fö reittlt»» tnnöcn P» Wein» p wße 8 k « der lr Itrfaaim» ierhaM' d M°rS!Z erübt L-stf. � nämlub? m vom l*- ;cbläfl«% °. 3» k» Bange«» ibett bujf einige% mbeti." iflengn-� idlung'• i Wal« k?6K. Freitag, den 13. November 1883. II.Iahrg tMerlMliill Braan für die Interessen der Ardeiter. 4 Da«„SÖcrhncr VolksblalL» Mbtt taglrch Morgen« außer nach Sonn- und Festtage«. NdormementSprei« für N« frei m'« Hau« vrertelzährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. �Moonnement 4 Mk. Einzelne Nr. 5 Pf. SonntagS-Nummer mit illustr. Beilage 10 Pf. (Eingetragen in der Postzeitung«prei«lifie für 1885 unter Nr. 746.) Jufertionsgebühr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bi« 4 Ähi Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annonce«� Bureaux, ohne Erhöhung de« Preise«, angenommen. KedaKtio«: Kenthstraße 3.— Expedition: Zimmerstraße 44. Aoruiarts. .n® getiüki de» RückwärtSbestrebun gen, die jetzt auf ni Tebielen unsere« öffentlichen Leben« hervortreten, theil- sogar mit glänzenden Augenblickserfolgen gekrönt sind, '4 d bschi rohe und ein- 5 Pf- früher ftoff« Luch Marl et mit Marb. 2* gut, zuweilen an die koloffalen Fortschritte, zu er-> welche die Kulturvölker in de« letzten Jahrzehnten haben und zwar vollkommen unabhängig von u�onwiimn an der Herrschaft befindlichen Regierung«- I, keiner Zeit hat sich z. B. da« deutsche Bürgerthum �M>e entwickelt, al« unter der ReakttonSära der fünf- Sahre. i. Jf uf politischem und wirthschastlichem Gebiete ist Alle« feit« un� mit wahrhaft schwindelnder Schnelligkeit voll- die Bewegung, der Wechsel, die Umbildung. Die dir 2*? tiefer Umbildung find mannichfach, doch wolle» �'gehti ausgreifen: Wi w Steigerung des Grund und Bodens, hervorgerufen � � Zunahme der Bevölkerung; tessen� werthung der edlen Metalle und die in Folge �"Wtretene Preissteigerung;_ '»kttt. �stadung und die fortwährend sich steigernde Au«- Hebr,. Dampfkraft und die dadurch bewirkte Ber- � S der Produktion; �blur. �bauuva der Eisenbahnen und die dadurch bewirkte A,®lÜ>er Entfernungen. W.A,* tiefen Erscheinungen, welche im Laufe der lebte» �ars s?°uf unser wirthschaftliche« Leben eingewirkt haben, Wot™ eine allein hinreichend gewesen, eine Umwälzung s«"ttnge«: alle»usammen konnten natürlich nur um kalter< Si t lö- 5? uW S so stark gewesen, wie»och nie. So wuch« im Jahrhundert in Preuße« die Menschenzahl pro Jahr Zckl�adratmeile um ca. 7, während um die Mrtte diele» «Mert« das Wachsthum sich auf 70 steigerte. Dl« S kommt allerdings den großen Städte» zu gute, be» letzten Jahren verbreitet sich dieselbe auch auf V« Land; dadurch ist der Prei» an Grund und Boden ««stiegen. Ein bestimmte« H»u« in Berlin, wel- ÄtVaf'te 1824 mit 40 000 Thaler» bezahlt wurde, Htoi863 schon 92 000 Thaler, 1874 aber 205 000! Der Nk* bet preußischen Domänen stieg von 1849 bi« 1864 VffWtlich um 50 Prozent, wa« einen Rückschluß auf �� tsteigerung im Grundbesitz gestattet. Wieviel Ber- da ohne jede wirthschaftliche Leistung, ohne jede W&mg, einzig und allein durch die günstige Konjunktur ft worden! Wieviel an Grund und Boden auch im Wirbel an der Spekulation, ohne 0 IeuMeton. Die Hand der Kemests. Roma» von Ewald August König. . 1, v(Fortsetzung.) Euch heute noch nach Arbeit um," fuhr i'"roer arbeite» will, der kann jede« Tag an- %' e,n tüchtiger Zimmermann ist immer gesucht. Wen» �ti x a«dentlicher Mensch geworden seid, dann Hab' ich **»t,®0«9«n, daß Eure Familie Euch wieder ausnimmt, Jv dulde ich'« nicht." H J? heisere« Lachen war die Antwort de« Vagabund«, . diesem Lachen ging er hinau». «utiquar wohnte in unmittelbarer Nähe de« "so in welchem da« Gefängniß lag, Siebel hatte D U'ett zu gehe«, um daffelbe zu erreiche». kfslivd.?ea»ntweinschenke, die sich«eben der Anstalt '»eist' lch'en er au« früherer Zeit zu kennen- er ging % bot dem Wirth wie einem alten Bekannte« die sand er eine beffere Aufnahme als im Hause N und?'• über wa« er über die Verhältnisse seine« Schwa» Neulich'"er Schwester erfuhr, lautete nicht« weniger al« K sLiu�telte mehrmal« de« Kopf, während der Wirth �e«llJL erstattete und seine Frage« beantwortete; er tu..Ez r bessere Nachrichten erwartet. k�te j. u>ar Unsinn, sich an solchen Mann zu hängen," �'»sie hätte eine beffere Partte mache« können'" 84. wohl wieder besser werden,� erwiderte �ld.- 9'"fett ewige« Tagen hat er die Tasche voll S? te0n bekommt Ihr wohl da« Meiste, wie?" u*® flinh" n hu*«in Herz für seine «'»der, und wenn er auch täglich seinen Rücksicht auf die vorhandenen Kräfte gekauft worden, und wie Vielen droht nicht großer Verlust, wen» die wirth- schafllichen Faktoren, welche die Preissteigerung veranlaßten, nicht mehr in dem früheren Maße wirke»! Die Klagen der Lavdwirthschaft, soweit sie überhaupt berechtigt sind, finde» zum großen Theil in der früheren tolle» Spekulation ihre Begründung. Gegen solche Ereignisse helfen keine Ge- tteidezölle. Die Entwerthung der Metalle, hervorgerufen durch die Entdeckung der enormen Gold- und Silberschätze w Austra- lien, Kalifornien u. s. w. hat an der Steigerung des WertheS von Grund und Boden gleichfall« schuld, aber zu gleicher Zeit auch an der ungemeinen Steigerung de« Preises aller Konsumartikel. Bezüglich des Einflusses der Verwendung der Dampf« kraft und der Eisenbahnverbindungen liegen die Wirkungen dieser Faktoren klar vor Aller Augen. Die Produktton ist in da« Ungemessene gestiegen und die Bedürfnisse der Men- scheu haben zugenommen, für deren Befriedigung rastlose« Schaffen eingetteten ist, welches immer zu erhöhterer Pro- durtton führt.— Die Unterschiede der Preise, welche früher durch die Entfernungen hervorgerufen waren, haben aufge- hört, die Preise werde« mehr und mehr nivellirt— da« ist der Einfluß der Eisenbahnen. Kurz— die Umgestaltung und Neugestaltung der mensch- liche» Gesellschaft, namentlich ihrer wirthschaftliche» Beziehungen und ThätigkeitSformen geht w reißender Ge- schwindigleit und in steigender Progression vor sich. Keine Macht der Erde kann solchem Vorwärtsstürmen mehr Halt gebieten, denn dieses Vorwärt« ist durch die Triebfedern der menschlichen Gesellschaft selbst bedingt und bestimmt. Mag die Reaktion ihr Aeußerstet thun, sie spielt nur die Rolle der Heuschrecke in der Fabel, die auf den Wagen hüpft, um ihn zum Stehen zu bringe». Unbekümmert um alles reaktionäre Geschrei, um alle reaktionäre« Gegen- bemühungen geht das Rad der Zeit fest nnd stolz seinen Gang, immer Vorwärts, vorwärts. Politische Urberstcht. Der Reichstag wird, den Berichten verschiedener Blätter zufolge, durch den Staatssekretär im Reichsamt deS Innern, Staatsminister v. Bötticher eröffnet werden. Im Prästdium und in der Zusammensetzung des Bureaus de« Reichstages find Veränderungen nicht zu erwarten. Die Abweisung des FtSku« bei de« Diätenpro, esse« bat der„Nordd. Allg. Ztg." arge Herzbeklemmungen verur- sacht und sie sucht fich deshalb durch zwei Leitartikel Lust zu verschaffen, in welchen sie gegen die Erkenntnisse der Gerichte SchnapS trinkt, so kann ihm da« doch Niemand übel nehmen." „Und woher hat er da« viele Geld?" fragte Siebel. „Hm, ich glaube, er wird von einem Verein unter- �'„Jhr glaubt da», mit Sicherheit wißt Ihr'« wohl nicht?" „Ich kümmere mich nicht darum." sagte der Wirth achselzuckend,„wa« gehen mich die Privatmigelegenhetten meiner Gäste an? Und ich würde auch von der Unter- fiützung nicht« erfahren habe«, wenn er nicht ei» Goldstück gewechselt hätte." „So, so, ein Goldstück," erwiderte Srebel gedehnt. „War'S wirklich ei» echte« Goldstück?" „Wär'S falsch gewesen, hätt''ch'«»'cht angenommen, bin oft genug mit falschem Geld angeführt worden. Aber trinkt Ihr denn gar nicht«?" Der Vagabund warf einen lüsterne» Blick auf dte Flaschen, er schien mit einem Entschluß zu ringen, e« mußte ihm unsäglich schwer fallen, der Versuchung zu mder- � �Jetzt nicht." sagte er, indem er hastia sich umwandte. „e« ist«och zu früh, und wenn ich emmal ansang, bleib "öl o&ß S'Äe und der Autdruck seine« Gesicht« S ÄÄ V"" «ich«, Ich-» t»;M•" b™ eLt.--.mmst hätte ich hier bleiben müssen." „Meinetwegen?" araumentirt. Das offiziöse Blatt schließt die beiden Artikel mit den Worten:„Wir können unser Urtheil hiernach nur da- hin zusammenstellen, daß das Hallesche Erkenntniß gegen die ReichSverfaffung verstößt, und zwar gegen eine der fundamentalsten Bestimmungen derselben. Die ReichSverfaffung ist, wie bekannt, nur auf Grund eines Kompromisses zu Stande ge» kommen, der eben diesen Artikel 32 betraf. Ein Abgeordneter, der Privatdiäten annimmt, verletzt diesen Kompromiß und bricht die Verfassung. Wir zweifeln nicht daran, daß auch in unserer Rechtsprechung diese Auffassung schließlich zum Ausdruck gelangen wird. Zur Reform der Rübensteuer. Der im preußischen Finanzministerium aufgestellte Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Reform der Rübensteuer, deckt fich vollständig mit der dem Reichstage vor zwei Jahren gemachten Vorlage. Von einer Besteuerung der Melasse ist auch jetzt nicht die Rede. Der Weg durch den Bundesrath an den Reichstag wird der Vor« läge unter diesen Umständen nicht schwer werden. Eine Interpellation des Zentrums betreffs die Gil- tigkeit deS Jesuirengesetzes in den deutschen Schutzgebieten wrrd nach dem„Wests. Merkur" sofort nach dem Beginn der neuen ReichStagssesfion eingebracht werden. Der Entwurf de« Etats de« Reichsschatzamts für 1886/87 schließt in den fortdauernden Ausgaben mit 155 534 666 Marl, also gegen das Vorjahr mit einem Mehr von 54883 444 Mark ad. Die darunter enthaltenen Ueber- Weisungen an die«undesstaaten belaufen fich auS dem Er- trage der Zölle und der Tabaksteuer auf 128 600000 Mark, das find gegen 1885/86 mehr 43 620 000 Mark; der Reichs- stempelabgaben auf 22 375 000 Mark, das find mehr 9 945 000 Mark, zusammen auf mehr 53 565 000 Mark. Unter den son- stigen Veränderungen ist hervorzuheben die Erhöhung des kaiserlichen Dispositionsfonds zu Gnadenbewilligungen aller Art von 900000 Mark auf 2400000 Mark zur Bestreitung der auf Grund des allerhöchsten Erlasses vom 22. Juli 1884 zu bewilligenden Unterstützungen an nicht penfionsderechtigte Invaliden des Krieges von 1870/71, sowie eine Minderausgabe von 184 996 Mark bei den Rayons-EntschädigungSrenten Bei den einmaligen Ausgaben, welche mit 7 300000 Mark abschließen, ist die erste Rate des Beitrags des Reichs zu den Kosten des Zollanschlusses Bremens mit 3000 000 Mark neu eingestellt. Bei den Einnahmen, welche zusammen auf 200068 Mark gegen 68 877 Mark im Vorjahre veranschlagt find, wird auS dem Münzwesen, und zwar anläßlich der Ausprägung von Einpfennigstücken, ein um 128000 Mark höherer Gewinn erwartet. Ueber Wahlzwang wird der„Volksztg." folgendes mit- aetheilt:„Nur wenigen Lesern der„Volkszeitung" dürfte es bekannt sein, daß in Deutschland ein Gemeindewesen exiftirt, in welchem die obligatorische Verpflichtung für jeden Wähler besteht, bei den Gemeinderathswahlen seine Stimme abzugeben. Natürlich geht die Verpflichtung nicht so weit, daß er einende- stimmten Namen in Vorschlag bringt, er kann sich auch der Stimme enthalten, aber er muß bei Strafe zur Wahl kommen und seinem Willen Ausdruck verleihen. In A p o l d a ist nämlich die Gemeinderathswahl ausgeschrieben und zwar dieS» „Um Dich vor dem Elend zu bewahren!" „Wir haben kein Glück gehabt," sagte die Frau, leicht da« Haupt wiegend,„wenn ich nicht krank geworden wäre, dann—" „Dann wär's«och immer dasselbe Elend gewesen." fiel Siebel ihr in'« Wort.