Nr. 263. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntags: Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts Jahrg. 13. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- undFesttagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Göken. Sonntag, den 8. November 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. ausgestattet C Genau Und die Götzen von heute? Napoleon der dritte, Retter der Gesellschaft? Berbrochen. Ein Haufe Blut und Schmuz. Bismarck, der Uebermensch, der größte der Großen? Berbrochen. Ein Haufe Blut und Schmuß. Crispi, der italienische Bismarck? Berbrochen. Ein Haufe Blut und Schmutz. und selbstverständlich mit genug Säbeln, die gleichen Ursachen hervorgebrachte Erscheinungen. Tollster Flinten und Kanonen, um die Störenfriede von Arbeitern, Aber- und Wunderglaube, wahnsinniger Fetischdienst, EntDie herrschenden Klassen haben keine Jdeale mehr menschung und Bergötterung einzelner Personen, und so hört man oft sagen. Das Wort ist nicht ganz richtig. falls sie sich mucksten, zusammenzuschießen. der Grund dieser Orgien der widerlichsten SelbstHerrschende Klassen oder Parteien haben niemals nur daß Bonaparte hier Bismarc hieß. In Deutschland etwas später dasselbe Schauspiel erniedrigung auf der einen und Selbsterhöhung auf der Ideale gehabt, und können sie nicht haben. Im Ringen der nämliche Gößendienst, blos noch etwas plumper, und anderen Seite: bas nagende Bewußtsein, daß es zu Ende um die Herrschaft bilden sich die Ideale. Es liegt in der die nämliche Verleihung übermenschlicher Eigenschaften. geht mit der von Fäulniß erglänzenden( phosphoreszirenden) Natur des Kampfes, daß der Kämpfer sein Ziel erhöht Zweifel, Verzweiflung. Kein anderer Glaube und vergeistigt, es mit einer Art von Heiligenschein um- Alle Kritik, alle Fähigkeit ruhigen, gerechten Herrlichkeit Sie mehr als an das blinkende Gold und den Säbel, der haut. giebt; der Sieg der Klasse, der Partei erweitert sich in Denkens ist in der Bürgerklasse entschwunden. Gerade wie heute. der Vorstellung zum Sieg des gesammten Volkes, der hat nur noch zwei Triebfedern: das nackte Interesse und Nun die Fetische von damals sind zertrümmert, die Menschheit. die blinde Furcht, welche in abergläubischem Stumpffinn In allen Perioden großer politischer und sozialer Er- an die Allmacht der rohen Gewalt glaubt und auf sie allein Gözen gefallen. hebungen haben wir das gesehen. Niemals schöner und ihre Hoffnungen setzt. großartiger, als in der Zeit der französischen Wenn wir die deutschen Bourgeoiszeitungen zwischen Revolution. Die höchsten Ideale der Menschheit den Jahren 1866 und 1886 zur Hand nehmen, so finden wurden von den Helden der Revolution verfochten und wir Bismarck in der gleichen Weise und mit den zweifellos im ehrlichen Ernst, wenigstens von weitaus den gleichen Wundergaben geschildert, wie Louis Napoleon in meisten. Als aber die Verfechter des dritten Standes den den französischen Bourgeoisblättern zwischen den Jahren 1851 Sieg und die Herrschaft für das Bürgerthum erobert hatten, und 1868. Beides find keine Menschen, es sind Gößen. da verblaßten allmälig die Jhcale; und als das Bürger- Und als dritter im Bunde hat sich ihnen seitdem So sinken die Gößen einer nach dem anderen. Und im Herzen der Völker bleibt neben dem Ekel nur das Gefühl thum sich zur Bourgeoisie entwickelt hatte, vor der das Crispi angeschlossen. Proletariat und der Sozialismus, bas a llgemeine Dieses Bedürfniß der Gößenbildnerei offenbart fich des Erstaunens zurück, daß sie vor diesen Schmuz- und Menschenrecht fordernd, emporstieg und sich auf- auch in der Zuspigung des Majestätsbegriffe Bluthaufen einst anbetend niedergefniet. Wir glauben nicht an Gözen und Wunder. Aber richtete, da waren die Jdeale nur noch lästige Erinne- für die Person des Monarchen. Der Monarch soll mehr rungen und sie wurden eins nach dem andern bei seite sein als ein Mensch. Wer menschliche Gebrechen, menschliches wir glauben an uns selbst, und wir wissen, daß die geworfen. Statt der Ideale hat die herrschende Klaffe sich Verfehlen, menschlichen Frrthum in ihm entdeckt, und den gemein- noch nicht zertrümmerten Gözen bald neben den anderen Gögen geschaffen und schafft täglich neue. Es ist dies menschlichen Maßstab der Beurtheilung an ihn legt, begeht ein liegen werden im Blut und Schmuz. ein Rüdfall in die Barbarei, wie er bei jeder Majestätsverbrechen und wird härter bestraft, als wenn er herrschenden Klasse oder Partei, die ihre Macht gefährdet den Gott der Bibel gelästert hätte. meiß, durch die Natur der Verhältnisse bedingt wird. Nur Auch auf religiös kirchlichem Gebiete der gleiche Haug deutsche Gewerbe- Infpektion. darin unterscheidet der moderne Gößendienst sich von dem zur Bergözung. Die unbefleckte Empfängniß der der Päscherähs und Aschanti- Neger, daß er nicht vor Stein- Maria genügte nicht länger, Maria selbst mußte Erzeugniß Die Amtlichen Mittheilungen aus den Jahresberichten der bildern, bemalten Töpfen oder Schlangen kniet, sondern vor eines Wunders sein. Die Unfehlbarkeit des Gewerbe- Aufsichtsbeamten für 1895" find jetzt erst erschienen, da lebendigen Menschen, die künstlich zu Fetischen gemacht, und Papst es wurde zum Dogma erhoben, und der Papst, Sachsen und Preußen von ihrer schlechten Gewohnheit nicht mit vermeintlich übermenschlichen Kräften und Eigenschaften was das Pfaffenthum im finstersten Mittelalter nicht gewagt ließen und erst im Juni und Juli ihre Berichte veröffentlichten, ausgestattet werden. hatte, zu einem vollendeten Gößen hergerichtet und über das während dies in den süddeutschen Staaten bereits im Mai erfolgte. Diefer gößenbildnerische Zug geht, immer deutlicher Menschliche, aus dem Menschlichen hinaus gerückt. 732 Seiten anstatt 430 im Jahre 1895 umfaßt der Bericht; erkennbar, durch die ganze zweite Hälfte unseres Jahr- All diese Erscheinungen entspringen einer gemeiner läßt eine Folge der Kritik, die von unserer Partei im hunderts. Das tolle Jahr" 1848 ist der Ausgangspunkt. samen Quelle: dem Zweifel der herrschenden Klasse an sich Reichstage und in der Presse geübt wird, ausführlicher wie Die Junischlacht führte den formellen Bruch der selbst. Der Glaube schafft keine Gözen, duldet keine früher die Einzelberichte zu Worte kommen. Doch ist auch in französischen Bourgeoisie mit ihrer revolutionären Ver- Gößen. Das thut nur der Aberglaube, der an die Natur diesem Jahre von der Redaktion in der Wilhelmstraße die dort gangenheit herbei. Ein Göze war nöthig der blöde, und Wirklichkeit nicht glaubt und in eingebildeten Wunder- obligatorische rosa Brille aufgesetzt worden, und da eine solche ohnehin verlumpte, aber zu jeder Schandthat bereite Louis kräften das Heil sucht. Bonaparte auch Louis" war er- bot sich als Retter" an. Er wurde angenommen und mit den erforderlichen Attributen: Allweisheit, genialste Staatsmannsschaft u. s. w. 114] Rienzi. Der legte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Nein," nicht so, Cola," rief Nina, ihn unterbrechend, ,, ich bringe Dir bessere Nachrichten. Morgen wird man Deine Vertheidigung anhören; der Gerichtshof ist günstig für Dich gestimmt; Du wirst freigesprochen werden." " Ha, sage das noch einmal." " Man wird Dich hören, mein Cola, Du mußt frei gesprochen werden. Und Rom wird wieder frei! Großer Gott, ich danke Dir!" Wer die Geschichte des verfallenden Römerreichs liest, den weniger Eingeweihten verweisen wir auf den historischen Sittenroman Bulwer's: Die legten Tage von Pompeji" stößt dort auf ganz ähnliche, durch " Die schon von denjenigen Beamten, die ihre Meinung von der Wilhelmstraße beziehen, benutzt wird, so erscheinen die grellsten Mißstände harmlos und lieblich. Zu solcher Vertuschungspolitik hat allerdings der führende Staat" die meiste Ursache. Nach wie vor schämt er sich, mitzutheilen, wie wenig Anlagen von seinen Beamten revidirt wurden im Verhältniß zu der Anzahl, die Vorwurfs.„ Konnte ich in träger Ruhe zu Prag ver„ Legte Deine Hand zitternd diesen Dolch in die weilen, während ich wußte, daß Du ein Gefangener warst? meinige. Ich lebe brauche ich Dir noch mehr zu Selbst an dem Hofe des Kaisers hattest Du Deine Gönner sagen?" " und Anhänger, die mich mit Geldmitteln unterstützten. Ich Meine edle und geliebte Nina, es genügt. Behalte begab mich nach Florenz unter einem anderen Namen und den Dolch noch." kam hierher, um Deine Freiheit zu erlangen, oder mit Dir zu sterben. Ah! flüsterte Dir Dein Herz es nicht zu, daß morgens und abends die Blicke Deiner getreuen Nina auf diesen düsteren Thurm gerichtet waren, und daß eine Freundin Dich nie verlassen konnte!" „ Gute, treue Nina! Aber aber in Avignon erlangt die Schönheit von der Macht nur Gunst durch Gegengunst. Erinnere Dich, daß es einen schlimmeren Tod giebt, als das Sterben." Der Tribun sank auf die Knie und nie hatte sein Herz innigere und weniger selbstsüchtige Gebete zum Himmel Nina erbleichte." Fürchte nicht", sagte sie mit leiser, geschickt. Als er sich wieder erhob, schien er ein ganz aber entschiedener Stimme, fürchte nicht, daß die Menschen anderer Mann zu sein. Sein Blick hatte den früheren werden sagen können, Rienzi sei durch sein Weib befreit gebieterischen, aber dabei einen heiteren und ruhigen Aus- worden. An diesem verderbten Hofe weiß niemand, daß bruck angenommen. Die Majestät thronte auf seiner ich Dein Weib bin." Ja, bis wir wieder im Kapitol zu Rom vereinigt find!" Man hörte ein leises Klopfen an der Thür. Nina hüllte sich schnell in den Mantel und setzte das Barett wieder auf. ,, Es wird gleich Mitternacht schlagen," sagte der Ge fangenwärter, der an der Thüre erschien. Jch tomme," sagte Nina. " Bereite Dich auf morgen vor," flüsterte sie Rienzi zu. ,, Ach, wir müssen schon wieder scheiden!" Die Gegenwart des Gefangenwärters machte die Trennung weniger schmerzlich, weil ihre Gefühle sich nicht verrathen durften. Der Page drückte seine Lippen auf die Hand des Gefangenen und verließ das Zimmer. Der Gefangenwärter blieb noch einen Augenblick und Stirne. Das Unglück seines Erils war vergessen. In Weib! Du weichst der Antwort aus, die ich verlangte. legte ein Bergament auf den Tisch. Es war die Zitation, seinen sanguinischen Hoffnungen sah er sich wieder als den In unseren ausgearteten Zeiten, unter unserem verderbten die den Tribunen vor den Gerichtshof forderte. Retter und den Beherrscher seines Vaterlandes. Bolte vergißt Dein Geschlecht, wie auch das unsrige, zu " Sechstes Rapitel. Der Priester und der Krieger. Nina sah ihn mit jener innigen und treuen Liebe an, leicht, wie unbefleckt der Ruf des Weibes bleiben muß, welche für ihn, den Helden ihrer Jugend, die Eitelkeit und will es seine Ehre behaupten. Daß Dein Herz mir nie den hochfahrenden Sinn ihres Charakters zu der sanftesten wird unrecht thun wollen, glaube ich, aber wenn Deine Als Nina die Treppe hinunterstieg, gesellte sich Alvarez Weiblichkeit verschmolzen hatte." Go", dachte fie, war Schwäche, Deine Furcht vor meinem Tode Dich dazu ver- zu ihr. sein Blick vor acht Jahren, als er mein Zimmer verließ, möchten, so wärest Du ein gefährlicherer Feind Rienzi's, Schöner Bage", sagte der Spanier im muntern Ton, erfüllt mit den gewaltigen Plänen, die Rom befreiten, so als die Colonna. Sprich, Nina!" Dein Name ist, wie Du mir sagst, Billani? Angelo war sein Blick, als er da stand unter den gedemüthigten D, tönnte mein Herz Dir erwidern," antwortete Nina, Billani, ich glaube, daß ich Deine Familie kenne. Komm, Baronen und dem knieenden Bolt jener Stadt, in der er Deine Worte sind Musik für mein Ohr, und jeder Ge- tritt in dieses Zimmer und laß uns einen Becher auf die seinen Thron aufgerichtet. banke, den Du aussprichst, ist auch der meinige. Könnte Gesundheit Deiner Dame trinken; ich möchte gern hören, " Ja, Nina," sagte Rienzi, als jetzt sein Blick dem ich diese Hand berühren, diesem Blick begegnen, und nicht wie es meinen alten Bekannten geht." ihrigen begegnete, mein Geist verkündet mir, daß meine wissen, daß Du den Tod der Schande vorziehst? Rienzi,„ Ein andermal", erwiderte die verkleidete Nina, den Stunde wiedergekommen ist. Wird meine Untersuchung als wir uns zuletzt, traurig aber hoffend, trennten, welche Mantel fester um sich ziehend, es ist spät; ich habe Gile." öffentlich geführt, so dürfen sie es nicht wagen, mich zu Worte sprachst Du da zu mir?" " O!" sagte der Spanier," Du sollst mir aber nicht so verdammen; sprechen sie mich frei, so müssen sie mich auch" Ich erinnere mich wohl", erwiderte der Tribun. Ich davon kommen," und er hielt den Pagen am Arm fest. in meine Würde wieder einsetzen. Morgen sagtest Du, verlasse Dich, sagte ich, um an dem Hofe des Kaisers durch ,, Laßt mich los," sagte Nina gebieterisch ,,, Gefangenmorgen?" meinen Genius für unsere große Sache zu wirken. Du wärter, auf Deine Gefahr, öffne das Thor!" bist jung und schön und an Höfen giebt es leichtsinnige So hitzig!" bemerkte Alvarez, erstaunt über eine so Höflinge. Ich empfehle Dir nicht Vorsicht an; es wäre zurückstoßende Kälte an einem Bagen, o, ich wollte Dich Deiner und meiner unwürdig. Aber ich lasse Dir die Macht nicht beleidigen. Darf ich morgen Dich besuchen?" " ber Leben und Tod. Und mit diesen Worten, Nina Morgen, Rienzi; bereite Dich vor!" " Ich bin es, für meinen Triumph! Aber sage mir, welcher glückliche Zufall Dich nach Avignon brachte?" " Bufall? Cola!" erwiderte Nina im Tone zärtlichen " Ja, morgen," sagte Nina.( Fortsetzung folgt.) -S ber Revision hätten unterzogen werden müssen. Dieses Miß- 1 Das ist felbfiverständlich! Sobald ein Aufsichtsbeamter Unser Mainzer Parteiorgan, die Mainzer Bolts. verhältniß, das von jeher in Preußen größer war als in allen fordert, was im Interesse der Arbeiter liegt und den Unter- Beitung", spricht sich wie folgt über den Ausgang der anderen Bundesstaaten, ist noch verschlimmert, seit Herr v. Bötticher nehmern Geld toftet, tann er nicht von denen unterstützt Hauptwahl aus: die Unternehmer dadurch mit dem bischen Gewerbe- Aufsicht ver- werden, die nur dafür ihre Bezahlung erhalten, daß sie die Söhnen wollte, daß daß er diese mit der Dampfteffel.Geldintereffen ihrer Auftraggeber und Brotherren, der Unter einer Erfahwahl zu thun haben, bei der es zumeist unmöglich ist, Das erklärt sich zum theil aus dem Umstand, daß wir es mit Revision verband. Die Beamten selber flagen darüber; nehmer, wahren. doch der Minister hat es für gut befunden und ein Minister ein gleich starkes Wahlfieber hervorzurufen, wie es bei allgemeinen Sind doch die Unternehmer so wie so nicht Wahlen der Fall ist. Zudem hatte unsere Partei den Wahlkampf irrt sich nicht, nimmt also auch nicht seine Verfügung zurück. von dem bischen Verpflichtung erbaut, das ihnen die Ar- verschuldet. Die Verhältnisse lagen sonach von vornherein unEin Theil der Klagen ist auch verftummt, seit Herr v. Bötticher beiterschutz Gesetze auferlegen. im Reichstage zu verstehen gab, daß ihm diefelben unangenehm schreibt, der Reichsbericht günstiger für uns als im Jahre 1893, wo eine große, für das eg dürfe angenommen werden, daß das feien; eine offiziöse Notiz in der Nordd. Allgem. Beitung" Mißtrauen gegen die Aufsicht und das widerstreben, mit dem die Gemüther aufrüttelte. So erklärt es sich, daß diesmal von 30 424 Zentrum besonders gefährliche Wahlparole, die Militärvorlage, behauptete fogar, daß sich in den Berichten der preußischen anfänglich zahlreiche Unternehmer die Einsicht in ihre Betriebs- Wählern nur 18,482, also 60,7 pet. abftimmten, während bei Aufsichtsbeamten faum noch Material" für die im Vorjahre so verhältnisse nur geftatteten, im allgemeinen überwunden ist", so der Hauptwahl 1898 von 29,011 Wahlberechtigten 21 699, also laut erhobene Klage über die Vereinigung von Kesselrevision und sieht der Redakteur hier wiederum durch eine rosenrothe Brille. 74,8 pCt. von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten. Es wurden. Gewerbe- Aufsicht finde. An der Hand der Berichte wiesen wir Sobald die Aufsicht wirklich energisch überall durchgeführt würde, alfo 3217 Stimmen weniger abgegeben und die Wahl im Vorwärts" vom 28. August d. J. diese Flunkerei als unwahr hätten die Beamten die lautesten Klagen über die Unternehmer betheiligung war um 14,1 pct. schwächer als vor drei Jahren. zurück, worauf die" Nordd. Allg. 31g." nichts zu erwidern wußte zu führen. Wenn jetzt deren Widerstand sich etwas gelegt hat, Es sind diesmal nahezu 12 000 ahlberechtigte der Urne fernDafür bringt der Reichsbericht die kühne Behauptung: Die fo tommt dies daher, daß sie gesehen haben, wie wenig die geblieben. Reffelrevisionsgeschäfte scheinen die Thätigkeit der Beamten im Gewerbeaufsicht ihnen im Wege ist. Mit den paar Beamten wird Interesse des Arbeiterschutzes nicht mehr allzu sehr zu das Unternehmerthum leicht fertig. Kommt wirklich einmal ein im Oppenheimer Wahlkreis, wo viele nationalliberale Bauern Drei Gründe sprechen dabei mit. Erstens die Herbftarbeiten beeinträchtigen." Beamter zu unrechter Beit" in eine Anlage, d. h. wenn der nicht gestimmt haben. Zweitens das Verhalten der Demokraten Dieser Schein wird nur durch die rosafarbene Brille in der Unternehmer nicht schnell genug alle Ungehörigkeiten hatte weg und Freisinnigen in Mainz. Von ihnen hat sich ein großer Theil Wilhelmstraße hervorgerufen; in Wirklichkeit werden immer noch schaffen laffen tönnen, nun dann verspricht der Unternehmer, der Abstimmung enthalten. Soweit sie abgestimmt haben, dürfte zahlreiche Stimmen über die jetzt vorhandene Ueberlastung der für größte Ordnung, von„ iegt ab" Sorge zu tragen und der Zentrumskandidat aus allgemeinen wie besonderen Gründen Beamten laut. Ganz tendenziös dargestellt ist es aber, wenn es wenn der Beamte weg ist, bleibts beim alten Schlen- ihre Stimmen erhalten haben. Drittens aber sind, wie sowohl im Reichsbericht heißt: Ueber den Nugen der Verbindung der drian. Und wenn gar Dampfkesselüberwachung mit der Gewerbe Aufsicht wurden daß der seltene Fall eintrifft, aus Einzelwahrnehmungen als auch aus den Wählerlisten festder Aufsichtsbeamte den Unternehmer nicht nur auch aus nichtpreußischen Staaten gestellt ist, sehr viele Arbeiter nicht an die Urne gegangen. Wir nur günftige freundschaftlich verwarnt, Urtheile geäußert." sondern ihn den Gerichten haben das vorausgesehen und um dem vorzubeugen, die Das sieht so aus, als ob Preußen übergiebt, nun, dann ist es auch nicht schlimm. Muß doch der Parole ausgegeben, der Sieg kann und soll im ersten Wahlgang ein Recht hätte, sich in bezug auf seine Gewerbe Aussicht Reichsbericht in diesem Jahr eingestehen, was von unserer Seite gewonnen werden. Vergebens!„ Es giebt ja doch eine Stichmit den übrigen Bundesstaaten in Reib und Glied zu so oft gesagt wurde: stellen. Dabei steht es weit hinter den meisten zurück. Bergleichen der Arbeitgeber für Bergehen gegen die Arbeiterschuß war das Sprüchlein, das viele offen fagten und noch mehr im " Taß die Gerichte bei Bestrafung wahl, wozu soll ich den Viertelstag Arbeitslohn verlieren," das wir es z. B. mit dem Königreich Sachsen. Daß dort die Vorschriften vielfach ein Strafmaß anwenden, das besonders Stillen dachten. Bauarbeiter, Brauer, Schiffsleute und Fabrit Gewerbe- Aussicht eine genügende ist, behaupten nicht einmal die bei Berücksichtigung der gewöhnlichen Vermögenslage eines arbeiter aller Art haben allein aus diesem Grunde gestern nicht Beamten. Von den im Jahre 1895 dort vorhandenen 16 156 Unternehmers in teinem Verhältniß zum Vergehen gestimmt und dadurch das wenig erfreuliche Resultat verschuldet. revisions pflichtigen Anlagen wurden 18 725 84 pt. ft e bt und nicht geeignet erscheint, die Durchführung Das gilt insbesondere für die Stadt und die nächstliegenden revidirt; da 32 Beamte angestellt find( ohne die 4 chemischen der Schuhvorschriften übelwollenden oder nachlässigen Arbeiterorte. Sachverständigen), so entfallen durchschnittlich auf jeden 505 re- Betriebsleitern gegenüber wirtsam zu unterstützen." visions pflichtige Betriebe, von denen er 429 revidirte. " 0 = 0 Im Königreich Preußen waren bereits 1882 neuere Zählungen find noch nicht bekannt 451 458 revisionspflichtige Betriebe vorhanden. Selbstverständlich ist ihre Bahl gestiegen, nicht gefallen, doch wollen wir annehmen, sie hätte sich nicht geändert. 1895 wurden 86 514 Betriebe revidirt, mithin 19 pCt.! Da 174 Beamte( ohne die fünf technischen Hilfsarbeiter) angestellt sind, so entfallen auf eden Beamten durchschnittlich 2594 revisions pflichtige Betriebe, von denen er 497 revidirte! = Eine beffere Kritik des Werthes der gesammten deutschen Gewerbe- Aufsicht läßt sich nicht geben! Ein Meffer ohne Heft und Klinge! Ungenügende Handhabung wegen Mangels an Beamten, teine scharfe Durchführung, weil die Gerichte den ertappten Unternehmer nicht oder nur wenig bestrafen! Daß unter solchen Verhältnissen die meisten Aufsichtsbeamten mit den Arbeitern so gut wie gar nicht in Verbindung treten fonnten, wie wir in einer demnächstigen Besprechung zeigen werden, ist selbstverständlich. Die Jahresberichte der GewerbeAufsichtsbeamten bleiben eben nach wie vor eine Anlage fchrift gegen Unternehmerthum und Staat. erlitten. Politische Uebersicht. 10 So sehr diese Lässigkeit zu bedauern ift, so liegt andererseits doch hier unser bester Hoffnungsgrund für die Stichwahl. Wir haben eine große Reserve in unseren eigenen Reihen, die herangeholt werden kann. Darin find wir unserem ultramontanen Gegner weit überlegen. Die Sentrumspartei hat ihren legten Mann herangeholt, und wenn nicht etwa die Nationalliberalen mit fliegenden Fahnen in ihr Lager übergehen, dann werden wir sie schlagen. Wir haben einen Vorsprung von über 200 Stimmen. Dies und unsere Sache giebt uns frohen Muth. -UVVVOO von vornherein klar, daß wir unter den wenig erfreulichen So unser Organ. Für den Eingeweihteren war es Die preußischen Beamten waren also sehr überlastet, revidirten noch mehr Betriebe als die sächsischen, was den ArUmständen, die eine Erfahwahl nothwendig machten, schwer beitern nicht zum Vortheil gereicht, und konnten durchzu leiden haben würden. Und unglücklicherweise hat auch schnittlich doch nur ein Fünftel der ihnen ob- das darf nicht verschwiegen bleiben die Organis liegenden Pflichten erfüllen. Oder mit anderen sation in Mainz nicht jene Festigkeit erlangt, welche uns Worten: Wenn die preußischen Beamten auch nur so viel Berlin, 7. November. in den Stand gesetzt hätte, die nachtheiligen Wirkungen Revifionen vornehmen sollen wie die sächsischen, dann müßten Uufer Sieg in Brandenburg. In drei Wahlkreisen aufzuheben. Im Laufe des Wahlkampfes sind die in Preußen nicht 174, sondern 769 Beamte an stand unsere Partei in den letzten Tagen im Kampf. Mit Mängel der Organisation theilweise gehoben worden, gestellt fein! Man sieht, warum die Beamten der nicht Anfgebot aller Kräfte wurde von allen Seiten gestritten und und wenn die Genossen die Frist, die uns von der Entpreußischen Staaten feine Ursache haben, über die Verquickung in Brandenburg, wo gestern der eine dieser Kämpfe zum scheidung trennt, tüchtig ausnüßen, wenn der neue Kandidat, von Dampfteffelrevision mit Gewerbe- Aufficht zu lagen. Sie endgiltigen Abschlusse gebracht wurde, hat er mit unser braver Genosse Dr. David, der erst kurze Zeit im find in größerer Anzahl vorhanden, tönnen daher ihre Aufgabe dem Siege beinah erfüllen und sind dabei nicht so überlastet wie die preußischen Siege unserer Partei geendet. Möge dieser Wahlkreise wohnt, die Gelegenheit wahrnimmt, in noch Beamten. Für diese muß ein günstiges Omen die Beseitigung der Keffel- Ausgang für die weiteren weiteren Wählerkreisen bekannt zu werden, und wenn jeder revision unbedingt gefordert werden, denn daß das Königreich Kämpfe in Mainz und Mainz und Gießen Gießen bedeuten. Es Genosse seine Schuldigkeit thut, so ist es nicht ausgeschlossen, Stumm- Preußen eine Verfünffachung der Aufsichtsbeamten vor war ein schwerer Streit, der im Wahlkreise Westhavelland daß der Sieg uns doch noch zufällt. Denn das steht fest, nehmen wird, daran ist ja nicht zu denken, zumal im preußischen zum Austrag zu bringen war. Während unsere Gegner unter den 12 000 Wählern, die am 5. November nicht Abgeordnetenhause unsere Partei gar nicht vertreten ist. bei der Auswahl ihrer Kandidaten in der Lage gestimmt haben, ist die Zahl derer, die, aus der Gleichs In Bayern ist durch die Bemühungen unserer sozialistischen waren, von freifinniger Seite einen Abgeordneten der Beschluß gefaßt worden, fünf Assistenten Bürger der Stadt Brandenburg und von tonservativer auf unsere Seite gedrängt werden, größer als die Bahl hochachtbaren giltigkeit aufgerüttelt, durch Interessen und Sympathien mehr anzustellen, dabei auch geeignete Perfonen aus dem Seite den höchsten Beamten des Kreises in Vorschlag der dem Zentrum zuneigenden. Arbeiterstande zu berücksichtigen, sowie einen weiblichen zu bringen, sahen sich unsere Genoffen in die unangenehme Die Gleichgiltigen aufzurütteln und zu belehren das Assistenten einzustellen". Der bayerische Reichsrath hat zwar Lage versetzt, zu Beginn des Wahlkampfes sich erst um ist jetzt die Aufgabe. die letzte Forderung abgelehnt, aber gegen eine beachtenswerthe einen Kandidaten umsehen zu müssen. Unser Genosse Peus, Minderheit. Und wird sie erfüllt, so weht auch fernerhin über dem Auch Baden hat viel zu wenig Aufsichtsbeamte, denn der sich unseren Brandenburger Freunden zur Verfügung goldenen Mainz" das Banner der Sozialdemokratie. von 5796 revisionspflichtigen Anlagen konnte es nur 1165 stellte, war bis dahin nur dem engeren Kreise der Partei= 20 pt. revidiren! genossen in den Städten Brandenburg und Rathenow bekannt, In der Nachwahl in Gießen haben, wie uns eine Diese Scheinaufsicht verschlimmert sich noch dadurch, daß ihre die zahlreichen Wähler im Landbezirk hatten vor seiner Prokla- Privatdepesche meldet, Scheidemann( 603.) 3878( 1893: Hilfsorgane, die Polizeibehörden, ihrer Aufgabe meist ganz mirung als Wahlkandidat wohl kaum seinen Namen gekannt. 2852), Röhler( Antisemit) 4006( 1893: 5606), Meinert( Natlib.) und garnicht gewachsen sind. Der Reichsbericht theilt mit, wie von Wenn man diese Echwierigkeit und den Umstand bedenkt, 2427( 1893: 4800), Stengel( freis. Boltsp.) 2166( 1893: 1883) der großen Mehrzahl der Beamten Klage darüber geführt wird, daß durch das System der Saalabtreiberei, das bei dieser Stimmen erhalten. Bier Orte fehlen, können aber am Gesammt daß der Umfang der Revisionsthätigkeit, die Gründlich= keit der Untersuchungen und die Kenntniß der in betracht Wahl wieder im großen geübt wurde, es unseren Genossen resultat, Stichwahl zwischen Genoffen Scheidemann und dem tommenden Gefeße bei den Orts Polizeibehörden zu unmöglich gemacht war, auf dem Lande überhaupt früheren Vertreter des Kreises, dem Antisemiten Köhler, nichts wünschen übrig laffen." Die Aufsichtsbeamten drücken sich zum Versammlungen abzuhalten, muß es geradezu theil schärfer aus. Der Erfurter sagt, daß nach überraschen, daß unser Kandidat trotz alledem alledem so mehr ändern. den Ausführungen der Polizeiverwalter die unteren Polizei viele Stimmen auf dem Lande erhielt, ohne die Die Wirkung der Bismarck'schen Enthüllungen. organe zu wenig vorgebildet sind. Der bayerische der schließliche Sieg nicht errungen worden wäre. Die Außer der landesverrätherischen Auslieferung deutscher Bericht erwartet niemals" " eine völlig befriedigende Hoffnung auf den antikollektivistischen Bauernschädel hat Staatsgeheimnisse hat der Reichsgründer" auch jüngst Beihilfe feitens der gemeindlichen Behörden und wegen ihres Verhältnisses zu den Betriebs durch den Ausgang dieser Wahl wieder einen bösen Stoß enthüllt, die Russen hätten in den 70er Jahren den Krieg unternehmern. Aus Württemberg III heißt es, die gegen die Türkei blos deshalb begonnen, weil die russische Ortspolizeibehörden lassen es noch häufig an dem zur Daß ein Theil der 1800 Stimmen, welche unser Kan- Armee sich nach Beschäftigung gesehnt hätte und ein AnDurchführung der Arbeiterschutzbestimmungen erforderlichen bidat bei der Stichwahl mehr erhielt, wie bei der Haupt- griff auf Desterreich unthunlich gewesen sei. Das ist ja Ernst fehlen. Der Beamte für Unter- Elsaß erklärt: wahl, von Wählern herrührt, die bei der Hauptwahl für nicht ganz richtig; aber die zynische Frivolität, die in einem Eine allgemeine ordentliche Handhabung der fraglichen Be- den Freifinn stimmten, wollen wir nicht bestreiten. solchen Bekenntniß liegt, veranlaßt den„ Reichsboten" zu ftimmungen ist nur dadurch erreichbar, daß diese den Orts Das Groß der freisinnigen Wählerschaft trat aber für den folgenden Ausführungen: behörden abgenommen und den Aufsichtsbeamten Herrn Landrath ein, das zeigt besonders das Stimmen- Für die Diplomaten werden diese Enthüllungen im all. allein übertragen wird. Einige Ortspolizeibehörden haben verhältniß in den Städten Brandenburg und Rathenow. gemeinen wenig Ueberraschendes haben, denn sie wissen ja, wie überhaupt nicht revidirt, weil sie der Meinung waren, Wir machen den Freifinnigen daraus keinen Vorwurf: es gemacht wird", und mancher mag vielleicht im stillen lächeln, es sei nicht nöthig." Der Reichsbericht fügt diefen abfälligen und vernichtenden niemand kann aus seiner Haut heraus, und daß dem freis daß doch noch manche diplomatische Abmachung in den GeheimBourgeois Urtheilen hinzu, daß sich in ähnlichem Sinne noch 23 Bezirke finnigen schließlich fächern der Archive ruht, von der anscheinend selbst ein der für Aufrecht- Bismarck nichts weiß. Ganz anders aber werden die Ent ausgesprochen haben. Als Gründe werden u. a. auch die Ueber- erhaltung der Ordnung" eintretende konservative Land- hüllungen auf die öffentliche Meinung wirten, und nach dieser lastung mit anderen Geschäften und die Abneigung vieler Unter- rath trok Junkerübermuth und Kanizerei, Kanizerei, näher Seite hin müssen wir sie ganz besonders beklagen. Die Demos nehmer gegen die polizeilichen Revisionen angegeben. Aber steht, wie der Umsturzmann Peus, wen sollte traten und Sozialdemokraten haben bisher immer zur Diss einige Gewerbe- Aufsichtsbeamte und Regierungsbehörden wirkten das in unseren Reihen wundern! So haben sie denn die kreditirung der Monarchie gesagt, die Kriege würden durch die auf die Thätigkeit der Ortspolizei erfolgreich" ein, und dieser von ganzen drei Bezirken gemeldete Erfolg begeistert den Redakteur Rathschläge ihrer Parteipreffe in den Wind geschlagen, und die Fürsten, ihre Rabinete und den Militarismus gemacht. Rönnen des Reichsberichts zu der„ Erwartung", daß die Orts- freisinnigen Philister in Brandenburg und Westhavelland, fich diese Leute eine großartigere Bestätigung ihrer Behauptung Polizeibehörden mit der Zeit bei wachsender Gesetzeskenntniß haben zur guten Hälfte mit Gott für König und Vater- wünschen, als die ift. welche ihnen durch diese diplomatischen und zunehmendem Interesse bei der Durchführung des Arbeiter land für den Landrath gestimmt. Geholfen hat es trob- ruffisch- türkischen Kriegs, geboten wird; denn was sagt denn Enthüllungen, insbesondere die lettere über die Entstehung des schutzes erfolgreich mitwirken werden". dem nichts. Mit geringer Mehrheit zwar, aber immer mit diese? Rußland will Krieg, weil seine Armee das Bedürfniß Die rofafarbene Brille hat da wieder eine arge Täuschung Mehrheit, ist unser Genosse Peus gewählt und als nach Orden und Avencements hat, und so wird erst ein Krieg veranlaßt! Nein die deutsche Polizei ist das ungeeignetste legter vom vierten Dußend" wird er seinen Sitz im gegen Desterreich geplant, und da dieser Plan an Deutschlands Organ für den Arbeiterschuh, das nur gefunden werden fann; Reichstag einnehmen. Er sei uns herzlich willkommen. Weigerung, ruhig zuzusehen, wie Rußland Desterreich niederſie diskreditirt ihn geradezu, und da dies auch gegenüber unseren braven Genossen in Westhavelland aber rufen wir wirft, fehlschlägt, wird der Krieg gegen die Türkei mit Defter den Unternehmern der Fall ist, wie die Berichte fonstatiren, so ist zu hoffen, daß die Polizei von dieser Aufgabe befreit wird. zu ihrem unter so großen Schwierigkeiten erfochtenen Sieg reichs Zustimmung um den Preis eines Ländergebietes ins Werk ein donnerndes Bravo zu. Vivat sequens! gefeht. Ebenso ungeeignete Hilfsorgane für den Arbeiterschutz Wenn man die ungeheuren Opfer an Menschenleben, die find die Beauftragten der Berufsgenossenschaften. Die Mainzer Wahl hat ein für unsere Partei un- fürchterlichen Leiden, Grenel und Nothstände erwägt, welche Schon von jeher geht von obenher ein Liebeswerben um dieselben; günstiges Resultat geliefert. Unser Kandidat hat nur dieser Krieg hervorgerufen hat, und hört hier, daß der Krieg ins man wünscht, daß sie sich mit den Gewerbe- Aufsichtsbeamten 7359 Stimmen, während sein Vorgänger bei der Haupt- Werk gesetzt wurde, um den russischen Offizieren Orden und befreunden und diese werden veranlaßt, förmlich Jagd auf foldy wahl 1893-8872 Stimmen gehabt hatte. Das ist eine starr vor solcher Enthüllung und fragt sich: ist das wahr, ift avancement zu bringen, so steht jeder sittlich denkende Mensch freundschaftliche Beziehungen zu machen. Einigen ist dies auch geglückt, und sie heben dies rühmend hervor. Daß dies aber Verminderung um 1513. Dagegen hat der Kandidat der starr vor solcher Enthüllung und fragt sich: ist das wahr, ift eine solche unglaubliche Frivolität in chriftlichen, zivilisirten nicht immer ein Lob für sie ist, beweist die Mittheilung, die Bentrumspartei, der 1893 blos 5153 Stimmen hatte, es Staaten und noch dazu in Monarchien denkbar? Es läßt sich Dr. Wörishoffer in Baden über seine Verhandlungen mit der diesmal auf 7154 gebracht, was einen bedeutenden Stimmen nicht leugnen, daß diese Enthüllung der denkbar schwerste Schlag Berufsgenossenschaft macht. Als er bei denselben, natürlich zuwachs ausmacht. Die nationalliberale Partei, die ist, der gegen die Monarchie geführt werden kann. Wie werden erfolglos, für die Interessen der Arbeiter eintrat, er forderte 1893 mit uns in der Stichwahl war, hat einen Gegner des monarchischen Staates es ausnuten, wenn sie dem Entschädigung bei Bruchschädigungen zogen sich die Beauf- noch weit größeren Rückgang als wir Volte nun sagen können: da hört ihr es von einer Seite ,,, deren ver= zu tragten der Berufsgenossenschaft von der weiteren Behandlung zeichnen-fie ist von 5269 auf 3123 Stimmen gefallen. Authentizität nicht anzuzweifeln ift", wie die Monarchen Kriege den Vorständen der Berufsgenossenschaften eingenommenen Schicksal der raschen Auflösung verfallen. Das zeigte fich man dente sich, wenn bei Entstehung eines Krieges die Umsturzder Sache zurück,„ offenbar im Zusammenhange mit der von Die nationalliberale Partei ist auch in Hessen ihrem machen, bei denen Zehntausende von Menschenleben geopfert und unsägliche Leiden und Nöthe über die Länder gebracht werden! Stellung. Es ist dies ein neuer Beleg für die schon früher schon bei den letzten hessischen Landtagswahlen, und ist auch partei diese Enthüllungen benutzt, um überall in Bolt und gemachte Erfahrung, daß der dienstliche Berkehr mit den Beauftragten nur selten zu wirklichen Ergeb- bei der Reichstags- Erjazwahl in Gießen, die gleichzeitig mit Armee Zweifel und Mißtrauen in bezug auf die Veranlassung niffen führt." der Mainzer stattfand, zu tage getreten. des Krieges zu erwecken! Und zu biefer furchtbaren Distrebitirung gerne bas Prädikat ber Anfehlbarkeit vindizirt hätten, fo waren p der Monarchie und der Diplomatie im all fie doch so bescheiden, dies für feinen tirchlichen Lehrfaß ausgemeinen tommt noch eine schwere Schädigung speziell zugeben. Es spricht aber auch schon die ganze Kirchengeschichte unserer deutschen Monarchie! dafür, daß man nie in unserer Kirche den Papst für infallibel wegen ihre Wirkung gänzlich verfehlt, weil sie nach beren neuerlicher Praxis stets aufgestellt zu werden pflegt, wenn ihnen irgend eine Maßnahme der sächsischen Regierung dies ist recht oft der Fall!