Nr. 108. Sonnta«, 10. Mai 1885. IL Jahrg. 4 eclincrlMliill Krgan für die Interessen der Arbeiter. 4 Das..Berliner Volksblatt" Meint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. AbonnementSprciS Merlin frei m's Haus vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. «ostabonnement 4 Mk. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags-Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. (Eingetragen in oer Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) Jnsertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 ü Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen« Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. '» l 1 Redaktion: Keuthstraße 2.— Expedition: Zimmerstraße 44. Der Müßiggänger. ■ Vor langer Zeit schrieb der deutsch« Satiriker Litcow .Üht vergessen es Buch„über die Vortrefflichkeit der j«»en Skribenten". Daran wurden wir erinnert, als wir !'. den Debatten über die Börsensteuer au« dem Munde •*» Abgeordnete« Bamberger einen Satz vernahmen, �»bmanineinemwohlzivilisirtenStaate �»Müßiggänger nicht entbehren könne." Mn könnte also Bambergen'« Rede, an Lisco» stch an- �)»«nd, betiteln:„lieber die Vortrefflichkeit der Müßig- °»»Sn". Der Unterschied wäre nur der, daß es Liscow T* der„Vortrefflichkeit der elenden Skribenten" ironisch rj»"»! hat, während Bamberger von der„Unentbehrlichkeit �biggänger»" in volle« Ernste sprach. Man staunt über solch eine Behauptung. Schon ein und wahrlich treffende« Sprichwort sagt:„Müßig- N»S ist aller Laster Anfang!" und man weiß, wie die �jrnunj} vor dem Müßiggang der Inhalt aller guten «yren»st, die der Jugend vom Alter ertheiU werden. ??» der Kinder fibel bi» zum Lehrsatz de» Philosophen, >m nüchternen Denker und beim Dichter kehrt die War- »»3 vor dem Müßiggang in allen möglichen Variationen ■'«er und der dem Herrn Bamberger geistesverwandte a®ü«nalökonom Roscher nimmt bei der Erwähnung de« j��lluchibaum« Gelegenheit, die Folgen de» Müßiggange« , den schwärzesten Farben zu malen. Nur Herr Bam- I3«r singt Müßiggänger ein Loblied und»eist ihm vollberechtigte Stelle in der Gesellschaft an. Bamberger macht stch die Motivirung seiner der Behauptung sehr leicht. Er sagt:„Jeder Theil ein."kllschaft hat zum Ganzen beizutragen und erfüllt 111.1! i»»isse Bestimmung, die nicht entbehrt»erden kann °»Uf welche die alte Fabel de« Maneriu» Agrippa paßt." 17. JCitn, die Fabel de» Maneriu« Agrippa ist zwar sehr " aber eben so trügerisch, denn kein denkender Mensch ,'d glauben, daß die Börsenmänner von heute— denn unter diesen kann sich Herr Bamberger seinen„unent- Krochen Müßiggänger"«»»gesucht haben— dasselbe in % Gesellschaft oder gar im Staate darstelle», wa« der .'»gen im menschlichen Organi»mu». ManeriuS Agrippa durch seine hinterlistige Darstellung, die Hände le? könnten ohne dm Magen(die Aristokratie) nicht i»'». die römischen Plebejer getäuscht. Da» sind indessen «.'2000 Jahre her und seitdem find die Menschm etwa« (JlRcher gewordm. Da» Volk von heute weiß denn doch wa» Magen und wa» Glieder find und der neue j»»erius Agrippa könnte heute höchsten« in den Verdacht von wirthschaftlichen Fragm gar nicht« zu ver- J wenn man nicht wüßte, welch gelehrter und kenntniß- >»«rbotin.j V" %ie Jeuitteton. 3ra Eckfenster. Roman von Friedrich SerstSSer. (Fortsetzung.) sie dabei den Stuhl heftig zur Seite sah sich schob. verwundert um �.*d«r Öberstlieutenant auf, '»gte: ßiitd»»'ß e« nicht Zeit, bald schlafen zu gehen, liebe« 'ar C f sagte seine Gattin.„Nun, der Anfang ein �jgße»« deutlich genug*, Du hast geschnarcht wie "Ach. Schatz?" fragte der kleine Mann verwundert. «rwj�'elleicht ist e» der Hund auf der Uhr gewesen," s"nt liebende Gattin;„Du bist einmal unver- �Ochtl" �anrmt, Kinder, e« ist spät gewordm. Gute ht»ahm sie ihr Licht, zündete e« an und verließ um sich in ihr Schlafgemach zu beaebm. Otts d.ii ��atte. als sie in die Stube trat, thren Hut vorüber g�egt. AI« Flora jetzt mit der Lampe daran schüttelÄ»ah« sie ihn auf, betrachtete ihn köpf- « sagte dann: vvt aue- v Hvtty. wie um Gotte« willen sieht denn Dein tb» 1 hat � 6fm, wenn man nicht selber dahinter haben j«" kann doch unmöglich der Wind ge« � u Uhen. al« damal»/ Schwester, und e« „Der Wind wehte i""" Hi reicher Kopf Herr Bamberger ist. Man wird ihm aber den Vorwurf nicht ersparen können, daß er manchmal Dinge behauptet, die er selbst nicht glaubt. E« ist schon eine Lächerlichkeit, bei der Erwähnung de« Müßiggänger» von einem.Beruf" zu sprechm, der„zum Ganzm beittägt"— aber worin mag wohl dieser Berus bestehen? Soll er vielleicht dadurch ausgeübt sein, daß der Müßiggänger als Konsument auftritt und dadurch zur Hebung der Produktion beittägt? Nein, diese«„Verdienst" hat jeder Einzelne nach seinen Verhältnissen; aber e« wird auch niemal« Jemand eingefallen sein, sich al«„Konsument von Beruf" aufzvfassen. Di« Entdeckung diese« herrlichen „Berufe»" ist Herrn Bamberger vorenthalten geblieben. Man muß gestehen, dieser Gedanke de« Herrn B imberger wirkt so grotesk-komisch, daß e« Mühe macht, die Sache emsthaft zu behandeln. Und gar„unentbehrlich" soll der Müßig- gänger, der Repräsentant der Faulheit und der Schmarotzerei in einem wohlzivilifirten Staate sein! Da» wäre un» un- verständlich, wenn un» nicht ein Rückschluß gestattet wäre. E« giebt nänlich gewisse Leute, die sich heute noch an die barbarische Anschauung de« Alterthums anlehnen, daß eine geknechtete Masse, ein Helotenthum bestehen müsse, da» die Lasten de» Dasein« auf sich zu nihmen habe, um einer herrschenden Klasse dadurch ein angenehme« Dasein zu ver- schaffen. Bei einem solchm Gesellschaftkprinzip wären denn auch die Müßiggänger so ziemlich unentbehrlich, denn wer soll denn schließlich den Rahm von dem Erträgniß der Ge- sammtarbeit abschöpfen? Eine Kaste von solchen„Ab- schöpfern" scheint zwar nicht un», wohl aber gewissen an- deren Leuten unentbehrlich. Die Anschauung de» Herm Bamberger bezeichnet einen Rückfall in einen Barbarismu«, den nur da» grob- materialistische Manchesterthum nicht al» einen solchm auf- faßt; im Uebrigen sind sich die Zeitgenossen durchau« da- rüder einig, daß das Müßiggängerthum weder bnechtigt «och unentbehrlich ist. Würde Deutschland einen Schaden erleiden, wenn die sämmtlichen„unentbehrlichen" Müßig- gänger der Börse— an sie kann doch Herr Bamberger nur gedacht haben!— heute auswanderten und sich ander«- wo niederließen? Außer den in der Wolle gefärbten Manchestermännern wird wohl Niemand— sagen wir: den Äuth haben, diese Frage zu bejahen. BoUtisrke Uebersirkt Bolk«. von ver Vvvv..w.<.<. w»„„v.t.D.iwv................ seinen Werth hin gmügmd gepiüft worden. Da ober jetzt im preußischen „So?" sagte Flora bo»haft.„Ja, der häßliche Pinscher l Aber gute Nacht, Papa! Gehst Du nicht auch zu Bett?" „Ja, Kinder," sagte der Vater, der sich wirklich Mühe geben mußte, ordentlich munter zu werden,„ich dmke, e« wird Zeit; also schlaft recht wohl!" Die Familienglieder zogen sich in ihre verschiedenen Gemächer zurück. Da» Mädchen wusch in der Küche noch da« Geschirr auf und verzehrte sein dürftige« Abendbrod, dmn e« bekam sein Essm allein, so wie sein halbe« Stückchen Butter für die Woche und jeden Abend zwei Stück Zucker für den nächsten Tag zugezählt. Ein« Viertelstunde mochte solcher Art ver- gangen sein, und auf dem Rathautthurme schlug e» eben elf Uhr, al« draußm auf der Treppe wieder schwere Schritte gehört wurden, die nicht weiter nach oben stiegen, sondern vor der Etage hielten. Die jungm Mädchen, die ihr Zimmer gemeinschaftlich hatten, schliefen noch nicht; sie waren beide zu sehr mit ihrm eigenen Gedanken beschäftigt, und Flora hörte jetzt deutlich, wie Jemand draußen an ihrer GlaSthür herum- tappte, und. auch an dem Griff probirte. Natürlich war die Thür verschlossen. Konntm da« Diebe sein? Aber da» ließ sich nicht denken, denn ersten« war e« dazu noch zu früh, und dann würde Jemand, der in verbrecherischer Absicht hier heraufstieg, doch gewiß nicht einen solchen Lärm vollführt haben. Wer e« aber auch war. er mußte endlich im Dunkeln den Klingelzug gefunden haben; plötz- lich that er einen derben Ruck daran, die Glocke schallte durch da« ganze Hau«, und die beiden Mädchen fuhren er» schreckt in ihren Bettm empor. Wa» war da»? Wer hatte Nacht» be, ihnen etwa» >u thun, und wie war er überhaupt in da« Hau« ge- kommen, da« der Apothekerlehrling, wie fie recht gut wußte», mit dem Schlage zehn Uhr gewissenhaft zuschloß? In der Etage rührte sich auch noch Niemand. E« konnte ja ein Ä10»«»ä a äsä Abgeordnetenhause die Herren Rauchhaupt und Minnt- gerade bei der Berathuna der lex Huen« ihr Herz für die Volksbildung wieder einmal laut gepriesen haben, Mtnnigerode freilich mit vem Zusatz, daß der, krautjunkerlich vertretene, Osten nie etwas für die Schulen thun könne, so ist eS angebracht, ein wenig die Zahlen reden zu lassen- Vergleicht man die relative Schulftequenz einiger größerer deutschen Staaten mit derjenigen Preußens, so findet man: Auf 1000 schulpflichtig« Kinder von 6 bis 12 I. kamen wirklich die Schule besuchende in den Jahren 1877/78 1874/75 1860/61 Königreich Sachsen---- 1031 1007 1002 Baden........... 938 927 923 Baiern.......... 923 864 837 Preußen......... 897 875 836 Man steht, daß die vielgerühmte preußische Elementarbildung ganz erheblich— kotz oder vielleicht wegen Sadowa!— hinter der aneerer Bundesstaaten zurücksteht. Im Jahre 1866 betrug, wie die Detailuntersuchungen B r ä m e r'» ergeben haben, die DurchschnittSziffer der A n a l p h a b e t i, der de« Lesens und Schreiben» Unkundigen, unter den Rekruten in Preußen 5.52 pCt, in Sachsen 1.3 pCt., in dm übrigen deutschm Staaten, mit Ausnahme des ungünstiger stehendm Baiern», noch nicht einmal 1 pCt. Und gerade die Heimath der Groß« grundbesttzer, die feuvalen Proainzm Posen und Preußen stellten und stellen noch heute da? größte Kontingent zu dm völlig Ungeschulten. Posen lieferte Vamal« 15 pCt., Preußen 12 6 pCt. Ana'phabeti. Wenn wir die neueste Zeit in's Auge fassen, so lehrt uns die ebenso amtliche, wie unerbittliche Statistik, daß auch jetzt noch Preußen gegen die süddeutschen Staaten, gegm ...------ Auige- hobenen in Prozent eußen 23 loiern 0.5 Sachsen 0.2 Württemberg 006 Man steht, der Sieger von Könicmratz hat über der Zünd« nadel und dem Mausergewehr dm Volksunterricht au» dem Auge verloren. Zwar macht stch allmälig ein Fortschritt geltend, aber die Z'ffernbewegung nach vom ist eine langsame und steht in keinem Verhältniß zu der von den Offiziösen so dringlich und vernehmlich gepredigten„Kulturmisston P eußen»". Wir stellen im Folgenden die Ziffern für Preußen und für ganz Deutschland zusammen. Man wird darau» erkennen, daß die tonangebende, die Spitze bildende, mächtigste, mit einem Wort die leitende Nation unter dem Gesammtdurchschnitt de» Reiche» stetig stch defindet. Unter je 100 Rekruten waren ohne alle Schulbildung in Jahre: Preußen: ganz Deutschland: 1875/76 8.21 2.37 geläute durch da» Hau» schallte und der Oberstlieutenant, den sei le Frau schon bei dem ersten Ansatz««ach- gerüttelt hatte, mit beiden Beineu zugleich au» dem Bette sprang. Herr Du meine Güte," sagte er dabei,„wenn Je- «avd in die Apotheke will, so braucht er doch bei un« nicht erst die Klingel abzureißen!" „Aber wa» Du nun wieder sprichst I sagte seine zärt- liche Gattin.„Wie wäre er denn nur überhaupt in'« Hau« gekommen? E« will Jemand zu un« I" „Eine telegraphische Depesche?" sagte der Oberst« lieutenant zweifeknd, indem er aber doch in seine Beinkleider fuhr, denn er natürlich konnte nur allein mitten in der Nacht einem so unzeitigen Besucher die Thür öffnm. „Ich wüßte aber wahrhaftig nicht, wo die herkommen sollt. I" Er mußte sich aber noch etwa« mehr beeilen, denn der nächtliche Bote oder Besucher schien in außerordentlicher Eile. Wieder zog e« an der Klingel, daß e« nur ein Wunder blieb, wie der Draht hielt, und Herr von Klingen« bruch riß jetzt seine Thür auf und rief— er war selber bös« geworden— ei« ärgerliche«:„Nun ja, ich komme gleich l" hinau«. Darauf murmelte er:„Hexen kann ich ja doch nicht l" und beendete nun seine nothwendige Toilette in allergrößter Eile, um nur erst zu erfahren, wer da draußen wäre und wa««an von ihm wolle. E« konnte doch wahrhaftig über Nacht kein Krieg ausgebrochen sein, daß«an ihn in drängendster Eile auf da« Ministerium zittrte— und wa» war sonst lo«? Endlich war er fertig— aber unbewaffnet mochte er auch nicht gehen; denn waren e«»irklich Räuber, die dies« List gebrauchten, um bei ihm einzudringen, so sollten fie ihn al« Offizier wenigsten» gerüstet finden. Er zog seinen Degen au« der Scheide, nah« die bloße Klinge in die rechte, da» Lrcht m dre sinke Hand und schritt nun fest und entschieden über den Vorsaal hinüber der betreffenden Thür zu. „Wer ist da draußen?" «Vch, ick bin'« ja, Herr Oberstlieutenant, mache» Li« nur rasch auf!" Jahre: Preußen 1876/77 2.96 ganz Deutschland: 221 1877/78 2.58 1.73 1878/79 2.62 1.80 2.30 1.59 1879/80 Der Abstand in den beiden Zahlenreihen ift handgreiflich. Und wenn der tonservative Moralstatistiker und Theologe Alexander von Dettingen, der diese Busammenstellung in feiner ,, Moralstatistik" bringt und bespricht, die Hoffnung äußert, Daß in Preußen bald der Prozentsaz der Ungeschulten auf Null herabfinten wird", so können wir, nach den bisher ges machten Erfahrungen, diese rosige Anschauung leider nicht theilen. Der Kultusminister von Goßler, dem zwei Seelen in der Brust wohnen, hat mit anerkennenswerther Offenheit in der oben erwähnten Landtagsdebatte nicht den Staatsminister, sondern den Ressort minister sprechen lassen. Seine Schilde rung der mißlichen Lage des Volksschulwesens und die Aus. fichtslosigkeit derselben waren die beste Strafpredigt gegen die tonservativ- fleritale Minirar beit gegen Aufklärung und Bildung. Mag auch, wie in der Schwenninger Affatce, der Herr vom Sachsenwalde die Betenten Goßlers zum Schweigen bringen, bas, was er gesprochen, läßt sich nicht aus der Welt schaffen. Seine Rece fennzeichnet genügend die Misstände, die bestehen, und die Elemente, die jedem Fortschritt fich entgegenstemmen; was übrig war, hat in seiner Naivität das enfant terrible der Junterpartet, der hochedle von Rauchhaupt polternd der Welt verkündet. Goßler hat piano gesprochen, sanft- diplomatisch, wie man es vom Regierungstisch in folchen Fragen zu hören ges wohnt ist, mögen die oben gegebenen Zahlen das Fortissimo bilden. für das Wohl" seiner Mitbürger auch im Reichstage mitzu tämpfen. " Die Frage der Errichtung von eingeborenen Kolovor der unab, so schreibt der B. C." nialtruppen ist weisbaren Nothwendigkeit noch zurüdgetreten, mindestens für die auf den Flußläufen der neuen deutschen Kolonien statio nirten Fahrzeuge einen Stamm von eingeborenen und gegen die Miasmen ds Sumpffiebers gestählten Mannschaften zu befizen. Es gilt jezt als ausgemacht, daß eine Abkomman ditung von mit Europäern bemannten Schiffen nach diesen Tropenfolonien wegen der Rücksicht auf den Gesundheitszustand threr Bemannung nicht auf über ein Vierteljahr ausges dehnt werden kann, und der rasche Wechsel der Schiffe, na mentlich bei dem nach Kamerun entsendeten Geschwader, be zeugt, wie ungünstig sich die Gesundheitsverhältnisse bei der Bemannang berseiben gestellt haben müfen. Leider ist nun Der erfte auf der„ Dlga" angestellte Versuch, an dit und Stelle einen Stamm von eingeborenen Seeleuten auszubilden, völlig fehlgeschlagen. Die dreizehn, oder nach anderen Nach richten fünfzehn hierzu an Bord genommenen Neger baben sich für die Eingewöhnung in die deutschen Dienstve: hältnisse durchaus ungeeignet erwiesen. Wie verlautet, soll jetzt jedoch ein Versuch gemacht werden, einen Stamm von Eingeborenen in einem der deutschen Kriegshäfen sorgfältig für den Dienst in der deutschen Marine heranzubilden. Wahrscheinlich wird dieser Versuch zugleich auch die Heranbildung von eingeborenen Landtruppen oder mindestens doch eines eingeborenen Polizei torps ausgedehnt werden. Im Voraus ist man jedoch darauf gefaßt, selbst hierbei noch großen Schwierigkeiten zu begegnen und manche schlimme Enttäuschung mit in den Kauf nehmen zu müssen. In unseren Parlamenten wird voraussichtlich bald Ruhe herrschen. Das Abgeordnetenhaus wird heute( Sonnabend) bereits geschlossen werden. In den legten Tagen machte fich