Besuch. B Der Stadt e boch wohl Schatten folg er und t in einer en fur ba r. 120. Mittwoch, 27. Mai 1885. II. Jahrg. Berliner Volksblatt. in mögli nd die Un rter Gebei harrten richaft, um Stadt bei friedlich; Bgeführt, Die Bufamm fich trennt mit dem fro Die Stadtt thr gerettet Dorfichtige lug Hamburg Steinwär Wohnfti 8 mar vorau Organ für die Interessen der Arbeiter. Das„ Berliner Volksblatt" eint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für würden, alin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 f. oftabonnement 4 Mr. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 f. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) nachbarte lebelung be Vertribe zubauen. ngen Beblet, gemadt Es handelt niffen lebende ben und ift eine gro nen Grasho on. b die Bele Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., 3immerstraße 44, sowie von allen Annoncens Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Beuthstraße 2. Expedition: Abonnements- Einladung. = Mit dem 1. Juni eröffnen wir ein neues Abonnement auf ba Berliner Volksblatt" Gder Gratis- Beilage rlangen. enn in intritt. 2 itig geli lich ein mi mmungen mmen tönn raße, aldstra ert er Turner rios Josh stock vir unf on). und nicke nenftrage er Gef brit stabal. unnenftra cher Gorte Eff 142 K. rtk, Date empfi fterftrafe 2 efel Breife riftraße 80 lung 964 Telftrage Loose a 1m 990 Berlin, luftrirtes Sonntagsblatt". Das Berliner Volksblatt" ist das einzige Degan in balin, welches für eine wabibaft freifinnige Sozialreform ein. i bie weiteste Verbreitung des Blattes Sorge zu tragen. Alle Freunde einer solchen haben deshalb die Pflicht, Der Lesertreis des„ Berliner Volksblatt" ist zwar erfreu nferer We Intereffen der werkthätigen Bevölkerung müßte dasselbe einen tod weitaus größeren haben. Das Berliner Boltsblatt" darf bet teinem Arbeiter und Handwerker, in feiner Fabrik und in liner Familie fehlen. Der Nuf nach Reformen, nach Befferung ellen, je größer die Bahl der Abonnenten des Berliner Boltablatt" fein wird. Und darum suche jeder Leser und Brund des Blattes vereint mit uns dahin zu wirken, daß das Berliner Boltsblatt" die ihm gebührende Stellung unter der gepreffe einnimmt. wirthschaftlichen Zustände wird um soviel stärker wider Die Redaktion wird sich nach wie vor bemühen, den Lesern Expedition: Zimmerstraße 44. Auch ein Kolonisationsfeld. Aller Augen find jetzt bekanntlich nach Südafrika und bem stillen Dzean gerichtet; dort soll Deutschlands Bukunft liegen und wer's nicht glaubt oder gar eine andere Meinung äußert, ist zum mindesten ein Vaterlandsverräther. Es hilft alles nichts, wenn dieser ,, Vaterland@ verräther" noch so sehr betheuert, daß seine innerfte Ueberzeugung nach eine überseeische Rolonisation dem Vaterlande zum Unheil fei, es hilft alles nichts, wenn er betheuert, daß eine Rolonisation im Innern Deutschlands sichere und fegers reichere Früchte bem Baterlande bringen würde, als jene tropische Rolonisation, wo ein fieberschwangeres Klima feine graufige Ernte hält er ist und bleibt ein Vater landsverräther". Db nun auch wohl berjenige eine folche Titulatur erlangen wird, der den Blick der deutschen Kolonisation nach Often hinlentt, anstatt nach Westen, daß müssen wir der Zukunft überlassen. Vorläufig würden wir, da man boch die Kolonisations politik angeblich wenigstens der Handelsverbinbungen und bes Exports wegen inaugurirt hat, boch bie Rolonisation im Südosten Europas, in den Balkan ländern und ferner in Kleinafien der überseeischen vor fich auf die verschiedensten und verschiedenartigsten Erdstriche zersplittern. Daß eben Deutschland schon jetzt eine gute wirthschaftliche und Handelsbasis im Sub Often hat, geht daraus hervor, daß an dem Importverkehr in den bulgarischen Häfen, Nilopolis, Sistova, Ruftschuk und Silistria im Jahre 1884 Deutschland mit 12 Prozent betheiligt gewesen ist, während Desterreich mit 23, Großbritannien mit 20, die Türkei mit 14 und Rußland nur mit 7 Prost. parti aipirten. In den Rest theilten sich Italien, Frankreich, Griechenland, die Schweiz u. f. w. Man firht aber schon hieraus, daß Deutschland trotz der heute noch schwierigen Verbindungen schon ben vierten Rang einnimmt. Daraus aber geht hervor, daß der Dsten ein geradezu groß artiges Absatzgebiet für die deutsche Industrie zu werden verspricht, wenn das Dentsche Reich seine Mittel und seine Macht, mit einem Worte, feine Kolonialbestre bungen anstatt nach Westen nach Dften richtet. Uebrigens betrug der Export Deutschlands 1884 blos nach bem kleinen Bulgarien schon über eine Million Mark. Aber wir sehen eine fortwährende Steigerung in den letzten drei Jahren, fobaß sich die Einfuhr besonders an Ader geräthen, die im Königreich Sachsen und ben Provinzen Rheinland und Schlefien verfertigt wurden, in dieser Zeit um mehr als das Doppelte gesteigert hat. Jebenfalls ein guter leit viel Intereffantes und Belehrendes zu bieten, und sie ziehen. Selbstverständlich könnte bei dieser Kolonisation Schluß auf die Zukunft. bird bazu um fo mehr in der Lage sein, ie größer der Leserfreis bes Blattes fich gestaltet. Eine ganz besondere Sorgfalt with in Butunft den lommunalen Angelegenheiten gewidmet Berben; Die Verhandlungen der Stadtverordneten- Bersamm Lung fomohl, als auch alle sonstigen wichtigen Vorgänge inner balb der Kommune werden so ausführlich wie mögli* im Berliner Boltsblatt" Aufnahme finden. Der Abonnementspreis des mit der wöchentlichen Gratis.Beilage Berliner Volksblatt" Illustrirtes Sonntagsblatt" beträgt für Berlin pro Monat 1 Mart 35 Pf., pro Woche 35 f. von einer Befignahme der betreffenden Länderstriche durch das Deutsche Reich nicht die Rede sein. Doch darauf kommt es auch gar nicht an. Durch besondere Verträge mit der Türkei und den Baltanländern tönnten die auswandernden Kolonisten und Händler geschützt werden; außerdem müßte das Reich den Auswanderern allerlei Erleichterungen schaffen, bieselben auch petuniar unterstüßen und ihnen den vollstänbigen Reichsschutz angedeihen lassen. = Dies würde auf die Dauer lange nicht so viel kosten, als die überfeeische Rolonisation und viel reichere Früchte tragen. Jetzt allerdings sind in Bezug auf den Handel nach dem Drient Defterreich Ungarn und Großbritannien gegen uns noch im Vortheil, aber bei ernstlichem Streben fönnen wir leicht das erstere überflügeln und England in Schach halten, da dasselbe an den verschiedensten Stellen Expedition dieser Beitung, Simmerstraße 44, entgegen. Bestellungen nehmen sämmtliche Spediteure, sowie die Die neu hinzutretenden Abonnenten erhalten die bisher der Erde engagirt ist. stenenen Nummern des Illustrirtes Sonntagsblatt" is unb franto nachgeliefert. Für Außerhalb nehmen alle Bostanstalten Abonnements ben Monat Juni gegen Bahlung von 1 Mt. 34 Pf. an. Redaktion und Expedition des Berliner Boltsblatt." Feuilleton. 421 verboten.] 3m Eckfenster. Roman von Friedrich Gerstäder. ( Fortsetzung.) und die ihm von Claus bezeichneten drei Treppen hinauf, Mit diesem Entschlusse sprang er auch in's Haus Man muß sich eben fonzentriren! Damit soll nicht gefagt sein, daß unsere beutschen Kaufleute sich auf bestimmte Gegenben mit ihren Handelsprodukten zu legen hätten und auch nicht die beutsche Produktion überhaupt, aber die Staatshilfe, die Reichsmacht foll nach wenigen, bestimmten und günstigen Punkten hinarbeiten und nicht gespielt, ja bas er in frühester Beit sogar auf seinen Armen herumgetragen? H Was steht Ihnen zu Diensten?" brach endlich bas junge Mädchen das ihr unheimlich werbenbe Schweigen. Hans antwortete noch immer nicht gleich; ein weh müthiges Lächeln ftahl sich über seine Büge, und mit weicher, aber herzlicher Stimme sagte er endlich: Rennen Sie mich traulichen„ Du" genannt, brachte aber die Anrebe jetzt nicht Wie Bulgarien aber, so stehen für die deutsche In bustrie und den deutschen Handel die Türkei selbst, Griechen land und die übrigen Balkanländer offen und besonders auch Kleinaften. Wenn dabei aber durch geschlossene Einwanderung deutscher Elemente besonders auch in das lettgenannte Lanb überall deutsche Kolonien entstehen würden, sobaß der deutsche Einfluß dort überhaupt fliege, dann würde auch für ben deutschen Handel und somit auch für die deutsche Industrie ein immer größeres Absatzgebiet geschaffen werden. Wir verkennen burchaus nicht bie Gefahren, die einer folchen Rolonisation entgegenstehen, aber sie sind nicht größer, als die bei der überseeischen Kolonisation, und sie stellen boch, wenn diese Kolonisation gelingt, fichere Vortheile für Deutschland in Aussicht, während bei den jezigen Roloni fationsbestrebungen von einem Gelingen gar nicht die Nebe sein kann, da alle Vorbedingungen fehlen. Wenn nun auch das Deutsche Reich in absehbarer Zeit feinen Befiß von solchen Kolonien, die in Südosten er richtet werden, ergreifen kann, so ist es doch ausgeschlossen, daß unsere Auswanderer in jenen Gegenden, wie zum Bei spiel in Nordamerika afflimatifirt oder gar zu Ronkurrenten ber zurückgebliebenen Landsleute werden. Davor schütt im Dften der scharfe Gegensatz, der zwischen der heimischen feiner rechten hielt und mit der linken fireichelte, fagte herzlich: Räthchen, ich fann Ihnen gar nicht sagen, wie weh es mir that, Sie nicht mehr bei uns im Hause zu finden - ich weiß nicht, was vorgefallen ist," segte er rasch hin Au, als er Sen schmerzlichen Bug erblickte, der durch ihr Antlig zudte, aber ich weiß, daß Sie teine Shulb tragen. Ich brauche Sie nur anzusehen, und ich fühle bas- mir O er freilich fo vollkommen unter das Dach gerieth, nicht mehr, Räthchen" Er hatte fie früher mit dem glauben Sie das gewiß, Räthchen, denn wir sind ja von Seben fonnte. Den Hut mußte er wenigstens ab- mehr über die Lippen. nehmen, um nicht oben anzustoßen. Es war dort auch Biemlich bunkel, benn die wenigen Dachfenster brauchte man Räthchen fah erschreckt zu ihm auf. Sie war wirklich blaß dabei geworden, aber nur für kurze Momente; bann früh auf Gespielen gewesen, und wenn wir uns auch manch mal gezantt haben," fegte er wehmüthig hinzu, blieben wir doch immer gute Freunde." " Herr von Solberg"-fagte Räthchen und suchte ihre nothwendig zur Erhellung der fleinen Bimmer; aber sein fchoß ihr das Blut in einem Strahle wieder in die Schläfe Hand frei zu machen; Hans ließ sie aber noch nicht. Auge gewöhnte fich bald an das hier herrschende Dämmer zurüd: Herr von Solberg?" licht, und schon an der zweiten Thür fand er den ihm von Früher fagten Sie Hans, Käthchen..." Herr von Solberg," sagte er leise wie fremd und unnatürlich bas klingt! Aber ich fühle auch recht gut, daß ich kein Recht auf einen anderen Namen habe. Nur das glauben Sie mir, daß, was auch in unserem Hause vor mit ein paar fleinen Stiften befestigt, und Klopfte auch dort baß Sie zurückgekommen wären, und bin Ihnen so bant gefallen sein mag, ich bemselben fern stehe. Für mich sind „ Ja, früher," flüsterte Räthchen leise ich hörte, bar, daß Sie mich nicht ganz vergessen haben." „ Gewiß nicht, Räthchen; aber nie im Leben hätte Herein!" sagte eine jugendliche Stimme, und wie er bie Thür öffnete und auf der Schwelle stand, fab er fich ich Sie wiedererkannt, so sehr haben Sie sich verändert. faft erfchredt in dem engen Raume um, denn( fo ärm Sie waren noch ein Kind, als ich das Vaterhaus ver gebacht. lich hatte er fich Räthchen's jezigen Aufenthalt doch nicht ließ Lange Jahre find darüber hingegangen," fagte bas -aller wollen Sie nicht einen Augenblid Play nehmen, Herr von Solberg? Ich freue mich fo, Sie nach Ihren langen und gefahrvollen Reifen aftigt, am Fenster und mochte den Besuch eines jungen Das junge Mädchen saß, emfig mit ihrer Arbeit be junge Mädchen scheu Herrn wohl am wenigften erwartet haben. Sie fuhr ericredt von ihrem Siz empor, und die Arbeit noch immer wieder zu sehen." Hand fie, bie Anrede erwartend. Jedenfalls beruhte der gelegt, der ihr zum Nähtisch diente, und ging nach einem in den Händen haltend, ohne fich aber weiter zu bewegen, gange Befuch auf einem Mißverständniß vielleicht in die falsche Thür gerathen. ber Herr war Sie hatte ihre Arbeit auf den kleinen Tisch vor sich Stuble; Hans tam ihr zuvor. Und ist das der ganze Gruß, Räthchen?" sagte er habe erft ganz fürzlich erfahren, daß Sie überhaupt noch Sie noch immer mein kleines Schwesterchen aus jener Beit, und wenn ich Sie jetzt hier fehe" und sein Blid schweifte bellommen in dem ärmlichen, ja dürftigen Raum umbertann ich Ihnen gar nicht sagen, wie weh mir dabei um's Herz ist." Er ließ jest ihre Hand frei, und Räthchen, die ihrige zurückziehend, stüftrrte: Bitte, laffen Sie das, Herr von Solberg; ich danke Ihren Eltern so viel, so unendlich viel ich könnte es ihnen nie, nie vergelten, und feien Sie versichert, daß allein das Gefühl in meinem Herzen vorherrscht und vorherrschen wird, so lange ich lebe. Was dort vorgefallen? Nichts, wenigstens nichts, wegen dessen ich mir auch nur den lei festen Vorwurf zu machen hätte. Es muß allein ein Mißes war zu meinem Glüd, denn ich fühle jest recht gut, ber ich mich doch auf die Länge der Zeit nicht halten fonnte. Der Zeitpunkt, wo ich daraus schied, mußte einmal towmen und hätte mich vielleicht schwer betroffen, wenn ich in Jahren weiter vorgerückt gewesen wäre. Jest, ba ich noch Sans ftand auf der Schwelle, aber sprach fein Wort, herzlich. Bekomme ich nicht einmal eine Hand?" Ich verständniß gewesen sein, ich wüßte nichts anderes; aber bas schüchtern, erröthend ihm gegenüber in seiner regungs hier in der Stadt sind; ich hörte, Sie wären mit einer daß mich das Schicksal in eine Stellung gehoben hatte, in werden mußte. lojen Stellung verharrte, bem aber dieses Schweigen und Bumme Anftarren natürlich mit jeder Sekunde peinlicher Und das war Räthchen, bas Rinb, mit dem er früher H Familie nach Italien gegangen." Räthchen schüttelte langsam mit Nach Italien?" dem Kopfe, reichte aber doch dem früheren Spielgefährten, wenn auch nur schüchtern, die Hand, und Hans, der fie in Bevölkerung und den eingewanderten Deutschen besteht und wohl immer bestehen bleibt. Die arische Race kann sich mit der semitischen, wenn die erstere nur halbwegs vers treten ist, nicht vermengen. Im Dften würde der Deutsche immer Deutscher bleiben, während er im Westen im Yankeethum nach und nach untergeht. Nach dieser Nichtung hin wäre also nichts zu fürchten. Für die Machtstellung des Deutschen Reiches aber auf, auf welche viele Personen ein besonderes Schwergewicht legen, wäre eine einflußreiche Stellung an der Wiege der Menschheit" von viel größerer Bedeutung als die Befiz nahme und vergebliche Kolonisation von Kamerun, Angra Pequena und Banzibar. Doch wir sind es nicht, die zuerst den Blick nach Dften zur Kolonisation gewandt haben; das ist schon weit früher geschehen, schon vor zwanzig Jahren, und es waren größere Männer, die eine solche Kolonisation ernstlich ins Auge faßten und empfahlen: Lassalle und Robbertus. Politische Webersicht. mit 250( 94) unten anfteben. Der Gesammibetrag der nach den Finalabschluffen der Regierungs- Hauptlaffen an die Kom munalbehörden gezahlten Buschüsse aus der Staatstaffe( Hälfte der Verpflegungskosten) stellte fich im Etatsjahr 1881/82 auf 254 372,74 m, im Etatsjahre 1882/83 auf 425 169,02 M. und 1883/84 auf 669 052,69 m., also pro Kopf der in 3wangser ziehung befindlichen Kinder 1881/82 auf 105 ,, M, 1882/83 auf 710 W., 1883/84 auf 86,7 M. Die Verwilderung der Kinder nimmt zu mit der Entwickelung der Großindustrie. Es mag hier und da einzelne Ausnahmen geben, im Großen und Ganzen aber trägt die immer größere Ausdehnung der Frauenarbeit auf fast alle Industriezweige die Schuld an dieser trau rigen Thatsache. Uno wenn nicht bald etwas geschicht, wenn man nicht in allernächster Beit ernstlich Hand anlegt, um sostale Reformen zu schaffen, dann werden diesbezüglich Zustände beraufbeschworen, welche die jest vorhandenen weit in den Schatten stellen. Statistische Erhebungen über Wildarten und Wildreichthum sollen für den Umfang des gesammten preußischen Staates in der Beit vom 1. April 1885 bis 31. März 1886 vorgenommen werden. Zu diesem Bwede sollen unter Beauf fichtigung der Landräthe Zähltarten vertheilt werden, auf welchen über den Wildabschluß genau zu berichten ist. Mit der technischen Vorbereitung und Leitung dieser Erhebung, sowie mit der demnächstigen Busammenstellung und Druck legung ihrer Ergebnisse ist das statistische Bureau zu Berlin beauftragt worden. " unfer lieber Landsleuten lo zahlreich freund!" setlegen zu aus Dit un niger Stab Bimmerpolie man daraus einen Rückschluß auf die Lage der D überhaupt ziehen; denn die Verhältnisse sind überall gi aleich. Bon den 27 969 Personen, welche durchschnittli Laufe des Jahres 1883-84 in den 51 bier in Frage fom den Anstalten betinirt waren, wurden 25 713 oder ca. 92 zent beschäftigt, und zwar 1. für den eigenen Bedarf der ftalten 6578( 5676 Männern und 902 Weiber); 2. für eig Rechnung der Anstalten zum Verkauf 528( 524 Mann 22 Jabre in Weiber) und 3. für Dritte gegen Lohn 18 606( 15 813 Ma und 2793 Weiber). Von den unter 2 aufgeführten Gefa nen find durchschnittlich täglich 367 mit Herstellung von Schleuderpre taten für andere Anstalten im Reffort des Ministeriums Innern und für weitere Bweige der Staatsverwalt sowie für Reichsbehörden beschäftigt worden. Die braunschweiger Thronfolge Frage wirbelt noch immer viel Staus in den Beitungsblättern auf. In Braun schweig selbst steht man der Abwickelung dieser Angelegenheit theilnamlos zu, nur einige Pastoren und hoflieferanten haben arge Beklemmungen. Die Germania" fann sich noch immer nicht mit dem Gedanken vertraut machen, daß der Bundesrath den Antrag des Reichskanzlers annehmen und dadurch den legitimen Thronfolger, den Herzog von Cumberland, von Der Thronfolge endgiltig ausschließen wird. Das Blatt zititt einen längeren Artikel aus der Frantf. 8tg.", um den Beweis zu liefern, daß die demokratische Presse diesen Vorgängen zur Beseitigung des Legitimitätsprinzips schadenfroh und vergnügt Beselligung des Legitimitätsprinzips schadenfroh und vergnügt zusche und fügt dann hinzu: Wie schon bemerkt, ist aber noch eine Partei da, bie noch schadenfroher ist, nämlich die Sozialdemokratie, denn die Konsequenz des Stanb punktes der Demokratie ist die Aufhebung der Privatrechte. punktes der Demokratie ist die Aufhebung der Privatrechte. Mit denselben Gründen, mit welchen jetzt der Bruch mit der Legitimität motivirt wird, können dereinst die Sozialdemokraten die Konfistation des Privateigenthums begründen. Ja, ja, die Konsequenz ist eine unerbittliche Richterin über die Thaten der Menschheit; wenn auch diese den Gedanken auszudenten fich scheut, die Logik der Thatsachen" ist eine elementare Gewalt, gegen die es kein Widerstreben giebt."