Nr. 127. Donnerstag, 4, Juni 1885. IL Jahrg. nlimVMlal! Brgan für die Interessen der Arbeiter. Das..Berliner Volksblatt" . 35 Pf. Pf. Sonntags-Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. (Eingetragen in der PostzeitungSpreislist« für 1885 unter Nr. 746.) Jnsertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sonne von allm Annoncen. Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Kenthstraße 2.— Expedition: Zimmerstraße 44. Wo bleiben die Theerjacken? . Die Gesellschaft für Rettung Schiff> * lft chiger hat in diesen Tagen zu Stuttgart ihren Stow RB abgehalten und über ihre Wirksamkeit i« Allgemeine« •«friedigende Mlttheilunaen gemacht. Man wird dieser Ge- Schaft, deren Thätigkcit auf«inen in der That gemein» ?°iigen Zweck gerichtet ist, seine Anerkennung nicht ver» >l»gen können, namentlich wenn man einen Vergleich zieht ]j*ische» Emst und Jetzt. Wenn früher ein Fahrzeug *«in« Seeküpe strandete oder scheiterte, so verfiel e« .rt Insassen und Ladung de« barbarischen„Strand» ik ch t", d. h. die Strandbewobner hatten da»„Rechi", der über Bord geworsenen Güter zu bemächtige». Di« Habsucht hat viele dieser Strandbewohner oft zu wahre» Wnen gemacht, gleich den Hyänen de» Schlachtfeldes; e» «m vor, daß fie die arme» an den Strand geworfenen schiffbrüchigen tödtete«, um fich ungestört ihre» Eigenthum« »«»ächtigen zu können. Diese»„Strandrecht" wird leider J®ch nn einigen Punkten, wen» auch nicht gerade�im schlimmsten o, Wir habe« indessen bei de« bunten und glänzende» !?«sellschast, die zu Stuttgart al» Kongreß der Gesellschaft V Rettung Schiffbrüchiger zusammenttat, Ein» mit schmerzen vermißt: die Theerjacken. Mit anderen Lveten: Bei den zahlreiche« Toaste» hat man mit keine« ?Wte jener kühnen und opfermüthigen Seeleute, scher und Strandbewohner gedacht, die eigentliche RettungSwerk zu voll, gnge» haben, wenn«in Schiff an ihrer Küste det oder scheitert. Man toastirte auf die Schönheiten »Stadt Stuttgart und auf ihre Damen und ein biederer toWab, toastirte zur Erwiderung auch auf die Frau de» �sitzenden der Gesellschaft, de» bekannten Konsul» J"*««« au« Bremen. Welche Verdienste fich diese Dame Li** Rettung von Schiffbrüchigen erworben hat, ist un» Nicht bekannt geworden. S®«i allem verdienstvollen Wirken der Gesellschaft sei doch auch bemerkt, daß die Thätigkeit ihrer Mi»- «iTü**"�er gefahrvoll noch anstrengend ist. Viele Mit» find durchaus„Landratten" und haben noch Mü»(ig von Sturm bewegte» Meer gesehen, J�ttß« denn fich selbst den gebrechlichen Planken ' Schiffe« anvertraut. Ei find recht vermögende Leute, &./%«»«'cht schwer wird, ihren jährlichen Beitrag an die -).�kchaft zu zahlen. 33,000 Mitglieder haben vor einige« gjte« 112,000 Mark jährlich gezahlt; man steht also, da« für de» Einzelnen war nicht allzugroß. Dazu ge» ■ i——— Vma taMaL] gfeuiffcf on. � Im Eckfenster. Roman von Friedrich»erftäcker. (Fortsetzung.) � Schaller warf einen flüchtigen Blick»ach ihm hinüber, »j.. stauten aber gar nicht beachtet«; er schien mit feinen Gedanke» beschäftigt. Ihnen gerade entgegen kam ein junger, auffallend blass.r da» Gehe» schien ihm»och schwer zu werde«— »il� chei�lich ei» Kranker oder ein Rekonvaleszent, der den A»? Frühlingstag benutzte, um hier in den freundlichen frische Luft zu schöpfen. ? Raute« schaute über ihn hin. ohne ihn zu be» � oder wenigsten« zu beachten. Der Man» gehörte Ü�n.fcheiiitjch de« Handwerkerstand« an; er sah auch da» daß dieser plötzlich stehe« blieb u»d mit weit E.'ßfoffene» Augen de» Grafen anstarrte, al« ob er einen m I Lesehen hätte. Schaller jedoch, der die Augen überall W schien, entging da« nicht, und unwillkürlich fast idtti* ff'h'n und hielt dadurch seinen Begleiter ebenfall« '..Letzt wurde Rauten natürlich auch auf den ?«» "Wethalb bleiben wir stehen, Schaller?" Sie den Bursche» da?" ein Betrunke- d-n7 für.� Trunkenen steht er zu a= Oua I O.o_ m-i.___.___« L___:j. w.1,6 mit IllCD nach dffck w:...— v«n*#ot!" der st«,®* konnte ich machen," nickt« Schaller, indem er �»ng von Rauten« Ar« folgt« und mit ihm im >(iß®?®a«dt«,„zu versäumen hätte ich doch nicht«, da« �»dia,. ,i den» die nächsten zehn Tage bin ich zu voll» � Unthätigkeit verdammt." staltet fich«in Kongreß gewöhnlich zu einem ganz hübsche» Sommerausflug. Unter diese» Umständen war«» gewiß nicht schön, auch nicht mit einem einzigen Wort der braven„Theerjacken" zu gedenken, die viel» leicht an demselben Abend, an welchem der Kongreß in Stuttgart bei fröhlicher Abendunterhaltung beisammen saß, Leben oder Gesundheit auf« Spiel setzten, um Schiffbrüchige zu retten. Niemand kennt diese namenlosen Helden, die am einsamen Strand Wacht halten, jeden Augenblick bereit, der stürmische« See ihr Opfer zu entreißen. Den Ruh« für ihr« Thaten ernte« andere Leute. In einsamer dürftiger Hütte fitzt Abend« der See- mann oder Fischer. Draußen heult der Stur«, so daß man jeden Augenblick befürchten muß, er möchte da« Dach der kleinen Behausung abdecken. Er möchte fich schlafen legen, allein heute könnte ein Schiff an die Klippen geworfen werden. Und richtig; bald klopft«* an die Thür«; die Nachbarn find schon beisammen:«» giebt „etwa» zu thun". Bald ertönt e« von rauhen Kehlen durch den Stur«:„Schip up Strand!" und die Retter eilen herbei. Pechfackeln werde« angezündet und man schafft eilig die ÄettungSgeräthschasten au« den Lager» räume«. Diese Gerätbschaften angeschafft zu haben, ist da« Verdienst der Gesellschaft; fie hat die Mittel dazu aufgebracht. Den anderen, schwierigen Theil der Rettung besorgen die Theerjacken. Der Fischer eilt au« seiner Hütte, drückt der treuen Gattin die Hand und wirft noch einen Blick auf seine schlafenden Kinder, deren einziger Ernährer nunmehr Leben und Gesundheit für unbekannte Mitmenschen im Name» der Menschlichkeit auf» Spiel setzt. Und dann geht« hin« au« in den Sturm. Da» Rettungsboot muß auf einem Wagen bis an den Strand gefahren werde»; die Wogen rollen weit in« Land hinein; Blitze fahren aus den Wolken» masse», die entsetzte» Pferde bäumen fich hoch auf, endlich aber wird da« Boot flott und die kräftige» Fäuste der Theerjacken treiben e« mit raschen Ruderschlägen durch die tosenden Wogen. Manchmal verschlingt die grimme Fluth da» rettend« Boot mit allen Insassen; gewöhnlich aber gelingt die Hilfe und ein Kindergeschrei begrüßt die tapferen Seeleute, die von Seewasser triefend, aber mit der Freude eine« gelungenen gute» Werke« auf den wetterge- bräunten Gefichtern zum ficheren Ufer mit den Geretteten zurückkehren. E» ist wahrlich eine bescheidene Forderung, wenn man verlangt, daß auf dem Kongresse dieser namenlosen und bescheidenen Helden de« Strande« auch hätte wenigsten« gedacht werden sollen. Dies« Fischer können und wollen von sich kein Aufsehen» in den Zeitungen machen. Di« beide« Herren waren der neuen Richtung übrigen» nur eine kurze Strecke gefolgt, al» Schaller Schritte dicht hinter fich hört« und, wie er nur den Kopf wandte, auch schon die Hand de« bleichen Menschen auf seinem Arm fühlte. Im erste» Momente erschrak er wirklich und fuhr etwa« zmück, und auch Raute«, der im Nu den Menschen wieder erkannte, riß seinen Arm au» Schaller'«, um den Burfchen, fall« er eine drohend« Miene mache» sollte, zufassen. Dieser aber schien nicht die geringste feindliche Absicht zu haben, er sah auch in der That zu schwach und gebrochen au«, so daß «an ihm schon nicht« Böse« zutrauen konnte. „Wa» wollen Sie?" rief ihn Schaller jetzt rauh an. „Nicht« Unrechte«, lieber Herr," sagte der Blasse,„nur eine Bitte hätte ich an Sie..." „Und ist da« eine Manier, Spaziergänger hier am Arme zu fassen und dan» auch noch auf offener Promenade an- zubetteln?" rief Schaller, wie au« einer oberen Etage auf »hn herabsehend. „Nicht betteln, Herr, nicht betteln will ich— nur— nur eine Frage an Sie richte«. Wie heißt der Herr da neben Ihnen?" „Wie ich heiße?" rief Rauten erstaunt au»—„und wenn Sie da« wissen«ollen,««»halb frage» Sie«ich da nicht selber? Graf Rauten ist mein Name! Wa««olle» Sie von mir?" „Graf Rauten," stammelte der Fremd«, ohne den stieren Blick von dem junge» Mann zu nehmen. „So'wa« ist mir doch noch nicht vorgekommen!" sagte Schaller ärgerlich.„Kommen Sie, Rauten, der Mensch ist verrückt." „Nun,«a» wollin Sie von mir?" fragte aber der af noch einmal, indem er de» vorwärt» drängenden Schaller zurückhielt. „Ich? Nein— nicht«," stammelte der Mann verwirrt —„nur eine Aehnlichkeit..." „Er ist verrückt," sagte Schaller noch einmal und zog Rauten jetzt mit sich fort.„Haben Sie den» den Bursche» schon einmal gesehen?" „Nie in meine« Leben," lachte Rauten;„übrigen« muß ich irgend Jemandem sehr ähnlich sehen, denn da» ist Wir wiederholen nochmals: Di« Verdienste d* Ge» »ächstea Mal doch«in billig denkender Mann, der de» braven Theerjacken die klein« Genugthuung berettet, daß auch ihrer rühmend gedacht wird. DoUtiscke Nebersickt. Die Debatte« und Beschlüsse der deutsche« Lehrer» Versammlung waren nicht nach dem Herzen der offl,iö,en und reaklionären Pnsse. Eo schreibt die„Nordd- Allg. Ztg.": „Die deutschen Lehreroersammlungen begnügen fich nicht damit, schultechnische Fragen zu erörtern und bezüglich derselben ein ___ Ti?— M--- l �-w-- n"--------- jeA- SSSSSSS4S» www* höheren Flug, einen schulpolittschen. Wir hadm schon gelegentlich früherer Versommlungen unser Bedauern darüber auSgesprochm, daß dieselben für den Lehrerstaud eine Auto« rität dem Staate gegenüber in Anspruch nehmen; daß fie, wie erst unlängst gesagt wurde, von fich au« da» Verhältniß de« Staate« zur Schule bestimmen wollen. Und wie den Staaten, so auch der Kirche gegenüber. Gerade diese 26. Versammlung mit ihren Beschlüssen über konfessionslose Schulen, über Fabrikgesetzgebung, oder die Organisation de« Schulwesen» bezeichnet höchst charakteristisch den hochstiegen den Geist, welcher in diese Ver» sammlungen, zum großen Schaden ihre« möglichen Effekt», eingedrungen ist; die Anmaßung nämlich, die wichtig» st en Aufgaben religiöser und nationaler Er» ziehung den Herren VolkSschullehrern zu überlassen, welche schon nicht mehr zufrieden find mit dem Ruhme de«„flegreichen Schulmeister«", sondern maßgebend für die Kulturentwickelung überhaupt sein wollen. In dieser geistigen DiSpofition ist allerdtng» vor Allem der Eifer für die konfesstonSlose Schule leicht verständlich; denn wenn die Herren Volksschullehier für Depofitäie der jeweiligen Bildung und Kultur gelten, können sie fich nicht davon entbinden» in der Volksschule daS verbindliche Moralgesetz zu geben, e« der Familie oder der Kirche hinterher oder nebenbei über- lassen, den Kindern auch eiwas von Religion beizubringen. Woher die Volksschule ihre stttlichenJdeale unter Jgno» rirung deS Christenthums nehmen will, ob au« den wechselnden philosophischen Systemen, von denen die neuesten dem NchUiS» mu» zu Gu>e gekommen find, wird nicht gesagt; die Beiseite» schiebung der konfesfionellen ReltgiovSlehre au« der Volksschule zu Gunsten der I n d i v i d u a l- Auffassung dürfte oft genug Gelegenheit geben, fich der derühmten Xenien zu erinnern; Wie Einer ist— so ist sein Gott; drum wird auch Gott so oft zum Spott! Wir haben gewiß die höchste Achtung vor den Leistungen unserer Volksschule; aber eine Omnipotenz. wie die Lehrerversammlungen unter Beiseiteschie» dung des Staate« und der Kirche für dieselbe in Anspruch nehmen, wird ihr doch Niemand zugestehen wollen."— Dt« jetzt da» zweit« Mal. daß tch hier in Rhodenburg von mir wildfremden Menschen angeredet werde." „Und Sie haben doch eigentlich gar so kein allgewöbn» liche» Gesicht," meinte Schaller, indem er seinen Beglette« von der Seite ansah. „Ich weiß nicht, woher«» kommt; aber dieser Mensch schien mir wirklich seiner Sinne»icht mächtig. Er sah bleich und elend au», und die Augen lagen ihm stier im Kopfe. Die Polizei hier in Rhodevburg ist so ruhige, Natur, daß fie»ie einen Menschen für gefährlich hält, di» er nicht wirklich einmal irgendwo eingebrochen ist und ei« paar an« der« Leute todtgeschlage» hat— von wa« sprachen wir zu» letzt. Schaller?" „Ja, ich weiß«» wahrhaftig nicht mehr; der verrückt« Mensch hat«ich selber konfu» gemacht— Hop ihn der Teufel! Wa« brauchen wir un« auch darüber de» Kopf zu zerbreche«, ob er in ei» Narrenhau« gehört oder nicht l"_ Advokat Püstcr kehrte von eine« Ausgange zurück und faad auf seinem Pulte die indeß für ihn eingetroffe» nen Briefe und Zeitungen. Di« letzteren schob er luch zurück und brach«inen der Brief« nach dem ander» auf. Au« dem vierten siel ein« Photographie, die Mux, der gerade neben ihm stand, aufhob und auf da« Pult legt«. „Hm," brummte Püster,„da» ist der Brief von Hamburg, Mux, und die Photographie kannst Du einmal Deine« Herrn—»ie heißt er gleich: Bummel?" „Hummel, Herr Notar." „Ach ja— Hummel, zeigen; da« ist ei« ellenlanger Brief, und noch dazu Englisch; den kann ich«icht einmal lesen. Wenn Frauenzimmer etwa» zu sagen haben,«a» fie in»wei Wort« bringen könnte«, müssen fie immer gleich ein Aktenstück darau« machen. Lie« de« Brief und übersetz« mir dann die wichtigen Punkte. Laß einmal die Photo« graphie sehen— hm, da« Gesicht kommt mir selber be» "annt vor— Donnerwetter, de« Mensche» habe ich doch cho» hier gesehen? Kennst Du ihn nicht, Mux? Wo Hab« ich denn m-ine Lupe?" Mux nahm da» kleine Bild und betrachtete*# einen grogu H 3881 im& poffma gewichten zu 50 Pfund 8 Gramm; bet Handelsgewichten zu| Bfund 250 Milligramm; bei Bräiftonsgewichten zu 50 Bfund 1/2 4 Gramm; bet Präziftonsgewichten zu Pfund 125 Milli gramm. Der Reichetangler bat den Entwurf und Bericht Dem Bundesrathe unterbreitet und thunlichste Beschleunigung empfohlen. An der Annahme ist wohl nicht zu zweifeln. Heritale, Germania" fann fich dieser Gelegenheit, der NordDeutschen eins auszuwischen, nicht entgehen laffen. Sie schreibt bazu: Das ist alles richtig, aber wer bat denn den Volks. Schullehrern diesen Gelft beigebracht, wer hat sie wegen ihres Auftretens namentlich in den fiebziger Jahren früher gelobt? Die Worte der Norddeutschen" über Gott, Christenthum und Ro feffton find in ihrem Munde nur beuchlerische Phrasen und bann auch ein Ausdruck des Aergere darüber, daß ein Theil Der Vollsschullehrer noch immer mehr liberal als gouverne mental ist." Wer will es der frommen Germania" ver argen, wenn fie auf den Kulturfar pf in ben flebziger Jahren ginweist und der ,, Norddeutschen" besbalb Heuchelei vorwirft? Mit den Beschlüssen des Lehrer tages ift fte natürlich ebensowenig zufrieden wie thre Kollegin, die Schuld hat, daß dieser Seift" in Lehrerkreisen Eingang fand. Uns erscheint der auf dem Lehrertage aus gesprochene Wunsch, daß der heranwachsenden Jugend mehr politische Bildung zu Theil werden möge, durchaus ge rechtfertigt. Es ist leider Thatsache, daß beute oft sogar Staatsbürger, welche die Hochschulen besucht haben, nicht ein mal das Reichstagswahlgefes fennen. Und nun gar erft in ben gewöhnlichen Schulen! Da wird der heranwachsenden Generation baar klein gelehrt. welche Pflichten fie in Bu tunft dem Staat und der Gesellschaft gegenüber zu erfüllen bat, aber welche Rechte ihr dadurch zu Theil werden, wird felfen einmal erwähnt. Man scheint von der Vorausseßung auszugehen, daß die diesbezügliche Aufklärung schon von selbit tommen werde. H TSX Fragen in Bukunft von folgenden Grundsägen ausgeher werde: ten gleid bie Regi fr bi 1) Deutsche Väter, welche in Amerika naturalift worden Beitungs find, nach Deutschland zurüctehren und dort mehr als zwei tebeilfe Jabre leben, werden unter dem Naturalisations- Vertrage von 1868 fo betrachtet, als ob ste ihr Amerikanisches Bürgerred aufgegeben hätten. Robif 2) Das deutsche Amt des Auswärtigen erklärt, daß Min folgen derjährige, welche in Amerita geboren worden, die Söhne besittheils obenerwähnten Eltern, ihr Amerikanisches Bürgerrecht behalten, effe und nicht zum Deutschen Militärdienst herangezogen werden tönnen, selbst wenn der Bater das Amerikanische Bürgerrecht aufgegeben bat Da Deu Sitteln Sie Dieser Grundfat wurde von den Vereinigten Staaten aftrebte genommen und fiebe somit außer Frage. Nun nehme aber enden bert frozdem das R ichskanzleramt das Recht in Anspruch, den Söhnen solcher naturaliftrter Eltern auf Grund völkerrechtlicher opbeze Prinzipien, oder wenn aktuelle Umstände dafür sprechen, daß Sie erhi die in Rede stehenden Bersonen einen solchen Gebrauch ihre amerikanischen Bürgerrechts machen, um sich den Pflichen speziell dem Militäroienst-, welchem die eingeborene Bev terung unterworfen ist, zu entziehen, den Aufenthalt zu ve fagen. Mr. Raffon weigerte fich, zu dieser Auffaffung, wie aur erftangeführten Bestimmung die Buftimmung seiner Regle rung zu geben. Wie die Sache jest ftebe, hielten beibe Rege rungen an der Richtigkeit ihrer Auffaffung feft. Das Rei tanzleramt bedaure, daß in Folge des öfteren Wechsels in be Vertretung der Union die Regelung einer so schwierigen Fragmen immer wieder verschoben werden mußte. Man wird daher n wünschen können, daß der neue Gesandte, Mr. Pendleton, lange auf seinem Boften verbleiben möge, bis die Streitf in für beide Theile befriedigender Weise gelöst ist. Zu unserer Kolonialpolitit. Die warnenden Gegner derselben haben immer schon betont, daß schließlich unsere Spiritusbrenner von derselben wohl den meisten Rugen haben und daß unsere Händler fich des Verbrechens der Alkohol vergiftung ganzer Boltsstämme schuldig machen würden, da Der Schnapsgenus in jenen Gegenden noch viel verderblicher wirkt, als in Deutschland. In Deutschland giebt es bekanntlich Vereine gegen den Mißbrauch geistiger Ge tränte, die vor einigen Tagen in Dresden ihre Jabres versammlung abhielten. Da war es denn höchft interessant, aus dem Munde des Vorfizenden Namens des Vorstandes der gedachten Vereine folgende Ertlärung zu vernehmen: 50 große Hoffnungen von weiten Kreisen unseres Volles auf die Deutschen Kolonialbestrebungen gelegt werden, so peinlich hat bas Bekanntwerden genauerer Daten über den deutschen Handel in Afrila berührt. Es hat sich ergeben, daß dieser Handel zu einem sehr erheblichen Theil fich damit beschäftigt, die Eingeborenen mit Spirituosen, beschäftigt, die Eingeborenen mit Spirituosen, und zwar von der schlechtesten Beschaffenheit, zu versehen. Alle Renner der dortigen Berhältnisse be zeugen, daß durch den Schnapstonsum die Neger an Leib und Seele herabkommen und immer kulturunfähiger werden, somit auch die Be dingungen für einen fortschreitenden Handelsverkehr, be fonders für den Inport industrieller Erzeugnisse, immer ungünftiger sich gestalten müssen. ung ünftiger fich gestalten müssen. Bu dieser materiellen Erwägung tritt die moralische, gewiß nicht minder wichtige und entscheidende, daß iener handel der Ehre Deutschlands nicht würdig ist. Die Rüd fit auf die deutschen Handeltreibenden und auf die bisherigen Buftände an der afrikanischen Rüfte muß ihr Gegengewicht und ihre Beschränkung finden durch die Rücksicht auf die geistige und fittliche Schwäche, sowie die Erziehungsbedürftig. feit der Eingeborenen und auf das moralische Bewußtsein der Deutschen Nation. Der Vorstand des Vereins gegen den Mig Deutschen Nation. Der Vorstand des Vereins gegen den Miß brauch geistiger Getränke, welcher jest 6000 Mitglieder aus allen Ständen und politischen Parteien zählt, erachtet fich für verpflichtet, diese Auffassung zu entschiebenem Ausdruck zu bringen und spricht deshalb zur Reichsregierung das Vertrauen aus, daß dieselbe die geeigneten Maßregeln ergreifen werde, um auch in dieser Frage die Ehre des deutschen Namens zu wahren." Das ist sehr schön gesagt aber, wird der Spiritusbrenner erwidern, ich habe ja deshalb so begeistert mich für die Kolonialpolitik erklärt, weil ich auch für meine Produkte ein neues Absatzgebiet haben muß. Und geht es der Spiritusfabrikation gut, so geht es der Landwirthschaft gut und geht es dieser gut, so geht es auch bekanntlich dem ganzen Lande gut. Dieser Anficht aber huldigen viele maßgebenden Fattoren in Staat und Gesellschaft- ba wird es wenig nügen, an die Ehre Deutschlands" au appelliren. Nicht nur politische sondern auch Rechtslehre müßte im Anschluß an erstere der Jugend zu Theil werden. Gesezestenntniffe werden