tr. 123. Sonnabend, 30. Mai 1885, II. Jasr�. Jl MnVÄsdllill Krgan für dir Intereffcn der Arbeiter. 4 Das..Berliner Volksblatt" Meint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. MonnementSpreiS «erlin frei in s HauS vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 vvstqhonnement 4 Mk. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags-Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. (Eingetragen in der PostzeitungSpreislist« für 1885 unter Nr. 746.) Jnsertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunst. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen« Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Kenthstraße 2.— Expedition: Zimmerstraße 44. Der henttgen Nummer liegt für unsere auswärtige« Asuneuten dte Nummer 26 deS„Jllustrirtes Souutags Ü*" bei._ Abonnements- Einladung � Mit dem 1. Juni eröffnm wir ein neue» Abonnement �„Berliner Vottsblatt" bn WrattS-Beilage «Jllustrirtes Sountagsvlatt". ?«ierrr wvthUrafluwen Zuuanoe mro um wmrt narrer mw Nllen. je größer dte Zahl der Abonnenten de»„Berliner Nütblatt" fein wird. Und darum suche jeder Leser und rnnrnd de» Blattes vereint mit unS dahin zu wirkm, daß das i�erliner Volksblatt" die ihm gebührende Stellung unter der �geSmefse einnimmt.._ LT™ ve» vranes na genanei.»ine ganq vrionorrr s in Zukunft den kommunalen Angeltgen Helten gewidmet Jrfdrn; die Verhandlungen der Stadtvtrordneten.Versamm> Rg somobl. als auch all« sonstigen wichtigen Vorgänge inner. der Kommune werden so ausführlich wie möqli� im »�rlintr Volktblatt" Aufnahme finden. Volksblatt" ** der wöchentlichen Gratis- Beilage k,_.Lllustrirte» GouutagSblatt" für Berlin pro Monat 1 Mar» 85 Pf., pro �4« K Pf. �.Bestellungen nehmen sämmtliche Spediteure, sowie die �WHlion dieser Zeitung, Zimmer strafet 44, entgegen. w-fcU neu hinzutretenden Abonnenten erhalten die bisher �d*nenen Nummern d«S „Jllustrirtes GouutagSblatt�' '"«»und franko nachgeliefert. Zür Außerhalb nehmen alle Postanstaltm Abonnement« ? den Monat Juni gegm Zahlung von 1 ML 34 Pf. an. gNtbttttio« und Ervedition de«..Berliner volkSblatt." �§fcuiffefon. � Äm Eckfenster. Roman von Friedrich«ersticke?. (Fortsetzung.) .»Ach, ich erinnere mich," nickte der Hauptmann düster !j? steh hin,„ich habe damals davon gehört. Apropos, Notar, kennen Sie den Grafen Rauten?" «.Von Ansehen, ja, sonst nicht." «Was hellten Sie von ihm?" Der Notar zuckte die Achseln.„Er ist ein gar vor- Herr und hier mit den angesehensten Familien be« j. ja,«je ich höi». wird er in kurzer Zeit sogar die V> chter de« reichen Solberg Heirathen." »Und»o stammt er her?" «er Notar zuckt« mit de» Achseln.„Herr von Solberg Zr.&h doch jedenfalls darüber informirt haben, ehe er ™'«wie Tochter gab.« W Dürrbeck schwieg, und wieder schweifte sein Blick nach Sinster hinauf, wo fich da« junge Mädchen»och immer diÄ"1 Blumen beschäftigte. Da» Wetter war heute Kfi«..K»arm geworden, daß man sie recht gut ,m Freren ™ konnte, tzrschiFnd ist da» junge Mädchen da olen im Nähen .reicht allein im Nähen, Herr Hauptmann; sie hat eine Braut hat jetzt so viel zu nähn,".sagte '.st«w«b ich weiß, daß sie um gute Arbellerrnnen � lidchen arbeitet aber nicht außer seiner da« läßt fich vielleicht vereinen; ich werde meine w>e i* darauf aufmerksam machen. Aber jetzt als» gj'.�dro.Zeit schon zu lange in Anspruch genommen. *>»£» 1 Wredersehen, Herr Notar!" Und mit freundlichem ""«"dte er sich de« Ausgang zu. Schutz der uationaleu Arbeit. Daß die KapitalistkMkreise, welche die Phrase immer im Munde führen, am wenigsten nach derselben handeln, ist unfern Lesern bekannt. Haben wir doch schon mehr« mal» die Thatsache erörtert, daß unsere Unternehmer, wo eS eben möglich ist, billig« italienische und polnische Ar« deitSkräft« heranziehen, unbekümmert darum, ob deutsche Arbeiter arbeitslos mit Weib und Kind hungern müssen. Drastischer aber, wie die konservative„Schlefische Zeitung", welche behauptet, daß die Konkurrenz au«- wärtiger billiger Arbeiter ein Segen für die deutsche Industrie und zugleich ein Segen für die deutschen Arbeiter selbst sei, hat«och niemals Jemand eine schlechte Sache vertheidigt. Dieselbe Zeitung, welche e« natürlich, wie sämmtliche ihrer Kolleginnen für recht und in der Ordnung hält, daß aus politische« Gründen russische Unterthanen gegenwärtig au» Preußen ausgewiesen werden, welche e» für selbstver» stündlich erklärt, daß daS polnische Element nicht in Deutschland wachse und sich stärke, erklärt dennoch die An- Wesenheit zahlreicher Arbeiter auS russisch Polen für einen Segen für da« Land. Man»ag nun über die Aus- Weisung der Russen denken, wie man will; wir haltend»« selbe für keine politische Rothwendigkeit, aber wenn«an sich einmal auf den Standpunkt der Aulweisung stellt, so dürfen in der That auch die rusfisch-polmschen Arbeiter nicht verschont werden, welche den Lohn der deutschen Arbeiter herabdrücken. Hören wir aber zu- nächst die sophistischen Argumentationen der„Schlefischen Zeitung." Zunächst meint dieselbe, daß die Regierung die be- rechtigten Wünsche der oberschlesischen Grenzindustrie wohl derückfichtigen würde, und fährt dann fort: „Die hier beschäftigte» russisch- polnischen Unterthanen können in drei Kategorien getheilt werden: 1) in solche Personen, welche diesseits ihren dauernden Aufenthalt ge- nommen und ihren eigentlichen Wohnsitz hier haben; 2) in solche, welche ihren Wohnsitz und Hausstand jenseits der Grenze haben, aber sich während der Woche hier im Quartier befinden und nur an Sonn- und Feiertagen nach Polen zurückkehren; 3) in solche, welche täglich die Grenze hin und zurück überschreiten und sich nur während der Ar» beitSzeit hier aufhalten. Der Zweck der gegenwärtig von der Regierung in Szene gefetzten Maßregeln dürfte wefent- lieh durch Ausweisung der Personen der ersten, übrigen« zahlreichen Kategorie erreicht werden; eine empfindliche Schädigung der Industrie wäre dadurch nicht zu befürchten. Bedeutend empfindlicher würde der Wegfall der Notar Püster ging noch eine Weile, nachdem ihn der Hauptmann verlassen hatte, mit einem sehr vergnügten Ge- ficht in seinem Zimmer auf und ab und rieb sich dabei, still vor sich hin lächelnd, die Hände scharf zusammen. Er hatte fich schon lange gewünscht, den Direktor da drüben einmal in seiner eigenen Klause zu überraschen, und die Gelegenheit bot sich jetzt in vortrefflicher Weise. Aber wann sollte er gehen— morgen? Und warum nicht gleich? War aber der Direktor zu Hause? Er trat an sein Fenster und schaute hinüber; da» Fenster drüben war geschlossen, aber er sah fich trotzdem dort etwas bewegen, das fast einem wehenden Federbusch glich, und ohne Weiteres feinen Hut aufgreifend, sagte er zu Mux:„Ich komme gleich wieder," und ließ dem Entschlüsse auch rasch die That folgen. Als er unten an der HauSthür von Direktor Sußmey» geklingelt und de« Glockenspiel da drinnen eine Weile ge« lauscht hafte, öffnete ihm endlich eine alte Frau, die Hau»- hälterin de» Mimen. „Herr Direktor zu Haus«?" „Ja, der Herr Direktor sind oben. Wen soll ich melden?" „Wissen Sie, Sie brauchen mich gar nicht zu melden. Ich bin der Notar Püster von nebenan und komm« in einer GeschäftSsache, die seine Zeit nur wenige Minuten in An- spruch nehmen wird." „Aber er spielt heut Abend..." „Da« schadet nichts, die Sache ist»«chtig. Eine oder zwei Treppen hoch?".., � „Ah. er steckt wieder oben, zw« Treppen, gleich d,« erste Thür recht»; klopfen Sie nur an! Ich bin jetzt fünf» mal hintereinander die Treppe gestiegen, und«eine alten Beine wollen nicht mehr mit." Püster hatte ein so ehrwürdige» Aussehen, daß die alte Frau es ihm selber Überließ, sich hinauf zu finden; kam er de« Herrn dann nicht gelegen, so konnte der ihn ja einfach wieder sortschicken. Der hatte seine Manier, die Leute loS zu werden. Der Notar indessen stieg die enge Treppe hinan, fand die bezeichnete Thür utid klopfte herz- �"Wer geht da?" donnerte«ine Stimme von innen heraus, und dai als eine Art von„Herein" betrachtend, öffnete er zweiten Kategorie fein. Tin schwer zu überwinden« der Nachtheil würde e» aber sein, wenn denje igen Personen der llebertritt verwehrt werden sollte, die täg- lich au» Polen zur Arbeit kommen. Nament« lich auf den hiesigen Zinkerzgruben rekruiiren sich die untersten Arbeiterklassen, Schlepper, Wagen st ößer, Tagearbeiter, sowie die Ar« b e i t e r i n n e n in den Erz« AufbereitungSanstalten größtentheil» au» Polen. So beschäftigen beispiel»« weise die Gruben: Scharley etwa 100, Bleiseharley etwa 260, Neue Helene etwa 40, Cäcilie etwa 220, Wilhelm»« glück etwa 60 täglich zur Schicht kommende, jenseits der Grenze wohnende Arbeiter. Die Zurückweisung dier Leute würde nicht nur für die Gruben einen zunächst gar nicht zu ersetzenden Au«» fall hervorrufen, sondern auch für die diesseitigen Arbeiter von Nachtheil sein, weil die Polen in die besser bezahlten Ar« beiterkategoriennichteinrangirtwerden, so daß die einheimische« Arbeiter rasch aufrücken. Im Jntnesse der oberschlesischen Industrie liegt e» demnach, daß die Ärbeiterkategorien sab 2 und 3, «entgsten« aber die letzteren, den hiesigen Werken nicht ver» loren gehen." So die„Schlefische Zeitung", die sich dazu hergiebt, für den Kapitalismus die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Wir haben schon zu wiederholten Malen erklärt, daß wir an sich nicht» gegen die ftemden Arbeiter haben, da auch deutsche Arbeiter in die Fremde gehen, um ihr Brod zu verdienen. Aber wir sind Gegner derjenigen fremde« Arbeiter, die nach Deutschland kommen, um Arbeit zu nehmen, wenn sie bedürfnißloser sind, als die heimischen deutschen Arbeiter. Dann drücken sie den Loh» herab und mache» den.deutschen Arbeitern eine verderblich« Konkurrenz. Und diese Bedürfnißlofigkeit konstatirt ja ausdrücklich die„Schlefische Zeitung." Die„untersten Arbeiterklassen" und die„Arbeiterinnen in den AufbereitungSanstalten� rekruti'en sich ja gerade auS den russischen Polen. Wa» ist denn die Folge daoon? Zunächst sei bemerkt, daß Oberschlefie» ein sehr dicht bevölkerte» Land ist, welche» w«tauS genügende Arbeitskräfte stellen kann; dann find du odnschlesischkn Arbeiter, die durch den KleruS auf einer tiefen Bildungsstufe gehalten werden, immer noch intelli» genter und weniger bedürfnißloS, als die Arbeiter auS Russisch-Polen, so daß sie die sogenannte nieder« Arbeit, zu denen die Russen für«inen Hungerlohn zu haben find, nicht leiste« wollen zu demselben Preise. Deshalb ziehen gnade aus Oberschlefie« alljährlich ohne Weiteres die Thür und fand sich auch im nächsten Augen» blick— nicht etwa dem Direktor, fondeen kw wirklichen Grafen Wetter von Strahl gegenüber, der ihm in»oller Rüstung,«et geschlossenem Vlsir und gezogenem Degen so gegenüber stand, als ob er ihm die geflammte, wuchtige Klinge ohne weiiere Warnung in's Herz stoßen wollte. Püster, sonst und im gewöhnlichen Leben nicht im Geringsten scheu oder selbst nur schüchtern, fuhr doch fast unwillkürlich«inen halben Schritt zurück, denn auf eine solche Erscheinung war er nicht vorbereitet gewesen, und Suhmeyer sah auch in der That imposant genug au«. Gr war von Kopf br» zu Füßen in eine blitzende, vorn mit Messing,.mathen ausgelegt« Blechrüstung gekleidet. Auf dem Kopfe trug er einen mächtigen Helm, dessen blau und «erßer. hoher Federbusch sogar die Decke de» nicht sehr hohen Zemmer« streifte. Die Füße staken in spitzen Schnabel« schuhen, auch mit Blech belegt, und Arm» wie Beinschienen mit den dazu gehörenden Handschuhen vollendeten den Ritter wie er leibte und lebte; ja selbst die blau und weiße Schärpe fiel von seiner Schulter nieder. War denn das der Direktor? Denn sein Geficht konnte er durch da» geschlossene Vistr natürlich nicht erkennen; abe« er sollte darüber nicht lange im Zweifel bleiben, den» hohl au» dem Blech heran» tönten die Worte: „Wo willst Du, kühner Fremdling, hin, Wen suchst Du hier im Heiligthum?" „Habe ich da» Vergnügen, mit Herrn Direktor Suß« meyer zu sprechen?" Der R tter zögerte einen Augenblick mit der Antwort. Noch stand er, da» nur etwa« gesenkte Schwert vor fich ausgestreckt, den rechten Fuß vor. den Kopf zurückaewoift» und den linken, mit dem Schilde beweh.ten Arm wie ,u augevblickltcher Vertheidigung halb gebogen. Er hatte aber l-d»fall« fernen Nachbar, den Notar, erkannt mit uvd m.t der rechten Hand da» V.fir emporschiebend und sich dab« artig und modern verneigend, sagte er, indem er dem Advokaten die gepanzert« Rechte hunderte und tausende von Arbeitern und Arbeiterinuea nach Mitteldeutschland, wo sie ihre Arbeittkrast gegen höheren Lohn verwerthen. als st« ihn in Folge der russische« ftonhnren, in ihrer Heimath erlangen können. Da sie aber immer noch billiger arbeiten, alt die heimischen Arbeiter in Mitteldeutschland, so drücken die oberschlesischen Arbeiter und Arbeiterinnen wiederum die Löhne in ihrem neuen Arbeitsgebiet und vertreiben von dort die heimischen Arbeiter, die ihr Glück wo ander» ver» suche« und dort wieder das Angebot der Hände vermehren und den Preis der Waare„Arbeitskraft" herabdrücken. Da» wird doch hoffentlich die„Schlefische Zeitung" begreifen können. Doch fassen wir zu noch größerer Deutlichkeit die Sache von der anderen Seite an. Wie sähe eS aus, wenn die russischen Arbeiter und Arbeiterinnen nicht über die Grenze nach Oberschlesien kämen? Dann müßten ja, so«endet die„Schlefische Zeitung" gewiß ein, die armen schlesischen Arbeiter selbst die niedrige und schlecht bezahlte Arbeit thun I Ach«aS— die niedrige Arbeit müßten sie allerding» verrichten, aber sie würden sich dieselbe besser bezahlen lassen, weil ja die Fabrikaalen die billigere russische Arbeitskraft nicht erlangen könnte». Anstatt der russischen Arbeitetinnen, die für ein Spottgeld die schwere Arbeit leisten, würden schlefische Arbeiter Be> schäftigung finden, wodurch auch die Sittlichkeit, welche in jenen Gegenden durch den großen Zufluß der russischen Arbeiter und Arbeiterinnen besonders schwer leidet, wieder gehoben würde. Man braucht nur den Prozentsatz der unehelichen Kinder in Oberschlesiea— ungefähr 15V, auf Hundert— ins Auge zu fassen, um unsere Behauptung richtig würdigen zu können. Dann aber würden auch die schlesischen Arbeiter« schaaren nicht nach Westen wandern, da sie in ihrer Hei- math genügende Arbeit vorfänden und«achten dann ihren deutschen Brüdern in Mitteldeutschland keine unnöthig« und verderbliche Konkurrenz. Dadurch findet aber auch die geradezu alberneBehauptung der„Schles. Ztg.", daß eine Fernhaltung der Russen für die oberschlesischen Arbeiter von Nachthell sei, weil die Russen in die besser bezahlte., Arbeiterkategorien nicht ein- rangirt werden, so daß die einheimischen Arbeiter rascher aufrücken, ihre vollständige Widerlegung. Diese Behauptung hätte nur dann einm Sinn, wenn in Oberschlefien Mangel an Arbeitmt wäre. Aber da« gerade Gegentheil ist der Fall. Wenn oberschlesische Ar- veiter, also diejenigen, welche zuletzt in eine Fabrik ein» treten, die Arbeit der Russen aber um einigermaßen höheren Lohn verrichtete», dann würde auch der Lohn„in de» besser bezahlten Arbeiterkategorien" noch steigen, der jetzt bei dem ganz geringen Lohn, den die Russen erhalten, gleichfall» niedriger gehalten werden kann, weil da» Angebot von ge« schickten Händen auch zu de» besser bezahlten Stellen ein ungemein große« ist. Somit hat denn auch die„pattiotische" und„arbeiter- freundliche"„Schlefische Zeitung", die sich gewiß den Dank der oberschlesischen Fabrikanten erworben hat, zugleich sich iegen die nationale Arbeit und für de« apitaliSmu» erklärt. Nun, da» ist nicht zu verwundern— so ist sie einmal, die henschend« Presse! DolUiBcke Uebersiekt. Der Vrodkrieg— denn so kann man wohl den poli,«i- lichen Feldzug gegen die Bäcker nennen— scheint größer« Dimensionen anzunehmen. Bor Kurzem gefiel eS der Polizei in Müdlh-usen, den doittgen Bäckern die Brovtaxe vor'uschreiben. Die Bäcker kehrten sich indeß nicht an den polizeilichen Erlaß. was zur Folge hatte, daß 30 derselben ein Strafmandat erhielten» weil sie iheils Brode von nicht vorgeschrieb-ncm Gc- wicht und(Hills unter der Taxe verkauft hallen. Am Mllt- woch hat nun in dieser Sache die gerichtliche Verhandlung stattgefunden, die indessen zu keiner Entscheidung fühtt«, weil der Gericht« Hof beschloß, zunächst darüber Beweis zu erheben. ob e» möglich sei, da» Gewicht deS zu backenden BrodeS im Voraus genau zu bestimmen. Zu diesem Zwecke wird daS Gutachten einer wissenschaftlichen Deputation eingeholt werden. — Der Lertheidiger. RechtSanwaU Träger, will im Falle der Berurtheilung den Prozeß durch alle Instanzen weiter führen, da eS nach der Gewerbeordnung auf den vom Gericht delieb- intgegenstreckte:„Herr Notar, ist mir sehr angenehm, Sie begüßen zu können I Sie müssen entschuldigen, ich habe eben meine Rüstung anprobirt; wir geben heut Abend da» „Käthchen von Heilbronn"." „Es sollte mir leid thun, wenn ich Sie gestört hätte!" „Bitte!" sagte Graf Wetter von Strahl sehr artig, und die großen, weiß und blauen Federn schwankten auf feinem Helm. Aber womit kann ich Ihnen dienen!" Püster, dessen Aufmerksamkeit bi» dahin nur allein von der geharnischte« Gestalt gefesselt gewesen, warf den Blick jetzt im Zimmer umher und entdeckte noch eine ander« Sigur, die allerding« gegen den Ritter bedeutend abstach. » war da» Faktotum de» Direktor», der Theaterdiener Pichler, der, in Hemdärmeln, mit großkarrirten, aber sehr fleckigen Hose», verschobener Halsbinde und darunter »orgerutschtem, nicht neugewaschenem Hemd, im Schweiß« feine» Angesicht» gearbeitet zu haben schien, um seinen Vorgesetzten in die blechernen Schienen ein- zuzwängen. Er trocknete sich jetzt wenigsten», in Er- «angelung eine» Taschentuch», mit seinem Aermel den Schweiß von de, Stirn, hielt aber dabei die Auge» imwer noch mißtrauisch auf die Rüstung geheftet, um zu sehen, ob Alle» passe und nicht etwa im enticheidenden Moment„los- gehen" könne. Für«inen Knappen sah er sicherlich zu modern und nicht hübsch genug au»; übrigen» gemrte er den Notar, denn wa« er mit dem Direktor zu sprechen hatte, bedurfte keine« Zeuge«.._ „Ich— hätte ein paar Worte unter vier Augen mit Ihnen zu rede«, Herr Direktor," bemerkt« er auch jetzt mit einem Blick auf den Diener;„ich werde Ihre Zeet nicht lange in Anspruch nehmen." „Darum müßte ich allerding» bitten," erwiderte Graf Wetter von Strahl,„denn meine Zeit ist gemessen; die Kunst ruft mich, und der verfluchte Blechschmied muß mir auch die linke Beinschiene»och etwa» weiter machen. Pichler— ab l" Er sagte da« mit einer wegwerfenden Handbewegung, als ob er den armen Teufel ohne Weitere» von der Erde zu vertilgen wünsche. Pichler verschwand aber»och nicht ten Bewei» gar nickt ankommt, indem der Polizei nicht da» Recht zusteht, das Gewicht der BroZe festzusetzen.— Von all» Semeinem Interesse ist, daß, wie bei der Verhandlung festze« ellt wurde, die Regierungen die P o lizeib ehü r« den angewiesen haben, derartige Verordnun- gen zu erlassen. Demnach werden wir auS anderen Städten wohl bald AehnlicheS zu berichten haben— Genannte Polizeiv« ordnun g erscheint aber durchaus unzutreffend, a etl fießr.it den§§ 73, 7t und 79 der Reichs. Gewerbeordnung im Widerspruch steht. Danach können die Bäcker nur angehalten werden, die von ihnen selbst zu bestimmenden G wtchte und Preise ihrer Backwaaren anzuzeigen und zur Kenntntßnahme deS Publikums auszuhängen, so wie dem Publikum durch Auf- stelluna von Waagen Gelegenheit zur Kontrole zu geben. Keinesfalls darf aber die Polizei vorschreiben, daß nur Brode von bestimmtem Gewichte gebacken werden dürfen. Eine solche Maßregel beein.rächtigt sogar auch das Publikum; denn e» kann zum Brikpiel in Mühlhaufen Riem>nd unter 1 Pfund Brod kaufen. Nach der Gewerbeordnung find dies» Seidsttaxen der Bäcker auch nur Moximaltoxen; denn du§79 giebt ihnen die auSVrucknche Ermächngung, oiese Taxen in jedem Falle zu ermäßigen und§ 143 Nr 8 bestraft auch nur daS Ueber- schreiten der Taxe; die Polizei kann daher nicht verbieien, unter der Taxe zu verkaufen.