Nr. 135 ©onnaBcnb, 13. Juni 1885 II. Zahrz. SMMldsdls» Brgan für die Interessen der Arbeiter. Das..Berliner Bolksblatt" Meint täglich Morgen» außer»ach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis Merlin frei in s Hau» vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 »chabounement 4 MI. Einzelne Nr. 5 Pf. SonntagS-Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. (Eingetragen in oer PostzeitungSpreiSlist« für 1885 unter Nr. 746.) JnfertisnSgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunst. Inserate werden bi» 4 Uhr Nachmittags in der Expedttion, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoneeii« Bureaux, ohne Erhöhung deS Preises, angenommen. KedaKtum: Keuthstraße S.— Grpedition: Zimmerstraße 44. dM Rammer liegt für aasere auswärtige« die Rammer 28 des �JllaftrirteS Sonntags Herr Gladstone. In England geht wieder ein Regierungswechsel vor sich. *** Ministerin« Tladstone ist vom Parlament ei» Budget» *'#*» verweigert worden und so hat die Regierung,»ach Mlisch. lonstiiutionelle« Brauche, bei der Königin um ihre �tlassung nachgesucht, die auch kau« ausbleiben dürfte. Herr Gladstone, der Führer de« englische« Liberali»« K*** hat sich seit de» Jahre 1843 an den Regie, ung«» »ästen de« Lande« betheiliat und ist dabei manchen chsilfällen«nterworfen gewesen. Er hat immer«liberal" Ki d_____________________ d. h. seine inner« Politik trug immer de» Charakter ** Halbheit, und so ziemlich die meisten seiner Reformen !■«*«» ungenügend oder unzweckmäßig, wie seine Versuche, m'che Landfrage zu lösen. Nach Außen aber repräsen» ?tt Hin Gladstone die englische Krämer» und Länderweg� mnappuvgSpolitik, deren Mißerfolg« seinen letzten Stur» *i»wkt haben. Die Siege oe« Mahdi habe« Herr« Glad» 2%. gemacht und während die gedemüthigte v", �»aoponr oie enguiqe aramer» uno Lanoerweg- mnappuvgtpolitik, deren Mißerfolg« seinen letzten Sturz �wrrkt haben. Die Siege oe« Mahdi habe« Herr« Glad» ***Ww5 gemacht und während die gedemüthigte bh. unter Lord Wolseley den Sudan räumt, � b,e Regierung ab. bü>)e* alte Bright, der mit Gladstone in I ocrMm.] 2 Angriff auf Alexandrien beschlossen wurde, trat ftU»lar Regierung au» und überließ de« Herr» Zwvston« allein die Verantwortlichkeit für die«ach der �mdt geschleuderte» Bomben und für die WuthauSbrüche *** greizten egyptischen Bevölkerung gegen die in Alexandrien 5dsäsfig«n Europier. Die Egypter hatten unter Arabi Pascha 2* Versuch gemacht, sich von der elenden Regierung de« Msdive. die nur Schmach und unsägliche« Elend über da» gebracht hatte, zu befteie«. England, resp. Herr »ladftone warf den Aufstand nieder und zwang den Egyptern 2* verhaßte Schatte«, egierung de««hedive wieder auf. %r Her, Gladstone hatte nicht bedacht, daß er mit der Okkupation" Egypten« auch die Verantwortlichkeit für dessen 5">,e» zu übernehme» hatte, und daß mit der Auftecht» Naltuug der Grenzen auch da« ganze englische Prestige im ffttnt zusammenhing. Da wälzten sich dr« Massen !? Aufständischen au» dem Sudan gegen Oberegypteu **» und Gladstone sandte den General Gordo» jch Chartum in de« Wahn, dieser tolle Engländer könne "W ein paar Säcken voll Gold ein« ganz« Volksbewegung Ieuilleton. Ä« Eckfenster. Roman von Friedrich«ersticke». (Fortsetzung.) . Han» hatte bemerkt, daß Rauten bei seinem Sttirz >>» Weiße« und Blitzende« verlor. War e« mellercht S? Ring? Er sprang der Stelle zu und fand lm Grase Würfel, de« er lächelnd zu sich steckte. Er konnte � doch nicht de« Eigenthümer vor all' den zungen Damen fö�gebev, denn Franziska besonder« würde ihn de«» m scharf in» Gebet genommen haben. »Han«, ,» verlangt hier Jemand nach Dir. u.„%wh mir, Papa?" rief der junge Mann und sprang � All�Vetttt I" ne�H«m«,"»d«r ist vo« Notar Püstn, i-h« auf der stattlichen Gestalt de» iu«g(# Edel- .„ hastete. Sie, Herr Baron," sagte« 1�* dicht augfigepreßter Stimme,»ich fühlt« Mich plötzlich dcht�°ll«n Sie ein Gla« Wasser?" rief Han» gut' aufhalt«». E# kam ander«. Gordo« ward abgeschnitten und»«fiel eine« ttagischen Schicksal. Die zu seiner Ret» tung abgesandte Arme« hat Oberegypte« nach«ine« erfolg» lose« und verlustreichen Vorstoß geräumt. Dazu kam noch der Konflikt mit den Russen in Asten, der für Gladstone ein Ergedniß hatte, da« von einer Niederlag« nicht sonder- lich verschieden ist. Herr Gladstone hat den Russen neuen Mutb gemacht; da» wird man bald verspüre». Wir gehören nicht zu denen, welche durch ein« chau» vinistisck« Brill« sehend der Gladstone'schen Regierung zu wenig Energie vorwerfen. Wa» un« am verwerflichsten erscheint, ist aber der Umstand, daß da« Kabivet Gladstone die englisch« Großmacht«» und Eroberungspolitik fortsetzte und zweimal die Gefahr eines Weltkieg« heraufbeschwören half. Daß eine solche Kvtastrophe un» erspart geblieben ist, kann»ahrlich nicht dem Herrn Gladstone al« Verdienst angerechnet werde». Gladstone'» Regierung war eine echt englische; sie war auf äußeren Prunk und Glanz und auf Vermehrung de» R-ichthum« der großen englischen Klämerschaft berechnet. Daß es für England unendlich ersprießlicher wäre, einen Feldzu« gegen da» Massen« lend in dem Land« selbst, al» emen Feldzug gegen den Mahdi im Sudan zu unternehmen, daran hat Herr Gladstone wohl nie gedacht. In der Hauptstadt de» englischen Reiche» strömen Schätze au« allen Welttheilen zusammen; aber fie bleiben in den Händen einer winzigen Minderheit; dagegen find die Arbeiter in Stadt und Land derselben«irthschaftlichen Misere verfallen wie überall. Man hat echt«anchesterlich-liberal regiert, d. h.«an hat sich wohl gehütet, der Industrie wirksame Schranke« zu ziehen in der Ausnutzung und Aufbrauchung der Volk»« kräft«. Run werden, wenn Herr Gladstone abtritt, die Kon- fervativen wieder regieren und man hat auch schon Namen Senannt. Dann kommen an Stelle de« manchesterlichen !aufmann»sohne» Gladstone wieder die Peer«, die Häuprer der alte» Aristokratie zur Regierung, deren Anschauungen so unzeitgemäß find, wie die alten Allongeperrücken, die in den englischen Parlamenten noch im Ge« brauche find. Geändert wird durch«ine« solchen Regierungswechsel so ziemlich gar nicht«, e» sei denn, daß nunmehr einige andere Gruppen au» den herrschenden Klassen e« find, die von der Regierung vor allen bevorzugt werde». Sonst bleibt Alle», wie e« ist; die Eroberung«» Politik in der ganze« Welt wird fortgesetzt»erde», ganz unbekümmert darum, welche Katastrophen etwa daran« entstehe» könnte«. Diese beiden Parteien, die England nun schon seit so langer Zeit regiere», find veraltet und find auch föllig unfähig, den Anforderungen einer neuere» Zeit zu genügen. „Ich dank« Ihnen, e« ist schon vorüber," sagte Mux; ich habe nur einen Aufttag vom Herrn Notar Püster auszurichten, der Sie bitten läßt, sobald Sie können, ein» «al zu ihm zu kommen, da er Ihnen ein« Mittheilung zu machen habe." „Ist fie wichtig?" Mux zuckte mit den Achsel».„Der Herr Notar wünschte, sie Ihnen persönlich zu mache»; ich glaube, fie ist wichtig." „Wa» will der Mensch von Dir?" sagte in diesem Augenblick der Baron Solberg Vater, der dem Sohn« gr» folgt war und jetzt sehr erstaunt, aber auch mtß« trauisch da« thränenüberströmte Geficht de« kleine» Mux bemerkte. Wie er da« erste Wort sprach, hatte Mux sein große« kluge« Auge fest auf ihn geheftet und hielt e« da, so lange er sich»och in dem Hause befand, al» ob ein Zauber seinen Blick dahin zog. „Nicht», Vater," sagt« Han»,„«* ist der Schreiber de» Advokaten; der Notar will«ich spreche« und ich denke, ich werde noch vor Tisch auf eine« Sprung zu ihm hinüber» gehen." „Und konnte er da nicht selber zu Dir kommen?" „Derartige Sache« mache« fich am beste» in einem Komptoi« ab, und«an ist dort wenigsten» sicher, nicht ge» stött zu werden." „Und Du willst die jungen Dame» jetzt verlassen?" „Geschäft« gehe» vor, Papa.— Watten Sie einen Augenblick, ich komme gleich mit, oder gehen Sie auch lieber vorau» und sagen Sie dem Herrn Notar, daß ich Ihnen auf dem Fuß« folge." Und damit sprang er die von hier in die obere Etage führende Wendeltreppe hinauf, um fich in seine« Zimmer,«ach de« Spiel im Garten, erst die Hände zu waschen. Mux blieb«och wie gebannt einen Moment auf der» selben Stelle, der alte Baron aber, mit keinem Interesse »est« für die Sache und ohne von de« kleinen Boten Notiz zu nehmen, drehte fich ab und schritt wied r in den Gatten zurück, und Mux, dem der Mensch in Livröe die Thür schon offen hielt, al» ob er sagen wollte:„Na wird'« Wen»« fich nur darum handelte, die Interessen de« Großkrämetthum», der Großindusttt« und de» Großgrund« befitze« zu« Ausdruck zu bringen und ihnen Genüg« zu leiste«, da»« wären diese beiden Parteien am Platze. Aber di« neue Zeit erhebt gebieterisch die Forderung, daß da« Gesammtintereffe de« Volke« berücksichtigt»erde und da« wolle» di« Staatsmänner nicht einfehen. di« ihre Anschauungen au« einer verflossenen Periode mit herüdergenommen haben. Velleicht ist Herr Gladstone durch seine längst au« der Mode gekommene» aber hatt» näckig beibehaltenen ungeheuren Vatermörd-r verhindert, die Forderungen der Reuzeit deutlich zu erkennen. Al« England 1796 die Niederlage von Qaiberon auf seine Rechnung nehmen mußte, tröstete fich Herr Pitt mit den Worte»:„E« ist gottlob kein englische« Blut geflossen I" Worauf ihm Shendan, der Oppofition«ma«n, vi« be» rühmt« Antwort gab: Aber englische Ehr« ist au» alle» Poren geflossen I"— Bei Herr» Gladstone ist e« noch schlimmer; englisch,» Blut und englische Ehre find unter seine« Regierung i» Masse dahingeflossen. Wir betone«, wa» wir schon öfter gesagt: Di« alte» Partei«» in England sind abgelebt. Nur die englischen Arbeiter find im Stande, wenn fie fich wieder an de» polnische» Angelegenheiten und DtSkussionen betheiligen, einen frischen Zug in diese dumpfe politische Atmosphäre zu bringe». Jolttiseke Nebersickt. Ueber die Ausführung de« VerwendangSgesetzeS(lex Huem) in der Rhernprovinz bcttchttt vtc„Kölnische Zeitung":„ES unterliegt keinem Zweifel, daß di« nach dem Verwendungsgesrtze an die Kreise oer Rheinprooin» fallende,' Beträge, nach dem Wortlaut und den Absichten diese« Gesetzes selber, zur Erleichterung der Weae» baulasten an erster Stelle destritten werden müssen, wenngleich formell diese» Weaebudget von der Prootn, ausgebracht und nur auf die Kreise und Gemeinden vmhritt wird. Denn t» widerspräche völlig dem Sinne deS Gesetzes, wenn in dir Rhcinprovinz der überhaupt nur fubstdiatr und in zweiter Linie angefühtte Verwendungszweck— Er. leich l-rung°°n den Schullasten- darum an erste ÄÖ««.1 lÄf Bei unseren rheinischen Pcovirzialbehörden ist denn auch gar kein Zweifel, daß an erster Stell« die Gemeinden von den Weg«lasten befreit werden müssen."-- Da» Blatt führt nun weiter an. daß der geplante VerthellungS. modus, die UederweisuvgSgclder zuerst an die Kreise und von dort an die Gemeinden abzuführen, damit dies« fie dann zum größten Thrlle wieder an die Provinz- al» die R» Unterhaltung der Beztrksstraßen formell verp lichtete Be» hbrde- abliefern, zu vielen Weitschweifigkeiten führen würde; b�d?" verließ ebenfalls da, Hau«, dessen Thür äugen» blrcklrch hinter»hm wreder zufiel. Han», al« er in fein Zrmmer und an den Waschtisch trat, fühlte, daß er den gefundenen Würfel noch in Gedanken m der Hand behalten hatte, und warf ihn auf seinen Schrerbtrsch, wo er aber nrcht liegen blieb, sondern da» rüber hinrollt« und auf die Erde fiel. Die Sech« lag oben. � Han» braucht« übrigen» zu seiner Toilette nicht viel Zert, nur dre braunen vollen Locken kämmte er fich flüchtta durch, griff dann ferne Handschuhe auf und wollte eben fort, a.s er den heruntergefallenen Würfel bemerkt«. Er Mux hatte sein Bureau schon früher erreicht,«l« tt zutfidkarn, meldete er, ohne aber den Notar anzusehen: „Der Herr Baron wird gleich hier sein," und trat dann an sein eigenes kleine« Pult. _ Püster schaute ihn verwundert an, den» da« verstötte Aussehen de« junge» Menschen konnte ihm nicht ent» gehen. »Wa« hast Du denn, Mux? Du stehst ja käsewei» aus, mit rothen Auzen wie«in Kaninchen— drst Du unwohl?' „Nein, Herr Notar." „Na, was hast Du dann? Neulich schon einmal war etwa» Aehnliche«, wa«, wenn ich nicht irre, auch mit Sol» berg» in Beziehung stand; ich kann mich nur nicht gleich «ehr darauf besinnen, sag' einmal,»a« ist mit Dir, Mur? Du kommst mir überhaupt jetzt so sonderbar vor." „Sonderbar, Herr Notar?" K..Ä K bas fet auch bereits erkannt worden und man habe jest einen einfacheren Modus in Ausficht genommen. Uns interefftrt der Bertheilungsmodus weniger, wohl aber fommt es uns darauf an, zu welchen Bweden die Gelder, welche von den höheren Böllen herrühren, also aus den Taschen der ge. fammten Bewohner fließen, verwendet werden. Man steht aus dem Dsigen, daß die Schulen tft in a weiter Linie" in Betrachi lommen, an erster Stelle aber der Wegebau. Die Berbefferung der Wege gereicht aber ganz besonders der Landwirthschaft" und den Großinduftriellen aum Bortheil, Denn fte find es, welche die Wege am mebiften be resp. abs nuzen. Der Arbeiter und Handwerker wird den Chauffern oder Brücken feinen Schaden zufügen, wenn er barfuß oder auf Schuhmachers Rappen über dieselben hinweggebt. Man febt also, daß die Rölnische" als Vertreterin der Landwirth fchaft" und der Großinduftrtellen, guten und hat, für die Erleichterung der Wegebaulaften, als in erster Linie nothwendig, zu schwärmen. H Auf die wirthschaftliche Lage im Deutschen Reiche, werfen einige der" Nocod. Allg. Btg." zugegangene Berichte grelle Streiflichter. So brachte das offiziöie Blatt in einer feiner legten Nummern aus dem Regierungsbezit! Trier fol gende Schilderung: Seit Beginn des laufenden Jahres bat Die Lage von Induftrte und handel im Regierungs begirt Trier teine wesentlichen Veränderungen erfahren. Die wirth chaftlichen Verhältnisse ftad im Großen und Ganzen befriedigend. Betriebseinschränkungen haben nur in gerin, gem Umfange bei einzelnen gewerblichen Anlagen in Folge befferer Umstänbe ftattgefunden, welche auf die Gesammtlage des betreffenden Industriezweiges ohne Et fluß geblieben find. | ftattgefunden, zum Theil werden fte noch stattfinden. Bon einer Ermäßigung der Breise der gewöhnlichen Rahrungs mittel ist aber nirgends eine Sour zu entdecken, wohl aber find diefelben durch die Bölle im Breise gefliegen und die Land diefelben durch die Bölle im Breise gefliegen und die Landwir bichaft" bofft noch zuversichtlich auf eine weitere Befferung" Es ist fürwahr ein ihrer Verhältn fe durch den Kornzoll. recht trofiloses Bild, mas fich und zeigt, um fo troftloser, als feftftebt, daß die fog. Schußmokregeln( Schölle) nur einem wingigen Theil des Volles zu Gute tommen und daß deshalb alle Hoffnungen auf eine Befferung der wirthschaftlichen Ber hältniffe vollständig zu Wasser werden müssen. Eine Bferung ift nur möjlch, wenn die auftraft nicht Einzelner sondern der Voltsmassen gestärkt wird das tann aber nur herbeigeführt werden durch soziale Reformen. H " Moanne, bie f diefem Erwerb batß der Be fügungen u. des tailleurs des Bolles billigeres Brot erhält. Natürlich, der Profit wi etwas geschmälert. Es ist ebenso traurig als wahr, daß unter anarchistisches Wirthschaftssystem den großen Land oirthen ein reiches Jahr oder gar eine Reihe gater Jahre als ein Braud Sneider vor dem Herrn- Mammon erscheinen lägst. Aber es ist ein mal so unter der Herschaft des Kapitalismus. Wir lesen in Bei bobm's Corn Trade Lift" folgendes: Für die Berebon Champio nigten Staaten von Amerila wird das Mindererträgniß in Ds. bej ffert. Englands Wetzenernte dürfte in diefem Jahre. Sévat, Uebereinstimmung mit offiziellen Schäßungen auf 15 tl tematich wegen des 10-15 pб. verminderten Anbau& und in Anbe ablegungen etwa 1 min. 8. gegen dis gute Ecträgniß des Borus rubig, b feitbertgen ungünftigen Witterungsverbält the Arbeitseinstell Für Frankreich wird Rampfes wi tracht der udgebrochen. Bbre Der Her Igen Soa Die foztaliftif Bennpunkt in Halbemotrates jabres im Auditande bleiben. Für Zur Berliner nationalen Ausstellung. Es mehren auf Grundlage des gleidfalls um 10 pet. verminderten fich die Stimmen, welche eine nationale Ausstellung in Berlin baues und namentlich wegen des ungünstigen dortigen Saaten standes ein Ausfall von 3 Millionen Dts. angenommen. im Jahre 1888 fordern. Besonders find es die heinischen Gewerbekammern, welche für dieselbe entschieden und wasm Deutschland, Holland und Belgien dürften zusammen etwa verein3 au 31n. Dort heißt es: ,, Die 2 ficht der Ausländer gleicher Höhe von 1% DS. wird auch der Ausfall für Defits lichen Mar über deutsche Industrie und deutsche Gewerbetüchtigkeit hat sich reich Ungarn, Südrußland und Spanien angegeben. Dr au Wahltam obigen Schäßungen für jene Länder resultirende Gesammtaul and in bar vorzugsweise auf den großen Ausstellungen des Auslandes gebildet, wo der Deutsche leider fast immer mit fall von 22 Millionen Duarters entspricht ungefähr bem rbeiterbewe Jabrestonfum Englands und dürfte die im Vorjahre bean Blag zu mad Dene Ueberprodutt on, welche in den noch vorhandenen Bor räthen deutlichen Ausdruck findet, durch das dies fähige trägniß fonach eine angemessene Rovreffur fahren.(!)" Angemessene Korrektur, das heißt das Brod with Gerade dieser ver heuert, das Hauptnahrungsmittel des werkthätigen Volles steigt im Preise oder wird noch mehr verfälscht als bisber, and die Latifundienbefit r la firen ihre angemessene Rente" unzureichenden Mitteln seine Erzeugnisse vorführte. nie if ein getreues Gesammtbild der deut fden Industrie gegeben und daher erhalten sich die abfälligen Urtheile der Ausländer, welche auf dem Weltmartt immt und immer wieder belämpft werden müssen von jedem einzelnen, der in den Wettbewerb eintitit. Kampf legt dem einzelnen immer von neuem große Opfer auf also nicht Much in den Brelien der gewerblichen Erzeugnifie baben Achaum Machibelle bet gangen Anburite amar beenben umb burch fich die Arbeitslöhne fich durchgehend gleich geblieben, jedoch mit der Neigung zum Herabgehen in gleichem Vers pältniße mit der Ermäßigung der Breiſe ber gewöhnlichen ben Diele dukerft trefilichen Deduktionen paffen aber, wie jeder Sabres fettens ber föniglichen Eisenbahnverwaltung die Arbeitslobne allgemein heruntergefeßt, dieselben find indeffen wieder auf die alten Beträge erhöht, bei einigen Kategorien Savon Arbeitern die Ausfälle sogar nachbezahlt worden. Bet dem Steinkohlenbergbau gewähren die Abfat- und Preis. verhältniffe den Unternehmen, insbesondere bem föniglichen Bergfistus, die zur Erhaltung eines schwungbaften Betriebes nöthigen Erträge. In der E senindustrie führte nach wie vor Die Ueberproduktion zu einem jeben erheblichen Rein gewinn ausschließenden Herabdrücken der Preise. Dagegen hat es die Tafelglasindustrie vermocht, fich durch Konvention vor Ueberproduktion und Preisbrud mit gutem Erfolge zu schüßen. Die Ausfuhr von Tafelglas nach Italien bat in Folge von Tarifermäßigungen eine Bunahme erfahren. Auch die Fabriken Der Flaschen arbeiten fortgefeßt ohne Einschränkung des Um fanges der Produktion bei gleichbleibenden Arbeits 1öbnen." Ueber die wirthschaftliche Lage im Reg. Bez. Gumbinnen wird dem Blatte gemeldet, Daß der Landwirth vorläufig noch voll Hoffnung der Einte ent gegenfeben fönne. Alerdings sei seine Situation insofern gegenwärtig gedrückt, als die Preise für fast sämmtliche landswirthschaftliche Erzeugnisse andauernd ihren niedrigen Star.b behaupten, besgleichen blieb Umfaß und Preis des Fett. pichs gegen das Vorjahr zurüd. Sehr empfindlich wirke ferner der niedrige Spiritus preis. Ließen sich die Rück vir fungen der auf der Landwirthschaft lastenden ungünstigen Ver hältnisse auch bei den Gewerbetreibenden tonflatiren, so herrsche auf der andern Seite doch in allen Kreisen die fefte Buversicht, Daß mit Durchführung der von der Reichsregierung beantragten und vom Reid Stage angenommenen Schußmaßregeln eine Befferung eintreten und dem weiteren Burüdgeben der inlän bischen Produkte ein Biel gesezt werde. Man boffe d'es um fo mebr, als auch von den angeblich sd äoigenden Einflüffen fener Maßregel nichts zu bemerten set. Der Handelsverkehr mit Rußland war namentlich über Broftken andauernd lebhaft und wurde in feiner Weise von den Getreidezöllen beeinträchtigt. -Soweit das Blatt. Aus den Berichten geht flar hervor, baß die wirthschaftliche Lage fich nirgends gebeffert hat. Die Arbeitslöhne blieben fich angeblich durchgehends gleich, jedoch mit der Neigung" zum Herabgehen, in gleichem Ber hältniß mit der Ermäßigung der Preise der gewöhnlichen Nahrungsmittel. In der That ein sehr biplomatischer" Sat, zu dem die aus dem Bezirk Gumbinnen stammende Mitthei lung, daß die Preise für faft sämmtliche landwirthschaftliche Erzeugniffe andauernd ihren niedrigen Stand behaupten, sehr schlecht paßt. Denn, mag auch die Behauptung richtig fein, daß Umfaß und Preis des Fettviehs zurüdging, fte be fundet nur, daß dem Arbeiter der Genuß von gutem Fleisch nicht mehr möglich ist und daß daher gutes Fleisch nicht mehr zu den gewöhnlichen Nahrungsmitteln der Arbeiter gerechnet werden tann. Da nirgends eine erhebliche Nachfrage nach Arbeitskräften ftattfand, so ist die Arbeitsiofig lett auch nicht vermindert worden. Es ist daher also sehr ert.