Wort Ö«* r„lünch'' wurde g unumschl� öklaven Zterfah«« sächsisches >Iatt r�r S eine schtc B zhausstt. > dem chen nicht. 1 a?d- kostbarer» tsalbeauiv Kr. 244. Sontttag. den 18. Oktober 1885. II. Jahrs» Brgan für die Interessen der Arbeiter. afchehrt««n* �Berliner Volksblutt- Jusertionsgebühr beträgt für die Z gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bi» 4 Uhr Nachmittag« in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von alle« Anno«««-- Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. KedaKtio«: Kenthstraße 2.— Grpeditiy«: Zimmerstratze 44. 'nplatz�ur Fraze der Erhöhung der Kiersteuer. X rranl Wenn man von Steuererhöhungen oder neuen Steuer« hört, die dem Reichstage zugehen sollen, so bemerkt man immer und immer wieder w diesem Steuerbouquet auch die duftende Hopfenblüthe und den Terstenhalm, die man mit �kden übrige« Blumen dem Volke al« Präsent überreichen will.— " Bi» jetzt hat das Volk durch seine Vertretung noch immer vor einem solchen Bouquet sich bedankt und dem e schmeichlerischen Werber einen Korb gegeben. Auch will ?0t in den deutschen Bierbund hinein und .veyau fern eigenes Steuerwesen in Bezug auf das Brauerei« zgewerbe. Durch die Einführung und Erhöhung des Zolls auf und Malz ist indirekt schon in den letzten Jahren eine Erhöhung der Biersteuer eingetreten, so daß man in der That der Regierung entgegenrufen kann:„Laß nun doch genug sein des grausamen Spiels I" Aber dieser Ruf wird wohl vergeben« verhallen und schon in der nächsten Zeit wird die Regierung wieder mit einem Vorschlage zur Erhöhung der Brausteuer bei der Hand sein. Aber wen« eine solche Erhöhung vom Reichstage ange- «ommen wird, so wird sich natürlich der Bierkonsum «tze»tzft1>Iverringern und da« geschieht auf Kosten der Gesundheit des " �Volkes. nds 9 Wr, Es giebt kein Getränk, welches nährender und kräftiger ndanteii��virkt, und die Gefahr, unter Umständen schädlich zu sein, weniger in sich birgt, als gute« Bier. Der Weingenuß bleibt der große« Masse des Volkes wegen der verhältniß- läßig geringen Produktion des Rebensaftes und der hohen reise versagt. Da« Bier bietet den besten Ersatz und ist nach den Ansichten Vieler seiner diätischen Wirkungen wegen gar vorzuziehen. E» befördert die Verdauung und bewirkt, daß die animalische und vegetabilische Nahrung besser anschlägt, da« heißt, reichlicher in den Körper aufae- «ommen wird. Wohl Zeder hat schon die Gelegenheit wahr- — i juSenommen, daß Bauern und sonstige Leute, die hart zu lhlllott''«rbeiten haben und denen Wein oder Bier ei« seltener Ge» 10»/, Ubr-»uß ist, schon im mittleren Lebensalter rasch altern, sehr ab- nehmen und fast zusammenschrumpfen. Wein- und Bierkon- umenten, natürlich wen« sie keine„Säufer" sind, erhalten 5ch dagegen ein kräftigeres Alter. , 3n Deutschland hat da» Bier allerding« schon eine aus- !5nie erlangt, aber in den meisten Gegenden »der Vorherrschaft führt. !- uartal. nstt. 20. it Du* «it gefa! rren 9# freund-1 lunfl«« gS 10 Wf lesetz, «rtcten.] IleuMeton. Die Ha«d der Uemesis. Roma« von Ewald August König.' — �TTa.(Fortsetzung.) „Ich weiß nicht, wa« Du willst, Adelaide. Ich habe oder v»Dich oft daran erinnert, daß Du nur die Tochter des Ad- ____-�okaten Rabe bist, und Du hast mir stets mit dem Stolze Aristokratin darauf erwidert. Du seist die Generalin v. stuckmann. Nun wohl, die Generalin wird ihrem Bruder üdft verbieten, in de« Kreisen zu verkehren, in denen sie selbst die ihr gebührende Stellung einnimmt, und sie wird I ucht wünschen, daß ihr Bruder sich in diesen Kreisen • ittar�'ächerlich oder gar unmöglich macht. Werde ich aufgefordert, ".. Wsmch am Spiele zu betheiligen, so darf ich die Einladung ttf" licht ablehnen, man würde mir den Vorwurf machen, ich •10 Pik. fachte einen kleine« Verlust, und dieser Vorwurf ist in ne�ßien Kreise« entehrend." •000 n„Zch denke, ein Man», der niedrige Leidenschaften be- Peitscht, ist ehrenvoller, als derjenige, der sich von ihnen «herrschen läßt!" � t »Ihr Frauen denkt darüber ander«, und speziell Dich L Äonid®««* Besseren belehre« zu wollen, wäre nutzlose Mühe. habe nur die Wahl zwischen völligem Ausscheide« aus Kreisen oder—" cht ir1' La möchte ich Dich dringend bitte«, diese Wahl zu ,jreffen.n«x>u swd-rft«n große Opfer von mir, Willy; ich gegenüber nicht verantworten, denn .—. lv, oenne, ist im Grunde genommen Eigenthum abella',.- Ei« spöttische« Lächeln glitt über da» bleiche, von 'enschafte» durchfurchte Antlitz. .Arabella soll zufrieden sei« mit dem, wa« Du ihr bintws«.«.-—> �"--!_ tbettA mgk a."V.lT'i"™ lUU zufrreo..........----- nst hinterlassen wirst," sagte er..Zch weiß, daß ich ihr .» Dorn im Auge bin, sie wird mir einst Dank wissen für Sorgfalt, mit der ich ihr Vermögen verwaltet habe. Wie viele Existenzen aber schon der Branntweingeift� leiblich und geistig ruinirt hat, davon könne« die Spitäler, Armen- und Zrrenhäuser endlose, traurige Geschichte« er- zähle«. Um den AlkoholiSmu« zu verdrängen und die Gesund- heit de« Volk« zu bessern, sollte daher die Verbreitung de« Biere« nach Möglichkeit gefördert werde«. Wird aber die Brausteuer erhöht, dann würde für de« Konsumenten eine Preiserhöhung eintrete« oder e« würde die Qualität de« Biere« sich verschlechtern. Beides aber führt zur Abnahme de« Konsum« und ein minder gehaltreiches Bier bietet nicht nur weniger Nahrung, sondern wirkt auch schon deSlhalb, weil e« leichter dem Ver- derben ausgesetzt ist, oft genug schädlich. Zm Falle einer Steuererhöhung wird also da« Bier da, wo es sich schon eingebürgert hat, wieder an Bode« verliere« und da, wo noch der Schnaps regiert, um so schwerer Ein- gang finden. Der Genuß eine« Getränke« von gesundester Wirkung wird erheblich erschwert und das Volk gewöhnt sich an den Branntweinfusel und sich an geschmierte Flüssigkeiten zu halte«, welche zur Verkümme- rung der gegenwärtige« und zukünftigen Generatio» führen. Die« sollten wahrlich auch die Stadtoberhäupter bedenke«, welche gegenwärtig in verschiedenen Städten, neuerdings auch in oer Musenstadt Halle, die aber nunmehr zu einer bedeutenden Fabrikstadt sich entwickelt hn der Prt ntiquare. gespannt sein, ob die sog. gemäßigten Republikaner insbeft�te. Er! für Henri Rochefort stimmen werben. ew? Obstbr Amerika. Bei den mannigfachen Handelsbeziehungen, welche land nach der Republik Uruguay(Süd-Amettka) ui dürfte es auch weitere Kreise interesstren, daß die kürzlich einen Gesetzentwurf publizirt hat, welcher Hanl_____ reisenden und Agenten, die nicht in Uruguay ansässig fi»? Inhaber bei Geschäftshäuser De» Auslandes vertreten, eine Gewerbchnittcn hocha von 500 Pesos bezw. 2100 M. auferlegt. Nach Zahlung Markt hatte Summe wird den Besteuerten ein auf ein Jahr giltig« welcher der' werbeschein ausgestellt, und erst nachdem fie den letzterai Kine ganz aehändigt erhalten haben, werden ste zum Gewerbe zugMntiquar im Die Veranlassung zu diesem Gesetze boten die jahrelangensmit Unrecht tationen der im Lande ansäsfigen Jmpotthäuser, welche �mühevolle A ihrem Geschäftsbetriebe durch die Konkurrenz der Meit schließli Reisenden beeinträchtigt sahen, und darauf hinwiesen- Harpagon sä letztere bisher ftei von allen Abgaben wären, während dil haben, de hermischen Geschäfte selbst eine hohe Gewerbesteuer zu sein Geld richten haben. merkwürdige schließlich st lokales. StÄ Ueber den Ausfall der diesjährigen Ernte i»!Msgeriffen Potsdam wird im„Reichsanzeiger mitgeWücherreihen — langt>t"' Ernte ist im allgemeinen, was jdie Körner anlangt hätte also eil eine gute Mittelernte zu bezeichnen. Bezüglich des SlNvenn er diel fie dagegen nur zu einer schwachen gerechnet werden, voüen Inhal Qualttät des Weizens ist eine gute. Bei Winterroggen Das Drollig wohl in Körnern als in Stroh eine Mittelernte zu Folge semer anschlagen. Dagegen ist der Sommerroggen schwächlt» Warte. Br blieben. Die Gerste hat im Kärnerertrag und Stroh so heizt, gelitten; dagegen hat der Hafer einen recht befriedigtGbends in h Erttag geliefert. Die Qualität an Gerste und Hafer Regale I iut. Tie Kartoffeln berechtigen auf höher gelegenen%% zu er owohl in Bezug auf Quantität als Qualität zu gutenj?" linden, m nungen, während fie auf tiefer gelegenen Feldern vieMyn oen Tax faulen begonnen haben. Die Heuerträge find im allgeiMff�atsfirmi in Bezug auf Quantttät sehr reichliche, während die O�al, R. Fd vielfach zu wünschen übrig läßt. Obst ist mit Ausnahm!?"''�" Buc Pflaumen sehr reichlich vorhanden.— DaS Gesammt-� �NfG�r, Ergebniß in der preußischen Monarchie stellt sich fohpä-,? argai Znhaber der maßen: Wintergetreide_(Weizen und Roggens hat �Mischen ggft las% mäßiger Ertrag zu verzeichnen ist,— eine gute MittelenUl�a-.» Erdrüsch und'einen befriedigenden Ettohertrag geliefj&beronaetrfhr den Bezirken Osnabrück. Wiesbaden. Koblenz und Ä.vX" die Ernte sogar recht gut ausgefallen. Sommergetreide l�ollrieben> und Hafer) Lat— mit Ausnahme der Bezirke Waneiffaichw„.Lfi Frankfurt, Breslau, Kassel, Hildesheim und Trier, inJSisatiotr rmf' der Ertrag nicht recht befriedigte.— ebenfalls eine gute Vau» der Vi,, ernte im Erdrusch und einen befriedigenden StrohertMHp�, liefert. Die Bezirke Erfurt, Osnabrück, Wiesbaden und�r Hand de haben sogar einen recht guten Ertrag zu verzeichnen- Äiesclfeldern Kartoffelernte hat im großen und ganzen einen rech'&ie ihnen di Ertrag geliefert' nur in den Bezirken Königsberg, DanMper Fabrik„ KöSlin rst das Crgebniß ein nichtganz befriedigendes SMr.