Nr. 255, Sotmabetü, den 31. Gktoder 1885. II.Iahrg MerHMW Drgan für die Interessen der Arbeiter. 4 Achei»! täglich Morgen« außer«ach Sonn, und Festtage«. AbonnementSprl ftfa f1* in» Hau« vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich �Mvonnement 4 Mf. Einzelne Nr. 5 Pf. Soantags-Nummer mit illustr. Beilage Da«»Berliner VolksblatL" Abonnementspreis __..... 35 j Emzetne t>cr. 5 Pf. SonntagS-Nummer mit illustr. Beilage 10' (Emgetragen in der PostzeitungSpreiSliste für 1885 unter Nr. 746.) Jnfertioasgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Bei größere« Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bi« 4 Nachmittag« in der Expedition, Berlin 8W., Zimmerstraße 44, sowie von allen An«»««» Bureaux, ohne Erhöhung de» Preises, angenommen. «■— Tsm» Redaktion: Kenthstraße 2.— Gepeditio«: Zimmerstratze 44. onnements�(Einfadung. b«. 5?1 den Monat November eröffnen wir ein neues Abon» auf das »Kerliner Nolksvtatt� � d« Gratisbeilage „Allastrirtes Sonntagsblatt" % M ins Haus kostet daffelbe 1 Mark 35 Pf. pro Monat, pro Woche. Bestellungen werden von sämmtlichen pediteuren, sowie von ver Expedition, Zimmerstr. 44, en. ir außerhalb nehmen alle Postanstalten Abonnements Monate November und Dezember gegen Zahlung von -'5.67 Pf. entgegen. driu;» Q?«Berliner Volksblatt" hat fich die Sympathie der Knienden Bevölkerung Berlins zu erringen gewußt. Trotz -.überaus großen Anzahl von Tagesblättem der verschieden- N,4«ldenzen, die in Berlin existiren, hat bisher kein wirk- iRmiP1?0" werklhätigen Volkes bestanden. Es ist daher dknÄ!.*"(s jeden Arbeiters, namentlich im Hinblick auf die Erstehenden Kommunalwahlen, unser Blatt zu unterstützen. jeder Abonnent nur einen zweiten wirbt, so hat er nti Wir unsererseits werden nicht nachlaffen>itdem berechtigten Wunsche unserer Abonnenten nachzukommen. �ie Redaktion und Expedition de«„BerlinerB�ksblatt". „?ic driiisihe Uilksslirtri." % ,,pu Hanau hat eine Generalversammlung der deutschen : u. stattgefunden, von der wir Akt nehmen, da in tzter Zert mehrfach auch hier in Berlin der Versuch ge- �acht worden ist, eine bürgerlich>demokratische Partei zu be- Minden. Sonst hätte man eigentlich keinen Grund, der vanauer Versammlung eine Bedeutung beizulegen, denn die Mische Volkspartei beschränkt sich auf einen sehr kleinen �chchtheil des 42 Millionen Köpfe zählende« deutschen Mies. Sie repräsentirt die durch die moderne Entwicke- "ug längst überholte» Traditionen von 1848 und würde W wenig von sich reden machen, wenn sie nicht in der �ankfurter Zeitung" des Herrn Sonnemann ein großes einflußreiches Organ besäße. DaS Verhältaiß dieses zu seiner Partei ist indessen insofern ein eigen- N"he,, al« unlängst ei« Redakteur desselben das Blatt sei zu groß, um«och fetTÄ SÄ» �eie meiste Zeit mit dem Berathen der Statuten verbracht. Nichts ist aber heute schwieriger für eine freie Hilfslassc, als Statutenänderung. Die Vorstände dieser Kassen könren ein Lied fingen von dem, was ste dabei erlebt haben. Warum wird nicht eine Zentralstelle geschaffen, welche die Verpflichtung hätte, in Kaffenangelegenheiten, namentlich bei Statutenände- rungen, sofort Auskunft zu geben? Vielleicht giebt uns die „Nordd. Allg. Ztg." eine befriedigende Antwort. Soviel ist sicher, dann würden solche Ausgaben nicht vorkommen können. Unserer Anficht nach hat die Regierung sogar die heiligste Pflicht, in dieser Weise Remedur zu schaffen, es han- delt sich um die sauer erworbenen Groschen der Arbeiter und man muß fich erstaunt fragen, warum daS nicht längst geschehen ist? Der„Nordd. Allg. Ztg." liegt natürlich vor Allem daran, das freie Bestimmungsrecht der Arbeiter über ihr Eigenthum in Mißkredit zu bringen. Das Blatt weiß ganz gut, daß die Selbstverwaltung der Kaffe den Mitgliedern auch die Möglichkeit giebt, die gewonnenen Ersahrungen auSzu« nutzen. Ist ein grober Fehler gemacht worden, so wird er zum zweiten Mal ficher vermieden werden. Die„Nordd. Allg. Ztg." würde daher gut thun, dahin zu wirken, daß den freien Hiuskassen durch entsprechende Maßregeln die Selbstverwal- tung billig gemacht werde, bevor sie in hämischer Weise das Wesen der freien Kassen zu bemängeln sucht. Der Chemnitzer Sozialistenprozeß wird noch ein Nach- spiel vor dem Reichsgericht haben. Auf Betteiben deS Justiz« miniAeriums hat die Chemnitzer Staatsanwaltschaft gegen .eisprechende Urtheil die Revifion bei dem Reichsgericht gelegt. Ueber de« erste« Diätenprozeh i« Halle berichtet die „Saale-Ztg." noch folgende Details: Herr Justizrath Schlieck- mann vertrat den Kläger und beantragte auf Grund der Be« stimmungen der Artikel 32 und 33 der ReichSverfaffung die Herausgabe der unerlaubterweise in Empfang genommenen Gelder an den FiSkus. Allerdings sei nicht zu behaupten, daß der Verklagte für seine Bemühungen im Reichstage die Ent- schädigungen erhalten habe. Thatsache aber sei eS, daß der- selbe für seine Thätigkeit, bezw. für die Ausübung eines Ehrenamtes, welches unentaeltlich verwaltet werden müffe, um eben ein Ehrenamt zu bleiben, honorirt worden sei. m Bruder der Generali»?" fragte sie in einem so feind- liaev Tone, daß die beiden Herren sie befremdet anblickten. Können Sie es ihm nicht verzeihen, daß er, der Träger neS bürgerliche» Namen«—"_ „Ella sagte Herr von Lossow warnend.„Die Ab- eigung des Herrn Oberst gegen Rabe hat ihren Grund in ersönlichea �Beziehungen, die unserer Beurtheilung allzu soweit ich Herrn Rabe beurtheilen kann, muß ich ihm as Z man iß eines Mannes von Ehre und Charakter geben," abr Ella fort, deren mühsam verhaltene Entrüstung ganz nerklärlich war.„Er verwaltet da« Gut mit gewissenhafter pflichttreue und seine Schuld ist es nicht, daß sein Vater icht einer adeligen Familie angehörte." Ich bin weit entfernt, rhm daraus einen Vorwurf rächen zu wollen. Fräulein Ella" erwiderte der Oberst. er sich in diesem Augenblicke des UrtherlS erinnerte, welches Siegfried über Fräulein von Lossow gefällt hatte,„wtt önnen ja nicht alle blaue« Blut in den Adern habe», aber S soll auch Niemand über daS Ziel hinaus streben, welche« hm gestellt ist. Jedem Stande find gewisse Schranken, ge- oaen, die er nicht überschreiten darf, und wenn ein Bürgericher ohne Rücksicht darauf sich in unsere Kresse hmet». «Vä Ä"Äf« Ä "°Nch K w'Äm Kl?',?.- Au, nahm, Ä.% w die ihm angewiesene Stellung auszufüllen sich bestrebt, aber ÄÄÄ s»= Bedauern herausfordern. Ein Sperling kann niemals em �"„ato'unter Umständen kann ein Sperling größere« Nutzen leiste« als der Adler.". c rT „In seinem Wirkungskreise gewiß, deshalb auch soll er in diesem von der Natur ihm angewiesenen Kresse "�"DaS find seltsame Vergleiche," sagte Herr von Lossow Herr Rechtsanwalt Trautmann, der Vertreter deS Ver- klagten, räumte ein, daß sein Klient aus Prioatmilteln Unter- stützungcn erhalten habe, deren Beträge sich nicht nachweisen ließen, die aber lediglich den Zweck gehabt hätten, dem Ver- klagten den Aufenthalt in Berlin zu ermöglichen. Er müffe feststellen, daß auch Bennigsen gelegentlich einer Reichstags- fitzung gesagt habe, daß das Zahlen von Diäten aus Privat- Mitteln an einen Abgeordneten nicht verhindert werden könne. Zum ersten Male seien im Jahre 1884 vom Fürsten Bismarck in der Sitzung vom 26. November die oben erwähnten Artikel berührt und dahin interpretirt worden, daß Melden lediglich ein Abhängigkeitsverbältniß von der untcrMtzenden Partei verhindern sollten. Die Ättikel seien also vahin interpretirt, daß Unterstützungen nicht verboten seien, so lange kein Ab- hängigkeitsoerhältniß dadurch geschaffen werde. Aber auch ad- gesehen Hiewon, würde der unbefangene Interpret zu der An- ficht gelangen, daß die Artikel nur von Geldern sprächen, welche in geschäftlicher Weise gezahlt würden. Wäre jede Ent« schädigung an Abgeordnete unzulässtg, dann würde fich die Regierung durch Ausgabe von Eisenbahnfreikarten an die Ab- geordneten selbst ins Geficht schlagen. Eine solche Praxis wäre ebenfalls unstatthaft, wenn man den Art. 32 scharf zer- gliedere und in Anwendung bringe. Auch die Frage des Ehrenamtes sei angezogen worden. Ein Ehrenamt sei ein Posten, welcher unentgeltlich verwaltet werde, bei welchem aber nicht ausgeschlossen sei, daß baare Auslagen erstattet würden. Die§§ 172 und 173 besagen nur, daß der FiSkuS das Recht hat, den„verbotenen Gewinn" zurückzufordern. Von Gewinn sei aber keine Rede, sondern höchstens von einer Verlustvcr- Minderung. Wenn aber noch Zweifel vorhanden sein solle, daß der Verklagte fich durch Annahme der Unterstützungen bezw. durch Nichtherausgabe derselben nicht strafwürdig ge« macht habe, dann könne auch ein Zweifel darüber entstehen, ob das große Geschenk, welches seinerZeit die deutsche Nation dem Fürsten Bismarck ge- macht habe, von letzterem hätte angenommen werden dürfen. Nach turzer Berathung entschied fich der Gerichtshof für Abweisung des Klägers mit semer Klage unter Auferlegung der Kosten, da die Unterstützungen weder aus öffentlichen Mitteln noch für unerlaubte Zwecke gezahlt seien. Die Position für die Postdampfer-Subvention pro 1886/87 hat, wie offiziös geschrieben wird, im Etat des Reichs- amt des Innern Aufnahme gefunden. Mr das Reichsver« ficherungSamt soll angcfichts der großen und umfangreichen Arbeiten, welche dieser Behörde obliegen, eine Vermehrung deS Personals vorgesehen, auch für die Normal-AichungS-Kommrsfion soll ein höherer Betrag eingestellt sein. Die Beihilfe für die Förderung der auf Erschließung Zentral-Afrikas und anderer Länderaeorete gerichteten wissenschaftlichen Bestrebungen, für welche im laufenden Jahre 150000 Mark ausgeworfen waren, soll auf den Etat deS Auswärtigen Amts übemommen worden sein. Der» Gesetzentwurf, betteffend die Fürsorge sür Beamte und deren Hmterbliebenen in Folge von Unfällen, welcher im April diese» Jahres dem Bundcsrathe zuging, ist den zustän« digen Ausschüssen überwiesen und von denselben— einer otfi- ziösen Nachricht zufolge— wesentlich abgeändert und erheblich erweitert worden. NeuerdingS hat Preußen noch eine Reche von Abänderungsanttägen dazu gestellt, welche folgendes be- treffen: Verletzten, welche einer Krankenkasse angehören, soll die Krankenunterstützung bis zum Ablauf der dreizehnten Woche von der Pension abgezogen werden. Wenn dann vom Beginn der vierzehnten Woche die Pension bis zum Betrage der etwa geleisteten weiteren Unterstützung auf die Krankenkasse über« teht, soll alS Werth der freien ärztlichen Behandlung, der lrznei und der Heilmittel die Hälfte des gesetzlichen Mindest« bettages des Krankengeldes gelten. Vorsätzliches oder ver- schuldbareS Herbeiführen des Unfalles, welches Dienstentlaffung, Verlust deS Titels und Penstonsanspruches, Zuchthausstrafe, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte oder Aberkennung der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter zur Folge bat, läßt keinen Anspruch auf Pension oder Wittwen- und Waisen« rotte zu. Die dem Verletzten auf Grund des Gesetzes, be- treffend die Verbindlichkeit zum Schadenersatz für die bei dem Betriebe von Eisenbahnen, Bergwerken u. s. w. herbeigeführten Tödtunaen und Körperverletzungen gegen Eisenbahn-Betriebs« Unternehmer zustehenden Ansprüche sollen auf die Bettiebs- Verwaltung, welche Penfioncn oder Renten zu zahlen hat, übergehen. Ein ganz neuer Paragraph bestimmt, daß in solchen Betrieben deS Reiches' oder eines Bundesstaate«, bei denen fich die Zahl der gegen Unfälle verficherten Personen erheblich vermindett, auf Beschluß deS LundeSrathei die Un- fallversicherung nicht durch daS Reich oder den Bundesstaat, sondern durch die Berufsgenoffenschaften erfolgen kann. Der BundeSrath soll dann die Betriebe denjenigen Berufs« genossenschaften zuweisen, welchen sie ihrer Natur nach am nächsten stehen. Ueber die päpstliche Vermittelung in der Karolinen- Angelegenheit schreibt der römische Korrespondent der„Germ": „Die vatikanische Note in der Karolinenfrage ist fertig ausge« lachend, während er die Asche von seiner Zigarre abstrich, «Herr Rabe würde sich für den Sperling keineswegs be- danken. Wie sind wir nur auf dieses unerquickliche Thema gekommen? Ach so, jetzt erinnere ich mich— der Besuch de« Herrn Assessors bei der Frau General«! Na, Georg, ich würde mir einstweilen kein graues Haar darüber wachsen lasse», warte ruhig ab, wie die Sache sich weiter entwickelt, es wttd dann immer noch ftüh genug sein, Dein Veto ein- zuwerfen. Ich würde diese Verbindung von einem anderen Gesichtspunkte aus betrachen, durch sie käme Dein Sohn in den Besitz des Stammgutes zurück—" „Lassen wtt das, Kurt," fiel der Oberst ihm unwillig in die Rede,„derartige Spekulationen mögen einen Krämer bestimmen können, auf meine Entschlüsse haben sie keinen Einfluß. Siegfried wird auch ohne das seinen Weg durch das Leben finden." „Daran zweifle ich nicht, die Untersuchung gegen den endlich entdeckten Mörder des Dokt,tz» Wieland wird dazu—" „Herr Gutsbesitzer Rabe!" meldete in diesem Augenblick der Diener. Der Oberst erhob sich hastig, forschend blickte Herr von Lossow ihn an. „Ich werde ihn abweisen lassen," sagte der letztere. „Das wäre unhöflich," erwiserte der Oberst, froh, eine« Vorwand gefunden zu haben, der ihm erlaubte, sich ,u ent- fernen. „Bewahre, ei» Grund ist leicht gefunden!" „Nein, nein, ich wollte ohnedies ftüh wieder auf- brechen." „Aber unsere Whifipartie—" „Ich bin heute nicht in der Stimmung, Kurt, Du mußt mich entschuldigen, vielleicht komme tch morgen wieder heraus." „Darf ich darauf rechnen?" „Ich werde kommen, wenn es mtt möglich ist. Fräu. .