en bi es auf nächsten als die elienfeite nur ges er linten auf über er rechten zu ver auf dem Die Loto hren, da ficht ein ude stres er fuchte; auf einen man noch ErftereV heißen Denselben es ist so, m Geficht hätte das ahlen Sie wollen!" war groß e bei dem n, warum Die legten ncholischer ts als die in weite durch viel an Mann weiß und nichts ge e Anzug; für mich chen, um tragischen Die rechte Für einen Machen rufe die ines Tra rachte ein te er feft annibale, Dynamit achen; i or ich mich an einer mmte ein fchreit X Kinder er eifernen er, geben Diese Welt wenigen Frauenthor erwartete ten später gtem Be er fid's macht hatte, Bruftafche Benzin ler en haus, ent; Sen 9 u. 10. ent: Serr [ 1951 itee. rung ber wie vor [ 1711 Ur. 198. Mittwoch, den 26. August 1885. II. Jahrg. Berliner Volksblatt Organ für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Volksblatt cheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus viertelfährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 Pf. Bostabonnement 4 Mr. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 Pf. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.) „ Ewiger Krieg." Insertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 thr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., 3immerstraße 44, sowie von allen Annoncens Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Beuthstraße 2. Expedition: Jimmerstraße 44. Unter dieser Ueberschrift hat ein preußischer Offizier eine Brochüre geschrieben, in der er den Ausspruch Moltke's, de bie Kriege zur Erziehung der Nationen nothwendig feien, in ausgiebigfter Weise variirt. Der Professor führte allerdings eine schneidigere Sprache, als der Krieger der Gedanke aber ist berfelbe: die Nationen vor Versumpfung zu bewahren. " Wir sind Anhänger des ewigen Friedens" und kommen bei einigem Nachdenken zu der entgegengesetzten Anschauung, nämlich, daß die Kriege die Nationen, die siegreichen sowohl als die besiegten, immer tiefer in den Sumpf Schriften mit der Ueberschrift ,, Ewiger Friede" existirten, hieinziehen. Der Verfasser hat den Titel gewählt, weil schon unb weil viele Leute diesen Ausspruch als Schlagwort im Runde führten. Durch die Kriege werden die Nationen widerstands ähiger auch in den Kämpfen des Friedens, fie lernen auch friedlichen Wettbewerb den Gegner an der richtigen Stelle assen, sie machen die Nationen unternehmungsluftiger, tuzum, die Nationen werden immerwährend wach gehalten fie versumpfen nicht! ber Der letzte Ausdruck erinnert allerdings lebhaft an den preußischen Lieutenantsjargon; doch ist der ganze Inhalt Schrift damit am besten bezeichnet. Und die Tendenz der Schrift? Nun, ein Offizier hat sie geschrieben! und Während alle erwerbsthätigen Menschen den Frieden haben wollen, wünscht der Berufssoldat selbstverständlich ab zu einen frischen und fröhlichen Krieg, der seinen Erwerb fördet: Avencement, Ehre, Ruhm und Orden. Wer will das dem Offizier verdenken? Solange wir in Europa stehende Heere haben, solange werden wir auch bem jeichnen. tehenden Heere entspringende nothwendige Folge behüre nicht zum flaren Ausdruck gebracht. Diesen Gedanken aber hat der Offizier in seiner BroAber wir veren den Verfasser. Ein preußischer Offizier sieht nämburch seine Erziehung auf diesen Standpunkt gebracht, bas Offizierkorps für die Elite der Nation, ja für die Was für das Offizierkorps vortheilhaft also: Ewiger Krieg!" Brutalität, Roheit und allerlei Gewaltthätigkeiten sind meistens die Folge von Kriegen, und der momentane Aufschwung in wirthschaftlicher Beziehung, der sich meist nach den Kriegen zeigt, ist lediglich die Folge von der Geschäftsstille vor und während des Krieges; es findet nur eine ein fache Ausgleichung statt. Aber schon bald nach den Kriegen zeigt sich auch in wirthschaftlicher Beziehung vielfach ein Niedergang. Kriege" mit anderen Nationen bald schon völlig verschwinIn der That aber würde das Bedürfniß nach einem den, wenn der Kampf Aller gegen Alle auch im Frieden aufhörte, wenn die Klassenunterschiede mehr und mehr verwischt würden und wenn die zweite Kaste", die Kriegertaste, lediglich zur Vertheidigung des Vaterlandes verwendet würde. Bei den Nationen selbst, beim Volte aber ist niemals ein Kriegsbedürfniß" vorhanden! Unser Offizier aber kalkulirt in seiner Brochüre folgendermaßen: Weil auch im Frieden der Kampf Aller gegen Alle um die sozialen Güter entbrannt ist, deshalb ist auch der Krieg der Nationen gegen die Nationen naturgemäß und deshalb wird auch ein Ewiger Krieg" fein. " Die Richtigkeit dieses Arguments zugegeben, fragen wir aber: Ist der Krieg Aller gegen Alle im sozialen Leben denn etwas natürliches, etwas nothwendiges? Nur ein ganz verbissener Manchestermann, der ja unser wird diese Frage bejahen. gewiß bedeutend schwieriger doch und genialer, als die Leis tung und Ausführung der Schlachten von Magenta und Solferino oder von Spicheren und Wörth. So können auch wir uns mit dem ewigen Krieg" einverstanden erklären gegen die Natur, um Auffärung, Kulturfortschritt und Wohlstand zu erlangen, allen Menschen zum Heil. Politische Uebersicht. Der nächsten Reichstagsfession werden wieder einige Handelsverträge und sonstige internationale Vereinbarungen zugehen; ob auch der Handelsvertrag mit der Türkei bereits dazu gehören wird, ist noch nicht abzusehen. Die Verhandlungen haben sich in immer weiterem Umfange verzögert und in Folge dessen in Berlin wiederholt Berstimmungen hervorgerufen. In lezter Beit sind die Dinge et.sas mehr in Fluß gekommen und es gewinnt auch den Anschein, als ob die Türkei fich jetzt den Die noch rückstän dem Reichstage bereits vorlagen, aber wegen des Schluffes der diesseitigen Vorschlägen geneigter zeigt. digen Entwürfe bezüglich des Unfallversicherungsgefeßes, welche Session nicht erledigt wurden, also die Ausdehnung des Unfallversicherungsgesezes auf landwirthschaftliche und Forstbetriebe, auf Beamte 2c., werden, wie dem Hamb. Corresp." geschrieben wird, unverändert dem Reichstage zugehen, da im Bundesrathe feine Meinungsverschiedenheit darüber vorhanden war. Erst wenn alle diese Dinge erledigt find, will man an das ArbeiterAltersversorgungsgeset herantreten; ob dies im Laufe der nächsten Session zur Erledigung tommen wird, ist jedenfalls. fraglich. Im Reichsamt des Innern ist man jezt mit den Vors arbeiten für den Bundesrath beschäftigt, der in etwa dret Wochen zusammentreten wird. Die Hauptaufgabe deffelben wird zunächst in der Feststellung der Ausführungsbestimmungen zum Börsensteuergeset bestehen, welches, wie bekannt, am 1. Oftober in Kraft treten soll. Es find dazu umfassende Vorbereitungen getroffen worden. Man hat in weitem Umfang Gutachten Sachverständiger, sowie der Organe der großen deutschen Handelsplätze eingezogen; auch find aus einzelnen Bundesstaaten, ift, muß deshalb auch für die Nation vortheilhaft sein, Offizier in seinem eigenen Interesse hoffentlich nicht ist, schläge gemacht worden, namentlich ist dies von Seiten der Dem Offizier, immer mit Rücksicht auf seine Erziehung, Und deshalb behaupten wir: So sicher einst der soziale Krieg bei dem Fortschreiten der Vernunft und Kultur unter den Nationen. lann man diesen Standpunkt nie übel nehmen, aber wenn die Blätter einer ganzen Parteirichtung, nämlich die konser- verschwinden wird, ebenso sicher verschwindet auch der Krieg also fich auch anderweiten Aufgaben zuwenden oder fich noch Dativen, folchen Raisonnements zustimmen, dann muß man fändig in einer reaktionären Ladestockpolitik aufgegan- durch einen andern Krieg, durch den Wettbewerb allerdings annehmen, daß bei denselben der Verstand vollgen ist. Uebrigens ist weber unser ungenannter Offizier, noch auch Feldmarschall Graf Moltke der Entdecker solcher Ge banten; längst vor ihnen lebte in Halle ein Professor, namens Leo, der die Kriege deshalb empfahl, um das itrophulöse Gesindel loszuwerden. Prud 381 verboten.] Feuilleton. Das Mormonenmädchen. Amerikanische Erzählung Don Balduin Möllhausen. ( Fortsetzung.) " Vor Versumpfung aber werden die Völker bewahrt in den Künsten des Friedens und durch den ewigen Krieg", den die Menschheit mit der Natur zu führen hat. Dabei lann Kopf, Arm und Herz genugsam in Anspruch genommen werden die Leitung und Ausführung des Suezkanals, Gotthardtunnels und des Panamafanals sind rollt worden, der Rest derselben verbarg daher die in dem Wagen Sißenden noch immer so, daß Weatherton eben nur theilweise die Gestalten von Damen zu unterscheiden vermochte. Der Kutscher hatte unterdessen die Pferde gerade auf Elliot zugelenkt, und da dieser mit der Hand auf sein Haus deutete, so fuhr er im scharfen Trabe vor der bezeichneten Thür vor. Obschon Weatherton, feit er neben Raft am Fenster Ratholik oder Mormone ist alles eins; im Sturm ist stand, für weiter nichts als die Kalesche Theilnahme hegte, fo glaubte er doch zu entdecken, daß von den Bewohnern jeber Hafen gut," versetzte der Bootsmann, der über die eine Hansestädte geschehen. Man erwartet ein zahlreiches Erscheinen der auswärts wohnenden Bevollmächtigten zum Bundesrath. Db der Bundesrath sofort seine volle Thätigkeit aufnehmen, einmal auf furze Zeit vertagen wird, steht noch nicht fest und ist einstweilen noch von der Fertigstellung anderer, in Vorbe reitung befindlicher Vorlagen abhängig. Zur Enquete über die Sonntagsruhe hat, zufolge der M.Allg. 3tg.", der Stadtmagistrat München in Beantwortung des von der königlichen Regierung zugesendeten Fragebogens wie folgt Stellung genommen: Ein Verbot der Sonntagsarbeit würde allerdings die Unternehmer benachtheiligen, welche außer Stande find, ihre Werke am Sonntag ruhen zu lassen; die Nachtheile wären wirthschaftlicher und technischer Art, und es nicht einmal darauf, daß eine Gesellschaft ungewöhnlich hochgewachsener Indianer, geführt von La Bataille, unter der Plattform ihr höchst einfaches Lager aufschlug. Er achtete nur auf den kleinen Wagen und harrte mit unge duldiger Spannung auf den 3eitpunkt, in welchem die noch immer nicht sichtbaren Frauen aussteigen und sich endlich ihm zeigen würden. Da trat Elliot, der noch einmal in sein Haus und na mentlich in die für die Fremden hergestellte Berathungshalle zurückgekehrt war, an den Wagenschlag heran. Ihm nach folgten Jansen, Rynolds und der stellvertretende Komman fage Euch, Dickie, der Heilige mit dem verbissenen Gesicht gewisse Burückhaltung und Kälte beobachtet wurde, die aller- stehen blieben, um als seine Verwandte die junge Reisende Religion nicht mehr wußte, als über die andere; aber ich des Forts, namentlich von den Frauen und Kindern, eine daß eine blinde Stückpforte in denselben seine Ehefrauen einer andern Seite aber auch wieder unsanft berühren, die bestimmte Wohnung zu führen. errathen würde." Woraus schließt Du das, Jim?" Hm, die eine lacht ihm freundlich zu und nickt, und nach einem freundlichen Willkommen sich Sehnenden sogar zurückstoßen mußte. Da sah man kein Drängen um den Wagen, kein neumit einem freundlichen Willkommen in die für sie vorläufig Was man sprach, vernahm Weatherton nicht, er be= fand sich zu weit entfernt, und nur als leises Murmeln drangen die verschiedenen Stimmen zu ihm herüber; doch fen, welche man so gern geneigt ist, denjenigen zu zollen, die durch harte Schicksalsschläge in tiefe Trauer versett wurden. bie andere schaut vor sich nieder und weint wie' ne tro- gieriges Hinstarren nach den fremden Gesichtern. Jeder ging glaubte er jene eigenthümliche stille Ehrerbietung zu bemer pische Regenwolle. Goddam? hat er sich auch mit zwei feinen gewöhnlichen täglichen Geschäften nach. Nur wenn Weibern zusammensplissen lassen, so giebt ihm das bodh fein Recht, die eine auf die andere eifersüchtig zu machen." es galt, sich dienstfertig zu zeigen und hilfreiche Hand zu leisten, oder Auskunft zu ertheilen, näherten sich einzelne Männer den verschiedenen Gruppen der Angekommenen, die den Hof immer mehr erfüllten, und hier nach Freunden Wer weiß, Jim, Du magst Dich irren." Nein, Herr,' s ist originell! Halt! jezt läßt er sie und Verwandten in der Salzseestadt sich erkundigten, dort in Erfahrung zu bringen suchten, nach welcher Richtung hin sie sich auf den Machtspruch des Propheten zu wenden haben badborbwärts abtreiben und steuert seiner Wege. Aha, die Wagen find in Sicht, er geht ihnen entgegen, bei Gott! eine Raleiche tommt den Hof heraufgesegelt, wie sie die Rönigin von England nicht leichter hat; hält mit vollem Binde gerade auf den Heiligen zu." von Rand Weatherton an seiner Seite, und mit einer Spannung, Soweit war Raft mit seinem Rapport gekommen, da fich taum Rechenschaft abzulegen wußte, schien welcher er er den bezeichneten Wagen mit den Augen gleichsam vers flingen zu wollen. würden. Draußen, außerhalb des Forts, war es noch viel lebendiger geworden. Da standen die mit weißen Leinwandverdecken versehenen Wagen in langer Reihe am Flüßchen hinunter, und in geschäftiger Eile wirbelte Alles durcheinander, eben so wohl um die Bugthiere baldmöglichst auf die fette Weide in der Nähe des Utahsees zu treiben, als auch um die verschiedenen Häuslichkeiten der einzelnen Familien, die oft genug allein in den beweglichen Wagenverdecken bebie weiteren, von der Hauptstadt aus an sie ergehenden BeWeatherton achtete nicht auf das wirre Getreibe; er achtete Endlich stieg eine der Damen, unterstützt von Elliot, aus. Weatherton blickte schärfer hinüber, es war nicht die, welche er suchte, aber wäre er noch dreimal so weit ents fernt von dem Wagen gewesen, so würde er an den gezwungenen und gezierten Bewegungen, mie auch an der Art, in welcher sie sich mit ihrer ganzen Schwere auf Elliot's Arm lehnte, die französische Gouvernante erkannt haben. ,, Bei Gott das alte kauberwelsche Wrack!" sagte Raft mit einem Anflug von guter Laune, denn er erinnerte fich in diesem Augenblick aller der Scherze, welche das Schiffs= volk des Leoparden über die dürre anspruchsvolle Französin hatte vom Stapel laufen lassen. Ja, das kauderwelsche Wrack; der schöne Lotsenvogel kann also nicht fern benn das Gefährt war eins jener mit einem faſtenähnlichen standen, an geeigneten Punkten aufzuschlagen und daselbst sein." förderung der Postsachen durch die Prairien gebräuchlich sind. fehle zu erwarten. Die mittelsten Seitenleder des Verdecks waren aufge Weatherton antwortete nicht, aber auf seinen ers regten 3ügen stand geschrieben, daß er Raft's Meinung theile. würde auch das konsumirende Publikum in Mitleidenschaft ge- zogen dadurch, daß es gewohnte Dinge, wie z. B. Drucksachen, nicht mehr rasch und regelmäßig erlangen kann. Den Nachtheilen ständen indessen ethische und sanitäre Vortheile gegen- über. Wenn auch der Arbeiter in Baiern bei den vielen Feiertagen, zirka 70 Tage per Jahr, einbüßen würde, so sei es doch zu begrüßen, wenn er sich freier fühlen kann. Die Sonntagsruhe sei geeignet, dazu beizutragen, die Kluft zwischen Arbeitsmann und den besser fituirten Klassen zu überbrücken. Eine Sonntagsruhe nach dem puritanischen Muster Englands und Nordamerikas habe der Magistrat Münchens keineswegs im Auge; es stände eine solche mit den vielhundertjährigen Sitten und Traditionen des deutschen Volkes zu sehr im Wider- spruch. Ausnahmen für bestimmte Betriebe, welche durch allzu ofte Unterbrechung geschädigt werden, müßten vielmehr immer Platz greifen können. — Der Regierungspräsident des Bezirkes Marienwerder hat bezüglich der Erhebungen über die Sonntagsfeier ange- ordnet, daß Versammlungen von Arbeitgebern und Arbeitern stattfinden sollen, in welchen eine nähere Erörterung dieser Frage vorzunehmen ist. Die Versammlungen werden, wie die „Danz. Ztg." meldet, überall auf den betreffenden Rathhäusern abgehalten, und eS find die Einladungen dazu von den Land- räthen zu erlassen.— Ob die Arbeiter mit ihren Arbeitgebern !usammen oder ob jede Partei besondere Versammlungen ab- malten soll, ist hieraus nicht erfichtlich. Für die am 1. Dezember d. I. stattfindende Volks- Zählung im Deutschen Reiche find die Vorbereitungen in vollem Gange. Die Zählung wird ganz so wie vor 5 Jahren ausgeführt und nur bezüglich ver Berufsklassen diesmal insofem beschränkt, als die letzteren jetzt nicht gezählt werden. Die Zähl- kommisfionen sollen bis zum 15. November gebildet sein' ihrer Konfiituirung wird dann die Abgrenzung der Zählbezirke und die Ernennung der Zähler folgen. Die Streitfrage wegen der Karolinen-Jnseln soll auf Vorschlag der deutschen Regierung dem Schiedsgericht einer befreundeten Macht unterbreitet werden— so erfährt die„Köln. Ztg." aus angeblich zuverläsfiger Quelle. — Die Madrider„Correspondencia" vom 15. hat einen Artikel veröffentlicht, in dem sie nachzuweisen versucht, daß Spanien historische Anrechte auf die Karolinen-Jnseln befitze. Diesen Nachweisungen werden in der„Nordd. Allg. Ztg." fol- gende Argumente entgegengestellt: Das einfache Faktum der Entdeckung einer Insel, ohne daß irgend welche Anzeichen einer Befiyergmfung derselben vorliegen, giebt keinen Besitztitel auf die betreffende Insel. Eine Reihe mißlungener, von einem religiösen Orden ausgehender Versuche, einen heidnischen Völker- stamm zu evangelisiren, und der Umstand, daß diese Versuche mit der Ermordung eines der Bekehrer ihren Abschluß finden, geben weder vom Standpunkte des geschriebenen noch des tra- ditionellen Rechtes Besitztitel auf dre von solchen heidnischen Stämmen bewohnten Ländereien; ste beweisen im Gegentheil, daß eine etwa beabsichtigte Besitzergreifung nicht stattgefunden hat. Der Tod des Papstes Alexander VI. erfolgte im Jahre 150Z, also vor der Entdeckung der Karolinen. Die von ihm dekretirte Theilung der Welt zwischen Portugal und Spanien ist ohne Gesetzeskraft. Wenn jene Bulle, auf die die„Correspondencra" fich beruft, anerkannt werden sollte, so gäbe es keine englischen, holländischen, franzöfischen, deutschen Kolonien, so könnte Spa- nien und Portugal jede andere Nation vom Meere wegfegen. Der einzige bekannte Versuch, den Spanien gemacht hat, die Karolinen alS spanisches Eigenthum zu reklamiren, ist von Seiten Deutschlands und Englands im Jahre 1875 in gleich- zeitigen Noten zurückgewiesen worden. Zur Jmpffrage. Mit Unrecht hatte man angenommen, daß die Anti- Jmpfbewegung mit der erschöpfenden Enquete, deren Resultate dem Reichstage in der vorigen Session in einer umfangreichen Druckschrift unterbreitet worden sind, für immer zum Schweigen gebracht sein würde. Die Erhebungen, die jetzt auf ministenclle Anordnung in allen Provinzen Preußens in Betreff der seit dem Beginne dieses Jahrhunderts auf die Im- pfung bezüglichen Verordnungen der Staatsregierung angestellt werden, beweisen, daß man an gewiffer maßgcbenocr Stelle, an der man stets gegenüber der medizinischen Wissenschaft einige Skepsis beobachtet hat, die Akten in Sachen Impfzwang noch immer nicht für geschlossen erachtet. Hoffentlich wirv dadurch endlich die Beseitigung der Zwangsimpfung erreicht. Schönhauser Stiftung. Die„Nordd. Allgem. Ztg." veröffentlicht eine KabinetSordre des Kaisers, äe für nützlich halten." — Aus Lyon wird gemeldet, daß fich gestern gegcn 4000 Weber aus der Vorstadl Croix-Rouffe nach der EM begaben und ihre Vertrauensmänner bis vor die Bureaus i» großen Fabrikanten begleiteten. Einige der letzteren empW» die Dclegirten wohlwollend und bewilligten den von ihnfn verlangten neuen Lohntarif, andere(4 oder 5) wiesen ihnen Thüre. Die Arbeiter stießen keinerlei Rufe aus, drohien tM und störten ebensowenig den Verkehr. Die Polizei schntt daher auch nicht gegen sie ein. Der Generalsekretär der Polizei er- klärte einer Abordnung von sieben Arbeitern, er werde sie un> behelligt lassen, wenn sie sich gesetzlich verhielten. Des Abends berichteten die Vertreter der Arbeiter über den Erfolg Sendung und theilten mit, baß alle Firmen bis auf fünf den vom gemischten Ausschuß der Meister und Arbeiter festgesetzten Tarif angenommen hätten. Bei den Widerfttebenden wird die Arbeit eingestellt werden. '—Paris, 24. August. Mehrere Abendblätter meinen, nachdem die englische Regierung Recherchen bezüglich des Tode» Olivicr Pain's angestellt und der englische Geschäftsträger m Paris das Ergebniß dieser Recherchen der franzöfischen Regierung mitaetheitt habe, dürfe diese Angelegenheit als beendigt an> gesehen werben.