schon eine geaiffe Erregung und Haft unter den Landboten geltend, wie fte in der Regel stets kurz vor Thoresschluß ein zutreten pflegt. Die noch in Maffe vorliegenden Petitionen fanden daher auch eine auffallend schnelle Erledigung, man wollte eben aufräumen und man räumte, gründlich" auf. Die Herren Abgeordneten tönnen nun ausruhen von den Rede ftrapazen der ver floffenen Seffton, fie haben nun Muße, über thre Werke nachzudenken. Der Schluß des Reichstags ift für den 13. d. M. in Aussicht gestellt. Es ist indeffen Laum anzunehmen, daß bis dahin alle Vorlagen erledigt werden tönnen. Die Vormundschaftsordnung vom 5. Juli 1875 geht einer durchgreifenden Umgestaltung entgegen, und zwar in dem Sinne, daß die Vermögensverwaltung und Berechnung wiederum den Gerichten überwiesen wird. Maßgebend find die jährlich in beträchtlicher Höhe durch ungetreue Vormünder veranlaßten Vermögensverlufte der Mündel. Im Richter und Anwaltstande hat die Vormundschaftsordnung von 1875 wohl niemals besonders eifrige Anhänger gehabt, noch weniger aber im Publikum; eine Rüdgestaltung dürfte deshalb nicht viele Gegner finden. Der trante Herr v. Schorlemer scheint bereits wenn nicht alle Anzeichen trügen- hoffnungsvoll der Genesung entgegenzusehen. Es wäre für das Deutsche Reich ein großer Verlust, wenn der fromme Sentrumsmann dann seine Kräfte der Gesetzgebung vorenthalten würde. So ungefähr werden auch die tatholischen Arbeitervereine des Wahlkreises Dortmund gedacht haben, als fie in einem besonderen Dantschreiben ihr Bedauern über die Niederlegung des Reichstagsmandats aussprachen. Herr v. Schorlemer, hierdurch tief gerührt, hat nun den Schreibern folgende Antwort zugehen lassen:„ Es ist mir recht schmerzlich, unter der Ueberlaft der Arbeit, in nothwen biger Rücksichtnahme auf meinen Gesundheitszustand, das Mandat zum Reichstage niederlegen zu müssen. Die Regierung des Schwabenlandes ist anscheinend von großem Thatendiang beseelt. Der Minister von Hölder hat es sich sehr angelegen sein laffen, ein neues Gemeindeangehörigkeits- Gesez( oder Bürgerrechts- Gesez) zu Stande zu bringen. Nach längeren Verhandlungen der beiden Kammern ist denn auch besagtes Gesez zu Stande gekommen. Der Inhalt deffelben ist in der Hauptsache die Berleibung des aktiven und paffiven Gemeindewahlrechts. Nach dem Gesetz von 1849 hatten dieses Recht alle Einwohner, ohne Bürger sein zu müssen, fraft eines mehrjährigen Aufenthalts und der Bahlung städti aber von Pfaffen und Misregierungen nahezu verwüfte Spanien ist leider gerade in Betreff des Wissens- wenigfien soweit die Volte maffen in Betracht kommen- derart in da Entwickelung zurüd gekommen, daß es die Phrasen der Dam merungsliberalen größtentheils für baare Münze nimm Allem Anscheine nach wird noch eine geraume Zeit vergeben bevor sozialreformatorische Ideen ihren Einzug in die Gese gebung dieses Landes balten werden. Dänemart. g Eins besagt: Faß." regel und Dem gegenw Hären, for wenngleich recht anmut frauen Dui d Das von der Regierung erlaffene vorläufige Gefes, bet mäßig au sti Maßregeln zur Verhütung des Mißbrauchs unbeschränkter thatjac lich laubniß zur Anschaffung von Waffen 2c, enthält die Vorschrift gewächse ting be daß Jeder, der Waffen oder fertige Theile zu denselben, Steude begri im Zollterritorium bleiben sollen, einführen will, dem Polije Städter zum me ster an dem Orte, wo die Eintiarirung gewünscht with Luzerne, eine Anzeige davon machen und eine genaue Beschreibung bebeftimmte Marten und des Inhalts, fowie eine Erklärung über die Gütern ftimmung der Waffen oder Waffentheile geben muß. Finde und mit der Polizeimeister, daß die bemeldeten Waffen oder Waffentheshöneren, be nicht zugelassen werden dürfen, so wird solches dem Anmeldes langer Wint nach langer Sachen innerhalb einer gewiffen Beit wieder aufzuführen. dem langent Falle der Nichtbefolgung dieser Vorschrift werden die Waffe bar, indem oder Waffentheile von der Polizei in Verwahrsam genommen Den fepigen Die Anschaffung oder Vertheilung von Riffeln oder anden höhen und Kriegswaffen, sowie Einübung im Gebrauch solcher Wafwahren Hod geldi wird verboten, wenn solches nicht in Ausführung eines oder mit Genehmigung der betreffenden Autoritäten Soffnung bi Den, vorausg Wer danider handelt, tommt in Gefängniß oder Gelofteichlich in d im legteren Falle nicht unter 50 Rconen, falls nicht eine b Strafe nach den allgemeinen Regeln der Gesetzgebung geschrieben ist. Die ungeseglich angeschafften, sowie auc ungefeßlich zur Einübung benutten Waffen werden konf Großbritannien. vo In Be und den Sc Beitung" en folgende Er Die Verlegu i Wer den Schaden hat, braucht für Spott nicht zu sorgt Verhalten u Das muß auch Herr Gladstone recht hart fühlen. Er ist bandhabende den rusfischen Ansprüchen muthig zurückgewichen und hat wohl noc t Englands, Ruhm" gewaltig geschmälert. Das giebt der Dollen bei un fitionspartei Anlaß, in recht ungarter Weise seine Polititworden. D den Staub zu treten. So äußerte fich Lord Salisburythm der Ar nid Telften scher Steuern. Nunmehr ist es erforderlich, daß diese Eins fragt, ob ich von der Bolitik der Regierung abweiche. tüdid ang Tonservativen Klub in Hadney folgendermaßen: Ich werde Biederaufna ich weiche von dieser Politik nicht mehr ab, als ich vom Wache in der gegen den Weg, den der Betrunkene geht, sondern daß er nicht angeno H wohner fich ihr Wahlrecht mit 10 beam. 5 bis 10 M.- je erlaufen, indem fie nach der Feststellung durch Drtsftatut fich als Bürger" aufnehmen laffen. Um an den Nugungen und Stiftungen theilzunehmen, bedarf es der Bahlung weiterer Gebühren, die bei den Stiftungen bis zu einer Einkaufssumme von 100. anfteigen tönnen. So ist man glücklich zu mehreren Gattungen von Bürgern gelangt: au Wahlbürgern, Nugungs und Stiftungsbürgern. Eine weitere Klasse: die der ,, Mukbürger" welche der Regierungsentwurf vorgesehen wurde glücklicher weise beseitigt. Es sollte nämlich gestattet sein, daß die Gemeindebehörde das Bürgerrecht den Berechtigten, welche fich nicht frei willig melden, auf winge. Um das Gefeß nicht auf eine zu starte Brobe zu stellen, bietet man den Einwohnern die fettber bas Wahlrecht besaßen, das Bürgerrecht bis 1889 ungefähr zum dritten Theil des vollen Preises zu 3 Mart an. Das Gesez wird voraussichtlich zur Folge haben, daß sich die Zahl der Wahlberechtigten außerordentlich vermindert, was manchen Herren freilich sehr erwünscht sein wird, da fie dann mehr unter fich bleiben werden. Bemerkenswerth ist, daß genau gezähli sieben tapfere Schwaben den Muth hatten, gegen das Gesetz zu stimmen. Frankreich. Der berühmte" frübere Polizeip: äfett Andrieur hat mieber ein recht drastisches Beispiel von seiner Feigheit und Charakterloftgkeit gegeben. Es bedarf Ein altes Fräulein Namens aber wohl nicht der Versicherung, daß ich auch fernerbin, wo immer sich mir die Gelegenheit bietet, mit gleichem Eifer für das Wohl und die Interessen meiner Mitbürger, besonders berer im Handwerker- und Arbeiterstande, eir treten werde, wie ich auch gern Ihrer Hoffnung mich anschließe, daß es mir vers gönnt sein möge, nach Wiedererlangung der vollen Gesundheit, ein Mandat zum Reichstage noch mals annehmen zu können. Vorab werde ich meine Kräfte ungetheilt der höheren Pflicht, Die uns im preußischen Landtage gestellt ist, widmen, und dort mit aller Entschiedenheit für die Rechte unserer h. Kirche täm pfen, bis der volle Sieg errungen ist. Dieses Biel müssen wir Alle fest im Auge behalten und uns nicht täuschen und eins schläfern laffen durch zeitweilige Erleichterungen."- Der tapfere Der tapfere Mann giebt also die Hoffnung nicht auf ,,, nochmals" ein Man bat annehmen u können. Er will mit gleichem Eifer auch in Bukunft für das Wohl" feiner Mitbürger und namentlich für die Handwerker und Arbeiter eintreten. In welcher Weise der brave Zentrumsmann dies bis jest gethan hat, ist ja allbekannt. Nicht nur, daß er für die Erhöhung der Korn, Bich und Fleischzölle eingetreten ist, nein, auch für den Antrag Quene hat er mit Begeisterung votirt. Nebenbei blieb ihm freilich noch immer die Kraft, der höheren Pflicht, für die Rechte der Kirche einzutreten, zu genügen. Sicher bat also Herr v. Schor. Temer die Pflicht, seine Kräfte in Zukunft wieder zu theilen und " Ja, wer ist der Jch? Es geht auf Mitternacht!" " Ich, die Refy von der Frau Mäusebrod. Ach, machen Sie doch nur auf, es ist ja ein Unglück geschehen!" Die Resy?" sagte der Oberstlieutenant ganz verbugt Don meiner Schwester ein Unglüd?" Aber während er das vor sich hin murmelte, schob er doch den Degen unter den linken Arm, um ihn zum Gebrauche gleich bereit zu haben, hing die Kette zurück, schloß auf und öffnete die Thür. Ach, Du mein lieber Gott," rief aber das alte Mäbchen, wie es sich nur dem Oberstlieutenant gegenüberfah, erfchreden Sie nicht unsere gute Frau ist eben ges ftorben!" Richerand hatte vor Kurzem gegen den genannten Herrn Todes drohungen ausgestoßen; wahrscheinlich hat der berühmte Präfekt während seiner Amtsthätigkeit die alte Dame in irgend einer Weise geschädigt. Der große Mann hatte nichts Eiligeres zu thun, als die Gerichte zu seinem Schuße anzurufen und so ist Denn das alte Fräulein richtig zu jedemonatlicher Haft ver urtheilt worden. Herr Andrieux muß doch ein sehr schlechtes Gewissen und einen„ riefigen" Muth bestgen, denn sonst wäre es doch kaum denkbar, daß er sich vor einem Frauenzimmer verkriechen würde. Zur Entschuldigung wird fich der Bramatbas freilich darauf berufen können, daß es in anderen Ländern auch noch Männer" giebt, die in Bezug auf von unbedeutenden weiblichen Personen verübten Beleidigungen ein sehr zartes Gefühl haben. Gestorben?" fagte der kleine Mann und starrte fie an, als ob er gar nicht verstanden hätte, was sie sagte. Es war ein wunderliches Bild, der kleine, etwas sehr forpulente Mann, in Unterhosen und nur seinen Uniform frad übergezogen, das Licht in der linken, den bloßen Degen jest wieder in der rechten Hand, und vor ihm die alte Magb, bleich und außer Athem zitternd vor Aufregung. Beide blieben auch wohl eine halbe Minute in ber Stellung, bis endlich der Oberstlieutenant wieder Worte fand und mit fast erstickter Stimme rief: Was schwagen Sie da, Resy? Wo tommen Sie Spanien. eines Betrunkenen abweiche Mein Einwand richtet sich et m g. Ein briefe, wel lagert, liefer Graben fällt und an jeden Laternenpfosten anrennt." Be lich der zentralaftatischen Angelegenheit äußerte sich der Lord wie folgt:„ Man sagt uns daß der Emir niemals Benbidder Pref begehrte. Wenn dies wahr ist, dann liegt darin die faft und blender 32 bare Schlußfolgerung, daß unsere Regierung, die vorbere ift, zu Gunsten des Emirs fich in einen Krieg mit einer wird mit di größten Mächte in der Welt einzulaffen und die ganze und den Reichthum des Landes einzufeßen, Mad nicht noch fabren werd Im B m ver floffer ebe fte fich den Streit einließ, fich niemals die Müge gab, vom Emir erfahren, was er für seine Grenze erachte, und was nicht Bur egyptischen Frage übergehend, bemerkte Lord Salisbon bade Subs cint Davon babet Rannerafy Im Frauena Ein u fathete ber lebt, Die 16 fantastisch: Wir erfahren iezt, daß die Operationen im eingestellt werden sollen, und ich nehme an, daß die Trupp fich zurückziehen werden, wobei fie als ein prächtiges Denta ihrer Anwesenheit eine Eisenbahn zurücklassen, die von nirgen wo nach nirgendwo führt, sowie Wasserröhren, die von Punkte auslaufen, wo kein Waffer ist, und nach einem Bun führen, wo fein Durstiger ist- was unzweifelhaft in später liche Mühe, die Politik des jeßigen ,, liberalen" Minifteri heil eine Der edle Lord giebt fich alle mög Beiten zu vielen Untersuchungen fettens gelehrter Forscher lich nicht verkennen, daß det konservative Lord diesbezüg dem Fluch der Lächerlichkeit Preis zu geben. Es lägt fich f leichtes Spiel hat, Herr Gladstone hat es vortreffl verstanden, Die Unfähigkeit des Liberalismus Neue darzuthun. Daß aber die konservative D fition, falls fte wieder ans Regime fommt, nicht im Mindesten beffere Leistungen aufzuweisen haben haben die Toy Ministerien zur Genüge bewiesen. Das lische Volt hat weder von den Liberalen noch von den fervativen etwas zu erwarten; beide Parteien find oft ge am Ruder gewesen und haben sich in Betreff ihrer Unfähig taum etwas vorzuwerfen. laum jab Amerita an auf, aus m Diese Che war auf d zu fein, ver Daß auf Ant folgte.. ga baß aber bie er fich aus trennt habe in diefer S richter fich -Im Unterhause fündigte der konservative Norf an, daß die Opposition am Montag die zweite Lesung Bill, betreffend die Flüssigmachung des Elfmillionen Kri durch folgenden Antrag bekämpfen werde: Nachdem das 19 Kandidaten durchzubringen, während die Regierungspartei fich bereit erklärt hat, Geldmittel für die Sicherheit des nur 6 Sige zu erringen vermochte. Der Minister des Innern foll bereits Willens gewesen sein, seine Demisfion zu geben. Mag es nun den Liberalen auch gelingen, die jeßige Regie zu bewilligen, verweigert es dieselben, bis es über die B ihrer Verwendung informirt sein wird. Die Herren mo also dem Minifterium ein Bein stellen. rung aus dem Sattel zu heben, für das spanische Volt ist deutung dürfte aber der Antrag schwerlich haben, da vorau damit nichts gewonnen. Den vereinigten Liberalen ist es nur um die Herrschaft zu thun und nicht darum, ernstliche Reformen für die nothleidenden Massen anzubahnen. Das schör e, 155 Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dug. ( Forsetzung.) Eine besondere fitlich der Kredit schließlich doch bewilligt werden wird. wird fich hüben und drüben gründlich ausschwagen ist die Sache abgethan. und Aber vergebens, eine verborgene Feber fand nirgend. legen, wodu bingog. No lich in Ame aufgelöft Umstände bur Schon hatte er muthlos auch das letzte Fach sucht, als plöglich bei der Berührung der Wände b Anfangs schien es, als ob die Bemühungen vergebens Faches ein Behälter auffprang, an einer Stelle, an weld seien. Der verrostete Schlüssel in dem verrosteten Schloffe wollte sich nicht brehen; Harriers aber blieb dabei, daß er den Schlüffel wiedererkenne; er habe ihn oft gesehen, es müsse der rechte sein. Nach vielfachen, vergeblichen Ver suchen gab endlich das Schloß nach, der Schreibtis öffnete sich. Man zog ein Schubfach nach dem andern auf; überall lagen Papiere, Abrechnungen, Duittungen, Rontrafte, aber nirgend das Gesuchte. Auch das letzte Schubfach war erfolglos durchsucht. Doch hier fand sich ein Schriftstück, offenbar von Lord Davis Handschrift, die Friz sofort wiedererkannte. Nur wenige Zeilen las erba leuchtete sein Ange voll Hoffnung auf. man taum einen Raum vermuthen konnte. Gleich Erfte, was Frig in die Augen fiel war ein zufamme gefaltet: Papier mit der Aufschrift: Bur Legitimation meiner Tochter." d Haftig nahm er dies Papier heraus und öffnete Es waren zwei Stüde einer Rarte, aus welcher bas mittl Stück fehlte. Das erste dieser Stüde enthielt den Buchfab An, das zweite den Namen Davis. ,, Es stimmt!" rief Friz; auf dem fehlenden steht drew und zusammen ist's der Name Andrew Elly, Du bist gerettet!" urtheilt, bi Der Strafo Die biefige , fo ba Strafe An nidat ging. Lat aus, 1 zelfte Still Davis Auch dies steckte er zu sich. Schon wollte er bal Schubfach wieder schließen, als O'Brian hinzu trat u fagte: aud " Ha, wir haben es!" rief er. Hier steht Alles, was wir aus Rowland's Bekenntnissen wiffen, das hat Lord sich.. zehnten Oktober vor breizehn Jahren durch Garrid an den Drt gebracht, an welchem es fich jetzt befindet.... Da ,, Es ist vielleicht nicht überflüssig, mein Freund, Davis selbst hier niedergeschrieben, und Alles bestätigt die übrigen Papiere, die das geheime Fach enthält, bur Das Kind ist zu Garrid gebracht, am neun zusehen; vielleicht finden sich noch andere, der Familie mi tige Dokumente barin." Fri Die übrigen Papiere durchzusuchen," verfeste der Lady Davis, dies Recht zu, und man wird es Ihn ebrer überhaupt mitten in der Nacht her? Was ist mit meiner stehen die Bedingungen unter denen es dort aufge. habe ich kein Recht, mohl aber steht Ihnen, dem Sop " Schwester?" Tobt ist fie!" ftöhnte die Alte.