fich auf dem Gebiete der Wirteladvokatur versuchte. Eine Wittwe J. er schien eines Tages bei ihm und beauftragte ihn mit der Anstrengung einer Klage gegen ihren Schwager, einen wohl habenden Fabrikanten, welcher ihrer Angabe nach ein grobes Attentat auf ihre Ehre verübt hatte. Der Angeklagte nahm den Auftrag mit Vergnügen an, machte aber seiner Klientin den Vorschlag, vorber einen Versuch zu machen, von dem Schwager eine Geldsumme von etwa 150 Mart au erhalten und dann von einer Klage Abstand zu neh men. Dies leuchtete der Frau ein und fte stellte dem Angeklagten sofort eine diesbezügliche Vollmacht aus, gab ihm auch auf seinen Wunsch 6 Mark Vorschuß für seine Bemühungen. Noch an demselben Tage begab sich Der Angeklagte zum Fabrikanten 3, stellte sich als Rechts anwalt vor, der seine Gegner spielend zu beftegen pflegte und fegte ihm auseinander, daß es in seinem Intereffe liege, die Geschichte mit Geld abzumachen. Um einem Standal vorzubeugen, ließ fich Herr J. zur Hergabe von vorläufig 50 Mart bewegen, die der Angeklagte der Frau J. überbringen sollte. Diefer behielt das Geld aber für fich und versuchte nun von beiden Parteien noch weitere Summen zu erpreffen. Schließ lich gingen den Ausgebeuteten aber die Augen auf und fie gingen vereint gegen den biederen, fiegesgewöhnten Rechtsanwalt vor. In seiner eigenen Sache erlitt er aber eine schmähliche Niederlage, denn tros seiner nicht ungeschickten Vertheidigung verurtheilte ihn der Gerichtshof zu einer Gefängnißftrafe von vier Monaten und ein Jahr Ebroerluft. Abgabe irgen der für Re oben werder Fett, fowie f Rechnung vo und Brannte Zu diese 1. von 5 Beilen fo teuerung für 2. von Grhöhung de waren, der Konzertunternehmer aber nicht im Begit hiesigen Gewerbeschiedsgerichts seinen Wohnfts hat, so fich das Gericht für infompetent, in der vorliegenden Don Rommun Recht zu sprechen, und überwies auf Antrag der Kläg nlande erze die Sache dem Stadtrathe des Heimatsortes des Bella Mebl, Mabl weiteren Berfolgung, da für umberziehende Künstlertrup unzulässig das Gericht des Ortes zuständig ist, in dem der Beklagt und Drten ni ( Leipz. Ger nicht erhoben Wohnfit hat. Branntwein Jum 1. bis Soziales und Arbeiterbewegung Die Privatunterstüßungsvereine haben faft üben lage, und na ungemein geringe Bedeutung. So hat z. B. der Be Fürsorge für die aus den Straf. und Befferungsanftalle laffenen" zu Chemnis trop feines langen und bocht Namens im Jahre 1884 Him Ganzen 644 Marl Au verzeichnen. Welche tubmreiche" Thätigkeit! Und bo wir, daß ein nationalliberales fächftiches Blatt dieser Referent Berhandlunge träge. Die S vieler Komm Waare in de werde. Abg. faroffftem M Hause seit J lung folgende ernsthaft gemeinte Bemerkung anhäng Errichtung vo Sta verhütet Der zweite Anklagepunkt betrifft die dem Däumichen zur Laft gelegte That der Befreiung des Franke aus der Gewalt des Schußmanns und des thäflichen Angriffs gegen denselben. - Der dritte Anklagepunkt behandelt die Beleidigung, welcher Lattermann fich dadurch schuldig gemacht haben soll, daß er dem den Frante arrefirenden Schußmann Menzel zurief: Der Mann ist unschuldig, laßt ihn los, ihr Hunde!" Nach dem vierten Anklagepunti foll Klepsch den Schußmann Schilling mit der Fauft gestoßen haben. In den Buhörer raum wurde nur eine geringe Anzahl der erschienenen Freunde der Angeklagten zugelassen und zur Aufrecht erhaltung der Ordnung im Gerichtssaale ein Wachtmeister und zwei Schußleute fommandirt(!). Die Angeflagten be tennen fich sämmtlich für nichtschuldig. Franke giebt an, daß er den Auftrag hatte, bei Verkündigung des Wahlresultats eine bengalische Flamme im Garten abzubrennen. Aus diesem Grunde sei er bei der Auflösung der Versammlung gar nicht im Saale anwesend gewesen. Erft als er nach den Hurrah rufen in den Saal hineingedrängt worden und fich bei den Lebehochs auf Pfannkuch und dem Schwenten seiner Müße betheiligt hatte, erfuhr er die Auflösung der Versammlung. Der Angeklagte stellt in Abrede, bei seiner etwa 14 Tage später erfolgten Abhörung dem Bolizeilieutenant Bieste einge räumt zu haben, daß er zu den Bersonen gehörte, welche ihn bedroht hatten. Der Angeklagte Däumchen stellt in Abrede, Sozialdemokrat zu sein; er gehöre der Arbeiterpartei an und babe bei der Wahl nur für den Kandidaten derselben gewirkt. Die ihn zur Last gelegten Handlungen bestreitet er.- Lattermann erzählt, daß er Vertrauensmann der Arbeiterpartei gewesen sei und als solcher das Wahlresultat nach der Norddeutschen Brauerei gebracht habe. Als er dort erschien, nahm er wahr, wie der Schußmann Schilling den ihm bekann ten Franke ohne jeden Grund arretirte. Da habe er dem Schußmann allerdings versichert, daß Franke nichts gethan hat, und set sofort darauf arretirt worden. Auf der Wache äußerte der Schußmann:„ Ich habe wenigstens meine Schuldigkeit ges than." Er habe aus dieser Aeußerung den Eindrud gewonnen, als ob der Schußmann bamit zufrieden war, überhaupt Jemand arretitt zu haben. Die Depofition des Klepsch ist belanglos. - Es wurde nunmehr in die Beweisaufnahme eingetreten. Aus der Aussage des Polizeilieutenants Bieste, der im Wesent lichen den in der Anklage aufgeführten Thatbestand bestätigt, betundet insbesondere, daß er turz nach der Eröffnung der Bersammlung, als der Reichstagsabgeordnete Auer das Wort erhielt, dieselbe auf Grund des Sozialistengesezes auflöſte. Als er nach längerer Zeit eine Leerung des Saales nicht wahr gestellt habe, ob sie von der Berliner Sozialdemokratie her fich gegen geringen Lohn in den holländischen Moorbi genommen, gab er dem Schußmann Berwein den Anftrag, polizeiliche Hilfe herbeizuholen. Es war demselben aber nicht möglich, durchzukommen, weshalb er nach dem Bodium zurücklehrte. Ewald und Auer hätten in sehr erregter Weise auf ihn eingesprochen und dadurch beigetragen, daß der Tumult an Ausdehnung gewann. Die Person, in welcher er den Franke wieder zu erkennen glaube, fei einer der erbitteriften Schreier und Heger gewefen. Die Reichstagsabgeordneten haben seines Wissens nach sich an den Gewaltthätigkeiten nicht betheiligt. Nur habe Auer nach der erfolgten Auflösung zu ihm die Aeußerung gethan: Den Tumult baben Sie provozirt, wir werden uns im Reichstage über Sie beschweren." Bezüglich der Rekognition und des Geständnisses des Franke deponit der Beuge: Etwa 10 Tage nach dem Tumult habe er fich den Frante vorführen lassen und demselben den Vorwurf gemacht, daß tausende von Menschen die paar Beamten in so bedrohlicher Weise angegriffen. Auf seinen Vorhalt: Also B. C. Die Vorstandsmitglieder des CharlottenburgTeltow Beestow- Storfower Arbeitervereins", nämlich der Schloffer Scheuer, der Tischler Nidder, der Arbeiter Boeffel, der Arbeiter Knauf und der Tischler Auguft Schacht waren vom Landgericht II. Berlin unter theilweiser Abänderung des in erfter Instanz au Charlottenburg erfolgten sd öffengerichtlichen Urtheils zu Geldstrafen verurtheilt worden, und zwar die erft genannten vier lediglich auf Grund des Vereinsgefeßes zu Be trägen von 15 bis 45 M., Schacht aber außerdem noch auf Grund des Sozialistengefeges zu 65 M. Die gedachten Vers gehen waren nach der Ansicht des zweiten Richters dadurch Tonsumit worden, daß die Angeklagten unter den Vereins mitgliedern für Zwecke des Wahlfonds" Sammlungen vers anstaltet hatten. Schole habe sich neben dem Vergehen gegen das Vereinsgefeß noch eines solchen gegen das Sozialistengeset schuldig gemacht, da er zu diesen Sammlungen noch ,, Sammel Bons" ausgegeben, welche, wie der Vorderrichter nach der Art Der Stempel annahm, von der Sozialdemokratie herrührten. Die Angeklagten legten tevifion beim Rammergericht ein, doch erschien ihr Vertheidiger, Rechtsanwalt Freudenthal, nicht, ob wohl der Serat aus Rüdficht für die Angeklagten die Ver handlung um mehrere Stunden, nämlich bis zum Schluß aller anderen Termine, hinausgeschoben hatte. Nach langer Be rathung erkannte der Senat in Bezug auf Schacht auf Auf hebung der Vorentscheidung und Burückweisung in die Vorinftanz, da der Vorderrichter in Bezug auf die Sammelbons" eine forrette Feststellung erlaffen und namentlich nicht feft rühren. Scheuer wurde freigesprochen, bei den Andern wurde Die Revifion zurüdgeniesen. " Aus dem fahrenden Gewerbe. Die Sängerinnen." Die Meffe in Leipzig war eröffnet und mit ihr hatte die flies gende Schaar jener modernen Pflegestätten der Kunst", die Der Leipziger allgemein unter dem Namen ,, Tingeltangel" zu, sammen zu faffen pflegt, ibre wandelnden Bühnen aufgeschlagen, eine ftabil gewordene Bugabe der Messe bildend, die ohne jene mit einer langlosen, zersprungenen Glede zu vergleichen wäre. In einen dieser Tempel Thalias bitten wir heute den Leser, uns zu folgen. Das Lotal ist gefüllt mit Gästen, Glas auf Glas des schäumenden Gerstensaftes trägt die Jüngerin der Hebe mit funftgeübter hand herbei, Rauchwöitchen be ginnen sich bereits über den Häuptern der Gäfte zu bilden und in langen, weißlichgrauen Streifen und Ringen fich um Die Gaslampen zu lagern. Oben auf dem vorhanglofen Bo fegensreiche Thätigkeit des Vereins findet immer meh tennung und Unterstügung." Chemnis ist eine ca. 100 000 Einwohnern, es wird das deutsche Mand nannt und dabei eine Jahresausgabe von ganjen zur Fürsorge für entlassene Sträflinge! Das wäre zum wenn die Sache nicht so ernst wäre. werb hatte das hö follen; und trages, wurde bob damals Brooiforium Reiches mehr mit diefer in eine rüdia ein befor Dere jenigen Bart Aus der Provinz Sachfen läßt fich die ,, Voll schreiben, daß seit einigen Tagen die Arbeiter rungen ungemein statt, stärker als in früheren Jah Durch den ungemeinen Subrang von Arbeitsträften Often werden die in den ärmeren Gegenden unserer wohnenden Arbeitskräfte besonders die im Eichsfe zwungen, weiter nach Westen zu wandern und fich be fchen bollandsgängern" anzuschließen. Die Nermften, quälen, um dann später einige Winteraroschen" mit bringen. Mit Sad, Bad, Bade und Spaten" sieben weit fort ,, irs Land", um zu Hause nicht hungern Das find wahrhaft traurige Zustände! " thre Fabne A Bejegentwurf fachliche Prüf folde tönnen an Material Den gegenwä prolongiren. igen, wie D Rebenden In Bejammtbevo Der Maurerstreit zu Pößned ist beendet. Die den Parteien haben sich auf einen Stundenlohn von geeinigt. Eingesandt. nachfolgende Episode zu Ihrer gefälligen Verfügung Als ein Beitrag zum Recht auf Arbeit erlaube Wohnung Haussuchung. Ich bin unverheirathet und Am Freitag, den 24. April 1885, hielt die Bolizei in Sie haben zu den feigen Leuten gehört, die mich angriffen", dium, der Bühne", fißen fie friedlich neben ein ander, die vorläufige Verwahrung wurden nach Angabe der Beschein bei meinen Eltern. Die Herren Beamten nahmen 23 5 mit und sandten Nachmittags wieder 19 berselben zur iungen Schönen, auf die Melpomene, die Muse des Gefanges, folgende 4 Schriften genommen: 1 Exemplar Reve nach poraz fchon in der Wiege mit güt'gem Blick geschaut." Ein Phantafteloftüm, mit Spigen und Goldligen übersäet, gramm der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands zur Börsensteuer, 1 Exempl. Bastiat Schulze, 1 Eremp Verzeichniß sozialistischer Schriften. Ich hatte geglaub Sache wäre hiermit abgethan. Hierin hatte ich mich hebt sich die erfte der Sängerinnen und mit schmelzender getäuscht. Bunächst erhielt ich eine Vorladung, auf be Stimme haucht fte ein fesselndes Liebeslied. Lieber Max, lizei- Bureau zu erscheinen, und zwar Mittwoch voriger schließt fich dicht an die saiten Gestalten, den runden Arm und ben zierlichen Fuß den Blicken der Gäste freilassend. Jest er füßer Max, fei nicht so öde, sei nicht so sp: öbe," lauten bie ersten Worte des Gesanges, dem das dankbare Bublikum den Bureau wurde ich von dem Lieutenant in Gegenwart um Auskunft über meine Militärverhältniffe zu geben Der gegen 8 Uhr erschienene Polizeilieutenant fragte ihn, ob rauschenden Beifall nicht versagt. Die zweite der Schönen Zivilbeamten vernommen. Nun stehe ich bei dem tönigl habe Frante fich nur mit Angetrunten heit entfauldigt. Er habe bem Franke gesagt, daß er es in seiner damaligen Situation als eine Erleichterung empfunden hätte, mit den Einzelnen einen ordent lichen Kampf aufnehmen zu fönnen. Er würde den Leuten auch ganz gleiche Waffen zugebilligt haben.