- Str. 14t. Sonnabend, 20 Juni 1885 IL Jahrg. «@5 S..t Tupua 05 lung KÄ nlUNg � nlung � SnlimWdsdliill Hrgsn für die Interessen der Arbeiter. 4 Das..Berliner Volksblatt" Scheint täglich Morgen» außer nach Sonn- und Festtagen. MonnmentSpmS für galim frei hvS HauS vierteliährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Vpabonnement 4 Mf. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags-Nummer mit illuftr. Beilage 10 Pf. (Eingetragen in der PostzeiwngSpreiSliste für 1885 unter Nr. 746.) JnfertioaSgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Austrägen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expeditton, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annonce»« Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Kenthstraße S.— Expedition: Zimmerstraße 44. «- „Demokratische� Friktionen. . Die vielgelesene.Frankfurter Zeitng" de« Venn Eonneman» ist da« Hauptrrgan einer sehr kleinen peetei, der sogenannte» deutschen Volkspartei'), so klein sie ist, doch an einem sehr großen Fehler Mkt, an dem Umstand nämlich, daß nur ein sehr kleiner .Volk" mit ihr geht. Ferner find die Streitigkeiten dieser Partei eben so groß, al« die Paitei selbst ist, und e» ist seltsam, daß sich die„Frantfurter Zei» Au»g" um die Streitigkeiten in den Reihen ihrer eigenen Pattei weit weniger bekümmert, al« wenn anderswo ein- N Diffeienzen entstehen. Da» ist, wie ein Sprüchwort 'W, etwas dunkel zwar, aber dennoch wunderbar. In der kleinen Volkspartei befehden sich drei Rich« Mgen: die eine, die Richtung der.Franks. Ztg.", wollt» «e»«nigung mit der.Partei Lenzmann" und hatte, h™ �«nt, auch borten schon angebohrt, wofür e« auf a«* Mannheimer Generalversammlung der Volkspartei ein« Nase setzte; die andere Richtung unter dem schwä mit? abgeordneten Karl Mayer wollt« Vereinigung %*** stersinnigeu Partei, denn der scharffinnige Herr arZt" ä0*"tdeckl habe», Herr Eugen Richter sei.ein '« die dritte Richtung aber sprach sich ä-s ä ÄÄrÄÄVÄWS riammlung sprach sich sodann im Sinne der Schwaben au«, »etche von Lenzmann und Richter nicht» wissen wollen. Da« heißt man, vom Standpunkte der Volkspartei fclbst betrachtet, beinahe eben so kluge Politik treiben, wie «>« sieben Schwaben getiiebeu haben, al» sie mit dem großen Tpieß nach de« Bodense« zogen I Und doch ist«» Wade das Hauptorgan der Volkspartei, die.Franks. Ztg.", da» bei jeder Gelegenheit anderen Partkim vorwirst, sie ««nten nicht» leisten oder hätten den Erwartungea, die Aan auf sie setzte, nicht entsprochen. Da mögm die Herren Jsplittenichter, die mit einer hochnäsigen Kritik so schnell toi der Hand find, den« doch endlich einmal den unge» tonten Balken in ihrem eigmen Auge erkenne»! „ Wir wissen, daß sich in der Voltspartei ein« ganze ?eih« von guten und aufrichtigm Demokraten befindrn, tonen wir auch kein«»weg« zu nahe trete» möchten. Unsere Zurückweisung gilt in der Hauptsache einigen vorlautm *) Ein Redakteur der„Frankfurter Z-tw»»" erklärte un- stogsi. vaS Blatt sei..zu grotz", um„ein gewöhnliches Partei- •tott" ,u sein. AneikkNnenSwerthe Besch etvenheit! «ertöte«.] JeuiLteton. «Sj Äm Eckfenster. «oman von Friedrich verstäcker, (Fortsetzung.) .Was hast Du nur. Han«, Du siehst heute so ernst to».* h wir denke, daß ich"- sie barg schaudernd»hr»ntl.tz 'Uier den mit Ringen bedeckten Fingern, um die gräßlichen wilder fortzuscheuchen, die vor ihr aufstergen wollten. ..Wenn Du wo», Fränzchen?" sagte HanS leise und ,»Und denke, wie«# der armen Konstanze zu Muthe jttn muß| Du freust Dich wohl recht auf Deinen Hochzeit»« MMK-W w nicht« fteuen soll?" �Aber'ist die Freude vorher nicht«in verlängerter «evuß Sv«% to-üde;.« Persönlichkeiten, die ihrer Meinung noch Alle« besser ver- stehen, al« andere Leute, zu welcher Gattung von super» klugen Leuten auch der Berliner Korrespondent der„Frank- furter Zeitung", eine im Foyer de» Reichstage» häufig gravitätisch sich bewegmd« Persönlichkeit, gehört, der sich dort für wichtiger hält, al« zehn Abgeordnete und der auf«ine englische Meile Entfernung daS Gra« wachsen hört. Aber diese Herren, denen wir gerne da» Zuge- ständniß machen, daß sie die Nase höher tragm. al« sie nöthig habe», möchten doch endlich einsehen, daß sie mit all dem Lärm und mit all den vorlauten RedenSartm doch Unsereinen und tausend Andere nicht dazu bringen werden, sie als die politischen Kapazitäten zu betrachte», für die sie angesehen sein«ollen! Um da« zu erreichen, muß«an Thaten und nicht nur Worte aufzuweisen haben. Die VolkSpartei, die sich theilweise auch Demokratie nennt, ist eine ganz interessante historische Ruine, aber weit«r auch nicht«. Sie besteht au« den Ueberbleibseln jener Demokratie, die in den Jahren 1848 und 1849 im Parlament und auf dem Schlachtfeld mit nicht unbedeuten- den Mittel» gekämpft hat. Sie unterlag in den Parla- mmten zu Wien, Berlin und Frankfurt; ihre Deputirte« wurdm zu Brandenburg und Kremfier auseinandergesprengt; desgleichen zu Stuttgart, wo sie noch die Farce de,„Reich»- regentschaft" in Szene setzten. Dieselbe Partei unterlag auf den Barrikaden zu Dresden, auf den Schlachtfeldern von Baden und unter den Mauern von Wien. Somit war diese Partei endgiltig niedergeworfen; von solchen Schlsgen sich wieder zu erholen ist überhaupt kau« mög- lich. Und die Partei hat sich auch nicht erholen können, ihre historische Mission ist»u Ende. Die Wortführer der Parlei bestreiten die« begreiflicher Weise auf da» Heftigste, allein e» ist doch so. Heute ändern sich die Verhältnisse rasch und al« die Partei nach der Niederlage wieder den Versuch machte, ihre Anhänger zu sammeln, da war so Manche» ander» geworden. Man hatte in den Jahren 1843/49 de» Ver- such gemacht, die sogenannte bürgerliche Freiheit zu be- gründen, die genau genommen nur dem behäbigen und »ohlhabenden Bürger zu Gute gekommen wäre. Die ökonomische Abhängigkeit de« Arbeiter« von dem Kapital- besitz des Unternehmers wäre dadurch unberührt geblieben. Aber 1848 begriff man diesen Unterschied nicht und die ländliche Btvölkeruug, soweit sie an der Bewegung theil- nahm, hoffce die»och auf ihr lastende» Ueberbleibsel der Feudalrechte lo» zu werden, was sich auch größtentheil» erfüllt hat. Das Arbeiterproletariat dagegen half in s«in«r Masse die konstitulionell-demokratischen Bürger unterstützen, „Mir ist jetzt nicht wie spotten zu Math-, Fränzchen," sagte Han« ernst und sah sie still und nachdenkend an.— Durfte er nur de, Schwester noch verheimlichen, wa« ihn bewege und welcher Verdacht, ja er konnte kaum noch Ver- dacht sagen, nein, welche furchtbare Gewißheit ihn erfülle? Aber nein! Ihrer selbst wegen mußte er noch schweigen. Noch lagen nicht genügende Beweis« vor, um nur da« Gericht, viel weniger denn die Braut de« Angeschuldigten zu überzeugen. Rauten war in allen Sättel» gerecht, und wen» weitcr nicht», gewann er, sobald die Sache jetzt übereilt wurde, doch jedenfalls Zeit, sich straflos zurück zu {iehen, und der ihm drohenden Gefahr auszuweichen, und lol durfte nicht nicht sein. Eist mußte er mit de« Notar über Alle« sprechen, und dann heute Mittag— wollte er mit dem Vater reden. .E« ist gut Fränzchen," sagte er nach einer Weile, in- dem er ihr mit der Hand liebend über die Stirn strich. „Wenn ich Dir»ieth. Dich vorher auf nichl« zu freue», möchte ich auch nicht, daß Du Dir vor der Hand Sorgen machtest. Treue Herzen wache» Über Dich und Du darfst der Zukunft getrost in's Auge sehen." „Was hast Du nur. Han»?" rief Franziska jetzt wirk- lich erschreckt;„auch Rauten kam mir heute Morgen so sonderbar vor, so zerstreut, so gar nicht, wie ich mir immer einen Bräutigam gedacht habe. Jh,»erdet mir wirklich alle Beide den schönen Tag verderben." „Ich bin selber in einer trüben Stimmung, Fränzchen," sagte Han«,„Du mußt da» dem heutigen Tage und dem unglücklichen Fall zur Last schreibe». Morgen früh werde» die häßlichen Schatten vielleicht gewichen sein." „Wa» ich mir auch auSgebeten haben will," rief Franz« che»,„denn wer mir am morgende» Tage ein böieS oder verdrießliche« Gesicht schneidet, der wird augenblicklich von meinem Hofe verbannt— wonach sich zu richten I Aber jetzt muß ich wahrhaftig fort: ich glaube, ich habe über eine Viertelstunde hier mit Dir geplaudert, HanS; also wenn Du zum Mittagessen kommst, bring Deine alte gute Laune mit!"— uud damit schlüpfte sie wieder in ihr Zimmer hinein. weil e« feine Interessen noch nicht von den de« behäbige» Bürgerthum« zu trennen verstand. Die Arbeiter schlugen damal« sich für da« Bürgerthum. Sie waren immer bessere Demokraten al« die behäbigen Bürger selbst und find ,S auch heute noch. E« ist aber immer ihr voller Ernst gewesen, ihre Ziele auf friedlichem Wege zu erreichen, wie sehr sie auch von der„Demokratie" wie von de» reaktionäre» Parteien al«.Putschmacher" und„Rtvoluzzer" verdächtigt worden find. Al« die bürgnlicheDemokrati« sich wieder sammeln wollte, thaten die Arbeiter, soweit sie selbstständig denken gelernt hatten, nicht«ehr mit. Ei« waren von den neuen sozialökono- mischen Theorien ergriffen worden; sie verlangten Verbesse- rung ihrer wirthschaftlrchen Lage und erklärten, ohne solche habe die sogenannte bürgerliche Freiheit für sie nur einen untergeordneten Werth. Damit war zwischen den Arbeitern und der bürgerliche» Demokratie da« Tafeltuch entzweige« schnitten. Später, al» Mode wurde,„SozialiSmu«" zu treiben, und als alle Parteien wirthschaftliche Forderungen in ihr Programm aufnahmen, that e« die Volkspartei auch. Aber die Arbeiter waren längst ihren eigenen W g ge- gangen und ließen sich durch dies« nachttägliche Konzession, von der sie wohl wuß.en, daß sie nur zum Schein dienen sollte, in keiner Weise beirren. So kam e», daß bei der Volkspartei kein Volk war; e« fanden sich wohl noch e,ne Anzahl Offiziere und Tam- bours vor, aber sonst keine Truppe». Da« ist auch ganz erklärlich. Da« behäbige Bürgerthum, wen» ei auch„de- mokratisch" gesonnen ist, schimpft zwar gern« hinter« Bier« tisch auf Gott und die Welt und liest gerne ge« pfeffert« Zeitungsartikel, ist aber absolut nicht zu haben, wenn e« sich anstrengen, Opfer bringen oder sich irgend welchen Mißhclligkeiten aussetzen soll. Deshalb wird die„Volkspartei" immer eine Partei bleiben, die im Volke keinen Boden hat. Man sieht in dieser Partei Börsengrößen, Advokaten und Rentiers genug, von denen man kau« begreift, warum sie sich„Demokraten" nenne», den» sie würden hellauf schreien, wenn die Demokratie eine» wirthschaftlichen Charakter annähme und an ihr« Bezüge heran rührte. ES giebt Leute, welch« die VolkSpartei und die auf fast gleich« Basis stehende„Partei Lenzmann" für„sehr gefährlich" ansehen; wir vermöge« da« nicht au« de» eben angeführten Gründen und halten die meisten„Demo- kraten", wenn sie sich auch manchmal recht grimmig ge» berde», im Grunde für ganz harmlose Leute. Wenn aber gewisse JournaliSen von der VolkSpartei nicht damit auf- hören, andtren Parteien vorzuwerfen, daß sie nicht ge- l istet, wa» man von ihnen erwartet hätte, so antwortet Notariatsgeschäfte. Notar Püster stand im Eckfenster und sah still und vachdenkend auf die Straß« hinaus; Mux arbeitete an seinem Palt, um ein paar eivgegangene, nicht besonder« wichtige Briefe zu beantworten. Der Notar drehte sich end- lich gegen ihn um, betrachtet« ihn eine Weile schweigend und sagte zuletzt:„Mux!" „Herr Notar l" „Wir sprachen neulich über etwa», in dem wir aber unterbrochen wurden." „Wa« war da«, Herr Notar?" „Einfach da»: in welchem Verhältniß Du zu der Sol- berg'schen Familie stehst. Siehst Du. Du wirst schon wie- der feuerroth— da steckt etwa» dahinter, ich mag keine Gehermnlßkrämerei in meinem Hause. Mein ganzer Beruf geht auch nur darauf hinaus, in alle» Dingen klar ,u sehe». Daß ich e« außerdem mit Dir gut meine, habe ich Dir schon die langen Jahre bewiesen, Max. Du stehst allein in der Welt, und so lange ich lebe und Du bei mir bleiben willst, wird e« Dir nie an einer Heimath fehlen, und sterbe ich einmal— »un, dann findet sich auch etwa« Weitere» für Dich, denn so allein wie Du stehst, steh' ich eigentlich auch. Also herau» mit der Sprache I Ich muß Dir auch sagen, daß ich schon einen Verdacht gefaßt habe, denn Deine Mutter ließ in den letzte» Tagen ihre« L:ben» einmal ein paar Aeußerungen fallen, denen ich»achgehen wollte, al» Gott sie abrief." „Herr Notar," sagt« Mux leise,„«a» e« auch sei. e» betrifft allein«ich selber und würde, wenn ich darüber spräche, keinem Menschen nützen, vielleicht aber Jemandem schaden, und deshalb, glaube ich, ist e« besser, daß ich dar» über schw'ige. Glauben Sie mir nur, daß e« nichts Ua- ehrenhafte» für mich ist, das ich virheimlichen will. Ich bin mir keiner Schuld bewußt und kann jede« Menschen offen ins Auge sehen." „Davon bin ich überzeugt, Mux," sagtePüster vielfteund- licher, alt er sonst gewöhnlich mit ihm sprach, denn e« wurden fast nur Geschäfissachen zwischen ihnen oerhandckt—„Du brauchst mir das nicht mehr zu betheuern; aber gerade des- halb möchte ich genau wissen, woran ich mit Dir bin. Und man wohl am beften bamit, baß man fagt: Bon der Bolts partei erwartet Niemand mehr etwas, weil Jebermann weiß, daß fie nichts leisten kann. Politische Webersicht. Der Bundesrath hat in seiner gefttigen Sigung den Antrag Sachiens, den fleinen Belagerungszustand für die Stadt Leipzig auf ein Jahr zu verlängern, ange nommmen. Die Berathungen über die Ausführung zur Börsen Steuer im Bundesrathe schreiten langsam vorwärts. Man wünscht dabei den Interessenten so viel wie möglich Rechnung zu tragen und tie Vorschläge der Sachverständigen außzunüßen. so meint Diesen Bestrebungen wird es zu verba ten sein- so meint ber ,, bamb. Gorrefp." wenn manche ha ten ausgeglichen werden und daffelbe in weit geringerem Umfange. als an fänglich befürchtet worden, den Fondsverkehr verkürzen dürfte. Es verlautet, unter allen Umständen würde der Bundesrath feine jezigen Arbeiten nicht vor Abschluß ter Ausführungs. bedingungen zum Börsengeiet beschließen. Ueber eine eventuelle Revision der preußischen Vormundschaftsordnung finden aus Bett vo: berathende E hebungen start. Seitens des Justisministers find, wie die Lib. Korr." mittheilt, den Behörden eine Reihe von Fragen aur Beantwortung vorgelegt worden. Ueber den Umfang ber Revifton lann selbstverständlich erst auf Grund der erforderten Gutachten Beschluß gefaßt werden. Der Kultusminister hat sich in einer Verfügung fürzlich bahin ausgesprochen, daß, um zu den zahnärztlichen Studien und Prüfungen zugelassen zu werden, das Abgangszeugniß der lateinlosen Obereal chule nicht genügt, Dieses vielmehr noch durch das an einem Realgymnaftum au erwerbende Beugniß der Reife in Latein für die Prima eines Realgymnaftums ergarat werden muß. Im Anschluß hieran fet bemerkt, daß auch vom Bundis ath den von zahnärztlicher Seite ausgebenden Bestrebungen, de an das zahnärztliche Studium geftellten Anforderungen unzugeftalten, entgegen getreten ift, indem derselbe vor Kurzem die Eingabe der Berliner Babrtünstler, betreffens die Abänderung der Prüfungsordnung für Bahnärzte abgelehnt bat. In einem anderen Erlaß des Kultusministers wird ausgeführt, daß ote Werbetrathung einer Lehrerin nicht von felbft beten Unfähigkeit zur ferneren Verwaltung des Amtes, den Verlust desselben und der vermögensrechtlichen An sprüche aus dem Dienfiverhältnisse bewizle; doch set bei der Anstellung von Lehrerinnen ein Vorbehalt zulässig, daß für den Fall der Verheirathung das Amtsverhältniß als aufgehoben und beendet gelten solle. Die militärpflichtigen Volksschullehrer und Kandidaten Des Volksschulamis, welche ihre Befähigung für letteres in vorschriftsmäßiger Püfung bewiesen haben, tönnen bekanntlich nach seche wöchiger Ausbildung zur Referve beurlaubt werden. Di se Bestimmung ist jedoch, nach Witttheilung der„ Preuß. Echulztg.", zufolge ergangener E läuterung, nicht als ein dem Lebrer berufe zugestandenes Vorrecht anzuf ben, sondern in dem bisher wahrgenommenen Mangel an Boltsschullehrern be grür det. Dememäß soll diese Vorschrift zunächst auf die jenigen Militärpflichtigen teine Anwenburg finden, welche awar die Eigenschaft als Voltsschulleh er befißen, aber nur in Brivatanstalten beschäftigt oder angestellt find. . Die Formen des Verfahrens und des Geschäftsganges des Retas Versicherungsamtes sollen bekanntlich nach dem Unfallversicherungsgesetz durch tatferliche Verordnung festgestellt werden. Wie man erfährt, ist der Entwurf einer solchen jest vom Reichstanzler dem Bundesrath zur Genehmigung vorgelegt worden. Derselbe umfaßt die be ügliche Bestimmungen in fechs Abschnitten: 1) Verfahren und Geschäftsgang im Allge meinen; 2) Verfahren und Geschäft gang in den Fälen des § 90 b urbe des Ur fallversicherungi gefeßes( in welchen Fällen Das Reichs Versicherungsamt in der Bes Bung von fünf Mit gliedern mit Einschluß des Vo fit nden, so wie von wel richterlichen Beamten entscheidet und unter oen fünf Mitglies bern fich je ein Vertreter der Benoffenschaftsvorstände und der Arbeiter befinden muß); 3) Befondere Befugnisse des Vor figerden; 4) Innerer Geschäftsgang; 5) Geschäftssprache( bier finden die Bestimmungen des Gerichtsverfassungsgefeßes ent fp echende Anwendung; Eingaben, welche nicht in beutscher Sprache abgefaßt find, werden richt berüdächtigt; 6) Geschäftsbericht( der fährlich an den Reichskanzler au erstatten ift). Zum Dienst für Kamerun werden in nächster Beit eine Anzahl Sergeanten und Unteroffisiere nach dorthin entiandt werden. Die Bahl derjenigen, welche fich auf eine dies bezüg liche Aufforderung gemeldet baben, soll eine sehr große ge wesen sein. Doch fonnten bei den zu erfüllenden Bedingun gen, die in der Hauptfache in vollkommener Gesundheit und in der gänzlichen Unabhängigkeit von Weib und Kind, wie von einer Unterstüßung etwa noch lebender Etern oder noch unmündiger Geschwister bestehen, nur wenige Meldungen be rücksichtigt werden. Die hohe Besoldung von 3000 m. für Das Jahr hat nicht verfeblt, eine große Azehun, straft aus| suüben. Vorläufig foll- wie der Magd. Bellg." verfichert wird die erfte Kolonial- Formation auf die Errichtung eines eingeborenen Polizeilorps beschränkt werden. Die hierzu als Mannschaften Dorzugsweise in Aussicht genommenen Rru- Reger find nach neueren Mittheilungen ein Rongo Stamm von besonders täftiger Rö perfonftitution und auch sonstigen für eine militärische Ausbildung vortheilhaften Eigenschaften. Möglich, daß später für die oftafrikanischen Stationen die Werbungen von Eingeborenen auf die Bulu Neger ausgedehnt werden, deren hervorragende triegerische Eigenschaften in früheren Kämpfen mit den Engländern, den Boers und mit den ihnen benachbarten Negerstämmen schon eine vielfache Probe beanstanden haben. Eine etwaige ernste Berwicklung mit Sanfibar würde hierin voraussichtlich eine Beschleunigung eintreten lassen. Neugierig fann man auf Neugierig fann man auf ben Entwickelungsgang sein, den die Rolonie" Ramerun nehmen wird. Vor Kurzem bieß es betannilich, daß schon ein Kolonist dort angelommen fet, inzwischen ist nichts mehr be fannt gemo ben und es scheint fast, als ob auch der Eine wieder von dort verschwunden ist. Den stattgehabten„ Deutschen Jnnungstag" bezeichnet die„ Nordd. Aug. Big." als den Beginn einer neuen era in der Handwerks.Bewegung, als den ,, Eintritt in ein neues Entwickelungsstadium der forporativen Handwerkerbestrebungen" und erwartet von ihm er prießliche Früchte für die Gesammts beit". Das Blatt fagt u..: Indem die den Jnnungstag bildenden Delegirten als Vertreter von 150 000 selbstständigen Handweitern fundgaben, einmüthig auf den Boden der heu igen Befezgebung fich zu stellen, von diesem aus ihre Wünsche und Forderungen zur weiteren Ausgeftaltung des Jnnungslebens zu stellen, bezeugten fe, daß die bestehende Gefeßgebung von ihnen überhaupt für verbesserungsfäbig und ihren Bedürfnissen entsprechend umformbar gehalten werde; eine Anficht, die in weiten Kreisen des Handweits leider bisher nicht getheilt wurde, in denjenigen nämlich, die nur von der obligato. risen Jnnung allein wiffen wollten. Wenn auch jezt noch der Vorbehalt gemacht wurde, die Forderung der obligatorischen nung bann wieder aufzunehmen, wenn sich berausstellen sollte, daß fi die heutige Gesezgebung nicht als ein ,, wohnliches Haus" für das deutsche Handweit ausbauen laffe, so b deutet dieser Vorbehalt bei dem ernsten Willen det maßgeben den Faktoren durch Erhaltung und Pflege des Handwerks mittels torporatioer D ganiſation dem Staate diesen Theil der feine Kraft ausmachenden Mittelstände zu erhalten, nur wenig. - Die einzelnen Punkte der umfangreichen Verhandlung und die gefaßten Beschlüsse zu erörtern und Stellung zu denselben zu nehmen, Iann nicht Aufgabe dieser Betrachtung sein; die symptomatische Bedeutung des abgehaltenen und ge lungenen Jnnungstages dürfte überhaupt wichtiger sein als Außer der Nordd." wird wohl Niemand iene Beschlüff" sprießliche Früchte für die Gesammtbelt" von dem Jnnungs tage erwarten. Die Bünftler erst recht nicht. benn fte wollen von der Gesammtheit nichts wiffen, deshalb fordern sie ja eben besondere Begünstigungen. Uebrigens ist auch taum an zunehmen, daß die Mehrzahl der Delegirten mit dem Resultat Der Behandlungen aufrieden ist, und ihre Wähler werden erst recht nicht damit aufrieden sein. Herr Stöder bat es verstanden, Freunde um fich zu fammi In, welche in ihm noch immer den großen Mann der Beit erblicken. So schreibt die in Bielefeld erscheinende Neue Westfälische Zeitung": Wir sehen in Stöcker nicht bloß den Mann, der uns sehr, sehr hochsteht, sondern mehr noch das Prinzip. Eben darum wird die fonservative Partei Herrn Stöder nie, nie zum Gefallen der Nationalliberalen, Niemandem zum Gefallen fallen laffen. Eher laffen wir uns mumifiairen und in einem Antizenfabinet abgelegter Schlafmügen und schief getretener Stiefel ausstellen." Die Idee ist nicht schlecht. Es fcheint faft, als ob dem Schreiber eine dunkle Ahnung über. tommen ift. " Die Deutsch Freifinnigen leiften fich in legter er Belt das Vergnügen, die Uneinigteit der Nationalliberalen in ihren Drganen böchft abfällig zu betritteln. Das at bt der offiziö en No do Allg. Stg." Anlaß au folgender Bemerkung: etfinnige Degane moquicen fich über die bei den Reichstag abstimmungen zu Tage getretene ,, Einigkeit" der Nationalliberalen. Wie lange man es wohl ber fein, daß berr Bamberger als Grunbiat für den Deutschfreifinn" proflamirte, die höhere Einigteit" der Bartet dokumentire fich darin, in Prinsipienfragen auseinander geben zu tönnen. War das nicht beim Sostaliften gesetz im Mai 1884, gerube 2 Monate nach der Fusion? Für Die Berfertiger son Barteiwaschzetteln scheint beim Deutich freifinn" die Bedingung gefiellt au sein, ein gutes Ge bächtniß nicht befißen zu dürfen."