ärlich, daß die Arbettelöhne Neigung" aum Herabgeben zeigen. Auf gut Deutsch heißt das, die Lohnfürzungen haben zum Theil schon Ein ander Mal, Herr Notar," sagte Mug leise, ba ift Herr von Solberg schon," und er hatte in der That Recht. Zu gleicher Beit flopfte es an die Thür und ehe nur Jemand Herein!" rufen konnte, ftand Hans auf der Schwelle. Mein lieber Notar, Sie haben gewünscht, mich zu fprechen," rief er zu gleicher Beit, ist Nachricht von unferem Schiffe eingetroffen?" Bon Jorem Schiffe, Herr von Solberg?" Von der Kleopotra! Sie wissen boch, daß wir deshalb in Sorge find." Von der Kleopatra habe ich nichts gehört," fagte Püfter troden. Hm!" brummte Hans, dann hätte ich allerdings auch nicht in folcher Eile sein brauchen. Ich glaubte, Sie hätten gute Rundr für mich, denn das Fabrzeug ist nur schwach verfichert und bringt eine werthvolle Ladung, ober hat fie wenigstens an Bord. Also, was sonst war es?" Haben Sie eine halbe Stunde 8eit, Herr von Sol Eine halbe Stunde etwa, aber nicht mehr." berg eine allgemeine deutsche Industrie Ausstellung unser in buftrielles und gewerbliches Ansehen auf den Rang erheben, das Deutsche einnimmt?" Leser sofort herausfühlt, noch viel beffer auf eine inter nationale Weltausstellung in Berlin, wie auf nationale Weltausstellung in Berlin, wie auf eine nationale Ausstellung, der die Ausländer doch mehr ober weniger fern bleiben. Doch wir find, wie schon gesagt, vor läufig auch mit einer großen nationalen Ausstellung zu frieden. " Auf Grund des Sozialistengesetes ist das in hotlingen Zürich gedruckte Flugblatt: Arbetter warum seto Ihr arm? oder: Wie Tinn Euch am fichersten aus Eurer Bedrängniß geholfen werden?" verboten worden. " In der geftrigen Sigung des Bundesraths wurde be züglich der Engaben wegen Einführung der Doppel. Münzwährung beschlossen, denselben feine Folge au geben. Die Nat. Btg." bemerkt dam: Da dies ohne Bweifel das Ergebnis der Prüfung der Frage durch die jus ständigen Behörden" ist, wooon der Reichskanzler in seinem bekannten Schreiben sprach, so dürfte die neuefte bimetalliftische Aitation bereits thr Ende erreicht haben. Vor immer neuer wenn der Weizen der Unternehmer blühen soll. Endlich Ausbruch be Gazeta ver Obgleich no lommenen ve Gabr fer Aus Westpreußen wird g schrieben: Der Landrath desusperten. Bände ersucht, ihm diejenigen ruffifchen Ueberläufer nambaft zu macher, welche in attivem Militärbien fteben, damit er entsprechende Schritte tbun tönne, um fle diefem Dienfte zu befreien. Aus Golub find 58 lebe läufer nach Rußland zuriagegangen, 70 Personen dagegen finden fich noch auf der Liste der Auszuweisenden. Defterreich Ungarn. 1 Unser schwarzgelber Nachbarstaat macht Fortschritte Waffenwesen, Es werden jept ftablbronzene 15 Bentime tungsinftrumente außerordentlich gut bewähren sollen. be im Außer Belagerungsmörfer eingerührt, die sich als Bernid dem wird noch berichtet, daß die Versuche mit zerlegbarem 7 Bentimeter Gebirgstanonenrohre günstig ausgefallen Nun tommt noch eine Veränderung in der Bewaffnung Kavallerie und dann lieb Desterreich fannst rubig sein! Frankreich. find bet bk Stadt. Janern, daß aftatische Das ita Sosialre afte diesbez lefebes o Dem dortiger Die Rotblag welcher d in Rachricht vo aften Artike wortlich Der Arbett, Aderbaumin rauens Bertrauens Entwurfs m Wenn es ft Jmmer präziser tritt das Minifterium Brisson in Dandelt hätt Beunruhigung werden der Handel, die Industrie und die Fußtapfen seiner Vorgänger. I t verlangt es einen Rrebe auf ein ftaatliche, wie der private Kredit aber erst geftchert sein, wenn die deutsche Goldwährung zum Abschluß gebracht wird." Dem Bundesrath ist der Antrag Sachsens auf Berlän gerung des fleinen Belagerungszustandes aber Leipzig aug gangen. Derselbe läuft am 28. Junt ab, wird aber voraussichtlich wieder auf ein Jahr verlängert werden. Die sogenannte Braunschweiger Frage ist noch nicht zur Beratbung gekommen. " Die Nummer 21 des Reichs Gelegblattes" welche von gestern ab zur Ausgabe gelangt, enthält das Gefes, betr. Abänderung des Gefeßes wegen Erhebung von Reids. stempelabgaben vom 1. Juli 1881. Vom 29. Mai 1885; und die Bekanntmachung, betr. Die Redaktion des Gefeßes wegen Erhebung von Reichsstempelabgaben. Vom 3. Juni 1885. Zum Feldzug gegen die Fachvereine wiro ans Baiern geschrieben: Der Berein für Metallarbeiter aller Branchen in Fürth batte fich am 21. Februar d. J. an die Vereinigung der Metallarbetter Deutsch l and 8" angefchloffen. Der Verein wurde darauf für politisch ertiäit, da der Kongreß der Bereinigung der Metallarbetter" Rich mit dem Normalarbeitstag, Gefängniß arbeit, Lehrlingswesen zc. beschäftigt habe. In Folge diffen fab fich der Fürther Verein genöthigt, bie Bereinigung aufDon 12 Millionen zur Eroberung von Mabagastar. Dk ble wären mit beitende Bo Der t Rammer hat die Fo derung einem Ausschuß zur Vorberathung überwiesen. Gestern erschienen die Minifter Briffon, Feyeind was Ande und Admiral Galiber in der Sigung des Ausicbuffes, um die Kreditforderung zu begründen. Briffon erklärte, daß die gierung ben bisherigen Stand auf Madagastar aufrechterha ten wolle, so lange die Tongling- Angelegenheit nicht volländ geordnet fet! wenn man weiter gehen wolle, müsse die ne Kammer abgewartet werden. Feycinet erinnert an die immer neue englischen Lobeshymn Kapitain ftimmung, durch welche die Rammer bekräftigt habe, daß Fran retch Rechte auf ganz Madagaskar habe und entschloffen siger der in fte zur Geltung zu bringen; die Regierung verpfi chte fait und Diesen Beschluß zu achten und nichts zu thun, was gegen Beschlüsse der Kammer sei; man werde die gegenwärtige aufrechterhalten, bis die Tongling Angelegenheit beenbet man weide die besegten Stellungen wabren und vie einige andere befeßen, wenn es die Ereignisse erbeischen. Regierung erfenne an, daß man in der jeßigen Lage ni -Der Handelsminife mer berufen sein, die Frage zu lösen. wird diese Woche von Det Arbeitervereine, welche am 25. Jult eine Austel zugeben. Gleichwohl wollte das Bezirksamt seine Erklärung. Frants für die Absendungeiner Arbeiteraboro der Verein set ein politischer, nicht zurüdnehmen. Die Kreisregierung für Mittelfranten hat der dagegen erhobenen Beschwerde des Vorstandes stattgegeben, den Verein aber in Hinblick auf das Sozialistengeset ber besonderen Be achtung der Polizei empfohlen. Die Weizenernte 1885 dürfte nach ziemlich zuverläiftgen Schäßungen ein gegen das Vorjahr erheblich vermindertes Er gebnis liefern. Darüber herrscht unter den Grus dbefizern Den ihnen nabeftebenden Interessentengruppen große Freude. Bekanntlich brüden reiche Ernten die Pretie des Ge treides und in unserer eigenartigen ökonomischen Ordnung ist Daß für die Rornproduzenten von Uebel, wenn die große Maffe geenbet, sagte er lachend:„ Ja, mein lieber Herr, diese Sache. auf die fich bas Schreiben bezieht, mag vielleicht für Sie ein besonderes Interesse haben, aber mas fie mich angehen sollte, begreife ich nicht recht. Wer ist wie ist überhaupt dieser Herr von ein Name gleich? -von Tröben, der hier erwähnt, aber als verschollen bes zeichnet wird?" Die Photographie lag bei." " Sehr gut! Aber was in aller Welt habe ich damit zu thun? Ich kenne feine Familie ober einzelne Person biefes Namens. Rennen Sie vielleicht diese Photographie?" Rauten bei Gott!" rief Hans, wie er nur den Blid darauf geworfen, aber das ist merkwürdig," fette er rasch hinzu, Rauten hat mir selber erklärt, Daß er eine Aversion vor Photographien habe, und konnte beshalb auch nie bewogen werden, fich hier aufnehmen zu laffen. Noch neulich bat ihn meine Mutter bringenb, da fie ein Bild von ihm zurückbehalten wollte, aber er ließ sich froh alledem nicht darauf ein." Das ist jener Herr von Tröben aus Schlesien," be lung im Industriepala ft eröffnen, und 60 000 nung zur Antwerpener Ausstellung verlange Ein Kongreß der franzöfifchen Textilarbeiter and verw. Berufsgenoffen soll demnäoft vanstaltet worden Die Anregung dazu tft von der Union syndicale( aeri der Weber zu Roanne ausgegangen. Der Rongres foll I mit den Ursachen der in allen Bweigen der Tribu herrscher den und von Sabr zu Jahr wachsenden Noth foo mit den Mitteln zur Abhilfe beschäftigen. Eine Komm bat die Regelung der Angelegenheit in die Hand genomm Das Elend der Weber und Spinner ist in der franzö Republ ein ebenso furchtbares, wie im monarchischen D land. Db Lyon oder Chemnis, ob Glauchau- Meerane benn wir haben schon verschiedene Male gerade barfiber einander gesprochen." Aber diese Photographie ist in Amerika selber genommen." Hans brehte fie um und las die Firma. auf Das if allerdings wahr," nidte er verblüfft, und ich tenne fällig den nämlichen Photographen. Die Firma ift jeben falls echt." Tein Und sollte es das Geficht da nicht gleichfalls f fragte Büster. Hans schwieg; er war, wie er das Bild in die Hand bekam, von feinem Stuhl aufgefprungen und ging ein p Mal mit raschen Schritten in dem kleinen Gemach auf un ab. Endlich blieb er vor Büfter stehen und er ihn fest, aber doch halbscheu ansah: inben begreife sagte, Ganze nicht und lann nur glauben, daß hier eine m würdige Aehnlichkeit vorliegt." Wollen Sie einmal die Lupe nehmen und das Ge genau betrachten? Sie kennen doch die kleine Narbe Graf Rauten trägt?" Hans fab aufmerksam hindurch.„ Da ist allerdings " Die Sache ist sehr wichtig, für Sie sowohl als Jhre merkte Büfter rubig, und der Brief bezieht sich auf diese 8weifel mehr," fagte er en blich, aber bann begreife Familie." Dann heraus bamit! Wollen Sie mich allein sprechen?" fügte er hinzu und warf einen Blick auf Mur hinüber. Mug fann ba bleiben," sagte Büfter ruhig, er ist zu verlässig und weiß überdies Alles. Also bitte, lesen Sie vor allen Dingen einmal diesen Brief." Hans nahm den Brief, den Püfter aus Schlesien er halten wie er aber nur den Blick darauf geworfen, fagte er: Graf Rauten? Rauten ist, soviel ich weiß, nie in Schlesien gewesen." " Bitte, lesen Sie den Brief." Photographie." Das müßte eine merkwürdige Aehnlichkeit zwischen zwei verschietenen Menschen sein," sagte Hans, aber woher zwei verschietenen Menschen sein," sagte Hans, aber woher haben Sie das Bild?" Das Bi d," erwiderte Büller, habe ich aus Amerika zu gefchidt belommen, mit dem Auftrage, Nachforschungen nach bem Driginal anzustellen." Dieses Bild mein' ich," lachte Hans. Lieber Notar, Sie machen mich ganz konfus. Bon was reben Sie jetzt?" zu fein." nicht, weshalb er ableugnet, jemals in Nordamerita gem Also das leugnet er?" od 3 Gewiß." bal Dann kann ich Ihnen vielleicht auch dazu den Schlaf geben," fagte Püfter ernst, Irrthum natürlich immer behalten. Es ist das eine Sache," fuhr er nach fleinen Weile langfam fort, die ich mich eigentlich DO eine Bata " Ich, mein lieber Herr von Solberg," sagte der Notar nicht die festen Beweise dafür in Händen habe, und ernft, rebe nur immer von der nämlichen Person, der werbe, gegen irgend Jemanden zu erwähnen, fo lange habe ich noch nicht, wie ich Ihnen vor allen Dingen Hans trat zum Fenster. Sein erster Blick bort flog felben, die das Bild darstellt, denn die Züge laffen sich kennen muß. Wenn ich aber auch keine Verbindlichkeit ge allerdings zu der gegenüberliegenden Apotheke und zu den oberen Fenstern empor. Da aber dort Niemand zu ers tennen war warf er sich in einen neben ihm stehenden Stuhl und las die Beilen aufmerksam durch. Aber er schüttelte dabei immer säker mit dem Ropfe, und als er nicht gut ändern, wohl aber ber Name, und es giebt beshalb nichts Unzuverlässigeres auf der weiten Welt, als eben ein Name." ,, Aber Rauten war in Jnbien in englischen Diensten," fagte Haus, nie in Nordamerika, das weiß ich bestimmt, 酒 bit Fond Ihre Familie babe, Herr von Solberg. so muß ich doch gestehen, daß mich Ihr ganzes offenes Wefen für eingenommen bat, und nur als Freund mache ich h die folgende Mittheilung." Sie spannen mich auf die Folter, Herr Notar." oßartigle er Koften ur Folge, gemäßen Erwachsene Gramm F bürgerliche Aber Diese menschliche Ernährung faffung De eigenartige Es sch Gladsto gunften be Die Nieber geftellt wo tale fich Der libera ausschließl gemäßig Außerdem Comeruler berfelben Sie Sie wiffe Ich Nu bas Origi boswillig genommen Aα nicht bent umbergeh beiter un „ In eine fchw ebenfalls während Morb un „ He bentbar! De Der bam Bollen bas Mu jungen gaus ftraf gier, ebe Bitte, Le Han mertiam eigentlich Un gelesen u S bem be Ich rüber no undenfbo in bie S ibm bie ba ift te Brofit wird Daß unser Moanne, bie fojiale Frage mafirt fich am fchtoffften gerade in Defem Erwerbsyweige. Wir werden seiner Belt über das Er Dirtben ein biß der Verhandlungen berichten. ein Braud neiderstreit dauert fort. Hilfe tout noth. Unters es ift eins ungen u. f. w. find zu fenden an die commission exécutive tr lefen in Die Berei tes on Champ: our( Alter) ist ein Streit der bolafäller trägniß in gebrochen. Die Attorbpreise waren seit awei Jahren 15 Dillemattich reduzirt worden. Besonders zeichnete fich ein efem pre 560at, der 150 Arbeiter beschäftigte, bet diesen Lohn binaberablesungen unvortheilhaft aus. Endlich fand die allgemeine An Immerhin, daß bei einer entscheidenden Abstimmung 62 Libe tale, also Freunde des Minifteriums, abwesend waren. ware dem Minister gewiß fehr leicht geworden, fich die fehlenden Stimmen betbeizuschaffen, und unmöglich ist es also nicht, daß er gefliffentlich die Abstimmung unter folchen Umständen geschehen ließ, um endlich aus der Sadgasse heraus. autommen. Egypten. Nun die Engländer mit Sad und Beck den Sudan verlaffen haben, ift is dem Mahdi ein Leichtes, den Widerstand, welcher sich ihm noch an verschiedenen Stellen bietet, au verbält iffe Arbeitseinstellung ftatt. Die Streitenden verhalten fich durch brechen. Die Feftung Raffalar ist schon seit einigen genommen Dr aud Des Bo u ruhig, boch find sofort Gensbarmen als Wächter dieses eich wird Rampfes zwischen Kapital und Arbeit erschienen aur größeren Derten te der Herren Sépat und Genossen. Die französi. en Saaten en Sozialisten rüften fich zur Wahl. So haben z. B. bie sozialistischen Gruppen in Roanne, das, überhaupt ein mmen et ennpunkt der Arbeiterbewegung, 1882 Rongreßort der So n, und in aldemokraten Frankreichs war, den Beschluß gefaßt, den bür für Defter etlichen Randidaten Arbeiterkandidaten entgegenzustellen und Wabllampf mit allen verwandten Arbeiterorganisationen efammtaul and in band zu gehen. Die Berfahrenheit der franzöflichen gefäb bem rbeiterbewegung scheint allmälig einem planmäßigen Handeln den Mahdi purer Schwindel waren. abre beftan Blag zu machen. Denen Bor fab: ige G eftur Brod wird bieber, und e Rente" des Bolles bd Spanien. Endlich hat fich auch die spanische Regierung bequemt ben Ausbruch der Cholera in Valencia au tonftatiren. Die gen Bolle Bazeta" veröffentlichte eine betreffende Bekanntmachung. Obgleich noch nicht bestätigt ist, daß die in Madrid vorge uführen find, verloffen jedoch bereits zahlreiche Personen die ig ausfallen, Slabt. In der Deputirtenkammer erklärte der Minister des In der Deputirtentammer erklärte der Minister des Janern, daß alle Vorsorge getroffen werde, die infigirten Drte ufperren. Die in Madrid erfolgten Erkrankungen hätten mit aftatischen Cholera nichts zu thun. landralb des emeindevo erläufer Dirnte um fte ven Dagegen b in Italien. Das italienische Minifterium hat fich der Anbahnung von Sozialreformen nicht mehr verschließen tönnen. Das 58 lebte diesbezügliche Werk gelangte in Gaftalt eines Unfall. eleges vor die Deputirtentammer, welche aber was bet Dem m dortigen Wabliystem entlärlich ist-lein Verständniß für le Nothlage des Bolles hat. Ueber den Verlauf der Sigung, welcher der Entwurf zur Berathung gelangte, liegt folgende britten Rachricht vor:" Die italienische Deputirtentammer hat den Bentime aften Artikel den Gefeßentwurfs, betreffend die Verant als Bernich Dortlichlett der Arbeitgeber für Unfälle bei len. Außer Der Arbeit, mit 119 gegen 116 Stimmen angenommen. Der derbauminifter und der Juftizminister hatten die Ver setleg bar fallen find rauens frage geftellt. Also troydem die Minister bie Bertrauensfrage geftell. hatten, gelangte der Hauptartikel bes affnung Entwurfs mit nur 3 Stimmen Mehrheit aur Annahme. Ja, ta- fein! wenn es fich um Kanonen und Kriegsschiffe und darum ges b 1 fon in bandelt hätte, den Ruhm" der Nation" zu mehren, so wäre einen Rred auf ein paar lumpige Millionen nicht angekommen, fte star Daren mit Begeisterung bewilligt worden. Aber für das ar beitende Boll Italiens Schußmaßregeln ja Bauer, das ist n. Feycind was Anderes. Borberathung ble ffes, um Daß die vollständig gegen wärtige beendet and viel eifchen. Lage ni Die Großbritannien. Tagen in seinen Händen, nur Senaat hält sich noch. Der Tagen in seinen Händen, nur Senaar bält fich noch. Der Mabdi foll die Gefangenen verhältnismäßig gut behandeln. Verschiedenen soll er sogar frei gestellt baben, zu geben oder bei ihm zu bleiben. Am schlimmsten find diejenigen bran, welche zu den Engländern gehalten haben. Sie flieben schaaren weise nach den nördlichen Städten. In Dongola find mehr benn 11 000 Füchtlinge eingetroffen; diefelben haben bestätigt, daß der Mahdi den Gefangenen erlaube, fich fortaubegeben.Es stellt sich immer mehr heraus, daß die von den Engländern in die Welt pofaunten Nachrichten von der Empörung gegen 010 872 09: 8891 okales. g. Die Oranienbrüde, deren Herstellung mit so großen Belt und Geldopfern verbunden war, findet bereits bei den dortigen Anwohnern die abfälligfte Beurtheilung. Wenn dte Bferde über die mit Eisenplatten belegte Fahrbahn der Brücke fraben, dann verursacht dies nein so gewaltiges Getöse, ale befände man fich in der Nähe eines Hammerwette. Namentlich ist dies bei dem Paffiren der Pferde der Pferdeeisenbahn der Fill, was ununterbrochen geschieht, well die Wagen mehrerer Linien über diese Brüden fahren müssen. Auch ist der Brücken. scheitel ein höherer als bisher, so daß die Pferde eine größere Kraft zum hinüberziehen der Fuhrwerke verwenden müssen, als früher. Eine Abstellung dieser Mängel läßt sich vor der hand nicht bewirken. 