- Schußmann Berwein bestätigt die Anklageanführungen. Reichstagsabg. Auer: Er habe fich am Abend des 12. Dezember pr. im Saale der Norddeutschen Brauerei befunden, in welchem das Wahlresultat im 6. Reichstagswahlkreise verkündet werden sollte. die Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung der Versamm lung zur Stelle set. Nachdem er sie demselben vorgelegt, habe er feinen Kollegen Heine ersucht, den Mittelgang freizubalten; der Lieutenant verlangte aber noch die Echließung einer Thür und eines Fensters. Infolge dessen habe er sich erboten, dies der sehr lauten Versammlung mitzutheilen und fich zu di sem Bwed vom Vors. Ewald das Wort erbeten. Kaum hatte dieser aber ihm das Wort zur Geschäfte ordnung er heilt, als der Polizei offizier die Versammlung auf Grund desSozialistengesetzes auflöfte. Es wurde darauf so laut in der Versammlung, wie er es bisher noch nicht erlebt habe. Der in den Saal abgeordnete Schußmann sei wie ein Spielball hin und her geschoben wor den, und sei es lediglich seiner Intervention gelungen, daß der Schußmann das Podium wieder erreichen fonnte. Während Dieses Vorfalls set vielerlei gerufen, gelacht, auch gepfiffen worden. Bom Werfen mit Seideln und Stühlen nach den Bolizeibeamten habe er nichts gesehen. Lediglich durch die Er schütterung beim Hinabspringen sei ein Tisch mit verschiedenen Bierseideln umgeworfen worden. Die ihm in den Mund gelegte Aeußerung zum Polizeilieutenant babe er seiner Erinne rung nach nicht gethan, wohl sei fie aber von anderer Seite gefallen. Aehnliche Befundungen machten die ReichstagsBerantwortlicher Biebakteur R. tritt auf, und mit viel Verve" läst fie das bekannte Lieb er ist doch stets meine Lieblingsfouleur." Und so geht es fort. Alle jene alten, dem ständigen Tingeltangelbesucher von frühe schallen: Aber schmar- 3-3, aber schwar- 3-8, aber schwarz werde ich im Beughaus beschäftigt. AmDonnerstag früh, als i Radbrud verboten 153 Sie ve weg, wenn Ju verhinder mehr als ein Jungen bera Unb Grafen M' Ihre Mutter Seftigkeit au Bufammenti Unawe Run ist mir Beuge ich w Szene eines Feind zu tö Sen Felfen hi bie Befriedi batte bie Rr ift mir jett meine Beschäftigung aufgenommen hatte, erschien ein Stri beamter bei dem Portier des Beughauses und feste den davon in Kenntniß, daß im Beugbaufe ein gemeingef Tüpferl auf dem" bis zu dem melodischen Ringelringel Bimmermann Namens Lehmann beschäftigt fet. ber Reigen" und der Haare au Berge stehen laffenden Räubergeschichte: Der Rabe frächst, die Eule schreit", bei dem es fich das Publikum nicht nehmen läßt, die Sängerin in dem unheimlichen Rabengeftächze und dem schauerlichen Eulen geschrete nach Kräften zu unterstügen. Nur hin und wieder wird das friedliche, bunte Allerlei durch einen fleinen Streit Bro überm Im Laufe des Tages lam ich nach dem Atelier Des Scharper in der Bellevue Allee. Die Folge davon war, Beamter bei dem Oberzeugwart des Beughauses, den p. Lehmann des Morgens und Abends zu war, und diesem erzählte, er, der Beamte, hätte ben u im Publikum unterbrochen, der jedoch durch das Dazwischen Hier erfuhr der recherchirende Beamte, daß ich im Coin treten des Witthes schnell geschlichtet wird. Doch so friedlich sollte es nicht bleiben, ein Ruliffentrieg thun, als unseren Polier von der Sache in Kenntniß entbrannte noch in seiner ganzen Heftigkeit. Neid und Eifersucht find die Veranlaffung dazu gewesen. Denn Martha und Therese baben es zum Schmerze ihrer Kolleginnen fertig gebracht, die Aufmerksamkeit des Publikums faft allein auf fich zu ziehen. Dabei nehmen die beiden Freundinnen die hul bigungen der ihnen zunächst figenden Herren mit einer fo liebenswürdigen Vertraulichkeit entgegen, daß ihre daneben Gronneim in Berlin. Drud und Berlag von Mar Babing in Am Sonnabend nun wurde ich von Herrn Jofebru gemeingefährlicher" Mensch aus meiner Arbeit entlaffen ift mir bei der ganzen Geschichte unbegreiflich, nämli Beamte zu derartigen Mitteln greifen fonnte: Sch bin b noch unbestraft und noch nie in Konflikt mit der Behör tommen. Ich lann mir nur denken, daß der Beamte Frage: Sie So hi Sie w Aus e Die T " Ich w Felbau" Ich te Rr. Robenb bes Gutsher Herr Roben trauert hat, in Schottlan Stern eine Belld Auftrag seiner Vorgesezten gehandelt hat. Berlin SW., Beuthitraße 2 gat teine bert Ginen, möchten. Lichen Char Schlachtfeld werden W en. Stiche en daß as, Gefchup das Ge fpielgesell mmelanoft lichen Elem e, wie fle feltenen ein Schum Er zu denten an ihm vori elbe Schauf genden T regung be nte er gatt artelen ene beiden G Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 106. Farlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 95. Sigung vom 7. Mat, 12 Uhr. Am Tische des Bundesraths von Boetticher, von bedienten Burchard und Kommiffarien. tließ die am wenig Gingegangen find der Auslieferungsvertrag wischen dem Deutschen Reich und Rußland und ein Schreiben des Reichsfanglers, durch welches dem Dem Geteichstage die Ernennung des fächftschen außerordentlichen n den Gesandten am preußischen Hofe, des Grafen von Hochenthal und Bergen, zum Bevollmächtigten des Königreichs Sachsen um Bundesrath mitgetheilt wird. = wegen eines S nen wa B liche batten bigleiten ime, Mu etlagte g Die eint haben Bur zweiten Berathung steht zunächst der Gesezentwurf betr. die Abänderung des Bollvereinigungs. Bertrages vom 8. Juli 1867, deren§ 1 lautet: Die Be timmung Vertrages fuhr mit mehr als 15 Groschen vom Zentner( 3 M. von 100 Swer bele Rilogramm) belegten ausländischen Erzeugnissen keine weitere Abgabe irgend einer Art, sei es für Rechnung des Staats die oder für Rechnung von Kommunen und Korporationen, er hoben werden darf, findet auf Mehl und andere Mühlen fabri die Bell late, desgleichen auf Backwaaren, Fleisch, Fleischwaaren und Fett, sowie ferner, insoweit es sich um die Besteuerung für Rechnung von Kommunen und Korporationen handelt, auf Bier tam n und Branntwein feine Anwendung." unter Biffer I des Artikels 5 des Bollvereinigungs vom 8. Juli 1867, wanach von allen bei der Eingelet" ihr au lägerinn ofort au 5 Bu diesem Paragraphen liegen folgende Anträge vor: Freitag, den 8. Mai 1885. wirthschaftlichen und nationalen Gründen empfehle ich Ihnen unseren Antrag. Abg. Graf v. Bismard: Ich möchte nur einige Worte bezüglich des die Schlachtsteuer betreffenden Bassus in den Motiven sagen. Schon früher einma', als wir uns mit den Mühler fabrikaten beschäftigten, war die Rede davon, daß eine ganje Anzahl Kommunen durch die Bollerhöhung betroffen werden, und es ist dabei besonders auf das Königreich Sachfen remplifizirt worden. Auch in den Motiven der Vorlage ist exemplifizirt worden. Auch in den Motiven der Vorlage ist Sachsen besonders angeführt. Ich will hier nicht die Fragen in Bezug auf Bier und Branntwein anrühren, sondern mich nur auf Eines beschränken. In den Motiven zur Bolltarifnovelle waren bereits ,, andere Gründe" angeführt, welche eine Aenderung dieses Art. 5 des Zollvereinigungsvertrages von 1867 erforderlich machten, und diese anderen Gründe find in den Motiven dieser Vorlage zu finden und wurden vom Herrn Staatssekretär des Reichsschaamtes bei der ersten Berathung derselben erwähnt. So weit ich dieselben in Betracht ziehen will, beziehen fie fich nur auf den einen Artikel Schmals, der theilweise derSchlachtsteuer unterliegt. Ausländisches Schmalz, daß jezt bereits über 3 M. Boll zahlt, unterliegt dem Oltrot nicht, wohl aber wird nach dem bestehenden Bollvereinigungsvertrag inländisches Schmalz an bundesstaatlicher Landesgrenze mit einer Abgabe belegt. Die Klagen der Interessenten, welche in ben Motiven hier als berechtigt bingestellt werden, verdienen in der That unsere Berücksichtigung, und da neulich der Wunsch nach thatsächlichen Angaben hier ausgesprochen worden ist, so darf ich vielleicht an einem Beispiel ausführen, wie in dem bestehenden Bustand eine direkte Benachtheilung deutscher Arbeit zu Gunsten des Auslandes liegt. In Lauenburg an der Elbe besteht die Schmalzraffinerie von Sanders und Berwin, welche amerika, nisches Rohschmalz einführt und dafür 5 M. Reichszoll zahlt. Sie hat einen verbreiteten Absaß, tann aber nach Sachsen und Baden nur einführen, wenn sie an der dortigen Grenze wieder bolt 5 M. zabit, weil das amerikanische Robichmalz dort als inländisches Produkt gilt. Ausländisches Schmals unterliegt dieser Abgabe nicht. Wenn also z. B. ein amerikanisches Haus Schmalz nach Dresden schickt, so zahlt daffelbe blos den Reichs zoll von 5 M.; wenn aber eine inländische Raffinerie dieses Schmalz da duich werthvoller für uns macht, daß es deutsche Arbeit hinzufügt, muß es noch einmal 5 M. zahlen und bleibt mithin nicht fonkurrenzfähig. In dem Staatshaushaltsetat des Königreichs Sachsen ist die Schlachtsteuer pro 1884-85 mit 3,625 000. angefeßt. Auf eine so große Summe wird Sachsen nicht verzichten können, und ich halte es für schwer ausführbar, daß etwa die Position Schmals, die hier besonders betroffen ist, allein ausgesondert wird. Um die bestehende Uns gerechtigkeit, die für diesen einen Artikel ganz unbestreitbar vorliegt, auszugleichen, sebe ich keinen andern Weg als den Dom Bundesrath betretenen, rämlich den Artikel 5 des Bollvereinigungsvertrages abzuändern und zwar in der Weise, daß bas ausländische Schmalz in Bukunft unter bie gleiche Kommunalverdammniß falle wie das inländische, und ich möchte sie bitten, von diesem Stand punkt aus die Vorlage anzunehmen, damit die jest bestehende Begünstigung des Auslandes auf Kosten der inländischen In Duftrie aufhört.( Beifall rechts.) 1. von Strudmann und Sattler: Die legten Die Kläge Bellen fo su faffen:„ findet, insoweit es sich um die Bes Beuerung für Rechnung von Kommunen und Korporationin g herau bandelt, cuf Mehl und andere Mühlenfabrikate, Badwaaren, etts vor leid, Fleischwaaren und Fett, Bier und Branntwein teine allein, e m Bezith bat, fo Anwendung." 