S6Z. Sonntag» den 8. November 1883. II. Jahrg. ,11 erlmerVMlall Brgs» für dir Interrssen der Arbriter. 4 gtw M«n* gn. Da«-.Berliner Bolttblatt« JusertionSgebühr beträgt für die Z gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. ZlrbeitSmarkt 10 Pf. Bei oröfecrcn Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bri 4 Uh« Nachmittag» in der Spedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Aanonee»« Bureaux, ohne Erhöhung de» Preise», angenommen. NedaKtio«: Kenthstraße 2.— Expedition: Zimmerstraße 44. � Kandidaten der Arbeiterpartei � den bevorstehenden Komumnal- lvahlen sind die folgenden: �rich Nöske. Tischler.(8. Bez.) Adalbert- . straße 89. Krohm» Medailleur,(10. Bez.) Berg- 5 inannstraße 19. � Singer» Kaufmann,(12. Bez.) Linden- . straße 55. toand Mitan» Tischlermeister,(14. Bez.) �Wienerstraße 29. Tischler.(19. Bez.) Waldemar- u straße 73. 0 Aerzfeldt, Gelbgießer,(21. Bezirk) »Adalbertstraße 71. Franke. Schlosser,(25. Bez.) Saar- tzv» Straße 6. u Noigt. Tischler,(26. Bez.) Münche- Ziu»» 32. % Steindorff, Sattler,(28. Bezirk) (5oH:?tienstrQße 14. Schulz, Gelbgießer,(32. Bezirk) tz��nerstraße 11. Sohl, Vergolder,(34. Bezirk) Acker- %" r, � Maße I33. � SaUmüUer, Gürtler, Meranenstraße 28. (40. Bezirk) Arbntmimai-Uamk iiad 'n der Gegenwart praktisch wichtigste Theil der ist die Frage nach dem zulässigen Maß der 3U''♦UrlUlj," yt„ r t.«£W f_' 1!_______ O*1___ m Arbriteriirnei-Dihil. & und nach der Höhe de» Arbeiterinnen-Lohne». Philosophen oder die Vertreter der exakten S�knschaft mögen darüber streiten, welche Stellung SfeuiCCefon. Die Hand der Uemests. Roma« von Ewald August Köuig. (Fortsetzung.) ttai veranlaßt Sie, Onkel Willy mit diesem ander» kann man die That wohl nicht nennen, .�'"dung zu bringen?« �ulaß dazu finde ich in der Behauptung r habe dem Bruder der Frau Generali« gestellt, ihm die Papiere binnen drei �äber V verschaffen. Würde er seinem Herrn »»» wäre furchtbar!" sagte Arabella mit gepreßte, *•„Wenn Mama da« erführe—" l°ll ei nicht erfahren, Bella. warte« wir einst- k»tut..�i, aber nach Ablauf der Fnst Anzeige, He«!""h«eine Pflicht erfüllen und die Sache unter- «enn Onkel Willy dann al» der Schuldige er- � wäre da» entsetzlich für un» Alle!" St,; beten Wangen erbleicht waren. Achten Sie da» nicht sagte beruhigte Siegfried sie, im in der besten zukünftigen Gestaltung der Dinge die Frau einnehme« wird. Sie wird„wieder" ganz ihrer Aufgabe in der Familie leben, nur daß da» Dasein in der Familie durch den zunehmenden Kultur- und Bildu«g»fortschritt be- deutend verschönt und veredelt sein wird— so versicher« die Vertheidiger de« Alten. Die Familie wird„dermaleinst" auf ihre eigentlichste Funktion beschränkt und der Frau der Weg gebahnt sein, an jedem Erdenglück, an aller Thätigkeit und allem Genuß gleiche« Antheil wie der Man« zu nehme« — so erklären die Vorkämpfer de» Neuen. Z« der unmittelbaren Gegenwart thun, wie gesagt, andere Dinge noth. Denn immer stärker, immer unmittelbarer, immer folgen- schwerer zieht der moderne Produktion»prozeß die Frau in seinen Bereich. Täglich, ja stündlich betritt sie neue Ge- biete de» industrielle» und gewerbliche» Lebens. Z» der Textilindustrie sind nunmehr ganz oder fast ebensoviele weibliche als männliche Arbeiter beschäftigt, da» Gleiche geht in zahlreichen andere« Fabrikationtzweige« vor sich und für den weiblichen Geschäftsreisenden wird die Sprache bald de« Ausdruck commiae voyagense bilden müsse». Die Arbeit de» Weibe» repräsentirt für die de» Manne» eine drückende Konkurrenz. Unter sich aber unterbietet sich die weibliche Arbeit»kraft um so mehr, al» technische Vor- kenntniß so gut wie gar nicht verlangt wird und somit da« Angebot in» Unermeßliche wächst. Für de» Knaben besteht in jedem Handwerk, in jeder Branche eine drei- und vier- jährige Lervzeit; da» Mädchen gilt nach dreiwöchentlicher Uebung al» fertige Stepperin oder Chemisette-Näherin. Die Beseitigung der industrielle« Arbeit verheiralheter Frauen hoffe» wir von einem staatliche« Gesetz. Die Arbeit unverheiratheter und alleinstehender weiblicher Personen zu verbieten, hieße denselben die einzige Quelle ihre« spärliche» Erwerbs nehmen; hier gilt e» nur, eine» auskömmlichen Lohn zu erringen. Die Bewegung nach beide« Ziele» aber erfolgt von unten, sie geht von de« Angehörige« der arbei- tenden Klasse selbst au«. Wa» wir von einer Statistik der Frauenarbeit besitzen, ist äußerst spärlich, also scheint auch die Sammlung diese» Material», welche alle« Versuche« zur Besserung vorangehe« muß, den Arbeiterinnen-Vereine« oder Arbeiterinnen-Kommissionen überlassen werde« zu solle». Schon sind in den öffentliche« Versammlungen der Arbeiterinnen über die Lohnhöhe in manchen Branchen Mittheilungea erbracht worden, welche in Erstaunen setzten. Die Billigdenkendea in alle» Kreisen könne« nicht umhin, anzuerkennen, daß da» Interesse de» Gemeinwohles Abhilfe gebieterisch erheischt. Zwar suchen gewisse Interessenten die Arbeiterinnenbewegung dadurch in Mißkredit zu bringe», daß sie dieselbe al» sozialdemokratisch denunztre». Also nur vom sozialdemokratischen Standpunkte au» hätte e» demnach Sinn und Berechtigung, eine« ausreichenden Ar- schlimmsten Falle wird dem Kammerdiener allein die ganze Schuld in die Schuhe geschoben." „Aber meine gute, scharfblickende Mama wird die Wahrheit doch erkennen." „Und, seien Sie einmal ganz aufrichtig, Bella, wen» dadurch ein Bruch zwischen Ihrer Frau Mama und deren Bruder herbeigeführt würde, könnten Sie da» bedauern?" „Nein," antwortete Arabella nach kurzem Zögern, we»halb sollte ich da» Ihne» gegenüber leugnen? Onkel Willy ist nie mein Freund gewesen, und er hat auch nie danach gestrebt, e» zu werde». Ob ich da» bedauern soll, weiß ich nicht, ich habe über diese Frage oft nachgedacht und keine befriedigende Antwort darauf gefunden." „Er wird auch mein Freund niemals werden," sagte Siegfried,„ich bekenne Ihne« da» mit derselben Aufrichtig- keit. Liegt die Schuld an mir oder an ihm, ich weiß da» nicht, uno e< wäre auch unnütz, der Ursache»achforsche» zu wollen. Sie waren ja zugegen, alt er sich so unfteund« lich, ich möchte fast sage« herausfordernd mir gegenüber benahm.",„ „Sie waren schon früher mit ihm zusammen getroffen?" fragte Arabella, ihn gedankenvoll anschauend. „Nur einmal, und schon die ersten Worte, die wvr mit einander wechselten, ließe« mich erkennen, daß zwischen un» sich niemals em freundschaftliche« Verhältmß gestalte» würde. E» mag sein, daß die Abneigung meine» Vater» gegen diese« Herrn nicht ohne Einfluß auf meine Anschauungen gebliebe» ist, aber ich gebe Ihnen daneben auch d,e Versicherung, daß ich mit der festen Absicht hierher kam, leben Wortwechsel zu vermeiden"., �- .Ich glaube Ihne« da», auch ohne daß Sie e» sagen" erwiderte Arabella;„ich weiß 1", auf welcher Seite die Schuld und auch die Herautforderung'st. Und ich wäre, mir ist da» au» verschiedenen Aeußerunae» meme» würde; den Bruder verachten zu müssen, da» möchte ich meiner theure« Mama nicht wünsche«/ beitSlohn zu fordern! Ein Zugefiändniß, da» die Sozial« demokratie freilich mit Genugthuung erfüllen wird! In« dessen mehre» sich die Stimme» der Beifallpflichtenden und Sympathischgefinnte» in allen Bevölkerungskreisen.„Wir halten e» für einen Segen, daß all da» Elend einmal an» Licht gezogen worden ist"— äußert selbst da» vornehme Manchesterblatt, die„Voss. Ztg.", den Damenmäntel- Schneider« gegenüber in ihrem Bericht über die letzte Ver- sammluag derselben. Uno wahrlich, die Summe diese» Elend» ist groß und zur Abhilfe ist e« hohe Zeit. Der Verein der Arbeiterinnen wird demnächst durch Ausgabe von Fragebogen eine Statistik der gewerbliche« und industrielle» Frauenarbeit in Berlin, namentlich der Lohnhöhe und der Arbeitszeit, zu schassen versuchen. Ob altdaaa die Vereiniguna der Arbeiterinnen im Stande sei« wird, au» eigener Kraft„all da» Elend" oder auch nur eine« wesentliche« Theil desselben zu beseitige«, oder inwie- weit die Mitwirkung der staatlichen Gesetzgebung, der Agpell an die Gesellschaft wirksam erscheint, ist an zweiter Stelle zu erörtern.„Arbeiterfteunden' in allen Parteien wird sich hier die Gelegenheit darbiete«, ihre Auftichtigkeit wie ihre Fähigkeit auf diesem Gebiete praktisch darzuthun. Vorläufig zollen wir dem Vorgehen der Arbeiterinne» unsere Anerkennung und wünschen diesem Werke de« beste« Fortgang. An den gesammten Arbeiterinnen Berlin» aber wird e» sei», da» Interesse, welche« sie alle und jede Einzelne von ihnen an der Lohnfraae hat, zu erkennen und diese Erkenntniß zu bethätige». Zu diesem Zwecke werde« sie sich entweder dem Verein al» Mitglieder anschließen oder min- besten* durch aufmerksame und genaue Autfüllung der bald autzugebenden Fragebogen den Zweck der Bewegung förder» helfe«. Sehr wenig ist e», wa» von dem Einzelnen ver- langt wird, und die Unterstützung der im allgemeinen ge« schultere» Männer wird ihnen dabei hoffentlich auch nicht fehle«— möge nicht Gleichgiltigkeit oder Verständnißlosigkeit auch noch von der Erfüllung diese» Wenige» abhalten. Politische Urberstcht. Der Antrag auf Abänderung de»§ 22 de» Preß- gesetzeS vom 7. Mai 1874 wird folgendermaßen begründet: ES empfehle sich, in der Aendemng des geltenden Recht» nicht weiter zu gehen, al» im Interesse de» Rechtsschutzes er- forderlich sei. Der Entwurf hat deshalb davon abgesehen, den erwähnten Grundsatz unsere» Strafgesetzbuchs, wonach eine UnterbrechungShandlung nur gegen den von ihr betroffenen Thäter wirkt, zu durchbrechen, da eine Abweichung von diesem Grundsatz über da» hervorgetretene Bedürfniß hinauogcbcn und eine Verlängerung der Verjährungszeit auch gegenüber solchen Betheiligten zur Folge haben würde, deren sofortiger Verfolgung kein Hinoerniß entgegensteht. ES verdient viel- Sinnend blickte Siegfried durch die Bäume hinau« auf den blühenden Garte». Der alte Verdacht war wieder rn semer Seele ausge- stiege«, die Mittheilungen Georg« hatten ihn geweckt. Be- zog sich da» Geheimniß jener Papiere auf ein Verbrechen? Wurden« ihnen die Ereignisse jener verhängnißvolle» Nacht enthüllt? Oder enthielten sie am Ende nur unwesentliche Mittheilungen, die nicht de» Werth hatten, den der Gärtner auf sie legte? Georg allein konnte darüber Aufschluß geben, und Siegfried war entschlossen, nicht zu ruhen, bi» er diese» Ausfchluß erhalten hatte. Arabella sah ihn erwartungsvoll an, sie wollte seine« Gedankengana nicht stören, sie wartete darauf, daß er da» Gespräch wieder anknüpfe« werde. Endlich strich er mit der Hand über die Stirne, al« ob er die Bilder, die ihn beschäftigten, verscheuchen und seine Gedanken wieder sammeln wolle. „Verzeihen Sie mir, Bella," sagte er mit gezwungenem Lächeln, indem er sich erhob und ibr mit einer Verbeugung de« Arm bot,„da« Amt eine» Untersuchungsrichter» ist ein Dornenstrauch, der keine Rose« trägt." „Gehen wir zur Mama," erwiderte Arabella,„Sie werde« bei ihr die verlorene Heiterkeit wieder finden." „Ich kam in heiterer Stimmung hieher, die Mitthei- lungen de» alten Manne» haben mich zu ernstem Nachdenke« angeregt. Ich will Ihre» Onkel nicht anklagen, Bella, aber ich kann auf der andere» Seite auch der Vermuthung nicht wehre«, daß er jene« Brief veranlaßt hat, der meinen Vater vo» meinem erste» Besuche hier unterrichtete." „Da» wäre abscheulich!" „Ich wiederhole, behaupten will ich e» nicht. E» war ei» anonymer Brief, und die Ausdrücke, deren sich der Schreiber bediente, ließen auf sehr geringe Bildung schließe», aber ich wüßte Niemand außer dem Erwähnten, der ei» Interesse daran habe» könnte, meinem Vater diese Mitthei- lung zu mache«." „Besitzen Sie den Brief?" ftagte Arabella. „Ja, aber ich habe ihn nicht mitgenommen, da e« nicht meine Absicht war, mit Ihne» über diese Sache zu reden. mehr den Vorzug, lediglich d!« erwähnten Fälle eines der Strafverfolgung entgegenstehenden thatfächlichen Hindernisses ins Auge zu fassen und denselben dadurch gerecht zu werden, daß man die Versährung gegen den Thäter so lange ruhen läßt, als diese Hindernisse besteben.— Indem der Entwurf von diesem GefichtSvunlt ausgeht, fügt er demselben noch eine wesentliche Einschränkung in der Richtung bei, daß daS Ruhen der Verjährung gegenüber dem unbe- kannten oder abwesenden Thäter nur unter der Vor aussetzung eintreten soll, daß innerhalb der Frist von 6 Monaten eine die Verfolgung des Verbrechens oder Ver gehen bezweckende richterliche Handlung vorgenommen wird. Das bisherige Recht wird hierdurch insoweit aufrecht erhalten, als eS ohne Verletzung der Rechte der Strafverfolgung zuläsfig erscheint. Ist binnen 6 Monaten nach tyt Verbreitung des PreßerzeugnisseS von der zur Verfolgung berufenen Behörde oder Privatperson eine auf dasselbe bezüguche richterliche Hand� lung nicht ausgewirkt worden, so soll die Verjährung gegen alle Betheiliaten vollendet sein, ohne daß eS darauf ankommt, ob die Strafverfolgung gegen dieselben während des ftaglichen Zeitraums möglich gewesen ist oder nicht.