— Die Leichenfeierlichkelten für den Admiw Courbet werden am Mittwoch in Hyeres, am Freitag in PN"' und am Montag in Abbeville stattfinden. Italien. Die Hochvenaths-Affaire des Grafen Charles desDonW ist in eine neue Phase getreten, indem noch zwei weitere W'' Haftungen in dieser Angelegenheit erfolgt find. Es sind dl» die Brüder Lconello und Vittorio Vacchi, letzterer ehemaliger Marine- Offizier und in Livomo wohnhaft, erstercr aus Vittorio Vacchi hat unter dem Namen Jack la Bolina sich 0l' Marine-Schriftsteller einen Namen gemacht, seine Artikel süotze» von glühendem Patriotismus und Niemand hätte ihn ie t"! fähig gehalten, einen Hochverrath zu begehen. Als fem Anrof verhaftet wurde, da meinte er noch, es sei unmöglich, daß Träger seines Namens fich mit solcher Schande bedecken konn- als er selbst aber in früher Morgenstunde abgeholt wurde, 0 glaubte er zuerst, es handle sich um eine neue Haussuchung' bei der Eröffnung jedoch, daß er in Haft genommen werde solle, well Beweise des Hochverraths auch gegen ihn"onKgMj brach er in ein krampfhaftes Weinen aus. Nachdem er N" etwas gefaßt hatte, kleidete er sich schnell an und folgte d- Polizisten. Diese Verhaftung hat noch peinlicher die öfleatuai Meinung erregt, als die beiden vorhergegangenen, well w niemand Jack la Bolina solcher Schurkerei fähig erachtete. Rußland. �_ In Rußland beginnt man jetzt auch deutsche StaatsantP hörige auszuweisen. Aus Samter wird der„Pos. Wg-.JL schrieben: Daß man nun auch in Rußland mit der Ausweriuw der Deutschen ernstlich vorgeht, zeigt das Schicksal zwccer°. unserer Stadt stammenden Bürger. Dieselben, die Gs? ,d. Schmidt, hatten fich vor einigen Jahren als Fleischerme>>ter.. der Fabrikstadt Lodz niedergelassen und dort die Fleischern£ gutem Erfolge betrieben. Vergangene Woche nun siu°° selben von dort ausgewiesen. Ebenso finv, wie die Gedru Schmidt erzählen, in Lodz schon viele andere Deutsche von Ausweisungsmaßregel bettoffen. Großbritaunie«. j. In Woolwich wird eben eine Sache untersucht, die, große Unregelmäßigkeiten in der englischen Kriegsabthe"!!A hinzudeuten scheint. Seit acht Jahren und länger schon„ dort große Quantitäten von Sandsäcken eingeliefert M sein, die von den betreffenden Behörden als aus Hanf 0*% an genommen und bezahlt wurden, obwohl ste nur aus<3 � gemacht waren und daher billiger hätten sein sollen- der Lieferanten nun, der die Manipulationen seiner Rw bemerkt hatte, fing jetzt auch an, Jutesäcke statt Hanfiaae � zuliefern, hatte aber den Verdruß, dieselben nicht angenow zu sehen, und zeigte nun die Sache an leitender SteUf indem er behauptete, daß seine Säcke nicht angenommen% weil er die betreffenden Beamten nicht bestechen wollte. Untersuchung ist im Gange., w — Ohne Sang und Klang ist das seit sechs Jahren stehende Unterhaus— das letzte auf Grund des Stimmrechtsgesetzes gewählte— auseinandergegangen- Zopf, viel veralteter Klcidcrplunder haftet noch den vorlag,, tarischen Feierlichkeiten in England an. Sieht man vre Ts rothen starren Gewänder, die dreieckigen Hüte, in rvelcve � Gestalten von Peers wie Vogelscheuchen stecken, so ist svtjij Laim, der des Mummenschanzes zum ersten Male�an�� erschreckte und die wehmüthigm Gedanken, welche ihn füllten, jählings verscheuchte. E» war der Graf, derselbe falsche Bote, der � so hinterlistig in die Falle lockte, aber fast bis zur Un lichkeit verändert. a,(ifp Der zierliche, modische Anzug war durch grove � kleidet ersetzt worden, die anmuthige, aufrechte Haltung Theil verloren gegangm. Auf fernen langen, ungeor p Haare» hing ein alter, abgetragener Filzhut, und der> � so sauber schwarz gefärbte Schnurrbart vereinigte 1% � einem struppigen, grau und roth gemischten Haarwuc?�� seinem Kinn und dm Wangen üppig mtsproßte.. Bewegungen waren unsicher und scheu, ten nicht im entferntesten mehr an da» stolze Selbst. sein, mit welchem er einst"auf seine Mitmenschen schaute.. Da» Lächerliche war aus seiner Erscheinung 3 w gp daS Mitleiderregende dagegen mehr in dm Vordttg*». treten. Er zeigte nur noch das traurige Bild nnderw Elends und nackter Erbärmlichkeit, von_ jrf unvorhergesehene Umstände und Verhältnisse die ehemaligen blendenden und die Wahrheit ververg Glanzes abgewaschen hatten. anjde? Mit respekwoller Haltung, aber offenbarem$p streben näherte er sich dem Kommandanten, um best uIttz fehle über die seiner Sorge anvertrauten®e'C9 Munitionswagen entgegenzunehmen.. zl»� Weatherton bemerkte noch, daß Elliot eine wort gab, und daß der Gras fich sodann niedergrm' yfi entfernte, und al» ob er jedes andere Bild, autz � fi Hertha's aus seiner Seele habe verbannen wollen, sich wieder auf sein Lager. n..: fein* Rast ließ seine klugen Blicke eine Weile a � v> geliebten jungen Herrn ruhen; er fühlte, daß-eI,, Zeit sei, eine neue Unterhaltung mit ihm anzuknM. legte daher die Hände auf seinem Rückm inema �# langsam, das ernste, wettergebräunte Gesicht fest Fußboden gerichtet, begann er in seiner ollen West ab zu schreiten. ie ihnen irfungs en unges len und Durch angeben, [ Die Sie n gegen er Stadt reaus der mpfingen n ihnen hnen die ten nicht itt daher polizei et e fte un Abends olg ihrer fünf den tgefesten wird die meinen, es Todes träger in Legierung Digt Admiral an in Paris Dorides tere Ver find dies emaliger Spezia fich als el ftrogen n je für n Bruder Daß ein en tönne, urde, da Bſuchung; n werden Dorliegen, m er fich olgte ben Sffentliche Deil eben tete. matsange 8tg." ge sweifung veier aus Gebrüder herei mit find dies Gebrüder neifter in von der Die auf btheilung on follen t worden of gemacht aus Jute . Einer Rivalen fläde ab enommen Stelle an nen feien, Ite. Die abren be Des alten en. Viel parlamen Die teuer welchen die ft es bem anfichtig ihn ers ihn einft Unkennt be Reife tung zum geordneten der fonft e fich mit ouche, ber Seine erinners ftbewußt en niebers gewichen, Twärtigen welchem grund ges indhe bes bergenden n Widers effen Be üße und urze Ant gefchlagen ßer bem warf er uf feinem nicht bie fen. Gr ber, und auf ben e auf und wird, recht schwer, den Ernst zu bewahren. Gegen die Steif- I beit dieses altfränkischen Puppenspiels sticht andererseits die Gleichgiltigkeit ab, mit welcher gewissermaßen ein Stüd englischer Geschichte zu Grabe getragen wird. Zu den drei Millionen Wählern, welche bisher die Boltsvertretung ernannten, lommen nämlich jest zwei weitere Millionen hinzu. Das nächste Unterhaus wird daher sicherlich ein bedeutend anderes Geficht zeigen, als das soeben zu Ende gegangene. Kommunales. Vom städtischen Zentral- Viehhof und Schlachthof. Dem Verwaltungsbericht des Magistrats für die Zeit vom 1. April 1884 bis 31. März 1885 entnehmen wir, daß der günstige Abschluß der Rechnungen des Schlachthofes und der Fleischschau Veranlassung gab, sowohl die Schlacht als auch Die Fleischschau- Gebühren zu ermäßigen, wenn auch zunächst nur in einer dieser Ermäßigung am ehesten bedürfenden Abtheilung. Es find vom 1. April 1885 ab die Schlacht- und die Untersuchungs- Gebühren für Schweine von 1 M. und bes ziehungsweise 90 Pf. auf 95 beziehungsweise 75 Pf. pro Stück beruntergefegt worden. 1883, betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter, find vom In Folge der Bestimmungen des Gesetzes vom 15. Juni 1. Dezember 1884 ab die am Bentral- Vichhof beschäftigten Arbeiter, soweit dieselben nicht Mitglieder von eingeschriebenen oder sonstigen den Bestimmungen des Krankenkassen- Gesetzes entsprechenden Hilfstassen waren, durch die Verwaltung bei einer Raffe gegen Krankheit versichert worden, und zwar die jenigen Handwerker, für deren Gewerbe besondere ,, Ortskrankenlaffen" bestanden( Maurer, Bimmerer, Maler, Steinfeger, Maschinenbauer und Schloffer), bei diesen, die übrigen Handwerter, sowie die Hofarbeiter und die Arbeitsfrauen bei der Allgemeinen Ortsfrankenkasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen." Die von der Verwaltung zu zahlenden Vers ficherungsbeiträge betragen jährlich ca. 900 M. In Ausführung der Vorschriften des Unfallversicherungsgefeges vom 6. Juli 1884 ist die Verwaltung auf Bestimmung des Reichsversicherungsamtes verschiedenen Berufsgenossen schaften als Mitglied beigetreten und zwar: 1) Der Berufsgenoffenschaft der chemischen Industrie für die die Reinigung und Desinfektion der Eisenbahn- Viehwagen auf den Eisenbahnanlagen ausführenden Arbeiter und die beaufsichtigenden Be triebsbeamten. 2) Der Berufsgenossenschaft für alle Eisen und Stahl Schloffer, Schmiede 2c., sowie für die bei den Gasmotoren be= chäftigten Arbeiter und Betriebsbeamten. 3) Der Berufs genossenschaft der deutschen Nahrungsmittel Industrie wegen der auf dem Etablissement betriebenen Fleischeret. itand erzeugenden und verarbeitenden Betriebe, für die als Das Beamtenpersonal für den Vieh- und Schlachthof bezusammen aus 6 Bureau- und Kaffenbeamten, 8 Oberbeamten des Außendienstes und 40 Unterbeamten, in Summa 54 Personen. Bei der städtischen Fleischschau waren angestellt: arzt für die mikroskopische Fleischschau, 30 Probenehmer, Ober- Thierarzt, 10 Thierärzte, 2 Hilfs- Thierärzte, 1 Thier Summa 154 Personen. Die Fourageboden und Reinigungs arbeiten wurden von 136 festen Tagelöhnern und Handwerkern, das Treiben und Pflegen des Viehs von 325 durch die Direktion zugelassenen und legitimirten Obertreibern" und Treibern bewirkt. 75 843 Im ganzen Berichtsjahr wurden aufgetrieben: 147 429 Rinder, 434 939 Schweine, 110 610 Kälber und 668 349 Hammel. Am Standgeld famen ein 353 393,43 M.( 620,45 M. mehr als im Vorjahre.) Auf dem Schlachthofe wurden geschlachtet im Berichtsjahr: 95 003 Rinder, 264 727 Schweine, Stalber und 170 324 Hammel, zusammen 605 897 Thiere. An diesen Schlachtungen waren( abgesehen von 13 jüdischen " Schächtern") an selbstständigen Schlächtern im stärksten Schlachtmonat, d. h. im Laufe des Monats Oktober 1804 be= Theiligt,( während die eigentliche Arbeit des Schlachtens von 1083 Gesellen und 257 Lehrlingen geleistet wurde.) Ueber den Gesundheitszustand der Thiere entnehmen wir dem Berichte, daß vom Viehmarkt entfernt und durch die bier Die städtischen Part-, Garten- und Baumanlagen. Nach dem Verwaltungsbericht des Magistrats für die Zeit vom 1. April 1884 bis 31. März 1885 erzielte die städtische Partund Garten Deputation eine Einnahme von 13 348,02 Mart. Die Einnahmen betrafen die Verpachtung des Sees im Trep tower Part zur Fischzucht und Eisbahn, den Verkauf von Gras und Holz, Pflanzenlieferungen zum botanischen Unterricht an Privatschulen, Beiträge zu den Besprengungskosten der Treptower Chauffee von der großen Berliner Pferdebahngesellschaft und von der Gemeinde Treptow, Beiträge der Georgenkirche zur Bewachung der Gartenanlagen auf dem Georgenkirchplaße und verschiedene kleinere Bachtbeträge für Selterwasser-, Milchu. f. w. Verkaufshallen. Die Ausgaben für die Unterhaltung der städtischen Part, Garten- und Baumanlagen betrugen 264 579,80 Mart. Der Gesammtbestand der Gehölze in den Baumschulen und im Plänterwalde( Treptow) betrug im August 1884 3 739 356 Stück. neuen Lokales. Ueber den Schluß des diesjährigen Jahrmarktes erzählt die Neue Btg.", daß unter der allerdings nicht immer zutreffenden Voraussetzung: wer zulegt tauft- fauft am beften", am Sonnabend in lester Stunde noch eine große Anzahl, vorwiegend aus dem Arbeiterstande fich rekrutirender Kaufluftiger auf dem Jahrmarkt in der Gneisenaustraße einges funden hatten, um vortheilhafte Gelegenheitstäufe zu machen. Infolge deffen waren die Buden, besonders die der sogen. Ramscher", von einem lauflustigen Publikum förmlich belagert. hoch aufgethürmt lagen ganze Berge von Spizen, Rüschen und Bändern, die vor dem Einpacken zu enorm bil ligen Preisen abgegeben wurden. Da hieß es, die günstige Konjunktur benußen, und Bugmacherinnen, Schneiderinnen, Frauen und Mädchen tauften fast sämmtliche Vorräthe auf, so daß den Verkäufern am Schluß nicht viel zum Einpacen übrig blieb. Auch fliegende Händler" mit ihren und allerneuesten Nouveautees, die alle mehr oder minder irgend welche Beziehungen zu dem heut unvermeidlichen ,, Kamerun" aufzuweisen hatten, schlossen die vortheilhaftesten Engagements ab; und daß es dabei nicht an zeitgemäßen, wenn auch nicht immer ganz parlamentarischen Wißen und blutigen" Kalauern fehlte, bedarf bei der bekann ten Schlagfertigkeit unserer Berliner" wohl kaum der Erwäh nung. Auf feste Preise" hielten die Korbmacher, Böttcher, Kupferschmiede, Binn- und Gelbgießer, die durch die geringere Konkurrenz, sowie die Solidität ihrer Waaren einen verhältnißmäßig guten Absaß erzielten. Troß allen Drängens und Trei bens seitens der Marktpolizei wurde der offizielle Schluß des Marktes, der auf neun Uhr festgesetzt war, um beinahe zwet Stunden verzögert, und erst gegen elf Uhr entschwanden die legten hochbeladenen Wagen dem Gesichtskreise der Berliner. Das Resultat dieses Jahrmarktes war, nach den Aussprüchen einzelner größerer Budenbefizer, trop der theilweis sehr ungünstigen Witterung ein verhältnißmäßig gutes und dem des vorigen Jahrmarktes gleichzustellendes. Die Anzuchtsgärten des Humboldthains und Friedrichshains lieferten das Material für den botanischen Unterricht in den städtischen Schulen. Das Extraordinarium wies folgende Summen auf: 50 000 Mt. für die Fortsetzung der Arbeiten zur Herstellung der Bartanlagen bei Treptow; 25 000 Mt. zur Erweiterung des Plänterwaldes hinter Treptow; 15 000. zur Herstellung einer Schmuckanlage auf dem Laufiperplay; 7000 Mt. zur Herstellung einer Schmuckanlage auf dem Dennewißplat; 4500 Mt. für Vervollständigung der Baumreihen bis zum Halleschen Thor; 5175 Mt. zur Anpflanzung von Bäumen in der Köpenickerstraße; 1370 Mt. zur Bepflanzung der Promenade in der Swinemünderstraße, 3600 mt zur Anpflanzung von Bäumen in der Brunnenstraße; 1500 Mt.( 2.Rate) zur Ausbefferung der Baumpflanzungen auf der Reinickendorfer Chauffee; 500 Mt. zur Herstellung einiger Baum-, Strauch- und Rafenanlagen auf dem Terrain des städtischen Krankenhauses zu Moabit; 4000 M. zur Anschaffung von Sizbänken.( Es find hierfür 90 Stück Bänke mit eisernem Fußgestell angeschafft und in den verschiedenen Anlagen aufgestellt worden.) 200 M. zur Herstellung eines zweiten Anschlusses der Bewässerungsanlagen des fleinen Thiergartens an die öffentliche Wafferleitung. Bur weiteren Aptirung des eingefriedigten Theils des städtischen Friedhofsterrains bei Friedrichsfelde waren der Friedhofs- Rommission des Magistrats 7000 M. bewilligt worden. Die Arbeiten wurden von der städtischen Park- Verwaltung ausgeführt. Der betreffende Theil ist nicht für Leichen berechnet, für deren Beerdigung die Kommune zu sorgen hat, sondern enthält nur verkäufliche Stellen resp. Erbbegräbnißpläge. Hierbei ist eine Fuhrwegs resp. Eisenbahnverbindung vorgesehen zu der späteren definitiven Leichenhalle unter der auf der höchsten Stelle dieses Theiles zu erbauenden Kapelle. V Besteuerung ausländischer Biere. In einer Korrespondenz, welche die„ Elberfelder Zeitung" aus Berlin erhält, spondenz, welche die„ Elberfelder Beitung" aus Berlin erhält, heißt es folgendermaßen: In der Berliner Stadtverordneten Versammlung soll eine Steuer auf auswärtige Biere vorges schlagen werden und es hieß, es hätten sich in allen ,, Fraktionen" Anhänger dieses Vorschlages gefunden. So lange das gegen wärtige höchst ungerechte System der Miethssteuer aufrecht erhalten wird, welche ein gutes Dritttheil der städtischen Ein nahmen repräsentirt, gehört die Steuerfrage zu den wundesten Bunkten unserer in manch anderer Beziehung guten Stadtverwaltung. Aber es wäre doch höchst auffällig gewesen, wenn die musterhaft freifinnige Mehrheit, deren Koryphäen im Par lament die indirekten Steuern und die Bölle auf Nahrungsmittel aufs tiefste verdammen, einem Vorschlage zustimmten, der dieser Auffassung so sehr widerspricht. Es wird denn auch bereits eine solche Bumuthung abgewehrt und der Bürgerpartei allein die Vertretung des Vorschlages überlassen. Möglich, daß sich die Abgeordneten der Arbeiter zustimmend verhalten; denn es handelt sich nicht um das Bier des armen Mannes, sondern um die schon unverhältnißmäßig theuren baierischen Biere, um das Echte", wie der Berliner sagt, während er das Einheimische Baierisches nennt. Dem Vorschlag dient sein starker lokalpatriotischer Charakter Schuß den Berliner Brauereien auch nicht zur besonderen Empfehlung; die Reichshauptstadt muß von solchen Schwächen unbedingt frei bleiben, mag auch das„ Echte" seinen glänzenden Erobe rungszug fortseßen. Nichtsdestoweniger findet er vielleicht unter 1222 Rinder, 1258 Schweine, 118 Kälber und 1400 Schafe, geben, welche mit Groll auf die Reichshauptstadt blicken, die zufammen 3998 Thiere( darunter 691, welche bereits verendet anfamen und 284, die zu spät gestochen worden waren.) ihnen das beste Bier wegtrinkt." So viel wie wir die Stim mung in den Kreisen der Arbeitervertreter in der StadtverBon diesen 3998 Thieren wurden, als zur Nahrung untauglich, ordnetenversammlung kennen, werden dieselben einer Besteuerung Der Abdeckerei zur Vernichtung überwiesen: 199 Rinder, 752 Schweine, 104 Kälber und 547 Hammel. Von den in den tabtischen Schlachthäusern geschlachteten Thieren wurden durch die städtischen Thierärzte des Fleischschauamtes beanstandet und Der Veterinärpolizei überwiesen: 74 Rinder, 2338 Schweine, 19 Kälber und 48 Schafe, so daß von den auf dem Viehmarkt überhaupt aufgetriebenen Thieren durch die königl. Veterinärs polizei und das städtische Schauamt im Ganzen 293 Rinder, 3090 Schweine, 123 Kälber und 1645 Hammel, oder zusammen erhebe ein scharf nach oben auslaufende progressive Einkommens 5131 Thiere ganz dem menschlichen Genuß entzogen werden steuer! mußten. Der Vertrag. Brauerein sich anstrengen, damit sie die Konkurrenz der fremden Biere fiegreich bestehen können; je fräftiger und reiner die Berliner Braueren ihre Biere herstellen, desto weniger haben fie die Konkurrenz der fremden Biere zu fürchten. Daß auch wir für Abschaffung der Miethssteuer find, ist bekannt; der wunde Punkt in der Steuerfrage aber ließe sich leicht heilen, da in Berlin eine große Anzahl reicher Leute wohnen: Man welchen, nachdem das Wasser zurückgetreten, das von dem Wer, weniger vertraut mit den westlich von den Rocky porösen Erdreich eingesogene Salz sich über der Oberfläche Mountains sich erstreckenden Territorien, erzählen hört von zu einer festen Kruste krystallisirte. bem großen Salzsee, an welchem die Mormonen ihre neue Die Bäche und die Flüsse, genährt von nie versiegen Heimath gründeten und sich innerhalb weniger Jahre durch den Quellen und dem schmelzenden Schnee der Gebirge, feltene Energie und Ausdauer in einen blühenden Wohl- fehlen zwar nicht, doch sie sowohl wie ihre fruchtbaren fland hineinarbeiteten, der schafft sich mit reger Phantasie in ben meisten Fällen das Bild eines paradiesischen, mit allen zerstreuten Ansiedelungen verschwinden, wenn man den Salzdie Rultur begünstigenden Eigenschaften gesegneten Landtriches. Thäler, die schon kultivirten Felder, wie die Städte und die see und sein Wassergebiet wie ein einziges mächtiges Rund gemälde vor sich liegen hat. Trotzdem aber bleibt der Eindruck des Ganzen erhaben, lofen Wasserspiegel, geschmückt mit malerisch emporstreben- und mit dankbarer Verehrung beugt man sich vor der still ben gebirgigen Inseln; er sieht die im heitersten Grün waltenden Macht, die solches zu schaffen und entsprechend zu prangenden Ufer, welche wieder von schneegekrönten Felsen- beleben vermochte. tetten unterbrochen und begrenzt werden; er denkt an Schattige Wälder und an das behagliche Murmeln und höchsten Gipfel der Antilopen- Insel befindet und die Blicke Sprudeln von Bächen und fleinen diamantklaren Berg- nach allen Richtungen hin in die Ferne schweifen läßt. ftrömen, und zwischen alles Dieses hin zaubert er ben Schöpfungen. und den übrigen seinen Fleiß verrathenden Werken und Bie Dergleichen Gedanken erwachen, wenn man sich auf dem Der Stralauer Fischzug war früher für Berlin ein Ereignis, ein echtes Voltsfest, wo der urwüchsige Humor mit der behäbigen Gemüthlichkeit Arm in Arm einherschlenderte und es weder an luftigen Liedern und abgebrannten Schwärmern, noch an Bunzlauer Riesenkaffeekannen, braun und blau geschlagenen Nasen und anderen populären Vergnügungen fehlte. Für diesen Tag erhielten die ehrwürdigsten Zylinderhüte neuen Glanz, die forpulentesten Schlächterfrauen banden die weiße Schürze ab und streiften die Sonntagsgala über, die hoffnungs vollsten Berliner Schusterjungen vertauschten den dreifüßigen Schemel mit dem hölzernen Karouffelgaul, und das von freundlichem Grün umrahmte Nachbardorf, nach welchem Kremser auf Kremser hinausrollte, ein Spree- Steamer nach dem anderen abdampfte, war so recht das Eldorado der Brezelfrauen, die beinahe so alt find, wie die von ihnen feilgebotenen Kuchen, der Leierkastenmänner, die abwechselnd mit bem rechten oder linken Arm den Pariser Einzugsmarsch orgeln und jener fliegenden Wursthändler mit verdächtig duftendem Messinglasten, welche die Allgemeine Fleischer- Beitung" jest so schwer in ihrem Metier schädigt. D, alte Fischzugs- Herrlich teit, so flagt der B. B.