„Weshalb mußtest Du auch diesen Mann heirathen, Helene?" „Kennst Du ihn?" „Nein, aber er ist Gefängnißwärter—" „Und muß er deshalb ein schlechter Mensch sei«?" „Da« sag' ich nicht, aber ei« armer Teufel ist er jedenfalls." „Armuth ist keine Schande," erwiderte die Kranke, ihn ernst und voll anblickend,„und tausend Andere sind ärmer al« wir. Robert ist ei» ordentlicher Mensch, nur mitunter etwa« unzufrieden, aber da« läßt sich ja entschuldigen. Und wie bist Du heimgekommen?" Der Vagabund fuhr mit der Hand über die Stirne. „Hab' nicht viel aufgesteckt in der Fremde," antwortete er,„die Arbeit wird schlecht bezahlt—" „Und we«halb hörten wir gar nicht» von Dir?" „Wa« sollte ich schreiben? Gute« konnte ich nicht be. richten, und Schlechtes wollte ich nicht schreibe», das Weib hätte sich darüber gefteut." „Warst Du schon bei ihr?" „3a." „Und wie empfing sie Dich?" „Sie ist»och immer dieselbe. Elegant war sie wie eine Gräfin, woher sie da« Geld nimmt, mag der Teufel wisse«. Hat sie sich gar nicht um Dich gekümmert?" In de« Augen der Kranken blitzte e« zornig auf. „Bei mir ist sie nicht gewesen," sagte sie,„und wenn sie gekomme» wäre, dann hätte ich ihr meine Meinung gerade herau« gesagt. Ich möchte auch wissen, wer ihr das viele Geld giebt und wofür sie eS bekommt." „Setzt wohnt sie bei einem alten Knasterbart, mit dem sie sehr befteundet zu sein scheint," nickte der Vagabund �"w „Er muß gleich kommen." IN a I bei 1 Marl Strafe für denjenigen, welcher sein Wahlrecht nicht ausübt. Danach kann die Stadtverwaltung die Strafe nach Belieben für eine Gemeinderathwahl androhen, für eine andere nicht. Uns scheint es, da� zu der diesmaligen Strafandrohung die Stadtverwaltung gelangt ist, weil bei der letzten Landtagswahl ein Sozialdemokrat gesiegt hat und man vielfach diesen Ausfall der Wahl der Säumigkeit der Wähler zuschreibt. Da nun die Sozialdemokraten auch an den Ge- meinderathswahlen fich betheiligen wollen, deshalb wird wohl Yüf STHfififor hiirrf» Afr die Aufmunterung der Wähler durch Strafandrohung deliebt." — Wir glauben nicht, daß die Apoldaer Stadtväter aus Furcht vor sozialdemokratischen Wahlen zu diesem Beschlüsse gekommen find; höchst wahrscheinlich ist ihnen nur daran gelegen, die Bürger aus ihrer Indifferenz aufzurütteln und dieselben so ge- wissermaßen zu guten Staatsbürgern heranzubilden. Oder sollten wir unS darin irren? Zur Abgrenzung des Gebietes von Sansibar ist aus Vorlchlag Deutschlands eine Kommisfion ernannt worden, welche prüfen soll, wie weit daS Gebiet dcS Sultans Said Bargasch fich erstreckt- Um die von der ostafrikanischcn Gesell« schast erworbenen Gebiete soll es fich nicht handeln, sondern um die Grenzen des Sultanates überhaupt. Zweck dieser Untersuchung soll sein, bei etwaigen späteren Befitzergreifungen europäischer Mächte kriegerischen Verwickelungen vorzubeugen, die dnich eine Unklarheit in der Grenze entstehen könnten. ertreter der britischen Regierung ist, wie die„Pall Mall erfährt, Obrrst Kitchener vom Geniekorps ernannt orden, und bereits nach Eanfibar abgereist. Aus Hamburg wird der„Volksztg." geschrieben: Am verflossenen Sonntag hatten fich, trotz der nicht mehr ange- nehmen Witterung, etwa 600 der sozialdemokratischen Partei angehörende Personen in einer beim Bahrenfelder Ge« hölz, in der Nähe Altonas, befindlichen Grandkuhle ver« sammelt, um die Rede eines zu ihrer Partei stehenden Reichstaasabgeordneten anzuhören. In recht ge- schickter Weise hatten es die Führer der Hamburg-Attonaer Sozialdemokraten verstanden, ihre Mannschaften nach dem be- stimmten Orte hinzuführen, ohne der Altonaer Polizei, welche im Voraus Kunde von ihrem Vorhaben hatte, durch ibr Ver« halten den Treffort zu verrathen. Schon um 7 Uhr Morgens hielt die Polizei in Ottensen bei einem Zigarrenarbciter, den fie jedenfalls für einen Führer hält, eine Haussuchung ab. wo- bei jedoch nichts gesunden wurde. AlSdann besetzte fie die hauptsächlichsten AuSgangsstraßen Altona>Ottensens, und als auch dieses ihrem Zwecke, den VersammlungSplatz der Sozial- demokiaten ausfindig zu machen, nicht entsprach, schwärmte fie auS ins Freie, wobei der Ottensener Polizeibeamte Niendorf mit noch zwei Amtsgenossen auch richtig die Gesuchten fand, jedoch erst als diese bereits Schluß machen wollten. Die Ver- sammelten entfernten fich erst, als eine allgemeine Parole ge- geben war. Ein Haufe marschirtr direkt der den Beamten vor- ei, während ein anderer Hause die entgegengesetzte Richtung einschlug und in einer ziemlichen Entfernung wieder mit den ersten Haufen zusammentreffend, ein Lokal aufsuchte, woselbst fie beim Bier noch eine Zeitlang zusammenblieben. Von dort traten fie den Heimweg an. PolizeikommiffariuS Engel hatte an der Altonaer Grenze Posto genommen und veranlaßte die Verhaftung von acht Personen, welche fich dort in einem Wirthschastslokal niedergelassen hatten und ihm verdächtig schienen. Die bei diesen Leuten sofort vorgenommenen Durch- suibungen blieben resultatlos, weshalb fie alsbald wieder ent- laffen wurden. Die Hamburger Polizei recherchirte nach dem Abgeordneten Frohme, welcher der Veranlasser des Ganzen gewesen sein soll. Frohme, der in mehreren hol- steinischen Städten auf Agitation war, soll Hamburg-Attona berührt haben. Ueber die Besudelung Afrikas find die Afrikareisenden Stanley und Dr. Pechucl-Loesche in einen Wortwechsel ge- rathen, der sehr beachtenswerthe Einzelheiten zu Tage gefördert hat und auS denen die Afrikaschwärmer viel lernen können. Dr. Pechuel-Loesche, der das ganze Kongogebiet und die West- tüste Afrikas durch jahrelangen Aufenthalt kennt, IW_. äußerte fich schon im Jahre 1879 über Anfiedelunzen sehr abfällig, jetzt wendet er fich gegen Stanley's Buch und dessen Benchte über den Kongo mit folgenden Worten:„Auf Grund eigener Erfahrung und der vorhandenen ForschungSresuttate versuchte ich schon in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres ein treues Bild von der wirklichen Brschaffenheit des 1 KongogebietS zu geben. Im warnenden Sinne war; es ein geradezu vergebliches Beginnen; die öffentliche I Meinung war gefangen, die Macht der Gegenpartei viel zu groß, und die Kolonialbewegung begann die Gemüther zu erregen. Aber auch eine Täuschung, und sei fie noch so un- faßbar groß und kühn, hat ihre Zeit. Während noch Herrn Stanley's Buch gedruckt wurde und die Konferenz zu Berlin tagte, beschloß die amerikanische Regierung, der Angelegenheit in praktischer Weise auf den Grund zu gehen. Sie sandte offiziell einen viel e.fahreneren und hochgestellten Beamten nach Afrika, zu untersuchen, wie es denn mit dem gerühmten Kongolande in Wirklichkeit stünde. Die offiziellen Berichte find pudlizirt; fie find in ihrer klaren, scharfen Fassung unan- „Er trinkt doch nicht?" „Und das fragst Du, Hugo?" „Na ja, eigentlich Hab' ich kein Recht dazu,' aber Du bist meine Schwester, und wenn—" „Ich Hab' keine» Schutz nöthig," unterbrach die Frau ihn;„wäre ich nur gesund, dann wollte ich mit meinem Loose gerne zufrieden sein. Aber es wird jetzt wohl bald besser werden." „Zhr werdet unterstützt?" „Wer hat Dir das gesagt?" „Dein Mann hat Gold wechseln lassen." Die Kranke sah ihren Bruder erschreckt an. „Wie spricht man darüber?" fragte fie erregt.„Hat Jemand eine Vermuthung geäußert?" „Mir ist gesagt worden, er bekomme eine Unter« stützung von einem Verein, aber ich glaub' nicht daran," er- widerte Siebel, während sei» Blick forschend das blasse Antlitz streifte. „Und weshalb zweifelst Du?" „Weil man eine« armen Teufel nicht mit Gold unter- stützt." „Du sollst und darfst nicht zweifeln, Hugo." sagte die Frau in bittendem Tone,„Robert hat kein Unrecht be- gangen." „Hm— woher hat er das Gold?" Die Frau wandte das Antlitz ab; die Wahrheit wollte sie nicht sage», und in der augenblicklichen Verwirrung suchte sie vergeblich nach einem glaubwürdigen Vorwande. „Er hat es redlich erworben," erwiderte fie. „Du verbirgst mir etwas, Helene!" „Was sollte ich Dir verbergen? Wenn ich Dir sage, daß mein Mann meine volle Achtung und Liebe besitzt, so kann Dir da« doch genügen." Der Vagabund schüttelte de» Kopf, ferne glasige« Auge« ruhten noch immer forschend auf dem bleichen Antlitz, da« jetzt noch die unverkennbare» Spuren der früheren Schönheit „Du weißt vielleicht selbst nicht, wofür er da« Geld erhalten hat," sagte er;.wer ein solches Amt hat, ist mancher Versuchung ausgesetzt—" tastbar und vernichtend. Nicht nur im Allgemeinen, sondern gewissermaßen Satz für Satz bestätigen dieselben in allen Ein- zelheiten, was ich jemals über Westafrika, im Besonderen über das Kongoland und daS Unternehmen gesagt und geschrieben habe. Der Schleier fällt; der Glaube schwindet, mit ihm daS afrika- nische Kanaan. Es werden doch auch andere Staaten im In« teresse ihrer Angehörigen, welche Unternehmungen im Kongo- staate beginnen oder fördern wollen, offizielle Berichterstatter nach dem Schauplatze senden, und endlich wird die volle Wahrheit über das Unternehmen an den Tag kommen. „Und die Todtm, die vielen Todten!" fährt Herr Loeschr fort nach Aufzählung einer langen Liste von Männern, die am Kongo ibr Leben verloren haben.„Herr Stanley, scheuen Sie fich der Todten zu gedenken? der armen kranken Sanfibarer, die auf Ihren Befehl von Vivi ausgettieben, den Marterweg nach dem Innern humpelten und krochen und elend am Wege verendeten;— wo ihre Leichen unbegraben verwesten, den Thieren zum Fräße liegen blieben? Und der unglücklichen Sklaven, die dort am Kongo in Ketten geschmiedet, mit Knüt- teln zur Arbeit getrieben, unter Ihren Augen in Krankheit verkamen und den Geist aufgaben? Scheuen Sic fich. der jungen Leute zu gedenken, die, Ihren Schilderungen, Ihrem Ruhme vertrauend, hoffnungsfreudig zu Ihrem Werke eilten, und in Hunger und Elend verkümmerten; die dann, von der brutalen Wirklichkeit erdrückt, fern von der Heimath, fern von den Lieben verdorben und gestorben find oder in Verzweiflung fich selbst daS Leben nahmen?" Dr. Pechuel-Loesche kommt zu folgendem Schlüsse: „All unser Wissen, welches wir gegenwärtig über das tro- pische Afrika befitzen, berechtigt uns nicht nur, sondern ver- pflichtet uns, die als weiteres Lockmittel gebrauchte Idee, Acker« bauer, die ihre Felder selbst bestellen sollen, mit ihren Fami- lien im Kongostaate anzufiedeln, auf das Enischiedenste zu be« kämpfen. Um diesen Umschlag so scharf als möglich zurückzu- weisen, habe ich vor mehr als Jahresfrist ausgesprochen, daß jeder derarttge Versuch mit dem Friedhofe deAnnen und mir dem Friedhofe enden werde. Möglich ist es, wenn auch nicht wahrscheinlich, daß im unbekannten Afrika noch einzelne in jeder Hinficht begünstigte Gebiete aufgefunden werden, wo Familien von Europäem bei eigener körperlicher Arbeit ge- deihen können. Möglich ist es auch, daß die Wissenschaft ein Mittel entdeckt, die tünftigcn Befiedler gegen die üblen Ein- flüsse deS Klima zu schützen. So lange dies aber nicht ge- schehen, müssen wir die Ausbeutung des tropischen Afrika dem Kaufmann und dem Pflanzer überlassen, im ßengften Bunde mit dem Misstonar und dem Forscher. Sie alle haben die wichtigste Aufgabe zu lösen: den Afrikaner zur Arbeit zu er- ziehen, die Hilfsquellen des Landes zu entwickeln," Die Konferenz in Konstantinopel anerkannte laut telegraphischer Mittheilung in ihrer vorgestrigen Sitzung von Neuem die Rechte des Sultans auf Bulgarien und R u m e l i e n. Eine praktische Wirkung kann diese Anerkennung freilich so lange nicht haben, a!S die Konferenz nicht die Mittel und Wege bezeichnet, welche dazu geeignet find, den bereits im Berliner Vertrage festgestellten Rechten Geltung zu ver- schaffen. Während Rußland nach wie vor an der Wiedcrher- stelluna des Status quo ante(deS früheren Zustand) festhält, schlug England am Montag die Einsetzung einer Subkommilfion vor, welche die Wünsche der Rumelier kennen lernen soll. Die Bulgaren versuchen unterdessen, Stimmung für ihre Angelegenheit zu machen. Ueber ein Ertebniß, das den beiden bulgarischen Delegirt-n Tschomakow und Petrow in Konstantinopel widerfuhr, wird der„Politischen Korrespondenz" berichtet: Die beiden Abgesandten erhielren nämlich plötzlich von Seiten der Polizei die Weisung, Konstantinopel unverzüglich zu verlassen, was mit dem Bemerken begründet wurde, daß ihre Pässe nicht in Ordnung wärm. Nun muß man wissen, daß die beiden Abgesandten ihre Rückreise bereits früher batlen antreten wollen, auf ausdrückliche Aufforderung seitens der Pforte aber noch länger in Konstantinopel geblieben waren. Im polizei- lichen Befehl wird die vorherige Weisung der Pforte natürlich gar nicht erwähnt. Oesterreich-Ungaru. Ueber daS von uns bereits gestern mitgethcilte Urtheil im Prozeß wegen der Königinhofer Exzesse ist noch zu melden, daß fich unter den Verurtheilten zu schwerem Kerker auch vier deutsche Turner befinden. Hierdurch wird bestätigt, was wir von vornherein angenommen haben, daß die Deutschen durch ihr herausfordemdeS Verhalten den Anlaß zu dem Krakehl ge« geben haben. Natürlich kann nnS das nicht veranlassen, das rutale Vorgehen der Czechen zu beschönigen, aber das große Geschrei, welches die deutsch-östeneichischm Blätter über ezechi- sche Grausamkeiten angestimmt haben, war zum Mindesten übertriebm. — Aus Prag wird gemeldet: Sechs c z e ch i sch e auS DreSdm verwiesene Sozialisten, darunter der Obmann des Dresdener CeSky-KIub. Hejl, wurden hier wegen Geheim- bündelet zu 6 Wochen bis zu einem Monat strengen Arrest verurtheilt. — Wie uns aus Wim telegraphirt wird, hat das A g r a- m e r Gericht über den aus dem Landtage zeitweilig auSge- .Wenn Du ihn kennen lernst, Hugo, wirst Du nicht mehr an seiner Ehtlichkeit zweifeln." „Na, ich will« abwarten!" „Wirst Du bei Deiner Frau wohnen?" fragte die Kranke «ach einer Pause. „Bei der?" fuhr Siebel auf.„Nein, wahrhaftig nicht, so oft ich sie sehe, muß ich ja daran denken, daß sie mich in« Uvglück gebracht hat. Ich will nur wissen, wa« hinter der Geheimnißkrämerei steckt!" Er brach ab, die Thüre wurde in diesem Augenblick geöffnet, und der Schließer blieb, als er den Fremde» sah, betroffen auf der Schwelle steheo. Die Bemerkung seiner Frau, daß der Fremde ihr verschollener Bruder sei, schien ihn auch nicht angenehm zu berühren, Mißtrauen und Un« mutb spiegelten sich deutlich in seinen Zügen, al« er zögernd die ihm gebotene Hand annahm. „Eure Frau wird auch nicht sehr erfreut sein," sagte er. � „Laßt meine Frau aus dem Spiel," erwiderte Siebel barsch, den der prüfende Blick, mit dem er eben gemustert wurde, ärgerte;„ich will nicht an sie erinnert sein, und Zhr könnt doch auch kein Interesse daran haben." Schmalz hatte seine Mütze aus den Tisch geworfen, die Kinder hingen sich an ihn und das Kleinste ruhte nicht, bis er e« aus den Arm nahm. „Wie es Euch in der Fremde ergangen ist, braucht man wohl nicht zu fragen," sagte er,„man steht's Euch ja an—" „Oho!" fiel Siebel ihm in« Wort.