%elri hc Bei den Zuckerrüben ist— mit Ausnahme der Bezirke �Versuchsstart und Magdeburg, in denen der Erttag einer guten M'�Mal 100 Kv gleichkommt,— die Ernte nur gering ausgefallen. Behörden be Futterkräuter endlich haben fast durchweg einen mi guten Ettrag geliefert. Mit dem Inhaber de» bekannten Bücherke der Leipzigerftraste, Becker, ist einer der letzten�, Antiquare der immer mehr fortschreitenden, grandar Wickelung gewichen. Becker, der früher Hausknecht alten Berliner Buchhandlung war und übrigens' einer gewissen frömmelnden Partei ist, ist nach der hinausgezogen. Die Zahl der Flur-Antiquare und Händler, welche, wie die„bonqrünlstea" in Pari Heine-Quais, ihre Schmöker unter freiem Himmel war früher in Berlin eine ziemlich große, aber allmf ihnen einer nach dem anderen verschwunden; so mi ginal ist mit ihnen dahingegangen, aber man wird iW gang kaum bedauern können, denn diese hohen, mit w" halb vermoderten Bücherkram vollgepropften Flur-R denen die Paffanten herumstöberten und deren Verla» etwas von der runzligen Grandezza eine« schwein�. Folianten hatten, passen nicht recht in die Phyfioznor� ""eltstadt hinein. Nur wenige Berliner erinnern .ellt werden Iicrftchert, si analisationt :enen Sonna efichtigung ann, Der si erfahren an Der He ühnenkünst! ich mit wahr ich ein Künj andiakeit: i �„Sie wc Das Glück s der hochmüth duzirendcn K jst fie und d ,in der noch' zur. Musik zi hverk von h eines solchen noch jener fliegenden Buchhändler, die wie der„B.-C/'� 5'"„ s°tchen in den vierziger Jahren zwischen den Bäumen Ul>t�H"vorruf zs Linden Schnüre zögen, ihre Broschüren und fö&rasi.'vr � allabendlich nach den Zelten hinauszog, um dort provifirten Ansprachen der Volksredner zu lauschen, oo Geschäfte machten. Der ätteren Generation dürfte viel! der Antiquar noch in Erinnerung sein, welcher Ja zwischen der Neuen Wache und der Universttät seine« Zllufion geri Mblikum ist S täglich, d Zeisprel für Dieser fordet Virelt zum K ';ein schallend, und scharf.„Abgesehen davon, daß der Oberst voraHrach mir aus lich seine Zustimmung nicht geben wird, wäre es einer, Dich demüthigend—" „Wir wollen darüber .Phantasie de jetzt»och kein Urtheil Kdereine- sagte dre Generali» ruhig,„eine eingehende Berath��.� wohl erst dann Berechttgung, wenn die Frage un» Spielers, also treten ist." Jz« werden. „Warte damit nur nicht, bis eS zu spät ist. �unentbehrlich. Ereignisse werfen ihre Schatten voran». Aoelarde, Dir, halte die Augen offen, und lasse Dich nrcht H auf' V� Worte berrren. Vor allen Dingen bewahre Dir** Beifall auf i fangenes Urtheil." Hervorruf.{ „Da» habe ich stet» gethan!".jKiinst redlich »Nicht immer! Du wirft Dich erinnern, daß% �wten den vor manchem Slücktritter gewarnt habe, dem Du nach d trauen schenktest, und der doch nichts weiter als& W'%' mögen im Auge hatte."«und so kann »Und willst Du diesen Vorwurf auch dem Äw' alle Aktschlüf Stuckman« machen?" ftagte die Generalin zürnevb-. gann, währ, MMW-AM „Da» Verbot seine« Vaters—" st-Irinzesstn v> ttotzen. weshalb hat er ihn nicht früher schon"��nz, i Die Generalin fand keine Zeit, diese Frag*„%»* h warten, bei den letzten Worte« Rabe'» war dtt orener eingetreten, der jetzt seinem Herrn eine � Der Ruf reichte.«unerbittlich.� „Lupus in fabnla!" sagte Rabe spöttisch. �»hrt er flugz Joseph?" � aM01 � GmpfanSflf NÄ mit „Zu befehle»!"„ „Es ist gut, wir werden sogleich erscheinen- „Assessor von Stuckmann?" fragte die � der Diener sich entfernt hatte. enden, bis aß er nicht Mercutie schleppt er fiel V-ach allen (Fortsetzung folgt.) welche ctila) u 8 die der H >nsässtg ler inSbeftl�°ite> Er hieß Glas. Seine Frau besaß an derselben Stelle eine Odstbude. Er selbst breitete seine Bücherschätze auf mehreren Tischen aus, um welche fich in der Univerfitätszeit san jeden Vormittag eine Korona von Studrnten und Prozessoren bildete. In der Königstraße, am Epittelmarkt, in der �"iver- und in der Gerttaudtenstraße, in der Behren-, sowie m der Prinzessinnen sttaße gab es früher ebenfalls Flur- Antiquare. In der Köniastraße saß der Vater der bekannten .-"•d'vjöjttmber der Buchhandler-Firma Späth in einem Hausflur in« Gewerbe mttcn hochaufgestapelter Bücher und Schmöker. Am Hacke schen > 3ahlung, Narkt hatte der Antiquar Kube einen Bücher-Scharren inne, ihr grlttgawelcher der dortigen Gegend nicht gerade zur Zierde gereichte. n letzteren«Eure ganz merkwürdige Figur war der„alte Baller", der zerbe zuge» Sinti quar im Durchgang der alten Post. Er galt wohl nickt ahrelange« mrt Unrecht für einen Geizhals und erwarb sich durch die Ehrend denn er sann immer auf neue Buttel. schließlich für seine Tageseinnahme eingerichtet. Er barg nämlich des Abends daS Geld, welches sich in d« Kasie de fand, zwischen den Deckeln eines BucheS, dessen Blatter her- ausgerissen waren, und stellte diese Atrappe in eine der et werden vollen Inhalt gleich aus dem. Schmölerwust herauszufinden. erroggen ��.%P��st( dabei ist, Ernte ierroggen "«"LR �„wvt..[i, daß dem„alten Baller" gerade in ,.- Je, ttiner übergroßen Vorficht einmal ein kleines Malheur schwächli�'�/e. Brennmaterialien waren dem„alten Baller" zu theuer d Stroh gP hnzte er— von innen. So kam es denn, daß er eines befriedigl��rrds in höchst animirter Stimmung die Buch-Kaffe in eins Hafer iß® l legale hineinschob, sich am andern Morgen absolut mcht legenen W erinnern vermochte, in welches. Um das Geld zu guten?? stnden, mußte er deshalb sein ganzes Lager umpacken, was '�n den Tag über völlig beschäftigte..Von größeren Anti ein v im all® d We "g-nannI'Ascher u."Cie". Emanuel ----- c rannten Vincke. Gsellius(mittlerweile zu der be- l und Du'rch sein"Verfahren soll.................. iDlhtVhfn 0Um �kurischem billigeren Wege in kurzer Zert fich .ollztehen. Nach Auslassung des Erfinders.würde die Mög> knecht'» und Pari "'•••"»«uniunuiia vr» reiTinow» hiuiuc««-www' Mancn�ch�t gegeben sein, beim Bau neuer Radialsysteme der Kana- .rrer, mLisation auf die Anlage neuer Rieselfelder zu verzichten, da die in*!lut'«uf �er Pumpstation sofort gereinigten Abwässer direkt der tztrohtttl�Kvree zugeführt werden können. Auf diese Weise läge es m rden UN» Hand des landwirthschaftlichen Direktors, den vorhandenen c-----------— cv— jc-......--- en recht .ro, �.H..n--------------------w—. ti"■''j" zendes S�Dr. Petri hat in der Nähe deS Bahnhofes Maricnfelde eine Mfe WC'(«& SefiS .v-rstckert, seit mehreren Monaten tadellos arbeiten und die ickiertell�Kanalisationsdeputation hat bereits im Juli und am vergan- lenten �ntntn Sonnabend die Anlage in Marienfelde einer eingehenden arandi�Sieftchtigung unterzogen. Herr Dr. Petri ist gem bereit, Jever- ' lann, der fich dafür intercsfirt, auch Bezirksvereinen ic., das lcrfahren auf seiner Versuchsstation vorzuführen. Der Hervorruf beim Theater. Ein Schauspieler, ein , lühnenlünstler, der fich nur noch Gastspielen widmet, äußert Ifich mit wahrem Feuereifer gegen den Heroorruf. Es ist frei- nmel sP-,ltch ein Künstler von besonderer Eigenart und geistiger Selbst- allmäli?? ständigkeit: Karl Sonntag. Er schreibt U. A.: 'o maT%„Sie wollen meiye Anficht über den Hervorruf. Schon. .ird ihtt-LDas Glück soll Ihnen zu Tbeil werden Ich bin lemeswegs mit vttffder hochmüthigen Anficht, daß die Schausprelkunst den pro- rlur.Ae�.duzirendcn Künsten gleichgestellt werden kann, aber eine Kunst VerkäÄist fie und die Aufführung eines Schauspiels wie einer Oper, schweinil�in der noch dazu fast alle Künste: Dichtkunst, Malerer, Skulp- istoanoi�iilr, Mufik zu gemeinsamem Zwecke vereint wrrken.rst ein Kunst- ' n fild Iverk von hoher Bedeutung, und Alles, was die Harmonie ' e?eines solchen Kunstwerks schädigt, ist ein Verbrechen. Der Uiit-lHirvorrus ist nicht, wie der Londoner Korrespondent bei Ge- iflegenheit von Karl Maria von Weber'S Hervorruf sagte, eine „„gemeine" und„haßliche Unsitte"- er ist meiner Meinung Snach ern Verbrechen. Das Publikum wird gewaltsam aus der Illusion gerissen, und so wenig man es glauben mag, das zudlikum ist fast immer bei der Sache. Beweise dafür giebt S täglich, denn jeder Fehler wird augenblicklich gerügt. Ein Zeisprel für viele. Ich spielte früher den jungen Klingsberg. Dieser fordert den Lieutenant Stein zum Duell, und beide eilen direkt zum Kampfplatz. Ich stürze ab und höre gleich darauf ,ern schallendes Gelächter im Publikum. Lieutenant Stein war erst vor�nach mir aus der Mittelthür gegangen, wendete fich aber dann ire eS»»'nach einer anderen Seite. DaS Publikum folgte in seiner Phanlafie den beiden Duellanten nach dem Kampsplatz, und n ts>-il fPfG der eine dahin lief und der andere dorthin, so war eS aus Illusion herausgerissen. So lange der Hervorruf als große Auszeichnung gilt, wird es der Wunsch eines jeden Schau- un» spulers, also auch der meinige sein, so oft als möglich gerufen �zu werden. Womöglich noch etwas öfter. Der Beifall ist uns ■i ist. �unembehrlich. Wir leben davon. Er giebt unS ja nicht nur laide, Ä�.�re und Befriedigung, sondern hat auf unsere icht, Stellung, unsere ganze Laufbahn, bei jungen Leuten V ßlN-« SÄ 0.iedem Schauspieler, der es mit seiner redlich memt. m die Seele schneiden. Viele Theater °s InSirtÄÄÄ »5« äk esäfÄS «.b.«ann. wahrend einem wert vorttefflicherm Künstler nicht la'v vää;?'" grobezu himmelschreiend. Don Carlos stürzt mtt dem vricfc, den ihm Pnnzesfin Eboli gegeben hat, fort. Die lt den Brief zurück, fie ruft Carlos nach Bfchwund�"�me nicht mehr erreichen kann— er ist ver- n�geft�z„Prinz, noch ein Wort! Prinz, hören Sie— „�uch das noch! Er««achtet mich— da steh' ich fürchterlich« Einsamkeit— verstoßen, verworfen." Ruf der armen Eboli kümmert ihn nicht, er bleibt N'°der wenn ihn Einige aus dem Publikum rufen, www08 zurück. Die Prinzessin, die ihn nun packen, ihm müa könnte, darf ihn natürlich nicht sehen und üünhJn w» öummem und verlegenem Geficht so lange ab W�NotN. 010 er— ctsi----------?, y,--• "K- ;ssa ..... k 7«ummtin und««legenem Geficht so lange ab- wenden, vis er seinen Diener gemacht hat. Dann bedauert fie, daß« mcht wiederkehrt. ** J»Lr Mercutio in„Romeo und Julia" ist«stochen. Sterbend Ae» schleppt er fich ,n sein Haus. Er wird gerufen, und munter . nach allen Seiten grüßend, erscheint«. Ich half mir bei dieser Szene, indem ich den Darsteller deS Benvoglio bat, mit herauszugehen, und so erschien ich, auf diesen gestützt, ohne mich zu v«beugen. So blieb ein Rest von Jllufion. Hervorruf gehört zum Tingel-Tangel, und wäre höchstens bei Koupletversen zu erlauben. Ja, ich gehe noch weit«. Das Erscheinen beim Hervorruf ist unwürdig, dcmüthigend für unS Darsteller. Also gesetzt, ich spiele gut. Das Publikum spricht sein Urtheil. Es lautet:„Ich oin zuftieden und applaudire, was