-C." wohin bist du geschwunden?! Immer mehr und mehr schrumpft das einst so originelle Fest zusammen, und die fortschreitende Entwicklung der Großstadt wird bald mit den Ueberbleibseln dieses Stückchen alten Berliner Lebens gänzlich aufgeräumt haben. Die wenigen Baffagiere, welche gestern Vormittag von der Jannowizbrücke aus die kleine Sprigtour nach Stralau wagten, machten auf den durchnäßten Bänken unter ihren triefenden Regenschirmen teine besonders vergnügten Gefichter. Ein parapluilofer Jüngling, der so bleich aussah, wie ein ungedruckter lyrischer Dichter, oder wie ein Bruder Studio im tête à tête mit einem sauren Hering, suchte vor den niedergehenden Regenschauern unter dem Kala breserbach seines Nachbars, anscheinend eines Stubenmalers, Zuflucht. Troß der zahlreichen Handwerker und Arbeiter, die Montag, blau" machten, war von dieser lieblichen Farbe leider am Himmel wenig zu bemerken. Aber der richtige Berliner verliert selbst in der wässerigsten Situation seinen Humor nicht. Auf dem Verdeck suchte man die äußere Nässe durch innere zu belämpfen, und die Kognakflasche mit' n Patentproppen", wie der Befizer stolz bemerkte machte fleißig die Runde. Als der betreffende Kreis verschiedene iehoben" hatte, wurde auch Die eine Stimmung dementsprechende. Die Mitfahrenden fingen bereits an, vertraulich Remis niszenzen über die Anzahl und den Umfang der„ Affen" auszutauschen, welche fie fich in Stralau im Laufe der Jahre getauft hatten. Doch schon ruft der Kapitän sein Rrrrüc wärts" durch das Sprachrohr in den Maschinenraum hinab, der Dampfer stoppt und die Passagiere schlüpfen über die Landungsbrücke. In den Lokalen an der Spreeſeite steht es recht fläglich aus. Die naffen Fahnen Klatschen zusammen, in den Gärten bemerkt man eine drückende Fülle unbesetter Tische und Stühle und die Restaurateure machen ein so verzweifeltes Geficht, als wenn sie gezwungen wären, ihr ganzes Speisenfartenprogramm selbst abzueffen. In der Dorfstraße hat sich Man übersieht den weiten umfangreichen See in seiner ganzen Ausdehnung; man übersicht die Bergjoche, welche demselben als Insel entsteigen oder von fern her ihre Ausläufer bis dicht an denselben heransenden; man übersteht die dürren Sandflächen und die segenspendenden Flüßchen mit ihren schmalen, grünen Thälern, welche erstere wie Fäden in mancherlei Windungen durchkreuzen. An den Rauchfäulen und den regelmäßig ausgelegten vieredigen Felbern erkennt man die Stellen, auf welchen zivilisirte Menschen sich niederließen; über alles Dieses hinaus aber treten immer neue Gebirgsketten in den Gefichtskreis, welche bald schimmernd im weißen Schneekleide, bald gehüllt in blauen Duft, wie ein undurchdringliches Chaos in einander verschwimmen und, außer den stark beschwingten Adlern und den auf ficheren Füßen gleichsam schwebenden Bergschaafen, allen übrigen Geschöpfen den Eintritt in diesen abgeschlossenen Erbenwinkel zu verwehren scheinen. Menschen mit seinen idyllisch gelegenen Wohnungen Nordwesten laufende Bergkette, liegt in der südlichen Hälfte Sees, von keinem Lufthauch getrübt, erinnert an eine unge ganz anders erscheint dagegen der große Salzsee Die Insel selbst, eigentlich eine von Südosten nach des Salzsees und ist mit ihrer füblichen Spize burch eine Sandbank mit dem üfer verbunden, welche gewöhnlich trocken und nur bei anhaltenden Nord- und Nordweststürmen mit einigen 3oll Wasser bedeckt wird. Benutzt man die Sandbank als Brücke, so beträgt die Entfernung der Insel von ber am Jordan gelegenen Salzfeestadt eine kleine Tagereise. und fein Gebiet in der Wirklichkeit! Der schöne Wasserspiegel ist allerdings vorhanden und in demselben spiegelt sich den größten Theil des Jahres hinburch ein lieblich blauer Himmel. Doch die Inseln, welche Wählt man dagegen den Wasserweg, der indessen wegen ber bie Oberfläche bes Sees bis zu dreitausend Fuß hoch über Untiefen in und vor der Mündung des Jordans nur unter ragen, steigen als nadte, unwirthliche Gesteinsmassen aus Debe und Einsamkeit milderte. Die schattigen Wälder, von ben größten Schwierigkeiten und mit ganz flachen Böten Tiefe Stille herrscht ringsum, nichts bewegt sich in dieser starren, aber erhabenen Einöde. Der Spiegel des heure, mit Quecksilber überzogene Glasscheibe; die grauen Bergabhänge mit ihren in blendendes Weiß gekleideten Häuptern mahnen an die ewige Ruhe des Grabes. Die Sonne aber scheint freundlich auf Berg und Thal nieber, als wolle sie dem todten Gestein, indem sie es erwärmt, Leben einhauchen. Das Gestein zu beleben, vermag ste nicht, aber das Leben, welches zwischen demselben verborgen ist, bas lockt sie ans's Tageslicht. ben stillen Fluthen empor und zeigen, außer den malerischen überwunden werden kann, so ist die Entfernung wenigstens ihren festen Schuppen, aus engen Spalten und Felsrigen her benen man in der Ferne vielleicht träumte, sinten zu unab- könnte, sie zu besuchen, es sei denn, daß Jäger auf derselben Die Insel bietet übrigens nichts, was Leute veranlassen Hier sind es große schwarze Eidechsen, die sich, rasselnd mit vordrängen, dort hebt die langbehaarte Tarantel ihre künstlich gewebte Fallthür, um sich mit sicherm Sprunge auf die in ihren Insekten zu stürzen. Wo aber im verfebbaren, mit übelriechenden Artemisiabüschen bedeckten Sands dem Wild nachstellen, oder Forscher, dem unbefiegbaren borgenen Winkel eine füße Wafferaber zu Tage tritt, ba Eriebfraft des beständig feuchten Bodens verrathen, da er ebenen herab. Wo am Strande lichtgrüne Streifen die Drange nachgebend, sich von dort aus ein umfassendes Bild legt der grausame Jaguar sich in den Hinterhalt und lauert blidt man zugleich den zarten weißen Schimmer der feinen wünschen. Und wohl lohnt es sich der Mühe, einen der Argali. Salztheilchen, die sich wie Reif an jeden einzelnen Halm hervorragendften Berge zu ersteigen, denn was man von verleihen. Aber auch ganz weiße Flächen erblickt man, auf nicht würdig genug mit dem Pinsel darstellen. angeschmiegt haben und demselben einen bittern Beigeschmack dort erblickt, das läßt sich nicht mit Worten beschreiben, vom Thale des so merkwürdigen Salzsees zu verschaffen auf die durstige Antilope oder den prächtig gehörnten ( Fortsetzung folgt.) jede Tabaksteuererhöhung bringt uns dem Monopol näher. Man fann deshalb mit Gewißheit annehmen, daß die Reichs regierung, im Falle fie befürchtet, das Monopol selbst werde thr vom Reichstage abgeschlagen werden, über furz oder lang nochmals mit einer Erhöhung der Tabatssteuer vorgehen wird, damit ihr das Monopol als reife Frucht in den Schooß fällt. Die Töpfer in Chemniß befinden sich im Streit, weil die Meister mit denselben feinen einheitlichen Lohntarif fest stellen wollen. Eine Lohnerhöhung an sich wird dabei nicht bezweckt. Chemnis ist eine der theuersten Städte; die Lebens mittelpreise find höher als z. B. in Dresden. Durch die Res gelung des Tarifs würden einzelne Meister, die jest sehr geringe Löhne zahlen, dazu angehalten werden, mit den andern Weiſtern in gleiche Reihe zu treten. In Dresden, Meißen und anderen Orten werden nämlich höhere Löhne gezahlt. Vereine und Versammlungen. in New- Yorf 39,2, in Philadelphia 38,2, in Baltimore 27,0, Vereine Sterblichkeits- und Gesundheitsverhältnisse. Gemäß den Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesundheitsamtes find in der Zeit vom 9. August bis 15. August cr. von je 1000 Lebenden aufs Jahr berechnet als gestorben gemeldet: in Berlin 23,0, Berlin 23,0, in Breslau 36,0, in Königsberg 37,3, in Köln 40,7, in Frankfurt a. M. 17,6, in Hannover 23,8, in Staffel 21,8, in Frankfurt a. M. 17,6, in Hannover 23,8, in Kaffel 21,8, in Magdeburg 30,1, in Stettin 32,2, in Altona 25,3, in Straß burg 36,0, in Met 17,6, in München 35,8, in Nürnberg 28,2, in Augsburg 31,5, in Dresden 25,8, in Leipzig 21,5, in Stutt gart 20,6, in Karlsruhe 32,7, in Braunschweig 29,3, in Ham burg 25,5, in Wien 24,8, in Budapest 28,7, in Prag 28,3, in Triest, in Krakau 36,0, in Basel 21,1, in Brüffel 21,9, in Amsterdam 18,7, in Paris 20,6, in London 13,7, in Glas gom 25,7, in Liverpool 23,0, in Dublin 22,9, in Edinburg 17,4, in Kopenhagen 19,3, in Stockholm 22,2, in Christiania 24,3, in Petersburg 26,7, in Warschau 36,0, in Odessa 43,6, in Rom 23,6, in Turin 21,1, in Bufarest-, in Madrid-, in Alerandrien Ferner in der Zeit vom 13. Juli bis 19. Juli cr.: in San Franzisto in Kalkutta 24,4, in Bombay 23,4, in Madras 41,7. Die Sterblichkeit hat auch in dieser Berichtswoche in den meisten Großstädten Europaß eine weitere Abnahme erfahren, nur in einigen Städten an der Dst und Nordseeküste, sowie ferner in Breslau, Köln, Aachen, Straße burg, Karlsruhe war die Sterblichkeit wieder eine zum Theil nachhaltig gesteigerte. Erheblich abgenommen hat in den meisten Orten die Sterblichkeit des Säuglingsalters, weil in Folge der anhaltend fühlen Witterung die Luftwärme namentlich zu Ende der Berichtswoche weit hinter der normalen blieb; so meldet Berlin vom 15. August eine Morgentemperatur von 7,7 Grad, München vom selben Tage 8 Grad C. Von 10 000 Lebenden starben in Berlin( aufs Jahr berechnet) 107 Säuglinge gegen 147 der Vorwoche, während in München eine Steigerung der Säuglingssterblichkeit von 175 auf 226, pro Jahr berechnet, stattfand. Der Gesundheitszustand in Berlin hat sich in der Berichtswoche wesentlich günstiger gestaltet. Die anhaltend fühlere Temperatur der Luft, die in der Berichtswoche herrschte und erheblich hinter der normalen blieb, übte zunächst einen günstigen Einfluß auf das Vorkommen von Darmtatarrhen und Brechdurch fällen aus, so daß lettere nur noch in 102 Fällen tödtlich endeten. Fast in allen Stadttheilen ist eine Abnahme dieser Krankheitsformen ersichtlich. Von den Infektionskrankheiten wurden Masern und Scharlach, erstere in der jenseitigen Louisenstadt, lettere im Stralauer Viertel am häufigsten auftretend, feltener Diphtherie im Stralauer Viertel, und der Rosenthaler Vorstadt und in der jenseitigen Louisenstadt häufiger Er frankungsursachen. Auch typhöse Fieber gelangten etwas häufiger( 50 gegen 43 der Vorwoche) zur Anmeldung. Weitere Erkrankungen an Boden find nicht gemeldet worden, wohl aber ist wieder eine Erkrankung an epidemischer Genidstarre zur Aufnahme in die Krankenhäuser gelangt. Rosenartige Ent zündungen des Bellgewebes der Haut, sowie Erkrankungen an Wechselfieber und im Wochenbett gelangten seltener zur ärztlichen Beobachtung. Auch der Keuchhusten veranlaßte weniger, afute Entzündungen der Athmungsorgane etwas mehr Er frankungen. Rheumatische Beschwerden der Muskeln, sowie akute Gelenkrheumatismen zeigten keine wesentliche Veränderungen in ihrem Vorkommen. Der Fahr und Fußweg in einen Moraft aufgelöst, in welchem man bis an Die Knöchel versinkt. Eine dicke Dame mit einer Taille, die einer Litfaßsäule an Umfang wenig nachgeben mag, blieb stecken, und erst den vereinten Bemühungen ihrer Begleiter gelang es, fie nach einiger Beit wieder flott zu machen und damit ein bedeutendes Ver fehrshindernis aus dem Wege zu räumen. Während man sich sonst durch ein ganzes Spalier von lärmenden Händlern zur Festwiese schlängeln mußte, flangen diesmal die vereinzelten Rufe: Behn Pfennig der Stralauer Drden een Froschen des Pinksnez!" ziemlich elegisch, und im vergeblichen Umherspähen nach einer rothen Pappnase blieben unsere Augen schließlich auf dem Gefichte eines jovialen, kugelrunden Herrn haften, bis derselbe fich als glücklicher Bestßer einer phänomenalen Naturnase zu erkennen gab, deren Alpenglühen auf langjährige Sondirung von Rhein- und Rothweingläsern zurückzuführen sein dürfte. Aus einigen Lokalen ertönte Mufit, aber so weit das Auge reichte, wurde fein einziger Gast hinausgeworfen, und nur zwei von jenen Brüdern, die sich, wie der Schah von Perfien, Sohn der Sonne nennen könnten, und die gewöhnlich, ein Bündel unter dem Arm, an Destillationseden in Gruppen berathend beisammen stehen, tamen ,, Dente Dir, mein Liebchen" fingend, einbergetaumelt. Die Buden- und Barackenwelt des Stralauer Festplages hat sich im übrigen gegen früher wenig verändert. Es fehlen weder die Pfefferküchler, die sich gegenseitig zu überschreien suchen, die Kraftmesser, Würfelzelte noch die schone Rosella oder Ophelia, welche zwanzig Kilo auf ihren plastischen Reizen balanzirt, und der klassische Flohbändiger, deffen Künstler glücklicherweise nur selten kontrattbrüchig werden. Auch ein fahrender Birkus hatte sich installirt, der dicht umlagert war. Ein wohlgepuderter, vierschrötiger Bursche in schlot terndem Klownsgewand wirbelte, Grimassen schneidend, kreischend um die Querstange eines Redes herum, während aus dem grünen Schlaf- und Reisewagen der Gesellschaft, hinter Blumentöpfen, das bleiche Antlig eines Kindes mit großen Augen hervorlugte, und das luftig dampfende Schornsteinrohr verrieth, daß drinnen Die Familienmutter mit den Vorbereitungen zum Mittag emfig beschäftigt war. Drollige Szenen spielten sich bei einem der start benutten Wagestühle ab. Ein etwas schmächtiger junger Mann mußte fich von seinen Freunden die Bemerkung gefallen laffen: Justav, Du wiegst man so viel wie'n Schneider fieben Pfund, mit's Bügeleisen!" Eine ziemlich üppige Schöne, welche lachend eine Gewichtabnahme von sechs Pfund gegen das Vorjahr fonstatirte, tröstete der Befizer der Wage mit den galanten Worten: die Liebe zehrt, mein Fräulein!" Unter einem Bierzelt faß eine Bänkelsängergruppe, zwei Männer spielten die Geige, eine hagere, in ein Umschlagetuch gehüllte Frau schlug die Harfe und sang dabei. Es war ein Liebeslied. Von Zeit zu Zeit in der Kunstpause griff die Verkünderin nach einem Seidel, und nahm einen fräftigen Schlud. Auf den Bänken hielten sich Männlein und Weiblein innig umschlungen vor dem Belt tanzten ein Paar Freunde und sprangen nach dem übereinstimmenden Urtheil der Umftehenden wie de Padden". Da fich der Himmel Nachmittags aufklärte, dürfte der Besuch schließlich noch stärker geworden sein. Als wir Stralau verließen, bemerkten wir noch eine rührende Familienszene. Eine biedere Handwerkerfrau tam aus Tübbeke's Lokal und hatte ihren Gatten im Schlepptau, der des Guten offenbar zu viel gethan. Er hielt fich trampfhaft feit an der Thür fest und lallte: Klotilde, sei milde zwanzig Jahre tomme id nun nach Stralau und jedesmal haben so Nr. find tha barzulege Warum lich enti Daß schl griffen Frage d lebens e tonne a chworen fträubt gänzlich nicht ga Ei fährliche man fich gebrauch fann fic Spitbul Bestrafu Die teine B wie vo Gerechti braucher einzelne Schüttel SU mals, e Die Re wenigfte vativen De Eine öffentliche start besuchte Volksversammlung für Friedrichsberg und Umgegend tagte am Sonntag, den 23. August, im Saale des Herrn Spißig, Frankfurter Allee 143 und begann mit der Petition zum Arbeiterschußgefeß. Das Referat hatte der Herr Reichstagsabgeordnete Singer über Das Arbeiterschußgefeß und die Sonntagsrube" übernommen. Der Referent führte aus, daß die sozialdemokratische Fraktion im Reichstage es fich zur Aufgabe gemacht habe, für die Ap beiter voll und ganz einzutreten. Er fritifirte die Buchthaus arbeit und trat für Beschränkung derselben ein. Der freie Ar beiter und Steuerzahler habe schwer unter der Konkurrenz der Buchthausarbeit zu leiden. Die Beschränkung der Zuchthaus arbeit folle fo eingeführt werden, daß nur die Bedürfnisse der Anstalt durch die Arbeit der Gefangenen gedet werden, die anderen Arbeiten müßten den freien Arbeitern überlassen werden, dadurch würde man die sogenannte Baga bondage und Landstreicherei beseitigen. Was das Verbot ber Kinderarbeit betrifft, so meinte der Referent, daß das Kind nicht in die Fabrit gehöre, denn durch die Ausnugung der iugendlichen Arbeitsträfte würde nur Unheil geschaffen; die Kinder, welche in Fabriken beschäftigt werden, gingen oft einem frühen Tode entgegen und würden dadurch verhindert, nü liche Mitglieder der menschlichen Gesellschaft zu werden. Von der Einschränkung der Frauenarbeit meinte der Referent, daß, sobald die Frau in der Fabrik arbeitet, fie fich der häuslich feit und der Pflege ihrer Kinder nicht hingeben könne. Dadurch würden so viele unglückliche Ehen gestiftet, denn wenn die Frau erst spät des Abends von Arbeit nach Hause kömmt, wird sie nicht mehr im Stande sein, vor Müdig feit und Abgeftumpftheit irgend eine Arbeit in der Häuslichkeit zu verrichten. Was den Normalarbeitstag betrifft, so würde feder klar denkende Arbeiter dessen Einführung mit Freuden begrüßen. Es sei sehr schlimm, daß die Arbeitskraft zu einer Waare geworden sei, welche je nach der herrschenden Geschäft tonjunktur bezahlt würde. Sodann besprach der Referent die Nothwendigkeit der Sonntagsruhe und betonte, wie sehr fich der Arbeiter nach der Sonntagsruhe sehnt, um mit seiner Familie wenigstens ein paar Stunden im Freien nach frischer Luft zu Es wäre Pflicht eines jeden Arbeiters fich an der Petition durch unterschreiben derselben zu betheiligen und dafür zu agitiren, daß der Hert Reichslang er endlich mal, wie er gewünscht, die Stimme des Distuffton betheiligte fich im Sinne des Referenten Her Michelsen, indem er unter Anderem anführte, daß doch woh der Großgrundbefizer nicht so sehr unterrichtet wäre, daß er wisse, wo den Arbeiter der Schuh drücke, und daß die Lage der Arbeiter noch immer eine sehr schlechte sei. Auch dieser Redner legte den Versammelten ans Herz, für das Arbeiter schutzgeses zu agitiren. Ferner wurde eine Resolution einge schnappen. Soziales und Arbeiterbewegung. Baltes zu hören bekomme.