nd na4 'ß, bwf c'allein- !Y. 3ll ines Glnf 20 M» nicht Kit jr. 260, Freitag» den 6. Uovember 1883. H. Jahrg. entett, te. n Rai N. Au» bm# nlich UHU. p'.sJ ist foffa en undZ tw eilen l schnst- 2' dazu W terlimBMlii» Brgan für die Interessen der Arbeiter. 4 MW«nr* bt, Da«„berliner Volksblatt« »ÄSZWMSSWWW (Eingetragen w der PostzertungspreiSliste für 1885 unter Nr. 746.) Jafertioasgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmary 10% Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunst. Inserate werden bi« 4 Uhr Nachmittags in der Spedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annonce»-- Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. ■SEE Redaktion: Kenthstraße Ä.— Grpedition: Zimmerstraße 44. Nchtrazlilhes zum ZchriMellertaz. VI. i r: r- C___ m___ VT-«TT__ OT__.«IfX .GS i» % IA lit»«?.® n''t die Urtheile der Presse aller Parteischat- ?der den jüngst hier stattgehabten Schriftstelleriag so lauten sie so ziemlich alle dahin: Viel »j, t J Und wenig Wolle!— Für uns ist das nicht neu; �.vwen niemals anders über diese Zusammenkünste ge- und eS ist uns zum Verwundern, daß man so lange »raucht hat, um einzusehen, wie herzlich unbedeutend Zusammenkünfte alt solche find und wie wenig sie i 2 et9nen, eine Neugestaltung der Verhältnisse inner- iw« deutsche» Schriftstellerwelt zu bewirken. Einem NdemZcI der Herren, die auf einem solchen„Tage" �fainmü» �' scheint es nur um die mit der *(-"'uuft verbundenen Vergnügungen zu thun kk 1. Andererseits bringen einzelne Schrift- Ulf ba« s,«5!Ium solche«„Tag" einen Dünkel mit, der ttt K«.;�?�«dige Publikum nur komisch wirken kann. kh h,»,.2°uist der„Frankfurter Zeitung" z. B. beklagte daß man ihn in Berlin nicht festlich genug jkß biew'Q' mon hätte eben in Berlin bei dem Ein- �siäv'jc.A�feen Mannes die Häuser beflagge« solle«. peifev � Leute, diese Berliner, die nicht einmal be- S#ö»iae«£ sin Feuilletonist des Herrn Sonoemann zu den kh auf ein!', Welt" gehört! Z« Braunschweig beklagte »»»k.:. f--—-' 1 Fr « w //Ulli*" rv"'""■----- 7—' D l TT-------— y- stiedrich-v. Journalisten seien. Wa« dieser Herr �"ge» s�drich mohl anfangen würde, wenn die därden» if"e langweiligen Romane nicht abdrucken ezt Stt�0 chet Dünkel ist nur geeignet, die d>qen!n) 0««ß unpopulär zu machen und bei allen ver- . ZZj. Aschen herabzusetzen. �ien.[Romnea den Herren ihre Vergnügungen von ?°hl b'ek,. k �'ch hoben sie sich bei der Tafel alle recht , dort hoffentlich war das Ballfest amüsant und Mbe„.?ich>enenen Dame» recht hübsch. Allein man er- Nzen'«ich nach den Arbeiten de« Echriftstellertage« zu Miltoi"d da wird man un« nur antworten können: «s*».«�eich Null! Nun, Niemand kann etwas dagegen )1;0Rnr.t'ne Anzahl von Herren, Schriftsteller und ilSr all bidse Bezeichnung beilegen— sie ist ja 1%% ,? � Doktortitel— sich in Berlin versammeln, um r»Hj'dn, zu zechen und zu tanzen. Aber dann mögen ca kj, xbeR Wund nicht so voll nehmen; mögen Sr" der m! Leberden, als ob sie über den höchsten Znter- � UiiX. �schheit brüteten und mögen sie nicht erwarte», Leute solchen„Ulk" ernsthaft nehme«. Der 2*«, der im Feuilleton der„Frankfurter Zeitung" JeuMeton. Die Hand der Uemefio. . Roma» > von Ewald August König. (Fortsetzung.) n." di>>en guckte Joseph die Achsel«, sei« Gesicht nahm a Freu, drohende« Ausdruck an. ixafrvj. mi Meter hohe, oben nicht abgeschloffene Bretter- wand geschieden— stöhnen gehört zu haben:„Je rn'etonffe 1" tJch sterbe!) An einem Abende verschwand fie und man de« hauptete, Herr Daguerre, ihr Geliebter, hahe fie entführt; fie kehrte in der Nackt jedoch wieder zurück und verstarb in der darauffolgenden Nacht plötzlich. Es ward allgemein behauptet, fie sei das Opfer einer Vergiftung geworden, auch wurde ihr Geliebter Daguerre verhafter, od wegen dieses Verdachtes oder wegen eines Kassendefetts, dessen man ihn ebenfalls beschul- digte, trat nicht zu Tage. Eicher ist, daß Daguerre nach einigen Tagen wieder entlassen wurde. Marcottti hatte von all diesen Vorgängen keine Kenntniß, da er fich zu der Zeit im Spital zu Panama befand. Leicht möglich ist, daß, nach- dem diese Gerüchte später ihm zu Ohren gekommen waren, fich bei ihm die fixe Idee festsetzte, seine Tochter sei das Opfer eines unfittlichen Attentats geworden; thatsächliche Unterlage hat diese Behauptung indeß keineswegs. Auch die Erklärung des Herrn v. LessepS, fie sei an den Folgen eines ihr von einem Chinesen gegebenen Abortivmittels gestorben, ist wenig wahrscheinlich, da die Chinesen auf dem Isthmus nur etwas Spanisch verstehen, Fräulein Marcotti aber nur Framöfisch sprach und fie schon deshalb gar keinen Verkehr mit den Chinesen unterhielt. Dänemark. In einem unter Vorsitz des Königs am 2. d. M. abgehal« tenen Staatsrathe wurden vom Justrzminister mehrere Vor« schlage wegen Beschränkung der Rede- und Preßfreiheit ge- macht, die ohne Weiteres angenommen und noch gestern Abend als„Provisorisches Gesetz, betreffend Nachträge zum allgemeinen bürgerlichen Strafgesetz", publizirt wurden.„Da eS unter den herrschenden Verhältnissen", heißt es in der Einleitung,„für dringend nöthig erachtet werden muß, das allgemeine oürger- liehe Strafgesetz mit solchen Bestimmungen zu versehm, wie fie die Strafgesetze anderer Länder zum Schutze der öffentlichen Ruhe und Ordnung für nothwendig halten, so wird auf Grund deS§ 5 der Verfassung verordnet:§ 1. Derjenige, welcher durch Rede oder Schrift, die an das Publikum im Allgemeinen oder an Versammlungen gerichtet werden, zur Begehung von Handlungen anreizt oder auffordert, die unter die besiebenden Strafgesetze fallen. wird als Anstifter von solchen strafbaren Handlungen oder Versuchen hierzu bestrast. Derjenige, welcher auf die angegebene Weise das Vergehen von Derbrechen als verdienstlich oder beifallwürdig darstellt, wird mit Gefängniß bestraft.§ 2. Derjenige, welcher öffentlich oder privatim die zum Heere oder der Flotte gehörigen oder zu denselben ausge- schricdenen Personen zum Ungehorsam gegen die Befehle der Vorgesetzten anreizt oder auffordert, sowie derjenige, welcher Dienstpflichtige auffordert, der Einberufungsorvre nicht zu ge- horchen, wird mit Gefängniß oder unter erschwerenden Um- ständen mit Verbesserunge Hausarbeit bestraft.§ 3 dedroht denjenigen mit Gefängnißstrafe, der durch Rede oder Schrift einzelne Klaffen der Bevölkerung zum Haß, zur Erbitte- wenn er fie vernichtet, wen« er nicht dafür sorgt, daß sie binnen drei Tagen wieder in meinen Händen find, werde ich zur gnädigen Frau gehen und ihr Alles mittheilen. Will ma« mir das wehren, gut, dann gehe ich zum Staats« anwalt. Auf die Flasche Kirschwasser, die der Dieb eben- fall« mitgenommen hat, will ich verzichten, aber die Papiere verlange ich zurück, die Papiere in dem verschlossenen Kästchen." Der Gutsbesitzer stützte sich auf die Ecke seines Schreib« tische«, seine Wangen waren noch fahler geworden, und die Adern auf seiner Stirne drohend angeschwollen. „Wollt Zhr damit mir drohe«?" ftagte er rauh. „Zch bitte Sie nur, den Betreffenden darauf auf- merksam zu machen und mir die Papiere zurück zu ver- schaffen." ...." da» gelänge, was würdet Zhr mit diese« Aufzeichnungen und Notizen thun?" „Das weiß ich m diesem Augenblick nicht." „Zhr seid ein alter Mann, Georg," sagte Rabe, lerdenschaftlrch auffahrend,„so lange ich Euch kenne, habt Zhr Eure Person immer in den Vordergrund gedrängt Und Eure Geheimnißkrämerei ist mir in der Seele zuwider' Zch weiß nicht, was die Papiere enthalten, habe auch keine Ahnung davon gehabt, daß Zhr derarttge Nottzen zu hin« | Ääs Ehre schuldig, die Sache zu untersuche«. Und da« soll ge- Lffi1' 2� Io2W � nicht sagen. Vielleicht müßt Ihr den Dreb anderswo suche»—" Vielleicht müßt �ch wttß, wo ich ibn' suchen muß!" unterbrach der alte Man» ihn, und r» dem Tone, den er jetzt anschlua gegangen war, er entfernte sich schweigend. 9 8 rung oder zu Gewaltthätigkeiten gegen andere aufteizt. Gleicher Strafe verfällt nach§ 4, wer erdichtete entstellte Thatsachen öffentlich verbreitet, durch welche Ei« tungen des Staates oder Maßnahmen der Regierung und verächtlich gemacht weiden. Nach den übrigen graphm wird noch der Waffenhandel unter Polizeiauffickt I stellt und bestimmt, daß alle Beamten, welche auf# dieses Gesetzes verurtheilt werden möchten, zum Verlust] Amtes, und Beamte außer Diensten zum Verlust der oder Unterstützung verurtheilt werden können." Wie man sieht,— bemerkt die„Voss. Ztg." dazu% j der Justizminister die preußische Geschichte emgehend Zur Ausführung des vorstehenden Gesetzes, das gegen ganze Reihe von Bestimmungen der Vcrfaffung versiä&i die Mitwirkung der Staats- und Polizeibeamten erfordert welche alle aus die Verfassung vereidigt find; man W. daher zu befürchten, daß eine Anzahl dieser Beamten A wiffensskrupel haben möchten, an der ihnen zugemutheten* fassungsverletzung. die nach dem Gesetz als Landes oerraut' straft wird, mitzuhelfen. Um diese Leute aber zu deruW schlägt ein konservatives Blatt bereits vor, alle Beamten W ein provisorisches Gesetz von ihrem Eide auf die VerW zu entbinden. Daß Herr Estrup vor diesem Schritt W schrecken sollte, ist nicht anzunehmen, nachdem er im Art der Verfassung, welcher die Regierung ermächtigt, im$ der Roth und wenn der Reichstag nicht versammelt ist, sottsche Gesetze zu erlassen, die dem nächsten Reichstag! k Genehmigung vorgelegt werden müssen, die Verfassung«� Kraft gesetzt hat. Amerika.. u Die gerichtliche Belangung der Mormonen seitme, wieder mit dem Fuß auf de« Teppich, rang sich seiner gepreßten Brust. Zn diesem Augenblick trat Zoseph ein, Hand ei« kleines, unscheinbare« Kästchen. «Wenn Sie Zhre Sache nicht bcsser mache» dann hätten Sie die Hände davon lassen solle»' der Gutsbesitzer auf., Der Kammerdiener stellte das Kästchen auf tisch und zuckte die Achsel»... y „Sie wollten die Papiere haben," erwidert-,„' gutwillig hätte er sie nicht Herausgegeben. � LH 4 rm Park begegnete, war fatal, aber es«e?' ändern."|_ »Sie habe» die Kiste gewaltsam erbrochen' � "?ch fand kein andere« Mittel.", „Und nun glaubt er am Ende, ich habe 3? dazu gegeben!" „Das behauptet er allerdings."_ wgW ."ilnd wat haben Sie darauf erwidert?" dessen Blrck finster auf dem Kästchen haftete. j "Daß er verrückt sei!", zajr"V „3ch glaube, das ist da« Richtig«! I ■!S» UMMLs-s spassr; Dn Gutsbesitzer erwiderte darauf»ich'• � n#_ ..Sie Hab«' auch"rtne' Masche Braantw-"' " uach einer Pause.% M "3ch that es. um den Verdacht von W* »Wo fanden Sie die Flasche?"„ »■�eken de« Papiere» in der Kiste. „Und dre Kiste?"_ "Stand unter seinem Bett." � � s 5 diit tritt «ft Äz !»!' i % Ä dS Er i ndere 0 dürfte, die Gefahr der Uebertragung von epidemischen erdichtete?«renlheiten in die Schulen bedeutend zu vermindern und da» vr von allgemeinstem Interesse ist. Es istjius Vorstehendem Deiche ß«® :rung«r« ib ngen � zeiauffi�l t auf dazu ehend I verstoß n erfordA man 10® Beamten' mutheten» vesverrch' zu beruWJ» Beamten JJ iie Verfaß« e n seite�ß KBi ht DCtW"1!: plöel'-b i estellt fen vennn' A'n schon erfichtlich, daß die hygienische Beaufstchtiaung der MIen Berlins einer besonderen Ordnung dedarf. Auch dem des Vereins, daß die Lehrer in den Schulen mit den - Deutlichen Erscheinungen der ansteckenden Kinderkrankheiten Verlust' Mwst zu machen seren, wird gewiß Jeder unbedingt zu- t der TP"™, und erscheint es fast wunderbar, daß dies bis jetzt M nicht staftgefunden hat. Es sollte durchaus nichts unter- 'aßm werden, was zur Wohlthat der Kinder und zur Be- aMng der Eltern irgendwie beizutragen geeignet erscheint. �cs Weiteren sprach stch der Verein dahin aus, daß Stellen Zu lchaffen seien, wo den unbemittelten Bürgern und deren . unentgeltliche ärztliche Hilfe gewährt werde, wozu die Merzte nur gegen Vorzeigung eines Armenattestcs ver- �''ßtet, ein solches zu beschaffen, aber die Meisten nicht in oder nicht gewillt wären, ein Wunsch, der fich voll- ■t deckt mit der Forderung der Errichtung städtischer waj iwk Umgestaltung der Gerichtskosten-Einziehung - ote Uebernahme der Kassengeschäfte durch die Gerichts- Si lu.intf Us.n'"cvcrnayme Der ztayengezcyafie ouro) vre rseruyis- 5c�.r>tiri Sn»■ �at auch in dm Grundsätzen, nach denen bisher die •r'tl bi.