gewissermaßen meinen Dank für Deine Leistung zu bedeuten hat." Und nun soll ich mich wieder für den Dank bedanken? Was thue ich denn, wenn das Publikum sein Miß- fallen äußert? Man sagt: Es ist ein Recht des Publikum?, seinen Beifall ausdrücken zu dürfen. Natürlich! Das Publikum soll applaudtren, so viel es will, wenn eine Leistung ihm ge- fällt. Aber das Recht wird ja doch nicht geschmälert, wenn der Applaudirte nicht«scheinen darf. Die Schauspiel« des BurgtheathttS find doch wahrhaft nicht weniger geehrt, weil ihnen das Erscheinen verboten ist. Beifall, wre ich ihn in Wim«lebt, habe ich kaum in Amerika ehört. Joseph Wagner spielte, alS ich in jungm Jahren am Zurgtheater engagirt war, den Max Piccolomini hinreißend. Nach der Szene:„Blast, blast! O wärm eS die Schwcd'schen Hömer!" brach ein Dann« von Beifall los, der mdlos schien. Nach langer Weil« geht der Vorhang auf, und in dem Moment find alle Hände wie vom Blitz gelähmt und kein Laut war im Hause hörbar. Das Publikum war erschrockm und glaubte, man habe es mißverstanden, als wolle eS die Tradittonen des Burgtheaters schädigen und dm Hervorruf erzwingen. Ja, der Vorhang ging wirklich auf, aber man sah— eine andere Dekoration— und die Darstell« d« ersten Szene deS vierten Aktes. War dieser anhaltende Beifall, der einm Dekorations- Wechsel überdauerte, für Wagner nicht dieselbe Auszeichnung alS wenn er fich in der Zeit zehnmal verbmgt hätte?" Eine peinliche Störung«litt am Donnerstag Abend im Ostend> Theater die Aufführung der Posse:„Berliner in Kamerun". D« Komiker Hummel, der dm„Fabrikant Schummrich" spielt, stürzte im 4. Bilde, wo« von dm Afri- kanern zum Mahdi gepreßt wird, plötzlich wie ledloS zu Boden. Der Vorhang mußte fallen, Regisseur Grimm trat nach kurz« Zeit vor den Vorhang und beruhigte daS Publikum mit d« Verficherung, daß Hummel nur von einer Ohnmacht befallen, aber bereits wied« zum Bewußtsein gekommen sei, und wenn das Publikum kurze Zeit Geduld haben wolle, die Vorstellung fortgesetzt werben solle. Die Hauskapelle spielte eine läng«e Mufikpiece und am Schluß derselbm hob fich d« Vorhang wieder, die Vorstellung wurde an derselben Stelle wieder auf- genommen, wo fie abgebrochen worden war. Hummel wurde bei seinem Wiednerscheinen auf der Bühne mit lautem Beifall empfangen, was denselben derart belebte, daß« ttotz sein« Schwäche die Rolle glücklich zu Ende spielen konnte� Aufsehen erregle am Mittwoch Nachmittag in Rixdorf das plötzliche Erscheinen des Kriminal-Kommissarius Höhne mit zwei Kriminal- Schutzlenten, welche in Begleitung von Gendarmen dem dortigen Putz-, Leinen- und Weißwaaren- Geschäft von E. einen Besuch machten und nach oberflächlicher Schätzung für etwa 6000 Mark seidene Bänder in Beschlag nahmen und nach dem Amtsbureau schafften. Die hiefige Luxuspapierfabrtk von Hellriegel, Kochstr. 5, hatte feit Jahren einen Lagerverwalter im Dienst, welcher daS größte Vertrauen genoß, daffelbe aber in schnödester Weise zu fortgesetzten Unter- schlaaungen und Diebstählen benutzte, waS schon auS der Masse deS bei S. beschlagnahmten werthvollen Bandes hervorgeht. Dies« Lagerverwalter, Wilhelm Otto, betrieb in Rirdorf nicht nur auf eigene Rechnung einen Handel mit den bei Hellriegel gestohlenen Waaren, sondern versorgte auch noch damit den S. Welche Preise dieser gezahlt hat, folgt daraus, daß er Bänder, die im Fabrikpreise mtt 25 Pf. pro Meter bezahlt wurden, im Einzelverkauf mit 10 Pf. berechnet hat. Am Donnerstag er- schien der Kriminal-Kommissarius Höhne wird« bei S., holte diesen, seinen Geschäftsführer C. und die sämmtlichen Geschäfts- bücher ab und brachte fie nach dem Molkenmartt, wo Otto sich bereits befand. Die Höhe des Schadens der Firma Hellriegel läßt fich noch nicht feststellen. Großartige Wucherverschleierungen, deren all«dingS nicht ganz unfreiwillige Opf« eine Anzahl hervorragender Kavalrere find, dürften demnächst, wie man uns mittheilt, Gegenstand volizeilicker Erhebungen bilden. DaS Konsortium, welches die straflose Brandschatzung der geldbedürftigen Lebe« weit auf seine Fahne geschrieben, setzt fich aus mehreren Bieder- männer zusammen, die einander liebevoll in die Hände arbeiten und es nur auf solche Weise««eichen, daß ihnen, ihr un- sauberes Handwerk nicht so leicht gelegt werden kann. Die Praxis dieser Leute ist in der That eine grausam raffinirte, ja es fehlt ihr sogar nicht— wenn hinfür das Wort erlaubt ist— an genialem Zuge. Ein Blick hinter die Kouliffen dürfte genügen, unseren Lesern, eine Vorstellung von dem Treiben dieser sogenannten„Helfer in der Roth" zu geben und ihnen zu zeigen,„wies gemacht werden muß", wenn man dem Gesetze ein Schnippchen schlagen will. Da erscheint zunächst eine ganz harmlose Annonze in den gelesensten, namentlich von der Offizi«- und Lebewelt bevorzugten Blättnn, worin ein Mitglied der obigen Gesellschaft unter dem bekannten Sammelnamen M. seine alleinseligmachenden Dienste gegen billige Zinsen offerirt. Betritt man d,e fürstlich eingerichtete Wohnung des Biederen, in der auch nicht ein Nagel dessen Eigenthum ist, so wird man zuvorkommenst von einem Diener hineinkomplimentirt; Herr M. erscheint alsbald,«kündigt fich nach der Veranlassung deS Besuches, bedauert, selbst kein Geld zu befitzen, erbietet fich aber, solches zu besorgen. Und das geschieht auf folgende Weise. In Höhe des gegebenen Wechsels wird bei einem aus- wärtigen Geschäftshause telegraphisch entweder Wein, Ziaa«en oder Tabak- meistens der letztere- destellt i dafür«halt dre Firma den akzcptirten und von M. girirten Wechsel. Ist der Tabak hier eingetroffen, dann heißt eS ihn losschlagen und da ist ein an dem Schwindel bethciligter Zrgarrenhandler, dem wiedemm ein Geldgeber zur Seite steht, sofort bereit, dre „Waare" zu kaufen, natürlich aber zur Hälfte d«,„Fakturen- Preises". Der in der Geldklemme befindliche Kavalr« geht in jedem Falle auf den Handel ein und muß obendrern dem menschenfreundlichen M. noch eine entsprechende Provrston zahlen. Der Hauptverdienst aber blüht dem letzteren an dem billig gekauften Tabak in Gestalt eines nicht gerade kärglich bemessenen Antheils am Gewinn, den derselbe abwirft. Auf solche Weise wird in neuester Zeit ungestraft weiter- ge- wuchert.__ Soziale» nnb Arbeiterbewegung. Die Petition für Sonntagsruhe und Arbeiterschutz an den deutschen Reichstag hat in Bremen die Zahl von �m%ÜenW32�Pf. 0%*n 34,09 Pf. in 1881/82 „ Krankenkost 44,50„„ 45,15„„„ überhaupt 33,01„„> r."—/!_" geschrittenen Rheinprovinz(A«esthaus Ermmern, Regrerungs- dezirk Kolb«g) entfielen auf Gesundenlost 66,70 Pf., auf Krankenkost 66,21 Pf. pro Tag und Kopf, in der Strafanstalt Rhein, Regierungsbezirk Gumbinnen(dies Wort sagt schon genug) nur 22,17 bez. 29,44 Pf. Pro Tag und Kopf wurden durchschnittlich geliefert: Brot 642 Gramm für Mann«, 457 Gramm für Weib«, sonstige Zerealien, Hülsenfrüchte und Ge« müse 1396 Gramm, Fleisch und Fettsubstanzen 49 Gramm, Salz, Gewürz und Suppenkräut« 50 Gramm, Milch und andere Nahrungsmittel für 1,52 Pf. lieber die ArbettSthätigkeit in den Strafanstalten und Arbeitshäusern des Königreichs Baiern ist eine Statistik nach dem Stande vom 31. Dezember 1884 jetzt veröffentlicht worden. Männliche Gefangene waren vorhanden 3568, unbe- schäfttgt 333, beschäftigt für den Bedarf d« Anstalten 772; in landnnrthschastlichen Arbeiten 2059; für Anstaltsbeamte 65; für Rechnung der Gewerbetteibenden 2544(also mehr als ein Drittel): für Rechnung der Anstalt zum Verkauf an Geschäfts» leute 319- für Rechnung der Anstalt zum Verkauf überhaupt oder für Rechnung von Privaten 472. ES find also, von der Landwirthschaft abgesehen(auch diese Konku«enz ist für den freien Ardeiter recht empfindlich) 3335 dirett in Tew«be und Industrie konkurrirende Arbeiter unter 6569 Gefangenen, od« vielmehr, da 338 unbeschäftigt, unter 6231. Von 1081 be» schästigten weiblichen Gefangenen waren für Rechnung von Gewerbetteibenden beschäftigt 734. Also fast 75 pCt. Die vielbesprochene Frage der Gefängnißkoyturrenz ist danach in d« That dringend. Die württenbergische Arbetterkolonie Dornahof hat ihren zweitm Jahresbericht herausgegeben. Die Kolonie um- faßt jetzt 152 Morgen, darunter 82 Morgen Ackerland. Aus dem Bericht geht hervor, daß vom 1. April 1884 bis 31. März 1885 338 Mann in der Kolonie Aufnahme gefunden haben. Hiervon befanden fich am 31. März d. I. noch 84 Mann auf d« Kolonie, 82 fanden anderweitig Unterkommen, 147 gingen in geordneter Weise wieder auf die Wanderschaft, 19 wurden wegen Trunkenheit jc. ausgeschlossen, 4 liefen davon, 2 wurden wegen Diebstahls verhaftet. Der DurchschnittSaufenthast deS einzelnen in der Kolonie betrug 55 Tage, daS Durch» schnittsalter 34 Jahre, und während fich im Sommer die Zahl der Kolonisten zwisch>n 50 und 60 bewegte, ist fie im Winter auf 100 gestiegen. Die Einnahmen der Kolonie beliefen fich auf 65 258 M., davon 12064 M. aus dem Gutsbetrieb, 687 Mark auS dem Gewerbebetrieb, 5000 M. aus v« Staatskasse; die Ausgaben bezifferten fich auf 54 195, darunter für den Gutsbettied 7813 M., für Verpflegung der Kolonisten' k. 22474 M. Die Schulden der Kolonie(Rest des Kauf- schillings u. s. w.) bettagen noch 49 489 M. In der Monsselinbranche ist der Geschäftsgang ein außerordentlich schlecht«. So ist jetzt auch die große Firma Hausmann zu C o s s e n gr ü n in der Laufitz fallirt und hat Passiven von über ein« Million Mark hinterlassen. Die Firma betrieb meist Exportgeschäfte besonders nach Japan, doch waren dieselben in den letzten Jahren sehr zurückgegangen. Ein große Produktenfirma in Brünn, die der Ge» biüd« Redlich, ist fallirt. D« Jnhab« der Firma soll sich erschossen haben. Ein Bruder, ein großer Lederfabrikant in Jglau, ist mit in den Sturz hineingerissen. Die Pasfivm be- laufen fich auf 700 000 M. Es kracht also überall. ..............