1882 15 178 6612 21790 1883 15 834 6 293 22127 des durch die Stadt fließenden einen Armes der jest wieder so lieblich duftenden Bante" weit mehr gegen den Ausbruch epidemischer Riankheiten gethan werben tönnte, als durch die Mufftellung der genannten Desinfektionsapparate. r. Eine geradezu unglaubliche Rücksichtslosigkeit gegen das Publitum rond in der Art und Weise geübt, wie man gegenwärtig in den verschiedenen Stabitheilen mit Res paraturen und Revisionen der öffentlichen Bedürfnißanstalten vorgeht. Wochen lang stehen diese unentbehrlichen Aftalten von dem plumpen Baun umgeben, auf dem die Tafel mit bem latonischen Gesperrt" angebracht ift, felten erblidt man innerhalb dieses 8unes einen vereinzelten Arbeiter, der fich dort zu thun macht und vergebens fragt man fich nach einem Grunde für diese Sperrung. Auf ganzen weiten Streden, 11 Bauf der ganzen Tour vom Donboffsplay nach dem Gör liger Bahnhof find feit Wochen die sämmtlichen großen und unentbehrlichen Anstalten gesperrt, an denen man au jeber Tageszeit früber die bedeutendste Frequena wahrnehmen lonnte. Es ist in der That nicht zu verwundern, wenn solche Bustände zahlreichere Verhaftungen wegen Sittlichkeitsverlegungen zur Folge haben und die bekannten widerwärtigen Szenen, die man Abends auf den Straßen beobachten tann, fich bis zum Unertäglichen fteigern. Diese Anstalten find ein so unab weisliches Erfordernis für eine Großstadt, daß Reparaturen, die eine Sperrung nothwendig machen, schleunigft und wo möglich während der Nachtzeit ausgeführt werden sollten.. Aber es scheint gerade in Bezug auf bie wichtige Bedeutung Dieser Anstalten entweder bei den betreffenden Behörden eine unzutreffende Meinung zu berrschen oder ein Schlenorian ein geriffen zu sein, der die schärffte Rüge verdient. r. Eine sehr bedenkliche Erscheinung in unserem Krantenfaffenwesen sieht gegenwärtig die Aufmerksamkeit der betheiligten Kreise auf fich; es ist dies nämlich die meitwürdig große Zahl von angem.loeien Krantenfällen in all den Bran chen, in denen zu einer bestimmten Jabreszeit eine größere Bahl von Arbeitern beschäftigungslos zu sein pflegt; besonders zeichnet sich in dieser Beziehung die Damen- Konfektionsbranche aus, in welcher au der arbeitshillen Beit auffallend viele Ar beiterinnen frant gemeldet sind und zwar an Gitcantungen, deren Vorhandensein vom Arzte nur auf Grund unausaesepter Beobachtungen fonstatirt werden lönnte: Gicht, Rheumatis mus, undefinirbare Kopfschmerzen figuriren in den meisten Dieser Fälle als Krankheitsurfachen, und mögen die angestellten Rankheitsbefucher der Kaffe fich zu Schanden laufen, es wird immer schwer, wenn nicht unmöglich bleiben, feftauftellen, ob eine wirtliche Eitrantung vorlieat oder nur fimulirt wird. So bald der Krantenbesuch an der Thür Klingelt, legt der als trant Gemeldete schnell seinen Rheumatismus oder sonstiges Leiden. in Geftalt einer großen Watte Umbüllung an den betreffenden Körpertheil, fest bie erforderliche Krankenmtene auf und em pfängt unter schmerzlichsten Grimaffen den Besucher. Daß sich ein solches, schauspielerisch veranlagtes Talent mittelst ber Krantenunterfügung über die arbeitslose Geschäftszeit hinweg bilft, fönnte man vielleicht von einem gewiffen Standpuntte aus oerzeiblich finden, das Bedenkliche bei der Sache ist nur bie damit verbundene schwere Schädigung der Kaffe, die nas mentlich bei den Bvangsfaffen viel eklatanter au Lage treten dürfte, da hier für den Einzelnen das moralische Verantworte lichkeits Gefühl viel weniger angeregt wird infolge der Organis fation dieser Kaffen, als bei den freien Kaffen. Das Bewußts sein und das Bestreben, die eigene, frete Raffe rentabel au halten, wird die Kranheitsfimulation viel beffer verhindern, als Der Kaffenzwang, der immer zur Folge haben wird, daß jeder auf irgend eine Weise seinen Vortheil aus den gezahlten Bete trägen nach Möglichkeit herauszuschlagen sucht. * Der Verein für Volksbäder veröffentlicht so ben seinen Verwaltungsbericht für die vier Jahre 1881 bis 1884. Der Verein hat seine Thätigteit bis her auf die Errichtung nur einer Badeanstalt beschränkt, welche sich höchstestraße Nr. 15 befindet. Es wurden daselbst Bäder verabfolat: im Jahre 1881 1884 An Männer: 15 021 15 829 An Frauen: 5429 6 033 Summa: 20 450 21 862 Die Zahl der Bäder, welche im Durchschnitt auf den Tag tamen, betrug in den Jahren 1881: 56,8. 1882: 60,2. 1883: 60,6. 1884: 59,8. Wie wir bereits mitgetheilt baben, beab fichtigt der Verein jest mit der Errichtung von Bolts Brause bädern" vorzugehen. Derartige Bäder( warme Brausebäder) wurden auf der Hygiene Ausstellung in der Dr. Laffar'schen Badeanstalt bereits verabfolgt, mancher unferer Lefer dürfte fich also mit dieser neuen Art von warmen Bädern bereits be fannt gemacht und von ihrem Werth überzeugt haben. Der Verwaltungsrath des Vereins für Volksbäder, dem auch drei Mitglieder des Magiftrats angehören, schließt seinen Bericht mit folgenden Worten: 282 000 warme Bäder, welche die Bad inkl. Seife und Handtuch seit ihrer Begründung verab folgt hat, legen Beugniß ab von der Wohlthat, welche einer Stadtgegend aus dem erfien Anlauf, den der Verein für Voltsbäder genommen, erwachsen ist. Jigt gilt es, diese Wohltbat auch anderen Stadttheilen, die derselben in vielleicht noch böberem Maße bedürfen, zuzuführen. Selbstverständlich find hierzu größere Mitel nothwendig. Wir wenden uns deshalb an unsere Mitbürger in der feften Ueberzeugung, daß wir bei Dem unbestrittenen Werthe unserer Bestrebungen für die hebung von Gesundheit und Wohlbefinden der ärmeren Be völkerung, auf die ftets bereite Dpferwilligkeit der Bürgerschaft rechnen tönnen." Wir sollen dem Bestreben des Vereins unfere volle Anerkennung und freuen uns, daß es tom ge lungen ist, einer so großen Anzahl von ärmeren Mitbürgern die Wohlthaten seiner Anstalt zu Theil werden zu laffen. Für welt sichtiger aber hielten wir es, wenn die städtischen Be hörden dafür Sorge tragen würden, daß derartige gemein hörden dafür Sorge tragen würden, daß derartige gemein nügige Anstalten nicht auf die Privatwohlthätigkeit angewiesen find. Derartige Badeanstalten bieten nicht nur für diejenigen, welche fte benußen, Vortheile, sondern die sanitären Verhält niffe Berlins im Allgemeinen erfordern die größtmöglichste Ausbreitung solcher Anstalten über In diesem Sinne gehaltene Betitionen find ja schon zu wieder bolten Malen, sowohl an den Magiftrat als auch an die Stadtverordneten versammlung gerichtet worden, leider aber ohne Erfolg. AB im vorigen Jahre die Einschleppung der Cholera von Baris aus drohte, da beellte man fich febr, mit der Errichtung von Desinfektions Apparaten sc. vorzugehen. Wir meinen, daß mit der Enrichtung von Bollsbädern, Sanitäts wachen u dgl. durch die Kommune, ferner durch die Buschüttung Der tollettivistische Betrieb bebnt fich auf ufrechterba immer neue Gebiete des gesellschaftlichen Lebens aus. Die Anstalt in der Höchfteftr. 15 für den mäkigen Preis von 25 Pf. pro englischen und französischen Bourgeoisblätter find jett voll von fe bie ne obeshymnen auf die öffentlichen Küchen bes an die Rapitain Wolff, die mit fehr großem Erfolge in London, in , daß Fran Liverpool und in Birmingham in Thätigkeit find. Ein ein ſchloſſenger der in denselben angewendeten Defen loftet 16,000 bis 40,000 pfi chte ftail und kann jährlich 90 Millionen Bortionen liefern. Die oßartigkeit dieser fonzentrirten Produktion hat Verminderung er Soften und gewaltige Arbeitserleichterung und Theilung ur Folge, fte bewitt ferner die Herstellung einer gefundheits gemäßen Nabrung.( Bekanntlich braucht im Durchschnitt ein Erwachsener täglich 100 bis 120 Gramm Eiweiß, 50 bis 60 Gramm Fett und 500 bis 600 Gramm Kohlenhydrate.) Der über diese neue Einrichtung entaudt, weil der Ertrag der menschlichen Arbeitskraft, ihre Produktivität durch die beffere Grnährung bedeutend gesteigert wird. Es ist eben die Auffeffung des Menschen als einer Maschine eine bem Kapitalismus eigenartige. neue Ram Delominia cants fie bie Ausstel und 60 000 eraboro erlingen beiter und Fachwerein) tes foll f tet morben Ftillba Rommi Roth, fook genomm frangoli ben De Leerane barliber m felber Dal if Lenne a i jebe falls fein nbie Banb ng ein p auf un Segreife 8te, inde b eine mak bas Gefi Narbe rbings begreife ta ge en Schlahd immer DO nach ein lich but o lange und Dingen teit geg ich b en für ich h otar." id bit Es scheint, als ob die Stimmen, welche behaupten, daß Gladstone bie Abstimmung geflffentlich zu feinem Ungunften herbeigeführt habe, nicht so ganz Unrecht haben. Denn ble Niederlage des Minifteriums ist, wie jekt siffermäßig feftgeftelt worden, dem Umftande zuzuschreiben, daß 62 Libe. tale fich der Abstimmung enthielten. Die Gesammtzabl Der liberalen Abgeordneten im Haufe der Gemeinen beträgt usschließlich der homeruler 331, von denen nur 251, fowie gemäßigte Homeruler fich an der Abstimmung b theiligten. Außerdem stimmten 4 Liberale, 41 Barnelliten und 2 liberale Domeruler mit den 219 Ronservativen, bei denen( die Stäite Derselben ist nominell 246) nur 24 feblten. Auffallend ist Auffallend ift Sie sollen nicht lange darauf liegen. Also wollen Sie wissen, wer mir diese Photographie gesandt hat?" " Ich wäre allerdings begierig." ftürmen. Büfter trat ihm aber in den Weg. alle Stabttheile. R. Beim Kragennähen zog fich die in der Rosenstraße wohnende Wäschenä hetin B. Dadurch eine nicht ur bedeutende Verlegung der Bade zu, daß ihr ein Stüd der plöglich zerbrechenden Nadel in's Geficht sprang. Ein sofort hinzuge rufener beilgebilfe befreite fie von der mit der Spize in bie baut tief eingedrungenen Nadel und beseitigte durch seine weiteren Anordnungen jede Gefahr. Das Unglüd wurde jebenfalls dadurch herbeigeführt, daß der von der Wheeler und Wilson Maschine zu bewältigende Stoff au start war. g Jene der Kriminalpolizet fignalistete Frauens person, welche beim Ansprechen von Frauen Gelegenheit nimmt, diesen das Bortemonnaie aus der Tasche au sieben, benust befonders den mitführenden Mops zur Ausführung. ihrer Diebereten. Nachdem sie ihre eusersehenen Opfer ange sprochen und mit ihnen über ein beliebiges Thema ein Ges fpräch angeknüpft hat, versucht fte den um die beiden Frauen berumlaufenden und zu erbaschen und weiß dies so einzus richten, daß der Hurd immer gegen die angesprochene Frau retiriren muß. Diese lenkt nun ihre Aufmerksamkeit auf den Bundefang und achtet weniger auf die enge Berührung mit Der raffinirten Gaunerin, welche nur den 8wed hat, den Diebs ftabl zu verdeden. Auf diese Weise bat fte auch einer älteren Waschfrau aus Friedrichshagen 6 Mart gestohlen, als fie von thr in der Krautstraße angesprochen wurde. Daffelbe Schids fal theilten zwei andere Frauen, welche den Verluft von 15 bean. 21 Mart zu beklagen haben. hoffentlich gelingt es der beeilt, barauf sich vers barer Aufregung griff er nach seinem Hut und wollte fort und daß fie fich felbeum ben treulofen Gatten wieder Nun benn, eine amerikanische Dame, bie ba behauptet, bas Original dieses Bildes sei ihr Batte, der fie nicht allein böswillig verlaffen, sondern auch ihr ganzes Vermögen mit brechers ist?" genommen, also gestohlen habe." Allmächtiger Gott," rief Hans, bas ist nicht möglich, nicht bentbar! Ein solcher Verbrecher müßte wie gebrandmarki ambergehen, und ich habe Graf Stauten eben verlaffen, heiter und ausgelaffen wie ein Rind." " In der That!" sagte Büfter. Und doch liegt noch eine schwerere Anklage gegen ihn vor, für die aber freilich ebenfalls eine festen Beweise erbracht werden können, während meine eigene fefte Ueberzeugung ihn schuldig spricht: Rorb und Straßenraub." bentbar! Wannwo Herr Notar," rief Haus entfezt aus, es ist nicht " Wollen Sie mich einen Moment ruhig anhören?" Ruhig" lachte Haus wild auf wenn meine Schwester die Verlobte eines Räubers, Mörders ober The Wollen Sie Alles mit Einem Salag verderben," sagte der Notar dagegen, oder wollen Sie wie ein ver Händiger Mann handeln?" Aber was fann ich Anderes thun?" Mich vor allen Dingen erst einmal ruhig anhören; nachher mögen Sie handeln, wie Sie es für gut finden aber Ihrer selbst, Ihrer Familie wegen müssen Sie erft ben Rath eines Mannes hören, der Ihnen eben bewiesen hat, daß er es gut mit Ihnen meint." Hans fab ihm fest und für den Moment noch un füffig in's Auge. So teben Sie," fagte er enblic; Sie haben Recht, ich bin in diesem Augenblid meiner Sinne faum mächtig und weiß nicht, was ich thue. Ich will mich Ihnen fügen; Sie haben sogar ein Recht dazu, es zu verlangen." Der Brief aus Schlesien antwortet Ihnen darauf. Der damals unschuldig Eingeterkerte hat ihn hier erkannt. Wollen Sie gefälligft einmal dieses kleine Schriftfüd lesen," Die Hauptfache alfo," fubr Büfter fort, iß, daß bie bas Mur aufgesetzt hat? Es hat die einfache Aussage des Verbindung mit Ihrer Fräulein Schwester und jenem Grafen jungen Mannes, der jenes Mordes wegen fechsjährige Bucht unter feiner Bedingung ftatfindet, ehe wir nicht in den haus ftrafe zu verbüßen hatte, und der diesen Grafen Rauten beiden Fällen vollkommen flar fehen. Rommt es zum Neubier, eben als er zurückgekehrt, zufällig auf der Straße traf. Berften, ehe wir Gewißheit erlangen, so steht Ihrer jeßigen Bitte, lesen Sie." Absicht nichts im Wege, aber es ist das nur ein verzweifeltes und feineswegs untrügliches Mittel. Was den Raubmorb betrifft, so muß ich Ihnen außerdem gestehen, daß ein wirk licher Beweis, ohne das eigene Geständniß des Mörders, jest nicht mehr zu führen ist, und wie wenig Aussicht wir habin, ihn dahin zu bringen, werben Sie selber ermessen fönnen. Etwas Anderes ist es dagegen mit der Anklage gebrochener Ehe, denn die Frau ist dem Flüchtigen nach Deutschland gefolgt und ich erwarte sie stündlich in Sans warf fich in den Stuhl zurüd und überlas auf. merksam ben kurz und bündig gefaßten Bericht, der sich eigentlich nur mit den wichtigsten Thatsachen beschäftigte. Und Graf Rauten?" fragte er bann, als er zu Ende gelesen und das Papier auf seine Anice niederfinken ließ. Soll jener Frembe gewesen sein," ergänzte Büfter, dem der Handwerksbursche damals seinen Stock verkaufte." Ich werde verrückt," rief Hans, wenn ich länger das rüber nachdente, aber es kann nicht sein, es ist unmöglich, Rhoden burg." undenkbar! Aber er foll mir Nede stehen," rief er, wieder da ist kein Moment Zeit zu verlieren" ibm bie Anflage in's Geficht schleudere, und beim Simmel! - und in furcht Sie tommt?" " Sie wäre schon hier, wenn sie nicht in Hamburg frant geworden wäre und ihre Reise aufschieben mußte; aber wir wissen, daß sie sich auf dem Wege der Besserung befindet, laffen, zu finden, als boch wenigstens noch einen Theil ihres Ber mögens au retten." dny, Sie glauben, daß er das noch im Besi hat?" Es war Alles in amerikanischen Bonds." Rauten hat erst am Erften, rief Sans rasch, eine ziemliche Duantität berartiger Roupons eingelöft!" Ja der That?" fagte Büfter, mit dem Kopfe nidend. Dann fommen wir vielleicht dadurch schon auf seine Spur; ich habe fämmtliche Nummern es waren„ Tausend Dollar" Bonds." Und was verlangen Sie jeßt, daß ich thun foll?" Bor ber Hand gar nichts, als ben Herrn nicht merken laffen, daß Sie den geringsten Verdacht auf ihn haben." Sie fordern Unmögliches." Weichen Sie ihm aus, so gut bas geht. Ich werde augenblicklich noch einmal nach Hamburg telegraphiren und erhalte dann vielleicht noch an diesem Abend Rüdantwort, wann wir die Lame erwarten dürfen." Unb bann?" " Ja, das weiß ich freilich selber noch nicht, wie wir es bann am besten machen; aber ich glaube, wir dürfen ez wohl bem Augenblick überlaffen. Rommt Beit, tommt Rath, ist ein altes, gutes Sprüchwort, und die Hauptfache nur jegt, daß wir dem Grafen teme voreilige Ursache zu Mißtrauen geben." " Aber es würbe nur die Ratastrophe befchleunigen... " Für Sie, ja; aber einmal gewarnt, und wir wissen. nicht, ob er nicht plößlich fpurlos verschwindet, und trifft. die arme Frau dann hier ein, so ist er mit deren Vermögen wenigstens über alle Berge." " " Sie könnten Recht haben. Uebrigens bin ich nicht der Einzige," fuhr der Notar fort, ber dem Herrn Grafen schon länger nicht getraut hat. Ich sprach neulich mit Hauptmann von Dürrbed über ihn, und er äußerte fich ebenfalls nicht günftig. Er kann aber teinen wirklichen Verdacht gegen ihn haben, denn vor ein paar Stunden fab ich die Herren hier die Straße zuſammen herunterlommen und in das Rafé unten gehen."( 3. f.) Kriminalpolizet recht bald, die Schwindlerin unschädlich zu machen, ebe ihr eine weitere Anzahl von Frauen zum Dpfer gefallen ist. g. Ein markerschütternder Schrei erschreckte vorgeftern Abend gegen 6 Uhr die Baffanten der Königftraße vor dem Nathhause, Alles eilte zu einem foeben von der Haltestelle am Stathbause abfahrenden Pferdeeisenbahnwagen, unter deffen Berben man einen Knaben liegen fah. Der Knabe, der ca. 6 Jahre alte Einft Jrmer, Friedenstraße 21 wohnhaft, war Direkt zwischen die Pferde gelaufen und hier zu Fall gekommen; nur der großen Seiftesgegenwart und der Umficht des Kutschers ift es zu verdanken, daß der Wagen nicht über den Knaben Hinwegging. Er wurde, ohne sonderlichen Schaden genommen u baben, unter den Pferden hervorgezogen. Der Knabe be fand sich nur in Begleitung seines 7 jährigen Bruders, welcher feine Aufmeitiamkeit allen anderen Dingen, nur nicht seinem Brüderchen zugewendet hatte. Es ist freilich traurig, daß Eltern gezwungen find, so junge Rinder fich allein in das Straßengetümmel der Weltstadt wagen zu lassen. Gerichts- Zeitung. Reichsgerichtsentscheidung. Ein Beamter, welcher für eine in fein Amt einschlagende, an fich nicht pflichtwidrige Bandlung Geschenke oder andere Bortheile annimmt, c. wird nach§ 331 Str. G.B, mit Geldstrafe bis zu 300 M. oder mit Gefängniß bis au sechs Monaten beftraft. In Bezug auf diese Bestimmung hat das Reichsgericht, IV. Straff., burch Urtheil Bom 13. März 1885 ausgesprochen, daß unter der in das Amt einschlagenden Handlung" eine folche au verstehen ist, welche innerhalb der amtlichen Funktionen des Beamten, also Innerhalb des Kreises der demselben durch Gesez oder Instruk tion zur Pflicht gemachten Thätigkeit liegt. Eine weitere Aus behnung des Begriffs auch auf solche Handlungen des Beams ten, welche zwar nicht zu feinen amtlichen Funktionen gehören, Don ihm jedoch nnter Einsegung seines amtlichen Einflusses oder feiner amtlichen Autorität vorgenommen werden, erscheint nicht zu läifts. Der dieser Entscheidung zum Grunde liegende Fall war folgender: Ein Bolizeibeamter hatte nach der Beendigung feiner amtlichen Thätigkeit in einer Konsensangelegenheit fich bem Antragsteller gegenüber erboten, gegen eine Geldabfin bung fich für eine Beichleunigung der Konsensertheilung sei tens des Landrathsamts au bemühen. Der Beamte wurde bemzufolge aus§ 331 Str. 6. B. angeflagt. Die Straflammer Sprach ihn aber frei, und die dagegen vom Staatsanwalt ein gelegte Revision wurde vom Reichsgericht verworfen, indem es begründend ausführte: Nachdem die Vorinstan thatsächlich festgestellt hatte, daß diejenige Thätigkeit bes Angeklagten in der Konsens Angelegenheit, welcher das Gefes ihn als Beamten verpflichtete, abgefchloffen war, fonnte fie, obne rechtlich zu irren, zu der Annahme ge Tangen, daß feine Bemühung, die Konsensertheilung zu be fchleunigen, außerhalb seiner amtlichen Funktionen lag, fonach als eine in fein Amt einschlagende Handlung nicht anzusehen fel. Die Möglichkeit, daß der Angeklagte durch das Landraths amt nochmals zu einer amtlichen Thätigkeit in der Angelegen belt bätte veranlaßt werden können, oder daß Umstände ein treten, welche ihn zu einer amtlichen Thätigkeit bewegen Tonnten, mag zugegeben werden, tann jedoch die vorinstanzliche Annahme nicht erschüttern, ba die Voraussetzungen einer solchen Thätigkeit, die auf dem thatsächlichen Gebiete liegen, nicht feftgestellt find. zu da es nöthig ist, daß wir alle für Einen und Einer für Me mit ganzer Kraft einfteben, um zum 8'ele au gelangen. Der an das baterische Staatsministerium erstattete Jahresbertat des tönigl. baterischen General. fonsulats in Bremen pro 1884 enthält einige nicht unintereffante Bemertungen über den auch in der alten vanse stadt meitlich fühlbar gewordenen wirthschaftlichen Niedergang. Es beißt u a.: Auch während des Jahres 1884 ift die allgereine Lage des Bremischen Handels eine unverändert gedrückte geblieben und eine Besserung der einschlägigen Berhältniffe nicht eingetreten. einschlägigen Berhältnisse nicht eingetreten. Nach wie vor machte sich die Thatsache geltend, daß die Produktion fast auf allen Gebieten die Nach frage überbolt bat und entfrrechend der Abfaz der Waaren nur zu sehr gedrückten Breifen zu ermöglichen war." Die Rhederei ist infolge der Ueberproduktion arg bedrängt, und die Frachten sind auf ein Minimum zurüdgegangen. Die Gesammt Ein und Ausfuhr ist gleichfalls gesunten, wie fol gende Busammenft- lung erweist: P. Wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittelgeset Dom Mut 1879 batte fich gestern der Schlächtermeister Auguft Bynieß sowie dessen Ehefrau Emilie vor den Schranken der Straflammer des Landgericht II zu verantworten. Das würdige Schlächterpaar, zu Spandau wohnhaft, benutte sell dem Jahre 1880 das Fleisch von ungeborenen Kälbern zur Fabritation von Bwiebelwurft, jenes begehrte Bubrod der ärmeren Be Döllerung, welche nicht in der Lage find, für schweres Geld Braun Schweiger oder Gothaer Wurst mit obligatem Pferdefletsch In balt zu laufen. 