0 Nk te«. 1�256. Sonntag» den 1 Konencker 1883. II. Jahrg. nibb -den! MerVMIxI� Brgan für die Interessen der Arbeiter. JttsetrtiDttsgebühr beträqt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. ArbeitSmarkt 10# Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunst. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen An»»««» Bureaux, ohne Erhöhung de« Preises, angenommen. KedaKtion: Kenthstraße 2.— Grpeditio«: Zimmerstraße 44. rW ncrß i)(l: »Ml', 0 Abonnement«�(Einfadung. . Süt den Monat November eröffnen wir ein neues Abon« "iment auf das '»Dertiner Uv-lksblatt� � � Gratisbeilage „Illastrirtes Sonatagsvlatt" % W ins Haus kostet daffelbe 1 Marl 35 Pf. pro Monat, ijj«!. pro Woche. 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Emmern r werden denselben die bisher erschienenen 4.«. rs illustriiten SonntagSblatteS verabfolgt. �Nion und Expedition de«„»erliner volttblatt". « Die xreiißischr» K«iidtazzi»«hleil iav? �«'cht nur in Berlin, sondern auch im ganzen 6 m't einer Ruhe vollzogen, die förmlich beunruhigend j�.�vtzdem sich die Wahl auf einige Vormittagsstunden Hand». gerade noch zu einer Zeit, wo mancher ehrsame W gewöhnlich mit Hammer oder Zange bewaffnet, seinem Frühschoppen eilt, war in den betreffende« W.?"wner nur eine mäßige Anzahl von Personen vor- » Und die„Parteiführer" hatten Mühe und Roth, iibft rjvffeu solange zusammenzuhalten, btl die Wahl vor» sicher wan vor einer eventuelle» Stichwahlüberraschung ei», � Berlin selbst war die Wahlbetheiligun "gemein geringe, jedoch wurde bieselbe Jeuittelon. Die Hand der Uemesta. Roma» von Gwald August König. (Fortsetzung.) ke ruf* von Lossow würde unter andere» Verhältnisse« «terhaitung auf einem andere« Felde weiter gesponnen interessirte ihn besonder«, auch au« einer besser Quelle Mittheilunge» über de» Besuch de« Wauf ,,0.n Stuckmana zu erhalte», aber er mußte nu» w?"vzichten, seine gute Laune war ihm verdorben. �>«a r.. Willibald Rabe fand da« natürlich, seine Wer- 1» den Adelsstolz diese« Manne« tief gekränkt e'ne Niederlage bereitet, die er so leicht nicht '»de» konnte. "ahm Abschied und Herr von Lossow ging i» da« »".seiner Jochtcr, sie tfo°em Blick, den Ella auf ihn heftete, las er, daß daß'� erwartet hatte, er mußte daraus den Schluß ziehe«, diese» 1 von dem kühnen Schritt Rabe'« unternchtet ge» in ih�, und diese« Erkenne» weckte abermal« de» Troll Nah weißt, weshalb Rabe bei mir war?" ftagte er, dir»« k.• scharfe Ton, den er anschlug, schien von diollen. v ivder Hoffnung veruichttnd entgegenttete» zu sie u�a""vf trotzig da» Haupt zurück, dieser To« berührte tigNvo genehm, e« lag ein Vorwurf i» ihm, dessea Berech» M,."A Griten lasse» wollte.] Sicherheit weiß ich e« mcht," erwiderte sie, ahne, � wr Frage läßt mich de» Zweck seine« Besuche« Ho»£I»n)at 1° unverschämt, um die Hand der Freii« vo« werbe»." 12% Z'wort hast Du ihm gegeben?" aß die Entscheidung Dir überlassen bleibe» solle." unten hi« im Lande noch weit übertroffe»; sind doch in einigen Städten»icht mehr als 22 Prozent der Stimme« abgegeben worden. Auch ist es vorgekommen, daß einzelne Wahlen wegen vollständiger Abwesenheit aller Wähler der betreffende«„Klasse"»icht stattfinde« konnte«. So werden wir auch zahlreiche Abgeordnetenwahle« habe«, zu denen die vollständige Zahl der Wahlmänner, ganz abgesehen von krank gewordenen oder sonst verhinderten Wahlmännern, nicht einmal vorhanden ist. 3» der erste» Abtheilung war in einer kleineren Stadt der Provinz Sachse» nur ein Wähler erschiene«; diese Ab' theilung hatte zwei Wahlmänner zu stelle». Flott wählte der biedere Vollbürger sich und seine» Bruder, der auf Reise sei, zur Abgeordneteawahl aber wieder zur Stelle sein würde. Daß Kommerzienrath Krupp zu Esse« für seine Person scho» seit lange» Jahre» zwei Wahlmänner ernennt, ist ja bekannt genug; dasselbe wird wohl auch bei„König" Stumm der Fall sei». Wenn man nur solche Vorfälle und Zustände in« Auge faßt, so ist ei leicht erklärlich, daß die meiste» an» ständigen Polttiker von einem herzlichen Widerwillen gegen ein Wahlgesetz ergriffen sind, welche» derartige Vorkomm» nisse zuläßt. Auf da« Wesen des Dreiklassenwahlsystem« selbst sind wir schon mehrfach i« diesem Blatte eingegangen, so daß wir heute dies unterlasse«. Stimmt doch Fürst Bismarck in der Verurtheilung diese« Wahlgc« setze« mit allen freisinnigen Männern darin überein, daß es kein schlechteres auf der Welt gebe. Sonderbar ist nur, daß der preußische Ministerpräsident nicht in diese Verurtheilung durch de» deutschen Reich«- kanzler mit einstimmt, so daß er rasch eine» AbändemngS» auttag im preußischen Landtage stellt. Ma» könnte e« ja, so unvollkommen auch da« deutsche Reichswahlgesetz ist, doch mit diesem einmal bei de» preußische» Laadtag«wahlen ver- suchen. Sicher wäre e» da»», daß mehr»Leben i» die Bude" käme, weil sich auch die so viel gefürchtete Arbetterpartei dann an den Wahle» betheiligte. E« würde die Wahlbetheiligung von durchweg dreißig Prozent sich mit einem Schlage auf mindestens sechszig Prozent der Wahlberechtigten erhöhen, dann würde auch da« preußische Abgeordnetenhaus zu weit höherer Bedeutung gelangen. Eine VolkSverttetuug kann man diesen gesetzgebende» Körper mit gutem Gewissen nicht nennen, derselbe ist nur eine Klassenverttetuvg. Deshalb klingt es auch so uuend» lich albern, wenn ei« preußischer Abgeordneter, er ma Icher er einer Partei angehöre», weld wolle, an seine Bru Ein ferne« Lächeln umspielte die ttotzig aufgeworfene» Lippen, ei war ein Lächeln der Senugthuung darüber, daß ihre Selbstständigkeit ihr bewahrt blieb. „Da» war der einfachste und kürzeste Weg, einer Szene ich zu st" >zene vorzubeugen, die mich zu sehr aufgeregt haben würde," fuhr er fort, während er, von dem stechende» Blick der glühe« den Augen unverwandt beobachtet, langsam auf und nieder wanderte-„hätte ich meinen innersten Gefühlen nachgebe« wolle», so würde ich mit derben Worten ihm die Thüre gezeigt haben." „Und welche Gründe hättest Du dafür gehabt?" fragte Ella. „Gründe?" erwiderte der Freiherr, stehe« bleibend. „Ich meine, die Antwort auf diese Frage liegt so nahe, daß Du selbst sie Dir geben könntest l Ist e« den« nicht eine Unverschänttheit, daß dieser Advokateasoh« e« wagt—" „Papa, bei der Wahl meine« künftigen Gatte» werde ich m erster Reihe de» Charakter prüfe«. Bietet er mir für meiae Zukunft sichere Garantien, so kann ich über den Namen und die Vermögensverhältnisse leichter hinweg- gehen." Ja dem hagere« Geficht de« Freiherrn spiegelte sich ein maßlose« Erstaunen, auf diese Antwort war er offenbar »icht vorbereitet. „So wäre ei Dir wirklich gleichgiltig, ob Du den be- rühmten Namen einer Freiin von Lossow oder einer Frau Rabe führst?" ftagte er. „Das behaupte ich nicht. Ein Name kann geändert werden. Hast Du gegen die Person de« Werber« nichts einzuwende», so könne« die übrigen Bedenke« ohne groß« Mühe gehoben werde«. Rabe wird sich der Bedingung, daß er unsere« Namen annehme» muß, gewiß gerne fügen, und von Lossow-Rabe klingt so Übel nicht." „Sieh, steh. Du scheinst ja über alle Evenwalitäte« haben," spottete Herr vo» vo» meiner klugen Tochter erwarte» können, ttotzdem Rabe mir sagte, er habe Dir nur eine leise Andeutung vo» dem beabsichtigten Schritt ge» gebe«. Aber Du scheinst«icht berücksichttgt zu .. Ney, aju jtyeinn ju gründlich nachgedacht zu h Lossow. Ich hztte da« freilich t erwarte« können, ttotzdem Rabe schlägt und mit hochtönenden Worte« sich preist al« den- jenigen, der geeignet sei, am beste» Volk und Vaterland zu vertteten. Das arbeitende Volk hat wahrlich vo« diesen Herren sammt und sonders nichts Gutes zu erwarte« und auch von dem preußischen Landtage al« solchen nicht. Des- halb war eS auch nach jeder Hinsicht richtig, daß ei sich nicht an de» Wahlen betheiligt hat, bei denen die Arbetter doch nur da«„Schwänzchen" irgend einer der andere« Par» teien hätten bilde» müsse». So hat die Arbeiterpartei ihr ganzes Gewicht mehr und mehr auf die Reichstagswahlen zu legen; gelingt e«, bei diese« erhebliche Fortschritte zu machen, so ist das auch der Anfang zur Reform der LandtagSwahlgesetze in allen beut» sche» Einzelstaaten. Erkenntniß und Beharrlichkeit aber werde« zum Ziele führe«._ N«litische Ueberstcht. In der nächsten ReichStagssesfion wird die Frage der Sonntagsruhe und überhaupt de« ArbeiterschutzeS unter allen Umständen zur Verhandlung und wahrscheinlich auch zur Be- schlußfaffung kommen,— ob die Regierung selber mit Gesetzes« vorlagen kommt oder nicht. Daß die Regierung stch ablehnend verhalten wird, ist, nach allem Vorausgegangenen, zu erwarten. Enquete'geliefert"hat, gegen die Vertreter der Ärbeiterintereffen angerückt kommen wird. Welcher Natur dieses Material ist, r... r*... nrr» ,» w.' wissen die Arbeiter, und auch welchen Werth e« bat. Es wäre nun sehr wünschenswerth. daß die deutschen Arbeiter au« eigener initiative diesem Mangel nach Möalichkett abhilfen,»ndem ste Ilaterial über die EonntagSarbeit sammelten, so well sie dies nicht schon gethan haben, und eS an die Vertreter der Arbeiter. intereffen im Rcichitage schickten, so daß eS in dm bevor- stehenden Debatten als Waffe benutzt werden kann. Ebenso nothwendig ist es, über die Länge der Arbeitszeit an den ver- schiedenen Orten Material zu beschaffen. Von den Gegnem deS NormalarbeitStageS wird nämlich ausgesprmgt, in dm TL**____»»wa— tiL-rjc- t-----• glößeren Städten herrsche bereits thatsächlich die Ivstündiae Normalarbeitszeit, und die Menschenfreundlichkeit der Fabrt- kanten werde dafür sorgen, daß der lOstündige Arbeitstag gemein eingeführt werde. Nun ist zwar einoo« dm F- i....— r— �. . all- abri- ae rechnet— z?ffermLßIa aufgedeckt würde, so daß man dm Herten Manchesterleuten gehörig heimleuchten kann. Bei der Reichstagsersatzwahl im 10. Wahlkreise de» habe«, daß zu einer Aenderung de« Namens die Genehmigung de« Königs erforderlich ist." „Sollte Dir diese Genehmigung verweigert werde«?" erwiderte Ella ruhig.„Ich glaube da« nicht." „Und wenn es nu« dennoch der Fall wäre?" „Es liegen, soweit ich die Sache beurtheilm kann, keine Gründe dafür vor. Willst Du den Verlobten Deiner Tochter adopttren, um den Namen Derer von Lossow nicht ganz aussterbe» zu lassen, so kann daran Niemand Dich hindern. Rabe ist ein Ehrenmann und ein köniastteuer Untertha«, er zeigt in Allem was er thut, aristokratische Gesinnungm, und Niemand kann behauptm, daß ein Makel auf ihm ruhe, unter solchm Verhältnissen darf und wird Dir die Bitte «icht verweigert werden." „ES handelt sich in diesem Falle um die Erhebung eine« Bürgerlichen in de» Adelsstand," erwiderte der Frei- Herr sinnend. „Und wäre ei der erste Fall, daß ein Bürgerlicher in dm Adelsstand erhoben würde? Stützt diese Erhebung sich nicht auf Gründe, die ttiftig genug sind, de» Monarchen um diesm Gnadmakt zu bittm? Einem Freiherr» vo« Lossow wird der König diese Gnade gewiß gewähren, liegt doch schon in Deiner Bitte eine sichere Bürgschaft dafür, daß vo» Lossow-Rabe dm Fußtapsm Demer Ahnm folgm wttd." Der Freiherr mußte sich gestehe«, daß der Vorschlag seiner Tochter nicht so Übel war. E» hatte ihn längst bekümmert, daß mit seinem Tode sei» Name erlosch, her Vorschlag Ella'» zeigte ihm einm sicherm Weg, auf dem er den altm Ramm fortpflanze» konnte, und e« war wohl mit Sicherheit anzunehme«, daß Rabe auf diese Bedingung eingehe» würde. Wm» nur da« Reis, welche« auf dm Stammbaum gepftopft werdm sollte, ew edlere« gewesm wäre. Gegen einm verarmtm Edelmann hätte Herr v. Lossow »icht» emzuwmdm gehabt, aber ein Bürgerlicher--- diese Zumuthung war etwas zu stark! „Bevor ich mich mtschließe, mußt Du Deine Ent- scheidung treffm,"»ahm er nach einer Pause da« Wort, und sein Blick ruhte dabei forschmd, voll fieberhafter Er- Regierungsbezirks Oppeln(Neustadt, Oberschlefien) wurden laut amtlicher Feststellung im Ganzen 7988 Stimmen abgegeben, diervon erhielt Graf Ltrachwitz(Zentrum) 7830, derselbe ist also gewählt._ """«ei der Reichstagsersatzwahl im 8. Wahlkreise des Regierungsbezirks Lteaniv(Hirschderg- Schönau) wurde laut amtlicher Feststellung Dr. Barth(deutsch freis.) mit 6057 von 9880 abgegebenen Stimmen gewählt. Der Bundesrath erledigte in seiner letzten Plenarsitzung Eingaben, betreffend die Zollbehandlung verschiedener Gegen« stände. Die Uederficht der Ausgaben und Einnahmen der Landesverwaltung von Elsaß« Lothringen wurde den Aus« schüssen für Rechnungswesen und für Elsaß- Lothringen über« wiesen. Einer Eingab? wegen Ausschließung des„Bautzener Sprengstoffs" von den Bestimmungen des Gesetzes gegen den verbrecherischen und gemeingefährlichen Gebrauch von Spreng- stoffen, und einer Eingabe, betreffend die Gestattung der Ein- fuhr von Schafen auS Rußland, beschloß die Versammlung, keine Folge zu geben. Die Bestimmung, betreffend die Ermit- telungen bezüglich der Wirksamkeit der zur Abwehr und Unter« drtickung der Viehseuchen von Reichswegen erlassenen Verord- nungen, wurden nach den Anträgen des Ausschusses für Hzndel und Verkehr genehmigt. Bezüglich der Erstattung der seitens der Postverwaltungen vorschußweise gezahlten Unfall« entschädigungen durch die Berufsgenossenschaften wurde de« schloffen, daß für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1885 die von den Poftverwaltungen voraeschoffenen Beträge gleichzeitig mit den Vorschüssen für das Fahr 1886 zur Erstattung zu uquidiren, die RccknungSergedniffe für daS bezeichnete Vierteljahr indessen gesondert aufzustellen seien. Das sog. Nothkommunalsteuer-Gesetz tritt mit dem 1. April 1886 in Kraft. Seine Ausführung ist durch einen gemeinschaftlichen Erlaß deS Ministers des Innern und des Ministers der Finanzen genauer bestimmt worden. Wir heben folgende Punkte hervor: Aus der Natur des Gesetzes als eines Nothgesetzes folgt zunächst, daß es keineswegs bestimmt ist, an Stelle der Vorschriften der GemeindeverfassungSgesetze zu steten, welche die Aufbringung der Gemeinvebedürfniffe betreffen, sondern daß eS nur insoweit Anwendung findet, als auf Grund dieser Vorschriften eine Erhebung von auf daS Einkommen gelegten direkten Gemeindeabgaben stattfindet oder noch eingeführt wird. Auf Zuschläge zur Staats-, Grund-. Gebäude« und Gewerbesteuer, auf indirekte Gemeindesteuern, besondere Real- oder Personalabaaben, findet das Nothgesetz überhaupt keine Anwendung. ES regelt die Befugniß, Ge- meindeeinkommensteuer zu erheben, für alle Gemeinden gleich« mäßig. Da fich Zuschläge zur Klassen- und klasfifizitten Ein- kommensteuer als auf das Einkommen gelegte Kommunal« abgaben charatterifiren. so findet das Gesetz auf fit Anwendung. Der§ 1, der die Besteuerung'~....... luerung der ErwerbSgesellschaften und juristrschen Personen enthält, tritt nicht ipso