ochen urd Izu fuchen D verkohlt 1, es babe nglüdlide ob und holy jündete. Drama Nr. 128. Freitag, 5. Juni 1885 II. Jahrg. sid dna medio dun lgns!| sgtsustasid in tal used mod md6dd6bh 18 med noemtid did Berliner Volksblatt. und Beiß g bend Wall tt Schuffe fand ma leichfalls to n ble tobi pf mit Wilb beiden Jag fchaftlich bit einen Rof Rampfe ge uchlings de rift man nod Organ für die Intereffen der Arbeiter. Das„ Berliner Volksblatt" eint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 Pf. Softabonnement 4 Mr. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) ) In einem einen Ges ngelomme Triche fan Lag ein mit auf welchen angegeben eine beiderf Fußbode Unglüdlin auf Redaktion: Beuthstraße 2. Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 f. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., 3immerstraße 44, sowie von allen Annoncens Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Expedition: Bimmerstraße 44. atten, die allgemeine deutsche Gewerbeausstellung von den internationalen, von den ausländischen Konkurrenten,| Ausstellung in Berlin, weil ber partikularistis et fabatt bgespannt Sporrath, da Madden Der 43 abri ben. Leste ber; beril gewesen, nicht erfolge bod zu Berlin. Bie unsere Leser wissen, wird eine deutsche Gewerbe llung für das Jahr 1888 in Berlin geplant. Wir was ihnen in der That auch noth thut. Die Prämiirung auf den großen Weltausstellungen hat auch schon einen ganz anderen Werth, als die auf den lokalen und nationalen Ausstellungen. Alles bas also, was hier gegen eine na fhe Neid anfängt sich zu regen. baben uns schon mehrfach gegen dies Projekt ausgesprochen tionale Ausstellung spricht, das ist geeignet, für eine Welt Deutschlands" nannte, der alle Kräfte aus dem übrigen b für eine große Weltausstellung, bie balds bend feind ichzeitig lernt und ältniß ang ern bier eine nbert bi angehörig am imm Sobn 喵 felben Beu u iglichst in Berlin stattfinden möge, plaidirt. Nun werden von vielen Seiten Bedenken gegen eine de Gewerbeausstellung geäußert, die eine förmliche itation gegen dieselbe hervorgerufen haben, aber bei llung Als Anregung zur Betheiligung an einer Ausstellung, so meint dann noch der Korrespondent ber Allg. 3tg.", bleibt also nur noch die Aussicht übrig, bem bfa neue Quellen zu erschließen. Aber barin hätten die Ausstellungen fich nicht Das ist ganz Das ist ganz beAusstellungen zum Vorwurf macht, das trifft doch bei den Weltausstellungen nicht zu, im Gegentheil, es bient gerabe dazu, die Weltausstellungen zu empfehlen, ba fie geeignet find, neue Absatzgebiete zu schaffen. Der Rorrespondent der Münchener, g. 3tg." hat augenscheinlich von dem fleritalen Abgeordneten Bachem etwas gelernt, der Berlin seiner Zeit den Waffertopf Deutschland auffaugt. Der Herr Rorrespondent will das Uebergewicht Berlins nicht noch mehr verstärken; diefes Uebergewicht aber vollziehe sich nicht unwesentlich auf Roften bes übrigen Landes, aus dem Berlin stetig Rapital und Arbeit ziehe, deshalb blicke das Land nicht mit großer Sympathie auf Berlin. Daß die Häuser und Straßen in Berlin elegant find, Werhaupt, um jebe Ausstellung in Berlin zu verhindern. stimmt richtig, daß lokale, nationale und auch Fachausstel worüber fich der partikularistische Rorrespondent der Allg. herigen Widerstand gegen die nationale deutsche Aus erschließen! Aber was der Rorrespondent hier diesen 8tg." besonders aufhält, so ist dies, verbunden mit ben in Berlin fallen, da dieselbe uns doch immer noch Winschenswerther erscheint, als gar feine. Merkwürdig aber ist es, daß die Gegner der Ausllungen überhaupt die geplante beutsche Gewerbeausstel b babe gefin Berlin mit Argumenten bekämpfen, welche durch barsfrau für Abhaltung einer internationalen Weltausstellung redjen. Ifabristog hen De, und Giner ber berufeneren Gegner aller allgemeinen Auseinen llungen in Berlin scheint der J. W.- Rorrespondent der Rinchener gemeinen Beitung" au sein, der erklärt, daß Produktion gemacht werden muß, um neue Absatzgebiete Oppofition gegen die geplante Ausstellung auf ernste cabe hinzufahren fei. боры Caschmir Eingebou geborene bie Ref n Trimme Menschen b Bt, wito i rünbe Cin Hauptgrund", der gegen solche allgemeine Aus vielen anderen Schönheiten, welche des Deutschen Reiches Hauptstadt aufweißt, doch nur ein Grund mit dafür, Berlin zum Drte einer großen Ausstellung zu erwählen. Ober haben die Berliner jemals darüber gemault, wenn in München eine größere Runstausstellung stattgefunden hat? Gerade die Münchener mögen fich beruhigen. Berlin wird wenn der partikularistische Rorrespondent glaubt, daß nur jest schon von München aus mit Bier überschwemmt und ber Berliner Geschäfte bei der Ausstellung mache, so irrt er fich gewaltig, da die Münchener Brauer auch bei dieser Gelegenheit das Fett von der Suppe schöpfen werden.-Die Ronkurrenz im eigenen Lande ist gewiß groß genug und es ist deshalb ficherlich nicht nöthig, biefejezt aber die Ronkurrenz zu heben, welche der auswärtigen Ronkurrenz, bie Elend genug hervorbringt, noch zur stärken, Au erwerben, ist doch, meinen wir, Pflicht jedes Patrioten. und auch da stoßen wir sofort wieder auf eine Weltaus stellung. Die anderen Vortheile derselben haben wir in diefem ungen spreche, ist, nach Ansicht des Herrn Korrelpon Blatte schon hervorgehoben: den feindlichen Wettkampf im enten ber, daß bort den Ausstellern nur geringe Gelegen Gegensatz zu dem blutigen Kriege, bas gegenseitige Sich ftellung rüßtigen Fortgang nehme, ba an beit gewährt werbe, aus der Beobachtung der Probutie ber begreifen lernen" ber einzelnen Rationen, bas Sich- näher " Ronfurren die Anregung zur Vervollkommnung der eigenen rüden" berselben bei friedlichen Unternehmungen alles szewski, Brobution au entlehnen; bies würde auf besonderen Fach bas bewirkt, daß die Nationen fich mehr achten lernen, daß ausstellungen wirksamer erreicht. Als ob es darauf im uch außer n 490 hie lends". els. afe 44 neider D falls Futte Maai srath détail Befentlichen anfäme? Nicht die Ronkurrenz im eigenen hören und daß dann die Kriegsluft unter den Nationen Bande zu befiegen, sondern die auswärtige Ron urrenz zu paralyfiren und den Export au eben, barauf tommt es an. Dazu muß man aber auf fer 3 eltauskellung bie Produkte ber Mit Erfolg bagegen auch im Auslande konkurriren zu uswärtigen Ronturrenten ftubiren, um annen. bie störenden nationalen Gegensäße mehr und mehr auf nach und nach verschwindet. Diese Kulturmiffion der Weltausstellungen sollten auch wir Deutschen wahrlich im Auge halten! Daß wir aber, da Deutschland und Berlin die nächste Weltausstellung wieber einmal verfäumt hat, nun doch noch für eine deutsche nationale Ausstellung in Berlin, die einen Als ganz werthlos aber betrachten die berühmten, viel geringeren Nußen hat, uns entscheiden, sie besonders tungsfähigen Firmen solche nationale Ausstellungen, weil bem Nichts vorziehen, hat seinen Grund darin, daß wir bort nichts lernen fönnen und ihnen auch an der bort jebe wirthschaftliche und künstlerische Bewegung der Stille liebenen Prämiirung, die ja gewöhnlich auf Massenpräs vorziehen, da jebe Bewegung neues Leben schafft. Außer Minung hinauslaufe, gar nichts gelegen ist. Wen Ganz recht! Aber was beweist bas? Diese leistungsbem aber kommen die etwaigen Verluste, die den Einzelnen treffen, boch wiederum anderen Elementen im eigenen Lande Wien nationalen Firmen können nichts von ihren natio zu Gute, so daß nichts verloren geht. Ronfurrenten lernen, aber vielfach und Vieles noch verboten.] Feuilleton. 3m Eckfenster. Roman von Friedrich Gerstäder. ( Fortsesung.) ab vor Aufregung taum verständlicher Stimme: Jest nahm Karl selber das Wort und sagte mit matter ,, Dann aber auch entscheiden wir uns gern für eine größere Haare, daffelbe unruhige blaue Auge, die ganze Haltung. Ich blieb, meiner Sinne faum mächtig und immer nur ben Einen anflarrend, mitten im Wege stehen, als fich bie Beiden umbrehten und wieder von mir fortschritten. Jegt padte mich die Angst, daß mir der, beffen Anblick ich vom Leben Gott so oft erbeten, wieder fortkommen könne, obne baß ich ihn gesprochen, ohne daß ich erfahren, wer er fei, und in fast athemloser Haft, denn die beiden Herren gingen jetzt sehr raf, folgte ich ihnen. Als ich sie endlich er Ja, wie ich im Anfang glaubte; aber dann bin ich wieber irre geworden, denn es kann ja faft nicht sein, reichte, faßte ich ich wußte faum selber was ich thatden Arm des langen Herrn und fragte ihn nach dem Nabod möchte ich den heiligsten Eid ablegen, daß es das Mimliche Geficht ist, bem ich schon einmal an jenem Tage men seines Begleiters. genüber gestanden." Daraus werde ich nicht flug," sagte Büfter Nun, wie hieß er?" fragte der Notar. Partikularistische Bedenken gegen die nationale Mus ftellung in der Hauptstadt des Reiches find gerabe geeignet, andere Bedenten niederzuschlagen und so wünschen auch wir, daß die Bewegung für eine solche Auseine Berliner Weltausstellung leiber vor Iäufig nicht zu denken ist. Politische Webersicht. Obwohl das Börsensteuergesetz erst am 1. Cktober b. J. in Kraft treten foll, ift man, nach Mittheilung der offigiösen B. P. N.", in den betheiligten Refforts angelegents lich bamit beschäftigt, die für die Durchführung des felben wesentlichen Vorbereitungen, Ausführungsan weifungen u. f. w. zum Abschluß zu bringen. Denn es liegt offenbar im Intereffe sowohl der Beamten, welche jenes Gefes handhaben, als des Publikums, welches nach demselben fich richten soll, zeitig genug mit den Ausführungsanordnungen bekannt au werden, daß fie fich völlig damit vertraut machen lönnen, bevor das Gefeß selbst zur Anwendung gelangt. Da das Gesetz nicht aus der Initiative der Regierungen hervorge gangen ist, baben selbstverständlich auch diejenigen Vors bereitungen im Boraus nicht getroffen werden tönnen, welche anderenfalls es ermöglichen, dem Gesetze die Vollzugsvers ordnungen auf dem Fuße folgen zu laffen; um so energischer bamals ben Stock abgekauft, auf ein Haar; aber dann ein so vornehmer Herr, ein Graf, es war ja doch nicht mög lich, nicht denkbar, und ich selber stand auch so verbust und wußte mir fo gar keinen Rath, daß die beiben Herren mich dann stehen ließen und weiter gingen. Sie hielten mich wohl für verrückt, ich glaube wenigftens, der Eine von ihnen sprach etwas, das so flang; aber ich begriff nicht einmal den Sinn gleich und war gar nicht im Stande, ihnen zu folgen. Wozu auch, was in der Welt hätte ich machen wollen?" and Büfter nidte langsam mit dem Kopfe. Nein," sagte er endlich, machen fonnten Sie da nichts, und ich fürchte faft, jett auch nicht. Einmal liegt die Möglich feit vor, daß Sie fich doch geirrt; ja es ist fo Topfichüttelnd, erzählen Sie mir einfach, wie die Sache ich wollte betteln; auch der Andere schien nicht besonderer gar das Wahrscheinliche, denn das tann ich mir War, und wenn möglich, etwas lauter, junger Mann, denn Der lange Herr wurde böse und glaubte auch wohl, Laune und fab dabei sehr vornehm aus. Aber er nannte Und. Mein Gehör fängt doch an mit den Jahren ein wenig nach mir selber seinen Namen." " Er hieß Graf Rauten." Ich will es versuchen," sagte Ratl. Der Arzt hatte Bewegung zu machen, die mir die langen Jahre gefehlt. die Höhe nnd von seinem Stuhl empor. verordnet, frische Luft zu athmeu und mir befondees fuchte beshalb bie einsamften Gänge in den Anlagen, Der Notar sprang wie von einer Natter gestochen in Graf Rauten?" wiederholte er und starrte den Sprecher Berhört?" sagte Karl wehmüthig. Auge und Dhr selber nicht denken, und dann auch, selbst den Fall angenommen, daß Sie Ihre alte Bekanntschaft in dem Herrn wieder gefunden, wie um Gottes willen wollten Sie bas je beweisen? Ich glaube auch nicht, daß irgend ein Gericht die Klage nur annähme, denn wie viele Jahre fagen Sie, daß es her ist?" Steben Jahre und schon darüber." Nun, sehen Sie wohl ein Mord kann allerdings nicht verjähren; aber wenn schon damals nicht ber geringste Berdacht auf den wirklichen Thäter gefallen ist, ober man Onren um bas vor mir befindliche Gebüsch, und ich wäre faßte jebe Silbe, die er sprach, und wenn ich hundert Jahre hätte Sie nicht verurtheilt, so wäre es jetzt selbstverständs alt wurde, den Namen lönnte ich nun und nimmer wieder ich hoffen burfte, den wenigsten Menschen zu begegnen; dabei ganz verbugt an. Sie haben sich doch nicht verhört, wollte nicht gern gesehen werden und wich auch, wo ich junger Mann?" Lonnie, mir Begegnenben aus. Da bogen plößlich zwei auch jest am liebsten wieder umgekehrt, aber das würde zu auffallend gewesen sein. Sie waren außerdem sehr elegant vergeffen." Bleibet und fonnten mich nicht kennen. Ich habe nicht Sie Gewohnheit, die Leute unterwegs zu betrachten, aber leben, ob fie mich beobachteten. Das Gesicht des Kleineren unwiütürlich wandte fich mein Blid diesen zu, um zu ber Andere war ein auffallender langer Herr- feffelte " Graf Nauten"- wiederholte der Notar, als ob er die Worte in einem Tranme nachtpräche. Das ftimmt," sagte aber Semmlein jezt. Graf Rauten und Herr von Schaller gingen vorhin an meinem Fenster zusammen vorüber, und der Baron ist meins lich vollkommen unmöglich, auch nur den geringsten Beweis zu führen; benn daß Jemand, der ein solches Verbrechen verüben tann, es nachher auch selber und ohne 8wang eins gestehen würde, barauf lönnen wir doch nicht rechnen." Und glauben Sie nicht, Herr Notar," sagte jegt ber alte Tischlermeister, ber kein Wort bis dahin gesagt und nur in peinlicher Spannung die Büge des Advokaten be aber plöglich meine Aufmerksamkeit. War es ein Belann wegen ein sehr langer Herr. Der war jebenfalls mit ihm obachtet hatte, glauben Sie nicht, daß man dem Gericht Das nicht möglich sei; aber ich hielt doch bas Auge auf ihr, Das Ganze tam zu schnell, um mir zu überlegen, daß zusammen." Und wie wurde es weiter?" fragte jetzt der Notar, wenigftens die Anzeige machen müßte?" Büfter schüttelte mit dem Ropfe. Was sollte Ihnen ab plöglich ftach es mir wie ein Meffer durchs Herz, benn die der die Züge des jungen Mannes in äußerster Spannung bas nügen? Wollen Sie es einfach zu Protokoll geben? Betalt, bie mich seit Jahren nie verlassen, weil ich in hr nur den allein Schulbigen glauben konnte, stand auf amal vor mir, dieselbe Größe, die nämlichen blonden betrachtete. was fonnte ich Ja, weiter," fagte Ratl gebrüdt weiter thun? Er glich allerdings bem Manne, der mir Das ist gar nichts, und weiter würden Sie nie etwas bas mit erreichen. Hm, hm, hm, hm-" Er war aufgeftande und ging mit raschen Schritten in seinem Gemach auf un werben jest die betreffenden Arbeiten von den Reichsbehörden gefördert, so daß die Borlegung des Ergebnisses im Bundes rathe nabe bevorstehen dürfte. Bu den Maßregeln, welche bei Durchführung der Novelle zu dem Reichsstempelgeset er forderlich find, gehört auch bie Beschaffung der erforder lichen Stempelmaiten. Die bisherigen auf den Firftempel Die bisherigen auf den Firftempel bered neten Stempelmarken tönnen felbfive: fiändlich nicht writer gebraucht werden, muß daber ein ausreichender Borrath von Stempelmatten für die verschiedenen nach der abgeftuften Prozentua fteuer vorzusehenden Steuer beträge beschafft und so vertheilt und bereit gehalten werden, daß das Publikum in bequemster und leichtester Weise fich den Bedarf an Stempelmatten verschaffen kann. Neben der Fest ftellung der Bahl und der Appoints der Marten wird daher bie zweckmäßige Bugänglichmachung derselben für das Publikum und die Beamten der Gegenstand sorgsamer Ausführung sein. Wie bei der Berathung der Vorlage im Reichstage, so wird, wie die B. P. N." beifügen, auch bei den Ausführungs- An ordnungen von der Regierung der größte Werth barauf gelegt, baß jede mit dem Zwecke des Gefeßes nicht nothwendige Beläftigung oder Beschwerung der Gewerbetreibenden vermieden wird." H 3881 patter in 8SI than pas hide Ihr darüber, a in Aussich wurde unt bourde gent des genommen Schritt bei nicht gan tonne. D die erften Sept Griffin de Ihre Hilfe bestellen wollen, bazu, sofern nicht durch Staatsverträge| tanglers ausgegeben worden war und die Erwartut ein Anderes bestimmt ist, der Erlaubniß der Ministerien bedürfen." Also ein Fachverein ist eine Versicherungsanftalt, bas if so etwas ungeheuerliches, daß man es schwarz auf weiß lesen muß, um es zu glauben. Man höre nun aber welier, worin der Geschäftsbetrieb dieser neuen Versicherungs. anstalt besteht: Nach§ 8 des Statuts des Bentralverbandes Der Schreiner und verwandten Berufsgenoffen Deutschlands werden feste Beiträge erhoben, nach§ 31 des genannten Statuts wird eine fefte Reifeunterstügung, nach§ 35 ein Sterbegeld von 25 M. gewährt. Der genannte Verband ift daher eine unter§ 1 des Gesezes vom 17. Mai 1853 fallende Versicherungsanftalt. Da nun der in Rede stehende Bentral verband der Tischler und verwandten Berufsgenossen Deutsch lands nach§ 9 Abs. 3 der Statuten feinen Sig in Stuttgart hat, so bedarf er zur Bestellung von Agenten in Breußen, wie überhaupt zur Ausdehnung seiner Thätigkeit in Preußen der minifteriellen Erlaubniß, welche im vorliegenden Falle nicht eingeholt ist Die Einrichtung von Mitgliedschaften und Drts laffen ift gleichbedeutend mit der Bestellung von Agenten. Das Gesetz vom Jahre 1853 bat nur gewerbsmäßige Ber. ficherungsanftalten und deren Agenten und Unteragenten im Auge; man wird doch aber laum annehmen wollen, daß es fich bier um eine Versicherungsanftalt im gewöhnlichen Sinne bes Wortes bandelt; denn die Fachvereine haben doch nicht die Abficht, Geld zu verdienen, sondern man kann fie höch fiens als Vereine zur gegenseitigen Berficherung oder Unter ftügung betrachten. Das Gesetz von 1853 spricht aber auch nur von Agenten, nicht von Zweigvereinen; daß es nur Ber fonen, leine Rorporationen im Auge bat, zeigt am deutlichften § 3, wonach die Konzeffton nur eribeilt werden soll, wenn die Unbescholtenheit und Buverlässigkeit des Bewerbers" geprüft ift. Rann man in dieser Art wohl von einer D: tskaffe sprechen? Uebrigens ist es sehr bemerkenswerth, daß die preußischen Be hörben auch heute noch Stuttgart in's Ausland verlegen. hörden auch heute noch Stuttgart in's Ausland verlegen. 