- Man steht, das Organ des Herrn Windthorst tann recht boshaft werden. Der Bundesrath wird sich dadurch ficher nicht abbalten laff.n, sein Votum im Sinne des com Reichskanzler geftelten Antrages abzugeben. Nach einer aus Gmunden- dem Wohnorte des Herzogs eingetroffenen Privatnachricht, hat der Herzog von Herzogs Cumberland an die europäischenhöfe ein Rundschreiben erlaffen, in welchem er gegen das Vorgehen Preußens im Bundesrath protestirt und es als eine Verlegung des Völkerrechts(?) bezeichnet. Der parlamentarische Briefschreiber der Breslauer Zeitung", bekanntlich einer der erfolgreichsten Komiter unter ben Abgeordneten, und einer der vorzüglichsten Abgeordneten unter den Komifern, hat wieder einmal eine Entdeckung über Vorgänge im sozialdemokratischen Lager gemacht. Die sogenannten Führer der Berliner Bewegung seien feine Arbeiter mehr, sondern Bigarrenhändler, Restaurateure u. s. w. Unter Den Parteigen offen herrsche deshalb Misstimmung. Das Lese publikum der luftigen Person des Reichstags muß ein sehr naives sein, wenn es auf diese Harlekinaden hineinfällt. We halb die Betreffenden nicht mehr durch Handarbeit ihr Brod verdienen, dürfte doch dem ärgften Duselmeyer bekannt fein. Sobald ein Arbeiter hervorragend für die Sache des arbeitenden Wolfes thätig ist, sieht er sich in der Regel Ma fregelungen zu. Spricht er um Beschäftigung an, so wird ibm großentheils die Thür gewiesen, oder aber eine höhere Macht" weiß dem Unternehmer bald den Standpunti flar zu machen, und Ler Agitator" wird entlaffen. Diese Thatsache mit Beispielen zu belegen und deren find Legion hieße und deren find Legion hieße Waffer in's Meer tragen. Was bleibt demnach dem Arbeitslosen übrig, als im Bwischenhandel sein Brod zu verdienen. Er fann freilich nicht, wie die Befinnungsgenoffen des Epistel fabrikanten, von seiner angemessenen Rente" leben. Die Ar beiter sind viel zu einsichtig, um nicht die Bwangslage ihrer Kameraden richtig au beurtheilen; der beste Beweis dafür ist der lebhafte Buspruch, deffen sich die Geschäfte der Nichtmehrarbeiter von Seiten ihrer Parteigenoffen bekanntlich erfreuen. Der briefstellernde Biermeyer" hat seine Informationen über den Wismuth der Berliner Arbeiter im Hofbräuhaus, Leipzigerstraße, oder aus einer anderen guten Quelle ähnlicher Art geschöpft. Es ist dies derselbe Herr, der, Dant jeiner schönen deutsch- freifinnigen Seele, für das Sozia liftengeses gestimmt und das Halle'sche Reichstagsmandat dies. mal nur dadurch wieder erlangt hat, daß er bei den Hallenser Arbeitern in Sack und Asche Buße that und de- und reus 11 piele Andere Leuten wur und fort gi bandlung un bung. In Salteorten ein Eimer m bem Jabre 1881-82 werden sämmtliche Webestoffe Rudit au vorgefegt a Danden oder man ihnen b erwähnten 3 für diejenia den Bekleidungs- und Lagerungsgegenständen, welche für Anstalten nöthig find, in den Strafanstalten Wartenb Insterburg, Sonnenburg, Naugard, Halle a. S., Celle, Ren burg, Brandenburg und Lichtenburg durch Gefangene fertigt. Die Beschaffung der zur Herstellung des alljährli Bedarfs an leinenen und baumwollenen Webestoffen erfor lichen Garne erfolgt felt dem Etattjabre 1883-84 in durch die Strafanstalt zu Moabit bewirkten Submission. deutschen B die Bertheilung der Gefangenen auf die verschiedenen Bra bitten fte die Stock mad mehr eine Staats Da w bit betrifft, so steht die Bigarrenfabrikation mit 2001 Beschäf in erster Reihe; dann folgt die Weberei mit 1888, macherei mit 1588, Schreinerei und Riftenfabrikation mit Buchbinderei mit 1098, Bürstenfabrikation mit 750, flechteret 2c. mit 744, Schneiderei mit 521 beschäftigten lichen Gefangenen; die übrigen Branchen beschäftigten 500 Gefangene. Die Weiber find neben der Bigarre lation( 228) namentlich thätig in der Näherei und S 546, Stickerei und Striderei 421, Tapisseriearbeit 279, reißen 177. In der Bigarrenfabrikation hat die Bahl schäftigten Weiber gegen 1882 bis 1883 um 37 au Männer dagegen um 162 abgenommen; eine Abn aeigen auch Die Weberei, Schuhmacherei, n flechtere, Schneiderei, Holzleiftenfabrikation, Band Bortenwirteret 2c; eine Bunahme dagegen die Schreinere Riftenfabrikation, für die in einigen Anstalten sogar D traft angewendet wird; die Schlosserei, Sattleret, Stro terei und namentlich die Bürstenfabritation, in welcher bis 84 nicht weniger als 750( gegen 624 im Vorjahr fangene beschäftigt waren. Schon 1880-81 tam auf Arbeiter dieser Branche ein Gefangener: seitdem ift, fag off. Blg." eine Vermehrung um ca. 20 Prozent eingel - wenn man die unter dem Suftiamin Zum Vagabondenwesen. Nach einer im ReichsAnzeiger" reproduzirten Berechnung des auf dem Gebiete der Vagabondenfrage als Autorität(!) anerkannten Landesraths Freiherrn v. Wisingerode- Knorr wurden in die Arbeits. häuser Deutschlands eingeliefert im Jahre 1874 10 869 Ber fonen, dagegen in den Jahren 1882 27 459 und 1883 28 088 Personen. Der durchschnittliche tägliche Bestand an Korrigen ben betrug 1874 7031, 1882 16 794, 1883 17 863 Personen. Es ergiebt dies eine Zunahme von zirka 143 pбt in den legten 10 Jahren. Auf je 10 000 Einwohner der jedesmaligen Bes völkerung wurden eingeliefert 1874/75 jährlich 2,5, dagegen 1880/83 jährlich 6,2 Korrigenden. Von den 8471 im Jahre 1874 in preußische Arbeitshäuser eingelieferten Korrigenden waren 4929 oder 58,18 pet. Rückfällige; von 22 194 im Jabre 1882 eingelieferten 11 720 oder 52,80 pCt. Rückfällige. Es scheint also so lesen wir übereinstimmend in verschiedenen Blättern als ob der Einfluß der Korrektionshaft auf das Vagabondenthum insofern ein günstiger ist, als die Bahl der Rüdfälligen im Sinten begriffen ist. Die allgemeine Zunahme Der Arbeitshäusler, die aus obigen Bahlen ersichtlich ist, erscheint aber doch sehr bedenklich, wenn man sie auch zum Theil auf die Vermehrung der Korrektionshäuser schieben muß. Hierzu im Jahre 1882 wohl den erst in den lezten Jahren hergerichteten sogenannten Arbeiter Kolonien zugeschrieben werden kann. teten sogenannten Arbeiter Kolonien zugeschrieben werden kann. Ein bestimmter Theil der Arbeitslosen hat in diesen Kolonien Aufnahme gefunden und konnte das Arbeitshaus meiden. Von einem Einfluß der Korrektionshaft kann also nicht die Rede sein. Durch die harte Korrektionshaft die Vagabondage be feitigen oder einschränken zu wollen, ist ein Plan, der nur in gedankenlosen Köpfen Sympathien finden tann. Ebenso un finnig ist es, die Vermehrung der Vagabondage auf Konto der so daß man wohl stehenden Anstalten, in denen auch dieser Arbeitszweig ist, hinzurechnet vert Der Hal Don 1841 bi tol Ver it bas Ste dez Alto Deutung wär Großinduftri Gerade um faffen fagen kann, daß diese ganze Fabril aus der freien Arbeit verschwinden wird, soweit dies ni Bezug auf die gröbere Arbeit schon geschehen ist. Den wie sie den Gefangenen bezahlt werden, kann ein frei beiter nicht bestehen. In den Strafanstalten zu Mewe Löhnen von 32,93 bis 96,53 Pfennigen pro Tag und nenburg, Rawitsch, Striegau, Jauer, Ratibor, Rend Lüneburg, Münster, Diez, Verden und Köln find bei d Arbeitszweigen Dampfmaschinen in Gebrauch. nadten Bablen sprechen deutlicher für Reform der Gefäng arbeit als spaltenlange Abhandlungen. und f Magitabe a sablie in Fra im Jahr 1833 1842 1850 1852 1863 Je mett tritebt auf D banden ein Raffena hichten beb Berbrechen u leit Der Men Maschinenfti Geschichtstlit nachaujagen, Dentenden. baften fozial Brobuftion werden Elen um fte zu ve " Der Mangel an Familienfinn." In dir Nummer befindet sich unter Politische Uebersicht" eine über die Kindersterblich leit in Süddeuti Durch die Zusammenstellung der Thatsachen kann eine Der andere Leser in den Glauben gerathen, das Blaubeuren" liege in Batern. Es ist durch einen fehler einfach hinter Blaubeuren Königreich Mi fortgelassen worden, was wir hier aber berichtigend be wollen. " 意 Minder Fife müthig versprach, er wolle das nächste Mal nicht wieder für müssen wir bemerken, daß der geringere Prozentsaz Rückfälliger bahnwerkstätte daselbst beschäftigten, haben vor langen Sab das Ausnahmegese stimmen, Bum Dank dafür buschkleppert Der eble Ritter, ein Alexander der Kleine, in dem schüßenden Dickicht der Breslauerin" gegen die Arbeiterpartei. Altmeister Göthe lennzeichnet treffend solches Treiben durch das Gleichniß vom Spig, der uns immerfort begleiten will. Er möchte gerne mit, der tieine Wadentneifer: Doch seines Bellens lauter Schall Beweist nur, daß wir reiten." bat thümern ber Dem Bolle, haftspolitit baut man Tempel. Die Beigt fich rech unb ber S Staaten nationalen Aus Westfalen erhält die Volls Btg." folgende theilung: Die Beamten und Arbeiter der Köln Eisenbahn in Dortmund, namentlich die in der großen unter dem Namen„ Sommervergnügen" eine Schenge fchaft gebildet, welche in jedem Sommer ein Schüßenfe und diesen Brauch auch nach der Verstaatlichung de geübt hat. Wie die Dortm. 8tg." iezt mittheilt, Vorstand der Gesellschaft beschloffen, in diesem Ja Schüßenfeft zu feiern, und zwar mit Rücksicht auf die Beit stattgehabte erabießung der Löhne in töniglichen Bahnwerkstätten. Ueber die Lohnvermind schon mehrfach in den Dortmunder Lokalblättern 3wangserziehungsanstalt übergeben werden mußten, nimmt, Vermehrung der Korrektionshäuser zu setzen. So lange die geführt worden; so viel aus den Mittheilungen derfel wie aus dem Ministerialblatt für die innere Verwaltung ers fichilich ist, immer größere Dimenfionen an. Am 30. Septem ber 1881 befanden sich in 8mangserziehung 3364 Kinder, am 31. März 1883 5987. am 31. März 1884 7714. Die Bunahme beträgt also in 22 Jahren 4350 oder 129, pet. Die meisten Kinder find in der Bwangserziehung in Schleften 1264( 1884 578), dann folgen die Rheinproving mit 959( 426), Branden burg einschl. Berlin mit 943( 387) und Heffen Naffau mit 832 ( 384), während Ostpreußen mit 293( 110) und Westpreußen jung bin, wurde es mir leicht, und durch die Güte Ihrer Eltern, die mich in Allem unterrichten ließen, bin ich in den Stand gefeßt, mir mein Brod in ehrenvoller Weise zu erwerben." ,, Aber, liebes Räthchen," sagte Hans, dem noch immer in bem ärmlichen Naume ein beängstigendes Gefühl auf der Brust Tag, während er doch nicht wußte, wie er dem Worte geben follte, ohne das arme Rind zu verlegen wie schwer müssen Sie jett arbeiten und waren das doch sonst nicht gewohnt!" Und soll ich ein Vorrecht vor Anderen meines Gleichen bem heutige planlose Produktionsweise Arbeitskräfte überflüffig fichtlich ist, ist fie nicht von den mit den örtlichen Verbi macht, so lange werden die Arbeitslosen vor die Alternative gestellt, entweder ins Korrektionshaus oder ins Gefängniß zu gehen. Die Statistik der zum Ressort des Ministeriums des Innern gehörenden Straf- und Gefangenen- Anstalten, welche foeben tür 1883-84 erschienen ist, gewährt zwar nur einen Ueberblick über einen Theil der Gefängnisse, aber so weit es fich um die gewerbliche Gefängnißarbeit handelt, kann ber vertrauten Beamten veranlaßt, sondern von der obern angeordnet. Sie bietet eine prächtige Illustration au Der Verstaatlichung versprochenen Segen und zu für die Arbeiter, welche die Vorkämpfer der neuen schaftspolitik stets im Munde führen. bringt folger Aus dem Lande unseres„ Erbfreundes" find fell Ditober 1885 eintausendsiebenhundert Deut ausgewandert. Daraus ersteht man, in welcher und ich bin Ihnen für diesen Besuch recht von ist aber nicht der Fall. Sie find im Irrthum, wenn Sie glauben, daß mich irgend welche Sorgen quälten oder gar Ser Mangel bei mir eingekehrt sei; ja," sette sie mit einem freilich erzwungenen Lächeln hinzu, ich habe sogar so viel über das verbient, was ich zum Leben brauche, daß ich in allernächster Beit im Stande sein werde, mir eine gute Nähmaschine anzuschaffen, und wer sich solche Ausgaben erlauben darf, ist sicher nicht in Noth." Darf ich Ihnen eine Nähmaschine schicken, Käthchen" bat Hans. Machen Sie mir die Freude. " .." Das junge Mädchen schüttelte leise mit dem Kopfe. dankbar!" Bir Rat ben Gut benn, hier haben Sie meine Hand, Ich sage freilich nicht auf Nimmerwiedersehen, würde mir zu weh thun, gar nichts wieder von hören, aber ich werde Ihre Wohnung nicht wieder, nommen in Damengesellschaft mir gestatten betreten." - den Vorbehalt mu " In Damengesellschaft, Herr von Solberg " Ich meine, nicht allein oder mit einem Herrn es ist nur eine Klausel, Räthchen aber vollständig und ohne Hintergedanken erfüllt werden; haben?" sagte Räthchen ernst." Ja, ich muß arbeiten, Herr Nein," sagte fie, das geht nicht, und ich darf es nicht dem Sinne, wie Sie es verlangt haben, soll Shre von Solberg, aber wenn Sie das Gefühl tennten, sich selber zu erhalten und ehrlich, keinem Menschen für Hilfe zu Dank verpflichtet, burch's Leben zu bringen, Sie würden mich wahrlich nicht bedauern." " annehmen; aber eine Bitte habe ich doch an Sie- wenn Sie mir deshalb nicht zürnen wollen... " " Was ist es, Käthchen?" rief Hans rasch. Sprechen Sie es frei heraus! Sie glauben nicht, wie glücklich Sie mich damit machen!" bas junge Mädchen leise. Ich fann Ihnen nicht sagen, friedigt Sie das" Ja, Herr von Solberg, vollkommen." in den letter 31. Die Ste Huge als e afte in De Probuftion, S igre 1 f Ja, S and i Sön und Tegen 1" nu Er bri ber feinen fich jetzt bie fühlen. Unten tubig zu wi Das T " Und nun leben Sie wohl, mein liebes, gutes Rath und feien Sie fest versichert, daß die Erinnerung an u im Herzen trage bit Berwandten glaubten, ge lieutenant Forbenen ge Berwandter Daufe, aber benten, und Klingel, ob " Sie dürfen mich aber auch nicht mißverstehen," sagte Jugendzeit und an die Tage und Jahre, die wir bott sammen verlebten, noch zu den schönsten gehört I und die hat mich auch befond wie ich mich freue, Sie wiedergesehen zu haben. Es herüber und zurück geführt in die Heimath. Ich glau nicht allein eine Erinnerung aus alten, lieben Seiten, nein, ich fände Alles so wieder, wie ich es verlaffen, und vergessen haben, das damals in Ihren Kreisen weilen durfte. erst jetzt, wie ich mich getäuscht. Es ist Alles ander Weiter dürfen wir aber nicht gehen, und die Bitte, die ich worden, aber nichts besser, und die Leute haben redt „ Ich lenn' es, Käthchen, ich kenn' es," rief Hans be wegt, und ich fann begreifen, wie sich ein starker Geist bavon" gehoben fühlt! Aber trotzdem, fegte er leiser hinzu, ist es mir ein bitteres Gefühl, daß ich Sie gerade barauf angewiesen febe. Daß Sie es lönnen, haben Sie gezeigt, aber, liebes Räthchen, zürnen Sie mir nicht, wenn ich die Frage an Sie richte denken Sie, daß Ihr Bruder zu Ihnen spricht, sollte es nicht ein Mittel geben, Ihnen Ihre Anstrengungen zu erleichter, ohne daß Sie das Geringste an ihrem Werth verlören? Haben Sie noch ein klein wenig Vertrauen zu mir, noch eine Spur von der alten geschwisterlichen Liebe, so sagen Sie mir so frei und offen, wie ich Ihnen hier gegenüberstehe: tann ich Ihnen in irgend etwas helfen, und find Sie nicht zu stolz, meine Hilfe anzunehmen?" Räthchen's Antlig hatte sich bei diesen Worten wieder mit Purpurröthe gefärbt. Es war, als ob fie haftig darauf erwibern wollte; aber wie sie dem jungen Mann in bas ehrliche, treue Auge sah, hielt sie inne, und nur mit leijer Stimme fagte fie: es ist mehr, es beweist mir, daß Sie das Kind nicht ganz an Sie richte, Herr Baron, ist die, daß Sie nicht wieder hier herauf in meine Stube tommen." ,, Räthchen!" rief Hans, wirklich erschreckt. " Ich habe nichts auf der Gotteswelt, als meinen guten Namen," fuhr das junge Mädchen mit leiser Stimme fort, und die Beweise find mir aufgedrungen worden, daß die Menschen nun einmal immer gleich das Schlimmste von ihren Nebenmenschen denken. Thun Sie mir die Liebe, Herr von Solberg... Es wäre das Lehte gewesen, was ich gewünscht hätte, daß Sie von mir erbäten, Räthchen," ſagte Hans da behaupten, der Mensch bekäme nur einmal Heimweh und dann nie mehr im Leben. Ih glaube, ich jest wieder zurück nach dem Stillen Dieere gebe ich mich nie zum zweiten Male zurück in's liebe b Vaterland." " Sie haben Ihre Eltern..." ich sehe, daß Ihnen meine Gegenwart peinlich ist; " Ja, und trotzdem aber leben Sie wohl,. nicht sein." bas " Herr Baron, Sie sind mir böse geworben... " Ich Ihnen, Käthchen? Nein, bei Gott nicht wollte nur, daß ich es Ihnen beweisen tönntel ber brand wie an richte wenn Sie jemals eines Menschen Hilfe b " Ich glaube, daß Sie es gut mit mir meinen, Herr wehmüthig; aber ich fühle auch, daß Sie Recht haben, versprechen Sie mir das ist die Bitte, die ich von Solberg; ja, ich bin es fest überzeugt, und wenn von irgend einem Menschen auf der Welt, würde ich Hilfe von Ihnen annehmen wenn ich eben deren bedürfte. Das 1 und ich hätte vielleicht gar nicht heraufkommen sollen ich hatte mir ja nichts Böses dabei gedacht." " Ich weiß es, ich weiß es," rief Räthchen rasch, dann wenden Sie sich getrost an mich Bruder. Wollen Sie das?" Lange ausbl Die br ber Beerbi großen Gla fertig gehab Lob ber tie reiger wie hubic Teint ber fich boch no Und ber Ba etwas vorge berhinbert B Hätten Fie bei Bauma trog ber war, baß er Burüidzulehr auf ber ein auch einen age der D überall ziem urchschnittli = Frage tomm ober ca. 92 freund!" nfer liebenswürdiger Nachbar im Osten mit unseren Sandsleuten umforingt, die sich merkwürdiger Weise noch zahlreich nach Rußland verirren. Und dennoch unser ErbNeuerdings scheint man sich auch auf's Ausweisen verlegen zu wollen. Vielleicht will man für die Ausweisungen Bedarf der niger Stadtblatt" meldet, traf dieser Tage in Liegnis ein aus Oft und Westpreußen Revanche nehmen. Wie das Lieg 0; 2. für eig ( 524 Männe Bimmerpolier aus Nicolstadt mit seiner Familie ein, welcher ( 15 813 Män 22 Jahre in Warschau gewohnt hatte, als er und mit ihm ührten Gefle Andere den russischen Boden verlassen mußten. Den Fal Wirthschaftsweise. Die Geschäftsflaue aber fängt bereits an, in gewiffen großen Erwerbszwe gen- man bente nur an die englische Baumwollen, die deutsche Eisen Industrie- chronisch zu werden. Der tollen Hezjagd auf dem Gebiete der Produktion, die zu guter legt stets die Arbeiterklasse schädigt, muß durch foziale Reformen Halt geboten werden. Die oben gegebenen foziale Reformen Halt geboten werden. Die oben gegebenen Bahlen find ein beredtes Mene Tekel. Die Unternehmer ents schädigen fich für ihre Berluste durch Arbeiterentlaffungen und durch Lohnreduktionen. Bereits wird aus einer Reihe nordamerikanischer Industriebezirke der Beginn heftiger und vorausLeuten wurde zur Noth Zeit gelaffen, ihre Habseligkeiten für fichtlich langwieriger Lohnkämpfe gemeldet. ung von Schleuderpreise zu verftlbern, dann wurden sie zusammengebolt sind. Es kostete in und fort gings zu Fuß, wie Verbrecher paarweise. Die Bes bandlung und Verpflegung unterwegs spottet jeder Beschreis bung. In Ställen und Schuppen wurde genächtigt, ohne jede Webestoffe Rüdicht auf Stellung und Namen des Einzelnen; an den halteorten wurde einer bestimmten Zahl der Transportirten ein Eimer mit einem Gemisch von Erbsen, Reis, Hirse, Kraut Staatsverwal worden. welche für Cen Wartenb 5., Celle, Re an 6 vorgesezt, und sie mußten ohne jedes Geschirr mit den Befangene bänden oder mit Brodtrusten effen. An der Grenze nahm des alljährli man ihnen die Baarschaft ab und ließ fie gehen; dem oben eftoffen erfor 33-84 in diejenigen, welche frog ihrer langen Abwesenheit ihre wähnten Bimmermann nahm man 55 Rubel ab. Ein Glüd, Submiffion. deutschen Bäffe alle Jahr erneuern ließen, denn sie wären, batten fie dies nicht gethan, jest heimathalos, da jeder Deutsche feine Staatsangehörigkeit verliert. nach mehr denn zehnjähriger ununterbrochener Abwesenheit Eedenen Bran 01 Befchäfti Et 1888, G itation mit mit 750, S äftigten chäftigten r Frankreich. Bigarren 1841 bis 1878 in Frankreich gewachsen ist und St beit 279, Die Bahl b bie B7 ฮิ นะ, beret, Sin Band cine Abn Schreinerei fogar D Ceret, Stro New York Die Arbeitslöhne Weizen p. Bushel Butter p. Bfd. Räfe p. Bfd. 1884 Doll. Cents O 8114 0 1885 Doll. Cents 914 0 19 0 24 0 83 0 11% 0 515/16 Bucker p. Pfd. 0 5810 Die Arbeiter find durchaus berechtigt, fich mit allen Kräften gegen die von den Unternehmern geplante herabdrückung haben sie Erfolg. hrer wirthschaftlichen Lebensstellung zu wehren. Hoffentlich Kommunales. Der italienische Statiftiter E. Ferri bat gezeigt, daß eingegangen. Davon wurden erledigt: a. durch abweisende 1841 1878 Die Bevölkerung von 100 auf 107 " 1 Bolizeiagenten Kriminalität 100 135 " " 100 " 1 100 200 276 Der Altoholismus it das Steigen der Biffer des Verbrechens und des Alkoholismus ein geradezu koloffales. Von Bes Deutung wäre es, genaue Angaben über die Entwickelung der Großindustrie in demselben Zeitabschnitt vorführen zu können. in welcher faffen und sich von Jahr zu Jahr in immer bedeutenderem Gerade um 1842 beginnt der Großbetrieb weite Kreise zu ers aablie in Frankreich 1810 nur 200 Dampfmaschinen, dagegen In Vergleich zu der geringen Bunahme der Bevölkerung n Vo: jabu tam auf 8 Dem ift, fag gent einge em Juftini tszweig ver ange Fabril weit dies ni nift. Den Tag und n ein freie zu Mewe bor, Rend find bei ein brauch. D der Gefäng In dir icht" eine deutil fann eine das„ D einen im Jahre Maschinen 1833 1842 947 2807 1850 5930 1852 1863 7779 mit Pferdekräften 14,746 ohne Schiffsmaschinen 111,880 87,285 ohne Schiffsmaschinen 216,456 22,516 617,890 Je weiter der Industrialismus fortschreitet, desto schneller triteht auf der einen Seite der Riesenreichthum in den Sänden einer Kleinen Gruppe, auf der anderen Seite die Raffenarmuth. Die Proletarifirung der breiten Vollshichten bedeutet soziale Noth und ihre Begleiterscheinungen Berbrechen und Laster. So muß man statistische Biffern lesen, t. Allerhand Achtung. Daß in dieser schönen Welt nicht jede Gesellschaftstlaffe und noch viel weniger jedes ein zelne Individuum eine gleiche Achtung genießt, ist natürlich und verständlich, insofern thatsächliche oder auch nur eingebil dete Verdienste und Vorzüge in Betracht kommen und die Grundlage einer steigerungsfähigen Achtung bilden. Die all gemeine Achtung foute aber Niemandem vorenthalten werden, Der fich derselben nicht unwerth gemacht hut und höchft ver werflich ist die Theorie und noch mehr die Praxis, das Ver mögen zum Gradmesser zu erweisender Achtung zu machen und den Habenichtsen" geger über allen gesellschaftlichen Takt aus den Augen zu lassen. Wird diese Klaffifigirung schon im ge sellschaftlichen Verkehr schwer empfunden, so ist dies noch weit mehr der Fall im geschäftlichen Verkehr, wo doch thatsächlich Das Geld des Unbemittelten gerade gerade soviel Werth bat, wie das des des Bemittelten. Wenn auch dieses Prinzip ftch schon mehrfach Anerkennung Der schafft hat und ftegreich zum Durchbruch gekommen ist, so be steht doch immer noch ein Dreiklassensystem, das sich sehr deuts lich und offenkundig bemerkbar macht und sich in den ver schiedenen Abtheilungen doch genau um denselben Punkt dreht, um ben nervus rerum, um das liebe Geld! Treten wir z. B. in ein Geschäft, in dem daß beffere" Bublitum feine Ein fäufe zu machen pflegt, so leuchten uns in augenfälliger Weise bret Wörtchen entgegen: Kaffe" und Feste Preise". Wenn auch diese Wörtchen an Deutlichkeit nichts au wünschen übrig laffen. so find fte doch taktvoll", in feiner Weise verlegend und Niemand nimmt deshalb Anstoß daran, wenn schon fich Mancher durch dieses menetekel an der Wand genirt fühlen mag. Weniger rücksichtsvoll, wenngleich immer noch durch die Blume", wird man an die erste Bürgerpflicht gemahnt in den den Lokalen, die Der gemischten" Gesellschaft dienen, durch folgende Strophe: Die Rose blüht, der Dorn, der sticht, wer gleich bezahlt, vergißt es nicht."