- mißfällt." und So der Reichsbote". Er hätte sich gar nicht so auf-( unfehlbar) hielt. Davon mag unsere Gegner ein gelehrter Das ist nichts wie eine Verlegenheitsphrase. Erstens bes zuregen gebraucht. Wie Kriege heutzutage gemacht werden, Theolog ibrer Konfeffion am besten überzeugen, auf den wir sie weist es gar nichts für die Gesetzlichkeit der Maßnahmen der das konnte er in nächster Nähe sehen. Dazu brauchte er Kürze halber verweisen wollen: Jo. Frid. Cottae commentatio fächsischen Regierung und ihrer Organe, wenn wir oft Gelegen nicht nach Rußland zu gehen. Wenn er die Quellen- historico- theologica de fallibili pontificis romani auctoritate, beit haben, sie als mit dem Gesetze im Widerspruch stehend zu schriften der 60er Jahre liest und die Vorgeschichte des Lugduni Batavorum 1732. Mit großer hiftorischer Gelehrsamkeit des Anstoßes, und unsere Gefeßestenntniß hat den Behörden schon schriften der 60er Jahre liest und die Vorgeschichte des ex actis concilii Constantiensis maximam partem deducta. bezeichnen. Ist doch unsere Gefeßlichkeit gerade der ärgfte Stein deutsch- französischen Krieges studirt, dann wird er finden, wird in diesem Werke gezeigt, daß die gelehrtesten katholischen gar oft zu schaffen gemacht. Sodann haben nicht blos sozial daß der Ursprung des dänischen Krieges von 1864, des Theologen die Unfehlbarkeit des Papstes nie anerkannten; daß demokratische Organe, sondern auch andere Leute, z. B. der deutschen Bruderkrieges von 1866 und des heiligen" auch nie ein Konzil diese Lehre aufstellte, sondern wohl manche preußische Generalsteuer direktor Burghardt im preußischen LandEmser Depeschen- Krieges von 1870/71, wenn auch nicht zu Stonzilien, wie z. B. das Konstanzer, entgegen handelten. Bum tage diese Behauptung ausgesprochen. Und daß sie ihre Wirkung demselben Zwecke nämlich das Bedürfniß nach Drden Ueberfluß wollen wir die Gegner nur noch auf den durchaus nicht verfehlt, beweist am besten der unglückliche Abund Avancement zu befriedigen so doch mit denselben vierten Gaß der declaratio Cleri gallicani( Erflärung wehrversuch der Leipziger Zeitung". des französischen Klerus) 100 1682 hinweisen, Mitteln inszenirt wurden, die von Bismarck als Ursache des judicium( Urtheil) des Bapstes in fidei quaestionibus( Glaubensvereine ungefeßlich ist, und es ist unwiderlegt, daß sie nicht nur das Es ist also unwiderlegt, daß die Umfaßfteuer auf Konsum legten russisch- türkischen Krieges angeführt werden. fragen) als non irreformabile( nicht unverbesserlich) erklärt eine volkswirthschaftlich verfehlte, sondern auch eine höchst ungerechte Maßregel ist! Möchten doch zur Ehre der Wahrheit, der Bruderliebe, Jm Sachsenwald find etliche Schrauben locker. Der wird. neneste, wenn auch nicht jüngste Landesverräther" beklagt sich in der letzten Nummer feines Hamburger Leibblattes, daß er von dem Publikum schnöde verkannt werde, und er erzählt eine lange Jagdgeschichte von der bösen„ offiziös. demokratischen Presse", die den Glauben an den Patriotismus und die Loyalität des teutschesten und königtreuesten der des Deutschen Reiches abgesehen. Daß der Teutscheste der Teutschen sich von Ratten verfolgt glaubt, ist ein sehr schlimmes Zeichen. Die Familie sollte wirklich einmal einen anständigen Arzt fragen. schwinden!" schreibt: " Deutsches Reich. entwurf betr. die Errichtung von 3wangsinnungen gab Leipzig, 7. November.( Eig. Ber.) Gegen den Gesezdie Leipziger Handelskammer in ihrer Sigung vom 6. Nober Berträglichkeit und der so hoch gepriesenen Sumanität unseres Jahrhunderts dergleichen Entstellungen in Zukunft vervember eine Erklärung ab, die nicht nur den Entwurf, sondern bo auch die gemachten Abänderungsvorschläge verwirft, weil ein Theil der Großunternehmer nach diesem Gesetze in bezug Teutschen im Volke der Denter zu untergraben suche. J Vereins- und Versammlungsrechtes wendet sich zureichenden Kenntnissen versehenen Handwerkern unterstellt -Gegen die Russifizirung des preußischen auf das Lehrlingswesen und die Schiedsgerichte den mit unletzte Linie hatten die Preß- Ratten es auf die Grundlagen nun auch die Münchener Allgemeine Zeitung". Das Blatt würden und die Einführung des obligatorischen Befähigungsnachweises eine Verleugnung der geiftigen Fortschritte Die Erklärung giebt der ein 3- und Bersammlung& recht dem vielgestaltigen Regierung den guten Rath, Thatsache ist und bleibt, daß das preußische Ver- des 19. Jahrhunderts sei. erft die Erhebungen des Versammlungsrecht dem vielgestaltigen Bereins für Sozialpolitik über die Lage des Handwerks ab politischen Leben der Gegenwart teine er träglichen Formen mehr bietet, und daß seine A bände zuwarten, deren bis jetzt veröffentlichte Resultate nicht für die Soldaten- Selbstmord. Eine in Halle a. G. lebenderung eine der bringendsten Forderungen nicht Einführung von Zwangsinnungen sprächen. Wittwe Stannarius erhielt am 2. d. M. folgendes einzelner Parteien und politischer Richtungen, sondern vielfach Die Antisemiten spielen sich überall als Retter des soliden Telegramm aus Krotoschin: der Beit ist. Unter solchen Umständen könnte man ja nun Handels- und Handwerkerstandes auf und haben schon in " Gefreiter Stannarius hat sich heute früh gegen 6 Uhr die Nachrichten von einer gründlichen Reform auf diesem Gebiet mehreren Städten versucht, die Verwaltungen dazu zu bewegen, erschossen. Grund noch nicht bekannt. nur mit aufrichtiger Befriedigung begrüßen, wenn nicht leider daß fie Regulative bez. der Namen und Firmenschilder an 2. Bataillon, Reg. Nr. 87." Grund zu der Befürchtung vorläge, daß man versuchen werde, offenen Geschäftslokalen erlassen. Einen solchen Versuch unterVon dem unglücklichen Selbstmörder veröffentlicht unser das geltende Recht rückwärts zu revidiren. Bestimmte nahmen sie auch mit Erfolg in Leipzig. Die Handelskammer, die Hallenser Parteiorgan jetzt folgenden Brief, den ersterer an seine Anhaltspunkte für eine folche Annahme aus neuerer Zeit sind ein vom Rath entworfenes Gutachten prüfen sollte, vers Mutter gerichtet hat: allerdings nicht vorhanden, aber man braucht sich ja nur die neinte aber, daß ein Bedürfniß für den Erlaß eines derKrotoschin, den 23. 4, 96. Geschichte der Umsturzvorlage" ins Gedächtniß zurück- artigen Regulativs vorliege, und sprach die Befürchtung aus, daß zurufen, um folche Befürchtungen wenigstens zu verstehen. Die polizeiliche Einmischung in den Handelsverkehr mehr schaden Und da darf man doch wohl den bringenden Wunsch als nüßen würde. aussprechen, daß die maßgebenden Kreise sich durch die Coburg. Die Landtags Wahlen sind beendet; gewählt find letzten Erfahrungen belehren lassen und auf eine Wieder 7 Freifinnige und 4 Nationalliberale. holung des grausamen Spiels verzichten möchten. Rein Ver Rudolstadt. Der Landtag ist auf den 24. November ein ständiger wird in unserer unruhevollen, mächtig vorwärts berufen. brängenden Zeit von der Regierung eine vorbehaltlose Freigebung - Der oldenburgische Landtag ist am 6. Nodes gesammten politischen Vereins- und Versammlungswesens vember eröffnet worden. Man erwartet eine scharfe Oppofition verlangen, niemand ihr im Ernste zumuthen, daß sie Vergiftung und Verhetzung der unmündigen Jugend durch ihr Thun oder gegen das Ministerium. Lassen begünstige und fördere. Aber gerade wer in dieser Hins Mainz, 6. Oktober.( Eig. Ber.) Der Verlust der Sozialsicht die Autorität des Staates gewahrt wissen möchte, wird demokraten vertheilt sich auf rund 900 Etimmen in der Stadt wünschen müssen, daß nicht durch einen wahrscheinlich doch Mainz, der Rest von 700 Stimmen entfällt auf die Landbezirke, aussichtslosen Versuch der strupellosen Agitation ein worunter indeß eine Reihe von Orten mit industrieller Beneues ergiebiges Arbeitsfeld erschlossen und die politischen Leiden- völkerung. Bei der bevorstehenden Stichwahl ist unsere Situation schaften der Massen aufs neue in ihren Tiefen erregt werden günstiger wie die des Zentrums, das seine letzten Truppen bereits möchten. aufgeboten und durch übermenschliche Anstrengung und unter An diese Ausführung knüpft die Allg. Zeitung" die Mithilfe von der Kanzel an die Wahlurne geführt hat. Thun den§ 8 im Vereinsgefege ändere, es in einem Geiste thun, der der Sozialdemokratie wiederum heften, aber auch nur dann! sich nicht gegen die elementarsten politischen Errungenschaften Die verbotene Voltsversammlung in der Gegenwart verschließe. Neumühl vor dem Ministerium des Innern in Auf Herrn v. d. Recke und die konservativ- nationalliberale Starlsruhe. Bekanntlich wurde die Volksversammlung unter Mehrheit des preußischen Landtages werden diese Warnungen freiem Himmel, in der Reichstags- Abgeordneter Bebel sprechen teinen Eindruck machen. follte, vom großherzoglichen Bezirksamt Kehl im voraus verboten, ebenfalls das am 4. Oktober geplante Boltsfeft. Gegen dieses Verbot wurde Beschwerde beim Ministerium erhoben. Die Das betreffende Schriftstück lautet: Beschwerde wurde verworfen. Liebe Mutter! Bisher erhieltest Du nur Briefe guten Inhalts von mir und immer fonnte ich Dir schreiben, daß es mir gut geht. Leider ift dies jetzt nicht mehr der Fall. Seitdem ich hier bin, ist es gerade als ob mich alles Glück verlassen hätte. Während meiner ganzen Dienstzeit habe ich noch nicht so viel Heimweh gehabt, als in diesen paar Wochen, wo ich hier bin. Meinen Empfang, der mir hier zu theil wurde, habe ich Dir schon ge schrieben. Einen ( hier steht ein nicht wiederzugebender, aber doppelt unterstrichener Ausdruck) Hauptmann, wie ich bekommen habe, giebt es in der ganzen Armee nicht mehr. Gleich am ersten Tage sagte er mir, daß ich auf Beförderung vorläufig nicht zu rechnen brauche, denn er tönne teinen Unteroffizierschüler leiden. Gleich am nächsten Tage mußte ich ein treten, zwar nicht als Unteroffizier, sondern in die Front wie jeder dumme Rekrut und bis auf den heutigen Tag, und wo er mir etwas anhaben kann, da thut er es mit dem größten Leben verzagen. " Vergnügen vor der ganzen Kompagnie. Ich möchte fast am Mahnung, die preußische Regierung möge, wenn sie mehr als die Genossen ihre Pflicht, so wird sich der Sieg an die Fahnen Liebe Mutter! Du weißt nicht, wie wehe es thut, wenn man schon im vierten Jahre dient und muß sich behandeln laffen wie jeder dumme Rekrut, und dabei mache ich allen Unteroffizieren und Mannschaften in bezug auf den Dienst noch etwas vor. Meine ganzen Sachen muß ich mir selbst pußen; über haupt muß ich noch einmal von vorn anfangen. Ich befomme jezt pro Dekade 8,20 M., davon muß ich 1 M. in die Unteroffiziers- Spartaffe zahlen, das kommt mir aber später zu gute; dann jedes Mal 40-50 Pf. für Wäsche, außerdem find sonst noch tleinere Sachen zu bezahlen; da kannst Du Dir denken, was mir übrig bleibt. Liebe Mutter! Ich bin heute nicht mehr in der Lage, Dir noch etwas von hier, Gegend u. s. w. zu schreiben, denn ich bin mit Dienst fast überlajiet und vorfehen muß ich mich auf Schritt und Tritt. Liebe Mutter! Nun muß ich noch einmal mit der traurigen Bitte an Dich herantreten, mir ein paar Mark zu schicken. Sei so gut und erübrige noch einmal etwas für mich, ich fann mir nicht anders helfen, wenn ich feine Schulden machen soll, wo ich leinen Bekannten habe. Also ich bitte Dich, sei so gut. Nur die äußerste Noth treibt mich zu dieser Bitte. Mit herzlichem Gruß Dein dankbarer Walter. Offiziere wird dem Hann. Rur." geschrieben: Bu der Frage der Gehaltserhöhung der beginnen, dieser auf 1800 Mark Gehalt, also bei der Infanterie Die Angabe, daß die Steigerung mit dem Premierlieutenant 60 Mart mehr monatlich, kommen soll, ist jetzt auch von anderer Seite bestätigt worden. Aus der weiteren Mittheilung, daß der Hauptmann 3600 Mart beziehen werde, ergiebt sich, daß nur eine Hauptmannsklasse bestehen soll, die bei der Infanterie dasselbe wie die 1. Klasse bisher, bei Kavallerie, Minifterium, 1. Garderegiment 3. F., Artillerie, Ingenieuren, Eisenbahntruppen, Train aber 300 Mart weniger als deren 1. Klasse bisher erhalten würde. Für den Major find 6000 m Gehalt jährlich, bei der Infanterie also 600. mehr jährlich, bei den übrigen Waffen 300 M. mehr jährlich in Aussicht genommen. Der Sprung vom Hauptmann zum Major it also sehr bedeutend; er beträgt 2400 M., der vom Premierlieutenant zum Hauptmann bedeutet einfach eine Berdoppelung des Gehalts. Der Brief giebt wohl einen Fingerzeig, warum der Gefreite zum Selbstmörder wurde. Der nichtbefriedigte Posen, 7. November. Nach einer Meldung hiesiger Blätter Unteroffiziersdünkel, der sich dagegen aufbäumte, seine foll der Distriktskommiffar v. Carnap in Opaleniza sein Sachen selbst putzen zu müssen, wie jeder andere gemeine Abschiedsgesuch eingereicht haben. Soldat auch, dazu ein Hauptmann, der, wie es scheint,-Herr von Brüsewitz ist zwar noch nicht abgeurtheilt, diesen Dünkel nicht zu würdigen weiß, weiter der in diesen aber das Trierer Tageblatt" ist wegen Besprechung des Falles Kreisen chronische Geldmangel, das waren die Gründe, die Brüfewiß beschlagnahmt worden.-sub den Unglücklichen in den Tod trieben. Das System zeitigt solche Erscheinungen. " Die Kritit der sächsischen Umsatzsteuer wird nun den Hochmögenden in Dresden recht unangenehm Fürstliche Internationalität. Der eben verstorbene Herzog Sie wissen ganz wohl, daß der Hauptangriff auf die fyftematische, Wilhelm von Württemberg, der am nächsten zur Thronfolge in gegen die Konfumvereine gerichtete Vernichtungspolitik im Reichs Württemberg berechtigte Prinz, wurde als Sohn des ruffi- tage erfolgen wird. Die fächsische Regierung weiß nicht nur den Verhandlungen aus des preußischen Abgeordnetenfchen Generals Eugen von Württemberg geboren, 43 Jahre gedaß ihr Standpunkt der differentiellen Behörte er der österreichischen Armee an, er fämpfte 1866 hauses, gegen Preußen und starb als württembergischer General. ſteuerung der Konsumvereine im Bundesrathe nicht getheilt Er war auch Oberfiinhaber eines preußischen Infanterie- wird. Nachdem sie nun monatelang das Vorgehen der ihr unterRegiments. Mitglied der Internationale war der verstorbene geordneten Amtshauptmannschaften zum mindesten stillschweigend Bring nicht, er bethätigte aber auf anderer, von uns freilich nicht die bekannte Erklärung im Landtage feinerlei Zweifel aufkommen gebilligt hat, über ihren wahren Standpunkt aber durch, gebilligter Weise seine Internationalität. ließ, wird nun in dem amtlichen Organ der Regierung, in der Leipziger Zeitung", die Regierung und die Zwickaner Amtsdie der Sächsischen Arbeiter- Zeitung". Unser Dresdener Parteiblatt bemerkt zu der Abwehr der Leipziger Zeitung": Zur Geschichte der Unfehlbarkeit des Papftes findet fich in den Münchener Neuesten Nachrichten" folgende Ausbauptmannschaft in Schuß genommen gegen unsere Angriffe und grabung: Die noch jetzt erscheinende Tübinger Theologische Quartal schrift" wurde im Jahre 1819 gegründet, und zwar von den fatholischen Theologieprofessoren Gray, Drey, Herbst und Hirschner in Tübingen. " 1 daß die Minifterium des Junern. Karlsruhe, 30. Oftober 1896. Die Abhaltung einer sozialdemokratischen Volksversamm lung unter freiem Himmel in Neumühl im großherzoglichen Bezirksamte Kehl betreffend, wird auf dem Bericht vom 23. b. M. Nr. 20 544 unter Rückgabe der vorgelegten Aften zur weiteren der Returs Eröffnung erwidert, daß des Steinhauers Wurz in Dorf Kehl, soweit er gegen die amtliche Verfügung vom 2. d. M. Nr. 19 191 gerichtet ist, wodurch die Abhaltung der auf den 4. d. M. im Garten des Wirthshouses zur Sonne in Neumühl geplanten Volts. versammlung verboten wurde, als unbegründet verworfen werde, da im Hinblick auf den Verlauf derartiger Verin früheren Jahren fammlungen die zu erwartende Zahl der hauptsächlich aus dem Elsaß stammenden Theilnehmer und bei dem Umstand, daß die Abhaltung folcher Versammlungen von Angehörigen des Reichslandes in Elsaß- Lotbringen wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit nicht zugelassen wird, die Voraussetzungen der§§ 4 und 11 des Vereinsgesetzes vorlagen. Soweit die Beschwerde gegen die amtliche Verfügung vom 3. d. M., Nr. 19 227, wodurch die Veranstaltung eines Bolts. festes" im Garten der Wirthschaft zur Sonne für den Nachmittag des 4. Oktober d. J. untersagt wurde, beziehungsweise gegen die von dem Vertreter der Staatspolizeibehörde am 4. b. Mts. angeordnete Räumung des Gartens der genannten Wirthschaft gerichtet ist, wird dieselbe gleichfalls als un= begründet verworfen, da in der Abhaltung eines Boltsfestes nach Lage des Falles lediglich eine nach§ 13 Absatz 2 des Vereinsgesetzes strafbare Veranstaltung einer im voraus verbotenen Versammlung zu erblicken war. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Rekurrenten zur Laft. Sportel 20. ( gez.) Eisenlohr. Dem badischen Minister Eisenlohr wird es sehr schwer fallen, " den Nachweis dafür zu liefern, daß durch frühere Bersammlungen, die vorwiegend von Elsaß Lothringen aus besucht waren, die Eine so außerordentlich lahme und schwächliche Vertheidi- öffentliche Sicherheit gefährdet worden ist. Der Herr Minister gung ist der Regierung felten zu theil geworden, wie hier. Das wäre öffentlich zu fragen, ob im Jahre 1894 durch die Volks fönigliche Organ beschränkt sich darauf, in einem 11/2 Spalten versammlung auf der Kinzigwiese, die von 10000 Menschen Im ersten Jahrgange dieser hochangesehenen Zeitschrift steht langen Artikel zu konstatiren, was die Regierung und der Land- vorwiegend Elsässern, besucht war, die öffentliche Sicherheit gefährdet auf Seite 712 f. folgendes: tag und die erwähnte Amtshauptmannschaft gethan haben und wurde. Oder wurde sie vielleicht gefährdet am 4. Oktober 1896 " Herr Prediger Schüße macht sich's in seiner Echrift gegen zu behaupten, daß das nichts Böses sei. Es wird allerdings in Kehl durch die Unterhaltung, die nach der Auflösung in NeuHarms zu einem Nebengeschäfte, über den Ratholizismus los darauf hingewiesen, daß die Regierung in der Landtags- mühl im überfüllten Garten Zum wilden Mann" veranstaltet zuziehen. Es ist aber beim Herrn Prediger der Fall, wie bei so deputation betont habe, Konsumvereine wurde? Oder als zwischen Neumühl und Kehl tausende von vielen anderen Gegnern des Katholizismus, daß er denselben mancherlei Vortheile für die Arbeiter haben. Menschen zusammengedrängt die Landstraße pafsirten? Ueber diese Bunkte hat der Herr Minister keine Auskunft gegegeben, ebensowenig ficher nicht durchaus nicht fennt. Er dichtet demselben Lehren an, die in ihm Aber nie gelehrt worden sind. Bei solchem Benehmen wird es dann Ruhme, hat sie sich doch durch diese Erkenntniß nicht die Sache bezeichnet, wo Versammlungen von Angehörigen des Reichslandes abgehalten wurden, durch welche etwa die öffentworüber freilich nicht schwer, einen anderen Religionstheil lächerlich dar hindern zustellen. liche Sicherheit gefährdet worden sein könnte. Warum? Weil er nicht im stande ist, eine einzige solche Versammlung namhaft au machen! Die angeführten Gründe find eben nur Muthmaßungen, aber feine Thatsachen. Unsere Vertreter im badischen Landtage werden sicherlich den Minister Eisenlohr veranlassen, seine oberflächliche Antwort etwas näher zu begründen. „ Herr Prediger Schüße tommt in der nämlichen Flugschrift auf das Oberhaupt der fatholischen Kirche, auf den Bapst, zu fprechen. Ein vorzügliches Lieblingsthema aller derer, die gegen den Ratholizismus loszuziehen und ihn recht verächtlich darzustellen Luft haben. Es ist erbärmlich, was da der katholischen Kirche mit ihrem Papfte alles aufgebürdet wird. Nach dem Vorgeben dieser Gegner ist der Papst unfehlbar.. Der Nederei mit der Unfehlbarkeit des Papstes hat sich Herr Schütze zwar enthalten, da aber solche in anderen Zeit und Flugschriften noch sehr oft wiederholt wird, so wollen wir darüber nur dies furz bemerken: daß die katholische Kirche nie den Lehrfat aufgestellt habe, daß der Papft unfehlbar fei. Selbst die größten Verehrer Roms getrauten sich nie, dies zu behaupten. Wenn es auch einige Jefuiten gab, die dem Papste das gereicht der Regierung laffen, eben das zu thun, zum fo weite Kreise der unbemittelten Bevölkerung aufs höchfte erbittert find! Naiv fragt die Leipziger Zeitung" nach Bitirung der Anerkennung der Wirksamkeit der Konsumvereine burch die Regierung: Giebt es eine gerechtere Würdigung der Vorzüge der Konsumvereine, als fie hierin ausgesprochen wird, und wie fann daraus das Bestreben nach Beseitigung und Unterdrückung der wirthschaftlichen Vereinigungen hergeleitet werden?" Es fällt gar niemand ein, dieses Bestreben aus den schönen Worten der Siegierung herzuleiten, aber ihre Handlungen beweifen die Richtigkeit solcher Behauptungen. Dann sagt das Blatt: Defterreich. Wien, 6. November. Nach einem ausgegebenen Communiqué versammelten sich heute Abend eine Reihe von Mitgliedern der Vereinigten Deutschlinken und beschlossen, aus dem Klub der Deutschlinten auszutreten. 25 deutsch- böhmische Daß das Vorgehen der sächsischen Regierung gegen die und zwei mährische Abgeordnete sind darauf ausgetreten. Konsumvereine mit den Reich gefeßen in Widerspruch stehe, ift Außerdem meldeten zwei tärnthnerische Ab= eine Behauptung der sozialdemokratischen Organe, die des geordnete schriftlich ihren Austritt an. Die Hamburg. Bersammelten befchloffen alsdann, einen freien Verband unter die für das Jahr 1897 ausgeworfenen Mittel zur Unterhaltung| Frankfurt a. M., Bod aus Gotha und Moltenbuhr aus der Führung des Abgeordneten Dr. Friedrich Nitsche zu bilden. eines internationalen Eisenbahn- Komptoirs. Rette sich, wer kann, das ist die Parole der Reste des öfter- Der„ Regierungsbote" veröffentlicht eine kaiserliche Verreichischen Liberalismus. Während der Wahlbewegung im Kreise Brandenburgs fügung, wonach dem Redakteur und Herausgeber Westhavelland sprachen unmittelbar vor der Stichwahl des Grashdanin", Fürsten Meschtscherski, die noch die Reichstags- Abgeordneten Fischer, Liebknecht und Herausgabe seines Blattes ohne Präventiv Benfur ge- Schippel in startbesuchten Versammlungen. stattet und die Strafe aufgehoben wird. Ungarn. Budapest, 7. November. Das Duell zwischen den Abgeordneten gron und Franz Kossuth fand heute Vormittag 10 Uhr statt. Ugron erhielt eine leichte Schrammwunde auf der Hand, Kossuth einen schweren Hieb auf den rechten Arm, worauf die Aerzte Schluß erklärten. Die Gegner versöhnten sich. Wären fie flüger gewesen, so hätten sie dies auch ohne Duellspielerei thun können. Schweiz. Türkei, P Kleinasien herrscht in den dortigen Provinzen Hungersnoth. Konftantinopel, 7. November. Nach Konsularberichten aus Man befürchtet den Ausbruch epidemischer Krankheiten. Die Ronsuln verlangen dringende Hilfe. Afien. In Köln haben bei den Wahlen zur Ort3 Kranken tasse auch in der Gruppe Erdarbeiter die Kandidaten Chriftlich- Sozialen nur 12. der Arbeiterpartei gefiegt. Sie erhielten 48 Stimmen, die der Bei der Bürgerschaftswahl im 36. Hamburger Bezirk erhielt unser Kandidat Genosse Friedrich Ehlers 19 Stimmen, die gegnerischen Kandidaten John Meyer und oefener Sloman 88 und 103; letterer ist gewählt. Von 219 Wahlberechtigten übten 210 das Wahlrecht aus. -NOO Zürich, 5. November.( Eig. Ber.) In Bern fand am Sonntag der zweite Wahlgang für die Nationalrathswahl bei Die Lage in Vorderindien. Aus Golapur bei recht schwacher Betheiligung der Stimmberechtigten statt. Das Kalkutta wird vom 12. Oktober geschrieben:" Wir haben sehr Ergebniß war die Wahl des Freisinnigen Bürgi, Baumeister, schlechte Zeiten vor uns; die Aussichten sind sehr trübe, nicht der 5190 Stimmen erhielt, während der konservative Gegen- nur für uns Pflanzer, die wir es eher aushalten können, sondern von unseren Magdeburger Genossen Reichstags- Abgeordneter Zur Stadtverordneten Wahl im Bezirk Neustadt ist kandidat v. Wattenwyl es nur auf 2780 und der Sozialdemokrat für ganz Indien. Wir haben in diesem Jahre sehr wenig Regen Albert Schmidt als Kandidat der dritten Klasse aufgestellt; Scherz gar nur auf 1017 Stimmen brachte. Der Berner Wahl- gehabt, und die armen Eingeborenen waren gar nicht in der für die Altstadt( einschließlich Wilhelmstadt) werden in der freis war in der letzten Amtsperiode des Nationalrathes durch Lage, irgend ein Feld zu bestellen; und ihre ganze Existenz hängt Boltsstimme" als Kandidaten vorgeschlagen die Genossen: 3 Freifinnige und 2 Konservative vertreten, nun hat die freisinnige doch von der Bestellung und der Ernte ihrer Felder ab. Buchdruckereibefizer Louis Arnold, Buchdrucker Franz Partei alle 5 Vertreter. In 2uzern werden die Sozialdemokraten Hungersnoth im Nordwesten scheint schon ausgebrochen zu Bethge, Restaurateur Albert Buchlow, Geschäftsführer im zweiten Wahlgang den Genossen Albisser nicht wieder sein, und obwohl sie hier( in der Nähe von Kalfutta) Karl& antau und Schuhfabrikant Wilhelm Meyer. aufstellen, nachdem der verhaßte liberale Gegenkandidat, noch nicht aufgetreten ist, so wird doch in drei Monaten das Dr. Weibel, von seiner Kandidatur zurückgetreten und seitens Unglück beunruhigend sein. Wahrscheinlich haben Sie schon Arbeiter fümmert, zeigt die Thatsache, daß die 31/2 Tausend Wie wenig man sich in Magdeburg um die Interessen der der Liberalen der Bürgermeister Degen von Kriens aufgestellt gehört, daß die Pest in Bombay ausgebrochen ist, und die Wähler im Bezirk Neustadt in einem einzigen Lokal wählen wurde. Die Sozialdemokraten werden nun diesen unterstützen Beitungen von gestern brachten die Nachricht von ihrem Auf- müssen; die Bemessung der Wahlzeit von früh 10 bis nachund so die Rechnung der Ultramontanen auf die Stelle des treten in Raltutta. In Jahren, wie in diesem, wird auch die mittags 5 Uhr steht mit dieser Rücksichtslosigkeit im Einklang. lachenden Dritten vereiteln. Auf dem sozialdemokra. Cholera, die immer bei uns heimisch ist, ungewöhnlich stark tifchen Parteitage in Winterthur dürfte wohl auch über werden, und so hat es ganz den Anschein, als ob wir heuer vor Bei den Stadtverordnetenwahlen in Solingen werden die Proportionalwahl des Nationalrathes ge- Hungersnoth, Best und Cholera stehen, einer furchtbaren Ver- fich unsere Genoffen wieder den Luxus zweier Listen sprochen werden. In Bern will man von sozialdemokratischer einigung, die die Bevölkerung in ungeheurer Weise aufreiben gestatten. Die Elberfelder Freie Presse" berichtet darüber: Der Seite einen neuerlichen Versuch machen, auf dem Wege des muß. Ferner haben Katastrophen dieser Art eine lange Kette fozialdemokratische Volksverein hat seine Kandidaten nominirt Initiativbegehrens den Proporz für den Kantonsrath( Landtag) von Verbrechen im Gefolge, und so müssen wir Europäer hier und die Anhänger Schumacher's, welche bekanntlich politisch nicht einzuführen.draußen unser Auge offen halten und vorgeschriebene Arbeit organisirt sind, haben in öffentlicher Versammlung ihre Kandidaten Frankreich. thun, um das Bolt in Ordnung zu erhalten. Regen allein aufgsteellt. Die Regierung hat in der Debatte über die tönnte uns retten, aber die Regenzeit ist vorbei und wahrschein- Die Solinger Genoffen gehören zu denen, die, wenn überDrientfrage eine recht traurige Rolle gespielt. Daß die lich werden wir keinen Tropfen mehr sehen. Daher wird das haupt, so nur durch Schaden klug werden können. Rede des Herrn Hanotaur, des neuen Ministers des Aeußeren, Jahr 1897 ein schwarzes Kalenderjahr sein für Hungersnoth, feine glänzende Leistung war und absolut nichts Neues enthielt, Elend und Krankheit. In Delsnih i. V. beschlossen die Parteigenoffen Be das haben wir schon gefagt. Nachträglich erfahren wir, daß theiligung an der Stadtverordnetenwahl. Amerikanische Waarenbestellungen in Herr Hanotaux seine Rede abgelesen hat. Bei den für so Deutschland. Die Wahl Mac Kinley's zum Präsidenten der Woldemar 12,-. Paster und Müller 14,20. Kapitalzinsen 12,40. Für Parteizwecke gingen aus Zwickau ein: beredt geltenden Franzosen ist das Ablesen von Reden nämlich Vereinigten Staaten bat bereits einen unmittelbaren Einfluß D. P. 1,50. Julius Schlegel 32,50. Bierprozente Steinmetzen erlaubt. Bereits in der großen französischen Nationalversamm auf die deutsche Fabriksthätigkeit ausgeübt. Aufträge, die lung und im Konvent war das Ablesen zwar nicht die Regel, unter der Bedingung der Wahl Mac Kinley's schon vor 10, Wilde Jagd 21,84. Ernst Sch. 6,-. Hermann G. 4,-. aber doch ziemlich allgemein. Zum Beispiel die meisten Reden einiger Zeit gegeben wurden, find, wie der" Conf." erfährt, A. M. 2, August-50. Gruft G. 1, Bimmerer 1,-. Schubert 1,- Hermann Sch. 10,-. Bernhard De. 10,-. Robespierre's und St. Just's wurden abgelesen; auch einige der bestätigt worden. Die New- Yorker Vertreter deutscher Fabrikanten Ernst B. 1,-. Hermann G. 3, Franz Schürer 11,65. GinReden Mirabeau's. In neuerer Zeit las Victor Hugo, der für in Greiz, Gera, Glauchau, Meerane, Reichenbach, Plauen, einen großen Redner galt, all seine Parlamentsreden ab. Herr Barmen, Elberfeld, Krefeld, haben den Eingang neuer, großer 28. Louis und Genossen 3, Planizer Mann im Monde 10,-. fpänner 3,-. M. R. 2,-. Hunde Fuhrwerkbesitzer 1,83. Hanotaur steht also mit seinem Ableſen nicht allein da, aber er Aufträge auf telegraphischem Wege angezeigt. Die Gintäufer 2. Louis und Genossen 3, Planizer Mann im Monde 10,-. las schlecht ab und ist überhaupt ein langweiliger Bursche, großer amerikanischer Importhäuser treten ihre bisher auf R. 21,24. Lorenz M. 9,20. Nimmerzahn 2,50. Herm. G. 4,80. Bom feinen Davd 2,60, Rayoff S. 8,-. Hermann P. 50,-. was die Franzosen niemandem verzeihen. geschobenen Einkaufsreisen nach Europa, wie ebenfalls aus Adam Sann 3,20. Brauer 25,45. Von den Luftigen am Berge New- York gemeldet wird, in den nächsten Tagen an. Man wird gut thun, diese Bestellungen nicht zu sehr zu über266,-. Neue Welt 20,40. Drucker- Personal S. B." 28,45. schäßen. Nur bestimmte, mit amerikanischen Häusern schon früher Hammerdittrich 45,-... 14,90. Sanu Adam 8,50. Vom in Verbindung stehende Häuser werden diese Bestellungen erhalten groben David 10,13. Max Sch. 21,-. Summa M. 706,79. und diese Firmen können ihre Produktion nicht plöglich verdreifachen. Bei genauerem Durchlesen der Verhandlungen läßt sich übrigens in faft allen Reden, auch der des Herrn Hanotaur ein Anflug von Scham heraushören, ob der Abhängigkeit von Rußland. Der Kazenjammer, den der Zarenrummel im Gefolg haben mußte, hat augenscheinlich begonnen. Auf das forgfältige Vermeiden von Angriffen auf England in der französischen Orientdebatte haben wir schon früher hingewiesen. In Petersburg wird man von dieser Schonung nicht erbaut gewesen sein. Parlamentarisches. von In Bamberg hatte der Sozialdemokratische Wahlverein an den Magistrat das Ersuchen gerichtet, er möge an zuständiger Stelle befürworten, daß das über dortige Gastwirthschaften vers hängte Militärverbot aufgehoben werde, da dieses Verbot nicht etwa die Sozialdemokratie, sondern die betreffenden WirthParis, 7. November. Ein heute im Elysee abgehaltener Ministerrath beschloß, die englische Regierung zu benach bag en zwecks Einführung eines unabhängigen Richter Anlaß gegeben hätte, welcher ein solches Berbot rechtfertige. Der Bur Justiznovelle sind von Frohme und Stadtschaften schädige und die Sozialdemokratie noch niemals einen richtigen, daß Arton auf die Rechtswohlthaten des Auslieferungs- ft an des zunächst folgende Anträge für die am Dienstag be- Magiftrat bat darauf erwidert, die königl. Kommandantur in vertrages verzichte und daher vor das Geschworenengericht des ginnende Plenarberathung des Reichstages eingebracht. 1.§ 8 Bamberg habe ihm mitgetheilt, es bestehe für sie keine Ver Departements der Seine wegen Beamtenbestechung in der Panama- bes Gerichtsverfassungs- Gesetzes erhält folgende Fassung: 88. anlaffung, das Militärverbot über jene Wirthschaften, in denen Angelegenheit gestellt werden wird. Herr Meline ist wohl nun in größter Verlegenheit; er konnte, scheidung und nur aus den Gründen dauernd oder zeitweise ihres fehren, aufzuheben". Richter können wider ihren Willen nur fraft richterlicher Ent- Anhänger der sozialdemokratischen Partei notorisch ständig ver. nachdem die Deffentlichkeit wieder durch die Verhandlung des Amtes enthoben oder in den Ruhestand versetzt werden, aus Prozesses gegen Arton für die Panama- Frage in hohem Maße welchen nach§ 128 bis 181 des Gerichtsverfassungs- Gesezes natürlich nicht erwartet. Unsere Bamberger Genoffen haben eine andere Antwort intereffirt wurde, und nachdem der durch die Bemühungen des ein Mitglied des Reichsgerichts dauernd oder zeitweise seines raditalen Minifteriums Bourgeois ausgelieferte Arton sich öffent- Amtes enthoben werden oder in den Ruhestand versetzt werden abl. An diesem Tage läuft das Mandat unserer Genoffen In Stuttgart ist am 1. Dezember Bürgerausschußlich zu Aussagen über die Checkschwindelei bereit erklärt hatte, darf. Richter dürfen wider ihren Willen nicht an eine andere Kloß und Dietrich ab. Die Sozialdemokratie der schwäs nicht anders handeln. Ob Meline nicht doch noch versuchen Stelle versetzt werden. Die von den Einzelstaaten erlaffenen bischen Hauptstadt wird selbstverständlich alles daran sehen, daß wird, die Verhandlung der Panama Angelegenheit an Gerichts- Disziplinargesehe für richterliche Beamte ftätte zu verhindern, ist freilich abzuwarten. werden auf sie wieder Vertretung im Rathhaus erhält. gehoben. Eine Depesche des Herold Bureau aus Paris meldet noch: Richter darf nicht 2. Nach§ 8 ist einzuschalten:§ 8a. Zum ernannt werden, Das gestrige Verdikt gegen Arton hat in gewiffen parlamen- 3 Jahre ein Verwaltungsamt im Reich oder in wer länger als Todtenliste der Partei. Ein Veteran der Hamburger einem Sozialdemokratie, Genosse J. A. Eskelson, ist am Freitag tarischen Kreisen wegen der eventuellen Folgen Bestürzung Bundesstaat oder das Amt eines Staatsanwalts bekleidet hat. im Alter von 73 Jahren gestorben. Er war einer von denen, hervorgerufen. Die von Arton bedrohten Personen haben einen Richtern ist die Annahme von Orden und Titulaturen verboten. die bald nach Erscheinen des Laffalle'schen Antwortschreibens" Bevollmächtigten nach London entfandt, um mit einer dortigen§ 8b. Die dauernde oder zeitweise Enthebung vom Amt sowie die in Hamburg eine Mitgliedschaft des Allgemeinen Deutschen Bant wegen des Attenmaterials Arton's zu unterhandeln. Versetzung in den Ruhestand wider den Willen des Richters fann nur Arbeitervereins gründeten. Raftlos rührte er die Werbetrommel. Paris, 7. November. Die Meldung, ein Offizier und zwei durch Zweidrittel- Mehrheit des Plenums des Amts-, Land- oder Er war Former und viele seiner Arbeitskollegen gewann er zum Spahis feien während einer topographischen Aufnahme im Oberlandesgerichts ausgesprochen werden, dem der betreffende als Eintritt in den Verein. Wenn in den sechziger und siebziger äußersten Süden Algeriens von Wüstenräubern niedergemacht Mitglied angehört. An stelle derjenigen Amtsgerichte, die aus Jahren die Genoffen zur Agitation nach den Vororten oder auf's worden, wird offiziell bestätigt. Die Blätter erblicken hierin ein weniger als 9 Mitgliedern bestehen, tritt das Landgericht. Land zogen, dann konnte man sicher darauf rechnen, daß gefährliches Anzeichen der neu erwachten franzosenfeindlichen§ 8 c. Der Richter ist in seinen Amtsverrichtungen von feiner Estelfon dabei war. Er war nicht nur ein Beteran der politischen, Agitation und erklären die geplante Expedition nach Tuat für Behörde abhängig. Das Recht, Entscheidungen des Gerichts sondern auch ein solcher der Gewerkschaftsbewegung. Bei den unaufschiebbar. durch Rechtsmittel anzugreifen, steht keiner Behörde zu. wirthschaftlichen Kämpfen, die in den Eisengießereien Ende der Paris, 6. November. In der Budgetkommission setzte der sechziger und Anfang der siebziger Jahre durchgeführt wurden, Finanzminister Cochern die Abänderungen auseinander, welche war Estelfon in erster Linie betheiligt. 1872 fam es in allen der Gesezentwurf betr. die Reform der direkten Steuern er Eisengießereien in Hamburg- Altona zum Streit. Estelson wurde fahren soll; der Minister bestätigte, er habe auf den Ueber die Stimmung, die in Brandenburg am Abend als„ Rädelsführer" keine Arbeit wieder. Anfangs fuchte er sich ins Streiffomitee gewählt. Als der Streit beendet war, fand er Theil dieses Gesezentwurfes, welcher eine Steuer auf die der siegreichen Wahlschlacht unter den Genossen als Gelbgießer zu ernähren, aber aus Gesundheitsrücksichten mußte französische Rente einführe, verzichtet, halte herrschte, berichtet unser dortiges Parteiorgan: Gegen 1/210 Uhr er diesen Erwerb wieder aufgeben. Er eröffnete dann 1878 eine aber voll die Steuer auf fremde Werthe aufrecht. Um hatten wir das Resultat zusammen, ein Rathenower Telegramm Wirthschaft und übernahm die Verbreitung des in Berlin 25 Millionen, welche als Ertrag der Besteuerung der Rente ge- bestätigte es und schließlich kam auch aus dem konservativen erscheinenden Neuen Sozialdemokrat". So sah man Eskelson fordert waren, zu ersetzen, wird der Minister die Erhöhung der Lager eine Bestätigung unserer Nachricht. Genosse Peus, in den siebziger Jahren in rastloser Thätigkeit. Es sind in jenen Steuer auf bewegliche Werthe sowie die Schaffung einer Steuer welcher das Mengert'sche Lokal furz vorher verlassen hatte, um Jahren in Hamburg wohl wenig Versammlungen abgehalten auf Schuldurkunden vorschlagen. Diese Reformen werden im nach Ramps' Ronkordia zu gehen, ward, nachdem Genoffe worden, woran er sich nicht betheiligte. 