2. von Halben und Broemel hinzuzufügen: Eine Grhöhung der für Rechnung des Staats oder für Rechnung iegende on Rommunen und Korporationen erhobenen Abgaben auf im Der Kläg Inlande erzeugtes oder vom Ausland eingeführtes Getreide, Bellas Rehl, Mühlenfabrikate, Badwaaren, Vieb, Fleischwuaren, Felt ftlertrupt unzulässig. Desgleichen dürfen solche Abgaben in Beziten Bellagt und Drten nicht eingeführt werden, wo dieselben gegenwärtig P. Get nicht erhoben werden." Branntwein" Und ferner zwischen den Worten bis zum 1. Januar 1888." - ,, leine Anwendung" die Worte einzuschieben: guy rhandlungen und empfiehlt unveränderte Annahme der Bor Referent Abg. v. Fischer retapitulirt die Kommissions Faft über age, und namentlich Ablehnung der deutschfreifinnigen An Der Vem äge. Die Vorlage folle verhüten, daß die finanzielle Lage Bieler Kommunen erschüttert, und daß die ausländische ib bocht aate in der Bollbehandlung vor der inländischen bevorzugt sanftalie tt Ausge Und bod Dieser anhängt er meb eine St Mand ganjen äre zum Voll fterm en Jahr äften unferer chfel Termften fich ben Mood " mit ju sieben gern zu t. Die ohn von erlaube gung ju olizei in bet und en 23 5 Iben sur er Befchei Reve 1 Gremp blands geglaub tch mid auf be voriger Bu geben egenwart em tonig Arbeit und rüb, alsid en ein Ari feste beni meingefab et, ber Cebmann er Des Bro on war Herrn werde. Abg. Salben( deutsch freifinnig): Die Vorlage steht in Hause seit Jahrzehnten vertretenen Bestrebungen, wonach die Errichtung von neuen Bollgrenzen innerhalb des Reichsgrenzen verhütet werden soll. Schon die Gründung des Bollvereins sollen; und auch 1867, bet Abschluß des Zollvereinigungs- Ver tragrs, wurde dieses Biel in den Vordergrund gestellt. Man bob damals hervor, daß der Bollvereinigungsvertrag nur ein Brovisorium fein solle, bis alle Zollgrenzen innerhalb des Reiches mehr und mehr weggefallen wären. mit dieser Vorlage, scheint der Stern der nationalen Einigung Abg. Strudmann befürwortet seinen Antrag, der den Grundgedanken der Vereinbarung von 1867 unberührt laffe und den Zweck habe, die Bollgesetzgebung der Einzelstaaten gegenüber den vom Bollausland tommenden Waaren nicht über das Maß hinaus zu vergrößern, welches ihr jegt einge räumt sei. Daß der Branntwein in die Vorlage aufgenommen räumt sei. Daß der Branntwein in die Vorlage aufgenommen worden, fet eine Forderung der Gerechtigkeit. Abg. Klemm wünscht unveränderte Annahme der Vorlage unter Bezugnahme auf die Berhältnisse zahlreicher fächſticher Kommunen, welche eine besondere Berücksichtigung er ein befor deres Beichen der Beit, daß ein Mitglied gerade der jenigen Partei, die früher die nationale Einheit vor Allem auf heischten. ihre Fahne geschrieben hat, der nationalliberalen Partei, diesen Gesezentwurf hier vertritt. Mindestens wäre eine eingehende fachliche Prüfung dieser Vorlage durchaus nothwendig. Eine fole tönnen wir zur Beit aber nicht vornehmen, da es uns an Material fehlt, deshalb haben wir unseren Antrag gestellt, Den gegenwärtigen Bustand noch eine Reihe von Jahren zu Abg. Broem el: Der Entwurf hat eine eminent nationale und prinzipielle Bedeutung; er ist ein Attentat auf die Finzanzhoheit des Reiches. Es war ein alter Grundsatz des Bollvereins, daß ein Artikel, auf welchen das Reich bebufs der Befteuerung seine Hand gelegt hat, nicht abermals von den Einzelstaaten besteuert werden solle, und daß die Artikel, welche der Bollverein in freien Verkehr gegeben hatte, auch Prolongiren. So wird die Regierung Beit behalten, zu er Bigen, wie demnächst am awedmäßigsten definitio die entgegen wah: haift frei in Deutschland von Ort zu Drt transportitt ebenden Intereffen der Kommunen, der Produzenten und der Bejammibevölkerung vereinigt werden können. Aus volts Radbrud verboten.] 153 Feuilleton. Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Eur. ( Forserung.) werden sollten. So entspricht es dem Bedürfniß des freten Verkehrs in einen einheitlichen Bollgebiet; jest aber lungen die Verhältnisse Ihrer Mutter erlitten hätten, wenn mein Dheim Rodenburg davon eine Ahnung gehabt hätte, daß sie lebte... Aber nun müssen Sie mir noch eine Frage beantworten: Wenn diese Frau Ihre Mutter ist, fo find Sie der Sohn Rodenburg's, der Verschollene?" Ich?" rief D'Brian erschroden. Was fagen Sie, Was fagen Sie, II. Jahrgang. wollen Sie hieran die Art legen, indem Sie den Einzelstaaten das Recht einiäumen, solche Artikel zu besteuern. Die jeßige Schutzzolpolitik hat eben zu einem vollständigen Bruch mit fenen Grundsägen geführt, von denen die Zollvereinspolitik ge leitet wurde. Das Beispiel, welches Herr von Bismard uns anführte, fann mich nicht wie ihn zu dem Schluffe führen, daß das Reich nun dem Königreich Sachsen aus dem Wege geben müsse; vielmehr muß umgekehrt das Königreich Sachſen dem Deutschen Reiche aus dem Wege geben; wofern man nicht etwa Binnenzölle von Staat zu Staat innerhalb des Reiches einführen will. Schon heute ist der Buftand in dieser Hinsicht bedauerlich genug; aber er wird noch erheblich verschlimmert, wenn wir jest eine partitulare Bollgesesgebung zum Schaden des Reiches zulaffen, nachdem wir Jahre lang an der Beseiti gung solcher Bollschranken gearbeitet haben. Die Rücksicht auf Die Intereffen einzelner Kommunen sollte uns doch höchstens veranlassen dürfen, im Sinne meines Antrages ein Provisorium au fonftituiren, bis die betreffenden Kommunen ihre Finanzen auf eine andere Grundlage gestellt haben. Ich bitte Ste, weichen Sie da, wo es sich um die Wahrung der finanz politischen Autorität des Reiches und um die Erhaltung unserer Verkehrsmittel handelt, feinen Boll breit zurüd! ( Beifall links) Staatssekretär v. Burchard: Der Abg. Broemel hat doch die Bedeutung der Vorlage verkannt. Die Einheit un seres Boll und Handelsgebiets wird durch dieselbe in keiner Weise verkümmert. Die Befugnisse der Kommunen sollen hier nur deshalb etwas erweitert werden, weil wir das auslän dische Fabrikat nicht vor dem inländischen bevorzugen wollen. Die Schwierigkeiten sind ja auf diesem Gebiet sehr groß; im Interesse des baldigen Zustandekommens der Vorlage bitte ich Sie aber, von jeder Aenderung derselben abzusehen. Käme das Gesetz in dieser Session nicht zu Stande, so würde die Situation vieler Kommunen erschüttert werden, da ihnen in folge der Erhöhung der Schußzölle die Möglichkeit genommen würde, verschiedene ausländische Produkte wie bisher zu be steuern. Auch den Antrag Strudmann bitte ich Sie, abzus lehnen, da er eine Bevorzugung der ausländischen Waare her beiführen würde. Die Anträge Strudmann und halben werden abgelehnt, § 1 unverändert angenommen, desgl.§ 2. Abg. Orterer bat zu dem Gefeßentwurf folgende Ne solution eingebracht: den Herrn Reichskansler zu ersuchen, dem nächsten Reichstage einen Gesezentwurf wegen Abände rung des Bollvereinigungsvertrages vom 8. Juli 1867 nach der Richtung hin vorzulegen, daß die betheiligten Landesregierungen ermächtigt seien, auch denjenigen Kommunen oder Korporationen, welchen die Erhebung von Lokal- Walz und Bieraufschlag erst nach Inkrafttreten des genannten Bollvereinigungsvertrages gestattet worden ist, die Erhebung dieser Abgabe bis zu dem Marimalbetrage zu gewähren, welcher den meistbegünstigten Kommunen in dem betreffenden Bundes ftaate auf Grund ihres früher erworbenen Rechtes zu gebilligt ist." Abg. Strudmann beantragt: den Herrn Reichss Tanzler zu ersuchen, dem nächsten Reichstage einen Gesezent wurf vorzulegen wegen Abänderung des Bollvereinigungs vertrages vom 8 Juli 1867 nach der Richtung hin, daß auch denjenigen Kommunen und Korporationen, welchen bislang das Recht der Auferlegung einer Abgabe auf den Branntwein nicht zusteht, solches Recht verliehen werde." Abg. Orterer: Meine Resolution schließt sich an einige Petitionen baierischer Städte an, welche dem Reichstage bereits vorliegen und gleichfalls eine Aenderung der Gesetzgebung in der Richtung anregen, wie fie in der Resolution angedeutet ist. Von den balerischen Städten erfreut sich eine Anzahl der Wohlthat eines erhöhten Malzaufschlages bis über 2 Mart, weil fte diesen Aufschlag schon vor dem Inkrafttreten des Bollvereinigungsvertrages von 1867 erhoben, wäh rend der größere Theil der Städte nur ein geringeres Gefäll erheben darf, da der Vertrag denjenigen Städten, welche erst nach seinem Inkrafttreten die Erhebung solcher Gefälle beschloffen baben, nur die Erhebung des Anschlages bis zur Höhe von 20 pet. der Staatssteuer gestattet. Dadurch find die Verhältnisse in den einzelnen Städten Baierns sehr vers schieden gestaltet worden; zahlreiche Gemeinden haben in den legten 15 Jahren schwere Neubelastungen erfahren, ohne aus dem Malzaufschlag diejenigen höheren Intraden ziehen zu eignet. Du hast nicht Ursache irgend Jemanden zu zürnen, weder dieser unglücklichen Frau, noch ihrem Sohn; der Tob Deines Hnndes hat ein Dir theures Menschenleben gerettet den Grafen. Wer die Kranke hier ist, darf ich Dir jetzt nicht mehr verschweigen, Du würdest es ja doch bald erfahren müssen, es ist die Lady Davis." weg, wenn man versuchte, fie am Verlassen der Anstalt thum, der bin ich nicht; der Sohn Rodenburg's ist todt, diesem Schluß aber blickte er den jungen Mann plöglich Sie verließ die Anstalt und erzwang fich den Aus ich der Sohn Rodenburg's? Nein, nein, das ist ein Jrr Ju verhindern. Ich hörte fie am Beginn ihrer Krankheit ich bin ein Anderer... mein Freund. Fragen Sie jett mehr als einmal sagen, daß die Wölfin, welche man ihrer nicht weiter! Was ich Ihnen gesagt, ist Alles, was ich Jungen beraubt habe, nach Nache leche." Grafen M'Donuil eingewirkt" Ihnen fagen durfte... Wenn Sie Freundschaft für mich Und Sie glauben, biefe Krankheit habe auf den fühlen, fragen Sie mich nicht weiter. Felix Rodenburg Unzweifelhaft! Der Anfall dort zeigte sich, so wie lebt nicht mehr!... Ich bitte Sie dies Thema fallen zu laffen, ich würde Ihnen nicht mehr antworten dürfen." Frik schüttelte den Kopf. Die Antwort, die ihm Bitte aber, nicht weiter zu forschen, sprach sich so fichtliche sich über seine Vermuthung weitere Gewißheit zu ver Während des Austausches ihrer Gedanken und Erfahrungen an als wollte er sagen: Das kann unmöglich wahr sein!" " Ich erwarte," fubt Friz fort, daß du aus Rücksicht für den Grafen, aus Rüdsicht für meinen Freund D'Brian und mich, schweigst. Wir haben Dich zum Mitwiffer machen müssen, weil ja doch Einer um die Geschichte wissen mußte... Du mußt mir schwören, Habicht, daß Du gegen das, was Du siehst und hörst, ein Wort laut werden Heftigkeit zu, je näher fie tam. Es haben sogar zu Zeiten D'Brian gegeben, befriedigte ihn feineswegs; in seiner Niemanden über das, was ich hier fage, und über Bufammenfünfte zwischen den Beiden stattgefunden Run ist mir auch die fingirte Mordsgene erklärlich, deren Angst aus, daß er aus Theilnahme für ihn davon abstand, läßt." Beuge ich war. Ich sah, wie die beiden Wahnsinnigen die Szene eines Mordes spielten, wie sie in der Meinung ihren schaffen. Feind zu tödten Betten zusammenwidelten und dieselben Lady Davis! Der Name weďte in dem Alten Er innerungen, die ihn plöglich mit ganz anderen Gefühlen gegen die Frau erfüllten. Lady Davis tannte er ja als bie ehemalige Freundin des Grafen. Sie war eine ihm eben War es möglich, daß die Frau, welche Sen Felfen hinabschleuderten. Ohne Zweifel sahen sie darin hatte die Nacht ihr Ende erreicht. Aus der Ferne schallie der die Befriedigung ihrer Rache, und mit diesem Symptom traurige, gurgelnde Ton einer Eule herüber, als wolle sie bürtige Dame. hatte die Krankheit ihren Höhepunkt erreicht.... Dies ift mir jetzt Alles