1853 war das wohl selbstverständlich, und rein nach dem Wort laut betrachtet, wäre die Düsseldorfer Polizei vollständig im Rechte, wenn es sich hier um eine Versicherungs Anstalt handelte. Wenn irgend eine Gefeßesstelle diesen Fachvereinen gegenüber Anwendung finden kann, bann ist es der§ 152 Der Gewerbeordnung, in welchem es heißt: Alle Verbote und Strafbestimmungen gegen.. gewerbliche Gehilfen, Gesellen oder Fabrikarbeiter wegen Verabredungen und Vereinigungen zum Behufe der Erlangung günftiger Lohn- und Arbeits bedingungen, insbesondere mittelft Einstellung der Arbeit werden aufgehoben." Hoffentlich werden die Düsseldorfer Schreiner fich bei der Boligetverfügung nicht beruhigen, sondern ben Rechtsweg beschreiten." der Nation auf eine große Nationalfiftus eine berbe Enttäuschung gefunden bat, verhältnismäßig von untergeordneter Bedeutung, was mit Kleineren Reste des Bismarckfonds geschieht. Die Sende werden jest davon unterrichtet, daß der Reichskanzler auch andere ihm ursprünglich zugeschriebene Idee, den gelehrten Benglischer rufen tbr Univerfitätsstudium zu erleichtern, wieder aufgegen welcher be bat. Die erst zu allgemeinen Sweden ins Auge gefe manche Le Stiftung schrumpft immer mehr zusammen bleibt jest nur noch die Verwendung zu Reiseftipendie für solche Kandidaten des böheren Schulfachs, bie i Staatsexamen bereits abgelegt und eine auf zeichnete Befähigung für das höhere Lehrfach nachgewiewohl nich baben. Gewiß wird damit hie und da etwas Nagliches reicht und dem einen oder anderen philologischen Talente erweiterter Gefichtskreis geboten, wenn es in England, Fran reich und Italien mehrere Jahre lang reisen oder fich fo ausbilden will. Aber wo bleiben wir, werden die Mathematile Naturwissenschaftler, die Ingenieure, Baumeister und Künfl fragen? Alles für den gelehrten Schulfad, nichts für prattischen Wissenschaften und Künfte! Das Bergament ist das ber heilige Bronnen, woraus ein Erunt Durft auf ewig stillt? Wo bleibt das den Himme nicht zum absuchende Fernrohr des Aftronomen, wo die Reto des Chemikers, der Grundriß des Architekten, die Beichnung ich nicht to des Brückenbauers, die Leinwand des Malers? Allen Refpe vor der Sprachtunde! Aber nimmt die Sprachforschung den Wissenschaften wirklich eine alle anderen Disziplinen minirende fte überschattende Stellung ein? Wer einftmals ei Kolleg über die Edda oder den Sanskrit lesen will, ber w über die Verwendung des Restes des Bismard'schen Geburt tagsfonds für Philologen jubeln. werden nicht in den Ruf ausbrechen: voch lebe die Grammati! Die Spender felbft aber Für Kanäle und Wafferstraßen in Deutschland find in den Jahren 1874 bis Anfang 1884, also in zehn Jahren cit ca 260 Millionen Mart ausgegeben, eine Summe, die uns gefähr halb so groß ist, als diejenige, welche Deutschland fährlich für beer und Marine verbraucht. Man fteht also, daß noch ungemein viel in dieser Richtung zu thun übrig bleibt, besonders in den norddeutschen Ebenen, wo die Kanäle zur Bewäfferung und Entwässerung der umliegenden Deblän dereien benutzt werden müßten und so eine fegenbringende Kolonisation in's Werk gesegt werden könnte. Aehnliche Pläne bat man auch schon gehabt, doch fie find jest, angesichts des Überseeischen Kolonialfiebers, gänzlich zur Ruhe gegangen. Jegt wird berichtet, daß der gleichfalls lang geplante Nord Offee Ranal endlich in Angriff genommen werden soll. Die Koften sollen 156 Millionen Mart betragen, von denen 60 Millionen Preußen und 106 Millionen das Reich aufbringt. Preußen wird einen derartigen Antrag beim Bundesrath eins bringen. Wir sind weit davon entfernt, biefem Unternehmen entgegenzustehen; es wird Arbeit geben, doch sollen die Baus unternehmer teine polnischen und italienischen Arbeiter einstellen. Dann auch berührt es doch immer sonderbar, daß die weit wichtigeren Verbindungen des Rheins mit Weser und Elbe, welche zugleich Rolonisationsbestrebungen dienen tönnten, in weite Ferne hinaus geschoben werden, um einem Unternehmen Blatz zu machen, welches doch mehr der Marine und dem Militarismus dienen wird, als dem wirthschaftlichen Aufblühen im eigenen Vaterlande. Doch dem sei, wie ihm wolle dieser Kanalbau ist doch immer beffer, als gar nichts. Zur Gefängnißftatiftit. Vor einigen Tagen ist die Statistik der zum Reffort des Minifteriums des Innern ge hörigen Straf und Gefängnißanstalten erschienen. Der Bericht etftredt fich auf die Zeit vom 1. April 1883 bis 1. April 1884. Diese Statistit ergiebt, daß die Babl der genannten Anstalten fich um eine vermehrt hat, es befteben 51 folcher Anstalten. Das neu hinzugekommene Gefängniß in Herford enthält 396 Einzelzellen. Aus der Statiftit ist zu ersehen, daß sich der Bestand der Sträflinge gegen das Vorjahr anfebnlich ver mindert hat. Im Jabre 1882/83 betrug die Bahl der Detinirten 148 988, im Berichtsjahr jedoch nur 131 006, fte verminderte fich also um 17 982 Röpfe. Die Verminderung betrug also 12,07 Prozent. Auch das Vorjahr hatte schon eine Bermin derung von 3,10 Prozent gebracht. In den beiden legten In den beiden legten Jahren hat sich demnach die Bahl der in den preußischen Ge fänaniffen und sonstigen Strafanstalten Inhaftirten um ca. 7,58 Prozent vermindert. Diese Sablen beweisen zur Ge nüge, wie wenig recht diejenigen haben, welche so oft über die erschreckende Bunahme der Verbrecher" thr Klagelied an ftimmen Ueber das Vorgehen gegen die Fachvereine der Arbeiter wird der Franti. Beit." aus Berlin geschrieben: Wir haben schon mehrfach darauf aufmerksam gemacht, in welcher Weise die Behörde gegen die Fachoereine der Arbeiter vor gebt und dieselben aller Orten auflöst, während fte fich um die Fachvereine der Arbeitgeber, welche einen sehr großen politischen Einfluß ausüben, troßdem sie sich nicht dem Bereinsgefeße unterstellen, gar nicht fümmert. Die wirthschaft lichen Fragen, welche die Fachvereine der Arbeiter erörtern, werden als politische bezeichnet, während die Vereine der Arbeit geber manchmal über dieselben Fragen gutachtlich gehört werden, obne daß man fie deshalb als politische bezeichnet. Die Au f lösung des Schreinervereins in Düsseldorf, die kurz vor Pfingsten erfolgt ist, spielt aber schon etwas in das Gebiet der Curiosa hinüber. Dem Vorstande dieses Vereins wurde seitens der Polizei die Auflösung notifigirt. Dann heißt es in dem amtlichen Altenflüce weiter: Denselben,( D. h. den Borstandsmitgliedern) wurde ferner eröffnet, daß das Verbot auf Grund des§ 2 des preußischen Gesezes vom 17. Mat 1853 erfolgt sei, wonach ausländische Unternehmer von Versicherungsanstalten, wenn fie im Inlande Inlande Agenten ab, trat ans Edfenster, blickte eine Weile hinaus ins Lecre Tam bann wieder zurüd und nahm seinen Spaziergang von Neuem wieder auf. Endlich blieb er vor Rarl- benn sein Besuch hatte fein Nachdenken durch keinen Laut unterbrochen fteben und sagte: Wie heißt der Drt, wo fich jenes Unglüd zugetragen?" H unter und Löthrohr, mit Birtel und Reißbrett, mit Balette un Meißel arbeitet, wird mißmuthig fragen, weshalb die St fich ausschließlich der Bismarc'schen Gradensonne erfreut Und wer mit Art und Hammer, mit Nabel und Pfriem, Es ist ein recht einschneidendes Gesetz geworden, das sogenannte Dynamitgefest. Daffelbe sollte sich in der Hauptfache gegen die anarchistischen Dynamitriche wenden, doch bat es bis jest nur eine Person getroffen, von der man vers muthete, daß fie das bei ihr gefundene Dynamit vielleicht zu verbrecherischen Handlungen benußen tönnte. Alle übrigen und es werden nun doch wohl bald ein halbes Hundert sein-, welche auf Grund dieses recht übereilt bergestellten Gesetzes verurtheilt worden find, gehören zu den friebfertigsten Leuten ber Welt. Es find Bauunternehmer, Arbeiter, ja fogar ein Gerichtsbeamter ist darunter. Die Verur theilten tannten das Geses sämmtlich nicht oder fie bielten es Ja, Herr Notar, es war mitten im Walbe." " Wie hieß das letzte Dorf, das Sie verlassen „ Wedeschütz!" hatten?" mit Leiftet wel Egge und Pflug arbeitet, so fügen wir hinzu, wird gleichfall fragen, weshalb das höbere Lehrfach überhaupt burch Gnadensonne der Bismarcionne besonders beleuchtet werde foll, da im Verhältniß der Staat recht viel für baffelbe schon Weshalb soll die nationale Arbeit nicht geschüßt werden, halb sollen brave Arbeiterfamilien, die ihren Ernährer verlor Boltsschullehrer dazu?- Doch solcher Fragen tönnte man n hunderte stellen. Zu den Ausweisungen russischer Polen. Die Tauer 8tg." batte vor Kurzem die Ausweisung russischer Dic nod Bole dem hinzufügen, daß Rußland, welches in seinen öft lide Landestheilen fremde Kolonisten sehr wohl brauchen tönne, aus Preußen für völkerrechtlich durchaus zuläffig ertlärt mi aber auch dort russische Bürger werden müßten, da frem Einwanderung in die westlichen Provinzen Rußlands eine May gegen die Einwanderung in die westlichen Provinzen regeln ergriffen habe. Dazu bemerkt die Nordd. Aug. Die Annahme der Ratlowschen Beitung, daß die ruffische aterung, che die Ausweisungen aus Preußen erfolgt waren Holta länder gen mich fein, nicht eine Sir L gewinnen; Engländer Schon für eine Polizeiverordnung, welche den Befit von Dynamit Maßregeln ergriffen habe, um der Einwanderung ausländische verbietet und eine Polizeiftrafe für die Defraudanten von einigen Matt Geldstrafe feftgefegt hat. Aber die niedrigste Strafe ist für den nicht polizeilich erlaubten Beft nach dem Be gebe Jone Holla bis aulest, t feine B Abrigen Fi Anerbietun Reinung Unterthanen ein Ende zu machen, ist richtig. Wir haben im Februar vorigen Jahres eine Verfügung der rufflichen hörden zu erwähnen gehabt, nach welcher die im Eifenbahn Dynamitgeset" in jedem einzelnen Falle drei Monate dienst angestellten Ausländer, die nicht binnen drei Monaten bie Aufnahme in den russischen Unterthanenverband nachsuchen berührt, halten es aber für die Pflicht der Breffe, bei jedem würden, entlassen werden sollen; und wir haben nur bing 1939 Und das andere, wohin Sie wollten? Warten Sie einmal einen Augenblid, ich kann mir auch die Namen notiren. Er trat babei an sein Pult und nahm feine Feber und ein Blatt Papier.-„ Also Webeschüß in Schlesien?" " Ja, Herr Notar, aber es war nur ein ganz erbärmliches Neft, faum ein paar Häuser und ein Wirths haus." sie Das thut nichts und das andere, auf das Sie zubielten" Ja, wie das andere Dorf hieß, habe ich jetzt vergessen; aber ich wollte nach einem kleinen Städten, Dtibor, und es war nicht mehr weit dorthin." Dtibor hieß das?" blitum zu warnen. So find vor ein paar Tagen in Blauen im Voigtl dret Männer, darunter ein Gerichtsbeamter aus Delsnig, die Dynamit gekauft refp. verkauft hatten, ohne Deutschland oder unter deutscher Herrschaft stehenden Aber beffer wäre, wenn sie im Vaterlande bleiben tönnten bieten. Wir sind auch der Anficht, daß es für die Deutfchen fich Die gesegliche Anmeldung bewirkt zu haben, zu je drei Monaten solange wie dies nicht möglich ist, so lange wie sie durch bie Gefängniß verurtheilt worden. Das Bedauern in der Bevöl Terung ist allgemein, da die Verurtheilten an einen Mißbrauch des Sprengstoffs im Entferntesten nicht gedacht haben. Außer in dem einen, oben erwähnten Falle find die übrigen Angeklagten sämmtlich zu der niedrigft zulässigen Strafe von den verschiedenen Gerichtshöfen in den verschiedensten Gegenden Deutschlands verurtheilt worden der beste Beweiß, daß sämmtliche Verurtheilte teine Ahnung von dem Geseze batten und daß fie ficherlich das Dynamit nicht zu verbrecherischen Sweden mißbrauchen wollten, da ste sonst von einer viel höheren Strafe ereilt worden wären. Wir halten es übrigens für eine Pflicht der Bebörden, besonders in den Bergbau treibenden Revieren, wiederholt öffentlich auf dieses Gesetz aufmerksam zu machen. politischen und sozialen Verhältnisse gezwungen werben anderen tommen Der Lagen, b robnl großes Gel ticht, daß Demonftr ift. Der auf, an wird also i Die Klerital Au Dberzo wachen, of treibe nicht verzolle Rontrole b ihren Erwerb im Auslande zu suchen, sollte man billiger Bee dafür Sorge tragen, daß fte wenigstens die starke, fchipende hand des Deutschen Reiches auch außerhalb der Grensible fühlen. fich diese Anficht zur Geltung zu bringen, da der Erbfreund mit Recht auf die neuerdings stattfindenden Ausweisungen Jn vorliegenden Falle wird es freilich schwer fein Moskauer 8tg." beweist, auch bereits gethan hat. Di allen europ bausbaltes Der Staats fi bie Au ngarischen Sayr fir Jabr 1881 1882 eine Don 30 M in diesem gabe gelan Der 5d bleib den Dftprovinzen berufen tann und dieses, wie die Not de bie Drudschrift, Vereinigung der Metallarbeiter Mannheim, 2. Juni. Heute Morgen wurde hierfelb Deutschlands, gegründet zu Gera im Dezember 1884 Abrechnung der Hauptlasse für I. Quartal 1885. Mannbrin Verlag von Wilhelm Häusler" wegen des beigedruckten u Ueber die Vertheilung der Bismardspende ergeben rufs auf Grund von§ 15 des Gesetzes vom 21. Dttober 1878 fich die Dresdener Nachrichten", ein durchaus Tonservatives Blatt, in folgendem Raisonnement: Nachdem von der Bis mardspende der größte Theil zum Ankauf eines Rittergutes und zur Bermehrung des persönlichen Befigthums des Reichs ( Sozialistengeset) beschlagnahmt. Ueber die Stimmung, welche gegenwärtig in Indi gegen die englische Regierung vorherrscht, schreibt e gut unterrichteter Korrespondent der ,, Times" folgendes: brachtes Sprachrohr Mug wieder herein, und dieser angefangene Arbeit zu vollenden. ging sprechen Sie vor der Hand mit keinem Menschen weiter gethan?" über dieses Begegnen. Oder haben Sie das etwa fchon auch ohne Weiteres an seinen alten Play, um die vorhi laut. " Der Schwefter und der Mutter, ja," sagte Rarl KleinHaben Sie die Photographie hier weggenommen, Notar?" Herr cole en ant Beleg bevorstehen Das Sabine aufregende Turg abzuth Rultusmini Defatirche Das öffentl Die Sicher bes Freibe feben, ba gleichbebeu Soffentlich mogen und Sicherheit Der f Befelli us fichten theblicher beendig goben, fe Ja, Mur. Du kannst mit dem Brief nach Hamburg noch warten. Ich will mich erst einmal nach etwas e Ich gehe jett aus, Mur, wenn Jeman Meine Alte wird nach mir fragen sollte, in einer Stunde bin ich wiebs " Sehr wohl, Herr Notar," und Püfter war fo Na, bas ift gerabe genug für ein Geheimniß, wenn zwei Frauen barum wiffen," nickte Püfter vor sich hin. Aber die sprechen gewiß mit feinem über," fagte Meister Handorf jetzt. tobtenbleich, wenn fie nur jenes Unglüd erwähnen hört, und die Grethe ist gar nicht wie ein Mädchen, sondern immer still und verschlossen, und wenn man von der etwas erfahren will, muß man es Wort für Wort aus ihr heraussieben." Desto besser; dann gehen Sie jetzt nur gleich wieder azurüd." seinen Hut rasch aufgreifend, draußen vor der Thür. Verschiedene Interessen. nach Hause und befehlen Sie den Beiden feftes Schweigen fern in Kraft getreten, als ein Juftigrath Bärwald, an, und auch Sie, Herr Nachbar • ein rebe meinswegen mit feinem Menschen darüber, und wenn es meine Frau nicht erfährt, thut bie's auch nicht." Na, vor mir find Sie sicher," rief Herr Semmlein ,,, ich fannter Ehrenmann, als Testamentsvollstrecker von der Ber wahr?" eußere w ber büfter Bleich fabe beren Arb in bie lin ben Augen Bergen Die Flora bas lagt, aber Ben bei ihr wa ficht gewor Trauer. Wieb banten ich aud viel ubigere Babne gefo einem rech Aber lange fie ift bitte In Rat voll Aber rief lora Das Teftament der alten Frau Mäusebrob war info alter Freund bes Mäusebrob'schen Hauses und ein aner forbenen felbft ernannt, die Sache in die Hand genomme hatte und sie nun rasch und nach dem Buchstaben abwidelte " Sehr schön! Also wenn ich etwas höre, sage ich Ihnen Frau Dberflieutenant von Klingenbruch, da ihr Mann trot Antwort und noch Eins: der Stod, mit dem das Ver mehrerer Szenen im Hause nicht dazu bewogen werbe brechen damals verübt wurde, ftand auf dem Gericht, nicht fonnte, bie nöthigen Schritte zu thun, hatte es allerding Ja, Herr Notar, in Dtibor, wo ich zur Beit verhört den Versuch zu machen, aber feinen Advokaten gefunden unternommen, bas Testament umzustoßen, oder doch wenigftens der es übernehmen mochte, da sie die Erfolglofigkeit advokat ging barauf ein, aber die Frau Dberflieute einer solchen Handlung einsahen. Nur ein kleiner Winte nant wurde felber gegen ihn mißtrauisch, und da er aud fie fich endlich gezwungen, es aufzugeben und fich dem Un Es war ein Sonntagmorgen. Der Dberftlieutenant ein vollgiltiges Beichen ansah, daß er nicht länger gestört saß drüben in seinem kleinen Rämmerchen, denn ein Bimme Vor allen Dingen, lieber Freund," sagte der Notar, fein wollte, gab seinen Begleitern einen Bint und verließ fonnte man es eigentlich gar nicht nennen, und las bas " Ja, Herr Notar, und ich war auch früher schon dort gewesen, als ich nach Schlesien hineinmarschirte." Und ist dort ein Gericht?" wurde." Und fönnen wir nicht einmal wieder vorfragen?" " Dort bin ich ja verhört worden und habe so lange fagte der Tischlermeister. in Untersuchungshaft gesessen." dach so!" sagte Püfter. Das war auch der Ort, wohin ich eigentlich jetzt zurückaufehren wünschte, um mich selber zu erkundigen," fuhr Rarl fort ,,, benn ich hatte ja doch keine Ahnung, baß ich dem Menschen hier begegnen fonnte." wiffen wir noch gar nicht, ob es wirklich der Mensch ist, und wenn ich aufrichtig sein sein, so kann ich mir gar nicht Eine furge " Das hilft Ihnen nichts. Hoffnung kann ich Ihnen leine geben, aber einen Versuch wollen wir wenigftens noch einen Vorschuß auf die Rosten von ihr verlangte, machen." Er trat damit wieder zu seinem Bult und nahm die bort liegenden Briefe auf, und Semmlein, der dies als nach kurzem Gruß, ben aber Büßter schon gar nicht mehr beantwortete, mit den Beiben das Bimmer. Der Notar schrieb jetzt einen Brief, schob ihn dann in vermeiblichen zu fügen. Sonntagsblatt, bas alle acht Tage bie Fortegung fab eines englischen Romans in der Ueberfeßung brachte. Die gnd bige Frau war noch bei ihrer Toilette, die jungen Damen Sie einen guten Rath von mir annehmen wollen, so Tasche; dann erst rief er durch sein im Bimmer ange- tiefer Trauer um die verstorbene Tante, und ihr gan Beit aber überlaffen Sie die Sache einmal mir, und wenn fabrungen ftens barin Jetta ite gern Aber bie S in irgend mußte Fie nod teine on bas ben berich gegangen, Semmlein Lie Fid I than go stuled mmol 000. old alled warfu hide Jbnen eine mir aus erster Hand zugegangene Geschichte Ififtus darüber, wie die Loyalität der Eingeborenen( aur Beit des at, in Aussicht stehenden Ronfiitis mit Rußland), fabrizirt was mit wurde und welchen Antheil Sir Lepel Griffin( der politische Die Spende gent des Bi elönigs bei den sentralindischen Staaten), daran sler auch genommen hat. Der Maharadschah Holtar( einer der unter gelehrten englischer Hoheit stehenden indischen Fürften), war der Erfte, e aufgegeba welcher der englisch- indischen Regierung seine Hilfe anbot, und luge gefe manche Leute hegten schon damals den Verdacht, daß diefer mmen. Schritt des vorsichtigsten und berechnendften indischen Fürsten tipendien nicht ganz aus seiner eigenen Initiative hervorgegangen sein bte th tonne. Dieser Verdacht bat fich vollkommen bestätigt. Auf eine auf die erften Meloungen, daß die Operationen der Grenztommiffion nachgewiewohl nicht ganz friedlich verlaufen dürften, sagte Sir Lepel agliches Griffin dem Sinne nach zu Hollar: Talente e ezt haben Sie eine goldene Gelegenheit; bieten Sie and, Frank Shre Hilfe dem Bizetönig an!" fich font tathematite 2014 the und Stünf bts für Bergament Trunt b en Simmel boltar erwiderte: Sind Sie ganz ficher, daß die Eng länder gewinnen werden? Es würde vielleicht gefährlich für mich sein, mich zu lompromittiren. In jedem Falle will ich nicht eine Rupie( 2 Mart) ausgeben. H Sir& pel antwortete: Natürlich werden die Engländer gewinnen; aber die Wahrscheinlichkeit ist dafür, daß es gar nicht zum Kriege tommen wird. Wenn ich dächte, daß die Die Reto Engländer in Gefahr wären, geschlagen zu werben, so würde ich nicht tommen, um Ihre Unterstügung au verlangen; ich gebe Jonen diesen Rath in Jorem eigenen Intereffe." iplinen bo Belchmung Men Refpe chung unter inftmals ein en Geburt Der with felbft aber Gramma! mit Rolber Balette unl Die Synta erfreut! Bfrtem, mit bollar that endlich, wie ihm gerathen war, protestirte aber bis sulegt, daß er nicht eine Stupie ausgeben werde. Nachdem feine Botschaft an den Bizetönig geschickt hatte, folgten die brigen Fürsten seinem loyalen Beispiel. Welchen Werth diese netbietungen haben, darüber wird fich Jeber feine eigene Reinung bilden. Sehr lehrreich in der That! Ob wohl anderen Staaten auch derartige billige Loyalitätsbezeugungen tommen mögen? i dine Oesterreich Ungarn. Der Grazer Gemeinderath beschloß vor einigen Lagen, ber bisherigen Weise entgegen, fich nicht an ber bgleichfall rohnleichnamsprosession zu betheiligen. Darob burd Stet werben fchon leift Derden, we rer verlor s fagen ate man nod Die fcher Bole ertlärt mi tönne, d da frembe Blands eine us Preufe ingen Ma ag. Bl ufffbea Folgt mate uslänbilder baben ihon filichen Eifenba Be et Monaten nachfuchen nur binju blieben in Denden Be te Deutschen ten. Aber te burd bie Higer Bee perben, fi Tchapende Brensible Tower Tein freund fi fungen au Rotiy de e blerfelb arbeiter mber 1884 Mannheim udten Auf Etober 1878 in Judie Schreibt des: iefer ging bie vorhi men, Ber Samburg etwas e Jemand ich wiebe par fho hür. war info rwalb, es ein aner aber Ber Benommen abwidelte Rann trot en werben gefunden roßes Gebeul im Lager der Klerikalen. Jest tommt die Nach sicht, daß der Gemeinderathsbeschluß vom Statthalter als Demonftration gegen die latholische Kirche" fifirt worden Der Statthalter fordert iriftlich den Gemeinderath auf an der Prozeifion theilzunehmen. Der Gemeinderath wird also förmlich zur Theilnahme Tommandirt, mehr können die Rleritalen boch nicht verlangen. Aus Kratau wird gemeldet, daß der preußische Oberzollinspektor daselbst eingetroffen ist, um zu überwachen, ob das aus Galizien nach Breußen transportirte Ge treibe nicht ruffischer Proveniens ist, um daffelbe eventuell höher verzollen. Dortige Handelstreise wollen fich gegen diese Kontrole bei der Regierung beschweren. 