jure in Kraft, sondern eS dedarf eines hierauf gerichteten GemeindebeschluffeS. Fn Folge der durch daS Gesetz eintretenden Abänderungen der bestehenden Gemeide-Einkommensteuerreaulative empfiehlt fich die Aufstellung eines neuen Normalregmativs. Die Mit» theilung eines solchen bleibt vorbehalten. Ueber den ersten Diätenprozest entnehmen wir der in Halle erscheinenden liberalen„Saale-Zeitung" noch folgendes: Das freisprechende Urtheil, welches von dem Halle'schen Land« gerichte in dem von dem FiSkuS gegen den ReichstagSadgeord« neten Hasenclever anazstrengten Diätenprozesse gefällt worden ist, macht im ganzen Reiche großes Aussehen. Nicht zwar seine» Inhaltes und WottlauteS wegen. In dieser Beziehung hat eS nichts Ueberraschendes; die verständigen Leute in Deutschland, welche einen andern Ausgang erwartet hatten, mögen leicht an den zehn Fingern herzuzählen sein. Aber wenn das hiefige Landgericht nur so geurtheilt hat, wie von den verschie- densten Seiten gehofft worden war. daß eS urtheilen würde, so macht die nunmehr befiegelte, wahrhaft staurige Niederlage des preußischen Fiskus doch überall einen staurigen Eindruck. Derselbe wirv auch keineswegs durch einen HinweiS auf eine etwaige Abänderung des UttheilS in einer höheren Instanz abgeschwächt. Denn an eine solche Abänderung glaubt Nie« mand, und wer eS mit dem preußischen FitkuS gut meint, hegt nur den Wunsch, daß derselbe fich mtt der schweren Schlappe bescheide, welche er fich nun einmal selbst zugezogen hat, und durch den Versuch, die Scharte auszuwetzen, fich nicht noch weiteren Niederlagen aussetze. Die Begründung des UrtherlS, welche dahin geht, daß die von dem Abgeordneten Hasenclever empfangenen Diäten weder aus öffentlichen Mitteln geflossen, noch für einen unerlaubten Zweck gezahlt seien, also weder gegen die Reichsverfaffung, noch gegen daS Allgemeine Land« recht verstoßen, ist ebenso einfach wie einleuchtend. Wir brauchen darauf um so weniger einzugehen, als wir von vornherein die gleichen Einwände gegen die Anstrengung der Diätenprozesse erhoben hatte. Es war vollkommen unverständlich, wie von irgend einer Seite auf den Gewinn dieser Klagen gerechnet werden konnte, nachdem der Reichskanzler selber bei Berathung der Reichsverfaffung zugegeben hatte, daß die Zahlung von Diäten aus privaten Mitteln nicht verboten werden solle, und die gleiche Anficht von hervorragenden Mitgliedern des konsti« Wartung auf der Tochter,„und daß wir jetzt vor solcher Entscheidung stehen, das, ich verhehle ei Dir nicht, bedaure ich tief." Ella sah den Vater befremdet an, wieder zuckt« der Trotz um ihre Lippen. „Du hattest oft Gelegenheit, eine Wahl zu treffen," fuhr er fort,„eine Wahl, die in jeder Beziehung Deiner würdig gewesen wäre, aber—" „Weshalb kommst Du auf die vergangenen Zeiten zu- rück?" fiel Ella ihm scharf in'« Watt.„Ich habe nie ohne Gründe gehandelt, und was damals geschehen ist, kann ich heute noch versteten. Einem Glücksritter würde ich niemals meine Hand gegeben haben—" „Und weißt Du so sicher, daß Rabe kein Glücks- ritterist?"_. .Wen« er eS wäre, so hätte ich mrch sehr in ihm ge- täuscht!" „Also würdest Du ihm Dein Jawort geben?" „Ja, sobald die Bedingung erfüllt ist, auf die ich Dich aufmerksam gemacht habe." „Hast Du auch reiflich darüber nachgedacht und Dich ernst geprüft,«he Du drefen Entschluß faßtest?" Ich hatte Zeit genug dazu," erwiderte Ella ruhig, „denn"auf die Werbung Rabe'S war ich längst vorbe- xcitct." Herr von Lossow seufzte tief auf, dann schüttelte er langsam das bereits ergraute Haupt. „Ich will darüber nachdenken," sagte er,„e» rst erne Sache, die nicht über'S Knie gebrochen werde« darf." Damit ging er hinaus, um fich in sein Kabrnet zurückzuziehen, und eine Stunde später sah Ella ihn mit der Büchse unter dem Arm auf den nahen Wald zu« schreiten._ Wichtige Dokument«, Wen» Willibald Rabe auf seinem Heimritt eine Ahnung von der Unterredung Ella'« mit ihrem Vater gehabt hatte, so würde er über den errungenen Sieg noch größere Freude empfunden haben. Die Verbindung' mit Fräulein von Lossow war der tuirenden norddeutschen Reichstages, so namentlich».Bennigsen, kundgegeben worden war. Die Abficht der Gesetzgebung war damit über allen Zweifel hinaus festaestellt, und eme Heran- ziehung einiger verstaubten Paragraphen des Lanvrechts erschien um so weniger zulässig, als inzwischen durch die Gewährung von Eisenbahnireilarten an die ReichstagSmitglieder eS von Reichswegen alS ein durchaus erlaubter Zweck hingestellt war- den war, denselben die Kosten ihreS alljährlichen, mehrmonat- lichen Aufenthalts in Berlin möglichst herabzumindern. DaS Militärbudget schafft überall daS chionische, bestän« dig wachsende Defizit und damit die Grundlage tür den EtaatS- bankerott. Nach einer Schätzung für das Fahr 1884 hat Europa in diesem Jahre 13 Milliarden 392 391 410 Franks ausgegeben, und davon 4 Milliarden 32�233 252 Fit. für seine Armee und 5 Milliarden 229010840 FrcS. zur Tilgung bezw. Verzinsung der Staatsschuld. Die anderen Ausgaben für die geistige, sittliche und leibliche Hebung d«S Volkes find also um mehr alS eine Milliarde geringer, als diejenigen für das Heer und die durch das Heer hauptsächlich geschaffenen und fich mehren« den Staatsschulden. Betrachtet man die Großstaatm nach ihren Ausgaben für militärische Zwecke, so«rgiebt fich nachstehende Reihenfolge: Rußland... Frankreich... England... Deutschland Oesteneich-Ungam Italien.... Spanien 1 162 167 188 Franks 850 269 821„ 792054 866„ 570332 215„ 338 139 416„ 303 201 306 157 360 830 In Sachen des Militärbudgets, der Kruppgeschütze und Hinter- lader, finden wir Deutschland vierter Stelle mit über 570 Millionen. Rußland dieser Riesenstaat in zwei Erdtheilen, Frank- reich undjEngland mit ihrem mächtigen Kolonialbefitz find dem Deutschen Reiche gar nicht so gewaltig vor. Die Auswanderung Deutscher über deutsche Antwerpen betrug in den 9 Monaten Januar bis dieses Jahres 88180 Personen. d. i. 34165 weniger als in demselben vorjährigen Zeittaum, Häfm und September Personen in wel- chem die Auswanderung über die bezeichneten Häfen 122345 betrug. Da bei der Behandlung des Reisegepäck« seitens der mit der Beförderung desselben betrauten Beamten und Arbeiter der Eisenbahnverwaltung nach den gemachtm Wahrnehmungen häufig nicht mit der erforderlichen Ilmficht und Sorgfalt ver« fahrm wird und in Folge dessen Beschädigungen der Gepäck- stücke herbeigeführt und Beschwerden sowie nicht selten auch Schadenersatzansprüche gegen die Verwaltung veranlaßt wordm find: so hat der Minister der öffentlichm Arbeiten, wie der „Etaatsanzeiger" meldet, unterm 24. d. M. Anlaß genommm, die desondere Aufmerksamkeit der königlichen Eisenbahndirek- tionen auf diese Angelegenheit hinzulenken. Da diese Beschä- digungen des Reisegepäcks ebenso häufig auf eine ungeschickte und unzweckmäßige wie auf eine nachlässige und sorglose Hand- hadung deffelben zurückzuführen find, wird eS darauf ankam- men, ernerjeits die Gepäckträger, soweit dieS in den bezüglichen Dienstanweisungen nicht bereits geschehen sein sollte, über die Behandlung deS Gepäcks zu instruiren und fie namentlich darauf hinzuweisen, daß die Beförderung einzelner Gepäckstücke stetS nur durch Heben, Tragen oder Fahren, niemals aber durch Schleifm oder Werfen zu erfolgen habe, and-rerseitS die Auf« fichttbeamten zu veranlassen, ver strengen Durchführung der aegebenm Instruktionen eine erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwen« den. Nachläsfige oder instruktionswidrige Behandlung deS Reisegepäcks wird zu bestrafen, geeigneten Falles auch der Schuldige zum Schadenersatz heranzuziehen sein. AuS dem Bericht des Fabriken-Jnspektors für die Provinz Hessen-Naffau für 1884 ist hervorzuheben, daß fich die Zahl der in den Fabriken beschäftigten jugmdlichm Ar- beiter im JnspektionSbezirke erheblich vergrößert hat. ES wurdm beschäftigt: Junge Leute oon|14— 16 Jahren in An« männ« weib- zu- lagen lich lich sammen 1662 1269 2931 1662 1248 2870 1679 1221 2900 2238 1168 3406 2461 1411 3872 2670 1477 4147 ES hat fich also in den letzten sechs Jahren die Zahl der beschäftigtm jungen Leute im Allgemeinen fortwährend erhöht, die Zahl der beschäftigten zwischen 12 und 14 Jahre alten Mädchen dagegen stetig vermmdert. Die meisten jungen Leute (509 männliche und 172 weibliche) wurden in 146 Anlagen zur Metallverarbeitung beschäftigt. An Ueberttetungen betreffs der Beschäftigung jugendlicher Aroeiter wurden 64 Fälle ermittelt. In einer Spinnerei war auf Grund beschaffter ärztlicher Zeug- niffe(!) die Arbettszeit für alle jugendlichen Arbeiter auf 1 1 Stunden ausgedehnt warten. In einer Papierwaarcw Fabrik ferner wurden unter 12Jahre alte Knaben und Mädchen beschäftigt. Kinder von 12—14 Jahren 1879 1880 1881 1882 1883 1884 483 459 466 653 735 803 mannlich 131 107 70 97 112 96 weiblich 110 73 64 58 54 zu- sammen 241 195 143 161 170 150 letzte Anker, den er auswarf, um sich vor dem drohenden Schiffbruch zu bewahren; überdies schmeichelte e» auch seiner Eigenliebe, eine vormal» so viel umworbene Dame, die im Range hoch über ihm stand, als seine Gattin heimzuführen. Er fürchtete den Kampf nicht, der möglicherweise ihm bevorstand, hatte er doch auch den Kampf mit dem Assessor von Stuckmann aufgenommen, ohne daß er ihm angeboten worden war. Vielleicht hätte er besser getha», dem Neffe» seiner Schwester freundlich entgegen zu kommen, ihn durch schein- bare Herzlichkeit zu gewinnen und ihn über die Pläne, die derselbe verfolgte, auszuforschen. Aber die Abneigung gegen den Assessor war so plötzlich und so mächtig in ihm erwacht, daß er keine Zeit gefunden hatte, über ihre Ursache» nachzudenken, er fühlte bei der ersten Begegnung instinktiv, daß er einem Gegner gegenüber stand, den er vernichten mußte, wen» er nicht selbst Vernich« tet werden wollte. Kam zwischen der Generalin und ihrem Schwager eine Aussöhnung zu Stande, wa» der Assessor in seinem eigenen Interesse zu vermittel« suchte, so durste er von dem Einfluß des Obersten da« Schlimmste erwarten, er wußte ja, wie glühend dieser Mann ihn haßte. Die Aussöhnung mußte um jeden Preis verhindert wer« de«, jede« Mittel wurde durch diesen Zweck geheiligt. Es wäre ja möglich gewesen, daß die Genera- lin ihrem Schwager die Verwaltung ihres Gute» über« gebe« und den Bruder mit einem kargen JahreSgehalte abgefunden hätte; wenn der Oberst in seinem Haß gegen Rabe die« forderte, so war Zehn gegen Eins zu wetten, daß Frau von Stuckmann der Forderung nachgab. Willibald Rabe war darüber, wie der Oberst über ihn dachte und sprach, genau unterrichtet, er wußte auch, daß der alte Herr Waffen gegen ihn besaß, denen er keinen Widerstand entgegensetzen konnte, sobald von ihnen Gebraucb gemacht wurde. � Und daneben war e» außerordentlich ärgerlich, daß Rabe durchaus nichts entdecken konnte, was geeignet ge« wese» wäre, de» Oberst bei seiner Schwägerin in ei» Der Bericht schließt auS den Mittheilungen von JndustB daß mit Ausnahme der Zuckerindusttie, der Farben Fadrim und einzelner chemischer Betriebe im Allgemeinen hinreite Beschäftigung vorhanden war, vielfach auch ein größerer N erzielt worden sei, der Gewinn jeboch manches zu wü# übrig gelassen habe. Die weniger günstige Laae der W Fabrikation sei hauptsächlich durch eine große UeberprmB veranlaßt worden. Die Ausfuhr von Tyeerfarben habe• den hohen Zöllen, welche von anderen Ländern seit d Jahren eingeführt worden find, sehr getitten. In Folge Metjms ai jnt fit noct •PTnli rten xus-in brillir �ue» zu et' Imstande ist die Herstellung von Farbwaaren mehr vva* 6hemn niger eingeschränkt worden, und ei haben kleine(?)Loi'.�ulistenpi Herabsetzungen stattgefunden. Bezüglich der AuMk%(z /�men A verabfolgt würden, damit das Verlaffen der Fabri?a'.beit* miht flt0 Kündigung eingeschränkt werde.(Wie entgegenkommt� Aeußeren w Behörden doch gegenüber den Wünschen der Herrn Fadril� find!) Dem Gewerberath kamen durch die Anzeigen den)%" o J' Polizeibehörden und der Besitzer oder Leiter von geweidi» Der Anlagen 72 und durch Zählkarten noch weitere 28j% 85(5� a'j. ' zwei Off also im Ganzen 100 Betriebsunfälle, zur Kenntniß. Da- letzungen hatten bei 19 Personen den Tod zur Fo%, 2 Personen die dauernde Arbeitsunfähigkeit. Bis zu 13 Bss waren insgesammt 58 Personen, über 13 Wochen 4 Personen arbeitsunfähig. Um eine durchgreifende Regelung de» miiitärilj Kontrolwefens zu erzielen, hat der Minister des M eine Anweisung an die Polizei und Gemeindebehörden rrdn nach welcher die genannten Behörden zur stärkeren M t bei Ausübung der militärischen kung—--------------------- � � trole veranlaßt werden sollen. In der Einleitung 0%, merkt, daß bei HanShabung der militärischen Konttole* auszugehen ist, daß regelmäßig jede männliche, im Illtck vollendeten 20. bis zum vollendeten 42. Lebensjahre# dem Deutschen Reiche angehörige Person fich im Besitz� Militärnapieres befinden muß, und daß die Konttolle ß» zugSweise auf Personen im Alter vom vollendeten 20.% vollendeten 31. Lebensjahre zu erstrecken hat.— Die fung selbst ist in vier Abschnitte zerlegt; der erste Hand» den Arten der Militärpapiere und giebl die Gefichtsruri- nach welchen bei Prüfung derselben zu verfahren ist. zweite Abschnitt enthält die Grundsätze, nach welchen jenigen innerhalb der im Eingänge bezeichneten AI befindlichen Personen zu verfahren ist. welche keine papiere haben. Der dritte aber die Grundsätze, nach mit denjenigen innerhalb der im Eingange bezeichneten grenze befindlichen Personen zu oerfahren ist, welche zni tige Militärpapiere haben, fich aber über Erfüllung der oder Gestellungspflicht nicht ausweisen können. D#_ Abschnitt endlich belrifft die Sicherung der Sttasvolls» der wegen Verletzung der Wehrpflicht ergangenen Erkenn sowie die Konttole über die Militäroerhättnisse der wanderer. Außer dieser, im Einverständnis mtt dem Kriegs» aufgestellien„Anweisung" hat der Minister deS JmZ Anschluß an vte Kontrolvorschritten im§ 182 der jss Ersatzinstruktion vom 26. Mär, 1868, welche in die M nung vom 28. September 1875 nicht ausdrücklich mitM men worden find, noch eine Anweisung der Behörden# stehendem Sinne für erforderlich erachtet: 1) Die mit K nm/t sn?