vollständig klar; aber nun noch eine Frage: Sie nannten den Namen Frieda Arnold" de ben u Bu überm im Coin ots Gilige antniß j Sofebru entiaffen nämli Sch bin bi Der Bebor er Beamle Be Sell " So hieß meine Mutter!" Sie war eine Deutsche?" " Aus Schlesien gebürtig!" Felbau?" Die Tochter eines Predigers aus der Gegend von Mr. Rodenburg. Sie fennen gewiß die traurige Geschichte die Beiden benachrichtigen, daß die Helle herannahe, die sie zu neuen Thaten wecken sollte, während sie selbst wieder in die Finsterniß verbannt wurde. Bald darauf hörten fie aus der Tiefe der Schlucht das Wiehern eines Pferdes, und im ersten Tageslicht erblickten fie einen Schlitten, den Habicht selbst führte. Er war mit Stroh und Decken versehen und bestimmt, Lady Davis aufzunehmen. Man legte die Kranke, die er mit Verwünschungen überhänfte, welche er so haßte, daß er mehr als einmal im Begriff gewesen war, seine Büchse auf sie anzulegen- fonnte diese Frau mit Lady Davis identisch sein? Das ist in der That eine wunderbare Geschichte," antwortete er endlich. Wenn Du die Wahrheit fagft, Friß, wenn Du Dich nicht täuscheft, so ist dies das Mert würdigste und Unbegreiflichste, was mir jemals vorge Ich will Ihnen auch hieraus kein Geheimniß machen, noch immer in einem Zustande völliger Ermattung, der kommen." bes Gutsherrn von Feldau?" Herr Robenburg viele Jahre um die verlorene Geliebte ge trauert hat, ja heute noch ihren Tod betrauert einer völligen Ohnmacht glich, da lag, behutsam auf den Schlitten und hüllte sie in wärmende Deden. D'Brian Ich lenne diese traurige Geschichte! Ich weiß, daß feste fich neben sie, und Habicht nahm auf dem Vordersiz Blah, neben ihm Fritz Rodenburg. Der Oberjägermeister erstaunte nicht wenig, als man ihm als das Ziel der Fahrt Schloß Davistown angab, Er hat teine Ahnung davon gehabt, daß fie lebt, daß sie hier in Schottland verheirathet ist... Mein Himmel, es schaubert Ginen, wenn man bedenkt, welch' entsegliche Verwickes hinblickenden Alten, es haben sich wunderbare Dinge ers " Pathe", sagte Frig unterwegs zu dem finster vor sich Ich täusche mich nicht, Pathe, es ist Lady Davis und Mr. O'Brian ist ihr Sohn." Weißt Du, Frig, mir wird dabei so wirr im Kopf, daß ich fast glaube, es ist bei mir selbst nicht richtig im Oberstübchen. Ich weiß, indem ich Dir zuhöre, selber nicht, ob ich wache oder träume." ( Fortsetzung folgt.) Tönnen, welche ihre begünstigteren Schwesterkommunen ge nießen, fie tommen mit ihren Finanzen mehr und mehr ins Gedränge. Die vielfachen hieraus fich ergebenden Ungleich heiten und Härten rechtfertigen wohl die Anregung, daß ben sämmtlichen Gemeinden die Begünstigungen der meist begünstigten Kommunen zugewendet werden möchten. Auch ten At age Struckmann stehe ich sympathisch gegenüber. Invaliden hatte allerdings aus den Mitteln, die ihr vor Errichtung des Reichsinvalidenfonds zugewandt, einer großen Bahl von großen Bahl von Unterstüßungebedürftigen nach frelem Ermessen Ermessen des Vorstandes Beihilfen gewährt, so daß Das Kapital Kapital der Stiftung, das nach einer Wahr scheinlichkeitsrechnung bis zum Jahre 1820 aufgezehrt sein sollte, ohne den allerhöchsten Erlaß wohl schon nach zehn Jahren verbraucht wäre. Wir wünschen eine gefegliche Regelung nicht mehr, ich fete dabei voraus, daß im Jahre 1886 eine Erhöhung des Dispositionsfonds für diese Zwecke wird ins Auge gefaßt werden müssen. Es ist nicht nöthig, noch Humanität in der Angelegenheit zu empfehlen, das Haus und Die Regierung find ja darin einig. Abg. Struckmann: Ich war ursprünglich für den Gebanken einer ftück peisen Reform der Getränkeabgabe pringlell nicht sehr eingenommen, muß aber jetzt meine Bedenken zurüc treten laffen. Der§ 7 des Bollvereinigungsvertrages verwehrt Den Kommunen, eine Branntweinatzife zu erheben, auf Bier ift eine Alzise gestattet, auf Branntwein nicht. Viele Kom munen würden schon jetzt in der Lage gewesen sein, eine Bieratzise einzuführen, wenn fie nicht Bedenken getragen hätten, das Bier zu belasten, ben Branntwein und vor Allem auch den Wein frei zu lassen. Deshalb empfiehlt es fich auch, die Frage der Heranziehung des Weines zur Alise einmal gründlich zu erwägen. Mit einer Berathung der Anträge in einer Kommiffion, die, wie ich höre, beantragt werden soll, bin ich einverstanden, bitte bann aber die Kommission, die gesammten Fragen der Getränkeatzise forg fältig im Busammenhange zu prüfen. S Strehliz ersuchen um die Abberufung der in diesen Ge Auskunft ge meinden von Staats wegen angestellten Pfarrer nachläfigt m Die Petitions Kommiffion beantragt, diefe Petitioner lich in Ang der Staatsregierung als Material für die eingeleiteten Moabit wer beziehungsweise noch einzuleitenden Verhandlungen zu üb Stadto wetsen. des Oberbü Abg. v. Sorlemer. Ist weist darauf hin, daß dal zurüd Sie Inftitut der Staatspfarrer eine der bäßlichsten Einrichtungen nommen. Des Kulturkampfes sei. Das sei im Hause und auch vo Der St der Regierung anerkannt. Man follte daher endlich da tokoll bes schreiten, diese pfründenbeziehenden Nichtsthuer überall zu be Beschluß feitigen. Der Antrag der Kommission wird angenommen. Der Vorstand der fatbolischen Kirchengemeinde wie bishe au Wiesbaden bittet, daß die vom königlichen Die Bedarfs hal Präfidium zu Kaffel erlaffenen und vom Minifterium dotsüblichen geistlichen Angelegenbeiten bestätigten Verfügungen, wona Der latholischen Gemeinschaft zu Wiesbaden de städtischen Gebrauch der dortigen Pfarrkirche eingeräumt wurde, zurüd wefen. Abg. Bürklin: Es giebt eine bestimmte Vorschrift, wonach alle Bescheide in solchen Invalidenfachen schriftlich ergehen sollen. Mir find nun wiederholt Fälle bekannt geworden, wo man einem Gesuchsteller den Bescheid vorlas, so daß er furs nachher nichts mehr von den Gründen wußte. Jh bitte daher, daß namentlich Bescheide von rechtlicher Tragweite immer fchriftlich erfolgen, daß der Beschiedene wenigstens eine Notiz von der Sache machen kann. genommen werden. Magiftrat, Reubauten Sterbel entn Stabto eine Lieferut Auch C benten gege Die Kommission beantragt, die Petition der Staat und meint, regierung zur Erwägung zu überweisen. Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff: Es ift erfreulich, daß unsere Schritte die allseitige Bustimmung des Reichstages gefunden haben. Wir haben ein lebendiges Reichstages gefunden haben. Wir haben ein lebendiges Intereffe für die Leute, die 1870/71 so große Verdienste fich erworben haben; gewiß werden auch Jrrthümer bei Buvenbungen aus dem Dispofititionsfonds vorfallen, aber solche find eben nirgends zu vermeiden. find eben nirgends zu vermeiden. Der Herr Abgeordnete Stößel fann überzeugt sein, daß das Kriegsministerium die größte Gewissenhaftigkeit und Milde walten läßt, wenn es Leute der Gnade St. Majestät empfiehlt. Es steht übrigens auch fein Hinderniß im Wege, daß Invaliden aus den Jahren 1866 und 1864 der Allerhöchsten Gnade empfohlen werden. Ich glaube, daß diejenigen Wohlthätigkeitsfonds, von welchen Herr v. Bunsen gesprochen, eine Erleichterung erfahren und auch im Stande sein werden, Invaliden aus den Jahren 1866 und 1864 zu unterstützen. Das Kapital derselben darf ja auch auf gegehrt werden, und wenn das etwas früher als nach der BeStaatssekretär v. Burchard: Der Antrag Strudmann empfiehlt sich in der vorgelegten Faffung nicht zur Annahme, er will burch die Reichsgesetzgebung ben Kommunen ein un mittelbares Recht zur Erhebung von Abgaben einräumen und widerspricht damit vollständig der bestehenden Vertheilung der Befugnisse zwischen Reich, Staat und Kommune. Materiell er hält der Bollvereinigungsvertrag allerdings die ausbruckliche Borschrift, daß eine Kommunalabgabe von Branntwein nicht erhoben werden darf. Die Gründe für diese 1867 getroffene Bestimmung, daß die Branntweinsteuergemeinschaft sich diese Domaine der Besteuerung referviren wollte, da sonst der Möglichkeit einer starten allgemeinen Anspannung der Branntwein Steuer gewiffe Hindernisse bereitet werden fönnten, bestehen auch ist noch fort, und einschneidende Aenderungen find nicht ohne Bedenken. Ebenso ist es zweifelhaft, ob zu einer um Stadtv ber Stadtb miffionswefe Derblich ni hauptsächlich müfen die Daß fie für nicht liefern Dieser Stelle macht mitb Treppengelä Meifter zur Gefellen felb Abg. v. Eynern fann in dem Verlangen der römid ulegen. katholischen Gemeinde nur einen Aft der Intoleranz erblid Derselbe wird allerdings verständlich, wenn man fich erinn daß der Nuntius in München auf eine in dieser Angelegenheit ihn gerichtete Anfrage erklärt hatte, daß die Benugung Pfarrkirche durch die Neufeger nicht geduldet werden dürfe u daß, sollte die Benußung erzwungen werden, das Jate über die Kirche verhängen werden müsse. Die Regierung nach der bestehenden Gesezgebung an den Buständen in baden nichts ändern. Es muß den beiden Gemeinden überlaffen werden, sich über diese Frage zu verständigen. Die Bentrum partet fett für die Betition eintritt, so w spricht das ihrem bisherigen Verhalten. Nur durch eine nische Revisto der Maigesege fann eine Streitfrage wie vorliegende beseitigt werden, und an einer solchen Revi mitzuwirken, ist auch die nationalliberale Partei bereit. Abg. Lieber empfiehlt, die Petition der Regierung Breisen ihre faffenden Neuordnung dieser schwierigen und belitaten Verrechnung geschieht, so werden doch die dann noch Lebenden hältnisse dringender Anlaß vorliegt. Ebenso liegt die Frage in Ansehung des Antrages Orterer. Abg. Ridert: So einfach, wie Herr Struckmann glaubt, liegt die Sache denn doch nicht, und auch die Ausführungen des Reichsschapsekretärs lassen erkennen, daß der Bundesrath nicht geneigt ist, eine so weitschichtige Sache im Handumdrehen zu ordnen. Ich beantrage, beide Anträge der 17. Kommission zu überweisen.d Nachdem auch die Abgeordneten von Reinbaben, Graf Udo Stolberg und halben sich in gleichem Sinne ausgesprochen, wird der Antrag Riderf ange nommen. immer unterſtügt werden können, da ja die Militärverwaltung auch über Wohlthätigkeitsfonds verfügt. Dem Herrn Abgeord neten Bürklin fann ich nur erwidern, es ist eine bestimmte neten Bürklin kann ich nur erwidern, es ist eine bestimmte Weisung ergangen, daß Jeder, der sich auch nur zu Pro.okoll beim Bezirksfeldwebel vernehmen läßt, schriftlich beschieden wird. Natürlich braucht solchen Leuten, die am Kriege gar nicht Theil genommen haben, nicht geantwortet zu werden, aber in allen anderen Fällen bitte ich den Herrn Abgeordneten, mit Mit theilung zu machen, wo nur ein mündlicher Bescheid ergangen ist, es wird dann sofort Remedur eintreten. Hiernach wird zunächst ber 14. Bericht der Petitionstom mission verhandelt, der eine Reihe von Petitionen angeblicher Invaliden aus dem Kriege von 1870/71 betrifft, welche fich auf den Allerhöchsten Erlaß Sr. Majestät des Kaisers und Königs vom 22 Juli 1884 beziehen, und beanspruchen theils die Gewäh ung von Gnadenunterstügungen, theils die Erwir fung gefeßlicher Invalidenbenefisien unter Abänderung der einschlagenden Bestimmungen der bestehenden Pensionsgeset gebung, insoweit dieselben eine Prätlustofrist festseßen, durch beren inzwischen erfolgten Ablauf die Betenten zur Zeit von der Invalidence sorgung ausgeschlossen find. Die Kommission beantragt einstimmig durch ihren Refe renten Abg. Hinze: daß den Petenten, insoweit es sich um Unteroffiziere und Mannschaften handelt, ein gesetzlicher Anspruch auf Invaliden versorgung nicht aufteht; Berücksichtigung zu überweisen, indem er in längerer Rebe führt, daß die Altkatholiken nicht als Mitglieder der römi tatholischen Kirche betrachtet werden lönnen. Intoleranz t Die katholische Kirche nur gegen die Ferlehre, nicht aber geg Die Frrenden. Abg. v. Rauchhaupt bittet, den Kommissionsant anzunehmen. age feftgefte wird.