10 Die Aufgaben für den Militarismus find in allen europäischen Kultur" staaten der Hauptpoften des Staatsbausbaltes. Durch das Kriegsbudget wächst überall die Laft Der Staatsichulden in's Ungebeure. Auch auf Ungarn hat fich die Kultur des Hinterladers erstreckt. Die Vermehrung der ngarischen Bapter: ente, das heißt der Staatsschuldenfcheine, ist Jahr für Jahr eine ganz bedeutende. So entfällt auf das Jahr 1881 eine Emisfion von 51,9 Millionen Gulden, auf 1882 eine solche von 53,5 Millionen, auf 1883 eine Emiffion on 30 Millionen; das Jahr 1884 forderte 33 Millionen, und in diesem Jahre werden voraussichtlich 33 Millionen zur Aus gabe gelangen. Ungarn hat also eine rasche Bunabme cole adlier is tot goud sn gundo siis olland n bilinman thdositiudung midi ni mg dol alalang nagsiden sid jul? at bithogals noe astrothday, pink anstis? da studni bf ast 30 ml Tommen belber Regierungen, zerstreut, und die Fleinen Differenzen mit Frankreich feien auf friedlichem Wege beigelegt worden. Das Komitee erzählt dann, was es gethan habe, um die öffentliche Meinung gegen die Fortlegung des Krieges im Sudan zu erregen, und die Regierung zu veranlassen, die Differenzen mit Rußland einem Schiedsgerichte zu unterbreiten. Der Bericht entwirft ferner ein Bild von der Thätigkeit des Komitees wegen Bekämpfung der alarmirenden Gerüchte über den Buftand der englischen Kriegsflotte, die dem Lande schon so viele Millionen geloftet babe, und diückt die Hoffnung aus, daß dieser ruinöse Wettkampf zwischen den Nationen in nicht allzuferner Beit aufhören möge. - Die Polizeibehörden find in den Befit von In formationen gelangt, die ste glauben lassen, daß zwei Mit glieder der Dynamit. Partet aus Amerita in England ange lommen find und nur auf eine günstige Gelegenheit zur Ausführung ihrer Bläne warten. Auf Grund dieser Information wurden an die Polizeiftationen in verschiedenen Hafenplägen Befehle gefandt, einen Frisch- Amerikaner zu verhaften, ber etwa Mitte Mai in England anlam und im Devon Hotel, Paddington, bis zum 26. Mat logitte, bann aber unter ver dächtigen Umständen in Gesellschaft eines anderen irisch amerikanischen ,, Dynamiters", der unter polizeilicher Beobachtung stand, verschwand. Amerika. Jm März dieses Jaures wurde in der Newyorker Legislatur zu Albany ein Bagabundengeses vorgelegt, bas an mittelalterlicher Härte nichts au wünschen übrig lägt. Goethe hat Amerika einst gepriesen: Amerila, du haft es besser, " ben herrlichen Frühlings Sonnenschein! D wie schön ist die berrliche Welt, für den Berliner besonders hier in den Bichelsbergen, denn diese Gegend ist es, die wir hier schildern. Es ist am Tage vor Bußtag; still und rubig liegt die Gegend, bie morgen b lebt sein wird von vielen tausenden Erholungs fuchenden. Auf der Chauffee tommen plöglich zwei Fubrwerte Daher; eine Equipage und hinter ihr ein bescheidener Mieth wagen; belde halten vor dem Hause mit dem rothen Dache; aus der Equipage entsteigt die große torpulente Figur des Brauereibefizers B., deffen Etablissements in der Umgegend Spandaus in der letzten Beit mehr berüchtigt als berühmt wurde, aus dem andern Wagen steigt ein Mann mit der be Lannten blauen Uniform und dem ebenso bekannten Atten Ronoulut unter dem Arme, ein Gerichtsvollzieher. In dem fleinen Gehöft wird es lebendig; einige schnell herbetgeholte Arbeiter tragen einige alte schabhafte Mobilien auf das Nach bar- Grundstüd, wo eine alte alle steht, die mit einigen Luft löchern in thren langen Seitenmauern trübselig auf die Straße blickt. Wir sehen ein paar weinende Frauen, denen der Ge richtsvollzieher, selbst ergriffen von ihrem Unglück, die Hände brückt und benen er fagt: Ach Gott, es thut mir so leib, aber ich muß." Aufrecht steht der starte Brauereibefizer im Garten; in seinem Geficht, das eine vortheilhafte Körperpflege deutlich ertennen läßt, zudt teine Miene, auch jest nicht, als der todt trante, an allen Gliedern gelähmte bisherige Befizer des Lokals, auf einem alten Sopha liegend, von seinen Dienst boten in die zugige Halle des Nachbargrundstücks getragen wird. 42 Jahre lang gehörte dies Grundstück der Familie, feit 25 Jahren besaß es der legte Inhaber. In der ganzen Beit war der Bedarf an Bier von der B.'schen Brauerei ent nommen; jährlich 350 bis 400 Tonnen à 21 Mt. Vor einiger Belt erwarb B. das Grundstüd in Folge einer Subbaftation aber mit dem feierlichen mündlichen Versprechen, es für den bisherigen Eigenthümer und beffen Erben zur Verfügung au halten. Allein geftüßt auf die schriftlichen Klauseln des Vers trages flagte B. bald darauf auf Ermission, well auf ent nommenes Bier ein leiner Reft( etwa 10 M.) nicht prompt am Bahlungslage entrichtet war. Damals wurde er mit der Klage abgewiesen; mehr Erfolg hatte er mit späteren Er misfionsprozessen, in denen die erstinstanzliche Verurtheilung gegen interlegung von 16000 Mt. vorläufig vollstrecbar war. Die Reichen behalten ja immer Recht! Diese Meinung ver breitet sich in weiten Kreisen in Folge der Kostspieligkeit unserer neueren Justiz.- 3war, die Ermiffion des todikranten Mannes abgelehnt; aber was sollte der unglückliche Mann in seiner zu bewerkstelligen, hatte auch der Gerichts vollzieher entschieden hilflosen Lage, nachdem seine Angehörigen von ihm entfernt waren? Durch diesen Ermissionsaft waren jedoch die recht lichen Ansprüche des Herrn B. noch nicht ganz bes friedigt, ihm mochte wohl die Anwesenheit des Kranken und feiner Familie auf Dem Nachbar Grundstücke unbequem fein, und so erwarb er von einem Dritten eine voll ftreckbare Forderung gegen die Pflegetochter des Ermittirten und plöglich erschien in der luftigen Halle abermals ein Gerichts vollzieher mit dem Auftrage zur Pfändung und sofortigen Ab holung der wenigen armseligen Mobilien, die sich noch an dieser Stätte des Elends befanden.-Mußte solches Verfahren jeden Gesunden zur Verzweiflung bringen, so traf es den Kranten noch schwerer. Vorgestern hat man thn auf der Höhe von Westend begraben. Wir sahen Viele, die im Leben mit ihm geftritten hatten, und die bier seinem Sarge zum Beichen des durch den Tod geschlossenen Friedens dret Hände voll Erde spendeten. Herrn B. sahen wir nicht! Warum auch? Der Mensch, der fein Bier braucht, hat seinen Beruf verfehlt und die Todten trinken weber Bier noch verkaufen ste folches! Wenn Du aber, lieber Leser, wieder einmal in bie Bichelsberge gehst, dann erinnerst Du Dich beim Anblick des herrlichen Stückes Erde, daß auch fie getränft ist mit bitteren Thränen menschlichen Elendes. Herr B. wird das freilich taum verstehen, wenn bet tbm von getränkt" die Rede ist, so fann das natürlich nur mit Bier und zwar am besten mit Bier aus seiner Brauerei geschehen. Haft teine Burgen, feine Schlöffer,-" aber dies famose Tramps" Geses( Tramp ift der amerikanische Ausdrud für Vagabund) zeigt, von welchem Geifte gewiffe Kreise beseelt find. Die Vorlage verlangt, daß jedes arbeitslose Individuum, daß fich auf der Wanderung befindet, ohne alle weitere Veranlassung oder Ursache vom nächstbeften Bürger den Behörden zugeführt und von diesen auf sechs Monate dem Gefängnisse überwiesen werde!!! Die Verpflegung der Häft linge darf, nach der Vorlage, dem Lande nicht mehr als einen Dollar( 4 Mart) pro Woche toften. Diese Vorschläge sind der Gipfel reaktionären Widerfinnes. Amerika mit seinen groß artigen Induftrien und seinen noch gewaltigeren Krifen, die eine Armee von Arbeitslosen schaffen, die Laufende fleißiger Menschen periodisch aufs Pflaster werfen, Amerita ist nicht ber geeignete Boden für solche antifulturelle Bestrebungen. Es ist zu hoffen, daß dieselben zu Wasser werden. Die Empörung unter den Arbeitern ist eine allgemeine. Lokales. Arbeiterfreundliches. Die Maurer Berlins find be fanntlich mit ihren Arbeitgebern in Verhandlung getreten, um eine materielle Befferstellung von den Letteren zu fordern. Sollte eine Einigung auf gütlichem Wege nicht zu erlangen sein, so soll mit der Durchführung partieller Streits begonnen sein, so soll mit der Durchführung partieller Streits begonnen werden. werden. Wie wir hören, greifen nun mehrere Arbeitgeber des Baugewerks zu recht verwerflichen Gegenmitteln, es werden Liften angefertigt, welche die Namen derjenigen Gefellen ent halten, welche ohne vorherige Kündigung die Arbeit einstellen. Man betrachtet diese Arbeiter als Kontrattbrüchige" und will die ihre Numen enthaltenden Listen unter den Arbeitgebern möglichst verbreiten, um vor Beschäftigung der Betreffenden zu warnen, event. fich ihrer zu erinnern, wenn die Baus thätigkeit etwas nachläßt, die Arbeitsgelegenheit fich also ver mindert. Gewiß ein netter Beitrag zum Kapitel ,, Arbeiter Der Schulden, wachsende Steuerlaft und bleibendes Defizit. Ganz wie in Defterreich, ganz freundlichkeit". anderswo. Frankreich. Belegentlich der heute in der Pariser Deputirtenkammer bevorstehenden Debatte über den Antlage. Antrag gegen Bas Rabinet Ferry will das Minifterium die Rammer bitten, Kardinal Guibert schließt seinen Brief an den a. Bet Anträgen von hiesigen Innungen an das Polizeipräfidium auf Verleihung der Rechte aus§ 100e ber Reichsgewerbeordnung, wonach unter anderem von der Landes polizet angeordnet werden kann, daß Arbeitgeber, welche nicht der Jnnung angehören, Lehrlinge nicht mehr annehmen dürfen( Novelle v. 8. Deg. 1884) hat das Polizeipräsidium bis nungs- Ausschusses, der von den Senioren sämmtlicher Innungen gebildet wird, über die beantragten Verleihungen einzuholen und fich sodann darüber zu entscheiben. Die städtische Gewerbe Deputation, welcher eigentlich die Regelung der Innungsverhältnisse obliegt, hat nun vor Kurzem bei dem Polizei Präftoium beantragt, daß ste vor der Entscheidung über Die von den einzelnen Jnnungen gestellten Anträge ebenfalls angehört werde, da das Gefeß ausdrüdlich die Anhörung Der Aufsichtsbehörde vorschreibe. Dem Vernehmen nach hat das Polizei- Präfidium die Anhörung der Gewerbe Deputation nicht für nothwendig erachtet und davon dem hiesigen Magiftrat eine entsprechende Mittheilung zugehen lassen. aufregende und zwecklose Debatten zu vermeiden und die Sache her fich begnügt, die gutachtliche Aeußerung des hiesigen In Kultusminister, worin er gegen die Verweltlichung der Geno Defatirche poteftirt mit den Worten: Nun geht Alles unter, bas öffentliche und Privatvermögen, die Rube in der Straße, Die Sicherheit der Personen. Dieses politische Regiment, wel ghes Freiheit für Alle versprach, wird solche Ausschreitungen feben, daß sein bloßer Name mit Tyrannei und Ausartung gleichbedeutend werden wird." Hoffentlich wird es dem frommen Kardinal gelingen, sein Ber ogen und seine Person noch vor dem Untergang glücklich in Sicherheit zu bringen. Schrecklich, schrecklich! med Großbritannien. Der soeben erschienene Jahresbericht der Friedens. Besellschaft drückt Befriedigung darüber aus, daß die Umgebung. Hobe Berge, tiefe Thäler, beide bewaldet, zwi Ausfichten fett den legten paar Wochen so viel besser und leblicher geworden seien, der verheerende Krieg im Sudan r. Ein modernes Wirthschafts- Drama in idyllischer fchen ihnen die himmelblaue Bavel mit ihren prächtigen Ufern und Inseln, welch' entzüdender Anblid! Unten am Havelufer thoben, feien, Dank dem weisen und versöhnlichen Entgegen kronen blickt an einzelnen Stellen das rothe Dach hervor in ber wieder auf das Widerlich- Freundlichste grüßte. Was der Menich nur fast jeden Abend im Dunkeln auf dem Meukere wie der Ausbrud in ihren Sügen paßte genau zu bleich faben die beiden jungen Mädchen aus, und Flora, Hof zu thun hatte; er war zu unausstehlich! Aber büfteren Farbe des Anzuges. Ja, felbft auffallend beren Arbeit in ihrem Schooß ruhte und die das Röpfchen Julius tam nicht mehr, und auch in der Stadt wie im in bie linke zarte Hand füßte, hatte sogar Thränen in Part war fie ihm nicht mehr begegnet. Und ob er ein ben Augen. Nahmen fie fich den Tod der Tante so zu Dergen Die Tante war doch ein rechtes Scheusal," brach da Flora das Schweigen, und die Mutter hat es immer ge lagt, aber wir wollten es nur nicht glauben!" bei fight Wenn wir ihr nur damals, als wir zum legten Mal ihr waren, die alten häßlichen Tücher in das dicke Ge geworfen hätten!" bemerkte Henriette in ihrer tiefen Trauer. einziges Mal wieder an ihrem Fenster vorübergegangen wäre und heraufgegrüßt hätte? Nein, bicht am Hause brückte er sich hin, wenn er vorbei mußte, und neulich- faft un bewußt ballte fie die kleine Hand. " Falsches, ehrloses Volt!" murmelte Flora zwischen ben Zähnen durch. Alle miteinander; aber mir follen fie nur wieder fommen mit ihren Lügen und faben Schmeiche leien! Jest weiß ich, was ich davon zu halten habe, und wir können Beibe Gott banken, Hetty, daß wir die Erfah rung gemacht, oder wir wären vielleicht Beibe unglücklich banten schweiften ab nach anderer Richtung, und Flora, für unser ganzes Leben geworden." Wieber schwiegen die beiden Mäbchen, aber ihre Ge auch viel leidenschaftlicher von Temperament als ihre etwas tubigere Schwefter, hatte ihre zarte Unterlippe zwischen die Weshalb könnt Ihr Gott banken?" sagte die Mutter, bie in diesem Augenblid ins Bimmer trat und bie Worte Babne gefaßt und sagte endlich, indem sie finster und mit hörte, was habt Ihr denn? Und Du, Flora, haft ges einem recht häßlichen Blick vor sich nieber schaute: weint?" Lange fie lebte, habe ich's nicht geglaubt; aber' s ist wahr, Ropf halb zur Seite, denn ihre Mutter fab fie ganz ver ,, Aber in einer Hinsicht hatte die Tante Recht. So allerdings wenigftens glofigleit Wintel berflientes a er aud angte, fab bem un lieutenant Bimme las bas ing einel Die gnd Damen türlich in ganj In was hatte fie Recht?" sagte Henriette finster; fie " thom wundert an. Um bie Tante, Mama," sagte Flora und wandte den Jod od das Um bie Tante?" ' it bitter wahr!" Rat voll Gift bis obinhin... Aber was fie von den Männern sagte, ift wahr!" rief Flora heftig; fie mag auch wohl da eine Anzahl Er fahrungen gemacht haben. Dh, wenn wir ihr nur wenig worden, ftens barin geglaubt hätten. Ja, Mama; um Frau Mäusebrob, wenn Dir bas beffer tlingt," erwiderte schnippisch das junge Mädchen. Sie waren jeht durch die Erbschaft ihre eigenen Herrinnen ge und Flora dachte nicht daran, sich noch und Flora dachte nicht daran, fich noch als Rind behandeln zu laffen. Mama aber that bas gar au gern, weil fie den Dberbefehl im ganzen Hause führte, und es wurde Beit, fie merfen zu laffen, wie dies boch Jettchen 30g auch die Stirn in düßere Falten; fie Satte gern widersprochen, aber die Worte wollten ihr nicht Aber bie Lippen. Sie ärgerte fich darüber, daß die Tante eigentlich nicht mehr am Blaze wäre. in irgend etwas follte Recht gehabt haben, aber im Herzen mußte fie trobem zustimmen, denn wenn fie auch gerade erft Flora und dann Jettchen verwundert und eben noch teine wirklichen Beweise hatte, so fürchtete fie doch nicht freundlich an. Was soll denn das jest ben verschiedensten Vorwänden in den Garten hinunter Ra" fagte bie Frau Dberstlieutenant und fab Was soll benn das jetzt beigen? Glaubt Ihr, weil Ihr schlechter Laune feib, Thr könntet Euren Merger dabei an mir auslassen N. Einen wirklich graufigen Stitt machte vorgestern Nachmittag der Restaurateur Nürnberg. Beim Einreiten eines noch jungen Pferdes ging daffelbe in der Gegend von Treptow durch, burchstürmte die daselbst befindlichen Anlagen und Sprang in mehreren mächtigen Sägen über den Bahnförper der Berlin Görliger Bahn. Raum war der Sprung geschehen, fo braufte auch schon ein Schnellzug heran; eine Sekunde früher, und Roß und Reiter wären zermalmt worden. Erst auf den Kölnischen Wiesen vermochte der Reiter, der beim Durchreiten der Anlage mehrere Hautabschürfungen erhalten hatte, das Pferd zu pariren. a. Eine raffinirte Diebin ift gestern in der Person der unverehelichten R., eines zwanzigjährigen Mädchens von an genehmen Aeußern und bisher unbescholtener Bergangenbelt, fefigenommen worden. Dieselbe war im Laufe des legten Jahres in hiesigen renommirten Lederwaaren, Schreibmaterialien und Elfenbeingeschäften als Verkäuferin angestellt gewesen und hatte das Vertrauen ihrer Prinsipale durch fortgefeßte Waaren und Gelddiebstähle in bedeutendem Umfange gemißbraucht. Gelbschnabel an, wie sie da fißt und bie Nase rümpft! Ist mir denn je im Leben schon so etwas vorgekommen? Unter steh Du Dich das noch einmal!" Aber, Mama!" rief Flora, jest doch gewillt, nicht wieber Klein beizugeben, wo sie wußte, daß sie den Boden bann für alle Zeit verloren hatte, ich bin alt genug, um auch einmal übler Laune zu sein und meine Gründe dafür zu haben. ohne daß ich gezwungen wäre, die Jemandem anzugeben." Alt genug magft Du sein," rief aber die Mutter, in ber der Born fchon tochte, alt genug, um einzusehen, daß Du eine alberne Gans bist; aber Du hast leinen Ber stand bazu, das ist der Fehler, und nun sag' ich Dir Eins, Mamfell Spigmaul, hüte Dich und mach' mich nicht böse, benn ich bin gerade in der rechten Stimmung, um Dir heimzuleuchten!" Mutter," rief Flora, als liebenswürdige Tochter, ich verbitte mir des Schimpfen; ich brauche es mir nicht mehr von Dir gefallen zu lassen, und ich will es nicht- und Henriette ist auch meiner Meinung!" Die Frau Oberstlieutenant war wie vom Schlage ge rührt-so etwas war ihr wirklich noch nicht in ihrem ganzen Leben vorgekommen. Die beiden Arme in die Seiten geftemmt, ben Oberkörper vorgebeugt, ftand fie da und starrte eine ihrer Töchter nach der andern vor Ber wunderung an. Endlich aber brach es los; der lange zu rüdgehemmte Strom ihrer Rede sprengte die Dämme, und eine solche Fluth von größtentheils nicht abeligen Wörtern ergoß fich über ihre Bunge, daß Flora, obgleich fie ein paar Mal ben troftlosen Versuch wagte, bagegen boch nicht ans schwimmen konnte, die Fluth schwemmte fie rein und spur los fort. Wie fich aber die Frau Oberstlieutenant in immer größeren Born hineinrebete und zuleßt, in einen wahren Baroxysmus ausbrechend, rief: Wenn's Euch denn nicht mehr hier im Hause gefällt, ei, warum geht Ihr denn nicht, Ihr Gänse? Ihr habt ja geerbt; oder glaubt Ihr, daß hr mir ein Bergnügen macht, wenn ich Euch hier als sprang von wie Hen riette verließ rasch bas Simmer. ( Forts. folgt.) gegangen, aber immer und immer vergebens, ihr Julius" Ich will's mir ausgebeten haben. Was ist das für leben längliche alte Jungfern figen habe, heh" lie fich nicht mehr blicken, und nur dem Hofapotheker eine alberne Bemerkung, Mamsell, Frau Mäusebrob, wenn das besser flingt"; jest feh' ein Mensch so einen Da Auf die Anzeige ihres lesten Brinzipals fand gestern in ihrer| Hausinduftriearbeiter, namentlich der bergischen Rleinelsen Wohnung eine Haussuchung ftatt, bei welcher ein sehr großer Theil der von ihr in den verschiedenen Geschäften gestohlenen Sachen sowie eine größere Baarsumme, welche von ihren Raffendiebstählen berrührte, gefunden wurden. Die vorge gefundenen Gegenstände find den Bestohlenen zurückgegeben worden. a. Der Kriminalschußmann Süß verunglückte geftern Vormittag, als er im Dienstgebäude des Kriminallommiffariats bie erste Treppe hinaufging, dadurch, daß er auf einer Stufe ausrutschte, binfiel und sein linkes Bein zweimal brach. S. ift nach dem städtischen Krankenhause im Friedrichshain gebracht worden. Louisenstädtisches Theater. Herr Josef Reifinger vom Stadttheater au Chemnis gaftitt heute und morgen als Ed gardo in Lucia" und als Arnold in Zell". ld munch H Soziales und Arbeiterbewegung. industrie, und seitens einiger Fabrikanten von Besagartikeln in Barmen. Die Klagen der Barmer Fabrikanten richten sich gegen beftimmte Ronfurrenten, welche angeblich die schlechte Geschäftslage und die Noth der Arbeiter in übermäßiger Weise benußen, um die Produktionstoften au verringern. In einem Fall wurde z. B. angegeben, daß, während der Beschwerdes führer seinen Bandwebern bei Fabritaten, welche 80 Schuß führer seinen Bandwebern bei Fabrikaten, welche 80 Schuß fäden auf den laufenden Boll enthalten, 10 f. für die laufende Linie zahle, einer der Lohnbrüder bei Bändern mit 120 Schußfäden im Boll nur 8 Pf. für die Linie gewährte. In einem anderen Falle, wo es fich um die auf Riemen tischen hergestellten Spigen handelt, hätte einer ber Fabrikanten ohne irgend welchen erkennbaren Grund die Löhne der Ar. beiter herabgefest, fich selbst auf kurze Zeit dadurch einen Bortheil gegenüber seinen Konkurrenten verschafft und diese burch seine Preißunterbietungen zur Nachfolge, Das ganze Ge schäft aber in eine schlechtere Lage gezwungen. Größere Arbeiterentlassungen stehen auf der Kaiserl. Werft in Danzig bevor. Ungefähr 60 Arbeitern soll nach der Frankf. 