Nr. 169. Donnerstag, den 28. Inli 1883. II. Jahrg. SerlimWKMl Krgsn für dir Intrresftn der Arbritrr. 4 Da«..Berliner Volksblatt" nschemt täglich Morgen« außer nach Sonn- und Festtagen. AbonnementSprei« für verlin frei in« Hau« vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. «»»abonnement 4 Mk. Einzelne Nr. 5 Pf. SonntagS-Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. (Eingetragen in der PostzeitungSpreislist« für 1885 unter Nr. 746.) Jnsertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bi« 4 Nl Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen« Bureaux, ohne Erhöhung de« Preise«, angenommen. Redaktion: Kenthstraste 2.— Expedition: Zimmerstraste 44. Der Mädchenhandel. Ein Londoner Blatt, die„Pall Mall Gazette", hat den �suth gehabt, über die sittlichen oder besser gesagt unsitt- �chen Zustände der Weltstadt London Enthüllungen zu fachen, die ungeheures Aufsehen erregt haben. DaS Blatt Pell pa �er sogenannten„guten Gesellschaft" in England e>nen Spiegel vor, in dem sie sich in abschreckendster Ge- l rr blickte. Man wußte sich denn auch nicht anders zu Mftn, als daß man sich„entrüstet" stellte, weil ein Blatt VJnti Dinge zu besprechen gewagt hatte. Die„gute Ge- Mschaft" in England war entrüstet über ihre eigene Im- •"oraliiöt! Dann hätte sie aber besser gethan, ihren Zorn M sich selbst zurückfallen zu lassen, als auf die„Pall jyüu Gazette". Dieser Zorn ging sogar soweit, daß daran dachte, die gerühmte englische Preß- tterheit jU durchbrechen und das„unanständige" Blatt verfolgen zu lassen. Die„Pall Mall Gazette" kann f�llich nichts dafür, wenn der Mädchenhandel in London so schmachvoll betrieben wird, daß man es allerdings als ein IvurnalistischeS Wagniß betrachten muß, die damit verbun- ffuen Thatsachen an die Oeffentlichkeit zu ziehen. Die Ent- Mungen des Londoner Blattes haben auch einen Reflex N Belgien geworfen und man erinnert sich wieder voran, wie täglich aus England Dampfer in Belgien an- Mmen, die junge Mädchen, höchstens 15 Jahre alt, für v>e öffentlichen Häuser in Brüssel„ausladen". . Welche Dimensionen der in- und ausländische Handel �'i den unglücklichen, den Fluch der Prostitution anheim- Uollenen Mädchen erreicht hat, ist bekannt, wenn auch keine si�istil dabei zu Hilfe kommt. ES ist lächerlich, wenn sich Ane Leute so stellen, als habe man durch die„Pall �.Gazette" etwas NeueS erfahren. Im deutschen Reichs- tJ,'si auf den„Export" deutscher Mädchen nach über- i_ Ländern wiederholt hingewiesen worden; »»deren Parlamenten desgleichen. Auch die fofi!? einzelne Kuppler und Kupplerinnen ge- J" Prozesse haben scharfe Schlaglichter auf die schmäh- Ä Zustände geworfen, die sich in dieser Beziehung auch "Deutschland herausgebildet haben. Wir stehen keines- t fS* auf dem beschränkten Standpunkt der ordinären Mo- fogen' benn von diesen können wir mit Heine „Wir wissen, sie trinken heimlich Wein Und predigen öffentlich Wasser." Die Heulmeier und Mucker, die sich geberden, als „2' die ganze Welt in Sack und Asche gehen, mögen uns id 9# bleiben. Die Prostitution in ihrer heutigen &, ist und bleibt eine Frage, die durch Mittel der �wanität zu lösen ist und nicht durch Pharisäerei. �»«wwL] Aeuilteton. Das Mormonenmädchen. g. Amerikanische Erzählung von Balduin Möllhause«. (Forssetzung.) W�r originell," sagte er gutmüthig, sobald er be- W' H er es mit keinem Betrunkenen zu thun habe und 9« nur ein Irrthum obwalten könne. gl;."-"orbammt!" entgegnete Rast, immer nach derselben hinstierend.„Ich habe Eile, und wenn Ihr ein Sur! �id, dann werdet Ihr, eh' ich Euch würge, . Vrhaken von meiner Gurgel nehmen und mich eine tzidu begleiten— geschwind— geschwind, eh' sie außer legssn i' der Satan meine Dummheit! So anzu- Fg.. Des Bootsmanns Worte klangen so auftichttg, daß zr. kernen Augenblick an seiner Ehrlichkeit zweifelte. er habe Eile, von hier fortzukommen," entgegnete kn.s,�her, seine Arme von dem Nacken seines Gegners W?5CIjb und einen Schritt zurückttetend,„so viel Eile, *"h Euch nicht begleiten kann." finnllt? 2hr müßt!" rief der aufgebrachte Bootsmann Über � d aus, und gleichzeitig griff er den Maler dicht mit„„�.Handgelenk seines linken Armes, worauf er ihn Je»,. rstehticher Gewalt und Eile mit sich fortzoa, daß liand ii r": besten Willen außer Stande war, ihm Wider- tritt N- fvn, wenn er nicht zu einem geräuschvollen Auf- «„�aniassung geben wollte. eivan�o. em sie also ungefähr dreißig Schritte neben vollem Lauf zurückgelegt harten, schien Falk's wieder Herr seiner selbst zu werden. gleiten«-, i Ihr dort die Schatten an den Häusern hin- ein„". kragte er den überraschten Künstler, der allmälig �psonti Interesse an seiner eigenthümlichen Lage „Die Männer dort auf jener Seite? allerdings sehe Mit der Prostitution ist'S gerade wie mit der„Baga- bondage". Es giebt nur wenige Leute, die aus wirklicher Arbeitsscheu, aus Neigung vagabondiren. Die ungeheure Mehrzahl ist durch Arbeitslosigkeit und andere Umstände dazu gezwungen. Von den prostituirten Mädchen haben neunzig Prozent aus Noth zu ihrem Gewerbe gegriffen, die anderen mögen an einem solchen Dasein Gefallen finden. Die Prostttution entsteht zunächst aus Mangel an Un- terhaltSmitteln, aus Noth und dann aus Mangel an Bil- dung. Ihre Lösung bildet eines der schwierigsten Probleme. Die Garantie einer ehrlichen und ausreichenden Eristenz für Alle würde die Prostitution im Allgemeinen beseitigen; eine gesteigerte Bildung würde im Bunde damit sie auf ein Mi- nimum beschränken. WaS dann noch bliebe, wäre kein soziales Unglück mehr, es wären mehr oder minder verein- zelte Erscheinungen. Diejenigen, die der Prostitution gegenüber nur öde Moralpredigten haben, können sich weder von unseren ökono- mischen Zuständen, noch von dem VolkS-Charakter im All- gemeinen einen Begriff machen. Es existirt unter dem Volke mehr Tugend und Charakterstärke, als die Pharisäer wissen. Wo einzelne seiner Angehörigen dem furchtbaren Drang der Roth erliegen, da ist dies zum Mindestens verzeihlich. Man denke nur, wie viele Tausende von alleinstehenden jungen Mädchen, namentlich in großen und größeren Städten, sich ernähren sollen. Sie arbeiten für größere Geschäfte; sie nähen, sticken und treiben andere Hausarbeit. Die Löhne, die sie erhalten, sind minimal, denn eine große Anzahl von Mädchen aus„besseren Familien" liefert auch solche Ar- beiten, die vielleicht keinen anderen Zweck haben, als die jährlichen Ausgaben für ihren Ballstaat zu bestreiten. Die Töchter„besserer Familien" können sehr billig arbeiten, denn sie haben ja Daheim ihr Auskommen. Damit drücken sie die Löhne auf ein Minimum hinab und die armen Mädchen, die nur von ihrer Hände Arbeit leben müssen, sollen mit diesen Löhnen, die oft zwischen 50 Pf. und 1 Mk. täglich schwanken, ihr Leben fristen. Man stelle sich das Leben eines solchen Mädchens vor. In einer Dachkammer, wo sie den ganzen Tag nur ein Stückchen graugelblichen Himmels sieht oder in einem Stüb- chen auf einem finsteren und schmutzigen Hofe hat sie von Morgens 5 oder 6 Uhr bis Abends 8, 9 oder 10 Uhr, je nach Unterschied, mit geringen Unterbrechungen, ohne Unterlaß zu arbeiten, um ihren unzu- reichenden Lohn zu verdienen. Viele dieser Mädchen können sich nur selten einen freien Sonntag gönnen. Wenn nun an solche Mädchen die Verlockung herantritt, durch Preis- gebung ihres Körpers ihr Einkommen zu erhöhen— welche Standhaftigkeit, ja welcher Heldenmuth mag oft dazu ge- hören, diesen Verlockungen zu widerstehen! Das erwägen ich sie, ich müßte ja blind sein, wie ein Maulwurf," ant- wortete Falk, und Rast hatte schon gar nicht mehr nöthig, ihn nach sich zu ziehen. „Das ist originell! blind wie eine gemalte Kanonen- luke," versetzte der Seemann mit unterdrückter Stimme. „Ihr seid unbedingt ein Gentleman; behaltet also mit mir zugleich jene Landpiraten in Sicht, und während wir gleichen KourS mit ihnen steuern, will ich Euch eine Erklärung ge- ben, wie eS sich zwischen Männern geziemt." Falk, immer gespannter auf DaS, was folgen würde, versicherte, daß er mit dem Vorschlage einverstanden sei, und Rast, nachdem er sich leise geräuspert, hob an: „Einer von unS ist der Beleidigte—" „Ein unfreiwilliges Zusammenprallen ist keine Belei- digung," unterbrach Falk lachend seinen Gefährten, dessen Ernst ihn zu ergötzen begann. „Ich sage Euch, Herr, Einer ist der Beleidigte, und wollt Ihr es nicht sein, so bin ich es. Wir haben mit den Breitseiten gegen einander gelegen, und verdammt will ich sein, wenn die Sache nicht ausgefochten werden muß. Ihr habt mir den Hals beinah' zugeschnürt, und dafür sollt Ihr Satisfaktion haben, und das ist originell!" „Sehr originell!" bekräfttgte Falk, immer mehr belustigt über des grimmigen alten Burschen Eifer. „Wollte Euch also bitten, eine Stunde oder so herum zu warten, bis wir den Nothhafen der beiden Piraten dort ausgemacht, und dann—" „Soll ich mir die Knochen von Euch entzweischlagen lassen," fiel Falk seinem Begleiter in die Rede, kaum noch fähig, ein lautes Lachen zu unterdrücken;„ich danke für die Ehre, bin aber bereit, Euch noch etwas Gesellschaft zu Iciftcn«" Bei Gott, Herr! kein Knochenentzweischlagen," ver- sicherte Raft, weder rechts noch links blickend.„Ihr seid ,war nur ein Deutscher, aber doch ein Gentleman, und Ihr sollt alle Vortheile haben, die einem Gentleman gebühren; 's würde mich auf dem Boden des Ozeans nicht ruhig scki lasen lassen, wäre ich Euch Satisfaktion schuldig geblie- ben das ist originell, nur etwas warten müßt Ihr— Goddam'" fuhr er plötzlich wild empor, indem er zugleich die Herren Pharisäer nicht. Betrachtet man den Umfang der Prostitution im Verhältniß zu der Nothlage unter den Arbeiterinnen, so muß man unser Volk darum bewundern, daß die Prostitution keinen größern Umfang angenommen hat. Denn es giebt Hunderttausende, Millionen von Ar- beiterinnen, die sich in der drückendsten Lage befinden und allen Verlockungen der Prostitution widerstehen. Ob gerade eine gewisse Sorte von hochmüthigen und tugendstolzen Damen, das weibliche Moralphiliftcrthum, im ähnlichen Fall auch so standhaft bleiben würde, das müßte erst durch That- fachen erwiesen werden. Viele sind auch der Meinung, durch energische Ver- folgung der sogenannten Kuppelei ließe sich der moderne Mädchenhandel beseitigen oder eindämmen. Das ist offen- bar ein Jrrthum. Ein scharfes Vorgehen gegen jenes schmutzige Geschäft ist schon am Platze; man wird die Kup- pelei am ersten und schnellsten lahm legen, wenn man ihr die W a a r e entzieht, d. h. wenn unsere Sozialgesetzgebung sich ernsthaft Mühe giebt, die Situation der Arbeiterinnen zu verbessern. Dazu gehört auch, daß man die von der mo- dernen Industrie so vielfach zerstörte Familie und Häuslich- keit des Arbeiters wiederherstellt, damit den Kindern eine bessere Erziehung gegeben werden kann. Eine nur geringe Besserung der wirthschaftlichen Situation, eine Vermehrung der Arbeitsgelegenheit allein schon würde, davon sind wir überzeugt, eine bedeutende Abnahme der Prostitution, des Mädchenhandels bewirken. Wird man den Versuch einmal machen? Politische Ueverstcht. Als die Ausweisungen russischer Polen von der ge- sammten liberalen Presse als eine nicht zu rechsscrtigende Maß- reacl bingestellt wurden, da behauptete das Kanzlerblatt, die „Nordd. Allg. Ztg.", daß es in der Konsequenz unserer Witth- schaftspolitik liege, derartigen„Einbrüchen fremder Arbeiter in den Arbeitsmarkt" vorzubeugen, die nationale Arbeit gegen die unter bevorzugten Bedingungen aufttetende aus- ländische Konkurrenz zu schützen.— Das war recht brav gesagt, und wenn auch die Ausweisungen nirgends besondere Freude verursachten, so konnte andererseits gegen solche Motive doch kein Einwand erhoben werden. Freilich wurde von uns sogleich bezweifelt, daß die Ausweisungen lediglich zum Schutz der „nationalen Arbeit" in Aussicht genommen seien. Wir ver« mutheten sofort, daß dieselben im Wesentlichen nur aus poli- tischen Gründen erfolgen würden und diese Vermuthuna war gewiß berechtigt. Als vor Kurzem in Erdmannsdorf ein Weber« streik ausbrach, kam aus Oesterreich eine große Anzahl Czechen, um sich für einen billigeren Lohn anzubieten. Die nationale Arbeit der Weber wurde durch diese anspruchslosen Elemente aufs äußerste bedroht; statt nun aber die nationale Arbeit zu schützen, wußte die„Nordd. Allg. Ztg." nichts Besseres zu einen Satz vorwärts machte;„wo haben sie ein Ende ge- nommen? Weg sind sie, weg wie'n Topsegel vor dem Teiphoon!" „Still, steht still," ermahnte Falk, seinen Begleiter nun- mehr seinerseits am Arme zurückhaltend,„dort in die Haus- thür schlüpften sie hinein. Laßt uns nur die Pforte bewachen: wo sie hineingegangen sind, müssen sie doch endlich auch wieder Herausrommen." „An Euch ist ein Seemann verdorben," sagte Raft mit wirklichem Bedauern,„habt Augen wie'n durstiger Midshipman, und berechnet die Länge wie'n alter Kommo- dore." So sprechend stellten sie sich im Schatten des gegen- überliegenden Hauses so auf, daß ihrer Wachsamkeit Nie- mand entgehen konnte, der aus der bezeichneten Thür ins Freie trat. Mehrere Minuten verharrten sie sodann schweigend. Plötzlich schien Raft sich auf etwas zu besinnen.„Ihr seid ein Gentleman," hob er an,„waS meint Ihr, wenn wir den Kreuzknoten, den wir mit einander zu lösen haben zu gelegener Zeit aufhölen; vielleicht bis morgen an irgend einem bestimmten Otte und zu irgend einer bestimmten Stunde?" Ael und ganz originell," er- widerte Falk lächelnd, sich absichtlich Rast's LieblingSaus- drucks bedienend. Freute Raft sich nun, auch einmal aus einem anderen Munde, als dem eigenen, das Wort„originell" zu verneh- wen, oder war sein Wohlwollen für den gefälligen, gut- müthlgen Deutschen in so schnellem Wachsen begriffen, genug, nachdem er einige Male mit dem Kopfe genickt, versetzte er zögernd:„Sagen wir also übermorgen." •Vner wurde ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Thür hingelenkt, in welcher drei Personen erschienen, die sich ziem- lich laut unterhielten. Raft stieß seinen Gefährten an, zum Zeichen, daß er seine Leute wieder erkenne. Dieselben traten ganz aus der Thür heraus, während die dritte Person, offenbar ein noch junger Mensch, in derselben zurückblicb und sie über die einzuschlagende Richtung belehrte. " thun, als den Streit auf Hetereien sozialdemokratischer Agitatoren" zurückzuführen. Kein Wort hatte sie gegen die in gehäffigfter Weise eingedrungene ausländische Konkurrenz, aber desto mehr Schmeicheleien" für die frivolen" Streifenden. Von Ausweisung dieser Czechen hat man nichts gehört, wohl aber hat man sich gegenüber dem Wunsche des schlesischen Berg und Hüttenmännischen Vereins, die Ausweisungen russi scher Polen im Intereffe der Industrie vorläufig zu sistiren, sehr entgegenkommend verhalten, und es gewinnt fast den Anschein, als ob man in Zukunft noch weiter gehen und nur den politisch angehauchten Personen den Weg über die Grenze zeigen will. selbst ohne allgemeines Stimmrecht. Sie sehen, was die eng lischen Arbeiter, denen das Wahlrecht zum Parlament fehlt oder jedenfalls seiner Zeit fehlte, mit Hilfe der freien Vereins, Versammlungs- und Petitionsrechte, sowie mit Hilfe wirklicher Preßfreiheit, theils durch unmittelbare Thätigkeit in den Arbeitervereinen, theils durch den auf die Gesetzgebung geübten Einfluß, so namentlich in der abrikgesezgebung, erreichten, und welche materiellen Früchte ihnen die großen und echten englischen Freiheiten getragen haben; sie sehen das und vergleichen damit, was ihnen in Deutschland als der Inhalt einer Reform von unerhörter Großartigkeit, an die sich kein anderes Land heranwagt, geboten wird. Und dann redet man ihnen noch zu, auf die Entwickelung ihrer ganz abgesehen von den Wir so spärlichen politischen Rechte fungen des Ausnahmegesezes und Freiheiten zu verzichten, weil das alles nur Doftorfragen und Theorien wären, weil sie dieselben nicht essen fönnten." beforglich? 13. cr. ert Office, daß Erwägung eines Schi wogegen ja Spruch erho Suversicht Brüffel, de Millionen sollten die vorhandenen Schulden bezahlt werden; es geschah dies aber nur zu einem Theile. Vieljährige Gut haben in bedeutenden Beträgen blieben ungedeckt, und heute dürfte die Zivilliste in noch mißlicherer Lage sich befinden als vor der 8 Millionen Anleihe. Ob es nochmals gelingen wird, ein Anlehen von einigen Millionen aufzunehmen? Wird etwa der Staat interveniren? Eine darauf abzielende Vorlage wird fein Minister an die Kammern zu bringen wagen, feine Rammer fie genehmigen. An eine Umkehr, an eine Einschrän wird, sprad fung in den Ausgaben ist nicht zu denken, und so ist die Katastrophe unvermeidlich das ist hier die allgemeine Ansicht Offenbar hat Niemand den Muth, an allein maßgebender Stelle Indien fel die unverblümte Wahrheit zu sagen, oder man will fie nicht die Bezieh hören. Eine solche Katastrophe, wie die in Aussicht ſtehende, beſſern mu hat Baiern noch nie erlebt." des Kurses Bei der Beschlußfassung des Bundesraths über den bezüglich der Postdampfer Subvention mit dem Norddeutschen Lloy, abgeschloffenen Vertrag gab der Bevollmächtigte für Hamburg die Erklärung ab, daß er beauftragt sei, bei der Frage über die Genehmigung des vorliegenden Vertrages sich der Stimme zu enthalten, zugleich aber die Erwartung auszusprechen, daß eine zur Heranziehung der aus Deutschland zu versendenden Ladungsgüter nach den deutschen häfen etwa zu bewirkende Ermäßigung der Eisenbahntarife nicht zu einer differentiellen Begünsti ung der subventionirten Postdampfer und deren Abgangshafen führen, sondern auch für die bestehenden Frachtdampferlinien nach Ostasien und Australien, deren Abgangshafen Hamburg ist, in gleicher Weise Zur Frage der körperlichen 13üchticung in den Schulen hat dieser Tage das mecklenburg- schwerinische Unterrichtsministerium den Superintendenten des Landes einen beachtenswerthen Erlaß zugehen lassen. Der Erlaß nimmt zunächst auch für Landschullehrer das Recht, bei handhabung der Schulzucht nöthigenfalls auch körperliche Strafe anzuwenden, in Anspruch. Der Erlaß führt dann weiter aus, daß dies Recht nicht bloß in früherer Zeit anerkannt, sondern auch nach Einführung der neuen deutschen Strafgesetzgebung an fich nicht beanstandet worden sei. Es seien aber wiederholt Fälle vorgekommen, bei denen wegen unangemessener Anwendung oder Ueberschreitung dieser Befugniß Klage erhoben und Be strafung erfolgt sei, und es habe sich dabei ergeben, daß hin und wieder Büchtigung mit ungeeigneten Werkzeugen, z. B. Linealen, vollzogen ist. Das Ministerium weist nun aus diesem Anlaß ausdrücklich darauf hin, daß körperliche Büchtigung, wenn sie nöthig wird, mit keinem anderen Werkzeug als mit einem Rohrstock vorgenommen, und daß sie nie in Mißhandlungen ausarten darf.