— Bewnderi auffallend ist bei dieser aanzen Angelegenbeit, daß dieser Brodkrieg gerade jetzt nach Annabme VeS erhöhten Kornjvlles in Szene gesetzt wiro.— Wir haben gewiß keine Ursache, die Bäcker besonders in Schutz zu nehmen, aber daß mii derartigen polizeilichen Experimenten nichts erreicht werden kann, ist sicher. Denn selbst dann, wenn die Polizei berechtigt wäre, den Bäckern vorzuschreiben, ein bestimmtes Gewicht zu einem bestimmten Preis zu liefern, so weiß jeder Bäcker l e b r l i n g, daß daS Gewicht nickt maßgebend ist für den M e h l t n h a l t des Brod.'S. Da« Gewicht all-in thut eS wahrlich nicht, ein — sagen wir geschickter— Bäcker wird eS verstehen, recht schweres Brod zu liefern und er wird doch seinen Profit dabei haben. Die Polizei müßte also konsequenter Weise auch den Waffer- resp. Mchlgehalt deS B odeS und schliißlich auch noch die Qualität dci zu verbackenden M'hleS bestrmmm. Soll dem Volke billiges Brod geschaffen werden, so fird zu aller- nächst alle Zölle auf Korn und Mehl zu deseiiizen. Ferner könnten die Kommunaloerwaltungen lehr wohl Gemeinde« häckereien errichten, die unter Konirole«igcnS dazu gewählter Gemeindemitgliever gutes und billiges Brod zu liefern hätten. Wir wollen jevock für heute Adstanv davon nehmen, die angeregte Frage ver Gemeinvebäckereien näher zu detail- liren. Soviel steht aber fest, wenn man erst dem erhöhten Kornzoll zujubelt und hinterher mit kleinlichen Polmivoc- schrift n gegen die Bäcker vorgeht, so wild daS im Volte den Eindruck hervorrufen, als ob man nur nach dem Sündenlock sucht, dem man die durch die Kornzölle ev. eintretend: Brod- vertheuerung aufbürden kann. Die Rede de« Fürsten Bismarck über die Sonntag»- ruhe hat bei feinen Andängern vtei döse« Blut gemacht. So hat die lutbertsche P aftoral- K onferenz zu Biele- seid an den Reichskanzler folgenve bezeichnende Avreffe gesandt: „Ew. Durchlaucht hoben durch Gottes Gnade unser Volk groß gemacht und seinen Namen zu großem Ansehen erhoben, auch in heißem Ringen das Wohl deS Vaterlandes gegen die Mächte deS Umstürze» vertheidigi. G-statten Ev. Durchlaucht den ge- horfamst Unterzeichreten, eine das Wohl de» Volke» tief de- rührende Bitte vorzutragen. Wir finv zum größten Theile Geistliche, theil» in Landwirtbschaft treibenden Gemeinden, theiU in Orten, in denen die Industrie tausende von Arbeitern sammelt, stehen dem Volk« nahe und kennen seine Be- dürfnisse; wir hören seine Klagen und sehen seine Noth. unser Voll dedarf der Sonntagtruhe. Et ist ein Gebot GolteS, welches Gehorsam fordert und dessen Uebertretung Unheil bringt, die Familien zerrüttet und da» Volk entsittlicht. Wir bit-en, e» wöge Ew. Durchlaucht gefallen, Ihren mächtigen Einfluß zur Wahrung und Hebung der Sonnragsruhe und Heiligung einsetzen zu wollen damit GotteS Segen auf der sauren Arbeit de» Volkes ruhe. Millionen werden Ihnen dafür von Herzen danken!"— Einen Kommentar hierzu wollen wir nicht schreibe». Ueber die Verhandlungen in der Wahlprüfnng»- Kommission de« Reichstage» bei Prüfung der Äabl de« Abgeordneten Woermann werden der„Franks. Ztg." nachträglich noch intereffante MittheUungen gemacht. Bekanntlich war dem Reichstage ein Protest von 101 Wählern im 3. Hamburgischen Wahlkreise zugegangen, in welchem gegen die Gilttgkeit der Wahl Einspruch erhoben wurde, weil die Wähler seit 5 Uhr im Wahllokale anwesend gewesen seien, ohne daß sie. wegen Ueber- füllung de« Lokale», bi» ö Uhr an die Urne hätten g'e langen können. Mit dem Glockenschlage sechs hatte der Wadlvorsteher die Wahlhandlung geschloffen und die Stimmzettel der seil einer Stunde wattenden Wähler nicht mehr angenommen. Nach einem ferneren Proteste hatte der Wahtooistand de« in Rede stehenden Bezirkes konstai iit, daß etwa 150—200 Personen an der Ausübung ihre? Wahl« gleich, sondern sah erst«it einer fragenden Bewegung und einem leisen Herunterzucke» de« Kopfe» nach link» seinen Herrn an. Dessen Auge haftete fest auf ihm; er schien etwa» zu überlegen und warf dabei einen halb mißtrauischen Blick auf den Besuch. Endlich nickte er langsam mit dem Kopfe, und Pichler glitt dann wie eine Schlange auS der Thür. „Ist tt Ihnen nun gefällig." sagte der Direktor mit einer vornehm«n ladenden Handbeweguag,„so treten wir in«ein Studir, immer; wir find dort ungestörter." Er öffnete dabei die Thür, und während Püster in den ge- heiligten Raum trat, folgte ihm die gepanzerte, von Blech klappernde Gestalt, schob aber de« Advokaten seh, ver- bindlich«inen Stuhl bi» ziemlich mitten in die Stube und setzte fich dann nicht weit von ihm in einen Rohrstuhl mit hoher Lehne.«aS aber wegen de, Rüstung seine Schwierig- keiteo hatte. „Herr Direktor." begann jetzt Püster.„Sie wissen, wir Advokaten beschäftigen un» wenig mit unsere» eigenen An- gelegenheiten, sondern fast nur mit denen anderer Leute." „Da» thun sehr viele Menschen," erwiderte Graf Wetter von Strahl. „An« Neigung, ja; bei un» ist e» aber Geschäft. So komme ich denn auch heut« in der Angelegenheit eine« Andern." „AI« Advokat oder all Freund s" „Sagen wir al« Freund, auch Ihnen gegenüber, u« erne» Ausgleich zu finden, einen vorliegenden Gegenstand zu arrangiren." „Kommen wir zurSache." sagte der Direktor- e, hrelt noch immer da« blank« Schwert in der Hand, stemmte e» jetzt vor fich auf den Boden und hielt beide Hände auf da» Kreuz, geride so, wie wir«» auf alten Ritterdildern häufig abgebrldet finden. „Ich komme i« Namen de» Hauptmann« von Dürrdeck."" »Ha l" rief Graf Wetter von Strahl, von seine« Stuhl emporfahreud und mit der rechten Hand wieder da» Schwert ergreifend, al» ob er einen Schlag damit führen wolle. N« iL? SR; rechte» verhindert worden seien. Es entstand nun in% Kommission die Fraae, ob nach§ 17 de« Wahlreglemeiw die Stimmabgabe mit dem Schlage der sechsten 6(0* zu schließen sei, oder die in diesem Augenblick n™ im Wahllokale anwesenden Wähler zur Stimw� �7' � abgäbe zuzulassen seien. Von einer Seite wurde#% Vr Meinung vertr-ten. daß der Wahlvorsteher wohl da« SSeÄ. A seit mcht aber die Pflicht habe, nach 6 Uhr noch die Zettel W Jynf anwesenden Per onen anzunehmen. Endlich traf die flofflimr S fion eine, wie fi- sie selbst de zeichnet, prinzipielle EntscheidM- � M und zwar durch folgenden einstimmigen B-sckluß:.* rn T „Im Wahlgesetz fehlt'jede Beftimmuvg llda �»ott die Stunden, in denen die Wahl stattzufinden ij. utlen In di-ser Beziehung find also die Bestimmungen V« w auf(Stund deS§ 15 de« Wahlgesetzes durch j* BundeSrath erlassenen Wahl-Regle mentS allei»>/eIle maßgebend. Da nun aber das Äahlreglement|jLntI schreibt:„„Die Wahlhandlung deginnt um 10 M z??ur Vormittag und wird um 6 Uhr Nachmittags geschloff» 1 Um 6 Uhr Nachmittags eik.ätt der Wahlvorsteher � Abstimmung für geschlossen. Nachdem dieses gef#" ist, dürfen keine Siimmzettel mehr angenommen w«'« ei den"", so nimmt die WablprüfungS-Kommisfion 2%' hier der Wahlvorst eher nicht b los nicht Meli pflichi et, sondern selbst nicht berechtiS' Lj�n i st, Stimmzettel solcher Wähler nach s-chi Uhr«ftf ,ui n-hmen, die bereit« vor 6 Uhr im Wahllokale ammf" waren und fich gemeldet hauen". Wir hoffen zuverfichtlich, daß daS Plenum deS Reichs� diesem Beschluß nickt zu ilmmen wird. Auf jeden Fol'� muß diele Entscheidung der Kommisston zur Ep-ache .....'-■-■—■■|W5 und event. darauf hingewirkt tre-den, daß da« WahlreÄ� entsprechend abgeände« wird. Denn gerade in letzter er. Vr.7.. � dJVfcUW MI Wg&C»' ist Ver Andrana zu den Wabllokalen ein außerordentlich und je der Wahlvorsteher hälte eS vollstänvig in der mißliebige Wähler so lange warten zu lassen, daß ste m-hr zum Magien kommen. Natürlich würden fast auSi»� lick die Arbeiter davon detr offen werden, da sie der Mebrzabl nach z-r MittagSzett oder erst kurz vor 6#* V' Wahchandlung ihr Wahlrecht ausüben können. Die sozialdemokratische Fraktion de» RetchsMj; hat dem ÄX."7ufXe?n'°ew» ihrer letztXK� die Aage erörleit, od es zweckmäßig wäre, einen k o n g r e ß zu berufen. ES wurde beschlossen, für diese« 3» davon abzusehen, dagegen für daS nächste die Vcranst«�' eines Kongresses in'S Auge zu fassen. Hetzereien. Unsere liberalen Blätter beschweren fiä vielfach da über, daß in Oesterreich von den Priestern ,� Reaktionären in unerhörtester Weise gegen die dortigen � raten bei Gelegenheit der bevorstehmden Wahlen gehetzt� „Gottesleugner",„Anhänger deS Antichrist" seien nock C, namen gegenüber den übrigen Schimpfwotten, die W* Kanzel, von der Rednertribüne und aus der Presse den g ralen entgegenschallten. Da« ist gewiß nickt schön un» vnurtheilen derartige Wahlhetzereien.„Man fiiht"'� wir ein hiesige» fouschrittliche» Blatt,"„die öftemtchij'iVn Mucker und da» übrige lichtscheue Gesindel verfw" vorlresflich auV Hetzen und Verleumden".— Da» find leine zarten Schmeichelnvmen! Und worin soll die dung" liegen? Zn dem Worte„Gottesleugner"? Der lismuS im guten Sinne de» Worte», sagen wir der hife wiffensckastttche Liberalismus ist die Pflanzstätte de» mu», daS kann doch kein ehrlicher Liberaler leugnen-.-z wer e« von den Liberalen nicht weiß, der möge dock""i- i» große Kapilel:„Der historische Liber aliSwuL.»> _Jox StirnerS„ nachlesen. Alio : Vtsio rtsche Lider aliSwu,'Mjj >»Der Einzige und fein ötgintburn" io von Veileumdung kann gar k-ine �;|i und geschimpft haben die LiberÄen""älln"LSndn politisch anders Denkenden allzeit und schlimmer, al« -�nitnoen all, er I uns Ichlimmer, als reichischer Plaff. Man braucht nur eine Blumenlese Redm deS liberalen Häuptlings Eugen Richter vorzu»?'.� und der Beweis wird ficherlich leicht erbrachi werden � Ueber Lohnverhiiltniffe im Zuchthause bri»?L< „Innung" folgende Zusammenstellung al» Bettrag V der Konkurrenz zwischen freier und Zuchthaus arbeit laut einer ZuchthauS-Lohntaxe an die Gefangenen bezaA" 1000 Diensikouoert« 20 Pf., für inm«ift.,, rt« f für 1000 Mühl, ettel- 1000 P-piersäcke 40 ringet. Für da» Auslesen*juucn ,, u s w.(120 Pfund) 25 Pf., für 1000 Zündholz 12 Pf., für 1000 Etiquettenanhänger 8 Pf. Da nun die Gefangenen bezahlte Lohn den dritten Theil W&f trägt, was die Anstatt erhält, so deträgt der Brutto�jK Ertrag also daS Dreifache, z. B. bei dem Zündbolzf®V scbieber 36 Pf., und hierzu muß noch der Kleister«nr werden. .Die 26. allgemeine deutsche Lehrer-Bersa-� � welche vom 24. di« 27. Mai in D a r m st a d t P auch von verschiedenen ausländischen Delegirteu desu»�, P französische Regierung hatte den Pariser Schulin „Schon wieder klingt der Name an mein LH' Und treibt da» Blut mir rascher durch die Ab�' Wirft denn ein bös' Geschick den Unglückselig'' Mir wieder stet» und wieder in den Weg"" Zur Hölle fahre er—" „Bitte um Entschuldigung,„Herr Direktor/' Notar, der nur mit Mühe«in Lächeln unterdrück''� er mochte den exaltirte» Menschen nicht reize«"T mann von Dürrbeck ist in jeder Hinsicht ein/ und ich bin gerade deshalb zu Ihnen getomme«,, Vergleich herbeizuführen."„gif': „Einen Vergle.ch I" sagte der Graf Wetter vo* yf «'t einer wegwerfenden Bewegung de« Kopfes f ero Vergleich? Ich habe den Kontrakt. Mache» den Kop' nicht»arm, Herr Notar I"% , S«n Kopf schien ihm»irklich war«>B aber der Notar war e» nicht, der da« that� si� der ungewohnte Helm, und in sein« Z »ah« er ihn ab und stellt, ihn Vg den Boden. Jetzt mußt« Püster aber ~ ivf U>»V b'nn, darunter vor kam der Kopf � und bildete über den Harnisch einen etwa» � sah- Der Direktor schien da» aber nicht dachte et in dem Augenblick vielleicht gar n'ch' pilloten. -Mein lieber Herr Direktor, nicht»«ehr hat und Bankerott«acht, hört d'tt« tung auf, denn du Unmöglichkeit tritt ein, abzutragen." :###% C.; aber in unseren christlichen f i d« Form ausgenommen, die Frau soll d«m** n blid nod Stimmen Ourde die in de ofte zu diefer Versammlung entsandt, welcher fich nament| reglement an der Debatte über Simultanſchulen betheiligte. Der Stunde ebner entschuldigte sich zunächst, daß er sich wegen seines mangelhaften Deutsch vielleicht nicht forrekt ausdrücken werde, allart dann aber in ganz gutem Deutsch, daß die Simultan hule möglich und wünschenswerth sei und daß man in Frant Das Recht, i feit drei Jahren weder latbolische, noch pro Bettel der teftantische, noch israelitische Schulen mehr babe. Sämmtliche Schulen seien fimultan. Von den religiösen Kommi Themen habe der Lehrer nur die Lehre von den Pflichten und fcheidung Säge, welche allen Religionen gemein find, wie der Glaube Bott und die Unsterblich leit der Seele, vorzutragen. Wir inftruiren die Lehrer: Geben Sie so mit den Kindern ung übe nden hat wie Sie wünschen, daß man mit Ihren angen bel indern umgeht, veriegen Sie sich an die Durch den Stelle der Bater und Mütter der Kinder und to allein gonen Sie die Gefühle derselben. Wir wollen ment vo 10 Uhr gefchloffen m geschehen men wer on an, baf natta ben nur die moralische und nationale Erziehung mittels der Shule, der tonfeffionelle und dogmatische Unterricht mag der fteber die milie und der Kirche anheimfallen!( Lebhafter Beifall.)-Das beherzigenswerthe Worte! Die Versammlung deutscher & brer erklärte fich mit den Prinzipien des Vortrags einver fanden. Herr Dr. Jofte nahm schließlich noch Veranlassung J. zutheilen, daß im September d. 3. in Havre ein intertonaler Lehrer Kongres stattfinden wird, auf em zur Verhandlung gelangen werden: 1) Nationale oder ternationale Lehrer- Bersammlungen, 2) der HandfertigkeitsUnterricht in der Brimarschule bebuss Bervollständigung allgemeinen Brimar- Unterrichts 3) die Lebrer all Lehrerinnen Gehälter in den verschiedenen Län 4) Lehrer Seminare. icht ver redtigt Uhr ang anwefend Reichstage be gebrat aber blreglement ter Stunde tlich flatter Der Hand Bfte nicht ausfalle Der großen Schluß be Reichstagel Sigungen Bartel Dieses Jah ranftaltu en fich f tigen Libe noch best wat Rofe e von be n und aud Des unb Dern einen und = wie weit foll bie allgemeine und berufliche Bildung in den Seminaren reid, baß fich an diesem ,, Congrès international d'Instituteurs" Deuidland sehr lebhaft betheiligen möge. Blag finden." Es sei der bringende Wunsch in Frant Chefen auf Jammte züglichen Anträge nicht an das Reichs. Versicherungsamt, fondern in allen Fällen zunächst an die untere Berwaltungs. behörde au richten find. Die Publitation der Geseze betr. die Abänderung des Solltarifgefeges und des Zollvereinigungsvertrages ist am Mittwoch erfolgt. Das erste Gesez battet vom 22., das andere vom 27. Mat. Die auf Grund des Sperrgeseges er. folgte vorläufige Einführung der Bölle für Weizen und Roggen folgte vorläufige Einführung der Bölle für Weisen und Roggen 3 M., Buchweizen und Geifte 1 M., Mala 2,40 M., Schaum wein 80 M., Mühlenfabrikate 7,50., bleibt bis zum 1. Juli in Kraft, von da ab wird der Malzzoll auf 3 M. erhöht. Da gegen tritt die Erhöhung des Bolles auf Wetne aller Art ( Don 48) auf 80 M. und des Bolls auf Kraftmebl u. f. w. 9 M. und Nudeln, Mattaroni 10 M. sowie die zollfreie Einfuhr von Kotosgarn für Fabriken von Decken u f. w. sofort fuhr von Kotosgarn für Fabriken von Deden u f. w. sofort mit Publikation des Gefeßes in Kraft. Die Erhöhung des Roggenzolls auf 3 M. bleibt den meistbegünstigten Staaten gegenüber fuspendirt bis nach Ablauf von acht Tagen nach Austausch der Ratifitationen des deutsch- spanischen Vertrages vom 10. Mai d. J. " Wenn von dem schlechten Klima an der Kamerun Küfte die Rede war, dann antworteten die Kolonial- Enthustasten gewöhnlich mit der Bemerkung, daß aber das Kamerun- Se birge sehr gesund sei und als Sanatorium dienen fönne. Nun schreibt aber der Korrespondent der Köln. 8tg.", welcher besuchte, folgendes:„ Ueber das Rim sprachen meine liebenswürdigen Wirthe zwar in lobendem Zone, aber doch nicht in dem Maße günstig, wie ich das wohl erwartet haben würde. Wenn ich an das, was ich vor meiner Abreise über das Kamerun- Gebirge gelesen habe, zurüddente, so scheint es mir, daß man fich in Europa über die Gesundheitsverhältnisse dieses Ge birges einigen Täuschungen bingäbe. Wenn ich auch durchaus nicht leugnen möchte, daß das Gebirge bedeutend ge funder ist als die Flußniederungen, so darf doch nicht uner bondlungstage referirte Lehrer Weichsel( Würzburg) über wähnt bleiben, daß das ieber fich eben so hoch hinauf er Bollsschule und Volksbildung". Redner stellte folgende ftredt, als es Dörfer giebt, und daß das Klima in noch höheren " 1 auf: 1. Der deutschen Volksschule ist durch die ge te geschichtliche Entwickelung des Schulwesens ihr Beruf Draan der allgemeinen Voltsbildung vorgezeichnet. 2. Die Boltsschule bat als öffentliche Unterrichts und Erziehungs Regionen, wie z. B. bei Manns Quelle, schon viel au rauh ist, als daß Europäer dort ohne besonderen Anlaß auf längere Belt leben möchten... Die schlimmste Seite von Map inja( 660 Meter Meereshöhe) ist der v3 IIige Mangel nicht blos an Trint waffer, sondern an allem Waffer überhaupt. Jeber Battlichen Lebens Berücksichtigung finden. 3. Die ftaatsbürger. Wafers muß von Bongala, als 1 Stunden weit, auf den e Ausbildung und politische Erziehung des Bolles hat schon Tropfen des sum Trinken, Rochen und Waschen benöthigten Köpfen der Eingeborenen und namentlich der Weiber herbei geschleppt werden. Unter solchen Verhältnissen ist es nicht zu verwundern, wenn bisweilen Waffermangel eintritt und that sächlich haben wir auch einmal einen halben Tag lang durften besondere Behörden bestehen, bei diesen zur Entscheidung a bringen. Insofern solche besondere Behörden nicht bestehen, erfolgt die Entscheidung durch die Gemeinde Behörde. Entscheidung steht die Berufung Gegen diese auf den Rechtsweg binnen 10 Tagen offen; die vorläufige Voll ftreckung wird durch die Berufung nicht aufgehalten. Durch Ortsftatut(§ 142) tönnen an Stelle der gegenwärtig hierfür bestimmten Behörden Schiedsgerichte mit der Entscheidung be traut werden. Dieselben find durch die Gemeindebehörde unter gleichmäßiger Buziehung von Arbeitgebern und Arbeit nehmern zu bilden." Auf Grund dieser Bestimmungen der Gewerbeordnung find die Gemeindebehörden vieler Städte auch bereits mit der Errichtung solcher Schiedsgerichte, bei denen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in gleicher Bahl als Schiedsrichter fungiren, vor gegangen, wir nennen nur die Städte Nürnberg, Dresden und Erfurt, weil uns die dort erlassenen Drtsstatuten gegenwärtig vorliegen. Ift es nun auch recht erfreulich, daß man die Are beiter an den genannten, sowie an vielen anderen Drten bet Der Beurtheilung gewerblicher Streitigkeiten zwischen Arbeit gebern und Arbeitnehmern mit heranzog, so bedauern wir doch, Daß man nicht überall Nürnberg sowie es in der Fall ist, die Arbeitgeber in diesen Schiedsgerichten durch die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer durch die In Leipzig Arbeitnehmer selbst in freier Wahl wählen läßt. hat man das Wahlrecht sogar auf die Arbeiterinnen ausge behnt, während in Dresden nur die Kandidaten von den Intereffententreisen in Vorschlag gebracht werden und es den Ge meindebehörden überlassen bleibt, aus der Mitte der Vorge schlagenen die eigentlichen Schiedsrichter zu bestimmen. Auch in anderer Hinsicht sind die auf die Schiedsgerichte bezüglichen Drtsstatuten sehr von einander abweichend. In einer Stadt werden vier, in der anderen nur zwei Beiftzer zu jeder Schieds gerichtsfigung berufen, hier müssen die Betfiger ohne jede Ent schädigung ihr Amt versehen, dort wieder wird ihnen eine solche für die versäumte Arbeitszeit gewährt. So verschieden aber auch diese bestehenden Schiedsgerichte ihrem Aeußeren nach sich gestalten, das Grundprinzip, die Arbeiter mit heranzustehen bet Entscheidung der oftmals so wichtigen Streitfragen auf ge werblichen Gebiete, ist bei allen dasselbe. in der Bolksschule zu beginnen. 