— Wenn in dieser Weise den Rechttnachtheilen, welche die kurze Verjährung der Preßdelikte in gewissen Fällen nach sich zieht, zu begegnen ist, so kann eS doch nicht die Abficht sein, die Verjährung der durch die Presse begangenen Verbrechen und Vergehen später eintreten zu lassen, als dies der Fall sein würde, wenn jene Delikte lediglich der Verjährung deS gemeinen Rechts unterworfen wären. Da aber jenes Resultat in Folge des zeit» weiligen Ruhens der Verjährung unter Umständen fich ergeben könnte, bedurste es noch der besonderen Bestimmung in dem Echlußabsatz deS Entwurfs, um eine solche Eventualität auS« zuschließen. Aus dieser Begründung erfährt man das nicht, was zu wissen zunächst Jedermann begierig sein muß: welches Be- dürfniß zu einer Abänderung, wie die beantragte, fich denn gellend gemacht hat. Eine Anlethe-Vorlage wird dem Vernehmen nach dem Reichstage wiederum in bevorstehender Sesfion zugehen. Die- selbe soll zur Bestreitung außerordentlicher Bedürfnisse der Post- und Telegraphen, sowie für Zwecke der Marine- Vermal» tung gefordert werden. Ob in derselben auch die Mchraus- gaben für die Heeresverwaltung, soweit sie nicht den laufenden und außerordentlichen Ausgaben zuzuzählen find, einen Platz finden werden, steht einstweilen noch dahin: dagegen heißt es, daß die Marine außeretatSmäßig erhebliche Nachforderunaen in Antrag dringen wird. Zweifellos wird fich unter denselben auch eine Posttion zur Beschaffung eines Ersatzschiffes für die untergegangene Korvette„Augusta befinden. Nach§ 1 deS Verwendungsgesetzes(lex Huene) vom 14. Mai d. I. soll der auf Grund des z 8 des Reichsgesetzes vom 15. Juli 1879 auf Preußen entfallende Antheil an dem Ertrage der Getreide und Viehzölle, abzüglich eines der Staats« kasse verbleibenden Betrages von jährlich 15 Millionen Mark, den Kommunalverbänden überwiesen werden. Nachdem die Ergebnffe der Waareneinfuhr in den freien Verkehr deS deutschen Zollgebiets für die Zeit vom 1. Januar biS ult. September d. I. von dem kaiserl. stattstischen Amt kürzlich veröffentlicht worden find, läßt fich der Betrag, welcher für die beiden ersten Quartale des EtatsjahreS 1885/86 den Kommunalverbänden au« den genannten Zöllen zusteht, annähernd be- rechnen. Einer genauen Berechnung steht der Umstand ent- gegen, daß in den monatlichen Einfuhrlisten die Verzollungen von den Privatniederlagen für Getreide(Mühlenläger) unve» rückfichttgt bleiben, und daß fich auS den Zollaversen, welche für die vom Zollgebiet ausgeschlossenen Bundesgebiete an die Reichskaffe abzuführen find, der auf die Getreide» und Vieh- zölle entfallende, in der nachstehenden Berechnung mll anzu- seyende Bettag nicht ficher ausscheiden läßt. Der Ertrag der Getreide- und Viehzölle in den Monaten April bis inkl. Sep« tember d. I. läßt fich auf 14 526 576 Mark berechnen. Außerdem Verzollungen auS den Mühlenlägern(nach Verhältniß der Verzollungen im Jahre 1884 und unter Berücksichtigung der eingetretenen Zollcrhöhungen) etwa 1 500 000 Mk, zusammen 16 026 576 Mark. Davon geht ab: der nach Maßgabe der Bevölkerung auf Luxemburg und Jungholz fallende Theil 73 100 Mark, bleiben 15953 476 Mark. Hierzu tritt der verhältnißmäßige Theil der Aversa von den Zollausschlüssen mit etwa 350 000 Mk., zusammen 16 303 476 Mark. Davon berechnet fich der Antheil Preußens nach dem Verhältniß der Matrikular-Bevölkeruna vom 1. Dezember 1880 (27 279 III von 45234061) zu 9 832067 Mk. Der hiervon nach§ 1 des Gesetz«? vom 14. Mai d. I. der Staatskasse vrrbleibende feste Antheil beträgt für 6 Monate 7 500000 Mk. Zur Uebernahme an die Kommunalverbände bleiben somit 2 332 067 Ms. Bei der Berathung deS Gesetze? im Abgeord- netenhause ist die fich für die KreiSverbände aus den land- wirthschaftlichen Zöllen ergebende Einnahme auf ca. zwanzig Millionen Mark jährlich geschätzt worden. Nach den Ein- nahme-Resultaten de» ersten Haldjahres, in welchem allerdings die Zollerhöhungen noch nicht zur vollen Wirksamkeit gekom- men find, läßt fich schon jetzt mit Bestimmtheit annehmen, Nachdem aber die Mittheilungen de« Gärtners mich ver- anlaßt haben, meine offene Meinung über jenen Herr« auszusprechen, will ich Ihne« auch diese» Verdacht nicht verheimlichen. ES war längst mein Wunsch, daß eS mir gelingen möge, meinen Vater mit Ihrer Frau Mama aus- zusöhnen, eine Annäherung, wen» auch nur allmälig, zu vermittel»; diesem Bestrebe» tritt Herr Rabe entgegen, und welche Gründe ihn dazu bewege», kann unS wohl nicht zweifelhaft fein." „Wenn er fich solcher Mittel bediente, dann— aber ich glaubte, wir würden inS Schloß gehen!" „Ich kann nur«och wenige Minuten bleiben," sagte Siegfried in bittendem Tone,„gestatten Sie mir das Vergnügen, fie in Ihrer Gesellschaft verbringen zu ��Arabella war stehen geblieben. ihr Blick ruhte for- schend auf ihm, und ei» leichter Schatten umwölkte ihre fürchten, Ihrem Herrn Papa könne abermals Mittheilung gemacht werden?" fragte fie. „Fürchten? Nein, wenn ich auch zugebe« will, daß es mir nicht angenehm wäre. Fürchtete ich die Vorwürfe Papa'S, so würde ich überhaupt nicht kommen," fuhr er in heiterem Tone fort,„ein Vorwurf kann mich ja nicht tteffen, wenn ich der inneren Stimme folge." Verwirrt senkte Arabella die Wimpern, er sollte in ihren Auge« nicht lesen, wie sehr diese Worte fie be- glückten.«� � foII.. Mama sagen, wenn fie fragt?" er- widerte sie.„Es wird ihr ja nicht verschwiegen bleib«,, daß Sie hier gewesen sind, Georg erzählt gewiß, daß S,e den Vorfall untersucht habe«, er thut ei schon deshalb, um � Änn sag«! Sur Wah/hzit, Bellas«s liegt ja kein Grund vor, jsie zu verheimlichem Grüßen Sie Ihre liebe Mama, und sage« Sie ihr, ich habe sehr bedauert, ihr meine Aufwartung nicht machen zu können. Durch die Untersuchung sei meine Zeit voll in Anspruch genommen worden. Aber erwähnen Sie, ich bitte Sie noch«»mal darum, nichts von dem, wa, ich über ihren Bruder ge- daß die Ueberweisunaen für daS Jahr 1885/86 hinter jener Summe weit zurückbleiben werden. Es kann höchstens auf 10 Millionen Mark gerechnet werden. Die betheiligten Kommu- nalverwaltungen dürften deshalb gut thun, die ihnen für das genannte EtatSjahr in Ausstcht stehenden Beträge, deren Fest- stellung und Zahlung nach den im Abgeordnetenhauie regle- rungSseitig abgegebenen Erklärungen frühestens im Juni 1886 erfolgen kann, bei Aufstellung ihrer Etats für 1886/87 möglichst vorfichtig zu veranschlagen. Folgende allgemeine Verfügung de« Justizministers betteffend die Protokolle über die Hauptoerhandlungen in Strafsachen, welche an sämmtliche Geiichtsbehörden gerichtet ist, wird unterm 2. November im Justiz-Ministerialblatt ver- öffentlicht: „Durch die allgemeine Verfügung vom 7. Dezember 1882 find die Gerichtsbehörden auf die Unzuträglichkeiten hinge- wiesen worden, welche daraus erwachsen, daß vielfach in den Hauptverhandlungen der Sttafkammern und der Schwurge- richte die Aussagen der vernommenen Personen nicht in das Protokoll aufgenommen werden. Dieser Hinweis hat nicht überall die genügende Beachtung gefunden; denn in den dem Justizminister erstatteten Berichten der Prvvinzialbehörden wer- den noch immer Klagen über jene Unzuttäglichkeiten erhoben. Zuvörderst macht fich der Mangel einer Protokollirung der ab- gegebenen Aussagen in denjenigen Sachen geltend, in denen ein Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens angebracht und auf angeblich neue Ausführungen(§ 399 Nr. 5 der Strafprozeßordnung) gestützt wird. Für die Prüfung, ob eine Anführung wirklich neu sei, wird oftmals dem Richter die ge« nügende Grundlage fehlen, wenn aus dem Protokoll über die stattgehabte Hauptverhandlung nicht zu entnehmen ist, was die Zeugen in dieser bekundet haben. Nicht minder schwer fällt der Umstand ins Gewicht, daß es beim Mangel der Protokolli- rung nicht wohl möglich ist, einen Zeugen, der in der Haupt- »«Handlung eidlich eine falsche Aussage abgegeben hat, des Meineide« zu überführen, da der Inhalt ein« nicht zu Protokoll genommenen Aussage fich nachträglich fast niemals mit solcher Zuverläsfigkeit feststellen läßt, wie es zu einer Ver- urtheilung wegen Meineides«forderlich ist. E s i st n a ch den erwähnten Berichten wiederholt vorge- kommen, daß die Ue Verführung von Personen, welche des Meineides dringend verdächtig waren, lediglich durch den Mangel einer Niederschriftder von ihnen abgegebenenAus- sagen verhindert wurde. Es bedarf keiner Aus- führung, in welchem Maße durch das öft«e Vorkommen solch« Fälle das öffentliche Wohl und insbesondere die Eich«hett der Rechtspflege gefährdet wird. Die bezeichneten Mißstände be« dürfen einer oalvigen Abhilfe, und d« Justizminister steht fich deshalb veranlaßt, den Gerichtsbehörden von. Neuem dringend zu empfehlen, in den strafgerichtlichen Hauptverhandlungen den wesentlichen Inhalt der Aussagen der vernommenen P«sonen in das Protokoll aufzunehmen, überdies aber in allen geeigneten Fällen von d« Bestimmung des§ 273, Abs. 3 d« Straf- Prozeßordnung Gebrauch zu machen." Ein großer Eozialistenprozeß war für Elberfeld und Umgegend angesagt. Geheime Verbindungen, v«botene Versammlungen sollten" stattgefunden haben und" jetzt entpuppt fich alles als ein— Epa ziergang.„Ein Spaziergang nach Langcnhausen"— so könnte man das Objekt der Gerichts- »«Handlung in Lennep nennen, die fich am letzten Dienstag abgespielt hat. Es waren der Betheiligung an einem öffent- liehen Aufzuge, zu welchem nicht die erford«liche polizeiliche Genehmigung eingeholt worden, angeklagt der ReichStagsab- geordnete Harm nebst noch dreier Theilnchmer von Elberfeld und je einem von Barmen und RonSdorf. Ader nur einer der Theilnehmer wurde zu 5 M. Geldsttafe verurtheilt, die anderen Angeschuldigten wurden freigesprochen.— Trotzdem He« Abg. Harm zugegen gewesen ist, scheint doch die ganze Gesellschaft sonach äußerst harm l o s gewesen zu sein. Belgien. Gelegentlich deS am 2. d.M. ______. stattgehabten„Todtentages" veranlaßt«! in Brüssel ansässige Sozialisten eine Demonstration. Im geordneten Aufzuge, an Zahl 200, zogen fie zu dem den Soldaten von 1870 von Frankreich errichteten Denkmal und an ihm hielt Deluc, ein ehemaliger Verbannter von 1851, eine Ansprache, die fich im Ganzen vor den früheren hier ge- baltenen Reden durch Mäßigung auszeichnete. Der Redner sprach fich entschieden gegen jeden Krieg zur Rückeroberung von Elsaß-Lothringen aus.„Genug der Kriege! Genug der vergossenen Thränen! Genug des vergossenen Blutes! Ver- zichten wir auf die furchtbaren Waffenrüstungen, die die beiden Länd« erschöpfen, die industtielle KrifiS verewigen, die sozialen Reformen verhindern und das Elend der Arbeiter noch uner- träglicher machen!" Was die franzöfische und deutsche So« zialistcnpartei verlange, sei, daß die Elsäss« und Lothring« in frei« Abstimmung über ihr Schicksal selbst entscheiden müssen. Das sei das Ziel der verbrüderten Sozialisten Deutschlands und Frankreichs; fie werden diese friedliche Lösung des Konflikts durchsetzen!— ein Schluß, der von den äußert habe, ich bin ja selbst meiner Sache noch nicht sich«, und selbst wenn ich es wäre, so fehlten mir doch die Beweise." „Und darf ich nun auch eine Bitte an Sie richten?" fragte Arabella. „Was es auch sein mag, ich»«spreche schon jetzt, sie zu erfüllen." „Die Erfüllung ist so schwierig nicht. Wenn die V«- Hältnisse Sie vielleicht nöthigen, etwas gegen Onkel Willy zu unternehmen, wollen Sie dann zuvor mich unt«richte», damit ich Mama vorbereiten kann?" Siegfried blickte sie lange prüfend an, ein feines Lächeln unspielte seine Lippen. „Damit bieten Sie mir ein Schutz, und Trutz. bündniß an," sagte«,„darf ich eS als solches auf- fassen?" Wied« stieg eine vetrSthensche Gluth in die Wangen des Mädchens; aber rasch entschlossen legte sie ihre Hand in die seinige. „Dem Edelmann darf ich vertrauen," erwiderte sie;„sei eS denn, ich bettachte mich von diesem Augenblicke an als Ihre V«bündete." „Und uns« Bündniß hat einen edlen Zweck," vnsetzte Siegfried, die kleine Hand festhaltend und ihr mit einem ernsten Blick in die Augen schauend.„Glauben Sie mir Bella, Ihre Frau Mama wird uns einst dafür danken, daß wir ihretwegen in den Kampf mit ihrem Brud« eingetteten sind. Ei« leicht« Kampf wird es nicht sein, es wäre thöricht, da» glaube» zu wollen, ab« mich soll« gerüstet finden." „Und auch mich— Siegfried I" „Ich danke Ihnen," flüsterte der junge Mann, fteudig bewegt,„von nun an w«de ich stolz sein auf meinen Namen, hatte ich doch bisher keine Ahnung davon, daß« so schön ist. Leben Sie wohl, Bella, auf recht baldige« Wiedersehe»!"* Er drückte ihr noch einmal die Hand, dann eilte et von dannen und Arabella stand noch lange aus derstlw Stelle und blickte gedankenvoll in die Ferne hinaus trotz. Franzosen lebhaft beklatscht wurde. Nach der Feier zcrsW fich der Zug. R u tz l a« d. Urb« die Verfolgungen, welchen die lutherische Kirdsts den Ostseeprovinzen ausgesetzt ist, gehen der„Nat.-Ztg" folgenden Einzelheiten von zuverläsfig« Seite zu. die if das Systematische dieser Maßregel keinen Zweifel W* Augenblicklich find in Livland vierzehn lutherische Predlz» darunt« Propst D. in Kalzenau und Pastor B. in Prlz«« wegen angeblicher Beleidigung der griechisch orthodoxen 5» fesston unter Anklage gestellt. In Kurland find Pastor Dondangen und Pastor T. in Jrben des gleichen Berget» angeklagt; Pastor K. steht im Falle seiner Schuldigspreit>a> auf sämmtliche Punkte der Anklage der Entziehung Rechte und der Verbannung nach Sibirien entgegen. find es niedrige, augenscheinlich zum großen Th'il auf dck williger Erfindung beruhende Denunziationen, Entstellung u. s. w., auf Grund deren die Anklagen erhoben worden F In den dem Einsender bekannten Fällen hatten die einfach ihre Gemeindeglieder ermahnt, ihrer Konfesston W zu bleiben, und ihnen die Vorzüge derselben auseinan� gesetzt, ohne jedoch der griechisch>orthodoren in beleidige»� Form zu nahe zu treten. Dänemark. Aus allen Theilen des Landes gehen Nachrichten welche deutlich erkennen lassen, daß der bir herige passtve Wig stand des Volkes gegen das Eftrup'sche Regiment einen � gegen aggrcsstoen Charakter anzunehmen beginnt. Besonders� Jütland wnden die Steuerverweigerungen häufiger, den exekutoren will niemand als Zeuge asststiren und bei v Auktionen zum Verkauf der Pfandobjette. welche immer 0 großen Menschenmengen besucht werden, findet fich selten� Bieter. Wie jetzt verlautet, find die Steuerexekutoren i»£ Provinzen angewiesen worden, alle wegen EteuerverweigeruiE abgepsändeten Sachen nach Kopenhagen zu senden, konservativen Trödler schon kaufen wurden. Unter den» amten finden fich bereits mehrere, die lieber ihre Siel aufgeben, als zu Handlangern der Diktatur werden. Bürgermeister von Aarhus und zwei Hardesvögte haben ffr ftdrv* Herl nS* Via*---fi___—— � 1 C~~f r-f___ /Tf.c�u* A'" sind «Ä nach d natRe(jerüt . Stadls Mdnetenv Mm Wah «Kund i ist. ie Dt b B. 8 sS üte.