- Na trag bes werden me genehmigt. Schled Wahlen das Eingeständniß, daß die römische Kirche Toletroz der Be Abg. v. Eynern meint, daß angeft his der bevorstehend gegen ein anderes Bekenntniß nicht kenne, von besonde mangelhafter bebauerlicher Beleuchtung Abg. v. Vollmar hebt hervor, daß in Baiern die Zahl Werthe sei. Die Wähler würden nun wissen, weffen fie nicht Genüg der Nachbewilligungen von Invalidenpenfionen eine sehr große gewesen sei. Während auf die übrigen deutschen Armeekorps im Durchschnitt 40 Bewilligungen fallen, beträgt die Bahl derfelben für die beiden baierischen Korps 380. Es scheint da nach, daß man in Baiern bei der früheren Bewilligung von Invalidenpenfionen nach anderen Grundsägen verfahren ist, als im übrigen Deutschland. Es find ferner Klagen darüber erhoben, daß es beim Bezirkskommando zu München bei der Entscheidung über die jest eingereichten Pensionsgesuche Praxis gewesen sei, nach dem Einkommen zu fragen. Anträge wolle er nicht stellen, da dieselben doch aussichtsloe seien. Er sei immer noch der Meinung, daß die Angelegenheit am besten so geregelt worden wäre, wenn den Betreffenden nicht eine Gnade, sondern ein Rechtsanspruch zuerkannt wäre. daß aber die Verleihung eines solchen Anspruchs an die burch den Ablauf jenes Termins von der gefeßlichen Ver forgung ausgeschlossenen Invaliden im Wege des Gesetzes einen dem ftrengen Recht entsprechenden Nachweis des ur sächlichen Zusammenhanges der jegigen Invalidität mit einer im Kriege 1870/71 erlittenen inneren Dienstbeschädigung in jedem einzelnen Falle erfordern würde, ein derartiger Nach weis jedoch nur in den seltensten Fällen würde erbracht werden können; von dem Zentrum zu versehen haben. Ad Abg. Windthorst bedauert, daß kein Vertreter der gierung fich habe vernehmen lassen. Die Geduld der Kath lifen in Wiesbaden sei fast erschöpft. An Dulosamkeit ba es die katholische Kirche nicht fehlen laffen; man wende auch hier nur gegen Brätentionen, welchen die Gundla fegle. Das Reichsgericht in Leipzig habe erkannt, daß Alfatholiken eine besondere religiöse Sette bilden, die mit römisch- katholischen Kirche leine Gemeinschaft habe. Abg. Belle spricht sich für den Kommissionsantrag, Er sei der Meinung, daß an Stelle der durchlö berten gefeße eine andere tegelung der Beziehungen zwischen S Bairischer Bevollmächtigter Oberst von Xylander er widert, daß in Balern dieselben Vorschriften für die Entschei bung über Jnvaliditäts- und Gnadenbewilligungsgesuche be stehen, wie im übrigen Deutschland. Wenn Herr v. Vollmar aus der Bahl der Gnadenbewilligungen gefolgert hat, daß fiüber etwas in Baiern versäumt sei, so müsse er die bairische Militär verwaltung in Schutz nehmen und Verwahrung gegen eine solche Behauptung einlegen. Die Invaliditätsgesuche werden in Baiern mit demselben Wohlwollen behandelt, wie im ganzen Reiche. bag daher eine Verlängerung oder Aufhebung des gedachten Präkluftotermins durch Gesez sich im Interesse der Bethelligten selbst nicht empfiehlt, vielmehr auch den wirklich gerechtfertigten Ansprüchen derselben auf dem durch den Allerhöchsten Erlak vom 22. Juli 1884 eröffneten, vor allem Die Billigkeit zur Geltung bringenden Wege in wirksamerer Weise, als durch eine anderweite gefeßliche Regelung wird genügt werden können, auch bereits in zahlreichen Fällen thatsächlich genügt worden ist; in fernerer Erwägung, die Ritter fiel g in Folge id wobet fie f und längere aus der S wurde die traße 44 be a. Die! in der Nach taffe erbroch Beziehung der Weg, den Desterreich zur vollen Bufrieden ist nicht rich und Kirche treten müsse. Am besten erscheine ihm in Berlin ergii Hierauf wird der Antrag der Kommiffion angenommen. Der Vorstand des ,, Vereins für das Kinderheim au Steglis" bittet, daß das vom Verein alljährlich veranstaltete Lotterieunternehmen auf Grund des Gesezes vom 1. Juli 1881 von der Reichsstempelabgabe freizulaffen sei. Daß, insofern in der Petition II. 29 eine anderweite ge fegliche Regelung der Pensionsverhältnisse auch der Offiziere und Militär Oberbeamten verlangt wird, ein Bedürfniß für eine solche überhaupt nicht anerkannt werden fann, weil rücksichtlich dieser ein gesetzlicher Prätiufiotermin nur betreffs der Pensionszulage, nicht betreffs der Penston selbst besteht, über die Petitionen zur Tagesordnung überzugehen. feiner tatholischen Unterthanen eingeschlagen habe. Die Petition wird dem Vorschlag der Kommission gemäß dem Reichskanzler zur Berücksichtigung über wiesen. Die Debatte wird geschloffen und der Antrag flüchtige Su Der Rathen Bormittag Kommission unter Ablehnung des Antrages Lieber and in einem Um 3 Uhr vertagt das Haus die weitere Berathung nommen. Es wird sodann die Petition von Winzern der Bürgermeisterei Ling a. R. berathen, in der eine Abänderung Bürgermeisterei Ling a. R. berathen, in der eine Abänderung des§ 10 des Reichsgefeßes vom 3. Juli 1883, betreffend die Abwehr und Unterdrückung der Reblauskrankheit, nachgesucht wird. Der Nacht b Nächste Sigung Freitag 10 Uhr.( Lehrerpentonsge der dortigen Anträge, Petitionen.) Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom 7. Mai F Saloffergefer genommen.. meinschaft n geführt und Dergraben ho Stedt halte. Der Stadtverordnelen Vorsteher Herr Dr. Stt Qusaren umi mann eröffnet die Sigung um 5% Uhr mit geschäftlich in den S Die Petition wird dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesen. Eine Petition des Holzhändlers Armbrüster au Lad weiler, welcher Ansprüche an das Reich aus dem Abschluß von Holzverkäufen mit der früheren deutschen Bivilverwaltung in Frankreich erhebt, wird dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesen. Referent Abg. Hinze führt aus, daß die Kommission nach sorgfältiger und eingehendster Prüfung der Frage, ob der Verweisung auf den Gnadenweg nicht eine anderweite geseps liche Regelung der Materie vorzuziehen sei, zu dem einstim migen Beschluffe gekommen sei, daß die Neukonstruktion des Rechtes ohne die größten Schwierigkeiten gar nicht möglich fein, zudem aber den Javalioen kaum dieselben Chanzen für Die nachträgliche Anerkennung ihrer Ansprüche bieten werde als die Verweisung auf den Gnadenweg. In diesem Sinne habe die Kommiffton ihre motivizte Tagesordnung vorge schlagen. cin Belb Dach ein al efichtlich ei und die Bec enblich eine Dag Dchs b Qufaren un Drobung, bervorzutrete wurde auch faft vol N. Gin Rachmittag Fr. 27 bei b bracht. Die Laben Mittheilungen. Nach Erledigung verschiedener Urlaubsge tritt die Versammlung in die Berathung der Vorlage Renntnißnahme betreffend die Anlage unterirdischer dürfnißanstalten durch den Unternehmer irschberg Stadiv. Solon spricht fich für die Ueberweisung Vorlage an eine gemischte Kommiffion aus. Stadto. Sanft ist gegentheiliger Anficht. Stadtbaurath Blantenftein giebt feinen Beben gegen die Anlage unterirdischer Bedürfniß. Anstalten Aus Stadto. Tutauer: Jh bin durchaus noch nicht in Maße von der Fähigkeit unserer Magistrats Bautechniker zeugt, daß ich mich ihrem Urtheile ohne Weiteres anschli follte. Der Unternehmer Hirschberg will das verbrau Wasser nicht fostenfrei haben, er win sogar eine Blasmi bezahlen- das find große Vortheile. Die oberirdischen dürfnißanstalten machen durchaus nicht einen architettoni schönen Eindruck: der Volksmund nennt sie scherzweife taften". Warum soll also nicht ein Versuch mit unterirdi der Vorlage an eine gemischte Deputation. Nach wi Debatte wird der Antrag Solon zum Beschluß erhoben. Nach eine Pause erfolgt um 6 Uhr die Einführung fänigl. Bauraths Herrn Dr. Hobrecht in sein Amt als S baurath durch eine Ansprache des Oberbürgermeisters Fordenbeck und durch einige begrüßende Worte des Stadi ordneten Vorstehers Dr. Straßmann. Um 434 Uhr vertagt sich das Haus bis Freitag 12 Uhr. ( Konvention mit Madagaskar; Börsensteuer; Buckersteuer; Anträge und Petitionen.) Abgeordnetengaus. 67. Sigung vom 7. Mai, 11 Uhr. Am Ministertische einige Kommiffarien. Auf der Tagesordnung stehen Petitionen. Eine Betition des Gemeinderat bs au Unbausen wegen Abänderung der für den Regierungsbezirk Raffel be ftebenden, die Kirchen und Schulbaulaft betreffenden gefeßlichen Vorschriften wird der Staatsregierung zur Berücksichtigung überwiesen. Die Petition von Einwohnern in Stanislawien wegen Uebernahme der Schullaften auf den Staatsfonds überreicht das Haus dem Vorschlag der Kommission gemäß Der Staatsregierung als Material für das neu zu erlaffende Schulgeset. Abg. Hoffmann: Ich bin an der Angelegenheit per. sönlich insofern intereffitt, als im vorigen Jahre auf einen von d.m Abg. v. Stauffenbererg und mir gestellten Antrag zuerst Der Frage näher getreten wurde. Der Antrag war tein prävacatorischer Natur und präjudizirte der schließlichen Entscheidung leineswegs. Uns allerdings erschien immer die gefeßliche Regelung als das Erstrebenswertbeste, und wir haben baran bis zu den Verhandlungen in der Betitions tommiffton festgehalten, und auch, wenn die Repierung einer solchen Regelung den entschiedensten Widerstand entgegengesett hätte, würden wie Das Festhalten an dieser Ueberzeugung für unsere Pflicht ges halten haben, wenn wenn in der gefeßlichen Regelung das Heil für die Betroffenen gelegen hätte. Nach den Kommissionsverhandlungen fönnen wir aber diese Ansicht nicht mehr aufrechterhalten. In abstracto verbient die gesetzItche Regelung den Vorzug; sieht man aber die gegebene Sachlage in Betracht, so muß man bei der unglaublichen Schwierig teit des Nachweises, daß die jest nach 14 ober 15 Jahren aufgetretene Krankheit Folge einer im Kriege von 70/71 em pfangenen inneren Dienstbeschädigung ist, dem in dem Erlasse vom vorigen Juli vorgesehenen Wege den Vorzug geben. $ 3.0 Dieb entfer einem ungef fich mi fofortige B Bedürfnißanstalten gemacht werden? Ich bin für Ueberweil ihn auf bas Rektor Bruders u. Gen. führen Beschwerde über Verstöße gegen das Wablreglement, beren sich der Wahl tommiñar Landrath v. Runkel bei der Abgeordnetenwahl zu Altenkirchen am 26. Oftober schuldig gemacht haben soll, Abg. Stößel hält es für wünschenswerth, daß wenigstens solche Leute, die im Jahre 1871 als unterfügungsberechtigt anerkannt waren, denen aber später das Invalidengeld entzogen worden, mit Milde behandelt werden bei der Prüfung ihrer Ansprüche. Ausschuß von 10 Mitgliedern nach längerer Debatte die lage, betreffend die Nichtweiterverpachtung einer Barzelle der Müller und Nazarethlirchstraße zweds Bergrößerung Bartanlagen auf dem Nazarethkirchgrundstücke, überwiesen Anlauf des Grundfiüds Tempelhofer Ufer Nr. 2 zu dem Nach Wiedereintritt in die Verhandlungen wird ein Auf ein Rationalität bit, macht behörben be Pre Grlag be t in Franfreid Derfolgte, in Ludwig Jof Heferung vo Tar, ift an Preußlicher deutsches G