4. Die historische Entwicke lung der Boltsschule und viele soziale und schulpolitische Gründe prechen dafür, daß die Volksschule die Bildungsstätte des ge leftern un emmten Volkes und die einzige Vorschule für die höheren müssen und uns nicht waschen können. Diese verhältnißmäßige schiedsgerichts, wie es die von uns zitirten Paragraphen ber Bildungsanftalten sei. 5. Die Unentgeltlichkeit des Unterrichts Armuth an Quellen und fließenden Gewässern beschränkt sich eine natürliche Konsequenz des allgemeinen Charakters der batte über diese fünf Thesen betheiligten fich verschiedene Red. Bolksschule und des staatlichen Schulzwangs." e den Lib. Bu These 5 meinte Profeffor Specht( Karlsruhe), daß Hefe These unbeschadet des gewaltigen Eindrucks, den die Derftebt find aud auf den schmalfantigen Sübabbang des Gebirges, während es auf dem Oftgehänge, wo Vwea, Sopo, Bongandjo, Bullitowa, Mbinga liegen, so wenig an Bächen und Flüffen mangelt, daß man beren bei jedem Tagemarsch wenigstens ein halbes Dußend überschreiten muß. Auch der Südabhang ist selbst in größeren bt" folgen vier hervorrufen würden, als nicht unbedingt zugehörig Höhen nicht so wafferarm, wie man das nach dem Beispiel von en Pfaffallen tönnte. Ebenso Rettor Bartholomäus( Hanau), Mapanja annehmen sollte. Aber es scheint beinahe, als ob " Berleu Der Liber er biftori Des be gnen. och nur LAD ba smus" in " gefällig gegen bie e Nebe fein Is ein öfter Dorzunehmen Den lönnen bringt b Es wi aur Frage bezabli meinen Der überbies in dem flaatlichen 3wange zum all iber Familie eine Beschränkung burg) Besuch der Bollsschule für jedes Kind jeg der persönlichen - alben( am expliirt den Bustand der Hamburger Volksschulen, reiheit erblickt.( Das ist start!!) bet beren Reorganisation Redner hervorragend mitgewirkt hat. Chefert man die Dörfer ohne jede Rücksicht auf die Versorgung mit Waffer angeleat hätte. Herr Knutson( einer der Schweden) bat zwischen Mapanja und Boando, aber höher aufwärts in 4000 Fuß Meereshöhe eine Quelle entdeckt, die den Eingebore nen gar nicht bekannt ist. Eben so fand Kapitän Levin, der, vom Kongo fommend, seinen Landsleuten einen Besuch ab Brionbers hebt er die auf seinen Vorschlag dort eingeführte stattete, an der Nordseite des Gebirges in angeblich 2700 mtr. Blala Des Schulg Ides für dieselbe Schule je nach dem Steuer ettel der Eltern hervor, woraus er folgert, daß die unentgelt ist, unter allen im Kamerun Gebirge bekannten Quellen die lett durchaus nicht nothwendig zu den vorhergehenden höchstgelegene sein würde." In Accra ist am 25. April der gehört. Im Uebrigen habe er die ernstesten Be britische Gouverneur des Goldküfte, Sir W. A. G. Young am Kommunales. Senten gegen die allgemeine obligatorische gelben Fieber gestorben. Boltsimule. Sie ſet ein noch fernes Jbeal.( Herr lefe auß be alben ist deutsch- freifinniger Reichstagsabgeordneter. D. R.) t aber die Beit dafür reif, dann fage er auch nicht blos reigebung der Boltsschulen, sondern unentgeltlichkeit sämmt licher Lehranstalten bis zu den Hochschulen hinauf.( Lebhafter Beifall) Sierauf sieht Referent Weichsel die fünfte These welchem die zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ent furit, was vielseitigen Widerspruch bervorruft, der aber in jedoch von der Versammlung ausdrücklich den Wunsch ausge armische Buftimmung umschlägt, als Referent erklärt, daß er prochen sehen möchte, es möge die Beit tommen, wo der Be erts 20 14 P b no affee, Ccbien bolgile nun ber a I beffen be utto Arbeit bolsfact ud der öffentlichen Unterrichtsinstitute unentgeltlich werde. Die Bersammlung noch einstimmig für Erweiterung der Errichtung eines Gewerbe- Schiedsgerichts in Berlin. Der Mangel eines eigentlichen Gewerbe- Schiedsgerichtes, bei ftehenden gewerblichen Streitigkeiten zur Erledigung tommen tönnten, ist für die hiesige Arbeiterbevölkerung ein recht fühl barer. Unsere Kommunalbehörden haben es bis jetzt nicht der Mübe werth gehalten, ein solches Schiedsgericht für Berlin zu errichten, trosdem der§ 142 der Reichs- Gewerbe- Ordnung In Berlin aber werden die gewerblichen Streitigkeiten ohne Hinzuziehung von Arbeitern durch Kommiffare der GewerbeDeputation des Magistrats erledigt. Hier, wo die Intelligens der Arbeiter jedenfalls keine geringere ift, als in den oben genannten Städten, da Dachte die Gemeinde behörde nicht daran, mit der Errichtung eines Gewerbe Gewerbeordnung aulaffen, vorzugehen. Auch die Arbeiter selbst haben hier in Berlin der Schiedsgerichtsfrage" bisher ziemlich theilnahmslos gegenübergeftanden, obwohl fie doch sonst den fommunalen Angelegenheiten in den legten Jahren eine größere Aufmerksamkeit schenken als vordem. Soviel glauben wir als sicher annehmen zu können, daß dem Arbeiter eine weit größere Garantie geboten ist, sein Recht zu erlangen, daß er mit weit größerem Vertrauen auf Die Unparteilichkeit der Schiedsrichter fein Recht geltend machen fann und wird, wenn er fich Sachverständig n gegenüber be findet, die womöglich demselben Berufe angehören wie er selbst. Wir wollen der Gewerbe- Deputation damit feineswegs den Vorwurf machen, daß ihre Beamten, welche heute die ge werblichen Streitigkeiten zu regeln haben, parte'tsch handeln, daß fie gegen den Arbeiter Bartei ergreifen, behaupten aber, daß fte, selbst beim besten Willen, nicht im Stande find, in derselben objektiven Weise die einzelnen Streitfälle zu beurtheilen, als die mit] den weit Verhältnissen beffer bekannten Beifißer eines aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern bestehenden Schiedsgerichts. Wir halten es baber für dringend nothwendig, daß auch die Berliner Kom munalbehörden fich möglichst bald mit der Frage beschäftigen, ob nicht auch für Berlin die Beit gekommen ist, wo man die Erledigung gewerblicher Streitigkeiten statt der Gewerbe Deputation des Magiftrats, Schiedsgerichten überweist, die zu gleichen Theilen aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern au fammengefeßt find. Wir glauben, daß eine derartige Reform nicht nur im Intereffe der Arbeiter, sondern auch der Arbeit geber liegt. Die Arbeiter Berlins aber haben ein Recht, zu fordern, daß man ihnen in dieser Frage ebenso wohlwollend entgegen Darnach werden die ersten vier Thesen angenommen; Präfident jeder Kommune das Recht giebt, durch Erlaß eines Drisstatuts tommt, wie man es den Arbeitern anderer Städte seitens der Debbe tonftatirt dazu, daß der legte Wunsch bes Referenten berartige Schiedsgerichte einzuführen. Auch der§ 120a der dortigen Gemeindebehörden gethan hat. Eine in diesem on der Berjammlung ausgesprochen worden sei. Nachdem Gewerbe Ordnung weist auf die Errichtung gewerblicher Ferienfolonien ausgesprochen, schloß der Präfident, Herr gleich die Streitigkeiten an, welche von diesen Schiedsgerichten angelda fammlung attfand, befucht. D in/ pelior D es Dhr Abern feligen 8" fagte rüdte, M ben Baupt Ehrenman um Don einen Stral gen Sie m au werben Das Reiche Versicherungsamt veröffentlicht einen aus auf aufmerksam zu machen, daß es den Grundsäßen des all perficherungsgesezes entspricht, daß alle auf eine Er Schiedsgerichte durch die Gemeindebehörden hin und führt zu erledigt werden sollen, indem er bestimmt: Streitigkeiten der felbstständigen Gewerbetreibenden mit ihren Arbeitern, die auf Malag eines Spezialfalles ergangenen Bescheid, um allgemein den Antritt, die Fortsegung oder Aufhebung des Arbeits unb oder Abänderung der Anmeldungen der Betriebe bes was dann, wenn sich Fräulein Blendheim jetzt verSie wären Heirathet und ihr Mann eine Reise macht? Sie wären night burch irgend einen Rontrakt der Welt im Stande, fie Saran zu verhindern; ja, ich weiß nicht einmal bestimmt, 6 Sie baburch selbst der Verpflichtung entgingen, ihr Da!" schrie der Direttor wieder und fuhr flappernd Don feinem Stuhl in die Höhe; zu gleicher Beit aber trat mit bem rechten Fuße auf einen bicht neben ihm befind lidhen Knopf, und der Notar, der ja wußte, daß er allerlei verhältniffes, auf die gegenseitigen Leistungen aus demselben, auf die Ertheilung oder den Inhalt der Arbeitsbücher oder Beugnisse fich beziehen, find, soweit für diese Angelegenheiten wünscht, daß unsere Unterrebung vorhin auf geeignete Weise abgebrochen wäre." Ja wohl, wenn ich in das Loch ba unten hineinfiel!" sagte der Notar. Aber nennen Sie mir den Vergleich," fuhr der Direktor unerschüttert fort Ein warmer Anwalt ist Graf Shrewsbury Für meine Feinbin und des Reichs. Ich ziehe Die Räthe vor, die meine Wohlfahrt lieben." " Ich verstehe Sie nicht ganz, Herr Direktor," sagte der Sinne gefaßte Petition ist übrigens, wie wir vor einigen Tagen mittheilten, von einem hiesigen Arbeiter Bezirksverein an den Magiftrat gerichtet worden, auch in der legten Sigung der Stadtverordneten Versammlung ist ja, wie die Leser aus dem Bericht in unserer geftrigen Nummer erfeben baben werden, von den Arbeiter Stadtverordneten ein Antrag eingebracht worden, den Magistrat aufzufordern, baldmöglichst eine Vorlage an die Versammlung gelangen zu lassen, wonach durch Orts ftatut für Berlin ein zu gleichen Theilen aus Arbeitgebern Mein lieber Herr Direktor, die Familie geht doch immer vor." " Sie haben feinen Begriff von der wahren Runft," wiederholte der Direktor talt und streng; Sie find ein Altagsmensch, praktisch vielleicht in Allem, was bie Spitfindigkeiten der Gesege betrifft, aber Sie haben kein Herz H Herr Direktor!" Rein Herz für das Höhere, für das Reine und Un antastbare Sie hören von einem Rontrakt, und das ges tollen Sput in feinem Haufe treibe, erwartete jept wirklich Notar, aber ich glaube, daß der Vorschlag, den ich Ihnen nügt Ihnen. Welche Verbindlichkeit aber die Rünstlerin Rights Anderes, als daß er wieder zu seinem alten Hilfs Mittel die Auflucht nehmen wollte. In dem nämlichen Mo- Hauptmann von Dürrbed tönnte vielleicht durch einen Bro- ihren Austritt das Ensemble ftört und die Bühne Mente fublte er aber seinen eigenen Stuhl, auf dem er saß, eß und er hat viele Chanzen für fich Igwanten, und behielt eben noch Zeit, fich davon ab und fine Stride fortzuschnellen, als der Stuhl wirklich in die Tiefe fant und ein Loch an deffen Statt heraufgähnte. at, fonber Aufregu fid en fid lich an Papiliot tfamen Fühlen, ob an bie Pa er jest ven Rontra beftim Seber M Der fobalb fe Berpflic ne Schulbe bheim ni icht bie en if aud anne folg Was treiben Sie da für Unsinn!" zu machen habe, auch Ihre Wohlfahrt einbegreift. Herr ben ganzen Kontrakt umstürzen; aber er ist, wie gesagt, ein Ehrenmann. Er will weber Ihnen Schaden noch ein Unrecht thun und bietet Ihnen deshalb, da das Fräulein der Geseze unkundig, tausend Thalern, während die Ronventionalstrafe auf aweiAlle Teufel, Herr," rief er in der That erschreckt aus, den Kontrakt eingegangen ist, eine Abstandssumme von ein tubig, Sie hätten den Hals brechen können." " Sie müssen still figen," sagte Graf Wetter von Strahl tausend festgesetzt ist. Was fagen Sie bazu?" " I banke Ihnen, aber das ist außer dem Spaß; ich Lomme in ber besten Absicht"( bie Klappe schloß fich wieder, unb Bichler stand unten und betrachtete ben leeren Stuhl) sund Sie verüben ein Attentat!" awei Der Direttor fann einige Minuten nach; bann beklamirte er leise vor sich hin: Wie anders wirkt bies Beichen auf mich ein! Du, Geift der Erde, bist mir näher Baar ausgezahlt, meinen Sie?" Graf Wetter von Strahl erhob abwehrend die Hand: Nicht weiter, Herr Notar! Vermengen wir nicht Rontrakte tritt." ganz unvereinbare Geschäfte; Sie wollen mich be Baar ausgezahlt an dem Tage, wo fie aus ihrem Graf Wetter von Strahl stand nachdenkend vor dem wegen, von meinem Rontratte abzustehen ich habe nicht Notar. Er hatte sich wieder auf das Schwert geftüßt und bie geringste Veranlassung dazu, ein Vergleich ist un schien das Anerbieten reiflich zu überlegen. inbem Ich will Ihnen etwas sagen, Herr Notar," begann er endlich; ich Der Gegenpart ein Anerbieten macht... agte ber Notar gereist. Ich verstehe darunter, daß uns Ich hätte gewünscht," sagte Graf Weiter von Strahl, Rontrakt zu brechen." er fich in Gedanken mit der Hand in die Papilloten Aber was verstehen Sie unter einem Vergleich 8" habe die fefte Ueberzeugung, daß ich Fräulein Blendheim zwingen fönnte, mir die zweitausend Thaler Ronventional ftrate zu bezahlen, falls sie wirklich gewillt sein sollte, ihren er griff auch wieder nach seinem Helm hinunter und stülpte es ben Eindruck der Rüstung abschwäche-, ich hätte geAber sie bricht ihn gar nicht, fie verheirathet sich nur boch machen Sie, was Sie wollen." Troßbem," fuhr der Direktor fort, bin ich nicht ab in fich auf's Neue auf ben Ropf; er mochte fühlen, baß geneigt, auf eine solche Beilegung des Streites einzugehen Sie haben keinen Begriff von der wahren Runst gegen das funfifinnige Bublifum übernommen, wie sie durch zu einer Fabrit herabwürdigt, aus der man einen Tage föhner entläßt und einen andern dafür wiebernimmt bas fühlen Sie, das verstehen Sie nicht." I will gern eingestehen, daß Sie die Sache von einer andern Seite auffaffen... Bon der allein richtigen; aber laffen wir das. Tausend Thaler will mir Hauptmann von Dürrbed baar auszahlen, wenn Fräulein Blendheim ihren Kontrakt bricht fagten Sie das nicht, und übernehmen Sie die Bürg fchaft i Ich sage das und übernehme die Bürgschaft, Herr Direktor. Sind Sie also vollkommen bamit einverstanden, und haben wir später von Ihrer Seite teine weiteren Schwierigkeiten zu erwarten?" Der Direktor hatte seine gepangerten Arme, unter denen er das Schwert jest hielt, auf der Brust gefaltet, und finnend sentte sich sein behelmtes Haupt. Er nahm dabei eine vollkommen heroische Stellung ein, den rechten Fuß etwas vorgefeßt, und das leie Neigen feines Ropfes machte auch die Federn anmuthvoll schwanken; endlich fagte er: Es giebt im Menschenleben Augenblide, D Wo man dem Weltgeist näher steht, als fonft, Und eine Frage frei hat an das Schicksal aber soll ich eine Jüngerin ber Kunst zwingen, ihr göttliches Talent, bas jest auf jeder Bühne wenigstens breitausend Thaler werth ist, zu benußen? Nein, meine Seele bentt nicht an solche Engherzigkeit. ( Forsegung folgt.) und Arbeitnehmern bestehendes Gewerbe- Schiedsgericht errichtet| werde. Die Sache ist also sowohl beim Magiftrat, als auch in ber Stadtverordneten- Bersammlung angeregt, möge ste bei den Städtischen Behörden die verdiente Beachtung finden. Lokales. Das Bureau des Hauses der Abgeordneten hat dem Berliner Magistrat seine Betition, betreffend die Erhöhung der Hundesteuer, mit dem Bemerken zurückgesandt, daß dieselbe bes Schluffs des Landtages wegen nicht zur Berathung im Ble num gelangt fei. Da der Magistrat die beantragte Erböhung der Steuer behufs der Verminderung der Bahl der schlecht unterhaltenen Hunde und der Verminderung der Gefahren der Hundswuth für unbedingt nothwendig hält, so hat derselbe be schloffen, die Petition sofort bei Beginn der nächsten Landtags. Seffion einzureichen. r. Invaliden der Arbeit. Wer an den gegenwärtigen schönen Tagen eine Frühpromenade durch den Schleftschen Busch und die Treptower Anlagen unternimmt, dem bietet fich dort ein wenn auch nicht hübsches und erfreuliches, so doch Immerhin interessantes und im gewiffen Sinne auch anziehen bes Bild. Durch die schattigen Bromenadenwege Lommen burre Gestalten daher, mit hohlen Gefichtern und mit den ver störenden Reparaturbauten der Brücke zu beseitigen, welche bei bem bisherigen Bohlenbelag derselben nöthig wurden. Da die Brücke selbst so niedrig liegt, daß fie beim Durchpaffiren eines jedes Kahnes geöffnet und gefchloffen werden muß, so bat fte eine reue Eisentonstruktion erhalten, um die häufigen Reparaturen der Holzbalken zu beseitigen, und für die obere Bedeckung der Büde find Eisenplatten bestimmt, die auf Holz platten ruben und auf diesen mittelst besonderer Vorrichtungen befestigt werden. Die zum Befestigen der Eisenplatten in den felben angebrachten Deffnungen gewähren zugleich dem darübergebenden Fuße den erforderlichen Anhalt und verhindern das Ausrutschen. Soviel über die Theorie der Herren Techniker; wie fich die Sache in der Proris macht, das werden unsere Straßenaäule und das geehrte Bublifum bald erfahren. R. Eine in hiesigen ärztlichen Kreisen Aufsehen erregende Heilung hat in dem Krantenbause Bethanien vor einigen Tagen stattgefunden. Der vor Jahresfrist beim Bau des Schulgebäudes Köpniderstraße 315 aus der 3. Etage veruns glückte Maurergeselle George, Kl. Markusstraße 28 wohnhaft, welcher fich bei einem Sturze vom Gerüste einen Halswirbels und Schädelbruch zuzog, ist in Folge einer sehr komplizitten Operation dem Leben erhalten geblieben. Eine ebenso alberne wie boshafte Demonstration wurde Donnerstag Mittag gegen den Roßstraße 4 wohnenden Sofschlächtermeister Wendt von mehreren Pferdeschlächtern vers unter den hiesigen Schlächtern betriebenen Agilation gegen den Verkauf von Wurst aus Pferdefleisch als reeller Wurft waare. Dafür suchten sich nun vier Pferdeichlächter um die dadurch daß angegebene Belt baburd zu räden, bag fit mit ihren mit Pferdefleisch beladenen Wagen bei dem Wendt'schen Laden vorfuhren und den Schein zu erweden fuchten, als lüden fie bei Wendt ihr Pferdefleisch ab. Herr Wendt war selbst nicht anwesend. Selbstverständlich bildete fich bald ein großer Kreis Don Buschauern, welche in lautes halloh ausbrachen, als vier wachtmeister die vier Führer der Pferdefchlächterwagen sammt thren Gefährten nach dem Polizeirevier Nr. 1 an der Friedrichs aracht fiftirten, um dort ihre Persönlichkeiten festzustellen. Die schlauen Herren batten es nämlich unterlassen, thre Firmen R. Ein lofer Streich ist dem im Stadtbahnhof B wohnenden Bonbonfabrikanten Vieraim in der vergangen Nacht gespielt worden. Als derselbe heute früh sein Gefch lokal öffnete, fand er bunderte von Maitäfern auf den dem Ladentisch aufgefpricherten Konfitüren und Bonda herumschwirren. Ein Wigbold" hatte, jedenfalls von einer gnügten Landpartie betmtehrend, die an der Geschäftsbür findliche Ventilation flappe offen geieben und durch diefe geflügelten Sommerboten für den lederen Schmaus eingelaf Rr. 12 r. Im Zentral- Theater heiß es jest: Ablösung vo und Jugar beeh Rum 215. und zugleich legten Male gelangt die erfolgrei Gesangspoffe ,, Der Walzer König" zur Aufführung und überaus zahlreiche Besuch in der lezten Woche verfpr ch für den Sonntag ein ausverkauftes Haus. Am 1 Juni die Truppen des Herrn Dir. Ernst nach angeitrengter Wi fampagne ab, um den Hamburger plattbütfchen" EL Plaz zu machen, welche indeffen der nothwendigen Vorben Die Be tungen wegen das Quartiers erst am 6. Juni bezteben fönn welche wir i während welcher Beit leine Vorstellungen stattfinden. Bf das The bin wird noch emfig geprobt, denn obgleich das platiben wurde di Ensemble foeben in Hamburg große Triumphe feiert, so at irst doch, diesen Erfolg, wie früher soon, in Berlin wieder erwendung ertingen und darum läst Herr Dir. Stauber noch einmal ,, en bischen" revidiren. 