-d S'SW.ÄÄ8* tirq stellt, fie kann jeden Augenblick den Gesandten der beitstvurd« Regierungen übergeben werden. Vielleicht, wenn Sie Wnst», als Zeiten bekommen, ist die offizielle Uebergabe schon vollenSskieges Thatsache. Das Prinzip des päpstlichen Spruches beruht,«stehend, sei ich höre, auf einer Transaktion zwischen dm historischen?i»Bundestruv ten Spaniens und den«'hegten Wünschen Deutschlands.?alz er elwai eingeweihttn Kreisen geht die Version, daß jede Partei«fippi. Flotte der Lösung völlig zufrieden sei. Es muß detont werden, düganz in Un die Note das persönliche Werk deS h. Vaters ist, ohne Mi lernen. Ziehung einer Kommission oder der politischen Kardinäle. Meinen Lebe, glaubt, daß nach kürzester Frist die Note der OeffentlichlAreistunden übergeben werden könnte, da wahrscheinlich Fürst B!s«�schritte, dai diese Veröffentlichung wünscht." Frankreich. Aus Paris wird nun auch ein Attentat gemeldet.•,« Donnerstag Mittag gegen 12 Uhr feuerte ein Individuum«�'tte dori der Concordienbrücke auf den Wagm des Ministers Frepc»?. dre t in dem Augenblick, als der Minister aus dem Ministerrath,*< das Ministerium des Aeußern zurückkehrte, einen Pistoler ab. Es ist Niemand verletzt worden. Der Thäter wurde hastet. Derselbe erklärt, Freyeinet nicht persönlich zu kcr und lehnt eS ab, irgend eine Aussage über seine Person> seine Existenzmittel zu machen. Er hat das Ansschen �egheny. �ln.Univeri ninar z! % .Zum Q lüfte A «n Ta nfiuß(n leint laxmrnzmriicl zu nraajm. yar oas Ansieyrn••• Fabrikwerkführers und scheirtt von Nationalität Jtaliener�m��� � — Daß der Attentäter das Aussehen eines Fabrikwerkf* haben soll, klingt originell, sollten denn diese in Paris ein� sondereS Abzeichen tragen?— Da der Attentäter den Mü>>� nicht einmal gekannt hat, so läßt fich nur annehmen, W nicht bei vollem Verstand ist, oder aber, eS liegt ihm dsfr t. Der ein Unterkommen im Gefängniß zu findm.#ümon!ar — Die französtschen Kammern ssnd auf den 10. Nove5« ßact nannti einberufen worden. Die in. der neuen Äbgeordnetenka� �Merntere zahlreich vertretenen Mitglieder der radikalen Partei, v; Mte den, Clemenceau an der Spitze, bekunden immer ausgesprochen�' W, Lichti Abficht, ihre Macht zu erproben und die Unschlüssigen � gUoessenti s° Schwankenden aus den Reihen der übrigen Republikaner Vnttelte p fich herüberzuziehen. Von der Eintracht, die nach dem Ei günstigen Ausfall des ersten Wahlgangs am 4. Oktober,«eise zorifd verschiedenen republikanischen Gruppen an einander geschrn*'«n Sden? hatte, ist nicht mehr die Rede; insbesondoe von einem BMtq war, sammengchen mit den Gambettisten und Fenyisten wollen«°er auch Radikalen nichts wissen. Lockroy's Gedanke einer HaWJ Mcherlei! sammlung der Republikaner scheint allseitig als auSfichtslo« bedei kannt zu sein und der vom„TempS" angeregte Plan' Gründung einer allgemeinen republikanischen Verbindung' von den radikalen Blättern verspottet. Rußland. Ueber die vor Kurzem in Warschau erfolgen VerHaft» angeblicher Nihilisten wird dem„Hamb. Korresp." von geschrieben:„Die vor zirka 3 Wochen Hierselbst vorgmoin»"-zni n.> Verhaftupgen von Personen, die des Nihilismus verda%%%;, und, wie verlautet, theilweise überführt worden find, som»% 1 hierauf erfolgten polizeilichm Voruntersuchungen haben«S 8%irb(n daß die Umtriebe der revolutionären Partei in Warschau(Ge#. � viel größere Ausdehnung gehabt haben, als bisher angeno» peinem Va worden ist. Man glaubt daher, daß wiederum eine bede»>"tust er, Anzahl hiesiger Einwohner, vornehmlich hier wohnendetz-(twestn zu verurthcilt und nach Sibiren verschickt weiden wttd. Uinern die Voruntersuchung abgeschloffen ist und auch die lüttjj,- Mniutz un X. Pavillon? von Praga fitzen. Dieselbe Langsamkeit* Fortschreiten der Untersuchung und in der UrtheilsÄN Bardowsli befindet fich immer noch in der Zitadelle vo» in Haft" Bon anderer Seite wird berichtet, daß der bevM' Prozeß ungeheure Dimenfionen annehmen werde, da � sonen angeklagt seien und die vom Staatsanwall w abgefaßte Anklageakte 200 Bogen in quarto umfasse nimmt ferner an, daß das Kriegsgericht, vor welches geschuldigten gestellt werden sollen, die Bertheidigung Weise beschränken werde, und kündigt im Zasammen! mit an, daß außer einigen Warschauer Advokaten au» bürg die hervorragendsten Bettheidiger. wie Plewa'o- Urussow und Epasowicz den Angeklagten zur Seite fW den. Der Prozeß wird in der Zitadelle von bei verschlossenen Thüren zur Verhandlung gelangen. der General- Gouverneur Gurko die Anklage bestatrgl wird. a all Z°nnaie ,i te6-' Ä "ÄK A den cht - Amerika._, Unter den vom Präfidenten der Vereinigten Ss!,, gestellten Schwarzen ist wohl der Vollblutneger Hopkins der merkwürdigste, so schreibt die„Jll. StsM. SL" eine gewaltige innere Erregung, die sich ihrer mächttgt haben mußte. Dir Oberst bemerlte das»icht. er bot ihr i--- r �&0i U»d -ge f "Sie i 3« d ueuitiut oue nieyi, er ooi' äP*\ w-hLVch eintrat. Herr von Lossow empfing ihn mit einigem Rabe kam sehr selten einmal, und heute» ji Besuch den alte» Freund verdrängt, da«° den Rittergutsbesitzer, aber die Pflichten der vergaß er darüber nicht. � SÄÄÄ kfitfr"Unb ob stände verdanke ich heute die Ehre?". C dST�JSWu s-a-, ZÄ?* ö b.."SSi en?« S*.01- .ez o-H0: mi j0�1 Sie zu mtt?" � J»' werth rf ab-,"3"'M w°h>»ich,, ich h-"- ä« te" de« haben, wollen Sie nicht länger zaudern-, � Anw , der bcitoutfc Weihnacht«» 1846 in Montgomery- Couniy. Alt. Vir- m Sie iHinien, als Sklave geboren. Bald nach Ausbruch des Bürger» ivn vollendMeges brannte er, obgleich beinahe noch im Knabenalter s beruht,»stehend, seinem„Besttzcr" durch. Er tand eim Zuflucht bei irischen R�Lundestruvven, denen er fich als Koch nützlich macht� mrd schlands. Ms er elwas stärker geworden war, diente er aus der aJWfls» t Partei-sirvl. Flotte des Bundes. Nach dem Kriege entschloß fich der : w-rden, Mfianj in Unwissenheit aufgewachsene Jünalmg. etwas Tüchtiges st, ohne W lernen. Er kam nach Psttiburg, verdiente durch Handarbeit vinäle. Weinen Lebensunterhalt, lernte als Zwanzigjähriger in seinen OefftnL'chlMe, stunden daS Lesen und Schreiben, machte solche»ort- ürst BiswMchnUe, daß man ihn ins„Avarage. Kolleg".im benachbarten llegheny 7.....- n'-"• £ meldet. inisterrai Pistolensl :r wurde ch zu ke Person nsschen rli-nerzull v*',v* VVVB"»vM.v...vv g >, Stellung wurde er von der jetzigen Bundesverwal- mW?" t>er Neger- Republik Liberia an der nem Afrikas gemacht. Man hofft, daß er als Mann von nen Repudttk, nach welcher er in der Mitte dieses Mo- lltencl tv WS wv V rikwerkfühl� �rier Familie abreisen will, ausüben wird. Paris ebi�- � ÄÄ loh nie». t ihm d-r- r. Der Wasserkopf de« Deutsche« Reiche«, wie der j rNTQtnOftlftn� S); kA# AvYlwafa 9\nify0vrt xirtrrtof irrtfor» rfiäPirtl die * iurw vcv i/itia»«», wie �_.m Abgeordnete Bachem einmal unsere Rcichshaupt- IlZ.Novtt� tMt nannte, hat doch für seine nähere und sogar noch für die dnetenkas Merntere Nachbarschaft recht hübsche Annehmlichkeiten. Berlin ßaikh®f3 vi. �tn neuen Viehhof und in den Nachbarorten Friedrichs- Lichtenberg rc. fiedelten fich zahlreiche Schlächter und essentcn an, wodurch diesen kleinen Kommunen zahlreiche, pautv■»;, vtn neuen Viehhof und in den Nachbarorten Friedrichs. ssprochenn,«ig, Lichtenberg jc. fiedelten fich zahlreiche Schlächter und chlüssigtN �»'eressenten an, wodurch diesen kleinen Kommunen zahlreiche, ipublikano« �melte und hoch veranlagte Steuerzahler zugeführt wurden. ach de« Richen Einfluß die Stadt Berlin auf die acsammtcn Terrain» . Lktofci Zwischen Potsdam und Erkner ausgeübt hat, wie ste auS er gesch""? Pötzen Sandboden, de"''----------~------ r einem f"*•- en wollM er HauM uifichtsü», :t Plan i cbindunl' dessen landwirthichaftlichcr Werth äußerst ,. war, Baustellen von kolossalem Werthe schuf, ist bekannt. j« auch auf andere Weise erwächst den Nachbarkommunen ?�cherlei Vortheil aus ihrer Berliner Nachbarschaft Mit bedeutenden Kostenaufwande wurde im vorigen Sommer ?,«ndwc Hr. Kanal mit einer steinernen Einfassung versehen. i. diese Arbeit den Berliner Verlehrsintereffen entsprechen, 4:7% auch daS Rixdorter Kanalufer befestigt werden. Die jJNfr erlaubten zwar güttgst, daß diese Befestigungsarbeiten 9Li ihrem Ufer vorgenommen würdm, wodurch bedeutende ..«MivortheUe mit der Zeit für diese Kommune erwachsen ,P- iw n,-"' allein das Vergnügen, die Kosten zu bezahlen, über» fie den Berlinern allein. Die Regulirung des Kottbuse: 2 läßt fich nicht länger hinausschieben; die Zustände 1"�' Jw Ofm M und namentlich auf der Rixdorfer Seite, unerträglich baben ng Warden. Die Regulirung wird deshalb von Berlin aus an» Marschau megt; aber der bekannte Schlaukopf, welcher sagte:„Es ist e angeno«ernem Vater ganz recht, daß mir die Hände erfrieren, warum flnebede« un tt mir kerne Handschuhe!" scheint ein Rixdorfer znende � Wiesen zu sein, denn dort denkt man offenbar: Es ist den ird. A? MtMern ganz recht, daß unsere Seite am Kottbuser Damm so )ie kürzt» Wecht ist, warum lassen fie fie nicht machen! Auf wiederholtes eilte TaÖtfitlftptl hnh�n fi/f, ht, IHirhnrl#r' VerhafbM von m MKLW« >aftu>« h reW'MI iellt rxfiv : bevo.�,» ti'J1 mfasst» »elcheS � igung t"-' amend, m aus von Ä1 ....... zu je u uuj hu* vw.<.w.ri>gulrg, oag aue spateren Unter» _ tf* WtungSfoften von Berlin getragen werden. Der Rixdorfer e-ntlo�ä Viesenkanal, der in den Landwehrkanal einmündet, starrt von ?? vchmuy und Unrath, so daß auf Veranlassung unseres Polizei- �.-t in% träfidiumS Schritte zur Räumung des Grabens aetban wurden, ÜYiiinW üi t!c vorzunehmen die Rixdorfer Kommune fich weigert; vielleicht i auch hier eine Spekulation auf das große Berliner Porte» ■'rf�ß&mnait ,um Grunde. Aber man steht, der Wasserkopf vr»�>!Min hat für seine Nachbaren doch recht angenehme Eigen» der Bebauung der MuseumSinsel scheint endlich üllt gemacht zu werden. Es verlauter nämlich, wie der sd Ztg." von hier geschrieben wird, der Kultusminister Mge, in der bevorstehenden Sesston mit einem größeren «ne an den Landtag heranzutreten. Vorläufig dürfte es fich nur um Freilegung der Insel von den auf derselben ht» i,tpen Packhofsanlagen handeln, da der neue Packhof de» fln v" Frühjahr 1886 in Benutzung gezogen werden kann. �um« n wird daher höchst wahrscheinlich eine eingestellt sein, welche zum Erwerb und zur der betreffenden, bekanntlich von Schinkel er» iit. �.Gebäude und zur Plezirung des Terrains erforderlich auch �. betreffenden Mittheilungcn des Ministers werden °us zMher Klarheit verschaffen, welche Anfichten in Bezug "Nlu�Ung der seiner Zeit prämiirten und angekauften k»iy �zentwürfe bestehen und in welcher Weise das Ter» ruit angekauften Aktienspeichers an der Herkulesbrücke, vi.-1-"?> Aboruch schon seit einigen Tagen begonnen ist, ver» werden soll. In einer Beziehung hat fich übrigens m er pßr sd Vill't selbst prüfen und auf die innere Stimme bie wenn diese Stimme eine bejahende Antwort auf Ke giebt?" ich denke, dann dürfen Sie getrost den Schritt «Sie würden mir also dazu rathen?" "�« diesem Falle gewiß!" bissen?« glauben Sie auch der Dame dazu rathen zu nf?" DOtt Lossow blickte den Fragenden betroffen an, ' uuch in der That eine sonderbare Frage. "jjitt Agv."