alt, mittlere längliches G Die du arger Weif Beltungen, von 330 000 M. zur Errichtung einer Gemeindeboppelschule w nach dem Antrage des Magistrats unter geringen Verän Ueberschüssen des Viehhofes aus den Jahren 183283 rungen desselben angenommen. Der Kaufpreis soll aus 1883/84 entnommen werden. Gleichzeitig wird der prinzip ourben, in Busazantrag des Stadtverordneten be Neve angenommen fiüden mit der Vorlage eine vorläufige Stigge einzureichen sweden ermessen zu können. u. A. auch darüber, daß der Wahlkommissar fünf Wahlmänner, Magistrat aufzufordern, bei dem Ankauf von Schulgun gegen deren Wahl Protefte eingereicht waren, von der Abftimmung über die Giltigkeit ihrer Wahl ausgeschloffen babe. Die Kommission schlägt vor, in Erwägung, daß ein 3weifel barüber nicht obwaltet, daß der Wahltommiffarius nach den Bestimmungen des§ 27 der Verordnung über die Ausführung der Wahl der Abgeordneten zur zweiten Rammer vom 30. Mat Abg. Bunsen: Der Reichsinvalidenfonds ist wohl in Vorahnung deffen, daß viele Tausende erst lange nach dem Kriege von 1870 die Folgen deffelben fühlen würden, so reich lich bemessen worden, und ich war erstaunt, daß in Folge des Allerhöchsten Erlaffes vom 22. Juli v. J. fich noch an 40 000 gemeldet haben, die in Folge des legten Krieges unterstützungs bedürftig geworden sind. Die Kaiser Wilhelm- Stiftung für dadurch zur worben zu Rebatteur anmalt sur Berichtofte bie Bweckmäß gleit der empfohlenen Grundstücke zu Sullage befch Die Sommerferien der Versammlung werden, wie he hatten g Nach Genehmigung mehrerer weiterer Magiftratsoorlag Dazu berufe fömmlich, für die Monate Juli und August festgesezt. über den Neubau von Gemeindeschulen erstattet ber Stabl Det handlung Dem beregte trieben. D Betheiligten det hat, von den Abstimmungen in der Wahlmännerversamm a ß Bericht über die Petition des Ingenieurs Dito Bell worden ist, über die Petition zur Tagesordnung überzugehen fenhaus Moabit von seiner Bestimmung als Seuchenlajahen Bern lung auszuschließen, bevor ihre Wahl für ungiltig erklärt und zugleich die tönigliche Staatsregierung zu ersuchen, den Wabltommiffarius, Landrath v. Runtel, in geeigneter Weise zu rektifi tren. Nach kurzer Debatte wird der Antrag der Kommission mit der vom Abg. Bachem vorgeschlagenen Abänderung angenommen, daß an Stelle der Worte und zugleich" bisu retafi ziren" die Worte treten und zugleich die königliche Staatsre gierung zu ersuchen, die Wahltommiffarien mit einer Anweifung im Sinne des Alinea 1 des Antrags zu versehen. Der katholische Kirchenvorstand zu Leschnit und der katholische Kirchenvorstand zu Gr.. zu entkleiden und auch noch andere städtische Rcantenbau als das in Moabit zur Aufnahme von Cholerat. anten ein Diefen. De schuffes anzunehmen, die Petition durch Uebergang richten. Der Referent empfiehlt, den Antrag des A Tagesordnung zu erledigen. Stadtverordn. Gebri fet, bittet den Punti 4 der Petition( Ranalisation des Stadttb Moabit) dem Magiftrat zur Berücksichtigung zu überwei weil die Entwässerung des Krankenhauses, wie sie jest Stadttheil sehr beläftigt. Oberbürgermeister Dr. von Fordenbed lann über definitive Entscheidung des Magistrate vorlä ifta noch einer Repar Bolizei Supferschmi Schacht eine Der Unterar Din Anien, und von I bracht werd diefen Gustunft geben. Die Frage der Kanalisation werde nicht verBfarrer nachläfigt werden, das X. und XII. Radialsystem sei erst kürz Betitionenlich in Angriff genommen worden, auch die Kanalifirung von Ingeleiteten Moabit werde im Auge behalten werden. zu üb Stadtoer. Gebrile erklärt sich durch die Ausführungen des Oberbürgermeisters für befriedigt und sieht seinen Antrag En, daß dal zurück Hierauf wird der Antrag der Kommission ange nrichtungen nommen. auch von Der Stadtverordn. Dr. Gerstenberg verliest das Pro blich da tololl des Rechnungsausschusses und empfiehlt, folgendenden rall zu be Beschluß zu faffen:„ Die Versammlung ersucht den Дефи Magiftrat, dahin zu wirken, daß die Kostenanschläge über Reubauten und größere Reparaturen fünftighin fich mehr emeind wie bisher innerhalb Der Grenzen Des wirklichen Echen Db Bedarfs halten und die in Rechnung zu stellenden Preise den fterium be taublichen Durchschnittssäßen schärfer angepakt werden." baden de fädtischen Bauten zur Anwendung gelangende Submifftons de, zurüd wefen. men. Stadtv. Dopp bält das Submissionswesen für schädlich er Staat und meint, daß die Unternehmer, die zu unmöglichen Breisen eine Lieferung übernehmen, hierbei das Geld aus ihrer Tasche Der römii ulegen. na erblida ich erinne Legenbeit nugung terung Auch Stadtbaurath Blankenstein hat gewisse Be denken gegen das Submissions vesen. Vereine und Versammlungen. hr. Im Fachberein der Tischler( Bergstr. 68) hielt am Mittwoch Herr Sch vennhagen einen Vortrag über die Börse. Nachdem er einleitend den Eindruck geschildert, welchen auf einen Unintereffirten, der zum ersten Male in der Geschäftszeit die Börse einer großen Stadt besucht, das Treiben und Ge= bahren der zu dem 3 vede, Geld zu verdienen, versammelten Menschenmenge machen muß, legte er bar, welche Tattit in Der Gründerzeit die mit dem Vertriebe der Allien beauftragten Börsenmänner befolgt haben, um auf Kosten Solcher, die sich verleiten ließen, wertblose Aktien zu hohen Preisen anzukaufen, fich zu bereichern, und wie besonders das Haus Rothschild in Wien dadurch, daß es werthlose Aktien zum Vertriebe über nahm und dieselben, nachdem es mit Hilfe des Telegraphen bureaus im Publikum den Glauben an ihre Rentabilität ge schaffen, zu hohen Preisen an den Mann brachte, so ungebeure Summen an sich gebracht hat, daß der österreichische Staat mit feiner großen Schuldenlaft in seiner kulturellen Entwicklung vom Hause Rothschild abhängig ist. Redner schloß mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß es der Gesetzgebung gelingen werde, wie früher dem Raubritterthum so fest der Börsenfp fulat on im Intereffe der allgemeinen Wohl fahrt die nöthigen Schranken zu seßen. Durch schriftliche Anfragen dazu veranlaßt, gab Herr Schwennhagen über den blinden Hödur" und über das, was unter„ Nationalreichtbum" zu verstehen set, Aufschluß. Wenn heutzutage mehr als 56 000 Familienväter der Provinz Posen sich mit der Petition an Den Reichstag wenden, daß derselbe den Geistlichen die Wacht, welche fie früher über die Boltsschulen gehabt, wieder geben möge, so könne man sagen, daß in diesen Menschen der Geist sein Spiel treibe, ben die alten Deutschen als ben blinden Gott ödur verehrt haben. In Bezug auf den Nationalreichthum" meinte er, es sei fomisch, daß in unsrer Beit einem Volfe zugemuthet werde, auch solche Reich thümer, an denen das Bolt als solches gar keinen Antheil hat und über welche nur die Individuen, in deren Befiß fie find, zu verfügen haben, als zu seinem Nationalreichthum gehörend anzusehen. Herr Meißner wies darauf hin, daß die Ver mittelung des Imports der ausländisden Hölzer durch die Börsenmänner und Holzhändler die Preise dieser Hölzer mehr, als es nöthig ist, vertbeure und daß in Folge deffen bei der Verarbeitung dieser Hölzer für den Export die Fabrikanten so viel wie möglich an den Arbeitern zu gebenden Löhnen au arbeitszeit des Sonnabends eine Stunde länger arbeiten. Diese Manipulation des genannten Meisters erregte allgemeine Mißbilligung. Der Vorfiz nde versprach, auf Beseitigung dieses Uebelstandes hinzuwirken. Ferner wurde konstatirt, daß die Kollegen in kleineren Werkstätten ihren Pflichten nicht ga wissenhaft genug nachkommen. Herr Hofmann werde sich der Mühe unterziehen und bel der nächsten Schrifthauer- Versamm lung Sorge tragen, daß ein Jeder, auch wenn er nicht Mitglieb ist, die üblichen 50 Pf. Unterstüßung an die streikenden Kollegen in München zahlt. und Stadtverordneter Herold: Es freut mich sehr, daß ber Stadtbaurath felber anerkannt hat, daß das Subdürfe uifionswesen verderblich wirkt, aber e3 wirft Det Interblich nicht allein auf den Unternehmer, sondern auptsächlich auch auf den Arbeiter. Viele Professionisten en in muffen die Raution im Stich laffen, wenn sie zu spät einsehen, Daß fie für den Preis, welchen sie selbst festgestellt, die Arbeit einden gen. W To wi 5 eine o age wie en Revifio reit. nicht liefern tönnen. macht würden. Es wäre beffer, wenn Esparnisse an dieser Stelle und durch Anwendung solcher Mittel nicht ge Treppengeländer, der Fuß zu 8 Pfg., von einem fleinen Meister zur Lieferung übernommen und derselbe mußte seinen Gefellen felbft 12 Bfg. dafür zahlen. Ich wünsche, daß Normal fage festgestellt werden und daß Unternehmern, die unter diesen gierung Breifen ihre Lieferungen anbieten, der Buschlag nicht ertheilt wird. Nach einem Schlußwort des Referenten wird der AnDer rom trag des Rechnungsausschusses angenommen und ebenso werden weitere unwesentliche Magistratsanträge debattelos genehmigt. Schluß 84 Uhr. Es folgt eine geheime Sigung. So wurde, um ein Beispiel anzuführen, er Rebe au erang t aber geg fftonsant Dorftehend he Tolera befonde effen fie f Der Kath amteit ba Lokales. 2. Schlecht beleuchtete Treppe. Es ist bedauerlich, daß frog ber Berurtheilungen und zahlreichen Unglüdsfälle infolge nicht Genüge geleistet wird. So wird uns wieder von einem mangelhafter Treppenbeleuchtung dieser Pflicht der Hauswirthe bebauerlichen Unglücksfall berichtet, an dem nur die schlechte eter der Beleuchtung der Treppen die Schuld trägt. Die Schneiderin Ritter fiel gestern Abend um 84 Uhr im Hause Junkerstr. 14 wende wobet fie fich eine bedeutende Wunde am Hinterlopf zuzog und längere Zeit bewußtlos liegen blieb. Nachdem the Hilfe aus der Sanitätswache in der Markgrafenstraße geworden, wurde die Verlegte per Drosd ke nach ihrer in der Füb inger frage 44 belegenen Wohnung überführt. f Gunbla at, daß Die mit b Bantrag berten au M fchen Gia Antrag die er ang athung Die Mittheilung, daß die beiden Einbrecher, welche ber Nacht vom 3. um 4 B. W. Die Raibenower Regiments taffe erbrochen und über 12 000 Mart gestohlen hatten, in Bufcicden ft nicht richtig; vielmehr find die beiden Diebe, der fahren n in Berlin ergriffen und nach Rathenow transportirt worden seien, flüchtige Hufar Dchs und ein Schlossergeselle, wie bereits von Der Rathenower 8tg." berichtet worden, in Rathenow refp. in einem Walde in der Nähe von Rathenop am 4. d M. Bormittag und Nachmittag festgenommen worden. An dem Der Nacht des Einbruchs folgenden Morgen wurde sofort von Enftonsge der dortigen Polizeibehörde bei einem der That verdächtigen genommen.. Der Festgenommene räumte ein, daß er in G meinschaft mit dem fahnenflüchtigen Ochs den Einbruch aus. geführt und das gestohlene Geld an einer Stelle im Walde Dergraben habe, auch gab er an, daß Ochs im Walde fich ver 券 " ersparen fuchen. Z. Arbeiter- Bezirks Verein der Oranienburger Vor. stadt und des Wedding. In der am Montag, den 4. Mat, im Vereinslokal Wedding Park, Müllerste. 178, abgehaltenen Generalversammlung erstattete, zunächst der Saffirer, Gerr Sillier, den Kassen- und Herr Jokobey den Revisionsbericht, worauf dem Kaffiter die Decharge ertheilt wurde.