- Am besten wäre es sicherlich, wenn von förperlicher Büchtigung gänzlich Abstand genommen würde. Wer ohne solche nicht fertig werden kann, stellt sich immer ein mehr oder minder großes Armuthszeugniß aus. Freilich wird die Zucht der Schule immer erfolglos bleiben müssen, wenn den Eltern die nöthige Zeit fehlt, die Kinder entsprechend zu erziehen. Und das ist leider in den meisten Fällen 10. Der Rohrstock fann da aber nicht helfen, sondern nur Reformen auf wirthschaftlichem Gebiete, welche Erwachsene und Kinder schüßen, speziell aber den Eltern ermöglichen, ihre Kinder richtig zu erziehen. eintreten werde." und zwar Die Kon mal die nirgends b beigt, noch Afritanisches. Der deutsche Reichsanzeiger" veröffent Mühe auf licht unter der Ueberschrift: Bilder aus Kamerun" über die dortigen Verhältnisse einen längeren Bericht, dem wir folgendes entnehmen: Wir dürfen nicht verschweigen, daß leider noch immer Branntwein bei einem Kaufe unter den Laufchartikeln den Bulfita fehlt. Es werden jährlich ungeheute Maffen von Spirituosen und zwar großentheils von der schlechtesten, geradezu giftigen blattes, da fulationen Spottluft Beschaffenheit nach dem Kamerun eingeführt. Die verderb lichen Wirkungen dieser Waare auf die schwarze Bevölkerung viel Krepit find offenbar. Hoffentlich wird der deutsche Schuß, unter dem die Eingeborenen am Kamerun nun stehen, sie auch bald vor Ueber die Nothwendigkeit eines Gesetzes, welches den Verrath von Fabrik- und Geschäftsgeheimnissen strafen soll, werden gegenwärtig noch immer Berathungen gepflogen. So war die Handelskammer zu Kassel vom Handelsminister ebenfalls aufgefordert worden, sich hierüber zu äußern. ,, Es erscheint unleugbar so heißt es nun in dem Bericht der Handelskammer- daß durch einen solchen Verrath das häufig mit großen Opfern an Beit und Geld erworbene geistige Eigenthum des Einzelnen bedeutend geschädigt wird, und gesetzliche Abhilfe erscheint hier um so nothwendiger, als ein Schuß durch Privatverträge, wonach der Beamte oder Arbeiter fich bei einer Konventionalstrafe verpflichtet, innerhalb einer bestimmter Beit nach seinem Austritt 2c. nicht in ein ähnliches Geschäft einzutreten, besonders bei Vermögenslosigkeit der Betreffenden, nur ein sehr mangelhafter sein fann." Die Kammer befürwortet den Erlaß bezüglicher geseglicher Vorschriften. : nung fam fo oft. Do diesem eingeführten Gift beschüßen, wenn auch die betreffenden felbst in de Maßregeln nicht ohne längere Vorbereitung in plöglicher Weise fich einführen lassen. Unsere Kaufleute aber sollten selbst er wägen, wie diese Waare die Leistungsfähigkeit der Stämme für spätere Beiten völlig untergraben müßte. Auch verlangt e die Ehre der deutschen Nation, daß wir unsern in der That Rachrede, Strafe zah tersburger Schiedener daß das W noch unmündigen schwarzen Schußbefohlenen nicht solches blütig vorb Unrecht anthun lassen.. Die englische Mission am Kamerun ist in den letzten fünf Jahren sehr geschwächt Derwerfliche felbft gewi worden. Als nach der Entdeckung des Kongo fofort dorthin fich mit ib allem Erni höchft unge Missionare gesandt wurden, nahm man die besten Kräfte vom Kamerun weg, um fie auf das neue Arbeitsfeld zu verseßen. nachdem sie sich kaum in die Arbeit am Kamerun hinein ge funden hatten. Die eingeborenen Lehrer und auch westindische Ein paar andere tüchtige Männer starben, hin find so tung ichon ausübt, m die Beche Kapitals und engli Das alles muß man berücksichtigen, wenn jetzt die jungen haben, ist farbige Missionare, waren oft nur zu sehr sich selbst überlaffen. Thatsache Christengemeinden in manchen Stücken viel zu wünschen übrig die Under laffen. Uns sollte es aber feststehen, daß eine gedeihliche Ent wickelung unserer Kolonie nur dadurch erzielt werden kann, daß das begonnene Missionswerk fräftig weiter geführt wird. Sollten die englischen Missionare uns das Feld überlassen wollen, da sie alle ihre Kräfte am Kongo verwenden können, so werden sich auch Deutsche bereit finden lassen zu der müh samen aber gesegneten Arbeit, jene Schwarzen zu Christen zu erziehen." Eine viel gesegnetere Arbeit, als die Schwarzen zu„ Christen" zu erziehen, wäre es, den Brantwein von ihnen fern zu halten, fie vor Vergiftung zu schüßen. Wir glauben nicht, daß der deutsche Schuß hierzu die Veranlassung geben wird, da unsere Brantweinbrenner das größte Interesse daran haben, ihren Fusel in Kamerun abzuladen. Auf spätere Zeiten diese Leute verweisen, wird wenig verschlagen, fie huldigen meistens dem Grundsay: Nach uns die Sündfluth. In Posen fand am 20. d. M. eine öffentliche Verfamm SS 19 und Die baierische Zivilliste. Aus München berichtet die Frf. 3tg.":" Wir haben bereits wiederholt auf die mißlichen Bustände, in denen sich die baierische Zivilliste befindet, hinge wiesen. Die permanente Zivilliste des Königs beträgt jährlich 4 231 044 M., sohin 2 pCt. der Brutto Einnahmen des Staates. Der König ist unverheirathet, der Hofhalt fann feine übergroßen Summen fosten; König Mar II. hatte eine um 5 pCt. geringere Zivilliste, er mußte seinem Vater jährlich eine halbe Million Gulden geben, sein Hofhalt war glänzend, er machte große Reisen, gab Millionen für Kunst und Wissenschaft aus, und bei einer Regierungszeit von 16 Jahren betrug sein Rücklaß mehrere Millionen Gulden. Theater, besonders die Wagner- Opern, und phantastische Schloßbauten à la Louis XIV. haben unter seinem Nachfolger die Bivilliste völlig in Bedräng- lung von Bolen statt, zwecks Bildung eines Komitees in Sachen niß gebracht. Zu solchem Aufwand reicht die hohe Zivilliste des Königs von Baiern lange nicht aus. Herrenchiemsee allein, an dem jegt etwa 12 Jahre gebaut wird, hat bis jetzt weit über 30 Millionen gekostet und ist nur zum dritten Theile fertig. Linderhof, das noch unvollendete Neuschwannstein, ungezählte Millionen! Der Plan zum Schloß Fallenfels ist fertig, die Arbeiten haben bereits begonnen, es soll noch romantischer werden als Neuschwannstein. Wie viele Millionen wird es toften? Vielleicht ist das Projekt zu noch anderen Bauten Ueber die konsequente Haltung der Arbeiterpartei in Bezug auf die Erringung politischer Frei heiten, laffen fich die Sozialen Beitfragen"( herausgegeben von Ernst Henriet Lohnsmann) folgendermaßen aus: Die Arbeiterpartei hat allen Versuchungen getrozt. Sie hat das ihr von der Reaktion in das Dyr gerufene Schlagwort, daß Niemand von politischen Rechten und Freiheiten fatt werden könne, nicht in der gewünschten Weise mißverstanden. Sie weiß sehr wohl, daß dieses Schlagwort seinem buchstäblichen Sinne nach wahr ist, und daß man politische Freiheiten und Rechte nicht effen kann". Sie ist auch durchaus entschloffen, politische Rechte und Freiheiten nicht als eine Befriedigung ihrer auf Hebung ihrer materiellen Lage gerichteten Forderungen anzunehmen. Aber sie wendet sich mit Gering schätzung von der Bumuthung der Reaktion ab, sich den Trugschluß aufreden zu lassen, daß, weil politische Rechte und Freiheiten nicht eßbar" seien, ste deshalb werthlos find. Die Reaktion hat mit dieser Zumuthung die Intelligenz und die Höhe der politischen Auffassung der deutschen Arbeiterschaft gründlich unterschäßt. Die deutsche Arbeiterschaft und besonders die sozialdemokratische Partei, fennen sehr genau den Werth politischer Rechte und Freiheiten auch für die Erfüllung berechtigter materieller Forde rungen. Sie wissen sehr genau, daß der alte Saz„ Selbst ist der Mann", welcher überall gilt, erst recht auch für sie und ihre Noth gilt. Sie wissen, daß ihre Intereffen nur dann ganz und voll gewahrt werden, wenn sie selbst für sie einstehen können, und daß sie mit genügender Wirkung für fie eintreten und fie auf alle Dauer vertheidigen können nur im echten Verfassungsstaate, in welchem die Selbstbestimmung des Volles zur Wahrheit geworden ist. Sie wissen, daß es ein schlechter Tausch sein würde, und ein schwerer Fehler, der sich am bittersten an ihnen selbst rächen würde, wenn sie noch so große materielle Vortheile mit dem Verzichte auf ihre politischen Rechte nnd Freiheiten und auf deren Weiterentwickelung er laufen und sich also zur fünftigen eigenen Vertretung ihrer Interessen unfähig machen wollten. Sie haben nicht vergeffen, daß der Schöpfer ihrer Partei, welcher nicht genug harte und bittere Worte für diejenigen finden konnte, die er beschuldigte, in einseitiger Verfolgung politischer Rechte und Freiheiten gleichgiltig gegen die traurige Lage der Arbeiter zu sein, zugleich doch der neuerstandenen ein Mittel gäbe, diese Partei aurief, daß es nur Lage endgiltig zu verbessern, nämlich das allgemeine Stimmrecht, und sie sind im Stande, fich selber zu sagen, daß das allgemeine Stimmrecht auch nur dann Werth für sie hat, wenn die Selbstbestimmung des Volks anerkannt ist. Ja, fie sehen und wissen, daß, wenn das volle Selbstbestimmungsrecht des Bolts zur Thatsache ist, materielle große Erfolge mit Hilfe politischer Rechte und Freiheiten erreicht werden können, welche Zur November Wähler lifte einget Wahlrech aus der preußischen Monarchie Ausgewiesenen. Hierzu hatten sich gegen 40 Personen, meist aus der Stadt Bofen, eingefunden. Die Versammlung wurde von dem Redakteur des" Dziennik Boznansti", Herrn Dobrowolski, eröffnet, der in längerer Rede auf die Segnungen des in Krakau zufammen getretenen Komitees hinwies. Redner betonte, daß auch hier durchaus ein Komitee oder eine Kommission gebildet werden müsse, welches sich der unglücklichen Ausgewiesenen annähme und zwar müßten in das Komitee Leute gewählt werden, mit den Verhältnissen gut vertraut wären. Im weiteren den Namen Komitee für die Ausgewiesenen" erhalte. In das Komitee wurden schließlich 7 Personen, 4 aus der Stadt Bofen und 3 aus der Provinz, gewählt. Am Donnerstag( heute) soll die erste Berathung über die zu treffenden Maßregeln stattfinden. bereits gereift? Wo soll das hinaus? Welches Schical Verlaufe der Versammlung wurde beschlossen, daß das Komitee es werden diese Schlösser, ausschließlich Lurusbauten, die nicht nach Jedermanns Geschmack find, einst haben? Wer wird in der Lage sein, nur die enormen Unterhaltungsfosten dieser GeDie Bauten werden bäulichkeiten und Anlagen zu bestreiten? vorgenommen in einer Weise, als ob das Geld keinen Werth hätte, und ohne daran zu denken, welche Mittel zur Verfügung stehen. Die desfallfigen Verhältnisse werden hier offen, ohne alle Zurückhaltung besprochen: Lieferanten, Fabrikanten und Handwerker müffen Jahre lang warten, bis sie für ihre For derungen befriedigt werden, Guthaben, die vor vielleicht zehn derungen befriedigt werden, Guthaben, die vor vielleicht zehn Jahren entstanden, sind heute noch nicht gereinigt wird, um einen gewöhnlichen Ausdruck zu gebrauchen, auf Pump fort gebaut. Im Frühjahr 1884 erreichte das Mißvergnügen der Gläubiger der Zivilliste, der Lieferanten, Fabrikanten, Handwerker 2c. 2c. einen sehr hohen Grad, sie waren, da sie kein Geld von der Zivilliste erhalten konnten, in die mißlichste Lage versezt, es stand ein öffentlichen Standal in Aussicht. Da wurde mit drei Münchener Banken die be= fannte 8 Millionen- Anleihe abgeschlossen, welche dem Finanzminister fast das Portefeuille gekostet hätte. Mit diesen acht Die Passagiere entfernten sich sodann mit kurzem Gruß, der junge Mann trat in's Haus zurück und man vernahm weiter nichts mehr, als den Widerhall der Tritte der Davons eilenden. Als sie weit genug waren, um ihnen mit Sicherheit folgen zu können, fetten Raft und sein Begleiter sich sogleich wieder in Bewegung. Ersterer fluchte leise vor sich hin und verwünschte alle unter falscher Flagge segelnden Piraten in den tiefsten Abgrund der Hölle. Ich verstehe Euch nicht," bemerkte Falk freundlich, der immer größeren Gefallen an dem alten, wirklich originellen Seemanne fand. ,, Und ich verstehe die verdammten Nachteulen nicht," Inurrie Raft ärgerlich, sprächen sie, statt des lumpigen Rauberwelsch, englisch, wie andere ehrliche Leute, so müßten wir jeht ihren Kours und ihre ganze Ladung vom Spiegel bis zum Stern kennen." zu treten," bestimmte Raft, der seine Faust jetzt schon lieber gegen sich selbst, als gegen seinen neuen Gefährten aufgehoben hätte. Also, Ihr habt ihre Signale gelesen?" fragte er dann nach kurzer Pause. Dazu gehört nicht gerade Englisch," versette Falk, sie sprachen schwedisch, und mir wenigstens ist kaum eines ihrer Worte entgangen; waren es doch die alltäglichsten Phrasen, die sie mit einander wechselten." Rußland. eod Die L und wird Währ meinde ge Diefelben angebrach nicht be Cir baf Die englischen Zeitungen haben angesichts der Thatsache daß die Rufsen ihren Marsch in's Innere Afghanistan's fort gefeßt haben, gar gewaltig in die Kriegstrompete gestoßen. Diese Alarmrufe find in Petersburg, speziell an der Börse nicht unbemerkt vorübergegangen. So äußert sich über deren Wir fung die St. Petersb. 8tg.": Aus heiter blauem Himmel ein böser Bligschlag! Wir meinen den letzten Kurssturz. Wer sich gestern Abend mit dem tröstlichen Bewußtsein hinlegte, der Hundertrubelschein in seiner Tasche immerhin noch 205 Mart werth sei, mußte heute Morgen, wenn er etwa Geld hinaus senden hatte, zu seinem unangenehmen Erstaunen bemerken, er über Nacht um 4 Mark ärmer geworden sei. Warum? Weshalb? Stehen die Angelegenheiten in Afghanistan etwa Biemlich vollständig. Denjenigen, den sie in dem Hause zu finden erwarteten, haben sie eben nicht gefunden, und da hat ihnen dessen Diener, oder wer es auch immer gewesen sein mag, mitgetheilt, wo sie die betreffende Person heute Abend noch würden sprechen können." baf fam, da den würde, sich im Hause verborgen halten müsse, während Falk ihnen nachfolgen und, wenn möglich, ganz in ihre Nähe zu gelangen trachten solle. Bobnfite benjelben Der werden u Dorüberge bung aber berzogen ben find. R. 11 nach feine noch folge Der Garten bildete ein längliches Viereck, an deffen drei Seiten eine Reihe kleiner Lauben herumlief, die alle so eingerichtet waren, daß in jeder derselben eine nicht all zahlreiche Gesellschaft einen abgesonderten Platz fand. ganze Raum war übrigens glänzend erleuchtet, und daß von den in der Nachbarschaft wohnenden Leuten bei günsti ,, Und wo ist das?" fragte der Bootsmann heftig, aber ger Witterung als ein Lieblingsaufenthaltsort betrachtet leise, denn während sie mit einander sprachen, waren sie den wurde, ging schon daraus hervor, daß die meisten Lauben Schweden unabsichtlich näher gerückt. besetzt waren, und außerdem noch eine Anzahl von Damen und Herren auf dem freien Plage zwischen den Laubenreihe theils auf Bänken und Stühlen saßen, theils langsam und ab wandelten. Mann, Ihr versteht Schwedisch?" fragte Raft, und seine Faust fiel schwer auf Fall's Schulter, wo sie sich förmlich festfrallte. " Ist das etwa wunderbar?" Wir werden gleich dort sein, wenn ich richtig verstanden habe," antwortete Falt. Ich glaube sogar den Garten zu kennen, nach welchem sie sich hinbegeben." day Nach diesen Mittheilungen schritten sie ungefähr noch zehn Minuten lang schweigend neben einander hin, die beiden vor ihnen hereilenden Gestalten fortwährend scharf beobachtend. Verdammt! das ist originell! Habe Euch gleich den Gentleman angemerkt, als Ihr mit Euerm Bugspriet in meine Wanten lieft, und Eure Spieren sich wie Enterhaken auf meinen Bord legten. Aber haltet guten Ausgud, Mann! Jest sollen fie uns nicht entkommen, und da Ihr die feindlichen Signale lesen könnt, so wollen wir aber halt! was meint Ihr, wenn wir die verabredete Satisfattion noch auf eine Woche hinausschöben, ich meine damit wir vorher gute Freundschaft schließen?" -Ganz nach Euerm Belieben," entgegnete Fall zuvortommend, Ihr seid ebenso gut ein Gentleman, wie ich, und da werdet Ihr ja wissen, was sich für unsereins geziemt." ,, Sagen wir also zwei Wochen, um Keinem zu nahe Sie hatten fich allmälig dem Broadway wieder genähert, und zwar eine bedeutende Strecke oberhalb der Konzerthalle, in welcher Falt schon in Werner's Gesellschaft einen Theil des Abends verbrachte. Als sie endlich den Broadway erreichten, schienen Jansen und Rynolds zu überlegen, ob sie die Straße hinauf oder hinunter gehen sollten. Ein Vorübergehender, den sie bes fragten, beseitigte ihre 3weifel; denn sie wendeten sich sofragten, beseitigte ihre 3weifel; denn sie wendeten sich so gleich aufwärts. Vor einem hell erleuchteten Thorweg hielten sie an; fie lasen die in Gasflammenschrift über demselben ange= brachten Worte:„ Restaurations- Garten," und ohne zu zögern traten sie ein. aut nahe Ste Runftreife Dürftig 3 Längere Zeit spähte Falt vergeblich nach den beiden Fremden, und zweimal machte er die Runde durch den ganzen Garten, ehe er sie in einer Laube entdeckte, wo fie Falt und Raft waren unterdessen ebenfalls herangekommen, und faft in demselben Augenblick, in welchem erstere fich durch die in Folge einer mechanischen Vorrichtung von selbst zufallende Hinterthür in den eigentlichen Garten hinausbegaben, schlichen lettere durch die Borderthür in das Haus. Hier nun kamen Falt und der Bootsmann überein, daß Raft, der von den Schweden unbedingt wieder erkannt wer= ben unter in eifriger Unterhaltung bei einem älteren Herren faßen, sie offenbar bei einer sehr üppigen Abendmahlzeit brochen hatten. Als nebenan Unterhalt bald ben bas Schi rifa betro Taffen zu bie be зи angelegen ganze Be Gerade als er ihrer ansichtig wurde und ihre Gefichts züge bei dem flackernden Gaslicht genauer zu unterscheiden fuchte, brachte ihnen ein Kellner eine Flasche Wein un noch zwei Gläser, ein sicheres Zeichen, daß sie, obgleich Nacht schon vorgerückt war und einzelne Gesellschaften reits aufbrachen, doch noch länger dort zusammen zu beabsichtigten. bleiben ebens Sie uns gen, ließ " De lärung ber frem Gespräch Falt trat also in die nächste Laube. Er war dafelb nur einige Fuß von ihnen entfernt, und nachdem falls Erfrischungen für sich hatte kommen laffen, legte ein großes Notizbuch vor sich auf den Tisch, in welchem er dann, scheinbar sehr häufig, etwas ausrechnete und nieber schrieb. burd 11 Deranlaß mürrisch. von ihre n Eigentlich hegte er den Plan, alle Worte, welche bie dünne Laubwand bis zu ihm bringen würden, nieber schreiben, um fie später mit Muße in Zusammenhang bringen. Er traute sich nämlich nicht zu, eine in fchweb scher Sprache geführte Unterhaltung genau verfolgen tönnen, wenn er auch wirklich in früheren Jahren anf irgend e einer müffen. fee gebal S Sprache, ber Mal trauen; groben Lieutenan 6 burch au einen D fich num feine St B " 1 bob er Die Sc daß ihr e n wird, rd etwa ge wird , feine mschrän ist die Ansicht beforglich? Die Nachrichten waren alle günstig. Noch am But 13. cr. erklärte der Unterſtaatsjefretät im conponer Foreign Den als Erwägung fet; engliſcherfeits halte man an der Serbeiführung eines Schiedsspruchs in der Pendschdeh- Angelegenheit fest, mogegen ja von russischer Seite niemals grundsäßlicher Widerspruch erhoben sei. Sier wie in London hielt man fest an der Brüssel, deſſen Stimme im Auslande immer noch gern gehört wird, sprach sich über Salisbury's Programmrede günstig aus und zwar namentlich deshalb, weil dieselbe sich günstig über die Konzentrationspolitik" äußerte, welche Indien in r Stelle Indien selbst vertheidigen will, eine Wendung, welche fie nicht die Beziehungen zwischen Rußland und England dauernd tehende, des Kurses, der sich heute zum Börsenschluß nur mit Mühe auf 202 erholte? Soviel verlautet, hat uns wieder ein mal nirgends beſtätigten, der englischen Regierung selbst, wie es beigt, noch ganz unbekannten Baiffe- Nachricht, die Ruffen hätten den Zulfikar Baß beſegt. Wer mag es ergründen, weſſen Sperituosen fulationen und Stombatonch burch vie Nachricht Des Cityblattes, das tros seiner vielen unrichtigen, ja geradezu die Spottlust herausfordernden Meldungen immer noch viel zu viel Kredit befigt, unterstüßt werden sollten. Genug, die Rechund wir haben sie zu bezahlen, wie schon eröffent über die olgendes Der noch Sartiteln ölferung ter dem Sald vor er Weise nung fam aus eine angemessene Beerdigung sorgen und eintreten zu wollen, derselbe sei sudem, in der Krankentaſſe eingetauft. Diese Sarg, gefault, ein Blas auf dem Friedhofe, der freireligiösen gung ſchnell herbeizuführen. Gemeinde an der Pappel- Allee und ein Leichenwagen zweiter Klasse bestellt wurde. Die Beerdigung sollte ursprünglich am Montag, den 20. d. M., stattfinden. Auf Veranlassung der föniglichen Staatsanwaltschaft aber wurde die Leiche nach dem Obduktionshause geschafft, um der eingeleiteten Untersuchung wegen, gerichtsärztlicherseits die Todesursache des F. genau festzustellen. Als nun am Nachmittag des 20. und am 21. d. Morgens das bekannte Verbot der Polizei an den Anschlag säulen stand, begaben sich einige Freunde des F. am Dienstag, den 21. b., zum Polizeipräsidium, um nachzufragen, wie fie fich überhaupt wegen der Beerdigung zu verhalten hätten. Sie erhielten die Antwort, daß fie beim Leichen- Kommissar Alles erfahren würden. Hier eröffnete man ihnen nun zu ihrer größten Ueberraschung, daß F. bereits am 20. d. beerdigt sei, und zwar auf dem Armentirchhofe zu Friedrichsfelde unter Nr. 40. Der von Seiten der Freunde nach dem Obduktionshause gesandte Sarg war zurückgeschickt, da man den üblichen hause gesandte Sarg war zurückgeschickt, da man den üblichen Nasenquetscher genommen hatte. Den ganzen Nachmittag des geftrigen Lages( 21.) wartete eine nach Zausenden zählende Wienschenmenge vergeblich an der Bappel- Allee auf den LeichenMenschenmenge vergeblich an der Pappel- Allee auf den Leichenzug, es war