3lg." schon gekündigt worden sein. " " 1 batte, die von ca. 600 Personen besuchte Versammlung nach 11 Ubr. Der Ganverein der Maler tagte am Sonntas Vor mittag Alte Jatobftraße 83 im Kafé Reiher unter Voifls des Herrn Regerau. Nachdem derselbe den Stand des Vereins ep läutert, theilte er mit, daß der Verein aur Wahrung der In tereffen der Maler Berlins fich aufgelöst und die legte General versammlung dieses Vereins befchloffen babe, zum Bauverein überzutreten und das gesammte Staffenvermögen und Inventarium dem Gauverein zu überweisen. Er machte ferner darauf auf merksam, daß jest die Mitglieder des Vereins zur Wahrung der Intereffen der Maler in die Rechte der Mitglieder des Gauvereins eingetreten find. Hierauf wurde zum zweiten Bunt Der Tagesordnung geschritten und die Wahl des gesammten Vorstandes vollzogen. Es wurden folgende Mitglieder in den Vorstand gewählt: erster Voifigender Regerau, zweiter Bor figender Wollert, Schriftführer Willkommen, erfter Rafftter Rüßner, aw- iter Rafftter Schweizer, Beiftzer Harms und Bante Bu Revisoren Lochner, Lotamp nnd Richter. Der dritte Bunit, Lokalftatutenberathung, wurde zur nächsten Versammlung ver tagt. Darauf wurde beschloffen, den ersten Dienstag nach dem 15. in demselben Lokale die nächste Vereinsversammlung abzus halten und dieses nur durch die Beltungen bekannt zu machen. Herr Regerau theilte noch mit, daß bis zur nächsten Versamm lung noch ein Aufruf an die Gehilfen erlaffen wird im Ber liner Boltsblatt". Ebenfalls werden Versammlungsanzeigen sowie Berichte nur an das ,, Berliner Boltsblatt" zur Veröffent lichung gesandt, es liege baber im Intereffe eines jeden Gin zelnen, dieses Blatt zu lesen, welches die Intereffen der Arbeiter am beften vertritt. Nachdem noch der Vorsitzende zum feften Busammenbalten ermahnt und aufgefordert hatte, immer mehr und mehr Mitglieder dem Verein auzuführen, wurde die Ve fammlung geschlossen. Das Gezeter der deutschen Textilindustrie über die schlechten Beiten nach berühmtem tufter( auch in England schlechten Beiten nach berühmtem tufter( auch in England 1. B. tlagten von jeher am meisten die Baumwollenbarone, die Herrscher der meistbegünstigten und blühendsten Induftie) findet eine eigenartige Beleuchtung durch das Ergebnis der Generalversammlung der Baumwoll. Kompagnie Stuttgart". Dieselbe war in der Lage, die Vertheilung einer scbnprozentigen Dividende zu beschließen. Ueber den Gang des Geschäftes( die Kompagnie versorgt die Textilfabriken mit Baumwolle) berichtete die Direktion, daß vom 1. Januar bis 30. Mai bieses Jahres 161 005 Ballen gegen 82.999 Ballen im Vorjahre verkauft wurden, und daß Spinner im Allgemeinen heute weniger Baumwolle auf Lager baben als zur gleichen Belt des Vorjahres, so daß auch in alter Saison noch Ausficht auf größere Umfäße vorhanden, während für die nächste Ernte bereits namhafte Ordres( Be ftellungen) in den Händen der Gesellschaft find. Wie glauben bas genügt. An die Dachdecker Deutschlands! Kollegen! Laut Beschluß der Generalversammlung des Fachvereins der Dach und Schieferdeder Hamburgs sehen wir uns veranlaßt, folgen. den Aufruf an die Genoffen Deutschlands zu erlaffen. Da durch die heutigen Konkurrenzverhältniffe, welche fich in unserem Gewerbe immer mehr breit machen, viele unserer Kollegen ge awungen find, die Landstraßen au bevölkern, so halten wir uns verpflichtet, Abhilfe in diesem Nothstand zu schaffen. In Folge deffen fordern wir unsere Kollegen auf, mit uns vereint einen Verband Deutscher Dachdecker ins Leben zu rufen, um vereint für unsere Brüder, welche auf der Landstraße dem Elend und der Noih preisgegeben find, einzutreten. Wir beabsichtigen durch eine angemessene Reiseunterstügung, welche an die Verbandsmitglieder gezahlt würde, deren Lage zu mildern. Ferner wollen wir eine Unterstügungstaffe für arbeitslose Kollegen am Plage errichten. Kollegen! Nur badut werden wir eine wirkliche Ausbefferung unseres Gewerbes, sowie unserer Verhältnisse erstreben tönnen. Wir fordern Euch auf, allerorts, wo ein Fachverein oder eine Gesellenvereinigung der Dachdecker besteht, diese nothwendige Frage zu erwägen; speziell die Rollegen in den Drten, wo fein Berein besteht, fordern wir auf, einen solchen zu gründen und fich der Organisation mit anzuschließen. Genoffen! Wir appelliren an Euer Solidaritätsgefühl, um vereint für die wirkliche Aufbefferung unseres Handwerks und unserer Eriftens zu tämpfen. Wir ersuchen die Kollegen in allen Städten Deutschlands, diese Frage baldigft zu prüfen und Stellung hierzu zu nehmen. In denjenigen Städten, wo die Kollegen in der Lage find, einen Kongreß, welcher voraussichtlich in der Mitte des Sommers einberufen wird, durch einen Delegirten zu beschiden, ersuchen wir, möglichst bald eine Wahl vorzu nehmen und Anträge zu stellen, damit diese auf die Tages ordnung gefeßt werden. Diejenigen Kollegen, welche teinen Delegirten schicken lönnen, bitten wir ebenfalls, uns mit An trägen entgegen zu tommen. Nochmals apelliren wir an die Solidarität unserer Genoffen, daß Ihr nicht zufcht, wie an dere Gewerke fich organisiren, sondern daß Ihr auch selbst thätige Mitglieder werdet für Eure Drganisation. Alle An fragen und Buschriften bitten wir zu richten an J. Neumann, Mittelstraße 33, St. Georg, Hamburg. Auch aus Belgien lommen schlechte Nachrichten aus den Montanbezitten. Da fich nirgends eine Befferung des Marties zeigt, so übt die Situation einen merklichen Einfluß Marktes zeigt, so übt die Situation einen merklichen Einfluß auf die Arbeitsverhältnisse in den Werkstätten aus. So wird aus Valenciennes berichtet, daß, da die Drbres weber nach Bahl noch nach Quantität in genügender Weise eingehen, das Feiern in den Werkstätten verlängert wird. In den Walz werken wird das Feuer gewöhnlich erst am Mittwoch, ja am Donnerstag wieder angezündet. Die Broduzenten sieben unter ben gegenwärtigen trüben Verhältnissen es vor, die Fabris tation einzuschränken, als fich zu noch niedrigeren Breisen Auch in Saint- Dizier, wie im Ordres au verschaffen. ganzen Bezirk beschränken fich die Abschlüsse auf die Tages bedürfniffe. 68 The Bosnis orig Nr. auf's Silbert Hauptqu Damboo Dem rob lampen Angewitter nad Ro Duntel f fle entlang Bantlet in amei Whit Seffel f Frauen, wenige Border bemfelb Blat g nigen erlieft des neu Eir an ben bobe ur tene, ge Brille; 28tever amann offister wird bi dietwelche Der Bezirksverein der arbeitenden Bevölkerung d Südwesten Berlins hielt am Montag, den 1. Juni cr., c ordentliche Sigung in Konrath's Salon, Wafferthorftrage unter Vorfis des Herrn Krohm ab. Auf der Tagesordnung ftand ein Vortrag des Dr. Canis über die Lunge, ihre Pflege, Erkrankung und naturgemäße Behandlung. Herr Kohm theilte der Versammlung mit, daß der Vorstand Beschwerde führen wird, betr. des Verbotes der zum 18. Mai cr. ange meldeten Bersammlung, beren Tagesordnung lautete: 2 ftellen fich die Arbeiter zu den bevorstehenden Landtagswahlen Diese Beschwerde wurde von Herrn Krohm, deren Berfaffer er selbst ist, verlesen und von der Versammlung, gutgebeißen. Herr Dr. Canis ergriff nun das Wort zu seinem schon ange führten Vortrage. Der Referent freute sich, vor einer fo sabl reichen Buhörerschaft sein Referat zum Beften geben zu lönnen und hofft, daß seine Worte nicht ungehört verballen mögen. Wenn ein Verein es fich zur Aufgabe gemacht hat, so füble Rebner aus, in bas Gebiet des Wiffens einzubringen, fo dieses nur lobend anzuerlennen. Da es thatsächlich noch viele Leute giebt, die wohl wissen, was eine Leberwurst und eine Gänsebruft ist, aber von Lunge, Lungenschwindsucht, Katart u. f. w., ja fogar felbft gewiffe Belebite leine blaffe Ahnung haben und nicht eher erkennen, daß fie eine Lunge haben, bi fie zum Arst fommen und sagen, ich habe Stiche und Bru schmerzen. Referent erklärte nun, wie die Lunge beschaffe wo fie au fuchen und welch ein mächtiges Drgan im menschlichen Rörperbaue ist, erwähnte die Aufgabe der Lungen und ihren engen Busammenhang m der Innen- und Außenwelt, ferner daß die Wärme be Blutes 29-30 Grad Reaumur oder 37%. Grab Gelftus be tragen muß, unter diesen Erftarrung, über 45 Grad Fieber eintrete. Die Lunge ist ein fehr umfangreiches Drgan, fle ein Reinigungs- und Einathmungs. Apparat, fie bewirkt ben Stoffaustausch u. f. f. Als Unterstützung dient ihr haupti lich die Haut. Rebner tann nicht genug empfehlen, fich diefe sowohl als die Lunge zu schüßen und zu erhalten. Da die Lunge das widerstandsfähigste und bescheidenfie Drgan ift, in dem sie doch nichts weiter als Luft verlangt, so wäre es eine Sünde, fte zu mishandeln. Um feinem Körper eine Wohlthat zu erweisen, genieße man die frische Luft, wo fie nur irgendwie au haben ist. Weiter führt Redner aus, daß er in alle Schich ten und Sphären der Bevölkerung eingebrungen ift, nicht allein bei den arbeitenden, nein auch bei den beffer fituirten Klaffen denen Lüftung der oft jammeroollen und erbärmlichen Schlaf räume dringend zu rathen ift. Alles könnte man bort finden, nur teine gute Luft. Der Arbeiter follte es fich angelegen laffen, so viel als möglich gute Luft einzuathmen, er muß unter alle Umständen dafür Sorge tragen, daß seine Stube oder Kammer gehörig gelüftet wird und muß mit Energie Dafür treten, daß in den Fabrikiäumen oder Werkstätten, Denen er arbeitet, die gehörige Ventilation eingef Im Jahresbericht der Vereinigung der englischen Spinner und Weber werden die Jahresrechnungen der ein seinen Bereine detaillirt und am Ende im Ganzen gegeben, aber nur die Mitgliederzahl wird mit dem legten Jahre verglichen. Am 31. Dezember 1883 belief fich die Mitgliederzahl auf 14,326 am 31. Dezember 1884 auf 15,970, also ein Buwachs von 1644 -ein Beweis, daß die Spinner mehr und mehr Butrauen in ihre eigenen Bereine haben. Die Totaleinnahme der vereinigten Vereine war 782 620 Mart; die Totalausgabe 615 860 Diart, Raffenbeftand 807 620 Mart. Unter den Ausgaben steht die für Arbeitslosigkeit obenan mit 217 840 Mart gegen 184 000 in 1879 und 142 120 Mart im vorigen Jahre. Lohn ftreitigteiten innerhalb des Vereins tofteten 88 380 M.; an Mitglieder, die wegen ihrer Bereinsthätigkeit ihre Beschäf tigung verloren, wurden 21 100 M. gezahlt. Die Entschädigung von Mitgliedern die durch Feuerbrünste, Banterott Der Fabrikanten, Busammenbrechen der Maschinerie u. s. w. arbeitslos wurden, betrug 42 560 Mart, und 24 400 M. wurden anderen im Streit begriffenen Gewerken bewilligt. Die Frage der Sonntagsarbeit, so meint die ,, National liberale Storrespondena", wird allem Anschein nach in nächster Beit zum Gegenstande allgemeiner Massentundgebun gen gemacht werden. Wir wollen hoffen, daß das Blatt recht bat und daß bei diesen Maffenlundgebungen nicht nur die Frage der Sonntagsarbeit, fondern auch die viel tiefgreifenbere der allgemeinen Arbeiterschußgesesgebung in Angriff genommen wird. Wenn das genannte Blat teinen großen Werth auf solche Rundgebungen legt, weil dadurch doch der richtige Gedante nicht zum Durchbruch gelangt und Fürst Bismard mit seiner Gegnerschaft der Sonntagsrube bo recht behalte, so ist das wieder das alte Lied vom beschränkten Unterthanenverstande, dem die National Liberalen längst schon verfallen find. Die„ N.L. R." ist nun einmal die Vertreterin bes Kapitalismus, dem nichts von seiner Uebermacht genommen werden darf, und dabei verkriecht sich das Blatt hinter das Interesse des Arbeiters, der am Sonntage doch auch etwas verdienen wolle. Als ob bet allgemeiner Aufhebung der Sonntagsrube die Löhne sänken? Mit dem Studium der National Delonomie ist es bei dem gerannten Blatte somit nicht weit her. Daß einzelne Arbeiter in ihrer Berblendung an der Sonntagsarbeit festhalten werden, daß ist selbstverständ lich. Wenn man in Deutschland Umfrage hielte, wer seine Kinder vom Schulbesuch befreit miffen wollte, so würde man noch viele Eltern finden, welche Ja sagten und die Kleinen lieber zur Arbeit trieben. So aber darf eine Gesetzgebung nicht vorgehen! Nicht der Stimme des Einzelnen und auch der verschiedenen Einzelnen foll Rechnung getragen werden, sondern dem Wolfsgebinten. Deshalb zeugt es von ungemeiner Kurzfichtigteit, wenn man die Maffenfundgebungen nicht gebührend beachtet, wenn man ben Resolutionen der großen Boltsversammlungen nicht Gehör schenkt, denn fte repräsentiren in Wahrheit den Volksgebanken. Möge derselbe im Laufe dieses Sommers nur mächtig genug zum Ausbruck gelangen! Vergehen gegen das Krankenkassengeset. Gegen einen Fabritherrn in Frankfurt a. M., der seinen Arbeitern die von ihm gefeßmäßig zu zahlende Quote zur Krankenversicherung am Lohne in Abzug gebracht hatte, ift eine Antlage erhoben worden. Der Mann wird ber Erste sein, welcher fich wegen Dieses Bergebens seit Bestehen des Krankenkaffengejeges hier zu verantworten haben wird. Vereine und Versammlungen. w. Der Arbeiter Bezirks Verein für den Often Berlins hielt am Dienstag, den 2. Juni, in Keller's Lotal, Andreasftr. 21, eine Versammlung ab, in welcher Rechtsanwalt Freudenthal über das Thema: Reisverhältnis a wischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Vortrag hielt. Referent erwähnte zuerst der verschiedenen Landesgefeße und geht dann zur allgemeinen Rechtsnorm über, indem er darauf hinweist, daß der Arbeitgeber verpflichtet sei, bei Einstellung von Bersonen, welchen das freie Verfügunge recht nicht zusteht, die Genehmigung von Eltern, Vormündern ic. erft einzuholen. Nachdem Referent unter Anwendung von Beispielen der Firmen bei Engagements gedacht, machte der selbe aum Schluß seines intereffanten Vortrages die Ver fammlung noch darauf aufmerksam, Daß bei etwaigen Klagen bie Gewerbe- Deputation die erste Instanz set, da das Amtsgericht sowohl wie das Landgericht etwaige Beschwerbe schriften, welche durch obige Instanz noch nicht entschieden find, wird. den Brimtabat zu Hause zu laffen, denn das Rauchen Бе fein cin betannt oum fr Fortga Anwese Die Tre tommen Don Sd fo baß mun Die dräftig Ropfe id facher orthodo perfech tirflicht dinige gält el bie in anderer mann hmit bu mit gla Agnina hö rubig ähnlich ber Na dHaupt Fräule Cartes biefem Jos einen ein an unter verbin Namentlich empfiehlt der Redner Luftgymnafit u treiben, was feinem zu schwer fallen dürfte, wenn man jeben freien Sonntag dazu au benust, soviel es angeht fi in Der freien Natur zu bewegen, um dort die frische Luft in vollen Bügen einzuathmen, besonders des Morgens die Bigarre und dert das Einathmen der frischen Luft und alle Vlübe ift ver gebens, wenn man den Sonntag ,, antaucht". Die Lunge ift mit einem Schwamme au vergleichen; um denselben zu reinigen abwelft. Reicher Beifall lohnte dem Referenten für seinen, dazu gehört vieles Ausbrüden im Ilaren Waffer und je länger Daß für weibliche Näharbeit geradezu Hunger, Ibne gezahlt werben, ergiebt fich daraus, daß nach Mit theilung der Dresdn. Nachr." ein dortiges Wäschegeschäft für von den Anwesenden mit großer Aufmerksamkeit verfolgten Bor trag. Singer das Wort. Legterer betonte, daß Referent in feinem Bortrage wohl das Berhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeit. Reichstage bet Einbringung Des Arbeiterschut im welche von der Gegenpartei gebraucht wurden, entschieden zu Bur DiBluffton erhielt Herr Reichstagsabgeordneter Kindern alles thun, was diesen entspricht; es ist durchaus falf wenn der Mann oder die Frau sagt ,,, laß doch das Kind nicht so schreien, nimm es lieber auf den Arm oder sted ihm bes nebmer flar gelegt, jedoch vergeffen babe, die verschiedenen Bulp in den Mund".- Das Rino foll schreien, jemebr d Mängel, welche durch die Bestimmungen der Gewerbeordnung schreit, defto beffer für seine Lunge und späte.e Entwidlung der sozialdemokratischen Partei bezüglich ihres Wirtens recht oft zu baben, wo dieses nicht angeht, an seinem Rörper so oft als möglich, wenn thunlich täglich, Abreibungen vor 1 Dugend Militärhemden vollständig zu nähen 1 Mart 50 Bf., gefeges hin und weift die Vorwürfe gegen genannte Bartet, nehmen, welche Prosedur höchftens 15 Minuten in Anfprud nimmt. Man folle ihm nicht einwerben es geht nicht, es mu rüd. Gerade die Gegenparteien baben, so führte Redner gehen, wenn nur Wille vorhanden ist; hat man fich erft barat, gewöhnt, um so widerstandsfähiger wird fich die Lunge Nichts ift dem Arbeiter dienlicher als frische Luft, Baden ober Waschen und genügende Roft. Meditamente find unbedingt zu verdammen, denn wer medisinirt, tann fich getroft einen für 1 Dußend Frauenbemben vollständig au näben 2. 10 Bf zahlt. Den Bairn muß die Näherin noch aus ihrer Tasche be ftreiten. Wenn eine Frau noch fo flott näht, fie wird nicht mehr als höchftens ein halbes Dußend an einem Tage nähen tönnen und für eine fast ununterbrochene Arbeit von früh 5 Uhr bis Abends 10 Uhr 75 f. refp. weiter aus, bet Berathung des Arbeiterschußgefeßes, sowie der Sonntagsrube, ibre wahre Arbeiterfreundlichkeit gezeigt, an welche die Arbeiter fich bei lommenden Gelegenheiten erinnern werden. Herr Singer erwähnte in längerer Ausführung noch balten und man wird nicht gleich frieren bei jedem Luftzuge servativen Blattes nicht abzuschwächen, wollen wir derselben better durch Petitionen an den Reichstag befunden sollen, daß Ablaßzettel geben lassen und bei Betrus anklopfen und ihm teine Silbe hinzufügen. In Planen im Voigtl. haben die sämmtlichen Beftger von Materialwaaren und Droguenbandlungen beschloffen, daß Die Lehrlinge und Kommis in ihren Geschäften Sonntags Nach mittags von 4 Uhr an frei haben sollen. Ein Theil der Ge fchäftsinhaber hat ferner beschloffen, die Läden an Sonn- und Feiertagen um 4 Uhr zu schließen. Das ist allerdings noch ein bescheidener Anfang in einer guten Sache, aber doch ein Anfang. fte einer balbigen Reform Der Gesetzgebung zum und Schuße des arbeitenden Boltes entgegen sehen Dann wird sich die Reichsregierung sowohl, wie der Diese Herr Reichstanzler nicht entschließen tönnen, Die beutige Versammlung des Arbeiter. Bezirks- Verein für Sie, geehrte Versammlung, thun Sie Buße und beffen Ste gestellt habe, weiter zuzuarbeiten. Freuen sollte es mich, wenn gerechten Forderungen des Arbeiters noch ferner au verweigern. recht viele unter Shnen wären, die in dem von mir angebeu Hierauf wurde folgende Resolution: teten Sinne handeln. An der Diskussion betheiligten fich viele Mitglieder und Gäste in anerkennender Weise. Sämmtliche ben Dften Berlins erklärt sich mit den Ausführungen des Anfragen an den Referenten beantwortete derselbe präzis und Reichstags, Abgeordneten Herrn Singer vollständig einverstanden zufriedenstellend. Mit den Worten Seien Sie nicht nur Die Lage der Eisenindustrie in Westfalen verschlechtert und hofft, daß das Arbeiter Schußgefes in der von der Fraktion hörer, sondern auch Thäter," verabichiedete fich der Bo fich von Tag zu Tage. Biele Arbeiterfamilien kommen dadurch gestellten Form vollständig angenommen wird. Diefelbe brüdt tragende, deffen Vortrag den größten Beifall der Versammlung in die schlimmste Lage. So wird aus Minden geschrieben: jedoch hiermit ihr Bedauern aus, daß das Verbot der Sonntags- fand. Hierauf machte Herr Greifenberg bekannt, daß am Mancher Arbeiter. hatte sich hier ein leines Befitbum erworben, jest muß er anderswo sein Brot suchen; die Familie wird ihm nachfolgen, das häuschen für ein Spott gelb losgeslagen werden oder verfallen. Am schlimmsten find die älteren Arbeiter dran, die nicht mehr gut anderswo ankommen fönnen. Die beiden großen Werte Der Eisenindustrie bei Handringson, welche früher an 400 Ar beiter beschäftigten, liegen still; schon ist das eine mit Brettern vernagelt, in dem andern find nur noch 5 bis 10 Leute be fchäftigt. Und das geschieht trop der großen Vergünfti gungen, welche die deutsche Bollgefeggebung gerade der Eisen industrie zuertheilt bat! arbeit von Selten anderer Parteien im Reichstage feine Unter füßung gefunden bat", von der Versammlung einstimmig ange Der Sonntag, den 5. Juli, vom Vergnügungskomitee eine Rremfer partie veranstaltet werde, woran auch die Freunde und nommen. Bu Puntt 3 ber Tagesordnung ,, Verschiedenes" erhält Bekannten der Mitglieder Tpeil nehmen tönnen. Verr Flatom das Wort. Derselbe ersucht die Anwesenden, sich an Der Unterzeichnung einer Betition an den Reichstag zur Ein führung der fakultativen Feuerbeftattung recht rege zu bethel ligen. Dem Wunsche einiger Mitglieder, am Sonntag, den 7. b. M., eine Herrenpartie au veranstalten, ftimmte die Ver fammlung gegen 1 Stimme bei und wurde das Weitere dem Bergnügungsfomitee überlassen. Ort der Zusammenfunft und im M mos in Ba Sand bas R bas Barife nichts bem e raucht fagt v mit f englife möglic trans Nomeier How Faft find fret. Anmeldungen von Theilnehmern werden, jedoch nur bis zum 15. Junt, entgegengenommen von den Herren: Greifen berg, Schönleinftr. 12; Pape, Jägerstr. 63; Weldde, Belle Alliance Blet 78; Levit, Mödernftr. 77; inge, Kreuzberg ftraße 47. Ein Antrag, für die streitenden Tischler in König berg, sowie die Metallai beiter in Calbe eine Sammlung Die Zeit des Abmarsches wird im Berliner Boltsblatt" bekannt veranstalten und jedem die Hälfte zukommen au laffen, wurde Ueber Lohnbrüderei find dem Düsseldorfer Fabrik Borftpende, nachdem er auf die nächste Bersammlung, die am anwesenden Gäfte, als Mitglieder fich einzeichnen zu laffen, Inspektor Wolf Beschwerden nur bekannt geworden seitens der Berantwortlicher Rebatteus. gemacht werden. Nach Erledigung des Fragetaftens schloß der 16. b. M. in demselben Lotale stattfindet, hingewiesen schloß der Vorfizende die so lehr und genusreiche Sigung Granatim Berlin. Drud und Berlag son War Babing in Berlin SW., Beuthstraße 2. Sin cins Bellan Stomf unbin Spefu stds An bungs bieten Nomad 土肥 元+ 元 italien marft gefant Parif Пот ber 2 aus bie a bem Cauf b wiebe zu B gebad was größe ig nach Vor fls des ing ep er In Seneral uverein tarium uf auf ahrung er Des Bunt ammten in ben er Bor Raffirer Bante. Bunit, ng vet ach dem g abju machen. rfamm ,, Ber nzeigen eröffent n Fin Arbeiter nfeften er mehr ie Ve ng dif Ct., eine rage 68 rdnung Pflege Rohm Schwerde ange Wie wablen? faffer es gen. n ange fo sable fönnen mögen. o fabrie n, fo if och viele ind eine Ratart Ahnung ben, bis Bruft Schaffen Aufgabe gizmit Aan fle me bi tus be teber sc fle ift frtt ben uptiäch ich biele Da bie ift, in es eine gendwie Bohlthat Schich ht allein Slaffen Schlaf finden, gen fein ster allen Rammer Ur ein ten, nacfut affit ju an jeben fich in in pollen rre und verbin ift ver eift mit reinigen e länger ntbren us falid nb nicht thm ben el mebr vidlung 13 Gen Rörper Infprud vorzu es mu it barat, nge ev Cuftzuge Den ober bebingt t einen nb ihm ich bitte n Ste idh mis , wenn ngebeu en fich mmtliche is und bt nur r Vor af am Fremfer e und mmlung Der Kinder och nur Breifen Belle usberg Rönig ung ju wurde an ble Laffen, ung 00 lugh The dis namo in zamoldel Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 128. H Die Heilsarmee auf's Neue in die Schweiz eingezogen. Sehr ergöglich silbert die N. 8. 