�. kennen mich seit einer Reihe»on Fahren," fuhr stSg. gleichsam erörternd fort,„Sie werden beurtheilen eblie� f �dei'J*} wein Charakter eine Bürgschaft für die Zukunft uach dieser Seite hin glaube ich Ihre Frage W g i.ez«IT beantworten zu können," erwiderte der Freiherr, e- 1 nvv%»� i("• v• Programm gefordert wurden, ist man in Rückficht auf das für diese Zwecke zu beschränkte Terrain zurückgekommen. Eine Erweiterung des neuen Museums durch einen Anbau an seiner Nordseite, ein Olympiamuseum, ein pergamenisches Museum mit dem zu rekonstruirenden Altarbau, ein Museum für moderne Kunst in Verbindung mit Ausstellungsräumen für größere Kunstaus« stellungen, endlich sogar noch ein Venvaltungsgebäude, alle diese Architekturen auf der Insel so unterzubringen, daß eine schöne und klare Grundlißdisposttion erzielt wird und jeder Bau zur Witkung kommt, ist ein Ding der Unmöglichkeit und selbst die prämiirten Konkurrenzentwürfe haben unter dieser Unmöglichkeit fich beugen müssen. Es liegt daher die Abficht vor, einige der gewünschten Bauten nicht auf der Insel, son» d«rn an Stelle des jetzigen Aktienspeichers zu errichten und t% dürfte fich hierfür ganz besonders das Museum für moderne Kunst, welches als eine Erweiterung der besonder« an Raum» mangel leidenden Nattonalgallerie aufzufassen ist. eignen. Eine Beschleunigung der Museumsneubauten ist bei dem rapiden Anwachsen der Sammlungen übrigens ent» schieden nothwendig. Die Erweiterung, welche im Neuen Museum durch Ueberdachung des westlichen Hofes geschaffen wird, genügt ja keineswegs und über» die? wird dieser Umbau im Verein mit den mannichfach zu verändernden Räumen, welche die ethnographischen Eamm» lungen inne hatten, erst nach drei Jahren, also Anno 1888, benutzbar sein. Bezüglich eines anderen Punktes möge noch ein Wort gestattet sein. Der Ankauf des AttienspeicherS ge« schah seiner Zeit mit der besonderen Motivirung, daß aus der Nähe der königlichen Museen alles Feuergefährliche möglichst verbannt werden müsse. Um so mehr nimmt es Wunder, daß man diesen Grundsatz nicht gegenüber dem in unmittelbarster Nähe der Nationalgallerie liegenden Maschinengebäude, dessen f umpwerk die Springbrunnen im Lustgarten treibt, anwenvet. in abscheulicher Ziegelbau mit hochragendem Schornstein— so verunziert das Gebäude schon seit Jahren die dortige Ge» gend, ganz abgesehen davon, daß der dem Schornstein ent» steigende Rauch fich al« feine Rußschicht auf den Sandstein der Museen und Säulenumgänge festsetzt. Eicherlich wäre es ein Leichtes, für diesen Bau eine andere, mehr verborgene Stelle aufzusuchen, und zwar haben wir ganz besonders für diesen Zweck irgend ein Terrain hinter den Häusern der Schloß» freiheft, also ebenfalls unmittelbar am Waffer liegend, im Auge. t. Ein hilfsbereiter Omnibus-Kondukteur, der die Verlegenheit einer jungen Dame bemerkte, die in seinem Wagen gefahren war und an einer schmutzigen Stelle der Oranien. straße aussteigen wollte, erfaßte schnell mit kräftiger Hand die zögernde Dame, that einen langen Schritt und setzte die ange» nehme Last auf das Trottoir nieder; ebenso schnell war er zu» rück auf seinen Wagen und mit einem eleganten Honneur fuhr er davon. Die junge Dame war wegen dieser schnellen Be förderung zwar ein wenig verlegen, als ihr aber eine ältere Begleiterin beruhigend erzählte, daß auch in HeringSdorf die Damen ganz in derselben Weise von den Schiffern aus den Booten ans Land befördert werden, mochte die kühne Mädchen. phantaste fich wohl aus dem nassen Trottoir der Oraniensttaße die sandige Düne der Ostsee hervorzaubem, denn mit einer ge» wissen Selbstzufriedenheit schritt daS Fräulein fürbaß. i. Zu den Kontrol-Berfammluugeu der Wehrmänner und Reservisten in diesem Herbst ist zu bemerken, daß nur innerhalb der Stadt Berlin besondere schriftliche Ordres er» gehen, in den Voroften indeß und überhaupt in der Provinz auch für die kurz bevorstehenden Konttol- Versammlungen dieses Herbstes lediglich öffentliche Aufforderungen zu denselben durch Bekanntmachungen in östcntlichcn Blättern und Aushängen erlassen werden. Die Zeitungsnachrichten, die über dieses Thema vor Kurzem veröffentlicht wurden, galten nur von Berlin selbst und haben in den Vororten, wo bis jetzt die kriegstüchtige Jugend vergebens auf den Ordre-Zettel gewattet, vielfach Veranlassung zu Mißverständnissen gegeben. Auch für diejenigen Bewohner unserer Stadt, welche in solchen Straßen domizilitt find, die zwar mit der Rrfidenz gewissermaßen zu» sammengebaut, in Wahrheit aber zu anderen Kommunen ge» hören, wie Theile der Kurfürstenstraße zu Charlottenhurg, Theile der Zietenstraße zu Schöneberg jc. jc., ist diese Notiz von Wichtigkeit. Alles Nähere über die Kontrol- Versamm» lungen in den Berliner Voroften enthält daS„Teltower KreiSblatt". i. Unter eigenthümltche» Umständen ist der Bau- Akademiker Äfthur S. an der Bartflechte erkrankt. Derselbe hatte fich dieses lästige Uebel ebenfalls vor einigen Monaten zugezogen und dann auch wieder durch eine energische Kur beseitigt. Seit einiger Zeit bemerkte E. nun auf der Brust, wo er wie alle Esau's sehr stark bebaart war, einen Ausschlag, der fich immer weiter ausdehnte. Welcher Natur derselbe sein könnte, davon hatte Afthur E. keine Ahnung, doch argwöhnte er daS Schlimmste und suchte fich unter den Zeitungsannoncen einen hier nicht approbirten Arzt resp. sogenannten Heilgehilfen WJ S' 1 warreie. in«# ein zu kluger Schütze, als daß d'Ä � ten' einc Kugel zu verschießen, ehe Sie so Sie de« , Zieles sicher sei» dürfen," entgegnet« er.„Zst meine Tochter von diesem Schritt unterrichtet?" „Nein." „Sagen Sie mir offen die Wahrheit!" „Zch wagte nur ihn anzudeuten." „Und sie billigte ihn?" „Zch wage da« nicht zu behaupte«, Herr Baron." „Zch fordere Sie nochmals auf, mir die Wahrheit zu sagen," versetzte der Freiherr, sich hoch auftichtend,„meine Tochter ist alt genug, um in dieser Angelegenheit eine Ent- scheidung treffen zu können, und den Bruch mit meinem Kinde möchte ich vermeiden. Haben Sie mit meiner Tochter darüber gesprochen?" „That ich es, so geschah es in einer Weise, die weder eine bestimmte Frage noch eine Antwoft auf dieselbe zuließ," erwidefte Rabe ruhig;„eS war mein Vorfatz, den geraden Weg zu gehe» und zuerst Zhre Einwilligung mir zu holen." „Und diese Einwilligung glaubten Sie zu erhalten?" „Zch hoffte es." „Woraus stützten Sie diese Hoffnung? Sie haben weder eine» Namen noch Vermögen, Sie haben nichts, was Sie in die Wagschale werfen könnten—" „Meine Ehre, Herr Baron, mein fester Vorsatz, Fräulein Ella glücklich zu mache«—" „Sehr fchön, aber Ella von Lossow würde sich zu sehr erniedrigen, wen» sie ihren Namen gegen den einer Frau Rabe vertauschen wollte. Sie scheinen das nicht bedacht zu haben. Und wenn Sie auf Zhre Frau Schwester sich be» rufe» wollen, so dürfen Sie nicht vergessen, daß hier der umgekehrte Fall einttat, hier wurde ein Fräulein Rabe zur Generalin von Stuckmann erhoben, während Sie für meine Tochter eine Erniedrigung verlangen." „Herr Baron, der Name „Hindert freilich nicht, daß eine Ehe glücklich werden kann," fuhr der Freiherr mit gehobener Stimme fort;„aber Ella könnte eine« TageS doch darüber nachdenken, welche« Opfer sie ihrem Gatten gebracht hat und dann würde bie Reue nicht ausbleiben. Es ist nicht der Name allein, auf den sie verzichtet, fie verzichtet auch auf ihren bishengen ! Verkehr, auf die—" heraus, den er in der größten Erregung eines geängsteten un- erfahrenen jungen Mannes konsultifte. Der weise Mann er- kläfte den Fall nun auch für„Ines" und leitete die ent» sprechende Kur ein. Trotzdem dehnte fich der Ausschlag immer weiter aus von der Brust bis über den ganzen Unterleid. S. begab fich nun zu einem unserer tüchtigen Chirurgen, und dieser eftlärte den Fall für„Bartflechte", die wegen der außergewöhnlich staften Behaamng des S., die gewissermaßen mit dem Halsbart desselben im Zusammenhang stand, von dem Geficht aus fich unbemerkt auf die Bmstpaftie übeftragen hatte. S. mußte nun seinen ganzen Körper rafiren lassen und die eingeleitete Kur ist bisher von gutem Eftolge begleitet 0&"%»« den Geheimnissen der famosen Berliner Zu- Hälterzunft. Durch Zufall war ich, so schreibt uns ein Be» richterstatter, Ohrenzeuge der Erzählung eines etwa 26 bis 23jährigen jungen Mannes mit verlebten Gefichtszügen, welcher in einer Stehbierhalle der Friedrichstadt mit anderen gleich- altftgen Männern an einem Tische in einer veftraulichen Un- terhaltung saß. Nach dieser Erzählung gab der Gedachte seinen beiden Tischgenoffen einen Aufschluß über ferne jähre» lange Thättgkeit als Zuhälter und nannte dabei eine ganze Reihe von Koryphäen dieser edlen Zunft bei ihren Spitznamen. „Ich habe." so denchtete er ungefähr,„jetzt drei„Geschäfte, welche stck sehr gut rentiren. Dafür bin ich aber auch rrestg „keß" und umfichtig. Meine„Waare" ist sehr gesucht und ich habe die feinste Kundschaft." Als hier einer der Tischgenoffen einwarf:„Ja, wie machst Du denn das?" antwortete der Befragte verschmitzt lächelnd:„Ja, das ist mein Geheimniß! Alsdann erzählte er weiter:„Im vorigen Jahre besaß ich noch ein viefteS Geschäft, doch mußte ich dasselbe aufgeben, da es mir nicht möglich war, alle„vier" zu Übersehen. Ein Freund von mir, der„blaffe Wilhelm", hatte auch drei gang» bare„Geschäfte" und ist jetzt ein Mann von ca. 5000Thalern> ich sage Euch, daS war aber auch ein„P.-L."(Patent-Louisl. Früher machte ich ähnliche Geschäfte, stand aber auf„Prooi» fionen", wurde hierbei jedoch immer„bemogelt" und babe� dann mehrere Male meinem Chef(er meinte damit fem Verhältniß) solche Ohrfeigen gegeben, daß er die„Maulsperre" kriegte. Wmn Ihr auch solche Geschäfte aufmachen wollt, dann müßt Ihr erst ein paar Jahre in die„Lehre" gehen, denn sonst macht Ihr pleite. Jeder, der nicht tüchtig auf den„Kuhn ist. wird als„F. K."(Fauler Kopf) angesehen und unbeachtet gelassen- Ich sage Euch, das Geschäft ist zwar einträglich, aber es hat auch seine Schwierigkeiten. Die von„da oben" schnüffeln jetzt verdammt herum und viele von unS befinden fich bereits im„Kahn"(Gefängniß), und wenn man jetzt nicht„helle" ist, dann wird man bald„alle gemacht. Im ganzen habe ich jetzt hereitS 15„Geschäfte" auf» gemacht und da könnt Ihr Euch wohl denken, daß man dabei was lernt." Es bedarf keines großen Verständnisses dazu, um fich auS diesen Aufzeichnungen ein Bild von der großen Ver« worsenheit dieser Menschenklaffe zu machen. Zu verwundern ist nur, daß zu derselben auch junge Leute zählen, welche besseren Familien angehören und einst nützliche Mitglieder der menschlichen Gesellschaft gewesen find. Der leichte Verdienst und da« ungebundene Leben, welches diese Menschen führen, gab jedesmal die Veranlassung zu der Venrrvng, welcher fie anHeim gefallen. Es war daher die höchste Zeit, wenn das Königl. Polizei- Präsidium und die Staatsanwaltschaft jetzt energisch gegen das Louisthum Front macht. g. Als Parodie zu dem bekannten Bilde„Da« Märchen" des Professor Graef ist eine Photographie zu be« zeichnen, welche jetzt in dem Schaufenster eine« Galantefte« waarengeschäfts der Leipzigerstraße, neben dem Professor Graes'» schen Bilde, ebenfalls als„Märchen", ausgestellt ist. Dasselbe zeigt in derselben Stellung des Graef'schen Bildes eine FrauenS« gestalt von schrecklich dünnen Formen, welche fich eben einer Fischhaut entledigt hat, an deren unterem Ende man deutlich die Polsterung steht, welche die schönen Formen der unteren Extremitäten abgegeben haben. Außerdem steht man auf dem die beutige Toilenenkunst unserer Damenwelt satyrisch behandelnden Bilde ein abgelegtes cnläe Paris, sowie das» jenige, waS die Kunst ersetzt, wenn die Natur dem Weibe keine schöne Büste verliehen hat. Auffallend viele Damen drängen fich um dieses Bild. „Cuppenarrest" ist jedenfalls eine Strafaft, welche weder in unsetem Strafgesetzbuch eine Stelle gefunden, noch in un» strn Gefängnissen in Praxis gewesen ist. Aber ein findiger Beamter w einer großen Gefängnißanstalt hat doch das Kunst- stück fettig gebracht, daß diese neue Strafaft auf zwölf Stun- den zur Anwendung gelangt ist. Einer der auf längere Zeit Jnhaftttten hatte nämlich, wie dies sehr häufig vorkommt, einen Tag Zusatzstrafe für ein Vergehen gegen die Hausord- nung erhalten. Nachdem nun seine eigentliche Strafzeit verbüßt war und der Gefangene wie allabendlich seine Suppe in Empfang nehmen wollte, wurde ihm, wie die„Volks-Ztg." erzählt, der Bescheid, daß er solche nicht erhalte, weil er Sup- penarrest habe. Widerspruch ist in solchen Fällen bekanntlich schlecht angebracht, und der Gefangene zog es deshalb vor, ohne Suppe schlafen zu gehen. Als aber am andern Morgen „Wenn Fräulein Ella diese« Opfer aus freiem An- triebe bringt, dann wird sie«8 auch nie bereuen, dafür bürgt mir ihre Charakterstärke," sagte Rabe.„Ueberlaffen Sie ihr die Entscheidung, Herr Baron, damit will ich mich be- gnügen." ausfällt?" mnn � ent�eibun0 3*9"» ihre» Wunsch »Zch bin mit freudigem Muthe in diese» Kampf ein» gerieten, ich werde ausharren, bis ich den Sieg gewonnen „Glauben Sie so fest an den Sieg?" JJÖenn ich e« nicht thäte, wäre ich ein thörichter Knabe/ kem Mann, erwiderte Rabe mit gemessenem Ernst. „Zn einem solchen Kampfe kann auch ein Mann unter- gehen!" erwiderte Herr von Lossow, ihn fest und trotzig anblickend.„UeberdieS wäre es ein unnützer Kampf, wenn Ella eine Entscheidung gettoffen hat, die Ihren Wünschen nicht entspricht. Wir wollen un« in nähere Erörterungen jetzt noch nicht einlassen, Herr Rabe, ich werde mit meiner Tochter darüber reden und Zhnen dann die Antwort geben." „Und bi« wann darf ich auf diese Antwoft hoffen?" „Sie solle« sie binnen drei Tagen erhalten." Rabe verbeugte sich, die Siegesgewißheit, die ihn be- seelte, spiegelte sich in seinem Antlitz Der Worte, die Ella zu ihm gesprochen, sich erinnernd. war er überzeugt, daß sie auf seiner Seite stehe» würde und in diesem Falle konnte und durfte ihr Vater jetzt nicht mehr zwischen die Beide» treten, hatte er doch selbst aesaat daß er seiner Tochter die Entscheidung überlassen wolle.' So durfte er sich rühmen, bereits einen halbe» Sieg errungen zu haben, fteilich vorausgesitzt, daß er sich nicht m Ella geirrt hatte und daß auch sie jetzt den Muth besaß, mit den Vorurtheilen ihre« Stande« m breche«. 3 (Fortsetzung folgt.) sich der Spaß wiederholte, meldete der Gefangene die Sache dem Ober Aufseher und dieser dem Direktor, oer nicht wenig erstaunt über die Bereicherung unseres Etrafkodex war. Bei näherer Untersuchung stellte sich dann heraus, daß es fich für den Gefangenen um einen Tag„Euper. Arrest" handelte, wel- cher dem armen Kerl von Gefangenen die Abendsuppe gekostet hatte. Neben dem„Wischer" von Amtswegen hat der findige Beamte nun auch noch den nicht endenden Spott seiner zahl» reichen Kollegen für seine Schlauheit eingeheimst. g. Eine aufregende Szene spielte fich vorgestern Mittag zum Entsetzen der Paffanten an der Ecke der Ritter- und Prinzenstiaße ab. Zwei aus der Schule kommende kleine Mäd. che» rm Alter von 8 bis 10 Jahren standen gerade im Be> griff, den Straßendamm an der gedachten Stelle zu überschrei. nächsten Vereinsversammlung.