jedoch dem Todtengräber befohlen worden, den Kirchhof von 1-5 Uhr Nachmittags zu schließen. F. hinterläßt, heit nicht zur Beerdigung kommen fonnte, noch einen Bruder in Reichwald und zwei Schwestern in Breslau. Von diesen Verwandten wird es abhängen, ob die Leiche wieder ausgegraben und in dem für sie bereiteten Grabe auf dem freieffenden felbft in dem Finanzkrieg durch Baisse- Nachrichten für die üble fo oft. Das ist eben das Empörende an der Sache, daß wir außer einer bei Spandau lebenden Nichte, die wegen KrantNachrede, die uns frivoler Weise an den Hals gehängt wird, elbft er Strafe zahlen müssen, und zwar beträchtliche. tersburger Stämme langt es per That folches on am eschwächt dorthin beitsfeld starben, Kräfte mein ge tindische Serlaffen. jungen en übrig che Ent en tann, rt wird. berlaffen fönnen, cr müh ciften zu chwarzen on ihnen glauben g geben 3tg." sucht dann durch die Aneinanderreihung verschiedener englischer Zeitungsnotizen den Beweis zu liefern, religiösen Kirchhof bestattet werden wird. daß das Manöver von längerer Hand her sorgfältig und falt blutig vorbereitet worden sei, und schließt: Es ist ein moralisch verwerfliches, gemeinschädliches und schließlich für England felbst gewiß nicht ungefährliches Spiel, das die englische Preffe allem Ernst aufmerksam machen. -Das Blatt wird natürlich Durch den Umbau der Oranienbrücke sollte die Koms muritation des dort besonders mächtig pulfirenden Verkehrslebens eine wesentliche Erleichterung erfahrer. Doch leider stellt es fich mit jedem Tage immer mehr heraus, daß der Neubau den gehegten Erwartungen nicht entspricht. Wohl ist die Brücke breiter und solider angelegt als früher, aber der Scheitel ihrer Klappen hat eine sehr hohe Lage erhalten, daß jeder Insaffe eines Wagens beim Paffiren dieser Brücke in höchst unange Pferdebahnwagen und Lastfuhrwerke schon in den Sommer monaten mit Mühen diese Höhe zu erklimmen vermögen. Berühren doch an dieser Stelle die Perrons der Tramways den Boden. Wie es nun aber hier mit dem Verkehr während des Winters sein wird, wenn zu der Steilheit des Weges noch die Glätte hinzutritt, läßt sich leicht ermessen. Es wäre daher höchst wünschenswerth, wenn hier noch im Verlaufe des Som. mers eine Aenderung bewirkt werden könnte. höchst ungemüthlich, weil es an den Geldbeutel geht. Immerhin find folche Vorgänge recht lehrreich, sie zeigen, welche Wir tung schon das bloße Gerücht über den bevorstehenden Krieg nehmer Weise an diesen Mißstand erinnert wird, und die ausübt, wie mag es erst kommen, wenn derselbe faktisch zur Thatsache wird? Daß die Börsenfürsten ihre Hand im Spiele haben, ist unzweifelhaft. Was die Einen verlieren ,,, verdienen" die Anderen. Traurig ist nur, daß die Völler schließlich doch die Beche bezahlen müſen. Uebrigens haben fich die russischen und englischen Beitungen- fie stehen ja Alle im Dienste des Kapitals- in Bezug auf Hegereien nichts vorzuwerfen. Kommunales. ng thin bi Zur nächsten Stadtverordnetenwahl, welche im November b. Js. stattfindet, ist es erforderlich, daß sich jeder Wähler davon überzeugt, ob sein Name in die Wähler geflagt worden. Jezt ist das Waffer im ganzen Kanal nicht e daran lifte eingetragen ist; wer nicht eingetragen ist, geht des Bahlrechtes verlustig. Hierzu re Beiten buldigen Berfamme n Sachen ot Bofen tebatteur et, der in fammen auch hier twerden annähme n, welche weiteren Komitee In das adt Pofen heute) laßregeln Die Liste der stimmfähigen Bürger ist nach Vorschrift der 88 19 und 20 der Städteordnung vom 30. Mai 1853 berichtigt und wird nunmehr in der Zeit meinde Diefelben vom 15. bis einschließlich den 30. Juli d. J. täglich von 9 Uhr Vormittags bis 1 Uhr Nachmittags im Wahlbureau des Magistrats, Breitestr. 20a, 2 Tr., öffentlich ausliegen. Während dieser Zeit kann jedes Mitglied der Stadtge gegen die Richtigkeit der Liste Einwendungen erheben. müssen in der gedachten Beit schriftlich angebracht werden; später eingehende Einsprüche können nicht berüdsichtigt werden. Wir machen hierbei auch noch besonders darauf aufmerk sam, daß bei Berichtigung der Wählerlisten in Betreff des Bohnfiges der stimmberechtigten Personen in Berlin die von benselben zu erstattenden An- und Abmeldungen berücksichtigt werden und daß demnach auch diejenigen Personen, welche nur n's fort orübergehend verreist sind, diesen Umstand auf ihre Abmel Dung aber nicht vermerkt, sondern sich einfach als von Berlin verzogen abgemeldet haben, in der Wählerliste gestrichen werChatfache geftoßen ren Wir immel urz. Wer örse nicht egte, da 205 Mar binaus erfen, baf Warum tan etwa während ihre Nähe n beffen Die alle fo ht all nd. Der daß e ei günft betrachtet Lauben den find. Lokales. ins R. Ueber den verunglückten Maurer Faffel, der noch nach seinem Tode so viele Gemüther aufregt, erfahren wir noch folgendes: Gleich nach dem Tode des Ferschienen ihm Ueber die gesundheitswidrige Ausdünstung des er die Wassers in dem sogenannten Luisen Kanal, der, von der Schleuse an der Köpnicker Brücke bis zum Wasserthor sich hinziehend, in den Südkanal mündet und westlich von der Michaelfirche das geräumige Engelbecken bildet, ist schon seit Jahren nur ganz dunkel bleifarbenschmußig, sondern in völliger Gäh rung begriffen. Besonders kann man die lebhafte Gährung in dem Engelbecken beobachten. Unaufhörlich steigen aus dem faulenden Grunde bei dieser anhaltenden Temperatur Blasen hervor, die fich an der Oberfläche in eine große Menge kleinerer weißer Schaumblasen auflösen. An der Seite des Beckens ist die ganze Oberfläche von denselben zusammenhängend bedeckt. Diese Erscheinung hat naturgemäß darin seinen Grund, daß der Wafferlauf kein Gefälle hat, sondern völlig stagnirt. Man hat zwar, um wenigstens eine geringe Bewegung herbei Man hat zwar, um wenigstens eine geringe Bewegung herbeizuführen, in den Schleusenthoren ein Schüß geöffnet, aber bei dem niedrigen Wasserstande der Oberspree ist das Gefäll des Waffers nach dem Kanal kaum bemerkbar, und wenn das Gefälle noch zehnmal so groß wäre, würde doch weil der Kanal feine Strömung ermöglicht werden, so dicht mit Kraut vom Grund bis zur Oberfläche, 3. B. mit Laichtrautarten( Potamogeton lucens und compressus) u. f. w. überwuchert ist, daß es ganz unmöglich ist, eine Strömung von einiger Bedeutung herbeignführen. So weit es das schmußige Wasser zuläßt, kann man sehen, daß die vielästigen Gewächse von dickem Schlamm überzogen find. Dazu kommt noch, daß das Entwicklungsstadium dieser Pflanzen bereits überschritten ist, die im Absterben und Verwesen begriffen find, so daß fie modernd zu Boden sinken, wodurch das Uebel noch vergrößert wird. Die beste Abhilfe würde ein möglichst schnelles Ausharken des Kanals mit eisernen Harken gewähren, das ohne Schwierigkeit ausführbar ist, da die schwachen Wurzeln leicht abbrechen oder sich herausziehen laffen. In der lebhaft fließenden Spree geschieht dies z. B. bei der Kurfürstenbrücke u. w. alljährlich mit dem besten Erfolge. Sobald die Be feitigung des Krautes vollzogen ist, würde, wie die ,, Boff. Btg." schreibt, zur wirksamen Reinigung des Kanals sehr zu empfehlen sein, wenn, wenigstens für einige Zeit, die Freiarche beim Schlesischen Busch, wenn auch nur des Nachts, geschlossen und die Schüßen oder womöglich die Thore der Schleuse am Kanal nahe Stehende im städtischen Krankenhause und erklärten, für geöffnet würden. In wenigen Tagen würde man eine aufKunstreise durch die skandinavischen Hochlande fich noth dürftig zu verständigen gelernt hatte. sammt ihrem Kinde die Salzsee- Stadt verlassen. Man fette ihr nach, aber erst eine Woche später entdeckte man eines sie während die untrüglichen Spuren, daß Als er sich an seinem Tischchen niederließ, wurde nebenan noch englisch gesprochen, und zwar bestand die Sandsturms in der Wüste zu Grunde gegangen und verUnterhaltung aus nur oberflächlichen Mittheilungen, welche schüttet sei. and bald den Schiffbruch, bald die Ankunft in New- York, bald bas Schicksal dieser und jener Person in Europa oder Amerila betrafen. " Mutter und Kind?" fragte Jansen auffahrend, und im Klange seiner Stimme lag eine tiefe, aber mit aller Gewalt unterdrückte Theilnahme, Mutter und Kind? und das erfahre ich erst heute, nachdem fast ein Jahr darüber Wir haben Mühe gehabt das Schiff heute schon verTaffen zu dürfen," sagte Nynolds endlich, auf die Geschäfts- vergangen?" angelegenheiten übergehend; wir boten indessen unsere n Damen Banze Beredtsamkeit auf, denn die unbestimmten Gerüchte, benreiher gfam auf en beiden burch ben wo fie aßen, ben geit unters Geficht terfcheiden Bein und Pgleid bie aften be Bu bleiben rdafelb er ebens legte er n welchem nb niebe nieber elche burd nhang folgen n fchweb anf eine bie uns über die Lage unserer Brüder am Salzfee zugegangen, ließen uns das Schlimmste befürchten." flärung mit gebührendem Troß entgegengenommen," bemerkte Der Krieg ist erklärt, und die Unsrigen haben die Erder frembe Herr, der von den beiden anderen im Laufe des Gesprächs mehrfach Mr. Abraham genannt wurde. 11 Besuch Mutter und Kind," antwortete Abraham eintönig, und heute erfahrt Ihr es erst, weil es mir zu gewagt erfchien, Euch das Unglück nach Europa zu berichten. Uebrigens erwarte ich Euch ja bereits seit sechs Monaten. Sehr, sehr schlimm," bemerkte Rynolds, den Kopf Schüttelnd. Was werden wir ihr sagen, wenn sie nach ihrer Schwester fragt? Sie glaubt mit Bestimmtheit hier Briefe von ihr vorzufinden." fallende Beferung des Waffers im Kanal wahrnehmen. Es bedarf wohl nur der Beihilfe der Wasser-( Strom-) Polizei und der Sanitätsbehörden, um diese dringend nöthige Reinig. Zu der erfolgten partiellen Einstellung der Sonntagsarbeit auf dem städtischen Zentral Viehhofe wird uns noch mitgetheilt, daß der Verein der Schweine- Engros Schlächter in seiner Petition an den Magistrat die unbedingt nothwendige Aufhebung des Verbots der Sonntagsarbeit unter Anderem damit motivirte, daß die während der Nacht angetommenen und auf dem Sonntag- Früh- Markt gekauften Schweine, weil diese start erhigt seien, nicht sofort geschlachtet werden könnten, andererseits aber ein Einstellen von Schweineschlachtungen an den Sonntagen wegen des starken Bedarfs nicht möglich wäre. Am legten Sonntag wurden denn auch während der Nachmittagszeit ca. 330 Schweine geschlachtet. Da bei Kindern, Kälbern und Hammeln jene Rücksichten während der heißen Jahreszeit, wie bei den Schweinen, nicht zu beachten sind, so blieb bezüglich dieses Schlachtviehs die Verfügung, nach welcher ein Schlachten desselben an Sonntagen nur bis Morgens 9 Uhr gestattet wird, bestehen. R. Jn Brit ist die Typhuskrankheit ausgebrochen. In der Familie des Backwaarenhändlers Wilhelm liegen vier Ber sonen, die Frau und drei Kinder im Alter von 14, 11 und Sicherheitsmaß 9 Jahren schwer an der Krankheit nieder. regeln zur Verhütung der Weiterverbreitung sind sofort sanitätspolizeilich angeordnet. R. Brutalität. Gestern Nacht 2 Uhr erschien der Buchhalter C. Werner auf der Sanitätswache, Dranienstraße 30. W. hatte an einem Tanzvergnügen theilgenommen, das von einem Verein in der Neuen Welt" arrangirt war. Sein Bruder tanzte mit einer jungen Dame, worauf ein ihm fremder Mann demselben ganz unmotivirt eine schallende Ohrfeige applizirte. W. nahm sich seines Bruders an und stellte den Herrn zur Rede. Die Antwort war ein Sieb mit einem Bierseidel vor die Stirn, der den Schädel bloslegend eine gefährliche Wunde verursachte. Der Attentäter ist verhaftet. Gerichts- Zeitung. Grinde P. Auf feineswegs angenehme Art wurde der Arbeiter Geriz in der Nacht vom 27. zum 28. Juni d. Js. in seinem Schlummer gestört. In seiner zu Wilmersdorf belegenen Woh nung hörte der Genannte gegen 1 Uhr ein ungewohntes Geräusch und er gewahrte mitten im Bimmer einen fremden Mann, der, als G. sich von seinem Lager erhob, mit einem Bündel Kleidungsstücke über dem Arm zum Fenster hinaussprang. Gerit sprang, obwohl nur mit einem Hemde bekleidet, dem Diebe nach und erwischte ihn nach kurzer Verfolgung. Bei dem alsbald vorgenommenen Verhör entpuppte sich der Dieb als ein bereits vorbestrafter Arbeiter" Otto Krone. Derselbe erschien gestern vor der Ferienstraffammer des Lanogerichts II. Mit Rücksicht darauf, daß durch den vereitelten Versuch ein Schaden nicht entstanden, bewilligte der Gerichtshof dem Angeklagten mildernde Umstände; das Urtheil lautete demgemäß auf nur 6 Monate Gefängniß. " P. Der Handschuh als Eideshinderniß. In welch' arge Verlegenheiten dies ominöfefte aller Toiletten- Gegenstände die Damen bringen kann, hat Schiller gar herrlich treffend in seinem Gedicht: Der Handschuh" dargethan; hier wird der Handschuh von zarter Hand geworfen von des Altans Rand" zum Ehehinderniß, deffen der heißblütige Ritter Delorges sich nach jener herausfordernden Liebesprobe gegen Fräulein Kunigunde herzlich gern bedient. Etwas Neues in dem vielseitigen Wirkungs- Bereich dieses Hüters zarter oder nicht zartgeformter Hände ist es jedenfalls, daß er diejenige, welche ihn trägt, an der Ausübung ihrer staatsbürgerlichen Pflicht zur Eidesleistung hindert und sonach zum Eideshinderniß wird. In einer gestern vor der Ferien- Straffammer des Landgerichts II unter Ausschluß der Deffentlichkeit verhandelten Anklagesache wegen SittlichkeitsVerbrechens sollte eine als Beugin vorgeschlagene Dame ver eidigt werden und war dieselbe deshalb von dem Vorfizenden aufgefordert worden, vor Ableistung des Schwurs von der rechten Hand den Handschuh herunterzuziehen. Dies legtere vermochte die Dame jedoch nicht; die Schnüre ihres Josephinens Handschuhes hatten sich in der Haft und Eile verknotet und spotteten der Bemühungen der Dame, welche an den Schnüren ungeduldig hin und herzerrte, während in feierlicher Runde stehenden Fußes das hohe Richter- Kollegium das Erscheinen des entblößten Händchens erwartete, denn die Ableistung des Beugeneides mit dem Handschuh auf der Hand ist den bestehenden geseglichen Vorschriften gemäß ein Vorrecht höherer Standes- Personen. Der Knoten in den Handschuhschnüren war aber inzwischen zu einem, dem Knoten des Gordius von Phrygien möglicherweise gleichenden, unlösbaren geworden und nun war guter Rath theuer. Endlich nach Ablauf von beinahe einer Viertelstunde, nachdem auch die Bemühungen des diensthabenden Gerichtsdieners erfolglos geblieben, löste der gleichfalls im Gerichtssaal als Beuge anwesende Bruder der Dame das Problem, indem er mit einem scharfen Taschenmesser im entgegengesetten Falle keine Schwierigkeiten gehabt haben." Aastatt daß es jetzt der noch unverheiratheten Schwester, dem einzigen noch lebenden Mitgliede der Familie anheimfällt," fügte Jansen, noch immer tief erschüttert, den Worten seines Gefährten hinzu. Es ist noch zweifelhaft," bemerkte Abraham nachdenkend, aus den Briefen, welche zu Eurer Einsicht in meiner Wohnung bereit liegen, scheint hervorzugehen, daß man Spuren entdeckte, welche darauf hindeuten, daß das Kind die Muiter, wenn auch nur auf furze Zeit, überlebte, wodurch der Vater dennoch seine Ansprüche als rechtmäßiger Erbe seines Kindes erheben könnte." Sei es, wie es wolle," fiel Jansen wieder ein, fie hat ihre Schwester, und ich eine liebe Nichte verloren. Mag der Herr ihrer Seele gnädig sein, wenn sie als eine AbIst auch das Kind vom Verderben trünnige hinüberging. ereilt worden, was Gott verhüten möge, dann haben wir die größte über das Mädchen zu veranlaßte, als die bewußte Angelegenheit," versette Jansen ausgebrochenen Feindseligkeiten erklärt werden," versette wachen und feine Stunde länger, als unumgänglich noth wendig ist, in New- York zu verweilen. Erbtheil meines armen Brubers; sie soll, fie muß bem allein feligmachenden Glauben erhalten werden, um zu fühnen die Schulb ihrer als Abtrünnige bahingeschiedenen Schwester. mürrisch. Meine Nichte hat seit Jahresfrist keine Nachricht von ihrer Schwester erhalten, weshalb wir durchaus ihr hier irgend eine Beruhigung über deren Ergehen verschaffen fee ſen. gehabt?" die Abraham beruhigend, denn wer weiß, ob fie ihre Gesinnung nicht änderte, wenn fie die Wahrheit in ihrem ganzen Um fange erführe. Noch schlimmer aber wäre es, erhielte fie eine Ahnung davon, daß sie selbst zur zweiten Frau eines der einflußreichsten und energischsten Mormonen bestimmt ist, Sprache, indem er verstohlen auf die Laube wies, in welcher unserer Lehre ist." " Seib vorsichtig," sagte Rynolds in schwedischer oder daß überhaupt die Bielweiberei unzertrennlich von der Maler faß; man fann in diesem Lande keinem Menschen Es wäre thöricht, sie jetzt schon darüber aufklären zu trauen; hat es uns doch nicht geringe Mühe gekostet, den " " " 1 leichter in das Unabänderliche fügen. Nehmt ihr aber die Sehn Sie ist das letzte Selbst ihre alte Erzieherin, die sie fast keinen Augenblick aus dem Bereich ihrer Argusaugen läßt, fann getäuscht werden und der Einfluß eines Ungläubigen sich bei dem unschuldigen Kinde geltend machen, eh' wir eine Ahnung davon erhalten." " 1 groben Seemann los zu werden, welchen der alberne Schiffs- fahren, wenn sie am Salzsee eingetroffen ist, und sich dann Abraham warf einen Blick zwischen den Blättern hin- sucht nach ihrer Schwester, und sie weigert sich, mit Euch durch auf Falt, zuckte verächtlich die Achseln, als er in ihm zu gehen. Sie befißt überhaupt die Neigung, auf Die der gefüllt hatte. einen Deutschen erkannte, gebrauchte aber doch die Vorsicht, jenigen zu hören, die mit glatten Schmeichelworten unsere sich nunmehr der schwedischen Sprache zu bedienen, und Seine Stimme etwas zu dämpfen. gefegnete Lehre verleumden. Ich habe ihr Benehmen dem Schiffslieutenant gegenüber sehr wohl beobachtet, und ich bob er an, aber leider feine sehr erfreulichen Nachrichten. 3eit, fie von einander zu trennen. ,, Briefe habe ich allerdings vom Salzfee erhalten," verfichere Euch aus vollster Ueberzeugung, es ist die höchste Die Schwester hat im verwichenen Herbst aus Eifersucht, glück, daß auch das Kind nicht mehr lebt. Das Ausdaß ihr Gatte sich mit einer zweiten Frau verheirathete, zahlen des Vermögens der Mutter an den Vater würde Es ist ein großes UnWann gedenkt Ihr Eure Neise fortzusetzen und auf welcher Route?" fragte Abraham, nachdem er mit nachsein Glas leergetrunken und es dann wieSobald wie möglich und auf derjenigen Route, die uns bei den jetzigen widerwärtigen politischen Verhältnissen als die sicherste empfohlen wird,' antwortete Rynolds. ,, Und außerdem wünschen wir geheim zu halten, wohin wir uns eigentlich wenden," fügte Jansen hinzu. ( Fortsetzung folgt.) den Handschuh iostrennte und das Eideshinderniß beseitigte,| worauf nach Erledigung dieses Zwischenfalles, der einen erheiternden Eindruck froß des Ernstes der verhandelten Anklage fache gemacht, die Prozedur nach Vereidigung der Beugin ihren Fortgang nahm. Erörterung dieser Frage muß zunächst von dem Grundsage ausgegangen werden, daß die Unterscheidung im Titel VII der Gewerbe- Ordnung zwischen gewerblichen und anderen Arb.itern nicht aufrecht zu erhalten ist. Die Aufrechterhaltung und weitere Ausbildung dieses Unterschiedes muß bekämpft und beseitigt werden. In diesem Sinne find die Kandidaten der Arbeiter auch in der Stadtverordneten- Versammlung eingeSoziales und Arbeiterbewegung. eten für die Bildung gewerblicher Schiedsgerichte und war An die Korbmacher Deutschlands! Kollegen! Angefichts unserer tieftraurigen Lage, welche ja jedem Einzelnen von Euch bekannt sein wird, haben wir uns veranlaßt gesehen, hier in Berlin die Arbeit einzustellen und den Streit zu proklamiren. Es haben bereits am Montag, den 20. ds. Mts., sämmtliche Kollegen der Grünen" und Rohrbranche die Arbeit einge stellt und haben die Unterhandlungen der Lohnkommission mit den Arbeitgebern begonnen. Welche Dimenfionen der Streit annehmen wird, ist bis jetzt noch nicht abzusehen. In einigen Werkstätten ist die Arbeit wieder aufgenommen, da die geringe Mehrforderung bewilligt worden ist. Kollegen, Ihr Alle werdet wiffen, daß es an der Beit ist, unsere bedrängte Lage zu verbeffern; denn mit dem geringen Lohn bei den jeßigen Verhältnissen ist es nicht möglich, auch nur annähernd ein menschenwürdiges Dasein zu führen. Darum, laßt uns nicht unterliegen im ,, Kampf um's Dasein", unterstüßt uns fhatkräftig und ver helft uns zum Siege. Schnelle Hilfe thut Noth und nur von ein m furzen, energischen Eingreifen hängt unser Sieg ab. Darum haltet Zuzug fern und folgt nicht dem Rufe einzelner Annoncen, welche von solchen Arbeitgebern ausgehen, die eben nicht bewilligen wollen. Diesbezügliche Anfragen, Briefe und etwaige Geldsendungen sind an den Bevollmächtigten der Kommission, Julius Fechner, Koppenſtr. 