-y 3n der ausge gestei Ü hatte Schm ti*1 mit e *** 1 Tagen des Skeberthums nicht mangeln. Auf vielen des platten Landes haben die Kommunalvorstcher ihre ÄfJ niedergelegt und täglich wird noch von neuen AmtsM legungen berichtet; die Motivirungen find meist kurz?! bündig. Ter Kommunalvorsteher Thomsen in Flakkel Sorö auf Seeland schreibt seiner vorgesetzten Behörde, sein Amt niederlege,„weil ihm dasselbe unter den jetzt getretenen Verhältnissen Verpflichtungen auferlegen welche er nicht zu übernehmen wünsche." Der dänische kratische Verein, dessen Leitung in den Händen des schaftlichen Vorstandes der vereinigten Linken des Fol! liegt, entwickelt eine große Thätigkeit; alles waS sich'-j nennt, schließt sich dem Vereine an, der jetzt Filialen in � Wahlkreffen des Landes und eine festgcschlossene Organs Gestern haben viele oppositionellen V«eine in% 'und ein »wAttaubt s?ult«erde Sm'i Ml Mene Hab mehr« Mnes. % ..... ff" des k .wordc _ v Novi besitzt. rung geboten erschien. Kommunales. W. Städtische Steuern. Die Hundesteuer für jähr 1886/87 ist m Einnahme mit 284000 Mark und in" daher pro 1886/87 auf 440000 Mar.. w. Bei den Ergänzungswahlen für die ordneten-V«sammlung werden zu den Wahlvorstehern. auf Grund der Städteordnung der Ober-Bürgcr meist« nennen hat, weder Magrstratspersonen noch Stadtoer vielmehr vorzugsweise Bezirksvmsteh« und andere in st Ehrenämtern befindliche Personen«nannt werden. w. Die Frühwagen der Pferde-Eisenbah» 3" eines an den Magistrat von der Direktion der Groji» liner Pferde Eisenbahn-Aktiengesellschaft eingereichten üb« den Erfolg des Betriebes der seit dem 31. Aui eingestellten Arbeiterfrühwagen hat d« Magistrat be den von d« Direktion beantragten Abänderungen dr-v planes und dei Tarifs seine Genehmigung zu cirhcilrj'' f Benutzung der Arbeiterfrüh wagen ist nach Angabe% rektion nicht derartig«folgt, wie dieS vorausgesetzt mußte. Es werden daher mit Genehmigung deS w auf Anttag der Direktion aufgehoben die Wochenabo>p mit 90 Pf. und die Frühwagen auf den Strecke» burgstraße— Landsderger Thor, welche bisher gar niosi !-i�° bez« 'lin, t äftiEr lverk 0 dem die hohe schlanke Gestalt längst ihrem Blick den war DaS war eine frohe, beseligende Stunde gewsl mußte eigentlich selbst nicht, weshalb! Und% j, Eins ihre Freude, der sie so gttne sich rückhal"°' � gegeben hätte, die Mittheiluag Siegfried'S ilbek Onkel. � Wenn die Vermuthungen, die« auSgesplochs" hF begründ« waren, so konnte die Abneigung, die F/ gegen ihn hegte, sich nur noch in Verachtung f und ihr Gerechtigkeitsgefühl sagte ihr, daß j-d- � � sühnt werven müsse. W# Ab« sie wußte auch, daß die Mutter mit Alle rhn steinigten."' .. Wie tief mußte die Entdeckung, daß dieser« � rnebngett, entehrenden Mitteln griff, um seine Zw«", reichen, das Herz der Schwester verwunden.-.hrt»-- Nein, sie sollte und durfte davon nicht« ett mußte ihr verborgen bleiben, so lange dies eben Darüber grübelnd und nachdenkend, kehrte ji«" Garten langsam.in daS Schloß zurück, und den W D vrn isiarien langsam.tN das Schloß zurück, unv die Terrasse trat, kam Rabe ihr entgegen.. Mk ir yv.i Vuuc; UUQv ti ukikuo ÖU» um«.u «dung untenichtet? aab$ Die Gewißheit, daß er es nicht sein könnt-,», Fassung wied«.„nstK� fc*."?»»?" Wate Rabe höhnisch.„W-s h-t UN! hert zetzt h«auSgebracht?"_ »Darf ich fragen, von wem Du redest?' 1 J beUa, entrüstet üb« den Ton, den er aaschluZ- tze-, «Bitte, ohne Maske, sie wird Dir Augen sehen scharf."' II m& w ik-Ä (Fortsetzung folgt.) % zerfte worden find, die Linie Gesundbrunnen- Dranienburger Thor wird abgeändert in Gesundbrunnen- Hackescher Markt, und von den beiden von Rirdorf abgehenden Frühwagen wird der eine nach dem Halleschen Thore, der andere nach dem Spittele Kirche martte geführt werden. .- 8tg." b Die libe Stadtschulrath. In der legten Sitzung der Stadtfel lafferordnetenversammlung wurde der Stadtschulrath Dr. Bertram, Predig deffen Wahlzeit Ostern 1886 abläuft, auf weitere zwölf Jahre und zwar mit 92 von 101 Stimmen zum Stadtschulrath Balzman Doren R Sewählt aftor R. Vergeben Die Direktion des Zoologischen Gartens bat_beim Magiftrat beantragt, den Jahresbeitrag, welchen die Stadt gemein de Berlin dafür zahlt, daß die Schüler der Gemeinde igipreulen in Klaffen unter Führung der Lebrer freien Eintritt in bung alle Den Garten haben von 6000 M. auf 10 000 M. au erhöhen. gen. Me Die Zahl der den Garten besuchenden Schullinder belief sich, il auf bo wie die Boff. 8tg." mittheilt, in den Jahren 1881 bis 1883 tstellunge auf durchschnittlich 69 798 und ist von 1883 bis Ottober b. J. orden find auf 82 085 gestiegen; der Magistrat hat beschlossen, bei der e Predige Stadtverordnetenversammlung eine Erhöhung des Buschusses effton tra auf 7000 M. zu beantragen. useinander eleidigend Berichtigung. In der Notiz in unserer gestrigen Nummer, betreffend die Besteuerung des zum Bundesrath entsandten tommiffarischen Vertreters der Reichslande, muß es statt„ Eine internationale Steuerfrage" beißen:„ Eine inter richten ceffante Steuerfrage". five Wide einen m fonders Den Steue Lokales. In der Paepte'schen Mordsache ist eine Belohnung b bei gestern ausgeschrieben worden. Die Anschlagsäulen enthielten immer dieselbe gestern wie folgt: oren in bes felten d veigerung en, wo r den 3. 300 M. Belohnung. Freund oder vielmehr Sündengenoffe des Gatten jener Dame war( er ist inzwischen, seine Familie im Stich laffend, nach Amerita ausgewandert), die Nachricht erhalten batte, daß die Betreffende unmöglich im Stande set, sich ihren batte, daß die Betreffende unmöglich im Stande fet, fich ihren Lebensunterhalt auf ehrliche Weise zu erwerben und ihr Vater nicht in der Lage sei, ihr Geld zu senden, da er für die Be rufsbildung dreier Söhne zu sorgen habe. Auf Grund Dieser Denunziation hatte der Herr Lieutenant seine Schuß engel in die Wohnungen der Dame gesandt und das bloße Erscheinen der ersteren genügte, um die Wirthsleute zur Küns digung der Wohnung zu veranlassen. Ebenso hatte der Lieutenant den lügnerischen Angaben eines sogenannten Spigels, eines jener Menschensorte, die mit dem Glück, mit der Ehre Anderer spielen, weil sie eigene Ehre wohl nie be feffen hat, Glauben geschenkt und in unerhört leichtfertiger Weise die Verdächtigungen dem Gatten der Dame mitgetheilt. Der Beamte wurde wegen schweren Mißbrauchs der Amtsgewalt in Strafe genommen, er stellte der Dame eine Ehrenerklärung aus, der Herr Polizeipräsident sprach derselben schriftlich sein lebhaftes Bedauern aus, daß ein ihm Untergebener es gewagt habe, ihren unbescholtenen Ruf in so schwerer und unverantwortlicher Weise zu schädigen. Das interesante Schreiben lautet wörtlich: Berlin, 14. Juli 1881. Durch die Untersuchung der von Ihnen gegen den Polizei Lieutenant B. hierselbst unterm 28. v. Mts. erhobenen Be schwerde ist, wie ich Ihnen ergebenst mitzutheilen nicht ver feble, fonstatirt worden, daß der Genannte fich eines schweren Mißbrauchs seiner Amtsgewalt schuldig gemacht und durch sein Verhalten Ihre Ehre in unverantwortlicher Weise ge tränkt hat. Ich habe über den Polizei- Lieutenant deshalb eine schwere Strafe verhängt und denselben gleichzeitig angewiesen, Sie um Entschuldigung zu bitten und Ihnen eine Ehrenerklärung Es ist bisher nicht gelungen, den Mörder der Frau Ge beim Sekretär Baepte zu ermitteln. Allem Anschein nach ist zuzuftellen. derselbe identisch mit einem reduzirt aussehenden Mann, welcher Stellung. 10 betreten hat. Derselbe war 26-28 Jahre alt, ziemlich rden. 2, batte ein längliches Geficht mit eingefallenen Baden, baben gle Heinen Schnauzbart und nach vorn gebeugten Gang. Bekleidet Hod und einer grünlichen, vorn zerrissenen Hose. ar er mit einem bräunlichen ins grünliche schimmernden langen onfervation n golden elen Stell thre Mem Amtoni Sefeße It tur Matlebe örde, d jest egen nische des ge Follethi fich like len in Organifa e in Ro 5 in S ponirt, Der Reg ür das Fla und in worden, te Braum ufende E no ftellt e Stabi bern, wel eifter adtveror in ftabli . In i Großen ten B Auguf at bef en belt theilen abe bet elegt w Magi abonneme en Brand nicht benu dentfo gewefen haltlos bod fri tiber t prochen ha Die fie bis umwandel e Schulb fchwefterli Berimmung wenn aud er Bruber P 3wede erfahren, rabella bu b als fie a fables Ge Groll entfe tiber ihn t biefer Un e, gab ibr thres it der Aufschrift„ Ehrengabe der Moabiter Schüßengilde vereins meine Meinung, welche zugleich diejeniger vieler meiner Gesinnungsfreunde ist, dem geschäßten Leserkreise dieses Blattes zu unterbreiten. Ich bin der Meinung, daß Herr Flatom vollkommen im Rechte fich befindet, wenn er sagt, daß Der Volksbildungsverein den bestehenden Arbeiterbezirksvereinen in ihren Bestrebungen Abbruch thun wird. Mit Bezug auf bevorstehende Wahlen, seien es nun Kommunal- oder Reichs tagswahlen, ist diese in den Worten des Herrn Flatom liegende Befürchtung einer Beeinflussung derselben im ungünstigen Sinne auf jeden Fall zutreffend. Haben denn die Herren, welche fich in so energischer und wie ein Jeder, der gewohnt ift, sein Urtheil unbeeinflußt abzugeben, offen eingestehen muß, burchaus lobenswerthen Weise der Angelegenheit angenommen haben, wohl reiflich darüber nachgedacht, mit welchen Schwierig fetten fte unter den heutigen für den Arbeiter so ungünstigen Verhältnissen zu ringen haben werden? Der intelligente denkende Arbeiter muß die von seiner Partei einberufenen Kommunal wähler resp. Volksversammlungen besuchen, er darf auch, falls er sein Interesse gewahrt wissen will, in den Fach vereins Versammlungen durchaus nicht fehlen; er muß ferner durch Besuchen von Versammlungen den Verpflichtungen nach lommen, welche ihm das Krankenkassen- und das Unfallver ficherungsgesez auferlegt haben; sodann muß er unbedingt in die Versammlungen, welche der Bezirksverein, dem er angehört oder doch angehören sollte, abhält. Von den Versammlungen, welche von Männern der Wissenschaft, von Aerzten, von Res fermvereinen, von der freien Gemeinde u. s. w. einberufen werden, und welche doch ein freidenkender Bürger auch gern mal besucht, will ich gar nicht weiter reden. Ich kann aber nicht unterlassen, darauf hinzudeuten, daß auch jeder aufge Ilärte Arbeiter die nöthige freie Beit haben muß, um als Einzelner in seinen Kreisen für die Arbeitersache agitatorisch thätig fein zu können. Er muß sodann in jeder Woche unerläßlich eine Anzahl freier Abende sein nennen fönnen, an welchen er fich seiner Frau, seinen Kindern, überhaupt seiner Familie zu widmen vermag. im Der Aufenthalt Familien ein gutes Buch in kreiſe, der Hand, bietet dem vorwärts denkenden Arbeiter gewiß eine nicht zu unter schäzende Annehmlichkeit, mit welcher das Nügliche aufs engste verknüpft sein dürfte. Und nun erlaube ich mir unter Bezugnahme auf das oben von mir Gegebene an die Herren vom neuen Voltsbildungsverein die einfache Frage zu richten, woher heute" der Arbeiter die Zeit und nochmals die Beit neh men soll, um auch noch in den Bildungsverein gehen zu fönnen? Ich habe in meinem Geschäfte als Bautechniker fast täglich Ge legenheit, in Arbeiterkreisen zu verkehren, und wie oft wurde mir von Maurern und Bimmerleuten auf meine Aufmunterung zum Besuch einer Versammlung der Bescheid:" Wir haben feine Beit, wir sind froh, unser müdes Haupt niederlegen zu fönnen, uns fehlt das Geld, um eine Versammlung zu bes suchen 2c.! Die Magenfrage" macht auch hier wieder in ener gischer Weise ihre Rechte geltend und schon desbalb muß ein vernünftig dentender Mann in dieser Voltsbildungsvereinsfrage auf dem von Hrn. Flatom betretenen Boden stehen. Ja, ich gebe diesem Herrn auch darin vollständig Recht, wenn er sagt, die Be girtsvereine müßten im Monat nur einmal tagen. Nur möchte ich den Sat folgendermaßen modifizirt wissen: Jeder Bezirks. verein muß einmal monatlich in öffentlicher Vereinsfizung tagen und dabei die Bildung durch Errichten mehrerer Unter richtskurse für die Mitglieder zu fördern suchen. Ein solches segensreiches sein. Kurz vor Wahlen tönnte man ja für die Bezirksvereinsschulen" Ferien" eintreten lassen und die Statutsbestimmungen darnach einrichten. Aus dem von mir Gesagten erhellt wohl schon zur Genüge, daß meiner Meinung Flatow, Ich will aber außerdem nicht unterlassen, Ihnen mein lebhaftes Bedauern darüber auszusprechen, daß durch die Schuld eines mir untergebenen Beamten Ihr unbe scholtener Ruf in so schwerer Weise geschädigt worden ift. Ich darf hinzufügen, daß der Polizei- Lieutenant B. jest über seine Handlungsweise wahre Neue empfindet, und hoffe, daß diese meine Erklärung nicht nur dazu beitragen wird, Ihnen die innere Ruhe wiederzugeben, sondern auch Der Königliche Polizei- Präfident von Madai. mittelt werden konnte, worunter fich aber mehrere Goldstücke Ihren gerechten Groll gegen den 2c. B. zu überwinden. Geraubt find: baares Geld, dessen Betrag nicht genau erbefunden haben; ferner eine filberne Broche in Gestalt einer Lube, mehrere filberne Löffel und ein in schwarzes Kallitot gebundenes, inwendig mit blauem Sammet ausgeschlagenes Jul 1883" versehenes Etui. Die Broche ist am Nachmittage de 3. November um 24 Uhr in Alt- Moabit, vor dem Garten des tommandirenden Generals, von einem Knaben ge funden worden. Dec Die bezeichnete Belohnung wird demjenigen zugesichert, aur Ermittelung und Ergreifung des Thäters behilflich ist. Berlin, den 6. Novemaer 1885. Königliches Polizei- Präsidium. von Richthofen. Ein Familiendrama. Die„ Bolts.3tg." schreibt: ,, Als Lehrerin lebt hier die Tochter des verstorbenen fürstl. Reuß. i. L. Rammerpräsidenten F, die geschiedene Gattin eines fürstl. Der ihm zuerkannten Reinigungseide fich dreifachen Ehebruchs unterftellten huldig bekannte, darunter mit einer der seiner Verwaltung Tagelöhnerinnen, so braucht er doch nach den Ges Trotz alledem blieb die Lage der armen Frau eine troftlose. In der Beleidigungsklage gegen ihren Gatten wurde fle in allen Instanzen fostenpflichtig abgewiesen, da, so lautet das Erkenntniß, derselbe in Wahrung berechtigter Intereffen ge handelt habe, ihm die Abficht der Beleidigung nicht nachzu weisen sei, und er lediglich die ihm als starter Verdacht ges äußerte Mittheilung als feststehende Thatsache angeführt habe. Der Ehescheidungsprozeß, dessen Ende die schwergeprüfte Frau so herzlich herbeisehnte, um in Ruhe endlich ihre Lehrthätigkeit aufnehmen zu fönnen, verlängerte fich um 12 Jahr, da wegen der Einrede des beklagten Gatten die Sache wiederum an die erste Instanz zurückgesandt wurde. Nunmehr wurde, da die Prozeßgefeße des Fürstenthums Reuß dies vorschreiben sollen, der Dame, die nachweislich in mühevoller, ehrenhaftester Weise Beamten deffelben Landes. Obgleich letterer durch Ablehnung ihren Lebensunterhalt erwarb, die laut Zeugniß aller ihrer Beginnen würde gewiß in jeder Beziehung ein wahrhaft Wirthsleute in außerordentlich zurückgezogener Weise lebte