8vel ehemalige Gesellen des Bynies, von benen der eine, jezige Schlächtermeister Auguft Rarnaste, seit einigen Monaten ein Konturrens- Geschäft in Spandau eröffnet bat, brachten die sauberen Geschäftsgebräuche zur Anzeige; an fcheinend bewog den Karnalle hierzu nur der Konkurrenzneid. Nach den Aussagen des Karnaste im Audienstermin hat der felbe im Auftrage seines früheren Meisters eine von demselben getaufte trächtige Rub aus dem Dorfe Fahland geholt und Dieselbe bann- angeblich ohne zu wiffen, daß das Mutter thier trächtig fet- geschlachtet und dabei ein ca. 5-6 Wochen altes Kalb im Mutterleibe vorgefunden. Rarnaste hielt das Thier für nicht völlig entwidelt entwidelt und war, wie er angiebt, im Begriff, daffelbe auf den Dungbaufen u werfen, als Frau 8ynieß dies verbinderte mit dem Bemerken, daß solch ein Fötus ,, bie feinfte Delikatesse" set, der Anordnung der Frau 8. gemäß wurde nun der Fötus ausge Schlachtet und dessen Fleischtheile zu Bwiebelwurft verarbeitet, welche im Byniek'schen Laden verkauft wurde. Nach der Aus fage des Rainaste, soll derartiges Fleisch häufig verwendet worden sein; von den 3.'schen Eheleuten habe er bestimmt in awet Fällen ausdrücklichen Befehl hierzu erhalten. Ebenso läßt fich ber bei 8. beschäftigt gewesene Gefelle Schmidt aus, der abrigens wie der Beuge Karnašle, weil der Theilnahme an dem Bergehen verdächtig, unvereidigt belaffen wurde. richtlichen Gutachten des Departements. Thier Arates Wolff und Kreis Phyfitus Dr. Reinide, stimmen im Wesentlichen dahin überein, daß das Fleisch ungeborener Kälber, abgesehen von dem Minderwerth ein elelerregendes Nahrungsmittel und als folches deshalb als verdorben zu bezeichnen set, well derartiges Fleisch durch das vorzeitige Schlachten in der vollen Entwide lung gebemmt set beam. Den vollen Reifegrad nicht erreicht babe. Daß derartiges Fleisch die menschliche Gesundheit zu hädigen geeignet sei, sei bis heute wenigftens pathologisch ober bygienisch zwar nicht nachgewiesen, troubem fel baffelbe eine nach wiffenschaftlichen Begriffen zur menschlichen Nahrung ungeeignete Maffe, ein unnatürliches Nahrungsmittel und baber im gefeglichen Sinne als verdorben" zu bezeichnen. Der Heisch einen faftigen Braten nicht liefern fönne, und richtet an ben Sachverständigen, Phyfitus Dr. Reinide, im Intereffe feiner Klienten die Frage, ob das Fleisch zu Biebelwurft wohl verwendbar fel. Der Sachverständige beantwort te die Frage bahin, daß wenn möglicherweise bei den Schlächtern ber Ufus herrschen sollte, das Fleisch ungeborener Rälber au Bwiebel wurst zu verarbeiten, dies an dem Befund, daß solches Fleisch als verdorben anzusehen sei, nichts ändern tönne. Der Staatsanwalt erachtet bie beiden Angeklagten des Bergebens gegen § 10 Abs. 2 des Nahrungsmittel- Gefeßes für schuldig und be antragt gegen jeden der Beiden 100 Mait Geldbuge event. 10 Tage Gefängniß. Das Urtheil lautete demgemäß. Die ges H " H H H 1884: 35 732 635 Bentner im Werthe von M. 516 536 977 1883: 36 233 145 554 433 202 die Waatenausfuhr: 1884: 26 835 522 Bentner im Werthe von M. 501 514 048 1883 26 278 619 521 929 606 1010 Str. 135 In Beipzig fand am legten Sonntag eine öffentliche, gut befuchre Versammlung der Maurer und Bimmerer statt. Ge Bertram ibeilte mit, das ber von Seiten des Gefellen schuffes gemachte Bersuch, mit den Meistern der Gewerlida ich webenden Differenzen in Bethandlung zu treten, von den zur gemeinsamen Regelung der zwischen Meister und Gefellen ersteren in ablebnender Weise beantwortet ist. Die betreffende Antwort der Gewerkschaft lautet: Auf das uns von Ihnen am 6. d. M. zugesandte Schreiben, mit dem von Ihnen in einer früheren öffentlichen Bersammlung gewählten Gefellen ausschuß in Berhandlung einzugehen, theile ich Ihnen mit, boß wir dazu bereit wären, jedoch, da unsere neuen Statuten, welde einen Gesellenausschuß fordern, noch nicht genehmigt find, und unfere alten Statuten eine derartige Bestimmung nicht enthalten, müffen wir noch jest von der gewünschten Unterbandlung ab feben. Wir verweisen Sie an die Innung geprüfter Maure und Zimmerermeister Leipzigs und Umgegend, welche neue Statuten beftzt, deren Bestimmungen betriffs oes au wählenden ihmise Ausschusses auch für uns bindend find. G. Grften berge die Ent Borfigender der Gewerkschaft pr. M. u. 3m." Hierauf Be widelt barf nehmend beschloß die Versammlung folgende Resolution: bung; die S beutige öffentliche Maurer- und Bimmererversammlung bebes den Ste schließt, in Betracht des vom Gesellenausschuß bier angeführten Regelmäß Berhaltens der Innungsmeister und der Gewerkscha't be ungeididt praktischen Meister gegen ihre Arbeitnehmer, andere Wegenlichen Ar betreten und awar diese, jeben Meister betreffs einer Garantie Belber und S aur Gewährung eines Minimallobnes von 35 Bf. und macht; fie b bänden" em Arbetter Man sieht, daß die Krifts thatfächlich eine internationale, eine Welitrifis ift. Sie zeigt fic in dieser Wirthschaftsperiode nicht in der Gestalt jäher Krachs, sondern als eine immer ärgere Verfumpfung und Stagnation der ökonomischen Verfündiger Arbeitszeit einzeln aufzufordern und zunä hit ba bältnisse. An Stelle der atuten ist die bronische Bleile" ge treten. Wir leben aber doch in der besten aller Welten für den Großlapitalisten. zugehen, wo die Arbeitsverhältniffe am schlechteften find, gleid eitig aber auch dem Gesellenausschuß von jedem Borlomm Nachricht zukommen au laffen, um die nöthigen Maßregeln treffen zu können." Marlen Einer de öflicher Bifuna diefe Raffe, un atfachen w Die Ba Jabre 17 Die deutsche Käsefabrikation is in Gefahr. Die Han bels und Gewerbekammer für Schwaben und Neuburg schreibt Die Verwaltungsstelle Berlin C., der Bentral Aranlene immerb in ihrem Bericht für 1884 über den Räse und Butterhandel und Sterbelaffe der Tischler und anderer gewerblicher erbewegung im Allgäu, der Heimath desgöttlichen Erläsers Bfarrers Schelbert: beiter( E.. zu Hamburg) hält am Sonntag, den 14 Juni, " Die großen Vorräthe an Welchläfe in Bänden der Händler und Brotuzenten am Anfang des Jahres ließen voraussehen, dorf, Aderstr. 5, Restaurant Hilgert ab, mit der Tagesordnung; Daß nicht sobald ein Aufschwung zum beffe en eintreten werde. 1. Bericht über die General Versammlung, abgebalten Dazu tam noch die auffallend große, laufende Produktion, Frankfurt a. M. Frankfurt a. M. 2. Gründung einer Verwaltung ftelle welche allein schon den regelmäßigen Konsum, der zu Anfang Mariendorf. Tempelhof. 3. Verschiedenes. Der Butri des Jahres überhaupt nie groß gewesen ist, wefentlich überflieg. Sebermann frei, jedoch ist es nothwendig, daß diejenigen, wel Daß eine berartige Ueberproduktion thre Wirkung auf die Mitglieder oben genannter Kaffe find, thre Mitgliedsbücher mer länger Preise ausüben mußte, ist klar und wurden Dies felben weit unter die des Vorjahres zurüdgedrängt. Die Fa gegeben. Die nächste Mitglieder- Versammlung findet Mittwo eine Abr bringen. Aufnahmescheine werden in der Berfammlung ben 17. Juni, Teltowerstr. 3 ftatt. aud : 5391& Candipin lagen De eitig gem arbeiter in Gas, Waffer und Dampfarmaturen findet Sonn die Bab Eine Versammlung des Fachvereins des Metall einer abend, den 13. Juni, Abinds 8 Uhr, in G: at well's Bier ballet, Kommandantenftr. 77/79 ftatt. Tagesordnung: 1. nerei gans einigen Gift Die rechnung über das legte Kränzchen. 3. Wahl des Vorftande te bie Gr nung über den Streik in der B. Joseph'schen Fabril. 2 b 4. Verschiedenes und Fragelaften. In Anbetracht der lift aber! tigtett bar Tagesordnung wird um sahlreichen Besuch grung von brikation von Käse nimmt in ganz Deutschland in einer Weise zu, die selbst mit einem gefteigerten Konsum nicht mehr Schritt hält. Ueberall treten Bentrifugenmollereien auf, Die fich hauptsächlich der Fabrikation von Butter zuwenden und bei benen das Fabritat Käse, als Nebensache betrachtet, in so ge ringer Qualität hergestellt wird, baß folches oft den Namen von Räje nicht mehr verdient. Solche Waare will aber auch verkauft sein und so tommt es, daß dieselbe um jeden Breis auf den Markt geworfen wird und die Breise für gute reell fabrizirte Baare beeinflußt."- Dieselbe Erscheinung bier wie überall: galopirende Produktion, gedrückte Preise, schlechte Eine Versammlung der Zentral- Kranken- und Sterbliche Bufa Löhne, wirthschaftliche Minusmacheret, allgemeines Mißbe bagen. Die 1879 inaugurirte neue Wirthschaftspolitik bat taffe der Tischler 1c.( örtliche Verwaltung Berlin F., Son bauserthor Beatif) findet Sonntag, den 14. d. M., Vormittags nichts Erfolgreiches geschaffen, die jüngste Leistung unserer Gostalreformer, ber neue Boltarif, ist ein wahres Golgatha 10% Uhr, Fehrbellinerstraße 98, Rob offsburg, statt. Mitglied wahl der Lokal Beamten und Verschiebenes. für die Steuerzahler. Ueber die Ausweisungen ruffisch- polnischer Arbeiter fingen die liberalen schleftschen Beitungen in einen fort Jammer Heder. Aber nicht aus politischen Motiven, sondern aus wirth schaftlichen. Aus politischen Gründen tönnten auch wir diese Ausweisungen bellagen, aus wirthschaftlichen Gründen aber lönnen wir dieselben, wie wir hier schon ausgeführt haben, nur billigen. Die rusfisch polnischen Arbeiter find eben Lohnbrüder. Ein merkwürdiges Argument geben die liberalen Blätter übrigens gegen die Ausweisungen an. Well man die Ernährung der Arbeiter durch Agrarzölle erschwert babe, deshalb soll man der Industrie den Arbeits martt nicht verfümmern. beten. m ber Retch Sabr Spinn 1841 1852 4 4 4 Mir bab Eine öffentliche Versammlung der Einfeger und 1866 49 rufsgenoffen Berlins findet morgen, Sonntag, den 14. Jun 1860 Bormittags 10 Uhr, in Drschel's Salon, Sebaftianstr. 39, at 1865 Tagesordnung: 1) Bericht der Kommission. Referent G. Rödel 2) Berschiedenes. Sämmtliche Einfeger Bautischler Berlins werden hierzu freundlichst eingeladen unb lobe( 1841 fich aber Bahl de Das Drei das Dop 14 Arbeiter bren nur n Derselbe Der Verein der Parquettbodenleger hält am Sonnta ben 14. b. Mts., Bormittags 10 Uhr, im Zolal des Her Bieper, Mauerstr. 86, eine gefchloffene Mitglieder Verfar lung ab. Tagesordnung: 1) Vierteljahrs Abrechnung. 2) sprechung der Landparite. 3) Besprechung des Stiftun Mitglieder wird bringend gebeten. festes. 4) Verschiedenes.- Um zahlreiches Erscheinen Mitglieder wird dringend gebeten. Eine Generalversammlung der Berliner flere 1878 b auß jedem Buchstaben der oben angenagelten Argumentation findet am Sonntag Vormittag 10 Uhr in den sämmtlichen Das heißt mit anderen Worten: den deutschen Arbeitern ist das Brod vertheuert worden, nun müßt ihr auch gestatten, daß durch ausländliche Arbeiter den deutschen Arbeitern der Lohn noch gebrüdt beiter. Hier sei noch bemerkt, daß der Berliner Korrespondent der Münchener Allg. 8tg." fich unseren Anschauungen, die wir in Bezug auf die verderbliche Ronkurrenz der rufftich unteren Sälen des Grand hotel Alexanderpla Rödel Alexander fit age 46-48, flatt. Auf der Tagesordnung Die Angriffe gegen unsere Lohnbewegung in der Talaver fammlung in, Sanssouci", unsere Gegner und die Motive beiter in Mittel, Deutschland u. f. m. im Voltsblatt" gemacht Die Lohnkommission der Tischler erwartet als Einberuferin ber hatten, im Wesentlichen angeschloffen bat. Die Ang. Btg." ift übrigens auch als ein unpartetisches Drgan belannt. Auch in den deutschen Webstuhifabriken ist Ueber. produktion eingetreten. Die verschiedenen Fabriken unter bieten fich im Preise ihrer Produkte. Daß damit auch Lohn rebutiionen in dieser Branche verbunden sind, ist selbst verständlich. Bis itt galt diese Industrie für eine solide; Die Produktion war in derselben leiblich geregelt, jest ist dies felbe auch in den allgemeinen Strudel geriffen worden, woraus fie wohl nicht wieder zu retten ist. Arbeiterfefte über Arbeiterfefte werben iegt gerade in der Hauptstadt Sachfens, in Dresben, gefeiert. So beging threr Handlungsweise." Referent: Tischler Gust a v Bersammlung, daß alle Tischler dort erscheinen werden, fächlich auch die Herren, welche in jener Versammlung baupt gegen unsere Bewegung, trogdem wir in der Versammlung nicht an wesend sein konnten, in einer unserem Anstand und bem pa lamentarischen Tattgefühl entgegenstehenden Weise gegen vorgingen. Für die Mitglieder der örtlichen Verwaltungsstell Berlin A., Bentral Kranten- und Sterbelaffe der Tischler findet Montag, den 15. Juni, Abends 8 Uhr, eine Bersam lung ftatit. Tagesordnung: 1. Bericht der Delegirten über Generalversammlung zu Frankfurt a M. 2. Wahl sämmtlic Lokalbeamten und andere Kaffenangelegenhelten. Es liegt im erscheinen. Quittungsbuch legitimiri. eine dortige Lederfabrik das Jubiläum ihres fünfzigjährigen Interesse der Mitglieder, in dieser Versammlung zahlrei Bestehens. Das Arbeiterpersonal amüfirte fich göttlich u. f. w. Auch Geschenke wurden unter daffelbe vertheilt.- Db aber nicht bald der hinlende Bote in Gestalt einer Lohnreduktion nachkommt? In Oldenburg ist ein Maurer ftreit wegen Lohn rebution ausgebrochen. In den früheren Jahren erhielten die Gefellen einen Tagelohn von 2 MI. 80 Pt, in diesem Jahre nur 2 Mt. 50 fg. Dieser ungerechtfertigten Lohnkürzug wegen wurde die Arbeit eingestellt. Man hofft allgemein auf den Sieg der Arbeiter. sim Bertheidiger, Rechtsanwalt Bahn, giebt zu, daß foldes Kalb Dereine und Versammlungen. Sosiales und Arbeiterbewegung. th. Die Schmiedegefellen Berlins und Umgegend waren am 11. d. M. in Sachen der Streitbewegung im Deutschen Kaiser versammelt. Die Bewegung nimmt einen äußerst gün ftigen Verlauf, indem die weitaus größte Bahl der Meister die Forderungen der Gesellen bewilligt hat und z. B. von Diefen nur noch 147 zu unterstüßen find, einschließlich der vor Ausbruch des Streits beschäftigungslos gewesenen Gesellen. und Annenstr. 16 bie Delegirten Versammlung der Schloffer Montag, den 15. d. Mts., Abends 8%, Uhr, fnbet Berufsgenossen ftatt. E Zentral- Kranten- und Sterbekasse der Tischler un anderer gewerblicher Arbeiter( Dertliche Berwaltung Berlin Mitglieder Versammlung am Sonntag, den 14. d., Bormitage 10 Uhr, Mullerstr. 178, Wedding. Bart. T.D.: Bericht von I der Generalversammlung, Neuwahl der Ditsbeamten und Be schiedenes. Gefangverein„ Harmonia". Jeden Sonnabend, Abbl 9 Uhr, Uebungsstunde im Restaurant Schumann, Alte Salob Straße 38. Stimmbegabte Herren, welche geneigt find, be Verein beizutreten( namentlich 1. Tenore und 2. Baffe), fich gefälligft im Vereinslokal melden. Literarisches. Bom dem illuftritten Unterhaltungsblatt wollen Die Rent n- 6pt nbeln tam pet. wenig Der Gro Puntie aus a enen Früchte fen. Di elfter batte Baren, au en ellen, und uftrieller Der Hau mer Spartant Biblat au be beitern bur reibt, für b bem S berbudget: tu fpult t Ber F ben brei tan ber nge binun e Rämpfer Nein! 8wei P tebet 1s Und tr te eine vo en Seilige „ Das i mem Balle baben ich werben, jene nicht bunte rungen hi Herr Miethe empfahl, bet der Urteiflügung der Arbeitslosen Welt", Stuttgart, Verlag von J. W. H. Diet, ist soeben bef 20 des zehnten Jahrgangs erschienen. Inhalt: Auf bobbie Refibe großer Buzug nach Berlin bewirkt werden könnte, welcher leicht See. Sozialer Roman von Sebastian Prus.( Fortiesung Die größte Vorficht obwalten zu laffen, da hierdurch leicht ein Sen Streit illusorisch zu machen im Stande set. Dem Arbeitsnachweis die größte Aufmerksamkeit zuzuwenden, hielt Herr Müller für ein Haupterfordernis, indem nur solchen Meistern Gesellen nachgewiesen werden, welche die gestellten Forderungen bewilligt haben. Auch empfahl er eine möglichste Beschränkung der Sonntagsoujour, da hieraus sehr Beseitigung derselben sei der erste Schritt auf dem Wege der ges werkschaftlichen Nemedur gethan. Es set, wie die Herren Drewit und Matthes betonten, unbedingt erforderlich, daß fich Alle Die Entwidelung der schweizerischen Voltsrechte. Von Emil Kaler.( Schluß.) Der Hausgarten: Die Lilte.( Mit 3 bildungen.) Bon D. Hüttig. Mons angelorum. Bon Niedermann. Die Erforschung des Innern von Jeland Bon Thorwaldur Thoroddson. Was ist Bildung? Van Bruno Geiser. -O Die projeffion des grünen Wolfs zu J Unfere über die Albumfabriken von Stein, Ritterstr. 34, und Mann leicht wieder die Sonntagsarbeit entstehen tönne. Durch die miêges. Bon Dtto Lehmann. Ein Kampf mit Mustito An sämmtliche Buchbinder Berlins! Kollegen! Da belm, Alte Jakobftr. 