Dienstag 12 Mai 1885 ierlinerHolkslilatl — J Organ für die Interesse» der Arbeiter. 4 »rltzpW* •"Sil ten o. mit DaS„Berliner Volksblatt" Menü täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. MonnementspreiS für *2? W in S HauS vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Mnement 4 MI. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags-Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. (Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) Jusertionsgedühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen« Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Kenthstraße 2.— Expedition: Zimmerstraße 44. wir unss AvsfMi ' Ml. m Ml. � J :äutn Am englisch-russischen Konsiikt. ... �»inentan hat e« den Anschein, als ob ei noch einmal V> sei, den Ausbruch eines Riesenkampfes in Mittel- � abzuwenden. Beide betheiligten Mächte geben sich �»schein, als seien sie von der reinsten Friedensliebe J.,/«vd zu allen Opfern bereit, nur um den Frieden zu Än' Di«.Grenzregulirung" soll freilich erst .?(ommen und dabei kann sich jeden Augenblick wieder �8°« belli ergeben. Die Lage bleibt nach wie vor PWUtt, wenn auch beiderseits von Nachgiebigkeit ge- wird. to, Die Rusicn haben mit gewohnter Frechheit angegriffen kV'R afghanisches Narp! in die Flucht getrieben— das �«.unzweifelhaft feststehen, trotz aller diplomatischen und �'�plomatischen Lügen über diesen Vorfall. Damit war t*.«>gnal zu einem großen Kampfe gegeben. Wenn M»d trotzdem bis jetzt zurückgewichen ist und sich die kiWt» Unverschämtheiten hat gefallen laffen, so resultirt« Haltung wohl zum größten Theil au» den unzuver- und mangelhaft ausgerüsteten Streitkräften, die yW augenblicklich in Asien zur Verfügung stehen. h!�fiirchtete man in London offenbar, durch eine rücksichts- J: Verwendung der englischen Seemacht eine Verwickelung L% allen Seemächten herbeizuführen und hat sich deshalb �che überlegt. Andererseits darf man auch die Schwierigkeiten nicht & A�tzen, die einem russischen Angriff auf Afghanistan «o» JB« stehen. Bekanntlich wird die nördliche Grenze ei»,, Vhanistan durch das Hindu- Kusch> Gebirge gebildet, »sftJ�en Maffenerhebung, die für eine Armee kaum zu «iefp*%% Man kennt nur einen Fall, in dem eine Armee Sr.' Gebirge pasfirt hat, nämlich beim indischen Feldzug 'Ühk G* von Makedonien, bei dem dieser vor keinem A.H %'»« zurückschreckende Eroberer auch die Steile diese» Ii4t 8f8 überwand. Seitdem ist«in solcher Marsch auch fiib. �wal«ehr versucht worden. Ueber dieses Gebirge L, 1 steben Pässe; sechs sind immer da» halbe Jahr durch %J%rnb« Schneemaffe» unpasfirbar. Dieses Gebirge iMe natürliche Grenze zwischen dem russischen und Ötn Länderbesitz in Asien; e« ist den Ruffen eben so C5«ch bei einem Vordringen nach Süden, wie den W* ,,tn bei einem solchen nach Norden. Der Hindu- hat sonach mehr als alle„friedliebenden" Staats- das Verdienst, de« schon so lange befürchtete« tit�enstoß von Engländern und Ruffen in Mittelasien H»5'"1 �er Zusammenstoß ist dennoch nicht zu ver- Bei so große» Reichen, wie da» britische und ist die Expansionsfähigkeit dem entsprechend eine Ieuilteton. 821 3m iikftttß Roman von Friedrich«erstäcker. (Fortsetzung.) "g gefiel mir gleich nicht— aber bald nachher.. diÄ'st denn da?" sagte in diesem Augenblick die «Hs r Stau, die, mit einer großen«eißm Nachthaube Kc* W [trf,'*" Kopf au» der Thür steckte. Kcht ,? hören, und die N 4 in ihrem Bette. Sie hatte draußen Neugierde duldete sie natürlich . e.„Wer ist denn da, und wa» . zl."�gefallen?" ��r' k% Resy, Veronika," sagte aber ihr Kit; �lb Harr vor Schreck und Staunen. ist plötzlich gestorben! Gatte, noch „Denke Dir nße. »asch da» arme alte Wesen.„Und so rasch, so schrecklich "7 rr-n focht i" % an»a»— und wie ist da« möglich?" sagte Lieutenant, der sich noch immer nicht von seinem MlZ".«holen konnte, denn besonderen Schmer, schien M b-r.-���barüber zu empfiaden.„Aber komme» Sie M. Di« wir alarmire« ja da» ganze Hau»! I �„u Oberstlieutenant war fortgeschoffen, und � Zimmer ihrer Kinder, um ihnen die wich- Dort klopfte sie an und saßm noch in ihren Betten, lufstehen und sich ankleiden oder abwarten sollten. Da hörten sie da» "|aib Sht noch wach, Kinder?" I9jty?«* Mama. Was, um Gotte» willen, ist vorge« Isior?*{ei?Äal bie Thür auf und laßt mich hinein." fuhr mit beiden Füßchen zugleich aus dem sehr große und eine zentrifugale Entwickelung liegt nur in der Natur der Sache. In der That haben in den ver- flossenen Jahrzehnten die beiden Mächte sich ununterbrochen „ausgedehnt", bi» sie nur noch durch den Hindu- Kusch getrennt waren. Beiden Mächten ist'S zu Hause unbehaglich; den Russen bei ihrem NihiliSmu» und der tiefgehenden Zerrüttung ihre» ganzen staatlichen und fozia- le» Leben», den Engländern bei der irischen Frage, und wa» drum und dran hängt. Beide Mächte befinde» sich in einer Art Eroberungsfieber, al» könnten sie durch neue Ländereroberungen die Übeln Zustände daheim wenigsten» momentan in Vergessenheit bringen, durch äußere Erfolge die innerlichen Krisen in den Hintergrund drängen. Wir mögen in diesem Kampfe keine Partei nehmen. Wenn Rußland der Hort aller Reaktionsbestrebungen der Welt, der Träger einer finsteren Unkultur ist, so kann die englische Afterkultur un» ebensowenig reizen. Diese englische Großkrämerschaft, die prahlerisch auf ihre heimischen Frei- heiten weist und dabei die halbe Welt schonungslos au«- plündert, scheint un» nicht die Mission zu haben, eine Ver- edelung der allgemeine» Zustände zu bewirken. Dai Gefährlich« bei der ganzen Sache bleibt immer, daß«S schwerlich gelingen würde, den einmal ausbrechenden Krieg zu„lokalisiren", d. h. auf Asien zu beschränken. England hat Besitzungen in allen fünf Welttheilen; sei» Antheil am Umsatz im Welthandel macht mehr al» 50 Prozent desselben aus. Wie soll man einen Kampf zwischen dieser Macht und de« ungeheuren russischen Reich„lokali- siren"? Die Bewegungen englischer Flotten im Mittelmeer würden Spanien, Portugal, Frankreich, Oesterreich, Italien und die Türkei in Mitleidenschaft ziehen und auf der Balkanhalbinsel würde«» sicherlich ebenso lebendig«erden, wie gegen Perfien hin. I« Norden kämen Deutschland und die skandinavischen Staaten in Frage und glaubt man nicht, daß eS auch hier sehr schwer sein würde, einem Kampfe zwischen den beide« großen Mächten mit verschränkten Armen zuzusehen? Da» ist eben die große Gefahr, die hinter der Even- tualität de» rusfisch-englische» Zusammenstoße« in Asien er« scheint. E» gibt einzelne Länder und Bevölkerungen, wo man offenbar nur darauf lauert, sich bei dieser Gelegen- heit Luft zu mache». Aber wie dieser Gefahr begegnen? Nun, diese Gefahr wird immer da sein, so lange«S in England und Nußland einzelne Koterien, nenne man sie nun Regierungen, Volks- klaffe» oder sonstwie, giebt, die sich selbst einrede», die ganz« Welt gehöre ihnen.„Die Welt ist«ine Auster; ich werde sie mit»einem Degen öffnen!" sagte BeaconSfield. Die russischen„Helden"& la Komaroff sagen dasselbe. Und Bette, so neugierig war sie geworden, schob den Riegel an der Thür zurück und huschte dann wieder unter ihre Decke. Es war stockfinster im Zimmer, aber die Mutter trug ihr Licht in der Hand, glitt hinein, drückte die Thür hinter sich in'S Schloß und flüstert« mit vorgebeugtem Kopfe und Oberkörper: „Die Tante ist todt!" „Die Tante?" kreischten beide Mädchen laut auf. „Bst, nicht so laut, Ihr alarmirt ja W ganze Hau» I Die Resy steht draußen— eben ist sie gesiorbrn." Damit wollte sie wieder zurückfahren, um den weiteren Bericht zu hören, aber die jungen Damen dachten gar nicht daran, in einem so wichtigen Moment fern von dem Schau- platz zu bleiben. „Ach, Mama, bitte, zünde unser Licht an!" bat Flora; „e» steht neben Dir auf der Kommode. Lieber Gott, jetzt können wir ja doch nicht schlafen I" „Bleibt nur wenigsten» liegen," sagte die Mutter, in- dem sie aber doch dem Wunsche Folge leistete.„Wa» wollt Ihr dabei thun?" Wa» die jungen Damen dabei thun wollten, darüber waren sie allerding» noch nicht«it sich einig; daß sie aber dabei sein mußten, verstand sich von selbst, und in größter Hast warfen sie sich nur da» Nothwendigste über, um selber von der Resy die genauen DerailS zu er- � �„Aber Du warst doch den ganzen Abend bei ihr, Hrtty," sagte Flora»och beim hastigen Ankleiden;„ist sie denn da krank geworden? Du hast doch keine Selbe da« von gesagt." „Gott bewahre; wie ich fortging, war sie so gesund wie immer und hatte auch den alten grauen Kater auf dem Schooße. Es fällt ihr ja nie ein, Unfereinen bi» an die Thür zu begleiten." „Wie lange warst Du denn bei ihr?" „Oh," meinte Henriette,„ich weiß nicht— es muß weit über eine Stunde g»oesen sein." Da» ist aber doch merkwürdrg; rcy habe m meinem l Leben nicht geglaubt, daß die überhaupt sterbe» könnte." diesen Wahn solle« die Völker mit Gut und Blut be- zahlen— im neunzehnten Jahrhundert! Dolitiscke Mebersiekt. Steuern und tmmer wieder Steuern, die leider in ihrer ganzen Schwere auf den Schultern des arbeitenden Volkes lasten, das find die Errungenschaften der nun zu Ende gehen- den ReichStagSsesfion. Zölle und abermals Zölle, welche den Großgrundbesitz und das Großkapital bereichern, sie find beschlossen worden, während in der That für die Masse deS Volkes nichts, gar nichts geschehen ist. Wir wollen nicht in den Ton der Herren Windthwst und Kleist-Retzow verfallen und dem Bundesralh besondere Vorwürfe machen, daß er de« von der Reaktion herausgerissenen Satz eines Arbeiterschutz« geseyes, die SonntagSarbeit betreffend, nicht annehmen will, da durch einen derartig vorgeworfenen B.ssen der Hunger für einige Zeit gestillt würde und die Arbeiterschutzgesetzgebung ins Stocken gerathen könnte, im Geaentheil: durch die Ver» Weigerung des BundeSratbZ muß ficb b- sonders in den be- treffenden Arbeiterkreisen der Gedanke immer mehr Bahn brechen, daß die Arbeiter in erster Linie berufen find, ihre Ge- schicke selbst mit zu ordnen. Fürst Bismarck will Enqueten verordnen, um daraus zu ersehen, ob auch die Arbeiter mit der Sonn agSruhe einverstanden find. Mögen die Arbeiter diesen Enqueten zuvorkommen, mögen stc im ganz- n Deutschen Reiche Resolutionen und Petitionen nicht nur für Aufhebung der SonntagSarbeit, sondern auch für Dmchsühiung der in dem von den Ardeiter Vertretern eingebrachten Äibeiterschutzzesetz ent- haltenen Ideen fassen und mit Millionen von Unterschriften versih:«, so daß dieselben in der nächsten Sesfion des Reichs. tazes dem Parlamente zugesandt werden können. Dann wird wahrscheinlich die nächste Session für das arbeitende Volk segensreicher stch gestalten, als die jetzt in den letzten Zügen Zur Weltkrifit. Eine recht sonderbare Erscheinung ist e», daß die liberalen Blätter in Deutschlanv, die doch sonst immer schon im Interesse ihrer Klienten den Frieden wünschen, dm Engländern den Vorwurf machen, daß sie feige zurLckweichen. ES ist ja allerdings naheliegend, daß die BomgeotSzeitungen das Krämervolk jenseits des Kanals über AlleS lieben, da dort die Bourgeoifie und die auSseprägt-.ste Macht derselben schon längst zur Geltung gelangt ist. Aber diese Sympathie kann doch nicht so weit gehen, daß man den Krieg wünscht, der auf alle Fälle allen Kulturnationen und allen vernünftigen Ideen Schaden bringt und Hohn spricht. Und daß ein Krieg zwischen England und Rußland, der selbstverständlich von sehr langer Dauer sein würde, ganz besonders schlimme Wirkungen haben müßte, darf man al» sicher annehmen. Unsere Junker und Reaktionäre find natürlich auch nicht zufrieden mit der Friedensliebe Eng- land», fie wünschen einen Sieg Rußlands, weil Rußland die Mutter der Reaktion ist, fie wünschm einen solchen Sieg, trotzdem gerade Deutschland auf die Dauer unter demselben am meisten leiden würde. Ader waS kümmern stch diese Reaktionäre um daS deutsche Vaterland, ihnen geht die russische ggSg—— ��gggggHgi „Ich auch nicht," bestätigte die Schwester, der jetzt eine Unmasse der verschiedensten Dinge im Kopfe herumgingen. Aber beide Mädchen drängte e» auch, das Nähere selber au» Resy'» Munde zu hören, und in unglaublich kurzer Zeit waren sie doch so weit, daß sie sich wenigsten» vor dem Vater konnten sehen lassen. Aber der Vater war noch nicht so weit, daß er sich konnte vor ihnen sehen lassen, denn er stand noch immer in Unterhosen und Uniform, da» Licht in der Linken, den bloßen Säbel in der Rechten, vor der alten Magd. Allerding« hatte die alte Resy schon bi» dahin die Hauptsache erzählt, aber im Fragen nach den Einzelheiten, da die jungen Damen doch auch etwa» erfahren wollten, stellte sich die Sache noch einmal ziemlich klar in folgenden Daten heraus. Die Resy hatte den ganzen Abend gar nichts Beson- dereS an der Frau gemerkt, als daß fie auffallend still und ruhig gewesen wäre. Sie aß dann wie gewöhnlich zu Nacht, las noch etwa eine Stunde in der Bibel— auch eben keine aufregende Lektüre— und machte sich dann selber, wie fie es jeden Abend that, auf ihrer Spirituslampe etwa» beiße» Wasser, um ihr gewöhnliche« Gla» Grog vor Schlafenzehen zu trinken. Sie hatte sich einmal daran gewöhnt und behauptete, daß fie sonst nicht einschlafen könne. Dann ging sie zu Bett und klingelte, wie jeden Abend, damit die Magd hereinkam, um die SprrituSlampe herauszuholen und ihr ein GlaS frische» Wasser vor daS Bett zu stellen. Gerade wie die Resy da» that, sagt« die Frau:„Oh,«ein Gott!" und streckte sich in ihrem Bette aus. „Fehlt Ihnen'waS, Frau Mäufebrod?" hatte die Magd gefragt— denn fie durfte sie nie„gnädige Frau" nennen— aber sie bekam keine Antwort mehr. Sie dachte nun, die Frau wolle schlafen, und ging wieder mit einem„Gute Nacht" hinaus, aber dort wollte ihr der sonderbare Ton nicht au» de« Kopfe, mit dem ihre Frau die letzten Worte herausgestoßen. Es war gar nicht ihre gewöhnliche Sprechweise gewesen und klang so merk- würdrg. Anfangs getraute sie sich freilich nicht gleich wieder hrmrn, aber der Gedanke ließ ihr doch keine Ruh-, Umftand eing Knute über die deutsche Bildung. Wenn wir zu wählen sollte, könne man einen Zoll von 90 M. annehmen. Der eine Unterſtügung, vielmehr mußten die Sanitätsachen fusig machte, bätten zwischen den englischen Krämern und den ru stichen Knutenschwingern, so würben wir uns, so fehr fie uns beide unangenehm find, doch keinen Augenblick befinnen und uns für die ersteren entscheiden und ganz beson= ders ih en ben Sieg wünschen, da fie denselben nicht wie die Ruffen gegen die Bivilisation ausnuten wollen und tonnen. Deshalb schon loben wir im Gegenfage zu den Liberalen Glad stones Besonnenheit, die ihm als Feinheit ausgelegt wird, welche aber gegenwärtig den Frieden erhält Wir haben augenblicklich in der ganzen Welt großes Friedene bedürfniß Friedensbedürfniß und so verschlägt es auch nichts, wenn England eine kleine Demüthigung mit in den Kauf nimmt. Es ist dabei nur zu erwarten, daß es diese ,, Demüthigung" zum Ausgangspunkte eingehender Rüstungen und Befestigungen an der Grenze von Afghanistan macht, um ein für allemal den Ruffen einen Riegel vor das indische Thor zu sieben. Es giebt übri gens in Deutschland auch noch eine Art von Patrioten, die wünschen, dak Rußland fiegreich nach dem Osten vordringe, weil es dadurch von dem Westen abgelenkt werde. Diese An fict ist eine grundfalsche, da nach den Gifolgen im Often das fiegreiche mächtiger gewordene Rußland ist recht nach Westen brängen würde, ba befanntlich der Appetit mit dem Effen tommt. Vor allem wünschen wir den Frieben, sollte es aber amischen den beiden Weltreichen zum Kriege lommen, dann wünschen wir ein wohlvorbereitetes, an der indischen Grenze flegesträftiges Großbritannien. affommodirte Näbfaden würde dann dem zweiträhtigen wiederbolt aezwirnten Näbgarn gegenüber immer noch dadurch mehr geschüßt sein, daß 30 pet. Tara für die Spulen mit verzollt werden müssen. Die Franti. 8tg." meint daju: Da der Boll für attommodirten Näbfaden nur mit geringer Wehrheit beschloffen ist und Herr Stöcker bis zur dritten Leung hoffent lich noch viele fonservative Wohlthäter des Voikes bestimmen wird, gegen den Boll zu stimmen, so wird es ja möglich sein, die Pofition so anzunehmen, wie fte bisher bestand, nämlich mit einem einheitlichen Zoll von 70 M. Nach den Aus führungen der Petition aus Göggingen erscheint uns ein weiterer Schuß für affommoditten Nähfaden erst recht nicht nothwendig, da durch die 30 pCt. mit zu verzollende Tara ohne hin der Schutzoll schon von 70 auf mehr als 90 M. für 100 kg effettive Waare fich erhöht." Ueber einzelne Puntte des englisch- deutschen Abkommens betreffs der Südsee Inseln will der englische Standard" fol gendes wissen: Die Unterthanen Der einen Macht sollen in den Territorien der anderen Macht in jeder Hinsicht gleiche Rechte genießen. Ausgleichszölle sollen nicht eingeführt werden, noch foll die eine Macht die Schiffe der andern behindern dürfen. Waffen, Munition und Alkohol dürfen nicht verfauft werden. Die Salomon- Inseln, die Neuen Hebriden, die Freundschafts und Schiffer Insein sollen als gemeinsame Felder der Aktion offenbleiben und die Unabhän igkeit derselben nicht beeinträch tig werden. Die Samoafragen bleiben offen. Auf Gruno des Berichts der Fidschi- Landlommiffion wurden 3 deutschen Unterthanen Entschädigungen von zusammen 10 000 Bfd. St. gewährt.- Wie der„ Standard" selbst konstatirt, sind diese Angaben nicht vollständig. Parlamentarisches. his and 3. Kommunales. Stadt noch Abgaben zahlen, wie dies bei der Wache in aus den Gesch Brüderstraße der Fall ist. Diefelbe muß für ihr Lokal, weld in den gedacht nur in der Nacht geöffnet ift, fäbilis 60 Mart gehabt batte fteuer zahlen. Eine Betition an den Magiftrat, diese Sms Gebet, we au erlassen, wurde feiner Beit abschläglich beschi Bottes metter Hoffentlich werden die Väter der Stadt auch noch einmal eige bei der Deren Sinnes werden, indem sie für diese Inftitutionen bestrafungen b Juchen set. Be treten. An Stelle der ordentlichen Sigung, welche in dieser Woche des Himmelfahrtstages wegen ausfällt, findet am Mitt woch, den 13. Mai cr. eine außerordentliche Sigung de: Stadtverordneten Versammlung statt. Tagesordnung: Wahl je eines Mitgliedes für den Ausschuß zur Begutachtung der Vorlagen resp. Penfionirung von befolbeten Gemeindebeamten und Lehrern für das Kurotorium ber Friedrichs. Werder schen Ge werbeschule, für die Schuldeputation und für das Turn- Kuratortum Berichterstattung über die Vorlage, betr. die Fefisegung von Baufluchtlinien für die Kielgan'sche Privatftraße und Uebers nahme derselben als öffentliche Straße- Vorlage, betr. den Fort gang der Kanalisations- und Aptirungsarbeiten im Januar Mörz Quartal 1885 Beantwortung der Anfrage von Mitgliedern der Versammlung, betr. die Ausführung der Pferdebahnlinie Stromstraße- Prinzen- Allee Vorlage, betr. Die Wahl von 7 Vertrauensmännern zur Auswahl der Schöffen, Hilfsschöffen und Geschworenen für das Amtsgericht Berlin I. desgl., betr. den Geschäftsbetrieb der Sparkasse im Ottober Dezember- Quartal 1884- desgl., betr. den An kauf eines Grundstücks Komplexes an der Straße Nr. 58, zwischen der Liebigstraße und der Proskauerstraße- desgl., betr. die Verbreiterung der Schlesischen Brücke- desgl., betr. die Herstellung eines 2. Wafferrohrneßes auf dem KrankenhausGrundstüde in Moabit Beantwortung der Anfrage von Mitgliedern der Versammlung, betr. die Durchlegung der Simmerstraße Vorlage, betr. eine Erfagwahl für den KomNeuwahl je eines Bürgerdeputirten für die Waisenverwaltung munallandtag- eine Rechnungsfache- Borlagen, betr. die und für die Schuldeputation. - Die Petitionstommission bes Reichs. tages berieth am Sonnabend eine Petition um Wiedereinführung der Prügelstrafe und Ausbehnung des Gefeßes über den Bertauf und Gebrauch von Sprengstoffer, auf den Besiß und Gebrauch von Revolvern und Dolchmessern. Als Regterunge fommiffar war Geheimer Nath Freiherr von Sedendorff erschienen. Der im Laufe der Diskussion eingebrachte Antrag, die Petition dem Herrn Reichskanzler zur Kenntnißnahme zu überweisen, findet feine Erledigung durch den von der Majorität gefaßten Beschluß, die Petition für ungeeignet zur Erörterung im Blenum au ertiären, weil eine Aenderung des im Jahre 1876 einer Reviston unterzogenen Strafgesetzbuches im Sinne der Betenten und die beantragte Ausdehnung des Gesezes über die Spreng stoffe nicht angezeigt erscheint, auch soweit eine Beschränkung in dem Befis und Gebrauch von Revolvern und Dolchmessern in einzelnen Bezitten nothwendig sein sollte, eine solche im Wege polizeilicher Verordnungen fich würde erreichen laffen. -Lokales. Die beiden Bächter der sogenannten Schwedifonnte, veritan Eisbahn in der Pionierstraße hatten im November vorig Jahres bei dem Polizeipräsidium die Erlaubniß zur Errich Roabiter Geri leunige Flu von Schaubuder, Karouffels, Schieksänden ac. auf. b. M. vor Terrain nachgesucht. Das Polizeipräftotum ertheilte den auf die weg stellern den Bescheid, daß im Allgemeinen gegen das Gentlage ein 1 nichts einzuwenden wäre, daß aber die gewünschte gene onübten Dieb Erlaubniß nicht ertheilt werden könnte, vielmehr in jedem Jahr Buchthau zelnen Fall entschieden werden müßte, ob die gedachte S stellung zulässig