„In Eurer schäbigm Uniform seht Zhr auch nicht besser au«, wie—" „Schmäht de« Königs Uniform nicht!" „Zch denke nicht daran, aber ich möchte Euch doch darauf aufmerksam machen, daß zu diesem Rock ein Beutel voll Gold schlecht paßt. Zhr macht Euch dadurch leicht verdächtig." „Und wer hat Euch gesagt, daß ich den Beutel voll Gold habe?" ftagte der Schließer wild auffahrend. „Habt Zhr nicht Gold wechseln lassen? Seht Eure Frau nicht so grimmig an, sie hat mir nichts verrathen, im Gegentheil, fie nimmt Euch in Schutz, aber ich sehe schärfer schlossenen kroatischen Abgeordneten David Start st«' witsch die Untersuchungshaft verhängt. Diese Maß«? lung ist auf Grund der von Starts chewiisch im Landtag l« BanuS Grafen Khuen zugeschleuderten dekannten Beleidigt gen erfolgt. Dänemark.„,; Kopenhagen, 9, November. In einer Versammlung j-Nsn 14c Aaldorg wurde gestern Abend einer der Sozialistenführer, � Wmen m Pianoforte Arbeiter Horst, auf Grund des„provisorist« g Strafgesetzes verhaftet, angeblich weil er die Regierung heftigen Ausdrücken angegriffen hat. Grotzbritauni�eu. John Briaht war bisher der Einzige, welcher fich W den neuen muthwilligen Krieg mit Birma ausgesprochen Wr Doch jetzt läßt fich auch der bekannte Mr. Blunt gaw� Sinne Bright's und zwar folgendermaßen aus: Angesichts� „Jrrthums" bezüglich des letzten egyptischen Krieges sei"' doch möglich, daß auch der nächste Krieg gegen Bima 1" später einmal als Jrrthum herausstellen könnte. Wie wf dann die Urheber desselben bestraft werden? Nach den We rungen des egyptischen Krieges geht man in England solchen Jrrthümern ganz eigenthümlich mit der Besttafung* „Irrenden" vor. So wurde Sir Edward Malet, der g liehe Urheber des Krieges, mit dem Botschatterposten in und einem jährlichen Gehalt von 10 000 Pfd. Sterl. beM' un Sir Aukland Coloin mit 5000 Pfd. Sterl. jährlich alS W Mttmeer minister in Kalkutta; Eir Beauchamp Seymour erhielt � � daher r s»; fei! «">> die@o »W ÖErn" d Murns k. man l jfcn OueE die m die eroßarti ster »eerage und 20000 Pfd. Sterl. für seinen Verhängnis Jrrthum bandorden. Pfö. Sterl.>u> vjuu. iu,». wuit»»,»«>■>«» die Urheber solcher irrthiimlichen Kriege vor eine parlatftfj: rische Kommisfion gestellt und nach Kriegsrecht abgeunp" statt in obiger Weise„bestraft" würden? Kokales. Bekanntlich arbeitet man hier schon länger an*! Plane, eine deutsche nationale Gewerbeausstellung zu stalten.'Dieselbe ist vorläufig für daS Jahr 1888 in AaA genommen, und am Montag Abend fand in dem Bürg«? des Rathhauscs eine Versammlung von Kaufleuten und 5 * ir! M 6D( N-rricht ™ncn b dustriellen aus allen Theilen Deutschlands zur Beroth Gegenstandes statt. Herr Kommerzienrath Kühnemann W den Vorsitz und theilte einleitend mit, daß zu der am% tag im Konferenzzimmer der Aeltesten der Berliner Kaust? schaff stattgehabten Komitee> Sitzung eine große Anzap treter hochansehnlicher Firmen erschienen war. Aus' mitgetheilten Bericht über die bisherige Thätigkeit des tees geht hervor, daß der ursprüngliche Widerstand t industrieller Kreise mehr und mehr beseitigt ist, und& ein Plan fich immer größerer Sympathien im Kreise der Iigtcn erfreut. Sertens der Staatsreaierung ist dem durch den Etaatsminister v. Bötticher die Erklärung g(%« daß die Regierung einer internationalen Ausstellung neigt sei, dagegen einer deutsch nationalen Ausstellung% thisch gegenüberstehe. Es sei nun aber Sache der intens Kreise, durch eine lebhafte Agitation auch die noch differenten Kreise für das große Werk zu erwärmen. �$ Aeltesten-Kollegium der Berliner Kaufmannschaft hat y#1 kennenswerthester Weise für die Vorarbeiten 100 000 um das große Z-.el zu erreichen. Zum Schluß wurde Ä/ Resolution einstimmig angenommen:„Die heute im saal deS Aeltesten-Kollegiums der Berliner Kaufman� sammengctretene Konferenz deutscher Industrieller hat% Einstimmigkeit entschieden für die Veranstaltung der WW>W.. uf den Erpen j,/ erwünschte Impulse für unser ganzes wirthschafflich� � Als Jahr der Ausstellung ist, falls in Paris 1889 nationale oder größere nationale Ausstellung stattfin�F Jahre 1888 entschieden in Ausstcht zu nehmen. in Paris eine Ausstellung nicht stattfindet, so ist euy? Hinausschieben des deutschen Unternehmens nicht ausgg,■>, Wenn vielleicht ein Theil der deutschen Großindm�F einen unmittelbaren Gewinn von der Ausstellung rechnen kann, so darf man doch vom Patriotismus' p dieser Gewerbetreidenden erwarten, daß fie zum Bei ii- Wl Fme Ai 'm � bMich i Gesammtbcit und zur Ehre der nationalen Arbeit l*«1 j I' nehmen nichts fern bleiben werden. Dem RrichSkaw«�, wie dem Aeltesten-Kollegium der Berliner Kaufmai von diesem Beschlüsse Kenntniß zu geben."_ Berlins neuester Straßenumbau— die D« Wilder Kaiser Wilhelmstraße, die Anlage der Zentral- Ma I die Beseitigung der KönigSmauer und die Verbrerl und eS gefällt mir nicht, wenn ein Mann Eure« in den Kneipen mit Gold zahlt."„ � „Also der Wirth hat geplaudert?" Könnt, ja denken, daß Ihr an der Kneipe nicht vorv würdet!" b,( »So sanat doch nicht gleich in der erste» 0� an," bat die Kranke,„mein Bruder meint es Robert.. � «Bah, er gönnt mir nicht, daß ich �. w« er!",- ei P »Habt Zhr c« ehrlich verdient, dann gönn« von ganzem Herzen," erwiderte Siebel ernst!«j, Pf fürchte, Zhr setzt Eure Existenz auf« Spiel, wollte ich Euch warnen." »Warnt lieber Eure Frau!" „Meine Frau?"».«iffe»-«-s „Zawohl, ,ch glaub', fie hat kein gutes P Der Vagabund sah seinen Schwager eine �. an, dann ließ er sich auf einen Stuhl nieder. davon?" »Zch? Gar nichts! Habt Zhr Ferdmand Halm gekannt?" •tof1 ba ."ie w al. Hft» % kq» �-l. ! Ü: 6�% «b.�er „Rein." O>e ja** % vi Si W "t-t „Erinnert Zhr Euch noch, daß der Dok-or mordet�worden ist?�_ pf, »Natürlich! Da« geschah kurz vor m-m mnne Frau«rußte auch zum Untersuchunz«� petali' zeugen. »Und wa» zeugte fie?" „Das weiß ich nicht." „Sie war damals Wärterin bei der � Swckman», nicht wahr?" fragte der Schu«p�' „Ganz recht," nickie Siebel. t„ � «ach dem Mord ist er ausgewandert und «'cht A I "Zhr "Za/ % anWagH Beleid« mmlung n ZG tcgieawg 4 mÜIl Ül Fnedrichfira�t— hat allerlei ungeheuerliche MitlheU MaMj unM den Umfang der auS jener Gegend ausziehenden ANeeungsmengen hervorgerufen DaS„Grundeigenihum" einzelnen abgebrochenen oder abzubrechenden Häuser Familien in denselben zusammen und kommt zu dem «wrnsi. daß alle diese Veränderungen den Abbruch von zu- Lwmen 143 bebauten Grundstücken bedingten, in denen 815 Wimlttn mit 3603 Seelen Obdach hatten. Diese Zahl dürfte K noch um 80 bis 100 Seelen zu erhöhen sein, da ö-h x � an der Königsmauer, die bereits vor 1875 ab- in,,*?' �aher unbewohnt waren, zu dieser Zahl noch hin« G„, werden können. Rechnet man nun aber zu dieser r,,,7?iltwng auch noch diejenige hinzu, die durch den Erweite« im«?. öet Börse, dm Abbruch deS Joachimthalschen Gym- lon» K\ in der Heiligengeiststraße fich vollzogen hat, so lirf,lnJ?n �öchstms dm siebenten Theil der angeblich nach amt- " Ouellen festgestellten Zahl von 23 000 Einwohnern an« ■wen, dre aus dem Zentrum durch die angegebenen Straßen» z��ungm verdrängt werden. DaS genannte Blatt schließt: ift�ftrafcoibaulichm Veränderungen warfen schon seit über » ibre Schattm voraus und ihre Verschiebung schädigte Bewohner. Jedenfalls dilven fie die -«- e-r.-- t.l r fich f rochen �ntg«Z Birma f S« !»«>-»>: rö :n in •äifei erhielt» parlaw� abgeurV :.y-*« njit �t�uucu i L�ßet, desto mehr die«rwvy»«. Wte Umwälzung, welche Berlin jemals gesehen hat. großartige Anlage der Stadtbahn gerührte und vza"»«*-'*« Selbst und schädigte ----,——...„ L��rflet foroohl die Bewohner im Ganzen, als die Grund« bSui? Einzelnen, da fie nur vereinzelte Lückm in daS Är"6 und nicht so lange Zeit beanspruchte. Hoffen ttetVi».! nunmehr, daß die Umwälzungen recht bald vollendet ttlriAt'& dte Kaiser.Wilhelmstraße für alle eine Verkehrs« >» schaffe, und dadurch dazu beitrage, das Zentrum Kto»? und Industrie rasch neu aufblühen zu laffen. Die »».-«�neinde wird dm Lohn in einer vermehrtm Stmerkrast S'n, welche zur Tilgung der großen aufgewendeten daS Ihrige beitragm kann." >er an> "in� »fltf ti und machuN» NONN Pj am Sjj : Kau« Anzahl? Aus t deS md und der dem*2 ÄW '« och NM. fie i der m»m letzten Tagen allein in der l>tmen§t..... «rhiA�ftillatlonen eröffnet worden, die sämmtlich auf den der beim Bau der Straße dcschäftigtm Handwerker d» A-. cht mit eingerechnet ist in diese Zahl ein fliegen- dm,?wiler, der an der Ecke der KönigSmauer eine Bretter« W. chtet und mit dem Ausschank von Bier und SchnapS «Men hat. f1« Woll-Iäger. Die Entdeckungen deS Woll-ApostelS » Gustav Jäger, so schreibt daS„N. Wiener Tagbl.", eine immer eigenthümlichere Gestalt an, so daß man versucht fühlt, die von ihm herausgegebene Zeitschrift W."»e Art Witzblatt für Wolleträger anzusehen. Und dabei *e Sache immer unappetitlicher' wie daS enden soll, NeuestmS hat Herr Pro- Sympathie -"«"iw um, cuw,— Vorkommen Uqi,-.Sympathien hat wohl Niemand gezweifelt, doch hielt nicht alle Menschen für gmergt, zu Schafen in so Beziehungen zu treten. Herr Profeffor Jäger hat »uns*.?! daß daS Wollfett, auch„�ettschweiß" genannt, bei Nm&k? Wundm von heilsamer Wirkung sei, während es lldliinn,�,'«er Weise die Wunden von Pferdm heftig ver« ?ech in l„Diese Selbstarznei d«S EchafeS, welche zum Theil �»dlk-ii? Wollkleidung mthalten sei, hält er für einen Be« " Mit b-s? heilkräftigen EinfluffeS der Wollkleidung, indem ivck""öderer Genugthuung auf dm„spezifischm Schaf« �' ern mrf-, fritl< tilUch «-�»UgthUUNg uu|-v.. ift,i5t!den hinweist. Daß die Wollkleidung nach län- ,'Mach,"che riecht, ist eine ebenso unleugbare als lästige ?g"'Ich.A,wir wußten nur bisher nicht, daß die Träger der Ä der»..�formal. Wollkleidung just einen Schafgeruch um ? döffi*.?eiten, nehmm diese Eröffnung aber dankbar und 5$ der nh? schweigen zur Kenntniß. Charaktettstisch ist d°ilfett ni*? erwähnte Umstand, daß die Pferde das Schaf» ?unste w.ni"ertragen, die Normalmmschen aber, in diesem M P»-Mgstens, mehr auSzuhalten vermögen als ein Pferd. Aschen.. Aager crklätt dteS mit größerer Affinttät deS L% sich ,j?m Schafe. In dieser Hinfielt glauben wir aber, tohl l allgemeine Regel nicht aufstellm; es kommt hier- i.d°uptsachlich auf das betteffende menschliche Jndi- 19 ein'5;/| Nach alledem. waS Herr Jäger in letzter Zeit -ttfindaL le. und Heilmitteln für seine Normalmenschen em- 9Q(iW Ijaz u?,1' werden wir nicht irren, wenn wir oermuthen, daß Äfenbi!,?. Nu auS dem bekannten deutschen Märchen vom Slich geschöpft hat. Herr Profeffor Jäger könnte eS A Tnnm mn bnngm, daß ein künftiger Tacitus schriebe: % m.Mche„.i*. a,(,ffm zu ziehen pflegen, vollständig aufgewogm. Die ganz unae- wöhnliche und Hoffmtlich bei uns niemals wiederkehrende Re» klame, welche für die Sängettn gemacht wurde, die außeror« deutlich hohen Preise, welche Strakosch forder------- : kleiden fich in Wollgewänder, welche fie selten m.v'JWn- Die Männer verbreiten einen starken Schaf» iH? W cg�cken fich selbst, wenn fie Wunden haben. Sie Äw„ fauch von PflanzmblSttern von fich, welcher mit Hi.�Awängert ist und ihre Hellmittel würde ein Römer �"elhaft finden____" villethändler haben eine große und di* effi-Lnftion erhalten. Das erste Nilsson-Konzert hat Verlust von gegen 2500 biS 3000 Mark gebracht, 0en Nutzen, den fie sonst auS einem ganzen Monat � vor einigen Tagen zurück. Jene« Mordes & ist er gleich«ach seiner Rückkehr verhaftet � Ii' � jetzt sitzt er im Untersuchungsarrest." Meifi n" was hat meine Frau damit zu schassm?" fragte 'N Alles," versetzte sie,„es ist ja«ichtS .At» er wird schweigen, schon meinetwegen." ich'« thue, dann geschieht'S darum, daß er $ son Verdacht auf mich wirft," erwiderte Schmalz, K, glauben, daß e» unehrlich verdiente« Geld ser. «m Unrecht darin�wenn ich einem Gefangenen Polizei; fie besteht au« dem-----.-------„ meinen Sicherheitsabtheilung, dem Leichen-Kommissariat und der Redaktion deS Zentral- Polizeiblattes und Polizeiberichts. Abgezweigt als selbstftär.dige Unterabtheilung ist das Bureau für Sittenpolizei, Mühlendamm 31a. Die 5. Abtheilung, Poststr. 16, fertigt die Pässe, Paßkarten, Leichenpässe, Heimath« scheine, Gefindebücher, Führungsatteste jc. auS, hat die persönlichen Verhältnisse Neuanzieyender zu eröttern und die Ge- sindeslreitigkeiten zu schlichten. Zu ihr gehört auch das Fund« bureau und als besondere Unterabtheilung ist das Einwohner« Meldeamt abgezweigt. Die 6. Abtheilung endlich ist die für Uebertretungen, Molkenmartt 3, welche die Festsetzung der Poltzeistrafen und alle Requifitionen anderer Behörden in diesen Angelegenheiten zu erledigen hat. Neben diesen Ab ) Heilungen bestehen noch einige sogenannte Fachhauptmann schaften oder Kommissariate und zwar: 1) das Kommissariat für Straßen- und Beleuchtungssachen, für Militär- und Gnaden fachen, Spandauer Straße Nr. 13/14; 2) das Kommissariat für Markt- und Gewerbesachen, Louisen-Ufer 2B;.3) das Bureau für da? öffentliche Fuhrwesen, Lindensttaße 43, und 4) da« Schifffahrts-Bureau, Probststraße 8. AlleS in Allem zählt da« Polizeipräfidium gegenwärtig mehr als 5000 Beamte und ist die größte Behörde von ganz Deutschland. Ein Ouiproquo mit„Lustsvielmotiv" ereignete fich an einem der jüngsten Abende auf dem Vorplatze des Viktoria» Theaters. Personen: Der polnische Ingenieur D. und der GutSbefitzer M. nebst Gemahlin. Der letztere, ein neugebackener Ehemann, der fich mit seiner jungen Frau vorübergehend in Berlin aufhält, hatte am fraglichen Abende mit seiner an« muthigen Gattin die Messalina- Vorstellung im genannten Theater besucht. DaS auffallend hübsche Paar hatte zwei sehr vorth eilhaft gelegene Parguetfitze inne und schien fich vottrefflich zu unterhalten; nur Eins störte die junge Frau: fie wurde unverwandt von einem blonden jungen Manne gemustert, der zwei Reihen vor der ihttgen einen Platz inne hatte. Die Dame fühlte fich dadurch so genitt, daß fie ihre Wahrnehmung ihrem Gatten mittheilte, dem indeß während der Vorstellung die Gelegenheit mangelte, den betreffenden Herrn auf daS Unpassende seines Benehmens aufmerksam zu machen. Nach Schluß des Theaters, al« das Paar den von Menschen und Gefährten vollen Vorplatz betrat, glaubte plötzlich die Dome „ihren Attentäter" zu erblicken und mit den Wotten:„Karl, da ist er!" machte fie ihren Gatten auf den jungen Mann aufmerksam. Empö-t riß fich dieser von dem Arm seiner Frau los. schtttt auf den Bezeichneten zu. und ohne lange Ein« leitung. sein Vorgehen nur durch die Motte kommentirend: „Sie pöbelhafter Bursche— das hier für das Benehmen gegen meine Frau!" verabreichte er demselben eine laut schallende Ohrfeige. Noch ehe aber der Angegriffene ob der Schnelligkeit der Exekution zu fich kommen konnte, um nach der Ursache deS so auffälligen Benehmens zu fragen, war die junge Frau hinzugesprungen.