— haben. So häufen fich die Streiks in dem klasstschen Lande der„Harmonie zwischen Arbeit und Kapital" Die Eisenbahnunfälle in den Vereinigten Staaten habm in dem letzten Jahrzehnt bedeutend zugenommen. Das Eisenbahnnetz ist eben bedeutend erweitert, und die Eisenbahn« spekulatton, die weniger auf Sicherheit als auf Profite steht, immer kühner geworden. Dieselben stiegen von 1283 im Jahre 1873 auf 1640 im Jahre 1883, alfo um 27,3 pCt- Die Zahl d« dabei geschädigten Personen stieg im gleichen Zeitraum von 1448 aus 2386 Personen' was einem WachSthum um 64,8 pCt. gleichkommt. Davon wurden getödtet verletzt im Jahre 1873.. 276 1172 „ 1883.. 473 1913 Im Jahre 1873 kamen auf 100 Unfälle 21,5 getödtete und 91,3 verletzte Personen, 1883 dagegen 28,8 getödtete und 116,6 verletzte Personen. Ein ttaurrger Fortschritt! Auch ein Zeichen der Zeit. Die Altersverhältniffe der bayerischen Bevölkerung haben fich verschlechtert. Das Durch» schnittsalter ist ein niedrigeres geworden. Es betrug das Durchschnittsalt« im Jahre im Ganzen für Männer 1867... 29,30 Jahre 1871... 29,26„ 1875... 28,86„ 1881... 28,30„ Wen nimmt es Wunder? beleckt, hat auch auf Bayem sich 29.12 Jahre E! „Die Kultur, erstteckt." für Weiber % T' 28,60" die alle Welt Uerewe und Versnmmiunge«. Verein zur Wahrung der Interessen der Fabrik- und Handarbeiter. Dienstag, den 20. Oktober, Abends 8V» Uhr, Versammlung, bei Böttcher, Köpnickerstr. 150—151. T.'O.: 1. Vortrag des Herrn Zubeil üb« Gewerbeschieds- gerichte. 2. Vierteljahrsabrcchnung. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes. 4. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufge« nommen. Gäste find willkommen. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer, örtliche Verwaltungsstelle Berlin. Am Sonn- tag, den 18. Oktober, Vormittags 10 Uhr: Versammlung bei Gratweil, Kommandantenstr. 77—79. Arbeiter-Bezirksverein der Oranienburger Vorstadt und des Weddtng. Montag, den 19. d. Ms., Abends 8 Uhr, General-Versammlung im Wedding-Park, Müller« sttaße 173. Tagesordnung: l. VierteljahreS-Bericht. 2. Wahl der Bibliothekare. 3. Verschiedenes. 4. Fragekasten.— DaS Quittungsbuch dient als Legitimation.— Gäste haben nur dann Zutritt, wenn fie fich als Mitglied« einschreiben lassen. — Petitionslisten liegen zum Einzeichnen aus. Große öffentliche Arbeiterversammlung am Sonntag» den 18. Oktober, Vormittags 10 Uhr, Kottbuferstr. 4a. Tages- ordnung: Das Unfallverstcherungsgesetz. Diskusfion. Referent Stadtv. F. Görcki. Alle Arbeiter, ohne Unterschied, find zu diefer Versammlung eingeladen. Bezirks- Verein der arbeitenden Bevölkerung des S. W. Berlins. Montag, den 19. Oktober. Abends 3 Uhr, in den„Kaiserhallen", Alte Jalobsstt. 120, Versammlung. To» gesordnung: 1. Vortrag; 2. Verschiedenes. Die Mitglieder werden«sucht, recht zahlreich zu erscheinen. Gäste wtllkom» men. Die Vereins-Beiträge können jeden Sonnabend von 8 Uhr ab bei Lindenborn, Solms- und Gneisenaustt. Ecke, ab- geliefert werden. Zentral-Kranken- und Sterbekasse der Schuhmacher. (Eingeschriebene Hilfskasse Nr. 32.) Montag, den 19. Oktober, Abend! 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandanttn- stt. 77/79, Haupt-Versammlung. Große öffentliche Versammlung der Klavterarbeiter und Tischler. Heute Vormittag 10'/, Uhr in Gratweil's Billhallen, Kommandantenstr. 77—79. Tagesordnung: 1. Die Beendigung des Streiks in der Pianoforrc Fabrik von Kling« mann u. Komp. Referent He« Fr. Zubeil. 2. Sind Stteirs in der Gegenwart durchzuführen unb wie stehen die geschloffe- nen V«einigungen dem gegenüber. Ref«ent Hen Fr. Michel- fen. Pflicht all« Bnufsgenossen ist es, in dies« Versammlung zu erscheinen. Theater. Opernha«». Veute: Der Maurer. Morgen: Die Walküre. Schauspielhau«. beute: Roderich Heller. Morgen: Uriel Acosta. Deutsches Theater. Heute: Ein Tropfen Gift. Morgen: König Lear. Kriedrich-Wilhelmstädtisches Theater. Heute: Offenbach- Cyclus. OrpheuS in der Unterwelt. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Restdenz-Theater. Heute: Theodora. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Wallner-Theater. Heute: Unser Glückskind. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Velle-Nlltauee-Theater. Heute: Doktor Klaus. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Walhalla-Operetteu-Theater. Heute: Don Cesar. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Viktoria-Theater. Heute: Mefsalina. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Crutral-Theater. Alte Jakobstrahe 32. Direktion: Adolph Ernst. Heut«: Zum 79. Male: Die wild« Katze. Gesangsposse w 4 Akten von W. Mannstädt, Mufik von G. Steffens. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Louisenstädtisches Theater. Direstion: Jos. Firmans. Heute: Der Maskenball. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Ofteud-Theater. Heute: Berliner in Kamerun. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kdniastädtisches Theater._ Heute: Gastspiel der Liliputaner. Die kleine Baronin. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Theater der RetchShalle«. Täglich: Aufreten sämmtlicher Spezialitäten. Ameriean-Theater. Täglich: Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. «aufmann's Variete. Täglich: Große Spezialitäten-Vorstellung. Konkordia. Täglich: Austreten sämmtlicher Spezialitäten und theatralisch« Vorstellung. Alhambra-Theater. Wallnertheaterstraße 15. Heute zum 8. Male: In Leid und Freud. Lebensbild mit Gesang in 4 Sitten von A. Slottko. Vor der Vorstellung: Großes Konzert der Hauskapelle. Anfang des Konzerts 7 Uhr, der Vorstellung 7»/« Uhr. Bons haben Wochentags GMgkeit. Morgen: Dieselbe Vorstellung._ Passage I Treppe. Geöffnet von 9 Uhr Morg. bis 10 Uhr Ab- Kaiser Panorama. Diese Woche: Eine Reise durch die Schweiz(l.CvlIuS), sowie die Abtheilung Helgoland, Norderneu. Ham« bürg neben der interessanten Hertha- Reise, a Reise 20 Pf., KinberJOJJf.___[2450 Allen Freunden und Bekannten, besonders dem Ar« beiter-Bezirksverein für den Osten, gebe ich hiermit die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, geb. Keys«, nach fünfmonatlichen schweren Leiden am 14. Oktober gestorben ist. Die Beerdigung findet statt am 18. Oktdr., Nachmittags 1 Uhr, vom stadtischen Krankenhause aus nach Weißensee. 12439 H. E. Lange, Tischlermeist«, Barnimstraße 47. Der geehrten Nachbarschaft, namentlich den Frauen der Mitglieder des„ArbeitnbezirksvneinS für den Osten" empfiehtt ** Frau Schulze, Stadthebeamme, 2227s_ Weberstraste Nr. 9.__ Ausmlmf in Klckrchjfku zu bedeutend herabgesetzten Preisen, ü Kerlmer Warb zu Hauskleider« Meter 80» 40— 50 Pf. 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(Siebt ei Bürg« i des San Wie and knirscht< Treiben führe» z Gemernd auf ein Ein ben Wöhrens gewissen wo«« sich in t dies« A en gros. Cigarren- u. Tabak-Handlung Fntz Goercki Na. kanntlich fchen B. betriebe Blicke A lagen b« Itt ch e wirb di« tauschten Kometen Nebelsch Wölkche, reicht,\ springt Tasch• solle« s< Verantwortlicher Redakteur St.«ronhei« in Berlin. Druck und V«laa von« i'.—----——_ oon«ar Babing in Berlin SW, Beuthstraße 2' Hiefl» Beilage zum Berliner Volksblatt. i. Mr. 844. Sotmtag» de» 18 Oktober 1883. IL Jahrg. lösche« ;roß akale». - M , ei»' �6# früher ft-ff' Tuch Marl »et«« Mar»- bekß ,i,l liMI Dtnt' ■1 intapl mt . Das königliche Polizei-Prästdium hat dem Magistrat mitgeth«ilt, daß dem gesundheitsschädlichen Einfluffe, welchen «er Handel mit Häuten auf den Märkten verbreite, entschieden entgegengetreten werden müsse. Wenn der Magistrat auf den offenen Märkten für den Häutehandrl nichts einrichten kann, so weiden die Häute nach den Markthallen kommen müssen, es sei denn, daß der Magistrat für den Häutehandel auf dem Viehhof sorge. Auf den Bericht deS Kuratoriums für den Zentral Viehhof hat der Magistrat beschlossen, für die Häute- handler einen überdachten Raum auf dem Zentral-Schlachthof erbauen. ,'• Die Pferdebahnlinie Rollkrua-Knesebeckstraße war Hoests im Sommer d. I. Gegenstand der lebhaftesten Klagen beim Publikum und in der Presse. Auf keiner anderen der vielen bestehenden Pferdebahnlinien besteht ein dem Publikum firgenüber so rücksichtsloses Verhältniß als bei der erwähnten strecke. Die ganz willkürliche Einrichtung der Linie als bc- sondere Strecke, die am Rollkrug beginnt, hat für die meisten Passanten eine künst iche Vertheuerung des Fahrpreises und vre große Unbequemlichkeit des Umsteigens zur Folge und außerdem wird dadurch ein ganzer Wagenpark auf dem «ermannsplatz etablirt, der permanent aus sechs Wagen de- n�ht. Dieses verkehrstörende Depot würde auf zwei Wagen ermäßigt werden und die oben gerügten Uebelstände für das Publrlum würden fortfallen, wenn die kleinen Wagen der »Ä���marURoMrug nach der Knesebeckstraße durch» würden. Warum das nicht geschieht, ist unbegreiflich. n.