und ihr Unternehmer in Bezug auf die übung des Gewerbebetriebes gehörig legitimirt wäre. So Das Polizeipräsidium in furger Belt bereitwilligft fünfu zwanzig Gesuchen der gedachten Art die Genehmigung erthe neuerdings lehnt die Behörde es ab, eine fernere Konzeffioni eintreten zu laffen, weil eine weitere Reihe von Schauftellun der ganzen Anlage den Charakter einer Voltsfestwiese würde und man ein solches Jahrmarktstreiben nach den bi in dieser Hinsicht gemachten Erfahrungen möglich ne.feits eine schränken will. Reich Lang Storbnete hat Bopularität mi innere mich N. Ein entsetzlicher Unglücksfall ereignete fich vorgewürde das auf der Spandauer Bockbraueret. Als vorgestern Morg der fiebenten Stunde der Maschinenmeister Böhme das Antrage a Sperrventil zum Dampflefiel öffnen wollte, flog das Vene Wirkung artig gegen die Bruft desselben, daß er todt niederfan herausströmenden Dämpfe verbi ühten den Körper beran felbft die verminderte Gewalt des projektilartig fid Die Antragfiel ticheinen als Bundesrath ba rebner felbft 31 jeinerseits eine Die Mittel ohn bewegenden Ventils den Tod des Böhme herbeigeführt haberaus er die würde. Die telegraphisch benachrichtigten Eltern trafen darauf aus Chemnis hier ein. Böhme hinterlägt eine und fünf Kinder. a wad B ind ti Das will ich bi N. Von der Pferdebahn überfahren. Ein entic geordneten auf Unglüd ward Sonnabend in der 7. Abendstunde ehr großen Be Baffanten der Schönhauser Straße zu Theil. Als ein einflößt, von n Arbeiterftande angehörender etwa 30 Jabre alter Mane Freiheit de Dmnibus( Linie Schönhauser- Hallesches Thor) an der Schles gefagt h Art, wie bie fabrung feiner und Schönhauser- Straßen Ede verlassen wollte, um nach ben Straßendamm zu überschreiten, wurde er von den B eines Arbeitswagens, der den ankommenden Pferdebahnen, darüber mastirte, so unglücklich niedergeriffen, daß die Vorderrad gemacht, als mehrfachen Rippenbrüchen schwere innere Verlegungen auf eine Erfahrun Pferdebahnwagens über ihn hinweggingen und ihm Der Verunglückte, in dem nur noch wenig Leben SUR Darüber eine S Aber die wahr leges Entgegenstellen, schien, wurde mittelft einer Droschle nach seiner in der gewähren N. Verschüttet. Als gestern Vormittag 8% angsweise au ftraße belegenen Wohnung geschafft. Arbeiter Lehmann fich anschidte das Fundament einer Der Festlegung Der 2 Meter hohen Mauer in der Koppenstraße 13/14 au rigen Arbei stürzte dieselbe plöglich um und begrub unter ihren Trüm imniß mit d denselben. Lehmann wurde aus dem Schutt als toot hem Arbeitstag gezogen und ward die Leiche auf Anordnung des nen beiter f Polizeirevirrs nach dem Obduktionshause geschafft. Da lebt, au fa periodisch wiederzukehren scheinen, so wäre es in der bft wenigfter artige bedauerndwerthe Fälle bei dem Abbruch alter Ge von dem Major Witte eine vielfache Verbesserung erfahrber fo geg Th Der Beit, wenn die Anwendung der Mailänder Leiter, Abbrüchen zur Anwendung gelangen würde. Beregte welche sich selbst ergänzt, schüßt bekanntlich den Arbeite jeder Lebensgefahr. dl. Von dem hohen Nugen der Berliner Sanitäts wachen, deren baldige Vermehrung im Intereffe der hilfebedürf tigen Menscheit liegen würde, lieferte wiederum der uns vor liegende Bericht über die Thätigkeit der Ersten Sanitätswache in der Brüderstraße" einen hini eichenden Beweis. Im Ganzen wurden in der Beit vom 1. Januar bis 30. April 695 Fälle behandelt und zwar 97 innere( wie Diphiberitis, Asthma, Lungenentzündung, Group), 92 äußere( wie starke Verlegungen, Lungen- und Nafenblutungen, Hiebe und Stichwunden) und 6 geburtshilfliche Fälle. In der Woche selbst wurden 111 Fälle sofort erledigt, während in 84 Fällen ein Besuch des Arztes im Hause der Pattenten nothwendig war. Sofortige Bezahlung wurde in 47 Fällen mit 108,50 M. geleistet. Die Statistik der Sanitätswache im Monat April ergiebt folgende Bahlen: Es wurden 41 Fälle behandelt gegen 44 im Vorjahre. Hiervon tommen auf innere Krankheiten 27( 1884: 17) und auf äußere 24( 1884: 27) Fälle. In der Wache wurden 30 Fälle ( 1884: 29) und im Haufe der Patienten 21( 1884: 15) erledigt. Bahlung wurde 13 Mal mit 29 Mart geleistet. Dem an der Wache angestellten Heilgehilfen Theodor Hochgründler, Gerichtstr. 42 wohnhaft, wurde vom Polize präsidium für die an dem in selbstmörderischer Abficht ins Wasser gesprungenen Omnibustuticher Bischof gemachten Wiederbelebungsversuche, welche von Erfolg waren, eine Prämie von 30 M. zuertheilt. Vom 1. Juni ab wird die Wache Sonntags Nachmittags statt um 6 bereits um 4 Uhr geöffnet. Alle diese oben angeführten Bahlen sprechen dafür, wie nothwendig diese Institute für eine Stadt wie Berlin find Was nun die event Vermehrung der Sanitätswachen betrifft, so ist diese ganz unmöglich, wenn nicht Die städtischen Behörden die Wachen mit Geldmitteln unterstüßen, da die Sanitätswachen bis jest durch die Mildihätigkeit der Bewohner erhalten werden, und man es unseren Mitbürgern durchaus nicht zumutben tann, ihre Dpferwilligkeit weiter aus audebnen, zumal die Unterhaltung einer Sanitätswache, in der während der Nacht ein Arzt und ein Heilgehilfe anwesend find, ca. 5000 Mart pro Jahr foftet. Würde die Stadt nun jeder Wache einen jährlichen Beitrag von ca. 3000 Mait bewilligen, so wäre das Bestehen einer jeden Wache gefichert, da durch Konzerte der Rest bald aufgebracht werden würde. Bis jetzt bekommen die Sanitätswachen von der Stadt - Die Zwirneret und Näbfadenfabrit Gög. gingen hat fich in einer Petition an den Reichstag ge wendet, weil der Beschluß desselben in zweiter Lesung über bret- und mehrdrähtiges Garn und aftommobirten Räbfaben ihr nicht gefällt. Dem Antrag Trims born entsprechend, ist bekanntlich der Boll für Geschirrgarn von 70 auf 43 M. ermäßigt worden. In der Petition wird nun die Befürchtung ausgesprochen, daß als Geschirgarn auch ans dere Garne mißbräuchlich eingführt werden könnten. Noch mehr Bedenken werden aber gegen den Beschluß über das wiederbolt gezwirnte Garn und den Näbfaden geltend gemacht. Die Regierungsvorlage wollte beide Sorten im Boll von 70 auf 120 Mt. e höhen; der Reichstag hat nur für Nähfaden diese Erhöhung genehmigt. Die Petition führt nun aus, daß banach zu 70 M. fertige Nähgarne von hoher Vollkommenheit eingeführt werden können, bei welden blos ein Irster Arbeitstheil, die Aufwidlung auf Spulen, vollends zu bewerkstelligen wäre, um attommodirten Nähfaben zu erzielen." Diese Arbeit, welche eine weniger wichtige Operation ist und jedenfalls feines besonderen Schußes bedarf- wurde also eines Schutes von 50 M. theilbaftig. Da aber für 100 Kilo Nähgarn, nicht aufgefpult, nur 70 M. Boll zu zahlen find, für 100 kilogr. allommodirten Nähfadens aber bei der mitverzollten Tara von 30 Prozent für Spulen ca. 170 Mart, so würde auf Die einfache Operation des Spulens ein Bollschutz von 100 M. tommen. Die Petition aus Göggingen beantragt daher, für Die beiden bezeichneten Sorten einen einheitlichen Boll zu beschließen. Wenn der von 120 M. zu hoch befunden werden baß die Frau" am Ende frant geworden wäre. Sie nahm ihr Licht, öffnete leise die Thür und leuchtete zum Bette hin; die Frau rührte sich nicht. Sie trat näher und hordate, aber fie hörte auch kein Athmen, und nun ergriff fie bie Angst. Sie faßte ihren Arm und hätte vor Schred fast das Licht fallen laffen die Frau war todt. In aller Eile that sie jetzt das Vernünftigfte, was sie überhaupt thun fonnte, schloß zu und lief was fie fonnte zum Doktor, denn möglicher Weise war ja doch noch zu helfen. Doktor Potter begleitete fie auch augenblicklich, aber es war nichts mehr bei der Sache zu thun. Wie er meinte, hatte sie vielleicht ein Herzschlag getroffen. Der Doktor schickte übrigens die Resy augenblicklich nach Klingenbruchs hinüber, um den Bruder der Verstorbenen nicht allein in Kenntniß zu seßen, fondern auch herbei urufen. Er selber blieb fo lange bei der Todten. Der Herr Oberfilieutenant sollte sich deshalb nur geschwind anziehen und mittommen ach, es wäre ja -156 530 Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forserung.) 23 nd no Ich börte," nahm nach einer Pause Fritz wieder das Wort, baß Sie Besuch im Schloffe haben." Es ist der Freund jenes.. Sie stoďte. " 20907 Es ist der Freund Mr. D'Brian's," ergänzte Friz. Es ist sein Freund!" fubr fie fort. Er erkundigte sich nach ihm, vielleicht vermuthet er ihn wieder hier. Wenn dieser Mann von dem Geheimniß wüßte!" 〃 Gerichts- Zeitung. Sonntagsruhe rgend eine Ba lament, febr fraglich. und ich hoffe lommen, wie mächtig ift. G D Aroße Versuchu Betreibe Wolf P. Er liebte zum Frühstück ein Schnäpsch seine gesellschaftliche Stellung gestattete ihm das und einer Liqueurfabrit irgend etwas einzuwenden. Infowe auch der Kaufmann Schönwald, der in Charlottenburg damerstraße Nr. 6, eine derartige Fabrit betreibt, mit be haberei seines Hausdieners Hermann Friedrich Wilhelm S ftillschweigend einverstanden, wenn derselbe, bevor er den Kunden bestellten Liqueure sc. verpackte, seinen art ben vorhandenen Lagervorräthen befriedigte. Schneider nugte die nugte die Gutmüthigkeit feines Bri wohl unbillig gegen diese Liebhaberei eines Hausdienfahren zu I Wenn er von dem Geheimniß wüßte, so würde er es in seiner Bruft bewahren, wie ich und Sie. Er ist ein Ehrenmann, und würde eben so wenig zum Verräther an der Ebre Ihres Hauses werden, wie ich es werde." ,, Ach, noch bin ich von der Angst nicht befreit, daß bit hante für das Gefch Doch nur weni Den Leuten Tube verderben Man trägt anbeim. Das fagen, ich habe land gemefen Binbrudt gebab Dorbei war; ob muß ich es me Bang ber Beit Wetter charafter anbrach. Wer wiffen, was th auf das Felb in unverschämter Weise aus und er überschri Grenzen des Erlaubten, indem er Liqueure und Effenzen in bedeutenden Mengen aus der entwendete, um dieselben unter der Hand zu verkauf feinen Einnahme Etat mit dem solchermaßen gewonnene zu erhöhen. In dieser Weise vermochte Schneider Beitraum vom September v. J. bis zum Januar d. 3. hindert seinem Brinzipal, beffen unbedingtes Vertrauen faf, Ronfurren zu machen, und er hätte zum Schaden ben dies Treiben wohl noch länger fortgefegt, wenn " night find Löfe," sagte die Komtesse Agathe. Außerdem im Schlosse nöthig, um für unsern Gaft und ben Ich gehe," versetzte Madame Dupré, und we Alles besorgt habe, werde ich wiederkommen." Doktor ein Abendessen herzurichten." to Ja, ja. Madame Dupré," fagte der Graf, Sie wieder, bleiben Sie diese Nacht hier.. " Du reibft Did mein theures Kind" fügte er hinzu, indem er ihr fein gemagerte Hand entgegenstreďte Deiner Sorge um mich. Du darfst nicht die Nacht bei mir bleiben." Der Graf reichte Fritz seine Hand. nicht gerade in wabren? Sie haben Brig mu feine Bebenter Ich hoff Davis bevorf Das GI wieber. Eins ib Derfekte Frik Right mehr vo uführen. N offen wir, ba bewirtt; faft Lochter „ Ich bin genesen, mein lieber Doktor", sagte e dem, was ich gehört habe, durch Sie. Meine mir Alles gefagt, was Sie für mich gethan haben weiß Alles und sage nichts, als: Ich danke Ihnen! ban gar zu schrecklich, die arme Frau da so kalt und starr auf dennoch eines Tages alles fund werde, und auf meinen ich mich auf Ihre Ehrenhaftigkeit verlassen darf, bas ihrem Beite liegen zu sehen! Bidem Worte ,, anziehen" warf der kleine Dberstlieutenant etwas bestürzt den Blid auf seinen unteren Menschen. Die Resy hatte in der That Recht, aber in der Aufregung der Schreckensnachricht hatte er daran nicht gedacht. Seine Schwester todt, und so plöglich, so unvorbereitetes war zu entfeglich! Aber er fühle auch dabei, daß Doltor Potter sehr vers nünftig gehandelt habe, augenblidlich nach ihm zu schicken, und seine Gattin, mit ihren Gedanken aber auf einer ganz anderen Spur, folgte ihm rasch in das Schlafzimmer, um ihn selber zur Eile anzutreiben. Daß das alte verrückte Frauenzimmer, die Nefy, den Doktor auch da drüben allein gelaffen hat loante fie benn nicht zuschließen Mach' nur, daß Du hinüberkommst - alle Papiere und Werthfachen liegen jetzt offen da, und der fremde Mensch ist allein im Logis!" Aber, bestes Herz," sagte der kleine Mann, indem er rasch in seine Uniformhofen hineinfuhr und sich dann qälte, die etwas engen Stiefel anzubekommen, Doktor Botter ist ein Ehrenmann; Du kannst doch nicht glauben, daß er silberne Löffel stiehlt!" ( Fortiehung folgt.) unglücklichen Vater irgend ein Schatten des Verdachts fiele." Fürchten Sie nichts von D'Brian, gnädiges Fräu lein. Ich habe ihn kennen und schäßen gelernt; er war ein Unglüdlicher, wie Sie, und er ist mein Freund." Die beste Bürgschaft für seinen Charakter," verfette fie. Ich danke Ihnen, Romtesse. Erlauben Sie, daß ich mich jetzt zu Ihrem Vater begebe?" " Ich will Sie begleiten, Herr Doktor." Der Graf befand sich in der That um Vieles beffer. ich, nur eins liegt mir schwer auf dem Herzen Schuld gegen Sie... Wie soll ich mich Ihnen erweisen?" bur " Ich würde mehr als belohnt fein, Herr Graf" wortete Frig, wenn ich mir das Verdienst anmaßenb einen geringen Theil beigetragen zu haben." ,, Die Ueberzeugung dürfen Sie haben; gethan, das kann ich Ihnen nicht lohnen." aber ben Leiben ni finbet." bamit noch nicht meine Schuld abgetragen. Was Sie für ,, Sprechen Sie nicht von Dankbarkeit und von Ab, fie ber Graf. " mehr fo bring Sie nicht, me Liegen foll, ve Des Glads." „ Ich wa bitten, mo Shritte zu th fubren." I bitt biefe Reife ni erfüllen, wenn welches fie fo 44 wenn ich die Ueberzeugung von hier mitnehmen barat von hinne Er faß aufgerichtet in seinem Bette; Madame Dupre lohnung, Herr Graf," versette Frizz.„ Ich bin zufrie Sie und Komtesse Agathe mir ein freundschaftliches Noch faß vor demselben. Er hatte soeben en fie die Frage ge richtet, warum der Doktor fich nicht sehen laffe. ehe Madame Dupré so viel antworten fonnte, als fie wußte, trat Frih in Begleitung der Komtesse ein. Der Graf war herzlich erfreut, den Arzt zu sehen. Sein Auge war nicht mehr mit und halb gebrochen, wie Friz ihn zum letzten Mal gesehen hatte, es glänzte lebhaft, und von der ganzen fürchterlichen Krankheit war nichts geblieben, als eine verhältnißmäßig geringe Körperschwäche. benken bewahren." Unsere Freundschaft für Sie, unfere Verehrung bis ans Ende unserer Tage währen." „ Die Versicherung ist mir Lohn sezzie Frizz. genug!" ist auch unsere Dankbarkeit in Vergleich zu ben Die Mit aufgeregt, ba ibn beshalb Tage erforber bie Auflöfung " Ja, ja," versezte der Graf nach einer Baufe. ,, Erlauben Sie, Madame Dupré, daß ich sie jetzt abe vielen Herzen, die Ihnen ein dankbares Andenten meiblich fei, immer noch mitäts machen fugig machte. Umstand eingetreten wäre, der den vertrauensseligen Chef r Wache in Ein Nerztragen verschwand im Januar d. J. hr Lotal, weld aus den Geschäftsräumen und zwar zu einer Tageszeit, in der In den gedachten Räumen Niemand sonst als Schneider Butritt Matt Riebabt hatte. Herr Schönwald nahm in ben Hausdiener wenn man auf die Dörfer hin kommt, so hat man doch seine Freude an den geputzten und frohen Leuten und dankt Gott, baß wir nicht unter dem 3wange des englischen Sonntags leben. Ich war gerade an einem Sonntag zum ersten Mal in meinem Leben ich glaube, es war vor einigen pierzig Jahren in England an das Land getreten und war so froh, eine schlechte Fahrt überstanden zu haben, daß ich unwillkürlich nicht sehr laut; und ein Be tannter vom Schiff, der mit mir ging, sagte mir etwas ängstlich: Bitte, Herr, pfeifen Sie nicht! Ich sagte: warum sollte ich nicht? ich bin vergnügt."- Es ist Sonntag!"( Seiterkeit.) Das war in hull und er feste mir mit Wohlwollen auseinander, ich liefe Gefahr, Unannehm at, dieje Sms Gebet, welcher selbstverständlich der ehrlichste Mensch auf lich beschi Bottes weiter Welt" au sein betheuerte." Nach erfolgter An noch einmal eige bei der Bolizei wußte man, va dort die vielfachen Vor- irgend ein Lied pfiff, nicht sehr laut; nftitutionen bestrafungen des Hausdieners bekannt waren, wo der Dieb zu Schwedilonnte, verstand es Schneider, fi feiner Verhaftung durch uden set. Bevor aber gegen ihn Anklage erhoben werden Ovember po leunige Flucht zu entziehen. Wiederergriffen und an das zur Errich Roabiter Gerichtsgefängniß abgeführt erschten Schneider am 2c. auf. b. M. vor der Straflammer ges Landgerichts II., woselbstlichkeiten zu erleben. Das hatte für mich die Folge, paß ich theilte Den auf die wegen Diebstahls im Rüdfalle gegen ihn erhobene gen das Gentlage ein umfaffendes Geständniß der bel p. Schönwald infchte gene onübten Diebstäble ablegte. Der Gerichtshof erkannte auf 2 Sr in jedem Jahr Buchthaus, 5 Jahr Ehroerluft und Polizei Aufficht. gedachte Scha g auf die I wäre. Sol pilligft fünfu migung erthe Konzefftonin Schaustellung Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 97. Sizung vom 9. Mai. ( Schluß.) sfeftwiese Reichs Tangler Fürst von Bismard: Der Herr Abna den bordnete bat aurachst damit begonnen, zu betheuern, daß möglich leine.feits eine Einwirkung auf Wahlen und ein Haschen nach Bopularität mit diesem Antrage nicht verbunden gewesen sei. ete fich vorgewürde das ohne seine Versicherung geglaubt haben. Ich innere mich auch nicht, gesagt zu haben, daß diese Berechnung tern Morg öhme ba em Antrage zu Grunde liege. Ja glaube nur, die thatsäch Ache Wirkung des Antrags dargestellt zu haben, vermöge deren Das Venti Die Antragsteller in einem befferen Lichte vor den Arbeitern iedersan scheinen als der Bundesrath, und habe gesagt, daß der per berar lartig fiundesrath dabei in einer Bwangslage fich befindet, aus der beigeführt beraus er die Sache nicht lösen kann. Das hat der Herr Vor rebner selbst zugegeben. Er nimmt an, daß der Bundesrath ern trafen feinerseits eine Art Enquete anstellen weide. Db ihm dazu Die Mittel ohne einen Beschluß dieses Hauses zu Gebote stehen, das will ich hier nicht entscheiden. Ich kann dem Herrn AbEin entic geordneten außerdem nur das Zeugniß geben, daß er mit der benditunde ehr großen Beredsamkeit, die ihm seine christliche Ueberzeugung erläßt eine Als ein fofort wieder an Bord ging und nach einer anderen Gegend fuhr. Ich führe das nur an, um zu sagen, daß ich mich mit einer folchen Bwangsfeier, so lange ich lebe, nicht befreunden würde, auch nicht glaube, daß dies Gottes Gebot entspricht, und daß es geeignet ist, den Menschen zu bessern. Ich kann also aus den Aeußerungen des Herrn Vorredners nur so viel entnehmen, daß er selbst doch auch einer Enquête nicht zuwider ift; er fegt voraus, daß die Regierung fie auf eigene Hand machen werde. Ich erkläre, daß die Regierung auf eigene Hand nicht das Geld dazu hat, und werde dankbar sein, wenn Sie es ihr bewilligen oder im Vertrauen auf die haushälte tischen Gewohnheiten dieser Regierung ihr die Vollmacht geben wollen, gewiffe Etats zu diesem Behuf zu überschreiten. Die Annahme der Vorlage, wie fie ift, tann ich nicht empfehlen, denn ich kann nicht in Aussicht stellen, daß fie ohne Weiteres die Buftimmung der verbündeten Regierungen finden wird, und ich muß die Lezteren nochmals, ohne damit irgend die Abficht eines Antragstellers Antragstellers verdächtigen zu wollen, gegen bas Licht verwahren, welches dadurch, daß Herren Ju glauben scheinen, ihr Antrag tönne ohne weiteres Gefeß werden, auf die Intentionen der Regierungen den Arbeitern gegenüber geworfen wird. Ich tann erklären, daß die verbündeten Regierungen für die Ar beiter genau so viel Wohlwollen haben, wie irgend einer der Herren Unterzeichner dieser Vorlage haben kann, daß sie aber genöthigt find, che fie ihre Unterschrift von fich geben, dem Inhalt dieser Pièce etwas genauer ins Geficht zu sehen und ihn näher zu erforschen als die Herren, die den Antrag unter Die einfloßt, von neuem für die Heiligung des Sonntags und für schrieben haben und unterstützen.