sonder barer Weise bei jedem Staatsbürger, fogar schon bei Kindern über 12 Jahren vorausgesezt, und dennoch wird in den Schulen außer den zehn Geboten fast nichts gelehrt, was geeignet wäre, der heranwachsenden Generation genauere Begriffe von Recht und Unrecht beizubringen. Daß aber die zehn Gebote in einer Belt, wo die Richter der verschiedenen Instanzen die Rechtsgrenze verschieden ziehen, nicht mehr ausreichen, wird selbst der reaktionärste Minister zugeben müffen. Was weller bie konfessionsloſe Schulen anbetrifit, so glauben wir, daß es in der That viel praktischer wäre, wenn der konfessionelle Unterschied aus den Schulen verschwinden würde. Der leider fo oft hervortretende tonfefftonelle Hader würde nicht in so fchroffer Weise in die Escheinung treten tönnen, wenn Schule und Kirche getrennt wären. Wenn nur dadurch die sittlichen Ideale aufrecht erhalten werden könnten, daß der Jugend eine recht religiöse Erziehung in der Schule zu Theil wird, so müßten fonfequenter Weise in den Ländern, in welchem diese Trennung längst besteht, diese Ideale gänglich fehlen. Daß dieses nicht der Fall ist, und daß die Statistik den Beweis liefert, baß in fireng religiösen Ländern Verbrechen in nicht geringerer Anzahl verübi werden, wie in weniger streng religiösen, ist längst allgemein bekannt. Daß die Lehrerversammlung auf die schädlichen Folgen der Kinderarbeit aufmerksam machte, gereicht the aur ganz besonderen Ehre. Wer wäre wohl beffer im Stande, in dieser Angelegenheit ein Urtheil abzugeben, als der Lehrer, welcher solche Kinder täglich zu unterrichten hat? Wenn wir uns auch nicht mit allen Beschlüffen des Lehrertages einverstanden erklären tönnen, so betrachten wir es boch als ein erfreuliches Beichen, daß dort Fragen diskutirt wurden, die man sonst so gerne mit dem Mantel der Liebe zus Deckt. Daß die reaktionären Drgane Doran leinen Gefallen gefunden haben, tann nicht auffallen. Wenn die Germania" aber glaubt, der Nordd." den Vorwuf machen zu fönnen, daß Diese den Volksschullehrern den Gelft beigebracht habe, ber fich in den Beschlüssen der Versammlung zeigte, so befindet sie fich in einem großen Irrthum. Der Beitgeist ist es, welcher mehr oder weniger in allen Kreisen der Gesellschaft seinen Um gang hält und er ist stätter, als wie das alterthümliche Boll wert, welches sein Eindringen verhüten soll. " 1 " Sie 28t macht, b faben& Drebt; f und wi anderer Dant Begünft Bunich Dibru folgen be Das Le Dante e jenigen, Saben, Doppe Der au Die Step Prania Lanntlich Haben aus der Synagogengemeinde ausgeschiede Israeliten das Recht, auf den Kommunaltirchhöfen be erdigt zu werden? Ta nach dem preußischen Gefeße, betreffend den Austritt aus den Synagogengemeinden, der aus einer Syno gogengemeinde Ausgeschiedene damit das Recht, auf dem Begräb nißplage der Synagogengemeinde beerdigt zu werden, verloren hat, so find mehrfach Bweifel und Streitigkeiten darüber ent ftanden, ob die Leiche eines solchen auf einem chriftlichen Ki hofe untergebracht werden müsse. Seitens der betreffenden Be hörden wird und zwar auf Grund einer Entscheidung b Minifter des Kultus und des Innern Minister des Kultus und des Innern- stets dabin verfügt daß auch Jsraeliten, weil sie an den betreffenden after Theil nehmen müssen, sich der Kommunal. Friedhof zur Beerdigung von Leichen bedienen lönnen, dagegen ni das Recht haben, die Ueberweisung einer besonderen theilung auf diesen Friedhöfen zur ausschließlichen Benugung zu verlangen. Die Selbstmorde in der Armee find eines der traurig ften Kapitel des modernen Militarismus. Statistisch nach wiesen ist es( man vergleiche nur die Arbeiten der Profefforen Weffergaard und Dettingen, die sicherlich nicht im Geruche vo Oppoftiionellen stehen), daß die Bahl der Selbstmorde im Heer also unter der Blüthe der männlichen Jugend, beträchtlich bo ist, als im Bivilstande. Die Ursachen liegen demjenigen nicht verhüllt, der die Straffheit des Dienftes, bie eigenartige D nisation, die Geschichte der Soldatenmißhandlungen u nisation, die Geschichte der Schinderelen lennt. Wichtig ist es aber, um den offe Schönfärbern gründlich auf die Finger Klopfen zu lönnen, man im Stande ist, aus amtlichen Quellen den Nachwe für das oben Gesagte schöpfen au tönnen. Vor einiger S find die österreichischen Sanitätsverhältnisse des Heeres in den Jahren 1880, 1881 und 1882. Militär- fit ftisches Jahrbuch für die Jahre 1880, 1881 und 1882, II. bearbeitet und herausgegeben von der III. Sektion des te nischen und ba ebracht mabrung Die Un Die icht me ber e Pointfche Stg. Sriftlich auf Stie ber 2 pen am 16. aufret benb fungen, facetter auf Bru 1885, mité's", herausgegeben worden. Die Statistische Monat schrift", herausgegeben von der K. R. Statistics Bentral Kommission",( XI. Jahrgang, Heft V S. 270) bringt aus den Berichten folgende Uebersicht abfichtlichen Selbstbeschädigungen im B.rpflegeftande: all Selbstmorde In Betreff der Militärpflicht in Amerika Geborener berichteten wir fürzlich, daß die deutsche Regierung bie Söhne derjenigen Deutschen, welche als naturalisirte Bürger der Vereinigten Staaten, während der Minderjährig teit ihrer in Amerita geborenen Söhne in deren Begleitung zu bauerndem Aufenthalt nach Deutschland zurückkehren, zwar als amerikanische Staatsangehörige anerkannt und daher nicht sum Militärdienst heranziehen wird, daß der Minister des Auswärtigen fich jedoch für befugt erachtet, solchen Personen als Ausländern den Aufenthalt in Deutschland zu versagen und gegen dieselben mit Ausweisungsmaßregeln vorzugehen, fobald dies im Interesse der öffentlichen Ordnung erforderlich erscheine. Lestere Voraussetzung soll als vorhanden angesehen werden, wenn die thatsächlichen Umstände dafür sprechen, daß die nordamerikanische Staatsangehörigkeit von dem Betreffen ben dazu benugt wird, fich den der einheimischen Bevölkerung obliegenden Verpflichtungen, insbesondere dem Militär. bien ft, zu entziehen. Der bisherige Gesandte der Ver einigten Staaten in Deutschland, Mr. Kaffon, hai seit ge raumer Beit mit dem deutschen Auswärtigen Amt Berhand lungen gepflogen in Bezug auf die Stellung, welche die Söhne Deutscher in Amerika naturaliftrter Eltern im Deutschen Reiche Der Berliner einnehmen, Korrespondent des N.D. Heralo" hat nun ben scheidenden Gesandten fur vor seiner Abreise über Die Angelegenheit und die Auslaffungen desselben werden jetzt von Der gesammten Preffe eifrigft tommentirt. Mr. Raffon babe gegen das den bestehenden Vertrag verlegende Verlangen der deutschen Regierung, daß die oben bezeichneten, von naturalisirten Deutschen abstammenden Bürger der Union im Interesse der öffentlichen Ordnung" Deutschland vers laffen müßten, da fte, mit ihrem Eltern im Reiche lebend, doch nicht zur Militärpflicht herangezogen werden tönnten, proteftirt. Auf diesen Proteft hin habe das AusDem Bundesrath wird in seiner nächsten Blenatfizung Der Entwurf einer Bekanntmachung, betreffend die äußersten Grenzen der im öffentlichen Verkehr noch zu duldenden Abweichungen der Maße und Maßmeriseuge, Gewichte und Waagen von der absoluten Richtigkeit, vorgelegt werden. Der Entwurf behandelt die Längenmaße, Die Flüfftgkeitsmaße, Maßwerkzeuge für Flüssigkeiten und Maß Haschen, Fäffer, Koblenmaße und Maßwerkzeuge für trodene Begenstände, sowie Maßrahmen für Brennholz, Gewichte ( spesiell Goldmünzgewichte), Waagen, Altoholometer und Thermometer, endlich Gasmeffer. Es wird folgendes festgesezt: Bei denjenigen Gegenständen, welche auf Grund der Belannt machung vom 31. Dtiober 1884 trop fonftiger Abweichungen von den geltenden Vorschriften bis zum 31. Dezember 1886 beziehungsweise bis auf Weiteres im öffentlichen Verkehr noch aulässig sein werden, find die äußersten Grenzen der im öffent Itchen Verkehr och zu duldenden Abweichungen von der abso luten Richtigkeit die folgenden: Bei Flüssigkeitsmaßen aus, 3/16 und zu 1/2 Liter und bei den entsprechenden Raum gehaltsangaben der Meßwerkzeuge für Flüffigkeiten so des Soll- Raumgehalts; bei hohlmaßen für trodene Gegenstände UND Bre Aber Die monad verboten 1880 71881 305 346 1882 Landger 323 Bretfpre 84 Strafge 72 68 71 96 Diefes 2 madhung 83 478 514 Madh Stie Summa 456 Selbstmordversuche and Selbstverstümmelungen Die Zahl der vollendeten Selbstmorde ist gegen 1881 gesunken, dagegen hat die Bahl der Selbstmordversuche etaal Бебе in ber be tend zugenommen. Die Gesammtzahl der Selbstbeschädigungen interviewt", ift gegen 1880 gemachfen. 1881 weist eine geradezu ungeheue gang, man möchte es als eine Art Erschöpfungszustand liche Steigerung der Selbstmordgiffer auf. 1883 ist ein d Selbstmordepidemie bezeichnen, eingetreten, nichtsbestowenige ist die Bahl gegen 1881 als eine erheblich gewachsene 3 zeichnen. Die Befürchtung liegt nabe, daß die Butunfi Der Ber galt der hätigte Fortschritt zum Schlechteren weiter zeigen wird, wenn nicht burch gründliche Verbesserungen solch unleibliche Buftände au Der Welt geschafft werden, die der trefflichste Nährboten für Die Serbstvernichtung find. Die Selbstmordfrequenz unter dem gekommen." Gerichts nicht Sufreizen Die Lieb De AleBrotg ten. an Reber Frager, Werben DA zu 8 und 16 Liter 2s des Soll Raumgehals; bet Handels- wärtige Amt erklärt, daß es in Beurtheilung derartiger Militär ist in Defterreich 6-7 mal so groß, als in der gesamm Augenblick aufmerksam; dann fagte er mit seiner leisen, ich erinnere mich jest, daß die Frage einst in meiner Gegen fennen uns natürlich, find aber noch nie näher zusammen wart an ihn gerichtet wurde und er fie auf das Bestimmtefte verneinte." weichen Stimme: Ist das nicht Graf Rauten?" Weiß es Gott, ich glaube auch, rief Püster, indem er oder doch ihm das Bild wieder aus der Hand riß wenigstens eine fabelhafte Aehnlichkeit! Das könnte er beim Simmel für fein eigenes Bilb ausgeben, und ben wird Dein Herr Bummel oder Hummel auch wohl hier ge fehen haben! Na, lies nur erst einmal den Brief und Schreib dann wieder zurüd, es wäre einfach ein Irrthum gewesen Aber soll ich nicht lieber einmal dem Mr. Hummel bas Bild zeigen?" fragte Mur. Es ist am Ende viel leicht nur eine Aehnlichkeit, und das wirkliche Driginal befindet sich noch außerdem in der Stabt." .. H las die dort aufgebrudte Firma G. W. Burlingham brothers, photographers, New- York city. Haben Sie hier " tann weiteren on nich fagren, Liebte S run a erm Бег Mein lieber Herr Hauptmann," erwiderte ihm Pafte Er hatte das Bildchen, während er sprach, umgedreht und es betrifft hier allerdings einen ganz eigenthümlichen Fall ber aber nichts mit dem Grafen Rauten zu thun haben wenn das auch wirklich hier ein von ihm nach der Natur erst eine Frage an mich gestellt worden, und Sie werden eine Lupe, lieber Herr Notar?" fragte er bann nach einer aufgenommenes Bild wäre. Vor der Hand ist aber nur greifen, daß ich darüber noch keine Erklärung abgeben tann " Ja, hier ift fie," sagte Büfler; ich habe es mir auch Sollte fich aber in der That irgend etwas Faltisches her ausstellen, so gebe ich Ihnen mein Wort, daß ich Sie ohne Säumen davon benachrichtigeu will. Was ich Sie nu noch fragen wollte: auf welchen Tag ist die Verbindung Das ist eine Aehnlichkeit," sagte Büfter topfschüt telnb,„ bas ist der wirkliche Graf Rauten, wie er leibt und lebt da unten geht Hauptmann von Dürrbed vor bei spring boch hinunter und sage, ich ließe ihn bitten, einmal auf einen Augenblick herauf zu tommen. Der Weile, nachdem er das Bild wieder aufmerksam betrachtet hatte. dadurch angefehen." Es ist insofern merkwürdig," sagte der Hauptmann, daß Graf Rauten hier in Rhodenburg noch nie hat be wogen werden fönnen, fich photographiren zu laffen, und ich weiß bestimmt, daß seine Braut schon mehrmals den bringenden Wunsch dahin ausgesprochen. Es ist doch viel leicht nur eine Aehnlichkeit. Er trat, während er sprach, mit dem Bilde zum Edfenfter und betrachtete es jetzt scharf und aufmerksam durch das Ver des Grafen mit Fräulein von Solberg festgestellt?" Auf den Sechsundzwanzigsten weshalb?" " ubigen. agte ex at mit 1 Beientt RUE F Brief a ,, Er fiel mir nur so ein," fapte Püfter ausweichenb „ Es soll ja wohl ein großes Fest in Solberg'schen Haufe " Wie mir Hans fagte, am Polterabend, also am Tage stattfinden?" Der Bur Darauf benfall lamb, Sier ab Rotar 93 und Las Rauten brängt sehr, da sein Administrator dort, glaub' ich tennt den Grafen genau- Du wirst sehen, daß ich Recht größerungsglas. Wie er sich aber wieder aufrichtete, fagte vorher. Das junge Ehepaar wird unmittelbar nach be er auch ganz zuversichtlich und bestimmt: Das ift teine Trauung seine Reise nach den Gütern des Grafen antreten Aehnlichkeit, lieber Notar, das ist Rauten wirklich felber, denn auf gelegt und einen anderen Brief aufgerissen und angefangen hier an der linken Bade fönnen Sie deutlich mit der Lupe tant geworden ist und sich die ganze Berwaltung augen Der Notar hatte das Bild schon wieder bei Seite habe." zu lesen, als Dürrbeck zu ihm ins Bimmer trat. Mein lieber Herr Notar, Sie haben mich zu sprechen gewünscht irgend etwas vorgefallen?" Nein, mein Herr Hauptmann. Entschuldigen Sie nur, wenn ich Sie einen Augenblick beläftigt habe, aber ich wollte Ihnen ein Bild zeigen und Sie fragen, wer bas sei fennen Sie den Herrn?" Das ist ja Graf Rauten!" rief Dürrbed, wie er nur einen Blick darauf geworfen. Aber woher haben Sie das die besonders fichtbar wird, wenn er lacht. So weit geht aber feine bloße Aehnlichkeit, oder es müßte noch ein ganz merkwürdiger Bufall damit zusammentreffen." " In der That?" sagte der Notar und sah den Hauptmann aufmerffam, aber doch nur mit seinen eigenen Ges fahrenen Mannes befindet." madisid dic In der That? Also früher findet die Trauung " Nein, sicher nicht, denn es ist der Hochzeitstag feinen Fall statt, meinen Sie?" ber g banken beschäftigt, an. Ja, das kann sein; aber dann ist darauf, den Tag gewissenhaft einzuhalten. Aber weshalb es boch auch nur, wie ich vorhin bemerkte, ganz gewiß eine Verwechselung der Einlage, ein allerdings merkwürdiger Irrthum, da fich das Original des Bildes gerade hier in erkundigen Sie fi so genau danach?" ,, Neugierde, blanke Neugierde, Herr Hauptmann. BORE, toir ba bie Fra ich wei Bab Wieber Fire mif wirklich aberlege Salten Briefe nete ,, Es ist mir geschickt worden," sagte Püster ausweichend, der Stadt befindet; es ist sonderbar, wie ich selber gestehen boch weiter nichts zu thun, als sich immer nur um anderer Bild?" und muß ba jebenfalls eine Verwechselung stattgefunden haben, ober es ist in der That eine merkwürdige AehnlichZeit. Graf Rauten war über See, wie?" wouis Ja, in Indien." Ja Amerika nicht?" " Ich glaube nicht; doch nein, ich weiß es gewiß, denn Herr Notar? Sie wissen doch, daß ich eng befreundet mit 8wed zu haben, gewöhnlich Ihre Sache nicht ist, lieber ,, Und darf ich nicht erfahren, um was es sich handelt, muß." Hans von Solberg bin." " " Ich werde alt," sagte Püfter lächelnd, und falle Notar." Weniger," sagte Dürrbed nach einigem Bögern; wir ba in den Fehler alles alten Leute wie meiner lieben Mit bem Grafen Rauten nich:?" @sid sillo) model baby sus in modlitetdoigned 300 ni en ausgeber gleichaltrigen Bivilbevölkerung! Wir haben uns ftreng an e Regierungsstatistik gehalten, und selbst der verpindtertite worben Beitungsschreiber tommt über die offizielle Natur der mit als zwei heilten Daten nicht hinwea. 1 tage von Afrikanisches.Auf's Neue wird die Nachricht verbreitet, rgerredbi Ab berufung des General Ronfuls Rohlfs von seinem Boften in Banzibar demnächst er. Dag Min olgen werde. Nach den berra. Btg." sugegangenen Söhne be theilungen erscheint diese Nachricht nicht unzubebalten, treffen b. Das Agrarierthum bildete bereits vor einem Jahrzehnt Deutschland eine festgefchloffene Gruppe, die mit allen iteln für die leidende Landwirthschaft" diefelbe Staatshilfe maten an ftrebte, die sie im Interesse der arbeitenden Klaffen anzu me aber benden fich wohl bütet. Schon damals schilderten die Herren ach, benden düftersten Farben die Lage der Landwirthschaft und rechtliche phezeiten den balbigen Eintritt eines allgemeinen Ruins. Sen, daß Sie erhielten damals uch ihres Tichen werden Argerrecht se Bevol t zu ver ung, wie er Regle be Regle Reta 13 in be Sie erhalten iegt*) • Weniger jegt " für den Doppelzentner Weizen: 19,00-24,40 Mart 14,50-17.70 4,50-2,70 Mart für den Doppelzentner Roggen: 16,60-17,60 art Sie erhalten jezi*) 14,00-14,60 " Weniger jest 2,60-3,00 Mart. Wie nun, wenn der Getreidepreis immer fintt, und sie en Frage einen Schutzoll ernten, der ihren Erlös dem Betrage gleich macht, bei dem fte schon vor 10 Jahren fich vor dem Banterott aber nu eton, Streitf Thieben öfen be betreffend er Syno Begräb verloren iber ent Dreit; fte trägt das hippokratische Geficht schon deutlich zur Schau, bren volksbebrüdenben Experimenten fich rathloß im Kreise und wird in absehbarer Beit ebenso zusammenbrechen, wie Dento Thüringen tagte vor Ruraem eine Bauernver adresse für die der Landwirthschaft zugewendeten mmmmg bundin mo mhours albide All sid dus iema o Rußland. To Binnen kurzem soll- wie der„ B- C." wiffen will ein Projett betreffs herabseßung der Brobpreise im rufftschen Minifterium des Innein zur Berathung tommen. Die Frage wurde vor einem Jahre von dem Minister des Innern, Grafen Tolstol, angeregt und rief zahlreiche Vorschläge feitens der Unternehmer hervor. Die Herablegung der Brod preise foll in allen größeren Städten des Reiches angestrebt, Der erste Bersuch aber in Petersburg unternommen werden. Vorest soll eine der Stadtverwaltung unterstellte große Brobbäderet erbaut und der Unternehmer verpflichtet werden, den Anweisungen der städtischen Delegirten gemäß, allen technischen, sanitären 2c. Bedingungen zu genügen, jedoch soll ihm das Recht der Beschwerde führung über diese Anordnungen bei der Duma, Gou vernementsbehörde für städtische Angelegenheiten 2c., u geftanden werden. Das Brod soll au dem von der Stadt verwaltung für jede Woche dem Preise des Getreides ent fprechend festgelegten Preise zum Verkauf tommen; das Brod und das zur Verwendung tommende Mehl werden von den Delegirten tontrolirt. Dem Unternehmer bleibt die Er öffnung einer unbegrenzten Anzahl von Verkaufsstellen, welche Steuerfreiheit genießen, überlassen und er darf in solchen Fällen fogar öffentliche Gebäude unentgeltlich benutzen, wenn nach den örtlichen Verhältnissen die Möglichkeit hierzu gegeben wird. Da der Bau einer Bäderet mit bedeutenden Schwierigkeiten verknüpft ist, so soll dem Unternehmen ein städtisches Grund stück überlassen, sowie verschiedene Vergünstigungen zugewendet werden dürfen, u. A. auch Steuerfreiheit. Das Projekt wird vorläufig der Duma zur Berathung zugeftellt, und falls es von derselben, wenn auch mit einigen bänderungen und Busägen befürwortet wird, so soll im Herbst d. J. schon die Konturrenz ausgeschrieben und unverzüglich mit den Arbeiten begonnen Ein ganz vernünftiger Vorschlag, ob aber in Ruß land ein reelles Verfahren möglich sein wird, das muß die zu werden. antere reaktionäre Versuche zur Rückkehr ins Mittelalter. Sammlung, welche dem Reichstanzler telegraphisch eine funft lehren. Begünstigungen übersandte. In derfelben wurde zugleich der Bunich nach Einführung einer internationalen Doppel Den Aird ihrung ausgesprochen. Der Reichskanzler hat die Adresse folgendermaßen beantwortet: nden Be Dung bet verfügt Laften edhöfe gen nicht en b Benugung traurig nachge cofeffore Fuche von im Hee lich böb gen nidi ge Dig gen und offiibfes nen, ba Nachwe tger Belt Des it- ftta F II. The Des ted är.Ro Monat tifgen V, 1885, über die 1882 323 71 478 81 eta De bebe bigungen ngebene ein Hild b in be towenige e zu be Tunft den nn night ände au File poten inter bem gefamm ufammen Pafte en Fall Den tann er Natur aber nur rben be en tann фев Бер Sie ohne Sie nur binbung weichenb en Baufe am Tage Dante Berlin, den 30. Mat 1885. Das Telegramm vom 27. b. M. habe ich mit verbindlichem erhalten und bitte den Ausdrud deffelben allen den Egypten. inigen, welche mich durch ihre sympathische Kundgebung erfreut linge haben Dongola verlaffen; unter ihnen befindet sich baben, übermitteln zu wollen. Die Frage der Einführung der Doppelwährung