-Armer Bamberger, nicht einmal Anerkennung, sondern nur schnöden Hobn erntet er für seine vortreffliche E findung der böberen Enigkeit". Oesterreich- Ungarn. " Die aus Brünn vorliegenden Nachrichten lassen er tennen, daß die Erregung unter den dortigen Arbeitern noch immer sehr groß ift. Am Mittwoch Abend tonferirte das ich frage auch nicht etwa aus bloßer Neugierde ich habe Thut es Dir denn nicht selber wohl, Jemanden zu haben, einen gewichtigen Grund dafür." Einen Grund, Herr Notar?" " Ja; denn da ich mich mit der Solberg'schen Familie jetzt sehr viel beschäftige und auch gewiffenmaßen eine Agen fur von bem jungen Baron überkommen babe, muß ich, wie gesagt, flar in Allem sehen. Weigerst Du Dich aber," fubr er nach einer Bause fort, in der er feinen Blick nicht dem Du mit voller Zuversicht vertrauen tannft, so daß Du nicht mehr gezwungen bist, Ales allein in Dich hinein zu schluden? " Ja," sagte Mug nach einer kleinen Pause, indem er den Buck scheu zu dem Notar emporwarf,„ Sie sollen Alles wiffen ich glaube, es ist besser so, dann werde ich wenig ftens die Laft von meinem Herzen los, und daß ich auf überzeugt." | Bräfidium der Handelskammer mit Bertretern der Arbeiter Die Arbeiter wünschten einen ze bnständigen Arbeitstag Die Fabritanten wielen bies, als mit dem neuesten Gefeße in Widerspruch(!) ebend, zurüd und einigten sich dahin, die Arbeitszeit von 6 b früh bis 6 Uhr Abends mit einer Mittagspause von 12 B 1 Uhr und einer viertelstündigen Fühstückspause, wogegen bie Ruhepause Nachmittags entfallen soll, feftaufezen. Die Ber treter der Arbeiter haben nicht zugestimmt, sondern erklärten Die Fabrikanten ihre Mandanten verständigen zu wollen. haben den Arbeitern dirett die unwahrheit gesagt. Das Geic welches fürzlich in Desterreich in Kraft getreten ist, schreibt awar einen elfftündigen Arbeitstag vor, aber nur als tarimum, es soll durch das Gesez verhütet werden, bat länger als 11 Stunden gearbeitet wird. Eine kürzere Arbell 3- it tann auf erfolgte Uebereinkunft überall eingeführt werden. Aber man scheint es darauf abgesehen zu haben, den Keawall gegen den unbequemen Magimalarbeitstag auszunußen und deshalb scheut man selbst nicht vor unwahrheiten zurüd. Das Butrauen der Arbeiter wird man dadurch freilich nicht gewinnen tönnen, man wird nur erreichen, daß auch ehrlich gemeinte Worte feinen Glauben mehr finden.- Uebrigens i bis jezt noch keine Einigung zu Stande gekommen, eine De pesche aus Brünn lautet folgendermaßen: Brünn, Donnerstag, 18. Juni, Abends. Die Strell bewegung ist im Bunehmen begriffen. Die Arbeiter fangen an, außer einer scbnftündigen Arbeitszeit auch eine Loh erhöhung zu fordern, während die Fabrikanten bei der a gebotenen 10%/ ftündigen Arbeitszeit beharren. Bis 6 Abends war die Ruhe nicht geftött; einzelne Ansammlungen wurden friedlich zerffreut. Spanien. Uhr Be Die Exiftens der Cholera in Madrid nunmehr amtlich fonstatirt worden. In der Deputirtentamme tabelte Sagasta lebhaft die offizielle Mittheilung über b Auftreten der Cholera in Madrid als die Intereffen des Hans dels und Vertebrs schädigend. Der Ministerpräsident Canovas richten der Aerzte noibwendig gewesen, übrigens gehe das tereffe der öffentlichen Gesundheit den Handelsintereffen Madrid vor. Nach den Berichten aus den Provinzen u Balencia und Caftellon sind daselbst am Mittwoch 575 Iranfungen und 222 Todesfälle an Cholera vorgekommen Madrid find an demselben Tage 5 Personen an der Choles gestorben. Großbritannien. 品 Sir William Harcourt, der bisherige Minister des Inne hielt bei einem liberalen Meeting in der St. James' Hall eine längere Rede über die politische Lage, im Verlaufe welche jüngste Niederlage im Haufe der Gemeinen gewünscht un Befucht habe. Die Ursache dieser Niederlage erörternb, jagte er, er wolle lieber einer Regierung angehören, die durch irischen Whisky fiel, als einer Regierung, die durch dieses edle Geträn aur Machtstellung gelangte. Die Tories hätten indeh eines Bund mit einem trischen Geiste geschloffen, der stärker set als Whisky. " Apa ba Ein düsteres Bild von den fich schroff gegenüberstehen den Verhältnissen in London, der reichsten Stadt in der Well, bietet die Statistit der Wahrsprüche der Todtenschau Jung rend des vergangenen Jahres. Darnach lautete in der Metro pole in 37 Fällen der Geschworenen Ausspruch aufunge tod" oder Tod durch Entbehrungen beschle nigt". Dabei wächst wie die Statistil zeigt b Nationalreichthum Englands von Jahr zu Jahr. Millione find vorhanden, wenn es fich darum yandelt, in fernen Lände irgend ein Stüd werthloses Land zu erhaschen, Millionen f vorbanden, um die Egypter gegen ihren Wunsch zu befreie aber im eigenen Lande verbungen die Landeskinder auf Straße. Sonderbare Verhältniffe! Asien. Den vorgestern in Plymouth eingetroffenen Boftnach befehlsbabers des russischen அயர்' aus China zufolge hat dort die Handlung weise des Di Geschwaders chinesischen Gewässern Veranlassung zu großer regung gegeben. Bald nach Tagesanbruch am 6. Nuni lang ten nämlich drei Schiffe des british chinesischen schwaders- und zwar der Agamemnon", Kapitän ong Sapphire", Kapitan Rinoban, und Swift", Kommande Brottey " 19 Anterpläge zu erreichen, außerhalb des russischen Bangerschiff - im Hafen von Yokohama an, wobei fte, um ibre Wladimir Monomat" berumdampfen mußten. Als Die auf englischen Schiffe fich näherten, hielt es der ruffli Admiral für angemessen, die ganze Schiffsmannschaft thre Boften au berufen, die Torpedos in Bereitschaft zu setzen und überhaupt jede Borte Kanonen bloßsulegen reitung für eine unverzügliche Aktion zu entfalten. Der Sent Kapitän des englischen Geschwaders bewahrte jedoch Saltblütigkeit und nachdem die englischen Schiffe den und die rusftiche Flagge salutirt hatten, machte Kapitän nicht dazu verpflichtet hielte, für mich bis zu meinem zehnten Jahre thun würde hinzu, bat er getban." Bufen Dis und das," fette Mur l Und Deine Mutter hat ihn nie wieder gefehen" „ Nie." ?" Und weiß er tennt er Dich" Nein," sagte Mug, den Kopf schüttelnd; dem ruff fpondent Harung Die Bebo Schiffen böswillig fein es g bindern nach Dot Regierung 1. ist ein U lichen Di bat, es Daß die threr unp folchen den Schul arbeiter, während zu befcha mitten in liefernbe brei neu Ende geft Baufen Ses Ma Meifter, Denn verl Stücke v ben beret ege feft Bewelsla Arbeiter Schabunge und es a Läßt fich Daß ein Die zur bracht ha Durch ein Arbeiter prellerei 1. 2 Straßen besproche Die Sol Sprechend Lornifter Strafe d immer a Der Nich Bhilipp Berathu bracht w tand an Daß in t er fich fa feitigt m Der floffer Berjabre Daß der Dicht ne bemfelbe geht, ab weniger waren, t ferer St Dauern de Bemerku Heben Transpo gefübl b portes g rung be Falle er Die indien e elnen Charitee erzeugt, gräbt un Daß der bergröße eines G Diese Fu Barbad ist die Thür u graphife 61 IN burg, S 92 new lich, als Sie mich hinfandtenund ich fürchtete mid fchreibt geftanden. Mans tonigth heute a W nur von Mug genommen, so werde ich mich genöthigt fehen, Ihre Diskretion rechnen darf, Herr Notar, bavon bin ich so, zu gehen, bin ich ihm zum ersten Mal gegenübe mit dem alten Herrn von Solberg barüber zu sprechen." " Herr Notar," rief Mug ordentlich erfchredt aus, unb was nüßte es Jonen auch, wenn ich es Ihnen sagte! Es wäre beffer, viel besser gewefen," fette er weich hinzu, wenn ich es selber nie erfahren hätte, denn es hat mir bis jetzt nur Schmerz nnd Herzeleib, aber feinen Troft ge bracht. " Und von wem bast Du es erfahren?" Bon meiner Mutter- auf ihrem Sterbette," fagte Mur und barg sein Antlig in den fleinen und zarten Händen. Büfter war zu ihm getreten, und sein Auge haftete mit inniger Theilnahme auf der kleinen, vert üppelten Gestalt; endlich sagte er leise: Nannte fie Dir Deinen Bater, Mur?" Mug fchwieg, aber ein beftiges Bittern flog über feinen ganzen Rö per, und Püfter fab, wie er nur mit schwerem Rampfe ein Schluchsen unterbrüdte. Er ließ ihn eine Beit lang ge vähren; endlich, wie er fand, daß er fich ein wenig gesammelt hatte, wiederholte er freundlich die Frage: Nannte fie Dir Deinen Vater, Mur?" Der junge Buriche antwortete nicht, aber nur rasch und heftig niďte er mit dem Kopfe, und jgt konnte er auch die Thränen nicht mehr zurückgalten, worin ibn Buster nicht flörte; nur langfam ging er dabei in feinem Romptoir auf und ab, bis Mug tein Taschentuch herausnahm und fein Geficht abtrocknete. Dann trat er wieder zu ihm. # Sage mir Alles, Mur; betrachte mich in diesem Augenblid nicht als Deinen Brobberrn, fondern als Deinen väterlichen Freund, der allein Dein B.stes im Auge hat. Als ich aber die Räume, als ich den I also Dein Vater ist der selber sah, den ich nie Vater nennen durfte und mög ba war es mir, als ob mir bas Herz brechen müsse, ich würde das Haus auch um feinen Preis je wieder treten." Das kannst Du, Mur alte Baron von Solberg?" Ja," sagte Mug leise meine Mutter hatte ihn aber unter einem andern Namen tennen gelernt, und er um ihre Hand geworben." Aber er war damals schon verheirathet." Ja; boch das wußte ja natürlich meine arme Mutter be Mug war, während er sprach, todtenbleich geworde aber sein flares, so ausdrudsvolles Auge bliste. ganze verkrüppelte, mißhandelte Gestalt hob sich, und gesehen. nicht; später erfuhr fie Alles. Eine schwere Krankheit warf befand sich in einer Aufregung, wie ihn der Notar noch nit fie bald nach meiner Geburt auf's Lager, fie phantafirte Monate lang, und ich wurde, ba fie arm war, einer jener gewöhnlichen Siebfrauen über eben, bie zur Schmach eines zivilifirten Landes noch bis heute und überall ihr verbreches zivilifirsen Landes noch bis heute und überall ihr verbreches risches Wesen treiben und mehr Rinder töbten ober un glüdl& für ihr Leben machen, als von heidnischen Völkern in ihrem Aberglauben abgeschlachtet wurden. Meine Mutter. таби mis Γιατ Ich weiß jest Alles, Mur," fagte er endlich, indem feinem Schreiber die Hand bot, die diefer halb bestürzt „ ich dante Dir für das Bertrauen, daß Du mir entgeg gebracht, und werde es Dir nicht vergessen. Es wird auch jest Manches in Deinem bisherigen Wesen was ich früher nicht verstanden; aber Du sollt es nicht fonnte sich nicht um mich bekümmern, fie war unjured bereuen, und es gestaltet sich vielleicht noch Alles gum nungsfähig, und vollständig verwahrloft verbrachte ich meine Besten." erfte Jugendzeit. Der verbanke ich auch meine Verkrüppe lung, denn ich soll ein ganz wachfenes Rind gewesen sein Dich, f tommt? Dom S Я gut auf über fe 6 H 1 than Graf 9 nicht ü Gefahr " nights gelebt Mittel bitte gen feit hier bo es han bern n Di Rand a Herr N Thür Ich glaube," Herr Notar, fagte Mug düster, es hat ob man mich hat fallen fich schon Alles so geftaltet, wie es einmal werden folllaffen, oder was sonst mit mir geschehen ist, ich weiß es ich Sie, mich nicht wieder in das Solberg'sche Haus nicht." Und sorgte der Baron nicht für Deine Mutter?" " Sie war zu stolz, an ihn zu schreiben er tannte ihr Elend in der ersten 8 it vielleicht gar nicht, bis sich der Geistliche des Dts 1grer annahm. Dieser schrieb an ben Baron und erhielt bann augenblidlich eine Rüdantwort, die meine Mutter wieder bis zum Tob verlegte; troßem erklärte der Baron dem Geistlichen, daß er Alles, reben wir nicht weiter davon. Nur um das Einzige senben, denn sie würden mich dort verspotten- und haben doch keinen Grund dafür." " Du sollst nicht wieder dorthin gehen," fagte Püfter freundlich, und ich hätte Dich auch damals nicht geidhid wenn ich Alles so gewußt hätte wie jest aber tomm ba nicht J mand?" Schritte von unten wurden auf der Treppe laut, unb was ihm das Gesetz vorschrieb, obgleich er sich moralisch einer bi allen e Arbeider beitstag it bem ebend, 6 Uhr 12 b egen bie Die Vers ertiärten, brilanten as Geles, fchreibt nur als Den, bat Arbeit t werden. Krawall Ben und urüd. lich nicht chrlich tigens i eine De le Strell fangen ne Lohn ber an 16 Uhr mlungen nunmehr lammer Aber bas Des Hans Canovas Den Be bas In ceffen vo n Munci 55756 men Cholers es Innern, Dall eine af fle thre icht unb welcher ernb, fagle tch trischen Le Betsin! Deß eines ter fet als überfteben Der Well Juny way Der Metro Bunge efchleu at Minione en Länder tonen fin befrei * auf nachristen bes Di Ders roßer Juni lang But chen B än Long mmandeur um ibre nerfchiff Als Dit Fruffic lofjulege ede Bo er Senio fchaft au Doch Den itän inem Mus then Borbe Difen Teile nur new tete mid gegentibe en Mans ab möcht müffe, wieder un br geworben Tigte. bit und noch ni indem Arzt nahn entgege wird mi fen flat es night Wes um Цев wes bat foll ige bitt Баив за nb haben te Bañer gerdid r tomm aut, unb of in bil dem ruffischen Admiral seine Aufwartung. Mie der Rorrefpondent erfährt, gab alsdann der Bestere eine Art von Er Härung über seine Handlungsweise ab, die dahin lautete, daß bie Bebarrlichkeit, mit welcher die britischen Schiffe den Schiffen feiner Flotte folgten, ihn bewogen hätte, irgend eine böswillige Abficht zu argwöhnen, für welche vorbereitet au fein es gut set. Um die Möglichkeit einer Rollifion zu vers hindern oder zu vermindern, begaben sich die englischen Schiffe nach Dotofula und berichteten den Vorfall ihrer heimischen Regierung. Zokaits. 2. Muf die Lohnverhältnisse unserer Werkstattarbeiter it ein Umstand von großem Einfluß, der bis ber in der öffent lichen Disfuifton wenig oder gar nicht Erwähnung gefunden bat, es ift dies nämlich die petuniäre Lage des Arbeitgebers. Daß die Inhaber einzelner Werkstätten verufen find wegen ihrer un pünktlichen Lohnzahlung, ist nicht das Schlimmste, in folchen Fällen liegt wenigftens ein leiner Rechtsanspruch an Den Schuldner vor. Viel ichlimmer liegt die Sache für Afford arbeiter, wenn der Brinzipal aus Mangel an Mitteln fort während behindert it, das zur Erbeit erforderliche Material zu beschaffen. Der Arbeiter beginnt ein Stüd Abeit, muß mitten in derselben aufhören, well ihm das vom Prinzipal zu liefernde Material fehlt; diefer läßt den Arbeiter dann zwei, brei neue Stüde anfangen, leines derselben tann au Ende geführt werden, der Arbeiter muß lange unfreiwillige Baufen in der Arbeit machen. Drängt er auf Lieferung Des Materials, fo giebt es Bant und Streit mit dem Reifter, bei dem der Geselle regelmäßig den Kürzeren zieht, Denn verläßt er die Arbeit, so läßt der Meifter die angefangenen Stüde von einem Andern fertig machen und dann entfällt auf den bereits geleisteten Theil der Arbeit, der meistens im Klage ege festgestellt werden muß, und wofür dem Arbeiter die. Bewelslait obliegt, ein so geringer Theil des Lobnes, daß der Arbeiter dabei regelmäßig zu Schaden tommt. Solche Brand Shagungen am Arbeitslohn kommen leider nur zu häufig vor, und es wäre 8eit, dagegen ernftliche Schritte zu unternehmen. Läßt sich vor Gericht die Anficht nicht mit Erfolg vertreten, daß ein Alford Arbetter, wenn er durch Schuld des Meisters die zur Fertigstellung der Arbeit erforderliche Beit nußlos ver bracht hat, den vollen Atlordlohn au beanspruchen hat, was Durch einen Brozeß festgestellt werden müsse, so werden die Arbeiter auf andere Mittel zu ihrem Schuge gegen solche Lohn prellerei denken müssen. Schiff auf die Batientin übertragen worden. Die Behandlung des Falles in der Charitee ift vorläufig eine eg pettative, doc alaubt Geheimratb Prof. Batdeleben, in nächster Beit zur Amputation des Beines schreiten zu müssen. Gerichts- Zeitung. Die Sanitätsbehörden wollen wir auf einen Vorgang aufmertjam machen, der zur Vorficht mahnt. Eine orößere Ge sellschaft aus Berlin hatte vor einigen Tagen einen Ausflug nach Grünau gemacht, und Männer, Frauen und Kinder tum melten sich in den Waldungen umber. Da erschien ein sog. fliegender Selterwafferhändler, und namentlich Frauen und Kinder sprachen dem Selterwaffer tapfer ju. Kurze Zeit darauf stellte sich bei den Kindern eine berartige Indisposition heraus, daß nur anzunehmen war, daß Mineralwaffer" set verdorben gewefen oder babe sonstige schädliche Substanzen enthalten. Sollten von Mineralwasserfabriken verdorbene Ballons an fliegende Händler billig verkauft werden, so müßte es die Auffliegende Händler billig verkauft werden, so müßte es die Aufständen im chrengerichtlichen Verfahren gegen Rechtsanwälte gabe der Sanitätsbehörden sein, hier rechtzeitig einzuschreiten. Gegen den Rechtsanwalt Blantiko fteht am nächsten Dienstag in der gegen ihn schwebenden Sache, in welcher er b fanntlich wegen vorfäßlicher Vernichtung eines einem Bea amten amtlich übergebenen Schriftftüds au einem Monat Ge fängniß verurtheilt worden ist, auf die von ihm eingelegte Res vifton Termin vor dem zweiten Straffenat des Reichsgerichts an. In den Kreisen der Juristen und speziell der Rechtsanwälte fieht man dem Ausgang dieses Projeffes aus mehrfachen Gründen mit großer Spannung entgegen. Swat bürfte nach der Auffaffung maßgebender Juristen die abermalige Auf hebung des Urtheils wegen einiger Berflöße gegen die Bor Schriften des Verfabrens nicht zweifelbaft sein, die Spannung betrifft aber die Entscheidung der Frage, ob die Maßregeln der Haussuchung und der Beschlagnahme von Gegen nach der Rechtsanwalts- Didnung zuläffig find oder nicht. In seiner in dieser Sache getroffenen früberen Entscheidung bat der zweite Straffenat des höchften Gerichtshofs die qu Frage in bejahendem Sinne entschieden. In einer Kritik dieses Urtheils, welche gestern in einer im Selbstverlag des Ange flagten erschienenen Broschüre geübt ift, sucht derselbe mit juristischer Schärfe die Ausführungen des Reichsgerichts au widerlegen. Außerdem wird nachgewiesen, daß das Reichsge richt seiner Entscheidung ein Bitat unrichtig zu Grunde