« w roy1�?! V" Sommer in der Presse angeregt wurde, ueß die Prerdebahnverwaltung die Nachricht verbreiten, daß owDotgeMIagent Aenderung für den Beginn des Winter- f �lwägung gezogen werden sollte. Der Winter- � in Kraft getreten, der alte Zustand besteht unver- sd«r, strömenden Regen und im tiefstm Schmutz steigen Passanten auf dem Hermannsplatz um oder warten ge- ouldrg, bis fie in einem der kleinen Wagen Platz finden, blos Werl die Verwaltung es für besser hält, die Strecke am Roll- «ug zu unterbrechen. Ltebig über Thee- und Kaffeegenuß. Bei der heran- nahenden Wtntersaison finden wir den folgenden Artikel in der ,,D. R. B." wieder sehr zeitgemäß. In seinen„Chemischen Brufen" behandelt Justus von Liebig auch die animalische und vegetabilische Nahrung, sowie die Wirkungen derselben in Beziehung auf die körperlichen und geistigen Funktionen des Menschen, und kommt dabei unter Anderem auch auf den Thee und den Kaffee und deren Wirkungen auf den Lebensprozeß zu sprechen. Bei dem großen Einfluß, welchen diese Nahrungs- und Genußmittel einestheils auf unfern HauShalt ausüben, indem ja bekannllich der Kaffee zu un- feren täglichen und somit unentbehrlichen Nahrungs- Mitteln gehört, und auch der Thee. dem seine nützlichen und angenehmen Eigenschaften bei uns Geltung verschaffen, immer mehr Eingang m unseren Familien findet, dürfte es nicht un- interessant sein, wenn wir in Kürze die Anficht des großen Chemikers über diese Getränke und ihre Wirlungen mittheilen. Wenn man in Erwägung zieht, sagt Liebig, daß in Europa und Amerika über 80 Millionen Pfund Thee und im Zoll- verein über 60 Millionen Pfund Kaffee jährlich verbraucht werden, daß in England und Amerika der Thee einen Bestand- theil der täglichen Lebensordnung des geringsten Mannes, so wie des reichsten GrundadelS ausmacht, daß in Deutschland das Volk auf dem Lande und in den Städten um so hartnäckiger am Kasseegenuß hängt, je mehr die Armuth die Fülle der Auswahl der Lebensmittel beschränkt, und daß der allerschmalste Taglohn immer noch in einen Bruchtheil für Kaffee und in einen anderen für Brot und Kartoffel gespalten wird— im Angefichte solcher Thatsachen läßt fich schwerlich die Be« hauptung rechtfertigen, es sei der Genuß von Kaffee und Thee �we Sache der bloßen Angewöhnung. Wir halten es im Ge> ZAMMKMS- ■es msmßmum wahre Mittel aufgefunden chai�um seiner �täglichen Nahrung «HM Kerlmrr Sountagspwudcrri. >r» « n#•. i R. C. Eme schöne Sache ist e» um die Frömmigkeit. Grebt es emen würdevolleren Anblick alt den ehrwürdigen «nrg« m schwarzem Rock und wohl geglättetem Zylinder im Nach dem weit verbreiteten Liede bleibt der Leib be- kanntlich auf dem Kanapee zurück, die Seele aber, der irdi- ImPn% Av» n T*Vk«/%(■»*• C____ r>-- Ken Bande ledig, schwingt sich empor au« dem'sausenden Zewebe de« Dase,««. S,e hebt sich und schwebt, bis dem 4 i Sltie Alle« entschwimmt, bis die Stadt mit ihre» hoch- »ssgenden Giebeln und Thürmen und der Sophien- in das Nicht« sich auflöst. Und immer herrlicher ™ e*. Auffahrt im azurblauen, von Sphärenmusik durch- 0*1?, Aetherraum. Sternschnuppen zischen und sprühen. sn Tri* eslen durch das Weltall und wedeln mit ihren «-T»* eisen zum Salut, Sonne« leuchten und weiße dazwischen. Und endlich ist da« Ziel er- reicht, das Tbor zu de« seligen Gefilde« de« Paradiese« springt auf, die Engel rufe» Hurrah, da« Orchester bläst riPV.'. E» wä/ so schö« gewesen, doch e« hat nicht solle« sem! Dem Diffidentea blühe« derartige Annehmlich- scheinlich, daß ihr Gebrauch als Bestandtheil der Nahrung auf der erregenden und belebenden Wirkung beruht, welche diese Getränke mit der Fleischbrühe gemein haben. Dos Ge- tränk Thee unterscheidet fich von dem Getränk Kaffee durch seinen Eisen- und Mangangehalt. Wir genießen demnach in dem Thee(von manchen Tyeesortcn insbesondere Pekko und Souchong) ein Getränk, welches den wirkenden Bestandtheil der wirksamsten Mineralquellen enthält, und so gering auch die Menge Eisen sein mag, die man täglich darin zu fich nimmt, so kann dieselbe auf die vitalen Vorgänge nicht ohne Einfluß sein. Nach der darauf folgenden Analyse enthalten die Aschenbestandtheile des Theeaufauffes des Kaffeeabsudes (Souchongthce)(Javakaffee) Eisenoxyd 3,29 0,25 Mangan oxyd 0,71 0,00 und es ist weiter bemerkt, daß ein Theeaufguß von 70 Gramm Pekkothee 0,104 Gramm Eisenoxyd und 0,20 Gramm Manganoxyd enthielt. Hiernach ist eS leickt erfichtlich, welche günstige Wirkung der tägliche Genuß von Thee, nachentlich für Blut- arme und Bleichsüchtige, haben muß, da er dem Blute Eisen zuführt, und daraus dürfte auch vielleicht der Umstand zu erklären sein, daß in England, wo der Thee zu den täglichen Nahrungsmitteln gehört, die Bleichsucht der jungen Mädchen weit seltener als bei uns vorkommt. Ueber Alle« die Pflicht. Unter allen Tugenden, welche die Hausfrau zieren, so schreibt das„B. T.", ist ficherlich eine der sürnehmsten die Sparsamkeit. Wie glücklich muß fich ein Hausherr fühlen, wenn im Kranze der Tugenden seiner thmren Hausehre dieses unbezahlbare Juwel glänzt! Von einer Haus- frau, die unter ganz ausnahmsweisen Verhältnissen die Tugend der Sparsamkeit zum klasfischen Heroismus stempelte, erzählt folgende kleine Geschichte. Wir standen Sonntag Abend in Schöneberg unweit des Pferdebahndepots und warteten auf einen Pferdebahnwagen, der uns in die Refidenz heimführen sollte. Die Berliner werden fich erinnem, daß an diesem Abende ein scheußliches Witter war, und der Regen mit einer Beharrlichkeit herabrieselte, die den Berliner Straßenstaub in eine braune Brühe verwandelt halte. Plötzlich wurden wir in der angenehmen Beschäftigung des Wartens durch ein lautes und heftiges Sprechen in unserer nächsten Nähe gestört. Neugierig wendeten wir uns einige Schritte gegen den Oft, woher die lauten Stimmen erschallten. Schon nach wenigen Schriften bot fich uns ein merkwürdiges Schauspiel. Ein dicker und untersetzter Herr, aus dessen Geficht eine dicke Nase im Rubin- roth glänzte, hieb unbarmherzig auf eine Frau ein, die in der braunen.Etraßenbrühe lag. Entrüstet wollte der Einsender gegen die auf ungleichem Standpunfte gefühfte Unterhaltung protestiren, als ihn die Wofte der am Boden liegenden Frau darüber belehrten, daß seine Intervention hier nicht am Platze sei. Der Mann hieb, doch die Frau ftef nur schmerzlich die Worte aus:„Lieber Richard! Schlage man blos nicht den Schirm entzwee!" Der Berichterstatter war Zeuge der Schluß- katastrophe eines ehelichen Zwistes geworden, wo, trotz ganz außergewöhnlicher Verhältnisse, der Hausfrau„die Pflicht über Alles ging. Eine besondere Gebühren-Ordnnng scheint für den hiesigen Winkelkonsulenten Rosenberger zu gelten, welcher vor einiger Zeit von dem Köslincr Kaufmann Herrn L. den Auf- ftag erhielt, beim Amtsgericht zu Bernau eine Forderung von 600 Mark einzuklagen; gleichzeitig wurde er bevollmächtigt, das Geld einzuzieben und in Empfang zu nehmen. Rosen- berger nahm das Mandat an, nachdem er"sich einen Kostenvor- schuß von 50 Mark hatte zahlen lassen. Er gewann auch in der That den Prozeß und kam dann in den Befitz der Efteit- summe. Nun aber übersandte er seinem Mandanten eine spe- zialisirie Gebührenrechnung, wonach dieser von einem Betrage von 600 Marl nicht mehr und nicht weniger als— zehn Marl herausbekam! Da Herr L. außerdem noch einen Vorschuß gezahlt hat, so ist er nicht allein um seine Forderung gekommen, sondern hat obendrein noch 40 Mark verloren. r. Die Unreellität scheint erfinderischer, al« daS solide Geschäft, und es ist erstaunlich, mit welchem Raffinement daS Gebiet der Krankenheilung immer und immer wieder von un« soliden Spekulanten ausgebeutet wird. Nach dem Pillen und andere Geheimmittel, Dank dem energischen Einschreiten der Behörde und der Presse, fich zum Verlaffen deS öffentlichen Markte« anschicken, scheint fich die Spekulation mit Gesund« heitsmittcln auf ein anderes, mehr populäres Gebiet werfen zu wollen, nämlich auf den Handel mit orthopädischen Apparaten. Die große Zahl rhachitischer Kinder, denen man in großen Städten begegnet, und deren Knochenverkrümmungen und schiefe Gliedmaßen unser Bedauern und Mitleid erwecken, bedürfen zu ihrer Heilung meist künstlicher Stützapparate, die leiten nicht, ihm ist die Existenz nach dem Tode mindesten« — prethselhaft. Unsere Leser wissen, was wir meinen. W,e wunderbar sich doch die Zeiten ändern! Wir entsinnen un« dunkel einer Festlichkeit, die Herr Pretzel, der chftstlich-soziale Dissi- dent, bei Gelegenheit der Einweihung einer neuen Fabrik gab. Natürlich durste bei einem solchen Anlasse im Hause de« Frommen der Hofprediger Stöcker nicht fehlen, er muhte seinen Freund und dessen neue« Etablissement einsegnen. Ein hiesiges stöckerische« Blatt, welche« den Fall Pretzel be- sprach, ärgerte sich über da« Lächeln der„jüdischra" Re« dakteure, mit welchem sie ihren Leser» derartige Kost mund- gerecht mache». Wie mag nun erst Herr Pretzel gelächelt haben, al« Herr Stöcker de« Segensspruch über lh« aus- sprach, als er ihn und sei« Hau« der Gnade de« Gotte« anempfahl, dessen Dasein Herr Putze nach semer religiöse« Ueberzeugung ableugnet! Herr Pretzel ,st em kluger Mann, er machte es zwar nicht wie jener arme Teufel, der, um den„Staat von der Kirche" zu trennen, die Altar- decken stahl, doch die„Schiebungen," d,e Herr Pretzel im Ei«- und Verkauf von Grundstücke« im Dienste der wir wollen nur die schöne Gelegenheit n, cht vorüberaehen lassen, um diese« wichtigen Fall ,n da« gehonge Licht zu __ Zn den Zeitungen lese» wir jetzt immer in regel« Winterkrankheiten nicht« mehr im Wege stehe«. Menschlicher Berechnung»ach w,rd un« die Cholera im Wmter verschonen, dagegen hat un« die General-Synode ereilt, wo den betreffenden Körpeitheilen, in denen fich die erkranften Knochen befinden, selbstverständlich auf das Genaueste an- gepaßt werden müssen. Wegen der dadurch bedingten sorgfältigen Arbeit werden solche Apparate ziemlich theuer und in den weniger gebildeten Kreisen mag es oft genug vorkommen, daß eine Mutter für ihr krankes Kind genügend gesorgt zu haben glaubt, wenn dasselbe endlich einen solchen orthopädischen Apparat trägt, dessen Kosten der Arzt einmal auf 30 bis 40 Mark veranschlagte und den fie billig— welches Glück für eine sparsame Frau!— für 15 Mark bei einem Bandagisten erstanden hat. Daß dieser Apparat nicht paßt, daher dem Kinde nichts nützt und ihm nur lästig ist, entzieht fich häufig dem Verständnisse der Leute und auf solche scheinen gegenwärtig mehrere„Ban- dagenfabrikanten" zu spekuliren, die mit ihren Anpreisungen patentifter. und nicht patentirter Paradehalter das Publikum überschwemmen. Wir warnen nachdrücklich davor, solche, für arme Leute immerhin theuren Apparate ohne ärztlichen Beirath anzuschaffen, wenn man nicht das Geld dafür als foftgewoften betrachten und eine höchst unsolide Spekulation auf die Un» wiffenheit oder doch Oberflächlichkeit der großen Menge unter« stützen will. Nach Mittheilung des Statistischen Amts der Stadt Berlin find bei den hieftgen Standesämt-rn in der Woche vom 4. Ottober bis inkl. 10. Oktober er. zur Anmeldung gekommen: 637 Eheschließungen, 927 Lebendgeborene, 33 Todtgeborene, 502 Sterbefälle. Ein Kutscher des hiefigen Speditcurvercins fand vor etwa 3 Wochen in der Lüneburgcrstraße ein 26 Kg. schweren Sack, enthaltend Päcke und Stiefek. Der Sack, welcher mit E. K. I. Brilon gezeichnet ist, wird auf dem Speicher des Berliner Spediteur- Vereins, Schöneberger Ufer 5/9, auf» bewahrt. Ueber eine Kindesaussetzung wird folgendes ge- meldet: Am 1. September d. I. Abends hatte eine Frauens- person ihr 4 Wochen altes Kind männlichen Geschl-chts auf einen auf dem Flur des Hauses Stallschreiberstr 31 stehenden einspännigen Wagen niedergelegt und dasselbe in hilfloser Lage verlassen. Diese Aussetzung wurde ihr jedoch wieder leid, und begab fie fich, um Nachforschungen nach dem Kinde anzustellen, am folgenden Tage nach dem zuständigen Polizei-Revier, durch welches ihr daS Kind wieder übergeben wurde. Noch an dem- selben Abend hatte fie das Kind einem vierzehnjährigen Mädchen in der Pallisadenstraße mit der Bitte, dasselbe eine kurze Strecke zu tragen, übergeben, war dann in ein Haus ge- treten und hatte fich durch einen zweiten Ausgang unter Zurücklassung des Kindes entfernt. Gestern wurde die Frauensperson als die unverehelichte M. ermittelt und zur Hast gebracht. Auf dem Bodenflur des Hauses Skalitzerstr. 