Mittwoch, 3. Juni 1885 II. Jahrg. erlinerDoteblnlt Mgsn für die Interessen der Arbeiter. 4 _ Da»..Berliner Volksblatt" � Borgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für 2?« 4 Haus mertelsährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. �Mdonnenient 4 Mk. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags-Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. �(Eingetragen in ver PostzeitungSpreiSlist« für 1885 unter Nr. 746.) Jnfertioasgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. ArbeitSma�t 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden b,» 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annonce». Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. KedaKtio«: Kenthstraße Ä.— Expedition: Zimmerstraße 44. „Geisteskranke Verbrecher.� lesen in den Zeitungen, daß in HildeShei« die �Wversammluvg de» Nordwestdeutschen Vereins für >,'."»«ißinesen stattfindet, auf welcher die Frage der U n« »' d r i n g u» g geisteskranker Verbrecher zur �Handlung kommt. L Frage ist im Königreich Sachsen„gelöst" uot» r?' mdnn dort ein ZuchihauS zu Waldheim eine Irren» -»für männlich« Zöglinge", die in GeisteStrankheit Z'""»für männliche Zöglinge", die in Geistettranthett kind, oder deren geistiger Zustand zweifelhafter »Jr>st, errichtet worden ist. Ja den übrigen Bunde«» «erde» die»irrfinnigen Verbrecher" in den kom» '«len Krankenanstalten oder in den Provinzial» Irren» � untergebracht. Doch einigen fich die meistm Mit« dahin, daß ähnlich wie in Sachsen in den �?f«ustalten besondere Abtheilunge» für irrfinnige Ver» eingerichtet werde« sollen. h. die Frage der Unterbringung der geiste«» Verbrecher intereifirt un« viel weniger, al» die 11* 4 kranke» Verbrecher" selbst. h..»«ifitShanf« Verbrecher"— schon der Ausdruck Unheimlich. Wenn fich bei de» GerichtSverhand« herauSüellt, daß der Angeklagte, auch wenn j,{j* Verbrechen gegen da« Eigenthu« oder die Person That verübt hat, geisteskrank ist, so wird er den» nicht vermtheilt— er ist kein Verbrecher. Iiw*1®'e vielen Angeklagte« aber läßt e« fich den» W* ftkeniikn, daß fie irrsinnig find? Besonder« wenn «tz �»tukt, daß überhaupt die meiste» Verbrechen auf "ormele# Gehirn, der Thiter schließen jtol�ch diese Angeklagten, bei denen da« graufig« Ge» L* erst herannaht, werden natürlich verurtheilt, fie wer- v** Verbrechern gestempelt und erst im Zuchthau# tritt b vielfach*'£JL—»>« yttt, recht bald schon— der Wahnsinn ein. HZ haben wir e# nicht mehr schlechthin mit Geiste#» _ W thu», sondern mit„geist««kranken Verbrechern." � 8 44 UjUJ* j f unycbu»in# ww wv— y.» hj ß i® Merkwürdiges, ei» grausiges Wort! Sollte denn d,,�Nke nicht nah« liege», daß die geisteskrank„ge» ju»**«»" Verbrecher schon geisteskrank waren, al# fie Sin w verübten? Sollte der ausgebrochene Wahn- . Dhat nicht geeignet sein, da« begangene Ver» " voll und ganz zu entsühnen und dadurch den geiste«» 1»»v�brecher einfach wieder zu einem geisteSkran» �ruschen zu stempeln 1 Sui, ruhiger»orurtheilsfreier Ueberlegung sollt« Jeder» hT«»er solchen Anschauung komme». �ksonder# da, wo e# fich um Todtichlag, Mord, Kör« ��ün�wol�geNxjnsachtigeAbfichtzuT� IeuiLteton. 3« Eckfenster. Roman von Friedrich Gerstäcker. (Fortsetzung.) »a# Dir einfällt! Vielleicht weil ....n dem Fall hörte? Dann liebt Eon» Maurergeselle», der neulich von einem „. wurde, denn al# ich ihr davon sagte, .„Sh':,11« edenfall# zusammen." ®vr etwa# Andere«, Bernhard," sagt« Han# St. o.J.»glaube mir, ich täusche mich darin nicht so ««hrnka hat auch keine so schwache« Nerve», um fich zu gerathen, und besonder# bewies mir Gewalt, die sie gegen fich selber ausübte. io.» v."icht beobachtet?ein, die jene Unterschied« der verschiedenen Tendenz gemeinsamen Tbun« nicht subtil abwägenden Mafien zu überreden, daß es daffelbe sei, waS die Antipoden thäten."— Und nun versucht du« Blatt in einem längeren Artikel den Konservativen gehörig den Kopf zu waschen, weil sie durch ihr Eintreten für die gesetzliche Sonntagsruhe nur der agitatoritchen Aufhetzung Vorschub leistn. Denn nur agitatorische Aufhetzung ist«S nach der„Nordd.". wenn die Ar bester überall energisch für die gesetzliche Sonntagsruhe zu wirken suchen und zu diesem Zweck in Versammlungen und Vereinen entsprechende Reso- lutionen faffm.— Nach den Aeußerungen deS Reichskanzlers konnte fich die Regierung zu dem gesetzlichen Vorgeben nicht entschließen, weil fie fich doch erst informtren müffe, ob da« ver- langte Gesetz auch wirklich den Interessen der Arbeiter förder» lich sei. Wenn nun die Arbetrer zusammentreten und ihre Unglücksfall besprochen hatte und gerade wieder in seine Wohnung einbiegen wollte, al# er die beiden Freunde be» merkte, mit denen er die Neuigkeit doch ebenfall# besprechen mußte. „Wissen Sie e# schon, meine Herren— Doktor Potter ist eben überfahre» worden!" „Wir haben«S gehört— aber er soll gut davonge» komme» sein." „Der Mensch hat ei» Heidenglück!" rief Herr Eemm- lein.»Aber er härte auch meinSwegen seine gesunden Gliedmaßen einbüße« und jeden Knoche» im Leibe zerbreche» können I" „Er hat fich also wirklich nicht beschädigt?"» „Keinen blaue» Fleck; aber den Rock hätten Sie sehen solle«— er war mein« wegen mitten von einander, und Graf DonnerSmark wird eine Freude gehabt haben über da# geschundene Pferd! Ja, weshalb lassen fie solch« Bestien in eine menschengefüllte Stadt, und wenn gerade die Schule au« ist! Mein Jung« war auch bei den Rangen! Der Doktor ist aber«in tüchtiger Kerl, und Kourage hat er, du# muß man ihm lassen!" Hauptmann von Dürrbeck grüßt«, und al« sich Semm- lei» danach umdrehte, sah er, wie ein anderer Offister— Lieutenant von Wöhfen mit einer jungen, sehr elegant gekleidete« Dam«(e# war Fräulein von Noltje)— vor- überging. Fast unwillkürlich trat er aber zu gleicher Zeit «inen Schritt von der Thür zurück und sah nach oben— richtig, da# älteste Fräulein von Klingenbruch lag im Fenster und schaut« dem Paare nach; de» Wirth unten am Hause bemerkte sie gar nicht. Hanl und Dürrbeck aber, mit keiner Ahnung, welche# klein« Privatdrama da unter ihren Auge» vorüberzog, stiegen die Trepp« hinauf. Schon auf de« ersten Stufen hörte» fi« indeß ein« heftige Stimme, die jedenfalls einer Dame angehören mußte, und Han# faßte Dürrbeck'# Ar« und hielt ihn für kurz« Zeit fest. „Aber,«ein gnädige# Fräulein", sagte jetzt«ine sanfte, beschwichtigend« Stimme,„rch habe die letzte Nacht lang« hi#»ach Mitternacht gearbeitet und mußt, e# endlich auf- Meinung diesbezüglich äußern, so müßte da# doch an maß» gebinder Stelle höchst willkommen sein- Wozu also der Vor» wurf der Aufhetzung? Wenn die Ardeiter fich nicht mit dieser für fie so wichtigen Frag« beschäftigen sollen, wer soll denn entscheiden, ob die Sonntagsruhe in der von der Reichstag#« Kommisfion vorgeschlagenen Form für fie nützlich oder schädlich ist? Sicherlich find doch die Arbester selbst die kompetentesten Beurtdester dieser speziell ihre Interessen berührenden Frage. — Di« Agitation der Pastoren ist freilich eine andere al# wie die der Arbeiter. Sie möchten am liebsten den puritanischen Sonntag, womöglich mit Kstchenzwang, wenn da# an- gänglich wäre, während die Arbeiter vor allen Dingen einen gesetzlichen Ruhetag wollen. In sofern hat allerding# die„Nordd." Recht mit ihrer Behauptung:„Wenn zwei dasselbe thun, so ist eS noch lange nicht dasselbe." Diese# Sprüch- wort hat aber nicht nur irr diesem Falle eine Berechtigung. Wenn in einer Arbetterversammlmig für die gesetzliche Sonn» tagSruhe gesprochen wird, so geschieht daS frellich im „agiiatorischen" Sinne; die Arbeiter sprechen ihre innerste Urberzeugung au#, fie sprechen auS Erfahrung, ihre Worte kommen au# dem Herzen und find daher geeianrt, wieder zu Herzen zu gehen. Sie wirken agitatorisch und follm agitatorisch wirken. Wenn aber ein Pceßorgan Unwahrhell auf Unwahrheit baut, wenn eS fich nicht scheut, wider bessere# W'ffen zu behaupten, daß die Arbester durch vie gesetzliche Sonntagsruhe geschädigt werden und wenn eS die Stirn befitzt, fich dann noch odenein Ardetlcrfreuvdlichkett zu vindiziren, so ist daS freilich zwar auch„aastatorisch", aber nicht in einem edlen Sinne. Die„Nordd. Allg. Ztg." hat also Recht:„Wenn Zwei dasselbe thun, so ist es noch lang« nicht dasselbe". Der Antrag auf Erbauung de# Rord-Oftsee-Kaual» wird«ach dem ofsftiösm„B. P. N." von der preußischen Re« gierung vorberettet und dürfte bald den BundeSrath beschäftigen. Die Kosten sollen auf 156000000 Mark veranschlagt sein, wovon etwa 50 000000 Mark alS Präzipualbestraa Preußen# vorweg geleistet, die übrigen etwa 106 000 000 Mark vom Reiche getragen werden sollen. Zur Dampfersubbentio«. E# besteht, wie offiziös ge- schrieben wird, kein Zweifel darüber, daß dem Nord» deutschen Lloyd in Bremen die Subvention für die Dampferlinien nach Australien und Ostafien erthestt werden wird, sobald noch einige Fragen mehr untergeordneter Art er« ledigt sein werden, über welche augenblicklich mit dem hier weilenden Henrn H. H. Meter- Bremen verhandelt wird.— In Hamburg wird man von diesem Ergebniß gewiß nicht mehr überrascht sein.„_ Ja vezug auf de» Miueralreichthum von Sngra- Pequeua waren vor einiger Zell dekannilich die adenteuer» uchsten Nachrichten in den Blättern zu lesen. Man witterte große Erzminm und versprach sich bereits eine reiche Ausdeute. Dieser Annahme gegenüber ist«S von Interesse, daS erste fach» männisch« Urihell zu regtftriren,-welche# üb« die geologisch« Konstruktion de# bezeichneten Landstriche# eingegangen ist. vr. Schenk, ein Mitglied der Exvedition zur Erforschung de# Hinterlandes von Angra Pequena, zuvor Assistent am geologi« geben,«eil mich meine Augen zu sehr schmerzten— ich bi» auch heute Morgen seit Tagesanbruch wieder dabei, aber nicht nn Stande, e#»u erzwingen." „Das glaub' ich", sagt« die vorherige keifeude Stimme, „wenn Sie über Tag# Herrenbesuch empfangen, so wird e# mit der Arbeit nicht viel«erden! Wenn ich aber mein Geld zahle, so verlang« ich auch meine Arbeit gethan zu habe» I" „Aber Sie haben mich»och nicht einmal bezahlt," sagt« die erst, Stimm« wieder, und der Ton schien etwa» Sereizter—„ich bat Sie schon zweimal um«ine Nein« Ab- hlagssumme..." „Und«ollen Sie auch«och unverschämt fei« I" kreischte die erst« Stimme— und Hav# war jetzt mit drei Sätze» oben an der Treppe. Die sehr hörbare» Schritte hatte» aber dem Zank«in rasche# Ende gemacht. Han# sah nur noch, wie eine schlanke Frauengestalt scheu über den Gang huschte und die Biegung der nach oben führenden Treppe erreich«, während die andere Dame—«S war richtig Flora von Klingenbruch— ebenfalls in ihre Etage hinemglstt und die Thür hinter fich schloß. Hau# blieb einen Moment oben an der Treppe sieben; als ihn aber Dürrbeck, der ihm langsame, gefolgt war, jetzt erreichte, sagte er:„Höre, Bernhard, hier hat eben ein kleiner Streit stattgefunden; die junge» Dame» scheine» erregt, und ich fürchte fast, wir habe» keine passende Zeit zu unserem Besuch gewählt. Ich muß Dir auch g-stehe», daß ich gerade jetzt kein besondere# Bedürfniß fühle, der Familie meine Aufwartung zu machen." „Wie Du willst, HanS; mich zieht«# auch nicht bmei»"— und wieder umwendend, verließen fi« da# Ha«#._ Eine Photographie. Die Promenade um Rhodenburg bildete eigentlich de» Glanzpunkt der Stadt, denn e# war außerordentlich viel Fleiß darauf vetwindet und da# Ganze selb«, mit viele« Geschmack angelegt»oroen. Ueberall. wohin auch da# Auge fiel, sah «an geschickt arrangirt« BoSquet# der verschiedenartigsten Bäume, und Alle# so trefflich zusammengestellt, baß jebs- Tchen Museum au Bonn, hat über seine Beobachtungen und Studien an Brofeffor von Lasauly in Bonn neuerdings Nach richten gelangen laffen. Lepterer machte darauß in der lezten Sigung der Nederrheinischen Gesellschaft für Natur und Heilkunde" am 5. Mai die folgenden Angaben: Das ganze Gebiet zwischen der Küfe und Aus, welches etwa in der Mitte zwischen jener und Bethanien gelegen ift, besteht aus Gnets, welcher durch trockene Berwitterung in Gruß und Sand zer fällt, so daß die einzelnen Berge und Bergzüge rings von einem Meere von Flugsand umgeben find. Aber alle müff n boch als ein zusammenhänger des Ganzes angefeben werden, als ein Gebirgsland, deffen Thäler aber im Sande begraben find und von denen nur die höchsten Kämme und Gipfel dar aus hervorragen. Wenn man von einem der höheren Gipfel Das Land überschaut, so gewinnt man den Einbrud, als bes fände man fich in einem Gebirge von mittlerer Höhe über den Wolfen und sähe aus diesen nur die höchsten Gipfel hervor ragen; ftatt der Wollen aber bat man eine fandige Ebene unter fch. Jm Gneiß finden sich Serpentin, trystallischer Kall ftein, Granit, Hornblendenschiefer und Glimmerichtefer, gangs artig Diorit und Quarzgänge Namhafte Mineral. und Erafunde scheinen bisher nicht gemacht worden zu fein." Das wird freilich ein Dämpfer auf die übermäßige Kolonialschwärmeret sein. sanoitzen Defterreich Ungarn. " jagten Stun laviftische auter Anford De Breffe bandelte | role Borstehendes zeigt, nicht der Wahrhelt. Wenn aber, bas jetzt von Seiten der Kleritalen in Frankreich geschehen mit bamischer Freude auf den Berbleib der Ueberrefte diefe Lüde in Selftesberoen hingewiesen und daran zugleich die Brophezeibumeftlichen geknüpft wird, daß es den Gebeinen Biltor bugo's wo ebenio ergeben werde, so zeugt das wieder einmal von de unauslöschlichen haß gegen die hervorragenden Männer, weld es wagten, den Finsterlingen zum Troß die Wahrhett au v tünden. In ihrer blinden Wuth fcheinen fte es gan übersehen, daß Boltaire und Rousseau noch in voller in ihren Weilen und in der Weltgeschichte fortleben, währen die Mächtigen", welche ihre Bebeine fchänden wollten, ruhml von der Bildfläche verschwunden find. büne, die Rebner die schwarzdrapirte Tribüne, die beim Triumph bogen für fte err chtet war und sprachen bis 11 lbr 30 min., um welche Beit der Bug unter Karonenbonner fich in der feft gestellten Dronung in Bewegung feste. Das ganze Minifterium war anweiend; vom diplomatischen Korps fehlte blos der päpstliche Nuntius. Die revolutionären Gruppen entfalteten torem Vorfage getreu rothe Fahnen, als fie auf ihren Sammel plägen aufmatshirt waren. Bolizeifommiffäre mit statler Milt tä estorte eilten auf fte au und nahmen fie ihnen weg. Ein Fabnenträger wurde, weil er Widerstand leistete, verhaftet. Der Bug marschtrte langfam unter den Klängen der Marseillaise in moll und bes Grondftenmarsches die Avenue des Champs. in moll und bes Grondftenmarsches die Avenue des Champs Elyrées entlang. Der Kontordienplag und der Boulevard Die Saint Germain boten einen erstaunlichen Anblick. Neugierigen aählten nach Hunderttausenden. Alle Leitern von Paris waten mobilifirt worden, und bildeten beider feits eine acht bis zehnfache bede, auf jeder Stufe eine oder zwei Personen trager b Ebenso waren Bäume, Bas landelaber und Häuser von unten bis oben ein einziges Menschengemimmel Die Mä sche wurden mit Jubel begrüßt. 8 itweise entstanden wegen uurpiter Pläße Streitigkeiten, Weiber fielen in Ohnmacht, Rinder freischten, vollbesezte Lettern wurden umgeworfen und die Polizet mußte einschreiten, einige Male sogar mit Kavalleriechargen, um dem Tumult ein Ende u machen. Im Leichenzuge fubren elf prächtige Wagen mit Blumensträußen und Kränzen, hinter denen der mit swet Pferden bespannte Amenwagen mit Hugo's Sarge faft un bemerkt blieb. Die zahllosen Riesentränge, die meist von vier, ja acht Männern auf schwarz überzogenen Tragbaren getragen wurden, waren zum Thril wirklich prächtig und verdienten den Enthusiasmus, den fle erregten. Auch die bräunlichen Menschenforten, besonders wenn fie in fremden Trachten, Barnuffen, Raftanen, beturbant und befest auftraten, wurden freudig begrüßt, so namentlich tunefische Eingeborene, algerische Araber, zwölf Balti Neger, die einen Riesenkranz schleppten, und einige Indier. Die Spize des Buges erreichte das Pantheon um 1 Uhr 30 Minuten. Die legten Gruppen veiliegen den Triumph bogen um 3 Uhr. Am Bantheon wurden wieder gegen zwölf Reden gebalten. Der Minister des Innern war von 11 Uhr Reden gebalten. Der Minifter des Innern war von 11 Uhr an in seinem Rabinet und erhielt alle fünf Minuten telephonische Berichte über die Lage und das Verhalten der Menge. Die ganze Garnison war auf den Beinen und beauftragt, aufs erste Signal einzubauen.(!) Unter dem Triumphbogen nahm zu erft der Senats präftdent Leroyer das Wort, er feierte Vittor Hugo als den Mann, der unausgefeßt die höchsten Joeale der Gerechtigkeit und Humanität verfolgt und einen gewaltigen Einfluß auf die Moral Frankreichs ausgeübt habe. Der Kammer präfident Floquet betonte, daß es sich nicht um ein feterliches Leichen begängniß, sondern um eine Apotheose des Berstorbenen handle und bezeichnete denselben als einen Apoftel, deffen über das Grab hinausdauernden Worte zum definitiven Eciingen der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in der ganzen Welt führen würden. Augier, Mitglied der Akademie, fagte, Frankreich erwelie beute dem Dichterfürsten Ehren, Minister des Unterrichts, wie fte Souveränen zukommen. Das sechste Hauptstüd der Gewerbenovelle trilt am 11. Juni in Kraft. Seitens des Handelsministeriums find die Durchführungs. Verordnungen zu diesem Gesege, welche eine Reihe hochwichtiger, in dem Geseze selbst nur prinzipiell ge Löfter Fragen im Einzelnen regeln sollen, nunmehr im Ein vernehmen mit den dabei zu hörenden Körperschaften festgestellt und sollen in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Die Sonntagsruhe, welche, wie die N. Fr. Pr." hört, Sonntag um 6 Uhr früb zu beginnen und volle 24 Stunden au dauern hat, ist für alle Industrien und Gewerbe mit Aus. nabme jener, bezüglich deren die Verordnung eine Ausnahme zuläßt, obligatorisch. Ausgenommen von der obligatorischen Verpflichtung zur Beobachtung der Sonntagsrube find jene Gewerbe, bei denen eine Unterbrechung des Betriebes unthun lich ist, welche ferner dem Bedürfnisse der Konsumenten, und endlich jene Unternehmungen, welche dem öffentlichen Verlehre Dienen. In die erfte Kategorie fallen beispielsweise die Hüttenwerte, Maschinen, Glasfabriken, die Mühlenindustrie, in die zweite Kategorie unter anderen jene Gewerbe, welche fich mit dem Verkauf von Lebensmitteln befaffen, Badeanstalten u. f. w., in die legte Kategorie endlich beispielsweise die verschiedenen Berkehrsunternehmungen. Eine zweite Verordnung enthält die Arbeitspausen im Gewerbebetriebe und bestimmt, wann die Ruhepausen bei den verschiedenen Unternehmungen einzutreten haben, wie viele derselben zu gewähren sind und wie lange dieselben zu dauern haben. Eine weitere Verordnung enthält Einzelbestimmungen über die Verwendung von jugendlichen bilfsarbeitern zwischen dem vollende een 14. und 16. Lebensjahre, sowie von Frauenspersonen aur Nachtarbeit, während eine andere Verordnung die Art der Verwendung jugendlicher Hilfearbeiter zur Nachtarbeit bet den verschiedenen Unternehmungen regelt. Endlich soll eine Berordnung erlaffen werden, welche von der Buläifigkeit der Berlängerung der täglichen Arbeitszeit um eine Stunde und von der Regelung der Arbeitszeit bei Unternehmungen mit un unterbrochenem Betriebe handelt. Gleichzeitig soll, dem Ver nehmen nach, ein Erlaß des Handelsministeriums an die Landesbehörden diese Behörden über die Handhabung der er wähnten Durchführungs Verordnungen belebren und ihnen namentlich bei Sandhabung dieser Berordnung eine Rüdicht nahme auf die Arbeitskraft ans Herz gelegt und anheimgestellt werden, das Gutachten der Gewerbeinspektoren einzuholen. Man wird nunmehr abwarten müffen, in welcher Weise die betreffenden Verordnungen zur Durchführung gelangen werden. -Die Wahlen find in Desterreich immer noch nicht beendet, weil dieselben nicht überall an einem Tage stattfinden. In Wien fanden die Wahlen am Montag statt. Ueber das Resultat meldet ein Telegramm: Die deutschliberale Bartei hat bei den heutigen hauptstädtischer Wahlen drei Mandate verloren. Jm achten Bezirt wurde der Demokrat Rronawetter, im vterten Bezirt der Ministerielle Lueger gegen den Deutsch liberalen Stendel, im fiebenten Bezirk der Antisemit Kreuzig gewählt. Im zweiten Besitt wurde nach heftigem Wahlkampfe Brofeffor Sueß gegen den Antisemiten Schneider gewählt." In den städtischen Bezirken Niederösterreichs wurden, wie ,, W. L. B." meldet, meist die liberalen Kandidaten gewählt, nur im Bezirke