#rhs»m�f�ttä fWfniifon imh SR#rtrTitc diese Maßregeln glaubt man, die Zahlen der unei bliebenenMrlttärpflichtiaen und der außer Konttole g« Mannschaften des Beunaubienstandes wesentlich zu vc Wen» die Nacht hereinbricht, kommt verschie- vögel zum Vorschein, welches das Tageslicht fA' Deutschland herrscht nun politische Nacht, d. h. die und da darf es uns nicht Wunder nehmen, daß die männer ihrem Herzen Luft machen und das Rad zurückzudrehen versuchen. In gewöhnlichen ZeitläuWj die Herren Unter- Reaktionäre nicht recht Gelegenheit- sündfluthlichen Ansichten vor die Oeffentlichkett j" aber in Zeiten politischer Aufregung, bei Wahlen, o' I# Ste M m her few - W- verneur £•3 "Mrnlun I i ben'ZNNi schlimmes Licht zu bringe«; Lügen und Verb mußten auf den Verleumder selbst zurückfallen, s» Beweisführung in der Unmöglichkett lag... Die Einladung der Dame« hatte der nommen, man mußte abwarten, ob er ihr FoW;,... � und welche weitere« Folgen sich daraus enlspaa"M sich.. der Hochzeit mit Fräulein von Lossow konnte Rabe/ 7(5 �! t ÜS i ll Oo' d| 'Kd,» im! gehen lassen wie fie wollten, er war dann Hafen angelangt. Dieser letztere Gedanke gab ihm seine heiter« zurück, er schwang fich vor dem Schlosse der dem Sattel und befahl dem Diener, das Pferd zu führe», da er nach kurzem Aufenthalte wieder wolle. ,u In seinem Arbettszimmer blieb er eine 2% vor dem Schreibttsch stehen, dann zog er#* Glockenschnur. ,, „Ich lasse die Frau Generali« um eine � redung bitten," sagte er, als Joseph einttat, M 0 sehr verpflichten, wenn sie die Güte haben wollte. zu bemühen.". r Wenige Minute» später trat die®e«erö1 d, wußte, bei solchen Unterredungen Handels stetS um Verwaltungsangelegenherten, und in d war ihr Bruder sehr pünktlich und gewisse« Hott-\f Mit der unbefangenste« Miene kam � gegen. t „Ich wollte Dich nur um Unterzeich"� ä» & 2% &.!<»■ lö�hstinn n-ue im lUtift Papiere� bitten," sagte�er, nachdem er ..,, u w• w t, dem Sessel geführt hatte, der vor dem S? „es ist eine Prozeßangelegenhett, die leider auf nicht geordnet werden kann." «Ein Prozeß? Gegen wen?" fragte 1 überrascht. „Beunruhige Dich nicht, Adelaide, da« ständig auf unserer Seite. Es betrifft eme" tauf; der Käufer behauptet, schlechtes Getrc'� zu haben und verweigert, auf diese Behauptu"r> Zahlung." (Fortsetzung folgt.) Industrie �kaus aus dem Loch und zeigen der erstaunten Welt, tme n Fabrik»"rajle noch zurück find. So«Härte stch der lonservative i b'.nreiä�«Magßlandidat für Hamm- Soest, Gymnastaldireltor Dr. irögerersi»«»bei, in einer Versammlung für die unter Umständen sehr zu mW Üfwenbif.....—....... w-- ! der ,»»»», w###*«v-» v v � � n hade �«em Vortrag sonst herzlich unbedeutend. Herren dieser i seit eich S»rte brilliren überhauvt meist mit längst abgethanen Dingen. n Folget W erdenken ist ihnen wohl nicht gegeben. ehr ov«»« Chemnitz. 30. Oktober. Die Nachricht, daß der durch den c(?) Üch �Waltstenprozeß bekannt gewordene Oberstaatsanwalt Schwaabe -r Auest� � seinen Abschied nachgesucht habe, ist unrichtig. Hier ist . JnduW°°°°" nichts bekannt. Arbeits Frankreich. S tuhP** �ntat gegen den Minister Freycinet, oder viel. ben W°g-n de- franzöfischen�MinisterS des lieain. m) igen der? fjoeiichj �«ff°US Paris nachstehende� Einzelheiten zugegangen: iSS Iii Di- "sulft; Wochen»' militäM r dcs Sch MM# chen tuna wlN Tm& .« trolle fiä n 20. Die te hanW»| ichtsruf hren%| lchen»7, n AltcM keine- nach chneten lche ,ivj rafooflW n Erkens iff- der KriegS°A -s Jnn-Z M ördeni» ®ttnn, der auf Freycinet's Wagen schoß, scheint etwa alt zu sein und ist sehr bescheiden gekleidet: er warf, Offiziere ihn festnahmen, den Revolver in dre Seine. .Ä Gefragen erklärte er, er wiffe, daß er auf den Minister ff)«.<>!' verweigerte jedoch die Angabe der BewMründe zu ab?.« �rr Schuß wurde auS fast unmittelbarer Nähe J? m w. Bei dem Polizeikonimiffar wurde festgestellt, daß n-�rhastete mit einem italienischen Akzent spricht. Im ffwn verweigerte er jede Antwort und gab nur sein Be- daß er fehlg eschoffen habe. Freycinet erklärt, «-s.M. der Mann völlig unbekannt sei. Auch der Polizei- «J v', der den Verhafteten verhörte, konnte weder den Namen KerL i Wohnung desselben, noch über die Gründe zu dem .taechen etwa« herausbringen. Nach einer neueren Nachricht '» der Attentäter dem Polizeipräsidenten, er habe die »m.«« Vorbedacht begangen. Er kannte Herrn v. Freycinet der Photographie und wartete auf der Concordien- 1,1,,.°uf ihn, weil er wußte, derselbe werde bei seiner Rück- «in dem Ministeikonserl die Brücke passtren. Er habe g, n Groll auf Freycinet, weil derselbe ihn in seinem Ansehen, Sa. Und Vermögen geschädigt habe. DaS gebrauchte habe er im Augenblicke der Verhaftung in die Seine W- Weitere Geständnisse werde er nur in Gegenwart Advokaten machen. Name und Persönlichkeit des Ver- den man jetzt für einen Korsen, nicht für einen hält, find noch immer nicht festgestellt. RegierungS. „ Rußland. di-ses Jahres wird die rusfische R � h"' �ie.bekanntlich ein Gesetzprojekt über die Rtgu< L?ischtn den Fabrikanten und Arbeitern W, N�.��bungen abzufassen hatte, das von ihr ausgear- Feirtz e i t für Kinder und Frauen auf solchen Etabliffe» �insttzuna n»« ununterbrochene Arbeit«fordern, und die N Rem?'vmbmrtten GouvemementS-Kommisfionen, denen her FubiifrrVr#� svll, alle Angelegenheiten wegen V«letzung beßtzer iu untersuchen und die Arbeiter und Fabrik- : mit Wj«ird bei d« �ü��rafen verurtheilen zu können.— Viel ZramteNÄ«kannten R.n u>ohl nicht herauskommen, denn bei der ' �" Nchlichkeit d« rusfischen Beamten werden die f°lU �5#� «urz««i jicycu.._ 'Lau. 28. Oktober. Im Auftrage deS Gmeral- olens Aufrufe � versenden �die BezirkSvorsteher�Kongreß- w polnisch« Sprache,' in welchen PFvatper- von Hillstomitees „_ falttn'hTJ�s'l Bolen aufgefordert weroen. rrrorryaupt«iw »wü»k-As KbBrSSS•" \( /JÄnen polnischer Sprache,"in welchen Piivatper- M >. Pol'- :'N und n>c um ole ge zu v' t schiel !. die � itläufttL nbeit»% f" Dänemark. StrtS? bei Sorö auf Seeland fand am Sonntag eine °rzt??vttung von 2000 jungen Männeru statt, welche zum an..,? Theil freiwilligen Schöten vereinen, der Ärmeereserve rc auch.eine'""" J'Uli «Htt iSS1! auch eine große Anzahl Kope lug"schienen. Nach lebhafter Diskusfion Kopenhagener Studenten wurde eine Reso- - H ja& iter« & -rd- iedek y ne ;rJ' •UXlOft_'«»»VV�v»!*v«---- im».genommen, in welcher das Folleching zur Auidauer ihm n�l ,.ßt3tn daS Estrup'sche Regiment aufgefordert und wirb sollen Anwesenden jede Unterstützung feinlich gelobt limgL zja Komitee wurde niedergesetzt, um ein Bündniß aller *S«Snnet®°neinor" Legen die jetzige Gewaltherrschaft * zv, Großbritauuie«. fehenrJ englische Blatt„Central Neros" bespricht die bevor« h> Wahlen und stellt als höchst wahrscheinlich hin, daß Neuen Unterhause eine verhällnißmäßig zwar nicht Äj'«afüt aber um so energischere Arbeiterpartei st r d, /amen wird. Die Zahl der selbstständig auftretenden 'elden � e r k a n d i d a t e n ist sehr groß, und mehrere der- . ien a�>en sichere Ausficht, gewählt zu werden; außerdem {Jage im v«le radikale Kandidaten verpflichtet, die Arbeiter- .«n„, Wachsten Parlament in den� Vordergrund zu stellen. y CM._ J I i u H. Ol» O t ö»».* V#» v•• mr V.. V» V � T' ln 23 k c n vierten Theil sämmtlicher Wähler, Iich.,,�ndritten: in 38 Bezirken beziffern sie au? �- Hälfte, in 75 auf zwei Drittel, in Viertel und in 43 sogar auf fünf der zu.!/ der ganzen Wählerschaft. Die Mehrzahl Part-j Ä? ouS der Arbeirnklaffe wird als zur radikalen "W«»°V?°rig bezeichnet, doch find in mehreren Bejirken auch ttnr kl«?»»'.?) Arbeit« in großer(?) Zahl vorhanden: nur der Lii>.?�,�ohl von Arbeiterwählern rechnet stch zu d« Partei die voföjkit Die Ermittelungen der„Centtal NewS" über tben M» Patteistellung der landwitthschaftlichen Arbeiter üden» � einheitliches Bild. In einigen Distritten des �d'tal-n m Ostens von England sollen fie einmüthig zur iheil�g l.,Bortei stehen, in anderen Distrikten desselben Landes- Diftritt-» iu den Konservativen halten. In einigen wenigen viird nur ein gering« Theil der landwirthschaftlichen weil dem verliehenen Wahlrecht Gebrauch machen» der AbfuII" wenig Vettrauen haben, daß das Geheimniß läßt hnivUNfl auch wirklich gewahrt werde.— Das letztere weltÄ darauf schließen, daß eS nur die Abhängigkeit ist. 'djugeb»« Arbeiter hindert, ihre Stimme nach fteiem Ermessen Neu«»'"'.Aller Vorausficht nach wird aber trotzdem das jAchn«, vLe Parlament einige Ardeitervertteter zu v«» "nft�e«?den und John Bull wird, wohl od« übel, in Zu« 'vzralen Frage etwas näher treten müssen. Lokales. bei unL?. f$?rf wacht schartig I DaS LooS d« Arbeiter Die Le,�.. �senbahnen ist ficherlich k«n benerdensweriheS. 'gesund haben schweren Dienst und wenn fie dabei körperlich ?°eise" sollen, so bedürfen fie vor Allem stärkender halt Lei?.!.weS guten Trunkes. Denn Speise und Trank «trwffi Faz"""halten blieb, den Arbeitern das vorzuenthalten, 5agen m„.?hen durchaus erforderlich ist.- Vor einigen �schlagen Essendes Plakat, für Jedermann«fichtlich, an« „Bekanntmachung. Die sein« Zell d« einzelner Werlstatl. Abtheilung erth eilte Erlaubniß durch Arbeiter, d« Vor- und Nachmittags zu be« stimmten Zeiten Bier von den hiestgen Oekonomen zu ent» nehmen und den diesseitigen Handwerkern und Arbeitern zu überbringen, ist vielfach mißbraucht worden und hat bereits zu wiederholten Malen V«anlassung zu ernsten Rügen gegeben. Wir sehen uns daher veranlaßt, die oben erwähnte Er« laubniß hiermit zurückzunehmen und daS Hineinbringen von Bi« od« sonstigen geistigen Getränken in diesseitiger Werk- statt, gleichaittig ob dasselbe von diesseitia« Oekonomen stammt od« von Privathändlern am Zuge verkauft wird, auf daS Sttengste zu verbieten, namentlich ab« wird der Bierhandel allen diesseitigen Handwnkern und Arbeitem, welche denselben bisher versteckt betrieben haben, ein für allemal unttrsagt. Zuwid«handlungen werden mit sofortig« Entlassung bestrast w«den." Der langen Rede kurzer Sinn ist der, daß den Arbeitern trotz ihrer anstrengenden Beschäftigung daS Bieltrinken ver- boten ist. Die nächste vorgesetzte Behörde d« Arbeit« ist der Maschinenmeister. Es läßt fich freilich nicht annehmen, daß dnselbe aus eigenem Ermessen diesen Befehl ertheilt habe; aber er hätte ihn jedenfalls v«hinder können. Wenn man 38 Jahre lang ohne solche rigorosen Bestimmungen fertig ge- worden ist, so würde es sicher auch noch weiter geschehen können. Seit 38 Jahren ist der jetzige Maschinenmeister der dritte: die beiden Vorgänger find ganz gut mit den Arbeitern fertig geworden, obgleich dieselben ihr GlaS Bier bei d« Ar» beit tranken. Der jetzige Maschinenmeister ist freilich noch ein Neuling unter den Ardeitern; aber daS sollte er fich gesagt sein lassen, daß im Frieden mit den Arbeitem diese mit w«t größ«« Lust und Freudigkeit ihre Arbeit verrichten, alS bei emem gespannten Verhältniß. Frieden ernährt, Unfrieden verzehrt und— allzu scharf macht schartig. i. Gräber-Luxus. Im Tode find wir Alle gleich, und wenn man spitzfindigen theologischen Einwendungen begegnen will, so kann man vielleicht zusetzen,„im Grabe", denn vieS hat mit d« Sterblichkett und Wied«vergeltung nichts zu schaffen. In neu«« Zeit aber entfaltet fich auf unseren Kirch. hösen besonders auf den leseroirten Stellm ein ganz bedenk- lich« Luxus, der mit Gründen d« Pietät gegen dm Verstor- benm nicht mehr zu rechtfertigen ist. Ja man kann auf dem kleinen Raum der resemirten Gräberstellen vollkommen Studim darüber anstellen, wie ein Grabhügel immer den andem zu überbieten sucht, weniger an Schönheit und gutem Geschmack in der monumentalm Ausstattung als vielmehr in d« plumpen Kostspieligkeit. Auf dem engm Raum, der für jedes Grab auf unseren Krrchhöfm zugemessen wird, erheben fich kolossale Denk« mal«, an denm d« Marmor- oder Granitblock fteilich daS Kostbarste ist, und man steht auf den ersten Blick, wie sehr man mit dem Steinmetz um den Arbeitslohn gefeilscht hat, dmn bei der Bearbeitung find alle Kunstgriffe angewendet, um die Arbeit so billig als möglich herzustellen; vielfach v«- unzieren schauerliche Verse den schönsten Marmor, genug, man findet trotz aller Kostspieligkeit einen bedeutenden Mangel von gutem Geschmack; sehr einfach! Wirklich gebildete Leute be- dürfen keiner großen Marmorblöcke, um ihr Andenken zu«« halten und an ungebildete Leute denkt ttotz der größten Stein- klumpen auf ihren Gräbern bald kein Mensch mehr. Wie viel Roth und Elend könnten beseitigt, wie viel Thränen gettocknet werden, mit den vielen Hund«ttausenden, die stnn« und zwecklos für großartige Monumente ausgegeben werden, welche man auf den Raum von wenigen Schritten bunt durcheinand« ge« würfelt steht.— DaS beste Denkmal, das man einem Ver« stordenen errichten kann, ist ficherlich: ein gutes Werk an einem Nolhlndenden, dessen dieser fich lange erinnert. Bevorstehende Kälte kündet d« Hamburg« Meteoro« löge der„Voss. Ztg." ck. d. 29. Oktober an. Er schreibt: Zum ersten Mal in diesem Herbst wird unS die Witterung dies« Tage an den kommenden Winter mahnen. Von Skandinavien herab bis Spanten wehen an der ganzen Westküste Europas nördliche Winde und breiten fich in der Folge auch über Zentraleuropa aus. Unter dem Einfluß der nördlichen und östlichen Luftsttömung ist von gestern auf heute in Skandi« navien daS Frostgebiet 60 Meilen weiter südwärts gedrungen. Die Umgestaltung der Druckv«theilung entspricht einem Er« lahmen der Tcpresfionen«zeugenden Thättgkeit d« Atmo« sphäre und d« hervortretenden Cntwickelung hohen Luftdrucks, DaS DeprelfionSgebiet vom 26. Oktober erreichte am 27. die Nordspitze JütlandS und verharrte daselbst noch am folgenden Tage, ais aber zugleich schon der Lustdruck im Nord und West rings um das Minimum zu steigen begann, z. B. in Schottland zunächst 10, dann bis zum 29. zusammen 30 Millimeter. Nur langsam verdrängt der steigende Druck die De- presfionen gegen Südost, wobei fich dieselben auSfüllm und ergiebigen Regen, an einigen Orten, iz. B. München, Schnee- fall«zeugen. In Hamburg ist d« Druck in diesen Tagm 17 Millimeter gestiegen, liegt aber noch 3 Milltmet« unter dem normalen Stande. Mit der Ausbildung hohen Drucks werden mehrere kalte, ruhige Tage mit trockenem Wetter fich einstellen. Die Reklame wird täglich erfinderischer. Hier ein neuei Stück Vor einigen Tagen fand fich in der„Vosstschen Zeitung" ein Inserat vor, Inhalts dessen Damen auS Schritt- stellerkreisen aufgefordert wurden, ihre Adressen behufs Ab« fassung eines Artikels üb« einen ihnen geläufigen Gegen- stand, für den ein erhebliches Entgelt in Ausficht gestellt war, bei einer Annonzenexpeditton anzugeben. Eine bekannte Schrift- stellerin erhielt auf ihre Meldung von der Gesellschaft für wissenschaftliche Zuschneidekunst hrerselbst ein Zirkular, welches der„Voss. Ztg." vorliegt. Darin wird eine Preisbewerbung angelündiat, an welcher die Verfasserinnen von Original' attrkeln üb« das Zuschneidesystem der Firma Thell nehmen sollen. Diese Originalartikel sollen im redaktionellen Thnle einer Zeitung stehen und mindestens 1000 Worte enthalten. Die Damen werden darauf aufmerksam gemacht, daß jedes Manuflrtpt, welches fich irgendwie als Annonze charakttrisirt, bei den