1859 Jugend, törperlic Sind doch. bitsinspettor 18,935 Rinde Babl Der in 88 Mäd Soziales und Arbeiterbewegung. Die Zahl der jugendlichen Arbeiter, welche in Finder ift und diesen gleichstehenden Anlagen in Deutschland furden 646 1883 beſchäfttat wurden, beträgt 143,805 Im Jabse Bad wurden 123,543 jugendliche Arbeiter beschäftigt, also figlie Babl ber eine Bunahme von 20,262. Anstatt daß die jugendli beiter mehr und mehr verschwinden, fleht man alfo bedrajab nic Wachsthum. Die meisten jugendlichen Arbeitskräfte nimal belde fich ei Ertil Industrie in Anspruch, nämlich 41.691. I'm Reply Schußleute zu Fuß, ein berittener Schußmann und ein Polizei rungsbezirk Düsseldorf allein ist die Baal der in Fabri beschäftigten Kinder in einem Jahre um 35 Prozent, Di jugendlichen Arbeiter um 10 Prozent gefitegen. der Fabrilinspektor des Regierungsbe its Düsseldorf, Ueber die weiblichen Arbeiter in Fabriten f bächtig großen lugen; meist geben fie auf einem Stade gesucht. Herr Wendt ist nämlich der Letter der gegenwärtig ftüßt langsamen Schrittes und suchen irgend ein freundliches Blaschen auf, wo sich dann brel, bler, auch mehrere folcher unglüdlichen Tobestandidaten zusammenfinden, denen der Arzt Längst bie, Lungentuberkulose" ins Strandenbuch eingetragen bat, die nicht ganz so populär flingt, wie die gewöhnliche Schwindsucht". Die meisten von ihnen find Holzarbeiter, benen der Staub der Werkstatt die Athmungsorgane vernichtet, einige Metallarbeiter gesellen fich zu ihnen, mit dem gleichen Leiden behaftet. Jbre Unterhaltung dreht sich natürlich zunächst um diese Krankheit und jeder versichert dem Andern, daß er fich garnicht mehr leidend fühle und nächstens wieder anfangen werde zu arbeiten, und diese Versicherung wird um so leb hafter ausgesprochen, je hinfälliger die Gestalt und je bobler der feuchende Husten ist. Ja der Eine meint sogar seinen Arzt bupirt zu baben, der ihn für tränker halte, als er wirt lich sei und ihm auf Kosten der Krankenkasse einen erquidenden Sommeraufenthalt in dem nahen Johannisthal verordnet habe. Dazu macht er so lustige Bemerkungen, daß die anderen herz lich darüber lachen mußten, so daß ihnen die bekannte beltische Röthe ins Geficht steigt und die ganze Gesellschaft plöglich in einen gemeinsamen Sustenanfall verfällt, nach deffen Beendi gung Jeder den Anderen mit bedauerndem Blicke betrachtet. -Inzwischen ist die Sonne höher emporgeftiegen; und um bem Staube der Straße zu entgehen wendet fich die Gesell schaft nach Hause. Jeder ist für fich der Ueberzeugung, dag Der Andere es nicht mehr lange machen" werde, und fühlt fich selber ganz wohl und munter. Für den Beobachter aber bat es etwas unendlich Rührendes, wahrzunehmen, wie der all mächtige Wille zum Leben in dem einzelnen Individuum mit Folcher Gewalt zu Tage tritt und es über seinen eigenen Buführenden Stufen waren dichtbesetzt. Die wenigen Sandberge, stand in berubigender Ungewißbeit erhält. schilder an den Wagen anzubringen, wie dies Vo.schrift ist, werbereichsten des ganzen preußischen Staates, folgen und werden sich in Folge deffen eine Strafe wegen Fuhr Kontravention zuziehen. Außerdem dürfte, wie die Staatsb. Beitung" bemerit, auch der Paragraph des Strafgesetzbuchs, welcher vom Groben Unfug" handelt, leicht Anwendung auf diesen Streich finden, und endlich wird Herr Wendt gegen die Betreffenden wegen Geschäftsstörung flagen. In Summa dürfte mithin den vier Pferdeschlächtern das Vergnügen, thr Müthchen zu fühlen, ziemlich fostspielig werden. " g. Fröhliche Kinderschaaren mit ihren Erzieherinnen und sonstigen Beschügern belebten gestern während des ganzen Tages die öffentlichen Spielpläge und Anlagen in bisher nicht bemerkten Maffen. Der Tag war aber auch zu herlich. In Luftgarten war teine Bant, teine Treppe fret. Sowohl die zum Denkmal Friedrich Wilhelm III., als de aum Museum Dielfach ber Rinber nicht Daj tie Ind bam, bum.!) Logtett zu D Saitau, wo Dit ganze Lo Nicht nur im Intereffe der Arbeiterinnen, fondern ber fammten Arbeiterbevölkerung scheint es mir, daß die betterinnen gegen übermäßige Arbeit fügt werden und der Umfang ihrer Berwendba enger begrenzt wird. 3wölf bis dreizehn Arbei stunden in einer 14. bis 15 stündigen Schicht find, na lich wenn die Arbeit getrieben" wird, fchon für gef Männer zu viel, wieviel mehr für den empfindlicheren der Frau. Auch Nachtarbeit ist feinem Manne bienlid weniger dem Weibe. Lange Arbeitszeit und Nad tarbell aber in Betrieben üblich, welche überwiegend mit Fraum fegt find. In einer Spinneret des Bezirks werden am 47 pct., Nadts 51 pet. der Belegschaft Frauen be welche fich zum Spielen für die Kinder auf den öffentlichen Bläßen befinden, wurden wohl dußendemal um und dumm" t. Bei Mutter Grün. Es ist eine eigenthümliche Er. scheinung, daß durch den Sprachgebrauch oftmals Wörter und Redewendungen eine den ursprünglichen Begriffen gänzlich fern Tiegende Auslegung erfahren. Wir erinnern hier nur an Spießbürger", Sippschaft" u. a. m., Wörter, denen der beutige Sprachgebrauch eine gänzlich andere Bedeutung bei gelegt, als ihnen ursprünglich zu Grunde liegt. Daffelbe ist mit dem Ausdrucke bei Mutter Grün" der Fall. Gemeinbin verbindet man damit die Vorstellung von einem gewiffen Etwas, das außerhalb der menschlichen Gesellschaftsordnung liegt und nicht mit den Gesezen der Sitte und des Anstandes im Einklang steht, während eigentlich Damit Doch nur der Aufenthalt in der freien Natur, das füße Träumen unter Bäumen" gemeint ist, gemeint ist, wozu hang und Neigung ten meisten Menschen, zumal den Städtern, inne wohnen. Wer kennt nicht das unendliche Wonnegefühl, daß des Menschen Herz durchbebt, wenn er, burch des Dampfroffes Windeseile oder durch einen anstrengen. ben Marsch per pedes apostolorum der Enge und dem Ge wühle der Stadt entrüdt, hochaufathmend hinaustritt in's Freie? Wer kennt nicht das innige Behagen, das den erfaßt, ber, auf sammetweichem Rasen gebettet, im füßen dolce far niente das blaue Himmelszelt durch die grünbelaubten Bäume Schimmern steht? Wie wird die Luft noch gefteigert, wenn ein frober Station Gesellschaftskreis bei Mutter Grün" gemacht und unter dem Bwitschern ber Vögel und dem Rauschen der Baumkronen die Flasche die Runde macht und die Ansprüche des hungrigen Magens burch die mitgebrachten Speisevorräthe befriedigt werden. Es ist dies ein unschuldiger und doch reizvoller Sport, dem namentlich der Berliner im hohen Maße huldigt, der aber höchftens an Sonn- und Feiertagen in der geschilderten Weise ausgeübt werden lann. Doch auch in der Woche zeigt sich das Berlangen nach Mutter Grün"; die städtischen Anlagen find zur Ausübung dieses Sportes nicht geeignet, man will ungenirt fein und sucht fich zu seinen Niederlaffungen herrenlose Gebiete aus. Ein berartiges Terrain ist das umfargreiche, neben dem alten Bichhofe belegene Gebiet, welches die husfitenstraße mit bem Humboldtshain verbindet. Obgleich ein grüner Rasen teppich und frische Luft die einzigen Annehmlichkeiten dieses Blazes find, so entwickelt fich doch hier alltäglich ein idyllisches Ri an an Ste Barbe. Ang bebauerlich, legenden A gebung gana Annahme reienbften et machen. Die hen Fabri ammlung a infach Die Denfelben im chen beschäftigt( die größere Menge des Nachts, um die da nicht zulässigen jugendlichen Acbeiter zu erseßen), und in die vierzehnftündige Soit Abends 8 br en Beler wahrlicht Rationalliber fuchten. Ueber d Dit in der laemeine U olden Enqu So, fo!) m abigen(!! Minden Ameiſenbaufen. Als ein großer Mangel wird es in ber heißen Jahreszeit bezeichnet, daß fich in der Näbe so beliebter Spiel pläge nicht Trinkgelegenheiten für die Kinder befinden. Biel leicht bringt die Stadt an die nächstbelegenen Brunnen Becher an, wie fte bi den Wafferleitungen auf den Eisenbahnhöfen sein und den Mißstand wesentlich abstellen. zu anderen Zeiten aber auch bis 9 und 10 Uhr ausge gesammten Textilgroßindustrie immer noch 36 pCt. b schaft aus. Erfahrungsmäßig werden so beschäftigte teine guten Hausfrauen, und so beschäftigte fönnen niemals ibren Mutterpflichten vorhanden find. Es würde dieß mit geringen Koften verknüpft weshalb auch manche wohlmeinende Abeitgeber verbrbat 20 Frauen nach der ersten Entbindung nicht mehr beidi je größer die Anzahl der Arbeiterinnen ift. I'm hiengen girle fönnen lettere mit 20 000 bis 25 000, alio o Ber zahlbare Poftanweisung, woselbst er darauf 74 M. erhob. völkerung angenommen werden; es darf deshalb nici un nehmen, wenn ihr übler Einfluß im ebelid waarengeschäft in der Wallstraße beschäftigte Hausdiener W. besorgte 24. b. Mis. im Auftrage feines Geschäfts eine a. Ein ungetreuer Hausdiener. Der in einem Gold. Diese üble Wirkung muß fich aber umsomehr geltent mad Diese Summe lieferte er an seinen Prinzipal nicht ab, viel mehr erklärte er, das Geld auf dem Wege verloren zu haben. Dieser auffällige Umstand regte den Verdacht an, daß W. weitere Betrügereien und Unterschleife gemacht habe, und der Verdacht wurde durch eine Mittheilung eines Geschäftsfreundes in Hanau bestärkt, wonach dieser an das gedachte Goldwaaren geschäft einen deklarirten Brief, enthaltend Goldfachen und Diamanten im Werthe von 800 W., bereits am 16. b. Mis. mit der Post abgesandt hatte, ohne daß dieser Brief bisher in den Befis der Adreffatin gelangt war. Eine Erfundigung bei Leben und in der Kindererziehung beiterfamilien zuweilen schroff ber Areifen aften gema aur ermarien ticheint uns willich foo bag e Nothwendigt lect infor Un was bie Den Stuf nac Jabren erfcha Bierung gebr Hobe Sonnta belannt, bas bieje Behaup Battgefubt g tritt, und fich auch in andern Lebenskreisen füb bar mad - Das ist Alles richtig und dennoch der Widerwille fapitalistischen Gesellschaft sowohl, als auch in der beulfidar Delinhas Gefeßgebung gegen die Beschränkung der Frauer arbell doch einfach im Namen der Humanität und einer Kulturentwidelung unseres Boltes gefordert werden B Wo bie Inter buftete- aust Bezügli Der Lage, zu Beshten Die der Poft ergab, daß der Werthbrief am 17. b. M. in Berlin deutscher Bauunternehmer in Meiningen gegrins angelangt und daß der darüber ausgefertigte Poftauslieferungs- Arbeiter Versicherungs- Anstalt gegen schein in die Postmappe der Adreffatin gelegt worden war. Diese Mappe wurde, wie dies regelmäßig gefchab, dem Haus Diener W. gegeben, welcher täglich im Auftrage seiner Firma bie eingelaufenen Briefe und Werthsendungen von dem Poft amte abholte. Kutze Beit darauf wurde der Poftauslieferungss schein mit der gefälschten Unterschrift der Firmen- Inhaber vet feben, beim Poftamt präsentirt und dagegen der Werthbrief erhoben. W. ist gestern unter dem dringenden Verdacht der Unterschlagung und der schweren Urkundenfälschung zur Haft gebracht worden. Die beiden polnischen Arbeiter, welche wegen des Ver bachts der Brandstiftung an der Strohmiete der dem fönig. lichen Domainer- Fistus gehörigen, vom Amtmann Kirchner gepachteten Domaine Dahlem verhaftet wurden, find bereits aus dem Untersuchungsgefängniß wieder entlassen worden. Es lagen gegen dieselben nur ihre eigenen verdächtigenden Aeuße fchäftigungslosigteit, wurde auf eine Anfr Redaktion der Beitschrift die 8'mmerfur ft", vom Rol B Bräfidium mitgetheilt, daß genannte Versicherungs- aftal Preußen geftattet sei. Die Walzeisenfabriken in Oberschleften wolle einigen, um eine fid allgemeine Broduktion iſt an fchränkung herbeizuführen. Die Sache ist ja a übel nicht, wenn nur nicht die Arbeiter unter biefem schluffe wieder leiden müßten, die doch an der Ueberprob nicht schuld find. Der Streit der Tischlergesellen in Dresden nunmehr perfekt geworden zu fein. Die Delegiten großen Versammlung baben den Meistern folgenden La vorgelegt: 10ftündige Arbeitszeit, für genau feftari ringe" Arbeit wöchentlich 15 M., für mittlere" 18 Dieser Forderungen haben die Gesellen die Arbeit fchon bes Nordens, lagern fich im Grünen, plaudern und arbeiten, rungen vor und da diese durch keine Thatsachen unterstügt beffere" 24-30 M. Bis zur ausgesprochenen Gene während die muntere Kinderschaar fich auch umbeertummelt und mit gefteigertem Appetit ihr mitgenommenes Vesperbrod vers gehrt. Und wenn der Vater von der Arbeit tommt, dann ruht auch er fich wohl ein Stündchen aus im Freien, im Kreise seiner Lieben. Die Armen find ja genügsam und schon biefer primitive Aufenthalt bei Mutter Grün" gewährt Mutter Grün" gewährt ihnen eine angenehme Unterbrechung ihres einförmigen Daseins. " a. Das Hygiene Laboratorium, welches in der früheren Gewerbeakademie Klosterstraße 35/36 und zwar in der ersten und zweiten Etage des Hauses Nr. 36 eingerichtet wird, soll, wie uns mitgetheilt wird, schon Anfang Juni unter spezieller Leitung des Geheimraths Roch eröffnet werden. Es wird aus einer batteriologischen, chemischen und phyfitalischen Abtheilung bestehen. a. Von dem Polizei Präfidium ist der Entwurf einer Bolizei Verordnung, betr. das Aufbiasen des Fleisches ge Schlachteter Thiere, ausgearbeitet und dem Magiftrat zur Su ftimmung vorgelegt worden. Bekanntlich wird von Schlächtern unansehnlichen Fieisch ftüden, welche entweder von sehr jungen Thieren( sogenannten ungeborenen Kälbern 2c.) oder von frantem Bich herrühren, dadurch ein befferes Ausfeben gegeben, daß fie die Oberfläche der Fleischftüde auf blafen. Dieser auf die Täuschung des laufenden Publikums Ver Die neue sielende Kunstgriff soll nun durch ordnung bei einer Strafe von 5 bis 30 Mart perboten werden. a. Sum Besuche der bis Mitte September in Görlig ftattfindenden Gewerbe- und Industrie- Ausstellung werden auf den Stationen Schleftscher Bahnhof, Alexanderplat, FriedrichStraße, Boologischer Garten und Charlottenburg zu den Per wurden, auch sonst die vielen vernommenen Beugen Graviren des gegen fte nicht anzugeben vermochten, so war die königliche Staatsanwaltschaft nicht in der Lage, einen Strafantrag gegen fte begründen zu können. In welchem Umfange die Miete oon Den Arbeitern als Benne" benugt worden tft, gebt daraus hervor, daß nach dem Brande fich etwa 50 Mann Nachtlager in Dahlem suchten. Da die Herberae vollständig belegt war, wurde ihnen im. Kruge ein leerer Pferdeftall als Shlafftätte eingeräumt. " a. Geiftestranter. Vor einigen Zagen tam auf einem der hiesigen Stadtbahnhöfe eine russische Familie an, die gelegt. Der Streit der Tischler in Königsberg dauert änbert fort. Dieselben vertrauen auf die Unterstü Kollegen in ganz Deutschland und hoffen dann den erringen. Vor Buzug der Tischlergesellen nach Königsbe strengstens gewarnt werden. eine Ba Ju Manchester find wieder einmal Manufa arbeiter Streits ausgebrochen, welche fton Bedeutung erlangt haben. Die A beiter verlangen, fürzung des Arbeitstages um 1 Stunden und eine scheinlich, daß die Arbeiter ihre Forderungen durchfegen b ba in den betreffenden Etablissements der Geschäftsgang geiftestrante Mann, der nicht aussteigen wollte, stürzte fich auf feine Angehörigen, welche ihn zum Verlaffen des Koupee's auf forderten, und versuchte sie zu würgen; nur mit Mühe gelang es, den Unglücklichen zur Ruhe zu bringen, der dann von einem Sepädträger aus dem Koupee herausgetragen wurde. einen Geistestranten in ihrer Mitte fübite. Der junge erhöhung von 5 Schilling per Woche. Man bält es fils a. Ein recht gefährlicher Dieb, welcher fich mit der Be raubung von Kindern auf der Straße befaßt hat, ist heute in Der Person des 15jähtigen Arbeitsburschen Stow verhaftet worden, welcher bereits fünfmal wegen Diebstähle vorbestraft ist. St. bat fich seit längerer Zeit auf den Straßen herumge trieben, ohne eine ernstliche Beschäftigung zu übernehmen, und fleinen Knaben und Mädchen, welche fleine Einkäufe zu be forgen hatten, entweder das Geld für den Eintauf unter schwindelhaften Vorspiegelungen entlockt oder die eingekauften Waaren weggenommen. Auch nahm er fleinen Mädchen, Auch nahm er fleinen Mädchen, nachdem er fie in Häuser gelodi batte, ihre goldenen Dhr. ringe fort. a. Der Komplize des vorgestern wegen zweier Diebstähle aus Schaufäften verhafteten Einbrechers, sogenannten Schlächterwärtig ein flotter ift. tro abreicher e abritanten b überwiege Austellung würde. Die und Bera w und der Ber emertt, es man fir 170 hellung b Bermun Derwundert ba Augenblide fich un welgem por Retten allei Robenb ben Erftaun gnen. Die tet grazio leiert, fo Lonnie. An Don firaffer Die Wohlthätigkeits. Bazare in Paris machen! schlechten withschaftlichen Verhäftrife doch fehr gute schäfte". Man febt, daß die oberen Bebntaufend" der gegenwärtigen Kalamität nicht leiden. So wurbe einem einzigen Tage für Hüte, die 5000 Frants geloftet b Hände und das liebliche Lächeln der vornehmen Verläuferi 17 000 Franks gelöst. Das bewirken natürlich bie f welche besonders freundlich Demjenigen zuniden, der fi Waaren recht hobe Preise zahlt. Diese Geschäfte" find in That wohl am Blake, wenn nur die Ueberschüffe nicht allzu febr Gunft und Liebe und mehr nach Gerechtigkeit unter die leidenden vertheilt würden. Borkel Der deutsche Hilfsverein in Paris bat im 21 356 Frants für Krankenpflege und 26 391 Franka bir deutsche Hilfesuchende verausgabt. Von 4247 Berfonen A 187 fonenzügen am 6. Juni, 20. Juni, 4. Juli, 18. Juli, 1. Auguft, farls, ift geffern ebenfalls feftgenommen und zur Haft gebracht Heimath Beförderte 12 725 Franks. Die Babl der Be 15. Auguft, 29. Auguft und 12. September Extra- Retourbillets 2. und 3. Klaffe mit fünftägiger Giltigkeitsdauer zu ermäßigten Breifen zur Ausgabe gelangen. r. Beim Umbau der Oranienbrüde wird für die Bes Kleidung des Brückenüberganges eine neue Art Eisenpflaster verwendet. Es handelt sich darum, die häufigen, verkehrsBerantwortlicher Rebalteur R. worden. Derselbe ist ein obdachloser Schuhmachergeſelle. welche nach Deutschland zurückkehrten, ist somit um gingen. Der Verein warnt in seinem Redeni bericht vor dem 3uaug beutider r nach Paris, besonders solcher, die auf's Gerathema a. Dem Handelsmann Sch. ist am 23. b. Mts. Abends auf dem Abendmarkt am Aitonaplay, Ede der Swinemünder firaße, von feinem Geschäftswagen ein Holzläfig mit 15 Hübner füchlein im Werthe von 12 M. gestohlen worden. Der Dieb ist nicht ermittelt. reisen wollen. Gramscim Berlin. Drud unb Berlag son az Babing in Berlin SW, Beuthitrake 2 Aisms ciue Belle Barte. Es wa war gen Muichten. Warb von S Friz riz, ber alte Ro Friz, Die be bie fie eine Schlug bie ben Sattel Der Ueberra Agat Er eil Gie fich vo eine Hand blidte: ya, Belabbes Begeben, u Sie bof B ezaange Gefchi if den Bonbo einer ifistbir ch diefe eingelaf ng vo Beilage zum Berliner Volksblatt. Folguid r. 123 A und for chic Juni zi ter Wint n" Gif n Vorbe Politische Uebersicht. H Die Verhandlungen des Deutschen Lehrertages, über ben found belche wir schon im ersten Blatte berichteten, bezogen fich auch n. Buf das Thema Fabritgesesgebung und Schule." platiben wurde dort von der fompetenteften Seite, von den Erziehern t fo at Jugend, der Nachweis geliefert, wie sehr nachtbeilig die n wiebettwendung von schulpflichtigen Kindern in den Fabriken auf einmal törperliche und geistige Entwickelung der Kinder einw ttt. ng. Sonnabend, den 30. Mat 1885. Einfluß auf das Gewerbe ganz einbüßen würde. Der Bentralverband deutscher Induststeller hat die Driginalgut achten seiner Vereine und Berbände der Reichsregierung be reits vorgelegt, und es dürfte daber, nach Meinung des ge nannten Korrespondenzorgars, in der nächsten Beit eine endgiltige Entscheidung über die Stellung der Reichsregierung zu Dieser Frage zu erwarten sein. Wir haben schon vor einigen Tagen darauf hingewiesen, daß die Großindustriellen alle Hebel in Bewegung setzen, um Lie Ausstellung zu verhindern, während in den Reihen der Klein Gewerbetreibenden eine rege Agitation für die Ausstellung ftatifindet. Das offiöse Drgan scheint die Partet der Großindustriellen zu ergreifen und es überraschen, wenn die Ausstellung fallen Sind boch. wie der Referent hervorhob, nur in den den Fa hitsinspektoren unterftellten Anfalten im Jahre 1883 noch 18,935 Kinder von 12 bis 14 Jahren beschäftigt gewesen. Die in Fabrils Rinder ist wahrscheinlich noch viel größer. Sogar im Bergbau gelaffen wird. bim burden 646 Rinder von 12 bis 14 Jahren beschäftigt, darunter Mädchen. Und es nimmt, wie weiter nachgewiesen wurde, Sabre 1888 bedeutendes I'm Repl in Fabri at, bir Jah nicht ab, sondern zu. Häufig wird von Denjenigen, Rimber Hoigte Babl der in dieser Weise dem Unterricht entzogenen und nolia elfach der Ueberanstrengung preisgegebenen Kinder von Jahr den Einbrud, als ob mit Rücksicht auf die ländlichen Arbeiten, e nimml bile fich einem Verbot der Kinderarbeit widerseßen, angeführt, baj tie Industrie, um fonkurrensfähig zu bleiben, die Hilfe der Pen fan otfe, bid folgend bern bet Die beit rwendba Arbeill Ind, nam für gi tenlidh beren A ttarbeit Fraum en am bezw. La bie ba ir und in gemöbal 8 1hr en aufgeb Land in D t. Der Belop Ate Mander tigte en en gen perbrirate tend mad nicht entbehren fönne.