mänischen Nr. 130. Des großen gezeigt and deffen nb es ist it gleicher Cbriften uns noch En v. Ujeft Der auch B. feinen ergegeben, Theil des ser Firma f. w. Die Hand ge Gefange erhalten, ätten Sie fa; th Beamter: ng: S Schreibt: Der Straße rgerlichen it nun feit fest ben rgen, He arbeit. De öbring ein Unglüd fung. Sn einer baber enommen; allein bel ateintlaffen e, fab der Bebingung zeit! Für er verließe eine Ent tling, be nun feit Sfingfele ins Ge wieder mit eit beendet - Am fol rherrn sur it gewefen alt bereits oft, was et eß er den teen, und war, wes rbeiter als er tönne us dem er ert wurde. Cafche, gab n: Beute bend nicht ern, bierin oder eine er gebildete ht tönnen 25. Leben zur The flage nichts ben. Gewich a, : lung Lins. [ 1211 bie Metall Friz Börd iffion Kaffe esist, findet oreabftr. 21 gitimit. er General 8, bekannt atufa ung 10 Ub t. 1 Der Erscheinen [ 1213 lung Uhr, fie fein dwerker geladen. Sonntag 7 Juni 1885 11. Jahrg. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das„ Berliner Volksblatt" heint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 f. tabonnement 4 Mt. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 f. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) Staatshilfe. Redaktion: Beuthstraße 2. Unsere Leser erinnern sich wohl noch, daß in den Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., 3immerstraße 44, sowie von allen Annoncen Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Expedition: Zimmerstraße 44. gemacht. Nennt man das auch für die Nothleibenden ein treten, nennt man das Staatshilfe? Weiß der Herr Minister, der die Eifelgenden bereifte Gifelgegenden im vorigen Jahre ein sogenannter nicht, daß es dort vorzügliche Basaltbrüche giebt oder jest teine Notiz genommen, weil es der Ueberzeugung ist, daß Rothand ausgebrochen war. Wenn ein Nothstand tennt er den Beschluß des Provinzialverwaltungsraths der li fonstatirt wird, so muß es in der That schon sehr imm aussehen. Wir erinnern nur an die Hungersnoth lfe des Staates ein, es wird eine Nothstandsvorlage ges 17 Jahren in Ostpreußen. Gewöhnlich tritt dann die benden erhalten Staatsunterstügung. der Landtag ftimmt derselben zu und die Noth theinproving nicht, burch Sträflingsarbeitman hat die Anstalt Brauweiler im Auge den Bewohnern der Eifelgegend noch Ronkurrenz zu machen? Hoffentlich werden der Herr Oberpräsident oder der Herr Landesdirektor baldigit Bericht nach Berlin erstatten, worauf bann wohl das Projekt inhibirt werden wird? Und was müßte dann geschehen? Auch versuchen verschiedene Regierungen, den Bewoh folcher Gegenden, die häufig von Nothständen betroffen ben, Arbeit refp. Lohnendere Arbeit zu schaffen, als sie schöne Rheingegend völlig tagin erlangen konnten. Irgend ein Industriezweig importirt; natürlich nur solche, die leicht zu erlernen und deren Anlage nur geringes Rapital erfordert. Auch werden in derartigen Gegenden seitens des Staates Virb Der preußische Staat ließe den Petersberg und jene ungeschoren, er faufte vielmehr die vielfach brachliegenden Basaltsteinbrüche der Eifelgegend für geringe Summen an und exploitirte diese Brüche aber nicht durch Brauweiler Sträf linge, sondern bur& nothleibende einheimische in andfertigkeitsschulen gegründet, um die heranwachsende Arbeiter, denen der Staat dann einen guten Lohn gend fonkurrenzfähiger zu machen, wie das im König zahlen müßte. Sachsen mehrfach der Fall ist.. In die Eifelgegend reifte, nachdem der Nothstand amtfonstatirt war, der preußische Minister des Innern pers lich und wie man hörte, gab er sich alle Mühe, die Urs Sen des Nothstandes zu ergründen und sann über AbAfe nach, darauf hat man eigentlich nicht viel mehr über bortigen Verhältnisse gehört. Auch nicht darüber, Es tame gar nicht darauf an, daß der Staat Geschäfte macht, sondern lediglich, ob er dauernd einen Rothstand lindert, zu beffen Linderung die Menschen in jener Gegend felbst nicht im Staude find. Eine solche wirkliche Staatshilfe wäre auch viel beffer, als eine direkte einmalige Unterfügung, die gewöhnlich der Staat den Bewohnern der Nothstandsgegenden ange edhe Maßnahmen der Staat getroffen hat, dem Noth deihen läßt. anbe bauernd abzuhelfen. Ran plötzlich vernehmen wir aus dem„ Echo des Siebengebirges, welches eint, baß man seitens der Verwaltungs Behörden, nen großen Basalt Steinbruch in Rönigswinter er am fogenannten Und wenn eine solche Staatshilfe dem gegenwärtigen Minifterium wirklich zu weit ginge, so glauben wir doch, daß baffelbe gegen eine derartige Sträflingsbeschäfti gung, wie sie ber Rheinische Provinzialausschuß plant, Front machen muß. Beitungen längere Abhandlungen, aus welchen hervorgeben soll, daß eine Spaltung der sozialistischen Partei unausbleiblich sei. Das Berliner Volksblatt" bat von diesen Vorgängen bis in Bezug auf diese Angelegenheit das Sprüchwort: Viel Gesch et und wenig Wolle" so recht am Blaze ist. Wer die fozialdemokratische Bewegung und ibren Ursprung fennt, ber wird dieser Ansicht seine volle Buftimmung geben. Tie innerhalb der Fraktion entstandenen Differenzen dürften keines wegs besonders tiefgehender Natur sein und so lange sich die einzelnen Mitglieder im Rahmen ibres Parteiprogramms be wegen, wird sicher von einer ernstlichen Spaltung nicht die Rede sein fönnen. Wenn in Bezug auf taktische Fragen in Der Reichstagsfraktion teine Einstimmigkeit herrscht, so ist das noch lange lein Grund, den Kassandrarufen der reaktionären Preffe Beachtung zu schenken. Ueber die Schicklichkeit, der artige Fragen, die sich ja im gewiffen Sinne als persönliche Darstellen, in gegnerischen Tagesblättern zum Austrag au bringen, wird wohl geftritten werden können, wenn auch an dererfeits gerade ein solches Vorgeben den besten Beweis liefert, Daß sich diese Partei statt genug fühlt, vor den Augen des ge fammten Volles ihre internen Angelegenheiten zu behandeln. Jedenfalls wird ein Barteitag die Differenzen zu begleichen suchen und nach allen bis jetzt gewonnenen Erfahrungen dürfte dieses auch sicherlich gelingen. Die sozialistische Partei bas hat sich oft genug gezeigt bängt nicht von Personen ab; wenn einzelne fog. Führer den Ansprüchen ihrer Wähler oder Parteigenoffen nicht genügen, so werden sie wohl einfach von der Bildfläche verschwinden müffen, denn die Sozialdemokraten find es nicht gewohnt, Personenfultus zu treiben oder fich gar von einem Barteiführer a la Richter Personen aufdrängen zu laffen. Das ist unsere Ansicht über diese Angelegenheit.Die politischen Schnappbähne anderer Barteten, welche bereits begehrliche Blide auf das ihrer Meinung nach verendende Wild richten, um sich dasselbe einzuverleiben, werden vergeblich darauf lauern müssen und wenn die reaktionäre Tagespreffe Wohlgefallen daran findet, ihren Lesern täglich Berichte über Spaltungen im sozialistischen Lager aufautischen, so fann man Betersberg bei Rönigswinter anlaufen und denselben durch freien" Arbeitern überhaupt verderbenbringende Ronkurrenz ihr dieses Vergnügen ja von Herzen gönnen, wir legen den Sträflinge ausnuten laffen will. Diefer ausgedehnte Steinbruch liegt in einer schönen mirb; bie dortigen Arbeiter fordern hohen Lohn, deshalb Es ist schlimm genug, wenn die Sträflingsarbeit den macht, trifft es aber in diesem Falle zu, daß die Sträflings arbeit ben Arbeitern einer Rothstandsgegend Begenb am Rhein, bie barunter an Anziehungskraft leiden derartige Ronkurrenz macht, daß denselben vielleicht die mmt die Verwaltung her und beschäftigt bort Sträflinge, dagegen einschreiten, der Staat, der berufen ist, die Unters böbern Gewinnft zu erzielen. Dies wird auch gelingen, bie gebrochenen Steine direkt auf die Rheinkähne vers legte Brodquelle abgeschlossen wird, dann muß der Staat brückten zu schützen. ben werden fönnen. Basaltsteinbrüche aber giebt es nicht nur am Rhein in Rabe bes Siebengebirges, sondern auch nicht weit das nam Westerwald und im Eifelgebirge. Diesen Seinbrüchen, refp. den armen, von einem immerwähren. amtlich tonftatirten Nothstand betroffenen Bewohnern Eifel wird nun burch die projektirte Ausbeutung bes berges durch Sträflinge eine unerbittliche Ronkurrenz verboten.] Feuilleton. 3m Eckfenster. Roman von Friedrich Gerstäder. Und da muß man, welcher Partei man auch angehören mag, mit allem Nachdruck und allem Einste appelliren an die Staatshilfe. Politische Uebersicht. Ueber einen angeblich großen Zwiespalt im sozial demokratischen Lager bringen die liberalen und konservativen Iachte Rauten, aber es ist sehr harmlofer und allein freund schaftlicher Art, und ich verspreche Ihnen außerdem, daß ich Ihren Gatten noch vor zehn Uhr Abends richtig und wohlbehalten wieder bei Ihnen abliefere." Und auf welchen Tag ist das bestimmt?" fragte die Frau Dberstlieutenant, und ihr Gatte fühlte, daß fie ihre Bener faum die Thür hinter fich geschloffen, ich wollte den Punkt bei derlei Angelegenheiten. Ah, lieber Herr Klingenbruch," sagte der Graf, wie Buftimmung dazu gegeben hatte, immer ein nicht unwichtiger " Der Tag ist noch nicht genau bestimmt, gnädige Frau," persönlichen Streitigkeiten, wie sie heute mit unverkennbarem Bebagen in den verschiedensten Drganen breitgetreten werden, nicht eine solche Wichtigkeit bei, daß sie uns von der Diskussion anderer, viel einschneidenderer Tagesfragen abhalten könnten. Aus Elberfeld schreibt man bem amb. Korr.":" In einer Berliner Korrespondenz des Büricher Parteiorgans wird die Nachricht von einer Verstimmung innerhalb der Berliner Parteigen offen( welcher Bartet? D. Red.) über die zur Elas blirung eigener Geschäfte( wie Bigarrenladen u. bgl.) von dem eigentlichen Arbeiterberufe immer zahlreicher fich abwendenden Doch wird zugegeben, daß Führer" energisch bestritten. " Die Parteigenoffen mehrfach nach den Gründen fich erkundigt baben, warum Dieser oder Jener die Arbeit drangegeben hat. Gelegenheit für solche Wißbegierde bietet sich an allen Drten. So wurde jüngst auch aus Eiberfeld berichtet, daß hier zwei ber thänigsten pitatoren, welche z. B. über die Laft der Sonn tagsarbeit am lebhaftesen Klagen führen, für ihren Theil die versäumt habe. Aber ich hole es jest nach. Haft Du einen Wagen uiten, den ich benußen kann?" Gott bewahre; ich hatte ja teine Ahnung, wo ich Dich finden sollte, und hörte nur eben zufällig drüben im Ed fenster, daß Du hier in's Haus gegangen wärest. Die da brüben fehen Alles." Rommst Du mit?" " Ich denke nicht daran; ich befinde mich hier voll kommen wohl, und Ihr reitet doch gleich in's Weite; es wollten." genstand vorher und in Gegenwart des Hauptmanns von rbed nicht erwähnen, ich weiß nicht, wir Beide sympa fagte Rauten, aber jebenfalls in der allernächsten Beit. Ich müßte denn sein, daß mich die Damen hier nicht haben Bitte an Sie." en nun einmal nicht mit einander, aber ich habe eine Mit Bergnügen, mein Herr Graf; was ist es? muß mich erst erkundigen, wann wir den Saal bort braußen ganz und bestimmt für uns allein bekommen fönnen, damit wir nicht von ungebetenen Gästen gestöct werden. Jh bringe Ihnen aber, so wie ich nur etwas Bestimmtes weiß, augen ,, Aber, lieber Herr von Solberg!" sagte der Oberft lieutenant. h gebe in den rächsten Tagen und noch vor meiner abeiratbung," fuhr Rauten fort, eine fleine Herren blicklich Runde; also Sie sagen zu, lieber Klingenbruch, Familie verabschiedete, dann sehe ich mich hier eine Kleine fellschaft, benn ba ich jetzt noch keine eigene Heimath habe, nicht wahr?" sich leiber auf die Damen verzichten. Ich wollte aber " Das kann er ja gar nicht abschlagen." bemerkte bie " 1 auch, bevor ich Rhodenburg verlaffe, alle meine hier Frau Dberfilieutenant, und Klingenbruch, seine Hand in wonnenen Freunde, von denen ich so freundlich aufge ommen bin, gern noch einmal bei mir sehen und bewirthen, jebenfalls." bba bitte ich Sie denn recht herzlich, daß auch Sie mir die ihm gebotene legend, rief: Topp denn! Ich fomme Draußen Klingelte es wieder. Heute geht es bei lieutenant und Rauten lächelte leise vor sich hin. Dravßen wurde aber eine befannie Stimme laut. Schön!" rief Hans, während sich Graf Rauten von der Weile zu Fräulein Flora her und sehe ihrem Stiden zu. Sie glauben gar nicht, gnädige Frau, wie ich mich wieder banach gesehnt habe, diese feinen weiblichen Arbeiten beob achten zu fönnen, wenn die garten Finger darüber hingleiten und schaffen und fördern. Ich kann Ihnen gar nicht fagen, wie heimisch und heimlich mir bei einer solchen e Freude machen und Theil nehmen. Sie hauptsächlich uns zu, wie in einem Bienenflod," bemerkte die Frau Oberst Arbeit au Muthe wird." eboren dazu, und ohne Sie würde der ganzen Sache die Spige abgebrochen sein." Mein lieber Herr Graf," sagte der kleine Mann vers Das ist Hans," sagte der Graf emporfahrend.„ Ei, habe einen faux pas gemacht." egen, indem er einen faft fragenden Blick nach feiner Gattin ei, ei, ei, er sucht mich, und ich weiß auch weshalb; ich Right, ob nicht vielleicht der Dienst... Commen " Sie werden das gewiß arrangiren können. Wir Augenblicke das Bimmer öffnete, zürzen Sie mir nicht, überhaupt erst um wenn ich Ihnen so ohne Weiteres in Ihre Häuslichkeit ,, Und hat man da brüben keine solche Arbeiten?" fragte die Frau Oberstlieutenant, aber mit ihrem liebens würdigsten Lächeln gegen den jungen Mann. Nein, gnädige Frau. Sie finden das dort sehr selten, benn die südlichen Damen find überhaupt keine Freunde von häuslichen Arbeiten." Aber was in aller Welt thun sie den ganzen Tag" " Sie brauchen sehr viel Zeit zu ihrer Toilette unb einem Spaziergange." abi habe das Rendezvous in bas reizenb ge- breche, aber ich suche einen Deserteur.- Rauten, bei verplaudern dann die übrigen Stunden zu Hause oder auf Gott! Mensch! Meine Schwefter steht daheim in ihrem Reitkleide und vergeht fast vor Ungeduld, und Du fizest Swiegervater hinausfahren; Hans will reiten, und hier ganz gemüthlich bei anderen schönen Damen als ein aber bir bilben dann vielleicht einen fleinen Bug; baß wir uns amafiren werden, dafür steh' ich Ihnen, vorausgesett, " Sunggesellen Effen werden?" fagte die gnädige Frau. Das foll also noch einmal zuguterlegt ein richtiges wort und treubrüchiger Kavalier." H Befter Hans!" rief Graf Rauten, der indeß schon aufgefprungen und eben im Begriff war, zu gehen, wie ich nur Deine Stimme hörte, fielen mir alle meine Sünden ein. Das ist ja entfeßlich!" sagte die Frau Döerst lieutenant. Unb was wird bas, mein gnädiges Fräulein?" fragte Sans, der sich seinen Stuhl zu Floras Arbeit gerückt hatte und ihr dabei auf die zierlichen und wirklich gewandten Finger fah. ,, Rönnen Sie es nicht aus der Form errathen?" lächelte Wir fönnen es beinahe so nennen, meine Gnädige," I mir hier so schnell, daß ich die besprochene Stunde wirklich Flora. A " bas andere Mal ein Schiff von Bremen abgeben zu laffen, auf gegeben werden mußte, man von Reichswegen bestrebt ist, in den Vertrag Bedingungen hineinzubringen, welche die Intereffen Hamburg möglichst wahren. Es soll, wie wir schon neulich er wähnten, der Lloyd gehalten sein, die in Hamburg für den überseeischen Transport nach Australien und Oftaften ange Sammelten Güter ohne Entschädigung von Hamburg nach Bremerhafen zu befördern." In Bezug auf den Beginn der Fahrten äußert fich die Wes. 8tg.": Wenn jegt in den Bei tungen in Ausficht gestellt wird, daß der Beginn der Fahrten vor dem nächsten Frühjahr zu ermöglichen set, so ist das bezüglch Der Hauptlinien zweifellos, da der Lloyd für's erfte über Die erforderlichen Schiffe verfügt. Unrichtig ist nur, daß die vier Millionen Subventien bereit lägen. Bur Bereitstellung der selben bedarf es dem Gesez zufolge einer Einstellung der zahl baren Beträge in den Etat, was nach Lage der Sache auch im Wege des Nachtragsetat erst nach dem Wieberzufammentritt des Reichstags erfolgen kann. eines Bigarren resp. Spezerelhandels der Arbeit vorgezogen haben. Es find dies ein Weber und ein Klempner von Profeffton. Ein ganz rabiater Agitator, Sattler seines Beichens, war ihnen mit der Etablirung eines Flaschenbierban bels vorangegangen. Und der Fälle fönnten noch mehrere aufgezähl werden; Der Reichstagsabgeordnete Harm selber bat längst den Webstuhl mit dem Ladentische vertauscht. Es ist durchaus wahr, daß in den eigentlichen Arbeiterkreisen das Vertrauen zu dieser Art ,, Arbeiter" nicht eben wächst. Wer Anderes behauptet, fennt entweder die Stimmung un ter den Arbeitern nicht, oder er will fich und Anderen etwas vorlügen. Gerade die Führer", ste reißen alle miteinander teine Bäume aus."