( Bravo!) alter Mane Freiheit des Sonntags von Arbeit, für die Sonntagsruhe an der Salles gesagt hat, was fich dafür sagen läßt. Aber über die um nadt, wie die Schwierigkeiten, die der praktischen Aus on den brung seiner Wünsche entgegenstehen, zu überwinden Bferdebahna sungen zufü felen, darüber hat er uns nicht um ein Haar breit flüger würden; das zeigt uns, daß er noch heute auf dem Manchester Vorderräde gemacht, als wir vorher waren. Er hat auch nicht versucht, und ihm darüber eine Andeutung zu machen; er hat auch seinerseits ment einer raus g des na Leiter, ng erfahre Beregte en Arbeite | Wir fiüber die Revolution den Sonntag beseitigen würde. haben gezeigt, so lange es uns vergönnt war, wie andere Büre ger unfere Meinung frei zu äußern, daß wir überall für die Sonntagsruhe eingetreen find. Wir achten die Ueberzeugung jedes Menschen, mag er evangelisch, katholisch oder Jude sein. Will er am Sonntag Gottesspeise, so soll ihn Niemand daran stören. Wir haben darum auch stets das Anfinnen abgelehnt, unsere politischen Glaubensgenoffen zum Austritt aus der Kirche zu bestimmen. Die Religion muß Gemüths- und Herzenssache bleiben, und wenn wir zur Herrschaft fämen, würden wir viel leicht schon den sechsten Tag zum Feiertag bestimmen. Durch eine Annahme dieses Gesezes wird dem soliden Geschäft so gut wie dem Arbeiter ein Vortheil geschaffen werden, der Bundesrath thäte also gut daran, demselben zuzuftimmen. ( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Reichstanzler Fürst v. Bismarck: Der Herr Vorredner hat wiederum der ganz unbestrittenen Wahrheit Ausdruck ge geben, wie Herr v. Kleist, daß es im höchsten Grade wünschens werth wäre, allen Arbeitern die Sonntagsruhe zu schaffen. Es handelt fich aber, wie ich wiederhole, doch hier nur um den geringen Theil der Arbeiter, die sie bisher nicht haben. Ich Lohnjat berechnet haben, da ist ohne Widerspruch als im all erinnere daran, als wir im Unfallgeset den durchschnittlichen gemeinen giltige Regelung anerkannt worden, daß der Lohn tage im Ganzen nur 300 im Jahre wären. Es ist also damals unbestritten von der Annahme ausgegangen, daß die meisten Arbeiter ihre Sonntagsrube jetzt schon haben. Es handelt sich also hier nicht etwa um alle Arbeiter, um den gesammten meinte, sondern nur um den bedauerlichen Theil deffelben, der Arbeiterstand, für den der Herr Vorredner eben zu sprechen bisher der Sonntagsruhe entbehrt. Da es eben die Minder zahl ist, so ift vermöge der Freizügigkeit Jedermann in der Lage, fich diesem Drude. der vorzugsweise schärfer wäre, wenn er nicht durch andere Vortheile aufgewogen würde, zu ent ziehen. Es wäre mir lieber gewesen, wenn der Herr Vorredner feine Meinung wenigstens darüber klar ausgesprochen hätte aber er hat sich wohl gehütet, es zu thun, wer den Ausfall Don 1/7, von 14 pet. fragen foll; hätte er gesagt: mir, im Namen der Arbeiter sprechend, find bereit, diefes eine Siebentel unseres Jahreslohnes zu entbehren für den Vortheil, daß wir dafür den freien Sonntag haben, gut, das wäre eine Stimme, die von Seiten der Arbeiter in der Richtung ge sprochen hätte. Die Regierung würde freilich das Bedürfniß gehabt haben, außer dem Herrn Vorrebner doch auch noch andere zu hören. Oder hätte er auf der anderen Seite gesagt: es ist eine Forderung der natürlichen Gerechtigkeit, daß die Unternehmer diesen Ausfall tragen, daß fie jedem Arbeiter für Die sechs Tage, die er nachher noch arbeitet, den Lohn, den er bisher am flebenten Tage betam, zulegen, daß fie also bet einem Lohnfag von 14 Silbergroschen, will ich einmal fagen, den Wochenlohn auf 16 Silbergroschen erhöhen, wobei fie Darauf rechnen, daß nun der am Sonntag ausgeruhte Arbeiter die übrigen sechs Wochentage hindurch um so mehr arbeitet Das hätte ich eine aufrichtige Stellungnahme von Seiten des Herrn Vorrebners genannt. Anstatt sich aber für eine dieser Alternativen frant und frei auszusprechen, hat er fich begnügt, nach Art vieler anderen Herren von anderen Fraktionen, seine Rede in der Hauptsache nicht mit sachlichen Argumenten, son Dern mit persönlichen Invettiven gegen mich und gegen das, was ich gesagt habe, auszurüften. Es ist das ja außerordent lich leicht wenn ich ein Abgeordneter in der Minorität wäre, gänzlich ohne Verantwortung für das, was im Lande geschieht, und was die Regierung thut, da wollte ich Ihnen noch ganz anders grobe und eindringliche Reben als der Herr Vor redner halten. Es ist ein altes gutes Sprüchwort,- ich fürchte leider ein französisches: um geistreich zu sein, braucht man nur vor nichts mehr Respekt zu haben, dann findet sich das sehr leicht."( Db! lints.) Ja, den Respekt vor dem, was aus der Nation und ihren wirthschaftlichen Einrichtungen wird, wenn gewiffe Sachen, die im Feuer der Rede und des Parteis bedürfnisses gesprochen werden, ins Leben treten; diesen Res spekt bat der Herr Vorredner nicht. Ich möchte also, daß der Herr Vorredner, wenn ihm Beit dazu bleibt und dem Hause, es anzuhören, doch vielleicht noch einmal auf die Tribüne tritt, fich für eine dieser Alternativen entscheidet und sagt: ich for dere im Namen des Arbeiters den freien Sonntag für das Opfer von 17 feines Jahreslohns, oder ich fordere von dem Arbeitgeber, daß er diesen Ausfall überträgt. Die meisten Arbeiter, die nicht so fituirt sind, wie der Herr Vorredner, daß fie an der Spitze einer Bewegung stehen, von der fie ihrerseits mit Leichtigkeit getragen werden, die, glaube ich, tönnen die 70 M. jährlich nicht entbehren, und wenn der Herr Vorredner mir das nachweisen tann, an welchem item ihrer Ausgaben das möglich sein wird, so würde ich ihm sehr dankbar dafür sein. Das würde mir den Beweis liefern, daß der Arbeiter trop aller Klagen, die wir von verschiedenen Seiten über Bertheue rung des Brotes und des Getreides, und über die Unmöglich keit. zu leben und Steuern zu zahlen, doch noch 70 Mart per Kopf übrig haben. Ich glaube es nicht. Der Herr Borrebner aber muß ich annehmen glaubt es, sonst würde er nicht so sprechen. Der Herr Borrebner hat Abg. Stolle( So.): Sie verlangen doch sonst immer Vollmachten von uns, iegt aber, wo wir fte ausgedehnt einräumen, weißt fie der Reichstanzler zurück. Er hat erklärt, daß die Arbeiter selbst sich gegen das Verbot der Sonntagsarbeit erklären standpunkt steht, den die Fabrikanten uns gegenüber vertraten, als wir 1868 für die Abschaffung der Kinderarbeit eintraten. worden. Die Arbeiterkinder find fräftiger geworden, und jene unliebſamen Szenen haben aufgehört, die sich früher zwischen den Arbeiterfamilien und den Schulverwaltungen abge spielt. Der Herr Reichskanzler bat mit seiner Er. nehmer ist. Warum sollte fich der Arbeiter gegen das Verbot der Sonntagsarbeit erklären? Wenn er nur für die Arbeit der 6 Wochentage anständig bezahlt wird, wird er gern am Sonntag paufiren. Wenn wir fortfahren wie jest, auch den Sonntag zur Arbeit zu benußen, so befördern wir nur die Ueberproduktion und rufen dadurch Pausen in der Arbeit hervor, die den Verdienst des Arbeiters recht erheblich schmä lern. Der Herr Reichskanzler meinte, der Arbeiter, der fich am Das ist ein Vorwurf, den der deutsche Arbeiter nicht verdient. Als unsere Industrie auf der Weltausstellung in Philadelphia Arbeiter the denselben wieder erobert. Wenn der Herr Reichsleine Erfahrung zur Verfügung, die Anderen eine Beruhigung Und trotzdem find mit unserer Forderung gute Erfolge erzielt Leben aber die wahrscheinliche praktische Wirkung eines solchen Ge Er in der B gewähren fönnte. Diese Schwierigkeiten, die fich dem tgegenstellen, den Sonntag für die Arbeit absolut und 8% angameise zu entbehren, find ja ganz genau dieselben, als Der Festlegung eines annehmbaren und nicht allzu ermüdenden flärung nur bewiesen, daß er auf Seite der Unter3/14 au rigen Arbeitstages im Wege stehen. Finden Sie das Ge ihren Trimniß mit dem Sonntag, dann werden wir auch das mit als toot hem Arbeitstag finden, daß wir, ohne die Industrie und ohne den Arbeiter felbft durch Schwächung der Industrie, von der chafft. Dlebt, zu schädigen, auch den Arbeitstag limitiren tönnen in alter Get Weise, wie es in viel weiteren Kreisen, unter den Arbeitern in der bft wenigftens, gewünscht wird. Wenn in England die Sonntagsruhe nicht üblich wäre, wäre, wenn es dort bisher fo gegangen wäre, wie bei uns heute, ob dann Sonntag Vergnügen bereite, mache leicht am Montag blau. gend eine Regierung start genug wäre Ba lament, um fie heute zu erzwingen, das ist mir fehr fraglich. Die Sitte thut darin viel mehr als der 3wang, ihren Plaß auf dem Weltmarkt verloren hate, hat der deutsche und ich hoffe und wünsche, daß wir mit der Sitte so weit lommen, wie denn doch die Sitte bei uns darin schon sehr langler einmal mit mir in unsere Fabrikgegenden lommen und mächtig ist. Es ist für den Landwirth beispielsweise eine sehr Aroße Versuchung, wenn in der Erntezeit bei beinahe trockenem Getreide Wolfen am Himmel stehen, am Sonntag arbeiten und einfahren zu laffen; ja selbst die Arbeiter haben so viel Bassion für das Geschäft, daß fie häufig bazu brängen. Aber ich lenne doch nur wenig größere Befiger, die es gestatteten, oder die Den Leuten wenigftene in meiner Gegend ihre Sonntags ruhe verderben, mag darüber bie Ernte verregnen oder nicht. Man trägt es in Ruhe und stellt dem lieben Gott das Weitere inen haute beim. Das zeigt, wie mächtig die Sitte darin ist. Ich muß näpsche pas und c Hausdien Infowelt ttenburg bt, mit ber Bilhelm S evor et riedigte. überschri bi mes Brin und a 3 der verkauf ewonnenen chneider uar b. J Vertrauen Schaden wenn nicht erdem find und ben und wen 6 Graf, fo er ihr fei ibft Dig ie Nacht mi fagte et eine Tochter an haben Ihnen! barf, bas Sergen Ihnen ban rr Graf" bür anmaßen b in biefel Saber bami Sie für und von bin zufrie men barf fchaftliches Berehrung genug!" Pause. gu ben vi Andenten b oder ein dort sehen wollte, wie bleich und abgehärmt die Gefichter der Arbeiter find, die Tag für Tag die schlechte Fabrikluft einathmen müssen, so würde er gewiß auch dafür eintreten, daß Diesen Arbeitern vergönnt wird, wenigstens am Sonntag einmal frische Luft einzuathmen.( Sehr gut! bei den Sozial demokraten.) Der Herr Reichskanaler fagte, er wiffe nicht, wie der Bundesrath die Ausnahmen feftfeßen solle; es sei das eine ganz ungeheure Gewalt, welche dem Bundesrath durch dieses Gesetz eingeräumt werden solle. Ich habe kein rechtes Bu trauen zu der Polizei, die uns besonders nicht schön entgegen jagen, ich habe von dem englischen Sonntag, wenn ich in Eng- tritt; aber die Vollmachten sollen ja in die Hände des Bundesraths land gewesen bin, immer einen peinlichen und unbehaglichen gelegt werden, und dem glauben wir fie bis jetzt noch an Einbrudt gehabt,( sehr wahr!) ich bin froh gewesen, wenn er Dorbei war; ob es den Engländern auch so ging- bei manchen trogdem ablehnt, so geschieht das, weil er die Nationalliberalen nicht vertrauen zu dürfen. Wenn der Herr Reichskanzler das Geset und die Manchester leute nicht verlegen will. Durch Enqueten wird nichts erreicht werden. Sie find auch überflüssig, wo die von Fällen Jedem in das Dhr dringen, der hören will. Ehe Sie mit Ihren Untersuchungen fertig find, werden die Arbeiter an Leib und Seele vernichtet sein. Herr v. Kleist meinte, daß die Sozialdemokratie, wenn fte zur Herrschaft gelangte, wie wetter charatterifiren will, und waren froh, wenn der Montaz Thatsachen so laut sprechen und Klagen aus hunderttausenden toffen, was ich meine. Wenn man dagegen hier des Sonntags anbrach. Wer in England in der Gesellschaft gelebt hat, wird auf das Feld fommt, in die Umgegend von Berlin, wenn es gerade in der Nähe einer Bodbierbrauerei ist( Heiterkeit), abren? Sie haben • Was macht...? Was befindet sich..? Brig wußte, was er fragen wollte, und kannte auch od sid feine Bebenken, die Frage auszusprechen. Davis hr die Gesundheit wiedergiebt." " Ich hoffe", sagte er, daß das Glüd, welches Laby wieber. Das Glück, das ihr bevorsteht?" fragte der Graf Eins ihrer Kinder hält fie bereits in den Armen", berfeste Frig, ihren Sohn; sobald meine Anwesenheit hier Right mehr von Nöthen, eile ich, ihr auch die Tochter zu zuführen. Nur ein Wunder kann ihre Genesung bewirken; offen wir, daß das wiederkehrende Glück dieses Wunder ben Leiben nicht durch das Glück, sondern durch den Tod bewirkt; faft aber befürchte ich, daß fie die Erlösung von Ah, fie wird ihre Kinder wieder haben!" wiederholte Rörpers, die gehabte Erregung ihrer Nerven diesmal über winden, wie in den früheren Jahren. Das schien den Grafen zu beruhigen; aber noch einmal richtete er an Friz die Bitte, seine Abreise morgen nicht aufzuschieben. Gehen Sie jett," sagte er, ruhen Sie. Ich werde Befehl geben, daß morgen in aller Frühe ein Schlitten für Sie bereit ist. Habicht kann fie begleiten." stre Frit entfernte fich, Agathe bei dem Kranken zurück. laffend. Vierunddreißigtes Rapitel. Auf seinem Zimmer angekommen, fand Frizz daffelbe bereits zu seiner Aufnahme hergerichtet. Ein helles Feuer brannte im Ramin, ein Tisch war gebedt und an dem felben faßen Habicht und Strahlenau, bereits seiner har rend. Der Lettere erhob sich, trat Friz entgegen und schüttelte ihm herzlich Friz rief ihm ein ein allzugroßes Renommé zu verschaffen, sonst giebt es am Ende fein Bläßchen auf der Erde mehr, wo Sie für gute Freunde einen Augenblick übrig haben. Man wird an hundert Drten zugleich nach Ihnen verlangen, und ein Fall wird immer bringender sein als der andere." Wenn ich immer so glückliche Erfolge habe, wie den, welchen ich jest in Aussicht habe," versette Friß, so will ich bie Unbequemlichkeiten meines Berufs gern ertragen, wenn ich auch nicht gern darauf verzichte, mit guten Freun ben eine Stunde zu plaubern... Es freut mich, lieber Strahlenau, Sie einmal wiederzusehen und mit Ihnen über die Heimath zu plaubern." Fast möchte ich mich auch bei Ihnen in die Kur geben, lieber Doktor, denn auch ich bin frank." Sie find frank? Was fehlt Ihnen denn? H " Sie werden es ja schon gehört haben, ich suche meinen Freund, den weiland Baronet O'Brian- und wie suche ich ihn! Lassen Sie mich schweigen von den der Graf. Eilen Sie, Doktor: ich bedarf Ihrer nicht Willkommen zu und nahm dann neben ihnen an dem Strapazen, die mich diese Nachforschungen gefoftet mehr so bringend, schaffen Sie ihr die Tochter. Säumen Tische Plaz. Sie nicht, mein Freund, und wenn fie ihren Leiden er bes Glads." Mein lieber Habicht," sagte er, laß uns heute liegen foll, verfüßen Sie ihr den Tod durch eine Stunde Abend noch eine gute Stärkung zu uns nehmen. Wir " werden morgen in aller Frühe auf der Landstraße sein." Was?" fragte Habicht. Wohin geht's denn nun" " Nach Bethesda?" versette Friß." Ich werde Dir Ich war im Begriff, Herr Graf, um die Erlaubniß Bu bitten, morgen abreißen zu dürfen, um die nöthigen Schritte zu thun, die Tochter der Lady Davis zurüdju unterwegs Alles sagen." biefe Reise nicht auf. Ach, es würde mich mit tiefer Trauer " I bitte Sie dringend, Herr Doktor, schieben Sie erfüllen, wenn ich hören müßte, daß sie, so nahe dem Glüde, welches fie fo heiß ersehnt, ihre Kinder wieder zu umarmen, von hinnen gehen müssen, ohne dieses Glück zu er hat reichen." Tage " Nach Bethesda!" Willst Du uns jetzt schon vers laffen? Hältst Du den Grafen schon so weit genesen, daß er Deiner nicht mehr bedarf?" Wir fehren wieder hierher zurück, Alter. Beruhige Dich. Es giebt aber noch eine andere Person, die meiner Hilfe bedarf, und die schlimmer baran ist als der Graf; ihr muß ich meine Hilfe bringen." " Ich weiß nicht, Habicht, wie Sie darüber erstaunen Es würde mich aufgeregt, daß Frig ernstlich für ihn fürchtete. Er suchte tönnen," bemerkte Strahlenau lächelnd. Ihr Neffe ist ja Die Mittheilung des Doktors hatte den Kranten so ihn beshalb zu beruhigen, indem er sagte, daß nur wenige ein wahrer Wunderdoktor! bie Auflösung der Lady, wenn diefelbe wirklich unvers erforderlich feien, um seinen Zweck zu erreichen, daß meiblich fei, nicht so schnell eintreten würde, und daß ja in Erstaunen sehen, wenn ich hörte, daß er plöglich zum Sultan abberufen würde oder zu sonst irgend einer hoben Perfon am äußersten Ende der Welt.... immer noch Hoffnung fei, fie werde die Escöpfung ihres Hüten Sie sich, lieber Rodenburg, fich allzuviel Ruhm und haben.' war?" Sie wissen also nicht, daß er hier in der Nähe Natürlich weiß ich das! Ich erfuhr es von dem Wirth in Blackfield, bei dem ich eine Stunde nach seiner Abreise eintraf. Ich muß ihn aber unter allen Umständen wieder haben, und da ich dachte, ihn hier in der Nähe zu finden, so machte ich mich auf, ihn zu suchen. Sie wer den wohl, da Sie bereits das dritte Jahr hier sind, so eine kleine Vorstellung von dem haben, was es sagen will, zur Winterzeit in diesen verteufelten Wälbern, Schluchten und Felsen Jemanden zu suchen, und noch dazu Jemand, der sich absichtlich verbirgt. Ich und mein Wirth, der brave Unterförster im Walde von M'Donuil, wir find mehr als einmal in Gefahr gewesen, im Schnee stecken zu bleiben, oder den Hals zu brechen, und Alles ohne Erfolg, ohne jeglichen Erfolg. Seine Spuren haben wir mehr als einmal gehabt, aber feinen Kreuz und Duerpfaden zu folgen, ist uns doch nicht möglich gewesen." ( Fortseßung folgt.) mir gegenüber in der Uebertreibung gesprochen, die mit dem Bedürfniß verbunden ist, zunächst meine Person in der Achtung Der Arbeiter herunterzuseßen. Er wünscht, daß die Arbeiter ihm folgen und nicht dem Reichskanzler. Da finde ich das ganz natürlich, daß er mich, wie er tann, herunterreißt und fagt: man hat uns bas versprochen; jest war der Moment ge tommen, wo der Reichskanzler alle seine Versprechungen erfüllen tönnte, man hat ihm diese Sonntagsvorlage suppeditirt, wenn die unterschrieben worden wäre im Bundesrath, so hätte er alle seine Versprechungen erfüllt, aber nun hat er recht gezeigt, daß er doch eigentlich bei den Manchesterleuten und mehr auf Seiten der Arbeitgeber als der Arbeiter steht, und daß Alles, was er früher für den Arbeiter bei anderen Ge legenheiten gesagt hat der Herr Vorredner sagte es nicht geradezu, aber meinte es doch im Grunde, eine Heuchelei gewesen ist, die ihren politischen 8med wohl haben kann. So ungefähr fam es heraus. Nun, ich verlange gar nicht, daß Der Herr Vorredner gerecht gegen mich ift, ich will nur An deren und will dem Lande sagen, daß er mir damit bitteres Unrecht thut. Ich stehe weder auf Seiten der Arbeitgeber noch der Arbeiter, ich stehe auf Seiten der Nation und ihres wirth schaftlichen Gedeihens und thue, was ich nach bestem Ermessen ohne Popularitätssucht nach der einen oder anderen Seite hin glaube verantworten und mit der Unterschrift meines Namens deden zu können.( Bravo! rechts.) Der Herr Vorrebner hat mehreremals gesagt, ich spiele den Arbeiterfreund, ja, meine Herren, wer hier mehr spielt, das heißt, eine Rolle, auf welcher Seite das theatralische, daß zirzenfische Element ist, und auf welcher Seite das mehr fachliche, daß überlaffe ich Jebermann zu unterscheiden.( Sehr richtig! rechts.) Ich be ftrette, daß es wahr ist, was der Herr Vorredner sagte, daß mit der Annahme dieses Entwurfs alle Wünsche des Arbeiters zufriedengestellt, daß die Arbeiterklagen so zu sagen mit dem freien Sonntag abgefunden werden würden. Der Herr Vorrebner lehnt die Enquete ab; er fürchtet, daß die Arbeiter dabei gefragt werden. Den Herren ist es ja immer unangenehm, wenn die Arbeiter ohne ihre Führer und Vormünder vers nommen werden, aber darauf gerade wollen wir hinaus; der Herr Vorredner stößt die Regierung gewissermassen von hinten hinein auf diese Vorlage: Nun brauf, nur rasch unters schrieben!" Das macht te mir doppelt verdächtig; ich habe von der Seite noch nie eine Unterstüßung meiner ehrlichsten Bestrebungen für die Arbeiter bisher gehabt; daß fte alle unehrlich gewesen sind, wird der Herr Vorredner vielleicht behaupten wollen, aber Andere nicht glauben machen können. Neulich haben Sie für die Börsensteuer, glaube ich, geftimmt ( Buruf: Nein!) oder nicht nun, das hat auch mit den Arbeitern weiter nichts zu thun. Wenn der Herr Vorredner mit solcher Leidenschaftlichkeit und mit solcher Neigung, mich vor dem Lande schwarz darzustellen, auftritt, so bin ich als Diplomat gewohnt, nach der Abficht zu suchen. Ich denke mir also, der Herr Vorredner erwartet, wenn wir den Arbeiter, den unbeeinflußten Arbeiter nicht hören, tönnten wir vielleicht etwas thun, was ihn nachher unzufrieden macht oder was überhaupt Schaden in die Industrie bringt und in Folge Deffen Unzufriedenheit. Wo Unzufriedenheit ist, da blüht die Agitation; und vielleicht ist der Herr Vorredner gerade deshalb mit der Schärfe in dieser Sache, die ich, glaube ich, bisher nur febr fachlich behandelt habe, aufgetreten. Ich halte die Herren Agitatoren der fozialdemokratischen Partei für Leute, zu denen man fich der That versehen tann; fle wiffen mit derselben Feinbeit, mit der der Diplomat seine Berechnung macht, immer ben Bunft ausfindig zu machen: wie kann Unzufriedenheit ge fäet werden. Unzufriedenheit brauchen fle, um zu profperiren, und wo fie teine finden, fönnen sie den Hebel ihrer Agitation Ich tomme also unwillkührlich zu der Vernicht einsetzen. muthung, daß fie von der Vollziehung dieses Gesetzes, von feiner übereilten, sofortigen Einführung, doch noch mehr Drachenfaat erwarten, als ich bisher darin gewittert habe. Ich traue Ihren Nathschlägen nicht.( Buruf links: Wir auch nicht!)