�'�adung durch die staatliche Finanz-Verwaltung de» % A? J*»«Sj" raurdt, Acnderungen zur Folge gehabt. Analog den MLilL,« PJa�Ntungen der Zivilprozeßordnung über die Erlangung steichStazt f mmenrechts, hat die frühere Kaffenverwaltung solchen rfassung �'°aen Stundungen und Theilzahlungen bewilligt, welche avSm? ahre Bedürftigkeit hierzu durch ein bchördliches Attest vick,�?' neue Kassenverwaltung reesvektirt solche Atteste ton.» fondern veranlaßt, ohne Rücksicht auf dieselben, erforderter Kosten die Zwangsvollstreckung selbst dann, mnl Kostensckuldner bereits ftüher von der staatlichen �WMaltung Theilzablungm bewilligt waren. Vom rein 'föm Standpunkte aus hat dies Verfahren ja seine k* Kostenlisten werden schneller erledigt und�die wir� rück, oW die Q:'' zu werden. jrete% � �e Summen st und u ,fr« �eur Namen„Eharitee". Bald belief sich dre . Kranken, Wöchnerinnen und Säuglinge, welche hier »>ü, d»!> Ausnahme und Behandlung fanden, auf, ahrlich (fi0b,r2 � den Erweiterungsbau auf seine Kosten durch t�üw�uu-Jnspektor Unger beginnen und zugleich jenen «richten, welcher als Jrrenstation noch heute die � r-�ll„Neue" Eharitee füh:t. Sie war dazu bestimmt, ein trug' acht?, llen Irrenhaus in eine fteiere, ländliche Gegend zu Daffelbe befand sich in der Krausenstraße(zwischen K"ßiiv» und Friedrichsttaße) und hatte seine traurige Be» >?ß I7n?dallm. als der wahnwitzig gewordene Besitzer des» y bi. i°bne Erben verstorben war. Nicolai schildert unS jvnere Einrichtung jenes Hauses, in welchem die kosenden in Verschlügen von starken Bohlm bcf " J9 ließ &9I, g-�an am besten dem Verdacht entgegen, mit der ..n��ralin werde ich selbst reden." i*®a9 soll mit dm Papiere« geschehen?" fragte �chtioi �ner, der fich jetzt zu einem vertraulichm Tone .%% klaubte. Meö,,®6, fühlte das Unangenehme und Peinliche der schiefm %hl �' tn die er selbst sich seinem Diener gegmüber ge- �bi��über habe jch wohf allein zu bestimmen!" erwiderte -s" 3K fr-S" !5 S'Ä nb«1' ein pii'/ l- s«. . Zoi�.''H°len Sie die Flasche!" ®ui«t t entfernte sich, und al« er zurückkehrte, wanderte . rastlos auf und nieder. � Sie die Flasche auf dm Tisch," befahl Rabe, Ml, fta, wird fich morgen findm. Und vergessen Sie Und in � 3hnen gesagt habe, treten Sie alle« Ankla- %*!„ �ermuthungen mit der größten Entschiedenheit ent» üi�esid-.��bewegung verabschiedete dm Dimer, der Me* � B hinter ihm die Thür zu und nahm das chtev>- um es eine geraume Weile forschend zu be- :t sVftrÄ3�: E, �»stchen auf dm Schreibtisch. n. verschiedene Papiere, alte vergilbte Papiere ßßi Munam.„mV. SKlnnSo�SCt. SN..-.».. «n Zeugnisse und Waaderpässe, Auszüge über die Gärtnerei und hauSwirthschaftliche höchst uninteressantes Sammelsurium, welche« '»Ute. b esitzet nur ein verächlicheS Lächeln mtlocken ZiÄ ßie bi! �9 sie unl �r die Dokumente, die er suchte, er ent. linftSchatten Ufftefte fich in da» Studium derselben, und ß«er. auf seiner gefurchten Stirne wurdm immer eingesperrt und angeschlossm wurden. Die Anzahl der Irren belief fich damals auf durchschnittlich 150 im Jahre. r. Et« seltener Erkrankungsfall hat fich in der Familie eines hiesigen Etsenbahnbcamten ereignet. Als der gegenwärtig neun Jahre alte Sohn dieses Beamten vor drei Jahren zuerst in eine hicfiac Privatschule geschickt wurde, konnte der sonst fleißige Knabe sich mit dem Rechnen nicht befreunden, und als er hierin gleich im ersten Jahre den anderen Schülem gegen- über zurückgeblieben war, ließ der Vater dem Jungen Nachhilfe» Unterricht ertheilen, da es jmem persönlich auch nicht gelingen wollte, dem Knaben den Umgang mit Zahlen geläufig zu machen. Bald nach jenem forzirten Unterricht stillten fich be- dmkliche Symptome bei dem Knaben ein; derselbe richtete fich des Nachts schlafend im Bett auf und begann von seinen Zahlen und Exempeln zu sprechen. Einige Zeit später zeigte fich bei dem Kmde eine besondere Form der Epilepste, die söge- nannte stille oder Gehirnkrampf, der nach jeder geistigen An- strengung mit großer Lebhaftigkeit auftrat, so daß der Knabe von der Schule entfernt werden mußte. Mit diesen Krampf- anfüllen zeigte fich zugleich ein rapides Schwinden der Geistes» kräste bei dem Knaben, so daß dieser gegenwärtig, nach zwei Jahren, als völlig blödstnnig zu betrachten ist. Aus mancherlei Gründen hat der Vater den armen Jungen dieser Tage in eine für solche Kranke besonders eingerichtete Anstalt gebracht. R. Verunglückt. Am Mittwoch Nachmittag gegen 2 Uhr stürzte der Aibeiter Huth, Friedrich-Wllhemstraße wohnhaft, von der zweiten Etage eines Neubaues, nahe dem Zoologischen Garten, auf die Erde herunter. H. war damit beaustragt, den Maurem das nöthige Wasser zuzutragen, trat auf einen zer- brochenen Mauerstein, stolperte und kam so zu Fall. Der Mann hätte das Genick brechen können, denn mit dem Kopfe voran, stürzte er mit voller Wucht aus dieser bedeutenden Höhe zwischen unten herumliegende Mauersteine. H. erlitt ziemlich schwere Verletzungen am Kopf, am linken Auge und dem linken Arm, so daß seine sofortige Ueberführung in die Charttee erfolgen mußte. i. Die mysteriöse Herkunft einer hiefiaen Schneiderin im Alter von zirka 20 Jahren hat der französischen Botschaft Hierselbst Veranlassung zu den eingehendsten Recherchen gegeben und auch der StaarSanwaltschast ist bereits der Thatbestand unterbreitet worden. Vor Kurzem kamg ein ljungeS, hübsches Mädchen nach Berlin, die hier Arbeit suchen wollte aber nur schlecht deutsch sprechen konnte. Da auch ihre Papiere nicht in Ordnung waren, hatte sie viel Unannehmlichkeiten auszustehen. Sie erzählte, daß fie ihre Eltern nicht gekannt habe, sie sei, wie man ihr gesagt, mit ihrem 3. Lebenslage in das Kloster zu Reims(Frankreich) gegeben worden und dort sei fie, wie fie selbst wisse, bis zu ihremlzwölflen Lebensjahre zur Erziehung verblieben. Nach ihrer Konfirmation sollte fie das Kloster ver- lassen und in einen Dienst tteten; zu diesem Zwecke wurde vom Kloster aus dem Mädchen auch eine Herrschaft besorgt. Kaum aber daß fießihren Dienst angetreten hatte, ging die Herr» schast auf Reisen und nahm das Mädchen mit. Nach inigen kürzeren Touren fuhr alsdann die Ge- llschast ohne Unterbrechung Tag und Nacht hin- urch, bis man Frankfurt a. Oder erreichte; hier nun ver» schwand spurlos und plötzlich die Herrschaft deS Mädchens, so daß letzteres, ohne Geld und Nahrungsmittel wie eS war, dem Elend preisgegeben war. Nach unsäglichen Leiden hat das Mädchen es nun jetzt soweit gebracht, daß fie stch mit Nähen kümmerlich hier in Berlin ernähren kann. Die französtsche Gesandtschaft hat fich deS Mädchens stets angenommen und neuerdings ermittelt, daß die Papiere deS Mädchens gefälscht find, daß fie in Wahrheit auf den Namen ihrer Mutter v. V. getauft sei, und daß ihr ein Vermögen von 600 000 M. zustehe. Der Name des Vaters ist noch nicht genau festgestellt worden, doch dürste derselbe nach den bisher vorgenommenen mühevollen Recherchen eine Person der höchsten Aristokratie in Frankreich sein. Die amtlichen Erhebungen gehen ihrem Abschluß ent- gegen und dürfte ein SensalionSprozeß daher zu erwarten lieben. Das Mädchen behauptet, ihre damalige Herrschaft sei, wie eS ihr jetzt erschiene, ein verkleidet« Mönch und eine ver» kleidete Nonne gewesen. Eo groß auch die Erregung über den Raubmord in Moabit ist, es darf das Urtheil darüb« nicht verwirren, daß im Allgemeinen die Sicherhett der Person in B«lin eine weit größere ist, als in jeder anderen Großstadt. Schon der Hin» weis, daß in Moabit seit zwanzig Jahren kein Raubmord vor- gekommen, zeigt, daß die Sicherheit in der That eine im All- gemeinen befriedigende ist. D« vorletzte Fall in der Gneisenau» straße, wo eine dienende Frau von ihrem in Abwesenheit ihr« Herrschaft in die Wohnung gelassenen Geliebten«mordet wurde, kommt bei der Frage der allgemeinen Sichttheit nicht in Be- stacht. Jene P«son hat fich in die Gefahr begeben, in der fie umkam. Dasselbe galt von den Opf«n DickhoffS und sein« Komplizen. Jene alten Frauen hatten die Mörder direkt zu fich herangezogen. Im Ucbrigen aber beweist auch der traurige Vorfall draußen in Moabit, wie außerordentlich nachläsfig auch die einfachsten VorfichtSmaßregeln von Frauen im Allgemeinen beobachtet werden. So schwer eS unS auch fällt, unter dem frischen Eindruck des entsetzlichen Ereignisses aus daS Unt«. wohl nicht fo werthlos denn neben verbissenem ernste Beforgniß in feinem fahlen Die Papiere mußten doch fei«, wie er vermuthet hatte, Groll spiegelte sich e ®�%or dem Schreibtisch blieb er stehen, zögernd nahm er die Papiere auf,« hielt sie über die Lampe und warf sie, ali sie brannten, in den Kami«. Ein boshaft« Hohn leuchtete au« feinen Auge«, wäh» rend« auf die hell auflodernde Flamme blickte;«st als der letzte Funken«loschen war, trat er zurück. Die übrigen Papiere legte« Wied« in da« Kästchen, welches er fammt d« halbgele«ten Flasche in seinen Schreib. � Dan?°holte er einen mit Bleistift geschriebene« Brief au« der Tasche, dessen Entzifferung'hm schw« zu falle« �'**@r schüttelte mehrmal« de« Kopf, der Inhalt mußte UWZKWB ZWMMsZ zurück.__ alte ZM-KMM- mmm lassen jener Vorsichtsmaßregeln hinzuweisen, so muß es eben jetzt geschehen, wenn die Mahnungen nicht ganz wirkungslos sein sollen. Hätte Frau Poepke die Wohnung fest verschloffen, als fie auf wenige Minuten dieselbe v«ließ, hätte fie ander«. seitS, falls fie in der Wohnung gewesen, als d« Mörder kam, die Kette vorgelegt, er hätte nimm« die Wohnung besteten können. In Tausenden von Häusem ist gestern der Bericht über den Mord erst den weiblichen Angehörigen d« Familie. dann dem Dienstpersonal vorgelesen und dann eingeschärft worden, diese VorfichtSmaßregeln nicht aus den Augen zu lassen — sicherlich in Tausenden von Fällen ohne irgend welchen Erfolg.