32, of III, links, zu richten. Mit follegialischem Gruß: Die Lohnkommission der Korbmacher Berlins. Berlin, den 22. Juli 1885. J. A.: Julius Fechner, Bevollmächtigter der Lohnkommiffion. An die Korbmacher Deutschlands! Den Kollegen zur Notiz, daß der Streit der Korbmacher Hamburgs unverändert fortdauert, dementsprechend der Zuzug streng fern zu halten ist. Wie bekannt, ist die Arbeitseinstellung dadurch erfolgt, daß den verschiedenen Herren Fabrikanten der Demijohn Beflechtung seitens des Fachvereins ein Lohntarif unterbreitet wurde, welcher eine Mehrforderung von ca. 10 pSt. beansprucht. In Wirklichkeit ist es aber nicht eine Mehrforderung, sondern nur eine Wieder- Eroberung des Verlorengegangenen, denn durch das fortwährende Anlernen von jugendlichen Arbeitern und Arbeiterinnen, sowie durch das Ausbeuten der Zuchthausarbeit ist es den Fabrikanten gelungen, den Lohn soweit zu reduziren, daß es nicht mehr möglich ist, als lediger Arbeiter, geschweige denn mit Familie davon zu eristiren. Aber anstatt nur diese. den augenblicklichen Geschäftsverhältnissen entSprechende gewiß bescheidene Forderung zu bewilligen, hatten diese Herren den traurigen Muth, uns unsere gerechte Forderung rundweg abzuschlagen. Ja, noch mehr! Wir bekamen von Seiten der Fabrikanten einen Zohntarif zugestellt, worauf noch eine Verschiebung zu unseren Ungunsten stattgefunden, d. h. auf einzelne Sorten hatte man noch abgezogen. Das war die Antwort auf unsere Forderung, und das durften und konnten wir uns nicht gefallen lassen. Daraufhin wurde sofort die Arbeit, wie bekannt, am 4. Juli von 80 Mann eingestellt. Durch das energische Vorgehen bes Fachvereins der Korbmacher( es verpflichteten fich fofort die Mitglieder des Fachvereins auf Beschluß einer Ver fammlung, 10 pCt. von ihrem wöchentlichen Verdienste an die Streifenden abzugeben), sowie mit Freuden können wir es fonstatiren durch das thatkräftige Eingreifen anderer Gewerkschafts- Genossen und der Kollegen von Auswärts, ist es den Streifenden gelungen, die Werkstellen der Fabrikanten von Arbeitskräften frei zu halten und die Fabrikanten fangen an einzusehen, daß fie fich gründlich verrechnet haben; denn sie hatten gedacht und auch gefagt, in ein paar Tagen treibt der Hunger und die Uneinigkeit uns schon wieder neue Arbeitskräfte zu und werden wir dann wohl auf irgend eine Art unsern Verlust wieder eintreiben. Aber Dank der Einigkeit und des brüderlichen Zusammenwirkens aller Arbeiter steht die Angelegenheit für uns günstig, und wenn wir noch einige Zeit ausharren, ist der Sieg unser. Die Fabrikanten find dann gezwungen, unsere Forderungen zu bewilligen. Aber troßdem ist Der Kampf vorläufig noch ein schwieriger, ein hartnäckiger. Darum, Kollegen! Arbeiter! rufen wir Euch zu: Bethätigt auch ferner Euer Solidaritätsgefühl, tretet thatkräftig nach wie vor für uns ein, der Sieg wird nicht ausbleiben. Etwaige Unterstügungen find zu senden an das Streit- Komitee der Korb macher, in Vertretung: P. Holt, Thalftr. 17, St. Pauli, bei Borchert. Hamburg, den 21. Juli 1885. J. A.: Der Vorstand des Fachvereins der Korbmacher zu Hamburg. Aus Brisbane in Queensland, 8. Mai, schreibt ein bort seit 12 Jahren ansässiger Deutscher: Der heutige Brisb.Cour." bringt eine Mittheilung, nach welcher mehrere Deutsche an den Kolonialsekretär einen aus Lüneburg, den 3. März d. J. datirten Brief gerichtet haben, in dem fie fich bereit erflären, sich auf drei Jahre für einen Lohn von 10 Shilling wöchentlich und freie Fahrt nach Queensland zum Arbeiten beim Zuckerbau zu verdingen. Jeder Deutsche hier muß fich über diese Unwissenheit und Thorheit seiner Landsleute schämen. Kein Feldarbeiter erhält hier weniger als 15 Shilling wöchent lich bei freier Wohnung und Kost; die meisten aber erhalten sogar 6 und 7 Schilling täglich, ohne daß sie sich auch nur für einen Monat zu verpflichten brauchen. Ich möchte nicht, 9 auf der Basis des allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts( Beifall). Daß Sachverständige aus der Mitte der Arbeiter das Richteramt besser und zweckmäßiger üben, ist nicht zu bezweifeln, muß doch der Rechtsgelehrte sich heute mühsam mit seinen Experten behelfen. Um unter den heute obwaltenden Verhältnissen positive Schritte zu thun, zu thun, hat die früher in dieser Angelegenheit gewählte 21. Kommission es den ganzen Stadtbezirk in Distrikte getheilt und soll jedem Arbeiter durch den Distrikts Kommiffarius die erforderliche Unterstügung gewährt werden in Steitigkeiten mit dem Arbeitgeber. Es ist nicht zutreffend, daß man die Arbeitgeber in folchen Fällen an die Fachvereine verweist. Die vielen Arbeiter, die noch keinem Fachverein angehören, dürfen nicht ohne Schuß bleiben. Aus der 21. Kommission find die Herren Müller und Pfeiffer ausgetreten den Austritt des Herrn Miethe haben die Mitglieder der Kommission vers langt, weil das Auftreten dieses Herrn derart war, daß die Kommission ihre Thätigkeit nicht fortseßen könnte, wenn die heutige Versammlung nicht mit großer Majorität das Verhalten des Herrn Miethe mißbillige. Lebhafter Beifall.) Herr Tischler Kreuz unterstützt diese Ausführungen. Die gu sammensetzung der Gewerbe Deputation ist dem Arbeiter durchaus nachtheilig und ungünstig. Es sei nöthig, für die Einführung gewerblicher Schiedsgerichte an Stelle der Gewerbe- Deputation zu petitioniren und es sei zu wünschen, daß diese Petition mit zahlreichen Unterschriften versehen wird. Die Herren Tischler Grundmann und Schäfer treten diesen Ausführungen bei, lezterer wünscht, daß bei der Dr ganisation gewerblicher Schiedsgerichte zugleich die Festseßung eines Minimallohns angestrebt werde und daß diese SchiedsWeiter gerichte an einem solchen Minimallohn festhalten. Weiter nahmen an der Debatte Theil die Herren Schneider Stard, Maurer Schulz und Dachdecker Feuerstein. Lepterer regte die die Frage der Innungs- Schiedsgerichte an, die der Referent als untauglich und für den Arbeiter nicht annehmbar bezeichnet; aus diesen patriarchalischen Innungs- Einrichtungen ist nichts für den Arbeiter zu hoffen. Schiedsgerichte, aus freier Wahl der Arbeiter gebildet, bestehen in Dresden und Stuttgart und bewähren sich dort ganz gut. Man werde daran festhalten müssen, daß die wenigen Meister nicht ebensoviel Mitglieder in die Schiedsgerichte wählen dürfen, als die viel zahlreicheren Gesellen. Herr Tischler Apelt schildert das Verfahren bei dem Schiedsgericht in Dresden, wo auch die Gesellen für ihre Versäumniffe bei der Gerichtsverhandlung entschädigt werden. Das Prinzip der Entschädigung der Schiedsrichter für ihre Beitverfäumniß werde man festhalten müssen. Die Versammlung erklärte fich mit allen gegen eine Stimme mit dem Ausschluß des Herrn Miethe einverstanden. An Stelle der ausgeschiedenen drei Mitglieder werden folgende drei Herren in die 21. Kommiffion gewählt: pr. of chec, Kistenmacher; Hr. Nöske, Tischler und Herr Millarg, Tischler. In seinem Schlußwort dankte Herr Gör di für das Vertrauensvotum, das für die Mitglie der der Kommission in den hier gefaßten Beschlüssen liege. Die Distrifts- Kommissarien nebst den Distrikten werden im Berliner Volksblatt" bekannt gemacht werden. Bum Schluß wurde noch folgende Resolution angenommen: Die Versamm lung erklärt sich mit den von der Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen einverstanden und verpflichtet, sich mit allen Kräften für die baldige Einführung eines Schiedsgerichts in Berlin einzutreten." Der die Unkosten übersteigende Betrag der Tellersammlung wurde den streifenden Maurern überwiesen. daß unerfahrene Deutsche in so schmählicher Weise getäuscht würden und nach ihrer Ankunft hier für die Hälfte des üblichen Preises arbeiten müßten. Die Arbeit ist ohnehin in dem hiesigen tropischen Klima für Deutsche sehr, sehr schwer. Schwarze Arbeiter von den Südsee- Inseln( Kanaten) erhalten von 10 zu 20 Shilling wöchentlich, nachdem sie drei Jahre gedient haben; aber weiße Männer wollen hier nicht mit Kanalen oder Kulis zusammen arbeiten. Wenn fräftige Deutsche durch aus hierher kommen wollen, so sollen sie sich wenigstens vorfehen und vor Allem in völliger Unkenntniß der Verhältnisse nicht Anerbietungen machen, wie unsere Lüneburger Landsleute bies gethan haben. Vereine und Versammlungen. r. Die öffentliche Arbeiter- Versammlung, welche zum Dienstag Abend nach dem Etablissement Sanssouci von dem Stadtverordneten Gördi berufen worden war, um über die Frage der gewerblichen Schiedsgerichte zu verhan beln, fand unter dem Vorsitze des Herrn Tischler 3 u beil statt, dem die Herren Buchdrucker Werner und Tischler Heinrich Nöste assistirten. Vor Eintritt in die Tages- OrdVereinigung der Metallarbeiter Deutschlands.( Mitgliedschaft Berlin, Often.) In der am 20. d. M. in Wohlhaupts Saal abgehaltenen Versammlung hielt Herr Dr. med. Badeck einen mit allgemeinem Beifall aufgenommenen Vortrag über„ Darwinismus". Referent erläuterte durch verschiedene Beispiele die langsame aber stetige Weiterentwickelung sowie engste Zusammengehörigkeit sämmtlicher Lebewesen, und sprach fich zum Schluß dahin aus, daß die Lehre Darwins nicht, wie die Gegner derselben gern behaupten, eine Verrohung hervor rufe, sondern im Gegentheil stets eine idealere und höhere soziale Entwickelung anstrebe. Hierauf ermunterte Herr Klein, sich an das Referat anschließend, die Anwesenden, durch rege Agitation immer mehr neue Mitglieder heranzuziehen, um die Macht zu erlangen, eine Befferung und günstigere Entwickelung ihrer Lage erzielen zu können. Sodann ergriff der Bevoll mächtigte Herr Günther das Wort, und machte zunächst be kannt, daß sich der Arbeitsnachweis sämmtlicher Mitgliedschaften Berlins Ritterstraße 123 bei Sodtke befindet und auch die Bahlstelle für Wander- Unterstüßung" dorthin verlegt sei. Ferner theilte er mit, daß die in voriger Versammlung gefaßte Stesolution, betreffs der Gründung einer Unterstügungskaffe für Arbeitslose in Mannheim sehr beifällig aufgenommen worden sei. Mit der Mittheilung, daß die nächste Versammlung Montag, den 24. August, bei Keller stattfindet, schloß um 10% Uhr die Versammlung. Eine Tellersammlung für die streifenden Maurer ergab 4 Mt. Nr. 16 genommen. Dann erhielt das Wort Herr H. Laske zur fussion über Arbeiterschußgesetz und Sonntagsruhe. Der Redner führte an, der Staat als Verkörperung der Gesamm habe nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, für ein je Glied der gesammten Nation einzutreten, in Bezug auf das Re auf Arbeit; dadurch würden die Vagabunden und Landstreid verschwinden. Auch dieser Redner erhielt reichen Beifall. Fern ging ein Antrag von Herrn Kuß ein, eine Petition an d Reichstag wegen Annahme des Arbeiterschußgefeßentwu auszuarbeiten, womit das Bureau betraut werden sollte. Di Antrag wurde einstimmig angenommen. Auch wurde ein trag, eine Tellersammlung zu Gunsten der streifenden Mau und Steinträger zu veranstalten, eingebracht und ebenfalls ein stimmig angenommen. Herr Blum forderte zum Abonneme auf das Berliner Volksblatt" auf, indem er anführte, d dieses Blatt das einzige und beste Organ sei, welches die tereffen der Arbeiter vertritt. Sodann forderte Herr De Thun auf, daß sich die Arbeiter von Friedrichsberg und m gegend recht zahlreich dem Arbeiterverein„ Hoffnung" anschließ mögen, denn nur dadurch fönne ein Erfolg erzielt werd Verbandes d Bum Schluß erhielt noch der Referent das Wort, welcher eben( Siehe den falls aufforderte, die Petition für das Arbeiterschußgefeß wischen der zahlreich zu unterzeichnen, und in weiteren Kreisen Unterschrift stunde scheint zu sammeln. Ted tall Die Lohntommiffion der Berliner Schmiede ersucht Diejenigen, die noch im Befiß von Sammellisten find, selben sofort an Unterzeichneten einzusenden, sonst fönnen Listen nicht mit in die Abrechnung aufgenommen werd J. A.: H. Schartow, N., Schwedterstr. 5. Zentral- Kranten- und Sterbekasse der Maler verwandten Berufsgenossen Deutschlands( E. H.). Donnerstag, den 23. Juli, Abends 8% Uhr, findet in Alten Jakobstraße 83 eine Mitgliederversammlung statt. 1. Kaffenbericht. 2. Vortrag. 3. Wahl der Krankenbesu 4. Verschiedenes. bis 語 ( Mitthe Wir fom bestehen. Arbeitszeit r brige Preise Wochenarbeit preis, bei 63 bei 66 Stun 21-15 Bfg. zurüdeichen stunden in Ka preis der Ar Berlängerun der Preis de fammtpreis John. Verri Zentral- Kranken- und Begräbnißkasse der Bu binder, Sonnabeud, den 25. Juli, Hauptversammlung Sahm's Lolal, Annenstr. 16. Der wichtigen Tagesordner 14 Stun halber wird um zahlreichen Besuch gebeten.( Siehe Infen Versammlung der Filial- Vorstände der Allgemei Kranten und Sterbefaffe der Metallarbeiter( E.. Hambur Donnerstag, den 23. Juli, Abends 9 Uhr, Königs graben 19. Vermischtes. He Auch eine parlamentarische Thätigkeit. Einer serer redefertigsten Parlamentarier, bei deffen Reden Quantität der Qualität oft sehr überlegen ist, hat jüngst Ergößen seiner Kollegen, die den etwas autokratischen persönlich nicht gerade verehren, eine drastische Abfertigung halten. Sie haben," sagt jener Barlamentarier zu einem beren Mitgliede des Reichstages, bei unseren Sigungen nie den Mund aufgethan." Bitte" sehr," erwiderte der And ich habe bei Ihren Reden sehr oft gegähnt." 11 " „ Do Ueber eine Versammlung im Meere weiß die ziger Beitung" folgendes zu berichten: Aus der Zeit hiesigen Töpferstreits wird uns nachträglich eine Episode getheilt, die wir, da fie unserem Gewährsmanne von einem Betheiligten erzählt wurde, zur Erheiterung hier wiederge ohne unsererseits für die Genauigkeit der Wiedergabe Gewähr übernehmen zu können. Einer Anzahl der Streifen schien eine gemeinsame Besprechung mit Ausschluß aller direkt betheiligten Ohrenzeugen wünschenswertb. Man gla hierzu bei einem gemeinsamen Morgenspaziergange, vorläufiges Biel der große Irrgarten sein sollte, die Als die zirka zwanzig Gelegenheit zu finden. nehmer dort in der Frühstunde erschienen, wurden sie a durch die gleichzeitige Anwesenheit mehrerer Polizeibeamt überrascht, und der Zweck der Versammlung schien Man ging zum Oliva'er Thore hinaus befi The verfehl Mar bind so vermehrt Der auf dem Ronkurrenz 1.B. 10 A Boche 84 3 den Umstän Dienst uberf Diese drück nehmer, de fallende Br Der Arbeits rung der A die Schraub Arbeitslohn beitszeitfolgenden U ihre Eiflär zufällige S je 4 Grupp 20,5 Big. Preis der Arbeitszeit der Durchsc Preis der dern auch fonft teine Lohn 9 von Schnittsstun uriprünglic Bond Stunde 1) 60 die Polizei folgte man begab sich bei Langfuhr in ein Gasthaus, sofort erschi auch dort die Polizei. Die Wanderung wurde weiter fo gesezt, bis Strief, bis Oliva- die Polizei marschbirt Da verfiel ein findiger Kopf auf den Gedanken, an den St bei Glettkau zu gehen und nach dem anstrengenden ein erfrischendes Seebad zu nehmen. Schweigend folgten dem Beispiel, entkleideten sich unter den Augen der am Stra Halt machenden Polizei, stiegen muthig in die Fluth und hielten nun, bis an den Hals im Waffer stehend, Lande wider Erwarten verpönte Versammlung und Bespred ablettere allerdings wohl mit etwas abgefürztem fahren. Polizeilicherseits soll ein weiterer Versuch, originelle Versammlung aufzulösen", nicht gemacht 0 sein, wohl schon deshalb nicht, weil bei der ganzen der Scherz schließlich die Herrschaft über die Situation haben wird. bie etla St Selbstgefühl.hr seid wegen Holzdiebstahls flagt, allein weil Ihr arm seid, will ich Euch die schenken." Ich brauch' nix geschenkt, Herr Amtman ich stehr mein Holz und zahl mein' Straf und d Bunftum!" mbliant mi sandale on thi Kleine Mittheilungen. Wien, 18. Juli. Fast genau ein Jahr ist vorüber, dem der Mediziner Richard Bamberger, Sohn des Profe Eine öffentliche Volksversammlung für die Ortschaften Heinrich Bamberger, verschollen ist, und die abenteuerlic Mittag im Saale des Herrn Spißig, Frankfurter- Allee 193. Den Vorfiz führte Herr Elias, während der Schnhmachermeister Herr Arndt aus Bernau,( bei der legten Reichstagswahl Kandidat für den Kreis Nieder- Barnim) das Referat übernommen hatte. Der Referent führte an, daß die Frau in den Hausstand gehöre, und nicht in die Fabrik, denn durch die nun das Räthsel in trauriger Weise: der junge Bamberger als Leiche gefunden worden. Heute Vormittag traf nam hier ein Telegramm des Gendarmerieposten- Kommandos med., Richard Bamberger im Frauenbachgraben, am Abban angezeigt wurde, daß der Leichnam seines Sohnes, des S Fabrikarbeit der Frauen würden nur unglückliche Ehen gebildet. des Schneeberges, aufgefunden worden sei. Die Identität fönne fie fich nicht mehr den Kindern und der Häuslichkeit selben gefundenen, auf Richard Bambergers Namen lauten Wenn die Frau des Abends erst spät nach Hause kommt, so hingeben. Dann fritifirte der Referent das Verhalten des Abgeordneten Herrn Baumbach, welcher einen Vortrag gehalten hat, in welchem er anführte, von der Arbeiterklasse tönne man noch etwas lernen; nachher aber stimmte er einem Antrage zu, der das Gegentheil behauptet, ihm, Redner, wurde das Wort durch den Schlußantrag abgeschnitten, und Herr Baumbach ließ es zu, Leiche ergab sich aus den Kleidern, ferner aus einer 2) 61,5 3) 63 4) 5) 66 6) 67,5 7) 69 8) 72 10) 75 11) 78 12) 84 Der Wiffenscho ficht auf t aus dem arbeit in Lohnarbei bieten un Nich ichon wa wie ein Necker, d gebörrte, Sen grau in Verschma zu sehen Himmel geblickt. Mitgliedskarte des medizinischen Fechtklubs in Wien und einem von Würzburg datirten Poftrezepiffe. Der Frauenb graben befindet sich auf der südwestlichen Seite des berges. Man fährt, um dahin zu gelangen, von Bayer durch das Höllenthal und macht dann links von der Schw daß ein Antrag angenommen wurde, der das entgegengesette gerin und dem Klosterthale, worauf man zur felfigen Fro von seinen Behauptungen enthielt. Redner sprach darauf über den Normalarbeitstag und führte aus, daß die Arbeitsfraft zu einer Waare geworden sei; wäre viel Waare da, so finkt der Preis, ist wenig Waare vorhanden, so steigt er. ift Ba bachtluft gelangt. Hier muß Bamberger beim Aufstiege steilem Pfade abgestürzt sein. Nach den obigen Daten Zweifel darüber gestattet, daß der unglückliche junge berger auf seinem Ferienausfluge, den er im Juli v. 3. ternahm, in trauriger Weise verunglückte. nung bedauerte der Einberufer noch, daß die Versammlung Wollen- Industrie, die eine so schlechte wäre, daß einzelne Fälle Von Bienen getödtet. Aus Floß in Baiern wird vorgekommen find, wo Arbeiter nur täglich eine Mark verdienen. 