von Baden stegte der antisemitische Kandidat gegen den bisherigen Abgeordneten Prof. Luftlandl. In den städtischen Bezirken von Salzburg wurden zwei Liberale gewählt; der ehemalige Minifter Bach blieb in der Minorität. In Steyr flegte der bisherige Abgeordnete Widhof gegen den Handels minifter. Frankreich. Bittor Hugo's Leichenbegängniß ist ohne be Etwas vor elf Uhr betraten fondere Bwischenfälle verlaufen. einzelne Gruppe auch ein kleines Bild gab. Bald offen, bald durch dichtes Gebüsch versteckt, zog sich der Weg da hindurch, und selbst an den beißesten Sommertagen konnte man hier überall Schatten finden. ism Diese Promenade wurde auch von den Bewohnern von Rhodenburg außerordentlich fleißig benutzt. Sie war faft nie leer von wenigstens einzelnen Spaziergängern, denn felbst bei schlechtem Wetter konnte man unter dem Schuße der Bäume troden und angenehm seinen Weg verfolgen. Heute, bei freundlichem Sonnenschein, lebte und webte es von gepunten Menschen; es war Sonntag, und jeßt, nach bem Mittagsmahl des Bürgerstandes, etwa um ein Uhr, paffirten Hunderte theils herüber und hinüber, theils zogen fie fich den nächsten Thoren zu, um bort verschiedene vor benselben gelegene Vergnügungsorte aufzusuchen. Alle biese hielten sich aber zumeist auf der Hauptprome nabe, bie einen breiten, beschatteten Weg um die ganze Stabt bildete, während die während die inneren verschlungenen Wege weit weniger besucht schienen. Heute, als an einem Sonntage, lag aber auch nicht Vielen baran, fich nur mit einem furzen Spaziergange in der unmittelbaren Nähe der Stadt zu begnügen; sie wollten weiter und wählten dazu natürlich den fürzesten Weg. Nichtsbestoweniger fand man aber doch auch in ben Seitengängen überall Lustwandelnde, vornehme und ge ringe, aus dem Abels wie aus dem Handwerkerftande, und selbstverständlich schlenderte auch viel Militar da zwischen herum. Italien. Den Str Roloniste Lauf von Län bevollerten D indlichen C folchen Ge Beuten, die ni auch felbft Teufel polnische Elen b Oft fee beruftebein, Loniten Blat Diteprovinge Belafen des leichtern. Aus Rom wird der ,, Boff. 8." geschrieben: Die italieni Bunften 9 Rechtspflege leidet an einem Krebsschaden, der leicht den Rußland Gesammt Organismus des jungen Staates verderblich werde ig und all tann. Es ist die unglückliche Präventiohaft und bundbefizer Verwarnungssystem. In beiden Fällen handelt es fließlich me um ein beispiellofes Gin oder vielmehr Vor- und Uebergreifele dem B Die bereits t der Polizei im Verhältniß zur Juftig. Der radikale Deputi Cofta erreichte kürzlich durch eine Anfrage an den Siegeleichzeitig m bewahrer Besfina wenigftens so viel, daß dieser fich herbellinders mit r arzue tennen, daß in der That Ungehöriges und Ungeheuerlid Rebits alle m vorgebe, und Abhilfe in Aussicht stellte. Cofta hatte leider Medienen B wenn er die heutige Anwendung der Untersuchungshaft, die auf bloßen Winfür eines Stadtgenbarmen oder eines Delegari, daß d Der öffentlichen Sicherheit( etwa Polizeilieutenants) beruht an Ve brechen grenzend bezeichnete. Da ist z. B. ein wiffer Adamo Mincini unter einer Beschuldigung, die, fte erwiesen würde, ihm höchstens zwei oder brei Monat fängniß eintragen tönnte, bereits vierzehn Monate in ohne abgeurtheilt zu werden, und einen anderen armen eniläßt man nach 39monatlicher Haft mit der gewohnten dung, es liege fein Grund zu gerichtlichem Einschreiten Ganz besonders gefährlich, weil die Bollsleidenschaft tief regend, wirken folche Vorgänge ba, wo fie fich mit agrarif sozialistischen Bewegung verbin wie wir das so eben im Mantuanischen wahrnehmen. weiß, daß hier die Landarbeiter, um ihre in der That tra Lage zu beffern, zu einem großen Be.bande zusammenge find, der wieder in seine Sektionen fich gliedert. Es i greiflich, daß ein solcher Versuch und Anfang der Selbsthil ben großen Beftgern und Bächtern gegen den Strid unbegreiflich aber, daß die Agenten der öffentlichen G fich dazu hergeben, nachdem fich die Regierung in teiner W Darüber geäußert hat, ob ein solcher Verein rechtlich erl oder verboten sei vielleicht wiffen es die Lenker des Staald felber nicht ihnen denunzirte Mitglieder dieses Vereind vorzugsweise die Abtheilungsvorsteher, ins Gefängniß zu wa Stalien hat es wirklich nicht nöthig, die agrar soziale gung auf die leichte Achsel zu nehmen. Sie bedeutet ble Goblet, bemerkte in seiner Rede, Viktor Hugo werde die er. babene Personifilation dieses Jahrhunderts bleiben, dessen Geschichte, dessen Widersprüche, 8weifel, Gedanken und Be ftrebungen er am besten zum Ausorud gebracht habe. E set ein tief bumaner Charakter gewesen, der den Geift der Toleranz und des Friedens unter seinen Mitbürgern repräsentirt habe. Auch der Präfident des Kommunal- Raths Michelin ergriff das Wort. Um 4 Uhr war Alles vorüb.r. Bwei große, Battliche Herren, die ein Dffizier eine Strede lang begleitet hatte, betraten jegt, gerade als fich ber lettere von ihnen verabschiedete, einen der beschatteten Gänge und schienen selber diesen filleren Plaz gesucht zu haben. " - Der Bibliophile Jakob"( Paul Lacroft) erzählt in nachstehender Weise, was aus den Ueberresten Voltaire's und Rousseau's, die im Pantheon beigesetzt worden waren und deren Särge jezt noch dort stehen, geworden ist: fraud Sem Вещ lich ble Muste wire auch gu uth Einwan ben; Dad dre fchred lic Die in on Schottla jolution an fowie be Untita atl und ba Selfe ausgef en schädige st auf ein finers. Die Dom Rontiner Derband gen fammentritt ringen, ob Lotteriege Birtulare Dief Tein enbgiltig In b Arbeiterfrage schlechthin, denn große Fabritmittelp befigt Stalien nicht. Das schönste dabei ist, das nicht bie ängstlichen Gemüther der Bestzer selber es den übereiftig Beamten Dant wiffen werden, denn die zu straff acfpa Sehne muß nothwendig zerreißen. Wir erfahren denn aus der jüngsten Mantuaner 8tg.": Die Rathstammer fe durch Verfügung vom Sonnabend, abermals 27 Landarbei Lagen von Die von der E that babe, wa welche von den famosen" Verbaftungen betroffen ware gelaffen. Nun gefchab die Verhaftung am 27. März. Die schuldlosen Menschen haben also awei Monate im Gefängni fchmachtet, find der Arbeit und ihren Familien entso wesen im wahrsten Sinne des Wortes pro nihilo. D bitterung des Bolles wird gesteigert durch allerlei Gil und Maßregelungen der Berhafteten, denen z. B. der Befu der Mutter niet gegönnt wurde. Glaube es die Regierung glaube es das Land: die Vorgänge von Mantua find Schandfled in der Geschichte unserer Freiheiten, unferer fittung", ruft der„ Diritto" aus, während das radikale Bat blatt Il fascio della democrazia" sagt:„ Was in unf Rechtsverwaltung vorgeht, ist nach dem eigenen Geländ des Minister Siegelbewahrers einfach ungeheuerlich und eignet, eine Regierung geradezu au entebren, die von d vilisation blog den Firniß bat, von Liberalismus allen du In einer Mainadht des Jahres 1814 wurden die Ge. beine Voltaire's und Rouffeau's aus den Bleifärgen gezogen, in denen fie eingeschloffen waren, in einen leinenen Sad ge schüttet und dieser in einen Fialer getragen, der hinter der Kirche wartete. Langsam fegte sich das Fuhrwert, dem fünf oder sechs Personen, unter ihnen die Brüder de Buymorin, folgten, in Bewegung. Durch öde Straßen langte man gegen zwei Ubr Morgens an der Zollstä te de la Gare, Bercy gegenüber, an. Dort lag ein ausgedehntes, mit einem Bretterverschlag umzäuntes Terrain, um welches Schänken und Kneipen verstreut waren. Ein tiefes Loch war im Voraus mitten in dem Terrain gegraben worden und wurde von anderen Personen gehütet, welche auf den Fialer warteten. Die Gebeine wurden aus dem Sade auf eine Unterlage von ungelöschtem Kall geworfen und die Grube dann wieder zugefüllt, bis die Eide eben war und die An wesenden, die Uh ber dieser legten Bestattung, schweigend barauf berumtreten fonnten."- Acht Jahre später fragte der Abgeordnete Stan Blas de Girardin in der Kammer, was die Restauration( das Königthum) mit den Ueberteften Voltaire's und Rouffeau's angefangen hätte, und der Minister de Cobtère erwiderte: die Antwort ist sehr einfach; fie find in den Grab Schein, ohne von seinem Wesen eine Spur zu befigen Liz Rußland.id a scheint die Barole der rufftschen Gewalthaber zu sein Unterha Der Magiftr Damit ein für das S Saintelplate eignung ber fahrt und bie Romitees enti Gemeinde übe DIE Rene G Die Berband Werbung eine traße zur E Denbigt. D auf Ses G Mann Spart Befchlußnahm bolen, Damit Bonnen werbe Berme onigliche B Rußland den Ruffen und der russischen Kultur" Generalgouverneur von Rijen hat, wie die Blätter melon Der B mit abp einem vertraulichen Rundschreiben an die Präsidenten girlsgerichte über die Bedeutung des legten Berboles, m fonen polnischer Abstammung Patvertrage schließen, fich des Nähern ausgelaffen. General Drenten tlärt ausdrücklich, daß das betreffende Verbot fich gleid auf Deutsche, Böhmen, Juden und überhaup alle diejenigen eiftrede, die dem Unterthanenverbande Nachbarstaates angehörten. Das scharfe Borgehen be gem ölben von Sainte- Genevière beigesezt worden und find jest tannten Ruffifilators von Kijew erscheint der, Novoje W so ausgezeichnet, daß sie nicht recht an die Authentizität noch da." Diese Antwort des Herrn Minifters entsprach, nun der Mensch in der ganzen legten Viertelstunde auch nur ein anderes Wort gesprochen, als von seinem verfluch ten Goldfuchs? Was geht uns denn das Beeft an, mit bem er fich hat anfchmieren laffen?" Solberg habe um Rathinta's Hand angehalten." nicht wenigfiens, daß ich etwas davon wüßte Moril D. J. Brianbt, n uer Löschge Notifchen es beabft inbe nicht Stal dem Gerücht? Ich hörte heute Morgen in ber G Unsinn," sagte Schaller, ist ihm nicht eingefall „ Eben weil er das selber fühlt," lächelte Graf Rauten, auch wissen, wie! Das Mädel hat ih jedesmal fo flammert er sich noch an die Möglichkeit an, Jemanden behandelt, daß ihn in ihrer Nähe ordentlich eine Banf zu finden, der den Werth seines Pferdes zu erkennen weiß muß überlaufen haben; warm fonnte er aber wahrha ober wenigstens so thut." " but nicht dabei werden. Ich habe auch meinen Berb zischte er zwischen den zusammengepreßten Bähnen aber gnade ihr Gott, wenn ich darüber Bewi erhalte!" Laffen wir den Patron," brach Schaller, bem andere Dinge im Kopfe fagen, turz ab. Rauten, ich sage Jonen, Dinge im Ropfe fagen, furz ab. ich bin hier in Rhodenburg in eine Sadgaffe hinein gerathen, und wenn ich nicht bald Hilfe bekomme, so geht die Geo schichte faul!" " Was ist es?" ichts nichts, das wenigftens mit unferem ite." Aber, od um geb Doch wahrha noch zu übe orgen." Raute jebenfall bet Sie fi habe ich b Nein, mir zu mißt Sie fenne, 1 Alfo 1 Sta Mein lieber Schaller," sagte Graf Rauten achfelzudend, schäft in Berührung ftände, obgleich es mich felber m Sie wissen, daß ich Alles gethan habe, was in meinen Kräften genug betrifft. Bis wann ist also endlich biefer ver " stand, um uns Beide rasch ans Biel zu führen, denn in meinem Intereffe liegt es noch weit mehr, als Sie überhaupt ahnen können. Aber war es benn möglich? Meine sehr liebenswürdige, aber sehr hartlöpfige Schwiegermutter in spe Gott sei Dant, daß uns der langweilige Beter ver. Laffen hat!" fagte Herr von Schaller benn er und Graf Rauten waren die beiden Spaziergängerindem er den Arm seines Begleiters nahm und ihn ben schmalen Gang entlang führte Das weiß boch ber liebe Gott, was für schauerliches, tobt machendes Volk auf der Welt herumläuft! Hat felte Tag, der Sie, Rauten, zum Glücklichsten bere lichen machen soll?" Am fechsundzwanzigften." Beinabe noch vierzehn Tage es ist rein zum ift nun einmal von ihrer verrüdten firen Jbee nicht abzu- rüdtwerben! Und Sie wissen bestimmt, daß an dem bringen, und was fann ich thun, als eben ben Beitpunkt geduldig zu erwarten? Daß ich dabei auf Rohlen fizze, würden Sie mir glauben, wenn ich Ihnen all' bie Einzelheiten so genau erzählen könnte." Die Frauen haben rein ben Teufel im Leibe!" rief Schaller mit einem halb verbiffenen Fluch zwischen den Alles arrangint wird?" Ba Semiß weiß ich das, denn ich reife noch an nämlichen Abend mit meiner Frau ab." Schaller schritt nachbenkend eine Weile neben Freunde hin. " Glüdlichster der Sterblichen," murmelte er babei WBens Lippen meine Alte ist genau fo; aber bas ist mir ein einer Art von Galgenhumor, wer bas verfluchte B " schmählicher Strich burch die Rechnung." H Aber befter Schaller," sagte Graf Rauten, Sie haben doch den Termin von Anfang an gelannt und waren vollständig damit einverstanden." Weil ich die Zwischenfälle nicht berechnen konnte," rief Schaller; jest ist es aber gerabe, als ob die Hölle los wäre, denn jeder Tag bringt fast etwas Anderes, und Inur erfunden hat- Glücklichster der Sterblichen! ich dabei meine Rosamunde ansehe Ro- fa- mun Gattin Rosamunde zu taufen; und mit dem Namen welcher wahnsinnige Häring die Joee gehabt hat, fie nun den ganzen Tag herum und ärgert mich jebe wenn ich daran bente." Graf Rauten lachte. Sie scheinen fich in ich kann die Katastrophe nicht so lange mehr hinausschieben, Art von Dolch und Giftstimmung hineingearbeitet wenn nicht bald Hilfe kommt. Wenn es nur möglich wäre, wenigstens einen Theil..." Das ist eben nicht möglich, lieber Schaller", sagte Graf haben." Hab' ich auch," brummte Schaller, und verba gute Ursache dazu, denn wenn Einem bas Feuer Rauten sehr ruhig und bestimmt. Aber was ist denn an I'maßen auf den Nägeln brennt, und man lan Staller; je Die anberth wiffen, wo Sie in be lein Runfif Aber auf biefe Gott, bie Sie f aber Sie I i auch ga maffen." „ Den Ja, vielleid Daß ich nur Er wa mübe gemo felben. Ra jo voll befe eine Beile anber. SPI Stelle, mo Bolquet ge lagen, ber weigte, m brbeit au ve Den olding or day bhau d de innoted il sim 61 Der Ma bais, inf Duote von 35 000 Mart für den Gratifilationsfond der Beamten und Aaenten der Gesellschaft noch ein Reingewinn von 1.355 555 Mart übrig blieb. #roa und mats Deiselbe wurde wie folgt vertheilt: 1. Zantième an 9 Mitglieder des Berwaltungsrathes, nan den General- Direktor, den Direktor und 3 Sub 135 555 Mart obirettoren. 310 000 2. zum Sparfond enn aber, lagten Stundschreibens glauben will. Jedenfalls, meint das Folge deffen die beantragte Umgestaltung der Feuerlöschgeräthe geschehen laviftische Blatt, würde dieses Rundschreiben eine beträcht einer gemischten Deputation aur Borberathung überwiesen. berrefte diefe Lüde in den Berordnungen bezüglich des Grundbefiges Nachdem nun diese Borberathungen beendet find, ersucht der Brophezeibung weftlichen Rußland ausfüllen. Es würden in dem Schreiben Magistrat die Stadtverordneten Berfammlung, fte möge fich einverstanden erklären mit der Beschaffung von vier neuen meg uter Anforderungen des praktischen Bebens berührt, die von bugo's wo Breffe schon wiederholt hervorgehoben worden setin. Feuerlöschzügen, bestehend aus je einer weispännigen Gas. mal von de Ränner, weld handelte fich um Präventiomaßregin gegen und Dampffprig, je einem zweispännigen Tender und je einem Strom böhmischer und deutscher aweispännigen Geräthwagen mit mechanischer Leiter für den te ee gang folonisten, welche in dem Maße sich an den Auf- Besammtpreis von 80 000 l. und der Aufnahme dieses Bes voller von Ländereien gemacht hätten, daß die von ihnen ttages in ben Etat pro 1885/86. Frid ölferten Ortschaften gegenwärtig vorwiegend einen fremd leben, währen ollten, uhmlichen Chara.ter trügen. Ganz gewaltige Latifundien folchen Gegenden gehörten bis auf den heutigen Tag folchen Beuten, die nicht einmal ruffische Unterthanen wären. Indessen auch selbst die Naturalisation obne langjährige Wittsamteit Die italieni Gunsten Rußlands noch gar teine Garantie für die Interder leicht been Rußlands. Als eine solche Garantie lönne von nun an berblich werde sig und allein die Thatsache angesehen werden, daß jeder aft und bundbeftger unbedingt russischer Abstammung sei handelt es fließlich meint die Nowoje Bremia", daß auf irgend eine Beise dem Buzuge solcher Deutschen vorgebeugt werden müsse, to Uebergreife itale Deputi bereits im Westen Rußlands fich niedergelassen hätten. n den Siegeleichzeitig müsse das Land mit Russen bevölkert werden, bes nders mit rusflichen Bauern, denen man mit Hilfe staatlichen fich her belli Ungeheuerlich bits alle möglichen Erleichterungen machen müsse, um fte Magiftrat beantragt, dahin zu wirken, daß zu Ehren von tte leider Redach jenen Gouvernements hinzustehen, aus denen man das Shaft, die aufonische Element zu verdrängen sucht. Der„ Rustij Kurjer" Ines Delegiet, daß den Ethen und Leiten verboten werden soll, aus its) berubt, en Ostseeprovingen nach andern Theilen Rußlands B. ein ng, bie, et Donat onate in armen Baft Teufel ewohnten infchreiten fchaft tief fich mit gverbin nehmen. Wen D | bat trang Tammengetre t. Es i Der Selbft Strich g ntlichen G in leiner W echtlich erla ter des Staal tefes Ber gniß au wa foziale Deutet ble brifmittel Be nicht ein ben übereifrig ftraff gefpa ren bent thstammer 17 Landarbe fen waren fre Ole Aberjufiebeln, weil dieselben dadurch nur neuen deutschen KoLontiten Blas machten. Das Blatt meint, die Barone in den Dileeprovinzen bedrückten abfichtlich die Letten, um fie zum Berlafen des Landes zu nöthigen und die deutsche Kolonisation leichtern. Unser lieblicher Nachbarstaat scheint also ernst toire ich die Auslehrung aller Nichtruffen anbahnen zu wollen. Es auch zu schade, wenn gewiffe Theile des Ruffenreiches Einwanderung einen„ fremdländischen" Charakter erhalten mirden; Dadurch wurde ja die Aufklärung gefördert und das wire schredlich für die Freunde der DON Knute. Großbritannien. Die in Edinburgh tagende Freie Kirchen Versammlung Schottland" nahm mit überwältigender Majorität eine jolution an, welche erklärt, daß im Intereffe der Gerechtig fowie des Friedens und der Wohlfahrt des Landes die at staatlichung der schottischen Kirche dringend geboten und daß, wenn dieselbe in billiger und rücksichtsvoller ausgeführt werde, der Wechsel teinerlei religiöse Inter then schädigen würde, vielmehr dazu angethan sei, die Aus 1st auf einen glücklichen Zustand in Schottland zu er Belfe finen. berband Die Uebersendung von Lotterie Birkularen Jom Rontinent an britische Hausbefizer hat neuerdings fo lammentritt des Parlaments Die Frage zur Sprache zu bringen, ob das Poftamt nicht selber unter die Kriminalartikel Des Lotteriegefeges fällt, indem es durch die Vertheilung dieser Birlulare Diefelben veröffentlicht.