„ Ach, Du mein lieber Gott, daß ich das erleben mußte! Und so auf einmal, so ganz aus heiler Hand, wie man ein Licht ausbläst ach, bas Unglück, das Unglück!" " Aber das ist ja gar nicht möglich!" rief der kleine Mann wirklich entfeßt aus, denn er konnte das eben Ge hörte noch gar nicht faffen. Meine Tochter war ja doch Ja, gegen Abend kam das gnädige Fräulein auf einen genommen ist, und unter denen es dort zurückgefordert werden darf, und hier ist auch von dem die Rede, was ich suche: " In einem geheimen Fach meines Schreibtisches be findet sich das erwähnte Erkennungszeichen,"" heißt es am Schluffe des Schriftftüdes." Friß faltete es zusammen, steckte es ein. " Nun laffen Sie uns das verborgene Fach suchen." um so weniger bestreiten, als in Gegenwart werthen Beugen die Durchsuchung geschieht." biefer Im Intereffe meiner Mutter mache ich von biele er Do einige anbe hatten. Rechte Gebrauch," versette D'Brian und nahm ein Sri ftück aus dem geheimen Fache heraus. D'Bri Salüffel a Rranten JAST Serfel Er öffnete und las. Seine Hand zitterte Lippen wurden bleich. Ja, wenn noch ein 8weifel exiftirt," sagte Harriers, daß weiß ich; ich habe es auch " Daß ein verborgenes Fach in diesem Schreibtisch ob Lady Davis seine Mutter sei, hier war gelöst. Gatten Augenblick," sagte die alte Magd, ging aber gleich wieder öffnen fehen, aber wie es geöffnet wurde, das weiß tch Es waren ihre Legitimationspapiere, die fich hier vo fort, und ob fich die arme Frau barüber geärgert hatte aber fie war auch den ganzen Nachmittag schon so merk würdig still gewesen und hatte nicht ein einziges Mal mit mir gezantt." ( Forts. folgt.) nicht genau. " Wir wollen versuchen, ob wir die verborgene Feber nach welchem Lady Davis die Erbin ihres In f los erfchie ber Rückfe Die Kran Idien eine Bir boffen Si und Thre fanden; ferner ihr Ehekontrakt, in legaler Form voljo finden," meinte Frig, und begann ein Schubfach nach dem sollte. Dann fand sich noch eine Bescheinigung der legal andern herauszuziehen. Trauung, der Todtenschein der ersten Frau des Lorbe In einige allein, ba Bis babin Reben Sie im Augen Laby Sand, un Antlig be Frit Rrante, Teitete ihn Mei Ihrer inn Buftande 18" Frit Ratur, al Drganism Freude b ihrer Rin allein fie No jepte D' fichern, b als Sie. u verwüftet -wenigfiend etart in ba 1 die Geset Lokales. & Eins fchict fich nicht für Alle! Eine alte Bauern. in der Dam regel besagt: Mai fühl und naß füllt dem Bauer Scheune und Faß." inge nimm Wenn dem so ist, so wollen wir uns gern mit bem gegenwärtigen Stand des Barometers einverstanden er eit vergeetlären, fchon um der bedrängten Landwirthschaft zu helfen, wenngleich das mitunter noch recht frische Mailüfter!" nicht recht anmutbet und der Anblid der fohlenfauren Jungfrauen durchaus nicht dazu beiträgt, uns zur Zeit frühlingsGefeß, bmäßig au stimmen. Das fruchtbare Maiwetter hat denn auch schränkter that adlich überaus gedeihlich auf das Wachsihum der Feld, die Vorschrift gewächse eingewirkt, und können wir dies wohl nur mit großer enfelben, ble dem Bolige Stäoter zum größten Theil zugute. Besonders gut ist die Freude begrüßen, denn was der Bauer hat, kommt ja dem bünscht wuzerne, eine für das Rindvich, namentlich Milchkühe, chreibung der bestimmte Futterpflanze, gerathen. Auf den umliegenden über die Gütern hat bereits der erfte Schnitt nuß. Find und mit ihm ist auch für Berlin die Morgenröthe einer begonnen Waffenthe oneren, besseren Beit aufgeflammt. Was den Menschen nach langer Wintertoft das junge Gemüse", daß ist den Kühen em Anmelde e eingeführten nach langer Stallfütterung das Grünfutter". Indem sie in zuführen. dem langentbehrten Genuffe schwelgen, erweisen fie fich dant n genommen jegigen Genuß des Nationalgetiänks Kaffee bedeutend er toder anden höhen und durch eine Beigabe von„ frischer Maibutter" zum olcher Wafabren Hochgenuß steigern. Berlin fann fich somit der frohen eines Amoffnung hingeben, Demnächst mit guter Milch versorgt zu wer äten gefdi ben, vorausgesetzt, daß das befruchtende Waffer nicht allzu. Der Geldi reichlich in die Milchfäffer hineinläuft. bt eine bi gebung mie aud D " 1 Frau mit einem kleinen Rinde hier zurücklaffend. Anfangs blieb. mit der hier zurückgelaffenen Frau noch im Briefs wechsel; ais aber seit Jahresfrist kein Brief mehr von ihm einging, reifte die Frau ihrem Gatten im Herbste v. J. nach. Jezt hat dieselbe aus dem Innern Amerikas an ihre hiesigen Verwandten die Nachricht hierher gelangen lassen, daß ihr Ehemann in Amerika als liebender Gatte einer vierten Frau von ihr aufgefunden worden und auf ihren Antrag im F.bruar d. J. verhaftet worden ist. Seine rechtmäßige hiefige dritte Frau befand fich anfangs April noch in Amerika, um das Ende des gegen ihren Ehemann eingeleiteten Prozesses abzu warten. Recht trübe Erfahrungen mit Bekanntschaften aus dem Gefängnisse hat der Kaufmann S. gemacht. Derselbe büßte eine ihm wegen Banteroits auferlegte längere Gefängnißftrafe in Plößensee ab, wo er die Bekanntschaft eines wegen Betrugs bestraften Agenten St. machte, deffen Strafzeit im April d. J. abgelaufen war, während S. erft mehrere Wochen später seine Strafe abgefeffen hatte. S. bat nun den früher zur Entlaffung tommenden St., nach seiner Entlassung die Angehörigen des 5. aufzusuchen und dieselben zu veranlassen, ihm zu seiner demnächftigen Entlaffung Kleidungsstücke und Wäsche nach dem Gefängniß zu senden. St. führte den ihm ertheilten Auftrag auch aus und erhielt, als er sich selbst zur Ueber. bringung ter gewünschten Bekleidungsstücke erbot, außer einem vollständigen Anzuge im Werthe von 100 Mait noch eine filberne Antre Uhr mit Talmitette im Werthe von 40 Mart, um diese Gegenstände an die Gefängnißverwaltung für den zu: Entlaffung tommenden S. abzuliefern. St. zog es aber vor, den Anzug seinem eigenen Jch anzupaffen und die Uhr und seinen eigenen schäbigen Anzug bei einem Trödler au verlaufen. Als S. nach verbüßter Strafe vor einigen Tagen verlaufen. Als 6. nach verbügter Strafe vor einigen Tagen entlaffen wurde, entdeckte er erst das Freundschaftsstück ſeines früheren Gefängnißgenoffen. Es gelang dem Beschädigten, den St. in einem Schartiotale bei Schöneberg aufzuspüren und festnehmen zu laffen. Bei der Festnahme war St. mit dem unterschlagenen Anzuge bekleidet, der ihm aber nicht ab genommen werden konnte, da er andere Kleidungsstücke nicht biter Gefängniß. In Bezug auf den Artikel, beireffend den Abg. Löwe und den Schloffer Stansmann, ben wir der Staatsbürger Beitung" entnommen hatten, gebt uns von zuständiger Seite en fonf folgende Erklärung zu:„ Der Schloffer Stansmann bat fich bie Verlegung seines Fingers durch ein mehr als leichtfertiges icht zu forg erhalten unter Außerachilaffung der vorhandenen bequem zu und bat wohl noch über die statutarische Frist hinaus freiwillig mit dem Er ist bandhabenden Schutzvorrichtung selbst zugezogen. Er ist gleich lebt der Opvollen bei unserer Fabrik besonders hohen Krankengeld unterstüßt besaß. St. wanderte zur Untersuchungshaft nach dem Moa ine Politifworden. Die Unterfügung ist erst eingestellt worden, nachdem Salisburym der Arzt, weiche. tüdich angeordnet hatte. Damals ist ihm Arbeit in seinem Ich werde Biederaufnahme der Arbeit nicht bloß gefordert, sondern aus. ich vom ache in der Fabrik angeboten, und zwar solche, welche zu chtet fich eften er wohl im Stande war; er selbst hat aber diese Arbeit nicht angenommen." nid rn daß er fucht, in jeb int." Bezu te faft unde 1949 Die briefe, welche bei der hiesigen laiserlichen Ober- Boftdirektion g. Eine große Anzahl unbestellbarer Einschreibe als Bendid der Preffe bei dem Publikum Beachtung finden, stets den fich der gert, liefert wiederum den Beweis, wie wenig die Warnungen Absender zu vermerken, wenn der Briefschreiber nicht ganz die vorber Benau die Wohnung sc. des Adressaten weiß. Am 29. d. Mts. wird mit diesen Briefen, falls die unbekannten Absender fich ganze at noch melden, nach den geseglichen Bestimmungen ver the fte fich fahren werden. Dom Emir pas nicht" ord Salisbu Don nirgen ble Don cine Eine in den weitesten Kreisen bekannte Persönlichkeit ist gestern aus dem Leben geschieden. August Hempel, ge nannt Batty, den älteren Berlinern und dem großen Publikum überhaupt faft nur unter dem Namen Batty, der Löwenbändiger bekannt, ist nach einem so bewegten Leben, wie es nur wenige Menschen aufzuweisen haben dürften, im städtischen Krantenhause Moabit einem Bruftleiden erlegen Hempel war am 3. September 1826 in Greifenberg in Pommern als ältefter Sohn eines Steuerkontroleurs geboren, hatte mit gutem Erfolge die Schule besucht, ohne fich für einen bes stimmten Beruf zu entscheiden, und fam durch seine Vorliebe für schöne Thiere, mit welchen er fich schon in frühefter Jugend gern beschäftigte und allerlei Zähmungs- und Ab. richtungsversuche anstellte, zu seinem späteren Lebenslaufe. Mit dem in diesem lebensgefährlichen Berufe erworbenen Vermögen hatte sich Batty Dempel später in der Rosenthaler Vorstadt an gekauft und Jahre hindurch hat er in dieser Eigenschaft auch für Berlin gewirkt, als Bezirksvorsteher erfreute er sich großer Beliebtheit unter seinen Mitbürgern. Später wurde er Befizer durch Burufe und ironische Bemerkungen au immer neuem Kampfeifer anfeuern. Welchen ernsten Verlauf aber selbst solche anscheinend harmlose Schülerrauferelen nehmen können, zeigt der folgende, bedauerliche Vorfall: Swei Obertertianer einer biefigen Lehranstalt geriethen an einem der legten Tage vor der Turnhalle in der Prinzenstraße in einen Streit, der bald in Thatlichkeiten überging. Schließlich erhielt der eine Schüler von seinem Gegner einen so fräftigen Schlag ins Ge ficht, daß das Trommelfell des linken Dhres läbirt wurde und Der Berlegte eine dauernde Schädigung seiner Gesundheit zu beklagen haben dürfte. a Eine sehr gefährliche Einbrecherbande ist von der Kriminalpolizei zur haft gebracht worden. Diese Bande hat während der legten Monate in Berlin eine Reihe von Einbrüchen verübt. Ein Hauptkomplize, der Graveur Grüneberg, ift gestern verhaftet worden, während seine Komplizen, der Bäckergeselle Schwägte und der Arbeiter Schola bereits seit einiger Beit fich in Untersuchungshaft befinden. Dieselben haben am 7. Januar cr. Den Einbruch in dem Bigarrengeschäft von Loeser u. Wolff in der Großen Friedrichstraße verübt. Sie brachen vom Hof aus durch die Hinterthür des Geschäfts lokals ein, nahmen eine Anzahl volle Risten mit Bigarren, er brachen die Ladentasse und einen Schreibsekretär, woraus fie fich ca. 70 Mart aneigneten und unter sich vertheilten. Am Anfang Februar cr. trafen Grüneberg und Schwäßke in der Nacht um 3 Uhr Unter den Linden zusammen und fte gingen zusammen nach dem Brandenburger Thor zu. Auf dem Wege dahin fiel ihnen der Schaukasten eines Delikatessengeschäftes auf, welcher an einer Hausflurwand befestigt war. Sie ers brachen den Kasten und nahmen daraus eine Anzahl Gläser, welche eingemachte Früchte enthielten. Mit dieser Beute be gaben sie sich nach der Siegessäule, verzehrten da einen Theil der Früchte und versteckten den Rest hinter einem Gebüsch. Einige Tage später gingen G. und Schwägte Morgens gegen 4 Uhr wieder die Linden entlang und famen bei einem Bigarrengeschäft vorüber, über beffen Schaufenster die Jaloufte nicht herabgelassen war. Schwäßle schlug die Spiegel scheibe ein und durch die so entstandene Deffnung eigneten fich die Diebe Kisten Bigarren an, mit melden fte unbemerkt enttamen. Sie versteckten die Bigarren in einem Gebüsch auf dem Wilhelmplag und be gaben fich nach den Linden zu dem Geschäft zurück, daß fle bestohlen hatten, um zu sehen, ob ihre That schon bemerkt worden wäre. Sie fanden auch daselbst eine Anzahl Personen sowie einen Nachtwächter, welche den Schaden sich ansahen. Als der Wächter die beiden recht reduzirt aussehenden Diebe bemerkte, faßte er unwillkürlich Verdacht gegen dieselben und er ging auf fte zu. Als G. und Schw. die drohende Gefahr bemerkten, so ergriffen fie eilig die Flucht, verfolgt von dem Wächter, welcher den G. ergriff und bei der Polizeiwache ablieferte. Da aber gegen G. nicht der geringste Beweis vorlag, so mußte er wieder freigelaffen werden. Als er sodann die Bigarren aus den Versteck auf dem Wilhelmplaß holen wollte, waren dieselben bereits von einem Anderen, wahrscheinlich von Schwäßte( der dies allerdings seinem Komplizen gegenüber ableugnete), weggeschafft worden. Schwäßte wurde übrigens bald darauf wegen verschiedener anderer Einbrüche zugleich mit anderen Komplizen verhaftet. Schließlich machte G. Mitte Februar in der Nacht mit einem anderen Romplisen einen Einneun Im Berliner Afhlverein für Obdachlose nächtigten banon badeten 1925 Personen, im Frauenasyl 1451 Personen, boon floffenen Monat April im Männerasyl 8964 Personen, nen im Suon babeten 187 Bersonen. Im April v. J. nächtigten im Die Truannerafyl 8948 Berfonen, davon badeten 1883 Personen und Higes Denta Frauenafyl 1535 Personen, davon badeten 200 Personen. tion, aber in seinen geschäftlichen Unternehmungen scheint mißlungen ist. Die Diebe wurden in flagranti überrascht, fte Gin unverbefferlicher Bigamist. Im Jahre 1875 het Batty- Hempel nicht so viel Glück gehabt zu haben, wie in tathete der Baumeister H., welcher längere Beit in Amerika ge einem Bun ft in fpäte Forscher mo lägt fich f lebt, die 16jährige Tochter eines hiesigen Pfandleihers. Nach laum jähriger Ehe firg die Frau Baumeister H. einen aus Amerita angelommenen, an ihren Ehemann adresfirten Brief fich alle auf, aus welchem hervorging, daß ihr Gatte im fernen Erd Minifteri heil eine Frau und zwei Kinder zurückgelaffen hatte, und daß Diese Che zu Recht noch bestand. Diesbezug war auf das allerentschiedenste, auch in Amerika verheirathet zu sein, verwickelte fich aber schließlich in so viel Widersprüche, daß auf Antrag der Eltern seiner Frau die Verhaftung des H. er folgte.. gab nun zu, daß er allerdings in Amerita eine Frau habe, daß aber die Eheschließung mit derselben nicht gesetzlich gewesen, und es vortref ismus vative D ommt, en haben n. Dab von den find oft ge ter Unfähig tive Nor te Lefung Tionen R bem bas b beit des Bad ber die Herren wolle befondere n, ba vora en wird. ben und ba Der fanb Fach bu Wände bi He, an weld Gleich in zufamm nb öffnete er bas mitta Den Buda lenben St ndrew Davis hinzu. wollte er bl and Baumeister H. leugnete seinem Umgange mit den wilden Wüstenbewohnern, denn in der legten Zeit waren seine Verhältnisse nicht günstige. Sein Sohn, der, jett 24 Jahre alt, in die Fußtapfen seines Vaters als Thierbändiger eingetreten ist, weilt zur Zeit in Petersburg. a. Auch eine Getreidebörse. Im Auftrage einer biefigen Getreideftema ließ der Fuhrherr B. vorgestern auf seinen Wagen von seinen Fuhrknechten 2000 Str. Weizen von dem Schickler'schen Speicher in der Holzmarktstraße nach der Tegelerstraße fahren. Unter diesen Knech en befanden sich die Führer B. und E., welche in der Kielerstraße einander begegneten. B. fuhr mit seinem( mit 46 Sack) beladenen Wagen nach der leeren Wagen nach ber er fich aus diesem Grunde von seiner vermeintlichen Frau ge Holzmaifistraße zurüdfuhr. Bei der Begegnung warf P. zwei trennt habe und nach Europa zurückgekehrt sei. Um Klarheit Sad Weizen von seinem Wagen auf den leeren Wagen des in dieser Sache zu bekommen, mußte der hiesige Untersuchungs richter fich mit den amerikanischen Behörden in Verbindung theile, wogegen E. auf den Wagen des P. zwei leere Säde fehen, wodurch die Untersuchung fich volle fünfzehn Monate bingog. Nach Ablauf derselben wurde, dessen Ehe thatsäch E., damit E. den Weizen ,, verschärfe" und den Erlös mit ihm warf, damit der Anschein erregt werde, daß auf der Fahrt die Säcke fich von selbst geöffnet hätten und der Weizen ausge lich in Amerita rechtsgiltig abgeschlossen, aber nicht rechtsgiltig laufen wäre. Dieser Schwindel gelang jedoch nicht. P. wurde aufgelöst war, wegen Bigamie unter Annahme mildernder Umstände zu einer fünfzehnmonatigen Gefängnißftrafe ver urtheilt, die er im Gifängniß Plößensee verbüßte. Während Der Strafverbüßung bewirkten sowohl die amerikanische wie fofort zur Polizeimache fiftirt, woselbst er die von ihm mit E. gemeinsam verübte Unterschlagung einräumte. E. gab an, daß er in der Reffelstraße einem ihm unbekanntes Manne, welcher entfamen aber durch die Flucht. Durchbrenner. Der seit Mitte Februar d. J. von hier verschwundene und wegen der dem Konfekttonshause Benjamin und Caspary hier und in New York zugefügten bedeutenden Unterschlagungen steckbrieflich