— In dem heute vorliegenden Falle ist von der Kri. minalpolizei mit der erfreulichsten Promptheit gearbeitet worden. Daß jetzt schon auf Grund der Recherchen eine anscheinend sehr genaue Personalbeschreibung des Mörders vorliegt, berechtigt fie zu der ausgesprochenen Hoffnung, daß es bald gelingen wird. den Thäter zu ermitteln. Vielleicht würde eine sofort ausge» setzte Belohnung dabei von wesentlicher Hilfe sein. In den Kreisen der professionellen Bettler und Gelegenheitsdiede wird man ihn stcherlich kennen. Außer den Trödlern find, d«„Nat., Zeitung" zufolge, auch die Barbiere besonders auf ihn aufmerk» sam gemacht worden. Es ist nicht undenkbar, daß er eine V«. letzung im Kampfe mit der starken Frau davon getragen, höchst wahrscheinlich, daß er seinen Anzug gewechselt hat. Sein Vor- sprung ist zudem kein sehr großer, der in seinen Befitz gelangte Betrag immerhin groß genug, um bei größ«en Ausgaben die Aufmerksamkeit auf ihn zu lenken. Hoffen wir, daß die. auß«. ordentliche Rührigkeit der Polizei auch von Erfolg gWchnt sein möge. � Anwaltliches. Am Eonnabend hat eine sehr stürmische' Sitzung des Berliner Anwalt-VereinS stattgefunden, dessen Vorfitzender He« Geheimer Justizrath Laue ist. Es stand die Frage der Neuwahl des Vorstandes auf der Tagesordnung, und erbat stch, nachdem der Vorfitzende die Diskussion«öffnet hatte, Herr Rechtsanwalt Plantikow das Wort, d«, wie unseren Lesern erinnerlich sein wird, kürzlich in einer Disziplinarsache verurtheilt worden war. Herr Plantikow erklärte, dem„B. C." zufolge, daß« folgendes zur Beurtheilung der Thätigkett deS bisherigen Vorsttzendcn des Vereins, der zugleich Präsident des Ehrenraths der Rechtsanwälte ist, mitzutheilen habe: In der gegen ihn eröffneten Disziplinaruntersuchung sei auf Requi- sitron des Herrn Geheimen Justizraths Laue eine Haussuchung hei ihm angeordnet worden, weil das Anklagematerial nicht ausreichend erschienen sei und durck dieses Mittel eine Ver- stärkung desselben erhofft wurde. Nun habe aber kein«lei Sitzung des Ehrenrathes stattgefunden, in welcher diese Haus. suchung, wie das in solchen Fällen vorgeschrieben, beschloffen worden wäre. Hinüber befitze er formelle Erklärungen meh- r«er Mitglieder deS Ehrenraths. He« Geheimer Justizrath Laue habe mithin aus eigener Machtvollkommenheit jene Haussuchung veranlaßt. Er üb«laffe die Beurtheilung dieses Vorgehens d« V«sammlung. Der Vorfitzende schwieg zu- nächst und ertheilte daS Wort dem Rechtsanwalt Quenstaedt, welcher im Anschluß an die Mittheilung des He«n Rechts. anwaltS Plantikow berichtete, daß gegen ihn He« Geheim« Justizratb Laue in ganz ähnlicher Weise vorgegangen sei. Auf die Denunziation eines Kellners hin habe auf Requifition des Herrn Laue die gerichtliche Vernehmung von Zeugen über den zur Denunziation gestellten Vorfall stattgefunden, ohne daß«, gegen den die Denunziation fich gerichtet, auch nur mit einem Worte Kenntniß von derselben erhalten habe, und ohne daß er, wie dies Rechtens, zunächst aufgefordnt worden wäre, fich über den Inhalt der Denunziation zu äußem. Diese Erklärung gab He« Quenstaedt in großer Erregung ab. Sie gipfelte in einem Ausdruck, der so unerhört an dieser Stelle war, daß er allgemeinen Unwillen erregte, der fich jedoch als- bald legte, worauf die sachliche Diskusfion fortgesetzt wurde. Nunmehr ergriff auch der Vorfltzende, Geheimer Justizrath Laue, das Wort und erklärte, daß stch die angeführten Be- schwerden auf schwebende Fälle bezögen, und er dah« nicht in der Lage sei, fich über dieselben zu äußern. Diese Erklärung «regte unter den Anwesenden peinliche Verwunderung, welche dadurch nicht gemindert wurde, daß nunmehr He« Justizrath Heilborn das Wort«griff, um die Verdienste des bisherigen Vorfivenden deS Anwalt-VereinS zu preisen. Ein Zwischenruf deS Rechtsanwalts Quenstaedt:„Waren Sie, d-r Sie auch Vorstandsmitglied find, etwa zu ein« Sitzung berufen, die über die dereaten Fälle entscheiden sollte?" wurde von dem Rednn ignorirt. Es ist begreiflich, daß diese Vorgänge in den Kreisen unser« Rechtsanwälte allgemeines Aussehen «regen. R. Unglücksfall. Mittwoch Mittag stürzte auf dem Neu» bau des Pretzel'schen Grundstücks in der Großen Hamburg«. straße vis-a-vio der Krausnickstraße ein daselbst beschäftigter Maler so unglücklich vom Gerüst, daß er stch schwer am Halse verletzte. Eine klaffende Wunde, auS d« das Blut in Strömen hervorquoll, läßt die schlimmsten Folgen befürchtm. Der Verletzte wurde durch einen Schutzmann p« Droschke nach dem gegenüd« befindlichen Katholischen Krankenhause be« fördert. dientts und nannte den Gärin« einen v«schrobenen Kopf, der mit Niemand Friede« halten könne und schon längst auf eine Gelegenheit gewartet habe, um Joseph bei d« Httr- schaft zu verdächtigen. Rabe äußerte sich in demselben Sinne üb« de« alten Mann, er wollte der Polizei Anzeige machen, und damit war für die Damen die Sache abgethan. Die Generalin wenigstens sprach nicht weit« darüb«: wen« dre Behörde de» Vorfall untersuchte, so war damit ja Alles gethan, was überhaupt geschehen konnte, und daß Joseph de« Raub begangen haben sollte, glaubte sie auch nicht. Arabella schien g«ade üb« diesen Punkt andns zu denken, sie band nach dem Frühstück de« breitrandigen Stroh- Hut auf die blonden Locke« und stieg von der Tenasse hin» unt« in de« Garte«. Es war ei« wuudnbar schön« FrühlmgSmorgen. die Blüthenbeete hatten ihre duftende Pracht in entzückend« Schönheit entfaltet, die emsigen Bienen flogen summend von Blume zu Blume, d« Blüthenschnee der Bäume, in deren Zweige» die Vögel lustig zwitscherten, bedeckte die Wege, und ein azurblau« Himmel, den kein Wölkchen trübte, wölbte sich üb« d« lachniden Landschaft, die der Lenz üb« Nacht mit seinem schönsten Festgewande geschmückt hatte. Ab« d« alte gebeugte Man» mtt dem silb«graue» Kopf, d« von Beet zu Beet wanderte, um mit sorgsam« Hand seine Lieblmge zu pflegen, zeigte heute eine finst«e. mürrische Miene, n schien seine Heiterkett und seinen Seelen- frieden ganz verloren zu haben. Arabella blieb neben ihm stehen, absichtslos, wie e» schien, ab« d« alte Georg wußte das besser,« kannte ja die H«zenSgüte des schönen Mädchens, das unt« seine« Augen aufgewachsen war. Er brach von ein« Heliothropstauve eine jener kleine« unscheinbaren und doch so lieblich dustenden Blüthen ab, und ei» gezwungenes Lächeln umzuckte flüchtig feine Lippe», als« sie ihr überreichte. ,,E« ist Ihre Lieblingsblume," sagte er leise. (Fortsetzung folgt.) N cc o I So s- /C3 u & « V s 8 5» * i u » S O o (M CO CO o t- cf 2 i vi« ja N. ■es Z I StMgm-»ili> Mmpsmam-FMIl von «ur Theodor Fricke, nur 174 Oranienstratze 174 Wolleue Herreu-Westen. Preis für 1 Stück 3,50, 4,00, 4,50, 5,50, 6,00, extra feine Qualität bis 10,00, 12.00 SKI. 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Vigogne„„ 80, 90, 1.00, 1,10, 1,20 w, Wollme„„ 1,50, 1,75, 2,00, 2,25, 2,60»c. s n « e I ? f I w f %( .Die g, 0U«tBi woj Ablage «nb te 'bmeEt % N di. 1- wo ««nent «A wird I .««taug 3' I1S77K 51% ir Ämn % sL Kl ecken vo» 122 24� 0# <0. J; ] ftC«" 'S! SlÄ ifcri %»®ute 5 N a», <5* rei "�eine iwf vamen- und Linder-Wefie«. X. % I Verantwortlicher Redakteur#L Eronhtim in Berlin. Druck und Verlag von Max vadwg in Berlin 8W., Beuthstraße 2- Siert« tW Beilage zum Berliner VoMlutt. »60. Freitag» de« 0. Uovemder 1883. II. Jahrg. <9 o i ? i w I Z ¥ Z a i ! f ; $ 's Ä politische Ueberstcht. „nof�fltftriflen Wahlen zum Landtage find in Berlin 6 JN Gunsten der Deutschsreistnniaen ausgefallen. �auiwSrtS liegen die Resultate nur spärlich vor; wir iÄen" 1,10tßen über den Ausfall der Wahlen eingehender be- ®<ßt« die„Volks Zeitung" ist eine Anllage wegen Be- des Kaisers von Rußland eingeleitet. Die �dlage der Anklage bildet der von dem genannten Blatte 2™uchie Ausdruck„zarischer Despotismus". Die PolkS> litirt nun aus dem Buch eines Nationalliberalm per» «iw Stellen, welche weit schärfere Ausdrücke enthalten und MflkndS Anstoß erregt haben. Uebrigens hat das ange- m v ßewiß nicht Unrecht, wenn es fich darüber wun- die Ei Hebung einer solchen AnNage zu einer Zeit ge- »n».®0 tn Rußland die Unterdrückung des Dmtschthums vfird der deutschen Sprache in eifrigster Weise be- nJk}* im deutsche« Zollgebiete. Unter dieser L»lEjn bringt das Septembcrhell des laufmden Jahrgangs lw Tp'föt des Deutschen Reickes eine R-ihe von Ueberfichten hti. M Produktion und Konsumtion, Besteuerung und steuer- El,«?,'i.ung, sowie Einfuhr und AuS'uhr von Salz im U�lihre 1884/85. Diesen Ueberfichten find mehrere 0 2" angeschloffcn, welche die Hauptergebniffe der elfteren für die Vorjahre 1875 bis 1883 84 vcigleichen. Es «Üttous hervor, daß im Etatsjahre 1884(85 innerhalb des Zollgebiets im Ganzen 86 Sahproduktionsstätten waren, wogegen in den 9 Vorjahren diese Zahl 77 und 81 geschwankt hatte. Unter diesen 86 waren 'i in denen das Salz bergmännisch gewonnen wurde, 'en(Siedesalzwerke) und 11 Fabriken mit Nebenge- von Salt. Unter den Bergwerken befandm fich 7 !t den Salinen 21 in EtaatSbcfiv, die übrigen Werke wefitz. Die gcsammte Salzproduktion delief fich im «84/85( abgesehen von den Salzabfällen, der und der Mutterlauge, auf 804 337 Tonnen. _ e43P210 Tonnen Krpuallsalz, 272 305 Tonnen an« teltti und 471 822 Tonnen Siedesalz. Da- 'l?>vet fich für den Durchscdnitt der 10 Jahre 1875 die Produktion an Krutlallsalz auf 45 609 To., an 195 160 To. und an Siedesalz auf Steinsalz auf *0. Von dem . 248% und' Uj pA. auf Anhalt,'und pon dem Siede ÄÄÄ im U ä». L 2 J&ufe An freien Verkehr des deutschen Zollgebiet» find N's«.. Lahres 1884/85 im Ganzen 661 783 To inlän- 632 193 To. im Vo: jähre und 473 670 To. Atlassen' getreten, und hiervon find zu Speisezweckm worden 327995 To. und zu anderen als '" 7% steuerfrei verabfolgt 333 788 To. Die gesammte ! Sal� aus dem deutschen Zollgebiet. betrug J 22 249 tefe in? M.�trefflichen Dejeuner, die Reiselust wieder über- Iio, tß ,n Folge dessen Antwerpen mitsammt der Ex- S,""ach eintägiger Besichtigung für abgethan er- ./Me» toi.,e Quintessenz dessen, was mein eigenes Urtheil i CV ßort WWWWW ,1883/84, 3g'802 To.' 1882,83 und 36 074 To «."Mentlich diejenige aus Großbritannim und Frank- wirthschaftlichen und technischen Zwecken find verabfolgt worden 1884/85 339 026 To. Salz %>74.949 To. und 1882/83 290 256 To.), darunter �■ zur Viehfütterung, 3094 To. zur Düngung, Jahre�lö8�84. 59 982 To. 1882/83 und Auch die Einfuhr von Salz in das Zoll- nachgelassen(1884/85 32478 To. gegen 35 802 To. 1882,83 und 36 074 T Uebn imi Kiml. . 4uf.(„Pester Lloyd».) k1'6 in« Weltausstellung in Antwerpen hatte die„Com ?®?DtPf.erilat�oaale 6ss waggons Uta'* einen vollständig rtaj(t.f°3u(! stehen, in dessen brillantem RestaurationS- % ötah c Wauf los servirt wurde, gerade so, als be« jfi. nr, 6ch im Blitzzuge zwischen Paris und Kovstanti- °ive>n � Wunder daher, wenn mich im diesem Räume, jk• Jj*' hatte ich ohnedies schon in heimischen Blättern "h bi.c, b also noch weitere Spalten damit füllen, PrSf. �vdeSausstellung in Budapest bei weitem glän- v, der».' als die merkwürdige Bretter« und Lappen- Abhabt svtopolitischen Musterrarte in der belgischm Und andere Vergleiche lassen fich doch nicht an- i!?' Wie"h„?�8�?�nen gegenüber fiel es trotzdem ein, S zu f,.,'»Spieglein an der Wand", um meine Mei- »Eure m habe sie ihm nicht vorenthalten: usstellung da ist die schönste weit und breit, «ine iÄWgenuj. T-werpener war gekränkt, allein er fand alsbald ' stch an mir zu rächen. "Sawobr frug er nach einer Weile. %«ach England!" »Nock J tDarren Sie schon drüben?" »Da« �al«'» »Heine i® b'e Seekrankheit bekommen l" �—*1] 3ch war schon auf dem Meere." auch nich�v!!!� mlt beW � � «Tie QC7fiMn�rrl Bornholm!" Vicht!%' langweilige Ostsee? produzirten Kiystallsalz entfallen wenn Sie . ,Ln■, vühlt schon selbst auf dem Ozean ge- 192 148 To. zur Verwendung in Soda- und Glaubersalz- fadriken, 17 562 To. in chemischen und Farbefabriken, 9820 To. in der Lederindustrie, 6578 To. i« Seifen- und Kerzenfadriken und 5732 To. in der Metallwaarew Industrie. Der Verbrauch an Speisesalz betrug 1384-35 354896 To. oder 7,3 Ka. auf dm Kopf im Durchschnitt der 10 Jahre 1875 bis 1884/85; der Verbrauch an anderem Salz 339 026 To. oder 7,4 Kg. auf den Kopf 256 961 To. oder 5,6 Kg. auf den Kopf im Durch- schnitte der genannten 10 Jahre; der Gesammtverbrauch an Salz daher 693 922 To. oder 15,2 Kg. auf den Kopf gegen 593757 To. oder 13,1 Kg. auf den Kopf im zehnjährigm Durchschnitt. Franrreich. Die Kinderarbeit unterliegt in Frankreich, gemäß dem Gesetze vom 19. Mai 1864, der doppelten Aufstcht lokaler Kom- misfionen und einer Art von Fabrilinspektoren, welche durch das Medium einer Departementalkommisfion ihre Berichte der Polizeipräfektur eines jeden Departements unterbreiten, von wo dieselben an die Regierung gehen. Die Departemental- Kom- mtsston des Seinedepartements hat dieser Tage ihrm Bericht über die Verwendung der Kinder und minder lähriger Mädchen in industriellen Etavliffewents für 1884 fertiggestellt. Die Kommisfion konstatirt zunächst die Bereitwilligkeit(?) der Fabrik- befitzer, fich dm Anordnungen des Gesetzes zu fügen: mit sel- tmen Ausnahmen find die Arbeitsräume, wo Kinoer beschäftigt wurden, genügend dem Licht und der Luft zugänglich. Sie behauptet sogar, daß in vielen Fällen die Wohnung oeS Arbeit- gebers im Punkte der Hygiene fich in schlechteren Verhältnissm befand, als die Arbeitsräume.