109 wurde gestern Abend ein ungefähr drei Monate alter Knabe, bekleidet mit einem leinenen Hemd gez. F. 11 und weißer Parchendjacke und gewickelt in ein graues schwarzgestreiftes Tuch, gefunden. DaS Kind, an dessen Armen fich geflochtene blaue mtt weißen Perlen besetzte Armbänder befanden, wurde seitens der Polizei der Wittwe Gerecke, Marianenstr. 51 wohnhaft, zur Pflege übergeben. „Mode und Haus." Das zweite Heft dieser gediegenen Zeitschrift ist soeben erschienen. Dasselbe entspricht vollständig den Erwaftungen, zeichnet fich durckgeschmackvolle Illustrationen und sorgfältig redigten Text aus. Wir machen unsere Leserinnen besonders auf die reizenden Musterbeilagen aufmerksam. DaS Kaiser-Panoramn(Passage) stellt in dieser Woche feine Reise durch die Schweiz(I. Zyklus), sowie die Abtheilung elgoland— Norderney— Hamburg neben der interessanten eftha-Rerse aus. Das Kunst- Institut erfreut fich eines leb. haften Besuches. .«NM«'%'».«S &«ä% Fltck und Flock; Mittwoch, den 21.: Der Trompeter von Sakkmgen; Donnerstag, den 22.: Der Prophet(Herr Niemann); Freitag, den 23.; Carmen; Sonnabend, den 24.: Das goldene Kreuz, Wiener Walzer- Sonntag, den 25.: Lohenarin(Herr Nremann).- Im Schauspielhause. Sonntag, den 18.: Roderich Heller; Montag, den 19.: Ufte! KaÄnfT/ 20 auf Begehren: Glück bei Frauen; Mittwoch, den 21.- Der Kaufmann von Venedig; Donnerstag, dm 22, zum 1. Male: Gastrecht, neu einttudift: Das Tage« buch(Frl. Groß als Gast): Freitag, den 23.: Faust; Sonnabend, den 24.: DaS Tagebuch, Gastrecht; Sonntag, den 25.: Du Rantzau. Im Deutschen Theater wird heute, Sonntag,„Ein bekanntlich der Schnaps durch Moral ersetzt werden soll, die zwar nicht wärmt, aber doch Einiges einträgt. Ob in Folge der Verhandlungen schließlich da« gemeine Laster oder die osfi« zielle Tugend siegt- in jedem Falle wird Viktoria ge- trunken. Fernerhin hat der Schnupfen seinen Einzug bei un« gehalten. Der enorme Verbrauch von Taschentüchern ist immer die Signatur de« Herbstes, genau wie der Umzug. Doch der Umzug ist glücklicher Weise vorbei, denn wer um den ersten Oktober herum sein häusliche« Glück in ein be- nachbarte« Quartter verlegte, hat sich inzwischen eingerichtet. Alle Bilder hängen an den Nägeln, die Bette« sind kunst- gerecht aufgepflanzt, an der Uhr fehlt nur da« Gla« und der kleine Zeiger, wer irgend einen Gegenstand au« Alabaster besitzt, dem ist derselbe durch die Stiefel, mit welchen man ihn vorsichtig zusammenpackte, jedenfalls ei» klein Wenig beschädigt, und über manche weibliche Robe, welche im ver- gangenen Winter noch der Glanzpunkt eines Balle« gewesen, zieht sich au« bisher unaufgeklärten Gründen ein breiter, öliger Streifen. Aber die Kinder find alle gerfttet, und das jüngste von den lieben Kleinen hat vor Freude über die neue, gesunde Wohnung bereit« ein Loch in die Tapete gekratzt. Inzwischen sind wir fast unbemerkt in die Saison der Kränzchen und Bälle eingetreten. Der Frack und die weißen Handschuhe sind zu ihren verbrieften Rechten gelangt, Mull- und Tarlatankleider sind neu garnirt und frisch gebügelt, in den Tanzinstituten herrscht der unermüdliche Geiger und der maitre de danse bringt ungelenken Knabe» und Mädchen für ei« Billiges seine graziösesten Sprünge und Verbeu- gungen bei. Mancher Hymnus wird jetzt auf die Zukünftige gedichtet, wenigsten« war e« in früheren Zeiten so, al« der Staatsanwalt sich noch nicht um die lyrische« Anwandlungen liebedürstenber Seelen kümmerte. Jetzt ist die Zeit gekommen, wo am meisten die Reime maltraittrt werden: Schmerz— Herz, Sonne-Wonne, Liebe— Hiebe'. Alhambra-Theater. In Folge der regen Theilnabme seitens des PudlikvmS bei den Borstellungen von„Fn Leid und Freud'" ist der Termin eines Rcpertoirwechsels noch hinausgeschoben worden. Tropfen Glft" und morgen, Montag,„König Lear" gegeben. Die nächste Aufführung von„Ein Tropfen Gift" findet dann erst wieder am Mittwoch statt, da Frau Niewann einige Tage der Ruhe bedarf. Außerdem bringt das Repertoire dieser Woche noch Aufführungen von„Jungbrunnen" und„Romeo und Julia."— Am Montag, den 26. d. M., geht voraus- fichtlich das fünfaktige Trauerspiel„GracchuS, der Volkstribun" von Adolf Wilbrandt neu in Szene. Polizeibertcht. Am 15. d. M. Nachmittags fiel der Ar beiter Garbe auf dem Neubau Perlebergerstraße 30 in die mit lk gefüllte Grube und erlin dadurch so erhebliche gelöschtem Kalk....... Brandwunden an den Armen und Beinen, daß er nach dem Krankenhause in Moabit gebracht werden mußte.— An demselben Tage Abends verunglückte der Maischsteder Schulze in der Ttvoli-Brauerei dadurch, daß er beim Auifegen einer Bier« pfanne ausglitt, hinfiel und fich in den heißen Bierresten den rechten Fuß verbrühle.— Auf ähnliche Weise verunglückte auch der Arbeiter Wollbrandt am nächsten Tage Mittags in der Gamfärberei von Sondcrmann, Mühlenstr. 64, indem er unbe- fugterweise auf den Rand eines mit kochender Farbe gefüllten Kessels stieg, daselbst abglitt, in den Keffel fiel und dadurch an beiden Füßen Verletzungen erlitt. Beide wurden nach dem katholischen Krankenhause gebracht.— Am 13. d. M. Abends entzündete fich in dem vor dem Stettiner Bahnboke aufgeftell- ten Kandelaber an einer zur Erleuchtung der Uhr dienenden Flamme das aus einem undichten IHohr entwichene Gas; es erfolgte mit lautem Knall eine Explofion, durch welche die Uhr und der Kandelaber stark beschädigt und durch die umherflie- gendcn Glasscheiben ein Knabe am Kopfejverlttzt wurde, so daß er nach der nächsten Sanitätswache, in der Jnvalidenstt., gebracht weiden mußte.— Am 17. d. M. früh entstand in einem Keller auf dem Grundstück Alexanderstr. Nr. 53 Feuer, durch welches Packmaterial und einige Waaren vernichtet wurden. Die Feuerwehr löschte das Feuer in kurzer Zeit. Gerichts-Zettmtg. Gerichtliche Anerkennung des Rechts der Presse, daS Publikum vor Gefahren zu warnen, welchen es vom Auslande her ausgesetzt wird. Der schon mehrfach verhandelte Be- lcidigungsprozcß der Schiffsagenten Prinz und Swanenburg aus Groningen gegen den Redakteur eines hicfigen Blattes ge- langte gestern vor der sechsten Strafkammer biefiaen Land- gerrchts l in der Berufungsinstanz zu einem Austrage, mit welchem die Presse alle Ursache zur Zufriedenheit hat. Die Privatkläger find die Generalagenten der niederländischen über- seeischen Dampfschifffahtt- Gesellschatten. Da ihre Ver- suche, für das Königreich Preußen die Konzcsfion zu erlangen, mißglückten, erließen fie in den Zeitungen Inserate, in denen fie fich zur Gratisverabfolauna von Anleitungen zur Erlernung der„amerikanischen" Sprache und zur Auskunftertheilung in Auswanderer> Ange- lezenbeiten erboten. Den Reflektanten wurde alsdann von dem Hauptbureau in Amsterdam u. A. ein rother Zettel beige- fügt, auf dem bemerkt war, daß in Holland von Auswanderern k ine Legitimationspapiere gefordert werden, daß sonach deutsche Militärpflichtige ohne jede Schcererei weiter befördert werden. Auf Grund dieser Thatsache leitete die Etaatsanwaltschast in Zelle ein Etrasverfahrcn gegen die Privatkläger und deren Prokuristen wegen Verleitung zur Entziehung vom Militär- dienst ein, und wurde gegen vre Beschuldtgten, da fie fich nicht gestellten, unter vorläufiger Einstellung des Verfahrens ein Haftbefehl erlassen. DaS angeklagte Blatt hatte im No- vember 1883 unter der Uedersckrift„Gängelfang" daS Verfahren der Privattläger deleuchtet, als einen „Schwindel" und auch„Menschenfang" bezeichnet, da die Gefangenen offenbar den WerbebureauS für die holländischen Kolonien in die Hände fallen. Die Pri- vatlläger erhoben wegen dieses Attikels, durch den fie fich schwer beleidigt fühlten, Klage und machten namentlich den Versuch, die Versendung der in Rede stehenden rothen Zettel ihren Amsterdamer Prokuristen Jungebluth und Meyer zur Last zu legen; fie selbst wollen davon nicht die geringste Kennt- n ß gehabt haben. DaS hiefige Schöffengericht sprach den An- geklagten frei, da der Beweis der Wahrheit als geführt er« achtet und angenommen wurde, daß es gleichgiltig sei, ob die Versendung der Z-ttel von den Klägern oder deren Prokuristen ausgegangen sei. Hiergegen legten die Kläger Berufung ein und machten allerhand Versuche, fich selbst zu exkulpiren. Die dafür angebotenen Beweise wurden auf den Antrag des Rechts- anwalts Dr. Michaelis als unerheblich zurückgewiesen und nach« dem die Kläger die zur Sicherung für die Kosten des Ange- klagten erforderte hohe Kaution hinterlegt hatte, die Berufung verworfen, da dem Angeklagten zweifellos das Recht der Warnung des Publikums zustand und die gebrauchten Aus- drücke zwar scharf, aber der Sachlage entsprechend waren. Keinesfalls ließ fich aus denselben auf eine beleidigende Ab- fleht des Angeklagten schließen. Deich erwischt! Am Nachmittage des 31. Mai er. wurde in der Wohnung des Dr. Rosenthal, Alte Echönhauserstraße •etotm.) IeuMeton. 