84, der Streit verbängt worden ist, fo bitten resp. fordern wir sämmtliche Kollegen und verwandte Berufsgenossen hiermit auf, bis zur Beendigung desselben vor erwähnte Wertstuben zu melden. Wir appelliren an das S0 Hibaritätsgefühl der Kollegen, daß diefelben dieser Aufforderung unbedingt Folge leiften, da dieser Schritt in dieser Angelegen heit nicht nur für die Streifenden, sondern auch für sämmt, liche Kollegen von unberechenbarem Werthe ift. Kollegen! Baßt diesen Mahnruf nicht ungehört an Eurem Dhr verhallen, fondern zeigt, daß auch Shr gewillt feid, Eure Lage zu vers. beffern und leiht uns zum Gelingen unseres Werkes bie hand, Amerikanische Heiseerinnerung von D. v. Briefen. lingslied. Die weiße Nase im Berliner Aquarium. Vers Illuftrationen: Schiffbruch im Winter. Ein Münchener Früh dem Fachverein anschließen. Aus diesem sei die Bewegung mischtes: Woher stammen die Mittel zu unseren Eisenbahn hervorgegangen und dieser müßte auch die Stüge, der Wächter und Wegweiser in Bukunft sein. Nachdem noch Herr Tobler mahnt, fich, wie bisher, auch fernerhin leinerlei Ausschrei tungen zu Schulden kommen zu laffen und die Streitenden reichlich zu unterstügen, sowie eine genaue Kontrole zu üben, wurde die Kontrolzeit für die Streifenden täglich von 2 bis 4 Uhr Nachmittags auf belden herbergen festgefekt. unternehmungen? Ueber blonde und brünette Menschen Mitteleuropa. Die Verwüftung" der Sahara. Eine neue Weltbildungstheorie. Elettro- Technisches: Die elettri Beleuchtung in sanitärer Beziehung. Rebus. Rathgeber. Redaktionslorrespondenz. Haus, Garten und Landwirthschaft. Mannigfaltiges. Berantwortlicher Redakteur R. Gronheim in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Aerztliches Ratbgeber Gemeinnügiges Gieran eine Bellage Sie if b vier Ma trägt ei Ein hu bie Meidges Gefid mb wie's f Babr lagen, nur Ber agen fich b ohne wei Bravo sfulbe Ettel Boeur bat fie f Sen Hausf Offentliche, gut erer ftatt. Her Gefellenaus er Gewerlidaft er und Gefellen reten, von den Die betreffende ms von Sonen Don Jonen in blten Befellen Sonen mit, bef Statuten, welde migt find, und nicht enthalten, rbandlung ab prüfter Maure P, welche neue ewertida't be nd by Beilage zum Berliner Voltsblatt. tr. 135. Der Sieg der Maschine. Einer der interesanten Induftriebesu te ist der nordau wäblender mife. Dort exiftist eine Textilindustrie, die Grften berge die Entwidelung des Maschinenbetriebes fich als böchſt Sterauf Bewickelt barftellt. Broduktion auf großer Stufenleiter ist die folution: D lolung; die Maschinentechnik bat auf allen Gebieten dieses Be ter angeführten Regelmäßigkeit die qualifizirte Arbett enthront und dafür ungeichidie Arbeit in Anwendung gebracht. Sie hat die dere Wege nnlichen Arbeiter fret", d. h. auf die Straße gefegt, und einer Garantie Bf. und und bft ba ve en find, gleid mn Borlommni en Maßregeln Sonnabend, den 13 Juni 1885. Kind spult ununterbrochen das ganze Jahr. Ein Jdyll der Exploitation, für das fich noch kein Theokrit gefur den hat! Der Mann hat nun einen Jahresverdienst von 90,75 Gulben, Die Frau von 20,15 fl, das Rind von 33,80 fl., macht im Ganzen 144 Gulden 70 Kreuzer. Rechnet man auf die Wohnung 10 fl., Licht( 1 Bfd. Del wöchentlich in den Wintermonaten) 6 fl., Schlichte( die der Weber aus Kartoffeln jelbft fertigen muß) 4 fl., bola und Selfe 7 fl, Kleidung 17 fl, so bleiben 100,7. pro Jahr, ober 16,78 Kreuzer pro Tag für die Ers nährung der ganzen Familie. Hier feste der Cotton lord den Hebel an. Heißhungrig warf fich das Großlapital auf Die Zwergkapitalien, rannte in toller Hesjagb die kleinen Unter nehmer über ben Haufen. Es stürzte die selbstständigen Meister in die Schaar der befiglosen Lohnarbeiter herab, es spannte die Erwerbstbätigen an seinen Siegeswagen. Es erfüllte die Auf better die Hände weg, bat vor Jahrzehnten treffend ein öflicher Schriftsteller gefagt; bie naturnothwendige gabe des Kapitalismus, die Produktionsmittel in immer weniger Buluna dieses Prosefies ist die beschleunigte Proletarist: ung Händen zu konzentriren und das Aufgebot der Maffenarmuth immer mächtiger anschwellen zu machen, mit der ihm eigenen entral Aranten he immerdar das toote Gewicht im Schwungrad der Ar naturgeschichtlichen Sicherheit und brutalen Grazie. Wie die berbewegung bilden wird. Durch einige aiffermäßig belegte andwerter frage, von der modernen Broduktionsweise den 14 Juntfachen wollen wir unsere eben entwidelte Auffaffung be a in Maienaben. werblicher Tagesordnung: abgebalten erwaltungi felle Butriti jenigen, welds tedsbücher m macht; fte bat eine fonflante Abnahme des relativen Bedarfs bänden" überhaupt herbeigeführt. Die Maschine schlägt Die Baumwollspinneret beschäftigte in Böhmen Sabre 1799: 40 283, 1803: 30 596, 1819: 12-15 000, : 5391 anbipinner. Bis zum Jahre 1810 mar bandspinneret verschwunden. Die Ileineren Spinnereien lagen der Konkurrenz der größeren, die in Folge einge Water längerer Spinnstühle und mit Ende der 30er Jahre ber Tammlung au fattoren billiger produziren konnten. Seit dem Jahre 1835 nbet Mittwo eine Abnahme der Bahl der Spinnereien bei gleich itigem Steigen der Durchschnittsspinbel des Metall einer Fabrit bemerkbar. Bis zum Jahre 1845 en flabel Gobie Bahl der böhmischen Fabriken von 88 auf 72; einigen Distrikten verschwindet Die Baumwoll innerei gang. Gift die günstige Lage der Verhältnisse nach 1850 Borftande te bie Gründung neuer Etablissements berbei; ihr Mert acht der Wil ist aber durchgängig Vergrößerung des Betriebes und Er findet Son il's Bierballen 8: 1. Moreh abril 2 es Sain in F., Vormittags tt. Mitglied egisten. New Be ftalt Teger und Den 14. Juni anftr. 39, 1841 Babe Spinnerelen Gesammt Spindelzahl 45 137 432 3054 1852 30 182 621 6087 42 256 605 6109 46 45 8327 856 1880 70 en Besuchung von menschlicher Arbeit. Aus dem wichtigsten Bezirt, ber Reichenberger Rammer, liegt folgende äußerst über und Sterbliche Zusammenstellung vor: Auf eine Fabrit Auf 1000 Spindl entfallen: entfallen Spindeln Arbeiter Arbiter 23,14 203 20, 145 19,59 333 026 7244159 18.91 374 734 189 16.77 Wir haben am Anfang und am Ende unserer Vergleichstlobe( 1841-1865) die gleiche Anzahl Fabriten. In diesen fich aber die Gesammtipindelaabl beinahe verbreifact. Bahl der auf eine Fabrit entfallenden Spindeln ist fast Das Dreifache, die Zahl der Arbeiter dagegen nur etwas 14 Arbeiter beschäftigt waren, nehmen dieselben nach 24 bas Doppelte gestiegen. Während 1841 auf 1000 Spindeln Jahren nur noch 16,76 Arbeiter in Anspruch. unb Referent Einfeger ngeladen. am Sonnta Tal des Her Der Verfam Snung. 2) es Stiftu Erscheinen D ner Till fämmtlichen nderplat rdnung feb er Talaver Die Motive tav Rödel nberuferin ber Derden, baupts mmlung gegen Tung nicht an und bem pa wife gegen paltungsf und Der Tischler ine Betfam girten über bi fämmtlige zahlre Es liegt im Ubr, findet Schloffer und Bericht vo 1865 arn Derselbe Handelstammer bezirt zeigt bei den Flach 3-Spinnereien die gleiche Erscheinung. Auf 1000 Spindeln tamen im Jahre 1860 61, im Jahre 1866 59 6, im bre 1878 blos 51 rbetter; dies bedeutet gegen 1860 um pt. weniger Arbeitsträfte. Puntte Der Großbetrieb fand hier ben von seinem Stand aus allervortrefflichsten Boden, auf dem ihm die gol. men Früchte mühelos und außerordentlich billig entgegen Dufen. Die Hausindustrie und der Kleinbetrieb zünftiger Relier hatte Arbeiter bataillone gebrillt, die daran gewöhnt Baren, zu entbehren, den längsten Arbeitstag geduldig zu ar en, und fämmtliche Familienmitglieder in bas Joch textil Duftrieller Thätigkeit zu spannen. mer spartanischen Bedürfnißlofigkeit; der Fabrikherr weiß dies Der Haushaltsetat einer solchen Weberfamilie zeugt von Bildt zu benugen und geberdet fich als Fabriklykurg, der den beltern durch riedrigste Löhne diejenige Enthaltsamteit vor elbt, für deren Nichtanwendung auf fich er fich großmüthig bem Entbehrungs" lohn regalirt. Hier ist ein solches berbudget: Der Mann habe unausgefegt Beschäftigung, bie fpult theils die halbe Arbeitszeit, theils webt fie, ein ada Soeur de charité. by E. Vely im Deutschen Montagsblatt. Wer sie ist, die Dame in dem schwarzen Sammtlleibe Den brei Diben an der linken Schulter, bie so ruhig an der Logenbrüftung fist und so gleichgiltig auf die enge ge hinunterfteht? Eine Sängerin, eine Hofpianistin, the Rämpferin für Frauenrechte?" Tifchler und ng Berlin B Bormittag nten und Be mabend, bb Alte Salob eigt find, be Baffe), wollen Dem Nein! ebet les Co unb trobem fieht fie nicht hergehörig aus," plaus hat so etwas wie was thut man damit auf Bei Bringen haben in den Rouloirs hulbvoll mit ihr te eine vorschnelle junge Frau Men Heiligenschein um fich bie Residenz führten. Sie ist soeur de charité eines Heilinftituts, innerhalb praktisch gelöst wird, beweist nachfolgen de statistische Uebersicht über die Abnahme der selbstständigen Meister in Reichenberg, dereinst dem Sige der mächtigsten und bedeutendsten Tuch macherzunft in ganz Böhmen: Inforporirte Davon selbst Bahl der Bahl der Auf 1 Unter ständig banditühle Krafistühle nehmerStühle Sabr Meister 1841 1300 700 1400 2 1852 1320 1860 1260 740 2100 40 3 450 315 2600 90 6 2700 300 9,5 1860 1879 1879 1249 Die Bahl der selbstständigen Meister hat sich mit reißender Schnelligkeit vermindert, dagegen ist ein fteigender Buwachs der beschäftigen Stühle und verwendeten Arbeiter zu fonstatiren, in deren Reiben, der Roth gehorchend, nicht dem eigenen Triebe, nämlich immer mehr Meister hineingedrängt werden. Wir haben hier ein Stadium der Entwidlung, in welchem die Handftühle mit dem power- loom, dem Rrafistuhl, noch im Wettbewerb fteben, um, man beachte nur, wie schnell der lettere Boden gewonnen hat, über furs oder lang hier so gut, wie an anderen Diten zu unterliegen. Die Männer werden burch die Spinnmaschine die der Efinder Hargreave feiner Gaitin au Ebren spinning- Jenny getauft hat aus der Textilindustrie immer mehr herausge brängt und durch Frauen und Kinder erfest. Im Jahre 1866 waren in 20 Baumwollspinnereien des Reichenberger Bezites insgesammt 3923 Arbeiter, und darunter 1828 Weiber über 14 Jahre und 499 Rinder unter 14 Jahre beschäftigt. Dies ergiebt in Prozenten 46,5 Bros. weibliche, 12,7 Bros. findliche Arbeitskräfte, benen blos 41,8 Broz. Männer gegenüberstehen. Je mehr die Technik des Produktionsprozeffes fich bemächtigt, um so rascher und umfassender wird diese Erscheinung zu Tage treten. Dieser Sieg der Maschine ist die nothwendige Bedingung für das Entstehen einer zielbewußten Arbeiterllaffe. Und so tief ergriffen feder Menschenfreund über die soziale Noth, diese Tochter des Kapitalismus, sein muß, eben so ficher darf er sein, daß nur auf diesem Wege die Bahn fret gemacht wird zur Lösung der sozialen Frage. Allein die tlaffen bewußten Arbeiter müffen ihre Intereffen in der richtigen Weise zu ver treten wiffen. Sie müssen thatfräftig fämpfen für wahrhafte gesellschaftliche Reformen auf volksthümlicher Grundlage. Dann wird der Sieg der Maschine aufhören eine Niederlage des Arbeiters zu sein, und wird der Sieg der Maschine der Sieg der Kulturmenschheit sein. Lokales. cr. Unsere Ausführungen über die Volksversamm Inng, in welcher über die Preffe referirt wurde, haben in den betheiligten Kreifen viel Aufsehen erregt, man hat dieselben zu unserem Bebauern vielfach falsch aufgefaßt und falsch tom. mentirt. Es baben sich sogar berren, die uns persönlich als begeisterte und treue Anhänger der Arbeiterfache betannt find, mit jenen Auslassungen in Beziehung gebracht, obgleich uns nichts ferner gelegen hat, als gerade solche Leute in das Be retch fener berechtigten und gebotenen Kritik zu sieben. Wir glauben, wohl nicht besonders hervorheben zu brauchen, daß wir unter feinen Umständen daran denten, irgend einen Streit wir unter feinen Umständen daran denten, irgend einen Streit oder auch nur eine Disharmonie in der Arbeiterschaft selbst Es war einmal ein fich recht langweilender junger Ritter gutsbefizer, ein ehemaliger flotter Offizier, unter den Kameras ben ber schöne Edmond" genannt. Seine Erfolge bei den Frauen waren größer, als feine Aussichten auf Avancement, beshalb suchte er sich beizeiten einen reichen Schwiegervater. Die Bugabe", bie blonde, hübsche Räthe, hätte fich ein anderer auch gefallen laffen. Auf dem schönen Gute, das der Herr Papa bem Pärlein als Hochzeitsgabe bescheerte, wurde ein idyllisches Leben geführt. Käthe war eine schwärmerische Natur und meinte, bas müsse immer fo bleiben", trobem sechs Jahre vergangen waren und brei Rinder fie umspielten. Der noch immer schöne Edmond" kannte freilich das Lied vom wechselnden Mond" beffer und begann eine starte Sehnsucht zu spüren nach der Welt bort außen. II. Jahrgang. oder zwischen der Arbeiterschaft und uns zu provoziren; im Gegentheil wünschen und beffen wir, daß das beiderseitige Verhältniß, so wie es bisber stets war, auch für alle Beiten ein ungetrübtes bleiben möge. Gerade ein solches Berhältniß erlaubt uns, der Arbeiterschaft in ihrer Gesammt beit durchaus und ohne alle Beschränkungen das Recht der Kritit an unserem Blatte zuzugestehen. Wir thun das um so lieber, als wir wissen, daß durch ein fretes, offenes, direktes Wort, Misstände und Mishelligkeiten viel eher und gründ Itcher beseitigt werden, als es durch Umschweife und namentlich burch verft dte Nörgelelen gefcheben tann. Allerdings müssen wir darauf bestehen, daß diejenigen Leute, welche fich zu Aus stellungen veranlaßt fühlen, dazu fähig und be: ufen finy. Wir wissen, daß in jener Boltsversammlung alle Redner, die öffentich aufgetreten find, in ihrem guten Recht waren, und wir haben außerdem die Gewißbeit, daß fie ehrlich für thre Ueberzeugung eintraten. Es hat uns übrigens mit Verwun derung erfüllt, daß auch einzelne dieser Männer urfere Burüd weisung auf fich bezogen; es ist unnöthig, au wiederholen, daß es nicht entfernt in unserer Abficht lag, gerade auf dieser Seite zu verlegen. Die Gerechtigkeit erfordert es außerdem, au tonftatiren, daß an dem bedauerlichen Verlauf der Berband lungen auch ein unpaffendes Benehmen von dritter Seite Schuld trug. Es soll dabingegegen aber nicht verschwiegen werden, daß die eigentlichen Motoren jener unliebsamen Sjenen Leute waren, die vom Befteben unseres Blattes an demselben feindlich gegenüber geftanden haben und die, wie das in solchen Fällen gewöhnlich au geschehen pflegt, nicht den Muth fanden, mit ihrer eigenen Berfon bernorautreten. Gegen diese Leute waren unsere ab weisenden Worte gerichtet, und wir glauben nicht, daß es uns ein ehrlicher Mann verdenken wird, wenn wir jenen Männern gegenüber voll und ganz auf dem Boden unseres ersten Ar filels stehen bleiben. Alle Arbetter, welche an jener Ber sammlung Thell genommen haben, werden wissen, wo diese Leute zu suchen find, und wir können bier nur noch einmal betonen, daß wir uns auch für alle Zukunnft die Einmischung solcher Elemente in diejenigen Angelegenheiten, bie wir mit der Arbeiterschaft au diskuttren haben, streng und energisch verbl ten. Die Berliner Jnnungen. Der Borsteher des Bureaus der Gewerbe- Deputation des Magiftrats veröffentlicht einen Bericht über die Berliner Jnnungen, dem wir folgendes ent nehmen, mit dem Bemerken, daß der Bericht nicht auf Grund amtlicher Ermittelungen, sondern nach den Angaben der Jn nungsvorstände zusammengestellt ist. Diese Angaben wurden am Schluffe des Jahres 1884 und Anfangs 1885 gemacht. Demnach bestehen in Berlin 61 Jnnungen mit 15 182 it Altebern. Die größte Innung ist die der Schuhmacher mit 2204 Mitgliedern, die lleinften find die Jnnung der Binn gießer mit 5 und die Tuchscheerer Innung mit nur 2 Mitglie bern. Die reichfte ift die Schlächterinnung, fie hat bei einer Mitgliederzahl von 466 ein Rapitalvermögen von 126 000 Mt. aufzuweisen, wogegen die 220 Mitglieder der Sattlers und Riemerinnung ein nnungsvermögen von nur 183 Dt. haben. Die aus 5 Röpfen beftebende Innung der Binngießer baite einen Bestand von 24 Mart. Von den 61 Janungen haben 28 Herbergen errichtet und 6 bezeichnen die Chriftliche Her berge" als die ibrige. Mit der Arbeitsvermittelung beschäfti gen fich 45 Jnnungen. Die Arbeitsvermittelung verursachte ben Jnnungen eine gesammte Roftenausgabe von ca. 3954 M. Arbeit wurde nachgewiesen: 13 653 Gefellen. Die Gesellena Ausschüffe find nach der Angabe bei 17 nnungen noch nicht gebildet. Bei der Schlofferinnung baben die Gefellen fich ge weigert, den Gesellenausschuß au tonftituiren. Der Gesellen Ausschuß der Tischler ist bekanntlich gewählt, aber nicht bes stätigt worden. " Zu einer stehenden Rubrik müßten die Beitungen die Ungiüdsfälle zu Waffer" machen, wenn von all den entseg licher Borfällen eingehend Notiz genommen werden sollte, die fich Tag für Tag auf den Flußläufen und den Seen in der Umgegend Berlins ereignen. Wie ein Fluch laftet der Leicht finn, mit dem das Wafferfahren betrieben wird, auf unserer Stadt. Handelte es fich dabei nur immer um den Einen, deffen frisoles oder unbedachtes Handeln das Rentern der Boote herbeiführt, man würde fich dabei beruhigen tönnen, daß schließlich nur der Schuldige von der Strafe ereilt worden ift. Aber faft immer werden auch vollständig Unschuldige, die fich in gutem Glauben dem für zuverlässig erachteten Freunde anvertrauen, mit ins Verderben geriffen und namenloses Un Lotten an, von denen Edmond absolut nichts weiß. Aber ein Bild legt er vor sie hin. Ah," sagt Räthe ein wenig enttäuscht, nachdem fie e lange betrachtet, fie fieht nicht aus, als ob Nicht wahr," fällt er rasch ein, als ob eine Freund schaft mit ihr der fleinen blonden Räthe gefährlich werden könnte. Sie brennt übrigens barauf, deine Bekanntschaft zu machen fie gerieth in ein wahrhaftes Entzüden, als ich ihr bein Bild zeigte-" Räthe schüttelt langsam den Kopf, so hat sie es nicht gemeint fie hat ein wenig an die Gestalt der heiligen Elifabeth gedacht und nun eine Dame im Schleppkleib, eine üppige Brünette gefunden. " Wir werden forrespondiren," erzählt Edmond, der sonst ungern schreibt, fie begleitete im französischen Kriege einen Sanitätszug, wir haben so viel Anknüpfangspunkte." Die junge Frau benkt an den eblen, aufopferungsvollen Beruf und tommt sich recht egoistisch und weltlich vor es freut fie auch heimlich, an ihrem Edmond solch ernsten Du hättest fie einlaben sollen," fagte fie. ew Balle?" Es war ihm schwer, Exkursionen in fie hinein zu Das spige Bünglein der Dame, bie fich vorgenommen baben scheint, teine Aspirantin für einen solchen Nimbus machen, mit Rüdicht auf Käthe und den lieben Schwiegerwerben, bat bas rechte getroffen;- ftreng, hergehörig" papa. Da mußte ein starker Rheumatismus zu Hilfe jene nicht, darum blidt fie gewissermaßen gezwungen auf tommen und der ärztliche Ausspruch nach Wildbab." Ein bunte Leben und Treiben, ist vielleicht nur höflichkeits für Frau Käthe betrüblicher Bufall war gerade die Bug zu entdecken. brungen hier anwesend, weil sie zufällig Berufsgeschäfte Erkrankung ihres jüngsten Söhnchens, fie konnte ben Gatten nicht begleiten fah ihn aber forglos nach Wildbad, bem Schredensort, wo gerade Glieber zu den Seltenheiten auftauchen. Er schrieb auch die beruhigendsten Briefe; Kriegs invaliben waren feine Gesellschaft langweilig, langweilig! Sind denn gar keine Damen ba?" fragte Frau Räthe. Die einzige, mit der ich reben kann, ist eine Dberin." Räthe lacht bis zu Thränen, ihr Edmond, der einstige Die Rew ft foeben bef Auf bob ( Fortiesung te. Von Em ( Mit 3 Ab um. Von W von Seland Toung? Von Bolfs au J mit Mustito Unfere 1. nchener Fr um. Ver in en Elfenbahn Menschen Eine neue Die elettrife Aerztliche Ratbgeber Innügiges.. e Bellage vier Mauern beffelben wird sie Frau Dberin" genannt zählen, ziehen. Da tonnten teine Versuchungen für Edmond trägt eine Art Klosterkleidung, die ihr gut steht." Cin humaner Beruf -eine aufopferungsvolle Thätigs Meiches Geficht, buntle, sanfte Augen, eine würdevolle Gestalt -bie Erscheinung fo ganz in Harmonie damit ein komb wie's scheint, noch nicht die Vierzig überschritten." lagen aftig, der da ließe fich am Ende Wunden nur um von Frau Elisabeth gepflegt zu werden!" Wer weiß! Ich denke aber an andres Bagen fich beine Auslegungen ficher nicht heran- die wirst Frau fie neckt ihn brieflich über die neue Freundschaft, -bas heißt, ohne weiteren Rommentar laffen müssen!" Bravo, Hans Haller! Ich will's auch -die Explikation, wie sie zu bem Boeur de charité" fam, benn der ist ja tein offizieller, Ette bittet ihn, ja bas Bild mitzubringen, damit sie wisse, wie die Dame aussieht, auf die sie eifersüchtig sein müsse. Edmond kehrt heim, enthusiastisch von Frau und Kins dern bewillkommt in Gegenwart des Papas neckt ihn Räthe fie führt alle berühmten Freundschaftsbündnisse, alle Schiller'schen und Göthe'schen bat fie für ein Privatiffimum von einer Kleinen beut mit seiner Freundschaft" Sen Hausfrau erhalten. Voila! Sie wird gern lommen," fällt er lebhaft ein, wenn ich sie in beinem Namen bitte." Der alte, etwas fleptische Schwiegerpapa hat ein Lächeln und meint, bie Frau Oberin und seine Räthe müßten ein recht ungleiches Baar sein. Einige Wochen verfolgt die junge Frau die Rorrespons benz mit fröhlichem Interesse, Edmond erzählt der Feundin von seiner Familie, Frau Elisabeth schreibt ganze Abhand lungen über humane Bestrebungen und sucht ihn zu animiren, für seine Tagelöhner weitreichende Verbesserungen einzuführen. Utopien," brummt der alte Herr, wenn er steht, daß seine Tochter ganz nachbenkend breinschaut. Endlich meldet ein Brief, daß Frau Elisabeth in der Nähe weilt, Edmund zieht Käthe zu Rathe bie Folge ist, daß man sie freundlich einlädt; der Schwiegerpapa reist aber vorher ab, er fagt, daß er eine Aversion habe, fich weiße Hände mit blutigem Verbandzeug hantierend zu denken, und darum fliehe glück über zahlreiche Familien gebracht. Angesichts dieser un gebeuren Kalamität