(!) genommen, daß man beschlossen hat, beim Wieder In betreff der afghanischen Grenzfrage ist noch immer Die vor einigen Tein endgiltiges Abkommen erzielt worden. Lagen von den Zeitungen gebrachte Nachricht, daß Rußland Die von der britischen Regierung vorgeschlagene Grenze atjep tarz. Die arm Gefängn en entsoo hilo. Di Herlei Chilant B. der Befud Die Regierung antua find en, unferer rabilale ein Be Barte Bas in uni en Gefändni erlich unb Die von der 8 allen auf beftgen Rultur au fein bal atter melben benten Der B rbotel, mit ertrage al Drenten fich gleich überhaup moerbande rgeben bes Novoje Bu uthentigital Stak in ber S ten." icht eingefall Ste besmal fo eine Gänfe aber wahrh nen Berbad Забнет but ber Bewish it unferem ich felber biefer ver en ber S rein um 3 an bem Sin nod an ile neben elte er babei perfluchte blichen! Bens -fa- mun abt bat Namen la mich jebe fidh in ingearbeitet unb verba as Feuer man Lanu at habe, war fomit verfrüht. Kommunales. Der Magiftrat hat die Stadtverordneten Versammlung ersucht, fi damit einverstanden zu erklären, daß die vom Komitee ardas Schintel- Dentm al projettirte Regulirung des Edintelplages auf Roften des Romitees, bei gleichzeitiger Ueber eignung der zu schaffenden Anlagen an die Kommune, ausge hrt und die entstandene Anlage demnächst, dem Wunsche des Romitees entsprechend, in die bauernde Unterhaltung der StadtUnterhaltung der Anlagen auf dem Schinkelplate. Die Berhandlungen der Schuldeputation betreffend die Er Rene Gemeinde- Doppelschule in der Mühlenstraße. Werbung eines genügend großen Grundstüdes in der Mühlen frage zur Erbauung einer Gemeinde Doppelschule find jest beendigt. Die Schuldeputation hat dem Magiftrat den AnMann Hark gehörig, empfohlen, und der Magiftrat wird die Beichlußnahme der Stadtverordneten Versammlung sogleich eins bolen, damit der Bau womöglich noch in diesem Herbst be Bonnen werden tann. Die Geheimhaltung der Beschlüsse und Berhandlungen der Stadtverordneten- Versammlung. giftrat hat dem Beschlusse der Stadtoerordnetenversammlung vom 30. April D. 3, welcher bestimmt:„ Die Verhandlungen Dom 30. April D. 3, welcher bestimmt: Die Verhandlungen in den unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattfindenden in den unter Ausschluß der Deffentlichleit stattfindenden Sizungen der Stadtverordneten Versammlung find unter allen Umständen, und die in einer solchen Sizung gefaßen Beschlüsse, wenn vom Vorsteher in Bezug auf dieselben die Amtsverschwiegenheit proklamirt it, von jedem Mitgliede der Bersammlung, mag es der Sigung beigewohnt haben oder nicht, gebeim zu halten", auf Grund der Bestimmungen des§ 48 der Stäoteordnung vom 30. Dal 1863 feine Buftimmung ertheilte med Der Vorstand der Berliner Turnerschaft hat beim Friedr. Ludwig Jabn, des Schöpters des deutschen Turnens, einer der in der Nähe der Hafenbalde bestehenden oder noch anzulegenden Straße der Name Jahns beigelegt werde. id 30 000 Mart 8uschuß zur Anlegung einer neuen Straße. Der Gemeinde Kirchenrath der Sophien- Kirche hat jest in Uebereinstimmung mit der Gemeindevertretung dem Magistrat auf anderweitiger Grundlage einen Vorschlag aur Durchführung des Projektes der Anlage einer neuen Straße auf einem Theile des Terrains der Grundstücke Große Dam burgerstraße 30 und 30a unterbreitet. Dieser Vorschlag geht im Wesentlichen dahin, daß die Kirche das Terrain der neuen Straße und das zur Verbreiterung der Großen Hamburger ftraße vor den Grundstüden 28, 29 und 31 erforderliche Terrain der Stadt unentgeltlich übereignet und die neue Straße nach der Sophienkirche zu derart projektirt wird, daß die Möglichkeit der Durchlegung einer Fahrstraße quer über das Kirchhofs terrain im Anschluße an die jest projektirte Straße für spätere Beiten offen bleibt und das Kirchhofsterrain im großen Ganzen unbebaut zu einer öffentlichen Schmudanlage beftimmt bleiben foll. Als Gegenleistung beansprucht die Kirche Die Herstellung foll. Als Gegenleistung beansprucht die Kirche die Herstellung und Unterhaltung der neu projeftirten Straße auf Roften der Stadt und die Bewilligung eines Buschusses von 30 000 M. zur Durchführung des Projektes. Jay Die Tagesordnung der Situng der Stadtverordneten Versammlung am Donnerstag, den 4. Juni, ist folgende: Dret Naturalisationsgefuche- Wahl des dritten Stellvertreters Der Kommunal- Landtags- Abgeordneten der Stadt BerlinVorlage, betr. die Beschaffung von vier neuen Löschzügen für Die Berliner Feuerwehr desgl., betreffend die Bahlung einer Entschädigung für die von dem Grundstücke Kottbuserstr. 1-2 zur Stalizerstraße freigelegten Barzelle- desgl, betreffend Die Uebernahme der von dem Komitee für das Schinkeldenkmal projektirten Anlagen auf dem Schinkelplat- Antrag von Mit gliedern der Verjammlung, betr. Die Verwendung der auf Grund des Gefeßes vom 14. Mai 1885 aus landwirthschaftlichen Böllen der Stadt Berlin etwa zufallenden Beträge desgl., betr. Die Einfeßung eines Gewerbe- Schiedsgerichts- Vorlagen, betreffend die Stizzen zum Neubau eines Feuerwehr. Nebendepots in der Reichenbergerstraße und eines Tobtengräberhauses auf dem Gemeindefriedhofe zu Friedrichsfelde, sowie zu einem Erweiterungsbau der 21./24. Gemeindeschule Neue Friedrichftr. 32. Vorlage, betreffend die Erwerbung des von dem Grur bftücke Wallfir.39 zur Straßenverbreiterung erforderlichen Terrains Desgl, betreffend die Abänderung des Statuts Der Friedrich Wilhelmstiftung- besal, betreffend die Fest fegung der Baufluchtlinien für die Hochstraße- desgl, be treffend die Verwendung einer bei Treptow belegenen Wiese zur Erweiterung der städtischen Bartanlagen desgl, be treffend die Bufatbestimmung zum§ 41 der Geschäftsordnung der Stadtverordneten Versammlung. slung Lokales. 8. Dividende für 5000 Attien( au 3000 Mait nominal) pro Aftie 182 Matt 910 000 Betrachten wir die beiden Boften ad 1 und 3 näher. Nachdem die Verwaltungstoften ca. 791200 m, betrugen, wurden außerdem nach obigen offiziellen Angaben noch 135 555,00 m. als Tan tieme an 5 Direttoren und 9 Berwaltungsratbemitglieder zur Bertheilung gebracht, was bei diesen 14 Personen airla 9680,00 pro Kopf, durchschnittlich gerechnet, ausmacht. Bir sagen durchschnittlich, obwohl schon anzunehmen ist, daß bie Direttoren pro Person mebr, die Verwaltungsrathsmit glieder dagegen pro Person weniger als 9680 M. erhalten haben werden, weil die Thätigkeit der Lepteren, wie bel Attien Gesellschaften gemeiniglich der Fall, nicht besonders schwer in die Waagschale fällt, aber immerbin werden die Herren Räthe thre wenigen, richt besonders anstrengenden Sigungstage anständig bezahlt erhalten haben. Was nun die ad 3 angeführte Dividende anbetrifft, so fieht das auf den ersten Blid so aus, als wenn auf eine Attie im Betrage von 3000 Mart nur 182 Mark Dividende gleich ca. 6 pt. bezahlt worden wären, die Sache liegt aber belanntlich in Wirklichkeit anders, indem die Attien nicht voll, sondern pro Attie à 3000 Mart nur 600 Matt eingezahlt find, bas Uebrige aber in Wechseln ac. hinterlegt ift. Thatsächlich tommen demnach auf je 600 Mart Baareinzahlung 182 Mart, b. h. nich 6 pCt., sondern 30% pet. Dividende zur Ver theilung, wie dies auch die Direttion in ihrem Geschäftsbericht anfübit Wir seben also hier wieder, wie gut fich die Herren Aktionäre stehen, welchen immensen Entbehrungslohn fte ein beimsen, ohne auch nur mehr zu thun, als die Roupons abzu schneiden und einzufaffiren, und wie auch die obersten Beamten brillant fundirte Stellungen einnehmen. Wie anders würde das Bild fich gestalten, wenn ber Staat, ben wir allein zur Leitung des Versicherungswesens berufen balten, solche Unternehmungen in seine Hand nehmen würde, selbstverständlich als Selbstawed und nicht aus fistas lischem Interesse, um eine gute, bequeme Einnahmequelle zu erlangen. Die ersten Beamten, als Staatsbeamte, würden fich mit geringeren Gehältern begnügen müssen, wie das schon zum Beispiel ein einfacher Bergleich zwischen Den ehemaligen und fepigen Eisenbahn. Direttoren der Berline Hamburger Eisenbahn zur Evidenz beweist. Bei der Berlin Hamburger Eisenbahn- Gesellschaft bezogen die 4 in Berlin ftationirten Direktoren folgende Jahresgehälter: Ein erfter Direttor 22 500 Mart nebst freler Woh nung; awei weitere Direttoren je 15 000 Mart nebst freter Wohnung; nun ein Direktor 12 500 Mart und, weil teine freie Woh nung, 3000 art Wobnungsentschädigung", während der jegige erste Direktor( Bräfident) der verftaatlichten Berlin- Hamburger Eisenbahn nach dem Etat nur ein Marimal gehalt von airta 10 000 Mart nebft freier Wohnung, die Betriebs- Direktoren nur cin folches von ferner 6000 Mart beziehen können. Wir wollen nicht etwa fagen, daß diese Bezahlung von 10,000 Mt. u. f. w. uns als eine der Leiftung angemessene erscheint; aber wir sehen doch schon im Vergleich zu den Privatbahnen eine kleine Wen bung zum Beffern. Der Schwerpunkt würde aber bei einer Verstaatlichung für uns barin liegen, daß selbst bei einer vor läufigen Berzinsung des baar eingezahlten Grundlapitals mit 4-5 Bros., mindestens 25 Broz. und im Ganzen ficher 30 Bros. erübrigt würden, oder mit anderen Worten sämmtliche Präs mien um ca. ½ ermäßigt werden könnten, woraus fich eine wesentliche Erleichterung für die arbeitenden Klaffen an der Theilnahme der Versicherung ergeben würde. Keine von sämmtlichen Straßenregulirungen Berlins fteht so im Vordergrunde des Interesses, als die der Bimmers Straße. Nicht allein eine würdige Bufahrt zu den beiden Museen, dem für Kunstgewerbe und dem für Völkerkunde, welche den ersten Monumentalbauten des modernen Berlins beizuzählen lauf des Grundstücks Mühlenstraße Nr. 49-50, dem Rauf einiger Beit brachten wir im Auszug einige Reden aus dem find, macht das seit einem Jahrzehnt vielfach besprochene ProBermehrung der Feuerlöschgeräthe. nigliche Bolizeipräsidium hatte an den Magistrat am 3. Das Was Versicherungs. Gesellschaften verdienen. Vor ftenographischen Bericht des 21. Kongreffes deutscher Volks mirthe und an diese anknüpfend meinten wir, daß bei den Versicherungen ein Erwerb aufs Unglüd unseres Erachtens nach nicht länger beibehalten werden dürfte. Es liegt uns jest ein Geschäftsbericht nebst Bilanz der Magdeburger Feuer Versicherungs Gesellschaft vom 16. Februar c. für das Rechnungs jekt dringend wünschenswerth, sondern namentlich eine gute und turze Verbindung der Königgrägerstraße mit der verkehrs reichen Friedrichstadt und einer Entlastung der Leipzigerstraße. Die Gründe, aus denen die Durchlegung der Bimmerftraße durch den Garten des Kriegsministeriums bis heute noch nicht erfolgte, find zu bekannt, um dieselben noch einmal hier anzu April D. J. eine Denkschrift der Abtheilung für Feuerwehr fahr 1884 vor, worin tonftatist wird, daß die Geschäftslage als führen. Alle Bedenken, welche seitens des Kriegsministers gegen eine günftige bezeichnet werden könne. Die Bilanz ergiebt, daß nach diversen Abschreibungen auf Gesellschafts- Grundstüde, zusammen rot. 103 000 Mart, ferner nach Abseßung einer erjanbt, nach welcher von dieser Behörde die Einführung euer Löschgeräthe nach dem Mufter des mit Suftimmung der Mottichen Behörden im Jabre 1883 beschafften Versuchs Lösch- Anlage der elektrischen Beleuchtung, Inventarien 2c. 2c. von Nes beabsichtigt wird. igte. Die Kommunalbehörden hatten in die Durchlegung der Straße geltend gemacht werden könnten, glaubt Herr Kreisbaumeister E. H. Hoffmann durch den Bau einer Brücke mit Oberlicht beseitigen au fönnen. Der Um ftand, daß der Garten des Kriegsministeriums etwa 1,60 Meter Sabe nicht wegziehen, so ist das eine jämmerliche Ge- lief und dann mehr nach rechts aufbog, um später in bin neugierig geworben. Wir haben ja außerdem nichts zu nod Aber, befter Freund, das Ganze handelt sich jetzt nur um zehn Tage, bas ist Alles, und es wird Ihnen Roch zu überstehen Borgen." einer andern Richtung auszumünden. Dort tamen andere Spaziergänger vorüber, die fich ziemlich laut mit ein ander unterhielten, da fie Niemanden in der Nachbar versäumen." Ich wollte nach Hause; es ist spät geworden..." Nur die paar Schritte bort hinüber; nachher begleite ich doch wahrhaftig nicht so schwer werden, die kurze Beit schaft sehen konnten und sich deshalb für unbelaufcht hielten. Sie, wohin Sie wollen." Gtrieb auch, daß sie rasch bet und dann, wiffen Sie, find Sie geStauten, ich traue Ihnen auch nicht," platte Schaller, Sie find wirklich zu fomisch!" lachte der Graf. Und Schaller glaubte aber, daß er die Stimme kenne, bie jeben falls einer jungen Dame angehörte, und unterschied jest deutlich die Worte: Das find leere Ausflüchte, Herr von Heidewald; brei Tage schon bin im Park spazieren gegangen, ohne Ihrer habe ich Ihnen schon je die geringste Veranlassung gegeben, werthen Perfon zu begegnen, und alle Ihre Rebensarten mir zu mißtrauen?" Sie fenne, nicht." Rein," sagte Schaller, das haben Sie, so lange ich helfen mir nichts." Aber mein gnädiges Fräulein," sagte eine männliche Stimme also jedenfalls der besagte Herr von Heidewalb Sie thun mir wahrlich Unrecht; ich war verreift und Schaller; je älter man wird, befto rascher fliegen die Tage. bin erst vor einer Stunde zurückgekehrt." Also wozu die Ungerechtigkeit? Seien Sie vernünftig, wiffen, wo fie geblieben find, und alle Forderungen, die an Und das wagen Sie mir zu fagen?" rief die junge Sind Sie nicht gestern noch über den H Sie in der Zwischenzeit gemacht werden, ist es wahrlich Markt gegangen? Ich stand allerdings in einer Mobe dem Wege folgten, der weiter oben mit dem andern Pfad aujammenlief, und gerade an der Spize trafen sie die fleine Gesellschaft, und zwar nicht Flora allein mit dem jungen Herrn, wie es Schaller vermuthet hatte, sondern Henriette mit ihnen; Flora und Herr von Heidewald gingen aber einige Schritte voraus, Henriette schwebte nur wie als schüßender Geift etwa zehn oder zwölf Schritt hinter ihnen her. Flora erschrat übrigens fichtlich, als die beiden Herren so plöglich und unerwartet um die Ede bogen. Es war auch, als ob fie fich unwillkürlich zurüd auf die Schwester ziehen wollte; aber das wäre doch nicht gegangen. Schaller und Graf Rauten, ohne jedoch von Herrn von Heidewald Notiz zu nehmen, grüßten auch schon achtungsvoll, besaßen aber Taft genug, um nicht gerade in diesem Moment ein Aber wiffen Sie auch, Nauten, wie lange ich schon waarenhandlung und Sie konnten mich nicht sehen, aber Gespräch anzuknüpfen. Sie gingen vorüber und be auf diese Art geschoben habe?" sagte der Baron. Bei ich habe Sie gut genug erkannt!" und Gott, die Arme thun mir weh!" müffen." Aber, beste Flora, bas muß wahrhaftig eine Täuschung gewesen sein!" Rennen Sie mich nicht Flora", rief die Schöne ent aber Sie haben jebenfalls Talent, und deshalb zweifle tüflet, ich will den Namen nicht mehr von Ihnen hören, mertten nur noch, daß auch Fräulein Henriette ihre Schritte beschleunigte, um etwas mehr in die Nähe ber Schwefter zu kommen es sah doch sonst eben gar zu auffällig aus! ich auch gar nicht, daß Sie schließlich doch noch reuffiren benn ich weiß doch, daß nur Falschheit und Hinterlist das Schaller, als sie vorüber waren. " Den Teufel auch!" sagte der Baron ,, Talent? hinter stedt 1" Ja, vielleicht haben Sie Recht, aber ein so unglückliches, fehr Sie mir Unrecht thun baß ich nur immer für andere Leute arbeite." mabe geworben und fügte den Kopf auf die Lehne der H Aber, mein gnädiges Fräulein, Sie wissen nicht, wie ich habe. Die Stimme wurde hier undeutlich, und Schaller, Rauten's Arm ergreifend, flüsterte: Kommen Sie, wir wollen bort herumgehen ich glaube, bas ift Fräulein von Klingenbruch's Stimme, und ich möchte gern sehen, wer in ihrer Gesellschaft geht". Er warf fich dabei auf die nächste Bank- er war felben. Rauten, mit seinen eigenen Gebanten vielleicht eben fo voll beschäftigt, nahm auf der andern Seite Plaz, und eine Weile faßen die beiden Männer schweigend neben ein Stelle, wo fie saßen, und davon nur durch ein dichtes anber. Blöglich horchte Schaller auf; dicht hinter der lagen, der ebenfalls von dem nächsten offenen Plage aus Intereffe nehme." weigte, mit bem Pfade eine furge Strede parallel Es scheint ein 3ant unter Liebenben", sagte Rauten; „ was fümmert uns bas! Ich muß Ihnen gestehen, Schaller, Das ist nun einmal so der Lauf der Welt," sagte Früher: Himmlisches Wesen, Glüdlichte ber Sterblichen" ba haben wir bie Geschichte wieder- ewige Liebe"- bab, was ist ewig! Raum geht ihnen die Erbschaft aus der Nafe, da schrumpft bas Wort Ewigkeit wie eine Gummihole zusammen, an ber man die Strippe unten durchschneidet! Wie stehen Sie denn mit Ihrer Braut, Rauten? Man sieht Sie eigentlich nie zufammen geben, und etwas Hochschwärme risches fehlt Ihnen ebenfalls. Es ist wohl keine erste Liebe mehr" am H Bolquet gefchieben, führte ein anderer Weg durch die An- daß ich an den jungen Damen gerade lein besonders tiefes aber ein fehr liebes und sehr gescheidtes Wesen und-für " Ich auch nicht, Rauten," sagte der Baron, aber ich Nein," sagte Graf Rauten trocken; Franziska ist mich eine große Hauptsache fern von Ueberspannung." ( Forthegung folgt.) Hefer liegt als das Straßenterrain, ist für den Gedanken eines Brüdenbaus obne Bweifel maßgebend gewesen. Das Brojekt, wie es der Boff. Btg." vorliegt, zeigt einen eleganten Brüden bau von 7 Deffnungen, deren mittlere eine Spannweite von 22 und deren Endöffnungen eine solche von je 12 Metern haben. Die anderen vier Bögen zeigen eine Spannweite von je 16 refp. 20 Metern. Die Gesammtbreite der Brücke ist auf 20 Meter angenommen. Von diesen 20 Metern entfallen 8 Meter auf die Fahrbahn, je 5 Meter auf die Fußwege und je 1 Meter für die Ueberbachung und auf die zwischen den Stüßen der Ueberbachurg fich ergebenden Nischen, welche der Berfaffer zu schmalen Verkaufsläben ausgebildet hat, die bei Der vorhandenen Länge von 244 Meter eine jährliche Diethe von 24 400. oder 5 pet. Berzinsung des auf 488 000. veran chlagten Bautapitals bringen sollen. Die Brüde hat eine Steigung von 1:40, die Herr Hoffmann in Folge der Ueber. bachung des ganzen Baumerts als ein Berlehrsbinderniß nicht anfteht. Durch die Ausführung seines Projektes glaubt deffen Urheber nicht nur eine swedentsprechende Berbindung der beiden getrennten Theile der Bimmerftraße ber beizuführen, sondern auch die unveränderte Benugung des Gartens dem Kriegs minister zu wahren, indem es möglich sei, von einem Theil des Gartens zum andern auf bretten Wegen zu Fuß wie hoch au Roß zu gelangen und indem der Berlehr im Garten von dem Berlehr auf der Brüde durch die Anordnung von Oberlicht völlig getrennt fel. Ob dieser Plan Aussichten auf Verwirt lichung bat, ift augenblidlich nicht zu entscheiden; immerhin ift aber der Gedanke originell genug, um als ein findiger Bersuch, die Bimmerftraßen Angelegenheit für die Stadt und den Kriegsminister gleich günstig zu lösen, besprochen zu werden. Die Gabriel'schen Veruntreuungen, hinter die man, dem Ansehen gegenüber, welches der 52 Jahre dienende Be amte in allen Kreisen besaß, erst jest nach deffen Tode tommen Lonnte, scheinen eine schon recht lange Borgeschichte zu haben. Man erinnert fich ist mancherlei Vorgänge, die, seiner Belt harmlos oder anders aufgefaßt, nach der Entdeckung jener Defrauden in einem ganz anderen Licht erscheinen und ins besondere der nachfolgende, vor mehr als dreißig Jahren fich augetragene tragikomische Vorfall erhält dadurch eine eigenthümliche Bedeutung, obgleich man über die wahren Motive des Sachverhaltes nun nach so langer Zeit schwerlich mehr eine Aufklärung wird herbeifüh en fönnen. Damals war Gabriel in der Armenlaffe im deutschen Dom am Gendarmenmarkt beschäftigt, und eines guten Tages als schwer ertranft vom Dienste abgemeldet. Troßdem wollte den Genannten der da malige Portier Burter( jezt auch verftor ben) im Domgebäude, als er zu einer ungewöhnlich früben Morgenstunde das Raffenlokal betrat, in demselben an seinem Bulte gesehen haben. Burter be hauptete, daß er Gabriel, der fich schleunig entfernt, angerufen, aber feine Antwort erhalten habe, auch sei derselbe, als er dann in dem plöglichen Erinnern, Gabriel tönne im Fieber. wahn vonhause entwichen und hierher gekommen sein, dem Fortgehenden nachgeeilt, plößlich verschwunden und nirgend zu finden gewesen. Burter getraute fich nicht, über den Borfall au reben und wollte denselben ohne weiteres der Bergeffenheit anheimgeben, um wohl mit Gabriel nicht in Konflikt zu kommen, hatte aber davon seiner Frau und diese denselben einem an beren Raffenbeamten berichtet, und da Sputerscheinungen in einem Raffenlotale immer einen sehr realistisch verdächtigen Hintergrund vermuthen laffen, so ward, wie das D. L." er zählt, eine Untersuchung angestellt, die ergab, daß der„ febr fchwertrant" barniederliegende Gabriel erklärte: Burter müffe verrückt sein!" Die Folge wac- daß nun Burter der Gegen ftand einer ärztlichen Untersuchung ward und, obgleich äußer lich für gesund befunden, vom Arzt das Beugniß erhielt, auch bei ihm, dem Gefunden, tönne der erzählte Vorfall der Gegen ftand einer Halluzination gewesen sein und der brave Burter ist nun nachmals sein ganzes Leben lang mit dem heim lichen Berdachte behaftet herumgelaufen, einen Geift" gesehen zu haben. g. Wie unerwartet schnell das graufige Gefchic oft in das Leben eingreift und diesem ein jähes Ende bereitet, Tonnte man wieder einmal gestern Abend erfahren. Vor dem Grand Hotel Alexanderplat stand gegen 9 Uhr die Droschke 2. Klaffe Nr. 5543, welche von einer großen Menschenmenge umbrängt war, die von Minute zu Minute wuchs. Gegenüber anderen derartigen Auflaufen war es hier auffallend fill, man fab bei den Borderstehenden nur ernste Gefichter, es prägte fich auf ihnen das bekannte Mitgefühl der Berliner aus, also mußte ein trauriger Vorgang vorliegen. Und richtig: Auf dem Rückfit der Droschle saß, den Ropf nach der rechten Sette überhängend, ein Mann in den 80er Jahren, mit einem Dunklen Vollbart, todt, starr. Vor ihm und auf dem Kutscherbod lax Reisegepäd, aus welchem man ersehen fonnte, daß der Berstorbene auf einer Reise begriffen war. Ein Hirschlag ober ein Schlagfluß hatte feinem Leben auf der Fahrt in der Droschte ein plögliches Ende gemacht. Wie wird der uners wartet schnelle Zod feine Angehörigen überraschen. Nachdem bie Droschke etwa 10 Minuten gehalten hatte, feste fich ein beberater Schußmann zu dem Todten in die Droschke, ein Kriminalbeamter nabm neben dem Kutscher auf