„ Fachveretn der Tischler. Montag, dm 2. No«�.. Abends 8'/,, in Jordan's Salon. Neue Grünstraße 28, ordentliche Generalversammlung. T.-O.: 1. Die Verhandln� über Einführung der Sonntagsruhe. 2. Resolution, da»-. linaswesen betreffend. 3. Bericht der Kommission übd, Arbeitslosen-Unttrstützung. 4. Etatutenändemngsanträg'' treffend Erhöhung der Beiträge und Zahlung einer» stützung an Arbeitslose. 5. Bericht über die von JW1' geführten Prozesse in gewerblichen Sttettsachm. 6. An rreffmd Wahl einer Fachkommisfion zur Regelung der stellmverhältniffe. 7. Verschiedenes. Quittungsbuch le Neue Mitglieder werden aufgenommen. Billets zun? kränzchen am 14. November find in der Versammluw haben. Der Zentraj-Arbeitsnackweis deS Vereins befinj* vom 1. November ab auf der Tischlerherberge, Blumenp jz Adressenausgabe unentgeltlich an Wochentagen von' 9'/: Uhr Abends. An Sonntagen von 9 bis 11 Uhr mittags. Verein ehemaliger Schüler der 60. Ge«nr> Schule. Eon«abend, den 28. November er., in Bau�« Kasino, Prinzenstraße 94, 2. Stiftungsfest. Billets a � bei allen Mitgliedern. Verein der Sattler und Fachgenossen.&, den 31. Oktober, Abends 8«/, Uhr, in Gratweils Kommandantenstraße 77/79, Versammlung. Tage�i/i? «W?' Gäste sind willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder- Die- M-......- öffentliche W_______ nung: 1. Bericht der Lohnkommisston. der Meisterschaft. 3. Beschlußfassung (Siehe Brieftasten.) 9 die Ziegel- und Schteferdeckergesellen hallcir-.? liche Generaloersammlung ad mit folgender In#*#* 1_1. Bericht der Lohnkommisfion. 2. Das Antwort� über den Uermischtes. Ueber daß Unglück ans der Rigi-Vahn wird vo»' Augmzeugen, Giacomo Pozz, einem jungen, intelligent beiter, welcher die Geistesgegmwart besaß, vor dem verhG vollen Momente vom Zug abzuspringen, der Verlauf Vckt wie folgt beschrieben: Bis zur sogenannten ,.Kräbel"-rTO die Fahrt durchaus normal von statten. Kaum war VJ Nuh pasfirt, erfolgte ein gewaltiger Ruck, gleichsam plötzlichen Stauung herrührend. Poz,(der Erzählende)& beherzt vom Fußbrett ab. Das Gleiche thaten sein% wagen befindlicher Bruder und der ebenfalls im 0%; befindliche andere Bahnarbeiter. Bahna-beiter Rickenbao� mit Giacomo Pozz beim Kondukteur des Personenwagen».,f sprang etwa« später ab, da der Zug bereits in beschleu" �, wegung gerathen war; er ward mit dem Kopf rechts) Felswand geschleudert und am Gesichte bedenklich Giacomo Pozz kam beim Absprung glücklich auf W$ stehen.„Em Knall, eine Staubwolke— und im Nu.;/ Zu» mnnen Blicken entrückt!" so schloß der jung- We Erzählung des Hergangs, soweit er denselben" jJ eigenen Augen verfolgen konnte. Mit BlitzeSschnell- F der�am genannten�Punkte entgleiste Zug� noch zirka weiter auf der BÄnÜnie� v�märt�liiS �-'lbe' fr wm Verantwortlicher Redakteur«. Eronhel« in Berlin. Druck und Verlag von«ax»adwg in m venm sw„ Beutbttraüe üiert»� W Beilage zum Berliner Bolksblatt. Ar. WS Soinwbcnd. dcn 81.(Oktober 1885. IL Aich«». „AbriKaiteiilliimmilizm!!." � geht doch nichts über die Harmonie zwischen Fabri- Mnen und Arbeitern, und wenn die Fabrikanten aar die volle «leichhett mit den Arbeitern predigen, so wird die Sache erst «cht rührend. Da find die Wollenfabrikanten in den reußischen Fürsten» thümcrn recht brave Leute, welche mit ihren Arbeitern jetzt gtyerlen" wollen und zwar gegen den Willen der Arbeiter. M find doch merkwürdige Arbeiter, die nicht mit beiden Händen zugreifen. Sonderbar, dafi die Arbeiter dort, die doch iwei Sozialdemokraten in den Reichstag gewählt haben, so IModt find, wenn'S an das„T heilen" gehen soll. Ja, ja! Die Sache hat aber einen recht bedenklichen Haken ~ die Fabrikanten näwlich wollen ihre Verluste, aber nicht die «ewinne mit den Arbeitern theilen. m Der Fabrikantenverein in Gera, der mit dem Greizer Jj«ein in Verbindung steht, hat nämlich beschloffen, eine de« «eutende Lohnreduktion eintreten zu laffcn, „weil eS recht und billig sei, daß die Arbeiter die Ver- We der Industrie in ihren Löhnen mittragen müßten, nachdem fie. die bei flottem Geschäftsgange durch Albeilseinstellungen «i'tlten höheren Löhne genoffen hätten." . Als ob es erst dieses Beschluffes und dieser Motivirung «dürft hätte! . Wenn geringes Angebot von Händen vorhanden ist, dann fingt der Lohn. Dieses geringe Angebot ist aber vorhanden, ®t wenigstens haben, wenn ste sparen, um schlechtere Zeiten "chtg entgegennehmen zu können. Die Arbeiter aber haben auch bei flottem Geschäftsgange, also bei höheren Löhnen, weil fie dann auch ihren Körper °"ders anstrengen müssen, nichts übrig zum Zurücklegen, lo daß fie in den schlechteren Zeiten keinen Reservefonds be- den�könntm n,eIl*)tn 0e0en niederen Löhne geschützt wer» 4..?° daben wir also die wundervolle Harmonie zwischen Rrbert�und Kapital und die herrlichste wirthschaftliche Gleich» ZZMWMM ein.,� am Ende der Arbeiter schuld? Aber auch der mis£,em Strome schwimmende Fabrikant nicht? Ge- L'..Doch die Unternehmerklaffe als solche, welche fich �' oer heutigen Produftion immer wohl fühlt, wenn auch der oder der andere aus dieser Klaffe Schiffbruch leidet, fie »agt die Schuld. Die Arbeiterklasse aber, die gesammte, wird m dem Konkurrenzkampfe, den die Unternehmer hegen einander 'Uhren, an dem die Arbeiter gar keine Schuld haben, lortwährend schwer geschädigt. Und darin liegt der Unter» . An den bestehenden wirthschastlichen Verhältnissen kann in on That der Beschluß des'Geraer Fabrikantenvereins gar nichts andern; die Lohnreduktion wäre auch ohne Beschluß einge- «tten, vielleicht nicht so plötzlich, nicht so auf einmal. . Uns erfreut der Beschluß aber deshalb, weil er den Hnnnonieaposteln und den gewerkvereinlichen Streikbrüdem Uch endlich die Augen öffnen muß. Ausdrücklich erklärt der nnbritantcnverein, daß er den von den Arbeitern im Streik ?ungenen Lohn, der, so viel uns erinnerlich, damals übrigens Mih„freie Vereinbarung" festgesetzt wurde, nunmehr in Achter Zeit wieder reduzire. Daraus wird zur Evidenz Mer bewiesen, daß die Streiks auf die Dauer keinen ökono- Aschen Nutzen den Arbeitem schaffen und daß ferner„freie IeuilTeton. Da» M-r«o«e««Ldche». Amerikanische Erzählung von »aldui« Möllhause». (Fortsetzung.) ,„Vereinigte Staaten-Dragoner im friedlichen Verkehr filit den Mormonen," sagte er erstaunt, al» er eine» Blick auf die nunmehr gegen fünfzig Mann starke Gesellschaft ge- worfe«. , Plötzlich aber ließ er das Fernrohr sinken, und zugleich u»ch alle Farbe au« seine« Züge«. t„Um Gottes willen, was ist Euch?" fragte Falk er« ichreckt, sobald er die Veränderung an seinem Freunde ge- wahrte. „Blickt selbst hinüber und sagt mir, was Zhr seht," antwortete Wearherton, indem er Falk daS Fernrohr reichte. Dieser brachte da« GlaS vor sei« Auge, und nachdem er «ne Weile scharf zugeschaut, begann er, ohne da« Fernrohr *u beseitigen: .„Es ist, wie Zhr sagt, ich sehe Dragoner, und einzelne oerselben im ernste« Gespräch mit den Mormonen; aber wahrhaftig ich sehe auch eine« alte« Bekannten unter chnen— 96] „Jansen," versetzte Weatherto» mit bebender Stimme. t r«Richiig, Jansen, der schwedische Auswanderer," wieder« b«*?ulk verwundert; aber was ist da«? ich kann mich ch nicht täuschen? nein, es tritt jetzt mehr in den Vorder- fin. äne weibliche Gestalt zu Pferde, in der Kleidung ge- lureter Nationen—" � es," sagte Weatherto« leise, als habe er be- üerscheuch�ch ,U Sprechen die Erscheinung wieder zu a» an? faß1* erstaunt, indem er da« Fernrohr * Weatherto« zurückgab. stA"7"®ott»«to Frauenzimmer!" rief der Biber plötz« ' �en" die Gesellschaft befand sich nicht so weit, daß Vereinbarungen" zwischen Unternehmern und Ardeitern immer für die Katz find. Ob diese„freien Vereinbarungen" sich auf die Lohnvcr- bältnisse oder auf Sonntagsruhe und Arbeitstag— Avis für Herrn Dr. Hirsch— beziehen, das ist gleich. Dieselben werden immer wieder, das sagt ausdrücklich der Geraer Fabrikanten- verein, ebenso leicht wie fie geschlossen worden, auch ge- brachen. Das ist nun einmal die Harmonie zwischen Kapital und Arbeit. Im Uebrigen wollen wir aber abmatten, ob die Fabtt« kanten der reußischen Fürstenthümer, wenn das Geschäft wieder einmal flott geht, ebenso bereitwillig sein werden, ihre Gewinne mit den Arbeitern zu„theilen", wie fie jetzt die Ver- luste theil n. Dann«ird wohl ihr Gleichheitsgefühl, ihr „Kommunismus", zum Teufel gehen.— Doch die Albeiter haben auch dann das„Theilen" nicht nothwendig. Möge verhindett werden, daß die Produktion immer schwankt zwischen flottem und schlechtem Geschäftsgang, so werden auch die Fabrikanten verhindert, Lohnreduvionen eintreten zu lassen. Möge man der Fabttkantenwelt durch Arbeiterschutzgesetze einen angemessenen Maulkorb vorlegen, dann wird fie in sogenannten guten Zeiten fich den Magen nicht überladrn können, um dann später den Katzenjammer zu bekommen, den leider die Arbeiterwelt, die ihn nicht ver- schuldet hat. noch besonders und hauptsächlich tragen muß. An Stelle des„FabrikantenkommunismuS" wird dann eine verständige Organisation der witthschaftlichen und sozialen Zustände eintreten._ Kommunales. w. Der Etat de« städtischen Arbeitshauses zu Rummelsburg schließt ab mit einer Einnahme von 91 296 M. und einer Ausgabe von 422 019 M., so daß pro 1886 87 ein Zuschuß von 330 723 M. erforderlich wird. Bei Ausstellung ist die Bevölkerung des Arbeitshauses(die Jnsaffen des Arbeits- Hauses und die Asylisten) mit täglich 1800 Personen und einem Arbeitsverdienst der HSuslinge 75 970 M. angenommen. Der Magistrat hat denselben genehmigt. Die Einttchtung der Ver- abreichung von Morgensuppe und einer Brodration an die im städtischen Asyle nächtigenden Personen hat fich in solcher Weise bewährt, daß die Verwaltung die Wohlthat erweitem und Suppe und Brod auch des Abends verabreichen lassen will. Man hofft bei nasser Witterung namentlich in gesundheitlicher Beziehung wesentliche Vottheile zu erzielen, da erfahrungs- mäßig die Asylisten ein großes Kontingent für die Kranken- Häuser stellen und insbesondere ansteckende Krankheiten von�da oft ihren Ausgangspunkt nehmen. Der Magistrat hat fich mit dieser Einrichtung einverstanden erllätt. Die direkten Kommunalsteuern Berlins. Der Ober- präfident der Provinz Brandenburg und für Berlin hat vom Magistrat eine statistische Zusammenstellung verlangt, die dem- selben auch übersandt worden. Nach derselben ist der Gesammt» detrag der im Etatsjahre 1885—86 aufzubringenden direkten Gemeindeabgaben 26 705 725 M. Davon fallen auf die Ge- meinde- Einkommensteuer 11 717 575 M. und hiervon kommen auf die Steuerpflichtigen mit nicht mehr als 900 M. Einkommen 1243 896 M.(10,62 pCt.) der Gemeinde. Einkommensteuer. w. Der geschäftsführende Ausschuß der Vettammlung deutscher Naturforscher und Aerzte hat dem Magistrat mit- getheilt, daß die Versammlung im nächsten Jahre in Berlin tagen wird und zwar ist der Anfang der Versammlung auf den 18. September k. I. festgesetzt worden. Der Ausschuß hat den Magistrat zugleich gebeten, die großen Aufgaben der Ver- sammlung durch Zugängigmachung der städtischen öffentlichen Anstalten, Krankenhäuser jc. möglichst zu fördern, auch sei es wünschenswerth, wenn schon vorher eine kurze Beschreibung der Anstalten nebst Plänen jc. den Mitgliedern der Versammlung zur Verfügung gestellt werden könnte. Der Magistrat hat beschlossen,; dem Ausschusse dahin zu antwotten, daß er fich Förderung der Sache möglichst angelegen sein lassen werde. Der von dem Kuratorium für das städtische Er« leuchtangSwesen vorgelegte Etat für das nächste Rechnu�gs- jähr 1886/87 enthält wieder eine Anzahl recht interessanter Mittheilungen über die Produktion der vier großen städtischen Anstalten. Es wird berechnet, daß zur Erzeugung des Gases im Ganzen 280000 Tonnen zum Preise von 18 Mk. pro die einzelnen Personen, nachdem sie sich mehr von einander getrennt hatten, nicht zu unterscheiden gewesen wäre«. Weathetton wollte etwas entgegnen, in demselben Augenblick legte sich aber von hinten eine Hand auf seine Schulter, und als er sich umwendete, sah er Kairuk vor sich, der ihn mit einem so glücklichen Gesicht anschaute, al« wäre» er und der grausame Kneger, der kurz vorher noch seine Keule mit tödtlicher Sicherheit auf Holmsten's Schädel fallen ließ, nicht eine und dieselbe Person gewesen. „Mormonentaube, viel achotka," sagte er fteundlich, indem er nach dem Westende der breiten Schlucht hinüber- wie«,„Mormonentaube sagen: Kairuk, Amerikaner gut, Mormonen nicht tödten Amerikaner; Kairuk helfen Ameri- kaner; Mormonentaube kommen sehen, Kairuk helfe» Amerikaner." Weatherto» startte den Häuptling verwirrt an; es war zum ersten Mal, daß derselbe des jungen Mädchens er- wähnte. Er glaubte zu verstehen, daß Hertha die Mohave« aufgefordert habe, ihm bei seiner Flucht beihilflich zu sein, und dennoch erschien ihm dies wieder so unbegreiflich. Aber in den Züge» de« Mohave lag der unzweifelhafte Ausdruck von Wahrheit und Aufrichtigkeit, wie hätte auch der mit den Sitten der Weißen so wenig vettraute Urwilde gerade auf solche Gedanken kommen solle«? Sinnend bettachtete er de» Mohave, und dann schaute er wieder zu den fernab haltenden Reiter« hinüber. Es lag ja so viel Befremdendes und GeheimnißvslleS in der ganzen Wendung der Dinge, zu viel, al» daß er, ohne eine vor- hergegangene Aufklärung, de« plötzlich eingettetenen Wechsel hätte enträthsela könne«. „Sie kommen," bemerkte der Schwarze Biber, der gleich seinen Gefähtten die Bewegungen des Reitertrupp« auf- merksam bewacht hatte. „Sie kommen," wiederholte Weathetton mechanisch, ohne zu bemerken, daß Falk'« Blicke mit warmer Theil« «ahme auf ihm ruhte«. „Aber nicht Alle," fuhr der Delaware fott,„be, Gott! Tonne einschließlich aller Nebenkosten, also zum Gesammtoreise von 5040000 Ml. ettorverltch sein werden. Was nun die Ausbeute an Gas aus diesen Kohlen betrifft, so wird anqe- nomTfn, daß aus jeder Tonne durchschnittlick 28? Kubikm. Gas gewonnen werden können. Dieselbe Annahme liegt auch dem jetzt laufenden Etat zum Grunde, und in der Tbat find auch in den letzten Jahren mindestens 287,2 bis 287,8 Kubikm. Gas gewonnen worden. Femer kommen in Ausbeute auf jede Tonne 628 Kgr. Kokes, 9 Kgr. Breeze, 31 Kgr. Asche, 50 Kgr. Theer, 94 Kar. Ammoniak- waffer und 170 Kgr. KokeS zur Feuerung; auch hier haben fich bei den verschiedenen Jahren nur geringe Abweichungen her- ausgestellt. Die Einnahmen aus den Nebenprodukten werden pro 1886/87 auf nicht weniger als 3 920 577 Mk. berechnet, nämlick 2 334994 Mk. für Kokes. 