muß die Rüdfichinahme, melche angesichts eines noch nicht gefchloffenen Grabes zu walten pflegt, schweigen. Es muß ausgesprochen werden, daß die durch eigene Schuld Ver unglüdten nicht bemitleidenswerth find, daß derjenige, welcher im Boote Unfug treibt oder ohne ein Expert au sein, es au führen unternimmt, ein Verbrecher ist, der wie ein Verbrecher behandelt zu werden verdient. Die Bevölkerung würde es ficherlich mit Freuden begrüßen, wenn ein Mittel gefunden würde, dem Unfug entgegenzutreten. Denn es ist lange genug wohlmeinend abgemahnt worden. Und es ist schließlich lein Unterschied zwischen demjenigen, der muthwillig ein Unglück zu Lande oder dem, der es zu Waffer herbeiführt. b. In Bezug auf die Schuldfrage wegen des Unglücks bei Tabbert's Waldschlößchen beginnt bereits die Suche nach Dem b tannten Ranidel. Die offigiöse Darstellung suchte die Schuld dem Bubl tum aufzubalfen, die der Dampfschifffahrts. Gesellschaft hielt fich in einer fühlen Tonart, als ob fte die Sache gar nichts anginge. Davon, daß die Tragbalten vefault waren, ichwiegen beide forafältig. Auch fuchte man die Babl der ins Waffer gestürzten Personen auf 30 bis 40 zu reduziren; einige 80 gefundene Hüte beweisen dagegen. Nun die moriche Berfaffung der Tragbalten nicht mehr wegzuleugnen ist, erklärt Bimmermeifter., er habe die Ardet dem Simmermeister R. übertragen, und dieser sucht die Sache wieder auf seinen Bolier abzuwälzen. Ueber die Verantwortlichkeit der DampffchifffahrtsGesellschaften für Unfälle veröffentlicht die Boff Btg." das Folgende: Der Betrieb der Personen Dampfschifffahrt auf ber Spree ist durch die Polizei Verordnung vom 31. März 1884( Amtsblatt S128) geregelt. Dach§ 6 derselben ist aur Einrichtung und Benugung von Anlegefiellen eine besondere Erlaubniß durch Vermittelung des Wasserbauinspektors unter Beifügung eines in zwet Exemplaren anzufertigenden genauen Bau und Stuationsplans bei dem Regierungspräsidenten nachzusuchen. An jeder Anlegestelle find nach besonderer An weisung des Wafferbauinspel ois die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, um das Aus- und Einsteigen der Baffagtere ge fabrlos und bequem zu machen. Nach§ 7 baben Unter nehmer, welche Fahrten zwischen bestimmten Drten mit regelmäßig festgelegten Abfabits- und Ankunftszeiten unterbalten wollen, zuvor der Polizeibehörde einen vollständigen Fahrplan vorzulegen, aus welchem die Abfabits und An funftszeiten, die Anlegestellen und die Fahrpreise ersichtlich find. Der Fahrplan ist an den Anlegestellen auszuhängen. Nach Diesen polizeilichen Vorschriften gelten also gleichfalls wie wir in dem Artikel ausgeführt haben die bei den fahr planmäßigen Anlegestellen bezw. Dampffchiffstationen einge richteten Landungsstüden als Betriebsmaterial des Unter nehmers und bat derselbe ben ficheren Buftand derselben zu bentiten. Sollten nun diese poltelltchen Bestimmungen bez v. die speziellen Anweisungen des Wasserbautrspettors bet ber Tabbert'schen Büde nicht genügend beobachtet sein, so läme bei der Frage nach der sivilrechtlichen Haftbarkeit des Unternehmers Cauch der Grundsaß des§ 26 ALR. 1. 6. zur Anwendung, welcher besagt, daß ber jenige, welcher ein auf Schadenverhütungen abstelendes Boliseigefe vernachläffigt, für allen Schaden, welcher durch ble Beobachtung des Gefeßes hätte vermieden werden können, ebenso baften muß, als wenn derselbe aus seiner Handlung ( ober Unterlaffung) unmittelbar er tstanden wäre. Es bedarf dann leines weiteren Beweises für den Kaufalzufammenbang zwischen dem Unfall und der Handlung, die fich als Ueber tretung des Polteigefes 3 darstellt, auch ift der Gegenbeweis ausgeschloffen. Das Gest stellt die Fition auf, daß der Schaben, dem dos Polizeigefeß vorbeugen will, durch das po lizeigesetzwidrige Thun oder Laffen als wirklich verurfacht gilt, menn er nach den Unftänden dadurch entstanden sein tann. Db und in wie weit übrigens noch andere Personen, z. B. der Ebauer der betreffenden Lanungsbrüde, wenn bei Er. richtung derselben gegen die allgemein anei fannten Regeln Der Bimmermannstechnik verstoßen, ir sbesondere nicht vor Schriftsmäßiges Material verwendet ist, oder der Eigenbümer der Bücke zum Schadenersatz herangezogen werden tönnen, Diese Frage ist für die Verantwortlichfeit der Dampf cbfffahrts gesellschaft als Unternehmerin unerheblich. Die Besa, ädigten haben dannn nur mehrere Verpflichtete." Die neue Pferdebahnlinie vom Rolltrug in Rir dorf durch die Hermart straße bis zur Knesebi dit age dafelbst ift bute dem Betriebe übergeben worden. Fab planmäßig fabit der erste Wagen vom Rollrug um 6 Uhr 21 Minuten und von der Knefebedftraße um 6 Übr 47 Minuten Morgens ob; der legte gen wird um 10 Uhr 33 Minuten vom Rutrug und um 10 Uhr 59 Minuten Aber ds von der Knefe bidftrage abgelaffen. Im Uebrigen folgen die Wagen in Beiträumen von 12 Minuten fowohl vom Anfangs, wie vom Endpunkte. Der Fah preis für die ganie Str de beträgt 10 Bf. Durch diese Pferdebabr linie, welde urmittelbaren Anschluß an die Linien Behrenstraße Hafenbalde R gdorf und Sputelmaite Dranten plag R rdorf bat, ist besonders den Be fuchern der an der Hermani straße belegenen B tliner Kirchböfe brqueme und billige Gelegenheit zur Erreichung der Be er vor diefer vielgenannten Frau Oberin. Käthe neant ben lieben, alten Bapa zum erstenmal im fillen unchriftlich und engberaia. Den Rindern wird Artigkeit anempfohlen ber neven Tante mit den brei Diben gegenüber, bie Gafzimmer werden besonders schön bergerichtet, und bie junge Guts herrin entfernt die weltlichen Bilder und hängt eine Ma Donna, Luther und die büßende Magdalena von Battoni auf, für das Schlafzimmer hat sie ein zierlich geschnigtes Rruzifig gefunden. Nach der Eisenbahnstation fährt sie nicht mit, ihr fleiner Edgar fällt gerade, als fie in den Wagen eigen will, fie braucht Beit, sich zu überzeugen, daß er feinen Schaben genommen hat, und der ungebuldige Hausherr behauptet, nicht warten zu können. Natürlich verspätet fie fich auch aus mütterlicher Sorg falt, als der Gaft anlangt, die alte Barbara fommt ichon, fie zu rufen und da deren Arbeit als forgenber Haus geift immer burch Gäste vermehrt wird und sie natürlicher gräbnißpläge geboten und einem längst gefühlten Bedürfniß abgeholfen worden. Die neue Linie verfolgt die Richtung nach Briz, welches vom Endpunkte( Knesebedstraße) in etwa 10 Minuten zu erreichen ist. b. Die alte Deder'sche Geheime Oberhofbuchdruckeret in der Wilhelmftr. 75 wird jept abgerissen, um dienstlichen Neubauten Biag zu machen. Diese Mauern könnten viel Geschichte erzählen. Hier erichten in der Nacht zum 19. März 1848 vom Schloffe her der Minister von Rochom mit dem Manuskript des Aufrufs König Fiebrich Wilhelms IV. an feine lieben Berliner" und weckte Herrn Decker aus dem Schlafe. Und mährend der Minifter ihm mit einem Lichte leuchtete, fegte Herr Deder selbst in aller Eile den Aufruf, der mit Tagesanbruch an allen Straßeneden prangte. od n und sodann sein Lebensretter, in welchem der Brediger He Merently, Inspektor der Stadtmission, Wichmannstr. 6 wohn haft, ettannt wurde. a. Wegen zahlreicher Diebstähle, worunter fich vo wiegend sogenannte Leicher fleddereten befanden, ift gefters der Kutscher Schulze zur Haft gebracht worden. Schulze bat während der legten Monate erfolgreich feine verbrecherische Thätigkeit betrieben und hier bet zum Theil mit einem noch nicht ermittelten Komplizen gearbeitet. So hat er gegen Gabe vorigen Monats fich einem Kellner Dr., welcher auf einer Bant im Thiergarten saß, zugefellt und diesen mit Schnaps trunken gemacht, so daß Wt. in einen tiefen Schlaf verfiel. 1. am folgenden Morgen erwachte, lag er in einer Erbvertiefung neben der Bant, Anzuges und später Ban Mariannenplay fchlafenden Herrn die Uhr und bas Notizbuch. Dieses Notizbuch benutte Sch. feinen geschäftlichen" Notirungen, indem er darin be zeichnete und babut wesentlich beitrug, baß nach feiner e von ihm in legter Beit geftoblenen Gegenstände b. Herr Stöder bätte, wie man hört, den gegenwärtigen Einige Tage Habl Schulze einer Stiefel beraub " Brozeß gegen die Frete Beitung" am liebsten vermieden. Aber das Konfiftorium hat die Klage fategorisch gefordert. Wer das richtigere Gefühl hatte, das zeigt der Prozeß. Der Nachtwächter in Blögensee traf in den Morgen stunden des 9. D. W. awet, Abetter" aus Berlin, welche einen t. Hammel vor fich bertrieben. Ueber den Erwerb des Hammels befragt, erklärten ste, denselben gefunden zu haben; es Itegt jedoch die Vermutbung nabe, daß derselbe irgendwo gestohlen worden ist. Der H.mmel, der das Beichen 6. S. trägt, ift dem Nachtwächter sur Fütterung übergeben worden, bis der unbekannte Eigenthümer ermitt It ift. " " Zur Geschäftspraxis des Stellenvermittlers Sier mann theilt die Staatso. Btg." den Wortlaut eines der Re verse, die fich dieser Herr unterschreiben läßt, mit. Derselbe lautet: Auftrag und Revers. Hierdurch beauftrage ich Hrn. Liermann in Berlin, mir eine Stellung au vermitteln, sei es auf direktem oder indirettem Wege, als: Pflegerin, Wirthin c. Für die mir zu befchaffende Stellung, gleichviel was für eine Stellung ich annehme, zable to fofort unmittelbar nach Ab schluß des Vertrages 5 pet. meines zu berechnenden erften Jabreseinkommens intluftve Naturalien und Equipirung ohne jede weitere Einrede als Provision. Außerdem sable ich heute sur Dedung der Untoften, als Einschreibes, Porti und Infer tions Gebühren, sowie für Ertrabemühungen sechs Mail, welche bei der Bovifton von 5 pr. in Anrechnung gebracht werden sollen. Ich abst abire von der Rückzahlung der in meinem Intereffe absorbirten sechs Mart, wogegen Herr Liermann fich Derpflichtet, für baldiges Engagement zu sorgen. Dann folgen Datum, Name, Stand, Religion, Alter, Wohnung und Ge burt Bort. In dem vorliegenden Falle bat Herr Liermann dem burtsort. betreffenden Mädchen eine Stelle verschafft, ihr dabei aber am nahme ein Theil seiner Diebstähle ermittelt und festgestellt wurde. Schulze wurde gestern in der Wohnung seine Schwefter ergriffen, wohin er die gestohlenen Sachen, in be größere Anzahl von Sachen ist von den geschädigten Berfon er sich mit seinem Komplizen getheilt, gebracht hatte. Die als ihr Eigenthum bereits refognoszirt und zum Theil wieder behändigt worden. Bu nachstehenden Sachen haben fich febod Eigenthümer nicht ermitteln laffen: Es find dies u.. wel Bigarren Euts mit eckigen Bügeln, 4 Brillen, meh ere haud schlüssel, awei fiberne Bylinderuhren, 2 vernidelte Übiletten, 1 gelbledernes und 1 Plüsch- Portemonnaie, 1 fleines Fernrohr, 2 Taschenmeffer und Papiere, auf die Namen Bahn und Lange Iautenb. R In flagranti ergriffener Dieb. Am Mittwoch Nachmittag beinat ein junger Bursche von 16 Jahren da Bigarrengeschäft von Dchs in der Lindenstraße, um file fünf Pfennig Briemtabat zu fordern. Diese Gelegenheit benu der jugendliche Dieb, um mehrere Riften Sigaretten zu estamo tiren. Frau Dhs, welche diese diebische Manipulation be merkte, ließ den Burschen durch einen vorübergehenden Schu mann festnehmen, nachdem zuvor der freche Dieb 80 Pfenni für Tags zuvor entwendete Waare hatte deponiren milffen Bur Haft gebracht, entpuppte fich der Dieb als der Sohn eines MR. Ju großer Lebensgefahr schwebte gestern in bet Mittagsstunde die in der Südersdorferstraße 8 wohnende achtbaren Schuhmachers. Derebeltate 6. Als dieselbe fich auf einer Spiritusmaschine folgende Rechnung gemacht: Gehalt jährlich( Trinkgelder habe Thee tochen wollte, schlug die Flamme plöglich in die be = nicht mitgerechnet) 240 R., Station, Wohnung 2c. 360 M., Summa 600 m, hiervon 5 pet. 30 M., angezahlt 6 M., bleibt als Reft 21 M. Die Summen find jedoch zu hoch ge griffen, weswegen die Dame die Klage angeftrengt hat. " N. Wie leichtfinnig mit dem sogenannten Antontrabiren" feitens der Stubenten umgegangen wird, davon baben wir erst gestern ein sprechendes Beispiel gehabt. Ein Student soll den andern spät des Abends schief angesehen baben, natürlich muß dies mit Blut gerächt werden. Geftern ftteg nun die Mensur und der angeblich Beleidigte hat fleben Siebe auf den Kopf bekommen, die durch achtzehn Nadeln" aufammengenäht wurden. Der Forderer liegt mit bid ange und brachte die leichte Sommerkleidung in Brand; mu hatten fich die Flammen auch des Haupthaares der alfo Ge fährdeten bemächtigt, als die junge Dame noch Geiftesgegens wart genug befag, um fich in ein Bett zu stürzen, und fo die Flammen erstickte. Dbgleich die Dame außer Lebensgefah fich ift, so bat fie dennoch schwere Brandwunden davongetragen. dadurch erli.ten, daß beim Ausblasen einer Bebe Sawere Brandwunden hatte das Dienstmädchen Anna R Mädchen ist gestern Nachmittag in der Königl. Charité ftorben. schwollenem Kopfe schwer darnieder und wird wohl einige tag Nachmittag 4 Uhr es das peinlichste Aufsehen, daß in de Wochen zu seiner Wiederherstellung brauchen. Nach der Mensur äußerte der Geforderte, daß es ihm nicht im Traume eingefallen fet, seinen Gegner zu beleidigen, aber studentischer Romment erfordert es eben, jede Kontiabage, ob fte begründet ift oder nicht unbedingt anzunehmen. 8. Von dem wenig ergiebigen Malfang in der Spree an der Kurfürstenbrüde bezw. bem fönigl. Schloß, woselbst hunderte von Reusen liegen, fonnte man fich wieder einmal aestern Mittag überzeugen. Dort waren um die gedachte Belt Ficher mit der Durchficht der Reusen beschäftigt. Da Ergeb niß war gleich Null, etwa ein Mal auf 50 Neufen. Hunderte niß war gleich Null, etwa ein Mal auf 50 Heufen. Hunderte von Baffanten fahen von der Brücke und der Burgstraße aus Der Halfi cherei zu; fte waren ebenso enttäuscht, wie die Fischer P. G J. dem einen Bef vorbeftrafi Meter, be und erjud geichlagen un Berg ftatt fich b Dazu, fich Das Schu felbe späte Der Mal Der Heilig verdächtig wegzuicha Die Heilig Schranten fpisfindige jugab, bie Daber des bemies, Mauern Berichts bo Hinweis Tommen 2 lich angee Der Berth u plaidir vorliegend das Urib 2 Jabr verfügte b Die foforti Bon erhalten außerorde des Berl Sage mei berichtiger manchester vertritt in ich erftere foll gefag der im S Bu den elift in fonderbar bie Red Bartelen Lohntomn febben g gegenüber aber, wie Dinge wiffen, ob von ihm nicht S In der Kochstraße, nahe Charlottenburg, erregte Donne belebten Straße plöglich ein Infinniger total unbelleidet schten. Ein Offister und ein Schuhmann führten den Unglüd lichen so schnell als möglich in ein Haus. ms R Traurigen Ruhm wollte ft gestern in Tempel Urtheil a der Arbeiter D. Gedamsin aus Brit verschaffent, indem er feines Kameraden zeigen wollte, welche große Dantitäten von Bran wein er au vertilgen im Stande jet. Diese von uns schon oft gerügte Ruhmfucht" mußte er mit einem schweren Scho an feiner Gesundheit bügen. Ein binzugekommener rat trant, per Dioschte in seine Wohnung geschafft werden. ftatirte eine schwere Alkoholvergiftung und mußte G., als fe 000 gm Deutschen Theater findet die nächste Aufführung felbft. Die Beiten, in denen hier noch die Nale in Maffen des Bring oon Homburg" am Donnerstag, 18. Junt, fall, vorhanden waren, liegen längst hinter uns. Eine Lebensrettung. Borgeftern Vormittag um 11% Uhr ging ein etwa achtjägriger Knabe, dessen Eltern in der Corneliusstraße wohnen, mit der Schulmappe auf dem Rüden, am Landwehrkanal entlang nach Hause. In der Nabe der hindurch M aum Gedächtniß der Schlacht von Fehrbellin. beit fortzufezen. An demselben Lage Nachmittags entftand Polizei Bericht. Am 11. b. M. erhielt der Rutfcher Deter am Badhof von einem Pferde seines Bespanne Derart einen Schlag gegen die Brust, daß er unfähig war, feine r Albrechtsbo ging auf dem schmalen Streifen Landes zwischen Fruer, welches in Folge des herrschenden Windes schnell um Brücke kletterte der Knabe unter dem Geländer auf dem Grundstück Wienerstr. 43 in einem Nebengebäude bem Kanal und dem Geländer weiter. Dabei büdie er fich fich griff. Die im ersten Stod über b.m brennenden Raume öfter, glitt plöglich aus und fiel die steile Bösd ung hinunter wohnende verebelichte A better Ust sprang in der Angft a in den Kanal. Ein zufällig des Weges lommender älterer einer Lute auf den of binab und zog fich hierbei eine Ver Berr batte taum die gefahrbrohende Situation exfannt, als er stauchung der Hüfte zu, während ihr 5 Jahre altes Pflegelin fich seines Rodes enfleoigte, in das Waffer sprang und den ertrintenden Knaben mit einem Arm umfaßte Er schwamm hatte, durch den Tischlergesellen Bursusly, indem er fiber Darauf an das Ufer zurüd, wo ibm von 3 schauern ein Strid gereicht wurde, an welchem er fich und den Knaben so lange über Waffer hielt, bis von einem benachbarten Steir plage eine einen Anbau hinweg vom Dache des Gebäudes binablie rettet wurde. Am 11. b. M. wurde während der ftellung im Opernhause eine junge Dame von Krämpfen lange iter gebracht und ihm augereicht wurde. Bueift stieg fallen und, da fie fich nicht erholte, von einem Logenf und das will nicht gleich gelingen. Als die Dame in andrer schlecht erzogen, und hat mich ein unartiges Rinb genann Toilette erscheint, bittet fte zuerft, verzeiben zu wollen, und als ich hinaus wollte, riß fie mich am Arm zurüd und wenn fie fich erlaubt habe, die üppige Rubenssche Madonna und die Magdalena fortzunehmen fie fieht dergleichen Bapa wurde böse." Frau Räthe hat fchlaflose Nächte, fie wird blei fie Bilder nicht gern, welche den frommen Namen an der möchte, ber Papa wäre da, um fich Nath bei ihm bole au tonnen und möchte es boch wieder nicht. Elifabeth sieht sie immer mit prüfenben Blicken an und spricht bringlich zu, für ihre Gesundheit zu sorgen. Spige tragen, aber doch nur fleischliche Schönheit barstellen. Entschuldigungen Käthes und der innerliche Gedanke, baß Elifabeth Ravin, die ihren Namen flavischer Abstammung banft, gar nicht fo astetisch aus fieht. Edmond plaubert mit seiner alten Liebenswürdigkeit, Räthe fuchts ihm gleich zu thun, hat aber das Gefühl, als würde fte weniger beachtet. Die Kinder find auch nicht der guten Lehren eingebent. Der Kleine Edgar, Großvaters Liebling, steht und sieht die Fremde lange an und sagt endlich, seine Augen weit auf Fremde lange an und sagt endlich, seine Augen weit auf reißend, Solche Augen wie du, fann ich auch machen," wodurch die Dame an ihre Gewohnheit des Starrblidens " I bin nicht frant," behauptet Räthe. Meine Liebe, Sie sollten jetzt noch in ein Bab gehen, ich verforge Ihr Haus, so dringlich ih auch auf Freundschaft bringen muß." Mitleidige Blide ftreifen meinem Boften nöthig bin; es giebt Opfer, bie man Spiegel: Seb' ich frant aus? Bleich, ein wenig Edmond rebet ebenfalls au; Räthe fragt heimlich bärmtja! Aber ich fühle mich gefund." ba be De " Sie fißt eines Abends spät im Park unter bod weife gegen diefelben eingenommen ist, murmelte fie:" Na, Rünften glänzen und bringt ben Sag vor: ,, Du haft große ragenden Fichten und denkt barüber nach, wie fie's anfang wie eine fromme, barmherzige Schwester fiebt sie nicht aus und so spust, baß fie gleich auf den Erntetanz gehen tönnte!" Rathe, bie es nie verlernt hat, Fremben gegenüber zu erröthen, blidt auch ein wenig erstaunt auf die impofante Fiaur, bei beren Toilette das Borceau eine bevorragende Rolle pelt. heißt sie dann aber herzlich willkommen. Run?" fragt Eomond, ber so beweglich ist, wie ihn Räthe längst nicht mehr gefehen. denn er ist for pulent und b quem geworden, als fich Frau Elifabeth zurück gezogen hat. Jhabe sie mir anders gebacht," erwidert sie. " Das ja eben ist es," fällt er lebhaft ein, man fucht hiner ibr den ernsten Beruf gar nicht sie ist so natür lich und umgänglich." Ich fann fie nicht Frau' nennen," fagt Räthe, wes ift läderlich, diese Bezeichnung als Titel einer Unverbeiratheten zu geben." Sie dünkt fich in ihrer eigenen Würde babura gel änkt. Recht behaglich hat Räthe es dem Gaßte machen wollen