( Stürmiſcher Beifall.) An fie mir von Lübbele raustragen müſſen. Und jest soll ic jo Soziales und Arbeiterbewegung. nach Hause jehen nee, der Mensch will doch och mal in de Woche' n fleenes Verjnügen haben!" Der Verwaltungsbericht über den städtischen ZentralVieh- und Schlachthof, aus welchem wir schon einige, den Berliner Fleischkonsum betreffende Zahlen mitgetheilt haben, geftattet auch einen intereffanten Blick in die Bedeutung des Berliner Viehmarktes als Exportmarkt. Es ergiebt sich, daß der Auftrieb des hiesigen Marktes zu 45 Prozent dem Erport anheimfällt. Jm vorigen Jahre wurden exportirt 41,754 Rinder, 89 000 Schweine, 687 Kälber und 385 958 Hammel, darunter etwa 250 000 Magerhammel. Die Rinder nahmen ihren Weg fast ausschließlich nach der Rhein- Provinz und Westfalen, aber auch nach Sachsen; Schweine meistens nach Hams burg und Sachsen, theilweise auch nach Westfalen; Schlachthammel vorzugsweise nach Paris, theilweise auch London, Südwestdeutschland und Sachsen, während die ca. 250 000 Magerhammet meistens nach Provinz und Königreich Sachsen gingen, um gemästet später zum Theil wieder am Berliner Markt zu erscheinen. Im Uebrigen verweisen wir unsere Leser auf die Rubrik Kommunales", wo wir noch anderes Material über den Zentral- Viehhof bringen. geordne preußifo bungen Dativen beiterle Die Kre find der richtig. fehr ge Dieb f handelt gewinn Betrach legung nach D ( Sehr Ar Suchen bar 32 Länge Regier ugla perfonl Beichm geben. de bracht, welche lautete:„ Die heute in Friedrichsberg im Saale des Herrn Spizig tagende Voltsversammlung erklärt sich mit Arbeiterschutzgesez voll und ganz einverstanden und verpflichtet fidh, in Zukunft nur für die Wahl solcher Abgeordneten zu stimmen, welche für das Arbeiterschußgefeß mit ganzer Kraft eintreten." Darauf wurde noch beschlossen, eine Tellersammlung zu veran stalten, nnd zwar zu Gunsten der streifenden Töpfer in Velten und der Hamburger Korbmacher, und zwar solle nach jedem Ort die Hälfte des Ertrages fommen. Der Vorfißende machte noch bekannt, daß Petitionslisten zum Unterzeichnen ausliegen bei den Herren Elias in Friedrichsberg, Blumenthalftr. v. IV.; Meinhard, Rummelsburgerftr. 64; J. Vieweg, Chauffee 23, v. 1.; Rosenkranz, Rummelsburg, Schillstr. 30; ferner in Vereinslofal des Herrn Neumann in Friedrichsberg, Gürtel straße 41, und im Lokal des Herrn Liewald, Frankfurter Die freien Hilfskaffen find nicht nur den Konservativen, die Alles unter die Polizeigewalt stellen wollen, sondern auch den Liberalen ein Dorn im Auge, weil fie in dem Aufblühen den Liberalen ein Dorn im Auge, weil fie in dem Aufblühen dieser Kaffen ein Zeichen erblicken, daß die Arbeiter überall, wo es geht, selbstthätig vorgehen und sich von ihren früheren liberalen Leithammeln entfernen. So bringt das Leipziger Tageblatt" folgenden Schmerzensschrei:" Von Hamburg aus, dem Size der meisten zentralisirten Hilfskaffen, wird gegenwärtig eine sehr rührige Agitation veranstaltet, um die Arbeiter zur Kündigung ihrer Zugehörigkeit zu den behördlichen Kaffen und zum Eintritt in die freien Hilfskaffen zu be wegen. Ob für lettere ein großer Buwachs besonders ersprieß lich ist, dürfte nach den bisherigen Erfahrungen, welche die freien Hilfskaffen gemacht, mindestens zweifelhaft sein. In dem gemeinsamen Aufruf, den lettere Kassen jegt erlassen haben, läßt aber ein Paffus ziemlich tief blicken. Es heißt nämlich darin, daß Mitglieder freier Stassen oft in der Lage find, Kaffen leichter Arbeit zu bekommen, als andere Kollegen, die als Mit glieder einer behördlichen Kasse vom Arbeitgeber weniger gern beschäftigt werden". Ist das wirklich der Fall, dann würde wohl der Staat berechtigtsein, durchgreifende Maßregeln zum Schuße der Angehörigen seiner Kassen zu ergreifen." Was mögen das wohl für Maßregeln sein? Man fann doch den Meister nicht zwingen, Mitglieder der Gemeindekrankenkassen oder der Ortsfaffen in die Arbeit zu nehmen, wenn er es vorzieht, Mitglieder der freien Hilfskaffen, die im Durchschnitt auch beffere Arbeiter sind, einzustellen. Vielleicht würde eine Revision des Krankenkassengesezes, wodurch den Arbeitgebern der Drittel Beitrag erlassen würde, zum erwarteten Ziele führen; oder noch beffer, die Regierung machte tabula rasa und verböte alle freien Hilfskaffen auf Grund des Sozialistengesetes. Das wäre eine That nach dem Herzen vieler Liberalen und bes sonders auch des Leipz. Tageblatts". 1. Wie gefährlich ein unbeaufsichtigtes Hundefuhrr. wert für unseren Straßenverkehr werden fann, zeigte ein Borfall am Montag Nachmittag in der Nähe des Kottbuser Thores. Der Kutscher eines Arbeitswagens wollte sich für die Einfahrt seines Fuhrwerks Raum schaffen und zu diesem Zwecke einen vor der Thür haltenden, mit zwei Hunden bedeffen Spannten Wagen zur Seite fahren, zu welchem Zwecke er deffen Deichsel ergriff. In demselben Moment sprangen die beiden Hunde des Wagens auf ihn zu, warfen ihn zu Boden und hielten ihn zähnefletschend in dieser Lage mit den Vorderpfoten fest. Vorübergehende, die dem am Boden liegenden Beistand leisten wollten, wurden ebenfalls von den scharfzähnigen Bestien so unfreundlich behandelt, daß der Kutscher in seiner Lage verharren mußte, bis der Eigenthümer des Hundefuhrwerts aus einer benachbarten Destillation herbeigeholt war und nun seinem Bugvieh gegenüber das erforderliche Machtwort sprach. Aufsichtslos wartende Bichhunde sollten ftets so eng an die Wagendeichsel gefesselt sein, daß derartige gefährliche Situationen vermieden werden. Steine, statt Brod! Konferenz preußischer Bischöfe zu Fulda haben die versammelten Oberhirten an ihre Schäflein einen Hirtenbrief erlassen, in welchem auf die durch die Zeitverhältnisse verschuldete mangelnde Seelsorge hingewiesen wird: Dabei heißt es dann Allee 143. Arbeiter, 35, Ichon e Schut in ber Die R liberale Diefer Berjud Jury." Diefen echtes U wörtlich: Tausende, die im Dienfte einer übermäßig wachsen burger Fachverein der Stellmacher zugesandte Petition, in wel bas da Der T I würdig welche ift. Notrelichen hr. In der Versammlung des Fachvereins der Stell macher, welche am Sonntag Brunnenstr. 140 stattfand, wurden die Antworten festgestellt, welche der Vorsigende auf die Fragen, die der ihm seitens des Polizei- Präfidiums zugestellte Frage bogen behufs der Enquete in Betreff der Sonntagsarbeit vor legt, geben soll. Die Antworten gehen darauf hinaus, daß im Stellmachergewerbe regelmäßige Sonntagsarbeit in den Vor mittagsstunden noch allgemein üblich sei, daß Eigenthümlich teiten des Gewerbes, welche die Sonntagsarbeit nöthig machen, nicht vorhanden seien, daß ein Verbot der Sonntagsarbeit ohne Auf der kürzlich stattgehabten Einschränkung durchführbar sei und daß die Folgen der gänz lichen Abschaffung der Sonntagsarbeit im Stellmachergewerbe in feiner Beziehung nachtheilige, vielmehr nicht nur für die sondern auch für die Arbeitgeber nur gute sein werden. Es wurde dann vom Vorftzenden eine vom Ham cher der Reichstag ersucht wird, dem Arbeiterschußgefeßentwurf seine Zustimmung geben zu wollen, mitgetheilt. In Bezug auf ben an alle Stellmacher Deutschlands gerichteten Aufruf zur Unterzeichnung dieser Petition wurde mit Rüdsicht darauf, da der Berliner Fachverein bereits eine Petition desselben Inhalt Sie bedürfen Geld für Erziehung ihrer unter den Berliner Kollegen zur Unterzeichnung in Birkulation Schloffer hatte Gelegenheit gefunden, sich einen Nachschlüssel Kinder, für die Erholung ihrer Frauen, kurz und gut zu ihrem gefeßt hat, dem Bedauern Ausdruck gegeben, daß die Petition Des Hamburger Fachvereins für Berlin zu spät gekommen Reichstage darauf aufmerksam machen, nicht nur für die im Ausschusses, beauftragt, es zu veranlaffen, daß der Gesellen Dienste der Industrie, sondern auch für die im Dienste der ausschuß eine öffentliche Versammlung sämmtlicher Stellmacher Berlins einberufe und über seine bisherige Thätigkeit(?) Be Ein Diebstahl im Gefängniß ist jedenfalls eine der seltensten Erscheinungen und dennoch hat die Entdeckung eines solchen, der noch dazu fich als ein schwerer qualifizirt, da er wiederholt und mittelst Nachschlüffel ausgeführt worden, am Freitag in Plößensee sehr unliebsam überrascht. Ein dort als Strafgefangener befindlicher, mit Hausarbeiten beschäftigter den Industrie fich abmühen, müssen die Gnadenmittel, deren fie am meisten bedürfen, entbehren." Wenn das wahr wäre, dann könnten fich die Arbeiter freuen; aber fte bedürfen einer ordentlichen Mahlzeit, einer gesunden Wohnung und einer an ständigen Kleidung weit mehr, als der, Gnadenmittel" der fatholischen Kirche. zu einer Vorrathskammer- einer gewöhnlichen Zelle- zu fertigen, in welcher unter Anderem auch Spiritus aufbewahrt wird. Eine so günstige Gelegenheit zu einem frischen Trunke wird natürlich an solcher Stätte am wenigsten unbenust ge-laffen und nur durch einen Zufall ist die Entdeckung des Diebstahls gelungen, der Thäter durch einen Mitgefangenen verrathen worden, Das abhanden gekommene Quantum Spiritus wird auf 30 Liter geschäßt, fedenfalls ein Beweis, daß der unternehmende Schlüsselfabrikant den durstigen Seelen im Palast am Plößensee öfter Gelegenheit zum Bügeln gegeben hat, bevor es gelang, ihm das Handwerk zu legen. Wohlergehen auf Erden, zu dem die Gnadenmittel" nichts beitragen. Die Herren Bischöfe sollten die klerikale Partei im Landwirthschaft und des Junterthums fich abmühenden Ar beiter ernsthaft durch Schaffung einer volksthümlichen Sozial leerer Tröftungen. Tabatmonopol. " Gelegenheit das Tabatsmonopol wieder einmal an der Ober richt erstatte. Baife andere Berna ausich unter Gera, 20. Auguft. Vor einigen Tagen stattete der hiefige Gebete und Litaneien; fie schaffen dem Arbeiter Brod, anstatt Reichstagsabgeordnete Herr Hugo Rödiger seinen Wählern, die fich in einer Anzahl von 1300 Mann eingefunden hatten, Be Es mehren fich die Beichen, daß bei richt ab über die verfloffene Reichstagssession. Die Rede wurde fläche auftauchen wird; ob mit mehr Erfolg, vom deutschen lung fand folgende Resolution einstimmige Annahme: 1) Die Boff. 8tg.", daß die Schilder über Laden u. s. m. nur zu oft Reichstage angenommen zu werden, das lassen wir vorläufig heutige im Kaisersaal tagende von zirta 1300 Theilnehmern be Thür ins Haus fällt, sondern zuerst mit einer sogenannten sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten während der legten selbst hochgebildete Behörden fich solcher Schnißer schuldig steuert wird, als der gewöhnliche. Wir find Gegner aller griffe für verleumderische Heßereien und bringt der Fraktion durch Fehler verunstaltet werden, sicherlich nicht eine besondere Empfehlung für den breiten Stand der Gewerbe- und Ges machen. So prangt auf dem Stadtperron der Friedrichstraße die Inschrift: Friedrichst: aße- 3oologischer- Garten", als ob es fich um drei Stationen handelte, oder das Adjektiv mit feinem Substantiv durch einen Strich verbunden würde. Ueber Dem Vortal des Friedrichs. Werderschen Gymnafium in der Dorotheenstraße liest man Friedrich Werdersches Gymnasium" mit offenbarem Fehler, da diese Schule ehemals auf dem Friedrichs- Werder errichtet worden ist. Wahrscheinlich der mehreren Wirkung wegen" findet man in den Pferdebahnwagen die Warnung Nicht Rauchen", obwohl man für gewöhnlich Infinitive, auch befehlende, mit kleinen Anfangsbuchstaben schreibt. dahingestellt. Vielleicht aber auch, daß man nicht mit der treiben. ein unumschränktes Vertrauen auch für ihre spätere Wirksamkeit insbesondere bezüglich der Arbeiterschußgesesfrage zum Ausdrud 2) Bezüglich der von den Gegnern behaupteten Spaltung in fortwährende Erhöhung der Tabaksteuer sind die billigen der sozialdemokratischen Partei erblickt die Versammlung nur indirekten Steuern, aber wenn dieselben nicht zu beseitigen find, so sollte man sie in der That gerechter einrichten und dies würde allerdings eine Werthsteuer erzielen. Durch die das hämische Bestreben, einen Keil in die Partei zu rafters entbehrend. Sie geht deshalb betreffs derfelben trenge zugela Die Versammlung erklärt die stattgehabten persönlichen Mei Konsum hierdurch und durch die schlechte allgemeine Wirth. nungsdifferenzen für unerheblich und jeden prinzipiellen Cha SE gebebr betrieb Don fchaft thres burch Das Abbé Kalen befeffe Alaffe findet Bayo Aire nad Tagesordnung über. 3) Die Versammlung erklärt es für Bit eines jeden Arbeiters, die Petition um Einführung eines wir samen gesetzlichen Arbeiterschußes und Verbotes der Sonntag Tabate so schlecht geworden, daß auch der ärgste Raucher unter der Arbeiterklase schon vielfach sich einschränkt, so daß der schaftslage schon ein bedeutend geringerer geworden ist. Die fleineren und mittleren Produzenten leiden darunter und aus ihren Reiben erflingen häufig genug Stimmen nach Einführung des Monopols, damit ihnen ihr kleines unrentables Geschäftchen abgelöst werde. Das Eine aber ist gewiß: jede Reform und Berantwortlicher Redakteur N. Gronbeim in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. arbeit zu unterzeichnen. Hierzu eine Beilag Stub bas feitige er b matit berba fophi Rathe feine burch gimm Inäher. Reichs 5ft werde Der lang en wird, of fällt. eit, weil arif feft bei nicht Lebens Die Res r geringe Meistern anderen gen. mmlung tag, den Allee 143 et. Das ger über nommen. Fraktion Die Ar uchthaus freie Ar rrenz der uchthaus edürfniffe gedeckt Arbeitern te Baga Berbot der Das Kind Bung der Ten; die oft einem ert, nüß en. Von rent, daß, Häuslich n tönne. Cet, denn beit nach r Müdig Säuslichkeit To würde Freuden zu einer Beſchäfts ferent die sehr fich mit feiner zien nach bt eines erschreiben der Herr imme des An der aten Herr Doch wohl , daß er Die Lage auch dieser Arbeiter ion einge im Sacle rt fich mit über bas Tichtet fid ftimmen, eintreten." zu veran in Velten nach jedem de machte ausliegen halftr. 35 Chauffee Gürtel Frantfurter ferner im Der Stell D, wurden Die Fragen Ite Frage arbeit vors as, daß im den Bor nthümlich ig machen, arbeit ohne der gänz bergewerbe ar für die nur gute vom Ham febentwurf n, in wel Bezug auf lufruf zur arauf, daß en Inhalts Birtulation e Petition gekommen. Gefellen r Gefellens Stellmacher eit(?) Be der hiefige Gatten, Be tebe wurde Verfamm ählern, die e: 1) Die ehmern be tigkeit der Der legten rischen An er Frattion Birtfamleit n Ausbrud. Spaltung in mlung nur zu treiben lichen Meis viellen Gha für Pflicht Sonntag rfelben u eines wirl Beilage Beilage zum Berliner Volksblatt. Mr. 198. Die Geschworenengerichte find thatsächlich, wie ein Leipziger offiziöses Blatt nachträglich darzulegen versucht, in gewissen Kreisen in Mißtredit gekommen. Warum? das wird allerdings nicht gesagt. Höchst wahrscheinlich entspringt die Verfolgung des Laiengerichts der Erwägung, baß schließlich, wenn nicht rechtzeitig Präventiv- Maßregeln er griffen würden, die Erweiterung der Kompetenz des Ge chworenengerichts auf politische und Preßvergehen eine bloße Frage der Beit ſet. Daß das dem Mittelpunkt des Volkslebens entrückte, aus Juristen gebildete Kollegium eher irren tonne als eine Anzahl gewöhnlicher Bürger, das zu glauben sträubt man sich heute in einzelnen Kreisen. Dort hat man gänzlich das zwar überaus schroffe, aber gleichwohl damals nicht ganz unzutreffende Wort Friedrich des II. vergessen: Ein Juftizfollegium, das Ungerechtigkeiten ausübt, ist gefährlicher und schlimmer als eine Diebesbande; vor der fann man fich hüten, aber vor Schelmen, die den Mantel der Justiz gebrauchen, um ihren üblen Passionen zu dienen, vor denen ann fich kein Mensch hüten; die sind ärger als die größten Spizbuben, die in der Welt find, und verdienen eine härtere Bestrafung." Dieses Bitat hat natürlich heute speziell in Deutschland teine Bedeutung- obgleich gewiffe fonservative Blätter heute wie vor ungefähr 20 Jahren den Richterstand beſtürmen, die Gerechtigkeit zu Gunsten reaktionärer Bestrebungen zu mißs brauchen. Natürlich ist dies eine vergebliche Mühe einzelne Urtheile der letzten Zeit allerdings manches KopfSchütteln hervorrufen mußten. obwohl Wir fagten vorhin: wie vor ungefähr 20 Jahren. Das mals, es war mitten in der preußischen Konfliktsperiode, hat es die Reaktion verstanden, einen Gerichtshof zu umgarnen, wenigstens nach Aussage der damaligen tonangebenden konser vativen Breffe. Der damalige fortschrittliche, nachher nationalliberale Abgeordnete Twesten sagte diesbezüglich am 20. Mai 1865 im preußischen Abgeordnetenhause: Die Kreuz 3tg." triumphirte fürzlich, weil die Entscheibungen des Obertribunals jept sämmtlich einen streng konser vativen Charakter hätten.( Auf allen Seiten: Hört, hört! und beiterkeit.) Ich glaube das dahin interpretiren zu dürfen, daß die Kreuzztg." selbst meint, die Entscheidungen des Obertribunals febr richtig.) M..! Die Unabhängigkeit der Gerichte ist von geringer Bedeutung, wenn es sich darum handelt, ob ein Mittwoch, den 26. August 1885. den Ministern gewendet) Ihre Richter mit allen Drden des preußischen Staates behängen. Ihre Sterne decken die Wunden nicht zu, welche diese Männer ihrer Ehre vor der Mit- und Nachwelt geschlagen haben( Stürmisches Bravo), leider aber nicht blos ihrer Ehre, sondern auch der Ehre ihres Vaterlandes." ( Lebhaftes Bravo.) Das den Gegnern der Geschworenengerichte zur Beher zigung! Der Hamburger Handel für 1884 im Lichte des t. bayer. Generalkonsulatsberichts*) zeigt uns deutlich, daß die Krisis, die alle Welt erfaßt, auch auf den größten Stapelplatz Deutschlands sich erstreckt hat. 3war hat Die quantitative Bedeutung des kaufmännischen Geschäfts teine Einbuße erlitten, aber es macht sich der Druck übergroßer Vorräthe und dadurch erzeugten Weichens des Werthes fast aller ,, Stapelartifel" geltend. Das heißt mit anderem Worte, daß die Ueberproduktion wieder einmal den Markt mit Gütern überschwemmt hat, und daß die große Maffe des Volles in Folge verminderter Kauffähigkeit nicht vermag, den Waarenreichthum zu konsumiren. An einem drastischen Beispiele weist der Bericht diese von der Bulgärötonomie noch immer verkannte Thatsache schlagend nach. Von dem für Hamburg sehr in's Gewicht fallenden Ars titel Kaffee wurden 1884 nur 176 Millionen Pfund, gegen 198 Millionen Pfund im Jahre 1883, eingeführt. Der Preis für reell ord. Rio ging von 53 Pf. pro Pfund im Anfang des Der Jahres 1884 auf 42 Pf. am Schluffe deffelben zurück. Breis ist kein hoher, das weiß jede Hausfrau aus ihren praktischen Erfahrungen. Da Kaffee", schreibt der Generalfonful ,,, ein eigentlicher Konſumartikel der breiten Voltsmasse ist, und weil das hamburgische Geschäft darin wesentlich auf wirklicher Versorgung beruht, so will man die verminderte Importation als ein Symptom dafür betrachten, daß die Erwerbs- resp. Lohnverhältnisse der deutschen Arbeiter bevölkerung feineswegs so günstige gewesen seien, wie sie nach anderen Handhaben oft dargestellt worden find." Man will nicht blos, man muß diese Erscheinung als eine Verschlechterung des proletarischen standard of life+) betrachten. Bei den Handhaben" denkt man unwillkürlich an die farbenprächtigen Bilder der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", die uns das Arbeiterleben in Deutschland als ein Paradies darstellen. Leider theilt dies Paradies mit dem biblischen die Eigenthümlichkeit, daß es nie existirt hat. Auch die Auswanderung über Hamburg, dies treffliche Barometer der sozialen Wetterkunde, zeigt etwas höhere Biffern als 1883, allerdings lediglich auf indirektem Wege. Dieb freigesprochen oder verurtheilt wird; wenn es sich darum handelt, ob in einem Prozesse Hinz oder Kunz hundert Thaler gewinnt; wo aber ein politisches Interesse der Regierung in Betracht kommt, da wird jezt nicht mehr nach der strikten Aus- Nicht ohne Interesse ist folgende Tabelle. Es wurden be legung der Gefeße erkannt, sondern nach politischen Rücksichten, fördert: nach den Interessen und Tendenzen der regierenden Partei! ( Sehr wahr! Sehr richtig! von allen Seiten.) An einer anderen Stelle heißt es: Barteiregierungen suchen allemal die Gerichte ihren politischen Tendenzen dienst. Dar zu machen, und ein Berufsbeamtenthum hat auf die Länge niemals die Kraft, dem konsequenten Drucke der direkt 1880 1881 49 100 Bers. 75519 " 1882 80 993 indirekt 19 787 Pers. 47 612 32 228 " 11 11 1883 75 141 " 1 " 13 265 16 339 " 1 " zusammen 68 887 Perf. 123 131 113 221 " " " 1 " 88 406 1884 74 103 90 442 Die feit 1882 gesunkene Auswanderungsziffer beginnt wieder zu steigen. Auf jeden Fall ist die Zahl der Auswanderer groß genug, und da wir nicht dem bewundernswerthen Optimismus deren Wohlergehens halten, huldigen können, so müssen wir Regierungsgewalt zu widerstehen. Es ist eine Täuschung, glauben, daß Gericht und gerichtliches Urtheil an fich Ichon eine Schußwehr für das Recht des Landes und für die Persönliche Freiheit der Staatsbürger seien. Ein wirklicher derjenigen, welche die Auswanderung für ein Zeichen besonSchutz für die persönliche Freiheit und das Recht liegt nur in II. Jahrg. und in der Ostsee. Die Segelschiffe vermögen die Konkurrenz der mit allen Mitteln der Neuzeit arbeitenden Dampfer nicht auszuhalten; die legteren nehmen überall, da fie niedrige Frachttarife haben, die Ladung fort. Wie die Zahl und die Bebeutung( nach dem Tonnengehalt) der Dampfer in dem legten Jabrfünft gestiegen ist, fieht man aus nachstehender Uebersicht der hamburgischen Kauffahrteiflotte. Es gab darunter am 1. Jan. Schiffe Reg.