- Jebem, auch wenn er noch so schwer von Begriffen ist, wird dieser poetische Bahlungsbefehl deutlich und verständlich sein und die Meisten werden sich verlegt füblen Durch das Mißtrauen, das sich in obigem Ergusse ausspricht und durch die Beimessung von Absichten, die, wenn überhaupt porbanden, doch nur der geringsten Minderheit innewohnen fönnen. Man merkt die Absicht und wird verstimmt. Die brutalste Rücksichtslosigkeit herrscht aber in den Stadtvierteln, wo die notorisch Armen domiziliren. Von einem Entgegens tommen ist hier gar gar keine Rede, Die Leute ,, müssen" bet ben dortigen Geschäftsleuten kaufen und in schroffster Weise wird den Kunden" hier per Plakat entgegengerufen: ,, Geborgt wird nicht!" Diese wenigen Worte find überaus" charakte riftisch und besagen mehr, als ein ganzer Rebeftrom vermöchte und beweisen zur Genüge, daß selbst ein Geschäftemann, troßdem er von den Pfennigen der Armen lebt, sich berechtigt glaubt, diesen gegenüber allen Anstand und alle Höflichkeit außer Acht laffen zu dürfen. Gleichwie nach mancher Ansicht in gesellschaftlicher Beziehung der Mensch erst beim Baron" anfängt, scheint auch bezüglich der Achtung ein Benfus zu bea stehen, der durch die Zahl der Nickelmünzen bestimmt wird, über welche der Betreffende verfügt. Gewerliche Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Bei der Gewerbe- Deputation des Magistrats find im Etatsjahr 1884/85 in Gewerbestreitigkeiten 7010 Klagen Verfügung( Inkompetens) 186, b. Entsagung 867, c. Vergleich 2982, d. Rontumazialverfahren 1062, e. tontradiftorisches Refolut 1913 Klagen. Gegen die tontradiktorischen Resolute der Gewerbe Deputation find in 371 Fällen die Berufungsklagen bei dem königlichen Amtsgericht erhoben worden. Die an gefochtenen Entscheidungen der Gewerbe Deputation find: a. bestätigt in 175 Fällen, b. gänzlich geändert in 60 Fällen, c. tbeilweise geändert in 42 Fällen, d. durch Vergleich beendet in 70 Fällen, e. zur Beit noch unerledigt in 24 Fällen. - Städtische Feuer Sozietät. Die Babl sämmtlicher bei der städtischen Feuer Sozietät verficherten inner halb der Berliner Weichbildgrense belegenen Grundstücke befrug am 1. Ottober 1884-19 140. Hierbei sind die könig. lichen Schlösser und Theater, sowie die Gebäude des Staates und des Reiches nicht mitgezählt. Am 1. Oktober 1883 waren vorhanden 18 818 Grundstücke. Die Zahl hat sich also im legten Jahre um 332 vermehrt. Der gefammte Versicherungswerth dieser 19 140 versicher. ten Grundstücke beträgt 2217 043 100 m. Es fanden 647 Brände, durch welche ein Hausschaden enistanden ist, statt. Diese Babl bat fich gegen das Vorjahr um 48 vermehrt. Für diese 647 Brände wurde eine Vergü tigung von 559 600,96 M. gezahlt. Der Beitrag zu den Roffen des Feuerlöschwesens und der Feuerwachtgebäude, sowie die laufenden Besoldungen, Verwaltungs- und sonstigen Neben toften haben betragen: 492 320,39 M., die Gesammtausgabe alfo 1 051 921,35 M. Die gesammte Einnahme intl. Bestand vom Vorjahre betrug: 1861 049,34 M. Demnach hat also das legte Jahr einen Ueberschuß von 809 127,99 M. gebracht. Lokales. um fte zu verstehen. Pietistisch über die wachsende Schlechtig leil der Menschen zu jammern, oder kleinbürgerlich sich auf den Maschinenstürmer hinauszuspielen, oder auf proudhonistischen Geschichtstlitterungen zu schwören und unmöglichen Phantasien Naujagen, das ist nicht die Sache des sozialwissenschaftlich Dentenden. Der Hebel muß angesezt werden zu einer wahr. baften sozialen Reform auf voltsthümlicher Grundlage, bie Brobuftion muß in rationelle Bahnen gelenkt werden, dann werden Elend und Lafter allmählich zu den geschichtlichen Jrr thümern der Vergangenheit gehören. Wer es ehrlich meint mit Borlage, betr. die durch die städtischen Gasanstalten im Dem Bolle, der muß auch wirklich volksthümliche Wirth, fchaftspolitit treiben. Mit Getreide und Fleischzöllen freilich baut man im Herzen des arbeitenden Volkes fich keine bemeda ch Württe tigend bem folgende Köln Minder er großen Gi rlangen Sab e Schüpeng chüßenfeßt bung ber theilt. efem Jab bat auf die in bne in verminde tern B gen ben Verbal er obern tion zu ஆடி bem zu der F er neuen feit " find fell ert Deut in welcher cht von Sand, Rat Teben, be von Th wieber, halt mi Berg 8" einem henfoll Sh aber It werden; Butes Rath erung an Die wir bott Tempel. Amerika. Die Weltkrisis, die in Handel und Verkehr herrscht, Tagesordnung der Stadtverordneten Versammlung für die Sigung am Donnerstag, den 28. Mai, Nachmittags 5 Uhr: Berichterstattung über die Vorlage, betr. die Ver größerung der Bartanlage auf dem Nazarethkirchgrundstücke. Januar- März Quartal d. J. gespeisten Flammen- desgl., betreffend den Verkauf städtischer Parzellen an der Einmündung der Dderbergerstraße in die Schönhauser Allee- desgl., betr. Die Festlegung von Baufluchtlinien für die Terrainstücke des zugeschütteten Grünen Grabens in der Inselstraße, in der Seydelstraße und in der Beuthstraße- Beantwortung der Anfrage von Mitgliedern der VersammStadtverordneten Ewald- Vorlage, betr. Die Bau und der Höhe der Passiven in den Vereinigten Jung, betr. Das Mandat des ausgewiesenen nationalen Manchesterthums, der Londoner Economist", aufnahme der ausgeführten Umschließung der Rinderhalle auf bringt folgende Uebersicht über die Zunahme der Fallissements in Den legten Jahren. Es gab in den Bereinigten Staaten: 31. März 1885 1884 1883 1882 Bahl der Banterotte Höhe d. Paffiva Bid. Sterl.) 3658 9 224 200 3296 8 037 400 2806 7514 900 2127 6 667 700 Die Steigerung in der Biffer der zusammenbrechenden Gedem Bentral Viehhof eine Unterstützungsfache. Zur Warnung erläßt das fönigl. Polizei- Präfidium fol gende Bekanntmachung: In der Tagespresse wird gegenwärtig unter dem Namen Homeriana- Thee" ein angeblich gegen Lungen, Halsleiden und Asthma wittsames Geheimmittel angepriesen, welches von dem Agenten A. Wolffsly, Alte Jakobs. ftraße 93 hierselbst wohnhaft, in Bädchen mit 65 Gramm In halt bei einem Werthe von 5 bis 6 Pfennigen für den Preis von 1,20 Mart verkauft wird nnd nach dem Ergebniß der amtlich fte in dem Betrage der Verbindlichkeiten ist mit bloßem veranlaßten sachverständigen Untersuchung lediglich aus Vogel. Huge als eine tonftante zu erkennen. Prosperität, Ueber Inöterich besteht, wie er auf allen Wegen und namentlich auch Probuftion, Krise, Krach, das ist der Gang unserer heutigen oft in wenig verkehrsreichen städtischen Straßen zwischen den igre feben!" 1 Pfo. Sterling = 20 Mark. Ja, Herr Baron," sagte Räthchen bewegt, indem sie Sand in die feine legte, ich verspreche Ihnen das." Schön, das ist mir wenigstens eine Beruhigung und nun, mein liebes Schwesterchen auf Wieder Er brückte ihr herzlich die Hand, die er noch in fühlen. Pflastersteinen wächst. Eine spezifische Heilwirkung hat das obengenannte Kraut nicht. wenig mit sich in's Klare tommen er hoffte das wenigstens -, um die Sache, so viel es anging, zu mildern. Leiber fiel ihm aber in der Restauration auch kein Ausweg ein; es gab eben keinen, denn ein Geheimniß konnte das Testament nicht bleiben, und da er schließlich nicht länger aögern burfte- wußte er doch recht gut, wie sehnsüchtig und " " t. Der Norden von Berlin ist auf dem besten Wege, ein Normal Stadttheil zu werden, zum mindesten hinsichtlich Der Sonntagsruhe. Nachdem die Tischler in ihren Werkstätten den Normalarbeitstag und die Sonntagsruhe eingeführt, folgten die Kolonialwaarenbändler mit der Schließung ihrer Ge schäfte an Sonn- und Feiertagen von 2 Uhr Nachmittags ab, an welche fich feit Pfingsten auch die Schließung der Barbier und Friseurgeschäfte an Sonn- und Feiertagen von 6 Uhr Abends an reiht. Gleichwie die Schließung der Kolonial waarengeschäfte durch die Prinzipale selber veranlaßt wurde, so stehen auch die Barbier und Friseur- Prinzipale der Sonn tagsruhe sympathisch gegenüber, wie beispielsweise aus fol gender Ankündigung eines in der Aderstraße wohnhaften Fri feurs ersichtlich: Meinen geehrten Kunden zeige ich hierdurch ergebenft an, daß ich mich dem Streit der Barbier und Fri feurgehilfenschaft freiwillig angeschlossen habe und deren ge rechte und menschliche Forderung anerkenne, indem ich mein Geschäft an Sonn- und Festtagen um 6 Uhr Abends schließe. g. Kein Geschäftsmann der Welt hat wohl ein so ume fangreiches Lager von Gegenständen aller Art aufzuweisen, wie -die laiserliche Ober Postdirektion zu Berlin. Diejenigen Gegenstände, welche in Packeten ohne Aufschrift enthalten ge wesen bezw. Postsendungen entfallen oder bei hiesigen Poste ämtern herrenlos aufgefunden worden find, werden aufgeftapelt und von Zeit zu Beit den gesetzlichen Bestimmungen gemäß verwendet. Zu den Gegenständen der gedachten Art, welche bis zum 10. Juni cr. von den Eigenthümern reklamist werden müffen, gehören nach dem Verzeichniß der kaiserlichen Ober Pofidirektion: 10 Stüd Maße aus Pappe für Handschuhe, ein Maschinentheil und ein Gnmmiting, 3 Pädchen Blantet schienen zu Schnürleibern, 2 Taschenmesser, eine Schnur, ein Kinderunterrod, ein Plaid und ein wollenes Unterhemde, brei Riemen, eine Unter und eine zerbrochene Obertaffe, Luther's Katechismus, 6 Ketten zu Wanduhren, 100 Stück Bigarren, Jetzt bog der schwere Schritt von oben um ben leßten Treppenabfat, und" Herr von Solberg! ,, rief Henriette wirklich erstaunt aus, als fie in dem Herrn den jungen Mann erkannte, wollten Sie zu uns?" Mein gnädiges Fräulein," erwiderte Hans, der sich jetzt gar nicht in der Stimmung fühlte, eine gleichgiltige ber feinen hielt, und verließ dann rasch die Stube, um ungebulbig er zu Hause erwartet wurde, ftand er endlich Unterhaltung anzuknüpfen, ich freue mich, Sie begrüßen fi jest bie etwas sehr dunklen Treppen wieder hinunter zu mit einem Seufzer auf, zahlte feine kleine Beche und schritt zu können, aber ich wollte Sie nicht belästigen; ich hatte Unten bei Klingenbruchs ging es indeffen nicht so tubig zu wie in dem Stübchen der armen Näherin. bann langsam seiner eigenen Wohnung zu. Da tommt der Vater!" rief Flora, die wohl schon fünfzigmal aus dem Fenster gesehen hatte, um sein Nahen " Das Testament sollte heute Morgen im Beisein der anzumelden. Aber er geht so langfam, als ob er Blei Berwandten wie aller Solcher, die Anspruch daran zu haben unter den Füßen hätte." glaubten, geöffnet und vorgelesen werden, und der Oberst Oh Du lieber Gott, das ist ein böses Zeichen!" rief lieutenant war beshalb hinüber in die Wohnung der Ver- Henriette und wurde todtenblaß. Forbenen gegangen, um dem wichtigen Afte als nächster Berwandter beizuwohnen. Die Frauen blieben indeß zu Sause, aber in welcher Spannung und Erwartung läßt sich sollt' es mich gar nicht." Senten, und mit fast peinlicher Angst horchten sie nach der Alingel, ob benn der Vater, der ihrer Meinung nach ewig gehört, bit aud befon 5. Ich glau affen, und des ander haben ret einmal glaube, eere gebe, f liebe bu wohl, Rath ich ift; bal orben... t night, nte! ber bie i Bilfe bra wie an „ Na, ich hab' es vorhergesagt," nickte die Frau Oberstlieutenant in böser Ahnung mit dem Ropfe; wundern Aber, beste Mama, es ist ja doch gar nicht denkbar gar nicht möglich!" Möglich ist alles meine Tochter!" fagte die Frau Oberst Die brei Damen waren in tiefer Trauer. Schon bei lieutenant bestimmt, und bei der Frau, Deiner Tante ber Beerdigung der Tante, deren Sarg fie in einer Gott hab' fie felig nun schon einmal gar! Aber wir großen Glasfutsche folgten, hatten fie die neuen Kleider wie werben es ja jetzt gleich hören; ist denn der Vater noch -die Stadt mußte doch sehen, daß sie den nicht ins Haus? Der Mann fann Einen zur Verzweiflung Eben tritt er herein, Mama!" rief Flora, die schon wieder reizend waren die neuen Hüte geworden, und Teint der beiden jungen Damen! treiben!" oben eine Besorgung auszurichten. Sie haben fo schweren Verlust erlitten" die Trauerkleider mahnten ihn daran. Ach Gott, ja!" sagte Henriette; aber da ist der Vater, wir haben ihn schon so erwartet." Ich will Sie nicht stören. Guten Morgen, lieber Oberstlieutenant!" Ah, guten Morgen, Herr von Solberg! Wie geht es? Waren Sie bei mir?" Nein, ich hatte nur hier im Hause etwas zu thun. Auf Wiedersehen, später;" und mit einer Verbeugung gegen die junge Dame, während er ihrem Vater die Hand schüttelte, sprang er jetzt bie von hier an hellen Stufen hinab. Henriette sah ihm etwas verbußt nach. Wo in aller Welt war der junge Solberg da oben gewesen? In der zweiten Etage nicht, denn sie hatte ihn ja schon auf ber obern Treppe gehört. Aber des Vaters Anwesenheit lenkte auch in diesem Moment ihre Gedanken rasch in eine wie hübsch stand das Schwarz dem überdies garten im Fenster lag; nein, er spricht erst noch unten in der Thür andere Bahn. Henriette hatte fich doch noch schließlich für die großen Ohrringe entschieden. Und ber Bater tam noch immer nicht fonnte denn irgend mit dem Apotheter." H Mit Herrn Semmlein?" rief Henriette rasch. " Ja, ba unten stehen sie zusammen, jest kommt er herein. etwas vorgefallen sein, was die Eröffnung des Testaments Ich sage Dir, Mama, mir klopft das Herz in der Brust wie verhindert hätte? Es ließ sich das doch nicht gut denken. Säiten fie den Dberfilieutenant gesehen, wie er ganz ruhig ein Schmiedehammer." Flora hatte das Fenster geschlossen, und Henriette war bei Baumanns faß und ein Glas Bier trant, es wäre ihm aufgesprungen, um den Vater einzulassen. Sie öffnete die trok der Trauer bös baheim ergangen! Aber die Thatsache Vorsaalthür und hörte dabei, wie Jemand von oben die war, daß er selber feinen großen Drang fühlte, nach Hause Treppe herunterkam. Er mußte ganz oben gewesen sein, Burückzukehren, benn die Kunde, die er dahin brachte, war auf ber einen Seite wohl gut, hatte aber auf der andern ließ sich noch immer nicht sehen. Die Mutter hatte Recht; auch einen bedeutenden Halen, und er mußte erst ein klein benn er war schon auf der zweiten Treppe- und der Bater er fonnte Einen wirklich zur Verzweiflung treiben. Aber, Papa, wir haben Dich schon so lange er wartet!" " Ja, mein Kind," sagte der Dberfilieutenant ,,, es liegt mir heute so schmählich im Kreuz, ich fann faum von der Stelle, sonst wäre ich schon vor einer Viertelstunde da ge wefen. Ist die Mutter zu Hause?" " Gewiß, Papa, sie ist in der Stube." Schön, mein Rind, schön." " Und ist das Teftament eröffnet?" " Gewiß, es war ja Termin angefekt versteht sich. Na, bann komm nur herein," sagte er mit einem Seufzer, denn er wußte, daß er jetzt in's Feuer mußte.( Forts. folgt. 2 Badete gesponnenes Garn, weiße Salbe, ein Paar wollene Strümpfe, ein Schuh, schwarzes Futterzeug, Biblische Geschichte. ein ledernes Nähtäftchen, eine Bigarrentasche und zwei Porte monnates, wet angefangene Stidereien, zwei Taschentücher, eine Schleife, eine Talmiteite und eine Schachtel mit Fischfutter, Exemplare des Baberger Anzeigers", 11 Stüd Schürzen bänder und ein Maschinenthell, ein Bilderbuch, 12 Stüd elserne Bänder und ein Uhrgehänge, eine Rolle Backpapier, ein Revolver, eine fleine lederne Börse, ein Pferdekopf von Meffing, ein Bapplästchen mit einer Jottbroche, ein Paar lederne Handschuhe, zwei Päckchen Titelschilder, zwei Löwen. füße von bols, ein Schlüffel, 15 Stüd gebrauchte Hefe beutel, ein Besteck( Meffer und Gabel) mit Futteral, ein Bund Glasperlen, brei seidene Shawls und ein Stüd weiße Spize, ein Feilkolben, brei Scheeren, ein Knäuel Wolle, sechs Hefte der Universalbibliothet von Reclam, ein Karton mit 50 Stud Radirgummi, ein Hammer, ein Cliché, 53 Chemisett Inöpfe von Metall, ein Buch( Post- Inkasso), ein Glasbasfin zu einer Petroleumlampe, ein pharmazeutischer Kalender, awei Stud Theerfelfe, ein Trauring u. f. f. Mit diesen Gegen ständen tönnte man wahrlich einen Afritareisenden ausstatteu, er hätte dann nicht die Qualen bei der Auswahl von geeigneten fleinen Geschenken für die Wilden. sehen der Meistbegünstigung und der Handelsverträge über haupt zu heben. Die unangenehmen Folgen des Hochschutz. zöllnerthums werden sich noch vielfach geltend machen; jebenfalls find unter den bestehenden Verhältnissen Klagen gegen andere Staaten, wie die obige, sehr zweischneidig; was du nicht willst, daß man bir thu', das füg' auch keinem Andern zu."- Ja wohl! Die unangenehmen Folgen machen fich jetzt schon gelfend, aber sie werden fich viel unangenehmer noch geltend machen, wenn erst das Bolt in Deutschland die Segnungen der Erhöhungen der Getreide und Viehzölle befonders nach einer Mißernte fühlt. Vor einer Kaufmannswittwe, angeblich aus Breslau, deren Mann in der Jrrenanstalt gestorben sein soll, die und sich bier Berger nennt, auch Prediger Tochter sein will, wird vom Reichsboten gewarnt. Dieselbe betreibt unter dem Vorwande, Krantenpflege ze. übernehmen zu wollen, erfolgreiche Bettelet; besonders sucht fte Pastoren, Kranten und Diatoniffenhäuser auf. In Breslau betrieb ste ihre Schwindeleien unter einem andern Namen, bis ihr die Polizei auf die Spur fam. Die geheuchelte Naivität des Manchesterthums ist eine geradezu staunenerregende. Bekanntlich leidet nnsere Eisenindustrie unter einer chronischen Krifts. Dies ist nun auch dem deutsch- freifinnigen" Drgan Münchens, den Neuesten Nachrichten" allmälig flar geworden. Dies Welt blatt schreibt nun: Die Eiſenindustrie seufzt; die Preise sind zu niedrig, um erfreuliche Gewinne zu gewähren. Sie find des neuen Bolltarifs folgte, ziemlich stetig zurückgegangen. Sie seit dem ersten ungefunden Aufschwung, der auf die Einführung betrugen nach den Aufzeichnungen des taiserlichen statistischen Amtes durchschnittlich für die Tonne: " 1 R. Sittlichkeits- Attentat. Ein v: rdächtiges Treiben, das die Aufmerksamkeit mehrerer Baffanten im hoben Maße auf fich zog und die schließliche Verhaftung des Erzedenten zur Folge hatte, wurde am 1. Pfingstfeiertage von den Bewohnern des Hauses Hermannstraße 20-22 zu Rirdorf bemerkt. Ein fein gekleideter Mann, im ungefähren Alter von 50 Jahren, mit grau melirtem Vollbart, hatte am Vormittage genannten Festtages mehrere Kinder dadurch anzulocken versucht, daß er felbige mit fleinen Silbermünzen beschenkte und sie dann zu bewegen suchte, ihm zu folgen. Die Ahnung einiger Um wohner, daß man es hier mit einem Verbrecher zu thun habe, follte fich leider bestätigen. Der plößlich verschwundene war am Nachmittage wiedergekehrt, und wurde dabei betroffen, als er im Begriff stand, mit den Kindern Elise Winkler( 8 Jahre) Tochter der Wittwe Winkler, Charlotte Bartels( 6 Jahre), Tochter des Bürstenmacher Bartels und Anna Lindemann ( 11 Jahre) unzüchtige Handlungen vorzunehmen. Als derselbe fich ertappt sab, ergriff er die Flucht, wurde jedoch von einem Gensdarm an der Vereinsbrauerei ergriffen und zur Haft ge bracht. " 1 " 113 518 784 790 211 190 217 177 293 621( 1000) 771 813 788 76. 