1880 wurde er auf grund Budget von 1897 teine Anwendung mehr finden. Noste ihm die Siegesmeldung schon vorangetragen hatte, mit des Sozialistengesetzes ausgewiesen. Er ging nach Harburg und dem grenzenlosesten Jubel begrüßt. Das war eine Freude, wie als dann, ohne daß er darum nachsuchte, seine Ausweisung Die Angelegenheit der Sparmartensie wohl felten eine Boltsmaffe erfüllt hat. In unaufhörlichen nicht erneuert wurde, kehrte er nach Hamburg zurück. fälschung ist nun etwas aufgeklärt, indem man in der Hochrufen machten die begeisterten Genoffen ihrem Herzen Schon seit Jahren Luft. Nun war's also doch endlich errungen, Jahren war feine Kraft gebrochen; obwohl Wohnung des verhafteten Möller ein großes Packet gefälschter man so lange gestrebt! Beus begab sich alsbald wieder er schon den Reim des Todes in sich trug, gehörte der gefunden hat. Greis zu den eifrigsten Versammlungsbesuchern. Seit Berbreitung der Sparmarten überführt. zurück nach dem Mengert'schen Lokale und hier wieder: einem Jahre litt er an einem Speiseröhrenkrebs. Eine holten fich bie stürmischen Rundgebungen. Nachdem Operation brachte etwas Linderung, aber feine Besserung, und unser Kandidat das Podium betreten hatte, begannen die feit Monaten wurde er künstlich ernährt. Als er einfah, daß sein - Die„ Amnestie", die gelegentlich der Hochzeit des Tausende sofort unser herrliches Rampfjubellied, die Marseillaise, Ende herannahte, sprach er oft den Wunsch aus, man möge ihn Kronprinzen gewährt wurde, ist ein wahrer Hohn auf die Ge- zu fingen. Die Genoffen gratulirten einander, unter ihnen an einem Sonntage beerdigen. Dieser Wunsch geht in Erfüllung. rechtigkeit. Fälscher und Betrüger aller Art, Duellanten und Hunderte, welche schon seit Jahrzehnten im Wahlkreise für unsere Seute, Sonntag nachmittag 3 Uhr wird die Leiche des alten ähnliches Gesindel wurden in die Amnestie einbezogen; aber für Sache thätig gewefen find. Man fab es so manchem alten Kämpfers auf dem Friedhof in St. Pauli dem Schooße der Erde Ehrenmänner, die für Freiheit und Hecht einftanden, in Ge- Genoffen an, wie freudig erregt er darüber war, nun doch noch übergeben. Die Hamburger Genossen werden das Gedächtniß des fängnissen und Zwangsbomizilen schmachten, gab's tein Erbarmen. die Frucht der Jahre langen schweren Arbeit mit zu erleben. alten Rämpfers dauernd in Ehren halten. Nur Gattini, der während der 1893er Unruhen bei Carrara zu Wir finden uns außer stande, den ganzen Freudentaumel der 16 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden war und allgemein für Bersammelten zu schildern. Wir haben einen herrlichen, einen ganz schuldlos gehalten wurde, ist nachträglich in Freiheit gesetzt großen Tag erlebt! worden, bleibt aber 2 Jahre unter Polizeiaufsicht. Dänemark. Italien. " Partei- Nachrichten. wonach Baul Breier wiedergewählt. Als Vertrauensperson für Delsnit i. B. ist Genoffe " " Polizeiliches, Gerichtliches ze. Das Boltsblatt für alle" hatte ein Eins gefandt veröffentlicht, worin behauptet war, im Glauchaer Viertel habe sich ein Polizeisergeant bei eine: Arretur Uebergriffe zu schulden kommen lassen. Genannt war der betreffende Beamte nicht. Das Gingesandt war aufgenommen worden, weil sein Urheber, der Schneider Bodisch, erklärt hatte, er sei Augenzeuge des Vorfalls gewesen, tönne noch viele andere Beugen angeben und übernahm die Verantwortung. Als nannte der verantwortliche Die italienische Juftig lebt offenbar noch völlig unter dem Einfluß des Crispi'schen Geistes. Crispi der Millionendieb macht wieder von Von der Agitation. Jm ganzen Stadtgebiete Leipzigs fich reden. In Bologna ist eine Filiale der Bank von Neapel" verbreiten gegenwärtig die Parteigenossen ein Flugblatt für in Finanzschwierigkeiten gerathen. Wie man jetzt erfährt, liegt die bevorstehenden Stadtverordneten Wahlen. der Grund darin, daß Crispi, als er noch Minister war, dieser Reichstags- Abgeordneter Gerisch berichtete in den vogts Filiale 600 000 Frants abgenommen hat, um seine Schulden ländischen Orten Plauen, Delsuiz, Schöne und Anklage erhoben worden war, bei der Bank von Italien zu bezahlen und einer Anklage auf Unterfachfenberg über den Verlauf des Gothaer Partei- Redakteur Man nigel den Schneider Bockisch als Urheber, Betrug zu entgehen. Regt sich denn immer noch tein Staats- tags. Sämmtliche Versammlungen erklärten sich mit den Beanwalt? Ist Crispi so gefeit wie Bismarck? schlüssen des Parteitags einverstanden. Die Parteigenossen von Koburg haben seit Dezember vorigen Jahres ca. 20 öffentliche Versammlungen in Koburg, Petersburg, 7. November. Die heute hier zusammen- sowie anderen Orten ihres Wahlkreises abgehalten, es also an tretende internationale Eisenbahn- Konferenz Rührigkeit nicht fehlen lassen. In den meisten Versammlungen beräth über die Haftbarkeit der Eisenbahnen für die Intaktheit referirte Genosse A. Walter aus Koburg; außer ihm sprachen der Getreidefrachten, die Regulirung des Getreideverkehrs und noch die Genossen Hofmann aus Saalfeld, Dr. Quard aus Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Truck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen. Rußland. diefem mißlang vor dem Schöffengericht die Führung des Wahrheitsbeweises vollständig, denn die von ihm genannten Bengen sagten zu seinen Ungunsten aus und er wurde nun vom Schöffengericht wegen verleumderischer Beleidigung zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. Aber auch der Redakteur Mannigel ging nicht straffrei aus. Obwohl er den Urheber des Eingesandt ge= nannt hatte, verurtheilte ihn das Schöffengericht zu 500 M. Geldstrafe oder 100 Tagen Gefängniß. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 263. Kommunales. Der Magiftrat hat jetzt der Stadtverordneten- Bersammlung eine Vorlage über die Einrichtung von Armenämtern zu gehen lassen, worüber wir schon näheres mitgetheilt haben. wird. Sonntag, den 8. November 1896. " " 13. Jahrg. " Findige Reklame. In der Schneiderei hält sich das Klein- wir bereits früher auseinandergesetzt. Die weitere Folge wird handwerk noch auf mancherlei Art. Jeder hausindustrielle sein, daß die Löhne" der Kutscher immer mehr herabgedrückt Schneider, der für Geschäfte arbeitet, fann sehr leicht noch einige werden. Ein weiteres Beispiel dafür, wie die Fuhrherrn sich die Runden nebenher bedienen. Bestellt der Kunde einen Anzug, so" Wahrung ihrer Interessen" denken, liefert der letthin mitfucht er vorher beim Schneidermeister" den Stoff nach Muster getheilte Antrag betreffend den Gepäckzuschlag bei Tagameter und Kollektionen aus, dann holt der Meister" nach der Probe Droschten, wonach jeder Kutscher wegen Betruges belangt werden Zu den Stadtraths- Wahlen. In ihrer geheimen Sigung den gewünschten Stoff aus dem Tuchgeschäft. Der Schneider- soll, der nicht vor Beginn der Fahrt den Gepäckzuschlag einam letzten Donnerstag hat die Stadtverordneten- Versammlung meister braucht also kein Stofflager und kann doch seine Kund- schaltet, obgleich er gar nicht in der Lage ist, das Gewicht des das Einkommen für die Stelle des Stadtsraths Friedel im Falle fchaft bedienen. G3 giebt in Deutschland große Tuchfabriken Gepäckes fixiren zu können. Die Rutscher haben das größte der Wiederwahl deffelben auf dessen bisheriges Gehalt, im Falle und-Geschäfte, die ausschließlich ihre Produkte auf solche Weise Intereffe, die Vorgänge, wie sie sich jetzt im Droschtenfuhrgewerbe der Nichtwahl deffelben auf 7000 M., das Gehalt des Stadt- an die kleinen Schneider absetzen. Ein hiesiges Tuchgeschäft, die abspielen und im Werden begriffen sind, zu verfolgen und die Bauraths Dr. Hobrecht im Falle der Wiederwahl desselben Firma Max Friedländer jun., hat nun eine merkwürdige Reklame nothwendigen Lehren daraus zu ziehen. ebenfalls auf dessen bisheriges Gehalt, im Falle der Nicht ausgedacht, um sich neue Kunden zu verschaffen und die alten wiederwahl deffelben auf 12 000 m. festgesetzt. Die Wahl für die an das Geschäft zu fesseln. Herr Max Friedländer will nämlich Zum Fall Rothenburg, der bekanntlich vor kurzem in der Stelle des Stadtraths Friedel soll, da ein Ausschreiben der seine Kunden in die Lebensversicherung bringen und zwar auf fol- Stadtverordnetensizung behandelt wurde, schreibt die„ Märk. Stelle nicht beschlossen wurde, vorgenommen werden, nachdem gende Weise: Bei einem Einkauf von 200 m. erhält der Kunde Boltszeitung": Herr Oberbürgermeister Belle führte bekanntlich die Gehaltsfeststellung seitens des Oberpräsidenten genehmigt sein am Schlusse der Saison unentgeltlich eine Police der Lebens- bei Behandlung dieser Angelegenheit in der StadtverordnetenDie Besprechung über die Besetzung der Hobrecht'schen versicherungsbank Kosmos" über 300 m., beim Einkauf von sigung aus, daß, wenn der Sohn oder einer der Freunde der Stelle wurde wegen der vorgerückten Zeit bis zur nächsten Sigung 300 m. eine solche über 500 m., bei einem Einkauf von 600 M. Frau Rothenburg dieselbe aus der Irrenanstalt Herzberge vertagt. eine Police über 1000 M. Die Versicherungsprämie soll regel- abnehmen wolle, so stehe dem nichts im Wege. Die Sache Die Vereinigung der Arbeitgeber und der Vorsitzende mäßig von der Firma bezahlt werden, so lange der Versicherte hat indeß doch einen Haken. Die Weigerung des Sohnes, des Gewerbegerichts haben eine Anzahl Abänderungsvorschläge in Höhe des angegebenen Betrages dauernd Kunde bleibt. Kann feine Mutter abzunehmen, wird verständlich, wenn man die Um zum gegenwärtigen Statut des Gewerbegerichts dem Magistrat der betreffende Kunde teine Waare in Höhe des angegebenen stände näher ins Auge faßt, unter denen die Abholung zuvorgelegt. Das Magistratskollegium hat indeffen die Vertagung Betrages einkaufen oder giebt er die Geschäftsverbindung mit gestanden wurde. Diese dürften nur wenigen Stadtverordneten der Angelegenheit auf zwei Jahre beschloffen, damit noch weitere Herrn Max Friedländer auf, so bleibt es dem Versicherten über- lar zum Bewußtsein gekommen sein. Der Sohn verlangte Erfahrungen gesammelt werden können. Welcher Art die Vor- laffen, entweder die Prämie weiter zu zahlen, oder, wenn er das definitive Entlassung seiner Mutter d. h. vollständige Aus schläge sind, wird nicht berichtet. nicht will und fann, die Versicherung aufzugeben. scheidung aus der Austalt. Dies aber wurde ihm bis heute nicht Die Verbreiterung der Potsdamerstraße vom Potsdamer|„ Lebensversicherung für Deutschlands Schneidermeister", be- laffung in Pflege. Darin erblickt der Sohn wohl mit recht keine Dies der Plan, den Herr Max Friedländer in einer, zugestanden, sondern es war stets die Rede von einer Ent Platz bis Lüßowstraße wird im nächsten Etatsjahre zur Aus- itelten, 19 Geiten starken Broschüre, die auch uns zu eigentliche Entlassung, sondern nur eine Dislokation, ein zuführung kommen, ohne daß der Stadtgemeinde dadurch wesent gesandt wurde, seinen die Kunden und solchen, es geständniß auf einen liche Rosten erwachsen. Einen wesentlichen Theil der Ver- werden wollen als Mahnwort" unterbreitet. Wir können den werfung anderen Aufenthaltsort mit Unterunter die weitere Aufsicht der Anstalts breiterungsarbeiten hat nämlich die große Pferdebahn- Gesellschaft Betheiligten nur rathen, sich auf dieses Projekt nicht einzu- Betenten, der seine Mutter für nicht geistesgestört hält. Rechtlich Das ift natürlich nicht das Biel des vertraglich auf ihre Kosten ausführen zu lassen. laffen. Mancher kleine Schneidermeister, der in einer Saison Bur Entlaftung des verkehrsreichsten Theiles der König wirklich für 200 Mart Stoff einkaufen kann, weiß nicht, ob ihm ist das Verhalten der Verwaltung nicht zu billigen, wenn die straße bei der Stadtbahnüberführung, namentlich auch mit Rück gleichfalls in der nächsten Saison ein solches Geschäft möglich ist. Dame wirklich entlassungsfähig" ist, wie mehrere Dokumente fie sicht auf den Neubau des Justizgebäudes an der Neuen Friedrich- Er hat eine Lebensversicherungspolice auf dem Hals und weiß thatsächlich bezeichnen; denn§ 16 des Reglements für die FrrenStraße, ist die im Bebauungsplam vorgesehene Durchlegung der hinterher nicht, was er damit anfangen soll, weil er die Beträge anstalt der Stadt Berlin bestimmt:" Kranke, welche sich soweit Grunerstraße von der Straße An der Stadtbahn" nach der nicht aufbringen kann. In der Broschüre wird das Renommee gebessert haben, daß sie nach ärztlichem Urtheil der Anstaltspflege Neuen Friedrichstraße dringend nothwendig. Zu dieser Straßen- der Firma verschiedentlich hervorgehoben. Diese Art der und der irrenärztlichen Aufsicht nicht bedürfen, sind zu entlassen, anlage ist eine Fläche von 1396 Quadratmetern des der fönigl. Reklame, die in der Geschäftswelt sonst nicht üblich ist, dürfte nachdem dem königl. Polizeipräsidium 5 Tage vor der Entlaffung Seehandlungs- Sozietät gehörigen Grundstücks Neue Friedrich- kaum dazu beitragen, das Renommee der Firma zu heben. Mittheilung gemacht worden ist." ftraße 18/19 erforderlich, wofür von der Eigenthümerin ein Preis von 362 M. für den Quadratmeter verlangt wird. Mit Rücksicht auf ie Tiefe und die Lage dieses Grundstücks glaubt der Magiftrat den geforderten Preis nicht zubilligen zu fönnen und ersucht jetzt die Stadtverordneten- Versammlung, sich mit der Enteignung des fraglichen Straßenlandes einverstanden zu er klären. = Lokales. " = Die Berliner Droschken- Fuhrunternehmer oder, wie sie Die Aerztekammer Berlin Brandenburg trat gesternsich gerne nennen und auch von den Kutschern noch mit Vorliebe noch einmal im Provinzial- Ständehause zu einer ordentlichen genannt werden, die Herren", sind eifrig an der Arbeit, ihre Sigung zusammen, der auch der Oberpräsident Dr. v. Achenbach Interessen zu wahren." Wie nämlich gemeldet wird, hat sich in beiwohnte. Nachdem Geh. Sanitätsrath Becher eine Uebersicht den Kreisen der Droschken- Fuhrunternehmer nunmehr die Er- über die in der letzten Wahlperiode verhandelten Gegenstände fenntniß Bahn gebrochen, daß es zur Wahrung ihrer Intereffen gegeben hatte, wurde als erster Punkt der Tagesordnung über eines festeren Busammenschlusses bedarf, als es jetzt der Fall ist, die ärztlichen Ehrengerichte verhandelt. Nach furzem Referat wo dieselben in eine Reihe von Fachorganisationen zersplittert des Geh. Rath Schöneberg wurde mit großer Majorität folgende find. Und der Erkenntniß folgte rasch die That, der Anfang vom Resolution angenommen: 1. Die Kammer Berlin- Brandenburg Ende ist da! Der Berliner Droschtenbesitzer- Verein hat sich auf- wolle in anbetracht der zur Zeit bestehenden Unsicherheit über Unsere Genoffen Hinz und Lerche, die wegen Majestäts- gelöst und mit der„ Genossenschaft" verschmolzen. Wie lange die Fassung, in welcher die igl. Staatsregierung den von ihr beleidigung jeder zu 2 Jahren Gefängniß verurtheilt sind, wird es dauern, und die übrigen Vereine, welche einzeln ein be- beabsichtigten Entwurf eines Gesetzes über die ärztliche wurden bekanntlich gegen Raution von 5000 M., die jeder zu scheidenes Dasein führen, folgen diesem Beispiele und bilden ein Ehrengerichtsbarkeit dem Landtage vorzulegen gedenkt, eine Einftellen hatte, auf freien Fuß gesetzt. Die Staatsanwaltschaft großes, fraftvolles Ganzes? Als plausibler Grund wird die gabe an den Herrn Minister beschließen, in welcher die von ihr erhob hiergegen beim Rammergericht Beschwerde unter Hinweis Konkurrenz der Straßenbahnen 2c. angegeben. Gegen diese als für die Unabhängigkeit des ärztlichen Standes unbedingt gedarauf, daß bei der hohen Strafe die gestellte Raution teines anzukämpfen, die ihnen immer mehr Boden abgewinnen, boten erklärten Abänderungen des ursprünglichen Entwurfes wegs dafür bürge, daß der Fluchtverdacht ausgeschlossen sei. wird ihnen nicht viel nüßen, wenigstens nicht in materieller Hin nochmals bestimmt und klar zusammengestellt und begründet Dieser Auffassung schloß der Straffenat des Rammergerichts sich an, ficht. Wollen fie angesichts der wachsenden Konkurrenz für sich werden. 2. Für den Fall, daß vorstehender Antrag eine ent und wurden Hinz und Lerche bald darauf wieder verhaftet. etwas herausschlagen, so fann es nur durch„ Reformen" inner sprechende Berücksichtigung feitens der Regierung nicht findet, Gestern wurde nun die neuerdings beantragte Haftentlaffung halb ihres Gewerbes geschehen und in erster Linie auf Kosten solle sich die Kammer in einer Denkschrift über die vorliegende der beiden Verurtheilten von der zuständigen Straffammer der Kutscher. Daß die Fuhrherren etwas im Schilde führen, Frage an den Landtag wenden." Die Zulässigkeit eines solchen ebenfalls abgelehnt, obgleich eine höhere Kaution, die dem beweist der Antrag, den sie beim Kommissariat für öffentliches Vorgehens wurde vom Oberpräsidenten ausdrücklich anerkannt. Gerichtshofe zu bemessen überlassen war, in Aussicht ge- Fuhrwesen gestellt haben, welcher dahin geht, die jetzt vor Demnächst wurden nach einem Referat des Prof. Posner über ärztstellt wurde. Daß bei unseren Genossen trotz der gestellten geschriebene dreimonatliche Probezeit zur Erlangung eines amtliches Unterstützungswesen folgende Thesen einstimmig angenommen: Kaution Fluchtverdacht vorlag, muß schlechtweg bezweifelt lichen Rutscherzeugnisses oder Fahrscheines fallen zu lassen und Jeder in der brandenburgischen Kammer wahlberechtigte Arzt werden. Wir wollen hierbei nur den Wunsch aussprechen, dieselbe durch ein Zeugniß zu zu ersehen, welches von und seine Hinterbliebenen haben beim Nachweis unverschuldeter daß Hinz und Lerche die lange Gefängnißdauer überstehen, einer Fuhrherrn- Kommission auszustellen ist. Was dies zu Noth Anspruch auf standesgemäße Fürsorge nach Maßgabe der ohne körperlich zu grunde zu gehen. bedeuten hat insbesondere im Falle eines Streits haben vorhandenen Mittel; jeder zur genannten Rammer wahlberech Ein„ Ehrenvekker". " -GOO an Kunst und Wissenschaft. = " felbft dafür bürgte Lamartine den deutschen Truppen wehrlos in die Hände liefern. Als dann in Wien und Berlin Das hätte sich Georg Herwegh gewiß nicht träumen die Revolution siegte, wurde die Legion erst recht zwecklos." Das Friedrich Wilhelmstädtische Theater hat nach laffen, daß ihm einmal ein„ Ehrenretter" gerade aus jener So lange Herr Bolling nicht unwiderlegliche Dokumente" manchen wunderlichen Sprüngen am Freitag wieder des braven Partei erstehen würde, die ihm am meisten verhaßt war und vorweist, die Engels Lügen strafen, ziehe ich es vor, Engels voll- Anzengruber's Voltsstück Der Pfarrer von Kirchfeld" deren süddeutsche Ableger er mit Vorliebe als Bettelpreußen" tommen zu glauben. gegeben. Dies fernige und frische Schauspiel zieht immer und zu bezeichnen pflegte- aus der nationalliberalen. Aber in der Herwegh ist keineswegs, wie Herr Bolling glauben machen vermag selbst ein start philiströses Bublifum anzuregen. Man That, einundzwanzig Jahre nach des Dichters Tode tritt der möchte, von Mary mit Haß verfolgt worden. Ich habe aus wird von den Kräften, die der Direktion Samst zur Ver Herausgeber der Gegenwart", Dr. Theophil 3olling, mit Mary' eigenem Munde gehört, daß er Heine wegen der Spott- fügung stehen, nicht verlangen, daß sie ein mustergiltiges einer„ Ehrenrettung" Herwegh's in seinem Blatte auf. gedichte gegen Herwegh Vorwürfe gemacht hat. Auch bei anderen Ensemble bilden, und mit dieser Einschränkung muß Gerettet wird in dieser Ehrenrettung" nichts, was nicht Gelegenheiten gegen Rugeist Mary für Herwegh ein- gesagt werden, daß die Vorstellung fich recht gut schon vor langen Jahren gerettet gewesen wäre. Man hätte getreten." fehen lassen konnte. Herr Clefeld als Wurzelsepp: war fernig; weiter auch keinen Anlaß, sich mit dieser unerheblichen Arbeit Es ist im ganzen also wenig mehr als müssiges Geschwäb, gleichfalls läßt sich von Fräulein Schmidt, welche die Anna gab, des p. Bolling zu beschäftigen, wenn nicht Aberwiß und Sucht, was Herr Zolling gegen die Sozialdemokratie vorbringt, und das sagen, daß sie ihre Rolle lebendig und natürlich gestaltete und „ pitant" zu sein, denselben angetrieben hätten, die Ehre des beweisen soll, daß dem todten Dichter in der Sozialdemokratie auch den Dialett recht zu treffen wußte. Ferner waren die Herren todten Herwegh auch vor der Sozialdemokratie zu gefährliche Freunde" erstanden seien; es ist Bolling'scher Bauer und Eißfeld als Pfarrer brav am Blaze. Mit den Nebenretten, deren Gesinnungsgenosse Herwegh gewesen ist. In den„ Klatsch". rollen haperte es allerdings, doch wird sich hier vielleicht noch Sozialdemokraten, behauptet er, seien dem Dichter gefährliche Auch meine Wenigkeit wird in den Bereich dieses Klatsches" manches Mißliche ausgleichen lassen. Freunde" erstanden, denen es besonders wider den Strich gehe, gezogen. Besonders mir müßten die Publikationen von Marcel In Jena ist am 1. November die öffentliche Volks. daß der Nachlaß des Dichters nicht von einem der Ihrigen Herwegh gegen den Strich" gehen, denn ich soll ja, wie Herr gesehalle und Bibliothet der Deffentlichkeit übergeben gefichtet und herausgegeben werden soll". Bolling mit fader Jronie zu vermelden weiß, langsam aber worden. Es ist dies die größte derartige Einrichtung in ganz So viel mir bekannt, hat sich der Sohn Herwegh's mit einem gediegen" feit Jahren einer Biographie des Dichters Deutschland. Die erste Anregung zur Errichtung einer Lefeballe sozialdemokratischen Verlag in Verbindung gefeßt, es ist aber arbeiten. Mir ist von dem Inhalt dieser Biographie nicht das dort wurde von der Commenius Bweiggesellschaft und der Genicht zu einer Einigung gekommen. Die Kritik der Sozial- mindeste bekannt; Herrn Bolling zwar auch nicht, aber er miß- fellschaft für Ethische Kultur gegeben. Nie wäre indeß die Verdemokratie hat Georg Herwegh nicht verunglimpft", sondern sie billigt sie. Er hat eine kleine Stigge gelesen, in der ich in der anstaltung in diesem Umfange ins Leben getreten, wenn nicht hat sich nur gegen Marcel Herwegh gerichtet, dem offenbar Märznummer des„ Wahren Jakob" Georg Herwegh's Leben und auf Antrag von Prof. Abbe die Karl Zeiß Stiftung sich bereit Kenntniß und Berständniß der Beit- und Parteigeschichte abgeht Wirlen zu schildern versucht habe. Diese Stizze wimmelt" an erklärt hätte, zu den 7000 m. jährlich betragenden Kosten auf vor. und der bei der Herausgabe des väterlichen Nachlasses eine sehr un- geblich von Irrthümern und man kann daraus sehen, was man läufig drei Jahre 4000 M. jährlich beizusteuern. Das Kultus geschickte Hand bewiesen hat. Was Herr Bolling vorbringt, ist eine bezüglich der Biographie Schönes von, mir zu erwarten hat. minifterium in Weimar, als Aufsichtsbehörde der Karl Zeiß- Stiftung, Ehrenrettung" von Marcel und nicht von Georg Herwegh. Herr Nun, es find zwei kleine Irrthümer in bezug auf Herwegh's hat hierzu die Genehmigung ertheilt. Außerdem hat die Karl ZeißBolling verfährt dabei so naiv, daß er glaubt, feinem Untersuchungen darin, beide so klein, daß die Verwechselung Stiftung die erste Einrichtung mit 6000 M. bezahlt. In acht Bublikum erzählen zu dürfen, die Sozialdemokratie fei von unseres Genossen Eduard Bernstein mit dem ehemaligen Boltsgeräumigen, größtem Zorn und Schmerz" erfüllt wegen einer albernen zeitungs"-Bernstein, die Herrn Bolling an derselben Stelle paffirt, geräumigen, gut ausgestatteten Zimmern liegen 160 3eitungen und Zeitschriften aus. Reichhaltig ist die Auswahl der Unetbote über Karl Marx, die Marcel Herwegh in seinem Buche dagegen ein wahres Ungethünt von einem Irrthum iſt. Können belletristischen literarischen Zeitschriften, der Fachzeitungen und veröffentlicht hat. Als Beweis der angeblichen Berunglimpfung übrigens zwei kleine Irrthümer allein zusammen auch wimmeln? der Beitschriften sozialen Inhalts. Die Bibliothek umfaßt Dann aber sagt Herr Bolling mit der Miene des literarischen bereits 3000 Bände, wovon wieder die Karl Zeiß- Stiftung Herwegh's weiß er nur vorzubringen, daß das bekannte Bet und arbeit'!" in einer sozialdemokratischen Kritit eine feines Sittenrichters: 1600 Bände gestiftet hat. Die Lesehalle ift täglich von früh 9 wegs talentlose aber doch allzu stlavische Nachahmung eines" Da wird unter anderem von einem großartigen Gedicht bis abends 10 Uhr geöffnet und für jedermann zugänglich. Bücher bekannten Gedichts von Shelley" genannt worden ist.( Dieses( Herwegh's) zu Lassalle's Gedächtniß gefa felt, was selbst- und Zeitschriften aus anderen Gründen als der guten Sitte and Urtheil rührt übrigens ursprünglich von dem bekannten Anti- verständlich eine kleine Verwechselung mit dem berühmten zuschließen, ist prinzipiell unzulässig. In dem aus zehn Pers femiten Dr. Eugen Dühring her. D. R. V.") Das soll, Ver- Andenken an Büchner ist." fonen bestehenden Vorstande haben auch zwei Sozialdemokraten Sig und Stimme. Durch dieses neue Bildungs- Institut hat die unglimpfung" fein! Karl Zeiß- Stiftung wieder ihren gemeinnüßigen Sinn, in dem sie gegründet und verwaltet wird, aufs neue bethätigt. " Herr Bolling behauptet, Mary habe schon 1848 bei Gelegenheit des bekannten Herwegh'schen Freischaarenzuges gegen Herwegh intriguirt und fich an dessen Stelle feßen wollen. Darüber mag viel gefabelt worden sein; indessen hat Engels als Betheiligter sich darüber geäußert und das dürfte denn doch werthvoller sein, als was Herr Bolling behauptet. Engels sagt über das Herwegh'sche Unternehmen: Selbstverständlich! Hier will mich Herr Bolling mit der Elle feiner eigenen Ignoranten- Dreistigkeit messen. Denn felbstver: ständlich" habe ich keine Verwechselung begangen, sondern Herr 3olling tennt Herwegh's bekanntes Gedicht" Am Grabe Ferdinand Lassalle's" nicht, welches beginnt: Wohl mag den Blick ein Trauerflor umfangen, Wohl mag die Wehmuth diesen Sarg umsteh'n, Hier rinnen Thränen selbst auf Männerwangen, Wir*) widersetzten uns aufs entschiedenste dieser Revo- Und Eisenbrüste muß der Schmerz durchweh'n." u. f. w. Iutionsspielerei. Mitten in die damalige Gährung Deutschlande Herr Bolling glaubt seine Ignoranz so nüßlich verwerthen eine Juvasion hineintragen, die die Revolution zwangsmäßig zu können, daß er mich mit derselben zum Fafelhans machen Ich glaube aber der Deffentlichkeit rubig die Entvon Außen importiren sollte, das hieß der Revolution selbst will. ein Bein stellen, die Regierungen stärken und die Legionäre scheidung überlassen zu können, wer der Faselhans ift. Und damit Gott befohlen, Sie edler Ehrenretter! Stuttgart. Wilhelm Blos. *) Mary und Engels. M In der Frage des Franenstudiums erklärte der östers reichische Unterrichtsminister im Budgetausschusse des Abgeordnetenhauses, es werde die Zulassung von Mädchen als Universitätshörerinnen demnächst entschieden werden, wobei unter gewiffen Bedingungen auch Mädchen ohne Maturitätszeugniß zugelassen werden würden. Jakob Honnegger. Der Frff. 3tg." wird aus Zürich gemeldet: Johann Jakob Honnegger, früher Professor an der Universität und bekannt durch eine Reihe kulturgeschichtlicher Werte, ist 72 Jahre alt gestorben. Honnegger hat sich vom Volksschullehrer zum Universitätsprofessor herauf gearbeitet. tigte Arzt hat zur Beschaffung der nothwendigen Mittel einen dazu sagen, wenn der Magistrat in Krankheitsfällen das von der Bataillon. Er wurde von Samaritern der Feuerwehr nach der jährlichen Beitrag zu zahlen, der noch zu bestimmen ist. Der Vor- Hilfs- Krantentaffe gezahlte Krankengeld in Abzug bringe, wie Hauptwache in der Lindenstraße gebracht. Der zufällig anwesende stand wird mit Ausführung dieser Beschlüsse beauftragt. Der wohl er dazu auch nicht einen rothen Heller beitrage! Oberstabsarzt Dr. Lau stellte einen Bruch des linken Oberarms dritte und letzte Gegenstand betraf die Anzeigepflicht der Aerzte( Hört! hört!) Oder wenn der Ober- Bürgermeister neuer- und Gelenkkontusionen fest, worauf der Soldat Aufnahme im ( Referent Dr. G. Kalischer.) Hierzu wurden folgende Thesen dings angeordnet habe, daß Büreauhilfsarbeiter, die Garnisonlazareth in der Scharnhorststraße fand. angenommen: Es ist wünschenswerth, daß die Nichtbeachtung der eine Viertelstunde zu spät kommen, den ganzen Tag aus. Vorschriften des noch heut zu recht bestehenden Regulativs vom fezzen müssen. In die Formulare, welche den Bureau- Arbeitern Zu dem Unglücksfall in der Lithographischen Runftanstalt 8. August 1835 nur mit den im Regulativ angedrohten Strafen, nicht zur Unterschrift vorgelegt wurden, sei jezt ein neuer Passus ein von Wilhelm Böhme in der Reichenbergerstr. 158 wird uns beaber nach dem Strafgesetz verfolgt werde; das Regulativ gefügt, in dem ausdrücklich darauf hingewiesen werde, daß die richtet, daß nicht der schwer verunglückte Arbeiter, sondern der entspricht nicht mehr den gegenwärtigen wissenschaftlichen und Beschäftigung des betreffenden Beamten nur eine vorübergehende leichter verletzte Moltenthin heißt. fanitätspolizeilichen Anforderungen; es ist deshalb zu erstreben, fei und selbst, menn fie Jahre lang andauern sollte, kein Recht daß ein neues Landes- Volksfeuchengefeß an stelle des alten auf Anstellung im Kommunaldienste gebe. Auf die am 20. Juli zu erschießen versuchte, wohnt nicht in Schöneberg, sondern in Der Kaufmannsgehilfe Georg Kayfer, der sich am Montag Regulativs trete. Ein von der Kommission ausgearbeiteter Gut- an den Magistrat abgesandte Petition betreffs Anerkennung der Berlin, Oranienstraße 207. wurf zu einem Volksfeuchengesetz wird der Regierung zur Berücks Beamtenqualität der Bureau- Hilfsarbeiter ist bisher keine Antfichtigung empfohlen. wort erfolgt. Der Ortsverein beschließt, noch vier Wochen zu Kriminalpolizei hinter Schloß und Riegel gebracht hat, sind noch Bei den Fahrraddieben, die die Charlottenburger Ueber die Revifion der Berliner Heil- Bade- Anstalten warten und dann weitere Maßnahmen zu treffen. hat Herr Medizinalaffessor Dr. Springfeld foeben an das Polizeieine große Anzahl von Fahrradtheilen, außerdem aber auch Wegen Herausgabe eines Betrages in der Höhe von Messer und Gabeln gefunden worden, deren Eigenthümer man präsidium Bericht erstattet. Er hebt folgende von ihm beobachtete 15 Pfennigen will, wie die Volts- 3tg." meldet, der Anarchist noch nicht hat ermitteln können. Es wäre dringend erwünscht, Ungehörigkeiten hervor: Die fahrlässige Aufbewahrung von Schriftsteller Landauer im Auftrage des ausgewiesenen Genoffen" daß die Geschädigten sich bei der Charlottenburger Kriminals Medikamenten, z. B. auch von Sublimat, in den Bade- Anstalten, Großmann gegen die Berliner Polizei den Weg der Ziviltiage polizei meldeten. ferner die trititlose Anwendung starkwirkender medikamentöser beschreiten. Nach den Mittheilungen Landauer's sei der ausBäder; den Mangel sachverständiger Hilfe bei Zufällen, welche gewiesene Großmann, der noch drei Tage Aufenthaltsfrist hatte, zufolge der Setondelieutenant Strewe von der 6. Kompagnie des Einen Selbstmordversuch beging dem Fremdenblatt" den Kranken bei Anwendung der Heilbäder und der physikalischen während dieser Zeit aber auf Schritt und Tritt überwacht ersten Garde- Eisenbahn- Regiments. Er schoß sich in seiner Woh Heilmethoden zustoßen können; den Schwindel, welcher mit Zu- wurde, in einem Café, wo Großmann mit einigen Anarchisten nung in die Brust. Man brachte ihn nach dem Militärlazareth. fäßen von Geheimmitteln zum Badewasser getrieben wird; endlich sich befand, von einem Beamten der politischen Polizei Die Stufenbahn aus der Berliner Gewerbe- Ausstellung ist von einer Gesellschaft in Hamburg angekauft worden und soll als eine Sehenswürdigkeit in der Hansestadt dauernd verbleiben. Mit dem Abbruch der Bahn in Treptow wird Anfang der Mit dem Abbruch der Bahn in Treptow wird Anfang der nächsten Woche begonnen werden. " den Mangel an Desinfektionsapparaten zur Sterilisirung der zur beobachtet worden. Nachdem Großmann das Café ver Aus dem Polizeibericht vom 7. November. Gestern Behandlung der Kranken erforderlichen Wäsche. Herr Dr. Spring- lassen, sei der observirende Wachtmeister auf Groß- Vormittag fuhr an der Ecke der Thiergarten- und Bellevuestraße feld tritt aus diesem Grunde für eine regelmäßige, durch die mann augefommen und habe von dem staunenden der Schlächtergeselle Hellmuth Ladewig gegen die Kutsche des Kreisphysiker vorzunehmende Revision der Kur- Bade- Anstalten Großmann 15 Pf. Strafporto für den angeblich von Großmann Sanitätsraths Dr. Julius Lazarus, so daß die Deichsel die Thür ein, welche er als Krankenanstalten im Sinne des§ 30 der an die Polizei unfrankirt abgeschickten Brief, worin sich der der Kutsche durchbohrte. Hierbei wurde Dr. Lazarus im Gesicht Reichs- Gewerbe- Ordnung betrachtet sehen will. Schreiber der Polizei als„ Spigel" anbot, abverlangt, widrigen erheblich verlegt. Vor dem Hause Gartenstr. 17 lief abends falls Großmann- so sagt Landauer mit nach dem Polizei der 66jährige Maurer Karl E. in der Trunkenheit gegen einen präsidium gehen müsse, um dort die 15 Pfennige zu zahlen. Rollwagen, gerieth unter die Räder und erlitt eine Verlegung am Der Großmann es tlingt etwas seltsam faßte dies als eine linken Arme, so daß seine Ueberführung in die Charitee erforderlich ist der Grund, warum Landauer, falls die 15 Pfennig vom zwischen einem Omnibus der Linie Rixdorf- Rosenthaler Thor uno Drohung auf und zahlte unter Proteft die 15 Pfennige. Dies wurde. Auf dem Oranienplay fand abends ein Zusammenstoß Polizeipräsidium nicht zurückgezahlt werden, im Auftrage des einem Möbelwagen statt, bei dem der Führer des letzteren, der Kutscher Der Thierbeftand des Berliner Aquarium hat sich in Großmann gegen die Polizei die Zivilflage einreichen will. Wilhelm Kaper, am linten Knie schwer verletzt wurde. Er fand diesen Tagen nicht nur durch neue Zuführungen, sondern auch Elendsstatistik. Im Männerasy! des Berliner Asylvereins verehelichte Martha B. versuchte in der Wohnung ihrer Diensts im Krankenhause am Urban Aufnahme. Die 16 jährige uns durch interessante Züchtungen vermehrt. Unter den letzteren ist für Obdachlose nächtigten im Monat Oftober 9552 Personen, herrschaft in der Melanchthonstraße sich mit Karbolsäure zu vers am bemerkenswerthesten die zum ersten Male erfolgte Geburt von jungen Torpedos oder Bitterrochen, während man die nabe- im Frauenasyl 861 Personen. Arbeitsnachweis erbittet der Ver- giften. Sie wurde nach dem Krankenhause Moabit gebracht. verwandten Katzen- und Hundshaie und echten Rochen schon ein für Männer Büschingstr. 4, für Frauen Füsilirstr. 5. Im Keller des Hauses Niederwallstr. 2 wurde der im Fahrstuhlwiederholt ihre finger bis handlangen, Gier legen und Wer ist würdig? Bei den zu silbernen und bronzenen schacht beschäftigte 26 Jahre alte Arbeiter Emil Wagner durch aus diesen später auch die zierlichen Jungen schlüpfen fah. Medaillen vorgeschlagenen Ausstellern läßt der Handelsminister den plötzlich aus dem Erdgeschoffe herabfallenden Fahrstuhl ge Die im Bassin bei den Alten befindlichen, frischgeborenen sieben über die Betriebe und deren Leistungsfähigkeit Erhebungen an- troffen und am Kopfe und an der Wirbelsäule so schwer verlegt, Bitterrochen zeigen im allgemeinen bereits die glatt, rundlich stellen. Ein Regierungsrath, der sich als Gewerbe- Inspektor daß er in einem Krankenwagen nach dem St. Hedwigs- Krankenviereckige Gestalt und die braun und hell marmorirte Oberseite legitimirt, nimmt persönlich die Inspektion vor. haus gebracht werden mußte. der erwachsenen, etwa meterlangen Thiere, find jedoch erst so groß wie ein Fünfmarkstück. " 4 " = = " Der Zirkus Renz wird hier vom Direktor Franz Renz Mitte November wieder eröffnet werden. Aus den Nachbarorten. Die Religion soll dem Wolfe erhalten werden. In einem Dankschreiben an den Magistrat hat die Kaiserin, von der In der Urania in der Taubenstraße wird am Sonntag, wir gestern erst eine die Dienstbotenfrage" betreffende MitMittwoch, Donnerstag und Freitag Ein Ausflug nach dem theilung brachten, der freudigen und zuversichtlichen Hoffnung" Nachricht, daß am Dienstag den 10. November, abends 8 Uhr, Den Parteigenossen von Friedenau und Steglik zur Monde" gegeben, am Montag, Dienstag und Sonnabend Duch Ausdruck gegeben, daß der Magiftrat und die Bürger, Frauen im Kasino, Rheinstr. 