- Tons Seedampfschiffe Reg.- Tons 97.900 1881 490 244 694 126 1882 498 273 533 150 132 105. 1883 500 294 957 167 154 615 1884 488 308 099 178 485 321 554 187 173 509 186 367 1885 Während also die absolute Zahl der Schiffe abgenommen hat, ist die Bahl der Dampfschiffe bedeutend gestiegen; der Tonnengehalt der letteren wuchs seit 1881 um mehr als 100 Proz. Auf allen Gebieten der Sieg des Großbetriebes, der Triumph der Maschine! Von welchem Gesichtspunkte aus man auch den großen Tummelplay von Handel und Industrie betrachten mag. Ein Bild stellt sich dem unbefangenen Beschauer stets mahnend und Hilfe heischend dar, die im Kampfe um's Dasein hart ringende Arbeiterklaffe. Die Gesetzgebung muß eingreifen, wir brauchen eine Rodifilation des Arbeiterschußes. Politische Uebersicht. Ueber die Auflösung resp. das Verbot der Vereini gung deutscher Metallarbeiter" lesen wir in der offiziösen Nordd. Allg. 3tg." folgendes: " Wie bereits mitgetheilt, wurde die Vereinigung der Metallarbeiter Deutschlands, ein sogenannter(!) Fachverein, auf Grund des Gesezes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie durch den badischen Landeskommissar für die Kreise Mannheim, Heidelberg und Mosbach verboten. Die an Jal. Willig, früher Schloffer, jegt in der Redaktion der Bad. Volfsztg." beschäftigt, gerichtete Verfügung dürfte allge= meineres Intereffe haben; fie lautet: Aus der Anwesenheit einer großen Anzahl be= fannter Agitatoren der sozialdemokratischen Bartet auf dem in den Tagen vom 25. bis 29. Dezember 1884 zu Gera abge= haltenen Kongreffe der Metallarbeiter Deutschlands, aus dem weiteren Umstande, daß fast sämmtliche dort erschienenen Delegirten jener Partei angehören, sowie aus dem gan= zen Verlauf der Kongreßverhandlungen erhellt, daß es sich bei Gründung der Vereinigung der Metallarbeiter Deutschlands um ein Unternehmen handelt, bei welchem schon von vornherein der gewerkschaftliche Zweck gegenüber dem politisch sozialdemokratischen durchaus in den Hintergrund tritt. Daß demgemäß die Vereinigung der Metall arbeiter Deutschlands von ihrer Gründung an sozialdemokratische, auf den Umsturz der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung gerichtete Bestrebungen verfolgte, war zweifellos. Dafür spricht das Ergebniß der Wahl in den Ausschuß und in die Mitgliedschaften der Vereinigung, indem zu diesen Aemtern eine große Anzahl Anhänger der sozialdemokratischen Bartei, zum Theil Persönlichkeiten, welche in ganz besonderem Maße die Förderung der gedachten Bestrebungen fich zum Geschäfte machen, gewählt wurden. So hat denn auch der Ausschuß die erste Gelegenheit, die fich dargeboten, dazu fagen: Die wachsende Armuth ist nicht nur, um mit Frig benugt, sein Programm gemäß den auf dem Kongres Reuter zu reden, die Ursache der Poverté, sondern auch der Auswanderung. Der Fortschritt der Maschinentechnik tritt uns an dem industrie das Handwerk, wie der Kraftstuhl den Handstuhl, so geben.( Sehr wahr.) An Geschworenengerichten brachen sich Der fraurigen Reaktionsperiode Englands unter Georg III. die Reaktionsversuche. Man zeigt noch das Grab eines liberalen Schriftstellers jener Zeit. Die Inschrift lautet: Seeplay anschaulich entgegen in der Rhederei. Wie die Groß Diesen Mann wünschte Pitt hängen zu lassen; aber der Bersuch scheiterte an dem Wahrspruch einer ehrlichen englischen verdrängt das Dampfschiff das Segelschiff. So hat z. B. in Jury." Hoffen und streben wir, daß wir über kurz oder lang Ostindien und in der chinesischen Küstenfahrt der Dampf das diesen Hort für persönliche Sicherheit gewinnen werden, ein Segel fast ganz vertrieben; ähnlich ist es im Schwarzen Meer echtes Schwurgericht."( Bravo! links.) Und zum Schluß noch ein Urtheil desselben Redners über das damalige Obertribunal: Die Herren Minister können in der That triumphiren über ihre Erfolge, aber mögen Sie( zu Weibliche Trappisten. pro 1884. = *) Bericht des t. b. Generalkonsulats in Hamburg +) Standard of life wirthschaftliche Lebenshaltung. Servantes de Marie enstanden, und eines Zufluchtsortes für Büßerinnen, welche später Bernardinerinnen wurden. Das Haus in Bayonne war bald zu klein für die rasch In der Nähe von Biarritz befindet sich eine merkwürdige und in ihrer Art einzige geistliche Gemeinschaft, anwachsende Gemeinde und dazu kam noch, daß Abbé Cestac immer der Ansicht gewesen war, ein Landleben mit reichlicher welche unter dem Namen Notre- Dame du Refuge bekannt ift. Die Gemeinschaft hat zwei 3weige; der eine derselben, Feldarbeit unter einer flöfterlichen Zucht und Regel sei das wahre Leben für seine Büßerinnen. Notre- Dame, unterscheidet sich wenig von einem gewöhns kleines Landgut in der Gemeinde Anglett, in der Nähe von lichen Kloster mit der üblichen Schule, Krippe und dem mehr Sand dicht am Meere Es wurde daher ein andere ist ein weibliches La Trappe; die Nonnen heißen sich durch Vermächtniß ein anderes Stück Land oder vielausschweifendes Leben geführt haben und dann, nachdem sie schloß sogleich, daß dies der Sitz seines Refugiums unter der Aufsicht der Servantes de Marie eine lange, zugelassen worden sind. zu. Der Abbé be= frenge Prüfungszeit bestanden, als Mitglieder des Ordens kahlen Sandhügeln und seiner Entfernung von Häusern und Landstraße geeignet erschien. Im Jahre 1842 wurden die Servantes de Marie von der römisch- katholischen Kirche als Beide Anstalten erhalten sich selbst durch eine im ausreligiöse Körperschaft anerkannt und 1851 nahmen die Ber gebehntesten Maßstabe und nach den wissenschaftlichsten 3ügen nardinerinnen die Gelübde und die geistliche Kleidung an. betriebene große Landwirthschaft. Die Arbeit wird ausschließlich 1868 starb Abbé Cestac, nachdem er Domherr von Bayonne von Frauen besorgt und einige Methoden ihres landwirthund Ritter der Ehrenlegion geworden war, und hinterließ schaftlichen Betriebes sind ganz originell, da der größte Theil als Denkmal seines Wirkens und Wesens eine der erfolg ihres Bodens Sand ist, welcher dem Meere abgewonnen und reichsten und gemeinnüßigsten Klösterlichen Anstalten, welche burch ihre geduldige Arbeit fruchtbar gemacht worden ist. in der römisch- katholischen Kirche in neuerer 3eit gegründet Das ganze System rührt von einem einzigen Manne, dem Abbé Cestac, her, welcher in einem merkwürdigen Grade das worden sind. Die erste der von Abbe Cestac in Anglet gegründeten ist, worin die Handarbeit gänzlich von Frauen besorgt ausgesprochenen Intentionen den Arbeitern auseinanderzuseßen, indem er seinem Kassenbericht für das 1. Quartal 1885, der an die Mitgliedschaften und an die Freunde der Sache in über 9000 Exemplaren versendet wurde, einen Aufruf bei gegeben hat, in welchem die Reichskommission das Hervors freten von Bestrebungen, wie solche im§ 1, Abs. 2 des Gesepes vom 21. Oktober näher präzisirt sind, erblickt und demAlle diese gemäß jene Schrift endgiltig verboten hat. Umstände führen zu der Ueberzeugung, daß in der Thätig feit des Vereins weit weniger die nach den Statuten bezweckte Förderung der Ehre und Intereffen der Metallarbeiter, als vielmehr sozialistische Bestrebungen zu Tage treten, Ste theilen ihren frauen in der That nicht Ihresgleichen. Sand in drei Klassen: 1. braunen oder kalten Sand, 2. weißen oder heißen Sand, auf Gascogniſch Mourets ge= nannt, und 3. grauen oder todten Sand. Der erste iſt dem Wasserspiegel am nächsten und für die Pflanzenkultur am geeignetsten. Der zweite ist sehr zerreiblich und gut für die Obstbäume. Der dritte überlagert in dünnen Schichten unmittelbar den Fels und kann für Ackerbauzwecke von Abbé Ceftac erfundenen befruchtenden Agens für Sand und leichten Boden, welches unseres Bedünkens ganz originell ist. Für hier nügt werden. Die Nonnen bedienen sich eine nicht bes guten, fetten Boden kann es nicht benüßt und jogar Fur nur für den sogenannten ,, kalten Sand" verwendet werden. Das Rezept zu feiner seiner Herstellung ist folgendes: Nimm eine gegebene Menge guter Erde, wo möglich Schlamm aus einem Teich oder Graben, trockne ihn gut und wirf ihn durch ein Sieb; hierzu füge die halbe Menge gepulverter Kohlenschlacke, vermischt mit Seifenwasser aus der Waschküche, die halbe Menge Holzasche, die halbe Menge grobes Salz( den Abfall vom Verdunsten des Boy- und Seefalzes) und die halbe Quantität Kalt. Diesem kann man noch Guano, verfaulte Fische oder wollene Lumpen beifügen. Das Ganze wird dann mit Seifenwaſſer und flüssigem Dünger getränkt, tüchtig umgearbeitet und unter Dach zwei Monate stehen gelassen. Endlich wird das Gemenge zu gleichen Theilen mit Stalldünger von der Farm vermischt und eine zeitlang der Gährung überlassen, worauf es zur Der interessanteste Theil der Anstalt ist jedoch das Kloster der Bernardinerinnen, ungefähr tausend Schritte von Anglet, inmitten eines ftillen Föhrenwaldes gelegen, welcher auf den hier niederließen. Die Büßerinnen denn sie waren das mals noch kein geistlicher Orden errichteten hier eine ge aus besessen zu haben scheint, welche man so oft in den besten Anstalten ist insoweit merkwürdig, als sie wahrschein= Klaffen des Priesterstandes der römisch- katholischen Kirche lich das einzige große landwirthschaftliche Etablissement Verwendung fertig ist. findet. Dieser ausgezeichnete Mann war im Jahre 1801 in Bayonne geboren, erhielt seine Erziehung zu Tarbes und wird, nämlich von den Büßerinnen in Rotten, welche immer Aire und wurde später auf Kosten der Diözese Bayonne je von einer Servante de Marie oder von einem Mitnadh St.- Sulpice in Paris geschickt, um seine theologischen glied des unteren Grades dieses Ordens, einer sogenannten Sandhügeln angepflanzt, als die Bernardinerinnen sich 1846. Stubien zu vollenden. Von hier fehrte er als Professor an Ouvrière de Marie, beaufsichtigt werden. Das Kloster bas Petit Seminaire Larressore zurück, wo er seine viel ist ein großes, weitschichtiges Gebäude, das eher einem feitige Brauchbarkeit und Gewandtheit bewährte, indem Pachthofe als einem Kloster gleichsieht. Es besitzt eine matit mit denjenigen er die Pflichten eines Lehrers der Musik und Mathe- große Heerde bretagnischer Rühe, für deren Erhaltung in begannen ihre Arbeit, den Sand zu bepflanzen und kultur eines Raffiers ber Anstalt der Rare besonders emsig gesorgt wird. von Schweinen und Kaninchen wird mit Auch die Sucht großem Erfolg be sophie erhoben worden, wurde er zum Vikar an der trieben und besonders der letztern wird eine große Bedeufeine Lebensaufgabe durch Gründung eines Waisenhauses, für den eigenthümlich sandigen Boden ist, mit welchem die burch Stiftung eines Vereins von jungen frommen Frauens Nonnen auf einem großen Theile des Gutes zu thun haben. zimmern für Erziehungszwecke, aus denen später die Als Bewirthschafterinnen von Sandboden haben diese Klosterfähig zu machen, der jetzt so kulturfähig gemacht ist, daß er wie eine Rose blüht. Der Orden ist demjenigen der Trappisten ähnlich, allein die Regeln unterscheiden sich von den jenigen von La Trappe in manchen Stücken, namentlich durch geringere Strenge, und zeigen auch hierin, wie in Allem, ben hohen, praktischen, gesunden Menschenverstand des Die Bernardinerin verbringt ihr Leben unterStifters. welche auf den Umsturz Umfturz der bestehenden Staatsund Gesellschafts Ordnung gerichtet gerichtet find und Den öffentlichen Frieden gefährden. Aus diesen Erwägungen wird auf Grund des§ 1, Abs. 2 und§ 6, Abs. 3 des Ge feges vom 21. Oftober 1878 die Vereinigung der Metallarbeiter Deutschlands mit dem Size in Mannheim verboten, welches Verbot die sämmtlichen bestehenden Mitgliedschaften zu Altenburg, Berlin I., Berlin( Often), Berlin( Süden), Berlin( For mer), Bielefeld, Breslau, Bremerhaven, Braunschweig, Chemniß, Köln a. Rh., Darmstadt, Düsseldorf, Duisburg a. Rh., Eßlingen, Gera, Gießen, Göppingen, Hagen, Haspe bei Hagen, Hanau, Hannover, Herford, Höchst a. M., Kalt, Karlsruhe, Liegniß, Lübeck, Mainz, Magdeburg, Mannheim, Mühlheim a. D., Mühlheim a. Nh., Neumünster, Offenbach a. M., Ottersleben, Redlinghausen, Siegen, Staßfurth, Villingen, Wolfenbüttel und Beiß( Provinz Sachsen) umfaßt." der hier erscheinenden Monatsschrift Allgemeine Sache" zu lesen ist. Dieselbe lautet folgendermaßen: dem Vorsitz des Königs ein Ministerrath statt, der sich mit der Verlesung von auf die Karolineninseln bezüglichen diploma tischen Schriftstücken beschäftigte. Der Minister des Auswär tigen theilte ein Telegramm aus Berlin mit, welches den zweiten Protest der spanischen Regierung beantwortet. In demselben wird seitens der deutschen Regierung erklärt, daß fte dem Zwischenfall, der die guten Beziehungen Deutschlands zu Spas nien nicht alteriren fonne, feine Wichtigkeit beilege, fie betrachte die Karolineninseln bis zum Beweise des Gegentheils als Nie mand angehörig, denn Spanien habe dort teinerlei Behörde eingesetzt. Weitere eingehendere Erklärungen sollen burd Kourier erfolgen. Großbritannien. Die Unparteilichkeit des Chronisten nöthigt uns zu uns ferm Bedauern zu dem Geständnisse, daß der unerbittliche Kampf, den die russische Regierung vor einigen Jahren gegen die Unzufriedenen im Lande und die liberale Strömung aselbst unternommen hat, mit dem großen Triumphe der Autofratie geendigt hat. Die Verschwörungen( Kramola) haben nahezu aufgehört, die liberale Partei hat die Waffen gestreckt, indem sie alle Zweige der Verwaltung den Reaktionären überließ, und wenn man in Rußland hie und da noch einige Spuren von Kritif gegenüber der Regierung bemerkt, so find dieselben so schwach, daß die Regierung ohne viel Mühe dieses Gespenst des Liberalismus unterdrücken kann, sobald fie nur will; es wird nur geduldet, weil es ganz unschuldig ist und dem Prestige des Absolutismus nichts schadet. Die durch eine ungeheure unwiffende Majorität gestüßte, triumphirende Reaktion hat alle Schleusen geöffnet und über ganz Rußland die stinkenden Wellen der reaktionären Fluth ergoffen. Wir kämpfen für die Eroberung der natürlichen Menschenrechte, für die Befreiung des Individuums, und ein solcher Kampf fann nicht mit einer Niederlage enden, denn es liegt im Wesen des menschlichen Geistes, nach fortschreitender Verbesserung und nach Be seitigung der Hindernisse zu streben, welche die absolute Autorität ihm entgegenstellt. So groß daher auch unsere Verluste find, wir haben die Ueberzeugung, daß unsere heute verlassenen Reihen fich eines Tages mit neuen Rämpfern ausfüllen werden. Gleichwohl würden wir im Interesse unseres Erfolges aufrichtig wünschen, daß unser Kampf von allen Gewaltthätig feiten, Mordthaten und Explosionen sich fernhalte. Unsere einzige Waffe sei künftig die Wissenschaft und die Moral, denen gegenüber die Barbarei teine Aussicht hat, Widerstand leisten zu können, während Zeit und Erfahrung genügend dargethan haben, daß in Rußland alle revolutionären Gewalt afte niemals der Befreiung des Volkes genügt, sondern im Gegentheil die Reaktion gefördert haben. Jede Gewaltthätig Nach unserem Dafürhalten find die in der Verfügung angegebenen Gründe nicht so schwerwiegender Natur, daß sie das Verbot der Vereinigung rechtfertigen können und deshalb glauben wir uns zu der Annahme berechtigt, daß die Reichs tommission das Verbot aufheben wird. An der Thatsache wird freilich auch die eventuelle Aufhebung des Verbots nichts ändern, daß eine fich über das ganze Reich erstreckende Orgas nisation irgend einer Gewerkschaft, unter den heutigen Verhält niffen zur Unmöglichkeit geworden ist, da Verbote und Auflösungen fortwährend wie ein Damoklesschwert über diesen Vereinigungen hängen und jede Thätigkeit lähmen. Ohne eine solche Organisation sind aber die Arbeiter nicht im Stande, fich nachhaltig gegen etwaige Bedrückungen der Unternehmer zu mehren, da diese durch kein Gesez gehindert werden, ihre Vereinigungen über das ganze Reich auszudehnen, ja, fie find sogar in der glücklichen Lage, sich bei ihren Generalversammlungen der Anwesenheit von höheren Regierungsbeamten zu erfreuen. Welchen Werth hat unter folchen Umständen aber noch die sogenannte Koalitionsfreiheit? Sozialdemokraten befinden sich sicher überall, in jedem Fachverein, in jeder Gewerkschaft, in jeder Fabrit Bei dem gestern in Dublin von Mitgliedern der irländis schen Gemeinden zu Ehren Parnell's veranstalteten Banket er flärte Parnell, die Schlacht, welche die irischen Deputirten in dem neuen Parlamente zu liefern haben würden, werde die lezte sein, das Programm der Partei werde nur das einzige Biel der nationalen Unabhängigleit haben und er sei überzeugt, daß man dieses Ziel erreichen werde. feit ist nach unserer Auffassung strafbar und unmoralisch. Die Gewalt kann höchstens dort entschuldigt werden, wo sie anges wendet wird, um die Masse des Voltes in Bewegung zu setzen, aber dort, wo dieselbe unwissend ist, wie in Rußland, müßte der Terrorismus nothwendig scheitern, er hat die Blüthe der Jugend auf die Schlachtbank geführt und die Reinheit des Kampfes gegen die Regierung befleckt." " Lokales. legen. B Goldarbei Berlobun Frau des liegenden Ringen v er einzeln von dem Ringe, d arbeiter 1 verdächtig feinen Ta machte, be den Kafter bei einer des Hemb bat einger Swede, ut Ein geführte nimmt B nebst ihre fomie def meit über b. Die Storchnester um Berlin find leer. Pünktli straftamm haben die Störche ihren Reisetermin, den Stralauer Fischzug innegehalten und die Reise nach Afrita am Morgen del 24. August angetreten. Einen großen Auflauf rief eine aufregende Szene hervor, welche sich gestern Vormittag vor dem 62. Polize Bureau in der Kastanien- Alle abspielte. In demselben Augen blid, als eine junge Frauensperson in den vor der Thi haltenden Polizeiwagen( sog. grünen Wagen) zur Weiter beförderung nach dem Moltenmarkt einsteigen sollte, schlich ei anscheinend mit dem Mädchen befreundeter Mann an dieselbe heran, wahrscheinlich in der Absicht, mit ihr einige Worte wechseln. Die Schugleute forderten den Menschen auf, das Mädchen, welches