9«« Msrmo«e»«adche»i. 84] »merikmnsche Erzählung von Baldut» Möllhattf««. (Fortsetzung.) Von oben konnte er, des auf den letzten zehn Fuß schroff abfallenden Abhanges wegen, nicht mehr gesehen werden, dasür aber hielt er eine um so lebhaftere Unter« Haltung mit La Bataille aufrecht, der dann seine Worte immer sogleich wieder an die Mormonen verdolmetschte. Kairuk saß noch immer da wie eine Bildsäule, aus- merksam bettachtend die kleinen Wellen, welche, erzeugt durch die Bewegungen des draußen stehenden Utahs, unter der daS Waffer berührenden Stein schicht hindurch leise plätschernd in die Höhle hineinrollten. Plötzlich brach der Utah mitten in einem Satz, welchen er nach der Höhe hinaufrief, ab. Bei dem Versuch, sich cm der Uferwand zu stützen, hatte seine Hand den verborgenen Fels, and berührt, und verwundert über diese unerwartete Unregelmäßigkeit, tastete er immer weiter, vielleicht nur um «inen sicheren Halt zu gewinnen, bi» er endlich auf der Innenseite der Höhle die Hand wieder aus dem Waffer her- vorreckte. Der Mohave-Häuptling sah«S, ferne Augen funkelten, und weder Befriedigung noch Aerger erfüllten ihn, al« die Hand, nachdem fie kaum erschienen war, blitzschnell wieder zurückfuhr. Seine Füße aber suchten tastend nach einem geeigneten Haltepunkt auf dem schlüpfrigen Boden, während er die unter seinen Armen durchlaufenden Stricke etwas löste-—„ Der Utah hatte noch immer keinen Laut von sich ge- geben. Offenbar ging er mit sich zu Rothe, ob die ge- machte Entdeckung wichtig genug sei, deshalb unterzutauchen ein äußerst raffinüter Diebstahl ausgeführt. Das Rosenthallscke Ehepaar Katte an jenem Tage ferner Dienstmagd Lilie die Bcaufstchtigung der Wohnung übertragen müssen, well es außerhalb an einer Hockzeitsfeierlichkeit Thcil zu nehmen hatte. Die Dienstwagd hatte fich mit zwei Spitzbuden lütt, einer der- selben war ihr sogenannter B-äutigam. Die Silbersachen der Herrschaft waren bereits zusammengedrückt in einem Koffer ver- packt worden, da erhielt die diebische Magd unvermuthet Be- such; einer ihrer Komplizen ergriff die Flucht, der zweite, ein „Arbeiter" Marschner wurde ergriffen und mit der Lilie unter Anklage gestellt. Beide wurden zu Gefängnißstrafcn verurthellt, waren aber nicht zu bewegen, den dritten Theilnehmer an dem Diebstahle zu verrathen. Dennoch ist es der Kttminalpolizei gelungen, denselben nachträglich in der Person des Tapezirers Julius Stehfcst zu ermitteln, welcher gestern der dritten Straf- kammer des Landgerichts I vorgeführt wurde. Derselbe bestritt allerdings hattnäckig, fich an dem Diebstahle betheiligt zu haben und hatte einen umfangreichen Alibibeweis angetreten um fich aus der Schlinge zn ziehen. Es hatten aber drei der Äe- lastungszeugen den Angeklagten mit aller Bestimmtheit rekognoszirt und ihren pofitroen Behauptungen gegenüber konnten die Bekundungen einiger Entlastungszeugen daß der Angeklagte beispielsweise nie ein Helles Beinkleid besessen, wie jener Dieb zur Zeit der That g tragen, nicht ins Gewicht fallen. Der Gerichtshof gewann die Ueberzeugung von der Schuld des Angeklagten, den er zu 2 Jahren Gefängniß und drei Jahren Ehrverlust veruttheilte. Ein Klavierlehrer von einer bedenklichen Fingettettigkeit stand gestern unter der Anklage des wiederholten schweren Diebstahls vor der zweiten Strafkammer des Landgettchts I. Der erst20jShttge Angeklagte, Vinzenz Seb aflian En- gel gab dem Töchterchcn einer in der Bernburgcrstraße woh- nenden Frau B. Klavierunterttcht. An einem Augusttage kamen der letzteren auf unerklärliche Weise aus ihrem ver- schlossenen Zqlindcrbureau 2 Stück 100 Mark-Schcine abhanden. Sie machte der Kriminalpolizei Anzeige und von dem betref- senden Beamten befragt, wer Alles zu ihrer Wohnung Zutritt habe, gab fie auch den Klavierlehrer an, wies aber jeden Ver- dacht auf diesen„anständ'gen" Mann weit von fich. Der skeptische und erfahrene Beamte tteth ihr aber dennoch, den Mustker auf die Probe zu stellen. Die Bestohlene folgte diesem Rathe. Sie zeichnete das in ihrem Schreibtische befind« licht Geld und gab dem Angeklagten bei seinem nächsten Er- scheinen Gelegenheit, eine kurze Zeit lang in der Stube allein zu verweilen. Bevor er fich anschickte, den Heimweg anzutreten, revidirte Frau B. ihren Kassenbestand und zu ihrem Schrecken fand fie ibren Verdacht bestätigt, eS fehlten ein 5 Markschein und ein 20 Markstück. Sie sagte dem Lehrer den Diebstahl nunmehr auf den Kopf zu und dieser gestand auch ein, den- selben mittels eines seiner Schlüsseh welcher zufälligerweise zu dem Schreibtische paßte, ausgeführt zu haben. Während er früher auch eingeräumt hatte, den Diebstahl an den 200 M. begangen zu haben, widerrief er dies Geständniß im Termine. Der Gerichtsbof alaubte ihm aber in dieser Beziehung nicht und veruttheilte ihn zu IV: Jahren Gefängniß und 2 Jahren Ehrverlust. Breslau, 16. Oktober.(Karolinc mit dem falschen Gebiß.) Karoline Thiel, eine Schöne von etwas anrüchigem Lebens« wandel, hatte in einer Dezembemacht deS vorigen Jahres Pech, viel Pech gehabt. Eine Ohrfeige war ihr gegeben, ihr schöner Hut war ihr zerdrückt, ihr Kleid zerrissen, rhr funkelnagelneues Gebiß zerschlagen, fie selbst war auf die Wache ttansponitt worden. EtwaS viel für eine Nacht! Auch die Thiel sagte fich daS und fie dürstete deshalb nach Genugthuung. Um diese herbeizuführen, ließ fie fich du ch den Kommisfionär Trapp ein Schreiben an die hiefige Staatsanwaltschaft aufsetzen, worin fie nicht nur den Kellner Matuschek der Körperverletzung und der vorsätzlichen Sachbeschädigung, sondern auch den Nachtwachmann Ernst Dom der gleichen Vergehen beschuldigte. Sie behauptete, daß Dom fie ins Auge und auf den Mund geschlagen und daß er ihr dadurch das künstliche Gebiß zer- trümmert habe. Sie beantragte deshalb, daß Dorn be- straft und zur Zahlung einer Entschädigung an fle veruttheilt werde. Die deshalb eingeleitete Untersuchung fühtte, wie in vielen solchen Fällen, dazu, daß nicht gegen den Be« schuldigten, sondem gegen den Anschuldigenden Anklage, in diesem Falle wegen wissentlich falscher Anschuldigung und wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, erhoben wurde. Die heutige Verhandlung darüber gestaltete fich sehr heiter. Die Thiel behauptete nach wie vor, von Dom gewiß« handelt worden zu sein. Der als Zeuge gehörte Dorn de- kündete dagegen folgendes:„Ich stand in der betreffenden Nacht in der Nähe des Dominikanerplatzes auf Posten. Plötz- lich hörte ich von der Ohle her schreien und um Hilfe mfen. Ich eilte nach der Stelle und ttaf die Angeklagte kurz vor dem„Cafö Stephanie". Sie erzählte mir, daß ihr in dem Cass der Kellner Matuschek eine Ohrfeige gegeben und den Hut vom Kopfe geschlagen habe, und forderte mich auf, den Kellner deshalb zur Rede zu stellen. Ich erwiderte ihr, daß dies außer meiner Befugniß liege, und redete ihr im Guten zu, nach Hause zu gehen. Bald, nachdem ich mich wieder auf meinen Posten begeben hatte, hotte ich abermals Lärm. Als ich hinzukam, hötte ich, wie die Angeklagte, die übrigens stark angctt unken war, fich bei mehreren Leuten lautschreiend über und weitere Nachforschungen anzustelle«, oder ob er fie ganz unbeachtet lassen sollte. Da fiel ihm wieder die Felsplatte in die Augen, und mechanisch ttat er heran, um in dieselbe hineinzuschauen. Er bemerkte, daß dieselbe tief in daS Gestein hineinreichte und einen hohlen Raum erhellte; er bemerkte, daß ein brauner Körper auf der andern Seite der Spalte nieder- wärts schoß; er prallte zurück; der Schreckeniruf aber, der ihm auf dm Lippm schwebte, erstarb in den Fluthen de» Kolorado. Kairuk, gehaltm von den beiden Delaware», hatte ihn bei dm Füßen ergnffm und zog ihn nach sich in die Höhle hinein. Die ganze Handlung, welche die Indianer zu ihrer und ihrer weißm Gefähttm Sicherheit atS unerläßlich betrach- tetev, war mit solcher Schnelliakeit vor sich gegangen, daß letztere noch immer nicht begriffm, was eigentlich bezweckt werde. Erst als Kairuk mit der Gewandtheit einer Otter untertauchte, gleich darauf aber wieder mit dem Kopf über der Oderfläche deS Wasser« erschien und nach einigm hef- ttgm Bewegungen, welche sie der trüben Fluthen wegen nicht genau verfolge» konnten, zusammmgekrümmt im Waffer sitzen blieb und,»ach dem Ausdruck fernes Geficht» zu schließen, etwa» mit Aufbietung seiner ganzen Kraft niederhielt, ahnten sie die graumvolle Wahrheit. „Biber, wa» geht vor?!" fragten Weatherton und Falk fast gleichzeitig, von Entsetzm ergriffen, als sie in der Nähe Kairuk» ein eigmthümlrche» Aufwallm und Blasm- werfen der gelben Fluth enrdeckte». „Nicht» geht vor," antwottete der Delaware ruhig, in« dem er dm Strick, auf welchen Kairuk sich stützte, etwa« fester anzog;„aber e» wird vorgehm, daß Ihr un» Alle mit einander an die Mormonen und Utah-Hunde verrathet wenn Ihr fortfahrt, Eure Stimme so laut erschallm zu laffm." „Aber um Gottes willen! Kairuk, Kairuk!" wendeten fie sich jetzt erbleichend an den Mohave-Häuptling. mich beschwette und mich mit allerhand Schimpfnamen?,ut{ Im Hinblick auf ihren Zufland verhaftete ich fle auch jetzt � öeüe i nickt, sondern forderte fie nur auf, ruhig zu sein und entfernen. Da fle das nicht that, da fie fortfuhr, zu„therligei sah ich mich schließlich, um einen Auflauf�u verhüten, dock 01 _e tayxn yar nq vre Angenagte wie raieno.& fÄ?« t'rÄ'Ä« „Ja", antwortete der Zeuge,„dabei ist ihr das Gebiß teil, scheinlich auch entzwei gegangen."—„Haben Sie die klagte auch geschlagen?" fuhr der Vorfitzende fott.—„ entgegnete Dorn.„Aber fest zugegriffen Hab' ich, das I Daß fie hierbei einige blaue Flecke davongetragen hat und ihr das Kleid zerissen ist, kann wohl sein. Schlagen könnt fie aar nicht, ich hatte ja zu thun, daß fie mir die Augen auski atzte."— Der Nachiwachtmann Rother stellte den< verhalt ebenso dar.„Auch mich hat die Angttlagte".�i�'chinen a v._«...- nöthix auch Kellner Matuschek hat mich gehauen".„Na, dann"finv%6en'-u� Hab ich geantwottet,„und verklagen'rbeiter unß einem höl der Hanl sei erst n. Daß gewordcr rung der sien fich u �ustriellen freundlich", Hab ich geantwottet,„und verklag die Persönlichkeit auf dem Zivilwege. Ich Jen und eir dabei nichts machen. Die Angeklagte hat fich aber dabei jr Löhne K> koyisWAf f Qnrrv***._ Ts,*.. 1*!«.�,»� beruhigt, sondem weiter Lärm gemacht."