dem Bod Plaz und so bewegte sich der Leichenwagen" zunächst nach dem Bolizeirevierbureau, von wo aus die Ueberfügrung des Todten nach dem Dbduktionshause erfolgte. a. Die Liebe! Das Dienstmädchen L. bei einer Kauf mannsfamilie in der Alten Schönbauferfiraße begegnete am Jüngsten Freitag Nachmittag auf der Straße zwei jungen fremben Männern, welche ein Gespräch mit ihr anfingen. Hierbei machte einer der Männer der 2. eine Liebeserklärung und bat fie, ihm zu geftatten, daß er fie besuchen dürfte. Das Mädchen hatte nichts gegen die Anknüpfung einer Bekannt fchaft mit dem jungen Mann, der fich Schneider nannte, ein zuwenden, und am folgenden Tage traf fte wieder mit ihm zu fammen, wobet fte verabredeten, daß er fte am Sonntag Nach mittag, in Abwesenheit der Dienstherrschaft, zum Kaffee be Suchen sollte. Am Sonntag Nachmittag 5 Uhr tam pünktlich Der neue Liebhaber an und bielt fich sodann in der Küche mit ber 2. und einem anderen Dienstmädchen, welches die 2. be fucht hatte, auf. Die L. bolte bald darauf von einem benach barten Ronditor Ruchen zu dem inzwischen zubereiteten Raffee, und als sie wieder in die Rüche eintrat, machte fie die Thür schnell zu, und in Folge des dadurch entstandenen Bugwindes öffneten fich die Thüren der Vorderzimmer der Wohnung, die nicht geschloffen, sondern nur angelehnt gewesen waren, bie beiden Mädchen saben einen fremden Mann in einem Borderzimmer bandtieren und Silbergeschirre fowie fonftige Werthfachen zusammenpaden. Die L. erkannte fofort in dem Eindringling, welcher fich unbemerkt Eingang in bie Wohnung verschafft hatte, den Begleiter ihres neuen Liebs babers bei der Begegnang am jüngsten Freitag, und fie lief mit dem andern Mädchen nach dem Vorderzimmer, während ihr Liebhaber in der Küche zurückblieb. Der Dieb stürzte sich auf Die 2, verfeste ihr einen so beftigen Stoß gegen die Brust, bas fie besinnungslos zurüdtaumelte, und entlam sodann durch bie Flucht, ohne etwas von den zusammengerafften Gegenständen mitzunehmen. Auf die Hilferufe der beiden Mädchen, eilten Hausbewohner het bet, welche den noch immer in der Rüche wellenden Liebbaber festnahmen und zur Wache brachten, da er bringend verdächtig war, mit dem entflobenen Diebe im Bunde gewesen zu sein und die versuchte Ausführung des Diebstahls Sadurch, daß er sich mit den beiden Mädchen in der Rüche be fchäftigte, erleichtert zu haben. Der Festgenommene, der fich anfänglich auch der Behörde gegenüber mit dem Namen Schneider bezeichnete, entpuppte fich schließlich als der mehrfach und sulest mit 4 Jabren Buchihaus vorbestrafte Bäder Marschner. W. ift gestern zur haft gebracht worden. Die Buhlheide war, wie erft fett belannt wird, am aweiten Bfingfifetertage wieder der Schauplas einer blutigen Siene, bei welcher ein junger Mensch, ser Sohn eines biefigen Buchbindermeifters und Befigers mehrerer Häuser, ein Melfiers ftüd seines Mefferheldenthums abgelegt hat. Derselbe hatte mit mehreren anderen jungen Leuten eine Landpartie nach einem in der Wuhlhalde belegenen Lotal gemacht. Auf dem Rüd auge war die Gesellschaft mit einer anderen zusammengerathen, und es war dann au Thätlichkeiten gekommen. Der junge Der junge M. zog hierbei das Meffer und schlug damit nach dem Arbeiter Schulz aus Rummelsburg, dem er durch einen hieb die linke Backe vom Dhr bis zum Mund aufschnitt. Als dieser an der Erde lag, schlug er noch einmal au und verlegte ihn derartig, daß er ihm mit dem Messer das Fleisch des rechten Oberarms, Den der Verlegte zur Abwehr hochhielt, von der Schulter bis Aum Ellbogengelent aufschliste Der Gendarm Beier aus Rummelsburg fam noch rechtzeitig hinau, um das Messer zu Tonfisziren und die Verhaftung des Mefferhelden vornehmen zu tönnen, welcher der Staatsanwaltschaft übergeben worden ist. Die Verlegungen des Sch find zwar sehr schwere, aber dennoch ift bis jest teine Gefahr für sein Leben vorbanden. Bet einem Streit um eine Flasche Bier wurde jüngst in der Fabrit der Deutschen Edison- Gesellschaft in der Schlegel ftraße dem 46jährigen verheiratheten Schloffer Richard Schröter, Antlamerstraße 57 wohnhaft, von einem Rameraben mit einer Felle ein Stich durch den Hals beigebracht. Der schwer ver wundete Sch. wurde in die Königliche Charitee eingeliefert. R. In der englischen Gasanftalt verunglüdte geftern der in Tempelhof, Dorfftr. 32, wohnhafte Arbeiter Karl Rindt. Beim Besteigen eines Brettergerüftes fiel derselbe in Folge eines Dielenbruches auf die zwischen den Retorten befindlichen Eisentheile von einer Höhe von sirla 15 Fuß hinab. Durch Diesen Sturz erlitt der N. bedeutende Verlegungen am Unter leibe und Klaffende Wunden am linten Unterschenkel. Doktor Brewe leiftete die erste ärztliche Hilfe durch Anlegung eines Rothverbandes und Bunähen der Wunden. Behufs Hellung wurde der so schwer Berlegte mittelst Droschte nach seiner Woh nung geschafft. g. Dem Naturfreund bereitet jest ein Spaziergang in die Umgebung Berlins eine wahre Herzenderquidung. Die Felder zeigen in üppigem Wuchs das blühende Rorn und in Den Gärten beginnt nach dem erfolgten Abblühen fich das Dbft an den Bäumen zu entwideln. Die Früchte der Kirsch bäume find am meisten vorgeschritten, es folgen dann die Pflaumen, Nepfel und Birnbäume. An Sträuchern zeigen fich schon recht deutlich die Stachel- und die Johannisbeeren, Alles natürlich noch im grünen, unreifen Bustande. Auch die übrigen Feld und Gartenfrüchte erfreuen sich einer guten Fortentwidelung und so kann der Landwirih mit Rech auf $ Mitglieder Mundel und Braun und der frühere Landtagsa Dibnete Freytag, legtere beide in Leipzig, der erste in Bad Bekanntlich ist die zur Anbringung von Beweisanträgen ble fende Frift im Vorverfahren noch nicht verftrichen. Da je zwei Drittel der Angeklagten während der legten sechs Mo eine angeftrengte Reichstags Thätigteit zu entfalten und f Beit zur Wahrnehmung ihrer eigenen Angelegenheiten bat fo ift der Antrag auf eine vierwöchentliche Erftredung be wähnten Frift gestellt. Außerdem hat der Vertheidiger Fr erklärt, daß er fich über den Stand des verwickelten Bro deffen Anklageschrift nicht weniger als 108 Seiten hält, nicht unter vier Wochen zu unterrichten im Sta ſet. Vorläufig find folgende Bewelkanträge geft 1) Die Anflage geht bekanntlich dahin, baß Sozialdemokratte teine öffentliche Bartet, sondern Geheimbund" fei und wird als Beweis dafür angeführt, Die Sozialdemokratie Kongreffe, Landesversammlungen, Nr. 12 Die 3e Wirklich vor Heberftunden meift erwac trauensmänner, Ausschüffe, Kaffen, Archive u. 1. w. babe des Nor Angeklagten verlangen nun die Beugenvernehmung eines halle Sunderts hervorragender Mitglieder aller Parteien, m Reichstagsabgeordneter, welche aussagen würden, daß alle beren Parteien ähnliche Einrichtungen haben, welche bener Arbeite getlagten als Beichen einer Geheimbunds Dganisation ager Arbeits rechnet werden. Der Berliner Zentralausschuß der Ronie et binaus tiven, der Wahlvorstand der Deutsch Freifinnigen, die Deberhandne leitung des Zentrums u. f. w. befinden sich unter den gerufenen. 2) Wenn ein heimbund beftünde, müßte bem Parteilongreß au Kopenhagen jedenfalls davon Rebe gewesen sein. Dafür, daß dies nicht der Fall ge bäftigt ist. merden die dänischen Reichstagsmitglieder Holm, Hördum De Bingel, welche dem Kongreffe als Buhörer beinführen, da sowie der Kopenhagener Polizeidirektor Staatstath aufgerufen, welcher den Rongreß beobachten Ite dem diesbezügliche Berathungen laum entgangen fein wi 3) In der Antlage find eine Unmenge von Stellen au Bartetorgan Sozialdemokrat" angeführt. Die Angell behaupten, daß eine große Bahl derselben derart aus dem fammenbang geriffen set, daß fie oft eher das Gegentheil fagen, was nun von der Antiage behauptet wird. wird die Herbeifchaffung einer vollständigen Sammlung " Sozialdemokrat" vom Anfang seines Erscheinens( Septemb 1879) an verlangt. 4) Schon nach dem erften im Ausl Delb Aus der Winterthur te in Der elitet werde belegt, daß berzeit ged tigt und Die S Durch die Dobi am me 著 ichweren Der Wunsch gehaltenen sozialdemokratischen Kongreffe, dem zu Ebeit des v Sald Wyden in der Schweiz, war ein ähnlicher Brozeß eingel worden, und zwar von dem Landgericht Elberfeld. Die Anl lautete zuerst auf Hochverrath, wurde aber in Folge eine lehnenden Erkenntnifies des Reichsgericht auf einen an lichen Geheimbund gerichtet. Nachdem fich das Verfahren anderthalb Jahre hingezogen, verlief es im Sande. mit Niederschlagung der Anklage beendigten Prozesses. vorläufigen Beweisanträge geben bereits eine Vorstellung dem Umfange, welchen dieser Prozeß anzunehmen droht einen segendreichen Erfolg seiner Arbeiten in diesem Jahre Angeklagten verlangen nun die Herbeigiebung der Atten bi rechnen. Dick er über das Vorverfahren hinauskommen und nicht etwa bei kaften zu b A vielmebr auf die Berl Mejer Indu bes Normal Sprache. Daffelbe Den Anstalte Der Norma ang bedeut Stunden ich Er wird nu einiger Umf bewilligunge Außero De Polizei Bericht. Am 30. v. M. ftürzte ein Mann im Hause Aderstraße 18 in der Trunkenheit die Treppe hinab und erlitt einen Bruch des linken Unterschenkels. Am 1. b. M. Vormittags wurde ein Mann in seiner Wohnung in der Ader von der Anklagekammer niedergeschlagen werden sollte. ftraße auf dem Fußboden liegend todt aufgefunden. Da die größte Theil der Angeklagten sowie die Bertheidiger find Ursache des Todes durch den herbeigerufenen Arzt nicht gleich Tannte Parlamentarter und im öffentlichen Kampfe in mit Bestimmtheit festgestellt werden konnte, wurde die Leiche und Schrift erfahren. Mundel bat im bekannten Broses uach dem Obduktionshause gebracht. An demselben Tage den früheren Botschafter Grafen Arnim eine bedeutende Vormittags war in der Faltit der Deutschen Edison- Gesell gespielt. Freytag ist vom großen Leipziger Hochverrathe Bebel- Liebknecht het bekannt und Braun ist ein erfolgre Mitarbeiter in Wortwechsel gerathen, in Folge beffen er ihm Reichsgerichtsanwalt. Das Beweismaterial, welches fou 26, Bu eine Feile durch den Hals stieß und ihn dadurch so bedeutend verlegte, daß et mittelſt Droichle nach der Charitee gebracht werden mußte. mußte. Löwenhagen wurde verhaftet. berselben Bett wurde die Leiche eines Mannes in der Nähe der Invaliden Straße aus der Pante gezogen. Derselbe hat anscheinend über der Bankbrüde on der Invaliden ftraße genächtigt und ist im Schlaf ins Waffer gefallen. Am 1. b. M. verftarb ein Mann während der Fahrt nach dem Grand Hotel Alexanderplatz in der Droschte am Herzschlage. demselben Tage Abends wurde in der Nähe der Franz Stalerne, am Urban, die Leiche eines neugeborenen Kindes, im Sande verfchairt, aufgefunden und nach dem Db- uktionshause geschafft. - Bu derselben Beit wurde ein unbekannter Mann auf dem Flur des Hauses Joachimstraße 14 frant angetroffen. Nach den angestellten Ermittelungen ist derselbe im Hause Augufiftr. 50 die Treppe hinuntergefallen und von unbekannten Personen nach dem Flur des erftgenannten Hauses getragen worden. Da der Verunglüdte anscheinend bebeuterbe innerliche Ver bie elfftündi lein Bedürf Bigungen au Ueberspannu Dauer gearb Baricherische Begenfegen, gautichen m Die ganze Thätigkeit der sozialdemokratischen Partei, felt be im Reichstage nicht ausgeschloffen, umfaßt, ist schon it aus umfangreich, so daß die Hauptverhandlung dieses wichtigen Prozeffes jedenfalls 3-4 Wochen in Anspruch neh dürfte. bel foll Hagen, 30. Mat. Gegen den Gesammtvorstand Liberalen Vereins zu Vörde ift die Anklage wegen Beleidigu des Fürsten Bismard auf Grund eines von dem legte ftellten Strafantrags erhoben worden. Die Beleidigung dem Reichstanzler übermittelten Resolution enthalten se welcher die von letterem in Bezug auf die fortschrittli Wähler gebrauchte Bezeichnung, ödur" zurüidgewiesen Da der verantwortliche Redakteur der Hagener 8tg. Die Resolution seiner Belt veröffentlichte, ebenfalls wegen licher Beleidigung vor das Gericht geladen ist, so Strafantrag auch auf ihn fich zu erfteden. weldit diffents fdheid P Betrug beim Regelfpiel. Für unsere Regelspiele eine Notis des Oberschl. Ana." von Intereffe sein. Diefen legungen erlitten hat, wurde er nach dem St. Hedwigs.Kran Blatte zufolge bat fürzlich in Krappis vor dem boil tenhause gebracht. Gerichts- Zeitung. Ein eigenartiger Prozeß wegen Bergehens gegen das Nahrungsmittelgefeß gelangte geflern vor der 97. Abtheilung des Schöffer gerichts zu Verhandlung. An einem Januartage Dieses Jahres paffitte ein Schöffengerichte eine Verhandlung stattgefunden, in welde Die Frage b Der Arbeits sungen für funden ba Das bi Hidmi fung Arbeiter. mung, bie berricht. D Der Einführ Daß diefem ber beigefüb mit der Be Urtheile a manchen Dr bas Befe Rormalar be Briefe und bandhabun Biberftand breitung b Stunden ge poradisch fich um einen Betrug beim Kegeljchieben handelte. Angel waren brei Kegeljungen und der betreffende Gastwirth als S mit New dazu. Der Betrug ist dadurch verübt worden, daß die jungen beim Schieben von Rug In bestimmter Perfonen Regel, von denen zwei an einer Schnar befestigt waren, dieser umwarfen, und zwar dergestalt, daß oft alle fielen. Auf Grund der Beugenaussagen wurden alle vier Franzöftscheftraße, als sein weidmännischer Blid durch einen geklagte für schuldig befunden. Bon den Regeljungen Rebbock gefeffelt wurde, der an der Ladenthür des Delitateffe waarenhändlers Junker zum Verkaufe ausgehängt war. Daß einer 16 Tage Gefängniß, zwei je 3 Mt. Beloftrafe, event das Thier ein Rehbock war, das fonnte auch Jeder sehen, ber Gefängniß verurtheilt wurde, eine Strafe, die manchen tein Jäger war, aber auffällig war, daß dem Wild dasjenige bahnbefizer veranlaffen dürfte, eine ftrengere Kontrole Stück der Hirnschale fehlte, an welchem die Krone Die Krone zu figen pflegt. Der Jäger unterwarf das Thier einer näheren Befichtigung und da machte er eine über raschende Entdeckung. Man hatte in funstvoller Weise aus einen Tag Gefängniß, während der Gastwirth zu Regeljungen zu üben. Literarisches. d Drei Wod m Stanton alte fit an er Normal ber das 1 uchen un Bie Breifenalte tajcht, daß häftigen, ndhrung u Das Von der Nenen Zeit", Stuttgart, Verlag von J6/ zwar um dadurch einer Kontravention gegen das Jagdpolizei Diet, ist soeben das sechste Heft des 3. Jahrgangs geset, welches ein Schießen von weiblichem Rehwild während bestimmter Jahreszeit verbietet, zu begegnen. Der Verkäufer 80g fich obige Untlage zu und führte zu seiner Entschuldigung im Termine an, daß er von der gewaltsamen Metamorphose des Wildes teine Ahnung gehabt, er habe es in dem beschlagnahmten Bustande von dem Wildhändler Meinecke bes zogen. Dieser Beuge beftätigte diese Angabe, wies aber als feine Bezugsquelle wiederum die Firma Jansen in Stolp nach. Unter diesen Umständen gab der Gerichtshof des Vertheidigers Rechtsanwalt Dr. Friedmann Folge und erkannte auf Frei sprechung. fchienen. Inhalt: Abhandlungen: England 1845 und 1885. duktion und sein Handel. Von Paul Lafargue. Ideutsche Auswanderung. Das Bier und die Bierprobutt in Deutschland. Guftav, Karl Marx. Bon Kotl Kautsky. Poft, Dr. Jul Wad Ueber das Wesen der Moral. Ben G Kaler. Henrik Ibsen. I.- Literarische Rundschau: G Arbeit statt Almosen.- Fischer, Runo, das Streben i Gründerthum in der Literatur. Gedanken eines Su Das Opfer einer allerdings sehr zweideutigen Geschäfts. Notizen: Der Einfluß von Licht und Wärme auf das thum der Pflanzen. Ein Hof um die Sonne.- Die Deut Stuber fliege als Verbreiterin von Infektionstrantheiten. manipulation ift der Restaurateur Ludwig, Gertraudtenstr. 2/3 geworden. Er war, wie wir derzeit berichteten, wegen Bier planscherei au 4 Wochen Gefängniß verurtheilt worden. Ein von ihm entlaffener Hausdiener hatte ihn denunzirt und als im Verhandlungstermine einige seiner Kellnerinnen überein Der Anbau von Thee in Italien. Rebaltions- Rorrespondenz Von dem illuftritten Unterhaltungsblatt ,, Die D der Gebrauch herrschte, daß die von den Gäften stehen gelaffe eft 19 des zehnten Jahrgangs erschienen. Inhalt: Auf babes nen Nefte wieder zusammengegoffen und wiederum verschäntt See. Sozialer Roman von Sebaftian Bruz.( Fortfcgum wurden, da zweifelte der Gerichtshof nicht an der Schuld des Angeklagten und verurtheilte ihn wie oben angeführt. Die von dem Bertheidiger RA. Dr. Friedmann eingelegte Beru fung hatte einen glänzenden Erfolg, denn in der zweiten In stans wurde das erste Urtheil aufgehoben und der Angeklagte freigesprochen. Es gelang thm nämlich, durch einwandsfrete Beugen den Nachweis au liefern, daß er jene ominösen Nefte lediglich zu dem Swede sammeln ließ, um fte bei dem betreffen den Bierbrauer gegen frisches Bier umtauschen zu können, au welcher ganz besonderen und ausnahmsweisen Bergünstigung der Lettere fich nur aus Verwandtschaftsverhältniffen zum Angeklagten batte bewegen lassen. Von dieser Vereinbarung war Den früheren Belaftungszeugen nichts bekannt gewesen. . Der Kopenhagener Kongreß Prozeß wird nunmehr, nach Schluß des Reichstags, seinen Fortgang nehmen. Als Vertheidiger find bereits endgültig ernannt: bie ReichstagsBerantwortlicher Rebatteus. Geonati erit. Drud und Berlag von ex Babing in Retai Bellige -Poetische Aehrenlese: Auf dem See. Von Robert! Lebendig begraben. Von Prof. Dr. Buh. Blos. Büchner. und Abenteurer. Silhouetten auß dem 18. Jahrhundert Bon Die Entwidlung der schweizerischen Bollered reste von Franz Scherer. Die Vorzüge der lolalen Wetter prognosen. Nach den Untersuchungen von Dr. H. J. -Bur Entwicklungsgeschichte des Staates. Rritife B Von Emil Raler. Mein erster dramatisder Verfuch trachtungen von B. Geifer.( Schluß.) Beitbild von D. Colonius. Unsere Reine Rinder Gi Jlluftrationen: Schwinger in Sevilla. Bolitische Rannegießer. Straf Bermite in Benedig. Salzburg und feine Umgebungen. Blode Bäterliche Regierung vor hundert Jahren. Zonender Gan Für unsere Hausfrauen: Brat Thermometer. Wochentüde ettel. Splitter im Fleisch. ettel. Splitter im Fleisch. Nechenaufgabe. erstlicher Rathgeber. Gemeinnügiges. Berlin SW., Beuthstraße 2 Schad Mannigfall en eine Bella in ber Mu Erholun lung. Arb bie Anfpan Bewegung Spiel ift felbft, bort Arbeit ift Profe Reize bes Bogen, bie Baru in Eller einen Spie ichen biefe Geelen lebe alge, Reig Das Jabalt. 2 thätigteit ber Geift Darum lieb laffen, bie erlöft ihn befreit es und Sorg entführt e ernfter 8 Elemente Bergnüger Dafeins m Bandtagsa fte in Ba anträgen n. Da je fechs Mon Iten und te beiten batt edung be biger Fre Iten Bro Seiten im Sta Sige geftel baj sondem ngeführt, lungen, B etnes ball arteien, m Daß alle a D Beilage zum Nr. 126. Ueber die Wirkungen Berliner Volksblatt. Mittwoch, den 3. Juni 1885. w. babe des Normal- Arbeitstages in der Schweiz. werden müfen. ( Schluß.) Die Zeugbruderei bat nur für einzelne Rategorien Iche ben er Arbeiter ein zeitweises Bedürfniß nach mehr als elfftün isation anger Arbeitszeit. Während die Handbruder nie über diese Der Ronin et binaus arbeiteten, taucht der Wunsch darnach seit dem en, bie Deberbandnehmen des Maschinenbruds immer öfter auf. ter den Birklich vorhandenen Bedürfnissen kann um so leichter durch Ueberstunden entsprochen werden, da nur männliches und meift erwachsenes Bersonal an den Diudmaschinen be müßte Davon Fall gewäftigt ist. bördum beimobi He fein wit Aus dem Gebiet der Seidenindustrie tann ich nur nflibren, daß z. B. die große mechanische Seibenweberei in Stath interthur schon 1874 die Arbeitszeit auf 11 Stunden redu te in der Elenntniß, daß bei 12 Stunden nicht mehr ge werde und daß fie diese Behauptung mit der Erfahrung , daß die Mehrleistung in der zwölften Stunde, wenn ellen aul Angeling aus dem genthell be rd. De ammlung im Ausl Bu Sald Beg eingel Fuch elitet Ueberzeit gearbeitet werden muß, höchftens 4 pCt., eher weniger gt und bemgemäß nicht rentabel ift. di Sid II. Jahrgang. die fich daraus ergeben tönnen, gehörige Rechnung, soweltweig. Auch die Biegeleibefiger dieses Kantons haben es dies dies innerhalb des Rahmens des Gefeßes möglich ist, getragen Dies geschab sorzugsweise durch Geftattung von Ueberzeit, über welche aus den vier induftriereichsten Kanionen meines Kreises nachstehende Tabelle berichtet. welche nicht die Bahl der Bewilligungen, sondern der Etablissements angiebt, welche solche erhielten. Bürich Glarus Bug St. Gallen Total Baumwollindustrie Seidenin duftrie Stiderei Mech. Werkstätten Versch. Industriezweige 24 13 36 12 13 1 4 21 63 14 25 12 20 2 3 27 85 15 4 38 142 2 Wochen bis 1 Monat 5 10 15 32 1 2 15 4 1 12 32 " H 3 Monate Mehr als 3 Monate 41 10 53 24 1 25 85 15 38 142 43 7 2 28 80 2 38 2 1 10 51 H H 3 infl. Nachtarb. 