er am Arm hielt, loszulassen und sich entfernen, was er jedoch nicht that. Als die Schußleute nu Gewalt anwandten, warf sich der Mensch zur Erde und wider setzte sich derartig, daß noch mehrere Schugleute aus der Polizei wache herbeigeholt werden mußten, mit deren Hilfe es gelang den Eredenten zu überwältigen und in das Wachlotal bringen. Derselbe ist wegen Widerstandes gegen die Staats Hierzu bemerkt die offiziöse Wiener Pol. Korr.": Man wird gestehen, daß eine offenere Sprache nicht möglich ist; so sprechen nicht bloß die Besiegten, sondern mehr noch die Enttäuschten und Mißbrauchten". Wir wollen hinter dem Artikel der Allgemeinen Sache" keine Hintergedanken suchen und wünschen im Interesse der Entwickelung Rußlands aufs dringendste, seine Worte möchten fich realisiren. Indessen tritt die Tendenz der Beruhigung plöglich und unvermittelt start heraus; die Versicherungen des Blattes stehen im Widerspruch mit anderen auf gute Quellen zurückleitende Mittheilungen, wonach die Nihilisten im Befit neuer Geldmittel seien und eine größere Regsamkeit unter ihnen sich ankündige. und in allen Versammlungen. Wenn aus der Anwesenheit von Anhängern diefer Partei ein Verbot hergeleitet werden soll, so wird schließlich auch nicht ein Verein übrig bleiben. Und ebenso haben doch selbst nach dem Sozialistengesege, da fich dieses nur gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen richtet die Sozialdemokraten das Recht, fich an allen Verhandlungen, die öffentlich unter den Augen der Behörde stattfinden, zu betheiligen, Niemand kann ihnen verwehren wollen, daß sie die Bestrebungen zur Aufbesserung ihrer und der Gewerksgenoffen Lage zu fördern suchen. Was auf dem Kongreffe in Gera gesprochen wurde, ist uns nicht bekannt, unsere Anschauung geht aber dahin, daß es doch weniger auf die dort gefallenen Worte als darauf ankommt, welche Beschlüsse endgiltig gefaßt worden sind. Der Kongreß als solcher bildete doch noch feinen Verein, seine Berathungen tönnen für das jeßige Verbot also auch nicht in Betracht kommen. Bleibt also nur noch der auf Grund des Sozialistengesezes verbotene Aufruf, welcher von dem Ausschuß der Vereinigung herausgegeben worden ist. Daß der Ausschuß diesen Aufruf mit Vorbedacht derartig abgefaßt hat, daß er gegen das Oktobergeset verstoßen sollte, wird doch schwerlich anzunehmen sein, es kann also nur dem Umstand zugeschrieben werden, daß fich die Grenzen, wo ein Verstoß gegen das Sozialistengeset beginnt, schwer bestimmen lassen. Die große Maffe der Mitglieder der Vereinigung stand doch aber dem Aufruf fern, fie hat ihn weder verfaßt, noch verbreitet und fann mithin auch nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Die gewerkschaftlichen Vereinigungen faffen ihre Beschlüsse öffentlich, fie führen über ihre Sigungen Protokolle und jeder Unbefangene muß zugeben, daß sie sich bemühen, ihren von der Behörde genehmigten- Statuten nachzukommen. Daß eine solche Vereinigung den öffentlichen Frieden gefährden tönnte, will uns nicht einleuchten, da gerade durch solche Organisationen die turbulenteren Elemente in die Schranken der Gemeinsamkeit und Gefeßlichkeit verwiesen werden und unnöthigen oder aussichtslosen Streits vorgebeugt wird. Die Arbeiter hoffen, mittelst Vereinigung durch eigene Kraft ihre Lage etwas zu verbessern; wird ihnen diese Hoffnung genommen, so verfallen sie, soweit sie sich nicht um so kräftiger politischen Zweden zuwenden, in eine Gleichgiltigkeit, die ab solut verderblich für Staat und Gesellschaft ist und nicht selten gewinnt in solchen Fällen die Stimmung erst Raum, welche Durch das Sozialistengeset beseitigt werden soll. Auf Grund des Sozialistengesetzes verbietet die Kgl. sächsische Kreishauptmannschaft Dresden die Nummern 9 und 10 der periodischen Druckschrift Proletar, Organ Radikalnich Socialistu Ceskych, Newyork 25. Cervence 1885 und 2. Sepn 1885." Schweiz. Genf, 22. August. Im Lager der russischen Nihilisten Um so größeres geht es seit längerer Zeit sehr ruhig zu. Aufsehen macht eine Erklärung, welche in der letzten Nummer Spanten. gewalt festgenommen worden. Ein Freifäuferin, die jedoch mit ihrer Beute entlam, die unbekannte etwa 43 Jahre alte Frauensperson, die sich a Restaurateursfrau Schmidt, Blumenstr. 6, ausgab. Diefelbe fam am 22. 6. M. zu einer in der Holzmarktstraße wohnhaften In Madrid hat am Sonntag Abend zwischen fünf und acht Ühr die angefündigte Massenfundgebung wegen der Besegung der Karolineninseln stattgefunden. Nach Madrider Telegrammen soll sich die Zahl der Theilnehmer auf 150 000 belaufen haben, doch lassen selbst französische Blätter dieser Bahl ein Fragezeichen folgen. Der Zug, in dem fich etwa 60 Fahnen befanden, durchzog vom Prado aus die Hauptstraßen der Stadt unter den beständigen Rufen:„ Es lebe die Unverleglichkeit Spaniens! Es lebe die spanische Armee! Nieder mit den Usurpatoren!" Vor den Amtsge bäuden des Ministerpräsidenten und des Ministers des Innern hielt der Bug eine Weile, um seinen Protest besonders laut hören zu lassen. Mehrere Mitglieder politischer und militärischer Vereine hielten Ansprachen an die Massen. Die Regierung hatte die nöthigen Maßregeln getroffen, um Unordnungen zu verhüten; doch scheint die ganze Rundgebung ohne störenden Zwischenfall verlaufen zu sein. Die deutsche Gesandtschaft wurde in feiner Weise beläftigt. Nach dem Ver unter den vorgelegten Waaren angeblich nichts Paffendes fand, ließ fie fich für ein Paar anzufertigende Schuhe Maß nehmen. beide mit Ordnen der zur Anprobe vorgelegten Schuhe, daß ein Paar Damenlederstiefel und ein Paar Lederschuhe Gummizug fehlten. 1 war am Gtage nic begleitete nende Fr im Arm fteigen de 8 Stufen allzufchwe bas vierte Wegen betrüglichen Banterotts resp. wegen Beihilfe zu demselben wurde gestern der Bäckermeister T. und der Musiklehrer K. verhaftet. Ersterer besaß in der Thaerftraße eine Bäckerei und verkaufte dieselbe, nachdem er seine Zahlungen eingestellt hatte, zum Nachtheile seiner Gläubiger zum Schein an den K., der über den verabredeten Kaufpreis Wechsel au stellte. be weise mit mann b ftellten S trengt, a Angellag ersten Et gefchritten Der außer wegen Widerstands bereits fünf Male wegen Diebstahls und ebenso oft wegen Unterschlagung strafte Arbeiter" Dehmel wurde in der verfloffenen Stacht in der Thürnische des Hauses Bischofstraße Nr. 10 von dem Revierwächter schlafend angetroffen. Der Wächter verfuchte und den Schlafenden zu wecken, faßte ihn schließlich, da er fich nicht ermunterte, an den Arm und richtete ihn auf. Dies nahm er konnte erit, als ein Schußmann herbeikam, überwältigt aber übel, er griff den Wächter an, riß ihn zu Boden nach der Wache gebracht werden. und Frau Blu hat. Die auch die aber eine Schäfer Gerichtsh men auf ruf nicht Der Ange der unter Körperver der nicht Unte stand gei der vierte getlagte Balton d Bugypfen. Das heut im Konzerthause Sanssouci für Herrn Robert Engelhardt stattfindende Benefiz verspricht durch die Mitwirkung des Herrn Emil Neumann, des Fräulein Gontard lauf der Kundgebung gewinnt man den Eindrud, daß dieselbe Dalatlewis, des Herrn Ewald und anderer Gäfte ein ganz be sonders interessantes zu werden. Leider ist es dem Benefigian zum Mindesten ebenso viel wie gegen Deutschland gegen die Spanische Regierung selbst gerichtet war, weil diese so lange gezögert hat, die angeblichen Befißrechte Spaniens auf die Karolineninseln durch äußere Beichen und Handlungen unan fechtbar zu machen. In einem Theile der Madrider Preffe wird dies in der That ausgesprochen und man fordert von der Regierung nunmehr eutschloffenes Auftreten. Das Erste, was verlangt wird, ist aber das gewaltsame Herunterreißen der deutschen Flagge auf den Karolineninseln oder vielmehr auf der Insel Ponape. Diese Insel der Karolinengruppe soll es sein, deren sich Deutschland zunächst bemächtigt hat. - Madrid, Dienstag, 25. August. Gestern fand unter ist ihre Regel diejenige der Trappisten. Den 3ugang zum Kloster bildet eine sandige Straße durch einen Waldgürtel; dann gelangt man zu der großen Lichtung, welche das Kloster und seine Gärten einnehmen, und betritt durch das ten nicht vergönnt, diesen Ehrentag freudig zu begehen, da e Den Fuge rabe die Der Fall Filzbut Berlegun unfähigte eine Fab Dem Gut Gerausbr schmerzerfüllt an der Bahre seiner von schweren Leiden erlöften lich, da die Leipziger Sänger mit Ende dieses Monats i Engagement in Wien antreten müffen. bie nicht zu feine Arb Berichts y. Freispred gefchichte Der lette auffallend ftraflamm Antiage Louise L 24. Juni dem Flu Rind, in flasche ve Beit noch nahm, Ki Das Don wo nach der Tage erf Frau M Sorge n anderen Ainde w Umständ Zur Feier des Stralauer Fischzuges hatte gestern b dort beschäftigten Arbeiter an obiger Feier betheiligen tönnten Einer derselben, der Schuhmacher J., hatte es jedoch vorge zogen, eine Geschäftsreise nach Berlin zu unternehmen und Proben seiner Fingerfertigkeit beim Freilaufen an den Tag innezuhalten. Alle Freitage nehmen die Nonnen ihre Mahl zeiten knieend ein. Nach dem Essen folgt ein gemeinfamed Gebet in der Rapelle und Erholung bis 1 Uhr; diefe be steht in Spazierengehen oder in der Pflege ihrer fleinen oder Vorlesung gehalten und um 2 Uhr kehren Alle auf Feld zu ihren Arbeiten zurüď. Um 6 Uhr fommen fie zum de Marie, deren Interesse an der Welt das drückende Abendbrod, welches aus Gemüse und Waffer besteht; um Dijon versetzt unter der Aebtissin Jeanne de Courcelle de Schweigen unterbricht, wenn sie den Besucher in den halb 7 Uhr ist Gebet in der Kapelle. Hierauf im Sommer Klosterhof führt, wo zwei weißgekleidete Gestalten Veilchen noch weitere Feldarbeit bis 8 Uhr, im Winter häusliche freiem Himmel; eine Trappistin verläßt niemals das Kloster, welches für sie ein Grab ist. Die Bernardinerin darf ihre Freunde und Verwandten einmal im Monat sehen, die Trappistin sieht dieselben niemals wieder. Das erste Frauenflofter, welches der berühmten Abtei Clairvaux entsprang Thor( über welchem eine Tafel mit der Bitte angebracht ist, Privatgärten. Um halb 2 Uhr wird eine religiöse Andacht und der Ordensregel der Cisterzienser folgte, wurde ungefähr um 1125 in der Diözese Langres gegründet und hieß NotreDame de Tart". Diese Abtei wurde im Jahre 1623 nach Bourlan, welche die strengen Regeln des heiligen Bernard wieder aufleben machte und zur Geltung brachte, deren Beobachtung unter dem erschlaffenden Eindrucke der Sitten und Bräuche der Feudalzeit nachgelassen hatte. Es wurden nun mehrere andere Klöfter dieser Art gegründet, namentlich das zu Port Royal in Paris, und vor der Revolution waren mehleise zu sprechen) eine lange, sandige Allee von Kiefern, wo der Fuß leise auftritt. Hier trifft man eine junge Servante einer Art Litanei. Die Klostergebäude an sich zeigen nichts Merkwürdiges oder Ungewöhnliches und bestehen aus einem Gebet in der Kapelle und um 9 Uhr geht's zu Bette. An rere Häuser für die Aufnahme von Büßerinnen vorhanden, weißen Vorhang abgeschlossenen Flügel, wo die Bernar- Mutter- Aebtisin und vier Servantes de Marie. Alle er Dem Besucher zeigt man die Kapelle mit dem durch einen dinerinnen sizen, das Refektorium, die erste aus Stroh erbaute Rapelle mit einem sandigen Boden und ein Exemplar der Strohzellen, worin die Nonnen vor der Erbauung des Klosters wohnten. eine Freude ist, ihnen zuzusehen. fich über nicht für nicht die auf weld theilung -y Alara Fi ordentlic teit; bas jagen au Den Kar fchaft zu fie von Die Butu und bere an. In Arbeiten im Zimmer bis zur selben Stunde. Um 8 Uhr/ Sonn- und Festtagen werden die Arbeitsstunden mit Gebet niedrigen, einstöckigen Bau, welcher einen Garten umgiebt. ausgefüllt. Die Bernardinerinnen des Klosters zählen nur fünfzig Schwestern und stehen unter der Aufficht einer scheinen gesund, heiter, finnig- ernft und zufrieden und ar beiten mit einem rührigen Fleiß und Wetteifer, so daß es Was man auch gegen das klöfterliche Leben und Die Kleidung der Bernardinerinnen besteht aus einem System einwenden möge, so muß doch jeder unbefangen und billig Denkende nur das wohlthätige Werk und die um und einem großen, schwarzen Kreuz auf dem Rücken, die sichtige Fürsorge anerkennen, durch welche der Abbe Geftac einen Zufluchtsort für diese armen unglücklichen, gefallenen Frauenzimmer geschaffen hat, von denen man wohlgemer ein Eintrittsgeld oder eine Mitgift weder verlangt noch ans Inimmt und die bei dieser gesunden körperlichen Bewegung und steten Arbeit im Freien auch die Strenge diefer Regeln aus dem Volke eine so große Entbehrung ist, mit Freuden oder wenigstens mit Resignation ertragen lernen und bant eines zu Marseille, eines zu Meß und zwei in Paris, allein die Revolution zersprengte sie alle. Das„ Mutterhaus" des Ordens der Trappistinnen befindet sich nun zu Val Sainte im Kanton Freiburg in der Schweiz und wurde im Jahre 1791 durch die Kolonie La Trappe du Perche gegründet, von welcher der Orden seinen Namen herleitet. Es giebt nur fieben Mannsklöfter in Frankreich, von denen Notre Dame de la Trappe in der Diözese Séez das bedeutendste ist, und neun Frauenklöfter. Den Namen Trappistinnen erhielten sie erst nach der Revolution, als das Edikt gegen die Frauen tongregationen der Cisterzienser erlassen wurde, welche sich hierauf nach dem Val Sainte zurückzogen, den Cisterzienser groben weißwollenen Rock mit einem Strid um die Hüfte Kapuze über das Gesicht hereingezogen und einem ehernen Kreuz auf der Brust. Sie stehen Morgens um halb 5 Uhr auf, dann beten und lesen sie Messe bis 7 Uhr, erhalten ein Viertel nach 7 Uhr ihr Frühstück, welches aus Suppe, trockenem Brod und Wasser besteht, sagen um 8 nen Geschäfte in Haus und Feld. Jebe Stunde giebt eine Glocke das Zeichen zum Gebet. Wenn sie weit draußen orden annahmen, dieselbe Observanz befolgten wie die Mönche Uhr ihr Miserere her und gehen dann an ihre verschiede und das Opfer des Schweigens, das namentlich für Frauen und 1796 den Namen Trappistinnen erhielten. Dame a heimniß lauschen Daumen binlegen Demnäch blonden einem stillen, friedlichen und Genüge bietenden Leben ger im Felde arbeiten, so giebt die beaufsichtigende Schwester bar anerkennen, daß sie in diesem stillen, klöfterlichen Heim der Novize vorlegt, welche in den Orden von La Trappe ein 3eichen und jede verharrt nun im Gebet in der Hal- den Verführungen und Gefahren der Welt entrüdt und zu " Was suchst Du?" ist die Frage, welche der Priester treten möchte. " Das Erbarmen Gottes und das Eurige," ist die Antwort und die Novize legt nun die weiße Kapuze, die Tunika, tung eines Arbeiters, der sich auf seinen Spaten stüßt. Ein Viertel nach 11 Uhr begiebt sich die ganze Gemeinden ledernen Gürtel und den Schleier an und bewahrt hin- Gänsemarsch nach dem Refektorium zum Mittagessen beges weichung eines Novizen oder neueingetretenen Mitgliebes Die Bernardinerinnen von Notre- Dame du Refuge be- Fleisch, zuweilen Gemüse besteht. Während des Mittagessens fie die Flucht aus dem Klofter leicht bewerkstelligen tönnten fort ein absolutes Stillschweigen. folgen diefelbe Regel, nur ist sie nicht so streng. So dürfen Tie am Sonntag sprechen und ebenso, wie schon erwähnt, den Besuch von Freunden und Verwandten empfangen und haben noch gewiffe andere Vorrechte; aber im Allgemeinen ben, wird ein Kapitel aus den Schriften der Heiligen oder der Kirchenväter laut vorgelesen und das Mahl gelegentlich unterbrochen durch ein 3eichen mit einer kleinen Glocke als Signal für jede der Frauen, mit dem Essen eine Zeit lang und obwohl die Kontrole keine so strenge ist wie in den Mannsklöstern. ( ,, Ausland".) ja nicht lichfte fe zunehme jungen Aber, daß fie müffe u Der thr Geld he braunen fonnte falls fich no Biquenehmen, fle Blick zu fich mit der n diploma es Auswär den zweiten demselben aß fie dem ds zu Spa fie betrachte ils als Nie lei Behörde ollen durch der irländis Banket er Deputirten in , werde die Das einzige ei überzeugt Pünktlig er Fischzug Morgen de ende Szene 62. Bolige Iben Augen der Thüre zur Weite e, schlich ein an diefelbe ge Worte ju En auf, das und fich zu upleute mus und wider Der Polize e es gelang Bachlotal die Staats e entlam, i Die fich als b. Diefelbe wohnhaften en. 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Bu diesem 3wed begab er fich in den Laden eines Goldarbeiters in der Auguststraße und verlangte zwei goldene Verlobungsringe im Werthe von je 24 Mart zu kaufen. Die Frau des Goldarbeiters, der sich in einer hinter dem Laden liegenden Stube befand, legte ihm ein Kästchen mit goldenen Ringen vor, welche er etwa 10 Minuten lang besichtigte, indem er einzelne Ringe aus dem Kasten nahm. Dann erklärte er von dem Kaufe Abstand nehmen zu wollen und legte zwei Ringe, die er in Händen hielt, in den Kasten. Der Goldarbeiter und seine Frau, denen das Benehmen des Käufers verdächtig vorgekommen war, weil derselbe mehrere Male nach seinen Taschen griff und sich an seinen Kleidern zu schaffen machte, bemerkten sofort, daß derselbe zwei unechte Ringe in Den Raften gelegt hatte. J. wurde festgenommen, und nachdem bei einer Durchsuchung die fehlenden echten Ringe im Wermel des Hemdes gefunden worden waren, zur Haft gebracht. Er hat eingeräumt, daß er sich die falschen Ringe lediglich zu dem Swede, um sie mit den echten zu vertauschen, verschafft hat. Gerichts- Zeitung. Ein durch die Nichtbeleuchtung der Treppen herbeigeführter Unglücksfall beschäftigte gestern die vierte Ferien traffammer hiesigen Landgerichts 1. Auf der Anklagebant Auf der Anklagebant nimmt Plag die verebelichte Arbeiter Bertha Bollad, welcher nebst ihrem Manne die Reinigung des Hauses Weinstr. 20a, sowie deffen Beleuchtung von der Eigenthümerin Frau Haber meit übertragen ist. Nach dem Zeugniß verschiedener Personen war am Abend des 18. Mai cr. die Flamme auf der ersten Etage nicht angezündet, und waren nur der Parterreflur und Das vierte Stockwert beleuchtet. Gegen 10 Uhr dieses Tages begleitete die in der vierten Etage des genannten Hauses wohnende Frau Schneidermeister Blum mit ihrem 5jährigen Kinde im Arm einige Verwandte die Treppen hinunter. Beim Bes fteigen der Beletagentreppe trat Frau Blum fehl und stürzte die 8 Stufen bis zum ersten Absatz hinab, wobei sie einige nicht allzuschwere Kontusionen erlitt, während das Kind glücklicherweise mit dem Schreck davon kam. Auf den von dem Ehemann der Verlegten gegen die Hauseigenthümerin ge tellten Strafantrag wurde das Verfahren gegen dieselbe angestrengt, aber eingestellt, als sie den Beweis führte, daß sie die Angeklagte mit dem Anzünden der Flammen auch auf der ersten Etage betraut hatte. Nunmehr ist gegen die lettere eingeschritten worden und zwar, weil sie die Rörperverlegung der Frau Blum mit Uebertretung ihrer Berufspflicht verursacht bat. Die Angeklagte betheuert zwar, daß fie an jenem Abend auch die Flamme der ersten Etage angezündet hat, fie vermag aber einen Beweis hierfür nicht zu erbringen. Staatsanwalt Schäfer beantragte 30 Mart event. 