gelegt und den Art. 6 der preußischen Verfaffung und den§ 11 des preußischen Geirßes zum Schuße der persönlichen Freiheit vom 12. Februar 1850 gänzlich ohne Berücksichtigung gelaffen bat. -Da auch Profeffor Dr. v. Holgendorff fich in ähnlichem Sinne ausgesprochen baben soll, so ist eine Aenderung der reichsgerichtlichen Auffaffung in dieser Frage nicht ausgeschloffen. Wir werden über das Reichsgerichts- Urtheil demnächst be richten. Baudetten- Lottchen" ist der Name für ein weibliches Driginal, das fich oft in der Nähe der Univerfitat, im Raftanten wäldchen sc. zu zeigen pflegt, und namentlich auch eiftig das schwarze Brett und die B.fanntmachungen der juristischen Bro. foren studirt. Es ist eine im beften weiblichen Mittelalter stehende Dame mit ſemmelblonden Böpfen, die dies Studium Der Jurisprudenz gewissermaßen as Sport betreibt. Die Dame ist eine Böhmin, stammt aus Prag und lebt in recht guten Vermögensverhältnissen. An der Prager Hochschule war br Bater vor mehreren Jahren ein beliebter Dozent der Rechts wiffenschaft. Früh selbstständig geworden und in den Befty eines ansehnlichen Vermögens gelangt, begab fich Frl. S... auf Reisen und ließ fich dann in Leipzig nieder, wo fte, ange regt durch den Stoff, welchen fie in der reichen Biblioth t ihres Baters gefunden, fich vor einigen Jabren als Buhörerin an der Universität inskribiren ließ. Die Leipziger Hochschule geftattete Damals dem weiblichen Geschlecht den Besuch der Vorlesungen. Hier war Fräulein S... eine der eifriaften Schülerinnen Professor Windscheid's. Später verzog die Dame rach Berlin; da ste jedoch die bieftgen Vorlesungen nicht besuchen darf, so informirt fte sich beständig über den Gang der Vorlesungen und borgt fich von den fleißigen Füchsen der Jurisprudenz die Kollegien befte, welche fie an der Hand der gedrudien Rompens dien eifrigft durchftubirt. In lepterer Beit ist die übrigens sehr liebenswürdige und höchst barmlose Dame mit ihrer Bitte um Ueberlaffung von Kollegienbeften etwas vorsichtiger geworden, ba thr vor einigen Tagen statt der erbetenen rechtswissenschaft. ba ihr vor einigen Tagen fiait der erbetenen rechismiffenschaft lichen Nachschrift von einem jungen, etwas vor vigigen Stu denten eine Abhandlung aus der gerichtlichen Medizin über. geben wurde. Die Dame will fich übrigens, wie der B. C." meldet, später in Amerika als Advokatin niederlaffen. R Ruchlofigkeit. Der Fuhrberr Friedel, Befiger einer Droschte II. Klaffe, erhielt gestern Morgen an der Mittelstraßen Ede einen Fabrgaft, um denselben nach der Potsdamer Brüde au fabien. Am Biele angelommen, verließ der Gaft den Wagen, zahlte den Fahrpreis und entfernte fich eiligst. Bei der darauf stattfindenden Reoifton des Wagens mußte Friedel zu feinem großen Schrecken ersehen, daß der Fahrgast während der Fahrt bas ganze Innere des Wagens, die Plüschpolster und Lederbezüge mit einem Meffer total zerschnitten batte. Durch diese große Robbeit ist Friedel um mindestens 150 Mart gefchädigt, benn abgesehen von der nöthigen umfassenden R paratur, fann Wagen und Pferde auf längere Beit nicht benügt werden. Möse dieser Vorfall die Droschtenbefizer zur entsprechenden Borficht mahnen. r. Die Transporte der Militär- Arrestanten durch die Straßen unserer Stadt beftehen noch immer in der schon oft besprochenen und allerseits abfällig beurtheilten Weise fort. Die Soldaten Figuren in der Kommismüße und mit der ent fprechenden Brod- Ration unter dem Arme, auch wohl mit dem Lornifter ausgerüstet, so daß die Schwere der zu verbüßenden Strafe äußerlich deutlich erkennbar wid, bewegen fich noch immer aus allen Stadtgegenden und zu jeder Tageszeit in Der Richtung nach und von dem rothen Hause des Vater Bhilipp" in der Lindenfiraße. Als bei der legten EtatBerathung im Reichstage diese Angelegenheit zur Sprache ge bracht wurde, erkannte der Herr Kriegsminister diesen Uebeltand an und erklärte sich bereit, feinerseits dabin zu wirken, baß in diesem Punkte ber militärischen Strafvollstreckung, wie er fich farlaftisch ausdrückte, die Deffentlichkeit des Verfahrens be feitigt werde.- Seil jenem Versprechen ist über ein halbes Jahr ver floffen, ohne das eine bemerkenswerthe Aenderung in dem Berfahren eingetreten wäre. Allerdings bemertt man heute, baß der den Arrestanten begleitende Unteroffisier, früber bem neben jenem ging, heute manchmal einige Schritte hinter geht, aber daß dadurch diese Zransporte auch nur im Mindesten weniger auffallend geworden wären, als fte es früber schon waren, wird Niemand behaupten, der fich in den Straßen un ferer Stadt längere Beit zu bewegen Gelegenheit bat. Dauernde oder spöttische Blicke der Vorübergehenden, höhnende Bemerkungen der Gamins und wohl auch die Nachfolge der lieben Straßenjugend find beute wie früher mit solchen Transporten verbunden. Um das badurch gefährdet Ehr gefühl der Soldaten zu schonen, sollte die Art des Transportes geändert werden. Dieser Bwed ist, wenn eine Aende rung der Transporte überhaupt angeordnet sein sollte, in teinem Falle erreicht. Be Die Elephantiasis, eine Krankheit, die nur in Weft indien endemisch ist, wird seit kurzer Beit in einem ein elnen Falle bei einer 65jährigen Dame in der Berliner Charitee behandelt. Die Krankheit wird durch einen Barafiten erzeugt, welcher sich insbesondere in die Haut der Beine ein gräbt und eine derartige Wucherung der Gewebe hervorruft, daß der Fuß um das Sechsfache seines natürlichen Umfanges vergrößert wird und das Bein Aehnlichkeit mit dem Fuße eines Elephanten erbält. Die franzöftichen Aerzte nennen Diefe Füße pleds de Barbados, weil besonders auf der Insel Barbados die Krankheit heimisch ist. Im vorliegenden Falle ift die Krankheit, wie man annimmt, durch ein englisches Thür und sagte, ein blaues Rouvert hinreichend: Tele graphische Depesche, Herr Notar!" Gut, quittiren Sie darüber. Was ist es, Mur?" Mur hatte das Rouvert schon erbrochen. Von Hamburg, Herr Notar in englischer Sprache." " Von der Amerikanerin?" rief Püfter rasch. Was fchreibt fie?" " Nur wenige Worte: I shall be in Rhodenburg tonigth with the last train"- fie tommt also noch heute an." Also noch in 8eit," nidte Püster; getraußt Du Dich, fie auf der Bahn zu finden, Mur, wenn fie an Tommt?" " Ich denke, ja." Dann führe fie in das Römische Haus" an der Ede von Markt, es ist ganz in der Nähe und sie selber bort gut aufgehoben; wirst Du das besorgen?" than Gewiß, Herr Notar." Und haben die Leute bis jetzt ihre Schulbigleit ge " Ich glaube, ja," erwiderte der kleine Mann. Was Graf Hausen in der Tasche fortträgt, können sie natürlich über fein, denn er scheint noch keine Ahnung irgend welcher Befahr zu haben." Defto beffer. Du sorgst mir dafür, Mug, daß darin nichts vernachlässigt wird, denn der Herr hat hier sehr flott gelebt und muß also auch noch über ziemlich bedeutende Mittel verfügen. Herr Du mein Gott ist das ein nach allen Seiten durchtriebener Schuft und reif für den Gals gen seit langen Jahren, und wie viel fehlte, so wäre ihm hier doch noch zuguterlegt ein Hauptschlag geglückt, denn Es handelt sich jezt schon nicht einmal mehr um Tage, sonbern nur um Stunden.- Herein!" Die Thür öffnete sich, und Hofapotheker Semmlein Ranb auf der Schwelle. Saben Sie meinswegen vielleicht fünf Minuten Zeit, Herr Notar?" sagte der kleine Mann, während er aber die Thür noch offen hielt. -y. Das tollerige Pferd. Daß selbst langjährige Er fahrung und äußerste Borsicht nicht immer hinreichen, um ber ft der Rostäuscher mit Erfolg au begegnen, das bewies ein Prozeß, welcher gestern vor der 87. Abtheilung des Schöffen gerichts stattfand. Des Betruges refp. der Beibilfe dazu be fchuldigt befanden sich der Statermeiner Karl Greffer und der Pferdehändler Jidor Leffer auf der Anklagebant. Der Erfte batte im Februar d. J. von dem Pferdehändler Fald einen Baul erftanden, der fich bald darauf als bumpf" erwies, ein Fehler, welcher jeden Bierb fauf rüd ängig macht. Natürlich schlug Greijer Lärm, und Fald beauftragte seinen Neffen, ben zweiten Angeklagten, die Angelegenheit mit Geschicklichkeit und Lift au oronen. Leffer wußte Den Greiser auch zu überreden, Das Lollerige Pferd auf Dem Charlottenburger Pferdemarkte umautauschen, er wollte ihm nach Kräften dabei behilflich sein. Der Koup gelang und auf fallen der Weise war es einer der ältesten und bedeutendsten Pferdehändler Berlins, der Herr Ellan, der den tollerigen Gaul gegen einen gefunden eintauschte. Alle dings hat er den vereinten Verfiche ungen der Angeklagten, daß das von ihnen au vertauschende Pferd ohne unsichtbare ebler fel, Glauben geschenkt. Sowie das Tbter aber zum ersten Male eingespannt wurde, da besab Herr& kan auch seinen Schaden und war für ihn zweifellos, daß er das Opfer eines Betruges geworden. Ec erstattete Anzeige und die Folge davon war, daß Greiser zu acht und Leffer zu fünf Tagen Gefängniß verurtheilt wurde. Aufführung Damburg an der Buſter" einen befonders gild wohnende Difistere, die Herren Selonbelieutenant Herre Besuch und der jubelnde Beifall des Publikums. Die Direktion bat fich deshalb auch genöthigt gefeben, das genannte Stück noch längere Zeit auf dem Repertoire zu belaffen. München, 15. Juni. Am 29. März 1884 gab man im Theater zu Landshut, nun sagen wir ,, Maria Stuart", ver muthlich war es etwas anders. zwei der Vorstellung beis und Hauptmann Sonnenburg, bewiesen ihr Verständnis für das Stüd im Allgemeinen und für tattoolles Benehmen in öffentlicher Gesellschaft im Bejonderen dadurch, daß fie fich möglichst laut unterhielten, auch verschiedene Einwendungen des Bublitums nicht beachteten. In Landsbut soll es nach Aus fage eines als Beugen vor das biefige Militär bezirksgericht, das fich heute mit der Sache zu beschäftigen batte, geladenen Real lehrers Stoll nun allerdings Mode sein, daß die Herren Lieutenants ins Theater geben, um sich zu unterhalten. Herrn Stoll will Diese Mode aber durchaus nicht in den Kopf. Er verließ das Theater. Und als fich in Folge deffen die Unruhe steigerte, wurde der Polizeirottmeister Marberger berufen, um Ruhe zu ftiften. Herr Magberger, ein lang gedienter Solbat und Be amter, dem der Stadtmagiftrat Landshut das Beugniß aus ftellt, daß er sich stets tattvoll zu benehmen wiffe, begab fich in die Loge der Herren Dffiziere und bat um Ruhe. Darauf erwiderte nach der Anklage Herr Sefondelieutenant Reschreiter bie nicht gerade gewählten Worte: Was wollen Sie, wer find Sie, Bursche!" Und um seine Bildung vollends zu be weisen( bas Militär ist ja bekanntlich eine Bildungsanstalt), Schnauzte er nach Schluß der Vorstellung selbstverständlich coram publico den Rottmeister Marberger also an: ,, Sie aus rangtrter Unteroffister, Sie tönnen nur alte Weiber einfangen." Da das offenbar nicht genügte, um die Landshuter Polizei auftände allseitig zu illufiriren, sab sich Herr Lieutenant Resch reiter weiter veranlaßt, dem noch verfammelten Publikum an Polizei Bericht. Am 18. b. M. früb wurde im Louisenstädtischen Kanal am Engel Ufer die Leiche eines neugeborenen Kindes aufgefunden und nach dem Obduktionshause geschafft. Am Vormittag deffelben Tages wurde ein Mann in seiner Wohnung, am Plan Ufer, erhängt aufgefunden. Um die felbe 3: it und auf gleiche Weise machte ein Mann in seiner Wohnung, in der Bernauerstraße, feinem Leben ein Ende. An demselben Tage Nachmittags fiel der auf dem Dache des Neubaues Weberstraße Nr. 40 beschäftigte Klempner Gefelle Kruse, Friedenstraße Nr. 68 wohnbaft, in Folge eigener Un vorsichtigkeit vom Dache auf die Straße hinab und erlitt bes deutende innere Berlegungen. Bu derselben 8- it entstand im Dachgeschoß des Hauses Mohrenstraße Nr. 37 Feuer, durch welches der Dachstuhl des Vorber und Seitengebäudes faft aanz zerstört wurde. Die Feuerwehr war mit der Gas, und Dampfiprige und zwei aroßen Handbrudsprisen längere Beit in Thätigkeit. Am 19. d. M. früh wurde der Linienftraße Nr. 71 wohnhafte Arbeiter Jople, auf dem Hofe dieses Grunds ftüdes liegend, todt vorgefunden. Die Leiche wurde nach dem Obduktionshause geschafft. Wie nachträglich festgestellt, ift Jople in Folge eines stalen Blutsturzes verstorben. Rommen Sie nur herein, Herr Nachbar, was ist es? Was bringen Sie mir?" Bringe gerabe nicht viel," meinte Semmlein, aber erinnern Sie sich vielleicht noch der Schuldforderung aus Berlin, von der ich Ihnen vor fünf oder sechs Wochen fagte, wie?" " Eine Schuldforderung? Gegen wen?" Nun, gegen unfern Herrn Nachbar, den Herrn von Schaller, der meinswegen meinem Schwager noch hunderteinundachtzig Thaler schuldig ist." Ach ja! Ganz recht- und find die noch nicht be zahlt Ne, bas find fie nicht," fagte Semmlein, und wers den es auch nicht gutwillig, wie ich jetzt die fefte Ueber zeugung habe und ich wollte jeg flagen." Aber, bester Herr Nachbar, Herr von Schaller wird sich doch wahrhaftig nicht einer solchen Summe wegen verklagen laffen? Er hat neulich eine Gesellschaft gegeben, die ihm vielleicht eben so viel geloftet hat." hm?" fagte Semmlein und fah den Notar von der Seite mit einem halb lächelnden Blide an; ihm hat sie vers wünscht wenig geloftet, Herr Notar, aber den Delikatessen Handlungen, Fleischern, Ronditoren, Bädern 2c., denn er ist, wie ich aus sehr sicherer Duelle weiß, den ganzen Schwamm schuldig geblieben. Sogar die Wäscherin bekommt jegt vierzig Thaler von ihm, oder bekommt sie meinswegen nicht, benn er zahlt eben feinem Menschen, und wenn erft die ganze Geschichte über ihn hereinbricht, dann komme ich mit meiner Forderung unter den Schlitten." Also so viel Schulben hat Herr von Schaller?" " Na, ich sage Ihnen" nidte Semmlein, das ist die reine Schwindelwirthschaft, wie sie im Buche steht, und wenn er nicht als vornehmer Herr bier aufgetreten wär', womit er einer Menge von Menschen Sand in die Augen ftreut, so hätten fie ihn lange abgefaßt." " Und haben Sie ihn denn schon gemahnt?" " Ich? Na, ich sage Jonen," rief Semmlein, er biegt weinswegen stete um die nächste Ede herum, wenn er mich nur von Weitem fommen fieht, denn mir ist ec jezt auch dhon an die vierzig Thaler schuldig." „ Aber in ben paar Monaten?" " Bab, er kauft Alles, was gut schmeckt, und Selters waffer meinswegen beim Faß. J begreife fo einen Men fchen nicht, denn einmal muß doch so eine Geschichte schief geben, und der Zeitpunkt ist ja da. Der Möbelhändler, bem er noch kein Siüd seiner ganzen Einrichtung bezahlt hat, holt ihm meinswegen am Ersten nächsten Monats bie ganze Bescheerung wieder aus dem Hause. Na, und ba lönnen Sie sich wohl denken, daß Alles auf einmal über ibn herfällt." Waren Sie schon einmal brüben bei ihm?" " I follt's benken, gehe aber nicht zum zweiten Mal, benn daß air bie gnädige Frau nicht die Augen ausges fragt hat, war reine Gefälligkeit von ihr. Ursache hätte fie bazu, wie sie mir bemerkte." Bafter lachte. Also Sie wollen wirklich gegen ihn lagen? In aller Form." " " Haben Sie die Vollmacht Ihres Freundes aus Berlin" Alles in Drdnung, Herr Notar," sagte er, indem er in feine Brufttasche griff, und dann kommt noch meine eigene Rechnung dazu, denn das geht jezt Alles in Eins." Aber nach den paar Monaten fönnen Sie doch nicht schon tlagen?" Wiffen Sie, wenn er mir meinswegen durchgeht, Herr Notar, so fit' ich nachher da und kriege noch nicht eins mal bie leeren Flaschen von meinem Selterswaffer zurüd, viel weniger das Geld. Außerdem läßt er jetzt aber auch, ba ich ihm nichts mehr borge, seine Bedürfniffe in ber Löwen- Apotheke holen, und bem gönn' ich's. Also auf weiteren Verdienst darf ich nicht mehr bei ihm rechnen." Haben Sie die P piere alle bei fich?" " Nein, meine Rechnung muß ich erst noch ausziehen, bas tann aber heute noch gefchehen, und wenn Sie bie Sache gleich in Angriff nehmen wollten, so sollt's mir recht sein." " Schön, Herr Nachbar, wenn Sie darauf bestehen, so werb' ich's thun. Weigert er sich denn, zu bezahlen?" ( Fortfegung folgt.) " H Die Erhöhung der Kornzölle wird natürlich ist schon von manchem Bäder benugt, für sich besondere Vortheile zu ewerben. Die Bäder wollen nämlich von der bekannten Schafichut" auch etwas mit haben, fte gönnen es den Groß grundbefizern nicht, daß diese allein das Schäfchen scheeren. So haben in Großalmerode am Harz die täder den Preis eines großen Brodes um 10 Pf. im Preise erböst. Eine Kaufmannsfirma richtete darauf sogleich eine große Bäderet ein und verkauft das große Brod anstatt, wie der Bäcker zu 1 D. 20 f. zu 95 Pf., worauf die Bäcker zu dem alten Preise von 1 M. 10 Bf. zurüdlehrten. Die Agrarier haben nun nichts eiligeres zu thun, als auf die bösen Bäder zu schimpfen; doch pasfitt ihnen dabei das Unglück, daß die biederen Bäder in Groß almerode sämmtlich fonservativ find, die Kaufmann@ firma aber liberal ist. Die Agrarier aber, die Getreidezöllner, find übrigens auch sämmtlich Bunfibrüder; wenn es nun nach ihnen ginge, durfte die Kaufmanns firma den bieden Bädermeistern gar nicht ins Hardwert pfuschen und der höhere Brodpreis mußte von der Bevölkerung getragen werden. Hieraus fiebt man, in welche Widersprüche die Rückwärtsler" fich fortwährend vers wideln. Die Maschinenftiderei im fächsischen Voigtlande geht immer noch sehr schlecht. Die Handweiter und fleinen Kauf leute lagen mit, weil die Arbeiter nicht verdienen. Da aber auch in anderen Ländern, wo Maschinenftiderei betrieben wird, Der Geschäfts, ang ein ungemein schlechter ist, besonders in der Schweiz, die ftebenmal soviel Maschinen befigt, als das Voigt land, fo bat man feine Hoffnung auf baldigen Aufschwung dieses Geschäftszweiges. Eine Lumpenengroshandlung in Köln a b. hat ihre Bahlungen eingestellt. Das Defisit soll mehrere hunderttausend Mart betragen. Man sieht daraus, wie selbst die kleinsten, im Einzelnen werthlosen Sachen durch den Großbetrieb verwerthet werden können. Es soll die betreffende Firma Jabre lang un gemein gute Geschäfte gemacht haben und schließlich nur durch ben Busammentiach einiger Papierfabriken in Berlegenheit ge tommen sein, die zum Sturze führten. zuvertrauen, daß er selbst zum Bürgermeister gehen und ihm fagen werbe, was er für eine Saupolizei babe." Um im Bilde zu bleiben, nannte er den an wesenden Stationsführer der Feuerwehr, Heller, Schweine terl" und theilte diesem Schweineter!" mit, daß er thn wie einen Hund niederftechen werde. Also die Anklage, bie auf Antrag des Stabimagiftrats Landshut erhoben worden ift und bereits insofern eine fleine Geschichte hat, als fich beren Berhandlung ziemlich lange hinausgezogen hat. Warum, fieht ein gewöhnlich gebildeter Verstand nicht recht ein. Der Herr Lieutenant muß zugeben, daß die Anklage im wesentlichen richtig ist. Nur will er gereist gewesen sein, weil Herr Mar berger das Wort„ Schämen Sie fich, meine Herren" bei der nothwendig gewordenen Burechtweisung gebraucht haben soll. Herr Lieutenant Reschreiter braucht sich vermuthlich nicht zu schämen, wenn er fich ungezogen benimmt, ergo benahm er fich noch ungezogener. Herr Marberger bestreitet übrigens bie Worte Schämen Sie fich" gebraucht zu haben. Sehr wahrscheinlich ist das auch nicht. Dagegen bält er, sowie Herr Heller aufrecht, daß die beleidigenden Ausdrüde gefallen, auch der Lieutenant Belinger hat den Ausdruck Saupolizei gehört. Jm weiteren Verlaufe der Verhandlung wird bezeugt, bas Marterger die Aeußerung Sdämen Sie sich" gethan, merkwürdigerweise hat gerade der Hauptmann Sonnenburg, der Nächftbetheiligte, fie nicht gebört. Höchft charakteristisch Kind die Aeußerungen des Magifti atsraths Bescheit; er muß zugeben, daß Marberger vollkommen pflichtgemäß gehandelt; er hätte zwar eine andere Form wählen tönnen". Diefe Aeußerung bezieht sich jedenfalls auf die durchaus nicht sicher gebrauchten Worte Schämen Sie sich". Also, folgert einer Der Geschworenen, geben Sie zu, daß Marberger fich nicht tativoll benommen." Bie feinfühlig doch so ein Rottmeister fein muß, daß er tattlosen Offizieren gegenüber um Gottes, willen nicht ein Wort zu viel fagt. Weiter fonstatirt Herr Bescheit, daß man die Sache gerne auf sich hätte beruhen laffen, wenn man gewußt, daß der Lieutenant Reschreiter bereits dissi plinarisch bestraft sei und wenn nicht das Regimente tommando Marberger verlangt hätte. Der bie Bestrafung des Staatsanwalt hält die Klage aufrecht und betont, es sei eine schöne Frucht des öffentlichen Verfahrens, daß hier Jeber Ge legenheit habe, fich davon zu überzeugen, daß hier nur nach Recht und Gerechtigkeit geurtheilt werde. Die Deffentlichkeit in allen Ehren, soll aber Recht und Gerechtigkeit ganz ge wahrt werden dem Rechreiter gegenüber wie dem Morberger, bann fort mit der ganzen Militärgerichtsbarkeit, der Richter set einer im Deutschen Reiche, jedes Standesgericht kann aus ben Vorurtheilen des Standes nicht heraus. Der Bertheidiger, Graf Arco, bezeichnete das Verfahren des Lieutenants Resch reiter als Ehrennothwehr", ein begrifflich wie sprachlich neues Wort. Es genügt, bies Wort erwähnt zu haben, um die Ver theidigung wiederzugeben. Ganz im Vorübergehen sei die Straf lifte des Angeklagten erwähnt; er ist vorbestraft wegen Besuchs nicht standesgemäßer(!) Gesellschaft, unvorsichtigen(!) Gebrauchs einer Peitsche beim Rekrutenunterricht u. s. w. Das Urtheil lautet: Sefondelieutenant Reschreiter ist schuldig der Beleidi gung des Stottmeifters Morberger; öffentlich war dieselbe nicht ( denn, dies erlaube ich mir hinzuzufügen, fte geschab nur an einem öffentlichen Drte), er ist weiter schuldig der Beleidigung nicht der Landsbuter Polizei( von der er gesprochen), sondern nur des Rottmeisters( Den er gemeint), als er von Saupolizei sprach. Zu allebem war er durch den Rottmeister gereizt. Der Staatsanwalt beantragt 30 Mart Geldstrafe, der Wertheidiger Straffreiheit. Urtheil: Straffrel wegen Rompensation, heißt zu beutsch: Schämen Sie sich" für einen Diffier und Sau polizei" für einen Rottmeister ist daffelbe, notabene wenn Der Rottmeister den Offizier durch bas ,, Schämen Sie fich" reizte. Die Koften trägt der Staat, Ronio: Ehrennothmebr" der ( Frtf. Stg.") Difiziere. " " " ftets überfüllt ift, und endlich, daß im Diten und Südoften große Arbeiterviertel diesseits der Schilling brüde Itegen, für deren Bewohner die Anstalt nicht zum vierten Tbetle genügt, erfuchen die Unterzeichneten um Efüllung ibre Bitte. Der Vorstand des Arbeiter. Beati te- Vereins für den Dften Berlins."