3. B.: Jemand schickte seine Frau nach einem betreffenden zucht und hat seine Bienenstände in einem Winkel des Ed Wolle nach Hause gehen wollte, wurde ihr nachgerufen: Es giebt hier 5 Pf. weniger für die Elle." Da drehte sich die Frau um und sagte: Bei dem jeßigen Verdienst können wir ja nur noch Schmalzstullen effen, und nun sollte der Preis noch niedriger werden?" Da wurde ihr bedeutet:" Dann können Sie driger werden?" Da wurde ihr bedeutet:„ Dann können Sie ja das Brot trocken effen!" Redner meinte: Ob sich so ein Fabrikant nicht schämt? Der Herr Referent erntete reichen Fabritant schämt? Herr Referent gartens plazirt. Lehrer Riebel, nebenbei gesagt der älteste Le in un der Oberpfalz, ging dieser Tage Morgens in den Garten; er denselben verlassen wollte, nahm er seinen Weg wöhnlicher Weise längst des Winfels, wo die Bienenstöde fle Dabei scheint es, daß er an die Bienenstöcke angeftofen Denn bald darauf wurde Herr Lehner aufmerksam gemacht seine Bienen sehr unruhig und wild seien. Dadurch veran nach den Bienen sich umzuschauen, fand Herr Lehner nicht so zahlreich wie sonst besucht sei; es liege dies an den zahlreichen Versammlungsverboten der legten Zeit, und die badurch hervorgerufene Berfahrenheit der Einberufer und ihrer Anordnungen. An Stelle des durch Unwohlsein verhinderten Herrn ende referirte Herr Gördi über Herr Gördi über das Thema der Verhandlung. Er schilderte die heutige Wirk famteit der gewerblichen Schiedsgerichte als schädlich und nachtheilig für den Arbeiter, deffen Rechtsbewußtsein durch diese Schiedsgerichte vielfach verlegt worden ist. Besonders charakteristisch war es, daß diese Schiedsgerichte den 3wang zur Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses gegen den Arbeiter aussprechen. Speziell richtete sich die Thätigkeit dieser Gerichte gegen die Koalitionsfreiheit der Arbeiter. Man schien zu herbeizuholen und den Daliegenden zu übergießen. glauben, der Arbeiter solle diese Freiheit nur benußen wie eine endlicher Mühe gelang es nun, den alten Mann in Weihnachtspuppe, hübsch vorsichtig, damit der Lad nicht abgeht einverstanden und verspricht in Betreff des Arbeiterschußgefeßes Behausung zu schaffen, unter fortwährender wüthender ( Heiterkeit! Sehr richtig.) Alle diese Verhältnisse legten die und der Sonntagsruhe mit allen ihr zu Gebote stehenden folgung der Bienen. Lehrer Riebel ist nach 4 Tagen an Frage nach einer Umänderung dieser Schiedsgerichte nahe. Bei Mitteln einzutreten." giftigen Verlegungen gestorben. Verantwortlicher Redakteur R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Beifall. Darauf ging eine Resolution ein, welche wie folgt Kollegen Niebel vor den Bienenstöcken dick bedeckt mit Bic lautet: Die heute in Friedrichsberg im Lofale des Herrn bewußtlos liegen. 2. hatte die Geistesgegenwart, schnell W Spißig tagende Volksversammlung, von ungefähr 500 Personen besucht, erklärt sich Die Resolution wurde einstimmig an Mit weh, bie der Blick Ebe größerer figes Ba Dampfr fentimen übrig. reich, we fie den fiel, ein deshalb weit au liber, Merkma Schweif Bewegu Zähne bie fom Mund die Lip wappne vor fich biente, Hierzu eine Bellag ſchaft, e zur Di Der efammth r ein jed f das Red andftreide all. Ferna n an de fegentiu Ite. Die de ein en Maur enfalls ein Ibonnemen ührte, b es die perr Dil g und Um anfchließ re bis Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 169. Bahlen beweisen. ( Mittheilung von Fr. Rohleders Bureau, München.) Wir tommen noch einmal auf die Statistik des ZentralIt werd Verbandes der deutschen Tischler( Schreiner-) Vereine zurück. elcher ebe( Siehe den Leitartikel in Jr. 163 des Berliner Boltsblatt.") Bgeies Bwischen der Höhe der Arbeitszeit und dem Preis der Arbeitsnterschrift stunde scheint auf den ersten Anblick feim Zusammenhang zu bestehen. Wir finden bei furzer Arbeitszeit höhere, bei langer erfucht Arbeitszeit niedrige Stundenpreise, aber auch umgekehrt nien find, brige Breise bei furzer, hohe bei langer Arbeitszeit bei 60 fönnen Wochenarbeitsstunden eine Stala von 33-19 Pfg. Stundenen werd preis, bei 63 Stunden ebenfalls eine solche von 33-19 Pfg., bei 66 Stunden eine Stala von 29-16,5 Pf., bei 69 St. von Naler 21-15 Pfg. u. f. m. Die Stalen zeigen freilich schon die p.). urückweichende Tendenz. Bringt man die gleichen ArbeitsStunden in Kategorien zusammen, berechnet dann den Durchschnittsmmlung Aesordnu e Infer Illgemei Hambu raben 19 Einer Reden jüngst ertigung ichen 語 bet in tatt. 2.preis der Arbeitsstunde, so wird das Gesez ganz evident, daß bei fenbesu Berlängerung des Arbeitstages der Arbeitspreis d. h. zunächst Der Preis der Arbeitsstunde sinkt und schließlich auch der GeDer Bu sammtpreis der Wochenarbeit, d. h. der Tages: oder WochenJohn. Verrichtet ein Tischler mit 84 Stunden Wochenarbeit, ober 14 Stunden Tagesarbeit statt 10, die Arbeit von fast 1% Mann, o vermehrt er die Bufuhr von Arbeit, ohne daß die Zufuhr der auf dem Markt befindlichen Arbeitskräfte abnimmt. Die Ronkurrenz unter den Arbeitern wird vermehrt. Lassen sich B. 10 Arbeiter bestimmen, statt bisherige 60 Stunden per Woche 84 zu arbeiten, so machen sie unter sonst gleichbleibenden Umständen schon 4 Arbeiter mit 60 Stunden Wochenverdienst uberflüssig und drängen diese in die Reihen der Reserve. nehmer, den Preis der Arbeit herabzudrücken, während der fallende Preis der Arbeit ihm wiederum das Hinaufschrauben der Arbeitszeit ermöglicht, dem Arbeiter die weitere Verlänge rung der Arbeitszeit aufzwingt. Beim freien Spiel der Kräfte die Schraube ohne Ende! Arbeitslohnes. Kurze Arbeitszeit- hoher Lohn; lange Arbeitszeit niedriger Lohn, das bestätigen auch die Zahlen der der And folgenden Uebersicht, Die Abweichungen unter 9 und 10 finden ihre Erklärung in der Vereinzelung des Materials, wodurch zufällige Störungen zum Ausdruck kommen können. Faßt man Beit je 4 Gruppen zusammen, so sind die Störungen beseitigt und der Durchschnittsstundenpreis zeigt folgende Reihe: 25,2 Pfg., 20,5 Bfg., 19,3 Pfg. Bei wachsender Arbeitszeit nimmt der Breis der Arbeit nicht nur in gleichem Verhältniß ab, wie die Arbeitszeit wächst, sondern in größerem Maße; nicht blos der Breis der Arbeitsstunde sinkt bei verlängerter Arbeitszeit, sonauch der Wochenlohn, der Preis der Arbeitskraft, wenn fonst keine Ausgleichung stattfindet. Bei unverändertem Wochenvon Mt. 15,96 beträgt bei 84 Arbeitsstunden der Durchschnittsstundenpreis 19 Pig. statt 16; 0,71 statt nur 0,67 des ursprünglichen Preises. t einem sungen r die D Episode viederge ergabe Streifen aller n Ran gla Die b n einem nge, bef DO sig The n fie a lizeibeamt ien verfehl lizei folgte fort erschi weiter for arfcbirt m den Str Den Ma folgten am Stra Fluth him end, die Befpred rztem rfud, cht wo S zen tion erla Cable an antmann die St und ba rüber, Profe teuerlic te löft amberger nandos af nam bemfel bes S n Abba Dentität er in lauten n und Frauenb Bayer Schwa es Schn n der G zen Fro fftiege ten ift nge v. J. en wird Ba bern Lohn Summarische Uebersicht Von den 26 488 Tischlern arbeiteten: Durchschnitts- DurchschnittsWochenlohn Mart. 15,96 Stunden Gesellen Prozent Stundenlohn 1) 60 Pfg. 5598 21,3 26,6 61,5 2352 9,0 26,8 16,48 3039 11,5 23,8 14,99 898 3,5 23,5 15,04 7398 27,9 21,93 14,47 67,5 1071 4,2 20,3 13,70 2805 10,7 19,94 13,75 951 3,7 19,92 13,94 1883 6,7 20,70 14,90 82 0,4 22,5 16,87 180 30 0,8 0,2 16 12,48 16 13,44 7) 69 8) 70 72 10) 75 11) 78 12) 84 Der Herr Reichskanzler hätte sich also auf den Boden der Wissenschaft und der Thatsachen gestellt, wenn er ohne Rückficht auf furzfichtigen und blinden Egoismus jenen Betenten aus dem frommen Rheinlande betr. Abschaffung der Sonntagsarbeit in dem Sinne geschrieben hätte, daß allerdings den Lohnarbeitern das Arbeiten an Sonntagen bei Strafe zu ver bieten und der Arbeiter auch gegen seinen Willen zum ,, So So will ich sie haben!" Aus dem Dänischen. I. schon war es Ende Auguft. Der Feldweg schlängelte sich Nicht ein Tropfen Regen war seit Johanni gefallen und Donnerstag, den 23. Juli 1885. Verzicht auf Sonntagsarbeit zu zwingen sei, ohne daß es noth-| wendig sei, erst durch langwierige Enqueten die Auffassung der Betheiligten einzuholen, da nach den schon gesammelten Erfahrungen die Folgen eines derartigen Eingriffes für die Arbeiter und die Gesellschaft im Ganzen nur höchst segensreich fein können, wenn auch nicht in Abrede zu stellen sei, daß die neue Ordnung für einige Kleinmeister verhängnißvoll werden könne. Mögen diese ihre Meisterschaft an den Nagel hängen und Arbeiter werden. Die Herren Unternehmer würden, um den Forderungen des Lohnfonds zu entsprechen, etwas tiefer in die Kaffe greifen müssen. Indessen ließe sich hoffen, daß die Herren sich bemühen werden, durch Vervollkommnung der Maschinen und Steigerung der Intensität des Arbeitsprozesses bei verminderter Arbeiterzahl das Gleichgewicht zwischen Gewinn und Arbeitslohn wieder herzustellen. Politische Uebersicht. Unter der Ueberschrift: 3ur rechtlichen Würdigung der Arbeiterstreits" brachte die Voff. 3tg." einen Artikel, in welchem anscheinend von juristischer Seite der Nachweis erbracht wurde, daß die Unternehmer fich wegen Nichtinne haltung der Baufristen dem Gericht gegenüber schwerlich auf den Streit als auf eine höhere Gewalt berufen könnten, da fie ja im Stande gewesen seien, bei entsprechender Bahlung Arbeitskräfte zu erhalten. Ebensowenig lasse sich ein Streit als ein Bufall" auffassen, welcher den Arbeitgeber in die Unmöglichkeit verseze, seinerseits die von ihm geschlossenen Ver träge zu erfüllen. Dieser Artikel hat in den Kreisen der Unfernehmer, speziell der Bauunternehmer, eine nicht geringe Aufregung hervorgerufen. So enthielt die" Post" einen längeren Artikel. angeblich von einem Bauherrn, worin im Gegensatz zu obiger Ansicht die Ueberzeugung ausgesprochen wird, daß der Streit unter Umständen sehr wohl als eine ,, höhere Gewalt" angesehen werden müsse. Dies sei bei dem jezigen Maureistreik der Fall, da die Gesellen sich selbst bei einem Angebot von 5 Mart pro Tag geweigert hätten, bei einzelnen Meistern die Arbeit wieder aufzunehmen, wenn nicht alle Meister fich verpflichten wollten, den verlangten Lohn zu bewilligen. Ganz besonders wendet sich der" Post"-Artikelschreiber, vulgo Bauherr", gegen folgenden, in dem Artikel der Voss. 3tg." befindlichem Paffus:„ Das Zugeben einer solchen höheren Gewalt würde die Meister vor den Gesellen in unzulässiger Art bevorzugen!" Diese Worte bringen ihn so in Harnisch, daß er ausruft:" Der Vosfischen Beitung", fleine und in bedrängtester Lage befindliche Zahl der Meister welcher es angezeigt geschienen hat, in diesem Kampfe auf die faltblütig und mit einem verbindlichen Schielen nach den Geldsäcken einerseits und nach der großen Masse der Sozialisten andererseits als die bequemsten Sündenböcke hinzuweisen, wird diese muthige und liebevolle Behandlung schwerlich vergessen werden." " Man kann sich des Lachens nicht erwehren, wenn man sieht, wie diese Leutchens selbst schon in Extase gerathen, wenn ein unternehmerfreundliches Blatt, wie die Voss. 3tg., der Wahrheit die Ehre giebt und die Sache vom richtigen Punkte aus betrachtet. Die Voff. 3tg." nimmt auf Grund der gegen die in ihrem Artikel erhobenen Einwendungen noch einmal Veranlaffung, in einem fürzeren Aufsatz der Rechtsfrage näher zu treten, fie tommt auch hier wieder zu der Schlußfolgerung, daß der Maurerstreit unmöglich als eine höhere Gewalt betrachtet werden kann, da es den Unternehmern wohl erschwert worden sei, Arbeiter zu bekommen, aber die Unmöglichkeit, solche zu beschaffen, nicht bewiesen werden könne. Wir glauben ebenfalls nicht, daß sich ein Gericht finden wird, welches den Auffassungen beschränfter Köpfe folgend in dem Streif eine höhere Macht" erblickt. Um den Beweis liefern zu können, daß es unmöglich war, die Arbeit fertigzustellen, wäre auch der Nachweiß zu führen, daß für über 5 Mart keine Arbeitskräfte zu beschaffen waren. Davon ist aber noch keine Rede gewesen und es ist faum anzunehmen, daß die Herren je einen solchen Versuch gemacht haben. Der Behauptung, daß die Gesellen" beſchloſſen hätten, nur dann erst die Arbeit wieder aufzunehmen, wenn alle Bauunternehmer sich verpflichten würden, 5 Mart Lohn zu zahlen, steht die Thatsache gegenüber, daß andererseits die Unternehmer den Beschluß gefaßt hatten, überhaupt nicht mit der von den Gesellen erwählten Kommission in Verhand geben und den bekam Stine nur zweimal des Jahres: am Fasching und nach den Sommerferien, wenn die Söhne des Stine Hauses, die beiden Studenten in Kopenhagen waren. benutzte diese Extrafeiertage stets, um ihr achtjähriges, leider illegitimes Kind zu besuchen, das sie mittelst einer ,, kleinen Gemeindeunterstüßung" bei einer Pächtersfamilie in ihrem Geburtsort untergebracht hatte. Der Vater, ein Knecht, mit dem sie in ihrem zweiundzwanzigsten Jahre auf demselben Bauerhof gedient, hatte schleunig einen Reisepaß nach Amerika genommen, sobald es ruchbar wurde, daß er sie„ ins Unglück gebracht". Nur paar dem sie bereits langfam rückte Ziele näher. Ein Wagen waren an ihr voreine beigefahren; zuerst leichte Jagdkalesche. Der Befizer saß in eine Ede gedrückt und rauchte seine Zigarre. Der Rutscher auf dem Bock knallte mit der Peitsche, als die Pferde vorbeisauſten; fast hätte die Schnur Stine ins Gesicht getroffen. Der Staub, den die Räder aufwirbelten, qualmte, wie wenn der Dampf aus einer Maschine abgequalmte, wie wenn der Dampf aus einer Maschine abgelassen wird, und reizte Stine zum Nießen. Obschon noch Platz genug in der kalesche war, so fonnte es doch einem Neder, deren Stoppeln fast vor Dürre brachen. Das ausgebörrte, staubige Gras der Brachfelder stach gelblich von ben grauweißen Erdfurchen ab. Die Pflanzen, sämmtlich am Verschmachten, verzweifelten, jemals noch einen Wassertropfen zu sehen, so lange hatte der lichtblaue, fast wolkenlose Himmel unerweicht mit stereotypem Lächeln auf sie herabgeblickt. All das Weiß in der Landschaft that den Augen meh, die vergebens nach einer schattigen Stelle suchten, wo der Blick ausruhen konnte. Ebenso refignirt wie die Pflanzen, doch mit bedeutend größerer Widerstandskraft ausgerüstet, schritt ein vierschrö figes Bauernmädchen durch den Staub, der sich wie eine Dampfwolfe unter ihren Tritten erhob. Sie fühlte kein sentimentales Mitleid für ihre Mitgeschöpfe im Pflanzenreich, wenigstens hatte sie keinen Blick für die armen Dinger übrig. Nur wenn sie eine Kuh im Felde grasen sah, drehte sie den Hals, über den das fest geknüpfte Kopftuch herabfiel, ein wenig nach der Seite. Doch niemals hemmte sie selbst kutschirte. Süoh! Die Fahrt ging im Zickzackgalopp. Wechselweise streiften die Räder beide Chauffeeränder und weit ausholenden Schritten marſchirte sie zu. Wie ein jo jeben Augenblic gab's ein Geraffel. Der Megger saß allein liber, breitfpuriger Frachtwagen rüdte sie voran, deutliche auf dem Sigbrett; er trug eine gestreifte Drillichjade mit Merkmale der breiten, bicken Sohlen zurücklassend. Die bräunlichen Blutflecken und pfiff ein Lied vor sich hin. 3wei Schweißtropfen perlten von der weißen Stirne herab über die sommersproffige Nase; dies war aber auch die einzige Wagen herab und blödten phlegmatisch, wie aus PflichtBewegung in dem großen, sonnenverbrannten Gesicht. Der gefühl. Ohne im Fahren innezuhalten, hatte der Bursche Mund stand halb offen; eine Reihe prachtvoller, starter Stine zugerufen: Bähne schimmerte hervor. Selten benette sie mit der Zunge Die Bien bes Ed tefte Le Barten; in un töde fle eftoßen macht veranl ner fei nit Bi nell Wa Mit n in ender en an Bellag die Lippen. wappnen; denn sie hatte noch ihre guten anderthalb Meilen soWagenproßen" niemals einfallen, ein Bauernmädchen zum Mitfahren einzuladen, ebenso wenig wie ihr, ihn darum zu ersuchen. Dann kam ein Meßger auf seinem Fuhrwerf, das er Heda, Jungfer! Will sie mit mir auf der Bahn des Lebens dahinfahren?" Stine hatte auch triftigen Grund, sich mit Geduld zu Doch Stine hatte diese Anrede nicht einmal mit einem Blick erwidert. Sie murmelte nur für sich:" Die Megger Von einer neuen vor sich. So weit war es von dem Städtchen, wo sie führen immer so dumme Reden." biente, bis zu dem Dorfe, wohin sie wollte. Ihre Herr- Staubwolke eingehüllt, mußte sie abermals niesen und schaft, eine Probstenswittwe, hatte ihr einen Tag Urlaub ge- geduldig | II. Jahrg. lung zu treten, daß es mithin den Gesellen unmöglich gemacht worden ist, zu arbeiten. Derartige schwerwiegende Momente giebt es noch vielfach, und die Herren Unternehmer dürften ihre Rechnung, von ihren Baukontrakten entbunden zu werden, denn doch ohne den Wirth gemacht haben. Die näheren Vorbereitungen zu einem nenen Militär- Septennatsgesetz fönnten erst- so wurde vor Kurzem behauptet stattfinden, wenn das Ergebniß der im Dezember vorzunehmenden Volkszählung vorliege. Dem ,, Hamb. Korresp." schreibt man nun aus Berlin: Art. 60 der Verfassung bestimmt, daß bis zum 31. Dezember 1871 die Friedenspräsenz stärte ein Prozent der Bevölkerung betragen solle. Für später ist die Stärke durch die Reichsgesetzgebung festzustellen. Das Bauschquantum von 202, Millionen Mark wurde bis 1874 verlängert. Von da ab leistete die Regierung auf das Pauschquantum( 225 Thlr. pr. Mann) Verzicht, weil sie wegen der allgemeinen Preissteigerung Ersparnisse an der Präsenz habe vornehmen müssen, so daß diese um 50 000 Mann an der zulässigen Präsenz von 401 659 Mann zurückgeblieben sei. Der Reichstag bewilligte eine solche Stärke auf 7 Jahre. Durch Gesetz vom 6. Mai 1880 wurde die Marimalziffer auf 427 274 Mann auf weitere 7 Jahre festgesezt. Das Gesetz wurde mit 185 gegen 96 Stimmen angenommen; dagegen war das Zentrum, die Fortschrittspartei und ein Theil der späteren Sezessionisten. Gegenwärtig nun werden im Kriegsministerium bezüglich der Neuordnung der Dinge sehr eingehende Erwägungen angestellt. Die beiden Hauptfragen, um die es sich schon seit geraumer Zeit handelt, betreffen die Vermehrung der Artillerie und Neubildung von Kavallerie Regimentern. Wir haben Grund zu glauben, daß die Neubildung von Kavallerie- Regimentern beschlossene Sache sei. Dagegen liegt die Artilleriefrage noch, wie sie vor Jahr und Tag lag. Sie ist um so schwieriger zu entscheiden, als nicht nur eine Erhöhung der Zahl der Pferde und Geschüße, sondern auch zum Theil eine andere Organisation und Ver theilung in Frage kommt." Kolonialpolitisches. Der Danz. 3tg." schreibt man aus Kiel: Der für den Gouverneur in Kamerun erbaute Dampfer ,, Nachtigal" ist nicht seefähig! Das nach den Plänen der Admiralität auf der hiesigen Germania Werft erbaute Schiff ist, wie sich bei den Probefahrten herausgestellt hat, auf dem Oberdeck derart belastet, daß es selbst bei geringem Seegang in Gefahr geräth, umzuwerfen. Der Admiralitätsrath Dietrich war dieser Tage aus Berlin hier anwesend, und es ist nach eingehender Inspizirung des Fahrzeuges die Ordre ertheilt, dasselbe abzudecken und umzubauen." Nicht übel! Bei der Abstimmung über die Thronfolge in Braunschweig, welche bekanntlich vor einiger Zeit im Bundesrathe stattfand, erklärte fich die übergroße Mehrheit der Mitglieder für den von Preußen gestellten Antrag auf Ausschließung des Herzogs von Cumberland. Wie nachträglich bekannt wird, haben nur Reuß ä. 2. und Mecklenburg- Strelit direkt gegen den Antrag gestimmt, während sich Oldenburg der Stimmabgabe enthielt. Diese Stimmenthaltung wurde durch folgende Erklärung begründet: Die großherzoglich oldenburgische Regierung würde in Anbetracht der Wichtigkeit des Gegenstandes eine schriftsiche Berichterstat'ung des Ausschusses gewünscht haben und enthält sich der Abstimmung, weil nach ihrer Auffassung in Ermangelung einer solchen Grundlage die rechtliche und poli tische Tragweite der zu fassenden Entschließungen fich nicht mit genügender Sicherheit beurtheilen läßt." Schweiz. Hundertfünfundachtzig Druckseiten umfaßt der endlich veröffentlichte amtliche Bericht über die Anarchisten Untersuchung in der Schweiz. Er enthält zunächst eine Vorgeschichte, die sich mit der Geschichte des Anarchismus in der Schweiz befaßt und einen beinahe sechszig Druckseiten umfassenden Abschnitt der Most'schen Freiheit" widmet, die Blutthaten der Anarchisten feit der Affaire Merstallinger in Wien zusammenstellt und schließlich die Maßnahmen des Bundesrathes.