22641 407 258 638 756 85 176 21 58 980 9 406 37 660( 1000) 529 8 642 479 298 905. 23638 735 770 874 826( 300) 145 292( 500) 505 788 61 439 560 8 299 297 946 466 657 677 796( 500) 309. 24648 184 4 189 852( 300) 360 712 527( 500) 94 151 596 436 905 1 623 109 452 62 70. 25921 567( 500) 292 608 936 913 61 258( 500) 226 746 115 119 249 977 163 722 50 429 757 35 70 976 304 809( 500). 26199 384 382 972 39 38( 1000 262 624 461 448 416 866 965 74 241 781 143 712 85 47 27822 920 99 970( 1000) 264 501( 300) 294 772 531 224 32 917 721 27 449 989 282 418 777 304 250 293. 28792 3 937( 3000) 341 387 929 136 47 72 526 138 910( 300) 5 139 29 749 300 82 628 252 303 371 645 216 32 399 11 29146 278 108( 500) 328 227 506 977 369 53 134 114 4 622 969 109 599 212 312 638 810 472 659 727. 1880 1883 1884 in Breslau für Buddeleisen Mt 66,75 57,79 54,48 in Dortmund für Bessemer 66,75 57,79 54,48 Roheisen aus dem Rührbezirk 78,67 60,63 53,08 Dieser Preis: üdgang ist von einer sehr erfreulichen Abnahme der Produktionstoften begleitet, denn zur Herstellung einer Tonne Stahlschienen wird heute nur der vierte Theil von den Kosten erfordert, die früher zu einer Tonne Eisenschienen gebraucht wurden." Da liegt aber der ar beitende Hase im ökonomischen Pfeffer. Gewiß liegt es in der Tendenz des Großbetriebes, durch Vereinigung möglichst vieler Brouktionsmittel, burch Vervollkommnung der Maschinentechnit, durch Einführung der arbeitssparenden, b. h. Arbeitst.äfte aufs Pflaster feßenden Maschinen immer billiger zu produziren. Gewiß ist dieser Vorgang erfreulich für den Unternehmer, den Kapitalisten, den Mann des Entbehrungslohns". In die Produktionskosten geht vor allem ein das variable Rapital, Die menschliche Arbeit, die immer mehr zu Gunsten des konstanten Kapitals( Rohmaterial, Hilfe stoffe, Arbeitsmittel). Man braucht nur die Berichte vom Eisenmatti genauer zu ver folgen, um zu sehen, wie immer mehr hände" freigesezt, wie die Arbeiter entlassungen zur Regel werden. Das ist der Lauf Der tapitalistischen Welt. Ihn aber erfreulich zu finden, dazu gehört die haarsträubende Ungenirtheit eines Bourgeoisblattes. R. Drei Unglüdsfälle ereigneten fich im Laufe des ersten Bfingfifeiertages. Ein Möbelpolirer Robert B. glitt in der Weberstraße auf dem Bürgersteig so unglüdlich aus, daß er fich einen Bruch des linken Unterschenkeld zuzog.- Schwere Brandwunden erlitt die in der Liegmannstraße 13 wohnende Margarethe N. dadurch, daß fie fich tochendes Sodawaffer Durch ungeschickte handtirung des Zopfes auf beide Füße goß. -Der in der Krautsstraße wohnende Arbeiter S., der am felben Tage einen Ausflug gemacht und einen Baum im Walde hinter Rummelsburg bestiegen hatte, verlor plößlich die Ba lange und stürzte so unglücklich vom Baume herab, daß er fich Den einen Unterschenkel brach. Alle dret mußten sofort in ärst liche Behandlung gegeben und nach einem hiesigen Krankenhause geschafft werden. sid dub# Soziales und Arbeiterbewegung. wo " R r. 120 30530 67 111 602 368 713 151 78 231 57 618 820 8 Die hätig 254 162 172 774 435 657 772 147( 300) 244 59( 1000 gefchloffene $ 1395 73 177 438 381 48 652 150 99 174( 300) 58 45gen befung $ 2863 720 410 47( 300) 996 377 706 749 307 973 687 fich eingeb 466 473 223 908 845( 1000) 840 334 230 33467 563 66ge beschäfti 105 320( 500) 131 767 215 134( 1000) 324( 500) 610 734 aber ift aud 386( 1000) 611 662 125 809( 300) 549. 84332 158 545 8ende alten F 175( 1000) 45 422 932 484 889 76) 838 690 654 813 769ung der in 949 965( 300) 633( 1000). 35556 40 143 298 404 718 10tat auch hie Mellichaftsordn 329 831 568 49 152 717 555 658 659 2 868 916( 3000) 55 ( 5000) 250 596 820 564 787 439 566 928 191 635. 913 461 372 202 776 789 581( 300) 661 213 888 38 743 88346 427 211 533 440 853 670 421 24 991 152( 1000) ein verbürge 743 54 16 330( 300) 667( 300) 972 246 695 463 612 146 21 stages schre ( 300) 172 536 821 9 591 953 587 365( 300) 797 629 330 liegt, ander Lohnherabsehung. In den staatlichen Bahnwe fitätten Der Köln- Mindner Bahn zu Dortmund find seit einiger Beit die Löhne herabgesetzt worden. Die Arbeiter und kleinen Beamten find dadurch in einer Weise gedrückt, daß fie beschloffen beben, in diesem Jahre kein Schüßenfest zu feiern, welche Feier seit langen Jahren üblich war und noch oftmals ausgesetzt worden ist. Das sind doch in der That unerquickliche Bustände. 36227 141 649 839 6 610 582 950 597( 3000 dernd ein 37945 457( 500m die Haupt 696 61. 39335( 300) 554 841( 3000) 554 841( 3000) 339 663 820 823 669( 300) 464. 629 442 780 749 776. 143 ichließen, g hingewiefe jo gut wie an Antergung be Det boblee 40778 32 888 528 684 330 445 765 16 108 188 72 4514 41200 288( 300) 130( 300) 358 899 834 800 398 904 858 47 128 215( 300) 824 229 741 270( 300 42159 6 876 664( 1000) 179 154 827( 1000) 397 554 797 15 772 591( 300) 662 155 783 853 68 22 256 387 603( 1000 293 673 968( 1000) 175. 43741 247 983 592 6 38 178 412 759( 3000) 12( 300) 224 139 671( 300) 929 766 350 659. 44632 770 577( 500) 698 952 983 503 306 85 allein auf Dem arbeitenber Staf Barteien aletch Der Meinung ift offnung neuer A oblitandes 19 aud Thätigkeit 372 623 456 456( 500) 603 820( 500) 106 196 597 57 Lob Spenden ( 1000). 45705 187 698 13 352 44 406 892 100 722 67 77 495 228( 1000) 72 149 595 675 221( 1C00) 815 46756 504 552 292 862( 1000) 766 606 75 146 199. 49831 545 衛 nod nirgen Ruth dazu, ein trauriger M ope zu finden erflicheret Lösung der plicitas! 473 198 777 514 486( 300) 96 835 744 489 237( 500) 47485 770 633 523 658 762 11( 300) 50 705 987 531 51 352 652. 48439 776 403 314 415 22 541 452 763 388 450 182 134( 3000) 557 724( 3000) 400. 999 192 503 158 537( 1000) 442 322( 500) 915( 300) ( 500) 722 243( 300) 584 898 418( 300). 50319 562 533 412 720 772 638 94 961 585 45 663 ( 300) 520( 3000) 803 75 625 643 261( 300) 281( 300) 380 559 13 383 51539 681 827 813 97 153 105 244( 3000) 22 583( 1000) 241 469 724( 1000) 821 763 789 5258 756 241 98 88( 300) 317 26 652( 1000) 753 267 135 4801 68 677 822 32( 3000) 596 198( 500) 518 53700 415 327 236 103( 3000) 549 195 673 826 873 676 270 798 705 862( 300) 901 17 129 533( 1000) 586 144 819 646 Eine Bekanntmachung gegen den übermäßigen Branntweingenuß erläßt der Landrath des Kreises agen in Westfalen, die sich wenigftens durch Unparteilichtett auszeichnet: Es scheint dringend erforderlich, dem übermäßigen Branntweintrin.ten auch seitens der Behörden entschiedener entgegen zu treten. Die Bekanntmachung der König lichen Regierung wegen Fernhaltung der Trunkenbolde von Withschaften( Amtsblatt Stüd 47., S. 390.) biete eine Grund. lage bierzu. Demgemäß ersuche ich Sie, durch die Gendarmen oder Polizeidiener oder in sonst geeigneter Weise die Namen derjenigen Trunffälligen zu ermitteln, gegen welche zunächst das dort angeordnete Verfahren unbedenklich stattfinden kann und sodann die Liste der Trunkenbolde allen Wirthen der Wohnortgemeinde, event. auch der benachbarten Gemeinden mit der betreffenden Verwarnung mitzutheilen. Es ist hier bei ohne Ansehen der persönlichen Stellung und ohne Schonung gegen Mitglieder gebil beter Stände gerade wie gegen Fabritarbeiter oder Tagelöhner zu verfahren. Die Beitdauer, für welche die Bezeichnung als Trunkenbold erfolgt, wird in der Regel auf etwa ein Jahr zu bemeffen, zunächst aber für alle betreffenden Personen in Stadt- und Amtsbezirk gleichmäßig mit einem gewiffen Ralendermonate abzuschließen sein, bei dessen Ablauf sodann eine allgemeine Revision der Liste stattfinden tann. Ihrem Bericht über die stattgehabte Mittheilung Der Lifte unter Angabe der Bahl und des Standes der be treffenden Personen sehe ich bis zum 10. Dktober entgegen. Der Landrath: v. Symmen."- Die Gleichstellung der Mit glieder gebildeter Stände mit den Tagelöhnern und Fabrit arbeitern ist gewiß recht brav, ob aber die Bekanntmachung an fich nothwendig war und ob fte von Erfolg sein wird, darf füglich bezweifelt werden. Die italienischen Arbeiter werden ihrer Bedürfniß lofigkeit wegen in den Nachbarländern von den Unternehmern sehr gesucht. Besonders überschwemmen fte das südliche Frank reich und die Schweiz und machen den heimischen Arbeitern Die ungebührlichste Konkurrenz. In Frankreich leben über 240 000 Jtaliener, von denen über 200 000 Arbeiter find. Dazu tommen dann noch die Schaaren von Erdarbeitern, die im Frühjahr hereinbrechen und im Herlft wieder mit gefülltem Beutel nach Italien zurüdlehren. In der Schweiz leben 41 000 Jtaliener, worunter ca. 35,000 Lohnarbeiter find. So gefegnet ist allerdings das Deutsche Reich glücklicherweise noch nicht. In demselben leben nur etwas über 7000 Sta Tiener, von benen über 6000 Lohnarbeiter find, aber in jedem Frühjahr ziehen besonders an den Rhein noch tausende unver beirathete Lohnarbeiter aus Italien, die für Eisenbahnbauten, Unvergessen Kanal und Wegearbeiten engagirt werden. Unvergessen es immer in der deutschen Arbeiterwelt bleiben, wird 1200 italienische ArDaß Jahren an vor drei better am Baue des Maintanals, Die Arbeiten Dom Staate an verschiedene Unternehmer verdingt wurden, beschäftigt waren zu einer Mart Tagelobn. Dadurch wird in geradezu verabscheuenswürdiger Weise eine unglüc. felige Konkurrenz den heimischen Arbeitern gemacht, die nicht in Eidhöhlen wohnen und nicht mit einem Stüd Sped, einem Stück Brob und einer Bwiebel aufrieden sein wollen und auch nicht zufrieden sein sollen. Gegen frembe Arbeiter mit mindestens so hohen Bedürfnissen, wie bie einge feffenen Arbeiter, denen man auch denselben, den ortsüblichen Lohn zahlen muß, ist nichts einzuwenden, da unsere deutschen Arbeiter ja auch in fremden Landen ihr Brod fuchen; aber die Italienischen Arbeiter drücken dort, wo sie im Intereffe der Unternehmer für einen Hungerlohn arbeiten, die Lebenshaltung der heimischen Arbeiter herab und bekämpfen vereint mit den deutschen Unternehmern die deutsche Rulturentwicklung. Mert würdig nur, daß diese Herren Unternehmer meistentheils noch echte Patrioten" find! Wir wollen solche Herren nicht gleich mit den Titeln: Reichsfeinde" und" Vaterlandsverräther" belegen, aber antinational find fie dagegen hilft kein Sträuben. Der Töpferstreit in Breslau ist beendet worden. Die Gesellen haben eine Lohnerhöhung von 20 Prozent erzielt und fich damit zufrieden gegeben. S Die Sozi " Eugen R ben ift, bat feste bela at, ben der Run Lefer enbes: Bon patg, e alten wir nac fach besprod stages. D eber Abg. pier( 503 556 Betition vi eftatten; er 429( 1000) 510( 300) 103( 300) 753 748 561 147 978 1416 414 435 342 635 16 56514 880( 300) 263 121 753 136 734 505 310 927 756 35 272 474 871 885 741 57159 608 393 158( 300) 670 598 540( 300) 63 699 204 44 216 236 140 344 138 189 320 643 72 308 58732 910 331 434 157 819 752 307 530( 300) 235 488 681( 300) 881 209 771 661( 300) 503( 300) 978 505 568 346 877 in Berichts sc 620 856 59704 636 61 932 904 401 239( 1000) 845 3808 Herrn K 73 528 168 789 660 363( 300) 145 524 477. itionstommif err Abgeordne Rapier einer Sigung 60673 16 798 797 17 240 337 27( 300) 440 555 941 vefaßte 51( 300) 490 679 582 601 588 466 717 698 639 792on, Orn. O 61954 940 621 844 115( 500) 531 338 22 548( 1000) e 708 192. 62129 481( 1000) 793 139( 300) 500 28( 30 63525 779 580 844 536 734 53 306 393 143 691 803. 61 238 531 426( 3000) 47 555 290 946 894 696 197 8 enehmigt, Dami ommiffion tatter fungire enben mich be lenum zu über Da Herr Kanjer 839 812 435( 300) 263( 300) 911 29( 1000) 719 726 647 8.95 529 822. 64967 115 243 480 819 832 670 195 42 65831 597 887 877 882 220 216 95 711 347 496 ( 1000) 312 832 437( 300) 367 149 689 304 36 67 264. 66870 565 576 252 943 378 410 973 651 737 874 80( 300) 171 44 236 621( 300) 226 608 960 300 mannt worden Shamlofigl chweigen 23 Berbot ei e Stretsam Delanntmachung His Dom 21 67519 623( 3000) 181 770 46 683 255 217 237 828 264 206 347 723 850 105' 241 87 239 797 882 290 663 8 508 711. 68116 704 564 87 613 6 93 549 414 25 990 78 808( 300) 830 371 563 805 707 392 953 8 126 69864 353 781 431 807 152 171( 500) 375( 3000) 46 970 70158 217 492 795 811 173 447 4 223 968 284 79 928 341( 1000) 2 546 795 925 734 477 832 772 Tagesliste der Königl. sächsischen Landeslotterie Biehung vom Sonnabend, den 23. Mai. kid with hotwa( Dhne Gewähr!) 2166 945 389 739 906 93 808 168 780 325 280 853 94 982 876 301 695( 1000) 719 383. 1726 13( 3000) 488 49 758 585 815 342 766( 3000) 854( 300) 792 130 559 154 998 446 887 90( 300) 755( 300) 987 859. 2551( 1000) 956( 3000) 487 620 72( 500) 293 575( 300) 57 992 904 143 738( 3000) 244 995 993 815. 3095( 300) 422 975 435 63 700( 300) 371 804 757 940 748( 3000) 44 718 246( 300) 539 622( 3000) 764( 500) 511 895 125 157 224 59 252. 4358 409 337 382 553 979 38 474 424 495 218 785( 300) 399( 500) 232 27. 5526 836 58 620 705 87 159 486 373 933 418 514 849 668 26 581 987 50 217 816( 1000). 6748 986 300 100 461 93 616 785( 500) 458 460( 1000) 692 56( 3000) 221 40 527 268( 1000) 208 981 898 429 146 774 156. 7348 850 17( 1000) 582 255 988 575 84 605 672 918 99 16 398 499( 500) 69( 1000) 416 729 837( 3000) 510( 300) 964 22. 8920 694 669 365 22 41 792 855 399 60 355 522 389 570( 300) 753 81 589 170 839 876( 300) 323 151( 3000) 928. 9408 338 405( 300) 910 69( 3000) 951 489( 500) 819 730 842 416 35 66 927 174 202 274( 300) 371. 443 778 411( 3000) 40( 1000). 71146( 300) 168 40 358 199 280 233 236 623 949 539 577 175 709 213 53 72412( 3000) 836( 1000) 183 825 693 83 11( 300) 941 78707 699 650 486 311 588 65( 500) 313 417 27 218 44 171 489 768 382 976. 74434 574 781 627 438( 300) ( 300) 816 903 605 500 674 477 227 7 478. 75471 333 656( 1000) 732 141 405 418 2( 1000) 343 483 984( 300). 24 76269 378 347 501 551 583 311 434( 300) 939 684 312 833 517( 500) 712 842 275 19 482. 77300 156 734 992 521( 500) 412( 500) 305 765 702( 300) 80 913 686 746 169( 3000) 827( 300) 723. 78396 76 896 841 191 986 7098 707 721 938 184( 300) 252 161 509 119 453 593 358. 79992( 500) 515 572 586 397 785 97 433 b 238 35 662 565 54 855 139 888 431 474. 83279 583 Der periodis ebungen be Datin Mainz, D rid in Di in Mainz 167 ரு t Gr leiftete Berraidhte ihn, yor öffnete, f Sielt fein Wag 8869 116 Wo ist b Habicht rebete, aud Die Nach Derbreitete Fich Er hatte nicht nur Denn 8059 189 645( 3000) 640( 300) 24 144 994 313( 30 395 700 278 691 706 444 442 844. 81726 862 220 169 514 284( 3000) 40 625 269 729 959 781 15 676 576. 343 800 286 775 977 226 426 840 438( 500) 791 718 107 223 21( 300) 282 555 420( 500) 880 425. 573( 300) 647 49( 300) 243 704 526 41 541 658 728 280 84738 501 999 741 212 528 46 874( 10 964 321( 300) 897 138 889 758 154 873 27 878 502 304 85633 435 422 757 288( 1000) 769 254 315 523( 300) 435 685 739 236 43 759 515 815 32 266 732 316 929 447 567 302 64 251. 868 116 711 474 666 7186 Boll erzeugt Gegenzoll. Wir leben nun einmal in der Beit Der Kampfsölle und nicht die geringfte Schuld trägt baran die Gesetzgebung des Deutschen Reiches. So hören wir iegt, daß die neueste Bollverfügung Frankreichs in Bezug auf ben Spielwaaren Import ganz Nürnberg in Aufregung verfegt, weil dadurch diese Industrie nunmehr nicht mehr tonturrensfähig ift. Der Fränkische Kourier" jammert nun auch in geradezu findlicher Weise und flebt den Untergang der Nürnberger Spielwaaren Industrie vor Augen. Auf dieses Gejammer antwortet die Allg. Beitung" zutreffend:„ Daß bie franzöftschen Bollmaßregeln den Nürnberger Spielwaaren Export in hohem Grade erschweren, ist ja selbstverständlich sehr au bedauern; wenn aber das Nürnberger Blatt über die bimmelichreiende ungerechtigkeit" flagt, welche die Deutschen nicht rubig über fich ergehen laffen sollten, und meint, ea müßte unserer deutschen Regierung doch ein Leichtes sein, der= artigen willkürlichen Anwendungen der Bollfäße in Frankreich au steuern, um unserer Industrie ein fo wichtiges Absatzgebiet wie Frankreich nicht faft gänzlich zu verschließen, so ist doch leiber daran zu erinnern, daß wir selber bei Aus. legung und Anwendung unseres Bolltarifs off genug fchroff und willtürlich vorgegangen sind und uns deshalb unsere Nachbarn wohl entgegnen tönnen, uns bei unserer eigenen Nase au faffen." Und wenn Darüber geklagt wird, daß die Franzosen Deutschland das Recht Der Meistbegünstigung illusorisch zu machen fuchten, fo ift 90 66 374 157 475( 500) 235. 10617 819 805 381 686 8 343 640 319 513 346 496 600 739 562 914 549( 300) 370 942 736 141( 1000) 214 74 754 937 102( 300) 104( 3000). 11418 144 608 834 450 368 548 74 169 693 968( 1000) 586 513 86( 1000) 257 263. 12497 457 68( 500) 868 653( 500) 950 999 121 326 755 383 528 667 826 563 460 808 135( 1000) 596 236 5. 13875 627 962 429( 300) 416 847( 3000) 211 995 2 974( 300) 819 799 85 575 757 142 248 539 590 776. 14088 433( 3000) 459 69 ( 500) 312 240( 300) 666( 500) 656( 500) 540 325 149 692 644 974 491 454 663 92 297 849( 300) 260( 3000) 657 47. 15863 200 129 841 563( 1000) 322 99 171( 500) 23 273. 16511 ( 3000) 172 104 464 230 571 728 744( 300) 211 130. 182 398 589 593 996 635 757 678( 300) 178 216 570 153 981 747 753 447 522. 17346 29 176 285 921 728 930 303 855 48 442 296 563 637( 3000) 860 259 663 697. 18728 434 716( 1000) 919 44 263 366 291 155( 300) 409 9 340 649 302 886 830 956( 300) 10 303 544 321 473 835 641( 1000) 579 809 154 217 255 876 915 199 553 166 436. 264 413 265. 502 304 823. 88246 body erfreu begrüßen, e von ferne uf ihn zutrat Bort. Frig hatte Du wir chwerbe D Bereits. Was Deinen Befuch 271 239 313 381 463 276( 300) 861 618 955 372 8332 8713( 500) 978( 1000) 811 681 972 386 874 638 613 747 609 546 768 749 634 442 637 774 744 318 403( 300) 393 120 911 688 441 154 44 55 181 994 91. 437 600 873 662 987 262 379( 500). 766 767 799 731 775( 300) 972. 340 796( 500) 502. 91831 623 584 879 Du nothwendi Beier ber Gen leben." Brig ladelnb. I find 90209( 300) 343 984 120 374( 1000) 878 825 553 593 826 987 766 471 387 923 756 50 439 305 805 778 312 617 241 862 254 953. 93822 389 807 245 457 91 708 733 830 214 203 707 589 715 524 550 555( 300) 94153 729 480 973 730 218 605 854( 500) 219 916 811 95591 7( 300) 580 790 523 245 39 589 334( 1000) 742 652 164 546 539 106 173 78 526 878. 96587 270 360 861 521 262( 1000) 375( 300) 398 ( 500) 433 268 68 361 642 404( 500) 895 830 656 18 588 518 192 14. ( 500) 922 124 111 249( 1000). wahrlich das deutsche Vorgehen mit der Aufhebung der spani( 300). 19371( 3000) 73( 300) 500 464 682 72 53 64 96 704 602 158 634 526 595 558 245 339 421 557 69 496. fchen Roggenzoll Klausel und der als früher tarthümlich bin gestellten Klaffirung der Schlemmkreite unter eine andere Boll pofition, um eine Abmachung aus dem Handelsvertrage mit ber Schweiz zu umgehen, wahrlich auch nicht geeignet, das AnBerantwortlicher Rebatteur R. 9849 932 24 128 953 471 53 741 305 986 939 693 781( 500) 326 910 589 138( 500) 258 4 703 350 404( 300) 257 99070 249( 1000) 265 361 392 571 551 146 410 135. Gioven eine Bell 20605 930 259 394 913 502( 300) 883( 1000) 826 102 104 541 978 659 425 142 891 391( 500) 582 637 684 340 20 411 798 145 681 910. 21704 792 173 365( 1000) 954 767 741 312( 5000) 776 209 370 777 856 183 397. Creuheim in Berlin. Drud und Berlag von May Bebing in Berlin SW., Beuthstraße 2. Durchau iffen, baß i tommt? Diebergelehrt Davon barff Und er Davon Deshalb feie Der Du bie bei fein." ( 1000) 771 8 6 21 58 980 91 23638 735 5 61 439 560 80 24648 184 4 96 436 905 12 08 936 913 619 50 429 757 35 72 39 38( 1000 143 712 85 470 772 531 224 3 3. 28792 31 8 910( 300) 5 216 32 399 118 53 134 114 4 27. Beilage zum Berliner Volksblatt. 120 Politische Uebersicht. 57 618 820 8 Die Tätigkeit des Deutschen Reichstages in der nun 244 59( 1000 gefchlossenen Seifton wird im Gamb. Korrefp." folgen 74( 300) 58 45 en befungen! Wohl nie hat eine gefeggebende Körper07 973 687 fich eingebender und vielseitiger mit der Arbeiter 33467 563 6ge beschäftigt, als der vor Kurzem geschloffene Reichstag. 