„Um Himmrlswillen, Karl, das ist ja nickt der rechte!" Die Ohrfeige war also an eine falsche Adresse gerathen. Der schlagfettige Gutsbefitzer wollte nunmehr seinen Jrtthum aufklären und um Entschuldigung bitten, erhielt aber von seinem Gegenüber al« Aequivalent ebenfalls eine Ohrfeige, die von den ironischen Wotten begleitet war:„So— ich irre mich aber nicht!" Die Szene wurde turbulent— die Herren wechselten ihre Kotten, aber schließlich wurde in einem nahe gelegenen Restaurant, wohin man vor der Menge ge- flüchtet war, auf inniges Bitten der Anstiftettn die Sache gütlich beigelegt. r. Ei« Wechselprotest. Auf der Straße hält eine Droschke erster Klasse, derselben entsteigt ein Herr, in der Hand ein kleines Portefeuille haltend; er blickt nach der nächsten Hausnummer und geht dann noch einige Häuser weiter in in einen Eisenladen. Hier ficht er fich einen Augenblick auf- merlsam um; es find mehrere Käufer in dem Laden. Auf die Frage nach dem Begehr des Eingetretenen bittet dieser, den Prinzipal sprechen zu können. Derselbe erscheint sogleich und der Fremde fragt nun nach einem eisernen Ofen, nachdem et fich überzeugt, daß ein solcher in dem Laden nicht vorhanden ist. Der Prinzipal bittet darauf den Fremden, in einen Neben» räum zu treten, um die dott aufgestellten Oefcn zu befichtigen. Hier find die Beiden allein und mit einem diskreten Lächeln holt der Herr Rechtsanwalt, denn ein solcher ist der fremde Herr, das verhängnißvolle Papierchen hervor. Der Prinzipal verspricht, die Angelegenheit so bald als möglich zu reguliren und mit eine: völlig zufriedengestellten Miene macht fich der Herr Anwalt eine kurze Notiz und verläßt bald darauf das Geschäftslokal, aber nicht, ohne im Laden und in Gegenwart der Käufer laut dem Geschäftsinhaber zu verfichern, daß er wegen deS„eisernen Ofens" ein ander mal mit vorkommen werde.— Nach einigen Tagen löst der Eisenhändler den pro- testirten Wechsel ein und neugiettg las er die Protesturtunde; aber da standfsehr stocken:„Akzeptant erklärte, die Angelegenheit so bald als möglich reguliren zu wollen"; von dem eisernen Ofen kein Wort. Trotzdem preist der Eisenhändler den be- treffenden Anwalt als einen„tüchtigen Mann" und empfiehlt ihn jedem, der ihn um einen Rechrsbeistand fragt, und solche Fragen kommen bei Geschäftsleuten häufig vor. So belohnt fich ein rückfichtsvolles Verfahren und wenn es auch nur mit einem„eisernen Ofen" geübt wird. r. Die Einfriedigung unserer Wafserliiufe ist eine sehr mangelhafte und gewährt keineswegs den für unseren lebhaften Straßenoerkehr eri orderlichen Schutz. Die eiserne Einfnediaung lockt spielende Kinder an, die sehr leicht durch den breiten Raum zwischen den Eisenstäben hindurch und ins Waffer fallen und solche Unfälle oasfiren täglich und in allen Theiten der Stadt, und ab und zu giebt auch der Polizeibencht von ihnen Kunde. Noch schlimmer aber liegen die Dinge an den Ufettreppen und Ausladestellen, wo die Einfriedigung zeitweilig fottgenommen ,"i" 1 wird und dann längere Zeit Tag und Nacht fehlt. Bei den ohne» „ih. 1 hin schlecht erleuchteten Ufern find Unglücksfälle unter solchen 1 Verhältnissen kaum zu vermeiden. Beispielsweise möge aüfdie 1 Treppe am Schiffdauerdamm nahe der Weidendammer Brücke hingewiesen sein, die hier, wo alle Abend ein großer Menschen- ström aus dem Zirkus Renz fich aufstaut, mit ihrem unver- schlossenen Eingange leicht gefährlich werden kann. Ein nngefundenes Pferd, ein stattlicher FuchS, ist dieser Tage hier von AmtSwegen meistbietend verkauft worden, weil fich der Eigenthümer nicht gemeldet hatte. Das Thier hatte in der Auktion einige hundert Mark gebracht, die einstweilen deponitt find und f. Z. dem„ehrlichen Finder" zugesprochen werden müssen, falls fich der rechtmäßige Eigenthümer nickt noch nachträglich meldet. Daß Jemand ein Pferd ver- liert und diesen Verlust nicht wahrnimmt oder nicht zur An« zeige bringt, das dürfte denn doch„noch nicht dagewesen" sein. zögerte, er sah die Kranke Rath fragen wollte, sie nickte an, ihm al« er- auch nicht ge- 2? der vornehme Herr zeigte niir ein Goldstück, ufc Bi*.e �'°der hungerten. Zhr kennt da« "tet.1«' wie'« einem zu Muthe ist, wenn nicht, da« Herz Na. if? «a, nur weiter im Text!" Hab' ihm den Brief gebracht, und der Ge« Mb mir al« Antwott einen Zettel, von dem verstand. Aber ich la« den Namen Eurer dem Zettel, Margarethe Burg, und in der "Weiter, weiter!" drängte Trebel. 'Na. weiter weiß ich nicht«," sagte der Schließer "Mat Zhr den vornehmen Herrn?" "rtein." "Ä" wißt nicht einmal seinen Namen?" «'" % ÄÄ'ÄÄÄ"'$ " satt ich wieder einen Brief empfangen "Von dem Herrn?" V,'�«rn erlaubt mir, daß ich Euch begleite, sagie�N zqM�und erreat.------ ""»llercht! daß>ch dem Geheimmß kenne ich den Herrn. E« ist meiner Frau näher bin, al» ich glaube; ich sag' Euch noch einmal, ich will und muß e» erforschen." „Ich muß allein kommen," erwidette der Schließer köpf- schüttelnd. „Da« könnt Ihr auch, ich halte mich in der Nähe ver- steckt. E« kann ein gefährliches Grheimniß fein, Schwager, und wenn Zhr darein verwickelt würdet, so wär'« mit Euch ' Matthäi am Letzten! Ihr wißt nicht, in welchen Händen Zhr seid, heute verlangt man nur PostillonSdienste von Euch, morgen fordert man, Zhr sollet den Gefangenen in Freiheit setzen, und „DaS werde ich nicht thun!" „Alle« gut gesagt, Schwager, aber wenn Euch der Daumen auf die Kehle gesetzt wird, dann Hilst kein Maul- spitzen mehr, et muß gepfiffen werden. Und dann kann e« Euch nur angenehm sein, wenn ich Euch zur Seite stehe; wo eine ZimmermannSfaust hinfällt, da wächst kein Gras mehr." Die kranke Frau blickte ihren Mann besorgt an. „Ich glaube, Hugo hat Recht," sagte sie.„So weit | hatte ich noch nicht gedacht, jetzt werde ich ängstlich." Der Schließer schüttelte noch immer den Kopf, aber er schien jetzt doch schon geneigter zu sein, dem Vorschlag nach- zugeben. „Ich glanbe nicht, daß Zhr den Herrn kennt," sagte er. , Könnt Ihr ihn mir beschreiben?" „Ein großer schlanker Mann, sieht au«, al« wenn er Offizier gewesen wäre. Schwarzer Schnurrbart und glühende Augen, mageres Geficht, ohne Farbe, sehr vornehm gekleidet—" „Jetzt kenne ich ihn schon," sagte Siebel hastig.„Es muß der Guttbefitzer Rabe sein, der Bruder der Generalin von Stuckmann!" „Und was hat der damit zu schaffen? „Ja, das weiß ich jetzt noch nicht aber ich denke, wir werden t« erfahren! Nehmt Euch vor dem Manne in Acht, Schwager, seinetwegen hat mein Weib mich unglücklich ge- macht. Wie da« Alles zusammenhängt und mit einander verkettet ist, darüber Hab' ich früher schon nachgedacht, ohne eS erforschen zu können." „Und was hat der Bruder der Generalin mit dem Ge- fangen en—" „Wir wollen uns darüber den Kopf jetzt nicht zer- brechen," fuhr Siebel fort,„wenn wir die Augen offen halten, bekommen wir'S heraus und sind wir nachher Die« jenigen, die ihnen den Daumen auf die Kehle setzen!" „Wie meint Ihr daS, Schwager?" fragte der Schließer, auS seinem Hinbrüten aufblickend. „Na, wenn wir die Geheimnisse kennen, stellen wir unsere Bedingungen, das ist doch sehr einfach. Und was wir daran« gewinnen, ist ehrlich erworben. Vielleicht ist es soviel, daß ich einen Holzhandel beginnen kann, dann sind wir Alle geborgen." „Aber Eure Frau käme in's Unglück!" „Wa« liegt mir an ihr! Hat sie in solche faule Ge» schichten sich eingelassen, mag sie auch sehen, wie sie heran» kommt." Der Schließer und dessen Frau fanden gegen diese Anschauung nicht« einzuwenden. Früher schon hatte die Schwester steiS auf der Seite ihre! Bruders gestanden, und die Abneigung gegen die Schnägecin wurde durch de» Stolz der letzteren gesteigert. Der armen und vom Unglück heimgesuchten Frau de» Schließer« mußte e« ja mißfallen, daß die Schwägerin so sorglos in den Tag hineinlebte und stets in eleganter Toilette.ging, und die kalte Zurückhaltung, welche Frau Siebel ihr gegenüber beobachiete, war auch nicht geeignet, ein freundlichere» Verhältniß anzubahnen. Robert Schmalz iheilie b'greiflicher Weise die Ansicht seiner Frau, und so waren die Beiden nur allzu gerne bereit, Siebel in Allem, was er gegen die ehe- malige Wärterin unternehmen wollte, zu unterstützen. Ueberdie« waren die Warnungen Siebel'S auf eine» ftuchtbaren Boden gefallen; der Schließer dachte jetzt selbst mit ernfier Besorgniß an die möglichen Folgen seiner Pflichtverletzung, und auch ihm lag viel daran, über de» Herrn, der ihn zu dieser Pflichtverletzung verleitet hatte, etwa« Nähere» zu erfahren. (Fortsetzung folgt.) g «5 O I Zo ♦ e s- <3 im l\\ i u Q I i Ä s Ä I I k K o o Ci CO CO L cf i o I Ä 5& 'Cö I I I 8 1 I Die SIMM- md StmmfmaM ObÄ oon „ Theodor Fricke,... Berlin SO, m Oranienstratze 174 174 Oranienftratze 174 empfiehlt zu festen Preisen: Wollene Herren-Westen. Preis für 1 Stlick 3,50, 4,00, 4,50, 5 50, 6,00, extra feine Qualität bis 10,00, 12,00 Mk. Gesnndheits-Hemden. In Sommer. Vigogne a 75 Pf.. 1,00, 1.25 1.50, 175 Ml. Schweiß- remden- 1,75, 2,00, 2,25, 2 50, 2,75. dito extra schwer a 2,50, 2,75, 8,00, 3,25, 3,50. Herren UuterbeinKleider. Baumwollene a 60, 80 Pf,. 1,00, 1,25, 1,50, 1,75. Schweiß-Hosen a 1,75, 2,00, 2 25, 2,50, 3,00. dito extra schwer a 2,25, 2,75, 3,25, 3,75. Wollene Tailleu Tücher. Damen- und Kmder-Caootten. F«d«l: schwarz, n�iß. bordeaux. grenat, marine«. göt Kinder a Stück 25. 50 75, 1,00, 1,25, 150. % Stück 3,00, 3,50, 4,00, 5,50, 6,50, 7,50 Ml., Damen a„ 1,50, 1,75, 2,00, 2,25, 2,50. 3,00. Tricot-Taillm in allen Farben, mit Fächer- Schooß. a Stück 3,50, 4,00, 4,50, 5,00, 6,00, do. mit eingewirktem Futter 6,50, 7,00, 8,00, 6,50. wollene gehäkelte Aiuder-Lleidche». a Stück 2,60, 3,50, 4,00, 4,50, 5,00, 6,50, 6,00. Dinder-Tricots. vamuvollene a Stück 80, 90, 1,00, 1,10, 1,20«. ::%%%'% K, S t K v r i s u I' im tt, Damen-«ud Kinder-Weste«. *. b«ah Sm, W, 9k,b, mn w* BUI.g ta sw_-- Beilage zum Berliner BoMblatt. % 266, Freitag, de« 13, November 1883. IL Jahrg. WsMum. � d«r Literatur übet diesen Gegenstand zusammengestellt. II. v�-Jstdie Vivisektion nützlick? Es wird immer Aroße Nutzen des Thierversuchs für die Heilkunde, den Ukiricht und die reine Forschung behauptet. Demgegenüber «lim stch sehr bemerken swerthe Stimmen vernehmen, welche «em geringen Nutzen, ja von der Nutzlofigkeit der Vivi- sprechen. DaS Anführen von Autoritäten verschafft M M�ung leichter Gehör; darum wollen wir einige Aus- Wübe bekannter Männer anführen. Der berühmte Professor Niemeyer sagt in der Vorrede zur 7. Auflage r1'8 Handbuchs der pranischen Medizin, die Thierver« '77* mit Medikamenten seien trotz ihres ?.)',ins,chaftlich en WertheS ganz unfruchtbar k'�lreben für die Behandlung von Krank- "Uen und im Großen und Ganzen feien die Aerzte heute 5? Krankenbett um kein Haar beffer gewaffnet, als fie es vor fahren schon waren.— Auch Professor Waldenburg N°brt fich bei Besprechung der nenen Pharmakopoe(Berl. Wochenschrift 1881, Nr. 2) gegen die Folgerungen aus M�erimenten. Er sagt:„Wie weit ist gerade Toierexperiment davon entfernt, in „/■i! Beziehung maßgebend zu sein! Denn ,"wie viel verschied enen Kräften haben wir g.�icht in der thierischen und Vkvmie zu thun."— Wir "''_ aus aus . v""ö***. o-"■■■■'i> noch die Giftigkeit. Heilkraft—---------- �ri'ttnz für die menschliche Therapie. Dr. Grysanowsti t? kine kleine Zusammenstellung der widersprechenden Wir- r«Dpium verursacht Starrkrampf in Fröschen. Dagegkn S? Enten, Tauben, Hühner kaum mit Opium tödten. Hühner vertragen zehn mal größere Dosen von ll«?�,n als andere Vögel.(Reichert. Acch. b. Anal. S. 630.) erschweinchm und Affen vertragen große menschlichen können bei einer neuen der Retorte oder von ibren Wirkungen auf keine Echlüffe ziehen und Dofirung der KL��weinchm und Affen vcnragen groxe Dosen davon. ?ledia, können große, Kaninchen und Tauben geiiz � 8*-of,n von Belladonna verzehren. Mäuse, Ziegen, fressen Schierling; Pcterstlie ist tödtlichcs Gift AT S'Ä �dern an- r' olren vertragen, Eisal>?»„°slen: Jede an Thieren gemachte pharmakologische «edn�D lür die menschliche Therapie absolut werthlos; Listigkeit noch die Heilkraft, noch die Dofirung einer der durch Versuche an Thieren ermittelt werden: ja *1 den«!? wichet Versuche ist geradezu ein negativer, weil sie „. �gefährlichsten Fehlschlüssen verlocken."