10, Friedenau, eine Boltsversamm. den Gotthard" zur Aufführung gelangen. In der Urania, und Jungfrauen Berlins auch fernerhin ihre Wünsche und BeAbtheilung Invalidenstraße, wird Herr Witt am Sonntag über strebungen unterstützen und zu Opfern stets bereit sein werden, ung stattfindet, in welcher unsere Parteigenoffin Frau Emma Die Sonne" sprechen, Montag wird Herr Dr. Naß über„ Die namentlich da, wo es gilt, dem Wolfe die Religion zu er- Ihrer über das Programm der Sozialdemokratie und die über Farben im Kampfe ums Dafein" vortragen. Mittwoch Duldung und Versöhnung zu bethätigen. Bislang ist allerdings der aus Arbeitern und Arbeiterinnen bestehende Naturheilverein Elemente des Waffers" und am Dienstag Herr Prof. Müller halten, und wo es gilt, das Christenthum durch Stächstenliebe, Frauen sprechen wird. Zu dieser Versammlung sind besonders Die Frauen eingeladen. Ferner wird darauf hingewiesen, daß wiederholt Herr Dr. Bayard feinen Vortrag Japan I", von Duldung und Versöhnung unter den Frommen nicht viel in Friedenau gleichfalls am 10. November in dem Lokal zum Donnerstag findet der dritte Zyklus Vortrag des Herrn zu merken gewesen. Dr. Spieß: Elektrotechnik III" statt. Am Freitag wird Herr Hohenzollern eine Versammlung abhält. Dies Lokal, sowie das Dr. Wegener zum ersten Male einen Vortrag über" Spiß- Selbstentzündungen felbft fleinerer Haufen Preß= Mehrfach in letzter Zeit wiederum vorgekommene Fälle von Lotal von Mehring ist gesperrt. bergen André Nansen" halten, während am Sonnabend Herr tohlen lassen es wiederum geboten erscheinen, darauf Dr. Schwahn ebenfalls einen neuen Vortrag:" Bilder aus hinzuweisen, Die Löwe'sche Gewehrfabrik in Martinikenfelde ist in dem Weltall" bringen wird. daß der Breßtohlenstapel auf je zwei anderen Befis übergegangen. Dieser Wechsel, von dem eine zeitMeter Länge Ventilationskanäle in ihrer ganzen Tiefe lang die Rede war, ift definitiv in den fürzlich stattgehabten und Höhe erhalten. Diese Kanäle laffen sich leicht Generalversammlungen der Aktiengesellschaft Deutsche Metalldadurch herstellen, daß zwei Preßkoblen mit sechs Zentimeter patronen- Fabrit in Karlsruhe und der Kommanditgesellschaft In einer Versammlung des Ortsvereins der Gemeinde Breßfohlen mit demselben Zwischenraum als Binder und in der letzteren Gesellschaft wird nach dem getroffenen Abkommen von Zwischenraum als Läufer und über dieselben gleichsfalls zwei Ludwig Löwe u. Ko. vollzogen worden. Die Waffenfabrik der beamten wurden vorgestern die mannigfachsten Klagen über die gleichen Weise durch den ganzen Stapel flach hingelegt werden, der Karlsruher Metallpatronen- Fabrit übernommen. Die Firma Willtür des Magistrats gegenüber den Gemeindebeamten laut, und zwar dergestalt, daß dadurch nicht nur ein senkrechter Luftdie eine Folge der unsicheren Rechtslage set. Was solle man fanal, sondern auch zwei sich freuzende horizontale Kanäle gebildet werden. Die durch letztere stattfindende Luftströmung erDer Krankheitserreger der Ruhpocken scheint gerade fcheint geeignet, Selbstentzündungen der Prestohlen zu hindern. 100 Jahre nach der Entdeckung der Schuhimpfung gegen die- Der Vorstand des Konsumvereins Südost sett in einer felben aufgefunden worden zu sein. Derfelbe hat fich lange genug an uns gerichteten Zuschrift auseinander, daß die kürzlich an den Nachforschungen zahlreicher Gelehrten entzogen. Der Entdecker dieser Stelle vertretene Anschauung über den sehr zweifelhaften ist ein Ruffe namens Kurloff. Man hat es hier merkwürdiger- Werth der Berliner Konsumvereine und deren Leitung wohl im weise nicht mit Batterien, sondern mit einem Parasiten zu thun, allgemeinen, aber nicht in Beziehung auf seinen Verein zutreffe. welcher dem der Malaria ähnlich ist. Unter dieser Form hat Jm Konsumverein Südost bestehe die Leitung zu drei Vierteln Kurloff das gefährliche kleine Wesen auf der Hornhaut nach einer aus Arbeitern und auch die Gehälter und VerfäumnißentschädiVerfuchsimpfung beobachtet, auch fonnte er feststellen, daß das- gungen hielten sich in mäßigen Grenzen. felbe sich durch Theilung und wahrscheinlich auch durch Knospung vermehrt. Es wohnt in dem Protoplasma der Hautzellen der Blattern, ohne den Kern der Bellen anzugreifen. Kurloff hat den Barasiten mit denselben Eigenschaften an verschiedenen Verfuchs thieren beobachtet und durch seine Einimpfung an solchen die charakteristischen Erscheinungen der Pocken erzeugen tönnen. Literarisches. Sindermann, Adele, Frau tontra Frau. 24 5. t. 80 Leipzig. Gg. Freund. 50 Pf. An dieser fleinen Schrift ist nichts Neues und erheblich Gutes als einige treffende Bemerkungen über die Berachtung der Arbeit bei der sogenannten höheren Damenwelt. mann 1896. " " der Gesellschaft wird, einem Bericht der Bossischen Zeitung" zufolge, in Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken" mit Sitz in Berlin und Zweigniederlassung in Karlsruhe umgeändert. Die Karlsruher Gesellschaft erhöht ihr Aktienkapital von 6 auf an die Gesellschaft Löwe, welch lettere dafür ihre eigene Waffen12 Millionen Mark und überträgt die 6 Millionen Mark Attien fabrik und ihr Interesse an anderen Waffenfabriken hergiebt. Von den 12 Millionen Mark Attien, auf welche das Aktien fapital der Karlsruher Fabrit nunmehr erhöht wird, behält die Löwe'iche Gesellschaft dauernd 4 Millionen Mart. Ein Kulturbild aus dem Staate der Sozialreform. Der Anz. f. d. H." schreibt: Ein Bild tiefsten Elends bot eine Steinschlägerfamilie dar, die gestern Abend bei der Polizei in Eine Liebestragödie. Eine Leiche, welche gestern Morgen Spandau ein Unterfommen für die Nacht begehrte. Es am Goldfischteich im Thiergarten mit einer Schußwunde am waren 6 Personen, Mann, Frau und 4 Kinder zwischen 2 und Kopfe ausgefunden wurde, ist als die eines 31 Jahre alten Poft 12 Jahre alt. Die ganze Habe der Leute bestand in einem affiftenten Richard Gehrke, der hier in der Georgenkirchstr. 36 mittelgroßen Planwagen, alte Betten und Lumpen darin hatten bei Frau Brüßhaver wohnte, festgestellt worden. Der Selbst bisher als Nachtlager gedient. Wegen der falten Witterung mord hängt mit einer Liebesgeschichte zusammen. Gehrte fuchten fie aber das Obdach des Polizeigewahrfams auf, das hatte, da er an einer Nervenfrankheit litt, im Sommer ihnen auch für die Nacht gewährt wurde. Hier haben sich bevorigen Jahres einen mehrwöchigen Urlaub nach dem sonders die Kinder recht wohl gefühlt. Heute Morgen, bevor Harz und lernte hier eine verheirathete Dame mit Bornamen die Karawane sich wieder in Bewegung setzte, haben Bewohner Anna aus Kattowitz kennen, die sich in ihn verliebte. Die Frau der Nachbarschaft den Leuten verschiedene alte warme Kleidungs. schrieb ihm, nachdem er nach Berlin zurückgekehrt, alle 2 Tage fücke und reichlich Eßwaaren geschenkt. Der Mann, der klein einen Brief und reifte felbft öfter auf acht bis vierzehn und verkrüppelt ist, spannt sich auf dem Marsche vor ben Wagen, Tage nach Berlin, um mit ihrem Geliebten zusammenzukommen, während die Frau hinterher geht und schiebt. Die Kinder lagern war aber schließlich so unvorsichtig, einmal ein Kind auf die im Wagen. Berhältniß und den Zweck der Reifen. Der betrogene Ehemann Reise mitzunehmen. Dadurch erfuhr ihr Mann von dem Liebestam noch im Laufe desselben Sommers zu Gehrke nach Berlin Schöneberg. Mit der Eingemeindungsfrage befaßte sich eine vorgestern stattgehabte Versammlung von VorortsMüller- Schöneberg, brachte die bekannte Erwiderung des Miniſters des Innern auf das Immediatgesuch an den Kaiser zur Die Wohlfahrts- Einrichtungen Berlins. Herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur. Berlin, E. Heyzu erleichtern, den Hilfsbedürftigen an die gerade für ihn ge- Ehemann gegen seine Frau Anna anstrengte, follte vor allen Berlesung, aus der zu ersehen sei, daß die Eingemeindung der Die Herausgeber verfolgen den doppelten Zweck, einmal es die Besuche der Frau aus. In der Scheidungsklage, die der eignete Unterstützungsstelle zu verweisen, andererseits hoffen sie, Gehrke Zeugniß ablegen. Dieser nahm im vergangenen Sommer Berliner Bororte zwar aufgeschoben, aber feineswegs aufgegeben durch ihre sehr umfassende Zusammenstellung zu einer ver- vier Monate Urlaub ohne Gehalt nach Amerika und mag wohl wäre. Lediglich der häufige Wechsel im Ministerium des Innern nünftigen Ausübung der Armenpflege anregen zu fönnen. In geglaubt haben, daß der Scheidungs- Prozeß unterdessen auch habe die Verzögerung der endgiltigen Lösung dieser Frage ver der That darf man den Herausgebern zugeben, daß in der ohne fein Zeugniß zu Ende geführt worden. Als Armenpflege, auf welche die Opfer der heutigen Gesellschaft zur er jedoch anfangs Oktober seinen Dienst wieder antrat, fchuldet. Einstimmig wurde folgende Resolution angenommen: Zeit nun einmal angewiefen find, manches beffer gestaltet mußte er erfahren, daß die Klage geruht hatte und die Haupt- Die Versammlung spricht sich dahin aus, daß an dem Gedanken werden könnte, wenn sich die Beute, die sich mit Wohlthätigkeit verhandlung auf den 6. November anberaumt worden war. Zu Die Verleihung des Städterechts tann nur für einzelne Vororte beschäftigen", etwas ernsthafter damit befassen wollten, anstatt diesem Termin follte er nun gestern erscheinen, ging aber nicht in betracht kommen und als eine befriedigende Lösung der mur in jedem einzelnen oft winzigen Bereinchen, unbekümmert um hin. Am Mittag verließ er seine Wohnung, nachdem er einen ähnliche Veranstaltungen, das Wohl der Menschheit zu erstreben. Brief an einen Kollegen in der Mauerstraße und an seinen Bater kommunalen Verhältniffe nicht angesehen werden. Der Ein Die Herren und besonders die Damen- Vorsitzenden würden dann allerdings sich nicht mehr ganz so wichtig und unentbehrlich geschrieben hatte. Seinem Kollegen hatte er die Absicht des gemeindungs- Ausschuß wird beauftragt, auch in Zukunft mit Selbstmordes mitgetheilt und zugleich mit dem Briefe die amt allen Kräften für Förderung der Eingemeindung, insbesondere Die Kenntniß der gesammten Armenpflege Berlins ist das Buch Abend in der Wohnung erschien, um womöglich den Selbst- utreten. finden, wobei die ganze Wohlthuerei etwas an Reiz verlöre. Für lichen Schlüssel, die er hatte, zugesandt. Als der Adressat gestern durch Absendung von Petitionen an die geeigneten Stellen einsehr interessant, denn hier tritt wie gesagt, sehr großes Material morb zu verhindern, war es schon zu spät. Gehrke hatte die mit großem Fleiß und anscheinend erschöpfender Vollständigkeit Wohnung schon verlassen und war nicht mehr aufzufinden. Am dargestellt, zum ersten Mal an die Oeffentlichkeit. Natürlich kann Goldfischteich machte er dann durch einen Revolverschuß seinem man noch viele andere schöne Sachen daraus lernen. Nicht nur, daß Leben ein Ende. eine Wohlthätigkeitsanstalt" 3/16 ihrer Einkünfte an die Gesellschaft zur Befehrung der Juden abführt, oder daß die Bettern Mit einem gefährlichen Kinderfreund hat man es an: bes xten Grades Anspruch auf die Wohlthaten eines edlen scheinend in der Person eines Mannes zu thun, der am Freitag Stifters haben, sondern auch, daß z. B. die städtischen festgenommen worden ist. Dieser hatte in der Adalbertstraße herbeigerufener Personen, den Gaul unter Zuhilfenahme von Abend auf Veranlassung eines Hausdieners in der Skaligerstraße besetzt sind, daß auf einige Jahre Bewerber faum vorgemerkt werden können, beobachtet, wie eine kleine Zeitungsausträgerin im Alter von daß die meisten Stiftungen so zahlreiche Bedingungen etwa 8 Jahren unausgesetzt von einem feingekleideten Herrn verfür ihre Wohlthaten vorschreiben, daß es leichter sein muß, nicht folgt wurde. Der Hausdiener veranlaßte die Siftirung des Berunter die Bestimmungen zu fallen, als gerade für einen be- dächtigen, der auf der Polizeiwache in der Kottbuserstraße sich stimmten Fall etwas zu erlangen, und so könnten wir noch eine als ein Doktor der Philosophie auswies und mit der Be= Auslese von erbaulichen Dingen aus diesem Buche zum besten bauptung sich zu rechtfertigen suchte, daß er das Kind einem geben. ihm bekannten Maler als Modell überweisen wollte. Die Kleine theilte mit, daß der Mann ihr für den Fall, daß sie mit ihm ginge, zwanzig Mart versprochen hatte. " = Ob die Wohlthätigen" die von den Herausgebern gewünschte Lehre ziehen oder sich nicht vielmehr durch die Fülle des bisher Geleisteten", das sie nun auf einmal übersehen, recht befriedigt fühlen, lassen wir dahin gestellt. Schwer verletzt wurde gestern Mittag durch einen Sturz vom Pferde in der Oranienstraße ein Trainsoldat vom 3. TrainAm Tage der Hubertusjagd war ein Berliner Arbeiter nach Machnow und Stolpe gewandert, um dort in den sumpfigen Niederungen jene Pflanzen zu sammeln, die von Aquarienbefizern zur Ausschmückung ihrer Bassins getauft werden. Zwischen Machnow und Teltow fand der Mann ein bis an den Hals im Sumpfe steckendes, gefatteltes Pferd, deffen Reiter nirgends zu fehen war. Mit vieler Mühe gelang es unter Beihilfe anderer Hebebäumen und Stricken wieder flott zu machen. Das Thier wäre sonst sicher elend zu grunde gegangen. Noch schwieriger als die Rettung des Pferdes, war es, dasselbe unterzubringen, da die Ortsbehörden der zunächst belegenen Ortschaften erklärten, daß die Fundstelle nicht in ihrem Amtsbezirte liege. Erst nach langem Umberirren fand das Thier eine Unterkunft im Stalle der Gutsherrschaft zu Machnow. Wenn der für sein Pferd so menig besorgte Reiter fich dort nicht meldet, fo wird das Thier fich voraussichtlich in einer gewiffen Zeit selbst auffressen, da aus seinem Erlöse zunächst die Futterkosten gedeckt werden müssen und der ehrliche Finder, der das Thier am Leben erhalten hat, würde leer ausgehen. Auf dem Nachhausewvege ermordet wurde der 84jährige Altfizer Dochow aus Grenz bei Prenzlau. Derselbe batte Altfizer Dochow aus Grenz bei Prenzlau. Derselbe hatte am Abend zuvor mit dem Knecht Heefe den Krug im benach barten Kremzow besucht, den sie beide in der Nacht gemeinschaft lich verließen. Auf der Landstraße stach nun Heese den Dochow nieder, schaffte dann eine Karre herbei, welche er jedoch in der Nähe der Blutthat stehen ließ. Der Thäter ist bereits verhaftet und in das Gerichtsgefängniß zu Prenzlau eingeliefert worden, doch leugnet er bis jetzt noch die That. liches Theater. nächst am 16., 17. und 19. November Berdi's Troubadour" gegeben. Bellealliance Theater wird auch heute Nachmittag 3 Uhr unter tannter Befegung aufgeführt. war an. " er -doch gegen mich haben und vielleicht Wegen Soldatenmißhandlung wurde der Unteroffizier erscheint. Herr v. Lipperheide hatte eine anonyme Broschüre um was es fich handelt. Sie sind beschuldigt, dem Kaufmann B. Geve vom Regiment der Garde du Korps in Potsdam zu einer unter dem Titel„ Die Modezeitungen und ihr Rabatt" erscheinen einen Brillantring gestohlen zu haben. Der Ring wurde bei Festungsstrafe verurtheilt, zu deren Verbüßung er nach dem laffen, nachdem vorher schon zwei auch von ihm verfaßte Ihnen gefunden, also werden Sie wohl ein offenes Geständniß Spandauer Feftungsgefängniß gebracht wurde. Geve hat einem Broschüren andere die Sortimentsbuchhändler berührende Fragen ablegen?" Angefl.: Stehlen wollte ich ihn nicht, ich wollte Soldaten feines Beritts, als dieser start erhitzt vom Dienst heim- behandelt hatten. In der letzten Schrift untersuchte der nur-Wors.: Aber, junger Mann, verscherzen Sie sich doch fehrte, einen Eimer mit faltem Wasser über den Kopf gegossen, Kläger an der Hand einer von ihm aufgemachten Berechnung die mildernden Umstände nicht. Sie sind, wie ich aus den Akten was zur Folge hatte, daß der Mann nahezu das Gehör verlor die Frage, wie viel ein Sortimenter bei dem Verkauf der ver- ersehen habe, anständiger Leute Kind und bisher unbescholten, und vom Militär entlaffen werden mußte. Wie hoch die Strafe schiedenen Modezeitungen verdienen tönne und er fam dabei zu geben Sie doch lieber der Wahrheit die Ehre. Sie haben als fie den Ring mitfür diese Brutalität war, meldet der Anz. f. d. H.", dem wir dem Ergebniß, daß bei einer ganzen Reihe solcher Zeitungen die vielleicht aus Eitelkeit gefehlt, Genommen habe ich ihn, das Anget!: diefe Nachricht entnehmen, nicht. Sortimenter aus dem Vertriebe nicht nur feinen Gewinn erzielen, nahmen? bestreiten, aber ftehlen wollte ich sondern, sogar mit Verlust abschneiden würden. Er hatte diese will ich ja nicht Beitungen, zu denen seine eigene Modenwelt" nicht gehörte, ihn nicht. Vors.: Wie können Sie nur so unverständig sein mit einem Trauerrand umgeben und dieser Trauerrand tehrte und solche Würgebänder machen! Wenn man etwas begangen auch in einer am Schlusse der Broschüre gegebenen Uebersicht hat, muß man auch den Muth haben, es einzugestehen. Angefl.: wieder. Auch Dies Blatt gehört der Hausfrau" Ich will ja auch die Wahrheit sagen, aber ich wollte wirklich den in der Broschüre zu jenen ชิน für den Sorti Ring nicht für mich behalten. Wenn ich nur erzählen dürfte, menter feinen Nutzen in Aussicht stehenden Blättern wie ich dazu gekommen bin.- Vors.( ungeduldig): Nun, denn gezählt worden. Die Berechnung, welche der Kläger erzählen Sie, aber Sie haben es sich selbst zuzuschreiben, wenn bezüglich dieses Blattes angestellt hatte, veranlaßte den An Sie bei der Strafabmessung härter angefehen werden. geklagten, ein Flugblatt herauszugeben und diesem darin vor- Angetl.: Ich war am 1. Juli nach Berlin gekommen und zuwerfen, daß er in bewußt unwahrer Weise einen falschen fand sofort Stellung bei dem Hoftapezirer H. Bors.: Ja, Abonnementspreis feiner Berechnung zu grunde gelegt und ein Sie sollen ein geschickter Mensch sein. Angell. Am 3. Juli " Pamphlet" verfaßt babe. In einer im Börsenblatt für den wurde ich von meinem Prinzipal nach der Kurfürstenstraße geKommerzienrath B., der einen Theater- Wochenchronik. Opernhaus: Sonntag, 8.: Die Afrt: Buchhandel" veröffentlichten Erklärung bezeichnete er es ferner schickt; ich sollte vom fanerin." Anfang 7 Uhr. Montag, 9.: Margarethe." Faust: Herr Emil Grge, fönigl. Kammersänger als Gaft. Dienstag, 10.:„ Das Helmchen am für unpassend", unter der Maske der Anonymität die Geschäfts- Salon neu dekorirt haben wollte, die Instruktion entgegen Als ich flingele, öffnet mir das Mädchen, Herd." Mittwoch, 11.: Die Hochzeit des Figaro."" Donnerstag, 12.: verhältnisse einer Konkurrenzfirma in unzutreffender Weise zu er- nehmen. Bajazzt." Die Puppenfee." Freitag, 13.:„ Die Sugenotten." Anfang 7 Uhr. örtern. Herr v. Lipperheide strengte darauf hin die Privatklage und führt mich in ein kleines Empfangszimmer. Aus der anConnabend, 14: Hänsel und Gretel." Bum 200 Male: Cavalleria rusticana." Er behauptete, daß er in dieser Broschüre lediglich eine stoßenden Stube kommt ein Herr heraus, dem ich mich vorstelle. Sonntag, 15.: Der Freischüß." Montag, 16.: Lohengrin." Lohengrin: Herr Emil Göße, als Gast. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Sonn- statistische Arbeit im Interesse des Sortimentshandels geliefert habe. Ach so", fagt er, ich habe gerade Besuch, aber es dauert nicht tag, 8. November: Kehraus."„ Eine." Montag, 9. Der Revisor. Der Angeklagte dagegen behauptete, daß die ganze Broschüre nur lange. Seßen Sie sich nur so lange, hier auf dem Tisch liegt Dienstag, 10.: Echiller's Geburtstag: Wilhelm Tell." Mittwoch, 11.: kebraus."„ Eine." Donnerstag, 12.:" 1812." Freitag, 18.: Rebraus." geschrieben worden sei, um dem schwindenden Prestige der ein Album mit Zimmer- Dekorationen, sehen Sie sich dieselben an, " Ene." Sonnabend, 14.: Leyte Liebe." Sonntag, 15.: Fauft." Anfang Modenwelt" Einhalt zu thun. Er blieb auch in der Verhand- es wird sie interessiven." Ich blieb nun allein im Zimmer und Da fand ich zwischen zwei Blättern 7 Uhr. Montag, 16:„ Kehraus."„ Eine." Neues tönig lung dabei, daß der Kläger wider besseres Wissen die falsche sab mir die Bilder an. Operntheater( Kroll). Conntag, 8.: Beiermäßigten Angabe gemacht habe, daß der Bezugspreis des Dies Blatt einen Brillantring liegen, wahrscheinlich hatte der Kommerziens Breifen: 31iny." Sonntag, 15.: Wohlthätige Frauen." Finger gezogen und hineingelegt, Deutsche Theater bringt Wiederholungen feiner letzten Movität, gehört der Hausfrau" 1,25 M. betrage, während er noch vor rath den Ring vom au martiren. Ich besah mir den Ring bes Schauspiels Freiwild" von Arthur Schnißler, außer heute Sonntag dem Erscheinen der Broschüre von dem Buchhändler Schulze um die Seite Abend, noch Dienstag und Donnerstag, sowie nächitfolgenden Sonntag Abend ob er mir paßte. und Montag. Montag, 9. Nov.mber, Mittwoch, Freitag und Sonnabend darauf aufmerksam gemacht worden sei, daß der Preis in Wahr- und ließ mich verleiten zu prüfen, werben Morituri" aufgeführt. Heute, Sonntag Nachmittag geht neu ein- beit 1,40. fei. Der Kläger wies jede unlautere Absicht mit Da hörte ich plöglich, daß die Thür hinter mir geöffnet wurde, studirt Der Kaufmann von Benebig" mit Herrn Reicher als Shylock in Entschiedenheit zurück und betonte, daß bei der Berechnung die Frage der Kommerzienrath führte feinen Besuch durch die Stube, verEzene, für nächfifolgenden Sonntag Nachmittag find Sannele's bimmel des Bestellgeldes eine Rolle spiele und er seinen Angaben über das abschiedete sich von ihm und wandte sich zu mir mit den fahrt" und" Ohne Liebe" angefeßt. Das Berliner Theater hat für diese Woche folgenden Spielplan entworfen: Renaissance" wird allabendlich Blatt des Beklagten fofort einen Nachtrag habe folgen laffen, Worten: So, nun fommen Sie." Das alles ging so schnell, daß mit Ausnahme des Fretians gegeben, an welchem Tage als 10. Abonnements in welchem er auch eine Berechnung bei einem Bezugspreise von ich den Ring nicht erst vom Finger ziehen konnte. Wir gingen Bornellung Die offizielle Frau" in Szene geht. Als Nachmittags- Borstellungen find für diesen Sonntag Des Meeres und der Liebe Wellen" mit Frau Geßner 1,40 M. angestellt habe. Die Verhandlung nahm geraume Zeit ins Nebenzimmer und hier theilte er mir seine Wünsche mit. Die Hände hielt ich immer als Sero und für nächsten Sonntag König Heinrich" angesetzt worden. in Anspruch. Sie endete mit der Freisprechung des Angeklagten Ich stand Höllenqualen aus. Der Spielplan des Neuen Theaters bringt in der ganzen Neugebauer. Der Gerichtshof war der Ansicht, daß der An- auf dem Rücken und versuchte unablässig, den Ring vom Finger nächsten Woche den Schwant Bocksprünge", dem Hartleben's Plauderet " Die fittliche Forderung" vorangeht. Seute Nachmittag gelangt„ Der Hütten- geklagte diese anonyme Schrift sehr wohl als eine Angriffsschrift zu ziehen, ich wollte ihn dann unbemerkt auf irgend einen Tisch beſtzer", Sonntag, 15. November, nachmittags„ Der Rabenvater" zur Auf- habe betrachten tönnen, die geeignet sei, ihn geschäftlich zu legen. Aber durch die Angst und Verlegenheit waren mir die führung. Im Schiller- Theater wird Sonntag Abend die Nestroy'sche schädigen. Er habe auch des Glaubens sein können, daß der Finger gequollen, es war mir unmöglich, den Ring herunter Boffe Der Berriffene" in Verbindung mit kleift's einattigem Luftspiel ,, Der zerbrochene Krug" gegeben, in der Nachmittags- Vorstellung tommt Emilia Kläger nicht forrekt gehandelt habe, wenn er troß der ihm ge- zu bekommen. Ehe ich mich versah, befand ich mich wieder Galotti" zur Aufführung. Montag geht Halm's dramatisches Gedicht er wordenen berichtigenden Mittheilung bezüglich des Preises draußen, ich weiß selbst nicht, wie ich dazu gekommen bin. Aber Sohn der Wildnis" in Szene, Dienstag, 10. November, zur Feter" von den richtigen Preis nur einer Nachtragsberechnung zu grunde stehlen wollte ich den Ring hier brach ihm die Stimme Schiller's Geburtstag, zum ersten Male, Demetrius", historisches Trauerspiel Vors.: Na, na, die Bein vier Aufügen, mit Benutzung des Schiller'fchen Bruchstücks bis zur Ber- legte: Dem Angeklagten sei deshalb der Schutz des§ 193 zuge ganz gewiß nicht, so wahr wandlung im zweiten Att, von Otto Stevers. Mittwoch, Freitag und Sonn- sprochen worden, über dessen Rahmen bei der ganzen Sachlage theuerungen laffen Sie nur, das fennen wir schon. Warum in abend tommt Hartleben's Schauspiel„ Ein Ehrenwort" zur Wieder: auch das scharfe Wort„ Pamphlet" nicht hinausgehe. aller Welt haben Sie denn nicht dem Herrn reinen Wein einholung. Der Wilhelm Müller- Abend", den das Schiller- Theater heute geschenkt und gesagt: Entschuldigen Sie, ich bin neugierig geSonntag im Bürgerfaal des Rathhauses veranstaltet, umfaßt Dichtungen Das Soldatenleben eines durch Epilepfte geiftestrant gewesen, hier ist der Ring?- Angefl.: Herr Präsident, es aus allen Werten Wilhelm Müller's, vorgetragen von den Mitgliedern wordenen bemitleidenswerthen Menschen wurde in einer Ver- wäre ganz gewiß beffer gewesen, wenn ich dies gethan hätte, des Schiller- Theaters. Die Müller- Lieder von Fr. Schubert singt Herr Barnecow und einen einleitenden Vortrag hält Dr. R. Löwenfeld.- In handlung illustrirt, welche gestern vor der zweiten Straffammer der Gedanke schoß mir auch durch den Kopf, aber wenn dem Drama Wohlthäter" von Mar Halpern, das am 15. November nach am Landgericht II stattfand. Der Kutscher Anton Drewniad Sie mir nicht glauben wollen, daß ich nicht habe stehlen wollen, mittags im gentral- heater erstmalig in Szene geht, wird Fräulein war beschuldigt, in einem Falle 5 Mart unterschlagen, in einem warum sollte der Herr mir denn glauben? Mißtrauen würde Lur( vom Neuen Theater) die weibliche Hauptrolle spielen. Jm Ostend= Theater gelangt am Sonntag Nachmittag Knetfel's Schwant Der liebe andern Falle aber einen Betrug in Höhe von 1,25 Mart begangen gehabt Dntel" zum legten Male zur Aufführung; abends Der deutsche Michel". Für das Theater des Westens ist folgender Wochen- Spielplan festgesetzt haben. Aus dem Gefängnisse heraus war dem Angeklagten würde er meinen Brinzipal unter Mittheilung des Vorworden: Der neue Schwant von Robert Wisch" Der dritte Mann" wird der Ruf vorausgeeilt, daß derselbe den„ wilden Mann" mache gefallenen ersucht haben, ihm einen anderen jungen Mann zu heute, Montag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend wiederholt. Am und zuweilen hochgradige Tobsucht simulire, weshalb besondere fchicken. Meine Stellung wäre so wie so verloren gewesen. Donnerstag wird das Schauspiel Treue" gegeben und am Stenstag zum ersten Vorsichtsmaßregeln getroffen worden waren. Diefer bedurfte vors.: Nach zwei Stunden hat bereits ein Kriminalbeamter Male Schiller's Maria Stuart" mit Fräulein Bartany in der Titelrolle. Die es allerdings nicht, der Angeklagte erste Wiederholung dieser Tragödie findet am nächsten Sonntag Nachmittag folgte vielmehr Nachfrage bei Ihnen gehalten und ihm haben Sie den Ring ftatt. Im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater wird zu willig wie ein Lamm, doch machte er den Eindruck der Geistes sofort herausgegeben? Angetl.: Jawohl. Vors.: Ich 3m abwesenheit. Nur mit Mühe vermochte der Vorsitzende, Land- bitte um Antrag, Herr Staatsanwalt. Der Staatsanwalt hält Leitung von Julius Türt Nestroy's 2umpacivagabundus" in be- gerichts- Direktor Stüber, ein Wort aus ihm herauszubringen. eine kurze Rede. Er behauptet, daß der Angeklagte wohl schwerDer als psychiatrischer Sachverständiger zugezogene Gefängnißlich einen Menschen finden werde, der ihm das geschickt aus arzt Medizinalrath Dr. Menger flärte dies dahin auf, daß gedachte Märchen glaube. Bei der Höhe des Objekts und bei der Angeklagte noch unter dem Drucke eines in den letzten Tagen der Dreiftigkeit, mit der der Angeklagte geleugnet habe, be erlittenen schweren epileptischen Unfalles stehe, indessen sei der antrage er eine Gefängnißftrafe von 14 Tagen. Das junge Für alle Stadtbahn- Paffagiere ist eine Entscheidung von selbe wenn auch im beschränkten Sinne verhandlungsfähig. Mädchen erstickt einen Aufschrei dadurch, daß es das Taschentuch Bedeutung, die gestern das Kammergericht in letzter Instanz be- Ferner deponirte der Sachverständige, er babe sich die gegen den Mund preßt.- Bors.( den Angeklagten lange und scharf ftätigte. Eine Buhmacherin fuhr an einem Sonntag auf der Militärakten des Angeklagten, gedient ansehend, als wolle er den Grund seiner Seele erforschen) Stadtbahn allein in einem Koupee zweiter Klasse, als plöhlich habe, schicken lassen und daraus zu seinem Staunen ersehen, Angeklagter, haben Sie noch etwas anzuführen? bie Roupeethür auffprang. Das Fräulein bemühte sich, die daß der Angeklagte beim Militär 21 Bestrafungen tlagter( einen verzweifelten Blick nach dem Zuhörerraum Thür wieder zu schließen, aber in demselben Augenblick in der Gesammthöhe von 1/2 Jahren erlitten werfend): Ich wollte bei Gott nicht stehlen. Borsigender: braufte ein Bug aus der entgegengefeßten Richtung babe. Eine solche Häufigkeit von Bestrafungen innerhalb eines Dann wird sich der Gerichtshof zur Berathung zurückziehen. heran und zertrümmerte die Thür. Die Jusassin des verhältnißmäßig furzen Beitraumes swinge ihn, fofort an Wie ernst sieht er aus, wie furchtbar ernst! Roupees wurde durch die Glassplitter der Fensterscheibe eine geistige Anomalie zu denken. Die Militärakten Die Berathung dauert nur wenige Minuten. schwer verlegt, sie ist in ihrer Erwerbsfähigkeit dauernd gestört, hätten aber weiteren Aufschluß gegeben. Angeklagter sei schließlich winnender Zug liegt um den Mund des Richters. da fie die Sehkraft des einen Auges fast völlig eingebüßt hat. in die Strafabtheilung versezt worden. Hier babe flagter, Sie sind freigesprochen. Was Sie uns erzählt haben, ist Die Erfazansprüche, die sie aus dem Unfall gegen den Fistus man bemerkt, daß derselbe zeitweilig von überaus heftigen fo rein menschlich, daß wir Ihnen geglaubt haben. Sie find herleitete, wurden von diesem aus zwei Gründen bekämpft. Es epileptischen Anfällen befallen wurde, die ihn viele Stunden tein Dieb! Geben Sie nach Hause. Auf dem Flur hängt wurde angeführt, daß die Dame in dem Augenblick, als die lang in völliger Bewußtlosigkeit fefthielten. Nach das junge Mädchen an seinem Halse. Es weint Freudenthränen. war der Batient stets vollständig geistig Otto, Otto, wie wird unsere Mutter glücklich sein!" Thür auffprang, in eine der entgegengesetzten Ecken des leeren solchen Anfällen Es zeigte fich bei ihm ein völlig direktionsloser Ruppees hätte flüchten sollen, dann wäre sie von dem Unfall anormal. Die Zahl der Haberer, die sich noch im Münchener Unters verschont geblieben, und ferner erklärte der Fistus, Wille und eine wesentliche Herabminderung seiner Intelligens. fuchungsgefängniß befinden, wird jetzt auf ca. 120 angegeben. die Thüren würden bei der Abfahrt ftets so forg- So zerschnitt er eines Tags muthwillig seinen neuen Zivil: Darunter find mehrere, die auch in dem jüngst zur Verhandlung fältig gefchloffen, daß die Deffnung derselben während der Anzug, am anderen Tage seine Uniform. Einmal schrieb er Fahrt wahrscheinlich durch die Schuld der Jusassin erfolgt sei. zahlreiche Kleine Bettel und lebte dieselben außer auf seine Uni- gekommenen Prozeß abgeurtheilt wurden. In diesem Jahre Für das letztere Argument verneinte der Gerichtshof jeglichen form an Gewehr und Settengewehr. Er wurde fchließlich auf tommt es jedoch zu feiner gerichtlichen Verhandlung mehr. Beweis, und auch bezüglich des ersteren Punktes gab er bem fechs Monate nach dem Garnisonlazareth in Königsberg geschicht angeblich sollen die Beschuldigten in vier Partien vor Gericht gestellt werden. Vertreter des Fiskus feineswegs zu, daß die Dame in eine Ecke bebufs Beobachtung seines Geifteszustandes. Von hier wurde er hätte flüchten müssen, vielmehr erklärte er das Bemühen, die als ziemlich unbrauchbar"( ohne Pension) entThür zu schließen, für den geeignetsten Weg, einen drobenden laffen. Wenn nun auch eine gewisse Störung und Abschwächung Unfall zu vermeiden. Den Entschädigungsansprüchen der der Geistesthätigkeit des Angeklagten vorhanden fei, fo sei doch Klägerin wurde daher prinzipiell stattgegeben, die Ermittelung dieselbe nicht so groß, daß eine vollständige Störung der freien Versammlungen waren in anbetracht der wichtigen Tagesordnung der Höhe der ihr zuzubilligenden Summe oder Rente wurde einem Willens bestimmung im Sinne des Gesetzes angenommen werden nicht genügend besucht. Hauptsächlich fehlten die älteren Kollegen, tönne. Auf grund dieses Gutachtens mußte der Gerichtshof eine die doch den jüngeren mit Rath und That vorangehen sollten. Bestrafung eintreten laffen. Unter Berücksichtigung der Eine für den Hotelbetrieb wichtige Frage beschäftigte obwaltenden Umstände erkannte der Gerichtshof trotz einiger hat man seine Schuldigkeit noch nicht gethan, sondern es ist auch Es ist nicht genügend, seine Beiträge zu bezahlen, damit allein gestern die 9. Straffammer des Landgerichts I. Der Direttor Borstrafen des Angeklagten wegen gleicher Delifte nur auf bat man feine Schuldigkeit noch nicht gethan, sondern es ist auch Pflicht jedes Kollegen, die Versammlungen zu besuchen, denn nur des Zentral- Hotels, Friedrich Otto, war mit einem Straf das Strafminimum von drei Monaten und drei Tagen mandat bedacht worden, weil an einem Sonntage in der zum Gefängniß und rechnete auch die zweimonatliche Untersuchung zusammenhalt fund thun. Indem ich auf das heutige Inserat durch gut besuchte Versammlungen fönnen wir unseren festen Zentral Hotel gehörigen Waschanstalt gearbeitet worden war. haft bis auf die letzte Stunde auf die Strafe an. Nach der Auf Antrag richterlicher Entscheidung erkannte das Schöffen- Verkündung dieses Urtheils fragte der Angeklagte:" Wieviel habe aufmerksam mache, ersuche ich jeden organisirten Kollegen, in der gericht auf Freisprechung, indem es annahm, daß die Wäscherinnen ich gefriegt?" Vorsitzender:„ Haben Sie das nicht ver- darin angekündigten Versammlung zu erscheinen, und jeden noch zum Gesinde gehörten, weil dieselben im Hotel Wohnung und standen?" Angell.:" Ich weiß nicht, aber wenn es viel ist, nicht organisirten, sich unserer Sache anzuschließen, denn nur Betöftigung erhielten. Der Staatsanwalt, der den entgegen bann verurtheilen Sie mich gleich zum Tode!" Es gelang aber vereint können wir zu unserem Ziele gelangen, unfere traurige gesetzten Standpunkt vertrat, legte Berufung ein. Derfelbe ftüßte bem Gerichtsdiener, ihn zu beschwichtigen, und nun folgte er age zu verbessern. Der Vertrauensmann: F. Fischer. fich auf das Gutachten des Gewerbe- Inspektors, der den Wäschereiwillig in das Gefängniß zurück. Jeder Kommentar würde die betrieb im Zentral- Hotel deshalb schon für einen fabrikmäßigen Wirkung dieser militärisch- bürgerlichen Rechtstragödie nur abhielt, weil dabei ein Motor und ein Dampfteffel zur Anwendung schwächen. Nur eine Frage, wenn der Mann reich und aus fämen. Auch seien die Wäscherinnen schon um deshalb nicht als„ guter Familie" wäre, so daß die nöthigen Gutachten" hätten zum Gesinde gehörig anzusehen, weil fie Monatsgehalt beigeschafft und vor allem bezahlt werden können, ob dann erhielten und eine eine dreitägige Kündigungsfrist vereinbart wohl das Urtheil nicht anders ausgefallen wäre. war. Diesen Ansichten trat der Bertheidiger Rechts- Der Diamantring. Im Anklageraum ftebt ein junger ftrengen, um unsere Kandidaten bei den dort stattfindenden anwalt Leopold Meyer in längeren Ausführungen entgegen. Mann. Er macht einen guten Eindruck. Häufig richtet er seine Vorstands Ersazwahlen durchzubringen. Der Gerichtshof war der Ansicht, daß die Wäscherinnen nicht Blicke nach dem Zuhörerraum, auf ein junges Mädchen, das sich Kollegen, erscheint Mann für Mann und ftimmt für zum Gesinde, sondern zu den Gewerbegehilfinnen zu rechnen in die äußerste Ecke der langen Bank gedrückt hat und ersichtlich folgende Kandidaten: Gustav Knebel, Karl Brüschte. feien, welche ausschließlich für den Hotelbetrieb angenommen schwere Seelenqualen duldet. Der Angeklagte wirft ihm noch August Werner, Gustav Meyer wären. Aber andererseits sei die Wäscherei als ein durchaus nothwendiger Theil des Hotelbetriebs anzusehen und die von dem einen ermuthigenden Blick zu, als der Gerichtshof eintritt. Das und Berthold Streitner auf 1 Jahr. Des weiteren wir darauf aufmerksam, daß anfangs Des Bertheidiger nach dieser Richtung hin gemachten Ausführungen junge Mädchen wendet die Thränen umflorten Augen dem Bor: machen müffen als zutreffend erachtet werden. Die Berufung des Staats- fizenden zu. Er sieht so streng aus. Wie kalt und geschäfts- zember die Delegirtenwahlen stattfinden; jedes Mitglied anwalts sei deshalb verworfen und die sämmtlichen Kosten, ein- mäßig es flingt, als er seinen Play einnimmt mit den Worten: ist verpflichtet, zur Aufstellung der Kandidatenliste seine KrankenDie Sigung ist eröffnet; als erste Sache steht die Diebstahls. Kaffenbuch- Nummer, sowie feinen Vor- und Zunamen entweder schließlich der durch die nothwendige Bertheidigung entstandenen, fache gegen den Tapezirergehilfen M. an."" Oh, mein Gott! an Kollegen August Werner, Bärwaldstr. 9, oder an jeien der Staatstaffe auferlegt worden. mein Gott!" schluchst das junge Mädchen und preßt frampf Kollegen Hermann Kamp, Kleine Rurftr. 6/7, Hof rechts I, Eine die Buchhändler- Kreise intereffirende Privatklage haft das Taschentuch zwischen den Händen. Der Vorsitzende einzusenden. Ausdrücklich betonen wir, daß mit dem Eintragen Rührszenen Hören Sie mal, fönnen wir beschäftigte gestern die 149. Abtheilung des Schöffengerichts sieht auf. Hören in die Kandidatenliste Eure Thätigkeit nicht erledigt ist, sondern unter Vorsitz des Amtsrichters Gericke. Die Klage war von dem hier nicht gebrauchen, wenn Sie weinen wollen, müssen Ihr vielmehr verpflichtet seid, am Tage der Wahl zu erscheinen Verleger der Modenwelt" Franz v. Lipperheide angestrengt Sie den Saal verlassen." Ach, bitte, bitte, laffen und Gure Stimme abzugeben. Und nun vorwärts, durch Kampf und richtete jich gegen den Verlagsbuchhändler Franz Neu- Sie mich, ich werde mich schon beherrschen und ganz still zum Sieg! J. A.: Johannes Hoffmann, Friedenstr. 