00) 610 734 aber ist auch die Lösung dieser bedeutungsvollen, Jahr 332 158 545 8ende alten Frage schwieriger erschienen, als fich bei der Er 654 813 769ung der in Betracht kommenden Einzelheiten herausstellte. 298 404 7181 zu at auch hier, wie ftets, au Tage, daß unsere bürgerliche 916( 3000) 5chaftsordnung fich beanügen muß, mildernd und 950 597( 300 Dernd einzutreten, daß es daneben aber stets und vor 37945 457( 60bie Hauptsache bleiben wird, neue Arbeitsgebiete 888 38 743 289 ließen, die lohnende Existenz und menschen würdiges 1152( 1000) 19 463 612 146 841( 3000) 217 143 797 629 330 108 188 72 451 30( 300) 358 29 741 270( 300 397 554 797 18 387 603( 100 592 6 38 178 929 766 3506 03 306 85 ein verbürgen. Die nationalliberale Partei des chstages schreibt sich das Verdienst zu, auf einen Erwerbss bingewiesen zu haben, der fast völlig in Deutschland To ach liegt, anderwärts Täufende t: äftiger Arme beschäftigt und allein gut wie anderen Böltern offen steht. Sie hat durch einhellige auf dem Wege gesetzgeberischer Thätigkeit der Schutz der Bartelen Mittwoch, den 27. Mat 1885. nannten Blattes durch die unterzeichnete Landes- Polizeibehörde unter dem heutigen verboten worden. Aus Sachsen. Vom Polizeiamt in Chemnis ist der dortige Berein für demokratische Sozialreform", welcher früher den Namen ,, Fachverein vereinigter Berufszweige" führte, auf Grund des§. 20 des Gesetzes vom 22 November 1850, das Vereins und Versammlungsrecht betreffend, verboten worden. Im guten Schwabenlande scheint es weiland nicht ganz gebeuer zu sein. Nachdem eist vor Kurzem die richtige Ein theilung der Bürger dem biederen Shwaben arge Kopfschmerzen verursacht hatte, waren es diesmal die Kazen", welche zu längeren Debatten in der Kammer Anlaß gaben. Verschiedene Bürger waren nämlich zu der Ueberzeugung getommen, daß die Raßen die öffentliche Sicherheit der Hasen und Vögel dergestalt bedrohen, daß gefeßliche Maßnahmen Zu nothwendig find, um die Ruhe wieder herzustellen. Bu diesem Bwed petitionitten fie an die Kammer, damit diese Bes ftimmungen erlasse, nach welchen wenigstens jede in Feld oder Wald herumschweifende oder in fremdes Eigenthum eindringende bezw. der Eigenthümer des fremden Gutes ermächtigt werden solle, Gemeinden die Auflage gemacht werden solle, in den Jagd Det bofeefischerei betreffend, bewiesen, daß nicht Kage für jederzeit vogelfrei erklärt und der Jagdausübende arbellenben Klaffen anzustreben ist, um das Elend, welches alle folche brevi manu zu tödten oder tödten zu laffen und den gleich nahe berührt, zu beseitigen, sondern daß fie Der Meinung ift, daß Hand in hand mit jener auch die Er pachtverträgen eine Schonung der Kagen für die Zukunft nicht Offnung neuer Arbeitsgebiete und ergiebiger Onellen des Volks. mehr zur Bedingung zu machen. Endlich baten die Betenten, leistete, moblitandes zu geben habe." Nun wird's Tag! Wir haben Thätigkeit des Reichstages in der verfloffenen Seffton schon 6 597 57 Lob Spenden hören, aber ein derartiges Loblied wurde bis 2 100 722 ( 1C00) 815 766 606 75( 237( 500) 987 531 51 452 763 388 49831 545 915( 300) 585 45 663 281( 300) 380 5 244( 3000) 789 52582 267 135 480 700 415 32 70 798 705 556 包 1 deren Bahl fich auf ca. 150 belief, die Einführung einer förm lichen Ragensteuer analog der Hundesteuer vorbereiten zu wollen." Die Kommiffton, Berichterstatter Egger, beantragte einstimmig über die Betition sur 2 ages or on ung über II. Jahrgang. Frankreich. uth dazu, eine derartige Ep egelfechteret in Szene zu feßen, augeben. Dieser Antrag wurde befürwortet von den Abgg. munarden, Männer und Frauen, auf dem trauriger Muth, wie er eben auch nur bei der Heidelberger Rathgeb, Hartmann, Becher und ühe, welch ficheret befürworteten, glauben sie einen Mieſenſchritt Loiung der sozialen Frage gethan zu haben! O sancta plicitas! en Eugen Richter und seinen Trabanten in Szene gefeßt Die Sozialistenheze", welche vor einiger Beit von ben ift, bat einen recht fläglichen Verlauf genommen. Die e fette belanntlich ihren Hebel ein in einem Rommissions. Sat, ben der Abg. Rayfer liefern sollte und nicht geliefert Nun lesen wir darüber in den Dresdner Nachrichten" In Paris, speziell auf dem Kirchhof Pere Lachaise wo die Mehrzahl der seiner Beit füfilirten kommune- Mit glieder begraben liegt ist es an beiden Pfingstfeiertagen zu heftigen Szenen zwischen der Polizei und den Stadtsoldaten einerseits und den Anhängern der ehemaligen Kommune anders feits gekommen. Der Pfingstsonntag war der Jahrestag des Sturzes der Kommune und auf dem Kirchbofe war aus diesem Anlaß eine Kundgebung geplant. Der Köln. Beit." geht dies bezüglich folgender Bericht zu:" Im Laufe des Morgens fanden sich auf dem Kirchhofe nur wenige Besucher ein. Kleine Gruppen legten Kränze auf die Gräber Blanqui's, Raspail's Jules Balles und anderer Kommun arden. Auch Thin's Grab wurde start besucht, namentlich von Engländern. Gegen 1 Uhr änderte fich die Lage der Dinge. Polizei fam in großer Bahl angezogen und besezte den Kirchhof auf allen Punkten. Bugleich marschirten awet Bataillone republikanischer Stadt foldaten in denselben ein. Am Haupteingange des Kirchhofes waren dagegen nur zwei berittene Stadtfoldaten nebst einigen Bolizisten aufgestellt. Von halb 2 Uhr ab erschienen die Kommunarden in größern Maffen. Die Polizei verweigerte Niemand den Eintritt; nur duldete fte nicht, daß die rothe Fahne entfaltet wurde. Eine sozialistische Gruppe, die ihre tothe Fahne in der Rue La Roquette entfaltet hatte, wurde Don ber Polizet angehalten und, da fie Widerstand thr die rothe Fahne weggenommen. Die Gruppen, welche thre Fahnen nicht entfaltet batten, Ite man in den Kirchhof ein. Erft an den Gräbern ent falteten dieselben ihre Fahnen und legten sie mit den Kränzen nieder. Um 2 Uhr waren ungefähr 3 bis 4000 RomChamps des Fédérég" so nennt man den Plas, wo die erschossenen Rom munarden eingescharit wurden; aufreizende Reden wurden dort gehalten, und man rief: Nieder mit der Republit! Es lebe Die Kommune!" G- gen 2 Uhr erbielten die Pariser Stadtfol baten Befehl, das Champs des Fê é.és au umzingeln. Dars aufbin entstand unter den Kommunarden eine furchtbare Auf regung. Dieselbe wurde noch vermehrt, als gegen 2 eine Gruppe, die mit einer Fahne erschien, von der Bolizet nicht zugelassen und auseinandergesprengt wurde. Die auf dem Champs del Fété és Versammelten wollen denselben zu Hilfe eilen, fallen über die Polizeidiener her und werfen einen derselben durch einen Schlag zu Boden. Die Polizeibiener sieben darauf ihre Säbel. Man ruft: Werft mit Steinen Darauf!" Dies geschieht, der Kampf beginnt. Die Stadtfol baten laden thre Gewehre, aber sie erhalten den Befehl, nur mit dem Kolben dreinzuschlagen. Sie thun es. Bugleich haut die Polizei mit dem Säbel ein. Viele Kommunarden werden verwundet, ein Theil so schwer, daß fie auf der Erde liegen bleiben. Auch die Polizei hatte Verluste, Der Friedensoffisier Carnat, vier Polizeidiener, ein Stadtsoldat und ein Polizeibe amter in bürgerlicher Kleidung wurden schwer verwundet. Der Die Kommunarben, deren viele mit Blut bedeckt waren, flohen nach allen Seiten auseinander und wurden noch beim Aus gange aus dem Kirchhofe von den berittenen Stadtsoldaten verfolgt." schrift" bezweifelte. Freiherr Richard König von Warthausen, ein auf naturgeschichtlichem Gebiete wohlbewanderter Mann, bekämpfte mit Geschick ben Kommissions Bericht und Antrag und stellte den Gegenantrag, die Baition mit der Beschränkung auf im Wald und Feld herumSchweifende Kagen" der Regierung zur Erwägung zuzuweisen. Der Abg. Mohl, ein begeisterter Schwärmer für den Wald und geschworener Feind alles dessen, was den Wald irgendwie schädigen könnte, that den bemerkenswerthen Ausspruch: gäbe, welche ein junges bäslein verzebre, ein Standpunkt, der als ziemlich vereinzelt dastehen dürfte. Der Kommissionsantrag wurde mit 47 gegen 35 Stimmen angenommen. Vorläufig haben also alle Ragen sowie alle Ragenliebhaber und Lieb haberinnen Ruhe. Leptere sollen sich übrigens vorgenommen gegen ihre Lieblinge votiren Mendes: Bon dem Reichstagsabgeordneten für daß er, wenn solches möglich wäre, jeder Kage eine Prämie psig, Herrn Bürgermeister Dr. Tröndlin, 691 912 935ten wir nachstehende Aufklärung über einen in der Preffe 819 646 147 978 1416 121 753 136 741 57159 99 204 44 68 346 877 201 7 fach besprochenen Vorgang in der Petitionskommiffion des Se der Abg. Dr. Tiöndlin, eine Beit lang auch der Abg. stages, Derselben gehörte bis zum Schluß des Reichs. eBetition vieler Büchsenmacher einen schriftlichen Bericht würden, die Augen auszutragen. Uhr 8 681( 300) tionstommiffion aus. Ueber das weitere Schicksal des Kaysers der Voff. 3tg." aus Brüssel geschrieben wird, sind die Araber| Kampf war bald beendet, da diekummunarden unbewaffnet waren. Sen Berichts schreibt uns nun, die geftrige Erklärung 00) 845 3808 herrn Kayser im Wesentlichen bestätigend, err Abgeordneter Dr. Tröndlin: Der fragliche von Herrn 440 555 941 er vefakte Bericht ist vom Vorfißenden der Betitions om 598 639 792 on, Hrn. Hoffmann, durchgesehen und forrigirt und sodann 548( 1000) einer Sigung der Kommission vorgelesen und von derselben 0) 500 28( 30ehmigt, damit aber zum Kommissionsbericht gemacht worden. 03. 63525 94 696 197 719 726 647 195 42 347 496 4 36 67 73 651 89 824 960 226 608 37 828 26 1300 82 290 663 845 414 25 990 53 8 126 6 3000) 46 970 371. 968 284 79 8 300) 168 40 832 772 358 ( 300) 941 709 213 53 7 27 218 4 27 438( 300) 78. 75471 0) 343 483 583 311 842 275 2( 500) ( 3000) 8 794 986 709 394 453 593 24 97 433 587 Da Herr Ranser nicht mehr Mitglied der Petitions tatter Elenum fungiren fonnte, habe ich auf Ersuchen des VorVom Kongo kommen schlimme Nachrichten. Wie nämlich am Rongo erschienen. Das Mitalied der Affoziation Amelot hat obwohl Stanley ftets davor gewarnt hat, fich der Hilfe Der Araber zu bedienen fich den Arabern von Tipou Tib anvertraut, um den Tanganikasee und von da aus Banzibar zu erreichen. Tipou- Tip, welcher sich den Repräsentanten des Sultans von Banzibar nennt. dem allein nach feiner Ansicht der ganze Kongo gehört, bat 3000 Araber hinter sich, alle mit Bertuftonsgewehren bewaffnet. Man darf sich darüber nicht renden Jolamismus ist. Die Stationen der Affoziation an den preisgegeben. Was nun? Wer will den Arabern den Nach weis führen, daß sie kein Anrecht an das von ihnen beanspruchte Land haben? Sicherlich werden schwere Kämpfe nicht. ausbleiben und es ist noch gar nicht abzusehen, wer in bem beißen Theile Afrika's schließlich das Terrain be haupten wird. ommission war und deshalb nicht als ihr Bericht täuschen, daß dieses eine Avantgarde des nach Westen marschi Benben mich bereit erklärt, eventuell die Berichterstattung im Ufern des Stanleyfalls find damit den Araben augenblicklich Bu übernehmen und bin deshalb als Berichterstatter mannt worden." Db die Richter'iche Breffe nunmehr auch Schamloftgleit so weit treiben wird, diese Erklärung todt chweigen? Wir glauben mit Ja! antworten zu können. Berbot einer neuen Zeitung. Das Großherzoglich e Stretsamt Mainz erläßt folgende vom 22. Mai datirte Belanntmachung: Auf Grund der§§ 11 und 12 des Reichs. Heges vom 21. Ottober 1878 gegen die gemeingefägrlichen Berebungen der Sozialdemokratie ist die Probenummer Belgien. Der periodischen Druckschrift, leine Beitung", demselben 300 Theilnehmer eingefunden. In der Ausstellung rio in Offenbach, verantwortlicher Redakteur Franz Mainz, den 17. Mai 1885, Drud und Verlag von C. Bin Mainz, sowie das fernere Erscheinen des ge Gesucht und gefunden. Stoman von Dr. Dur. ( Forfeyung.) In Brüffel ist heute der internationale Rongreß für Binnenschifffahrt eröffnet worden. Bis jetzt haben sich zu werden die Pläne und Modelle für den Frankfurter Hafen be sonders beachtet. Gestern fand der festliche Empfang im Börsen hause statt. whi J?... Du weißt ja, Bathe, daß mein Verdienst hierbei sehr gering ist; ein glüdlicher Bufall hat hier geholfen." Wir wollen nicht darüber rechten, Friz. Ich habe Gr leistete der Einladung Folge. 8wei Tage später trog alledem die Ueberzeugung, baß, wenn Du nicht in's berraschte ihn, daß nicht der Zwerg auf sein Leuten bas Bielt fein Wagen vor dem Gitterthor von M'Donuil. Es Schloß gekommen wärst, Alles anders gekommen wäre. Chor öffnete, fondern ein anderer von der Dienerschaft. 994 313( 3000 862 220 159 3 676 576. 885 791 718 1075 83279 116 658 728 280 878 502 28 46 874( 10 304 000) 769 254 474 666 718 955 372 833 638 613 747 88246 6 18 403( 300) o ift benn Toby?" fragte Friz. rebete, auch Toby. Sie sind im Banketsaal!" Wahrscheinlich lebte der Graf bann heute nicht mehr." Du haft eine zu gute Meinung von mir, Pathe." „ Die Meinung habe ich nicht allein von Dir, dasselbe Habicht hat fie Alle eingeladen," antwortete der An fagt auch die Romteffe Agathe. Nun, Du wirst's ja hören; fie verehrt Dich als den gescheidtesten Mann der ganzen breitet Deinen Ruhm aus in der ganzen Gegend und ist " Am Montag fam es wieder au Reibereien zwischen Des monstranten und Polizei. An diesem Tage wurde der intran figeante Journalist Cournet auf genanntem Kirchhofe be erdigt. Die Polizei hatte die Dibre, die Fahnen, wenn die felben eine Vereinsinschrift hatten, au dulden und im Innern des Kirchhofes jede Fahne zu geftatten. Demzufolge fonnten dem Leichenzuge Cournet's rothe Banner vorgetragen werden. Auf dem ganzen Wege riefen die 5000 Kommune- Anhänger, welche den Leschenwagen begleiteten, Vive la commune! Einigen Soldaten, die von den Fenstern der Prince EugèneRaserne mit Käppischwenken grüßten, brachten fie eine Doa tion. Die Revolutionäre des avanzigften Bezirks verließen nach dem Begräbniß den Père Lachaise mit entfalteter schwarzer Fahne. Dem widersetzte sich aber die Polizei, und es tam zum Handgemenge mit Verhaftungen und beiderseitigen Ver wundungen. Bis spät Abends mußten in furzen 3wischen räumen Kavalleriechargen vorgenommen werden, um im Stadt viertel die Ruhe herzustellen. Nach den neuesten Depeschen scheint es, als ob die Berichte start übertrieben worden find. Während man zuerst von Todten und 40 bis 50 Verwundeten wollen, denn als Friz um die Erlaubniß bat, fich zume Abendessen ankleiden zu dürfen, wollte es der Graf taum zugeben, und als er endlich doch ging, sagte Agathe mit einem bebeutungsvollen Blick: Ich habe Ihnen Ihr Bimmer bereits herrichten lassen; es ist Ihr altes im Donald- Thurm." Eine Stunde später saßen die Drei an der Abendtafel, plaudernd, wie langjährige Vertraute herzliche Freunde. " Die Nachricht, daß Friz Rodenburg angekommen sei, Welt und liebt Dich wie ihren Bruder, und der Graf so danke ich's Ihnen. D, ich bin froh, nicht um meinet denn nicht nur Habicht eilte ihm entgegen und umarmte Er hatte sich wahrlich viele Freunde dort erworben, förmlich ftolz auf Deine Freundschaft." hoch erfreut, auch Segal ermangelte nicht, ihn berzlich rednerei zu banken," erwiderte Frizz lächelnd. begrüßen, ebenso der Haushofmeister und der 8werg, Don ferne stehen blieb und bescheiden wartete, bis Frig uf ihn zutrat und auch ihn begrüßte. D Friz hatte für Jeben ein freundliches und herzliches Du wirst willlommen sein da oben!" sagte Habicht. " Ich glaube, bas Alles habe ich nur Deiner Lob bort. Ich werde Dich hinaufbegleiten... Man erwartet Dich Sie waren jegt in dem Bimmer angekommen, aus welchem man in den Gesellschaftssalon gelangte. Habicht entfernte fich nun von ihm. Einundvierzigstes Rapitel. Obwohl Frit sich noch in Reisekleidern befand, hatte er fich sogleich auf Habichts dringendes Bureben, ben Grafen Mein lieber Doktor," fagte ber Graf im Laufe des Gesprächs, wenn es meinem Sause noch einmal gut geht, willen, sondern um meiner Tochter willen. Sieht sie nicht blühend aus wie eine Rosentnospe?" Frit fagte, daß es ihn freue, die Komtesse so wohl angetroffen zu haben. Das danken wir Ihnen!" fuhr der Graf fort. Nun, ba bas lebel Sie wissen ja-von uns genommen ist, nun haben wir Aussicht, noch einmal glücklich zu werden. Ich darf jetzt meiner Tochter, ohne daß fie mir ausweicht, von ihrer Bermählung sprechen; früher durfte ich's nicht, aber ich thats zuweilen; jezi barf ich's wohl, aber ich thue es nicht, weil ich bemerkt zu haben glaube, daß dies Ex941 744 898 is. Was aber mich betrifft, so thut es mir leid, daß nicht warten zu lassen, anmelden laffen. Es erfolgte feine innerungen im Herzen meiner lieben Agathe hervorruft, Deinen Befuch machen mußt, ich gebe heute ein Feft zur heraus, ihm entgegen, und schloß ihn in seine Arme, Ou nothwendig erst dem Grafen und der Romteffe Agathe Aufforderung, daß er eintreten follte, der Graf tam felber welche. Brig lächelnb. 878 825 553 623 584 879 305 805 778 613 424 692 245 457 91 0 555( 300) 219 916 811 523 245 39 173 78 526 75( 300) 398 830 656 134 577 373 566 69 496. 984 93 781( 500) 4( 300) 257 7. 51 146 410 eine Bell Beier der Genesung, und da hätte ich Dich gern dabei ge schüttelte ihm die Hand und rief ihm ein herzliches Will Ihrer Freudschaft gegeben haben," antwortete Agathe, tommt? finde, Ihr feiert das Fest etwas spät," bemerkte wiffen, daß in diesem Jahre die Krankheit nicht wieder Diebergelehrt tommen" zu. Auch die Komtesse Agathe empfing ihn bereits an der Thür; auch fie reichte ihm die Hand, die er an feine Lippen Herr Doktor, Ihnen, der Sie uns so viel Beweise brauche ich fein Geheimniß daraus zu machen, daß mein lieber Vater sich in seiner Wahrnehmung nicht getäuscht hat. Obwohl es für mich keinen innigeren Wunsch gab, meinen getränkt zu haben, der... Durchaus nicht!" versette Habicht. Ronnten wir führte. Wie verändert fand er sie feit einem Jahre! Sie Bater genesen zu sehen, schmerzt es mich doch, einen Mann Erst jest wissen wit's, daß der Anfall nicht Es hatte die ift." " war nicht mehr bas bleiche, graugefolterte Wesen. Es hatte die Blüthe der Gesundheit ihr fanftes Roth auf die Wangen gehaucht. Das Auge bell und feelenvoll leuchtete es ihm entgegen, während auch ein zu Und er wird niemals wiederkehren!" vollendete Frig. lag nicht tief und blidte nicht fummervoll, wie font, Davon bin ich überzeugt," antwortete Habicht. fie ein herzliches Willkommen!" flüsterte. Sie war thm ber Du biefe gebracht haft, müßteft eigentlich das labung gefolgt sei. Deshalb feiern wir dieses Fest der Genesung und Du, in der That von ganzer Seele dankbar, daß er ihrer Ein" Der Graf schien ihn jezt keine Minute entbehren zu Agathe ftodte; ihre Schläfe begannen sich mit Purpur überzieher. Lächelnd nahm der Graf ihre Hand. Ich hab's wohl gedacht, mein Herzensmädchen, daß Du boch nicht Muth genug haft, es Herrn Robenburg zu fagen; nun, so will ich's Ihnen fagen, mein Freund, und Sie sind der Einzige, dem ich's fagen kann, da ich weiß, daß Ihre Ehrenhaftigkeit unser Vertrauen und unsere Dffen forack, wird jest die Zahl der Verwundeten auf 30 reduzirt. Getödtet soll Niemand sein. Die opportunistischen Blätter tabeln die Regierung wegen ihrer angeblichen Nachgiebigkeit, hingegen wird die äußerste Linte wegen des polizeilichen Einfcbreitens eine Interpellation einbringen. Für heute ( Dienstag) steht noch eine weitere Beerdigung eines früheren Kommunemitgliedes, des vor Kurzem in bie. DeputirtenRammer gewählten, früheren Gemeinderaths Amourour bevor. Die Deputirtentammer bewilligte zur Bestat tung Victor Hugo's 20,000 Fits. Der Senai stimmte ebenfalls der Bewilligung dieser Forderung zu. Der Senat bat den Gefeßentwurf über das Listenstrutinium mit der Abänderung genehmigt, daß bei der den Wahlen zu Grunde zu legenden Bevölkerungsziffer die Ausländer nicht mitgezählt werden und daß die Mitglieder der fürstlichen Familien, welche früher in Frankreich geherrscht haben, nicht wähl bar sein sollen. - Das Leichenbegängniß Victor Hugo's dürfte erst am nächsten Sonntag stattfinden. Der Leichnam soll am Sonnabend unter dem zu einer Todtenkapelle hergerichteten Triumphbogen ausgestellt und in feierlichem Buge Sonntag Mittag nach dem Père Lachaise" übergeführt werden. Der Erzbischof von Paris batte noch kurz vor dem Tode Viktor Hugo's den Versuch gemacht, an das Krankenbett zu gelangen. Er richtete an Frau Lockroy, die Wittwe von