— Der hierauf nommene Droschkenkutscher Ernst Brückner, welcher ZeugcKthigen M Transpottes der Angeklagten gewesen, bekundete� er habe fließende T bemerkt, daß Tom Vre Angeklagte geschlagen. er gehött, wie Dom ausgerufen:„Das... — In Anbetracht alles.dessen beantragte der Staalsaw-aren. ollegm! G ht diejenii aommen h tzt erungen untern, ei, It, auch de „.r Staatsamaren. die Thiel im Sinne der Anklage schuldig zu erklären und« halb zu vier Monaten Gefängniß zu veruttheilen. Der%- theidiger, Rechtsanwalt Cohn Ii, fühtte dagegen aus, daß wegen des Widerstandes gegen die Staatsgewalt, nicht wegen der wissentlich falschm Anschuldigung Vemrtheili folgen dürfe. Die Angeklagte sei betrunken gewesen u habe fich deshalb jedenfalls ein falsches Bild von den gängen in der fraglichen Nacht gemacht- Sei dies aber z ernngen. Fall, dann habe fie zwar falsch, aber nicht wissentlich falffSiegwird v geschuldigt. Da nur das letztere strafbar sei. müsse in � Werkstät Punkte Freisprechung ettolgen. Der GettchtShof trat W Werkstatt Ausführungen bei. Die Thiel wurde deshalb unter c* der am P sprechung von der Anklage der wissentlich falschen AnWraße 37, f gung wegen Widerstandes igegen die Staatsgewalt zu cht noch zagl Gefängmßstrafe von zwei Monaten vemttheilt..ewillt find' Wie», 14. Oktober.(Ein angeklagtes Modell.) Vo» Drechsler un Richter des Bezirksgettchtes Wieden steht Anton Bmnne�ollegialischen glattrafitter alter Mann mit sehr markirten Zügen, Ehrenbeieidigung angeklagt. Beim Angeben seines Na um seine Beschäftigung befragt, antwottete der An stolz:„Ich bin Pfarrer auf der Akademie." Richter(e Was flnd Sie?— AngeN.: Pfarrer! Wenn die Hebet Akademie ein Modell für einen Pfarrer brauchen, da ick gleich genommen. Ich steh' in großer Achtung, ich I Ehrenbürger der Akademie. Wenn mich die Studente» grüßen mich Alle:„Guten Tag, Herr Pfarrer."—. Sie find angeklagt, den Agenten Herrn Josef Schäl schuldigt zu haben, daß er Ihnen einen Gulden und Kreuzer gestohlen hat.— Angeklagter: Aber icb kaiserlicher Herr Rath, daS war so(zieht a»' Tasche eine Blechbüchse); da» ist die Blechbüchse, w ich mein Vermögen, den Gulden und vierzig Kreuzer,- geben Hab und das Ganze Hab' ich in meinem Zim< Vogelbausel g legt. Der Papiergulden, das beißt das vom Papiergulden, hat immer aus dem Büchserl a'schaut und rch Hab' immer, wenn ich nach Hause Zugleich Mit bin. in's Büchserl einig'schaut, ob der Gulden d'rin ist Seitherige Lol mal Hab' ich einig'schaut und bemerk', daß daS Ge». all, da jeder Na, und weil mich der Schäffer oft# ommisston fil hat, Hab' ich mir denkt, daß etts g'nommeS elegirten-Jn und weil ich mir's denkt Hab', so Hab' n einer Brai auch g'sagt, und weil ich's g'sagt Hab', hat# ereinivorstar klagt- Ick glaub', ich alS Herr Pfarrer Darf mir so 6?. Fachveri lauben. Da fich der Privattläger mit einer Ehrenerklän� lbends 8V,' frieden giebt, wird der„Herr Pfarrer" von der Ankl«� ordentliche G gesprochen.'encht. 2.% flrdeitSvermii tSvermittel wandten Z Sünderm bfc. Die uchbinder bärtig eine l e größere nisation zu offen der chbinder" ftig bland ter eigenen onallich wei mtvorstan «rein bilde luptsächlich ebelstände fl monatlich He Vorsitzer seich Mit, Vereine und UrrsammtunsN � dr. Im Verein zur Wahrung der Jnteressi'Quittungsbul Berliner Maurer refetttte Herr Baumeister Keßler«vnen. Die n nerstag Abend über daS Thema:„Produktive Ardff' im Mittwoch Kultur". Er wies darauf hin, daß dre produktive Artt�okale statt. wohl fie die Quelle alles menschlichen Kulturlebens ist C Verein noch bei keinem Volke fich derjenigen Hochschätzung zu j. gehabt, welche fie verdient. Wie der Neger von Kameru». zutage, so habe im Altetthum der Egypter, der Grie#';-0» Römer, die produktive Arbeit als etwas angesehen, W auf der Höbe des Kulturlebens seines Volkes und seinek S, den 20 Rahmsdurc Dieser schaute zu ihnen empor und zeigte sei« �ionwa�den schaftlich erregte» Geficht, auf welchem ei» wilde» � mnt. Alexant der Befriedigung zum Durchbruch gekommen war. /»äste willkon .Achotka, achotka," sagte er mit tiefem Gurgeltoft- Große ö da», wa» er unter dem Wasser mit eisernem Griff vcrwant drückte, fahren zu laffen. R�s 8Uh .Bei Gott! ich glaube, n ersäuft den 3i"%ßttoIge. aße 37.% 2.! 'nen jungen Hund," bemerkte Rast, der jetzt erst zu schien, wa» den Häuptling dazu bewog, so lange iw zu fitzen;„schade, daß er nicht auch noch den ander» tischen Indianer sammt deffen Mormonenfreunde« u»' Fingern hat." „Nein, nein," versetzte der Biber in belehrend«»' „er ersäuft ihn nicht, sondern er hat ihn schon* müßte ein Leben besitzen wie eine Schildkröte, kön«" lange unter Wasser aushalten, ohne zu ersticken- nicht ander«," fügte er entschuldigend h'"� dem er sich Falk und Weatherton zuwendet« � Schrei, und>wir wären verloren gewesen, kl« ein schlauer und muthiaer Kneger, dieser Moha««• seine Sache gar nicht besser machen können." Zn diesem Augenblicke richtete Kairuk sich wied«* und sich auf den Rand de« Flosse» setzend, zoa er«'% schl äfften braunen Arm nach sich, au» deffen iraMp�Q.-."-'''"-uag T$«»AM eistet und Verein ontag den .n Gratweilsi dnung: 1. Kaffenberic ttet unter S Eine gr 9. und 21. Oktober, i lte Jakobstr !I Arbeiter; «rr Stadtv. Zentral- «sammlung ur _ S _.., Kommiss ausgeführten That.# Diskussion. Alle lachten geräuschlos, aber herzlich, als w��ummer.) harmlosesten Spiel gegolten hätte, während Unterstii und Falk fich noch immer nicht über da« eben �«Mammlung am fassen vermochten, und sogar Rast, sprachslo« vor> über die geschäst«mäßige Kaltblütigkeit der Z«d>�/ die Mohaves, bald die Delaware», bald die bcid«%t q->-"(Fortsetzung>'» Freunde anstante. lt. h. ,1. l; i vwg v»v w***»*'—■»"—"-— 1 1•---- v? oi« emem höheren Maße, als es bisher der Fall gewesen, den . e Clf mjt der Hand arbeitenden Volksklaffen zuganglich gemacht wer- I v.'»Lf, sei erst mit dem Aufkommen des Maschinenwesens emge- b..°as VNtn. Daß diese Möglichkeit bis jetzt noch nicht zur Wirllrch. n hat um daß im Gegentheil für'S Erste infolge der Ein- igen k it Augen illte den< klagte", i- ste gesch Sie gesit e gesagt. rn sind oerkto�en bei dabei ____„ J»V|V%-»»» IV V....«7- □-------' i geworden, daß im Gegentheil für'S Erste infolge der Ein jtung der Maschinenarbeit die Lage der arbertenden Volks- »ssen fich verschlimmert habe, sei darauS erklärlich, daß vre dustriellen Unternehmer, welche die Kapitalien dazu gehabt, laschinen anzuschaffen und dadurch einen großen Therl der "ier nöthig gewesenen Menschenarbeit überflüssta zu machen, «er auch noch die Macht gehabt, die Ziothlage, der weiter infolge der Konkurrenz, welche dre Maschinen ihnen icken, zu ihrem Vortheile auszubeuten. Die Aufgabe der bester unserer Zeit sei die, nach BerufSklassen fich zu organi- in und eine Verkürzung der Arbeitszeit und eine Steigerung ber vabe, �r Löhne herbeizuführen, damit ste die»ur Betheiligung an r hinauf nn Kulturleben der Gegenwart nöthige Zeit und die dazu cher Zeuge ithigen Mittel gewinnen. Die an den Vortrag fich an- , er habe Mießende Diskusston bewies, daß die Redner mit Ausnahme Dagegen»nes einzigen, der das Aufkommen des Maschinenwesens be- rißt ja o»agte,> mit den Ausführungen dcS Referenten einverstanden Staatsansaren. lären un-j An Drechsler und Btrufsgenossen Berlins. ,1.» cUllegen! Genofien! Seid eingedenk Eurer Pflichten. Vergeht aus, dalicht diejenigen Eurer Kollegen, welche den Lohnkampf auf- lt, nicht benommen h�en, zu unterstützen. Jene Erfolge, die wir b,s rurtherluqcht erungen haben, fie mögen auch den zaghaften Kollegen er- vesen uiUUuntern, einzutreten in den aufgenommenen Lohnkampf. ES ion den nlt, auch dem schwachen Arbeiter ein menschenwürdiges Dasein dies aber a erringen. Darum vorwärts! sei unsere Losung und der KMefXKE Sß unterL der am Montag, den IS.Oktober, Abends 8 Uhr. Lothringer- >en AnsMraße 37, stattfindenden Versammlung. Also nochmals, d»e walt ,u noch zaghaft seid, tretet ein in die Reihen derjenigen, welche ewillt find, die so überaus traurigen Lohnverhältniffe der :&) Vor lZrechslcr und verwandten Berufsgcnosscn zu verbeffern. Mit „.... VVVWU» Brunneriollegiallschem G'Uß: ferwandten" Zügen. Ks Na er An ter(e >ie H hrn, da '••V V V«| I V••-- l|---- ftn Gruß: Die Lohnkommtsston der Drechsler und �....... Berufsgenoffen zu Berlin. I. A.: Der Vorfitzende: Sündermann, Gitschinerstr. 61, l. bft. Die gewerkschaftliche Organisation der Berliner «uchbinder und verwandten Berussgenofien erfährt gegen- 'firtig eine durchgreifende Neugestaltung, von welcher man fich ycn, iw-pie größere Wirksamkeit verspricht, als fie die seitherige Or- ,g, ich W anisation zu entfalten vermochte. Bisher gehörten die Berufs- tudenteH.�enosien der einzelnen Branchen dem„UnterstützungSverein der "_ Ziathuchbinder" unmittelbar als Mitglieder an, wogegen der Verein i Schäjfisünitig branchenweise in 5 Gruppen gegliedert werden soll, die ,, uirv"unter eigenen geschästsführenden Beamten ihre Versammlungen, 3« icd ionatlich wenigstens einmal, abhalten und— durch einen Ge- cht a"1.ommlvorstand mit einander verbunden— nur einen einzigen verein bilden. Während in den Sektionsversammlungen »uptsächlich Werkstubenangelegenheiten, Lobnftagen und die lebelstände der einzelnen Branche zur Berathung kommen, ill monatlich eine Versammlung des Gesammtvererns stattfinden. �ie Vorsitzenden der einzelnen Branchen oder Sektionen sollen «gleich Mitglieder deS Gesammtvereinsvorstandes sein. Die itherigc Lohnkommtsston des Vereins kommt ganz in Weg- ill, da jeder Seltionsvorstand zugleich die kompetenteste Lohn- «mmisston für die betreffende Branche ist. Das Werkstätten- üegirten-Jnstitut bleibt bestehen. Bei ernsten Lohndifferenzen einer Branche wäre die entscheidende Instanz der Gesammt- einivorstand. Fachveretn der Tischler. Montag, den 19. Oktober, jenbs 8Vj Uhr, in Jordan's Salon, Neue Grünstraße 28, cdentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Kaffen- nicht. 2. Bericht deS Vorstandes, der Bevollmächtigten und IrbritSvermittler. 3. Ersatzwahl des Vorstandes und der Ar- ritsvermittelungS-Kommisfion 4. Kommisfionsberichte. 5. An- WKWMW je Arvc�okale statt. m.frf1