7. ebaner, Mitinhaber der Firma Friedrich Schirmer, in fein." Das muß ich mir allerdings ausbitten." Nun fieht Der Streik der Tabakarbeiter in Fürstenwalde dauert, beren Berlag die Zeitung Dies Blatt gehört der Hausfrau" der Vorsitzende den Angeklagten prüfend an. Sie wissen ja, wie die Märt. Voltsstimme" berichtet, unverändert fort. Aus " Gerichts- Beitung. besonderen Verfahren überlaffen. ge " " " " . in Stettin 00 " Gewerkschaftliches. Ange= Ein ge Ange An die Steinarbeiter Berlins! Kollegen! Die letzten = An die Mitglieder der Orts Krankenkaffe für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelslente und Apotheker zu Berlin. Am 12. November abends 1/29 Uhr wird in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20, die Generalversammlung der genannten Kaffe abgehalten. Es ist Pflicht jedes Delegirten, zu erscheinen. Wie bekannt, müssen wir uns aufs äußerste anDarum, einem Zirkular der Streifenden ist zu ersehen, daß die Fabrikanten der Genosse Neumann Nowawes über den Gothaer Eisenbahnunglück. Aus Straßburg( Elf.) wird der„ Franks, Bigarren aus Süddeutschland beziehen, um ihre Kunden zu be- Parteitag Bericht erstattete. Nachdem Redner alle Verhandlungs- 3tg." telegraphirt: Gestern Abend fand zwischen 8 und 9 Uhr bei friedigen. Um es aber für die Zukunft weniger mit den männ- punkte des Parteitages furz besprochen, fommt er zu dem Settingen auf der Linie Obermodern- Saargemünd ein Zusammens lichen Arbeitern zu thun zu haben, ist man eifrig bemüht, junge Schluffe, daß derselbe zur Zufriedenheit der Parteigenoffen stoß zwifchen einem einfahrenden und einem rangirenden GüterMädchen als Roller anzulernen. Diese armen Wesen müssen feine Arbeiten erledigt habe und die fichwie auch ihre Kolleginnen in Frankfurt a. D.- tontraft- unserer Gegner, der Parteitag würde eine Spaltung der geschleudert. Der Materialschaden ist erheblich, Menschenleben Hoffnungen zug statt. Mehrere Wagen wurden den Bahndamm hinunters lich zu einer dreijährigen Lehrzeit verpflichten. Sozialdemokratie zeitigen, wieder einmal jämmerlich zu schanden sind nicht zu beklagen. zuhalten. den die Maifeier in der vorwärts Aus Lübeck. Das Emaillirwerk Thiel& Söhne hat geworden sind. Nach Eintritt in die Diskussion ergreift zunächst eine Erklärung erlaffen, worin auf die neuerlichen Forderungen Frau Mesch das Wort und tabelte, daß die Frauenagitation befferung des beschwerlichen, umständlichen Landens der Bassa Der Gemeinderath von Helgoland beschloß, behufs Vere der Ausständigen u. a. erwidert ist, daß der Streik für die Firma nicht die nöthige Unterstützung seitens der Genossen findet. Es befferung des beschwerlichen, umständlichen Landens der Passa gegenstandslos geworden sei, weil ihr zur Fortsetzung des Betriebes wäre Pflicht der Männer vor allen Dingen, die eigenen Frauen giere durch Ruderboote, die Anlage einer großartigen Dampfermehr als genügend" Arbeitskräfte zur Verfügung ständen. Keiner aufzuklären. Siegerist stimmt im großen ganzen der Vor- Landungsbrücke. Die Geldmittel sind hierzu, wie die„ Frankf. der am Streik hervorragend betheiligten werde wieder eingestellt rednerin zu, giebt aber auch gleichzeitig zu bedenken, wie viele Beitung" meldet, bereits bewilligt. Die nächstjährige Dampfers werden. Dem gegenüber erklärt der Lübecker Volksbote", daß Männer denn eigentlich hierzu im stande wären, diese verbindung wird erheblich vermehrt. Die Befestigungsarbeiten der Streit außerordentlich gut ftebe; die Stellen der Aufklärungen zu bewirken. Daß dies nicht geschehen kann, find nahezu beendet. gelernten Arbeiter feien auch nicht im entferntesten einigermaßen daran ist lediglich unsere Erziehung schuld. Flemming Ueber die schimpfliche Stellung, welche die Lehrer vor besetzt", und von den Streitbrechern hätten einige die Arbeit mißbilligt die Angriffe des Genossen Schmidt einem Menschenalter selbst noch in Baden eingenommen haben, gegen bereits wieder niedergelegt. Quarck und behauptet entgegen dem Referenten, daß giebt eine Reminiszenz des Badischen Landesboten Auskunft. Zuzug von Metallarbeitern aller Branchen ist streng fern- nicht zurückgegangen ist. Auch Görde vertritt diesen Stand- Dr. Knies, der bekannte Nationalökonom der Heidelberger ganzen Partei aber Das Blatt meldet: Der hochbetagte Geheime Rath Professor punkt und fügt noch hinzu, daß in diesem Jahre weit weniger Universität, ist fürzlich in den Ruhestand getreten. Knies Achtung, Buchbinder! Der Streit der Buch binder Maßregelungen wegen der Maifeier vorgekommen wären, als in war in den sechziger Jahren Direktor des badischen und verwandten Berufe in Hamburg- Altona bauert un den verflossenen Jahren.- Ueber die Presdebatte des Parteitages Oberschulrathes, mußte aber infolge der gegen ihn eins verändert fort. Im Streit stehen augenblicklich noch 85 Gehilfen, spricht derselbe seine größte Zufriedenheit aus; auch die Kassen geleiteten Seßereien sein Amt aufgeben. Es wird nun dacan darunter 23 Berheirathete( mit 40 Kindern) und 102 Frauen und verhältnisse seien garnicht zu fritisiren, denn die wirthschaftlichen erinnert, daß Knies, der für das Wahl der Lehrer, ins. Mädchen. Der Zuzug ist ftrengstens fernzuhalten. Arbeits- Verhältnisse laffen es eben nicht anders zu. In der Frauen- besondere der Volksschullehrer, in anerkennenswerther Weise bes gelegenheit ist keine vorhanden. Wir ersuchen alle Kollegen des frage steht Redner auf dem Standpunkt, daß die Frauen- forgt war noch heute ist sein Bild in vielen Schulhäusern zu In- und Auslandes, hiervon Notiz zu nehmen. agitation wohl zu unterstüßen fei, legt aber größeren Werth finden sich auch dadurch ein eigenartiges Verdienst erworben Die Kommission. auf die Aufklärung der Frauen und Kinder in der eigenen hat, daß er der Urheber der Lehrerbärte in Baden ist. So Ein intereffantes Eingeständniß machen die„ Hamburger Familie. Nach einem kurzen Schlußwort des Genossen Neu- sonderbar es flingt, so ist es doch Thatsache, daß, bevor Knies Nachrichten", indem sie über die Haltung der Polizei beim Streit mann erfolgt der Bericht der Vertrauensleute. Nach diesem die Leitung des Oberschulrathes übernahm( 1862), fein Lehrer in der Wagenführer der Straßenbahn schreiben:" Die Polizei- belaufen sich die Einnahmen auf 990,82 M ,, die Ausgaben auf Baden sich im Glanze eines Schnurrbartes oder gar eines behörde soll nur insoweit im Interesse der Direktion gehandelt 448,30 M., so daß ein Bestand von 542,52 verbleibt. Jm ganzen Vollbarte 3 präsentiren fonnte, da die geistlichen Orts. haben, als sie den Streit von vornherein zu wurden neun Versammlungen abgehalten. Nach einer sich an schulinspektoren und die diesen vorgefekten geistlichen Behörden unterdrücken versuchte, wie es ja auch ihre Pflicht den Bericht anschließenden kurzen Debatte über bessere Vertreibung daran Anstoß nahmen. Die frommen Herren wollten eben nur war. Dagegen hat fie, wie verlautet, sich sich geweigert, von Parteibous c. wird den Vertrauensmännern auf Antrag der Leute haben, die glattrafirt waren und zwar nicht nur äußerlich, provisorisch Eingestellten Scheine über ihre Be Revisoren seitens der Versammlung Decharge ertheilt. Bei der sondern auch in ihrer Gesinnung. Erst mit dem Amtsantritt des fähigung auszustellen. Von einer direkten Stellungnahme der hierauf vollzogenen Wahl der neuen Vertrauensleute wurde Oberschulraths- Direttors Dr. Ruies änderte sich dies. Herr Behörde gegen die Fahrer, wie diese in ihrer Versammlung fo tube als Vertrauensmann und Schlender als Stell- Rnies trug nämlich selbst einen wohlgepflegten Backenbart und sehr beklagt wurde, kann also nicht die Rede sein." vertreter gewählt. Ein Antrag der Frau Mesch, die ließ ihn sich nicht nehmen. Einige Untergebene, die dieses Wunder Abrechnung der weiblichen Vertrauensperson entgegen zu nehmen, schauten und sahen, daß auch später der Vollbart blühte und geIn Ottensen dauert der Streit des Personals der J. Stock- wurde nach längerer Debatte angenommen und berichtete dieb, ahmten darauf das Beispiel ihres Vorgesetzten nach, andere schen Schuhfabrik unverändert fort. Buzug ist streng fern- Frau Bielas, daß ihre Einnahme 6,70 m. betragen habe, welche folgten, und so kam allmälig auch in Baden der Lehrerbart zu zuhalten. Alle Sendungen sind zu richten an Robert Otto zur Agitation verwandt wurden. Bei der Neuwahl der weiblichen Ehren. Heute noch muthet man vielentheils den Lakaien zu, bei J. Rock, Große Rainstr. 21, Ottensen. Bertrauensperson stellt Sellin den Antrag, heute hiervon abzusehen, ohne Schnurrbart herumzulaufen. Im Grunde fühlen sich troß Aus Solingen. Die Bergische Arbeiterstimme" ba nur wenige Frauen anwesend seien, und diese Neuwahl in einer erlaubter Bartzierde auch in der Gegenwart noch manche Lehrer veröffentlicht folgende Erklärung: Von gewisser Seite werden demnächst einzuberufenden Frauenversammlung vornehmen zu lassen. als Bediente der weltlichen und geistlichen Obrigkeit. bezüglich des Segerpersonals der Genossenschafts- Buchdruckerei einem furzen Bericht des Vertreters der Lokalkommission und stand am Freitag Abend vor Beginn der Vorstellung Feuer, Diefer Antrag wird mit großer Majorität angenommen. Nach In dem Logengange des Karl- Theaters in Wien ents falsche Gerüchte in Umlauf gesetzt. Um diesem entgegenzutreten, fei hiermit folgendes festgestellt: Das gesammte Bersonal, mit nachdem die Genossen Lüttke, Pfeiffer und Fähnert in lettere welches zwei Logen ergriff und deren Draperien zerstörte.£ as Ausnahme von zwei Schriftsegern, gehört dem Verbande der neu gewählt waren, schließt der Vorsitzende die Versammlung Theaterpersonal fonnte das Feuer löschen. Wie sich herausstellte, deutschen Buchdrucker, also der Berufsorganisation, an. Die zwei mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie. war der Logenvorhang mit Petroleum getränkt, so daß Brands Nichtverbandsmitglieder haben jedoch schon vor vier Wochen dem Ortsverein von ihrer Absicht, dem Verbande beizutreten, Kenntniß polirer hielt am 2. November in Nofter's Salon ihre regel wurden von unbekannten Thätern Kunstwerke, Bilder, im Werthe Rigdorf. Die hiesige Bahlstelle des Verbandes der Möbel. Stiftung vermuthet wird. Aus der Villa der Fürstin Stirbey in Asnières gegeben und um Aufnahme ersucht. Aus dem Umstande, daß die mäßige Bersammlung ab, in der Massatsch in einem Aufnahme der beiden Seger bis jetzt nicht erfolgt ist, lag der recht interessanten Vortrag über Bourgeoisie und Proletariat von 300 000 Frts. sowie alter Schmuck gestohlen. Genossenschafts Buchdruckerei keine Veranlassung vor, dieselben sprach. Unter Verbands Angelegenheiten wurde beschlossen, Ueberschwemmung in Italien. Durch eine gestern bei zu entlassen." die Hilfszahlstelle in der Knesebeckstraße aufzuheben. Es besteht Bracca niedergegangene große Lawine wurde die Mündung des Eine Schneiderversammlung in Effen beschloß, den Vor- mithin nur eine Bahlstelle und zwar die bei Restaurateur Serio- Flusses verstopft, so daß die Waffermassen einen großen stand der dortigen Filiale des Schneiderverbandes zu beauftragen, Babenschneider, Hermannstr. 198. Die Versammlungen finden nach See bilden. Mit dem Beseitigen der Erdmassen wird heute be stand der dortigen Filiale des Schneiderverbandes zu beauftragen, wie vor jeden ersten Montag im Monat bei Nofter, Knesebeckstr. 49, gonnen werden., an das Gewerbegericht das Ersuchen zu stellen, Er hebungen über die Zustände in den Konfettions. statt. Hierauf wurden einige Werkstatt- Mißstände besprochen Im Asow'schen Meere wüthete dieser Tage ein entfeybranchen Effens unter Buziehung von Fachleuten zu ver- und die Mitglieder darauf hingewiesen, falls sie Beschwerden oder licher Sturm. Es sind viele Unglücksfälle auf See vorge anstalten. Werkstattmißstände vorbringen wollen, dies in der Sigung der kommen. Einzelheiten fehlen jedoch noch. Filialverwaltung, welche jeden dritten Mittwoch im Monat bei Babenschneider, Hermannftr. 198, stattfindet, zu thun. Bum Schluß wurden die nichtorganisirten Kollegen vom Bevollmächtigten aufgefordert, dem Verband beizutreten und die Versammlungen fleißig zu besuchen. B " Die Eisenbahn- Arbeiter Magdeburgs haben, wie ihre Rollegen in anderen Drten, ebenfalls einen Verein gegründet. Derselbe bezweckt die Hebung der wirthschaftlichen Lage seiner Mitglieder, deren Unterstüßung in Krankheit und sonstigen Nothfällen und die Pflege der Geselligkeit. In Leipzig beschlossen die Lithographen und Steinbruder, feine Arbeiten für jene auswärtigen Firmen zu machen, wo die Berufsgenossen im Streit stehen. Eine Schuhmacherkonferenz für das nördliche Bayern ist von der Agitationskommission dieses Distrikts auf Sonntag, den 13. Dezember, nach Bamberg einberufen. Es soll über Schritte berathen werden, die zu thun sind, um die mißliche Lage der Schuhmacher Nordbayerns zu verbessern. Vermischtes. = = Wie aus New York berichtet wird, beruht die Nachricht, der Schnelldampfer der Hamburg Amerika Linie"" Fürst Biss marc" sei eingefchleppt worden, auf einem Irrthum. Das Schiff fam zwar mit Schaden an der Steuerbord- Kurbelwelle, aber ohne irgend welche fremde Hilfe an. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend abends von 6-7 Uhr statt. Eine neue Brüsewikerei. Der in Glogau erscheinende „ Niederschlesische Anzeiger" schreibt: Ein Vorfall à la Brüse wit, der sich am vorigen Sonnabend in einem hiesigen Lokal er. eignete und der leicht einen ähnlichen Ausgang hätte nehmen O. 8. 22. Ihre beiden Fragen lassen sich im Briefkasten können wie die Karlsruher Affäre, wird hier viel besprochen. nicht beantworten, fragen Sie einen Arzt. In dem Weinzimmer dieses Lotals gerieth ein junger Offizier, J. Sch., Buchdrucker. Bringen Sie die Sache in Ihrer der stark angetrunken war, in Gegenwart der Wirthin Gewerkschaft zur Sprache. und der Kellnerin in Streit mit Der einem Zivilisten. Das Sekretariat des Verbandes der TextilReimann. Ihr Eingesandt können wir nicht aufnehmen. arbeiter Fachvereine Desterreichs befindet sich seit dieser erwiderte, worauf der Offizier feinen Degen zog zu diesem Behuf einen gerichtlichen Vertrag schließen. Die Höhe Offizier trattirte den letzteren mit Schimpfworten, die P. R. An die Oberpoftdirektion.- Schüttfe. Sie müffen 1. November in Wien, XVI/ 2, Kirchsteterngasse Nr. 7. und damit auf den wehrlosen Bürger losging. Durch das Da der Kosten hängt von der Höhe des Objekts ab. R. G. 1. In Wien sind die Verhandlungen gescheitert, die zur Bei- zwischentreten der Wirthin und der Kellnerin wurde der Offizier Mein. P. 1000. 1. Wann Sie wollen. 2. Das wird ver legung der Differenzen im Schuhmacher Gewerbe jedoch am Gebrauch seiner Waffe verhindert und folgte schließlich schiedenartig gehandhabt. M. M. Mariendorferstraße. Ja. zwischen Vertretern der Fabrikanten und der Arbeiter geführt der Wirthin in das Hinterzimmer des Lokals, von wo er sich worden waren. Die Fabrikanten verlangten Annahme ihres bald darauf entfernte. Er begab sich aber feineswegs nach einseitig aufgestellten Lohntarifs, während die Arbeiter die Fest- Hause, sondern suchte ein anderes Lokal auf, wo er alsbald fegung eines gemeinsamen Minimal- Lohntarifs forderten. Da Händel mit einigen an einem Tische fißenden Bürgern begann. die Fabrikantenvertreter erklärten, in Beziehung auf den Lohn- Nur der besonnenen Haltung der letzteren ist es zu danken, daß tarif ein gebundenes Mandat zu haben, so brachen die Arbeiter es nicht zu Thätlichkeiten fam.- Warum hat man dem Besoffenen Stationen. vertreter die Verhandlungen ab. denn keinen gehörigen Denkzettel gegeben? Der aus Schlochan verschwundene Rechtsanwalt und Notar Witterungsübersicht vom 7. November 1896. Der Ausstand der Glasarbeiter in Maastricht( Holland), der länger als sieben Monate dauerte, hat, wie das in Amsterdam Tartara war unverheirathet. Mehrere Brüder von ihm beerscheinende Volksdagblad", das Organ der niederländischen finden sich in der neuen Welt. T. stand, wie der„ Ges." schreibt, Swinemünde Fachvereine, meldet, mit der Niederlage der Arbeiter in größtem Ansehen und genoß unbeschränktes Vertrauen. Daher Hamburg geendet, kommt es, daß die Zahl der durch ihn Betrogenen eine ansehn- Berlin liche und die veruntreute Summe recht bedeutend ist. Man Wiesbaden Der Streik in den Schlächtereien von 2a Biletta bei spricht von 150 000 bis 200 000 m. Es wird vermuthet, daß München Paris soll, nach bürgerlicher Angabe, seinem Ende nahe sein.. bei seiner Abreise sich im Befiße größerer Geldmittel be Wien. Ein Theil der Ausständigen habe die Arbeit zu den alten Befunden hat, da nicht nur bedeutende Hypotheken und Mündel- Haparanda. dingungen aufgenommen, um zu verhüten, daß andere Arbeits- gelder fehlen, sondern T. auch noch bedeutende Schulden hinter- Petersburg kräfte, an denen es nicht fehle, eingestellt werden. laffen hat. Die Hauptbücher sind mitverschwunden. Die Mutter Cork bat 4000 m. welche der Sohn ihr zugesandt hatte, der Konkursmasse überwiesen, sie wollte fein unrechtes Geld. In Braquegnies in Belgien streiten über 1000 28 erg Ieute. Sie verlangen 10 pet. Lohnerhöhung. Soziales. Die Errichtung einer städtischen Arbeitsvermittelungs. stelle ist von den Stadtverordneten der rheinischen Stadt Kalt beschlossen. Aberdeen. Paris. Barometers reduzirt auf ftand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke INFIANA( Stala 1-12) Better woltig wolkig wolfenlos Schnee bedeckt heiter bedeckt 758 28 758 MSW 760 SW 763 Still 764 60 763 Still 786 N 765 N bebeckt 759 N 2 bedeckt . . Temperatur Teal CANON nach Gelfius ( 506.4° R.)] Wetter- Brognose für Sonntag, den 8. November 1896. Ein wenig wärmer, theils heiter, theils wolkig mit geringen Niederschlägen und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Tremonia" Ueber einen Bärenkampf im Zoologischen Garten wird aus Düsseldorf berichtet: Man hatte einen neuen Bären, einen fräftigen Burschen, in den Zwinger der Bärin gelassen, in der Hoffnung, daß die beiden Thiere sich vertragen würden. Der Bär überfiel aber sofort das Weibchen, das sich mit aller Kraft wehrte. Die Versuche, den Bären durch Schläge mit Eisenstangen, durch Wasserstrahlen von der Bärin abzubringen, Depeschen und lehte Nachrichten. Zur Lage der Postbeamten. In Bayern soll es, wie blieben erfolglos. Schließlich, brachte man Feuerbrände herbei, die Augsburger Post- Beitung" mittheilt, Postbedienstete, z. B. vor denen der Bär zwar die Flucht ergriff; aber in dasselbe Dortmund, 7. November.( W. T. B.) Die Postboten geben, die seit vielen Jahren teinen Hintergelaß, in das der Bär hineinstürzte, lief auch die Bärin. meldet: Gestern Abend gegen 10 Uhr wurde im benachbarten freien Zag hatten. Sofort begann der Kampf von neuem. Nach längerer Frist er Sodingen am Hause eines Kolonialwaaren- Händlers ein Dynamits Der katholische Arbeiterverein in München will die schien der Bär wieder im Zwinger, hochaufgerichtet, im Maule verbrechen verübt. Der Sprengstoff wurde durch ein Kellerloch Arbeitslosen Versicherung für feine Mitglieder ein- trug er den verstümmelten Körper des todten Weibchens. Vor geworfen und explodirte. Das Haus wurde stark beschädigt, die führen. Das wird ihm weder viel Kopfzerbrechen noch viel Geld etwa drei Jahren fam die alte Löwin unseres Zoologischen im Laden befindlichen Waaren zum großen Theil vernichtet. toften, da die Frommen" als allergeduldigste Schafe nur selten Gartens, ein gutes, zahmes Thier, das dem Garten Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. arbeitslos werden. Sind sie doch gewöhnlich mit den miserabelsten eine große Zahl von jungen Löwen geschenkt hatte, auf ähnliche Löhnen zufrieden, und für solche Leute giebt es auch in der Weise ums Leben. In den Käfig neben dem der Löwin war ein schlechtesten Geschäftszeit Arbeit in Hülle und Fülle.(?) neuer Löwe gebracht worden, der beim Reinigen der Käfige, als die Zwischenwand emporgehoben war, die Löwin fah. Beim Herunterlassen der Zwischenwand vergaß man, den Riegel einzuschieben. In der Nacht hob der Löwe mit seiner Brante die Schwere Wand in die Höhe, kroch in den Käfig der Löwin und Versammlungen. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer hatte zum 5. d. M. eine Versammlung einberufen, in der Genosse Sassenbach über das Thema: Die heilige Inquisition sprach. Unter Vereinsangelegenheiten wurden einigen erkrankten Mitgliedern Unterstüßungen gewährt. Ferner beschloß man, das gesellige Beisammensein nicht am 21. November, fondern am 6. Dezember abzuhalten. Der Maskenball findet am 6. Januar im Schweizergarten statt. riß diese in Stücke. Ter Hofschauspieler Karl Fuchs ist wegen plöglich außgebrochenen Frrsiuns in eine Frrenanstalt gebracht worden. Eisenbahnunglück. In der Nacht zum Sonnabend hat zwischen Mosel und Ober- Rothenbach auf der Linie Zwickau- Chemnitz ein Zusammenstoß zwischen einem Güter- und einem Personenzuge stattgefunden. Eine Person wurde getödtet, Charlottenburg. Am 3. d. M. fand hier im Lokale eine größere Anzahl verletzt. Die telegraphische Verbindung ist Bismarckshöhe" eine öffentliche Boltsversammlung statt, in zerstört, der Verkehr auf der Strecke gesperrt. Hamburg, 7. November.( W. T. B.) Die HamburgAmerika- Linie wird eine Bermehrung ihrer Flotte um drei große Paffagier- und Frachtdampfer vornehmen. Zwei Baukontrakte sind bereits vergeben. Der eine für einen Doppelschrauben= dampfer von 500 Fuß Länge bei 52 Fuß Breite, der neben einer großen Zahl von Passagieren 11 790 Tonnen Schwergut befördern soll, ist mit der Firma Blohm und Boß in Hamburg abgeschlossen, der andere für einen Dampfer in etwas kleineren Dimensionen mit der Werft von Tecklenborg in Geestemünde. Koblenz, 7. November.( W. T. B.) Dem Oberbürgermeister Schüller ging eine Mittheilung zu, daß ein Herr Salomon in Hamburg 600 000 M. ausgefeßt und bestimmt habe, daß die Binsen dieses Kapitals den Städten Hamburg, Wien und Koblenz ausgezahlt werden. Das Geld soll zu Armenunterstützungen und anderen Wohlthätigkeitszwecken verwandt werden. Die Ber waltung des Kapitals wird wahrscheinlich Hamburg übertragen werden. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Juferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, 2. Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 363. Sonntag, den 8. Uovemder 1896. 13. Jalivg. Gerichts �Jeikmtg. Wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung standen am Sonnabend die Schuhmacher Otte, Pfitzner, Welz, Gehrke und Klemp vor der I. Berufs-Straskammer am Landgericht I. Der Schuhmacher Erdmann arbeitete während des Schuhmacherstreiks in der Erpel'schen Fabrik. Als er am 13. Juli abends nach Hause ging, sollen sich seiner Angabe nach die Angeklagten Welz und Otte zu ihm gesellt haben. Bald darauf erhielt er emen so heftigen Schlag, daß er bewußtlos zu Boden fiel, und daher nicht angeben kann, wer ihn schlug. Da der ganze Vor gang sich innerhalb einer größeren Menschenmenge in der be lebten Frankfurterstraße abspielte, so weichen die Aus- sagen der Zeugen und der Angeklagten über die a» der Schlägerei betheiligten Personen sehr von einander ab. Während einige der Angeklagten behaupten, daß sie überhaupt nicht unmittelbar am Thatorte anwesend waren, keiner derselben aber den Erdmann geschlagen haben will, was auch von mehreren Zeugen bestätigt wird, bekundet eine Zeugin auf das bestimmteste, daß sie gesehen habe, Otte habe den ersten Schlag gegen Erdmann geführt, auch Welz, Gehrke und Pfitzuer sollen dabei gewesen sein. Der Gerichlshof schenkte den Bekundungen der Hauptbelastungsl zeugen(aus deren Aussage hin auch das Schöffengericht die Am geklagten zu je einer Woche Gefängniß verurtheilt hatte) vollen Glauben. Aus dem Umstände, daß nur Schuhmacher, die als solche ein Interesse an dem Streik hatten, bei dem Auflauf betheiligt waren und nicht auch andere Arbeiter, daß ferner schon vorher die Arbeitenden durch Streikende „bedroht" worden waren, folgerte der Gerichtshof, daß es wohl auf eine Vergewaltigung der in der Fabrik arbeitenden Schuh- macher abgesehen war und hielt für erwiesen, daß sich die An- geklagten der gemeinschaftlichen Körperverletzung schuldig gemacht haben. Die Berufung der Angeklagten wurde verworfen. Der Vor- sitzende bedauerte, daß nicht die Staatsanwaltschaft ebenfalls Be- rufung eingelegt habe. In diesem Falle hätte der Gerichts- Hof den'Angeklagten keine mildernden Umstände bewilligt, fondern sie zu mehrmonatlicher Gefängnißstrase verurtheilt. Bemerkenswerth sind die vom Vorsitzenden, Landgerichlsrath B o i l y, bei dieser Verhandlung bekundeten Anschauungen über das Koalttionsrecht. Den Umstand, daß die Angeklagten sich zur fragliche» Zeit in der Nähe der Erpel'schen Fabrik aufhielten, erklärten dieselben dadurch, daß es doch in ihrem Interesse liege, zu beobachten, wer etwa während eines Streiks in der Fabrik arbeite, und daß sie das Recht hätte», solche Kollegen event. zur Theilnahme am Streik zu überreden. Dagegen bemerkte der Vorsitzende, daß nur jeder für sich das Recht habe, zu streiken, aber nicht, andere zur T h e i l- nähme am Streik zu bewegen. Wer etwa während eines Streiks arbeite, das gehe niemanden etwas an(!). Auch der Staatsanwalt zweifelte in seinem Plädoyer die Glaub- würdigkeil der Entlastungszeugen an. weil sie zu de» Streikenden gehörten und gleich den Angeklagten auf dem falschen(!) Standpunkt ständen, daß es ihr gutes Recht sei, ihre arbeilenden Kollegen zur Theilnahme am Streik zu bewegen. Als dem gegenüber der Vertheidiger Rechtsanwall Herz feld den Staatsanwalt darauf aufmerksam machte, daß doch die Gewerbe- Ordnung den Arbeitern ein derartiges Recht gewährleiste und nur die Anwendung von Drohungen, Ehr- Verletzungen und körperlichem Zwang verboten sei. bemerkte der Vorsitzende: natürlich, von ungesetzlichen Beeinflussungen ist hier auch nur die Rede! Versa ntnthmgcn. Die Parteigenossen deS zweiten Wahlkreises nahmen am Freitag den Bericht ihrer Delegirten vom Gothaer Parteitag entgegen. Der erste Redner, Genosse A n t r i ck. meinte zu dem Geschäftsbericht des Ausschusses, die Klagen, welche über Ver nachlässtgung der gewerkschaftlichen Agitation bei dieser Ge> legenheit gemacht worden seien, wären nicht begründet. Im Gegentheil würde es in nianchen Fällen angebracht sein, daß seitens der Partei eher hemmend, als fördernd bei Lohn- bewegungen eingegriffen würde. Die Debatte über die Haltung der„Neuen Welt" hält der Redner für nützlich, obgleich von beiden Seiten weit über daS Ziel hinausgeschossen worden sei. Sehr eingehend behandelt er die Debatte über den„Vor- Sonnkalgszrlaudvvvi. Heitere Spätherbsttage sind uns beschieden. Bald wird das letzte Blattgrün von den Bäumen verschwinden. Die Nachtfröste räumen fürchterlich rasch auf. Die Tage der großstädtischen Erregungen sind im vollen Gange. Luxuswunder für die höhere Gesellschaft werden vor- bereitet. Die ersten Wohlthätigkeitsbazare sind angekündigt. Die Barmherzigkeit gilt als Vorwand zu koketten,„Flirt" zwischen Herren und Damen der feinen Welt, zu jener Art von Liebelei, die im prüden England blüht und verhaltene Begehrlich- keit für starke Leidenschaft und Kraft setzt. Die Ball- und Ver- gnügungsmeifter haben die Hände voll zu thun. Sogar ein neuer Ziertanz, von dem in illustrirten Familienblättern viel zu lesen ist. soll eingeführt werden. Und erst all der gesellschaftliche Prunk! In einer Welt protziger Emporkömmlinge hat der Satz stets ungeheures Gewicht: Man muß die Leute blende», blenden und abermals blenden. In dieser werden die seltsamste», wunderlichsten Schaugerichte aufgetischt; der Konditor schmückt die Tafel mit den wüstesten architektonischen Werken seiner Phantasie; und auf Dinge selbst, die Gebrauchsgegenstände sein sollten, er- streckt sich das äußerste Raffinement. Jetzt haben die Reichen für ihre Prunkräume etwas ganz raffinirt Modernes. Wer würde sich nicht gerne mit zierliche» Arbeiten des Kunstgewerbes um- geben, wenn er könnte? Der Geschmack unserer Emporkömmlings- Gesellschaft begnügt sich nicht mit dem Zierlichen. Er verlangt Absonderliches; und so kommen wir statt zum veredelten Hand- werk mitunter zur gezierten Spielerei. Professor Köpping, einer der originellsten Künstler Berlins, hat kostspielige Schmuckgläser geschaffen: sie sind das„Neueste der Saison" und ein viel- begehrter Luxusgegenstand. Sie schillern in den merkwürdigsten Farbennuancen und weisen die phantastischsten Formen auf. ansehen wohl, doch nicht an- zerstört die Herrlichkeit. So sind Stengelchen und Kelche Niemals, wo je das Kunst- Handwerk aus breiter, gesättigter Volkswohlhabenheit ent- sprang, wäre man auf eine Idee gekommen, wie die uut Zier- gläsern, die keine Verwendung finden können. Aber in unseren Tagen baut man monumentale Fayade» mit dünnem Sandstein- aufputz und umgekehrt bemüht man sich, echtes Material in Seifenblasen-Künstelet umzuwandeln. Wenn das nicht Merkmale von Entartung sind, dann weiß ich nicht, was Entartung ist. Wen» man für einen Berliner Parvenü ans Eisen zart- gebrechliche Filigranarbeiten herstellte, er wäre vor Entzücken außer sich, denn ihm kommt es nicht darauf an, den Dingen ihren natürlichen Werth zu belassen, er sieht nicht darauf, ilber es heißt von ihnen: rühren. Ein Hauch fast dünn, so sehr gebrechlich und Glöckchen gearbeitet. wärts", wobei er darauf hinweist, daß er schon früher in einer Versammlung beklagt habe, daß der„Vorwärts" nicht auf der Höhe der Zeit stände, in der Berichterstattung hinter anderen Blättern nachhinke, zu wichtigen Parteisragen nicht Stellung nehme und die auswärtige Politik in einer Weise behandele, welche dem Ansehen der Partei nicht entspricht. Aus dem Parteitag habe er den vollen Beweis für seine Behauptungen erbracht und könne seinen früheren Klagen noch die hinzufügen, daß auch die Behandlung der orientalischen Frage durch den„Vor- wärts" unseren Prinzipien nicht entspreche; es fei doch ein Widerspruch gegen die materialistische Geschichtsauffassung, wenn der„Vorwärts" die Vorgänge in Armenien immer nur auf die Wirkung des russischen Rubels zurückführe. Auf alle diese Beschwerden habe der Chefredakteur auf dem Parteitage nur die Antwort gehabt, daß diese Klagen schon seit mehr als 20 Jahren beständig wiederkehren. Redner meint, bei aller Hochachtung gegen den Genossen Liefr knecht, der ja als Agitator und Parlamentarier eine außerodent- lich tüchtige Kraft sei, müsse er doch sagen, der selbe stehe als Chefredakteur des Zentralorgans nicht auf dem rechten Platz und könne denselben schon wegen der Ueberhäufung mit anderen Partei- Arbeiten nicht in der gewünschten Weise ausfüllen. Gegen die Mängel des „Vorwärts" müßten sich die Genossen wie ein Mann erheben. Der bevorstehenden Preßkonferenz steht Redner sehr skeptisch gegenüber, denn dieselbe werde sich mehr mit der finanziellen Seite als n>.t dem Inhalt der PreßorBhe befassen, Auf dem Parteitag habe der Chefredakteur erklärt, jedeMeirnrng innerhalb der Partei solle im Zentralorgan zum Ausdruck kommen. Gleichwohl habe der„Vorwärts" Artikel, welche ihm zuerst an- geboten waren, und die die Vorgänge in Armenien vom streng materialistischen Standpunkt behandeln, zurückgewiesen; dieselben seien dann in einer anderen Zeitung veröffentlicht worden. Es führe zu gefährlichen Konsequenzen, wenn die Genossen über aus- wärtige Fragen schlecht unterrichtet würden. Der Redner versichert, daß er die gerügten Mißständeso lange zur Sprache bringen werde, bis sie beseitigt sind. Er bespricht dann noch kurz den Punkt „Organisation" und erklärt sich mit den diesbezüglichen Be- schlüffe» des Parteitages einverstanden. Der zweite Delegirte, Genosse A r o n s, behandelte die Mai- feier, den Bericht über de» Londoner Kongreß, und meint zu der Debatte über den Arbeiterschutz, daß man einerseits an dieselbe große Erwartungen geknüpft habe, während man andererseits der Meinung war, es könne nicht Sache des Parteitages sein, sich mit so allgemein bekannten Dingen zu beschäftigen. Eine derartige Besprechung auf dem Parteitage sei wohl zu empfehlen, weil dadurch bekannte und die Partei interessirende Dinge dem Gedächtniß wieder auss neue eingeprägt würden und de» ans dem Parteitage zusammenkommenden Genossen, welche agi- tatorisch thätig sind, Anregung und Agitationsstoff bieten. Gegenüber den Ausführungen L e g i e n' s, dahingehend, daß die Gewerkschaften Sozialpolitik treiben sollen und daß wir die Unterstützung der bürgerlichen Parteien, die ja auch Sozialpolitik treibe», in Anspruch nehme» könnten, wenn es sich um die Durchführung sozialpolitischer Forderungen handelt, betont der Redner: Diese Aenßerung könne den Anschein erwecken, als ob unsere Sozialpolitik und die der bürgerlichen Parteien nur etwas dem Grade nach Verschiedenes sei, während doch zwischen beiden ein grundsätzlicher Unterschied herrsche. Verkehrt wäre es, wollten sich die Arbeiter aus die Sozialpolitik der bürger- lichen Parteien verlassen. Daß die Frage des Arbeiterschutzes auch auf der Tagesordnung künftiger Parteitage erscheinen werde, dafür sei durch eine Reihe von Anträgen, die dem Ausschuß über- wiesen wurden, gesorgt. Nach einem kurzen Rückblick ans die Punkte„Frauenagitation" und„Allgemeines" kommt der Redner zu dem Schluß, daß ans diesen, Parteitage zwar nicht— wie auf den vorhergehenden— große Prinzipienfragen, sondern fast nur Geschäftliches verhandelt worden sei, daß der Parteitag seine Aufgabe aber vollkommen erledigt und dadurch hewiesen habe, daß in unserer Partei alles gesund ist und bleiben werde. Die Diskussion, welche bis 12 Uhr währte, drehte sich aus schließlich um die von Antrick behandelte„Vorwärts"-Debatte. Nachdem B e i e r und F a h r e n w a l h sich nicht mit de» Ausführungen Antrick's einverstanden erklärt hatte», bemerkte Stadthagen: Zweifellos sei der„Vorivärts" in Hinsicht auf alles, was die Arbeiterbewegung anbetrifft, besser als irgend ein bürgerliches Blatt, wenn auch bezüglich der journalistische» Technik manches zu wünschen ührig bleibe, was nach unser aller Wunsch gebessert werden müsse. Es sei daß die Gegenstände des täglichen Gebrauchs in schöner, edel- solider Form erscheinen; er will blenden; im Exzentrischen sucht er seine Liebhaberei, wie sie einst die altrömischen Großherrcn suchten, als sie im Ueberfluß z» ersticken begannen. Damals war es, wo die Tollheit und die Sucht, einander in kostspieliger Ver- schwendnng zu überbieten, die Gastgeber verführte, bei ihren lukullischen Gelagen Gerichte, wie eine Schüssel voll von Pfauen« zungen, zu reichen. Trotz des schwülen DuftcS, den diese Gesellschaft ausströmt, ist sie doch vorbildlich geworden für so viele. Nicht blos die „goldene Jugend" ist in ihr ausgegangen, auch die weniger gut- situirte Jugend, so weit sie das goldene Kalb anbetet, zermartert ihr Gehirn, wie sie eines Tags sich diese Kreise erobern könnte. Hier wurzeln die Ursachen ihres ethischen Verfalls. Ihnen haftet mehr oder weniger der Makel an, Glücksjäger, neid- verzehrte, rücksichtslose Glücksjäger zu sein; und die grellste Un- wissenheit oder die krasseste Heuchelei ist es. den sozialistischen Nachwuchs als eine Schaar wildgewordener Neidhammel aus- zuschreien, wie es in den erbitterte» Wahlkämpfen dieser Woche geschah. Nun, Brandenburg ist gewonnen trotz alledem und alle- dem. In Gieße» schreitet die Sozialdemokratie tapfer vorwärts; und um das schwierige Mainz, einen Vorort der alten Pfaffen- straße, ist noch zu kämpfen. Wenn man sieht, wo die Verkehrtheit im bürgerlichen Nach- wuchs sitzt, dann erscheinen die moralischen Heilungsprozesse angsterfüllter Sittenprediger um so komischer. Wenn das steinerne Standbild Lessing's auf dem Gänsemarkt zu Hamburg hätte lächeln könne», mit welch seinem Humor hätte es gc- lächelt, als die sittliche Armada vor ihm vorüberströmte nach der engen Gasse zu, die dem Monument gegenüber liegt. Wie "ennen. die um verirrte Küchlein gackern, so gackerten die die Sludentenschaar, die voll von Jugend- sich auch»ach holder Weiblichkeit sehnte! Und erst auf diesem Donquixote- Ritt in Hamburgs verschwiegenen Gassen. Der unerschrockene Redefluß der Weiber! Was mußten die keuschesten Ohren da vernehmen? Ob nicht manch einer der muthigen Helden einen schielenden Seitenblick ans das Satansgetriebe geworfen hat? Natürlich nur. um den Schauder in sich zu vermehren. Aber es war trotz aller Un- geheuerlichkeiten, die die Aermften erfahren mußten, dennoch ein erhebendes Bewußtsein, für die fromme Sache ein Opfer, wenn- gleich ein vergebliches, gebracht zu haben. Man muß in ernsten Zeitläuften für jede komische Erscheinung höchlich dankbar fein. Also verdient auch das gravitätische Ge- bahren der monarchischen Frauen Frankreichs Dank. Diese erlesene Frauenschaar weiß niit würdevollem Anstand ebenfalls Opser zu bringen. Der Sohn des verstorbenen Grafen raven um enthusiasnius die Gefahren ja neuerdings Mode geworden, die„Leipziger Bolksztg." und die „Dresdener Arbeiter- Zeitung" als besser, wie den„Vorwärts" zu bezeichnen. Diese Meinung könne er(Redner) nicht theilen. Der Parteitag habe auch durch Schluß der Debatte über diesen Punkt erkennen lassen, daß er dem seitherigen Chefredakteur sein Vertrauen schenke. Thatsache sei, daß wir alle und Liebknecht mit uns, eine Besserung des„Vorwärts" wünschen. Hierzu die geeigneten Kräfte zu finden, sei jedoch nicht so leicht, denn es gebe nur wenige, die außer tüchtigen journalistischen Fähigkeiten auch politischen Charakter genug besitzen, um eine leitende Stelle an unserem Zentralorgan einzunehmen. Die gerügte verschiedenartige Behandlung ausländischer Verhältnisse sei nicht der Redaktion, sondern den betreffenden Korrespondenten zuzuschreiben, die— und daS könne man begreifen— ein und dieselbe Angelegenheit verschieden beurthetlen. Fischer weist auf seine diesbezüglichen Ausführungen auf dem Parteitag hin und betont, daß man die Vorwürfe gegen den„Vorwärts" durchaus nicht zuspitzen dürfe in eine Frage der persönlichen Tüchtigkeit oder Untüchtigkeit Liebknechl's, wie es aus den Ausführungen Stadthagen's heraus- klinge. Seiner Meinung nach werde Liebknecht an jeder anderen Stelle der Partei mehr diene», als an der, wo er gegenwärtig stehe. Der Parteitag habe die „Vorwärts"- Debatte nicht aus de» Gründen geschlossen, die Stadthagen anführte, sondern weil doch alles in der Welt, also auch diese Debatte, die mit der„Neuen Well"-Debatle ver- bunden gewesen sei, mal ein Ende nehmen mußte. Die Verdienste Liebknechl's um die Partei seien von niemandem verkleinert worden, aber die agitatorische Thäligkeit mit der des leitenden Redakteurs zu verbinde», gehe über die Kräfte eines einzelnen hinaus. Wenn man deshalb sage, Liebknecht stehe nicht am rechten Platz, so liege darin kein persönlicher Vorwarf. Antrick verwahrt sich gleichfalls gegen den Vorwurf, als habe er mit seinen Ausführungen sich gegen die Person Liebknechl's wenden wollen. A r o n s ist sich noch nicht darüber klar, ob es angebracht sei, daß der„Vorwärts" zu allen Partei- fragen eine bestimmte Stellung einnimmt. Wenn über Partei- fragen eine maßgebende Meinung, die den Genossen als Parole dienen könne, gegeben werden solle, so könnte das wohl nur vom Parteivorstaud ausgehen; andererseits entspreche es jedoch nicht den Grundsätzen einer demokratischen Partei, daß jeder Genosse an eine solche Parole gebunden sei» solle, noch weniger aber, daß das Zentralorgan eine solche Parole ausgiebt. Stadthagen hält Liebknecht für den geeignetste» Chefredakteur und stimmt dem Vorredner darin bei, daß das Zentralorgan nicht einseitig zu allen Parteifragen Stellung nehmen dürfe, während Fischer für eine solche Stellungnahme ist, ohne daß das Zenlralorgan der Pflicht entbunden werde, auch die allgemeine Parteistimmung zu registrireu. Damit endete die Debatte. Die Versammlung nahm eine Resolution an, welche die Erwartung ausspricht, daß die bevor- stehende Preßkonferenz durchgreifende Maßregeln für die Ver- besserung des„Vorwärts" sanktioniren und zur Durchführung bringen werde. Ter Zentralvcrband dcntscher Brauer und verwandter BerufSgciiosscn tagte am 1. November. Nach einem beifällig ausgenommenen Vortrag des Genossen Sassenbach berichtete der Vorsitzende über die Thäligkeit des Vorstandes und über die näheren Vorgänge im inneren Vereinslcben während der Zeit seiner Amtsthäligkeit. Seit dem 23. Mai 189S fanden 14 Vorstandssitzungen und 13 Mitgliederversammlungen statt und wurden in letzteren fünf wissenschaftliche Vorträge gehalten. Der Kassen- abschluß wies einen Bestand von 170 M. ans. Die hieraus voll- zogene Vorstandswahl ergab folgendes Resultat: D. H o d a p p, l., F. Preuß, 2. Vorsitzender; H. Gärtner, Kassirer; Hirseland, Stellvertreter; F.Krieg erster, Köpisch zweiter Schrift- sührer; Kühr, Voß und Niether, Beisitzer; Richter. T r ö g e r und K o n r a d, Revisoren. Die Beisitzer haben zugleich die Funktion der Bibliothekkonimission auszuüben.