verfolgte Kaufmann A. Lövenheim hat seine glückliche Landung in Amerika einer hiesigen Kons fettionsfirma gemeldet. Löpenheim theilt mit, daß er mit nuc ganz geringen Baarmitteln dort angekommen fel und von News Vort aus, wo die geschädigte Firma eine Filiale besaß, ur ba belligt nach dem südlichen Amerika meiter gereift set. Er will versuchen, fich in Brafilien ein neues beim zu gründen, um später den angerichteten Schaden seinen früheren Bringipalen erfeßen zu fönnen. Hoy de H Projettirtes Repertoire der Königlichen Schauspiele vom 10. bis 17. Mat 1885. Jm Opernhause. Sonntag, den 10. Die Meisterfinger von Nürnberg( Herr Goet s Gaft); Montag den 11.: Belmonte und Konstanze; Dienstag den 12. Czar und Bimmermann; Mittwoch den 13.: Johann von Paris( Herr Goege als Gaft); Donnerstag den 14.: Der Trompeter von Sättingen; Freitag den 15., auf Begehren: Martha( Herr Goege als Gaft); Sonnabend den 16., zum 1. Male: Sylvia, vorher neu einstudirt: Abu Hassan; Sonntag Die hiesige Frau die gerichtliche Trennung ihrer Ehen mit Weizen verkauft und übergeben habe. Den Preis wollte der spielhause. Sonntag den 10: Fauft; Montag den 11.: Strafe Anfang des Jahres 1873 hier eine neue Ehe ein fo bag., ein geborener Berliner, nach abgebüßter ging. Lange hielt er es aber in dem neuen Ebestande ree er vor drei Jahren wieder nach Amerila zurüd, seine einige andere Papiere, welche für D'Brian mindern Werth aus, und nachdem er in seinem Geschäft zurückgelommen, Rranten zurüd. Unbekannte angeblich erst später zahlen. E., welcher schon mehrfach vorbestraft ist, ist gestern zur Haft gebracht worden. Nicht selten tann man leider auf der Straße be merken, daß Baffanten die Schlägereien von Schülern nicht nur nicht zu verhindern suchen, sondern die Raufluftigen sogar D'Brian verschloß den Schreibtisch wieder, nahm den muthung Sie auch über mich haben, sprechen Sie diese zu Schlüffel an fich und man begab sich in das Simmer der Dreiunddreißigstes Rapitel. In fieberhafter Spannung hatte die Kranke dagelegen, Doch eine Bitte gewähren Sie mir noch. Ich erinnere Sie an Ihr Versprechen der Verschwiegenheit. Welche Vers Niemandem aus. Forschen Sie nicht weiter.... Ach, wenn auch das Schicksal einen Theil des Unglücks von den Meinigen abgewandt hat, eine schwere, büftere Wolke schwebt noch über meinem Haupte. Hoffen wir, daß der Sonnenblick des Glücks auch Der zerbrochene Krug, Der beste Ton; Dienstag den 12.: Die Rangau( Herr Müller- Hanno als Gast); Mittwoch den 13.: Ein Sommernachtstraum; Donnerstag den 14. Die Karli Schüler( Fräulein Rübsam als Gaft); Freitag den 15.: Der Bibliothekar; Sonnabend den 16.: Fauft. Agathe, um ihr Nachricht über alles Erlebte abzustatten. Feather in ihr Er that dies, aber ohne das Geheimniß D'Brians zu v v.. rathen, wie ihm dieser aufgetragen. Er verschwieg, daß D'Brian der Sohn der unglücklichen Frau sei, und er flärte dessen Busammentreffen mit dieser für ein zu fälliges. Der Rückkehr ihres Sobnes und des Arztes harrend. End- diesen zerstreut, mein Freund," antwortete Frig, reichte Hoffnung für ihr Aufkommen habe. los erschienen ihr die Minuten. Endlich, endlich kamen fie. bann D'Brian die Hand und ging. Die Rrante faß aufgerichtet in ihrem Bette. Ihr Auge Idien eine Frage an die Eintretenden zu richten. hoffen Sie, Mylady, die Hoffnung wird Ihnen wohlthun Wir haben Alles gefunden," sagte Frig. Nun . Habicht hatte ihn bereits mit großer Ungeduld erwartet; er war von Herzen froh, daß es nach Hause ging. In einigen Tagen bin ich zurück; dann komme ich nicht die Ankommenden fragend an. Während er Fritz aus dem allein, bann tomme ich in Begleitung Ihrer Tochter... Bis dahin freuen Sie sich des wiedergefundenen Sohnes... nzu trat un Freund, thält, bur Familie mi perfekte Fr bem Som wird es biefer ebre von biele m ein Gar gitterte, fi 8weifel war berfel fich bier rm vollzog Gatten g ber legal es Lorbs Beben Sie wohl, Mylady, meine Hilfe kann Ihnen hier Antlig ber Leidenden. " Es bunkelte bereits, als der Schlitten vor dem Gitter thor von M'Donuil hielt. Der 8werg öffnete und blid te Schlitten half, benutte er eine Gelegenheit, leise die Frage an ihn zu richten: aerobac Sie lommen von Davistown, Sir?" " Ja, Toby, ich lomme von Davistown!" antwortete Theilnehmend erkundigte sie sich nach dem Befinden der Laby, und hörte mit tiefer Betrübniß, daß Friß wenig Sie wissen das Geheimniß ganz," sagte sie. Was ich Ihnen aus Rücksicht für eine andere Familie verschwieg, bas haben Sie durch den Zufall erfahren. Ich brauche Sie wohl nicht erst zu bitten, Mr. tereffe dieser Familie nicht mehr darüber sprechen, nigdenburg, daß Sie im Inals nothwendig ist. Das Personal des Schlosses weiß von ben Vorgängen nichts, und Habicht wird, was er weiß, ebenfalls verschweigen." Die Ehre Ihres Hauses wird mir heilig sein, wie meine eigene," antwortete Friß, und die Ehre jener Frau liegt mir mehr am Herzen, als Sie glauben, und als ich Lady Davis antwortete nicht. Sie nahm D'Brian's Friz. Ich habe Ihnen im Namen der Unglücklichen zu Ihnen für den Augenblick fagen tann; nur das darf ich Dand, und ein verklärtes Lächeln lag auf dem bleichen banken, Toby. Daß fie ihrer Rrantheit nicht erlegen ist, Ihnen fagen, die Zeit der Leiden ist für sie vorüber. Ent Teitete ihn. Frik gab noch einige Verhaltungsmaßregeln für die Rrante, verabschiedete sich und ging hinaus. D'Brian ge Ihrer innersten Ueberzeugung, was denten Sie von dem Mein Freund," sagte dieser, fagen Sie mir nach Suftande meiner Mutter Fritz zudte die Achseln. bas bankt fie Ihnen." " Sie wiffen, Alles, Sir?" nicht nöthig, " Ich weiß Alles, Toby! Es ist jetzt nicht nöthig, baß Sie vor mir das Geheimniß länger verhüllen; der Bufall hat es mir enthüllt zum Heile des Grafen. Sie konnten nicht weiter sprechen, weil Habicht hin autrat. Natur, als daß fie die Folgen lange überleben tönnte. Thr Ich fürchte, biefer lehte Anfall war zu heftiger laut." allein fie retten fann." " Sie finden Besuch im Schloffe," sagte Toby nun Besuch? Wen?" Freude des Wiedersehens, bas Glüd, in den Wiederbesig hört, daß der Graf sich in der Befferung befinde, ihrer Rinber gelangt zu sein, das Wunder bewirkt, das als Sie. legte D'Brian. Ich kann nichts anderes als Sie ver Noch einmal, mein Freund, danke ich Ihnen," ver fichern, daß ich meinen Bruder nicht mehr lieben könnte, Mr. Strahlenau! Er hat von dem Unterförster ge und fam hierher, um sich nach seinem Freunde zu erfun Sigen." Um den zu finden, muß er wo anders hingehen," brummte Habicht. Frig trat ins Schloß, und nachdem er sich schnell umgekleidet hatte, begab er sich zunächst zu der Komtesse weber genes't fie, um fortan glücklicher zu leben, wie vor ihren Leiden, oder der Tod erlöst fie." Sie reichte ihm die Hand. Mit Ihres Vaters Genesung," fuhr Rodenburg fort, hören auch die Tage des Leidens für Sie auf, gnädiges Fräulein. Das fürchterliche Geheimniß, bas bis jest zwischen Sie und das Glück Ihrer Zukunft fich gestellt hat, und das wie ein Gespenst Sie ängftete, ist auf immer ver scheucht. Die Beit darf nur ihren lindernden Balsam reichen; Sie werden die büfteren Bilder in immer weitere Ferne entrüdt sehen, bis sie vergessen sind." ,, Ach, wenn ich das hoffen könnte!" " Es wird geschehen, gnädiges Fräulein. Sie sich jetzt ganz der frohen Hoffnung, daß die Seit der Trübsal vorüber ist." Ueberlaffen Bon Herzen gern gebe ich der Hoffnung Raum; wollte Gott, daß sie mich diesmal nicht wieder täuscht!" ( Fortsetzung folgt.) Theater. Königliches Opernhaus. Beute: Die Meister finger von Nürnberg. Morgen: Belmonte und Konstanze, oder die Entführung aus Dem Serail. Beute: Fauft. Rönigliches Schauspielhaus. Morgen: Der beste Ton. Vorher: Der zerbrochene Krug Deutsches Theater. Beute: Dorf und Stadt. Morgen: Fräulein Teresina Geßner als Gaft. Galotti. Bellealliance- Theater. Beute: Die Anti- Xantippe, oder: Krieg den Frauen. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. meute: Der Großmogul. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernft. Sete: Der Walzer- König. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Refidenz Theater: Direktion Anton Anno. Emilia ute: Der Kernpunkt. Bum Schluß: Mein neuer Hut. Morgen: Dieselbe Vorstellung. ts: Mascotte. Walhalla Operetten- Theater: Morgen: Dieselbe Vorstellung. Louisenstädtisches Theater: Heute: Der Goldbauer. Oftend- Theater: heute: Der fliegende Holländer. Wallner- Theater. Vittoria Theater. Jedes Loos berechtigt zum einmaligen freien Eintritt während der Ausstellung. Berliner AusstellungsPferde- Verloosung. Ziehung schon am 12. Mai 110 Zur Verloosung sind bestimmt: 7 complete Equipagen, vier, zwei und einspännige mit aufammen eleganten Reit- und Wagenpferden. 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Ohligs befindlichen Tonfeffionellen Kirchhofes durch eine von der ötglichen Regierung zu Düsseldorf unterm 2). Ditober 1883 erlaffene, und in Folge des gegen dieselbe echobenen Rekurses in der Ministerialinftans bestätigte Verfügung die Genehmigung verfagt worden sei, überweist das Haus der Regierung zur Be rüdstätigung. Eine Reihe weiterer Betitionen von lediglich lokalem Jn tereffe werden auf Antrag der Unterrichtskommission der Re gierung zur Berüdfichtigung resp. Erwägung überwiesen. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Der Präfident giebt hierauf bie übliche Geschäftsübersicht. Abg. Bodum Dolffs: Geftatten Sie mir, meine Herren, unserem hochverehrten Präsidenten für die umsichtige, thätige, ftets gerechte Führung der Geschäfte unseren wärmsten und innigften Dant auszusprechen. Auch die Herren Vize präsidenten haben Anspruch darauf, nicht minder die Herren Schriftführer. Ich ersuche Sie zum Be chen Ihres Einver fländnisses fich von Ihren Blägen zu erheben.( Befchieht.) biteur außeretatsmäßigen Ausgaben und der Etatsüberschreitungen alebigt ist, geht das Haus sofort über zur Berathung des Gelegentwurfs, betreffend die Ueberweisung von Bes trägen, welche aus landwirthschaftlichen Böllen eingeben, an die Kommunalverbände. § 1 wird ohne Disfuifton erledigt und in namentlicher Ab timmung mit 92 gegen 27 Stimmen angenommen. Mit" Ja" ftimmen u. A. Fürst Bismarck und Justizminister Dr. Fried berg. Mit„ Nein" stimmen Dr. Knoblauch, Graf zur Lippe, Lotichius, Ostermeyer( Hannover), v. Reinersdorf, Stephan, Präfident v. Köller: Ich danke Ihnen Allen für das ( Danzig), freundliche Wohlwollen und für das bereitwillige Entgegens Bachmann( Bromberg), Baumftait, von Behr( Schmoldom), tommen, welches mir von allen Seiten auch im Laufe dieser Bernutb. Beseler, Bled( Minden), Bote( Potsdam), langen Seffton zu Theil geworden ist. Sie haben mir dadurch Bitticher( Magdeburg), Camphausen, Dernburg, Forchhammer mein Amt sehr wesentlich erleichtert Laffen Sie uns jest scheiden unter dem Rufe, unter dem die Berhandlungen dieses Herzog von Ujeft und Prinz Hohenlohe Ingelfingen. Hauses stets begonnen und stets gefchloffen werden: Se. Majestät Der Kaiser und König lebe hoch! hoch! hoch!( Die Mitglieder erheben fich und stimmen dreimal in den Ruf ein.) Schluß 1% Uhr. en det 40 2. Ma rgische OSW arg. quipage quipage i Bagen30 Mart) Studmann, Winter D. Die§ 2 und 3 gelangen ohne erhebliche Debatte zur An nahme. Beim§ 4 spricht Frhr. v. Durant sein Bedauern darüber aus, daß nicht für die Schulen dirett Mittel zur Verwendung gelangen tönnten. Die übrigen Paragraphen und das Gefes im Ganzen ge langten ohne Aenderung nach den Beschlüffen des Abgeordneten. bauses zur Annahme. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Baumstart sprach dem Präsidenten den Dank des Hauses aus, welcher seinerseits den Vizepräsidenten und dem Bureau dankie. Nachdem der Herzog von Ratibor die übliche Ge schäftsübersicht gegeben, schloß er die Sigung furz nach 2 Uhr mit einem dreifachen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und Rönig. G. bd Abgeordnetenhaus. 69. Sigung vom 9. Mai, 12 Uhr. Am Regierungstische zahlreiche Stommiffarien. Die Berathung des vom Herrenbause in abgeänderter Faffung zurückgelangten Entwurfs betreffend die Kantongefäng niffe in der Rheinproving wird von der heutigen Tagesordnung W.30etere Angesichts der Ablehnung des§ 5( wonach die Polizei Mk. emp Mart) rlin W ichstraße b. Linden er. Repa 85 3aft row Namens der Staatsregierung erklärt hat, daß ftrafgelder hinfort der Staatstaffe zufließen sollen) im Herren bause auf das Bustandekommen der Vorlage verzichte und fich eine erneute Erwägung der Angelegenheit vorbehalte. Deutscher Reichstag. 97. Sigung vom 9. Mai, 12 Uhr. Am Tische des Bundesraths von Boetticher und Rommiffarien, später Fürst von Bismard. II. Jahrgang. i männliche Arbeiter in gewerblichen Betrieben geboten er scheint. Referent Abg. Scheffer bittet den Kommissionsentwurf anzunehmen. Abg. Rödiger( Sozialdemokrat): Jch bedauere, daß nach 19 Kommissionsfizungen nicht mehr als dieser eine Entwurf über die Sonntagsarbeit zu Stande gekommen ist. Wenn Sie in dieser langsamen Weise mit der Arbeiterschußgesetzgebung weitergeben, so werden wir noch in Jahrhunderten das Wert nicht vollenden. Dem Antrage der Kommission stimmen wir natürlich aleichwohl zu. Den Antrag Buhl bitten wir dringend abzulehnen. Die darin vorgeschlagene Enquete würde die Sabe noch viel weiter verschleppen und namentlich auch die Regelung der Frage des Marimalarbeitstages in völlige Ferne rüden. Alle Arbeiter find darin einig, Daß ein Maximal arbeitstag nothwendig sei. Das erforderliche Material liegt ebenfalls vor in den Berichten der Fabrikinspektoren. Die Frage ist also vollständig spruch reif. Freilich bezweifle ich, Daß die Regierung selbst diesem Entwurf ihre Zustim mung geben wird. Die Regierungsvertreter find stets, wenn es fich um die Intereffen der Arbeiter handelt, rein manchesterlich gesinnt, während die tonservative Preffe die Sozialrrform lediglich benugt, um damit dem gogisch zu wirken und die Arbeiter auf ihre Seite zu ziehen. Abg. Lieber: Auch ich bedauere tief, daß dieser Rest des Antrags Hertling erst jest nach sechsmonatiger Seffion ins Plenum gelangt. Die Frage ist nicht erst jest spruchreif geworden, fte war es schon im Jahre 1879. Inzwischen ist auch die Sache in Defterreich in Gang gekommen. Uebrigens werden wir bei Beginn der nächsten Seffton unsere alte For berung auf Einführung eines Normalarbeitstages wiederholen, und zwar werden wir mit Rücksicht auf die Aeußerungen des Reichskanzlers vom Januar dieses Jahres nicht wieder eine bloße Resolution, sondern einen förmlichen Gefeßentwurf ein bringen. Bur ersten und zweiten Berathung steht der Nachtragsetat zum Reichshaushaltsetat für 1885 bis 1886. Es werden ver Abg. Adermann: Die Frage ist spruchreif, das vors langt zu einmaligen Ausgaben 394 920 M., davon zur Erweis geschlagene Gesez annehmbar, aber eine internationale Rege terung des Auswärtigen Amtes, sowie zu einem damit im Bulung der Frage nicht möglich, weil die Intereffen der verschie sammenhang stehenden Anbau an das Dienstgebäude des Reichs- benen Staaten sich auf industriellem Gebiet zu scharf gegen amis des Innern 150 000. als erste Rate; zum Erweite überstehen. rungsbau des Dienstgebäudes des statistischen Amts 200 000. als erfte Rate; zur Herstellung einer zweiten Ausfahrt auf dem Grundstück der Bentralbehörde der Poft und Telegraphen verwaltung 10 000 M., endlich zu Vorarbeiten behufs Herstel lung einer direkten Eisenbahn- Verbindung zwischen dem füdlichen Elsaß und den übrigen südwestlichen Theilen des Reichsführung der Arbeiterschußgefeggebung in Deutschland, zu wel 34 920 m. Abg. v. Frandenstein beantragt die Ueberweisung des Nachtragsetats an die Budgetkommiffion, welchem Antrage nicht widersprochen wird. Abg. v. Malzan Gül hat seinerseits auch nichts dagegen zu erinnern, nur macht er darauf aufmerksam, daß dann die Budgetkommission noch heute Abend eine Sigung abhalten muß. über Frandenstein. Ramens der Gemeindefommission referirt Abgeordn. von Nidisch Rosenegt über die Petition der Kommission deß Westfälischen Städtetages wegen Einführung einer allge meinen Schantsteuer zu Gunsten der Gemeinden oder Beset im Keller tigung der gefeßlichen Beschränkungen und Hindernisse, welche zur Beit noch der Einführung einer fommunalen Konsumtions. abgabe auf Getränke, insbesondere auf Branntwein entgegen ftehen. Der Antrag der Gemeindekommission, die Petition der töniglichen Staatsregierung als Material für die Gesetzgebung uüberweisen, wird ohne Debatte angenommen. zin 490 neid 30 benfalls Te. Ma ngsrath ich einen ein in a./Rp. lbeim a Rainz defel fte Breife dalbertfit. 