- Das ist wahr. feinlich gegenseitig; Sie den meinen auch nicht das bestreite ich auch gar nicht. Ich bitte auch die anderen Herren, zu erwägen, daß bie Bahl der Arbeiter, die von dieser Wohlthat berührt wer den, doch im Ganzen eine geringe ist; die Arbeiter, die sechs Arbeitstage in der Woche überhaupt nur haben, find bisher die Mehrzahl. Ehe wir die Minderzahl, die bisher alle fieben Tage gearbeitet bat, ohne ihren Willen dazuwerfen und ihr / ihres Lohnes fürzen, habe ich das Bedürfniß, diese Arbeiter vorber selbst in möglichst unabhängiger und unbeeinflußter Weise zu hören, wie fie darüber denken, mag das nun in Form einer votirten Enquete sein oder, wie Herr v. Kleift annahm, so, daß wir im Bundesrath jest uns einmal in die Sommer frische begeben und dann vielleicht späterhin einmal herum hören; so ungefähr dachte er fich; dabei erfährt man aber nicht genug; man wird immer, glaube ich, um uns zu infor miren, Geld brauchen, und ich befürworte deshalb, daß die Herren, wenn ihnen daran liegt, die Sache ernstlich zu fördern und nicht blos eine captatio hinzustellen, eine Resolution faffen, in der fie die verbündeten Regierungen dazu ermuthigen, Geld für eine solche Enquete auszugeben, um diese, wie ich glaube, nicht fpruchreife Frage im nächsten Winter bei der nächsten Barlamentsfigung einer weiteren Beschlußnahme zu unterbreiten. ( Bravo!) Abg. Windthorst: Auch wir stehen auf dem Boden und werden allein von der Abficht geleitet, dem Wohle der Nation zu Hilfe zu fommen; wir verfolgen teine Wahlpolitit, sondern wollen auch auf dem Gebiete der Fürsorge für die Arbeiter erreichen, was erreicht werden kann. Sm vorigen Sabre ift mit unserer Silfe das vom Reichskanzler vorgelegte Kranten- und Unfallgeses zu Stande gekommen; aber diese Geseze allein werden die Bufriedenheit der Arbeiter nicht her belführen, es bedarf durchaus noch einer umfaffenden Arbeiter schußgefeggebung, um eine feste Ordnung der Verhältnisse awi fchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu erlangen. Von diesem einzunehmen hat. einzunehmen hat. Wir find ihm gewiß dafür dank bar, wenn er recht genau und scharf zusteht, daß das Nationalvermögen und das Vermögen des Einzelnen fich ver mehrt, aber nicht darf das geschehen auf Kosten der göttlichen Gebote. Die Auffassung des Kanglers über die Gründe der Wohlhabenheit Englands theile ich nicht, ich halte es mit Macaulay, der da sagt, weil man in England die Gebote Gottes auch auf diesem Gebiete befolgt hat, hat der Segen Gottes auf England geruht. Befolgen auch wir dies, dann wird auch uns der Segen Gottes nicht fehlen.( Lebhafter Beifall rechts und im Zentrum.) Abg. Rödiger: Der Reichetangler hat nichts Neues, sondern nur Argumente vorgebracht, die schon hundertmal widerlegt worden find. Wenn der Herr Reichetangler verlangt bat, wir sollten Vorschläge darüber machen, wie das Gesetz ausgeführt werden könne, so steht doch nationalötonomisch durchaus feft und die Erfahrung anderer Länder hat längst gezeigt, daß durch die Sonntagsruhe die Arbeiter leistungsfähiger werden, Die Unternehmer nichts einbüßen und die Löhne mindestens nicht sinken. Besonders ungerechtfertigt war die Beschuldigung gegen die Arbeiter, daß fie blauen Montag machen. Das tommt doch nur in seltenen Fällen vor. Die Polizei vorschriften, die über die Sonntagsruhe bestehen, werden von Den Untenehmern umgangen, die Arbeiter genöthigt, Sonntags zu arbeiten, und nachher oft noch in Bolizeiftrafe dafür genommen Deshalb ist eine gefeßliche Einschränkung der Sonntagsarbeit durchaus nothwendig. Der Bundesrath ist fehr wohl im Stande, den Entwurf, wie die Kommission ihn vorschlägt, praktisch ausführen und in den einzelnen Fällen die nöthigen Dispense zu ertheilen. Freilich, mit der Lösung der Arbeiterfrage will der Bundesrath nicht viel zu thun haben. Die Kleinen Handwerksmeister, die durch die Sonntagsarbeit der Großbetriebe am meisten geschädigt werden, find an der Annahme des Entwurfs besonders interessert. Reichskanzler Fürst von Bismard: Ich glaube, die hohe Versammlung wird sich aus den Ausführungen der beiden Redner der sozialdemokratischen Partei schon haben überzeugen fönnen, daß die Wirkung der Vorlage, der Art und des Jn halts ihrer Anregung, daß nämlich ber Bundesrath als der Schuldige dafteht, wenn der Arbeiter nicht glücklich wird, falls nicht erstrebt, so doch faktisch schon erreicht ist. Sie sehen, daß diese Herren, die sich besonders die Vertreter der Arbeiter nennen, erfreut find über den Anlaß und die Möglichkeit, über den Vorwand, der ihnen gegeben ist, auf den Bundes rath mit Fingern zu zeigen: hic niger est, das ist derjenige, der uns schädigt- Sie seben, daß hiervon jest schon der reichlichste Gebrauch gemacht ist. Ich will nicht behaupten, daß diese Wirkung erfirebt wäre, ich halte fie von vielen Der Unterzeichner wenigftens nicht für vorausgesehen; aber daß fie schon eingetreten ist, werden Sie mir nach den beiden Reden, die wir von sozialdemokratischer Seite hier ge hört haben, nicht bestreiten, und daß fie von diesen Herren Rednern und ihren Kollegen in der Agitation in dem Sinne nun breiter ausgenust werden wird, geflüßt auf die konser vativen Unterzeichner dieses Antrages, in den Boltsversamm vativen Unterzeichner dieses Antrages, in den Boltsversamm lungen, um die verbündeten Regierungen als die bête noire in der ganzen Einrichtung darzustellen, das läßt sich doch wohl voraussehen. Der Herr Vorredner ist insofern meinen Wünschen schon mehr entgegengekommen, als sein Fraktionsgenoffe, der vor ihm gesprochen hat, als er doch schon eine Andeutung dar über gemacht hat, wie er sich dieses Tragen des Ausfalles, der nothwendig eintreten muk, denkt. Er tritt der Frage schon näher, indem er sagt, eine fleine Schädigung werden fich allerdings die Unternehmer gefallen laffen müffen. Wenn er sagt: eine leine", so nehme ich an, daß er doch nicht die 7 des ganzen Bruttoumsages des Geschäfts meint. Dann muß er also vorausseßen, daß von der Schädigung, die im Ganzen eine große sein wird, doch noch ein erheblicher Theil für den Arbeiter übrig bleiben wird. Nun fehlt uns aber der Beweis, daß der Arbeiter bereit ist, diese Schädigung zu tragen. Er hat von der häuslichen Arbeit gesprochen. Auf dem Gebiete hat ja jeder von den Herren wohl Erfahrungen gemacht. Ich habe bisher nicht gefunden, daß der Sonntagsgendarm, wenn ich ihn fo nennen darf, der einen bei der häuslichen Arbeit abfaßt, eine willkommene Erscheinung wäre, daß der den Uebertreter vor fich selbst und vor seiner eigenen Neigung, fich mehr anzustrengen, als die Obrigkeit will, au feiner Genug thuung schüst; unter Umständen wird ein Beobachtungsposten ausgestellt, wenigftens bei ländlichen Handwerkern, um zu sehen, ob nicht etwa ein Gendnrm tommt, und Alles ist darüber einig, fich dem Sonntagsgenbarm nach Möglichkeit zu entziehen. Solchen Erscheinungen gegenüber darf man es doch wohl den verbündeten Regierungen nicht übel nehmen, wenn fie fich über die Stimmung, mit welcher die Arbeiter dieser Sade selbst gegenüberstehen, doch noch etwas näher, als von den Führern Der Agitation zu entnehmen ist, zu unterrichten wünschen. Der Herr Vorredner hat gemeint, man würde die ganze Sozial demokratie beseitigen, wenn man vernünftige Ansprüche der Arbeiter befriedigte. Bum Erforderniß der Vernünftigkeit des Anspruches rechne ich vor allen Dingen das, daß er aufgestellt wird von demjenigen, von dem behauptet wird, er hätte ihn. Daß bei dem Arbeiter der Anspruch auf einen Bwang zum Nichtarbeiten wirklich vorhanden sei für den Sonntag, darüber haben wir die Neigung, einige Ermittelungen anzustellen, und bas werden Sie uns nicht verargen. Der Herr Vorrebner ist gleich wie fein Fraktionsgenosse auf die Andeutung zurüdge gleich wie fein Fraktionsgenosse auf die Andeutung zurückgetommen, die ich über den blauen Montag machte. Beide Herren baben meine Bezugnahme sofort erheblich erweitert, wie es ja für ihren Gebrauch nüglich ist. Die unparteiischen Herren werden fich erinnern, daß ich sagte: es giebt Leute, es fommt vor unter Umständen". Der erste der Vorredner nahm schon an, ich hätte den deutschen Arbeiter im Allgemeinen, nationaliter angeklagt, daß er überhaupt den Montag blau an machen pflege. Der zweite Redner nimmt das als eine ganz fichere Beschul nach Nr. 10 der Majoritätsparteien dieses Hauses, wesentlich derfelben teten, die jetzt dem Reichsfangler erheblich neue Einnahm für das Reich zu bewilligen im Begriff find. Die in Engle von der Fabrik gefeßgebung befürchteten Nachtheile find fein wegs eingetreten; vielmehr wird diese Gefesgebung jest Grundlage der sozialen Reform und als außerordentlich m thätig empfunden; ebenso ist es in der Schweiz; und Desterreich hat man jene beiden Staaten jest nachgea Aus den Berichten der Schweizer Fabritinspektoren geht hervor, wie außerordentlich freundlich die Arbeiterwelt Fabritgesesgebung gegenübersteht; in allen Nöthen Stideret- Industrie in der Ostschweiz ist aus Arbeiterfre nie ein Wort des Tabels über Sonntagsruhe oder Morim arbeitszeit gefallen; im Gegentheil hat man allgemein möglichste Erweiterung dieser Institute gewünscht. In G land find die Löhne in Folge der Herabfezung der Arbeit zum Theil um 160 pCt. gestiegen. Warum dürfen benn f Wechsel am Sonntag peäfentit, teine Bustellungen bef feine aerichtlichen Termine abgehalten werden? Warum das Ende jeder gefeßlichen Frist durch den Sonntag um Tag verschoben? Rönnen sich nicht die Personen, die durch solche Bestimmungen schüßen will, viel beffer selbst Butttam Sonntagsruhe bewahren als die Arbeiter, die wir hier schie möchten? Unser Antrag ist keineswegs nur ein bloger Rahme der Rahmen für diese Gesetzgebung ist vielmehr schon in bestehenden Gewerbeordnung enthalten. Eine Enquete man früher veranstalten tönnen; jest bedarf es einer Gn nicht mehr, denn die Erfahrungen anderer Länder haben wiesen, daß das Experiment zum Heil und nicht zum S ausschlagen wird. In Bezug auf die Sonntagshelligung England uns allerdings weit überlegen. Dort belommen w ein Shal Arbeiter sogar schon den Sonnabend Nachmittag arb Im Düsseldorfer Regierungsbezirk ist die Sonntags Erfolg durchgeführt; daffelbe ist auch für das ganz möglich.( Beifall im Zentrum.) Reichstanzler Fürst v. Bismard: Der Vorgan Regierung in Düsseldorf, den der Herr Vorredner j bemeift, glaube ich, unwiderleglich, daß die preußische Di Steich be Stadt regierung den Tendenzen, die der Antrag verfolgt, nicht f sonst wäre die Stellung der Düffelca Regierung dazu ja nicht möglich, daß also alle die Beld gungen und Infinuationen, die ich aus anderen Reden heraushören tönnen, unbegründet sind. Auf der anderen beweist er aber auch, daß das bestehende, gefegrebe Material ausreicht, um erhebliche Fortschritte nach der Rich De alt zu machen, ja um fast den besten Theil deffen, was die fteller anstreben, zu decken, ohne daß man genöthigt gefeglichem Bwange in der Allgemeinheit zu greifen, hier vorgeschlagen ist. Unter den Vorwürfen, die der Borrebner mir gemacht hat, ist mir der schmerzlichfie wesen, daß ich in Wiederholungen verfalle. Er hat m vorgelesen, daß ich im Januar ganz dasselbe gesagt habe jest. Nun, wenn der Herr Vorredner mal 70 Jahre wird, wird ihm das vielleicht auch paffiren; alte Leute fallen bekanntlich in die Gewohnheit, dieselbe Geschichte mals zu erzählen.( Heiterkeit.) Der Herr Borrebner bat berufen auf sehr viele Beispiele im Ausland. Im A und wo anders liegen die Sachen einmal anders. Dan auch die Ausführung dort eine andere. Est modus in il y a des arrangements avec le ciel, wie die Here wiffen, also ganz gewiß mit der Polizei. Bei uns, we etwas Gesez wird, wird es mit bureaukratischer Gena und Gewissenhaftigkeit ausgeführt. Db das in der oder anderswo mit der gleichen Schärfe und Genauigke es bei uns der Fall sein würde, geschieht, darüber laffen Nachrichten mich sehr im Zweifel. Es ist ja möglich, Berichterstattungen nicht ganz unparteiisch find, man aber gesagt, daß die Durchführung dieses Gesetzes Ländern nur möglich sei, weil es eben nicht beobachte und weil die Ausnahme anfängt, die Regel au so wird es wohl auch mit der oftschweizer Es ist ja möglich, daß meine wegung sein ber Dor. Der Herr Vorredner hat ferner wie ba bat tn B richten darüber falsch find, aber fte liegen atten der vor ihm sprach, einen einen Stein zur Aufklärung zum pofitiven Aufbau beigetragen mit der Voraussegu er aussprach, daß der Arbeiter den Ausfall tragen we behauptete aber, daß der Arbeiter dafür durch die Rube schädigt werden wird. Der Herr aber, der vorhin co eine Tribüne sprach, sagte, daß die Arbeitgeber allerdings Schädigung dabei erleiden würden. Der Herr Vorrebne anzunehmen, daß der Arbeiter den Ausfall tragen werde Hauptsache, daß er ihn aber doch auch werde abwälaen nach der einen oder nach der anderen Seite hin. Nun berührt er gerade die Hauptschwierigkeit, die mir im steht, um einfach der Sache beizutreten. Wenn to wüßte, daß der Arbeiter den Ausfall tragen will das schon mal gesagt, es hilft mir aber nicht, auch wen th es noch viermal sage, man wird doch vorziehen, es ni hören wenn also der Arbeiter sagt, er wolle fall tragen, dann ist es gut, dann bin ich zufrieden. non fit injuria! Es ist nur die Frage, wie lange durch eine Regieruagsinftruktion das ins Leben ben Fol Ben gid 98 Am T und Kommi Eingeg mit der füb der Vertrag beiderseitiger Jagdfrevel Pfändung v Auf de tarifnop Bu Bo waaren H men) die E ben. Srute bel bis berig Genoffen, a erfuchen, Bardhefabri bitten Berlauf ode feitens der Höhe der laffen und Seffton Mit Außerd fuchen, bie auf Baumw Don Feinhei Quadratmet nach Ergebn die entsprech Für ba welten Lefu 250 auf 850 Don 250 M Abg. G in ber zwei auf die Beh franzöfifchen Staatsf bie jegige S e wäre im Die Bollfäte Es baben in gefunden, ab flage au m eine fo weitg empfehle ung unterm baben tein 2 annimmt. Abg. eigenem Ant wohl alle U baben gar Herrn Grab fatiren. Abg. L Schluß ber a wenigftens o liegt, bat bie Belieben zu Abg. 2 wefen, wenn nommen bät als eine Ung noch erst ein Das caratte Majorität ve Beigt fich alfo burchaus nid Rommiff Der verblinde Rabfabenzoll hog allere Mitteln ber graben verfu Abg beroorgebober wird, die kann man ändern, ein Geses nicht, bas man ohne ein neues Gesez nicht wieder ändern, und ich m nicht, daß wir im Deutschen Reiche in die traurige kommen, die Gefeße nicht in vollem Maße ausführen weil die Schädigung der Ausführung größer ist als D ob fte den Ausfall tragen wollen. Ich kann den A Arbel I nicht satt machen, daß ich ihm die eloquenten Reden mit nachher nicht zufrieden stellen, wenn er hungert, ibn die hier zu feinem Gunften gehalten worden find, wie f Poftulat ist, so lange ich im Reichstage bin, schon die Rede bigung an, die ich allgemein ausgesprochen habe. Er ist ehr Lohn, 14 pСt, entbehren würde. Dafür wird er mis gewesen. Herr v. Kleist hat ja vorhin erft angeführt, daß ein Antrag faft gleichlautend mit dem Kommissionsvorschlage schon por ein paar Jahren aus den Reihen der Konservativen einge bracht war. Was die Rommiffion vorschlägt, ist also durch aus nicht neu, sondern enthält die Summe beffen, was wir nach reiflichster Erwägung und in der Erlenntniß, Daß auf diesem Gebiet endlich einmal etwas geschehen muß, für im Augenblick durchführbar halten. Ohne pofitive diesem Gebiet werden wir niemals die Leiftungen auf Arbeiter zu befriedigen und niemals die Einwirkung der Sozialdemokratie au paralyfiren im Stande fein. Der den ich gewiß nicht Sozialdemokraten, Antrag Der ganz unterschreiben möchte, enthält eine Reihe von Vorschlägen, bie wir ernstlich in Erwägung nehmen müssen. Der Reichs Tanzler bat bagegen lediglich vom rein materialistischen Standpunft aus argumentirt.( Sehr richtig! im Bentrum). Das höhere, ethische, chriftliche der aanzen Frage hat er außer Acht gelaffen. Es ist ein Gebot Gottes und des Christenthums, Daß der Sonntag geheiligt werden soll und muß. Nichts in Der Welt berechtigt den Einzelnen oder die Regierung, dieses Gebot außer Acht zu laffen. Das Gebot muß befolgt werden, und die Folgen haben wir nicht zu untersuchen; die Folgen überlaffen wir getrost der Leitung deffen, der das Gebot ge geben hat. Die Rede des Reichskanzlers fulminitte in den Fragen: werden die Arbeitgeber den fiebenten Tag entbehren Lönnen? Werden die Arbeiter den Lohn für den fiebenten Tag entbehren tönnen? daß es Arbeiter gäbe, die blau am Montag machen. Nun, mehr habe ich auch nicht gefagt. Es wäre ja eine ganz absurde und unberechtigte Behauptung, wenn ich ben Arbeiterstand im Allgemeinen dessen antlagen wollte. Ich habe nur gesagt, es würde nicht bei allen zutreffen, daß fie ausgeruht vom Sonntag derjenigen, die den Sonntag freihaben, doch nicht immer der Fall ist. Das find aber die Ausnahmen, die ich wohl converFür fich freuen würde nnd wie leicht er diese Kleinigkeit von Dant wiffen, das macht ihn nicht satt. Der Herr Vort bat uns ferner und ich weiß nicht, ob mir persönlid der Regierung im Allgemeinen- wieder Mangel an Thai Mangel an Fleiß vorgeworsen; er sagt: warum haben denn die Enquete nicht schon längst gemacht? Ja Herren, ich habe hinreichend zu thun gehabt in die Woche fämen, wie es ja bisher bei der großen Mehrzahl Menschen, der alt und frant ist wie ich, glaube ich, babe ben legten 7 Jahren, in denen mir der Herr Vorrednnt heit im Enquetiren vorwirft, hinreichent gearbeitet, wenig sando genannt habe, auf die ich aber lein Gewicht lege. So ebensoviel wie irgend einer, der hier gegenwärtig ift. Ja mehr zu thun, als ohne Anregung über alle Fragen und einige andere in der Welt Enqueten anstellen zu laffen. wie ich glaube, unrel zu früh anregen fo bin ich bereit, diese Enquete an au laffen und Arbeitskräfte aufzuwenden. Aber ebe id glaube ich nicht daran, wie überhaupt an die Swedmäßigkeit weiß, ob dem Arbeiter damit gedient ist, ob er es baben würde ich mich nicht dazu verstehen können, im Bundesra bald die Herren sich auch überzeugt haben, daß die Arbeiter Das wirklich wollen und mir dankbar sein würden, wenn ihnen bei Strafe geboten wird, am Sonntag fich der Arbeit zu ent halten, dann will ich auch gerne bei dem Bundasrath das be fürworten; aber diese Sicherheit muß ich erst haben; bisher und das Willkommensein irgend eines Sonntagsawanges und irgend eines Swanges zur Ruhe, der außerhalb der Sitte liegt und etwa von der Polizei erzwungen werden muß. Abg. Lieber: Des Reichsfanglers Ausführungen hatten solcher Beifall pflege ihn bedenklich zu machen; und ich hoffe, Sie aber diese Frage anregen Sache zu befürworten. mobisten Na Barn, bas b lag allerbing Lara, bie fel widelt wird, Regierung b beiden Zarif Erhöhung fü Das Wert be Fehlgriff ber nur freuen, noch eine feine Anftalt Abg. G eine Enquete nur vorläufig Abg B erböbung, th Die Lohnverb Abg. G werben bie Beben, und baben, wenn werden bann Hierauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. Persönlich bemerkt Abg. Richter: Der Abg fich diesmal des Beifalls der Deutschfreifinnigen und National hat von dem Beifall gesprochen, den die Herren Richter liberalen zu erfreuen. Kürzlich hat der Reichskanzler gesagt, Genoffen dem Hrin Reichskanzler heute ausnahmswell das wird auch jetzt der Fall sein und der Reichskanzler noch Freunde und mich selbst bei denjenigen Ausführungen spendet. Dem gegenüber habe ich zu berichtigen, daß für von seinem heutigen Standpunkt zurüdlommen. Die hoch Herrn Reichskanzlers, welche vielleicht zu Beifallsäußer idealen Gefichtspunkte des Abg. v. Kleift sind nicht zu ent hätten Veranlassung geben können bei allen war bi Das müffe untersucht und dazu fräften; der Kanzler möge doch tlar darüber sein: ohne Reli- der Fall-um so mehr Burückhaltung geboten war, all gion giebt es teine Bivilisation, teine Boefte; ohne Religion Herr Reichskanzler noch am Dienstag bemerkt hat, ba müßten die Arbeitgeber gehört werden. Für mich bedarf es Dieser Enquete nicht. Ich habe genug Gelegenheit gehabt, zu fehen, was die Arbeiterbevölkerung verlangt; einstimmig wollen fte am Sonntag Ruhe haben. Die Anschauungen des Reichs Tanglers vertragen fich nicht mit der Idee des chriftlichen Staates, wohl aber mit der Berechnung deffen, was Jeder Berantwortlicher Rebolteur M. au Grunde A Abg. L Rolls in Elsa Stellung der 1 Indufirie no fo bat er wol Derr Grab. Arbeiter baff jorität, wir fabens, weld gelebnt. F elfen, ba beiterinnen auch leine wahrhaft große Politik! Die Urheber dieses Antrages würden den Kanzler gern als wahren ben prince vers ebren, wenn er fich mit dem Astrage einverstanden erklärte. Das muß ihm um so leichter werden, als es sich nicht mehr um einen Sentrumsvorschlag handelt, sondern um einen solchen( Dritte Berathang der Bolltarifnovelle.) Kronbein Berlin. Druf und Berleg von Bar Babias in Berlin SW.. Beuthtraße 2. Beifall von unserer Seite nur geeignet fet, thn die Richtigkeit seiner Aeußerungen sehr nachdentid Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Montag 11 Sims sine Belle bestände; mi unb fo lang felben Einnah in Engla find feind ung fest ntlich wo eiz; und nachgeah geht iter welt Röthen rbeiterfre r Magim gemein In Gr r Arbeit n benn le gen befor Warum w ag um ein n, die hier schi Ber Nab chon in Enquete iner En Enqu baben belligung tommen Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 109 Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 98. Sigung vom 11. Mai, 11 Uhr. Am Tische des Bundesrathes v. Bötticher. von Butttamer, Lucius, v. Burchard, v. Schelling und Kommiffarien, später Fürst Bismard. Eingegangen find der Freundschafts- und Handelsvertrag mit der füdafrikanischen Republik, die Konvention mit Birma, Der Vertrag mit Belgien über die Bestrafung der auf den beiderseitigen Gebieten verübten Forst, Feld, Fischerei und Jagdfrevel und ein Gefeßentwurf, betr. die Unzulässigkeit der um Sa Pfändung von Eisenbahn. Betriebsmitteln. arbildire Helch Cager ganze Borgan er l ifche Sta Düffelta nicht f Die Befu Reden anderen efereba Der Rid $ die An ötbigt eifen, Die der tchfle De bat mir gt habe Sabre all e Leute chichte Sm Au 3. Dan Oner bat us in r te Herre Bena ns, went Der G auigle r laffen glich, ba man bat Best bachte ชน chweiger meine Bilbe attenm ie ber ftlärung auslegung en werbe Die Rube orbin to ngs eine Correbne werde välgen Nun nir im in th uch wen n, es ni He ben ben. ange Reben Fold ger bt, bast nb to wi traurige ten ju it als b aber A Arbei ert, tbn Reven