3." einen Besuch in ihrem derzeitigen Sauptquartier in folgender Weise: Eine enge Treppe führt sum Dachboden der Hundezucht- Anstalt in Schlieren empor. Bon Dem roben Ballenwerte Des Dachstubs hängen drei Petroleums lampen bernieder, deren Licht mit dem legten Abendscheine des gewitterschweren Maitages ftreitet, der durch die zwei einzigen, nach Rorbweften gerichteten Fenster hereindämmert. Jm halb buntel figen auf der Bant, die fich der einen Seite des Daches entlang siebt, einige Knaben, während auf dem anderen Bäntlein längs bes Bretterverschlages, der den Dachraum in awet Theile scheidet, awet blondlöpfige Bauernjungen mit ben Beinen baumeln. Den Taft Wit Dreizig Seffel fteben in der Mitte des Dachraumes. Born figen brei Frauen, offenbar Fabritarbeiterinnen, und weiter hinten einige wenige Herren, die aus der Stadt bergekommen sein mögen. Bot den Seffeln flieht ein Tisch mit eines Lamp, lints von benfelben haben der Hauptmann und die Frau Hauptmannin Blag genommen, rechts vom Tische der Herr Lieutenant. Vor ntgen Minuten bat der fang begonnen. Der Hauptmann erlieft mit wohlflingender Baßftimme eben die dritte Strophe des neunten Liedes: 起 Welche Lieb! welche Lieb! Duldend wenn man Ihn auch hieb; Er starb den Tod am Marterpfahl hange und ging für Dich durch's finstre Thal: Gehe hin und schau Ihn an! Eine ftattliche, stämmige Figur in bem dunkelblauen, bis an den Hals hinauf zugeknöpfen Soldatenrod der Heilsarmee; bobe und breite, etwas zurüd pringende Stirn, scharf geschnit. tene, gebogene Nafe hochblonder Vollbart. Der Mann trägt Brille; daß eine Auge ist geschlossen und offenbar erblindet. Wie er so da vor dem Bublifum ft ht, tönnte man den Haupt mann für einen ehemaligen Militärarzt oder einen Marine offister a. D. balten. Nachdem der Text verlesen worden ist, wird die Strophe von den diet Eroberern der Heilsarmee unter etwelcher Wahlife des Publikums gesungen und zwar nach der belannten Dielodie: Morgen: oto, Dorgenroth leuchteft mir um frühen Tod." Auf diese Art nimmt das Singen feinen Fortgang und inzwischen mehrt sich auch die Bahl der Anwesenden. Da buscht ein laum sechsbrjährtaes Mädchen ble Treppe empor und fest fich in einen fillen Wintel; dann tommen/ wieber leise einige Vertreter br löblichen Souljugend von Schlieren, von denen Einer eine poffit iche Frage ſchneidet, fo daß auf der Bant im Halbbuntel etwelches Richern und B: muntel entsteht. Bauernbursche und junge Arbeiter folgen; Die Einen fachte mit entblößtem Haupte. Andere trampeln träftig die Treppe binauf und behalten den hut auf dem Ropfe und die Bigarre im Munde, als tropige Wider facher der Heilsarmee, iv- biel nöibigenfalls ihr gut outhoboges swinglianisches Christenthum mit den Fäuften Goverfechten möchten und sing Frettag, den 5. Juni 1885. Gerede, was einen Bürger Don Bürich veranlaßt, den widerhaarigen Gesellen in gutem Schweizerdeutsch die Meinung au fagen. Die Frau Haupmann greift dann zur Bibel, bittet die Anwesenden, wohl auf das zu merten, was geschrieben steht; fie lieft schnell und monoton, wiederholt tbr befonde 3 wichtig erfcheinende Stellen, verleiht denselben Durch Handbewegungen Nachdrud, giebt aber feinerlei Inter pretation. Evangelium und Kapitel find uns entfallen; die Stelle spricht von Schwert und Blut, im Geiste des erbarmungs lofen Bottes der alten Juden, wie denn überhaupt die Heils armee von Blut trieft; sobald die Leute zu reden beginnen, sprechen fie mit v raudten Mienen von dem Seelenfrieden, der ihnen aus Chrifti Blut erwachse, fordern die Sünder auf, durch Chrifti Blut feltg zu werden u. f. w. So lautet z. B. der Refrain des zweiten Liedes, der von den Anwesenden gelungen wurde: D das Blut macht uns rein von aller Sünd'. aller Sünd', D das Blut macht uns rein von aller Sünd' aller Sünd', Sag der Welt! o der Welt! Sag der Welt! o der Welt! Von der Kraft in unsres Jesu Blut! mited allow u d tg II. Jahrgang. must mat um mit einer Jnbrunft zu beten, wie sie nicht der Geistliche, wohl aber der Pfychiater tennt.... So war die Andacht threm Ende entgegengegangen. Der Lieutenant stellte sich mit einer Schüffel an die Treppe, um allfällige Silberlinge ent gegen zu nehmen, und der Hauptmann reichte Denjenigen, welche fich dem He lewerte besonders feindlich gezeigt zu haben fchienen, verföhnt die Hand. E verkündete, daß morgen bret Aufführungen stattfinden würden, von denen Die eine um zehn Uhr thren Anfang nehme. Er wolle Niemandem ab mahnen, in gewohnter Weise zur Kirche zu geben, aber nach Schluß des Morgengottesdienstes möge man auch die Andacht der Salutisten nicht verfehlen. Drunten im Hausgange stand ein vierter Mann von der Heilsarmee, der mit dem Lieder büchlein, Broschüren und Flugblättern einen ziemlich schwung haften Handel betrieb. Er vertraue mir an, daß er früher nicht nur geraucht und gekneipt, sondern sogar Eabat getaut habe, welche Lafter nun alle mit Jesus Hilfe überwunden seien. Unter dem Kaftanienbaum, der ungefähr zwanzig Schrite von der Hundesüchtungsanstalt und dem heilsarmee Haupt quartier entfernt am Eisenbahnübergang fich befindet, stand aber noch Jemand, nämlich ein Reger und Behmgericht, bes ftehend aus fteben oder acht jüngern und ältern Leuten aus Schlieren. Sie frittfirten das Treiben der Heilsarmee als eine cheibe Thorebneberet" scharf und schienen ziemlich bibelfeft zu sein. Besonderer Meraer bereitete ihnen der Umstand, daß die Salutisten gegen das Weintrinken elfern, während doch Jesus an der Hochzeit zu Kanaan Waffer in Wein verwandelt und auch beim Abendmahl Wein getrunken babe. Wenn der liebe Gott nicht wollte, daß man Wein trinke, gäbe es gar teine Reben. Den gefesteren Leuten lönne die Bewegung nicht schaden; denn jeder Bernünftige sebe ein, daß ein tüche tiger Pfarrer, der mehr als sehn Jahre gelernt habe, die Bibel und die Religion beffer veftebe, als ein Sündenlümmel, der auf einmal fromm geworden set. Aber den Weibern werde der Kopf verdreht, so diß fte einmal bet brt immer ins Das Schlimmste fet jedoch, daß die Hälfte der Buhörer stets aus Schulbuben benebe; folch' fletnes Bolt geböre gar nicht in derartige Veriammlungen und den Schulmeister und die Eltern, melche den Besuch nicht bindern, sollte man durchbläuen. Der Heilsarmee felbft büfe tein Lid geschehen, denn Das wäre nur Reklame. Ein Einziger schien eber für Prügel in gewiffen Fällen zu sein; es wat ein tleiner Mann, der die Hemvärmel zurückgeftülpt batte. Die Anderen wiesen ihn aber mit vernünftigen Worten zurecht. Wir glauben nicht, daß der Heilsarmee in Schlieren irgend etwas unangenehmes begegnen wird, so ablehnend fich auch die Leute gegen die Invafion ve balten. Mebt Bedenken verurfacht und Außerftal, bas dem nächst befest werden foll; dinn Zürich und Ausgemeinden find eine etwas tigliche Gegend von wegen der Herren Gastwirthe. Man weiß ja, was Der jenigen geschiebt, welche gegen das Waffer schreiben; wie wird es nur eist Solchen ergehen, die gegen den Wein und das Bier eifern? Es war offenbar die Melodie eines alten englischen Marschliedes, daß schon Cromwell's Soldaten gefungen haben mögen, und zu dem man fich unwillkürlich den dumpfen Ton der alten Landsknechtt ommel hinzudenkt. Als ge betet wurde, santen die drei Vertreter der Heilsarmee auf die Knie und mit ihnen die brei Frauen in Der vorderften Sipreihe: Die drei erften armen Seelen, welche die Heilsarmee in Schlieren dem Teufel abgejagt hat. Dann erhoben fich die Beter wieder und nun begann der Dann erhoben sich die Beter wieder und nun begann der Hauptmann von seiner Jugendzeit zu erzählen, von seiner frommen Mutter, die ihn betend umfaßt und beschworen babe, auf gutem Wege zu bleiben. Welt set er dann von diesen Wegen abgeirrt, und babe erft wieder durch die Heildarmee feinen inneren Frieden und moralischen Hall gefunden. Wer ein Lügner, ein Gotteslästerer, ein Sauftampan, eine Spiel ein Lagedieb oder sonst ein miserabler rage, ein Scheln Mensch und ein Schufterlein fei, möge berlommen und ein Gleiches thun, damit ihm Gottes Fitede durch Jelu Blut zu Theil werde. Keiner folle dabei der ken, daß es morgen noch früh genug sei, denn Niemand wife, wann er aus dem zeitlichen Dasein in die Ewigkeit abberufen werde. Die Ama sone der Heilsarmee folate mit einer baftigen Rede über den Seelenfrieden, der den Kämpfern bescheert worden sei, und nachdem sie auf solche Weise über ihre Gludseligkeit feltfame Worte geredet, wurde wieder ein Blutlied gesungen. Der Anfang lautetete: Auf Deinen Ruf, o Herr, Eret ich vor Dich allda, und suche beil in Deinem Blut, in Das floß auf Golgatha. Jch bens Einbrud eines dispu. Auch finden fich noch süchtigen Geschlechtes machen. Pinige Städter ein. Der Gesang ist zu Ende; der Hauptmann gält eine Begrüßungsrede, und spricht die Hoffnung aus, Daß bie in der Feiheit erzogenen Schweizer auch das freie Wort anderer Leute achten werden. Dann schnellt die Frau Haupt mann empot, eine Dame von vie zig Jabren in dunklem Kleide, mit glänzenden und doch etwas starten Augen; wadsfa bene, Don Chor: lomme jest zu Dir, D Herr, tritt Du mir nah, Und wasche mich in Deinem Blut, Das floß auf Golgatha. Und nun ergriff der Lieutenant das Wort, ein junger Mann von b'affer Hautfarbe, mit etwas negenähnlichem Ges fichtsschnitt. Während die anderen redeten und beim Beten hatte er oft die Augen mit der ind bedeckt, ein Baar dunkle, flimmernde Augen, Die an teinem äußerlichen Gegenstand haften blieben, sondern in höhere Sphären blickten. Boll innerer tubig bleiben tönnen, sondern stets Talt schlagen oder Erregung, fast taumelno, er äblte er, daß in der Straße, in ähnliche Bewegungen machen, bald den Kneifer welcher er in London gewohnt habe, mehrere Mordibaten ( Frau Eine ibn ergriffen oldhauptmann scheinen sehr lange Gouvernante und noch länger in einer Nacht sei es auch in seiner Seele Nacht geworden Fräulein geweien zu sein.) Jbre hobe Stimme hat et vas urb trostlos habe er im Dunkeln auf dem Bette ge Cartes und Rechthaberisches. Sie macht aufmerksam, daß an fefen und verzweiflur gsvoll an feine Vergangenheit ge biefem Drte fo wenig geraucht werden dürfe, als in irgend ein anftändiges Betragen erwartet werde. Darüber entsteht unter den Leuten, die den But auf dem Kopf und die Bigarre im Munde behalten möchten, in Gemurr und widerwilliges Paris an der See. di Dacht. Da habe er I fum gefunden. Wenn irgend etwas die Gefahr anschaulich macht, welche die phrasenseiche, versückte Schwärme ei der Heilsarmee in fi birgt, so ist es der an religiö en Wahnften grenzende Buftand dieses jungen Mannes, Der nach wenigen Minuten wieder auf die Knie niederfant, Wie die Kinder Israels aus Egypten, so unternehmen Kellner, Friseure, Modiften und unzählige andere Indus strielle den Auszug nach dem gelobten Land, wo die Milch mo Im Monat August ist das Pariser Leben nicht mehr Paris, sondern an der Rüfte zu suchen. Der feine der hohen Preise und der Honig der Trinkgelder fließt. Sand bes Grandes ersetzt den Asphalt der Boulevards, Auch die Induſtrieritter paden, sobald in ben Bariser bas Rafinotheater bie hauptstädtischen Bühnen, die Fluth Rlubs die Spieltische fich leeren und in ben Rafinos ber Badeorte das Gold zu rollen beginnt. Die ganze Sippe, bas Menschengewoge auf den Dpernplägen, die Ankunft ber Bariser Poft die reizendften Premieren. Für Alles findet die von unfaubern Sportgeschäften lebt, füttelt gleichfalls fich Ersatz, denn der normännische Küstenstrich ist dann ben Barifer Staub von den Füßen, um bri Wettrennen, nichts anderes als eine Pariser Vorstadt, die man mit Taubenfchießen und Regatten an der Rüfte zu operiren. Nicht em Schnellzug bequem erreicht, indem man brei Bigarren minder rübt es fich im Lager der Klaviers, Ting, Gefang raucht und den Figaro" baju lieft. Dumas der Weltere und Sprachlehrerinnen; denn es ailt die Boulinge nicht aus fagt von den Engländern, daß fie ihre Heimath überall den Fingern zu lassen und den Ronkurrentinnen neue Fa mit fich führten und nebft Roastbeef und Ale auch ben milien absujagen. Sängerinnen und Pianiften ringen mit englischen N- bel vach Gibraltar verpflanzt hätten. Schon einander im Rorgertiaal und auf der Raftnobühne entbrennt möglich. Doch bie Barifer bewirken noch größere Wunder. Sie der Wet streit der barstellenden Rüsstler; in der tobien tan Spox to be barbers Leben ihrer Stabt einige 100 Stilo Gai on faist auch das Bariſer Theaterperfonal wie ein deu meier weit und bringen es im Herbst im Roffer zurüd. fredenich warm nach der Rufte. Fast bie ganze Rüfte ist nach den Regeln großartichen 100 unb mit einer Unsabl von Billen beidet, die, von pfiffigen Spekulanten auf den günstigsten Buntien erbaut, fone Befriedigung der launenhaftesten Ansprüche bungswege Interessant ist endlich das Treiben der Antiquitäten händler, die den Bariler Gumpeln Fallen stellen. Man weiß, daß es in der Hauptstadt schwer hält, echte Atterthümer zu finden; der Markt wird mit Imitationen man geprellt wird. In der Provina giebt es noch da und die " 1 Stündli" laufen und nicht mehr schaffen wollen. Rommunales. Stadtverordneten- Bersammlung. Sigung oom 4 Junt Der Stadtverordnet roo fteber Der Dr. Straßmann eröffnet die Sigung um 5% Uor mit geschäftlichen Mitthei lungen. Nach Cileofguna einiger Naturalisationgsgesuche nimmt die Bersammlung die Wahl des dritten Stellvertreters der Kommunal Landtags Abgeordneten der Stadt Berlin vor. 80 Stimmzettel werden abgegeben, 3 davon find unbeschrieben; gewählt wird mit 42 Stimmen der Stadtverordnete Fabrilbefiger Bigmann. Die Vo lage, betreffend die Beschaffung von vier neuen Löschen für die Berliner Feuerwehr wird nach furzer Des batte, an der fich die Stadtoeroroneten Dopp und KrettLing betheiligten, an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern verwteien. Debattelos angenommen werden eine Reihe weiterer Anträge des Magistrats, betr. bte Uebernabme der von dem Komitee für das Schinkel Denkmal pofettisten Anlage auf dem Schinkel Blas; die Aufschrift tragen: Geschlossen bis zum Herbst" Wiedereröffnung am Auf drei Monate gefchloffen" 1. Oktober". Im normannischen Riel herumstreifend, machen die Schacherer an der Küste die besten Geschäftchen. Außerhalb Baris fucht der Pariser immer wieder Paris und er tft u glud ich, wenn sein Suchen er folalos bleibt. Von den Bewohnern aller Haupt fäste ist ber Parifer der unbeholfenste Reisende und die Priferin die wunderlichfte Tourinin. Eine Engländerin würde vielleicht furaweg im Reisefoftüm, mit knappen Sandgepäd in den Babnzug steigen; die Bariserin braucht minnestens vierzehn Time, um ibre fechs bis acht Roffern Au füllen und auf jedem Bahnhof die Güteregoedition in Berzeiflung zu bringen. I fie endlich unterwegs, so ge fällt ihr beinabe nichts. Bon den Boulevard Bühnen ge wöhnt, baß effett auf Eifelt, la ges folgt, findet fie die Fahrt unaus prechlich lang, bie Provinz öde, das Reiseziel bem verführerischen Rellamebild im Bahnhofe unähnlich. Da fie weniger um Au genießen, als um von Gesehenem fprechen zu können, fich An und Aussicht, behaglichen Aufenthalt, gute B.rbin überschwemmt und bu bert gegen eins ist zu wetten, daß Reisen als eine Manier, viel Geld auszugeben, fich un bieten. Die Lebensmittel fommen von den Pariser Hallen dort in alten Häufern Tap ferten, Kupferstiche und Stulpju fühlen," bezeichnet, wird sie durch kleine Unan Nomad Wunsch der Pariser Köche und Pariler Gaumen; die der Sammler lacht das Herz nicht, wenn er in einer weinum Pfifide von Montreuil, die Feigen der Provence, bie mandie und bie Bretagne, wo altangesehene Familien den italienischen Trauben nehmen den Weg über den Bentral Haus atb der Abnen bewahren, find reich an geichnißten für markt; ber Wein wir aus hauptpädtischen Entrepots Schränken, werthvollen Stidereien und Fyenzen Welchem Tafe freuden gefandt und fettes Geflügel langt burch Bermittelung von Pariser Spebiteuren für engbrüftig finden. Ja felbft Our Meerfisch muß von Hotels, die feiner täglich bedürfen, aus ber Seinestadt brzogen werben. Die Schollen, mbie am Sonnabend zu Saint- Valérie- en Caux gefilcht, mit gebaden zu werden. rankten, ftohbebedien Hütte Trobel antrifft, ber beſtaubt und scheinbar vernachlä fiut zum Verkauf ber it hebt. Im Häuschen ſelbſt liesen vergilbte Meßgewänder zu Haufen aber wurmfiichigen Golfchnißereien; getirtete Töpfe, offens Arbeit, Reben in den Ed.n, als turne verstimmt und auf den Weg macht und mit Madame de Sévigné bas endlich zu ermüden und dabei fich unbebaglicher als baheim geräth wohl aud in eine nervöse Gereiztheit, wenn Regenwetter fie etliche Tage ins Hotelzimmer bannt, Jbre beschränken fich zumeist auf bie Toiletten, welche fie beim Diner aur Schau trägt; denn mit der auswärtigen Ruche will fie fich nicht befreunden und fie twuppert an allen Gerichten berum, ohne jemals Lüler ihren Wer zu leeren. Sie hat am Sonnenschein ausaus fegen; erblickt sie den Dean, so meint sie den Effett in Theaterdekorationen schon hübscher gefehen zu haben; bie Bauerntracten find erbärmlich im Vergleich zu den Rostümen der Oper. Der„ Acticle de Paris" ist ihr in Allem Die richtige Pariserin macht, selbst wenn sie im entlegenften Neste nur ihren Gatten und einige Fischer als Buschauer bat, täglich zweimal Toilette, die Morgentracht nicht gerechnet. In fashionablen Babeorten beherrscht die Mode alle übrigen Fragen. Ein Gang dem Meere bem Train de Maréa nach Paris gefandt, in der Frühe der Händler nicht einmal ihren Werth. wieber verschickt worden sind, langen Sonntag Kachmittags ein Hebräer aus der Umgebung der Nue Drouot, der in maßgebend. zu Beules ober Yport gerade rechtzeitig an, um zum Diner ber Normandie normännische Alterthümer verkauft, die ihm was aum Bariser Lurusleben gebort, auf die Reise. Die Mit den Lebensmitteln zugleich aber macht fich Alles, größern Magazine legen in den Bädern Succursalen an. Aber der Jobaber der ra fiart arrangirten Bude ist birelt aus dem Pariser Brsteiger un slotal sugeben. Wer bies beweifeln sollte, braucht in Buris nur die Gegend Dom Faubourg Montmartre bis zum Boulevard Males herbes zu durchwandern, wo zahlreiche Antiquitätenläden betreffend die Bahlung einer Entschädigung für die von Dem Grundstücke Rottbuserfir. 1-2 sur Staligerfstraße freige legte Barzelle. Hierauf tritt die Versammlung in eine Berathung über ben Antrag der Stadtoerordneten Dr. Jrmer und Genoffen, welcher lautet: " Die Stadtverordneten- Bersammlung wolle beschließen: 1. Die auf Grund des Gesezes vom 14. Mai 1885( be treffend Ueberweisung von Beträgen, welche aus land. whithichaftlichen Böllen eingeben, an die Kommunal. verbände) auf die Stadt Berlin entfallenden Summen find bis zum definitiven Abschluß der in Aussicht genommenen Reform der städtischen Steuern släufig aur gleichmäßigen Entlastung der Inhaber Kleiner Wohnungen von der Miethsfteuer zu ver wenden. toodni Dor 2. Der Magiftrat wird ersucht, der Stadtverordneten Ver hajfammlung baldigft eine hierauf bezügliche Vorlage zu geben zu laffen." Stadto. Dr. Jrmer begründet in ausführlicher Weise feinen Antrag. Aus den neubewilligten landwirthschaftlichen Böllen werden nach ungefährer Berechnung auf Preußen etwa 20 Millionen Mait fallen, auf Berlin also un gefähr 1 325 000 Mart. Diese nicht unbedeutende Einnahme quelle set am besten zur Entlaftung der Inhaber Kleiner Woh nungen von der Mietbssteuer zu verwenden. Bofitive Borschläge seien vorläufig in dieser Richtung hin nicht zu machen, sondern bie Initiative fei dem Magiftrat su überlassen, der auch Kau telen gegen Steuerhintergiebung vorzuschlagen babe. Bum Schluß sucht der Redner die Einwände gegen die Ueberweisung schwankender Einnahmen zu entkräften. Wenn auch die Ueber weisung ihrer Höhe fich verringern sollte, wird der 3wed ber Ueberweisung in keiner Weise verkümmert werden. Von den Stadtverordneten Langerhans, Meyer und Genossen ist folgender Antrag eingebracht: In Er wägung, daß zur Beit die Höhe der Einnahmen aus den Landwirthschaftlichen Böllen fich noch nicht bestimmen läßt, den Antrag Jrmer als verfrüht abzulehnen. Stadtv. Dr. Meyer: Die Anregung, welche Herr Dr. Jimer geben wollte, ist in feiner Weise nothwendig. Wir tönnen überzeugt sein, daß der Magiftrat die Einnahmen zu einer Erleichterung der Steuern, welche die ärmere Bevölkerung au tragen bat, verwenden wird und jedes Mißtrauen ist nicht am Blaze, welches meint, daß der Magistrat je seine Pflicht in dieser Nichtung hin nicht erfüllen werde. Der Antragsteller ist eine bestimmte Motivirung seiner Anträge schuldig geblieben und hat alles Schwierige dem Magiftrat überlassen. Wir würden amit unverantwortlichem Leichtfinn und nicht wie gute Haus väter verfahren, wenn wir dem Beispiele eines befannten Milchmädchens folgend, Einnahmen vertheilen, die noch nicht in unseren Händen find. Der Herr Vorredner hat, um einen Ausspruch fings anzuwenden, mit dem Denken da auf gehört, wo es anfängt, schwierig zu werden.