22680 Mk. für Breeze, 8680 Mk. für Asche. 560000 Mk. für Theer.[381 640 Mk. für Ammoniakwaffer und 62 677 Mk. für verschiedene andere Neben« Produkte(Graphit jc.). Lokales. Die BetttebSeröffnung auf dem neuen Packhof ist nun, wie die„Post" hört, zum 1. Dezember vorgesehen. In den letzten Tagen war man noch dabei beschäftigt, dem Pro- vinzial- Steuer< Direktions> Gebäude, am Eingang von der Moltke> Brücke her, einen lebhaften gärtnettschen Schmuck an seiner südlichen Längsfront, besonders durch Anpflanzung von Edeltannen verschiedener Art, zu verleihen. Unter den Arbei- ten auf dem äußeren Terrain handelt es fich dann für den Monat November nur noch um die Fettigstellung der Pflaste- rungen, die bisher noch durch die Ausführung der Schienen- gleisanlagen auf den Hofräumen an der Wasserseitc verzögett worden warm. Die Lage des neuen Packhofs erforderte be« sondere Rückficht auf eine Entwässerung sowohl des in Kopf« steinen auszuführenden Pflasters, als auf die Unterbettung der Gleise zu nehmen. Für jene werden an den tiefstm Stellen der Hofräume Gullies(Senkkästen) angelegt, die Unterbet- tung dieser ist mit der ganzm Entwässerungsanlage in Verbindung gebracht. Der Schwellenschienen< Oberbau besteht auS einer als Fahrschiene dienenden 9 m langen Schwellen« schiene mit 200 mm Höhe und 300 mm Fußbreite und einer mit derselben in Abständen von 0,5 m durch Gußklöye verbundenen schützenden Ettaßendahnschiene. Die Zwischenräume find mit Asphalt eingepflastett. Verlegt wird nach dem neuen Packhof demnächst auch der bisherige Verkehr im Zollschuppen des Lehtter Güterbahnhofs, mit jährlich 1700 bis 1800 Bahnwagen, sowie dahin fich auch ein großer Theil des Güterver- kehrs vom camburger Bahnhof ziehm wird.— Im Innern des neuen Packhofes find von besonderem Interesse auch die Wafferkrastaufzüge, um die Güter auS den Revistonsgebäuden nach den Niederlagsgebäuden und umgekehrt zu bttngen. Der Hub dieser hydraulischen Aufzüge beginnt und endet im auf Kalksteinmauerwerk ruhendem Ziegelmauerwerk des Erdgeschosses der Gebäude. Daselbst erfolgt auch die Steuerung der Auf- züge, wozu die Packhossardeiter eingeübt werden. Die Hub- hon« in den Niederlags Gebäuden hat das beträchtliche Maß rufgefl-lltm Wasser kraft' Aufzügen ist im Zylinder an Ver.Kellersohle. bei einer Gesamrntdelastüng VUH UL-iw.... g- Mit dem Bau Ott nunmehr am Mittwoch künfriger Woche begonnen werden, da bis dahin die Hindernisse, welche bisher den Arbeiten im Wege standen, beseitigt find. Die Flucht der Kaiser Wilhelmbrücke ist bereits marftrt worden durch zwei einen Meter über dm Erdboden ragende Pfähle, von denen der eine auf dem Terrain der zukünftigen Katser-Wilhelmstraße steht, während fich der andere auf dem Grund und Boden der abgertssenen Schloß- apotheke befindet. Diese Pfähle find ca. 3—4 Meter tief in die Erde eingerammt und mit einer starken Barriere umgeben, damit ste vor Anfahren rc. geschützt find. Diese beiden Pfähle bilden genau den Mittelpunkt der zukünftigen Kaiser Wilhelm- brücke. Die nächsten Arbeiten für dieselbe werden die Fundi- rung des östlichen Landpfeilers sein,I da hiervon die Jnangriff- nähme des Baues der Eckgebäude Burgstraße— Kaiser- Wtlhelmstraße abhängt, deren Fundirung im Zu« sammenhang rnit jener des Brückenpfeilers bewirft werdm wird. Der Grund und Boden für die zu er- ttchtenden Gebäude in der Kaiser� Wilhelmstraße ist der eigen- fie wollm ihre friedlichen Absichten an de» Tag legen und schrckm daher ein Frauenzimmer an uv« ab." „Sie und ihr Onkel kommen selbst," murmelte Weathetton, sobald er gewahtte, daß nur ein Reiter und eine Reiterin sich von der Gesellschaft trennten und im Schritt und geraden Weges auf sie zulenktm. Tiefes Schweigen der Erwartung folgte diesen Worten. Erst al« die Mormonen, die Holmsten nachgeeilt warm, davontttten, um Jansen und Hettha zu begegnen, wendete sich die Aufmerksamkeit der Flüchtlinge wieder der nähern Umgebung zu. Da fielm Fall'« Blicke auf den erschossenen Indianer, der noch immer da« nunmehr bemhigte Pferd am Zügel hielt, und von diesem kehttm sie wieder zu Holmsten'« bluttger Leiche zurück. „ES ist die« wohl kein Anblick für Fraum," sagte er zu dem in Gedanken versunkenen Offizier, indem er ihn leicht berühtte und zugleich auf die beiden leblosen Gestalten deutete. „Rein, gewiß nicht," antwortete Weatherto«, wie au« einem Traum emporschreckend, und schnell ttat er aus dem Versteck. Gefolgt von allen Gefährte« kletterte er sodann dm Abhang hinunter, und da Jansen und Hertha nach einem kurzm Zwiegespräch mit den zurückkehrmdeu Mor- monm ihrm Weg allein fottsetzten, so eilte er ihnen entgegen. Unbewußt beschleunigte er seine Schritte mehr und mehr, und al« er sich ungefähr in der Mitte der lange« Sandfläche dem Mormonrn und seiner Nichte bi« auf eine kurze Strecke genähert hatte, befanden sich seine Gesährtm weit hinter ihm. Jansm zeigte noch immer das ernste Gesicht von früher, nur daß ein Schimmer von tiefer Schwermuth auf dem- selben lagerte, der durch die eben ihm heimlich ertheilte Nachncht von Holmsten'« Tode vielleicht«och hervortretmder wurde, im Ganzm aber ihm eine« mildern Ausdruck verlieh. Hettha dagegm hatte fich sehr verändett. Es war aller« ding« noch da« liebe, süße Antlitz, allein auf de» sonst so ortigste, den man biZhcr gefunden bat. Ganz abgesehen da« von, daß er sehr seicht ist und das Wasser mit Eaugepumpen entfernt werden muß, trifft man auf mindestens S bis 6 Schichten verschiedener Bodenarten heim Ausschichten an. Kaum ist man auf guten Sand gestoßen, so trifft man harten Steinboden, dann schlammartige Maffcn, Baumwurzeln, wieder feste Erde u. s. w. an. Es beweist dies, daß früher dieser A-m der Spree bedeutend erweiterte Ufer hatte und das Wasser durch Aufschüttung derselben an seiner früheren Breite verloren bat. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts waren hier nur Gärten, und erst als der Rath von Berlin um diese Zeit herum das Ufer der Spree mit einer Schalung versehen und erhöhen lassen mußte, gewann diese Gegend mehr an An- sehen. Erst am Ende des vorigen Jahrhunderts besaß dieser Tdeil der Spree bis zur Friedrichsdrücke eine steinerne Ein- fassung. Die von htefigen Zeitungen gebrachte Notiz, daß durch die Anlegung der Kaiser Wilhelmstraße ca. 28000 Personen aus dem Abbruchsviertel verzogen seien, wie dies angeblich nach einem amtlichen Ausweise festgestellt sein solle, beruht offenbar auf einem Jrrthume. Denn oie sämmtlichen 5 Stadtbezirke de? Alten Berlins(Stadtbezirke 1—5), innerhalb welchen die genannte Straße angelegt ist, zählen, wie Jedermann auS dem vor Kurzem vom Magistrat herausgegebenen amtlichen „Rothen Buch" überzeugen kann, zusammen nur zirka 25500 Seelen, von denen nur ein Bruchtheil verzogen sein kann. b. Die große Zentral- Fundstelle der in Berlin ein- mündenden Bahnen befindet fich in dem Eisenbahn-Direktions- gedäude gegenüber dem Schlestscken Bahnhofe. Hierhin liefern alle Bahnen mit Ausnahme der Ostbahn ihre Fundgeaenstände Auktionswege mit den nicht abgeholten ab. Gestern wurde im...... Funden aus dem 2. Quartal 1885 aufgeräumt. Das Lokal, nur über einen langen dunkeln Flur und auf Hintertreppen erreichbar, glich einem Leihhause. In langen Regalen lagen bier all' die vergessenen Sachen lder Reisenden. Ein großes Kontingent der Bieter stellten Eisenbahnbeamte, welche aus den Büreaus auf eine Nippvifite eilig hin« und berhuschten. Das Gros der Verlust- Gegenstände bildeten Regenschirme, fie mußten gleich in Posten versteigert werden. Die drei ersten, darunter ein rein seidener, brachten den Betrag von 4,50 Mark. Die Zahl der Stöcke stand ihnen nicht viel nach; ein kolossaler Eichenknüvpel wurde unter großem Gelächter von einem Witzbold als Miaränestift angesprochen. Mützen und Hüte bildeten das nächste große Kontingent, darunter manche schöne Extramütze eines armen vergeßlichen Soldaten. Allerhand Prckete zeigten ganz absonderliche Zusammenstellungen ihres Inhaltes. So entstiegen einem Weidenkorbe Stiefel, Gummischuhe, ein Paar Soldaten« Handschuh und ein Pferdestriegel. Rührend ergriff den Beo- dichter der Anblick eines Arbertskörbchens, dem Großmutters Staats- Fladus— um mit Fritz Reuter zu sprechen— entstieg Wie mag die Arme fich gegrämt haben, alS fie bei den Enkeln in Berlin ankam und die Eonntagshaube ver- mißte! Daß man bei diesen Auktionen auch einen guten Griff thun kann, beweist ein Vorfall auf einer früheren Auktion, wo Jemand eine Schürze mit unbedeutendem Inhalt für 50 Pfennig erstand und in einem Pantoffel 10 Thaler fand. In dem Sisttrungs-Zimmer des Kriminal-Kommiffariats wurden voroestem 3 Goldstücke, nämlich ein Zwanzig- und zwei Zehn- Markstücke im Sande des Spuknapfes aufgefunden, deren Eigenthümer sich bis jetzt nicht gemeldet hat. Much« maßlich hat eine fistirte Person das Geld in dem Fundort versteckt. Von offiziSser Seite wurde jüngst gemeldet, die Minister des Innern und der Medizinalangelegenhciten hätten ange« ordnet, daß eine genauere Untersuchung der geschlachteten Schweine auf Trichrnen. als bisher stattgefunden, erfolgen solle, und es sei b-« jetzt aukJviWict„uüiu,«üb m auen Fällen der Fleischbeschauer vor der Zerlegung deS Schweines fich auch Ge- wißheit darüber zu verschaffen hat, daß das geschlachtete Schwein in den äußeren Fleischtheilen frei von Finnen ist. Unbedingte Sicherheit kann diese Untersuchung nicht bieten, da das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Finnen nicht immer schon vor der Zerlegung deS Schweines sich genau fest- stellen läßt. Die Erfahrung hat gelehrt, daß mitunter in den äußeren Fleischtheilen des Schweines keine Finnen bemerkt, bei der späteren Zerlegung des Thieres letztere aber in inneren Fleischstücken, namentlich in dem sogenannten Mürbebraten, vorgefunden werden- Der Fleischbeschauer soll deshalb in dem Atieste über das Resultat der Untersuchueq fich dahin äußern, daß das geschlachtete Schwein, soweit durch äußere Unter- suchung festgestellt werden konnte, auch frei von Finnen sei. Auch soll der Fleischbeschauer, wenn ihm die Untersuchung von Wurst aus Trichinen aufgetragen wrrd, seinen Austraggeber auf die Unsicherheit des Resultats aufmerksam machen. Die Untersuchung von Würsten ist deshalb schwierig, weil auS den zerhackten Fleischpartikeln nicht so leicht klare und geordnete jugendlichen Züzen hatten die Scelenleiden, die Beschwerden einer langen Wüstenreise und die tödtliche Spannung der letzten Stunden sich tief eingeprägt. Selbst auf ihre so an- muthige Haltung waren die jüngsten Erlebnisse«rcht ohne Ernfluß geblieben. Doch minder schön, minder anzlehend war sie dadurch nicht geworden; im Keqentheil, wer früher durch den Glanz ihrer lieblichen, jungfräulichen Erscheinung bezaubert wurde, der vermochte jetzt nicht auf sie hinzu« blicken, ohne durch den rührenden Ausdruck ihres ganze« Wesen» zur innigsten, opferwilligsten Theilnahme hingerissen �Weatherton entging die Veränderung nicht, und das Herz blutete ihm bei dem Gedanken, daß er selbst vielleicht dazu beigetragen habe, ihren Kummer zu vergrößern, bei dem Gedanken, daß dies erst der Anfang der Leiden fei, welch- ihrer in der Gemeinde der Mormonen ohne Zweifel �WaS er aber fühlte und dachte, spiegelte sich in seine« Zügen wieder. Sogar als er auf Hertha'« Antlitz em glückliches Lächeln zu entdecken glaubte, als ern tiefe« Roth steh über ihre bleiche» Wangen verbreitete und da» lrebe, freundliche Angesicht auf kurze Zeit in dem alten Alan, jugendlicher Fülle und Gesundheit strahlen ließ, und al« die großen blauen, redlichen Augen sich zu umfloren begannen, sogar da doch fühlte er fich von so tiefem Weh ergriffen, daß ihm die Sprache fast versagte und er kaum em Wort der Begrüßung über seine L.ppen zu bringen vermochte , Lieutenant Weatherton." begann Jansen, fem Pferd etwa« vorausspornend und dem jungen Manne die Hand relchend. „meine Nichte kommt, um ihr vmpfändeteS Wort emzulosen, sie bringt Euch die versprochene Freiheit. Unaehindert mögt Zhr z.