6 Tage Gefängniß. Der Gerichtshof vermochte aber in der Verpflichtung, die Gasflammen auf den Treppenfluren anzuzünden, einen besondern Be ruf nicht zu erblicken und erkannte daher auf Freisprechung Der Angeklagten, da zu einer Verurtheilung derselben wegen der unterlassenen Pflichterfüllung und der dadurch verursachten Körperverlegung der Frau Blum ein Antrag erforderlich sei, der nicht gestellt worden ist. Unter der Anklage der fahrlässigen Körperverletzung stand gestern der Schlossermeister Mosolfsky vor den Schranken getlagte war am 31. März d. J. damit beschäftigt, an dem Balton des Hauses Wilhelmstraße 143 ein neues Gitter einBugypsen. rade Hierbei tam ein kleines Stückchen Ziegelstein aus den Fugen und fiel dem Maler Klassen, der um diese Zeit ge= diesen Theil der Wilhelmstraße pasfirte, auf den Kopf. Der Fall war derartig heftig, daß das spiße Steinstückchen den Filahut durchbohrte und dem Paffanten eine ziemlich erhebliche Verlegung am Kopfe beibrachte, welche eine 10tägige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte. Die Anklage legt dem Mosolfsky eine Fahrlässigkeit bei Ausführung seiner Arbeit zur Last; nach dem Gutachten des Bauinspektors Radstübner ist aber das berausbröckeln eines Steinchens aus dem Bohrloch manchmal nicht zu verhindern. feine Arbeit ganz ordnungsmäßig ausgeführt hat, erkannte der Da der Angeklagte im Uebrigen aber erft erben, aber unter ihren Beiannten war eigentlich keine schwarze". Sie beschloß aber, vor allen Schwarzen" auf der gut zu sein, das sollte ihr wenig Kummer machen, wenn nur die Geschichte mit dem Antrag ihre Richtigkeit hätte. Als die Wahrsagerin mit den Worten:" Sie sind ja det reene Sonndagstind" ihre schmierigen Karten zusammenraffte, da stand die Magd befriedigt und und mit freundlicher Miene auf, ging สิน ihrer Kommode und entnahm einer auf derselben stehenden Schachtel eine Mart, auf derselben stehenden Schachtel eine Mart, welche fie der Sybille einhändigte. Bei dieser Gelegenheit überzeugte sie sich auch, daß der zu Neujahr erhaltene Lohn eine Doppeltrone und eine Krone fich noch in der Schachtel befand. Als die Alte sich zum Gehen anschickte und einen Blick auf die Schwarzwalder Uhr warf, da erhob sie ein großes Lamento: es sei ihr zu spät geworden, der Weg zu weit, die Nacht zu dunkel u. f. w. und bat schließlich die Magd, fie möchte ihr für die Nacht Unterkunft in ihrer Kammer geben. Anfangs weigerte sich die Magd, die alte bat aber fo inständig und versprach, das Haus in der Frühe wieder zu ver laffen, damit die Herrschaft nichts gewahr würde, daß die Magd schließlich nachgab und ihr Lager mit der Wahrsagerin theilte. Am nächsten Morgen entfernte sich die leßtere, wie versprochen, sobald sie in den Kleidern war. Als die Magd, welche ihrem Besuche das Haus geöffnet hatte, die Rammer wieder betrat und die brennende Lampe auf die Kommode stellte, da fiel ihr auf, daß die Schachel, die ihren Lohn enthielt, von der gewohnten Stelle verrückt worden war. Voll böser Ahnung öffnete fie die Schachtel und zu ihrem Schrecken gewahrte sie, daß ihr das Zwanzig- Markstück gestohlen war. Nur die Kartenlegerin fonnte die Diebin sein. Also das war die kleine schwarze" Person, die nach ihrem Vermögen trachtete." Dieser Theil der Prophezeiung war bald in Erfüllung gegangen. Wie mochte es wohl mit dem Antrag stehen? Zum Glüd gelang es der so grausam Enttäuschten, die freche Diebin ausfindig zu machen, welche in Haft genommen wurde. Vor Gericht bestritt sie allerdings energisch ihre Schuld und behauptete, daß ein mittelgroßer, mehr blonder als brünetter behauptete, daß ein mittelgroßer, mehr blonder als brünetter junger Mann" der Thäter sein müsse, der Gerichtshof ließ sich aber fein x für ein u machen, sondern diktirte ihr für die perfide Handlung eine Gefängnißstrafe von 1 Monat zu. schmackloser Weise zu judeln" und zog sich dadurch eine derbe aber berechtigte Belehrung durch Herrn Mar Kreuz zu, der ihn ersuchte, in einer Arbeiterversammlung nicht fonfe ftonelle oder Raffenheze zu treiben. Herr Schulz entschuldigte sich; er tenne auch feinen Unterschied zwischen schwarzen und blon den Kapitalisten, habe die Worte nur gebraucht, um gewisse Vorkommnisse drastischer zu illustriren und er sei durchaus kein Wolf im Schafspelz. Von Herrn Felgentreff war inzwischen folgende Anfrage eingelaufen: Wird Herr Plew fich mit dem Resultat der heutigen Versammlung zufrieden geben, oder wird er noch fernerhin das Bedürfniß fühlen, sich zu blamiren?" Herr Plew erklärte hierauf, daß er, da ihm heute das Wort zu seiner Vertheidigung verweigert worden sei, selber eine Versammlung einberufen würde, daß er hierauf aber verzichten werde, wenn das alte Wahlkomitee fich mit ihm in Verbindung seße und mit ihm abrechne. Herr Görcki gab hierauf vorbehaltlich der Zustimmung der übrigen Mitglieder des früheren Komitees die Zusicherung, daß in dieser Angelegen Seit im Berl. Volksbl." eine Erklärung werde veröffentlicht werden. Nachdem noch Herr Zubeil ermahnt hatte, mit allem Eifer die Sache der Arbeiter in Einigkeit zu fördern, schloß die Versammlung nach einem Schlußwort des Referenten mit der Annahme folgender Resolution: Die heutige Kommunal wähler- Versammlung erklärt sich voll und ganz mit den Ausführungen des Herrn Gördi einverstanden und verspricht, mit allen Kräften nur für solche Kandidaten einzutreten, die auf dem Boden der bisherigen Arbeiter. Vertreter in der Stadtver ordneten Versammlung stehen." Der Fachverein der Tischler hielt Sonnabend, den 22. August, eine außerordentliche Generalversammlung, Neue Grünftr. 28 in Jordan's Salon, ab. Derselben wurde der vom Polizei- Präsidium dem Verein zugeschickte Fragebogen bezüglich der Sonntagsruhe vorgelegt. Der Vorstand hatte in feiner legten Sigung die Fragen durchberathen und schlug der Versammlung die zu gebende Antwort vor. Die Versammlung nahm jede der Fragen speziell durch und wurden dieselben auf einstimmigen Beschluß dahin beantwortet, daß die Abschaffung der Sonntagsarbeit nicht nur nicht von Nachtheil sei, wie in gewissen Kreisen angenommen würde, sondern daß durch Befeitigung der Sonntagsarbeit ein enormer Vortheil für die gesammte Arbeiterschaft erwachse; einestheils werde dadurch einem großen Theil Arbeitsloser Beschäftigung verschafft und die KonVereine und Versammlungen.renz unter den Arbeitern etwas vermindert, wodurch ſelbſt be. Die öffentliche Kommunalwähler- Versammlung, welche mit der Tagesordnung: Die öffentlichen Verleumdungen und geheimen Verdächtigungen gegen den Kassirer des ehemaligen Kommunal- Wahlkomitees( Plew) zu Montag, 24. d. M., nach Keller's Salon, Andreasstr. 21, einberufen war, nahm einen anderen Verlauf, als der Einberufer und Herr Plew wohl mochten vermuthet haben. Sofort nach der Wahl des Bureaus ( Herr G. Voigt erster, Herr Zubeil zweiter Vorsitzender) wurde mit großer Majorität beschlossen: In Sachen Plew geht die heutige Versammlung zur Tagesordnung über und ertheilt Herrn Stadtverordneten Fr. Görcki das Wort zu einem Referate über die bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen. Es liege Es liege im Sinne jedes anständigen Arbeiters so betonte Herr Hamm jede Diskussion über die Person des Herrn Plew, der genügend gekennzeichnet sei, zu vermeiden, überhaupt dem weiteren Waschen schmußiger Wäsche Einhalt zu thun. Darauf erhielt Herr Gördi das Wort und führte etwa folgendes aus: Möge der Beschluß, der soeben gefaßt worden ist, über den Fall Blew zur Tagesordnung überzugehen, nicht bloß auf die heutige Angelegenheit Bezug haben, sondern auf alle Vorkommnisse der Bewegung in lezter Beit. Wenn man bedenke, ein welch' hochwichtiges Biel man erreichen wolle, daß es sich darum handele, nicht allein die Errungenschaften der Kommunalwahlbewegung vor 2 Jahren zu behaupten, sondern neue hinzuzufügen, dann müffe alles, was zur Zerstückelung und Zersplitterung diene, verschwinden. Der Redner ging nun auf die Thätigkeit der Arbeitervertreter der Stadtverordneten- Versammlung des Näheren ein und beleuchtete die Gegenstände, welche die Stadtverordneten- Verfammlung in der legten Seffton hauptächlich beschäftigt haben. So die Miethssteuer. Alle Anträge der Arbeiter- StadtverordGerichtshof dem Antrage des Staatsanwalts entsprechend auf neten seien von der Majorität niedergestimmt worden und eine Freisprechung des Angeklagten. y. Einen charakteristischen Beitrag zur Sitten geschichte unserer Zeit liefert die Thatsache, daß im Laufe der Der letzten Jahre die Prozesse wegen Kindesausseßung sich auffallend häufig wiederholen. Gestern hatte die erste Ferienftraflammer des Landgerichts I fich wiederum mit einer solchen Anklage zu beschäftigen, die sich gegen die unverehelichte Emma Louise Löhn richtete. In der zehnten Vormittagsstunde des 24. Juni cr. fand die Ehefrau des Kaufmanns Meinhold auf dem Flur des Hauses Jägerstraße 8 ein ca. 3 Wochen altes Das Kind gemischte Kommission besorgte die Einsargung der Reformvorschläge. Der Ausfall von 12 Millionen, der bei radikaler Bes fchläge. Der Ausfall von 12 Millionen, der bei radikaler Be feitigung der Miethssteuer entstehen würde, sei durch Erhöhung der Gemeindefteuer zu decken. Bei der Zuſammenſegung der Ausschüsse, der Deputationen und Kommissionen müßten die Arbeiter- Stadtverordneten mehr herangezogen werden. Die Arbeiter hätten zu verlangen, in der Schuldeputation z. B. einen Vertreter fißen zu haben; dem Vetter- und Basenschaftssystem, das bis jetzt bei der Zusammenseßung der Deputationen fich wirksam gezeigt habe, müsse ein Ende gemacht werden. Die Vertreter der Arbeiter würden auch fernerhin flasche versehen, aber unbeaufsichtigt liegen. Da nach längerer darauf achten, daß die den Bürgern verfassungsmäßig garan Beit noch Niemand erschien, der sich des fleinen Wesens an nahm, so hielt Frau Meinhold es für angezeigt, zum nächsten Polizeibureau zu bringen, tirten Rechte durch das lasche Verhalten des Magistrats nicht gefährdet werden, auch Korporationen wie der Stadtverordnetenversammlung stünde das Recht, zu petitioniren, zu. Eine weitere Forderung sei die Organisation der öffentlichen Gesund von wo es dem Waisenhause überliefert wurde. Die Recherchen nach der Mutter wurden eingeleitet, aber schon am nächsten heitspflege. An Stelle der Armenärzte" müßten Distriftsärzte Tage erschien diese in der Person der Angeklagten bei der Frau Meinhold, um sich unter den Anzeichen von Angst und freten, welche die in jedem Bezirk zu errichtenden Sanitätswachen zu leiten hätten, wo ein Jeder ärztliche Hilfe unentSorge nach ihrem Kinde zu erkundigen. Sie wollte von der geltlich nicht als eine Wohlthat, sondern als gutes Recht zu anderen Seite der Straße aus beobachtet haben, was aus ihrem Kinde würde und war dann der Frau Meinhold gefolgt, um fich über den Verbleib deffelben zu vergewiffern. Unter die sen fordern habe. Trete man aber mit solchen Vorschlägen an die liberale Majorität heran, so heiße es immer, es fehle an Geld, das doch reichlich vorhanden war, als es galt, die Stadtraths von denen jährlich Umständen hielt der Staatsanwalt die Kriterien der Ausseßung gehälter zu erhöhen. Es sei der Vorschlag gemacht worden, die nicht für vorliegend, da von einem Verlassen in hilfloser Lage außerhalb gebrauten fremden Biere, nicht die Rede sein konnte; er beantragte die Freisprechung, auf welche der Gerichtshof auch erkannte." Eine diebische Sybille wurde gestern der 87. AbKlara Führow ist eine fünfzigjährige kleine Person mit außer 121 000 hl eingeführt würden, mit 5 Mt. pro Hektol. zu be steuern. Bei der hohen Dividende, welche die großen auswärtigen Brauereien zahlten, sei anzunehmen, daß die Steuer aus dem Unternehmergewinn gezahlt werde. Dem Vorschlag würde er,( Redner), in dem Falle zustimmen, daß ihm aus teit; das Prototyp einer Wahrsagerin. Sie versteht das Wahr- lastung der ärmeren Bevölkerung verwendet würde. ordentlich verschmigtem Gesichte und seltener Bungenfertig reichende Garantien geboten würden, daß das Geld zur Ents fagen aus dem Grunde( d. h. aus dem des Kaffee's) und aus den Karten; fie will viele vornehme Damen aus der Gesell fchaft zu ihrer Kundschaft zählen. Am 3. Jauuar cr. wurde fie von einer armen Dienstmagd, welche gern einen Blick in die Zukunft thun wollte, aufgefordert, ihr die Karten zu legen allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht auch bei den Kommunalwahlen würden die Arbeitervertreter stets eintreten, ebenso für die Verstadtlichung aller zum Nußen der Allgemeinheit eingerichteten Institute, wie der Pferdebahn, der Gasanstalt 2c. Wenn die Stadt ein so großer Dekonom sei, daß fie Riesels verständlich der Arbeitslohn steige, anderntheils verschaffe der freie Sonntag den Arbeitern Ruhe und Erholung, deren der= felbe nach der angestrengten förperlichen Thätigkeit der ganzen Woche im höchsten Grade bedürfe; auch könnte der geistigen Ausbildung ein Theil der gewonnnen Zeit gewidmet werden. Der Vorsißende wurde sodann beauftragt, die Beantwortung des Fragebogens an das Polizei- Präsidium einzuschicken. Hierauf wurde die Beantwortung der Fragebogen, welche verschiedenen Werkstätten zugegangen waren, besprochen. Ein großer Theil der Mitglieder belundete, daß ihren Werkstätten keine Fragebogen zugegangen seien; Andere charakterisiren sehr treffend die Bes antwortung solcher Fragebogen, welche wohl durch die Gesellent beantwortet wurden, jedoch seien diese von den Meistern vielfach beeinflußt worden. So sei in der Rößner'schen Fabrik die Frage: ob den Arbeitern Nachtheil durch gesetzliche Einführung der Sonntagsruhe erwachse, dahin beantwortet: daß ein Nachtheil durch Einführung der Sonntagsruhe erwachse, und zwar jährlich an 50 M., welches in der Versammlung große Seiterfeit erregte. Es wurde dann eine Kommission bebufs Durchberathung des Antrags Voigt, ob die Errichtung einer Unterstüßungskaffe für arbeitslose Vereinsmitglieder möglich sei" gewählt. Die Versammlung der Kisten und Koffermacher, welche am Montag Abend in den Armin- Hallen tagte, beschloß unter Anderem auch, die Lohndifferenz in der Kisten- und Koffer- Fabrit des Herrn Schalling durch die in der Versamms lung gewählten Herren von Wahrmann und Leichniß zu schlichten. Die Differenzen wurden zu Gunsten der Arbeiter geregel, indem sich genannter Fabrikant verpflichtete, nach dem Preis- Tarif zu zahlen. Eine öffentliche Versammlung der Marmor- und Granitarbeiter tagte am 23. d. M. bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a, unter dem Vorfiß des Herrn Bickert. Die Tagesordnung lautete: 1. Wahl einer Lohnkommission, 2. Vortrag des Herrn Mitan. Der Vorsigende macht bekannt, daß Herr Mitan am Erscheinen verhindert ist. Eine längere Debatte entspann sich nun bei der Wahl der Kommission, da schon eine Vertrauenskommission besteht und dieselbe die Lohnfrage nach Ansicht nehrerer Redner mitregeln könnte. Die Abstimmung ergab jedoch, daß eine Lohnkommission zu wählen sei. Es wurden gewählt die Herren: Glasenapp, Hamig, Jentsch, Zerbst, Nebel und Schädel. Das bestehende Arbeitsnachweisebureau wurde einer scharfen Kritik unterzogen, aber vom Vorsitzenden in Schutz genommen, da der gesammte Vorstand sich dahin schlüffig wurde, daß erst noch wichtigere Sachen zu regeln seien. Ein ehemaliger Kollege, Herr Ulbrich, bedauerte, daß es noch immer Fabrikanten giebt, welche, wenn fie viel Arbeit haben, fich sofort Leute anlernen. Was diese lernen sei den Fabritanten Nebensache. Dieses sei im höchsten Grade verwerflich und leiste nur der Ueberproduktion Vorschub. Einige Kollegen bringen Fälle vor, wo Kollegen weit über die gewöhnliche 10stündige Arbeitszeit hinaus arbeiten, daß aber dadurch die gedrückte Lage der Marmorarbeiter nicht gebessert wird. Herr Hofmann wies dann auf die Lohnbewegung der hiesigen Stein megen und Schrifthauer hin und betonte, daß die Kommissionsmitglieder eine schwierige Aufgabe hätten; diese seien in der Regel die ersten, welche vom Arbeitgeber an das schwarze Brett geschrieben werden; jeder Schritt müsse bedacht und geprüft sein, wenn eine Lohnregulirung mit Erfolg durchgeführt werden soll. In der lekten öffentlichen Versammlung der Graveure, Ciseleure und verw. Berufsgenossen, welche bei Sahm, Annenstraße 16, stattfand, referirte Herr Guttmann über Unterstüßungstaffen und konstatirte, daß, durch den großen Andrang zu unserem Gewerbe in den lezten Jahren veranlaßt, dasselbe durchaus nicht beffer steht, als irgend eines der schlecht bezahltesten. Die durch die schlechten Verhältnisse hervorgerufene Freie Vereinigung" habe schon verschiedene Vorfelderanlagen schaffen könne, so werde sie auch eine Pferdeeisenbahn theile gebracht, aber noch lange nicht genug, jo baß folglich Gesellschaft und den mit der englischen Gasanstalt lösen. Die Dame aufgehalten worden, führte sie zu ihrer Entschuldigung träge abzulösen, sie werde den Vertrag mit der Pferdeeisenbahn schon so oft verkannt, und fälschlich als Streitfonds bezeichnet an. In dem ftillen Kämmerlein begann fie nun bald ihre ge heimnisvolle Thätigkeit; hoch klopfte das Herz der gespannt lettere fönne auch sehr leicht gezwungen werden, von einem Lauschenden Magd, als ihr die Wahrsagerin, mit beneßtem Vertrage zurückzutreten, der nicht einmal eine Bestimmung über Daumen und Beigefinger die Karten abziehend und vor fich die Dauer seiner Giltigkeit enthalte. Die städtische Gasanstalt worden und frägt Referent daher, wozu die Kollegen wohl einen event. entstehenden Fonds benußen würden? Vor allen Dingen führe ein solcher Fonds zu einem größeren Busammen hinlegend versicherte, daß sie gewiß und wahrhaftig müffe nur das Gas an die Konsumenten statt wie bisher 16 Pf. Unterstüßungskaffe als vorzüglich geeignet zur Reiseunterstüßung demnächst einen Antrag von einem nicht allzugroßen, mehr für 8 Pf. pro Kbm. ablassen, die fehlenden 8 Pf. aber ja nicht abweisen sollte, denn die Ehe würde die denkbar glück- Abnehmern der englischen Gasanstalt, als städtische Abgabe blonden als brünetten jungen Mann erhalten würde, den sie müßten in Form einer Gassteuer von jedem, auch von den Aber, weil es so dazu gehörte, belehrte die Sybille fte auch, erhoben werden, dann würde die englische Gasanstalt sehr gern mit sich verhandeln lassen und das Geld werde nicht länger in Noch eine Reihe Don Fragen seien in der folgenden Kommunalwähler- Verjammlung eingehend zu besprechen und zu erledigen, so die zunehmen und warf einen dankbaren Blick auf das Bild eines jungen Mannes von Mittelgröße, das über ihrem Bette hing. die Taschen auswärtiger Aktionäre fließen. daß sie eine Feindin habe, daß fie noch eine kleine Reise machen müße und daß ein entfernter Verwandter von ihr sterben werde, Verhältnisse der Schulen, die städtische Kanalisation, die Part der ihr etwas vermachen werde. Denn wo täme sonst das wirthschaft, der Usus der Grundstücskauf und Verkäufe. Es Geld her, was hier liegen thut?" fragte fie die Magd, mit dem lonnte die Magd sich auch nicht erklären, das mußte jeden braunen Beigefinger auf die Karreau- Behn tippend. Ja, dies falls die Erbschaft sein. fich noch hier flopfte die Wahrsagerin energisch auf die Bique- Dame vor Und dann müssen Sie nehmen, die nach ihrem Vermögen trachtet, sehen Sie, hier liegt fe" Die Mago warf der unschuldigen Karte einen wüthenden einer fleinen schwarzen Person in Acht Mit der noch feien da manche Punkte noch zu beleuchten. Mit der noch maligen Aufforderung, treu und fest zur Sache zu halten, schloß der Vortragende in der Hoffnung, daß die Jdeen des Arbeiterstandes die fiegreichen bleiben würden.