4 6 1 11 " 85 15 15 4 142 Die Seidenwinderei und 3wirnerei leidet Täglich bis 1 Stunde durch die Schwierigkeit, Arbeiter zu bekommen und zwar obl am meisten wegen der geringen Löhne, die fte in Folge ( Septefchweren auswärtigen Ronkurrenz zu gewähren vermag. Der Wunsch mag wohl oft vorhanden sein, durch vermehrte beit des vorhandenen Personals den Ausfall an Arbeitsaften zu beden, aber die Klagen, die ich vernahm, bezogen vielmehr auf den Entzug der Kinder unter 14 Jahren als diefer Industrie angehörigen Etablissements tam der Einfluß die Verkürzung der Anbe 1szeit. In den anderen Bweigen Normal Arbeitstages bei meinen Besuchen gar nicht sur Sprache. Die An olдe eines einen erfahren Sande. ang D Did Aften bi effes. Diftellung droht, St etwa bei De follte. Diger find pfe in Projet euten de Derratbi erfolgr bes foul tet, felb on is Diefes fo fp: uch neham uf Daffelbe war in den mechanischen Werkstätten, Der Normala beitstag ist bier bei normaler Beschäftigung ana bedeutungslos, da die Arbeitszeit doch nicht mehr als 11 Stunden schon vor der Annahme des Fabritgefeges betrug. wird nur bei preffanter Arbeit Läftig, weil er zu der mit niger Umständlichkeit verbundenen Einholung von Ueberzeit bewilligungen nöthigt. Außerordentlich verschieden beurtheilen die Biegeleten bie elfftündige Arbeit. In mehreren derfelben empfindet man lein Bedürfniß auch bei vollem Betrieb- Ueberzeitbemil 2114 symol of Jabr vorgezogen, Ueberzeit für mehrere Monate zu verlangen, ftatt fich gegen die Unterstellung unter das Gefes fortwährend au fträuben. Einer derfelben hat sogar 2 tägliche Ueberstunden während 4 Monaten bewilligt erhalten!! Die Erstreckung der verlangten Arbeitszeit in diejenigen Stunden, welche als Nachistunden vom Gesez betrachtet werden, tommt nicht selten vor, und es ist mehrmals von den fantonalen Regierungen nicht beachtet worden, daß Nachtarbeit für Frauen und für Knaben unter 18 Jahren unter allen Ums ftänden unzulässig ist. Ich habe erft fürzlich wieder Anlaß gehabt, eine berartige Ueberschreitung der Kompetenz zur Sprache zu bringen. Bei der Ertheilung der Bewilligungen tommen auch sonst noch mancherlet Unregelmäßigkeiten vor, und awar trebefondere in der Weise, daß inkompetente Behör den fich dieses Recht beilegen; so im Kanton St. Gallen, irot ausdrücklicher Weifung der Regierung, fich an die Bezittsämter zu wenden. Auch die mündlichen Bewilligungen, obfchon untersagt, tommen noch zuweilen vor. Die Gesammtzahl der von den Bezitts- oder Ortsbehörden gewährten Ueberstunden ift eine sehr namhafte; jedenfalls weit höher, als man gewöhn lich annimmt. Es wäre sehr zweckmäßig, wenn die betreffenden Amtsstellen ein Verzeichniß darüber zu führen angewiesen würden. Die willkürlichen, unbewilligten Ueberschreitungen der normalen Arbeitszeit sind stets noch äußerst ungleich häufig, je nach der Gegend und dem Jebustriezweig. Ich kann ganz das wiederholen, was ich letztes Jahr berichtet habe, nur scheint in einzelnen Stidereibeşirken der Normal arbeitetag noch allgemeiner und vollständiger in Vergessenheit gerathen zu fein. Der Hauptgrund liegt an den Beamten, bie felbft nicht felten mit dem schlechteften Beispiel vorangehen und es ganz ruhig beftätigen, wenn ihre Arbeiter von der 13 ftüns bigen und noch längern Arbeitszeit erzählen, zu der fie ange halten werden. Es liegt auf der Hand, daß der Inspektor, auf ftch angewiesen, gegenüber solchen Uebertretungen ohnmächtig it. Geradezu bedenklich lautet es aber, wenn fogar Boltzetdiener, die speziell zur Ermittlung von bezüglichen Gesegesver legungen beauftragt wurden, aber ihre Wahrnehmungen nachs weislich verschwiegen, fich mit der Unannehmlichkeit entschuldigen, einflußreiche Herren zu erzürren". Ich füge bei, daß in Bürich, das regelmäßig die Gründe der Bewilligung angiebt, 6 Mal die Herstellung von ganz be sondern Saisonar beiten, 2 Mal der Uebergang zu einer andern Fabrikation, 16 Mal Waffermangel oder Maschinenbruch, bet Fabiilation, 16 Mal Waffermangel oder Maschinenbruch, bet allen übrigen Gestattungen Dringlichkeit der Arbeit den Grund bildete. Von den Statthalterämtern in Bülach und Winterthur wurden 69 weitere Bewilligungen zu leber Die zeit, Nacht( 9) und Sonntags( 6) Arbeit enthielt. eftgenannten erstreckten fich 24 Mal bis auf 1, 26 Mal bis auf 2, 4 Wal bis auf 3 Stunden. Die Regierung gewährte in seltenen Fällen Nachtarbeit. Hingegen tam sehr oft Wiederholung der Ueberzeitgeftattung für dasselbe Etablissement vor, wie fich aus der Tabelle schon vermuthen läßt. Mehrere Firmen tamen so auf 9 Monate aufeinander folgender Ueber zeitarbeit!!! Auffallend war mir auch die Bulaffung einer täglich dreistündigen Arbeitszeitverlängerung in einer Fabrit mit vorzugsweise weiblichen Arbeiten. Die häufigste Dauer der Bewilligungen ist 3 Monate. Von den 65 Eablissements, die eine solche oder eine noch längere batten, gehören 35 der Baumwollir duftrie, meist der Spinnerei an, 10 andere den Bigungen zu verlangen, ba verhältnismäßig zu theuer bei Ueberspannung der Kräfte durch mehr als elfftündige Arbeits. bauer gearbeitet werde." Es ist mir unflar, warum faft alle mechanischen Werkstätten. Bricherischen Biegeleien dem Gefeß keinen Widerstand ents gegensegen, während dies bei den St. Gallischen und Thur Der Arbeitszeit, welche durch Ertheilung von Ueberzeitbewilli die Frage der Kinderarbeit mehr ins Gewicht als diejenige sungen für die Beit der längsten Tage thre praktische Lösung funden bat bel Coorftand Beleidigu legtern Digung foll Aefaßten alten fein ortichrifilice Diefen wu Btg.", wel wegen Offent fo fcheint elfptele ein. Ditjen Dem borlig in welder Angell wirth al De Anftif aß die Berfones Daren, mit alle New alle vier jungen afe, event Dret Wo anchen Re ntrole fe von 9.0. abrgangs 1885. feine e. I terprobuli Ven Garl Groß chau: Dr. Ju Streber Juben Das Wad Di Die beuti cantbeiten alien. Die Rew 3. ift forbe It: Auf bob Fortfegum obert Rein Bettlige undert Bon Bollered fuch. Dum 5. 9. Alei alen Welter Rritifche Be Rinder 1. en: Strafe Blodt Bermifites Bochentimen -Schad enber Bank nicfallig Bella Das bisherige bezieht sich lediglich auf die ökonomischen Arbeiter. Midwirtungen des Normalarbeitstages auf Fabrikanten und Sie find wohl zumeist maßgebend für die Stim In Glarus haben ebenfalls Spinnereien und Webereien den Hauptantheil an den Bewilligungen, auch an denen der Rachta beit, die 4 Firmen geftattet wurde; aber es fällt bei Durchficht der Tabelle sofort auf, wie sie nur für fürzere Beit, in der Regel für nicht mehr als 4 Wochen, ertheilt wurden. Als Grund für größere, d. h. auf ein zahlreiches Personal fich beziehende Ueberzeitbewilligungen läßt die dortige Regierung nur Maschinen buch, außergewöhnlichen Waffermangel und und andere Vorkommniffe gelten, deren Vermeidung nicht in der Gewalt des Fabrikanten liegt, wie Sie dem Returs eines Recht bea spruchte. Die glarnerische Regierung, deren Rompe tenz zur Abweisung Sie anerkannten, bat damals wie heute als Hauptgrund ihrer Weigerung bezeichnet, daß eine Nothlage burch preffante Arbeit jederzeit geschaffen werden könne, wenn willigkeit der Ueberzeitarbeit sehr oft nur auf dem Papler, nicht aber faktisch exiftire. Augenscheinlich wird ihr das Festhalten an ihren Grundsäßen dadurch erleichtert, daß in diesem Kanton wenig oder gar teine Geschäfte bestehen, wo von der Bewilli gung der Ueberzeitarbeit die ganze Existenz des Geschäfts ab hängen tönnte, weil die Arbeit in denselben naturgemäß eine fein muß. Immer öfter kommt die schichtenweise Arbeit zur Anwendung, um schwache Waffenträfte möglichst auszubeuten. Um die ohnehin durch Wechsel erschwerte Aufsicht über die Bes schränkung auf die geseglichen 11 Stunden für jeden Einzelnen au erleichtern, balte ich streng auf das Anschlagen des Stundens plans und der Namen der zu jeder Schicht Gehörigen.- Nacht arbeit wird felten bewilligt und noch seltener und soviel ich weiß nur in wirklichen Nothfällen Sonntagsarbeit. Politische Uebersicht. Das herrschende Kolonialfieber wiffen spekulative Köpfe geschickt auszunußen. Immer neue Projekte zur Gründung von Rolonien tauchen auf und man wird mit der Annahme nicht fehl geben, daß es gewiffen Leuten tros aller Warnungen gelingen wird, bet derartigen Spekulationen ihr Schäfchen au Scheeren. Raum ist das Projekt des Herrn Paftor a. D. Stuger, in Südbrafilien große Länderkomplexe zu beftedeln, aus den Spalten der Tageszeitungen verschwunden, so taucht mung, die bei allen Betheiligten gegenüber dem Gefeße Fabrikbefizers entnommen haben, der die Geftattung als ein herrscht. Das Zusammentreffen ungünftiger Konjunkturen mit Daß diefem zur Laft gelegt wurde, was ganz andere Faktoren berbeigeführt hatten. Es scheint mir, daß viele Industrielle mit der Befferung der Geschäftslage zu einem günftigeren der Arbeitgeber es in seinem Interesse finde und die Freis Urtheile gelangt find. Die Arbeiter haben ebenfalls an manchen Drten, wo fie die Abneigung der Arbeitgeber gegen bas Gefeß getheilt, angefangen, auch die Wohlthaten bes Rormalarbeitstages zu würdigen. Das beweisen mir zahlreiche Briefe und Aeußerungen von Arbeitern, welche auf ernftliche bandhabung des Gesetzes dringen, das beweist auch der Widerstand, ben hier und da die amtlich bewilligte Ueber rudweise bald sehr angeftrengte, bald wieder ganz gemächliche sein, um etwaige Auswanderungsluftige von der Reise nach reitung der elfstündigen Arbeit findet, und zwar nicht nur Stanton Glarus, wo die Leute seit vielen Jahren an elf Stunden gewöhnt find, sondern auch in Gegenden, wo nur halte fit an der Hoffnung, daß bei normalen Verhältniffen poradisch die verfürste Arbeitszeit innegehalten wird. Ich er Normalarbeitstag in wenigen Jahren fich einleben wird. ber das llebergangsstabium wird noch einige Jahre bean kuchen und in dieser Seit wird den schwierigen Verhältnissen, tommen; es fällt mehr als die Hälfte auf diesen Industries Die Reize des Spieles. Wie viel Zeit die Menschen von der Kindheit bis zum Breifenalter dem Spiele widmen, ist bekannt und es übertascht, daß die Zahl der Schriften, die sich mit Spielen be häftigen, eine fast größere ist als bie, welche fich auf Ers nährung und Gesundheitspflege beziehen. Lung. Das Spiel ist nicht Müßiggang, sondern Beschäftigung der Muße. Arbeit ist Unstrengung und schwer, Muße Erholung und leicht, bas Spiel ist eine Art der ErhoArbeit ist Ernst, Spiel ist Scherz. Wie groß auch bie Anspannung der Kräfte im Spiel, bie Leichtigkeit der Bewegung in der Arbeit sein mag, Arbeit ist Beruf, Arbeit ist Wirklichkeit. St. Gallen hat auch verhältnismäßig sehr oft seine Spinner und Zwirner berücksichtigt und die lange dauernden Bewilligungen find fast ausschließlich diesen zu Gute ge lommen( von den monatlichen), aber es hält fich in febr mäßigen Grenzen, bezüglich der Dauer der Ueberarbeit. Die Stider baben bier angefangen, öfter um Bewilligung einzu Lazarus unterscheidet brei Gruppen von Spielen: Bufalls und Verftandsspiele, lebungsspiele, Schauspiele. Er untersucht die mannigfaltige Verflechtung ihrer Reize. Bei der ersten Gattung ist das Dbjett gleichgiltig, nur bie Gemüthsbewegung macht das Interesse des Spielers aus. Db rouge ober noir fommt, wie bie Steine auf dem Damenbrett fehen, ist als reale Thatsache gleichgiltig, die Würfel, die Kartenfiguren find nur Spielmittel; was macht die Beschäftigung mit ihnen zum Genuß! Der Pſycholog verweißt uns auf das Zusammensein mehrerer Vorstellun gen bei aller Seelenthätigtet. Sind fie im Gleichgewicht, während jede ein lebergewicht zu erhalten firebt, dann wird Spiel ist Genuß; hier liegt der 8wed der Thätigkeit in ihr weiseitig, schwankend, hin und her schwebend, ein Vergnügen schon wieder ein neues derartiges Brojekt auf. Diesmal ist es der in Berlin wohlbekannte Herr Quiftorp, welcher es sich zur Aufgabe gemacht hat, seine Landsleute glücklich zu machen. In der südamerikanischen Republik Paraguay will Herr Quiftorp 726 250 tres Landes urbar machen und fich zu dem Behufe unter seiner Aegide bereits eine Südamerikanische Bentral Land und Kreditgesellschaft" mit dem Sige in London Tonftituirt haben. Ist einerseits der Name Quiftorp nicht mehr vollstes Vertrauen erwedend, so dürften andererseits auch bie miserablen Verhältnisse dieses Landes zur Genüge bekannt Paraguay abzuhalten. " Die bevorstehenden Wahlen werden fich in Berlin ganz besonders intereffant gestalten- so schreibt der Hannoversche Kourier", das Digan des Herrn v. Bennigsen. Und er muß es ja wiffen, denn er selbst resp. seine Parteis genoffen find es, die fich anfchiden, bie Wahlen in Berlin noch intereffanter" als bisher zu machen. Der„ bannoversche Rourter" stellt nämlich eine lebhafte Betbeiligung der National auch im Unglück, wenn der Spieler fich als verfolgtes Nicht Opfer ber bunklen herrschenden Macht betrachtet. gegen eine Rarte, einen Würfel, nicht gegen einen Mita Spieler, sondern gegen die Macht des Schicksals läßt seine Phantasie ihn in Rampf treten. Zufall ist von Sinn und Verstand verlaffen, ohne Ordnung und Gefeß, der niedrigste aller menschlichen Begriffe; bas Schicksal aber ist der gen waltigte, das Aubeherrschenbe über Götter und Menschen. Alles Nothwendige, unsere Anlage, die Berkettung ber Umkände außer uns, die Macht der Berhältnisse, bas Geses ber Natur, wie die fittliche Weltordnung, stellt der Phantasie uns ferer Freiheit, unserem Willen als Schicksal gegenüber, und wie auf dem Rampf und der Ausgleichung mit ihm bas Drama bes Lebens und der Runft beruht, bereitet sich ber beherrschende Macht herausfordert. Lazarus findet hier den Susammenhang des Spiels und seiner bämonischen Leidens schaft mit dem Tiefften in der menschlichen Natur. felbft, bort ift fie auf ein Biel gerichtet; Spiel ist Schein, bereiten, das mit der Entscheidung des Sieges seine Höhe Spieler eine Szene biefes Rampfes, zu der er bie melts und fein Ende findet. Wir bedürfen der Aufregung, um, ber Gewöhnlichkeit einirüdt, zur Luft der Energie erwedt Au werden. Spannung und Lösung, Erwartung und Bes Reize bes Spieles einer psychologischen Untersuchung unter Profeffor Lazarus in Berlin hat in einem Auffat die Bogen, bie felbft als ein reizendes Gedankenspiel erscheint. friedigung find Elemente des ästhetischen Genusses, und in Ellers Briefen über ästhetische Erziehung verwies auf nung im Hazardspiele erregt werden, wie rasch und stetig benden, spielenden Bewegung, nein, fie und mit ihnen alle Warum spielt der Mensch? Die alte Biychologie noch Lazarus macht darauf aufmerksam, wie Furcht und Hoffdie Entscheidung folgt. Der Einfaß erhöht das Gewicht einen Spieltrieb; Lazarus verwirft dies: Jm Spiel herr ichen dieselben Formen, Interessen und Gefeße wie im ber Spannung, Gewinn oder Verlust das der Entscheidung. Seelen leben überhaupt. Er frägt sich nur: Welche Grund- Hoffnung treibt aur Energie des Wagens, sie macht den alge, Neigungen und Kräfte erzeugen bas Spiel Eintritt in eine Gefahr verlockend, und was der Hazard ist die Bewegung bes Den Kampf von Furcht und fein Ich ihm gegenüber und die Phantasie fleigert Jest sehen wir die Vorstellungen, welche den Inhalt des Spiels ausmachen, nicht mehr in jener leichten, schwe inneren Kräfte zittern und taumeln, wie die Hand, die ben Würfelbecher führt, vor der verschleierten Gestalt des Schick fals, welche unsichtbar den Würfel und die Rugel und die Karten lenkt. Es liegt eben hart neben der Nohheit und trägen Hingebung an ein verhülltes Mastwesen spiels. Gerade derjenige Stamm, welcher bisher viels das reichste und innigfte Gemüthsleben befundet und Inhalt. Aber unser Drganismus bedarf neben der Geistes Gemüths, nicht eine, die ihm aufgebrungen wird, sondern ein tiefer idealistischer Bug im Prinzip des Hazarda thätigkeit auch der Ruhe. Doch in der trägen Ruhe fiott bie er frei fich wählt. ber Geift von der Höhe seiner Persönlichkeit herab und Hoffnung entscheidet der Zufall. Aber der Spieler stellt leicht von allen bie tieffte religiöse Entwickelung offenbart, laffen, die ihn ebenso erfrischt wie die Ruhe. Das Spiel den Zufall zum Schicksal, dessen Verlauf der Spies ausgebildet hat, der germanische, zeigt schon in den frühesten erloft ihn vom Unwerth des Müßigganges; wie der Schlaf ler jest berechnen will, den er jest mit kühnem Trop Beiten eine leidenschaftliche Neigung für Zufallspiele. Hier und Sorgen des täglichen Lebens, wie ein Baubermantel günftigt sieht. Sahen doch Montesquieu und Diderot in entführt es ihn aus dem verantwortungsreichen Gefüge der Befriedigung des Selbstgefühls, Glück zu haben, der Kraft und Sieg verleiht, im Gottesurtheil entschieben; und ernster Swede und läßt ihn boch in feinem eigentlichen Glückliche zu sein, die eigentliche Triebfeber der Hazards Clemente ber Thätigkeit, die auf kein anderes 8iel als das spiele. Doch weist Lazarus nach, wie das Selbstgefühl werden hier Wahrzeichen und Looſe beachtet, wie eben von Bergnügen gerichtet ist und das ellenthal bes müßigen mehrfach hervortritt; zunächst im Muth des Wettens und irgend Jemand in der Welt. Daseins wohlthuend erfüllt. Wagens, des Eintritts in eine zweifellose Gefahr und dann wird lange Zeit hindurch auch Recht und Unrecht durch den Spruch jener bunkeln Schicksalsmacht, die dem Gerechten in allem Zufall, die fittliche Jdee des Schicksals fuchend, Wird doch die Wahl des Feldherrn, Entscheidung über Krieg und Frieden, Zeit und Ieralen in Berlin in Aussicht; aber nicht etwa ju Gunsten des Liberalismus, felbft nicht einmal derjenigen Schaltirning, welche Herr v. Bennigsen vertritt, sondern einfach zu Gunsten Der Konservativen. Herr v. Bennigsen mit Siöder brüderlich vereint, um den Fortschrittlern einige Berliner Mandate zu entreißen", das ist es, was nach Ankündigung bes ,, ann överschen Routers" die Berliner Wahlen zu den interesantesten Episoden" machen soll. selben dem gegen verfeuchte Schiffe mit Aerzten an Bord vorgeschriebenen Verfahren. Großbritannien. Die Daily News" eifahren, England und Rußland feien nunmehr definitio dahin übereingekommen, den Rönig von Dänemart zu ersuchen, daß er wegen des Bwischenfalles ven Bendjeh das Amt eines Schiedsrichters übernehme, die. felben hätten fich vorher darüber vergewiffert, daß der König bereit fet, diese Aufgabe zu übernehmen. Dieie Nachricht ift schon ebenso oft aufgetaucht wie verschwunden. Ob fie jest auf Wahrheit beruht muß abgewartet werden. Kirchenaustritt und Kirchenfteuer. Neuerdings ist auf Das bestehende Recht hingewiesen worden, wonach der Aus. tritt aus einer Kirchengemeinschaft nicht sofort von der Bahlung der Kirchen- und Schulsteuern befreit. Die Austretenden gehören so lange zu der Schulgemeinschaft ihres früheren Bekenntnisses, bis sie au einer anderen vom Staate anerkannten Religionsgesellschaft mit besonderer Schule förm lich übergetreten find. Die Kirchensteuern müssen aber unbe bingt bis zum Ablauf des dem Austritte folgenden Kalender jabres und in dem Falle noch länger gezahlt werden, daß vorher von der Gemeindevertretung die Ausführung eines Baues befchloffen gewesen war. Egypten. gefestes Glasbach empfängt. An ben Seiten belhantenha Beftibüls fteben elegant geformte Bänte für bas Publitum es durch Hinter den Säulen des Bestibüls führen die Treppen zu bend, ben rund oberen Stodweilen empor; das Gerippe derselben ist aus ge des bef Schmiedeeisen, die Stufen find aus glatt polirtem Stein. Die eres blidt elfernen Teppengeländer und wahre Meisterwerte der Schmiede, als das funft. Die Korridore und Arbeitszimmer find sämmtlich ge jener räumig, hell und freundlich. Der große Sigungsfaal ist etwoolbewußtsei so groß wie der kleine Schwurgerichtssaal im Moabiter Juftin Elephante palaft. Begetarianer h mit Nats Ueber ein neues Kolonisationsprojekt, das von dem äßt fich a aus der Gründerzeit her belannten Berliner Heinrich Quitos tübnem in's Leben gerufen ist, wird der Nat. 8tg." aus betheiligten ber, wie G Kreisen folgendes mitgetheilt: Es handelt sich hierbei um die und fi Die moge Bebauung eines bedeutenden Komplexes angeblich kultu fähigen Landes in Paraguay. Eine Attiengesellschaft, diefer Kritt füdamerikanische Bentral- Land- und Kreditgesellschaft", hat zu für mit dem Sig in London, gebildet, um die Auswanderung na leten beid jenen Länderstrecken zu vermitteln und den Geschäftsverlehr