Charles Hugo, des verstorbenen Sohnes des jezt Verblichenen, folgendes Schreiben: Paris, 21. Mai. Einwohner verdächtig vor. Der zurückgebliebene Einwohner wurde aus seinem Bett geholt, und wies nach einigem Wider fireben einen ordnungmäßigen Paß vor, der von der Rostower streben einen ordnungmäßigen Paß vor, der von der Rostower Polizei ausgestellt war und auf den Namen Platon Wladimiro witsch Lebedinski lautete. Da aber sein Benehmen Anlaß zu Mßtrauen gav, so schritten die Revieraufseher Fento und Stow und der Gensdarmerieunteroffizier Bulgafom zu einer Durchsuchung seines Bimmers. Hier setzte sich Fento an einen Tisch, um das Ergebniß der Untersuchung zu Protokoll zu bringen. In diesem Augenblick stürzte der quest Lebedenskij bin zu seinem Bette, ergriff einen unter dem Kopfkissen ver stedten Revolver und gab aus demselben auf den figenden Feffento einen Schuß ab. Der Revieraufseher wollte sich auf den Attentäter werfen. wurde jedoch durch einen zweiten Schuß todt zu Boden gestreckt. Sfisom, der gerade nicht zu den Tapferften gehört haben muß, lief laut um Hilfe schreiend aus dem Bimmer, es Bulgakow überlassend, mit dem rabiaten Schüßen fertig zu werden. Dem Gensdarmen gelang es, obgleich er durch einen weiteren Schuß verwundet wurde, den Lebedinskij unschädlich zu machen und so lange festzuhalten, bis die von Sfisow herbeigerufene Hilfe eintraf. Der Atten täter wurde verhaftet und dürfte wahrscheinlich nach Petersburg expedirt werden. In der Wohnung wurde eine gebeime Typographie entdeckt und wurden Broklamationen, Explosions. stoffe und Waffen gefunden. Die Polizei hat in diesem Falle allem Anschein nach wieder einen wichtigen Fang gethan." Afrika. Ich nehme den lebhaftesten Antheil an den Leiden des Herin Victor Hugo und an den Befürchtungen seiner Familie. Ich gabe niel bei dem Meßopfer für den berühmten Kranken gebetet. Wenn er den Wunsch haben sollte, einen Diener un ferer heiligen Religion zu sehen, so werde ich mir, obgleich ich felbst noch schwach und auf dem Wege der Genesung von einer Der feinigen sehr ähnlichen Krankheit bin, eine sehr füße Paicht Daraus machen, ihm den Beistand und den Troft zu bringen, beffen man bei so grausamen Heimsuchungen bedarf. Geneh migen Sie, Madame, den Ausdrud meiner achtungsvollsten und ergebensten Gesinnungen. J. Hipp, Kardinal Guibert, Erzbischof von Paris. Lockroy, der zweite Gatte der Schwiegertochter Victor Hugo's, antwortete im Namen der Familie, Victor Hugo habe in den legten Tagen noch erklärt, daß er während seiner Krankheit von feinem Briefter irgendwelchen Bekenntnisses Beistand haben wolle". Das Begräbniß wird nun ohne kirch liche Mitwirkung stattfinden und seine Leiche nach dem Père Lachatie gebracht werden, wo sich die Familiengruft befindet, in welcher bereits sein Vater, sein Mutter, seine Bruder und feine Söhne ruhen. Schweden und Norwegen. von der Vorfrage abhängig, ob Herr Ewald noch seinen ger fich beg fglichen Wohnfis in Berlin behalten bat(§ 7, Alinea 4 is Baume getrof Verbindung mit§ 5 und§ 3 der Städte Ordnung). Wungen im nehmen dies an. Denn wenn der Genannte auch nach Ausie wir nacht funft des Magiftrats in Brandenburg a. H. dort einen Wohnfte gezeigt, d erworben, so ist nicht ausgeschloffen, daß er den in Berlin betnerei von -y. Dur halten hat. Der Wille dazu scheint uns durch das Burüdlaffen Dienstag der feiner Familie in Berlin dokumentirt, und wenn auch die Ausweisung bis Ende September 1886 Wirkung behalten fann ichard Jüter fo tit hieraus allein- nach Analogie des§ 14, Theil 1, Zungenschlage 2 der Allgemeinen Gerichtsordnung- ein Werlust des Wohnuten feinen figes in Berlin noch nicht zu schließen. Die weitere Anfrage nunmehr betreffend die Fortdauer der dem Herrn Stadtverordn. Ewald hters berau von der Versammlung zugewiesenen Stellungen in de rights. Beitu städtischen Verwaltung beantwortet sich aus Vorstehendem vonbeiters einer felber." Das längst gewedte Mißtrauen des Königs Johannes von Abessten gegen die oon Italien eingeleitete Rolonial, politi! in Afrika äußert sich in immer unverkennbarerer Weise. Arabische Blätter melden jest, Rönta Johanres babe auf Anratben feines Genrraliffimus Ras Allula befchloffen, awischen Maffauah und Keren ein Beobachtungsko ps von 3000 Mann zusammenzuziehen, welches die Bewegungen der Italiener in Maffauah und Keren überwachen soll. Der König selbst habe die Hauptstadt Adoa verlassen und sich in das Innere des Landes, rach Debra Tabor, begeben, und dort, falls die Jtaliener neue Gebietstheile auf dem Festlande bes feßen und fich so Abessinien immer mehr nähern und dasselbe bedrohen sollten, ein Heer zur Vertheidigung seiner Rechte und jeiner Befizungen zufammenzuziehen. Unterdeffen besichtigt ein höherer abessinischer Militär die von der Rüfte in das Innere des Landes führenden Straßen und Päffe, da auf und in denselben Befestigungen angelegt werden sollen. Amerika. Das Branntweintrinten noch weiter einzu. schränken, soweit solches auf dem gefeßlichen Wege überhaupt möglich ist und eine befferere Vertheilung der Ueberschüsse aus dem Ertrage der Spirituosen zu bewirken, bezweckt ein soeben durch Kompromiß der beiden Kammern zu Stande gekommenes Gefeß, das in Abänderung einer Regierungsvor lage und nach anderen Anträgen beschloffen ward. Danach foll u. a. der Ausschant an Sonn- und Feiertagen fortan nur erlaubt sein, bei gleichzeitiger Bewirthung mit Speisen; natürlich fehlt die Bestimmung nicht, daß während der Kirchenzeit gar tein alkoholisches Naß verzapft werden soll. Der Ausschant in der Woche endet Abends 10 Uhr, cuf dem Lande Schon um 8, der Klinverkauf sogar durchgängig um 7 Uhr. Bei Vertheilung der Steueretträge soll die Hälfte den Stadt gemeinden zufallen, welche jegt über 185 000 kr. erbalten, Demnach 685 000 belämen, ein Viertel soll den landwirthschaft lichen Vereinen und ein Biertel den Landsthingen zufallen. Es liegt in diesen Ansägen begründet, daß die Gemeinden, um die Ueberschüsse um etwa 10 zu steigern, den Betrieb des Spirituosenhandels vorzugsweise an größere Gesellschaften, eingerichtet für das sog. Gothenburger Syftem, vergeben werben statt an Einzelne. Also die Gemeinden wollen recht viel Einnahmen und übergeben deshalb den Branntwein- Verkauf an größere Gesellschaften. Diese müssen natürlich entsprechend verdienen und bemühen sich recht viel Fusel an den Mann zu bringen. Das nennt man also„ Einschränkung" des Branntweintrintens! " Rußland. Lokales. und Ad doch der V lterung fo nichtsverhan Berliner Sar falität des ge N. Der Bingfifeiertag S nd verlegte Dann aus ein und wurde m iner elterlich N. Jn d iertage 10 Ar. 256( unwohl und Die in der 2 fchafterin Au nach dem Db Diren Eltern fammen, wok Streit tam. feiner Bespiel felben bie bei Sand ab. D 8. Raun Unentgeltliche Hilfe bei Unglücksfällen. Unseen Lesern dürfte es noch wenig belannt sein, daß in der Schloß und Hof, Apotheke bei Unglüdsfällen sofortige Hilfe gratis gmnaſtiſche leistet wird. Diese Apotheke fledelt nach Abriß des jegget tiles wom beims nach dem Schloß Monbijou über. Das Russisch Baden wird von den Aerzten als he mittel empfohlen, dem Ruffen, at home" ist es Erholung Anregung, dem Engländer ist es vorbehalten gewesen, Kunst in den Dienst der materiellen Seite des Sport zu stellen. Wenn der Jockey von der steeple chase Draußen auf be Charlottenburger Terrain schweißtiefelnd zurücklehrt, so Diesen Buftand schon einigermaßen gewöhnt. Denn um stetig als die leichte Berson au behaupten, die er sein um ein begebrenswerther Jockey zu bleiben, darf er Daß übersteigen. gefchriebene Gewicht nicht Bwar werde Differenzen durch sogenanntes todtes Gewicht ausgeglid, aber immerhin gilt es als wünschenswerth, daß der Jo möglichst wenig wiege, und man versichert, daß 55 Kilo Aeußerste ist, was solch ein Menschlein sich gestatten dar und wer darüber hat, ist, no good", wie der slang Autbrud lautet. Fünfundfünzia Rilo- es erfordert unaufhörli Wachsamleit, jedem Pfund, daß sich darüber hinaus anma will, den Garaus zu machen, und als einziges und ficher Mittel hat sich in diesem Falle die Schwiglur erwiesen. gehen die Jockeys allerdings nicht ins russische Bad, aber fie fegen fich daffelbe zu Hause durch erprobte Mittel. InHoppegar wo fie fich ziemlich Alle angesiedelt haben, gleicht das von ihm bewohnte Quartier einem Schwigofen. Uebrigens ifto sein" ein Gewerbe, für dessen Betrieb man eine behördli Lizenz braucht. In Deutschland find im Ganzen 70 Jodiys geltonirt, von ihnen find 26 Engländer, im Uebrigen zum größ Theile Böhmen und Ungarn, oft junge Burschen von 16 17 Jahren, die auch ohne Schwizkur nicht viel mehr als bis 45 Kilo wiegen, aber trotz dieses Vorzuges hinter den En ländern zurüditeben müssen, die sie an Verläglichkeit nicht reichen. Die Engländer haben sich übrigens nur zum in Deutschland anfäffig gemacht. Nach der„ Nat. 3tg. unterrichteter Seite gemachten Mittheilungen haben n Aus Kanada tommen beruhigende Nachrichten. Die Indianer haben unter ihrem Häuptling Poundmaker großen Rath gehalten und beschloffen, anzufragen, unter welchen Be dingungen ihnen der Frieden gewährt werden würde. Dieselben sandten daher einen Barlamentär nach Battleford mit mehreren Gefangenen und einem Geistlichen als Träger des Schreibens, in welchem um Mittheilung der Friedensbedingungen ersucht wird. In Bentralamerita gährt es indessen noch immer ganz gewaltig. Nach einer Depesche aus La Libertad ist der Versuch Honduras's, zwischen San Salvador und Guatemala zu vermitteln, gescheitert. Die Insurgenten unter Menendez seien zurückgeworfen worden. 400 Mann Truppen des Staates Guatemala hätten heute die Grenze von San Salvador überschritten. Am legten Sonntag wurde aus Chartow telegraphisch gemeldet, daß der Polizeirevier aufseher essento bei einer Haussuchung erschossen wurde. Ueber die näheren Um stände ging das Telegramm mit Stillschweigen hinweg. Nun wird der Bos. 8tg." geschrieben: Jn Chattom wurden am 14. Mai von der Polizei die Häuser in der Helenenst aße einer Reviston unterzogen. Bei dieser Gelegenheit theilte die Wirthin des Hauses Nr. 8 den revidirenden Polizeibeamten mit, daß in threm Hause zwei junge Leute ein Bimmer bewohnten von denen ber eine das Quartier am vorhergehenden Tage verlaffen babe und bis jetzt nicht zurückgekehrt sei. Ueberhaupt lämen ihr die heit am besten zu würdigen weiß, der Baronet D'Brian, Ihr Freund.. " .. Das ist sein Name nicht!" schaltete Frig ein. Der junge Mann ist mein Vetter und heißt Felix Rodenburg." D, wir wissen Alles! Er ist der Halbbruder der Lady Davis. Ein Frithum, in dem er sich befand, veranlaßte ihn, einen andern Namen anzunehmen." Wie, Sie wissen das Alles?" Freilich durch seine Schwefter. Sollte es Ihnen Kommunales. Unser Beleuchtungswesen. Die Zahl der durch die städtischen Gasanstalten gespetiten öffentlichen Gasflammen be trug ultimo März 1885 14,530 Stüd Durch die englische Gasanstalt wurden zu derselben Beit gefpeift 507 öffentliche Gasflammen. Die Gesammtzabl aller öffentlichen Gasflammen betzug mithin ultimo März d. J. 15,037 Stüd. An Petroleum laternen waren vorhanden 977 Stück. Die Anzahl der durch die städtischen Gasanstalten gespeisten Privat flammen betrug am 1. Januar b. J. 677,845. Diese Bahl hat sich bis ultimo Mär, um 4852 vermehrt, betrug also am 1. April 1885 682,697 Stüd. Die gesammte Gasproduktion der städtischen Gasanstalten betrug im Januar/ März Quartal 1885 24,625,000 Rubikmeter, gegen 23,347,000 Rubikmeter in demselben Quartal des vorigen Jahres. Es find also, trotzdem die elektrische Be leuchtung im legten Jabre bedeutend zugenommen hail, im 1. Quartal 1885 1,278,000 Rubikmeter Gas mehr produzirt worden als in demselben Quartal des Jahres 1881. The " Aufregung 8 Alinit in Der R. Die Bitte geitern Schwebterftra -7 Jabre e von ihnen ständigen Wohnfts in Deutschland, die übrig tehren nach Beendigung der Herbstrennen nach England zur wo fie die Früchte ihrer Arbeit genießen. Es ist ein weit w breiteter Frithum, daß der Jockey in irgend nennenswert Er Ficht Blumenb Dies mit Ent fligen St murde. N. Gin Lochter bes tiertage im teren gin Ribchen an Kerunter. Derartige Eiffi R. Gin 113 Den in berfelbe nehmen und Stralau befa Bege ab un fräftige Bade Mage an dem Gewinne eines Hennens partisipirt. in festem Solde und mag wohl eine Vergütigung für gute Leistung erhalten, die Gewinnbetheiligung fällt vie dem Trainer zu. Es ist also ein mühseliges Geschäft, ga zu sein, ein Geschäft, bei dem man nebenbei seine Haut unterbrochen zu Maikte trägt. Von Trainern giebt es geichleudert; Ganzen in Deutschland nur 20. Sie find fast ausschließli Engländer und leben nicht in Berlin oder den anderen groß find Rennzentren, sondern auf den Gestüten. Trainer f Gradis, in Braunschweig, sodann in Bielau bei Neiffe D mit dem zunehmenden Interesse am Rennsport in Deutschlan fich auch Deutsche finden werden, die fich für den Dienft a Jodeys eignen, wird erst die Zukunft lehren. In Sportt scheint man den ersten Rang auf diesem Gebiete neiblos Engländern zuzuerkennen. N. Ein sturmartiger Wirbelwind, der einer Minh etbraill Бер bieles Den an's Land. in flingenber monnaie fein in die Spree Gefichtstreife Au fuchen, Gartenlotal werden tonn fannten refo fomit fein pr N. Mo Details ung Lindenstraße Der am nicht unähnlich am Pfingstsonnabend über den Südosten Often dahin rafte, hat an manchen Stellen ganz Beschädigungen herbeigeführt. Ganz besonders arg er im Friedrichshain, wo zahllose Bäume ihrer efte wurden, so daß die ganzen Wege mit abgerissenen Reisern bestreut waren. Von drei Borderhäusern Gegend waren die Binkdächer abgedeckt, deren eines bis in Schweizergarten getragen wurde, wo es mit Donnerge niederfiel. Leider hat der Wind auch einen nicht unerheblichen Unglücksfall verursacht, indem er auf dem Wege über die S - Die bereits turz erwähnte Antwort des Magistrats auf die Anfrage der Stadtverordneten Dr. Virchow und Genossen bezüglich des Mandats des Stadtver ordneten Ewald hat folgenden Wortlaut: Bon den Herren Stadtverordneten Dr. Virchow und Genoffen ist an uns die Anfrage gerichtet worden, ob wir der rechtlichen Ansicht seien, Anfrage gerichtet worden, ob wir der rechtlichen Anftch: seien, daß das Mandat des Herrn Stadto. Ewald durch diffen Aus weifung in feiner Giltigkeit zweifelhaft geworden set. Diese ( nach§ 10 des Buständigkeitsgefezes, event. durch Beschluß Der Stadtverordneten Versammlung zu entscheidende) Frage ist in dem in der Sebaftianstraße befindlichen Louisengarten wohl hundertjährigen hochstämmigen Baumriesen umri felbe fiel glücklicher Weise nach der Rasenseite; wäre cine De Fri A Der anderen Seite gefallen, so hätte er mindestens 20 Rin Wer es auch fei, mir ist es gleichgiltig," dachte nach den Zimmern des Grafen. Wo ihm Jemand Sehen Sie, Mr. Rodenburg, das war's, was ich Ihnen gegnete, fah er ein freudiges Gesicht, und ein fröblid Du hast den Mann, den Du liebst, auf Ehrenwort ver zu wiederholen nun wohl, so suchst Du ihn auf... pflichtet, Dich nicht mehr aufzusuchen, um seine Werbung vollendete seine Toilette und durchschritt wieder die G fagen wollte, und nun erlauben Sie mir eine Bitte: wollen Sie der Begleiter meiner Tochter sein?" „ D, von Herzen gern," antwortete Frit, begleite ich Sie, sobald die Jahreszeit für die Reise günstig ist, nach Freilich, der Mann, dem Sie Ihre dem Kontinent. " " Guten Morgen, Herr Doktor!" begrüßte ihn. " Alle find glücklich," dachte er bei sich; Alle frohe Weihnachten, nur ich nicht. Romtesse Agath sein; Felig, mein alter Dntel Alle find es. D, ba feiner befan mittags, wou in threm Be nun anlaffung fe nahme auch ergeben, Dobuftion, nimmer glücklich zu werden hoffte, auch sie wird al unbekannt sein, daß meine Tochter und Lady Davis innig Hand reichen wollen, verdient es glüdlich zu sein; er ist gerade diese Täuschung erfahren mußte!.. Elly, bas Dum von Leiben nicht minder heimgesucht als Sie, und sein nicht mehr lieben würdest, daß ich Dich nicht befigen fon ehrenvoller Charakter verdient wohl das Glück, das Sie das wußte ich; aber daß Du mich ganz, ganz verge befreundet find?" ,, Unmöglich!" versetzte Friz. " Warum unmöglich?" fuhr der Graf fort. Mich bünkt, Sie müssen sie doch kennen gelernt haben als eine Dame von vortrefflichen Herzenseigenschaften." ,, Das wohl; aber... H Aber ihr luxuriö es Leben mißfällt Ihnen?" " Allerdings! Ich glaubte nicht, daß sie sich so schnell an die neuen Verhältnisse gewöhnen würde." Nun, das liegt vielleicht schon von ihrer Geburt an ihr. ihm zugedacht." " Meinen herzlichsten Dank," versezte Agathe.„ Ich muß diesen Schritt thun, um seinetwillen und auch" fügte sie hinzu mit einem zärtlichen Blick auf ihren Bater würdest, und so schnell in einem Fabre hätte ich nicht gedacht, und das ist die Täuschung, schmerzt!" Er hatte eben das Vorzimmer betreten und nein, bie mid wollte bem Diener den Auftrag geben, ihn zu melden, da öffnete Sadverbalt De III. Etag einem Frl. menfeuch Tagain. bag Du m ih ohn und laffe D „ Elly, Jahr der Ja, D an Brobe f Bewerbung Se erft bann werde ich mich ganz meiner Genesung freuen, wenn ich Dich glücklich sehe an der Hand eines geliebten Ja, auch um meinetwillen," bestätigte dieser. ,, Agathe, die Thür bereits, der Graf begrüßte ihn und rief ihm fröhlicher Laune zu: " Sie laffen uns und unsern Gaft lange warten, Sie wiffen, baß Gatten; aber eine Bedingung muß mir der Mann Deiner Doktor; man fieht's, Sie wissen nicht, wie lang einem fe " Sie wollten von Felix Rodenburg sprechen," unter Wahl gewähren! Er muß hier wohnen, hier leben und süchtigen Herzen die Zeit wird, wenn es auf ben Gege brach" ihn Friz, dem dieses Thema effenbar wenig bebagte. Er fühlte die Wunde seines Herzens von Neuem bluten. Bon ihm wollte ich sprechen. Es ist Ihnen bekannt, daß Felix Rodenburg um die Hand meiner Tochter ward?" Ich weiß es!" " Damals in der traurigen Beit wies fie feine Hand zurüd, noch mehr, fie legte ihm die Verpflichtung auf, nie mehr M'Donuil zu betreten." ,, Das that ich, Mr. Rodenburg," schaltete hier Agathe ein, weil... Sie wissen das Geheimniß..." " Ich weiß Alles, ich weiß auch, daß mein Vetter Felir Rodenburg sein damals gegebenes Ehrenwort nicht brechen wird. Bis heute weiß er von den Verhältnissen, welche Sie bamals zwangen, noch nichts." Der Graf ergriff gerührt die Hand seiner Tochter. Mein Kind," sagte er mit weicher Stimme, wie foll ich Dir aber Deine Opfer danken, die Du mir gebracht! dereinst mein Erbe antreten, damit ich nicht nöthig habe, mich vor meinem Tode von Euch zu trennen und die Ge wißheit habe, daß M'Donuil nicht in andere Hand übergeht als die meiner Nachkommenschaft." Es war bereits ziemlich spät, als fie fich trennten. stand feiner Sehnsucht wartet. Besuch haben?" Ich hörte es von Madame Dupré!" Elly Hand in Hand. babe erfann giebt." Aber willfürlich. D, id Mutter erbe Sterbebett mun mir ge „ Ely, Ach, auch i i ohne Di Nun Freiheit fro Meiner fchei Abschied nahm, daß man morgen Besuch erwarte. wechselte mit seiner Tochter dabei einen eigenthümlichen Blick, den Frizz sich nicht zu deuten wußte. Er machte in der Thür Plaz und ließ Friß eintrete Biemlich beiläufig bemerkte der Graf, während Frig Dieser aber blieb überrascht stehen vor dem Anblid, ber Er ihm bot. Ihm gegenüber standen die Romteffe Agathe w Lächelnd blickte die Lehtere ihn einige Setunben a 8 weiundvierzigstes Rapitel. Am andern Morgen, nachdem Friz fich angekleidet hatte, erschien Madame Dupré in seinem Gemach mit der Einladung des Grafen, zum Frühstück herabzukommen. Es ist Besuch da," fügte Madame Dupré hinzu. Besuch, ah, wer ist's?" " Das darf ich nicht sagen!" sagte sie mit schlauem " " Blinzeln. bann flog fie auf ihn zu und schloß ihn in ihre während sie ihren Kopf an seine Bruft legte. babe „ Siehst Du, Du böser Mann!" rief Elly. Du ha Dich erringen müssen." so Elly, Elly!.. Sie, Mylaby?" rief Fri, ber an Dich ge Worte finden konnte, um seine Ueberraschung, fein Ecftaun Da hob Elly ihr Antlig zu ihm empor, und burd auszudrücken. Eurer Biff fheben tön Babeft; un fennen, ba ftols wärt Did herabz fagte Frig Opfer es m Bon og fich au ben ihrigen Stola mit Run, och feinen geler fich begraben; so wurde nur ein Kind von dem fallenden , Alinea 