*)- Ein weiterer Antrag, eine Familien Partie nach Grünau am 19. Jult zu veranstalten, wurde angenommen. Nachdem der Vorftgende auf die nächste Ve fammlung, welche am Dienstag, den 30 Juni, stattfindet, auf merksam gematt, schloß derselbe nach Erledigung des Frages taftens um 11% Uhr die Beriammlung. Die Weißgerber in Neuhaldensleben haben, 60 an der Babl, in der Albrechts'schen Handschuhfab it die Arbeit einge stellt. Jm vorigen Jahre ging das Geschäft schlecht, in Folge deffen die Löhne um 50 Bfg. täglich gefürst wurden. Bei dem gegenwärtig guten Geschäftsgange verlangen nun die Gerber Die Wiedererhöhung der Löbne um dieselbe Summe. Und doch wollen die Befizer der Fabrit dieser naturgemäßen rechtlichen Forderung nicht entsprechen, fie wollen nämlich den Versuch machen, die Weißgerber durch billigere Arbeitskräfte zu er feßen. o. k. Die neue Polizei Verordnung, wonach die Mild händler an Sonntagen während des Gottesdienstes die Thüren ihrer Geschäftslotale geschloffen balten müffen, veranlaßte bie Einberufung einer am Donnerstag Abend im Gratwell'ichen Etablissement, Kommandantenstraße, stattgehabten, fehr zahlreich besuchten Versammlung von Berliner Mild pächtern. Der Vorsitzende, Milchpächter Friesele, be mertte einleitend: Die bezeichnete Polizei- Berordnung tonne von den Milchbändlern taum befolgt werden, da fie die legtest in ihrem Geschäftsbetriebe ganz unendlich schädige, indem ihnen in der heißen Jahreszeit durch das Abschließen der Thür die Milch verderbe. Dadurch werden aber nicht nur die Milch händler, sondern folgerichtig auch die Milchkonsumenten arg geschädigt. Mild, die mehrere Stunden in einem verfchloffenen Staume ftebe, tönne selbstverständlich nicht gut fein. Den größten Nachtheil haben in Folge deffen die Säuglinge, bie anläßlich der Verordnung am Sonntag zumeist matte Mil bekommen. Aufgabe der Milchpänter sei es desbalb, nicht bloß in ihrem, sondern auch im Interesse des Milch lo fumirenden Publikums, Das Bolizei Päftɔtmum Die Baumwollspinneret am Stadtbach zu Augsburg ift eine der bedeutendsten Textilfabriken in Deutschland. Der bairische Fabrikinspektor bat in seinem legten Berichte die Wohl fabriseinrichtungen in derselben ungemein belobt. Nun aber ergiebt sich mit dem Rechnungsabschluffe der Fabrit pro 1881, daß in diesem Jahre für Unterstügung staffen 85,917 Mait weniger als im Jahre 1883 gezahlt worden find. Die Tan tiemen an die höheren Verwaltungsbeamten aber find sehr be deutend und an Dividenden wurden nicht weniger als 560,000 Mait vertheilt. Da tann man so recht sehen, wie schlecht es den armen Aktionären in dieser traurigen Beit ergeht. Streit der Kohlenarbeiter bei Liverpool. In den der Firma Boltow u. Vaugham gehörigen Westerton Koblenminen ift ein Streit ausgebrochen, an welchem bereits 2000 Arbeiter betheiligt find. Der Forderung der in den Binchefter Minen be schäftigten Arbeiter haben sich auch die Arbeiter der Westerton Minen angeschloffen. Dieselben verlangen ebenfalls eine Lobn erhöhung von 10 pCt., sowie eine Rürzung des Arbeitstages von mindestens 11 Stunden und glauben auch, daß der Streit durchzusetzen sein wird, da die Arbeitgeber einer Lohnerhöhung von 5 pet. bereits zugestimmt haben. . b Nr. Die bem el burch w Jabibu in der tlant welche au eine Jabres fage aus hn S ultig der Han werden werden plumper gipten Buständ b.ta Reidsto Beiten belebren Leit au merden walten 1 In maßgebe urtheilu Aufhebung Der Verordnung zu erfuchen.( Beifall) Nach längerer Debatte, in der fich familide Redner mit den Ausführungen des Borfiyenden einver ftanden ertiärten, wurde einstimmig beschloffen: bei dem Bolije Bräfidium, unter eingehender Darlegung der Verhältnife, Aufhebung der qu. Verordnung au petitioniren. Sa Weiteren beschäftigte fich die Verfammlung mit den Geschäft manipulationen der Milch Genossenschaften. Es wurde mertt: diese Genoffenschaften, die sogenannte ,, Sammelmild b. h. also folche Milch, welche aus mehreren Ditschaften einen beftimmten Bentralpunkt geschafft und alsdann erst na Berlin gebracht wird, vertreiben, seien durch die Viellöpfig feit der Leitung dieses Geschäfts nicht im Stande, gefunde Milch zu liefern. Bei dem bezeichneten Verfahren tomme d wohl auch bisweilen vor, daß die Milch, che fte an den Bentralpunkt gebracht, einer sogenannten Taufe unterzogen werde. Die Milch, die von dem Bauer direkt bezogen, sei be deutend verlässiger als diejenige der Gutsbefizer, da de Bauer fich mit seiner Milch selbst beschäftige und diefelbe mit größter Sorgfalt überwache, die Gutab: fizer dagegen über laffen die Milchwirthschaft ihrem Inspektor, dem oftmals dis nöthige Intereffe felle. Einige Redner tonstatitten, daß gerade in diesem Jahre ein faft überreichliches Angebot guter Milch vorhanden sei. Die Gutsbefiger Tommen jest felb zu den Milchpächtern und bieten denselben Milch an. In früheren Jahren mußten die Bächter oftmals erst lange Reisen unternehmen, um überhaupt Milch in Bacht zu erhalten. Das Milchgeschäft in Berlin set im Allgemeinen gang rentabel. In Berlin trinke jeder Schlafbursche, ehe er des Morgens auf e beit geht, seinen Milchkaffee. Im Lande des Bliemchen Raffee's", im Königreiche Sachsen, dagegen trinkt der A. better des Morgens anstatt Kaffee vielleicht Branntwein. Daber be schränke fich das Milchgeschäft in Dresden fast ausschließlich auf die Kaffeebäuser. Der Vorsitzende berichtete endlich no über das am 29. Mai stattgehabte Stiftungsfest des Vereins Berliner Milchpächter". Kinderhandel bei den Chinesen in Nordamerita. Nicht weniger als dreizehn weiße Kinder bat man fürzlich in San Fransisto im Befige von Chinesen ge funden und denselben abgenommen. Reines der Kinder war über achtzehn Monate alt und alle waren nach chinesischer Sitte getleitet. Nur von einem kleinen Mädchen wurde ein Wort Englisch gebört, als es nach seiner Mama schrie. Einem anderen fleinen Mädchen waren die Füße eingeschnürt als Vorbereitung zur Verkrüppelung der Füße, welche in China Modefache ist. Von den Chinesen, die diese Kinder von 50 bis 100 Dollars das Stück taufen, bat teiner bis jetzt den Versuch gemacht, fich wieder in den Befit seiner jungen Sklaven zu feßen. Der Demokrat" schreibt: Seitdem die Polizei im Chineserviertel Haussuchungen nach weißen Kindern vornimmt, find die Chinesen vorsichtig geworden und schaffen ihre jungen Stlaven aus der Stadt oder bringen sie sonstwo in Sicherheit. Der Polizeichef hat deshalb die Safer polizisten inftrunt, ein wachfames Auge auf alle von hier abgehenden Fahrzeuge zu haben und feinem Chinesen zu geftatten, daß er mit einem weißen Kinde die Stadt verläßt. Der Polizeichef will ferner der Legislatur einen Gesezentwurf zur Annahme unterbreiten, der in flareren Bestimmungen diesen Kinderbandel verbietet, als dies bei den bestehenden Gefeßen der Fall ist." -Man sieht übrigens, wie gerecht die in den Bereinigten Staaten von Nordamerita erlassene, von deutschen Schwärmern vielfach angefochtene Chinesenbill ist, welche die Einwanderung Dieses Bolles beschränkt. Ein Indizienprozeß. Jm Petersburger Bezirksgericht wird gegenwärtig der Prozeß gegen den Premier Lieutenant Imschenesti verhandelt, der unter der Anflage steht, seine junge Frau mit Vorbedacht ertränkt zu haben. Wie die D. P. 3" der Anklageakte entnimmt, hatte der Angeklagte, ehe er feine im vorigen Jahre aus dem Leben geschaffte Frau Marie, geb. Serebrjakow, heirathete, um die Hand einer ge wiffen Helene Rowylin angebalten; doch fonnte die Ehe nicht geschloffen werden, weil weder Imichenesti noch die Eltern der Romylin vermögend waren. Im Sommer 1883 entschloß Jm fchenesli fich zu einer Geldbeirath und bewarb sich um Marie Serebrjakom, die Tochter eines reichen Kaufmannes. Nachdem er von seinem zukünftigen Schwiegervater gegen einen Wechsel 4000 Rbl. geliehen, verlangte er einen Raufbrief über das als Mitgift für seine Braut bestimmte Haus auf seinen Namen; Da aber der Schwieg: 1vater hierauf nicht einging, brach er auf einige Belt jeden Verkehr mit ihm ab, nicht aber mit Marie; gleichzeitig aber drang er aufs Neue in Rowylin, die Berlobung mit beffen Tochter zu geftatten, indem er angab, von irgend einer Tante viel Geld geerbt zu haben. Da Ko mylin nicht auf Imichenestis Wunsch einging, Serebrjalom aber den Wechsel proteftirte und flagbar wurde, so entschloß 3. fich endlich doch, die Tochter des lepteren zu heirathen, ver tehrte aber bet Koxylin ganz ruhig als zufünftiger Bräu tigam von deffen Tochter, indem er legtere zwar von seinem Borhaben, Marie S. zu heirathen, in Kenntniß fette, nicht aber ihre Eltern. Nach der Hochzeit verstand Jmscheneski von feiner jungen Frau eine Vollmacht zur Verwaltung ihres Hauses und bald darauf fogar eine testamentarische Verfügung au erlangen, in welcher fte au feinen Gunsten auf thr sämmt liches Eigenthum verzichtete. Im Hause Kowylina verkehrte Imichenesti nach wie vor und erzählte dort, er habe eine ganz trante, dem Tode nahe Person geheirathet. Als seine Frau Schwanger wurde, versuchte er es durch verschiedene Mittel zu einem Abortus au bringen. Hierzu tam nun endlich die Bootpartie vom 31. Mat. Um 10 Uhr Abends bei fühlem Wetter und Regen brachte er seine Frau allein auf eine fleine Jolle, und fie ertrant gerade an einer Stelle, die durch bichtes Laub sehr gedeckt ist, und obgleich fte gut zu schwimmen verstand. Jmschenesti selbst hatte sich mit der einen Hand am Rande des Bootes feftgehalten, uno nachdem er ans Land gebracht worden, fich für das Auffinden der Leiche seiner Frau nicht im geringsten interefftet, sondern begonnen, bald wieder Der Helene Rowylin Heiratheanträge au machen. Einen Brief derselben, der offenbar sehr verhängnißvoll für ihn sein mußte, serris er in Gegenwart ber Gerichtsbeamten und machte endlich sehr widersprechende Aussagen über den Tod seiner Frau. Als letter Verdachtsgrund ist noch der Umstand anzu führen, daß Jmschenesti während der Bootfahrt seinen Baletot nicht ganz anzog, offenbar um im Schwimmen nicht gehindert zu werden, also wohl seine Frau ins Waffer zu stürzen be abfichtigte, ohne sein eigenes Leben ernstlich in Gefahr bringen zu wollen. Dies find die einzelnen Anhaltspunkte, auf benen die Anklage beruht, die auf Betreiben Serebrjakoms ( des Vaters der Frau J.) anhängig gemacht wurde. Soziales und Arbeiterbewegung. Massenpetitionen an den Reichstag, denselben aufzu fordern, neben dem Verbot der Sonntag das beit auch ein witfames Arbeiterschußgefes einzuführen, werden jest auch in Hamburg vorbereitet. Ueberhaupt hört man aus verschiedenen großen Städten von derartigen Vorbereitungen. Romitees treten an verschiedenen Orten zusammen, Versamm lungen werden abgehaiten und der Wille des Boltes fann nunmehr leicht erkannt werden. Besondere Enqueten werden badurch überflüssig. Berlin, die Reichshauptstadt barf bei biefer Bewegung, welche für die Arbeiterklaffe von großer Wich tigkeit ift. nicht aurüthleiben. Vereine und Versammlungen. w. Der Arbeiter Bezirks- Verein für den Osten hielt am Dienstag, den 16. d.., in Keller's Lotal, Andreasstr. 21, eine Versammlung ab, in welcher Herr Dr. Gerlach über das Thema: Batterien und deren Bestehungen zum Menschen" referirte. In der Einleitung feines Vor trages, wies der Vortragende auf die neuesten Forschungen " be. Der Arbeiterinnen- Verein hielt feine regelmäßige Vereinsversammlung am Donnerstag, den 18. b. M., Abends, in Gratweils Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79, a Die Fortbildungsschulen für Frauen und Mädchen und Üebernahme derselben durch die Stadtverwaltung" war Thema der Besprechung. Es wurde schließlich folgende tition, die dem hiesigen Magistrat übergeben werden soll, ein ftimmig angenommen: In Erwägung, daß für Männer un Knaben zahlreiche städtische Fortbildungsschulen bestehen und fegensretch wisten, die den Unterricht zu niedrigen Breifen erthellen, während die für Frauen und Mädchen be fte henden, von Vereinen geg: ünbeten und unterhaltenen Fortbildungsschulen durch höheres Schulgeld gerade ber ärmeren Bevölkerung weniger zugänglich find und viele Mädchen aud durch die größere Entfernung von der Benugung abgehalin werden, wendet sich der Verein zur Bertretung De Intereffen der Arbeiterinnen" an den Magistrat von Berlin mit der Bitte, wenn auch vorläufig nur versuchsweise, in jedem Stadtbeile eine solche Schule für Frauen und Mädchen eine richten zu wollen." Diese Petition wird dem Herrn Db bürgermeister persönlich überreicht werden. fein and Der Sch bie Red Erifleng Innerun jüngere andlu einem S Don S Strafe nicht of Den tar felbft, f Stimm Der W nicht au Ne Der R gefehlt Antiag Die von Herrn Rödel bereits angekündigte B fammlung aller gewerblichen Arbeiter, Dtaurer, Kürsch Tischler, Schloffe., Bimmerleute, Schneider, Fabrilarbe u.. w., überhaupt aller Arbeiter im Sinne be Titels VII ber Reichsgewerbeordnung" find am Sonntag Vormittag 10% ühr, in der Tonhalle, Friedri ftraße 112, statt. Tagesordnung: Die Verurtheilung einer zahl gewerblicher Arbeiter zu Freiheitsstrafen durch die werbe- Deputation des Magistrats wegen Niederlegung Arbeit( Streit). Referent: Ein auf dem gewerblichen Gebiet erprobter Rechtsanwalt. Rorreferent: Tischler Gustav Röde Da dieses Thema für alle in der Lohnbewegung stehende oder dieselbe eintretenden Gewerke ein brennendes ist, so liegt im Interesse eines jeden gewerblichen Arbeite 3, in der fammlung zu erscheinen. 2. Wahl einer Kommijfton zur tragung der Angelegenheit. Aus Frete Vereinigung der Graveure, Ciseleure und ner großem Werth für die Menid beit seien. Nachdem Referent Berufsgenossen. Versammlung am Montag, den 22. Suni " " in flaren und verständlichen Worten die verschiedenen ansteden ben Krankheiten wie Diphterie, Typhus, Cholera 2c. und deren Ursachen erläutert und die Forschungen des Herrn Prof. Koch betr. legteter Krantheit lobend hervorgehoben hatte, schloß der felbe mit dem Hinweis darauf, daß die Wissenschaft auch ferner mit Silfe Des Mikroskopes weitere Forschungen werde, Wohle zum für die gesammte anstellen Menschheit. Neicher Betfall lohnte den Referenten für den intereffanten Vortrag. Bur Distuffton sprach Herr Zissmar. -Unter Verschiedenes" tam folgende Betition zur ein stimmigen Annahme: Betition an die wohllöbliche Stadtverordneten Versammlung zu Berlin. Der unterzeichnete Vor stand des Arbeiter Bezirts Verein für den Dften Berling" unterbreitet im Namen seiner Mitglieder der wohllöblichen Stadtverordneten Versammlung die Bitte, bei dem wohllöblichen Magiftrat der Stadt Berlin den Antrag zu stellen. im Buge der Fruchtstraße und am Oberbaum je eine Flußbadeanstalt in der üblichen Form zu errichten und Das Bad zu fünf Bfennigen zu verabfolgen. Motive: In Erwägung, daß alle medizinischen Autoritäten in gesundheit licher Beziehung fich für Volks bäder ausgesprochen und betont haben, daß das Baden der beste Schuß gegen epidemische Rranteiten ist, und in fernerer Erwägung, daß namentlich für Arbeiter, die den Tag über in Staub und Dunst gearbeitet haben, ein Bad unumgänglich nöthig ist, und im Hinblick Darauf, daß der Arbeiter- Bezirks- Verein für den Often Berlina" Abends 8% Uhr, Annenstr. 16. Tagesordnung: 1. Geschäft liches, Bericht des Nachweisebureaus. 2. Diskussion über Leb fontratte. 3. Vorbesprechung über die am 6. Juli stattfin indenbe Generalversammlung. 4. Verschiedenes. Sonntag, den 21. Junt, Bartie mit Damen nach Ertner. Abfahrt: Schletscher Bab hof früh 7% Uhr. tect selbst i wenn aufzuba stehen, Dutch Der ang Der An guten laben g Die M abgefch beabsich famteit Antläg Die for eines ben S Nieman würde blind a Xus mit ein ausein Urne Papier und f mir, Tefen Handb S borang gezoge und in Arabl boden eigene A wiebe bend Borba ben Strab läben zentri aber i wieber Des hatte. alfo Wert. Der Fachberein der Korbmacher bält am Sonntag, 21. Juni, Bormittags 10 Uhr, in Otto's Lokal, Moalbertir. 21 eine Versammlung ab. Tagesordnung: Das Wibeiterschußgefe Das Erscheinen eines jeden Kollegen ist erwünscht. Bezirksverein des wertthätigen Boltes der Schön hauser Vorstadt. Sonntag, den 21. Junt, Ausflug der Mit altever nach Watomannsluft. Näheres fiebe Inserat in beutiger Nummer. Am Dienstag findet eine Generalversammlung Vereins im Vereinslokale ftatt. Die Vereins- Versammlung der Einseger Berlins ( Tischler) findet Sonntag, den 21. Juni, Vormittag 10 b im Bereinslokal, Neue Friedrichstr. 44, ftatt mit der Tage ordnung: 1. Borlegung des Beschlusses der legten öffentlichen Versammlung. 2. Vorstandsantrag, betreffend das Somme vergnügen. 3. Innere Vereinsangelegenheiten und Fragelaften. Um recht zahlreiches Erscheinen wird gebeten. *) Anmerkung der Redaktion. Wir glauben i Intereffe der Betenten ju bandeln, wenn wir sie darauf auf meitiam machen, daß derartige Petitionen nicht an die Stab verordnetenversammlung, sondern an den Magiftrat gerichtef werden müssen. Eift wenn vom Magiftrat ein nicht im Sinne Stadtoerordnetenversammlung gehen. Der Instanzenweg innegehalten werden. im vorigen Jabr 3000 Billets, à 10 Bf., von dem Befiger der Auerbach'schen Badeanstalt entnommen und an bie Mitglieder abgesezt hat, daß in diesem Jahre aber der Prets leider um ein Drittel erhöht worden ist, so daß die Mitglieder nicht gut im Stande find, den erhöhten Preis zu aablen. Die Anftal an her Schillingsbrücke dagegen verantwortlicher dedasteur R. Grongem m Bertin. Drua und Bertag von War Bading in Berlin SW., Bruthstraße 2. tecni mündl 2 fould bonna tein biefes be m gema Hierzu eine Beslage Diten billing vierten ng ibre für den tIten wurde ofte Ver Det, auf 3 Frages He Mild Thüren agte die Dell'ichen zablveid Mild te, be 8 tonne de legtere em ihnen Chür die e Milch ten arg bloffenen n. Den nge bie te Mild 16, nicht Ich lon 22 um Beifall) milide ftanden Bolige #S iffe, Befchäft tde be elmild fien a etft nad eltopfig Aefunde mme an bra terzogen fei bra Da ber Diefelbe en übers als bis en, daß Angebot est felbft an. In e Retien n. Dad bel. Sn auf Ar temchen A. batter Daber be chließlic lich nod Vereins elmäßige Abends -79, ab und d var Ende Ou, ein ner und hen und Breifen hen bo baltenen ärmere ben aud gehalt ung bet n Berlin in jebem chen eine in Ober te Be Rürfch ilarbe e bel finod Friedri iner An die Ge ung bit Gebiete Rödel febenber liegt Der Bet Aud gur and netw 22. Juni Beschäft ber Libr findende 21. Jun er Bahne ntag, ben ertftr. 