- Hierauf hielt Herr Medailleur tobm einen febr ausführlichen Vortrag über: Das Sanitätswesen in Berlin im Gegensas zu anderen Städten im Auslande." " 1 Referent führte aus, daß es von Seilen der Bürger einer Stadt Pflicht set, ihre Rechte der Kommune gegenüber geltend zu machen. Ganz besonders nothwendig seien sanitäre Einrichtungen zu dem Zwecke, den Einzelnen gegen Unfälle zu schüßen. Gerade so gerechtfertigt, wie der Schulzwang, Militärzwang u. f. w. sei auch das Verlangen nach gemeinnügigen fommunalen in suffer Linie die Sant ätswachen gehören. Für die ärmere somohl wie für die reichere Klasse ist die Erlangung ärstlicher Bilfe so häufig mit den größten Schwierigkeiten verknüpft, daß eine Erweiterung resp. Vermehrung der Sanitätswachen in Berlin die größte Nothwendigkeit ist. Hierin stehe aber Berlin hinter vielen anderen Großstädten zurüd.( Redner führt ver schiedene Beispiele aus anderen Ländern an.) Sonderbar und zu bedauern sei nur, daß hier in Berlin in ärztlichen Kreifen förmlich Front gemacht werde gegen derartige Institute, weil man wahrscheinlich daraus eine Kont irrenz erwartet. Redner empfahl schließlich die Absendung einer diesbezüglich Petition, aber nur an ben Magiftrat Don Berlin, ba dieselbe an Die Stadtoerordneten Versammlung in Folge Der neuen Geschäfts Drönung doch doch unnüß wäre. Herr Krohm erntete für seinen höchft intereffanten Vor t. In Ausführung des der Lohnkommission der Schmiede in der Versammlung am 21. April im Deuschen Kaiser" gewordenen Auftrages, die Drganisation nach Mög lichkeit auszubreiten und zu befeftigen, hatte die Lohntommiffion am Mittwoch Abend eine öffentliche Versammlung der Schmiedes gefellen Berlins nach Mundt's Salon, Köpnides ftraße 100 ein berufen, welche das Lokal bis auf den leßten Blaz gefüllt halten. Bur Erreichung des obengedachten 3 veces war an den Leiter der Tischler Lohnbewegung, Herrn Rödel, die Einladung ergangen, einen Vortrag zu halten über den Werth einer Lohn to nmission, welchen Nugen bringt uns dieselbe und zu welchen Verpflichtungen nöthigt fte und?" Herr Rödel war auch be reitwilight der an ihn ergangenen Einladung gefo gt und ents ledigte fich in einem gediegenen, mit großem Beifalle aufgenommenen Referate feiner Aufgabe, zugleich seiner Vermun derung seinem Bedauern Darüber Ausdruck noch heute zu gebend, daß Ende des 19. Jahre hunderts in Berlin Bustände bestehen föinen, wie fie that fächlich noch im Schmiedegewerbe, doch taum noch in einem anderen Gewerbe herrschen. Diese entwü digenden Zustände zu beseitigen, sei eine zwingende Nothwendigkeit, um die Schmiede endlich einzureihen in die Bahl der Arbeiter die mit ben heutigen Beitverhältnissen im Eintiang stehen, und wenn ein Jeder seine Schuldigteit thue, würde es möglich sein, die vorgesteckten Biele in fürzester Zeit zu erreichen. Auch Herr Michelsen, Buchbinder, richtete einen warmen Appell an die Schmiedegesellen in demselben Sinne des Referenten, während Herr Tobler auch diesmal nicht unterließ, nachdrücklichst darauf hinzuweisen, daß schon seit Jahren für die Hauptforderungen des jezigen Programms agitirt werde, daß durch zusammen getrommelte Verjammlungen und gefaßte Resolutionen nichts geändert werde und daß es ießt einmal Beit ſet, thatkräftig für die berechtigten Forderungen der Berliner Schmiedegesellen einzutreten. Den festen Willen hierzu bekundete die Vers sammlung durch Annahme einer Refolution, in welcher sie sich mit den Ausführungen des Herrn Referenten einverstanden er klärt und die Lohntommission ersucht, sobald, als möglich die Organisation der Werkstätten- Delegizten zu bewerkstelligen. Auch verpflichteten sich Alle, pro Kopf 15 Pfg. wöchentlich zum Unterstügungsfonds zu zahlen. Hieran schloß fich die Wahl des Herrn Rautenberg zum Kommissionsmitgliede und der Herren Sommerfeld, Lieblich, Gärtner und Ernst Schubert zu Revisoren. Eine zahlreich besuchte Versammlung der Wirters gesellen tagte am Montag im Lotale Candwebritr. 11.3 dieser Versammlung hatten sich auch mehrere anscheinend sehr erregte Innungsmeister eingefunden. Als Punkt 1 der Tagess orduung wurde eine Petition an den Heichstag diskutirt. Während der Diskussion lärmte der Meister W. dergestalt, daß er aus dem Saal gewiesen werden mußte. Der vorliegende Punkt der Tagesordnung wurde angenommen. Während der Diskussion über Punt 2( Deutscher Wirkerfongreß), erschien Herr W. wieder und erklärie, daß er den Saal nicht wieder verlaffen wolle. Der Vorfigende fab fich veranlaßt, den Herrn polizeilich aus dem Saal entfernen zu laffen. Din wurde Buntt 2 ebenfalls angenommen. Bu Punkt 3 der Tagesordnung( Stellungnahme zu der von den Meistern in Angriff genommenen Innungs Krantentaffe) legte Herr Voigt, V. fzender des Wirkergesellen- Verbandes, den Kollegen and Ha fich dieser Bvangetaffe nicht anz schließen, da ein Bedürfniß nicht vorliege und die bestehende Ditstaffe für die 200 Wirtes gefellen vollständig genüge. Nachdem bat Obermeister Fleischer ums Wort und meinte dann: Meine Herren, Sie sind noch sehr jung, und können noch etwas von mir lernen. Herr Voigt trägt Ihnen hier ein Baubermärchen vor." Weiter kam beredtec Stedt halte. Der Wals wurde herauf von einer Schwadron trag reichen Beifall. be Obermeister nicht. Da alle Anwesenden diese Worte für uns der ihm Qufaren umftellt und die recherchirenden Polizeibeamten begaben ordnung wurde zunächst die beantragte Titeländerung abge. Rest seiner Getreuen. Die bis dahin sehr stürmische Versamm geschäft in den Wald, in welchem fte eine Hütte fanden, auf deren lung nahm nun einen ruhigen Verlauf. Von Herrn Schön Dach ein alter Husarenmantel lag. In der Hütte, in welcher Vorstande wurden die Herren Hänsel( 2. Vorfißender), Raschte thal wurde folgende Resolution eingebracht. Die Anwesenden efichtlich ein Mensch genächtigt hatte, befand sich Niemand,( Beißtzer) und Höfner( Revisor) gewählt. Sodann wurde be erklären sich mit den Ausführungen des Vorsitzenden vollständig einverstanden. Dieselbe wurde einstimmig angenommen. Auch wurde beschloffen, Montag, den 11. Mai, eine weitere Versammlung in dieser Angelegenheit abzuhalten. Dieselbe fadet Landwehrstraße Nr. 11, Abends 8 Uh, statt. Werkstatt- Berzirts- Versammlung der Schlosser und Berufsgenossen der äußeren Louisenstadt, im Lotal des Herrn Tils, Köpenickerstraße 150-151, am Sonnabend, den 9. b. M., Abends 29 Uhr. Recht zahlreiches Erscheinen erwartet dic Lohnkommission der Schloffer Berlins. at. Str laubsge tlage rdischer weisung erg cin n Beden en Ausba nicht in niter anichli verbraud Plasmic irdischen architetton Deife interirdi leberweil ach wild erhoben führung e Stadt lehnt. Bei den hierauf folgenden Ergänzungswahlen zum Vereinslokal Wedding Park, Müllerstr. 178, ein gemüthliches Busammensein für die Vereinsmitglieder und deren endlich eine Strohmiete fanden In der richtigen Annahme, Dag Dchs darin versteckt sei, ließen sie diesen Haufen von Qujaren umringen und veranlaßten den Ochs durch die Drohung, die Miete anzünden zu wollen, aus seinem Verfted lesungen aus wissenschaftlichen Büchern abhalten zu kön Dervorzutreten und fich gefangen zu geben. Das gestohlene nen, werden die Freunde unseres Vereins gebeten, solche, wenn Belb wurde an dem von den Einbrechern bezeichneten Dite möglich, leibweise dem Verein zu überlassen und wird um geft. Mittheilung an die Herren Kunkel, Schulftr. 42, und wurde 24, gebeten. Bachau, Mallerstr. 24, gebeten. Am Donnerstag, den 14. dentliche Versammlung statt. Tagesordnung und Referent Tagesordnung und Referent werden in der Versammlung bekannt gemacht. auch fast vollständig gefunden. admittag von einem halbwüchfigen Buifchen in der Lottum Mai, Borm. 11 Uh, findet im Wedding Past eine außeror Dieb r. 27 bei dem Fleischermeister J. Schmidt in Ausführung ge bracht. Die Inhaberin, welche fich auf einige Beit aus dem Raben entfernt, fehrte in demselben Moment zurüd, als der einem ungefähren Inhalt von 150 M. entfernen wollte. Auf ich mit der fofortiges Ladenlaffe in Form eines Blechlaftens mit Auf Burufen hielten Baffanten den Dieb fest und brachten D hfs. Die ftreikenden Arbeiter der beiden AnilinFabriten vor dem Schlesischen Thor und in Rummelsburg ( attien Gesellschaft für Anilin Fabrikation) hielten am Donnerstag Vormittag in der Urania", Wrangel ftraße 9, thre erfte, von mehr als 200 Theilnehmern besuchte Aus den vom Referenten der Kommission, sowie von den an der Disluffton fib betheiligenden Rednern gemachten Mits 150 in der Rummelsburger Fabrik beschäftigten Arbeitern am Auf einen äußerst gefährlichen Verbrecher französischer Kontrolversammlung unter Leitung des Herrn Hildebrandt ab. Rationalität, welcher auf dem Transport in Leipzig entsp: ungen macht bas biefige Polizeipräftoium sämmtliche Bolizet tals Subehörden des Kontinents aufmert am. In dem betreffenden theilungen und Ausführungen heben wir hervor, daß von den fters D tlaß be ft es: Der in Warschau geborene, von Versailles Frankreich aus wegen Unterschlagung und Brandstiftung Morgen des ersten Streiftages( Mittwoch) nur 15 Arbeiter die verfolgte, in Lemberg ergriffene franzöfifche Staatsangehörige Fabrit betraten, mit denen sodann vorläufig eine Art Schein Ludwig Joseph Anton v. Feschner Wojtkiewicz, deffen Aus- thätigkeit aufgenommen worden sei, die auch nicht entfernt als wird ein atte die D Barzelle tögerung erwiefen dem Pr lichule en Veränd foll aus 1882/83 DO er prinsipi nommen Schulgan Bureichen eine Fortießung des Betriebes gelten fö.ine. Die Zahl der in Der Fabrik vor dem Schlesischen Thor fortarbeitenden Arbeiter, " Mitglieder Versammlung des Vereins zur Wahrung der Intereffen der Klavierarbeiter Sonnabend, den 9. d. Mis. Abends 8% Uhr in Gatweil's Bierballen, Kos mandenstr. 77/79. Vortrag des Herrn Schriftstellers Schwenn hagen über die sozialen Bustände in Frankreich im vorigen Jahrhundert. Ortsverein fämmtlicher Berufstiassen Berlin III( Ei geschriebene Krantentaffe), Sonnabend den 9. Mai, Abds. 8% Uhr, Adecftr. 13 bei Kummer. Aufnahme neuer Mitglieder. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag Vormittags 10 Uhr Rosenthalerstr. 