das Wef mit der Baraguay'ichen Republit zu unterhalten. In Deutidenes Don land wird Herr Duiftorp mit seiner neuen Gründung vorqumentlich wo fichtlich wenig Glück haben, und in Paraguay wahrscheinlich hilfe zu noch weniger. Man geht in jenen Gegenden mit folden ung nicht Herren nicht sehr säuberlich um, und man versteht es sehr gut ben uns fich selbst Recht zu verschaffen, wenn man sieht, daß Cinem das Fell über die Dhren gezogen werden soll. Dieses von der Kriegsfurte und gewiffenlosen Menschen an den Rand des Abgrunds gebrachte Land, dürfte aller Bor aussicht nach so bald noch nicht die Wohltbaten geordneter Bu stände genießen. Von den verschiedensten Seiten Itegen beute Notizen bor, welche die bevorstehende Ersetzung des Khedive Terfil Pascha durch den abgelegten Jemail Baicha theils in Aussicht stellen, theils bestreiten. Mit großer Befriedigung Scheint das Gerücht von den in Kairo lebenden Europäern, ab gefehen von den Engländern, aufgenommen zu werden. Jeden falls wird von irgend einer Seite der Name Jsmail Pascha's augenblicklich gefliffentlich in den Vordergrund geschoben, und vielleicht wird dieser Name in einer neuen Phase der egyp tischen Frage eine hervorragende Rolle spielen. Der leidende Theil wird natürlich nach wie vor das egyptische Volt fein, gleichviel wer ihm die Suppe eingebrockt hat, außeffen muß es fte doch. Mannheim. Die Versammlung des Demokratischen Ver eins, welche am 28. v. M. bier tagte, batte u. A. auf der Tagesordnung den Gegenstand: Parteitag der Deutschen Bollspartei in Mannheim. Besonders führte die Frage der Stellung der Deutschen Volkspartei zur nord ddeutschen Demokratie au einer längeren Diskussion, ohne daß jedoch ein definitiver Beschluß gefaßt wurde. Die allgemeine Anficht ging indeß bahin, zu jener neuen Partei zwar in ein freund fchaftliches Verhältniß zu treten, aber eine direkte Verschmel zung wurde vorläufig nicht für wünschenswerth erachtet. Das wäre also ein Desaveu der von der Frankf. Btg." ausgeben. den Bestrebungen, welche die süddeutsche Demokratie von den Deutsofreifinnigen trennen und der norddeutschen Demokratie auf die Beine helfen wollen. Holland. Amerika. welche ba udh bat, Betalten un greibung Damen üb Unser Zoologischer Garten, so schreibt die„ Bolts Bibiriche, ift unter seines Gleichen zweifellos der erste, und nicht nur Sammelpunkt der, wir woden nicht sagen" guten", wohl ahe Eine Kolonne Regierungsmilis unter General Strange ift, so wird aus Kanada gemeldet, auf der Jagd nach dem noch auf dem Kriegspfade befindlichen Indianerhäuptling Big Bear bis Fort Pitt vorgedrungen. Ste fand das Fort nieder gebrannt und unter den Trümmern 7 verkohlte menschliche Leichen. Einem Polizisten war das Herz aus dem Leibe ge riffen und auf eine Stange gespießt. Die Ueberrefte zweier Briefter und von vier Frauen zeigten deutliche Spuren, daß fie vor ihrer Tödtung gefoltert worden waren. Diefe Schauergeschichten scheinen uns doch etwas übertrieben. In legter Zeit wurden in Haag und in Amfterdam sozia listische Schmähschriften in der Form des niederländischen Staatsblattes angeschlagen. Sie enthielten ein gefälschtes ver faffungswidriges Testament, unterschrieben mit gedruckten Buch ftaben vom Rönig und vom Minister Heemskerd. Jest ist ein Mann verhaftet worden, der die aufrührerischen Blatate ange Schlagen haben foll; er beißt Bartholomäus von Ommeren und ift Sekretär des Arbeiter Bildungsvereins", welcher Verein zum größten Theil aus deutschen Arbeitern besteht, die für fozialistische Joeen Propaganda machen. Man wird gut thun, erft Näheres abzuwarten, denn es ist faum anzunehmer, daß ein vernünftiger Mensch derartige awediose Kindereien ver üben wird. logot Italien. Lokales. eleganten Gesellschaft, bietet er namentlich an den Konzertarten nüß S bet Duelle Statue felbft perjognen ftudt tme Gine Empfän ingen bir nur bas ein farbenreiches Bild von eigenthümlich pikantem Reize, fich vielleicht nur der Korso in den Elisées oder die Konzerte Konventgarden an die Seite stellen laffen. Es trifft hier eben all zufammen, angeborene Schönheit, verfeinert und in ihrer fung gesteigert durch die geschmacoolste landschaftsgärtneri Kunst, Reichthum und verhältnismäßige Vollständigkeit Sammlungen und das zum mindesten in feiner äußeren fcheinung das Interesse feffelt und eine lebbafte, bewegt ble Dennen teln berum. Der Herr bunte Staffage des anmuthigen Bildes darstellt. Hier vereinig zur Förde die hohe Bureaukratie und die Aristokratie der Geburt und Antlang find Geldes ihre Spigen und bisweilen entsendet auch die mit Vorlie Lady 2 don von be ungs ftüd a von sich selbst so genannte Aristokratie des Geistes ihre Vertre zumeist freilich solche, die durch den Befty zahlreicher fleine und fleinster D den ihre Berechtigung darthun, Arm in Ginment mit toleranten Mitgliedern der Geburtsaristokratie einber 8. Am wandeln. An solchen Konzerttagen fommt man nicht blich ist in bat umfo S Semporaren Militä mmt. Diei Sulenanich baube, Ra teine Dr 2 por bis 1 Uhe Slitar Invo 22, Dieje vallerte, S mie Banda a. Die Lorber Der cau ebe Dem Mo aße mit be um die Thiere zu besehen, das wäre nicht ,, vornehm"; höchfien daß sich einige nervöse Damen zur Fütterung ins Raubtbie haus begeben und die schönen Augen an dem so gewaltige wie geschmeidigen Muskelspiel der Tiger und Leuen ergön Ich Uebrigen weiß man, daß des lieben Gottes Thiergarte größer ist, als der beftafortirte zoologische, und deshalb schäftigt man fich an diesen Abenden mit gegenseitigem wundern, Anftaunen. Kritifiren. Schade ist's immerhin, den Thieren so wenig Aufmertjamteit gewidmet wird, mehr, als einige intereffante neue Erscheinungen aufgetau find. Da befindet sich zwischen dem Büffelgehege und dem Antilopenhaus ein junger Elchhirsch, das unerhörtefte Monftrum welches uns bisher zu Geficht gekommen. Man tennt die schichte von der Erschaffung des Kameels, aber selbst das bi lichfte Trampelthier ist ein Ausbund idealer Schönheit gegenü diefem jugendlichen Sprößling der litthauis gen Wälder lich, bas feine Glieder mit der Beit noch einen gewiffen sammenhang bekommen, und daß die unförmlich entwid Oberlippe, welche die ganze ftumpffinnige Phyfiognomie be herrscht, allmälig zurückweicht, einstweilen bleibt biefer fung Elch die gottserbärmlichste Kreatur, die auf vier Beinen ein hergeht, und der jämmerliche und hilflose Einbrud mir noch verstärkt, wenn das brave Thier in Träume verfintt. G bat nämlich die Gewohnheit, dabei alle vier Füße tonvergirend auf einen Fled zu stellen und in Folge beffen bald nach vorn, bal nach hinten überzukippen. Daß es dabei nicht umfällt, ift eine equilibristische Leistung aller ersten Ranges. Nicht weit davon im alten Raubthierhause, wo fich auch eine Anzahl jurid fetter Bären befinden, die ihrem Bessimismus dadurch bruck geben, daß fie die Welt auf dem Kopf ftebenbe trachten, find ein Baar junge gestreifte Hyänen angelom Ed Für den botanischen Unterricht werden in den hiesigen städtischen, sowie einigen Privatschulen folgende blühende Pflanzen in dieser Woche voraussichtlich zur Vertheilung tommen: die Wiesen- Salbei, ein gewöhnliches, einheimisches Wiesentraut mit herzförmigen Blättern und großen blauen Blüthen, welche zu 6-8 quirlförmig stehen und Büthenähren bilden, von etwas betäuben dem Geruch und herbem Be schmad. Die ehemals-arzneiliche Schwarzwurzel, auch Beinwurz, Beinheil, Beinwell, Wallwurz, Schmeer oder Schmalzwurz genannt, mit weißen oder violetten Blüthen, ein wegen der großen Wurzeln schwer zu vertilgendes Wiesen Unkraut, das seines Schleimgehalte wegen als Bretumschlag gegen Beinbrüche, als Schnupfpuloer gegen Nasenbluten, als Thee gegen Ruhr gebraucht wurde. Der bekannte Schnittlauch mit den röhrigen Blättern, milder wie Knoblauch, aber wie dieser ein scharfes, ätherisches Del enthaltend, und daher als Appetitreiz und Wurmmittel benugt. Die der Pfingstnelle sehr ähnliche, als Gartenpflanze beliebte weißgefprenkelte Feder nelle mit gebärteten Blumenblättern. Einweibige Blüthen des dornigen Mispelstrauches, deffen berbes Holy Drechsler und Tischler verarbeiten, deffen überreife, teigige Früchte Kernobft für Manchen eine Delikatesse find, sonst aber auch einen guten Obstwein liefern. Die weiße Wucherblume, auch große Gänseblume oder Käseblume genannt. Die( längst nicht mehr gebrauchte), offisielle" Bundsgunge( Cynoglossum), auf Trümmerschutt gedeihend, mit filigen Blättern, be täubend, Die Wurzel zur Verfälschung Der echten Altama gebraucht, bei den alten Römern ein Schminkmittel. Das mittlere oder Acker Vergißmeinnicht, auf Brachädern gemein. Der als Rüchengewürs beliebte, auch zu Fühlingsfuren und gegen Hautausichläge benutte, schwach nach Anis riechende Garten Kerbel. Von der giftigen Hundspeterfilie oder Gartengleige ift fie durch den Geruch und die Früchte zu unterscheiden. Der Sauerklee oder Kleine Ampfer, deffen Stengel und Blätter zur Herstellung eines rothen Far beftoffes und des technisch wichtigen Kleefalzes sowie der Dealsäure benutt werden. Der wollige Hahnenfuß( Ranunkel) mit deffen Wur geln zum Theil die Baldrianwurzel verfälscht wurde. Endlich Die füsduftende Lupine, Feig oder Wolfsbohne, den alt Nahrung, im Mittelalter als beliebte Hülsenfrucht angebaut, ist nur als gutes Biebfutter benutt. Ueber den in Rom stattfindenden Freibenter. Rongres bringt die Staffegna" folgende Mittheilungen über Die Theilnahme an demselben. Es find gemeldet aus Frant reich: Abg.( Braf Danville Maillefeu, Expräsident des Pariser Stadtraths Does Guyot, Stadtrath Camille Dreyfus, Leo Tarl und noch etwa hundert andere; aus England: Brad laugh, Forster, Lubes und etwa 30 Freidenker; aus Spanien: Ruis Borills, Salmeron, der Expräsident der spanischen Revu blit José Carvajal u. A.; aus Böhmen: Bildhauer Guro aus Prag; aus Portugal: etwa zwanzig Abgesandte; aus Guate mala: fünf Abgesandte. Dem Rongreffe wird zunächst der Antrag zugeben, das Gedächtniß Garibaldi's und Viktor Hugo's am felben Tage( 5. Juni) zu feiern. Die Germania" bricht hierüber in folgenden Jammertuf aus: Die Anwesenheit des Atheisten Bradlaugh, des wüthenden Gegners des religiösen Eides, sowie die betrübende Thatsache, daß diefer Atheisten. Freidenker Rongreß, der am 2. Juni( Garibalditag) eröffnet wird, am 4. Juni( Frohnleichramsfeft) eine Festversammlung halten soll, genügen, um zu beweisen, welchen Geistes die Neben, Die Berbandlungen sein werden. Und dies Alles darf geschehen mit Wiffen der italienischen Regierung, unter Betheiligung von Ministern des Staates am Site des hl. Stubles, in der Mutter tabt des Katholisismus!" P Die technische Kommiffion der in Rom tagenden internationalen Sanitätstonferenz hat gestern nahezu einstimmig den Antrag auf Violitung von Kranten an Bord der auf dem Rothen Meere verlehrenden Schiffe geneh migt. Die Kranten sollen auch nach der Refonvaleszenz unter tie Verantwortita teit von Aerzten gestellt werden; der Kapitän eines Schiffes, welches teinen Arzt an Bord bat, soll sich an seinen Ronful wenden, um Schiff und Paffagiere vor der Landung untersuchen zu lassen; diese Untersuchung ist unab Wir baben nie gewußt, daß das so reisende, weifellos ot Stann, welch verhältnis ge Cleine Bobnung D Ermordeten) Der Weber 656413 nicht unwab wotberwärtige Häßlichkeit und Gesinnungsniedertracht nit im ara cr. ber Frl. Ber Bobet Silber blen word Diebes, wel gemüthliche Thierchen sein können, denen man ihre fpäim mindeften anfieht. Um fich zu vergegenwärtigen, was( pätes Daraus werden wird, braucht man fich freilich nur die daneben fleckie Hyäne zu betrachten, deren Reize auch in der Jug nur sehr fragwürdig gewesen sein tönnen. Aber die Jugen lichen gestreiften Käfignachbarinnen tönnten einen Dichter bängig von der Inspektion durch die lokale Sanitätsbehörde. griechischen Hundephilosophen( Cynttern) fast ausschließliche baufende, schreditch ramponirte, schäbige und urgemeine Schiffe ohne Aerzte, welche aus dem indischen Ozean in das Rothe Meer tommen und Pilger an Bord führen, werden einem speziellen Verfahren unterworfen. Dieselben unters liegen, wenn fie Baffagiere im Rothen Meere landen, demsel ben Verfahren, dem die mit Alergien versehenen Schiffe unters worfen find. Schiffe, die aus dem Indischen Ozean durch das Rothe Meer nach dem Mittelmeer fahren, unterliegen einer Doppelten Untersuchung, und awar bei der Einfahrt in das Nothe Meer und sodann bei der Einfahrt in den Suezlanal. Haben diese Schiffe Cholerakrante an Bord, so unterliegen die Das neue Gebäude des Land- und Amtsgerichts II. am Halleschen Ufer, welcher vorgestern seiner Bestimmung über. geben wurde, übertrifft im Innern an ftilvoller Gediegenheit Den Moabiter Balaft bedeutend. Wenn man das Gebäude durch den Haupteingang betritt, so führt eine elegante Frel treppe zu einem großen, quadratisch geformten, von hoben Säulen getragenen Bestibül, welches sein Licht durch ein aus matten und bunten Scheiben zusammen bel DE Mörber b. Die annte Umt threr S Digters Teu Inmeg R. Gin Berion eines nahe veranlaffen, die bisher nur für graufige Morbi und G spenstergeschichten herangezogenen Thiere auch für die zarteen Gattungen der Poefte zu gewinnen, und wenn wir demni ein Sonett zu verbrechen haben, werden wir die Augen anzufingenden Schönen mit jenen dieser niedlichen einen Wir gestehen, daß wir auf Effekt dieser Neuerung einigermaßen gespannt find. seiner Moralität damit obzuliegen, möchte er just unter biefen Umständen taum für nöthig gehalten haben. Nein, aber die schwere und doch für die Erholung nothwendige Spänen vergleichen. ftellungen ihren spezifischen Spielreiz. wandt nach Form und Inhalt treffen wir auch heute noch Runft des zeitweiligen Bergeffens wird dadurch erleichtert; Uebungsspiele. Alle Bewegung des Rörpers wie ber Sle Stunde der Schlachten, Hinrichtung oder Erhaltung der Gefangenen und manche öffentliche oder Privatangelegen heit durch das Loos entschieben. Ganz ins Religiöse ges ber bichte Schleier, ben die Kartenverstellungen über alle topographischen Karten und Pläne und die ganze ver tt in be Barbe tanen. Manip abme In bet Ginen Gnet beim Ber ber 3. G Buge der T gem Buftar fanell Doppelbruch schwebt, daß beide Seiten berechtigt find, verleiht ben Bor Wir gebenken nur noch kurz ber geistigen und leiblichen wird von erhöhtem Lebensgefühl ausgelöft; die wechle feitige, freigewählte fteigert das Behagen der Kraftenfal antwortunge und sorgenreiche Arbeitsstätte des Feldherrn tung. Diese Spiele erfüllen die Muße mit erfrischenber geschlossen oder gum mitwirkenden Eiement herabgefeßt. Die breiten, bildet hier den weit über Luft und Vergnügen angenehmer, leichter Thätigkeit, sie sind gesellig, fie geb Bretfpiele gehören hierher, voran das Schach. Figuren, hinausreichenden Werth des Spiels, bas mit bem glieber im Wetteifer ein Wohlgefühl des Sieges, der Freube a Gesetze sind gegeben, Spieler steht gegen Spieler; er überschaut lösenden und weltverhüllenden Schlaf an entlastenber und woblgelungener wohlgefälliger Leistung, indem fie zuglei bas Loosen bei einigen evangelischen Selten." Eine spätere fanftere Kultur hat andere Spiele erfunden und passend als Berstandesspiele bezeichnet; hier wird der Jahalt aus befreiender Kraft wetteifert." das Das Schach ist ein rein geistiger Rampf; es hat mit Rartens Leib und Seele für die ernste Arbeit vervollkommnen Ge und findet Vergnügen an einer oft anstrengenden Thätig seinen Ordnungen und verschiebenwerthigen Figuren schichte erfüllt die Muße auf erquidliche Art, um fo meb ben Zweden und Sorgen des Lebens zum Streben und spielen waltet der Zufall vor, in anderen mischt sich müth befriedigenden Berlaufe zur Erscheinung tomm bie Lage, berechnet seine Büge nach dem des Gegners, blidt mit feiner Phantafie und Verstandestombination in die Zukunft keit, die aber doch anderer Art ist als der Beruf und von Soffen eines geistigen Wettkampfes fübrt. Es ist der Gegensatz zum Glücksspiel und der paffiven Hingabe an den Zufall. einen Feldzug zum Vorbild; in manchen fein Einfluß mit dem des Verstandes. Hat der Zufall bie Karten vertheilt, so ift es Sache des Verstandes, fie ge dem Gegenspieler ein Zufälliges, das ihn zu neuer Rom empfängt, vergleicht sich der Situation, in welche ein nie und nirgends hat begeben", zu einem brung nad De Stigl. St eineen N. Aus Sipi Bleiter entfer Aufnahme a it biefem otnge Body nicht in zu hei bere Ang Beichens S fung Der Dirb bie Delches aber N. Gin Dem belann Anopf und Jabren Dor it Rüdfich Tunge Mäb und erfreute Chefs, bas Diente fab a ausgeführter Rolegin, bi far thre Be Unterschlage Auch das Schauen neuer Gegenstände und ihrer wenn darin Sinn und Zusammenhang in einem bas Solche Schauspiele bereitet die dramatische Kunft. Neben ben Bildern der Wirklichkeit zieht eine zweite Welt burd schickt zu benüßen; jedes Ausspielen einer neuen Rarte ist die erfindende Phantafie an uns vorüber, um den Geift ju bination reist. Das häuflein Karten, das jeder Spieler Den Grenzen und Fesseln der Realität entgegen, wirb beschäftigen und das Gemüth in Bewegung zu fegen. uns in Ereignissen, Personen, Berwicklungen, was fi der Mensch kann fie nicht schaffen, fie find sein Schicksal; Inhalt unseres eigenen Janern bargeboten und es ergöt I wie er die Vortheile ausbeutet, die Nachtheile vermindert; braußen vor sich abspielt, ohne daß wir in die Geftaltung uns um fo mehr, weil es aktiv von uns erfaßt, aber bod benn er befigt ein Maß von Freiheit, um den Verhält desselben eingreifen und ohne daß es in die Gestaltung unferes eigenen ernsten Lebens eingreift." Bei wertvollen Dramen fommt der ästhetische Genuß am Schönen und bie Wie fich Verdienst und Glad berselben ausgedehnt, ist es Beitverderb und wird bene der Erholung bient, bedingt sein Maß. Ueber die Stunde zum Verderben, die den Ernst des Lebens und feine wed volle Arbeit damit ersehen wollen. Gereicht aber bas Spiel neben dem Bergnügen, daß es bietet, dem Menschen zur Erfrischung für seinen Beruf, zur Harmonifiruna f aber es hängt von seiner Energie und Gefchidlichkeit ab, niffen fich zu fügen, fie zu wenden, zu nüßen. Werden neue Rarten nachgetauft, so entsprechen fie den Glücks- und ber Moralität durch Gewöhnung an Selbstbeherrschung. Unglüdsfällen im Fortgang des Lebens. Dabei müssen ethische Erhebung des Gemüths hinzu. Daß bas Spiel Diejenigen Spiele aber werden die beliebtesten sein, in welchen beide Grundkräfte der menschlichen Natur ihre An wendung finden. So find im Kartenspiel bie Blätter nach ihrem Werth bestimmt, so gelten die Regeln ihrer Verwendung und tritt Geschid wie Gemüthsruhe der Epieler in den Wettfireit; aber zugleich mischt der Bufall bie Karten und vertheilt sie glücklich oder unglüdlich, und nun gilt es wieder, fie boch zu verwerthen. Kant ver fürzte gern durch eine Partie L'Hombre die Zeit und hielt dies für eine nüßliche Verstandesübung, ja für eine Kultur Lazarus fügt hinzu:" Daß der wesentliche Vorzug eines folchen Spies für einen Rant wohl barin liegt, alle Begriffe ber reinen wie der praktischen Bernunft für eine Weile ficher zur geifteserholenden Ruhe zu bringen, das hat vielleicht nur Jachmann nicht gewußt. Und wenn Moltte im Haupts quartier vor Paris in den Bausen seiner Arbeit sich häufig mit Whistspiel unterhielt, dann wird es schwerlich bie Gier nach der Lust am Spiel gewesen sein, die ihn dazu trieb; aber auch nüglichen Verstandesübungen oder der Kultur bestehende Gefeße der Spielregeln heobachtet, das fait accompli geachtet werden. compli geachtet werden. verketten, bas bietet sich hier wie im Leben der Einsicht bar. Wenn uns das Spiel dem Ernste des Lebens entführt, fo ruht dies zugleich auf solch flüchtigem symbolischen Reflege der ernsten Wirklichkeit. Gleich groß ist die Sehns sucht, der Welt zu entfliehen und doch unser Thun mit den Spiegelbildern derselben zu erfüllen und zu befruchten. Daß die Auffassung zwischen diesem Kontraft hin und her Kräfte, so hat es selber fittlichen Werth. feiner Z P brecherliche Diefen Biab Agen bereits Hamur fira Edwe mollie. Di eines Sch Des rechten Die alfo Be Seiten bephantenhause begrüßt uns das liebliche Nilweib Nina, Publikum es durch das ftraff angezogene Bruchband nicht gehindert ppen zu ben, den rundlichen Leib immer energischer zu einer Tonne vomum ben ift auge des beidelberger Faffes auszugestalten. Das Auge dieses Stein. Die eres blidt zutrauliche Sanfimunth, mehr Sanftmuth jeden er Schmiede, als das unter