(Da müssen ja die französischen Fabrikanten in ganz ordinären Miethskasemen wohnen!) Die Inspektion, welche Paris und seine Umgebung umfaßt, erstreckte fich über ca. 30 000 Etablissements. In diesen fanden fich 24235 Kinder beschäftigt, von welchem 184 im Alter von 10 bis 12 Jahren(!) standen(nach franzöfischem Gesetz dürfm Kinder von 10 bis 12 Jahren nur bedingungsweise und nur 6 Stunden im Tag in der Industrie verwendet werden); 16 191 waren 12—15 Jahre alt und 7860 hatten ein Alter von 15—16 Jahren. Von den 24235 Kindem waren 16415 mit ein-m Zeugniß über volle Schulbildung versehen, 963 be- suchten eine Haldtagsschule, die übrigen hatten nur ein Zeugniß über genossenm Unterricht. Die Kommisston erklärt, daß unter den Industriellen des Seine- DepartemmtS das Bestreben hervortrete, den beschäftigten Kindem den Schulbesuch zu er- leichtem. Die sehr geringe Zahl der Fälle, in denen ein Außerachtlassen der Vorschriften des Gesetzes konstatirt wurde, beweist, daß dieselben durchweg beachtet werden(oder, was wahrscheinlicher ist, daß die Herren Fabriktnspektorm ihre Schuldigkeit nicht thun); im Ganzen wurden 54 solcher Fälle konstatirt. Die Höhe der Geldstrafen belief fich insgesammt auf 2707 Franken. Die Mehrzahl der Fälle, nämlich 30, bildeten solche, in denen wegen Verwendung der Kinder zu den für diese untersagten Arbeiten oder zu Arbeiten, welche die Kräfte der Kinder überstiegen, eingeschritten werden mußte. Die gegebenen Zahlen deweisen, daß vre Kinderarbeit besonders in ParrS einen großen Umfang hat. Die französtsche Fabrik- gesetzgebung läßt außerordentlich zu wünschen übrig, auch im Punkte der Kinderarbeit, doch bahnt fich ein Reoifionsbedürfniß allmälig seinen Weg und steht der Erlaß einer Ardeiterschutz- Gesetzgebung in Ausficht. Im Anschluß daran dürfte auch die Kinderarbeit eine neue Regelung finden. Lokale». Verschiedene hiestge Zeitungen brachten vor einiger Zeit die Mittheilung, daß die Gewerbe-Deputation deS Magistrats bei den vom hiesigen Königl. Polizei-Präfidium veranstalteten Erhebungen über die Sonntagsruhe ein Gutachten gegen die gesetzliche Einführung der Sonntagsruhe ab- gegeben habe. Wie uns nun von durchaus zuverläsfiger Seite mitgetheilt wird, ist dies keineswegs der Fall. Die Gewerbe- Deputation des Magistrats hat an den betreffenden VerHand« wesm! Herr, ich frage Sie: wissen Sie wa« der Kanal ist?" Zch blieb wohl die Antwort schuldig, aber ein statt- licher Auswanderer, der am Nachbartischchen tüchtig kaute, setzte mir auseinander, wie das stille Meer, der große Ozean, im Verhältniß zu der Bestie von Kanal wirk- lich eine stille Wasserfläche sei.„Na, Sie werden'« ja ver- suchen!44 „Und hilft da gar nicht«?" „Nee, dagegen ist kein Kraut gewachsen! Indessen mtl. dern kann man wohl die Sache. Essen Sie sich vorher tüchtig voll!", „Ganz im Gegenthelle," meint mern Gegenüber,„veh- men Sie nur Kaffee oder Kognak, oder Rum. Und ja nrcht �Aus Fälle Kautabak." räth wieder der AuSwan- derer.„Da, schneiden Sie sich ein Stück ab." „Das Gespräch hatte noch ferne lange Fortsetzung. Alle Detail« jene« schrecklichen Uebel«, dessen Bekanntschaft ich vor jener mit Großbritannien machen sollte, wurden nur ge- schrldert und ich gestehe, daß mich die Verden ordentlich ern- schüchterten._,,. „Aber e« dauert doch im Ganzen blo« zwer �AlS�ich dann mit der Dampftram zum Bahnhof fuhr, beneidete ich völlig das fröhliche V°« von Fland�, da- MSZÄN RMKN-ss mmm lungen als solche überhaupt nur insofern Theil genommen, als daselbst ein Mitglied der Deputation zur Information anwesend war. Ein endgrltiges Urtheil über die Sonntagsruhe hat die Gewerbe- Deputation als Gesammtkörperschast noch nicht abgegeben. g. Die von der Direktion der Pferdeeiseubahu» Gesellschaft in Ausficht genommene Schließung der Vorder- thüren in den Pferdebahnwagen zur Vermeidung von Zuglust ist jetzt probeweise bei den Wagen der Linie Bülowstraße— Köllnrscher Fischmarkt, welche neven der Ringbahn die stärkste Frequenz aufweist, zur Anwendung gekommen. Der Verschluß erfolgt in der Weise, daß die Thürklinke, welche durch einm Stift befestigt ist, einfach herausgenommen wird, so daß beim vorher erfolgten Verschluß ein Oeffnm der Thüren nicht möglich ist. g. Es gilt all erwiesen, daß in einem großen Theil des Publikums gegen die Ueberführung von Kranken bezw. erkrankten Personen in Krankenhäuser eine große Abneigung besteht, da fie annehmen, daß fich hier nur ,hr Zustand ver« schlechtert bezw. daß fie, einmal in einem Kranken Hause, das« selbe nicht mehr lebend verlassen. Besonders bei erkrankten Kindern ist diese ganz unsinnige Furcht der Eltern sehr ver- bängnißvoll, wie die Thatsache beweist, daß die Mortalirät von Kindern in den hiesigen städtischen Krankenhäusern aus dem Grunde eine verhältnißmäßig Hohe ist, weil die meisten der kranken Kinder den Krankenhäusern in direkt hoffnungslosem Zustande überwiesen werden. Beispielsweise starben im städti- sehen Krankenhauke Moabit nach erfolgter Aufnahme inner- halb der ersten 3 Tage allein von 32 Diphthetiefällen 16, von 20 Brechdurchfällen 8, von Lungenentzündungen 9. Ueber- haupt werden zahlreiche Personen in den Krankenhäus rn auf« genommen, welche bereits soweit entkräftet find, daß gleich in den ersten Tagen der tödtliche Ausgang erfolgt. In der Nach- läsfigkett der Ueberführung erkrantter Personen in Kranken« Häuser ist also die starke Mortalität zu suchen und nicht in der schlechten Behandlung. g. Der Abbruch der Kavalier-Brücke bezw. der Be- standtheile derselben gestaltet fich doch schwieriger, als man an- fänglich glaubte. Während die Beseitigung des oberen Brückenbaues nur wenige Tage in Anspruch nahm, geht die Beseitigung der in daS Flußbett eingerammten Pfähle sowie der höchstwahrscheinlich eingemauerten vier eisernen Pfeiler nur sehr langsam vor fich. Man weiß überhaupt nicht, ob es ge- tingen wird, mittelst einer Spindel die Pfeiler herausholen zu können. Ist die? nicht möglich, so müssen um die einzelnen Pfeiler wasserdichte Kästen eingerammt werden, worauf das Waffer aus dem Raum ausgepumpt wird und man dann daS Fundament deS Pfeilers an der Sohle abstemmt. Diesmal hat eS der Fall gefügt, daß durch dm auf Nr. 4825 gefallenen Hauptgewinn der sächsischen Lotterie von 500000 M. einer großen Anzahl theilS in bescheidenen Ver- hältniffen lebender, theils wahrhaft bedürftiger Dresdener ein großeS Glück bereitet worden ist. Lediglich dem Arbeiterstande angehörige Personen find, wie die„Dresdener Zeitung" meldet, die glücklichen Gewinner der nach Dresdm gefallenen drei Zehntel. An je einem derselben partizipiren nämlich eine An- zahl Arbeiter der Kartonnagenfadrik von Wmzel, femer 16 Gehilfen der Nähmaschinenfabrik von Großmann am See und einige in der Strickmaschinenfabrik von Laue und TimäuS beschäftigte Arbeiter- Auch ein penstonirter Bergmann soll Antheil an dem letzten Zehntel haben. Wmn auch durch die große Zahl der Gewinner die einzelnen Anlheile nicht allzu groß ausfallen werden, so find fie doch immer noch derart, um von einem in bescheidenen Verhältnissen lebenden Arbeiter als eine segensreiche Erleichterung seines Looses begrüßt zu werden. R. Ueber den muthmaßltchen Raubmörder von der Bandelstraße erfährt man folgendes. Dienstag Nachmittag 3 bis 4 Uhr erschien ein Mensch, welcher Aehnlichkeit mit dem bereits bekannten Signalement hatte, in größter Eile in dem Friseur« laden des H. Müller, Unter den Linden. Auf die Anfrage, ob Rafirm oder Haarschneiden gewünscht, erwiderte der Mann: Haupt: würde mich diese— Feigheit nicht doppelt schwer treffen, da ich doch für dm gesiirchtetm Weg eine Freikarte erster Klasse in der Tasche trug. Ich schämte mich nun auf einmal, daß mir zwei seetüchtige Ausländer gar so bange machen konnten, und eine Flasche Pale Ale, die ich auf dem Bahnhofe noch einsog, brachte mir vollends den Muth zurück. Auf denn, über den Kanal, und wenn er domhohe Wogen wirft! Es ist jetzt fünf Uhr, um Sieben bin ich in Brüssel und um Mitternacht in Calais. Der mglifche Steamer fährt im direktm Anschlüsse. Hoch Cid England! An der Seekrankheit sind Wenige noch gestorbm! Um Mittemacht war ich richtig in Calais. Anhaltendere» Pfeifen der Lokomotive veranlaßtm mich, den Kopf zum Koupeefmster hinauszustrecken und da sandte mir, in kurzm Zntervallm, der Lmchtthurm sein rotirmdeS Licht in starkem Sttahle entgegen. Die« steigerte womöglich noch den Ernst der sonst tiefdunklen, von unverkenebarer Seeluft durchströmtm Gegend, und während der Zug an« hielt, um sich gleich darauf wieder in Bewegung zu fetzen, kämm mir abermals unmännliche Gedanken. Da las ich im Weiterfahren die beleuchtete Aufschrift:„Calais ville." Hier hätte ich allerdings noch aussteigen können, wie irgend ein Reifend«, d« gerade in d« Stadt Calais Ge« fchäfte zu besorgen hat. Nun ab« geht es schon hinab zur gare maritime. Mitgefangen, mitgehangen! O, ihr nächsten Stunden! Wa« werdet ihr mir bringen! D« Zug steht still, ein uniformirt« Träg« nimmt meine Reisetasche und schreitet mir schweigend voraus, durch den Gepäcksraum de« hölzernen Stationsgebäude». Vier Schritte dann im Freien auf eine Art hölzernen Quai, und ich sehe dm Hafmarm vor mir, ein Mass«, so breit wie d« Donaukanal in Wien, und unten, auf dem Wege ein« hölzemm Treppe zu erreichen, ein Schiff, so groß, wie uns« „Hattyu", d« un« Budapester auf die Margarethen-Znsel fährt, wmn nicht noch klein«. D« Träg« will in diese» Schiff hinab, ich erfasse ihn aber am Rockärmel. „Wo wolle« Sie da hin?" „Nun, auf das Schiff nach England!" „Das ist ein Schiff— nach England?" „Mais oni, monsienrl" »Dann wird wohl auf das große Schiff«st üb«. stiegen!" % ,uÄ Kanal?" nein, nur Handewaschen. Nachdem sein Wunsch erfüllt, walf er eine Mark au! den Tisch und verschwand eiligst. Gleich darauf erschien ein Schutzmann, welchem der Mann jedenfalls aufgefallen war, in dem Geschäft des H. Müller, um Erkundigungen einzuziehen und konnte noch das blutige Waschwasser konstatiren. H. Müller wurde bereits auf das Polizeipräfidinm entboten, wo man ihm das Verbrecheralbum vorlegte. Verhafteter StellenvertnittelungS-Schwindler. Der mehrfach bestrafte Kommisstonär, frühere Diener August Lier- mann, welcher in den letzten Jahren ein Etellenvenmttelungs- geschält in der Mohrenstraße, später in der Franzöfischen und Königstraße betrieben hat, ist von der Kriminalpolizei wegen wiederholten Betrugs festgenommen worden. Es wird ihm zur Last gelegt, daß er den einen Dienst oder eine Beschäiti- gung suchenden Personen nach Einforderung eines Vorschusses Stellungen nachgewiesen hat, welche nicht frei waren, oder be- züglich deren er keinen Auftrag erhalten hatte. Ganz besonderes Pech hatte ein 62 Jahre alter Mann, welcher am Dienstag Nachmittag die Prenzlauerstraße pasfirte. Der Betreffende trägt einen Stelzfuß, und als er um die an- gegebene Zeit den Straßendamm überschreiten wollte, fiel er zur Erde und brach das gesunde Bein. Er wurde nach dem städtischen Krankenhaus im Friedrichshain ge- bracht. Poltzeibericht. Als am 31. v. M. Vormittags ein acht Jahre alter Knabe auf eine nach dem Hofe des Grundstückes Langestraße Nc. 35 fahrende Droschke zu klettern versuchte, ge- rieth er mit dem Fuß in das Hinterrad und erlitt dabei einen Bruch des rechten Oberschenkels. Nach Anlegung eineS Roth- Verbandes wurde er nach Bethanien gebracht.— Am 2. d. M. Nachmittags erlitt der in der Gießerei von L. Gehrs u. Co, Wienerstraße Nr. 36a, beschäftigte Maschinenformer Sternitzky dadurch eine erhebliche Verletzung, daß ihm heißer Formsand ins Auge flog. Der Verletzte wurde nach der Augenklinik in der Karlstraße gebracht.