( Große Heiterkeit.) Die Anträge des Herrn Dr. Jimer find in ihrer ruinenhaften Geftalt nicht annehmbar. Stadto. Herold: Ich habe geglaubt, daß hier jeder Stadtverordneter einen Antrag einbringen kann, ohne von der Majorität eine Rüge zu erhalten. Das Benehmen der Majo rität, der reiche Beifall und die große Heiterteit, welche Herr Dr. Meyer davontrug, hat mich eines Besseren belehrt, hat mich gelehrt, daß man eigentlich erft prüfen sollte, ob man mit seinen Anträgen Anklang bei der Majorität findet, bevor man fie eins bringt. Man sollte jedes Kollegen Wiffen achten und ihn nicht lächerlich machen. Ich möchte den Ausspruch Lessing's id babin wenden, daß, wenn die Lacmuskeln in Bewegung gefegt werden, daß Denten aufhört.( Unrube.) Allgemein wird das Unerträgliche der Miethssteuer zugegeben und wenn nun Kollege Jrmer sein unbeftreitbares Recht, die Sache jest zur Sprache zu bringen, ausübt, bemüht sich Herr Dr. Meyer unter dem Beifall der Majorität ihn lächerlich zu machen. Das ist mir ein erneuter Beweis dafür, daß es die Majorität noch immer nicht mit einer Reform der Miethssteuer ernst nimmt. Ich bin vollkommen einer Meinung mit Herrn Dr. Frmer, und, meine Herren, wenn Sie sich an die Bewegung erinnern, welche Dor zwei Jahren der Stadtverordnetenwahl voranging, fo follten Sie die Wünsche derselben beffer zu respektiren wiffen. Stadto. Dr. Virchow: Die Erregung des Herrn Herold ift mir unbegreiflich. Es mag im Interesse mancher Personen liegen, vor den Wahlen daran zu erinnern, wie populär fte find, wir haben dieses Bedürfniß nicht. Lehnen Sie den Antrag 3rmer ab und rechnen Sie nicht mit so schwankenden, unzuverläffigen und in ibrer Dauer so sweifelhaften Einnah men, wie fte aus der lex Huene fließen. Nach einem Schlußwort des Stadtv. Irmer, der fich gegen die vielfach persönlichen Angriffe des Stadtverordneten Dr. Meyer wenbet, schreitet man zur namentlichen Abstimmung. Mit 81 gegen 13 Stimmen Die der Bürger und der Ar beiterpartei wird der Antrag Langerhans angenommen und hiermit der Antrag Jrmer erledigt. *** entlang bietet eine vollständige Revue über die Mode narrheiten von gestern, heute und morgen. Kate Greenway Hüte, mit Figuren bemalte Roben, Taillen à la Louis XV., fünfundfiebzig Toiletten pro Person mit täglich sechs. maligem Wechsel, die Badeloftüme nicht gerechnet. Da wählt man, um hervorzustechen, die tedsten Farben: Bunichflamme", blondes Bier" geschmolzenes Gold", Pfingstrose", Rosenblut"," Titianroth"," Geranium", Ehrenlegion", wer zählte all die Ruanzen auf! Ab.nbs schmückenmilchiger Bernstein", Perlmutterweiß" bie schönen Tänzerinnen, die eine Ehre drein fezen, an Dekolletirung der schaumentstiegenen Göttin es möglichst gleich zu thun. Es folgt die Berathung des Antrages des Stadtverordn. Tupauer und Genoffen betreffend die Einsegung eines Be werbe- Schiedsgerichtes. Hierzu bat der Stadtv. Gehrt ben Antrag gestellt, einer gemischten D putation von 15 Mitgliedern( 10 Mit alieber der Stadtverordneten- Bersammlung und 5 Magiftrats Deputirte) die Prüfung der Angelegenbelt zu übertragen. " g Daß diefelben in der angeführten Statistit anscheinend fleineren Bablen vertreten find, liegt erstens einmal daran, do zu den befferen" Ständen überhaupt wenige Menschen bören und daß es diesen verhältnismäßig viel häufiger gelingt fich den Folgen irgend eines Fehltritts zu entstehen. H Mts. Born Boftamts 9 better gewe Am Nachm frage wob dem Sopho ich wegen Revolvers Aufnahme 7. G Der Herr Stadtverordnete Schiegnig veröffentlicht der ,, Bolks 3tg." das Folgende: Berlin, 2. Juni. An die baktion der Volls- Zeitung". Eine geehrte Rebation bitte to um Aufnahme des Folgenden: Da Shre geftrige Notis, dabin gehend, daß die sozialdemokratischen Stadtverordneten eine Antrag auf gewerbliche Schiedsgerichte eingereicht hätten, bel Manchem zu der irrigen Anschauung führen tönnte, als ob zu den sozialdemokratischen Stadtverordneten gehörte, well me Rame mit unter dem Antrag steht, so sehe ich mich veranla wie die ge zur Klarstellung der Sche, und nicht etwa, weil ich die zählung zur sozialdemokratischen Bartei eo ipso als eine leidigung auffaßte, Jonen mitzutheilen, daß ich kurz nach de Ausweisung von Evald und damit durch diese Ausweisung nicht ber bislang durch fünf Stimmen vertretenen Bartel be Mund für einen selbstständigen Antrag gefchloffen werde, befchuldigt, s übrig gebliebenen vier sozialdemokratischen Stadtverordnet Vollmacht gegeben habe, meinen Namen als fünften unter the etwaigen Anträge zu feßen, so lange Ewald's Verbannung dauert. Von dieser Vollmacht haben die Herren in gans refter Weise Gebrauch gemacht, und so tommt es, bak me Name unter dem Antrage steht, ohne daß ich von der Erfenit nach der dieses Antrages Kenntnis batte. Ernst Schiegnis, Stadto ordneter. top Stadtv. Lutauer: Wenn ich der Versammlung meinen Antrag unterbreitet habe, geschah es nicht, um nach außen hin Propaganda zu machen, sondern weil diese Frage schon vielfach bie Bürgerschaft beschäftigt bat. Nicht allein die Arbeiter, sondern auch die Arbeitgeber find dieser& age näher getreten, felbft die Bünfte baben fie für zeitgemäß gehalten. Wir ver langen auch für die Berliner indufirielle Bevölkerung keine Ausnahmevergünstigung. Die Einrichtung bat fich vielmehr bereits in vielen Städten glänzend bewährt. Der Magiftrat von Nürnberg hat ausdrüdlich anerkannt, daß die Resultate Des dortigen Gewerbe Schiedsgerichts nur die beften gewesen seien und hat fich lobend über die Wirkung und über Die Thätigkeit dieses Gerichtes ausgesprochen. Der§ 120a der Gewerbeordnung giebt jeder Kommune das Recht, ein Gewerbe Schiedsgericht einzurichten; ich bedauere nur, daß dieser Bara graph es nicht direkt jeder Kommune zu Pflicht macht, sondern es ihrem Ermeffen überläßt. In Berlin werden die gewerb lichen Streitigkeiten zwischen Arbeiter und Arbeitgeber ohne Hinzuziehen von Fachleuten durch die Gewerbe- Deputation des Magistrats entschieden. Das ist gewiß ein großer Uebelstand, benn man wird zugeben müffen, daß ein Arbeiter weit leichter feine Klagen begründen und weit leichter fich verständlich machen kann, wenn er fich einem Kollegen gegenüber befindet. Das beweisen vor allem die Fälle, in denen fich Kläger und nicht mit Der Entscheidung ber Bellagter Ge werbe Deputation beruhigt haben, sondern sich an die nächste Instanz an das fgl. Amtsgericht wendeten. 7010 Klagen tamen im Etatsjahr 83/84 vor der Berliner Gewerbe Deputation zur Verhandlung. Von diesen wurden 1913 durch fontradiktorisches Resolut der Gewerbe. Deputation entschieden. Gegen dieses Resolut wurde in 371 Fällen der Berufsweg beim fönigl. Amtsgericht beschritten. Vom Amtsgericht wurde nur in 175 Fällen die erste Entscheidung bestätigt. Eine verhältnismäßig große Anzahl Klagen bat also zu einem ande ren Reful at geführt. Aus dem Bericht der Gewerbe Deputas tion ist leider nicht zu ersehen, in wie vielen Fällen das Urtheil zu Gunsten der Arbeiter und wie oft zu Gunsten der Arbeit. geber geändert wurde. Nun hat aber ein biefiger Fachverein, Deffen Mitglied ich bin, und der seinen Mitgliedern unentgeltlichen Rechtsschus gewährt, in 1 Jahren 16 Broseffe gewerblicher Natur für seine Mitglieder geführt. Von 12 Berufungen, und Die beim tgl. Amtsgericht eingereicht wurden, wurden 7 zu Gunsten der klagenden Arbeiter, 3 au Gunsten der Arbeitgeber entschieden und 2 find noch nicht erledigt worden. Die weitverbreitete Ansicht der Arbeiter ist also gerechtfertigt, daß fte vor dem fönigl. Amtsgerichte eher au ihrem Rechte kommen, Sie als vor der Gewerbe Deputation des Magistrats. empfinden die bestehende Einrichtung als einen Drud, als eine Bevormundung, und sie würden fich freuen, wenn sie von Recht der kommunalen Selbstverwaltung als ein hohes Gut September ab erscheinen und den Titel Freifinnige Beltung gepriesen, gewähren Sie dieses Recht der Selbstbestimmung und der Selbstentscheidung auch dem Arbeiter in feinen gewerblichen Streitigkeiten. Ich bitte Sie, nehmen Sie meinen Antrag an. Stadtfyndilus Eberty: Der Magiftrat hat sich über diesen Antrag noch nicht schlüssig machen können, da er erst am Mon tag eingereicht worden ist. Jedenfalls steht er aber der Sache sympathisch gegenüber und er ist fich bewußt, daß die bestehende Einrichtung aushilfsweise getroffen wurde. Allerdings müsse die Ausführbarkeit des Vorschlages erst nachgewiesen werden, und wenn derselbe in einer gemischten Deputation berathen führte, siebe ich allerdings bas entgegengesezte Resultat; auch Bewohner fur Verurt War es in Beliebten 62 jähriger f getödtet au ungünftige sondern ha Forenamte glied der niß des B Der Angell Opig. Die Sabre 1878 beren Bate Gbgut hin partizipirte gleichen Einen erheblichen Misstand in unserer Straßenreinigu bildet, wie der oft gefchri ben wird, das Besprengen zu Bett, wo gerade die meisten Arbeitsfuhrwerte unterwegs find Die afphaltirten Straßen werden buchstäblich unter Waff setzt, und die Pferde, wenn fte noch so feft im Bügel geballen werden, ftürzen, als ob fie Blatteis paffiren. Wir fahen früb gegen 81/2 Uhr auf der Strede von der Kob. bis Behrenstraße nicht weniger als vier Pferde fiü zen, und fa immer toftet solcher Sturz dem Fuhrwerkbefizer einen neuen Scheerbaum, wenn nicht gar das Pfeid selbst zu schaden tommt Daß die Straßen zweimal des Tages gesprengt werden müblide an ic unterliegt teinem 8weifel; weshalb wählt man aber hierzu ni bie Belt um 5 Uhr Morgens und 1 Uhr Mittags, fo ba wenn die Arbeitsfuhrwerte ihre Tour antreten, dies ohne Gefa für die Pferde geschehen kann? gung Angetl er Erftere ließlich Arndt'ichen the Ebem von ihm Leptere we Bemerkung Berliner Asylverein für Obdachlose. Im verstoffene Monat Mai rächtigten im Männerasyl 9276 Personen, Da badeten 1932 Berfonen; im Frauenafyl 1291 Bersonen, ba badeten 173 Perfonen. Im Mai v. J. nächtigten im Männ fliegen sein Frauenafyl 1306 Personen, davon badeten 159 Berfonen Davon Dante, nich Ansprüche, in Die Zahl der auf dem Zentral Bichhof gefchlad vorigen Jabres eine ungewöhnliche Steigerung erfahren teten Thiere hat im Ma. D. J. gegenüber dem Mai b beträgt 5000 There oder 11 pSt. mehr. Die gewöhnli Steigerung findet bei den Schweinen ftatt, außerordentli die Steigerung bei den Ochsen, im diesjährigen Mai mehr als im vorjährigen. 1000 b. Die neue Zeitung Engen Richter's wird vom führen. Als Chef Redakteur wird der Abgeordnete Bat fungiren. Das Blatt soll hauptsächlich ein politisches Dig werden, und es wird deshalb dem lokalen Ebeil und be Feuilleton nur einen bescheidenen Raum widmen. bl Neubau der Berliner Waarenbörse. Nachdem Verhandlungen über den Neubau der Berliner Waarenbo Beit auf dem Terrain vis- à- vis der Börse, von der Burg zum Abschluß gelangt find, wird der Bau nunmehr in näh zur Heiligeaeiftstraße, in Angriff genommen werden. Mit dem Abbruch der alten Gebäude auf dem genannten Terrain heute begonnen. wich Aus den Zahlen, welche Herr Stadtverordneter Tupauer an Alexanderstraße wiederum der Führer eines Arbeitsfubrwel g. Vorsicht. Gestern Mittag gegen 12 Uhr fiel in be Iwelcher durch die übermäßig große Size auf dem Bod einge beweist die Thatsache, daß sich das gewerbliche Schiedsgericht schlafen war, vom Wagen und zwar derartig, daß der Wagen über ihn hinwegging, ohne aber von den Rädern verlegt werden. Dieser all veranlaßt uns zu der Warnung in anderen Städten bewährt hat, noch nicht, daß es sich in Berlin bewähren wird. Jedenfalls wird es bei der AusDehnung der Stadt bier anders eingerichtet werden müssen, als belm Führen eines Gefährts unbedingt gegen ein Einschlafen an in den anderen Städten, welche die Einrichtung bereits ge- tämpfen, da die Folgen eines wie oben mitgetheilten Borgang troffen haben. Hierauf wird der Antrag Gehrt angenommen und der Vorsteher theilt mit, daß die Wahl der 10 Mitglieder zur ge mischten Deputation am nächsten Donnerstag durch die Abtheilungen vollzogen werden wird, Debattelos wird hier auf Die Stizze zum Neubau eines Feuerwehr Nebendepots in der Reichenbergerstraße genehmigt. Desgleichen die Vorlage betreffend die Skizze zum Neubau eines Todtengräberhauses auf dem Gemeinde Friedhof zu Friedrichsfelde. Die Vorlagen betreffend die Stizze au einem Er au einem Er weiterungsbau der 21/24. Gemeindeschule, Neue Friedrich ftraße 32, und betreffend die Festlegung von Baus fluchtlinien für die Nochstraße wurden auf Antrag des Stadtverordneten ganz unberechenbar find. sana minnal R. Einen eigenartigen Besuch in Gestalt eines raben( Monedula turrium) erhielt vorgestern ein Doblen in bec Dijes Kaftanien Allee wohnender Student der Medizin. Das Thin chen, welches anscheinend von einem Habicht verfolgt wurde batte in der Angst den Weg durch das offenstehende enfe in das Bimmer genommen. Bei näherer Besichtigung Besuches machte ber Student die interesante Entbedung, das linte Bein mit einem start oxydirten Ringe verfeben der die Jahreszahl 1866 trug. Eine gravirte Inschrift mochte man nicht mehr zu entziffern. lodd dy bol wat DEP 8000 Liter Spiritus geriethen vorgestern Nachmittag Solon, nachdem der Stadtschulrath noch unaufgeklärten Ursachen in Brand. Schnell hatten mit dem fte befördert werden sollten, dort bielt, aus bib Bertram fich damit einverstanden erklärte, einem Ausschuß von 15 Mitgliedern überwiesen. tönnen. Buge 珍味 Arndtschen Stimme zu welche von bolt vorget Dor threm Nachbarn feitig Eheb Beschimpfu fdheidungs Befchimpfu Dem Broze Theil weg bet effende d. 3. zuge Stimmung in der fleber Bewohner bare Nach wiederum Stelle ein und dann berbeigeell brobten bi und blag u De anwesenden Bahnbeamten den betreffenden Wagen vom los und brachten ihn aus der Nähe des bedrohten Buges Einverstanden erklärt fich die Versammlung damit, daß den mächtigen Feuerschein hin eilte die freiwillige Feuerwe städtischen Grundstüde die auf dem beiliegenden Situations Wagen sowie die Ladung wurden bis auf die Achsen unb plane mit den Buchstaben bg heb umschriebene Barzelle eisernen Tonnenbänder vollständig ein Raub der Flammen von dem an der Ede der Insel- und Wallstraße belegenen von rund 38 Quadratmetern dem Maurermeister J. Grund bierselbst übereignet und demfelben die Summe von 18000 m. gezahlt werde, unter der Verpflichtung des Grund, daß er Das von seinem Grundstück Wallstr 39 zur Verbreiterung Dieser Straße erforderliche Terrain von rund 128 Quadrat metern der Stadtgemeinde übereignet Debattelos genehmigt wird die Abänderung des nach dem aus Lichtenberg herbei, ohne jedoch eingreifen au Sogar die Schienen, auf denen der Wagen ftand, wurden I durch die Hige verbogen und ein großer Theil der unte liegenden Holzschwellen wurde von dem brennenden Spiritu entzündet. B Von dem bei der Strompolizei lommanbirten Schu mann 12 wurde vorgestern Abend gegen 8 Uhr ein Mann dem Augenblid ergriffen, als er fich von der Fennbride i den Berlin- Spandauer Schifffahrtskanal stürzen wollte. entfaltet Treptow belegenen Wiese zur Erweiterung der städtischen selben Mann schon des Morgens bei dem Betroleum Lagerb bes Magiftrats und ebenso die Verwendung einer bei fällig tam ein Arbeiter W. hinzu und erklärte, er babe be Die Da das Damenbad vom Herrenbad meist nicht oder nur unvollkommen getrennt ift, fich ein lebhaftes Rolettiren. Da erscheinen einzelne Damen in den bunteften, fedften Trachten. Mehrzahl tritt mit fofett geschnittenen Anzügen auf, die mit Rornblumen auf rothem Raschmir oder mit weißen Antern auf Marineblau verziert sind und durch blumen überfüllte Yokohamahüte vervollständigt werden. Herren in Flanelljacken und breiten, formlosen Filshüten schlie Ben fich bem allgemeinen Karneval würdig an und felbst die Rinder betheiligen fich wohl Nur bas eingebrillt, an der närrischen Maskerade. ganz kleine Bolt entschlüpft dem Modezwang, obschon auch unter diesen Viele als Matrosen, Pagen und Militärs verkleidet find; boch nur zur Hälfte, da die Beinchen un verbüllt find. Mit Schippchen und Eimerchen läuft bas Bölklein über den Strand, läßt die Wellen über die nadten Füßchen rollen und athmet wonnevoll die vom Dean her wehende Brise. Ihnen gehört der Sand, in dem fie Grä ben schaufeln, Basteien erichten, Muscheln als Panzerung anlegen und Fähnchen aufpflanzen. Herausfordernd nähern fich die beiden Lager mit ihren Erdarbeiten: hier die bigtöpfigen fleinen Patrioten Frankreichs, bort bie felbft be wußten, hartnädigen Engländer. Doch schnell schlichtet bas Meer ben Streit, indem es mit einem Wellenschlag TrikoMore und britische Flagge hinwegfpült. Dtto Röfe. ( Pariser Bilder.") Bartanlagen. Bur Renntnißnahme gelangt noch, daß der Magistrat dem Beschluffe der Versammlung betreffend die Geheimhaltung der in geheimer Sigung verhandelten Angelegenheiten, seine Bu ftimmung ertheilt hat. Schluß 8% Uhr. ad exokalts. aus dem Waffer gezogen, was auch durch die noch naffer Kleider des Lebensmüden bestätigt wurde. Da derfelbe vol ständig entkräftet und frant zu ſein schien, wurde er mittel Droschte zur Königl. Charité befördert. 9fo außerordentlichen Erfolg mit ihren Sommer. Arrangement Belle Alliance- Theater. Selten hat die Direktion eine verzeichnen gehabt, als in dieser Saison. Während berr Gm Thomas im Theater mit dem Rosen'schen, Deficit" allabenbli bei dem faft ausverkauften Hause wahre Lachstürme hervorruf Herren Schmus und Kazer die sogenannten ,, alifornia D Einer Statiftit über die im Jahre 1884 in Berlin find es im herrlichen Sommergarten außer den allbelleble vorgenommenen Verhaftungen find folgende Daten ent nommen: 4091 Personen find von dem Berliner Kriminal. Kommiffariat im Laufe des Jahres 1884 zur Untersuchungshaft die in den Zwischenpausen und nach der Vorstellung zu lauten gebracht worden, darunter 1759 Männer, 511 Weiber und 18 Rinder wegen Diebstahl, 322 Männer und 48 Weiber wegen Polizei Bericht. Am 3. b. M. Morgens wurde ein in Unterschlagung, 164 Männer und 53 Weiber wegen Betruges, Mann in seiner Wohnung, in der Sebastianstraße, und am 109 Männer und 43 Weiber wegen Bebleret, 100 Männer und 1 Weib wegen Sittlichkeitsverbrechen, 88 Mär ner und 4 Weiber wegen Ustundenfälschung, 280 Männer und 26 Weiber wegen Widerstandes gegen Beamte, 117 Männer und 5 Weiber mehr als im Jahre 1883 verhaftet worden. Unter den 4091 Nachmittage deffelben Tages eine Frau in ihrer Wob wurden nach dem Obduktionshause gebracht der Invalidenstraße, erhängt aufgefunden. Beide Leichen An bemfelben wegen Körperverlegung. Im Jahre 1884 find 111 Personen schaftlich mit einem Anderen auf dem Dache cines auf bem Grundstüd Prinzen Allee 75 neu erbauten Reffelhauses ein B festgenommenen Personen befanden sich anscheinend ben üstbrett rückwärtsgehend forttrug, durch eine Oberlicht Diff befferen Ständen" angehörend: 1 Badeanstaltsbefizer, 7 Beamte, nung des Diches etwa 5 Meter tief auf den Fußboden binab schungen im Gesicht. Er wurde mittelst Droichte nach dem Lazaru 13 Bildhauer, 3 Bantiers, 1 Randidat fur., 2 Doktoren der Philosophie, 1 Doktor med., 1 Direktor, 1 Droguist, 1 Fleisch DET Die beschauer, 1 Forstpraktikant, 1 Gerichts- Attuar, 1 Gymnaflaft, Krankenhause gebracht. Am 3. d. Mts. Morgens vergiftete 1 Journalist, 1 Redakteur, 2 Lehrer, 1 Badmeister, 4 Boft gehilfen, 1 Bfarrer, 1 Rentier. Wir haben neulich tlar gefich ein Mädchen in ihrer Wohnung in der Langeftraße, muihlich in Folge Geiftesgeftörtheit, mittels Schwefelsäure legt, wie wir über die sogenannten befferen Stände" denken. Leiche wurde nach dem Obduktionshause gebracht. Am& Mein M fte aus ic in die Höh Die Kleider lelbes erba Der Nachb Aurz vorb batte feine wieberzuge nach dem S Dermuthet, ausgeführt Ragel et Der Bufta etbalten b Rrantenba Mittagsft mit than Junächst fe aufes an bt. Sei Rommene Bieberga berfest un Har zu fch eine Frau Juftofen, Am Morg orgenta Bollgefüb Erlennint bem Sin mit dem lagt fich r Nun ba bift. Na Küche geg Dierzu ha Den lar balten. mieber b gangen u Schrei n wolfchen und an a et nun us noch in b er beftrett auch nur angerichte Der Stich Den Körp ftört und führen. Ende geld Berichtes Eine Drobung Streit ber teip. weg arbeiter Krupp, Druckereib biefigen Flicher u ein an bi aft und entlicht is einenb is. Vormittags verstarb ein Bostbeamter im Bureau des Daran, b Boftamts Nr. 36, nachdem er fura suvor noch ganz wohl und enfchen gebetter gewesen war, plöglich in Folge eines Blutfturies. er gelingt Am Nachmittage deffelben Tages wurde ein in der Krausen Straße wohnender Mann von seiner Ehefrau bewußtlos auf Dem Sopha liegend aufgefunden. Derselbe batte fich vermuth lich wegen Nahrungssorgen in selbstmörderischer Abficht mittels Revolvers 3 Rugeln in den Unterleib geschoffen, so daß seine Aufnahme in die Charité erfolgen mußte. In die n bitte to tia, babi Beten eines ätten, bel als ob th weil mein eine Be unter the erbannung gang to bak mela er Eriften Stantons nreinigung tines en zu wegs find Waffe el geballen aben heute b. bis und faßt nen neuen Den tomm Den miffe hierzu nid 3, fo bak bne Befal erftoflenes ten, Davon ten, davon Gerichts- Zeitung. Text war davon gefprochen, daß die Fabrikinhaber rigoros vor- Rechenschaftsberichte ist das Wesentlichste bereits in gegangen feien, daß einzelne Betriebsbeamte ihr Bersprechen nicht erfüllt und durch die Ehrlosigkeit verschiedener Arbeiter der Streit erschwert werde. Die Anklage findet bierin bas obige Vergehen gegen§ 153 der Gewerbe Ordnung und macht fämmtliche Mitglieder der Kommiifion, fowie Herrn Kleiber wegen Berbreitung der Flugblätter, sowie p. Babing wegen des Druds derfelben als Theilnehmer verantwortlich. Der Lettere ftellt in Abrede, die Drudarbeit angenommen zu haben; dieselbe sei vielmehr an feinen Fattor gelangt. Eben so wenig babe er den Inhalt ber Flugschrift gelannt und habe dies auch schon bet feiner Bernehmung beftritten. Der Staatsanwalt erachtete nur die Verfaffer und den Verbreiter des Flugblatts verantwortlich und beantragte gegen die Erfteren je eine Woche, gegen den Lesteren brei Tage Gefängniß, gegen die übrigen Angeklagten Freisprechung. Rechtsanwalt Cobn I als Vertheidiger des Bading beantragte außerdem der Staatstaffe auch die Roften der Vertheidigung deffelben aufzuerlegen, da sein Altent die Renntniß des Inhalts von dem Flugblatt bestritten und bie Antlage nicht den mindesten Beweis dafür erbracht oder ange boten habe. Der Gerichtshof sprach sämmtliche Angeklagte fret, weil in dem Flugblatt die Arbeiter, an die es gerichtet Bertheidigers ab, weil es Pflicht eines Buchdruckers set, von dem Inhalt der bei ihm in Drud gegebenen Schriften Rennt niß au nehmen. d Soziales und Arbeiterbewegung. -7. Eine jener Blutthaten, welche faft sur selben Belt veranlagt wie die gestern unterm gerichtlichen Theile mitgetheilte, die 6 die Bewohner der Residenz beunruhigte, gelangte am Donnerstag ur Berurtheilung durch das Schwurgericht des Landgerichts I. nach bes Bar es in dem erfterwähnten Falle ein Liebhaber, der seiner usweifung Beliebten nach dem Leben trachtete, io war in legterem ein 62 jähriger Mann, der Helldiener Julius Eduard Arndt be Bartel de verde, fchuldigt, seine Gattin vorfäglich, wenn auch ohne Ueberlegung perordnete getödtet zu baben. Der Angeklagte macht einen feineswegs ungünftigen Einbrud, er ist auch nicht nur bisher unbescholten, fondern hat es in seinem bürgerlichen Leben auch zu mehreren brenämtern gebracht; er war Waisenrathsvorsteher und Mittft, nicht bedroht worden feien, lehnte aber ben Antrag des glied der Armen und Schul Kommission. Der Thatbestand t nach der Antlage in Verbindung mit dem eigenen Geftändniß des Beschuldigten folgender: Im Jahre 1853 heirathete Der Angeklagte die Tochter eines Fabrikanten Opis, Amalie Opis. Die Ehe war in den ersten Jahren eine glüdliche. Jm Sabre 1873 verftarb die Mutter der Frau Arndt, nachdem beren Bater bereits früher aus dem Leben geschieden war. Als Gbgut hinterließ fie das Grundstüd Alexandrinenstr. 