und fich leinen Genuß gestattete, sondern nur den Trost der Lektüre begehrte, die nicht einmal ein Simmer allein bewohnte, der Eto zuerkannt, daß fie in Berlin nicht gewerbsmäßige Unzucht ufolge für eine groben fittlichen Vergehen völlig ftraflos. treibe. Diese unerhörte Schmach lastet bis auf den heutigen nach, und hier befinde ich mich im Gegensaße zu Herrn Batte für angezeigt, einen hiesigen Bolizeilieutenant auf seine Thr geliebter Vater ist noch vor Beendigung des Prozesses haft, nußbringend und daher unbedingt nöthig erscheint. Es Frau aufmerksam zu machen und fie als moralisch verdächtig geftorben, tief bekümmert und verbittert. Den würdigen Gatten sollte deshalb, meine ich, in allen Arbeiterbezirksvereinen, zu bezeichnnen. Lestere hatte 12 Jahre lang auf Kosten ihres trifft, wie erwähnt, teine Strafe. Der dreifache Ehebruch ist welche noch keine Bibliothek befizen, der Antrag auf Errichten Damals noch am Leben befindlichen Vaters Unterricht in frem ihm außerordentlich gut bekommen. aber vergebens, eine Stelle als Erzieherin jüngerer Kinder zu erlangen. Ungeachtet der vorzüglichsten Empfehlungen gab man thr in ziemlich liebloser Weise zu verstehen, daß man eine Chefcheidungsprozesse befindliche Frau als eine paffende fquifition nicht erachten tönne. Nach zahllosen Annonzen und Sonstigen Bemühungen erhielt diese endlich eine Stelle als Es ist ihm gestattet worden, fich mit einer wohlhabenden Gastwirthstochter zu verheirathen. Alimente hat derselbe, wie bereits erwähnt, nicht zu zahlen, es steht der unschuldigen Gattin der Rechtsanspruch auf den Theil des Vermögens zu, den fte beim Tode des Gatten gehabt haben würde. Da zur Beit der Trennung der Ehe letterer Vermögen nicht befaß. so muß fich die Gattin mit der anerkannten schriftlichen Unschuld benur Rorrespondentin in einem hiefigen Exporthandelshause. Die gnügen. Die Erinnerung an alle erduldeten schweren Kümmer fubtle. " einer solchen, sobald es der Bestand der Vereinskaffe nur irgend erlaubt, gestellt werden. Wissen, Bildung machen frei", sagt der Dichter und darun muß gerade jedes Bezirksvereins mitglied diese beiden Worte in leud, tenden Buchstaben als erstes zu erstrebendes Ziel vor seinem geistigen Ich resümire mich also Auge zu schweben haben! dahin: heute, in einer Beit, in welcher wir unser Arbeiter schußgefeß, welches dem Arbeiter erst mehr freie Zeit und mehr. Verdienst hringen soll, noch nicht befizen, tein BoltsbildungsDie Frau in recht unangenehmer Weise fühlbar gemacht. Fast schamlosester Weise triumphiren, teine Sühne für alle an ihr werden, fich in seinem Bezirksvereine die fehlende Bildung, Folgen der Denunziation des Gatten hatten fich indeffen für niffe würde sie überwältigen, denn fie fieht das Lafter in verein, wohl aber muß dem Arbeiter die Gelegenheit gegeben alle 14 Tage wurde ihr von den jeweiligen Wirthsleuten die bie BirthBleute ung gekündigt, so daß fie thatsächlich wie ein gehegtes menschliche Gerechtigkeit ist erschüttert und ihr Lebensmuth ges Glaubhafte Gründe für ihre Kündigung gaben begangenen schweren Vergehen. Ihr Glaube an göttliche und Bib umberziehen mußte und fich tief unglücklich nnd verlassen brochen. Sehen wir nun, wie unerbittlich der armen Frau niemals an, Don und als fte ber Sie muß die gegenüber das Gefeß seine Forderungen stellt. Kosten des Beleidigungsprozesses tragen, der durch die Schuld armen Frau unter Thränen der Empörung danach gefragt jenes Polizeilieutenants hervorgerufen wurde. Zivilrechtliche Tourben, fagten fte nur, der Hausbesitzer erlaube nicht mehr, baß an Damen vermiethet würde. Wer beschreibt den Schred und die Entrüftung der Aermsten, als fie eines Tages von Das eritinftanzliche Erkenntniß, welches ihn zur Ablegung meh threm Rechtsanwalt die Nachricht erhielt, daß ihr Gatte gegen Derurtheilte, die Berufung erhebe mit der Motivirung, daß die Alägerin in Berlin laut Zeugniß des dortigen Polizeilieutenants 8. unter dem Titel einer Kellnerin gewerbsmäßige Unzucht Wohnung nicht besitzt. Regreßansprüche an denselben hat sie nicht, da ja leider Gottes eine Verantwortlich leit staatlicher Beamten nicht eriftirt. Ferner muß fte, falls ihre Geschwister nicht ausdrücklich Verzicht leisten, die ihr während des Ehescheidungsprozesses, der durch die Schuld des Polizeilieutenants bedeutend verlängert bas mangelnde Wiffen gegen geringes Entgeld aneignen zu fönnen. Schließlich möchte ich dem vielfach gehörten Wunsche Ausdruck geben, daß die Begründer des Volfsbildungsvereins, die Herren Baafe, Berndt, Christensen 2c., sowie die Gegner und Freunde des Unternehmens die ganze Angelegenheit bis nach den so nahe bevorstehenden Kommunalwahlen, welche nur allein unsere ganze Aufmerksamkeit, unser ganzes Intereffe_in Anspruch nehmen sollen und müssen, vollständig ruben lassen möchten. Nach den Wahlen kann ja in öffentlicher Versamm lung unter Wahrung des demokratischen Prinzips darüber be schlossen werden, ob die Gründung eines Boltsbildungsvereins fich natürlich ein Jeder zu fügen haben. terer Reinigungseide betreffs seiner ehebrecherischen Verhältnisse wurde, seitens ihres Vaters gewährte Unterstügung zurück- nöthig ist oder nicht und diesem Beschiusse der Majorität würde treibe, Schluchend und zitternd vor Erregung über die uner borte Beschuldigung eilte fie nach dem Polizeibureau ihres Reviers, um zu fragen, was fie der niederträchtigen Verleum bung gegenüber thun tönne. Man erklärte ihr mit der strengen Mahnung, fich rubig zu verhalten, daß die Polizei fich um Reinen tümmere, fofern er nicht etwas auf dem Kerbholz habe. zahlen, ebenso den Betrag ihrer Aussteuer, die fa für die Dame leinen Nußen hat, da ste hir als Lehrerin ihre eigene Sie hat laut ärztlichem Seugniß feit der Beit, als fie von der abscheulichen Verleumdung Nachricht erhielt, eine nervöse Lähmung des linken Armes. Auch verlor fte damals ihre Stelle als Korrespondentin, da fie, um den Beamten zur Rechenschaft zu ziehen, ihren Prinzipal mitten in der lebhafteften Frühjahrssaison im Stich ließ. Hingegen ist fie seit Trennung ihrer Ehe als Lehrerin thätig und stehen ihr über ihre Thätigkeit ganz vorzügliche Zeugnisse zur Seite. so oft ihm Gelegenheit wurde fich als ein gütiger und stets Stebe zu stellen. Drei Tage lang ließ derselbe fich vergebens Rühmend muß hervorgehoben werden, daß der Polizeipräsident fuchen; obgleich die arme, ganz verzweifelte Frau immer wieder lei nicht zu Hause. Endlich fand sie ihn, leugnend, von ihren Angelegenheiten überhaupt etwas zu wissen und ihr nur den Rath ertheilend, die Beleidigungsflage gegen ihren Gatten zu erheben. Die flehentliche Bitte, ihr doch schriftlich zu bezeugen, Daß er der mider fte erhobenen, geradezu aus der Luft ge Ier A. Heydtmann. Wir unsererseits schließen nunmehr, nachdem die Frage binlänglich ventilirt ist, die Diskussion über diesen Gegenstand. Mag derselbe nach Beendigung der Kommunalwahlen in öffent lichen Versammlungen noch weiter behandelt werden. D. Red. Briefkasten der Redaktion. Dorfprach, wurde ihr die Weisung, der Herr Polizeilieutenant erfolgreicher Fürsprecher der Dame erwies, so daß dieselbe ihm preußische Staatsangehörigkeit und find zum Landtage wahl in inniger Dankbarkeit ergeben ist. Trogdem muß es der Preffe als ernste und heilige Pflicht erscheinen, immer wieder die Forderung nach einem Verantwortlichkeitsgesetze der Polizei zu erheben." griffenen Beschuldigung fern stehe, lehnte er ab. Auf dem fgl. welcher im September aus dem Eberswalder Gerichts. Bolizeipräsidium fonnte ihr ebenfalls nur der Rath ertheilt gefängniß entsprungen ist, ist nunmehr dingfest gemacht wor Ein berüchtigter Wilderer, Schlächtergeselle Adam, ben. Derselbe war vor etwa 3 Wochen in der Neuholländer Forst bet Oranienburg abgefaßt und in das Dranienburger Gerichtsgefängniß abgeführt worden, woselbst er fich einen falschen Namen beilegte. Am legten Sonnabend versuchte er dort auszubrechen, wurde aber durch die Wachsamkeit des Wärters baran verhindert, und dem Untersuchungsrichter ge lang es, festzustellen, daß der Ausbrecher in Wahrheit der be rüchtigte Wilderer Adam ist. Derselbe ist mehrfach ent sprungen, zulegt aus dem Buchthause zu Brandenburg und dann aus dem Eberswalder Gefängnisse. Als er im gefeffelten Bu ftande vor den Amtsrichter geführt wurde, wollte er dem letzteren zu Leibe gehen, in feiner Belle rig er eine Eisen. alle Scheiben. Es wird vermuthet, daß Adam auch bei einem Mordanfall auf den Förster Safe in Gr.- Schönebeck betheiligt ift, da er vor Kurzem fich in jener Gegend wildernd umhergetrieben hat. werden, zur Klarstellung der Sache den Rechtsweg gegen ihren Batten zu beschreiten. Man stelle fich die Lage der Aermsten Dor, fte, die fittenstrenge Frau, die nachgewiesenermaßen in möglich utbigfter und ehrenhaftester Weise den Kampf ums Dasein aufgenommen hatte, der so unendlich schwer ist für die Frau, monatelang die schmachvollen Gerüchte, die schon lange Zeit Don dem würdigen Gatten über sie verbreitet worden waren, unwiderlegt laffen. Endlich erfuhr fie aber doch, daß dem legteren in der That von dem leugnenden Bolizeilieutenant Berdächtigungen zugegangen waren. Ein Brief desselben lau tete: Mit Jbrer Ergemahlin geht es abwärts. Die neuesten und wovon fie lebt. Abends soll sie öfters spät nach Hause lommen. Sicherlich ist sie Kellnerin oder noch Schlimmeres. Dem recherchirenden Beamten und seinen zu Rathe gezogenen Behilfen habe ich vorläufig 5 M. gegeben, doch waren Beide wieber zwei Tage unterwegs. Bestimmen Sie gefälligst, ob Die Recherchen fortgesetzt werden sollen. Ich stehe ftets zu bren Dienften." Es verdient hervorgehoben zu werden, daß Der Herr Polizeipräsident nunmehr in forretter und hochher iger weise sta der vor Verzweiflung erkrankten Frau annahm. nur von dem Ehegatten der Dame, sondern auch von seinem wurde amtlich festgestellt, daß der Polizeilieutenant nicht Fürstenthum Reuß befindlichen Freunde, der auch ein Recherchen haben ergeben, daß Niemand weiß, was fie treibt, ftange aus dem Gitter und zerschlug mit gefeffelten Händen unfere We erwiderte nußen, mein im Sprechsaal. Die Redaktion ftellt bie Benugung bes Sprechjaals, soweit Raum bafür abzugeben ist, bem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit bem Inhalt beffelben identifizirt zu werden. Gestatten Sie auch mir, Herr Redakteur, zu dem„ Kampf Der Geister" in der Angelegenheit des neuen Volksbildungs O. 2. 2. Durch Naturalisation oder Aufnahme in den preußischen Unterthanenverband erwerben Nichtpreußen die berechtigt. Bollmann. Bis zum vollendeten 24. Lebensjahre bedarf die Tochter zur Eingebung einer Ehe der Bewilligung des Vaters. Ohne dieselbe darf eine Eheschließung nicht erfolgen. Versagt der Vater seine Einwilligung, so steht großjährigen, d. h. 21 Jahre alten Kindern die Klage auf richterliche Ergänzung zu. Barthol. Das Verhalten des Wirths ist ungerechtfertigt. Der Klub muß auf Herausgabe der Pfeife klagen. Preuß. Eine Verpflichtung des Vaters, welcher zur zweiten Ehe schreiten will, sich mit den majorennen Kindern erster Ehe bezüglich des Vermögens seiner verstorbenen Ehefrau auseinanderzuseßen, um sich wiederverheirathen zu können, fennt das Gefeß nicht. Es ist Sache der großjährigen Kinder, die Vermögensauseinandersetzung in Antrag zu bringen. M. V. Sie find nicht verpflichtet, den vereinbarten Sat von 18 M., sondern nur einen angemessenen, durch Sachverstän bige zu bestimmenden Sag zu zahlen, da der Fuhrherr seinen Verpflichtungen nicht voll und ganz nachgekommen ist. Wunnid. Ja. Auf die Höhe des Lohnes kommt es nicht an. Bod. Reichen Sie bei der Regierung unter Darlegung des Sachverhältnisses bezüglich des Verhaltens der beiden Kaffen Beschwerde ein. 2. M. Sie find zur Ableistung des Offenbarungseides verpflichtet. H. 2. Biesenthalerstr. Ohne Kenntniß der Statuten der Kaffe läßt sich die Frage nicht beantworten. S. M. 99. 1. Ja. 2. Nein. H. G. Sie können gegen Ihren Gläubiger lediglich wegen Beleidigung flagen, die Schuld ist nicht aus der Welt geschafft. Beute: Die Afrikanerin. Morgen: Der Maurer. Theater. Opernhaus. Schauspielhaus. Beute: Die Geier- Wally. Morgen: Wiener Walzer. Deutsches Theater. Heute: Ein Tropfen Gift. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmftädtisches Theater. Deute: Offenbach Cyclus. Die schöne Helena. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Deute: Theodora. Residenz- Theater. Wallner- Theater. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Beute: Herr und Frau Hippokrates. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Belle Alliance- Theater. Beute: Papageno. Hierauf: Eine verfolgte Unschuld. Morgen: Doktor Klaus. beute: Don Cefar. Walhalla- Operetten- Theater. Vittoria- Theater. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Deute: Meffalina. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobftraße 32. Direktion: Adolph Ernst. Deute: Bum 99. Male: Die wilde Rage. Gesangspoffe in 4 tten von W. Mannstädt, Mufil von B. Steffens. Morgen: 100. Aufführung. Feft- Duverture. Prolog. Louisenstädtisches Theater. Direttion: Jos. Firmans. Heute: Die Stumme von Portict. Morgen: Don Juan. Beute: Der Jongleur. Oftend- Theater. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Konigstädtisches Theater. Beute: Gastspiel der Liliputaner. Die fleine Baronin. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Theater der Reichshallen. Täglich: Aufreten sämmtlicher Spezialitäten. American- Theater. Täglich: Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Kaufmann's Varieté. Täglich: Große Spezialitäten Vorstellung. Kontordia. Täglich: Auftreten sämmtlicher Spezialitäten und theatralische Borstellung. Alhambra- Theater. Wallnertheaterstraße 15. Heute und folgende Tage: Der Lumpensammler. Drama in 5 Atten nebst einem Vorspiel von Felix Byat. In Paris auf dem Theatre de la Ponte St. Martin über 100 Mal mit außerordentlichem Erfolge gegeben. Vor der Vorstellung: Großes Konzert der Hauskapelle. Anfang des Konzerts 7 Uhr, der Vorstellung 8 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. 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Herr Richter hat sich wieder einmal auf das bekannte Baradepferd gefegt, welches immer bei besonders feierlichen Gelegenheiten dem Berliner Bierphilister vorgeritten wird.