— Die„Besprechung über ev. Herabsetzung der Lokalbeiträge" war als besonderer Punkt auf die Tagesordnung gesetzt und hatte der Vorstand der Versammlung eine» Antrag unterbreitet, die Beiträge zur Lokalkasse ans die frühere Höhe und zwar von wöchentlich 20 Pf. auf monatlich 20 Pf. herabzusetzen. H od app. Richter und Preuß begründeten den Antrag damit, daß die ver- schiedenen pekuniären Verpflichtungen, die derVerein seinerzeit über- nominen habe und die eine Erhöhung der Beiträge nothwendig machten, nunmehr gedeckt seien und der Fonds mit einem er- heblichcn Ueberschuß abschließe. Der Antrag wurde gegen eine Stimme angenommen, ebenso ein weiterer Antrag Gärtner, bei von Paris, eines der französischen Thronprätendenten, der junge Herzog von Orleans hat eine Erzherzogin aus Habsburgischem Hause heimgeführt. Für die orleanistischen Damen von Frank- reich, die selbst de» Bürgerpräsidenten und die höchsten Würden- träger der Republik aus Anlaß des Zarenbesuchs sich in höfischen Manieren erschöpfen sahen, bedeutet diese Vermählung einen neue» Hoffnungsstrahl. Sie griffen also in ihre Geldbeutel und sandten der Königsbraut aus Habsburgs Geschlecht ein bedeutungsvoll kostbares Angebinde: Ein Krone aus Brillanten. Die Damen- Deputation, die dieses Geschenk nach Wien über- brachte, wurde freudig gerührt, wie es im Stil der Souveräne zu heißen pflegt, von der Erzherzogin empfangen. Die königlichen Frauen Frankreichs, die muthig genug, einen so kostspieligen Beweis ihrer Loyalität inmitten republikanischer Wildniß gaben, hatten dafür die Genugthuung, allergnädigsie Anerkennung zu erhalten. Hohe Weihestunden helfen über die gemeine Wirklichkeit der Dinge hinweg und die Frau Erzherzogin sah durch die Nebel der Gegenwart eine sonnige Zukunft erstrahlen. Begeisternd fiel ihr Wort in begeisterte Seelen und ein feierliches, ein königliches Gelöbniß legte sie ab. Wenn dereinst die Stunde schlüge, in der sie nach dem Lande ihrer Sehnsucht, nach dem stolzen Frankreich berufen würde, dann werde sie und ihr Gemahl die Krone und die schweren Pflichten, die sie mit sich bringt, heilig hochhalten. Mit andächtigem Schauer vernahmen die stolzesten Frauen Alt-Frankreichs diesen Schwur, und wie Balsam legte es sich auf ihre wunden Gemüther. Ihr Geist begann zu schwärmen, und in seliger Verzückung harren sie der Wiederkehr allfranzösischer Königsglorie. Diese Episode wird das öffentliche Leben Frankreichs kaum sonderlich ausgeregt haben. Allmälig scheint auch da die Besonnen- heit wiederzukehren, die im Freudentaumel zu Ehren des Zaren ver- loren gegangen war. Jaurös durfte neulich in der Kammer im Namen der Sozialisten Frankreichs eine große antirussisch ge- färbte Rede halten, ohne durch wüstes Geschrei und Toben der „Patrioten" unterbrochen zu werden. Herr Brisson hatte nur mit abwehrender Geberde Hern Jaurös den Verweis dafür er- theilt, daß Jaurös vom Zaren nur als dem obersten Vertreter der russischen Nation sprach, während der Zar doch ein er- habener Monarch sei. Zu welchen feinen Unterscheidungen ein scharfer Republikaner gelaugt, wenn der glorreiche Zar ihn eines Händedrucks gewürdigt hat! In ein paar Tagen beginnt bei uns ebenfalls das rege parlamentarische Leben. Zahlreiche Vorgänge, die die gegen- wärtige öffentliche Lage deutlich beleuchte», haben das moralische Schwergewicht der sozialdemokratischen Parteivcrtretcr zugleich wesentlich gehoben. Ihrer harren wichtige Kampscstage. Mit Zuversicht können sie ihnen entgegengehen. �.Ixiia. Herabsetzung der Bokalbeiträge auch zugleich wieder das Sterbe- I stand eine längere Debatte über das Verhalten der Hilfsarbeiter geld und war auf 20 f. Beitrag pro Pf. Mitglied im Münchener Brauhause. Den betreffenden wurde zum Voreinzuführen. Das Eintrittsgeld, welches die in Berlin feinerzeit für wurf gemacht, daß sie sich recht wenig an der Organisation beausgetretenen Mitglieder auf 3 Mart theiligen. festgesetzt war, ermäßigte man für alle neu aufzunehmenden Mitglieder auf 1 M. Weiter wurde beschlossen, die Anträge mit dem 1. November d. J. in traft treten zu lassen. Eintritts. geld und Beitrag betragen nunmehr wieder( letterer monatlich) 1 Mart. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. In der Mitgliederversammlung am 2. November sprach Genosse Adolf Hoffmann in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über das Thema:„ Gesinde und Gesindel". Eine Diskussion über den Vortrag fand nicht statt, worauf die Abrechnung vom Sommerfest verlesen wurde, die eine Einnahme von 168,50 M. und eine Ausgabe von 392,36 M. aufweist. Mithin ist ein # Neu Weißenfee. In einer öffentlichen Versammlung, die am 31. Oktober tagte, sprach Tischler Ahrens über die Bedeutung und den Nußen des Holzarbeiter- Verbandes. Die Disfussion über den Vortrag mußte sehr bald abgebrochen werden, Versammlung erfolgte. da um 10 Uhr, bei Eintritt der Polizeistunde, der Schluß der . November, abends 8% Uhr, bei Basch, Alte Jakobfir. 88. Zagesordnunge Bericht von der Generalversammlung in Dresden und wichtige Kaffen. angelegenheiten. Bahlreiches Erscheinen dringend nothwendig. Verband der Bauarbeiter, Zahlstelle Charlottenburg. Heute regelmäßige Mitgliederversammlung. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen und die Bücher behufs Einziehung mitzubringen. Allgemeine Familien- Sterbekasse zu Berlin. Heute Zahltag: Ackerftraße 128 bei Marten. Arends'scher Stenographen- Verein Apollobund. Unentgeltlicher unterricht und lebung in der ganz vereinfachten Arends' schen Stenographie im Restaurant Bürgergarten, Jerusalemerstr. 8, vormittags 11 Uhr; namentlich für Damen und Schüler. Rosmos, Verein für volksthümliche Wissenschaft. Heute, Sonntag, abends 6 Uhr, in Rölling's Festfälen, Rosenthalerstr. 11-12, Familienabend. Privat- Theatergesellschaft Erika. Sigung Montag, abends 9 Uhr, Verein deutscher Schuhmacher. Versammlung am Montag, den Eingegangene Druckschriften. Bon der ,, Neuen Beit"( Stuttgart, J. S. W. Diez' Verlag) ift foeben das 6. Heft des 15. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Schritte der Nemesis. Probleme des Sozialismus. Eigenes und Uebersettes von Eduard Bernstein. Synthetische contra Neumarristische Ge schichtsauffassung. Von 6. Belfort- Bar. Aus den Bereinigten Staaten. Von F. A. Sorge.( Schluß.) Die Frage nach dem geborenen Verbrecher. Von Vaul Hirsch. Literarische Rundschau. Notizen: Die Entwicklung Steglit. Am 1. November fand hier eine öffentliche Partei- Konzert, ernste und beitere Borträge und Tanz. Entree intl Programm 10 Bf. versammlung statt, in welcher der Vertrauensmann über seine Manteuffelſtr. 9. Thätigkeit im verfloffenen Jahre berichtete und die folgende Ab- 9. November, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c. rechnung unterbreitete: Einnahme 89,05 M., Ausgabe 100,95 M., Näheres stehe Inserat. mithin ist ein Defizit von 11,90 m. entstanden. Auf Antrag des Defizit von 223,86 m. vorhanden. Sodann wurde über Revisors wurde dem Vertrauensmann Decharge ertheilt den Antrag des Vorstandes und der Delegirten, Einführung und hierauf Schwericke mit diesem Amte be= eines neuen Sammelwesens geplant ist die Ausgabe von Genossen Schneider und Sudrow. Im Anschluß an traut. Die Revision übertrug die Versammlung den Karten, in die mit Marken quittirt wird berathen. Nach den Bericht der Lokalkommission gelangte folgende Resolution einer recht regen Debatte gelangte der Antrag gegen eine Stimme zur Annahme: Die Parteigenossen beschließen, daß hinfort jedes zur Annahme mit dem Zusazantrag, daß in der nächsten Delegirtenverfammlung die Karten und Marken ausgegeben werden. Lokal, wo ein Saal nicht in betracht kommt, als neutral anIm Anschluß hieran war der Versammlung eine Resolution unterzusehen ist. Jedoch sollen Vergnügen nur in den Lokalen abbreitet, in der die Anwesenden aufgefordert wurden, mit aller gehalten werden, die auch ihre Säle zu unseren Versammlungen Kraft für den Anschluß an den Fachverein zu wirken. Sodann verpflichtet die Resolution jeden Berufsangehörigen zur Entnahme einer Sammelfarte für den Streit- und Schuldendeckungsfonds, sowie zu einem Beitrag von wöchentlich 20 Pf. für diese 3wede. Die weiteren Verhandlungen betrafen die Neberarbeit zeit in einzelnen Fabriken, die allgemeine Verurtheilung fand. Im Verein der Brauerei- Hilfsarbeiter hielt am 4. November Dr. Weŋl einen recht lehrreichen Vortrag über Berufskrankheiten. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen und hierauf einige Vereinsangelegenheiten geregelt. Dabei entFür den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, 8. November. Volksvorstellung im Belle- AllianceTheater. Nachm. 3 Uhr: Lumpacivagabundus. Opernhaus. Die Afrikanerin. Montag: Margarethe. Schauspielhaus. Kehraus. Eine. Montag: Der Revisor. Neues Opern- Theater.( Kroll.) Bring. Deutsches Theater. Freiwild. Nachm. 3 Uhr: Der Kaufmann von Venedig. der Sozialdemokratie in Kroatien. Feuilleton: Die Anfänge der Romantit. Kritische Studie über das Zeitalter der großen Revolution. Von Paul Lafargue.( Fortsetzung). hergeben. Nachdem fünf Genossen zur Lokalkommission für beide Le devenir Social, Revue internationale d'économie, d'histoire et de Orte gewählt waren, erhielt Genosse Jahn das Wort zu seinem fand. Hierauf folgte nach Erledigung einiger örtlicher Fragen Bericht vom Parteitage, der allseitige zustimmende Aufnahme Schluß der Versammlung. Schluß der Versammlung. Arbeiter Rancherbund Berlins und Umgegend. Menderungen im Bereinstalender sind zu richten an Karl Stiller, Kleine Frankfurter: straße Nr. 7, 1 Tr. philosophie. Paraît tout les mois en un fasc. de 96 pages gr. in- 8°. Abonnement annuel: France 18 fr.; Etranger 20 fr. 16, rue Soufflot, Paris. Sommaire No 10( Octobre). Etude sur Vico, G. Sorel. La théorie des facteurs historiques et la conception matérialiste de l'histoire, Antonio Labriola. Economie sociale catholique, B. La force et l'économie dans le développement social( suite et fin), Frédéric Engels. Revue Critique. 1 André Réville: Les Paysans au Moyen- Age( L. Marchand. Notes Bibliographiques. A. Chirac. E. Deschaumes. G. Laffite. Geißteskrank. Unzurechnungsfähig. Entmündigt. Von Dr. Rudolf Arndt, Professor an der Universität Greifswald. Julius Abel, Verlagss buchhandlung, Greifswald. Johannes. Von Justus Heinrich. Berlin- Wilhelmshagen, Verlag Teistler u. Ko. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an Hermann 3an. Schönhauser Allee 177 c. burg), Berwaltungsstelle Berlin. Mitgliederversammlung am Montag, den Heer und Volk. Bon Allgater. Pforzheim, Haug. Bentral- Kranken- und Sterbekasse der Schuhmacher( E. H., HamFriedrich Wilhelmstädt. Theater Schiller- Theater. Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Nachmittags 3 Uhr: Romeo and Julia. Trauerspiel in 5 Akten von William Shakespeare. Abends 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Volksschauspiel mit Gefang in 4 Atten von L. Anzengruber. Billets im Invalidendant". Montag und Dienstag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Opernvorstellung: Der Troubadour. ( Wallner- Theater.) Urania. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Emilia Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung Galotti. Abends 8 1hr: Der zerbrochene Krng. Der Zer- täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. riffene. Montag, abends 8 Uhr: Der Sohn der Wildnik. Offend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weiß. ? 2m 16., 17. und 19. November: Der deutsche Michel Der deutsche Michel Anfang 8 Uhr. Sonntag Nachmittag: Der liebe Onkel. Billets zu diesen 3 Vorstellungen find zu haben an der Theaterkasse des Friedrich Wilhelmstädt. Theaters, bei Paul Romeid; Leipzigerstraße 6, und im Invalidendant", Unter den Montag: Morituri. I. Teja. II. Frigchen. III. Das Ewig- Linden 24. Männliche. Berliner Theater. Renaissance. Nachm. 1/23 Uhr: Des Meeres und und der Liebe Wellen. Montag: Renaissance. Residenz- Theater. Der Stellvertreter. Hierauf: Treptows Abschied. Montag: Dieselbe Vorstellung. Lessing- Theater. Die goldne Eva. Nachm. 3 Uhr: Das Einmaleins. Montag: Die goldene Eva. Alexanderplatz- Theater. Nachmittags 4 Uhr: Der Rattenfänger von Hameln. Phantastisches Voltsflück mit Gefang in 7 Bildern von Dr. Gust. Braun. Abends 8 Uhr: Ohne sittlichen Halt. Eintritt 50 Pf. abends 8 Wissenschaftl. Theater shr. Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. = Jin Theater- Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesauschläge. Passage- Panopticum. W.Noack's Theater& Brunnenstr. 16. Täglich( außer Sonnabends): Konzert, Theater- Borstellung. Mit vollen Segeln. Boltsstück mit Gesang in 3 Abtheilungen von Hugo Schulz. Jeden Sonntag, Dienstag Sittenbild aus dem Berliner Leben. Donnerstag nach d. Vorstellung in 4 Akten von Wilh. Friedhold. Theater des Westens. Der dritte Montag Abend auf allgemeines BerMaun. Nachm. 3 Uhr: Treue. Montag: Der dritte Mann. Opus I. langen einmalige Boltsvorstellung: Tanzkränzchen. Das Vogler's Casino früher Welt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Jm vorderen Saal täglich: Tyroler Konzert. Direktion Alois Ebner. Entree vollständig frei. Jin großen Theatersaal: Variéte- u. SpezialitätenVorstellung. Auftreten von Kunstkräften nur I. Ranges. Jeden Sonnabend und Sonntag: Die unübertrefflichen Hamburger Sänger. Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billards. 4 neue Kegelbahnen. Sorgf. Théatre org gepfl. Biere, auerf. gute Küche Variété ist wieder eröffnet! Ohne Extra- Entrée. Castan's Nathan der Weise. Einzig in Berlin Panopticum zum letzten Programm des Die Menegheater, Bodspringe. Bother: Ohne littlichen Halt. Volks- Theater Neu! indischen Nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbesizer. Montag: Bocksprünge. Vorher: Die fittliche Forderung. Schiller- Theater.( Wallner- Theater.) Der zerbrochene Krug. Der Ber riffene. Nachm. 3 Uhr: Emilia Galotti. Montag: Der Sohn der Wildniß. Zentral- Theater. Eine wilde Sache. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia- Theater. Eine freundliche Mittwoch zum ersten Male: Mansen's Reise nach dem Nordpol. Sensationsstück in 4 Akten und 8 Bildern von Heinrich Norbert. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/78. Wohnung. Borher: Der dritte Sonntag, den 8. November, nachmitt. Stopf. Nachm. 3 Uhr: Prima Ballerina. Montag: Eine freundliche Wohnung. Der dritte 3 Uhr: Bei halben Preisen: Prima Ballerina. Abends 71/2 Uhr: 34 Reichenbergerstrasse 34. Pferdebahn- Haltestelle: Kottbuser Thor. Seit 20 Jahren die lustigste Poffe: Neu! Neu! Pygmäen Neu! 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Ohne fitt lichen Halt. Nachm. 4 Uhr: Der Rattenfänger von Hameln. Montag: Nathan der Weise. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Direttion: Richard Schultz. Sonntag, den 8. November: Zum 51. Male: Emil Thomas a. G. Eine wilde Sache. Große burleske Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Musik von J. Einödshofer. Anfang 18 Uhr. Morgen: Eine wilde Sache. Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präz. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Montag: Vittoria Brauerei. Anf. 8 Uhr. Vorverkaufsbillets giltig. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Mittwoch: Moabiter Stadttheater. Die Hunde- Akademie, dirigirt von Miss Adele. Humorist. Martin Reuter, Gesangs. Familie Derrington, Parforce Kunst- Radfahrer. Neu: Don Juan von rückwärts, oder: Der vergnügte steinerne Gast. Opernparodie von Richard Thiele. Anfang: Woche 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. ( Kannibalen). ApolloTheater. Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. Neues Programm. The 3 Nigthong. Baronessen Odillon. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstrasse No. 52 53. City- Passage Annenstr. No. 42/43. Vom 1.- 16. November: Durchweg neues Programm. Zwölf Grand Attractions- Nummern! Mr. Field mit seinem urkomischen Panopticum. Hans u. Clara Sarno, Original- Duettisten. Mr. Freiburg im Reiche der Schatten. Ros'l Perona, Tyrolienne. Alice Sczegeny, die Perle Ungarns. Anton Fischer, Original- Humorist u. S. W. Eine Radikalkuv. Possen- Burlesque in 1 Att. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. Circus Busch. ( Bahnhof Börse.) Sonntag, den 8. November: E. N. Kaufmann, 2 grosse Vorstellungen 2 Meisterschafts- Kunst- Radfahrer. Geschw. Petram. Fleury Trio. Henry Bender. The Troubadours. The Luppus. Comtessa Ferucci. Signor Bernardi in der Komödie Restaurant fin de siècle. Entree 50 Pf. bis 3 M. Den geehrten Publikum zur gefälligen Nachricht, daß die Bekanntmachungen des Bolts- Theaters nur Das durch die Zeitungen erfolgen, nicht durch Säulenanfchläge. 00000000000 Feen- Palast Burgstrasse 22. gestörte Hochzeitsfest von der Rajade- Truppe. Mile. Fougère u. s. w. u. s. w. Raffeneröffnung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Kanarienroller, Weibchen, verkauft Goldmann, Melchiorstr. 4. Nachmittags 4 ( 1 Rind unter zehn Jahren frei): Millennium, Bilder aus Ungarn. Außerdem sehr interessantes Programm. Die besten Schul- u. Freiheitspferde. Vorzügl. Klowns. Abends 71/2 Uhr: Die Jagd nach dem Glük. Ferner: Ein hippolog. Potpourri v. 87 Hengsten, dress. u. vorgeführt vom Dir. Busch. Auftr. d. Herrn Eugen Salamonski u. d. Pariser Schulreiterin Mlle. Lorey. Der gr. u. d. tl. Ungar. Der Gigerl- Clown Mr. Alf. Daniels. Spezialitäten 1 Ranges. Morgen: Jagd nach dem Glück. Kanarienhähne, Weibchen verkauft 1325b Beifert, Beusselstr. 46, 3 Tr. Direttion: Winkler& Fröbel. Kinetographisch- Phonographische Vorführungen Nur noch kurze Zeit: Kunstschüßzin Elsa Dowe. U. a.: Schießen auf den OriginalLebende Photographien. E Dowe- Panzer. Anhaltender Erfolg des 21. Unter den Linden 21. Borstellung v. 10-11 Uhr vorm. Hochturner Trios Niagara, Matadore auf dem Thurmfeil. Dazu das durchweg neue große November- Programm. U. a. der allbeliebte urkomische Anfang 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. und 3-10 Uhr abends. Eintrittspreis 50 Pfennig. Sonntags v. 1/ 21-10 Uhr abends. Vorzugsbillets à 25 Pf. für Arbeitervereine und deren Mitglieder find vom Kassirer der Arbeiter- Bildungsschule, H. Königs, Berlin S., Dieffenbachstraße 30, und in den Schullokalen zu haben. Eduard Rennert, Benno Stabernack's Vereinshaus, Sonntags 6 Uhr. Refervirt 50 Pf. Inselstrasse 10( früher Scheffer's Salon). Empfehle meinen neu renovirten Saal( 250 Personen faffend), sowie Vereinszimmer zu Festlichkeiten, Versammlungen, Arbeitsnachweisen, Zahlstellen zc. 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Jedes in den Berichten der Parteileitung und der Fraktion erwähnte politische Ereigniß, jeder in den Kongreßdebatten berührte Gegenstand kann sofort ohne jede Mühe festgestellt werden, ebenso jeder der nach der Materie alphabetisch geordneten Anträge zum Parteitag, die Verhandlungen über die Frauenfrage, die Diskussion über die ArbeiterSchuhfrage, die lehrreiche Debatte über Kunst und Sozialismus etc. reihen das diesjährige Prototoll inhaltlich zu den bedeutungsvollsten unserer Parteitagsprotokolle. Es ist eine Unsitte durch Schreipreise das Publikum irre zu führen. Ich berufe mich nach wie vor auf das Vertrauen meiner werthen Kundschaft und werde stets bemüht bleiben, für möglichst billiges Geld das denkbar Beste zu liefern. 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November 1896. 13. Jahrg. Das Ergebniß der Untersuchungen wird dahin zusammen- Von den beiden durch Bäckereiarbeiter gegründeten Genoffens gefaßt, daß durch die Konkurrenz der Konsumvereinsbäckerei schäfts- Bäckereien sagt der Verfasser, daß dieselben nur einen ges die Broterzeugung mehr und mehr den Kleinbetrieben entrissen ringen Umsah haben und sich nicht recht entwickeln wollen, weil worden ist, zumal auch noch zahlreiche Landbäcker Broteine thatkräftige Unterstüßung der Genossen um so weniger veröffentlicht der Verein für Sozialpolitik zwei ausführliche Ar- nach Breslau liefern. In den meisten Kleinbetrieben ist stattfindet, als die Berliner Parteiführer... derartigen Ver beiten, aus denen wir nachstehend folgendes hervorheben. die Einnahme aus der Brotbäckerei nur noch eine fuchen nicht gerade sehr günstig gegenüberstehen." Ueber die Breslauer Verhältnisse sagt Herr Ernst Rein minimale. Diejenigen Betriebe, welche sich noch zu behaupten Sowohl die Brotfabriken, als auch die anderen Bäckereien hardt, daß die im Jahre 1874 erfolgte Errichtung der Brot- vermochten, betreiben sie in größerem Umfange und rationeller haben mit der Konkurrenz der sogenannten Landbrot- Bäckereien zu fabrit des Breslauer Konfumvereins einen Wendepunkt in der als die gewöhnlichen Bäcker. Den Kleinbetrieben bleibt als fämpfen. Sogenanntes Landbrot wird sowohl aus Pommern, Geschichte des Breslauer Bäckergewerbes bildet. Seit sechs Jahr- hauptsächlichstes Arbeitsfeld die Weiß- und Feinbäckerei. 3war Ostpreußen und Posen, als namentlich auch aus den Vororten hunderten war die Betriebsform der Breslauer Bäckerei die besteht hier nicht nicht die Konkurrenz eines fabrikmäßigen nach Berlin eingeführt und besonders in den ärmeren Stadt handwerksmäßige in Verbindung mit der Lohnbäckerei. Die Großbetriebes, doch wird der höhere Nutzen, den theilen abgefeßt. Bäcker stellten neben Brot die verschiedenen Arten von Weizengebäck, die Weißbäckerei im im allgemeinen abwirft, in vielen Ueber die Anwendung von Maschinen im Bäckereigewerbe jedoch keine Konditorwaaren her. Für letztere gab es von den Betrieben durch den Zwischenhandel erheblich geschmälert, sagt der Verfasser, daß in allen größeren und vielen mittleren Bäckereien streng gesonderte Konditoreien. Mit dem Jahre 1874 wenn nicht ganz verzehrt; in faft allen aber durch in Betrieben die Zeigtheilmaschine Eingang gefunden habe. Die änderte sich indeß die Sachlage. In der Dampfbäckerei des neuerer Zeit entstandene ungünstige Absatzbedingungen, sowie netmaschine, welche die Berührung des Zeiges mit der menschKonsumvereins erwuchs dem Handwerk ein gefährlicher Ronkurrent, durch Preisdruckt seitens einer durch die leichte Krediterlangung lichen Hand größtentheils überflüssig macht, und deren Einund es entspann sich ein heftiger Kampf zwischen Fabrik und entstandenen Schleuderkonkurrenz beeinträchtigt. Für diese un- führung daher aus hygienischen Gründen sehr zu wünschen wäre, Handwerk um einen sehr wichtigen Theil des Produktions- günstigen Absatzverhältnisse, sowie für den Verlust der Brot- wird in Berlin nur in 4 Brotfabriken und 3 großen Bäckereien gebietes: die Schwarzbrot- Bäckerei. Die Folge davon war, daß die produktion bildet die Erzeugung von Konditorwaaren, zu der die angewandt. Brotproduktion in den handwerksmäßigen Betrieben auf ein Kleinbetriebe mehr und mehr übergehen, kaum einen Ersatz. Daher Ju ausführlicher Weise stellt der Verfasser die Arbeitss Minimum herabfant, in einigen sogar ganz eingestellt wurde. fristen denn auch viele Weißbäckereien ein fümmerliches Dasein, verhältnisse dar. Nach den Ergebnissen der Reichsenquete giebt Für diesen Ausfall suchten sich die Bäckereien dadurch Ersatz zu und nur diejenigen, welche von vornherein stärker gerüstet in den es in Berlin 266 Betriebe( 91,5 pet.), in denen sämmtliche Ges schaffen, daß sie neben dem bis dahin erzeugten Weizengebäck auch Konkurrenstampf gehen, befinden sich in gesicherter wirthschaft- hilfen und Lehrlinge beim Meister Wohnung hatten, ferner Ronditorwaaren herstellten. Von den 375 Breslauer Bäckereien licher Lage. 11 Betriebe, in denen nur die Lehrlinge, 11, in denen ein Theil giebt es gegenwärtig nur noch 15-20, die sich vorwiegend Mit der fteten Vergrößerung des Ronfumvereins wird in derselben, und nur 3, in denen feiner der Arbeiter wohnte. Die mit der Produktion von Roggenbrod beschäftigen. Sie Zukunft den Kleinbetrieben noch mehr als bis jetzt die Brot- den Gehilfen und Lehrlingen angewiesenen, Wohnräume" werden liegen der niedrigen Miethen wegen an der Peri produktion entzogen werden. Eine Befferung der Verhältnisse als derartig bezeichnet, daß deren Zustand einer Beschreibung fast pherie der Stadt und beschäftigen vier und mehr in der Weißbäckerei ist nur zu erwarten, wenn es nicht fähig ift. Cefellen. Die Ueberlegenheit der Brotfabrit des Konfumvereins, gelingt, die Bersplitterung in viele fleine Betriebe zu beseitigen, die als die größte Bäckerei Deutschlands, vielleicht des ganzen wozu jedoch keine Aussicht vorhanden ist, da sich infolge der Kontinents, bezeichnet wird, leuchtet ein, wenn wir erfahren, daß günstigen Kreditverhältnisse immer mehr Bäcker etabliren. diefelbe mit den neuesten und rationellsten Maschinen, sowie mit Unter den bestehenden Verhältnissen sagt der Verfasser den bestkonstruirten Defen arbeitet, und ihre Waare zu den zum Schluß müssen wir die Frage nach der Lebensfähigkeit möglichst niedrigen Preisen verkauft, welche wöchentlich der meisten Kleinbetriebe verneinen, und können sie nur für nach den jeweiligen Mehlpreisen festgesetzt werden. Die diejenigen bejahen, die ihre Produktion entweder auf eine festere Fabrik arbeitet, von einer zwölfstündigen Pause am technische und kaufmännische Basis stellen oder über den Sonntag abgesehen, Tag und Nacht. Sie beschäftigt zwei traditionellen Umfang erweitern( große Schwarzbrot. Bäckereien, Backmeister und 64 Gesellen, deren tägliche Arbeitszeit a cht größere gemischte und Weißbrot- Bäckereien) und dadurch in den Stunden beträgt. Stand gesetzt werden, sich die Vortheile des Großbetriebes zu nuße zu machen. In den handwerksmäßigen Betrieben sind 480 Gefellen und 540 Lehrlinge thätig. Meistens werden in einem Betriebe drei Arbeiter beschäftigt. Die Arbeitszeit ist entsprechend der Größe der Betriebe und der Zahl der beschäftigten Personen eine verschiedene. Nach Angabe der Innung beträgt sie in den meisten Betrieben 10-12 Stunden, einschließlich der durch die Gährung bedingten Pausen. In einigen Betrieben dauert sie länger, in vielen kleinen, die nur Weißbäckerei bescheidenen Umfanges haben, noch nicht 8 Stunden. Ueber das Bäckergewerbe in Berlin erfahren wir durch die Darstellung von Eduard Lehweß, daß hier das Klein gewerbe vorherrschend ist, jedoch nehmen, wie nachstehende Tabelle zeigt, die großen Betriebe zu. Es gab in Berlin nach den Berufsaufnahmen der letzten Volkszählungen im Jahre 1885 Zunahme Betriebe 1890 pCt. ohne Gehilfen 184 242 31,5 mit 1 Gehilfen 130 180 38,4 2 279 317 13,6 " 3 296 313 " 5,8 " 4 221 236 6,8 " " 5 102 115 12,7 " " 6-10 93 136 " 46,2 11-20 15 23 " " 21-50 3 9 " " 1571 53,3 200,0 18,7 Zusammen Betriebe 1323 Die Löhne find durchweg Zeitlöhne, neben denen stets Beköstigung und Wohnung gewährt wird. Ein eben aus gelernter Gefelle erhält wöchentlich 4-6 M., ein Backstuben Arbeiter 7-10 m., ein Dfenarbeiter 9-12 M. und ein Werkmeister 14-15 M. Die Lehrlinge erhalten wöchentlich 50 Pf., gegen Ende der Lehrzeit 1 M. Nach Angabe der OrtsKrankenkasse vom Januar 1898 betrug der Jahresverdienst eines Bäckergesellen 720 M., der eines Lehrlings über 16 Jahre 360 M. Rost und Wohnung sind hierbei in Geld veranschlagt. Die in der Brotfabrik des Ronsumvereins beschäftigten Gesellen verdienen wöchentlich 16-22 M., jeder Gefelle bekommt außerdem pro Die bedeutendste Zunahme weisen demnach von 1885-1890 Woche 5 Kilogramm Brod, aber keine freie Station. Die Lage der die großen Betriebe auf, während auch die kleinsten( ohne HilfsKonsumvereinsbäcker ist in vieler Hinsicht beffer, als die der bei fräfte und solche mit 1 Gehilfen) sich noch schneller vermehrt haben, den Bäckermeistern beschäftigten Gesellen. Die Arbeitszeit ist als die Bevölkerung, welche im genannten Zeitraum um 20 pet. nicht lang, die Arbeit ist körperlich weniger anstrengend, da eine wuchs. Dagegen sind die Betriebe mit 2-5 Gehilfen hinter dem weitgehende Anwendung der Maschine stattfindet, und vor allem Wachsthum der Einwohnerzahl zurückgeblieben. Immerhin find viel gesunder als bei einem Kleinmeister, da sich der die Kleinbetriebe, d. h. solche mit 1-5 Hilfspersonen, bei weitem ganze Backprozeß in einem hellen, luftigen Saal voll- überwiegend. zieht, während die Werkstatt des Kleinmeisters meist Ein eigentlicher Großbetrieb zeigt sich in Berlin nur in den im Keller liegt und infolge der Kleinheit der Räume Brodfabriken, von denen der Verfasser zwei Arten, die privaten die ungesundesten Temperaturen aufweist. In der Konfum- und die genossenschaftlichen, unterscheidet. Dieselben arbeiten vereinsbäckerei herrscht die größte Sauberkeit; es bestehen daselbst vorzügliche Wafcheinrichtungen, deren sich die Arbeiter vor Beginn der Arbeit zu bedienen haben. Derartige vom hygienischen Standpunkt so anerkennenswerthe Einrichtungen fehlen dagegen in den meisten Kleinbetrieben, obwohl sich hier auch mit kleinen Mitteln viel erreichen ließe. " haben eine Arbeitszeit( nach Abzug der Bausen) unter 10 Stunden Nach den Ermittelungen der Rommission für Arbeiterstatistik 57 Betriebe, 10-12 Stunden 113, 12-14 Stunden 75, 14 bis 16 Stunden 20, 16 Stunden 2 und unbestimmte Stundenzahl 2 Betriebe. Eine 15 stündige Arbeitszeit dürfte man in Berlin sowohl für Klein- als für Großbetriebe als die Regel ansehen. 