( Immer die alte Glode: Bim, bum. 1) Auch diese Ausflucht hat der Referent auf ihre Werth lofgleit zu üc eführt. Er wieß noch, daß im Inspektionsbezirke Baitau, wo 2641 Rinder unter 14 Jahren beschäftigt werden, ganze Lohnunterschied noch nicht 1/2 pet. betiüge, wenn anan Stelle der Kinder jugendliche Arbeiter beschäftigen würde. Angesichts solcher Thatsachen ist es in hohem Grade bebauerlich, daß der Reichstag auch diesen Theil der ihm vor legenden Anträge auf Erweiterung der Arbeiterschußgefeg. gebung gänzlich unerledigt gelaffen hat. Hier hätte es nur der Annahme eines einzigen Baraphen bedurft, um einem der freienbften Mikstände unserer sozialen Zustände ein Ende zu machen. Dieser Paragraph steht seit Jahren in dem schmelze ichen Fabrikgeseze und stimmt mit dem von der Lehrerver jammlung angenommenen Antrage 1 überein. Er verbietet einfach die Fabrikarbeit für Kinder unter 14 Jahren. Um denselben im Deutschen Reiche zum Gefeße zu erheben, hätte wahrlich teiner langen Enqueten bedurft, mit welchen die Rationalliberalen auch diese dringende Reform zu verschleppen B udten. bit in der Staatsb. 3tg.". In den Ausweisungen der russischen Unterthanen aus den öftlichen Provinsen dürfte nach privaten Mittheilungen von der Weichsel ein Stillstand eingetreten sein. Man bat die im Laufe des Sommers bevorstehen und eine Schonung und Busammenhaltung der Arbeitsträfte wünschenswerth machen, ein langsameres Tempo beliebt werde. Also deshalb? Aus dem Großherzogthum Heffen. Bei der legten Tagung der beiden Ständelammern ist gelegentlich der Bera thung über bie durch die neue Steuergefeggebung nöthig gewordenen Novellen zum Landtags und zum Kommu nalwahlgefet ein Bunkt einer befriedigenden Erledigung augeführt worden, welcher zu mannigfachen Angriffen auf die Gesetzgebung Veranlaffung gegeben hatte. Bisher waren die zu den fraglichen Wahlen an fich Stimmfähigen im Einzelfall nur dann wahlberecht, wenn fie fich mit ihrer Steuerzahlung nicht im Rüditande befanden. Diese Vorschrift wurde nament lich beshalb scharf befebbet, weil es ungerechtfertigt sei, einen Wähler, der. B in Folge eines Versehens oder einer ganz vorübergehenden Geldverlegenheit wegen seine Steuer nicht be richtigt habe, von der Wahl auszuschließen. Mit Rüdficht hierauf wurde vielfach fagar Streichung der ganzen Voraus fegung der Steuerzahlung in den Wahlgefeßen begehrt. Dieses Irgtere schien den Kammern zu weit zu gehen, dagegen fonnte man fich jenen Ausstellungen doch nicht ganz ver schließen und so wurde der Ausweg gewählt, nur diejenigen Stimmfähigen rücksichtlich des Steuerzahlungspuntts auszu fchließen, welche zur Brit der Wahl länger als zweite Monate mit der Bahlung im Rüdftand" fich befinden. In dieser Fassung verkündigt das Regierungsblatt zunächst die Novelle zum Ge meindewablgese, dem diejenige zum Landtagswahlgefes bald folgen wird. Ueber die Frage der Sonntagsarbeit wird so lesen seitens der Regierung eine allaemeine Untersuchung vorbereitet. Eft auf Grund einer olden Enquete werden Maßregeln getroffen werden können, So, fo!) welche, ohne die Intereffen De Aroetter felbuzu abigen(!!!), den Segen der Sonntagsruhe den weitesten dhaften zur Förderung der Sonntagsheiligung unterflügen. Bir erwarten von einer derartigen Untersudung nicht viel, fte ticheint uns größtentheils überflüffig. Sollte die Regierung für Banzibar nicht allein im Namen Deutschlands, son wirklich so wenig über die Zustände im eigenen Lande informirt lein, daß es erst großartiger Untersuchungen bedarf, um die dürfte fich als eine falsche Kombination erweisen. Bothwendigkeit der Sonntagsrube festzustellen? beidhaftigt biefigen Veo Der nidhi Wun ebelid ber 20 จบ Tal bibar mad wille in Der beulicher er arbell net men Delica Des Iverbas Aegriseks egen Anfrent 8 Rol Bal ge.Anftall wollen ttion aan fi et biefem ber prob esden egteten faric Den Lo 18 Bene fchon Dauert tügung Den Gill nigs: nufatty bon g en eine eine cs fils Ben wa 5gang den tro ufenb" mour ben foftet Die f rläuferin Der filt find in llau feb er bie im Bot te bir fonen 903 in er Berio um 187 bie Bri nima Arbe thewal ba Un was die Arbeiter anbetrifft, so ist au tonstatiren, daß fie lecht informirt tönnen wir die Regierung gar nicht halten. Den uf nach Sonntagsruhe zu Hunderttausenden schon seit dabren erschallen liegen. Sollte diefer Ruf nie bis zur Re Zum Kolonialkrieg. Der Kr. 8tg." wird aus Brüssel folgendes geschrieben: Die Nachricht der Berl. Börsen Big.", nach welcher das deutsche Geschwader dern auch in dem der Kongo- Affoziation vorgehen werde," Bis zur Stunde hat die Nachricht, daß die Araber unter Tipou Tib als Vertreter des Sultans von Banzibar" die an den Stan lenfällen und dem Aruvimi gelegenen Stationen des neuen Rongo Staates angegriffen bätten, roch teine Bestätigung ge funden. Die von dort zurückgekommenen Reisenden berichten davon nichts. Tipou Tib scheint bei gewiffen Geschichtener. Ache Sonntagsruhe nicht geschädigt werden, ist so allgemein zählern die Stelle von Mirambo eingenommen zu haben. Man belannt, daß immerhin ein gewiffer Muth dazu gehört, bersucht hieraus ein Schredgespenst für Europäer zu machen. bieje Behauptung wieder aufjuwärmen. Das diesbezügliche Stanley foll, wie verlautet, nach Amerita abgereift sein, um Bartgefübl gegen die Arbeiter sollte man lieber da anwenden, wo bie Intereffen der Arbeiter wirklich geschädigt werden. Bezüglich der für Berlin geplanten nationalen In- abzuwarten." dort die Aufbringung von Kapitalien für eine Kongo- Eisenbahn zu verfuchen. Eine Bestätigung dieser Mittheilung bleibt jedoch Der Lage, zu fonstatiren, daß aus gewerb und industriereichen über die vielbesprochene Santa Lucia Bat, deren An Beshten die Anträge auf Verhinderung des Projekies immer Jabreicher eingeben: Der Verein der deutschen Bapier Die überwiegende Mehrheit derselben hat erklärt, daß fie die abritanten hat bei seinen Mitgliedern Umfrage gehalten, und und der Verein der Industriellen des Regierungs- Bezirks Köln negion für Deutschland durch den Reisenden" Einwald ser ettelt wurde. Der Bloemfontein Expreß" veröffentlicht eine Proflamation des Präsidenten der Neuen( Boeren) Republik vom 30. April, in welcher derselbe gegen die Aktion des eng Ausstellung nicht wünsche und fich an derselben nicht betheiligen lischen Lieutenant Moore, vom Kanonenboot Goshamt" wide. Die var be slammern von Oppeln, Mülheim a. d. Ruhr p: oteftirt, welcher im Dezember vorigen Jabres auf Grund Bera wollen gleichfalls von der Ausstellung nichts wiffen, 170 eines alten Vertrages mit dem Bulutönige Bordu von 1843 von der St. Lucia Bay Bestß ergriff. Der Vertrag, sagt der ett, es herrsche in den dortigen Kreisen die Anschauung, Präsident, sei enbgiltig, und die Lucia Bay gehöre auf Grund man für eine Reihe von Jahren von einer allgemeinen hellung abjeben joue, da solche sonst ihren wohlthätigen welche über das ganze Heich Dinijulus Autorität ausübe. Am Gesucht und gefunden. Roman von Dr. Dur. ( Forserung.) Berwundert schüttelte der alte Rodenburg den Ropf; bas Alles Wirklichkeit ist, oder ob ein Traum mich um gautelt. Hören Sie mich an, Felig! Die Verhältnisse, welche mich damals zwangen, Ihnen das Versprechen abzu ich habe Ihnen nehmen, walten nicht mehr ob; mir foftete, Don bermundert blidte auch Felig die Sprecherin an. In diesem damals gefagt, welche Opfer es Augenblide bog die Ravaltabe um die Ede des Gebüsches, Ihnen jenes Versprechen zu fordern, und nun, da ich fich unmittelbar vor der Veranda ausbreitete, und an meldem vorbei ein Riesweg führte, der zum Fahren und nicht mehr geschlossen sein, Mr. Rodenberg, Sie werden Alles Reiten allein von der Herrschaft benutzt zu werden pflegte. erfahren! Jah tomme, und hier bringe ich meinen Vater mit Robenburg fab die Ankommenden mit einem wachsen. ben Erstaunen, aber erkannte in der That Niemanden von Ihnen zu sagen, daß wir Ihnen unser Haus nicht mehr inen. Die Dame, die in der Mitte zwischen zwei Herren verschließen. tet grazios und anmutbig auf dem Pferde saß, war ver Barte H ber Graf M'Donuil ftand an ihrer Seite um „ Um Ihnen zu sagen," fügte der Graf hinzu, daß leiert, so daß man das Antlig derselben nicht erkennen Sie uns ein willkommener Freund find; und um von Lonnie. An ihrer rechten Seite ritt ein älterer Herr Ihnen zu erfahren, ob Sie auch uns ein freundschaftliches von firaffer, fehniger Gestalt mit firuppigem, grau melirtem Andenten bewahrt haben während der langen Beit, da Sie Es war Felix wohl, als tenne er dieses Antlig, doch meinem Hause verbannte." bet " Frizz, mein Freund, mein Vetter!" rief Felig. alte Rodenburg hoch erfreut. ein Unstern, der jegt glücklicherweise verschwunden ist, aus „ Herr Graf! Agathe! D, ich weiß nicht, wie ich Ihnen II. Jahrgang Schluß der Proklamation wird die Lucia Bay als Freihafen für alle Nationen, ohne Ausnahme, erklärt. Desterreich Ungarn. In den Landgemeinden von Oberösterreich, Krain, Tirol und Vorarlberg haben die Wahlen zum Reichsrath nunmehr ebenfalls stattgefunden. Dieselben fielen durchweg wie bisher flerital oder fleritalnational aus; deutsch- liberale Randi baten waren überhaupt nirgends aufgestellt. Die öfters reichische Regierung hat eine Weisung ergehen laffen, daß ,, auf Die Beamten rücksichtlich der Wahlfreiheit teine Breifton auss geübt werden solle; es sei jedoch unzuläffta, daß Beamte den Oppofitionstandidaten ihre Stimme geben!" Als ob das nicht daffelbe in Grün wäre! -In dem overrathsprozeß gegen mehrere Anarchisten ist der Urtheilsspruch erfolgt. Es wurden Bartsch, Hartmann, Schaden, Wegerer und Brones des Hochverrathes fchuldig erfannt und zu schweren Kerteiftrafen in der Dauer von 10, beziehungsweise 5, 4 und 3 Jahren verurtheilt. Der Mitangeklagte la murbe bloß wegen des Diebstahls zu einer 14tägigen Arreststrafe verurtheilt. Frankreich. Der Erzbischof von Paris hat gegen den Beschluß des Ministertums, das Patheon fünftighin nicht mehr zu firchlichen Bweden zu überlassen, protestirt. Wird ihm natürlich nicht bemfelben zu entfernen. Auch in der Deputirtenkammer belfen! Man beeilt sich, die firchlichen Geräthschaften aus tonnten es fich die Klerikalen nicht versagen, einen Proteft gegen die Entkirchlichung loszulaffen. Ein diesbezüglicher, gegen das Minifterium gerichteter Labelsantrag, wurde aber mit 388 gegen 93 Stimmen abgelehnt. In der geftrigen Sigung des Pariser Gemeinderathes wurde der Polizeipräfekt über die Vorgänge auf dem Père Lachaise interpellirt. Vaillant, Chabert und Bichon griffen die strafung des Polizeipräfekten, sowie der Boligften aller Grade, Bolizei heftig an und beantragten die Absegung und Be welche fich an dem Atte betheiligten. Chabert schlug vor, den Staatsanwalt zum Einschreiten aufzufordern. Der Polizei präfekt vertheidigte bierauf das Verbalten der Polizei und versuchte nachzuweisen, daß die Theilnehmer an der Manis festation den Konflikt hervorgerufen haben, und daß die Polizei am schlimmsten dabei gefahren sei. Er wies darauf hin, daß einige zwanzig Polizisten schwer verwundet, von den Kommu narbs aber nur vier oder fünf lontuftonirt selen. Schließlich wurde eine Refolution angenommen, in der ausgesprochen wird, daß kein Gefeß rothe Fabnen verbiete. Ferner werden Die Gewaltthätigkeiten der Polizei ftreng getabelt und wird fonstatirt, daß solche Vorgänge unmöglich sein werden, sobald fich die Leitung der Polizei in den Händen der Erwählten von Baris befindet. -Der Kapitän des sechsten Artillerie- Regiments, der für lich einen ertranften Artilleristen als Simulanten, an den Bad fattel eines Maulthieres gebunden, mitzumarschiren zwang, was bet der Ankunft in der Etappe eine Manifestation der Ein wohner hervorrief, ist vom Kriegsminister disziplinarisch bestraft morden. Er wurde auf unbestimmte Zeit mit Halbfold außer Dienft geftellt.( Bravo!) Vor dem Schwurgericht von balon f. Saone be gann am 26. b. M. Der Prozeß gegen 32 verschiedener Dyna mitfprengungen angeklagte Bergleute von Montceau- les- Mines. Die Angeklagten find meist junge Leute von 18-20 Jahren und werden von awet Patiser Rechtsanwäten, Millerand und Bernard, und drei dortigen vertheidigt. Die zwei Angeklagten Jalob und Serprig find geftändig, Eynamit im Berrery ge ftohlen und auf einem Kartoffelfelde verfted. zu haben, und wollen durch zwei geheime Agenten mittels des Versprechens von 200 Fr. zu dieser That verleitet worden sein. Der Ge neraladvokat bezeichnete mehrfach die Angeklagten als Ange hörige der Schwarzen Bande", was zu lebhaften Auseinan bersesungen zwischen ihm und dem Vertheidiger Millerand führte. Einige Angeklagte bestreiten jebe Betheiligung, andere, wie Jakob, die eine Hauptrolle gespielt, find sehr schlecht be leumundet. " Der Leichenzug Viktor Hugo's wird sich am Montag mit Vermeidung der großen Boulevards die Rue de Rivoli entlang bewegen. Am Triumphbogen sprechen Goblet für's Minifterium. Die Vorfigenden von Senat, Kammer und Stadt rath, und Augier für die Akademie, am Pantheon der Matre nochmals mein Herz und meine Hand anbiete und Sie frage: wollen Sie mich glücklich machen? Deffnen Sie Ihre Lippen zu einem befeligenden Ja!" Ja!" hauchte Agathe, das Auge fentend. Seine Arme umfchloffen sie, und seine Lippen berührten ihre Stirn. ,, Rommt her, meine Kinder, tommt und nehmet den Segen Eures Baters" fagte der alte Robenburg mit gitternber Stimme, während Freudenthränen feine Augen feuchteten. Nun mag die Stunde des Abschieds kommen, ich sehe der selben lächelnd entgegen." Rührend war die Begegnung des Grafen Fergus und bes alten Rodenburg; ste sprachen leise miteinander. Nur weniger Worte bedurfte es, um fie innig zu befreunden. Es gab einen Namen, der magnetisch wirkte auf Beide; bas war ber Name Frieda". Huschten. Der Mann aber, der zur Linken der Dame ritt, banken soll! Der sehnsüchtige Wunsch meines Herzens ist Brust meinen Schmerz um eine theuere Hingeschiedene aus riz, mein lieber, mein theurer Neffe!" wiederholte empfunden?" fragte Graf Fergus. rih, mein Bruder!" rief Lucie aufjauchzend. bie fie einem Mann übergaben, der ihnen folgte. Dann erfüllt, da meine Augen Sie wieder gesehen, Agathe!" Also auch Sie haben ben Schmerz ber Sehnsucht Die beiden Herren fliegen rasch von ihren Pferden, für Ihre Tochter hege, Herr Graf!" ber Ueberraschung stieß Felix aus. Den Schmerz der Sehnsucht, den zu ertragen es aller meiner Rraft und aller der Liebe bedurfte, die ich Also Ihre Gefühle für Agathe find unabänderlich ,, Mein Freund, mein Bruder," sagte Fergus, nicht allein das Verlangen, Beuge des Glüds unserer Kinder zu fein, hat mich veranlaßt, meine Tochter auf der weiten Reise zu begleiten, nein, auch der Herzenswunsch, an Ihrer Aumeinen. Ich habe, ehe ich bie Reise machte, an ihremt Grabeshügel gestanden und es war mir, als ob ihre Stimme zu mir spräche und den Auftrag gäbe, dem Ge liebten ihrer Jugend ihr Lebewohl zu überbringen." flug bie Dame, ehe fie, von den beiden Herren unterstüßt, dieselben, die Sie damals gegen mich aussprachen?" fragte anblidend Ihr Lebewohl! ben Sattel verließ, ihren Schleier zurüd. Einen Schrei Graf Fergus. blid te: " Meine Liebe ist durch die Zeit nicht verringert; wenn es möglich gewesen wäre, biefelbe noch zu erhöhen, Er eilte ihr entgegen. Sie breitete die Arme aus und ich hätte Sie nur noch um so mehr lieben müssen, Agathe. Lie fich von ihm aus dem Sattel helfen; dann nahm fie Die Sehnsucht und der Rummer haben mich vers feine Hand und lispelte, indem sie ihm innig in's Auge gehrt, obwohl ich das große Glüd hatte, inzwischen meine gegeben, zurückzugeben." Eltern wieber zu finden. Sie fagen, Jbre Lippen wären " Ich danke Ihnen, mein Freund und Bruder," vers feste Rodenburg, in feinen zitternden Händen diejenigen des Grafen haltend und ihn mit fieberhafter Spannung Ich habe fie als eine Tobte beweint und sie lebte und gedachte meiner!" Niemand begreift Ihren Schmerz beffer, als ich, mein Freund!" Ja, ich bin es! Ich komme zu Ihnen, um Sie Ihres damals gefchloffen gewesen, Agathe; öffnen Sie dieselben Herzens auszusprechen, da ich sie unglücklich an der Seite Belabbes au entbinden, um Ihnen das Wort, das Sie mir jest, um mich mit einem Ja", mit einem ich liebe Dich" glücklich zu machen, bem Worte, das Sie damals nicht aus" Sie tommen zu mir, Agathe? Ich weiß nicht, ob sprechen durften. Deffnen Sie dieselben, indem ich Ihnen geliebt hat- Ihr Bild." Auch Sie liebten fie... ich weiß es... Sie waren ihr ein Freund, als fie mit ihrem Rummer ganz allein und von Allen verlassen war. Haben Sie Dant dafür!" Ich liebe fie und habe gewagt, ihr die Gefühle meines eines ungeliebten Gatten sah. Ich wußte ja nicht, daß fie in ihrem Herzen bas Bild Desjenigen trug, den fie allein von Bezançon und Vertreter der Schriftstellervereine und der Komédie Française. Die klerikalen Blätter beklagen bitter die Verweltlichung der Genovefalirche( Pantheon), welche die dent bar unsicherfte Grabftätte set. Sie erinnern an das Schicksal Der Leichen Marat's. Mirabeau's, Rousseau's, Voltaire's, bie später aus ihrer Pantheongruft herausgeriffen und auf die Straße geworfen wurden. Spanien. Die Deputirtenkammer hat den am 10. b. M. abgeschlosse nen Vertrag, betreffend einige Abänderungen des Tarifs A. des deutsch spanischenhandelsvertrages, ohne Disluffton genehmigt. Schweden und Norwegen. | . tann ich es lich war. Erft hilft man dieses Gefes durchbrüden und nacherb lautet weint man Krokodilstbränen, wenn daffelbe gegen einen Stadt Rabengetre verordneten Anwendung findet. Die deutschfreifinnigen Reich folteft tagsabgeordneten, welche zugleich Mitglieder der Berliner en, fo bi Stadtoerordneten Versammlung find, waren übrigens am Donnerstag recht tieinlaut, als ihnen der Stadto. Singer zu bier, um b rief: Erinnern fie fich daran, daß nur durch ihre Mithilfe die Verlängerung dieses Gesezes möglich war, dem der Stadt Ewald feine Ausweisung zu verdanten hat. Niemand von den in der Versammlung anwesenden Herren: Dr. Virchow, Love, Dr. Alexander Meyer u. A. fand sich bereit, auf diese Worte et tro des Herrn Singer ouch nur eine Silbe zu erwidern. werden und der betreffende Wirth in Philadelphia habe das unbestrittene Recht gehabt, die 40 Mufiter aus Deutschland zu importiren. Diese Entscheidung wird, mit Ausnahme der Mufiker Schuß Gesellschaft und anderer Arbeitervereine, allge mein gebilligt. Es steht zu boffen, daß das alberne Kontratts. Arbeits Gesetz entweder in der nächsten Kongresseffton wider rufen werden, oder daß dasselbe ein todter Buchflabe bleiben wird, beides würde nur von Vortheil für das Ansehen der amerikanischen Nation im Auslande fein."