3/4 und partizipirte die Ehefrau Arndt mit den übrigen Geschwistern gleichen Theilen an der Erbschaft. Bei der bebufs Ausgung der Maffe stattgehabten Subbaftation boten besonders Angetlagte und einer seiner Schwäger auf das Grundstüd, Erftere überbot aber feinen Ronkurrenten und erstand ließlich das Haus für 30 000 Thaler. Von diesem Augenbliate an schlugen Bank und Bwietracht ihre Heimstätte in der endt'ichen Familie auf. Frau Arndt brang darauf, daß he Ehemann das auf fte gefallene Erbtheil auf das Don ihm erworbene Haus eintragen ließ und der der estere weigerte fich. Seine Ehefrau soll es an böhnenden Bemerkungen über den Hausbefizer, der alles seiner Frau ver Dante, nicht haben fehlen lassen, auch sollen ihre persönlichen Ansprüche, aumal in Betreff der Toilette, plöglich erheblich geMännliegen sein. Bald war es etwas Alltägliches, aus der Andi'schen Wohnung Geschrei und Hilferufe einer weiblichen Stimme zu vernehmen, ste rührten von der Frau Arndt her, welche von ihrem Ehemann gezüchtigt wurde. Es ist wieder bolt vorgekommen, daß fie Abends in halbbetleidetem Suftande or threm Ehemann flüchtete und die Nacht über bei den Nachbarn Schus fuchte. Bald warfen fie fich auch gegenBald warfen fie fich auch gegen feitig Ehebruch vor und überhäuften sich mit den unflätbigften Beschimpfungen. Frau Arndt firengte schließlich die Ehe. beibungsllage an und gab als Grund die Mißhandlungen und Beschimpfungen ihres Mannes an. Sie ging als Siegerin aus dem Prozesse hervor, denn ihr Mann wurde als der schuldige Theil wegen Ehebruchs erklärt und die Ehe getrennt. Das beheffende Erkenntniß wurde der Frau Arndt am 26. Februar 3. zugestellt und nun erreichte die gereiste und feindselige Stimmung awischen den beiden ihren Höhepunkt. Es war in der flebenten Morgenstunde des folgendes Tages, als diejenigen Bewohner des Hauses Alexandrinenstraße 3/4. welche unmittel bare Nachbarn der Arndt'schen Wohnung waren, aus derselben wiederum laute Hilferufe erschallen hörten. Bald trat an deren Stelle ein Geräusch, wie eines nach them ringenden Menschen und dann ertönten wiederum Hilferufe. Nunmehr pochten bie berbeigeeilten Nachbarn energisch gegen die Arndt'sche Thür und brobten biefelben zu sprengen. Bald darauf wurde geöffnet, onen und in gefchla Mat b Fabren;# ewöhnli dentlic Rai 1000 rb vom 1 e Beltung Ce Barifiu bes Digan ble und bem chdem in näd Baarenbo Burg Mit dem rrain wi fiel in bet Bod einge Der Wagen verlegt fubrwell ung betn Tafen ang Borgun Tes Doblen n in bec Das This gt wurde De Fenfler ung Dicles dung, baf feben wat Schrift o Smittag a Güter aus bisb batten bi Dom Bu Suges Feuerwe nnen. De en unb b Flammen b, wurden Der unter En Spiritul Cen Schut Mann nnbrüde ollte. B babe be m- Lagerb noch naffen rfelbe vol er mittell Hion eine Derr Em angement bervorruf allabenbli allbeliebten fornia- Di to Biand Bu lautem wurde ein unb am obnung, in De Lelden bemfelben er gemein T es auf ben fes ein G oben binab Perlicht Diff und Dur m Lazaru vergiftete trafe Ifaure DEE Di Am 8. Zum Dresdener Tischlerftreit. Bwei biedere Tischler meister erließen vor einigen Tagen im Dresdener Anzeiger" folgende Bekanntmachung: An die aus Uebermuth ftreitenden Tischlergesellen Dresdens. Ein altes Sprichwort sagt: Viele Hunde find des Hasen Tod. Bei einem Streit, wie denselben Die hiesigen Tischlergesellen entrirt haben, dreht sich das alte Sprichwort um, und muß es beißen, ein Wortführer ist das Verderben für Viele. P. P. Was das Wohl für sämmtliche Tischlergesellen anbetrifft, haben wir wohl dasselbe mehr im Auge, und auch die ganze Jnnung, als wie die Wortführer ( beren Namen bruden au laffen wir für überflüfftg halten), welche nur Unzufriedenheit fäen, sowie auf Untoften Anderer, die nichts von solcher Bewegung und deren Folgen verstehen, Die Maffe irre führen, sowie in Folge deffen je länger je lieber ein belteres Leben führen, ohne zu arbeiten. Was dies anbe ein heiteres Leben führen, ohne zu arbeiten. Was dies anbe trifft, daß felbst bei uns es vorkommt, daß gute Arbeiter 12 und 13 Mart verdient haben, ist wohl leicht dadurch er flärlich, daß es Gesellen giebt, die auf eine Arbeit durch anhaltenden Fleiß das haltenden Doppelte verdienen, als wie ber Andere, Der mit Unzufriedenheit und weniger Geschid und meistentheils dann mangelhafier dieselbe Ar beit für gleichen Lohn auszuführen hat. Bweierlei Preise tönnen in einer Werkstatt nicht bezahlt werden; wenn wir einem guten Arbeiter 12 und 13 Mart Lohn würden an bieten, so würde dies ganz anders klingen. Die hervorgehobene Bevormundung unserer Mitmeister ist wohl hinfällig, da wir, um so schnell wie möglich das Publikum aufzutlären, es für nothwendig und erlaubt erachteten, ein dergleichen Inserat su erlaffen, ohne erst eine Versammlung der Innungsmeister ab aumarten; die Verantwortung darüber wird uns nicht schwer werden. Eine Denunzirung der Fachvereine, welche die trau werden. Eine Denunzirung der Fachvereine, welche die trau rige Lage der Gefellen verbessern sollen, ist wohl taum noth wendig; die Fachvereine richten ihr Hauptaugenmert darauf, taum aus der Lehre entlassene junge Leute für ihre Swede her anzubilden, und nehmen ihnen in Folge deffen die Luft zum weiteren Lernen und Arbeiten; es ist daher wohl an der Beit, das Treiben derselben in's Auge zu faffen, der Wortführer des Streits unterzeichnet ja seine Briefe als Vorsitzender des Fach vereins. Den durch Lohnstatistik angeblich auf 11 Mt 75 Bf. bei 73 Stunden Arbeitszeit herausgefundenen Durchschnittslohn unserer Nr. 123 hervorgeboben und sei nur noch hinzugefügt, daß der Vorstandsbericht hinsichtlich des Tarifs der großen Schwierigkeiten Erwähnung thut, denen die Einführung des felben, trop der mit der Brinzipalvereinigung getroffenen Ber einbarung, nun schon seit 7 Jahren begegnete und zum Thell besonders in den Kleineren Brovinzialstädten- noch immer begegnet. So baben in jenem Zeitraum 1015 Vereinsmitglieder in 166 Drten für ihr opfermuthiges Festhalten am Zarif ftatuten mäßig unterfügt und an 92 Mitglieder 60 verschiedener Orte, bebufs nöthig gewordener Bertauschung ihrer Konditions pläge( Erwerbswohnfige) mit anderen Verzugs- Beihilfen ge zahlt werden müſſen. Von den vielen, theils angenommenen, theils abgelehnten, theils von den Antragstellern im Laufe der Verhandlungen wieder zurüdgezogenen Anträgen ist von der erftgenannten Kategorie als besonders bemerkenswerth zunächst der Antrag auf Bewährung unentgeltlichen Rechtsschutes von Vereinswegen bei Differenzen in Folge Eintretens der Mitglieder für die Vereinsgrundsäge hervorzu heben. Ferner wurde bezüglich der militärpflichtigen Mtglieder( au§ 2 des Stat.) ber Antrag angenommen, daß diefelben nach Ablauf ihrer attiven Dienstzeit wieder in ihre früheren Rechte eintreten, wenn fie fofort fich melden." Bur Verhütung leichtfertiger Aufgabe der Mitgliedschaft, beziehungsweise des häufigen Aus- und Wiedereintretens von Vereins mitgliedern wurde für Wiebereintreten be das Ein trittsgeld von 3 auf 6 Mark erhöht. Außer den bisher im Statut vorgesehenen Ausschließungs- Gründen foll in Zukunft der Verlust der Mitgliedschaft auch eintreten, wenn ein Mitglied freiwillig einer Buchdruckergehilfen Vereinigung angehört, welche Swede oder Brinzipien verfolgt, die denen des Unterstüßungs- Vereins Deutscher Buchdruder entgegengefest find." Von großer prinzipieller Bebeu tung und praktischer Tragweite ist die Beschlußfaffung, daß jedes neueintretende Mitglied sämmtlichen Rassen bes Unterstügungs- Vereins 2c. angehören muß. Damit war auch der vom Leipziger Gauverein gestellte Antrag auf Neus traliftung( Selbstständigkeit) der einzelnen Kassen des Vereins prinzipiell abgelehnt. Bur Erhöhung der Sicherstel lung des Vereinsvermögens, das bei der staatlich tontrolirten Algemeinen Rentenantal und der Stuttgarter Gewerbelasse deponirt ift, wurde beschloffen, die Werth. und Staatspapiere nebft Roupons( wie bisher) am Size des Vor orts des Unterstügungsvereins deutscher Buchdrucker, die Talons bagegen an einem anderen, von der alle 3 Jahre stattfindenden Generalversammlung des Vereins zu bestimmenden Gauvororte zu deponiren und sämmtliche Vereinsgelder in das preußische Staatsschuldbuch eintragen zu laffen." Als Depotplat für die Talons wurde für die nächsten drei Jahre( die nächste Ber waltungsperiode) Berlin bestimmt. Betreffend die drei Revisoren, welche ftatutarisch der Vorstand aus seiner Mitte stellt, darf fünftig einer der beiden alle drei Jabre neu zu wählenden Revisoren während der abgelaufenen Geschäftsperiode dieses Amt nicht bekleidet haben. Bei der Reise unterstügung ist für den Höchftbetrag von 1 Mart pro Tag die bisherige Karenzzeit von 26 Wochen auf 52 Wochen erhöht worden. Dagegen wurde die Karenzeit für die fog. abgestufte" Reife unterfügung( von täglich 75 Bf.), welche 13 Wochen beträgt, nicht erhöht. Lepteres geschah, um jeder schädigenden Rück wirtung, welche eine folche Erschwerung des Reifens auf die Lohnftand. Aufrechterhaltung etwa ausüben tönnte, vorzubeugen. Auch für die Arbeitslosen unterstüßung wurde die Starrenzzeit nicht erhöht und ein babingehender Antrag abgelehnt, obschon die Urheber und Vertreter desselben auf die von Jahr zu Jahr steigenden Ausgaben dieser Raffe und das Bablenmaterial des Rechenschaftsberichtes hinwiesen, wonach im Jahre 1880 die Summen von 16 000 J., 1881 20 900., 1882 von 24 600., 1883 von 28 000 Dt. und 1884 bereits von 34 200 M. für Arbeitslosenunterstützung ge zahlt werden mußten. Die Motive der Ablehnung waren hier prinsipiell diefelben, wie bei der unverändert gelassenen Karenz zeit für die abgestufte" Reiseunterstützung. Doch soll fünftig dem Empfänger der Arbeitslosenunterfügung ein etwa vorausgegangener 10wöchentlicher Empfang von Streit unterstüßung bei der Bemessung der Dauer der Arbeitslosenunterstüßungsberechtigung in Anjas gebracht werben, was bis jetzt nicht der Fall war.( Statutarisch tritt nämlich nach 10wöchentlichem Bezug von Streitunterftüßung an Stelle der legteren die geringer normirte Arbeitslosenunterstüßung.) Bon besonderer Wichtigkeit ist auch der Beschluß, wonach dem Vorftande aufgegeben wurde, bie allgemeine Errichtung Arbeitsnachweisen bis aum 1. Januar 1886 anzuordnen. Der vom Vorstande ausgearbeitete Statuten Entwurf für eine 8entral Invaliden Kasse des Unterstügungs- Vereins Deutscher Buchdrucker, die an bie Stelle der noch auf Gegenseitigkeit be lokalen Invalidenfaffen hitt, wurde mit den betreffenden Mein Mann hat mich mit dem Raftrmeffer geschnitten!" rief darüber berichten. Gleichzeitig bezeichnen wir die uns bei te aus ich bin voller Blut und dabei hob fie ihre Unterkleider gelegte Beschuldigung, Gefellen selbst zum Streit aufgefordert zu haben, als Jronie, und Geld für solche übermüthige Bewegung zu geben, dies glaubt doch wohl der Wortführer selbst nicht. Komisch erscheint es den Leitern der Bewegung, was wir in die Höhe und zeigte fie den Nachbarinnen. Sie hatte durch Die Kleider hindurch einen Stich in die linke Seite des Unter lelbes erbalten und da fie niederzufinden drobte, wurte fie von Kurz vorher war auch der Ehemann Arndt herausgetreten, denn auch bewilligen, wenn die Gesellen, die die Arbeit ver wieberzugeben unfläthige Antwort sugerufen und fich rubig frieden, nur müssen Sie die Werkstatt Ordnung sowie den nach dem Hofe und von da nach dem Stalle begeben. Man hat Lohntarif unterschreiben, so weiß auch wohi das menschlich vermuthet, daß der Angeklagte dort einen Selbstmordversuch denkende Publilum, was dies zu bedeuten hat; das würde ge ausgeführt hat, er leugnet bies aber, troßdem man an einem rade so herauskommen, als wenn die Soldaten den Feldwebel Ragel einen frisch angelnüpften Strid gefunden hat. Meister) diesen Blödsinn unterschrieben haben, fümmert uns balten hatte, verschlimmerte fich zusehends, fte wurde ins nicht, Brinzipal fann fich ieber e nennen; ein Meifter, der noch Verstand befigt, wird so etwas nie unterschreiben und Mittagsstunde verstarb. Der Angeklagte erzählt den Vorfall feine Autorität den Gesellen gegenüber preisgeben, dies glaubt mit thänenerftiter Stimme folgendermaßen. Er schildert doch das menschlich benkende Bublifum auch nicht. B. Weber, junächst sein trübes Ebeleben von dem Zeitpunkte des Haus Tischlermeister, Th. Bimmer, Tischlermeister.- Dies der Bericht des Dresdner Anzeigers". aufermiert die Lohnkommiffion der Dresdner bt. Seine Angaben, welche fich auf die feinerseits anges Tischler in einem Bikular folgendes:" Kollegen! Arbeiter! Rommene Treulosigkeit seiner Frau beziehen, entziehen sich der Aus Obenstehendem erseht Ihr, wie man Wiedergabe. Allerdings habe er feiner Frau mehrmals Stöße Genoffen! und hier in Dresden( spesiell die Innung) entgegentritt, ein bersetzt und ihr auch wohl einen Schlag gegeben, wenn fte fich gar zu sehr in Hohn- und Schimpfreden über ihn erging, aber Kommentar hierzu ist wohl überflüffig. Kollegen! Genoffen! leine Frau habe auch das Prinzip verfolgt, gellende Hilferufe ausbört Jbr's: Wir ftreifen aus Uebermuth! Bei einem wöchent auftofen, sowie er Miene machte, die hand gegen fie aufzuheben. lichen Verdienst von 11,75 M.! Unsere Bewegung hat einen Am Morgen des 27. Februar habe er mit seiner Frau den Morgenkaffee eingenommen und hierbei sei die Lestere im ist nahezu 700; der Geift ein guter! Soll es an Unter Bollgefüble ihres Triumphes über das erhaltene obftegende fiügung nicht fehlen, so sendet uns genügende Mittel, damit Erkenntniß wieder in Hohnreden aufgebrochen. Er habe unter mit dem Bibelspruch geantwortet: Freut Euch nicht, Gott lägt fich nicht spotten." Seine Frau habe ihm geantwortet, un baft Du ja Schwarz auf Weiß, daß Du ein Ghebrecher biit." Nach einigen heftigen Hin und Herreben fei er in die Riche gegangen und habe begonnen, seine Stiefel zu reinigen. Sierzu habe er ein altes Eischmesser benust, welches durch Din 01 Gebrauch " Don rubenden seitherigen mit dem 1. Januar 1886 aufzuhebendua Menderungen einstimmig angenommen. Dabei wurden die Anträge auf Ermäßigung des Beitrages von 20 Pf. auf 15 Bf. Jahren für die verschiedenen Stufen der Unterſtügung beibehalten. Nach eingebender Debatte lehnte die Versammlung ben Antrag auf Erhöhung der Invaliden- Unterstügung von 7 auf 8 M. ab. Die Raffe bat, nach§ 1 thres Statuts, den 3wed, ihren Angehörigen beim Eintritt anbaltender Arbeitsunfähigkeit Invalidenunterstützung für die Dauer der Invalidität und den Hinterbliebenen der Invaliden ein Sterbegelb"( Begräbnißunterstüßung) von 100 M. zu ge währen. Nach§ 2 ist jedes Vereinsmitglied zum Eintritt in Die Kaffe verpflichtet. Bezüglich der Tariffrage batte der Vereins Borstand, in Folge der von der Brinzipal Vereinigung, übrigens nur aus formellen Gründent folgten Abweisung der von der Tarif- Kommission des behufs Revision des Tarifs( Anhang) und Vereinbarung von beiden Parteien( Brinzirale und Gehilfen) schüßenden Be stimmungen, gegenüber einem von dem Sekretär der Prinzipal Vereinigung abgegebenen Gutachten ein Rechtsgutachten des Herrn Dr. Burtas aus Leipzig veranlaßt, welches die wir unsere fämpfenden Kollegen unterstügen tönnen; beweist, daß Ihr unsern Uebermuth zu würdigen wißt. It es nicht ein Bergeben gegen alle Arbeiter, welche Solidarität befigen, derartige Schmuẞartikel in die Beitungen einrüden zu laffen? Weiter hat man uns erklärt, daß ſpziell die Innungsmeifter teine jungen, aber auch teine älteren Arbeiter beschäftigen tönnen. Was soll aus diesen unsern Kollegen werden? Kollegen! Hier seht ihr, daß die Ausbeutung direkt von den Innungsmeistern gepredigt und offen eingestanden wird! Wo balten. Seine Frau sei ihm hierher gefolgt und babe soll das für die Dauer hinaus, wenn wir nicht mit aller formellen Einwände der Prinzipale durchweg ver wieber den Streit begonnen. Er sei auf fte losge Macht einen Riegel vorschieben! Darum, Genoffen! Wer ein und an zu schreien gefangen. Nun habe er ihr mit den Worten: gebe reichlich! Denn ohne Munition tein Kampf, und ohne gangen und da habe seine Frau das alte Manöver gebraucht fühlendes Herz für seine Dresdener Kollegen hat, gebe schnell, fommission in ftrittem Widerspruch stehend" bezeichnet. In Schrei nicht so!" den Mund zuzuhalten versucht und es ſei Kampf lein Sieg. Mit follegialischem Gruß die Lohn tolschen ihnen zum Handgemenge gelommen. Hierbei müffe tommiffion der Dresdner Tischler. J. A. G. Schidlowsky. et nun unwiüfürlich einen Stoß mit dem Meffer, welches er 36 Werkstätten mit 200 Mann haben bewilligt, darunter einige oh große Werkstätten. NB. Briefe und Anfragen find au richten Alle auch nur davon gewußt habe, daß er mit dem Meffer Unheil Gelbsendungen an W. Weidner, Dresden, Self's Gasthaus, angerichtet. Die gerichtlichen Sachverständigen bekunden, daß ber Stich anderthalb Bentimeter lang und faft awet Boll in Den Körper eingedrungen war. tort und die eingetretene Entzündung mußte den Zob hetbe führen. Der Prozeß wird voraussichtlich erst morgen Abend zu Ende gelangen und werden wir morgen die Fortsetzung des Berichtes bringen. Das Bellengewebe war ger II. Brüdergaffe 9, 1. Et. Vereine und Versammlungen. hfs. Zur dritten Generalversammlung des Unter fügungsvereins Deutscher Buchdruder( 5. den Vorbericht in Nr. 123 des Berl. Voitsbl.") berichten wir noch folgendes: Vertreten durch insgesammt 54 Delegirte waren auf derselben ber mehrftündigen Diskussion wurde auf die großen Schäden im Lehrlingswesen, besonders die mangelhafte Ausbildung der Lehrlinge bingewiesen, wodurch den fleinen Druckorten billige Arbeitsträfte zugewiesen werden und die daraus entstehende ungleiche Stonkurrens schädigend auf den Tarif zurückwirke. Alle Anträge auf Kündigung und auf Revision des Tarifs wurden schließlich abgelehnt, wogegen man beschloß, die Tarifs Kommission( der Sehilfenschaft) mit der Ausarbeitung von Er läuterungen einzelner, in der feitherigen Praxis von den Brinzipalen und Gehilfen verschieden ausgelegter Tarif bestimmungen zu beauftragen. Auch sollen die Gausorstände auf möglichste Bermeldung ber Ueberstundenarbeit, zum Mindesten auf deren tarifmäßige höhere Bezahlung binwirken. Von der Errichtung einer Bentral