wie f Teit von er mir Serr Bort petfönli an Thal m baben ? Ja Für ich, babe i orrebant tet, wenig ift. 3 agen und be, unrelf Laffen. quete anfit tebe id es baben Bundesal mmen. Abg. n Richter ahmswelle bak für Führungen allgäußer war bis war, all bat, bag itbn achbentid tag 11 e Bella Auf der Tagesordnung steht die dritte Lesung der 3 o II. tarifnovelle. waaren Bu Bofition 2,, Baumwolle und Baumwollen. war in zweiter Lesung( 110 gegen 106 Stim men) die Erhöhung des bisherigen Bollfags fü: att omo bitten Näbfaden von 70 auf 120. beschloffen wor ben. Heute beantragen Löwe und Genoffen die Beidehaltung bes bisherigen Bollsages. Daffelbe beantragen Frege und Genoffen, außerdem folgende Resolution: den Reichskanzler ju erfuchen, über die Lohnverhältnisse der Arbeiterinnen in der Bäichefabritation und der Konfektionsbranche, sowie über den Berlauf oder die Lieferung von Arbeitsmaterial( Nähfaden 2c.) seitens der Arbeitgeber an die Arbeiterinnen und über die höhe der dabei berechneten Preise Ermittelungen zu veran affen und dem Reichstage über das Ergebnis in der nächsten Stifton Mittheilung zu machen. Außerdem beantragt Grad: den Reichskanzler zu er fuchen, die Frage einer anderweitigen Normirung der Bölle auf Baumwollenwaaren, um die Säge mit Berüdfichtigung Don Feinheit und Werth nach Gewicht der Gewebe pro 100 Quadratmeter abzuftufen, einer Brüfung zu unterwerfen und hach Ergebniß derselben dem Reichstag in der nächsten Seffton bie entsprechenden Abänderungsvorschläge zu machen." Für baumwollene Spigen hatte das Haus in der welten Lefung gleichfalls eine Bollerhöhung, und zwar von 250 auf 850. befcoloffen; witte beantragt, den Bollsat Don 250 M. unverändert zu lassen. Abg. Gab begründet seinen Antrag, wie er es bereits in der zweiten Lefung getban hat und beruft sich, wie damals, auf die Behandlung der feineren und gröberen Gewebe im franzöfifchen Bolltarif. eine Staatssekretär v. Burchard: Es ist anzuerkennen, daß bie jeßige Scheidung zu Unzuträglichkeiten geführt hat, und es wäre im Intereffe unserer heimischen Industrie, wenn man bie Bollsäge nach dem Gewicht der Gewebe abstufen wollte. Es baben in dieser Richtung vorläufige Ermittelungen statt gefunden, aber man ist davon zurüd jelommen, schon jest VorShläge zu machen, weil man von der Auffassung ausgeht, daß weitgreifende Aenderung des Tarifs fich vorläufig nicht empfehle Indeffen wird diese Frage eine eingebenden Brü fung unterworfen werden, und die verbündeten Regierungen baben tein Bedenken dagegen, daß das Haus diese Resolution Abg. Meyer( alle). Wenn die Regierungen schon aus eigenem Antrieb die Frage prüfen, dann hätte Herr Grad doch wohl alle Ursache, seine Resolution autüdjuziehen. Wir Alle annimmt. baben fatiren. gar fein Intereffe, die tief eingreifende, von Herrn Grad ins Haus geworfene Frage noch eingehend zu dis Belieben zu ftimmen. Partel Dienstag, den 12. Mai 1885. erbracht wird, ist die Beschuldigung vom Regierungstische aus ein schreiendes Unrecht. Abg. v. Kardorff: Es ist doch wunderbar, daß sich Die Herren Loewe und Broemel gerade diese Pofition ausge sucht haben, um der Majorität hier Unannehmlichkeiten zu sagen. Insofern waren die beantragten Erhöhungen von großem Segen, als fte Uebelstände zur Sprache brachten( febr wahr! rechts), von denen es fich jest zeigen wird, wie weit fte begründet waren.( Beifall rechts.) Abg. Trimborn: Den Nähfaben wollen ja jezt alle in Rube laffen. In aweiter Lesung waren Vorschläge ange nommen, die ich auf Grund eines fachverständigen Gutachtenš gemacht. Diese Autorität war feine geringere als die des Kollegen Lohren( Lachen links). Ich will nur hier konstatiren, daß durch meinen Antrag Kammzwirn nicht höher als bisher belaftat wurde. Abg. Windthorst erklärt, daß die Majorität freiwillig thren Antrag auf Erhöhung des Nähgarnzolles zurüd gezogen habe. In der Abstimmung wird der Boll für Nähfaben auf 70 M. festgesett; die vom Abg. Witte beantragte Ermäßigung des Spizenzolls abgelehnt. Die Resolution Frege wird anges nommen; die Resolution Grad aber mit 174 gegen 114 Stim men abgelehnt Es folgt die Pofition 5( Droguerie und Apothekermaaren.) Ein Antrag des Abg. Witte, Batytweis statt mit 1 M. zu verzollen, zollfrei zu lassen, wird abgelehnt. Der Zoll für Superphosphate, der in der 2. Lesung auf 0,50 M. festgesezt war, wird gestrichen. Der Boll für Strontian präparate, von 2 M., wird aufrecht erhalten, nachdem fich der Abg. Müller ( Sangerhausen) im Intereffe der Buderindustrie gegen den felben ausgesprochen hatte. Die Wehrbeit bei der Ablehnung Dieses Bolles erscheint im Hause mehrseitig zweifelhaft, so daß die Verkündigung des Abstimmungsresultats mit Ausrufen des Erstaunens aufgenommen wird. Der in zweiter Lesung bereits beantragte, vom Hause aber abgelehnte Boll von 0,30 M. auf Schlemmtreide wird von der freien Vereinigung( Frege und Gen.) wiederum beantragt. in ek der Sozia IL. Jahrgang. und demnächst bei den verbündeten Regierungen die Suftims mung finden sollten, es fü meine Pflicht gehalten, zu ver suchen, ob die Schwierigkeiten, die der spanische Handels vertrag und seine Bindung des Roggenzolles einer Ausführung dieser Beschlüsse im Sinne der Abfichten, von denen fie ein gegeben find, entgegensezen,- ob diese Schwierigkeiten zu be feltigen seien oder nicht. Ich habe deshalb mit zer töniglich spanischen Regierung Verhandlungen angeknüpft über die Bes bingungen, unter denen fie etwa auf die Bindung des Roggenverzichten wolle. Näch längeren Verhandlungen find wir zu einem Uebereintommen gelangt und deshalb erfolgt diese Mittheilung so spät; die Vorlage wird vielleicht heute Ihnen noch zugehen, aber ich habe die Mittheilung nicht eher machen fönnen; erst gestern Abend ist es mir gelungen, mit der spa nischen Regierung ein Abkommen au treffen, wonach dieselbe auf die Bindung des Roggenzolls versichtet.( Mehrseitiger lebe bafter Beifall.) Ich habe mit Genehmigung Sc. Majestät des Kaifers heute früh den Vertrag dem Bundesrathe vorgelegt. Es ist Grund, anzunehmen, daß noch heute im Laufe des Tages der Bundesrath einen genehmigenden Beschluß faffen, und noch vielleicht, bevor diese Ihre Sigung geschloffen sein witd, Ihnen die Vorlage des Bundesrathes darüber zugehen werde.( Bravo! rechts.) Jch laffe den Eingang, wie er bei allen Verträgen gleichmäßig üblich ist, weg und nenne nur die Kongeffionen, die unsererseits zu machen wären. Die nachbenannten Gegenstände erhalten bei Der Einfuhr Deutschland bie Dabei vermerkte Ermäßigung des Eingangsjolles: Bitronenschalen, Dcangeschalen und Schalen von sämmtlichen Südfrüchten, frisch oder getrocknet, sowie un reife Pomeranzen, auch in Salawaffer eingelegt, sollen von 4 auf 2 M. für 100 Kilogramm herabgesezt werden; Safran von 50 auf 40 M. für 100 Kilogramm; Oliven von 30 auf 20 M. pro 100 Kilogramm; Johannisbrob von 2 auf 1 M. pro 100 Rilogramm. Diese sämmtlichen Bofitionen erreichen in unseren Bollintraden noch nicht 40.000 M. im Durchschnitt. Ferner wird Olivenöl spanischer Herkunft oder Fabritation in Fäffern, amtlich denaturirt, bei der Einfuhr in Deutschland vom Boll fret sein. Das ist die Hauptkonzesfion. Die Reichs finanzen würden ihrerseits einen Buwachs erhalten, über den es schwerer ist, eine genaue Biffer jegt in diesem Augenblide anzugeben, der aber ganz ficher das Maß von 300,000. übersteigen wird. Dann beißt es im Artikel 2 des Abkommens mit Spanien: Die töniglich spanische Regierung willigt ihrerseits darin, daß in demselben Tarif a Die Be ftimmung, wonach der Boll für Roggen nur 1 Mart für 100 Kilogramm betragen soll, in Wegfall kommt. Der gegenwärtige Vertrag foll ratifizirt und Die Ratifitationen ausgewechselt werden.( Bravo! rechts.) Es war nicht meine Abficht, in die Distuffion gegenwärtig einzu greifen, da es mir schwer sein würde, etwas zu sagen, was nicht ich oder andere Vertreter dieser Zölle nicht schon einmal, sondern häufig gesagt haben, und da ich es nicht für meine Pricht halte, die Gegengründe zu widerlegen, die bereits wider legt find. Es war nicht meine Absicht, in die Distuffton ein zugreifen; aber da das gestern eingetretene Novum auf Ihre Abstimmung doch nicht ohne Einwit fung bleiben wird, so habe ich für meine Pflicht gehalten, Jonen schon jest während der Distusfion und bevor die Vorlage hier hat eintreffen tönnen, Mttheilung von deren Inhalt au machen.( Lebhaftes Bravo!) Nachdem Staatssekretär v. Burchard erklärt hat, daß der Bundesrath noch nicht Stellung zu der Frage habe nehmen können, und er die Entscheidung dem Hause an heimftelle, wird der Boll mit 154 gegen 138 Stimmen be schlossen. In der 2. Lesung ist auf den Antrag Biehl- Sedlmayr ein Boll auf Bement, lands und flußwärts eingehend von 0,30 M. beschlossen worden. Der Bementzoll wird mit großer Mehrheit abgelehnt. Es folgt die Pofition 9: Getreide zc.: Weisen und Roggen 3 Mart. Die Sozialdemokraten beantragen, sämmtliche Getreidezölle au ft eichen. Abgg. Witte und Genofen wollen den Roggenzoll be feitigen, eventuell bis zum Ablauf des spanischen Handelsvertrages auf 2 M. feftfegen. Abg. Möller: Bu Gunsten der Herablegung des Roggen solls von 3 auf 2 Mart möchte ich mich zunächst darauf be rufen, daß in einer von den konservativen Landwirthen meiner Heimatsp: oving an Den Reichstag gerichteten Petition ein Preisverhältniß von Weizen und Roggen mie 3: 2 als normal bezeichnet wird. Ich möhte boch das Darauf Gewicht legen, daß Reich und Die Einzelstaaten selbst die größten Roggenkonsumenten find. Aus dem Militär. Etat tönnen Sie leicht ersehen, daß die preußische schluß der zweiten Lesung finden, wenn der Nähfadenzoll braucht; und wenn Sie den Verbrauch der übrigen Armeekorps Abg. Lohren würde sich in den Abfall von dem Be wenigftens von 70 auf 90 M erhöht würde. Wie die Sache dazu rechnen, so ergiebt sich für die deutsche Armee ein Ge liegt, hat die Reichspartei es ihren Mitgliedern freigestellt, nach fammtbedarf von rund 1 Million Doppel sentner jährlich. Die Erhöhung des Roggensolls auf 3 M. wird also allein bei dem Bosten Naturalverpflegung der Truppen" eine Mehr ausgabe von 2 Millionen Mart bewhiten. Dazu kommt nun wesen, wenn die Konservativen den Antrag derjenigen ange Abg. Loewe: Ich hätte geglaubt, es wäre loyaler ge nommen bätten, die von vornherein den Boll auf Nähfaden aber noch der gleichfalls ganz bedeutende Bedarf für die als eine Ungerechtigkeit bezeichneten. Jezt haben Sie selbst feitstellen töinen. Aus diesen Gründen lit es mir febr aufbas charakterifirt deutlich die Sachkenntniß, mit der die Majorität verfahren ist. Durch die Burückziehung des Antrages Erhöhung des von ihr selbst vorgeschlagenen Bollsages von eigt fich also recht deutlich, daß die hier beschlossenen Bölle burchaus nicht immer moivitt gewesen sind. ber verbündeten Regierungen in Bezug auf die Erhöhung des frog aller erregten Reden besteht und mit allen möglichen General Konsul Mitteln der deutschen Nähfadenindustrie die Exiftens zu unter. Rommiffarius G b. Rath Schraut: Die Erwägungen benzolles gingen aus von der englischen Konkurrens, die Ein Bollschuß fallend gewesen, dak die Regierung so leichten Herzens in die 2 auf 3 M hat willigen tönnen. Von ganz besonderer Wichtigkeit ist das verschiedene Verhältniß Desterreich- Ungarns als meifibegünstigten Staates gegenüber Rußland. Sie werden ja in den öffentlichen Blättern gelesen haben, mit welcher naiven Offenheit ein t. I. österreichisch ungarischer offiziellen Handelsberichte seine Regierungen auf die Gelegenheit aufmerksam macht, russischen Roggen auf dem Umwege über dortige Bahnen nach in einem grabin versucht. Abg. Meyer( alle): Es ist noch nicht genügend Deutschland einzuführen. Nachher hat derselbe sich auszureden bervorgehoben worden, daß der bisherige Tarif für die aktom gesucht, indem er erklärte, er wiffe ja recht wohl, daß dabet modisten Näbfaden teinen höheren Sap tennt als für das Ursprungsatteste erforderlich seien; aber er muß bei Abfaffung Barn, bas direkt aus der Spinnerei fommt. lag allerdings darin, daß bei den allommodirten Faden die Lara, die sehr werthlose Holzrolle, um welche der Faden ge widelt wird, als Baumwollgarn mit verzollt wurde. Auch die Regierung hatte in ihrer Vorlage eine derartige Scheidung der beiden Tariffage nicht vorgeschlagen, sondern eine gleichmäßige nicht hindern können, daß wirklicher österreichisch ungarischer Erhöhung für beide Barne beantragt, die Scheidung ist erft Roggen vermöge der Meistbegünftigungsklausel zu dem alten bas Wert der Rommi fion. Daß Sie fich jest bemühen, den Fehlgriff der zweiten Lesung wieder gut zu machen, fann uns noch eine Menge solcher Fehler, die Sie gut zu machen noch feine Anftalt gemacht haben. seines Berichts doch wohl der Meinung gewesen sein, daß sein Wint Beachtung finden würde. Aber auch, wenn er annimmt, daß die dortigen Behörden nicht einen Schmuggel mit rufft. schem Roggen durch die Finger sehen würden, wenn vielmehr Alles in oollster gefeßmäßiger Ordnung zugeht, wird man es nur freuen, aber es stedt in den Beschlüssen zweiter Lesung sollfrei eingehenden russischen Roggen versorgen. Aus allen eine Enquete noch nicht die Bollerhöhung aufgegeben, sondern Abg. Gerlich: Wir haben mit unserem Antrage auf nur vorläufig ruben laffen. Die Lohnverhältnisse der Arbeiterinnen. niedrigen Bollsaße nach Deutschland eingeführt wird, während Die Desterreicher fich für ihren eigenen Bedarf mit dem dort diesen Gründen bitte ich Sie, die Regierungsvorlage in Bezug auf den Roggenzoll wiederherzustellen.( Beifall links.) Abg. v. Schalicha: Ich gebe zu, daß die Ostseehäfen unter ben jeßigen Verhältnissen eine Schädigung erleiden, ich geftebe auch gern zu, daß ich meinerseits alle Mittel befürworten erhöhung, ihre Ermittelungen noch weiter auszudehnen als auf Gesammtinteresse des Reiches verlegt wird. Der Schaden, der Abg Broemel: Jch rathe den Freunden der Boll möhte, diesen Schaden der Seeftädte zu repariren, ohne daß das Abg. Grab: Durch den niedrigen Boll von 70 Dt. werden die meisten Nähfadenfabriken im Elsaß zu Grunde gehen, und nur einige in Mülhausen einen Vortheil davon baben, wenn fie fich mit den Engländern verbinden. Sie au Grunde gegangen. Sie Diesem Thell unseres Vaterlandes zugefügt wird, findet aber nach meiner festen Ueberzeugung und auch 1879 schon ist dies feine Ursache in dem hier im Hause nachgewiesen worden ftetigen Heruntergeben der russischen Valuta seit 1875. Redner geht nunmehr ausführlich auf die Schrift des Prof. Kühn in und fleinen Grundbefit" ein, an deren Hand er nachzuweisen werden bann die Breise diktiren können, nachdem die übrigen Halle:„ Die Bedeutung der Getreidezölle für den mittleren Abg. Loewe: Wenn der notorische Vertreter des Schutz- bemüht ist, daß auch diesen Kategorien des Grundbesiges Vor Abg. Lipte referirt über die zwischen der zweiten und britten Lesung weiter eingegangenen Petitionen, die sich mit den Getreidezöllen besdäftigen. Im Ganzen lägen dem Reichs taze jest sila 3200 Petitionen vor, die Bahl der Unterschriften für die Erhöhung belaufe fich auf 336 800, diejenigen gegen bie Erhöhung auf 344 200, die Gegner zählten also 7406 Unter schriften mehr. Abg. Stolle( So.): Die Getreidezölle find nichts weiter als eine direkte Staatshilfe für den Großgrundbefis, Das beweist die amtliche Statiftit des Königreichs Sachsen. Den Arbeitern ist dort mit der Erhöhung von 1879 nicht ge nügt worden, denn die Löhne fielen seitdem stetig; auch die Behauptung, daß man mit der Schutzollpolitik die Erhaltung eines träftigen Mittelstandes als einer ficheren Stüße des Staates anstrebe, wird durch das Ergebniß der Statistil wider legt; der Mittelstand hat sich von Jahr zu Jahr vermindert, aber das Proletariat ist gewachsen. Dagegen wurden vor 1879 nur 3 Personen in Sachsen mit einem Einkommen von mehr als einer Million eingeschäßt, jest bereits 5; die Schutzölle haben eben nur den einen Bwed, das Kapital zu fonzentriren, ungebruce Vermögen anzubäufen und das Proletoriat zu ver mehren. Sachsen baut nur ein Drittel feines Bedarfs an Getreide, muß also den Rest taufen. Wie wissen, daß ein Grundstück erst bei einer Größe von 5 hektar soviel Körner frucht liefert, um eine fünfköpfige Familie zu ernähren; von 192,000 landwirthschaftlichen Betrieben verfügen aber 146 000 nicht über soviel Ackerland, haben also von den erhöhten Get eidezöllen nicht den geringsten Bortbell. Berkauft ein solcher Befizer aber wirklich sein Korn theurer, so muß er das gleichzeitig theurer gewordene Brot Wirklichen Vortheil werden nur die 1500 sächsischen Großbob laufen, und so gleichen fich Vortheil und Verlust aus. grundbefizer haben.( Die nächsten Ausführungen des Redners über das Kapitalbedürfniß der Landwirthschaft und die besten Wege der Abhilfe schweifen soweit vom Thema ab, daß der Präsident denselben wiederholt auf die Sache verweist.) Wenn Sie den Arbeitern so das Brot vertheuern, werden Sie niemals darauf rechnen tönnen, daß die Regierung und Majorität des Reichstages den Arbeitern als solche erscheinen, Die auch nur im Entferntesten ein Herz für die Arbeiter hätten. ( Sehr richtig! bei den Sosialdemokraten.) Kaum war das Sperrgeses in Kraft getreten, so traten bei uns in Sachsen in mehreren fleiren Städten die Bäder zusammen und beschloffen die Erhöhung des Preises für ein 8 pfündiges Brot von 76 82 Pfennige.( bört, hört! lints, 8vischenrufe rechts.) Daran wird das gesammte Bolt am besten erkennen, wer ihm das Brot vertheuert!( Lachen rechts.) Abg. Gerlich: Ich bin in den Reichstag gekommen mit Der Joce, daß die sozialdemokratischen Abgeordneten einiger magen ben Sozialismus vertreten würden; allein fte halten uns nur Reden, die jeder Deutschfreifinnige uns ebenso gut hätte halten können. Die Rede des Herrn Stolle war weiter folls in Elsaß Lothringen, Herr Dollfus, erklärt, daß bei ertheil aus der Erhöhung der Kornzölle erwachse. Troßdem nichts als eine deutschfreifinnige Spekulationsrede. Indufirie noch weniger betheiligt set, als bet den Weftgarnen, gelebnt. Brotes des armen Mannes, von der Auswanderung als deren so bat er wohl mehr Anspruch darauf, gehört zu werden als Folge und operire immer noch mit dergleichen längst wider Herr Grab. Wir haben aber nachgewiesen, daß wir für die legten Argumenten, während doch das wirtliche Uebel, welches jorität, wir haben die leichtfertige Bertheuerung des Näh hältnisse liege, wie auch erst in den jüngsten Tagen der Herr fabens, welche die Arbeiter hätten tragen müssen, ab Ferner muß ich die Beschuldigung zurüd weisen, daß für Die Arbeiterinnen beflände; mündlich und schriftlich haben mir wiederholt Arein Trud yftem zu bekämpfen fet, in der Verschiedenheit der monetairen Ber Reichskanaler in einer gelegentlichen Bemerkung, die ibm ( Redner) so recht wohlgethan, babe einfließen laffen. Reichslangler Fürst v. Bismard: Nachdem der Reichs. tag in den beiden ersten Lesungen beschlossen hat, den jeßigen beiterinnen aus eigener Initiative das Gegentheil bestätigt, Roggenjoll wesentlich zu erhöhen, habe ich für den Fall, daß unb fo lange fein Beweis für die Exiftens des Trucksystems diese Beschlüsse in der dritten Lesung aufrechterhalten werden Aby. v. b. Deden: Wir haben für die Landwirthschaft daffelbe Interesse, wie jede andere Partei hier im Hause, troßbem tönnen wir für die Erhöhung der Kornzölle nicht stimmen. Was der Landwirthschaft von Vortheil sein würde, wäre die Aufhebung der Doppelbesteuerung, welche in der Grund- und Gebäudesteuer neben der Einkommensteuer besteht. Reichskanzler Fürst v. Bismard: Wenn zwischen din beiden legten Herren Rednern in der Sanftheit des Vortrags ein erheblicher Unterschied war, so schien mir doch, daß in der Zender& der Rede und in der Art der Motivirung fie fehr nabe mit einander verwandt find. Die Nebe, die der hanno versche Herr Abgeordnete soeben gehalten hat, bätte von jedem das Brot so theuer ist, daß eine Kalamität daraus entsteht, warum wollen Sie dann das ausländische Brot wohlfeiler machen? Dann heben Sie doch die Steuern auf, die auf der inländischen Getreideerzeugung ruben, das ist doch bei weitem das Wichtigere; 400 Millionen Bentner bauen wir im Inland und nur 30 Millionen Bentner führen wir ein, an den inländischen klebt der Schweiß unserer Also dann schaffen Sie doch inländischen Arbeiter. He Berlodun o m Bistus agend betheil olländig ge borwärts bem ines Arreftar bm während fein batten. Dies Loewe'schen Fabrik aufgestellte Behauptung anlangt, daß den jeden Fall Hausmann Arbeit angeboten worden sei, welche biefer abertheilte de ausgeschlagen habe, so trifft dieselbe nur insoweit zu, als be Hausmann unter der Bedingung Arbeit angeboten immiftrafe v daß er auf seine Ansprüche aus dem haft Die fün pflidtgefege verzichte. Hierauf ist Hausmann selben von de verständlich nicht eingegangen, was man ihm ficher um hit der Verh weniger verdenken fann, als er bereits früber einmal in einente Berli anderen Fabrit verunglückt war und ein Auge verloren hattereiderreit, damals fich durch das gleiche Versprechen, weiter Arbeit zu halten, befiimmen ließ, feine Entschädigungsansprüche auf zugeben, dann aber, nachdem dies geschehen, doch entla wurde. Mit Hochachtung Redaktion der Staatsbürger Beitung Dr. Bachler, Redakteur. Wir halten es umsomehr für une drojdite L S Pflicht, diesen Auslaffungen Aufnahme zu ge vähren, Die sogenannte liberale" Breffe sofort bei Bekanntwerden fiets gel Dieses bedauerlichen Falles auf der Seite des Arbeitgebe stand. Natürlich, ein Arbeiter, der berechtigte Entschädigung ansprüche gegen einen so berühmten Mann wie den Abg. Lelegenbelt b geltend macht, ift eo ipso ein Individuum, welches fich, Sleiermache um der gegnerischen Breffe Anlaß zu Angriffen zu geben, Drosten be Finger zerschmettern läßt. Das ist hinlänglich bekannt. Uebrigen ist das gleichzeitig erhobene Lamento höchstens Beichen dafür, daß es mit der Sache doch wohl nicht so g richtig fein muß. Wie unangenehm den Herren Freifinnig die öffentliche Besprechung solcher Vorkommnisse ist, gebt deutlichsten aus der Bereistheit ihrer Sprache hervor. viergebi Bolts- 8tg." ist sogar so freundlich, unserem Boraehen ehrenvollen Titel einer„ Denunziation" beizulegen. Wir wiegels Rel uns in Ueberstimmung mit einem großen Theil der Berli Bevölkerung, dem daran liegt, daß folche Fälle ohne An der Person vor das Forum der Deffentlichkeit gezogen Und daran soll uns die gehäfftige Sprache der deuti finnigen" Preffe ganz gewiß nicht hindern. die Grundsteuern ab, ich verlange es nicht; aber es ist die Konsequenz; wenn Sie wohlfeileres Brot baben wollen, so liegt es doch sehr nahe, das Brot dadurch wohlfeiler au machen, daß Sie die inländische Broterzeugung von jeder Steuer bes freien( Sehr richtig! rechts) und dann erst daran denken, wie Sie das Ausland beglüden wollen. Was bedeuten solche Rebensarten, wie Blutzoll? Jch kann die Grundsteuer auch eine Blutsteuer nennen, die rubt doch auch auf dem Getreides bau und schließlich vertheuert fie das Brot, das im Inlande gebaut wird, also auch die Blutbereitung.