— bs&i■........... den Werth der- Vivisektion .7. her weltberühmte Professor «hrbuch dcr Anatomie, Wien als Unterrichtsmittel H y r t l in Wien in 1881, 15. Auflage rssür hi. vi,—-----. ptim j l'tll"ia praktischer Aerzte, und diese ist doch der �eck tnehiiiTiHrf pr Studien, könnte es nur ersprießlich >»!>"""— gesehen wird, können die %Wi. nfi"chl" der Vivisekanten auch am frisch getödteten 0a glaubt, an wochenlange zu Tode gemarterten noos für die Wissenschaft finden zu können, der thue «?*b» sÄ?''�en leinen vier Wänden. In den Schulen die r öffentlich mit Atrozitäten zu unterhalten, deren & J?.'0 oft kontradiktorisch ausfallen, sollte gesetzlich ver- S&limf y- r�08 göttliche Amt deö Arztei legt ihm die ch m u''.. dieses Verbot mit allem Nackdruck zu fordern. wie der Professor einer auf üT'l. or-ies«sei 001 mu ui ü?Art uß.mit ansehen kann, w------------- .1 gebundenen Hündin die Jungen herausschneidet Ä»S k,"od) dem andern der Mutter hinhält, welche fie lo».- Isdl und fich in ein Stück Holz wüthend verbeißt, ein Echinderknecht aber kein Arzt werden."— Jas Dimcotiilix». (Modern indische» Eisenbahnidyll.) ».(Schluß.) Im � Dame machte eine abwehrende Bewegung, doch Ajax %tfi"'ch4 stören in der AuSpackung der in dem Korbe tz�opelten Schätze. Es kamen nach und nach zum : eine Gänseleber-Pastete, ein feiner franzöftscher »är„ und eine Flasche Champagner. Mr. Dribble bengalischen Zivildienst, daher ein Freund guten "�ie sind wahrhaftig sehr gütig, allein.. 'W?' bitte, Sie müssen davon nehme«; Sie sehen ja . schwach aus!" »rite y/«rgument konnte sie nicht widerstehen. Ajax ent- %übs. k �hampagnerflasche und reichte ihr ein Glas des an" Weines. �"ff-iL�be Papa sagen, wenn er mich jetzt sähe!" % �chelnd. "fvV*'st Papa?" fragte Ajax schüchtern. "yn-Ä Kmglake von der Zugpooree-Reiterei." Uey'�st'ch? Ich kenne ihn nicht, den» ich gehe zum «ie e"ach Zugpooree.... ein neues Amt, wisse« Si.'{'n Stückchen Pastete? Einen Bissen!" .„sg.i�Jfchfb«och einen Bissen Pastete. wie» n,, Slutter— unser Pensionat in Putney— »„Ein. 6«ute Pasteten." Dax Nnd jütisches Gabelfrühstück, nicht wahr?" bemerkte Na*k ab, um ei» GlaS Wein auf �chdarrn Wohl zu leeren Haou �.�blcho�ugen er hat und was für abscheu- obaebnir». ��5 stp'»aber mit Aurolinetinktur kann Sie w a'"�den." jn..Wir halt« es geholfen. . �..h"5� es.... aber mein Gott, was ist Ter 1881 in London versammelte Kongreß englischer Tbierärzte hat einstimmig folgende Resolution angenommen: „Die Thierärzte dieses Landes nehmen allgemein an, daß so- wohl in theoretischer wie in praktischer Beziehung ihr Beruf nach allen Richtungen bin am todten Körper gelehrt und stu- dirt werden kann, und fie vernehmen mit tiefstem Bedauern, daß die Schüler auf dem Kontinente innerhalb ihrer Studien- zeit praktische Versuche an lebenden Thieren machen. Dieser nationale Kongreß ist fest davon überzeugt, daß dergleichen Operationen ebenso grausam find als überflüsfig für die Wissenschaft und die technische Fertigkeit. Seine Mitglieder bitten und flehen ihre Kollegen im Ausland auf das dringendste an. angefichts des ausreichenden Nutzens, den Operationen an Leichnamen, wie es die Erfahrung in unserm Lande zeigt, ge- währen, ihre bisherige grausame Praxis in Zukunft aufgeben zu wollen." Hebet den Werth der Vivisektion als Mittel der Forschung sagt H. L 0 tz e, der berühmte Verfasser des Mikrokosmos, in der Voncde zur medizin. Psychologie:„I ch habe heimlich läng st die statistische Bemerkung gemacht, daß die aro ß en p 0 sitiv en Entd eckun g e n der exak- tenPhysiologie eine durchschnittlicheLebens- dauer von etwa vierJahren habe n."— Vergleichen wir dm Tbierköiper mit einem künstlichen Uhrwerk, so ist ohne Weiteres klar, daß man zu leinen ficheren Entdeckungen gc- langen kann, wenn man roh in das feine Räderwerk hinein- greift. Ter gesammte thierische Organismus ist eine höchst komplizirte und durchaus einheitliche Maschinerie, derm zahl- reiche Theilchen mit der größten Genauigkeit zu und in ein- ande- paffen. Wird nun eines der Theilchen gewaltsam in seiner Verrichtung gestört oder gar aus der Maschine heraus- genommen, so muß selbstverständlich dadurch im ganzen Apparate die größte Unordnung hervorgerufen werden. Ein verstümmelter, gestörter und aus seinem normalen und einhett- lichen Zusammenhang gebrachter Organismus ist eben deshalb kein Organismus mehr, an dem phyfiologtsche Gesetze studirt werden können. Darum widersprechen fich auch die Be- obachtungm der Vivisektorcn. Der berühmte Vivisektor Pro- fessor Goltz in Straßbura sagt z. B. über ein Buch seines nicht minder berühmten Berliner Kollegen Münk:„Da ich erfahren habe, daß die abenteuerlrchen Lehren(über Gehirn- Phyfiologie) des Professor Münk Ansehen genießen, in populärm Mittheilungen und in Lehrbüchern Verbreitung finden uad Verwirrung in den Köpfen anrichten, so halte ich- es für nützlich, einige � Punkte des Munt'schen Buches zu besprechen."(Goltz: lieber die Ver- richtungen des Großhirns. Bonn 1881.) Freilich bleibt ihm Herr Münk diesen Vorwurf nicht schuldig und nennt einen mit seinen(Münks) Arbeiten fich beschäftigend. n Artikel von Goltz einen„häßlichen Brei."(Siehe Münk: Uebir die Funktionen der Großhirnrinde S. 95.) Aus S. 10 desselben Buches spricht Münk der Goltz'schen Untersuchungsmethode (Ausspülen von Gehirntheilen durch heißes Wasser) jeden wissenschaftlichen und praktischen Werth ab. Weiler finden wir in diesem Buche Münks, daß er auf S. 2 auch die Gehirn- Experimente des berühmten Flourens für unzureichend, unge- nau und zu falschen Schlüssen führend erklärt, die durch patbologische Erfahrungen nicht bestätigt würden; auf S. 5 weist er nach, daß Carville, Duret und Soltmann in ihren Gehirnversuchen fich gegenseitig widerlegen, und S. 7kritifirt er die hauptsächlich an Affen verübten Gehirnverstümmelungen des renommirten engl. Vivisektors Ferrier(der auch seinerseits in seinem Buche über die ewigen Widersprüche zwischen seinen speziellen Fachgenoffen fich bitter beklagt), worüber er sagt: „Roh war operirt, roh beobachtet, roh geschlossen. So stellten diese Versuche nichts anderes dar als schlecht zurecht gemachte Belege vorgefaßter Meinungen." Einer ver bedeutendsten Phyfiologen und ersten Opera« teure von England. Dr. LawsonTait, Chef- Operateur am Birminghamer Frauen- Hospital, faßt sein Urtheil dahin zusammen: „Ich stehe nicht an zu behaupten, daßdie Beibehaltung dieser grausamen Untersu- chungs> Met Hove— der Vivisektion— den wahren Fortschritt in Physiologie, Patholo- Sie, praktischer Medizin und Chirurgie auf- ält und daß, würde sie gründlichunterdrückt, dasResultat hiervon ganz bestimmt das Er- Ein heftiger Stoß hatte sie ihrem Reisegefährten bei- nahe in die Arme geworfen, der darüber so erschrak, daß ihm die Weinflasche entfiel. Zugleich war die Schiebethür mit einem Krach zugeflogen. Der Train war über einen Riesenochsen gestolpert, der auf den Schienen Siesta hielt. Die Maschine und ein Waggon waren entgleist, sonst aber kein Unglück geschehen. Das Zugpersonal bemühte fich, die erschreckten Passagiere zu beruhigen. „Um HrmmelSwillen, der Schaffner wird kommen, und ich bin verloren, wenn er uns beisammen findet!" rief Miß Kinglake. „Aengstizen Sie fich nicht, Fcäulein," stammelte er, „ich eile in mein Koupee." Er wollte eilen, aber er konnte es nicht. Die vermaledeite Schiebethür war so fest ins Schloß gefallen, daß alle Versuche, fie aufzuschließen, vergeblich blieben.. „Er ist da, der Schaffner, er kommt herem!..." schrie die M ß voll Entsetze«.„Verstecken Sie fich.... rasch... unter den Sitz!" Mr. Dribble gehorchte ohne Sträuben. Er kroch unter die Sitzbank, wo er seit Jahrzehnten angesammelte Staubmaffen in Aufruhr brachte und die dickste« Spinn- gewebe barbarisch zerstörte. Es war die höchste Zeit ge- * hörte, wie der Schaffner zu der jungen Dame be- ruhigende Worte sprach; es sei nur ei« Ochse gewesen und der Zug werde sich sofort wieder in Bewegung setzen. Was auch geschah. Langsam kam Ajax' verstörte« Antlitz wieder zum Vor- schein. Infolge seiner zusammengekauerten Lage hatte ihn ein Wadevkrampf eifaßt. „Darf ich hervor?" fragte er furchtsam. „Nein! Auf keinen Fall! Zch hasse, ich verabscheue Sie!" Und ihr haßerfüllter Blick bestättgte die Wahrheit dieser Exklamation., „Was habe ich denn gethan?" rref er, voll Staune« über die Unbeständigkeit de» weiblichen Geschöpf«. Was habe» Sie nicht gethan? Was hätte der forschen und die Auffindung weit besserer und viel sicherer Entdeckungsmittel sein würde. Deshalb auf ihre Fortsetzung zu dringen, weil fie im 17. Jahrhundert nützlich gewesen sein soll, ist gerade so vernünftig, als zu verlangen, der Astronom sollte zu dm plum- pen Werkzeugen zurückgreifen, mit welchen Huyghens zuerst seine Linsen schliff. Wenn das Verlangen, mittelst der Folter die Wahrheit zu erfahren, gelegentlich Erfolg hatte, so schlug es zweifelsohne als Methode fehl und führte den Unter- suchungsrichter in die Irre. So ist es auch mit der Vivisektion als Forschungsmethode gewesen, immer hat fie die, welche fich ihrer bedienten, zu falschen Schlüssen geführt und die Berichte starren von Beispielen, in welchen nicht allein die Thiere nutz» los gemartert wurden, sondern auch Menschenleben dem Irr» lichte der Vivisektion zum Opfer fielen." (Lawson Tait: Die Nutzlosigkeit der Vivisektion als einer wissenschaftlichen Forschungsmeihode.)— Solche Aeußerungen von gelehrten Fachmännern könnten wir noch viele zitiren. Kommunales. Etadtverordneten-Versnmmlung. Sitzung vom Donner st ag, den 12. November. Der Vorsteher der Versammlung. Herr Dr. Straßmann, eröffnet die Versammlung um 5V» Uhr mit geschäftlichen Mit« theilungcn. Der wiedergewählte Stadtschulrath Herr Dr. Bertram nimmt seine Wahl dankend an. Nack Eintritt in die Tagesordnung werden eine Anzahl Naturalisationsgesuche geschäfrsordnungsmäßig erledigt. Verkauf des zwischen den Grund st ücken Klosterstraße 80/82 und der neuen Bauflucht der Neuen Friedrichstraße belegenen Terrains an die Gebrüder Simon. (Herr Simon ist Stadtverordneter.) Etadtv. Talke beantragt, die Vorlage einem Ausschuß von 10 Mitgliedern zur Vorberathung zu überweisen. Es handle fich um den Verkauf eines Grundstückes an einen Kollegen. Wenn man auch der Ueberzeugung sein könne, daß aus d-m Grundstücke fich nicht mehr(als 250000 M) werde herausschlagen lassen, so sei man doch den Verleumdungen gegen» über, mit denen in ähnlichen Fällen die Versammlung bedacht worden sei, im Interesse des Käufers und Verkäufers zu einer Ausschußberatbung verpflichtet. Siadtv. Dr. Kürten ersucht, die Ausschußberathung ab- zulehnen und die Angelegenheit sofort zu erledigen. Die Sache eigne fich mehr, in össenllicker als in geheimer Berathung ver- handelt zu werden. Die Stadtve>ordnetenversammlung könne dem Kollegen Simon nur Dank wissen, daß er durch sein Kauf» gebot die Verwaltung aus einer Verlegenheit gerettet habe. Wenn Kollege Simon nicht Mitglied der Versammlung wäre» würde er an den Kauf gar nicht gedacht haben. Sein Bruder habe überhaupt nicht eingewilligt, für das Grundstück mehr als 200000 M. zu zahlen; Kollege Simon habe deshalb er» klärt, 50000 M. auf sein Konto allein zu übernehmen. Stadto. Salge schließt fich diesen Ausführungen an. Stadtv. Singer: Nickt jedes Mitglied der Bersamm- lung ist in der angenehmen Lage, so genau über die Interna einer Vorlage informirt zu sein, als Herr Dr. Kürten. Nach meiner Auffassung würde die Stadiverord- neten- Versammlung nicht gut daran thun, wenn ste von dem alten Usus abweichen würde, Grundstücks» kaufe und-Verkäufe in Ausschüssen vorzuberathen. WaS Kollege Dr. Kürten wünscht, daß die Angelegenheit öffentlich behandelt würde, ist gar nicht ausgeschlossen, wenn wir, nach» dem der Ausschuß vorberathen, öffentlich die Sache erledigen. Aber es muß denjenigen Kollegen Rechnung getragen werden, die in der ficheren Erwartung, daß Ausschußberathung beschlossen werde, in den wenigen Tagen, seit fie in den Befitz der Vor« läge find, fich nickt die Zeit genommen haben, fich persönlich von den in Betracht zu ziehenden Verhällniffen zu überzeugen. Die Sache hat durchaus nicht so wrchtbare Eile. Bisher war es bei der hohen Wichtigkeit von Grundstücksverkäu'en gebrauch« lich. alle Gesichtspunkte genau zu erwägen. Da bei der Fest- setzung des Verkaufspreises ein Fensterrecht, das die Gebrüder Simon besitzen, in Bettacht gekommen ist und die Begründung in der Magisttatsvorlage nicht erschöpfend genug ist, so glaube ich, daß grade die Leute, welche die Angelegenheit sofort hier erledigt wissen wollen, dem Kollegen Simo> am wenigsten Schaffner sich denken müssen, wenn er fie hier im Damen» koupee entdeckt hätte!" „Er hat mich aber nicht entdeckt!" plaidirte Ajax pfiffig. „Still! Kein Wort weiter! Gehen Sie zurück in Ihr Koupee, durch'S Fenster, wenn'« nicht anders möglich ist." Dabei schüttelte sie ärgerlich das Köpfchen. „Sind Sie wirklich so erzürnt über mich?" flehte der bengalische Zivildienstbeamte auf Kaieen und Händen endlich hervorkriechend.