-Aus dieser Korrespon ens geht nicht liar hervor, welche Partei diese teine Bäume ausreißenden" Führer aufzuweisen hat. Da aber gerade auf die A beiter Bezug genommen ist, so halten wir es für unsere Pflicht, unseren Lesern, die der größeren Mehrzahl nach in Arbeiter freifen zu suchen sind, Kenntniß von diesem Schreiben au geben. Die Nordd. Allg. 8tg." druckt mit großem Wohl. gefallen diese Korrespondenz ab, jedenfalls damit sie den eigentlichen Arbeitern" zur Kenntniß tommen soll. Damit Damit Dieses beffer geschehen kann, möge fie auch in den Spalten des Berliner Voll: blatt" Aufnahme finden. Die Neugierde ift Die Neugierbe ist uns zwar fiemb, aber begreiflich wird man es doch finden, wenn fich der Drang in uns bemerkbar macht, die hier ge meinten Führer näher tennen zu lernen. Vielleicht wären wir Dann in der Lage, die Wißbegierde des Korrespondensschreibers in höherem Grabe zu befriedigen. Unserem Wiffen nach giebt es weder Arbeiterführer", noch eigentliche" Arbeiter, es sei denn, baß unter ersteren die öfter in Arbeiterversammlungen auftreten Den Redner und als, eigentliche" Arbeiter nur die Straßenfebrer verstanden werden sollen. Was die ersteren anbetrifft, so weiß jeder aufgekarte Berliner Arbeiter, daß dieselben der Mehrzahl nach auf Grund der gegen fie inszenitten Hegereien und De nunziationen, Chilanen und Maßregeln aller Art zu eröulden haben, und daß die Mehrzahl der Fabrikanten schon den Thor weg zumacht, wenn ein sogenannter Führer sich heranwagt, um wegen Arbeit nachzufragen. Und in Betreff der eigentlichen Arbeiter ist heute die öffentliche Meinung glüdlicher Weise be reits soweit aufgeklärt, daß fte einen solchen nicht bloß in dem mit Rarren und Schippe, oder mit Meißel und Hobel hantiren ben Menschen ficht. Eigenthümlich muß es berühren, daß gerade die Herren, welche es lieben, sich bei jeder Gelegenheit als eigentliche" Arbeiter aufzuspielen, welche stets die Phrase im Munde führen:„ Wir find ja auch Arbeiter", daß gerade diese es find, welche den eigentlichen" Arbeiter jest erfunden haben. Es find übrigens dieselben Leute, welche es fich zur Aufgabe machen, jeden sogenannten Führer" aus Arbeit und Brod zu bringen, welche fich aber hinter her nicht scheuen, demselben dann noch einen Vorwurf zu machen, wenn es ihm gelingt, seine Eriftens trozdem in irgend eirer Weise zu fristen. Wenn diese Herten glauben, bet den Ar beitern Gegenliebe zu finden, so geben fie fich einem großen Juthum hin. Mögen file zur ächst den Arbeitern einmal über ibre dunkie Griftens und über die Quellen Aufklärung geben, au welchen fie für ihre Thätigkeit gefpeift werden. Ünfaubere Elemen giebt es sicher überall, und wenn unter den Arbeitern folde auftauchen, die nur deshalb zu ihnen halten, um geschäftliche Vortheile zu erzielen, fo wird ihnen Das ficher nur auf turge Beit gelingen. Soviel aber steht fest, bis jest ist noch fein fog. Arbeiterführer reich geworden, wohl aber haben es derartige Korrespondenzschreiber stets verstanden, fich auf Rosten der Wahrheit ein recht behagliches Dasein und eine gesicherte Existenz zu verschaffen. Der Bundesrath bielt gestern eine Plenarftigung ab, in welcher nur Gegenstände untergeordneter Bedeutung zur Er lebigung famen. Die übrige Thätigkeit des Bundesrath wird nach bret Richtungen hin fich auf bedeutungsvollere Angelegen beiten beziehen: auf die Ausführungsbestimmungen zum Boll, tarif und zum Börsensteuergeseß, und den preußischen Antrag in der braunschweigischen Frage. Sind diese Angelegenheiten abgeschlossen, so wird der Bundesrath fich bis zum Spätherbst vertagen; es dürfte dies zu Ende dieses Monats geschehen und nach der Vertaguna sofort die Arbeit für den nächsten Reiche tag beginnen. Wenn es dabei bleibt, daß der preußische Landtag zum Beginn seiner neuen Legislaturperiode vor dem Reichstag berufen werden soll, fo wird der lettere seine Arbeiten wohl erst zu Anfang des nächsten Jahres aufzunehmen baben. Resifion der Zivilprozeßordnung? Wie man der Boff. Btg." mittheilt, stehen auch auf dem Gebiete der Bioil prozeßordnung in der nächsten Zeit nicht unerhebliche Alenderungen in Aue ficht. Die Vorarbeiten zu einer Novelle find bereits beendet, und es liegt die Möglichkeit nahe, daß der Reichstag fich schon in seiner nächsten Seffton außer mit den Abänderungen der Strafprozeßordnung, der Rechtsanwaltsordnung und der Vormundschaftsordnung auch mit einem größeren Gesezentwurf, der die Strafprozeßordnung abändert, wird beschäftigen müssen. Die Aussicht, daß unser Bivilprozeß recht durchgreifenden Reformen unterzogen werden wird, ist, so meint die Voff. Stg.", um so überraschender, als aus Juristen freisen Vorschläge zur Abänderung der Bivilprozeßordnung nur ganz vereinzelt aufgetaucht sind, im Gegentheil die allgemeine Bufriedenheit mit diesem Gefeße, das sich bedeutend beffer be währt hat als dte anderen neuen Juftiggefeße, eine in ftetem Steigen begriffene ist. Daß fich die Reform nur auf einzelne Detailvorschriften, die abänderungsbedürftig sind, beschränkt, ift taum anzunehmen. " Zum projettirten Noth- Kommunalsteuergeset witd geschiteben: Bei Berathung des Geseßentwurfs betreffend Er gänzung und Abänderung einiger Bestimmungen über Er hebung der auf das Einkommen gelegten biretten Rommunal Ab gaben, welcher bekanntlich in der vorlegten Seffion des Landtages im Herrenhause nicht erledigt, in der legten von dem Abgeordnetenhause aus eigener Initiative wieder aufgenommen und von den beiden Häusern schließlich angenommen war, haben die Bertreter der Staatsregierung Bedenken gegen die Wiederaufnahme dieses Nothgefeges erhoben. Wie jest offiziös berichtet wird, bat das Staatsministerium dennoch die fönigliche Sanktion für den Gesezentwurf erbeten. Die Publikation des Börsensteuergesetzes dürfte in allernächster Beit zu erwarten sein, nachdem dasselbe die Unter schrift des Kaisers erhalten hat. Der im Bundesrath eingebrachte Antrag Bremens auf Korrettur der Unterweser betrifft nach den bamb. Nachr." die Durchführung des bereits bes fannten Franzius'schen Projekts. Bremen wolle die Korrektur auf eigene Roften machen und beantrage nur die Zustim mung des Bundesraths und des Reichstags für Erhebung von Angaben. ortsansässig ind und geachtete Stellungen inne batten. G zelne derselben werden ganz empfindlich materiell geschädigt H H Gu Belt zu Rettung den!" unsere Ar Bolt betr fann uni Börsenbla folcher Fr gefchichten Aus Wilhelmshaven lommt folgende Nachricht: Mittwoch Nachmittag hat der zum Schuß der deutschen Not feefischerei eingestellte Aviso Pommerania" Gelegenheit praktischen Ausübung der Seepolizei gehabt. Es stieß nämli wie berichtet wird, die Bommerania" öftlich von Norderne auf eine ganze Flotille englischer Fischerfahrzeuge, welche fcho feit einigen Tagen in der Gegend ganz unberechtigt die Fischernichtigen ausübten. Bei der Flotille befand sich ein Dampfer, welde bie Aufgabe haben mochte, die von der Fischerflotille gefangenen reife beta Fische nach England überzuführen. Dieser Dampfer wurde übrig beb nächst von der„ Pommerania" aufgefordert, seine Flagge angefeben zeigen, und da dieser Aufforderung nicht nachgekommen wurde und alte ward seitens der Bommerania" ein wohlbemanntes Bo in der dri nach dem Dampfer abgesandt und an Bord deffelben eine tiefer Protokoll aufgenommen. Einen bei der Fischerei betroffen welchem G englischen Ruiter, der zu Darmouth zu Hause ist, nahm be gewiß nid Bommerania" fobann ins Schlepptau und lieferle denselben tung über Abends im Hafen zu Wilhelmshafen in vorläufigen Arieft ab. nicht unte den Herr Schweiz. " ben fe wiffen Wie aus Bern tetegraphirt wird, hat der Ständera teifinni einen Antrag auf Maßregeln gegen die Schussoll nickt, i politit fremder Staaten angenommen, jedoch Antrag, daß der Bundesrath aufgefordert werden solle, noch in und der dieser Seffion über die Zunlichkeit der Kündigung dazuden Handelsvertrages mit Deutschland Bericht zu erstatten, aber Bart inopportun abgelehnt. Italien. Ueber die radikalen Kundgebungen, welche am 2. Junt aud aus Anlaß der Gebentfeier des Todes Garibald in Rom ftatifanden, entnehmen wir der„ Nat. Btg." folgende Mitteilungen: Mehrere radilale Gesellschaften hatten eine Brozession" nach dem Kapitol organifirt, an welcher spanische und franzöfifche Delegitte mit ihren Bannern the nahmen. Als der Bug fich dem Kapitol näherte, vernahm ma " 1 9113 die Rufe: Tod dem österreichischen Oberst"( König Humbert ift Inhaber eines öfterreichischen Regiments) und Tod de Bapste!" Die Polizei sab fich genöthigt einzuschreiten. jedoch die Agenten eines der franzöfifchen Banner, eine rot mit der phrygischen Müge versehene Fahne, mit Beschlag legen wollten, feste ein im Buge befindliches Mitglied de Deputirtenkammer durch, daß die Prozesston" ungestört f gefegt werden konnte. Auf dem Kapitol legten die Garibaldian an der Büfte des Gefeierten Kränze nieder, worauf zwei Re ble Die ner Ansprachen an die Versammlung hielten, in welchen Bolizet wegen ihrer Einmischung heftig getadelt wurde. Bolizei vollzog mehrere Verhaftungen, unter anderen diejenig eines jungen Mannes, der heftige Angriffe gegen den Bap richtete. Am Abend fanden die üblichen Demonstrationen a bie Aber Big for Ju werden Dor allen Freunde Der Auſti Die Berre the fie neu fichern, enbring erfifliru rittspie ren gar rer Bart follten fle he follten weiten W Bon anwaltic Brojeßrich Beschluß teann terminen toefen, bo Jabenstra fachen, di Dorfteher Erledigun Unzuträg gegen die der Plazza Colonna ftalt; die Militärkapelle mußte die Ga baldihymne spielen, auch wurden Rufe gegen den Bapft nommen, ohne daß jedoch die Polizei einzuschreiten genöthig wurde. Vor dem Balaste der beiden österreichischen Botschafte waren Borfichtsmaßregeln getroffen, um jede Ausschreitung verhindern. Auch wurden mehrere Fahnen tonfiszirt, welche Aufschrift trugen:„ Rein Gott, tein König, teine Briefer Troß der Theilnahme spanischer und französischer Delegitte trug die Kundgebung doch einen überwiegend lolale Charakter, so daß von einer internationalen Verschwörung wie fie in der Klerikalen Preffe behauptet wird, nicht die Reb Verrath von Geschäftsgeheimnissen. Auf Veranlassung des Justisministers bat, wie der Hamb. Korr." mittheilt, das fönigliche Kommerz Kollegium in Aitona verschiedene Industrielle und Handeltreibende zur gutachtlichen Meinungsäußerung aufgefordert, ob Bedürfniß nach einem Geset vorliege, welches den Verrath von Geschäfßgeheimnissen mit Strafe bedrohe. Fast sämmtliche Aufgeforderte haben sich dabin erklärt, daß in dem Verrath der Geschäft geheimnisse eine große gefchäftliche Gefahr liege, daß aber durch Erlaß eines Strafgesezes die Sache nicht gebessert werden würde, weil die gegebenen Falls unvermeidliche Untersuchung und öffentliche Gerichtsverhandlung des Geheimniß noch viel mehr in die Deffentlichkeit bringen würde, als dies durch den Verrath eines Einzelnen geschehen tann. Jabetreff der Dampferfubvention und der Errichtung der neuen überfeeischen Linien voiß ein Telegramm der ,, Hamb. Nachr." aus Berlin folgendes zu melden:„ Die Berhandlungen awischen den Vertretern des Reiches und den Vertretern des Norddeutschen Lloyd in Bremen sollen so weit gefördert sein, Daß an die Ausarbeitung des Vertragsentwurfs herangetreten werden kann. Der Vertrag über die Dampfetsubvention bedarf bekannttich der Genehmigung des Bundesraths und wird diesem zunächst vorgelegt werden. Ich höre, daß, wenngleich die urSprünglich in Erwägung gewesene Abficht, den berechtigten Ans fprüchen Hamburgs dadurch zu genügen, daß der Bremer Lloyd verpflichtet werden sollte, das eine Vtal ein Schiff von Hamburg, „ Sie müssen mich entschuldigen," entgegnete Hans, benn ich habe darin gar keine praktische Erfahrung. Aber Ihre Schwekter stict doch auch?" " " Nie. Sie hat Nadeln überhaupt vollkommen ab geschworen und beschäftigt sich nur allein mit Musik und Malerei." Aus Sansibar wird dem Neuter'schen Bureau unterm 3. b. gemeldet: Kraft eines von Deutschland mit Simba, Dem Rebellenhäuptling von Lambo, geschloffenen Allianz vertrages hat der deutsche Vertreter den Sultan von Sanfibar aufgefordert, die Feindseligkeiten gegen den Häuptling einzu stellen. Der Vertreter des Sultans von Sanftbar hat in Chagga und Kilimanjaro Deputationen von Eingeborenenhäuptlingen empfangen, welche den Sultan baten, feine Flagge in ihrem Territorium aufzubissen. Diesem Gefuch willfahrend, hat der Sultan die Oberhoheit über das Land angenommen. Bon Sanfibar find Handelsverträge mit Stalien und Belgien ge schlossen worden. Die Ausweisungen russischer Staatsangehöriger haben auch in Breslau nunmehr ihren Anfang genommen fein tann." Rußland. Landgerid Trennung lepteren häufig au Berichte Amtsgeric bie Termine laffenen 2 als gegen bie Der Reichsrath hat das Projekt des Finanzministers, Aufhebung der Kopffteuer betreffend und deren fegung durch andere Steuern, bestätigt, erachtete jedoc inopportun, daß den Bauern gehörige Grundeigenthum f jekt mit neuen Steuern zu belegen. Aus diesem Grunde b schloß der Reichsrath, die Kopffteuer vom 1. Januar 1886 nicht mehr zu erheben, mit Ausnahme der Finanzsteuerzahlungen vom Jahre 1887 aber auch lettere abzuschaffen mit dem behalt, daß die Bodenpacht der Bauern vergrößert und zu Fin Lösungen verwendet werde. Die Erhöhung der Spiritu brennsteuer im ganzen Kaiserreich von 8 auf 9 Ropelen pro Webrograd hat die kaiserliche Bestätigung erhalten und bereits in Kraft getreten. Lokales. Der ,, BerlinerBörsen- Courier" und der Arbeiterinnen Verein." Der B. BGC." fährt fort, die Bestrebungen be 2009 beiterinnen- Vereins in's Lächerliche zu ziehen und vergift gan daß in der Welt schon über so Manches gescherat wurde den Lachern schließlich doch noch ernsthafte Kopfschmerzen reitete. So erdreiftet fich das frivole Börsenblatt auch legte Sigung des Arbeiterinnen Vereins, in der über Бр Wie die Schles. Voliszig." wiffen will, find in den legten Kunstgenüffe des Volles referirt wurde, in seiner nofemelle " Tagen einer ganzen Reihe ruiftscher Staatsangehöriger polnischer Nationalität Ausweisungeordres zugegangen; darunter Art zu perfifliren und schließt seinen bummeligen, ungenau Bericht mit folgenden Worten: Wer hätte geglaubt, bas befinden fich Bersonen, welche seit mehr als zehn Jahren verheiratheten Frauen und alten Jungpfern, die fich von B worden, der junge Solberg," sagte bie Frau Dberst der Junge!" getheilte Wirthschaft führte ein folcher fast und bedarf T Bubiitum Beiglune Bureaube anwälte f Daß einig an fte be Durch Be t. D ferer Belt lichen$ 3 barlatar Bublifum loftefter Erfolg night oft uni nehmen, folcher And Qundertta inft ein macher eigentlich etwas unnat lieutenant, als sich draußen die Borsaalthür hinter ihm liches in dem sonst so einfachen Hause. Er lebte mit feine Familie ganz allein, während die Gefellen und selbst b " Ich weiß nicht," sagte Henriette, er kommt mir im fie verkehrten. Es wurde auch für beide Theile verfchieb mer noch ein wenig roh und rüdfichtslos vor; Graf gekocht, das heißt nicht etwa in der Güte her Speife nur in verschieben: Aber in dem Hans steckt dafür kein falscher Bluts- Töpfen. Es toftete das allerdings mehr als im gewöhn bazu fehlt, denn im Blumenzeichnen war ich in der Schule tropfen," nahm der Oberstlieutenant seine Partei;„ er ift lichen Leben, aber Meister Handorf hatte es so angeor Ach, Malen hätte ich auch so gern gelernt," seufzte Flora, und ich glaube gewiß, daß es mir nicht an Talent immer bie Befte." taffe. Also was wird bas, mein gnädiges Fräulein?" Wenn Sie's benn nicht rathen tönnen: eine Bigarren Für den Papa?" " Dann würde ich's doch nicht so offen stiden!" Also diese Arbeiten sind immer lauter Heimlichkeiten; auch das hat wieder einen besonderen Neiz, denn es folat bemfelben eine Ueberraschung, und man erfreut einen Andern, während man felber eine Genugthuung dabei fühlt. Haben Rauten bat jedenfalls viel feinere Manieren." " offen und ehrlich mit Wort und Blick, und wenn er Ja fagt, meint er wahrhaftig nicht Nein." " Aber das thun andere Leute auch nicht, Papa." " Na, man weiß nicht; es sell vorkommen," sagte ber Dberfilieutenant. Mit wem spricht denn Herr von Solberg da unten?" fragte jetzt die Mutter, die ans Fenster getreten war. " " Das ist das unausstehliche Geschöpf, die Bertha." benn beide betamen genau dasselbe d net, denn er fühlte, daß er nur dadurch feinem armen Sohn eine neue Demüthigung und wenn eines PASTS durch ein einzelnes Wort, durch einen Blick felbft gewefen wäre ersparen könne. Er war ein einfacher band werfer, aber ein fireng rechtlicher, braver Mann, mit vollen Empfindung für das Gute und Ehrenhafte er fich aber jetzt fest überzeugt hielt, daß sein einziger Sof an dem ihm schuldgegebenen Verbrechen unschuldig gewefen fei, so begriff er doch auch, wie die Masse noch nicht zu d " Ja; den ganzen Tag treibt sich die Person auf der Jugend zurüd, wie er in einem solchen Falle gehande daß fie an die Unschuld seines Sohnes glauben follten; man macht sich doch wohl selber dabei eben so viel Freube, Straße herum, und ich habe dabei nie in meinem Leben haben würde. Er verlangte deshalb von den Gesellen night mie dem, der sie geschenkt bekommt? Eigentlich ist das nicht ber Sinn einer Gabe." Geben ist überhaupt seliger, benn Nehmen," sagte bie Frau Oberstlieutenant. Und besonders bei Rüdentifsen," seufzte ihr Gatte; ein toletieres Frauenzimmer gefehen." gun waret Ihr doch die besten Freundinnen und Ein Herz und Eine Seele!" Alle Wetter, so auf einmal? sagte der Bater; früher es ging fie das ja auch eigentlich gar nichts an. Sie hatte „ Das ist nichts als eine falsche Rage," bestätigte auch Leibe bleiben nur ihre Arbeit zu thun, und um die Familie follten durften sie sich nicht bekümmern. Nur Einer seiner Leute hatte ihn verlassen, unb wa mit ann au Be War ber burchweg Danborf bie S ngladli Enab nahm and war jebe Sof jungen Rellt au Denn ba taich vor Um jungen nommen, bings no fonnte: mußte e Obrichter Jahre b Amerita Tenne, bindung zuleiten, AM bes Ber nichts o aberbau Zeiten, a ein