80 a détail ake. e. Bella Das Haus entscheidet sich im Sinne des Antrags von Es folgt die Berathung des von der Arbeiterschußtommisflon vorgeschlagenen Gesezentwurfs über die Sonntags. rube; derselbe will einen neuen§ 105 a in die Gewerbeordnung einschalten, welcher die Sonntagsarbeit verbietet und nur in dringenden Fällen ausnahmsweise zulassen will. Die Ausnahmen sollen Bundesrath, Landesregierungen und Orts polizeibehörden bestimmen. Abg. Buhl beantragt: die verbündeten Regierungen zu ersuchen: für den Fall, daß die der Kommiffion überwiesenen Anträge in der gegenwärtigen Seifton nicht mehr zur Er lebigung gelangen, unter Berücksichtigung der berechtigten Die Petitionen mehrerer Einwohner von Brome, Croya, Intereffen der Arbeiter sowohl wie der Arbeitgeber vorzuund anderer Drtschaften und des Handelsvereins und einer nehmende Erhebungen darüber anzuordnen: 1. ob und in Anzahl Gewerbetreibender in Uelzen wegen Baues einer Eisen- welchem Umfange die Beschäftigung von Arbeitern( Gesellen, Ges bahn von Debisfelde nach Uelzen werden auf Antrag der hilfen, Lehrlingen) an Sonn- und Festtagen in gewerblichen und Budgetfommiffion( Referent Staatsregierung zur Erwägung bei den demnächst zu erwar Handelsbetrieben verboten werden tann; 2. ob, beziehungstenden Borlagen zur Erweiterung des Staatseisenbahnneges Jahren von der Beschäftigung in gewerblichen Betrieben ausAberriesen. Die wiederbolt beim Abgeordnetenhause eingereichte Beschränkung der Arbeitszeit erwachsener weiblicher Arbeiter in felben von der Nachtarbeit, durchgeführt werden tann; 4. ob für erwachsene tition des tatholischen Kirchenvorstandes von Wald bei Solingen, gewerblichen Betrieben, insbesondere die Ausschließung ders Grundftüdes zur Erweiterung des in seiner Filialgemeinde die Festseßung einer Minimalarbeitszeit Frühlings. Berliner Sonntagsplauderet. Kleidungsgegenstand kein Mangel herrscht, so dürfte auch fie nicht mehr allzulange auf fich warten laffen. Wenn fie wirklich eingeführt werden sollte, dann machen die Färber ein gutes Geschäft. Abg. Buhl: Die nationalliberale Partei lann für den Kommissionsantrag nicht stimmen, Da er thr praktisch undurchführbar erscheint, schwerlich auch der Bundesrath. Eine Enquete würde dagegen die beste Vorbereitung sein zu einer wirksamen und praktischen Durch cher man bisher nicht das genügende Material, auch nicht in den Berichten der Fabrikinspektoren, befize. Abg. Nobbe wird ebenfalls gegen den Kommissions vorschlag stimmen. Reichstanzler Fürst von Bismard: Ich glaube, wenn dieser Gefeßentwurf vor einigen Monaten in dieses Haus eingebracht worden wäre, und man hätte die Möglichkeit gehabt, ihn reichlich zu erwägen und zu diskutiren und auf etwaigen Beschluß des Bundesraths vielleicht nochmals zu distutiren, ich glaube, daß man auch dann zu der Uebers zeugung gekommen wäre, daß in dieser Frage eine weitere Ermittelung der Thatsachen nothwendig ist. Eine Enquete, wie sie hier beantragt ist, wird unentbehrlich sein, wenn mit Aussicht auf wirklich praktischen Erfolg dieser Sache näher getreten werden soll. So wie die Sache hier augenblicklich liegt, fann ich taum annehmen, daß die Herren Antragsteller an einen praktischen Erfolg auf der Basis dieser Anregung ihrerseits wirklich glauben sollten. Diejenigen Herren, die den Antrag gestellt haben, werden ja bei den Wahlen und sonst im Lande den Eindrud auf den Arbeiter machen, als wenn fie wirklich eine ernste Verbesserung für ihn nicht nur erstrebt, sondern auch erreichbar vor fich gesehen hätten, so daß nur die band hätte ausgestreckt zu werden brauchen, um fte zu ergreifen. Hätte fich bei den verbündeten Regierungen das gleiche Intereffe für den Arbeiter gefunden, dann würden wir jetzt diese Frage ers lebigt haben" so ungefähr, denke ich mir, wird der Eindruck fein. Für die Herren Antragsteller fann derselbe unter Um ständen ein willkommener sein für die Regierung ist er nicht annehmbar, und deshalb muß ich mich gegen die Stellung vers wahren, die hierbei dem Bundesrath und den verbündeten Res gierungen zugemuthet wird. Die große Frage, die sich einem zuerst aufdrängt: tit dem Arbeiter überhaupt mit dieser zwangs dieses Mannes wird man in den Stand gefeßt, sich als feingekleidetes Individuum präsentiren zu können. Dann auch wird jener dunkle Drakelspruch endgiltig gelöst sein, den man heute noch in vielen Hutgeschäften lesen tann, nämlich: ,, Auf das Aufbügeln der Hüte tann gewartet werden!" Bisher wußte man nämlich nicht, ob der Hut macher wegen mangelnder Rundschaft warten mußte, oder ob ein glansbedürftiges Menschentind die Prozedur gleich abwarten konnte. moR. C. Nun find wir brinn im sogenannten Wonnemond, und wer sich jetzt nicht durchaus wonnig fühlt, der hat überhaupt kein Verständniß für die wahre Poesie des Aujährlich, wenn die junge Saat emporschießt, wird fühlt den Beruf in fich, eine gute oder eine schlechte Ernte ift eben etwas dazwischen gekommen. Es ist das ein be welche uns den Cylinder so besonders schäzenswerth macht, wortet, daß die Hutmacher warten müssen. rechtigter Sport, mindestens ebenso berechtigt, wie eine rothe die Hauptsache ist, daß der Cylinder dort bunt ift. Rravatte ober wie in der feinen Gesellschaft ein rother Frad. Nur für rothe Cylinderhüte scheint man, außer bei unferen biederen Bundesbrübern in Ramerun, noch kein be sonderes Verständniß und Intereffe zu befizen. Dort hinten allerdings wird der farbige Cylinder nach seinem ganzen Werthe geschäßt, man sieht dort weniger auf moderne Fagon, ist bedeutsame Frage bahin beantSo gehen wir also in der Entwidelung unseres äußeren Nun ist leider in den Spezialberichten derjenigen Menschen einer ganz neuen Zeitperiode entgegen, und vielBeitungen, welche den Beruf in sich fühlen, die Sandlöcher leicht begrüßen wir uns schon in absehbarer Zeit in einem an der westafrikanischen Küste nach Kräften zu verherrlichtgrünen Jägerkostüm mit postillongelbem Cylinder. Möge uns die Zukunft leicht werden! Es hat wirklich den Anschein, als ob man uns mit biefer Neuerung in ber männlichen Kleidung beglüden lichen, leider nichts davon zu lesen, welche Farbe bort wollte. Soviel ist sicher, daß ein rother Frad wenigstens eigentlich am meisten beliebt wird. Am schönsten wären nicht Jebem gut zu Gesicht stehen würde. Wer von Natur schon etwas ins Röthliche neigt, fönnte sich dieser neuen ja Cylinderhüte von der Farbe der preußischen Schilderhäuser, es tann indessen nicht mit pofitiver Sicherheit Walhalla- Operetten- Theater. Bekleidung nicht so ohne Weiteres anschließen, es müßte fonstatirt werden, ob man in Kamerun gerade dieser auf den glänzenden Erfolg hingewiesen, welchen die ,, Mascotte" benn fein, daß er etwa wie eine wandelnde Feuersäule aus Geschmacksrichtung bulbigt. feben wollte. Wenn die Mobe der bunten Cylinder nun bei uns Daran tann aber unter den heutigen Zeitverhält eingeführt werden sollte, so stände uns allerdings eine niffen Niemandem besonders viel liegen, denn es ist ent großartige Revolution bevor. Alle die feinen Seidenhüte müßten natürlich verschwinden, denn der Bequemlichkeit fchieben erregt. unserer Droschtenkutscher. Es könnte selbstverständlich nicht gewöhnlicher Mensch durch dieses irdische Jammerthal pil balber würde man wahrscheinlich zu dem Urtypus des gert, als daß man unnöthiger Weise viel Aufsehen Cylinders zurückkehren, und das ist die Kopfbedeckung Schön wäre es allerdings, wenn man die knallrothe ausbleiben, daß die Hüte schließlich auch ihre Farbe wechseln Farbe auf das Jäger'sche Wolltoftüm übertragen würde. würden, und wenn heute roth Mode ist, so trägt man in Es lönnte wohl faum einen anziehenderen, reizenderen acht Tagen vielleicht blau und dann grün, bis man mit Anblick geben, als ein pralles Jäger'sches Kostüm von Merkwürdig, daß die rothe Farbe sich gerade jezt einer einfach angestrichen werden. fach für unanständig, aber es hat den Anschein, als ob weise zu dem Gang nach dem Standesamt, zu Tauf und noch bas rothe Beinkleid. Da die Mode bekanntlich aus felbe einmal wieder aufbügeln läßt, so bemüht man sich dann Also der rothe Frack wäre da, es fehlte vorläufig nur brandrother Farbe. fämmtlichen Farben des Regenbogens durch ist. Aufbügeln der Hüte fällt natürlich weg, dieselben werden in Zukunft Während man heute bei feierlichen Anlässen, beispiels Hochzeitsf eierlichkeiten der etwas schäbigen Angströhre ba burch neuen Glanz zu verleihen bestrebt ist, daß man die R. C. In unserer geftrigen Nummer hatten wir bereits in der Walhalla errungen batte. Wir gehen heute auf den eigentlichen Inhalt des Stückes ein. Der Gang der Handlung ist ein möglichst einfacher. Bet tina, eine Gänsebirtin, liebt den Schafhirten Pippo. Sie tommt in das Haus Rocco's, eines Bächters, dem zugleich mitgetheilt wird, daß Bettina eine Mascotte" ift. 11 Eine Mascotte ist nach dem Glauben einiger füdlicher Völker ein Wesen, welches durch sein bloßes Erscheinen Glüd in seine Umgebung bringt. Man schreibt einer Mascotte ähnliche Eigenschaften zu, wie bei uns einem Sonntagskinde Gans sufällig tommt der Landesherr, Lorenzo XVII., Fürst von Piombius, mit seiner Tochter und deren Bräutigam in das Haus des Bächters, woselbst der Fürst hinter das Geheimnis Bettinas kommt und die Prinzessin Fiametta nichts Eiligeres zu thun hat, als fich in Pippo, den Schafhirten, zu verlieben. Der Fürst, welcher an chronischem Fatum", was durch Stocco einfach mit Bech" übersetzt wird, leidet, nimmt Beitina, das Glückstind, mit fich an den of und macht fte zur Gräfin von Panada. Pippo, der fich als Tänzer verkleidet, fommt in den Balaft, wo er zunächst von der Prinzessin erkannt wird. Es gelingt Frankreich stammt, woselbst natürlich an dem legteren Bes einfach zu einem Maler und Ladirer, und durch die Kunst fluffen, daß er die Prinzessin zu heirathen beschließt. Im lezten weifen Sonntagsfeier gedient unter polizeilicher Aufficht? die tönnte durch eine Enquete gelöst werden. Wenn man nun Die Arbeiter darüber abftimmen ließe: Wollt Ihr, daß Euch bei Strafe verboten wird, Sonntags su arbeiten? so werden fte die De ble rage, ob fe tbrerfeits bereft ftno, 14 pet. ihres Sabres lohnes zu verlieren, ganz bestimmt verneinen in denjenigen Betrieben, in denen bisher nach dem Swange der Natur des Geschäfts die Sonntagsarbeit bedauerlicher Weise stattfindet. Sie haben hier schon in der Vorlage selbst eine Anzahl solcher Betriebe angeführt, in denen es nicht möglich ist, an einem einzelnen Tage die Arbeit zu unter brechen. Es giebt ja deren noch unzählige andere und zwar unter den allergewöhnlichsten Betrieben. Nehmen Sie z. B. Brennereien und Brauereien. Wenn am Sonntage nicht g maischt werden darf, hat das Vich am Mittwoch nichts zu freffen; wenn am Sonntag nicht gebrannt werden darf, tann am Donnerstag nicht gemaischt werden, und fann am Sonntag Das Vieh auch nicht freffen. Das ist also schon eine noth wendige Ausnahme, die für viele Betriebe zutrifft. Es giebt aber noch andere chemische und sonstige Vorarbeitungsprozeffe, bei denen das Eitalten der Feuer, das Austrocknen oder Säuern der Unterlagen des Betriebs nothwendig eins tritt, sobald einen Tag einen Tag pauftrt wird, die sich nicht am Sonnabend abschließen und am Montag wie Der neu beginnen lassen. Kurz, Das Feld der Ausnahmen, die da gemacht werden können, ist unbegrenzt. Der Sache näher zu treten durch Er quete, durch Ermittelung, dafür bin ich sehr dankbar; ste scheinen offenbar vorauszuseßen, daß die Regierung über das, was zu thun ist, um diese Bittelquadratur zu erreichen, gelehrter und informirter ist, mehr wisse, als Sie felbft. Darin irren Sie sich. Wir wissen das auch nicht beffer als Sie. Wenn Sie es gewußt hätten, so bätten Sie die Unterscheidung selbst gemacht und hätten den Rahmen, den Sie dem Bundesrath hingeworfen haben, selbst ausgefüllt. Aber Sie überschäßen uns in unserem Wissen. Wir bedürfen auch der Belehrung darüber und find sehr bereit, auf die En quete einzugehen, dann ist der Arbeitgeber sowohl, wie na mentlich der Arbeiter zu hören deren Stimme ist mir bis weilen am wichtigsten-, ob fte diesen Bwang wollen, ob thnen damit gedient ist, und ob etwas mehr erreicht wird, als ein neues Agitatitionsmittel allen denjenigen Arbeitern gegenüber, bie am Sonntag, anstatt bet Mufit und schönem Wetter im Freien zu sein, genöthigt find, hinter den dumpfen und feuchten Fabrikmauern zu arbeiten. Ein beklagenswertes Schicksal! Aber gar keine Arbeit zu haben, erschüttert zu sein in der Unterlage der Existenz, dem Hunger möglicher Weise gegen Abergestellt zu werden, um ein Sonntagsvergnügen erreichen zu können,- dazu, meine Herren, werden die verbündeten Regierungen wenigstens nicht die hand bieten, che fie nicht beffer als iegt informirt find, möge die Enquete gründlich sein und ebe fte nicht namentlich die Stimmung Der Arbeiter in den weitesten Kreisen über dieses angebliche Gesetz sondirt haben werden.( Lebhaftes Bravo auf beiden Seiten des Houses.) Abg. Haarmann: Der Arbeiter muß geistige wie leibliche Ruhe am Sonntag unbedingt haben, und jeder Be triebszweig hat sich so einzurichten, daß er die Sonntagsarbeit entbehren kann, selbstverständlich mit den Aus nahmen, die auch der Reichslargler angeführt hat. Bei Abs schaffung der Sonntagsarbeit tann die Industrie nur ge winnen. nicht auszulegen mit Pharifäismus, sondern mit evangelischer I Gesinnung. Es ist nicht nur ein Rahmen, den wir dem Bundesrathe übereichen, sondern eine Grundlage für seine Handlungen. Warum soll nicht der Bundesrath nach ge höriger Erwägung festiegen fönnen, welche Ausnahmen für das Verbot der Sonntagsarbeit einzuführen find. Ich habe gegen die Enquete nichts einzuwenden, muß aber bemerken, Daß Enqueten oft resultatlos vorübergehen. Der Bundesrath verlangt ja auch sonst immer, daß wir uns über Gesezes vorlagen aussprechen sollen. Wie können wir das besser thun, als indem wir ihm einen fertigen Gesezentwurf bingeben. ( Beifall rechts.) ( Da wir über diese interessante Verhandlung unsern Lesern einen möglichst ausführlichen Bericht geben wollen, so laffen wir die Fortsetzung in der nächsten Nummer unseres Blattes folgen.) Lokales. b. Die Ausstellung der Lehrlings.Arbeiten im ftaat lichen Ausstellungs- Gebäude hat durch die Betheiligung sämmt licher Kunst, Fach- und Fortbildungsschulen einen wirklich großartigen Charakter erhalten. Man fühlt in ihr das Pulfstren großartigen Charakter erhalten. Man fühlt in ihr das Pulfiren eines weltstädtischen Lebens. Sind doch diese weiten Raum. flächen voll Beichnungen meist in den Abendstunden von jungen Leuten in ernster Arbeit ihren Mußgeftunden abgerungen worden. Das Kunstgewerbe Museum mit seinen dekorativen Malereien tritt wahrhaft blendend auf, ihm siemlich ebenbürtig die ftaatliche Kunstschule und die städtische Handwerkerschule. Auch die Deforation der Ausstellung ist reich. Den Mittelraum, die eigentliche Ausstellung von Lehrlingsarbeiten, schmücken die farbenreichen Banner und Fahnen der Berliner Gewerte. Von der Attiengesellschaft für Anilinfabrikation geht uns folgendes zu: Die Forderungen der streifenden Arbeiter find im Wesent lichen gerichtet 1. auf eine Erhöhung des Lohnes, 2. auf eine anderweitige Regelung der Arbeitszeit, bezw. Ausdehnung der Bausen, 3. auf Entlassung eines bestimmten Vorarbeiters, gegen den ehrenrührige Anschuldigungen wegen widerrechtlicher Aus nugung seiner amtlichen Befugnisse gegenüber den Arbeitern vorliegen sollen. Von der Ansicht ausgehend, daß die von ihren Arbeitern empfundenen und zum Ausdrud gebrachten Misstände erfahrungsmäßig am leichtesten durch unmittelbaren Meinungsaustausch zwischen der Gesammtheit ihrer Ar beiter und der Direktion fich regeln lassen, hat die lettere es abgelehnt, mit einer einer Rommission, insbesondere mit einer solchen, die zum Theil aus außerhalb der Fabrik stehen. den Personen zusammengesett ist, zu verhandeln. Sie hat des balb auf die ihr mitgetheilten obigen Forderungen vor einer Versammlung ihrer Arbeiter in der Fabril am Schleftschen Versammlung ihrer Arbeiter in der Fabrik am Schlesischen Thore erklärt, daß sie ad 1) zur Beit mit Rücksicht auf die wenig gewinnbrin bringende Lage des Geschäfts nicht im Stande fet, die Löhne su erhöhen. Zur Beurtheilung der bisher gezahlten Löhne bient nachstehender Auszug aus den Lohnliften der legten vollen Arbeitswoche vor Ausbruch des Streiks. Dabei ist zu be merten, daß sämmtliche Arbeiter mit einem Lohnfat unter 3 Mart für zehnftündige Arbeitszeit durchweg Arbeiter ohne jebe besondere technische Vorbildung find. Es wurden gezahlt in der Fabrit am Wiesenufer an 59 Mann a M. 2,25 Durchschn. Wochenl. M. 14,25 BB63571711621 38 " H "" " " "" " " "" " " " 1" 2,40 2,50 2,60 2,70 2,75 " " 16,00 17,00 " " " " " " 18,70 21,75 " " " 19,00 " " " 1" " " Ich " " "" 3,00*) " 1 H " 22,20 3,10 " " " H " " 21,40 " 1 21,30 " " " H " " " 4 25,40 " " H H 13 " " 35,25 " " 1 "" " " " " 11 H H " " 29,30 4,50 27,50 H " " " " " " 5,00 30,00 " 1 " " 1 2 " " "" 6,00 36,00 " H " 291 Mann Durchschnitt M. 17,42 Abg. v. Kleist. Rezow: Es hat mich tief betrübt, daß der Reichskanaler gegen uns den Vorwurf erhoben hat, Dieser ganze Antrag set ein bloßes Wahlmanöver. Er tenni mich von Jugend auf und wenn er vor wenigen Tagen uns er nicht nach Popularität hasche, gefagt hat, daß so weiß er, daß auch ich sie nicht begehre. babe immer mein Botum nach meiner Ueberzeugung abgegeben, und thue das auch heute, wenn ich jage, daß wir mit diesem Antrag einen gewaltigen Erfolg erzielen werden. Der Antrag der Sozialdemokraten zeigt, wie sehr man fich in Arbeiterkreisen nach Sonntagsruhe sehnt, und ich muß es anerkennen, daß erst, seitdem die Sozialdemokratie den gegenwärtigen Aufschwung genommen hat, die Frage der Sonntagsrube hier ernsthaft in Erwägung gezogen ist. Es handelt sich hier nicht um ein Verbot der Sonntagsarbeit über haupt, sondern nur um eine Regelung des Verhältnisses zwischen bem Arbeitgeber und dem schwachen Arbeiter. Die Nube am ftebenten Tage ist die wichtigste Forderung eines Arbeiter schußgefeßes und die Grundlage für alle anderen Einrichtungen im Intereffe der Arbeiter. Der Sonntag ist feine chriftliche Einrichtung, sondern eine Gotteseinrichtung. Als im vorigen Jahrhundert die Revolution den Sieg errungen, führte fte einen Ruhetag erst am zehnten Tage ein. Ich glaube, wenn der sozialdemokratische Staat einmal verwirklicht werden sollte, so würden die Arbeiter auch erkennen, daß es um Ihren Ruhe. tag bann gethan ift.