Redatteuren auf kein Entgegenkommen zu rechnen har. Die Anonymität der PreiSgettönten soll auf Wunsch bewahrt bleiben, nur die Mitbewerberinnen sollen den Namen erfahren. Namhaft gemacht find 15 Zeitungen, unter denen die Be« w«derinnen die Wahl haben. Von den betreffenden Original« artikeln, die vor dem 1. Dezember er. in einer der aufge- führten Zeitungen veröffentlicht sein müssen, sollm die 3„wür- diasten" ausgewählt und mit„Ehrenpreisen"(!) von 250, 150 und 100 M. bedacht werden. Doch sollen auch Reklameartikel in anderen als den 15 namentlich aufgeführten Zeitungen nach Gebühr honorirt werden. Damit unsere in dergl. Handwerk noch nicht hinlänglich geübten Echriststellerinnen wissen, wie ungefähr fie einen Artikel über daS„wissenschaftliche System" dn Gesellschaft anzugreifen haben, werden ihnen 5 Preis- EssayS, die von literarisch gebildeten englischen Damen ge- schrieben find, mitgetheilt, auch wird den Bewerberinnen an« heim gegeben, die»Sympathien der Geistlichkeit d« v«schie- denen Kulten und Sekten" zu wecken. Wir zweifeln nicht, daß sich Damen finden werden, die solche Arttkel für 250, 150 und 100 M. schreiben möchten; schwierig« aber wird es sein, unter den namhaft gemachttn Zeitungen und Journalen(eS find die gelesensten von der Gesellschaft für Zuschneidekunst ausgewählt werden) solche zu finden, die fich als AblagnungSstätten für diese Reklame- Prcisstücke der Gesellschaft für Zuschneidekunst werden hergeben wollen. Jedenfalls handelt es fich für die Schriftstellerinnen, welche den Versuch wagen sollten, um ein �on°?.Mode �und� Huaus", Praktische Jllusttirte Frauen« zeitung(2 Nummern pro Monat, Prers pro Ouartal IM!.), herausgegeben von John Schwerrns V«lag, Aktien- Gesellschaft, Berlin, W 64, liegt uns Nr. 3 vor. Die Numm« umfaßt 24 Seiten nebst 2. Nachtrag zum Rabattbuch. Das Haupt» blatt, durch einen von Frau Emmy Heine geschriebenen fach» tüchtigen Modebericht eingeleitet, bringt mit klaren Erläute- rungen 32 Illustrationen, betreffend die geschmackvolle aber einfache Mode, und leicht ausführbare reizende Handarbeiten. „FürS Haut" weist die mit entsprechendem Text ausgefüllten Rubriken auf: Fraumbilder, Plauderecke, Goldene Dicht«- worte, Lebensregeln, Erziehungswesen, Gesundheitspflege, Winke für die Hauiftau, Für Blumenfteundinnen, Küchenzettel k. In dem Theil, betitelt„Meinungsaustausch", wird den Lese- rinnen Gelegenheit geboten, ihre prattischen Meinungen auszu. tauschen. Die Leserinnen von„Mode und HauS" haben, nach d« vorliegenden Numm«, von dies« Einrichtung durch prak« tische kleine Aufsätze fleißig Gebrauch gemacht. Soweit daS Hauptblatt. Die Jllustrirte Belletristische Beilage mit Titel- bild„Christtne NilSson" und zwei schönen künstlerisch aus- geführten Äollbildem„Egyptische Gärten" und„Geftändniß" darstellend, enthält Fonsetzung ein« Novelle von F. von Zobeltitz,„In letzter Stunde", eine abgeschlossene Novelle, „Ein Liebesbrief" von Freiin von Hohenhausen, Aphorismen» Blumenbild«, kritische Aufsätze üb« Kunst und Literatur von Dr. Russak, Damenspiel- Aufgabe von Jean Dufresne, Gedicht von Fritz Brentano, Räthsel jc.«., gut gewählte, dem Frauen« leben angepaßte Anekdottn. Ein geschickt redigirt« Brief- lasten vervollständigt den überaus reichen Inhalt d« empfehlens- werthen Zeitschrist lieber eine bedauerliche Ausschreitung, die sich Schüler der Kunstakademie im Ostend-Theat« erlaubt haben sollen, liegt eine Meldung vor, die ein sonderbares Str«flicht auf daS Gebahren d« akademisch gebildeten Jugend wirft. Man schreibt: Im Ostend-Theat« war vorgest«n das vier- ästige Zeitbild„Modelle", nach einem vorhandenen Stoff von Albert Falkenb«g bearbeitet, angekündigt. Das Stück giebt den vor einig« Zeit bei Costenoble in Jena erschienenen Roman„Modelle", von A. v. Winterfeldt, in dramatischer Form wied«. Schon der Umstand, daß der Roman vor dem Prozeß Graes«schienen und die autorifirte Bearbeitung schon zur Zeit jeneS Prozesses den Bühnen eingereicht worden ist, schließt jeden inn«en und äußeren Zusammenbang zwischen beiden aus. And«« Meinung waren wohl die Herren Kunst- akademiker, die fich etwa hundert Mann stark eingefunden hatten. Bald nach Beginn des Stückes begannen fie Lärm zu machen. Da daS Publikum dagegen laut protestirte, kam es mehrfach zu lauten Auftritten und im letzten Aste erschien ein Lieutenant mtt 8 Schutzleuten im Parquet, da man annahm, daß für den Schluß ein Hauptschlag geplant werde. Ein Schrein, der stch dadurch nicht warnen ließ, wurde nun zum Saal hinausgewiesen. Die übrigen Akademiker folgten ihm, betrugen fich ad« auf dem Korridor und dem Foyer so wid«« haarig, daß acht von ihnen verhaftet wurden. Soziales Arbeiterbewegung. Herr Eugen Richter hat wieder einmal in seinem Blatte einen faulen Witz gemacht, der aber so faul ist, daß er ihm nicht einmal da» üdliche„Aul" einbringt. Auf die bekannte Erklärung des Reichstags- Abgeordneten Singer in d« Mantel» Näherinnen Frage, daß nur ein Maximalarbeitstag in V«bin- dung mit der Festsetzung eines Minimallohns eine endgiltige Lohnerhöhung ermögliche, heißt es nämlich in der„Freis. Ztg." folgendermaßen:„He« Singer übersteht, daß beides auch nicht wirksam ist, wenn nicht zum Minimalarbeitslobn auch ein MinimalverkaufSpreis und zum Minimalverkaufs- preis eine Minimalverpslichtung zum Mäntel« taufen für die Damen durch das Gesetz festgestellt wird» Damit wäre man denn allerdings an die zwangsweise Orga- nisation des gesammten WirthschaftSlebens, den sozialistischen Plänen entsprechend, angelangt."— Herr Richter hat wohl noch niemals etwaS von den Bestrebungen d« Buchdrucker- ac Hilfen gehört, welche einen Maximalarbeitstag und einen Mintmalarbeitslohn in ihrem Ge««be eingeführt haben und dadurch in der That eine Lohnerhöhung erzielt haben. Ob fie dauernd sein wirb, kommt ganz auf die Arb«t« in diesem ArbeitSzweige selbst an; Mühe genug hat der Verein, die Arbeiter zusammenzuhallen und den Buchdruckereien, welche den Tarif nicht bezahlen, die Zähne zu weisen. Auch hat fich gerade in d« Buchdrucknei das Lehrlingswesen und zwar zum Theil wegen des Tarifs ungemein ausgebildet und muß gleichfalls von der V«einigung der Buchdruck« energisch be- kämpft werden. Wenn aber die Arbeitszeit und der Minimal- lohn gesetzlich festgestellt wären, so wären auch all die zeitraubenden, verbitt«nden Kämpfe überflüsfig. Herr Richter, das wissen wir, wird nichts gegen solche durch freie O rg a nisat i o ne n«kämpfte Vortheile der Arbeiter einzuwenden haben, aber was die Buchdrucker in Deutschland errungen haben, das bringen eben die meisten übrigen Gewerke nicht fertig, besonders gehört dies bei den zahlreichen Fabrikarbeitern zur Unmöglichkeit. Auch sagten wir schon, daß die Zeit kommen kann, wo die Buchdrucker« gehilfen alle ihre Vortheile wied« verli«en können in dem Kampfe gegen die Unternehmer. Deshalb soll der Staat die Angelegenheit regeln. Und das ärgert den Manchester« mann.— Hat denn He« Nicht« noch nichts von den zahl- reichen Fabrikanten- Konventionen gehört, welche zusammen« treten, um einen MinimalverkaufSpreis festzusetzen? Und diese Fabrikanten-Konventionen find auf keiner falschen Fährte; sie wollen die Verschleuderung der Maaren und da« mit der Ueberproduktion vorbeugen und Sie Produstion regeln — da diese Konventionen aber durchweg an den Einzel- i n t e r e s s e n scheitern, so mögen dieselben fich gedulden, da mit Einführung eines gesetzlichen MaximalarbettStags der Ueber« produstion ein Damm entgegengesetzt wird und so auch die Schleuderpreise verschwinden werden, also gewissermaßen ein „MinimalverkaufSpreis" festgesetzt wird. Also, was Herr Nicht« zu verspotten sucht,»wächst organisch auS dem Arbeit«schutzgesetz heraus. Und die Damen möge H«r Richter nur vollends auS dem Spiel lassen; er versteht nichts von der sozialen Frage, waS wir ihm schon mehrmals nachge« wiesen haben und seine intimsten Freunde auch zugestehen, aber noch wenig« versteht er von den Damen und ihrer„Mi- nimalverpflichtung" zum Mäntelkaufen. Zunächst können Ar« beitttinnen, die bei dem Mäntelverkauf bedeutend mitgezählt w«dm müssen, bei höherem Lohn auch höhere Preise zahlen, dann spielt die Putzsucht eine große Rolle, und in diesem Falle muß immer wieder b.tont werden, daß bei geregelt« Produk« tionSweise nicht mehr produzirt, als konsumtrt wird, wodurch fich die Frage d«„Minimalverpflichtung" zum Kauf von selbst löst.— Besser für Herrn Richter wäre es ficherlich, wenn er fich bei wirthschaftlichen Fragen in tiefstes Schweigen hüllen würde, jedoch kann man in vorliegendem Falle sagen:„Tiefer Ernst liegt oft im kindischen Spiele." Au» der guten alten Zeit. Eine G e s i n d e o r d» n ung der Stadt Danztg vom Jahre 1705 und repu- blizirt im Jahre 1734 zeigt, wie man in der„guten alten Zeit" die Dienstboten dehandelte. Dieselbe machte den He«. schatten zur Pflicht,„ihre Dienstboten sonntäglich wenigstens einmal in die Kirche zu schicken, Laß fie dann nicht wo anders „...'»w uiiytiSJ MMWMM abgehe."„Die Essen .......aten wurden für daS«ne belegt. Mater. Reick! kialtiqer Einem geehrten Publikum empfehle mein Opernhau». Heute: Johann von Paris. Morgen: Der Trompeter von EL klingen. Echausptelhau». Heute: DaS Tagebuch. Morgen: Maria Stuart. Deutsche» Theater. Heute: Gracchus, der Volkstribun. Morgen: Ein Tropfen Gift. Frtedrrich-Willjelnt städtische« Theater. Heute: Dffenbach- Cyclus. Die schöne Helena. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Resident-Theater. Heute: Tbeodora. Morgm: Dieselbe Vorstellung. Wallner-Theater. neurenovirtes Lokal. »ittkßstlsch v. 12-3 Uhr. Wrist- und Bairisch Bier, hell und dunkel, a Seidel 10 Pfennig. Punsch, Grogk, Glühwein, div. Liqueure. Reichbaltisa Ä Aden» Klirtsffl a 20 Pf. Max Kreutz, Kottbusnplatz(Alte Lintel Reichhaltiger Abendttsch. Zimmer für lleine Gesellschaften. 2345] Einem geehrten Publikum empfehle mein Reichhaltiger kältere warmer Frühstücks«, l? Mittagstisch°. l2-2> '♦ mit Bier k Kouvert X■ Ueber Jnlins Henke, Heute: Herr und Frau HippokrateS. ----- e Vorstellr Morgen: Dieselbe Vorstellung. velle-Alltauee-Theater. H«ut»: Villa FriedelSruh. Morgm: Dieselbe Vorstellung. Walhalla-Operetteu-Theater. Heute: Don Celar. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Biktorta-Theater. Heute: Mefsalina. Morgm: Dieselbe Vorstellung. Centrat-Theater. Alt« Jakobstraße 32. Direktion: Adolph Ernst. Heut«: Zum 93. Male: Die wilde Katze. GesangSpossc in < Akten von W. Mannstädt, Mufik von 9. Sv Morgm: Dieselbe Vorstellung. August Herold Berlin SO, 118 Skalitzerstrusse 112. Mmmmm BÄ! '•f! gewä' » dem d«st« r" Wallen ä". und l A, arbe 5oW» Pretoe, Prompte Beiflenong. yu»nnjiß ?°S°ben{ fe Louisenstädtische» Theater. Direktion: Jos. Fs FirmanS. Hmte: Da» Testammt des Herzog?. Äorgm: Dieselbe Vorstellung. Osteud-Theater. %ute: Modelle. orgm: Preewsa. «duigstädtische» Theater. Heute: Gaiisviel der Luiputaner. Die klein« Baronin. Morgm: Dieselbe Vorstellung. Theater der Reichshalle«. Täglich: Aufretm sammllicher Spezialitäten. Amerieau-Theater. Täglich: Auftreten sämmtlicher Spezialitätm. l.Ue von'wngltevern{>■•* iVne'.d«r gearüiifteif J Rohstoff- Genossenschaft der Schnei«1 ProdnktiT- u. ZU Berlin Mugetrageue GcnofjcuswaNj No. 30 ZIMMER- STRASSE No. 30 15 emvstehlt ihr rtaper Henm.Au nnohe, lowie ihr reichhaltige« Lager in. und ausländischer Stoffe ebenfall« W «ort. unv«nome Herien-Gatderobe« jeder Art werden nach M S" Bran im,, m 723 »iigefertiat»ntte Zlrdeit. va,erhattt Stoffe. Jett preise. 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BonS haben Wochentags Giltigkeit._ M" Passage 1 K a t s e r- P a« o r a m a. Eine Wanderung durch das Rteseugebtrge. Treppe. 9 U. Morg. bit 10 U. Ab. fer»r 3- ersten Male: Die Pyrenäen. Die Hertha« a Reise 20 Pf, Kinder Eigme«- und Tabak-Kandlmg von Reise. Karolinen-Palau-Jnseln rc. nur 10 Pf. Abonnement. Ferdinand Fwald (Vertreter: A. Bremer), BERLIN N., Weinbergsweg 15 b. Lager aller Sorten Rauch-, Kau- und Schnupftabake. Cigaretten und Präsent-Cigarren.[2358 j2670 R Allen Freunde trübt an, daß am Todes- Anzeige. >m und Bekannten zeige hiermit tiefbe« am 27. Oktober meine liebe Frau Berte Hehn, geb. N a dusch, nach viermonatlicher Krankheit entschlafm ist. «. Hahn nebst Kindern. Kottbuserstraße 3a. Die Beerdigung findet am Sonntag Nachmittag 3'/, Uhr von der Leschenhalle des Neuen Jakobikirchhofes auS statt. Um rege Betheiligung ersucht D. O. 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''.(i solide M tlhetlurgen: Pierre Vouchard erhielt 1689 .Htmlährigeä Plivileaium zur Errichtung von„Buream ■mi*®"' d. h. von Lcien,„wo Leute auf Pfänder gegen % ßtmaMoW Interesse Geld haben könnten, folglich auch 5, dem Wucher nicht exponiren dürffen." Er ctabliite erste„Adreßdmeau" 1690 in der Brüderstraße, Weiten Haute von der Probstei nach der Pctrikirche und legte daselbst auch eine Liste aus, in welche k, arbeitsuchenden Personen ihre Namen, Alter, «Wiung u. s. w. eingetragen wurden, sowie andererseits Haben über Grundstücke und Häuser, die vermicthet oder z,„wust werden sollten, u. dgl. m. Es war also zugleich ein ,,,/nlnfts- und EtellenvermittlungS- Bureau. Als Gauguet fetL m 4 1692 die Leitung übernahm, erhielt die Anstalt ein «u°.'Hgictnent und wurde unter die Inspektion des franzö- iÄ �rrichtes gestellt. Palmier, welcher 1716 das Pri> .'8uin erhielt, verlegte daS Bureau nach dem Rath- infi Ü! wußte letzteres aber 1722 räumen als das Fron« *U Cr* Waisenhaus das Prievileaium empfing. Eertvem 061™%,!!. Institut biS zu seiner Aufhebung in der Kur- bjx gegenüber dem Fürstenhause, in demselben Ge- .�-welches später das Intelligenz> Bureau entbielt und l tt Reichs dank weichen mußte. Ueber der Thür sah iiiiSi« Brandenburgische Wappen mit der Umschritt: Chur- 1 Brandend. Addreß-Hauß, worin sowohl in öffentlichen 0 entalls als auch sonst nach Kaufmanns'Art allerhand Kauf- LMoüter und Waaren an Jubclen, Gold- und Silber- bildereyen, Zeuge, Hausgeräthe, Mobilien, Kleider, GiT'«utsche» und dergleichen mehr angenommen und ver- „int, werden." Die Zinsen betrugen 8 pCt. jährlich und lldtz, w. 13 Monaten spätestens bezahlt joeiben. Die Ueber- ri einer 1 sberg« ts den Waisenhause und später dem College oder Franzö- Mnastum, welches auch die Urberschüffe der Adrcß- -«Iliw c ru» Provinzen, z. B. Halle, empfing. DaS Prior- '■fWt � Hieb dem Palmier und kam dann an seine mit In-«. Hdrrt verheirachete Tochter. Ihr wolltm einige Kauf- erwaltung entreißen und versprachen deshalb die nner bestimmten jährlichen Summe an die Armen. des GymnafiumS aber, welcher für -____ ™ 1* Berwelltung entreißen «ner bestimmten jähr lew-«!., �»dsmiqae des Gumnanumo avrr, wrtuicu ,uu den aus dem Bureau fürchtete, richtete ein Gesuch Hü%?