unterliegt zur Beit der Prüfung der zuständigen Behörden. v. Bismard. Branlaßt, ist nicht bekannt. Der deutsche Reichtag lehnte be Die Antwort des Reichskanzlers wird die Anhänger der Doppel brachten bimetallistischen Antrag mit großer Mehrbeit ab. Babrung D. au erneuter Agitation anspornen. Die Ausweisungen russischer Unterthanen scheinen mehr mit derselben Strenge gehandhabt zu werden, wie Riel, 1. Juni. Die Sieler Straflammer verhandelte beute Entwidelung, die technische Ausbildung der Bereins- und Berufsgenoffen wurde in Diesen Vereinen als ftrebenswerth 8 Biel hingestellt und eifrigft unterstügt; auch die Unterflüßung der auf der Reise fich befindenden Rol legen wurde von den meisten Vereinen eingeführt. Großes Ge wicht legte man ferner auf die Errichtung von Arbeitsnach weisebureaus, welche jedem Berufsgenossen, gleichviel, ob er Mitglied des Vereins ist oder nicht, Arbeit nachweisen, soweit Dies eben möglich ist. In dieser Hinsicht freilich bleibt noch viel zu wünschen übrig, da die Arbeitsnachweisebureaus die vers diente Berüdfichtigung von Seiten der Arbeitgeber leider nicht immer in dem Maße finden, als nöthig wäre, um ihre Thätig teit richtig entfalten au tönnen, man ift mißtrauisch gegen diefe von den Vereinen begründeten und unterbaltenen Institute, weil die verkehrte Anficht unter den Arbeitgebern noch zu sehr verbreitet ist, als sei der Bwed der Fachvereine ber, den Unfrieden zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu schüren und die Gegensäße zu schärfen. Nichts ist unrich tiger als dies. Die in den Fachvereinen organifirten Arbeiter betrachten es nicht, wie man ihnen so oft vorwirft, als thre Hauptaufgabe, Streits zu provoziren, vielmehr sollen gerade burch die Fachvereine aweds und planlose Streiks, die mehr Schaden als Nugen für den Arbeiter bringen, vermieden wer den. Wie oft schon ist gesagt worden: Ein Streit ist ein zweischneidiges Schwert, welches Demjenigen, der nicht richtig damit umzugehen verftebt, weit größere Wunden schlägt, als Demjenigen, den es treffen soll." Wie wenig die Streits im Stande find, eine dauernde Verbesserung der Lage des Arbeiterstandes herbeizuführen, das beweisen ja nicht nur die vielen in den lezten Jahren in Deutschland ausge brochenen Arbeitseinstellungen, sondern mehr noch die von den englischen Trades- Unions" mit so großen Anstrengungen in Szene gefeßten Streils. In England gerade, wo diese Lohn bewegungen schon so ungeheure Geldsummen verschlungen haben, daß die in Deutschland dafür aufgewendeten Beträge faum in Betracht kommen fönnen, müßten doch, wenn auf dem betretenen Wege dauernde Erfolge erzielt werden könn Kairoer Finanztreifen wird das Gerücht von einer Griegung ber eine träftige Organisation geschaffen, einen genügenden des Khedim Tewfil- Pascha durch Ismail Pascha und zwar Diesmal mit dem Beifügen kolportit, daß auch England even tuell eine solche Bersonenveränderung fegt nicht verhindern würde. Während die Morning Post" dieses Gerücht, das ihr zufolge große Befriedigung unter der egyptischen Bevölkerung hervorgerufen haben soll, bestätigt, bezweifelt die ,, Times" seine Richtigkeit. Der Eigenthümer des Bosphore Egyptien" hatten, diese längst aufzuweisen sein. Aber auch dort werden alle so schwer erkämpften Vortheile sofort wieder illusorisch, sobald ein Erkenntniß für 1400 2ftr. erftritten gegen den Druckereis die Geschäfts Konjunktur eine ungünstigere wird. Alles befizer, der außer Stande war, die Zeitung während der Beit, Ringen, alles Kämpfen war vergebens und sobald die Ber wo die Offizin von der egyptischen Regierung geschlossen war, hältnisse fich einigermaßen günstiger gestalten, beginnt der zu veröffentlichen. Er ftrengt ist einen Projeß wegen Ent Kampf aufs Neue. Das geht so fort und fort, ohne daß es schädigung gegen die Regierung an. Biertausend Flücht gelingt, etwas Dauerndes zu erringen. Jeder, der Diese Thatsachen aufmerksam in Betracht sieht, muß daher zu auch der Sultan von Darfur. Merawi und Tani find vollder Ueberzeugung kommen, daß die Arbeiter nur im äußersten ständig geräumt worden. Die Garnison von Kassala ist außer Nothfalle Streits proklamiren sollten, niemals aber, ohne vor Stande, dem Feinde länger Widerstand zu leisten. In Unterstügungsfond gesammelt zu haben. Ds in dieser Hin ficht oft gesündigt wurde, wird Jeder zugeben müssen, der die Arbeitseinstellungen der legten Jahre und den Erfolg welchen dieselben brachten aufmerksam verfolgte. Es find Fälle vorgekommen, daß die Streitenden sofort, vom ersten Tage der Arbeitseinstellung an, an den Dpfermuth der Arbeiter anderer Berufszweige appelliren mußten, weil fie es nicht für nöthig bielten, fich einem Fachverein ihres Berufes anzuschließen, oder einen solchen bet Beiten zu begründen. Das find Uebel flände, auf deren Beseitigung mit aller Entschiedenheit hinge arbeitet werden muß. Mögen fich die Arbeiter aller Gewerbe in dieser Hinsicht die seit vielen Jahren so außerordentlich gut organisirten Buchdrucker Deutschlands als nachahmenswerthes Vorbild dieren lassen, mögen ste sämmtlich den Fachvereinen fich als Mitglieder anschließen, nur dann wird es möglich liche Propaganda berbeizuführen. -Das australische Rontingent, welchesi n Suakin so große Enttäuschungen erlebte, ist auf der Rückreise nach Australien begriffen. Ende legter Woche legte das Schiff bei Der erften Beit nach Erlaß der Verfügung. Einigen russisch Polnischer Ueberläufern( ländlichen Arbeitern) ist, wie der Th. Btg." mitgetheilt wird, in diesen Tagen die Nachricht Giftlich zugegangen, die preußische Behörde geftatte ihnen Ceylon an. Wie von dort gemeldet wird, find 25 Prozent HB auf Weiteres den Aufenthalt im dieffeitigen Landesgebiete. Der Anklagefache gegen 16 junge Mädchen aus penrade wegen Absingens verbotener und aufreizender dänischer Lieder. Dieselben hatten gestellt. General Middleton meldete dem Mili- Departement, fprechende Verbesserung ihrer Lage durch die gewerkschaft 16. Juli 1884 bei Gelegenheit einer Geburtstagsfeier am bend fungen, und gegen 10 Uhr am offenen Fenster dänische Lieber_gedurch welche ein Auflauf und das schließliche EinDer Mannschaft trant, darunter mehrere sehr schwer am Typhus. Amerika. Jn Kanada ist die Ruhe noch feineswegs wieder her bag er mit drei Regimentern Infanterie, 2 Gatlinglanonen und einer Abtheilung Kavallerie von Battleford nach Fort Pitt abmarschirt, um General Strange zu verstärken. Legterer bat mit 300 Mann drei Tage hindurch dem Indianerhäuptling Big Bear und 500 seiner Anhänger in Schach gehalten. Big Bear hat 12 Meilen nordöstlich von Fort Pitt eine fefte Stellung in einer an tiefen Schluchten und breiten Strömen reichen und dicht bewaldeten Begend inne. Am Donnerstag diten ber Wache veranlagt wurde. Die Mädchen wurden auf Grund einer noch unter dem Kondominat von Desterreich Breußen erlaffenen Bekanntmachung vom 12. Juli 1865, monach das Abfingen aufreizender dänischer nationaler Lieder verboten ist, zu einer Geldstrafe von je 5 M. verurtheilt. Das Landgericht in Flensburg, die Berufungsinstans, erkannte auf hatte General Strange mit Big Bear's Streitkraft ein Gefecht Breffprechung, da durch§ 2 des Einführungsgesetzes zum Strafgefegbuch vom 31. Mai 1870 die betreffende Bekannt zu bestehen, welches 4 Stunden dauerte, worauf die Feld geschüße das Feuer der Indianer zum Schweigen brachten; Diefes Urtheil und verwies die Sache zu weiterer Berathung Bad Riel. In der heutigen Sigung der Straflammer ftellte Der Bertheidiger Rechtsanwalt Belter aus Apenrabe den In alt der Lieber als völlig harmlos hin. Der Gerichtshof be machung aufgehoben sei, dagegen vernichtete das Kammergericht aber am nächsten Tage erneuerte fich der Kampf. Berichts Lokales. Eine dauernde Befferstellung freilich wird auch dadurch noch nicht möglich sein, dazu bedarf es vielmehr der bilfe Der Geseßgebung. Obgleich nun, wie wir oben fagten, die Fachvereine in den legten Jahren einen erfreulichen Aufschwung genommen baben, so ge dics doch nicht in bem Umfange, wie man ihab eigentlich hätte erwarten sollen. Es find von verschiedenen Gewerken Versammlungen abgehalten worden, welche von Taus fenden besucht waren, ebenso war die Betheiligung an den Arbeitseinstellungen oftmals eine recht große. Nur wenige der Streifenben aber bielten es für nöthig, fich den Fachvereinen anzuschließen. Viele glaubten genug gethan zu haben, wenn fte die von den Leitern der Streits einberufenen Bersamm lungen besuchten und vielleicht noch einige Wochen ihren frei ftigte jedoch das verurtheilende Eikenntniß des Schöffen recht erfreulichen Aufschwung hat in den legten Jahren die willigen Beitrag für die Streifenden zahlten. zu Apenrade, indem er in den Gründen ausführte, daß Agitation und Organisation der deutschen Fachvereine ge eine gebildet, welche Beugniß davon ablegen, daß die Arbeiter nicht allein darauf ankomme, ob der objektive Inhalt ein nommen, in fast allen größeren Städten haben sich solche Ver bie Bieber vorgetragen würden. Bei dem nationalen Begen ernstlich bestrebt find, auch ihrerseits, soweit dies unter den , der sich zwischen Deutschen und Dänen in Nord bten. Das ist jedenfalls nicht die Handlung klarbenkender Män ner, eine solche Lohnbewegung gleicht einem plöglich auffladern ben Strohfeuer, welches ebenso schnell wieber erlischt, als es entzündet wurde. Auch jest find ja wieder in vielen Städten Streits ausgebrochen, mögen bie baran belhei leroig geltend mache, seien diese Lieder für gefährlich zu be ihrer Erwerbsverhältnisse mitzuarbeiten. Bu Anfang der jeßigen ligten Arbeiter zu der Ueberzeugung kommen, daß nur durch Berliner Preisnotirung, also einschließlich Boll, vom Januar 1885. Früber, Berben gewerkschaftlichen Bewegung wurden überall, wo man in die felbe eintrat, lofale Fachvereine gebildet, die ja auch verhält nißmäßig recht günstige Resultate erzielten. Nicht nur die materielle Befferstellung der Arbeiter, sondern auch die geistige andauernd festes Busammenhalten, durch einen gut organistiten, starken Verein der Beweis geliefert werden kann, daß ihre Bewegung auf sicherer Grundlage ruht, daß fie feinem Strobfeuer gleicht. benmenschen. Wir merken das aber gewöhnlich nie Tischlermeister Handorf und ein blaffer, elend aussehender wegen sollte man gar nicht glauben, daß fie menschenmög als bis wir durch diese darauf aufmerksam gemacht " nicht Mensch standen auf der Schwelle Lange. -Semmlein aber nicht weiteren Fragen abfichtlich auswich, und hatte Tatt genug, außer Athem, lönnen wir ein paar Worte mit Ihnen zu fahren, und zwar nicht aus unbescheidener Neugierde. Er drängen, und doch hätte er gern mehr er Wenn allein und ganz im Vertrauen sprechen?" Unb warum nicht, mein lieber Herr Nachbar wie Bebte Hans Solberg wie einen Bruder, und ein dunkler, geht es, Meister? Bitte, nehmen Sie Plaz." Sein Blid vollkommen unbestimmter Verdacht war in haftete dabei auf dem jungen bleichen Menschen, den er auch noch erwacht, ber aber trotzdem schon anfing, ihn zu beun nicht tannte. ubigen. Also auf Wiedersehen, mein lieber Notar!" agte er und verließ das Romptoir, in dem der Notar aber Das, Herr Notar," sagte Handorf, der den Blick wohl bemerkte, mit halb unterbrüdter Stimme, ist mein armer Sohn, von dem ich Ihnen schon früher gesprochen würbe." entt nachbenlend und rasch eine Weile hin und her ging. babe. Er war recht trant, er hat sich das Elend und die Rug flörte ihn auch nicht barin und hatte nur indessen den Schande zu fehr zu Herzen genommen, und ein paar Brief aus Hamburg aufmerksam und zweimal hintereinan Tage fürchtete ich schon, daß ihn der liebe Gott abrufen Darauf bie ihm anbefohlenen Bemerkungen, die fich aber Der burchgelesen, und erst beim zweiten Male machte er benfalls nur auf zwei Punkte bezogen. Dus Andere be Lamb, wie Büfter ganz Recht gehabt, allerdings nur aus madh ber antreten. aub' id augen nb uner ung auf Stag be fteht feft weshalb Rotar " Er sieht noch recht leibend aus," sagte Püfter aber was haben Sie eigentlich?" Semmlein warf einen Blick auf Mug meins Sier überflüffigen Klagen und allgemeinen Betrachtungen. wegen," fagte er, möchten wir ganz allein mit Ihnen Wenn Sie die Stellen jest lesen wollten, Herr sprechen." " Mug ist mein Geheimsekretär," lächelte Büfter ,,, und wenn auch noch jung, ein ganz gewandter und verschwiegener Bursche. Wenn es nicht gerade eine persönliche Frage unb las fie burch; endlich fagte er:„ Das ist blanker Unsinn, Baker trat zum Pulte, stemmte den Kopf in die Hand Mur, und wir müssen uns verdammt in Acht nehmen, daß betrifft, toir ba teine Dummheit machen. Darauf hin tönnen wir bie Frau doch keinenfalls nach Rhodenburg zitiren, und is weiß wahrhaftig nicht, wie wir es sonst machen sollten. Wieber Fre mitschiden und anfragen, ob es das richtige sei. müffen es jebenfalls verwechselt haben! Ift das dann wirklich nicht der Fall, so können wir uns ja noch immer man ja anderer timmten lieber bfalle lieben Balten H Aber meinswegen" sagte der Hofapotheker. Na, Mug, dann geh so lange hinunter; Du kannst bie Aften da gleich mitnehmen, den Brief laß sein bis nachher, bas hat Beit, denn so drängt die Sache nicht. Und nun, meine Herren," fuhr er fort, als Mug mit dem Aftenbündel unter dem Arm aus der Thür glitt feßen Sie sich, Meister, und auch Ihr Sohn darf nicht 1 „ bitte, und wollen wir das Bild nicht lieber hier be ftehen, er sieht schwach und abgemattet genug aus, und Briefe wieder einlegen nun erzählen Sie mir, was Sie haben; aber, nicht wahr, Was sollen wir damit? Sie mag es uns im nähen kurz, benn ich habe noch eine ganze Menge zu thun." herein!" Draußen hatte es angeflopft, und auf seinen Ruf " Ja, lieber Herr Rachbar," begann Herr Semmlein, nete fich die Thür und Hofapotheker Semmlein, der„ bas ist eine ganz merkwürdige Geschichte, und meins lich wäre." " Wollen Sie mir die Sache einfach erzählen und mir bie Beurtheilung dann selber überlassen?" " Ja. mit dem größten Vergnügen, aber bann er Aählte sie am besten der Rarl selber meinen Sie nicht, Meister?" " Ich weiß nicht," sagte Handorf, ob fich der Herr Notar noch auf bas erinnern, weshalb ich Sie neulich ein mal um Ihren Rath bat." ,, So viel ich mich befinne, erzählten Sie mir die un glüdliche Geschichte Ihres Sohnes, aber ich weiß nicht, daß Sie mich dabei um Rath fragten." ,, Doch, Herr Notar, ich wollte meinen Jungen damals nach Schlesien schiden, um zu sehen, ob er den Menschen bort wiederfinden könnte, ben er an jenem Unglüdstage den Stock verkauft, und Sie riethen mir damals ab." Ja, jekt befinne ich mich ganz recht was hätte es ihm auch genügt, wenn er ihm selbst wieder begegnet wäre? Beweisen fonnte er ihm doch nichts mehr und fich felber nur neue Ungelegenheiten bereiten. Ueber bie Sache ift jest Gras gewachsen und nichts mehr darin zu thun. Hat er durch ein unseliges Busammentreffen feindseliger Umstände unschuldig eine so schwere Strafe verbüßt, so tönnte ihm teine Macht der Welt die Zeit wieber ers feßen." ,, Aber seinen guten Namen, Herr Notar," fiel der Bater bewegt ein. Das ist richtig," nidte Püfter, und wäre viel, jetzt vielleicht Alles werth; aber wie wäre das möglich? Wo wollen Sie jenen Menschen, wenn er überhaupt noch lebt, wieber auftreiben?" Aber er ist ihm ja heute begegnet!" platte Semmlein heraus. Wem? dem Mörber?" fragte Püßer rasch, und Herr Semmlein nickte bedeutungsvoll mit dem Kopfe. ( Fortfehung folgt.) Die Errichtung einer Sanitätswäche ist in feiner Ges| gend gebotener, als in der östlichen Louisenstadt, wo armeren Leuten Nachta jebe äratliche Hilfe unerreichbar ift. In Folge beffen hat fich daselbst ein Lotallomitee gebildet, daß fich aus ben Sanitats Rommiffionen 25, 26, 42, 43, 48, 49, 53, 54 und 70 zufammengefest und Herrn Bolizei- Hauptmann von Stut ternbeim zum Vorflgenden ernannt bat. Daffelbe hofft bet Bezirksgenoffen, wie durch Veranstaltungen von Ronzerten, Borträgen u. f. w. genügende Mittel aufzubringen, um in der Nähe des Laufiger Blazes eine Sanitätswache errichten zu Lönnen. Das erste Konzert foll am 10. Juni in Sanssouci unter Mitwirkung der Leipziger Sänger in dem festlich ge schmüdten Garten des Etablissements stattfinden. Wir machen des wohlthätigen Swedes wegen hierauf besonders aufmerksam. Die jest vollständig beendete Einschägung der juristischen Personen. Attiengesellschaften, Korporationen Attiengesellschaften, Korporationen u. f. w. zur Gemeinde Einkommensteuer hat, der Nat.- 8tg." zufolge, wiederum, wie in den legten sechs Jahren, eine Bus nahme der Steuersumme ergeben. Vorhanden find als steuer pflichtig 365 Banten, Industrie und Versicherungsgesellschaften u. f. w. und 139 Gewerke, Vereine, Kirchen, Schulen u. f. w. mit einer Steuerfumme von 1562 475. gegen 1472 226 M. des Vorjahres 1884/85. So beträchtlich diese Steuersumme zu fein scheint, so war fe doch vor zwanzig Jahren viel höher. Nachdem die Einschätzung der juristischen Bersonen und Attiengesellschaften bei uns bald nach Einführung der Gemeinde Einkommensteuer im Jahre 1869 noch nicht 700 000 Dt. ergeben batte( 1869 691 236 M., 1870 631 254 M., 1871 670 746 m.), ftie fte 1882 auf 1 175 590 M. und 1873 fogar auf die enorme Summe von 2257 812 M. Bon da ab sant fie jedes Jahr mehr. Die Steuersummen der nächsten Jahre find 1874 1864 332 M., 1875 1 589 248., 1876 1 236 051, 1877 1012 494 1878/79 aber nur noch 984 462 D. Seitdem ift wieber eine Bunahme der Gesammtsteuersumme eingetreten, Die zwar einmal in's Stoden gerieth, aber jest tonftant su werden scheint. Dieselbe befrug 1879/80 1 109 733., 1880/81 1070 205 1881/82 1 109 271., 1882/83 1176 357 M., 1883/84 1 322 001., 1884/85 1427 226 M. und gegenwärtig 1562 475 M. Es ist, wie fich hieraus ergiebt, in den legten Jahren eine Befferung der Geschäfts verhältnisse eingetreten. Im Jahre 1874 betrug die Bahl der eingeschästen Banten, Aktiengesellschaften u. f. w. Die Ge weite, Kirchen 2c. find nicht mitgezählt 425, 1878/79 298, fekt 365. Ihre Bahl würde, wie auch der Steuerbetrag felbft, erheblich höher sein, wenn auch die Kommanditgesellschaften fteuerpflichtig wären. 