1885 zufolge nach Angabe der Innung„ Germania" für WerkDie Löhne betrugen dem Bericht der Gewerbebeputation für meister 9-16 M., für Sneter 7,50-11 M., für Gesellen Konkordia": für Werkmeister 10-20 M., für Kneter 9-15 M., 5-8 M. pro Woche mit Rost. Nach Angabe der Jnnung für Gesellen 5-9 M. wöchentlich mit Rost. Diese Löhne können noch heute als die geltenden betrachtet werden. Obwohl dem Verfasser keine Statistik über die in Berlin vorhandenen Arbeitslosen vorlag, glaubt er deren Bahl auf durchschnittlich 2000 angeben zu können, was etwa ein Drittel aller Bäckerei- Arbeiter in Berlin ausmacht. Es wird bei dieser Gelegenheit auch der Stellenvermittelung durch Rommissionäre gedacht, deren es in Berlin 35 bis 40 giebt, und die eine Ver mittelungsgebühr für gewöhnliche Stellen nicht unter 3 M., für Ofenposten nicht unter 10 M. von den Gesellen erheben, auch foll es nicht selten sein, daß für eine bessere Werkmeisterstelle 30 M. und mehr gezahlt werden. Aus den Angaben über das Lehrlingswesen geht hervor, daß in Berlin die tägliche Dauer der Arbeit bei faft 75 pet. aller Lehrlinge eine 10-12stündige ist, während im Reiche nur 55 pCt. eine so lange Arbeitszeit haben. Die Lehrzeit beträgt in Berlin bei 50 pCt. aller Lehrlinge 3-4 Jahre, während in Deutschland nur etwa der zehnte Theil der Lehrlinge eine mehr als dreijährige Lehrzeit durchzumachen hat. Für Berlin fallen noch besonders die großen Schädigungen ins Gewicht, denen die Lehrlinge durch das Austragen der Waaren am frühen Morgen ausgesetzt sind. In wie hohem Grade die Arbeitsverhältnisse der Bäckereis Arbeiter auf deren Gesundheit schädigend einwirken, geht aus folgenden Zahlen hervor: von 1435 Bäckern, die der Orts Krankenkasse angehörten, erkrankten innerhalb eines Jahres 1156, das sind 80,6 pt. der Mitglieder. Davon litten 125 an Geschlechtsfrankheiten, 84 an chronischen Hautfrankheiten, 76 an Wunden, Verbrennen und Erfrieren, meist mit vervollkommneten Maschinen, fertigen nur Roggenbrot, 103 an Panaritium, Furuntel und Pflegmone, 84 an chronischen welches sie theils durch Niederlagen vertreiben, theils durch Wagen Krankheiten der Verdauungsorgane, 16 an chronischen Nerven, direkt an die Privatkundschaft liefern. Die Griftenz privater Brot- rheumatischen und Gehirnkrankheiten, 76 an chronischem Gelentfabriken scheint für Berlin noch schwierig zu sein, da deren und Muskel- Rheumatismus, 37 an Tuberkulose und Phthifts, 95 eigentlich nur zwei und die eine davon erst ganz kurze Zeit besteht. an chronischem Bronchialfatarrh. Da bei sämmtlichen Berliner Die größere der beiden, in der durchschnittlich 10 Bäckereiarbeiter Ortsfrankenkassen im Durchschnitt 57,7 pet. aller Mitglieder erEine umfassende Organisation der Bäckerei- Arbeiter giebt es beschäftigt sind, ist mit einer Dampfmühle verbunden. frankt sind, so stehen die Bäcker mit 80,6 pCt. weit über dem nach der Darstellung des Verfassers in Breslau nicht. Es besteht Eine Konsumvereins Bäckerei nach Schulze Delitzsch'schem Durchschnitt und weisen nächst den Mechanifern, Fabrikarbeiterinnen, dafelbft nur ein Verein unter dem Namen Bäckergesellenschaft, Prinzip, die außer Brots auch Weißbäckerei in geringem Umfange Maschinenbau- Arbeitern und Brauern die höchste Prozentzahl von dem ein Jnnungsbericht sagt, daß er bisher segensreich ge- betreibt, besteht in Berlin feit 1874, wo sie mit 1 Backmeister der Erkrankungen auf. Eduard Lehweß kommt zu dem Schluß, wirkt habe, da der Gesellenvorstand bisher zu der Meisterschaft und 7 Gehilfen in Thätigkeit trat. 1891 arbeitete derselbe daß die Produktion im Bäckereigewerbe durch Einführung der vergehalten habe, natürlich nur, weil die alte Junung die Interessen Verein mit 11 Backöfen und beschäftigte 55 Gehilfen, welche bei besserten Technit sehr gehoben werden könne, wodurch vielleicht der Gefellen gepflegt und unterstützt hat und sie bisher gegen fremde, 10 stündiger Arbeitszeit Wochenlöhne von 19-21 M., und gerade keine Ersparniß an Betriebskapital, wohl aber eine Gr sozialdemokratische Einflüsse fernzuhalten im stande war."" 2 Obergesellen je 25 M. erhielten. sparniß an Arbeitszeit eintreten würde, was für die Einführung Revolution und Kontrerevolution**) von Karl Marx. V T Der erste Artikel ist einer Untersuchung dieser Vorbedingungen gewidmet; die geringe Entwickelung der Bourgeoisie und damit auch der Arbeiterklasse, die Bedeutung des Adels, des Kleinbürgerthums und der Bauernschaft im damaligen Deutschland wird mit wenigen Strichen anschaulich stizzirt. Der allgemeine praktisch- politische Standpunkt, den Mary in seiner Neuen Rheinischen Zeitung" vom Jahre 1848 vertrat und der natürlich auch dieser Schrift zu grunde liegt, ist bereits im kommunistischen Manifest formulirt: In Deutschland Die ansgezeichnete Uebersicht über den allgemeinen Gang fämpft die tommunistische Partei, sobald die Bourgeoisie reder 48er revolutionären Bewegung in Deutschland, die Mary von volutionär auftritt, gemeinsam mit der Bourgeoisie gegen die Wie der kleine deutsche Handwerker, deffen ganzes Betriebs. London aus 1851 und 52 in der New- Yorker Daily Tribüne" absolute Monarchie, das feudale Grundeigenthum und die Klein- system ein Ueberbleibsel des Mittelalters ist, sich von dem großen veröffentlicht hat, ist vor einigen Monaten bereits dem deutschen bürgerei. Sie unterläßt aber teinen Augenblick, bei englischen Baumwollenlord unterscheidet, so ist natürlich auch Arbeiterpublikum in Broschürenform unter dem Titel den Arbeitern ein möglichst flares Bewußtsein über der schüchterne Schneider- oder Schreinergeselle eines fleinen Revolution und Rontrerevolution" zugänglich gemacht. den feindlichen Gegensatz zwischen Bourgeoisie und Prole- deutschen Landstädtchens, deffen Lebensverhältnisse und ArbeitsDie Parteipreffe hat bisher ihre Leser nicht mit be tariat mit be tariat herauszuarbeiten, damit die deutschen Arbeiter weisen sich nur wenig gegenüber denen seiner Fachgenossen vor sonderem Nachdruck auf diese neue Publikation verwiesen, und sogleich die gesellschaftlichen und politischen Bedingungen, welche 500 Jahren geändert haben, von dem aufgeweckten Fabrikarbeiter doch wäre die weiteste Verbreitung derselben für die politische die Bourgeoisie mit ihrer Herrschaft herbeiführen muß, als eben eines industriellen Babylon weit unterschieden. Dieses allgemeine Bildung der deutschen Arbeiterschaft außerordentlich werthvoll. so viele Waffen gegen die Bourgeoisie fehren können." Fehlen moderner Lebensverhältnisse, moderner Produktionsweisen, Die von Frau Aveling, Mary' Tochter, zusammengestellte und Mary' Standpunkt ist demgemäß der einer auf die flare fügt Mary hinzu, war natürlich von einem ebenso allgemeinen von Kautšty verdeutschte Artikelferie bildet ein Gegen Erfaffung und Benutzung der gegebenen Machtverhältnisse ge- Fehlen moderner Ideen begleitet und man darf sich daher nicht stück zu Mary glänzender Darstellung der franzöfifchen richteten, ausgeprägt revolutionären Realpolitik, die zu der ohn- wundern, daß nach dem Ausbruch der Revolution ein großer revolutionären und nachrevolutionären Bewegung dem mächtigen Jllusionsliebhaberei eines gewiffen Liberalismus in Theil der Arbeiter den Ruf nach sofortiger Wiederherstellung der 18. Brumaire des Louis Bonaparte" und den„ Klassenfämpfen ebenso schneidendem Kontrast steht wie zu der konservativen, Bünfte und mittelalterlicher privilegirter Handwerkerkorporationen in Frankreich". Mary faßt hier überall die politische Aktion in felbfisüchtigen und ideenlosen Realpolitik eines Bismarck. erhob. ihrem intimen Zusammenhang mit der ökonomischen Lage der Eben das macht feine Kritik der 48er Bewegung, Zu dieser Zurückgebliebenheit der deutschen Verhältnisse kam Gesellschaft auf; nicht sowohl die einzelnen jeweilig in den zu deren größten Sünden der phrasenhafte politische Dilettan- dann noch die politische Berflückelung Deutschlands in politischen Vordergrund geschobenen Personen, sondern die tismus der damaligen bürgerlichen Demokratie gehört, so be- 36 Staaten, und das Fehlen eines großen Zentralpunktes, der fozialen Körper, die ökonomischen Gruppen und Klaffen, sonders lehrreich. Wie in seinem 18. Brumaire" wird Mary wie Patis durch seine Bewegung das übrige Land schnell und die hinter den handelnden Personen stehen und durch auch in dieser Schrift nicht müde, den parlamentarischen entscheidend hätte mit sich fortreißen können. Ein großer Theil ihre wirklichen und vermeintlichen Interessen das Handeln Cretinismus" gerade der demokratischen Abgeordneten zu ver- sowohl des Mangels an Zusammenhang und Ueberemstimmung einzelnen Ienten und bestimmen, gelten ihm als höhnen, jenes Leiden, das seine Opfer mit der erhabenen Ueber- wie der anscheinenden Widersprüche, welche die deutsche Bes wirklichen Akteure des geschichtlichen Dramas. So zeugung erfüllt, daß die ganze Welt, ihre Geschichte und Zukunft, wegung aufwies, erklärt sich aus dieser Zurückgebliebenheit und sucht er aus dem ökonomisch- gesellschaftlichen Untergrunde heraus durch eine Majorität von Stimmen in dem besonderen Vertretungs- Berstückelung, aus dieser Kreuzung und Gegensäglichkeit zerdas Wesen der revolutionären Bewegung, ihren zeitweiligen Sieg förper gelenkt und bestimmt werde, der die Ehre hat, sie zu seinen splitterter Interessen. Was konnte man unter diesen Umständen und Untergang zu verstehen. Aber während in den die franzöfifche Mitgliedern zu zählen, und daß alles und jedes, was außerhalb anders erwarten, als daß der große Kampf sich in eine Unzahl Revolution behandelnden Schriften die außerordentliche Gedrängtheit der Mauern des Hauses vor sich geht"... nichts ist im Vergleich von unzusammenhängenden Einzelkämpfen auflöst, in denen eine der Darstellung, die Masse des hineingearbeiteten politischen Details zu der unermeßlichen Wichtigkeit der Tagesordnung, der, was immer ungeheuere Summe von Blut, Kraft und Rapital aufgewendet und der Anspielungen die Lektüre wenigstens für den heutigen fie sein mag, gerade in dem Moment die Aufmerksamkeit des bohen wird und die trotz alledem ohne entscheidendes Resultat bleiben?" Leser nicht wenig erschwert, ist die Behandlung der deutschen Hauses gehört. Nirgends ist er so bitter, als in der Kritik der Bevor Mary auf die Darstellung der Revolution, die aus Verhältnisse in der für eine Tageszeitung verfaßten Schrift Nationalversammlung" zu Frankfurt, deren verblendete Illusions- dieser Grundlage hervorwuchs, eingeht, führt er die liberale Oppo " Revolution und Kontrerevolution" außerordentlich durchfichtig feligkeit an der schnellen Niederlage der deutschen Bewegung eine fition, welche von dem Regierungsantritt des von Mary köstlich und einfach. Jeder aufgeklärte Arbeiter wird diese Dar wesentliche Mitschuld trifft. Natürlich nur eine Mitschuld, charakterifirten Friedrich Wilhelm IV. datirt, die finanziellen legungen nicht nur, was selbstverständlich ist, mit Nugen denn hinter den Repräsentanten standen die Klassen und die Schwierigkeiten der Regierung, welche zur Einberufung des Versondern auch mit Vergnügen lesen können. ganze foziale Struktur Deutschlands als die allgemeinen Be- einigten Landtages" führten, die Bedeutung der schlesischen Weberbingungen, welche in legter Instanz bestimmend auf den Gang aufstände, die freigemeindliche Bewegung, in der die religiöse der Ereignisse einwirken mußten. Oppofition zu tage trat, und die deutschen Einheitsbestrebungen der die *) Erschienen bei Diez in Stuttgart 1896, 141 Geiten. " bes Moximal Arbeitstages in Bäckereien von großer Wichtigkeit wäre. Versammlungen. begeisterten Appell an die Anwesenden, indem er sie zur Aus dauer im Kampf aufforderte. Die nächste Bersammlung finde am Montag statt. Weiter fagt der Verfasser: Angesichts der wirklich schreien- Eine gut besuchte öffentliche Versammlung der Puter den Mißstände, die in bezug auf Sauberkeit in unseren Bäckereien tagte am 4. November in Joël's Saal, Andreassir. 21. Nach Wie stellen sich die Krankenkassen Berlins zur Be faft allgemein herrschen, ist es im höchsten Grade zu bedauern, dem Bericht der Lohnkommission hat die Lohnbewegung der daß man nicht in derselben Weise wie in England vorzugehen Buzzer sehr günstige Fortschritte gemacht. Gegenwärtig sind 130 legung der Lungenheilstätte am Grabowsee? Um über sich entschließen konnte, d. h. eine strenge sanitäre Beaufsichtigung Banten bei der Kontrolle gemeldet, ungemeldet nur 20 Bauten. Diese Frage zu berathen, war von einem provisorischen Komitee zugleich mit der Verkürzung der Arbeitszeit zu verlangen. Daß In der letzten Zahlwoche haben über 1250 Puter Beiträge zum und Beamten aller Berliner Krankenkassen nach den ÄrminI Bußer zum Freitag Abend eine Versammlung der Vorstandsmitglieder durch derartige einschneidende Maßregeln das Handwerk ver Streiffonds abgeliefert. Die neuen Arbeitsberechtigungstarten hallen einberufen, die aus diesen Kreisen auch sehr zahlreich nichtet würde, ist eine völlig haltlose Behauptung." find auf zirka 1300 gestiegen; jedoch haben leider eine große besucht war. Den einleitenden Vortrag hielt Dr. med. Friede Zahl von Kollegen die alten Karten noch nicht umgewechselt. berg. Der Redner wies einleitend auf unsere sozialpolitische Bu bedauern sei, daß das Interesse für die Lohnbewegung Gesetzgebung hin. Der weitaus größte Theil der Summen, augenblicklich etwas erfaltet ist, so daß Gerichts- Beitung. auch Bauten die Preise für Fassaden um 1/3 unter den Tarif gesunken einigen die infolge dieser Gesetzgebung ausgegeben werden, beSoziale Rechtspflege. Banarbeiter dürfte eine Entscheidung der Kammer III des find. Es stellt sich mithin eine Preisausbesserung als bringend trifft die Lungenschwindfucht. Gegenüber früheren falschen Gewerbegerichte lebhaft intereffiren. Die Stuckarbeiter N. nothwendig heraus. So mußten auf einem Bau in der Pallas- Anschauungen weiß man jetzt, daß die Lungenschwindund H. flagten gegen den Stuckmeister Retemeier auf Bahlung firaße 32 Pußer durch Ruhenlassen der Arbeit eine angemessene sucht nicht auf Vererbung beruht, sondern von außen in den Körper eindringt. Auch weiß man, daß die Krankheit event. von je 72 M., weil sie sich für unberechtigt entlassen hielten. In Bezahlung erzwingen. Den gleichen günstigen Ausgang nahm heilbar ist. In ½s aller Leichen finden sich geheilte Lungennarben. der Berhandlung wurde festgestellt, daß der Beklagte den Kläger die Arbeitseinstellung der 60 Buzer auf dem Bau des Herrn Schon früher find Lungenheilanstalten gegründet worden, es H. unter Ausschluß der gefeßlichen Kündigungsfrist engagirt Mücke, Prenzlauer Alle 34. Auch hier wurden die Forderungen wurden dort bedeutende Erfolge erzielt; diese würden aber noch hatte. Bugleich hatte Retemeier aber auch diesem Kläger anzugestanden, nachdem sich die Arbeiter drei Tage im Ausstand viel größer sein, wenn die Kranten im Anfangsstadium heimgestellt, sich den Stuckateur N., mit dem er seit Jahren zu befanden. Allgemein wurde sehr lobend das Verhalten der Innen- der Krankheit aufgenommen würden. Nicht Medikamente fammenarbeitete, mitzubringen. Mit N. hatte der Beklagte dann puyer hervorgehoben, die wesentlich zum Sieg der Fassadenputzer wirken auf die Schwindsucht, sondern die Widerstands. jedoch nicht besonders verabredet, daß auch für ihn die Kündigungs- beigetragen haben. Hierauf nahm die Bersammlung die Abrechnung traft des ganzen Körpers muß gehoben werden, um den frist feine Geltung haben solle. Der Gerichtshof wies dennoch der Lohnkommission entgegen, die sich wie folgt zusammenstellt: beide Kläger ab. Er nahm an, daß auch für N. der Einnahme 14 025,28 M., Ausgabe 5919,70 m., mithin Bestand Feind zu besiegen. Die Tuberkulose rafft nach amtlichen Erhebungen 1/7 aller Menschen hin. Von der industriellen ArbeiterKündigungsausschluß maßgebend sei, weil seine Einstellung 8125,58 M. Auf Antrag der Revisoren wurde der Kommission bevölkerung erliegen ca. 50 pCt. der Tuberkulose. Die Krankheit durch H., der diese Arbeitsbedingung kannte, bewirkt worden Entlastung ertheilt. Zum Schluß wurde auf die Bedeutung der fällt zumeist in das kräftigste Alter zwischen 20 und 40 Jahre. wäre. H. hätte ihn darauf aufmerksam machen müssen. Organisation hingewiesen und den Anwesenden der Anschluß an Dr. Friedeberg wird eine statistische Arbeit veröffentlichen, zu der den Zentralverband der Maurer empfohlen. Auf Antrag Buchbie Krankenkaffen das Material liefern sollen. Das Prozentbolz beschloß man, die Lohnkommission am 1. Dezember aufzu verhältniß der an Schwindsucht sterbenden steigt beständig in der lösen und die weiteren Arbeiten dem Vertrauensmann zu überNeuzeit. Das Bestehen vieler Krankenkassen ist durch das Autragen. Zur Kontrolle der Bauten erachtete man das Weiter Ueber den famosen Prozeß wegen der Friedensfeier bestehen der Baudeputirten für bringend nothwendig. Sodann wachsen der Tuberkulose in Frage gestellt. Der Redner geht eine in Frankfurt bringt die Grantf. 3tg." einen Bericht, dem wir bewilligte die Versammlung den streikenden Lithographen und Reihe von Krankenbüchern verschiedener Kaffen durch, nach denen manche Versicherte im Laufe weniger Jahre 400 bis 600 m. und folgendes entnehmen: Am Freitag erfolgte die Wiederaufnahme Steindruckern 500 M. Streikunterſtügung. noch mehr bezogen haben, und zwar lediglich für tuberkulöse des Rechtsstreites des Schwanenwirthes gegen die Stadt FrankKrankheiten. Die Kassen haben also ein außerordentliches Die ausständigen Lithographen, Steindrucker und Interesse an der Bekämpfung der Tuberkulose. Ein ähnliches furt wegen der Friedensfeier am 10. Mai. Die Parteien einigten sich nicht auf ein Schiedsgericht, da der Hotelier Stern Berufsgenoffen nahmen in der imposanten öffentlichen Ver- Interesse haben die Alters- und Invaliditäts- Versicherungsdarauf bestand, daß der dritte Schiedsmann kein Jurist sei. Der sammlung vom 6. d. M. den Situationsbericht seitens der Lohn Anstalten. Sie schieben damit die Invalidität und die RentenIn der Einleitung seines Referates wies Anwalt der Stadt trat, als der Klägerische Anwalt sagte, fommission entgegen. zahlungen hinaus. In manchen Orten sind aus der privaten die Stadt wolle nur ihre„ schmutzige Wäsche" nicht in A. Schulz auf die hohe Bedeutung des heutigen Tages hin, Wohlthätigkeit Boltsheilstätten für Lungenkranke errichtet worden. an dem die legitimen Vertreter der Organisation zur 100 jährigen Hierzu zählt die vom Rothen Kreuz" errichtete Anstalt am der Deffentlichkeit gewaschen haben, von dem Vergleiche zurück. Der Klage Antrag ging dahin, die Stadt zur Jubiläumsfeier der Erfindung der Lithographie und der Steindruck- Grabowfee. Diese Anstalten haben sehr gute Erfolge erzielt. Klage Antrag ging dahin, die Stadt kunst, zu Ehren des Erfinders Aloys Senefelder einen Kranz auf seinem Mindestens 50 pet. aller Aufgenommenen würden als arbeitsZahlung von 18 448 Mart zu verurtheilen. Die Klage bafirte auf einem zwischen Stadtrath Dr. Barrentrapp und Ed. Monument niedergelegt haben. Welche Fronie in der Geschichte fähig wieder entlassen. Bei der arbeitenden Bevölkerung handelt Stern abgeschlossenen Vertrag und dessen Auslegung. Es wurde der Erfindung, daß zur Zeit der hundertjährigen Jubiläumsfeier es sich darum, die geeigneten Fälle zur Heilung herauszuziehen, betont, Stadtrath Dr. Barrentrapp habe in Aussicht gestellt, von den Jüngern Senefelder's Tausende in den Streik eintreten und dadurch könnte man die Heilungsziffer auf 80 pбt. und daß das Festbankett im Schwan" stattfinden werde. Stern zur Grringung besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen, während barüber bringen. So lange der Arbeiter noch einigermaßen habe darauf gerechnet. Das Festessen habe aber im Palmengarten die Herren Unternehmer desselben Berufes enorm reich, ja einzelne arbeiten kann, geht er nicht in die Anstalt, um die Familie nicht stattgefunden. Der Kläger habe nach Ausweis seiner Geschäftsbücher 3 Millionären geworden sind. Uebergehend zu den Ver einen Schaden von über 10000 m. gehabt. Die Stadt habe schon handlungen vor dem Gewerbegericht, wo am 5. d. M. eine darben zu laffen. Es muß zum Prinzip erklärt werden, daß die am 24. März das Hotel in Anspruch genommen. Trotzdem der Maffenverurtheilung wegen Kontrattbruches stattgefunden hatte, staatlichen Versicherungsinstitute die Heilung der Kranken auf Kläger tägliche Spefen von 300 M. bei einer Jahrespacht von bemerkt der Referent, daß nach einer solchen Auslegung des§ 152 eigene Roften übernehmen, während die Kassen ihre ftatutarischen 40 000 M. habe, stellte er doch das Hotel für 200 m. täglich zur der Gewerbe- Ordnung, der ganze Paragraph, der den Arbeitern Bahlungen der Familie allein zukommen laffen.( Lebhafter Beifall.) Es muß eine Maffenbewegung in ganz Deutschland einVerfügung und während der vertragsmäßigen Tage für 250 M. das Recht der Koalition giebt, zur Erringung befferer Lohn: geleitet werden. Dieses Thema muß auf die Tagesordnung zahlSterben muß jeder einFerner wurde hervorgehoben, daß nicht 40 Personen an dem und Arbeitsbedingungen werthlos fei, da ja nach Auslegung des geleitet werden. Dieses Thema muß auf die Tagesordnung zahlreicher Versammlungen gestellt werden. Berbrauch der Getränke theilgenommen haben, sondern Gewerbegerichts die Arbeiter erst fündigen oder außer dem über 100 Personen, darunter auch Postbeamte und Feuer- Arbeitsverhältniß stehen müssen, wenn sie die Durchführung mal, aber man kann den Tod um viele Jahre hinausschieben. ( Lebhafter Beifall.) wehr. Man habe sich gesagt, die Stadt giebt so viel ihrer gerechten Forderungen durch den Streit erringen wollen. In der Diskussion macht Gutheit darauf anfmertiam, Geld für die Festtage aus, da wollen wir Redner kommt sodann eingehend auf die Berichte der gegnerischen daß es für die die Rassen Rassen billiger billiger ift, die Kranken. uns auch einmal gütlich thun. Ferner wird die Klage Preffe zu sprechen und bemerkt, daß im Gegensatz zu diesen Be: schon rechtzeitig in solche Lungenheilstätten zu schicken, weil fie noch darauf begründet, daß eine Anzahl Zimmer ausgeräumt richten das Gros der Berufsgenossen in den Ausstand eingetreten sonst alle paar Jahre wieder mit Krankengeldansprüchen kommen. werden mußte, die man wegen der Reparaturarbeiten nicht habe ift. Die handvoll Leute, die den Ausständigen im Rücken Bisher ist die Anstalt am Grabowfee von auswärtigen Altersbenuhen können; weiterhin sei noch eine Anzahl baulicher Aende- stehen, werden keine Arbeit von Bedeutung hervorbringen. versicherungsanstalten belegt worden, wir müssen aber dafür rungen an dem Hotel hervorgerufen worden. Stern sei aber nur benso unrichtig ist die Behauptung, daß das Weihnachtsgeschäft sorgen, daß fie den Berliner Arbeitern gesichert wird. Schindler bereits erledigt fei, und die Arbeiter dieses Berufs weist darauf hin, daß die Anstalt am Grabowfee vorläufig nur, den bestbezahltesten gehören. Wäre letzteres richtig, als Verfuchsfeld zu betrachen ist, weil nur von jeder Raffe einige a deffen Pächter, er habe höchstens einen indirekten Vortheil davon. dafür würden den Gegenstand einer weiteren Klage bilden. Dieser fomme direkt dem Eigenthümer zu gute, und die Kosten zu dann hätten Tausende nur zum Spaß ihre Eriftens dort Platz finden. Vorläufig werden auch die Krankenkassen Rechtsanwalt Dr. Benkard als Vertreter der Stadt erklärte, die in Frage gestellt. Also nichts wie niedrige Entstellungen! nicht gleich entgegenkommen werden. Beutler meint, daß mit Stadt habe niemals auf dem Standpunkt gestanden, die Forde- Bum Schluß resumirte sich Redner dahin: Kollegen und einige Haare lassen müssen, weil die Bersicherungsanstalten uns rung für Speisen und Getränke zu beanstanden oder nicht zu be- Kolleginnen! Schließt immer dichter und fester die Reihen, lehnt einer ausgiebigen Arbeiterschuhgesetzgebung auch die Schwindsucht zahlen. Stern habe nach den Fesitagen, am 14. Mai, eine troz aller Machinationen, von welcher Seite sie auch kommen verschwinden werde. Hoffmann glaubt, daß die StaatsRechnung in Bausch und Bogen eingesendet und 2000 m. mögen, Verhandlungen mit einzelnen ab und verweist in anstalten auf die Forderung nicht eingehen würden, die Kaffen verlangt, dann 2004 m., auleßt 2698 M. Man habe den diesem Falle auf die Geschäftskommissionen refp. die Sohn- sollen aber das Sanatorium fürs erfte aus eigenen Kräften Kläger aufgefordert, die Rechnung zu spezifiziren, was fommission, die Euer Vertrauen besigt.( Lebhafter Beifall.) Die halten. Dann habe ihm vergleichsweise die Diskussion ergab ein günstiges Resultat fiber den Stand des Streits indem die bedrängte Lage einzelner Firmen Dr. Friedeberg erklärt noch, daß die Anstalt am Grabow. See der leichten Baulichkeiten wegen nur im Sommer betrieben Stürmische Heiter- werden kann. Es handelt sich nicht um ein Anflehen des Stuhlmann erklärt im Namen des Vorstandes der er gethan habe. Stadt die Summe von 6000 m. geben wollen; darauf fei der Kläger nicht eingegangen, verlange vielmehr für in drastischer Weise geschildert wurde. vie Tage vor dem 8. Mai eine Entschädigung von 9000 M. und feit erregte es, als erwähnt wurde, daß man bei einer Firma Staates, sondern auf grund der bestehenden Gesetze können die für zehn Tage nach den Festtagen 1000 M. Die Grundlage der einem Streitbrecher die Bettstelle nach der Wohnung des Bersicherungsanstalten schon heute so verfahren, und dies liegt Forderung tonne doch nur der Bertrag bilden. Darin stehe von Fabrikanten besorgt habe. Der betreffende soll aber trotz alledem in ihrem eigenen Jnteresse. Der Zweck der Agitation ist natüreinem„ Schadenersatz" nichts. Der Vorsitzende machte noch ein- zu den Streikenden übergegangen und abgereist sein. Es wurde lich, daß wir uns später nicht mit der bestehenden Anstalt bemal den Borschlag der Ernennung eines Schiedsgerichts, bem ferner betont, daß durch eine Aeußerung des Herrn Dr. Gersche! gnügen, sondern daß noch Anstalten für Tausende geaußer Justizrath Hamburger und dem Hotelier des Frankfurter vor dem Gewerbegericht:" Ich habe ein Interesse daran, daß gründet werden. Höpfner schlägt vor, einen Verband Hof3" noch ein Gastwirth als Fachmann angehören fönnte. Die Entscheidungen schnell erfolgen, damit der Streit nicht noch fämmtlicher Krankenkassen zu gründen, um die Sache durchvier Wochen dauert" erwiesen fei, daß die Herren Unter- führen zu können. Unter Hinweis darauf, daß nun doch einmal verhandelt sei, und daß man nicht wiffen tönne, ob die betreffende städtische Stelle Wenn die Herren jedoch glauben, daß sie durch eine Massen- nvaliben- Bersicherungs- Anstalt Berlin, daß nehmer ebenfalls das Ende des Streits herbeiwünschten. jeht noch darauf eingehe, zerschlug sich der Schiedsgerichts. vorschlag wieder, und es soll nunmehr das Urtheil am 20. No- verurtheilung, insbesondere durch die Gesamtfumme der Geld- noch in diesem Jahre ein Romplex angekauft werden soll, um ein ftrafe die Arbeiter demüthigen werden, so haben sie sich über die Sanatorium für girta 500 Krante einzurichten. Es wird aber vember veröffentlicht werden. Wirkung dieses Schreckschusses schmählich getäuscht. Nachdem gewünscht, daß die Krantentafsen einen ge noch Genosse Millarg in treffenden Worten das Urtheil des wissen Nachdruck von unten ausüben, damit die Schiedsgerichts fritisirt hatte, richtete der Referent noch einen großen angefammelten Rapitalien für solche Zwecke auch ferner angewandt werden können. Die Versammlung trat sodann einftimmig einer von Dr. Friedeberg empfohlenen Resolution bei, die sich im Sinne des Referats bewegte. Angelegenheit betreiben soll, werden gewählt für den ArbeiterIn eine Kommission, die die weitere Agitation der vertreter- Verein Si in anowski und Gutheit, für die freien Hilfstassen Neubert und Schindler, für die Orts Krankentassen Stuhlmann und Dähne, für die Fabrikkassen Bries und Baader, für die Innungstassen Böthig und Säger, außerdem Herr Dr. Friedeberg als Arzt. wechſelnb Fortschrittsfurfus in Nationalotonomie und Redeübung im totale Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, vormittags von 10%-12 Uhr ab= der Nordicule, Brunnenftr. 25. all' die bedeutsamen Anzeichen der allgemeinen gesellschaftlichen Un- entgegenzusehen, über welche die Regierungen lachten. Die zufriedenheit in rascher eindrucksvoller Charakteristit vor. Dann Reaktion fonnte sich feinen angenehmeren Feind als diesen im folgt die Beleuchtung der Wiener und Berliner Märzrevolution Reich der Juffionen arbeitenden Konvent wünschen. Die Rathund ihrer hiftorischen Folgen. Tofigkeit begleitete ihn gleichmäßig auf allen Etappen der revo: Wir müssen hier den Leser auf die Marx'sche Schrift, deren lutionären Entwickelung; und alle Chancen, welche die populären reicher Inhalt im engen Rahmen einer literarischen Anzeige auch Aufstände und Bewegungen zum Schuß der Reichsverfassung im nicht einmal andeutungsweise wiedergegeben werden kann, felbft Jahre 1849 etwa noch boten, ließ die erhabene Versammlung" verweisen. Mit Ingrimm wird überall die hoffnungslose Halb- ungenügt vorüberstreichen, bis ihre legten Reste ruhmlos in heit des durch die Revolution zur Macht gelangten Bürgerthums, Stuttgart auseinander gesprengt wurden. das die schnell gewonnenen Positionen durch seine Energielofigfeit alle wieder preisgab, grausam gründlich" verhöhnt und fritisch bloßgelegt. Des Regierens ungewohnt, ergößten sich die bürgerlichen Vertreter so sehr an dem Scheine der Macht, daß fie alles verfäumten, was diefen Schein in Wirklichkeit hätte umsehen können. Das ist das gemeinsame Charakteristikum ihres Verhaltens in Berlin, wie in Frankfurt. " Die Mary'sche Kritit dieser Nationalversammlung, aber auch der übrigen Revolution ift, mit einem Worte, ein vortrefflicher, an schaulicher Kursus über das Thema, wie man Revolutionen nicht machen soll. Durch die kühlen Deduktionen der Kritik hindurch fühlt man immer wieder den Gluthhauch der großen revolutionären Leidenschaft und Energie, die zu dem innersten Wesen unseres großen Borkämpfers gehört, den Gluthhauch, den die deutschen Arbeiter aus dem Kommunistischen Maifeft" und dem Bürgerkrieg in Frankreich" tennen. Montag Abend fein Unterricht. Die Schulräume find zur Benugung der Bibliothet und bes retchen Zeitfhriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. mann, Bafewalterfir. 3. Alle Renderungen im Bereinskalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Zr. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borfigender Ad. NeuRamphaufen und Hansemann, denen nach dem Berliner Berliner Arbeitervertreter- Versin tagt jeben Dienstag nach dem Märzfiege die Rabinetsbildung in Preußen übertragen war, Zum Schluß sei hier noch auf die interessant Vorrede hin- erften im Monat bei Buste, Grenadierfir. 33, abends 8% uhr. unentgelthatten ganz im Sinne der vor den anarchischen" Instinkten der gewiesen, in welcher Kautsfy u. a. das Prognoftifon, welches Marglicher Rath wird ertheilt: Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters- Versiche= Arbeiterschaft bangenden Bourgeoisie kein dringenderes Bestreben, der czechischen Nation, als einem antirevolutionären Faktor stellt, rung, abends von 7-9 Uhr: W. Buchholz, Suffitenstr. 36, v. 3 Tr. als die erschütterten Grundlagen der Autorität zu stärken, statt auf Grundlage der seitherigen Entwickelung berichtigt. Unseren A. Daehne, Demminerir. 66, v. 3 2r. R. Gutheit, Wiefenftr. 29a, von bem alten Syftem, das nur im Augenblicke unterlegen, wirksam Feinden, die sich ja öfters bas Bergnügen machen, zu Leibe zu gehen. Rein einziger Bureaukrat oder Offizier der den nationalgesinnten Lassalle gegenüber dem absolut fosmoArmee wurde entlassen, nicht die geringste Aenderung im alten politischen und unnationalen Marg herauszustreichen, wird bureaukratischen System der Staatsverwaltung vorgenommen." diese Vorrede durch den Abdruck eines Briefes, den Eine Revolution aber, die nichts ändert als die Person des der Chefredakteur der New York Tribüne" seinerzeit an Ministers, liefert sich natürlich selbst mit gebundenen Händen Mary richtete, vielleicht ein wenig Verlegenheit bereiten. Ich habe dem Feinde aus. fchreibt der amerikanische Journalist nur Noch schärfer vielleicht tritt diese Unentschloffenheit in der eines an Ihren Beiträgen( für die New- York Tribüne") auszu von ganz Deutschland gewählten Volksvertretung, die fich in sehen gehabt, daß sie mitunter für eine amerikanische Zeitung zu Frankfurt tonftituirte, hervor. Wir erwähnten bereits, wie Marr sehr den deutschen Standpunkt hervorkehrten. Es diesen deutschen Konvent taxirte. Nicht einmal den Bundestag, schien mir mitunter, als legten Sie den Fragen, die den die unpopulärste Körperschaft in Deutschland", wagten die Frank Barismus oder den Bonapartismus angingen, zu viel furter Gesetzgeber" aufzulösen und durch eine Bundesregierung ntereffe und Besorgtheit für die Einheit und zu ersetzen, die aus den Mitgliedern der Nationalversammlung selbst Unabhängigkeit Deutschlands an den Tag." Der gewählt war. Vor allem aber versäumten sie es, sich in den Besitz Marx'sche Internationalismus, bafirend auf der Interesseneiner organisirten, bewaffneten Macht zu sehen, mit der sie den fotidarität der verschiedenen nationalen Arbeitertlaffen, schließt Widerstand der Regierungen hätten brechen fönnen. natürlich das Eintreten für die Freiheit und Selbständigkeit der So wußte die Versammlung in feiner Weise ihrer Existenz eigenen nationalen Entwickelung in feiner Weise aus. Das eine feste Machtgrundlage zu schaffen und hatte dem Anfturm sollten die Herren die über unsern Kosmopolitismus zetern, dech vertreter- Bereins jeden Dienstag nach dem ersten im Monat bei Röllig, der bald erstarkenden Reaktion nichts als papierene Resolutionen nicht immer vergessen. C. S. 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, Gartenstr. 55, v. 2 Tr. G. Simanowsti teft. 78, Bortal 2, 3 xv. m. tub( mann, Oberbergerftr. 37, 4 Tr., von R. Tamm, Suffitenstr. 6, von 8-9 Uhr abends. 6-9 Uhr abends. . Boigt, wiefenftr. 41-42. G. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr abends. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Streltgerstr. 58. B. einta nn, Bellermannftr. 83. F. Trapp, Schul traße 56, von 7-8 Uhr abends. Im Nord- Osten: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung; W. Mohs, Schönhauser Allee 62. Im Onen: Nur für Suvaliditäts- und Altersverftcherung: E. Baber Gr. Frantfurterftr. 34, v. 4 Tr. 2m Süd- Oßen: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Schalthoff, Michaelfireh ftr. 18. Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: g. Stügelmaier, Grimmsir. 39. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: B. Keller, Camphauſenſtr. 5. Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Sänet, Solmsftraße 44. Im Nord- Weken: Nur für Unfallversicherung: F. Krause, Wils nackerstr. 19. R, Stephan, Leffingjir. 34. Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung: E. 2öffler, Klofter Bet sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier feine Sprechzeit angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr; ferner wird Auskunft ertheilt in den regelmäßigen Monatsversammlungen des Berliner Arbeiter Neue Friedrichstr. 44, abends 8% Uhr, Arbeiter- Bildungs- Schule. Sonnabend, den 14. November, in der Brauerei Friedrichshain: Goethe- Abend Programm: Vortrag über Goethe gehalten von Herrn Schriftsteller Edgar Steiger aus Leipzig. Deklamationen Goethe'scher Dichtungen Herr Willy Froböse vom Schiller- Theater. Gesangsvorträge Goethe'scher Lieder Fräulein Martha Dsirne( Sopran), Herr Robert Feld( Tenor), Typographia, Gesangverein Berliner Buchdrucker u. Schriftgiesser. Instrumentalmusik: Orgel Mister Elles Hamann. Klavierbegleitung: Herr Woldemar Sacks Während der einzelnen Vorträge werden die Saalthüren geschlossen. Eintritt 50 Pfennig. Anfang pünktlich 8, Uhr. Das Rauchen ist während des Konzerts nicht gestattet. 4/12 Nach dem Konzert: Ball= Deutscher Holzarbeiter- Verband. Orts- Krankenkaffe Zahlstelle Berlin. Bezirks- Versammlungen am Montag, den 9. November, abends& thr: Monbit, Stromstr. 28: Vortrag. Diskussion. der Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch. den 11. November cr., abends 81/2 Uhr, im Saale des ,, Neuen Klubhauses", Kommandantenstr. 72: Dersammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Alfons Borchardt über:" Eugen Richter's neueste Sozialistentödtung. 2. Disfussion. 3. Vereinsangelegenheiten.[ 240/2 Die Parteitage Protokolle tönnen in der Versammlung und in den Zahlstellen in Empfang genommen werden. Der Vorstand. Wahlverein des 4. Berliner ReichstagsWahlkreises( Often). 242/1 Dienstag, den 10. November 1896, abends 8½½ Uhr, in Fiebig's Saal, Große Frankfurterstraße: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. med. Weyl über: Das geschlechtliche Zusammenleben des Menschen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. 242/4 Sozialdemokratischer Verein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versammlung am Donnerstag, den 12. November er., abends 8½ Uhr, im Lokale von Böhow, Prenzlauer- Allee 24347. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Max Schippel über: Die amerikanische Frauenbewegung. 2. Diskussion. 3. Neuwahl des 1. Schriftführers. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 245/1 Die Genossen des 5. Wahlkreises werden ersucht, recht zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. Bildungsverein„ Mehr Licht" ( früher: Ethische Gesellschaft.) Sonntag, den 8. November, abends 7 Uhr, Alexanderstr. 27c: Versammlung. Vortrag des Genoffen Ad. Hoffmann über„ Romödianten". Diskussion. Darauf: Geselliges Beisammensein und Tanz. Damen und Herren als Gäste willkommen. 55/9 Achtung, Stockarbeiter! der Klempner. Große öffentliche Versammlung Am Dienstag, den 17. November cr., abends 8 Uhr, findet bei Broch now, am Montag, den 9. November, abends 81/2 Uhr, bei Keller, Roppenstr. 29. Sebastianftr. 39, eine Versammlung Tages Ordnung: 1329b großjährigen Mitglieder 1. Bortrag des Kollegen Jul. Hildebrandt über: Unsere Innungsunserer Kasse behufs Wahl von Krankenkasse und die Bestrebungen der Handwerker im allgemeinen. 2. DisZu dieser Versammlung sind die Kollegen der Werkstätten von Herr- 120 Vertretern pro 1897 und am fuffion. 3. Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftskommission und Neuwahl gefell, Pätzoldt, Thiemich und Herzer, sowie von Thal, Lehrterstr. 44, Donnerstag, den 19. November, desselben. 4. Bericht der Agitationskommission und Neuwahl derselben. eingeladen. abends 8 Uhr, findet ebendaselbst eine 5. Berschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen, besonders der Kollegen Westen und Süd- Westen bei Gassmann, Kreuzberg. 48( oberer Saal). 1. Vortrag des Genossen Grempe über: Kulturbringende Europäer in Afrika". 2. Diskussion. Die Werkstellen von Fitner, Bülowstr. 97, Weiß, Bülowstr. 57, und Sievert, Grunewaldstr. 116, sind besonders zu dieser Versammlung eingeladen. Süd- Osten bei Rautenberg, Oranienftr. 180. " Bersammlung der Arbeitgeber, in Innungs- Werkstätten, ersucht welche Beiträge für angemeldete Mitglieder zu unserer Kasse leisten, behuss Bahl von 60 Bertretern pro 1897 statt. Um eine einheitliche Kandidatenlifte zur ersteren Versammlung aufzustellen, findet am Mittwoch, den 11. Noeine Bersammlung der großjährigen Mitglieder, die sich in beiden Ver sammlungen durch das Quittungsbuch legitimiren, statt. Die Agitationskommission. Orts- Krankenkasse der Mechaniker, Optiker n. verw. Gewerbe. Ordentliche General- Versammlung e fämmltlicher Vertreter. 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Die Krankheiten der Holz- vember, abends 8 Uhr, ebenfalls dort, am Dienstag, den 17. November, abends präzise 8 Uhr, in den arbeiter". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Often bei Thiel, Fruchtſtr. 36. 1. Vortrag des Gen. Rein über:„ Nationalökonomie". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Folgende Werkstellen sind zu dieser Versammlung eingeladen: Böhm, Weberstr. 52; Rohde, Weberstr. 52; Anika. Weberstr. 8; Stein, Gr. Frank furterstraße 86; Baumgarten& Söhne, Gr. Frankfurterstr. 29; Unrau, Große Frankfurterstr. 16; Groschhus, Große Frankfurterstr. 41; Wieland, Friedenstr. 47; Suh, Palisadenstr. 