„nig. d«r am 5 Ottober 1781 eine Kabinetsordre er- r 0» CS lOlle D1CÄ..... V. or V__ her räch fe«: und .m des Adreßbureaus stets bei der iden und die Befitzer in keiner Weise % bestimmt, daß die Pionierstraße zu Berlin VH �orlfttn6lfamen.�Blüchfiftraße" erhallen und die Benennung j�at,ntkL auf den bisher Blücherstraße benannten I Mehr» i L bis zum Treffpunkte mit der Bülowstraße aus- anwerben soll. t drh«?, Alet« Wabnitz schreibt uns, daß Herr G. Heim, dobm 5! verklagt hat, Spandauer-, nicht Stralauer Brücke die m' Die Firma O. Heim habe nicht fie genannt, sondern W DJn 8olfiUentVon Anträgen der Schwnne Großschlächter Tagen eine Deputation der Schlachter-Jnnung WWWWW rk-rti, junot Kuratoriums des Zentral. Schlachthofes Stadtrath LfOU' t;'«n �°tn Wunsch vorgetragen, daß die Schlachtungen an ße 8fM( �bJnn"!aßen Nachmittags nach 4 Uhr wieder zugelaffm nK.......'Mi..... »rW öl». Die Deputation wird fich jetzt auch an das „-um wenden, obwohl wenig Ausficht vorhanden ihre Wünsche während der Wintermonate Berück- sn. ,?bkn können. �,,, If.� UtbUb der Tournüre- unter dieser vieloer. Bpitzmarke wendet fich die„Deutsche Petersburger »"folgendem intereffanten„Eingesandt" an die Damen- "schrecken Sie nicht, meine Damen, und legen Sie berliner Sonntagsplauderei. ig■ Nach de» Strapazen einer großen Bolksabstim- ?»» ei. wohl eine Art Vergnüge«, zu erfahren, wa« toche» Sebet dazu sagt. Eine große Anzahl der Stil- Mk welche nachher de« Tisch schmücke«, kennt man «'( Stf.!?0" im Voraus; das Hauptinteresse jedoch, welches H#0'Ulve nachher bietet, besteht gerade in de« Abweichu«- E,°em Erwartete«. N w8!',64 Menschen, die mit rührender Beharrlichkert Mw." blutigsten Kalauer belachen, al» ob sie zu Tode werden, und die mit bezaubernder Unschuld jeden Witz in Kolportage nehmen. Wir kennen nitofifi- Herrn, besten Spezialität darin besteht, jeden 7? mit denjenigen Scherzen unsicher zu mache», i'.*'{ten Urvätern bereit« die schmerzhafteste« Entlockten. Selbstredend ließ sich dieser ' Telegenheit der Landtagswahlen de« ... Zeichen Scherz nicht entgehe«, daß ei» Ur- ab.??'? st Zum Wahlman« wählte, um nachher die - Wehdem Zede Landtagswahl, mit welcher der inde» Aaat beglückt wurde, zeitigte diesen überaus b.» Witz, auch diesmal hatte man ihn, dafür sorgte w Penibilität unser Witzkolporteur, in stummer wohl zwanzig Mal über sich ergehe» lassen >st e» unter diese» Umständen ein Wunder, daß anstieg. Tageblatt" denselben seine» Lesern wieder als �cetC J Da« ergab sich ganz von selbst, e« wäre gab?«" gewesen, wen» dieser Scherz nicht wieder «m a worden wäre. t~®lll>- 2« einem Bezirk unterliegen die Deutsch- Äane iL«Natürlich", so predige« am ander» Tage ihre ......'------- denn auch anders sein, die Sozial. hellen Haufe«, ihre Führer an brachte» die Konservativen durch!" 2« sCirH i»» das Blatt nicht fort: Sie sollen keinen kriegerischen Ausfall gegen den allerliebsten Kameelhöcker zu lesen bekommen, den Ihnen Tyrannin Mode oktroyirt hat. Bewahre! Wir wissen genau, daß es leichter wäre, einem Mathematiker von Fach einzureden, daß daS Dreieck eigentlich fünf bis fieben Winket hat, und nicht drei, wie er es bis jetzt geglaubt hat, ja daß es leichter wäre, einen Mohren weiß zu waschen, als unseren Damen klar zu machen, daß dieses oder jenes Ungethüm der Mode gegen den gesunden Menschenverstand ist, ja— waS noch mehr sagen will,— gegen jeden Begriff von schön oder zierlich ist.— Unsere Damen, wenn fie uns haben ausreden lassen.— bitte zu bemerken, daß ich nicht von„anhören" ge- sprachen habe,— schlagen uns mit dem einen Wort Mode, oder auch mit der sehr ernst gemeinten Frage: was verstehen die Männer von solchen Sachen. Es bleibt beim Alten oder wird gar noch ärger. Also kein Kriegszug gegen das bekannte Anhängsel an der Kreuzgegend des weiblichen Körvers. Es soll nur eine kurze historische Notiz sein über den Ursprung dieses Anhängsels. Zu Anfang unseres Jahrhunderts lebte zu Paris eine gewisse Sarah Bartmann, der Mutter Natur eine solche Zierde verliehen hatte. Bei stark nach hinten geneigtem Ober- körper bildete ein unmäßig großes höckerartiges Fettpolster am letzten Ende des Rückens genau die Tournüre, wie man fie jetzt steht.— Unter dem Namen die Hottentotten- VenuS im Jahre 1815 beschrieben, bildete Sarah Bartmann für die Aerzte ein interessantes Studium während ihres Leben« und lebt bis jetzt in ihrem Gedächtniß. Uns beschäftigt hier nur die That» fache, daß Sarah Bartmann vor fast 100 Jahren mit einer „natürlichen" Tournüre begabt war, wie unsere Damen fie nicht schöner denken können. Das Konterfei dieses Ideals, entnommen dem Atlas von Butch, 1839, Tafel X., Fig. 69, befindet fich in der Redaktion dieses Blattes...." Polizet-Bericht. Am 23. v. M. Vormittags verunglückte der Arbeiter Wendebak in der Fabrik von Julius Pintsch. An- dreasstraße 72/73, dadurch, daß ihm ein Gußstück beim Ab- beizen aus der Hand glitt und in das die Säure enthaltende Gesäß fiel, so daß die Säure ihm inS Geficht spritzte und das linke Auge schwer verletzte.— Am 30. v. M. Nachmittags wurde in der Markgrafenfiraße der Kutscher Heckt, auf seinem Geschästswagen fitzend, von dem vorgespannten Pferde derartig gegen das rechte Knie geschlagen, daß er schwer verletzt sofort mittelst Droschke nach der Königlichen Klinik gebracht werden mußte.— Um dieselbe Zeit machte ein Mann in seiner Woh- nung in der Schützenstroße den Versuch, fich zu vergiften, wurde jedoch noch lebend aufgefunden und nach der Charitee gebracht.— An demselben Tage Abends wurde der Arbeiter Pieper in der Jnvaltdenstraße von einem Pferdebahnwagen überfahren und am linken Oderarm so schwer verletzt, daß er nach dem Krankenhause in Moabit gebracht werden mußte. Gerichts-Jeitmig. P. Ein völlig unblutiges Duell, welches am 10. März dieses Jahres in dem Treptower Park stattfand, war im gestrigen Audienz-Termin vor der Strafkammer des Landgerichts Gegenstand der Verhandlungen in einer Anklagesache gegen den früheren Kammergerichts> Referendar Sch. wegen Zwei- kampfes mit tödtlichen Waffen.— Ebenso harmlos, wie der Verlauf deS DueUS, war auch die Veranlassung zu demselben; die beiden biS dahin befreundeten Gegner aenethen über eine rein juristische Streitfrage in unangenehme Differenzen, welche schließlich zur Provokation deS Angeklagten führten, und da die VersöhnungS- Versuche des letzteren fruchtlos ausfielen, im Zweikampf auf 50 Schritt Barriere mit Pistolen ohne Vifir zum Austrag gebracht wurden.— Die Strafkammer erkannte gegen den Angeklagten auf 3 Monat Festung. Um ein Eyempel zu statuiren und um den Belästi- gungen und Zuvrinzlichkeiten, denen die Beamten der Bau- wenn nicht ei»„bekannter mit der ganze« Schaar seiner führer durch Anerbieten eines Geldgeschenks zu einer Pflicht- Verletzung hatte verleiten wollen. Baer stand deshalb gestem vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I. unter der Anklagt der versuchten Bestechung. Der Angeklagte beabfich- tigte rm Sommer d. I. in der Prenzlauer Straße einen Neu- bau aufzuführen und hatte die Bauzeichnung zur KonsmS« ertheilung beim Polizei- Präfidium eingereicht. Als ihm die Anhänger einstimmig die„Deutsch-Freisinnigen" unterstützt hätte. Jedenfalls sind derartige Berichte ganz danach an. getha», um Klarheit in die verworrene Situation zu bringe». Und bequem ist diese Methode auch. Man schlägt einfach blindlings auf einen unbetheiligten Gegner los und findet fich so mit seinem Mißerfolge ab. Mißerfolge überall: Sogar die junge« Herren von der Kunstakademie haben nicht einmal bei ihrem löblichen Streben, eine Theatervorstellung zu stören, den geringsten Erfolg zu verzeichnen. Und doch war der Spaß ebenso taktvoll wie unschuldig. Wen« auch da« dumme Publikum seine» Eintrittspreis entrichtet hat, so berechtigt das noch Niemanden zu der Forderung, eine Vorstellung ruhig und unbehelligt mit ansehen zu dürfen. Nur ein bornirter Philister, dem studentische und künstlerhafte Sitten ein voll- ständig unbekannte« Land sind, kann die Vermessenheit be- sitzen, einem würdevollen Ulk entgegentteten zu wolle«. Traurig genug, daß die akademischen Bürger nicht einmal die Freiheit besitzen,«in Stück auspfeifen zu dürfen, wenn ihnen der Titel nicht paßt. Jeder Stand hat selbstredend seine eigenen Sitten. So auch der Stand der Berliner Antisemiten. In allen Blättern, welche dieser Richtung huldigen, liest man tagtäglich die pastoralstm Abhandlungen über die Entsittlichung und Verrohung de« Volke». Doch der Mensch in seinem Wahn gewöhnt sich an Alle«, blos nicht an den — Durst. Da» mag in Hinficht auf den ernste» Gegen- stand frivol klingen, aber wir sind in der glückliche« Lage, für unsere» Ausspruch die mustergiltigste Berliner Jnstiw- tio« m'« Treffen führen zu könne», die e« überhaupt giebt. Mancher unserer Leser mag wohl bisweilen an den Anschlag- säulen Plakate gesehen habe», die mit den geheimnißvollen Buchstaben D. A. B. verziert waren. Der Vorsitzende diese, sich hinter die geheimnißvollen Buchstabe« verkriechenden Bunde« ist unser glorreicher Mitbürger Wilhelm Ptckenbach. Er ver- steht e« wie kein Anderer mit unvergleichltchem Patho, auf die Entchristlichung de« deutschen Volkes hinzuweisen, alle Ton- arten sind ihm geläufig, von dem Tirailleurfeuer der Ironie bi« zu de« Kanonensaloen der UeberzeugungStteue.„Mo- »archie und Alter" find seine Echlagworte, und er hat Erledigung zu lange währte und er dieserhalb auf dem Molken- markte Stachfrage hielt, wurde ihm der Bescheid, daß die betr. Zeichnung noch nicht vom Büreau des Bauinspektors Launer, woselbst fie reviditt wurde, zurückgekommen sei. Baer wandte fich nun an das ihm bezeichnete Büreau und erhielt dort von dem ihn abfertigenden Bauführer Gebhardt die Auskunft, daß bis zu der Erledigung seiner Zeichnung, die erst vor einigen Tagen eingelaufen wäre, wohl noch 8 Tage vergehen dürften, da bei der großen Menge der einlaufend n Zeichnungen eine chronologische Revtston derselben angeordnet wäre. Da dem Angeklagten daran lag, den pro« jeklirten Bau möglichst bald in Angriff n hmen zu können, sprach er den Wunsch aus, daß seine Zeichnung bevorzugt werden möchte und unterstützte diesen Wunsch durch das An- erbieten eines 20-Maikstücks. Der Bauführer wieS das Ge- schenk zurück und dem Offerenten die Thür. Baer verstcherte im Termine, daß ihm das Strafbare seiner Handlungsweise nicht bewußt gewesen, er habe geglaubt, dem Bauführer für eine ihm erwiesene Gefälligkeit fich in derselben Weise dankbar dezeigen zu können, wie?r es als Bauunternehmer so vielen Leuten gegenüber thun müsse. Der Gerichtshof schenkte ihm Glauben und reduzirte daher das vom Staatsanwalt beantragte Strafmaß— 14 Tage Gefängniß— auf eine Geldstrafe von 30 M. ev. 6 Tage Gefängniß. Eine Anklage wegen falscher MajestätSbcleidigungs-An- schuldigung gelangte gegen die verehelichte Arbeiterin Friederike Giese vor der zweiten Etratkairmer hiefigen Landgerichts l. zur Verhandlung. Am 19. März d. I. ging bei dem h'efigen Polizei-Präfidium eine anonyme Anzeige gegen ein Fräulein Lubisch ein, daß fie in einem Privatgespräch die Kaiserin auf daS Schwerste beschimpft habe. Die vorgenommenen Recherchen ergaben, daß die Beschuldigte bei dem beregten Gespräch sich durchaus nicht in beleidigenden Ausdrücken ergangen hatte. Es lag auf der Hand, daß hier ein niedriger Racheakt vorlag und der Verdacht lenkte fich auf die Angeklagte, welche unter der Beschuldigten in der Ludloff'scken Porzellanfabrik ge- arbeitet hat und mit derselben häufig in arge Diffe- renzen gerathen war. Die gerichtlichen Sch-eibsach- verständigen begutachteten aus dem Handschriftenvergleich, daß die Angeklagte die anonyme Denunziation ge- schrieben habe. Diese stellte ihre Betheiliaung entrüstet in Abrede, behauptete aber, daß die in der Anzeige enthaltene Angabe auf Wahrheit beruhe. Die sämmtlicken vernommenen Zeuginnen bekundeten aber das direkte Gegentheil, und so er- achtete der Staatsanwalt die Schuld der Angeklagten für zweifellos dargetban und beantragte eine Gefängnißstrafe von zwei Monaten. Nach längerer Berathung erkannte aber der Gerichtshof auf Freisprechung der Angeklagten, da daS Gut« achten der Schreibsackverständigen nicht ausreiche, dieselbe al« die Verfasserin der Denunziation anzusehen. Spitzbuben sind um eine Ausrede nie verlegen. In der Stacht zum 21. September fiel dem in der Neuen Frtedrichstraße pattouillirenden Wächter eine ihn begegnende Truppe von vier Personen auf, deren zwei ziemlich umfang. reiche Packete trugen. Der Verdacht des Wächters, daß hier ein Diebstahl ausgeführt worden, bestätigte fich, als er die Personen zum Stillstehen aufforderte. Drei von ihnen er- griffen die Flucht, nur einer der Packetträger mußte dem Wächter Rede stehen. Derselbe trug mehrere Stücke Fleisch in— einem Hemd eingewickelt und erklärte, daß er dasselbe in der Wllhelmstraße von einem Unbekannten gekauft habe. Natürlich nahm der Wächter den Verdächtigen mit zur Wache und gleich darauf wurde noch einer seiner Komplizen einge- liefen, den ein Schutzmann ebenfalls mit vermuihlich gestohlenem Fleisch angehalten hatte. In den Sistirten wurden die mehrfach vorbestraften„Arbeiter" Wilhelm Müller und„Schornsteinfegergeselle" Moritz Bräuer rekognozirt. Das hei ihnen beschlagnahmte Fleisch trug fämmtlich den Stempel des Rabbinats, mußte also bei einem jüdischen Schlächter gestohlen sein. Am nächsten Morgen machte der in der Klosterstraße wohnhafte Schlächter Breslauer die Anzeige, daß bei ihm ein Einbruchsdiebstahl ausgeführt worden und rekognoszirte sofort das Fleisch als das seinige. Trotz der erdrückenden Bclastungsmomente beharrten die Angeklagten bei ihrem Leugnen.„Haben Sie daS Hemd denn auch dem großen Unbekannten abgekauft?" stagte der Präfident den Anaeklagten Müller.„Nun, det war mein eijenes," lautete die Antwort. Hatten Sie denn Ihr Hemd vom Leibe gezogen?