32 Allgemeine Die Pferdefletscher werden wild. Die Algemeine Fleischer Beitung" schreibt: Der Artikel, ben wir füngst gegen Die Pferdewurst in diesen Blättern veröffentlicht haben, hat im Bublifum außerordentliches Aufsehen erregt; faft alle Tages blätter haben denselben übernommen und es ist dadurch die allgemeine Aufmerksamkeit auf einen Betrug gelenkt worden, deffen Vorhandensein ja wohl betannt gewesen ist, aber über deſſen Ausdehnung fich keiner eine rechte Vorstellung gemacht bat. Man glaubte wohl, daß hin und wieder ein Schwindler Pferdefleisch für Ochsenfleisch verkauft, aber daß dieser Schwindel fyftematisch und berufsmäßig betrieben wurde, davon batten auch die mit dem Fleischkonsum Berlins am meisten vertrauten Geschäftsleute teine Ahnung und sowohl die Fleischer wie das Bublifum find durch die Bemühungen der Herren Wendt und Klewis über diesen unsauberen Handel aufgeklärt worden. Die Pferde schlächter, die vielleicht kein reines Gewiffes haben, schnauben Rache. Aber weit mehr als die Pferdefleischer hat das Publikum ein Recht, wild iu werden über den fortgefesten Betrug. Noch größer und ausgedehnter als bei der Pferdewurst ist der Schwindel beim Pferdefleisch. Hier kommt folgende Schlaubeit zur Anwendung: Die Noßschlächter verkaufen das Noßfleisch Händlern, und diese verlaufen es dann erst an die Speisewirthe, Heftaurateure 2c. ic. Nun könnte man vielleicht glauben, es aller Todesfälle erwachsener Personen in Anspruch genommen aller Todesfälle erwachsener Personen in Anspruch genommen werden; es fann dies um so eher angenommen werden, als auch die große Bahl der in unseren Krantenhäusern vorkommenden Zobes fälle von der Gesammigiffer in Abzug gebracht werden muß. Damit wird die gesundheitliche Bedeutung dieser Leichenballen für die Verhältniffe einer Großstadt in ein deutliches Licht ge stellt, und die Polizei achtet mit unnachfichtiger Strenge barauf, daß Leichen von Berstorbenen, die mit ansteckenden Krantbeiten behaftet waren, oder für deren Aufbewahrung in der Wohnung ein passender Raum nicht vorhanden ist, sofort in die Leichenhalle überführt werden und zwar nöthigenfalls im Wege des polizeilichen Bwangsverfahrens. Trotzdem findet fich noch bei vielen Leuten, namentlich bei solchen, die aus der Provinz nach Berlin lommen eine große Abneigung gegen die Leichenhallen und man erblickt in der schnellen Ueberführung der Leichen eine Pietätloftgkeit gegen den Ver ftorbenen. Der Unterschied in den Auffassungen zwischen Groß und Kleinstädtern aber hat seinen Grund jedenfalls nicht in dem echten Bietätsgefühl fondern in den äußeren Angewöhnungen, und die find für Berlin jedenfalls am awed. mäßigften. in der Bresse sagen werden. Oder sollte die Schleftiche B vor dem Ranglerblatt schon zu Kreuze getromen fein? distil Nr. 1 Ueber Arbeitsentlassungen bringt der Fabrikinip au Düsseldorf recht sonderbare Aufschlüsse. Seltjam beri es ben unpartelischen Beobachter, so meint der Herr Inspel wenn Arbeiter fich darüber beschweren, daß fie, nachdem eiblich in einer Unfallface vernommen worden, pl Itch entlassen wurden; in einem Falle traf dies Brüber und deren bei der Vernehmung nicht einmal bel ligten Vater- den letteren, welcher in der Fabrit felt be Errichtung gearbeitet hatte, nachdem er brufttrant gem den und betreffs der Krankmeldung einen Formfebles gangen hatte, welcher der Krantenfasse geftattete, die Uni fügung zu versagen. In Fällen, wo die Haftpflicht nach Rechtsprechung des Reichsgerichts flar zu Tage Lag, und Fällen, wo ich, um den Prozeß zu verhüten, den Bethellig -in einem Falle noch der Versicherungsgesellschaft gleichlautende Mittheilung hierüber machte, wurde tropbe Der Prozeß herbeigeführt. In einem Falle follte Be älterer Arbeiter, der zwanzig Jahre in ein und demselben schäft gearbeitet hatte, aber weder lesen noch schreiben fonn bret Quittungen unterschreiben, deren präziser Inhalt ihm asendes S geblich nicht mitgetheilt wurde; er weigerte fich beffen, wurd offenen, f entlassen und suchte nun meine Hilfe, die ihm nügen fonnte, weil die Haftpflicht nicht zweifellos wat anderer Arbeiter, der die hand verlor, erhielt von der ficherungsgesellschaft gegen Quittung 800 M. ausgezahlt fand angeblich erst später beraus, daß diese Quittung zugle nid m Es tit Menfchen techt zugef in die Abtheilung der Sparkasse für die Auszahlungen feine Haftpflichtansprüche endgiltig beseitigt hatte; fein rbnb gegen Die a. Der berüchtigste Taschendieb in Berlin, der mehrfach wegen Diebstahls mit Buchtbaus bestrafte Schuhmacher Demant ift gestern Vormittag in flagranti bei einem Taschendiebstahl in dem Raffenflur der städtischen Sparkasse in der Klosterstraße gefaßt worden. Demant, deffen Frau bekanntlich wegen des Friedländer' ichen großen Juwelendiebstahls gegenwärtig eine längere Buchthausstrafe verbüßt, begab fich gestern Vormittag ftellte fich hinter und eine Dame, welche 30 Mart ausgezahlt erhielt. Dame legte bas Geld Lose in Die Tasche ihres Regenmantels und legte sodann in dieselbe Tasche über das Geld thr Portemon nate. Demant, welcher annabm, daß die Dame bie 30 M. in bas Portemonnaie gefteckt hätte, eignete fich, der Dame von binten folgend, im Kaffenflur durch einen fühnen Griff deren Bortemonnaie an. Die Dame bemerkte aber sofort den Dieb stabl, und fie verfolgte den fliehenden Demant die Parochial und Walsenstraße entlang bis zur Neuen Friedrichstraße, in welcher er von Baffanten festgenommen wurde. Demant, wüthend wegen seiner Ergreifung, warf das gestohlene Porte monnaie, in welchem fich übrigens nur 90 Bf. befanden, einem jungen Manne an den Kopf und wurde sodann zur Wache gebracht. Gestern Vormittag ist D. zur Untersuchungshaft ge bracht worden. a. Eine elende Schandthat ist gegen ein 19 jähriges unbescholtenes Mädchen in der Nacht vom 31. v. Mis. zum 1. b. Mia. auf freiem Felde in der Nähe von Rummelsburg vers übt worden. Das Mädchen, welches bei ihren Eltern in Berlin wohnt, hatte fich am jüngsten Sonntag Nachmittag nach einem Tanzlokal in Friedrichsberg begeben, und war dort mit dem ihr bekannten Sammetschneider B. zusammengetroffen, welcher fich in der Gesellschaft von vier jungen Burschen befand. Am späten Abend machte fich das junge Mädchen auf den Heim weg, begleitet von dem B., und ging mit diesem, um den Weg abzutürzen, über das freie Feld in der Richtung nach Berlin. In der Nähe von Rummelsburg warf P. vlöglich das Mäd chen zu Boden und that thr in brutaler Weise Gewalt an, und die vier Freunde des P. tamen inzwischen gleichfalls hinzu und betheiligten fich an der Schandthat. Die Hilferufe des Mädchens verhallten erfolglos in der menschenleeren Gegend. geber gab dagegen auf Befragen an, daß dem Verlegten Berzichttlaufel der Quittung belannt gegeben worden mobet fte a find, unmö oft tex tigem Rech bagepen Belegenber beffen rubt Muschuldig burch feine tet verbü Die K zu, Man steht hieraus, wie harmonisch" Kapital und beit Hand reicht. die bauert Drud Der Streit der Zimmerer zu Kaiserslautern fort. Die Meister baben, um auf die Arbeiter einen auszuüben, befchloffen, daß derjenige Arbeitgeber, welde ftrafe zu zahlen hat. Die Gesellen haben daraufhin den Ge beschluß gefaßt, fo lange auszubarren, bis der legte Mann schäftigt ift. Mitglied des Gesellenfomités in Arbeit nimmt, 300 M. G cubig Bier getrtet be und, en Die alen, be Ein d Sick Kingit ein Gt ersäblt Don Katro G Der Großbetrieb erfakt einen Erwerbszweig nad, anderen. Die Bleistiftindustrie Nürnberg einen anziehenden Beweis dafür. Im Jabe 1834 batte berg 17 Bleistiftfabriken und die Stadt Fürth porti 1829/30 226 Bentner Bleistifte. Gegenwärtig zählt Numb 26 größere Fabriten, die 5500 Arbeiter beschäftigen Jahresproduktion beträgt im Durchschnitt 250 Millionen ftifte im Werthe von 8-9 Millionen Matt. Die Bab Bitk Etablissements hat also in einem halben Jahrhundert gegen 1834) fich nur um 7 vermehrt; wie gewaltig ift Dag Die Produktengiffer gewachsen! Bahlen beweisen. Segen der Innungen. Die Volks- Beitung" bat Kurzem der Bestrebungen der ännungsmeier Apolda, von der Erhöhung der Getreidezölle schon Nugen su sieben, Erwähnung gethan. Die Herren Meffie bem ungef behnt und Räbchen Olliegefar einigen Be Wichen S Rubamme frutit f tommenen Jene Miff precher D Der Arm- e Start befi Ratarieb ließ den lieferung driftlichen tbrueste, Det Difis ettärie, hatten das Brod um einen Pfennig das Pfund verthe Bei ihren jeßigen Bestrebungen, fich weiß zu waschen, web Die Herren nur immer sch värger. Von einer Bertheu des Brodes fann eigentlich nicht die Rede sein," fo bie biedern Bädermeister aus ,,, es bandelte fich ja eigent beißt es dann noch zum Schluffe eines Rechfertigun in bes Die schwer Gemißhandelte befindet sich auf dem Krankenlager. ich nur um eine einheitliche Regelung des Breife B. und der mitbetheiligte Lehrling H. find gestern zur Unterfuchungshaft gebracht worden, während die drei übrigen Kompligen noch nicht ermittelt find. a. Die gerichtliche Obduktion der Leiche des verstorbenen Berichterstatters Jüterbod bat gestern stattgefunden. Als Todes ursache ist Gehirnblutung festgestellt worden. a. In der Jungfernhaide im Jagen Nr. 3 war am verfuches, den die Bäder Jnnung in Apolda " 1 Weimarer Beitung" macht. Und was ist benn eigent nach der Angabe der Innung selbst geschehen? Nur bei Ent Bfund nahme von 1-3 Pfund Brod ist daffelbe pro einen Pfennig vertheuert worden, bei Entnahme von 12 Pfund ist diese Vertheuerung nicht eingetreten biederen Innungsmeister, hättet ihr doch geschwiegen 培育 6 ober D ! 20 eine arge Täuschung; man bezahlt z. B. für Pferdelenden 22. April d. J. ein unbekannter, dem Arbeiterstande angehöriger werden die Herren Adermann, v. Schorlemer, Kleift Re ( Filets) so hobe Preise, daß man nothwendigerweise zu der Ueberzeugung gedrängt wird: hier wird falsches Spiel getrieben. Lebern finden mit 25 Pf. pro Pfund reißenden Absatz, weil dieselben zur Fabrikation von Wurst verwendet werden. Die Wurft wird nach Außerhalb versandt und tommt dann als Braunschweiger Leberwurst" wieder nach Berlin. Natürlich find etwa nicht nur in Berlin Pferdefleischer so schlau, sondern aus Hamburg, Breslau und Dresden find uns gleichfalls lebhafte Klagen der solideften Fleischer über diese stinkende Ronkurrens übermittelt worden, und dieses Blatt wird von dem Kampfe gegen diesen gefeß lichen Unfug nicht ablaffen. Hier liegt auch eine Aufgabe für ben Verband Deutscher Gastwirthe" vor. Dieser Verband bält im Juni in Bremen eine Versammlung ab. Er sollte einmal Die Frage erörtern, wie viel von dem Pferdefleisch, das in großen Städten veilauft wird, von Privaten, wie viel von Gasthofsbefizern oder in Restaurants verwendet wird. Es hat nicht ben Anschein, als ob hier Alles lar ist, und es muß 3. B. den Berliner Hoteliers unseres Erachtens daran gelegen fein, es irgendwie festzustellen, daß in den hotels fein Pferde fleisch unter falscher Flagge in den Magen der Fremben hinein. bugfirt wird, die vertrauensvoll fich der Berliner Gastwirth. fcha't hingeben. Wir wollen Keinem den Appetit verleiden, dem ein Stoßbraten ein delikater Biffen zu sein scheint. Aber Sebermann soll darüber beruhigt sein, daß er die Fleischforte ist, die er bezahlt hat. r. Die große Walzenbürste unserer Friseure und Barbiere, mit der diese die Köpfe ihrer Kunden, die bei ihnen Saare gelaffen baben, bearbeiten, ist nicht blos ein äußerst ungefchidies Instrument, sondern feine Anwendung ist auch nicht unbedenklich, wie ein junger Mediziner an feinem eigenen Ropfe bat erfahren müssen. Es stellte fich bei demselben in gewiffen Swischenräumen ein äußerst hartnädiger Hautausschlag am Ropfe ein, der fich theilweise unter bem haar entwidelte und hier doppelt läftig war. Bu einer Beit, als der junge Mann wieder von diesem Ausschlage am Kopfe heimgesucht war, erhielt er von einem Bekannten einen Schlag mit einer Bürfte auf den Arm und merkwürdiger Weise bildete fich bier ein ganz ähnlicher Ausschlag, wie am Kopfe. Scharf be Mann im Alter von etwa 55 Jahre erhängt gefunden und sagen, wenn fie hören, daß ihre Lieblinge es gerade fint, wel obne feine Persönlichkeit feststellen zu können, beerdigt worden. Die polizeilichen Nachforschungen haben bisher zu einer Er mittelung der Person des Beerdigten nicht geführt. Derselbe war von mittler Statur, mit fpiger Nase, länglichem Geficht, graumelirtem Badenbart, bunkelgraumelirtem Kopfbaar; seine Kleidung bestand aus hellbraunem furzen Stoffrod, arau müße und einem Baar Lederpantoffeln. den er mften unter den Armen das Brod vertheu während fte den Mittelfland verschonen? Die Aermiten, we nicht im Stande find, im Laufe der Woche ein ganzed B zu bezahlen, die Aermften von den Armen, welche die hu Mäulchen der Kleinen stopfen wollen, ihnen wird be preis gesteigert, während die übrige Bevölkerung Die Broby alten Unben u binnen br arliefert n Männer, ausgel bleibefch Männer blutig aef wollenen Hosen, schwarzer gemusterter Wefte, schwarzer Tuch Preise weiterzahlt! Solche Preissteigerung ist auch mei Soziales und Arbeiterbewegung. Der Streit der Kohlengrubenarbeiter in gort bie Den um nunmehr beendet. Leider reichten in den legten Tagen Unterstügungen nicht mehr aus, so daß die Arbeit ju 10 Brojent verminderten Löhnen wieder aufgenommen mußte. do werben burger Roblenrevieren ausgebrochene Streit an. Immer weitere Dimensionen nimmt der in B Aud Arbeiter in Charlestown haben fich den Streifenben gefchloffen. Dieselben verlangen Lohnerhöhung und Abschaf der Affordarbeit. Die Lage der Eisenindustrie in Oberschlesien ist eine äußerst misliche. Verschiedene Hochöfen find gelöscht worden; Die Produktion bat in den kleineren Werken und Fabriken, be sonders in den Gießereien und der Walzeisen produktion unge mein nachgelaffen. Nur die größeren Werte arbeiten noch flott, vertaufen aber ihre Produkte zu äußerst billigen Preisen. Man flebt, daß selbst die niedern Arbeitslöhne einer Industrie nicht aufhelfen lönnen, welche fortwährend an Ueber produktion leidet. Diejenigen Großfabrikanten, welche ihr Schäflein ge schoren haben, ziehen fich nach und nach aus den Geschäften aurüd, laufen fich ein Rittergut und überlassen den weniger Bemittelten das Ringen mit einer allzu ausgedehnten, plan Fachvereins der Drechsler, Knopfarbeiter und verw losen Konkurrenz. Dabei aber finten die Löhne immer mehr, genoffen, welche am Montag, den 1. Juni, Abends 8% Vereine und Versammlungen. In der außerordentlichen Generalversammlung Ber im Lokale Königsbant, Große Frankfurterstraße 117 flatf M. Grahl und W. Altmann. Bum zweiten Punti ber ordnung: Ermäßigung der Beiträge, wurde der Antral Raffirers, die Streittaffe fallen zu laffen, angenommen. für den Kaffrer, wurde ebenfalls viel gesprochen, und der Rafftrer erklärte, für fich nichts zu verlangen, B nadb bie ja bekanntlich durch die ruffisch- polnischen Arbeiter schon tief herabgedrückt find. Wir haben unseren Lesern über diese Ronkurrenz schon in Nr. 122( ftebe Leitartikel: Schuß der nationalen Arbeit") genügende Aufklärung gegeben. Die dor tigen Arbeiter stehen ganz auf unserem Standpunkte und haben, wie wir in der legten Dienstagsnummer unsern Lesern unter Politische Uebersicht" mittheilten, eine Betition an den Reichs. fangler gerichtet, fie vor solcher Konkurrena au schüßen. Die Dom Rangler infphirte Nordd. Allg. 8tg." quittist diese Be tition in juftimmendem Sinne, doch legt fie den Schwerpunkt, wurde der Antrag, ihm 2 pet. su sablen, angen wie wir schon betont haben, in die politische Seite der Frage, bie uns hier nicht weiter intereffiren soll. Die wirth. schaftliche Seite ist für uns hier maßgebend und da tropbem Love Statut die Kaffe verpflichtet ist, ihm Mar togelber zu gewäh Bum vierten Bunit der Tagesordnung: Verschiedenes, bas Mitglied Carius den Antrag, daß den Vorftandsmitalie obachtend, wie ein angehender Jünger des Aestulap es sein müssen wir entgegengesett den ökonomisch liberalen Angenehmigt wurde. Nachdem nahm das Mitglied Müder muß, fuchte dieser für die gleiche Wirkung auch die gleiche Ur. fache zu ermitteln, und bald entdeckte er, daß der Ausschlag am Ropfe fich ftets nach dem Haarschneiden und nach der Bes arbeitung des Kopfes mittelst der großen Walzbürste gezeigt Datte. In beiden Fällen, am Kopfe wie am Arme, war durch Das Eindringen der Borften in die Hautoberfläche Staub in biese mit eingeführt worden und hatte ben nefselartigen Aus fchlag herbeigeführt. Bersonen mit empfindlicher baut mögen also vor allzu fräftigem Bürften des Kopfes gewarnt fein. Dem scharfinnigen Entdecker des neuen Leidens der zivilifirten Menschheit, dem er den gelehrten Namen malum peniculus DO an bento fla ben." Diefe lungs weif und Berac einiges mai geblich in Shriften t fogar Diefem id rubig zu der Beitrag erlaffen bleibt, was von der Versammlung ohne Deb schauungen, daß das Freizügigkeitsprinzip durch das Fernhalten Wort und tabelte in sehr scharfen Worten das Borgeben der fremden Arbeiter durchbrochen würde, auf unserm Stand zelner Mitglieder gegen ihn und erbat fich vom Vorftande o Bescheinigung, welche das Gerücht, daß gegen ihn ausgefpren fremde Lügen straft. Diese Bescheinigung wurde ertheilt. Nad bedürfnißlose Arbeiter aber, die den deutschen Arbeitern tabelte derselbe noch die Mitglieder, namentlich bie R eine Lohnbrüdende Konkurrens machen, welche nur den Geldjad arbeiter, daß fie so wenig zur Versammlung lommen. Dem fchloß fich das Mitglied Fischer an. Der Vorfigenve punkt beharren: fremde Arbeiter find uns willkommen, wenn Arbeitslohn nicht drüden, te ben einzelner Rapitalisten füllte, aber die nationale Arbeit fchädigte, follen fern bleiben. Wenn man diesen Grundsatz nicht festhält, fangenan fta'ten dem sogenannten, fielen" Arbeiter gemacht wird, bie Mitglieder dagegen in Schuß und meinte, der fa so darf man auch nicht gegen die Ronkurrens, welche in Ge Besuch läge daran, weil es der Diontag nach den Feierta set. Nachdem noch der Vorftigende bekannt gemacht, b oder gegen die Ronkurrens, welche die Soldatenarbeit mit fic Sonntag, den 7. b. M., die Abrechnung über das Bi ( Bürstenkrankheit) beigelegt hat, soll hiermit das wohlverdiente bringt, lossiehen. Die polnisch russischen Arbeiter brauchen nicht vergnügen in der Köpniderftr. bei Frige ftattfindet und a mehr zu ihrem Lebensunterhalt, wie den Gefangenen in der Mitgliede Rangius seinen Dank für Ueberreichung eines Strafanstalt gereicht wird; wenn nun diese Art Arbeiter taftens ausgesprochen, schloß er mit der Bitte an die unseren deutschen Arbeitern Konkurrens machen können, so witb fammlung, daß die Mitglieder recht fleißig für die freila er mit seiner dem nächst erscheinenden Abbar blung über bie Walzenbürfte den Langerfebnten akademischen Grab eines doctor medicinae. 1. Die Bennzung der Leichenhäuser auf unseren Friedhöfen ist in beständiger Bunahme begriffen. Im ver gangenen Jahre fanden 9427 Fälle von folcher Benugung flatt. Bieht man bierbei in Betracht, daß in Berlin in diesem Jahre im Ganzen 34,710 Todesfälle vorkommen, so ergiebt sich, bas Die Leichenhäuser bei mehr als einem Viertel sämmtlicher auf unseren Kirchhöfen beerdigter Leichen in Anspruch genommen die Lebenshaltung der Lepteren auf caffelbe ti fe Niveau berab gedrückt, auf welchem die Lebenshaltung der polnisch russischen Arbeiter, beziehungsweise der Gefangenen fich befindet. Und das tann doch ernstlich kein anständiger Mensch wünschen. Schuhmacher sammeln möchten. Liften find beim Mönch, Adalbertstr. 26, zu haben. Raff be Lebensprinzip zu thun haben, jedoch kann das für uns nur ein doppelter Sporn sein, diese Mit Ronkurrens au bekämpfen. Die Bolen in Szene fett, mögen ja zu bekämpfen und zu vers Ronkurrenz der fremden Arbeiter ift derselbe. Wir wiffen wohl, daß wir es hier mit einem manchefterlichen Straße 28, eine Vereinsversammlung ab, mit folgender Tag Der Fachberein der Tischler hält am Sonabend 6. Junt, Abends 8 Uhr, in Jordan's Salon, Neue Gr ordnung: 1. Die Streits, thre Ursachen und Wirtum Referent: Herr F. Meißner. 2. Distuffton über bie bie wurde. Bringt man von den verbleibenden Beerdigungsfällen Gründe, weshalb die Regierung die Ausweisung der Rufftsch Ausstellung von Lehrlingsarbeiten der Berliner Gewerbe Abzug, deren Aufbewahrung bis zur Beerdigung auch in let urtheilen sein, jedoch der Effekt in Bezug auf die unliebſame nach Schlachtensee. Billets zum diesjährigen Sommerfelte daß die Leichenballen bei sehr vielen, wenn nicht bei der Mehrzahl neugierig, was dazu noch weiter die Vertreter des Kapitalismus Welt" stattfindet find in der Versammlung zu haben. Die große Bahl der im frühesten Alter verstorbenen Kinder in neren Wohnungen feinen Schaden herbeiführt, so folgt daraus, Berantwortlicher Rebatteur R. Geenseim Wir find nur Berlin. Drud uab Berlag van Max Babing in Berlin SW, Beutbitraße 2. Ginn eine Belle Nu leife thaten, a Brunde, Regen all Buntte au tiger, bu mebr Red fagt: bletbe ich m Daß fie ar 84 Benfion farrte n ginauf in mir table Rriegsrat agesanb Biccolo Men, fo Abend f nehme. Die und echte langen ti bie reiger brei Stu Tolls Do Dabfal mischt, b Iriber if fann Ein an einen Seren gute Rug geldlepp Liegelb womit fo bes Beg wir uns bat fein Der Caftellam batte, brei In Lazaro e ein Fort es fei fe flagen . Teftiche B n? brilinsp fam berli Infpelli nachdem tben, plo caf bies nmal besich rit felt be ant gem Candien Beilage zum Berliner Volksblatt. febles. 