( Widerspruch bei den Sozialdemo fraten.) Sie glauben das nicht, aber Sie werden sehen, wo bin Sie mit Ihren Phantaften lommen, wenn Sie dieselben zur Ausführung bringen wollen. Die Forderung des Sonntagsruhe ist eine Bestimmung der zehn Gebote. Sie ist Augenblid fleht er sein Unrecht ein, er fürst fich mit Bettina in den Flug und schwimmt trotz der meterlangen Schleppe, welche feine Geliebte trägt, mit dieser ruhig fort. Selbstredend hatte die Prinzeffin, nachdem fie fich in Pippo verliebt und diesem ihre Hand Hand angeboten hatte, threm früheren Bräutigam, dem Brinzen Frittelini, eine Korb gegeben, was von diesem natürlich als Grund zu einem großen Kriege gegen das Reich Piombius' angesehen wurde. Pippo bient mit Bettina, die Mannskleider angelegt bat, in der Armee des Prinzen, er avanzit durch seine Tapferkeit zum Rapitän unb will Bettina jezt beirathen. Durch den unglüd lichen Feldzug ist Lorenzo XVII und seine Tochter vollständig ruinirt und heruntergekommen, fie friften ihr Leben als fahrende Mufitanten. Im legten Augenblid wird Pippo burch Recco, der Fattotum des Fürstenhauses geworden ist, mitgetheilt, daß Bettina ibre Dias cotte Eigenschaften" verlieren würde, wenn fie fich verheirathet. Bet Pippo fiegt schließlich die Liebe über den Ehrgeiz, auch der Prinz Frittelini heirathet Flametta und schließlich löst sich Alles in allgemeines Wohl gefallen auf. Diese Handlung ist durchwoben von einer feinen, thell weise pilanten Mufit, die stellenweise sogar auf höhere fünstlerische Durchführung Anspruch erheben darf. Es " 1 " " === === 3,25 3,50 3,75 4,00 In der Rummelsburger Fabrik wurden gezahlt höher, als das 6 fache des Tagelohnes. Folge einzelner Ueberstunden etwas Die Wochenlöhne stellen sich in eitungen, die sonst doch immer in Arbeiterfreundli Reftaurati machen, die Einsendung der Direktion ohne irgend eine merkung abbruden konnten. 450 Mar war der balber un meifter 9 ebruar b Beugen in Dranie überreden, der Wahr g. Der in der Simeonftrage 19 wohnhafte machergeselle Ludwig Mühlhausen wurde, wie gem am 23. v. ts. beim Besteigen eines Omnibus ber Mts. Hallesches Thor- Schönhauser Thor von dem über den St Damm hervorragenden Ast eines vor dem Hause Martin ftraße 19 stehenden Akazienbaumes erfaßt und so ung vom Verdeck des Dmnibus auf das Trottoir geschleudert D. neben einer großen Wunde am pintertopf and Bumuthun nicht unerhebliche innere Berlegungen erlitt. Dieser Bau Beschehen nun als ein Verkehrshindernis betrachtet und auf Anot in jener der Revierpolizeibehörde gestern beseitigt worden. Die Folge feinen Bro Baumanpflanzungen in den öffentlichen Straßen wäre d zu bedauern, wenn gegebenen Falls diesen ein ähnliches Sum Mein broht, im Intereffe der öffentlichen Sicherheit ist das Vor Bandgerich der Polizeibehörde jedoch nur zu billigen. et aufnahme welcher ftd Kurth nur Ein Opfer des gefahrvollen Dienstes der Na manöver ward vorgestern der Rangiermeister Jüling felbe ist schon seit zwanzig Jahren auf dem Anbalfer Bandelt; hätig und war ein allgemein beliebter und tüchtiger Bewiesen unt Niemand weiß, wie das Unglüd, welches J. ereilte, fi tragen; J. wurde in der Nacht mit abgefahrenen Beine zerschmetterter Schulter aufgefunden und verstarb alabab feinem Transport nach dem Elisabeth Krankenhause. b. Der neue Stüdzoll auf Uhren von 3 M wird ein Erkledliches einbringen, da die Einfuhr son sehr bedeutend ist. Eine einzige schweizer Fabril vorigen Jabre in Deutschland 60 000 Stud ab. De ein reiner Finanzzoll, da billige Uhren in Deutsch nicht fabrizirt werden. b. Auf der Vogelwiese in der Pionierstraße if Budenreiben sehen schon sehr gelichtet aus. fortige En Lemfe lau gemäß au So Aufr genoffe E und ei weil man b still geworden. De: Birkus Lorch ist verschwunden der Meiste Die B Die der Schantlonzeffton hat dem so aussichtsvollen Unte die Lebensader unterbunden. Das Eintrittsgeld hat fallen laffen, aber die Erhebung eines solchen war o herein ein Fehler, da ja das Bezahlen erst auf dem Bla eigentlich begann. Der lebhafte Buspruch am Anfan wie groß das Behagen an solchen urwüchstgen Bergh in Berlin ift. g. Auf dem geftrigen Wochenmarkt am Dön wurde von den Beamten der Marktpolizei ein gefa neugeborenes Ralb beschlagnahmt. Ein Schlächterge merkte daffelbe in dem Wagen eines Schlächters a Weißensee liegen, wovon er der Marktpolizei Mi machte, welche denn auch sofort die Beschlagnahme ve Verschüttet und lebendig begraben. Ein Unglücksfall hat sich am Freitag Vormittag in dem barten Stegli zugetragen. In einem Neubau der F wurde ein Brunnen gegraben, der seiner Vollendung Rubig gingen die leeren Eimer in die Tiefe, um Sand gefüllt wieder in die Höhe zu gelangen, fein ahnte, daß irgend eine Gefahr drohe. Plöglich ertönte Tiefe des Brunnens ein Hilferuf und der Ruf: das Seil!" Die oben beschäftigten Arbeiter folgten Rufe auch fofort und zogen an, als fte wahrnahmen, Seil gefaßt war. Anfänglich empfanden fte beim den Widerstand, plöglich aber war das Sell wieder f entsegliche Katastrophe hatte sich in wenigen Minute Tiefe abgespielt. Der unten beschäftigte Brunnenma Wolff, genannt Josef, aus Gollnow batte wohl pl merkt, daß die Sandschicht zu laufen begann, und be ausgestoßen. Der Sand muß ihn indeffen etwa bis gefeffelt haben und nur ein Moment mag gefehlt habe wäre dem Grabe entriffen. Da müffen aber die schnell nachgeftürzt sein und den Armen begraben fort wurde mit den Rettungsarbeiten begonnen, Die freiwillige Feuerwehr sehr thätig betheiligte man den Berunglückten fand und hoffte, ihn noch leben zu können. Aber alle ärztliche Hilfe war an an man ohne Unterlag von früh 10 Uhr bis Nachmittags 3 b ba Lebenswarmen Körper vergeblich, und traurig ftande ber lichen Anstrengungen eine Erbschicht von 19 F hatten. Nach den übereinstimmenden Aussagen beiter soll der Berunglückte selbst an der Ratastrop an 26 Mann a Mt. 2,20 durchschnittlicher Wochenlohn Mt. 16,84 getragen haben. Trotz mehrfacher Warnungen ba 21320 〃 〃 " H ## 11 2,30 2,40 15,80 H H H " " HH Н " 1 " 1 35 " " " 2,50 16.67 17,22 " H " 1 2,75 " " " H H " 19,55 16 " " " H 3,00 " " " 20,23 3 H " " 1 H 6 " "" 3 H H H 3,25 3,50 3,75 " " " 19,62 24,97 " 1 " H 25,93 11 " " 1 1 " H "" 3 3,90 4,75 " " 1 " 27,30 " " " 1" " " 1 " 27,00 127 tann === H burchschnittl. Mt. 18,16 ad 2 glaubt die Direktion eine weitere Ausdehnung der Arbeits Die vorschriftsmäßigen Absteifungen vorgenommen cher mit dem Brunnen fertig zu werden. Es sollte Brunnen als Gefelle sein, weil ihm eine felbststän lung in seiner Heimath bereitet war fein letter Brunnen geworden. so fo ift es N. Jn felbstmörderischer Absicht stürzte fch gangenen Nacht, in der Beit zwischen 2-3 h fannter Mann über das Geländer der Weidenba in die Spree. Eine große Menschenmenge, welche ansammelte, war wegen der dort herrschenden Dunte nicht im Stande, Hülfe zu leisten. Obgleich ein R Ufer gelöst und mehrere Schiffer fich anfchidten, Del Bea Go feither übliche Arbeitszeit ist von Morgens 6 bis 8 Uhr( von leinen Erfolg, da der Körper nur ein Mal wi 8-8 Uhr Frühstücspause), v. 8-12 Ubr( v. 12-1 Uhr Mittagspause) v. 1-4 Uhr( v. 4-4%, Uhr Vesperpause) und tauchte und dann unter dem Waffer verschwand. Belle Alliance- Theater. " 1 Die Anti Fanti und waschen, so daß fie die Fabrit um 6 Uhr verlassen können. Ad 3) hat die Direktion den Arbeitern erklärt, daß fie den be von 4-5 Uhr, um 5% Uhr können fich die Arbeiter baden unglückseligen That vermochten nicht festgeftellt au we Kneisel erzielte dort einen außerordentlichen Beitert schuldigten Vorarbeiter suspendirt, dessen Entlaffung aber so während in dem feenhaft illuminitten Sommergarte lange ablehnt, bis seine Schuld durch gerichtliches Verfahren feftgeftellt ist. Einige weitere Beschwerdepunkte find zum Theil ganz unwesentlicher Natur( wie Normirung der Tempe ratur des Badewaffers, Beseitigung der Nachtwächterhunde ac.) und sollen, soweit es nicht bereits geschehen, durch die Direktion abgestellt werden; zum Theil entbehren fie( wie der angebliche Mangel an Hilfsmitteln bei plöglichen Unfällen und an Schuß. vorrichtungen) nach dem Zeugniß der überwachenden Behörden jeber thatsächlichen Grundlage. engagirte Spezialität Dberbairische Voltsschauf nannt die Bairischzeller" durch den humoriftliche ihrer eigenartigen Gebirgsszenen mit Befana mi die in dieser Saison ein ganz neues Repertoir bringe Jahren hier beliebten Wiener Duettisten Schmu Gunft des Publitums mit glücklichstem Erfolge " 1 tontu SLU Im Deutschen Theater" geht, wie bereits and morgen Montag Emilia Galotti" mit Fräulein Geßner als Gaft in der Titelrolle, neu in Sjene. Die Bahl der Streitenden beläuft sich in beiden Fabriken Wiederholung dieser Aufführung bringt das Repert Woche noch Aufführungen von„ Der Hüttenbefign" Fabrit am Wiesenufer), die der weiter arbeitenden Leute da folgen" Jugendliebe" und Ein Hut" Bring Fri gegen auf 272 Mann. Eine erhebliche Störung im Fabril Homburg" und" Der Weg zum Herzen". Heute, zusammen auf 146 Mann( 66 in Rummelsburg und 80 in der betrieb ist durch den Streit nicht herbeigeführt worden. Sowelt die Bufendung. Was die Direktion damit be aweden will, ist uns nicht llar. Eines aber steht feft, die in Diesem Bericht angeführten Löhne find zum Theil so niedrig, wird, Dorf und Stadt" gegeben. Gerichts- Zeitung. ift merkwürdig, daß die Dperette vor einigen Jahren daß fie zu einer auch nur einigermaßen menschlichen Eriftens Gine interessante Entscheidung in einer • im alten Friedrich Wilhelmstädtischen Theater nicht die günftige Aufnahme fand, mit der fte vorgestern aus gezeichnet wurde. Vielleicht mag das daran gelegen haben, baß man damals nicht die richtigen Kräfte hatte, um diese größtentheils recht dankbaren rollen in paffender Welfe zu be egen. In der Walhalla fann man fich diesmal schmeicheln, wabre Musterleistungen geschaffen au baben. Von Fräulein Bimaler und Herrn Korfchen haben wir gestern bereits berichtet, fle waren Beide gleich lebendig, gleich humorvoll, fie charakteris firten ihr Spiel durch ganz reizende Eigenart. Ebenso muß bie gefangliche und schauspielerische Leistung des Fräulein Meinbardt anerkannt werden, fie vertrat die nicht recht sym pathische Figur der verwöhnten Brinzessin, die fich gern in ga lante Abenteuer fürzen möchte, mit aller Dezenz. Herr Lint als Lorenzo war ausgezeichnet in der Rolle des alten steif beinigen, geisigen Fürften. Den Bächter Recco gab Herr Worms mit ausgezeichnetem Geschick Auch Herr Bollmann war als Prinz Frittelini recht drollig. Die Inszenirung und Darstellung zeugten von vielem Fleiße, und so mag denn die Mascotte" ihre guten Eigenschaften auch dem Walhalla Theater beweisen. in Berlin nicht ausreichen. Was find denn 14, 14 ober aud für vielmehr als trodnes Brod zu beschaffen? Wovon Carl Friedrich Gafter hatte im Hause ber Miethe, Steuern, Kleidungsstüde, Schulbücher u. f. w. be 16 Mart? Ift denn eine Arbeiterfamilie im Stande fich das zweite Straflammer hiesigen Landgerichts L. Der Re sollen die Nermften, welche einen derartigen Lohn" einhelmsen, Jerusalemerstraße 6, Geschäftslotal und Wohnung inn Frau, die bereits vorher an rheumatischen Anfallen zahlen? Die Herren von der Aktiengesellschaft müssen doch krankte in der neuen Wohnung in besonders beftig wiffen, daß ihre Arbeiter genau daffelbe für jedes Stüdchen Brod, Fleisch oder Gemüse bezablen müssen, wie fte selbst! Wober nimmt die Gesellschaft den Muth, mit diesen Löhnen vor die Deffentlichkeit zu treten? Und nun bedenke man die und der behandelnde Arzt erklärte, daß an eine nicht zu denken sei, so lange fie in der febr f bleibt. In Folge deffen zog Gafter, der bereits laufende Quaital die Miethe bezahlt hatte, unter Folgen der Arbeit in der Anilinfabrik: Haare und zum Theil seiner Sachen aus und wurde, da er kontratili aud Miethe für die späteren Quartale haftete, wegen ganz entstellt Eigennuges unter Anklage gestellt. Der Gerichtebof Das Geficht- find roth oder blau gefärbt, sogar die Haut auf dem Leibe verliert die natürliche Farbe flebt man die Arbeiler oft aus der Fabrik herauskommen. Wahrlich, die Aktiengesellschaft tonnte fich tein treffenderes" Beugniß ausstellen als durch Veröffentlichung dieser Lohn tabelle. Unbegreiflich erscheint es uns übrigens, wie in der Ueberzeugung von seiner Berechtigung um vom Vertrage seinen Auszug bewerkstelligt. Der Streit betreffs seiner Verpflichtung zur weiteren i P. Was einem Prozeß- Beauftragten aufto wegen einer ihm an seinen Vorgänger aus dem Bal *) Da die hier einbegriffenen Heizer während der Mahl Don M. 3,30. zeiten das Keffelhaus nicht verlassen, so erhalten fte einen Lohn Dem Ersuchen des früheren Reftaurateurs Herrman hnen nich Berliner toren Rraf war babu ebung al Sammelli baben und ur Wahr Robert To traße 44. Rarl Rurth Rollegen! Anticherb Schutz der Belt unter 8. b. M. f Andreasfir allgemeine Boifigende nationalen fchilderte t verhältnific und Arb rigen Fol welche bie berühren. für die Er Den obwal mirthfchaft zur Aufbef balt, obne Drud ber tion helfen Die Droich Branche fchaffen zubauen gabe ber würde es Rartellvert bieran nab Rrantenver laffen bero gräbnistaf genoffen gerer Dist einer gefa ten einverf Don Beret Bentralifat fofern dies nalen Rut Eine Drechsler des Serrn conung Dagnügen nicht anne Schrader fahrer, Se Bu Beifi Bum 2. B und Ma Daffelbe f Urania, noch aufg zu sammel Bent verw. B bes Sonn Satobftraf glieder ba bisher an Wohnung bem oben Sonnaben beim Be gegen we bie am fammlung Inferaten Mitgliede bie Lage Bersamm E Dieser Be findet, so berungen fammlung be. beiterin Sofma well's Bi falsche G aur Auff Schlecht in Dornel Daffelbe Afthetiſch t er wäre e 5 au lebren." Deshalb werden auch der Unterricht und die Lehrbücher dazu besonders für die Mädchen eingerichtet und 106 290 246( 300) 144, 26140 334 557 885 27 294 80 319 ( 1000) 302 771 539 582 37( 3000) 68 134. 25208 836 205 347 489 996 989 551( 300) 640 137 997 770 103 211 231 314 778 774 417 559. 