-Man meitt aus jeder Beile die Wuth des genaunten Blattes über das genannte Gesetz. Es ist den Herren natürlich höchst unangenehm, daß fie durch daffelbe etwas gehindert werden, fich ihre Taschen zu füllen. Daß es in Amerika Richter giebt, welche sofort bereit sind, das Gesetz begraben zu belfen, darf nicht verwundern; schwer wird es aber diesen verbündeten Brüdern" dennoch werden, auf die Dauer gegen den ihnen unliebsamen Stachel zu leden. Denn das Gesetz ist nur durch die unermüdliche Agitation der dorti gen Arbeiter entstanden und diese Agitation wird es auch nicht bulben, daß dasselbe ein todter Buchstabe bleibt. Für Fälle, wie der oben angeführte, wird es immer möglich sein, Ausnahmen zu machen, das Ansehen der amerikanischen Nation ( die Herren betrachten sich freilich als Nation") lann nur durch Geseze zum Schuße der arbeitenden Bevölkerung ge winnen. In Norwegen beginnt der Ruf nach völliger Unab hängigkeit immer lauter zu erschallen. Da nun fürzlich das schwedische Parlament die§§ 11/12 der Verfassung dahin ge ändert hatte, daß fünftig diplomatische Angelegenheiten in Gegenwart des Ministers des Aeußern und von zwei Staatsräthen dem Könige vorgetragen werden sollen, an statt wie bisher nur in Gegenwart eines Staatsrathes, beschloß die norwegische Regierung, diese Aenderung ebenfalls für Nor megen zu verlangen, damit es nur ja nicht den Anschein ge wönne, daß Normegen binter dem Bruderlande" zurückſtehen müffe. König Dstar hat diesem Antrage zugestimmt, indem er die norwegische Regierung und den schwedischen Justizminister beauftragt hat, eine Bufagbestimmung zur Unionatte auszuarbeiten, nach welcher auch drei norwegische Staatsräthe bei dem Vortrage von diplomatischen Angelegenheiten im Staats athe anwesend sein müssen. Diese Bestimmung soll schon in der nächsten Seffton dem schwedischen Reichstag und bem norwegischen Storthing vorgelegt werden. Ein Antrag auf gesegliche Beschränkung der übermäßigen Arbeitszeit in den Bädereien wurde vom norwegischen Obelsthing angenommen. Hier nach soll, da die freie Vereinbarung den betreffenden Arbeiter nicht vor Ueberzeit schüße, die Thätigkeit der Bäckereien an Feiertagen und von 8 Uhr Abends bis 3 Uhr Morgens verboten werden.- Ja, das geschieht in Nor wegen! Aber in Deutschland, in dem Land der Denter", scheuen fich selbst fogen.„ große" Männer nicht, den Arbeitern das Geschwät von der freien Vereinbarung" vorzutragen. Dänemart. Der Attorney General Garland hat entschieben, baß Die Kopfsteuer von% Dollar, welche die in den Vereinigten Staaten ankommenden Einwanderer zu entrichten haben, sich auch auf Touristen bezieht. Hierm In al Die S aus dem unbebeuter Uebrigens Der Berlin na Tebe flatter Mundichau Bahnhof Der Boisd Malich hu 3000, am Prozeß gegen den Herrn Hofprediger Stöcker. Aus der Zeit des heftigsten und ei buterinten Kampfes vor den letzten den bas Reichstagswahlen datirt eine Aloge gegen den Hofprediger Stöcker wegen Beleidigung. Legierer fandidirte bekanntli außer im biefigen II. Wahlkreise auch im 1. Arnsberger Wabb treise Wittgenstein- Siegen, Hinterlandskreis, und hatte bier als Gegenfandidaten, von der deutsch freifinnigen Partei aufgestellt, Fabrikant Schmidt aus Elberfeld. Es tam zur Stichwahl, und Herr Stöcker, der bald hier, bald in Siegen Versammlungen abhielt, fagte in einer der ersteren im bieftgen Mistor Bhaufe Dinge, welche seinen Gegenkandidaten zur Klage veranlaßten, und zwar auf Grund eines zum Abdrud und zur Veröffent lichung gelommenen Berichtes. Die Angelegenheit hat, während Der Reichstag zusammen war, gerubt, weil derselbe ja doch e wegen der verfaffungsmäßig gewährleisteten Unverleglichkeit feiner Mitglieder um Einwilligung hätte angegangen werde müffen, diese voraussichtlich auch nicht ertheilt hätte. Nunme ist vom Vertreter des Klägers, Rechtsanwalt Mundel, e Sache wieder aufgenommen worden und tommt dieselbe 6. Juni vor dem hiesigen Schöffengericht, Abtheilung 100, Berhandlung. Herr Stöcker, der schon öfter Beleidig ingstlage angeftrengt hat, wird also das Vergnügen haben, fegt felb auf der Anklagebant Blas zu nehmen. Aus Kanada wird berichtet: General Middleton tam am 25. in Battleford an und wird sich von dort nach Bott Pitt begeben. Der Indianerhäuptling Bundmater hat fich bedingungslos unterworfen. Seine Anhänger legen die Waffen nieder und strömen nach Battleford. Alle wichtigen Häuptlinge in den unzufriedenen Distrikten haben fich unterworfen. Nur Big Bear, der über 800 Streiter verfügt, erklärt, er werde bei Big Hills, zwischen dem Frosch teich und Fort Pitt, Widerstand leisten. Die kanadische Re gierung ist ungeheuer zufrieden mit fich und ihrem Milizsystem und lobt fich selbst in den Reuter- Depeschen auf das wärmste. Ja die Blätter benugen bereits die Siege" zur Reklame. Detroit News" meint, daß das Resultat des Aufstandes nicht nur Ansiedler nach der fruchtbaren Region loden werde, wo Das Dominion seine Macht zur Geltung gebracht hat, sondern auch den Kredit und das Ansehen Kanadas in den Augen Der Welt ungeheuer erhöhen werde. In verschiedenen Blättern tauchten noch immer Nachrich ten auf, daß England und Rußland babin übereingekommen feien, die afghanische Frage dem Schiedsspruch des Königs von Dänemark zu unterbreiten. Die stetige Wiederkehr dieser Be hauptung veranlaßt die dänische Regierung, folgende offiziöse Mittheilung zu verbreiten: Anfangs Mai richtete Rußland privatim die Vorfrage an den Rönig. ob er geneigt sei, das Schiedsrichteramt zu übernehmen. Der König antwortete, er fei daju gemillt, wenn ihn beide Parteien dazu aufforderten. Seit jener Vorfrage ist die Angelegenheit jedoch nicht weiter in Eörterung gezogen worden."- Da seit der ersten Anfrage in Kopenhagen diei Wochen vorübergegangen find, darf vor stehende Mittheilung wohl als eine Bestätigung dafür ange sehen werden, daß die Eventualität der Anrufung eines Schiedsspruchs nunmehr beseitigt erscheint. Amerika. -Aus Peru in Südamerika wird gemeldet: Die Re gierungstruppen haben über die Truppen von Caceres bei Suancayo einen großen Sieg davongetragen. Caceres ift verwundet. Die Niederlage des Generals ist sehr zu be bauern, da nunmehr die ersreaktionäre flertale Regierung fich wohl auf längere Beit festseßen wird. Australien. die B Bungenich Ans day Bettung". Uhr Don Frage bet Bestattung Staatsan des Verft Deffen Uhr finden noc und foll Den Aran nitit enti Bnion in N. 11 Die von einer hiesigen Lotal- Korrespondenz breitete auffallende Nachricht, daß die für das Bolige Präsidium bestimmt gewesenen Bauten am Alexanderplat einer anderen Bestimmung überantwortet werden würden, entbehrt, wie der Boff. 8tg." von fompetenter Seite mitgetheilt with Der Begründung. Vielmehr ist die Angelegenheit soweit ge Diehen, daß der Stadtverordneten- Bersammlung etwa in vie pläne für das Prästdial Gebäude auf dem Alexanderplat zehn Tagen eine Vorlage zur Genehmigung der Ba gehen wird. Vor einigen Monaten meldeten australische Zeitungen, daß Das Parlament der Kolonie Neu Seeland zur Subven tionirung einer zwischen Auckland und der Samoa- und Tonga gruppe einzurichtenden Post dampfer- Verbindung 1500 Litr. bewilligt habe, und daß die Bewilligung weiterer Mittel be vorstände. Nach jetzt vorliegenden neueren Nachrichten ist bie Regierung von Neu Seeland durch das Parlament bereits ermächtigt worden, für jene Dampferverbindung jähr liche Subventionen bis zur Gesammthöhe von 6400 str. zu gewähren. Lokales. frage 7 Gemeindel Den Leib. mittels Di hafft wer N. G Borgeftern berg tom Snbuftrieb Lannt geb mit bieft bort bai tu Schließlich bar jeboch leben veri Das Befele Botterien lung publ und ander Hi babin nicht gene en mit 60 bas neu Jungen b auf bie 2 eine einbe a. In der Weber'schen Mordsache ist es der Kriminal polizei gelungen, festzustellen, daß der Mörder den Tvatort is der Gneisenauftrage am Mittwoch, den 20. Mai, etwa gegen 8 Uhr Morgens verlassen hat. Derfefelbe hat fich von alsbald nach einem in der Klosterstraße der Städtischen Spa taffe gegenüber belegenen Restaurationslotal begeben, hat bot felbft etwas gegeffen und fich dabei durch Fragen vergewiffe um welche Beit die Spartaffe für das Publikum geöffnet wird, und bis zu welcher Höhe Geld auf einmal abgehoben werde fann. Nachdem er hierüber Auskunft erhalten, verließ er Lotal. Er hatte einen abgetragenen und start verschoffenen Rod von grauem Tuch an, der mit jest nicht mehr modernen auffällig großen Bruftaufschlägen versehen war. Er trug eine Müge, blonden Schnurbart und einen tura geschorenen Bollbart. Derfelbe Mann mit dem altmodischem Tuchrod, b aber zu dieser Beit bereits nur noch einen blonden Schnu bart trug und fich deßhalb in der Zwischenzeit den f geschorenen Vollbart bat abraftren laffen müssen, sprach vor 11 Uhr auf dem Astanischen Blag den dort gerade stehend Dienstmann L. an und fragte diesen, ob er für ihn Belb auf Der Spartaffe abheben wolle. Nachdem sich der Dienfi man bierzu bereit erklärt hatte, erhielt derselbe das auf den Namen Johanna Bieper, Königgrägerstr. 3, lautende Sparkaffenbu Str. 87758 mit dem Auftrage ausgehändigt, darauf 100 Watt abzuheben und diese in ein näher bezeichnetes Lotal an ber Ede der Anhaltstraße zu bringen. Der Mörder ließ sich vo Dem Dienstmanne ficherheitshalber eine Marke ausliefern un traf alsdann mit legterem später in dem verabredeten wieder zufammen, wo er einen Hundertmarkschein ausgebändig erhielt. Das Lokal verließ er sodann, nachdem er den Dienf mann zuvor bezahlt hatte und ihm ein Glas Bier hatte gebe laffen. Mittheilungen, welche weitere Anhaltspunkte für Ermittelung des Thäters geben tönnen, werden auf dem minaltommiffariat von dem mit der Führung der Recher betrauten Kriminalfommiffar Rautenberg, sowie in jedem lizeibureau entgegengenommen. Der Verein für Verbreitung konservativer Zeitungen, an deffen Spize Herr Luckhardt, der Verleger des Deutschen Tageblattes", ftebt, hat, wie die Deutsche Volkszeitung" er fährt, auf den 28. b. eine Generalversammlung anberaumt. Man wird sich erinnern, schreibt die" Post", daß sämmtliche unabhängige tonservative Blätter, darunter selbstverständlich auch die Boft", aufs Nachdrücklichfte gegen diesen Verein proteftirt haben. Das ist gerade nicht sehr schmeichelhaft für das Deutsche Tageblatt". Wer indeffen weiß, mit welchen Mitteln dieses edle Drgan vertrieben wird, den wird es nicht wundern, wenn anständige Blätter mit den erwähnten Per fonen nichts zu thun haben mögen. Die den Interessen der Großindustriellen dienende New Dorter Handelsz- itung schreibt: Es war vorauszusehen, daß das vom Kongreffe in seiner legten Seston erlaffene Geset betreffs der Einfuhr auswärtiger Arbeiter unter Kontratt zu unliet samen Konsequenzen führen würde, und bereits damals war man allgemein der Ansicht, daß das Gefes in seiner gegenwärtigen Fassung überhaupt nicht durchführbar sei. Diese Ansicht hat jest durch einen ellatanten einschlägigen Fall ihre Bestätigung erfahren. Den Bestimmungen dieses albernen( so!) Machwertes von Gesez zufolge ist es für den Kapitän eines Schiffes ftrafbar, in einem Hafen der Ver. Staaten fremde Arbeiter oder Handwerker zu landen, welche sich vor ihrer Einschiffung ton trattlich verpflichtet hatten, Arbeiten in den Ber. Staaten zu Derrichten. Vor Kurzem trafen nun mittelst eines Dampfers des Norddeutschen Lloyd 40 Mufiter nebst ihrem Kapellmeister aus Deutschland hier ein, welche drüben von dem Befizer eines Konzertlot. Is in Philadelphia für die Sommer faifon engagirt worden waren. Die biefige gegenseitige Mufiler Schuß Gesellschaft, welche von der Sache Wind bes Tommen hatte, ersuchte die biefige Supreme Court( Gerichtshof) auf Grund des obigen Gefeßes um Erlaß eines Einhaltsbefehls, durch welchen das Linden der deutschen Muftler verhindert werden follte. Dieses Gesuch tam indeffen zu spät, da die betreffenden Muftter bereits hier ausgeschifft worden waren und sich sofort nach ihrem Bestimmugsorte begeben hatten. Wenn dieser I stere Fall aber auch nicht eingetreten wäre, würde seitens des betreffenden Richters, in diesem Falle Herr Lawrence, der ver. langte Einhaltsbefehl nicht gewährt worden sein, denn derselbe erklärte, seiner Ansicht nach tönne, außer Jrrfinnigen, Paupers uno Chinesen, Niemanden das Betreten des Landes verwehrt Ach, Frieda, das Schicksal wollte nicht, das wir glücklich wurden!" " Das ,, Berl. Tagebl." schließt einen Artikel über die in ber legten Stadtverordneten Versammlung gepflogene Dis tuffton über die Ausweisung des Stadtv. Ewald mit folgenden Worten: Vom Polizeipräsidium ist freilich taum zu verlangen, Daß es auch in diesem Falle nachträglich das Sozialistengeset zu Gunsten Ewald's auslegen und damit der Städteordnung zu ihrer wirklichen Geltung verhelfen würde. Ein Ausnahme gefeg tann eben gedeutet werden wie's paßt und beliebt, und barum ist die einzige Lehre, die wir aus dem Vorfall ziehen, die: Fort mit dem Sozialistengeses!"- Diese Ausführungen find charakteristisch, wenn man bedenkt, daß nur mit Hilfe der Deutschfreifinnigen Partei, deren Prinzipien bekanntlich und begreiflicher Weise das Berl. Tagebl" für die alleinselig machenden hält, die Verlängerung des Sozialistengefeges möдWährend der alte Rodenburg und Graf Fergus so mit einander sprachen, standen die übrigen in einiger Entfer nung. Felix und Agathe waren umringt von Freunden und Berwandten, um beren Glüdwünsche entgegen gu nehmen. " Mart Lotal neuen pr Dom 5. für ben non 31 Berbindu mit einer Seloftrafe Cobitftraf Die Straf bie Berba Lammer b Strafe p Binblichte Soffeng Inzwischen ist den hieftgen Beitungen von der Kriminal polizei auch das Falfimile eines Briefes zugesendet worde welcher vermuthlich von dem Mörder herrührt und an de Frau Weber gerichtet gewesen ist. Der mit H. Schuls unte zeichnete Brief ist mit lateinischen Buchstaben geschrieben, trägt folgende Adreffe: fret. Frau Johanna Weber. bier SW. Gneisenau Str. 19. Proje Dr Berichte Ausnahm Dotgan Berbett, Rünftig Strafbefe er Spock R. The Ange ern D finn III Treppen bie Bu bebeden." Gra I anders als in den Alazienlauben des Parks, allenfalls auf einem Spaziergange in der romantischen Umgegend, ober sein werden.... Lucie, mein Kind, Du begleitest wohl entfchul. Deinen Bruder auf Dein Zimmer, während ich -Dir die holde Braut auf ein halbes bige mich, Felix Stündchen entführe.... Du erlaubst doch, Better?" Der alte Rodenburg hatte nichts bawider, daß nun Brand, Cordelia, Lucie und Felig die Gäste in's Schloß führten, um die Pflichten der Gastfreundschaft zu üben. Graf M'Donuil aber mußte bei ihm bleiben und mußte ihm von ihr sprechen, deren Gedächtniß er ja so treu be auf der Veranda neben dem alten Bater. Der Himmel schien den Wunsch des Letteren erhör Er ward schwächer und schwächer, und Fiz Rodenb schüttelte über seinen Zustand den Ropf, wie es die ander Aerzte thaten. Der Erregung, der Spannung seines Geifteh bie ihn einmal vom Tobe errettet hatten, und die feitbe spannung; es war feine eigentliche Krankheit, es war allmäliges Auflösen, ein Absterben des Drganismus. ficherten, da war auch Cordelia, welche in fich die Pflicht wahrte, und deren Liebe er ja mit in's Grab nehmen Jahre lang angebauert, folgte jegt eine um so größere Da waren nicht nur Lucie und Brand, welche bie Liebenden ihrer herzlichen Theilnahme an ihrem Glüde ver fühlte, hier bie ganz unvertretene Rolle einer Mutter zu übernehmen; und sie führte diese Rolle mit großem Anstand und höchft würdevoll burch. wollte. Sechzundvierzigstes Rapitel. an fein: bas überze gemas noch J feglen, a Be Ber me Morgen bergs Be Mein S meiner G eine Bitt Sp ihn bie Es folgte nun eine Reihe von Tagen voll Wonne eines Tages besorgt fragte, hat die Wissenschaft bis jest nod welchen Cordelia in so fern nichts gefund und wird auch kein Heilmittel finden. welche dies Wiederfinden bereitet hatte. Da trat Agathe einen besonderen Antheil hatte, als fie es für ihre Trößte Dich," fügte er hinzu, Du fiehst, bag ein Pflicht hielt, die ftandesgemäßen Honners des Hauses zu baldiges Ende ja selbst nach dem Wunsche Deines Friz Rodenburg stand im Hintergrunde, und in seinem Antlig spiegelte fich all' bas Glück, all' die Freude wieder, Sie ergriff feine Hand und schaute ihm voll Innigkeit auf ihn zu. bald auch mein Verwandter" in die treuen offenen Augen. Mein Freund fagte fie, wir verdienten nicht, glücklich zu sein, wenn wir in dieser Stunde vergäßen, Ihnen zu banken. Unfere Schulb gegen Sie kann die Dankbarkeit eines ganzen Lebens night abtragen." Danten Sie mir nicht," antwortete Fritz bescheiden; habe ich nicht in Ihrem Glüde auch mein eigenes ge funden?" und Und das war gut. Wer hätte auch sonst in cinem machen. Baters ift." Fast an jedem Tage traf ein Brief von Elly ein, solchen Falle an das Seremoniell gedacht? Der alte Robens überglüdlich war, ihre Freundin Agathe und ihren Bruder burg gewiß nicht! Er bachte nur an sein Glüd, neben glücklich zu wiffen, aber auch jedesmal den Termin feftge ftellt wiffen wollte, an welchem fie ihren Berlobten zurüd erwarten durfte. Frig schrieb ihr, daß seine Anwesenheit 2- ppen geschieden sei; er hatte nur noch einen Wunsch, ihr bier nothwendig fei, er theilte ihr seine Befürchtungen in feinem Sohne nun auch noch eine Tochter gefunden zu baben, und daran, daß Frieda mit seinem Namen auf den bald folgen zu dürfen. Lucie konnte eben so wenig an die Wahrung äußerer Bezug auf den Bustand des alten Nobenburg mit. Feilig le " Man hatte Anfangs bestimmt, daß die Vermählung Würde und an äußere Feier denken, sie war ja allzu glüd. Felix Rodenburg's mit der Romtesse Agathe im Herbst " Du haft Recht, Friz!" nahm hier Felix das Wort. lich, ihren Bruder wieder umarmen zu fönnen; und Brand desselben Jahres stattfinden sollte, daß Rodenburg feinen fich nicht sagen. Ich weiß auch, daß Dein mitfühlendes allzu sehr in Anspruch genommen, um den Hausherrn schließen sollte, benn feiner von den alten Herren, weber Was wir Dir fchulden, das läßt sich nur fühlen, das läßt Herz ben schönsten Lohn findet in dem Glüde, das Du Andern spendest!" war gerade in gegenwärtiger Zeit durch wirthschaftliche Pflichten überall vertreten zu können. Die Stunden, welche Graf Fergus M'Donuil nicht bei seinem Freunde, bem Vater feines fünftigen Schwiegerfohnes zubrachte, pflegte er in Brand's Gesellschaft die Wirth Lieben trennen. Aenderung. " Rucie. P gegen mi trifft, fo Rob Segen all Begen Fr Lucie, b Tochter, unb enbl Belt hin Silfe an wiffen. ein unb Sohn begleiten und seine Tage im Schloß M'Donuil be Graf M'Donuil noch Rodenburg, wollte fich von seinen Der Beschluß erfuhr durch die Hand des Schidfals eine Mein lieber Bruder," sagte eines Tages Robenburg Meine Lieben," sagte fie, es ist wirklich selbstsüchtig, durchstreifen; und mit lebhaftem Interesse nahm der schottische zu dem Grafen M'Donuil, der in seinem Krantenzimme Magnat biefe nach den neuesten wissenschaftlichen Prinzipien neben seinem Lehnstuhle