Hände, Tante!" worauf Frau Elisabeth mit einem fpöitischen Lächeln erwidert: Deine Mama hat sie freilich liches Glück Einhalt zu thun, als Edmond und Elifabe von einem Gange ins Dorf heimkehrend, unweit von Plaz nehmen. tleiner." Der erste Abend ist ungemüthlich, die kommenden Tage werben faum beffer. Elifabeth Novin will die Wohnungen der Gutsarbeiter feben, fie macht Vorschläge für ein Privat Näbe bemerkbar zu machen, ba ift' ihr p'öglich, Sie hat fich schon halb erhoben, um dem Paare ibre als hofpital, hält Edmund Vorträge, daß er eine Hausapotheke würde Sie mit Gewalt auf ihrem Sige zurüdgebrängt es fieht fie Niemand, doch fühlt fie, wie es ihr heiß in b fie schämt fich vor sich selber, baß f Edmond feufat. Mein armer Freund!" sagt Clif anlegen foll, will der ganzen Dienerschaft Unterrict im Berbanbanlegen und Riantenpflege ertheilen Räthe schließt sich endlich mit einer Entschuldigung von den Gargen aus, auf denen man sie nicht berücksichtigt Von den Arbeitsfrauen bat fie schon die nicht geaen fie ge richtete, aber plump vorgebrachte Anficht hören müssen: Das wäre aber eine Gutsjrau geworden! Die sagt, wir wären auch Menschen!" " Nach acht Tagen fragen weber Elifabeth noch Edmond, warum Räthe nicht mitgeht sie wird nicht vermißt. Die fleine Frau beginnt indeß. über die feltfame Freund lauscht. beth, als verstehe fte diesen Schmerzenston. Nicht wahr, fragt er, Sie sind enttäuscht?" ,, Leiber, mein theurer Freund!" nach den Beschrei bungen, die Sie mir in dem lieblichen Ensthale machten ich glaubte, glad habe ich allerdings anderes erwartet liche häusliche Behältnisse zu finden Forer würdige " Damals war ich auch noch in einem Traum schaft etwas nachzudenken. Einmal fommt Else weinend fangen, glaubte ich noch an solche feit Ihrem Hier zu ihr: Die neue Tanie hat zum Papa gefagt, wir seien Elisabeth, ist mir die Binde von den Augen gefallen läßt fich den Wor Berliner Biel ang Bartelen dah fte u ugleichen Einigte Derr C In Ne. über die Tischler, fammlung au fanger in den fammlung fammlun zu gewin e in bie wonnen willigft 9 Bericht f Dingen Der Auß Der gans Seiten immer b Tischlerge Un Wenn id Si feb und St iSie hingeben über mei Geftalt Randen Run tam lofte Rin thropic El wie ein Ar un blei Berftanb Id ift fchwa Ju einer gate me wenn" eingreift röthen Si Soffnung aus fpredh Be rufcblo fie fill wie gefu Später ben o retenber Diger Hen .5 wohn fich vors ift gefters Schulze bat brecherliche einem now gegen Ende einer Bant ps trunken A N bvertiefung el beraubt einer Bank Uhr und Sch. 10 Darin die ände ve feiner Fells feftgeftell ung feines Den, in ble atte. Die Berfonen hell wieder fich febod u. 2. we ere Haud brtetten, 1 Fanrobe, und Lange Mittwoch Jahren das m file fünf weit benutte au estamo ulation be Den Schup 80 Pfennig en milffen Sohn eines ern in ber nende un tusmaschine Die be D; tm Nu er alfo Ge eiftedgegen und fo bie bensgefah getragen en Anna R mlampe Ad wenswettbe Charité g te Donne bas in be Selleibet en Unglid Tempelhof m er feines on Bran ns fchon n Scho Arzt ben. acitlubelt sh mindstill min Gerichts- Zeitung. has P. Eine äußerst freche Ladendiebin stattete am 14. April J. dem Schuhmachermeister Bergschmidt in Charlottenburg einen Besuch ab. Die wegen Laden Diebstäble bereits vielfach vorbestrafte verebelichte Bäder Heilig, Marie Dorother, geborene Meter, betrat am genannten Tage den Laden des Bergschmidt und ersuchte ben esteren aus einem paar Stiefel die durch gefchlagenen Nägel von der Brandfoble au beseitigen. Während un Bergichmidt nach der neben dem Laden belegenen Wert ftatt fich begeben hatte, benugte die Heilig das Allein sein im Laden bazu, fich 4 Baar Herren und 1 Baar Damenftiefel anzueignen. Das Schubzeug verfte die fte dann auf einem Kloset, um das. felbe später unbemeift verpaden und wegschaffen zu tönnen. Der Malermeister Elefemsty batte jedoch die Handttungen Der Geilig aufällig bemeift und er bewirkte, da ihm diefelben verdächtig voitamen, daß die Diebin beim Versuch, die Stiefel Gestern, den 12. d. M, stand megauidhaffen, abgefaßt wurde. Die Deilig wegen schweren Diebstahls angeklagt vor den Sobranten der 2, Straflammer des Landgerichts II. Der pisfindige Einwand der Angeklagten, wonach fie wohl wonach fie wohl Jugab, die Stiefel zu fleblen beabsichtigt zu haben, fich aber baber des verfuchten Diebstahls nur für schuldig bekannte, bewies, daß sie den längeren Aufenthalt hinter Gefängniß Mauern zum Studium des Strafgefeßes ausgenügi bat. Der Berichtshof verwarf selbstverständlich diesen Einwand mit dem Hinweis darauf, daß die Angeklagte nur durch das hinzu tommen Anderer an der Fortschaffung des bereits widerrecht lich angeeigneten Gutes verhindert worden war. Es übrigle Der Bertheidigung nur, für Bewilligung mildernder Umstände u plaidiren. Die Straflammer fand indeffen keinen Grund vorliegend, der die Annahme mildernder Umstände rechtfertige; Das Uribeil lautete demgemäß auf 1 Jahr Buchthaus und 2 Jahr Chroerluft. Dem Antrage des Staatsanwalts gemäß verfügte der Gerichtshof mit Rücksicht auf die Höhe der Strafe die sofortige Bethaftung und Abführung der Angeklagten. & id CE OF Vereine und Versammlungen. sm sad du 16 thus linda adhd aid dishdassaha nicht der richtige ift. In diesem Sinne ließe fich bei gutem haben mit Gleichgesinnten aufammenzukommen und Belehrung Willen gewiß eine Einigung zu Stande bringen. be. In der Volksversammlung, welche am Donnerstag, den 11 d. Mis, in Schwarzer's Salon, Brunnenstraße 54, unter Vorfis des Henn Ballmüller stattfand, sprach Hert Stabto. Fr. Goed über das Arbeiterschußgests: Als die Arbeiter so führte der Rednet aus- vor mehr denn 20 Jahren zuerst die Forderung aufstellten, der Staat solle in das wirthschaftliche Getriebe regeind eingreifen, war es, als hätte man in ein Wespenneft gegriffen, so unerhört und monftrös erichten dieses Verlangen. Der Gang der Entwickelung hat im Laufe der Jahre einen Umichwung in der öffentlichen im Laufe der Jahre einen Umichwung in der öffentlichen Meinung hervorgebracht; die Forderungen der Arbeiter er fcheinen heute wenigftens diskutttbar und auch das Parlament, das fich fiüber gegen die sosiale Frage theilnahmslos verbielt, febt fich jest genöthigt, dieselbe in den Bereich der Disluffton au sieben. Die erste Voraussetzung zu diesen Erfolgen war das allgemeine gleiche, dirette Wahlrecht. In einer Beit, wo andere Barteien, die gern auf eine große Bergangenbelt bin weifen, froß aller liberalen Adüren es öffentlich aussprachen, die Frage müffe auf Jahre hinaus verlagt werden, traten die Arbeiter unermüdlich für diese Forderung ein, und wenn man auch zugeben muß, daß noch andere Fattoren bei der schließlichen Entscheidung maßgebend waren, war der Druck der politisch mündigen Arbeitermassen doch von der größten Bedeutung. Als des Wahlrecht nun endlich erlangt war, trat mit ihm aum erften Male ein gewiffer Arbeiterschuß ein, weil nun auch Ar beiter von Arbeitern in das Barlament gesendet werden fonnten. Die Bahl dieser Arbeitervertreter wächft ftetig und diefer Buwachs giebt die Gewißbeit, daß schließlich unser Bochen an der Thür der Gefeßgebung wird gebört weeben müfen. Nunmehr ging der Redner auf den Arbeiterschut Gefeßentwurf der sozialdemokratischen Fraktion des Reichstages bes Näheren ein und besprach und begründete die Haupt bestimmungen desselben, welche Reformen auf wirth. fchaftlichem Gebiete herbeiführen sollen. Sorgen Ste sdrödad dafür" addafür To Von Herrn Hermann Krug, Große Frankfurterstr. 59, erbalten wir folgende Berichtigung":" In dem Bericht der außerordentlichen Generalversammlung der Trschler in Nr. 133 Des Berliner Volteblatt" hat Ihr Herr Berichterstatter einige Säge meiner Rede entstellt gebracht und bitte ich Sie, dies zu berichtigen. Ich habe nicht gesagt, die Fachoereine verteten ein manchefter liches Prinzip- sondern der Fachverein der Tischler ver Dielen Fällen ein mancheſterliches Brinzip. Hätte ich ersteres gesagt, so wäre es allerdings zum Lachen. 2. Ich soll gesagt haben: Die beantragte Resolution fet ein Ausflug der im Saale herrschenden Hiße. Thatsächlich habe ich gesagt: " Bu den beiden Resolutionen läßt sich nicht viel fagen, denn es ist in den letten Tagen etwas sehr heiß gewesen." Auf diese Sonderbare Berichtigung fei zunächst erwidert, Daß Die Redaktion des Berliner Basein und per ben beiden zu geben und zu empfangen. Er soll fich informiren, fich in der Geschichte, früherer Betten umfeben lönnen, um daraus die Gegenwart verstehen zu lernen. Insofern ist die Sonntagsrube Die Ergänzung des allgemeinen gleichen Wahlrechts. Nach einer Reihe von Arbeitstagen soll sich der Getst von den Mühen der Woche erholen, ebenso wie der Körper. Das ist Die gesundheitliche Seite der Frage. Eng im Zusammens bang biermit ftebt die die moralische Wirkung. Bum Schuß des Familienlebens und der Erziehung des Ar beiters fordern wir das Verbot. Während wir so unfere Forderung mit den Gründen der Humanität, der Billigkeit und Gerechtigkeit vertheidigten, nahmen die Konservativen und Ultramontanen ihre Mottoe aus tirchlichen und religiösen Bedürfnissen. Uns ist die Religion Privatsache, aber deshalb wollen wir auch, daß ein der feine fonntägliche Erholung nach seinem Geschmade genießt. Bei der Debatte zeigte fich ein eigenthümliches Verhältnis. Während man bisher glauben Angelegenheit nicht au schroff gegenüber, deigte fich hier das Tonnte, der Herr Reichskanzler ftehe theoretisch wenigftens dieser gerade Gegentheil. Es erwies fich, daß seine Liebe für wirth schaftliche Reformen eine rein platonische set, denn in dem Augenbl de, wo es nur an ibm lag, durch seine Buftimmung eine nothwendige, gefeßliche Maßregel berbeizuführen, erscheint ihm die Frage noch nicht als spruchreif, ift er nicht davon überzeugt, daß das verlangte Berbot im Intereffe der Arbeiter liege. Die ganze fog. Sozialreform der Regierung hat durch Diese ablebnende Haltung ihre praktische Beleuchtung er fabren. Taufende werden dadurch zu der Ueberzeugung gekommen sein, daß nur die Arbeiter klaffe selbst durch geset liche Arbeit fich helfen tann. Der Herr Reichskanaler will eine Enquête veranstalten laffen, um den Willen des Bolles in dieser Frage festzustellen. Für Jeden allerdings, der mit Dem Bolle vertebrt und etwas nationalötonomische Werte gen lesen hat, ist dieser Enquête überflüfftg. Da wir sie aber nun einmal baben sollen, so tann das Boll ja sagen, was es meint und ich glaube, seine Stimme wird in so majestätischer Weise erfchallen, baß auch der Herr Reichskansler fich beugen wird. Allerdings muß er die Arbeiter felber fragen, nicht etwa die Handelskammern, die Fabritinspettoren oder den Bollewirth fchaftsrath. Es ist möglich, daß der Bundesrath sich in diesen Kreisen Rath bolt. Da ist es nöthig, nicht auf eine Anfrage ber Regierung au warten, sondern ihr freiwillig Wunsch und Willen zu verkünden. In diesem Sinne ift Betition bie vorgeschlagene abgefaßt. 35 erfuche Sie, Diefelbe einftimmig anzunehmen. Versprechen fann ich Ihnen, daß wir es als Voltsvertreter an der nöthigen Anregung nicht fehlen laffen werden und ich boffe, daß eine Beit tommen wird, wo wir mit Befriedigung auf eine erfolgreiche Thätigkeit zurückbliden werden.( Stürmischeer Beifall) An der weitern Diskussion betheiligten sich noch die Herren Kuntel und Meyer. Nach einem Schlußwort des Refe renten wurde die Petition einstimmig angenommen. Auf eine Frage nach dem Verhalten der Arbeiter zu der bevor ftebenden Landtagswahl erklärte Herr Göidi, daß die Stellung Der Arbeiter zu derselben in nächster Beit in einer Versammlung festgestellt werden solle. Für die ftreifenden Schmiede Berlins und die Maschinenbauer in Kalt a. th. wurde eine Teller fammlung veranstaltet. Dann erfolgte der Schluß der Vers dinit nou siis Sammlung. fo Schloß der Redner seinen oft vom Betfall unterbrochenen Bortrag, daß die Prinzipien, welche dem Arbeiter- Schußgefeßentwurf au Grunte liegen, Eingang und Verständniß bei der großen Meſſe finden. Tragen Ste und Verständniß bei der großen Messe finden. Tragen Sie Ihre Ueberzeugung in die weitesten Kreise, dann wird die Bett Sbre Ueberzeugung in die weitesten Kreise, dann wird die Belt tommen, wo Sie das berechtigte Biel Ihrer Wünsche und Hoff nungen durch gemeinsame Arbeit erreicht haben werden!" an den Reichstag Hierauf gelangte eine Betition aur Berlesung, welche um Annahme des Arbeiter Schuß Gefeges er ucht.( Der Wortlaut dieser Petition ist in Nr. 132 des Berliner Voitsblatt" in dem Bericht über die Versamm lung des Arbeiter Bezirks. Vereins der Dianienburger Borstadt und des Wedding vom 8. b. M. bereits mitgetheilt worden.) Der Vorfigende empfahl die Annahme dieser Betition und gab das Wort dem Reich si agsabgeordneten Herrn Paul Singer, der ungefäbr folgendes ausführte: Mein Freund und Kollege Goerdi bat in so überzeugender Richtigkeit der leitenden Brinzipien in dem Gesezentrorfe Weise die Nothwendigkeit eines Urbelter chuggefezes und die Parteien der Tiichlerbewegung, dem Lobntommiffion, die fich leider augenblidlich zu bes nachgewiesen, den die sozialdemokratische Fraktion im Reichs febben gewillt find, gleich freundlich und gleich unparteiisch tage eingebracht hat, daß ich der Aufgabe überhoben bin, noch gegenübersteht. Die Berichtigung des Herrn Rug bezieht sich einmal darauf einzugeben. Ich habe mich aber zum Worte ge aber, wie ein jeder einsehen muß, doch nur auf nebenfächliche meldet, weil ich die eine Frage, welche praktisch im Reichstag Differt, or Feqverein Der Tischler wird es ja am besten in die Debatte gezogen worden i bie Frage ber Sonntag unser ob die Behauptung des Herrn Rrug nunmehr in der von sozial politischen Anträgen anderer Bareeten überholt worden, von ihm felbft richtig gestellten Fassung zum Lachen ist oder nicht. Wir balten uns nicht für befugt, in dieser Sache ein welche einige Gedanten von uns in Form von Refolutionen Urtheil abzugeben. Bu dem zweiten Theil der Berichtigung dem Reichstage unterbreiteten. Diese Sucht, den Bogel zuerst läßt sich noch weniger sagen, denn eine folche Haarspalterei in abzuschießen. tonnte und natürlich ganz rubia laffen; wenn wir den Worten bedeutet doch weiter nichts als die bekannte den Nachweis führen wollten, daß im Rahmen der be Berliner Rebensart:„ Es ist draußen so, wie vor der Thüre." stehenden Staats- und Gesellschaftsordnung wittliche Reformen im Intereffe der arbeitenden Bevölkerung möglich feien, so er Bartelen dabin ftreben würden, den drohenden Bwiespalt aus forderte diefe felbstständige Arbeit mehr Beit allerdings, als ugleichen, daß fte über Kleinigkeiten binwegsehen würden, und die Abfaffung einer mehr oder minder langen Resolution, welche es der Reid Bregierung überläßt, die eigentlichen Aufda fie unseren gemeinsamen Wahlspruch beberzigen möchten: Einigkeit macht start!" Ebenfo übersendet uns gaben zu lösen. Unsere A belt, welche, wir in langen und Berr C. Alose, Wrangelftraße 114 folgende Erklärung: mühevollen Konferenzen gefördert hatten, wurde belanntlich In Rr. 133 Shriß gefchägten Blattes befindet sich ein Bericht nach einer Generaldebatte im Barlament an die Kommision über die am 9. b. Mis. stattgefundene Versammlung Berliner verwiesen, welche mit der Borberathung der von der lonfervativen und ultramontanen Bartel eingebrachten sozialpoliti Tischler, in welchem gesagt wird, ich habe gesagt, die Ber Bu einer Berathung& im fammlung solle dazu dienen, um Mitglieder für den Fachverein schen Resolutionen betraut war. au fangen. Diese Aeußerung ist mir von einem anderen Redner Blenum kam es nicht. Das Parlament batte ja auch wich. in ben wund gelegt, und ich habe daffelbe in b- fagter Vertigere Dinge zu thun; es batte es sehr eilig mit der Annahme fammlung auch sofort berichtigt. Ich habe behauptet, die Ber der Getreidezölle, der Biebsölle, überhaupt solcher Bölle, welchengtait intenanfegung ieben unstandsgefühls ausge fammlung folle dazu dienen, um Mitglieder für den Fachverein geeignet find, das geringe Einkommen der Arbeiter noch mehr zu schmälern. Das war die Hauptthätigkeit des Reichstages zu gewinnen und ich bezweifelte. daß durch ein Vorgehen, wie in den 102 Sigungen während feines fechsmonatlichen Bu es in dieser Versammlung zu Tage trat, ein Mitglied ge sammensetts und da braucht man sich nicht zu wun wonnen würde." Wir geben auch dieser Auslaffung bereit willigst Raum, indem wir bedauern, daß fich in unserem bern, wenn Forderungen, die ernsthaft eine Befferung ber um ble e Bericht folche Ungenauigkeiten eingeschlichen haben. Vor allen Lage der ärmeren Bevölkerung anftreben, als Stiftinder be Dingen wollen wir aber noch einmal betonen, daß man bei handelt werden. So kam denn allein in lester Stunde noch das Berbot der Sonnntags a belt zur Verhandlung, ein Theil Der Ausgleichung der Differenzen, die gewiß nicht zum Vortheil der ganzen Tischlerbewegung ausgebrochen find, auf beiden unserer Forderung, der mit den Forderungen anderer Barteten übereinstimmend it. Nothwendig ist nach unserer Anficht das Seiten nicht von allzugroßer Empfindlichkeit sein, sondern Verbot der Sonntagsarbeit im Interesse der politischen Ent immer baran benten soll, daß auch der Gegner das Beste des Am Sonntag foll der Arbeiter Belt Tischler gewerbes will, und daß nur der eingeschlagene Weg widlung des Volles. als f Aufführung Junt, fall er Rutfcher annd Derart feine Ar entfland bengebäude Schnell um Den Raume Angft aud eine Be Pflegelinb adelafen er fib Det mablic campfen genfile gebrad b genannt Jurad und bleig 腸 ibm bolen Elifabeth Spright the ein Bab auch auf man bes reifen f simligh bm wenig ve nter bod anfäng ihr bä Elifabe the if von Baare bre Blich all dyebrangt beiß in bit baß f agt Clif it 8" Beschrei machten bte, glad bige Traum b Sterfei efallen Ums Himmelswillen, halten Sie ein," ruft fie Wenn ich-" feb Sie, Elisabeth, allerbings," fagt er baftig, in Ihnen und ertenn ich erst das Normalweib, Sie-" Still, Edmond, ich habe ja schon genug getragen als ich Sie lennen lernte" bie Stimme was so weich und bingebend fagte ich mir, baß, wenn ich mir ein Glüd aber meinen Beruf hinausbenken könnte, es hätte in Ihrer Befalt nahen müffen. Aber ich glaubte Sie glüdlich, vers Randen Freundschaft sollte für uns die Devise fein. Run fam ich unb fand eine unbedeutende Frau, verwahr lofte Rinder, lein Berständniß für Humanität und Philan thropie bas schmerzt mich." Elifabeth, ja, was Sie sagen, ist wahr, ich bin wie ein Blinber burch's Leben gegangen." xun bleiben. " bisher bisher Armer Freund, und ein Unglüdlicher müssen Sie Indo? sip Muß icho, Elifabeth, jest, wo ich erst weiß, was Verstandensein heißt, was Liebe ift." aber mein Herz ift schwach Ihnen gegenüber. Sie Unglücklicher, verdammt einer Dual- nein, fprechen Sie nicht von mir, ich Sie aber fein Ausweg habe meinen Beruf " eingreift Sie meinen?" nach, nicht eine höhere Hilfe વીર techfein, Ihre Frau ist ränklich, dies Bleichsein, dies Er Am nächsten Morgen bringt Barbara der Frau Oberin ein Billet von Käthchens Hand. Madame 108oischen hier und einer Stunde steht ber Wagen zu Ihrer Verfügung, um Sie nach der Station zu bringen. Id war gestern Abend Zeugin Ihres Versuches, soeur de charité meinem Mann gegenüber ſpielen zu wollen ich bin gelund genug, einer Wiederholung beffelben mit aller Energie vorzubeugen. Räthe von Romnig." Die Dberin beißt bie Bahne in die vollen Sippen, bedenkt fich nicht lang, fchreibt ein paar Zeilen und befiehlt baisch:" Für den Herrn!" Barbara wendet sich kurz um und bringt fie der Frau, welche lieft: hfs. Eine große öffentliche Versammlung der streiten. den Maurer tagte am Donnerstag Nachmittag von 3 Uhr an im Buggenhagen'schen Saale. Bum Leiter der von ca. 1200 Theilnehmern besuchten Versammlung wurde wieder Herr Behrend gewählt. Derselbe lettete die Distuffton mit Bor lesung und darauf folgender kurzen Kritik des den jezigen partiellen Maurer ftreit betreffenden Leitartikels der vom 10. b. M. datirten Nummer des Organs der Meister, der Baus gewerts Beitung" ein, indem er die nichts weniger als arbeitera freundliche Tendenz jenes Artikels mit scharfen Worten ver urtheilte. Das Blatt nennt, ganz im Gegensaße au einer großen Anzahl der bedeutendsten Meisterfirmen, von denen Don 4. M. fegt bereits etliche sechzig den geforderten Lobetreffende Bfennige bewilligt haben follen, Forderung eine durchaus ungerechtfertigte," sowie eine ,, Cohne erhöhung, mit der Niemand babe rechnen lönnen und, gegen welche Dieses Mal hoffentlich energisch werde vorgegangen werden" Die Nothlage der Meister werde, meint das Blatt thatsächlich gegen diese hinterliftigen partiellen Strets" wäre nach Anficht der Baugew. 