-hen, wohin Zhr wollt, der Friede zwi chen den Ver- einigten Staaten und den Mormonen ist geschlossen. Ihr und Euer alter Gefährte seid frei; über die Andere« da- gegen, welchen Rynold'S Ermordung zur Last gelegt wird, kann nur das Gericht entscheiden." � „Dann gehen auch fie frei auS," antwortete Weatherton, auf Hertha zutretend, um sie zu begrüßen Jansen schaute bei dieser Nachricht befremdet auf, denn bis jetzt hatte er noch keine« Augenblick gezweifelt, daß die Präparate dargestellt werden können und well Fleisch von mehreren Thierm dazu Verwendung gesunden haben kann. b. Der Gardetrain hat die zu Hebungen Eingezogenen entlassen und räumt nun mit seinem Pferdebestand, den er von der Garde-Kavallerie nach den Manövern übernommen hat, auf. Gestern kamen 80 Stück auf dem Reitplatz in der Skalitzerstraße zum Verkauf, heute folgen weitere 80. Die Gegend gleicht in diesen Tagen einem Pferdemarkt. Die armen, in langer Reihe zum Verkauf stehenden P erde find meist alt, bis 19 Jahre, die Manöver und die folgenden Train« Übungen bei knappem Futtel haben fie mürbe gemacht bis auf die Knochen, und Arbeit harrt ihrer im Zivildienste erst recht. Manches allerdings fällt auch dem Pferdeschlächter anHeim, wie der stark strupvirte Braune, welcher gestern 35 M. brachte. Den höchsten Preis stion 230 M. erzielte gestern ein wohl« tenähiter, starker Schimmel, den die Epandauer Artillerie zur luktion gesandt hatte. Den Schluß der Auktion bildete, wie auf allen Auktionen, die Kabrouge der Händler, welche fich unter lebhaftem Feilschen 1052 Mark Gewinn theilten. Zu ihrem Leidwesen waren cS diesmal 56 Theilnehmer. Ein verheiratheter Primaner dürfte selbst in unserer emanzipationslustigen Zeit noch nicht dagewesen sein. Berlin besaß in diesem Sommer einen solchen. Der Primaner H. einer hiefigen Oberrealschule, ver Sohn reicher Eltern auS Frankfurt a. M., lernte auf einem Balle eine vomehme junge Engländerin kennen und verliebte fich sterblich in dieselbe. Er fand Gegenliebe und die beiden jugendlichen Liebenden be« schloffen zu Heirathen. Doch die Eltern des Primaner Bräu- tiaams wollten begreiflicher Weise auf keinen Fall ihre Ein« wtlligung geben. Kurz entschlossen reiste das Pärchen nach England, wo beide rechtsglltig vereint wurden. Der junge Ehemann kehrte zu den Bänken der Prima zurück, aber die Ehe war seinem Studium nicht sonderlich förderlich. Zu Mi- chael fiel er mit Glanz durch das Abiturientenexamen. Er ver- ließ die Schule, um»n der Seite seiner Gattin prakttsche Land- wirthschaft zu studiren. Wenn man glauben sollte, daß das Spielen in auswärtigen Lotterien durch das Vorgehen der preußischen Regierung gegen dasselbe in Berlin an Umfang verloren hätte, so täuscht man fich ganz gewaltig. Die Nachfrage nach Loosen insbesondere der sächsischen Lotterie ist nach wie vor dieselbe und die Händler, deren es in Berlin Hunderte und Tausende giebt, machm ein glänzendes Geschäft. Wohl kein Stand fehlt unter den Spielern und es klingt wie ein Spott, daß auch Beamte unter ihnen nicht mangeln. Wie groß überhaupt die Wuth des Lotteriespiels ist, beweist, daß die Loose der Un- maffe von Lotterien der verschiedensten Vereine starken Absatz finden und stets binnen Kurzem zu einem höheren Preise als den vorher festgesetzten verkauft werden. So erhält man die Loose der Rothen Kreuz-Lotterie bei den Zwischenhändlern nur für 5,50 Mf., während dieselben vom Komitee auf 5 Mk. fest« gesetzt find. g. Ein interessanter Prozeß dürfte demnächst die hiefigen Zioilgerichte beschäftigen. Ein hiesiger Häuseragent hatte den Auftrag erhaltm, ein Gut von großem Werth zu verkaufen und mit dem Eigenthümer desselben die Verkaufs- Prosiston, welche mehrere tausend Mark betrug, vereinbart. Ein Freund dieses Häuseragenten hatte nun durch zufällige Einfichtnahme der bezüglichen Korrespondenz bei einem Besuche des Häuserkommisstonärs Kenntniß von dem Auftrage erhalten und war bestrebt, selbst de» Verkauf des Gutes herbeizuführen. Es gelang ihm dies auch wirklich und er steckte die schöne Piovifion ein. Erst jetzt, nach mehreren Monaten, erfuhr unser Häuseragent den wahren Sachverhalt und wird seinen schlauen „Freund" wenn auch nicht wegen Herausgabe der ganzen Provifion, so doch wegen wenigstens der Hälfte ver« klagen, da er der intellektuelle Urheber deS Geschäfts war. .ficht dick richtige sein wird, muß erst abgewartet Freitäuferin. Gestern wurde die als pro- fesfionirte Ladendiebin bekannte, 32 Jabre alte unverehelichte Pauline Wiecke in der Nähe des MoritzplatzeS durch einen Kriminalbeamten f-stgenommen, welcher beobachtet hatte, daß fie kurz hintereinander mehrere Geschäftslokale detrat und ver- muthete, daß fie dort Diebstähle verübt habe. Bei der vor« genommenen Leibesvisttation wurden 33 Kachenez bei der rc. Wiecke, zum größten Theil in ihren Beinkleidern versteckt, vorgefunden: die Kachenez rühren zweifellos sämmtlich auS Ladendiebstählen her; die Bestohlenen find aber erst zum Theil ermittelt. Ein unbekannter Mann kam vor etwa zehn Tagen zu einer im Hause Husfitenstraße 75 wohnhaften Dame und erbot fich, ihrem Neffen eine Stellung zu verschaffen, war auch be« hilflich, Wäsche auf den Boden zu tragen. Als der gefällige Unbekannte von der vertrauensseligen Dame nach der Woh- nung zurückgeschickt wurde, um den vergessenen Bodenschlüssel zu holen, entfernte er fich heimlich unter Mitnahme einer auf dem Tische liegenden goldenen Damen-Zylinderuhr mit gol- dener ErdSkette. In der Uhrkapsel war die Nummer 68113 ein« gravirt. blutige That von den Delaware« und deren weißem Ge» fahrten verübt worden sei. Er schwieg indessen, und mit freundlicher Theilnahme ruhten seine Blicke auf den beiden jungen Leuten, als dieselben sich zum Gruß die Hände reichten. ,-.34 bringe Euch die Freiheit," sagte Hertha so schüchtern, wre Weatherton sie noch nie hatte sprechen hören, und eine holde Verwirrung äußerte sich in ihrem ganzen Wesen. „O, wie soll ich, wie kann ich eS Euch vergelten!" antwortete Weatherton bewegt, und von seinen Gefühlen übermannt, preßte er seine Lippen auf ihre Hand. Hertha ließ e« ruhig geschehe»; sie verstand, wa« er sage« wollte, und Thräne auf Thräue rollte ihr über die mild gerötheten Wangen. Falk mochte machen, daß seine und der Indianer Ge- genwart in diesem Augenblick störe» würde, er blieb daher stehen, seme Gefährte» auffordernd, so lange zu warten. man sie rufen würde. Zanse« sah die«, und mit einem Ausdruck, der seit zwischen angenommener Härte und angeborener Weichhtzhiw keit schwankte, wendete er sich Weatherton wieder zu' „Lieutenant," hob er ernst an, al« dieser acspänat zu ihm emporblickte, e« mag hier vielleicht nicht der Ort sein über so wichtige Angelegenheiten zu verhandeln, jedenfalls aber ist dre Zeit geeignet dazu. Ihr erinnert Euch wohl noch der Frage, die ich einst im Gesängniß an Euch richtete? Dre Frage, rch wiederhole sie hier noch einmal, und zwar zum letzten Mal: wollt Zhr Euch zum Marmonenthum be« kehren, um dadurch den Preis—" «Haltet ein!" unterbrach ihn Weatherton, und die Eni- rüstung trieb ihm das Blut bis in die Schläfen,„Zhr kennt meine Antwort, ich habe auch heute derselben nicht« mehr hinzuzufügen, aber von Euch hätte ich erwartet—" „Mehr Rücksicht für merne Nichte," fiel ihm Jansen mit wehmüihrqem Ausdruck in die Rede,„ja, ich weiß wa« .Ihr sagen wollt, und ackte Euch deshalb nur um so höher' Zbr weigert Euch also Mormone zu werden, um das li-h- Mädchen dort für Euch zu gewinne»— unterbreebt mick nicht, unterbrecht mich nicht, hört mich zu Ende, und dann Drei beschäftigungslose Arbeiter hatten fich am d. M. Nachmittags vom Georgenkirchplatz nach dem Friedm Hain begeben, fich daselbst unter einem Busch niedergelegt v* gemeinschaftlich Schnaps gestunken. Während des Tritt!« ergriffen zwei der Et-olche ihren jüngeren Gefährten, eb Schneiderlehrling, hielten ihn fest und gössen ihm Brannt« in die Nase und in die Augen, so daß er betrunken n® und einschlief. Darauf stahlen fie ihm das Portemonnaie 5,25 Mk. Inhalt, zogen ihm seine neuen Schuhe aus und» ferntm fich. Gestern traf der Bestohlene einen der Diebe i der Klosterstraße und veranlasste seine Verhaftung. Wege« gefährlicher Körperverletzung wurde der b«p mehrfach bestrafte Schuhmacher Wurzel verhaftet. DeM hatte am 28. d. Mts. AbendS in einem Schanklokal tu* Schillingstraße mit mehreren Arbeitern gezecht und beim A lassen deS Lokals ein Messer mit der Drohung„H ich noch einen!" hervorgeholt. Als ihn der Arbei.... einem Stock über den Arm schirm, damit er das Messer ft®; lasse, brachte W. dem E. drei Stiche bei, von denen einer& „Heute rj rbeiter&J3 Unterleib traf und lebensgcfährdend ist._ Polizeibericht. Am 20. d. Mts., Nachmittags, wf glückte der Arbeiter Engel dadurch, daß er im Keller des baut» Ackerstr. 60 beim Ausschachten von Mauersand gemauerten Gully der Wasserleitung untergrub, so daß** umfiel und ihn derartig gegen die Mauer drückte, daß er n® Rippmdruch und einen Bruch des rechten Schlüsselbeins tv und nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht werden cw — Am 28. d. Mts„ Abends, stach der Schuhmacher bei einer Schlägerei vor dem Hause Echillingstr. 27 einen> bester mit einem Messer in den Unterleib, so daß derselbe® dem Krankenhause im Friedrichshain gebracht werden t®? Wurzel wurde verhaftet.— Am 29. d. Mts., W wurde vor dem Hause Wollinerstraße Nr. 12 ein' bekannter, anscheinend finnlos betrunkener Mann, auf® Bürgersteige liegend, aufgefunden und mit Hilfe hiwip- tntner Personen nach der Wache des 61. Polizeireviers gebl® wo er 2 Stunden darauf verstarb. Die Leiche wurde na«® Obduktionshause geschafft.— An demselben Tage würbe11 Arbeiter Brom und Starke bei Lcgung von Röhren am Echlefischen Bahnhof in einer etwa 1 Meter tiefen theilweise verschüttet und durch herabfallende Steine und derartig verletzt, daß fie mittelst Droschke nach chren nungen gebracht weiden mußten.— An demselben Tage fiel der Tischler Neidthardt beim Ueberschreiten des dammeS in der Brunnenstraße zur Erde und erlitt" Verrenkung des rechten ArmeS. hannask! beelenstil welchem tzSehoren «chreiber eftolgte a w folger Haus zu gegen.$ wchen ui % nasft unl »er in die bei Angel ittoor j ?b. die te Mon An ?ne der f PM gel N w töd Munden I i II KS Gerichts Zeitung. ar. Nicht weniger als 50 strafbare Handttl wurden dem Schneidermeister C. zur Last gelegt, der der 87. Abtheilung des hiefigen Schöffengerichtes ,u Worten hatte. Es handelte fich indcß nur um Verstöße l das Krankenkaffengesetz vom 15. Juni 1883. Der Anw soll nämlich den in seiner Werkstatt beschäftigten Arb bei der Lohnzahlung mehr als zwei Drittel des Krank beitrages, nämlich den vollen Beitrag, in Anrechnung haben. Obwohl er geltend machte, daß seine Frau die 1 Sa UNgihc tyer'bij yaoerr.»jotroyi er geuenv machte, daß seine Frau o>--«ne Zahlung besorgt habe, ohne die gesetzlichen BesnmmutH!»es Land kennen, so verurtheiltc ihn das Gericht dennoch zu«em%0f( uf die fi. der C lediglich V KS 88 beschäftigen hatte. Die Anklage lautete auf v... und richtete fich gegen den 26 jährigen Buchbin Franz Nawatzki aus Graudenz, ein Mensch, der....... seinen Stand außergewöhnlichen Bildungsgrad besitz! asw 2#4 i durch sein sonstiges Austreten vor Gericht einen 6� puffte ih, Eindruck erweckt. Es war eine Liebesgeschichte voll« N anv scher aufregender Moment«, die den Geschworenen'»Ute fe geführt wurde und der tragische Abschluß derselben � Nack Unterlage der Anklage gegen den ehemaligen Liebh-�""~ März d. I. lernte Ver Angeklagte die unvereheliwle Hannaske kennen, knüpfte mit ihr ein Verhältniss-, wurde bald von einer tiefen Leidenschaft für fie ei grifft ganzes Bestreben richtete fich dahin, sich sobald wie eigenes Heim zu schaffen. Um so tiefer mußte es ihn» wundem, als seine Braut bald einen unerklärlichm W»--. an dm Tag legte; er wurde wie von Sinnen, als i», Braut am 1. Juli daS Verhältniss wieder kündigte un» blickm ließ, daß ihr eine ihr mehr zusagende Partie® ficht stände. Er wurde die Beute der wildesten Leiden!' die an die treulose Braut gerichteten Briefe, welche& lesung gelangten, athmen unbezwingliche Liebe und% Schreiber in den rührmdsten. flehendsten Ausdrücken,»!'. zu verlaffen, bald stößt er wieder die entsetzlichsten ss Si'ÄW AW»® emes ehrlichen treuen Mädchens, ich fluche Dir!' Jfj# einen seiner Briefe, bittet in einer 9lo4f*£n wteder um Verzeihung und erklärt, daß er!» ftnu, als»' thut und sagt, was Euch beliebt: wenn w- wünscht, in die Gemeinde der Heilige« der letzten-", genonrmen zu werden, so fragt sie dort, viellet� Euch zu Liebe, zum Glauben ihrer Eltern jutüffie�Li sie»S, so habe ich nichts dagegen einzuwenden, des Wille ist sein Himmelreich.", v« So sprechend, trieb er sein Pferd an, um dessen Bild plötzlich in seiner Erinnerung wieder a und dm Delaware» hinzubegeben. Weatherton stand im ersten Augmblick wie trotzdem Zansen auf jede« einzelne seiner Wort» sonderen Nachdnrck legte, schien er dm eigenU' doch nlchtbegrrffm zu habm. ,11 i Kaliia Witer. -dN 'mt: s-UMiVaM?'wi«. UNNWWM e,""» UMMOWW, Send wir «W» srvÄr.'