— Am 4. d. M. Nachmittags fiel der auf dem Neubau Sttaußbergerstraße 6 beschäftigte Putzer Rabe in Folge eigener Unvorfichtlgkeit von der dntten Etage des aufgestellten Stangengerüstes bis auf den untersten Belag des Nachbargrunostücke Nr. 6a stehenden Gerüstes hinab auf dem,,... W und erli t einen Doppelbruch des linken Oberschenkels und einen Bruch dreier Rippen, so daß er mittelst Droschke nach dem Krankenbause im Friedrichshain gebracht werden mußte.— Als t derselben Zeit der Kutscher Paukstadt mit semem einspännigen agen aus der alten Jakobstraße in die Sebasttansttaße ein- biegen wollte, wurde sein Wagen von einem vorbeikommenden Pfcrdebahnwagen erfaßt, so daß Paukstadt durch den Anprall vom Wagen geschleudert wurde und bewußtlos liegen blieb. Er hat durch den Sturz einen Schädelbruch erlitten. Gerichts-Zeitmtg. Der Redakteur des„Christltch-soztalen Korrespondenz- dlatt" F. Aschenbrenner stand gestern vor den Schranken der zweiten Strafkammer hiesigen Landgerichts l, um fich auf eine Anklage wegen Beleidigung des Landrichter» Dr. Kronecker zu verantworten. Die Anklage war ursprünglich wegen zweier Attikel erhoben, der Sttafantrag wegen des zweiten ist indessen von dem Präfldenten Bardcleben zurückgenommen worden, so daß wegen desselben das Verfahren als unzuläsfig eingestellt werden mußte. Der übrig bleibende inkriminirte Artikel ist in Nr. 31 des genannten Blattes vom 29. Juli cr. enthalten- In demselben wird dem Vorfitzendcn des Schöffen- gerichtS in dem Privatklage. Prozeß Schmidt wider Etöcker dem Landrichter Dr. Kronecker u. A. vorgeworfen, daß er bei den Gestchtspunkten, aus denen er zu seinem bekannten Urtheil gelangt ist, nicht in gleicher Weise bona flde gewesen sein könne, wie z. B. der Richter in dem Prozeß Stöcker gegen Bäcker. Ferner ist in dem Artikel behauptet, daß dem Dr. Kr.„ab- fichtlich oder unabstchtlich etwas Menschliches pasfirt sei" und schließlich heißt es:„Herr Dr. Kronecker schien persönlich mehr und weitergehend an dem Prozesse interesstrt, als es der Stel- lung und Würde deS Richters angemessen erscheint." Der Angeklagte erklärt, daß er den Verfasser des Artikels nicht nennen wolle, daß er aber die volle Verantworttichkeit dafür trage. Die Abficht, den Dr. Kr. zu deleidigen, habe ihm fern gelegen. Staatsanwalt Flickel erachtet eS für unbedenklich, daß die in dem inkiiminiiten Artikel enthaltenen Vmwürfe nach Form und Inhalt schwer beleidigend für den Landrichter Dr. Kr. find. Auf den Schutz des§ 193 deS Str..G.-B. könne sich der Angeklagte nicht stützen, da nach der konstanten Judikatur die Presse kein allgemeines Recht defitzt, vermeintliche Uebelstände zu kritifiren. Wenn aber auch angenommen werden sollte, daß der Angell, die vermeintlichen Interessen desHofpredigers Slöcker wahrgenommen habe, so sei aus der Form auf die Abficht zu beleidigen zu schließen. Bei der Sttafabmeffung „Gewiß, mein Herr!" Wie festgebannt bleibe ich stehen und lasse im kleine« Gänsemarsch mehrere Herren und Damen an mir vorbei- pasfiren, vermummte Gestalte», die sich im düsteren Schweigen ganz gespensterhaft auf da« Schiff begeben, zu große« Lei« den, zu schrecklichen Ouale«. „Wie geht den» diese« Schiffleia auf dem Meere?" frage ich nach einer Weile de» Träger. „So, mein Herr! Der Man« stellt mein Gep äckstück hin und bewegt dann seine beiden Hände in schauerlicher Abwechslung von der Nase bis hinunter zum Knie. „Aber sonst ganz sicher!" fügte er hinzu. „Ich bleibe über Nacht in Calais," erkläre ich mtt großer Entschiedenheit. „Ach, mein Herr? Und warum sind Sie dann nicht auf dem Stadlbahnhofe ausgestiegen? Hier giebt e« keine Wagen." „Ich vergaß daran,— ich habe verschlafen. Führen Sie mich in ein Hotel." Der Träger marschirt kopfschüttelnd voraus und ich stolpere auf der endlose« Dockanlage nach. Der beschwer- liche Weg findet indessen süße» Lohn in de« Worten, die mir der Träger au» eigenem Antriebe sagt:„Der große Dampfer geht bei schönem Wetter sehr ruhig und nur sehr wenige Leute darauf bekommen„malackie de wer". 25}« erreichen endlich die Stadt, und nun dröhne» unsere Schritte in de« ausgestorbene» Straßen der intet- und dann verkündet die uralte Thurmuhr die erste Morgen- N» SÄ mit einer flackernden Kerze beleuchtend, öffnet. „Ein Schlafzimmer für diesen Herrn!" „Auf wieviel Tage?" BloS für diese Nacht," erkläre tch.„Ich gehe«ach England und habe— nur Einige« noch-- hier m Calais ~3c5 STm.Garcon" nach, die Treppe hinan, und wenn mir der Gute auch ganz gewiß auf's Wort geglaubt bat so znirte ich mir in der Stille doch etwas, wie: Vchäme Dich, schäme Dich, alter Gesell!" Zu dem französischen Himmelbette träumte mw dann dann'voa einem Kolossaldampfer, der die Welle« wie das komme die Schwere der Beleidigung und femer in Betracht, daß die öffentlichen Richtersprüche gegen beleidigende Angriffe geschützt werden müssen. Er beantrage 300 Mr. ev. 30 Tage Gefängniß und Publikationsbefugniß für den Beleidigten.— Rechtsanwalt Wolff aus Fürstenwalve als Vettheidiger bean- tragt, den Hofprediger Etöcker darüber zu vemehmen, daß er der Gründer und Leiter der christlich- sozialen Partei und daß das angeklagte Blatt das Organ derselben sei. Er räume nämlich ein, daß in dem inlriminirten Artikel objektiv eine schwere Kränkung für den Dr. Kr. enthalten sei, indem ihm der Vorwurf der parteilichen Beurtheilung gemacht worden. Dieser Vorwurf sei aber mit vollem Bedacht erhoben, und zwar in Wahrnehmung der berechtigten Interessen der christlich-sozialen f artei, dessen Haupt und Vater der Hofprediger Stöckerist. Aus der orm und aus dm Umständen ergebe sich aber eine beleidi- gende Abficht nicht, und deshalb beantrage er die Freisprechung seines Klienten. Eventuell beantrage er die Ladung der Haupt- zeugen im Schmidt Stöcker'schen Prozeß darüber, daß fie vom Dr. Kr. besonders schroff behandelt worden find. Der Amts- anwalt beantragt, die gestellten Beweisanträge als unerheblich abzulehnen. Der Gerichtshof lehnte die Erhebung der bean- ttagtcn Beweise als nicht zur Sache gehörig ab, und hielt nun- mehr der Angeklagte selbst noch eine längere Rede, in der er speziell Unrichtigkeiten in dem Erkenntniß Stöcker-Bäcker, so- wert fie seine Person betreffen, rügte. Der Gerichtshof verur- theilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 200 Mk. ev. 20 Tagen Gefangnrß, sprach dem Beleidigten die Publikations- befugnrß im„Christ!, soc. Korrespondenzbl." zu. AuS Schlesien. Ein ärztliche« Rezept ist eine Urkunde im Sinne deS Gesetzes. Die Frage, ob ein von einem Arzt ausgestelltes Rezept eine Urkunde im Sinne des Gesetzes, also die Fälschung erneS solchen eine Urkundenfälschung sei, be- schäftigte, wie wir der„Brcsl.Ztg." entnehmen, am 31. v. M. die Strafkammer in Hirschberg. Es wird darüber geschrieben. Angeklagt war die Tochter deS verst. Sttafanstalts-Direktors Patzke zu Rawitsch, Frl. Elisabeth Patzke- Im vorigen Jahre konsultirte dieselbe wiederholt Herrn Dr. Scheurich aus Hirsch- berg und ließ fich von demselben Morphium-Injektionen ver- schreiben. So wurde ihr auch am 10. Dezember ein Rezept ausgestellt, auf dem bei 50 Prozent Wasser 120 Gramm Morphium verschrieben wurdm. Als die Patzke aber das Rc- zept in der„Hirsch"-Apotheke abgab, war aus dieser Zahl 620! Gramm gemacht. Die Umänderung der 1 in eine 6 und die Nachschrift des Ausrufungszeichens, daS bei Verschreiben einer solchen DofiS Morphium von dem verschreibenden Arzte hinzu- gesetzt werden muß, ließen fich deutlich nachweisen. Da, wie konstatirt wurde, das Rezept auS den Händen der Patzke in andere Hände nicht gekommen war, wurde fie unter Anklage der Urkundenfälschung gestellt. Nach der Vernehmung des Herrn Dr. Scheurich und des Apothekers Hanke fällte der Ge- richtshof sein Urtheil dahin, daß in der That eine Urkunden- fälsckung im Sinne des Gesetzes vorliege, und bestraste sonach die Patzke mit einer zehntägigen Gefängnißsttafe- Boppard, 30. Oktober.(B. Z.) Gestern kam bei ver- schlossenen Thülen eine Sache vor der Ettafkammer des Land- gerichts zu Koblenz zur Verhandlung, welche zur Zeit hier einen reichlichen Stoff zur Unterhaltung abgab. Ein hier wohnender Rentier war beschuldigt, einen Offizier der Gamison Koblenz durch eine Postkarte, worin er demselben Feigheit vor- warf, öffentlich beleidigt und denselben zum Zweikampf heraus- gefordert zu haben. Nach dem in öffentlicher Sitzung ver- kündeten Urtheil wurde der Angeklagte unter Annahme mil- dernder Umstände wegen der Beleidigung zu einer Gelobuße von 50 M. und wegen der Herausforderung zum Zweikampf zu einer Festungshaft von einem Tage verurtheilt. Als mil- dernde Umstände wurden in den Motiven des Urtheils hervor- gehoben, daß der Angeklagte davon überzeugt war, daß der betreffende Offizier mit seiner Frau Umgang gepflogen, welches auch von dem Landgerichte in seinem Ehescheidungsurtheil an« genommen wurde und daß darrn eine große Beschimpfung von Seiten deS Offiziers zu finden sei, daß auch der Angeklagte darüber entrüstet sein konnte, daß der Offizier die Herausforde- rung unter der Behauptung, der Ehrenrath habe in der Sache entschieden, abgelehnt habe. Soziales«nd Arbeitervemegang. Unsere Landwirthe klagen immer, daß fie nicht mit den allgemeinen wirthschaftlichen Verhältnissen Schritt halten könnten. Wenn eS in der That so ist, so haben die deutschen Landwifthe selbst Schuld daran. Wir haben schon früher darauf dinge- wiesen, daß unsere Landwifthe, besonders Vre Herren Ritter- gutsdefitzer, durchweg viel größere Ansprüche an das Lebm machten, wie die übrigen bürgerlichen GesellschaftSNaffen, daß fie auch weniger arbeiteten, als durchweg die Kaufleute und Fabrikanten, oaß fie mehr den Vergnügungsreisen, der Jagd. Messer die Butter durchschnitt und gar nicht im Mindeste» schwankte. Am sonnigen Vormittag aber spazierte ich durch die Stadt Calais, am Bahnhof vorbei und über die Brücke de« Hafenarmes, durch de» Hohlweg der Forttfikatio«, bi« hinaus an de« Sttand. Und da es an der ftaazösischen Küste heute ausnahmsweise wirklich„schönes Wettermacht", halte ich im Verttauen auf de» Double- Dampfer ziemlich herausfordernd Ausschau. Fahrzeuge sehe ich genug am Horizonte und die scheinen mir gar nicht zu schaukeln. Aber auch etwas Weiße«, Längliches bemerke ich, wa« weder Schiff, noch Wolke, noch auch Nebelstreif sein kann. „Was ist da«, mein Herr?" Der Mann, de« ich angesprochen, lugt au«, und sagte mir dann: „C'eat Douvres, rnonaienr I Heute find die Klippe« sichtbar." Also doch Dover, was ich mir nicht zu glaube» ge- traute. Ich sehe England I Und über da« bischen Wasser da hatte ich mich nicht gettaut! Wie wird'S nun mit dem große» Dampfer flott gehe»! ...ZÄS MrÄ' Table d'höte, auf ein deutsch vorgebrachte» Ersuchen da« Senfgefäß mtt der Frage hin: „Reisen Sie ebenfall»»ach England?" Mein Nachbar, ei« weißhaariger germanischer Kopf. gesteht mir m muthmaßlichem Rheinpreußisch und mtt einiaer Verwunderung über meine Frage, daß die« bei ihm aller- dmg» der Fall sei. Er und seine Tochter(ein ungemein schöne« Mädchen saß«eben ihm) wollen über de» Kanal Sre waren schon gester« am Nachmittag von Bonlogne snr rner Hier angelangt, aber mtt dem kleinen Dampfboote da« m der Nacht fährt, sei denn da? doch zu'ne gefährliche Sache. Ä fano-Ä T te. Keulos« Frechheit ,u dem mtt- lest», gen Lächeln, da« be, dresen Woften positiv meine Livve» umspielt hatte. Und da die deutsche Beautö in mtt nun offenbar einen (Schluß folgt.) dem Sport huldigen, kurzum, daß fie persönlich allzuwenig«d flu* in die Arbeit eingreifen. Deshalb werden die Güter auch»«ijeftotf. .TT.,._______ ra.-v..s.. s.j. t________ cm.ir.