dunklen Wimpern hervorbligende braune Simmtlich ge jener jugendlichen Schönen, welche durchaus eine im faal ift etwa ollbewußtsein ihres Hausrechts einherwandelnde schwarze Rage abiter Jufti Elephanten vorwerfen will. Glücklicherweise ist der Elephant as läst un getarianer und trogdem auch ein ganz vernünftiges Geschöpf; von dem at fich auf die Sache nicht ein, und die Rage rettet fich t Gache nie ich Duifto tabnem Sage zu den Zwergzebus. Aber wir sehen hier betheiligtender, wie Grausamkeit auch in dem holdesten Busen wohnen erbei um die, und find jetzt, wenn wir uns in die Lästerallee sezen Itch fultup die wogende Menge an uns vorüberziehen laffen, au fo Michaft, bifer Kritik desto geneigter. Doch die Damen brauchen ft", bat zu fürchten. Wir möchten uns ganz gern mit den nderung na leiten beschäftigen, denn diese, und nicht die Menschen, find fchäftsverlebt das Wesentliche, aber wir vermögen allenfalls ein crêmeIn Deutidenes von einem bordeauxrothen Kleide zu unterscheiden, ung vorqumentlich wenn uns von liebenswürdigen Lippen Belehrung wahrscheinli bilfe zu Theil wird, aber viel weiter reicht unsere Be mit folden ung nicht und wir laffen deshalb jede Kritik bei Seite und es fehr gut ben uns jener allgemeinen und unbedingten Bewunderung, welche das schöne Geschlecht unter allen Umständen An Daß Einem nicht nur wohl abe Konzerti Netze, e Konzerte bier eben all ntbrer Wi tegärtnerid ändigkeit äußeren bet Greibung zu Statur Gine bier pfängliche Phantaste müßte hier für die Toilette die sp tin olla sith, lepi 000 000, 2001 Gerichts- Zeitung. libren langen Saps von Bräutigam," erwiderte die Dame, g. Er gleicht einem Stalpirten und sieht aus wie ein anatomisches Präparat," so lautete es u. A. in einem Gutachten, welches ein hiesiger Arzt in der Straffache gegen den Schleifer Schüler, die geftern vor der 93, Abtheilung des Schöffengerichts verhandelt wurde, abgegeben hatte. Sch. ver lehrte in dem 3. ichen Lotale in der Reinickendorferstraße, wo er eines Abends Den Arbeiter" Wilm in vollständig be. truntenem Buftande antraf. W. standalirte dermaßen, daß es bie übrigen Anwesenden ftatt verdroß. Als W. Darauf nach. dem Hofe ging, eilte Schüler ihm nach, um erfteren au bewegen, nach Hause zu geben. W. faste diesen guten und hieb auf Sch los, wobei Rath falsch auf er jedoch von Sch. lüchtig abgeführt wurde. Sch. wollte fich eben wieder zurüd in's Lotal begeben, als W. plöglich auf Sch. zugeftürzt tam und nochmals auf ihn einbieb. Sch. feste fich zur Webre und hierbei fiel W. mit dem Kopf auf einen Stein, daß die Haut an der Stirn fich vollständig abtrennte. Ein sofort herbeigerufener Arzt legte dem Schwerverlegten einen Verband an urb fertigte ein Atteft aus, in welchem der Eins gangs gedachte Baffus enthalten war. Gestern hafte fich nun Schüler auf die vom Staatsanwalt erhobene Antlage wegen schwerer Körperverlegung zu verantworten. W., der als Be laftungszeuge erschienen war, behauptet, Sch. hätte ihm mit einem Meffer geftoden. Er sel war betrunten gewesen, doch von dem Augenblide an, wo er die Verlegung erbalten, Sein Vertheidiger machte die Darstellung des Sachverhalts. Sein Vertheidiger machte geltend, daß Sch. fich in der Nothwehr befunden hätte und er, wie die Zeugen deponirt, der Angegriffene gewefen fei. bitte daber um Freisprechung des Angeklagten. Der Gerichtshof Schloß sich auch der Ansicht des Vertheiders an, erkannte bie Handlung als in der Nothwehr begangen und sprach den Angeklagten von der schweren Körperverlegung fret. Et bat, felbst wenn es fich in einer Weise antleidet, daß Betalten und Umiiffe herauskommen, wie jene des jungen Bolts Big bitschek, von dem wir oben eine schwache Be wiffe er Alles, was vorgefallen fei. Der Angeklagte bestritt baben. Wenn unsere geben versucht haben. Damen übrigens ihren Aufenthalt im Aufenthalt im Boologischen Barten nüglich verwenden und die Schönheit an der Quelle ftudiren wollen, wenn fie erkennen wollen, wie die felbft die lecite Farbenzusammenstellung harmonisch zu perfoonen weiß, fo mögen fie nach dem Fasanengebege geben. fuddingendften Anregungen erhalten. Allerdings putt fich De bennen geben alle in schlichtem Grau wie in Regenmän tein herum. Vielleicht findet sich ein unternehmender Schneider, burt und beder Herrentoilette hier seine Muster sucht. Ein Kostüm mit Borlie Lady Amhorst Fasan würde bei unseren Dandies gewiß Ballang finden, umsomehr, als die Urform des Frades hier fte, bewegt ter vereinigen bre Vertret reicher fleine Arm in Arm on bas männliche und nicht auch das weibliche Geschlecht; Förderung des jegt beginnenden Kampfes für die Farbe von der Natur vorgezeichnet ist. Damit entfallen auch aber geben Sie mir das Gelb, bas er mir abgeschwindelt bat."" Sier haben Sie's," gab Fräulein Augufte zurüc und erhob schon ihren Arm, aber ehe er niederfallen tonnte auf Das Haupt der ihr Geld, fordernden Rätherin, hatte diese fich schon gewendet, alles, was fie in ihrer Muth in die Hände befommen fonnte, erfaßt und Stüd für Stüd zur Treppe hins untergeworfen. Das gab einen furchtbaren Spektakel, der na türlich die Hausbewohner berbeilodte und der damit endete, daß der Hausmann die Wuthentflammte fein facht auf die Straße führte. Da fie aber noch vor der Thür den Lärm, das Schimpfen und Toben fortsette, mischte fich schließlich ein Schu mann in die Sache und einige Tage später erhielt Fräulein N. ein Strafmandat in Höhe von 5 Mart. In der ersten Aufe regung batte fte dagegen Einspruch erhoben, auf den Rath guter Freunde nahm fte denselben jedoch wieder zurück und bezablte. ( Leipz. Ger. 3tg.) Faliche Zähne als Chefcheibungsgrund. Vor einem fächftschen Gericht wurde vor nicht langer Beit in einem Eheprojeß die interessante Frage erörtert, ob die Eheschließung vom Manne wegen Betrugs angefochten werden könne, wenn die Braut den Befig eines falschen Gebisses verheimlicht hat und der Bräutigam erft während der Flitterwochen dahinter tommt. Die Frage murde aus folgenden Gründen, welche wir dem gefällten Urtheil nach der D. G. 3" entnehmen, verneint: H Der Kläger ficht die Che wegen Betrugs an, wenn er zunächst behauptet, die Bellaate babe ihm verschwiegen, daß fte, mit Ausnahme einiger Backenzähne, falsche Bähne trage er habe die Ehe infolge dieser Täuschung in dem irrigen Glauben geschloffen, daß das Gebiß seiner Braut ein echtes fet, und er würde, wenn er die Unechtheit getannt bätte, bie Ehe nicht eingegangen sein, da er vor falschen Bähnen, welche überbies einen unangenehmen Geruch verbreiten, einen Etel empfinde und da bei herausnahme des Gebiffes die Beklagte einen abstoßend häßlichen Anblick gewähre. Der Besuch beim Brautpaar. Der Kaufmunn E. in Leipzig saß mit feiner Braut beim Morgenkaffee und las bas Leipziger Tageblatt", das er mit noch weiteren sechs Batteten im Hause gemeinschaftlich hielt. Daran nun, daß er eben beim Morgenkaffee die Beitung las, wäre freilich nichts besonders Auffälliges, denn manchem eiftigen Polititer erfegt die Lektüre beim Staffee alle gebackenen und gerösteteten Buthaten, durch die felben gelannt hätte, bei vernünftiger Ueberlegung von der andere Menschenfinder ihr erftes Frühstück verschönern. Aber Herr E. ist gar fein eifriger Politiker, ja er ist überhaupt tein tte einbergstüd als unästhetisch verdammen. Für den Zylinderhut Fünf zu einer geraden Bahl gemacht werden, Eugen Richter nicht bir ist in der ganzen Natur tein Vorbild vorhanden. Am 10. D. M. beginnt die Superrevision der Remporar Javaliden aus den Landwehrbezirken Berlin, en Militär Invaliden- Benfton im Jahre 1885 zum Ablauf mmt. Diejenigen dieser Invaliden, welche bis zum 4. b. M. leine Dibre hierzu erhalten baben, müssen fich nach einem Sulenanschlage des Königl. Landwehr bestikskommandos 1 "; höchften 3 Naubthie gewaltigen uen ergön Thiergarten Deshalb be feitigem merbin, b wird, umi aufgetau ge und bem te Monfir geit gegen Be but Tennt ble G lbst das Bälder gewiffen entwidd bal tönnte Rriegs- und Windthorst Kultusminister werden das alles würde Herrn E. völlig gleich giltig sein. E. las das ,, Tageblatt" ja auch gar nicht der Politik wegen, sondern wie er fagte, weil man doch wiffen müffe, was in der Stadt aber hatte Das pafftre." Heute Tageblatt" für ihn noch ein erhöhtes Intereffe und zwar wegen ber standesamtlichen Nachrichten, denn Herr E. hatte die Absicht fundgearben, in den Stand der Che zu treten und feine bigberige Wirthschafterin zum Range einer Gemahlin zu erheben. Der Bräutigam hatte die nöthigen Schritte beim Standesamt Nach der hier einschlagenden und vom Kläger für fich in Bezug genommenen Bestimmung in§ 1597 des Bürgerl. G. B. tann eine Ehe angefochten werden, wenn der eine Ehegatte zur Eingebung der Ehe durch Täuschung des anderen Theils über Umstände vermocht worden ist, welche ihn, wenn er die Eingehung der Ehe hätten abbalten müssen. Diese Bestimmung ist für den Standpunkt des Klägers nicht verwerthbar. Bunächst ist mindestens zweifelhaft, ob unechtheit der Bäbne bei der Braut überhaupt jemals den Bräu tigam bel vernünftiger Ueberlegung von der Eingebung der Ehe abbalten fann. Es fönnte höchstens der Fall in Betracht tommen, daß der Bräutigam gerade durch die Schönheit der Braut, welche bei der herausnahme des falschen Gebisses verschwinden würde, zur Heirath veranlaßt worden ist. Aber auch in diesem Falle würde sich der Bräutigam bet vernünfe tiger Ueberlegung durch das falsche Gebiß von der Ehe nicht abbalten laffen müßen, da eines Theils bei der heutigen fortgeschrittenen Bahntechnik die fünftlichen Zähne die Stelle der echten febr gut etsegen, anderntheils der Bräutigam überhaupt Raube, Raiser Franz Grenadietplay 11/12, Vormittags von 31 Uhr mit ihren Militärpapieren melden, und zwar die Militär Invaliden der Provinzial- Infanterie, 2 Treppen, Bim gethan und das heutige Tageblatt" mußte die Ankündigung stets mit dem Umstande rechnen muß, daß die junge Frau Gallerie, Artillerie, Pioniere, Train, Krankenträger, Delo mie Handwerker, Marine u. s. m.) 1 Treppe, Bimmer 14. orber Der in Der Nacht vom 19. zum 20. Mat ermordeten Die Nachforschungen der Kriminalpolizei nach dem Weber haben zur Ermittelung weiterer Spuren deffelben it dem Monat, in welchem er das Restaurant in der Anhalt oße mit den 100 Mart verloffen hatte, nicht geführt. Als wieder freier aufathmen, denn seien wir nur ehrlich und er. zählen wir, daß Niemand mehr Herrn E. etwas hatte borgen wollen, und wie er feine Schulden bezahlen sollte, konnte fich Niemand denken. Stellung und Beruf hatte er nicht, tein Mensch wußte, wovon er lebte, und dennoch lebte er und häufig sehr gut, denn er war in allen befferen Restaurants ein fehr gern gefebener Gaft. Er lebte eben, wie nur zu viele feines Gleichen vom Pump. Damit ist's aber wie mit verlieren oder sonst an äußeren Reizen Einbuße erleiden werde. Hierzu tommt aber im vorliegenden Falle, daß die Bes Ilagte, wie fte felbft angiebt und das Gericht bei dem persön lichen Erscheinen im Termin bestätigt fand, nicht als eine Person von besonderer Schönheit bezeichnet werden kann, fo daß deren Gefichtszüge durch die Herausnahme der falschen Bäpne nicht allzu auffallend entstellt werden. Es muß daber eifellos wird aber gehalten, daß der Mörder mit demjenigen jenem Kruge, der so lange zum Brunnen geht, bis er bricht, für sehr wahrscheinlich gelten, daß der Kläger, welcher feiners berhältnis gehabt, fte bereits im Jahre 1884 in der früheren und Herr E. hatte ganz bestimmte Anzeichen erhalten, daß es feits eine vortheilhafte äußere Erscheinung befigt, die Beklagte Rognomie b Diefer funge Beinen ein d with nod inti. Cs bat bergirend auf ch vorn nfält, ift eine tweit davon sabl jurid Dadurch angelom ende, thre fo ftebend acht niet in , tas pats Die daneben rgemeine Der Jugen bel t die Jugen Dichter tol- und bie zarteren einen pir demnä ie Augen De tchen ir auf be t find. Sm Tht ben Bor nb leiblichen Die ber Seele bie wedle Kraftentfal erfrifchenber ig, fie geben Freube a fie zuglei tmnen. ab ihrer um fo mehr em bas Gr ng tomm Inft. Neben Welt burd ben Geift u au feßen. gegen, wirb was fi nem freien Wohnung des Fräuleins Bergemann( der Dienstherrin der Ermordeten) am alle'schen Ufer heimlich besucht hat und von De Beber anderen Personen gegenüber als der Tischler Sula bezeichnet worden war, identisch ist. Auch ist es unwahrscheinlich, daß von diesem angeblichen Schulz im nicht " auch mit seinem Kredit zu Ende gehe. Einstweilen hatte er fich damit geholfen, daß er eine Wirthschafterin" nahm, die ihm einige Hundert Mart ins Geschäft" gegeben, nach deffen Abschluß er ihr versprochen hatte, fte au seiner Frau zu machen. Nun hatte Fräulein Augufte ihn in legter Beit häufig gedrängt, fein Wort wahr zu machen, denn die a cr. der große Einbruchsbiebstahl in der Wohnung Bertraulichkeit ihres Verhältnisses sei von den Leuten im Hause Frl. Bergemann, Gneisenaustraße 19, verübt worden ist, bobet Silber und Goldsachen im Werthe von 800 Mart ge blen worden, da die Personalbeschreibung des vermuthlichen Diebes, welcher von Hausbewohnern gesehen worden, mit der Mörders wesentlich übereinstimmt. threr Die Denkmäler- Wäsche steht in Berlin jetzt wieder Höhe. Auch das Schiller Denkmal trägt die be mte Umtleibung von Sad Leinemand, und der Scheitel des Anreg nicht unbemerft geblieben, und da Herr E. auch der Meinung war, daß er seinem Kredit wieder aufhelfen werde, wenn er fich als Verlobter einer reichen" Braut legitimirte( denn daß Diese seine Wirthschafterin war, brauchten ja doch feine Gläu biger und die, welche das werden sollten, nicht zu wissen und so ausführlich berichten ja auch nicht die standesamtlichen Nachrichten), so hatte er die entscheidenden Schritte nach dem Nachrichten), so hatte er die entscheidenden Schritte nach dem Standesamte gethan. Es ist ein solcher Leichtfinn gewiß be ters leuchtet darüber bereits wieder in schneeigem Weiß Tiagenswerth, aber leider begegnet man solchem nur zu oft, Rexion R. Gin Garderoben- Marder ist vorgestern Abend in der et in der Landsbergerstraße fich zu schaffen machte, fich vor Barberobengeschäft ein Baar dort ausgehängte Pantalons tanen. Vorübergebende Baffanten bemerkten die verdäch eines fellenlofen Agenten B. dingfeft gemacht worden, bme. und was Herr E. nach der Hochzeit anfangen, das heißt, wovon er nach der Hochzeit leben sollte, wenn die paar Groschen aufgezehrt waren, die Fräulein Augufte noch befaß und ihm einbrachte, das wußte er nicht und das fümmerte ibn auch nicht. Doch wir haben ja Herrn E. teine Moralpredigt zu ballen; wenn der Gerichtsvollzieher tommen und auch ber Hauswirth feine Miethe verlangen wird, dann dürfte er schon zur Ertenntniß tommen, daß er bodenlos leichtfinnig gelebt hat, wenn diese Erkenntniß auch zu spät fommen wird. giebt ja eben Leute, die nicht cher gescheldt werden, als bis fie mit ihrem abc völlig zu Ende find. Es Einen doppelten Beinbruch erlitt heute Vormittag ber Der Gneisenauftraße wohnende Handlungs- Kommis St., als beim Berlaffen seiner Wohnung die Treppen fehlte und so ber 3. Etage die Treppenstufen hinunterfiel, daß er am duge der Treppe besinnungslos aufgefunden und in ohnmäch m Buftande nach seiner Wohnung getragen werden mußte. fonell hinzugerufener Arst lonftatirte einen Tomplisirten zeige veröffentlicht wurde, denn fie war überhaupt, seitdem Herr Doppelbruch des linten Fußes und ordnete sofort die Ueber brung nach einem Krankenhause an. hit biefem vorgenommenen Verhör gab der Knabe an, Ernst Herr E. also fa beim Morgenkaffee und las eifrig das Tageblatt". Frl. Auguſte wußte nichts davon, daß die An E. auf das Standesamt gegangen war, ganz aus dem Häuschen. Herr E. wollte ihr heute mit fener Ankündigung eine Ueberraschung bereiten. Da lies einmal Bustel" scherzte er, indem er der 33 jäh rigen Schönen das Beitungsblatt aufchob, fogar auf dem Rathbaus wiffen fte schon, daß wir ein Paar werden." Wiederum bat fich infolge großen Leichtfinns ein gräß licher Unglücksfall ereignet.." las Fräulein Augufte. " Ach Unfinn", fagte Herr E. Du haft ja die varkehrte Seite. Gieb nur her, ich werd's Dur vorlesen. Also paß auf: Ach, das ist ja nicht wahr", rief Fräulein Augufte, die the Glüd nicht faffen tonnte. auch gebeirathet haben würde, wenn er von der Unechtheit Der Bähne unterrichtet worden wäre, daß ihn überhanpt. weniger die äußere Erscheinung feiner Braut, als deren be deutendes Vermögen angezogen bat und daß er nunmehr, nachdem er selbst zu Vermögen gelommen und desjenigen der Beklagten nicht mehr bedarf, die unbequemen Feffeln abzus streifen wünscht. Dies Alles lann jedoch dabingestellt bleiben, weil die vom Kläger behauptete Täuschung selbst gänzlich ohne Beweis ge blieben ist. Die Beklagte räumt allerdings ein, daß fie den Kläger von der Unechtheit ihrer Bäbne während des Braufstandes nicht in Renntniß gefest habe. Es liegt jedoch in dieser Unter laffung noch teine Täuschung, da ste zur der Mittheilung keines wegs verpflichtet war. Die Beklagte konnte weder wiffen, ob der Kläger fich für den Bustand ihrer Bäbne besonders intereffire, noch fonnte fe annehmen, daß der Kläger diefelben ohne Weiteres für echt halten werde, letteres schon deshalb nicht, weil in den Gesellschaftstreifen, denen die Beklagte angehört, das Tragen falscher Bähne feineswegs eine Seltenheit bildet. Ueberbies ist es keineswegs unwahrscheinlich, daß der Kläger von der Unechtheit der Bähne seiner Braut schon wäh rend des Brautstandes Kenntniß erlangt bat, ba fünftliche Bähne bei einiger Aufmertfamfelt fich leicht von echten unters scheiden lassen und der Kläger gewiß, wie es Brautleute au ibun pflegen, feine Braut bei seinen Besuchen öfters in ihren Gefichtszügen gemustert hat, hierbei aber faum das künstliche Gebis übersehen haben tann." Nach dieser interessanten Entscheidung müssen wir allen Denen, die auf Freiersfüßen geben, dringend empfehlen, zu prüfen, bevor fie fich ewig binden", ob auch das Gebis der Angebeteten in Ordnung ift, da am Morgen nach der Hochzeit Die Entdeckung des falschen Gebiffes zu spät lommen würde. Und Du, schöne Leserin, wenn Du noch eine Lüde haft bann eile ohne Weile Vereine und Versammlungen. In der Versammlung der Sentral, Kranten und Sterbe. Unterstüßungstaffe der deutigen Bimmerer am 1. d. Mts. wurde der frühere Vorstand wieder gewählt. In Betreff des Sanitäts- Vereins der Ber liner freien Hilfskaffen erklärten sich die Versammelten mit dem Statut einverstanden und wurde der Wunsch geäußert, d um den Mitgliedern den Eintritt zu erleichtern, die Kaffirer der Bahlstellen auch Anmeldungen resp. Bahlstellen des Sanitäts- Vereins mit übernehmen sollen. Die diet Kafftrer ertiärten fich damit einverstanden. Schließlich wurde die Er pedit onszeit der Kafftrer Sonntags von früh 8 Uhr bis Mittags 12 Uhr und Wochentags von früh 8 Uhr bis spätestens 9 Uhr Abends feftaefett. Der Rgl. Alinit wurde gestern ein etwa achtjähriger Knabe mit N. Aussehung eines Kindes in der Kgl. Klinit. In nem Bipiperbande am Fuße durch einen älteren Herrn zur Aufnahme angemeldet, die jedoch versagt wurde. Der Be Better entfernte fich hierauf, das Kind zurücklaffend. Bei einem Singe zu heißen und aus Greifenberg zu ftammen, er war je Doch nicht im Stande, über seinen vorherigen Begleiter eine Beichens Schneider set. Der Knabe wurde nun auf Veran Dirb Die weitere Untersuchung voraussichtlich das Dunkel, ung der Revier polizei nach der Charitee überwiesen und lhes über bem angeblichen Dnkel schwebt, erhellen. N. Eine Reihe bedeutender Unterschlagungen find in Dem belannten in der Rönigftraße domisilirenden Geschäft für Anopf und Baffementerieartitel von C. u. D. durch eine seit mit Rüdficht auf ihre hochachtbare Familie verschweigen. Das Tunge Mädchen ist schon seit Jahren in dem Geschäft angestellt tommt." und erfreute fich des vollständigften Vertrauens seitens ihrer Chefs, bas fie auf so schnöde Weise getäuscht hat. Sie be Diente fich zur Beihilfe zu diesen in der raffiniertesten Weise ausgeführten Diebstählen noch einer jungen vierzehnjährigen aufgehobene Hand und das zweite, was er fühlte, war eine Rollegin, die fte nun mit ins Unglüd gezogen hat, obwohl fie für ihre Beihilfe nichts oder faft nichts aus dem Erlöse der Unterschlagenen Waaren erhielt. Es erscheint, daß die ver brecherische Liebe zu einem Schauspieler die junge Dame auf Diefen Bfad geführt hat. Beide Rompligen find geftändig und Schwer verlegt wurde gestern Abend eine in der An ab es ergöt aber bod Geftaltung Geftaltung werthvollen men und bie bas Spiel bie Stumb wirb benen feine wed aber bas Menfen Trung feiner Z. P eines Schlächterhundes als fte die Invalidenstraße pafftren mugle " „ Sier steht es groß und breit gedruckt" erklärte the aber der zärtliche Bräutigam und ließ fich willig die Dankbarkeit feiner Braut dadurch beweisen, daß fie ihm tief gerührt um Den als fiel. Herr E. wollte gerade fragen, ob fte einige Mart Kleingeld habe, als es an der Thür heftig flingelte. Gewiß fommt schon Jemand gratuliren", froblockle_die Braut. Ja, ja, es wird ein Gratulant ſein" bestätigte Herr E., mach ein recht freundliches Geficht, Gustel, wenn jemand Während Gustel in der That fich bemühte, das bewußte freundliche Geficht zu machen, öffnete ihr Bräutigam die Thür, bas erfte, was Herr E. aber in seinem Schred fab, war eine ungebeure Dhrfeige. " Finde ich Dich endlich, Du Schurle," sagte eine Frauen flimme ,,, alio verheirathen willst Du Dich, falscher Kerl? Ich denke, der Schlag rührt mich, wie ich es vorhin im Tage blatte" lefe!" Herr E. war sprachlos, so hatte ihn das Erscheinen seiner bas vorftreden wollte, in Schrecken gelegt. Aber Gustel, feine " t. Der Arbeiter Bezirks- Verein der Rosenthaler Vorftadt hielt am 1. d. M. in Schwarzer's Salon, Brunnen straße 54 eine Versammlung ab. Den Vortrag des Abends hatte Herr Dr. Gerlach übernommen, welcher in höch intereffanter und lebtreicher Weise über Bakterien und dere Beziehungen zum Menschen" sprach und den ungetheilten Bet fall der Versammlung erzielte. Von Herrn Beder wurde die Gründung einer Vereinsbibliothet angeregt, welche den Bei fall der Versammlung fand. Es wurde dann beschloſſen, am 21. Juni eine Landpartie mit Familie zu veranstalten. Der vielbesprochene Vereinskalender ist nunmehr dem Druck über Mamuftrage 28 wohnende Frau H.