Wittwen bezw. Wittwen Versicherungs- Kasse wurde nach längerer Distuffton vorläufig Abstand zu nehmen, dagegen ein Sach verständigen Gutachten über die Höhe der zu zahlenden Bei träge für eine einmalige Abfindungssumme von 500 M. ein zuholen beschloffen. Das beantragte ,, Reglement für das Ver einsorgan"( Den Korrespondent") wurde prinzipiell einer besonderen Breß Kommission, die beantragee Henderung auf Wahl des Redakteurs durch die jeweilige, alle drei Jahre ftattfindende Generalversammlung. Die Kontrolbehörde und brobung mit einer Ehrverlegung, behufs Theilnahme an dem die Gauvereine Berlin, Dresden, Erzgebirge, Voigtland, Frank Eine Anklage wegen versuchter Nöthigung durch Bes Streit der Knopfarbeiter in der Behmer'schen Steinnußtnopffabrit furt- Heffen, Hamburg- Altona, Hannover, Leipzig, Mecklenburg refp. wegen Beihilfe hierzu, gelangte geftern gegen die Knopf Lübed, Mittelrhein, Niederrhein Westfalen, Nordwestgau, arbeiter ober Drechsler Thun, Fischer, Scharp, Hildebrandt, Oberrhein, Doergau, Dfterland- Thüringen, Ostpreußen, Bosen, Krupp, Weißflud, Müller, Aleiber und gegen den Buch- Rheingau, Saalgau, Schleften, Schleswig Holstein, Westpreußen Drudereibe figer Dior Bading vor der 90. Abtheilung des und Württemberg, Stuttgart, als Vorort, durch den Vorstand; abgelehnt. Spezielle Ablehnung erfuhren Anträge auf einfegung biefigen Schöffengerichts zur Verhandlung. Die Angeklagten im Ganzen über 12,000 Mitglieder. Als Gäfte wohnten der ein an die Arbeiter Deutschlands" gerichtetes Flugblatt ver licher und Müller haben im Auftrage der Streit Rommiffion Generalversammlung u. A. drei Mitglieder des Buchdrucker bezüglich des Erscheinungsortes( des Blattes) und der Antrag aft und darin um die Unterstützung derselben gebeten. Im der dem Kongreß gedruckt vorliegenden Borstands- und Unterftügungsvereins für Bayern bel. Ueber den Hauptinhalt Beschwerde- Instanz bezüglich deß Verein dorp and foll, wie bis ber, der Vorstand darstellen, der auch den Stebatteur zu wählen resp. au bestätigen oder abzufezen bat. Auch versprach der Vorfland, nach wie vor auf alle gerechtfertigten Beschwerden der Mitglieder über das Drgan Remebur bewirken zu wollen. Der dreijährige bebauerliche Konflikt awischen dem Verein und bem aus demselben ausgeschlosse nen Verein der Leipziger Buchdruckergehilfen" soll, wie zu allgemeiner Befriedigung einstimmig beschloffen wurde, so bald als möglich durch Wiederaufnahme jenes Vereins beigelegt werden. Die Mitglieder- Beiträge zur allemeinen& ffe, die Behälter und Remunerationen des Vorstandes, sowie die Zagegelder der Delegirten blieben unverändert. Siz des Vereins für weitere 8 Jahre it 51uitgast. Die Wahl bes geschäfts. führenden Borstandes führte zur Wiederwahl der bis. herigen Vorstandsmitglieder. Die nächste( 4) Generalversamm lung( im Jahre 1888) findet in Hamburg statt. Das Vers zeichniß aller Drudorte Deutschlands und des für jede Stadt festgesetten Lohnminimus wird allen Mitgliedern zugesandt. hr. Tischlerversammlung im Norden Berlins. In der sehr gut besuchten öffentlichen Versammlung der Tischler, dwelche am Mittwoch Brunner ftraße 140 unter dem Borfige des Herrn Lenz ftattfand, wiederholte Herr G. Rödel für die Rol elegen im Norden der Stadt bas bie Arbeitseinstellung in der berrgesell'schen Werkstatt in Moabit betreffende Referat, welches er in der großen Versammlung am Sonntag erstattet hatte. Er bezeichnete das Vorgehen des Herrn Herrgefell, welcher, nachdem er im April fich mit dem zwischen den Meistern und Gesellen vereinbarten Minimallohni arif einverstanden erklärt batte, für eine Spezies von Fenstern, die in den Tarif nicht tolaufgenommen war, feinen Gesellen nach Pfingsten einen fo niedrigen Preis feßte, daß dabei der Minimalwochenlohn nicht erreidt werden lann, als einen Fühler", welcher seitens des ne betreffenden Fachverbandes der Meister ausgestreckt sei, um zu erfahren, ob und wie es möglich sei, die der organisirten Lobn bewegung der Gesellen gemachten Bageständnisse wieder rüd gängig zu machen. Daß die Kollegen die Arbeit bei aniserrgesell eingestellt haben, sei durchaus gerechtfertigt. Die bedauerliche Thatsache, daß andere Kollegen in die Wert ftatt einge reten find, lönne für die selbstbewußten Kollegen nur ein Sporn fein, mit um so größerem Eifer die Organi dnsation der Bobnbewegung ftets boch zu halten. But Distuffton nahm zue ft Herr Künzel das Wort, um darauf hinzuweisen, nadaß vorzugsweise im Intereffe der am meisten gebiüdten Rollegen im Norden der Stadt solchen Meistern, wie Herr siebergesell, mit aller Er ergie entgegengetreten werden müsse, 30 und um die folgende Resolution zu empfehlen: Die Ver fammlung ert'ä 1 fich solidarisch mit den firel.enden Kollegen, besonders mit denen, die bei herrgesell die Arbeit niedergelegt; fie spricht ihr Bedauern aus, daß ein Mitglied eines Fachver abandes der Metfter dermaßen handelt und unter dem Tarif bezablt; fie erwartet, daß die Vorstände der Berliner Meisterfachverbände Sorge tragen werden, daß derartige Meister aus den Fachverbänden ausgeschlossen werden." Nachdem die Herren Dubm, Klose u. A. für die Reso lution gesprochen, nahm Herr Meißner das Most, um Die oppofitionelle Stellung, bie er und andere Mitglieder des Fachvereins der Tischler gegenüber der Lohnkommiifton und bber Lohnbewegung einzunehmen für gut befunden haben, auch einmal in einer öff ntlichen Versammlung zu vertheidigen. Er warf der Lohntommiffion vor, daß fie durch ihre zu große auringen, welche für das Handwerk einen nennenswertben Rugen hätten. Heute fel die Innung dem Großlapital nicht mehr gewachsen, infolgedeffen sei das Vertrauen zu den In nungen unter dem Handwerkeistand wantelmüthig geworden. Durch alle derartige Vorkommnisse sebe fich der Arbeiterstand veranlaßt, fich feine eigne Drganisation au schaffen, um auf dem Wege der Gesetzgebung sein nothwendiges Biel zu er reichen; bazu biete der Fachverein in seinen Zendensen die Grundlage. Da die Mitglieder des Fachvereins die Pioniere der Gewerkschaft find, so wäre es eine bringende Nothwendig lert eines ieben Schneiders in Berlin fich dem genannten theiligten fich die Herren Täterow, Hartfuß, Hechter, Steeger und Horn, alle sprachen fich im Sinne des Referenten aus. Bum 3. Punkt Verschiedenes, stellten Tätevom und Steeger einen Antrag: daß der Fachperein die Eirichtung einer Bereins Bibliothek beschließen möge. Herr Steeger stellte den Antrag: daß der Fachverein Sonntag über acht Tage eine Herrer partie ver anftalten sollte, welcher mit großer Majorität angenommen wurde Das Nähere bat der Bo stand du ch die Beitungen Das Nähere hat der Bo stand duch die Beitungen bekannt zu machen. Auch Nichtmitglieder tönnen an der Partie theilnehmen. Fernerhin wurde auf den 6. Buschneideturfus, theilnehmen. Fernerhin wurde auf den 6. Buschneideturfus, welcher am 1. Juli feinen Anfang nimmt, aufmerksam ge macht, wo einem jeden Schneider Gelegenheit geboten wird, für ein billiges Honorar fich die technischen Kenntnisse anzu eignen, welche bei einem Jeben für seinen eigenen Bedarf schon eignen, welche bei einem Jeben für seinen eigenen Bedarf schon eine Nothwendigkeit sind. Dann wurde gleichfalls auf den Schreibfurfus hingewiesen, an welchem noch Mitglieder theil nehmen fönnen für ein febr billiges Honorar. Schreibunter richtsstunden finden regelmäßig jeden Freitag Abend statt in ber Annenstraße, Restaurant Baum. Hierauf schloß der Vor tiem figende die Bersammlung um 12 Uhr. be. Die öffentliche Versammlung der Schmiede Berlius, welches am Mittwoch, den 3. b. M., in Keller's Salon, Andreasstr. 21, unter Vorfis des Herrn Drewig ftattfand, war von über 1000 Personen besucht. Herr Tobler ftattete Bericht über die Verhandlungen des allgemeinen Deutschen Wagenbauer Kongreffes ab, der während der Pfnaft feiertage in Magdeburg tagte. Viele größere Stäote Deutsch lands, Stettin, Breslau, Dresden, Leipzig, München, Ham burg, Braunschweig u. f. w. hatten Delegirte entfendet, um eine Bentralisation des Gewertes herbeizuführen. Aus Berlin waren außer dem Referenten noch zwei Schmiede und ein Stellmacher erschienen. Während der Verhandlungen tam man von dem ursprünglichen Blane, Schn tebe und Stell macher in eine Drganisation als Wagenbauer susammenzufaffen, zurück und beschloß, einen Verein der Schmiede Deutschland" und einen Verein der Stellmacher Deutschlands" ins Leben zu rufen. Die Statuten dieser Vereine wurden zunächst von einer Kommiffton festgesezt und Dann im Plenum Durchberathen. Als Hauptziel galt ein sentraltfirter Arbeitsnachweis und bie Regelung ber Reife unterstügung. Von besonderer Wichtigkeit ist die Durchführung diefer Beschlüsse für Berlin. Alles drängt nach dem Zentrals punti des Reiches, gerade bier ist immer ein Ueberf von Arbeitskräften vorhanden und das erschwert febr eine Bherung in den Lobnorrhältniffen. Durch die Bentralisation des Gewerts wird fich hoffentlich der Bu- und Abgang der Gesellen nach den De dung der Untoften nicht gestattete, nähere Gründe anzugeben. Viergegen wird Beschwerde e werden, denn es ist nicht zu verlangen, daß der Einberufe fich auf ca. 50 Mart belaufenden Koften selber trägt. Protokolle der Verhandlungen stehen, sobald fte gebrudt jedem Schmiede zur Verfügung. Do Bereinigung der Metallarbeiter Deutschlands aliedschaft Berlin I). In der am Dienstag, den 2. Jun Wedding Part tagenden, gut besuchten Mitgliederversamm referirte Herr Tobler über die Errichtung eines unentgeltli Arbeitsnachweisebureaus. Redner führte den Mitglieder überaus schwierige Lösung dieser Frage, besonders in Eisenbranche, vor, betonte, bay gerade in dieser Branche b den von den Fabritanten auf die Arbeiter ausgeübten die Lösung dieser Angelegenheit ungemein erschwert würde empfahl zum Schluß die Wahl einer Kommiffion, die u züglich die Vorarbeiten zu beginnen hätte, um das Mate aur Gründung einer Raffe für Arbeitslose zu sammeln un fichten, da nach seiner Anficht Arbeitslosen- und Wanderu fügung, sowie Arbeitsnachweis nicht von einander zu te feien. In der Disluffton sprachen fich alle Rebner in b Sinne aus und wurde ein Vorschlag, die Fabrikanten Bitulaire aufzufordern, die Arbeitst.äfte nur durch das B zu beziehen, der Aussichtslosigkeit wegen, verworfen. Die fiel auf die Herren Ballmüller, Gürtler, Eibe, Schloffer, und Bepp, Former, Schneider, Schmied. Bum Streit in theilte der Bevollmächtigte mit, daß sofort von der fchaft 30 Mait abgefendet wurden, und feien bereits aufs 100 Mart gesammelt, die ungefäumt den Streifenden werden würden. Nuit sid aug Für die Mitglieder der Kranken- und Begräbn des Vereins sämmtlicher Berufe,( E.&.) IV. 8 findet Sonnabend, den 6. Juni, eine Versammlung ftraßen- und Carlsbad Ede bei Rus statt. Mitglieder baselbst aufgenommen oder beim Kafftrer D. Bopich, St Straße 92, Abends von 8-9% Uhr und Sonntags von 3 Uhr. Bal Nr. rfcheint Sleat Berlin Boftabo todes Die Versammlung der Allgemeinen Kranten Sterbetasse der Metallarbeiter( E. S. Hamburg), Fil Berlin, findet am Sonnabend, den 6. Juni, Abends 8% im Lokale von Herrn Rothader, Teltowerstraße 3, statt. ordnung: Kaffenbericht, Verschiedenes. Es ist Pflicht jeden Mitgliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen träge werden angenommen. Die Scale i haltene fchuldigt gule ih men wol And Der Verein der Maschiniften und Heizer hält 6 Man ist tag, den 7. b. M, Nachmittags 5 Uhr, Neue Jalobira und 25, feine ordentliche Versammlung ab. Lagesordn Besprechung über das diesjäbrige Sommerfest. Berein legenheiten. Fragelaften und Aufnahme neuer Mitg Säfte find willkommen. Die Mitglieder werden ersucht reich und pünktlich zu erscheinen. 800 wenn es und nam gewiffe S handlung mertfam Berli Sprache willigen andere Ma andere S Syfteme offiziofe Die Mitgliederversammlung der Einseher B findet Sonntag, den 7. Juni, im Vereinslotal Neue Fri ftraße 44 statt. Tagesordnung: 1. Publikation der geftri Mitglieder; 2. Antrag des Vorstandes betreffs ber S Unterstüßung; 3 Verschiedenes; 4 Fragelaften. Die Anm belt sämmtlicher Kollegen ist dringend geboten.t Die die monatliche Versammlung des Vereins Berliner Bauanichläger findet am Sonntag, den 7. b. Borarbeiten, welche der Bildung des Zentralvereins vorangehen müfen, nicht beendet; in 8 bis 14 Zagen aber wird vorausginnen tönnen: Siüße, Wächter und Leiter jeder Bewegung verschiebenen Städten lenten und ordnen laffen. Noch find die Bormittags 10 Uhr, bei Breuß, Oranienstr. 51, statt. Bu Tagesordnung steht: 1. Wahl der Revisoren für die Be Geneigtheit, Streits ju inszentren, dem Buzug von Kollegen fichtlich die Vereinigung bervortreten und ihre Thätigtett be, laffe, Wahl des ersten Schriftführers und zweier Bel nach Berlin Borschub leifte und die Möglichkeit, daß in Berlin sdfür den Export gearbeitet werde, beeinträchtige und daß fie für Tobie Kollegen außerhalb Berlins nichts thue und gab am Schluß Den Raib, eine Kommiffton bebufs Prüfung der Berliner Berhältnisse zu wählen. Von den Herren Stellmann, Dubm, Boy, Krug Künzel, Lenz und G. Rödel wurden die von Herrn Meisner und anderen Besonen gegen die Lohnbewegung, die Lohntommiffion und gegen Herrn G. Rödel vorgebrachten Vorwürfe und Anschuldigungen energisch zurückgewiesen. Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Der Fachverein der Schneider hielt am Montag, den 1. Junt, eine Versammlung unter dem Vorftge des Herrn Buddler in Rieft's Salon, Kommandantenstraße 71/72, ab. Bevor In bie Tagesordnung eingegangen wurde, startete der Borflgende im Namen des Vereins Herrn Tätterow für seine me fabrige Lutung des Vereins feinen Dant ab. Ueber Bunte 1 der Tagesordnung, Der Werth einer Organisation im Handwerk", referirte Herr Mor Kreuz ur vollen Zufrieden 2. Entschädigung des Rendanten. 3. Verschiedenes( bar Versammlung der Kranten und Sterbeta folches von Wichtigkeit). Delegirten nicht über fefte Mandate verfügten nur der Grund Metallarbeiter( E. H. Hamburg 29) Sonntag, den 7 M Vormittags 10 Uhr im Restaurant von Adermann, Lothing ftraße 81. dmill sig m Briefhaften der Redaktion. de Briefhaften der bed idni un orie ftein des Gebäudes gelegt werden, der weitere Ausbau aber wird von der Schnenigkeit und von der Stä te abbängen, mit der die Ueberzeugung fitch Bahn brechen wird, daß eine Gesammtorganisation des Schmiedegem tts eine Nothwendig telt geworden ist. telt geworden ist. In der Diskussion, an der fich die Herren Drewis, Mattbes, Cofmann u. A. be thelligten, wurde liber den gegenwärtigen Stand der biefigen Bewegung mitgetheilt, daß die Snnung mit allen gegen zwet Bewegung mitgetheilt, das die Innung mit allen gegen Del Stimmen befchloffen hätte, die oekannten Ford- rungen der Gefellen anzunehmen. Allerdings hat dieser fbluß nicht allzu hohen Werib, wenn man ben geringen Gin und die geringe Bedeutung der biefigen Schmiede Innung in Betracht sieht Für den Fall, daß es doch zum Streit in einzelnen Werkstellen kommen sollte, wurde die Wahnung an die Ar beiter gerichtet, sich eine Ausschreitungen zu Schulden tommen Groß Berkel. Ihre Erbansprüche find nicht befirellb Beugen oder Quitturgen nachgewiesen wird, ist der zahlen. Betrag 泥 Elisabeth. Sofern die behauptete Bablung nicht a R. R. 100. Es liegt in dem dargelegten Umfanbef 23011 Grund zur Bersagung der Ronzeffton vor. Zuständig tönigliche Boltzeipräsidium für die Ertheilung nehmigung. F. E. Die Eltern haften im vorliegenden Falle 6 bad mur als belf der Berlammlung. Der Vortrag lautete in feiner Haupt. au laffen, sondern ruhig und gefeßlich und dabei doch fest und Erben, insofern nachgewiefen wird, daß der Verstorbene in ber augen folgendermaßen: Die Drganisation des Handwerks ift dm toloffalen Drud elner Nothwendigkeit unter ng fcher für ihre gerechten Forderungen einzutreten. Am nächsten Sonntag follen alle Wertstellen tontrolirt und festgestellt werden, in welchen noch gearbeitet wird. If der Streit pro find, als Streitende betrachtet und als folche unterstügt. Beischlaf vollzogen batang allen Dingen auch die Prinzipientreue und ausdauernde Fftig llamitt, so werden alle Gesellen, die augenblidlich arbeitslos legt. Die Unfallsachen find siemlich tomplizitter Natur un teit. Wie die Geschichte uns nachweift, egifti en die Innungen foon felt Jahrhunderten mit ihren Brivilegien, baben es aber Dennoch nicht zu Stande gebracht, dem Kapitale Vortheile abTheater. mal si Rönigliches Opernhaus. rute: Margarethen d Königliches Schauspielhaus. dute: Reine Vorstellung. Beute: Hamlet. eute: Deficit. Deutsches Theater. Bellealliance Theater. adneues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Heute: Der Brokmogul. Balhalla Dyeretten- heater: Heute: Mascotte. Oftend- Theater: Beute: Der Verschwender Holmes Balluer- Theater. Heute: Papageno born Soutfenstädtisches Theater: Beute: Lucia von Lammermoor Central Theater: A. N. 100. Das Sachverhältniß if nicht genügend Mar Hervorgehoben fet noch, daß der überwachende Polizeibeamte einem Anwalt zu besprechen. Schadenersazansprüche baben Eingang sur die Tellersammlung am Eingang Arb.- Bez.- Verein f. d. Often Berlins. Sonntag, b. 7. b. M., früb prasife 6 Uhr: ! jam@ milleg and ablte Nalobftraße 30. Direktor Ab. Ernft. Seute Wegen Borbereitung teine Vorstellung. Stibat Sonnabend ben 6. Junt: Gaft piel des plattdeutschen En embles. Hamburger Leiden" von Julius Stinde. Raid Bother: De litt bedentofde b) adaug Con mis Am 3. Juni D. J. verschieb unser Kollege und ältestes Mitglied der Ko bmache gebilfentand up and quid Ernst Wikmann.com Die Bendigung findet Sonnabend, den 6. b. Mts., Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Sophien www Kirch bofs, Grünthalerftraße, aus ftatt. sati Umaabireichen Besuch bittet uoc ronja[ 1205 Der Borstand der Detskrankentaffe der Korbmacher. Eine ältliche Frau Herrenpartie. Abmarsch von der Neuen Welt, Frankfurter Allee Nr. 122. Die Mitglieder werden ersucht, ihre Mit gliedstarten mitzubringen. smo od malited Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, find febr milkommen. 1206] malingam Das Vergnügungs Romitee. Mitglieder- Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter Sonnabend, ben 6. Juni, Abb3 8% Uhr, Kommandantenstraße 77-79. tim toin in Tagesordnung: ad[ 1201 in jedem Falle. abs Große Versammlung des Vereins der Battler u. Fachgeno Sonnabend, den 6. d. Mte., Abends 8% h in Gratweil's Bierhallen, Kommandanten Tagesordnung: 1. Vortrag Aber die Nothwendigkeit der Sonntag Referent Herr Stadtverordneter Fri Gördi 2. Disluffton. 3. Verschiedenes. Gäfte willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder zahlreiches Erscheinen ersucht Der BorBank Deffentliche Versammlung der Bimmerlente Berlins und Umgeg dh am Sonntag, den 7. Juni, Vormittag 10 br 2. Bortrag des Herrn Dr. med Bid über Allgemeines in Buß' Salon, vorm. Bade, Gr. Frankfurterftra Berbalten beim Auftreten einer Cholera Epidemie. 2. Jnnere Bereins. Angelegenheiten.blies aday Gäste willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet h 2nd Der Borstand. Fachverein der Tischler. Sonnabend, ben 6. Junt, Abends 8% Uhr, in Jordan's Salon, Neue Günftraße 28, 19 Versammlung. [ 1202 Tagesordnung: 1. Die Streits, ibre Utiachen und Wh tungen Referent Herr Meißner. 2. Die Ausstellung von Lehrlingsarbeiten. Diskussion. General- Versammlung der Berliner Maurer cm Sonntag, ben 7. Sunt, im Wintergarten des Sentral Hotels, Eingang Do oibrenjtr. 20. C. Bebend Steinmenftr. 58. mandall 1204] den Tagesordnung: 81. Die nächsten Aufgaben der Berliner Simmerleute Werbesserung ihrer materiellen Lage. Referent: Gustav Rödel. 2. Berschiedenesis dieser Versammlung zu erscheinen. Speziell werden die Herren Play Deputirten erfucht Die Kommiffion. Santelman In meinem polizeilich tonzeffionirten Aber fophifche geit vi Boric annehm De bat auf Aber ber Beje B gute F Birlen wirb fid Eugen S ber N extennu Leiden genb ni an ber baß bi genomm betriebe tenb ve jugenbl no sei. Se bie eine ibre get gid, britf Separud 511 De feinem neugieri bachte er ftant als mo baglich aufgezo Di Los gen fie fich gangen auf fein S Frau b HA Lieutena Schlug, Damit i beim Dir et ยู hindiber Obert Rlinte. Batte Arbei bieten fich besonders bm geehrten Ab iter und Bandwe faft neuer Herren und Damen Garderobe, Kinder Barber Bublifum täglich wirkliche Gelegenheitetäufe in neuer Uhren, Werthfachen, Wäsche, Koffern, Schirmen, Harmonitas c. Desgl. empfehle m. groß. Lager. eug in engl. Leder, Drell, Bara u. f. Unt Um währe Theilsabl. Dentbarste Billigt. und ftrengfte find in m. Jabre 1. befteb. G- chaf Ehrenfache 7 M. Schulz Wwe., Guelfenauftr. Feine Wäsche wird sauber auf neu gepläffet, auf u auch gewaschen bei Frau Scholz, Püdlerftr. 51, 6. II. wird sogleich als Wirthschafterin für den Sommer auf dem Lande gefucht. Näheres Katharinenftt. 5, 3 Trerpen [ 1203 Entlad tod Ida tuo bei Boigt. didntu1203 Berantwortlicher Revafteur R. Gronheim in Berlin. Drudt und Berlag von at Babies in Berlin SW. Beuthstraße 2. fich hie 933 Lonnte Segens Belage