>!. n. t allzu geringem Grade oder doch in unrichtiger Weise m# uch die Jnd nützt. Oder ist es nicht geradezu eine Sckande, daß in eino-Mhastig. Jahre für 13 Millionen 500000 Mark Eier in Deutschl--� Ausstell, mehr eingefühft, als ausgeführt werden?! Sollte die beul#!;. Bezirks Landwifthschaft für diese 13V, Millionen Mark nicht nebewrigischen F Eier selbst produziren können, ohne dadurch irgend m§atr anderes zu vernachläsfigen? Die Hühner selbst aber mürwriiben Hobe: doch ficherlich ihren Futlerwerth repräsentiren. Aber die HWr Folge ha nerzucht macht etwas Mühe und Last und da find unsere Land leute nicht zu haben. Welche Efträge aber die rationelle zucht liefert, ergiebt fich aus ver hierüber veröffentlichten vt» tistik Frankreichs. Im Jahre 1881 war ein Bestand an Hühnft von 45 Millionen Stück, welche 3000 Millionen Eier a« brachten, die einen Verkaufswertb von 150 Millionen M an Eiern und 120 Millionen Mark an geschlachteten HüW zusammen 270 Millionen Mark einbrachten. Seitdem ifijf 1 zuiammen wnutoncn aitan ernvrachlen. vertdem m T Geflügelzucht in Frankreich im Wachsthum begriffen: der jap � dild liche Ertrag beziffcft fich für Hühner auf 322 035 571 R.»%at Ä..c or c\cc\ onc cm cn— itr.t______- ok ßäft«! ------ o------ ar yuyner aus özzvöoou � r« alle Truthühner auf 26 960896 M., für Perlhühner auf 25 688# �ücherunas Mark, für Gänse auf 65 875 869 M.. für Enten auf 18 621»#n. M Mark, zusammen auf 459 182 400 M.— Bis unsere deutl».■wodje bis Landwifthschaft es hierin der franzöfischen nicht gleich go#* �1134%, hat, soll fie mit ihrem ewigen Jammern aufhören..„ jjjjd von Der Werth des gesammten Außenhandels aller L� �otn von der Welt betrug 1880: 63 823 Millionen, 1881: 64 392 W«en] lionen, 1882: 67 127 Millionen Mark. Diese Summen geltag, theilen fich Jn der Weise, daß auf die wichtigeren Lände,' 12 685,8 6800,8 Millionen Mark kommen: 1880 Großbritannien Frankreich Vereinigte Etaatm von Amerika Deutschland Rußland Oesterreich. Ungam Niederlande Belgien Biitisch-Ostindien Italien China 1381 12 620,8 6737,9 1882, 13089,1 671&S 6315,8 59400 3297,6 2746,6 2737,0 2346,1 2577,8 2019,5 934,4 63$ 6320/ 3814 2873* 2965, 2316* 2668* 2001* 6663,3 5881,7 3611,1 2579,0 2498,0 2318,1 2496.8 1886,3 911,6_ Gegen 1880 ist also der Außenhandel Englands ufflA 400 Millionen, der Deutschlands um 440 Millronen, der nl landS um 200 Millionen, der Oesterreichs um 300 Mi"' der der Niederlande um 470 Millionen, der Britisch-Ost um 170 Millionen, der Italiens um 115 Millionen ge,, während der Frankreichs um 84 Millionen, der der Verei.. Staatm um 276 Millionen und der Chinas um 85 3JltDi Mark zurückgegangen ist. Ein allgemeiner rheinischer Webertag hat am 1- in Elberfeld stattgesunden. Anwesend warm zat Vertreter der Oderbedörden, die Reichstagsabgeordneten (Soziald.) und Lucius(Zentrum), ein Bruder des land schaftlichen Ministers, ferner der Landtags abgeordnfte Dr. (Nationallib.). Die Versammlung war ungemein zahstrw� Dir letzt bilden ei aller , itn., tooufgeb: Obtge !e noch letreter s sucht und sprach fich, nachdem die Reichstagsadgeordneten� rS geredet hatten, zu Gunsten deS von der Reichstage eingebrachten Arbeiterschutzzesetzei�, �.nhelligkeit aus. Auch der Großfabrilant war mit dem Ärbeiterschutzgesetz einverstandm, wenn gelung intemational erfolge. Der Abgeordnete Lucius �3 fich mit den Ausführungen deS Abg. Harm einverstand�« für H der""' Oberbürgermeister,"Landrath und Dr.�Graf neigten Vj f* stimmung ihre weisen Häupter. So herrschte die sozialistische Einigkeit unter allen Parteien— nallw'«'� vor den Aibritermassen. Nachher geht ja doch Jeder seinen Weg. Interessant war eS, daß der Bruder � nisters, Herr Lucius, erklärte, daß die Innungen, ihren Zweck erreichen wollten, P r od ukti v g enö'� schaften, und zwar vom Staate unterstützte, � müßten.— Wenn dazu auch die Innungen wohl»#%) Korporationen sein dürsten. so ist doch der AuSspru«°; Ministerbruders recht bezeichnend, da er die Staatsh>" Prinzip als völlig berechtigt erklärt.. t Auch auS dem großen Jndustrieplatz Polen ertönen seit zwei Jabrm fortwährend Klagen wirthschaftlichen Rückgang. Die Löhne find besonders in Zeit bedeutend gefallen: die Ardeiter, welche dort% find, verbrauchen jetzt ihre kleinen Erspamiffe. Mehrere haben Konkurs gemacht, daS Verträum ist in den kreisen geschwunden, so daß die Folgm dieser Krifis sein werden. Besonders find auch deutsche Kreditgeber A getroffen worden, die fich nunmehr mit Verlust zurfl«� habm Äuij fcanen. K si S16,«! Witer Ulli» Kmzerte. Belle-Alliance-Theater.„Papageno" hat auck� rm Wallner-Theater durch seine urkomischen Situatron � außerordentlichen Erfolg davon getragen. Auch die»u»W gegebene einaktige GesangSpoffe„Eine verfolgte u nmrche.in Folge der brillanten Darstellung seitens d«�� f r Herren Gutberv. Neuder und Piag Bäcker« und der Herten Guthery, Neuder großem Beifall aufenommen Der Offenbach Theater scheint die bisher haben alle statten � hat durch dm pikanten Reiz in Wort und Ton � ij °°n Tag zu Tag flottere Darstellung eine solch AnHangern fich erworden, daß die für Sonnabenv Fck bis Ende nächster Woche verschobm wurde, irt»„ holung des Einakter- Abmds wird an Stelle der „Fortunio'S Lttbcslied" projektirt. S ZWMM Erinnerungszeichen.' Z�lrriche" Deputationen u Ü STk-P ll,uwenig«6 Sui jiern Bericht de» hamburgische« Kabrik- Mter auch Mtkior«. Das UnfallverficherungSgesetz ist in Kraft getreten ie du deutit Bezirks hervor. Nehmen wir den Bericht des Ham» nrcht nebeiMuigl chen Fabrikinspektors pro 1884 zur Hand, so stnden wir, irgend(M* in Hamburg im verfloffenen Jahre 318 Unfälle statige» aber wün« haben, von denen vorübergeheiche Erwerbsunfähigkeit Iber die WK Folge hatten 289, und zwar in ii IT"'!- %% 1: w Ii. atdem if» ,�ie letzten 20 Fälle von über 13 Wochen Erwerbsunfähig- Ttn; der� g Wdtn eine besondere Gruppe; dieselben— also nur steben II aB[tr Unfälle— werden seit Inkrafttreten des Unfall- »uf von den rech. Unfallgenossenschaften ge- luf 18621' Ä Alle übrigen Unfälle mit Erwerbsunfähigkeit von unsere Wg% W zu 13 Wochen. 269 an der Zahl, also fast 93pCt.. glcrch 5�<:«, Wochen Erwerbsunfähigkeit und einem Entschädigungs- n.°on M. 9 pro Woche oder M. 10 206 im Ganzen. Summen>> Smagen. Im Grunde genommen ist also diese Summe eg Länder 0«bn»»,.?.>>>er Vere 85 Mi lot am 1 ren zahl ordneten es lan' mtte Dr. n zahlre» ordneten� der* Öucltti verstanden D ss»' 2�3 ah m Kl lrisis d-K °"M >-zLN tuatron� &> I en. Statt dessen aber find diese Kosten den Kranken- �aufgebürdet! U,ge Aufstellungen find freilich auf die wirklichen Ver- le noch nicht mit voller Genauigkeit zutreffend, weil das ll�erficherungsgesetz ja erst mit dem 1. Oktober d. I. in fotJP'ten ist und die Zahlen aus dem Bericht deS Fabrik» ovo 1884 genommen find, aber fie geben ein im ? gewiß richtiges Bild von den Verhältnissen, wie sie Hm 1. Oktober d. I. und in der Folge gestalten T-shalb find fie auch in ihrer Unvollkommenheit Uundfür die Zeitgeschichte wichtig. H» Eisenbahnverkehr, soweit es die Güterwagen be- Vamburg nach dem Binnenlande und zurück ist �ßl,e ein viel geringerer als im Jahre 1883 gewesen. ttakfen in Hamburg an 44 476 Wagen mit 2 214 875 Ztr.; aus 44 575 Wagen mit 3 375 126 Ztr., zusammen mit 5589991 Ztr. gegen 95192 Wagen mit Zentnern im Jahre 1883. Hauptfächlich ist an diesem des Eisenbahnverkehrs die Verminderung des Exports __* im Jahre 1884 um 869628 Zentner gegen das > �.Zurückgeblieben ist. häufend sechshundert Arbeiter find während der % letzten drei Jahre von der Gesellschaft„Bochumer *t tv.'�.petflbau- und Gußstahlfabrikation" entlassen worden; WmttSverdienst ist aber in dieser Zeit nur um 2 M. jeden Arbeiter gestiegen. Dafür aber haben die «-�deutend mehr leisten müssen, da die Produktion >-™ w dem Verhältnisse verringert worden ist. als die *"er. Deshalb also, weil die Arbeitskräste be- lsgebcutet worden find, hat man trotz der Un- sent.„t,"--■einen Geschäfte noch eine Dividende von zehn Der können! wen. Mar Seidenweberstreik ist schnell vorüberge. . hnredMn„ usend Arbetter haben fich einstweilen mit der �ommen �, einverstanden erklärt und die Arbeit wieder auf» _ erdtnas' l,'6 andern werden nunmehr sämmtlich nachkommen. lÜid'ückli» DD" die Arbeiter bei Wiederaufnahme der Arbeit Vliei, snsli? verpflichtet, bei der ersten besten günstigen Ge- >d,ÄaslW„ �®tceil wieder zu erklären. Keinen i« r! ast. Einer Zusammenstellung über die Dampf» «KR. r*", so würden fie demnach nur etwa den zwan» Zuder Arbeit leisten, welche die Dampfmaschinen ihre? s. Gfam spielend verrichten. , mh Versammlungen. We, C.' Platzdeputirten-Versammlung der Zimmer» Ä fcV, a,m Dienstag Abend in den Gratweil'schen Bier. l vM?1 Lehmann theilte mit, daß die Lohnkommisfion an dm, SteA und Arbeitgeber deS Zimmerergewerbes ein vom oz�Ii�Mtirtes Rundschreiben versandt hat, in welchem fie MSÄlSSS », Jennjvvn 9 stündigen Arbeitstag und einen Lohn von '",öer-A'ß pro Stunde zu fordern, Kenntniß giebt. iÜwten /usfion pflichteten alle Redner den Vorschlägen deS i« �e' l'ie Sammlungen der freiwilligen wöchentlichen " ium Gen-i-nliinterstiinunasfonds mit aller Energie den eben. � GeneralunterstützungSfondS mit tiwviib? unv den Anschluß aller Gewerksgenoffen an den �>iss,o°°r. deutschen Zimmerleute zu betreiben. Die Lohn» hat Berlin in vier Agitationsbezirke getheilt, in 2% ein, Vkungsweise von acht zu acht Tagen an dm Sonn- °s>et m°rentliche Gmeraloersammlung der Zimmerleute ver- , gl, o�dtn soll. Ii-, Hmh« �uchveretn der Tischler hielt Montag, den xZe tz.j.'oer,(Ine auüerordentlicke General-Versammlung General-Versammlung ES erstattete daselbst zunächst Herr lie stattgehabten Vcrhanvlungm auf ?!ÜIvlaaSn!i,�vafidium bezüglich Einführung der gesetzlichen iÄ�Jnn.. Su diesen Verhandlungm waren geladen die �,.Äahr„uung, der Fachverein der Tischler und der Verein tat 0itten Interessen der Tischler, welche je durch einm iJ" durck � F.« warm. Die Tischler Innung war ver- i.. kr»»., v: den Odermeister derselben, Herm Brandes. Auch WWW Ä7. ubcrß' S ' ohne die Konkurrenz zu fürchten, dann könnten _ unten erst recht auf die Sonntaasardeit ver- dlungm als Sachverständiger bei» .... Herr Pfaff war in dm meisten drei Delegirten nicht einverstanden und er» besonders das Hinaufschaffm der in der Werkstelle die in der Woche diestA.�vurch herabfallenvon Staub u. s. w. sehr störe, KW-sses-! H�den?>„, vent, daß die an den Verhandlungen theil- ÄÄVA-.''