— Jawoll, Recht, man muß ihn nur verstehe». In seiner Monarchie allerdings schwingt der König Gambrinu« sein milde« Szepter, an seinem Altar kredenzt die feurige Nymphe schäumendes Bier! Und in einem solchen Staate lebt sich'« gemüthlich, das muß man sagen. Ist es etwa nicht so? Wir finden wenigstens in einem hiesigen Blatte, welche« sich mit„Ver- nunft" in de« Dienst dieses Bundes gestellt hat, folgendes Inserat:„D. A. B. Sonntag, den 1. November 1885, Vormittag« 10 Uhr, antisemitischer Frühschoppen in Riep- rich«'« Deutschem Wirththau», Unter den Linden 9 Zahlreiche Betheiligung von Führer», Mitglieder« und Gesinnungsgenossen erbeten!" Also Sonntag Vormittag um zehn Uhr Frühschoppen! Heiliger Stöcker, das thun Deine Getreue«?! Wenn das am grünen Holz passirt, was soll dann am trockenen geschehen! Doch wir wollen nichts gesagt habe«, wir seufzen noch viel zu sehr in dem Gefühl tiefer Zerknirschung unter den nieder- schmetternden Worten, mit welchen die General-Synode das gewöhnliche Volk bedacht hat. Wahrscheinlich verbringt man aber bei Rieprich die Zett mit dem Absingen ähnlicher geist« licher Lieder, wie wir eines derselben vor ungefähr vierzehn Tagen unseren Lesern unterbreiteten, und welchem da« „Berliner Tageblatt" unter vorsichtigem Verschweigen der Quelle nunmehr in dankenSwerther Weise die weiteste Ver- breiwvg verschafft hat. Doch Anttsemttenbund hin, Antisemitenbund her, der untrügliche Wetterkundige der alten„Vossische»" prophezeit in nächster Zeit strenge Kälte E» hat den Anschein, als ob er Recht behalte« könnte. Man sieht in der That mehr blaugefrorne Nase«, wie solche von einer andere« Kouleur. Wie lange wird e» dauern, und der erste Schnee deckt mit seinem Leichentuch die Fluren, und der Maskenverleiher macht seine Garderobe zurecht. Dann kommt die goldene Zeit des spanische« Hidalgo» der Kreuzritter und wilden Männer, der Königinnen der Nacht, der Gärtnerinnen und der Blumenmädchen und die schwere» Tage der Arbeit werden durch einiae Stunden der Illusion ersetzt. Es ist die Zeit der verlrebten Abenteuer, doch von ihr spreche« wir ein anderes Mal. W hadde zwee an und weiter nischt bei mir, wo ick det Fleesch inpackcn konnte und da habe ick eens ausjezogen. Unsereener muH ifich zu helfen wissen.— In diesem Falle wußten sich die beiden Spitzbuben aber doch nicht zu helfen. Bräuer erhielt 1'/% Jahr Zuchthaus, Müller IV: Jahr Gefängniß. Reichsgerichts» Entscheidung. Leipzig, 29. Oktober. Der sogenannte Hödur-Brozeß, welcher s. Z. viel Aufsehen er» regte, wurde am 27. Okiober vor dem IV. Strafsenate des Reichsgerichtes in der Revifionsinstanz verhandelt. Als am 14. März im Reichstage gelegentlich der Dampfersubventions- dedatte der Abgeordnete Richter eine Rede gehalten hatte, sprach der Reichskanzler Fürst Bismarck von einem Völler- frühlingc im Deutschen Reiche, dem aber auch der Hödur der alten Göttersage nicht fehle und bezeichnete als diesen Hödur die fortschrittlichen Wähler deS Kreises Hagen, welche den Ab« geordneten Eugen Richter in den Reichstag gewählt haben. Da nun nach der Sage Hödur ein blöder dämliger Mensch ist, welcher auS Dummheit oder Bosheit den Völkcrfrühling niederschlägt, so war es nicht zu verwundern, daß die Hagener Wähler durch die Acußerunaen des Reichskanzlers fich beleidigt fühlten. In der am 20. März stattgehabten Versammlung des liberalen Vereins in Hagen wurde denn auch die Sache zur Sprache gebracht und man beschloß, in einer Resolution, die Beleidigung zurückzuweisen und dieselbe dem Reichskanzler direkt zuzusenden, außerdem dieselbe durch die „Hagener Ztg." öffentlich bekannt zu machen. Die Absendung an den Reichskanzler unternahmen die fünf Vorstandsmitglieder des Vereins, melche der Resolution ein von ihnen unterzeich« netes Anschreiben beifügten. Durch alles dies fühlte fich der Reichskanzler beleidigt und er stellte deshalb gegen die fünf Absender der Resolution sowie gegen den verantwortlichen Redakteur der„Hagener Ztg." Strafantrag. Daraufhin ver- urtheilte das Landgericht in Hagen am 18. Juli den letzteren zu 200 M., die übrigen Angeklagten zu je 500 M. Geldstrafe. Aus dem Urtheile dürfte folgende» von Interesse sein. Die Angeklagten behaupten, nicht die Abficht der Be« leidigung gehabt zu haben, sondem nur die Abficht, die nach ihrer Anficht ungerechtfertigten Angriffe des Reichkanzlers zurück» zuweisen; der angeklagte Redakteur bemerkte insbesondere, es habe ihm billig geschienen, die Angriffe auf den liberalen Verein zurückzuweisen. Ueber die Resolution sogt das Urtheil: Diese in so schroffer Weise vorgebrachte Kundgebung der Gerrng« schätzung des Verhaltens eines andern kam in einer beleidigenden Form zum Ausdruck. Sie ist objektiv geeignet, den Reichs« kanzler in Beziehung auf seinen Beruf zu beleidigen. Wechsel- seitigc Beleidigung(§ 199) liegt nicht vor, da die Resolution nicht auf der Stelle, d. h. im ersten Affekt, welcher durch die Beleidigung hervorgeiuftn war, gesagt wurde, sondern chtet das Urtheil eine Be- erst 14 Tage später. Uebrigens erach: leidigung der liberalen Wähler Hagens durch den Reichskanzler gar nicht für vorliegend. Verkennen laffe es fich nicht, heißt es weiter, daß die Angeklagten ein Interesse daran hatten, be« kannt zu geben, daß die Wahl Richter's nicht so zu Stande gekommen sei, wie der Reichskanzler eS gesagt, und e» müffe auch anerkannt werden, daß es ihnen gestattet sein mußte, eine Erwiderung in ihrem Sinne, zu veröffentlichen. Der That- bestand des§ 193(Wahrnehmung beiechtigter Interessen) wurde also für vorliegend erachtet, aber die Beleidigung wurde in der Form gefunden. Die einfachste Art, der vermeintlichen Beleidigung gegenüberzutreten, wäre die Veröffentlichung eines sachlichen Protestes durch die öffentlichen Blätter gewesen. Statt eines solchen wmde aber die Abfassung einer höchst persönlichen Resolution beschlossen, in welcher Aus- drücke wie„unberechtigte Kritik",«legen gegen derartige Inst- nuationen entschieden Verwahrung ein" vorkommen. Dies und in Verbindung damit der in dem Anschreiben vorkommende Passus, in welchem von einer„bedauerlichen Anmaßung" die Rede sei, lasse die beleidigende Äbficht erkennen und sei durch die Form beleidigend.— Die Revision der Angeklagten führte im Wesentlichen folgendes aus: Das Urtheil stelle fest, daß daS Wort„Anmaßung" die Beschuldigung eines bewußt rechts- widrigen Eingriffs in eine fremde Rechtssphäre ausdrücke. DieS sei aber sprachwidrig, denn über die dewußte Seite enthalte das Wort gar nichts; es bedeute nur das Bestreiten des Rrchts, und Grimm's Wörterbuch erläutere es durch„stolzer Anspruch". Ferner wurde gerügt, daß das Urtheil keine Feststellung dar« über enthalte, ob die betr. fünf Angeklagten bei Berathung und Abfassung der Resolution mitgewirkt haben und daß fie den strafrechtlichen Dolus gehabt haben. Der§ 199 sei falsch angewendet, denrt den Wählern ser erst durch dt« Redner in der Versammlung Kenntmß von der Rede des Fürsten Bismarck geworden, und fie hatten „auf der Stelle" durch die Resolution darauf geantwortet. Auch Verkennung des§ 193 wurde gerügt. Der Vertheidiger. Herr Rechtsanwalt Dr. Luden von hier, stellte zunächst den Satz auf, es müsse der öffentlichen Diskusston ein großer Spiel- räum gewährt werden, sonst könnte der Reichstag und andere Körperschaften ihre Aufgabe nicht erfüllen; die Worte könnten und dürften deshalb nrcht auf die Goldwage gelegt werden. Es sei kein großes Unglück, wenn die Grenzen sachlicher Erör- terung einmal überschritten würden, dadurch leide das Reich IeuMeton. 9** MsrmO«e»ma>che� Amerikamsche Erzählung 96J von »albttin Möllhaufe«. (Fortsetzung.) Da fiele« seine Blicke wieder auf Hertha, die bebend im Sattel saß und die hervorquellende« Thränen vergeblich zurück- zudran�tha. habt Ihr gehört, wa« Euer Onkel sagte?" fragte er leise und innig, indem er de« jungen Mädchens Hand wieder ergriff. �...,. Er fühlte den schüchternen Gegendruck, er sah. daß sie zwischen den Thränen hindurch ihm beseligend zulächelte, und ihm war. al» habe sich plötzlich ein andere«, er« schönere« Leben vor ihm eröffnet. r„.,.. „Hertha, unaussprechlich theure Hertha, fahr er fuhr er fort, indem er«och dichter an de« junge« Mädchen« Pferd herantrat,„ist esdenn wahr? ist e« keinTraum. keine Täuschung? 8'M'ItljiSlmik nlü!?»0««>-»-ah»>» Woutt 3:= M � mit bebender Ha«b ergriff er beb MS Ä Ä ÄTÄ«�ä len in einiger Entfernung Jansen und siute al.en Rersege- '�Er war wieder an Hertha'« Seit« getrete»; ihre Hand und sein Interesse durchaus nicht. Er gebe deshalb zu, daß der Reickskanzler befugt war, von seinem Standpunkte aus fich in einer sckarfen Weise darüber zu äußern, wenn der Ausfall der Wahlen im Kreise Hagen ihm mißfiel. Es sei aber nickt zu verkennen, daß die Wähler fich dadurch verletzt fühlen mußten. Bismarck stelle die fortschritttichen Wähler vor die Alternative, entweder aus blöder und täppiscker Gesinnung oder auS Bosheit Herrn Eugen Richter gewählt zu haben. Er habe, als er von Hödur gesprochen, nur die fortschritt- lichen Wähler im Sinne gehabt, also die Angeklagten auch damit getroffen. Der erste Richter sage, daß vre Beleidigung hauptsächlich in den Worten„bedauerliche Anmaßung" liege. Er verweise in dieser Richtung auf die Revifionsschrift und füge noch hinzu, daß Campe„anmaßen" erkläre als fick wider- rechtlich zueignen, jedock nur objekttv, nicht mit dem Bewußtsein der Widerrechtlichkett. Im früheren sächsischen Recht habe das Wort diese Bedeutung gehabt, man habe z. B. in Urtheilen gesagt:„da, was Kläger fich zu erweisen angemaßt hat. nicht nachgewiesen sei." Was das„auf der Stelle" betreffe, so wollten die Wähler nicht einzeln als Person, sondern als Wählerschaft dem Reichskanzler gegenüber treten, dies sei aber nicht ftüber angängig gewesen, und das habe der erste Richter nickt beachtet. Bezüglich deS§ 193(Wahrnehmung berechtigter Interessen) bemerkte der Redner, wenn die Wähler, wie oas Urtheil es als richtig hinstelle, fich darauf beschränkt hätten, zu erklären, fie seien nicht dumm und blöde, so würden fie fich dadurch nur lächerlich gemacht haben. Das Begleitschreiben sei ja in der Form höflich gewesen, und wenn der Reichs- kanzler fich nach Anficht des Gerichts gefallen laffen mußte, daß in den Zeitungen ein Protest veröffentlicht werde, so sei es ganz gewiß keine Beleidigung gewesen, wenn man ihm eine Abschrist zur Kenntr.ißnahme zuschickte.— Der Reichs- anwalt Herr Etenglein erklärte, es sei ihm neu, daß Grimm und Campe als Rechtsquellen bezeichnet würden; der Begriff der Beleidigung sei überhaupt auch keine Rechts- frage, sondern thatsächlicher Natur und komme hier nicht in Betracht. Das Wort„Anmaßung" gelte im gewöhnlichen Leben als beleidigend und gerade die Herren, welche die Reso- lution faßten, würden fich wohl am ersten dadurch beleidigt gefühlt haben. Wenn einzelne Bürger dem ersten Beamten des Staates, der so viele Verdienste fich erworben, solche Worte ins Geficht schleudern, so sollte man gar nicht erst überlegen, od eine Beleidigung vorliege. Die guten Leute hätten fich übernommen und ein Wort gebraucht, das ihnen jetzt vielleicht sehr unangenehm sei, aber als beleidigend durchaus angesehm werden müffe. Man könne wohl fragen, wohin eS kommen würde, wenn der erste Beamte des Reiches pflichtgemäß im Parlamente irgend eine Frage erörtert, und nun rn großen und kleinen Städten und Dörfern, wo zwei oder drei Menschen zu einem liberalen Vereine zusammengetreten seien, Resolutionen gefaßt und an den Reichskanzler geschickt würden; wenn alle im Gefühle ihrer Allmacht als Wähler ihn kritifiren wollten, so würde die öffentliche Ordnung dadurch nicht gewinnen. Von Kompensation könne keine Rede sein, denn das Wort „auf der Stelle" würde im Gesetz überflüssig sein, wenn man die spätere Mittheilung der Beleidigung an den Beleidigten mit der Beleidigung für identisch erklären wollte. Er bitte deshalb die Revision zu verwerfen. Das Urtheil lautete: Die Revifion wird verworfen; das Reichsgericht ist völlig einver« standen mit dem Antrage und den Ausführungen des Herrn Reichsanwalts. Kmwles tmd Arveiterbewegung. Die dreizehnwöchentliche Karrenzzeit de« Unfallver« sicherungsgefetze« ist bekanntlich von den Vertretern der Ar« deirerpariei im Reichstage energisch betämpft worden, weil da« durch der größte Tbeil der aus den Unfällen entstehenden Ausgaben von den Unternehmern auf die Arbeiter abgewälzt wird; 95 von 100 Unfllückssähen werden auf die Krankenkassen übertragen. Diese Anfichten wurden vom Regierungstisch, wie auch von den reaktionären Parteien bekämpft und als über- trieben dargestellt. In den Handelskammerberichten zu Greiz und Gera aber wird die Anschauung der Arbeitervertreter be« stätigt. Der Unterstützungsverein in Gera hatte unter 215 Unfällen, die zusammen ungefähr KV, Jahre Arbeitsunfähigkeit erzeugten, keinen einzigen Uniall, wobei die Arbeitsunfähigkeit die Frist von 13 Wochen erreicht hätte. Von 74 Unfällen in der Kammgarnindustrie zu Greiz hatten nur 2 eine um 7 resp. 28 Tage über die Karrenzzeit hinausgehende Dauer, während die übrigen(zirka 4V» Jahre) in die Karrenz, ett fielen. So- mit haben wir in dem UnfallverficherunaSgesetz ein Schutzgesetz für die Unternehmer und nicht für die Arbeiter erhalten. Wie nothwendtg die Einführung eine« Maximal« arbeitstage« ist, das geht auch aus den Jabresderichien der Fabrilinspektoren sür das Jahr 1884 hervor. Wir wollen auS denselben zunächst einige Daten über die Arbeitszeit anführen und für heute uns mit einigen Mittheilungcn des Fabrik« inspektor« für das Großberzoathum Baden begnügen. Der« selbe meldet einige haarsträubende Fälle:„Wegen der in manchen Fällen ganz übermäßigen Ardeiiszeit der Erwachhielt er fest in der seinigen, als ob et befürchtet habe, daß fem ganze« LebenSglück, feine ganze Lebensfreude ihm könne entrissen werde». Keine« von ihnen sprach ein Wort, aber au» ihrem Schweige« sprach so beredt die tiefe Znnigk.it ihrer Gefühle, da« ernste, beseligende Bewußtsein, einander bi« über da« Grab hinau», ewig, unzertrennlich anzugehören. Wa« kümmerte sie jetzt noch da« starre Gestein, welche« sich ringsum wie drohend hoch über einander thürmte; wa« der glühende Sonnenschein, der die grellfarbigen Felsmasse« so blendend beleuchtete; wa« die furchtbare Wildniß, welche fie auf viele Tage- reisen, weit«ach allen Richtungen hin umgab? Ihre Herze« waren von Dankbarkeit gegen ein freundliche« Ge« schick erfüllt, und wa« kurz vorher«och niederdrückend auf sie einwirkte, die bange Besorgniß vor der Zukunft ver- mehrte und ihnen Schrecken einflößte, da« schien ihnen jetzt freudige Hoffnung zuzusprechen, fie immer mehr auszurichie» und mit dem auszusöhnen, wa« sie zu erdulden gehabt � Warum hätten fie auch nicht mit fteudiger Zu- verficht der kommende« Tage gedenken sollen? Der Himmel war ja so blau, die Strahlen der Sonne so glänzend, der Bau der sie umgebenden mächtigen Plateau« so erhaben, so Ehrfurcht gebietend. Und die Leute erst, welche« fie fich langsam näherten? Vor kurzer Zeit noch bitter verfeindet, verkehrten sie jetzt mit einander, al« ob der in ihre Brust eingezogene Friede auf alle Diejenige« überttagen worden wäre, mtt welche« sie in nähere Berührung kamen. Ja, ttefer Friede ringsum; die Erschlagenen bliebe« ja weit hinter ihnen zurück, und wenn Hertha nicht« von de« schreckliche» Begebenhetten wußte, so war Weatherton'z Geist wieder mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Was aber Jansen, Falk und die Delawaren, die ihnen von wei« tem nachfolgte«, erörterten und besprachen, vernahmen sie nicht mehr, noch weniger sahen sie den schmerzlichen Aus- druck in Jansen'« Zügen, al» der Schwarze Biber ihm den Name« de« Mörder« nannte und ihm zum Beweise den kurzen, mit Bleikugeln beschwerten Rohrstock einhändigte, an welchem noch RynoldS' blutige Haare klebten. senen habe ich schon in den Jahresberichten für 1881 und 188 einzelne Mittheilungen gebracht. In dieser Beziehung rn«# man, meistens aus Veranlassung der Untersuchung von U* fällen, stets neue Wahrnehmungen, welche es wünschenswel? erscheinen laffen, daß auch die Arbeitskraft der Erwachsen» einen Schutz gegen Ausdeutung genieße. Hier nur zvei L» spiele: In einer Mühle verunglückte ein Arbeiter beim Reinr gen einer Maschine während des Ganges. Es stellte fich herant. daß derselbe freiwillig für einen anderen Ar better eingetre!» war, welcher nach d> eißigstündiger Arbeitszeit von K Uhr Wl des einen bis 10 Uhr Mittags des anderen Tages am Rot mittag noch diese gefährliche Arbett thun sollte.