„O, Verzeihung!" „Niemals, und lebte ich auch tausend Jahre!" war die Antwort. „Theure Miß Kinglake, theuerste Miß Kinglake—" Er sah zu komisch au«, dieser Richter von Jugpooree auf seinen Kniee« uad Händen, daß die Miß nicht ander» konnte, als laut über ihn zu lachen. .Schauen Sie, daß Sie die Thür wieder öffnen, da» ist jetzt das wichtigste. Merken Sie fich, wenn man Sie hier bei mir erwischt, so erhebe ich ei» fürchterliche« Geschrei und erkläre Sie für einen Attentäter!" Traurigen Blicke« kehrte Ajax sich der verrätherische« Schiebethüre zu und bemüht« sich, sie zu öffnen. Sie half ihm mit einer silberne« Gabel. Doch ihre Bemühungen waren vergeblich. „Wir sind gefangen wie Mäuse in der Falle," sagte er. „Daun bleib» Ihne» nicht« übrig, als in den Arrest zu wandern." Ein Richter im Arrest I Ein Schauer erfaßte Ajax bei dem Gedanken. „Sie können ja angeben, ich sei ihr Mann," sagte er einschmeichelnd. „Ich ziehe e« vor, anzugebe«, daß Sie ei« Räuber sind," antwortete fie surkastifch;„da« wird denselben Dienst thun." „Aber ich liebe Sie," flehte Ajax;„ich liebe Sie... seit... seit dem Augenblicke, da Sie die Thür mit Ihrem Strum—" Die Miß wurde so roth wie ihre« Bewunderer« Haar. Rasch entriß sie ihm die Hand, die er voll Feuer ergriffe» hatte. einen Dienst erwiesen haben. Im eigenen Interesse des Kot« legen ist es nothwendig, die Sache nicht zu überhasten, leint Ausnahme eintreten zu lasten, und diesen Verlauf, wie alle anderen, durch einen Ausschuh prüfen zu lasten. Etadtv. D o p p bittet gleichfalls, Ausschußberathung an« zunehmen._ � Stadto. Pickenbach: Die Ausführungen der Stadtverordneten Singer und Dorp find keineswegs so durchschla« gend» daß die Versammlung veranlaßt sein könnte, Aus« schußberatbung eintreten zu lasten. Die Versammlung beschließt, Ausschußberathung eintreten zu lasten. Die Errichtung einer neuen Zahlstelle der Sparkaffe wird beschloflen. Hiermit ist die Tagesordnung erschöpft. Schluß 6 Uhr 10 Minuten. Es folgt eine nicht öffentliche Sitzung. Um 7 Uhr findet in einer gemeinschaftlichen Sitzung des Magistrats und der Stadtverordneten. Versammlung die Neuwahl eines Mitgliedes für den Bezirks« Ausschuß Berlin statt._ Lokales. Die„greif. Ztg." schreibt:„Das sozialistische„Berliner Volksblatt" bringt einen Leitartikel gegen Eugen Richter mit der Ueberschrist„Nur nicht zieren". Der ganze lange Leitartikel bewegt stch um die angebliche Thatsache, daß in Hagen einige „Richterianer" Exzesse verübt hätten. Herr Eugen Richter möge fich doch nicht zieren, dieses zuzugestehen.— Inzwischen haben in Hagen die Gegner bereits widerrufen, daß jmen Exzessen irgendwelche politische Motive zum Grunde liegen." — Hierzu haben wir einfach zu bemerken, daß auch wir den Exzeffen in dem beregten Leitartikel keine politischen Motive untergelegt, sondem lediglich von der Erregung einiger Richter- schen gesprochen haben. Die Stellen, wo der„ganze lange Leitariikel" stch nicht um die Hagener Exzesse der Rrchterschen bewegt, hütet fich die„greis. Ztg." auch nur anzudeuten, so die elende Verhöhnung Lastalles im früheren Eldorado durch Fortschrittler, weil das Blatt wohl weiß, daß die Erinnerung an dieses Bubenstück jedem fortschrittlichen Leser die Scham« röthe ins Geficht treiben muß., � o- Unsere Miethstontratte setzen gemeinhin den ersten Tag eines jeden Monats als denjenigen Termin fest, an dem dre Miethe an die Vermiether pränumerando zu zahlen ist. Er« folgt die Zahlung der fälligrn Miethe an dem festgesetzten Tage nicht, so stehen dem Vizewirthe zwei Rechte zu: entweder er macht von seinem ihm gesetzlich zustehenden ExmisstonS« und Pfändungsrechte Gebrauch, wobei zu bemerken ist, daß die ExtnisfionSklag« hinfällig wird, sobald der Vermiether nach gerichtlicher Zustellung der Klage an den Miether von diesem die rückständige fällige Miethe als Miethszahlung annimmt. oder aber er macht von diesem Rechte nicht Gebrauch, nimmt stillschweigend die spätere Zahlung der fälligen, monatlichen Miethsquote an und erkennt damit an, daß der Kontrakt un« verändeN weiter bestehen soll. Durch diesen letzteren Brauch bat stch vielfach bei den Miethem ein ganz unbegründetes Sicherheitsgcfühl herausgebildet, indem vielfach die Meinung verbreitet ist, daß der Vermiether, der vom Miether einmal oder mehrmals eine verspätete Miethszahlung angenommen hat, nun auch verpflichtet sei, dies immer zu thun und demnach nicht in der Lage sei, dem säumigen Miether gegenüber sein Exmisfionsrecht geltend zu machen; dies ist eine durch- aus irrthümliche Meinung, indem dem Vermiether bei jedem Zahlungstermine von Neuem daS Recht erwächst, nach eigener Wahl fich für eine der beiden eben angeführten Eventualitäten zu entscheiden, unbeeinflußt durch früher getroffene Entscheidungen. Ist der Miether mehrere Miethiquoten schuldig und erfolgt an einem ZahlungS« termine nur eine TheilzahlungZ der schuldigen Miethe, so ist der Vermiether berechtigt, diese Theilzahlung anzunehmen, ohne dadurch seines Exmisfionsrechts verlustig zu gehen. Es ist hieraus erfichtlich, daß ein, wenn auch unfreiwillig säumiger Mielher stets von Exmisston und Pfändung bedroht ist und ist daher die größte Vorficht zu empfehlen, um dieser Eventualität aus dem Wege zu geben. Tritt diese aber dennoch ein, so kommt ein anderer Punkt in Betracht. Unsere Hauswirthe haben nämlich das gemeinsame Bestreben, fich vor jedem Schaden zu schützen und haben darum unseren Miethskontrakten die Bestimmung einverleibt, daß der Miether. welcher exmittirt und gepfändet wird, auch noch verpflichtet sein soll, die volle Miethe bis zum Ablaufe des Kontraktes zu zahlen. Diese menschenfreundliche Bestimmung hat fich glücklicherweise als ein allzu kühnes Phantastegebilde erwiesen, denn unsere Berliner Gerichte haben dahin erkannt, daß die Zahlung von Miethe auch die nothwendige Gegenleistung, die Ueberlastung der Wohnung zur Benutzung, bedinge. Wird daher ein Miether exmittirt und ihm somtt die weitere Benutzung der Wohnung unmöglich gemacht, so ist derselbe nicht verpflichtet, für einen beliebigen Zeittaum Miethe zu zahlen, für welchen die eiforderliche Gegenleistung, die Ueberlastung der Wohnung zur Benutzung, in Wegfall kommt. Es find die vorgefühttm Punkte von so tief einschneidender Wichtigkeit für unser bür- In diesem Moment machte der Waggon einen neuen Rumpler. „Himmel! Wieder ein Ochse!" riefe» beide in einem Athem. Es war aber diesmal kein Ochse. Der Ruck war nur dadurch hervorgerufen, daß der Train beim Einfahren in eine Station einen Weichenwechsel passirt hatte. Weit weniger heftig als der frühere, war er doch stark genug ge» wesen, um die Schiebethür wieder aus dem Schlosse zu heben und weit zu öffnen. Miß Kinglake dankte Ihrem Stern, daß er sie auS einer so peinlichen Sitution befteit. Ajax begab sich eiligst in sein Koupee. Wie gemischt waren aber seine Gefühle, als er hörte, wie seine holde Nachbarin den Schaffner h-rbeireif und ihn aufforderte, die Thür ordentlich zu verschließen., Als der Zug sich wieder in Bewegung setzte, blieb unserm arme» Ajar keine andre Zerstreuung als das indische Straf- gesetz. Einmal versuchte er eS, zu klopfen, aber es kam keine Antwort. Trauria und einsam verlief ihm der Rest der Fahrt. Um Mitternacht langte der Zug in Zugpooree an und Mr. Dribble sah einen stattliche», soldatisch strammen Gentleman seiner holden Reisegefährtin au« dem Waggon helfen, sie umarmen und küssen. Der Gentleman sagte: ..Dienstaeschäfte verhinderten m,ch, dich m Bombay abzuholen. Lotta. Aber ich hoffe, es ist dir nichts pasfirt während der Reise, du fuhrst doch rm Damen« Papa, aber ich hatte doch Angst vor Räubern." Ajax fing beim Scheine der Gailampen etnen Blick auf, den sie bei diesen Worten ihm zugeworfen. Im nächste« Augenblicke war sie verschwunden. Die Reise hatte seltsame Folgen. Der„Einsiedler von Ramuugger", wie man Ajax in seinem letzten AmtSorte ge« nannt hatte, verwandelte fich in dm„lustigm Richter von Iuapooree". Bei allm Unterhaltungen war er zu finden und dem Tanze huldigte er mit Leidenschaft. Seine blaue« Brillen hatte er beseitigt und seine dünnen Beine gereichte« ihm zum Vortheile- beim Walzm. Und er walzte, so oft gerliches Leben, daß namentlich die arbeitende Bevölkerung ihnen die nöthige Beachtung nicht verfaam möge. Zur Mordaffaire in der Dreyseftratze. Der eine der beiden Männer, welche vorgestern in der Herberge zur Heimath in der Oranienstraße verhastet wurden und dessen Namen wir mit dem Anfangsbuchstaben K, bereits gestern angedeutet, ist «estern Mittag unter dem Verdachte, die Frau Geheimsekretär iaepke ermordet zu haben, von der Kriminalpolizei nach Moabit tranSportirt und dort der Staatsanwaltschaft vorgeführt worden. Der Verdächtigte heißt Hermann Kowalski, ist Handlungsdiener und stammt aus Danzig. Sein Exterieur stimmt ziemlich genau mit der Personalbeschreibung üderein, welche die Herren L. und K. aus Moabit vor dem kurz nach der Vollfübrung der Blutthat aus dem Hause Dreysestr. 10 tretenden Manne gegeben haben. In der Rekognition waren die beiden Herren, als K- ihnen gegenüber gestellt wurde, sehr ficher, obschon in der Kleidung kleine Abweichungen von der damals gegebenen Beschreibung fich ergeben haben. Namentlich sollte der ziemlich lange Rock, den der aus dem Thathause Tretende getragen, von grüner Farbe gewesen sein. K. hat aber einen, allerdings auch langen, aber braunen Rock an. Gleichwohl behaupten die Zeugen, das sei der Rock gewesm, in welchem fie den K. zuerst gesehen, fie hätten fich eben in der Farbe geint. Als besonders charakteristisches Merkmal ist beiden Zeugen die auffallende Blässe des K. erschienen; auch das kleine Schnun« Kärtchen und der Gang stimmen. Das belastendste Moment aber liegt in starken und ganz zweifellosen Blutspuren, — die man für ganz frisch hält— auf der Vorderseite des Rockes. K. erklärt diese Spuren durch eine schon vor längerer Zeit stattgehabte Prügelei, bei welcher er blutig geschlagen worden. Auch versuchte er für die Stunde der That sein Alibi nachzuweisen, was ihm aber bisher nicht gelang. Hin« gegen vermochte sein mitverhafteter angeblicher Komplrze aufs Bestimmteste nachzuweisen, daß er zur Zeit der VerÜbung der Tbat in einem ganz anderen Etadttheile stch um Arbeit be« müht habe, weshalb auch alsbald seine Entlastung verfügt wurde. K. ist ein Mensch, bei dem man fich der That wohl versehen könnte, ein mehrfach bestrafter und in Verbrcchcrkreisen wohlbekannter Einbrecher, der erst kürzlich aus der Stasanstatt in Kottbus entlasten worden; auch befand er fich im Befitze eines Instruments, das als zur Verübung der That geeignet gelten kann. Notorisch ist femer, daß er seinen Bekannten gegenüber äußerte, er habe wieder eine„größere Arbeit" vor, die er in den Mittagsstunden auszuführen gedenke. Gleich- wohl ist die Behörde keineswegs ficher, in K. den wirklichen Thäter gefaßt zu haben, um so weniger, als außer den beiden oben erwähnten Zeugen keiner der vausbewohner und Adja- zenten den K. jemals in der Dreusestraße gesehen hat. Doch erscheinen die Verdachtsmomente stark genug, um die Ueberweisung des K. an die Staatsanwaltschaft zu veranlassen. UebrigenS find die noch nach einer anderen Richtung fich bewegenden Recherchen der Kriminalpolizei mit der Verhaftung des K. keineswegs abgeschloffen. Das Verfahren gegen den Raubmörder Schunicht ist, wie der„Post" nunmebr aus bester Quelle mirgetheilt wird, nicht eingestellt; die Angelegenheit wird vielmehr die nächste Schwurgenchtsperiode beschäftigen. Das von uns unter Re« serve veröffentlichte Gerücht mag dadurch entstanden sein, daß allerdings in dem Verhalten Schunichts nach dem Moide ein psychologisches Räthsel erblickt werden kann und daß ein Schunicht vor Jahren behandelnder Arzt erklärt hatte, er habe schon damais an der Zurechnungsfähigkeit des Mannes zweifeln müssen. lieber den Schandpfahl, der früher auf dem Neuen Markt stand, wird der„Voss. Ztg." geschrieben:„Alte Leute, die fich in den 60er Lebensjahren befinden, müssen fich er« innern, wenn fie in ihrer Jugend den Neuen Markt vasfirten einen Pfahl gesehen zu haben, welcher oben einen Querarm hatte, an welchem oft ein auf eine Holztafel gemaltes Bildniß hing. Der Stamm selber war von unten bis oben mit Blech- tafetn benagelt, auf welchen die Namen solcher Personen zu lesen waren, deren Namen, wie es damals hieß,„an den Galgen geschlagen wurden", die Bilder aber bedeuteten, daß man diele Person gehenkt haben würde, wenn man fie erwischt hätte. Dieser sogenannte Galgen stand bis Ende der 20er Jahre, ja ich möchte fast behaupten, daß er im Jahre 1330 noch stand, wo ich 17 Jahre alt täglich über den Neuen Markt zu gehen hatte. Der Jrrthum über den Oft des Pfahls ist durch die Verbindung desselben mit dem Brunnm hervorge« rufen. Der Pfahl stand nicht an der Stelle des schäbigen Spftnzbrunnens, sondern da, wo jetzt ein Sttaßenbrunnen mit Schwengel steht, nämlich an der Seite des Marktes, welche gegen die Spandauer Straße lehnt, in der Nähe der Papenstraße. Wo aber der jetzige Kunstbrunnen in der Axe des Marktes steht, war niemals ein Galgen noch ein Brunnen. g. lieber einen unerhörte« Vorfall berichtet man unS folgendes: Der 8jährigen Tochter des sehr bekannten Nestau« rateurs Fr. in der Kronenftraße wurde gestern Nachmittag von einem hiefigen Arzt ein Zahn mittelst Lachgas ausgezogen. Der Zahn bezw. die Wunde blutete nur wenig und so wurde diesem Umstände nur wenig Beachtung geschenkt. In der ver« gangenen Nacht, als das Krnd im Schlafe lag, nahm nun der sich ihm eine Gelegenheit bot— mit Miß Kinglake. Mama Kinglake war entzückt von ihm. „So geistvoll, so fein ist er," sagte sie,„und so zart." „Achtzehnhu ädert Rupien MonatSgage," bemerkte der praktischer angelegte Oberst. „Aber Aurolin muß er brauchen," murmelte Lotta zu sich selbst. Und er brauchte es in der That. Als Mr. und MrS. Dribble von ihrer Hochzeitsreise nach Zugpooree zurückkehrten, blinkten des glücklichen jungen Ehegatten Haarlocken in gold« blonder Farbe. Doch Niemand war darüber verwunkert. Da« Uftheil der Gesellschaft lautete, daß Mann und Frau auS derselben Flasche schöpften. Noch während de« Honig- mond« gelang eS der junge« Frau, ihrem Gatten ei» Ge« heimniß zu entreißen, das er sorgsam bewahrt hatte. Mit einem sentimentalen Senfzer zog Ajax eine« Tages— ei» gelbe« Strumpfband aus dem Busen! „Ach, wie lange ist e« her, seit ich das verloren!" rief fie erröthend. „Nicht gar so lange," antwortete er.