( Ausweisungen) und die ersten Mittheilungen über den Plan, das Bundesrathhaus zu sprengen, wiedergiebt. Dann folgen im zweiten Theile Betrachtungen über die außerordentlichen Verhältnisse und Schwierigkeiten dieser Untersuchung, unter anderen auch infolge des Mangels einer eidgenössischen politischen Polizei. Der dritte Theil enthält die Mittheilungen aus der Untersuchung; besonders eingehend ist der Fall Huft dargestellt. Im vierten Baumwollenhandschuh, den sie wiederum an ihrer Jacke abwischte. Da hörte sie einen dritten Wagen in einigem Abstand hinter sich, doch wandte sie sich nicht danach um. Es währte geraume Zeit, bis er sie einholte, denn er fuhr im Schritt. Endlich kam er. Es war ein kleiner Einspänner; darin saß ein wohibehäbiger, ungefähr vierzigjähriger Mann in bidem, bunklem Tuchrod und mit einer abgeschabten, mit verschiedenen Knopffragmenten verzierten Müße. Eine kurze Pfeife mit mächtigem Holzkopf lehnte in der Wagenecke. Der Mann spuckte zuerst nach jener Richtung des Weges aus, wo Stine nicht ging, hielt dann an und fragte im breitesten Seeländisch: " " Vielleicht will die Jungfer mitfahren?" Dante höflich," sagte Stine. Sie schwang sich so kräftig auf's Trittbrett, daß der Wagen schwankte, und ließ sich auf den Siz niederfallen, Der Wageninhaber betrachtete sie daß es nur so fnaďte. einen Augenblick von der Seite, als wolle er etwas sagen. Da indeß kein Zeichen ihn zu der Annahme ermuthigte, daß sein Fahrgast einem Gedankenaustausch zugänglich sei, indem Stine immer gradaus starrte und sich möglichst weit von ihm in die Ecke drückte, bediente er sich nur folgender Be grüßungsformel: Ja ja, so so, hm hm, o ja!" Wonach er seine Pfeife stopfte und anzündete und mit einem leichten Peitschenschlag nebst obligatem„ üh!" bie starktnochigen Fuchsen aufmunterte, ihren Bummeltrab fortzusehen. Beständig derfelbe staubige Weg, beständig dieselben trostlosen Stoppelfelder, deren unendliche Flächen nur hie und da ein Bauernhaus unterbrach. ,, Ist das eine Backofenhite!" seufzte der Bauer, nachdem sie ein gutes Stück gefahren. Stine nickte zustimmend. Dann schwieg sie wieder, bis er nach einer Weile einen neuen Versuch machte, ein Gespräch mit ihr anzuknüpfen. müssen!" ,, Wenn wir nur nicht Winterfutter für's Vieh kaufen Ja, es sieht schlimm aus," bemerkte Stine kurz. Rein Laut außer dem einförmigen Knarren der Räder oder dem Klingeln des Pferdegeschirres, so oft die Fuchsen die Mücken von sich abschüttelten. Theile sind die Ergebnisse der Untersuchung resumirt; den Schluß machen juristische Erörterungen über das bestehende Bundesstrafrecht, deffen Mängel und Lüden im Hinblick auf allfällige anarchistische Thaten, wenn solche in der Schweiz vor tommen sollten, eingehend dargethan werden.- Als das wirk samste Mittel zur Bekämpfung des Anarchismus betrachtet der Bundesanwalt die möglichst weitherzige Erfüllung der berechtigten Forderungen des Arbeiterstandes". Die sogenannten befizenden Klaffen müssen in liberaler, opferwilliger und loyaler Weise den sogenannten arbeitenden Klaffen entgegenkommen, der Staat muß zwischen beiden den versöhnenden Beermittler machen und mit seiner ganzen Kraft die Beseitigung wirklich vorhandener sozialer Mißstände anstreben. Spanien. Lokales. mädch aber werder Gearb 10 Uh er fein Wilhel falls g. befite polizeil Wie m beschäft feindlic sein. eine A gemach Der Le wurde, Tag vo am Leb eine P nur na tommen Manne dige in bald erg De Mann bedienu Spielige allenthalben an den starken Substruktionen gearbeitet. Da bi Reichsregierung auch unter diesen veränderten Vorausfegung den größten Werth darauf legt, daß der Bau bis zum Somm vollendet wird und der Bauverwaltung dahingehende weisungen gegeben hat, so wird das Bersäumte nachgeb werden müssen. Daß dies möglich sein wird, darf um so che angenommen werden, als die Verzögerungen größtenthe durch die Anlage der unterirdischen Ventilationstanäle herbe geführt wurden, deren Disposition nicht ohne die sorgfältig Durcharbeitung des Projekts auch in den oberen Bautheile erfolgen fonnte. Die Vorbereitung des Projekts ist daher zwischen feineswegs liegen geblieben, vielmehr unter der b währten Bauleitung nach jeder Richtung so weit geförder worden, daß auf eine schnelle Ausführung nunmehr gered werden kann. Die Lage der Dinge brachte es mit fich, ba der Reichstagsbau vom Maurerstreif nur wenig betroffe wurde, da die Zahl der vor dem Etreit beschäftigten Gefelle ohnehin eine geringe war. An der fünstlerischen Durchbildung des Projekts wird so eifrig gearbeitet, daß in der im Burea gebäude untergebrachten Modellirwerkstatt von Bener un Drechsler eine rege Thätigkeit herrscht, um die gezeichne Details in Gyps nachzubilden. Im Allgemeinen hat d Projekt bemerkenswerthe Aenderungen seit seiner legten Be beitung nicht erfahren. Gegenwärtig sind die Sandsteinle ferungen für die Hoffaçaden zur Verdingung ausgeschriebe Die Entscheidung über das Material der Hauptfaçaden wi est später erfolgen. Die Berechnung hat ergeben, daß 3000 cbin Werksteine verwendet werden sollen, eine Zahl, die g außerordentlich erscheint, wenn man dagegen hält, daß der umfangreichere Bau des Polytechnikums nur 8000 cbm er derte. Die Besichtigung der Arbeiten wird mit großer lanz gestattet. Sterblichkeits- und Gesundheits- Verhältnisse. Gemäß den Veröffentlichungen des kaiserlichen Gesundheitsamts find in der Woche vom 5.- 11. Juli c. von je 1000 Einwohnern, auf den Jahresdurchschnitt berechnet, als restorben gemeldet: in Berlin 41,6, in Breslau 46,2, in Königsberg 36,6, in Köln 38,6, in Frankfurt a. M. 19,7, in Hannover 23,0, in Kaffel 19,5, in Magdeburg 32,9, in Stettin 40,3, in Hamburg 25,8, in Altona 22,2, in Meg 27,3, in Straßburg 19,4, in München 27,5, in Nürnberg 26,2, in Augsburg 30,7, in Stuttgart 24,4, in Dresden 21,1, in Leipzig 20,0, in Braunschweig 24,9, in Rarlsrube 7,7, in Wien 28,0, in Peft 34,5, in Prag 35,5, in Basel 15,9, in Brüssel 20,4, in Amsterdam 19,2, in Paris 19,6, in London 18,0, in Glasgow 20,8, in Liverpool 21,4, in Dublin 22,6, in Coinburgh 15,6, in Kopenhagen 16,5, in Stockholm 18,7, in Christiania 17,5, in St. Petersburg 27,6, in Odessa 47,9, in Warschau 34,2, in Krakau 38,9, in Rom 23,7, in Turin 21,8, in Bukarest 28,9. Ferner in der Zeit vom 13. Juni bis 20. Juni cr, in New- York 22,8, in Philadelphia 19.3, in San Franzisko 20,2, in Baltimore 17,9, in Kalfutta 22 6, in Bombay 27,8, in Madras 31,8. Die Sterblichkeit hat in der Berichtswoche in den meisten größeren deutschen Städten zu, und nur in den süddeutschen vielfach abgenommen, während in den außerdeutschen Städten die Sterblichkeit meist eine Abnahme, nur in Prag, St. Petersburg, Warschau, Odessa eine Steigerung erfuhr. Die größere Sterblichkeit in den deutschen Städten war auch in dieser Woche nur lediglich eine Folge der besonders in der zweiten Wochenhälfte außergewöhnlich hohen Temperatur der Luft, die namentlich in den mittel-, nord- und westdeutschen Städten vielfach 30 Grad Celsius überstieg und dadurch Darmkatarrhe und Brechdurchfälle der fleinen Kinder in überaus großer Zahl hervorrief, welche wiederum in bedeutender Bahl tödtlich endeten. Im Sm war auch die Sterblichkeit des SäugVerfolge davon war auch die Sterblichkeit des Säuglingsalters in jenen Städten eine größere, so daß in Berlin von 10 000 Lebenden 265, in München 128 Säuglinge Am häufigsten war die Zahl ( aufs Jahr berechnet, starben. der Opfer wiederum in Berlin, Königsberg, Breslau, Stettin, Hamburg, Nürnberg, Köln, auch in St. Petersburg, Warschau, Odessa, London, Wien, Paris war die Zahl der Sterbefälle an diesen Krankheitsformen eine gesteigerte. Ruhrfälle kamen gleichfalls etwas häufiger zum Vorschein, ohne jedoch epidemisch aufzutreten. Dagegen traten die Infektionstiankheiten meist etwas in den Hintergrund, nur Masern riefen mehr Sterbes fälle hervor. So zeigten sich lettere in Erfurt, Köln, Magdeburg, London, Liverpool, St. Petersburg, Warschau, Paris, Budapest häufiger, in Berlin und Wien seltener als Todesuriache. Auch in den Regierungsbezirken Aachen, Königsberg, Marienwerder, Schleswig waren Masernerkrankungen sehr zahlreich. Spanien kommt aus den Verschwörungen nicht mehr heraus, die Herrschaft der Finsterlinge hat dieses schöne Land so zerklüftet, daß es schwer halten wird, dasselbe vor gänzlichem Berfall zu bewahren. Die Journale in Saragoffa berichten, daß am 14. und 15. Juli bei den dortigen Behörden Schreiben einliefen, welche für die nächsten Tage den Ausbruch einer Verschwörung gegen die Staatsordnung anzeigten, und daß in Folge deffen die Polizei außerordentliche Sicherheitsmaßregeln traf. In der That machten sich in der Nacht vom 15. zum 16. Juli in verschiedenen Straßen mehrere Gruppen von je zwei oder drei Personen bemerkbar, welche sich in der Richtung des Portillo Thors bewegten, und als ihnen die Agenten der Sicherheitsbehörden folgten, fanden fie plötzlich auf dem Blaz de Val einige fünfzig bewaffnete Männer versammelt. Als diese legteren sahen, daß sie entdeckt waren, ergriffen sie eilig und in großer Verwirrung die Flucht; es gelang aber den Polizeibeamten, acht Verschwörer festzunehmen. Einer der Verhafteten trug die Uniform eines Obersten und schien das Haupt der Bewegung zu sein, die wahrscheinlich auch den Zweck verfolgte, die Garnisontruppen in das Komplott hineinzuziehen. Die Gefangenen wurden am nächsten Tage dem zuständigen Richter übergeben. Dieser Vorfall wird in Verbindung ge bracht mit der Verhaftung des Obersten Magallon. Bis jest wurde noch nicht festgestellt, ob ein gewiffer Lasso, der ebenfalls verhaftet ist, derselbe ist, der als Hauptmann den Feldzug von Kuba mitmachte, oder ob er ein Verwandter eines Generals dieses Namens ist. Jedenfalls, so meint die regierungsfreund liche Epoca", find durch diesen vorzeitigen Koup in Saragoña die Fäden einer weitgehenden Verichwörung aufg deckt wor den, und die jest stattfindenden Enthüllungen werden über diese dunkelen Machinationen genügend Licht werfen. Die Epoca" fügt diesen Details die Nachricht hinzu, daß nach träglich einige Sergeanten der in Saragossa stehenden Truppen verhaftet find. Diese Nachrichten werden freilich viel ach übertrieben sein, immerhin werfen sie grelle Streiflichter auf die spanischen Zustände. Egypten. Jm Sudan soll es wieder zum Blutvergießen gekommen sein. Eine Depesche des englischen Kapitän Chermside meldet, die Aufständischen hätten am 15. und 16. v. M. mit großer Macht die Vorstädte von Kassala angegriffen, seien aber von der Garnison von Raffala nach heftigem Kampfe zurückgeschlagen worden. Die Aufständischen hätten 3500 Todte gehabt, die Garnison von Kaffala habe denselben gegen 1000 Ochsen und ebensoviel Schafe abgenommen, auch 700 Gewehre erbeutet. Wenn's wahr ist! Amerika. In Nordamerika wird augenblicklich sehr dafür agitirt, daß außar dem Sonntag auch der halbe Samstag zur Ruhezeit bestimmt werde. Wir lesen darüber im deutschen Volksfreund von Buffalo: ,, Nicht blos die Arbeiter, auch die Herren verlangen heutzutage mehr Feierstunden. In England, sowie in den kanadischen Städten ist der freie Samstag Nach mittag schon längst eingeführt und in New- Yort hat sich auch eine Vereinigung gebildet. Wer an einem Samstag in Toronto gewesen ist, wird am Nachmittag geglaubt haben, der Sonntag sei plößlich über Nacht eingebrochen. Kein Geschäft steht offen und was Leben hat, spaziert oder fährt festtäglich gepugt einher. Auch in einzelnen Städten der Vereinigten Staaten ist der Brauch des freien Samstag Nachmittag schon eingebürgert." Als Grund für den freien Samstag Nachmittag wird drüben angegeben, daß die Geschäftsleute in Amerika im Durchschnitt an Ueberarbeitung leiden und feine Erholung und Ruhe genießen.( Anderswo ist es auch so.) Das ist, bemerkt das erwähnte Blatt, um so richtiger, als die meisten Amerikaner den Sonntag als puritanischen Sabbath begehen, sich an demselben keine Erheiterung und Bewegung in Gottes schöner Natur erlauben, nach dem Anhören einer langweiligen Predigt in einer langweiligen schmucklosen Kirche, hinter halb ver schlossenen Läden sich blau darüber ärgern, wenn sie die sonntagsfrohen Gesichter ihrer deutschen oder irländischen Nachbarn vorüberziehen sehen. Daß der Amerikaner aber ebenso sehr wie andere Leute der Erholung und des heitern Lebensgenuffes bedarf, gesteht er jegt mit seinem Verlangen nach dem freien Samstag Nachmittag endlich doch ein. Scharlach und Diphtherie riefen in Berlin, Königs berg, Leipzig, Magdeburg, Stettin, Hamburg, Brüssel, Kopenhagen, Warschau viel Sterbefälle hervor, doch war das Vorkommen dieser Krankheitsformen im Allgemeinen ein selteneres als in den Vorwochen. Typhöse Fieber Plöglich wurde der Wagenlenker durch eine Bewegung seiner Nachbarin aus einem sanften Dufel geweckt. Er schielte nach ihr hin und sah, wie sie den Knoten des weißgetüpfelten rothen Taschentuches löste, welches das Bündel auf ihrem Schooß umschloß. Ein in Zeitungspapier ge wickeltes Päckchen fam zum Vorschein und heraus zog sie eine Butterbemme mit geräucherter Wurst darauf. Feierlich brach sie dieselbe mitten auseinander. Mit einem Niden, jedoch ohne aufzusehen, bot sie ihrem Wirth die eine Hälfte. " waren in Wiesbaden noch immer zahlreich, doch hat die Epidemie in der letzten Woche erheblich abgenommen und wurden am 16. Juli nur noch 10 Erkrankungen gemeldet. Sterbe fälle am Flecktyphus famen aus Königsberg und Rom je 1, aus Warschau 2 zur Mittheilung, Der Keuchhusten, sowie akute Entzündungen der Athmungsorgane wurden seltener Todesveranlassung. An epidemischer Genickstarre wurden nur 2 Todesfälle( je 1 aus Köln und Barmen) gemeldet. Bocken zeigten sich im Allgemeinen häufiger. Aus deutschen Städten wurde nur 1 Todesfall aus Krefeld( Windpocken) gemeldet. Aus St. Petersburg, Prag, Odessa, Rom, Venedig, Basel werden mehrfache, aus Paris 5, aus Warschau 7, aus London 11, aus Wien 16, aus Budapest 35 Bockentodesfälle gemeldet. Ueber die Cholera in Spanien verlautet noch nichts Günftiges. Nach amtlichen Mittheilungen sind in der Zeit vom 3. bis 7. Juli 6217 Erkrankungen und 2840 Todesfälle vorgekommen. Auch in der Provinz Taragona, sowie in der Stadt Cartagena trat die Cholera seit dem 5. Juli auf. Am heftigsten wüthet die Seuche in der Stadt Valencia. In Madrid find in den 4 erwähnten Tagen 20 Erkrankungen und 14 Todesfälle konstatirt worden, und zwar betrafen dieselben fast ausschließlich Flüchtlinge aus Aranjuez. Dank für's Anerbieten," brummte der Bauer. Beide verzehrten ihren Theil höchst bedächtig. Dann kam eine Nachfolgerin zum Vorschein, mit Käse belegt; und die Eigenthümerin der Bemme, nachdem sie auch dieselbe getheilt, wiederholte ihr stummes Angebot. Row De zu mach als Ron mit eine Ausgab fil so murd mitgethe 10 dächtige Januar thalten beschrieb Summe Zu welchen Mitteln man in den Kreisen unse Innungsmeister greift, um billige und willige Arbeitskräfte erlangen. Das beweist, wie man schreibt, eine Annonse Berliner Intelligenzblatt", laut welcher Maurergesellen einen Lohn von 5 Mark bei 10 stündiger Arbeitszeit gefu werden. Reflektirende sollen sich im Bureau, Wilhelmstr melden. Ein Maurer, welcher auf Grund dieser Annonge b hinging, wurde zum Bureau des Maurermeister Bo Wilhelmstraße 30 31, geschickt. Dort wurde dem Betreffend zur Nachricht, daß anstatt der annonzirten 5 Mart nur Ma Lehn gezahlt werden. Auf die Frage, wie man denn da fomme, 5 Mark zu annonziren, wurde dem Betreffenden barschen Tone die Antwort: Das machen wir wie wollen!" Jedenfalls charakterisirt solche Handlungsweise une Herren Innungsmeister mehr, als alle bis dahin stattgehab Meister- Versammlungen. Das Gerücht von einem Cholerafall in Berlin hatte fich gestern in der Köpnickerstraße und den umliegenden Stadtgegenden verbreitet und zu großen Beunruhigungen Veranlaffung gegeben. Auf Grund angestellter Recherchen wird uns mitgetheilt, daß es sich nur um einen Fall der sogenannten Cholera nostras handelt, an welcher eine alte Waschfrau, Wittwe B., gestorben ist. Auf Veranlassung des Bezirksphysikus wurde die Wohnung gehörig desinfizirt. Die Leiche ist bereits auf dem Thomas- Kirchhof in Brig beerdigt. g. Einen pestilenzialen Geruch verbreiten in der geg wärtig sehr heißen Zeit die Wagen der Müllabfuhrgefelli Wagen, dessen Deckel weit geöffnet waren. Die Paffant welche die Stelle passiren mußten, wo der Wagen hielt, mußt fich Taschentücher vor die Nasen drücken, weil der Geruch ni auszuhalten war. Ebenso erging es mehreren Anwohne welche die Fenster öffnen wollten, diese aber sofort schlich mußten. Gerade jetzt, wo Alles geschehen müßte, um gefun heitsschädliche Erscheinungen zu beseitigen, muß es Wund nehmen, daß die Polizeibehörde einem derartigen Beginne nicht entgegentritt, mindestens aber die Befißer von Abfuh geschäften veranlaßt, für eine möglichste Beseitigung derartig Migstände durch häufige Desinfektionen Sorge zu fragen. z. Der Berliner Volkswitz hat, seit einem befannin Sensationsprozeß, Büchmann's Bitatenschap„ Geflügelte Wor um ein neues vermehrt, das nicht zu den schwächsten 10 Sammlung gehören dürfte, wenn es in deren nächste Auflag aufgenommen würde. Wir geben dasselbe zu Ohren gekommen ist nachstehend wieder: Mein Eid if burch Stadt genau wie es un der richtige, fagte ein gewissenhafter Mann und beschwor aus nicht wider besseres Wissen, daß er einen gewiffen verordneten noch nie zuvor gesehen habe." noch et Brinzip Wertha Gelde t vorzugte Ei ift verh wie fich hin und fchwande mit und Hauses Flur fich Brechwe gab, daf des Kauf ben des wagen, 1 geholt, a werden Tapezier Diebitab Der Bäder Wohnun einem B Durch da zu fein, abfichtigt feines gefunde Diebsta De Vorgart haltend liger Ge lauter St handen figend ei Der Mörder Schunicht hat, wie eine Lokalforresponden meldet, vor einigen Jahren in der Kochstraße 25 gewohnt, machte dort als Billardfabrikant ein gutes Geschäft, so das sogar in Dresden eine Zweigniederlage errichten fonnte До be Blid selbst hatte er eine Frauensperson eingemiethet, die für sein Frau galt. Als seine rechtmäßige Frau hiervon erfuhr, wur fie tieffinnig und mußte nach einer Privatheilanstalt in Bant überführt werden. Es gelang ihr jedoch, von da zu entkomme Die Neigung zu ihrem Manne bewog fie, zu ihm zurückzukehr Später wurde sie nach Dalldorf geschafft, wo sie fich noch findet. Schunicht verkehrte im vorigen Jahre viel in Restauration von Liebig, Markgrafenstr. 