— In ein« Zement-Fabrik hatten zwei Arbeiter mit Zement bela� Karren im Gesammtgewicht von 9V:o Zentner auf einem 1 v» breiten, nicht mit Geländern oder mit Führung für die 9W* versehenen, in einer Steigung von 5V- pCt. liegenden hölzern» Steg nach den Lagern zu fahren und waren dabei in(»' vierundzwanzigstündige Arbeitsschicht eingetheilt. In. � 14. Arbeitsstunde stürzte ein Arbeiter über den Steg auf M unten befindliche Schienengeleise und mußte in Folge der w hirnerschütterung in einer Irrenanstalt untergebracht werben — Das ist doch jedenfalls Beweis genug, daß Aenderung treten muß, da die Arbeitskraft in geradezu frevelhafter ausgebeutet wird. Also her mit dem Maximalarbeitstag! Der Tischlerstreik in Dessau ist beendet. Die dorb? Lohntommisfion versendet folgendes Zirkulair:—„An? Tischler Deutschlands. Kollegen, Ardeiter! Nach Berfas unseres letzten ZirkulairS hatten wie noch mehrere Untersag lungen mit unseren Jnnungsmeistern, konnten aber ni«»� Einigkeit erzielen, indem beide Theile härtnackig waren- kamen nun zu dem Entschluß, der unliebsamen Sacke ein ssm zu bereiten, welches denn auch am 20. Oktober geschah, ir»» wir auf eine 63 stündige Arbeitszeit eingingen, jedoch mitj** Bemerken, die Pausen nach beiderseitiger Uebereinkunft% setzen. Die Werkstatt-Ordnung wurde fast in allen Pu» umgeändert und zwar nach unserem Wunsche. Kolleges-' war uns nicht möglich, unsere Forderung streng durchzufwr in Anbetracht der Jahreszeit und des kolossalen Zuzugs W der Kollegen, auch machte die Entlassung der Reserve e»? empfindlichen Eindruck auf unsere Verhältnisse und ua> Opferwilligkeit unserer Kollegen Deutschlands nicht zu brauchen, faßten wir diesen Beschluß. Es giebt noch eine große Anzahl Kollegen, welche es suchen, auf alle mögliche Art dm orgflji'l Kollegen Konkurrenz zu machm und diese« Uedel nicht früher beseitigt werden, bis alle Kollegm an der sation betheiligt find� Kollegen! Die Folgen der B Iiedner krtt und forderte �»stehenden hin Dr. Li ftznchnete d fie ***» kam ntutte Zeit D Öftrer gew °»> Mittwvl dmtmstraße ÄP 'daß es Ä; Mmmlunx m Ss-iT' 'KZ nah, miß pP scheinen auch bei uns nickt auszubleibm, wir hatten die Bedingung gestellt: Vcrzichtleistung auf Maßregelung Seitm der Meister, welches auch eingewilligt wurde! scheinen die Herren an dem Beschluß nicht recht fest bal> wollen, denn es find jetzt noch 7 Kollegen hier, welche. nicht untergebracht find, trotzdem Bedarf an Arbeit! vorhanden ist. Einige von den 7 dürften wohl al« regelt zu betrachten sein. Kollegen! Eurer Opfer haben wir es zu verdankm, daß wir so lange aushalten und sagen wir hiermit unseren Kollegen, welche uns so r unterstützten, unseren tiefgefühlten Dank, wir werden<>l% mtt Gleichem zu vergelten wiffm. Noch müssen wir uiv„ schuldigung bitten, daß wir so spät beeichten. 3%% sofort an die Redaktion der„Neuen Tischlerzeitung" erhielten aber am Eonnadend den Bescheid, daß der r. zu spät eingegangen wäre. Die Abrechnung werden% kürzester Zeit veröffentlichm. Dessau, dm 28. Oktober,- Mit kollegralischem Gruß und Handschlag: Die Kow? der Tischler in Dessau. Im Auftrage: 6 GenW1® Wagner." M Eämmtliche Baumwollfabriken und in Norditalien haben beschlossen, in ihren Eia»�,(V nicht weiter arbeiten zu laffen; fie gcbm vor. in Nf n Mm sfr 5 V Ve % Bnbe zu ki»_ii4j Äpfien des nicht weiter arvenen zu losten; sie geben vor. in iC# schlechten Geschäftsgang« die hohm Gewerbesteuern zahlen zu können. Dadurch würde die Roth der i(a# � Arbeiter allerdings den Höhepunkt erreichen. Die größte Flachsspinnereifirma in schall-~- gw-- zu, welche.....—------.................. sammmgeschmolzen ist. Die Handelt flaue, die ledha». kunenz und der geringe Nutzen werden als die Gru» das Aufgeben des Geschäfts dezeichnet. M Ufttc en o eien aten mit ytw »Nunmehr v Kandidat a K Wahl M Arn. m gen Vereine nnfc Nerlammlungt. Die Versammlung Westen Berlins, welche des am Arbeiter-Bezirksveret«, Montag in Gründer«. p Eck «fi w tagte, wurde polizeilich aufgelöst, her Nöske hielt ein� an i fällig aufgenommenen Vortrag„ueber die Landtags„_ Selbst Fürst Bismarck— bemerkte Redner— bezA"� Dreiklaffenwahlsystem zu dm Lanvtagswahlen als d» � schlechteste. Auch Vre Arbeiter seien mit diesem UdWLpr standen, deshalb bethettigen fie fich nicht an Ver Sie sahen auch nicht, wie Jansen dann Allen Reihe, die MohaveS nicht ausgevommen, die H®"' und sie aufforderte, sich furchtlo« den Gerichten in® see- Stadt zu stellen und dort ihre Autsog'»' derholen und zu bestätige«. dem sahen und hörtm sie. sie ihren Gedanke» Worte Nein, nichts Aber allmaltg verleihen und vv» ste ihren Gedanken Worte zu verleihen»no#6 jüngsten Vergangenheit ihre Theilnahme zuzuwende- f hatte Weatherton eine Frage an Hertha zu htpfp«tncft IC—__ /TZ. Zt. f..*•/■> Iii � n.M I 1 & «t *5� %%%' 3ln„3 . 0 d Und z «ftir diese noch irgend etwa« an ihrer Erzählung V* Jr ojL oder zu ergänzen. Der Himmel war so blau, t, g%, voll Sonnenschein und die Plateau« so grell belcu« sN-ttoirr die beiden jungen Leute hatten nicht Zeit, auf"-"' SÄrÄSnSf sehen., Al« aber nach mehrstündigem Marsch flanke vereinigte Karavane an geeigneter Stelle � Jansen, Hertha und Weatherton fich hangenden Felsen« gelagert hatten, da wurde der � M envahnten Erlebnisse noch einmal im Mggi SUt und mit den allerkleinsten Nebenumständen« Ost den «v 8% übliche bezaubernde- � p ®tolj und wahrhaft weibliche 'hten Auge» leuchteten. M (F-r Rath w. I und 1® gurg wo® von D» Eimaiffn® «t.8* und("J* dann die sich gcgenüb,rst«henden Parteien »oiSeÄ» Anwesenden auf, fich recht reae an den be- ber? 8� �.�v'uwunabvahlen zu betheiligen. Alsdann sprach W�Latgenvu„Ueber die Kultur und die Parleien". Er Wem jle*®uIlur der alten Griechen als eine einseitige, Z VWSSNZ mtf v* ow IV�U�CII. OUUI'wUHUß Wt» UH.H.WI �W»|U4* om.2 MMommenen Vortrages sprach Redner über die bildenden . L" � JnfteunD die Unentgeltlich keit des Volksschulunterrichs. Zur t% CT0" smach H«r>ch«-itzer. � 8«' i 70»I iviuaj �cii ccpmeiger. Beim Echlußwo' '"If gMM sÄ' ,aIä derselbe die religiöse Frage berübrte, w i.'d-v-"" �>*(*">-■ bei in«" des Re e die Eozialistengl�des An � �ts- Krankenkasse der Tischler und Pianoforte- aus d>i a. dtiter. Eine Versammlung der in den Bezirken der drei bei@P!-- im Erwählten Delegirten zur Generalversammlung fant Aiillwoch, den 28. 5. M, in Nieft's Lokal, Komman mm M«' und«asfirerwahl einzunehmen gedenkm. ferner «uchiete---~ij M Ii % rä »er iren. che tfii.SjJ hah. or «ch«U� izugs � eseroe MV UlN» &'"4 A% der : Be-oA ten nat«� egelung' ?urde: .st halt« weicht rbeit als oter Iten s so r oen oir uW'A ■t4 den tto�ajj *** er das Verhalten der jetzigen Vorstandsmitglieder Mitgliedern der Rasse; hauptsächlich kritifirte er Kas» .. aus niii—- Ju schaffen, empfahl Redner, den jetzigen Vorstand M,tk d«, sondern neue Personen in denselben zu wählen, �irdn man mit den Kasfirern thun. Als zweiter möge man mit dm Kasfiiem. «..., ladm Herr Schmitz das Wort und kritifirte derselbe dei, des jetzigen Kafsenrendanten Herrn Witte, welcher ».-.�utglredern gegenüber ein zu bureaukratisches Verfahrm Ferner machte Redner Herrn Witte den Vorwurf, M?rselbt bei der Berathuna des neu« und bemängelte bei der Berathuna des neuen Statuts zu eigen. ». gehandelt habe, und bemängelte das Statut als dm �fsen der Mitglieder nicht mtsprechend. Zu der Arbeits- Wung der Kasfirer übergehend,»bemerkte Redner, man . die nmm Kasfirer kontraktlich verpflichten. dre �'Vermittlung ganz zu unterlaffen. widrigen. � B- sofort ihres Mandates verlustig�.gehen. mmm w V !n 1. bll Repertoire der königlichen Schauspiele U- den, m November 1885. Im O p e r n ha u s e. Sonn« ccnian: November: Johann von Paris, Wimer Walzer; J*» 3.•'(j°en 2.; Der Trompeter von Säkkingm; Dienstag fA.'f,Hwmen; Mittwoch, den 4._; Don Juan(Frl. Elril ■ vyam. T7" i WH. tVVW\)UUn Xtfli» Vi-illlV Mko Donnerstag, den 5.: Zweite Sinfonie- Soiree; M, gnf" 6-: Aladin; Sonnabend, den 7.; Johann von m, tcn« Walzer; Sonntag, den 8.: Die Afrikanerin fc\ � m 9 i* w-- isrifespnf«-esr.(«.n.if,. tassz N>isse.°Ä?ber; Gastrecht. Das Tagebuch. Kleine Mißver. v den 2.: Maria Stuart; Dienstag, den 3.; I* den 5� ÄZd Finke; Mittwoch, den 4.; Narziß; Donners- R v..-«.« I/.—___ nr* w w-, w f*. V �"abend' von Barnhelm: Freitag, den 6.: Othello; S-: 3?ok nw•' ,um 1 Male: Trug in Treue; Sonntag, 'han der Weise. #%####: L am Mittwoch, den 28. Oktober, eine öffentliche Versammlung im Lokale des Herrn Weich Alexanderstr. 31. Auf der Tages» Ordnung stand: Referat des Herrn Schriftsteller Baake, Statu- tenberathung und Vorstandswahl. Herr Baake erklärt zunächst Zweck und Ziele des zu gründenden Vereins. Derselbe soll die Bildung des Arbeiters in geistiger, gesellschafllicker und fittlicher Hinficht heben und fördern, und zwar durch Vorträge und Diskusfionen in Vereins Versammlungen, sowie durch Lehr- kurse, in welchen über Wissenschaften gelehrt werden sollen, welche, dieselben bisher nur an den Hochschulen gelehrt werden, da dem Arbeiter unzugänglich find. Es findet alle vierzehn Tage eine Mitglieder-Versammlung statt. An dem Unterricht kann -._ f*"*-»,.«• t.» ,r 9*t fich jedes Mitglied betheiligen gegen ein festgesetztes, verhäll« nißmäßig geringes Honorar. Außerdem wird, fich der Verein die Gründung einer Bibliothek sowie einer Lesehalle, in welcher die Neuheiten der Tagesliteratur ausliegen, zur Aufgabe lachen. Es wurdm hierauf die Statuten, welche von einer diesem Zweck gewählten Kommisfion entworfen find, ver« n und dann in die Generaldiskusston eingetreten. Herr Lütgenau spricht fich dahin aus. daß er gewünscht hätte, daß der Verein politische Fragen behandeln und agitatorisch thätig sein möchte. Er dringt jedoch mit seiner Anficht nicht durch und schließt fich später dm Kom« misfionsbeschlüffen an. Herr Schriftsteller Christensen spricht für den Kommisstonsbeschluß und Herr Rud. Ephraim des« gleichen, indem er ausführt, daß der Unterricht ein systema- tischer sein müffe, wenn etwas erzielt werden soll. Es sprachen noch verschiedene Herren meist für den Entwurf. AlSdann ge« langten die Statuten zur Abstimmung, wobei die einzelnen Paragraphm fast alle ernstimmia und mit wenig Veränderungm angenommen wurden. Aus der darauf folgenden Vorstandswahl eig Herr Berndt als 1. Vorfitzender, Hr. Franke als deffen Ver- ter und Herr Christensm als 2. Vorfitzender hervor. Weiter wur« dm gewählt die Heiren Bruns, Baake, Hanne, Büchel. Weber und Rittmeister, welchen ihr Verwaltungsamt der Vorstand zuertheilm wird. Eine Versammlung der Korbmacher(Meister und Gesellen) tagte am 26. Oktober bei Siemund, Linienstraße 8. Einberufen war dieselbe auf Anregung des Gesellen' Ausschuffes. Die Tagesordnung lautete: Zwecke und Ziele des Ausschuffes, Regelung der Arbeitszeit und der Arbeitslöhne. m ä. J**%,■■■ M■ tf- t m 9. 9 _________,. Der Alt. geselle Herr Eteinicke als Referent betonte, daß die Zwecke des Ausschuffes nur wenig zu bedeuten haben. Der Ausschuß sei überhaupt nur zum Schein, der Meisterinnung wegen da, den- noch aber habe der Ausschuß ein Ziel im Auge, nämlich das, die jetzt bestchmden sehr mißlichm Zustände der Korbmacher. gesellen nach Möglichkeit zu bessern. Der Ausschuß fordere eine Erhöhung des Tarifes von 10 Prozent. Ferner für jede Stunde der Sonntagsarbeit und für jede Stunde nach 8 Uhr AdmdS 15 Pf. extra. Der Referent wies dann darauf hin, daß die Korbmacher Berlins eine Petition an dm Reichstag gerichtet haben, wegen Annahme des von dm Arbeiter« Vertretern eingebrachten Arbeiterschutz Gesetzentwurfs. Indem Gesetzentwurfe werde die gesetzliche Einführung der Sonntags« ruhe und des Maximal Arbeitstages gefordert. Es sei Pflicht des Ausschusses dafür einzutreten, daß diese Forderungen in dem Korbmachergewerbe zur Durchführung gelangen. Herr Bergmann(Arbeitgeber) schloß fich mit warmen Wortm dm Ausführungm des Referenten an. Die von letzterem gestellten Forderungen wurdm fast von sämmtlichm Meistern, welche fich an der Diskusfion betheiligtm, anerkannt und unterstützt. Die Versammlung wählte zur Anbahnung der näheren Schritte bebufs Durchführung dieser Forderung eine Kommisfion aus 7 Meistern und 7 Gesellen bestehmd. hr. Der Verein ,«r Werhrung der Interessen der Arbeiterinnen beschäftigte fich am Freitag in den Gratweil« schen Sälen mit der Frage:„Welcher Krankenkasse sollm die Arbeiterinnen beitreten V Den Vorsitz führte Frau Stägemann. Das Referat hatte Herr Max Kreutz übernommen. In sehr eingehender Weise schilderte er die drei für die Arbeiterinnen in Betracht kommmden Rassen: die OrtS-, die Fabrik und die freien Hilfskassm Die Vorzüge der letztgenannten setzte er in das gehörige L'cht. In Rückficht darauf, daß die durch daS Krankenkassen- Gesetz geschaffmm Kranlenkaffen alle nicht aus Staatsmitteln, sondern aus Beiträgen der Arbeiter unterhalten werden, sprach Referent die Anficht aus, daß alle diese Kaffm nur dann lebensfähig bleiben werden, wenn durch die Gesetz« gebung ein noch weiteres Einken der Löhne verhindert werden wird. Geschehe dies nicht, so werde die Zahl der Arbeiter, welche nicht mehr im Stande find, Betträge zu Krankenver« ficherungs-Kaffen zu zahlen, eine immer größere werden. Hätte die Mehrheit der Volksvertreter im Reichstage eine genügende Kenntniß von dem schon jetzt vorhandenen sozialen Elende der arbeitenden Volksklaffen gehabt, so würde schon jetzt für diese Volksklaffm eine Krankenveistcherung auS Staatsmitteln zu Stande gekommen sein. In Bezug auf die Fabrittrankenkassm vermißt Referent in dem neuen Gesetze die Forderung, daß der Fabrikant, bevor ihm gestattet werde, eine besondere Krankenkasse für