76; Fröhlich, Pallisadenstr. 77; Strauß, Ballifadenstr. 22; Albrecht, Palisadenstr. 22; Fischer, Gr. Frankfurterstr. 128; Hennig, Friedrichsbergerstr. 23; König, Pallisadenftr. 34. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt in Mörschel's Salon, Schönhauser Allee 28. 1. Vortrag des Kollegen Koblenzer über: Die Krankenversicherung der Arbeiter". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind ganz besonders diejenigen Kollegen ein geladen, deren Meister der Ortskrankentasse am 1. Oktober gekündigt haben. Wedding und Gesundbrunnen am Dienstag, den 10. November, abends 8 Uhr, in Raabe's Salon, Kolbergerstr. 28. Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tages Ordnung: In getrennter Wahlversammlung. I. Für die Bertreter der Arbeitgeber: Wahl von einem Mitgliede zum Die Arbeitgeber, die gewillt sind, bie Wahl anzunehmen und die fich Borstand. II. Für die Bertreter der Arbeitnehmer: Wahl von drei Mitgliedern zum Vorstand. 1321b auch durch ihre Geschäftsführer oder In gemeinschaftlicher Versammmlung. Betriebsbeamte vertreten laffen fönnen, ersuchen wir, ihre Adresse bis zum 2. Bericht der Kommissionen über die Anträge auf Anstellung von Naturärzten 1. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung pro 1896. 12. November im Raffenlokal einsenden und auf. Aenderung der Klasseneintheilung. 3. Verschiedenes. au wollen. Der Vorstand. 1326b Verein Gleichheit Berlin, den 7. November 1896. Achtung! Töpfer. Der Vorstand. Achtung! Dienstag, den 10. Nouember, abends 7 Uhr, im Lokale des Hrn. Devantier, Pankow, Flora- n. Mühlenstr.- Ede: Oeffentl. Versammlung der Töpfer fucht Mitglieder, die in Theaterstücken und lebenden Bildern mitwirken wollen ( Damen und Herren). Wochenbeitrag 10 Pf. Meldungen schriftlich oder 1. Wie stellen sich die Kollegen von Pankow und Umgegend zum Anschluß mündlich Mittwoch abends 9 Uhr an an den neuen Verein? 2. Gewerkschaftliches. 193/4 M.Pönitz, Restaurateur, BrandenburgUm recht zahlreiches Erscheinen ersucht 18186 von Pankow, Nieder- Schönhausen und Reinickendorf. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Warnst über:" Das Invaliden- und Altersstraße 54. verficherungs- Gefeß". 2. Distuffion. 8. Verbandsangelegenheiten. Sämmtliche in Fabriken der im Bezirk arbeitenden Tischler und Nicht. mitglieder find ganz besonders eingeladen. 7818 Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Branche der Parquetbodenleger. Montag, den 9. November er., abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Babiel, Rosenthalerstr. 57, Sof part. Tages Ordnung: 1. Wie erhalten wir unsere Errungenschaften? 2. Lohndifferenzen bei der Firma Leibe& Komp. 3. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Kollegen ist es zu erscheinen. ALF Bu allen Versammlungen haben Nichtmitglieder Zutritt. Neue Mitglleder werden aufgenommen. Die Ortsverwaltung. Was schenkt Du zu Weihnachten? Das so beliebte und unentbehrlich gewordene Chaiselongue- Bett ,, Victoria". Auf der Ausstellung über 1000 verkauft. Hohes elastisches Sprungfederpolster. Verstellbares Kopf und Fußtheil. Zusammenlegbar. Gesetzl.geschütz HD.R. Cebr.Muster.N.37159. 37250L* Viele Anerkennungs. schreiben. Preis v. 16,50 M. an. Prospekte Schmargendorf. ,, Sanssouci. Ruhlaerstr. 20. A. Malitz. Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Der Vertrauensmann. Moabiter Naturheil- Verein. Montag, den 9. November 1896, abends 8 1hr, in Ahrens Brauerei: Oeffentlicher Vortrag 1297b bes Dr. med. Hirschfeldt über: Die Vortheile des NaturHeilverfahrens gegenüber der medizinischen Behandlung." Eintritt 10 Pfennige. Der Vorstand. Berndt's Bürsteltube. Nr. 7. Molkenmarkt Nr. 7. Empfehle meinen 49849 d. Empfeh. mein Vereinszimmer m. Biano. 49642* Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch, B. Liebehenschel, Mariannenstr. 48 mein Weiß- u. Bairisch- Bierlokal. Empfehle allen Freunden u. Genossen Ein Vereinszimmer ist zu vergeben. Wilhelm Singert, 1299b] Pallisadenstr. 95. Täglich: KWarmes gratis und franto. Frühstück Nippe u. Pasche, Fabrik a. Lager: Berlin SW., Leipzigerstr. 73, am Dönhoffplatz. Restaurant ,, Sängerheim", Blumen- Straße Amt VII Robert Scheere, elephen: ut vil Str. 3760. Arbeitsnachweis der Möbelpolirer, Brauer, Brauerei Hilfsarbeiter u. f. w. Gr. Vereinszimmer noch an mehreren Tagen zu vergeben. Franz. Billard. Gr. Frühstücks, Mittags- u. Abendtisch. Jeden Sonntag: Musikalische Soirée. O zur Auswahl. ဂ လ Zur alten Linde Achtung: Grosse öffentl. Versammlung Achtung! Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter u. Arbeiterinnen am Montag, den 9. November, abends 81/2 hr, int B. Raabe's Salon, Solbergerstr. 23. Tages Ordnung: Schaffenden zum Segen?" 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1. Bortrag der Genoffin Emma Ihrer über: Wird die Arbeit den [ 1269b Pflicht aller Fabrik Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. D Achtung, Charlottenburg! Dienstag, den 10. November 1896, abends 8 1hr, in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39: Große öffentliche Versammlung Echt für alle in der Metallindustrie beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Admiralstr. 40a am Platz Münchener Bürgerbräu Pilsener, hiesiges hell. u. dunkl. Lagerbier Weissbier. Tagesordnung: 1. Welche Aufgaben erwachsen den Arbeitern im Kampf um bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen. Referentin: Genoffin Martha Rohrlack. 2. Distuffion. 8. Verschiedenes. 118/15 Um zahlreiches Erscheinen aller Kollegen bittet Der Einberufer. Männert Frauen! Uhr: Dienstag, den 10. November ex., abends 8½ Volks- Versammlung in Weimann's Volksgarken, Badstraße 56. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehende Reichstags- Seffion. Referent: ReichstagsAbgeordneter Genosse Liebknecht. 2. Distussion. 3. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. 219/2 Friedrichsberg. Große öffentliche Bolts- Bersammlung am Dienstag, 10. November, abends 9 Uhr, bei Herrn Spizig, Frankfurter Allee 193. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Th. Glocke über: Die deutschen Arbeiter und ihre gewerkschaftlichen Organisationen. 2. Die Zustände in der Eckard'schen Fabrit. Referent Genosse Mäther. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Bu zahlreichem Besuch ladet ein J. A.: Die Fünferkommission. 1822b Achtung! Zimmerer. Ichtung! Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Zimmerer E. H. 2 Hamburg. Oertliche Verwaltung Berlin. Mitglieder- Derlammlung. Dienstag, den 10. November, abends 8 Uhr, Beuthstr. 20 bei Cohn. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom III. Quartal 1896. 2. Vortrag des Herrn Dr. Zadek über Tuberkulose". 3. Innere Sassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. 259/2 J. A.: August Gruse, Barnimftr. 41 a. Sonntag, den 8. November, nachm. 12, Uhr: Beerdigungs- Verein 2. Wahlkreis. Berliner Zimmerleute. Sonntag, den 8. November, abends 6½ Uhr, bei Zubeil, Sonntag, den 8. d. M., abends 61/2 Uhr, Lindenstraße 106: Monats- Sitzung 2Oeffentliche Verlammlung. Grenadier- Str. 33. Zages Ordnung: Vortrag des Genoffen Dr. L. Arons über: 7 Uhr: Vortrag des Herrn Dr. 1. Warum giebt es mehr Frauen als Männer? 2. Einiges von der Wirkung Friedeberg über: Lungenschwindsucht des Alkohols. und deren Heilung. Um zahlreiches Nachdem: Geselliges Beisammensein. Eintritt 10 Pf. Erscheinen bittet Der Vorstand. Um regen Besuch ersucht Die Vertrauensperson. Zentral- Kranken- u. Sterbelaffe Lithographen, der Tischler u. ( Verwaltung Berlin F.) Mitgliederversammlung Montag, den 9. November cr., abends 8 Uhr, bei Rosin, Ruppinerstr. 42. Tages- Ordnung: Abrechnung vom 3. Quartal. Verschiedenes. 183/2 Die Ortsverwaltung. Orts Krankenkasse der Weber und verwandten Gewerbe. Steindrucker, Lichtdrucker, Schleifer, Präger und Prägerinnen, Anlegerinnen, Formftecher, Tapetendrucker und verwandte Berufsgenossen, Arbeiter und Arbeiterinnen des graphischen Gewerbes Berlins! 19 Montag, den 9. November, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung in Keller's Fettsälen, Koppenstr. 29. Tagesordnung: 1. Bericht der Lohukommission über den Stand unserer Bewegung. Die Herren Delegirten, Arbeitgeber 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. und Mitglieder, werden hierdurch zu einer ordentlichen GeneralversammTellersammlung findet nicht statt. Wir ersuchen die Kollegen und Kolleginnen( besonders auch die arbeitenden) Der Einberufer: R. Schöpfe. lung auf Sonntag, den 15. November recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 1896, vormittags 10 Uhr, in Wilte's Lokal, Andreasstr. 26, ergebenft eingeladen. Tages- Ordnung: 1309b a) In getrennter Versammlung: Ergänzungswahl des Vorstandes von den Arbeitgebern nach§§ 37 und 38 des Statuts für 1897/98. b) Jn getrennter Versammlung: 1. Nachwahl für ein ausgeschiedenes Vorstandsmitglied der Mitglieder für 1896. Große öffentliche Versammlung 98 37 and 38 der Metallarbeiter im Colberger Salon", Colbergerstraße Nr. 23. " Tages- Ordnung: 6113* 1. Die Arbeitsnachweise der Unternehmer und der Streit bei Thiel & Söhne in Lübeck. Referent: Theodor Schwarz aus Lübeck. 2. Diskussion und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Gemischter Der Einberufer. Chor sucht anständige Herren und Damen als Geft. Offerten Mitglieder. 13076 Frik Kabelik, Danzigerstr. 17, 3 Tr. 2. Ergänzungswahl des von den Mitgliedern nach§§ des Statuts für 1897/98. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes von den Mitgliedern nach§ 39 des Statuts für 1897. c) In gemeinschaftlicher Bersamm lung: 1. Wahl von drei Revisoren zur Vorprüfung der Jahresrechnung für 1897. 2. Verschiedenes. Berlin, den 6. November 1896. Der Vorstand. B. Stemmler, Vorsitzender, Manteuffelstr. 9. C. Reißmann, Schriftführer, Grüner Weg 87. Orts- Krankenkasse der Möbelpolirer. Sonntag, den 15. Novbr. cr., nachmittags 21/2 Uhr, bei Scheere, Blumenstr. 38, 96/15 Verband der Kürschner. Montag, den 9. d. M., abends 812 Uhr, bei Feind, Weinstraße 11: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Friedeberg über: Der Einfluß der sogenannten sozialen Gesetzgebung auf das Leben des Arbeiters. 2. Distuffton. 3. Abrechnung vom Sommervergnügen. Gäste willkommen. Der Vorftand. 92/1 Kosmos", Verein für volksthümliche Wissenschaft. Dienstag, den 10. November, abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Hensel, Brunnenstraße 173: Vortrag: Die Athmung, das Blut und sein Kreislauf." Referent: Herr Dr. Paul Bernstein, Diskussion. Gäste willkommen. 262/4 Heute Sonntag, abends 6 Uhr, in Röllig's Festfälen, Rosenthalerstraße 11/12: Familienabend. Konzert, ernste und heitere Vorträge und Tanz. Entree inkl. Programm 10 Pf. Tapezirer. Montag, den 9. November, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zu einer Konferenz. 2. Der Aufruf der Hamburger Rollegen. 3. Stellungnahme zum Kongreß der lokalorganisirten Gewerkschaften Deutschlands. 4. Diskussion und Verschiedenes. Um recht regen Besuch der Versammlung ersucht Deutscher Schneider- u. Schneiderinnen- Verband. Generalversammlung 180/1 Versammlung am Dienstag, den 10. November 1896, abends 8½½ Uhr, im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Leo Arons über: Lehren aus der Geschichte der englischen Gewerkschaftsbewegung. 2. Distuffton. 3. Abrechnung vom dritten Quartal 1896. 1622 Die Bevollmächtigten. Stiftungs- Felf Zages Ordnung: 2. Ergänzungswahl des Vorstandes. 3. Wahl des Rechnungs- Ausschusses. 1. Bericht über den Stand der Kasse. 145/12 Th. Markiel, Vertrauensmann. Steinarbeiter. Dienstag, 10. November, abends 8 Uhr, Oeffentliche Versammlung. Tages Drdnung: 3. Anträge. Um 41/2 Uhr im selben Lokal: Auf im Lokal Englischer Garten, Alexanderstr. 270: stellung der Delegirtenliste zu 97/98. Berlin 8./11, 96. Der Vorstand. Bu kaufen gesucht: Meltere sozialistische Schriften von und Mary, Engels, Weitling, u. a. Beitfrat"," Leipziger Vorwärts"," Boltsstaat", Butunft"," Neue Zeit" u. a. Komplet u. einzeln. Für vollständige Exemplare zahlen wir beste Preise. S. Calvary u. Co., Berlin N. W., Luisenstraße 31. 1. Bericht der Revisoren über den Markenbestand beim Geschäftsleiter Wahl eines Revisors für die örtliche Verwaltung. 2. Stellungnahme des Deutſchen Schneider- und Schneiderinnen- Verbandes( Filiale Berlin) schriften, wie:„ Borbote"," Sozialdemo- Rongreß. 3. Wahl von zwei Agitations- Kommiſſionsmitgliedern. 4. Beram Sonntag, den 15. November 1896, in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. robus Instrumental- Konzert unter Zeitung des Musik- Direktors Herrn Campi. Dokal- Konzert ausgeführt von 110 Sozialdem. Gratulationsfarten mit dem Bildnisse Lassalle, Marx und Mitgliedern des Gesangvereins ,, Typographia", des Solofängers R. Pape sprüchen in neuer Ausführung, verund der Konzert- und Opernsängerin Martha Kuaak. Vor den Schranken. Dichtung von Mag Stempel, vorgetragen von Julius Türk. Nach dem Konzert: Tanj. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pfennige nach. Eröffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Programme à 30 Pfennige find zu haben im Zentral- Arbeits- Nachweis und Auskunftsbureau, Alte Jakobstr. 83, und bei den bekannten Kollegen und Kolleginnen. 162| 13 fetter à ẞfo.553f., b. 531d. 48 f., mager à Pro. 65 Pf. 6.53fd.58Pf. Speck, Schweinekamm, gepötelt o. Knochen à Pfd. 55 Pf. Schinkenfpeck, à Pfd. 63 Pf., bei 5 Pfd. à Pfd. 60 Pf. Schinken, à Pfd. von 55 Pf. an. Bei ganzen Würsten: Thüringer Rothwurst à Pfd. 55 Pf. Salle'sdye Bwiebelwurst à Pfd. 55 Pf. f. Leberwurst à Pfb. 75 Pf. Westfälische Mettwurst à Pfd. 55 Bf. Westfälische Schinkenwurst à Pfd. 1 M. Braunschweiger Mettwurst à Pfo. 80 Pf. Cervelat- und Salamiwurst à Pfd. von 85 Pf. an. E. Klähn, Röpniderstr. 163, 3w. Manteuffel- u. Bücklerstraße. Telephon IV, 5151. Moabiter Klub- Haus, No. 9. Beusselstrasse No. 9. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Musik, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil Berufsmusiker. Saal mit Theaterbühne, bis 400 Personen fassend, steht den Parteigenossen und Vereinen zu Vergnügungen und zu Versammlungen unentgeltlich zur Verfügung.- Tages- Restaurant, Weiß- und Bairisch- BierLokal. Großer Mittagstisch mit Bier 50 Pf.- 2 Vereinszimmer sind noch einige Tage zu vergeben. C. Fischer. 4957* Franke's Volkskaffee und Speisehaus, Engels und mit verschiedenen Sinnfende nur an Wiederverkäufer. Mufter gratis. Ernst Seidel, Luxuspapierfabrik, Brunnen Strasse 40. Berliner Yolks- Brauerei S. Gräfestrasse 8 empfiehlt und versendet in Berlin und die Vororte seine zum Selbstfüllen aus bestem Malz und Hopfen gebrauten Biere als M* Werdersches Mal Weißbier schiedenes. 172/3 Der wichtigen Tagesordnung halber ist es nothwendig, daß jeder Der Vertrauensmann. Kollege in dieser Versammlung erscheint. Berliner Naturheilverein Vorwärts. Dienstag, 10. Nov., abends 8, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Böhm über: Der gesunde und der kranke Magen. Debatte und Verschiedenes. 1308b Gäste willkommen. Tellersammlung. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, 9. Nov., abends 8, Uhr, im Englischen Garten, Aleranderstr. 270: Kombinirte Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: # Stellungnahme zur obligatorischen Einführung des Fachblattes. Bereinss angelegenheiten und Verschiedenes. 169/9 Die Ortsverwaltungen. à Biter 10 Maler und verw. Berufsgenossen. Pf. welches infolge seines großen Malzund Würze- Extraktes von hoher Nährkraft ist! Lieferung frei Haus. Dienstag, den 10. November 1896, abends 8½ Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: aptition Kombinirte Mitglieder- Versammlung. Zages Drdnung: 124/6 1. Statutenberathung. 2. Wahl der Delegirten zur Generalversamm B. Nieft's Festsäle, ung. 8. Die Beschwerde des Kollegen Heidemann gegen die Arbeits17, Weberstrasse 17. Zur bevorstehenden Saison 1896/97 find noch mehrere Sonnabende frei, auch zu Versammlungen täglich. Cösliner Hof Cösliner- Straße 8. Jeden Sonntag: 8 Anfang 4 Uhr. [* nachweis- Kommission. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Einberufer. Achtung! Zimmerer. Montag, den 9. November, abends 8 Uhr, bei Buske, Grenadierfir. 33: Versammlung der Plakdeputirten. Großes Tanzkränzchen. Freitag, 13. Nov., abends 8 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 20/22; Große öffentliche Versammlung. Ein gr. Vereinszimmer m. Piano an der Kaiserstraße. Billiger Mittags- und Abendtisch. Größte Auswahl äußerst schmackhaft bereiteter Speisen; täglich 8-10 verschiedene Gerichte von 10-30 Pf. Bier, 4/10 10 Pf., 2/10 5 Pf. aus der Brauerei Reichenkron. 3. vergeb. Scholz, Gr. Frankfurterstr.74. 256/10 Die Lohnkommission. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. 4. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 263. Soziales. = Sonntag, den 8. November 1896. 13. Jahrg. in vielen Fällen das Gehalt eines Handelsangestellten zur Erhaltun irgend einer Kranken- oder Unfallversicherung zukommen." Der einer Familie nicht ausreicht, fordert der Berein„ Borwärts" die Gehilfenverein wendet sich auch gegen den Paffus des Entwurfs, Beseitigung der Bestimmung, welche den Handlungsgehilfen ver- welcher die auf einen Monat festgesetzte Kündigungsfrist nicht anDas Berliner Lokalkomitee des Internationalen bietet, für eigene Rechnung Geschäfte zu machen. Für ein der gewandt wissen will auf Aushilfe- oder Probe Engagements. Gr Kongresses für Frauenwerte und Frauenartiges Verbot sei umsoweniger Grund vorhanden, als ja der fordert ferner, zu den Gründen, die den Gehilfen zur sofortigen bestrebungen hielt am 31. Oktober seine Schlußßigung ab. Prinzipal gegen etwaige unlautere Konkurrenz des Gehilfen durch Aufgabe der Stellung berechtigen, auch den hinzufügen:„ wenn der Der Kassenbericht schloß mit einem Ueberschuß von ca. 3000 M. das Gesetz zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes ge- Prinzipal den für die Gehaltszahlung festgesetzten Termin nicht ab. Man beschloß, davon dem Hausfrauen Verein, welcher schüßt ift. Jm§ 57, welcher den Unternehmer ver- inne hält." mit Recht wird weiter verlangt, daß dem Prinzipal 400 M., und dem Deutschen Lehrerinnen- Verein, welcher 100 m. pflichtet, die Geschäftsräume so herzurichten, daß Gesund die Anbringung geheimer, den Gehilfen als mißliebig fennzum Garantiefonds des Kongresses gegeben hat, diese Summe heit und Leben der Angestellten nicht gefährdet wird, zeichnender Merkmale in den Zeugnissen ausdrücklich verboten zurückzuerstatten. Das übrig bleibende Geld wird zu einer follen Die Worte soweit die Natur des Betriebes werde. Ebenso berechtigt ist das Verlangen einer Bestimmung, Stiftung angelegt, aus der die Kosten der Entscheidung von es geftattet" gestrichen werden, Ferner verlangt der Verein, daß welche jede Vereinbarung untersagt, die dem Handlungsgehilfen Delegirten zu nationalen und internationalen Kongressen bestritten dem Handlungsgehilfen, sofern seine geschäftliche Thätigkeit es Beschränkungen in seinem Fortkommen nach Verlassen einer werden sollen. nicht verbietet, Siggelegenheit zu gewähren sei, auch soll in den Stellung auferlegt. In Beziehung auf das Lehrlingswesen fordert Entwurf eine Bestimmung aufgenommen werden, welche den der Hamburger Gehilfenverein, daß Lehrlinge nur zu kaufPrinzipal verpflichtet, auch die Wohn- und Schlafräume männischen Arbeiten verwendet werden dürfen, und daß der der bei ihm wohnenden Gehilfen den Anforderungen der Lehrherr verpflichtet ist, dem Lehrling wenigstens wöchentlich Gesundheit und Sicherheit entsprechend einzurichten. Gemäß den sech 3 Tagesstunden zu seiner Fortbildung, respektive die erforderBorschlägen der Reichskommission für Arbeiterstatistik fordern liche Zeit zum Besuch einer behördlich anerkannten kaufmännischen die Gehilfen die Aufnahme eines neuen Paragraphen, welcher die Fort bildungsschule zu gewähren. Der Lehrvertrag soll in jedem Arbeitszeit für faufmännische Betriebe jeder Art so regelt, daß Falle schriftlich festgesetzt und die Probezeit auf einen Monat Zu dem Entwurf eines neuen Handelsgesetzbuches hat die Geschäfte von 8 Uhr abends bis 5 1hr morgens geschloffen beschränkt werden, ferner soll der Lehrherr oder deffen Rechts. der Handlungsgehilfen Berein Vorwärts" in fein müssen und Gehilfen während dieser Zeit, Lehrlinge nach nachfolger gehalten sein, dem Lehrling im Falle einer ohne sein Hamburg eine Reihe von Abänderungsvorschlägen 6 Uhr abends nicht beschäftigt werden dürfen. Die tägliche Be- Verschulden erfolgenden Aufhebung des Lehrverhältnisses eine aufgestellt, die er, mit Begründung versehen, dem Reichsjuftizamt schäftigungsdauer der Gehilfen soll 12, die der Lehrlinge 9 Stunden, entsprechende Vergütung zu zahlen. Ein Prinzipal, der die nach und dem Bundesrath unterbreiten wird. Der Verein fordert einschließlich einer 11/2 stündigen Mittags- und je einer halb: Titel VI des Handels- Gesez- Buches ihm obliegenden Pflichten zunächst, daß die Schutzvorschriften des Entwurfs nicht stündigen Frühstücks- und Nachmittagspause, nicht überschreiten. gegen die von ihm beschäftigten Gehilfen und Lehrlinge verlegt, nur auf Gehilfen, die in einem Handelsgewerbe an Nach dem Entwurf ist der Prinzipal verpflichtet, dem Gehilfen, foll in jedem einzelnen Falle mit einer Geldstrafe von 150 M. gestellt sind, sondern auch auf solche Handlungsgehilfen wenn derselbe wegen unverschuldeten Unglücks gezwungen ist, die belegt werden. Zum Schluß fordert der Verein" Vorwärts", angewandt werden sollen, die bei anderen Gewerbetreibenden, Arbeit zu unterbrechen, während eines Zeitraumes von 6 Wochen daß mit der Aufsicht über die Ausführung der Bestimmungen als Handwerkern, Rechtsanwälten, Aerzten, sowie in Hotels und das Gehalt weiter zu zahlen. Hierzu beantragt der Verein des Titels VI Handelsinspettoren betraut werden, nnd landwirthschaftlichen Betrieben beschäftigt find. Das Gehalt foll in Vorwärts" folgende Einschaltung: Der Prinzipal ist nicht daß Streitigkeiten zwischen Handelsangestellten und Prinzipalen längstens monatlichen Raten, und zwar am letzten eines jeden berechtigt, dem Gehilfen diejenigen Beträge ganz oder theilweise vor den Gewerbegerichten zum Austrag kommen sollen. Kalendermonats in baar gezahlt werden. Angesichts der Thatsache, daß anzurechnen, welche ihm für die Zeit der Verhinderung aus Bei den Berg Gewerbegerichts. Wahlen im Bezirk Bei den Berg: Gewerbegerichts. Wahlen im Bezirk Altenessen, der Hochburg des chriftlichen" Gewerkvereins, Altenessen, der Hochburg des christlichen" Gewerkvereins, errangen die beiden Kandidaten des Bergarbeiter Ver= bandes, wie uns eine Privatdepesche meldet, einen glänzen den Sieg. Sie wurden mit großer Majorität gewählt. Die Wahlbetheiligung war im ganzen Ruhrgebiet schwach. Unfallsachen, Bugger, Stegligerstr.65. Bettstellen für Kinder u. Erwachsene Klagen, Eingaben. Pack von 4 M. an. Puppenwagen von 1,50 M. an. Leiterwagen, Kinderwagen von 7 M. an. Spezialhaus " eigenes Steppdecken, Fabrikat, Berlin C, 72 Wallstr. 72. Staunend billige Preise. Reparaturen jeder Art werden entgegengenommen. Ein gr. Vereinszimmer m. Piano 3. vergeb. Scholz, Gr. Frankfurterstr.74. Theilzahlung. " Monatl. 10 M., lief. reelle Anzüge nach Maaß nur an sichere Kunden, gegen Baar zu jedem billigsten Preis. Tomporowski, Schneidermeister. Berlin C., Jüdenstr. 37, 1 Tr. eppiche spottbillig.= Portieren, Gardinen, Läufer, Tisch- u. 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Da meine sämmtlichen Driginal- Effenzen von höchster Bollendung, streng nach dem Vorbilde der beften Originale gehalten und alle einzeln praktisch durchgeprüft find, so ist jeder Misserfolg ausgeschlossen. Jch garantire ausdrücklich, daß sämmtliche Getränke, wenn mit meinen Driginal- Effenzen bereitet, unfehlbar gerathen müssen und den feinsten Fabritaten renommirter Firmen ebenbürtig zur Seite geftellt werden tönnen. Dellen ficher, verpflichte ich mich, bet nicht vollständiger Bufriedenheit, die Auslagen ohne Wetteres zu vergüten. Bet der großen Beliebtheit meiner Driginal- Effenzen sind mir so unendlich viele Beweise der Bufrtebenheit und höchste Anerkennungen aus allen Kretsen metnes überall verbreiteten großen Kundenfretses zu Theil geworden, daß der offenbare Nugen der Selbstbereitung ausser jedem Zweifel Itegt. So viel ist sicher, daß in jedem einzigen Falle, ohne Ausnahme, wer den Vortheil der Selbstbereitung nach meiner Methode erst einmal fennen gelernt hat, dieselbe noch niemals wieder verließ, sondern bauernd benust und fortan mit Begeisterung weiter empfiehlt. Wie gross sind die Vortheile der Selbstbereitung? Ste Itegen flar und deutlich auf der Hand und sind unwiderlegbar. Man bezahlt nicht hohe Bretfe, sondern nur die ursprünglichen Grundstoffe.| Die Zusammenstellung nach meinermethode tftgeradezuerstaunlichleicht u.einfach. Bei nur geringer Mühe beträgt die enorme Ersparniß gegen die sonstigen Die Getränke sind sofort nach der Bereitung golotlar und bedürfen weder Man erhält die Bestandtheile einzeln und nimmt die Mischung in eigener Preife das Doppelte bis Sechsfache. etner Färbung noch irgend welchen Zusages mehr. Person vor und gerade darin liegt die beste Sicherheit für unzweifelhaft reine und stets gleichmäßige Getränke, eine Garantie wie sie einzig dafteht. Die Selbstbereitung ist ideal, gediegen, appetitlich. Sehr werthvolle Recepte zur Selbstbereitung. Man mache unbedingt einen Versuch der Lehre halber. Bitte eingehend zu studiren und die Herstellungskosten zu prüfen. 2% Ltr. Cognac. Man nehme 1 Liter Weingeift( Spiritus Vini), 11 Liter Wasser, 1 Originalfl. Extraf. Cognac- Essenz für 75 Pfg. Die Mischung ergiebt ein reines, gesundes, wohl bekömmliches Getränk von seinem Bouquet und kräftigem Geschmack und hohem Genußwerthe. 1½ Ltr. Aromatique, thüring. Rep. 1 Liter Weingeift( Spiritus Vini) und 3/4 Liter Waffer vermischen. 1 Pfund Zucker kochen in 1 Liter Wasser. Hierauf Alles zusammen mischen mit 1 Originalfl. Aromatique- Essenz für 75 Pfg. 2 Ltr. Allasch, russischer. Sehr kräftig. Rep. 1 Liter Weingeift( Spiritus Vini) und 1/2 Liter Waffer vermischen. 3 Pfund Zucker kochen in 1 Liter Wasser. Hierauf Alles zusammen mischen mit 2 Ltr. Rum. Man nehme 1 Liter Weingeift( Spiritus Vini), 1 Liter Wasser, 3 Ltr. Nordhäuser Korn. Man nehme 1 Liter Weingeift( Spiritus Vini), 2 Liter Waffer, 1 Originalfl. Echte Nordhäuser Kern- Basis für 50 Pfg. Die Mischung ergiebt einen vorzüglichen Nordhäuser Kornbranntwein von reinem Geschmack, welcher dem in Nordhausen so hergestellten in Nichts Gährung gewonnen wird. 1 Originalfl. Extraf. Rum- Basis für 75 fg. Die Mischung ergiebt einen reinen kräftigen Rum, von hochfeinem Geschmack und wundervollem Aroma und eignet sich nachsteht, da die dazu verwandte echte Nordhäuser Kornbafts durch natürliche vorzugsweise zur Thee- und Grog- Bereitung. 22 Ltr. Echt Stonsdorfer Bitter.| 22 Ltr. Feinster Curacao- Liqueur. Rep. 1 Liter Weingeist( Spiritus Vini) und 12 Liter Wasser vermischen. 14 Pfund Zucker kochen in 1/2 Liter Waffer. Hierauf Alles zusammen mischen mit Mit 1 Originalfl. Curacao Liqueur- Essenz für 60 Pfg. 22 Ltr. ff. Pfeffermünz- Liqueur. ( Berliner Luft) extraftark Essenz für 50 Pf. 1 Originalflasche Echt Stonsdorfer Bitter- mit 1 Originalfl. Feinster Pfeffermünz- Liqueur. Essenz für 75 Pfg. 2½ Ltr. Alter Provisor. Der echte Apotheker- Bitter, hergestellt aus den feinsten Spezies, von höchft angenehmen aromatischem Wohlgeschmack. Bei täglichem Gebrauch vermehrt er den Appetit, stärkt den Magen und fördert die Verdauung in hohem Maaße. 1 Originalfl. Allasch- Essenz für 50 Pfg. Rep. 1 Liter Weingeift( Spiritus Vini) und 2 Ltr. Absynth, franz. Man nehme 1 Liter Weingeift( Spiritus Vini), 1 Liter Wasser, 1 Originalf. Absynth- Essenz für 60 Pfg. und der Liqueur ist fertig. Ebenso bereitet werden: 11 Liter Waffer vermischen. 1/ Pfund Zucker kochen in Liter Waffer. Sierauf Alles zusammen mischen mit 1Originalfl. Alter Provisor- Essenz f. 75 Pf. Ebenso bereitet werden: 2 Ltr. Schweiz. Alpenkräuter- Bitter 2/2 Ltr. ff. Berl. Kräuter- Magenbitter. mit 1 Originalfl. Alpenkräuter- Bitter- Essenz für 60 Pfg. 1 Ltr. Boonekamp of Maag- Bitter. Man nehme/ Liter Weingeift( Spiritus Vini) 1/2 Liter Waffer 1 Originalfl. Boonekamp of MaagBitter- Essenz für 75 Pfg. und der Liqueur ist fertig. 3 Ltr. Breslauer Kornbranntwein wie Nordhäuser zu bereiten mit 1 Originalfl. feinster Breslauer Korn- Essenz für 40 fg. Specialität: 22 Ltr. Reichels ,, Haus- Doctor". Sehr kräftig, sehr erwärmend. Medizinischer Kräuter- Magenbitter, aus natürlichen, von Alters her bekannten, der Gesundheit nur zuträglichen Kräutern, Wurzeln und Rinden hergestellt, ist von äußerst wohlthuender Wirkung und schützt oft vor Krankheit. Man nehme 1 Liter Weingeift( Spiritus Vini), 11/2 Liter Waffer, Mit 1 Originalfl. Kräuter- Magenbitter- Essenz für 60 Pfg. 2½ Ltr. Feinster Ingber- Liqueur. weiß, sehr beliebt. Rep. 1 Liter Weingeist( Spiritus Vini) und 1 Liter Waffer vermischen. 1 Pfund Zucker kochen in 1 Liter Waffer. Hierauf Alles zusammen mischen mit 1 Originalfl. Feinste Ingber- Liqueur- Essenz für 50 Pfg. Ebenso bereitet werden: 22 Ltr. Halb und Halb. Mit 1 Originalfl. Halb und Halb- Essenz für 60 Pfg. 22 Ltr. Churfürstlicher Magen. Mit 1 Originalfl. Churfürstlicher Magen- Essenz für 60 Pfg. 2½ Ltr. Cordial- Liqueur. Mit 1 Originalfl. Cordial- Liqueur- Essenz für 60 BfgPfg. 22 Ltr. ff. Berl. Getreide- Kümmel. it 1 Originalfl. Getreidekümmel- Essenz f.50 Pf. 22 Ltr. ff. Calmus- Liqueur. Mit 1 Originalfl. Kalmus- Essenz für 50 Pfg. 22 Ltr. Thorner Lebenstropfen. Mit 1 Originalfl. Thorner Lebenstropfen- 1/ 2 Ltr. Cacao- Liqueur. Essenz für 75 Pfg. 22 Ltr. ff. Pommeranzen- Liqueur. Rep. 1 2tr. Weingeist( Spiritus Vini) und 1 Ltr. Waffer vermischen. 3-1 Pfd. Zucker kochen in 1/ Ltr. Wasser. Hierauf Alles zusammen mischen mit 1 Originalfl. Feinste Pommeranzen- Essenz für 50 Pfg. Ebenso bereitet werden: 22 Ltr. Feinster Nuss- Liqueur. Deliciös. Mit Originalfl. Feinster Nuss- Liqueur- Essenz 1 Originalfl. ,, Haus- Doctor"-Essenz für 75 Pfg. für 1 Mt. und der Liqueur ist fertig. 22 Ltr. Danziger Goldwasser. Mit 1 Originalflasche Danziger GoldwasserEssenz( mit Gold) für 75 Pfg. ( Crême de Cacao) exquifit fein. Rep. 1 Pfund Bucker kochen in 1 Liter Wasser. Nachdem gut vermischen mit 1/2 Ltr. Weingeift und 1 Originalflasche Cacao- Liqueur- Essenz für 60 Pfg. Ebenso bereitet werden folgende exquisit feine Liqueure: 1/2 Ltr. Caffee- Liqueur. ( Crême de Mocca). Mit 1 Original Caffee- Liqueur- Essenz f. 60 Pf. 1½ Ltr. Vanille- Liqueur. ( Crême de Vanille). 1/2 Ltr. Rosen- Liqueur. ( Crême de Rose). Mit 1 Originalfl. Rosen- Liqueur- Essenz f. 60 Pfg. 2½ Ltr. Liqueur nach Art des Benedictiner. Rep. 1 Liter Weingeift( Spiritus Vini) und 1/2 Liter Waffer vermischen. 1/2 Pfund Zucker kochen in 1 Liter Waffer. Hierauf Alles zusammen mischen mit 1 Originalflasche Benedictiner- LiqueurEssenz für 75 Pfg. Ebenso bereitet werden folgende hochf. Liqueure: 22 Ltr. Chartreuse- Liqueure. grün. Mit 1 Originalfl. Grüne Chartreuse- LiqueurEssenz für 75 Pfg. 2½ Ltr. Chartreuse- Liqueur, gelb. Mit 1 Originalfl. Gelbe Chartreuse- LiqueurEssenz für 75 Pfg. 22 Ltr. ,, Frauenlieb". Feinster Damen- Liqueur. Mit 1 Flasche ,, Frauenlieb"-Essenz für 75 Pfg. 22 Ltr. Marasquino- Liqueur. Mit 1 Originalfl. Feinste Marasquino- LiqueurEssenz für 75 Pfg. Extrafeine Punsch- Extracte. 2 Ltr. Schwed. Punsch- Extract. Rep. 1 Pfund Zucker tochen in 1/2 Liter Waffer. Nachdem gut vermischen mit 1 Liter Weingeist und 1 Originalfl. Schwed. Punsch- AromaEssenz für 75% fg. Ebenso bereitet werden: 2 Ltr. Kaiser- Punsch- Extract. Mit 1 Originalfl. Kaiser- Punsch- AromaEssenz für 75 Pfg. 2Ltr. Schlummer- Punsch- Extract. Mit 1 Originalfl. Schlummer- Punsch- AromaEssenz für 75 Pfg. Diese Buufch Extracte werden mit heißem Wasser genoffen und erfreuen fich allgemeiner Beliebtheit. ½ Mit 1 Originalfl. Vanille- Liqueur- Essenz f.60 Pf. Die Liqueure werden je älter, desto besser. D Von sämmtlichen so bereiteten Getränken werden in meinem Geschäfte jederzeit Proben gratis verabreicht. Die angegebenen Vorschriften sind alle erprobt, jedoch nur auf die von mir bezogenen Original- Effenzen begründet, welche frei von jeder Wichtige Bemerkung. schädlichen Beimischung sind und deren Reinheit ich garantire. Man verwendet überall vorzugsweise vorher abgekochtes Waffer, was jedoch nicht unbedingt nöthig ist und am besten harten Zucker, welchem man beim Rochen gut abschäumt oder nachdem durch eine Serviette, Flanell u. dergl. laufen lassen tann. An Weingeift habe ich das höchste Maaß angenommen und vertragen die nach diesem Verhältniß bereiteten Getränke nach Belieben alle noch Wasser. Aus der Wirklichkeit. Glänzend gelungen. Die mit Ihren Original- Essenzen felbftberetteten Liqueure, ber Ingber und Chartreuse, find mir glänzend gelungen, besonders auch die Punsch- Extracte find fost bar. Es hat mir viel Bergnügen und Freude gemacht und sage ich Ihnen besten Dant. Ich bitte mir noch 1 L. ,, Alter Provisor" Essenz und 1 Fl. Stonsdorfer Bitter- Essenz zu senden, welche ich nach auswärts schicken will. E..., Linienstraße. Gut bewährt. Bitte um gefällige umgehende Zusendung von 2 Str. Weingeist und 2 l. Cognac- Essenz, da der Rum fich . Str..., Belforterstraße. gut bewährt hat. Ausgezeichnet. Ihre Essenzen find sehr ausgezeichnet, habe bte= felben auch meinen Freunden in der Wertstelle empfohlen und so bitte um gefällige Zusendung von 6 Fl. RumBasis. Da bet Entnahme von 6 Fl. eine gratis, so bitte 1 Fl. Cognac- Essenz. 9. 6. Demminerstraße. Zur grössten Zufriedenheit. Bitte wieder um Zusendung von 11. Cognac- Essenz, 11. Rum- Basis und 1 Fl. Nordhäuser Korn- Basis. Gleich zeitig theile ich Ihnen mit, daß der damit zubereitete Cognac, Rum und Nordhäuser zu meiner größten Bufriedenheit aus gefallen ist und ich Ihre Essenzen baher Jedermann empfehlen tann. 3.. Brunnenstraße. Ganz vorzüglich. Die Cognac- Essenz, fowie bie, Rum- Basis mit dem dazu gehörtgen Weingeist habe ich erhalten und bin außerordentlich damtt zufrieden; ich werde nicht verfäumen, Ihre ganz vorzüglichen Fabritate in meinem Bekanntentreife zu empfehlen. Frau Ober- Infpettor..., Schönhauser- Allee. Von der Güte überzeugt. Da ich vor einiger Zeit von der Güte Ihrer Fabrikate überzeugt worden bin, so ersuche ich Sie, mir 2 2tr. Spiritus Vini, eine Originalflasche Cognac- Essenz und eine Originalflasche Rum- Basis zuzusenden. Frau Fl.... Simeonstraße. Zur vollsten Zufriedenheit. Bitte mir 2 F. Cognac- Essenz, fowie 1 Fl. Nordhäuser Korn- Basis, auch den dazu gehörigen 96 proc. Weingeist zu senden. Die vorherige Sendung, welche ich mir selbst abholte, war zu meiner vollsten Zufriedenheit. 3...., Blumeshof. Sehr gut gefallen. Da mir Ihre Essenzen, bie ich mir von Ihnen ge= holt habe, sehr gut gefallen und sich noch mehrere Stebhaber dazu gefunden haben, möchte ich Sie erfuchen, mir noch 2 Fl. Rum- Basis und 4 I. Nordhäuser Korn- Basis zu schicken. Carl R..., Reinickendorferstraße. Diese, sowie zahlreiche andere Beweise dankbarer Kunden liegen im Original Jedem zur freien Einsicht aus und stehe ich für wahren Namen und Inhalt mit voller Verantwortung ein. sämmtlichen Original- Effenzen find eigene Specialität u. nur in meinem Geschäft in verschlossenen Original- Flaschen mit meiner Nicht zu vergessen! irma und besonderer Gebrauchsvorschrift versehen, erhältlich und nur dann echt, wenn der Berschluß unverletzt ist und meinen Namen trägt. Stets darauf achten! Jeder Flasche liegen außerdem zwei diesbezügliche Etiquetten für den Hausgebrauch bei. Die leeren Fläschchen werden mit 5 Pfg. das Stüd vergütet. Gratis! Bei Entnahme von sechs Flaschen Effenz, auch sortirt, die siebente Gratis! Nach Auswärts per Poft gegen vorherige Einsendung d. Betrages oder Nachnahme. Verpackung wird nicht berechnet. Von 12 Flaschen Effenz an franco innerhalb ganz Deutschland. 96 prozentig, doppelt rectificirt in 1 Liter Flaschen zum billigsten Tagespreise, die Flaschen enthalten einen vollen Liter Nach Auswärts per Bahn, Korb- Flasche W. 1,00. Von 10 Liter an Korb- Flasche umsonst. Angabe der nächsten Bahnstation erbeten. Feinster Weingeist, und dienen zugleich als Maaß. Jede schriftliche oder telephonische Bestellung wird in ganz Berlin und nächsten Vororten durch eigenes Fuhrwerk nach jeder Wohnung hin frei zugesandt. OTTO REICHEL, BERLIN SO. Fernspr.: Amt IV, 3190. Eisenbahn- Strasse 4, gegenüber der Markthalle IX, unweit dem Lausitzer Platz Fernspr.: Amt IV, 3190. Firma prämiirt mit Ehrendiplomen und der Silbernen Medaille. Niederlagen existiren nirgends, da ich nur durch den Alleinverkauf volle Garantie für den Erfolg meiner Fabrikate übernehmen kann und bürgt das Renommée meines Geschäfts dafür, dak ich nichts Unbrauchbares empfehle. O