«! VÄitele R�urmlung, eine von mehreren Mitgliedern ''M-KUMW Der Verein macht noch bekannt, daß fich eine Zahl- und Auf- nahmestelle des Vereins auf der neu errichteten Tischlerherberge, Blummstraße 56, befindet. Die Vereinigung deutscher Schmiede hielt am Sonn» abend, den 31. Oktober, ihre erste Versammlung, zu der auch Fremde Zutritt hatten, ah. Auf der Tagesordnung stand: Vortrag des Herrn Kanitz„Ueber Naturheilkunde". Da Herr Kanitz noch nicht anwesend war, übernahm Herr Michelsen daS Referat über die Stellung des Arbeiters in der Gesellschaft. Er beleuchtete die Stellung des Arbeiters zum Arbeitgeber von früherer biß zur heutigen Zeit und meint, daß fich diese Stellung dedeutmd gebessert habe. Früher sei der Sklave direkt vom Herm abhängig gewesen, während jetzt der Arbeiter mehr persönliche Freiheit genießt. Es liegt am Arbeiter selbst, fich Achtung in der Gesellschaft zu verschaffm. Jeder müsse dawach streben, daß er als vollwichtiges Mitglied bettachtet wird. Hierauf übernahm Herr Kanitz das angekündigte Referat. Er vergleicht den menschlichen Körper mit einer Maschine, an welcher jeder Theil seine besondere Pflege habm muß: wird ein Theil schadhaft(krank), so ist daS ganze Werk betriebS- unfähig. Ein Haupttheil deS mmschlichen Organismus aber sei die Haut, dieser müsse man besondere Pflege zu Thell werden lassen' so wie man das Kleid nach dem Gebrauche ausklopft und bürstet, so müsse man auch die Haut wöchentlich zweimal von oben bis unten waschen und mit einem Handtuch fest abreiben, widrigenfalls die Haut rauh und hart wird und ihre Funktionen nicht verrichten kann. Die Haut habe den Körper zu schützen, die Wärme des KörperS zu regultren und für die Reinigung und Erneuerung deS BluteS mit zu sorgen, fie wirft aber auch besonders auf die Lungen. Die Lungen, welche ebenfalls daS Blut reinigen, athmen Sauerstoff ein, und Stickstoff au?; deshalb verlangt die Lunge reine, gesunde Luft aber auch viel Luft. Jede Lust, welche riecht, sei für die Lunge schädlich, darum spricht fich Redner entschieden gegen die Ausräucherung der Stuben und Schränke aus, aber ebenso auch gegen daS Rauchen. Die Arbeiter, welche den ganzen Tag in der dumpfigen Fabrik arbeiten, hätten oft nichts Eiligeres zu thun, als beim Verlassen der Werkstatt eine Zigarre oder die Pfeife anzubrennen, damit fie ja nicht die frische gesunde Luft einathmen könnten. Dies sei durchaus schädlich. Auch der Magen sei zu beachten; man soll nicht zu heiß oder kalt essen und trinken und die Epeisen ordentlich kauen, denn die meisten Krankheiten kommen vom Magen. Redner spricht fich ganz entschieden gegen alle Medizin aus, dieselbe helfe gar nichts, die Naturherlmethode sei die einzig richtige. Wenn man überlegt, durch welche Ur- fachen man krank wird, so wird man zu dem Schluß kommen, daß man auf demselben natürlichen Wege wieder gesund wer« den müsse. Die Heilkraft des Organismus sei die Naturheil- kraft. Referent sucht noch in längerer Rede zu beweisen, wie ,. B. bei Fieberkranken, bei Scharlach und TyphuS die Natur- Heilmethode zweckmäßig sei. Der Vortrag wurde mit reichem Beifall belohnt, namentlich von den Frauen, Zur Diskussion sprachen mehrere Anwesende ihre Anerkennung aus über die Ausführungen deS Referenten; jedoch wurde hervorgehoben, daß der Arbeiter meist an einem anderen, größeren Hebel leide, daS sei die übermäßige Anstrengung und die lange Arbeitszeit; wenn diese mehr emgeschräntt sei, dann würde der Arbeiter auch mehr Zeit haben, um seinem Körper die nöthige Pflege zukommen zu lassen. In seinem Schlußwort führte der Referent an, daß er in dem kurzen Vortrag durch- auS nicht jeden Punft habe berühren können. Er kenne die Verhältnisse der Arbeiterfamilien sehr gut, da er seine Praxis längere Zeit in Chemnitz in Arbeiterfamilien geübt habe. Schluß der Versammlung 12 Uhr. Der Fachverein sämmtlicher an HolzbearbeitungS- Maschinen beschäftigter Arbeiter hielt am Montag, den 2. November, im Böttcher's Lokal, Köpenickerstr. 150—51, eine gut besuchte Versammlung ab. Herr Max Kreutz hielt einm Vortrag über:„DaS UnfallverficherungSgesetz." Redner er- läuterte in eingehender Weise die für die Ardeiter einschlägigen Paragraphen dieses Gesetzes. Er meinte, der erste Gesetzent- wurf vm die Regierung eingebracht hatte, war bedeutend besser, indem dort die Beiträge zur Hälfte vom Staat und zur Hälfte vom Arbeitgeber geleistet werden sollten. Derselbe fand aber keine Gnade vor der Reichstags. Majorität. Die Bestimmung in dem 2. Entwurf, der die Bildung von Arbeiterkammem fordert, die zur Hälfte auS Arbeitgebern und zur Hälfte auS Arbeitnehmem zusammengesetzt sein sollm, wurde aus dem Ent- wurf gestrichen. Referent meinte, die Arbeiter solltm nun die wenigen Rechte, die ihnen das Gesetz bietet, auch energisch zu wahren suchen. Damit dies besser geschehen könne, empfahl derselbe den Anwesenden, fich fest zu organifiren. Zum Schluß empfahl Redner den Anwesenden, das Unfallverficherungsgesetz (welches für 25 Pfg. in der Expedition des„Berliner Volks- blatt" zu haben ist), gründlich zu studirm. An den V ottrag schloß sich eine lebhafte Diskussion. Ein Anttag, wonach in Zukunft die Vereins-Versammlungen jedesmal am Sonntag vorher im„Berliner Volksblatt" bekannt gemacht werden sollen, wurde angenommen. Ebenso ein Antrag, eine Matinee zu ver- anstalten zum Besten zweier hilfsbedürftiger Mitglieder. Wann und wo dieselbe stattfindet, wird noch bekannt gemacht. Die nächste Versammlung des Vereins findet am 16. November in demselben Lokale statt. m �_ h's. Im Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner Maurer, welcher Dienstag Abend tagte, kam u. A. zur Sprache, daß auf einem in der Kreuzbergstra� geleaenen Bau des Unternehmers Herm W. so schlechtes Matettal ver- arbeitet werde, daß man die dottigen Bausteine, von denen der betreffende Redner Proben vorzeigte, mit dem Taschen- meffer zerschneiden kann. Auch anderweitig werde auf dttsem Bau vielfach gegen die Regeln der Baukunst und die Bau- Gplkxxmfse —■-- Poner ioohn angefallen, maßregeln zu wollen. Herr Breitzke ettlätte bei Erstat- daß er die Kasse ordnungS» m �s fich mit dem Prinzip der Gleichheit Der Zuschuß, welchen die Stadt den einzelnen Schüler zu leisten Einkommens bis Anders verhalte ________ bei den Ausgaben. bfTden höheren Schulen für hat, beträgt bedeutend mehr als bei den Gemeindeschulen. Man verweist immer auf die Freistellen an den höheren Schulen, um zu beweisen, daß eS Jedem möglich sei, diese Schulen zu besuchen. Genau besehm, verhalte es fich jedoch ganz anders. Wenn wirklich ein Kind ärmerer Eltern soweit sei. so fehlen den Eltem die nöthigen Mittel, um Bücher zu kaufen und auS den Besuch der höheren Schule werde deshalb nichts. Wenn höhere Löhne für die städttschen Arbeiter verlangt werden, so sei kein Geld vorhan- den, wenn aber tausende zu Gratifikationen bewilligt werden so sei Geld da. Dieses sei auch ein Prinzip der Gleichheit in unserer städtischen Verwaltung. Ueberhaupt habe man nur sein Gehalt für geleistete Ardeit zu verlangen, das Wesen der Gratifikationen sei ein unfitt« IicheS. Es giebt nichts Verwerflicheres als dieses Unwesen. Die„liberale" Majontät der Stadtverordneten- Versammlung sei deS Lobes voll über die Reinlichkeit unserer Straßen. Als aber ein Antrag eingebracht wurde, die Nachtarbeit besser zu bezahlen, da ja die Straßenreinigung deS Nachts ausgeführt wird, und doch in jedem Gewerbe die Nachtarbeit besser de- zahlt würde, da sagte man: der Finanzstand der Stadt er- laubt es nicht, diese Löhne zu erhöhen; sogar die Konservativen mtt Ausnahme des Herrn Pickenbach waren dieser Meinung. Redner ktttistrte dann die Repräsentations- Unkosten zu Ehren der Theilnehmer an der Telegraphen- Konfe- renz, wo die Liberalen mit den Konservativen w echt brüderlicher Weise gleich gestimmt haben. Unsere Anficht- meint Redner- ist, daß die Stadt fich in anderer und besserer Weise repräsentiren kann, als durch Fest. essen. Mit einem warmen Appell an die Arbeiter, einzutreten für den Kandidaten der Arbeiterpartei, schloß der Vottragende seinen mit stürmischem Beifall aufgenommenen Vortrag.~ Diskussion sprach zunächst Herr Haake(Bürgerpartei): Die FortschttttSpattei buhle jetzt schon um die Stimmen der Ar- beiter im Falle einer Stichwahl zwischen der Fottschntts- und Bürgerpartei. Die Arbeiter würden in die Wahl gehetzt, um nachher dupitt zu werden, indem fie von Herrn Singer in daS Lager der Fortschrittspartei geführt würden.(Stürmische Unterbrechung. Beifall bei den anwesenden Bürgerpatteilern.) Redner wünscht, daß fich die Arbeiter recht zahlreich an der Wahl betheiligen und Über, das was hernach kommen würde, fich nicht irre führen lassen. Herr Hennigs weist die Ausfüh- rungen des Herm Haake energisch zurück; die Bürgerpattei sei es, welche jetzt schon um die Stimmen der Arbeiterpartei buhle (Unterbrechung). Der Vorsitzende verweist die Herren der Bürgerpartei zur Ruhe und ruft ihnen zu:„Wir befinden uns hier in einer Arbeiterversammlung suchen auch Sie den Anstand zu wahrm." Herr Hennigs(wünscht den Arbeitern den Sieg bei der Wahl. Stadtverordneter Herr Pickenbach: Alles, was Herr Etadtv. Görckt gesagt, könnte auch ich unter- schreiben, uns trennen ganz andere Punve. Ich befitze eine glühende Liebe zum Vaterlande und will nicht, daß Leute einer fremden Rasse über uns zu Gericht fitzen. Herr Behrend: Wenn die Herren glauben, die Arbeiterwiffen nicht, was fie thun, so find fie doch sehr falsch unterrichtet, wir haben uns auf polittschem und kommunalem Gebiete emanzipitt, wir habm mit der Kon- fesfion nichts zu thun, so buhlt man aber um die Stimmen der Arbeiter. Stadtverordneter Görcki: Es war dies, was uns Herr Ptckenbach hier anführte, ein leidenschaftlicher Ausbruch der Furcht und der Hoffnung. Es handelt fich darum, die Situation zu trüben. Die Arbeiter mögm deshalb auf dem Posten sein und alle Freunde und Kollegen heranziehen, damit daS Resultat der Sieg der Arbeitettandidaten sei.(Beifall.) Eine Resolution zu Gunsttn deS Arbeiterkandidaten Herm Heinrich NöSke wurde gegen die Etimmm der Bürgerpartti angenommen. Eine nicht enden wollende Reihe von persön- lichen Bemerkungen bildete den Schluß der Versammlung. Herr Behrend machte darauf aufmerksam, daß die Wählerlisten vom Donnerstag ab bei Schmarr, Blumenthalstr. 5, zu Jeder- manns Einficht ausliegen. Alsdann erfolgte der Schluß der Versammlung. Der Berliner Stuckateurverei« nahm in seiner letztm Vettammlung am 2. November den Kassenbericht und ven Be- ttcht der Kommission betreffs Zentralisation entgegen. In dem Bericht wurde namentlich der Werth und die Vottheile der Berufsorganisatton trefflich hervorgehobm und zu einer recht regen Agitation ausgefordert. Zum Schluß wurde noch eine Kommisston gewählt zur Ausarbeitung eines LohntattfS. An die Piano-Mechanik-Arbeiter(Tischler, Bohner und Zusammensetzer). Kollegen! Endlich scheint es auch bei unS zu dämmern. Ein großer Theil unserer Kollegen ist dar- über einig geworden, einen Verein der Piano-Mechanik-Arbeiter »u gründen. Was uns dieser neu zu gründende Verein ver- spttcht und welche Vottheile uns durch diese Gründung er« wachsen können, dieses zu besprechen laden Unterzeichntte alle Kollegen zu der am Sonnabend, Abends 8'/, Uhr, in Grat- weil'S Bierhallen, Kommandatenstraße 77/79, stattfindenden Versammlung der Klavierarbeiter und verwandten Berufs» genoffen ein und bitten wir, für recht zahlreichen Besuch zu agitiren, um zu beweisen, daß auch die Mechanik-Arbeiter eS verstehen, für ihre Interessen einzutreten. Ed. Wilke. H. Neumann. E. Münch. Ä. Kais. An die Arbeiter der chirurgischen Hartgummi- und Metallbranche(stumpfe Inst umente und Apparate) erg-h: folgend r Aufruf: Kollegen! Da fich auch bei uns der Wunsch geltend gemacht hat, eine Organisation zu schaffen und wir die feste Abstcdt haben uns zu vereinigen, glauben wir bestimmt. daß Ihr, Kollegen, davon durchorungen seid, für Eure mate» tt llen Interessen einzutreten. Deshalb ist es Ehrenpflicht eineS jeden Kollegen, in der am Sonntag, den 8. November, Vor» mittags 10 Uhr, bei Seefeld, Grenadierstr. 33. stattfindenden »ÄrurÄ» worden, wie uns der Vorstand irrthümlich mittheilte, sondern befindet fich noch in demselben Lokale. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metall- arbeite»(E. H. Nr. 29 Hamburg) Filiale 4 Berlin. Sonnabend. den 7. November, Abends 8'/, Uhr, Mitglieder-Ver» ewä äi ääw"'-*i- Berichtigung. In dem gestrigen Bettchte über den in gesagt ist. kam nach den Ausführungen des Redners für die Inder und deren Bekenntniß in Betracht. Die jüdische Re» ligion ist eine durchaus optimistische. Vermischtes. Schreckliche Erlebnisse eines Büro �; 1"■0'„miuKiiwuigiimin Vlaolcyens W. iü« unser Bürgermeister Z. auf die Straße kam, um stch nach seinem Hotel zu begeben, erschien ihm„rechter- Hand, linker Hand, Alles vertauscht" und plumps lag er im Wasser deS Pfaffenteiches. Glücklicher Weise befindet stch in der Nähe der Unglllcksstätte die Feuerwehrstation, und die wackeren Männer, die so oft schon der Macht deS heißen Elementes eine Grenze setzten, überwältigten dieses Mal auch das nasse Element, indem fie den Herrn Bürgermeister aus seiner ver- zweifelten Lage retteten. Um einen Hund. In Hamburg stürzte stch am 31. Oktober, wie der„Hamb.Korresp." meldet, ein K4jähriger Arbeiter in die Elbe, wurde aber von einem Ewerführer herausgezogen DaS Motiv zu der traurigen That war ein etwas ungcwöbn- licheS gewesen. Vor einigen Tagen nämlich, so gab der Ge- rettete an, sei ihm sein alter Hund gestorben, der sein einziger Freund gewesen. In Folge dieses Verlustes habe er stch so einsam und verlassen gefühlt, daß er den Entschluß gefaßt habe, stch das Leben zu nehmen. Der offenbar gemüthskranke Mann wurde im Krankenhause in Pflege genommen. Polizeiliches. Wie der„Kleinen P reffe"(Frankfurt am Main) aus Ulrichstein mitgetheilt wird, haben letzthin zwei Gendarmen, welche auf einen Deserteur fahndeten, einen Hand- werksburschen in einem nahen Orte ergriffen und denselben alß verdächtig hierher transportirt, ohne vorher in seine Legi« timationSpaprere einen Blick zu werfen, od der Ergriffene auch wirklich der Gesuchte sei. Der arme HandwerkSburschc soll auf dem Wege erklärt haben, er könne vor Hunger und Ermattung nicht weiter marschiren. Nichtsdestoweniger soll er zu anstren« gendem Marschiren gezwungen worden sein, bis er plötzlich zu- sammendrach und auf der Stelle todt blieb. Die nun erst(!) erfolgte Besichtigung seiner Papiere habe ergeben, daß dieselben in bester Ordnung waren und daß der BedauernSwerthe dmch« auS nichts mit dem gesuchten Deserteur zu thun hatte. Zwei vornehme Damen in einer Stadt Frankreichs find kürzlich eine Wette darüber eingegangen, welche von ihnen in einer gegebenen Zeit die meisten Worte sprechen könne. Beide lasen Manuskripte ad. Die eine brachte es in 3 Stunden auf 203 560, die andere noch zungenfertigere gar auf 296 311 Worte. Et« Kind von einem Adler entführt und aetödtet. Die„N.-V. A. P." berichtet:„Als am Mittwoch Abend eine Farmersfrau in der Nähe des Dorfes St. Virccnt de Paul (Kanada), von ihrem zweijährigen Kinde begleitet, ihr Geflügel fütterte, schoß plötzlich ein großer Adler herab, der daS Kind erfaßte und davontrug. DaS Kind schrie und streckte die Händ- chen der Mutter auS, die aber völlig machtlos war. Sie schlug jedoch Lärm, worauf einige Nachbam, mit Flinten be- waffnet, Jagd auf den Adler machten. Sie feuerten mehrere Schüsse ad, die jedoch lediglich zur Folge hatten, daß der Vogel seinen Flug beschleunigte. Schließlich ließ stch der Adler auf ein Scheunenoach nieder, wo man ihn mehrmals mit dem Schnabel nach dem Kopfe des Kindes hacken sah. Seinen Verfolgern, die inzwischen nahe gekommen waren, gelang es, den Vogel zu verscheuchen, aber daS Kind fand man nur als Leiche. Der Adler hatte ein Loch in den Schädel deS Kindes gehackt und einen Theil des Gehirns verzehrt." Kprechsaal. Die Redaktion stellt die Benutzung de» Sprechsaal», soweit Raum dafür atjugeben ist, dem Publikum>ur Besprechung»on Angelegenheiten allgemeinen Jnteresie« ,ur Verfügung! ste verwahrt stch aber gleich, eitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifi,irt ,u werden. Als Vorfitzender deS„Vereins für Volksbildung" erlaub« ich mir, auf das Eingesandt de« Herrn R. Flatow in Nr. 257 deS„SBerl. Volksblattes" einige Worte zu erwidern: 1) Herr Flatow sagt:„Schon der Umstand, daß diese Vereine(die Bezirksvereine nämlich) stch keiner großen Sympathie der Be- Hörde zu erfteuen haben, sollte dahin führen, bei jeder neuen Gründung die größte Vorficht und Ueberlegung nicht außer Acht zu laffen." Diese Bemerkung geht insofern von einer vollständig irrigen Anficht ans, als der„Verein für Volks« bildung" durchaus keine Gründung irgend eines Bezirksvereins ist und überhaupt mit den Bezirksvereinen in gar keinem direkten Zusammenhange steht.— 2) sagt Herr Flatow, daß an der Spitze des neuen Vereins„hauptsächlich Schriftsteller stehen". Ich verstehe nicht recht, was er mit dieser Bemerkung sagen will, denn der Gedanke, daß wir in dem Vorstande eines Vereins, der fich ausschließlich mit geistigen Angelegenheiten defaßt, nur körperlich Arbeitende dulden dürfen, wäre denn doch mehr als absurd. Das kann also Hcrr Fl. nicht sagen wollen. Hätte übrigens der Herr Einsender sein Jntereffe für die„neue Gründung" dadurch bewiesen, daß er ein 3W oder w an der konstituirenden Versammlung Theil genon mm so würde er wiffcn, daß der Posten eines zwmen Vorfitzcnboi nothwendigerweise mit einem pädagogisch gebildeten Man� besetzt werden mußte. Ein solcher ist Herr Christensen, d» sein Lehrerexamm gemacht und lange Jahre an einer höh#" Lehranstalt in Hamburg thätig gewesen ist. Außer ihm b# det fich noch ein„Schriftsteller", Herr Vaake, im Voistcu� also sieben Handwerker und zwei„Schriftsteller"! kommt da Herr Fl. zu der Bedauptung, daß an der Spitze Vereins„hauptsächlich Schriftsteller stehen"? Und � kann man eS dem Volksbildungsverein zum Vorwurf macde� daß unter seinen 9 Vorstandsmitgliedern zwei Schris find und dabei in demselben Alhemzuge über die r vereine herziehen, weil ihre Vorstände„meist aus Arb. � bestehen?! Konsequenz, Konsequenz, lieber Herr! Oderjp� man etwa lauter Kaufleute wählen?— 3) Daß wie Herr Fl. die Fortbildungsschulen Homboldakadamie(!!) als ausreichende Bi.„»..»— � für die Arbeiter empfiehlt, wundert mich. Er doch nachgerade wissen, waS und wie in Anstalten gelehrt wird. Auch die Bezirksvereine— deren M deihen unS übrigens mindestens ebenso sehr am Herzen I# wie Herrn Fl.— genügen nicht, weil hier in dm Vorti°k' ein methodischer Gang nicht innegehalten wird und nicht gehalten werden kann. Den Ardeiter auf die bestelp� Bibliotheken zu verweisen, scheint mir ebenfalls von einer Verkennung der Verhältnisse Zeuaniß abzulegen. H«* sollte alS gebildeter Mann doch wiffen, daß zur erfolgM? Benutzung einer Bibliothek bibliographische Kenntnisse wendig find die der Arbeiter in der Regel nicht dw- 4) Auf den Angriff, den Herr Fl. gegen die Bezirks««� richtet, gehe ich ebenso wenig ein, wie auf verschiedene t-' ständig unmotivitte Bemerkungen über„die UneigcnnÜtzV� dieser Herrm",„die jugendlichen Leiter des Vereins" u. s Der Arbeiter- Bezirksoerein kür den Osten hat in seiner Versammlung beschlossen, stch in der nächstm Sitzung"r. führlich mit dm Anfichten des Herrn Fl. zu beschäftigen � letzleren zur Theilnahme an dieser Versammlung driefl zuladen. Angefichts dieser Thatsache mögm für beute die kurzen Bemerkungen als genügend erachtet werden. Franz Berndt- Theater. OpernhavS. Heute: Sylvia. Echausvielhan«. Heute: Othello, der Mohr von Venedig. Deutsches Theater. Heute: Ein Tropfm Gift. «rtedrich-Wilhelmstädtische« Theater. Heute: Offendach- CycluS. Die schöne Helma. Restden,-Theater. Heute: Theodora. Wallner-Theater. Heute: Herr und Frau Hippokrates. velle-Alltanee-Theater. Heute: Papageno. Hierauf: Eine verfolgte Unschuld. Walhalla-Operetten-Theater. Heut«: Don Cesar. Vittorta-Theater. Heut«: Meffalina. Kentral-Theater. Alte Jakobstraße 32. Direktion: Adolph Ernst. Heute: Zum 97. Male: Die wilde Katze. GesangSpoffe in 4 Aktm von W. Mannstädt, Mustk von G. Steffens. Louisenstädtisches Theater. Direktion: Jos. Firmani. Heute: Czar und Zimmermann. Ostend- Theater. Heute: Der Jongleur. KdniastädtischeS Theater. Heute: Gastspiel der Liliputaner. Die kleine Baronin. Theater der Reichshalle«. Täglich: Aufretm sämmtlicher Epezialitätm. Ameriean-Theater. Täglich: Auftreten sämmllicher Spezialitäten. Kaufmann'« Tarlet*. Täglich: Große Spezialitättn-Vorstellung. Konkordia. Täglich: Austreten sämmllicher Spezialitätm und theatralisch, Vorstellung. Alhambra-Theater. Wallnertheaterstraße 15. Heute und folgende Tage: Der Lumpensammler. Drama in 5 Akten nebst einem Vorspiel von Felix Pyat. In Paris auf dem Theatre de la Ponte St. Marttn über 100 Mal mit außerordentlichem Erfolge gegebm. Vor der Vorstellung: Großes Konzert der HauSkapelle. Anfang de« Konzerts 7 Uhr. der Vorstellung S Uhr. BonS haben Wochentags Giltigkeit. Passage 1 Treppe. 9 U. Morg. bii 10 IT Ab Kaiser-Panorama. Eine Wanderung durch daS Riesengebtrge. Z. erste« Male: Die Pyrenäen. Die H e r t h a- Karolinen-Palau-Jnseln jc. a Reise 20 Pf., Kinder c Abonnemmt._(2670. Augrust Herold m Berlin SO, 118 Skalitzerstrasse 113. Möbel-. Spiegel' and MemacenMagap Eigene Fabrk."----'"" Große öffentliche Versammlung der Mäntel-Näherinnen am Freitag, de« 6. d. MtS., Abend« 8 Uhr, in ÄflUr'« Lokal. Andreasstraße Nr. 21. ES werden die Arbeiterinnen ersucht, recht zahlreich zu er- scheinen. Kaufleute und Schneidermeister haben Zutritt. 2683] Im Auftrage der Fach-Kommisston: Rosa Büge. Anna Kranckemann. Reise.. nur 10 Pf. Prftnseher's anatomisches Museum im rothen Leblos» ton 9 Morgens bis 10 Abends für erwachsene Herren. freit&g ganzer Tag 2700 Damentag. Mitglieder-Vers ammluvg de« Vereins zur Wahrung der Jutereffeu der Klavierarbeiter Sonnabend, den 7. November, Abends 8'/, Uhr, in GrattveU'« vterhallen, Kommandantenftraße 77/79, (oberer Saal). Tages-Ordnung: 1. Vortrag über dm letzten Theil deS ArbetterschutzgesetzeS. Refermt: Herr Michelsen. 2. Verschiedenes und Fragekasten. Dm Mttgliedern zur Nachricht, daß am Sonnabend, den 21. November, die Vorstandswahlen strttstnden werdm. Um vielfachm Wünschen der Mitglieder Rechnung zu tra- gm» wird die Versammlung präzise 8V, Uhr eröffnet werden. Diez für säumige Mttglieder zur Beachtung.(2691 Der Vorstand. Mitglieder-Versammluug der EenirabArankkn- und Sierbekujse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter. Oertltche Verwaltung Berlin«. Sonntag, den 8. November, Vormittags 10 Uhr, Große Frankfusterstraße 117 bei Wulf. TageS-Ordnung: 1. Abrechnung vom in. Quartal. 2. Wahl eines Schriftführers. 3. Wichtige Kaffmangelegenheitm. 4. Verschiedenes.— DaS Mitgliedsbuch legittmirt. Zar Leachtuug! Sonnabend, de« 14. November, findet ein von den Mitgliedern oben genannter Kaste arrangirteS Tanzkränzchen ebenfalls in genanntem Versammlungslokal bei Heim Wulf.! statt. Ein etwaiger Ueberfchuß ist für die Invaliden der Kasse bestimmt. B i l l e t S ssnd in den Zahlstellen und bei den VorstandSmitgliedem zu haben. Um recht rege Betheilig u wird ergebenst gebeten.>26 _ Der Vorstand. Generalversammlung der Ttutril-KrMkll-Kiifft M dklltsche« Zimmm Sonntag, den 8. November, vormittag««m 9% Im Stliy Jim Se-ischt» Ktisn. 9 Tasse»-Ordnung:(ofl 1. Abrechnung. 2. Verschiedenes. _ Der V orst�� Arbeiter-Verein„Hoffnung für Friedrichsberg u. Umgegend. � Mitglieder-Versammlung � % OMrlmbeiMjse des Zimmerer-Gewerbes zu Berlin. Erster Nachtrag ._ AA m m 0m— zu dem Statut der OrtS-Krankenkaffe des ZimmerergewerblS zu Berlin vom 28. Oktober 1885. An die Stelle deS§ 12 des Statut» treten nachfolgende Bestimmungen; AlS KrankeN'Unterftützung wird gewählt für die Dauer der Krankheit, aber nicht über 52 Wochen 1. vom Beginn der Krankheit ab freie ärztliche Behand- lung und Arzenei; 2. im Falle der Erwerbsunfähigkeit vom dritttN Tage nach dem Tage der Er- krankung ab für jeden Arbeitstag die Hälfte de, im§ 11 festgesetzten Tagelohnes alö Krankengeld: 3. die Lieferung von Bcillen, Bruchbändem und ähnlichen Vorrichtungen und Heilmitteln, welch« zur Heilung deS Erkrankten erforderlich find. Berlin, den 12. Juli 1885._ 4X Weniger._. Mtnx. lorfitzender. Schriftführer. Vorstehender Nachttag wird mit dem Bemerken bierburrf, genehmigt, daß dissen Bestimmungen mit dem heutige« 7aZ In Kraft treten.•t0«e (L. 8.) Berlin, den 27. Oktober 1885, Der»eztrtsansschntz zu verli». (ge»-) K a y s e r. �2688 Verantwortlicher Redakteur«. Cronhetm in verlin. Druck und Verlag von Max Vading' in Berlin 4»erger& Benzin. Holzm""'� SW., Beuthstraße 2.