„Du verlorst e« — in jenem Eisenbahnwaggon." Wmtu und ßmzttte. Belle« Allianee« Theater. Vielseitig laut gewo, denen Wünschen nachzukommen, steht fich die Direktion genöthigt, bevor die bereits angekündigte Gesangspoffe„Eine leichte Person" neu einstudift in Szene geht, einige Aufführungen von„Kyfttz-Pyritz" zu veranstalten, welche Posse vor 4 Jahren 166 Mal mit großem Beifall aufgenommen wurde. Die lustigen Pyfttzer Sangesbrüder werden also morgen zum 167. Male ihre Sangesfahrt nach Berlin antreten. „Die Grohherzogi« von Gerolstein" tfttt Sonnabend den 14. d. Mts., am 4. Abend veS Offenbach-Znklus fan Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater auf die Szene.' Die Hauptrollen find tn den Händen der Damen Drucker(Titel- partie) und Fehl sWanda) und der Herren Weidmann(Fftv) Prinz Paul), Broda Wellhof(General Bumbum), Steinberger(Prinz Paul), Vater durch einen großen Zufall wahr, daß das Kind gi im Blute schwamm. Eofoft wurde nach einem Arzt gcf und als es nach mehreren vergeblichen Versuchen endlich � lungen war, einen solchen an das Bett des Kindes zu rm wurde konstatift, daß das Blut der Zahnwunde entströmt ntf und das arme Kind vor Erschöpfung stch weder bewegen I« zu sprechen vermochte. Wäre die Hilfe nur 10 Minuten s« gekommen, so hätte das Kind seinen Geist ausgehaucht. der Vater wegen der hier unzweifelhaft groben Fahrlässig gegen den betreffenden Zahnarzt Schritte lhun wird, habe» B® nicht in Erfahrung gebracht., R. Ein schlauer Dieb. Der Ruf„Hattet den TÄ hattet ihn", ertönte am Dienstag Abend in der AugustMr und Alles, was Beine hatte, folgte dem Ruf im wilden Vorn an der Spitze befand stch ein großer, langbeiniger Mm mit starkem Backenbaft und einem Kalabreserhut auf Kopfe, welcher mit ganz besonderem Eifer die Verfolgung? leiten schien, denn wiederholt erscholl jener laute Ruf � seiner Kehle. Unweit der Oranienburgerstraße war Mensch plötzlich spurlos verschwunden und wie es den et#' geht, wenn ihr Leithammel steht, so schien auch die jag«� Menge hier plötzlich ,ur Ruhe gekommen zu sein, denn* Hauptverfolger und Schreier fehlte ihnen. Ein Hin- fragen, ein Drängen und Stoßen eftolgte und als endlich Frau keuchend daher kam, fich als die bestohlene EchlassuU vermiethenn Schmiedel, Äuguststraße 23, ausgab und den beschrieben hatte, da wurde es Allen klar, daß jener an Spitze gewesene Verfolger der Dieb selbst gewesen, der � sein schlaues Benehmen die Leute Glauben machen wollte, selber sei einer der Geschädigten. Ueber eine« frechen Spitzbubenstreich berichtet g Reporter wie folgt: Jnnerhab der letzten 14 Tage wurden'. einem in der Holzmarktsttaße wohnenden Echankwirth? schwere Einbruchsdiebstähle versucht. Vor etwa 14 3W hatten die Diebe bereits die Schlöffer zur Wohnung@#cr Öffnet, mufeten damals aber in der Ärbeit neffört tnacbCU'?? öffnet, mußten damals aber in der Arbeit gestöft worden� denn fie verließen unverrichteter Sache das Hau«. Am ig? Montag scheinen fie nun erfahren zu haben, daß der wiftb von Hause abwesend sei und die in einem Seittn!»r des Hofes belegene Wohnung fich ohne Aufficht befinde' wiederholten daher ihren unliebsamen Besuch. Die fawfji Schlösser an der Außenthür waren durch neue, solidere wg welche allen Leffnungsversuchen widerstanden; die Sv#** machten daher kurzen Prozeß und brachen die Thür Angeln. Als fie im Begriff waren, die zweite Thür nnl* wendung von Nachschlüsseln zu öffnen, kam eine i« 1. wohnende Frau die Treppe herunter, was die Diebe laßte, ihr..Handwerkzeug" zusammenzupacken und Rei! nehmen. Die Frau eilte darauf in das Schankgeschäftz doft allein anwesenden Eheftau des Schankwifths 3 von dem Vorgefallenen zu erstatten. Bei ihrem Ein daS Lokal war die Frau aber starr vor Schrecken, als die flüchtigen Einbrecher, drei an der Zahl, wie ehrbare mit dem Handwerkzeug in den Händen, ganz unbefangnes °°m Direkt Na«? g, auf l SÄ K bas ar Wen muri JWjt Sache Ü? ft6o: 5% KM Menden Mimpft- i 5«°' gh Z & dem Echänktisch stehen sah, woselbst fie von der Wirt einen Kognak verlangten. Nachdem die Frau fich«rtf Ueberraschung erholt und die Schankwirthin über die 5?» .......... einen Kognak verlangten. Nachdem die Frau fich oogy f} mann holen lassen."„Hat fich wat"mit'n Ueberraschung erholt und dre Schankwirthin über die verständigt hatte, sagte diese zu dm Gästen:„Also wieder in unserer Wohnung, da muß ick sofort einen gegnete darauf einer der Einbrecher,„sein Sie man% g» denn bei Jhnm ist ja doch nischt zu holen. Hier JoJrLjf schnell die drei Kognaks, wir haben Eile; nu aber Verblüfft über die Unverfrorenheit schäntte die Wiftbin 5, nisch die verlangtm Kognaks ein, die unliebsamen ken fie aus, zahlten und verschwanden mit einem „Juten Morjen aus dem Lokal und waren über alle% ehe die beiden Frauen fich noch so wett gefaßt halten, uw herbeizurufen. R. Ein geheimer Besuch. Man kann nicht genug mit dem" Verschließen der Wohnung sein; ein"fef gewöhnliches Schloß gewährt immerhin nur eine Zw� w Eichcrhett. Als der rn der Landsbergerstraße wobntn>"# techniker Niedergesäß am Dienstag Abend seine fflohniW& lassen wollte, vermißte er seinen am Kleiderständer te Korridor aufgehängten neuen Winterüderzieher, für""l u# erst vor wenigen Tagen seinem Schneider die an> Summe von 90 Mark bezahlt hatte. Da während des Nachmittags Niemand bei ihm gewesen, so ist nur anzu>v daß irgend ein Langfinger mittelst Nachschüffel die tbür geräuschlos geöffnet und den unweit der Tbür havr Rock als willkommme Beute zu fich genommm hat. � Br In Bb& üt de, Itn P Sebrv! «*"! z»»5?>bril % Au M W «m m p, si Eine Szene des Schrecken« fand am vergangenen tag im ZirkuS Salamoniky tn Moskau statt,-u» er auch für Berlin ein gewisses Interesse. Die Pferd auf dem Seile gehen zu sehen, hatte an dufetf'(M ein so zahlreiches Publikum dahin gelockt, daß Raum bis auf den letzten Platz gefüllt war. DaS v.. ßy erwartete den Beginn der versprochenen Produktion JTwl j barer Ungeduld. Endlich erschien der vierfüßige»J ,t(( f derselbe, welcher nach dem von dem artistischen*■-z i noch Sieht) v»- kw f hiefigen ReichShallen Forb« veröffentlichten Programm � Laufe des Winter« auch hier produziren soll— un ist vuc� (Pint), Sambrock(Ncpomuk). Die Jnszenirung Direktor Fntzsche erfolgt. Im Altiambra- Theater bewährt fich v?« � Kassenstück„Der Lumpensammler" noch recht"foW.a]iW jüngsten drei Aufführungen fanden vor au» Vause statt.-, *** IrtiflM'iL ssrssf-sf- Konzert tn Kellet'« Festsaale veranstaltet, welches � i Beweis lieferte, daß der Verein das Beste anstrebt � kundiger Hand geleitet wiro. Die Leistungen de« Är? und„RilluS. RalluS" von Wich. Handwerg: Dichter" von EngelSberg;„In den Alpen „Waldernsamkett" von W. Tsckirch „Wanderlied" a. d. Liederkantate W Sovran und Männerchor. Die beiden letzten.. ,. so schwierigen Chöre auf dem Programm 01%% «'« % % •S 1 6 ## Ww !Älf M l Ä % with nicht ausbleiben. Da» Konzert"unterstützten Fräulein M. Berth und geschulter Knadenchor und w t ri• P�or und der Dtrigenr Püflit r Ä'iÄS SMÄ.r.'SSf SL'* weyer. tun?.'/(Ä" fe « AÄN�en 16, Rovemder. Jine Liedertafel mit reichem Programm. Vereine find dem Bunde stets willkommen. 9 25 d ß1. iWV zu tu!« stiö-nt vegen tuten\m >aucht. i' v» den Ä =# t auf w® "UTi sie t#«* denn/ t« unb% endli» -»lafflM ndden� euer an ' wM «richtet � # ngsthllr? ootden Im jäng AteNif W 'M Mtt, s Em' alS' iflrt_ «Kl o 'ieS> asti > vo» t'V'jj Ä si--5, nen? mann iAg !V ?S cn, % .'A SA :TA des Li ?S iS? �ttttor Ealamonsky eine Treppe hinauf auf eine 30 Fuß i« Plattform geführt, von welcher ein etwa Z Zoll dickes N.auf dem ein schmales Brett befestigt war, quer durch den Ms auf eine ähnliche Plattform führte. Zur Sicherheit vTe"Qn unter dem Seile ein starkes Netz ausgespannt und 2?» Pferd an einem breiten Gurt befestigt, von dem aus ein durch eine an der Decke dcs Zirkus befindliche Rolle lief *«0 das an seinem untern Ende von mehreren Personen ge- . u-n wmde. Am Vormittage auf der Probe soll„Blondin" trM fQt�e"och sehr gut gemacht haben; am Abend aber Jr# schon beim ersten Schritte, den er auf dem Seile mit den Hinterfüßen fehl und stürzte, da der Gurt I>«i!c. hoch hinab auf das Ney, das durch die Gewatt «..Sturzes iammt den es stützenden Eisenstangen und den "'klche diese hielten, niedergerissen wurde! Es ist foiM? i m,'. lrte aufregende Szene zu veschreiben, welche nun »trft-» v* Damen sanken in Ohnmacht, andere eilten völlig ite... v m Ausgange zu, wo bald ein großes Gedränge von Zotenden entstand, dazwischen wurde geschrien, gepfiffen, tinZl E'— kurz, es war ein Höllenlärm und es hing an ii-ck �aß diese Panik nicht die schrecklichsten Folgen bff?.;. M- Inzwischen hatte man das Pferd aus dem Netze t und Direktor Salamonsky führte daS arme Geschöpf Rum!? n �iale auf die Plattform, trotzdem fast das ganze iriitii.! dagegen protestirte. Das Pferd war jedoch ver- als sein Herr und Meister, es weigerte fich ent« mutk'. Seil noch einmal zu betreten, und der Direktor «J f, c8 endlich wieder die Treppe hinunterführen— daS tnit,"der athmete erleichtert auf, dem Anblick einer NNW su sein, welche hart an— Thierquälerei �«0» einem schmerzliche« Verlust ist der in der »öS« wohnende Fuhrwerksdefitzer Schröder betroffen hatte vorgestern Nachmittag einen seiner Kutscher Wo?.®!, aus dem benachbarten Friedrichsfelde Streu für M,,. Steide mit einem Arbeits'uhrwerk zu holen. Als Be- j/att gab Ech. seinen löjährigen Sobn, das einzige Kind Sltn,• mtt-?n Friedrichsfelde angelangt, wurde die teil" Weise aufgeladen, daß der Kutscher dieselbe auf ™aif, während der 16jährige Sohn des Ech. die (»hm*"R auf den Wagen vornahm. Um zu einem etwas Wqk" liegenden Haufen Streu zu fahren, ergriff der auf Wogen stehende Sohn die Leine und ließ die Pferde an- Vi rä. M demselben Augenblick verlor aber der junge Mann liq�chgewicht, stürzte vom Wagen und schlug so Unglück- Kopf auf einen großen Stein, daß er nach Minuten verstarb; außerdem wurde ihm nock ein ig,,, �»rochen. Man kann fich den Schreck der armen Eltern Jiiib'.als fie noch am Abend desselben Tages ihr einziges (in Jr» deiche ins Haus gebracht sahen. Ihr Schmerz ist �fier« nloftr. Bekanntlich kommt ein Unglück nie allein. & V.. Nachmittag erdielt derselbe Fuhrwerksdefitzer 0aß einer seiner Kutscher, den er an ein hiesiges fHnt.n'Ichast aushilfsweise beurlaubt hatte, vom Wagen ge- stck> beide Beine abgefahren habe. i» Bericht. Am 10. d. M. Nachmittags sprang ein % u�> �"haus aufgenommenes Mädchen in einem Augen- Stocks„fachten Alleinseins aus|beni Fenster deS zweiten � bal>»,. Dach eineS Maschincnschuzpens hinab und er- iRte. e!no Gebimerschütlerung. In der Nacht zum 11. d. ?(ana»»«?ü Mann, als er stnnlos betrunken seine in der die �'"°ße im Keller belegene Wohnung aufsuchen wollte, »in näth%ab und erlitt dabei solche Verletzungen, daß er ». m>tn Voimittage an Gehirnblutung verstarb. Am II. der Al��sllens wurde in der Einfahrt zur Militär Bäckerei in »Hichnr öni��iaße ein unbekannter 40-45 Jahre alter Mann, Die ypu.'ll'Knenö dort genächtigt hatte, lobt aufgefunden. n Lbdr" �".«'5 ei*..«"t—...—— o J entstör S'elbcn h Mitten walverstt ?>nd.g-.°i>cha-tigtei Hausdiener in fahrläsfiger Weise ein dren- ßiffe»ne.holz wegwarf, wodurch der auS einem undichten Äelau'ene SpiriluS sich entzündete und auch die >(d°ch..�onätbe in Brand geriethen. Das Feuer konnte " vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht werden. sßOk. i' lusf�y ?4 ■$' durchs S w llberrZ van S S---? -Sc � ng d. 2.«lasse 173. Königl. Prevß. Lotterie. ""t km Zi-dung vom u. November 18*5. •(Blnuc«der 105 Mark ftn» de» betreffe»»» Numme» , u. in Parenthese belgesUgt. % 97..._(Ohne Sewähr.) «004 12 16 29 38 42 463[160] 64 631 76[120] 613 37 «032 36 38 140 241[120] 323 206 18 21 78 876(1201 96 659 9lf)-~j........... J 39 0020 99 278 486 610 70 ' 11269 480 756 868 1 2221 18063 79 446 60 61 84 621 I 97 631 11201 939 L-„-- ,,------ i....6(1201 86 993 16027 86 1 7328 489 680 602 798 846(1801 978 18061 206 ------------ jzz dUOÖO 202 äMÄW°t«° ,8167 470 512 17 53 622 39 tf'lsl.52 «Hmw 866 922 97 1 m/66 ui*J*J«v[xmvj feÄS'Ä4«»' «8506 614 19 22 963 98 �'»41 WWMMW 21032 131 727 82 1150] 875 977 22119 496 637 197 247 324 447 602[1501 18 602 40 48 24113 36 40(120] 439 611 606 781(120] I I 26002 14 21 87 81 27038 84 186 216 39 61 486 20083 97 126 200 463 1240] 61 570 636 65 996»1011 81 217 341 49 642 46 99. »«036 124 82 263 444 86 617 95 730 964»»112(1501 1 äW#«wair »KKWWM�WMZ # 6��.23? 62 326.