ä S'ävs; - 3%%%# Ä.m*Ä Ä Ä« Pa&fn t'ttXif ÄÄ ÄoHÄ .fen Bit» �°lgte am folLmven Tage die Katastrophe. Als dic Hannaske Dieb« onnast>»!m folgenden Nachmittage� einem Sonntage, stch anschickte, das rs undis«aus zu verlaffen, trat ihr auf dem Flui der Angeklagte ent- '«"gen. Seinen inständigen.Bitten, ihn...... »u verlaffen, hat Ihr auf dem Seinen inständigen Bitten, ihn nicht unglücklich zu ,{r(5'n und ihm treu zu bleiben, begegnete nicht nur kalte e der W AM Abweisung, sondern sogar Spott und Hohn. Wie Du "G ein He� von Stein, äußerte u. A. die Han- zkal in � nasre und wandte fich hohnlachend von ihm ad, um sich wie- beim 5® 5 in die obere Etage zu begeben. In diesem Augenblicke zog ««Angeklagte einen mit sechs Schüffen versehenen Revolver und feuerte zwei Schüffe auf die Hannaske w �, laut aufschreiend zusammensank. Unmittelbar AM richtete der Angeklagte die Waffe gegen seine eigene «run. wieder feuerte er zwei mal und, obgleich getroffen, hatte % so viel Kraft, fich auf die Straße zu begeben, wurde «M,'4on nach wenigen Schritten, die Pistole noch in der ntäa �ltcnd, und mit sengender Weste aufgegriffen. Im �°>dNen Augenblicke brach er bewußtlos zusammen. Obgleich teufe fei s. !ess«f- n einer* fwt fand(g i daß IbeiiS � rven cher 3»S 7 einen 5 derselbe den 1% .18., � 2 ein i, auf jker >n un A lintWw ri«. v orucy n ucwußiiu» juiumuicn. W. kugeln die Lunge gestreift hat und zum Rücken wieder alm gekommen ist, hat der Getroffene dennoch seinen Zweck, N iu tödten, nicht erreicht, vielmehr ist die Heilung seiner Mden dermaßen glücklich verlaufen, daß leine nachtbeiligen zurückgeblieben find. Die Hannaske hat glücklicher mir"V1 zwei Fleischwunden im linken Arm davongehagcn; «"Kfe schmerzlose Narben erinnern fie an die Folgen Treulofigkeit. Der Angeklagte war geständig; ischminfter Weise und häufig von Gemütsbewegung schilderte er das Uebermaß von Liebesgram, die �.Mißlich zu der verzweifelten That trieb. Nur das eine ei Vi i1, l>aß er zur Zeit der That gewußt, was er« that, B-Ü ,.ud) ein Schleier vor seine Augen gelegt und da? V�nschaft ihm völlig die Sinne geraubt. Die Beweisauf- Swu �stätigte die Angaben fast durchgehends, seine ehe- VW Braut machte auch keineswegs einen so günstigen Ein- °aß der Angeklagte durch ihre Behauptung, daß er die bei vollem Verstände ausgeführt habe, besonders belastet konnte. Der Staatsanwalt Hoppe verhehlte in W». Plaidoyer nicht, daß wenn je ein Angeklagter das ?l hervorrufe und verdiene, so sei es dieser, es gehe den wiederholten Drohungen und den umfick- igen deffelben hervor, daß er die That mit geführt habe und er hoffe, daß die Geschworenen feil nicht durch das Riitleiv mit dem Angeklagten im würden. Die Geschworenen fällten aber ihr _ Sinne der Vertheidigung, welche das erschwerende %ltm*>.°tr Ucberlegung ausgeschloffen wiffen wollte. Der % Öeä Staatsanwalts lautete darauf auf eine Gefängniß- L 9 Monaten, der Gerichtshof erkannte aber nur auf s»Ul onvethft.r.» D � ,tinc Woynv W sollte feine m, n'enn" außerhalb beschäftigt war. er Na�mife». �uenSseltgkeit bitter bereuen. Als er �«(rSiS, des 8. April d. I. nach mehrstün. «in; bnf, n � skine Wohnung wieder behat, wurde ihm kt;n«II.-/.«us�bung, er fand seine sämmtlichen verschließ. des qn?®, ier mittels Nachschlüssels geöffnet und beraubt, was 'fyn'ns werth war. Aber eS fehlte auch ein Porte« '*®le nut 600 M. Inhalt, die ganzen Ersparniffe des de- �afeldeckerS. Die Heinen war verschwunden und ste die Thäteiin sein, doch mußte fie bei der Menge �Sestohlenen Gegenstände unbedingt Helfershelfer gehabt "en«ii x'a4 Erstattung der Anzeige that der hinter der Hei- lack ,, ssone Steckbrief seine Schuldigkeit, die Tiebin wurde im fcA® 14 Tagen in Begleitung zweier stellenloser Kommis «ssinsMschen ergriffen. Fn den letzteren wurden zwei mehrfach le»..«"amens Joh. Schmitz und Franz Plerdemenger le drei wegen Diebstahls unter Anklage ge- trch die Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß die x?its früher ein intimes Verbältniß zu Schmitz ge- u(j, 1_.», v« r» r. f' r f........ 1_____•„•a.. ünd alle drei wegen Diebstahls unter Anklage ge r fie die Heinen eingcpactt, waS irgend Werth besaß, rief "ivey,.~—------------ ."d- und hid'u scheinen sich bemühen, waS fie nicht Dichtigkeit dieser Auffassung wird nun durch die vandlung detheiligten Personen darzulegm gesucht, «ich» jÄtte»"VW»"«»"» V"!«"»" M einer Humor- und recht oft auch effektvollen Weise. i,''chrrer?1"1 P°jahn, der den so vielen Künstlern eigenen ** 4*2*+****h«<»rf Ati imh ii«n?rftnnh<»n UV 'A __.___ verkannt und unverstanden ptet, entpuppt"fich als armer Teufel, der glücklich Itl fanblf,' Sut®4au die Rfen b?:8 wenig Gelegenheit, fich dem Publikum in �«in Mischen Leistungen zu präsentiren: glücklicher war � SLjJfriuldn Müller(als Burwigs Tochter) �bendz � in dem Schlußakte. Der Preis des %att,,ü 5ber gebührt zweifellos dem Herrn Günther ....'erfte.»r.-------------" dankbaren Rolle im i i o t v Hcuuyu Öiücmcuux) wem l'Uen Ii»»)• �«r feiner allerdings sehr Anb�,«ssange gerecht wurde; an seinem Erfolge ist der Autor ?,'Mdes«.ü�"«r gerewr wuroe, an lemem ecsoige t,i oer wuior ?t,Jttnofr;mut Hälfte betheiligt. Die Herren Joicu(Ludwig), Hummel als Pojahn von ) sein absprechendes Kunst bei den zahl- anwesenden Kunstschülern Um der Aufführung nicht den Wen sro? Zuschauerraum 1.. MUMKM angesetzt. wird bereits heute(Sonnabend) statt« fie ihre bereits avistrten Komplizen, welche die Beute, in Koffern und Kisten verpackt, davontrugen. Noch an demselben Abend fuhr das Kleeblatt nach Potsdam, dann über Branden bürg nach Magdeburg und von da nach Leipzig, an jedem Orte einen Theil der Beute verfilbernd. In Leip> zig waren aber nicht nur die gestohlenen 600 Mark, sondern auch der Erlös aus dm verlausten Sachen draufge- gangen und die Angeklagten, die unter falschen Namen in einem dortigen Hotel loairten, brannten dem Äirth mit der Zeche in Höhe von 56 M. durch. Hieraus resulttrt noch eine gegen die Ängeklagtm erhobene Anklage wegen Betruges. Die vom Gerichtshofe verhängte Shafe war eine der Schwere und Ra'finirtheit der Straftdatrn rntsprechende, Schmitz und Pferdemenger wurden zu je drei Jahren, die Heinen zu drei Jahren sechs Monaten Zuchthaus verurtheilt, die Ehrrnrechte auf je 5 Jahre aberkannt und sämmtlich unter Polizeiaufstcht gestellt.___ Soziales«nd Arveiterbewegung. Zur Lohnbewegung der Drechsler und verwandten BerufSgenoffen. Die Forverungen find bis zum 30. Ottober in 78 Werkstätten mit 324 Gesellen bewilligt worden: zur Zeit befinden fich noch 30 Werkstätten mit 80 Gesellen im Streik. Es habrn fich bis jetzt an der Bewegung die in der Bau« Tischler- und Galantelie- Branche beschästigfen Kollegen bethelligt, von denen die Tischler-Branche das größte Kontingent stellt, während von dm beiden andern genanntenBranchen fich nur die größeren Werkstätten betheiligt haben. In dm anderen Branchen des Gewerks ist vre Zeit weniger günstig für die Durchführung einer Lohnbewegung, demnach ist deren Bctbei- ligung auch sehr schwach. Im Großen und Ganzen ist die Theilnahme der Gewerksgenoffen an der Lohnbewegung eine weitgehende, demnach wird der Erfolg auch ein guter sein. Wir richten an unsere Gewerks genossen den dringenden Appell, auch für fernere Zeit festzuhalten an der einmal aufgrnomr enen Forderung und fich nicht etwa daduich beirren zu lassen resp. wankelmüthig zu werden, daß auf Beschluß der Versammlung vom 25. Ottover der offizielle Streik am Sonnabend, den 31. Ott., für beendigt erklärt werden soll. Kollegen! Wir habrn wohl daS System in der Lohnbewegung geändert, aber der Lohnkampf ist noch nicht beendigt! Die von den Kollegen zu beantragende WerkstattS- Arbeitssperre wird uns voll und ganz die Gewähr deS entgiltiaen Erfolges geben. Wir richten ferner an die gcsammte Aroeiterschaft den drin- genden Mahnruf: Vergeht Eure Unterstützung nicht! Nur mit und durch Euch können wir den Sieg erringen! Mit kollegialischem Gruß! Die Lohnkommisston der Drechsler und verwandten BerufSgenoffen zu Berlin. I. A.: Robert Eündermann, Gitschinerstraße 61. 1. Alle Geldsendungen find an den Kasfirer Karl Buchmann, Naunynsttaße 4. III., zu richten, oder an das Büreau, Alexanderstraße 25. bei Mönch. Alle andere Meldungen an den Vorfitzende». Merewe und Versammlungen. Der Fachveretn der Schneider tagte am Montag Abend in Gratweil's Bier hallen. Die Tagesordnung lautete: „Das Handwerk mit seinem goldenen Bodrn und seine ge« schichtliche Entwickelung." Der Vortragende, Herr Michelsen, führte etwa folgendes aus: Der goldene Boden des Hand- werks ist heute nickt mehr vorhanden, indem die Großproduktion den kleinen Handwerksmeister vollständig zum Lohnarbeiter degradire. In früheren Zeiten, wo noch der Handwerksmeister ein gewisses Privilegium besaß, bildete der Handwerksmeister den sogenannten Mittelstand, davon körnte aber heute nrcht mehr die Rede sein. Die Einstacht zwischen Meister und Ge- sellen sei durch die Entwickelung derß Verhältnisse mehr und mehr geschwunden. Der Handwerlsmeister fand früher seinen Stolz darin, wenn er dem Lehrling eine gute Ausbildung zu Theil werden lassen konnte, wohingegen heute oft das Gegen- theil der Fall sei. Heute sei durch die Entwickelung des Ma« schinenwesenS in einzelnen Gewerben der Handwerker schon fast unnölhig. Man behaupte oft, ein Jeder sei sein«« rt"" Schmied. DieS bewabrheite fich heute nicht mehr, Arbeit die Quelle alles Reichtbums sei. Diese O u. hauptsächlich dem Großkapital. Um dem Handwerk und seinen schaffenden Produzenten diese Quelle wieder zu erschließen, sei vor allen Dingen eine große, feste Fachorganisation nöthig. Durch die Auswüchse deS Kapitals fand daS deutsche Hand« werk auf den Ausstellungm im Auslande seine Nieder- läge darin, daß der Spruch zur Thatsache ge» macht wurde:„Billig und schlecht". Das sei eure Blamage für daS deutsche Handwerk. Inmitten dieser traurigen Verhältnisse deS Gewerbes, da spielten fich die In« nungen als Gegner der Arbeiter auf. Durch derartige Ver« Hältnisse in dem Handwerke erwache jedoch das Bewußtsein der Arbeiter immer mehr. Mehr und mehr lernrn die Arbeiter begreifen, daß nur durch gesetzliche Regelung Abhilfe geschehrn kann durch Einführung eines Normalarbeitstages und Mini- mallohnes. Wenn die Gesetzgebung nicht bald einschreite, so würden die Verhältnisse stch noch mehr verschlechtern. Wer darum sein Gewerbe lieb hat, der trete ein in die Rechen der organistrten Arbeiter; nur durch Einigkeit könne etwas erzielt werben. Zu„Verschiedenes" wurde darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche noch im Befitze von Petitionslisten seien, dieselben an den Schriftführer Frenze!, Klosterstr. 49, abzuliefern haben, weil die Listen bald an den Reichstag einge- sandt werden müssen., Der Unterftützungsverein deutscher Schuhmacher hält seine Versammlungen jetzt regelmäßig am Montag nach dem 1. und 15. jeden Monats, Abends 9 Uhr, in Gratweil's Bier- hallen, Kommandantenstraße 77—79 ab. Nächste Versammlung Montag, den 2. November. T-O.: Vorstag deS Herrn Metzner. Gleichzeitig macht der Vorstand darauf aufmerksam, daß am Dienstag, den 3. November, AdendS V,9 Uhr prä'c., ebenfalls bei Gratweil's, der vom Verein errichtete FachkuisuS anfängt. Derselbe umfaßt folgende Gegenstände: Anatomie des Fußes; das Maßnehmen' Uebertragen deS MaßeS auf den Leisten; Abgypsen des Fußes; die Beschuhung von Krüppelfüßen (Stumpffuß, Plattiuß); Modellzeichnen und Schneiden und daS Zusammenseyen und Vorrichten der Schäfte. Der Kursus ist für die Zeit bis zum 1. April künftigen Jahres festgesetzt und verspricht. unter der dewährten Leitung deS Herrn Schlüter und unter Asststenz der Herrn Zuschneider Runge und Vonhoff, eine gediegene Schulung der am Kursus Theilnehmenden. Da der Verein einen guten Theil der Kosten übernimmt, so können nur Mit- glieder des Vereins am Unterricht theilnehmen. Die Schuhmacher, welche daran theilnehmm wollen, müssm Mitglieder des Ver« eins werden, wozu sowohl Montag als auch Dienstag Ge- legenheit geboten ist. Der Voistand appellirt an die Schuh- macher Berlins, fich dem Verein zahlreich anzuschließen. In nicht zu ferner Zeit werden die dieselben ihre Solidarität zu erproben habrn, da die Innung da».Arbeilsbücherprojett wieder aufzunehmen gedenkt, welches nur dadurch illusorisch zu machen ist. wenn alle davon Bedrohten vereint und organifirt Arbeiter- Bezirkiverein der Rosenthaler Vorstadt. Die Ausgabe und der Umtausch der Bücher geschieht am Sonntag, den 1. November, in dem Lokal von Schayer. In- validen- und Ackersstaßen- Ecke von 9—10 Uhr Vorm. Diejenigen Mitglieder. welche die Bücher schon über die festge« setzte Zeit im Lefitz haben, werden ersucht, dieselben zurück»». liefern. Große öffentliche Generalversammlung sämmtlicher Drechsler und verwandten Bcrufsgenoffen am Sonntag, dm 1. November, Vormittags 10 Uhr, im Louisenstädiischrn Theater, Dresdenerstr. 72—73. Tages- Ordnung: Die Stellung der Meisterschaft zu unserer Lohnbewegung, die Beendigung deS offiziellen Streiks und die auf Antrag der Kollegen stattfindende WerkstattSsperre. Verschiedenes.