127. Die Unt icht nach Lag, und G Betheiligh efellschaft tropb follte emfelben G Brutalität. Es ist eine sehr betrübende Erscheinung, daß die meisten Menfchen theilnahmslos aufeben, wenn ihren Mitmenschen Un techt Ste beschwichti en ihr allenfalls fich eiben formet augefügt wird balt ihm antegendes Rechtsgefühl mit dem Gedanken, es sei Sache der Be fen, wurd offenen, fich gegen das Unrecht aufzulehnen und zu wehren, e ihm nidobet fte aber vergeffen, daß es diesen, weil sie die Schwächeren & war. And, unmölich ist, gegen die mit mehr Gewalt ausgerüsteten, pon ber ofta teren Rechtsverleger aufzukommen. M- nichen mit rich tigem Rechtsgefühl und wahrer Achtung des Rechts erkennen Baezahlt fung augled Berlegten orden fe und Arbeit er Arbeit die a bagepen als heilige Pflicht, stets und überall für das Recht fein Urbnb gegen jese Verlegung deffelben, wo sich nur irgend eine Gelegenheit Dazu bietet, laut und offen aufzutreten. Wer statt beffen rubig sufteht, wo Unrecht ausgeübt wird, macht sich zum ufchuldigen; denn er hätte vielleicht durch fine Intervention, burch seinen Einspruch, dem Beschädigten helfen und das Untot verbüten tönnen. bauert Drud welder d sters einen ben Be te Mann lg nad t ergs bi batte Ni 5 po Ele bit Nürnbe ftigen Mionen Die Bab hundert ift Dagi ng" bat neifter e fchon tren Me verthe Bertheu D Chop Die Kulturm- nibbelt, die gebildete Welt flebt heutzutage tubig zu, daß koloniftrende Völker, von Gewinnsucht und habe getrieben, schreientes Unrecht an fremden Nationen aus. und, oft unter dem heuchlerischen Vorwande, die Christen en die Ungläubigen zu schüßen, diese in grausamfter Weise len, berauben und hinmegein. Donnerstag, den 4. Juni 1885. den Sinn für Menschenrechte und Gerechtigkeit... zu beleben| glauben." Wetter führt er aus, toß die Eingebornen jest an fangen, die Anschauung zu haben, daß die christlichen Nationen alle unter einer Dede gegen die Muselmaner spielen." Gloss II. Jahrgang. now Eine Paftoren- Konferenz tagt gegenwärtig in Berlin, um über Maßregeln zur Besserung der moralischen Verhältniffe zu berathen. Die heutige Sigung begann mit einer Beratbung über das„ Duell". Ror fiftorialrath Sta hn spricht fich in längerer Stede gegen das Duell aus, das baupt ächlich auf eine falsche Auffaffung des Ehrgetübls zurückzuführen set. Nachdem mehrere Paftoren fich ebenfalls in matten Worten gegen das Duell geäußert, versucht der Generallieutenant a. D. von Redern din Vorwurf zurückzuweisen, daß das Duell haupt sächlich vom Adel oder vom Dffizierftande geübt werde, denn weber der Offizierſtand noch die Studentenschaft beständen hauptsächlich aus dem Adel. Die Dffiziere baben in den Ehrengerichten einen feinen Regulator des Ehrgefühls. Es giebt eine Menge Tatiloftgleiten und Verstöße gegen die gute Sitte, welche nicht vom Strafrichter gefühnt werden können. Nach meiner Meinung ist das Duell die Strafe dafür, daß fich mein Gegner unebrenhaft benommen hat, ich stebe bann auf der Mensur im Namen des wahren drift. Befäße die gebildete europäische Weit mehr Rechtsgefühl, dann würde fte energisch aufiteten und Proteft erbeben gegen Die schmachvolle Handlungsweise der Engländer. Sie würde nicht länger den Vernichtungskrieg gegen die Eingeborenen dulden, sondern dabin whiten, daß dem armen Volle sein Recht werde. Dann würden ganz ar dere, freundschaftliche Bezie bungen zwischen den Egyptern und den übrigen Kulturnationen eintreten, welche dem Fortschreiten der Kultur die Wege babnen und die Gegensäge zwischen Muhammedanismus und Chriften1hum in der höheren Einheit der reinen Menschlichkeit aufheben würden. Leider feblen alle Anzeichen, daß die Dinge diesen Gang rähmen. Welche Motive sollten auch dies armielige Europa" zum Eintreten gegen folde efelhafte Scheußlichkeiten bewegen? Es müsten ja fittliche Steale fein. Aber fiuliche Jorale als Motive heutiger europäischer Politif- wer lachtlichen Benehmens. Fallet, so hat mich Gott da? Oder vielmehr: Wer lacht da nicht? Um solche Motive wirksam zu machen, dazu bedürfte es einer vollständigen Re generation der Kulturnationen, welche nur durch Werbefferung der sozialen Verhältnisse herbeigeführt werden kann. Politische Uebersicht. " Ueber die Beziehungen Deutschland's zu Zanzibar bringt die Nordd. Allg. Btg." an leitender Stelle einen Artikel, der fich gegen die bezüglich dieser Frage erfolgten Auslaffungen des englischen Standard" richtet. Das englische Blatt batte darauf hingewiesen, daß die oftafrikanische Gesellschaft ihren Vortrag nur mit einem dem Sultan untergeord neten Fürften abgefchloffen babe und daß der Sultan, welcher unter englischem Schuß stehe, berechtigt sei, die Anerkennung des Vertrages zu verweigern. Das offiöie Blatt beftreitet diese Behauptung und glaubt, daß das Vorgeben des Sultans auf englische Intriguen zurückzuführen set. Aus dem Artikel geht ferner deutlich hervor, daß die Reichsregierung entschlaffen t, nöthigenfalls mit bewaffneter Hand gegen Banzibar Dor zugehen. Ein diaftisch Beispiel scheußlicher Brutalität meldete un ngit ein Roiteipondent der Allgem. 8tg." aus Egypten. tetäblt folgenbet:„ Bwet englische Soldaten hatten on Ratro aus, Aben euer suchend, ihren Spaziergang bis zu Den ungefähr eine Stunde entfernten Dorte Matarieb ausge behnt und in der Nähe deffelben ein auf dem Feld arbeitendes Mädchen überfallen und nach einander vergewaltigt. Das Olliegesæret des Epfers dieser Schandthat wurde schließlich von nigen Berfonen gehört, welche, sects an der Bahl, die eng Wichen Soldaten ergi ffen und durchbläuten. Die gegen die Muhammedaner lämpfer de ,, chriftliche" A mee ber Ergländer frutit fic belanntlich zum großen Theile aus höchft verlommenen Subjekten. Nun sollte man meinen, die Vorgesezten Jenes Miffett äter würden diese nach einem solchen Vorfalle ent Sprecher o gestraft haben, um die übrigen uniauberen Elemente Der Arm- e vor Ausüburg ähnlicher Schandthaten abzuschreden. Stant beffen erschien nach Ablauf einiger Tage in dem Dorfe Matarieb et englischer Difizier mit einer Abibeilung Ravallerte, ließ den Torfschulzen vor sich kommen und verlangte die Aus. eferung der Fellachen( Bauen), welche fich an den zwei riftlichen Soldaten vergriffen hatten. Die Dorfobrigkeit be theuerte, die Betreffenden hätten sich in die Wüfte gestüchtet. Der Difister betrachtete diese Angabe als eitle Ausflucht und tärie, daß er die Dorfältesten büßen laffen, das Dorf an nden ud dem Edboten gleich machen werde, falls nicht binnen brei Viertelstunden die angeblich Schuldigen ihm aus geliefert würden. Auf diese Etärung bin wurden sechs Männer, ob b'e Schuldigen oder Andere, bleibt ameifelhaft ausgelief 11. Tiefe ließ nun des chriftliche englische Dffizier benso viele Bäume binden und ihnen mit der englichen, Die seas chen, werbe i n," fo cuf ja eigent Breife ecbfertigung in bes elgenti olba Rur b เท Ent fund m Don 6 ob eten. D tegen! W Kleift Rep e fint, weld vertbene mften, weld Banged B ote hungrigen tb ber Broby Bbie alten uch mohl ein in Yet En Tagen it 81 men Dic Den um terber in Bit Aud eitenben Abfchaf eu mlung erw. Be 17 ftation bs 8% Bleid ber T Antrag nmen Bud Dantog tropbem unb nad gewab ngenom smitglie penes, f phne Deb Müder Sorgeben Orftande usgefpre t. Nad Demi Die r Bende na Der fhma bt, ba Feiertag Das Bing t und b eines Fra n bie Be fireitenb im Raff чабель, ba Steue Gr Der Tage Wirkunge Diestab werbe eine Ba merfefic ber en. Belle bleibeschwerten Karbaliche je 50 Qiebe autheilen. blutig fa ben." Warner wurden durch diese brutale Behandlung grauenerregend aeschlagen und zerfleischt, so daß zwei unmittelbar barauf Diese über alle Begriffe abscheuliche und verächtliche Hand. Dem Bundesrath ift ferner vom Reichskanzler zu gegangen: Die von dem Königlich preußischen beziehungsweise von dem Königlich baierischen Kriegsminifterium aufgeftellten Ueberfichten der Ergebnisse des Heeres- Ergänzungsgeschäfs für Das Jahr 1884. Bezüglich der Bezirke des 1. bis einschließlich 15. Ameekorps werden in den alphabetischin und Reftanten liften geführt 1210 684 Mann. Davon find unermittelt 33 586, obne En schuldigung ausgeblieben 111 027, anderwärts ge stellungspflichtig geworden, 259 524, zurüdgeftelt 540 685, aus. geschloffen 1146, ausgemuste: t 57 665, der Erfapreserve 1. Klasse gefchloffen 1146, ausgemufte: t 57 665, der Erfagreserve 1. Klaffe überwiesen 91 344, der Eisagreserve 2. Klaffe 46 520, der See mehr überwiesen 438, ausgehoben 124 495, überzählig geblieben 15 945, freiwillig eingetreten 18 309. Von den Ausgehobenen tommen auf das Beer 118 575, zum Dienst ohne Waffe 3427, für die Flotte aus der Landbevölkerung 1020, aus der fee männischen Bevölkerung 1473. Wegen unerlaubter Aus. wanderung find verurtheilt aus der Landbevölkerung 16 020, aus der seemänr ischen Bevölkerung 391, in Untersuchung bes fanden fich noch 12 265 aus der Land und 453 aus der sees männlichen Bevö kerung. In den Eisazbezirken des König reichs Baiern find in den alpbabetischen und Restantenlisten geführt 114 969 Mann. Wegen unerlaubter Auswanderung find gerichtlich verurtheilt 1393 und am Schluffe des vorigen Jahres befanden sich deswegen noch in Untersuchung 575 tann. lungsweise, welche nothwendig einem jeden Mubammedaner Haß einigermaker red t ich Der fenden mit Ab cheu gegen diese an geblich im Jntereffe der Bivilisation und zum Schuße der Shriften in Eypten hausen den Engländer erfüllen muß, wird logar noch in der englischen Presse belobt. Diesem schmachvollen Treiben steht die gebildete Welt Europas rubig zu und feine Stimme wird laut, die daffcibe verurtheilt. Nur leise rügt dir Korespondent der Aug. 3tg." diese Schandthaten, aber nicht aus böberen Motiven, sondern aus dem Grunde, weil fte die eingeborene Bevö ferung mit tiefem affe gegen alle Fremden erfüllen. Er macht jedoch auf einige Buntte auimeitiam, die wir anführen wollen, wed fie uns tiger, buß das niedere mubammet ar ische Volt Epyptens weit Mehr Rechtsgefühl besig, als die gebildete europäische Welt. gierig fann man auf die Beschlüsse dieses Innungstages sein, an Reklame von Seiten der Handweiterfreunde" hat es nicht fie anges- bene Leute überfallen, entiübren und mit einer Befehlt, um dieses Ereignis als ein weltbewegendes erscheinen betbeschwerten Peniche au Tote püaeln, bei den kellachen zu laffen. Der verrückte Micaele, Bon Ludwig Hevest I faß auf dem flachen Dache der schönen englischen Benfion oberhalb Caftellamare am Golf von Neapel und nicht für den Rechten gehalten, feine Gebote zu vertheidigen.( Bewegung).-Pastor Balzer( Lunow) erklärt das Dffiste duell für das Zentrum der ganzen Frage, welches, bei der bestehenden Auffeffung im Heere, schwer ansu greifen fei. Baftor Grundmann( Mörs) bezeichnet das Borurtheil des Bveikampfs als einen heidnischen Ueberreft, der Kampf dagegen gebore also gewissermaßen zur Heidermisfion. ( eiterkeit). Konfiftorialiath Stahn: Ich möchte wünschen, daß, wenn die Versammlung mit mir einig ist in dem Abscheu gegen das Duell, wir dann unsere Meinung öffentlich dadurch dokumentiren, daß wir beim Begräbnis der Leiche des im Duell Gefallenen die kirchliche Beglet tung versagen. Die Kirche tennt nur eine Sepultara honesta: ein ebrenvolles Begräbniß tönnen wir einem solchen Tooten nicht gewähren.- Die Bersammlung erklärt fid mit dieser Auffaffung einverstanden, nimmt aber von der Fafung einer bestimmten Resolution Abstand. Wir überlaffen es unseren Lejern, fich hierzu einen Kommentar zu machen. Frankreich. Das Leichenbegängniß Viktor Hugo's beherrscht noch immer die öffentliche Meinung. Die republikantfchen Blätter bes zeichnen die Feier als das großartigste Schauspiel, welches von Der Welt jemals gesehen worden ist. Der Minister des Innern Kollegen sehr beglückwünscht, weil Dant den von der Boltzet Allain Targé wurde im beutigen Ministerrathe von seinen getroffenen Maßregeln der gefirige Tag in so vorzüglicher Dro nung verlaufen ist. Die Aber dblätter on öffentlichen ein Schreiben des Kardinals Guiberi an den Kultusminister, in welchem er gegen das Dekret betreffend die Enttichlichung des Pantheons protestirt. Die Deputirtentammer ge nehmigte in zweiter Lesung mehrere Artikel der Rekrutirungs vorlage und verwarf den Antrag Gambon auf Abicaffung des stehenden Heeres mit 422 gegen 14 Stimmen. Die Katierin von China hat ein neues Deliet erlaffen, in welchem fte den Abmarich der Führer ter Schwarz Flaggen und die Räumung von Tonkin innerhalb der festgesezten Frift anordnet. Doch nimmt nach der Fance" die Thätigkeit der Schwarz Flaggen in Tontin nicht ab, sondern au Italien. In Rom bat wieder einmal ein Kleiner Krawall stattge funden. Mehrere bundert Mitglieder demokratischer Vereine wollten fich gestern Abend im geort neten Buge mit Fabnen nach dem Kapitol begeben, um den Todestag Garibaldi's zu begehen. Auf dem Weae nach dem Kapitol wurde indeffen der Bug wegen aufrührerischer Rufe polizeilich aufgelöt und nur ein Theil der Demonstranten gelangte auf das Kapitol und legte dort Kränze nieder. In der Deputirtentammer wurden wegen der Auflösung des Buges verschiedene Jnterpellationen eingebracht. Die technische Kommission der Sanitäte die aus verfeuchten Ländern lommenden Bod.tboote eine Der schon lange angekündigte, deutsche Innungstag" soll nun wi fiich vom 14. bis 16. Juni in Belin stattfinden. Bu demselben sollen außer den gewählten Delegirten auch ein selne felbftändige Handwerker, jedoch ohne Stimmrect, Bu zelne felbftändige Sandwerker, jedoch ohne Stimmrect, Bufonferens genebmiote einstimmig den Antrag Brrufi's, worach tritt baben. Je 1-100 Mitglieder einer Jnnung oder Hand werfer Vereinigung sollen nach der Ankündigung das Recht haben, fich burch einen Delegisten vertreten zu laffen. Neu man den Weg gehen, fagte er, man würde sich höchftens ben Hals brechen wegen der Dunkelheit, aber nicht br Ring vom Finger würde Einem abbanden kommen. Uebris gens gebe er uns ja gern ein halb Dugend Rarabinieri mit, fagte er, das fei schließlich die beste Sicherheit, obwohl aber auch nichts weiter. Harrte nach bentlich hinab in die azurnen Gewäffer und hinauf in die azurnen Lüfte, deren vereinter Abendhauchchen, denn im schlimmsten Falle würden wir dem verrüdten mir tablend um die Stirne fächelte. Es wurde eine Art Mcchele begegnen, der zwar fo thut, als ob er fo thäte," Rriegsrath gehalten, ob es denn rathsam sei, morgen um Tagesanbruch bie siebenstündige Fußwanderung über den Biccolo Sant- Angelo nach Almofi bir über zu unterneh men, so daß man Morgens noch im Golf von Neapel und Abends schon im Golf von Salerno das obligate Seebad Folgendes: nehme. bie Die Partie war lockend genug. Immergrüne Eichen reigende Schlucht des Val Vettica entschädigt für bie " Was ist's mit dem verrückten Michele?" fragten wir Alle, ein Stüd neapolitanischer Romantit witternd. Der Kapitano ließ fich nicht lange bitten und erzählte langen tühnen Trepp nfluchten über romantische Steilwände, Büchse, seine Krone der Ralabrefer, fein Toron der Monte brei Stunden elen der Waldpfade und halsbrecherchen Ges rolls von der Küfte bis Gragnano hinauf. Eft alio Mabfal und Vergnügen so ziemlich in dem Berbältniß ges In den fünfziger Jahren war Michele Lampi von Sca ricatojo einer der gefährlichsten Banditen Unteritaliens Er war eine Art Rönig von Neapel, fein Szepter war bie Sant- Angelo, feine Residenzüberall und nirgends. Den ganzen füblichen Theil des Golfes, von Nocera, La Cava, Vieni und Salerno bis weit hinaus ins Meer, wo die mischt, bas bem richtigen Touristen am liebsten ist. Nur mächtige Halbinsel schließt, hielt er jahrelang in Furcht und liber ist ber fleine Sant- Angelo nicht ganz ficer. Es Schreden. Dampfbadestube zu Desinfektionen an Bord baben sollen. Schweiz. Aus Bern wird telegr phirt: Der Bundesraih hat fich für die Vornahme einer Revision der Bundes verfassung in Betreff des Referendums, der Vol'sinitiative, alljährlich breißigmal über bie malariabrütende Ebene Bantums breitet, rollte eine breispännige gedeckte Ralesche auf der staubigen Chaussee vom Flecken Battipaglia gegen bie untergegangene Seestadt Poseidons hin, deren uralte Säulentempel allein in übermenschlicher Göße aus der braunen Dede rings um aufragen, ewige Steine, an denen Normanen und Sarazenen, Kreusfahrer und Bilderfiürmer fich die eifernen Zähne ausgebiffen. Am flachen Ufer des träge babi fließenden Fluffes Seele hielt das schweißtriefende Drrigefpann, um von der Fähre überholt zu werden, aber sicht die Fähre tambie lag regungslos am fenfeitigen Ufer sondern hinter dem halbzertiümmerten Landpfeiler ber nahen Brüde hervor stürate eine bewaffnete Schaar. Der Rutscher warf sich in Todesangst auf's Geficht. Scaffe Inallien und ein alter Herr, der aus dem Wagen gefprun gen, lag tobt in seinem Blute. fann Einem leicht paffiren, daß man auf seiner Abbängen reichen Fang that er in den tlaffischen Sümpfen von Pastum fimmten Weiblichkeit übergoffen. Ein frampfhaftes Schluch an einen immergrünen Eichenaft gehängt und dann von den und an den Abhängen des Vesuvio, und bisweilen flopfie er mit fedem Finger sogar an die Porta Capuana der gute Rugeln benutzt wird. Auch kann man ins Gebirge Königftabt Neapel.nid sibh bat fein Menich zu viel. Liegelb von 100 000 Lire ärmer wieder freigelassen werden, und beiß wie eine zweitägige Lava. Sein Wort war Tod, womit sowohl der Waldschatten, als auch die Sonnengluth so fagten die Grundbefizer vom Monte Pendolo und bes Weges Au theuer bezahlt wäre. Rein Wunder, daß wir uns die Sache reflich überlegten, denn Dhren und Lire Don Der gute, bide Rapitano der Karabinieri Caftellamare, der an der Table d'hote mit uns gefprift feine Nege; hatte, suchte uns zwar zu beruhigen. Die leien San es fei feither auf dem ganzen Baß teine todte Raße ers flagen worden, sagte er. Und in stodfinsterer Nacht tönne Monte Albino; aber fein Ruß war 2 ben, so sagten die Mädchen von Bontano und die jungen Frauen von Bico Equense. Das Geld Das Geld zog fein Blei an, wie der wie ber Magnet das Eisen, die fettesten Lords fielen in an seinen Händen liebte viel Blut, aber er brauchte doch keine Handschuhe zu tragen, denn Rönig Ferdinand war ein guter Herr und bi Exzellenzen in Michele Lampi riß den Wagenschlag auf. In der Ede des Wagens lag, jeber Bewegung unfäbig, bas von Thänen überft ömte G- ficht in ein Lafchentuch verfentt, ein junges Mädchen. Michele tonnte ibre 8üge nicht leben, und die herrliche schlanke Geftalt, von Jugend geschwellt und mit allem Liebrei einer frembartigen, nördlicher ge en bob und erschütterte die feinen Formen und strömte sichtbarlich durch alle Fibern bes jungen Mädchens, und in ihrem reichen, goldenen Saare spielte beiter und lachend ein übermüthiger Sirahl dieser tödtlichen lampanischen Sonne. @ mad Ein unheimliches, brennendes Feuer sprühte in Michele's Augen auf. Seine Lippen zudten, als fuchten fie nach pafienden Worten, um das wehrlofe Opfer zu be rubigen. Aber sie fanden nichts und der Brigant schwieg. Tropig warf er den Schlag wieber zu, ftieg auf ben Bock, hieb Bock, hieb in die Pferde ein und jagte, was das Gespann laufen konnte, querfelbein auf's Lazaro ermorbet worden, fagte er, das fei nun aber seit dem Neapel ließen auch mit fich reben. Michele Lampi's Mädchenkopf zum Schlage hinaus Vater! Vater!" ein Fort geworden und habe eine ftändige Befagung. Uab Hand war nur außen roth, innen aber gelb und das wußten die Herren in Neapel nur zu gut. Eines schwülen Rachmittags, wie ihn der September 1 aber die Rugel eines der hinterbrein ip engenden Räuber fauste ihr dicht am Dbre vorbei, daß sie erschreckt in ihren rollenden Kerter zurückwich. des Erfindungsschutzes, der Pflege der Landwirthschaft und der Gewerbe, der Ausdehnung der industriellen Haftpflicht und der Unfallversicherung, des Banknotenwesens ausgesprochen, alle Abrigen Revistonsforderungen aber abgelehnt. Kommunales. Zur Miethsfteuerfrage. Die Stadtverordneten Dr. Jrmer, Dr. Bellermann, Gerold, Dr. Böhme, Best, Vité und Biethen haben an die Stadtverordneten Versammlung folgenden Antrag gerichtet: Die Stadtverordneten Versammlung wolle befchlegen: 1. Die auf Grund des Gesetzes vom 14. Mat 1885 ( betreffend U- berweisung von Beträgen, welche aus landwirth. schaftlichen Böllen eingehen, an die Kommunalverbände) auf Die Stadt Berlin entfallenden Summen find bis zum Definitiven Abschluß der in Ausficht genommenen Reform der ftädtischen Steuern vorläufig zur gleichmäßigen Entlastung der Inhaber Kleiner Wohnungen von der Miethssteuer zu ver wenden. Die eine Zufahrtstraße zum Königsplage zwischen Diesem und der Beltenallee im Buge der ehemaligen Ileinen Querallee ist seit einiger Beit seitens der fünften Stadt Bau inspektion zur Lagerung von Chauffeebau Materialien, wie Steinen 2c., benugt worden. Die tönigliche Thiergarten- Verwaltung bat jegt den Magistrat ersucht, auf Beseitigung dieser Materialien hing witten, weil dieselben einerseits dem schönen Schmuckplaße nicht zur Bierde gereichen und andererseits den bort spielenden Kindern Gelegenheit geben, durch Werfen mit Chauffeefteinen Baffenten zu verlegen. Neue Irrenanstalt. Das