wir und eine mir haben fie wenigftens mein Simmer so damit ausge Flora, und mir foll sie nur erst recht zehn Schritt vom der Altgeselle, derselbe, der fich damals zuerst geweigert, " stopft, daß ich um mein Sopha schon gerumgehen muß und nur noch die Robrfühle beaußen fann." " Du wirst feins wieder bekommen, Heinrich," bemerkte feine Gattin mit einem etwas scharfen Tone. H vor fich bin und rieb sich die Hände, jezt hat er fie mitten fo, das ist recht," lachte fie plöglich still Rarl an Einem Tische zu effen, wonach auch die ander auf der Straße stehen lassen und ist weggegangen- ber gönn' id's!" Gesellen zu ihm hielten. Es war ein tüchtiger Arbeite Bertha von Noltje sah in diesem Augenblid herauf hielt er um Grethchen's Hand an, denn er glaubte bruch, das haft Du mir schon einige Mal versprochen. und entdeckte die Familie. Sie grüßte freundlich, und mit wissen, daß ihm das Mädchen ebenfalls gut fei. Bre Du vergißt es aber immer wieder." Du bist das unbankbarke Geschöpf, Heinrich, das auf ber Welt lebt." Hans plauderte inbeß mit Flora und fragte sie bald nach Dem und Jenem, bis er endlich nach der Uhr sah und fand, daß er wieder nach Hause müffe. Das ist ein recht netter, anständiger Mensch ge Fa Damen wieder- man durfte doch äußerlich nicht die Form verlegen. lächelndem und raschem Kopfaiden grüßten bie beiden hen war es auch vielleicht gewesen, jest aber hatte a unb eine schlechte Beit gewählt. Wie er fte bat, feine Frau zu werden, fagte sie ihm ruhig, er möchte fi eine i milie suchen, bei der er auch am Tische effen tonne un brehte ihm einfach den Rüden zu, unb ber Es war wieder Sonntagnad mittag, auch im Hause geselle verließ noch an demselben Tage die Werfftätte des Tischlermeisters Handorf, der jegt eine vollkommen bas Haus. bas fuele benn ba war bab ausler biren; bamit e wadere wollte atten. Gin geschädigt mmen wurde und alte Belt zu einem Stridstrumpflonvent versammeln, auch die Rettung der deutschen Schaubühne auf ihr Programm feßen wür bricht: den!" Nun, daß der B. B. C." fich darüber wundert, wenn schen Noch unsere Arbeiterinnen über die tiefgehendsten Kulturf: agen, bie bas egenbelt Bolt betreffen, Belehrung und Verständigung suchen- bas ieß nämli fann uns durchaus nicht wundern; denn in den Kreisen dieses n Norderne Börsenblattes mag allerdings die Frauenwelt zur Ventilirung welche schon folcher Fragen über all' dem faden Stadtklatsch, über all' dem die Fischer nichtigen Toilettenplunder, über all den pilanten" Standal fer, welche gefchichten, welche die Unterhaltung der gebildeten" Frauen e gefangene freise bekanntlich zum großen Theile ausmachen, teine Beit er wurde übrig behalten. Wahrlich, we: es am Donnerstag mit Flagge angefeben hat, wie die Schaaren der Arbeiterinnen junge nach des Tages schwerer Laft herbeiftrömten, um inntes Bin der drückenden, schier unerträglichen Atmosphäre des Saales Deffelben ein eine tiefernste Frage zu erörtern, wer es mitangesehen hat, mit betroffenen welchem Ernfte fte den Verhandlungen einer Sache folgten, die nahm die gewiß nicht gleichgiltig zu nennen war, der wird seine Empö le denselben tung über die frivolen Auslaffungen des Kapitalistenblattes n Arieft ab. nicht unterbrüden fönnen. Aber wir wissen ganz gut, was den Herren an diesen Dingen nicht gefällt. Die Herren Ständerath Freifinnigen" sehen es eben nicht gern, wenn das Volt fich ujollichickt, über sich selbst und seine Angelegen beiten nachzudenten, fie wissen sehr wohl, was das für sie für Folgen haben kann, olle, noch und der Zeitpunkt, an dem das Volk begann, über sich selbst bel nachzudenken, ist eben an diesen sogenannten„ Freifinnigen" und bigung ftatten, alrer Parteihin der Geschichte nicht spurloß vorübergegangen. Aber wir wollen unsere Stridstrumpf Konvente" Big fortjeßen und wollen fie dazu benügen, uns darüber flar u werden, wo uns der Schuh diüdt- und wollen or allen Dingen uns darüber Klarbeit verschaffen, wo die reunde des Bolles, die Männer des Freifinn's die Verfechter Aufklärung denn eigentlich zu suchen find- und wo nicht. Die Herren Ridert und Löwe aber sollen uns noch einmal jedoch ben aud am 2. Junt ibaldi 8" folgende batten eine welcher annern theil ernahm man mig Gumbert Tod de reiten. eine rothe Befchlag be Mitglied de ngeftört fa Baribaldian f awet Re welchen wurde. Die ren blejenige In den Bap rationen auf te bie Bath Bapft en genöth Botschafte chreitung t, welche ble ze Briefter er Delegies end Tofalen Serfchwörung cht die Reb inifters, b beren jedoch nibum fon Grunde be uar 1886 erzahlunge Vo Fin it dem Spiritu und zu 9 Ropelen alten und in Peiterinne ngen bel vergift gan wurde chmerzen att auch Der über wad Бе bit er nafewelle 7, ungenau aubt, daß fich von B us Unnati e mit fein and felbft en, in ben e verfchieb her Speife verfchieben im gewöhn fo angeor einem arme wenn d elbft gewefen acher Hand bafte. Bis mit eine ngiger Sof albig gewel nicht zu b feine eigent He gehandel Befellen nig ben follten follten und Sie hatten n, und w weigert, mit bie anberen ger Arbeite milie unb 14 bliren wollte fei. Bre glaubte ber hatte eine feine Frau tonne und extflätte unb ber ab H SOUND fte neulich in der Frauenversammlung in Sanssouci thaten fichern, daß fie der Frauenbewegung alle Hochachtung ent enbringen, fie sollen uns noch einmal fagen, daß fie die erfiflirungen der Arbeiterinnenbewegung seitens der Fort brittspresse verurtheilen, ste sollen uns noch einmal versprechen, ten ganzen Einfluß aufwenden zu wollen, um die Blätter rer Partei von diesen Berhöhnungen abzubringen- das alles follten sie noch einmal in einer Arbeiterversammlung thun, und He follten eine Antwort erhalten, nach der fte sich nicht zum weiten Male sehnen würden. Bon hervorragender Bedeutung für die hiesige Rechts. anwaltschaft ist ein gestern belannt gewordener Beschluß der Brozeßrichter des töniglichen Amtsgerichts II zu Berlin. Der Beschluß gebt dahin, daß in Bukunft die Bureauvorsteher der Achtsanwälte als deren Vertreter in den Verhandlungs terminen nicht mehr zuzulassen seien. Es ist bisher üblich ge belen, daß die beim Landgericht oder Amtsgericht I in der Jabenstraße beschäftigten Anwälte fich in denjenigen Prozeß fachen, die ste beim Amtsgericht II führten, durch ihre Bureaus borsteher vertreten ließen. Wenn dies auch für die schnelle Erledigung der Rechtsstreitigkeiten häufig mit mannigfachen Unzuträglich feiten verknüpft war, so war doch ein Einschreiten gegen dies Verfahren nicht wohl möglich, weil auch die beim Landgericht II zugelaffenen Anwälte wegen der räumlichen Trennung des Land- und Amtsgerichts die Termine auf dem teren nicht immer selbst wahrzunehmen im Stande und äufig zu oleichem Vorgeben gezwungen waren. Da jegt beibe Berichte vereinigt find, ist für die Anwälte beim Land- und mtsgericht II fein binderniß mehr vorhanden, selbst alle Termine wahrzunehmen. Für die beim Landgericht I. zuge laffenen Anwälte dagegen hat sich nichts geändert, und nur gegen diese richtet sich deshalb der vorgedachte Beschluß. Dag fast und deshalb mit Freuden begrüßt zu werden verdient, bedarf teiner weiteren Ausführung. Das prozeßführende Bublitum wird auch bald in der Lage sein, den Segen dieses Bureaubeamten geführten Prozesse nunmehr durch Rechts anwälte felbft vertreten werden. Inzwischen hört die Nat. 3. Daß einige Anwälte beabsichtigen, sobald die Frage praktisch folcher Beschluß lediglich im Interesse der Rechtspflege ge Der Aber es möchte wobl tein anständiger Arzt um diesen Preis Batienten baben. Das preußische Strafgesetzbuch machte in §345 Nr. 2 und das Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich mach in§ 267 Rr. 3 den Handel mit Arzneien von polizei licher Erlaubniß abhängia. Aber von etwaigen polizeilichen Strafverfügungen wegen Ankündigung von Geheimmiteln wird an den Richter appellirt und der Rechtsweg beschritten; wo dann gewöhnlich auf Grund des Breßgefeßes Freisprechung erfolgt. Aber eine wirksame Abhilfe gegen diese Schädlichkeit würde fich ergeben, wenn Aerzte, Apotheker, Chirurgen, das ganze Bublifum fich einmütbig vereinigte und fich verbindlich machte: Wir wollen keine Geheimmittel protegiren und laufen! Auf jedem Geheimmittel müßte, nach unerläßlicher gefeßlicher Bestimmung seine natürliche, amtlich tontrolirte Busammenseßung angegeben jein. Erst so könnte dem Unwesen wittjam gesteuert werden. Die neuen Schießstände des Garde Schüßen Bataillons im Grunewald bei Dahlem find von dem Bataillon über nommen und am Mittwoch ist in denselben zum ersten Male geschoffen worden. Die Schießübungen werben von jest ab täglich fortgefegt. Durch Warnungstafeln, die im Walde an gebracht fino, wird vor dem Betreten der im Gefährdungs, bereich belegenen Waldbestände gewarnt. Dieser Bereich um faßt das Terrain, welches eingeschloffen wird von der alten Charlottenburgerstraße zwischen Dablemer- und Behlendorfer Wildgatterthor, dem Paulsborner Weg und dem sogenannten Anglersteig" und von dem legteren selbst. Der ehemalige Rommunikationsweg zwischen Behlendorf und Paulsborn, welcher fich außerhalb des nunmehr niedergeriffenen Wilogatters hinzieht, ist von jest ab für die Kommunikation gänzlich ge Schloffen. " Der Gerichtshof wird sich berathen". Wer kennt nicht diese Formel, unter welcher die Herren in Robe und Barett von dem grünen Gerichtslische hinter der nahen Thür verschwinden und wer vermag den Gemüthezustand zu schildern bei einem Menschen, den solche Berathung betrifft. Hinter der Thür geht es meist sehr lebhaft au und ein lautes aber völlig unverständliches Stimmengemirr hört man bis in den großen Sigungssaal. Wie es da drinnen zugeht, das schildert der bes Tannte Reichsgerichtsrath Mittelstädt in seiner neuesten Bubli tation, in welcher er noch einmal die Uebelstände unserer modernen Strafrechtspflege erörtert, in folgender Weise: Die Borstellung in Der Vielzahl zusammenwirtender Richter, in der stärkeren Besetzung sichterlicher Kollegien eine untrügliche Garantie gerichtlicher Urtheile zu befizen, gehört zu den fix gewordenen Sdeen der Gegenwart; je stärker das Kollegium an Bahl der Richter zu= ſammengesezt ist, desto schwächer das Verantwortlichkeitsgefühl des Einzelnen. Die Individualitäten werden immer weniger nach ihrem inneren Werth gewogen und immer energischer von Der Kopfsabl ertödtet. Schon die äußere Möglichkeit gründ licher Verständigung durch gewissenhafte Durchsprechung und mittlich gemeinsamer Berathung unter allen Witgliedern schwindet, je mehr ihrer find. Das große Wort in ber Debatte fübren hier, wie anderwärts, nicht mehr die Die Das Beste und jenigen, Kiligste zu fagen haben, sondern die irritablen, kampfbereiten, redeluftigen Leute, mit guten Lungen; die fiillen, worttargen, in fich gelehrten Naturen figen gelaffen bei Seite und sehen es geduldig mit an, wie unter dem Wortstreite Mehrheitsvoten fich firiren, che Die Ver fle auch nur den Mund haben aufthun tönnen. fuchung zur Unaufmerksamkeit und Gleichgiltigkeit ergreift unter der Menge der Botanten selbst die Gewissenhafteften. Stich entscheidungen werden abgegeben oft genug nicht von den jenigen, welche das Für und Wider am sorgfältigsten geprüft haben, sondern von denjenigen, welche zu den unaufmerkſamften, unselbstständigsten, indifferenteften Köpfen gehören. Kurz nach dem nun einmal unvermeidlichen Maße menschlicher Schwächen und Irrthümer wächst ebenso unvermeidlich mit der Bahl der Richter der Spielraum für das Eingreifen des Bufalls, für die Mitwirkung zufälliger, unficherer, willkürlicher Motive auf Kosten der idealen Voraussetzungen der Gerechtigkeit. So Herr Mittelstädt! Solche Dinge zu schreiben, dürfte für jeden Anderen bedenklich fein; aber für die geschilderten Vorgänge selbst ist Herr M. ein tiaffticher Beuge; fie beweisen, daß es in unferer Strafrechtspflege, viel mehr als man allgemein annimmt, burch Beschwerde beim Landgericht zur Prüfung zu bringen. nicht so ist, wie es sein sollte! Geheimmittelschwindel ist ein Krebsschaden un ferer Belt, der zum Schaden des Geldbeutels und des öffent lichen Wohles immer weiter um fich fiißt. Das Treiben dieser gericht I, 13. Bioillammer, nicht weniger als 17 Termine in Charlatane, bie nur von der gutwilligen Leichtgläubigkeit des Bublikums leben und seine Gebrechen und Eitelkeit in scham loftefter Weise aufbeuten, ist schon oftmals, aber leider ohne Erfolg, an den Pranger gestellt worden, und dies kann gar nb und $ machen uns Kunden, die sie nicht beilen fönnen und die g. Ein an Ehefcheidungen reicher Tag ist wieder der 20. Dltober b. J., an welchem vom hileftgen Königl. Land. Chefcheidungsfachen anberaumt worden find. Charakteristisch ist es, daß in sämmtlichen Fällen der Antrag zur Ehescheibung von der Frau ausgeht und überall als Grund ,, böswillige Ber laffung" des anderen Theils mitangeführt ist. Unter 10 für Den 28. November d. JB. anberaumten Ehescheidungsterminen Theil auf. Und da sage man noch, daß Ehen im Himmel geschloffen werden! und laffen fich's in der freien Natur wohl sein. Dagegen ift gewiß nichts zu sagen. Ist nun aber das ländliche Mahl vor über, die Flaschen leer und der Kopf voll geworden, so äußert fich der Uebermuth nicht selten in recht läppischer und unüber legter Weise. Die leeren Flaschen werden ergriffen und gegen die Baumstämme geschleudert, daß fie in taufend Scherben zer flirren. Diejenigen, welche fich mit diesem Unfug vergnügen, bedenken wohl nicht, wie rücksichtslos fte damit gegen andere Gesellschaften handeln, die auch einmal diese Stätte zur Raft auffuchen, gegen die kleinen Kinder, die so leicht fich an den Glasscherben verlegen können, gegen das Wild endlich, das fich nicht selten an den scharffantigen( Blasflücken schwer verwundet. Wer nur halbwegs die Folgen solch leichtfinnigen Handelns bedenkt, wird es sicher als verständiger Mann unterlaffen. Die Förster in den vorzugsweise vom Publikum besuchten Theilen des Grunewalds haben ihre liebe Noth, die allent halben zerstreuten Flaschentrümmer durch ihre Leute auflesen au laffen, was selbstverständlich doch nur in sehr unvollkom mener Weise zu ermöglichen ist. Mögen doch diejenigen, die ihre leeren Flaschen nicht weiter mit sich herumschleppen wollen, fte unversehrt an den nächsten Baum stellen; dann werden sich, wie das B. T." meint, schon Abnehmer genug dafür finden, Die aus dem Verkauf noch einen kleinen Erlös erzielen; die fröhlichen Gäste aber werden fich nicht vorzuwerfen brauchen, daß fie durch ihre Unüberlegtheit anderer Leute Vergnügen beeinträchtigen und Schädigungen und Gefahren herbei führen. " 1 r. Gebrannter Kaffee als Desinfektionsmittel. In biefigen ärztlichen Streiten wird gegenwärtig einer neuerlich ge machten Beobachtung viel Aufmerksamleit geschenkt, wonach gebrannter Kaffee, namentlich in pulverifirier Form, als ein zu Desinfektionszwecken geeignetes Mittel fich erweist, deffen ratios nelle Anwendung bei gewiffen inneren Krankheiten allerdings noch erprobt werden muß. Durch solche Verwendung würde der bisher unbenußt gebliebene Abfall des Kaffees verbraucht werden können, der bisher beim Brennen als werthloser Abfall einfach fortgeworfen wurde und deffen Gewichtsquantum be fannilich nicht ganz gering ift. Um den wenn auch geringen Preis dieses Kaffeeabfalles müßte fich der Preis der gebrannten Kaffeebohnen verringern, was bei der weiten Verbreitung des Kaffees als Genußmittel auch der ärmeren Bevölkerung ein ausreichender Grund wäre, möglichst auf die vorerwähnte Art der Verwendung des Kaffee- Abfalles Bedacht zu nehmen. Unsicherheit im Schlesischen Busch. Am Donnerstag Abend haben drei Herren auf dem Heimwege von Treptow nach Berlin ein recht ungemüthliches Abenteuer au bestehen ges habt. Dieselben brachen gegen 11 Uhr auf, nachdem ihnen vorher schon mitgetheilt worden, daß ihnen möglicherweise im Schleftschen Busch ein Ueberfall drohe; denn es waren an eben dem Drte, der nicht sonderlich beleuchtet ist, schon während des Abends Spaziergänger auf dem Wege von einer Rotte rober Gesellen beunruhigt worden. In der That traten denn auch den erwähnten Herren aus den Gesträuchen des Schlesischen Busches sechs Baffermannsche Gestalten entgegen, fielen über die Fußgänger her und es entspann fich ein batter Kampf. Die drei wehrten sich nachdrücklich ihrer baut, und es gelang. ihnen auch, allerdings unter Hinterlassung der Hüte, unter Verluft der Uhrtetten und mit zerrissenen Kleidungsstücken die Stadt zu erreichen. " g. Das Ausweichen von in Gefängnissen internirfen Gefangenen scheint in legter Beit in die Mode gekommen au sein, Nachdem, wie nachträglich bekannt wird, erst am 20. b. M. der mit 3 Jahren Gefängniß bestrafte Arbeiter" Karl Johann Steinberg aus dem Gefängniß zu Plößensee ents sprungen war, woselbst er fich erft 3 Monate befunden hat, wird jest den Polizeibehörden bebufs Festnahme die Ente weichung des wegen versuchter Erpressung festgenommenen Strumpfwirters Karl Auguft Emil Behring aus dem Gericht? gefängniß zu Freienwalde a. D. gemeldet. Er Der auch hier bekannte Seiltänzer F. Hajer, deffen überraschende Produtionen die Berliner im vorigen Jahre im Eisfeller Etablissement und vor zwei Jahren im Schweizers garten zu bewundern Gelegenheit hatten, ist am ersten Pfingft feiertage in Dresden vom hohen Thurmseile