4 in Baume getroffen, wobei das Kind anscheinend schwere Veronung) ungen im Geficht davontrug. Auch in Rirdorf batte sich, ich nach Ausie wir nachträglich erfahren, vor einigen Tagen eine Windole gezeigt, die unter Anderem die Glasdächer im Garten der einen Wohnfis in Berlin bettneret von Ebers zertrümmerte. s Burüdlaffes 7. Durch einen jähen Tod wurde in der Nacht zum enn auch die Dienstag der Mitredakteur der„ Berliner Gerichts- Beitung", behalten fan, idard Jüterbod, bahir gerafft." Derselbe wurde von einem Theil I, Zungenschlage beti offen, in Folge dessen er nach wenigen Mi. it des Wohnuten feinen Geist aufgab. Seine drei unerwachsenen Kinder itere Anfrage nunmehr Waisen, ste sehen, ibres treuen Vaters und ErErordn. Ewald hters beraubt, trübe in die Zukunft. Auch die ,, Berliner gen in beterichts. Beitung" erleidet durch den Dahingang dieses Mits tehendem vonbeiters einen schweren, wenn nicht unerfezlichen Verluft, war en. Unferen ge doch der Beifaffer jener, in den breiten Schichten der Bewolferung so beliebten, von Komit und Humor durchsetzten Buichtsverhandlungen, in welchen er die Betheiligten stets im Berliner Jargon reden ließ und die gewissermaßen eine Spe falität des genannten Blattes bildeten.] N. Der Kleine Blondin. Ein Knabe, der am ersten n der Schlongfifeiertage hinter der Neuen Welt" auf einem Drahtseil 8 ilfe gratis mnaftische Produktionen vollführte, fiel in Folge eines Fehl des jeigtes vom Seile herob, blieb mit dem Kinn am Selle hängen nb verlegte fich dabei die Kehle nicht unerheblich. Er stürzte sten als bel ann aus einer ziemlich beträchtlichen Höhe auf den Erdboden Erholung und einer elterlichen Wohnung transportirt. wefen, es al port zu ftellen gen auf dem ehrt, fo Denn um et sein fer das war 酒 And werden ausgeglide Der Jod 655 Kilo ba eftatten ba lang Autbr unaufhörlide maus anmä und fiche ab, aber fie SnHoppegar Das von iefen. The thner wurde mit anscheinend schweren inneren Verlegungen nach iertage 10 Uhr Abends wurde in dem Pferdebahnwagen N. In der Pferdebahn verstorben. Am ersten Pfingst 256( Morig Play Demminerstraße) eine Dame plöglich unwohl und verstarb am Herzschlage. Sie wurde später als Die in der Linienstraße 35 a wohnhafte unverehelichte Wirth. fchafterin Augufte Morowsky refognoszirt. Ihre Leiche ist nach dem Dbduktionshause geschafft worden. Diren Eltern in der Zimmerstraße wohnen, spielten geftein au Raum glaublich erscheint folgender Fall. Zwei Kinder, Jammen, wobei es zwischen ihnen Beiden wahrscheinlich zum Streit tam. Kurzum, der Knabe ergriff ein Meffer und schnitt feiner Gespielin, einem ca. 4 Jahre alten Mädchen, mit dem felben die beiden ersten Glieder des tieinen Fingers der rechten Sand ab. Die Eltern, welche über den Vorgang in furchtbare Aufregung geriethen, brachten das verlegte Kind nach der Alinit in der Biegelstraße. Fitte R. Die Unfitte Kinder bei offenem Fenster einzuschließen, gestern beinahe mehrere Opfer geloftet. Eine in der Schwebterstraße wohnende Frau schloß ihre drei Kinder von -7 abre ein und vergnügten diese sich aus dem Fenster auf Das Blumenbrett zu steigen. Gegenüber wohnende Leute saben Dieß mit Entfeßen, schüchterten die Kinder ein, so daß fte ihren uftigen Stanoplas verließen und ein Unheil vermieden Burde. gereift und ihre Wirthschafterin, eine vierunddreißigjährige, von ihrem in Dalldorf geiftestranten Ebemann separirt lebende Frau Johanna Weber, zur Beaufsichtigung der Wohnung aurüd gelassen hatte. Hausbewohnern war es am Dienstag und Mittwoch der vergangenen Woche aufgefallen, daß man die p. Weber nirgends sah und schritt man daher am Donnerstag Vormittag, da auf wiederholtes Klingeln und Klopfen nicht geöffnet wurde, im Beisein eines Soußmannes zu einer gewaltsamen Deffnung der Wohnung. Den Eintretenden drang ein penetranter Leichengeruch entgegen und fand man nun nach einer längeren Durchsuchung der Wohnung die p. Weber im Berliner Zimmer als Leiche im Bette liegen. Die bereits fart in Verwesung übergegangene Leiche lag auf der Matraße des Bettes, während die Kissen über den Körper ge deckt waren. Da Anfangs äußere Anzeichen für eine gewalt same Tödtung zu fehlen schienen, so wurde angenommen, daß Die Frau an einem Schlagfluß verstorben und ihre Ueberfüb rung in die Morgue angeordnet. Die von Verwandten des abwesenden Fäulein B. vorgenommene Untersuchung der Woh nung ergab, daß mehrere der W. gehörigen Spartaffenbücher sowie anscheinend auch mehrere Werthsachen fehlten, inzwischen ergab auch die am Sonnabend vorgenommene gerichtliche Db, Duttion, daß die W. nicht eines natürlichen Todes geftorben, sondern zweifellos erdroffelt worden sei. Die seitens der Be hörde während der Feiertage fortgesette Untersuchung, die sich speziell auf die Vernehmung der Hausbewohner erstreckte, hat bis zur Stunde noch keinen bestimmten Anhalt über den oder bie Thäter ergeben. Der Verdacht lenkt sich, einem Gerücht aufolge, auf einen jungen Menschen, der schon während der Ofter Feiertage, als Frl. B. ebenfalls verreist war, wiederholt in dem Hause und beim Verlassen der B.'schen Wohnung ge fehen worden war. Die Beerdigung der Ermordeten sollte am Dienstag früh auf dem allgemeinen Friedhofe in Lichtenberg stattfinden. n. Versuchter Todtschlag. Ueber einen versuchten Todt. schlag, der nahe an einen Mordversuch grenzt, wird uns berichtet. Die in dem Hause Friedrichstr. 87, vorn drei Treppen wohnhafte, von ihrem Ehemanne getrennt lebende Anna Evert, geb. Braun, wurde gestern Morgen vor ihrer Wohnung von ihrem Ehemann, dem Bureau- Assistenten Ewert, übers fallen und mit einem Messer ganz unmenschlich augerichtet. Die Frau hat mehrere Stiche in den Kopf erhalten, außerdem find die Hände vollständig zerschnitten. Schwer verlegt wurde fie dem Krankenhause im Friedrichshain zugeführt. g Eine schwere Verlegung erlitt am zweiten Feiertage Nachmittag ein Baffagter der Stadtbahn, der in der Tieckstraße wohnende Student B. Derselbe hatte, nachdem er auf der Station Thiergarten das Stoupee bestiegen, unvorsichtiger Weise feine rechte Hand zwischen die offenstehende Koupeethür gesteckt. Als der Bug abfahren sollte, wollte ein Eisenbahnbeamter diese Thür zuschlagen, als in demselben Augenblick ein lauter Schmerzensschrei die Passagiere erschreckte. Der Student hatte Tochter bes Webermeister Müller mit ihren Eltern am zweiten Ein wüthender Hund. As die etwa zehnjährige wurden ihm burch das Buschlagen der Thür zwei Finger nicht piertage im Garten des Restaurateurs 8., Spandauerberg, unerheblich gequetscht. Auf der Station Friedrichstraße anges Dogteren ns ift Sod ine behördli 70 Jodiys en zum größ n von 16 el mehr als winter den G ichkeit nicht mur um Rat. 8tg. baben nur Die übri England ju t ein weit ennenswert ipirt. Er gung für fällt viel efchäft, S Teine Baut giebt it ausschlie anderen gro Cainer fib Set Neiffe aurdid D in Deutschlan Ficht # Radchen an und riß ihr das linte Dhrläppchen vollständig herunter. Es möchte fich empfehlen, in starkbesuchten Lokalen Derartige Eiffige Röter besser festzulegen. ging, ftel der bisfige Kettenhund des Besizers das r den in der Schwedterstraße wohnenden Droguisten E. nehmes R. Ein schlechter Feiertag war der zweite Pfingstfeiertag derselbe sich anschickte eine größere Landpartie zu unterund sich mit seinem Gefährt bereits nordöstlich von Den Dienft aliu suchen, sich endlich nach einem in der Nähe befindlichen In Sportfre te neiblos b iner Winb Suboften ganz erbr Barg Aefte riffenen ufern in blejer nes bis in Den Donnergepal t unerhebli über die engarten Stah cine De n umrif. S wäre er tens 20 Rin Fri bachte F Der bie G Jemand in fröhlid nt. " Alle Agath wird al gladi 8. D. ba daß Du m befigen fon Bang verge . nein, mid ung, bie m und wollte ba öffnete be ab rief ihm warten, Se ng einem fe uf ben Beg ffen, daß Gaft vorstelle Fris eintra Inblid, ber The Agathe w in ihre Ar Setunben y.„ Da an, fo babe Frig, ber t fein Frau und burd 1/ Schußmann nach der Sanitätswache in der Brüderstraße verwiesen, woselbst ihm auch die nöthige Hilfe zu Theil wurde. g. Der in der Höchfteftraße 4 wohnhafte Schneidergefelle Adolf Weftphal wurde in der Nacht des 25. d. Wits. auf der Chauffee von Weißensee nach Berlin von unbekannten Männern überfallen und ihm anscheinend mit einem Meffer eine Kopfwunde beigebracht. Die Attentäter entfamen im Dunkel der Nacht. Aehnlich erging es einem in der Großen Frankfurterstraße 79 wohnenden Ätbelter D. Derselbe wurde von einem Viehtreiber und einem Bauer überfallen und der Stralau befand, wurden die Pferde plößlich scheu, gingen vom Bege ab und stürmten der Spree au. Hier wurde durch eine geichleudert; ein auf einem Floß stehender Schiffer sog ihn auf der Rummelsburger Chauffee am 25. b. M., Nachmittags in flingen der Münze Ausdruck zu geben, entfiel das Portes artig zugerichtet, daß D. zwei Kopfwunden davonirug. In monnaie feinen Händen und sant durch die Fugen des Floffes diesem Falle gelang es, die Thäter festzustellen. Dem Schnei in die Spree. Da das Gefährt, jeglicher Führung bar, dem Befitstreife entschwunden war, mußte E., um fernere Silfe ärzliche ärztliche Hilfe in der Blumenstraße zu Theil. Bartenlofal begeben, wo ihm erft materielle Hilfe zu Theil im Tabbertschen Waldschlößchen am Eierhäuschen ein junger terben tonnte, nachdem er von dort zufällig anwesenden Be Lannten refognoszirt worden war. Der Pfingstausflug hatte auf einer Schaufel vergnügte. Die beiden jungen Leute, welche fomit fein profaisces Ende gefunden. Mord. Ueber eine abscheuliche Blutthat, die in ihren bergesellen W., sowie dem Arbeiter D. wurde die erforderliche In entseglicher Weise ist am vorgeftrigen Nachmittag Mann verunglückt, der fich dort in Gesellschaft eines Freundes die Schaukel selbst in Bewegung erhielten und deshalb auf recht stehend manöorirten, hatten die Schaufel bis zur äußersten Details ungemein an die Königsbed'sche Mordaffaire in der Höhe in Schwung gebracht. In dem Moment, als fte den Lindenstraße erinnert, gebt uns folgender detaillirter Bericht Höhepunkt wieder erreichten, verlor plöglich einer der jungen Der amtliche Polizei Bericht vom 22. d. Mts. meldete in Leute das Gleichgewicht und stürste mit so furchtbarer Wucht feiner befannten lafonischen Kürze: Am 21. d. Mts., Bors mittags, wurde eine Frau in dem Hause Gneisenaustraß 9 in threm Bette todt aufgefunden." nabme auch Die auf private Vers anlaffung seitens der Behörde eingeleiteten Recherchen haben nun ergeben, daß zweifellos ein Mord vorliegt, welche AnDobuftion, wie verlautet, vollständig bestätigt worden ist. Der durch die inzwischen vorgenommene gerichtliche zu Boden, daß er wie unser Gewährsmann es bezeichnet wie ein Frosch lang ausgestreckt am Boden liegen blieb und von hinzueilenden Personen als Liche aufgehoben wurde. Der Verunglückte hatte sich durch den jähen Sturz so schwere innere Berlegungen zugezogen, daß der Tod auf der Stelle eingetreten war. Sadperbalt ist, soweit bisher festgestellt, folgender: Die Hälfte der Andrang des Publikums so start, daß fast tein Blat mehr III. Etage des oben genannten Hauses wird von Sem Frl. Bergemann bewohnt, die vor Kurzem nach Karlsbad Tabein. B-. Jm Vittoria Part war an den Pfingstfeiertagen zu finden war; über 3000 Billets wurden an der Kaffe gelöst und dieselbe Bahl war im Vorverkauf ausgeben. Die Leistungen menfeuchten Augen sah sie ihn an, wie warmer Sonnen darf stolz sein, den Abgott Aller für mich allein erobert zu Du wunderst Dich, Friz? Habe ich Dit's nicht gesagt, haben?" baß ich ohne Dich nicht lehen will?.., Nun bin ich hier ihn den Deinigen zu nennen und laffe Dich nicht mehr, mache was Du willst." " Elly, Geliebte, Du willst mein sein?" „ Ja, Elly," antwortete Agathe, Du darfst stolz sein, und auch Sie, mein Freund, dürfen fich glücklich schäßen, eine Perle, wie meine Elly, zu befißen. Ich habe in der kurzen Zeit unseres Ja, Dein auf ewig!... Du hast mich zu einem freundschaftlichen Verkehrs fie lieben gelernt, wie ich nie Jahr der Probe verurtheilt- ich dächte, ich hätte es nicht an Brobe fehlen lassen, ob die Genüsse der Welt und die Bewerbung anderer Männer für mich Werth haben. Ich babe erkannt, Friß, daß es ohne Dich für mich kein Glüd giebt." „ Aber die Verschiedenheit der Stände?" D, ich handle, indem ich Dir meine Hand reiche, nicht eine Freundin geliebt habe. Meinen herzlichen Glückwunsch!" fügte sie hinzu, indem sie der Beis den Hände nahm, seid so glücklich, wie Ihr es vers bient." -Und nehmt auch meinen Glückwunsch!" sagte ber Graf, indem er ebenfalls hinzutrat und die Hände der Beiden ergriff. Ihr seid Beide vater und mutterlose Waisen; laßt mich die Stelle bes Baters vertreten, laßt willfürlich. Ich habe mir erft die Einwilligung meiner mich Eure Hände in einander legen und empfangt meinen Mutter erbeten, ehe sie die Augen schloß, und auf ihrem Segen. Wenn ich auch nach der Natur lein Recht habe, Sterbebett hat fie mich und Dich gesegnet.... Willst Du mun mir gehören, Du stolzer Mann?" Ach, auch ich habe in diesem Jahre der Probe erkannt, daß Verehrung Ihres edlen Charakters; an Sie, Mylady, bie ich ohne Dich nicht glücklich sein kann." Freiheit froh!" rief Elly. Nun bin ich erst glüdlich, nun macht mich erst die Freundin... Wie schön ist es, ein wenig dazu bei Glaube mit's ich habe bei all' ihn Euch zu ertheilen, hege ich doch väterliche Gesinnungen für Euch Beide... An Sie, mein lieber Freund Roden burg, knüpft mich das Gefühl der Dankbarkeit und hohen Erinnerung an eine eble Dulderin, an eine sehr werthe tragen zu können, Andere glücklich zu machen. Ich Das ist eine Weihnachtsfreude, wie ich fie feit langen Jahren nicht Herzlichen Dank!" antwortete Friz. Es thut mir, eines väterlichen Freundes zu vernehmen." meiner scheinbaren Vergnügungssucht immer voll Besorgniß fühle mich ordentlich stolz, meine Lieben.. Eurer Wissenschaft Alles vergeßt. Wie leicht hätte es ges gehabt habe." fheben tönnen, daß Du in Deinem Berufseifer mich ver gabeft; und dann bist Du ja ber Abgott Aller, die Dich dem Vater und Mutterlofen, wahrlich wohl, solche Worte Tennen, da fürchtete ich auch, daß Du am Ende gar zu ftols wärft, noch zu Deiner armen Freundin, Deiner Elly, Dich herabzulaffen." . Opfer es mich foftete, Dir zu entfagen." " Habe ich's Ihnen nicht gesagt, Herr Graf?" fagte Elly, mit ihrem Sonnenblid ihn anlächelnd, daß ich Ihnen eine Weihnachtsfreude machen würde? Es war zwischen mir fagte Frig. Du wußtest, wie ich Dich liebte, und welches und Agathe verabredet; ich wußte, daß er hierher kommen würde, und Ihretwegen hatte ich es mir vorbehalten, ihn Es ist heute gerade ein Jahr... Bon Neuem schlang fie ihren Arm um seinen Hals, hier aufzusuchen. 30g fich auf die Behenspitzen empor, um seine Lippen mit erinnerst Du Dich, Frih, noch unserer Fahrt" den ihrigen berühren zu können. Dann wandte sie sich voll Stola mit leuchtenden Augen zu ihrer Freundin um. " Ja, Elly! Damals, als wir zusammen nach Davistown fuhren zu Deiner Mutter, da lag mir die Hoffnung " Run, wie gefällt er Dir, Agathe? Nicht wahr, ich eines Tages wie der heutige fern, sehr fern." der Künstler waren so vorzüglich, daß jede Piece doppelt wie derholt werden mußte. Wohl kein Besucher des Etablissements ist unbefriedigt nach Hause gegangen. Brachtvoll waren die Aus führungen am Trapez bei bengalischer Beleuchtung. Alles was Küche und Keller zu bieten im Stande war, wurde aufgeboten und um Alle zu befriedigen, tam um fieben Uhr eine frische Lidung Bier, nachdem 36 Zonnen schon verzapft waren. Wit münschen dem Befißer dieses Etablissements noch recht oft solche Tage. Tage. Vom nächsten Mittwoch ab finden die so beliebt ge wordenen Kinderfeste statt und wird für dieselben alles mögItche aufgeboten werden. Im Belle Alliance- Theater werden die Aufführungen des prächtigen Luftspiels Ein Pensionslind" vorläufig mit Sonnabend ihren Abschluß finden, da am Sonntag, den 31. d. M., Herr Emil Thomas vom Wallner Theater ein Gafte fpiel in dem vieraftigen Luftspiel ,, Defizit" von Julius Rosen eröffnet. Louisenstädtisches Theater. Schöned'sches Opern- Ge fammi- Gastspiel. An den Feiertagen wurde: Die Bauber Flöte", Martha" und der Boftillion" bei gut besetzten Häusern und reichem Beifall gegeben. Heute wird auf Wunsch die Bauberflöte" wiederholt. Gerichts- Zeitung. -y. Einen hübschen Abschluß fand am Freitag die legte vor Pfingsten zu erledigende Verhandlung vor einer der Straffammern des Landgerichts I. Aus der Untersuchungshaft wurde dem Gerichtshofe ein ca. 40 jähriger Mann vorgeführt, deffen gram- und Zummerdurchfurchtes Geficht in jedem nicht völlig verhärteten Herzen Mitleid erwecken mußte. Er war vom Schöffengerichte wegen Diebstahls zu drei Tagen Gefängniß verurtheilt worden, der amtirende Staatsanwalt hielt dieses Strafmaß aber für zu gelinde und legte gegen das Erkenntniß die Berufung ein. Es war die alte Geschichte, die der Ange flagte mit vor Scham und Erregung stockendem Athem vor trug. Seit längerer Beit ohne Arbeit, ohne einen Pfennig Geld hungrig zum Umfinken, batte er awed- und ziellos bie Straßen der Residenz durchmessen. Beim Basfiren eines Kellers einganges in der Landsbergerstraße gewahrte er eine an der Mauerwölbung angebrachte Laterne, der Keller schien momentan unbeaufsichtigt, die Laterne war mittels ausgeftredten Armes zu erreichen und wenn auch nur von geringem Werth, so fonnte er mit dem Erlös doch seinen Hunger stillen- im nächsten Augenblid war er ein Dieb geworden. Er wurde ergriffen man weiß ja wie das Publikum mit einem in flagranti ertappten Dieb umzugehen pflegt und zur Wache gebracht. Es war das erste Eigenthumsvergeben, deffen fich der Bedauernswerthe schuldig gemacht und hoch und theuer versicherte er dem Ge richtshofe, daß es auch das legte sein würde. Der Staats anwalt der zweiten Instans ließ darauf die Berufung fallen und es blieb beim ersten Urtheil. Warten Sie einen Augen blic" tief der Vorfigende dem Gerichtsdiener zu, der den Ber urtheilten wieder abführen wollte. Und die fünf ernsten Herren am Richtertische steckten die Köpfe zusammen und flüsterten einen Augenblic untereinander, dann ein allgemeines beifälliges Niden und fünf Hände auch die des Herrn Staatsanwaltsfuhren in die Taschen und zogen die Börsen. Hier haben Sie eine Kleinigkeit, die Sie wenigftens in den ersten Tagen nach Ihrer Entlassung vor Noth schüßt" und mit dankerfülltem Blid verließ der Verurtheilte den Anklageraum. Sodann hob ber Präsident die Sigung auf und unter dem gegenseitigen ,, Ber gnügte Feiertage!" trennten sich die Herren. Wir wollen nicht vergessen, zu erwähnen, daß das Bublifum schon vor diesem hübichem Schlußatte den Buschauerraum verlassen hatte, unser Gerichtsreferent hat aber dennoch Kenntniß von demselben ers halten und glauben wir, unsern Lesern diese anmuthende und zu Herzen gehende Episode nicht vorenthalten zu dürfen. Eberswalde, 26. Mai. Vor der Straflammer des tonig lichen Land- Schwur Gerichts begannen heute die Verhand lungen gegen den Bankier Max Pault, der des einfachen Banterotts, mehrfachen Betrugs und der Unterschlagung von Depofttengeldern angeklagt ist. Bault genoß in Eberswalde und Umgegend ein großes Vertrauen. Fast sämmtliche Berufs ftände Eberswalde's und insbesondere die kleinen Handwerter und Beamten der Umgegend trugen ihre ersparten Kapitalien zu Pauli, damit dieser damit spekulire. Wie bei der im D tober v. J. erfolgten Berhastung Bault's belannt wurde, hatte dieser ferner das bisherige alte Renommé seiner Firma benußt, um die Landbevölkerung der Umgegend von Eberswalde zur Spekulation anzulocken. Fast sämmtliche beffer fituirte Bauern der Umgegend brachten ihm ihre Gelder mit dem Auftrage, dafür Staatspapiere anzukaufen. Pauli verwendete aber diese thm anvertrauten Gelder zu Spekulationen und vertröstete die ihm beftürmenden Kunden, welche die Auslieferung der angekauften Papiere verlangten, von Woche zu Woche. Die veruntreute Summe beläuft sich auf weit über 150,000 Mart. Bault, der sich durch gewagte Spekulation an der Berliner Börse ein Vermögen erworben hatte und besonders Differenzgeschäfte betrieb, batte fich in und bek Eberswalde mehrere sehr luxuriös eingerichtete Billen gebaut Ich hoffe," fette Elly scherzhaft