— Sämmtliche Branchen deS Gewerks werden hiermit eingeladen, besonders die Kollegen der Echirmbranche. Meister und Fabrikanten find eingeladen. — Die Zahlstellen definden stch an den bekannten Stellen. Sonnabends, Abends von 8—10 Uhr. Zentral-Kranken-«nd Sterbekasse der Tischler:e. (Oenlichc Verwaltungsstelle Berlin A.) Montag, dm 2. No» vember.IAbends 8 Uhr, Manie uffelstr. 9, bei Wohlhaupt, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1) Rechnungslegung vom III. Quartal. 2) Wahl eines zweiten Kasfirers und zweier Beistagsammler. 3) Verschiedenes. Aachverein der Schlosser. Sonnabend, den 31. Ottober. Abends 9 Uhr, bei Gratweil, Kommandantenftr. 77/79, Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Rechtsschutz-Kom» Mission. 2. Vereinsangelegrnheiten. Gauverein Berliner Bildhauer. Sonntag, den 1. November, Exkurfion nach den städtischen Wasserwerken. Ver- sammlungsort an der Oberbaumsbrücke früh 9 Uhr. Lomsenftädtischer Bezirksverei«„Vorwärts". Diens- tag den 3. November, Abends 8 Uhr, Versammlung in Mar- quardt's Restaurant, Alexandrinenstraße 110. Tagesordnung r 1) Vortrag des Herrn Dr. Stahn über„Die Ewigkeit des Stoffes und die Zeitlichkeit seiner Gestaltungen"; 2) Dii- kusston; 3) Verschiedenes und Fragekastrn. Gäste baben Zu- tritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gleichzeitig werden die Mitglieder aufgefordert, die Petitionslistm, das Arbeiterschutzgesetz betreffend, an den Vorstand abzuliefern. vezirksverein der arbeitenden Bevölkerung deS S.-W. Berlins. Montag, den 2. November, Abends 8 Uhr, in den Kaiserhallm, Alte Jakobstr. 120, Versammlung. Tagesordnung: 1) Antwort des Ministers des Innern auf die Be- schwerde gegen das Versammlungsverbot vom 19. August ct. 2) Die soziale Stellufig der deutschrn Frauen. Referent Herr Krohm. 3) Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, die Petitionslisten detreffend das Arberterschutzgesetz bis Montag, den 2. November, abzuliefern. Auch können die VereinSdei- träge jeden Sonnabend von 8 Uhr ab bei Lindenborn, Solms- und Geneisenaustraßen Ecke, abgeliefert weiden. Uermischtes. Hermann vambörh. der berühmte Orientreisende, hielt vor einigen Tagen in Budapest einrn Vorstag, auS dem wir die folgende interessante Episode wiedergeben: Während meines Aufenthalts in Konstantinopel— so erzählt Vambsry— war ich Erzieher des Sohnes deS damaligen türkischen Finanz- Ministers. Es mochte ein halbes Jahr nach Antritt meines Erzieherpostens sein, als mein Schüler mir eines TageS mit- theilte, seine kostbare Brillantstavattrnnadel, ein Geschenk deS Padischah, sei ihm abbanden gekommen. Man durchstöberte das ganze Palais, die Nadel aber war und blieb verschwunden. Einige Wochen später kam ein Hodscha— so nannte man damals die gesetzeskundigen Derwische, die das Richteramt in gewissen Bezirken ausübten— in daS PalaiS des Ministers. Dieser Hodscha hörte von dem Diebstahle, ließ fich sodann unverzüglich beim Minister melden und versprach diesem, nach- dem er vorher einige Fragen an meinen Schüler gerichtet hatte, die verlorrne Nadel oder den derzeitigen Besitzer inner- halb 24 Stunden herbeizuschaffen. Am folgenden Tage ver- sammelten fich alle Bewohner deS Hauses in einem geräu- migm Saale und erwarteten den Hodscha mit neugieriger Spannung. Derselbe erschien schon nach wenigen Minuten und ließ fich auf dem Divan in der Mitte des Zimmers nieder. Vorerst betete man, dann forderte der Hodscha die Anwesenden auf, der Reihe nach unter seinen Mantel zu greifen; eS sei unter demselben ein Hahn verborgen, der krähe, wenn ihn ein Dieb berühre. Jeder müsse aber die Hände, ohne dieselben anzusehen, rasch verbergen. Alle Anwesenden thaten, wie ihnen geheißen wa-, der Habn aber kräbe« mrM Sch-—' Wund-r geciaubt hrtfe..lö tv v bsch r(ich erhob unv gebot, .■ it nrt;. vunuc waren imwarj, nur die Alis, des Dieners meines Zöglings, waren weiß.«Ali ist der Dieb!" rief der Hodscha. Der Genannte sank in die Knie, gestand den Diebstahl und holte die vermißte Nadel aus seinem Turban hervor. Der Diener wurde aus dem Saale entfernt und der Hodscha löste nun auf Verlangen des Ministers daS Räthsel.„Ich hielt— sagte er— that- sächlich einen lebenden, aber mit schwarzer Farbe bestrichenen Hahn unter dem Mantel. Die stch unschuldig fühlten, berührten den Hahn und kamen so zu ihren schwarzen Händen. Die Hände des Schuldigen, der nicht dm Muth hatte, den Hahn zu berühren, bli-ben rein. Allah hat mir den Verstand gegeben, den Dieb auf diese Weise zu ermitteln." Immer kaltes Blut. Vor Kurzem verunglückte ein Mann aus einem bei Münstereifel gelegenen Dorfe, indem ein gefällter Baum den Mann erschlug. Als man seiner Frau, mit der er fich übrigens sehr gut vertragen hatte, die Trauer- künde brachte, schüttelte fie nachdenklich den Kopf und sprach: „Da möchte ich doch gerne wissen, wie der Esel stch wieder angestellt hat." Kleine Mittheilungen. Oppeln, 27. Oktober.(Pulver-Exploston.) Am gestrigen Nachmittage ist eine Arbeitsbude der Pulverfabrik der ober- schlefischen Aktirn Gesellschaft für Fabrikation von Lignose in Kruppamühle in die Luft gepflogen, wobei ein Arbeiter der« artige Brandwunden davongetragen, daß er nach einigen Stunden verschieden ist. Die EntstehungSursache ist nicht be- lannt geworden und läßt fich nur annehmen, daß der verun- glückte Arbeiter, welcher in genannter Bude mit Einlegen von gepreßten Pulverkuchen in die Trockenspinden beschäftigt war, bei seiner Arbeit unvorsichtig zu Werke gegangen ist und vielleicht durch Anstoßen eines Pulverkuchrns an einen der aus Metall- maffe gearbeiteten Trockenspinde oder Reibung der Kuchen die Explosion veranlaßt hat. Reusalz, 28. Ottober.(Unglücksfall mit tödtlichem Aus- gange.) Am 27. d. M. langte, von Breslau kommend, der mit Gütern deladene Schleppdampfer„Albertine" hier an, welcher anlegte und 2 Stunden verweilte. Kurz vor seiner Abfahrt nach Stettin ereignete fich auf dem erwähnten Schiff ein recht bcklagenSwerther Unglücksfall, indem unvermuthet aus dem in voller Spannung befindlichen Dampfkessel ein söge- nannter Anker herausspiang. Durch die bei der Exolofion ent- standene Oeffnung sstömten nunmehr sofort die heißen Dämpfe mit solcher Gewalt hervor, daß der im Maschinenräume anwesende Heizer, Schloffer Breßler aus Kroffen. vollständig verbrüht wurde und auf der Stelle seinen Tod fand. Der Ver« Verunglückte, der ein Alter von 32 Jahren erreichte, ist ver» heirathet und hatte seinen Wohnfitz in Kroffen. Kriefk asten der Redaktton. Nr. 1600 W. Wenden Sie fich an Herrn Max Kreutz. Kottbuser-Platz. C. I. am Oftbahnhof. Schulsteuern existiren nicht. Die Kommunalsteuern find außer dem Zuschlag zur Braumalz- steuer alle direkte. Norcke. Wir wissen nicht, welche Schulen Sie meinen. Dachdecker. Sie haben nicht angegeben, wo und wann die Versammlung stattfindet. ,« I. S. Hamburg. Der Brief kostete 20 Pf. Estafporta Theater. Overuhau«. Heute: Sylvia. Sryausvielhan». Heute: Er muH aufs Lanv. Deutsches Theater. Heute: Ein Tropfen Gift. Krtedrich.WtthelmkSdttsche« Thealer. Heute: Ofsendach- Cyclus. Die schöne Helena. Stefideuz-Theater. Heute: Theodora. Walluer-Theater. Heute: Herr und Frau Hippolraie«. Belle-Alltauee-Theater. Heut«: Villa FriedelSruh. Walhalla-Operetteu-Theater. Heute: Don Cefar. vittoria-Theater. Heute: Messalina. Central-Theater. Alte Fakobstraße 32. Direktion: Adolph Ernst. Heute: Zum 92. Male: Die wilde Katze. Gcsangsposi« in t Akten von W. Mannftädt, MufU von®. Steffens. Louifeustädttsche» Theater. Direktion: Jos. Firmans. Heute: Das Testament des Herzogs. Ostend-Theater. Heute: Modelle. Könififtädtisches�TheLter. Heute: Gastspiel der Lmputaner. Die kleine Baronin. Theater der Steichshalle«. Täglich: Aufreten sämmllicher Spezialitäten. Americau-Theater. Täglich: Auftreten sämmllicher Spezialitäten. Kaufmann's Vmrie$6 Täglich: Große Spezialitäten-Vorstellung. Koutordia. Täglich: Auftreten sämmllicher Spezialitäten und theatralisch» Vorstellung._ Alhambra-Theater. Wallnertheaterfiraße 15. Heute zum 1. Male: Der Lumpensammler. Drama in 5 Akten nebst einem Vorspiel von Felix Pyat. In Paris auf dem Theatre de la Ponte St. Marttn über 100 rwn* tj i» w rEc* r Mal mit außerordentlichem Erfolge gegeben. Vor der Vorstellung: Großes Konzert der HauSkavelle. Anfang des Konzerts 7 Uhr. der Vorstellung 8 Uhr. Sonntags 6 resp. 7l/t Uhr. Bons haben Wocbenlags Gütigkeit. Passage 1 Treppe. 9 IL Morg. bis 10 U. Ab. Kaiser- Panorama. S Eine Reise durch die malerische Schweiz. Neu: Versailles, Pariser Welt Ausstellung, tzochinter- effante Hertha-Reise. Karolinen- Inseln ic. a Reise - Pf.. Kinder nur 10 Pf._[2450 R. Lüdicke. Zu dem heutigen Wiegenfeste wünschen wir das allerbeste. im Theater lustigen Sprung und beim Seidel noch gesund. _ Mehrere Freunde. 2617] JJTI- Kunden und Bekannten, sowie meiner werthen npfr'' uaiu„ toii a. Frühstücke Loko!, sowie Mittag- und Abendtifich. 2623] Wilhelm Reissmann, FriedrichSbergerstr. 10. Neu eröffnet! Neu eröffnet! Freunden und Bekannten, sowie meiner werthen Nachbar« barschaft zur ergebenen Nachricht, daß ich[2545 Kottbuser Damm 56 (Hermannsplatz) eine Itastillations-, Bler- 11. Frübsttlckstabe mit franz. Billard eröffnet habe. Gr. Ausschank von vorzüglichem hellen und Patzenhofer Lagerbier. Für gute Speisen und Gelränke ist bestens gesorgt. Zahl« e f D.„. er* r i T.— t JTX---- a_ �• i-— i----- ii i— i» reichem Besuch entgegensehend, zeichnet hochachtungsvoll A Barthel. Meinen geehrten Freunden und Bekannten empfehle mein SM-«vd Sticffltoadttn-fnött. 2398] L. Zaake. Küstriner Platz 8. 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Abrechnung vom Streikfonds. 2. Siel« lungnahme zur Lohnbewegung im nächsten Frühjahr.[2624 Versammlung des Fachver.f. Schlosser u.Berufsg. am* C AMM � S» V___ l>< /—>»I C r*. r w« r\«•« am Eonnabend. den 31. Oktober, Abends 9 Uhr, bei G r a t w e t l, Kommandantenstraße 77—79. Tages-Ordnung: 1. Bericht der Rechtschutz Kommisston. 2. Wahl eines Vergnügungs Komitees zum Stiftungsfest. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragelasten. 2619]_ Der Vorstand. G. Feske. Arbeiter-Bezittsvereiu der Oranienburger Borstadt und des Weddiug. Montag, den 2. November, Abends 8'/» Uhr: Versammlung im Wedding« Park, Müllerstraße 178. Tagesordnung; 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über „Simultanschulen". 2.Diskusfion. 3. Verschiedenes. 4. Frage- kästen.- Gäste willkommen. Die Mitglieder, fowre alle die- jenigen, welche Listen, betr. das Arbeiterschutzgesetz, in Händen haben, werden ersucht, dieselben mitzubringen.— Um zahlreiches Erscheinen ersucht [2630 Der V o r st a n d. Große öffentliche Versammlung der »ÄJftÄlS«* im Weddtng-Part, Müllerstraße 178. Tagesordnung: 1. Vortrag über die Ziele und Bestrebun- gen des Fach-ereinS und die Vortheile der Organisation. Re- ferent: Herr Kunkel. 2. DiSkusfion. 3. Verschredenes.— Das Erscheinen sämmtlicher Steinträger liegt im eigenen Interesse. --- Liebenwald«''" 2629] C. Wallenthin, Liebenwalderftraße 51. Zweite öffentliche Quittung. 12 Mark von den Schönebecker Gewerksgenoffen, 17,31 Mark vom Ardtiter-Bezirksverein Osten, 50 Mark vom Fach« _______... �..... w».».«*«W%J\J J/VUIV WM» verein der Drechsler zu Breslau, 14, 15 Mark vom Arbeiter- Bezirksverein Slld-Ost. 10 Mark vom Fachverein sämmtlicher an Holzbearbeitunas-Maschinen beschäftigten Arbeiter, 20 Mark von den Lübecker Gewerksgenoffen(davon 7,20 Mark auf dem Arbeiter-Ball gesammelt), 8,10 Mark von den Leipziger Ge- werkSgenoffen, 17 Mark von den Liegnitzer Gewerkegenoffm. 13,60 Mark von der Freien Vereinigung der Graveure und Ciseleure,.50 Mark vom Fachverein der Steinträger, 4 Mark von der öffentlichen Schuhmacher- Versammlung. 100 Mark vom Interessen- Verein der Berliner Maurer, 5,15 Mark vom __---- 1 w onr*-«- «i r«x m ä.LT«w» ii.«.*****# u,±u U/lw»» Will Arbester-Bezrrksverein Eüd-Weft; 12 Mark(zweite Rate) von n AM X M«. ftX—— t- VA«« m# f« ____________,— VfltWUV �UVV, W.l Ä" AÄ W "Än«» noffen zu Berlin. __«Straße Nr. 4, III. 5"� Verkehrslokal sowie WltlHMNNL.'U?« I/ VtSvermtttelun« geschieht unentgelt- Uh, Nur t Mark Klagen, Eingaben. Bittgesuche, Briefe it., jnrist. Rath in allen Prozeß-Sachen..[2602 iltsabeth-Str. 44, part. r.(Poll a k). Preßkohlen."'°°°«« 2130]_ A. Schenk, Muskauerstraße 28. rffisinru- und Tadik-Kiiililm« von_ Ferdinand Fwald (Vertreter: A. Bremer), BERLIN N., Weinbergsweg 15 b Spezialität. Internationale Kolonial-Tropfen, ff. Magen-Elexir. von Kra tu Haardt b. Neustadt. Rheinbayern. Beste durch vieljährtge Erfahrung erprobt. Prt„ M. 2,50 Pf.— Aaenten an allen Plätzen ges? Äk »S»: Qt ©garren und Tabake- Pfeifen and Cigarren-Spitzen in größter~ M. Meyer, Koppe« straße 66, zweites Haus vom Grün« Zu beziehen durch die Erpedition Zimmer «ort« ist tlWwcB! Der cw�fpe Hi gg:en K eue Ulelt-Kalendtl! �i«nenen°! für 1886. «u» bnn trrtin Inhalt fitbot wir I gtridtenb« aatinisch» d»r i P»Ich»l»g»,t>al,l»n von 1 HUI— 1884.— lanb. Stjählunii»an«lob. Schwtichtl.— Pltilorophi». Bon Rtinholb Wtrntr.-, «amctrn und Sternschnuppen. Bon Dilti 0% - proben Im Mal»,«rjählunj von B. 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