( Heiterfeit rechts.) Diese ganze böswillige und unwahre Bezeichnung von„ Blut30ll", die findet auf jede Besteuerung Anwendung, namentlich aber, wenn man fie auf die Getreidezölle anwenden will, auf die Grundsteuer und die Buschläge zu der Grundsteuer in alleret fter Linie; denn da ist es der Jnländer, der uns doch näher am Herzen liegt, als der Ausländer, der davon betroffen wird.( Lebhaftes Bravo! rechts.) Abg. Samp( bei der großen im Hause herrschenden Un rube nur sehr schwer verständlich) befürwortet die Beibehaltung der Beschlüsse zweiter Lesung. Er bestreitet insbesondere, daß Die Ostseestädte durch den Boll geschädigt werden. Einen großen Theil des Bolls trage das Ausland, deffen Intereffe, Getreide nach Deutschland zu verkaufen, sehr groß sei. Eine Retorflonspolitik des Auslandes sei nicht zu befürchten. Einen Buſammenhang der Kriminalftatiftit mit der Höhe der Lebens mittelpreise tönne er nicht finden. Abg. Ridert: Die letzte Behauptung des Nachfolgers des Reichskanzlers( heiterkeit) des Nachfolgers in der Hede -war sehr fühn. Die Wissenschaft bat längst festgestellt, und der Geheimrath Starte aus dem preußischen Juftizminifterium hat es in seinem bekannten Wert gleichfalls nachgewiesen, daß ein Busammenhang zwischen den Preisen der Lebensmittel und Der Bahl der Delikte vorhanden ist, allerdings nur für größere Diftritte und längere Beiträume. Hiernach wird die Distuffton geschloffen. Präsident: Der Abg. von der Decken bat in seiner Rede von den größeren Grundbefizern bannovers gesprochen, die fich mit dem größten Theil des hannoverschen Bolles in Der Verurtheilung der Ereignisse von 1866 und in der Hoffnung auf die Wiederherstellung der staatlichen Selbstständigkeit eins wissen." Diese Aeußerung verstößt gegen die Drdnung des Hauses; ich rufe dafür den Abg. von der Decken nachträglich zur Ordnung!( Beifall rechts.) bi l 23. Septembe Führer derfe Sneiderreit burchbringent Anzeige bin Beftellt und 1. J bem am 1 auptet, von Schraubenfch aber trotz all Abrebe geftel reiche Beuger Spruch der G ju einer Gef Wegen Weife batt Richter, Gro Landgerichts in perichieder befchaffen. betrieb je tret Hellen mußt fonnte nut Berichtshof 100 Mev. Staatsanwa 100 Rt. für 25 Mt. und tags und Landtagsabgeordneten Schulze- Delißsch, Bertha, läffigen Mei Ueber das Vermögen der Wittwe des ehemaligen Rei Jacobs, ist vom hiesigen Amtsgericht I am 8. Mat b Nachmittags 5 Uhr, das Kontursverfahren eröffnet wo Der Kaufmann Dielis, Holzmarktstraße 65, ift zum Konlu verwalter ernannt. Kontursforderungen find bis zum d. J. anzumelden. 1. Termin 5. Juni, 2 Termin 1. Au Dieses Jahres. a. Ein vielbeschäftigter Rechtsanwalt, welcher fi bei den politischen Parteibewegungen befannt gemacht hatte, um einer auswärtigen politischen Wahlversammlung auwohnen, die Verlegung der auf den betr. Tag in 81 fchiedenen Prozeßfachen anstehenden Termine herbeigeführt es wurde deshalb vom Staatsanwalt gegen ihn ein Diszipli verfahren wegen Berlegung seiner Berufspflichten veran Aber sowohl das Ehrengericht als auch der Ebrengerich baben den Anwalt freigesprochen, da seiner Berfiche Glauben zu schenken war, daß er im Bewußtsein der prä tiven Buftimmung seiner Mandanten zu der Terminsverle gehandelt habe. Es kommt hinzu", führt der Ehrengeti hof aus, daß er die politische Reise nicht bloß vorgewen fondern zur angegebenen Zeit ausgeführt hat und diese m lediglich als in fein Belieben gestellt, noch als Bergnügu der Pflichten befunden, und es muß dahin gestellt bleiben, er bei deffen Lösung das Gewicht der einzelnen bestimmen Momente richtig beurtheilt hat, in feinem Falle aber lät aus dem, was vorliegt, folgern, daß er fte wider befferes und Gewissen vorgenommen hat." Abg. von der Deden( persönlich): Ich bin erstaunt, daß der Reichslangler in meinen Werten Reichs- und Landes verrath gefunden hat. Es kann dem Reichskanzler nicht unbetannt sein, daß die deutsch hannoversche Partei ihr Biel nur auf gefeßlichem Wege erstrebt. Ich wollte mit meinen Worten nur derselben Meinung Ausdrud geben und muß daber den mir gemachten Vorwurf auf das Energischste zurückweisen. reise anzusehen ist. Er hat sich in einem Konflikt widerfr ( Beifall lints.) Sozialdemokraten hier, glaube ich, auch gehalten werden fön nen, ohne gegen die sozialdemokratische Theorie anzustoßen, und Herr von der Deck: n hätte seine Argumentation durch sehr viele der Gründe, die der Herr Abgeordnete Stolle anführte, noch unterstügen können, ohne aus der Rolle zu fallen. Der Herr Abg. Stolle sagte, wenn diese Koinzölle tas Korn nicht ve theuern, bann helfen sie auch dem Bauer nichts. Wenn sie es nicht vertheuern, so bezahlt sie also das Ausland; Herr Stolle wird mir aber zugeben müffen, daß die Bölle dann wenigstens den Reichsfinanzen abhelfen und einen Betrag, mit bem das Ausland in irgend einer Form zu den Reichsfinanzen berangezogen werden kann ich weiß nicht, wie hoch er fich stellen wird- 20, 30 Millionen sollten doch die Herren nicht fo geringschäßig behandeln; fie geben über die finanzielle Seite ber Sache immer vollständig meg. Der Herr Abgeordnete be zieht fich blos auf die wirthschaftliche Seite der Sache und läßt die finanzielle außer Auge. Ich glaube, daß fie ihn nicht intereffert, denn sein Weizen blüht, wenn unsere Finanzen schlecht sind. Dann steigt die unzufriedenheit, und dann steigen Die Aussichten aller Derer, die geneigt find, ihre eigene Herr lichkeit auf den Trümmern des Baterlandes aufzubauen, mögen fte adeligen und bürgerlichen Standes sein; und zu den Letteren rechne ich ja natürlich die Sozialdemokraten; Deshalb begreife ich, daß er für die finanzielle Seite Stolle bat Der Sache kein Auge hat. Der Abg. auch gesagt, von den 27 Millionen bei der Landwirth schaft Intereffirten, von denen ich gesprochen, hätten 20 Millionen gar fein Intereffe daran, ob das Korn theurer wäre oder wohlfeiler. Ja, das können Sie doch auf jeden Betrieb und auf jeben Beruf anwenden. Sie können das Gleiche fagen von dem Tuchmacher oder dem Eisenbahnarbeiter; wenn bas Gewerbe aus einem Fabrikanten und 100 Arbeitern besteht, fo haben die 100 Arbeiter vor der Hand sehr wenig Intereffe baran, ob die Elle Tuch etwas theurer oder wohlfeiler ist. Die fann der Abg. Stolle ganz ebenso gut ex nexu der Tuch, macheret feßen; er kann das Tuchmachergewerbe mit der größten Entschloffenheit, mit Bewußtsein, schädigen und sagen: bas schabet ja nur dem reichen Unternehmer, die 100 Arbeiter leiden Darunter nicht. Wie lange kann das denn dauern? Ist nicht Das Gedeihen der Arbeiter eines jeden Berufes, einer jeden Branche unserer Wirthschaftlichkeit eng verbunden mit dem Gedeihen des ganzen Berufes? Wovon sollen denn die 20 Millionen Arbeiter leben, die Herr Stolle als an der Land. wirthschaft ganz uninterefftct hinftellt ich meine, mit ind und Regel; es kommt auf eine Hand voll Millionen gar nicht an. Nehmen wir an, daß es eine Million, Drei Millionen find; wovon sollen die denn leben, wenn die Branche, durch die fte exiftiren, zu Grunde geht, nicht mehr rentirt, ihre Arbeit einschränken muß? Dem Schub machergesellen ist es vielleicht auch einerlei, was der Stiefel toftet, das trifft nur den Meister; wenn Sie von dem Schuh machergewerbe alle Gesellen abziehen und nur die Meister laffen, wie Herr Stolle es bei der Landwirthschaft thut, dann Lommen Sie auf eine teine Minderheit. Jm Kaufmanns, ftande ist das noch viel mehr der Fall; da ist die Babl der Chefs im Vergleich zu der großen Menge, die vom Handel und Wandel lebt, noch viel kleiner; wir fönnen aber doch nicht Das ganze Transportwesen ich spreche von den Kommis und Handlungsdienern gar nicht aber das ganze Trans portwesen, das vom bandel lebt, nicht ex nexu feten bei der Frage, ob Sie den Handel begünstigen oder schädigen wollen. Es ist hier ein Artikel in einem, wie ich glaube, seiner poli tischen Stellung nach unverbächtigem Blatt- es ist die Rönigi berger Hartung'sche Beitung", welches über die Wirkung der bisherigen Bölle einige Andeutungen giebt, die in einer erfreulichen Weise foinzidiren mit unferer Distuffton. Es heißt darin: Die Bufuhr an russischem Getreide in dieser Woche hat auch noch die nicht unbedeutende der beiden Vor mochen überflügelt. Es gingen ein über Proftten 2018, über Eydikuhnen 124, zusammen 2142 Waggons gegen 1941, bestehungsweise 90, zusammen 2031 Waggons der Vorwoche, und 1336, beziehungsweise 59, zusammen 1359 Waggons der Nun, der Sinn dieser vielen Woche vom 19. bis 25. Wpril. Nun, der Sinn dieser vielen Biffern ist, daß in den letzten drei Wochen die Einfuhr russischen Getreides von 1395 Waggons und 2143 Waggons gestiegen ift. - Es find somt allein auf dem Landwege in diesen legten brei Wochen ca. 50 112000 Kilogr. oder 1002240 Bentner Ge treide aller Art hier eingelaufen und dieselbe Zufuhr hat lange nicht und theil veise aus Mangel an Dampfern in diefer Weche gleichen Schritt mit der Einfuhr gehalten, und deshalb find alle Speicherräume mit Getreide so angefüllt, daß dasfelbe am Quaibahnhof im Freien lagern muß und die russischen Wittinnen Tage lang auf ihre Entlöschung warten müffen. Die nächste Woche wird Abhilfe bringen, denn werden viele Dampfer erwartet, die alle mit Getreide wieder ausgehen sollen. Heute Vormittag find bereits zu diesem Boed leer eingelaufen die Dampfer Hero", Urd", Daina", Chriftiania". Arla" und„ Avar ce". Unsere Ar beiter haben denn auch in Folge diefer Bufuhr jest vollauf lohrende Beschäftigung. Warum will denn Herr Stolle den Arbeitern diese lohnende Beschäftigung nicht gönnen? Und will der Herr Abgeordnete hieraus nicht entnehmen, daß ganz zweifellos die rufftichen Importeure genöthigt find, den Kornzoll dort in unseren Dftseebäfen auf fich zu nehmen und zu fragen, und daß trop Boll und Boll die Ausfuhr fort und fort im Steigen tit und die Beschäftigung der Leute doch auch? Wenn also, wie hiernach zu vermuthen ist, die Bölle jetzt, sofort wenigftens, auf eine Steigerung der Kornpreise geschweige denn der Brotpreise einen Einfluß nicht haben werden, so mag Herr Stolle doch we tastens den Finanzen des Deutschen Reichs diese Sublevation gönnen, die uns in die Möglichkeit bringt, nach anderen Seiten hin, wie es jetzt Durch den Quene'schen Antrag beabsichtig wird und in ähnlicher Richtung weiter beabsichtigt werden tann, Erleichte rungen eintreten au laffen. Aber die Herren von der Oppofitionsrichtung baben immer die größte Furcht, daß es dem Staat wohl ergeben und daß in Folge deffen der Deutsche fich mit den bestebenden Einrichtungen zufrieden finden werde. Das wollen fte nicht.( Bravo! rechts.) Abg. Langwerth v. Simmern: Auch mir ist vor einiger Beit ein ähnlicher Vorwurf gemacht worden( Unterbrechung rechts). Ich kann darauf nur erklären: Wir sind seit Jahren gute Deutsche und wollen es bleiben; aber wir find auch gute Har noveraner und glauben es sein zu müssen, weil wir gute Deutsche find. Abg. Stolle: Ich habe vorhin nur von dem Beschluß einiger Bädermeifter gesprochen, die Brotpreise zu erhöhen, fonnte aber nicht soweit gehen wie der Reichstanzler, die Maffen aufzufordern, die Bäderläden zu stürmen.( Lärm rechts.) Der Präsident erklärt die lettere Aeußerung als eine die Ordnung des Hauses verlegende und ertheilt dem Abg. Stolle einen Drdnungsruf. Die Erböhung des Weizenzolles auf 3 Matt wird mit großer Mehrheit angenommen; der Roggenzoll von 3 Mt. in namentlicher Abstimmung mit 187 gegen 139 Stimmen. Für die Erhöhung stimmen die Konservativen, die Reichspartei, das Gros des Sentrums, die Polen und eine Mädch in ben preu merzogt Mädchen Blata Staa gen eine gl Bonnen, ber That ab wir einem äußersten g. Vor dem Schwurgericht zu Moabit findet nächsten Sonnabend die Verhandlung gegen den be suchten Mordes angeklagten Punttirer Karp ftatt, welder Januar d. Js. auf seinen Nebenbuhler, den Arbeiter Hause Beuthstraße 2 mehrere Revolverschüffe abgefeuert Starp, welcher aus einer sehr achtbaren Familie stammt bisher unbescholten ist, bestreitet, die Abficht gehabt au baba Den den S. zu ermorden; er habe nur zu seiner Sicherhell Revolver gekauft, nachdem er erfahren hatte, was ſein bubler, der bereits vorbestraft ist, für ein gefährlicher sei und er fich von ihm bedroht glaubte. a. Gefaßter Taschendied. Bei den Uebungen Lehrlings Abiheilung des Turnvereins Frob und Fre Die J Dresden gerechten F bande ange ble Forderu Die mittelal natürlich a gegen dief Beichluß ge ben neuen larif aber bewilligt m bereits ber Unnung ni Die Innung Befellen an Offentlichen, reationäre Gin& Grigebirge in der 58. Gemeindeschule an jedem Sonntage ftatifi waren seit einiger Zeit wiederbolt Gelddiebstähle in der Ga Minderheit der Nationalliberalen; gegen dieselbe die Welfen, robe verübt worden, und die Vermuthung lag nabe, well Fremder zu den Räumen, in welchen der Verein seine Uebu liberalen, die Freifinnigen, Sozialdemokraten und Volks hielt, Butritt hatte, daß der Dieb unter den Vereinsmitgli selbst zu suchen wäre. Gestern Abend vertheilte der Tu einige Mitglieder des Bentrums, die Mehrheit der National parteller. 3 Mitglieder enthalten sich der Abstimmung. Um 6 Uhr vertagt fich das Haus bis Dienstag 1 Uhr. ( Konventionen, Nachtragsetat, Bolltarif.) Ein Antrag des Abg. Buhl, auch die von den tionalliberalen beantragte Resolution zur Frage der Sonn tagsarbeit auf die morgende Tagesordnung zu setzen, wird abgelehnt. Am Ende der Sigung macht der Präfident Mittheilung Bemard seine Ernennung zum Unterstaatssekretair im Aus gezeichnetes Geld unter einzelne Turner, welche von Verdacht ausgeschloffen waren, verschloß am Ende der stunde die Thür und forderte die Mitglieder auf, thr welches fie in den Taschen ihrer in der Garderobe bange Ueberzieher steden hatten, zu zählen und ihm zu fagen ihnen etwas fehlte. Einer trat vor und erklärte, daß 2,50 M. gestohlen worden. Als nun der Turnwart jungen Leute hervor und bat, ihn zuerst zu untersuchen. Die von dem Eingang eines Schreibens, in welchem der Abg. Graf tation fämmtlicher Anwesenden schreiten wollte, trat einer wärtigen Amte anzeigt. Das Schreiben wird der Geschäfts- Verlangen wurde Folge gegeben, ohne daß jedoch die D ordnunge- Kommission überwiesen. Lokales. g. Nicht lange mehr wird es währen, und die untere, links belegene Häuferrethe der Heiligengeiftstraße bis einschließ links belegene Häuferreihe der Heiligengeiftstraße bis lich des Grundstücks Nr. 11 ift von der Erdoberfläche vers schwunden. Dieser Straßentheil, welcher in alter Zeit durch einen aus der Spree nach dem Neuen Markt geführten Kanal Sh bielen ganz Der Kongr fucht. Es Boigtlande Ueberftund Bestellte un auf die Fo suchung seiner Taschen einen Erfolg hatte. Der Umftand daß der junge Mann fich sofort entfernen wollte, erschien Turnwart auffällig und er durchsuchte nun auch vie des Verdächtigen. In den Stiefeln wurde in der That und darunter auch gezeichnetes vorgefunden. Nachdem ehrlofen Mitturner auf der Stelle ein berber Dentettel den Fäusten gegeben worden, räumte er auch die fri Diebstähle ein, worauf er festgenommen und zur Wade g. Ein großer Hamburger Schleppdampfer fuhr ge die weit ins Waffer gehende Landungsbrüde der Dam station bet Valentinswerder, daß die Hälfte der Station Jahrhunderts mit befferen massiven Wohnhäusern vertauscht dem Kapitän getragen werden muß, hat ein weiteres Abg. Meyer( valle): Die heutigen Mittheilungen des Reichetanglers haben ein Rovum in die Diskussion geworfen, wie es bei ähnlicher Geschäfte lage vielleicht noch niemals der Fall gewefen ist. Die Getreidezölle baben einen vollständig anderen Charakter anger ommen. Bisher handelte es sich um einen differentiellen Boll gegen Rußland; was heute beschloffen wird, ist eine allgemeine Bertheu rung des Roggens. Unsere prinzipielle Stellung zur Sache aber tann teine andere fein, als die wir in der zweiten Lesung bezeichnet haben: wir lehnen bracht wurde. Chronik über das alte Berlin in der Mitte des 15. Jahre Nachmittag furz nach 5 Uhr mit einer solchen Vehemens B bunderts noch ganz unbebaut gewesen zu sein. Noch bis ins 17. Jahrhundert waren hier meistentheils nur Gärten mit schlecht gebauten Hausbuden, die erst im Anfange des vorigen wurden. Die Straße hat ihren Namen nach dem am Ende Derselben belegenen Hospital zum Heiligengeifte. Daffelbe Diente im 14. Jahrhundert zugleich als Stadt- und Armenhof, indem der Nath daselbst seine Pferde, Wagen und Ader geräthe, auch einen Vorfteber hielt, der den Acerbau der Stadtund den Armenhof verwalten mußte. Später diente der Armen Personen fich nicht befanden. let Dan geidhaffen, eine Blago geordnet. nicht verursacht, weil zur Beit des Aufstoßes auf der k N. Von der Feuerwehr überfahren. Als geftem junger Mann den Fahrdamm in der Schüßenstraße, der Mauerstraße überschreiten wollte, wurde er von dem hof nur zur Versorgung alter Personen. Bu demselben gehörte überfahren, daß er mittelst Droschte nach seiner Wohnung fonenwagen der 4. Rompagnie hiesiger Feuerwehr fo ungli Die Kirche an der Spandauerstraße, das Hospital- Prediger und Küsterhaus, die sog. Klause, ein kleines Gebäude mit einem Heiligenbilde und einer ewigen Lampe, das unter der Aufficht eines Klausners stand, der die Almofen für das und an deffen Stelle das Haus Spandauerstr. 2 gefeßt. schafft werden mußte. nehmen w auf ein w Don einer Die Ben Lande Die fortsch melie ftell Der Maich Rinderbänd Belb 2 jede Erhöhung des Bolles auf Getreide ab!