gestürzt. führte das schwierige Eierkuchen- Baden auf dem Seile aus und verlor dabei das Gleichgewicht. Der Back Apparat burchschlug das unten aufgespannte Nep, in Folge deffen fiel Hajer mit solcher Gewalt zu Boden, daß er sich beide Schulterblätter ausrente. Der Verunglückte hat in einem Dresdener Hospitale Aufnahme gefunden. Nach dem Ausspruch der Aerzte wird er nie wieder derart in den Gebrauch seiner Glieder ge langen, daß er seinem gefährlichen Metier wird nachgehen tönnen. nehmen, ergiebt sich daraus, daß die Engros Fabrikanten tritt nur in einem einzigen Falle ein Mann als tlägerischer der 62 Jabre alie Dienstmann Engwich in der Straße Hinter jolcher Mittel, die nichts helfen, aber schädlich und gefährlich marktschreierisch angepriesen werben, abrlich Sunderttausende für Reklamen ausgeben. Allerdings äußerte inft ein franzöfifcher Arzt: Laßt diese Leute doch in Ruhe, ann zu uns tommen; das ist dann ihre wohlverdiente Strafe!" Ein Unfug im Grunewald verdient ernstlich gerügt zu werden. Wie befannt, sieben Tag für Tag in dieser schönen Jahreszeit luftige Gesellschaften da hinaus, lagern fich im Grünen, paden aus, was fie mitgebracht an Essen und Trinken R. Ein schnelles Ende nahm vorgeftern Mittag 1 Uhr der katholischen Kirche. Vom plößlichen Unwohlsein befallen, fegte er sich auf ein Schaufensterbrett. Ein aufällig vorüber tommender Arzt wollte ihm seine Hilfe angedeihen lassen, Tonnte aber nur noch den wahrscheinlich durch einen Herzschlag eingetretenen Tod tonstatiren. Polizeilicher Anordnung alle zu folge wurde die Leiche nach dem Obduktionshause geschafft. war der Meine Hofapotheker Semmlein, der, selber ein fühlte sich dort gleich heimisch, wie er sich äußerte, und wie Wer sich aber um die Familie in der Zeit bekümmerte, burchweg rechtlicher und braver Mann, auch den Meister Dandorf als solchen fannte sie waren sogar zufammen unmöglich, daß der einen Raubmord begangen haben sie wieder mit ihren Vorbereitungen nicht fertig werden. bie Schule gegangen und dessen Erzählung über das Rellt Au Hummel's Vater war selber ein Tischler gewesen, er er erst einmal mit Karl gesprochen, hielt er es selber für könne. Was aber die Gerichte betraf, so wären dem Herrn Ralfulator wohl die Haare zu Berge geftanden, wenn er gehört hätte, wie fich Mr. Hummel über die äußerte: bas war Alles Lumperei, fauler aristokratischer Kram hier in dem Tschermanie", wo ein armer Mann großen Zumpen frant und frei draußen herumliefen. Der ,, bad luck" gehabt hatte- das kam vor, und wenn sie ihn hier über die Achsel ansahen, so sollte er nur getrost fürchtete sich vor der Seereise und behauptete trotz der Eina wendungen bes Sohnes, fie hielte das nie im Leben aus. Endlich aber hatte er sie doch überredet, und nun fonnte nahm fich auch seiner an, wo er nur irgend fonnte, and war felber untrößlich, daß ihnen der Notar Puster so jungen Mannes auch von Regierungswegen wieder herges nie Recht bekam, sondern eingefpunnt wurde, während die zwei Wochen nicht an. sehen. Das nämlich galt ihm als die Hauptsache, rasch von selber finden. Jezt aber schien er sich auch da hineingefunden zu haben. Das Ganze war ja auch bei ihm, nach Jahre langer schwerer Arbeit, eine Art von Bergnügungs- und Erholungsreife gewesen, um einmal Deutschland und alte Bekannte wieber zu sehen, und er meinte selber, es käme dabei auf ein oder denn das Andere würde sich, wie er meinte, nachher auch junge Handorf aber war ein ehrlicher Kerl, der eben ihnen eine genaue Beschreibung des dortigen Aderbaues und fonnte: Amerita - er tannte fein anderes Biel, borthin Um so mehr bemühte er sich aber jetzt, dem armen jungen Menschen, den er einmal unter seinen Schuß ge nach den ,, states" gehen, und wenn er dahin ein paar zu gehen und erst einmal ein halbes obet ganzes Jahe auf nommen, eine neue Zukunft zu bereiten, die er denn aller- hundert Thaler mitnähme, so wolle er ihm garantiren, feiner Farm zu arbeiten, damit er Amerika erst ordentlich bings nur in einem anderen Welttheile für ihn schaffen daß er sich in ein paar Jahren herausarbeiten und ein mußte er, und als er vor kurzer Zeit vom Kalkulator gemachter Mann" werden würde. Hummel hatte, feit er in Handorf's Familie eingeführt Dbrichter erfuhr, daß der Rentamts Raffirer einen echten worden, fie oft befucht, und nur Eins genirte ihn noch imAmerikaner bei sich wohnen habe, einen Mann, der fieben Hause: die Neinlichkeit in der Stube, die immer blant ges Jabre brüben gewesen sei und jedes Rind" in Amerita fcheuert und mit weißem Sande bestreut war. fenne, fette er sich auch augenblicklich mit diesem in Ver bindung, um vor allen Dingen die nöthigen Schritte ein auleiten, Dahinein fonnte er natürlich nicht spuden, und er mußte bann immer vor die Thür gehen, wo der Vorsaal aber eben so blank aussah. Margarethe hielt darauf und hatte nur dem Allerbings galt es hier erst, bem Fremdem die Unschulb Manne noch nichts darüber gesagt, weil er sich ja ihres tam der Feld- und Viehwirthschaft, die er aus dem Grunde vers stand, gegeben und Karl den Vorschlag gemacht, mit ihm tennen lerne. Nachher tönne er ja noch immer machen, was er wolle, wirklich Farmer werden oder auf sein eigenes Geschäft arbeiten. Uebrigens sei es auch für einen Farmer von sehr großem Bortheil, wenn er etwas von Tischlerei und Zimmermannsarbeit verstände, benn ba brüben" müffe man eben Alles selber machen und jeder richtige Farmer wäre auch eigentlich sein eigener Schloffer, Schmied, Tischler, Bäcker, Schneider und Schufter, was dem Meister Handorf nun allerdings nicht in den Kopf wollte. bes Berurtheilten barzulegen, denn verheimlichen ließ sich Bruders annehmen wollte. Nur als er das lezte Mal zusammen und ihr Gespräch brehte fich natürlich um nichts an der Sache, und mit Heimlichkeiten gab er fich dagewefen, wo wieder das Gespräch natürlich anf Amerita Amerika, von dem die Mutter freilich nichts wissen wollte.. aberhaupt nicht ab. Das hatte aber insofern seine Schwierigs teiten, als der Ralfulator felber nicht daran glauben wollte, äußerte er über das Tabakskauen, daß es alle Amerikaner blieb ihm übrig? ein wirkliches Gericht könne einen solchen Irrthum begehen thäten, reiche und arme, und Margarethe fagte da: Dann und einen unschuldigen Menschen zu Zuchthaus verdammen; möcht' ich mein Lebtage teinen Amerikaner zum Manne Sehnsucht habe ich schon immer gehabt, es einmal zu sehen; benn bann wäre es teine Gerechtigkeit mehr. Mr. Hummel et wollte. Mr. Hummel, ber auch nur mit geringen Mitteln nach Es mag ein schönes, großes Land sein," sagte er, unb aber Du glaubst nicht, Bater, welch ein peinliches Gefühl es für mich ist, daß ich jezt dort hinüber muß, um mich vor Ach was, versteden!" brummte der Vater vor fi war badurch auch fußig geworden, denn einen Bucht Amerita gekommen war, besaß jezt eine große Farm in den Menschen hier in Deutschland zu versteden." Siren; es galt baber, ihn selber bei Handorf einzuführen, wesenheit darauf gelaffen, allein nach Deutschland herüber hin, wenn Du selber ein gutes Gewissen haft, so brauchst bamit er nicht allein Karl, sondern auch die ganze gekommen zu sein, um seine Mutter abzuholen und mit Du Dir deshalb auch keine Sorgen zu machen und Du zählte, machte ihm anfangs vielen trouble", benn fie gehst ja als freier Maun." ( Fortfehung folgt.) cute: Geschloffen. Theater. Königliches Opernhaus. Morgen: Die Meistersinger von Nürnberg. Königliches Schauspielhaus. ute und morgen: Geschloffen. Heute: König Lear. Deutsches Theater. Morgen: Die Welt, in der man sich langweilt. Beute: Deficit. Bellealliance Theater. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Menes Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. eute: Der Großmogul. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Walhalla Operetten- Theater: Deute: Mascotte. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Oftend- Theater: Beute: Der Verschwender. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. tute: Papageno. Morgen: Dieselbe Borstellung. Beute: Undine. Morgen: Tell. Bonifenftädtisches Theater: Central- Theater: Alte Jakobftraße 30. Direktor: Ad. Ernft. Heute: Hamburger Leiden" von Julius Stinde. Vorher: " De lütt Hedenros'." Morgen: Dieselbe Vorstellung. 28 Veteranenstraße 28 Veteranenstraße 1231 Allen Freunden und Bekannten em pfehlen wir unser Cigarren- u. Tabakgeschäft ( eigene Fabrikation). Reich baltiges Lager von Cigaretten, Rauch, Rau- und Schnupf Tabaten. Ballmüller& Steinicke. Veteranenstraße Ede Brunnenstraße. Rob- Tabak! Sumatra!! 28 Veteranenstraße größte Auswahl, billigst. 28 Namentlich empfehle sehr preiswerthes braunes Vollblatt, bequeme Arbeit, vortheilhafter kalkulirend als Stuckblatt! Inzwischen sind. Bergschloßbrauerei. Neue Welt. den 7. Juni 1885. Hasenhaide. 271. Ballonfahrt des Luftschiffers Herrn Richard Opitz. Gr. Militär- Concert, Ruraliter Rgt B. unter Leitung des K. M.D. Hin. Ruth. Brillant- Feuerwerk der Byrotechniker Herren A. 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So ruft angesichts der gegenwärtigen Krifts der Unver land gemischt mit dem Hohne den Arbeitern entgegen. In That exiftirt gegenwärtig in sehr vielen Gewerben die ver rste Arbeitszeit, bie fich sogar in 4 und 1 Tagen zeigt. Aber wird von der Arbeiterpartei eine derartige Berkürzung ngeftrebt? Seben wir doch zunächst zu, wie dieselbe ent tano n ift? mie Sie ist nur eine Folge der allzulangen Ar titszeit, die gewöhnlich herrscht! Wenn die Geschäfte su fagen gut gehen, dann nutzen die Fabrik ten die Ronjunktur in der ausgiebigsten, aber auch in planlofefter Belfe aus. Es wird darauf lokproduzirt des ganzen Tages, des Abends, bes Nachts und an Sonn- und Feiertagen. Was die Folge davon? Die Bestellungen find effettuit, die ager gefüllt die Ueberproduktion ist eingetreten. Und nicht in dem einen Geschäft. Well die Konjunktur für die Branche günstig war, so bafteten die anderen Fabri , ohne sich gegenseitig verständigen zu können, in ber unverantwortlichen Weise gleichfalls vorwärts, so daß allgemeine Ueberproduktion in dem betreffenden Bewerbe bald vorhanden war. 001 Natürlich mußte dann die Produktion beschränkt werden. Arbeitsverminderung ist der erste Schritt, Lohn fürzung tritt mit ein und der folgende Schritt ist dann tbeiterentlaffung Daß aber streben doch die Arbeitervereinigungen nicht an, eine solche Arbeitsoertürzung bebanten fie fich Mit der Arbeitszeitvatürzung soll vielmehr zugleich eine genaue Regelung der Arbeitszeit eintreten. Diese soll eben die leberproduktion und ihre verderblichen Folgen abwenden, Deshalb erftreben die Arbeiter eine verkürzte geregelte tbeltszett. ühlen würde, daß die ganzen wirthschaftlichen Verhältnisse Daß aber bei derselben die Arbeiterklaffe fich wobler beben und auch dabei die Fabrikanten nicht immer pischen Furcht und hoffnung, zwischen Reisen und guten it fieben mageren" abwechseln würden, dies ist so oft nach. ewiesen worden, daß wir heute nicht näher darauf ein Beben wollen. Dob das eine wollen wir hier hervorheben: man denkt the schlecht von den beutschen Arbeitern, wenn man annimmt, biefelben die Erholungsstunden, welche durch die vertürate beitszeit für fie abfallen, nuplos vergeuden oder gar in Solemmerei und Trunkenheit verbringen würden. Dieser Vor ourf ift ebenso ungerecht, als wenn man der Sonntagsruhe tinen blauen Montag prophezeit. wole unter allen anderen Bevölkerungstiaffen, eine Anzahl von Tristan und Laugenichtsen giebt, doch diese bilden eine ganz verschwindend fleine Bahl, die nur deshalb größer erscheint, wie fie in der That ift, weil diese Art Leute in den Wirths bäufern und auf den Straßen Jeber für zehn Personen Spel noch, daß in den anderen Gesellschaftstlaffen die Säufer und fafel macht, und so auch die Zahl verzehnfacht. Dazu kommt Schlemmer ihrer anerzogenen Bildung zufolge fich rubiger vetbalten und deshalb weniger auffallen, obwohl ihrer im Ver baltnis zur Bahl ihrer Standesgenoffen viel mehr vorhanden find, als in der Arbeiterklasse. Wohl wiffen wir, daß es unter den Arbeitern, ebenso gut Dann aber auch wird auf der Verkommenhelt" der Ar Sonntag, den 7 Junt 1885. und zur Hebung des Familienl: bens burchweg benußen würden.no Und damit wäre zugleich mit der bebung der whtbschaft Ichen Lage des Vaterlandes für die Arbeiteillaffe selbst viel Gutes erzielt. Es ist wahrlich leicht, verächtlich über solche Arbeiter befireburgen zu lächeln oder gar fte mit hohn zu überschütten; man sollte bei solcher andauernden Kalamität, bei Besprechung derartiger Fragen ernst, redt ernst bleiben. Auch werden fich derartige Arbeiterbestrebungen ficherlich und endgiliig Bahn biechen, ba fte von innerer Noth vendigteit getragen find. Vor allen Dingen aber muß 11oz der Unzahl von bor nirten und gebäfftgen Gegnern die Arbeiterklasse sich selbst treu bleiben und fest und unentwegt zu ihren Forderungen ftehen, von denen besonders bahnbrechend find: Verbot der Sonntags und Kinderarbeit, Beschränkung der Frauenarbeit, Regelung der Gefängnißarbeit, Erringung eines Minimal arbeitslohnes und Verkürzung, bezüglich Regelung Der Arbeitszett also Einführung eines ge feglichen Marimalarbeitstages. im( Aus dem Gewerkschafter.") Kommunales. Ueberbrüdung der Panke. Der Magiftret beabsichtigte bie Pante nördlichersetts, also ten sogenannten Schönhauser Graben, innerhalb des Gasanstalts Grundstüds an der Müller Straße zu überbrüden und suchte hierzu die Buftimmung des Bolizeipräsidiums nach. Das leẞtere verlangte u. A. die Inne baltung der Bedingung, daß die städtische Verwaltung vers pflichtet fet, fe derzeit eine Verbreiterung bez. Erhöhung der fanalifirten Strecke vorzunehmen, falls fich das Bedürfniß hierzu ergeben sollte, worüber zu befinden den fiskalischen Be hörden allein zustehen folle. Gegen diese Vorschrift hat der Magiftrat den Beschwerdeweg beschritten und hat der Ober präsident der Broving Brandenburg die angefochtene Verfügung aufgehoben. Die neue Blücherstraße. Der Magistrat beschloß in feiner leg.en Sigung am Freitag, au empfehlen, daß die in die Belle Alliancestraße einmündende Bionierstraße in Bukunft den Namen, Blücherstraße" oder das Planufer den Namen Blücher ufer fübren foll. Dagegen soll der Name der bestehenden Dortitraße auf die frtige Blücherstraße ausgedehnt werden. Untersuchung des städtischen Leitungswassers. Belanntlich bat vor mehreren Jahren das Reichs Gesundheits- Amt es auf E fuchen des Magistrats übernommen, eine dauernde und regelmäßige Untersuchung des städtischen Leitungswaffers ausführen zu lassen. In einem ausführlichen laffer, find bem Magiftrat jest die Ergebnisse mitgetheilt Bericht, welchen das Reichsgesundheits. Amt bat entwerfen worden. Dieselben fallen außerordentlich günstig aus und stellen unwiderleglich fest, daß das Waffer der städtischen Werke in Aussehen und Geschmack mindestens ebenso gut ist, als das beste Brunnenwasser, ja dasselbe noch übertreffe und daß irgend welche schädliche organische und anorganische Stoffe fich nicht vo finden. Der Wagiftrat wird von dieser Mittheilung des Reichsgesundheits Amts der Stadtv tordneten. Versammlung Renntniß geben. Bugleich hat der Magistrat, da das Reichar gesundheits Amt die Untersuchungen nicht fortzus gen vermag, fth damit einverstanden erklärt, daß dieselben in dem UniversitätsLaboratorium auf Kosten der Stadt in bisheriger Weise fortgelegt werden. Der Neue Markt" als Schmudplak. Die Verhand Die Verband lungen über die Anpflanzungen und Anlagen von Schmud. plägen auf dem Neuen Markt find jegt in vollem Ginge und und hierdurch bedingter Aufhebung der Wochenmärkte daselbst better feit Jahren von moraliftienden Bredigern mit oder ohne sollen die Arbeiten hierzu nach Fertigstellung der Martihallen ihlechter hingestellt, wie fte find; theils geschieht dies aus Un fofot in Angriff genommen werden. fenheit, theils aus Bosheit und so ist ein tam besieg ba es Borurtheil unter den befizenden und sogenannten gebil- Berlin find bet den hiest gen Standesämtern in der Woche Deter Klaffen nfluge Denn entstanden, daß die Asbeiter du chweg von einem Don Lüderlichkeit behaftet seien. Weshalb macht man fonft ein so großes Halloy davon, wenn einmal ein, meist leichränkter Arbeiter, fein 25jähriges Jubiläum ein einer Fa Wir, die wir den deutschen Abeiterstand besser kennen, alle feine Widersacher, behaupten, daß die Arbeiter die vertürate Arbeitszeit und Sonntagsruhe erzielten Freis fetext? Dom 24. Mit bis intl. 30 Mat cr. zur Anmeldung gelommen: 228 Eheschließungen, 838 Lebendgeborene, 40 Zootgeborene, 650 Sterbefälle. Veränderte Markthallen Projekte. Stadtbaurath Blan Tenftein hat die veränderten Projette der Markthallen in der Linden und Friedrichstraße und in der Bimmer- und Mer straße aufgestellt. Es handelt sich dabei wesentlich um die Borderhäuser, bei denen die Bestimmungen der ministeriellen man con habit s 69 II. Jahrgang. @onlikda ifte werden jest der Stadtverordneten- Berfammlung zur Ge nehmigung vorgelegt werden. Errichtung von Brause Bädern. Der Magistrat bat auf den Bericht der Park und Garten- Deputation genehmigt, dag zwei Badeanstalten mit Brausebädern nach Art der in der Hygiene Ausstellung aufgestellt gewesenen sogenannten Bolts bäver in den beiden großen städtischen Parts errichtet werden und zwar