Kuratorium der Srtenanstalt zu Dalldorf gat am Montag unter dem Vorfiße des Stadt. raths Wolff eine Sigung abgehalten, in welcher sehr wichtige Angelegenheiten, wie z. B. die Wahl des neuen Direktors ver. barbelt wurden. Wie bereits mitgetheilt, hat Direktor Jdeler aus Gefundheitsrüdfichten erklärt, eine neue Wahl nicht an. nehmen zu fönnen. Ferner wurde die Frage erörtert, ob schon frst Veranlaffung vorliege, mit dem Bau einer neuen Jrren anftalt vorzugeben. Die Beantwortung lautete dem Vernehmen na einmüthig bejabend, da die Ferenanstalt zu Dalldorf voll ftändig gefüllt ift, bereits etwa 700 Bersonen außerhalb der städischen Anstalt in Privatanstalten und bei einzelnen Ber fonen unterbracht werden mußten und der Bau wohl drei Jahre erfordern wird. Sobald die neue Anstalt vollendet ift, wird fie auch faft gefüllt werden können, da die Zahl der Jeren und irren Siechen sich fortwährend vermehrt. Der Magistrat wird nun ersucht werden, durch die neue Anleihe Die erforderlichen Mittel in Höhe von 4 Millionen aufzubrin gen. Die Frage, ob nicht eine zweite Joioten- Anftalt erbaut werden soll, wurde dagegen verneint, da gehofft wird, daß die Jdioten Anstalt au Dalldorf noch einige Jahre ausreichen wird. Wo die zweite Jrrenanstalt erbaut werden soll, steht noch nicht feft; vorgeschlagen ift eine etwas hochgelegene Stelle auf dem Terrain des flädtischen Gutes Rosenthal, die aus sänitären Gründen sich sehr empfiehlt. Lokales. Dfenvorleger existiren, und machen dementsprechent auf die betr. polizeiliche Vorschrift allgemein aufmeinsam. Auf dem Lehrter Bahnhofe soll, der N. Pr, 8." zus folge, zu deffen Erweiterung nach dem Ausstellungspart zu eine große Balle angebaut und dadurch Raum für den erheblich ge wachsenen, hierher geleiteten Verkehr der Stettiner und Nord. bahn geschaffen werden. Die Verwaltungsbureaug verschiedener Betriebsämter, die jest in der Stadt zerstreut find und theure Miethsräume inne haben, sollen nach dem leerstehenden Stettiner. Bahnhof verlegt und dieser somit wieder nugbar gemacht werden. Das Komitee zur Errichtung von Volks- Brause bädern hat sich mit dem Magiftrat in Verbindung gesezt, um an verschiedenen Stellen in den städtischen Bartanlagen mit der Einrichtung der Bäder vorzugeben. Bunächst find für diesen 3ved in Aussicht genommen der Friedrichshain, die Park Anlagen der Wallstraße und der Mariannenplag. Hat die Polizeibehörde das Recht, die Anschaffung Togenannter Ofenbleche zu verlangen? Auf diese Frage giebt die Voff. Stg." folgende Antwort: In neuester Beit hat die Polizei, wie uns mitgetheilt wird, in einzelnen Re vieren von Haus zu Haus anordnen lassen, daß vor sämmt Itchen Feuerstellen Bleche in einer Größe von 31 8tm. bis 1. Oktober cr. angebracht werden sollen. Diese Anorduung, deren Berechtigung in 3weifel gezogen worden tft, fügt fich auf§ 68 Der Baupolizeiordnung vom 21. April 1853, welcher besagt: An Heiglöchern, offenen Feuerungen und Defen ist ein Vor pflafter ober eine fefte Metallplatte in einer Breite von min deftens 1 Fuß und zu beiden Seiten noch 1 Fuß über Die Deffnung der Feuerung hervortretend, erforderlich. Bet Wintöfen, die unmittelbar von dem Bimmer aus gebeizt werden, genügt ein tragbarer Borsaz aus Metall." Die Eröffnung der acht städtischen Fluß- Bade- An stalten, 5 für männliche und 3 für weibliche Personen, ist mit dem 1. b. M. erfolgt. Dieselben können von diesem Termin ab bis ultimo September wöchentäglich von Sonnen- Auf bis Sonnen Untergang, jedoch nicht vor 5 Uhr Morgens, sonn täglich nur von Morgens 5 bis Mittags 12 Uhr benutzt werden. Unbemittelten werden von den zuständigen ArmenkommissionsUnbemittelten werden von den zuständigen ArmentommiffionsVorstehern Freikarten, für den ganzen Sommer giltig, außgestellt. gestellt. " Ein O worden. Die Polizeiverwaltung ersuche ich ganz ergebenft, Eretuttobeamten anzuweisen, über alle berartige Fälle etage de genaue Anzeige zu erstatten, und bitte ich, die Berhandlungen entier& bemnächst mir mitzutheil- n, um zu prüfen, ob nicht gegen fene Beariff, ein Berionen wegen fahrlässiger Körperverlegung ftrafrechtliche Fensterflüge auschreiten sein wird." verurfachte Der freifinnige" Magiftrat thut, so schreibt be bas Fenster Staatsb. Btg.", der freifinnigen" Stadtverordneten Berfam Fenster zu lung folgendes fund und zu wissen: Die Stadtoerordneten gewicht und Versammlung benachrichtigen wir, daß wir der unterm 30 binunter, m April cr.( Protokoll Nr. 10) beschlossenen Bulazbestimmung Die durch d zum§ 41 der dortigen Geschäftsordnung vom 3 Februar 1876 bötigen bra Die Verhandlungen in den unter Ausschluß der Deffentlich beigerufener teit ftat findenden Sigungen der Stadtverordneten find uns ein febr sch allen Umständen, und die in einer solchen Sigung gefaßte famfter Beb Beschlüsse, wenn vom Vorsteher in Bezug auf dieselben Stunden fe Amtsverschwiegenheit proflamirt ist, von jedem Mitgliede ba Versammlung, mag es der Sigung beigewohnt haben oberichtet, am nicht, gebeim zu halten", auf Grund des§ 48 der Stadt Dconung vom 30. Mat 1863 unsere Buftimmung eithellen." dem Jerufa Die Staatsb. 8ta." bemerkt hierzu: Wir find begierig, titliche DE Die freifinnigen" Blätter au diesem echt reaktionären" Bergeben. D schluffe fagen werden. Uebrigens ist derselbe doch ein redemischer aweischneidiges Schwert; denn wenn nun einmal feine f finnige" Majorität mehr im Rothen Hause herrscht, was dan, Berwandten Shr freifinnig n" Herren? Mittheilungen über die Bewegung der Bevölkerung der Stadt Berlin. In der Woche vom 10. bis 16. v. Mts. fanden 259 Eheschließungen statt. Lebendgeboren wurden 798 Kinder, darunter 87 außerebelich. Todtgeboren waren 34 mit 6 außerehelichen. Die Bahl der Sterbefälle betrug 550. Bon den Gestorbenen erlagen an Masern 4, Scharlach 5, Roſe 1, Diphteritis 34, Rindbettfieber 3, Ruhr 1, Syphilis 4, Altersschwäche 19, Gehirnschlag 20, Keuchhuften 5, Lungenentzün bung 20, Lungenschwindfucht 105, Diarrhoe 16, Brechburchfall 18, Magendarmfatarrh 7. Durch Vergiftung tamen 3 Ber sonen um, hiervon 1 durch Selbstmord, 1 burch Allobolver giftung( Delirium tremens). Eines gewaltsamen Todes starben 14 Personen, und zwar durch Verbrennung 1, Stura oder Schlag 6, Erhängen 3, Ertrinken 1, andere gewaltsame Todesursachen 3. Hierunter find 8 Todesfälle durch Unglücksfälle, 6 durch Selbstmord herbeigeführt. Unter den Unglüdsfälle, 6 durch Selbstmord berbeigeführt. Unter den Gestorbenen find 244 intluftve 43 außerebeliche Kinder unter 5 Jahren, also 45, 3 pet. Im Alter von 5 bis 15 Jahren starben 27, 15 bis 20 Jahren 9, 20 bis 30 Jahren 32, 30 bis 40 Jahren 62, 40 bis 60 Jahren 94, 60 bis 80 Jahren 62, über 80 Jahre 15 Personen. Im ersten Lebensjahre starben 131 eheliche, 36 uneheliche, zufammen 167 Rinder, und zwar im 1. Monat 42, 2. Monat 12, 3. Monat 17, 4. Monat 19, 5. Monat 20, 6. Monat 9, 7. Monat 12, 8. Monat 10, 9. Mon at 9, 10. bis 12. Monat 17. Davon waren ernährt mit Muttermilch 22, Ammenmilch 2, Thiermilch 92, Milch furrogaten 3, gemischter Nahrung 28, nicht angegebener Nabrung 20. Sn biefigen Krankenhäusern starben 134, einschließlich 10 Auswärtige, welche zur Behandlung bier hergebracht waren, und zwar; im Elisabeth Krankenhaus 2 Elisabeth Kinderhospital, Bethanien 14, Friedrichshain 35, Hedwigs Krankenhaus 15, Jüdisches Krantenbaus 3, Rlinitum 3, Universitäts- Frauentlinit 2, Augufta- Hospital 4, Lazarus Krantenhaus 14, Militär- Lazareth, Städtisches Kranten haus Moabit 3, Charité 32. Auf die 13 Standesämter vertheilen fich die Todesfälle folgendermaßen: Berlin Köln- Dorotheen ftadt 23, Friedrichstadt 9, Friedrich und Schöneberger Bor Stadt 28, Friedrich und Tempelhofer Vorstadt 53, Louisenstadt jenseits 68, Louisenstadt diesseits und Neu- Rö'n 46, Stralauer Wiertel 83, Rönigstadt 34, Spandauer Viertel 27, Rosenthaler Borstadt 73, Dranienburger Vorstadt 50, Fried: tch Wilhelmstadt und Moabit 20, Wedding 35. Die Lebendgeborenen find 32,6, Die Todtgeborenen 1,4, die Sterbefälle 22,5 pro Mille der fort geschriebenen Bevölkerungszahl( 1 277 318) Es wurden 3041 Bu gezogene, 1759 Weggezogene gemeldet, so daß sich die Bevöl terung mit Einrechnung der nachträglich gemeldeten Geborenen um 1342 vermehrt hat; die Bevölkerungszahl besiffert fich fo Die Polizeibehörde ist also an fich be rechtigt, vom Hauswirth zu verlangen, daß er Ofenpflaster oder Dienbleche in den gehörigen Dimenfionen vor Den Feuerstellen anbringt. Es ist nur der zweite Sat des Peragraphen zu berüdfichtigen, wonach bei Windöfen" mit Simmerbetzung ein tragbarer metallener Borsaß genügt. Man Tann nun zuvörderft fragen, was unter Windöfen zu verstehen ift. Unseres Erachtens- wir sind nicht sachverständig- ift ein Windofen eine Feuerungsanlage mit natürlichem Luftzuge, im Gegensaße zu den Feuerungen mit Gebläse. Es würden also alle Stuben und Küchenöfen, dagegen nicht die Rüchen berbe in die Kategorie der Windöfen gehören, bei welchen der Bupolizelordnung gemäß, falls fie vom Bimmer aus geheizt werden, lein Dfenblech sc. erforderlich ist, vielmehr der in foizirenden Polizei nur das Vorhandensein und bei brennendem Feuer auch die Ingebrauchnahme eines sogenannten„ Dfen Dorfezers" nachgewiesen werden muß. Wir wissen ganz genau, daß in vielen, besonders älteren Häusern wedei Dfenbleche noch Am Fuße des Gebirges wurde Halt gemacht. Michele Lampi zwang fein Dpfer, den Wagen zu verlaffen und ein Maulthier zu befteigen. So ging's durch pfablose Hoch wasserschluchten, über Blöde und Geröll bergan. In einer Felseneinöde endigte ihr Weg. Dahin wurde alle Beute geschafft, auch die engliche Dame. Micheli Lampi ftand vor dem Mädchen, das sich mübe auf einen Felsen niedergelassen. Er umarmte fie mit den Augen und sog ihr mit den Blicken den Athem aus. Renne mein Lösegeld, Mörder; ein Federzug von meiner Hand schafft es Dir," sagte das Mädchen dumpf und zog den Schleier über ihr abgewandtes Geficht. Madonna," entgegnete der Räuber, es bedarf hier Teines Federauges, sondern blos der Hand. Gold und Silber bat Michele Lampi genug, er braucht das Eure nicht. Euer Lösegelb aber, Madonna das seid Ihr felbst!" Wie von einer Natter geftochen wandte sich das Mäd. then plöglich gegen den Mann, fie versengte ihn mit einem Blide des glühendsten Haffes und unfäglicher Verachtung. Aber was nüßt es, den zu haffen und zu verachten, in beffen Hand man gegeben ist? Jest erst stieg das Bild ihrer Lage in feiner ganzen Schwärze und Hoffnungslosig Teit vor ihren Augen auf; ein Schwindel faßte ihr Gehirn, bie Welt verschwamm vor ihren Sinnen, fie fank bewußt los auf ben Fels zurück... . " wal Der Redakteur Herr Perl des Berl. Tarebl." vorgestern wegen Beugnißverweigerung in 3wangshaft genommen und in Moabit internirt. Ele 0 Die bumirt wi eine Anzeig Bergiftung Die angege Berwandten der Frau, Bier plöß fallen word Stunden be geführt Bunding eignete fic richt, bei dinen Eid a Gibe des er Die Japanesen find da. Dienstag Abend um 11 he wären. Fr 13 Minuten, fo genau präzifirt der B. B. C." diesen wid Moment, ist die Avantgarde der japanischen Kolonie in eine Stärke von sechs indsechszig Personen hier eingetroffen. tamen wohlverhüllt und vermummt in einem besonba Waggon dritter Klaffe an und wurden direkt nach dem ftellungspart überführt. Als der Bug in die Halle ro Drängten sich die Japanesen alle an die Waggonfenfter. nun die faft in corpore erschienen Aufsichtsbeamten des Mu ftellungsparks hinzuftürsten, um die Thüren zu öffnen, purel Alles eiligft über das Titttbrett in buntem Durcheinander auf birde. In den Perron hinaus, Männer, Frauen und Kinder. Die Frau schienen namentlich sehr von den Strapazen der Fahrt ermi während die Kinder aus ihren Klugen, geschlisten Augen munte um fich blickten und die Männer den anwesendenden Do metscher lebhaft begrüßten. Hurtig ging es nun unter eiufolge, be Et forte von Neugierigen nach der Ausstellung hinüber, hatbestand Die verheiratheten Paare und die Mädchen im Stadtbahnbog Nr. 31 untergebracht wurden. Dort find für vierundzwan Personen Kojen, die fich neben und zum Theil übereinande und Schirm befinden, mit rothen Gardinen und einfachen Matrazen einge richtet worden. Das übrige Mobiliar bringen fich die Jap 100 Die lebige Schnaat w Gefest, für erbarten au Ofe erwartet Dem zur Bolize Grund Arbeitern b fhäftigt. burbe, Bergemann Abfchürfung be Kreuzes Bilege, Bol 2.b.. im 1. Stod tigteit fenfter au Schädelbruc enbeines. nefen mit. Auch eine Küche und zwei Baberäume mit Wan und Douchen bas hatten fich die Japanesen im Rontal vorher ausbebungen befinden sich bier. Nach ihrem treffen nahmen die intereffanten Gäste eine aus Fischen Reis bestehende Mahlzeit ein, die zwar vorbereitet, ab von ihrem eigenen Koch völlig hergerichtet war. Männer haben eine Privatwohnung in der Werftstraße, Moabit erhalten. Die übrigen noch erwarteten Japane werden in Belten theils im Ausstellungsgebäude, theils in Stadtbahnbogen installirt. Eine wunderbare Fügung. Am Dienstag Nachmi besuchte eine elegant gekleidete Dame ein hiesiges Diefie mittelungsinstitut in der Friedrichstraße, um ein Hausmdoden zu engagiren. Als fie das Dienstbuch eines jungen, babim Mädchens durchmusterte, brach fie plöglich unter Beichen be Det fönig Lage Nach Don. A. Büschingftr beim Besch Reisjäge m erlitt babur Toniglichent Der bei dem Ereldorfir von Eröftu ou be nach Rrantenbau mittags mu berger ftraße Dbbuttions! ger Erregung zusammen. Erst nach einigen Minuten ber holung tonnie fte in Begleitung des jungen Mädchen, fich der Leidenden sorgfältigst annahm, das Inftitut verlaffen Im weiteren Verlaufe des Nachmittags erschien bas jung Mädchen nochmals auf dem Bureau, um ihre Angelegenbett zu ordnen und berichtete, daß die Dame, die fte mit fi nommen, thre leibliche Schwester set, welche fte nie vorber nach am Schluffe der Berichtswoche auf 1,278,660. Die Babl seben hatte. Vor etwa 30 Jahren hatte diese das elfele Auf dem Grunde einer tief in den Fels gehöhlten Bifterne tam sie wieder zu sich. Dichtes Gebüsch von Lor. beer unb Myrthen erfüllte den engen Raum um fie her und reichte ihr weit über den Kopf. Nur ein Stückchen blauer Himmel lachte oben herein, unbefümmert um bas tödtliche Web eines brechenden Menschenherzens. Und als fie emporblidte, fab fie mitten in diesem lachen den Blau einen tieffchwarzen Fleck- das bärtige Gesicht Michele Lampi's, der oben auf dem Bauche lag und, als er's im Gebüsch fich regen sab, herunterfragte: du willst Du mein fein, Madonna? Ja oder nein?" Rein," tam es aus der Tiefe zurüd, wie ein Echo H feiner eigenen Stimme. Der schwarze Fled oben verschwand. , der in der Woche vom 17. bis 23. v. M. zur Meldung gekom menen Infeftions Erkrankungsfälle betrug an Typbus 12, Masern 115, Scharlach 46, Dipbtberitis 158, Rindbettfieber 3. Die größten Bablen unter diesen Erkrankungen entfallen auf Standesamt VII mit 43, X mit 37, XI mit 34, V mit 32, III mit 30 Fällen. Heim in einem Kleinen Orte Pommerns verlassen, um dem liebten Manne zu folgen. Der erzürnte Vater hatte fe brieflichen Verkehr mit der Tochter abgebrochen, so erfuhr geboren auch nicht, daß ihr acht Jahre nachher eine Schwefter wurbe, und legtere erfuhr laum etwas von der Eriften älteren Schwefter. Dieser und ihrem Ehemann war in Ameri Nachahmenswerth. Die Staatsanwaltschaft in Düffels das Güd hold gewesen; doch zog es fte nach der Gelmath dorf hat aus Anlag eines am 25. v. Mts. Dorgelommenen aurüd, vor einigen Tagen waren fie in Berlin eingetrof Unglüdsfalles, hervorgerufen durch die Unfitte des waagerechten Tragens eines Spazierftodes( wodurch ein Mädchen am Auge schwer verlegt wurde), folgende Verfügung erlaffen: Durch die Unfitte, daß einzelne Personen auf den Straßen Spazier nun im Begriffe, fich eine Häuslichkeit einzurichten. Der Schritt hierzu führte ihr die Schwefter, die nach dem vor lu erfolgten Tode der Eltern dienstsuchend hierher gekommen, die Arme, die fich freudig um die Gefundene schlangen. Körperverlegungen anderer Paffanten, besonders beim Umbiegen verschloffenen Bodenkammer versteckt, die Leiche eines neug Spize nach hinten oder nach vorn tragen, find schon zahlreiche wurde auf dem Boden des Hauses Drantenstraße 12 in ein um Suaßeneden oder beim plöglichen Stillstehen herbeigeführt borenen Kindes von einem Dachdecker aufgefunden. Die Sonne stand gerade über der Bifterne, da scholl sich kein Blatt; stumm und still stand Alles. Nicht es von oben wieder hinab, bumpf und drohend: " Ja oder nein?" " Nein," gab das Echo zurück, leise verwimmernd an den Steinwänden des Brunnens. Und als der Mond über der Grube stand, ba scholl sehen, nichts zu hören. Holla, schön Liebchen, wach' auf, die Sonne bergi steht über Dir!" Rein Laut da unten. Michele fühlt, wie sein Herz fich zusammenschut es zum dritten Mal hinab, wuthbebend und fast wie Tiger- Seltsam! Das fiebende Blut in ihm, es ist im Augenbli gebrüll anzuhören: Madonna, ja oder nein?" ,, Nein," tam es zurüd, leise, leise, wie ein ersterbender Hauch. zu Eis erstarrt. Was er ahnt, er weiß es nicht, aber e ahnt er. Hinunter, hinunter! Seilbider Epheu in langen Gehängen reicht ben y.D Samiot su Sonnabend Schöffenger rediger St at, ftebt b. M. D Weber beibe Gin t regbeleid atis", e haliger Be Berichts zur Still war die Nacht und schlaflos. Am Rande der Felawanden hinab bis auf den Grund. Michele flimm Grube lag Micchele Lampi die ganze Nacht und blickte gleitet, springt in die Tiefe, da liegt seine schöne Gefangen im Lorbeergebüsch, bleich, falt und stumm. Eine Rreugott Aber nichts hatte sie geftochen, oder eine Viper, deren es in fold pischem Urbidicht die Fülle giebt. Todt, todt und„ Nein" war ihr letter Saud hinab in die schwarze Tiefe unverwandt und horchte hinab mit allen Sinnen glühender Leidenschaft. rührte fich unten. Was ging in seinem Gehirne vor? Welchen barbarischen ober wahnwißigen Entschluß reifte in seiner Bruft der Einfluß der unheimlichen Nachts göttin Hetate? Wie mit tausend Hämmern pochte es in allen seinen Nerven und hielt den Schlummer von sei nen Libern ab. Was hatte er für den Morgen vor? Wußte er es selbst? Wußte er auch nur zu beuten, was in feiwesen! De Gemei Arnot in nur ein A genann Des mert beften Unter der Mern" verö Lagearbeite unterflüst 1882 ber balten ist. in feinem aus demie Buvor auße gutes bes gefeglichen thümer B Auftion an Der Ortsge Dung vom Schöffe Ar Gutachten 10-13 M Böhm den Dieser Gan Ich werde d bit Noch flang es in Michele's Dhren fort, biefes Nei dieses leise, leise dahinßterbende Nein, mit dem zugleich in Seele entfloh. Wild lachte er auf und rannte mit b Schädel gegen die Steinwände, dann warf er fich überh Leiche und bedeckte sie mit Rüssen, deren Höllengluth boch nicht erwärmen fonnte. Dann lachte er wieber nem Herzen vorging diese Nacht? Hatte er folchen Schmerz fang und tobte und weinte und raufte sein Haar und! heraus glühend wie im Fieber lag er oben im fühlen Lorbeerbüsche aus, mit Gewalt mußten die Genoffent Nachtthau und lauschte, lauschte hinab in ben schwarzen aus der Zifterne ziehen, die fie verschütteten. Schlund des Brunnens. voll Berfunkenheit, Wahn und Rausch. Er schüttelte fich 場 Lampi stellte sich selbst den Gerichten als Mörder bes a Als der Morgen fam, erwachte er aus diesem Wachen Engländers, faß ein Jahr in Untersuchungshaft und wurk wie ein wildes Thier und fuhr mit den Händen über sein italien als nichtschuldig und wahnsianig erklärt. dann von den Geschworenen gewöhnlicher Fall in Sa verstörtes Gesicht. Dann stredie er den Hals, neigte sich über den Rand und wie Donner dröhnte es hinein in den Schacht: Ja oder nein, Madonna?" Er lag und horchte gespannt. ging frei aus. mit Aber Michele Lampi war ein gebrochener Mann zerstörtem Hirn und geknickter Seele. Nicht vom Raal feiner Büchse, nur von seinem wahnsinnigen Gelächter Alle Fasern seiner Selbstverhöhnung und Verzweiflung erflangen nod Schluchten des Piccolo Sant- Angelo. Und zuweilen tomm ein Reisender über den Berg herüber, bleich und verf Seele hingen an dem Echo, bas ba kommen würde. Von diesem Echo hing all das Gräßliche, Teuflische ab, was an ( Bar. Bof? dem Feuer feiner Leidenschaft die Nacht über in ihm zur mit zitternden Gliedern, seiner Bunge