21, busgefe Schön Der Mil beutiger lung des Berlins 10 Uhr, Tages fentlichen Sommer agetaften. auben im rauf auf te Stab gerichtet m Sinne Tie an die weg mu eslage, Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 141. Eine zeitgemäße Betrachtung. Die al preußliche Kriminelordnung, bervorgegangen auß bem eleuchteten Geist und der humanen Weltanschauung, burch welche die Gesetzgebung der zweiten Hälfte des vorigen Sabibu derts fich ein wahrhaftiges momentum aere perennius in der Geschichte der Menschheit und ihrer Kulturentwicklung u einem böberen Leben", wie das politische Teftament des Sabres 1808 fich ausdrückt, gelegt hat, ging von dem Grund fage aus, daß is dem Staa sywide beffer entspricht, wenn hn Schuldige ungeftraft davon lommen, als daß ein Un ultiger unrechtmäßiger Weise geftraft werde. Es liegt auf der Hand, daß solche Prinzipien cum grano salis angewendet werden müssen, und daß mit ihnen auch Mißbrauch getrieben werden tunn, wenn dieses granum salis in der etwas Daraus ets plumpen Fauft der Praxis verloren geht. flat fich auch, daß Daß die geltenden obersten Prin alpien gewiffen periodischen Schwantungen ausgefegt find, welche außerdem auch noch durch den Wechsel der thatsächlichen Buffände unterstügt und befördert werden. Nach einem nut b.tannten, wohl faum voll berechtigten Ausspruche des Reid stanslers soll man zu Zeiten dittatorisch, zu anderen Seiten tonftitutionell regieren, und er hat für beide Methoden belehrende Exempel aufgestellt. Ebenso with man berechtigt fein anzunehmen, daß in der Handhabung der Strafgerechtig leit zu gewiffen Betten eine größere Schärfe herausgefehrt werden muß, während zu anderen Beiten eine größere Milde walten darf. In der neuesten Beit ist es nöthig geworden, von amtlich maßgebender Stelle aus daran zu erinnern, daß jede Ver urtheilung eines Unschuldigen, ja jede Berurtheilung eines Der Schuld nicht genügend Ueberwiesenen ein Angriff gegen bie Rechtsficherheit, ein Angriff gegen den Bwed und bie Eriflens des Staates" ift. Die Berechtigung zu dieser Er innerung hat fich aus der etwas zu stürmischen Befliffenheit jüngerer over sonst befangener Staatsanwälte ergeben, jede Sandlung beliebiger, insbesondere aber migliebiger Leute au einem Verbrechen au ftempein, welches mit allem Aufwande von Schaiffinn und Härte an das Licht und zur gefeßlichen Strafe au sieben fet, auch wenn ein öffentliches Interesse dabei nicht ohne Weiteres und nicht ohne Bwang nachgewiesen wer Den tann. Es ist gut, daß, wenn auch nicht in Preußen felbft, so doch anderwärts im Deutschen Reiche eine amtliche Stimme diesem überhand nehmer den Erange Halt gebietet. Der Wiederhall dieses Rufes wird sicherlich im Allgemeinen nicht ausbleiben. Neueste Vorgänge machen aber auch auf die Rehrfeite ber Mebaille aufme ffam, und bisher hat noch die Warnung gefehlt vor der überhand nehmenden Neigung der öffentlichen Antiager, Brivatangelegenheiten, welche der Betroffene recht gut vor dem Zivilrichter in Beleidigungs- oder felbft in Berleumdungsfällen zu verfolgen in der Lage ist, wenn ihm die Sache dazu angethan scheint, au Staatsatitonen aufzubauschen, sobald es sich um Leute handelt, welche ver tehen, fich eine gewiffermaßen eremte Stellung zu verschaffen. Durch den Schut, ben die Staatsbehörde in solchen Fällen Der angegriffenen Ehre folcher Männer angebeiben läßt, wird der Angreif r, der vielleicht, wenn auch nicht immer, feine guten Gründe für den Angriff gehabt hat, von vornherein laban gelegt, und es wird ihm in vielen hervorragenden Fällen bie Möglichkeit abgeschnitten, und ist ihm in folchen Fällen abgeschnitten worden, den Angriff so zu rechtfertigen, daß, was beabsichtigt war, das Treiben der Angegriffenen die Aufmert famteit des Strafrichters auf fich stehe. Indem der öffentliche Anlläger des ihm zustehende Anklagemonopol dazu gebraucht, bie formelle Seite der zugefügten Beleidigung zum Gegenstand eines Strafverfahrens au machen, schneidet er in der Regel ben Weg ab, auf welchem ohne seine Mitwirkung Niemand dem Angegriffenen beijukommen vermag. Dieser Weg wurde aber offen bleiben, wenn der öffentliche Antläger, flatt blind zu verfolgen, zunächst in Erwägung aöge, ob die auge Der Pythagoräische Lehrsah. Aus dem Italienischen des Castelnuovo. Sonnabend. den 20. Junt 1885. fügte Beleidigung nicht in der Art weiter verfolgt werden muß, baß der Beleidigte zur Verantwortung gezogen wird. Da der Stratsanwalt mit dem Anflagemonopol ausgestattet ist, so sollte er gegen Beleidigungen, felbft gegen Verleumdungen, nur dann erft einidbretten, wenn durch diefelben gegen die Rechtssicher beit" gefündigt wird, wenn ein Angriff gegen den 3wed und bie Eriftens des Staates" vorliegt, nicht aber ohne dieses Requftt, wenn es fich nur gerade um eine bedeutende Persön lichkeit in öffentlicher Stellung, und weil es sich um eine solche handelt, oder weil dieselbe fich von dieser oder jener Seite ber einer mächtigen Protektion erfreut. Die Fälle, in denen es fich um ein Staatsintereffe handelt, werden nur sehr wenige sein. In allen anderen sollte der öffentliche Ankläger die Verfolgung der Beleidigung oder Verleumdung dem Bioilverfahren über laffen, und die Staatsgewalt, dieselbe aus dem Spiele laffend, nicht in Privatangelegen beiten hineinstehen und dadurch einer Abnußung in gewissem Sinne ausfeßen. Wohl aber wäre es die Pflicht der Anklagebehörde, nach dem fte dem freien Austausche der Beweismittel vor dem Zivil richter nicht vorgegriff n hat, ihre Aufmertiamleit darauf au richten, ob der Bleibigte durch sein Verhalten begründeten Anlaß zu einer öffentlichen Rüge gegeben bat, und ob fich baraus nicht für die Staatsgewalt die Pflicht ergiebt, dem Treiben desselben näher nachzugeben. Nimmt der öffentliche Antläger ohne diefe vorgängige Prüfung den Beleidigten um feiner äußeren Stellung willen in Schuß, so wird die Volts ftimme, weil es nunmehr unmöglich gemacht wird, der Sache poliftändig auf den Grund zu gehen an der Handhabung des Strafrechts irre werden müssen, und das öffentliche Rechtsbewußtsein erleidet eine wett schwerere Schädiguna, als der raffiatttefte Beleidiger und der unverschämtefle Verleumder demselben zufügen kann, wenn der Angegriffene schweigt oder nur vor dem Zivilrichter Remebur sucht, was ihm immerhin ( ,, Boff. 8tg.") überlassen bleiben tann. Exempla docent! Politische Uebersicht. Der Bundesrath wird wahrscheinlich in nächfer Woche awei Plenar ftgungen abbalten, die letten vor den Sommerferten. Wenn verfichert wird, daß die braunschweigische Frage unter allen Umständen in einer dieser Sizungen zur Erledigung gebracht werden foll, so darf man darin eine Bestätigung der Annahme erblicken, daß Fürst Bismard der Majorität für den preußtichen Antrag ficher ist. Zur Dampfersubvention verlautet jest, daß die Ver handlungen mit dem Norddeutschen Lloyd zum Abschluß ge tommen und der Kontraktentwu f bereits am Freitag, 12. b. M., an den Reichstanzler nach Kiffingen zur Genehmigung ab. gegangen ist. Ueber den Inhalt des Vertrages schreibt die " Wef. 8tg.":„ Der Nordd. Lloyd hat sich bereit erklärt, bie Ginrichtung und den Betrieb von regelmäßigen Boftdampfschiffs. verbindungen von Bremen nach Dftaften und Auftralten, so wie im Mittelmeer unter den von der Reichsregterung gestellten Bedingungen für die Dauer von 15 Jahren gegen einen jähr lichen Buschuß aus Reichsmitteln von 4400 000 t. zu über nehmen. Er hat fich erboten, auf der oftastatischen und Mittelmeerlinie mit einer Schnelligkeit von 12 Knoten statt geforderter 11 Rnoten zu fahren. Er will sechs neue, in Deutschland gebaute Dampfer eir stellen und neun von seinen anderen, im besten Buftande befindlichen und auf ca. 13 Knoten Schnelligkeit tontrabtrten Dampfern einreihen, die mit allem Komfort für Baffagiere versehen und wovon fünf speziell für die tropische Fahrt gebaut find. Die Bestimmung der Höhe der Rautions fumme in Staatspapieren hat der Nordd. Lloyd der Reichs regierung einfach überlaffen. Oesterreich Ungarn. Der Streit in Brünn beschäftigt mehr oder weniger die gesammte Preffe. Wäbrend die liberalen und im Banne der Fabrikanten stehenden Organe den Arbeitern und namentlich dem ihnen verhaßten Normalar beitstag die Schuld an dem Welch' tiefer Gebante," bemerkte der Professor mit feiner gewohnten Jronie. Sind Sie fertig?" " Ja, Herr Profeffor". Und innerlich fügte ich hinzu nur allzu sehr." Vorwärts, was stehn Sie da so abwesend? Beweisen Sie den Lehrses." „ Der Lehrfaz des Pythagoras!" fagte Profeffor Roveniach, mit einem gewiffen verächtlichen Ton, indem er ein Papier auseinander faltete, das ich mit großer Vorsicht aus einer Urne auf dem Ratheber gezogen hatte. Dann zeigte er bas Bapier bem neben ihm fißenden Regierungs Rommiffar Endlich gab er es und flüsterte ihm etwas in's Dhr. mir, daß ich mit eigenen Augen den Titel der Aufgabe lefen fonnte. Gehen Sie an die Wandtafel," fügte er mit einer Handbewegung hinzu. Der Randidat, ber mir in der graufamen Prüfung borangegangen war und sich ziemlich gut aus der Affaire gezogen hatte, verließ das Schulzimmer auf den Fußipißen, und indem er die Thür öffnete, fiel ein langer Sonnen tahl in die Klaffe. In diesem Strahl, der auf dem Fußboben und an der Wand tanzte, hatte ich das Glüd, meinen eigenen Schatten zu erbliden. Die Thür schloß sich und eine Art Halbbunkel herrschte wieber in der Stube. Ich muß bemerken, daß es ein glü bend heißer Augusttag war, unb bie groben blauleinenen Borhänge waren nur ein schwacher Schuß gegen bie beißen Strahlen ber Sonne, deshalb hatte man auch die Fenster läben geschlossen. Das wenige Licht, das übrig blieb, fons zentrirte sich auf den Katheder und die Tafel, es reichte aber immer noch hin, um meine Niederlage zu beleuchten. Gehn Sie an die Tafel und zeichnen die Figur" wiederholte Professor Noveni, der mein Baudern bemerkt hatte. Die Figur zeichnen, war Alles, was ich fonnte, also nahm ich ein Stüd Kreibe und ging gewiffengaft ans Wert. Ich hatte keine Eile, je mehr Beit ich für diesen technischen Theil verwendete, desto weniger blieb für den mündlichen übrig. Aber der Profeffor war nicht der Mann, meine un schuldige Lift zu unterstützen. „ Eilen Sie", sagte er mir, Sie brauchen keine Mas bonna von Raphael zu malen". Ich mußte zu Ende kommen. tein" talligraphisches Runstwert. Jest bezeichnen Sie die Figur. Schnell, machen Sie Warum ftreichen Sie biefes& Um es nicht mit dem Czu verwechseln, bas ich vorhin gemacht habe. Ich ersetze es durch ein H." Hier fing die Marter an. Die richtigen Ausbrüde ber Aufgabe waren meinem Gebächtniß entschwunden. In einem Dreied," begann ich stammelnb. Weiter." H Ich nahm allen Muth zusammen und sagte, was ich wußte. In einem Dreied... ist das Quadrat der Hypotenuse gleich dem ber beiben Ratheten." In irgend einem Dreied?" " Nein, nein," flüsterte eine mitleidige Seele hinter mir. " Nein, Herr Profeffor," sagte ich. Ertlären Sie alio, was für ein Dreied?" H H Ein rechtwinkliges Dreieck," flüsterte wieder die Stimme. Ein rechtwinkliges Dreied," wiederholte ich, wie ein Papagei. " Stille dahinten," donnerte der Profeffor. Und dann sich wieber zu mir wendend: Also, nach Ihrer Meinung in dieses große Duabrat gleich jedem ber beiden kleinen Mein Himmel, die Sache war fürchter lich. Aber ich hatte eine glückliche Inspiration. Nein, gleich den beiden zusammen." " Der Schluß also, fagen Sie den Schluß! Be weisen Sie!" Ich schwißte, aber trotz der tropischen Hiße fror. mich augleich. Ich blidte betäubt auf das rechtwinklige Dreied, bas Duabat der hypotenuse und feine beiden Seiten, bas Duabat nahm die Kreide aus einer Hand in die andere und sagte nichts, aus dem guten Grunde, weil ich nichts zu faaen wußte. Reiner sagte mehr zu. Man hätte eine Müde fliegen hören fönnen. Professor Roveni blickte mich aus seinen burchbringenden grauen Augen mit Schaden freude an, der Regierungs Rommissar machte einige Notizen auf ein Blatt Papier. Plößlich räusperte fich diefe Respektsperson, und der Profeffor fagte mit fanftefter Stimme: Nun?" Jch antwortete nicht. Statt mich fofort zu entlaffen, wollte der Professor noch ein wenig mit mir spielen, wie bie Rape mit der Maus ehe fie fie verzehrt. " II. Jahrgang. Streit zuschreiben, bestätigten die minder partelischen Blätter, daß die Arbeiter im Rechten find. So schreibt die ,, W. A.- 3." Wenn nun von fabrifanter freundlichen Blättern aus Brünn geschrieben wird, daß in den dort gen Fabriken bisher von 6 Uhr früb bis 7 Uhr Abends mit anderthalbstündiger Unterbrechung gearbeitet wurde. so ergiebt sich eben daraus die Richtig teit der Auffaffung der Arbeiter, daß der Arbeitstag nunmehr um 6 Uhr Abends aufzuhören babe, benn an die Stelle des dreizehnstündigen Arbeits tages ift eben die zwölfftündige und demzufolge an die Stelle der nach der Angabe der Degane der Indu striellen bisher üblichen effektiven Arbeit von 11 Stunden die von 10% Stunden getreten. Die Arbeiter wehren sich gegen Die Einrechnung der zwei vierteistündigen Baufen in die Ge fammtdauer des Arbeitstages, woraus dann freilich eine elf. stündige Eff ltivarbeit resultirt. Es ist aber kein gefeglicher Anhalts punft für die Bebauptung vorhanden, daß die halb ftündige Bause außerhalb des Rahmens des Arbelistages falle, bie Mittagspause jedoch in denselben. Die Firirung der Arbeits geit von 6 1hr Morgens bis 17 Uhr Abends entspricht unter gar teinen Umständen dem Gefeße, denn entweder find die anderthalbstündigen Arbeitspausen aus dem Begriffe des Arbeits tages auszuschließen, dann ist von 6 Uhr Morgens bis 18 Uhr Abends zu arbeiten, ober fie find hinwegzurechnen, dann hat der Arbeitstag um 6 Uhr Abends abzuschließen. Die in Brünn ge treffene Unterscheidung awischen Mittags und anderen Pausen erfoeint urs nicht zuläfftg.- Die ,, Germania" bemerkt zu den gebäiftgen Auslaffungen gewiffer Blätter über den Streit: Die Blätter der Manchester bums find auf ihrer Suche nach Den Urhebern der Unruhen glücklich so weit gekommen, daß fte die Freunde der A beiterschußgesetzgebung und der gefeßlichen Sonntagsruhe dafür verantwortlich machen. Das Arbeiter schußgefeß hat den Konfl tt beraufbeschworen. Darum lebe die frete, vom Staate nicht reglementi te Grpflogenheit, das frete Spiel von Angebot und Nachfrage!" Sogar der fromme Reichsoote" fann sich der Ansicht nicht verschließen, daß in dem Vorgehen der fabrikantenfreundlichen Presse eine große Gehäftsleit liegt. Et schreibt: Die ganze liberale" Breffe nimmt in einer so tendenziösen Weise für die Arbeitgeber und Fabrikanten Partei, daß wir einft veilen die Möglichkeit nicht ausgeschloffen halten, der ganze Butsch set angezeitelt von den Kapitalisten, die äußerst ergtimmt find, daß der Normal Ar beitstag ihrer bisherigen Pragis der Willkür ein Ende sept." -Das Berliner Tageblatt" bringt heute wiederum einen fenfationell aufgebauschten Artikel als ,, Original Korrespondenz". Beim Lesen des Artikels überkommt einem das Gefübl, als ob Der Artikel in der Jerusalemerstraße beim Genuß einer ,, Una gegypften" angefertigt worden ist. Es geht doch nichts über wahrheitsgetreue Deiginal Artikel des Berliner Tageblatts. Die Wiener Bäckereibesiter scheinen ebenfalls ein baar in der neuen Gewerbeordnung gefunden zu baben. Rüngster Tage begaben sich die Borstände der Wiener Bäder Genossenschaft zum Handelsminister, um eine Petition zu überreichen, welche die Schwierigkeiten der Durchführung der Sonntagsruhe bei diesem Gewerbe beleuchtet. Auch wird auf die unangenehme Stellung der Bäder gegenüber den vers wöhnten(!) Konsumenten hingewiesen, welche nun in Folge Der Sonntagsrube nicht wie an Wochentagen, das Gebäc au feder Tageszeit frisch haben können. Budem beginnen und hören bet der Bäckerei die unterschieblichen Arbeiten durchaus nicht zur selben Beit auf. Der Deputation wurde bedeutet, das Hauptgewicht der Sonntagsrube set in bem Sinne aufzufaffen, daß ein jeder Arbeiter an Sonntagen eine Rubepause von zwölf Stunden haben müffe. In Folge deffen giebt die Genossenschaftsvorstehung den Bäckermeistern bekannt, daß 8 im Sinne des Gefeßes genügt, wenn die Haupt, also Badstubenarbeit Sonntag Mittags zwölf Uhr aufhört und nach zwölf Uhr Nachts wieder beginnt. Die Ofenarbeiter dagegen, bie eine halbe Stunde oder auch ganze Stunde länger arbeiten müffen, sollen Nachts entsprechend später die Arbeit aufnehmen; die Wischer und thre Nun?" fing er wieder an. Sie suchen wohl eine neue Lösung. Ich behaupte nicht, baß feine möglich wäre, aber wir wollen mit ber alten zufrieden sein. Vorwärts, erinnern Sie fich nicht, daß die beiden Linien D E unb MF verlängert werden müssen, bis sie zusammentreffen? Berlängern Sie sie ulso, nur Muth." I that mechanisch, was mir befohlen wurde. Die Figur vergrößerte fich bis in's Unendliche und fiel mir auf die Brust, wie eine Steinmaffe. Seßen Sie einen Buchstaben auf den Endpunkt, ein N. So. Und nun" Ich blieb stumm. Scheint es Ihnen nicht nöthig, eine Linie von N über A bis an die Basis des Quadrates B HJC zu. ziehen 8" Mir schien bies durchaus nicht nothwendig, dennoch gehorchte ich. Und dann müssen Sie auch die Linien B H und J C verlängern." Dh! Ich konnte nicht mehr. Jest," fuhr der Professor fort, tann ein Rind von zwei Jahren die Erklärung machen. Haben Sie Nichts über die beiden Dreiede B A C und NAF zu bemerken? Da ich durch Schweigen nur meine Dual verlängerte, antwortete ich lafonisch: „ Nichts." Mit anderen Worten, Sie wissen gar nichts?" Mir scheint, daß Sie das schon seit einiger Seit ge sehen haben müssen", bemerkte ich mit der talten Würde eines Sokrates. Ach bravo, vorzüglich; fprechen Sie aus diesem Ton? So wiffen Sie auch wohl nicht, daß der Pythagoräische Lehrfaß die Efelsbrücke genannt wird, weil nur Eſel nicht Es ist Ihnen wohl hinüber tönnen? Gehen Sie nur fort. flar, daß Sie das Eramen nicht bestanden haben. Ich will Sie lehren, in Zukunft wieder den Don Quixote in meinen Stunden zu lesen oder Razen zu zeichnen." Der Rommissar nahm eine Brise Tabat, ich legte Kreide und Schwamm hin, und verließ unter dem erstickten Richern meiner Mitschüler majestätisch die Klasse. Drei oder vier Rameraben, welche schon bas Examen mit nicht viel mehr Erfolg als ich selber gemacht hatten, erwarteten mich draußen. " Durchgefallen Aber gründlich," antwortete ich, mich mit edlem au Helfer, die Sonntag Abends ein oder zwei Stunden früber beginnen müffen, damit die Backstubenarbeit am Mon fag Morgens um 12 Uhr anfangen fann, müssen natürlich Sonntag Mittags ein oder zwei Stunden früher aufhö. en, das mit eben Jeder seine amölfftündige Sonntagsrube voll ge nieße. Bei den Schidtenarbeitern" ist für die fontinuirliche zwölfftündige Ruhepause schon iegt vorgesorgt. Die a better feindlichen Blätter benußen dieses Vorgehen der Bäckerei befizer, um die Sonntagsrube in Miskredit bringen. Das Eingreifen des Staates zu Gunsten der Arbriter ift ihnen tödtlich verbaßt, es läßt sich aber faum an nebmen, daß fte brute noch mit ihrem Vorgehen Erfolge er. gielen werden. Die Unbequemlich leiten, welche den Bäckerei beftgern aus der Sonntagsruhe erwachsen, find ganz unter. geoit neter Natur und werden fich leicht überwinden lassen. Das Publitum wird fich auch daran gewöhnen, am Sonntage tein frisches Brod zu effen. In den Vereinigten Staaten von Nord- Amerika erhält man Sonntags nirgends frische Backwaare, das Publikum hat fich daran gewöhnt und die Böcker haben thre Ruhe. Warum sollte es in Europa, speziell in Defterreich, richt ebenfo gut möglich sein, die Sonntagsrube auch für die Bäcker durchzuführen. Italien. geschehen sei. Andernfalls nüßten die Sizbänke mit Kort platten belegt werden, jede einzelne 8-10 Bfb. schwer. Diese schwimmen unter allen Umständen auf, während man dies von den Schwimmringen nicht sagen könne. Denn für die legteren habe man teinen Raum in einem fleinem Boot, wenigstens nicht so, daß fie nicht hindern. Schließlich möchte sich doch tein