Arbeiter zu aründm, dm Nach weis führe, daß sein Fabrikgesehäst lebensfähig sei. Zum Be weise dafür, daß alle diese neuen Kassen dem Bedürfnisse nicht vollkommen genügen, wies er darauf bin, daß die Kranken« Unterstützung nur für eine beschränkte Zeitdauer gegeben wiro, und daß die Sorge der Kaffenverwalter, das Interesse der Kassen zu wahren, eine inhumane Behandlung der Mitglieder, die mit ihren Ansprüchen herantreten, zur Folge habe. Re« ferent erflärte, daß er als Bevollmächtigter eurer Kasse solchen Mitgliedern der Kasse, welche, weil ste in Folge von Ar- beitslofigkeit längere Zeit habm darben müssen, mtkräftet und arbeitsunfähig find, ebenso, wie wirklich Kranken, daS Recht auf die Unterstützung auS der Kasse zuerkmne. Er empfahl den Anschluß an die Offenbacher steter Hilfskaffe für Arbeiterinnen mit dem Wunsche, daß die Frauen und Mädchen, welche Mitglieder dieser Kasse geworden, ihre Gleichberechtigung mit dm Männern geltend machen und dahin wirken mögen, daß die Verwaltung der Kasse, die bis jetzt von Man« nem geführt wird, Fraum oder Mädchen anvertraut werde. Zur Diskusfion nahm zuerst Frl. Wabnitz das Wort, um dem Bedauern darüber Ausdruck zugeben, daß noch keine allgemeine Krankmrerficherung für alle Arbeiter aus Staatsmitteln zu Stande gekommen. Dem Vorschlage, den Frl. Wabnitz machte, der Verein möge eine Darlehnikaffe aründm, aus welchen die Mitglieder in Fällen der Roth Darlehne zu 3 Prozmt erhalten könnten, traten die Herren Max Kreutz und Julius Kreutz mit fehr überzeugenden Gründen entgegen. Darauf machten die Herren Kreutz, Lindenhain, Baake und Frau Gubella Mittheilungen über die Versammlung der Damm- mäntel- Schneider am letzten Montag. Fiäulein Jagert theilte einen sehr ausführlichen ZeitungSbencht über die Versammlung mit. Die von den Herren gegen die Arbeiterinnen und Herrn ., /*>*... w nr* w•»«■-• P. Singer vorgebrachten Verleumdungen und Verdächtigungen� wurden sehr energisch zurückgewiesm. Der Unterstüüungsverein der Buchbinder bat, nach« dem nunmehr auch die Leder- und Etuisarbeiter als separate Abtheilung bes Verein? fich organifirt haben, seine Reorgant satton beendet. Der Verein desteht jetzt aus fünf Abcheilungen für die verschiedenen Branchen: Aldum, Kartonnagen., Wappen-, Leder- und Etuisarbeiter und Buchbinder. Jede Branche hält monatlich mindestens eine Versammlung unter Leitung einer Kommisfion ab, um die Vorkommnisse in den Werkstuben besser und gründlicher besprechen zu können. Monatlich einmal findet eine Hauptversammlung aller Branchm gemeinschaftlich statt, m der dann wissenschaftliche und ähnliche Vorträge gehalten werden zur geistigm Ausbildung der Mitglieder. In der ersten Hauptversammlung, welche Montag, den 2. November, rm Lokale Alte Jakobstraße 75, stattfindet, wird Herr Prediger ewer. Kendziora einm Vortrag über„Materialismus" halten. Gäste haben Zutritt. Am Sonnabend, den 7. November, findet in der„Berliner Ressource"(stüher Kolosseum), Kommandanten- straße 57, das zweite Stiftungsfest des Vereins statt. DaS reichhaltige Programm läßt einen starken Besuch voraus- setzen.(Siehe Annonce.) München, 31. Oktober.(Mitthellung von Fr. RohledefS Bureau.) Bis Ende dieses Monats fi�-d angemeldet 630 Fachvereine mit 47 546 Mitgliedern aus 234 Städten. Bekannt find bei derselben Stelle im Ganzen 863 Vereine resp. Mit-- gliedschaften, die fich auf die einzelnen Verwaltungsbezirke und Staaten, wie folgt vertbeilen: Ostvr. 5, Westpr. 4, Branden-- burg 60, Berlin 44, Pommern 7, Posen 2, Schlesten 57r Sachsen 75, Hannover 58, Westfalen 39, Hessen-Nassau 31, Rheinpr. 51, Schlesw.-Holstein 38, Elsaß Lothringen 2, Bayern 61, Kgr. Sachsen 89, Württemberg 39, Baden 31, Hessen 32, übrigen Kleinstaaten 80, Lübeck 6, Bremen 11 und Hamburg mit Vororten 41. Aachveretn der Tischler. Montag, den 2. November,» Abends 8Vi, in Jardan's Salon, Neue Grünstraße 28, außer» ordentliche Generalversammlung. Tages Ordnung: 1. Die Verhandlungen über Einführung der Sonntagsruhe. 2. Reso» lution, da» Lehrlingswesen betreffend. 3. Bericht der Kom- misston über die Arbeitslosen Unterstützung. 4. Statutenände- rungs-Anttäge betreffend Erhöhung der Beiträge und Zahlung einer Unterstützung an Arbeitslose. 5. Bericht über die von Mitgliedern geführten Prozesse in gewerblichen Ssteitsachen. 6. Anstag, betreffend Wahl einer Fachkommisston zur Regelung der Werkstellenverhältnisse. 7. VerfchiedeneS. Quittungsbuch legitimirt. Neue Mitglieder weiden aufgenommen. Billets zum Tänzstänzchen am 14. November find in der Versammlung zu haben. Der Zentral- Arbeitsnachweis des Vereins befindet fich vom 1. November ab auf der Tischlerhcrberge, Blumenstr. 56. (Siehe Inserat in der heutigen Nummer.) Die nächste Ver- einsversammlung im Norden Berlins findet am Mittwoch, den 4. November Abends 8'/, Uhr in Kurzmann's Lokal, Berg« straße 68 statt. Oeffentliche Generalversammlung der Dachdecker Sonntag, den l. November, Vormittags 10 Uhr, im Restaurant Weick, Alexanderstr. 31. ""*...... Vezirksverein„Vorwärts". Diens- Louisenftädtischer Bezirk tag, den 3. November,� Abends 8 Uhr, Versammlung in Mar» quardt's Restaurant, Alexandrinenstraße 110. T 1) Vortrag des Herrn Dr. Stahn über„Die Ewigkeit deS Stoffes und die Zeitlichkeit seiner Gestaltungen"; 2) Dis- kusston' 3) Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden autgenommen. Gleichzeittg werden die Mitglieder aufgefordert, die PetitionSlisten, das Arbeiter«� schutzaesetz betreffend, an den Vorstand abzuliefern. Generalversammlung der Maurer Berlins. Heute Vormittag 10 Uhr, Kottbuserstr. 4a. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom Streikfonds. 2. Stellungnahme zur Lohnde- wegung im nächsten Frühjahr. Grohe öffentliche Versammlung der Steinträger Berlins und Umgegend. Heute Vormittag 10'/, Uhr im Wedding Park, Müll-rstr. 178. Tagesordnung; 1. Vortrag über die Ziele und Bestrebungen deS Fachvereins und die Vor» theile der Organisation. Referent: Herr Kunkel. 2. Diskusfion. 3. Verschiedenes.* Arbetter-Bezirksverei« der Oranienburger Vorstadt und des Wedding. Montag, den 2. November, Abend» 8'/, Uhr, Verfammlung im Weddina-Park. Müllerstraße 178. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über „Srmultanschulen". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 4. Fra'' kästen.— Gäste willkommen. Die Mitglieder, sowie alle iL jenigen, welche Listen, betr. das Arbeiterschutzgesetz, in Handelt r«----- w.•.. r i» irr'«*"' » I haben, werden ersucht, dieselben mitzubringen. Voltsversammlung in kharlottenburg. Montag. den 2. Nsvdr., Abends 8 Uhr, im Saale der Gose- Brauerei. Wallstr. 46. Tagesordnung: 1) Die Unfallveificherung. Referent: Herr Regierungsbaumeister Keßler aus Berlin. 2) Ver- Kachverein der Möbelpolirer.(F. K. A.) Montag, den 2. November. Abends 8 Uhr: Monatsversammlung bei Säger, Grüner Weg 29. T. O.: 1. Ursachen und Wirkungen der EtteikS. 2. Abrechnung des Streikfonds. 3. Verschiedene» und Fragekasten. Kachverein der Berliner Barbier« und Krisenr- Gehilfen. Montag, den 2. November, Abends 10 Uhr, in Weick's Restaurant, Alexanderstr. 31, General« Versammlung. NichtMitglieder find als Gäste sehr willkommen. Die GlacS-Handschuhmacher halten am Montag, den 2. November, Nachmittag 2 Uhr, eine öffentliche Versammlung ab, in welcher das Endresultat der Lohnbewegung verkündet werden soll. Mänuergesangverei«„Schneeglöckchen", jeden Mon» tag Abend von 9—11 Uhr, im Restaurant Krone, Naurnjn« straße 78. Fachverei« sämmtlicher im Drechslergewerbe be-- schästigtcn Gewerksgenossen. Versammlung am Montag, den 2. November, Abends 8 Uhr, in den„Arminhallm"(oberer Saal), Kommandantenstt. 20. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vmtrag. 3. Verschiedenes.— Die Ausgabe des ab» geänderten Statuts, desgleichen der Mitgliedskarten, ferner der Billets zu der am 14. November im Lomsenstädtischen-Theater stattfindenden Festlichkeit findet statt.— Aufnahme neuer Mitglieder, Gäste willkommen. Der Louisenstädtische Stenographenverein beginnt am Mittwoch, dm 4.'November, Abends 8'/, Uhr, einen neuen unmtgeltlichen Unterrichts. Kursus in der Roller'schm Stenographie für Herren und Damen. Der Unterricht erfordert nur vier Stunden, und find für die vollständigen Lehrmittel 3 Mark zu entrichten. Meldungen zur Theilnahme werden im Restaurant Löskow, Prinzenstraße 28, entgegengenommm. Verein znr Wahrung der Interessen der Fabrik- und Handarbeiter. Versammlung am Dienstag, den 3. No» vember, Abends 8'|: Uhr, bei Böttcher, Köpenickerstr. 150—151. Tagesordnung: 1. Viertelj ahrsabrechnung. 2. Vortrag de» Herrn Zubeil. 3. Ergänzungswahl deS Vorstandes. 4. Ver» schiedenes. Gäste habm Zuttitt. Neue Mitglieder werden aufgmommen.—— Bezirksverein des werkthättge« Volkes der Schön- Häuser Vorstadt. Dienstag, den 3. November, Abends 8'/» Uhr, in Meister'S Salon, Schönhauser Allee 161, Versammlung. Tagesordnung: 1) Vortrag des Herrn Gottfr. Schul,. Arbeiter Kandidat für die Stadtoerordnetenwahl im 32. Wahlbezirk, über..Die Entwickelung der Arbeiterbewegung"; 2) Ver- schiedenes; 3) Fragekasten. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Mitglieder werden auf 8 k des Statut« aufmerksam gemacht. Gleichzeitig werden Li noch find, im Befitz von Petitionslisten. ersucht, dieselben schleunigst diejenigen Mitglieder, die für das Arbetterschutzgesetz abzuliefern.,„— Bezirksverein der arbeitenden Bevölkerung de* S,-W. Berlins. Montag, den 2. November, Abends 8 Uhr» in dm Kaiferhallen, Alte Jakobstr. 120, Versammlung. Hriefkaste« der Redaktion. 9� f. A.... J«._.. i Ä'ÄÄS. SÄL i»«"W» ... rrj.» n�9 V•»- �jrwvv»» VU» l< - f Mm«. w«_cr»»»«"-"" ---,---—- w-w••-»»»-X. v V- V doch die Berichte künftig etwas früher ein. die Stadtverordneten fich für das gleiche und geheime Wahl- recht aussprechen und damit einen Druck aus die Gesetzgebung. ausüben. Große öffentliche am Sonntag, den 1. Novembers Vormittags 10 Uhr, i» Mohimann's Salon, Große Krankfurter-Etraße 117 (Königs Bank). Tagesordnung: Unsere bevorstehende Kommunalwahl. Referent: Herr Gustav Voigt, Kandidat des 26. Kommunal- Wahlbezirks. Ist Pflicht emes jeden Wählers, zu erscheinen. Herr der bisherige Vertreter, ist brieflich eingeladen DaS Wahl-Kommitee. _ I. A.: Oskar Thomae, Lange-Etraße 62. Große öffentliche KmtuillMdltr- Uetsmi»lllsg am Montag, den 2. Novbr., Abends 8'/- Uhr, M BeaUüng u noch bis Htm s»rt WohnungS- Veränderungen find dem Kasstrer zu melden. neuen t««r zum 3. Novbr. ... g Ijer« 2648 Der Vorstand. entgegengenommen bei den Herren Z a a k e, Küstriner Platz und Berg er, Etraußbergerstraße 27, II., sowie in der Bei einsvcrsammlung beim Kasfircr. Montag, den 2. November, Abends 8'/, Uhr: Große KomüllalWöhIttvetsmullW für die Wäller der dritten Abtheilung des 12. Kommunal. Wahlbezirks. im Restaurant Bettin, Köpnickerstr. 195. R-ferent: Herr Stadtverordneter Paul Singer. Alle Wähler der dritten Abtheilung jeder politischen Rich. W hierdurch eingeladen. Die Wählerlisten für dm 42. Bezirk liegm im Lokale für Jedermann aus. __ Das Arbeiter- Wahlkomitee. Die Versammlung der vlatzilkplllilten der Zimmerleste w T__.... 4-—...... Berlins und Umgegend findet am Dienstag, den 3. November, Abmds 8 Uhr. im Lokale Kommandantenstraße 77/79 statt. Es ist Pflicht eines jedm Platzes, einen Dcputirten zu senden. 2639] Die Lohn-Kommission. __ I. A.: I. Seivt. Verein zur Wahrung der Interessen der Tischler. Montag, den 2. November, Abends 8>/z Uhr, Naunynstraße 44, Berfetmmlizng. TageS-Ordnung: 1. V ottrag deS Herrn Gundelach über Tbonwaaren- und ___, M,,.-V-« ff. w--- Porzellan- Fabrikation. irrfgei werden aufgenommen. 2. Verschiedenes.— Neue Mitglieder 2641 Unter stützuvgsverein der Slduhmacher. Montag, den 2. November, Abmds 8>/,Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantmstraße 77/79: Vottrag deS Herrn Metzner. Gäste willkommen. Nrue Mitglieder werden auf- gmommen.— Der Fachuntenicht beginnt Dimstag Abend '/.9 Ubr bei~------""' Mundl'S, Köpnickersttasse 100. [2637 Unterstfitzungsv. d. Buchbinder und verwandten Berufs gen offen. Montag, den 2. November, AbendS 8'/, Uhr: Hanpt-Berfammlnng Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung; 1. Vottrag des� Herrn Predigers sm-r. 2. Verschiedene wichtige Kmdziora über„Matettalismus". -viittbeilungen, Fragekasten.„ � Sonnabend, den 7. November, findet das 2. Stiftung«. fest des Vereins in der„Berliner Reffource"(früher Kolosseum), ., f, f. BT � Ca. ä � Oll. T I � u Cj�..___ f i'—"*— mmamgfi Allsverkauf in Kleikerftaftn Simprecht, zu bedeutend herabgesetzten Preisen. in Gründer'« Salon, Schwerinstraße 26. Tages-Ordnung: 1. Hat die Majorttät der Stadtverordneten-Versammlung ihre Schuldigkeit gethan oder nicht. Referent: Stadtverord- ntter Herr Fritz Görcki. 2. Diskusfion. Die Wählerlisten des 8. Kommunal-BezirlS liegen in der Versammlung auS. 2647s_ Das Arbeiter2640 Der Vorstand. L. Schmidt. Tagesordnung: 1. Vorttag des Herrn Gottftted Schulz über- Die Entwickelung der Arbeiterbewegung". 2. Ver- schiedenes. 3. Fragekasten. Gäste willkommen. Neue Mit- glieder werden aufgenommen._ i'-638 Den Herren Schlossermeistern, Bauanschlägern und Echlossergesellen zeige ich ergebenst an, daß ich mein Schank- verein znrlvalirnng llerZatereffen llerTapeurer. Montag, den 2. November, Abends 8'/- Uhr: geschäft und den Arbeits-Nachweis am 6. oder 7. November d. I. von der Allen nach der Sebastianstraße 50 btttet [2653 . von verlege. Jakobsttaße neren Zusp, Um ferneren Zuspruch «. Opnii, Versammlung t* Gratweil'« vierhallen. Kommandanten straße 77/79. TageS-Ordnung: 1. Vottrag des Herrn Dr. Canitz über vas Wesen der Natur- Heilkunde und ihren Werth für Person und Familie. 2. Vereinsangelegenheiten. Um recht zahlreichen Besuch wird dringend ersucht zur Entgegennahme der stattstischen Fragebogen für das Tapezirer« zewerbe. Der Vorstand. Filz- null Keillku-Lut-Fabrili W. Knipping, Große Arankfurterstraße 29, empfiehlt ein Lager in allen Fa?ons _ zu den billigsten Preisen. PJ627 Nur 1 Mark aua».«-«ab-». Clllßefud),.»ri-lc>-.. wlift. S»l a°°-. 5 �ianoä A. v. 40 u. 50 3JI. jDtönlcuftr. 4, II. I. 2654 Reh-Tabak empfiehlt zu den billigsten Preisen w I Berthold Frank& � ____ Brunnenstraße 7. Omnidus-Halteftelle am Schönvauser Schönhauser Allee# beute und ff' Tage von . Her Im laelhhanü_ Schleuniger, Verkauf von 12 000 ettg In Paletots für 10. 12, 15-36 Ml. prima; V züge für 12, 15. 20-36 Ml. Reichhalt.* für corpl. JJetf- Paffendes. Damen-Manttt, �< Burschen-Sachen, Uhren, Hütt, Kofftt, 2651 1 Die wf � — Lmnib. u. Pferdeb. wird vergüt. Arbettsvmrkt.. ,, m Geübte Präger und PrägerlU� Verantworttrcher Redakteur ft. Lronheim in Berlin. �«-«.1 a, sw.,»„�7 üJZ&Sä 8V.-0.,. Ud. mJt 2. L