nicht mächtia Reife gegohren. Rein Echo tam. Im tropischen Gebüsch unten regte Dem Amis Der Bars berhältnißn Bon bem Bans an uno einig gesandt. Sandrath Braftbent Besichtigun Qiermit m nun ben Ginige Bet liberalen S Der Schor entfekt wo Menich b Behauptur Bebenft, k Ein Opfer eigener Unvorsichtigkeit. Der in der ersten Fälle etage des pauses Mittenwalderstraße 44 wohnende 48jährige handlunges entier& Salomon war gestern Bormittag gegen 9 Uhr im gegen jet Beariff, ein Fenster seiner Wohnung zu öffnen. Die unteren echtlich ein Fensterflügel hatte er bereits geöffnet, das D ffnen der oberen verursachte jedoch einige Schwierigkeiten, weshalb Herr S. auf chreibt das Fensterbrett ftieg und durch Stoßen von Außen das Beriam Fenster zu öffnen fuchte. Dabet verlor er plöglich das Gleichberordneten gewicht und stürzte mit einem jähen Aufschret auf die Straße unterm 30 inunter, wo er blutüberströmt und bewußtlos liegen blieb. bestimmung Die durch dieses jäbe Unglüd aufs höchste entsegten Ange bruar 1876 bigen brachten den Schwerverlegten auf den Rath eines her. Deffentlid beigerufenen Arstes sofort nach dem föniglichen Klinitum, wo find uns febr ein sehr schwerer Schädelbruch tonstatirt wurde. Trot forg Trop forg mg gefaßte famfter Behandlung ist der Berunglückte bort schon nach awet Lefelben Stunden seinen Berlegungen erlegen. bi Citgliebe ba en widlige и Schmolzin, der Vertrauensmann des Amtsvorstehers und Land- I gegen 13 000. Bur Erläuterung des vorstehenden Telegramm " raths, bereits wegen einer gleichen Jagdübertretung, wegen Ber leumbung, wegen unbefugten Zabatrauchens auf der Dorf- ftraße bestraft sei und daß er einmal einen ordnungsmäßig geknüppelten Hütehund eines Nachbars erschossen und noch dazu das Schuß geld dafür beansprucht habe. Von dem Schöffen wurde die bereits erwähnte Tathsache des billigen Gänsetaufs erzählt. Am Schluß des Artikels hieß es: Wohl ihnen, daß fte nicht liberale Männer find." Auf den ordnungsmäßig gestellten Strafantrag wurde obige Anklage erboben, in einer umfang, reichen Beweisaufnahme aber, wie selbst der Staatsanwalt im Termin anerkannte, der volle Beweis der Wahrheit der be haupteten Thatsachen erbracht. Der Staatsanwalt beantragte baber nur wegen ber beleidigenden Form eine Geldstrafe von 30 M., während Rechtsanwalt Jonas als Bertheidiger barauf binwies, daß die Spitze der Angriffe fich nicht gegen die ver meintlich Beleidigten, sondern gegen deren Vorgesezten richte. Bur Berurtheilung seines Mandanten würde aber die Feft ftellung erforderlich sein, daß er Felaner und Arndt beleidigen wollte. Er beantragte aus diesen Gründen die Freisprechung des Angeklagten, auf welche der Gerichtshof erkannte. Die Leiche der Frau Schnaat, welche, wie bereits be haben oder tichtet, am Montag fiüb auf Antrag ber Staatsanwaltschaft Der Stäbumist wurde, ist schon am Abend des nämlichen Tages auf thellen." bem Jerufalemer Kirchhof wieder beerdigt worden. Die ge gierig, titliche Dbduktion derselben batte ein pofitives Resultat nicht wal nären" Be geben. Doch wurde der Magen der Verstorbenen behufs ch ein redemischer Untersuchung zurückbehalten. Wie verlautet, war Teine fre eine Anzeige bei der Kriminalpolizei von einer sehr naben was bann, Berwandten der Frau gemacht, welche den Verdacht, daß eine Bergiftung vorliegen fönne, involvitte. Begründet wurden bl." wurde die angegebenen Verdächtigungen, welche fich gegen einen Berwandten der Berstorbenen richteten, mit dem jahen Tode tgenommen Der Frau, dem Vergiftungserscheinungen vorhergegangen wären. Frau Schnaat war nach dem Genuß eines Glases um 11 the Bier plöglich von Unwohlsein und Magenträmpfen be Stunden dermaßen, daß die Patientin nach einem Krankenhaus Abgeführt zu werden verlangte. Doch wurde fte zu einer bundin gebracht, wo fte am aweiten Tage verstarb. Dies gnete fich turz vor einem Termin vor dem hiesigen Land Nach icht, bei welchem Frau Schnaat als Beugin aufzutreten und und en Eid abzulegen fich bereit erklärt hatte, welcher Eid dem ten, purebe des erwäonten Berwandten gegenüber geftanden haben inander aide. In Folge des plöglich eingetreter en Zobes der Frau Die Frau brt ermibe gen munte Denden Dol nie in eines offen. Ge befonba dem Au Palle rollle enfter. n des Au unter ein inüber, Otbahnbog undzwan U Schnaat wurde der alte Termin verschoben und ein neuer an gefest, für welchen nun die Freundin der Frau ihrerseits eidlich erhärten zu wollen versprach, daß dieselbe auf dem Todtenbette Die erwartete Eldesleistung widerrufen. Dies ist, dem„ B. T." folge, der bei der Staatsanwaltschaft geltend gemachte batbestand. F Bolizet Bericht. Am 31. v. M. Vormittags waren auf dem Grundstücke Köpnideistraße 10a die Arbeiter Bergemann bereinandenb Schirmacher, sowie der Bootsmann Bohm mit anderen Arbeitern beim Ausladen von Bauhölzern aus einem Rahn be razen einge Die Jap mit Wanne im Ronta threm Fischen , aber Die lebi ecftftraße Japane Seils in Den Nad 3 Dief Pausmaide n, babid eichen ten ber ochens, Der y. Bersuchter Mord, Diebstahl und unbefugtes Waffentragen" so lauteten die Delikte, die dem 27 jährigen Seiler Johann Georg Karl zur Laft gelegt wurden, ber geffern Dieferhalb vor dem Schwurgerichte des Landgerichts I stand. Der Angeklagte stammt aus Weißenburg in Baiern, woselbst sein Bater, ein wohlhabender Setlermeister, anfäffig ist. Aus dem mit ihm angestellten Jr quiftorium entnehmen wir folgen des: Das Verhältniß des Angeklagten zu seinen Eltern erlitt eine Trübung als der Lestere fich für einen Lebensberuf ent scheiden sollte; während die Eltern den Sohn für den Handels nand beftimmt hatten, batte dieser eine entschiedene Neigung für das väterliche Gewerbe. Schließlich feste er es auch durch, Daß man ihn aus Augsburg, woselbst er fich für die Handels. Alademie vorbereiten sollte, wieder fort und nach Hause nahm, um bei dem Vater die Seilerei zu erlernen. beendeter Lehrzeit ging er in die Fremde war. geben wir folgende Mittheilung aus Newyork, 31. Dat: Am Diftritt Bittsburg wib morgen ein Strelt der Elfen Arbeiter gegen eine Lohnberabſegung von 20 pet. beginnen. Die Arbeiter erklärten fich berett, eine berab fegung von 10 pet. anzunehmen, und dieses Anerbieten ist von mehreren Hüttenbefizern, darunter Carnegie Brothers, Dilworth, Porter u. Co. und die Republic Jron Kompany, angenommen worden. Diese Fabriten werden im Betrieb bleiben, aber die meisten übrigen Fabriken des Diftritts wer ben geschloffen werden und nahezu 100,000 Arbeiter werden feiern. Dies wird der größte Streit sein, der in der Eisenindustrie seit Jahren dagewesen ist. Er wird von den Fabri fanten wegen der Geschäftsstockung und der vorherrschenden Ueberproduktion begünstigt. Die Einschränkung der Produl tion soll den ganzen Sommer hindurch fortdauern. Alle Fas briken in der Mahoning Region( Dhio) wurden gestern Abend geschloffen, wodurch 10,000 Mann thre Beschäftigung verloren. In Wheeling( West Virginia) find 3000 Arbeiter ohne Arbeit. Vereine und Versammlungen. Der In der Delegirten- Versammlung der Schloffer und Berufsgenossen, welche am Montag Abend in der Annen ftraße 16 stattfand, standen folgende Bunkte auf der Tages. Ordnung: 1. Berlesen des Brotokolls. 2. Wahl eines Kom miffions. Mitgliedes. 3. Wahl eines Bahlstellen Inbabers. 4. Die Antwort der Meister auf die am 26. v. Mts. ver fandten Birkuläre. 5. Berschiedenes. Der Schriftführer war nicht anwesend, weshalb der erfte Buntt ausfiel, als Kom missionsmitglied wurde Herr Schlaus gewählt, als Bahlstellen Inhaber Herr Eltes. Bet Punkt 4 theilte der Boifigende mit, daß von den 1000 versandten Birkulären 27 als unbeftellbar zurückgekommen find, außerdem find bis jest 93 Antworten eingegangen, von denen 86 den Forderungen betreffs der 10 ftündigen Arbeitszeit zustimmen, 3 erklären, daß fie nicht mehr Schloffermeister find, 2 find nicht mit einverstanden und 2 find sehr zweifelhafter Natur, besonders weil fie anonym find; deshalb verdienen fie später eine besondere Kritit, wenn die Absender erft ermittelt find, was nicht so schwer sein wird, indem man bei der einen Karte weiß, von wem fie gesandt Ueber Buntt 4 der Tages Drdnung entspann fich eine längere eine längere Debatte. in welcher hauptsächlich zweite Borfißende, Herr Göbel, die heutige Produktionsweise beleuchtete, das beweisen schon zur Genüge die 27 als unbeftell bar zurüdgekommenen Zifuläre und außerdem die 3 zurück gekommenen Karten mit dem Vermert, wir find nicht mehr Schloffermeister. Man sehe hieran genügend, welchen wechsel vollen Verhältnissen der heutige Kleinmeifier ausgesezt ift, benn bei Ausgabe des neuen Adreskalenders find dieselben ebenfalls noch in den Reihen der Weister gewesen, 2 bavon find freilich durch Tod aus ihrem Wirkungekreise geschieden und 2 hoffen in Amerika beffere Verhältnisse anzutreffen, aber dennoch sehe man gans deutlich hieran, daß der Kleirmeister immer mehr dem Großproduzenten Play machen muß. Redner bedauert, daß die Meister das nicht selbst einsehen und fich beshalb nicht mehr an unserer Bewegung betheiligen. Zu Ver schiedenes wurde angefragt, ob diese Woche noch eine General versammlung stattfinden soll. Dies wird verneint, es wurde jedoch dem Vorfißenden überlaffen, eine solche anzuberaumen, wenn er es für nöthig findet; man müffe erft noch abwarten, ob noch mehr Antworten auf die Birkuläre einlaufen; außerbem foll aber die vom Vorftzenden anberaumte Werkstatt- Bezirks Bersammlung am nächsten Sonabend Abend in der Linien ftraße 8 ftattfinden. Der Vorsitzende thellte noch mit, daß ihm aus Kalt von den dortigen Kollegen der Wertzeug MaschinenFabrit von Breuer und Schubmacher vier Sammellisten auge schickt worden sind und empfiehlt, dieselben zu unterstügen. Die vierte Bablftelle ist von der Bülowstraße 38 nach der Bülowftraße 69, Ogb. 3 Tr. L. bei Herrn Günther verlegt worden, und ebenso ist die neunte Bahlstelle von der Wilhelm ftraße 94 nach der Kleinbeerenstraße 25 bet Herrn Elies verlegt. tehrte nach mehrjähriger Abwesenheit nach Hause zurüd. Das Verhältniß zwischen Vater Bater und Sohn wurde immer gespannter und für den Letteren schließ lich so unerträglich, daß er im Jahre 1881 einen Selbstmord versuch machte und fich eine Kugel in die Bruft jagte. Er genas und fann nun auf Mittel, fich der strengen väterlichen Gewalt zu entziehen. Am 22. Juli v. J. verließ er heimlich das elterliche Haus, beftahl aber vorher seinen Bater um die Summe von 5400 M. in Werthpapieren und 100 M. in baarem Gelde. Er wandte fich zunächst nach Nürnberg und baarem Gelde. Er wandte fich zunächst nach Nürnberg und tauchte Anfangs August in Berlin auf. Dhne zu arbeiten, ging er hier eine Beit lang feinem Vergnügen nach, bis er in einem Tanglotale die Bekanntschaft einer Prostituirten, der un verebelichten Martha Töpfer, machte. Er verliebte fich als über Ropf in die Person und verließ fie von Stund an nicht mehr. Die Töpfer wußte die neue Eroberung nach Kräften auszunuzen, bald wohnte fte mit dem Ange tlagten gemeinsam in der Manteuffelstraße und der anscheinend wohlhabende Liebhaber überhäufte fte mit Geschenken. Sie machten auch gemeinschaftliche Reisen nach Marten bura Sie machten auch gemeinschaftliche Reisen nach Marienburg und Hamburg, und nach ihrer Rückkunft nach Berlin richtete der Angeklagte seiner Geliebten eine anständige Wohnung ein, wofür er ca. 600 Mt. verausgabte. Das auf so lockeren Grund. lagen ruhende Verhältniß ertaltete aber dennoch bald seitens der Töpfer, und der Angeklagte, der ihr so große materielle Opfer gebracht, glaubte zu bemerken, daß fie, entgegen ihrem Versprechen, wiederum zu anderen Männern in Beziehung trat. Wie die Töpfer behauptet, ist fte von dieser Zeit an häufigen Mißhandlungen seitens des Angeklagten ausgesezt worden, bis fte demselben eines Tages den Butritt zu ihrer Wohnung ver Der Angeklagte hat nun die Töpfer bei ihren weigerte. Der Angeklagte hat nun die Töpfer bei ihren Ausgängen unausgesezt verfolgt und mit großer Bebarrlichteit fte gebeten, ibn wieder bei sich aufzunehmen. harrlichkeit fte gebeten, ihn wieder bet fich aufzunehmen. Da fie fich ebenso beharrlich ablehnend verhielt, so schaffte er fich, wie er angiebt, um sich eventuell selbst zu töten, von dem legten Rest des seinem Vater gestohlenen Geldes einen Revolver an Am Abend des 3. März cr. lauerte der Ange wurde, zur Erde, traf die vorgenannten Arbeiter, und erlitt Abſchürfung bes rechten Knies und Bohm eine Berftauchung be Kreuzes. Die beiden Ersteren befinden sich in häuslicher lege, Bohm mußte nach Bethanien gebracht werden. Am b. M. Morgens fiel der in der Mittenwalderstraße Nr. 44 1. Stode wohnhafte Rentier Salomon aus eigener unvor tigkeit beim Deffnen der oberen Fensterflügel aus dem Fenster auf den Bürgersteig hinab, erlitt dadurch einen Schädelbruch, sowie einen Bruch des linksseitigen Schlä fenbeines. Er wurde mittelft Krantenwagens nach föniglichen Klinik gebracht. An demfelben Lage Nachmittags verunglückte in der Neuftlberwaaren Fabrit Don H. A. Jürft u. Co., in der Chauffeeftraße 53, der in der Büschingstr. 21 wohnhafte Arbeiter Entrich dadurch, daß er Seim Beschneiden eines Stückchen Rundholzes mittelst der Rreissäge mit der rechten Hand der Säge, zu nahe tam. Er elift badurch eine Berreißung der Sehnen und mußte nach der Der bei dem Ausschachten eines Kellers auf dem Neubau toniglichen Alinit gebracht werden. Eteldorftr. 42 beschäftigte Arbeiter Bantel durch herabfallen von Erdstücken einen Bruch des linten Unterschenkels. Er Rrantenhause im Friedrichshain gebracht. Am 2. d. M. Nach flagte der Töpfer wiederum vor dem Hause Manteuffelftr. 75, mittags wurde ein Mann in seiner Wohnung in der Lands bergerstraße erhängt aufgefunden. Die Leiche wurde nach dem Dbbuktionshause gebracht. ut verlaffen bas jung elegenbet mit fid e vorber Pas elterli m bem batte je erfub ter Arboren Friften DES rin Amerila Der Belma Betroffen u Der e hvor fur tommen ngen. Bormi 12 in ein eines neu Nights te ber B meniul Augenbli Des Bou: be nach Anlegung eines Nothverbandes nach dem städtischen Gerichts- Zeitung. Der Privatbeleidigungsprozeß des Fabrikanten Samiot zu Elberfeld gegen den Hofprediger Stöcker findet am Sonnabend, den 6. b. M., vor der Jujurien- Abtheilung des Schöffengerichts statt und in dem Sensationsprozeß, den Hof Gin in seinem ganzen Verlauf höchft intereffanter in dem fie ihre Wohnung hatte, auf. Um 8 Uhr tam fie von der Arbeit nach Hause und eben wollte sie den Flur betreten, als plöglich der Angeklagte ihr den Weg vertrat. Instinktiv wich fte einen Schritt zurück, in demselben Augenblick hielt der Angeklagte ihr auch schon die Rechte in Kopfeshöhe entgegen, es fiel ein Schuß und fte spürte einen heftigen Schmerz in der rechten Schulter, so daß fte zu Boden fant. Der Attentäter rechten Schulter, so daß fte zu Boden fant. Der Attentäter ftand erft, wie faffungslos, einen Augenblid ba, dann wandte er fich zur Flucht und eilte bis zur Dranienstraße, wo er aber ergriffen Die Verlegungen, die die Betroffene davongetragen, griffen wurde. Die Verlegungen, die die Getroffene davongetragen, Maurerversammlung. Am Sonntag, den 31. Mat fand in der Tonhalle", Friedrichstr. 112, eine von ca. 2000 Bersonen besuchte Generalversammlung der Maurer Berlins statt. Auf der Tagesordnung ftand: 1) der Streit der Maurer in Rathenow; 2) die Lohnstatistit Berlins; 3. Verschiedenes. Jn das Bureau wurden gewählt die Herren Behrend, Lähn, Kaufmann. Su Punkt 1 sprach Kollege Peter, er fritiftet die Lage der Maurer Rathenows und führt aus, daß nicht das toote Material den Werth bedinge, sondern daß auch der Arbeiter fich seines Werthes bewußt werden möge. Sobann stellt er die Lage der Arbeiter der Lage der Unternehmer gegenüber, erftere arbeiten, um sich ihr Leben zu prediger Stöder gegen die hiefige Freie Beitung" angeftrengt ftud zum Glüde nur leichter Natur und haben andauernd feine frisien, leptere um ein Rapital berauszuschlagen. Die Meister " at, steht der Hauptverhandlungstermin am Dienstag, den b. M. vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I an. Weber beide Prozesse werden wir ausführliche Berichte bringen. reßbeleidigungs.Prozeß gegen den Rebatteur des Reichs Vatis", Hermann Bartsch, gelangte gestern endlich nach fünfhaliger Bertagung vor der 87. Abthlg. des hiesigen Schöffen Berichts zur Erledigung. Die Anflage lautete auf Beleidigung De Gemeindevorstehecs Folgner und des Gemeindeſchöffen Arndt in Schmolzin mittels übler Nachrede. In kriminirt ist geben, daß nur ein Korrespondenzartikel aus Hinterpommern in Nr. 49 wertheften ist aber die Vorgeschichte desselben, welche in einer Unter der Spigmarke Swet Gänsegeschichten aus Hinterpom Bern" veröffentlichte Notis in Nr. 45 deffelben Blattes ent balten ist. Nach der Aussage des tommiffarisch vernommenen Lagearbeiters Bolles in Schmolzin, die von anderen Brisonen unterfügt wird, hat am Katsersgeburtstag des Jahres aber etwal eicht an Sele Him ben Gefangen Rreusotte in fold Sauch g Diefes Nei Bugleid in te mit be über engluth wieder ar unb bit Senoffen i uf, Michel rbes altes und wuth all in Sib erllärt. Mann Dom Real elächter поф vall bit eilen tomm nb verfion htia. Boft? genannten Blattes vom 8. Dezember 1883, am bemertens in seinem Garten umberlaufende Buchtgans gewaltsam nachtheiligen Folgen hinterlassen; die Kugel ist in dem rechten Schultergelent figen geblieben und hat fich da eingelapfelt ohne Die Trägerin erheblich zu moleftiren. Der Angeklagte räumte den Diebstahl unumwunden ein, beftritt dagegen, die That mit Ueberlegung aufgeführt zu haben. Er sei in einem Suftande so hocharadiger Erregung gewesen, daß er nicht wußte, was er that. Der Staatsanwalt schilderte den Angeklagten in treffenber Weise als einen Menfchen, welcher ohnr fittlichen Halt von Stufe zu Stufe sant und wenn die Beweis aufnahme auch er. geben, daß er leicht erregbaren und aufbrausenden Temperaments und baß ferner bas Dpfer Dpfer feines Racheatts eine verworfene Person und für das in Rede flebende Verbrechen moralisch mit verantwortlich zu machen set, so set Dennoch zur Evidenz festgestellt, daß die That mit Ueberlegung und Borbedacht ausgeführt wurde. Der Vertheidiger führte bemgegenüber aus, daß die That lediglich das Produkt einer augenblicklichen Aufwallung und demzufolge im Affett ausge nur ber 1882 der Rentmeister und Amtsvorsteher Böhm deffen schweren Körperverlegung mittels einer Waffe für schuldig zu erklären und demselben auch mildernde Umstände zuzubilligen. Das Berdikt der Geschworenen lautete auf Schuldig der ver fuchten Lödtung, jedoch ohne Ueberlegung und unter Bubili gung mildernder Umstände. Der Gerichtshof erkannte darauf auf eine Gesammtstrafe von vier Jahren Gefängniß und drei aus demselben vertrieben und pfänden lassen, well fle suvor außerhalb des Gartens auf dem Tertain des Chatoullen Butes des Raisers umbergelaufen sein sollte. Entgegen der gefeglichen Vorschrift hat Böhm, anstatt diese Gans dem Eigen thümer Bollet zurückzugeben, den Verkauf derselben durch Jahren Ehrverlust. Muftion angeordnet, und auf dieser bat fte, da die Mitglieder bung vom Erscheinen zu derfelben ferngehalten haben, der Schöffe Arndt für Mart 325 erftanden, obgleich fie nach dem Gutachten der verschiedensten Drtsbehörden einen Werth von 10-13 Mart gebabt hat. Außerdem nahm der Amtsvorsteher Böhm den Bollet wegen der nicht gehörigen Beaufsichtigung Dieser Gans in eine Strafe von fünf Mart. Auf die Be chwerde des Geschädigten bat der Kretelandrath v. Richthofen dem Amtsvo: steher sowohl wegen bes ungefeglichen Verkaufes Der Bars, als wegen der Berhängung einer ganz un verhältnismäßig exorbitanten Strafe eine Rüge ertheilt. Bans angehört, wurde eine Werthtare auf 3 ait Sosiales und Arbeiterbewegung. halten diejenigen Arbeiter für solide, welche fich um nichts fümmern. Redner verurtheilt, daß es in Rathenow versucht werde, die Arbeiter mit Bibelsprüchen abzuspeisen und schließt mit dem Appell an die Versammlung, die Rathenower Kollegen so viel wie möglich zu unterstüßen. Die übrigen Redner Sprachen fich wesentlich in gleichem Sinne aus. Her Wille hebt hervor, daß stets gesagt werde, es herrsche Ueber produktion, das fomme nur daher, daß die meisten Arbeiter thre Bedürfnisse noch nicht fennen, er ist für eines Einführung neunftündigen Arbeitstages, Damit Das Vagabondentbum aufböie. Hierauf gelangt folgender An trag zur Annahme: Die Unterzeichneten stellen den Antrag, mit den Meistern in Unterhandlung zu treten behufs Regelung der Arbeitszeit und des Lobnes." der Arbeitszeit und des Lohnes." Ferner eine Resolution: Die heutige Generalversammlung der Maurer Berlins und Umgegend erklärt: 1) In Erwägung, daß die Lage der Ber liner Maurer trop jahrelanger Arbeit, im Allgemeinen eine baltlofe, ftets von Roth und Elend bedrohte, folglich menschen unwürdige ist, die Verbefferung derselben für dringend noth wendig. 