( Lebhafter Beifall.) In der Diskussion sprachen zunächst die Herren Loeschke, Vollbert und W. Schulz. Der lettere erregte mit dem legten Theil seiner Ausführungen heftigsten Undie Zustimmung willen, während seine ersten Worte Blick zu und fann nach. Das Vermögen sollte fie allerdings der Versammlung gefunden hatten. Er begann nämlich in ge und zur Unterſtügung bei Arbeitslosigkeit. Was die Altersversorgungs, Wittwen- und Invaliden Unterstüßungslaffen bes trifft, so sei wohl schon durch die Hirsch- Dunder'ichen Kaffen hinlänglich bewiesen, daß fie trop der größten Betheiligung Fiasko gemacht haben, und daß zu solchen Kassen größere Mittel gehören. Den Punkt der Maßregelung von Gehilfen betreffs Lehrlingszüchtung" hält Referent für den hauptsächlichsten der Unterſtüßungskaffe, protestirt aber gleichzeitig zeitig feierlichst gegen etwaigen Mißbrauch Streiffonds. Bum Schluß nimmt Referent an, daß vielleicht schon ein Beitrag von 15 Pfennig monatlich zum Bestehen der Kaffe genügen würde und empfiehlt die Eintheilung Berlins in 4-5 Bahlstellen und die Wahl von 2 bis 3 Revisoren. Er ersuchte die Versammlung, eine Kommission zu wählen, welche die betreffenden Punkte auszuarbeiten hätte. An der Diskussion betheiligten sich die Herren Kröbel, Schimansky, Rother, Kälbig und mehrere Andere und be fürworteten die dringende Nothwendigkeit einer betr. Kaffe.. Herr Kochbaum konstatirt das Bestehen einer derartigen Kaffe als in Hamburg. Sodann wurde eine Rommiffion gewählt, bebestehend aus den Herren Guttmann, Müller, Kälbig, Kochbaum, Rother, Brandes und Bommer. Zum Schluß wurde eine Resolution angenommen, wonach sich die Versammlung mit dem Referenten einverstanden erklärt und für die Gründung eines Fonds mit aller Kraft einzutreten verspricht. Herr Wobbe empfiehlt noch den am 26. Sept. in demselben Lokale stattfindenden Herrenabend zur regsten Betheiligung. be. Die öffentliche Versammlung der Metallarbeiter, welche am Montag, den 24. d., im oberen Saal von Keller's Lokal, Andreasstr. 21, unter Vorsitz des Herrn Klein stattfand, verfiel dem Schicksal der polizeilichen Auflösung. Bekanntlich ist das Verbot so führte Herr Günther als Referent aus der Vereinigung deutscher Metallarbeiter durch die badische Landespolizei unter Berufung auf das Sozialistengesetz auf Grund eines Aufrufes erfolgt, der angeschlossen an die Quar talsabrechnung vom 1. April d. J. eine scharfe Kritik der jeßigen Produktionsweise enthält. Dieses Verbot habe in den Kreisen der Arbeiter überrascht. Die badischen Landespolizeibehörden hätten bisher in dem Rufe gestanden, das Sozia listengeset milde zu handhaben und auf diesen guten Glauben sei die Domizilifirung der Verwaltung in Mannheim zurückzu führen. Selbst der Polizeipräsident von Berlin würde wohl, wenn er überhaupt zu einem Verbot des Aufrufes gelangt wäre, ficherlich nicht Veranlassung genommen haben, genommen haben, den Verband zu verbieten. Mit den Beschlüssen der letzten Sonntags Versammlung tönne er fich nicht einverstanden erklären; ihm genüge nicht eine : lokale Organisation, er mache seine fernere Thätigkeit in der Gewerts- Bewegung davon abhängig, daß die Metallarbeiter Berlins wenigstens noch einmal den Versuch unternehmen, eine sich über ganz Deutschland erstreckende Organisation zu bilden. Herr Klein tritt für Aufrechthaltung des Beschlusses vom Sonntag ein. Herr Sigrist beklagt den Indifferentiss mus der Metallarbeiter. Er begreife die Verwunderung des H. Günther über das Verbot nicht; wie könne derselbe überhaupt daran zweifeln, daß im Deutschen Reiche etwas nicht verboten würde! Aber sicherlich beweise das Verbot, daß es mit dem warmen Herzen für die Arbeiter nichts auf fich habe. An dieser Stelle erklärte der überwachende Polizeibeamte auf Grund des§ 9 des Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878 die Versammlung für aufgelöst. Am Montag wurden bei den Vorständen der hiesigen 4 Filialen die Vereinskaffe, sowie alle für die Zwecke des Vereins bestimmten Gegenstände polizeilich beschlagnahmt. vern bei Deggendorf, Straubing und in der Gegend von Re gensburg fich versammeln, die ihnen untergebenen Soldaten mit Münchener Bier zu versorgen, und es sollen deshalb bes reits Anfragen an biefige Bierbrauereien ergangen sein. Da die Qualität der Biere in den Gegenden, wo die Manöver abgehalten werden, nicht besonders gerühmt wird, und es auch eine alte Erfahrung ist, daß gerade solche Gelegenheiten zum Absatz von wirklich schlechtem Biere benügt werden, jo könnte die Versorgung der Truppen mit gutem Münchener Bier den Soldaten bei den körperlichen Anstrengungen, denen fte ausgesezt sind, nur erwünscht sein." Ob so etwas aud wohl bei uns in Preußen vorkommt? stehenden Einrichtungen zur Schlichtung der Streitigkeiten| Truppenabtheilungen, welche demnächst zu den großen Mand zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Namentlich betonte er den Umstand, daß bei den zirka 7000 beim Gewerbegericht im vergangenen Jahre anhängig gemachten Klagen zirka 400 gewesen seien, gegen deren Beurtheilung Revision eingelegt wurde. Wenn man jedoch bedenke, daß den als Richter fungirenden Magistratspersonen meist die Kenntniß der in dem betreffenden Gewerbe einschlagenden Verhältnisse mangelt, so könne einen dies nicht Wunder nehmen. Es müsse daher eine Aufgabe der Arbeiter und ihrer Vertreter sein, darauf hin zuwirken, daß ein Schiedsgericht eingerichtet würde, in welchem Die tüchtigsten und intelligentesten Arbeiter eines jeden Gewerbes vertreten seien. Ihre Uebereinstimmung mit dem Redner bekundete die Versammlung dadurch, daß ein Antrag, eine in diesem Sinne gehaltene Petition an den Magistrat zu senden, einstimmig angenommen wurde. Hierauf wurde die Arbeits. nachweistommission durch Neuwahl einiger Mitglieder vervoll ständigt und die Leitung des Nachweisbureaus, welches sich bei Opaz, Alte Jakobstr. 66, befindet, Herrn Pirch übertragen. Auf eine Anfrage theilte der Vorfigende noch mit, daß dem Fachverein bis jetzt seitens des königl. Polizei- Präsidiums noch kein Fragebogen betreffs der Sonntagsarbeit zugegangen sei. Nachdem auf die nächste Versammlung wegen der wichtigen Tagess ordnung derselben aufmerksam gemacht worden, schloß die gut besuchte Versammlung um 12 Ühr. hfs. Die Berliner Zimmerleute waren am Sonntag Vormittag im Königstädtischen Theater unter dem Vorfize des Herrn Darge versammelt, um sich mit der Lohnfrage zu beschäftigen. Die Lohnkommiffion der Zimmerer Berlins hatte zu Anfang dieses Monats an alle hiesigen Meister ein Schreiben mit der Bitte gerichtet, den augenblidlichen Minimallohn( von 40 Pf. pro Stunde) um etwas zu erhöhen und bis zum 15. d. M. der Lohnkommission darüber gefälligen Bescheid zugehen lassen zu wollen. Den Kommissionsbericht über die bis ießt eingelaufenen Antwortschreiben der Meister erstattete Herr Seißt. Derselbe theilte mit, daß insgesammt nur 21 Meister eine Rüdantwort ertheilt und von diesen nur neun die gewünschte Lohnerhöhung zugestanden haben. Die ablehnenden Meister erklärten, daß fie vorläufig wohl einzel nen, besonders tüchtigen Kräften, aber noch nicht allen ihren Gesellen über 40 Pf. pro Stunde geben könnten und sehr gerne die Namen derjenigen Meister kennen lernen möchten, die mehr zu gewähren im Stande sind. In mehreren der ver lesenen Briefe wird auch in Betreff einer Lohnregulirung auf die beschloffene neue Vereinigung der Inhaber Berliner Baus geschäfte hingewiesen und vertröstet, mit der Versicherung daß sich dieselbe ohne Aufschub damit beschäftigen würde. In der sich hieran anschließenden lebhaften Diskussion wurden zu nächst noch weitere 25 hiesige Meister namhaft gemacht, welche Stundenlohn zahlen. Auch wurde allgemein der Wunsch auss gesprochen, die Namen derjenigen Meister und Arbeitgeber, die den Minimallohn erhöht haben und 4,25 M. oder 4,50 Mt. pro Tag zahlen, öffentlich bekannt zu machen. Am Schluffe seiner Ausführungen empfahl Referent den allgemeinsten Anschluß an die Organisation der Bimmergeſellen, den Verband deutscher Zimmerleute. In demselben Sinne sprachen auch alle an der Diskussion fich betheiligenden Redner, worauf eine von Herrn Lehmann eingebrachte, dementsprechende Herr Rödel ersucht uns auf Grund des§ 11 des Reichspreßgefeßes um die Mittheilung, daß der in Nr. 197 unseres Blattes enthaltene Bericht über die am 23. d. M. stattgehabte Tischlerversammlung insofern mit einer Unrichtigkeit schließt, als sich Herr R. weder aus der Versammlung entfernt, noch eine Bewegung gemacht haben will, welche auf eine solche Abficht gedeutet werden konnte. hfs. Zum Bericht über die Maurerversammlung am Sonntag Vormittag in der Tonhalle" ist nachzutragen daß die Versammlung, veranlaßt durch gewisse, in derselben kurz zur Besprechung gelangte und, wie es hieß, verleumde rischer Weise gegen die Kommission in Umlauf gesezte Ges rüchte, auf Antrag der Kommission eine aus 3 Mit aliedern bestehende außerordentliche Revisionskommission zur Prüfung der Bücher und Kaffe wählte. Döbeln( Sachsen), 20. August. Daß den wandernden Handwerksburschen der Humor noch nicht ausgegangen ist, bes weist folgender Vorfall. der sich am geftrigen Tage hier ereig nete. Bwei Schwarze durchstrichen gestern unsere Stadt und erregten begreiflicher Weise nicht geringes Aufsehen. Bei nähe rer vorgenommener Untersuchung stellten sich dieselben als zwei zugereifte und angestrichene Handwerksburschen heraus. Man gab den imitirten Kamerunern in der Frohnveste Gelegenheit, fich zu reinigen, um ihr Dasein wieder als Weiße fortzusehen. Kleine Mittheilungen. Brackenheim, 23. August. In unserem Nachbarort Slee bronn entstand ein gräßliches Unglüd; das Feuerwerkslabora torium des Pyrotechnifers Huber flog in die Luft, wobei 7 Arbeiter, darunter 2 schwer, verwundet wurden. Einer der schwer Verlegten ist heute Nacht seinen fürchterlichen Schmerzen erlegen, bei einem anderen soll wenig Hoffnung, ihn am Leben zu erhalten, vorhanden sein. Die Entstehungsursache ist nod nicht ermittelt. Aus Christiania, 21. August, wird der Voff. 3tg." schrieben: Aalesund ist von einem schweren Unglücksfall be troffen worden. Am 13. d. M. Morgens ging die dortige Fischerflotte bei gutem Wetter in See, um in ca. 10 Meile Entfernung von der Küste den Heringsfang zu versuchen; Laufe des Tages frischte der Wind auf und ging a Abend zu einem rasenden Orkan über. Mehreren Booten glückte es noch Dor eintretender Dunkelheit, nach dem Lande zurückzukehren, aber sieben Boote mit 35 Mann fagung fehrten nicht zurüd. Bwei Fischer find jedoch später auf fast wunderbare Weise gerettet worden, der eine durch den englischen Dampfer Hero" und der andere trieb nach einem dreitägigen Aufenthalt auf dem offenen Meere zum Tode schöpft ans Land. In einem im Storfjord ans Land g triebenen Boote fand man einen todten Fischer, der am Maste festgebunden war. Die Verunglückten hinterlassen 31 Wittwen Augsburg, 24. Aug. Die auf gestern Vormittag in die Wolf'sche Brauerei einberufene Arbeiter Versammlung war von zirka 500 Personen besucht. Der Reichstagsabgeordnete für Nürnberg, Herr Grillenberger, hielt eine 12ftündige Rede über das Arbeiterschutzgesetz und dessen Nußen für die Arbeiterflaffen", sowie über die Abfaffung einer Petition an den deutschen Reichstag zu Gunsten der Sonntagsruhe und des Arbeiterschußgesezes". Redner legt die Gründe dar, welche ihn und seine Freunde bewogen haben, den Gesezentwurf einzubringen; fie hätten damit keineswegs, wie behauptet wird, nur einen Effett machen wollen, sondern ihre Absicht war, das zur Beit Mögliche zur erreichen, den Arbeitern Erleichtes rungen zu verschaffen. ohne jedoch damit ihr Programm aufzugeben. Nach einigen Ausfällen auf die anderen Parteien und auf die Bestrebungen der Bünstler", welche das veraltete Bunftregiment wieder einführen wollten ,, empfahl Redner dringend die Annahme der Betition, welche die Herren, die in der irrigen Meinung leben, die Mehrzahl der Arbeiter verzichte gern auf den Sonntag und wolle von dem Arbeiterschußgefeße nichts wissen, eines Anderen belehren soll. Die vorgeschlagene Petition Bustimmung zu den beiden angeführten Punkten fand fast einstimmige Annahme. Zum Worte hatte sich nur ein Arbeiter gemeldet, welcher seine Verwunderung ausdrückte, daß man in einem solchen Lokale seine Versammlung abhalten müsse, obwohl man für salonfähig" erklärt worden sei.( Die Versammlung fand nämlich im Sudhaus genannter Brauerei statt, da ein anderes Lokal nicht aufzutreiben war. Aus demselben Grunde mußte die auf Sonnabend Abend im benachbarten Oberhausen anberaumte Ver und über 100 unversorgte Kinder. Wirbel Esens, 22. August. Heute Vormittag ist das zwischen Schiff, Curator" gefentert. Ein plöglich auftretender wind hat das Unglück herbeigeführt. An Bord befanden fi außer dem Kapitän und der Schiffsmannschaft etwa Badegäste, roelche fich sämmtlich in der Kajüte aufhielten Glücklicherweise befand sich in der Nähe der Unglücksstelle bas Schiff des Kapitäns Betten, welches ebenfalls mit Ur. chet Berlin Boftal 3 ber bie viel ve und N griffen als fon tommer tionalli helfen aupten find fo talent entlafte mit mehreren Passagieren auf der Fahrt nach Langeoog begriffen war. Alle Passagiere des„ Curator" find vom Kapitän Bettes Babe bes nicht g auf und im ba nur handen populä nalliber Man E gelernt fönnen. fchaffun men be wie der 3 ber ind wir ih eue in Riquel Neuerun fiver G wieber aufgenommen, so daß dieselben mit einem unfreiwilligen davontamen und ein Verlust von Menschenleben nicht zu geborgen. Das Schiff selbst ist im Laufe des Tages flagen ist; auch die Postsachen und die übrige Ladung find flott gemacht und nach Benserfiel zurückgekehrt. Dem Kapitin und der Schiffsmannschaft ist keine Schuld an dem Unglid beizumeffen. Gine seit Sonnabend( 22. d. Mis.) ausnahmslos über 40 Pfennige sammlung unterbleiben.) Herr Grillenberger fuhr gestern Droffel verzehrt auf einmal die größte Schnecke. Ein Mann Mittag nach Kaufbeuren, wo er Abends einen Vortrag hielt. Heute spricht er in Regensburg. " gleid Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner Mittagbrod effen. Auch das Rothkehlchen ist höchft gefräßig Maurer. Sonnabend, den 29. August, in der Philharmonie", Man hat ausgerechnet, daß, um ein Rothkehlchen bei no Bernburgerstr. 22a. Große humoristische Soiree, Konzert und malem Gewicht zu erhalten, eine Menge thierischer Roft tägli erforderlich ist, die einem 14 Fuß langen Regenwurm Ball. Billets find vorher zu haben bei den Herren Mies, tommt. Nimmt man einen Menschen von gewöhnlichem Saarbrückerstraße 26, Seitenflügel IV.; Buschmann, Belforter wicht und vergleicht man seine Masse mit der des Rothfehlchen ftraße 16, of IV.; Albrecht, Grunewaldstraße 7, Hof part.; Schreiber, Boffenerstraße 22; Albrecht, Dennewigstraße 25, so läßt sich berechnen, wie viel Nahrung er in 24 Stunde verbrauchen würde, wenn er in demselben Verhältniß wie be vorn III.; Barberschke, Reichenbergerstraße 59; A. Jänide, Vogel äße. Gesezt eine Wurst, 9 Zoll im Umfang, stellte ben band des Verbandes deutscher Zimmerleute traten in der Vers Landsberger Allee 47, Hof part. Billets für Herren 75 Pf. Regenwurm dar, so würde der Mensch 27 Fuß von solche sammlung über 50 neue Mitglieder bei. Bu Punkt 2 der Tages ordnung, Verschiedenes, wurde beschlossen, die Wochenbeiträge zum Generalfonds von 15 auf 20 Pf. zu erhöhen. Hierauf forderte der Vorfigende zur Unterzeichnung der Petition an den Reichstag um Annahme des Arbeiterschußgesez- Entwurfes auf. Schließlich theilte ein Redner mit, daß die Beantwortung der polizeilichen Fragebogen für einige Bimmerleute bereits Mag regelungen von Seiten ihres Meisters zur Folge hatte, da die Antwort nicht seinen Wünschen entsprach. Im Fachverein der Schlosser hielt am Sonnabend, den 22. d. M., Herr Hente einen interessanten Vortrag über gewerb liche Schiedsgerichte. Redner beleuchtete die Mängel der beHeute: Undine. Theater. Opernhaus. Schauspielhaus. Heute: Der Bibliothekar. Belle- Alliance- Theater. Heute: Der Glöckner von Notre- Dame. Neues Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Heute: Der Großmogul. Oftend- Theater. Heute: Der Hüttenmeister. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Direktion: Adolph Ernst. brute: Bum 26. Male: Die wilde Kaze. Gesangsposse in 4 Atten von W. Mannstädt, Mufit von G. Steffens. Walhalla- Operetten- Theater. Heute: Der Feldprediger. Hiermit die traurige Nachricht, daß unser werther Kollege Julius Hiller am 24. d. verstorben ist. Die Kollegen der Pianoforte- Fabrik von 2. M. Homuth. Beerdigung Donnerstag, den 27. d., Nachmittags 5 Uhr, Michaelis- Kirchhof, Brizer Chauffee. Danksagung. [ 1962 Allen Freunden und Bekannten, insbesondere dem GesangVerein Lyrania" und den Kollegen meines lieben Batten, unferes Vaters, Schwieger- und Großvaters, des Arbeiters August Ernst, sagen wir für die innige Theilnahme beim Begräbniß des Verstorbenen unsern herzlichsten Dant.[ 1964 Die trauernden Hinterbliebenen. Arbeitsmarkt. Korbmacher- Ges. auf Baige verl. Schulz, Prinzenstr. 46.[ 1961 für Damen 25 Pf. leute( Lokalverband Berlin) findet am Mittwoch, den 26. d. M., Abends 8 Uhr, Kommandantenstraße 20, statt. Tagesordnung: 1. Ein praktischer Vortrag. 2. Verschiedenes. 3. Frage kaften. Gäste haben Zutritt. Aufnahme neuer Mitglieder. als auf das Effen zu legen. Wurst alle 24 Stunden verzehren. Dies ist besonders w Die Versammlung des Verbandes deutscher Zimmer wähnenswerth, um die Thätigkeit zu beweisen, welche vo insektenfressenden Vögeln entwickelt wird. Die Sänger unte den Menschen pflegen indessen mehr Werth auf das Trinten Bombay, 24. August. Der englische Dampfer, Bangalor hat in dem Golf von Aden gänzlich Schiffbruch erlitten, wob Paris, 24. August. In den letzten vierundzwanzig Stunden find in Toulon 26, in Marseille 44 und unter den Mannschaften des Evolutionsgeschwaders bei den Hyerische Vermischtes. Fürsorge für die Soldaten. Man schreibt dem Korresp. v. u. f. Deutschland" aus München: Wie ich vernehme, beabsichtigen mehrere Regimentskommandeure von Die Versammlung Des Unterflüßungsvereins der Vergolder und Berufsgenossen findet heute Abend 8½ Uhr bei Seefeld, Grenadierstraße 33, statt. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung für die Amtsdauer des provisorischen Vorstandes von Seiten des Ausschusses. 2. Besprechung über Erhebung einer Statistik. 3. Organiftrung eines Vertrauensmännersystems. 4. Vorlage einer Petition an den Reichstag. 5. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, der wichtigen Tagesord nung halber recht zahlreich zu erscheinen, auch alle übrigen Kollegen find hiermit freundlichst eingeladen. Deffentliche [ 1963 D. Jentsch. Former Versammlung = heute Abend 8 Uhr im Salon zum Deutschen Kaiser, Lothringerstr. Tagesordnung: 37. 1. Der Stand des Hartung'schen Streiks. Referent: Herr G. Tobler. 2. Die Auflösung der Freien Vereinigung der Former". 1968] J. A.: C. Knappe. Destillation G. Hense, Prinzen- und Gitschinerstraßen- Ece. Ausgezeichnete Getränke. Koats- Anweisungen. Guter Frühstücstisch. Korbmacher- Gesellen auf Stück und Lohn( 15-20 M.) [ 1969 gesucht von Rosin, Dalldorferstr. 5. E. Drechslerl. g. Koftg. verl. Niemann, Wafferthorstr. 32.| 1941 empfohlen. Den verehrlichen Vereinen zu Bahlstellen bestens [ 1967 an hundert Personen ertrunken sind. Inseln 4 Choleratodesfälle vorgekommen. Stonzert Sanssouci, Haus Rottbuser Straße 4a. Heute, Mittwoch: Benefiz für Herrn Robert Engelhardt. Leipziger Sänger. Entree 50 Pf. Anfang 7% Uhr. Nächste Soiree: Morgen, Donnerstag. Vereins- Säle find immer zu haben 1970 Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstraße 77/79. nen. Derlang bleibt D fie wol Bewerb wiffen bem und S E Befteue greffioe mit ber tommen niebrige Birad 39 M und G Schwa Aufent Bereich überstel rechnen unbead leichter [ 1966 Vereins- und Fest- Säle find immer zu haben. parterre. 11965 B. Nieft, Rommandantenstraße 71/72 Baldermann's Salon, Nachf. Th. Lammers, Kommandantenstraße 72, Nur 1 Treppe. B hochelegant, mit anfal Nebenräumen z.Krängd Bällen, Kommerfen, Be ſamml.c.höchft.fol, B Sal Auch einige Sonnabende noch frei. Zur Anfertigung und Kinderkleider Damen- und Damenempfiehlt sich Luise Mahler, O., Münchebergerstr. 33, Verantwortlicher Redakteur R. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 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