Segler geniren, eine Schwimmweste anzusieben, wenn dies auch als Aengstlich feit" ausgelegt werden könnte. Die von Prof. Benecke erfundenen, mit pulverifirter Korttohle trügen fich sehr bequem und seien wiederbolt als zuverlä fig erprobt worden. Ferner set noch auf die Gummibälle in Ngen hin hinzuweisen, die ganz billig zu bescheffen find. Die Gummiweften und Gummififfen, welche mit Luft gefüllt werden, feten nicht durchaus zuverläfftg. Angebinde für Freunde in der Stadt in den Händen, und selbst die Bäuerin, welche in Berlin Verwandte besuchen will hält ein mächtiges Bouquet, nach alter Weise aus Klatschrosen, Jasmin, Hidrosen und Bandaras gewunden, in den Händen. Alle aber beberricht daffelbe Gefühl: Sie wollen einen Städter mit der frischen duftenden Gabe erfreuen. Und derselbe abnt faum, wie viele Pflege diese vergänglichen Blüthen erfordet haben und wie schwer es dem Spender wird, fte vom Stode zu trennen, an dem fte fich Tage lang halten, während fie im Glafe schon nach 24 Stunden das Köpfchen zu hängen be ginnen. R. Die zahlreichen Unglüdsfälle, welche durch bas Rentern von Segelbooten entstehen, find immer wieder auf die zunehmende Belaftung dieser Boote mit Segeln zurückzuführen. Um die Schnelligkeit der Boote zu erböben, werden neben dem Hauptfepel alle möglichen anderen Segel aufgeführt, so daß Hauptsegel alle möglichen anderen Segel aufgeführt, so daß estein Wunder nehmen kann, wenn der Stüßpunkt, den das Boot bietet, fich als zu gering erweist, um den plöglich um springenden Winden zu froßen. Bei großen Segelbooten findet man die unverhältnismäßig bobe Belastung mit Segeln weniger, als gerade bei fleineren Segelbooten, wo man fte vermeiden sollte. Bahlreiche Segler suchen darin eine Bravour, Daß fte wagebalfig mit kleineren Segelbooten laviren und bierbei so tief als möglich die aufgeregten Wellen durchschneiden. Dieses Gebab en tann man direkt als oroben Unfug bezeichnen, welcher geahndet werden müßte. Die Ueberlastung von Booten mit Segeln fönnte nur dadurch verhindert werden, daß be bördlich beftimmt wird, welcher Flächeninhalt von Segel leinwand auf die und die Größe eines Bootes verwendet werden kann. Die im April im tantuanischen und Beroneftfchen zu Tage getretene agrarische Bewegung hat sich noch immer nicht ganz gelegt. Ab und zu laufen Meldungen über neue liche Hausdurchsuchungen und Verhaftungen ein. Jest hat wie der Boff. Sta." gefchrieben wird dieses Schicial auch den Präsidenten der Kürschnergesellenschaft in Mantua, einen A better mit Namen Mario Braguazi, ereilt. Die Durch fuchung feiner Wohnung geschah in Folge Befehls der richter, lichen Behörde, weshalb man einen Busammenhang mit den früber wegen der ländlichen Agitation vorgenommenen Ber baftungen und der darauf bezüglichen, ziemlich weit vorge fchitatenen Untersuchung vermuthet. Die Hausdurchsuchung Dauerte nicht lange, scheint aber als Ergebniß die Beschlag nabme einer nicht werthlosen(?) Korrespondenz ergeben zu haben, aus welcher hervorgeht, daß die Bewegung viel cher einen politischen als ökonomischen 3wed hatte, und daß die Iotalen Revolutionäre mit einzelnen Miltä Beziehungen unterhalten. Braguszt felbft leistete Teinen Widerstand, ob. schon er als eir er der thätigsten Agitatoren bekannt ist. Auch in den Wohnurgen des Ingenieur Sartori und des früheren Direktors der Libera parola", sweter Royphäen der radikalen Bartel in Martua, wurde haus uchung gehalten und eine An zahl Schriftftüde b schlagnahmt. Ach eine Ministertiise ist aus Stalien zu melden. Das Kabinet Tepretts. Mar cini hot nado m dos Budget des Aus ärtigen nur mit einer Meb heit von 163 gegen 159 Stimmen aur Annabme gelangte, bem Könige das Entlassungs gesuch überreicht. Die Entschliesung des Minifteriums fonnte um so weniger überraschen, as bei der entscheidenden Abstim mura im Ganzen 322 Stimmen abgegeben wurden, so daß Die Regierung nur eire Stimme über die absolute Majorität e: hirit, wobei die der Deputirtenkammer angehörenden Mit glieder des Kabinets noch in dieser Wehrheit einbegriffen find. Lokales. g. Eine Todtgefagte. In der am 2. d. M. bei Charlotten burg angeschwemmten Frauenleiche soll nach einer jüngsten Bettungsnotis die Persönlichkeit der namentlich in Künfiles Treisen sehr bekannten genialen Blumenmalerin Fräulein Minna Laudien ermittelt worden sein. Wahrscheinlich ist dieselbe vom Tode auferstanden, denn Fräulein 2. suchte eist gestern den in der Friedrichstraße wohnenden Verleger ihrer, Borlagen u Holzschnigerei" auf; zu denselben hat sie auch die Anleitung verfaßt. Fel. L. befindet fich gesund und munter und es i thr nur zu wünschen, daß fie dies noch recht lange Jahre bleiben möge. In der betreffenden Beitungsnotis ist auch gefagt worden, daß die angeblich Verstorbene fümmerlich thr Dalein geftiftet habe; auch das trifft nicht zu. Frl. L. ist über dies Mitarbeiterin großer Journale; ihr Gebiet find hier Artifel über häusliche Kunstarbetten. mittag der Bürsten waar en hänt ler Alfred B., Waßmannfit. 2 N. Wegen Sittlichkeitsvergehen ist vorgestern Nach wohnhaft, durch zwei Kriminalbeamten verhaftet worden. D selbe wird beschuldigt, fich gegen die elfjährige Tochter De Schußmanns G. und die dreizehnjährige Tochter der Händlerin S., beide in demselben Hause wohnhaft, im Sinne des§ 176 des St. G.-B. vergangen zu haben. Der Beschuldigte, ein junger, etwa 30jähriger, erst wenige Jahre verheiratheter Mann, beffen Ehe bisher linberlos war, lebt in geordneten Berbal niffen und erfreute sich bisher eines tadellosen Rufes, während fich die Wittwe 5, welche die Denunziation bewtilt hat, niger der allgemeinen Sympathie erfreut. Untersuchung wird ergeben, ob die gegen den B. erhoben Die gerichtlide Anklage begründet ist. ar. Die Untersuchung gegen die Heiratheschwindlerin Emilie Reis ist nunmehr zu einem gewiffen Abschluß ge tommen: Die Staati anwaltschaft hat gegen fte und die Wittwe Augufte Lange die Anflage erhoben, und von der Straftammer ift auch bereits die Eröffnung des Hauptver fahrens beschlossen worden. Die Untersuchung hat festgestellt, daß die Netz schon seit 4 Jahren ihr unsauberes Gewerbe bes treibt; unter den Heirathekandidaten, welche fie durch schwindel hafte Annonzen anzuloden und auszubeuten wußte, find die verschiedensten Berufstlaffen vertreten, u. A. Fabrikanten, Rettoren, Gutsbefizer, Architekten und Raufleute. Es bat fich auch weiter herausgestellt, daß die Angeklagte au vermögenden Damen, die in den heiligen Stand der Ehe treten wollten, nicht die mindesten Beziehungen hatte, in der Regel mußte Die Mitangellagte Lange ausbelfen, die zwar weder Jung frau, weder schön", auf das Lt beswetben aber sich trefflich verftand; fte wiederholte die Vorspiegelungen ihrer Genoffin und ging unter 6 Fällen viermal als glückliche Braut hervor. Mit den Gebühren wurde es so gehalten, daß die Reis für die Vorstellung der Lange oder einer anderen Dame 30 bis 50 M. liquidite, während ihr ein weiterer und größerer Lohn bei der Verlobung und Hochzeit bevorstand. Bur Ehe tam es glücklicherweise niemals, weil ben geprellten Liebhabern schon Dorber die Augen geöffnet wurden. Im Ganzen find es ca. 20 Fälle. Betrugsbandlungen, Fälschungen von Reversen 2c., Die der Angeklagten Reis zur Laft gelegt werden, während die Lange wegen einer weitaus geringeren Anzahl betrügerischer Handlungen angeklagt ist. Als Beweismittel dienen, außer ben Beugniffen von 25 Berforen, auch eine Reihe von Ges schäfts- und Liebesbriefen. Die beiden Frauen, die übrigens thre Schwindeleten zum Theil nicht in Abrede stellen, haben am Dienstag, den 23. Juni, vor der 4. Straffammer des Land gerichts I fich zu verantworten. R. Von einem hiesigen bedeutenden Nationalökonom ift eine Statistik bezüglich bes Sueichholzkonsums in diesen Tagen beendet worden. Nach derselben verbraucht der Deutsche burchschnittlich pro Tag 11, der Schwede 9, dir Engländer 8 und der Franzoje 15, was den in Frankreich gebrauchten Regiezündhölichen gerade fein sehr vorthet haftes Beugniß ausfellt. Die Bahl der täglich in Europa verbrauchten Streich böler beläuft sich nach derselben Statistik auf zwei Mil Biarden Ueber die Ursache des viel besprochenen Unglückfalles auf dem Müggeliee find dem Wersport" Matheilungen zu gegangen, nach denen folgendes als erwiesen anzunehmen sein dürfte: Rettungswe: jeuge maten nicht an Bord des„ Nelson"; Die Schoot aar belegt, tas Segel, obwohl mit 4 Wind ge fabren wurde, ziemlich straff angeholt. In dem Augenblick, als fich die Herren Benard, der am Studer war, und Röhne mann Bigarren gegenseitig anzünden wollten, muß wohl der Runs nicht nicht genau beachtet worden sein; das Boot luote auf, tam breitfeits zu den Wellen und lag plöglich um und verjant. Der Mast sagte noch 2" über dem Wafferspiegel beraus." Im Anschluß hieran macht die genannte Fachschrift noch darauf aufmertiam, wie leicht es sei, Boote in den Dimen stonen des actenterter Boots unfintbar au machen, wie es bet ber Edlei", der Kapice" urb der kleiren Windsbraut" Stolz brüstend; und fügte hinzu:- Ich habe es immer gefagt, daß die Mathematit nur für die Philister ift." Das versteht sich!' rief einer meiner Genoffen. Und welche Aufgabe war Dir zugefallen fragte ein anderer. Der Lehrfaß des Pythagoras. Mein Gott, was geht es mich an, ob das Duabiat der Hypotenuse gleich dem ber beiden Ratheten ist oder nicht?" batte mögen tamme Betrug Laufbi Borlof Beträg leif Gelten Geld u ju veti bie er Dorfple trbalte biefe b รุ่น Ge Junge Rubild Derfcha fich ni Ende Wege meinic tonnte leugne zu in Rnaber Angeb fim la haftet. Bormi Buben buben angebe gnügu Then, Schmer Eltern Berget für bi Verfab licher ausgef P 8 Fäll Rönig gebore Siliche in Ch Darauf branni Ebeli Der H fach a geichen auf de fchafft nigma ftcbert facht man denen Beklei fitftur tlagter in bo nehmu 15 jab der A Anget dem 9 Bränd Damal n. In hilflosem Zustande wurde vorgestern Bormito vor dem Bause Chauffeeftraße 38 ein Mann von der Bolte aufgefunden, der in der Charitee bis jest soweit wiederhergestellt ist, daß sein Nationale als das des Tischlergesellen Kemp Gartenstr. 30, festgestellt werden konnte. R. Einen Att großer Rohheit an seinem Ziehhunde be ging gefiern Wittag gegen 1 Uhr in der Lügomstraße D Arbeiter" Dtto, Ro: nerstraße wohnhaft. Derfelbe fuhr mit einem leeren Handwagen, vor dem ein starter und gespannt war, und als ein entgegenkommender Hund den Beroffen an bellte und unruhig machte, bearbeitete Otto mit Deichselftange und Stiefel den Stopf des Bundes derartig, daß er den all feitigen Unwillen der Baffanten erregte. So vohl eine bem Thierschutzvereine angehörige Dame, die felbft alle Details genau notite, sowie einige Herren veranlaßten die Feft ftellung der Berfonalien durch einen in dortiger Gegend Diensthabenden Schußmann. a. Bei einem hiesigen Gewerbetreibenden find am 9. b. M. verschietene Gegenstände, welche wahrscheinlich aus einem Diebstahl herrühren, zum Kauf angeboten worden, darunter eine graue Wollrips Eichbede mit aufgenähter schwarzer Borte mit gelben Rändern, worin fich gelbe und bunte Blumen befinden, ferner ein von blauer Wolle geft dter Bettvorleger mit bellem Spiegel, in deffen Mitte fich ein Beilchenbouquet befindet. Diese Gegenstände sind beschlagnahmt und können von ihrem Eigenthümer beim biefigen Kriminal Kommiffariat, Bimmer 78, in Empfang genommen werden. Das tann Dir und mir und aller Welt gleichgiltig fein, betonte ein D itter mit der Unverschämtheit eines Dummtopfes von vierzehn Jahren. Und dann, wenn es gleich, was hat man no: big, es zu wiederholen? Und wean es nicht gleich ist, was quälen sie uns? war b. Rosenduft erfüllt jest jeden Morgen die Waggons der in Berlin Morgens einlaufenden Büge. Es ist unglaub lich, wie viele Rosenbougets jest jeden Morgen aus den Sommerfrischen nach Berlin gebracht werden. So ein Bahn hofs Portal fiebt ordentlich bunt aus, wenn aus ihm die Menge Der Frübpaffagiere bin ausfitömt. Die Schulkinder find mit Sträußen für die Lehrer und Lehrerinnen bewaffnet, Herren und Damen tragen Kollektionen ausgesucht schöner Rosen als Selbstmord eines Einjährig Freiwilligen. Am Mit woch Nachmittag hat sich der in Stegnis dienende Einjähri Freiwillige Hermann Bock, der Sohn des Geh. Regierungs und Schulraths Bock daselbst, in seiner Wohnung erfchoffen Der Unglückliche war gegen 2 Uhr Nachmittags vom Appell aurückgekehrt, und beim Appell ist ihm ein Angriff auf seine Ebre widerfahren, der so heftig auf ihn eingewitt bat, daß ohne seinen Angehörigen sein Leid zu flagen, den Tod gesucht bat. Der übrigens au den besten Hoffnungen berechtigende beklagenswerthe Jüngling hatte die Ritteratademie besucht und war erst zu Ostern beim dortigen Regiment eingetreten. Uebe bie ibm in den legten Tagen widerfahrene Behandlu bat er übrigens mehrfach bittere Klage geführt, und Borfall beim Appell, den ja-vielleicht die Unter fuchu glaubwürdig auftlären wird, hat die Wirkung dieser Behandlun fo gefteigert, daß der junge, lebensfrohe Mann in den gegangen ift Die schmerzerfüllten, tiefgebeugten Eltern, denen von allen Seiten das herzlichste Belleib entgegengebracht wis batten, wie das Liegn. Stadtblatt" meldet, gar keine Rennin bas ,, Liegn. von der Rückkehr thres Sohnes in feine eine Treppe höber Hegende Wohnung erbalten; eft nachdem ein Feldwebel und demnächst der Hauptmann, Graf von Monts, fich nach be Verbleib des Unglücklichen angelegentlich erkundigten, wurde der Wohnung nachgesehen, und da erft ward man der un felig Ratastrophe gewahr, der ein so hoffnungsvolles junges Menschen leben zum Opfer gefallen war. so Vieles in unserer Erinnerung verwischt, auch dieses aus ber meinigen entfernt, als vor einigen Wochen die unheil volle Figur mir plöglich in einem Hefte meines Rnaben wieder zu Geficht fam. Dieser Fluch erbt fich also auf meine Nachkommen fort!" rief ich aus. Armes, armes Kind! Wenn ihm der Pythagoras nun eben so verhängnißvoll wie mir würde! Diefes verlorene Examen hatte einen großen Einfluß auf meine 8utunft. Da es mir unmöglich war, die Ma. thematit zu begreifen, wurde denselben Tag befchloffen, baß ich ben technischen Rurfus abbrechen soll. Anderer feits erlaubten die Verhältnisse nicht, meine Gymnafial Studien wirdet aufzunehmen. Ich mußte also in's praks tische Leben treten und sobald ais möglich Etwas zu ver bienen suchen. Es bas Vernünftigste, was geschehen Tonnte, und ich hatte keinen Grund, mich zu wiber segen, bennoch geftebe ich, war ich sehr traurig war ich sehr traurig barüber. Widerwille gegen Mein bie Mathematit übert ug sich nicht auf die übrigen Lebrfächer, in denen, ich im Gegentheil ein ziemlich guter Schüler war, und dann liebte ich die Schule. Ich liebte ihre dunkien Bogengänge, bie wir Schüler mit Leben und Lachen erfüllten, liebte die Holzbänke die unsere Federmesser zerschnigt hatten, ja, so gar die schwarze Tafel, welche Beuge meiner schmählichen Niederlage geworben war. Nach seiner Rückkehr aus der Schule wollte ich ihn ausfragen. " Ich sehe," fing ich mit Würde an, baß Ihr in der Geometrie schon bis zum Pythagoräischen Lehrsatz gekommen seid?" Ich schalt auf den Pythagoräischen Lehrsatz. Bei einer andern Aufgabe, wer weiß? hätte ich vielleicht irgend einen Satz zusammen bringen, und eben, eben mit heiler Haut burcschlupfen fönnen, wie in früheren Jahren. Aber mußte mit gerade der zufallen! " Ja, Papa," antwortete er mir ungezwungen. " Ein schwerer Sap," bemerkte ich topfschüttelnb. Meinst Du?" fragte er lächelnd. wobl Seit in gelegt. Ange Beschr in Berich tiner Um Gotteswillen," rief ich entsegt, da wir einmal angelangt find, wollen wir von den Strapazen der Rei ausruhen." Aber ich bin gar nicht mübe." Nicht einmal mübe! War denn dieser Knabe ni ein zukünftiger Newton! Und da spricht man von G lichkeit! Dtio ju ver Schie Angel Ausic Babl Stud Regeli Offent beanin Don 5 bea 2 lung Mac& ffen be bit be Tel S Dr S 3 བ Radz auf Beugr " Ich denke, Du wirst der Erfte in der Mathemati lunde," fragte ich mit einem gewissen befangenen Gefühl von Hochachtung. Oh nein," antwortete er, es find 8wei, die viel besser sind als ich. Und dann weißt Du ja, daß mit Ausnahme der Esel Jeder den Lehrfaz des Pythagoras greift." Mit Ausnahme der Efel! Nach fiebenundzwanzig " Willst Du Dich so wichtig machen, mir einbilben zu Jahren hörte ich aus dem Munde meines Raaben fait genau wollen, daß Du ihn leicht findest?" " Gewiß, er scheint mir leicht." " Ich wäre neugierig, Dich den Beweis führen zu sehen. Aber laß' nur, ich kann die Brahlhänse nicht leiben." Sofort," sagte er aufspringend. Ich träumte bie ganze Nacht davon. Ich fab stets dieses fürchterliche Quadrai mit dem Dreied darüber, aus ben rechts und lints zwei kleinere Quadrate hervortamen. Dann sah ich ein Gewirr von Linien, ein großes Heer von Buchstaben und in meinem Ropf hämmerte es: BAC- NAF; RNAB DEAB. Es gebrauchie geraume 8eit, ehe ich von biefem Alp befreit wurde, che Pythagoras nno teine drei Quadrate meinem Getächtniß entschwanden. Endlich aber hatte dießeit, die ja = Und dem Worte folgte die That. Ee nahm ein Blatt Papier und einen Bleistift und zeichnete schnell die kabba. liftische Figur. Was die Erklärungen betrifft," fing er bann an, fo hat man nur die Mühe der Auswahl. It es Dir einer lei, welche ich nehme?" " " Ja," antwortete ich mechanisch. Und in der That, es war mir einerlei. Mochte es selbst hundert von diesen Erklärungen geben, ich war doch sicher, keine einzige zu verst hen. matifer fort. diefelben Worte, wie an jenem unvergeßlichen Examenstage von Professor Roveni. Und diefes Mal war noch bie bittere Fronie des Du weißt ja" hinzugefügt! Wählen wir also die gewöhnlichfte," fuhr mein Mathes Dann zog und verlängerte er die Linien, welche Profeffor Roveni, feligen Angebenkens, mich hatte vor fieben und zwanzig Jahren zieben und verlängern laffen, und mit dem Ausdruck der tiefften Urber eugung fing er an mir zu erklären, daß das Dreied BAC gleich bem Dreied NAF wäre, bak bas Rhombus RHAB ein Vor Sprung des Duabrates DEAB, urd baß so und so viel Sachen gleichwerthig wären, daraus eraäbe fich in vatürlicher Folgerung, die Summe des Duabrates BHIC wäre gleich brjenigen der beiden Quadrate CAFM und DEAB. Und jeßt," fagte mein Sohn, nachdem er seine Vor lefung beentet hatte, tonnen wir, wenn es Dir recht ist, auf anderem Wege zu demselben Schluß gelangen." Ich wollte das Deforum bewahren und sagte schnell: Ich weiß, ich weiß. Ich wollte nur scherzen. Werde nur nicht eingebildet einer solchen Kleinigkeit wegen." Aber indessen hatte mein Newton sein zu strenges theil bereut. Loos unbef tuge in 3 Ju Ur alte Diene Der Uebrigens fing er ein wenig verlegen wieder giebt es ja auch Solche, die niemals auf merkiam find und dann, wenn sie auch keine Esel sind... meine ich..." " an Dies schien mir ein Rettungsanter, und in einem Aus bruch von Dffenherzigkeit, rief ich: H berlief in 61 ft Dur Unelb 1882 Statha batte gelang bis Dorled Leibi Hlebur Bring So muß es fein, ich werde niemals aufmerksam ge wesen sein." Wie?... Du?" brach der Junge los, indem er in die Harwurzeln erröthete. Und ich möchte wetten, daß er im Grunde große Luft hatte zu lachen. Ich legte ihm die Hand auf den Mund. " Still, still, wir wollen die Nagforschungen nicht weiter fortießen." Nun, wie man sieht, hat mich der Lehrfaz des Pytha goras eine neue und schwere Demüthigung gekostet. Den noch hege ich nicht mehr den alten Groll gegen ihn. Wir werden niemals sehr vertraut mit einander werben, aber ich betrachte ihn wie einen Freund der Familie, ein altes treues Inventarstud, gegen das man nicht unhöflich sein barf, wenn es uns auch persönlich night sympathisch ist. fp: ad eine Schid Ange Dabei berau audi er qu feinen Amete Grof Den, unb ben will tfchrofen, Händen Städter elbe abnt erfordnt m Stode b fie im ingen be harlotten jangften Künftler in Minne elbe vom tern ben lagen jur Anleitung und es it ze bleiben gefagt Dr Dafein über dies er Artilel n Nach infir. 