saß, ich werde Felbau nicht mehr mit Intelligenz und Energie geleitete Wirthschaft in verlassen; ich füble es, daß ich den nächsten Herbst, bie Beit, welche wir für den Ehebund unserer Rinder bestimmt Felig und Agathe verbrachten die Zeit natürlich nicht haben, nicht mehr erleben werde. Ja, wenn der Herbftwinb Corbelia, welche sich inzwischen entfernt hatte, um Drinnen den Empfang der Gäste vorzubereiten, fehrte jegt zurüd. daß wir unsere Gäfte nicht einen Augenblick entbehren wollen. Wir dürfen nicht vergessen, daß sie ermüdet sein werden von der Reise, daß eine kurze Ruhe und dann ein Frühstück ihnen und namentlich der lieben Gräfin willkommen Augenschein. Au Bemabli ucie, w Onachher lautet in dem zur Veröffentlichung bestimmten Theile buch en Stadt fabengetreu wie folgt: n Reich foltest du Zeit haben, oder wollen, mal runter zu tomBerliner men, so bin ich ungefähr um halb neun Uhr dort, so genau ens am lann ich es nicht bestimmen; es ist ein verfluchtes Ende von inger zuber, um halb fieben Uhr ist feierabend. thilfe bie = Stadto Don den w, Love, fe Worte hiermit schlife ich, verföhnlich mehr und wünsche dich In aller treuer Freudschaft ein glückseliges neues Jahr. H. Schulz. Die Handschrift ist eine durchaus charakteristische, und es et tros einiger orthographischer und grammatikalischer Fehler aus dem Sriftftüd hervor, daß der Verfaffer über eine nicht er. Aus bedeutende Portion von Intelligenz zu verfügen scheint. Übrigens we den wir morgen in der Lage sein, unseren en Ieper fern das Fatimile des Briefes vorzeigen zu können. ofprediger tanntlic er Wahl " Der Personenverkehr war während der Pfinastzeit von Berlin nach außerhalb, sowie von außerhalb nach Berlin ein e bier als te ftarter. Am zweiten Bfingfifeiertage find, der Täglichen ufgeftellt, undichau" zufolge, etwa 7000 Personen allein vom Anhalter Bahnhof nach Lichterfelde und zurud befördert worden. Auf Dabl, und er Botsdamer Bahn verkehrten während des Pingftfestes mlungen Malich hundert Büge. Am ersten Feiertage gelangten etwa For Bhaufe 3000, am zweiten gegen 12,000 Billets zu Ausgabe. anlaßten, Beröffent doch erft Aus völlig authentischer Quelle fönnen wir berichten, während die Beerdigung des am Morgen des 26. d. M. an einem Sungenschlage pöglich verstorbenen Mitarbeiters der Gerichtslegliche Beitung, Richard Jüterbod, heute, Sonnabend, Nachmittag webm Runme mdel, Die felbe a 100, ngstlage Test felbt uz ve Bolige lag eines entbehrt ilt wird, weit ge in vie er Baw play Rriminal batort in wa gegen Don bort en Spa bat bort gewiffet net wird, n werden fer bal Schoffenen modernen trug eine Cichorenen rod, be Schmurty Den lu prach tu ftebende Belb auf enfi mann Namen affenbu 00 Matt an ber fich von fern und ten Lolal gebändigt n Dienf tte geben für bem techerde bem Rriminal worden 7b an bie lunte ben, trägt SW. Creppen falls auf and, obe erhöre zu dürf obenb e anber Geißth efeitbem Bere war ein Felir ihn jest no finden bag ein merkte mit Schrecken, daß die Hörkraft desselben ganz erheblich abnahm. Er begab sich daher sofort in ärztliche Behandlung und der Doktor erkannte nach sorgfältiger Untersuchung deutlich Symptome einer Phosphorvergiftung. Durch einen laum bes mertbaren fleinen Riß hatte sich das Gift dem Blute mitge. theilt und es steht noch sehr in Bweifel, ob der junge Mufiter je wieder in den vollen Bests seiner Hörkraft gc langen wird. a. ,, Sic transit gloria mundi". Unter dieser Ueberschrift ladet am schwarzen Brett der Universität ein früherer Studiofus der Medizin die Komilitonen zum Besuche seines Restaurants ein. Bierausschenken ist jedenfalls appetit Itcher als Sestren. Louisenstädtisches Theater. Ein, wie wir hören, fehr begabte Schülerin des Profeffor Engel, Fl. Bertha Gerber, betritt heute zum ersten Male die Bühne. Herr Dir. Schöned, der Leiter des Opern- Gesammt Gastspiels giebt der jungen Dame Gelegenbeit in der heutigen Freischür Aufführung als Agathe au debütiren Polizei Bericht. Am 27. d. Mts., Vormittags, sprang ein bei seinen Eltern in der Greifswalderstraße fich auf Ur laub aufhaltender Soldat aus Furcht vor Strafe wegen Ur laubsüberschreitung aus dem Fenster der drei Treppen hoch belegenen Wohnung auf den Bürgersteig hinab und erlitt einen Bruch beider Beine. Er wurde mittels Krantenwagens nach dem Garnison- Lazareth gobracht. An demselben Tage, Nachmittags, wurde ein Mann, welcher seit einiger Zeit an Berfolgungswahn litt, in seiner Wohnung in der Liesenstraße erhängt aufgefunden. Bu derselben Beit glitt ein Mann auf dem Bürgersteige vor dem Hause Neue Königstraße Nr. 66 aus und erlitt durch den Fall einen Bruch des linken Unter Uhr von der Leichenhalle der Johannisgemeinde in der See frage bei Blößenfee stattfinden wird und daß ein Verbot der Bestattung behufs Obduktion der Leiche von der königlichen Staatsanwaltschaft nicht angeordnet war. Den Angehörigen schenkels. Er wurde zunächst nach seiner Wohnung und dann bes Bersto: benen find übrigens gegen Erlegung von 7 Mart Deffen Uhr und Ueberzieher ausgeliefert worden. Uebrigens Finden noch Ermittelungen seitens der Staatsanwaltschaft statt and foll namentlich feftgestellt werden, ob die Personen, die Den kranten vor die Thür seines Hauses gelegt und fich demnitit entfernt baben, fich nicht etwa der Ausseßung einer Bajon in hilfloser Lage schuldig gemacht haben. rage 7 wohnbaft, fiel heute Vormittag auf dem Bau der Gemeindeschule in der Georgenkirchstraße ein Holzbogen auf den Leib, wodurch er sich eine starke Verlegung auzog und mittels Droichte nach dem Krankenhause im Friedrichshain ge hafft werden mußte. N. Unglüdsfall Dem Arbeiter Ludwig Casper, Kraut N. Ein alter Gaunerstreich in neuer Auflage wurde Bageftern auf dem Lehrte: Bahnhofe gegen fleben aus Brom berg tommende, zur Spigentiöppelet nach den Bielefelder nach dem Dbduktionshause gebracht. Babuftriebezitten engagirte Mädchen von einem bisher unbe annt gebliebenen Mann verübt, der sich und seine Dienste den mit hiesigen Verhältnissen unbekannten Mädchen anbot. Schließlich erbot er sich, die Billets zur Weiterfahrt zu lösen, bar jedoch, faum im Beftze des Geldes, auf Nimmerwiederfehen verschwunden. Belek, das Verbot des Spielens in auswärtigen Das im preußischen Landtage jüngst angenommene Botterien betreffend, welches demnächst in der Gefeßsamm unb anderwärts eine total misverständliche Auffaffung, nament die Fürstenom trot ihrer Versicherung, fe habe von dem Bor bandensein der gestohlenen Gegenstände teine Kenntniß, sofort in Haft genommen und nach dem Gerichtegefängniß Moabit transportirt. Vor dem Untersuchungsrichter erklärte nun die Fürftenow, daß fie Nachtwandlerin" sei und im somnambu liftischen Bustande die ihr zur Last gelegten Diebstähle ausge führt hätte. Die im Gefängniß angestellten Beobachtungen er gaben jedoch alsbald, daß es mit dem Somnambulismus der nun mehr wegen Diebstahls angeklagten Fürstenom nicht weit her sei. Nicht das geringste Anzeichen für das Vorhandensein jener Krankheit ließ fich bei der Angellagten wahrnehmen möglich, daß die Diät des Gefängnisses fich als Heilmittel erwies. Trogdem aber hielt die Fürstenom in der gestrigen Hauptverhandlung Der Straftammer thren tho richten Einwand aufrecht und erst der Hinweis des Herrn Vorsitzenden, daß fie durch ihr hartnäckiges Leugnen der Bubilligung mildernder Umstände verluftig ginge, bewog die Angeklagte, die bisher befolgte Methode fallen zu laffen und fie bequemte sich nunmehr zu einem umfassenden Geständniß. Der Staatsanwalt beantragte 2 Jahre 6 Monate Buchthaus Besammtstrafe; der Gerichtshof betrachtete die Vergehen der Angeklagten in milderem Lichte. Wegen Uebertretung des Feld und Forstpolizei Gefeßes, wofür die Entwendung der Gießtanne angesehen wurde, sowie wegen schweren Diebstahls ( Entwendung der Hühner aus einem umschloffenen Raume) lautete das Urtheil unter Annahme mildernder Umstände auf 1 Jahr Gefängniß. Ein Bild tiefer fittlicher Verkommenheit und Ber worfenheit wurde in einer Verhandlung entrollt, welche geftern vor der dritten Straflammer des Landgerichts I ftattfand. Der 38jährige Mann, welcher in Buchthauskleidung vorgeführt wird, hat eine höchft wechselvolle, aber auch dunkle Bergangen heit hinter sich. Er ist der Sohn eines Ritterguts beftgers im Udermärkischen, heißt Julius Adolf Friedrich Witte und hat das Gymnaftum in Prenzlau bis Sekunda besucht. Dann hat er fich dem Kaufmannsstande gewidmet und in den ver tions, Getreide und Maschinenfache gearbeitet. Aber auch auf landwirthschaftlichem Gebiete hat er gewirkt, denn er hat thatsächlich die verschiedensten derartigen Stellungen einge nommen, er fungirte als Inspektor, Wirthschaftsdirektor, Buteadministrator und dergleichen und ist auch eine Beit lang Rechnungsführer beim Ritterguisbefizer Baron von Sydow auf Bärfelde gewesen. Im Jahre 1870 erlitt er die erste Strafe -drei Monate Gefängniß wegen Urkundenfälschung und feit jener Beit hat er die Bahn des Verbrechens fast nicht ver laffen. Unter feinen vielen Borstrafen figurirt u. A. eine fünfjährige Buchthausstrafe wegen einer ganzen Blumen lese der verschiedensten Verbrechen und die zur Zeit von ihm zu verbüßende Buchthausstrafe von drei Jahren wurde ihm vor etwa anderthalb Jahren wegen einer ganzen Reihe höchst raffinirter Betrügereien zudiktirt. Inzwischen hat sich nun berausgestellt, daß der Angeklagte noch viel mehr auf dem Gewiffen hat und es find noch zehn weitere Betrugsfälle richterlichen Prüfung unterlagen. Der Staatsanwalt Dr. Stephan war der Anficht, das der bartgefottene Sünder wegen am 27. b. Mis., Nachmittags, auf dem Grundstück Bethanien Ufer Nr. 6 damit beschäftigt, für das daselbst befindliche Dampf Sägewert von Hensel u. Sommerlade mittels Krahns Holz abzuladen. Hierbei glitt die Holzzange von einem Holzschiedensten Branchen, bald im Bantgeschäfte, bald im Spedi stück ab, traf den 2c. Köhler und brachte ihm eine so bedeu tende Verlegung am rechten Fuß bei, daß er nach Bethanien gebracht werden mußte. Am 27. d. Mts., Nachmittags, fiel Der Kutscher Kurz in der Köpniderstraße vor dem Hause Nr. 122 von seinem Rollwagen, wurde überfahren und erlitt einen Bruch des rechten Oberarmes, sowie eine Quetschung des rech ten Dberschenkels. Er wurde nach Bethanien gebracht.- Zu Derselben Beit wurde ein Mann in seiner Wohnung in der Belle Alliancestraße erhängt aufgefunden. Als Anlaß zum Selbstmorde wird Schwermuth bezeichnet. Die Leiche wurde In der Nacht zum 28. b. Mts. vergiftete fich ein Mann in seiner in der Tegeler. ftraße belegenen Wohnung mittelst Kleesalzes. Die Leiche wurde nach dem Dhduktionshause gebracht.- Am 28. b. Mts. wurde ein Mann an der Wilhelms. und Leipzigerstraße frant aufgefunden und mittelft Droschte nach der Charité gebracht. An demselben Tage, Vormittags, wurde ein Mann in seiner in der Manteuffelstraße belegenen Wohnung erhängt aufgegegen ihn eruirt, welche in der gestrigen Verhandlung der funden. Die Leiche wurde nach dem Dbduktionshause gebracht. lung publizirt werden wird, hat beim großen Bublikum hier straße Nr. 50 die Leiche eines anscheinend dem Arbeiterstande seiner außerordentlichen Gemeingefährlichkeit für längere Zeit ba nicht genehmigten Lotterien anstatt wie bisher mit 3 M., fort en mit 600 Mt. erfolgen sollen. Dem ist nicht nur so, sondern neu angenommene Gesetz bezweckt, die bisherigen Belästi angehörenden, unbekannten Mannes angeschwemmt und nach dem Obduktionshause gebracht.- Am 28. b. Mts., Nach mittags, fiel ein Mann vor dem Hause Staligerstraße Nr. 103 in der Trunkenheit von seinem Wagen, wurde überfahren und bedeutend am rechten Knie verlegt. Er wurde nach Bethanien Jungen der Spieler in solchen Lotterien durch ihre Bitirung gebracht. An demselben Tage, Nachmittags, wurde hinter auf die Anklagebant in Fortfall zu bringen und außerdem eine einbeitliche Strafbestimmung für die alten und für die neuen preußischen Provinzen zu schaffen. Die Verordnung Dom 5. Juli 1847 bedroht die Spieler und Spielvermittler f den Bezirk der alten Provinzen mit einer Geldstrafe DOT 3 bis 1500 Mart, die Verordnung von 1867 in mit einer Gefängnisstrafe bis zu 2 Jahren oder mit einer Berbindung dem Dem Grundstück Holzmarktstraße 20/21 in der Spree die Leiche des seit dem 19. d. Mts. vermißten Tischlers Jänite ange schwemmt und nach dem Dbduktionshause gebracht.- Bu der felben Belt wurde der Bierverleger Barisch vor dem Hause Große Hamburgerstraße Nr. 36 vom Bluffturz befallen und nach dem Hedwigs- Krankenhause gebracht, wo er bald darauf verstarb. Am 28. d. Mts., Abends, wurde in der Spree, binter Belt Nr. 1., die Leiche eines etwa 35 Jahre alten, dem Seloftrafe von 3 bis 3000 m. In Gemäßheit der angedrohten Arbeiterstande angehörenden, unbekannten Mannes ange An beit auf dem Kottbuserplatz auf das Steinpflaster und zog fich Durch den Fall eine bedeutende Wunde am Hinterkopf zu, so unschädlich gemacht werden müffe, er beantragte eine Gesammt Strafe von sebs Jahren Buchthaus, 300 m. event. noch 100 Tage Buchthaus, sechs Jahre Ehrverluft und Stellung unter Polizeiaufsicht. Das Urtheil des Gerichtshofes lautete auf drei Jahre Buchthaus, 1500 M. Geldstrafe event. noch 200 Tage Buchthaus und 3 Jahre Ehrverlust. P. Zu je 13 246 Mart Stempelstenerstrafe verurtheilte gestern die 2. Strafkammer des Landgerichts II den Rentier Albert Bauer und den Architekten Albert Breilich zu Berlin. Die Genannten versäumten im Jahre 1883 bei Abschluß eines Grundflüds Kauf Vertrages den bei dem Kaufpreis im Betrage von 279 000 Mart gesetzlich erforderten Stempelsteuerbetrag zu verwenden und haben nun wegen dieser Defraudation den 50 fachen Betrag der Steuer zu entrichten. Dieser Fall dürfte mit Rüdicht auf die voraussichtlich stattfindende Reviston der Bärwalde i, Nm., 29. Mai.( Wichtige Entscheidung.) in erster und weiter Instanz ist in Sorau eine Gefinde. Ver mieiberin zu 15 Matt Geldstrafe verurtheitt worden, weil ste ein Dienstmädchen vermiethet hat, von der fte wußte, daß fte eine bestrafte Diebin sei und diesen Umstand der neuen Herr schaft verschwiegen batte. Die Straflammer zuständig und tonnte in den alten Provinzen demselben Tage, Abends, fiel ein Mann in Folge der Trunken- ftempelpflichtigen Miethstontratte zur Vorsicht mahnen. bie Berhandlung und Entscheidung durch Beschluß der Straf lammer dem Schöffengericht überwiesen werden. Diese Um Bindlichkeit hat das neue Beses beseitigt, indem es die höchfte daß er mittelst Droschte nach der Charité gebracht werden Strafe von 1500 auf 600 Mart reduzirte und dadurch das Stoffengericht direkt aufständig machte. Nach§ 247 der Straf mußte. Coye- Dronung fann in den zur Buständigkeit der Schöffen Berichte gehörigen Sachen mit einer hier nicht zutreffenden Ausnahme durch schriftlichen Strafbefehl des Amtsrichters ohne Botgängige Verhandlung eine Strafe festgesett Berben, wenn die Staatsanwaltschaft schriftlich hierauf anträgt. Rünftig werden die Spieler auswärtiger Lotterien nur einen Strafbefehl in Höhe von 3 M. erhalten. Gerichts- Zeitung. P. Eine angebliche Somnambule präsentirte fich gestern der Straflammer des Landgerichts II. Die wegen Diebstable bäufig vorbestrafte verehelichte Büdner Fürstenom aus GroßSchulzendorf war in Verdacht gerathen, zwei Bauergutsbefizern am genannten Drte eine Anzahl Hühner, sowie dem Gutsbe fizer von dem Knesebid eine Gießtanne und Biersträucher zur ftenow vorgenommene Hausfuchung förderte die bezeichneten Gegenstände zu Tage. Auf Grund dieses Ergebnisses wurde Höchstestraße wohnhafter junger Mufiter 3. hatte die The Angewohnheit, sich mittelst der runden Ruppe von Streich Nachtzeit entwendet zu haben. Eine daraufhin bei der Für en Das Dhr zu reinigen. Seit einiger Zeit empfand der innige cin heftiges Stechen im rechten Dhr und be bie bebeden. fein; bas nächste dürre Laub wird schon meinen Grabhügel möchte ich gesorgt wissen. Bume von Feldau entlaubt, dann werde ich nicht mehr für sie und ihren Gatten, meinen treuen Freund Brand, Graf Fergus wollte ihn beruhigen und versuchte, ihn noch immer Hoffnung vorhanden sei. Leipzig, 13. Mai. Vorspiegelung falscher Thatsachen. Der Lotterie Kollekteur Karl Heinge in Berlin hatte ein Lotteries Ioos an awei arme Mädchen Namens Kunz in Bremen ver fauft. Auf dieses Loos war der Hauptgewinn, bestehend in einer maffiven Goldsäule mit dem garantirten Werthe von 48 000 Mart, gefallen. Sobald Heinze hiervon Kenntniß er halten hatte, reifte er nach Bremen, um den beiden Mädchen Das Loos wieder abzukaufen. Er sagte ihnen, fte hätten viel gewonnen, aber es würde ihnen schwer sein, die Goldfäule zu verwerthen. Auf den Nipptisch tönnten sie dieselbe nicht stellen und das Verkaufen werde für fte seine Schwierigkeiten haben. Das geschah ganz in seinem Sinne, nicht mit über großem Pomp, desto mehr unter der innigen Theilnahme, unter dem aufrichtigsten Schmerz aller Mitglieber bes Hauses, und unter aufrichtiger Trauer aller feiner bisherigen Jaberzeugen, daß es so schlimm noch nicht um ihn stehe, befit mehr, als wir um ein forgenfreies, ein glänzendes Untergebenen. Er aber schüttelte ben Ropf. Semas Ich weiß es besser", fagte er, und ich werde bemEr helen, auch Cordelia nicht. " Für sie soll gesorgt sein, mein Vater," unterbrach ihn Felig. Erlaube, daß ich einen Vorschlag mache. Agathe Leben zu führen, bedürfen. Graf Fergus, mein Schwieger vater, will, daß wir in M'Donuil unsern Wohnfig nehmen, und daß ich Schloß und Gebiet als das meinige betrachten soll. Ich würde, um diese Bedingung zu erfüllen, genöthigt meine Maßregeln treffen." & fammelte alle bie Seinigen um sich; Niemand durfte sein, Felbau in andere Hände zu geben. Theilen wir uns Ber Bernehmt meinen legten Willen!" fagte er. weiß, ob ich noch im Stande bin, ihn Euch in Deine Hinterlassenschaft, so daß Lucie und Brand Felbau Mir mag, um mit allem Zubehör unverkürzt erhalten. andere Verpflichtungen, die Dir obliegen mögen, zum Bei Bu bem Trauergefolge gehörten nicht nur die Mit glieder des Hauses und die gesammte Einwohnerschaft von Felbau und den bazugehörigen Vorwerken, and die benach barten Grundbefizer, die ehemaligen Freunde des Roden burg'ichen Hauses, von denen er fich freilich in der lehten Beit gänzlich zurückgezogen, hatten fich zahlreich eingefunden. Sie hatten ihn für einen Sonderling, für einen und Menschenfeind gehalten fich darin gefunden, DON ihnen nach nach gänzlich zu aber rüdgezogen; fte hatten doch seinem eblen Charakter Achtung bewahren müssen. Und dieses Ge fühl beseelte sie auch, während sie ihm die legte Ehre erwiesen. Morgen mitzutheilen. Das Teftament, was ich auf Ams spiel gegen meine Tante Cordelia, zu erfüllen, Dein son- daß er sich bergs Beranlaffung machte, ist natürlich längst abgeändert. fliges Vermögen zu Theil werden."" Mein Sohn Felig ist der rechtmäßige und einzige Erbe beiner Güter und meines Vermögens; nur hätte ich noch Fergus, ihm die Hand reichend. So soll es fein!" tine Bitte an meinen Sohn hinzuzufügen... Deines ein, bie n Bruber in feftge n surid wefenbeit ungen in mahlung Herbft rg feinen onuil be n, weber on feinen fals eine Zobenburg enzimmer nicht mehr erbft, bie beflimmt verbftwinb " Sprich fie aus, mein Vater! Rucie. Es wird mir die Das ist brav gesprochen, mein Sohn!" sagte Graf Auf den ausdrücklichen Wunsch des alten Rodenburg ward zum nächsten Tage ein Notar bestellt, der in diesem Feiligste Pflicht sein, jeden Deiner Wünsche zu erfüllen." Sinne das Testament entwarf und vollzog; und nachdem wenigen Wochen Abschied. Felix blieb noch bort, um der " Ich habe eine Schuld gut zu machen gegen Lucie.." Rodenburg so auch seine letzte Pflicht erfüllt hatte, da war es ihm, als ob er sein Herz nun vollends erleichtert D, theuer Datel, sprich nicht davon," unterbrach ihn Begen mich begingst' und wenn Dich überhaupt eine Schuld Wenn es überhaupt ein Unrecht war, das Du fühle. trifft, so ift diefelbe ja längst gefühnt." Rodenburg winfte abwehrend mit der Hand. Ein Lächeln lag auf seinen wellen Lippen, innige Herzenszufriedenheit in seinem brechenden Auge. Die Seinigen verließen ihn jest selten noch; feine Kräfte Es ist noch nichts gefühnt; ich würde sagen, daß ih schwanden fichtlich. Es war teine Krankheit, die ihn heimBegen alle Rinber meines Bruders eine Verpflichtung hätte, suchte, es war das unmerkliche Erlöschen der Lebensflamme; Begen Frig, ber der Retter meines Lebens war; gegen und so allmälig erlosch dieselbe, daß es von Niemand be Lucie, die meine Pflegerin war, meine Freundin, meine merkt wurde. Tochter, zur Beit, als ich allein mit meinem Gram dastand; Silfe an mich gewandt hat." Man hatte ihn eines Abends, wie gewöhnlich, auf sein unerläßlichen Regulirung des Nachlasses beiguwohnen. Nach dem Wunsche seines Vaters follte der festgesezte Tag der Trauung nicht hinausgeschoben werden; nicht früher als au bem festgesetzten Termine konnte er in das Haus seiner fünftigen Gattin, in sein fünftiges Eigenthum eins ziehen. Siebenundvierzigstes Kapitel. umb enblich gegen Martin, der hilflos und mittellos in die Lager gebettet. Felix hatte ihm zum Nachtgruß die Lippen deren Gluth auch die Schatten der herrlichen Allee, die sich gefüßt; Lucie und Cordelia hatten sich von ihm verabschiedet und ihm einen stärkenden Schlummer und ein froheres Er Male geschlossen, er erwachte nicht mehr. Mit einem felig übergegangen. Den trauernden Verwandten blieb nichts mehr für ihn zu thun, als seine irdischen Refte au be Es war an einem Sommernachmittage. Die brennende ben öffentlichen Promenaden verscheucht hatte, und gegen von einer der nördlichen Vorstädte Berlins bis an die in der Nachbarstadt gelegenen Vergnügungsorte hinzieht, feinen gesenkt, daß der der Erholung Bedürftige es wagen konnte, Bu diefen gehörte auch der durch sein Amt so schwer ( Fortfegung folgt.) Für ihn ist gesorgt; er lebt in glüdlichen Ber- wachen gewünscht. Er aber hatte die Augen zum legten hinlänglichen Schuß gewährten, hatte sich so weit herab Auch Friz würde ein Legat von meiner Seite als verklärten Lächeln auf seinem wellen Antlig war er hins einen Spaziergang zu unternehmen. ein unbedeutendes Geschent betrachten. Seine fünftige übergegangen. Bucie, meine liebe Nichte und Freundin, ist unversorgt; statten. Nur belastete Herr Eisler. Mr. 12 Leben dem, nach Abzug der Kosten für die Generalversammlung und| Deutschland, mit deren Hilfe der., Könia im sozialen Reiche Der Remunerationen von 2 Broz an die Gauvereine beim auch in Deutschland die soziale Frage löien wollte, was the nächsten Quartalsabschluß einen Salbo von 161 000. zu jedoch trog Aufbietung aller seiner Räfte bis an fein ben verzeichnen haben, die Invalidenkaffe ca. 400 000 D., Testere ende nicht gelingen wollte. In Deutschiand hat man läng bet 9000 Mitgliedern. Der Bericht spricht die hoffnung aus, erlannt, daß nur mit Hilfe der Gesezgebung eine dauernde daß fich der Invalidenfonds in etwa 6 Jahren voraussichtlich Verbesserung der Lage des Arbeiterstandes zu erreichen ist. auf 1000 000 m. stellen wird, da er jährlich um 80-100 000 Mart zugenommen hat. Es dürfte demnach bald auch eine Erhöhung der Invaliden Unterstügung in Aussicht genommen werden. Das Vereinsvermögen ist bei der vom Staate ton trolirten Allgemeinen Rentenanstalt und der Stuttgarter Ge werbekaffe deponirt. Ueber den Geschäftsbetrieb wird mitge theilt, daß der Borstand im legten Jahre in 142 Sigungen 884 Berathungsgegenstände und feiner 12 308 eingegangene und 16 278 abgegangene Sendungen erledigt bat. Nach längeren Verhandlungen hatte er endlich die beiden Mädchen glauben gemacht, daß die Säule, um verwerthet u werden, eist in Goldstüde umgeprägt werden müsse und daß daran viele Arbeiter lange Beit zu thun hätten, was natürlich eine ganze Menge Geld tofte. Die Folge von diesen Erzählungen war, daß die Mädchen, welche ur fprünglich geneigt waren, dem Kolletteur auß freien Stüden eine Brovision von 1000. zu sablen, fich einen Abzug von 4000 M. an den 48 000 M. gefallen ließen. Da nun recht wobl eine andere Verwerthung der Säule als durch Umprägung möglich war und die Roften einer solchen bei weitem nicht 3000 m. ausgemacht haben würden, so erachtete das Landgericht in Bremen eiren Betrug für vorliegend und ver urtheilte beinge au 300 M. Geldstrafe. Auf seine Revision hob das Reichsgericht das Urtbeil auf, indeffen lautete das neue Urtheil des Landgerichtes Bremen vom 16. März auf bieselbe Strafe. Die wiederum vom Angeklagten eingelegte Reviston wurde nun am 11. Mai endgiltig vom Reichss gerichte verworfen. Daffelbe fübite aus: Es liegt un weifelhaft ein Betrug vor, denn es ist festgestellt, daß der Angelagte mit seinen Aeußerungen gegenüber den Madden die Andeutung gemacht habe, daß die Um prägung dieser Goldsäule in Geld einen Aufwand von unge fähr 3000 Mart verursachen würde und das deshalb Die Verwertbung der Säule durch Verkauf nur unter Abrech nung eines beträchtlichen Betrages von dem auf 48 000 Mart bestimmten Goldwerth möglich sein werde. Die Behauptung, es tönne fich nicht um einen rechtswidrigen Vermögensvortheil Deswegen handeln, weil ja nach den eigenen Angaben der bet ben Kunz dieselben beabsichtigt haben, dem Angeklagten eine Brovifion zu gewähren, dieser Einwand erledigt fich als binfällig dadurch, daß ausdrücklich festgestellt ist, daß fte etwa 1000 Mart Provifion gewähren wollten. Hinsichtlich des Blus aber ift die Ueberlaffung der Goldiäule um 44 000 Mart ledig lich durch die falsche Vorspiegelung über den Minder werth, welchen die Säule, falls man fie in Geld umprägen ließe, haben würde, her beigeführt worden. Es ist deswegen der Zbatbestand des§ 263 in allen Beziehungen rechtlich einwand frei festgestellt. Vereine und Versammlungen. Der Bezirks Verein der arbeitenden Bevölkerung de S. B. Berlins hält Montag, den 1 Junt, aber Ds 8% in Contato's Salon, Wassertborstr. 68, eine Versammlung a In derselben wird Herr Dr. Canis über: Die Lunge, Pflege, Erkrankung und naturgemäße Behandlung" referire Verschiedenes. Gäfte willkommen. " In der freireligiösen Gemeinde spricht nächsten Sonn tag Bormittag 10 Uhr, Rofenthalerftr. 38, Herr Schäfer übe Gottes, Menschen und Selbsthilfe. Butritt ftebt Jedem fe -Montag, Abends 8 Uhr, findet Niederwallftr. 20 eint beschließende Versammlung statt, in welcher eine innere Ang legenbett verhandelt wird. Fachverein der Rohrleger. Versammlung Sonri den 31. Dai, Bormittags 10 ubr, im Lotale der Herren Wall und Krüger, Staligerstraße 126 Tagesordnung: 1) Botto bes Herrn W. Liefländer. 2) Diskussion. 3) Kaffenbe richt und Aufnahme neuer Mitglieder. Arbeiter Bezirksverein der Rosenthaler Vorta Große Versammlung am Montag, den 1. Juni, Abends 8 in Schwarzer's Salon, Brunnenstraße 54. Tagesordnung 1) Vortrag. 2) Borlegung einer Betition. 3) Verschiedene 4) Fragelasten. t. Die Schmiedegesellen Berlins beabsichtigten, die schon seit Langem ventiliste Frage, die Abschaffung der Sonntagsarbeit im Schmiedegewerbe betreffend, welcher Baffus, wie bekannt, den ersten Punkt des von ihnen aufgestellten Pro gramms bildet, in der Weise zur Lösung zu bringen, daß fie furs nach Pfingsten diese Forderung an die Meisterschaft stellen und dieselbe nöthigenfalls durch einen Streit zur Durchführung bringen wollen. Bur nochmaligen Besprechung dieser Ange legenheit und eventuellen Beschlußfaffung war für den Abend des 28. b. M. eine Versammlung der Schmiedegesellen nach Kellers Gesellschaftshaus, Andreas str. 21, einberufen worden, nicht durch die öffentlichen Ansd lagesäulen oder die Bei tungen, sondern durch von der Lohntommiffion an die einzelnen Werkstätten versandte Einladungen, auf denen Herr Max Kreut als Referent für den Abend vermerkt war. Bei der Wichtig feit dieser Versammlung war ber Buzug zu derselben ein febr großer, doch noch größer das Erstaunen und die Enttäuschung Der Erscheinen den, als fie fich am Eingange sum Lokal durch einen Bolizeilieutenant mit der furzen Bemerkung zurüc gewiesen saben: Heute findet teine Versammlung statt." Bleichzeitig war ein ftarles Rommando Schußleute zu Fuß und zu Pferde vor dem Versammlungsorte Tonsentrirt, um Ber tehrsstörungen durch eine zu erwartende große Ansammlung von Menschen zu verhindern. Auch seitens der Lohntommiffion war man eifrig bemüht, zum Auseinandergeben aufzufordern, so daß die lebhaft debattirenden Gruppen in turzer Zeit fich auflöften und die Menge in rubiger Weise fich zerstreute.Angeblich soll die verspätete Anmeldung der Versammlung beim föniglichen Polizei Präfidium seitens des Einberufers Veranlassung zu dem Verbote ber legteren gewesen sein. Der Unterstütungsverein deutscher Buchdrucker er öffnete( Donnerstag) im Festsaale des City Hotels, Dresdner ftraße 52/53, feine diesjährige Generalversammlung, nachdem am Dienstag Abend daselbst die Begrüßung der Delegirten und am Mittwoch die Generalversammlung der Bentral Kran Ten- und Begräbnißtaffe der Mitglieder des genannten Vereins ftattgefunden hatte. Die Verhandlungen leiteten der VorAgende des Vereins F. Sula( Stuttgart) und beffen Stellvers freter Klapproth( Hannover) und werden fich die Berathungen bis zum Sonntag( intl.) ausdehnen. Aus dem Bericht bes Borstandes heben wir beroor, daß die Bahl der Mitglieder des Unterfügungsvereins fich bereits auf 12 000 erhöht hat und daß fomit, eingerechnet den Buchbiuder. Unterstützungs verein für Baiern mit 900 Mitgliedern und den Berein Leip aiger Buchbruckergebilfen mit ebenfalls 900 Mitgliedern von ben sirla 19 000 in Deutschland beschäftigten Buchdruder. gehilfen gitla 14 000 ben Drganisationen angehören. Der Bericht fonstatite ferner, Daß auf die 19 000 Sehilfen immer noch 8000 Lehrlinge lommen. Insgesammt find für bie Lohnbewegung feit 1868-1884 424 473,36 m. verwendet worden. Bon 1875 bis 1884 wurden 802 306,64 M. an Reife unterfügungen, für Arbeitslose seit Eirichtung dieses Instituts 125 715,50 m. verausgabt Die allgemeine Kaffe wird trop Theater. Rönigliches Opernhaus. Heute: Die Hochzeit des Figaro. Königliches Schauspielhaus. Heute: Adrienne Lecouvreurba Deutsches Theater. beute: Die Hagestolzen. Funken unter der Asche. Aus Freundschaft Bellealliance- Theater. Seute: Ein Benftonstind Renes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Heute: Der Großmoguldonamik Wind Central Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernst. Seute: Der Walzer- Röntg eute: Nelly. Refidenz- Theater: Direttion Anton Anno. Bidien Balhalla- Operetten- Theater: Beute: Mascotte. Offend- Theater: Beute: Bum 6. Male: Schauspielers legte Rolle. 21 JOR Wallner Theater. Beute: Die Leibrented Bittoria- Theater. Beute: Sulfurina. 1993 Louisenftädtisches Theater: Deute: Der Freischüß. Der Kongreß der englischen Kooperativvereine wurde Anfangs dieser Woche in London eröffnet. Der erfte derfelben wurde 1844 in Rochdale von 28 Männern gegründet, jest Mr. Lloyd Jones, zählen die Vereine 700 000 Mitglieder. ein Mann, welcher seit längerer Zeit sich um die Kooperativ Bewegung sehr verdient gemacht hat, hielt die Eröffnungsrede. In derselben hat er fich aber in etwas überschwänglichen Wen Dungen ergangen, das Kooperativsystem für das Auheilmittel der sozialen Schäden der Beit ertiärt. Die ,, Times" tritt dieser Datftellung in einem längeren Artikel gegenüber, welcher in nüchterner Betrachtung die Bedeutung der Kooperatio- Vereine auf ihr richtiges Maß zurückführt. Ball. Mall Gazette" da gegen ist der Meinung, daß die Produktiv- Genossenschaft in Der That berufen sei, das bestehende Verhältnis von Kapital und Arbeit, deffen Nachtbeile durch Konsum Vereine u. dergl. nur abgeichwächt werben fönnten, vollständig umzuwälzer. Es wurde ein Komitee eingefest, welches dem nächsten Rongreg ein braud bares Schema für Produktiv- Geroffenschaften vor Die englischen Kooperatio- Vereine ftrb belannt legen soll. Die englischen Rooperativ- Vereine frb bekannt lich das Mufter der Schulze Delisich'schen Genossenschaften in Fachver.f. Schlosser u. Berufsg. Sonnabend, den 30. Mai, Abends 81 Uhr, int Gratwell's Bierhallen, Kommandantenstraße 77/79. Tages Ordnung: 1. Antrag des Herrn Birch. 2. Beschlußfaffung über das ftattzufindende Sommerver gnügen. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiebenes und Fragelaften. 1148] Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. General- Verfammlung Des Fachvereins der Drechsler, Knopfarbeiter und verwandten Berufsgenossen am Montag, 1. Juni, Abends 8 Uhr, im Lokale Königebant, Große Frankfurterstraße 117. Tagesordnung: 1. Wahl der Revisoren. 2. Ermäßigung der Beiträge. Eine öffentliche Versammlung der Tischler finde Sonntag, den 31. Mai, Bormittags 10 Uhr, im Wedding Müllerftr. 178, flatt, Tagesordnung: Die Arbeitseinstell in neuerer Beit, sowie bet herrgesell, Stromstr. 42( Mo und das Vorgehen verschiedener Arbeitgeber gegen unsere bewegung. Im Verein zur Pflege freireligiösen Lebens f am Sonntag, Vorm. 10 Uhr, Niederwallstraße 20, Herr Schal über das Thema:„ Was ist und welchen Werth hat die öffe liche Meinung?" liche Meinung?"" Freunde freireligiöser Reform find hie beftens willkommen. New Der Verein zur Wahrung der Interessen der Tifle hält am Montag, den 1. Junt, Abends 81% Ubr, Naur ftraße 44 eine Versammlung ab.-D.: 1. Vortrag des he Dr. Stahn über Leichenverbrennung. 2. Verschiedenes. Mitglieder werden aufgenommen. Am 21. Juni veranfa Der Berein eine Landpartie nach Haselhorst Mitglieder, wel gewillt find, theilzunehmen, haben sich in der Versamm ung melben. heint Berlin fr Boftabonn Ab Mit be bas der Gr " IM مة Das Balin, we bitt. Alle bie we Der L cher Wetf Der Fachverein der Drechsler, Knopfmacher und wandten Berufsgenossen hält am Montag, den 1. Junt, b 8 Uhr, im Lotale ,, RKönigsbant", Gr. Frankfurterstr. 117, Generalversammlung ab, mit folgender Tagesordnung 2) Ermäßigung der Beth wetta 1) Wahl der Revisoren. Raffine STR 3) Festlegung der Mantogelder für ben 4) Verschiedenes. Das Erscheinen eines jeben gliebes ist Pflicht. Duittungsbuch legitimirt. Neue Mitglie werden vorher aufgenommen. Mitglieder- Versammlung Gauvereins der Maler Des am Sonntag, den 31. Mai, Vormittags 10 Uhr, Alte Jakobstraße 83, im Café Rether. Tagesordnung: 1. Stand des Vereins. 2. Wahl des gesammten Vorstandes. 3. Lotal Statuten- Berathung. 4. Verschiedenes. Die früheren Vereinsmitglieder des Fachvereins werben ersucht zu erscheinen. [ 1163 General- Versammlung der Puzer Berlins am Sonntag, den 31. Mai 1885, Vormittags 10 Uhr, im Palmenfaal, Neue Schönhauserstr. 20. Tagesordnung: Der diesjährige Lohn resp. Attordtarif. Die Stellung der Buger zu demselben. Verschiedenes. [ 1156 Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer: J. Dietrich, Fürstenbergerstraße 10. Briefkaften der Redaktion. Zwei Wettende. 88. Me Interefi De teinem einer Fam unferer wi fallen, je Boltsblatt eunb be Berliner Lagelpreffe Die N H. M. Oldenburg. 1. Wir wollen sehen, ob es mögli ift. 2. Nein, ein solches Wert ist, wenn Sie ba nicht unter der Hand laufen können, überall gleich theuer A. A. Prinzen- Allee. Rechts Bibbe- lints Bod Der Verein Berliner Hausdien hält seine am 1. Juni 1885, Abends 9 Uhr, stattfindende Ber sammlung diesmal nicht Neue Grünftraße Nr. 28, fondem Kommandantenstraße 77-79, in den Gratweil'f Bierhallen ab. Tagesordnung: beutide Vortrag des Herrn Eugen Rapsel: Schicksale Auswanderer in Amerita". Aufnahme neue Mitglieder einsangelegenheiten. Vereinsabzeichen find anzulegen. 1169] Der Vorstan Freireligiöse Gemeinde Sonntag Vorm. 10 Ubr, Rofen balerftraf Be Fieca Deffenil Vortrag des Herrn Schafer:„ Gottes, Mend und Selbsthilfe". Montag, Abends 8% Uhr, wallstraße 20: Beschluß über eine innere Angelegenheit Unentgeltlicher Arbeitsnachweis Don für Schlossermeister wie Gesellen findit flatt Reftaurateur Ovat, Alte Jakobftr. 66. Wochentags bis 9 Uhr Abends. Sonntags von 10 bis 11 Uhr mittags. Sentral- Kranken- u. Sterbe- Kaffe| 1157 der Tabakarbeiter Deutschlands( E. H.) in Hamburg. Dertliche Verwaltungsstelle Berlin. Montag, den 1. Juni, Abends 8 Uhr, in Seefeld's Lotal, Grenadierstr. 33, Tagesordnung: [ 1146 1. Anträge zur General Bersammlung in Offenbach a. M. Arbeitsmarkt. Grübte Lorbeertrangbinderinnen werden gesucht B recht viel bazu Areis bes with in B Werben; D ung fomol bal Der Beliner Der S mit der to beträat F Bice$ 5 Befte pedition Röpniderstraße 98 parten 1 jung., ehrl. Hausbiener, welch. im Rolonialwaaren Freunden und Bekannten empfehle mein Restaurant. Berl. Boltsblatt" liegt aus. 6. Bette, Forsterftr. Bu Sommernachts= Festlichkeiten 2. Delegirten( Stich) Wahl zwischen den Herren Marting Tanz empfehle ich Sonntags meine und Benner. Das Quittungsbuch legitimirt. Die Drts, Verwaltung. R. Benner, Vorsteher. Arbeiter- Verein ,, Hoffnung" für Friedrichsberg, Lichtenberg, Stralau, Rummelsberg. Versammlung Sonnabend, ben 30. Mal, Abends 8% Uhr, in Neumann's Lotal, Friedrichsberg, Gürtel Garten an Vereine. Hermann Pickardt. Sale WHILL Bratweil'sche Bierhallen 1150] Kommandantenstrasse 77/79. Allen Freunden und Belannten empfehle meine ftraße Nr. 41. Tagesordnung: Vortrag des Herrn F. Behrendt Cigarren, Rauch- u. über die Abelterfrage im Frankfurter Barlament. Der Vorstand. 1158 Deffentliche Versammlung Sonnabend, den 30. Mai d. J., Abends 8 Uhr, in Keller's Salon, Andreasftr. 21, 3. Feftiesung der Mankogelder für den Kaftrer. 4. Verlämmtl. Schmiedegefellen Berlins. fchiedenes, Fragetaften. Das Erscheinen eines jeden Mitgliedes ist Ehrenfache. Neue Mitglieder werden vorher aufgenommen. Quittungs buch legitimirt. Der Vorstand. 1153] Verein zur Pflege freireligiösen Lebens. Sonntag Vormittag 10 Uhr, Niederwallstraße Nr. 20: [ 1155 Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt ge macht. Kollegen, es ift Eure heilige Pflicht, für die größte Berbreitung dieser Versammlung, Sorge zu tragen und voll ständig zu erscheinen.[ 1160] Die 2ohntommission. Mitglieder- Versammlung Bortrag des Serin Schade: Ueber den Werth der öffentlichen der freien Vereinigung der Former Meinung. Freien Butritt für Jeden. Fibl. Schlafft. f. Hrn. zu verm. Wafferthorstr. 5 part. v. rechts. am Montag, 1. Juni, in Conraths Salon, Wafferthorstr. 68. Neue Mitglieder werden aufgenommen.[ 1159 1073] Lotterie- Loose und-Antheile. M. Meyer, ruchtstraße 36 Aus vanderungshalber will ich meine ganzen Sachen der Hand am Sonntag Morgen verlaufen. An Tischler! Die Ridlenene Batis und ชิ นะ 9 Den S The Nedal vert einiche mir furch Beiber, 2 batte es Gie fie b Bi id bent mit ber Don Dürr Ranben fe Sp habe ich unb griff Er f hon wie unte [ 116 L hier wicht J. bezel, Wienerfir. 26, S., Keller, Ein j. tüchtiger Tischler, der eine Bautischlerei mit viel Bestell. hat, wünscht e. ebensolchen zum Rompagnon mit 6 bis 1200 Mt. Einlage. Gef. Cff. an die Exp. d. Bl.[ 1168 Die Uhrenfabrik von Max Busse, ühemadier Nr. 157 Invalidenstrasse Nr. 15% zwischen Brunnen- und Aderstraße empfiehlt sein reichhaltiges Lager, fowie feine Reparatur- Werkstatt. Berantwortlicher Redakteur R. Gronbeim in Berlin. Drud und Berlag von Max Babing in Berlin SW. 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