im bumboldthain, nahe der Bad- und Hochstraße, und im Friedrichshain nahe des Verlorenen Weges und der Friedenstraße. G Der Grundbefizerverein des Weddings und der an grenzenden Bezirke bat in einer Petition den Magiftrat ersucht, eine beffere Verbindung des Weddings mit dem Humboldthain durch Freilegung und Regulirung desjenigen Theiles der Liefen straße herzustellen, welcher im Bebauungsplan vom Buſammen treffen der Acker und Gartenstraße ab bis zur Husfitenstraße vorgesehen ist. Die Geschäfte der städtischen Briefträger haben in Tester Belt in solchem erheblichen Maße zugenommen, daß ble felben, 16 an der Bahl, den Briefoerkehr der städtischen Ber waltung nicht mehr zu bewältigen vermögen. So find im Mat cr. durch die städtischen Briefträger 17 921 Briefe mit Buftellungsurkunde und 31 370 Briefe ohne Bustellungsurkunde: beftellt, zusammen also 49 291 Briefe; durch die Poft mußten noch 10 237 Briefe befördert werden. Mit Rücksicht darauf bat der Magiftrat beschloffen, noch zwei städtische Hilfsbrief träger anzustellin. helg no stain Ping big stazi Lokales. Mißglückte Petition. Die Innungen find bekanntlich eifrigst bestrebt, ihre Wünsche und Forderungen, und diese find ja nicht gering- in Petitionen an unsere gefeßgebenden Körperschaften auszudrücken. In welcher Weise solche Petitionen oft zu Stande kommen, wie fich die Leiter der Jnnungen ble Buftimmung ber Jnnungsmitglieder mitunter zu verschaffen wiffen, Dafür liefert die bieftge Buchbinder Jnnung ein treffe liches Beispiel. Der Jnnungsvorstand batte eine Betition an Den Reichstag ausgearbeitet, betreffend Abänderung der Bewerbe ordnung. Diese Petition wunde den Mitgliedern der Innung in einer Versammlung vorgelegt und zwar in so später Abenba stunde, daß die Anwesenden wenig Luft verspürten, so spät noch in die Berathung der Angelegenheit einzutreten, fie gaben vielmehr im vollen Bertrauen auf die Einficht ihres Vorstandes die Einwilligung zur Absendung der Petition an den Reichs tag. Darauf wurde die Petition im Verbandsblatte der Buchbinderinnung bekannt gemacht. Jest erst sahen die Janungsmitglieder, was die Petition, auf deren vor berige Berlesung fte in der Versammlung vom 9 April d. I. verzichtet hatten, für Forderungen enthielt. Sofort traten einige dreißig Mitglieder zusammen und ver langten die Einberufung einer Generalversammlung, um noch mais in die Berathung dieser Betition und Resolution einzu treten. Ihrem Verlangen wurde entsprochen und das Re fultat war, daß von dieser Generalversammlung folgende Resolution mit 68 gegen 40 Stimmen angenommen wurde. Resolution. Die heute am 3. Juni 1885 auf Antrag von achtunddreißig Janungsmeistern berufene außerordentliche General- Versammlung der Berliner Buchbinder Innung er flärt sich, nachdem die Innung durch das Verbandsblatt Deutscher Buchbinder und Fachgenoffen" genaue Kenntniß erhalten hat von dem Wortlaute der Resolution und Betition der Berliner Innungs- Vorstände an einen hohen Reichstag, die Abänderung der Gewerbeordnung betreffend, gegen den Beschluß der Innung vom 9. April d. J., wodurch der Bor fland ermächtigt wurde, tie Petition des Janungs- Aus schuffed zu unterschreiben und gegen ben Inhalt der Reso lution resp. Petition selbst, da fte von einer Aenderung der Gewerbe Ddnung in diesem Sinne tein Hell für den Handwerkerstand erwartet, vielmehr der Meinung ist, daß derselbe dadurch heruntergebrüdt und benachthelligt werden würde. Die Erwägung, daß eine so wichtige Sache furs ver Shluß des Quartals nur unter allgemeinen Mittheilungen vorgebracht und nicht ordnungsmäßig nach§ 24 des Statuts Dother auf die Tagesordnung gesegt wurde, die Erwägunge daß die Resolution selber gar nicht verlesen, die Erwägung ferner, daß die Innung n einer früheren Versammlung ten Beschluß faßte, fich dem Jungs- Ausschluß nicht anzuschließen, bin zur Erholung des Körpers, aur Bildung des Geistes Entscheidungen zur Ausführung gelangen müssen. Beide Pro rechtfertigen die nochmalige Berathung und neue Beschluß Berliner Sonntagsplauderei. R. C.Fliegenföder!" mer hat ihn noch nicht auszuruben von den Strapazen seines zwölfmonatlichen Winterschlafes. Das ist die Krone des Lebens für manchen Staats febbrt ben schrillen, schneidenden Ruf unserer fleinen Bar bürger, und es ist auch so unendlich schmeichelhaft, wenn faler aus den Rebbergen? Wahrhaftig, wenn von man seiner biden Gattin beim Morgentaffee mit äußerst sonnigen Ufer der Oberspree, sich fast einen Sonnenstich holt und gegen Abend mit drei fleinen Raßenfischen, die unterwegs gewöhnlich noch verloren gehen und mit leerer Flasche heimzieht. Glücklich ist er, wenn er nicht noch wegen verbotener Ausübung der Fischerei belangt wird. Aber man fagt doch, jedes Thierchen hat sein Blaifir mal ein etwas fpleeniger Engländer in einer Bfüze ge Stödern" bie Rede ist, dann muß es in der That heißen: wichtiger Miene die welterschütternde Nachricht mittheilen Borgesehen, nicht auf den Leim gehen!" Die Jungen lann, daß der Herr Stadtverordnete oder Stadtrath so hen, weshalb auch nicht der Mensch? Es soll nämlich ein follten wenigftens so gefcheidt sein, und sich vor einem ge und so übermorgen nach Rarlsbad zu reisen gedenkt. Und wiffen Hause auf dem Johannistisch aufstellen und ihren die Weltstadt Berlin nimmt eine solche Mittheilung natür Und bei ber Rückkehr eines solchen Mannes in die heimischen Mauern forgt eine bienfteifrige Presse wieber dafür, daß das Faktum mit dem gehörigen Pomp der lauschenden Mitwelt fund und zu wissen gethan Filche fangen tönne, fagte er einfach und schön: Was wollen Sie: Jh angle nicht wegen der Fische, ich angle des Vergnügens halber!" Stuf laut und fräftig ertönen laffen, er würbe feinen 8wed lich mit ber nöthigen Andacht entgegen, und Alles ist Als man ihn darauf aufmerksam machte, daß er hier feine Bewiß nicht verfehlen. So rufen sie vorläufig nur auf den gut. Sofen, b. h. nur auf solchen, wo es geftattet ist, wo nicht fine trenge, bärbeißige Inschrift jegliches Muñiziren und Saufiren verbietet. Hoffentlich fällt ber Mahnruf, daß man Ungeziefer zu schüßen hat, auch hier nicht auf unfruchtbaren namentlich bei der jezigen Size sich vor allem läftigen wird, und dann rüstet sich der biedere Bourgeois zu er Boben Der ganze Weltenlauf wiederholt fich bekanntlich jebes 1 ne tem Winterschlaf beati possidenties wohl dem, ber's fann! Ja, die Sommerwohnungen und die Badereisen, das bas ganze Dasein breht. Wenn diese wohlthätigen Ein Jahr. Alljährlich um die jeßige Beit rüftet sich der Wohl find die zwei Faktoren, um die fich für manche Menschen Das ist von jeher Damen" während des Winters anfangen? Wovon follten fie fich und andere Leute an ihren Gesellschaftsabenden So wird es den meisten Berliner Anglern wohl auch gehen, Fische fangen sie wenig, aber Spaß macht es ihnen das Angeln riesig viel! Berliner Theater. of te Projektirtes Repertoire der Königlichen Schauspiele Dom 7. bis 13 Juni 1885. Jm Opernhause. Sonntag, Ler zu heben, Alles, was ein bischen was ist, befindet richtungen nicht eriftirten, was follten wohl manche ben 7. gefchloffen; Montag, den 8: Die Meisterfinger von fi braußen und sdnappt Luft, die Anderen bleiben hier gewesen. Eine andere, ähnliche Erscheinung wiederholt unterhalten? perpetuirlicher Regelmäßigkeit ebenfalls alle To Schnappen Sabre. mit Und es ist doch gewiß ein herrliches Gefühl für ben jenigen, der einfach auch während der größten tropischen fich von den Erlebnissen anderer Leute unterhalten zu Re Man hat beispielsweise irgend ein öffentliches Amt, Hize hier in Berlin bleibt, an langen Winterabenden lagen wir in der Stadtverwaltung. Niemand fennt den Seren, er erfreut sich ber rühmlichsten Unbekanntheit, viele laffen! ber Wenn man da mit intereffirtem Gesicht zuhören muß, nimmt, aber trobem nimmt er rühmlichft feinen Platz in hat man ungefähr dasselbe angenehme Gefühl, als wenn Deffentlichkeit ein, und alle Tage weiß er Neues von fidh an der traulichen Runde seines Stammtisches zu ver man angelt und es beißt nichts außer den Müden. Angeln ist übrigens auch ein spezifisches Berliner Linden. Außer ihm selbst nimmt jedoch Niemand Notiz Sommervergnügen. Wir meinen natürlich nicht diejenigen Von ihm. Herrschaften, die diese Art des Fischfanges sportmäßig be Aber um bie jeßige Zeit kommt endlich ber heißer treiben, sondern ben gebulbigen Mann, der womöglich ohne febate, große Moment, wo er seinen ganzen Namen und Angellarte aber mit einer umfangreichen Flasche, die eine Titel in feinem Leiborgan lieft, und das ist der Beitpunkt, nicht zu verachtenbe Herzensstärkung enthält, und einem be n welchem er bem sündigen Berlin den Rüden tehrt, um deutenden Frühstüc vor Tagesanbruch hinaus pilgert an die Nuraberg( Herr Goege als oorlegte Gastrolle); Mittwoch, den 10. Der Tompeter von Sättingen; Donnerstag, den 11: Sylvia, Abu Hassan; Freitag, den 12: Lohengrin( legte Gafta rolle des Herrn Emil Goege); Sonnabend, den 13: Wilhelm Tell. Im Schauspielhause. Sonntag, den 7. ge schlossen; Dienstag, Den 9.: Auf der Brautfahrt.c Belle Alliance Theater. Der herrliche Sommergarten dafelbst mit seiner feenbaften Jumination und dem vorzüg lichen Vokal und Instrumental Rongest barf fich ist wohl mit Recht zu den prächtigsten Erholurgsgärten Berlins säblem Das Theater felbft bietet burch seine vorzügliche Ventilation auch bei der ige einen rabthaft angenehmen Aufenthalt. Im Deutschen Theater wird heute, Sonntag König Lear", und morgen, Montag Cie Welt, in der man fich langweilt gegeben. Außerdem bringt das Repertoir dieser Woche Auf führungen von Don Carlos" Die Neuvermählten" und Flattersucht", Die Räuber" mit Fräulein Geßmer als" Amalia" und Der Weg zum berzen". Am Sonntag, 14. D. M. geht Hebbet's Trauerspiel Maria Magdalena' neu in Szene. Die Rolle der ,, Klara" wird Frau Niemann zum ersten Wale spielen. " " faffung." Das ist offenbar eine bittere Bille für den Vorstand der Buchbinder Innung, die Mitglieder der Lesteren werden aber aus dieser Thatsache jedenfalls die Lehre ziehen, daß fie auch ihrem Borftande in derartigen Fragen nicht allzu Vorsicht ist vertrauensselig entgegentommen dürfen, denn, Vorsicht ist die Mutter der Welebeit. find fie endlich an einen Bosamentirer in der Elisabethstraße aekommen, der fie ungefähr zum halben Werth des reellen actommen, der fie ungefähr zum halben Werth des reellen Erwerbspreises faufte. Bei dem Bosamentiter find noch für 500 Mait Kragen und Manchetten, um welche die beiden Firmen geschädigt find, mit Beschlag belegt worden. Die noch im Bange befindlichen Recherchen werden voraussichtlich noch weitere strafbare Handlungen llar legen. Der Dieb for wie die brei gewerbsmäßigen Hehler sind gestern der Staatsanwaltschaft vorgeführt worden. Die gefchäftsstille Zeit, oder die sogenannte todte Saison", wie fie alljählich nach Pfingsten einzutreten pflegte, hat wohl noch nie einen so bedeutenden Einfluß auf den Arbeitsmarkt ausgeübt, wie gerade jest. Noch in feinem Jahr, ist das Verhältnis zwischen Arbeitsangebot und Nachfrage ein fo abnormes gewesen; es fiellt fich wie 5 ju 1. Die betr. Annonsentbelle der Beitungen find von fast erschreckender Leere, die Arbeitsnachweisebureaug, Lesehallen und Stellenvermittelunge tomtoire( leider auch die unfoliden, die jest ibre befte Ernte halten) bagegen überlaufen. Den besten Begriff von der großen Arbeitsnoth tann man fich machen, wenn man in den Nachmittagsstunden die Bimmerstraße paffirt. Ist schon au anderen Beiten der Menschenandrang zur Ausgabe des Intelligenzblattes" ein ganz gewaltiger, so wächst er gegen wärtig au Dimenfionen an, wie man es taum je erlebt. Schon gegen drei Uhr sammeln fich dichte Maffen auf den Trottoirs bis zur Ausgabe des Blattes die ganze Straße, von der Friedrichs bis zur Jerufalemerstraße, schwarz ist von Menschen. Wenn dann die ersten Beitungsverkäufer auf dem Blage er scheinen, entsteht ein Hennen, Drängen und Stoßen, daß Die zur Aufrechthaltung der Drdnung hier poftirten Schußleute oft einen recht schweren Stand haben. Weitere Beläge für den großen Arbeitsmangel geben die Biffern der Arbeits nachweisebureaux. Auch auf dem Gebiete der weiblichen Ar beitethätigkeit fehlt es an Beschäftigung, nur die Damen schneiderei und Mäntelfabrikation erfreuen sich eines normalen Geschäftsganges. R. Beim Vogelnestausnehmen abgefaßt und dabei vers unglückt. Der in der Lichte bergerstraße wohnende Knabe Mar R. wurde vorgestern Abend 26 Uhr im Friedrichshain Dom Wächter dieses Parts dabet attrapit, als er einen Baum bestiegen and ein Vogelnest ausnehmen wollte. Um fich zu flüchten, sprang er aus der Höhe herab, wobei er fto nicht unerhebliche Verlegungen an belden Beinen zuzog. Von Freun den wurde er in seine Wohnung getragen, wo thm die erste ärztliche Hilfe zu Thell wurde. Bei dem Quartalsumzug am 1. April d. J. waren wieder viel Berfonen sowohl aus Berlin, wie aus Provinzial. ftädten in die Umgebung von Berlin verzogen. Unter diesen befanden sich eine nicht geringe Anzahl solcher, die wegen er littener Borftrafen Beranlaffung batten, fich eine neue Heimath zu gründen. Biele Personen haben fich insofern getäuscht, als hnen auf Grund.ber Bestimmungen des Freizügigkeitsgefeges von der Regierung zu Botsdam Ausweifnngsordres augestellt worden find. In Rirdorf wurden am Donnerstag zwölf vor bestrafte Buzügler polizeilich ausgewiesen. hätten, und da Dr. Weinberg eine solche Annahme wohl für möglich hielt, beantragte der Staatsanwalt Bertagung bes Termines und Buftellung der Aften, um eventuell die Anklage auf fahrlässige Zootung ausdehnen zu können. Fron Berhandlu de Bolize fotsmagre unter den vertheilt fe gebäude v Das Antle hiedene fahtnahme abjolägig Fran Hohmann Sein Met für feine Behandlun tt den ger mit feinem P. Die Bezirksvereine der arbeitenden Bevölkerung Berlins unternahmen am 31. Auguft v. J. in einer Anzahl von mehreren Tausend Theilnehmern einen Ausflug nach Grünau Bei der Ankunft daselbst empfingen mehrere in Sioil gekleidete Gensdarmen die Theilnehmer und es tam alsbald zu Reibe reien, die des Weiteren hinterher einige Ausweisungen zur Folge gehabt. Anläßlich dieser Vorgänge war auch gegen den Beitungsspediteur Wilhelm Jwangki ein Strafverfahren einge leitet wegen Beamten Beleidigung und derfelbe dieserhalb vom Röpenider Schöffengericht au 14 Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Swangli legte durch seinen Bertheidiger Rechts anwalt Freudenthal Berufung gegen dieses Urtheil ein, indem er vor der Straflammer des Landgerichts II einen Alibibewewets antrat, baß er zu dem Beitpunkte, als well die gegen 4 Uhr Rachmittags ca. 2000 Theilnehmer im Balde bet Grünau die Gendarmen umsingelt hatten, Jablung Grünau bereits verlassen hatte, er demnach also zur Belt, al Die Beleidigung erfolgt sein solle, überhaupt nicht mehr i Gefichtstelse des beleidigten Gensbarm Goldmann verwell Schmerzen hätte. Dementgegen hielt der p. Goldmann im geftrigen Audiens- Termin seine in erster Instanz deponirte Aussage aufrecht, die zur Beibringung des Alibi Beweises seitens des Bertheidigung vorgeschlagenen Entlastungszeugen( zu denen auch ber von hier auf Grund des Sozialistent Gejeges au Berlin infolge fener Borgänge ausgewiesene Möbel- Bolic Naumann fest in Dresden gehörte) vermochten indeffen vermittelft ihrer Aussagen die Abwesenheit des Jwantti vo Thatorte zur tritischen Beit nicht voll und ganz nachzuwei Die Straflammer erachtete hiernach die thatsächlichen F ftellungen des ersten Richters nicht für erschüttert und erkann rufung. auf Bestätigung des ersten Urtheils unter Verwerfung der Be In der Weber'schen Mordsache haben die Bemühungen Der Kriminalpolizei noch nicht zu belangreicheren Ergebnissen ge führt. Ein Liebhaber der ermordeten Weber ist allerdings in der Person eines bierselbst wohnenden Schuhmachers ermittelt worden. Derselbe stand eine Beit lang zu der Frau Weber in intimen Beziehungen, er ist aber, wie sodann von der Kriminal polizei festgestellt wurde, weber mit dem angeblichen Tischler H. Schulz noch mit dem Mörder identisch. Der Schuhmacher gemeldet, weil er, wie er angab, nicht in die Mordsache in batte fich nicht aus eigenem Antriebe bei der Kriminalpolizei irgend einer Weise verwidelt werden wollte.