5, war meistens bei Kaffe und sehr freigebig. Er wird dort als ein flein unterſeẞter Mann mit Schnurrbart, unheimlich stechendem fräftiger Muskulatur und sehr frummen Beinen geschilder Bu jener Zeit hatte er mit einem Dienstmädchen ein Verhältni das nicht ohne Folgen blieb. Die Angelegenheit führte häufigez Standalszenen, so daß die Hausbewohner öfter zwungen waren, Schunicht, der sich selbit des Nachts ein In Wirklichkeit wird jedoch noch jetzt schleichen wußte, aus dem Hause zu werfen. Das Dien Wieder ging's dahin. Der Bau des Reichstagsgebäudes ist in seiner bisherigen Ausführung um ein Beträchtliches hinter dem vor Beginn aufgestellten Programme zurückgeblieben. Nach diesem würden wir jegt bereits einen großen Theil des Sockelgeschosses fertig sehen müssen. der Umgebung oder der Situation. Endlich ging's einen Hügel hinauf. Bergabwärts gewahrte man ein Dorf mit weißem Kirchthurm. Keine Spur von Veränderung neben ihr im Hof auf und ab wanderte, wobei sie in hal Errr!" sagte Stine, als sie vor ein Haus mit grünen Fensterladen und einem verwelften Blumenstock als Spalier gelangt waren. " So, hier ist's?" sagte der Bauer. Trrr! Verstehst Du fein Dänisch, verdammter Rader?" fingendem Tone unaufhörlich herleierten: Jetzt fahren wir nach Kopenhag'n Die Pächterin stand unter der Hofthüre und sagte f sich: " spielen kann!" ทอย Früher war Stine bei solchen Besuchen etwas lebhafte gewesen und hatte das Spiel, welches jedes Mal das deren sie sich mit der Pächterin unterhielt. Diesmal ging's in Unendlichkeit fort aba Diese Anrede galt dem einen Gaul, der Anfangs nicht liche war, durch kleine 3wischenatte unterbrochen, währen mehr pariren wollte, aber sofo: t durch diese Appellation an feine Nationalität fich imponiren ließ. Unter dem geöffneten Thorflügel zeigte sich ein kleines Mädchen in rothem Kleide. Mutter!" rief es und trippelte ein paar Schritte Jegt fahren wir nach Kopenhag'n Und taufen Chokola- ha- de." 3war füßte Stine hie und da ihre Madfine losen Vater, welcher Jens Madsen hieß) war keine rechte 3ärtlichkeit in dieser Liebkosung. aber wollte, b Bel Aufführu ift unse Abend mit Son alsdann in Szen Novität 3 Baar Pol Kaiser a Dorfichtig Daß er werden mann, n feiner ben Bürg daß er f hängte laffung Beit wur furter funden ein, das wär' eine Schande!" meinte der Bauer; heran; als es aber den fremden Mann und das feine Fuhr- albernen Namen führte die Kleine nach ihrem gewiffen ba aber Stine fortfuhr, ihm das Butterbrod hinzu- werk bemerkte, verkroch es sich scheu hinter die Thüre, so halten, nahm er es mit dem Versuch einer höflichen Rede. daß nur eine rothe Backe und ein paar flachsgelbe Löckchen wendung: Sie grüßte überrascht. ,, Das ist ein recht angenehmer Bissen." Da er Hierauf erhob er sich halb von seinem Siße und framte in der Rücktasche seines Roces herum, ziemlich kurze Arme hatte, machte es ihm einige Beschwerde, eine dunkle, verkortte Flasche hervorzuziehen; ein blaugewürfeltes Taschentuch kam auch noch mit zum Vorschein. ,, Wollen wir die Nachtigall singen lassen?" fragte er, lachte mit einem stillen Glucksen und rieb den Pfropf gegen den Flaschenhals, was einen quieffenden Ton hervorbrachte. Stine sandte ihm einen entrüsteten Blick, als er ihr die Flasche anbot. " Nein," sagte der Bauer mit einem glucksenden Lachen, ,, es ist fein Branntwein. Das ist Purschessenz." Stine that Diese Aufklärung veränderte die Sache. einen Schluck aus der Flasche und grunzte etwas, was Dank bedeuten sollte. Der Mann that einen langen Zug und brach in die begeisterten Worte aus: " Ah ah! Das fühlt in dieser Hige! Ja, das ist ein töstliches Getränk!" Stine nickte und schleckte sich die Lippen ab. zu sehen waren. Gleich darauf erschien eine ältere Frau. jedem Kuß gloßte das Kind die Mutter ganz erftau an und als diese es über einem solchen Blick ertappte, b gann sie zu weinen. Die Pächterin fühlte sich verpflichte " 1 Guten Tag, Stine! Na, heute kommst Du gar angefahren?" Ich bedank' mich auch schön für's Fahren," sagte Stine und reichte dem Bauern die Hand, welche mit einer Andeutung von Druck in Empfang genommen wurde. Stine stieg aus; abermals schwankte der Wagen. Sie nickte, zugleich mit der Pächterin, dem Abfahrenden zu; er erwiderte den Gruß mit einem leichten Griff nach der Müße und rollte davon. ihr ein tröstendes Wort zu sagen. Ja, die Männer, die Männer! Meiner ist gottle fein solcher wie Jens Madsen, aber dafür ist er faft imm betrunken." ,, Ja," gab Stine zu ,,, Jeder hat seine Fehler." " Sa, was kann man dagegen machen? Wenn nicht zuschlägt und keinen Spektakel macht, und thut Meiner nicht, muß man's eben nehmen, Eine ba roie Stine wollte, wie gesagt, wieder einmal nach ihrer kommt. Aber Du scheinst mir heute nicht ganz wohlau Kleinen sehen. Der Pächter war auf der Arbeit und zwischen der Pflegemutter und Stine wurden nur wenige Worte gewechselt, während sie mit einander Kohl und Schweinefleisch zu Mittag aßen. „ Das war Peer Larsen von Orlovslille, der Dich fuhr," bemerkte die Pächterin von ungefähr. O ja, ich kannte ihn schon." Stine war heute schweigsamer als je. Wie gewöhnlich Stine." Ja, es sticht mich so im Naden, bis hinunter Behe," sagte Stine. " in bi Wenn's nur nicht das Wechselfieber wird," mein die Bächterin. Um fünf Uhr mußte Stine wieder aufbrechen. rück, ohne Beschwerde davon zu verspüren. legte die anderthalb Meilen auf der staubigen Straße i Sie spielte sie mit ihrem Kinde. Das Spiel bestand darin, daß förmlich von Staubwollen eingehüllt, so daß sie weder b das kleine Mädchen die Mutter beim Rockzipfel packte und noch sah. Der ange felben T machers bahnbrüc Schaden Manne 22. b. wohnhaft wurde je zei- Revie nung geb Der Friedrich Dieses W nunmehr tember 3 Die Herman werden, eine An Der viert gelangte geworden ging in aber aud Er traf Kopenha Der Ang felbe in jungen t. 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Schließlich ernährte fich Schunicht vom Buhälterwesen. Gearbeitet hat er zulegt garnicht, schlief lange bis Morgens 10 Uhr und fehrte Abends stets sehr spät erst heim. Nachdem er fein Geschäft aufgegeben hatte, wohnte er anfänglich in der Wilhelmftr. 51 4 Treppen. Er hatte in jener Gegend gleichfalls Liebesverhältnisse angeknüpft. Schließlich erklärte der Lettere, sein Heil ebenfalls in Kopenhagen versuchen zu wollen und schloß sich dem Direktor an. Drüben angekommen, nahm der gutfituirte Direktor den Angeklagten als Gast in einer von ihm gemietheten Wohnung auf, follte aber für seine Gutherzigkeit den schnödesten Undant ernten. Als er eines Tages von einem Ausgange nach Hause ernten. Als er eines Tages von einem Ausgange nach Hause tam, fand er die Wohnung erbrochen und ebenso die Kommode gewaltsam geöffnet vor, ein Dieb hatte ihm einen Besuch abgestattet und reiche Beute gefunden, denn außer einer Anzahl Schmucksachen und einem Sparkassenbuche über 300 Mt. war ihm eine Baarsumme von fast 700 Mt. in Gold in die Hände gefallen. Der naheliegende Verdacht, daß sein junger Landsmann und Reisekollege ihm den perfiden Streich gespielt, fand bald seine Bestätigung. Nach acht Tagen traf der Angeklagte wieder in Berlin ein und trat plöglich nobel auf, denn das gestohlene Geld war bereits bis auf ca. 200 Mart verausgabt werden. Er wurde von der bereits avifirten Polizei in Empfang genommen und räumte auch sofort den Diebstahl ein. Er hatte auf der Rüdreise die Route Kopenhagen- Lübeck gewählt und ist auffallender Weise nicht bereits in legterem Orte angehalten worden. Im Termine führte er zu seiner Entschuldigung an, daß er völlig mittellos gewesen und von einem unbezwinglichen Heimweh ergriffen worden war. Der Staatsanwalt beantragte neun Monate Ge fängniß und ein Jahr Ehrverlust, der Gerichtshof war aber der Ansicht, daß die schnöde That des Angeklagten wenigstens eine Gefängnißstrafe von einem Jahre verdiene und erkannte demgemäß. g. In der muthmaßlichen Mordsache des Fuhrwerts befibers Schult in der Dalldorferstraße werden die friminalpolizeilichen Recherchen unausgesetzt mit großem Eifer betrieben. Wie wir erfahren, soll bereits gestern ein früher bei Schulz beschäftigt gewesener Arbeiter, welcher dem Verstorbenen stets feindlich gesinnt war, in Untersuchungshaft genommen worden fein. Der Verdacht auf diese Person bestärkte sich noch durch eine Aeußerung, welche die Braut des betreffenden Arbeiters gemacht hat. Als nämlich das Gerücht von der Auffindung der Leiche des Schulz in dem Weddingstadttheil verbreitet wurde, äußerte die Braut dieses Arbeiters, daß fie schon einen Tag vor der Auffindung gewußt habe, Schulz" sei nicht mehr am Leben." Ferner ist an die Frau des Verstorbenen geſtern eine Postkarte angekommen, worin ihr mitgetheilt wird, daß ste nur nach einem näher bezeichneten Hause der Artilleriestraße tommen solle, dort werde sie Näheres über den Tod ihres Mannes in Erfahrung bringen können. Ob der wirklich Schuldige in dem Arbeiter festgenommen worden ist, wird sich ja bald ergeben müffen. Der Kriminal- Polizei ist seit längerer Zeit ein junger Mann aufgefallen, welcher täglich in Lokalen mit Damenbedienung verkehrte, viel Geld ausgab und namentlich kostspielige Landpartien mit Broftituirten in eleganten Equivagen zu machen liebte. Es wurde festgestellt, daß der junge Mann als Romtoirist bei einem Fabrikanten in der Französischenstraße mit einem Gehalt von 1500 Mart angestellt war. Da seine Ausgaben mit seinem Einkommen in feinem Verhältniß standen, 10 wurden dem Prinzipal die Wahrnehmungen der Polizei mitgetheilt In Gegenwart des Letteren gestand der Ver dächtige, ein bisher unbescholtener Kaufmann T. ein, seit Januar d. 3 in 11 Fällen Geldbriefe, welche er zur Besorgung erhalten hatte, unterschlagen und das veruntreute Geld in oben beschriebener Weise verprast zu haben. Die unterschlagene Gumme beträgt 12 073 Mart, doch wurden im Besize des S. noch etwa 3500 Mark baares Geld gefunden, welches der Brinzipal zurück erhielt. Auch wurden dem Letzteren diejenigen Werthgegenstände überlassen, welche S. von dem unterschlagenen Gelde theils für sich, theils als Geschenke für die von ihm be= borzugten Damen angetauft hatte. Der ungetreue Buchhalter ift verhaftet worden. Ein Wächter bemerkte in der Nacht vom 19. zum 20. d., wie fich drei Männer in der Beuthstraße in verdächtiger Weise hin und her bewegten und schließlich in dem Hause Nr. 4 verschwanden. Er theilte seine Wahrnehmungen einem Schußmann mit und beide nahmen gemeinschaftlich eine Durchsuchung des Sauses vor, bei welcher fie die drei Männer in einem auf dem Flur sich befindenden Verschlage versteckt im Besitz verschiedener Brechwerkzeuge vorfanden. Die Besichtigung des Hauses er= gab, daß ein Einbruch in die parterre belegenen Geschäftsräume des Kaufmanns D. geplant war. Bereits waren einige Schrau= ben des Schloffes zur Eingangsthür gelöst und ein Kinderwagen, welcher auf dem Hofe in einem Schuppen stand, hervorgeholt, auf welchem das gestohlene Gut anscheinend fortgeschafft werden sollte. Die betreffenden Personen, Lederzurichter M., Tapezier B. und Former C. find wegen versuchten schweren Diebstahls zur Haft gebracht. Der bereits wiederholt wegen Diebstahls bestrafte Bäder Hohmann wurde gestern Abend gegen 10 Uhr in der Wohnung des Schankwirth F. in der Gitschinerstraße unter einem B tte verſtedt liegend gefunden. Derselbe giebt zu, durch das hofwärts belegene offen stehende Fenster eingestiegen zu fein, bestreitet jedoch, die Ausführung eines Diebstahls beabfichtigt zu haben. Da er die Erklärung über den Grund Soziales und Arbeiterbewegung. Die Lohntommission der Berliner Steinträger macht folgendes bekannt: Da unter den Berliner Arbeitern immer folgendes bekannt: Da unter den Berliner Arbeitern immer noch die Meinung verbreitet ist, daß die Sammlungen, welche für die Maurer einlaufen, auch für die Steinträger mit verwandt werden, so halten wir es für unsere Pflicht, dies nochmals hier in Abrede zu stellen. Das Zentralbureau der Lohnfommission firaße 133. Ferner sind Listen abzugeben und können in Emder Steinträger Berlins befindet sich bei Donnert, Sta.igerpfang genommen werden bei folgenden Herren: F. Ebel, Sta ligerstraße 43, im Keller; Reimann, Wrangelstr. 136; Louis Steinberg, Schönhauser Allee 52; Karl Wallenthien, Liebenwalderftr. 42; Otto Rennthaler, Bücklerstr. 10; Joh. Schmidt, Schönleinstr. 36, part.; Herm. Deich, Grünthalerstr. 59, Gesundbrunnen. Die Lohnfommission der Berliner Steinträger. J. A.: Rennthaler. Die Innungen und die Fachvereine. Die Gewerbefammer in Leipzig hat sich in ihrem Jahresberichte für 1884 auch mit den Fachvereinen beschäftigt und dieselben auf's Entschiedenste verworfen. Die Herren Innungsmeister, welche selbst nach einer Zwangskorporation aller ihrer Genossen streben, wollen von einer, wenn auch nur freien Organisation der Arbeiter nichts wissen. Bei der Bildung von Innungen ist vorgeschrieben, daß an der Regelung des Herbergs, Unterstüßungs- 2c. Wesens die Gesellenausschüsse theilnehmen sollen. Die Innungen wollten den Ausschuß nur von solchen Gesellen wählen laffen, welche bei Jnnungsmeistern arbeiten. Das ist nun eigentlich ein Unsinn, wenn es auch dem Wortlaut des Gefeßes entspricht; denn man sollte doch die Gesellen nicht dafür strafen, daß ihr Meister nicht der Innung beigetreten ist; zudem kann ja jeder Geselle heute bei einem Innungsmeiſter, morgen bei einem Nicht Innungsmeister arbeiten. Die Gefellen, namentlich auch die Fachvereine, verlangten demgemäß die Wahl der Ausschüsse durch die gesammte Gesellenschaft. Da es zur Bildung der Ausschüsse mehrfach nicht kam, so fordert die Gewerbelammer, man solle die Innungen von der Bildung derselben vorläufig entbinden. Das wäre allerdings ein Durchhauen des gordischen Knotens, welches den Meistern wohl gefallen fönnte; denn sie erhielten damit Rechte in Bezug auf die eigenmächtige Einrichtung von Herbergen, von In nungskaffen u. f. w. Auch hätten sie selbstständig über Legifeines Besuches und die eigenthümliche Situation, in der er gefunden wurde, schuldig blieb, wurde er wegen versuchten timationen und andere die Gesellen mehr als die Meister beDiebstahls in Haft genommen. Dem Kellner Sch. ist am 14. d. M. Abends 11 Uhr im Borgarten des Lokals Schloßfreiheit 10 ein Portemonnaie ent haltend 80 Mark in Gold, 35 Speisemarken, ein Loos zur Göre liger Gewerbeausstellung Nr. 42 295 und ein Loos zur Kaisers lauter Kirchenlotterie Nr. 199 407 auf unerklärliche Weise abhanden gekommen. Sch. war vor Müdigkeit auf einem Stuhl figend eingeschlafen und als er erwachte und Kaffe machen wollte, bemerkte er sogleich seinen Verlust. Belle- Alliance- Theater. Troßdem sich der Erfolg der Aufführungen des klassischen Aktienbudikers" denn klassisch ist unser Emil Thomas in der Titelrolle von Abend zu Abend steigert, ist der liebenswürdige Gaft doch entschlossen, mit Sonntag Abend sein Gastspiel zu beschließen, und wird alsdann schon am Montag die Novität ,, Gespenster" von Rosin in Szene gehen. Der Direktion ist außer der Treptow'schen Novität noch eine solche von Karl Görlig, dem Verfasser von 3 Baar Schuhe" u. f. w. zur Aufführung eingereicht worden. A werden mußte. Beit Um dieselbe Zeit fiel der Arbeiter Fuhrtreffenden Dinge zu bestimmen, und zwar unabänderlich; denn wenn auch nachher ein Gesellenausschuß gebildet würde, so fönnte er doch nichts mehr ändern, weil ja die Meister jede Modifikation einfach ablehnen könnten, während sie bei Anfang der Innungsbildung auf ein Kompromiß eingehen müssen. Die Meister sollten doch so viel Gerechtigkeitsgefühl befizen, das, was sie für sich wünschen, auch den Gesellen zu gestatten, nämlich die Schaffung einer Organisation. Die zünstlerische Mehrheit des Reichstages hat allerdings den Antrag, neben den Meisterinnungen auch Innungen für die Gesellen zu bilden, abgelehnt. Aber daraus sollte man doch nicht folgern, daß den Gesellen nun jede Möglichkeit einer Vereinigung abgeschnitten werden muß. Aber wir können es nicht berechtigt finden, wenn z. B. die Maurermeister, die Innungsmeister, in Berlin jest erklären: Mit einer Gefellenfommission verhandeln wir nicht, wir haben es nur mit dem einzelnen Gesellen zu thun," während sie ihrerseits als eine geschloffene Korporation den Gesellen gegenübertreten. Auf einer Meisterver sammlung wurde gesagt, die Kommission der Gesellen fönne feine Garantie übernehmen, daß die jezt vereinbarten Bedingungen dauernd in Geltung blieben. Bieten denn die annungsmeister eine stärkere Bürgschaft für ihre Buſage Können sie nicht in einem halben Jahre ebenfalls ihren Be geeignet sind, die Verbitterung zu stärken, aus dem Wege zu und wie sonst die Korporationen der Arbeitgeber heißen mögen, das Vereinigungsrecht der Arbeiter anerkennen, wenigstens dadurch, daß fie mit den Vertretungen der Arbeiter in Unterhandlung treten. Für eine Zwangsorganisation nach dem Muster der alten Zünfte werden sich die Gesellen allerdings bedanker; solche Pläne findet man jezt nur noch bei einem fleinen Theil der Handwerksmeister. Aber vorsichtigkeit in den Löschfasten und wurde derartig verbrannt, daß er nach dem Krankenhause im Friedrichshain gebracht seiner Hennigsdorferstr. 25 1 Tr. hoch belegenen Wohnung auf mann, wahrscheinlch im trunkenen Zustande, aus dem Fenster schluß ändern? Gerade um solchen Streitigkeiten, die nur ben Bürgersteig hinab. Er erlitt hierbei derartige Verlegungen, gehen, sollten die Meister, die Innungen, die Gewerbekammern daß er furze Zeit darauf verstarb. Am 21. d. M. früh erlaffung hierzu wird Lebensüberdruß angegeben. Um dieselbe hängte fich ein Mann in der Grünauerstraße. Als Veran der angeblich am 18. d. M. ertrunkenen unverehelichten, Frant I wurde in der Spree vor dem Straulauer Thore die Leiche furter Allee 60 wohnhaft gewesenen Martha Häschen aufgefunden und nach dem Obduktionshause geschafft. An dem felben Tage Abends fiel der 3 Jahre alte Sohn des Schuhmachers Fischer, Wasserthorstraße 5 wohnhaft, unweit der Eisenbahnbrücke in den Louisenstädtischen Kanal, wurde jedoch, ohne Schaden genommen zu haben, von einem unbekannt gebliebenen Manne aus dem Wasser gezogen. In der Nacht zum 22. b. M. fiel der Arbeiter Fraske, Johanniterstraße 2 wohnhaft, im trunkenen Zustande in den Landwehr- Kanal, wurde jedoch ebenfalls gerettet, nach der Wache des 55. Polizei- Reviers uud von dort mittelst Droschfe nach seiner Woh bfine( be gewiffe aber ang. nung gebracht. B erftau ppte, erpflichte Бе ft gottle aft imme enn Fine ba und en, wie wohla ter in b mein hen. E Straße 門 Sie w eber bo Gerichts- Zeitung. der Meister anerpersönlich und mit dem eigenen Namen der Firma ( Borftell) zu unterzeichnen. Es geschehe dies natürlich nur, um fich später desto leichter aus der Schlinge zu ziehen. Dagegen würden Vorkehrungen getroffen werden. Auch follen viele Meister, Allen voran di Innungs Führer, auf die iegt gefaßte Resolution der Maurer schlecht zu sprechen sein. Es sei dies sehr begreiflich, da es, wie man damit beabsichtigt habe, bereits gekommen sei. Der Abfall zahlreicher Meister von der in der letzten Innnungs- resp. ,, Baugeschäftsinhaber"-Versammlung gefaßten Resolution mit dem 40 Pfennig- Stundenlohn habe nämlich bereits stark begonnen und es zeige fich, daß die Mehrzahl der Meister, um nur wieder brauchbare Maurer zu bekommen, gern 50 Pf. pro Stunde gebe. Auch sei schon iegt ein großer Theil der während des Streits thätig gewesenen mangelhaften Arbitskräfte wieder entlassen worden und es werde sich zeigen, daß man diesen Leuten nicht zu nahe getreten sei, wenn man sie als Ausschuß" bezeichnet habe.( Beifall.) Schließlich forderte der Redner alle Anwesenden, die noch nicht dem Verein zur Wahrung der Intereffen der Berliner Maurer" als Mitglieder angehören, eindringlich auf, demselben ohne Verzug beizutreten, damit man durch eine große ständige Organisation die Forderung dauernd aufrecht zu halten in der Lage sei( Beifall). Wie uns mitgetheilt wurde, zeichneten fich auch nach der Versammlung eine große Anzahl von Theil nehmern der Versammlung in die ausliegenden Listen als Mitglieder des Vereins ein. In der sich hieran anschließenden Diskussion sprach Herr Schmidt( Kommissionsmitglied) gegen die am Dienstag beschlossene Resolution, die er als verfrüht, unnöthig und unzweckmäßig zu charakterisiren suchte, ohne das für eigentliche Beweisgründe beibringen zu können. Dieselbe, fagte er, widerftreite so sehr feiner Auſfaſſung, daß er sich veranlaßt sehe, sein Amt als Kommissionsmitglied niederzulegen. Doch sah sich der Redner später wieder zu der Erflärung veranlaßt, noch nicht ausscheiden, sondern nach wie vor in der Kommission fortwirken zu wollen. Im weiteren Verlaufe der Diskussion sprachen noch, meist im Sinne des Referenten und durchweg die Resolution der Tiooli"- Ver sammlung als berechtigt anerkennend, die Herren Vorsitzender Behrendt Garigaß, Peters, agendorf, Schulz, Bielede, Geile und Wilde. Der lettge nannte Redner wies, noch eingehender als bereits zuerst der Vorfißende, zu Tage getretenen Mißverständnissen gegenüber nach, daß durch die neue Resolution nicht der ganze Charakter des Generalstreifs verändert, sondern nur die momentane uneingeschränkte, ausnahmslose, allgemeine Streit sei nur, den Taktik seiner Handhabung modifizirt sei. Der frühere jeßigen maßgebenden Umständen gemäß, enger begrenzt und eingeschränkt worden, um schließlich schrittweise ganz allgemein zum Lohn von 50 Pfg. pro Stunde zu gelangen. Bum Schluß der Versammlung theilte der Vorfizende noch mit, daß die Beerdigung des soeben verstorbenen Kollegen Mi, chalsky, Lübbenerstraße 11, welcher Mitglied des InteressenWahrungs- Vereins der Maurer gewesen, am nächsten Sonnabend, Nachmittags 4 Uhr stattfinden werde. Versammlung am 19. Juli bei Ahlgrimm, Sophienstraße 34 Der Fachverein der Steinmetzen beschäftigte sich in der mit Beschlußfaffung über die weitere Unterſtüßung der streifenden Maurer". An der Diskussion, welche der Vorsißende G. Stieber eröffnete, betheiligten sich die Herren Wendenburg, Gabler, Hofmann, Hempel u. A. Alle Redner befürworteten, daß man jest im entscheidenden Augenblicke unmöglich die Maurer im Stiche laffen könne und die Versammlung noch beschloffen für jede Woche 100 Mart weiter zu zahlen. Um weitere Gelder zu bewilligen daher verpflichtet sei. Es wurde nun die Kaffe nicht so sehr anzugreifen, werde jeder hier arbeitende Steinmes pro Woche 50 Pfg. zum Streit zahlen. Der Verbandsvorsitzende Herr Rohn referirte dann über den Bestand der Verbandskaffe, und nach Erledigung einiger Streit fragen bet effend die Verwaltung der Verbandsgelder, kam der Bericht der legten Versammlung aus dem ,, Berliner Volksblatt" zur Vorlesung. Herr Huth, Königl. Hof Steinmetzmeister, hat fünf seiner Gesellen aus der Arbeit entlassen, da dieselben angeblich im Verein über Plaggeheimnisse gesprochen haben follten. Den Bericht, welcher nur Thatsachen enthielt, hat Herr