27156 145 544 556 821 62 567 786 4 89 832 84 932 70 480( 3000) 1985 345 380 64 237 335( 500) 470( 1000). 28928 829 639 563 45 851 495 ( 1000) 964 559 846 727 383 748 624 740 590( 300) 494 989 10 951 23 161 427 663( 300). 29614 259 713 587 633( 300) 257 578 367 23 526 90 606 504 523( 300)) 676 738 765 106 271. erfreundli Reftaurations- Lokales angeblich zustehenden Forderung von end eine 450 Mart die Führung des Prozesses zu übernehmen, war der in Dranienburg feiner juristischen Gewandtheit oft schlimm zugerichtet. Dennoch lann, besonders bas hafte balber unter seinen Bekannten sehr geachtete Rupferschmiedenur durch den Berstano- nicht mit S littliche Gefübft Dennoc Im Umgebung desselben- geläutert und veredelt werden. Darum wie gem meifter Reinhold Krafft bereitwilligff nachgelommen. muß im Allgemeinen den Mädchen derselbe Geistes horizont, Februar d. J. befanden sich Lemte und Kraft bei dem als bus ber er den St Beugen in jener Brozeßfache vorgeschlagenen Gastwirth Karth ia diefelbe feeliſche und leibliche Abhärtung zu Theil werden, wie den Knaben. Der Vortrag, der reich an interessanten fe Marl in Oranienburg und hier versuchte nun Lemte den Kurth zu Ausblicken und schlagenden Bemerkungen war, fand den un fo ungl überreden, daß von ihm erforderte Beugniß zu seinen Gunsten fchleudert der Wahrheit entgegen abzugeben. Ruth wies eine derartige getheilten Beifall der Anwesenden. In der Diskuffton of anide Bumuthung mit Entrüftung von fich und machte von dem Sprach Frau Cancius zunächst ihr volles Einverständniß mit pf Stefer Bau Beschehenen, als er vor der Bivilkammer des Landgerichts II. ben von dem Referenten entwickelten Anschauungen aus und betonte, daß die gelieferte Kritik der weiblichen Erziehung nur auf Anord in jener Prozeßfache als Beuge vernommen wurde, Anzeige. Den. Die Folge war die Erhebung einer Anklage gegen Lemle und ein Beweis mehr für die Nothwendigkeit sei, daß sich F Leben betheilige. am öffentlichen feinen Brozeß Beauftragten, pp. Kraft, wegen versuchten Verleitung die au felber nliches Sum Meineide. In dem gestern vor der Straflammer des Sie schloß mit dem Wunsche, daß in Bukunft die Frau zu Dieser Bethätigung am öffentlichen Leben durch den Verstand 776 838. Das Bo Bandgerichts II stattgehabten Audienz- Termin ließ die Beweis aufnahme zweifelhaft, ob der halbtaube Angeklagte Kraft, genöthigt werde, und nicht wie bislang allein durch das Ge Der Na welcher sich bei dem Gespräch des Mitangeklagten Lemte mit fühl.( Beifall.)- Frau Kolbe erklärte fich mit den An fichten des Vortragenden nicht einverstanden, weil fte in der Kurth nur so hin und wieder betheiligt, dabei mala fide ge Jüling balter Baanbelt; der Gerichtshof erachtete dies Lettere nicht für er Meinung befangen war, die Ausbrücke, bera"," Befübl" u. f. w. Im Schlußwort tiger B wiesen und erkannte auf Freisprechung des pp. Kraft und so feten finnlich, nicht symbolisch zu verstehen. Im Schlußwort eilte,& fid fortige Entlaffung deffelben aus der Untersuchungshaft. Gegen machte Herr Schäfer auf diesen Frrthum aufmerksam, wies noch darauf hin, daß ein Widerspruch zwischen Gemüth und en Beine Semte lautete das Urtheil dem Antrage des Staatsanwalts b alaba gemäß auf 1 Johz 6 Monat Buchthaus und 2 Jahre Ehr Werftand, wie man gewöhnlich annehme, nicht vorhanden sei, und daß ,, die Sonne der Erkenntniß den auch wärme, dem myfte scheine", und schloß mit dem Worte Joh. Jakoby's: Unter einem bellen Kopfe ſchlägt immer ein warmes Ders!" Dier esmit war der hauptsächlichste Punkt der Tagesordnung erschöpft. Frau Dr. Hofmann theilte noch mit, daß die nächste Vers fammlung am Donnerstag, den 21. b. Mts. stattfinde, daß dieselbe fich aber nicht mit einem Vortrag, sondern mit einer Besprechung von Arbeitsverhältnissen beschäftigen solle. Die Mitglieder werden ersucht, fich fünftig durch ihre Mitglieds farten beim Eintritt legitimiren zu wollen. aufe. 3 M. uhr son Fabril b. Der E caße if unden Die B en Unte bbat m war von Dem Bla Be Soziales und Arbeiterbewegung. Aufruf an alle Möbelpolirer Berlins! Berufs Deutſch engifen! Unsere Kollegen in Dresden, Ravenau und einsberg baben die Arbeit niedergelegt und zwar, weil man den Lohntatif, welcher in einer kombinirten Versammlung Der Meister und Gehilfen berathen und angenommen wurde, ore thnen nicht bewilligt hat. Die unterzeichnete Kommission der Berliner Möbelpolirer steht sich dadurch veranlagt, soviel in thren Kräften stebt, den streitenden Robegen betzustehen und par daburch, daß fte den Buzug nach Dresden und Um Rebung abschneidet und dieselben auch petuniar unterstügt. Sammellisten find in den Bahlstellen der Ortstrantentafe au baben und nimmt gesammelte Gelder entgegen die Kommiffion ur Wahrung der Intereffen der vereinigten Möbelpolirer: Robert Weber, Prenzlauerstraße 56. Gustav Reuter, Frieden traße 44. Karl Lederhaus, Dranienftr. 169 bei Frig Kleinau, Karl Rurth, Lottumftr. 13 a. Friz Mogitatis, Roppenstr. 26. Kollegen! Doppelt giebt, wer schnell giebt. Anfang Vergn Dönh En gefal achtergel ters au Bet Mi bme verf Ein in dem Der Fi Wendung um n, tein ertönte uf: D folgten abmen, beim pieber fr Minute nenmad obl plo und ben wa bis blt bab bie G ben babe men, gte; man 883 b n noch par an gftant ba mit übe 19 Fu gen b taftrop en batte mmen follte bftftän ift es te fich ühr in á Dendam beldbe f welche Duntel ch ein ten, Del tefe Bem tal mi and. Go Die Mo It au we Eanti beitert nergarte sichauf priftifchen ng mit mus un ir bringe ge tontu reits ang Fräulein sene. Hu Reperto Ting Frie Heute einer Fälte Der Refl Wittwe nung inne Anfällen rs beftig n eine feuchten bereits unter aftlich aud wegen erichtshof derfelbe ng aum Der ten Mi Buftop Derrman em Berl No Vereine und Versammlungen. trau Der Verein der Parquettboden- Leger hält am Montag, den 11. Mai, Abends 8 Uhr, eine Vereins- Versammlung im Lotal Mauerftr. 86 ab. Tagesordnung wird in der Ver fammlung belannt gemacht. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Gäfte haben Zutritt. Verein der Modelltischler. Montag, den 11. Mai, Abends 8 Uhr, Bersammlung Aderstraße 63( Meier's Vereins baus). Vortrag( auch für Damen) des Herrn Kandidat Wilhelms über Diphtheritis. Gäste willkommen. Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Tischler hält am Montag, den 11. Mai, Abends 8% Uhr, Naunyn ftraße 44, eine Versammlung ab. Tagesordnung: 1. Vereins angelegenheiten. 2. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. E Der Fachberein der Stellmacher hält am Montag, den 11. Mai, Abends 8 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstraße 10, feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab mit der Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Distuffton. 3. Verschiedenes. Mit glieder werden erfucht, zahlreich zu erscheinen. tung Berlin C., Hallesches Thor. Mitgliederversammlung Sentral- Kaffe der Tischler u. f. w. Dertliche Verwal Montag, den 11. Mat, Abends 8 Uhr, Teltowerstraße 3 bet Rothacker. Tagesordnung: Anträge zur Generalversammlung und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Arbeiter Bezirksverein des Westens bält Montag, ben 11. Mai, feine regelmäßige Versammlung im Lotale Schwerinstraße 26 ab. Herr Krohm spricht über Getreidezölle. In Anbetracht dieses hochwichtigen Themas ift zahlreicher Be fuch nothwendig. t. Eine lebhafte Agitation behufs Gründung von Autschervereinen aller Branchen, zur Förderung und zum Schutz der eigenen und gemeinsamen Intereffen, macht sich zur Belt unter den Kutschern Berlins bemerkbar. Am Abend des 8. d. M. fand zu diesem Bwede in Keller's Gesellschaftshaus, Andreasftr. 21, unter dem Vorfis des Herrn Hentschel eine allgemeine Stutscher erfammlung statt, in welcher Herr Schütte, Boifigender des Vereins der Droschkentutscher, somie der nationalen Rutschertaffe, feine Ansichten entwidelte. Derselbe fchilderte in beredter Weise die gedrückten Lohn- und Arbeits verhältnisse, in der die Kutscher, namentlich die Roll und Arbeitsrutscher, fich befinden, sowie die rigen Folgen der Theilnabmlosigkeit an allen Dingen, welche die Gegenwart und Bulunft der Kutscher aufs innigfte berühren. Die meisten Rutscher seten verheirathet und hätten für die Erhaltung einer Familie zu sorgen, was ihnen unter ben obwaltenden Verhältnissen kaum noch möglich sei. Die wirthschaftliche Lage der Kutscher bedinge, daß etwas geschehe urufbefferung derselben. Sich selbst überlaffen, ohne An halt, ohne Hoffnung auf Hilfe, sei der Einzelne machtlos dem Drud der Verhältniffe gegenüber. Hier könne nur Organisa tion helfen. Daß durch solche etwas zu erreichen sei, hätten Branche unter den Kollegen wirken, Vereinigungen zu fchaffen aur Wahrung ihrer Intereffen. Diese aus ſet ble Aufzubauen und traftvoll zu zu entwideln, fet die Auf gabe der nächsten Beit; Aufgabe einer späteren Beit würde es fen, aus diesen Branchen Organisationen mittelft Rartellverträgen eine Bentralisation zu schaffen. Anschließend bieran nahm Referent Gelegenheit, auf die Nothwendigkeit der Rrantenversicherung einzugeben, die Vortheile der freien Hilfs laffen hervorzuheben und auf die nationale Kranten und Be gräbnißlaffe der Droschten? utscher und verwandten Berufs. genoffen Deutschlands( E. H. Nr. 75) hinzuweisen. Nach län gerer Distuffton hierüber erklärte fich die Versammlung in einer gefakten Refolution mit den Ausführungen des Referen len einverstanden und verpflichtete sich, zunächst zur Bildung Don Bereinigungen aller Rutscherbranchen und später für eine Bentralisation in oben gedachter Weise wirten zu wollen, sowie, nalen Rutschertaffe anzuschließen. Fagverein der Schmiede. Montag, den 11. Mai, Abends 8%, 1hr, findet eine außerordentliche General Versamm Abends 81%, 1hr, findet eine außerordentliche General Versamm lung in Gratwell's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79, ftatt. Tagesordnung: Antrag auf Wenderung der Statuten. 2. Bor trag. Mitgliedsbuch legitimirt. Kollegen, welche dem Verein beitreten wollen, haben Zutritt. 30767( 3000) 718 144 304 133 109 771 862 962 717 ( 500) 315 899 580 878 217 3 502 539 903 671( 500) 31516 ( 1000) 66 460 399 830 146( 300) 363( 1000) 801 7 190 211 ( 1000) 517 293 286 580 521 191 493 616 811 467 897 24. 32129 951( 300) 729 308 879( 300) 625 280( 300) 977( 300) 746 957 392 239 361( 300) 675 435( 3000) 963 476 458 971 33971 883 792 678 987 335 932 89 424 618 44 277 968 55 704 183 735( 1000) 143 201 768. 34631 41 748 19( 3000) 864 77 991 43 921 775 787 350( 300) 550 790 805. 35859 302 798( 300) 257 645 234 795( 300) 792 605 58 389 740 409 631 762 401 191 455. 36925( 300) 915( 300) 856 467 926 623( 300) 688 445 780 793 889 918 356 2 661 919 59 565 35( 500) 817 652. 37337( 300) 242 54 178 809 771 ( 500) 486 449 989 872 271 608 491( 300) 551( 300) 877 261 559 786 535 136 750 366 330. 38523 703 750 638 527 647 377 352 88 239 616( 300) 381 456 806 845 338( 3000) 472. 39631 759( 1000) 452 557 956 864 980 987 301 714 445 450 267 721 625 768 274 322.0080 76274( 500) 864 835 477 954( 1000) 760 640( 300) 823( 1000) 887( 3000) 92 990 786 830 560( 1000 523 463 33 820. 41704 648( 500) 966 101 21 608 561 886 64 774( 300) 290 208 183 372( 300) 306 430 874 735 951 784 362 491 129. 42401 560 949 350 805 440 206 73 233 43018 852 267 859( 300) 51 366 225( 500) 343 724 905. 555 565( 1000) 390 4900) 797 162 395 166 750 789 583 369 96 859( 300) 32 602 24 651 775 229 629 396 374, 44631( 1000) 719 210( 300) 139 466 476 413 635 490 211 563 844 144 954. 45751 38 4 438 456 951 445 242 364 318 582 372 791( 300) 281. 46041 517 642 995( 300) 90 965 640( 300) 5ä2 981 590 175( 1000) 763. 47774 263( 500) 218 369 402 647 804 447( 500) 571 784 974 272 175 851 279( 500) 924 418 393 659( 3000) 78. 48938 614 297 101 746( 1000) 529 151( 500) 377 519 228 664 967( 300) 361 126 521 816 679 170 742 471 965 10 391 642. 49794 61 561( 500) 687 923 873( 300) 346 203 56 717 776 449 610 404. 50589( 1000) 687( 1000) 512 882 193 430 349 369 795 431 463 637 267 244( 5000) 181. 51682 727( 300) 688 911 ( 300) 246 446 396 550 905 589 243 803( 15000) 751. 52259 852 439 961 453 849( 1000) 373 442 853. 468 595 129 421 375 723 300 733 532. 53640 146 680 268 394 531 374 831 951 898 357 410 612. 54234 576( 1000) 975 206 929 562 181 651 761 137 104 371( 300) 56 508( 300) 370 650 641 ( 3000) 465 399. 55646( 1000) 275 921 821 82 63 444 2: 7 305( 300) 160 130 55 979( 300) 157 241 771 883( 300) 1 231 350 223 507 66 443 506 483 145 208 24. 153 228. 56599( 300) 404( 500) 773 948( 500) 252 94231 57168( 500) 848 228 334 42 646 557 754 310 11 387 247 756 438 17 667 361( 500) 155( 300) 471 917 998 576 209. 58928 40 404 247 560 255 405 21 634 391 444( 300) 177 470 770 7. 59857 798 185 715 691 257( 300) 221 179 629 93( 300) 11 951 835( 1000) 403 548 926 736 68( 300) 816. 60822 647 74 985 263 749 63 976( 3000) 70 18 314 4 7 877 171 224 572 714( 500) 419 450 476 165 193 851 8.0 5 479. 61003( 500) 991 404( 500) 287 725 37 219 242 425 € 2528 949 346 948 711 694 996 916( 500) 891 308 757. ( 300) 394 741 477 522 398 988 800 355 836 147 915 409 50 375 822( 500) 539 293 381 924 368 658. 63916 702 322 268 247 561 794 333 835 458 254 842 308 716 761 94 884 874 109 357. 64223 987 965( 500) 927 48 857 779 761 484 388 237 36 335 706 310 337 13 143. 65176 172 45 87 121 540 779 661 2 451 88( 1000) 251 395 385( 3000) 160( 500) 66539 32 199 883 140( 300) 193 70 783 346( 300) 31 328. 522 403 768 794 664 602 629 174 493( 500) 684 896 214 ( 300) 151 157 7 446( 3000) 778( 300) 583. 67369 947 879 119 967 178 728 30 318 398 162 452 955 274 38( 300) 276 Der Unterstütungsverein der Buchbinder und ver wandten Berufsgenossen hält am Montag, den 11. b. Mts., Abends 8 Uhr, seine regelmäßige Vereinsversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht: 1. Die internationale Arbeiter burie, Berschiedenes und Fragelaften. Neue Mitglieder 322 76 446 220 647 380 818. 68659 477 526 556 293 248 männer. 3. werden aufgenommen. Werkstatt- Delegirten- Versammlung der Schloffer am Montag, den 11. d.., Abends 9 Uhr, bei Bratwell's, Rom mandantenstraße 77-79. Alle Delegirten werden ersucht, zu erscheinen. Der Männer- Gesang- Verein„ Harmonia" hält jeden Sonnabend, Abends von 9-11 Uhr, feine lebungsstunden im ,, Restaurant Runge", Alvenslebenstr. 7, ab, und werden Herren, welche gewillt find, dem Vereine beizutreten, stets gern gesehen. Tagesliste der Königl. sächsischen Landeslotterie. Tagesliste der Königl. sächsischen Landeslotterie. Biehung vom Sonnabend, den 9. Mai. 103( Dhne Gewähr!) Eine Mitgliederversammlung des Fachvereins der Drechsler, Knopfarbeiter 1c, fand am Donnerstag im Lokale des Herrn Keller, Andreasstraße 21, statt. Auf der Tagesonung ftanden Wahlen und Besprechung über das Pfingst gnügen. Die Herren Müller und Fischer erklärten ein Amt nicht annehmen zu fönnen. Es wurden dann gewählt die Herren Schrader u. Brendel als Vor fißende, Weis flud u. Kühl als Schrift führer, Herr Mönch als Rendant und Herr Kanzius als 2. Kafftrer. Bu Beifizern ferner die Herren Krüger, Hoffmann und Büchler. Bum 2. Bunkt der Tagesordnung Sprachen fich die Herren Schrader und Muller eingehend für das geplante Frühkonzert aus. Daffelbe findet am 1. Pfingsttage früb 4 Uhr, im Garten der Urania, Wrangelstraße 9-10 statt. Nachdem der Vorftgende noch aufgefordert hatte, recht fleißig für die streitenden Tischler 551( 300) 301 700. zu sammeln, wurde die Versammlung geschloffen. Sentral Kranten und Sterbekaffe der Maler und verw. Berufsgenossen Deutschlands.( E. H.) Die Kaffe ift bes Sonntags von 8-1 Uhr in dem bekannten Lokale, Alte Satobftraße 83, bei Reyber, geöffnet. Ferner werden die Mit 020 726 653 222 591 1 382 756 69 849 709 700 984 323 1000 210 417 893 332 506 349 557 442 423 464 431. 119 924 267 71 285 543 632 892 733. 2937( 1000) 555 605 977 705 621 8( 500) 639 866 733 969( 500) 730 766 39 825 142( 500) 431 572 539 841 58 984 853 145 791 538( 300) 368( 1000). 3019 982( 500) 923( 300) 831 770 928( 500) 876( 300) 617( 300) 73 102( 1000) 158 746 339 301 43 496 610 766 942 25 235 844 91 693 375. 4121 954( 300) 349 408 293( 500) 796 730 590( 3000) 866 683 908( 300) 905 271 182 400( 1000) 548 439 810 742 941. 5309 67 456 968 7 459( 300) 707 892 527( 1000) 31 913 813( 300C) 818( 300) 295 214 131 45( 1000) 749 912 136 6662( 3000) 907 324 657 979 833 264 717 901 596 570 60 347 490 619 351 610 889. 