( Lebhafter Beifall Hospital in Empfang nahm. Später ward es niedergebrochen waghalsigen Manöver eines ca. 12 Fuß langen Seegelbook lints.) Reichetangler Fürst von Bismard: Jch will zuerst für den Herrn Abgeordneten Gerlich, da ich glaube, daß er vielleicht nicht zu Wo te kommen fönnte, eine Richtigstellung eintreten laffen. Die Herren haben dort auf jener Seite( links) einen lapsus linguae dieses Herrn Abgeordneten mit großer Befriedigung zu lautem Titumpfgeschrei benugt; darüber ist die Aufklärung des Herrn Abgeordneten faum hö bar geblieben, daß er mit der Angabe, daß der Konzoll ein Boll auf den Lohn fei, eben die dort ironisch aufgefüh te Behauptung ein B Gegners anführte. Er hatte nur im Augenblick in der Tonart des Vorlesens fich geirrt, und dadurch find Ste verleitet worden, Die ironische Behauptung, die er voilas, so zu verstehen, als bes at bette einerfelts, auf der an Wirthschaf und Leben Schichten, Belt eine unähnliche werden v widerftand innen nu Dem Segelsport ist vorgestern abermals ein fugenbli beobachtete man in der fiebenten Abendstunde längere Bell als daffelbe plößlich umschlug. Obwohl fofort von! Ufern Rettungsversuche unternommen wurden, gelang eb nur, den einen der beiden Infaffen, den Gymnafiaften uns von der Redaktion der Staatsbürger Beitung" folgende retten, während der zweite, Gymnafiaft Karl L., in dem ment untersant, als man ihm die rettenden Stangen hielt. Die Leiche des Ertrunkenen ist noch nicht gefunden. In Bezug auf den Fall Löwe Hausmann", der in " Eflärung zu: Die aus der Staatsbürger- Beitung" in Thr geschäßtes Blatt übergegangene Notis, die Entlassung des Schloffers Hausmann aus der Ludwig Löwe'schen Fabrik be treffend, beruht auf genauer Kenntniß der Aften, welche dem Unterzeichneten vorliegen. Aus denselben geht aber in feiner Weise hervor, daß der Schloffer Hausmann fich eines, mehr Gerichts- Zeitung. entgeg Wegen Gebührenüberhebung in elf und wegen bief als leichtfertigen Verhaltens" schuldig gemacht habe; vielmehr trugs in zwei Fällen hatte sich gestern ein 19jähriger abgewiesen worden, weil der Gerichtshof annehme, daß nach maliger Posthilfebote vor der dritten Straffammer Landgerichts I zu verantworten. Der Angeklagte war bet Badeten an die Emqfänger in 9 Fällen je 5 Pfp., in ri Falle 10 Pf. und in einem fernern 15 Bf. mehr Gebühren fordert und erhalten. Außerdem hat er ein Behnmarttid wäre fte die eigentliche Meinung von Mag gewesen. Die Lage der Sache die erforderlichen Schußmaßregeln in der Fas Packetbestelldienst beschäftigt und hatte beim Ausbändigen Herren betrachten es immer als etwas ganz Selbstverständliches und Nachgewiefenes, daß in Folge des Kornzolles das Brot theurer wird; es ist ja die Frage sehr streitig, ob theures Brot bobe Löhne in einem für die Arbeiter nachtheiligen Verhältnig zur Folge hat. Divon will ich nicht reden; aber wenn wirklich brit nicht nothwendiger Weise anzubringen gewesen wären, mithin ein Verschulden mithin ein Verschulden der Fabrit nicht erwiesen sei. Die Klage ift übrigens feineswegs Definitiv ent schieden, sondern wird demnächst das Kammergericht 50 Pf. und ein Zweimarkstück ftatt 1 Mart erhalten und in zweiter Inftans beschäftigen. Was sodann die seitens der Mehrempfang verschwiegen. Obgleich das niedrigste Stra eine fabled tende Bev lichkeit ein Dornherein vielleicht Beftorben 100 Leben Berfallene Wir schöp Dorzubeug des A. Seft I un Sachfen med. A. 1883 nach Die Indu ungu ftig wir in de Städten 3 bitten Gefam welche w u, als bem Daß den jeden Fall der Gebührenüberhebung 3 Monate beträgt, biefer abe urtheilte der Gerichtshof den Angeklagten mit Rücksicht auf e Berlockung, der er ausgesezt war, doch nur zu einer Ge geboten immiftrafe von sechs Monaten Gefängniß. " werden kann, beträgt für die Städte 33,0, für die Dörfer 30,3. Dieselbe ist also höher, als die für das ganze Königreich mit 28.4 bez. 27.8 Todesfällen auf je 100 Lebendiggeborene. Bu guterlegt seien, nach den Beröffentlichungen bes taiserlich deutschen Gesundheitsamts," die Prozente der Säuglingssterblichkeit für einige größere Städte im fünfjährigen Mittel der Jihre 1877 bis 1881 gegeben. Dieselben betrugen für 23.3 Prozent. n af Die fünfte diesjährige Schwurgerichtsperiode wurde tann selbern von dem Bräsidenten derselben, Landgerichtsrath Falten, jer um der Verhandlung einer Meineidsantiage gegen eine be al in einente Berliner Bersönlichkeit, Den Fuhrherrn Gottlieb Diesden Schreiderreit, eröffnet. Der Angeklagte batte fich einst an den loren hatte Bistus Salamonski veranstalteten Ringtämpfen hervor bend agend betheiligt und manchen Sieg erfochten; itt ist er fast rüche auf bentlafiändig gelähmt und fann fich nur mit bilfe zweier Stügen 37.2 borwärts bewegen. In den früheren Jahren war er Führer Beitung ines Arreftantenwagens, in der legteren Beit fuhr er eine für unfen Droidhte 1. Klaffe. Durch ein gewiffes Vordrängen war es bren, well anntwerde ftets gelungen, auf dem Standplay Fahrgäste zu erlangen, Irbeitgeberend feine vor ihm baltenden Kollegen das Nachseben batten. Dies zog ihm die Feindschaft der Letteren, welche jede häbigung Gelegenheit benutten, ihn zu hänseln, zu. Abg. Lo Baltevlag der bk Am Abend des fich noch sechs andere B ftch, Schleiermacherstraße, auf dem geben, Drosten befanden. Diesmal arteten die Hänseleien der Führer derselben zu argen Thätlichkeiten aus, und wurde Schneiderreit von den übrigen Kutschern in anhaltendster und durchdringender Weise geschlagen. Auf die von ihm erstattete Anzeige hin wurden die betreffenden Kutscher unter Anklage annt. öchftens icht fo gam Freifinnig tgebt hervor; oraeben b Wir wif er Berline ne Uni gen ma Deutfo igen He Bertha, Mat b net worde m Ronfu um 1.9 1. Aug Her fi emacht mlung Reführt 8 in 8 Diszipli tveran engerid Ber ficher ber pra Insverleg brengeti orgewen Diefe m ergnügu bleiben efttmmen pider frei ber läft Heres findet n del welcher etter 5 feuert pot ftammt Ju cherbell batt baba fein Neb icher Me bungen Frel ftatifi ber Ga e, weil ne Uebun emitgli er Lum Don eder f. the e bangen fagen e, daß art jur at einer ben. Die ble Du inftand a erfchien Die That St Dem bi entettel Die fri Wache fubr gel mens g r Damp Tation be Beigner b Peres Ung ber B geftem Araße On dem o ungli Sobnung fugenbli er Oberf Tere Belt Seegelbook von be ang aften CB Di n dem n entge funden vegen abriger er bie par bet ndigen in ci ebühren utfid en und e Straf p. vierzehn Tagen Gefängniß verurtheilt, die Uebrigen angela Refognition freigesprochen. Die Verurtheilten hatten bem am 16. Juli v. J. anberaumt gewesenen Termine be. bauptet, von dem Schneiderrelt angegriffen und mit einem Schraubenschlüffel geschlagen worden zu sein, dieser hat dies aber trotz aller Borhaltungen seitens des Vorfizenden eidlich in reldbe Beugen befunden, wiffentlich falsch sein. Der WahrSpruch der Geschworenen lautet auf Schuldig nur des fahr laffigen Meineides, worauf der Gerichtshof den Angeklagten au einer Gefängnißftrafe von sechs Monaten verurtheilte. Belfe batte fich gestern der Kommiffionär Wilhelm Karl Richter, Georgenstraße 47a, vor der vierten Straflammer hiesigen Landgerichts I zu verantworten. Der Angeklagte erbietet sich in verschiedenen Annonzen, Beamten und Offizieren Geld zu beschaffen. In Folge dessen wandten fich einige Eisenbahn betriebsje fretäre an ihn und erhielten drei Darlehne von je 100 MRI. für welche fte Wechsel über je 150 und 125 Mt aus Hellen mußten. Für die Prolongirung der Wechsel wurden je 25 Mt. und je 5 Mt. Provifton beansprucht. Die Nothlage lonnte nur in einem Falle nachgewiesen werden, weshalb ber Gerichtshof den Angeklagten zu nur 14 Tagen Gefängniß und 100 ML ev. noch 20 Tagen Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte zwei Monate Gefängniß beantragt. IST CAT Soziales und Arbeiterbewegung. 34.8 Projent. • Leipzig... 27.1 Chemnit 36.5 Blauen Bwidau H • 11 23.5 " Freiburg Bittau. Meerane Glauchau Crimmitschau. 37.2 . . 36.7 . • 33.9 . 41.0 . " H " Die bedeutendsten Industrieorte find, das beweist diese Tabelle schlagend, am schlechtesten gestellt; sei es ein Berg werts oder ein Textilindustriebezitt, überall dieselbe traurige Erscheinung, daß mit dem Wichethum des Industrialismus die Kindersterblichkeit sich reißend steigert. störperlich entartete Männer und Frauen, jämmerliche Nachkommenschaft, eine alte Regel. Daß die Frauen durch ihre Beschäftigung in den Fabriten thatsächlich nicht im Stande find, fich der Pflege ihrer Kinder zu widmen, ist ein weiteres hochwichtiges Moment in dieser gesellschaftlichen Erscheinung, die doch nur ein Symptom ift der Krankheit unseres sozialwirthschaftlichen Dr ganismus. 8ablen beweisen! B hfs. Der Anilinfabrit- Arbeiterstreit in beiden Fabriken Der Attiengesellschaft für Anilinfabritation, am Wiesenufer und in Rummelsburg, oder vielmehr die Bes sprechung der von der Direktion der Gesellschaft forben in der Tagespreffe veröffentlichten Darstellung des angeblichen Sach verhalts bildete begreiflicher Weise den Brennpunkt des Inter effes der Vrbandlungen einer am Sonntag Vormittag in der Urania", Wrangelstraße 9, unter dem Borfiße des Herrn Rennthaler abgehaltenen, verhältnismäßig aber nur wenig zabl reich besuchten öffentlichen Versammlung ber Fabrit, und Bauarbetter. In derselben referirten unter großem Beifall die Herren Julius Müller und Holze über Bedeutung und Aufgaben der gewerkschaftlichen Berufs Organisation der Arbeiter und über den vorerwähnten Fabrik. arbeiterstreit. Auch der erstgenannte Referent unterzog dieſen Streit einer eingebenden Erörterung, um an ihm und durch ibn die Wichtigkeit des Vorhandenseins einer kräftigen, aktionsfähigen Gewerkschafts Organisation zu beleuchten und Speziell den Fabrik- und Bauarbeitern die Unterstüßung der Streitenden und den Eintritt in den ,, Verein zur Wahrung der materiellen Intereffen der Fabrik und Bauarbeiter" dringend zu empfehlen. Schließlich nahm die Versammlung einstimmig eine dementsprechende Resolution des Herrn Lattermann an. Die oben erwähnte Publikation der Aktiengesellschafts- Direktion er fuhr von allen Rednern der Versammlung, vieljährigen Arbei tern der betreffenden Fabriken, die schärffte Berurtheilung. Uebereinstimmend charatterifirte man fie als ein durch und und durch unwahres, lediglich auf Irreleitung der öffentlichen Meinung berechnetes Machwert". Die Lohntabelle der Direk fion fei eine ganz gewöhnliche Flunkerei, ohne jeden Anspruch auf Glaubwürdigkeit" und entspreche der Wirklichkeit nicht im Geringften" nichts als gefälschtes, willkürlich gruppirtes gruppirtes Bablenmaterial". Aus der Lohntabelle fei weder zu erfehen, wann( zu welcher Beit) die angeblichen Lohnzahlungen in der einen oder andern der beiden Fabriken stattgefunden haben sollen, noch in wieviel Ueberstunden die angegebenen was dieser Durchschnitts". Berechnung überhaupt zu Grunde gelegt wurde. Ferner verschweige die Lohntabelle, daß faft alle über den Betrag von 2 M. 50 Pf. hinausgehenden Tagelöhne lediglich an Heizer und Schloffer, sowie an Vorarbeiter oder Wertführer gezahlt werden. Vollständig unrichtig seien die An gaben der Direktion über die Zahlenverhältnisse der Streifenden und Fortarbeitenden. Von den 150 Arbeitern der Rummels burger Fabrit follen, wurde verfichert, nicht ,, 66" streiten, wie Die Direttion behauptet, sondern noch immer faft sämmtliche, bis auf eine tieine Anzahl von höchstens 15 bis 24 Mann. Ebenso belaufe fich die Bahl der Streifenden in der Fabrik am in ben preußischen Provinzen Sachsen und Brandenburg, ferner im Herzogthum Anhalt Werber umber, welche junge abchen nach Südamerika, besonders nach den La Blata Staaten engagiren. Die Werber versprechen den Mäd en eine Mädchenhandel.( Warnung.) Seit einiger Beit reisen preise für Militärmüßen festzustellen. Mit der Mahnung dem Fachverein und der Lohnbewegung fich anzuschließen und mit dem Hinweise auf die zum Besten der streitenden Tischler Berlins stattfindende Tellersammlung schloß der Vorsitzende die zur Befriedigung aller Anwesenden abgelaufene Vers fammlung. t. In der Versammlung der Tischler am 10. b. M. ( Konzerthaus Sanssouct, Kottbuserstr. 4a) sprach Herr Rödel über die Bedeutung des eingeführten Marimalarbeitstages und des einzuführenden Minimallohntarifes. Referent gab seiner Meinung dahin Ausdruck, daß die diesjährige Lohnbewegung der Tischler Berlins bedeutend schwerer und langwieriger fich geftalten würde, als die vorjährige, trop der geringen Anzahl von Streifenden, die heute im Kampfe liegen. Bu einer pro gentualen Lohnerhöhung und einer Berkürzung der Arbeitszeit hätten sich die Arbeitgeber leichter verstanden, als zu den Mi nimallohntarifen; der Marimalarbeitstag und der Minimal lohn werde jest in den überwiegend meisten Werkstätten inne gehalten und gezahlt, gegen eine Kontrole, wie fie durch Minimallohntarife ermöglicht wird, sträubten fich die Arbeit geber mit allen Kräften. Gerade dieses Sträuben beweise aber, daß die Tischler mit den Minimallohntarifen auf dem richtigen Wege seien und daß alle Kräfte angespannt werden müßten, um dieselben zur Durchführung zu bringen. Wenn auch einen Direkten Vortheil aus den Minimallohntarifen nur die Spezialwert ftätten zögen, indirekt erwüchse jedoch auch den besseren Werkstätten in denen der Minimallohntarif schon lange gezahlt werde und theilweise überbezahlt werde, derselbe Vortheil, wie den Spezial werkstätten, indem die ersteren von dem Buzuge aus den legs teren entlehnt würden und dadurch die Arbeitspreise in gleicher Weise in die Höhe aingen. Di Tischlerwerkstätten würden fich fünftigbin in zwei Gruppen scheiden, in Tarifwerkstätten( die Den Tarif bezahlen) und Nichttarifwerkstätten( die den Tarif nicht bezahlen). Aufgabe der Bentral- Lohntommiffion wird es sein, eine Lifte über beide Gruppen zu führen und diese be tannt zu geben; ebenso die Namen derjenigen Tischlergesellen zu veröffentlichen, welche unter dem Tarif arbeiten. Dieses Berfahren, wie es bei den Buchdruckern, Hutmachern sc. schon besteht, sei durchaus nothwendig, wenn ein dauernder Vortheil aus der Bewegung geftchert werden soll. Nach Abschluß der diesjährigen Bewegung, d. h. nachdem den jezt noch Baudern den eine gewiffe Frift gelassen worden ist, um fich der Bes wegung anzuschließen und Forderungen zu stellen, würde eine große Sonderung vorgenommen werden zwischen Tarifwerk tätten und Nicht Tarifwerkstätten, zwischen Tarifgesellen und Nicht Tarifgesellen. Durch die vorjährige Regelung der Arbeits zeit( Marimalarbeitstag) und durch die diesjährige Regelung ber Yohnverhältnisse( Minimallohntarife) wurde eine fefte Grundlage geschaffen, auf der weitergebaut werden könne und Die Arbeits- und Erwerbsverhältnisse würden dadurch eine feftere Gestalt gewinnen, indem jeder in einer Werkstatt in Arbeit tretende Gefelle über die maßgebenden Verhältnisse fich sofort orientiren tönne, sowie dadurch, daß den Arbeitgebern die Spekulation auf Gesellen von außerhalb" unterbunden würde, indem die Kommission die Auswärtigen genau infor miren werde. Wenn sich alle Werkstätten der Bewegung an schließen, dann würde es ein Leichtes sein, die Minimallohn tarife auch in der ungünstigsten Beit hoch zu halten. Dann würde ein Jeber den Werth einer Deganisation ertennen lernen und alle Kräfte einsetzen, um das Geschaffene festzuhalten, um dasselbe wohl au verbessern, nie aber wieder schlechter werden au laffen. Nach einer längeren Distusfion, in welcher fich alle Redner in dem Jdeengange des Referenten bewegten und namentlich Herr Lenz, veranlaßt durch eine in dieser Hinficht laut gewordene Klage, verficherte, daß nach Ablauf der jegigen Streifbewegung die Bentrallohntommiffion die Errichtung eines Bentral Arbeits- Nachweises ernstlich ins Auge faffen werde, gelangte nachstehende Resolution zur einstimmigen Annahme: Die heute im Konzerthause Sanssouci tagende öffentliche Versammlung der Tischler Berlins beschließt, unent wegt an den Minimallohntarifen festzuhalten, sowie die streifen Den Kollegen voll und ganz mit allen gefeßlich zu Gebote ftehenden Mitteln thatkräftigst zu unterstüßrn. Die Versamme lung spricht die Erwartung aus, daß die Kollegen in den mit der Durchführung der Minimallohntarife vorgehen." Anschließend hieran gab Herr Rödel einen Generalftreitbericht für Berlin, wie er bereits an anderer Stelle bekannt gegeben wor den ist und theilte mit, daß in der lezten Woche wiederum ca. 90 Tischler Berlin verlassen hätten. Von diesem Hilfsmittel sollte in ausgedehnter Weise Gebrauch gemacht werden, da Ar beitsabreffen in größter Auswahl nach auswärts vorliegen, Die die Betreffenden daher sofort Arbeit erhielten, Bewegung in Berlin erleichtert und der Unterstügungsfonds in hohem Maße entlastet würde. Eingehend auf die Arbeitseinstellungen in Königsberg, Crefeld und Gera, welche Städte für dieselben Forderungen eingetreten find, wie im vorigen Jahre Berlin, begrüßte Referent es mit Freude, daß die Städtische Deutschlands anfangen, Berlin nachzueifern, dem so Lange immer der Vorwurf gemacht worden war, daß es die Schuld trage, daß nichts unternommen werden könne. Jest babe fich Berlin dahin gestellt, wohin es gehöre, an die Spige, und werde zum Sommer einen Kongreß ein berufen, um in allen deutschen Städten einen Marimalarbeitstag und einen Minimallohn zur Einführung zu bringen. glänzende Butunft, die ihnen dort als Gouvernanten, Bonnen, Gesellschafterinnen und Verkäuferinnen winke. In durchschnittlichen" Wochenlöhne verdient worden seien, noch der That aber verfallen die deutschen Mädchen zumelft, wie wir einem Privatbriefe aus Buenos- Ayres entnehmen, dort dem Außersten Elende und zugleich der Schande. Dresden zeigen fich noch immer verständnißlos gegen die gerechten Forderungen der Gesellen. Während die keinem Berbande angehörenden Meister und der Schuhmachergewerbeverein ble Forderungen der Gesellen längst anerkannt haben, erklärt bie mittelalterliche Bunftgesellschaft fich mit aller Energie. natürlich aus bekannter, adermannscher Arbeiterfreundlichkeit" gegen diefen. Daraufhin haben die Gesellen folgenden Beschluß gefaßt: Da die Innung jede Unterhandlung über ben neuen Tarif von vornherein abgelehnt hat, der Gesellen sondern auf 110, die Bahl der daselbst Fortarbeitenden Werkstätten, wo noch unter dem Tarif gearbeitet wird, schleunigst tarif aber von den meisten hiesigen Meistern und Arbeitgebern betrage, wie genau festgestellt worden sei, jegt 165; bewilligt worden ist, so erklärt die Versammlumg, von dem bereits bewilligten Gesellentarif nicht abzulassen und den der Jnnung nicht anzuerkennen."- Ferner wurde noch beschlossen, Die Innungsmeister nochmals aufzufordern, den Lohntarif der als, wie die Direktion versichert, unerheblich", sondern, nas Befellen anzuerkennen, andernfalls aber die Arbeitgeber zu ver bffentlichen, welche denselben bis jest akseptirt haben. Aus die Gesammtzahl der Streifenden in beiden Fabriken also nicht 146, wie die Direktion angiebt, sondern mindestens 236. Die im Fabritbetrieb eingetretene Störung sei somit nichts weniger mentlich im Hinblick auf den bekannten Stand der Sache in der Rummelsburger Fabrik, eine sehr erhebliche und für den Diefen ganzen Borgängen aber erficht man, welche Blüthen die endlichen Sieg der Streifenden den Ausschlag gebende. Ein Kongreß der Steinmehmeister und Gehilfen des Unterstügungsgeldern an streikende Tischlergesellen fand gestern Grigebirges und des Boigtlandes hat in Bwidau stattgefunden. Der Kongreß war aus faft allen größeren Drten zahlreich be fucht. Es wurde für die Fachgenoffen des Erzgebirges und Boigtlandes eine zehnftündige Arbeitszeit als Regel festgestellt, Bestellte und von beiden Theilen angenommene Lohntarif wurde auf die Fachgenoffen des Erzgebirges und Voigtlandes erwei le Dann wurden für den Arbeitswechsel besondere Normen griffen, achttägige Ründigungsfrist als Regel hingestellt, nehmein wurde t. Zum Tischlerstreit. Die dritte Auszahlung von ben 11. b. M., im Bureau der Bentral Lohntommission durch ben Hauptkaffirer, Herrn Rödel, statt. Es wurden gezahlt an: 93 Verheirathete a 18. gleich 1209 m., 2 Berbeirathete a 9 M. gleich 18 M., 24 Verheirathete a 8,50 Mt. gleich 204 M., 2 Verheirathete a 6,50 M. gleich 13 M., in Summa: 121 Ber heirathete gleich 1444 Mt. Ferner an: 116 Unverheirathete a 10 M. gleich 1160 M., 4 Unverheirathete a 6,50 M. gleich 26 M., 15 Unverheirathete a 5 M. gleich 75 M., in Summa 135 Unverheirathete gleich 1261 M. Außerdem bleiben noch volle Unterstügung und an 26 Streifende für je 3 und 4 Tage ( theils Verheirathete, theils Unverheirathete). Außerdem er bielten 46 nach auswärts reisende Gesellen a 10 M. gleich 460 M., so daß die Gesammtsumme der verausgabten Gelder Die dem( ausschließlich der noch zu zahlenden) 3165 M. beträgt. für gestern avifirten Arbeitseinstellungen haben stattgefunden. Der Buwachs an Streifenden ist ein ziemlich bedeutender, vorläufig auf ein Jahr festgestellt und gilt als eine Blagordnung aufgestellt und verschiedene innere Fragen auszuzahlen im Laufe des heutigen Tages an 95 Streifende geordnet. Das Kompromiß zwischen Arbeitgebern und Arbeit auf ein weiteres Jahr verlängert, wenn teine Einwendungen von einer Seite erhoben werden. Sten Lande des Deutschen Reiches hat sich beständig vermehrt. Der Maschine und nüßt gleichmäßig die Arbeit der zarten stellen. Rinderbände aus. Durch den Frohndienst, den die große Maffe bes arbeitenden Bolles der Großindustrie, bem Fabrikwesen einerseits, und der zerrüttenden Thätigkeit in der Hausindustrie auf der anderen Seite leistet, durch die naturgemäß aus unserer Wirthschaftsordnung fich ergebende Verschlechterung der Lohn ויי Der Bezirks- Verein des wertthätigen Volkes im 29., 30. und 31. Kommunal- Wahlbezirt hält am Dienstag, den 12. d. Mis, im Restaurant Siemundt, Linienftr. 9, seine regel mäßige Versammlung ab. Wir machen auf diesen Vereinss abend ganz besonders aufmerksam und empfehlen namentlich den Bewohnern genannter Bezirke, den Verein zu besuchen und welse ftelltin großartigem Maßstabe die Frauen in den Dienst doch läßt fich die Bahl zur Beit noch nicht mit Sicherheit fest hafte Betheiligung an dem Verein wird es möglich sein, die unähnlicher wird. Die neu in's Dasein tretenden Generationen werden von Periode zu Beriode schwächlicher, kränklicher, widerstandsunfähiger im Kampfe am's Dasein. Wir er Vereine und Versammlungen. 