( In den ländlichen Bezirken wird ein speziell dazu dreffirter Klepper benust.) Die freifinnige Partei befand sich überall auf der Berluftseite und deshalb die berbe Verurtheilung des Land tagswahlrechtes, welches bieran Schuld habe. Natürlich stimmt Die Aber gesammte deutschfreifinnige Presse mit vollen Baden in den Ruf ihres Parteiführers ein und so ballt es ringsum in der Runde wider: Fort mit dem Dreillaffenwahliystem!" Dieser Ruf klingt recht freifinnig und man könnte hiernach sich leicht der Annahme zuneigen, daß es den Führern dieser Partei recht ernst mit der Einführung eines gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts set. weit gefehlt! Wenn wir uns das Programm, welches diese Herren erst kurz vor der Wahl veröffentlicht haben, an eben, so finden wir nicht ein Wort, welches eine derartige Deutung zulaffen fönnte. Erhaltung des gleichen und biretten Wahlrechts" das ist Alles, was in demselben in Bezug auf Wahlsysteme enthalten ist. Bu einer Forde ung des gleichen und direkten Wahlrechts mit geheimer Abmmung auch für den Landtag und die Stadtvertretungen fich der Herr Nichter sammt den übrigen Koryphäen des 随 teifinns" durchaus nicht aufschwingen fönnen. Darum läßt auch mit Fug und Recht behaupten, daß das jeßige Ge Dor den Kouliffen blauen Dunst vorzumachen. rei dieser Herren nur darauf berechnet ist, dem Publikum Graf Herbert Bismard wird Staatssekretär! so wird hamburger Blättern von Berlin telegraphirt. Die Ernennung bes Grafen - so heißt es in dem Bericht sei beschloffen und habe sich nur bis zur Entscheidung über den nachfolgenden Unterstaatssekretär verzögert. Die Voff. Btg." bemerkt dazu: Man darf nun wohl erwarten, daß im Etat für das Auss wärtige Amt das Gehalt für den Staatssekretär, welches or einigen Jahren in Berücksichtigung der außerordentlichen Umstände, unter denen Graf Haßfeld sein neues Amt antrat, auf 50 000 m. erhöht wurde, wieder auf den normalen as reduzirt wird. Sonntag, den 8. November 1885. wieder hergestellt werden müffe, während England und Frankreich anscheinend die einmal vollzogene Vereinigung Bulga Der Fürst von riens mit Dirumelien anerkennen wollen. Bulgarien ist augenscheinlich in große Ungnade bei den rus fischen Machthabern gefallen. Durch einen Tagesbefehl des russischen Raisers wird der Fürst, welcher als Generallieutenant a la suite der russischen Armee in den Listen dieser Armee geführt wurde, in den Liften gestrichen und gleichzeitig der Inhaberschaft des 13. russischen Schüßenbataillons enthoben. Daß der Battenberger in die Vereinigung Bulgariens mit Oftrumelien gewilligt hat, dürfte schwerlich der Grund zu diesem auffälligen Befehl sein, es ist vielmehr anzunehmen, daß derselbe sich durch Befehl sein, es ist vielmehr anzunehmen, daß derselbe fich durch sein Verhalten zu den russischen Plänen diese Maßregel zuge zogen hat. Aus Konftantinopel wird berichtet, daß in der Bevölkerung eine große Erbitterung über die unentschlossene Haltung des Sultans herrsche. Ueberall tönne man aussprechen hören, daß man das wankelmüthige Benehmen des gegenwärtigen Machthabers verdamme. Namentlich unter den hohen Militärs herrscht lebhafte Unzufriedenheit und man be fürchtet, daß diese zur Eruptionen führen könnte. Die Angst des Sultans soll sich in einer Weise gesteigert haben, daß er nunmehr faft unzurechnungsfähig geworden ist. Alle musel manischen Wachen um seine Person hat er entfernt und die montenegrinischen Wachen, welche er seit etwa acht Tagen engagirt hat, müssen immerfort in seiner unmittelbarsten Nähe sein. Seine nervöse Aufregung soll derart zugenommen haben, daß er an Schlaflosigkeit leidet und all das aus Angst vor Attentaten. Wie bisher, so werden auch in den vorliegenden Fragen Vertreter auswärtiger Mächte auf die Entschließungen des Sultans Einfluß gewinnen. Am eifrigsten werden Rußland und England im faiserlichen Balast einander den Rang ab zulaufen suchen. Die feindselige Stimmung zwischen beiden Mächten ist jedenfalls im Wachsen. Wien, 7. November. Nach hier vorliegenden Telegram. men werden in serbischen offiziellen Kreisen die Nachrichten von einem angeblichen Komplot gegen den König als gänzlich unbegründet bezeichnet. Aus Leipzig wird der Voff. Btg." geschrieben: Das Vorgehen der fächsischen Gemeindebehörden gegen, bös. willige" Steuerrestanten war vor einigen Tagen Gegenstand einer Verhandlung vor dem hiesigen Schöffen gericht. Ein Handwerker in Neustadt bei Leipzig, der auf der öffentlich aushängenden Liste böswilliger Steuerreftanten ver seichnet war, hatte kürzlich der Aufforderung eines Bekannten, welcher die Beche zu bezahlen versprach, Folge leistend, ein Restaurant betreten, wo er von einem Schußmann ab gefaßt wurde. Da der Steuerrestant erst seine Gose austrinken wollte und der Anordnung des Schußmannes, das Lokal zu verlassen, nicht sofort nachtam, so wurde seitens des Gemeinderaths eine Geldstrafe über ihn verhängt, gegen die beim Schöffengerichte Berufung eingelegt wurde. Leptere Steuerreftanten fich als zwecklos erweist und nur dazu beiträgt, böses Blut zu machen. In Vollmarsdorf bei Leipzig ist z. B. schon seit Juni 1883 eine 294 Namen enthaltende Liste öffent lich ausgehängt, davon haben jedoch bis jetzt erst 16 Personen ihre Abgaben im Betrage von 135,10 M. bezahlt, während auf die übrigen 268 noch ein Fehlbetrag von 2975 M. entfällt. Ueber den zweiten Diätenprozeß des Fiskus, welcher gegen den Reichstagsabgeordneten Lerche vor dem Amisgerichte in Nordhausen stattfand und welcher, wie schon telegraphisch gemeldet, mit Abweisung des Klägers endete, verlautet noch folgendes: Nach etwa einstündiger Berathung verkündete der Gerichtshof unter furzer Motivirung: Kläger hatte allerdings keinen Erfolg, doch zeigt sich aber immer mehr, ift abzuweisen. Der Art. 32 der Verfassung enthält wohl ein Berbot, aber dies richtet sich nicht gegen die Reichstags. daß die öffentliche Brandmartung sogenannter böswilliger" Abgeordneten. Wollte man aber auch letteres annehmen, so frägt fich, welchen Umfang dieses Verbot haben sollte. Nach den Erklärungen Eulenburg's, Bennigfen's und Bismard's fann man nur annehmen, daß sich das Verbot nur auf die Ents ist die Erklärung des Grafen Bismard wegen deffen das Schädigung aus öffentlichen Mitteln bezieht. Namentlich hier das Allg. Landrecht anzuwenden wäre, ist zu verneinen. maliger Stellung als authentisch anzusehen. Die Frage, ob Eine nur privatrechtliche Verhältnisse behandelnde Bestimmung tann nicht auf öffentliche Verhältnisse, an die der Gesezgeber bamals gar nicht gedacht hat, angewandt werden. Die Scheint nicht zulässig, darauf privatrechtliche Verhältnisse anzuStellung eines Abgeordneten ist aber eine öffentliche und er wenden. Гафе Frankreich. Der mit 43 von 64 Stimmen vom Pariser Gemeinderathe zum Vorsitzenden gewählte Herr Maillard ist ein Großneffe des Marschalls Brune, ehemaliger Sekretär Ledru Rollin's im Ministerium des Innern und Barrikadenkämpfer neben Baudin im Faubourg Saint- Antoine; derselbe mar 1851, dann 1852 wegen des Komplots in Marseille und 1858 wegen des Drfinihandels verhaftet worden. Unter dem Kaiserreich ferenz von Vertretern der Großmächte ist nunmehr zur That nahm er fich als Advokat überall der Gegner der Regierung felben tag ftattgefunden; über die Berathungen oder Beschlüsse der geworden. Die erste Sigung derselben hat am Donners ift nichts befannt geworden. Wie von verschie Wie von verschie an und vertheidigte 1871 vor dem Versailler Kriegsgericht Seit 1878 fiẞt er im die größte Bahl von Kommunarden. Gemeinderath auf deffen äußerster Linken. Es heißt, er könnte bei den bevorstehenden Ergänzungswahlen von Paris zum Abbabin geeinigt haben, daß der frühere Zustand in Ostrumelien geordneten gewählt werden und in dieser Erwartung hat ihn Berliner Sonntagsplanderei. ist so ungefähr die Quintessenz manchesterlicher Logit, ungefähr daffelbe, als wenn man in einer Antisemiten- Verfammlung Prügel bekommt und man schließt seinen Bericht mit den Worten:„ Wenn ich nicht bei 3eiten ausgeriffen II. Jahrg. auch schon ein Berichterstatter des Gaulois" intervient. Herr Maillard bat aus den Kammerwahlen den Schluß gezogen, das Land neige zu einem ausgesprochenen Radikalismus hin; er prophezeiht ein Ministerium Clémenceau, welches die uners läßlichen Reformen, voran die Trennung der Kirche vom Staate, durchführen werde, und stellte die Ausweisung der Prinzen in Aussicht. Kommunales. B w. Zur Stadtverordnetenwahl. In Folge eines Antrages aus der Stadtverordneten Versammlung hat diese an den Magistrat das Ersuchen gestellt, die Dauer der Wahlen in allen drei Abtheilungen auf eine längere Tageszeit festzusegen und war für die 3. Abtheilung von 10 Uhr Vormittags bis 6 Uhr Nachmittags, für die 2. Abtheilung von 10 Uhr Vormittags bis 4 Uhr Nachmittags, und für die 1. Abtheilung von 10 Uhr Vormittags bis 3 Uhr Nachmittags. Der Mas giftrat hat nun aus Anlaß dieser Anträge gestern( Sonnabend) eine Ertrafigung abgehalten und beschlossen, die Anträge der Stadtverordneten in Bezug auf die 1. und 2. Abtheilung abAulehnen, dagegen bat er die Zeitdauer für die Wähler der 3. Abtheilung von 9 Uhr Vormittags bis 6 Uhr Nachmittags festgesezt. Demnach hat also der Magistrat genau das be schlossen, was von den Stadtverordneten der Arbeiterpartei in der legten Sigung der Stadtverordneten Versammlung beantragt wurde.. Lokales. . Zu der Raubmord- Affaire in der Drensestraße. Auch im Laufe des gestrigen Tages find überaus zahlreiche Anzeigen bei der Kriminalpolizei eingegangen. Die beachtens werthefte und für den Gang der Untersuchung vielleicht wichtigste ist folgende: Der Privatwächter Julius L. ist von der Firma Schäffer u. Walder beauftragt, ihre am Kriminalgerichtsgebäude lagernden Materialien zu beaufsichtigen und hält sich in Folge dessen den ganzen Tag am bezeichneten Ge bäude auf. Am 3. November also am Tage des Mordes -Nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr genauer weiß 2. die Beit nicht anzugeben, jedenfalls set es nach 3 Uhr geweſentrat an den 2. ein Mann heran, dessen Hände mit Blut be fleckt waren und deffen rechte Brustseite des Rockes gleichfalls deutliche Blutspuren trug. Ueber das eine Auge, L. glaubt, es war das rechte, trug der Mann eine Binde, der Verband schien allerdings funstgerecht, mit Watte als Unterlage, hergestellt, so daß L. vermuthete, der Mann habe sich wohl in bem nahegelegenen Baradenlazareth verbinden laffen. Der Verwundete frug den Wärter mit gebrochener und vor Aufregung zitternder Stimme der Alzent schien polnisch zu sein. nach dem nächsten Weg nach Frankfurt a. D. Als L. ihm bedeutete, daß ihn der Weg nach Frankfurt durch die Stadt führte, schien er seinen Entschluß zu ändern und fragte nach dem Wege nach Potsdam. L. zeigte ihm denselben und bes zeichnete ihm zunächst die Straße Alt- Moabit, die er entlang gehen müsse. Nachdem der Fremde noch die Frage, wie er zu der Verwundung und den Blutspuren gekommen, dahin bea antwortet, daß er geschlagen worden sei, entfernte er sich in der ihm bezeichneten Richtung und ging an berjenigen Seite der Straße Alt- Moabit entlang, an welcher das Haus des tommandirenden Generals von Bape liegt, wo bekanntlich von einem Knaben die geraubte filberne Taube gefunden wurde. Das Signalement, das L. von dem Fremden giebt, deckt sich allerdings nicht vollständig mit das Don Dem demjenigen, der That Verdächtigen existirt, aber gerade deshalb wäre es im Interesse der Unter suchung sehr erwünscht, daß der in Rede stehende Mann mit der Binde um Kopf und Auge, sofern er fich von jeder Buge hörigkeit zu der Mordaffaire frei weiß, fich bei der hiesigen Polizei melde, damit diese nicht einer unrichtigen Spur nach forscht. Dieselbe Aufforderung ergeht natürlich unter der felben Voraussetzung an denjenigen Mann, der wie von einer in der Birkenstraße 3 gestern schon gemeldet wohnenden Offiziersgattin am Thattage um 2 Uhr 15 bis 20 Minuten in der Richtung nach Alt Moabit zu beobachtet wurde. Dieser legtere war vollständig zerzaust und im Gefichte zerschunden und führte in anscheinend großer Aufregung laute essen versäumen, und Nachmittags dann noch so lange thätig sein, wie der Wahlvorstand überhaupt; vielleicht faut er einige Hobelspähne als Erfaz für sein versäumtes Mittags essen und denkt dabei nach über die ungleiche Be freundlichkeit!" Winter den ersten schüchternen Versuch gemacht, sich wieder R. C. Genau vor acht Tagen hat der gestrenge Herr einmal bei uns einzunisten, wieder einmal sein strenges wäre, hätten sie mich vielleicht ganz und gar tobtgeschlagen." fähigung zur Arbeit. Jedenfalls ist das auch„ Arbeiter Szepter über uns zu schwingen. Der erste Versuch fiel In jedem Falle ist etwas gerettet; auf der einen Seite be welche die Erbe erreichten, schmolzen sofort und gaben unseren die verloren gegangenen Size, andererseits bedeutet das ges allerdings etwas kläglich aus, die wenigrn Schneefloden, zeichnet der zerrissene Ueberrod und der angetriebene Hut Straßen jenes melancholische Aeußere, welches unwidersteh- rettete nackte Leben den glorreichen Sieg. Man muß eine Sache lich, ob man zum Deutschen Antisemitenbund gehört oder nicht, wie lange fich die ehrfame Spießbürger- Gesellschaft noch mit derartigen Rebensarten an der Nase herumführen lassen Uebergangs- wird, und ob es ihr niemals flar werben wird, daß sie Es pasfiren überhaupt viele Sachen zwischen Himmel und Erde, die dem Menschen mit gewöhnlichen UnterthanenverAnschein, als ob der Genuß von Erbsen und Sauerkohl auch schon zu den auf den Umsturz der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung gerichteten Bestrebungen gehört, sonst könnte man schwer verdauliche in stande vollkommen dufter bleiben. Es gewinnt ben gener zu Gemüthe führen lassen. Vielleicht ist man auch aus hygienischen Gründen dagegen. Wer kann's wissen? nur richtig zu drehen und zu wenden wissen, dann findet zu einem gemüthlichen Schoppen nebst obligatem Stat sich doch immer noch eine Seite, von der das Ding noch gar einladet. Doch der Winter wird es sich wahrscheinlich nicht nicht so schlimm aussieht. Man braucht noch lange nicht fo der Mühe verbrießen lassen, er wird