7089 420 912 664( 300) 301 562 528 774 720 336 685( 500) 780 23 922 522 473 940 77 787. 8033 828 688 280 950( 300C) 281 856( 300) 52 124 617 626 290 849 995 443 885( 3000) 380 646 531 78 991 344 glieder darauf aufmeitjam gemacht, daß die vom Raffirer Hirt 607 211 172 20( 300) 126 186 861 376. bisher an den Wochentagen, von 7-9 Uhr Abends, in seiner Wohnung besorgten Kaffengeschäfte jest nur ausschließlich in dem obengenannten Lokal von 7-9 Uhr erledigt werden. Am 9124 548( 1000) 763 838 605 10963 726 45( 300) 887 302 53 590( 1000) 2700 429 861 517 591 44( 300) 460 329 374( 500) 340 854 716 153 Sonnabend, den 16. Mai, Abends 9 Uhr, wird die Kassenstelle 11000 411 769 852 734 818 247 796 373 194 110 802 762 Begen werden für Berlin mehrere Bablitellen errichtet, worüber 12680( 3000) 487( 500) 486 10 636 224 490 551 877 469 bie am Montag, den 18. d. Mts. stattfindende Mitgliederver 208 64 148 8 376 967. 18738 614 755( 300) 957( 1000) fammlung zu beschließen hat. Dieselben werden seiner Belt im Die Mitglieder werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen, denn bie Lagesordnung ist eine sehr wichtige und reichhaltige. Die Bersammlung findet im obengenannten Lokale ftatt. Da in Dieser Versammlung eine Neuwahl der Krankenbesucher statt findet, so werden die bisherigen Besucher ersucht, ihre For 23( 500) 111 655 847 355 260 238 639 918 142 31. berungen genau au notiren, damit fie nach Schluß der Ver fammlung event. liquidiren tönnen. " be. In der Mitglieder Versammlung des Ar beiterinnen- Vereins, welche unter Vorfis der Frau Dr. Sofmann am Freitag, den 8. b. Mts., Abends, in Grat well's Bierballen stattfand, sprach Herr Schäfer über die faliche Gefühlsbildung des weiblichen Geschlechts und gelangte aur Aufstellung folgender Thesen: Für das weibliche Ge schlecht ins besondere ist die landläufige Anschauung und Praxis -vornehmlich in den höheren Ständen verhängnißvoll, baffelbe überwiegend und unmittelbar durch das Gefühl Läfthetisch) zu bilden und es mit dem Herzen denten H 123 337 206 520 92 584 781 54( 300) 645 178( 300) 253 14376 761 823 85 335 788 71 434 769 813 38( 200 000). 675 665 467 191 836( 300) 654 627 855 815 395 930 125 778 650 992 383 680( 300). 15391 685 783 304( 1000) 597( 3000) 220 533 834 327 278 334 547 667( 1000) 887 412 893. 16047 235( 3000) 516 362 96 508 464 780 996 441 718 645 691 330 914 297 900 452 655 424 401 356 632 913 340 2 600 512 458( 3000) 709. 18606 652 626 611 669 573 346 535 541 462( 500) 470 530 914 48( 500) 19823 346 561 310 709 249 856 696 818 443 486 531. 211 684( 3000) 718 412( 3000) 631 716( 3000) 359 221 129 494 800 987 488 121 55 224 424 984. 17482 20663( 500) 686 95 608 904( 300) 557 531( 300) 844 87 533 729 895 224 871 658 433. 21819 142 520 638 799 121 200 589 802 573( 500) 214 436. 22026 666 597 620 55 683 203 824 362 780( 300) 623 110. 23052 475 170 472 344 612 653 848 821 519 858 538 865 177 454 621 305 44 203. 24643 970 440 261 390 659 507 239 30 441 480 308 321 970 870 320 182 327( 300) 662 936 151 521 73 97 96 976 689 961 719 921 550. 69286 952 904 261 209 419 544 230 796 783 681 384( 300) 498 551 507 688 407 643 715 896 45 255 369. 70606 326 934 528 885 432( 300) 301 700 651( 3000) 638 808 930 684 306( 3000) 235 468 624 5. 71378 828 969 711 900 568 322 381 144( 300) 881 355 749 704( 300) 977 868 178 6 920 668 426. 551. 73912 54 524 868 3 781 368 429 542 981 430 856 72094 173 780 526 602 912 948 982 819 579 411 954 255 480 30 363. 74782 683 428 80 557 33 304 941 870 703 295 621 47( 500) 783 680 779 255 92( 300) 115 747 6 417 499. 75162 490 346 528 107 943 381 416 360 521 814 147 327 802 176 367 582( 1000) 175 53 891 346 514 766 877. 76611 368 190 422 485( 300) 559( 3000) 355 203 609 638 595 434 136( 3000). 77865 855 813 898 755( 1000) 607 174 449 415 19 245 714 512( 300) 804 599 896 390 504 962 756( 300) 423 142 847 480 565 20( 1000). 78187 997( 300) 748 964( 3000) 678 156 281 788( 300) 852 564 960 632 776 135 713 68 489 953 35( 300) 304. 79645( 3000) 959 261 135 661 636 386 873 322 845 714 283 22 19 425 78 927 590 566 378 551 863 665 786 193 388( 800) 3 19 425 7 80315 28 712 784 911 301 856 162 262 419 628 727 192 193 561 600 461 522. 81509 771 621 150( 300) 846 880 14 457 857 556 790( 3000) 988 127 51 616( 3000) 65 814( 300) 477( 1000) 103( 1000). 82923 257( 300) 743 910 479( 300) 573 161 825 98 230 786( 1000) 301 419 739 106 614( 3000) 833 829 458 784 576 271( 3000) 330 746 171 324 300 770 422 450 455 550 203( 500) 299 868. 83139 527 263 991( 500) 362 43 724( 300) 445 593 644 122( 1000) 481 198 47 538 349 184 826 515( 3000) 893 232 354 82 892. 84687 288 946 481 347( 1000) 343 908 769 787 399 169 486 714 780 876 826 330 178 242 952. 85665 312 717 878 817 175( 1000) 703 147 596( 3000) 481 783( 500) 247( 300) 998 461 406( 1000). 86211 482 728 249 203 724 922 614 948 728 249 2037 520 735 198 290 932 699 41 923( 500) 415 733 999 327 890 467 490 489. 87224 634 129 257 621 695 422 687 191 625 ( 300) 214 560 831 170 9 85 343 923 310 259. 88804 263 465 859 325 51 30 763( 3000) 821 188( 300) 479 601 846 434 833 510 761 736. 89576 382 700 643 270 205 871 702 ( 300) 508( 300) 79 197 439 931 918 29 214 890 653( 3000) 994 409( 300) 719 71 9. 90154 558 384 206 857 985 691 719 353 401-482 266 179 424 190 960 544 485 159 65 84 91625 777 606 142 877 918 595 686 83 106 118 116( 500) 210 603 459 524 516 600 533 112 348 684( 300). 92929 858 169 366 265( 1000) 721 670 747 137 754( 500) 884 520 576( 300) 284( 500) 484 822 11( 500) 492 666 218 518 720 127 106 597 580. 93083 971 444 855 509 703( 3000) 186 440 792 979( 300) 328( 3000) 141 619( 300) 584 514 303 881 288( 1000) 759 157( 3000) 456 377 71 679. 94732 796 689 557 66 172 711 171 702 325 310 545( 500) 103 793 886 110 580 457 716 3 979 438 778. 95182 365 236( 3000) 291 807 343 613 284 390 852 933 701 906 177. 96193 153 288 687( 300) 161 679 925 726 175 653 36 126 817 88 488 107 66 946 855.97195 393 805( 300) 762 672 679 335 916 348 419 274 230 248 374 809 71 877 891 363 450. 98463 205 763 242 567 310 847 971 81( 500) 447 182 553( 300) 203 155( 500) 452 518( 3000) 361 211 180 689( 300) 676 266 615. 99977 231 421 664 573( 1000) 69 608 335 26 230 72 130 235 297 38 90( 300) 832 758 557 584( 500) 430 251 861 269 693 331. Nr. 1 Gürtler und Berufsgenossen. Den ehemaligen Mitgliedern zur Nachricht, daß am Montag, den 11. Mai, bei Herrn Keller, Andreasstr. 21, im kleinen Saal, eine Versammlung Der Mitgliedschaft Dften der Vereinigung der Metall arbeiter Deutſchlands" stattfindet, wozu die ehemaligen Mit glieder eingeladen werden. Neue Mitglieds- Bücher werden ausgegeben; die alten Bücher legitimiren. [ 1023 General- Verfammlung des Fachvereins der Schneider in Nieft's Salon, Kommandantenstr. 71/72. 0001) 183 Zages Ordnung: 1008 1. Wahl eines ersten Vorsitzenden und zweiten Schrift führers. 2. Verschiedenes. ( 003) Bergschloßbrauerei Neue Welt Sonntag, d. 10. Mai Hasenhaide, 1885. 265. Ballonfahrt des Luftschiffers Herrn Richard Opitz mit seinem neuen Riesenballon Vietor Füllung 1 Uhr. Auffahrt 6 Uhr. Großes Militär- Concert, ausgeführt von dem Musit. Corps des Garde Küraf Die Directio Regiments, unter Leitung des Musikdirektors Herin Ruth Volksbeluftigungen, Bal Champêtre, Marionetten Theater, elektrische Beleuchtung. Concert Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Näheres an den Säulen. Vorläufige Anzeige: Donnerstag, den 14. Mai cr.:ddi sta sta zom splo Erstes grosses Parade- Land- und Wasser- Feuerwerk, mad mdmhausgeführt von den berühmten Pyrotechnikern A. Leichnis u. Bau, sowie Auffahrt des Luftschiffers Herrn Richard Opit. Möbelpolirer Berlins! ddDie Kollegen in Dresden und Umgegend streifen, weil Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht ihnen der Lohntarif nicht bewilligt wurde. Wir bitten Zuzug Der Vorstand. fern zu halten und fich nicht durch Annonzen oder Verschrei bungen nach dort loden zu laffen. Sammelliften find in den Gelder Unterstützungsv. d. Buchbinder Babellen errantentaffe zu haben und nimmt geſammelte und verwandten Berufsgenossen. 18 Montag, den 11. d. Mts., Abends 8% Uhr, Alte Fatobitraße 75, 201 1029 Die vereinigte Commission zur Wahrung der Intereffen der Berliner Möbelpolirer. J. A.: Robert Weber. Indlations se Uhren- Fabrik G. Scharnow) d 152 Oranienstrasse 152, Ecke Moritzplat Moritzplatieint empfiehlt sein Lager aller Arten Uhren, als Gute gebr. filberne Cylinder Uhren Neue filb. Cylinder Ubren( abgs) 254 Gold. Damenuhr v. 25 t Berlin fre 8 M. Gold. Herren- Rem. v. 55oftabonne D. 15 M. an do. Remontoir v. 24 M. an Silb. Anter- Uhren v. 25 M. an Remontoir v. Hrn. Talmi Ketten v. 2 Damen- Ketten mit Quafte Eine Cylinder- Uhr Versammlung. 1020 Bezirksverein des werkthätigen Volkes Regulator, 14 E. g. p. 15 M. an Gine neue Feder Tages- Ordnung: US 1. Die Arbeiter Ausstellung in Paris.001) 156 2. Vorlagen der Vertrauensmänner. MO Central- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler. ( 00 ers der Schönhauser Vorstadt. Dienstag, 12. Mai, Abends 8 Uhr, bei Meister, Schönhauser Allee 161: Große Versammlung. Tages- Ordnung: m 1028 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Dr. Huber aus München Ueber den Ultramontanismus und die Schule". (& nd Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erforderlich. Der Vorstand. Dertliche Verwaltung Berlin C.( Hallesches Thor.) 3. Distuffion. 4. Fragetaften. Mitglieder- Versammlung Montag, den 11. Mai, Abends 8 Uhr, Teltowerstraße 3 bel Rothader. Tages Ordnung: Anträge zur General Versammlung und Verschiedenes.- Mitgliedsbuch legitimirt. 1018 Der Bevollmächtigte: G. Ertel Arb.- Bez- Ver. der Rosenth. Vorft. Arb.- Bez.- Verein f. d. Often Berlins.. 100 Dienstag, den 12. Mai, Abends 8 Uhr, es( Versammlung in Keller's Lokal, Andreasstraße Nr. 21. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Freudenthal. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 4. Fragetaften. 823 201 100 10001 1027 Neue Mitglieder werden aufgenommen.- Säfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Im Hinweis auf den intereffanten Vortrag ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, in Dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. Fachverein der Tischler. Montag, den 11. Mai, Grüner Weg 29, Seeger's Salon, Versammlung. Tages- Ordnung: 1031 Montag, den 11. Mat 1885, Abends 8 Uhr, in Gräz' Salon, Brunnenstr. 140: Große Versammlung. " Tagesordnung: 1. Vortrag: Die gegenwärtige politische Situation". 2. Verschiedenes. 3. Fragelaften. Der Vorstand. Freie Vereinigung der Graveure, Ciseleure u. verw. Berufsgenossen. Partie mit Damen nach Friedrichsfelde. Abfahrt Schleffcher Bahnhof Nachmittags 3/2 Uhr. 1051 Montag, den 11. Mai, Abends 82 Uhr, in Keller's großem Saal, Andreasstr. 21 ( am Andreasplak): Gr. öffentl. Versammlung 1010 der Schuhmacher Berlins. 1. Vortrag des Herrn Dr. Goldmann über: Reise Erlebnisse und Verhältnisse in Afrika. 2. Fragefaften, Verschiedenes. Gäfte willkommen. Neue Mitglieder werden auf Neue Mitglieder werden auf Der Bevollmächtigte des genommen. Arbeiter- Bezirksv. d. Westen Berlins. 10000 Montag, den 11. Mai, Abends 8% Uhr, 200 200 808 08 ETI 208 et 13 stets Versammlung in Gründer's Lokal, Schwerinstraße 26. Tagesordnung: te de DOO 1. Bortrag des Herrn Krohm: Getreidezölle.e ( 008) 22. Fragetaften und Verschiedenes. 300 Um zahlreichen Besuch ersucht 80 ट CVI od 1030 Der Vorstand. Arb. Bez. Verein d. Oranienburg. Vorft. u. d. Wedding. Heute Sonntag, den 10. Mai, Nachm. 4 Uhr: 1050 ( 008 Gemüthliche Zusammenkunft im Wedding, Bart. Vereinig. d. Metallarbeiter Deutschl. DAB Mitgliedschaft Berlin Often. Tagesordnung: 1. Wie ist für Berlin die Lohnbewegung mit Erfolg durchauführen. 2. Ergänzung refp. Vergrößerung der Lohntommisfion( für den Often). 3. Verschiedenes. Hierzu find alle Buschneider, Stepper, Vorrichter, Stanger, wider, Einleifter, jowie alle im Schuhmacherfach thätigen Arbeiter, Fabrit und Handarbeiter, Arbeitgeber wie Arbeit nehmer eingeladen. Fachverein der Schmiede. Versammlung am Montag, den 11. Mai, Abends 8% Uhr, 1051 * in Gratwett's Bierhallen, Kommandantenstraße 77/79. Tagesordnung: 1. Antrag auf Aenderung der Statuten. 2. Vortrag. 1052 Mitgliedsbuch legitimirt. Kollegen, welche bem Verein beitreten wollen, haben Butritt. La ass IT race ( 000) eae Der Vorstand. 88( 006) ESO 180 5. Wahlkreis.) sed Bezirksverein des werkthätigen Voltes im 29., 30. und 31. Kommunal- Wahlbezirt. 38( 00067 A18 1052 AT 018 Dienstag, den 12. Mai, Abends 8 Uhr, tea( 000 im Restaurant Siemundt, Linienstraße 8. Tagesordnung: 33( 000 Montag, den 11. Mai, Abends 8 Uhr, in Reller's Restaurant( kleiner Saal): 018 SAT 301 QEF THE 18+ Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Ergänzungswahl des Vorstandes. 2. Wander Unterstügung. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Ase 1053 1. Vortrag des Herrn Engler: Amerikanischer Bürger frieg. 2. Distusfton. 3. Unsere Petition. 4. Verschiedenes. 5. Fragelasten. Eingeführte Gäste willkommen. 139$ 10 Fachverein der Stellmacher. Central- Kranken- u. Sterbe- Kaffe GuteSchwarzw... v. 4,50 M. D. 4 1.50 S 1.50 E Für jede bei mir gekaufte und reparirte Uhr leiste schriftliche Garantie. 29 Allen Freunden und Bekannten empfehlen wir unse Cigarren- n.Tabakgeld juse( eigene Fabrikation). Reichhaltiges Lager von Cigarett Rauch, Kau- und Schnupftabak Ballmüller& Steinick Veteranenstr, 28, Ede Brunnenſica Herren-. Knaben- Garder empfehle in gediegenen Stoffen und eleganter Ausführ Ganze Anzüge von . 15-50 Wt. Sommer- Ueberzieher von 15-30 mt. Hofen von. 4-18. Bu Mome gelungen fe aften abzur den Anschei erfüllt und erhalten. S nod tomme ein casus b en i Die N unb ein aft bürfte unz midt- biplom das Gigna England tr ruffifchen U biefe Haltu Laffigen un England a Auch fürcht Auch nach Maaß in kurzer Frist. Wiederverkäufer Rabose Verwe Ignaz Weiland, Brüner Weg Auf Namen und Hausnummer bitte au achten. Roh- Tabak! Breiswerthe Sumatra- Deden, a 175, 200, 225, 375, 525 Pf., Java Umblatt a 90 Pf., Carmen 1s Domingo a 110 Bf., Rebut 1 a 70 Bf., Eis. 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Mitglieder- Versammlung in Hamburg. 19 10888 314 108 UTA Montag, den 11. Mai, Abends 8 Uhr, Scheffer's Salon, Inselstr. 10. 181 18 082 103 389 708) 107 08 OLL 101 Dertliche Verwaltungsstelle Berlin. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Distuffton. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. 60601024 18 Mitglieder- Versammlung Dienstag, den 12. Mai, Abends 8 Uhr, ર Dd. Taschentücher mit Rante da Schadhafte Shirtings, Meter Ortskrankenkasse der Gürtler. im Salon„ Bum Deutschen Kaifer", Lothringerſtr. 37. Sonntag, den 17. Mai 1885, Vormittags 10% Uhr: General- Versammlung in Sanssouci, Kottbuserstraße 4a. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Wahl eines Vorstands- Mitgliedes ( Arbeitsnehmer). 3. Vorlage über das Invaliden KaffenStatut. 4. Definitive Beschlußfaffung über Borstands. Beftim mungen nach§ 51, Abfat 9 und 10. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Nur mit Legitimations- Buch versehenen Mitgliedern, welche bas 21. Lebensjahr überschritten haben, lann der Eintritt gestattet werden. 1017 Kleine und große Vereinszimmer auch Sonntags zu haben. Mauerstraße 86. 1012 Tages- Ordnung: 1. Die von der Aufsichtsbehörde beanstandete- weil nicht auf die Tagesordnung gefeßte Wahl des Orts- Bor ftandes vom 22. Februar d. J. 2. Neuwahl des Orts Vorstandes, und zwar eines Bor ftehers, eines Kafftrers, eines Schriftführers, eines ersten und eines zweiten Beißigers. 3. Die am 15. Jun. d. J. stattfindende General Versamm lung in Offenbach a./M. und Anträge zu derselben. 4. Verschiedenes. Das Quittungsbuch legitimirt. Der Orts Vorstand. R. Benner, Vorsteher. Orientalische Sopha- Teppiche 3 Mart. Drell Handtücher mit Borde Hemben Leinen mit leinen Flecken 1 Mark Bett- Laken, reint. obne Naht, 2 Mtr. Ig. Oberhemden mit 3fach lein. 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Landwehrftr. 19 Arbeiter) beizutreten, fönnen sich jeden Sonnabend von 9-11 Uhr im Restaurant Runge, Alvenslebenstraße 7, tit Umstände halber billig zu verkaufen Elisabeth- Ufer 1025 bei Quint. melden. [ 1304] Verantwortlicher Redakteur R. Gronbeim in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. FRIG