hinzu, daß Du mir nicht wieder ein so niebergeschlagenes Geficht zeigen wirft, wie damals, und daß Dein trauriger Beruf Dich nicht all zusehr in Anspruch nimmt bis zu dem Tage, wo Du für immer in Davistown einziehst als der Herr des Schlosses; bann mag Herr Gefferson zusehen, wie er einen Erfas finbet; bann laffe ich Dich nicht mehr nach dem traurigen Bethesda gehen, sonst graben sich die ernsten Falten auf Deiner Stirn am Ende für beständig ein; ich aber will Dich nicht ernst und düster, ich will Dich heiter und glüc lich sehen." Rinder," unterbrach sie der Graf, wir dürfen nicht vergessen, an der Freude dieses Tages Den theilnehmen zu laffen, der unsern Freund Rodenburg ebenfalls wie ein Bater liebt. Wie froh, wie glücklich wird mein alter Freund Habicht sein." ,, Dafür ist bereits gesorgt, mein Vater," fagte Agathe, ,, daß unser treuer Freund Habicht nicht bei der Feier fehlt. Ich habe ihn zum Frühstück laden laffen." Die Freude über das Glüd ihrer Freundin und deren Verlobten hatte auch Agathe's Antlig verklärt, und die Hoffnung, daß auch sie bald an der Seite des Mannes glücklich sein werde, welchen fie liebte, erhöhte die Freude auf ihrem Antlig noch erheblich. Am andern Tage reifte Elly wieder ab. Friz half ihr in den Wagen. Noch einmal reichte sie die Hand hin aus, welche Frig voll Inbrunst an seine Lippen brückte. Auf baldiges Wiedersehen!" flüsterte sie. " Glückliche Reise, meine liebe Freundin!" rief ihr der Graf zu. Fritz eilte wonnefelig in sein Zimmer zurüd. Von jenem Fenster des Donald- Thurmes, von welchem er oft muthlos und niedergeschlagen die Gegend überschaut hatte, Tonnte er eine Strede bes Weges übersehen, den die Ge liebte nehmen mußte. In weiter Ferne befand sich bereits der Wagen. So lange er den bunklen Gegenstand fich auf ber weißen Schneefläche martiren sah, folgte er ihm mit bem Blicke und ein Lebe wohl, Geliebte, auf Wiedersehen!" rief ex, als der Wagen endlich hinter dem Saume bes Bergwaldes verschwand. ( Fortfegung folgt.) und lebte auf großem Fuße. Nachdem thm lange Zeit das Glüd gelächelt, verlor er in furzer Zeit in Folge dieser aus gedehnten Differenzgeschäfte Hunderttausende. Sein Vermögens ftand verringerte fich schnell. Um seinen Runden dies zu ver bergen. griff er die ihm übergebenen Depoften an und erbot fich faft ohne jebmede Rourtage 2c. zum Anlauf von Werth papieren. Dies batte ar Folge, daß ihm das Geld förmlich in ben Schooß geworfen wurde. Noch am Vortage seiner Berhaf tung übergab ihm ein Eberswalder Fabrikant 3000 mt zum Ankauf von Papieren. Diese ihm übergebenen Gelder hat Bault sämmtlich so behauptet er im Differenzhandel an der Börse verloren. Als nun einige feiner Runden ernstlich auf Rüdjablung ihrer Einlagen, brzo. Ausfolgung ihrer Werth ftüde brangen, ftellte es fich heraus, daß Bauli längst zahlungs unfähig war. Es erfolgte seine Verhaftung, die Eröffnung des Konturses über sein Vermögen und die Eihebung der obenge nannten Antlage. Der Gerichtshof besteht aus dem Amtsge richts. Raib Ruegel( Borfigender) und den Amtsgerichte Räthen Schröter, Luhme und Milferstaedt( Beifigende). Die Anklage behörde vertritt Staatsanwalt Meyer( Prenzlau); die Ver theidigung führt Rechtsanwalt Dr. Flatau( Berlin). Sosiales und Arbeiterbewegung. Einem Wohllöbl. Magistrat erlaubt sich der Loulsenstädtische Arbeiter Bezirksverein Vorwärts nachstehendes Gesuch einer wohlwollenden Berücksichtigung zu empfehlen: Die Regelung der in§ 120a der Reichsgewerbeordnung näher bezeichneten gewerblichen Streitigkeiten zwischen Arbeit gebern und Arbeitnehmern wurde bisher von einem Kommiffar Des hiesigen Magiftrats zur Entscheidung gebracht. Durch bie vielen Klagen über die Handhabung der Berhandlungen bei Erledigung dieser Streitigkeiten fiebt fich der unterzeichnete Verein veranlaßt, an den Wohllöbl. Magistrat mit der Bitte beranzutreten, durch Erlaß eines Drtsstatuts, wie es nach§ 142 der Gewerbeordnung zuläfftg ist, ein Gewerbe Schiedsgericht einführen zu wollen. In vielen Städten Deutschlands be stehen schon seit Jahren derartige Schiedsgerichte, in Berlin jedoch, wo die meisten der in§ 120 a ber Gewerbeordnung benannten gewerbl. Streitfälle vorkommen, hat man bis heute noch tein solches Institut errichtet. Das Agitations- Komitee der Berliner Barbir- und Friseurgehilfen macht Nachstehendes bekannt: Der Streit der Bar bir und Friseurgehilfen ist von einem Theile unserer Kollegen eröffnet, noch aber ist die Betheiligung eine ver hältnismäßig recht schwache zu nennen. Unfern ist es nun, auf unsere Stollegen, bauptsächlich aber auf die Herren Bringi pale einen indiretten Drud auszuüben und um diesen Drud für die betheiligten Areise recht fühlbar zu machen, wenden wir uns mit ber dringenden Bitte an die gesammte aar und Bat befizende Herrenwelt" fünftigbin die Rafir und Frifir Salons an den Wochentagen nach 9 Uhr Abends und an Sonn- und Fefitagen nach 6 Uhr Abends nicht mehr zu frequentiren. Durch eine derartige Maßreg. I dürften fich die Herren Prinsipale wohl in Kürze zur Bewilligung un ferer Forderung, die Dauer unserer Arbeitszeit betreffend, herbellaffen Unseren Kollegen aber legen wir nochmals drin gend and Hera mit Energie und Mannesmuth, für unsere ge rechten und doch so schwer zu erkämpfenden Forderungen einautreten. Die Klagen über die Art der Abfertigung der genannten Streitigkeiten find, soweit sich der Verein davon überzeugen fonnte, berechtigter Natur. Wir halten es nicht für möglich, Daß eine einzelne Person, ohne derselben den Vorwurf der Bartellichkeit machen zu wollen, im Stande ist in allen Fällen zu entscheiden, auf welcher Seite das Recht ist, zumal da dem Herrn Magistrate tommiffat ja in den überaus meisten Fällen die Fachkenntniß fehlt. So ist es vorgekommen, daß in vielen Fällen das Urtheil zu Ungunsten des Arbeitnehmers audfiel, und derselbe erst durch Weiterklage beim königl. Amts. gericht zu seinem Rechte gelangte.- Der Verein glaubt, durch Einführung eines Gewerbe- Schiedsgerichts ließen sich derartige Klagen gänzlich beseitigen, wenn in denselben Arbeitgeber und Arbritnehmer in gleicher Bahl als Schiedsrichter fungiren, es Könnten dadurch beiden Theilen oftmals große Prozeßloften ers spart werden. Rr. 12 Berlin Frei In diesem Einne Bostabonne rung befäßen. Erst möge die Drechsler Jnnung fi bemühen, die wirklichen Schäden des Geweils zu verbeffe und wegzuschaffen, dann wolle die Gesellenschaft gern mitfelen. Aber erst nach gethaner Arbeit sei gut ruhn! Hierauf fprad der Drechslermeister Wegner im Namen der Innung und erklärte, daß die Innung das Fest feiern würde, an dem die höchsten Spigen der Behörden fich zu betheiligen versprochen bätter, ob die Gesellen sich betheiligen würden oder nicht, fei gleich. Sollte aber einer von den Gesellen den Bug zu stören versuchen, so werde die Polizei ja auf dem Blage zu sein. G fet bedauerlich, daß ein Bigarrenhändler das Referat in dieser Angelegenheit gehabt habe; es feien aber bei solchen Gelegen heiten immer dieselben Leute an der Spize, ebenso bei Streits Als er( Redner) Gefelle gewesen sei, habe es noch feine gegeben. bezahlten Agitatoren Herr Müller und die folgenden Redner erwiderten gebührend auf diese In finuation und führten gleichzeitig Beweise für die traurigen Verhältnisse, die in ihrem Geweit noch immer herrschen, an Im Herbst wäre in vielen Werkstätten eine 16-17 stündige tägliche Arbeitszeit, und als dem Obermeister der Innung dies mitgetheilt wurde, antwortete er: die Gesellen sollten froh sein, daß fie so viel Arbeit hätten. Die Innungsmeister selber brückten den Breis der Arbeit herunter, so hätte der Innung meister, Herr Basewald, Waldemarstr., eine Arbeit 35 pt. b liger als ein Gefelle fie früher geliefert, herzustellen fid erboten. 120 Drechslergesellen ungefähr seien augenblicklich incheint to Berlin brodlos, man solle das Geld, das der festzug lofte, ihrer Unterstüßung verwenden. sprachen fich die Herren Fischer, Werderman, Brause, Sündermann, Kochlöffel, Buril Teutsch und Andere mehr aus, während Herren Schwarz, H. Müller und Wegene Innung und die Jubiläumsfeier zu vertheidigen suchten. wurde aber mit allen gegen 5 Stimmen folgende Resolution angenommen: Die heutige Versammlung der Drechsler und Berufsgenossen erklärt: in Erwägung, daß die Institution bet Innung bisher nichts für die Beffenstellung der Ge werbsgenoffen gethan hat; in weiterer Erwägung, Die Lohnverhältnisse der Drechsler Berlins die benlba traurigsten find, sich an der Don Der Drechsle Innung Berlins veranstalteten Feier und dem bam zugleich stattfindenden öffentlichen Aufzuge nicht betheiligen wollen; sodann erklärt sich die Versammlung mit den führungen des Referenten voll und ganz einverstanden Die hin gehen, daß nur in der freien Fachvereinigun der Bewerksgenossen die materiellen Interessen der Drechsle zum Woble der Gesammtheit geförder verden können und pflichtet fich die Versammlung, dafür au agitiren, daß burd Waffenbeitritt zu der Vereinigung und durch gemeinscha liches Vorgehen die Lage der Drechsler und Beruf roffen Berlins eine wahrhaft menschenwürdige werd Bum Schluß wurde noch mitgetheilt, daß als Proteft ge Die Jubiläumsfeier der Innung am Freitag Abend demselben Lokal eine große öffentliche Bersammlung Drechsler stattfinden wird. Die industrielle Einwohnerschaft Berlins würde die Errichtung eines derartigen Schiedsgerichts mit Freuden begrüßen. Auf die Errichtung von Arbeiteämtern und Arbeiterkammern, wie sie der, dem Reichstage zur Zeit vorliegende Entwurf eines Arbeiterschußgesezes fordert, dürfte auf Jahre hinaus noch nicht zu rechnen sein und so glauben wir annehmen zu tönnen, daß vorläufig wenigstens durch Einführung eines Ge werbe Schiedsgerichts in der von uns geforderten Weise, viele zum Theil recht fühlbare Mängel in der Erledigung gewerb licher Streitfragen bestätigt werden könnten. Indem wir glauben einem Wohllöbl. Magiftrat die wich tigften Punkte zur Begründung unserer Petition vorgeführt zu haben, bitten wir, derselben geneigte Berücksichtigung schenten zu wollen, mit dem Erlaß eines Drtsstatuts zur Errichtung eines Gewerbe Emiedsgerichtes baldmöglichst vor augehen und dadurch der arbeitenden Bevölkerung Berlins zu zeigen, daß auch nach dieser Seite hin seitens der städtischen Behörden eine Besserung unserer gewerblichen Verhältnisse zu erwarten ist. Die Kommiffion der Tischler Dresdens erläßt folgen. ben Aufruf An die Tischler Deutschlands! Kollegen! Ge noffen! Arbeiter! Der Kampf bat begonnen! Derselbe war hier in Dresden unausbleiblich! Unser Entgegenkommen den Brinzipalen gegenüber hat man schroff zurückgewiesen, einfach baburch, daß man unsere Einladungen zu den Versammlungen ignorirte; die biefige Innung, es ist taum glaublich, wollte nur mit einer Gesellen- Kommission verhandeln, wenn sämmtliche Kommissions Mitglieder bei Jnnungsmeistern arbeiten. Wir wiesen natürlich solche Bumuthung mit Entrüftung zurüd. Unsere Bewegung hier anrückzuschrauben, vielleicht bis zum nächsten übjahr, war absolut unmöglich, denn die Arbeits verhältniffe find zu sehr gedrückte. Darum, Kollegen, thut Eure Pflicht! Wenn auch schon viele Dpfer von Euch ge forbert find in diesem Jahre, so bedenkt wohl, daß wir Alles baran segen müssen, dem Kapital ein alt!" au gebieten; dieses lann nur mit vereinten Kräften geschehen. Darum, Kollegen Deutschlands! Arbeiter! Genoffen! Haltet vor allen Dingen Buzug fern! Seid Jhr in der Lage, uns mit materieller Silfe zur Seite zu stehen, jo gebt schnell und vergeßt nicht, Daß Dresden mit feinen Unterstügungen stets an der Spige geftanden. Unsere Drganisation ist eine gute! Wir werden aus barren bis auf den lezten Mann. Berreißt das Band unserer Organisation nicht durch eine lare Betheiligung! Bewußt, daß Thr auch im Stande seid, für unsere große Sache große Opfer zu bringen. Briefe und Anfragen find zu richten an 8. Schiblowsky, Dresden, Galerieftr. 15, 5. Ct., Geldsendungen nur an den Kaffiter Weidner in Self's Gasthaus, kleine Brüdergaffe 9, 1. Etage. In den Schieferbrüchen zu Leheften auf der Grenze bes Baterlandes müfen gegenwärtig die Arbeiter 12-13 Stun ben arbeiten, wo sie fich feither mit 7-8 stündiger Arbeit be gnügen mußten. Die Befiger halten eine fo'che Brit für eine golbene und laffen flott darauf los produziren, ohne ihren Ar beitern einen im Verhältniß au der langen Beit gefteigerten Lohn zu zahlen. In einigen Monaten aber ist die Krists wieder ba, Ueberproduktion oder Unterkonsumtion man mag das Ding nennen, wie man will, es tommt immer baffelbe babet heraus be. In der öffentlichen Versammlung der Drechsler und Berufsgenossen, welche am Dienstag, den 26. d. Mis., Vormittags im Rönigstädtischen Kafino, Holzmatftstraße 72/73 stattfand, referirte Herr Fr. Goerdi über das zweihundert jährige Jubiläum des Drechslergewerks zu Berlin und unsere materielle Lage." Nach einem Rückblick auf die mittelalterliche Innung, deren Berechtigung als Vertreterin der Intereffen der Arbeit in ihrer damaligen Form des Kleinbetriebes der Redner anerkannte, tam er auf die modernen zünftlerischen Bestrebungen zu sprechen, die in völliger Verkennung des Buges der Beit burch Privilegiensucht und Haschen nach Standesvorrechten den entwickelungsgeschichtlich nothwendigen Aufsaugungsprozeß des Kleinhandweits durch das Großtapital aufzuhalten suchten. Bei solchen Bestrebungen sel natürlich für die wahren, gemeins samen Intereffen aller Arbeiter fein Verständniß vorhanden, trotzdem so mancher Jnnungsmeister heute ebenso schlecht da ftebe, als ein Geselle. Des Näheren ging nun der Referent auf die Verhältnisse der hieftgen Drechslerinnung und auf die projektitte Jubiläumsfeier des Gewerkes ein. Für die berech tigten Forderungen der Gesellen auf Einführung des Normal arbeitstages, auf das Verbot der Sonntagsarbeit und auf Er. böhung der Löhne hätten die Jnnungsmeister nur Hohn und Widerstand gehabt; die Lage der Gesellen sei so traurig ge gelieben, wie fte war, und doch fordere man dieselben auf, fich an einem Fefte zu betheiligen, daß die traurige Lage des Gewerts übertünchen solle. Su solchen Allotrias hätten die Arbeiter teine Beit; lieber versuchten ste in den Fachbereinen Drganisationen zu schaffen, deren kom patte Masse ihren gerechten Forderungen zum Siege verhelfen Warum Meister Vermischtes. ble ble baf Au De Abo ba Mit ben S PP " ber Bra Das Balin, weld bitt. Alle ir die meite Der Lef er Beife Me Intereffer weitau teinem 2 leiner Famil ferer miri Schle allen, je Rabbi und Talmudschüler. Rabbi( seinen belehrend): ,, Laß Dich nicht von den Aufwallungen des Auge blicke hinreißen zu einer Gewaltthat, oder durch einen Aug blid des Schreckens nieterd: üden. Behalte flaren Kopf Du wirst Dir viel Bi terniß im Leben ersparen. Diesem Augenblicke kommt ein großer Hund, laut b: llend ben Der Rabbi weicht zitternd sur Run Meifter" sagt der junge Marn", wozubie Verzagtbell! Weißt Du nicht, daß Hunde, die laut bellen, nicht beißen Ich weiß es schon." versette der Rabbi, aber weiß i es der Hund weiß?" Ein politischer Kalauer. Wie überfest man Jrredentisten?" ob Boltsblatt" Freund des Berliner B LageBprefe Die Reb wobl ,, Verrückte Zahnärzte."( Frre Dentiften!) techt viel In | its bagu_U) reis bes B wird in But Berben; Die lung fomobl Kindermund." Sag' einmal, Lieschen, möchtest Du mob ein kleines Schwesterchen haben?" O ja, Mama, aber d Das magere Hunderl. A.:„ Erlauben Sie, bat eta muß so hübsch sein wie ich." Ihr Hund a' Faßl g'freff'n?" B.: Warum denn A: No, weil ihm die Reis' so' raussteh'n!" Unter den Schlächtern in Franfurt a. M. scheint Spekulative Köpfe zu geben. Es wird von dort berichtet Velosiped ift bier auch dem Handwerk dienstbar gemacht zwar baben M- Bger es eingeführt. Der Meggerbursche f der Mitte des Tyjille, vor fich einen verschließbaren Rorb werden dadurch rasch bedient. Bis jest find drei Derartige wieder bei tnapper Arbeitszeit noch knapperen Lohn. Ein fort fern? Kein Paragraph verbiete ihnen den Eintritt. Aber ste welchem 150 Bfund Fleisch Aufnahme finden. Die Runber währender Birkeltans! In London ist der Streit unter den Tischlern und Bimmerleuten ausgebrochen, und zwar wegen Lohnver minderung. Die Zahl der Streifenden beträgt schon 2500. Die beiden Gewerkschaften stehen mit aller Entschiedenheit hinter den Streifenden; die Aufregung in den betreffenden Streifen ist groß. Die Fischer in Liverpool haben gleichfalls den Streit erklärt. Die Bootbefiger verlangen, daß die Fischer zu einer Mart( 1 Shilling) täglich arbeiten sollen, wogegen die Arbeiter fich entlärt haben. Große Voltsoersammlungen werden täglich abgehalten. Man glaubt, daß der Streit fich immer mehr ausdehnen werde. Vereine und Versammlungen. Eine Petition wegen Einführung eines Gewerbe Schiedsgerichts ist vor Kurzem vom bieftgen Arbeiter Bezirks verein Borwärts an den Magiftrat gerichtet worden. Diese Betition hat folgenden Wortlaut: All Theater. Rönigliches Opernhaus. Beute: Die Jungfrau von Orleans. Königliches Schauspielhaus. Beute: Keine Vorstellung Deutsches Theater. Heute: Der Probepfeil. Bellealliance Theater. Beute: Ein Benftonsfind. Renes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Beute: Der Großmoguldal 5 Central Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Deute: Der Walger- König innis oo Deute: Nelly. Residenz- Theater: Direttion Anton Anno. Walhalla Operetten- Theater: Deute: Mascotte. Heute: Bum 4. Male: Schulreiters legte Rolle. Oftend Theater: Wallner Theater. Deute: Die Leibrente. Deute: Sulfurina.oy Vittoria Theater. Louifenftädtisches Theater: Beute: Die Bauberflöte müßten den Düntel draußen laffen, mehr und besser zu sein, als der Gefelle, fie müßten auf ihre angemaßten Vorrechte Behifel in Gang, und foftet jedes so viel, als ein mittle verzichten, und das wollten sie nicht. Hier set der Play, um wahrhaft für die Interessen des Gewerks zu wirken, durch das Bier aber, das am Feste getrunken werde, sei die Arbeitspferd auf dem jüngsten Pferdemarkt gekostet hat, lich 550 Mark. Auf dem Lande.„ Mein Märchen wird jeden balb ber Sto Berliner 2 Der A mit ber möch beträgt für Boche 35 Beftellu pebition D Die ne Bilenenen ben Mon nam alls und f Morgen Für Auf Rebatti verbote Noth nicht wegzuschwemmen, durch glänzende Auf- tommen, die Milch bei euch zu holen. Was tosi't der Liler gefchafft. auge das Elend nicht der Welt aus Wie geschmückte Mastochsen früher durch die Straßen Wie geschmückte Mastochsen früher durch die Straßen geführt wurden, ihrem Büchter zur Ehre, so sollten die Gesellen fich an dem Fiftzuge betbeiligen, um der Welt glauben zu machen, die ganze Gewerkschaft sei in der Innung vereinigt, -Behn Kreuzer." Sie müffen ihr aber gute, reine i geben." daß mein Diädchen beim Mellen dabei ist. fünfzehn Kreuzer." " Und ich möchte Rachher tof Ein Glücklichmacher. Der Marquis von Rottinfec Eine glücklich gemacht!"- Wie das?" Man wollte mi abe die Jnnungen seien die einzige Arbeiter Organisation und fie vergnügt seinen Freunden in die Seite: Mein Lieber, ich ba hätten die wunderbaren Zustände des goldenen Zeitalters her. beigeführt. Nach glücklich vollendeter Arbeit möge man Feste felern; wo fel aber hier die Arbeit, die zum Nußen der Ar beiter vollendet set? Das Lehrlingsunwesen sei besonders im Drechslergewert welt verbreitet und Alles, was im Reichstag beschloffen worden, um den Bünften wieder auf die Beine zu helfen, set geschaffen von Parteien, die noch nie bewiesen hätten, daß fte ein Herz für die arbeitende Bevölke 16-17. Elifabeth- lfer 16-17, Ede der Staligerstraße. Restaurant W. Prüfer empfiehlt seinen vorzüglichen [ 1108 Frühstück-, Mittag- u. Abendtisch. 18 Skalitzerstrasse 18 Restaurant H. Stramm empfiehlt feinen reichhaltigen Frühtük, Mittag und Abendtish. 651 Erste Produktiv- Genossenschaft Berliner Schneider( Eingetragene Genossenschaft). Berlin S., Kommandanten- Straße 61. Herren Garderoben jeder Art mit einem liebenswürdigen jungen Mädchen verheirathen, ich habe verzichtet." Briefkasten der Redaktion. C. 2. Reichenbergerstr. 171. 1. Ihre Wünsche sollen berücksichtigt werden. 2. Katholisch. Marie Rapp, Carl Blüthgen. Verlobte. Berlin, den 25. Mai 1885. Für Brautleute! 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