wieder und wieder neugierig zu sein wie des seligen Lot Frau, um den be- boch die Leute dieses zur Abendzeit allerdings etwas tommen, bis fich endlich die Hoffnung aller Eispächter er scheidenen Wunsch zu äußern, daß man gern wissen möchte, füllen und ganz Berlin mit blaugefrornen Nasen sich dem Sport des Schlittschuhlaufens widmen wird. periode bekanntlich die unangenehmste, fast so wider wärtig, wie bie endlosen Reibereien über talmudische mehr vor der großen Pleite steht? Weisheit und die schier endlosen Referate über die ver Schiebenen Stöckerprozesse. Stöcker, Aschenbrenner, Simon Partei werden wissen, daß wir ihrem Niedergange mit fonft noch heißen mögen, das sind die Leute, welche augen- dieses Gefühl der Wehmuth soll auch dadurch nicht blättern einnehmen. unter der glorreichen Führerschaft ihrer großen Männer nun Uns foll es Recht sein; bie Helben der freifinnigen und hohe Magistrat hiesiger Sie intereffiren ungefähr ebenso viel Haupt- und Residenzstadt sich nicht darüber klar werden ganz bie nachträglichen Wahlfuriofa; höchstens to be bien fann, baß die Zeit für die Abgabe der Stimmen bei den meren Erörterungen und Berhandlungen besine ben Rommunalwahlen so beschränkt gewesen ist, daß der Arbeiter merkenswerth, daß ein ungetaufter Antisemit den Vorwurf jedes Mal ein materielles Opfer bringen mußte, wenn er eines begangenen Betruges mit einem stolzen Aufwand von fittlicher Entrüstung zurüdwies und sich dafür mit berechtigter Emphase zu einer begangenen Unterschlagung bekannte. Das von seinem Recht als Staatsbürger Gebrauch machen wollte. Der Arbeiter kann ja unter Mittag" wählen gehen", so äußerte sich der menschenfreundliche Vertreter des Magifind für jede Belehrung dankbar, wir müssen aber zu unse rem Leidwesen eingestehen, daß wir bis zu jenem erleuchteten Immer mehr melden sich die Anzeichen des kommenden Weihnachtsfestes. Vorläufig sind es riesige GeschäftsAnnonzen in den Zeitungen und die unausbleibliche Nachricht, daß der Handel mit Hampelmännern und Waldteufeln in den Straßen begonnen hat. Wie lange wird es bauern und man wird wieder von den Unzuträglichkeiten lesen, die daraus entſtehen, daß sich Rinder beniteiten Abends dem Handel auf den Straßen beschäftigen. Werden sich auch Leute auch Kinder Winterabenden in der warmen Cube festin beran ben falten gewesen; jedenfalls werden die schreienden und johlenden glauben es nicht, ber Optimismus ist niemals unsere Ge Kinder nur unangenehm sein, fie werden als liebelstand empfunden werden, die Ursachen besselben wird man jedoch in diesem Jahre ebensowenig beseitigen, wie in allen verift bie unantastbare Ehrenhaftigkeit der Männer, welche in strats in der letzten Stadtverordneten- Versammlung. Wir gangenen. jenen Kreisen die erste Violine spielen. Biel interessanter find die Ausführungen der sogenannten freifinnigen Preffe über den Ausfall der Landtagswahlen. Ausspruch in der thörichten Annahme lebten, die Mittags Wer die Wahl hat, hat die Qual, und wer das Busehen pause wäre zum Mittagessen da. Andererseits, meinte ber hat, hat das Vergnügen. Wenn wir auch eine ganz erHerr Vertreter des Magiftrats, könnte man den Wahlvorbie unerhörte Anstrengung zuMan vergleiche diese Berliner Theater. Im Deutschen Theater wird heute( Sonntag) und mor gen( Montag) Ein Tropfen Gift" gegeben. Am Dienstag zu Schillers Geburtstag findet neueinstudirt eine Aufführung der man jetzt überall, so haben wir im Grunde genommen doch muthen, vielleicht eine oder zwei Stunden länger spiels Das Fräulein von Seiglière" von Jules Sandeau ist einen ellatanten Sieg zu verzeichnen, denn wir hätten ja im Wahllokal zu verweilen. schlimmsten Falls noch mehr Sige verlieren können!" Das beiden Aussprüche; der Arbeiter fann getrost sein Mittags gesezt. nunmehr definitiv auf nächsten Donnerstag, 12. b. M., an Selbstgespräche. Die Dame verftand u. A. deutlich dir Worte: Werde ich mich denn noch bemeistern können?" Sind fie bei der Mordaffaire unbetheiligt, so werden fie durch ihre Meldung der Untersuchungsbehörde einen großen Dienst erweisen können. b. Der Mord in Moabit ist natürlich das Tagesgespräch und dabei äußerte Jemand eine Ansicht, die am Ende Beach tung verdiente. Er meinte nämlich, der Umstand, daß der Hund der Ermordeten nicht angeschlagen habe, scheine darauf hinzuweisen, daß der Mörder nicht eine fremde, sondern eine der Ermordeten bekannte Persönlichkeit gewesen sei. Ferner ist merkwürdig daß die Frau garnicht geschrien hat. Die Sicherheit Berlins. Der neueste Raubmord in Berlin, dessen Opfer die Gattin, eines Beamten im Marines minifterium geworden, wird draußen in der Provinz wieder die Wirkung haben, die Reichshauptstadt als ein wahres Babel, ein Sodom und Gemorrha hinzustellen, in welchem die per fönliche Sicherheit auf das höchste gefährdet ist. Berlin steht in der Provinz nun einmal in dem Rufe, daß der Mörder und Todtschläger hier wild wächst. Demgegenüber ist es wohl angemeffen, an der Hand von Thatsachen zu prüfen, ob diese Anschauung berechtigt ist. In Wahrheit liegt die Sache näm lich durchaus anders. Weil die Blide der Nation unaufhör lich auf die Reichshauptstadt gelenkt find, entgeht nichts, was hier vorfällt, der allgemeinen Beobachtung. Eine Blutthat in Berlin hält das Land in Athem, derselbe Voifall in Treuenbrigen gelangt über das Weichbild der Stadt hinaus zur Kenntniß von niemand. Die volle Beleuchtung, in der die Residenz steht, die tausend Fäden, die seine Bürger mit draußen Wohnenden verbinden, der rege Beitungsverkehr zwischen hier und dort bringen es mit fich, daß jeder Berliner Vorfall außer halb außergewöhnliche Theilnahme und überall Intereffe findet. Der legte Mordanfall ist in der That einer jener Fälle, die geeignet find, das Publikum zu erschrecken. Es ist ein Raubmord, der überall zur Vorsicht mahnt und wohl auch die Ver anlaffung geworden ist, seitens des Hausherrn der Frau und den Dienstboten die Kriegsartikel des Hauses neu einzuschärfen, als da lauten: Stets die Ketten vorlegen, die Thüren verschloffen halten, Fremde nicht einlassen. Während die Ermordete nur auf Minuten thre Wohnung verlassen, ist der Dieb eingedrungen, der, als er fich von der Heimkehrenden bedroht sah, zum Mörder wurde. oder wegen der Veränderung seines Battes aufsuchen möchte, find informirt; furzum die Polizei bat selbst die Vermuthung ausgesprochen, daß fie des Blutmenschen sehr bald habbaft werden würde. Er gehört unzweifelhaft zu den profesionisten Gelegenheitsdieben, die fich oft als Bettler in Wohnungen einschleichen. Dann aber wird er im Kreise seiner Genoffen be fannt sein und die ausgeschriebene Belohnung wird vielleicht die Bunge eines Wissenden lösen. Mit dieser Belohnung sollte niemals lange gezögert werden. Je schneller die Entdeckung des Thäters dem Begehen seiner That folgt, desto abschredender wird fie wirken. Ein unentdedt gebliebener Mör der wirkt selbstverständlich im entgegengesezten Sinne. Jch meine, daß es schlecht angebrachte Sparsamkeit wäre, wenn man einige hundert Maik weniger ausgeben wollte, weil man hofft, wenn auch erft etwas später, den Mörder zu faffen. Große rage 5-7. Die Privatklage des Fabritbesitzers Schmidt widen 9. Novem den Hofprediger Stöder gelangte gestern vor der sech sechraße Straffammer hiesigen Landgerichts I in der Berufungsintereffen be zur Verhandlung. Der Termin vor dem hiesigen Schöffrohm, Rand gericht hat bekanntlich am 16. Juli cr. stattgefunden, und in demselben auf die Klage der Beklagte Stöder wegen leidigung des Privatflägers au 150 Mart ev. 15 Tagen Gegen di Distuffion. nicht aus. begirl werden Kommu 8. November, Mannheim nnd auch am hiesigen Blaze erlitten. Hier wat kraft" und ihm zulegt drei Jahre Gefängniß zudiktirt worden. Gegen Glauben an wärtig stehen wiederum 11 Fälle von verübten Betrügere Dichters und ein Fall von Beilegung eines falschen Namens und Tit Bisenschaft zur Anklage. Abgefaßt wurde er beim Generaldirektor Slogischen nies, dem gegenüber er fich als Geb. Ober Regierungarath als einen 2 ausgab und den er, da ihm das Geld auf der Reise knapund ihre F geworden war, schließlich um 10 M. anpumpen wollt himmel febr Als dieser Fall bekannt wurde, meldeten fich die übrig Darwin treff beschwindelten Personen. Unter anderen hatte er fich burcht vor Amtsgerichtsrath v, Nordenskjöld als Geh. Rath v. Seydewible Mensch be bei Frau Parifius als Geh. Rath Pariftus aus Hannover Distuff eingeführt und schließlich Darlehen erschwindelt. Theils Referenten a Grund seiner Geständnisse, theils auf Grund der Refognitiloffen, ba nen wurde der Angeklagte in allen Fällen für schuldig befurtheilt werd Das Geheimniß der Stimmabgabe wird bei uns sehr den und zu einer Gesammtstrafe von drei Jahren drei Monat, Abends häufig vereitelt. Man tennt nur allzu oft die verschiedenen Buchthaus, 1300 Mart ev. noch 130 Tagen Buchthaus, 3jedigung des Stimmzettel an der Verschiedenartigkeit des Papiers, des Forrigem Ehrverlust und wegen der Uebertretung zu einer Woon jest ab mats, dem Durchscheinen des Druds. Abhängige Wähler wer Haft, die als verbüßt erachtet wurde, verurtheilt. Da nach dem 1. ben von denen, von welchen fie abhängig find, zur Wahlurne Angeklagte sehr gebrechlich ist, so dürfte dies wohl die letattfinden. geführt und haben keine Gelegenheit, den Stimmzettel, den Strafe sein, die ihm zudiktirt worden ist. man ihnen gegeben hat, mit einem anderen zu vertauschen. Man hat, um diesem Uebelstande abzuhelfen, den Vorschlag gemacht, die Stimmzettel in amtlich gestempelte Rouverts zu thun. Dann sehen von außen alle Stimmpapiere gleich aus und man kann dem Kouvert nicht ansehen, mit welchem Namen der darin enthaltene Stimmzettel bedruckt ist. Ich habe, so schreibt man der Berl. 8tg.", mich mit diesem Vorschlage nie mals recht befreunden können. Er leistet dem Uebelstande Vorfängniß, der Privatlläger und Widerbeklagte auf die W schub, daß die unselbstständigen Wähler draußen vor dem Wahllofal ein Rouvert mit einem in dasselbe gestedten Bettel in die Hände bekommen und nun zur Ürne geführt werden, wo sie bas Rouvert abgeben müffen, ohne auch nur selbst die Gelegen heit zu haben, den in dasselbe geftecten Bettel anzusehen. Das gegen enthält das neueste englische Wahlgesetz eine Bestim mung, welche das Problem vollständig und praktisch löst, wie Das geheime Wahlrecht zur Wahrheit zu machen ist. Es wer ben von Amts wegen Wahlzettel gedruckt, welche die Namen aller in dem Bezirt aufgestellten Kandidaten en halten. Jeder Wähler erhält, sobald er sich am Wahltische meldet, einen solchen Bettel und muß nun in ein Nebenzimmer gehen, in welchem er einen Augenblick allein bleibt. Diesen Augenblic benust er, um auf dem Bettel den Namen desjenigen Kandidaten, den er gewählt hat, mit Bleistift mit einem fleinen Kreuz zu vers sehen. Die Wahlzettel unterscheiden sich also von einander nur durch die Stelle, an welcher dieses unscheinbare Beichen, das auch Niemandes Handschrift verrathen fann, angebracht ift. Bei der Anbringung dieses Beichens, also bei dem Atte, durch welchen fie die Wahl vornehmen, müssen sie von Jeder mann unbeobachtet sein. Aus dem Schreibzimmer endlich tehren fie direkt wieder an den Wahltisch zurück. Hier voll zieht fich also eine Wahl, die vollkommen frei und unbeeinflußt ift. Der Brotherr kann auf seine Arbeitnehmer, der vorgesetzte Beamte auf seine Untergebenen nicht den leisesten Drud aus üben. Das Betreten des Wahllokals macht frei von jeder Abbängigkeit, die bis dahin bestanden hat und nach beendigter Wahl wieder beginnen wird. Der wichtigste Art ist in die unscheinbarste Handlung zusammengedrängt und diese Handlung jedem kontrolirenden Auge mit aller Bestimmtheit ent zogen. Wenn wir einmal dazu kommen, über die Herstellung der Wahlfreiheit ernstlich nachzudenken und uns von dem Gerlach'schen Grundsatz loszumachen, daß die wahre Freiheit in der Beeinflussung besteht, werden wir nicht umhin tönnen, uns das englische Beispiel ernsthaft zum Muster zu nehmen. Aber schon der voraufgegangene Raubmord, der sich im Monat Juni vor dem Halleschen Thore ereignete, hat ein an Deres Geficht. Da hatte ein etwas angejahrtes Dienstmädchen, das schon verheirathet gewesen, mit einem jüngeren Manne, deffen Bekanntschaft fte auf der Straße gemacht, ein Liebesverhältniß begonnen und hatte die Abreise der Herrschaft nach dem Bade benutt, den Liebhaber zu fich zu nehmen, der fie denn auch in der ersten Nacht erdroffelte. Hier mag man das Opfer bedauern, den Mörder verwünschen, von der ganzen Sache fich mit Etel abwenden, aber man hat kein Recht, ein absprechendes Urtheil über die Sicherheit Berlins zu fällen. Die Ermordete hat sich ihren Mörder langsam herangepäppelt, fie hat ihn fich herangezogen. Die Gefahr, in der fte umge tommen, ist von ihr aufgesucht worden. Wer nicht wie fie handelt, wird nicht wie sie erschlagen werden. Im Laufe der Jahre tamen sehr wenige Fälle vor, in denen ein Verbrecher gegen einen völlig Unbekannten einen Raubanfall beging. Seit bem Dickhoff wegen der Ermordung der Frau Lissauer zum Tode verurtheilt worden, ist uns außer dem jest paffirten Falle nur noch der des Briefträgers Coffäth erinnerlich. In jedem anderen Falle war das Opfer nicht davon freizusprechen, selbst dem Mörder die Wege geebnet zu haben. Namentlich alte, alleinstehende Frauen find es, die in faum verständlicher Verirrung Männer zu sich heranzogen, die fie dann tödteten und beraubten. Wenn in dem Dickhoff Prozesse bekannt wurde, daß dieser entsegliche Mensch ganz, systematisch sich eine Lifte liebestoller alter Frauen anlegte, die er zu seinen Opfern aus erforen, so hat seine Spekulation seither Nachahmer gefunden. Aber daraus läßt sich doch wiederum fein Rückschluß auf die allgemeine Sicherheit ziehen. Solche Fälle scheiden eben vollständig bei Der Beurtheilung der Frage aus. Es ist vielmehr eine erfreu liche Thatsache, daß in Berlin mit seinen 1 Millionen Eins wohnern seit undentlichen Zeiten fein Raubmord auf offener benerstraße 9 tung und bi Derfelben. S 2. Distuffton Den 19. und Herren Sche eingelaben. An die Steinfeger G verband der inden. 