2801 hr. Eine sehr start besuchte öffentliche Versammlung der Kürschner, welcher auch viele Fabrikanten bei und Lebensverhältnisse degeneriren allmählich die proletarischen wohnten, fand am Sonntag im Palmensaale, Neue Schön hörige Anzahl Unterschriften im 5. Wahlkreise zu sammeln. Schichten, entwickelt sich auf dem proletarischen Pole mit der hauserstraße 20, unter dem Vorfize des Leiters der Lohnbe wegung, Herrn Jahnuß, behufs Beschlußfaffung über den von der 21er Kommission aufgestellten Minimallohntarif für die Müßenbranche statt. Herr Fabrilant Wolff, der das. Biele, welche fich derselbe gesetzt, erreichen zu föinen. In der nächsten Sigung, am Dienstag, wird Herr Engler einen höchft intereffanten Vortrag über den amerikanischen Bürgerkrieg balten; ferner follen, wie wir der reichhaltigen Tagesordnung entnehmen, Schritte gethan werden, um für die in vorigen Wer also Interesse an der Förderung und Aufbefferung des Arbeiter und Handwerkerstandes bat, der versäume nicht den Verein am Dienstag, den 12. b. Mts., Abenb3 8 Uhr, zu bes fuchen. innen nur an die Herabseßung des Militärmaßes. Daß Tarifs mitgetheilt, darauf hin, daß die meisten dieser Posttionen Kaffe der Labatarbeiter Deutschlands( E.) in Hamburg, tende Bevölkerung Rinder in's Leben seßen, die der Stero zahlten Preise, und daß die herabse zung der in dem von lichkeit einen großen Theil Tribut zahlen müssen, ist von Dornherein einleuchtend. Doch find einige statistische Belege begründet anerkannt worden sei und empfahl schließlich die bedeutend höher seien, als die jest von vielen Fabrikanten ge ben Arbeitnehmern in der 21er- Kommission als durchaus en- bloc- Annahme des von der Kommission vorgelegten Mini100 Lebendgeborene in Sachsen noch 19.53 im Säuglingsalter mallohntarifs. Nachdem Herr Jahnuß im Hinweise darauf, d. J. 2. Neuwahl des Ortsvorstandes: eines Vorstehers, eines Gestorbene tamen, war die Zahl der dem Tode im zarten Alter daß die aufgestellten Preise zum großen Theile um 50 bis allen schlechteren" Fabrikanten durchzufeßen, für den An örtliche Verwaltungsstelle Berlin, zur Kenntnißnahme, daß heute Abend 8 Uhr, im Salon, um Deutschen Raifer Lothringerstr. 37, eine Versammlung statifindet. T.D.: Die von der Aufsichtsbehörde beanstandete weil nicht auf Tages ordnung gefepte Wahl des Drtsoorstandes vom 22. Februar Kafftrers, eines Schriftführers, eines ersten und eines zweiten Beiftgers. 3. Die am 15. Juni d. J. stattfindende General 4. Verschiedenes. Bei der Wichtigkeit vorstehender Tages- Drd nung ist es nothwendig, daß alle Mitglieder recht pünktlich erscheinen. Wir schöpfen diese Daten, um jedem diesbezüglichen Einwurf teren" Fabrilanten gezahlten, und Herr Fabrikant Hagelberg versammlung in Offenbach a. M. und Anträge zu derselben. des K. Sächsischen Statistischen Bureaus( 1884 nehmer fel, diesen Minimal Lohntatif auch wirklich bei porzubeugen, aus einer amtlichen Quelle, der Beitschrift im Hinweise darauf, daß es nun Sache der Arbeit. Seft I und II: Die Bewegung der Bevölkerung im Königreich Sachsen während des Jahres 1883. Von Medizinalaffeffor Dr. trag des Herrn Wolff gesprochen hatten, wurde mit Einstim med. A. Geißler.) Betrachten wir die Kindersterblichkeit für migkeit der Tarif en bloc angenommen. Der Vorschlag des 1883 nach Berwaltungsbezirken, so springt sofort ins Auge, daß Herrn Hagelberg, daß die Lohnkommission den Tarif zuerst In Chemnis finden die Industrie zentren Sachfens es gerade find, welche die ungu stigsten Verhältnisse aufweisen. wir in den Städten die Biffer 37.2, in den besonders mit Fa briten gefegneten" Dörfern gar 38 7. Glauchau hat in den Städten 36.8, auf dem Lande 32 5, 3 midau 34.3 bez 29.2. Die Gesammtziffer der Kreishauptmannschaft Swickau, welche wohl der Brennpunkt der sächsischen Industrie genannt ben schlechteren". Fabrikanten zur Unterzeichnung vorlegen möchte, rief eine längere Debatte hervor und wurde als un Ein Antrag, dahin gehend, daß zweckmäßig zurückgewiesen. in den Minimallohntarif nachträglich auch die Minimalpreise für Militärmügen aufgenommen werden möchten, wurde nach turzer Debatte angenommen. Es wurden die drei Herren, Birselle, Fischer und Viſcheder dazu erwählt, die Minimal Eine Delegirtenversammlung der Tischler findet beute, Dienstag, Abends 8 Uhr Alte Jacobstraße 37 statt. Tagesordnung: 1. Bericht über den Stand der Bewegung in Berlin, Königsberg, Crefeld und Gera. 2. Die Werkstatt ordnung der Tischmachermeister( Original vorhanden). 3. Unter stüt ingsgefude. 4. Mittheilung über die jetzt im Streit lie genden Werkstätten. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Stell macher Berlins am Mittwoch, den 13. Mai, Abends 8 Uhr, in Gräz Salon, Brunnenstr. 140. Tagesordnung: 1. Der Nugen einer Drganisation und die Nothwendigkeit einer Lohn Tommiffion. Referent Gustav Rödel. 2. Disluffton. 3. Ver schiedenes. Wir erfuchen einen jeden Stellmacher, daselbst zu erscheinen. Sämmtliche Meister find dazu eingeladen. Die Kommission.( Siehe Inserat.) Eine Arbeiterinnen Versammlung findet am Diens tag, den 12. b. Mts., Abends 8 Uhr, in der Norddeutschen Braueret, Chauffeeftr. 58, zur Besprechung über die Lage der Arbeiterinnen ftatt. Arbeiter Bezirksverein für den Often Berlins. Heute Abend 8% Uhr bei Keller, Andreasstr. 21. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Freudenthal. 2. Diskussion. B. Berichtedenes. 4. Fraget aften. Da das Thema ein sehr lehrreiches ist, so werden die Mitglieder dringend ersucht. in Dieser Versammlung recht zahlreich zu erscheinen. Neue Mitglieder werden aufgenommen, auch haben Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, Zutritt. Der monatliche Beitrag be trägt 20 Bfg., Einschreibegeld wird nicht erhoben. Arbeiter Bezirks Berein der Oranienburger Bor Stadt und des Wedding. Am Donnerstag, den 14. Mai, Vormittags 10 Uhr, findet im Wedding Part, Müllerstr. 178, eine außerordentliche, öffentliche Versammlung statt. Tages ordnung: 1) Bortrag.( Der Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht) 2) Distuffton. 3) Vorlegung der Betition an den Magiftrat, betreffend Vermehrung der Sanis tätswachen. 4) Verschiedenes.- Ein recht zahlreicher Besuch Ift erwünscht. Große öffentliche Generalversammlung der Schloffer und Berufsgenoffen am Mittwoch, den 13. d. Mts., Abends 29 Uhr, in den beiden Sälen bei Gratweil, Kommandanten ftraße 77-79. Tagesordnung: 1. Die Nothwendigkeit der Einführung eines Maximalarbeitstages von 10 Stunden über ganz Berlin. Referent Herr Fr. Gördi. 2. Diskussion. 3. Die Bedeutung der Werkstatt- Bezirksversammlung. Referent C. Miethe. 4. Verschiedenes. Bahlreicher Besuch der Meister und Gefeßen wird erwartet. Arbeiter Versammlung am Dienstag, den 12. Mat, Abenbs 8 Uhr, in der Urania", Wrangelstraße 9 und 10. Tagesordnung: Der Streil der Anilinarbeiter. Diskussion. Verschiedenes. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Bortrag von Gandert, Prediger a. D., über Die Sonntagsfrage" am Mittwoch, den 13. Mai, Abends 8 Uhr, im Konzerthaus Sanssouct", Kottbuserstraße 4a. Mitglieder aller Parteien find eingeladen. Gefangverein ehem. Gemeinde Schüler Berlins, Belle Allianceftraße 89, Abends 9 Uhr. Gäfte willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 673 897 257 955 802 160( 300). 17109 127 613 31 684 958 640 897( 3000) 251 963 630( 500) 335 300( 300) 944( 3000) 972 596 732 948. 18124 536 286 491 929 807 779 59 490 922 804 1 478 607 792 154 213 767 893 559 957 410. 19857 734 239 497 590 168 923( 3000) 798 557( 300) 588( 300) 431( 3000) 567 303 446 254 106 711 774 135 228. 20576 93 656 726 334 23 346 598 620 763 940 380 577 831 269 667( 3000) 472 47 617 905 938 771 184 423 144( 1000) 941 950 445 751. 21004 345 382 302 283 506 327 62( 500) 418( 1000) 170 718( 300) 118( 3000) 21 310 815 716. 22523 984 804 982 410 346 923 200( 1000) 899 807 619 626( 300) 778 599 516 201 970 653( 1000). 23492 442 488 786 467 30 658 183 668 620 838 936 301 944 436 65( 300) 595 982 962 815 992 114 575 533 11 563 772. 24223( 300) 69 557 587 13 142 265 31 625 397 689 736( 300) 992( 300) 320 244 699 946 177 341( 500) 795. 25971 843 78 432 962 368( 500) 219 863 104 755 380 481( 300) 464 267 819 751 958 26797( 300) 782 827 242 ( 300) 987 323 217( 3000) 963 886( 1000) 651 86 677 99 23 418 184 495 741 393 802( 3000) 519 993. 27365 201 747 415 871 900( 300) 858 789 453 749 362 438 149 85 897 446 257 833 732( 500). 28769 444 940( 40 000) 576 163 476 339 70 956 596 601( 500) 617 481 150( 500) 192 930( 500) 42 485. 29345 959 579( 300) 997 915 19 531 681( 3000) 130 36 404( 1000) 74 729 965. 30415( 1000) 827 981 223 909 629 436 624( 300) 117 295( 500) 819 107 666 126( 300) 407 100( 1000) 658 495 758 775 892. 31295 670 67 609 818 492( 1000) 595 334 252 739 586 132 81 386 233. 32903 214 936( 300) 699 481 960( 500) 426 246 787( 1000) 658 358 343 288 578 106 181 ( 300) 289 692 512 827( 500) 17 831. 33325 953 488 415 983( 3000) 400( 300) 538 393 985 842 857 229. 34587 929 38 134 429 540 739 229 380( 300) 201 394 804 105 154 799 441. 35020 495 927 207( 300) 235 593 82 907 76 560 558 719 632 472 230 908 674 759 781 590 648 505 161. 36046 620 260 392 972 517 920 352( 500) 430 891( 500) 608( 500) 84 39 278 425( 300) 987 981 553( 300) 983 265 663 49 450 970( 300) 61( 300) 845 624( 300) 79. 37736 575 362 925 351 264 113 836 956 814( 3000) 473 804( 300) 772 130 886 106 954( 1000) 85 509. 38274 402 819 356( 300) 556 42 67 996 599( 3000) 669 425 810 692 35 163 22 962 681 643 770 852 28 780 480 585 726( 300) 129( 30 000). 39808 904 805 687 86 107 654 194 299 905 205 77 44 123( 500) 899 643( 500) 316 667 25 997 688. Tagesliste der Königl. sächsischen Landeslotterie. 777 721 81 656 408( 500) 889( 5000) 121 134 479 11 316 Biehung vom Montag, den 11. Mai. ( Dhne Gewähr!) 362 70 524 746 245 720 375 2 821 558 118 893 246. 1828 785 330 462 702 35 877 899 689 765 159 753 479 945 897 663 839 198 715 30( 3000) 374 716 124 168 284 711 23 ( 300). 2092 507 100 564 761 446 573 351 362 501( 500) 749 90 73 113( 1000) 673. 3645 640 709 264 427 697 201 820 961 863 13 333( 300) 588 936. 4184 331 507 497 850 411 582 64720 447 823. 5601 971 666 41 14 326 101 450 56 363 283 990( 300) 611 189. 6927 479 444 556 931 274 593 213 496 7436 796 3829 743 945 661, 877 558 210 82 94 999 641. 178 679( 500) 542 238 723 181 70 350( 300) 961 541 459 791 250 558 529 591 665 838 823( 500) 194 128. 8998 905 ( 1000) 896 279 830 212 406 393 607 521 962 817 569( 500) 8 778 377( 300) 551 695 573 642 707. 9182( 1000) 189 831 980( 1000) 719 744 156 816( 300) 394 535 379 993 118 985 158 398 318 281 42( 300) 892 343. 10718( 1000) 628 1( 3000) 190( 300) 23 216 132 414 11013 401 820 361 915 463 28 629 552 217 777 671 165. 199 10 410 887 407 806 872 421( 5000) 934. 12578 914 675 958 535( 3000) 714 646 823 695 26 153 795( 500) 478 806 681( 300) 244. 13097( 300) 567( 1000) 790 695 224 179 87 969( 300) 46 940 677( 3000) 446 491( 3000) 565 29 317 759 854 454 733 595( 300) 570 991. 14270 184 932( 500) 590 281 645 42 452 371 748 996 328 35 971( 300) 626 15373 967 990 528 716 741 229( 500) 372( 800) 970 532. 72 832 618 791 75( 300) 842 117( 1000). 16830 132 466 200 896 813 605( 500) 924 620( 1000) 766 966 445 866 172 Theater. Königliches Opernhaus. cute: Der Trompeter von Sättingen. Königliches Schauspielhaus. eute: Die Rangau Deutsches Theater. eute: Der Hüttenbefizer. Bellealliance- Theater. Beute: Die Anti- Xantippe, oder: Krieg den Frauen. Renes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Beute: Der Großmogul. Central Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Gente: Der Balzer König. Residenz- Theater: Direktion Anton Anno. d 06 ute: Der Kernpuntt. Bum Schluß: Mein neuer Hut. Walhalla Operetten- Theater: Beute: Mascotte. Oftend- Theater: Wallner- Theater. eute: Der fliegende Holländer. sute: Die Letbrente. Heute: Sulfurina. Vittoria- Theater. Arbeitsmarkt. 1026] Trikot Knopflochmacherinnen verl. Landwehrstr. 19 Q. II. Erste Produktiv- Genossenschaft Berliner Schneider( Eingetragene Genossenschaft). Berlin 8., Kommandanten- Straße 61. Herren- Garderoben jeder Art 40759 930 652( 500) 479 608 459 209 552 383 128 677 84 136 861 506 114( 300) 607( 3000). 41750 686 601 308 728 803 11 999 182 667 178 792 423 24 982 457 188 806 811( 300) 758 216( 500) 501. 42566 514 470( 3000) 478 990. 43890( 500) 501( 1000) 605 812( 1000) 289 449 937 258 93 129 538 554 906 88 748 41 21 919 779 814( 1000) 254 384 548 810 985( 500) 488 930. 44825( 300) 645 593 959 134 246 183 68 516 627 212( 300) 946 252 585( 1000) 848 424 63( 3000) 174 518 56 642( 1000) 159 57( 500). 45758 555 192 571 375 824 444 443 640 604 990 22 632 90 801 134 552 638 240 130 964 807( 500) 193. 46480 218 228 222 27 672 752 913 501( 300) 498 99( 300) 615 550 633( 300) 660 980. 47498 917 419 943 553 244 209 711 938 238 560 20 560 20 537 741 391 331( 300) 40 390 497 740( 300) 612 448( 300) 13 677 428 949. 48225 171 949 688 207 77 181 691( 300) 278( 1000) 862( 3000) 455 214 144 513 628 257 848 496 560( 3000) 929. 49681 42 940 900( 3000) 526( 300) 437 850 200 980 284 351 742 974 ( 1000) 119 489 499 49 506 764 939. werben nach Maaß angefertigt. Reichhaltige Auswahl nur reeller in und ausländischer Stoffe. Auf Wunsch Mufter vorlage im Hause der Kunden. Saubere Arbeit, guten Sig, folidefte Preise garantirt Der Vorstand: 722 Ed. Siebert. A. Krause. A. Hooge. Feine Wäsche wird sauber auf neu geplättet, auf Wunsch auch gewaschen bei Frau S. Los, Büdlerstr. 51. II.[ 1022 Allen Freunden und Bekannten empfehle meine 3 neuen Regelbahnen im Haideschlößchen, Hasenhaide 9a. 782 Achtungsvoll Hübner, Bächter. 50398 375 823 259 769 790 433 220 722 234( 5000) 916 584 424 164. 51203 790 896 752 443 352 473 135 691 855 605 57 831 375 764 478 669 285 238 433 569. 52434 875 565 322 348 514 551 276 27 522 844 111( 3000) 830 925. 58918 373 976 696 359 593 471( 300) 905 616 474 824 220 354 83 193 701 935 56 125. 54082 335 197 605 808 207 978 872( 300) 173 440 476 796 444 593. 55029 492 932 86( 1000) 478 756 495 92 165 877 218 354 856 998 60 135 26( 1000) 890 745 759 179. 56747 530 689( 1000) 785 304 626 516 912 56 705 863 84 139( 300) 164( 300) 696 750( 3000) 32 268 521 428 960 50 851. 57545 692 5 123 105( 1000) 135 299( 3000) 328 682 550 907 919 167 726 418 276 773. 58542 212 385 787 941 225 946 122 706 142 689 248 276 991 286 426 148 147( 300) Große 703. 59903 977 92 452 757 50 992 590 138 361 98 442 333( 300) 128 894 78( 300) 144 734. 63705 65723 60271( 1000) 204 671 558( 300) 692 966 403 756 ( 300) 65 736 502 257 94 179. 61655 374 213 496 10 957( 1000) 939( 300) 835( 500) 577 28 290 625 169 534( 544 293 600 368 6 861 220( 300) 405 829 962 58. ( 300) 333 161 529( 3000) 585 833 1 544( 500) 640 992 700 891 158 896 388 205( 500) 13 42 676( 500) 755 20 608 347 968 284( 300) 731 984( 1000) 412 279. 631 312 503 380 250 694 299 747 144 723 415 431 474 451 599 108 037 6 564. 6431 781 744 435 622 232 39 ( 3000) 97 134 46 849( 300) 191 908 695 935. 472 443 415 757 339 417 71 630 466( 300) 250 342 32 ( 3000) 559 635 42 167 424. 66833 711 494 902 398 418( 500) 231( 3000) 296 293 887 112 376 148 316 387 612 638 810 694 511 733 10. 6799 636 296 311 236 ( 300) 106 385 669( 500) 814 74( 500) 540 402 513 865 801 146 11 425 963 572 481. 68996 931 769 966 336 848 897 727 998 324 761 893 45( 300) 514 443 661 52 69961 891( 300) 224 381 686 834 794 168 392( 500) 267 754 303 234 552 563. Arbeiterinnen Versammlung Dienstag, den 12. d. M., Abends 8 Uhr, in der Norddeutschen Braueret, Chauffeftraße 58, zur Besprechung der Lage der Arbeiterinnen. Referentin: G. Gutilaume Scad. Entree zur Deckung der Kosten nach Belieben. Männern ist der Zutritt gestattet. 1033 Rosa Buge. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Stellmacher Berlins am Mittwoch, den 13. Mai, Abends 8 Uhr, in Graz Salon, Brunnenstr. 140. Tagesordnung: 1. Der Nugen einer Drganisation und die Nothwendigkeit einer Lohn Commission. Referent: Gustav Röbel. 2. Dis tuffton. 3. Verschiedenes. Sämmtliche Meister find dazu brieflich eingeladen. Wir ersuchen deshalb einen jeden Stellmacher, daselbst zu erscheinen. Die Commission. 1034 Die Verlammlung Des Verb. deutscher Zimmerleute ( Lokalverband Berlin) 626 528 505 814 911. 70150 406 460 159 456 804 998 879 661 647 647 346 835. 71270 671 233 256 836 555 453 291 1( 300) 533 988 956( 300) 363 300 148 152( 300). 72030 105 867 1 994 410 299 124 717 573 797 983 376 600 250 503 673 126 958 471 494 785 59 194 933 640( 3000) ( 300). 73365( 300) 812( 300) 445( 1000) 897 503 850 ( 1000) 632 828 121 585 721 122 988 545 332 7 956 703 258 211 887( 500) 508( 300) 116. 74982 892 89 214 196 840 284 919 677 685 307 542 231 369( 300) ( 1000) 146 206 648. 75674 208 449 532 57 241 872 888 108( 800) 228( 300) 407 494 170 715 675 426 12 865 279 824 655 499 687 132 492. 76008 findet am Mittwoch, den 13. Mai er., Abends 8 Uhr, Rommandantenstraße 20, statt. Zagesordnung: 1. Vortrag. Referent und Thema werden in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Die Gründung einer Reise- Unterstügungstaffe. 3. Verschiedenes. Nr. Ein Das Arbeiter, Don derje ift. Es etwas na fich aus In Arantent Aranteng Diejenige wollen, Versicher 708 Für dies Tobr&( m feftgestell Sap, un berabgeb Die 739 9 766 752 902 617 650 557 39 318( 300) 481 319 284( 822 781 292( 300) 27 150 837 592 867 686. 77900 91 398( 300) 139 875 584 560 491 496 785 884( 1000) 651 ( 3000) 806 187 928 760. 78320 429 778( 300) 2016 478 690 935 440 189 931 687 457 257 164( 300) 535 40( 1000) 495 268 496 472 493. 79963( 500) 865 341 ( 500) 409 243 137 728 360 727 753 18( 3000) 129 613 Recht zahlreiches Erscheinen ist Ehrensache eines jeden Mitglied: 8. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste( ur Bimmerer) haben Butritt. 1032 Versammlung der 971 511 410. 191 47 80697 524 499 391( 300) 891 254( 300) 611 779 50 914 29( 3000) 586 884 694( 300) 568 750 214 160 871( 1000). 81326 912 894 47 874 692 644( 500) 230 305 876 917 341 941 667 248 387 856 183 231. 828 980 528 751 768 643 995 182 941 290 669 443 874 427 887( 1000) 214 665 404 533. 83033 801 861 532 441 310( 300) 157 656 966 79 600 275 90 84494 885 146 733 752 771 624 136 659 523 264 2 569 770( 300) 145 329( 300) 235 476 359. 8516016 611 550 939 514 815 129 492 737( 300) 84 928( 30 ( 500) 112 952( 1000) 850 90. 86316 801 251 621 9 ( 1000) 267 786( 300) 674 593 237 745 771( 300) 634 21 413. 87372 799( 500) 691 11 416 89 509 313( 300 601 682( 300) 948 555 547 569 394 46 961 151( 30,000 88830 645 720 843 337 574( 300) 539 693 730 416 101 207 16 883 529 351 531( 3000) 172. 89664 63 493 369 314 211 666 825 44 614 165 798 821 361 6 165 7986 352 509 596 906 286 130 793. Produktiv- und Rohstoffgenossenschaft der Schneider zu Berlin( e. G.) Sonntag, den 17. b. Mts., Nachmittags 6 Uhr, Mauerstraße 86 bet pieper. Tagesordnung: 1. Monatsbericht 2. Anträge 3. Geschäftliches. 1035 Der Verwaltungsrath. 90644 269 27 844 589 597 920 813 245( 500) 511 218 46 948 103 414 361 675 83( 300). 91443 265 196 63 637 597( 300) 566 944 818 301 65 880 540 981 631 762 591 301 929 837 713 127 180. 92432 68 72 642 504 627 148 464 155 293 62 93264 338 522 46 291 887 761 773 814 867 919 28 791 502 224 147( 300 982 734 591 505 579. 94100 344 354 451 465 397 5 882 776 61( 300) 368 995 814 636( 300) 869 127 907 545 8.99 154 245 458. 95598 521 28 477 384 936 281 118 796 996 ( 500) 275 657 500 985 581 233 554 909( 300) 96805 976 725 917 281 798 394 395 384 802 370 98 590( 1000) 383 129 344 958 530 974 254 338 108 903( 500) 727. 97814 655( 500) 489 237 251 296 1 742( 1000) 774 149( 500) 601 650 422 611 973 ( 3000) 639 491 792 714 8 4( 500) 196 853 618( 3 98169 704 904 108 875 992 599 318 867 90 482 279 136 168 946 632( 300). 99206 166 686 685 280 25 324 39 517 419 721 838 539( 3000) 104 251. 992. Sorben erschien: Das Elend der Philosophi Antwort auf Proudhons ,, Philosophie des Elend Bon Karl Marxe mi Mit einem Vorwort von Friedrich Engels. Preis Mark 3,50. Bu bestehen burch die Expedition Zimmerftraße Neben einer reichen Auswahl hocfeiner folgende Serien 786 44 derner Kleiderstoffe zu bekannt billigen Breifen f Kleiderfloft bedeutend billiger zum gänzlichen Ausverkauf gestellt. 40 Waschechte Zephyrs ragé, früher Meter 1 Ma Waschechte bedruckte Baumwollstoffe, Mtr. 50, iegt nur 30 Bfg. und 30 Pfennig. Jaspe Diagonal für solide Hauskleider, jest 30 Bfg. Met Karrirte helle Wollstoffe, gutes Straßenfle früher Mtr. 1 Mt., jest 50 Bfg. Beige in ganz reiner Wolle in allen schönen Far ben zu Haus- und Straßenkleidern, Meter Beige doppelt, alfo 110 cm. breit ganz traffi 60 und 50 Pfennig. Waare, Meter 1 Mart. Eine große Auswahl Broches, also auch 110 breit, fr. Mtr. 2 M. 50 Pf., jest Mtr. 1 M. 25 Einfarbige, doppelt breite Cachemires in all Farben, fr. Mtr. 2 M. 50 Bf., jest Mtr. 1 M. 85 Echten Batentsammet in allen Farben, Mtr. 1 Echte Seidenfammete in allen Farben Mtr. 3 Sielmann& Rosenber 50 Bf., 2 Mt. und 3 M. 50 Bf. 50 Pf., 4 t. und 4 Mr. 50 Bf. Kommandantenstraße, Ede Lindenstraße. Verantwortlicher Redakteur R. Cronbeim in Berlin. Drud und Berlag von Mag Babing in Berlin SW. Beutbftraße 2. der Leift mir met in freier in ben t jebe Get geldes b Minimal auch mit ein richt Raffe ni Mit aber fein freien St Mitglie tenntniß Hegenber Das ist awang nur b thren B Der Kaff nie eine mögen Eine B im vorig ( entrali Aber die fichere 11 herigen geführter richtigen Ein einf und St mobrt b Beitrag 8093f. Aranten 34 Wod Die inn ichon al ift hier 5-6 p noch nic im Beit für bas gliedern gliebajal Da Durch b genannt I. Alaffe III, Ala I. Klaffe gezahlt überhau Das St In wig Sp Al lich gett betümm Die Eri Das in wie bas ταία του Bwilling Winter Lagen Die beid io ich m Conrad Augen. s mit ihn einander des S bübsch batte ft Der Bw ber au und b Mann als bill Bette g au Mut dem Ti ftanden anzufan Ja, Kin Malt Anaben benn fe gierigen ber büt fondern befize mit fic leeren 2