3g allerdings der Arbeitsausschluß", Die Entlaffung sämmtlicher Ar beiter feitens der Arbeitgeber; aber dazu feble es noch an der röthigen Einigkeit unter denselben. Das Blatt macht daher andere faum minder liebenswürdige Humanitätsvorschläge, wie n Thunlichste Einschränkung und Stuncung der Arbeit und Are beitsfristen feitens der Meister und Bauauftraggeber, Herab fegung der willkürlich gegriffenen" Lobnläge bei der nächsten fich barbietenden Gelegen belt u. dal. m. Nach dem Neonet bie unbegründeten Ausfälle bes Artikelschreibers gegen die Berliner Maurer fräft g aurüdgewiesen, und legtere au ftande haftem Festhalten an den gefaßten Beschlüffen aufgefordert If bien( Frau Elifabeth," biftist Räthe, ich befize auf Welt nichts, als eine mich oft hinreißende Bhantafte bas Brob der Armuth würde zu bitter für Sie feix; ich habe, frübseitig nacinem reichen Schwiegervater ausgesehen. In der gewünschten Zeit werde ich am Wagen bin fein, Sie zur Bahn zu geletten; wir haben reichend Muße, während der Fahrt zu überlegen meine Frau ist unfern Entschlüffen nicht hinderlich ob wir ben Rampf mit Noth und Sorge aufnehmen wollen! Comond." Sei barmherzig, fagt er, als fie flingelt, um ben 11919 Y 891 Brief hinauf zu senden.nams " Soeur de charité ſpiele ich nicht," lacht fie. Und eins noches in ein Brief an ihre Anstalt unterwegs, ber befagt, daß ich sie aus meinem Hause wies!" Edmond! Ihre Frau hat unfre geftrige Unterredung gebört sie weist mich von der Schwelle. Sie haben die Pflicht, mein Schüßer zu feines wird ein Standal werben, ich kann nicht zurüde giebt nur ein gemein in die weite Welt. schafttliches Vorwärts für uns Raffen Sie an Kapitalien zufammen, was Ihnen vorläufig halben Stunde hnen in ein neues Leben zu folgen unbe bin ich bereit, rüdgelehrt. Er fritt wie ein seuiger Günbet tube au mer aufblidt. Elisabeth." Die kleine Frau scheint gewachsen, als fie in das Bim auflies Mannes tritt, ber erstaunt von seiner Zeitung ,, Da!" fagt fie, ihm den Brief hinhaltend. " Erlaube, daß ich dir die Antwort barauf biltire." " Räthe! fchreit er auf, todesbleich und erhebt sich Räthe bas ist eine graufame Stache!" Sie tritt ans Fenster. Johann ist pünktlich, er fährt eben vor laß die Dame nicht warten,) Gomond." Frau ein fie unterbricht all feine Selbftanklagen mit einer Bhrafe über das Wetter; als er es gesteht, daß Elisabeth nach Hause eilt, um dem Briefe zuvorzutommen und ihn aufzufangen, hat fie nur noch ein mitleidiges Achſeljuden. Aeußerlich ist Edmonds von Nomnis Che eine noch glüdlichere, als zuvor, innerlich scheint fie nach einigen her Herr Ritters Jahren es auch geworben zu fin tötben ich fürchte, was doch für Sie für uns eine schwankend, er macht eine Bewegung, als will er vor ihr gutsbesitzer langweilt sich nicht mehr, benn seine ihm weit doffnung birgt, wenn man fie auch nicht ausbrüden, nicht niederfinken. aussprechen barf-" Weiter tann und will Räthe nichts hören, fie eilt ge ftebt Biblos avon. Auf der Schnelle bes Gartenfalons lebt he flu und blidt hinaus in das Dunkel:„ Ich will zeigen, wie gefund ich bin," flüßterte fie. Und wenige Augenblide Datex( pielte bie fleine Frau zum ersten Male in ibrem Hilfe gefallen." ben vollendet gut Romödie, indem sie die beiden Ein tretenden unbefangen begrüßt. Schreibtisch Baß", fagt fte, ich habe bisher um bein schau fpielerisches Talent nicht gewuß alle Anerkennung dafür. Die arme Elifabeth in fo bezaubert davon geworden, daß Die arme Chifabeth in to bezaubert bavon geworben, baß fie beinen Spaß für Ernst genommen bat. Du warst nie ein besonderes enragister Briefschreiber, laß bir also meine Mit schwankenden Schritten geht Edmond nach dem tommen. Frau Elifabeth bat jenen Brief glücklich aufgefangen; fie ist bekannt in allen Kreifen, die fich für humane und fanitäre Bestrebungen intereffiren, fie rebet mit Erfolg in Frauenvereinen, fürstliche Persönlichkeiten empfangen und beforiren fie Du haft ja felber gesehen, daß so etwas wie ein Heiligenschein um sie herstrahlt." Batte, richtete et an diefelben die bringendfte Mahnung, bie Don Bielen für awed mäßig gehaltene Broklamirung eines Generalftreits an Stelle des jezigen partiellen Streits nicht früher au beschließen, als bis fich wirklich in einer von vielen Tausenden von Maurern besuchten Waffen versammlung gang unaweldeutig gezeigt haben würde, daß ein folcher der Wille der Gesammtheit sei. Sieran reibte Rich die Mittheilung, daß inzwischen wieder eine beträchtliche Anzahl von( bis iegt nabe an 70) Meistern und Arbeitgebern Die Forderung von 4 tt. 50 Bfg. bewilligt baben und bereits bezahlen. Wir machen hier nach dem zur Verlesung gelom menen Namensverzeichniß derfelben folgende Meifter und Bauten nambaft: Elroth; Raft u. Malzer; Melzer( Moabit); Jakob; Reich; Flemming; Sorau; Mittag; Schuer; W. Richter; Bald; Miethe; Bohm; Kelm; Mant; Klinger( Röpniderftr.); Baich; Witting( Schmiedstraße); Buffe( Moabit), für den Bau in der Dranienftraße 189; Lobie( Bellealliar ceplay); Bülow; Bleil; Schmidt; Soro; Schloffer; Lang; Bimmermann, Ruhnert und Klinge; Pippom; Rudlow; Thillde u. Chriftiani; Spring labe; Lesler und Nolda; Breulich; Felbide, Kleite, Hols ( Charlottenburg); ferner die Bimmermeister: Springhorns, Fit Sprintlade; endlich ist die Forderung auch auf folgenden Bauten bewilligt: Liegnigerstraße 5, Holzmarttstraße 74, Wall Straße 31, Chauffeestraße 2 und Kirchbachstraße 72. In der barauf folgenden mebistündigen und sehr animirten Distuffton, bie fich bis 7 Uhr Abends ausdehnte, sprach fich die Mehrzahl ber Redner sehr entschieden für die Broklamirung eines allgemeinen Maurerstreits in Berlin aus, über den In einer neuen Maffenversammlung Beschluß gefaßt werden foll. Einstimmig nahm die Versammlung eine von Herrn Beter eingebrachte Resolution an, wonach fie die Forderung Don 4 M. 50 Pf. pro Tag aufrecht hält und die Entscheidung aber einen allgemeinen Streit der bevorstehenden Sonn tagsversammlung in einem der größten Berliner VersammlungsTotale vorbehält th. Zum Schmiedeftreit. Verschiedene Beitungen brachten geftern die Nachricht, daß der Streit der Schmiede beendigt fel, indem die Meister fich bereit gefunden hätten, die Sonntags arbeit extra zu bezahlen. Diese Nachricht ist durchaus unrichtig. Die Schmiedegefellen beharren feft auf ihren geftellten Forde rungen: Abschaffung der Sonntagsarbeit und Lohnzahlung am Sonnabend um 6 Uhr und ist überall da, wo diese Forde rungen nicht bewilligt find, die Arbeit eingestellt worden resp. wird noch eingestellt werden. Von einer angeblichen Feier abendbewilligung seitens der Meister des Sonnabends um Theater. Roniglines Opernhaus. Deute: Wilhelm Tell. Königliches Schauspielhaus. Dente: Gefchloffen. Deutsches Theater. Beute: Romeo und Julia. Bellealliance- Theater. te: Der Raub der Sabinerinnen. Reues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Balballa Operetten- Theater: Beute: Der Großmogul. ute: Gillette von Narbonne. Oftend- Theater: sve baute: Der Verschwender. Wallner- Theater. Heute: Papageno. Bontfenstädtisches Theater: nute: Die Bauberflöte. Central Theater: Mite Jakobftraße 30. Direktor: Ab. Ernst. Deute: Hamburg an der Alfter. 1269 Arbeitsmarkt. Ein unverheiratheter Milchfühler wird sofort verlangt Waffertborstraße 12/13, Röppe. Ein zuv. Arbeiter, der mit Führung von Holzbearb.- Masch. Bescheid weiß, find. 5 1hr ist auch keine Rede und das Ganze nur eine müßige Efindung, beren Bwed leicht zu errathen ift. Den Shneidern Berlins hie mit aur Nachricht, daß der Fachverein der Schneider morgen, Sonntag, eine Herrens paribie nach dem Grunewald und ben Bichelsbergen unter nimmt. Nichtmitglieder des Bereins fönnen theilnehmen. Sammelpunkt Morgens 7 Uhr, Brandenburgertbor, Abmarsch 8 Uhr. Nachzügler werden Nachmittags von 12-4 Uhr ge genüber dem Raiseraarten Lokal, Bichels werber, erwartet. Mus funft ertheilt der Wirth des Lotals. Sämmtlichen Vereinen zur Nachricht, daß sämmtliche Busendungen und Anfragen an den Fachverein der Schneider Berlins an die brei genannten Herren zu richten find: Brubbler, erfter Borfigender, Stallschreiberfir. 29; Reichert, erster Schriftführer, Gitschinerftr. 17, Stlon, erster Stafftrer, Waldemarstr. 19, of 1. Tr. Für die Mitglieder der örtlichen Verwaltungsstelle Berlin A der Bentral- Kranten und Sterbelaffe der Tischler u. f. w. findet am Montag, den 15. Junt, Abends 8 Uhr, eine Versammlung ftatt. D.: 1. Bericht der Delegirten über die Generalversammlung zu Frankfurt a. M. 2. Wahl fämmtlicher Lotalbeamten und Erledigung von Raffenange legenheiten. Es liegt im Intereffe der Mitglieder, au dieser Versammlung zahlreich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legiti mirt. Mitglieder Versammlung der Allgemeinen Kranten und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. Nr. 29 Hamburg) Filiale III, am Sonntag, den 14. b. M., Vormittage 10 Uhr, Manteuffelstr. 90( Louisenstädlische Resource). Mitgliedsbuch legitimirt. Hutmacher Versammlung. Eine öffentliche Versamm lung fämmtlicher in der Hutbranche beschäftigten Arbeiter ( butmacher, Filz und Strobbutarbeiter) findet Sonntag, den 14. Juni, Vormittags 10 Uhr, im Palmen Saal, Neue Schön bauser str. 20, ftatt. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung wird um zahlreiches Erscheinen gebeten. Den Mitgliedern des Arbeiter Bezirksvereins der Rosen thaler Vorstadt zur Nachricht, daß am Montag, den 15. Juni, thaler Vorstadt zur Nachricht, daß am Montag, den 15. Junt, Abends 8 Uhr, in Schwarzer's Salon, Brunnenstr. 54, eine Bersammlung ftattfindet. Tages- Ordnung: Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Berschiedenes. 3. Fragelaften.- Bahlreiches Erscheinen der Mitglieder nothwendig. Gäfte durch Mitglieder eingeführt willkommen. ubaith and ad situering Briefkaften der Redaktion. Zwei Wettende R. S. 1. Das Wort who Jnjenior ge fprochen. 2. Den Titel tann fich der Schloffermeifter ruble zulegen. 6. 3. 100. Jeber Bögling einer öffentlichen Lebranfiall oder einer Brivatschule muß fich der Impfung mit Schußpoden unterziehen und war innerhalb des Jahres, in welchem der Bögling das zwölfte Jahr zurücklegt. Diefer Impfawang fällt weg, fofern nach ärztlichem Beugniß der Bögling in den legten fünf Sabren die natürlichen Blattern überstanden hat oder mit Erfolg geimpft worden ist. Erfolg geimpft worden ift. 8. B. Sbre erfte Anfrage ist nicht mehr in unseren Händen. Wollen Sie die Frage nachmals ftellen und an geben, ob Jbre Schwefter als Verkäuferin oder Schirmarbeiterin engagirt worden ist. 6. F. 1. Bu den direkten Staatssteuern darf man nur ba berangezogen werden, wo man feinen Wohnfis bat. Der Umstand, daß Sie Ihren Wohnfis hier haben, während bre Familie außerhalb fich aufbält, ift gleichgiltig. Sie brauchen die diretien Staatssteuern nur einmal und zwar an die biefige Steuerbehörde zu zahlen. Gegen die Heranstehung seitens der Einschäßungstommiffion des Aufenthaltsortes Ihrer Familie müffen Sie bei der genannten Rommission rellamiren und das Sachverhältnis tiarlegen. 2. Einen Entschädigungsanspruch haben Sie zwar, derselbe ist aber so geringfügig, daß es am Ae athenditen e scheint, ihn nicht geltend zu machen. 3. Die Wirthin scheint nach dem Sachverhältniß nicht hafibar zu sein. H. G. 35. Sie müssen Privatflage wegen Beleidigung erheben, damit dem Herrn der Mund geflopft wird. Swet Wettende, Lindenstr. Nein. Der Scharfrichter hat das Recht nicht. B. Nr. 100. In Folge Gesezesunkenntniß find Sie Schaben gelommen. Eas Urtheil ist rechishiäftig, beseitigen läßt sich daffelbe nicht mehr. D. B. 100. Durch Verfügung des Dberpräsidenten von Berlin vom 25. März 1884 ist nach Anbörung der Gemeinde behörde der ortsübliche Tagelohn gewöhnlicher Arbeiter bis auf Weiteres wie folgt festgestellt: 1. Für erwachsene( über 16 Jabre alte) männliche Arbeiter ausschließlich der Lehrlinge auf 2,40 2. für Erwachsene( über 16 Jahre alte) weibliche Arbetter auf 1,50 M. 3. für jugendliche( unter 16 Jahre alte) männlicht Arbeiter auf 1,30. und 4. für jugendliche( unter 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter auf 1 M. Henkel's Bleich Soda an Wasch- und Bleichkraft unerreicht in Pfundpacketen zu 15 Pfg. 1258 Zu haben in allen Droguen-, Seifen- und Colonialwaarengeschäften. General- Depot Joh. Schmalor, NW. Schiffbauerdamm 25. Sonntag, den 14. Jnni, Vormittags 10% Uhr, findet eine Versammlung des Vereins zur Wahrung der materiellen Interessen der Fabrik- und Bauarbeiter in Berlin ftatt in Reller's Lokal, Andreaßstraße 21, im oberen Saal. chiltonalid Tagesordnung: 1. Neuwahl des Vorstandes. 2. Vortrag über Sonntagetube. Referent: Tischlermeister Mitan. 3. Dis tuffton. 4. Verschiedenes. smel dauernde Beschäftg. Derfflingerstr. 18a. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 1270 Rorbmachergesellen auf Robifiepen verlangt Holze, Manteuffelstraße 65. 2 Frauen zum Beitungsfragen für das Potsdamer Viertel verlangt 1260] H. Arnold, Kochftraße 39. Freunden und Bekannten bringe biermit mein Weiß- und Bairisch- Bier- Lokal in empfehlende Erinnerung. 12628 Bablftelle des Fachvereins der Tischler. Hochachtungsvoll W. Hilfer, Belleallianceplat 6. Restaurant von M. Kreutz, Kottbuser Platz( Alte Linde). Reichhaltiger Frühstückstisch. Bier auf Eis. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. 1247 Versammlung Der Vorftand. 201 des Unterstützungsvereins der Vergolder don und Berufsgenossen Berlins am Montag, den 15. Junt, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadierstraße 33. Tagesordnung: 1. Wahl des Vorstandes. 2. Berschiedenes. General- Versammlung der Berliner Tischler aam Sonntag, den 14. Juni, Vormittags 10 Uhr, in den fämmtlichen unteren Sälen des Grand Hotel Alexanderplat, Aleranderftr. 46-48. Kühle Räume. Allen Freunden und Bekannten empfehle meine Cigarren, Rauch- u. Schnupf- Tabake. 1073] Botterie- Loofe und Antheile. M. Meyer, Fruchtstraße 36a. Wilhelmstraße 118. Deutsches Vereinshaus. Der berrliche Garten Künstler- Concert bet fretem Empfeble Sale Festlichkeiten sowie zu Ber t eöffnet. Täglich: meine 1263 Entree. fammlungen an Vereine. Achtungsvoll H. Konrath. Die Töchter Viccolomini's täglich au seben im tomfortablen Zintzelt Hafenheide Nr. 7. Um zahlreichen Befuch ladet ein und bittet die Wittw Eine öffentliche Versammlung der Kürschner findet am Sonntag Vormittag 10 Uhr im Lokale der Allien brauerei Friedrichshain( früher Lips) ftatt. Die Wichtigkeit Der Tagesordnung verpflichtet einen feden Kürschner, am Plage zu sein. Die Herren Fabrikanten find zu dieser Bersammlung [ 1268 ebenfalls eingeladen. Fachver.f. Schlosser u. Berufsg. Sonnabend, den 13. b. Mts., Abbs. 8 Uhr, Kommandanten Straße 77/79: Bortrag des Herrn E. Lesser cand. chemie über Lebensmittelverfälschung. Aufnahme neuer Wittglieder. Distuifion. Die internationale Ausstellung von Erzeugnissen ber Arbeiter in Paris. Verschiedenes und Fragetaften. Gäfte baben Zutritt. ili[ 1271 Tagesordnung: Die Angriffe und Verleum. bungen gegen unsere Lohnbewegung in der angeblichen Ztichlerversammlung in, Sans. fouct"; unsere Gegner und die Motive ihrer bandlungsweise Referent: Kollege Gatav Roedele Wir erwarten, daß die perren, welche am Dienstag Abend ben traurigen Muth besaßen, unsere Bewegung und uns an zugreifen und zu verleumden, trojdem denselben befannt war, baß wir burch bie zur ſelben Beit stattfindende Deleairtender fammlung verhindert waren zu erscheinen, in dieser Versamm [ 1261 lung anwesend sein werden. Berliner Tischler! Alle Mann an Bord! Central- Lohnkommission der Tischler Berlins. ulo Deffentliche Allgem. deutsche Kranken- und Begräbnißkaffe für Wirker, Weber, Spinner. f. w. Mitglieder- Versammlung Sonntag, den 14. b. M., Bormittags 10 Uhr, bei Matichinsty, Sr. Frankfurterftr. 131. D.: 1. Raffenbericht. 2. Anträge über Statuten- Veränderung. 3. Sanitäts Verein. Die Mit glieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. [ 1245 Mitglieder- Versammlung bes Nr. erschein Berlin Boftab In Mauer Berfam genug wibmen D ganze F Jahre einem um do fich für Bu bie erner lung b unb a Schwier wibers für ei Silfefu arbeite bort b Au nel Drten bruckte den D penfur Dauer wurde ย Silfst gebrad welche glieber Segen Laffen Mitgl betheil fonder bigun tein Ruger Mitg Raffer Gäfte ftets fenben tracht Der Borstand. Mebe Fachvereins der Drechsler, Knopfarbeiter und verwandten Berufsgenossen am Montag, den 15. Junt cr., Abends 8 Uhr, im Lokale Rönigsbant", Große Frankfurterstraße 117. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Fr. Mielsen über: Das Hanbe aliss weil der Gegenwart, feine Bukunft, unb bie Stellung Der Arbeiter. 2. Distuffton. 13. Verschiedenes und Fragetoften. Erscheinen der Mitglieder ist Ehrenfache. willkommen. 1257 Montag, den 15. Junt, Abends 8 Uhr, im Königstädtischen Kaftno, Holzmarktstraße 72, Versammlung ber Mitglieder der örtlichen Verwaltungsstelle der Bentral Kranten und Sterbe- Kaffe der Drechsler und verw. Berufs genoffen Deutschlands( E.. 48). Tag. Ordn.: 1. Kaffen bericht. 2. Betanntmachung über die Bezirkseintheilung für Berlin. 3. Verschiedenes: Besprechung über den Sanitäts M. Schmäbice, ma verein u. s. w. Bevollmächtigter der Drtsoerwaltung Berlind 1243 Große öffentliches Albumarbeiterversammlung Sonnabend, den 13. cr., in Werner's Salon, Oranienstraße 170. Tagesordnung: Stein und Mannheim. Die Arbeitseinstellung in den Albumfabriken der Herren 1266 Die Lohnkommiffion. Der Fachverein veranstaltet am Sonntag, den 14. Juni, eine Metallarbeiter Versammlung Bahnpartie nach Schlachtenſee. Sonntag, den 14. Junt cr., Vormittags 10 Uhr, in Donath's Salon, Alt- Moabit 90. Die Wichtigkeit und Zweckmäßigkeit der gewerkschaftlichen Drganisation." Referent: Herr Fid. Michelsen. Freie Distuffton. Rege Bethelligung erwünscht. Der Einberufer. 1256] Rixdorf. 67 ift in daß Püste Spred Dem Brog arme nicht wirb gefeb went babe tönn od s balt Hau eina Ihr was wart fchei nich Me Derr Ta Der Borstand. Do bin 3rd Abfahrt vom Botsdamer Bahnhof 8 Uhr 25 M. und werden Die Betreffenden ersucht, Retourbillets bis Wannsee zu nehmen. Für Nachzügler Zusammenkunft Vormittags: Neue Fischerhütte, Nachmittags Alte Fischerhütte. Das Vergnügungs- Romitee. 1264 Arbeiter- Verein„ Hoffnung" für 11 Central- Kranken- u. Sterbekaffe d. Tischler Friedrichsberg, Sichtenberg, Stralan und Rummelsburg. und anderer gewerblicher Arbeiter, Dertliche Verwaltung Rigdorf. Mitglieder Versammlung Versammlung d Sonnabend, den 18. Jani, Abends 8%, Ubr, Gürtelfraße 41. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Land. Montag, den 15. b. M, Abends 8 Uhr, in Nieftg's Salon, in Neumann's Jokal, Friedrichsberg, Bergstr. 129. Tag. Dron.: Neuwahl der gesammten Verwal tungs- Beamten. Buch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen 1267 Der Vorstand. bittet Berantwortlicher Redakteur R. Cronheim in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. 1259