38. Vortrag des Herrn Schäfer. Mitglieder Versammlung des Arbeiterinnen- Vereins heute Abends 8 Uhr, in Gcat veils Bierhallen, Kommandanten Straße 77/79. Zum Bericht über die Versammlung der Buchbinder 1c. ( S. D. vorgeftrige Nummer u. Bl.) find ein paar finnstörenbe Druckfehler zu berichtigen, daß es auf Belle 21 und 22 bis Berichts( von oben) heißen muß: daß die Löhne zur Beit in den meisten Fällen nicht über 15 mt hinausgeben;" ferner und endlich zu versprechen." " preußischer Transporteure eingeleiteten Durchtransport tuch welche am Mittwoch noch 100 betrug, soll ich schon am deutsches Gebiet in Leipzig entsprungen. Derselbe ist 42 Jahre Donnerstag früh nicht unerheblich vermindert haben, trotzdem auf Beile 19( von oben): und endlich versprechen," anstatt: alt, mittlerer Statur, hat blondes Haar und Bart, blaue Augen, Die Direktion beider Fabriken Jedem, der am Mittwoch früh, unbekümmert um den auch von ihm am vorhergehenden Abend gebilligten Versammlungsbeschluß, die schwere Arbeit für einen arger Weise beleidigten Gerichts Berichterstatter der biefigen Die durch einen Artikel des Kleinen Journals" in Beltungen, welche in dem Artikel ohne weiteres beschuldigt hatte, eine einmalige Extrabelohnung von 3 M. versprochen Lage slifte der Königl. fächsischen Landeslotterie. wurden, in dem Prozesse des Sängers Gargiulo beftochen und dadurch worben Bur zu sein, haben nunmehr gegen den verantwortlichen Geheimhaltung des Namens der Beugin veranlaßt u Shulb lage beschritten. Die Beleidigten hatten versucht, den Staats en, wie be ber Stab haben soll. Die Streifenden zeigten sich alle fest entschloffen, auf den Steg ihrer guten Sache hoffend, standhaft ausju harren, und nahmen einstimmig eine dementsprechende Resolu tion an. Sehr eindringlich wurde davor gewarnt, fich durch etwaige Provokationen von anderer Seite, wie fte vereinzelt reißen zu laffen oder irgendwie die Gesegesbestimmungen zu übertreten. Nur durch gütliche Vorstellungen und Ueberredung anmalt zur Erhebung einer Antiage seinerseits au vermögen; bereits versucht worden sein sollen, zu Gewaltthätigkeiten hin fe hatten geglaubt, daß es im öffentlichen Jatereffe liege, an tratsoorlag Dazu berufen find, das Prinzip der Deffentlichkeit der Gerichts solle man die ihren eigenen Interessen bisher zuwiderhandeln. t), bas Arieben. Der Staatsanwalt hat es aber bei einer verantwort Mai, Sophienstraße 34, eine außerordentliche Generalversamm euchenlajahen Vernehmung des Herrn Spit bewenden laffen und die cantenbebeiligten im übrigen auf den Weg der Privatklage vers anten eliefen. Derfelbe ist nunmehr beschritten worden. g bes bergang Gebr Stabith überwei Fiegt fet, ann abe nod t Der Fachberein der Steinmeßen Berlins hielt am 3. lung ab mit der Tagesordnung: 1. Vorlage des neuen Statute; 2. Wahl eines neuen Aligesellen für die Fremdenkaffe; 3. Ver schiedenes. Der Vorsitzende, Herr M Handschuh, verlas das Statut und wurde dasselbe ziemlich einstimmig angenommen. Bum Verkehrs- Altges.llen wurde Herr Robitsch wiedergewählt. in München, daß zur Beit 62 Kollegen dort fireifen. Redner bat die Verbandsmitgliedern, diese Kollegen fräftig zu unter mäßigkeiten bemerkbar gemacht, fo läßt a. B. Herr Steinmeß. meister Kämpfer trop der im Tarif angegebenen Maximal ciner Reparatur in dem Keller der Tivoli Brauerei beschäftigte Polizeibericht. Am 4. d. M. Vorm ttags stürzte der mit Schacht eine Etage tief hinab und erlitt dabei einen Bruch bel Der Unterarme, sowie schwere Verlegungen am Kopfe und an Den Knien, so daß er mittelst Droschte nach seiner Wohnung ftüßen. In einigen hiesigen Werkstätten batten fich Untegel und von dort nach dem Krankenhause im Friedrichshain ge Kupferschmied Regenatis aus Unachtsamkeit durch den Fahrstuhl- Bu Verschiedenem berichtete Herr Rohn über die Verhältnifie bracht werden mußte. Biehung vom Donnerstag, den 7. Mai. ( Ohne Gewähr!) 743 233 586 822 510 691 499 253 988 788 978 366 884 ( 300) 729 882 267 774 896. 1837 36 265 862( 300) 369 578 960 849 484 454 573 433 629( 300) 133 652 296 682. 2607( 3000) 374( 3 ( 300) 614 369( 300) 888 588 11 627 348( 6 ( 500) 247 881 236 214 110 795 950 408 921 964 10. 3233 990 176 121 472 946 848 167( 1000) 302( 500) 756 488 408 869( 1000) 399 38 370 751 41 214( 300) 816 104, 4627 829 223 986( 300) 166 213 456 725 269( 1000) 633 455 128 900 938 499 809. 5790 20 514( 500) 191 401 75 791 519 65 194 443 112 172 391 229 833 771 350 920 199 870 400 387 85( 500) 649 226. 6452 541 44 953 187 851 550 816 672 678 363 501 612 387 951( 3000). 7669 717 959 909 278 285 861 851( 300) 840 773( 500) 797 408( 1000) 282 119 748 393 300 719 561( 5000) 811 198 151. 8013 260 746 65 930 867 264 844 238 317 231 62 777. 9570 5 805 14 433 267 26 889 963 800 917 16 814( 1000) 477 264 197 155 596 487 262( 300) 392. 10202( 1000) 707( 500) 299 867 985 863 644 305 47 521 521 674 775 115 325( 300) 467. 11186 721 343 165 386 585 434 129 822 191 346 104 891 404( 1000) 239 437 54 916 995( 300) 204 655 304 241 164 335 272. 12727 342 307 404 917 907( 3000) 954 6687 227( 1000) 959 279 13057( 1000) 860 175 300 994 237 105 174 221 802( 300). 466 88 596 951( 300) 116( 300) 594 223 79 858 295 697 717 10 666 364 669 897 527( 500) 909. 14668( 300) 520 282( 300) 924 80 620 719 814 377 810 223 604 27 495( 1000) 212( 300) 863 732( 3000) 788( 500). 15 000 491 949 382 194 625 773 141 214( 500) 52( 300) 280 776 109 463 511. 16094 695 101 89 385 51 862 438 763 657 403 26 769 990( 300) 953 328 21 494( 300). 17499 554 260 277 221 36 247 543 938 950( 300) 390( 1000) 548 110 174 379( 300) 812 10 582 440. 18383 836 343 954 988 523 197 199 644 ( 1000) 752 635 681( 300) 943 935 702 66 349 542 208 813 19752( 300) 343 540 520 772( 300) 758 381 368 896 582. 24 760( 3000) 768 538 399 219( 500) 898 229 573 549 605 818 3 776 648( 3000) 163( 3000). 20366 975 808 463 676 500( 500) 439 209 135 745 514 166 843 394 884 723 350 101 674 879 262 265( 3000). 21899 530 80 917 96 783 203 181 562 57 737 831( 500) 736 668 391 355( 3000) 163 869. 22937 811 995 11 358 557 404 591 845 105( 3000) 932 297 647( 3000) 273 764 499 315 189 23 917 448 955 130. 23809 754 427 863 339 230 562 760 477 512 699 544 425 740 504 417( 500) 785 552 920( 300) 651 465 410 518 362 5 527 517. 24942 734 155 419 535 414 90 485 581 307 765 319 143 432 829 819 257( 3000) 401 458. 25993( 300) 654 591 59 456( 300) 366 406 901 605 783 297 953 242 669 708 943 132 139 747 489 686. 26017( 1000) 621 399 162 110 788 179 208( 500) 96 165 108 793. 27877 162 258 600 918 290 800 215 197 159 955( 500) 592 493 876 939 116. 28282 120 642 295 493 12 525( 300) 594 698 183 73 535 689( 300) 832. 29336 141 892 920 485 380 199 8 768 175( 300) 214 264 525 880 800 618. 304 646 339 758 467 513 734 950( 500) 555 39 417 327 236 706. 47183 891 547 769 775 153 532 327 530 14 138 7 862( 3000) 400 121 479( 500) 649 126 945 410 985 644 964 48105 133 276 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Königliches Opernhaus. Heute: Der Trompeter von Sättingen. Königliches Schauspielhaus. ute: Der Traum ein Leben. Deutsches Theater. Beute: Die Neuvermählten.- Flattersucht. Bellealliance Theater. Beute: Die Anti- Xantippe, oder: Krieg den Frauen. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. sute: Der Großmogul. Central- Theater: Alte Jakobstraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Bente: Der Walger- Rönig. Refidenz- Theater: Direktion Anton Anno. 1 418 933 156 918( 300) 323 709 270 522 815 230 767 879 368 782 550 644. 82519 808 80714 661 82 896 154 501 868 781 520 909 540 846 62 212 621( 500) 704 178 786. 81317( 1000) 654 838 270 98 409 492( 1000) 975 970 276 434 597 689 839( 500) 367 17 ( 500) 262 890 358( 300) 109 792 796 946 939. 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Vorher: Mein neuer Qut. Walhalla Operetten- Theater: tate: Marcotte. Louisenstädtisches Theater: Sate: Onkel Bräfig. Oftend- Theater: suis: Der fliegende Holländer. Beute: Die Leibrente. Heute: Sulfurina. Wallner- Theater. Bittoria Theater. Arbeitsmarkt. 70269 117 474 92 947 222 574 342 109 894 730 682 139 509 367 138 911 472 205 788 800 123 772 521 345. 71079 620 834 924 201 517 608 104 791( 300) 160 826 67 958 354( 300) 458( 300) 147. 72629 980 911 961 237 619 ( 300) 657 758( 300) 493 406 281 859 969 765 916 689( 1000) 833 741. 78247 570 569 419 872 23 179 249 918 76 213 56 37 874 429 376 318( 300) 645 533 556( 300). 74604 535 120( 500) 305 348 967 992 123 94 139 729 769 560 558 ( 1000) 474 811. 75612 214 794 695 205( 300) 546 127 400 ( 3000) 451( 1000) 933 717 615 105 653 110. 76636 541 528 863 851 359( 500) 747 860 980 983( 5000) 442 616 435 629 643 610 680( 300). 77170 463 395 224 9 378( 3000) 655 ( 300) 226 807 669( 300) 789 89 310 16 526 433( 3000) 562 671( 3000) 102( 1000) 382 518. 78655 867 351 332 831 587 726 386 417 802 322 502( 300) 125( 300) 908 416 21 870 504 712 87( 300) 254. 79900 833 108 195 224 96 830 470 Korbmacher- Befelle auf Gemath verl. E. Voigt, Brinzenftr. 9. Arb.- Bez- Verein f. d. Often Berlins. Sonntag, den 10. Mai, Nachmittags 1 Uhr: Landparthie mit Familie nach Friedrichsfelde. Großes Kaffee tochen im Garten Bur Kaiserin" vis- a- vis der Kirche, Spiel- Arrangement für Groß und Klein im Schloßpait und Abends großer Fackelzug. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder als auch Gäste [ 1001 ersucht Das Vergnügungs. Komitee. Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof päste 1 Uhr 30 Min. Mitglieder- Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter Sonnabend, den 9. Mai, Abends 8% Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenſtr. 77/79. Tages Ordnung: 997 1. Vortrag. 2. Jnnere Vereinsangelegenheiten. Säfte willkommen. Um 3ohlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Arbeiterinnen- Verein. Mitglieder Versammlung heute, Abends 8 Uhr, ( 3000). 90859 47 406 804 308 295 131 2 904 973 513( 1000) ( 500) 788 575 268 284 370. 91402 633 673 440 942( 300) 934 916 36 641 279 246( 300) 302 759 3 154 165 2: 9( 3000) 92916 198 515 706 23 625 570 664 63 711 728( 300) 803 6 13 674 461( 300) 235 600( 500). 93106 462 823( 300) 51 ( 300) 281( 300) 526 331( 300) 238 627 813 458 379 660 884 956 226 58 354 671 768 945. 94936 133( 3000) 94 3 499( 3000) 31 59 613 968 807 216( 300) 297 174 805 35 670 744 25 294 175 238( 300) 196 317 773. 95841 620 572 860 850 144 452 634 225 763 830( 300) 728 937( 3000) 407 245 96494( 300) 6 508 97737 266 716 168 129 386 303 67 707 958( 300) 941. ( 300) 644 280( 1000) 257 454 351 187 191 966 553 352 ( 300) 131( 300) 878 487 815 303 152 204. ( 300) 160 998( 300) 587 512 678 763 903 173 333 686 9 62. 98795 977 10 543 629 118 497( 1000) 312 498 988 345 564 239 302( 1000) 624 387 249 161. 648 599 580 412 119( 300) 669 137 194 106 114( 3000 524 306. 99736 154 725 236 Briefkasten der Redaktion. Nr. erscheint Berlin f Bostabon E Dft zum Vorn auf die B bie Beffer tischer Fr Wen Milk bas ide bungsvere Zwei Wettende 56, Nein, das Minimum des Mi maßes ift 1,55 Meter. V. G. Veteranenstr. Das haben wir nicht erfahrgang und tönnen. P. D. 33. Sie können Petitionen geschrieben oder brudt einreichen. Sie senden eine solche Petition an Reid stag. H. S. 10. Wenden Sie sich an die Firma Brasch Rothenstein, Friedrichstr. 78. D baud A. V. Hollmannstr. Die Mitglieder des Hertend erhalten teine Diäten und stehen in Bezug auf die Eisenba freifarten genau so wie die Mitglieder des Deutschen Reid iages. 2. Sie brauchen es nicht anzumelden. . R. 100. Eine Strophe witd in Berse eingethellt Mehrere Tapezirer. Der Bericht ist uns von eine Berichterstatter zugegangen. Die von Ihnen angeregten richtigungen find sehr unwesentlich. Uebrigens bitten wir zufünftig nicht anonym zu schreiben. Jedes Loos berechtigt zum einmaligen freien Eintritt während der Ausstellung. Berliner AusstellungsPferde- Verloosung. Ziehung schon am 12. Mai. in Gratwell's Bierhallen, Kommandantenstraße 77/79. 110 Zur Verloosung sind bestimmt: 7 complete Equipagen, vier, zwei und einspännige mit zusammen eleganten Reit- und Wagenpferden. Loos à 3 Mark. à Loos 3 Mark( 11 2oose 30 Mart) empfiehlt B Sit Carl Heintze, Loose- General- Debiteur, Berlin W., 3 Unter den Linden 3. Neichsbank Giro Konto.- Telegramm- Adresse: Lotteriebant. Berlin. Neben einer reichen Auswahl hochfeiner mo derner Kleiderstoffe zu bekannt billigen Preisen sind 851 folgende Serien Kleiderstoffe bedeutend billiger zum gänzlichen Ausverkauf gestellt. Waschechte Zephyrs ragé, früher Meter 1 Mart, jest nur 30 Bfg. 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