23 Deutschlands, elegen ist, bi Sen Anfrag Be flage Stöders wegen Beleidigung deffelben zu 50 Marl 5 Tagen Haft verurtheilt, den Beleidigten auch Publikationsbefugniß zugesprochen worden. Urtheil hat der Hofprediger Stöcker Berufung beg der Klage und Widerklage eingelegt, während Herr Em die ursprünglich ausschließlich gegen seine auf die Widerle erfolgte Verurtheilung eingelegte Berufung zurückgezogen Simmtliche Bum heutigen Termin find Zeugen nicht geladen; in demfell erschien der Privatfläger im Beistande des Rechtsan Mundel, für den Privatbeklagten und Berufungskläger Bertheidiger Rechtsanwalt Wolff aus Fürstenwalde. De richtshof besteht aus dem Landgerichtsrath Fleischman Vorfizenden, Landgerichtsrath Schmidt und Landri Friedenthal als Beifigenden. Rechtsanwalt Wolff bea Wiederholung der Beweisaufnahme erfter Instanz und Vernehmung eines Sachverständigen darüber, daß der in Instanz vernommene einzige Belastungszeuge Dr. Nirdo nicht nach einer zuverlässigen Methode stenographiren Die Entlastungszeugen würden auch befunden, daß fte un bar nach beendeter Versammlung der Behauptung Dr. Nirdorf über den beleidigenden Charakter ber Schmidt gegenüber gethanen Stöder'schen Aeußerungen gisch widersprochen hätten. Rechtsanwalt Mundel wide diesen Anträgen. Bevor der Gerichtshof einen B Darüber faffen tonnte, erklärten die Barteien ihre Gen zu einem Vergleich. Da Rechtsanwalt Wolff noch die risation feines Mandanten Mandanten einholen mußte gemacht. Derselben eine Hofprediger Stöder im Gerichtsgebäude und ton mit seinem Vertheidiger. Derfelbe gab alsdann bie flärung ab, daß er die Widerklage zurüdnehme und fämm gerichtlichen Kosten übernehme. Der Privatkläger nahm auch seinerseits die Klage zurüd. Wie unglüdsfälle felten allein kommen, so scheint ereine und Versammlunge Abend 2. Balte Die Rommiff Das erf Loffe für die iftigten Be Den 14. Nov togen Mili Der Gar Regiments u findet großer Fachber Bewertigeno thell Mäntelnäherinen. Versammlung, welche am Freitag Keller's Salon stattfand. Die Vorsitzende, Frau Büge be. Polizeilich aufgelöst wegen Tumultes wurde b mit, daß sie nur Mäntelnäherinnen, Schneidermelern Arbei Kaufleuten das Wort geben würde, Befigerinnen von stuben aber nicht. Das Referat hielt Frau Krandemann binets führte etwa folgendes aus: Viel unberufene Perfonen bi fich in die legten Mäntelnäherinnen- Versammlungen mischt, die in diesen Versammlungen eingelommenen hätte man dem Verein zur Wahrung der Intereffen Fell ber beiterinnen" statt der Fachkommission überwiesen. Sie da ein Fonds für die Bewegung gegründet werden seien verschiedene Anträge eingelaufen, die alle die auch das Glüd fich darin zu gefallen, seine gute Laune gleich mehrfach zu bethätigen. Beim Landgericht I in Moabit, fo wird als verbürgt gemeldet, supernumeritt ein verhältnismäßig älterer Mann, Kraaß, der Sohn eines Rechnungsrathes in einem Minifterium, der ursprünglich sich dem Kaufmanns. ftande gewidmet, in diesem aber keine genügende Existenz gefunden und deshalb noch hoch in den zwanziger Jahren und als Familienvater die Gerichtsschreiber Karriere ergriffen hat. Daß es dem Manne, tros der Unterstügung seitens seiner Familie, ziemlich fümmerlich ging, wird durch die Verhältniffe erklärlich. Vor einiger Beit hatte nun die kleine Tochter des Justiz Anwärters ihren Geburtstag und erhielt von ihrem Ontel, dem Bruder ihres Vaters, der als Offizier bei einem Schlesischen Regimente steht und eine sehr reiche Frau geheidung eines Mäntelnäherinnen Vereins verlangen rathet hat, eine Butarefter Prämien- Anleibe" zum Geburts. tags. Angebinde und zwar Serie 4045, Nr. 89. Am Dienstag bat die Serienziehung der Anleihe in Gotha stattgefunden. Am Dienstag Abend erhielt nun der Juftiz- Anwärter eine Depesche, daß die angegebene Nummer mit dem Hauptgewinn Nacht verging in bangen Zweifeln, ob die Depesche nicht etwa von hunderttausend Franks gezogen worden sei. Die nächste auf einem Frithum beruhe. Am Mittwoch früh brachten die Gewinnliften in den Beitungen die Bestätigung, aber auch das Straße vorgekommen. Dazu trägt, so schreibt die B. M. 3tg." allerdings die ganze Anlage der Stadt wesentlich bei. In unseren langgezogenen Straßen ist es möglich, jede entgegentommende Berson schon von weitem her zu sehen, zu beobach ten, Verdächtigen auszuweichen. Da find teine Bestecke, aus benen plöglich ein Unbeobachteter hervorspringen fann. Der Nachtwachtdienst ist gut organifirt, das Leben so lebhaft, daß faft zu feiner Beit der Nacht die Straßen menschenleer find. Was nun den letzten Fall betrifft, so hat die Kriminalpolizei. Diesmal mit erfreulichfter Schnelligkeit wenigstens die Basts gefunden, auf der weiter gearbeitet werden kann. Es ist fast bis auf die Minute festgestellt worden, wann die Tbat geschah; es hat die voraussichtlich sehr zutreffende Personalbefchreibung des Mörders die weiteste Berbreitung gefunden; Trödler, bei denen er vielleicht seinen blutbefleckten Anzug wechseln möchte; Barbiere, die er wegen etwaiger Verlegungen " Der letzte Sonntag ist es heute, welche der Regierung der Schönen Helena" noch gehört. Ende dieser Woche muß fte von der süßen Gewohnheit des Daseins auf dem Repertoire des Friedrich Wilhelmstädtischen Theaters Abschied nehmen, um das Szepter der Großherzogin von Gerolstein" zu über geben. Belle- Alliance- Theater. Heut findet daselbst die legte Aufführung des Schwantes Papageno" statt. Das Wochen Repertoir bringt das Auftreten des Herrn Dir. Th. Lebrun in 3 feiner hervorragendsten Kunstleistungen und zwar den Dottor Klaus" Rentier Birkenstod( hypochender) und Kommerzienrath Schlegel( Ultimo). Auch soll, bevor die nächste Novität in Szene geht, der luftige Schwant„ Der Raub der Sabinerinnen" noch einige Male zur Aufführung gelangen. 11 Im Oftend Theater wird am Dienstag Ein Berliner Reise Ontel, Voltsfiüd mit Gesang in 3 Alten von Jakobson und Kneifel zum Benefiz des Kapellmeisters der Hauskapelle, Herrn Theodor Franke zur einmaligen Aufführung gelangen. Der Benefiziant hat nicht allein mehrere neue Musikeinlagen für die betreffende Vorstellung vorbereitet, sondern auch die Solotänzerin Signora Marinelli und den Solotänzer Signor Severint für ein Gastspiel gewonnen. Bons haben Giltigkeit. Billets find vorher und an der Abendlaffe zu haben, Projektirtes Repertoire der föniglichen Schauspiele vom 8. bis 15. November 1885. Im Opernhause. Sonn tag, den 8. November: Die Afrikanerin( Fr. Sthamer. An brieffen als Gast, Herr Niemann); Montag, den 9.: Der Maurer, Wiener Walzer; Dienstag, den 10.: Sardanapal; Mittwoch, den 11.: Die Stumme von Portici; Donnerstag, ben 12. Der fliegende Holländer; Freitag, den 13.: Der Barbier von Sevilla, Wiener Walzer; Sonnabend, den 14.: Lohengrin( Herr Niemann); Sonntag, den 15.: Der Troms peter von Säffingen. Im Schauspielhause. Sonn tag, den 8. November: Die Geier- Wally; Montag, den 9.: zum 1. Male wiederholt: Trug in Treue; Dienstag, den 10.: Wallensteins Lager, Die Piccolomini; Mittwoch, den 11., zum 200. Male: Wallensteins Tod; Donnerstag den 12.: Trug in Treue; Freitag, den 13.: Hamlet; Sonnabend, den 14.: Cin Lustspiel; Sonntag, den 15., auf Begehren: Fiesto. Männer hätten ihre verschiedenen Fachvereine rum sollten die Frauen zurückbleiben? Gründ also zunächst einen Verein und dann Einigkeit!"( Be Bur Distuffton erhält zunächst das Wort Frau ( Unruhe. Rufe: Nur Mäntelnäherinnen, Schneiderme Kaufleute sollen sprechen.) Frau Büge: Auch dürfen sprechen. Frau C. versichert, daß fie Näherin auch Mäntel anfertige.( Ruf: Seit wann?) Darüber Ihnen teine Rechenschaft schuldig.( Große Unruhe genügte dem glüdlichen Gewinner nicht, er fuhr erst noch mit Rednerin sucht nachzuweisen, daß es im eigenen Intereft feinem Vater zu einem Banquier, aber auch dieser erklärte den Gewinn als eine Thatsache. Das Geld tommt zwar erst im März zur Auszahlung, aber das trübt das Glück der Fa milie nicht. Polizeibericht. Am 5. d. M., Abends, entstand in dem Wäschegeschäft von Babel, Grüner Weg 93, wahrscheinlich durch herabfallende Funken von dem beim Gasanzünden be nusten Wachsstock Feuer, welches jedoch bald gelöscht wurde, B Fabrikanten liege, wenn die Näherin guten Lohn erhalte räth, einen neuen Branchenverein zu gründen. Frau bie tommt unter großer Unruhe der Versammlung auf Versammlung in Sanssouci" zu sprechen, in derselben feien Anträge eingelaufen; beide jedoch unterschlagen worden.( Tu Der weitere Verlauf der Debatte, an der fich noch Gutschow, und die Frauen Steindorff und Büge betbe ohne großen Schaden anzurichten. Am 6. d. M, Morgens, hervorgerufene Tumult wird bei den Ausführungen be nimmt einen derart gehäfftgen Charakter an und der ba genannten Rednerin ein so großer, daß der die Berfam Das vielbesuchte Kaiserpanorama( Baffage) bringt in dieser Woche neben den malerischen Landschaften der Pyrenäen und der interessanten Hertha- Reise die schönsten LandschaftsSzenerien von dem wildromantischen Savoyen und die mit so großen Beschwerden verknüpfte Montblanc Besteigung zur Ausstellung. 1 verunglüďte der beim Bau eines Notbauslaffes der Kanalisa tion in der Prinzen- Allee beschäftigte Maurergeselle Geske da durch, daß ein zum Absteifen der Kanalisationsgrube dienender Ballen in Folge Ueberlastung durch Mauersteine fich loslöfte und ihm mit der Laft auf den Kopf fiel. Er erlitt hierdurch eine Gehirnerschütterung und mußte mittelst Droschte nach feiner Wohnung gebracht werden. Einige Zeit später wurde in dem Hause Christinenstr. 7 eine unbekannte, etwa 30 Jahre alte Frauensperson bewußilos auf dem Hausflur liegend an getroffen und, da fich dieselbe nicht erholte, mittelft Droichle nach dem Krankenhause im Friedrichshain gebracht.- Am Nach mittag deffelben Tages fiel der beim Abbruch des Hauses Belle Alliance Blas Nr. 15 beschäftigte Bimmermann Musch eine Etage tief hinab und brach das Bein. Er wurde mittess Troschte nach dem Ratholischen Krankenhause gebracht. Dieselbe Zeit stießen die 5 Jahre alten Knaben Otto, Radbach und Blume beim Spielen auf dem Grundstück Wilmersdorfer Wrg Nr. 6 einen etwa 2 Meter hohen Bretterstapel um, so daß er auf fie fiel und die ersten beiden auf der Stelle getödtet wurden und der lettere Duetschungen am rechten Oberschenkel und Arm erlitt. In der Nacht zum 7. d. Mi3. machte ein Dienstmädchen in der Kaiserin Auguftastraße den Versuch, fich am Fensterkreuz seines im 1. Stock belegenen Bimmers zu erhängen. Hierbei riß die dazu benutte Schnur und stürzte dasselbe aus dem Fenster in den Hofraum hinab Tod auf der Stelle eintrat. Um be Dember, Aben Kom am Monto im 1. Die fta Bevöller verordne 2. Distufft 3. Anfprad Dito Sämmtli Durch eingelat Verdin überwachende Beamte die Versammlung für augelöft e ( Anmerkung der Redaktion.) Werden denn die fich niemals soviel parlamentarischen Tatt aneignen l daß fie die persönlichen Streitfragen von den Fragen gemeinen Intereffes trennen lernen? Die Streitigtetten Verwendung der Gelder gehören in die geschloffenen versammlungen; man sollte doch bedenken, daß man burd exaltirten Szenen, die mit einem gewiffen Wohlbebagen dem Forum der großen Deffentlichkeit aufgeführt werden Gegnern nur willkommenen Anlaß zu Hohn und theiligung der Arbeiterinnen an ihrer Bewegung liefert. Die will es aber den in den öffentlichen erscheinenden Gäften verargen, wenn fie fich von einer fich kom in Mo Habel 1. Beld am beften? 10. Stommun Die Bal jammlung 34 Babler erfuc Mite di Diensta in Gratu 1. Bortr 2. Bie tol De 3. Berid 4. Frag Es ist Jammlung 32 einigung fernhalten, in welcher der Bank in Bermanens wird? Durch die ewigen Streitereien erwirbt man Sympathien. Das soll man vor allen Dingen bedenken. gute Wille allein thut es nicht, es gehört zur Leitung derartigen Bewegung auch eine gewiffe Dofis politifcher ein Spielball in don händen ihrer Widersacher sein. heit, und so lange diese fehlt, werden die Arbeiterinnen i dem kann es den Damen doch auch nicht angenehm fein, die detaillirten Berichte über ihre Streitigkeiten durch die g Preffe gehen. Wir wenigstens werden ihnen den Gefallen der Deffentlichkeit fernzuhalten. In dieser Beziehung wir, uns mit den überlegenden und ruhigen und mit dem Kopf auf eine dort stehende Karre, so daß der weisen, alles das, was nicht von allgemeinem Intereffe i Gerichts- Zeitung. germeisters a. D. Naumann erschien gestern ein schon sehr Elementen be Arbeiterinnenbewegung in Uebereinstimmung zu befinden das Thema:„ Die religiös fittliche Geiftesbildung als Gra In der Person des schon vielfach vorbestraften Bür- hielt am 2. November cr. Herr Megner einen Vortrag bejahrter Hochftapler eigener Art vor den Schranken der lage der Moral". Redner erachtete es nicht für gen vierten Straftammer hiesigen Landgerichts 1. Seit ca. 35 Jahren irrt der jett 72 Jahre alte Angeklagte in daß die Arbeiter sich nur allein der Fachausbildung u den verschiedenen deutschen Landen umber, um unter den der freien Geistesbildung zu widmen. Er erläuterte à sondern es sei die Pflicht eines Jeden, fich mehr un und Gebräuche der alten Griechen, die sich zu phyfich und Frohsein hingaben. Jm Wetteren suchte Redner na beiten der Stlaven bedienten, fich selbst aber dem Wobl raffinirtesten Täuschungen über seine Person den Wohlthätigkeitsfinn und ein gewiffes Anstandsgefühl seiner Mitbürger auszubeuten. Er hat dieserhalb bereits Vor strafen in Mülhausen i. E., in Frankfurt a. D., in Zürich, in weisen, daß in der früheren fultivirten Beit die Fund 2701 bält der: am Mo Mi ab und bitte Bablreich zu 2706 Fachve un Dienst 29 in Tages Um zal 2722 $ Hier war kraft" und die Entwidelung der letteren die Menschen zum en. Gegen Glauben an ihre Göiter geführt habe. Ganz zutreffend sei des Betrügerele Dichters Mort: Wie der Mensch, so sein Gott." Die und Liiffenfchaft beweise gerade das Gegentheil der orthodox theo rektor Sologischen Lehren. Den Antisemitismus bezeichnete Redner ungerat als einen Auswuchs dieser Lehren. Durch die Wissenschaft Reise naund ihre Forschungen sei der Glaube an den theologischen pen woll himmel sehr geschwunden. Die Entstehung des Menschen habe die übrig Darwin trefflich entwickelt. Der orthodore Glaube erzeuge die fich burcht vor dem Tode. Nur eine freie Geistesbildung fönne 3. Sendemie Menschheit zu einer richtigen Weltanschauung führen. In 13 Hannover Distuffton sprach sich Herr Baginski im Sinne des Theils Referenten aus. Beim 2. Punkt der Tagesordnung wurde bes Refognitoffen, daß der Fachunterricht nach dem Franke'schen Syſtem uldig befutheilt werden solle, und zwar jeden Dienstag und Donners Drei Monatog, Abends 81%, Uhr, bei Mundt, Köpniderstr. 