Huth als für ihn sehr beleidigend gefunden, und deshalb diese Maßregelungen dahin motivirt. Herr Hempel fritisirte die Bwistigfeiten unter den Huth'schen Gesellen und betonte mit Rechi, daß nur durch eine Einigkeit etwas zu erreichen sei. Nach einigen Auseinandersegungen wurden die fünf gemaßregelten Kollegen mit je 15 Mark pro Woche unterſtügt. be. Aufgelöst wurde nach kurzer Dauer die VolksVersamminng, welche am Dienstag, 21. Juli, nach Keller's Salon, Andreasstraße, einberufen war. Thema und Referent waren auf den öffentlichen Ankündigungen nicht angegeben und sollten erst in der Versammlung bekannt gemacht werden. Sobald das Büreau gewählt war Herr Ta bert erster, Herr Tischler Berndt zweiter Vorfißender), meldete sich Herr Drechsler Julius Müller als Referent zu einem Vortrage über die Prinzipien der deutschen Arbeiterpartei, und welches Organ vertritt dieselben?" unter der Angabe, daß er auf besondere Einladung über dieses Thema hier zu sprechen erschienen sei. Mit Rücksicht auf die gegen Herrn Müller schwebende Untersuchung auf Grund der hauptsächlich von dem Drechsler Herrn Schmädicke erhobenen Anflagen, mit deren Brüfung die gewählte Arbeiter- Stommiſsion auch Her Laten ist Mitglied derselben noch beschäftigt ist, lehnte der Bor sitzende es ab, Herrn Müller das Wort zu geben. Aus der Mitte der Versammlung wurde jedoch der Wunsch erhoben, die Versammlung selber entscheiden zu lassen, ob fie Herrn Viüller hören wolle oder nicht. Es kam hierauf zur Abstimmung und das Resultat war so zweifelhaft, daß fie noch zwei mal wiederholt werden mußte, bevor entgiltig festgestellt werden konnte, daß eine kleine Majorität sich gegen die Ansicht des Vorsigenden, also dafür entschieden habe, Herrn Müller sprechen zu lassen, der von verschiedenen Seiten verTabert der Arbeiter sollte man rtimeiffer. Wher freie Organisationen geblich provozirt worden war, zu sagen, von wem er die Ginkennen, ohne dahinter gleich sozialdemokratische Agitation zudung erhalten habe. Auf diesen Beschluß hin legte Herr vermuthen und die Polizei zu Hilfe zu rufen; durch solche wenn auch nicht offizielle, gefeßgeberische Anerkennung der Arbeiterorganisationen würden diese auch bald den Charakter von Streifvereinen verlieren und sich einer positiven Thätigkeit zuwenden; denn dem Vertrauen der Meister würden auch die Gesellen ihrerseits mit mehr Vertrauen entgegenkommen. Vereine und Versammlungen. Berichtigung. Von Herrn F. Wille, Maurer, wird uns mitgetheilt, daß der in Nr. 168 unseres Blattes gebrachte Bericht über die Maurerversammlung auf Tivoli einige Unrichtig Friedrichsberger Diebesbande, welcher in den lezten Tagen feiten enthält. Herr Wille hat nicht erst gegen und später für Der Monftreprozeß gegen die aus 14 Röpfen bestehende richt über die Maurerversammlung auf Tivoli einige UnrichtigDieses Monats vor dem Landgericht II. stattfinden sollte, ist nur für Annahme nunmehr doch noch vertagt worden und wird erst im Sep- derselben gesprochen. Ferner muß es in der Reso tember zur Berhandlung gelangen. " Die erste Kunstreise, die der Jongleur Karl Gustav werden, denn sie war die indirekte Veranlassung, daß er sich eine Anllage wegen schweren Diebstahls zuzog, die gestern vor der vierten Straffammer des Landgerichts I zur Verhandlung theilten Beschlusses war von ca. 2500 Theilnehmern bes gelangte. Der Angeflagte war im Mai d. I, engagementslos geworden, er schnürte deshalb kurzer Hand sein Bündel und ging in die Fremde. aber auch hier wollte man von seinen Künsten nichts wissen. Er traf aber mit einem Direktor Moseler zusammen, welcher in Kopenhagen eine Gesellschaft zu bilden beabsichtigte und wenn der Angeklagte auch nicht von ihm zu verwenden war, da derfelbe in einem anderen Fache arbeitete, so nahm er sich des jungen Kunstgenossen in menschenfreundlicher Weise an. Er wandte fich zunächst nach Stettin, lution( Seite 4 der Beilage 9. Zeile) statt 54 Stunden heißen: 59 Stunden gearbeitet wird. hts. Die gestrige Generalversammlung der streiken die erste den Maurer in Sanssouci"( Kottbuserstraße)- die erste feit Annahme des von uns in der gestrigen Nummer mitgefucht. Der Leiter der Versammlung eröffnete die Diskussion Durch die Mittheilung, daß Herr Rathsmaurermeister Borstell, der bekannte frühere Bauinnungs-( Bundes-) Vorsteher, die Konsequenzen der am Dienstag gefaßten Resolution der Berliner Maurer dadurch zu umgehen sucht, daß er das von den Vleistern zu unterzeichnende Formular, betreffend die Inarbeit stellung der von der Kommission überwiesenen Maurer zu 50 Bf. Lohn pro Stunde nur durch seinen Geschäftsführer und mit dessen Namen unterschreiben läßt, anstatt dasselbe Tabert den Vorsiz nieder und Herr Berndt übernahm die provisorische Leitung, nachdem er die definitive Wahl zum ersten Borfizenden abgelehnt. Diesem Beispiel folgten verschiedene andere Personen, die gleichfalls sich weigerten, bis schließlich der Bigarrenarbeiter Herr Laste fich bereit erklärte und auch gewählt wurde. Nunmehr erflärte Herr Berndt, den Posten bes zweiten Vorfißenden niederlegen zu müssen, da er es unter seiner Würde halte, im Büreau einer Versammlung zu ſizen, die Herrn Müller troß der gegen ihn schwebenden Untersuchung das Wort ertheilt habe. Es ergaben sich nun dieselben Schwierigkeiten wie vorher, einen Ersaßmann zu finden. Die Ablehnungen häuften sich und die Unruhe der Versammlung wuchs. Als sich aber endlich doch jemand fand, der willig war, die etwaige Wahl anzunehmen, ertönte lautes( ironisches?) Beifallflatschen. Da erhob sich der überwachende Polizeibeamte und erklärte, ohnbründe anzugehen, die Versammlung für aufgelöst. hr. Vorzeitig geschlossen und polizeilich aufgelöst wurde die Volksversammlung, welche am Dienstag Lothringerstraße 37 mit der Tagesordnung: Das Arbeiterschußgefez" unter dem Vorfize des Herrn Steindorff stattfand. Herr Krohm trat in einem ausführlichen Referate mit beredten Worten für die in dem Gesetzentwurf der sozialdemokratischen Fraktion des Reichstags enthaltenen Forderungen ein. Er schloß sein Referat mit einer eindringlichen Mahnung an die Versammelten, für das Arbeiterschußgesez energisch zu agitiren. Bur Diskussion nahm nur Heri Engler das Wort, um das soziale Elend der arbeitenden Volksklassen zu schildern und die Abschaffung der Sonntagsarbeit und Einführung des Marimalarbeitstages als die Hauptmittel zur Verbesserung der Lage der arbeitenden Volksklassen zu empfehlen. Nachdem der Ref rent im Schlußwort seine Ausführungen noch ergänzt| hatte, wurde der Antrag, für die streifenden Maurer eine Tellersammlung zu veranstalten, mit großer Majorität ange nommen. Darauf nahm der Maurer Herr Krüger das Wort, um den von ihm gestellten Antrag, daß die Versammelten zu Ehren des verunglückten Kollegen Fassel sich von den Plägen erheben möchten, zu begründen. Er pries den Verstorbenen als einen gemüthlichen, ruhigen, liebevollen Charakter, der nie, auch nur mit Worten, einem Menschen hätte wehe thun fönnen, und der auch dem jungen Mann, der seinen Tod verschuldet hat, nicht anders als in der liebevollsten Weise vorgestellt habe, daß sein Verhalten Tadel verdiene. Nach dem er dann zur Entschuldigung des jungen Mannes darauf hingewiesen, daß es an Hezereien gegen die streikenden Gesellen seitens der Meister nicht gefehlt habe, gab er dem Bedauern darüber Ausdruck, daß es den Maurern Berlins nicht vergönnt gewesen sei, den allgemein geliebten Kollegen mit Ehren zu bestatten und den Wunsch, den er bei Lebzeiten öfter geäußert, auf dem Begräbnißplaß der freien Gemeinde beerdigt zu werden, in Erfüllung zu bringen. Sie haben ja wohl sagte er das gestrige Blafat gelesen. Man las es und war erst aunt." Als hier der überwachende Polizei lieutenant fich erhob, tam der Borsigende ihm mit den Worten zuvor: Ich schließe die Versammlung." Deffenungeachtet erklärte der Herr Polizeilieutenant die Versammlung für aufgelöst. Nicht aufgelöst, sondern geschlossen!" riefen viele Stimmen. Und in Ruhe verließen dann die Versammelten das Lokal. " 1 Eine Versammlung der Korbmacher Berlins und Umgegend findet heute Abend 8 Uhr im Lokal des Herrn Otto, Adalbertstraße 21, statt, zu welcher sämmtliche Korbs macher, sowie ganz besonders die Herren Arbeitgeber eingeladen werden. Der höchst wichtigen Tagesordnung wegen, welche in der Versammlung bekannt gemacht wird, ist das Er scheinen eines jeden Korbmachers dringend nothwendig. Kleine Mittheilungen. Frankfurt a. M., 22. Juli. Die Frantf. 3tg." meldet: Bei der heutigen, unter äußerst zahlreicher Betheiligung vo Parteigenoffen stattgehabten Beerdigung des Sozialdemokraten Hiller erklärte, als Leyendecker von Mainz bei Niederlegung eines Kranzes eine Rede halten wollte, der Polizeikommiffar die Versammlung für aufgelöst. Nach dreimaliger Aufforderung auseinanderzugehen, zogen die Schußleute blank und hieben auf die Vlenge ein; etwa 50 Personen wurden verwundet. Ansbach, 20. Juli. Die Nummer 169 der hier erschei nenden volksparteilichen Neuen Ansbacher Zeitung" ist wegen eines aus der Franff. 3tg." abgedruckten Artikels, welcher fi mit den Verhältnissen der Zivilliste des Königs beschäftigte Andere bayerische Blätter, welche dieſen konfiszirt worden. Artikel ebenfalls abdruckten, sind unseres Wissens unbehelligt geblieben. in die Luft und gab dann das erste Beispiel eines Niedersteigens im Fallschirm. Seine Versuche auf dem Gebiete der Luftschifffahrt erwarben ihm bald großen Ruhm. Nach einer neuen Niederlassung im Fallschirm, die er im September 1800 ausführte, schrieb ihm Lucian Bonaparte einen schmeichel haften Brief und schickte ihm eine Ehrenflinte, auf die der Name Garnerin und das Datum seiner Luftreise eingegraben war. Im Laufe des nächsten Jahres gaben verschiedene politische Ereignisse zu glänzenden Festen Anlaß. Garnerin machte noch mehrere Versuche; endlich fiel es ihm ein, den Schauplatz seiner Luftfahrten ins Ausland zu verlegen. Die französische Regierung gab ihm Empfehlungsschreiben an die verschiedenen Konsuln und Gesandten. Er ging zunächst nach London, Berlin und Petersburg, wo er große Summen erwarb, Seine letzte Begegnung mit Napoleon fand 1804 zur Beit der Kaiserkrönung, statt. Er war nach Paris berufen und ver fertigte dort einen riesenhaften Ballon, an dem eine von 3000 gefärbten Gläsern erleuchtete Krone hing; wenige Augenblicke vor dem Ende des Feuerwerks erhob sich der Ballon vom Plaze bei der Kirche Notre- Dame und flog den Wolken zu, während 60 000 Raketen die Luft durchzischten. Schon am nächsten Tage sahen Roms Bewohner eine mächtige Kugel am Horizont, die immer tiefer sant und ihnen entgegenschwebte. Bald erschien sie über den Kuppeln der Peterskirche und des Vatikans, nahm ihren Weg über die Kampagna und sank dort nieder. Jezt konnte man erfahren, was dieser Himmelsbote verkündete. Der Ballon wurde umringt und folgende Inschrift gefunden, die gedruckt, veröffentlicht und in ganz Italien gelesen wurde: Paris, den 25. Frimaire des Jahres XIII. Krönung des Kaisers Napoleon durch Krönung des Kaisers Napoleon durch Seine Heiligkeit Pius VII." Daß der Wind in jener Nacht nach Italien wehte, war ein pikanter Zufall, und bemerkenswerth genug, daß der Ballon, einen so bedeutenden Weg zurücklegend, seine Reise so schnell vollendete. Ein an sich sehr gleichgiltiger Umstand ward aber in den Augen des Kaisers eine Sache von Wichtigkeit und von schlimmen Folgen für Garnerin; hier offenbart fich ein Fatalismus, den Napoleon beständig hegte. Der Ballon hatte, während er den Boden streifte, in der Nähe von Rom an Kaiser Nero's Grab gestoßen und war daran hängen geblieben; es schien, als ob er nicht weiter wollte. Dann aber, durch den Wind befreit, sette er seinen Weg fort, nur ließ er an einer Ecke des alten Monuments den größten Theil der Krone zurück. Die italienischen Zeitschriften, die teiner so strengen Zensur wie die französischen unterworfen waren, erzählten die Sache; einige knüpften sogar boshafte Betrachtungen daran, von denen Napoleon Kunde erhielt. Er gerleth in den größten Born und befahl, daß von Garnerin's Ballon nie mehr die Rede sei. Von diesem Tage datitte feine Gleichgiltigkeit gegen die Luftschifffahrt; die Versuche und die Unterstüßung derselben von Staatswegen hörten auf. Garnerin wurde von der Regierung nicht mehr benußt der Geist Napoleons beugte sich in der kleinlichsten abergläubischen Regung. Fachverein der Rohrleger. Am Sonntag, den 26. Juli, findet im Lokale von Wolf u. Krüger, Staligerstr. 126, eine Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Verlesen des Protokolls. 2. Kaffenbericht. 3. Vortrag des Herrn Guttzeit. Diskussion. Aufnahme neuer Mitglieder. Vermischtes. Napoleon I. und der Luftschiffer Garnerin. Aberglaube und Fatalismus spielen in der Zu- und Abneigung Napoleon's gegen verschiedene Personen eine bedeutende Rolle. Sein wenig befanntes Vergältniß zu dem Luftschiffer Garnerin, welches die T. R." erzählt, liefert dazu einen neuen Beleg. Garnerin fam mit dem General Bonaparte zu gleicher Beit in Ruf. Jener hatte schon oft von dem Luftschiffer gehört und betrachtete ihn als einen merkwürdigen Mann, dessen Gedanken und Entwürfe Ermuthigung verdienten. Am 22. Oftober 1797 fuhr Garnerin in einem Ballon aus dem Parke von Mouffeaux Theater. Belle- Alliance- Theater. Deute: Der Aktienbudiler. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Beute: Der Großmogul. Ostend- Theater. Beute: Die Brautschau Friedrichs des Großen. Den Berliner Kollegen sagen wir für das gastfreundschaftliche Entgegenkommen während der ersten Generalversammlung unseren Dant. Wir scheiden mit einem 1686] 3 fachen Hoch auf die Berliner Kollegen! Der Zentral- Vorstand An der Elbe Strand. Die Beleidigung gegen Herrn A. Koch nehme ich hiermit zurück und erkläre denselben für einen Ehrenmann. H. K.[ 1668 Arbeitsmarkt. Ein Barbiergehilfe wird gesucht Bergmannstraße 94.[ 1669 verlangt [ 1684 Einen tüchtigen Cigarrenmacher Ballisadenstraße 27, Quergebäude parterre. Gesuch. Ein junger Kaufmann( gelernter Droguist), einige Zeit in England gewesen, sucht, gestüßt auf gutes Beugniß, Stelle als Verkäufer, Lagerist, Expedient oder auf dem Comptoir. [ 1663 Briefe erbeten durch die Expedition dieses Blattes unter Chiffre H. Y. 188. Achtung. Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler 2. Dertliche Verwaltungsstelle Berlin F. ( Schönhauser Thor- Bezirk.) Die Zahlstelle Linienstraße, Ecke der Kleinen Hamburger. straße, ist nach der August straße 58 bet Schulz, Ecke bes Roppenplages, verlegt. Dafelbst werden vom Sonnabend, den 25. Juli, die Beiträge von 8 Uhr Abends entgegengenommen. Die neuen Statuten find in Empfang zu nehmen. General- Versamming der Schuhmacher Berlins heute Abend 8 Uhr, im großen Saale des Herrn Keller, Andreasstraße 21. Tagesordnung: Die Nothwendigkeit einer Lohnbewegung für jede Gewerk schaft. Referent: Herr Mita n. 2. Endgiltiger Beschluß über die Durchführung des Lohntarifs zum Frühjahr und die AntAlle arbeitenden wort der Innung. 3. Streifabrechnung. Schuhmacher find eingeladen. Versammlung der Korbmacher Berlins und Umgegend findet am Donnerstag, den 23. Juli 1885, Abends 8 Uhr, im Lotale des Herrn Otto, Adalbertstraße 21, statt, zu welcher sämmtliche Kollegen sowie ganz besonders die Herren Arbeitgeber eingeladen werden. Der höchst wichtigen Tagesordnung wegen, welche in der Versammlung fundgegeben wird, ist das Erscheinen eines jeden Korbmachers nothwendig. Die Lohnkommission der Korbmacher Berlins. J. A.: Julius Fechner, Koppenstraße 32. 1682 Brünn, 21. Juli. Sämmtliche 53 wegen der Arbeiter erzeffe angeklagten Arbeiter wurden vom Brünner Landesge richte verurtheilt. 19 erhielten Arreststrafen von drei Tagen bis zu einem Monat, 34 schwere Kerkerstrafen von 4 bis 18 Monaten. Bucht Frankfurt a. O., 20. Juli. In der Nacht zu Sonntag machte ein im hiesigen Kranfenhause befindlicher Gefangene einen miglungenen Fluchtversuch. Der zu mehrjähriger Bud hausstrafe verurtheilte Arbeiter Böhme war vor einiger Beit frankheitshalber aus dem Gefangenhause in das hiesige Kranken haus eingeliefert und in den für erkrankte Gefangene einge richteten, besonders gut verwahrten Räumen untergebra Hier gelang es ihm in der Nacht zu Sonntag, ba worden. Schloß, mit dem eine vor dem eisernen Fenstergitter vorgelegt eiferne Sicherheits- Querstange befestigt ist, abzubrechen und b eiserne Gitter selbst mittelst eisernen Hakens, in deffen Bet er gelangt war, herauszubrechen. Aus seinem Bettlafen fertig er sich ein Seil, an dem er sich herabließ. In der Höhe de zweiten Stodmerkes rig dasselbe jedoch und Böhme fiel der zu Boden, daß er sich die Schenkel brach, Verlegungen Kopf zuzog und jedenfalls auch noch innerlich beschädig Das Geräusch, welches sein Fall verursachte, und fem Schmerzensrufe führten bald zur Wahrnehmung dessen, geschehen war. a Bartenstein, 17. Juli. Gestern wurden bei einer Mari übung sechs Soldaten des hiesigen Bataillons vom Hisfchl betroffen. Vier erholten fich allmählich, zwei jedoch liegen no bedenklich frank im hiesigen Lazareth darnieder. Briefkasten der Redaktion. Ur. hub erfcheint Berlin Softabor Die Don ber nicht ern dabei nic tens ift die Leutd Bebeutun Die nannten Fair tra eine freier Ha 6. D., Rixdorf. Wir werden uns die Sache zu paffenden Gelegenheit aufsparen. Besten Dank. Fl. Wir können erst dann entscheiden, ob sich die Ein sendung zur Veröffentlichung eignet, wenn Sie uns den derselben zugesandt haben. August Herold Berlin SO., 112 Skalitzerstrasse 112. Möbel, Spiegel und Poffterwaaren Magazin Zu beziehen durch die Expedition des Berliner Volksblatt", Zimmerstraße 44. Elgene Fabrik. Solide Preise. Prompte Bedienung. nd Gecher crime: Der eue Welt- Kalender für 1886. Kus bem relden Inhalt heben wir herber: Bergletchende statinische Uebersicht ber beutschen Reichstagswahlen von 1881-1884.- Moorland. Erzählung von Robert Schweichel. ner.- Fiskerne, Semeten und SternMatrosen- Philosophie. Ben Steinh. Ber im Wald. Erzählung von B. Jensen.- Der Schlangenmeißer. Erzählung von Ciampoll. Schnappen. Ben Dsw. Röhler.- Droben Als Graftsbeilagen: 1. Der erste Swift. 2. Der alte Freter. 4. Aber Herr Raber! 8. Brife gefällig? 1 Wandkalender. Preis 50 Pfennig. Stuttgart. Central- Kranken- und Begräbnißkaffe der Buchbinder. Sonnabend, den 25. Juli, Abends 9 Uhr, in Sahm's Lotal, Annenstraße 16: Haupt Versammlung. = Tagesordnung: 1. Raffenbericht pro 2. Quartal. 2. Bericht des Kontroleurs. 3. Die Ausbeutung der Hilfskaffen. Referent Paul Schneider. 4. Der Sanitätsverein. Ohne Quittungsbuch kein Einlaß. Es ist Pflicht jedes Mitgliedes, in der Hauptversammlung zu erscheinen. 1683 Der Vorstand 2 freundl. Schlaftft. f. 3. verm. bei Knorr, Landwehrftraße 43. [ 1680 Schlu 490 Vielfach an mich ergangenen Aufforderungen gebend, habe ich ftehen, b Schutzol 3ölle auf find es, bas Alph in Die wenige einem Br weitert ro Mutterlan welde fid gleide S Men Rolonialr bie beutfc Lonien i Gdreden Bolbeweg Blieber fame id Schneidige Bölter bei Schut Den Eng ihaben, angebeute Solage Mar wird nich nichts wei Soutzöll Schutzol Bieberein mehr zu biefem ho um berar Folg Gravatten mit Lasalle's Bil anfertigen laffen. Der Preis derselben beträgt in all Farben: Kleine à Stück 0,60 Mart. Große" " 1 1,50" Robert Bestellungen nehmen folgende Herren entgegen: Beyer, Friedenstr. 90, 4 Treppen, Louis Rennthale Bücklerstr. 10, in der Cigarrenhandlung von Frit Görd Admiralstr. 40. Carl Wesch, Crefeld, Noßstraße 134. en gros. Cigarren- u. Tabak- Handlung Fritz Goercki Berlin SO., Admiralstraße 40( frübere., Linde.") [ 1687 Ragbrudt ver 10] 903 Mitteln 1 tigen, fo für Hind Abe und feib fragte Ab Da benen B feiner and aber es ren, unf zurückzube trünnige butfam bei ber wäre es bei einen böten." en détail Ryn Import echter Havanna, Lager aller Sorten Rauch- und Schnupf tabakeReich affortirtes 2ager echt türkischer, ruffischer und amerikanischer Sigarretten und abate. Ght Nordhäuser Rautabale. Berantwortlicher Redakteur R. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. benten ve finfter vo mälig ein jegung be Ungebuld bie er me winnen, unverstän haltung b daß er ei in welche