( Friseurin) durch den Big gebaseeliebten, mit der er vor einiger Zeit ein Berhältniß geben und wird demnächst den Mitgliedern zur Verfügung mollie. Die Verlegung, welche im Berreißen der Beugemuskeln wirkliche Braut, mit dem freundlichen Geficht übernahm es, anftaltet, und aus der Vereinskaffe den streifenden Anilin- Are Des rechten Oberarmes beftand, war eine berartig schwere, daß für ihn zu antworten. De alfo Berlegte nach dem Krankenhause transportirt werden " 1 Was wollen Sie denn eigentlich von meinem Bräus tigam!" schrie fie den Eindringling an. Behalten Sie fireitenden Tischler in Königsberg eine Tellersammlung ver beitern 20 M. bewilligt. Eine Delegirten Versammlung der Stellmacher Behalten Sie I Berlins findet heute, Mittwoch Abend 8% Uhr in dem Lokale des Herrn Schaffer, Inselstr. 10, ftatt. Tagesordnung: 1. Be fchlußfaffung über die Einführung der Delegirtenfarten; 2. Berschiedenes. Die Kommiffion ersucht bie Kollegen, behufs einer genauen Rontrole der Kaffe die Quittungskarten für den Unterfügungsfond mitzubringen. Heute Mittwoch, den 3. Sunt, Deffentliche Versammlung der Tischler, im Lotale des Herrn Gräs, Brunnenstraße 8. Referent: Herr Gustav Rödel. Da die Tagesordnung eine Hochwichtige, so ist es Pflicht eines jeden Tischlers, in der Bersammlung zu erscheinen. Arbeiter Bezirks- Verein Süd- Oft". Mitglieder Ber fammlung Mittwoch, den 3. Juni, Abends 8 Uhr, in der Urania", Wrangelftr. 9/10. Tagesordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Herrn Fr. Zugauer. 2. Berschiedenes und Fragelaften. Aufnahme neuer Mitglieder. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Vermischtes. Witten. Eine ergögliche Geschichte wird hier von einem Baffagier Namens A. aus B. erzählt, welcher vor einigen Tagen früh Morgens nach Dortmund gefahren war, um in der Nähe Geschäfte abzuwideln, bei welcher Gelegenheit er sehr tief ins Blas geschaut haben muß. Am Abend benutte er den legten in der Richtung nach Effen fahrenden Personenzug zur Rückkehr in die beimath. Als die Lokomotive thr Signal er tönen ließ, glaubte er dort angekommen zu sein, stieg aus dem Wagen und verließ seiner Meinung nach den heimathlichen Bahnhof. Thatsächlich war er jedoch bereits in Langenbreer ausgeftiegen, gerieth bei Umgebung des Stationsgebäudes auf den dahinter stehenden, eineinhalb Stunden später nach Witten abgebenden Nachtzug, deffen Waggons er für Häuser gehalten und in einem derselben sein eigenes Wohnhaus erkannt haben muß. Er stieg denn auch in ein Roupee vierter Klaffe, schlug die Thür hinter fich zu und begann, da er fich in seinem Schlafftu bentabinet zu befinden vermeinte, fich auszuleiden, wobei er in dem guten Glauben, feine Sachen in den Kleiderschrank zu hängen, zunächst das Handgepäck, dann ein Kleidungsstüd nach dem andern nebst Uhr und Rette, Hose, Strümpfe und Stiefel durch das dem Berron entgegengesette Wagenfenfter hindurchschob. Sämmtliche Gegen ftände fielen neben das Bahngeleise und blieben im Dunkel ber Nacht unbemerkt liegen. Behaglich streckte A. fich aus und fant Gott Morpheus in die Arme. Da er dicht an der Thür, unterhalb des Schwinkels lag, wurde er von dem die Roupee's revidirenden Schaffner nicht bemerkt und von Langendreer nach Witten mit abgefahren, woselbst der Ber fonenzug in Ruhe ging und in ein Nebengeleis zur Auf stellung geschoben wurde. Die rächtliche Rüble des Wonne monats mußte jedoch störend auf den Schlummer des Müden eingewirkt haben, der beim ersten Hahnenschrei erwachte und fröftelnd sein sonderbares Schlafgemach überschaute. Glüd licher Weise ging bald ein Stationsbeamter vorüber, der dem Bedrückten auf beffen Weberuf zu Hilfe fam. Telegraphische Anfragen bestätigten, daß die Kleidungsstücke des A. in Langendreer, wo man schon einen Selbstmord vermuthet hatte, lagerten. Endlich nach bang verlebten Stunden gelangte er in Befly derfelben und konnte ungestört und um eine un angenehme Erfahrung reicher seiner Heimath audampfen. ( Rh. Weftf. Btg.) Marburg. 8wölf Studenten find wegen Swel Lampfs mit tödtlichen Waffen zu drei Monaten Feftungshaft verurtheilt worden. Der Einwand, daß geschliffene Schläger nicht als tödliche Waffen zu betrachten feien, wurde auf Grund des befannten reichsgerichtlichen Erkenntnißes abge wiesen; doch wurde binzugefügt, daß in Anbetracht des un gefährlichen Charakters des Bweilampfes fein Anlaß zu höherer Strafe, als das gefeßliche Veindeftmaß, gegeben set. Abgeblikt. An einer Straßenede tarambolirt der Prof. Pinselmeyer mit dem Ladengehilfen Meterheim. Ein jeder fucht auszuweichen und fie gerathen so in jene interessante Din und Herrennerei, die wohl schon der Mehrzahl unsrer Leser vorgekommen ist. Der Profeffor, schließlich aufgebracht, fährt in vollem Standesbewußtsein ben Ladenjüngling an: Aber bören Sie, ein jeder Esel weicht doch nach rechts aus!" Meterbeim( gang verbindlich):„ Ach, entschuldigen Sie gütigft, ich hatte feine Ahnung davon, daß das für Sie maß gebend set!" Aus der Jnstruktionsstunde. Unteroffizier: Das Ge wehr hab' ich Euch nun erklärt. Jest gehen wir ins Bral tische über. Alo was muß der Soldat thun, wenn er scharf gelaben hat, Schlaumüller?( Schlaumüller schweigt.) Na zum Donnerwetter, Sie Rindsoleb, stellen Sie fich doch vor, Sie find auf dem Schießstande. Wenn Sie da nun scharf geladen baben, was geschieht dann?"- Schlaumüller: Dann lomm ich drei Tag in's Loch wegen Saufen!" Aus Kindermund. Mama probirt dem 6jährigen Söhnchen einen neuen Trikot Anzug an. Sie bemerkt da bel: Die Höschen scheinen etwas zu eng zu sein." Das Söhnchen erwidert: Aber, Mama, das verftebft Du nicht, die müssen brüden, warum werden fie denn Drüdo ge nannt." Theater. Königliches Opernhaus. Beute: Lucia von Lammermoor. Königliches Schauspielhaus. eute: Frau Aspafta. Deutsches Theater. Heute: Romeo und Julia. cute: Deficit. Bellealliance Theater. Reues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Heute: Der Großmogul. Balhalla Operetten- Theater: eute: Mascotte. Oftend- Theater: Walluer- Theater. Sute: Der Verschwender. Beute: Papageno. Louisenftädtisches Theater: Beute: Martha, oder: Der Markt zu Richmond. Am 31. Mat verstarb plöglich am Gehirnschlage unser langjähriger Kollege, der Schriftfeger Hermann Duchardt im Alter von 34 Jahren. Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, Nachm. 6 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi- Kirchhofes( Brit) aus ftatt. [ 1193 Die Mitglieder der J. Kerstes'schen Offisin. Allen Kollegen, Freunden und Bekannten, welche fich bei der Beerdigung meines mir so plöglich am 28. v. Mts. verstorbenen unvergeßlichen Schwagers, des Metalldrebers Albert Endner, betheiligt haben, sowie den beiden Fabritbefizern verren Beutel und undt fagen wir biermit unseren tiefgefühlte. ften Dant. Die untröftlichen Hinterbliebenen. 1194] Mutter, sowie die beiden Schwestern und Schwager Dstar Baumgart. Vor einigen Tagen fiarb in Paris eine alte, nicht ge rabe in dem Ruf einer Berschwenderin stehende Bürgersfrau, welche ihr gesammtes Bermögen im Betrage von 3 000 000 Fres. teftamentarisch ihrem Stubenmädchen hinterließ. Die glückliche Erbin ftand felt 14 Jahren im Dienfte dieser anges nehmen herrschaft. Die gegenwärtige Millionärin soll trop ibrer 48 Jahre im Laufe von 48 Stunden, wie franzöfifche Blätter mittheilen, nicht weniger als 64 000 briefliche Heiraths anträge erhalten haben. Militärische Pünktlichkeit." Am erften Pfingstfeiertage, Abends 9 Uhr, ging in Bosen ein Schuhmacher von der Wallischet nebft seinem Vater, einem Dbftpächter, und einem Zaubftummen, welche zusammen auf dem Städtchen gewesen maren, durch das Glacis vor dem Fort Rauch nach dem Warthethore. Jm Glacis machten der Schuhmacher und sein Warthethore. Im Glacis machten der Schuhmacher und sein Vater großen Lärm, warfen nach einem Militärpoften, welcher den Wallgraben vor dem Fort Rauch und das Glacis au bes wachen hat, mit Steinen und gingen, trotzdem der Boften breimal Halt! rief, auf denselben los. Da legte der often ein Gewehr an, schoß auf den Schuhmacher und traf ihn mitten in die Brust, so daß er fofort hinftürzte und binnen furzer Beit ftarb. Auch der Vater des Schuhmachers wurde von der Kugel geftreift, jedoch nur leicht verwundet; der Taubftumme lief davon, der Vater dagegen wurde von dem Poften verhaftet. Das Reglement hatte der biebere Soldat richtig im Kopfe; er rief dreimal halt! und schoß bann- bagegen ist nichts au sagen. Augenscheinlich aber waren die Biviliften schwer betrunken, deshalb wäre es dem jungen fräftigen Soldaten gewiß fehr leicht geworden, fich eventuell mit dem Bajonett Respelt genug zu verschaffen. Aber das ftarre Rommando! Die Schneider und der Bod. Daß die Schneider oft mit dem Bock gehänselt werden, ist bekannt; aber woher dies ftammt, dürften nicht alle unsere Leserinnen wiffen. gar nicht zum Hänseln, sondern eher zum Rühmen. Als die Lataren 1241 aus Rußland in Polen und Schleñen ein brachen und Heinrich der Fromme bei Liegnis mit seinem Ein weißer Rabe. Man schreibt der Wiener N. ft. aus Teplig vom 26. b. Mts.: In den legten Zagen wu wieder in der Umgebung mehrfache Hausdurchsuchungen mentlich bei czechischen Bergarbeitern, welche im Verdachte zialistischer Umtriebe fteben, vorgenommen. Nicht ger Aufsehen erregt die Verbaftung des Polizei- Wachtmeisies benachbarten Bergftadt Graupen, welcher bringend verbid ift, mit den Sozialisten der hiesigen Gegend in geheimer bindung geftanden zu sein. Kleine Mittheilungen. Königsberg Nm., 28. Mai.( Eheliches Glück.) Die ju Frau eines bieftgen Handwerksmeisters hatte threm Manne reiche Aussteuer miteingebracht, weigerte fich aber später, in Dokumenten wohl angelegtes Vermögen, welches f airta 4000 Thaler belaufen soll, der Verwaltung des Man zu überlassen. Da dieses Recht jedem Ehegatten nach dem gemeinen Landrechte aufteht, sobald nicht vor der Ebe ein bers lautender Kontratt geschlossen, so verklagte der Mann f Frau wegen Herausgabe der Dokumente. Die Frau ver gerte dies, auch den ihr zugeschobenen Eid, daß fie jene piere befize. Nun ließ der liebevolle Gatte feine Gattin Grund jener Eidesverweigerung ins Gefängniß fegen, in chem fte fich fett zirka vier Wochen befindet. Fünf Mona werden für die Aermfte bis zur Wiedergabe der Freiheit no ins Land geben müssen, wenn sie nicht vorher jenen leistet. Die Kosten bestreitet der Ehegatte aus Binsen von pothefen, welche auch der Frau gehören. Die Wahlagitation in Wien scheint feltfame angenommen zu haben und hat auch seltsame Folgen. legten Tagen sab man in den Schaufenstern vieler Be treibenden im Bezitte Neubau ein Blatat mit folgendem Iaute: " Es wird dringend ersucht, in Wahl Angelegenhell nicht mehr zu beläftigen." " Work Die Feftung wollie fich vor Hunger ergeben, auch der Feind bewilligt worden find. Die Vorschule wird in zwei Sta vor den Thoren litt Noth. Da tamen die Schneider auf den Gedanken, fich in Bodfelle nähen au laffen und auf die Mauer zu springen. Im Wahne, daß die eingeschloffenen Chriften noch so viel Lebensmittel hätten, boben die Tataren the Lager auf und zogen bald ganz aus Defterreich und Ungarn ab. Die tönigliche Blindenanstalt in Steglit wi 1. Juli als erste Anstalt im Deutschen Reiche eine Bord für Blinde eröffnen, zu welcher vom Abgeordnetenhause 5000 getbeilt werden; man ist jest dabei, in einem Nebengebäude Anstalt die nöthigen Einrichtungen zu treffen. lung weiß die„ Boft" aus Neurode folgendes zu berichten Von einer vereitelten sozialdemokratischen Verfam Pfingst Sonntage Nachmittags sollte auf einer der benachba Höhen dis Eulengebirges, der Sonnentoppe, eine Versamm hteftger und auswärtiger Sozialdemokraten veranstaltet Daraufhin für welche als Sprecher ein Berliner Parteigenoffe ange langt, und in Folge dessen war dafür gesorgt worden, ba war. Die Bebörde hatte aber von dieser Abficht Kenntni Unsere weth Auch eine Berichtigung. In der Pfälzer Boft" Nr. 122 heißt es: Auf dem Vesuv haben fich zwei neue Rater gebildet, von denen Lava gegen Pompeji ausströmt." Daraufbin bringt die Nummer 123 folgende Berichtigung: geftrige Mittheilung über das Auftreten von Ratern" auf dem Besuv müssen wir dahin richtig stellen, daß besagte Parteigenoffen und solche, die es werden wollten, zur fe Rater" fich nicht am Sonntage, sondern am Montage, und nicht auf dem Vesuv, sondern in der Schriftfeßerei der Pfälz. Boft" gezeigt haben, und daß es nicht zwei sondern mindestens ein halbes Dußend gewesen find." Ein tomisches Reglement. Wir sagten neulich einmal in einem Leitartikel, die deutsche Zurneret set auf den Acker mann gelommen; heute müssen wir angesichts der nachfolgenden, vom Ausschuß der deutschen Turnerschaft in Bezug auf das bevorstehende Turnfest in Dresden erlassenen Bekanntmachung hinzufügen: Die deutsche Turnerei scheint auf den hans. wurst gekommen zu sein. Man höre und staune: Als Antwort auf verschiedene Anfragen und um jedem 3weifel über die Bestimmungen in§ 7 der Zurnfeftord. nung zu begegnen, hat der unterzeichnete Ausschuß für das sechste deutsche Zurnfeft folgende Bestimmungen getroffen: 1) Geturnt wird in gewöhnlichen langen Beinkleidern. Das Einstecken der Hofen in die Strümpfe ift bet Red und Barrenübungen, bei denen die Füße nach oben lommen, gestattet. septen Stunde den Gipfel der Sonnentoppe von Sicherh organen umftellt fanden. Ein Versuch, die Bersammlung noch auf einem anderen nahen Berge in Szene geben zu la wurde durch die Gensdarmen gleichfalls vereitet. au Nr. erfchein Berlin Boftab Di greß ab befriedi fellschaf nügigen fagen t wifcher an eine mit In ted t fich ber babfud Syanen bad tam vo Schiff b bemäch noch an Sinne, Baj Zur Frauenfrage schreist die Petersburgstaja baß wahrscheinlich in nächster Beit bie Gleich ben echtigung welly licher Beamten mit den männlichen in Bezug auf ein Nem er bei den russischen Eisenbahn- Berwaltungen als e angenommen werden soll, und zwar bezüglich der Poften Stafftrern, Romtoiristen und Rechnungsbeamten. thümlicher Vorfall spielte fich am 30. Mai, Bo mittags Ein Selbstmordversuch im Bischofspalais. Ein eig in den Räumen des bischöflichen Pal is zu Budweis ab vor der genannten Stunde begab fi ein elegant g Mädchen in das Palais; baid darauf hörte man einen 100g Sout fallen. Die herbeigeeilten Bediensteten und Geistlichen fanden vor der Thüre der bischöflichen Appartements das ermine Mäbchen in Krämpfen liegend; neben ihr lag ein fechsläufig 2) Das Turnen ohne Schuhe, oder gar barfuß, isti doch keine Schußwunde verboten. 3) Trikots find nur mit nicht weit ausgeschnitte nem bals und mindestens halblangen Aermeln, und für die deutschen Turner nur einfarbig, in weißer, grauer oder brauner Farbe, gestattet. 4) Einfarbige wollene Hemden find erlaubt, ebenso einfache andersfarbige Einfassungen daran; das Tragen weißer Hemden, ohne Jade und Wefte darüber, ist selbstoer ständlich gestattet. 5) Das Tragen von großen Federn auf den hüten ist verboten. 6) Das Tragen studentischer Tracht ist nur den zur Deut schen Turnerschaft gehörenden akademischen Turnvereinen gestattet." Früber, als die deutsche Turnerei noch in Blüthe stand, als fie noch nicht in die Dienste der Reaktion getreten war, waren folche Bekanntmachungen nicht nur böchft überflüffig, weil fich unter der deutschen Turnerschaft teine Narren befanden, sondern sie wäre auch mit allseitigem Hohngelächter aufgenommen worden. Jeßt aber, wo die Turneret zu einem reaktionären Sport herabgefunken ist, scheint eine solche Mahnung an die reklamefüchtigen Sportsmen wohl angebracht zu sein. Arb.- Bezirksverein d. Friedrichstadt. Versammlung Donnerstag, den 4. Juni cr., Abends 8% Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Rommandantenftr. 77/79. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. 3 abed 2. Die bevorstehenden Kommunalwahlen. 3. Verschiedenes und Fragelaften. 1197 Aufnahme neuer Mitglieder. Gäfte willkommen. Bu zahlreichem Besuche ladet ein Der Vorstand. Versammlung Des Arbeiterinnen- Vereins Donnerstag, den 4. d. Mts., Abends 8 Uhr, in Gratwell's Bierhallen, Kommandantenstraße 77/79. Vortrag des Herrn Land über: Die Kunstgenüffe des Volles." Gäfte willkommen! [ 1196 Selbstunterricht in der einfachen und doppelten kaufmännischen Buchführung und Darstellung eines neuen abgekürzten Systems zur doppelten Buchmethode Don C.Schmidt, Lehrer d. Bandelswillensdiaff Preis Mk. 1,50. Bu beziehen durch die Erpedition des Berliner Boltsblatt" Simmerstraße 44. Revolver Kleinsten Kalibers. Der rasch herbeigerufene Art fa Bum Bewußtsein zurüdgebrad nannte das Mädchen mit schwacher Simme ihren Namen Marie Wolf aus Pilsen, und übergab dem anwesenden S heitswachmann ein Schriftftüd, einen Brief des bifchofliden Ronfiftoriums an den Pfarrer Wenzel Babouret in Bebela Die Us verseßt und daß seine Köchin( eben diese Marie Wolf), in welchem den Legteren bedeutet wird, deß er nach Weeds fache der Versegung sei. Gleichzeitig wird ihm unter Anbrug ber firchlichen Strafen das stifte Verbot ertheilt, feine bi Ble verlautet, soll die Wolf die Absicht gebabt baben, eine bi Werbes Köchin auf irgend eine Art nach Weselico mitzunehmen fällige Bittschrift zu überreichen, jedoch nicht vorgelaffen sein. Das Mädchen, das früher Kellnerin in Prag war in zweifelhaftem Rufe stand, wurde ins Spital gebracht. Briefkaften der Redaktion. ift, wen bas ift 953 Befellf für St Same Morter Borte 8115 503 brin Aranbe Der St Somal Borfit Deie um bie & leiber 98 benn glieber glieber niemal gefchme eines e benen Befelli Jabren Opfer Bafbrud 2. 100. Nach der Zählung vom 3. Desember 1855 trug die Einwohnerzahl Berlind 434 357 Personen und 417 717 Stoll und 16 650 Militärperionen. 2. T. Straußbergerstraße. Der Komiler Helmer lebt noch und zwar hier in Berlin. Arbeitsmarkt. Ein tüchtiger Carton- Zuschneider, nur ein solcher, hohen Lohn wird verlangt[ 1195] Freunden und Betannien empfehle mein Restaurant. Berl. Voltsblatt" liegt aus. Holzmarlift Rege 3. [ 118 H. Pette, Forsterftr. Nr. 4 Drucksachen = aller Art, namentlich = Circulaire, Rechnungs- und Quittungs formulare, Adreßkarten, Prespecte, Preis Courante, Brochüren, Statuten und Quittungsbücher, Marken, fämmtliche Formulare für Kranken kaffen etc. werden prompt und preiswerth angefertigt. Buchdruckerei MAX BADING Beuthstrasse 2. Berantwortlicher Rebatteur 8. Gronheim in Berlin. Drud und Berlag von May Babing in Berlin SW. Beuthstraße 2. 491 ben St eigenen 3 Mann, wabrid milben Anlage 6 merten augenf bei nic aufgeri Geift au bad bliebe Burtid. Dor Anftar ober genehm ner ob blaß d Saufe einer blid ber Bege weiß Ränbig