2) In fernerer Erwägung, daß nur durch eine für zere Arbeitszeit und Aufhebung aller Alford Ueberstunden" und Sonntagsarbeit die Lage der Berliner Maurer etwas ge mildert werden kann, empfiehlt fte einen neunstündigen Normal Arbeitstag. Es muß zur Erlangung deffelben, mit allen Kräften und gesetzlichen Mitteln barnach gestrebt wer den. 3) In fernerer Erwägung, daß die Löhne der Maurer สิน gering find, um eine menschenwürdige Existenz zu schaffen, beschließt die heutige Versammlung, Die Löbne zu erhöhen und macht Ansprüche bei allen Meistern. Jeder Maurer Berlins hat demnach die Pflicht, für die Ein. führung eines zeitgemäßen Minimallohnfages zu wirken. Hier auf wird der Versammlung von der Kommission die Lohnstatistit vorgelegt, welche ergiebt, daß 64 Meister 4,25 M. und 53 4 M. bezahlen und 30 Ueberstunden arbeiten laffen. Unter Verschiedenes tommt zur Mittheilung, daß in der Lübeckerstraße die Gefellen die Etage für 800 Mait in Alford angenommen hätten, aber fein Gelb bekommen haben. Herr Heinrich bat fein Amt als Kommiffionsmitglied niedergelegt, an seiner Stelle wird Herr Behrend gewählt. Herr Beter spricht sich in dem Schlußwort dahin aus, nicht jest einen 9ftündigen Arbeitstag zu verlangen, weil das häuflein noch au flein fel. Es gelangt folgende Schluß- Resolution zur Annahme: Die beutige Ver fammlung erklärt sich mit den Ausführungen der Redner einverstanden und verspricht mit aller Energie für eine Bohnforderung von 4,50 refp. 4,25, je nach den Verhältnissen der Arbeits Die großen mechanischen Sammtwebereten von de Ball und Nebid zu Lobberich bei Krefeld haben den Betrieb einstellen müffen, da die Arbeiter fich weigerten, weiter zu arbeiten. Der Streit ist dadurch entstanden, daß den Arbettern von Seiten ihrer Herren eine Lohnherabfepung Don 20 Prozent angekündigt wurde. Die Zahl der Streitenden beläuft sich ungefähr auf 600. Auch in einer Werkzeugmaschinenfabrit in Rall bet Köln ist ein Streit ausgebrochen. Die Arbeiter verlangen: 1) Erhöhung der Tagelöhne um 25 pet.; 2) Erhöhung der Afford fäße um 25 pet.; 3) Abschaffung der Sonntagsarbeit; 4) Regelung des Lehrlingswesens; 5) teine Maßregelungen und 6) daß sämmtliche Werkzeuge von der Firma beschafft und den Arbeitern unentgeltlich überlaffen werden. und einige Pfennige abgegeben und dem Landrath ein gesandt. In Folge dieses Umstandes und der feitens des Sandraths veranlaßten Roneltur fandte der Regierungs Braftbent d'ouffonville in Röslin dem Reichsblatt" eine Berichtigung ein, welche in Nr. 47 deffelben Aufnahme fand. Dimenfionen an. Biermit war zugleich eine andere Angelegenheit verknüpft, die einige Betrachtungen voranzufchiden. Er war nämlich ein ber liberalen Bartel angehörender Gemeindevorsteher, weil er in Der Schonzeit einen Rehbock geschoffen hatte, feines Amtes entfest worden und bei spätererer Gelegenhe t als bestrafter Streifenden beträgt jest 600. Rensch" bezeichnet worden. Mit Bezug hierauf war nan bie Behauptung aufgestellt, daß der Gemeindevorsteher von Der Streit der Weber in Lobberich nimmt immer größere Einzelne liberale Beitungen wiffen freudigft nun den Einsender des inkriminirten Artikels veranlaßte, diesem Krefelder Sozialdemokraten zurückgewiesen hätten, jedoch beschloß periode, einzutreten. bieselbe Versammlung, den Streit mit allen gesetzlichen Mitteln durchzufeßen, wodurch angereist", fofort 130 weitere Arbeiter aus der Arbeit ausgetreten find. Die Zahl der Newhort, 2. Jun. Die Zahl der wegen Lahnberabſegung streikenden Arbeiter in und bet Pittsburg beträgt augenblicklich Der Tischlerstreik in Dresden dauert fort. Es fandus daselbst zwei Versammlungen der Streifenden statt, über welche uns folgendes mitgetheilt wird. In einer Sonnabend, den 30. Mai stattgefundenen öffentlichen Tischlerversammlung refe rirte Herr Schidlowsky in einer eingehenden Weise über unsere Lohnbewegung. Redner gab zunächst bekannt, daß 30 Meister. welche gegen 200 Gehilfen beschäftigen, unsere Forderungen unterschrieben haben, während über 800 Prinsipale fich dagegen in die Bruft warfen und mit Segartiteln in hiesigen Beitungen uns au bekämpfen versuchten. 700 Kollegen liegen noch im Streit, derselbe dürfte wegen der Hartnädigkeit einiger Herren fich wohl noch in die Länge sieben Jn oben angefchen Bierballen, Rommandantenstraße 77/79. Auf der TagesDen Mitgliedern der Zentral- Krankenkasse der deut| fchen Wagenbauer hierdurch zur Nachricht, daß die zum schen Wagenbauer hierdurch zur Nachricht, daß die zum Sonntag, den 7. Juni, Bormittags 10 Uhr, angefagte Berfammlung eingetretener Umstände halber nicht statifinden tann, fondern erst Nachmittags 4 Uhr und zwar in den Bratwell' regten Artikeln, Deren Schreiber wet ,, bothachtbare" Meister find, welche sich berufen fühlen, den Vormund für die Innung zu spielen, wird zunächst der biefige Fach verein in gebäffiger Weise verdächtigt, indem die Be hörden aufgefordert werden, uns beffer auf die Finger zu feben, übrigens fel der Stiell nur aus Uebermuth hervor gerufen u.. w.( vier fönnte man ausrufen: Herr vergieb Shnen, denn fle wiffen nicht was fte thun.) Nach längeren Huseinandersetzungen über unsere Lohnbewegung tam eine lebhafte Debatte in Fluß, in welcher fich fämmiliche Redner für einmüthiges Festhalten an den gestellten Forderungen audSprachen. Im Anschluß hieran fand Montag, den 1. Juni, wieder eine öffentliche Versammlung ftatt, in welcher außer über unsere Lohnbewegung" auch über das Gewerbegeses vom Kollegen Schidlowsky referirt wurde. Bunächst mußte leider wieder ein recht von unwahrheiten stroßender Bericht derselben Herrn Zünftler verlesen werden, an den fich auch später eine Tangere Debatte anschloß. Die wahrheitsliebenden Herren balten auf eine Entgegnung unsererseits thre Behauptungen als Wahr heit aufrecht, und schreiben außerdem noch, der aus Uebermuth vom biefigen Fachverein hervorgezauberte Streit bezwecke nur, Den Führern derselben auf längere Beit, ohne zu arbeiten, gute Lage zu machen. Dies glauben die Herren natur. Hich felbft nicht. Daß fich der Fachverein zur Aufgabe macht, junge Leute zu dem Glauben zu belehren, dem Glauben zu belehren, Den ble Führer, haben ist selbstverständlich, weil von unserem Standpunkt dieser der richtige ift, mögen fich solche Herren Meister" auch darüber ärgern; bie schlechften Früchte find es nicht, an denen die Weespen nagen. Daß die Herrn das Unter fchreiben unserer Forderungen seitens witlich achtbarer Firmen für blödsinnig erklären, zeigt ihren leider nicht allzu hohen Bildungsgrab und dürfte, wenn die beleidigten Firmen dies nicht für zu niedrig halten, diefen Herren minteftens, wenn nicht Klage, boch eine öffentliche Burechtweisung einbringen. Sollten diese Dunkelmänner willich ihr vermeintliches Recht behaupten wollen, warum tommen diefelben auf wiederholte Einladung nicht in unsere öffentlichen Bersammlungen. Nach dem dann noch die Herren Peters, Schneider I, Scola und Rarnas Dbengenannten auch nicht gerade ein gutes Beugniß gegeben, ging Herr Schiblowały zur Auseinandersehung der Gewerbegefeßnovelle über. Die Kommifton bittet, den Zuzug nach Dresden ftrengstens fern zu halten und um schnelle thatfräftige Unterstügung der Streifenden. L. Scholz. Die 7. Generalversammlung der Zentralfranken- und Sterbelaffe der Tischler 1c., welche augenblicklich in Frank M. ordnung ftebt: 1. Berathung der von den verschiedenen Ber waltungsstellen geftellten Anträge. 2. Stichwahl zwischen den Delegirten zu der am 28. Juni in Leipig ftatifinden General Bersammlung. 3. Wahl zweier stellvertretender Revisoren. 4. Verschiedenes. Proa Pine öffentliche Versammlung der Schmiedegesellen findet am Freitag, den 5. Juni, Abends 8% Uhr, in Kellers Salon, Andreasstraße 21, stati. Tagesordnung sehr wichtig. Die Kommiffion erfucht alle Schmiede, am Plage zu sein. Allgemeine Kranken- und Sterbefasse der Metall. arbeiter( E. H. Nr. 29), Filiale Berlin- Rirdorf. Sonnabend, den 6. Juni, Abends 9 Uhr, Berlinerstraße 136. Monate veriammlung. 1) Raffenbericht. 2) Wahl der Krantenkontroleure. 3) Geschäftliches. Mitgliedsbücher legitimiren. Der Gesangverein Männerchor St. Urban hält heute seine Uebungsstunde im Bulower Garten, Butowerstraße 10, Abends von 9-11 Uhr ab. Neue Mitglieder werden aufge nommen. Vermischtes.DR Das kommt davon. Dieser Tage spazierte eine Dame im Regenmantel auf dem Benton des neuen Bahnhofes in Bonn, wobei es ihr aber schließlich zu warm wurde, so daß fie es Kaum war dies ge vor og, ihren Regenmantel abzulegen. fchehen, so erhob sich von allen Seiten ein schallendes Ge lächter, welches, wie die Elberf. Btg." erzählt, dadurch hervor gerufen wurde, daß die Dame, wahrscheinlich damit der Regenmantel beffer figen sollte, ihre Tournure über dem Kleide trug. Der Gipfel der Faulheit. A.:„ Ich sage Ihnen, dieser Mensch, der B., ift so faul, daß es ihm sogar beschwerlich wird, die Umdrehung der Erde mitzumachen." längere Zeit vergangen war, ohne daß das Mädchen zur Febrt, wurde man beforat und begann, es überall zu fuche Stließlich fand man das Mädchen verbrannt und verkohlt Walde. Nach dem„ Sat. Bl." wid angenommen, es babe is Folge plöglich eingetretener Geifterstörung die Unglüdliche Der Art Hand an fich gelegt, daß es fich in Stroh und Gal rinden einhüllte und diese Umhüllung sodann anzündete. d Aus Thüringen, 31. Mai. Ein blutiges Drama legen) augetragen. Dort fanden verfloffenen Abend a fich vorgeftern im Beißer Forfte( wischen Gera und Beiß arbeiter den fönigl. Förster Hofmeister, durch zwei Schuffe der Seite getroffen, toot vor. Nicht wit davon fand ma einen Forstaffiftenten mit durchschoffener Bruft gleichfalls to im Walde liegend. Die Umstände, unter weichen die tod Ferstbeam.ten gefunden wurden, schließen einen Kampf mit Wil Dieben aus. Vielmehr ist anzunehmen, daß die beiden Jäg welche furze Beit vor ihrer Auffindung gemeinschaftlich Fö fteret Nickelsdorf bei Beig verlassen hatten, in einen Rof gerathen find. Db die Betben im gegenseitigen Kampfe fallen find oder ob der Forstasistent erst muchlings be Förster und dann sich selbst erschossen hat, darüber ist man nod nicht tlar. and 1 r. 128 Rand Ing ein mil geint täglic Calin frei in Softabonnemen Genthin, 31. Mai.( Doppel Selbstmord.) In eine biefigen Hotel fand man am 30. Mai Vormittags einen he und eine Dame, die Abends vorher aus Beilin gelomme todt vor. Beide hatten fich vergiftet. Auf dem Tische ein Fiacon mit unaufgelöstem Cya lali, daneb dem Namen der Beiden unterschriebener Bettel, auf welchen Die Adresse der Angehörigen der Dame angegeben und außerdem geschrieben stand, daß eine Unt fuchung unnöthig wäre, da die that im beiderfe Einvernehmen ausgeführt worden sei. Auf dem Fußbode ein geleertes Selter wafferglas, aus welchem die Unglüdl Auch eine Frage. Herr( zum Heirathsvermittler): Sch möchte mich gern verheirathen, aber nur mit einem Mädchen, das ich lieben tann. Heirathsvermittler( ihm eine Photo graphie vorlegend): Hier habe ich was ganz ausgesucht Feines, wanzigtausend Thaler, die Sälfte baar, erst sechsundzwanzig Sabre alt laut Taufichein, nur zehn Prozent Provision für mich( ungeduldig): Nun, lieben Sie die noch nicht?!" Rache ist füß..: Ich verstehe Dich nicht, dieser Mensch bat Dich zeitlebens so geärgert, und jetzt giebst Du Mensch hat Dich zeitlebens so geärgert, und jest giebst Du ibm Deine Tochter zur Frau." B.:„ Nur ruhig, er betommt meine Frau zur Schwiegermutter, das ist meine Rache." furt a. 9. tagt, bat nunmebr die Höhe der Beiträge wie auch Kleine Mittheilungen. Der zu zahlenden Krantenunterstügungen wie folgt definitio festgelegt: Der Beitrag beträgt 1. Klaffe 25 Bf., 2. Rlaffe 35 Bf., B. Klaffe 40 B. 4. Riaffe 50 B. wöchentlich. Rran Renunterstügung foll gezahlt werden: 1. Klaffe 8 Mt. 25 Bf., 2. Kl. 11 m. 60 Bf., 3. R 13 M. 20 pf und 4. KL. 16 Bf Mart 50 Bf. pro Woche. Es wurde ferner beschloffen: Bur Ansammlung des Reservefonds und zur Dedung der Roften Der Generalversammlung wird im zweiten Monat eines jeden Quartals eine Extrafteuer in der Höbe eines Wochenbeitrages erhoben." Das Einiruisgeld wurbe mie folgt festgelegt: 1. RI. 50 B, 2. A. 1 t., 3. R. 1 Mt. 50 Bf., 4. RI. 2 M.; beim Eintritt aus einer niedrigen in eine höbere Klaffe ist die Differenz nachausablen, mit Ausnahme des Uebertriftes von der ersten in die zweite Klaffe. Die Festigung der Bei träge erfolgte in namentlicher Abstimmung mit 79 gegen 52 Stimmen. asdisid aidsqm dnu dni o Der Arbeiterinnenverein hält heute, Donnerstag, Abends 8 Uhr, in Gratwell's Bierhallen, Kommandantenstraße 77/79, eine Berfammlung ao, in welcher ein Vortrag des Herrn Land auf der Tagesordnung steht. Um zahlreichen Besuch bittet der Borstand. 402 35 800 01 draind und Theater. Rönigliches Overnhaus. Beute: Die Jungfrau von Orleans. de Königliches Schauspielhaus. Seute: Keine Vorstellung. Deutsches Theater. Heute: Prinz von Homburg. old eute: Deficit. Bellealliance- Theater. Jasa Reues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. tute: Der Großmogul bittendi tin Walhalla Operetten- Theater: Beute: Mascotte. eute: Der Verschwender. Oftend- Theater: T Wallner Theater. Beute: Bapageno. Beute: Undine. Louisenftädtisches Theater: Central Theater: Alte Nalobftraße 30. Direktor: Ab. Ernft. Beute: Wegen Vorbereitung Teine Vorstellung. Sonnabend den 6. Juni: Baftspiel des plattdeutschen En embles. Hamburger Lelden" von Julius Stinde. Vorher: De lütt Hedenrof." Danksagung. aufs ( Ei wohl die tödtliche Gyankalt Miſchung getrunken batten, die allgem Bie unfer llung für baben uns fcho für eine bem lagen auf einem Kleinen Seitentischchen zwei scharf ladene Terjerole mit aufgefegten Zündhütchen und gespannt Häbnen, sowie Bulverborn und weiter Winitions vorrath unter anscheinend mit Eyantali vergifteteKugeln. Das Mädden Die 22jährige Tochter hochachtbarer Eltern, der Mann der 43 äh Profeffor Sc. an der Kunstgewerbeschule in Dresden. Leste dort verheirathet, hinterläßt au und drei Kinder; derfel ift schon in den legten zwei Jahren gemüthstrant gewesen, batte seine Aufnahme in eine Anstalt bis jest nicht erfolgr Er batte im vorigen Sommer wäb end feine Rurufenthaltes in Saßris die dort gleichzeitigation gege der Tochter deffelben ein unglückliches Liebesverhältniß an tönnen. bod glich it in B Run werb iche Gewe wesende Familie des jungen Mädchens fennen gelernt und m be nicht au fnüpft. welches in der vorbesch tebenen Weise gestern hier ein so traurigen Abschluß fand. gipte 1. Juni. Auftlärung.) ( Aus dem Jahrhundert b Eine dem Arbiter ftande angehörige 喵 haupt, um gefights fold erigen Wil ung in Ber infchenswert Merkwürd ungen über ng für Abbal Düsseldorf, 1. Junt. Pattisch ist die Ratinger Beitung; Dieselbe hat, wie die Düffeld. Btg. erzählt, bei ihrer Mittwochs Nummer voriger Woche Papier gespart, und ihre Bettung auf Darüber vom Kaufmann befragt, fagte fte: Ich habe gefin Berlin Die weiße Rüdfeite der zur Versendung gelangten Fabipläne der rechtsrheinischen Eisenbahn gedrudi. Allen Freunden und Bekannten, sowie den Herren Kollegen fage ich meinen wärmsten Dant Mögen Alle dem so früh Dabingefchiedenen ein Andenten bewahren und fich fteter Ge fundheit erfreuen. Auch der troftlosen Mutter und Schwester fage ich meinen besten Dant. [ 1198 Die tieftrauernde Wittwe Bauer. Arbeitsmarkt. Ein tüchtiger Carton- Zuschneider, nur ein solcher, gegen hoben Lohn verlangt mitb [ 1195] Solamartiftr. 8. Deffentliche Versammlung Altona, 1. Junt( Eine neue Steuer.) In den ländlichen Gemeinden ist es noch sehr bäufig Sitte, daß Hochzeiten und bgl in gewinnbringender Abficht gefeiert werden, indem man auf die Geschenke der zahlreich eingeladenen Gäste spekulttt. Bur Steuerung dieses Unfugs ist in den umliegenden länd lichen Ortschaften eine Kommunalsteuer von 20 M. auf der antige Privatfeste gelegt ( Riel. 3.) der Bimmerlente Berlins und Umgegend am Sonntag, den 7. Juni, Vormittags 10 Uhr, Frankfurt a. M. Anfang Juni. Ein junges Mädchen von hier war feiner Beit, als es aus der Jrrenanstalt entlaffen, zu einer verwandten Familie in Soffenheim geacht worden, um, wie man boffie, durch den Einfluß eines rubigen Land aufenthalts vollständig und dauernd zu genesen. Bor einigen Tagen entfernte es fich vom Hause, um einen Spaziergang zu unternehmen, woran es auch in Folge feines anfeinend ganz normalen Bustandes nicht gehindert wurde. Nachdem aber in Buh' Salon, vorm. Bade, Gr. Frankfurterstraße 87. Tagesordnung: [ 1199 1. Die nächsten Aufgaben der Berliner Zimmerleute gur Verbefferung ihrer materiellen Lage. Referent: Herr Gustav Rödel 2. Verschiedenes.dicitis Sp stell werden die Herren Blag.Deputirten ersucht, in Dieser Bersammlung zu erscheinen. Die Kommiffion. Hantelmann. Life Frau taufte bei einem Schnittwaarenhändler am imm fahrtstage Stoff zu einem Beir field für ihren Sohn. anderen Tage fam fie wieder und laufte von demselben Beut angefangen, die Hofe zu näben, ba tam eine Nach bar& frau mir und sagte, daß der, welcher eine am Himmelfabristegen. nähte hose trüge, vom Blig erschlagen würde, und möhte ich doch nicht gern da ich ja nur den einen tabe." th London, 3. Juni. Bei dem Erdbeben in Kaschmir Борт Einer ber Rinchener ungen in B Oppofition ründe binzu Einau ungen fpred ben in Srinagar fünfzig Soldaten und vierzig Eingebou getödtet, fünfsig Soldaten und neunzig Eingeborene mundet. des englischen Vertreters find zerstört; unter den Triimten ber, ba Der Balaft des Maharadicha und die Ref der Moschee von Sapar wurden zweihundert Menschen graben. Dem gefangenen polnischen Dichter Kraszews bet feine Strafe in der Magdeburger Festung verbüßt, wird i geftattet, in Begleitung eines Polizeibeamten auch außerhal cer Feftung Spijtergänge zu machen. August Herold Berlin SO., 112 Skalitzerstrasse 112. Möbel, Spiegel und Poffterwaaren Magazin Elgene Fabrik. Solide Preise. Prompte Bedienung. Freitag, den 5. d. Mts., Abends 8% Uhr, findet in Keller's Saal, Andrea 8 str. 21, eine Socben echten Das Gr. öffentl. Versammlung der Berliner Schmiede statt. Alle Schmiedegesellen müssen am Blaze fein. Die Lohn Kommiffion. Bur pünktlichen Besorgung des Berliner Bolteblatt fowie sämmtlicher Bettungen empfiehlt fich 11931 Frau Nosentreter, Gr. Frankfurterstr. 57. TIVE beit zu gewährt Ronkurrens bie Brobution 3 aus Rellungen Befentlichen a Bande zu befieg urrens& eben, barat Finer 93 elto swärtig t& folg b 490 Antwort auf Proudhons Philosophie des Elends". Bond Karl Marx. Mit einem Vorwort von Friedrich Engels. Preis Mark 3,50. Bu beateben durch die Fruebition 3mmeritraße 44 Die von Mitgliedern des Fachvereins der Schneider gegründete annen. As ganz tungsfähiger bort nichts liebenen Br Nirung hinaus Wien nationa Bang rech 1000 Ronturre verboten.] St nb vor Aufre Jegt nahn Ja, wie wieber ir bod möch mliche Gefid genüber gefta Daraus opfichüttelnd, ar, und went Mein Gehör fä laffen. Produktiv- u. Rohstoff- Genossenschaft der Schneider zu Berlin( Eingetragene Genossenschaft) No. 30 ZIMMER- STRASSE No. 30 empfiehlt ihr Lager fertiger Herren- Garderobe, fowie ihr reichhaltiges Lager in und ausländischer Stoffe, ebenfalls Full 723 Knöpfe. angefertigt. Reelle Arbeit. Dauerhafte Stoffe. Bitte genau auf Strasse und Nummer zu achten. Feste Preise. Der Vorstand und Verwaltungsrath. en gros. Cigarren- u. Tabak- Handlung Fritz Goercki ORE Berlin SO., Admiralstraße 40( frühere ,, Linde.") en détail Import echter Havanna, Lager aller Sorten Rauch- und Schnupf tabake. 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