- Die von Brivat personen an die Polizei gerichteten Anzeigen behufs Ermitte lung des Thälers find außerordentlich zahlreiche; fte flammern fich fast fämmtlich an den Namen Schulz, obwohl es nicht wahrscheinlich ist, daß der des Mordes start verdächtige Lieb. haber wirklich H. Schulz beißt und Tischler ist. Der Umstand, schrieben ist, spricht dafür, daß der Briefschreiber fich durch seine daß der von ihm herrührende Brief mit lateinischen Lettern ge Handschrift nicht verrathen wollte und auch eines falschen Namens fich bedient hat. Auch ist er von der Weber in der erften Beit ihrer Bekanntschaft mit ihm als ein Wärter in ber Sirenanstalt zu Dalldorf und später erst als Tischler bezeichnet worden. Sie wollte ihn in Dalldorf, woselbst ihr idiotischer Gatte fich befindet, tennen gelernt haben, was, wie ermittelt ift, nicht der Wahrheit entspricht. g. Die Kontrole der Billets bei den Frequenten der Pferdebahn durch die Kontroleure ist schon wiederholt als eine gewiffe Belästigung bezeichnet worden. Wunderbar ep scheint es aber, wenn ein Fabrgaft, nur wenige Schritte von dem Endpunkt der Linie entfernt, fein Billet fortgeworfen hat und von dem bier tontrolirenden Beamten aufgefordert wird, fich ein neues Billet zu lösen, wie es gestern der Fall war. Ein Unter den Linden wohnender Herr H. hatte einen nach der Behrenstraße fahrenden Pferdeeisenbahnwagen benutt und warf in dem Augenblick seinen Fahrschein fort, als der Wagen von Der Charlottenstraße in die Behrenstraße einbog. Hier nun revidirte der Kontroleur und da Herr H. ohne Fahrschein war, fo wurde er aufgefordert, fich einen neuen Fahrschein zu lösen. Natürlich weigerte er sich, dies zu thun, worauf er von dem Kontroleur zum Gange nach einem Schußmann ersucht wurde. Herr 6. hielt aber die Entscheidung der Pferdeeisenbahnoiret tion für fompetenter und veranlaßte den Kontroleur, fich mit tom dorthin zu begeben. Da der Direktor nicht zugegen war, so hat Herr H. an die Direktion eine schriftliche Beschwerde gerichtet. b. Die Revision ber im Chariter- Prozeß Verurtheilten ift vom Reichsgericht am Freitag verworfen worden. Daffelbe fonnte fich ja leider nur mit der formellen Seite des Urtheils befaffen. Ihre beste Rechtfertigung bleibt die Entfernung des Anfnahme Beamten von seinem Boften. Die Opfer, welche Die Verurtheilten brachten, haben sie im Intereffe einer edlen Sache gebracht. a. Im Jähzorn. Auf dem Hofe des Grundstückes Noftigstraße 37 spielten gestern Nachmittag mehrere Kinder und machten hietbet solchen Lärm, daß die in einer Tischler- Wet ftätte bei offener Thür arbeitenden Gesellen in ihrer Arbeit geftört wurden. Einer derselben ergriff in seiner Gereiztheit ein Stemmelsen, mit dem er gerade arbeitete, und warf es zwischen die Kinder. Hierbei traf er den 8 Jahre alten Sohn des Stuckateurs 2. so unglücklich an das rechte Bein, daß das Instrument dem Knaben in das Bein fuhr und diesen schwer verlegte. Der Geselle ist verhaftet worden. Der Versich Rach eini Run bean Der Bürid Rente pon fellschaft 1000 gegen eine und well mit feir nebme, bie nad 7 M 550 Aufr Nach dem Baling t Bauverein und geifti mehr au b 28 war. da derfelbe in Betreff giftige S Holtrung lands, ba Der Gauve -y. Die Beleidigungsklage des Fabrikanten Schmi zu Elberfeld gegen den Hofprediger Stöder sollte geftern ber 100- ften Abtheilung des Scöffengerichts zur Berhandlung gelangen, doch ging es diesem Sensationsprozeß wie so viel feinen Vorgängern, er verftel der Bertagung. Die Klage bat aus der Beit des heftigsten und erbitteriften Kampfes vor be legten Reichstagswahl. Hofprediger Stöder landibirte be tanntlich nicht nur im zweiten Berliner sondern auch in Siegener Wahlkreise und hatte bort als Gegentandidaten be von der deutsch freifinnigen Partei aufgestellten Fabrikanten Schmidt zu Elberfeld. Es tam zur Stichwahl; Hofpredige Stöder hielt am 7. November im Eo. Miffionshause am hannistisch eine Versammlung ab und in derselben eine Re in welcher er die Kampfesweise seines Gegners in einer Belle geißelte, daß jener Darin das Material zu obiger Klage schöpfe Keine der Parteien war erschienen, vielmehr ließ fich der Klage burch Rechts- Anwalt Munkel, der Bertlagte durch Rechtaler Ber Anwalt Wolf aus Fürstenwalde vertreten. Der Legtere ftelle den Antrag, die Verbandlung zu vertagen und zum Termine den Schriftsteller Brommert aus Elberfeld zu laden auch bestre Derselbe habe eine den Hofprediger Stöder start angreifende angreifenbeingutreten Broschüre verfaßt und müsse belunden tönnen, daß dem Kläge Bergangen der Inhalt derselben bekannt war und daß Fabritant Schmit mit der gr wird die Bertheilung der Broschüre im Siegener Wahlkreise ni müffe, wenn nicht zur Freisprechung des Hofpredigers Stödth nur gewünscht, sondern auch begünstigt habe. Diese Zbatfadeicht bas jedoch nur zu einer geringen Berurtheilung führen. Der richtshof gab dem Antrage statt und beraumte einen neuen Termin auf den 23. Juni, Borm. 11 Uhr, an. neuen Be & taler unt Anforderu löfte es Antwort und Intel Beim Zusammensturz einer Maner, der ledig burch die regelwidrigen Anordnungen des den Bau leitende Maurermeifiers Enroth und des diese Anordnungen übe wachenden Maurerpoliers Lehmann am 4. September v. bei einem Neubau an der Ede der Reinidendorfer und be Fennstraße fich ereignet batte, verunglückte der Maurer Stre Schäde und der Kutscher Jahalde. Der Eine erlitt einen Schab bruch, 13 Splütern von Knochen wurden ihm nach und na von den behandelnden Aerzten herausgezogen und nur burch ein Wunder scheint er gerettet und feiner Famille halten zu sein, aber auch die Verlegungen des Anderen wa überaus bedeutend und gefährlich, doch auch er erlangte glid licherweise feine Gesundheit wieder. Die Beiben nämlich von Mauersteinen getroffen, die fich in Folg Polizei Bericht. Am 4. d. M. Nachmittags verunglückte ein Arbeiter in der Döppner'schen Eisengießerei in der Ader firaße 76 dadurch, daß beim Schleifen von eifernen Scheiben auf bisher nicht ermittelte Weise die Schmirgelscheibe zersprang und ein Stück derselben seinen Kopf traf. Er erlitt baburch eine bedeutende Wunde am Hinterkopf und eine Gehirn erschütterung und mußte mittelft Droschte nach dem Lazarus d. Krankenhause gebracht werben. Am 5. b. M. Mittags wurde ein Dienfimann vor dem Hause Nr. 1 hinter der Katholischen Kirche plöglich vom Hersschlag getroffen und verstarb auf ber Etelle. Die Leiche wurde nach dem Obduktionshause gebracht. An demselben Tage Vormittags hatten der Bimmermann Maßte und der Maurer Wirth auf dem Neubau des Grund fiüds Wallner Theaterftraße 16/17 ben Auftrag erhalten, aum Schuß der Giebelwand bes Nachbarbaufes eine Strebe aufsu stellen. Als hierbei ein zur Absteifung der Grundmauer angebrachter Negrtegel hinderlich war und Waste tros mehr facher Warnungen denselben entfernte, flürate in Folge Deffen Die Grundmauer ein, so daß er und Wirth von berselben ver schüttet wurden. Letterer blieb unverlegt, Magle dagegen fand dabei seinen Tod. Seine Leiche wurde nach dem DbAm 5. d. M., Abends nach 10 Uhr, buktionsbause gebracht. wurde von mehreren Berfonen oberhalb der Michaellirchbrüde ein unbelannies, 20 bis 23 Jahre altes, den befferen Ständen angehörendes Mädchen, in der Spree treibend, bemerkt und mittelst eines Bootes nach der Stralauerbrüde gebracht, wo von einem Arzte Wiederbelebungsversuche, leider jeboch erfolg Ios, angestellt wurden. Dem Gerüchte nach foll fich das Mädchen mit mehreren Herren in einem Boot befunden haben, welches umschlug, so beg alle Jnfaffen ins Wasser fielen. Db die Uebrigen aus der Gefahr des Ertriafens gereitet, war noch nicht bekannt. Bu berfelben Beit fiel ein Mann, als er aus dem Hause Rojfraße 10 auf den Bürgersteig trat, aus eigener Unoo: fichtigkeit zur Erde und brach den linken Unterschenkel. Er wurde nach der Sanitätswache in der Brüderstraße und von dort nach Anlegung eines Nothverbandes nach der Charitee gebracht. 1. Eine Aufsehen erregende Straßenszene spielte fich geftern Nachmittag auf dem Dönhoffsplay ab. Als die mit Sen Reinigungsarbeiten nach dem Wochenmarkt daselbst be Schäftigten Straßenarbeiter eben ihr Aufräumungswert be gannen, rauschte eine sehr elegant gelleibete Dame, augens fcheinlich dem ertlufloften Patrizierftande angehörend, mit ihrem etwa zehnjährigen Töchterchen vorüber. Da rief plöslich der eine der Arbeiter, mit der band nach der Dame seigend, feinem Nebenmanne zu: Du feb mal Aujuft, die feine Dame; det is meine Mutter!" Rasch bildete fich ein Kreis von Neugierigen um den jugendlichen Straßenfeger, es war ein junger Bursche von etwa 16 Jahren, während die Dame einen scheuen Blid auf den Burschen warf, beftig erröthete und, ihr Töchter chen mit sich fortziehend, fich eiligen Schrittes entfernte. In awischen erzählte der arme Junge auf das Befragen der theils nehmenden Menge seine Lebensgeschichte. Dieselbe tft sehr Tura, fehr traurig und sehr bezeichnend für die fittlichen B ftande in manchem unserer sogenannten besseren" Kreise. Bor etwa 16 Jahren wurden die natürlichen Felgen eines Fehl tritts der jugendlichen Tochter eines blefigen sehr vornehmen Hauses den indistreten Augen der Welt dadurch entzogen, daß man eine ehemalige, verheirathete Dienerin in's Vertrauen zog, welche gegen eine einmalige Abfindungssumme den unbequemen tleinen Weltbürger an Rindesflatt annahm. Die junge Mutter verheirathete fich alsbald mit einem unfter ersten Bürger, der von ihrem Fehltritt keine Ahnung hatte, und fümmerte fich nie wieder um thr Kind, deffen Pflegeeltern schließlich in Noth geriethen und da fie auch zu ftolz und zu ehrlich waren, Die Griftens des illegitimen Rindes außzubeuten, sei es auch nur im Intereffe des letteren felbft, so fann es nicht Wurder nehmen, daß von einer dem Hetommen angemessenen Ers So wurde der Junge zum siebung leine Rede war. Straßenfeger, während seine vornehme Mama fich feiner nicht mehr erinnert. Das ist Berlin, wie es weint und lacht! N. Der unbekannte Ontel des fleinen Rnaben, über beffen Auslegung in der Kgl. Chatttee wir fürzlich berichteten, bat fich in Folge der Beitungenotizen sofort gemeldet. Er be hauptet, mit der festen Buverficht fortgegangen zu sein, daß Der Knabe, der fchon einmal dort behandelt fet, aufgenommen Gerichts- Zeitung. we bet Regen alle Regeln veistoßenden Bauanlage in dem vierten Stodwerk gelöst und von da auf den Boden herabgeftir waren. Bei diesem Fall ist es nun von ganz besonderem -y. Gin Fall von laum glaublicher Robbelt und Un britten Straflammer des Landgerichts I. Auf der Antiagebant Intereffe, au Maurermeister Har und andeln, i Werbet M erfahren, in welcher Weise der her Buntte fte sichten min Bewegung Bage tan Derbeffert unentgeltli fälligen Arbeitsnac Erhaltung Die Rörper wit fiets an den 9-12 Ub gebiegene genannten Ferner ift eines Gau und fooiel in unferm burda lands glei Bauverein Dene Spl Den 4 Darmo Huge ein Rannchen Blauben, rtören. derein" Bewertic seinen Verpflichtungen Aut der Familien der Verunglückten nachgekommen. Verhandlung vor der zweiten Straflammer des Landgericht vor welche Edroth und Lehmann wegen fahrlässiger Köp verlegung vorgeladen waren, ergab: Daß Streich und Jabaibe mit Abladen von Mauersteinen beschäftigt, von den berab ftürzenden Steine überrascht wurden. Ein Maurer erft 19 Jahre alt, war Anall und Fall willens zu beeidige baß sich die Beiben an einer Stelle aufaebalten bätten, bie Seinrid betreten ihnen verboten war. Als jene dies aber bestritten un der Präsident des Gerichts dem Beugen Heinrich eindringli in das Gewissen redete, feinen Meineid zu begeben, 30g di feine Behauptung aurud. Natürlich waren durch die feine Behauptung zurüd. Erkrankung der Ernährerr ble Familien der Verunglückten Die Die bitterste Noth gerathen, die um so trüber war, als faum Aussicht vorhanden war, diesen das Leben zu erhalten. Bell Frauen wandten fich daher an Herrn Elroth, durch defen Schuld das Unglüd herbeigeführt war, mit der Bitte um fet und bestreitet entschieben, daß ihm die Mittheilung von der wiffenbeit einer Hebeamme gelangte gestern zur Kognition der Unterstügung. Er war auch bereit hierzu, denn er bot den Frauen B. Einen angenehmen Aufenthalts- und Erholungs- befand fich, der fahrlässigen Körperverlegung angeklagt, eine damit ein für allemal für abgefunden erklären wollten! Dazu warn ort bietet die Neue Flora in der Hafenhaide, neben der Neuen Welt, wo man fich in dem prachtoollen Bast bei gutem Bier fowie Speisen und Getränken amüfiren tann; auch ist für allerlei Amusement bestens Sorge getragen. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen zur Verfügung. 65jährige Frau, die in der Admiralftraße 6 wohnende Hebeamme Anna Raat. Die Angeklagte führte the Beruf im Anfange des April d. J. zu einer in der Greifswalderstraße wohnenden Frau und wurde fie bei dieser Gelegenheit von dem auf dem Die Frauen denn doch zu hoch gefinnt; fte wiesen bie aurüd. laffe b Felbe Das tigentlich antentaf müfen et eingefeben Generalve Im Termin behauptete Ellroth awar, das habe mur eine augenblickliche Unterstützung sein sollen, allein Streich und Jabaide erboten fich, den Beweis der Wahrheit für thre felben Flur wohnhaften Arbeiter Rebfeld'schen Ehepaar gebeten, theilung zu erbringen. Für die grobe Fahrläfftigteit beim Bau wurde übrigens Ellroth mit sechs und fein Bolter Lehmann tbr einjähriges Kind anzusehen, welches an Atemnoth leide Die Angeklagte erklärte fich sofort bereit, und nach der über cinflimmenden Aussage des Rehfeldt'ichen Ehepaares hat fle mit deffen Kinde folgende Manipulationen vorgenommen. Das felbe wurde nadend auf einen Tisch gelegt und konstatirte die Angelagte, daß die eine Seite des Brustlastens des Kindes um etwa einen halben Boll böber war als die andere. Es muß fortgeftrichen werden, ich habe mehrere dieser Fälle mit Erfolg behandelt," erklärte die luge Frau und das Kind wurde mit zwei Monaten Gefängniß bestraft. Бе Um ein G Mitglieb auch nich Die bieberen er Derartige Besonder baben aud gezogen, legenheit nehmen I Berabe au y. Eine interessante Anklage wegen Freiheitsberaubur und vorsaglider Körperverlegung wurde gestern gegen den Ba tofthändler Friedrich Bose in der Gollnowstraße vor der viert Straflammer des Landgerichts I verhandelt. Die bei einem berrn Lück als Wirthschafterin engagirt gewesene Wirthschaftesis Wwe. Megner entnabm im Herbfie vor. J. von dem Ang flagten verschiedene Waaren auf Atebit und erlangte denselben mit fräftigem Daumendrud„ gestrichen". Dann wurde es dadurch, daß fie verficherte, ihr Mann werde den Betrag auf den Bauch gelegt und nun begann die Haupt zahlen. Als Frau Meßner 15 Mart schuldig geblieben wat rechte Hand und den linken Fuß des Kindes und bog dieſe nunmehr, daß seine Schuldnerin gar nicht verheirathet operation. Die Angellegte ergriff mit nerviger Fauft die blieb fte aus dem Geschäfte fort und ermittelte der Angellag Neue Welt. Das Monftre- Feuerwerk in der Neuen Welt" hatte am Donnerstag Abend wieder ein außerordentlich sablreiches Bublifum angelodi. Es eignet fich aber auch fein Lotal Berlins für grestige Feuerwerte mit whtlich tämpfenden Mannscaften so wie dieses. Das Vorfeuerwert, von den bes Tannten Byrotechnitern A. Leichnis und Bau abgebrannt, for berte unausgefest den Beifall des Bublifums heraus, denn die zur Darstellung gebrachten Biecen zeigten, daß auch auf diesem Gebiete ftets Neues und Effettvolles geleiftet werden lann. Besonders fielen die prachtoollen Farben der Lichterfronten, eine auf höft überraschende Welie durch Bitsschlag entzündete Windmühle, prächtige Wafferkörper u. f. w. auf. Das Kriege und Schlachtenfeuerwert mit dem heftigen Bombardement und ben tämpfenben Mannschaften Legie Beugnis ab von der ge fbidten afgenirung des ganzen Schauspiels. Morgen, Sonntag findet die 270. Auffahrt Des Meronauten Richa b Opis von der Neuen Welt" aus statt, während die Kapelle des Garde Küraffter- Regiment unter Leitung des Herrn Ruth Ton gertiren wird. Extremitäten soweit bintenüber, bis fie fich auf dem Rüden berührten. Daffelbe Manöver führte fie fodann mit dem rechten Fuß und der linken gard des Kindes aus, welches bei dieser Am 17. Már cr. begegnete der Angeklagte der Frau Mep auf der Gollnowftrate und indem er fte anfaßte, nöthigte fte, mit in feinen Laden zu lommen Dort verlangte er von Brozedur jämmerlich schrie. Es muß über Kreuz geredt ihr, daß fie ihm für ihre Schuld ein Pfand bestellen follte unb werden", hatte die Angeklagte geäußert, als die Eltern gegen Schenkel gebrochen waren. Es wurde fofort nach Bethanien DEC teben, au nachgelaff Hen Ro Alleber be Befichert faffen Liberalism genügt al Borgänge nügenb einzugeben Megner belundete im Termin, was sie auch schon in the geführt von den Herren Byrotechnikern Leichnis und Bau statt. so misbancelten Kindes verschlimmerte fich aber bald dermaßen, Denunziation gethan, daß der Angeklagte fie im Laben mi a. Ein biebischer Hausdiener Pf. in der Weißenburger daß ärztliche Hilfe berbeigeholt werden mußte und tonftattrte handelt habe. Der Angeklagte beftritt die mishandlung und der Dr. Weinberg, daß d m armen Kleizen Wefen beide deponirte, daß er lediglich die Absicht gehabt habe, die Berfow lichkeit der Schuldnerin feftzuftellen. Staatsanwalt Daude Wäschefabrikanten, felt dem Jahre 1881 unausgefeßt bestohlen gebracht, wo es am 26. April verfiarb. Der Todtenschein giebt achtete eine Freiheitsberaubung nicht als vorliegend und and awar an, daß eine Lungenkrankheit die Lodesursache gewesen, der alleinigen Aussage der Beugin vermochte er ebenfoments ber Staatsar wait fragte indeffen im Berhandlungstermin den eine Schulb des Angeklagten in Betreff der Migbandlung als Sachverständigen anwesenden Dr. Weinberg, ob ble gewinnen, weshalb er die Freisprechung beantragte und Schenkelbrüche nicht die Beschleunigung des Todes herbeigeführt Gerichtshof demgemäß erlannte. feine beiben aufeinander folgenden Brinzipale, awel hiefige bat. Derfelbe hat nach und noch für mehr als 1000 Mart Randetten und Kragen gefohlen und an eine But we, itt verebelichte Schneider B. verlauft, biefe hat die Sachen wiederum an eine iitwe F. weiter verkauft und von dieser Reben wir Trabanter nidt m Rur bofsreftau Alafie Berglich wein u Derlaufen. aber ift a en aber Carmen S 16 14 wohl für gung bel le Antlage Blterung Inzahl von Grünau - gekleidete gu Reibe Frankfurt a. M., 5. Juni. Bu ben Schwurgerichts Berhandlungen gegen teste, den muthmaßlichen Mörder de Polizeiraths Dr. Rumpff, werden außerordentliche Bor fotsmaßregeln getroffen In der Nähe des Angeklagten und unter den Buschauern werden zahlreiche Schußmannspoften vertheilt sein. Auf der Straße wird Militär das Schwurgerichts. gebäude vor anarchistischen Handstreichen zu bewahren haben. Das Antiagematerial wird vollkommen geheim gehalten; ver hiedene Berichterstatter wurden mit ihren Gefuchen um Ginfichtnahme der Alten behufs Anfertigung von Beitungsberichten gegen den abschlägig befchieden. en einge halb vom verurtheilt Er Rect gen zur Frankfurt, 4. Juni.