82 Den. Der ochter Del Dändlerin Des§176 Digte, ein r Mann, Verhält während bat, we erichtliche er bobet Bormitte er Bolte bergeftellt Kempin unde be raße ber fuhr mit gespannt offen an Sfelftange Den all rine bem Details Die Feft Gegend Im Mit Sinjähri gterung crfchoffen m Appell auf feine , daß c gefucht chtigende ucht und 1. Urbe bandlu und er fuchung handlung Den To rn, denen acht wis Renntniß pe böber bebel und nach dem wurde in unfeligen Menschen Er einmal Der Rei abe ni von Gr themati Gefühl bie viel baß mit goras be dzwanzig aft genau menstage noch bie schnell: Werbe En." enges Ur en wieber als auf find mem Aus atjam ge ent er bis etten, baß gen nicht Pytha et. Den n. Wir en, aber ein altes flich fein ift. Gerichts- Zeitung. Wenn dich die bösen Buben loden, fo folge nicht! hätte man dem lleinsten der beiden jungen Burschen zurufen mögen, die gestern auf der Antlagebant vor der erften Straf lammer des Landgerichts I faßen, um sich wegen Unterschlagung, Betrug und Utfundenfälichung zu verantworten. Der 14jährige Laufburiche Karl D to Jungesbluth war bei dem Mehl und Borloftbär dler Friedrich Fernau in Dienst und batte mehrfach Beträge auf Rechnungen einzuziehen, oder auch kleinere Bahlungen leiften. Da plagt den Jungen der Henker, daß er etwas gelfen und etwas mitmachen will. Natürlich gehört dazu Geld und dies entnahm er feinem Herrn. Um feine Unterschleife u verdeden, fälschte er Quittungen über zu sablende Gelder, die er inne behielt und täuschte Herrn Fernau, indem er ihm Dorfpiegelte, von einzelnen Kunden Bestellungen auf Waaren balten zu haben, die er sogleich abliefern soll. Wenn ihm biese dann zur Fortschaffung übergeben waren, machte er fte zu Gelde. Getheilte Feude ist doppelte Freude, dachte auch Jungesbluth, deshalb brwog er den awö fjährigen Schüler Baul Rubisch, an den Genüffen, die er durch seine Betrügereien fich perfchaffen konnte, Theil zu nehmen und dieser bedachte fich nicht lange, sondern thai mit, bis die Herrlichkeit ein Ende hatte, obgleich er recht wohl wußte, auf welchem Wege fein Freund zu den Geldmitteln, aus denen er die gemeinsamen Ausgaben beftritt, gelangt war. Im Termin fonnten die beiden jugendlichen Angeklagten thre Thaten nicht leugnen und wurden deshalb Jungesblut ju brei und Kubisch utinem Monat Gefängniß verurtheilt. So müffen denn zwei Rnaben, wahrscheinlich doch die Freude oder Hoffnung ihrer Angehörigen, in das Gefängniß und dadurch einen Matel auf ich laden, der ihnen mehr oder weniger Beit thres Lebens an baftet. Märe es ra nicht mehr am Blag, den Eltern oder Born ündern gerichtlicherseits aufzugeben, den leichtsinnigen Buben, die ja boch durchaus noch nicht alle Spit buben werden müssen, eine berbe törperliche Büchtigung angedeihen zu lassen? Mit ihr wäre eine folche That aus Ber gnügungsfucht geführt und vergeffen, während es einem Men hen, der in so jungen Jahren im Gefängniß gefeffen bat, recht wer wird, fich eine Lebensstellung zu verschaffen. Sind die Eltern oder deren Vertreter gewiffenlos genua, ein derartiges Bergeben nicht zu abnden, dann tragen fte die Verantwortung für die Bulunft ihrer Pflegebefohlenen. Jedenfalls würde dies Berfabren humaner und jungen Leu.en im Kindesalter zuträg licher sein als das irgige, wo fie mit dem ganzen Apparat eines ausgefeimten Verbrechers umgeben we der. P. Wegen vorfäßlicher Brandstiftung in mindestens 8 Fällen angeklagt, ersten gestern vor dem Schwurgericht am Rönigl. Landgericht II, die verehelichte Arbeiter Pauline Ebel, geborene Kiesewetter, aus Charlottenburg. Die Bewohner des Hilfcher'schen Hauses, an der zum Theil unbebauten Straße 9 in Sharlottenburg wurden am 27. Januar b. J. und an den Darauf folgenden Tagen durch Feuerlärm aufgeschreckt. Es brannte an 4 verschiebenen Tagen acht Mal innerhalb der Ebel'ichen Wohnungsräume und nachdem das Feuer mit Hilfe Der Hausbewohner jedesmal, ohne erheblichen Schaden verurs facht zu haben, gelöscht worden war, zeigten sich am Drte An zeichen, daß vorfäßliche Brandstiftung vorliege. Mit Rüdfit auf den Umstand, daß das vor einer Reihe von Jahren ange fchaffte Mobiliar, und Hausgeräth zu dem ziemlich unverhält. nißmäßigen Werthe von 3000 Mart gegen Feuer gefahr verfichert worden war, fiel der Verdacht, die Feuerbände verur facht zu haben, auf die Angelligte. In einer Holsliste fand man anscheinend den Bündstoff zu einem der liftattgefun benen Brände, auch animeineno mit Betroleum geftänkte Bekleidungsfiüde gaben Beranlassung, an vorlägliche Brand. fitftung zu glauben, besonders va vas Verhalten der Angetlagten bei der Ento dung ber muthmaßlichen Bündstoffe fte In hohem Grade verdächtigte. Auf Grund dieser Wahr nehmungen, hauptsächlich aber auf die Besichtigungen der 15 jährigen Siteftochter der Angeklagten, erfolgte bie Ehebung der Ar flage. Im Audienstermine beschuldigte dagegen die Ungeflagte ihre Stieftochter, die als Beugin vorgeschlagen, von dem Rechte der Beugnißverweigerung Gebrauch gemacht, die Brände verursacht zu haben. In der That sah die Angeklagte Damals in furzer Zeit ihrer Niederkunft entgegen und es ist wohl laum anzunehmen, daß wie behauptet wird, fte zur NachtSeit in ihrer Diet Treppen hech belegenen Wohrung Feuer an gelegt. Aus der Bemetsaufnahme konnte die Thäterschaft der Angeklagten nicht erwiesen werden und verneinten daher die Beschworenen die zahlreich formulirten Schuldfragen. Der Berichtshof erkannte demgemäß auf Freisprechung. Auf eine Anflage wegen unbefugter Veranstaltung tiner öffentlichen Ausspielung hatte fich der Restaurateur Otto Rioth vor der ersten Straftammer hiesigen Landgerichts I verantworten. Im März d. J. fand in dem Lotal des Angeklagten, Dresdenei ftr. 10, ein sogenanntes Schweine Ausschieben auf der Kegelbahn statt, zu welchem eine bestimmte Bahl Loose mit dem Stempel des Angeklagten a 50 Bfg. pro Siud ausgegeben wurde, beren efis zur Theilnahme am Regelichieben berechtigte. Den Gewinn erhielt ber befte Schieber. In diesem Spiel erblickte die Antiagebehörde eine öffentliche Ausspielung im Sinne des§ 286 Str. G. B., und beantragte Staatsanwalt Gerichtsaffeffor Meter eine Strafe Don 50 Mail. Rechtsanwalt Dr. Möller, als Vertheidiger des Angeklagten, bemühte fich, den Unterschied einer Ausspie ung im Sinne des Gefezes und einem Preis legelschieben ar ju machen. Die erstere erfordert, daß das ausgegebene Loos die U tunde sei, welche zum Empfange des auf die bes ffende Nummer entfallenden Gewir nes berechtige, während fet. Der Gerichtshof erachtete aber die Ausspielung im Sinne bit dem vorliegenden Epiel nur die Geschicklichkeit maßgebend des§ 286 für foniumirt und verurtheilte den Angeklagten zu 30 D. eo. 3 Tagen Gefängniß. Ausbildung als Förfter, eine neue Stellung zu erlangen, wurde Der Angeklagte abgefaßt und fand man bei einer bei ihm vorgenommenen aus fuchung eine große Anzahl dem Bringen Radziwill entwendeter Gegenstände. Der Angeklagte ist im großen Ganzen geftändig, als Entschuldigung für die Bigamie giebt er an, daß er geglaubt habe, feine erste Frau sei gestorben und feine zweite habe die Scheidung veranlaßt. Staats. anwalt Heinemann beantragte eine Gesammtstrafe von 3 Jahren Buchthaus und 6 Wochen Haft, und verurtheilte thn der Gerichtshof für die Vergeben und Verbrechen zu einer Gesammtftrafe von 2 Jahren Buchthaus und zu 4 Wochen Haft für die Uebertretung. Leßtere Strafe und außerdem 3 Monate wurden als verbüßt erachtet. In Kottbus fand am Mittwoch nach anderthalbjähriger Boruntersuchung der Prozeß gegen den töniglichen Baurath Frick und den Fabrikanten G. Bolgt wegen der verhängniß vollen Keffel Explofton, die fich seiner Belt in dem Etablissement des Ligteren ereignete und mehrere Opfer an Menschenleben des Letteren ereignete und mehrere Opfer an Wienschenleben forderte, statt. Die Verhandlung, welche in weitesten Kreisen großartiges Aufsehen erregt und u. A. auch die Regierung veranlagt hatte, awet Stenographen in den Gerichtssaal zu entienden, war eine sehr umfangreiche, da nicht weniger als neun Sachverständige verrommen werden mußten. Der Staatsanwalt beantragte fünf Monate Gefängniß, nach den Ausführungen des Rechtsanwalts Dr. Fris Friedmann sprach jedoch der Gerichtshof schließlich belde Herren von der Anlage der fahrlässigen Tödtung resp. fahrlässigen Körperver legung frei. Koblenz. Vergangene Woche beaann vor der Straf Tammer des Landgerichts bierselbst die Verhandlung gegen den Notar Marimilton August Großmann aus St. Goar. Der selbe wurde am 20 April 1884 verbaftet und ist beschuldiat, in 46 Fällen der Unterschlagung anvertrauter Gelder sich schul dig gemacht und gegen 110-120 000 Mart veruntreut au haben. Die Verhandlung, zu welcher 138 Beugen geladen find, ging gestern Abend zu Ende. Das Urtheil lautete, nach Mel bung der Elberf. 3ta.", auf 3 Jahr 6 Monat Gefängniß, wobet 1 Jahr Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht wird. Unschuldig verurtheilt. Das Landgericht zu Hirschberg ( Schleften) batie am 16. Junt( wie man der Voff. 3tg." freibi) in Folge des Wiederaufnahmeverfahrens einen wegen Diebstahls zu breimonatlichem Gefängniß Verurtheilten, der Wegen zweier in feine Strafe abgebüßt hatte, ju reftituiren. Lähn beim Stellmacher Hante verübter Diebstähle war der Stellmachergeselle Karl Laubner aus Lähn angeklagt und auf Grund der Beweisaufnahme trop der Betheuerung seiner Un schuld wegen einfachen Diebstahls verurtheilt. Ecft nach Verbüßung der Strafe erfuhr Laubner, daß ein fürzlich vor der Siraftammer au Hirschberg verurtheilter Sträfling in Görlig, Siraflammer au Hirschberg verurtheilter Sträfling in Görlig, Der Arbeiter Fritsche, fich felbft als den Dieb bei Hante in Lähn bezeichnet hatte, und beantragte nun die Wiederaufnahme des Verfahrens. Der aus der Strafanstalt in Görlig vorgeführte Feitiche geftand auch vor Gericht den Diebstahl ohne Weiteres zu und so erfolgte die Freisprechung Laubners unter Ueber nahme der Koften auf die Staatstaffe. Der Gerichtshof, der leider nicht in der Lage war, den unschuldig Verurtheilten auf andere Weise zu entschädigen, erkannte noch dahin, daß dem Laubner sämmtliche in der Angelegenheit verausgabten Un toften wieder zu erstatten find. Sosiales und Arbeiterbewegung. # Den Formern Berlins zur Nachricht, daß es dem Bronzewaaren Fabrikanten Herrn Sped, Dresdenerstraße 36, Bronzewaaten Fabrikanten Herrn Sped, Dresdenerstraße 36, gefallen hat, uns Formern noch etwas mehr Arbeit aufzubürden, ohne dafür Bablung zu leisten. Es ist dieses Unsinnen des betreffenden Fabrikanten nicht neu, denn Lohnabzüge find schon seit Jahren bei ihm üblich. Wenn man bedenkt, daß Das Haupttontingent der Arbeiter in der Fabrik Lehr exfennt man bilben, fo linge erft Die Tragweite der Handlungsweise des Herrn Speck. Diese Lebr linge fieben im balben Alford, werden also schon auf's Höchste ausgenüßt. Die Former sollen nun die Formen taften für die Lehrlinge in den Trodenofen segen, fie am nächsten Morgen hinausnehmen und dann noch zulegen, und Dieses Alles ohne irgend eine Vergütigung dafür zu erhalten. Kollegen! Dieses war uns denn doch zu viel, darum haben wir heute die Arbeit niedergelegt. Franz Lehmann. W. Hoff mann. M. Adam. An die Vergolderhilfen Berlins. Folgender Brief ist bem Vorstand des Unterstüßungsvereins übermittelt worden. Kopenhagen, Den 7. Juni 1885. Werthe Kollegen! Wir sehen uns dringend veranlaßt, Euch fund zu thun, daß die Vergolder Meister C. Jeppesen, gr. Petersstraße 10, E. Nielsen, Citadelle weg 3 und Madsen, Magsstraße 6, darüber einig geworden find, ibren Arbeitern einen Breistourant vorzulegen, der um ca. 30 Bros. niedriger ift als die bisher gezahlten Affordsäße. Derselbe sollte am 1. Märs in Kraft treten. Deswegen wurde von uns beschloffen, die Arbeit niederzulegen, wenn die oben genannten Meifter den alten Preis nicht sablen, oder mit dem Fachverein nicht in Unterhandlung treten wollten, was fte be ftimmt abgefchlagen haben. Nach dem neuen Breistourant tönnen tüchtige Arbeiter nur 14-16 Stonen wöchentlich mit täglich 10ftündiger Arbeitss it verdienen, mit welchem Lohn man unter den biefigen Verhältnissen unmöglich eristiren tann. Da Jeppesen einsah, daß die Arbeiter auf den neuen Preis er schleunigft Leute tourant nicht eingingen, stellte Die in Lohn ein, um beim Streit durchzukommen. hinaus gemaß Mitglieder des Fachvereins wurden Die Babl der regelt und Nichtmitglieder eingestellt. Bemaßregelten inkl. der Streitenden betrug am 7. Juni 24 Mann, doch werden es in den nächsten Tagen mehr, da wir einen Minimaltatif ausgearbeitet haben und diesen den Meistern in dieser Woche vorlegen werden. Kollegen: Jeppesen schreibt nach Deutschland, indem er meint, daß unser Streit unmotivirt fei. Kollegen, das ist eine Unwabrheit, es werden wohl viele Kollegen den Herrn Jeppesen zur Genüge tennen, darum bitten wir Euch, laßt uns nicht im Stich, belft uns schnell. Gelber Der frühere Leibjäger des Prinzen Wilhelm Radziwill, Friedrich Fans Julius Grothe, hatte sich gestern uf eine Ar fiage wegen Doppelehe, wegen Fälschung von Beugnissen behufs befferen Forilemmens in awei Fällen, wegen unbefugten Tragens des eisernen Kreuzes 2. Klaffe, wegen Be tuges und wegen theils schweren, theils einfachen Diebstahls find zu senden an C. Eibye, Lille Guldbergigade 3, 3. Sal, in verantworten. alte Angeklagte verheirathete fich Diener Der 35 Sabre Der bisher unbestrafte als herrschaftlicher mit 9. September 1876 zu Stralsund unverebelichten Johanna Wilhelmine Wollig und am perließ im Jahre 1880 seine Frau und fein Töchterchen, um brud gebeten. Der Vorstand des Unterstüßungsvereins, an welchen fich der Empfänger des Briefes wanote, hat die Angelegenheit in die Hand genommen und bittet die Kollegen, an welche Sammelliften gelangen, für die weiteste Birkulation Sorge zu tragen, damit wie die dortigen Kollegen nach Kräften unterflügen tönnen. Gelder nimmt der Kafftrer Herr Ramlow, der Kaffirer Herr Namlow Aufruf an die deutschen Arbeiter! Seit 7 Wochen handwerker! Arbeiter an allen Drten! Laßt uns jest nicht im Stide, wir müssen Euch jest ein doppeltes Dpfer sumuthen. Es thut schnelle Hilfe noth. Bedenkt, was wir jest von Euch empfangen, das ist nur ausgeliebenes Geld. Wenn Ihr in Roth feib, werden wir es gerne wiedergeben und mehr wieder geben. Unser Drt ist gut und feft organiftit, wir find stets Doran gewesen, wenn es galt, Andern zu helfen; hilft uns jest auch. Sollten wir unterliegen, so wäre die Sache aller Av beiter geschädigt, daher, Kollegen und andere Arbeiter, rechnen wir auf Eure Hilfe ganz ficher! Lasset unsere Hoffnung nicht au Schanden werden. Briefe und Gelder richte man an Julius Geride, Viktoriaftraße 2, Belten i. M. Die Streil Kommission. In der Hartung'schen Eisengießerei beiffern fim die Streitenden auf 35 Former. Es erbeischt die Pflicht eines jeben Kollegen, im Interesse der wichtigen Sache uns mit Ausdauer zu unterstüßen, denn sollten die Kollegen unter liegen, so trifft der Vorwurf Euch und bald werdet Ihr es spüren, daß in den Gießereien, in welchen Thr jegt noch be schäftigt seid, eine Lohnreduktion eintritt. Deshalb auf, Kollegen, unterflüßt uns nach Kräften in unserer gerechten Sache, seht nicht müßig zu, sondern helft uns durch Euer einmüthiges Busammenhalten den Lobnkampf erleichtern. Einer für Alle und Alle für Einen, das sei unsere Devise. Gelder werben in Empfang genommen bei bermann Schulz, Rub platstraße 25, 3 Tr. und bei Behrend, Reinickendorferstr. 60. Die Kommission der Vereinigten Metallarbeiter Deutschlands. Im Auftrage: H. Schulz. " Don Arbeiterfreunde an allen Enden. Noch vor wenigen Jahren gebörte es nicht zu den Seltenheiten, daß den mit ihrer wirthschaftlichen Lage unzufriedenen Arbeitern, wenn fie die Lösung der sozialen Frage auf dem Wege der Gesetzgebung forderten, sowohl durch die Presse wie auch in Versammlungen bedeutet wurde, daß ein sozialer Nothstand in Deutschland überhaupt nicht existire. Alle Gegenbeweise, selbst die unbes ftreitbarsten Thatsachen, durch welche die ftets größer werdende Noth der arbeitenden Bevölkerung nachgewiesen wurde, bezeich nete man als müßige Erfindung demagogischer Hezer.- Doch bie Beiten haben sich geändert, heute will Alles dem armen Mann" helfen, man spricht fett mit besonderer Vorliebe von Der Pfeife des armen Mannes", vom ,, Patrimonium der Ent erbten"; eine ganze Reihe neuer Schlagwörter wurde erfunden, um die Gunft der ärmeren Bevölkerungsklaffen zu erringen doch des Bolt vei hält sich mit Recht diesen Lockrufen gegenüber etwas mistrauisch, weil es die Mittel und Wege, die von diesen neuen Bollsfreunden" aur Beseitigung des so fühl baren Nothstandes in Vorschlag gebracht werden, als trügerische erkennt. Wie der Hann. Cour." meldet, tagte am Montag, den 15. Juni, in Hannover eine Versammlung Feunden gemeinnüßiger Bestrebungen" unter Vorfte des Herrn Landesdirektors v. Bennigsen. Unter anderem hielt auch ein Herr Paftor Höpfner einen Vortrag Ueber Arbeitsstätten für vorübergehend Beschäftigungslose". Der Herr schlug fol gendes Universal- Heilmittel vor: Bur Gewährung von Arbeit find Arbeitsstätten einzurichten, auf denen solche Arbeiten vor aunehmen find, die teine besonderen Vorkenntniffe, Uebung ac. norausseßen, teine blühende Industrie des Drtes schädigen, cher vielleicht im Stande find, eine solche zu unterstüßen. Der Lohn auf den Arbeitsstätten ist möglichst niedrig zu be messen und darf den ortsüblichen Minimallohn nicht erreichen, ist auch den Durchreisenden nur in der Form der Naturalvers pflegung zu gewähren. Mit der Arbeitsstätte ist tbunlichft ein Arbeitsnachweisungsbureau zu verbinden."