100. Nach Er haus, ja ledigung des Fragetaftens machte der Vorfigende bekannt, daß einer bon jest ab die Vereinsversammlungen jeden ersten Montag Dach dem 1. und 15. jeden Monats im Gratweil's Bierhallen, bl die lettfinden. midt widen 9. November. Abends 8 Uhr, in Habel's Braueret, BergmannGroße Kommunalwählerversammlung. Montag, am der fecraße 5-7. Lagesordnung: Welche Bartei vertritt die ufungsinf Intereffen der Bürgerschaft am besten?" Referent Herr Dslar ten Schöffe 5 en, und Dialusfion. Die Wählerliste für den 10. Wahlbezirt liegt zur wegen nicht aus. Alle Wähler der 3. Abtheilung des 10. Wahl beirt werden um zahlreichen Besuch gebeten. if die Wide t auch Begen die ng beig W straße 20. Tagesordnung: 1) Geschäftliches, 2) Vortrag des Herrn Theodor Megner, 3) Verschiedenes und Fragelaften. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäfte willkommen. Am Sonnabend, den 14. November, veranstaltet der Verein zum Besten feiner Unterstüßungslaffen, im Louisenstädtischen Theater, Dresdenerstraße 72-73, eine Festlichkeit. Billets sind bei allen Vorstandsmitgliedern zu haben. Eine Versammlung der Böttchergesellen findet heute Vormittag 10 Uhr, Lichtenbergerstr. 21, statt. Wie uns mit getheilt wird, find die Forderungen der Gesellen in den Brauereien Friedrichshain", Schloßbrauerei Schöneberg" und bei Oswald Berliner" noch nicht bewilligt worden. Ein Kommissionsmitglied, welches 13 Jahre beschäftigt war, ist von diesen entlaffen worden. Die aus Brag importirten Gesellen beabsichtigen, Berlin wieder zu verlassen, wenn ihnen das Reisegeld erstattet wird, ste werden in der heutigen Versamm lung anwesend sein. Fachverein der Metallschrauben- Facondreher 1c. Sonntag, Vormittag 10%, Uhr, Manteuffelstr. 9, Generalver sammlung. Verein der Modelltischler. Ackerstraße 63, Montag Abend: Vortrag. Gäste willkommen. Vegetarismus. Dienstag, den 10. November, Abends 8 Uhr, hält Herr Dr. Paul Förster im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37, einen öffentlichen Vortrag über Die soziale und fittliche Bedeutung des Vegetarismus“. Gäste, Damen wie Herren, willkommen. Arbeiter Bezirksverein der Rosenthaler Vorstadt Kommunalwähler- Versammlung am Sonntag, den Walhalla, Schönhauser Allee 156. Tagesordnung: 1. Vortrag Montag, den 9. November, Abends 8 Uhr, in der Neuen 50 Mar 8 November, Vormittags 10 Uhr, in den Bürger Sälen, Dres Denerstraße 96. Tages Ordnung: 1. Die städtische Verwal ung und die Lage der arbeitenden Bevölkerung Berlins zu Herr Selben. Referent: Stadtverordneter Herr Friz Gördi. 2. Distuffton. 3. Ansprache der Kandidaten, Herr Zubeil für Den 19. und Herr Herzfeld für den 21. Kommunalwahlbezirk. dgezogen Simmtliche Wähler beider Bezirle find eingeladen. ie Widerle in demfell Rechtsan stläger de. Det eischmann Landri olff beant tanz und Bber in .Nirdo phiren fte un auptung ter ber erungen tel wide nen B re Gen och bie ite, ben ind tonf Dann bi ind fämm ger nahm ungen tes wurde Büge itag bend ermeiftern n von Arbei erfonen ba clemann. ungen menen bimet Fello ereffen ber 11. Bie werden lle bie langen. vereine Gründ ( Be Frau iderme Arbei Räberin Darüber Unrube P Intereft On erballe Frau auf bie elben feien rden.( Tu noch Fr ige betbeil ber ba ngen ber Berfamm ugelöft nn die seignen Tonna Stagen be eitigtetten Tenen Re man burd ohlbehagen rt werden nund geringe vegung Berfammlu von einer manen man fid bebenten Leitung olitischer erinnen fein. hm fein Durch die g in Die Serren Schem und Grabé, bisherige Vertreter, find brieflich eingeladen. des Herrn Dr. Bendendorff: Die Feuerbestattung." 2. Ver schiedenes. 3. Fragelasten. Bahlreiches Erscheinen der Mits glieder erwünscht. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Sanitätsverein macht bekannt, daß zu allen bereits früher publizirten Bahlstellen noch für heute und die folgenden Sonnabende im Restaurant Schulz, Lindenstr. 69, eine Bahl stelle eröffnet worden ist. Alle etwa früher gelösten Bons haben für heute noch Giltigkeit. Die Generalversammlung findet in der nächsten Woche statt. Näheres zur Zeit im An die Steinseker Deutschlands. Kollegen! Die Steinfeger Gesellenschaft Berlins hat beschlossen, einen Zentral- Annonzentheil dieses Blattes. verband der vereinigten Steinfegergesellen Deutschlands zu inden. Wir fordern daher die Kollegen in allen Städten Deutschlands, denen an einem geregelten, einigen Gesellenstand gelegen ist, hiermit auf, fich diesem Verbande anzuschließen und Anfragen und Buschriften an unsern Altgesellen Herrn 2.alte, Berlin C., Gormannstr. 211, recht bald zu richten. hältnissen ziehen. 3) Verschiedenes.- Die Bibliothet ist ge Die fe für die im Berliner Gürtler und Bronzeurgewerbe be Das erfte Stiftungsfeft der Kranken- und Begräbniß Den 14. November, in der Philharmonie statt. Nach dem bitaten Bersonen( E. H. Nr. 60) findet am Sonnabend, großen Militär Doppel- Ronzert, ausgeführt von den Mufil lops der Garde- Füfiliere und des zweiten Garde- Feld Artillerie findet großer Ball statt. Anfang 7 Uhr, Entree 40 Pf. Regiments unter Mitwirkung des Gesangvereins Echo" Fachberein sämmtlicher im Drechslergewerk beschäftigten Gemertagenoffen. Versammlung am Montag, den 9. No Dember, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen", Kommandanten Große öffentliche Kommunalwähler- Versammlung am Montag, den 9. Novbr., Abends 8 Uhr, im Restaurant Donath, Alt- Moabit 89/90. Tages Ordnung: 1. Die städtische Verwaltung und die Lage der arbeitenden Bevölkerung Berlins zu derselben. Referent: Stadt verordneter Herr Friz Gördi. [ 2720 2. Distuffton. Otto Ballmüller. 3. Ansprache bes Kandidaten für den 40. Bezirk, Herrn Sämmtliche Wähler der dritten Abtheilung find hier. Durch eingeladen. in Das Arbeiter Wahltomitee. Allgemeine Kommunalwähler- Versammlung Montag, den 9. November, Abends 8 Uhr, Habel's Brauerei, Bergmannstr. 57. Tages- Ordnung: 1. Welche Partei vertritt die Intereffen der Bürgerschaft am beften? Referent: Herr Ostar Krohm, Kandidat für den 10. Rommunal Wahlbezirk. 2. Freie Diskussion. Die Wählerliste des 10. Wahlbezirks liegt in der Vers fammlung zur Einsicht aus. Um zahlreiches Erscheinen der Wähler erfucht [ 2725 Das Arbeiter Wahltomitee. " Mitglieder Versammlung = des Verbandes deutscher Bimmerfente ( Lokalverband Berlin). Dienstag, den 10. d. M., Abends 7 Uhr, 1. Vortrag über Treppenbau. Tagesordnung: 2. Wie verhält sich der Lokalverband zu den am 11. Dt tober gefaßten Beschlüssen 1er Generalversammlung 3. Berschiedenes. der Berliner Zimmerleute. 4. Fragetaften. Jammlung zu erscheinen. 2701 Es ist Ehrenpflicht eines jeden Mitgliedes, in dieser Ver Der Lokalvorstand. J. A.: Julius Darge, Röslinerstr. 19. Der Fachverein der Marmor- und Granit- Arbeiter balt am Montag, den 9. November, Abends 8% Uhr, seine Mitglieder- Versammlung en Gefallen tereffe if iebung ementen br finden Schuhma Vortrag 2706 bel Deigmüller, Alte Jakobftr. 48a, Der Vorstand. ab und bittet alle Mitglieder und Kollegen, recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Fachverein der Drechsler, Knopfarbeiter und verwandten Berufsgenossen Dienstag, d'en 10. November Abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung 8 als Gr ir genüg ng sumen hr und erte die S pbyfilchen m Mobil ebner He Fund 27221 in Keller's( fl.) Saal, Andreasstraße 21. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Michelsen. Um zahlreichen Besuch der Kollegen aller Branchen ersucht Der Vorstand. Freie Vereinigung der Graveure; Ziseleure und Berufsgenossen. Versammlung am Montag, den 9. November, Abends 8%, Uhr, bei Sahm, Annenstr. 16. Tagesordnung: 1) Geschäftliches. 2) Welche Lehren in Bezug auf Arbeitszeit öffnet. Gäste willkommen. Fachverein der Stellmacher. Montag, den 9. Nov., Abends 8 Uhr, Versammlung, Inselstraße 10. Tagesordnung: 1. Wahl des 2. Vorfizenden und eines Mitgliedes zum Arbeitsnachweis. 2. Vortrag. 3. Verschiedenes und Fragelasten. Oeffentliche Versammlung sämmtlicher Tischler Berlins am Sonntag, den 8. November, Vormittags 10% Uhr, in Keller's großem Saal, Andreasstr. 21. Tages Ordnung: 1. Die Anlagen des Tischlers Rödel gegen die Kollegen Schmitz und Schaar und wie verhalten sich die Berliner Tischler dazu? 2. Weiterer Bericht über die Thätigkeit der Revisions- Kommission. Referent W. Schmidt. Sanitäts- Verein beiderlei Geschlechts in Berlin( E. H. Nr. 85.) Erste ordentlige Arbeiter- Bezirksverein des Westens. Montag, den 9. November, Abends 8 Uhr, Versammlung in Gründer's Lokal, Schwerinstraße 26. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Max Kreuß. Die Mitglieder, welche noch im Best von Peti tionslisten sind, werden ersucht, dieselben in der Versammlung abzuliefern. Unterstügungsverein der Vergolder und Berufsges noffen. Montag, den 9. November, Abends 8 Uhr, Insel. straße 10, Versammlung. Tagesordnung: 1. Berathung über die Vereinigung der beiden Vergolderorganisationen. 2. Wahl von Delegirten. Wanderversammlung der Zigarren und Tabatarbeiter am Montag, den 9. November, im Salon zum deuts schen Kaiser, Lothringerstr. 37. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Prediger emer. Kendziora über: Die Nothwendigkeit der Fachvereine". 2. Diskussion. 3. Der Unterstüßungsverein der deutschen Tabalarbeiter. Versammlung der Schmiedegesellen Berlins und Um gegend Montag, den 9. November, Abends 8% Uhr, in den dantenstraße 77-79. Referent: Herr Friedrich Michelsen. beiden großen Sälen von Gratweils Bierhallen, KommanOeffentliche Versammlung der Stellmacher Berlins am Sonntag, den 8. November, Vormittags 10 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37. Tagesordnung: 1. Vorlegung des von der Kommission ausgearbeite ten Afford resp. Lohn Tarifs. 2. Wie verhalten sich die Stellmacher Berlins zu der Vereinigung deutscher Stellmacher? 3. Verschiedenes. Große öffentliche Versammlung Montag, den 9. No vember, Abends 8% Uhr, im Weddingpark, Müllerstraße 178. Tagesordnung: Die Religion in Unterricht und Ers ziehung." Referent Herr Dr. Lütgenau. Frauen haben Butritt. Fachverein der Tischler. Versammlung am Montag, den 9. November, Abends 82 Uhr, in Säger's Salon, Grüner Weg 29. Tagesordnung: Vortrag. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Männergesangverein Schneeglöckchen" tagt jeden Montag Naunynstr. 78 im Restaurant. Kleine Mittheilungen. Magdeburg, 5. November. Dem in der hiesigen Zitadelle wegen Landesverraths seine Strafe verbüßenden Kraszewski soll ein Urlaub bis Mitte Mai nächsten Jahres bewilligt worden sein. Die vorläufige Entlassung tann jedoch erst stattfinden, wenn die nöthigen Formalitäten auch in Betreff der zu stellenden hohen Raution( 20 000 M.) vom Reichsgericht geordnet worden sind, was indeß in nächster Zeit zu erwarten steht. Briefkasten der Redaktion. Arbt.- Bez. S. D. Wir werden den Bericht in den ersten Tagen der nächsten Woche veröffentlichen. Ein bischen länglich ist derselbe allerdings. Groke Volksversammlung Seneral- Versammlung im Lotale Sanssouci, Kottbuserstraße 4a. Sonntag, den 15. November, Vormittags 9 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79 ( oberer Saal). Tages- Ordnung: 1. Wahl des Vorstandes. 2. Wahl des Ausschusses. 3. Einrichtung und Besprechung der inneren Kaffenangelegen beiten. 4. Verausgabung des nunmehr genehmigten Statuts und Plakate. Während des Wahlattes haben nur großjährige männliche Mitglieder Zutritt. Mitgliedsbuch oder Einladungskarte legitimirt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Kommiffion. J. A.: Otto Schult, Bergmannstr. 97, of 2 Tr. Große Versammlung Des Fachvereins der Schneider am Montag, den 9. November, Abends 8% Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77/79, oberer Saal. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten und Reichstagsabgeordneten Herrn Singer über das Arbeiterschußgeset. Freie Diskussion. [ 2709 2. Besprechung über die jüngst stattgefundenen Vorkomm niffe in dem Schneidergewerbe. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen werden sämmtliche Schneider ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Aufnahme neuer Mitglieder zum Verein, sowie zum BuschneideKursus und Schreib Kursus. Der Vorstand. Arbeiter- Bezirksverein ,, Gemüthlichkeit" für Reinickendorf und Umgegend. Sonntag, den 8. November, Vormittags 11 Uhr, im Lotale des Herrn Budewis, Hausotterstr. 4: General Berlammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Malers Knauf über Wissenschaft liches. 2. Disluffton. 3. Verschiedenes. 4. Fragelaften. Mitglieder, welche noch im Befit von Petitionslisten find, werden ersucht, diefelben bis Sonntag abzuliefern.- Am [ 2694 14. November: Großes Familien Kränzchen im Vereins. Lokal. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Arbeiter- Bezirksu. i. Westen Berlins. Montag, den 9. November, Abends 8% Uhr, Versammlung in Gründer's Salon, Schwerinstraße 26. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn M. Kreuß. 2. Fragelaften und Verschiedenes. Erscheinen ersucht [ 2710 Der Vorstand. am Montag, den 9. November, Abends 8 Uhr, Tages- Ordnung: Die Angriffe gegen den Reichstagsabgeordneten Herrn Paul Singer von Seiten der Damenmäntel- Schneider- Innung. Referent: Herr Mitan. 2761 Die Herren Jnnungsmeister find hierdurch eingeladen. Gottfried Schulz, Wienerftr. 11. Bur Anfertigung sämmtlicher Arten von Brunnen, fowie sämmtlicher in dieses Fach einschlagenden Arbeiten und Reparaturen empfiehlt fich und stellt sich dem geehrten Publikum sowie den Herren Baumeistern zur persönlichen Verfügung. 2702] A. Wegner, Brunnenmeister, Ackerstraße 131. Allen Freunden und Bekannten, sowie meiner werthen Nachbarschaft zur Nachricht, daß ich Wollinerstraße 2 ein Schuhwaaren- Geschäft eröffnet habe. Für reelle Waare und solide Preise werde ich ftets Sorge tragen. Um geneigten Zuspruch bittend, zeichnet 2656] Hochachtungsvoll J. Ogorsell. Wo sveisen Sie? In der alten Pommerschen Küche bei klein, jest Oranienstraße 181, Hof part. 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