( Bivillammer.) Dem Bimmergesellen bohmann flog auf der Arbeit ein Stabliplitter ins Auge. Sein Meister war mit 8000 Mt. bei der Büricher Gesellschaft für feine Arbeiter versichert. Als der Mann aus der ärztlichen theil ein, Behandlung entlassen wurde, wurde ihm bemerkt, daß, wenn II einen r den geringften Schmers fühle, er in die Klinit tommen folle, untte, als well die Heilung noch nicht abgeschloffen set. Dazu stellte er hmer im it feinem Arbeitgeber eine Quittung aus, wonach er gegen tbatten, Bahlung von 164 Mt. auf alle Ansprüche, die er auf Grund Belt, als her Versicherung an die Gesellschaft haben tönnte, verzichtete. mehr in Nach einigen Monaten ftellten fich in der That wieder verwell Schmerzen ein und schließlich mußte das Auge entfernt werden. geftrigen Run beansprucht er wegen verminderter Arbeitsfähigkeit von e Aussage Der Büricher Versicherungs- Gesellschaft eine lebenslängliche weitens der Rente von jährlich 205 Mr. Auf die Klage bot ihm die Ge zu denen fellschaft noch heute Morgen zum Ausgleiche vergeblich 1000 Mt. Das Gericht wies den Kläger ab, weil er schon efeßes aul Sel- Boline gegen eine Bergleichssumme uuf alle Ansprüche verzichtet hat n indeffe unb weil er nicht innerhalb sechs Monate, als er merkie, daß mit seinem Auge schlimm werde und beffen Sebtraft ab nehme, die Gesellschaft davon benachrichtigt habe, sondern erft Nach 7 Moraten. angli vo hauweis ben F Dertanni g der B Schmidt eftern vo thandlung fo vielen lage batist 8 por be ibitte be auch im baten ben Fabrilante ofpredige eam Jo eine Reve ner Welle ge schöpfe Der Klage Recht stere ftellie um neuen au laden angreifende Dem Ridge at Schmit reife nicht Thatfade Stöde Der Ge en neuen Tebig Leitenbes gen übe ber v.& und be Ter Streld Schädel und na nur wi Familie ren waren ngle glid tourben Folge bet em vierten tabgefr befonderem Der he Erhaltung en. Die bgerichts er Körpe o Jabal en berab Seinrich beeldige ten, bie eindringli tritten un 30g bied Die lüdten als faum lten. Die urch bef Bitte um Den Frauen Daß fie fid Dazu waren Dies Gelb babe mu Streich und Fibre Mi beim Bau Lehmann Bberaubur en den Bo ber viert bei einem tbichafters Dem Ange Te benfelbe Betrag be leben wat Angellage cirathet au Ment nöthigte gte er von follte unb üd. Fra on in bre Laben mi lung und Die Berfon unb and Daude benjowens andlung e und b in Soziales und Arbeiterbewegung. Aufruf an fämmtliche Maler Berlins. Berufsgenossen! achdem der Berein zur Wahrung der Intereffen der Maler Balins im ver floffenen Monat fich auflöfte, um dem neuen Bauverein Blas zu machen, gef bab dieses um die materielle und geistige Lage der Gehilfen, sowie des ganzen Berufes mehr zu heben und zu verbessern, als wie es eis dato der Fall war. Was wir nicht mit dem Fachverein erreichen fonnten, a derselbe fich 1. in einem viel zu engen Rahmen bewegte, Betreff der Prinzipien, die er vertreten follte, was bie giftige Schlaffbeit seiner Mitglieder zur Folge hatte; 2. die oltrung beffelben in Betreff der übrigen Bereine Deutich lands, bas hoffen wir durch den Gauverein zu erzielen. Da Der Bauverin zentralisirt, ein Glieb der Bentralisation ber Maler und verwandten Berufsgenossen ist, tann derselbe die Anforderungen der heutigen Bett eher erfüllen, als der auf wtberhandlungen gegen diese Verordnung sollen mit ftringen Ordnungsstrafen geahndet werden. Der Bwed der Verord nungen wird dahin angegeben, die niederen Vollsklassen dem Genufe des schlechten Branntweins zu entfremden und mehr und mehr dem Kaffeegenuffe zuzuwenden." Dazu aber scheint Dies Mittel völlig verfehlt au sein. Bunächst ist der angegebene Preis für den Kaffee viel zu hoch, da für 5 Pfennige schon ein stemlich großes Quantum schlechten Branntweins zu haben ist, bann aber werden diejenigen Personen, welche auf dem Bahn hofe tein Gläschen billigen Branntweins haben tönnen, und welche gewohnt find, Branntwein zu trinkeu, fich ihre gefüllten Bullen" einfach mit zum Bahnhofe bringen, was wahr fcheinlich zur Folge haben wird, daß eine noch größere Quantität auf den Bahnhöfen und auf der Reise ge trunten wird, wie fest, wo ab und zu wenigftens das Glas chen die Flasche erfest. Also solche Mittelchen verfangen nichts! Billiges Bier, tüchtige Nabrung find die einzigen wilfamen Billiges Bier, tüchtige Nabrung find die einzigen wistfamen Gegner des übermäßigen Schnapsgenuffes. Aber das können Die Arbeiter unter den heutigen Verhältnissen nicht haben, des. halb glauben wir auch, daß nur nach einer vernünftigen Rege lung unserer wirthschaftlichen Zustände der Schnapsteufel aus getrieben werden kann. Die Verordnung aber wird jedenfalls Ben Nugen haben, daß das Gedränge und die manchmal gerade nicht hübschen Szenen vor dem Restaurationsausschank ein Ende nehmen. Das ist immer etwas. In der Werkzeugfabrit zu Kalt bei Köln a. b. streiten Die Arbeiter noch immer. Der Fabrilant will mit der Arbeiter fommiffion unter feinen Umständen verhandeln, die Arbeiter follen sich auf Gnade und Ungnade unterwerfen. Das wollen fte nicht und haben auch die Erklärung abgegeben, daß fie alle einig und daß auch die von auswärts tommenden Arbeiter, welche über die Verhältniffe aufgeklärt worden seien, sämmt. Itch auf die Arbeit verzichtet hätten. Wir wollen hoffen, daß die große Ausdauer der Kaller Arbeiter durch einen glänzenden Sieg belohnt werde. Daß die Lage der Maschinenftiderei im fächsischen Voigtlande, die wir schon mehrfach als eine schlechte hingeftellt haben, in der That eine recht troft lose ist, be tätigt nun auch die Boffische Beitung", welche schreibt: Mehr als der fe fte Theil der Maschinen steht völlig fill fund sehr viele Fabrilanten baben während der ganzen Pfingstwoche garnicht arbeiten laffen, um die Vorräthe nicht unnüger Weise anzuhäufen; in der Mehrzahl der Fabriken aber ist außerdem die Arbeitszeit bedeutend verkürzt worden. Leider ist zunächst bis zum Eintreffen der Winterbestellungen wenig Aussicht vorhanden, daß dieser mißlichen Lage ab geholfen wird. Die Baumwollenspinner der Ashton Cotton Mill" zu Liverpool, welche schon seit drei Monaten streiken, weil fte mit dem Lohne nicht auskommen tonnten, haben sich nun um Unterstügung und Hilfe an den Bürgermeister gewandt, doch bezweifelt man, daß dieser Schritt von Erfolg sein wird. Die reichen Baumwollen barone haben die Leitung der städt. Verwaltung in der Hand und so wird den Arbeitern nichts anderes übrig bleiben, als zu den früheren Löhnen die Arbeit wieder aufzunehmen und eine günstigere Bett abju warten. löfte es vermochte. Dieses ist nur möglich, wenn sämmtliche Maler Berlins fich einig um das Banner des Vereins schaaren, als Antwort des mahnenden Zeitgeistes; daß fie nicht Solidarität und Intelligens als leere Bhrase im Munde führen, sondern auch bestrebt find, mit aller Energie für Erfüllung derselben inzutreten. Nicht hinter uns wollen wir bliden, nicht bie Bergangenbelt fritifiren, nicht unser geistiges Innere abftumpfen mit der größten gesellschaftlichen Sünde, die in den Worten, wird nie beffer, liegt, sondern vereint vorwärts ftreben. Nicht das Auge vom Egoismus und Indifferentismus getrübt, lar und deutlich die vorgeftredten Biele ertennen und banac bandeln, ist die moralische Pflicht eines jeden Kollegen. Darum etbet Mitglieder, bedenkt Eure Bukunft, wenn Ihr auf dem Buntte stehen bleibt, den Ihr jest inne babt. Bu gleicher Zeit Bewegung nicht andere Motive zu unterschieben. Auch ihre nach den fatholischen Ländern, wo der Fisch während der Lage tann nur durch Bündniß mit der Gehilfenschaft Faften als beliebtes Surrogat massenhaft konsumirt wird. verbeert werden. unentgeltlichen Arbeltsnachweis Bu gleicher Beit stellen wir den ben Herren Jur ge wir fiets den Anforderungen ihrerseits nachkommen. Der fälligen Benugung. Da derselbe sentraliftrt Rift, tönnen Die verschiedenen Schellfisch, Kabeljau- und Dorsch. arten bilden einen Haupthandelsartitel der Norweger. Der Fang berselben beschäftigt ungefähr 40 000 Menschen. Die Ausbeute betrug im Jahre 1883 ca. 60 Millionen Stück, die einen Steinertrag von 4714 000 Kronen( 5% Min. Mart) lieferten. Diese Fische bilden im getrockneten Bustande den wichtigsten Handelsartikel ber Norweger. Dampfschiffe, welche Ballast einlaufen, werden damit befrachtet und nehmen ihren in die nörblichen Städte Finnmarkens, Hammerfest 2c. mit Kurs nach Italien, Spanien, Portugal und Brafilien, also Vereine und Versammlungen. An die Metallschleifer Berlins! Durch die legten Bor Metallschleifer wohl zu der Ueberzeugung gelangt sein, daß es endlich einmal an der Belt ist, aus der langen Lethargie, in der bisher die Metallschleifer verharrt haben, fich emporzuraffen und endlich Front zu machen gegen die von den Fabrikanten immer Arbeitsnachweis befindet sich Alte Jakobftraße 83, Café Reiher gänge in sämmtlichen Metallarbeiterbranchen wird ein jeder an den Wochentagen Abends von 8-9 Uhr, Sonntags von 9-12 Uhr Vormittags. Ferner fieht den Kollegen eine ge gebiegene Bibliothek zur Verfügung, wo an jedem Montag im genannten Lokale von 8-10 Uhr ein Leseabend stattfindet. Ferner ist es uns möglich, jedem Kollegen, sobald er Mitglied mehr und mehr um fich greifende Reduktion der Löhne. Denn, eines Gauvereins war, eine Reiseunterstügung per Meile so und soviel zu geben. Also nochmals, Kollegen, unterstügt uns unserm Borgehen, seid nicht taub gegen unser Bitten; bezeugt burch Maffenbeitritt, daß Thr mit der Arbeiterschaft Deutsch lands gleichen Schritt zu balten vermöget. Der Vorstand des Gauvereins. J. A.: W. Schweizer. Metallschleifer, die Beit wird nicht mehr fern sein, wo ein Klein Meister nicht mehr bestehen tann, viel weniger ein Ge felle! Umfomehr ist es Pflicht eines Jeden, mannhaft und treu zu dem Banner der Solidarität zu stehen, ob Meister, ob Ge felle; nur der eine Gedanke muß uns beseelen, unfere materielle Lage zu verbessern, damit unsere Familie, unser Weib und Den Ballen im eigenen Auge steht das bekannte Rind nicht bungern brauchen. Es baben fich Männer an Eure Sarmonie Märchen nicht und so sucht es Splitter im Spiße gestellt, die mit Muth und Ausdauer in diese Bewegung Auge eines anderen zu entdecken. Oder sollte das eble einzutreten gesonnen find. Jedoch, Metallschleifer, seid Thr vor Männchen so nato sein, daß es glaubt, durch einige aufgefun allen Dingen berufen, den Leuten die betreffende materielle bene Splitterchen seinen Ballen zu verdeden? Diesen Unterstügung zum Arbeiten zukommen zu laffen, denn nur Blauben, wenn er vorhanden sein sollte, wollen wir ihm rasch durch Kapital gegen Rapital läßt fich etwas Großes erzielen. fören. Das Drgan des genannten Herrn, der Bewert derein", nicht zu verwechseln mit dem in Leipzia erscheinenden alle der Ziller, die loren Sie in am burg bat, Felbe und schließt die betreffende Notts mit der Bemerkung: tigentlich geschehen? Die seitherigen Beiträge zu der Tischler jeden Metallschleifers Berlins: Auf nach Sanssouci, Koitbuser trantentaffe find feiner Beit zu niedrig normirt worden und men etwas erhöht werden. Dies hat man rechtzeitig halten sich die Metallschleifer derselben gegenüber. Referent: eingefeben und demgemäß auf der zu Frankfurt stattgehabten Herr Friz Gördi. 2) 3: ündung eines Generalfonds. 3) Ber Generalversammlung Beschlüsse gefaßt, das Eintrittsgeld u. f. w. Um ein Geringes au erhöhen. Bis jest ist aber noch fein Mitalieb dieser Raffe geschädigt worden und wird Dorn im Auge, well et Ge Darum Metallichleifer, ob Meister, ob Gefelle, macht Euch auf den Weg zur Versammlung, damit endlich etwas auf dem Be biete der Lohnbewegung in der Metallschleiferei geleistet werde. Gorge ein Jeder, daß nicht ein Einziger fern bleiben möge, denn je größer die Macht, je größer die Kraft. Drum sei am Sonntag, den 7. Juni, Vormittags 10 Uhr, die Losung eines ftraße 4a." ZD.: 1) Die Meister vereinigung und wie vers schiebenes. hr. In der öffentlichen Versammlung der Schmiede, welche, mohl 1000 Theilnehmer zählend, am Freitag in Keller's richtet, welchen die von der Lohntommiffion der Gesellen durch auch nicht geschädigt werden. Das ist der Thatbestand. Saal, Andreasstr. 21, unter dem Vorftze des Herrn Tobler Die sentralisirten Drganisationen aber find dem tagte, wurde zunächst von Herrn Schatow über den Erfolg te blederen Märchen ein Derartige Bereine und Raffen nicht zu leiten versteht. Besonders die Tischlerfrankentaffe und die Metallarbeiterkaffe durch ihre Namensunterschrift befunden zu wollen, daß fie die baben auch deshalb den Born des Kleinen Männchens auf flch Forderungen der Gesellen: Abschaffung der Sonntagsarbeit legenheit günftig ist, desertiren und fich in jene Raffen auf den 82 Meistern, welche das Birkular zurückgesandt haben, Bezogen, weil die Mitglieder seiner Raffen, wenn eben die Ges Lohnzahlung am Sonnabend um 6 Uhr bewilligen. Bon nehmen laffen und noch besonders deshalb, weil der Bujug haben 40 der Aufforderung Folge gegeben, 42 haben unter Angabe verschiedener Gründe die Aufforderung zurückgewiesen. teben, au den Hirsch Dunder'schen Gewerkoereinen ungemein Herr Tobler wies darauf hin, daß mehr als 50 Me.fter fchon nachgelaffen hat. Man hat es bier also mit dem klein lich Ren Ronkurrenznetd zu thun. Wenn nun die Mit alieber der sentralisirten Bereine vor jedem Schaden rechtzeitig vor 8 Tagen die Erklärung abgegeben haben, daß fie die beis Den Forderungen bewilligen, und daß viele Melfter das Birkular nicht unterzeichnet haben, well in ihren Werkstätten den beiden ein Referat des Herrn Müller, in welchem derselbe die beiden verficht udbrud gab, daß der Kampf zum Sieg führen werde, wenn die Kollegen der Weifung ihrer Lohntommiffion, morgen gefichert worden find, so war das bei den Invaliden Forderungen schon längst Genüge geleistet ist. Es folgte dann Liberalismus schwebt, nicht der Fall. Der Name Bampel Forderungen in eingehender Weise begründete und der Bu genügt allein, um Herrn Hirsch den Mund zu stopfen. Die Borgänge finb allaubekannt und in diesem Blatte ja auch ge nügend besprochen worden, als daß wir heute auf dieselben( Sonnabend) um 6 Uhr in allen Werkstätten den Meistern au einzugeben brauchen. Den einen wohlwollenden Rath aber erklären, daß fie die Arbeit nieberlegen müßten, falls die beiden Trabanten: er in einem Glashause fist, follwerden. Nach einer langen lebbaften Diskuffton, an welcher nigt mit Steinen werfen!" Die Mitglieder- Versammlung des Fachvereins der Stellmacher findet Montag, den 8. Juni, Abends 8 Uhr in T Scheffe& Salon, Inselstr. 10, ftatt. Tagesorbung: 1. Bor trag des Herrn Klein über Vegetarismus. 2. Wahl eines zweiten Borfigenden. 3. Verschiedenes. 4. Fragelaften. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Eine General Versammlug des Berliner Studateur Vereins findet Montag, den 8. Junt. Abends 8% Uhr, Neue Grünftraße 14 bet Nentwigs statt. Tagesordnung: Berathung über das Stiftungsfest. Polizeilicher Bescheid und Bord standswahl. Eine große Versammlung der Tischler sämmtlicher Branchen findet am Montag, den 8. Juni, Abends 8 Uhr, im großen Saale von Keller, Andreasftr. 21 statt. Tagesordnung: 1. Unsere Aufgaben in der Lohnbewegung für die nächste Beit, in besonderer Berücksichtigung der fept von einzelnen Bau tischlermeistern im Dften gestellten Lieferungspreise. 2. Bericht über die Berliner Lohnbewegung, sowie über die großen Ar beitseinstellungen in Dresden und Königsberg. 8-9 listed Unterstüßungsverein der Buchbinder und verwandten Berufsgenossen. Montag, den 8. Juni, Versammlung, Alte Jakobfit. 75. Da die Tagesordnung fehr wichtige Buntte ent hält, besonders der Vortrag über die Sonntagsruhe, welcher von einem Kollegen gehalten werden wird, so ist es Pflicht Aller, pünktlich und zahlreich zu erscheinen, umfomehr, well gerade die Buchbinder es sein sollen, welche den Mißbrauch der Sonntagsarbeit abzuschaffen trachten. Deshalb versäume tein Kollege, bem es ernst mit der Bewegung ist, zu erscheinen. Arbeiter Bezirksverein der Oranienburger Borstadt d. und des Wedding Am Montag, den 8. Juni b. Mts., Abends 8 Uhr, findet im Weddig Bart, Müllerfir. 178, Die ordentliche General. Bersammlung statt, mit der Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Bortrag des Stadtverordneten Herrn Fr. Tupauer über: Kommunales". Vermehrung der Sanitätswachen.4. Betition an den Reichs 3. Bericht über die Betition an den Magiftrat, betr. die tag, betr. Das Arbeiterschußgefeß. 5. Verschiedenes. 6. Frage laften. Bei der überaus wichtigen Tagesordnung ist au wünschen, daß die Mitglieder recht zahlreich erscheinen. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, find willkommen. Monatlicher Beitrag 20 Pf., Einschreibegelb 30 f. Freireligiöse Gemeinde. Heute Vormittag 10 Uhr, Rosenthalerstraße 38: Vortrag des Herrn Schäfer. Freie Vereinigung der Graveure, Biseleure und verw. Berufsgenossen. Versammlung am Montag, den 8. Junt, Abends 8 Uhr, Annenftr. 16. Tagesordnung: 1. Geschäft liches, Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht und Diskussion über die ftattgefundene Lehrlingsausstellung. 3. Borbesprechung zur General Bersammlung am 6. Jult und auswärtige Fach angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Versammlung des Fachvereins der Tischler Montag, ben 8. Juni, Abends 8%, Uhr, in Säger's Salon, Grüner Weg 29. Tagesordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Herrn Herold über Gewerbe Schiedsgerichte. 2. Distusfion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäfte find willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Mitglieder wer den gebeten, zahlreich zu erscheinen. Versammlung der Mitglieder der Eing. Hilfstaffe für Zapezirer und verwandten Berufsgenossen am Dienstag, den 9. Juni, Abends 9 Ubr, in Gratwells Bierballen, Kommans bantenstraße 77/79. T.- D.: 1) Der Sanitätsverein( Verein ärztlicher Hilfsleistung). 2) Abrechnung vom I. Duartal 1885. B) Kaffenangelegenheiten. Verein der Maschinisten und Heizer. Heute Nach mittag 5 Uhr, Neue Jakobstr. 24/25, Versammlung. Gäfte willkomen, neue Mitglieder werden aufgenommen. Deffentliche Generalversammlung der Schloffer und Berufsgenossen am Montag, den 8. D. M., Abents 8 Uhr, in Gratweils Bierhallen, Kommandantenstraße 77/79. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Recht zahlreichen Besuch erwartet die Lohntommiffton. Der Arbeiter Bezirksverein im Westen Berlins hält am Montag, den 8. Junt, Abends 8 Uhr, in Gründer's Salon, Schwerinstraße 26, eine Versammlung ab, mit folgender Tages Referent Herr ordnung: 1. Die moderne Vereinsspieleret. Tischlermeister F. Mitan; 2. Ist die Sonntagsruhe eine Noth wendigkeit für die Arbeiter? Referent Herr Hende; 3. Dis tuffton. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Eine Versammlung der Wagenbauer Krantentaffe findet heute Sonntag Nachmittag 4 Uhr in Grafweils Biers hallen, Kommandantenftr. 77-79, ftatt. Der Verein zur Wahrung der materiellen Inter effen der Drechsler und Berufsgenossen tagt am Montag, den 8. Junt, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Romman bantenstraße 20. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag. ( Thema und Referent werden in der Verfammlung bekannt gemacht). 8. Berschiedenes und Fragetaften. Mitglieder und Freunde des Vereins werden ersucht, recht zahlreich und pünkt lich zu erscheinen. Aufnahme neuer Mitglieder, Gäste will Commen. Eine große öffentliche Versammlung, zu welcher Jeder Butritt bat, findet am Montag, den 8. Juni, Abends 8 Uhr, in Gräs' Salon, Brunnenstr. 140, ftatt. Eages. Didnung: Die Preffe, wie fte ist und wie sie sein soll. Referent Herr W. Liefländer. Sämmtliche Arbeiter und Handwerker find su Dieser Versammlung eingeladen. " Eine große General Verfammlung der Berliner Schmiedegefeller findet heute Bormittag 10% Uhr in Steller's Salon, Andreasftr. 21, ftatt. Es ift Pflicht aller Schmiedes gesellen, recht zahlreich zu erscheinen, da das bisherige Resultat unferer Lohnbewegung festgestellt werden soll. Eine große Bersammlung der Buser Berlins findet am Montag, den 8. Juni, im Palmensaal, Neue Schönhauser ftraße 20, statt. Vermischtes. Auch ein Briefwechsel. Als im vorigen Herbst die Schwalben ich aur Abreise nach dem Süden rüsteten, befeftigte der Buchbinder Meyer in Ronneburg am Gefieder einer in feiner Bebaufung fich aufhaltenden Schwalbe ein mit Del ge tränktes Bapterchen, auf das er die Worte geschrieben hatte: D Schwälbelein, o Schwälbelein, wo magit Du denn im Winter sein." Das Thierchen stellte fich pünktlich in feinem Nefte wieder ein. Es trug ein ebenfalls in Del getauchtes Bettelchen an fh mit der Aufschrift: Florena, Caftellari's Haus! Viele Grüße bring' ich mit heraus!" Sichere Anzeigen. Wenn ein Gelehrter Hungers stirbt, so ist das ein Beichen, daß man ihn bald ein Monument segen wird. Wenn ein Schriftsteller durch seine Arbeiten reich wird, so ist das ein Beichen, daß er fein Deutscher ift. Wenn ein Mädchen recht auf die Männer schimpft. so ist das ein Belchen, daß fie gern einen Mann bekommen möchte. Wenn Einer fagt: Nee, wiffen Se, bei uns ist det Alles piele scheener und beffer," so ist das ein Beichen, daß er ein Bergisch Märkischen Eisenbahn ist die Weisung an die Bahn genommen, in welcher die Versammelten nochmals erflären, Berliner ift. Rue immer solide! Bon Seiten der Direktion der gofsreftaurateure ergangen, in den Wartesälen der 3. und Forderungen nicht bewilligt würden, einmüthig Folge leisten Die Herren Mitan, Laste, Drewis, Schatow, Jobber, Matthes u. A. ftch betheiligten, wurde einstimmig eine Resolution an mit allen bren zu Gebote stehenden gefeßlichen Mitteln bie Lobnzahlung am Sonnabend um 6 Uhr durchführen zu Alaffe vom 15. Junt ab teinen geringwerthigen Brannt. beschloffenen Forderungen: Abschaffung der Sonntagsarbeit und wein zum Genuße im Lotale oder auch über die Straße zu verlaufen. Nur guter entfufelter Branntwein, das leine Blas wollen und es als thre Pflicht erachten, mit aller Macht für en aber nicht unter 10 Bfg, darf verschenkt werben. Dann diejenigen Kollegen einzutreten, die in Folge dieser Forde aber ift angeordnet worden, daß die Restaurateure fiets guten, zungen gemaßregelt werden." Shre gebobene Stimmung und Carmen Raffee zum Breile von 10 Bfg. pro Taffe bez. von 16 8. milch und Buder vorräthig haben müßen. Bu gegen 12 Uhr die Versammelten den Saal thre Buverficht auf den Sieg jubelnd fundgebend, verließen Ein wohlgemeinter Rath. Maler: Jezt schid ich mein großes Bild von einer Ausstellung zur ander'n und Nie mand will's taufen. Wenn ich nur wüßt', was ich damit an fangen foll!" Guter Freund: Weißt was, mach's Dem Blindeninstitut zum Bräsent!" Schlechte Beruhigung. Bater:„ Ich hätte nicht geglaubt, baß das Studiren so viel Geld loftete." Sohn:„ Ja, und Dabei studire ich noch nicht einmal viel!" Sum Rapitel vom Aberglauben. Bräutigam: Sagerettet, von dem des Ertrinkens und des Verblutens mir mal, lieber Schas, bist Du abergläubig"- Braut: Aber das ist doch eine lomische Frage. Warum willst Du Das wiffen Bräutigam: Antworte mir nur erft." Braut: Nun ich bin durchaus nicht abergläubig." Bräutigam: Dann will ich Dir etwas sagen. Du bist näm lich meine dreizehnte Braut." H Paftoren Glaube. Im Feuilleton des Berner Bund" ift zu lesen: Ein etwas furchtsamer mecklenburger Paftor soll den denkwürdigen Ausipruch gethan haben, er werde nicht ein zweites Mal auf der Gotthardbahn fahren, da man fich auf berselben doch gar zu sehr in Gottes Hand befinde." Kleine Mittheilungen. S rau.( Armuth.) Recht traurig steht es hier mit der Handweberei aus. Der Wochenlohn eines Webergesellen be trägt, durchschnittlich gerechnet, bei 12, aud 13stündiger Ar beszelt 6-8 Mart. Hiervon soll nun ein Mann seine in den meisten Fällen zahlreiche Familie ernähren! Mitunter ist es gar noch nicht einmal möglich, zu solchen Hungerlöhnen Arbelt zu erhalten, so daß fich viele Handweber genöthigt sehen, als Tage oder Erdarbeiter den Lebensunterhalt zu beschaffen; Webermeister, welche su use 2, 3 und 4 Webstühle fieben haben, mußten, ba teine Bestellungen mehr eingingen, ihre Gefellen entlaffen und selbst wieder als Webergesellen arbeiten. Steinkirchen.( Erhebliche Selbstmordmante.) Der Bimmer mann 6., bereits bei zwei Selbstmordversuchen vom Tode Am 5. d. Mis. verschied nach turger Krankheit unser unvergeßlicher Vater, Schwieger und Großoater, der Tischlermeister Eduard Flidsgu im 60. Lebensjahre. Die Beerdigung findet stati: Montag, den 8. Juni, Nachm. 6 Uhr, auf dem alten Jakobikirchhofe, von der Leichenballe dafelbft. Die Hinterbliebenen. 1232 beim Deffnen der Pulsader, wurde am Freitag Abend zum dritten Male, beim Versuche, fich zu erhängen, Dem Leben wieder zurückgegeben, indem ein Maurer noch zu rechter Beit hirzulam und den bereits Hängenden abschnitt. T. war am darauf folgenden Tage wieder so weit bergestellt, daß er seinem Berufe nachgehen konnte. Der Vater dieses Unglücklichen ist durch Selbstmord ums Leben gelommen und ein Bruder wiederholt bei Versuchen dieser Art an solchen ver hindert worden. Heidelberg, 3. Juni. Ein Unteroffizier, welcher heute von einem Einjährigen beim Bielen erschossen wurde, hatte demselben Lefohlen, als Biel fein rechtes Auge zu nehmen. Nach Allem, was darüber verlaufet, ist anzunehmen, daß der Vorfall auf die unve: antwortliche Außerachtlaffung ber be ftehenden Kontrolvorschriften beim Schießen zurückzuführen ist, wodurch der betr. Einjährige eine scharfe Patrone an Stelle Unteroffizier fant, aus nächster Nähe getroffen, sofort todt zu einer Ererzier Patrone in seiner Tasche zurückbehielt. Der sammen, während der Einjährige ebenfalls ohnmächtig vom Plage getragen werden mußte. Landsberg a. W.( Gerechte Strafe.) Der Konditor gehilfe Somert bierselbst hatte, ohne irgendwie aufgereizt zu fein, einen Schloffer, der ihm begegnete, zur Erde gestoßen und mittels eines scharfen Gegenstandes ihm einen Schlag auf den Kopf versest, der eine erhebliche Wunde hervorrief. Troß der bisherigen Unbescholtenheit des Angeklagten hielt der Berichts. Entree frete Hasenbaide 37 a, neben der Neuen Welt". bof eine energische Bestrafung für angemessen und erkannte gegen den Angeklagten auf 3 Monate Gefängniß. Wriezen.( Die legte Marketenderin.) Am 7. b. M. früh verstarb hier die am 5. Juni 1785 in Klemzo geborene, frühere Marletenderin aus den Freiheitskriegen 1813-15, verwittmete Marie Brandt, also in einem Alter von 99 Jahren 11 Monaten 6 Tagen molllec di Frankfurt a. D, 4. Junt.( Eine turze@he) Die Türz fte Ebe, welche bislang wohl gefchieden wurde, dürfte die jenige sein, die am 21. v. M. bierselbst zur Verhandlung stand. Am dritten Tage nach der Hochzeit belam die Frau Schläge, Die fie nicht rubig hinnahm, am achten Tage fand ein der artiger Hausstandal ftatt, daß alle Welt zusammenlief, am zehnten Lage mußte die Polizei einschreiten, am vierzehnten Tage hängte fich der Mann auf. Die Frau tam binzu und schnitt ihn ab. Statt ihr für die Erhaltung seines Lebens u danken, wurde er grob und ging fünf Tage später nach Amerita Durch. *** Briefkasten der Redaktion. 136 P. R. Jägerndorf. Das Nöthige ist veranlaßt, es wird Shnen in den nächsten Tagen ein definitiver Bescheid zugehen. A. W. Neustädterste. Heringe beziehen Sie am beflen von den renommitten Firmen, die Sie im Adreskalender finden. Niederlagen der Oftie Fischer exiftiten in Berlin nicht. Entree fret.ant Neue Flora. Durchgang bermannstraße Nummer 18 1233 Heute Sonntag: Grosse Komiker- Vorstellung. Im großen Saale: Ball. Meinen schönen, großen, waldähnlichen Bart nebst großem Saal empfehle Gesellschaften zur Abhaltung von Feftlich leiten. Vier neue elegante Regelbahnen, Kaffeeküche u. s. w. Entree fret. 81 General- Versammlung Die Beleidigung, die ich Herrn Dito Schröder zugefügt des Fachvereins der Fraiser u. Berufsgen. babe, nehme ich biermit zurüd. Tüchtige Vergoldergehilfen Dtto Kuse. aum Farbigmachen und We filbern werden verlangt 1218 Mariannenplay 13. Goldleiftenfabrik. Damen- und Kinderkleider werden angefertigt 1221 von Frau Kochinke, Eisenb hnstraße Nr. 17. Empfehle mein vorzügliches und reines Weißbier, Luden walder und Werders@ ges Bier bester Qualität. 36 Fl für 3 Mt., versende schon von 1 Mt. ab 12 Fl. fret ins Haus. 1227] Aug. Nespital, Kleine Alexanderstraße 30. Rheinwein. In Fäßchen- und Flaschenfüllung versende ich einen selbst. getelterten guten Roth- und Weisswein in reiner Qualität bei billigster Berechnung. 548 I. Mann, Ober- Ingelheim a./Rh. b. Mainz. Eine gebrauchte Farbenmühle wird zu laufen gesucht. Sorauerfiraße 29, H. 2 Tr. bei Opiß. Gänzl. Ausverkauf wegen Aufgabe meiner Klempnerei e. v. Dieselbe zu verkaufen. 1217 Mariannen Ufer 6. Gr. öffentl. Versammlung foll am Montag, den 8. d. Mts., Abends 8%, Uhr, in Gräs' Salon, Brunnenstr. 140. Tagesordnung: Die Presse wie sie ist und wie sie sein Referent Herr W. Liefländer. Sämmtliche Arbeiter und Handwerker find zu dieser Versammlung eingeladen, Am Dienstag, den 9. d. Mts, Abends 9 Uhr, findet bet G.atmell, Rommandantenstraße 77-79, eine Versammlung für Mitglieder der d Eing. Hilfskaffe für Tapezirer und verw. Berufsgenossen statt. Tagesordnung: 1. Der Sani tätsverein. 2 Abrechnung für das erfte Quartal. 3. RaffenDer Bevollmächtigte. angelegenheiten. Großen and th 48 General- Versammlung des Fachvereins Berliner Kürschner am Montag, den 8. Juni, Abends 8 Ubr, im Saale des Herrn Seefeld, Grenadterstr. 33. Der sehr wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen eines jeden Rüschners erwünscht. 1223 Der Vorstand. J. A.: H. Berger. General- Versammlung Der freien Kranken und Begräbniskaffe der Schuhmacher und Berufsgenoffen Berlins( ES. Str. 27), findet am Donnerstag, den 18. Junt Abends 8 Uhr, im Lotal des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraß: 75, flatt Tages Dronung: 1) Statutenberatbung 2) Jinete Angelegenheiten.ne 3) Verschiedenes. Duittungsbuch legitimirt. 1235 1134 am Montag, den 8. Juni, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Tils, Röpniderstraße 150. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2 Borstandswahl. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Vereinigung unse der Metallarbeiter Deutschlands ( Mitgliedsaft Berlin, Often) Montag, den 8. Juni, Abends 8 Uhr, im Restaurant ,, Süd- Dft", Waldemarstraße Nr. 75, Mitglieder- Versammlung. Tagesordnunggu stor tisdal 1. Bortrag des Herrn Canis über: Die Lunge und deren Pflege. 2. Distuffion. 3. Geschäftliches. 4. Verschle denes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 1214 Der Vorstand. Bezirksverein des werkthätigen Volkes der Schönhauser Vorstadt. Dienstag, 9. Juni, Abends 8 Uhr, Ro Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Michelfen über Geschäfts- und Handelstrisen 2 Verschiedenes. 3. Fragetaften. Gäste willkommen. Um recht sabireiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Fachverein der Stellmacher. Mitglieder- Verlammlung Montag, den 8 Juni, Abends 8 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Tagesordnung 1. Vortrag des Herrn Klein über Vegetarismus. 2. Wahl eines zweiten Borstgenden. 3. Verschiedenes. 4. Fragelaften. 1229 Säfte willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet 95 Der Vorstand. Unterstützungsv. d. Buchbinder und verwandten Berufsgenossen. Montag, den 8 Juni, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag über die Sonntagsruhe. 2 Verschiedenes. 3. Fraget aften. [ 1224 Arb.- Bezirksverein der Rosenthaler Vorstadt. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Geschäftskalender beim Voifigenden Ballmüller, Vete a senstraße 28, in Empfang ger onmen werden tann. 1230 Fachverein der Tischler. Montag, den 8. Juni, Abends 8% Uhr, in Säger's Salon, Grüner Weg 29,0 Versammlung. Tagesordnung: [ 1222 bl 1) Vortrag des Stabtverordneten Herrn erold über: Gewerbe- Schiedsgerichte. Der Vorftand. 2) Diskussion. General- Versammlung des Fachvereins der Buger Sonntag, den 7 Juni, Vormittags 10 Uhr, Inselstraße Nr. 10. hd Lages Drdnung: 1. Die Stellung des Fachvereins sur Lohnbewegung der edBuger Berlins.sid the 2. Bereinsangelegenheiten. 1219 Der Vorstand. General- Versammlung Der Pußer Berlina und Umgegend Montag, den 8. Juni, Vormittags 10 Ube, im Balmenfaale, Neue Schönhauser str. 20. hmad oor Tages- Ordnung: 1220 Die Entscheidung über den in der Sonntags. Bersamm lung gefaßten Beschluß. Referent Herr Buchola no subilee Der Einberufer. 3) Verschiedenes. Gäfte willkommen. Neue Mitglieder werden auf Der Vorstand. genommen. Arbeiter- Bezirksv. i. Westen Berlins. Montag, den 8. Juni, Abends 8 Uhr: Versammlung in Gründer's Lokal, Schwerinstraße 26. Tegelordnung: 1. Die moderne Vereinsspielerei der Gegenwart. Referent Herr Tischlermeister Mitan. 2. Ist die Sonntagsrube eine Nothwendig telt für tie beiter? Referent get bende. 3. Diskussion. Chum recht zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Entree frei. Die Uhrenfabrik Don sisisi Max Busse, Uhrmadier Nr. 157 Invalidenstrasse Nr. 157 minnel zwischen Brunnen- und Ackerstraße at empfiehlt fein reichhaltiars Lager. sowie feine Reparatur- Werkstatt. sid Ba Nr. erfchein Berlin Boftab So Litel ei #beir felld tung an Beridt der Lef Sittlig Aber bie 808 Sch daß bie gemiffen Annige 851 als tof wurden. fahren. Neben einer reichen Auswahl hochfeiner mo derner Kleiderstoffe zu bekannt billigen Preisen find folgende Serien 2303 Kleiderkoffe bedeutend billiger thise gum gänzlichen Ausverkauf gestellt. Waschechte Zephyrs rage, füber Meter 1 Mart, Djent nur 30 Bfg. Waschechte bedruckte Baumwollstoffe, Mtc. 50, 40 und 30 Pfennig. Jaspe Diagonal für solide Hauskleider, Meter sniegt 30 Big. Karrirte helle Wollstoffe, gutes Straßenkleid früher Mtr. 1 Mt., jest 50 Bfg.! Beige in ganz reiner Wolle in allen schönen Far ben zu Haus- und Straßenkleidern, Meter 75, und 60 und 50 Pfennig. 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