- Mit der ,, blühenden Industrie", welche nicht geschädigt, eher unterstüt werden soll, lann der fromme Paftor wohl nur die Fabritans ten, Gutsbefizer ac. meinen, deren Intereffe ja dadurch, daß der auf den projektitten Arbeitsstätten" zu zahlende Lohn den ortsüblichen Minimallohn nicht erreichen darf, allerdings gana bedeutend gefördert würde. Umget.hrt aber ist es mit den Abeitern, Die an dem Drte, wo eine solche Arbeitsstätte er richtet wird, anfäfftg find. Diese Arbeiter werden durch die Beschäftigung Durchreisender, welche einen geringeren Betrag als den ortsüblichen Minimallohn erhalten, und dieses Wenige noch dazu in Form einer Natu calverpflegung empfangen, brot los gemacht, vielleicht selbst auf die Landstraße getrieben, wo fte die Babl derjenigen, welchen durch die Errichtung der ge nannten Abeitsstätten eigentlich geholfen werden soll, Der größern und und den Nothstand bedeutend verschlimmern belfen. Das scheint aber der Herr Pastor nicht einsehen au tönnen oder zu wollen. Vereine und Versammlungen. hfs. Die jüngste( geftrige) Monstre- Streit Versamm lung der Berliner Maurer auf" Tivoli" war zahlreicher als ie eine der vorausgegangenen besucht. An 10,000 Berliner Maurer mögen derselben zugeströmt sein, von denen das bes fannilich riesige Dimenfionen aufweisende Versammlungslotal, aus dem alsbald die Tische und Stüble batten entfernt werden müffen, jedoch nur etwas über 8000 Theilnehmer aufzunehmen Dermochte, während mindestens 2000 der Erschienenen zum Theil im Garten, zum Theil in der Umgebung der Tivolibrauerei fich aufhielten, um sobald als möglich von dem Verlauf der Berathungen Kenntnis au erlangen. Den Vorfts in der wieder musterbaft fich haltenden Versammlung führte der zu ihrer Leitung gewählte Herr Behrend, welcher gleich nach Beginn Derfelben, um 10% Uhr Vormittags die Diskussion über die berzeitige Situation des Streites" eröffnete. Dieselbe wir sehr animirt und es betheiligten sich an thr zahlreiche Redner u. A. besonders die Herren Beter, Bebrend, Weigert, Weise, Scheel, agendorf, Ludwig, Groth mann, Freybant, Oäumichen, Wilde, Wendt( aus Altona) 2c. Die Situation wurde allgemein als eine solche gekennzeichnet, baß man, bei fernerem feften Busammenbalten wie bisher, mit Sicherheit auf einen durchschlagenden Erfolg inne: halb eines Beitraumes von höchsten 8 bis 14 Tagen zählen dürfte. Im Uebrigen wurden nur die bereits in der am Donnerstag Abend bei Buggenhagen stattgehabten Versamm lung mitgetheilten erfreulichen Thatsacher, binfichtlich bes nabeju ausnahmslos durchgeführten allgemeinen Streifs, bes ftätigt, wobet noch als bester Beweis für den von vorgeftern auf gestern zu verzeichnenden Fortschritt der Sache der toloffale Besuch dieser neuesten Versammlung auf Tivoli angeführt werden konnte, indem offenbar nicht 10 000 Maurer zu einer, Vormittags stattfindenden Versammlung fich hätten einfinden tönnen, it lung anzunehmen. Dort lernte er die Kammerzofe Auguste Rastanien. Allee 24 wohnhaft, entgegen. Adelheid Ambrecht fennen und ging mit derselben am 9 Mat 1882 wiederum die Ebe ein. Die Trauung fand in der St. führen die Töpfer in Belten einen Lohrkampf noch ohne Aus. Ratharinenti che in Petersburg statt. Auch die zweite Frau ficht auf ein Ende. Ihre Hoffnung auf Sieg ift eine feste, batte ihn mit einer Tochter beschenkt. Durch gute Fürsprache ihr Geift gehoben, auversichtlich und fest. gelang es dem Angeklagten. der außerdem gefälschte Atteste vorlegte, bei dem Fürsten Wilhelm Radziwill die Stelle des lebung. Bunächst ließ er sich mit dem Hausmädchen des Brinzen, Marie M., in ein vertrautes Verhältniß ein und ver eine dritte Frau heimzuführen. Die Marie M. eniging dem fp.ach derfelben die Ehe, machte auch alle Anftalten, um auch Shidial threr Petersburger Vorgängerin nur dadurch, daß der beitern fortzufeßen, auch find einige Gesellen unserer Sache Angeklagte am 3. November vom Kammerdier er des Bringen Dabei betroffen wurde, als er ein Räftchen im Bulte des Prinzen nicht zu erießen. berausgezogen hatte. Da dem Legteren furs suvor 300 Matt rechnen. Wir haben auch bis jest ausreichende Unterfiüßung übrigen Baugewettearbeiter( Buger, Steinträger, Bauarbeiter, aus seinem Schreibf tretär abbanden gekommen waren, so nahm er aus diesem Bo fall Veranlaffung, seir en Leibjäger fofort aus feinem Dienfte zu entlaffen. Bei dem Versuche, fich vermittels Areier gefälschter A1teste, darunter eines Lebrzeugnisses des Großherzoglich medlenburgischen Oberförsters Maaß über seine Bergeblich haben fie vorher versucht, fich mit ihren Meistern wegen der gestellten Forderungen zu einigen, wie gewöhnlich wurde ihnen t in Ge bör gegeben. Am 1. Mat legten 300 Töpfer die Arbeit nieder, Don welchen 117 auswanderten; 135 andere lonnten weiterar beiten, da die Fabrikanten, welche der hiesigen Vereinigung der Meifter nicht angehören, die Forderung bewilligten. Unsere Arbeitgeber versuchen war, die Arbeit mit ungelernten Ar untreu geworden, aber das vermag den Ausfall an Arbeitern Wir dürfen also bei Ausdauer auf Sieg erhalten von unseren auswärtigen Kollegen und anderen Ar beitern. Jest tommt aber eine schwere Beit für uns, weil am 1. Juli die Mietbe bezahlt werden soll. Wir müssen und also nochmals an alle At better wenden und fie bitten, nun einmal uns eine außerordentliche Beisteuer zu leiften. Töpfer! Bauwenn nicht wirklich bereits faft alle Aur Beit bier thätigen Mau: ergefellen fich am Streit be theiligten. Der Vorsitzende und andere Redner mahnten die Streifenden eindringlich, dem vorgestern( bet Buggen bagen) einstimmig gefaßten Beschluffe getreu, ja nicht früher, als bis der Streit durch den Beschluß der Gesammt belt und von der Lobnkommission für beendet eitlärt ist, also auch nicht, wenn auf einzelnen Bauten die Forderung früher bewilligt werden sollte, was bekanntlich schon ist zum Thell gefcheben ist, die Arbeit aufzunehmen. Man möge be Den fen, daß nur durch die strengste Disziplin, nur durch die pünktlichfte und gewiffenhaftefte Ausfüh rung der gefaßten Beschlüsse ein für die Gesammt. beit der Berliner Maurer günftiges Resultat erzielt merden tann und daß davon das Wohl und Wehe von über 14000 Berliner Familien abhängt, da bei dem Verlauf und Ausfall dieses Streits nicht nur die Maurer, sondern auch alle Fuhr und Schifferleute 2c.) in Mitleidenschaft gesogen find. Desgleichen wurde den Bersammelten dringend eingeschärft und zur Bfl cht gemacht, an allen in der Philharmonie" und am Donnerstag Nachmittag gefaßten Beschüssen strena feftaubalten, diefelben tonsequent auszuführen, besonders bezüglich ber " bat. Derselbe stipulit eine durchschnittliche Erhöhung der Attordlohn fäße um ca. 20 pet. und wurde in der von der Versammlung gepflogenen Disfuifton gebilligt. Ein Beschluß über den Termin des Vorgehens mit diesem Tarif fonnte noch nicht gefaßt werden. Vielmehr soll derselben von Seiten der Kommission noch einmal einer Reviston unterzogen und darauf noch einmal, einer schon in den allernächsten Tagen einzuberufenden Bersammlung zur Annahme unterbreitet werden. Uebereinstimmend wurde von allen Rednern betont, daß das Vorgehen mit den Forderungen so schnell wie möglich erfolgen würde. Freie Vereinigung der Former Berlins und Umgegend. Der Vereinigung ist die Münheilung zugegangen, daß die Former der B: ongewaaren Fabrit von W. Speck, Dresdner ftraße 36, die Arbeit niedergelegt haben und fübren diesel en folgende Gründe bierfür an. 1. Die Arbeitszeit beträgt 10 Stunden 4) Min. 2. Die Former, die ja doch alle in Afford arbeiten, find nicht gesonnen, die geformte Arbeit der Lehrlinge, ohne daß dieselben dabei behilflich find, des Abends in den Trodenofen hineinzufeßen und des Morgens auch noch herauszuheben. Da eine gütliche Vereinbarung mit den Fabri fanten immer mit den Worten: Sie haben nichts au reben," abgeschnitten wurde, so sehen sich die Former zur Arbeitseinstellung genöthigt und bitten alle Kollegen, unter leinen Umständen zu solchen Bedingungen bei Herrn Speck in Arbeit au treten. Der Vorstand. balbigften Abrelse ber unverheiratheten und nicht an Berlin| Afford Tarif mitgetheilt, welchen die in der vorigen Ber gebundenen Leute. Ebenso wurden über das gefegliche Bersammlung gewählte Lohntommiifton inzwischen ausgearbeitet halten der Streifenden gegenüber folchen Gemertsgenoffen, welche hier und da in Arbeit betroffen werden, und gegen. über den Bolizelorganen die eingehendsten Aufschlüsse und Anweisungen ertheilt, um alle Dronungsstörungen und Aus. fchreitungen zu vermeiden, welche au Ronflitten mit der Sicher heitsbehörde Anlaß geben tönnten. Auch tam zur Mit theilung, daß eine Statistit über die etwa fich nicht am Streit betheiligenden Berufsgenossen aufgenommen werden wird, da mit die Betreffenden später von ihren streitenden Kameraben nach Verbienft gewürdigt werden können. Herr Weigert ( auß Tegel) thellte mit, daß Die auch Tegeler Maurer den Streitbeschluß nahezu ausnahmslos ausgeführt haben. Auf eine vom Vorftzenden verlesene bricfliche Anfrage eines an Taubheit leidenden Kameraden, ob er als balbinvalider Maurer für täglich 4 M. 50 Bf. Lohn, Der ihm von dem betreffenden Unternehmer( Baugeschäft von Hamann) bewilligt fet, fortarbeiten dürfe, mit dem Bemerken, daß er, wenn es sein müsse, sur Arbeitseinstellung bereit set, ertheilte die Versammlung durch ein dreimaliges Hoch ihr Ein verständniß mit der in diesem Falle ausnahmsweise zu er thellenden Erlaubniß. Herr Deum chen nagelte als unbe fireitbare Thatsache fest, daß die Bundesmeister den partiellen, sowie den heutigen Generalftreit lediglich fich felbft suzu schreiben, ihn selbst herbeigeführt hätten, well fle entgegen ber warmen Befürwortung des Herrn Maurermeisters Fräntel Die geforderten 4 M. 50 Pf. zu bewilligen, den bekannten abweisenden und herausfordernden Beschluß gefaßt haben. Unter großem Jubel und Beifall verlas Herr Freydant ein von ihm verfaßtes Gedicht über den ausgebrochenen Maurer ftrett Herr Wendt( aus Altona) überbrachte von den borti gen Kollegen Gruß und Siüdwunsch zum Berliner Maurer ausstand und sprach die Hoffnung aus, daß der Geist der Einigkeit, Solidarität und Organisation, welder endlich hier zum Durchbruch gekommen au sein scheine, auch wenn ber Streit längst beendet, nicht wieder schwinden, sondern auch ferner der gemeinsamen Sache aum ficheren Siege verhelfen möge. Jest müffe und werde boffentlich in Ausführung tommen, was so lange vergebens empfohlen worden set, der allgemeine, dauernde Anschluß an die Diganisation, der Beis triff der großen Maffe der Berliner Maurer zum Verein zur Wahrung ihrer Interessen.- Endlich machte der Vorsitzende auf die Nichtigteit tes Einwandes mancher Arbeitgeber aufmerksam, daß fte die Lohnforderung nur wegen eingegangener Verträge resp. Breisabschlüsse nicht zu bewilligen im Stande wären, weil ihnen ihre finanzielle Lage nicht geftatte, folche Meh: toften aus ihrer Tasche zu befreiten. Man solle fich also durch der gleichen Gerede nicht beirren laffen, da bekanntlich schon seit geraumer Beit in den Bau Kontratten der Ausbruch eines Streits unter den eine etwaige Lösung des Kontratis bedin genden Buntten mit aufgenommen sei. Unter stürmischen Hocks auf den Sieg der gerechten Sache schloß dann nach eima zweifündiger Dauer die Versammlung, welche jedenfalls in bohem Maße dazu beitragen wird, das Vertrauen auf den Erfolg zu stärken und das Band der Solidarität und Einig leit um die Maurer Berlins noch fester zu schlingen, als es erfreulicher Weise schon bisher ber Fall war. Die Berliner Steinträger und Bauarbeiter waren gestein( Freitag) Nachmittag mindestens 1000 Mann flart im großen( früber Mohrmann'schen) Scale in der Grogen Frankfurterftraße 117 versammelt, um anläßlich des Berliner Maurer Streits über ihre Stellungnahme zu demselben zu bes rathen. Buerfi hielt über dieses Thema Herr Reg. Baumeister Regler ein äußerst beifällig aufgenommenes Referat, in welchem er den Steinträgern und Bauarbeitern empfabl, ihrerseits gleich. falls den zur Verbesserung ihrer materiellen Lage jest günftigen Zeitpunkt wahrzunehmen und dadurch zugleich die Bewegung der Maurer und ihre eigenen, mit denen der Maurer solidarischen Intereffen zu fördern. Gleiche Dauer der Arbeitszeit wie die übrigen Berliner Baugewerke( Maurer, Buzer 2c.), sowie entsprechende Erhöhung der Alfords Löbne respektive Durchfegung eines erhöhten Minimaltarifs feien auf das Programm zu sehen. Hierauf wurde nach einer turzen, dem Redner zustimmenden Diskussion der Minimal Theater. Deutsches Theater. Deute: Viel Lärm um Nichts. Bellealliance- Theater. beate: Großstädtisch. Neues Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Date: Der Großmogul. Balballa Operetten- Theater: Beute: Marcotte. Offend- Theater: Wallner Theater. Deute: Des Waldhofbauern Einziger. Deute: Papageno. Soutfenstädtisches Theater: Heute: Die weiße Dame. Gentral Theater: Alte Jalobftraße 30. Direktor: Ab. Ernft. Beute: Hamburg an der Alfter. 1323 Arbeitsmarkt. Ein tüchtiger Bügler, der auch steppt, wird verlangt Büttner, Prinzenstraße 35. Einen Gesellen auf Seehund verlangt C. Neumann, Fürstenwalde, 1826 Kehrwiederstraße Nr. 19. Harmonilafpieler bill. Winter, Pallisaden ftr. 83, 1V.[ 1324 Zwet Schneidergefellen, die auf Stüd arbeiten, aber nur auf bestellte Arbeit, finden dauernde Beschäftigung bei finden dauernde Beschäftigung bei A. Schröter, Schneidermftr., Weißenfee, gegenüb. b. Poft. Schüßenhaus Cöpenick Empfehle mein Lotal für Landparthien an Bereine und Fabriken. 9 Morgen großer Park, Tanzsaal, Kegelbahn, Kaffeeküche. Berliner Weißbier, Böh misches Lagerbier. Um recht aahlreichen Bufpruch bittet 1279 Fritz Engelhardt. Allen Freunden und Bekannten empfehle meine Cigarren, Rauch- u. Schnupf- Tabake. 1073] Botterie- Boofe und Antheile. M. Eine öffentliche Versammlung der Stufateure Berlins und Umgegend findet am Montag, den 22. Juni, Vormittags 10 Uhr, ftatt. Tagesordnung: 1) Der Bescheid des föniglichen Polizei Präfidiums auf unsere Beschwerde betreffend die Ge rüftfcage. 2) Unsere Stellung in der Lohnfrage. . Eine Versammlung der Metallschrauben und Façon breber 2c., au welcher auch Damen Butritt baben, findet am Sonnabend, den 20. d. Mis, Waldemarstr. 75 ftatt. Tages. ordnung: Vortrag des Herrn Dr Leffer über Lebensmittel verfälschung. Nachdem gemüthliches Zusammensein. Gäste willkommen. Den Mitgliedern des Arbeiter Bezirksverein der Rosenthaler Borstadt zur Nach icht, daß die Familienpartie am Sonntag, den 21. Juni, ftatifindet. Treffpunkt: Bahnhof Gesundbrunnen, Vormittags 94 Uhr. Bahlreiche Betheiligung Gesundbrunnen, Vormittags 94 Uhr. Bahlreiche Betheiligung Der Mitglieder erwünscht. Nur mit diesem Buge tritt die Fahrpreisermäßigung ein. Für Vergnügungen aller Art ist bestens Sorge getragen. Tischler Verein. Heute Abend 8 einhalb Uhr, Koitbuser straße 4a, Bersammlung. Tagesordnung: Vortrag, sowie Aus gabe der Billets zu der am 12. Jult stattfindenden Land partie. Die Mitglieder Versammlung der Kranten und Sterbes laffe der Metallarbeiter(.. 29), Hamburg, de 4, findet Sonntag, den 21. b. M, Bormittags 10 Uhr, bei Keller, Andreasftraße 21, im oberen Saale statt. Tages. Ordnung: Raffenbericht. Wahl eines Bevollmächtigten und Beitrag ſammlers. Der Fachverein der Tischler hält beute Abend 8% Uhr im Vereinslotale Neue Grünstraße 28( Jordan's Salon) eine außerordentliche Generalversammlung ab. Tagesordnung flebe Inserat in unserer geftrigen Nummer. Der Arbeiterverein Hoffnung" für Friedrichsberg, Lichtenberg, Stralau und Rummelsburg bält beute( Sonnabend) Abend 8% Uhr in Neumann's Lotal in Friedrichsberg, Gürtel ftraße 41, eine Versammlung ab, in welcher der Schriftsteller Herr Hans Land einen interessanten Boitrag balten wird. Gäste fönnen eingeführt werden. Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Klavier arbeiter hält Sonnabend, den 20. Juni, Abends 8%, Uhr, Kommandantenstraße 77-79, eine Mitgliederversammlung ab mit folgender Tagesordnung: 1. We verhält sich der Klavier arbeiterverein gegenüber der Tischlerlohn tommiffion? 2. Innere Vereinsangelegenheiten. Gäste willkommen. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. == Allgemeine Kranten und Sterbefaffe der Metal arbetter( Filiale IX.) Mitgliederversammlung am Sonnabend, Den 20. Juni, Abends 7% Uhr, in Alt Moabit 90, Donath's Salon. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Babl weler Stevisoren. 3. Verschiebenes. Das Mitgliedsbuch ist als e gitimation vorzuzeigen. Eingesandt. Ar Wir werden um Aufnahme des Rachstehenden ersucht: Die Effenbacher Kranten und Sterbelasse für Frauen und Mädchen giebt den Mitgliedern bei 25 Bf. wöchentlichem Beb trag 9 M. Krantengelo. Das Krantenhaus loftet pro 1 M. 75 Bf. Die Unterstügung der Kaffe pro Tag( die Wode au 7 Tagen) gerechnet macht 1 M. 28% Vf. Es müßte dem zahlen. Nun frage ich die Leser, ist eine Frau oder Mädchen, nach ein im Krankenhause behandeltes Mitglied 463/, Bf. beren geradezu himmelschreiende Bustände uns täglich vor Augen geführt werden, im Stande, eir mal ein paar Groschen für eventuelle Krankheiten zurückzulegen? Sie werden mit mi mit Nein stimmen. Wo soll nun das Mitglied diesen Reft pro Tag hernehmen? In den meisten Fällen wird Den ertrantien Mitgliedern diefer genannten Kaffe die Roth wendigkeit vorliegen, das Krankenhaus aufzusuchen, well ju Hause jede Pflege ausgeschloffen ist, indem viele lebiga beiterinnen bei fremden Leuten wohnen, diejeni zen, ble bel Eltern oder Verwandten wohnen, aber meiftentheils to enge Räumlichkeiten inne haben, daß der Aufenthalt sich nicht f einen gefunden, gefchweige denn für einen franten Menf eignet. Das Mitglied hat nun zwei Ausweae, entweder m es feine schwer verdienten Sachen, die es befigt, verfchleuder oder aber es muß der Armendirektion zur Bast falle Die aber ebenfalls, so lange noch etwas au golen fich zu sichern versteht. Rebenbei bemeite ich, legtere meiner Meinung nach sich doch trop Sta an die Kaffe bält, und diese auch auf richterliche Wege verpflichtet wird, die Krankenbaustoften zu beglei Alle diese Umstände tönnen eintreten, trogdem man fig Krankheit verfichert, bei einer freien Hilfetasse. Jede Drts zahlt den vollen Betrag; was rüßen solche Raffen, die Glend anstatt entgegenzutreten, es noch vermehren; felbige nicht auf dem richtigen Grundprinzip erbaut, fie müffen schwinden. Die meisten Mitglieder der Kaffe in Berlin burch Aufforderung des Fabrikanten ber Staffe beigetre also unfreiwillig. Diese indifferenten Mitglieder stellen Vergle mit den Ortskaffen an und finden, daß sie überporthe werden, es macht fich Mißmuth Blaz und man tömmt nach Berliner Dialekt die Antwort:„ J alles Mumpig bei Euch. Bei einer befferen Einrichtung den solche Mängel beseitigt werden können." Und ba wundere ich Die Mitglieder, daß Ste night der legten General Versammlung daran gedacht habe Ich will nicht etwa für Ortsfaffen plaidiren, aber auch ni mehr für die eingeschriebenen Hilfskaffen, die Beiten des Sege derselben find vorüber, viele werden unter dem neuen Gele wenn nicht noch rechtzeitig Abhilfe darin geschieht, fchelte Unsere Aufgabe muß es sein, mit bedeutender Majorität an Regierung beranzutreten, fie aufzufordern, Staatstrant laffen durch Erhebung einer Steuer von Jedermann ob Unterschied einzuführen. Auf letteres erlaube ich mir in türge Beit eingehender zurüdjufommen und hoffe, die Rebal wird mir die Spalten ihrer Beitung wie beute Berfügung stellen. Um die geehrten Lefer nicht mit obla Sache zu lange in Anspruch zu nehmen, will ich schließen der Mahnung an die Mitglieder der Hilfslaffen, bie n mindestens die Unterstützung für's Krantenhaus gewähren, aufzuraffen und dahingehende Aenderungen zu schaffen. Friz Bennewig, S., Füstenstr. Nr. 1 Der heutigen Nummer liegt für unsere auswärt Abonnenten die Nummer 29 des Illustrirtes Sonnta blatt, bet. Henkel's Bleich Soda an Wasch- und Bleichkraft unerreicht in Pfundpacketen zu 15 Pfg. 120 Zu haben in allen Droguen-, Seifen- und Colonialwaarengeschäften. General- Depot Joh. Schmalor, NW. Schiffbauerdamm 2 Louifenftädt. Bezirksv. ,, Vorwärts."| Arbeiter- Bezirksverein der Oranienburg Ausflug mit familie nadi Johannisthal Sonntag, den 21. Junt. Sammelpunt: Görlißer Bahn bof Mittags 1 Uhr. Für die Herren, welche die Tour zu Fuß mitmachen, Sammelpunkt Blag am Wafferthor Morgens 6 Uhr. Quittungsbuch legitimist. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Um zahlreiche Betheiligung ersucht 1322 Der Vorstand. Bezirksverein des werkthätigen Volkes der Schönhauser Vorstadt. Sonntag, den 21. b. M.: Ausflug der Mitglieder mit Familie nach Waidmannslust( Norb bahn). Abfahrt vom Stettiner Bahnhof 8 Uhr 25 Minuten Vormittags, vom Bahnhof Gesundbrunnen 8 Uhr 34 Minuten. Nachzügler tönnen mit dem Buge Nachmittags 2 Uhr 25 Min. vom Stettiner und 2 Uhr 29 Min. vom Bahnhof Gesund brunnen fahren. 1825 Große Mitglieder Versammlung der freien Vereinigung der Former am Montag, den 22. Juni, Abends 8 Uhr, in Bettins Salon, Brunnenstraße Nr. 34. 1. Bortrag über Lohnverhältnisse. 2. Geschäftliches. 3. Auf nabme neuer Mitglieder. Gäfte haben Butritt. 1321] Deffentliche Der Vorstand. Vorstadt und des Wedding. Sonntag, den 21. Junt, Nachmittags 4 Ub Gemüthliche Zusammenkunft nebst Familie im Rest. Seeschlößchen", Reinickendor Montag, den 22. Juni, Abends 8 Uhr: Versammlung im Wedding Part, Müllerstraße Nr. 178. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Gerla 2. Verschiebenes. 3. Fragetaften.- Gäfte winkommen. zahlreichem Erscheinen ladet ein Der Vorstand Arb.- Bez.- Ver. der Rofenth. Porf 21 Die Familienpartie nach Sandkrug ( bei Hermsdorf) findet Sonntag, d. Juni, statt. Treffpunkt Vormittags Uhr am Bahnhof Gesundbrunnen. Bahlreiche Betheiligung der Mitglieder erwünscht. Für Vergnügen aller Art ist bestens Sorge getragen. Str. ericheir Berlin Boftab 3" eben bi gar nid wegen da bas Sie fch beraus. 6 Bahn fi Sie mi 35" bar. Sa 93 gehört? eben ba lofen 8 ichon b ihren 2 hat ihr Das Vergnügungs.Komitee mit Freie Vereinig. d. Graveure, Giseleure. Partie Damen nach Ertner. Abfahrt Schlef. Babnb. füb 7 h Große öffentliche 1319 Meyer, ruffiabe 36 Metallarbeiter Versammlung Versammlung Gesucht Agenten und Reisende zum Verkauf von Kaffee, Thee und Reis an Private gegen ein Firum von 300 Mart und gute [ 1311 Brovifton. J. Stiller& Co. Hamburg. Sonntag, den 21. Juni c., Vormittags 10 Uhr, im Wedding Part, Müllerstr. 178. 1. Die Nothlage der gewerblichen Arbeiter und die daraus eniftehenden Arbeitseinstellungen. 2. Der Streit der Former der Hartung'schen Gießerei. Nege Betbeiligung erwünscht. 1320 Der Einberufer. der Berliner Schmiede in Mundt's Salon, Köpniderstraße 100, am Sonntag, den 21. Juni, Vormittags 10% Uhr. Es ist Pflicht eines jeden Schmiedes, in dieser Versamm lung zu erscheinen. Berantwortlicher Redakteur Cronheim in Berlin. Drud und Beriag von Max Bading in Berlin SW. Beutoftraße 2. Die Sobatommiffion Regaten wegen fauleG hätte, u bei ber nungen Bollma ben, w Band b felber