-4 484 98 669 86(1601 969 41093[1601 fWtkv? W N.8 WWMMZMsMW # m 758 803 68 914 70 —------ 59 860»2083 148 >MW�MWMMW7 282 434 -—-»-»»» vw*.■"j 4bU.>Ow 47 91 o49 73 612 28 793 886 Gerichts-Zeitung. Ein brutaler Exzeß bei Führung eines Schlächterfuhr- werks fand seitens der 90. Abtheilung des hiesigen Schöffengerichts eine gebührende ernste Sühne. Der Angeklagte, Echlächtergeselle Söwig, fuhr gegen Mittag des 2. Okiober er. die Bendlerstraße entlang nach dem Thiergarten zu und machte fich das Vergnügen, dem von dem Reitknecht Tünzmann ge» ritteucn Reitpferd deS hiestgen amerikanischen Gesanoten einen Schlag mit der Peitsche zu versetzen. Als ihm darüber Tünz« mann Vorhaltungen machte, überschüttete er denselben mit einer Fluth von Schimpfworten, drängte ihn mit seinem Pferde gegen das Trottoir und hieb mit seiner Peitsche sowohl gegen das kostbare Pferd als gegen dessen Reiter ein. Ein Schmiß traf die Hand des Tünzmann derartig heftig, daß die Haut aufsprang und das Blut emporspritzte. Nun versuchte fich der Exzedent durch schnelles Fortfahren den Folgen seines rohen Verhaltens zu entziehen, die empörten Passanten holten aber einen Schutzmann herbei, der den Angeklagten zum Anhalten zwang und dessen Person feststellte. Der Gerichtshof belegte ihn für dieses Renkontre mit zwei Monaten Gefängniß. Eine bemerkenswerthe Auklaue wegen Verbreitung einer verbotenen sozialdemokratischen Druckschrift, deren Erhe- bung einer Denunziation smanie zuzuschreiben ist, gelangte gestern gegen die Kaufleute Rudolph König und Siegfried Lamm vor der 90. Abtheilung des hiesigen Schöffengerichts zur Verhandlung. Bei einer Landpartie nach Äelitzhof, an welcher die beiden Angeklagten theilnahmen, entfielen bei dem Herausziehen einiger Pfeifen dem König aus der Brusttasche zwei Nummern des„Sozialdemokrat", welche Lamm aufhob und zu fich steckte. Einige Zeit darauf reichte Lamm in seinem Laden d>m ihn besuchenden Kaufmann Bab eine Nummer des ge» nannten Blattes hin, damit dieser einen ihn empörenden Artikel lesen solle. Lamm weigerte fich aber, dem Wunsche des ebenfalls in seinem Laden anwesenden Kaufmanns Moritz Bernstein, Borfig- und Jnvalidenstraßen- Ecke, zu ent» sprechen, ihm die andere Nummer des„Sozialdemokrat" zu überlassen. Während Lamm fich nach dem hinteren Tbeil seines 4 Ladens zurückzog, forderte Bernstein von Bab die Nummer des sozialistischen BlatteS und begab sich damit direkt nach dem Polizeibureau, wo er von dem Geschehenen Anzeige erstattete. Die Folge davon war die Erhebung obiger Anklage. Der Staatsanwalt beantragte gegen König Frei- sprechung, gegen Lamm, der geständlich eine verbotene Druck- schrift verbreitet habe, 20 Mark. Recht! anwalt Cassel bean» tragte dahingegen, auch den Lamm freizusprechen, da nach der konstanten Judikatur des Reichsgerichts in der bloßen Ueber» laffung einer Druckschrift an einen Ändern behufs Kenntniß» nähme des Inhalts keine Verbreitung zu finden sei. Außer» dem beantragte der Vertheidiger, der Staatskasse auch die Kosten der Äertbeidigung aufzuerlegen, indem die Anklage nur auS einer rechtiirrthümlichen Auslegung des Verbreitunas- begriffS erhoben worden sei. Der Gerichtshof sprach beide Angeklagten frei, lehnte aber den weiteren Antrag deS Ver» theidigerS ab. Der Letztere will deshalb Berufung einlegen. Interessante Streiflichter auf das Leben und Trei» be» einer Großstadt warf eine Verhandlung, die gestern in zweiter Instanz die sechste Strafkammer des Landgerichts I be» schäftigte. Vor etwa 1V> Jahren tauchte in den„Akademischen Bierhallen", jenem bekannten Restaurant am Kastanienwäld- chen, ein Ehepaar auf, welches anscheinend erst seit Kurzem oerbeiratbet war. Bald gehörte es zu den allabendlich erschei- nenden Gästen. DaS Paar schien zur besseren Gesellschaft zu grhören und besonders die distinguirte Erscheinung der Dame zog die Aufmerksawkett der übrigen Gäste auf fich. An dem Stammtisch führte fie in zwangloser, gewandter Unterhaltung das Wort und während die Zuhörer ihren Erzählungen mit Interesse lauschten, pflegte ihr Ehemann aufmerksam den KourSzettel zu studtren. Besonders zwischen den Lebrem Dr. K. und G. und dem Ehepaare Hoth— als welches die neuen Bekannten fich vorstellten— gestaltete fich das Verhältniß bald zu einem freundschastlichen und fiel cS daher nicht auf, daß Frau Hoth eineS Abends ohne ihren Ehe» mann an dem Stammtische erschien und erklärte, daß derselbe verreist sei. Einige Tage darauf erhielt erst Dr. K. und dann der Herr G. von der Frau Hoth schriftliche Bittgesuche um Darlehne, die anstandslos gewährt wurden. DaS Ende vom Liebe war, daß die beiden Lehrer die Erfahrung machen mußten, daß fie die Opfer eines Schwindlerpaares geworden; die Geldbeträge waren unwiederbringlich verloren, denn es stellte fich heraus, daß das Hoth'sche Ehepaar außer einer An- zahl Schulden nichts besaß. Nach erstatteter Anzeige wurden Beide in Haft genommen und gegen die Ehefrau Anklage wegen wiederholten Betruges, gegen den Ehemann wegen Hehlerei erhoben. Das Schöffengericht erkannte aber auf Freisprechung, weil eS nicht für erwiesen hiett, daß die Geschädigten fich ledig- lich durch die falschen Vorspiegelungen der Angeklagten zur Hergäbe der Darlehne hätten bewegen lassen. Die Staats- anwaltschalt legte gegen das Erkenntniß die Berufung ein und inzwischen ist die Situation für die Angeklagten ungleich ge» fährlicher geworden, denn der Ehemann Hoth wurde kürzlich wegen Untreue und Unterschlagung zu 9 Monaten Gefängniß ver« urtheilt. Außerdem find in letzterer Zeit mehrfache Denunzia- Honen eingelaufen, woraus erhellt, daß man eS hier mit einem vochstaplerpaar zu thun hat, welches fest Jahren auf Kosten seiner Mitmenschen eine problematische Existenz fristet. Interessant ist die Vergangenheit der Frau Hoth. Sie giedt an, hie Tochter eines in Elberfeld wohnhaft gewesenen LeinenhändlerS und im jugendlichen Alter von einem Gönner als Schauspie- lerin ausgebildet zu sein. Sie wurde verlaffen und nun be» gönnen ihre Irrfahrten. Nach ihrer Angabe ist fie mit einem kurländischen Grafen verlobt, dann mit einem polnischen Ge» neral oerheirathet gewesen, wieder geschieden ist fie zu einem Baron v. d. Goltz in ein Veihältniß gelreien, in Folge dessen fie eine Zeil lang dessen Namen uwrpirte und wegen Falsch- meldunu auch bestraft wurde. Im Jahre 1882 hat fie endlich ihren Mann, einen unbemittelten Agenten, geheiratet. Den Lehrern gegenüber hat fie nun ihre romantische Vergangen» heit noch durch äußerst phantafiereiche Zutaaten bedeutend ausgeschmückt, wollte noch ungeheure Reich- thümer zu erwarten haben u. s. w. und hat dadurch falsche Vorspiegelungen angewendet. Die gestrige Verhandlung war reich an larmoyanten Szenen, Frau Hoth bewieS zur Eordenz, daß ihr da« schauspielerische Talent nicht abhanden gekommen war. Der Staatsanwalt heanttagte gegen die Ehefrau Hoth 6 Monate, gegen den Ehemann 5 Monate Gefängniß. Der Gericktshof verurtheilte die erstere zu 2 Monaten, den letzteren zu 6 Wochen Gefängniß._ �_........ P. Segen der Verufunas-Jnstan». Em bisher völlig unbescholtenes Mädchen, die 18 jährige Bertha Witt, war von der um ein Jahr jüngeren Tochter der in der Verernidrauerei früher angestellt gewesenen Frau. Launer. ihrer ehemaliaen Diensthcrrin. deS Diebstahls bezichtmt worden. Nach den Angaben des Fräulein Launer hat dieselbe die Witt eines Tages im Lokale der genannten Brauerei getroffen und bei der Witt einen weißen Spiyen-Shawl gesehen, welcher von der Frau Launer und Tochter seit Weihnachten 1384 angeblich vermißt und wie Fräulein Launer behauptete und auch m ihrer An- zeige betonte, von der Witt mrzwerfelhast gestohlen worden sein sollte.— Auf Grund ein« dabin- zielenden Aussage der Launer hatte das R.xvorfer Schöffengericht ohne der angeblich Bestohlenen daS corpn* delicti zur Relognition vorzulegen, die wegen Diebstahls auf die vage Deimmiation hin angeklagte Witt zu einem Tag Ge- Ä ferÄÄ»Ä befitzt und denselben lange bevor die Launer den ihrigen vermißt, bei einer Waschfrau hat waschen lassen. Rechts Anwalt Bürchner legte gegen das nach seiner Anficht zu Unrecht gefällte Urtheil das Rechtsmittel der Berufung ein. Vor der Strafkammer des Landgerichts Ii als Berufungsgericht nahm die Sache in- dessen eine andere Wendung: die Strafkammer hatte dem Ent- lastungs Beweis-Antrag stattgegeben und die von der Ange« klagten zum Beweise ihrer Schuldlofigkeit vorgeschlagenen Zeugen zum gestrigen Audienz-Termin vorgeladen. Eine der letzteren bekundete, daß fie den als corpus delicti ihr vorgelegten Shawl, lange bevor derselbe vermißt worden, im Auf« trage der Angeklagten gewaschen, ferner sagte eine andere Zeugin aus, daß fie das corpus delicti im Januar dieses JahieS— also lange Zeit nach der angeblich ge« schebenen Entwendung— bei Lanner's ick der schmutzigen Wäsche gefunden. Tiotzdem aber bezeichnete die als Zeugin ebenfalls vernommene angeblich Bestohlene das ihr vorgezeigte qu. Garderobestück als das ihrige- Die Strafkammer hatte indessen aus dem übrigen Gesammtergebnkß der wiederholten Beweisaufnahme Veranlassung genug, die Glaubwürdigkeit der Rekognttion anzuzweifeln und den Unschuldsbetheuerungen der Angeklagten mehr Glauben beizumessen. Der Staatsanwalt beantragte auf Grund der veränderten Sachlage Freisprechung der Angeklagten: der Gerichtshof erkannte unter Aufhebung deS ersten Urthetls demgemäß auf Freisprechung. Aus Eifersucht die Rase abgebissen. Die Beamtens» gattin Barbara B. in Pest liebte ihren Ehemann leidenschast« lich, und darum kränkte fie nur umso mehr die Wahrnehmung, daß der Gegenstand ihrer Liebe, der ja in Folge seine? Echwurs ihr treu bleiben sollte, immer kälter ward. Eine furchtbare Ahnung stieg in ibr auf, ihr Gatte verschwendete seine Liebe an eine Andere. Lange forschte fie nach der ge- haßten Unbekannten, bis es ihr endlich gelastg, dieselbe in der terson der Hausmeisterln Rosa Racz ausfindig zu machen. lso eine HauSmeisterin war eS, die ihr diesen Schimpf zu» fügte und ihr Lebensglück vernichtete. Frau B. mochte wohl viel von der Wirkung des Vitriols in solch kritischen Situa- tionen gehört haben, denn fie versah fich mit einer großen Flasche dieser verheerenden Flüsstgkett zu dem Zwecke, um ihre Nebenbuhlerin zu verunstalten und auf diese Weise ihrem Gatten zu entfremden. Als fie jedoch vor ihrer Nebenbuhlerin stand, entfiel ihren vor innerer Aufregung und Wuth zittern» den Händen die Vitriolflasche, deren Inhalt sich auf den Boden ergoß. Frau B. wußte fich jedoch zu helfen, rasch entschlossen eille fie auf ihre Nebenbuhlerin zu und ehe diese noch recht zur Be« stnnung kommen konnte, hatte ihr jene— wohl in Folge mo» mentaner Eingebung ihres grenzenlosen Hasses— die Nase abgebissen. Alle diese Umstände gab Frau Barbara B. selbst ganz umständlich dem Gerichtshöfe an, vor welchem fie fich wegen schwerer körperlicher Verletzung zu verantworten hatte. Die Privatbeschädigte hatte mittlerweile wohl ihre auf so son» derbare Weise verlorene Nase wieder zurückerlangt. aber der Vorwurf der Hochnastgkeit kann fie auf keinen Fall mehr treffen. Der Gerichtshof verurtheilte die bisstge Angeklagte bei voller Würdigung der hier obwaltenden mildernden Um- stände— insbesondere der gerechten Erbitterung und Auf- ragung, in der fich die Angeklagte befunden, zu 3 Monaten Gefängniß, mit welchem Urlheile sich Frau B. zufriedengab. soziales und Arbeiterbewegung. Eämmtliche Drucker der Steindruckerei von Emst u. Co., Köpenickerstr. 112, haben nothgedrungen die Arbeit eingestellt. Zuzug ist femzuhatten. Aufruf an die Steinmetzen Deutschlands. Kollegen k Bei der Submisfion des Reichstagsbaues erhielt die Firma P. Holzmann in Frankfurt a. M. einen Theil der Steinmetz« arbeiten, welche fast ausschließlich hier gearbeitet werden müssen. Genannte Firma brachte nun Steinmetzen auS Schwaben und Frankfurt nach Berlin und versprach diesen lohnende Beschäf« ligung. Kollegen, Ihr wißt nun, daß die Verhältnisse hier ganz andere find, deshalb beanspruchten diese Kollegen höheren Lohn, welcher auch zum Theil zugesagt wurde mit dem Be» merken, daß fie keinem Fachverein beitreten sollten. Die Kol« legen sahen aber bald, daß die F rma ihre, Verpflichtungen nicht genügend erfüllte und deshalb sahen fie fich genöthigt, dem hi-figen Fachverein beizutreten. Drei Kollegen wurden nun gemaßregelt, in Folge dessen legten die andern die Arbeit nieder und forderten die Anerkennung deS von uns mit den hiesigen Meistern vereinbarten Tarifs und Wiedereinstellung der Gemaßregelten. Die bisherigen Verhandlungen blieben resultatloS. Wir bitten daher alle Kollegen, den Zuzug nach Berlin streng fem zu halten. Unter kollegialischem Gruß: Der Vorstand des FachvereinS der Steinmetzen Berlins. Alle ardiiterfreundlichm Zeitungen werden um Abdruck dieses Aufrufs gebeten. An die Tischler Berlins ergeht folgender Aufruf: Kollegen! In der am Sonntag, den 8. d. M., in Keller'? Salon, AndraaSstr. 21, stattgefundenen öffentlichen Tischler» Versammlung wurde der Beschluß gefaßt, die von Rödel ange« klagten Mitglieder der Revifionskommission Schmitz und Schaar und auch andere in dieser Angelegenheit angeklagte Tischler in jeder Weise zu unterstützen, vor allen Dingen ihnen einen Vertheidiger zur Seite zu stellen. ist wie immer Geld nothwendig. Zeit von Mißtrauen befallen doch daran. daß möglicherweise Familien in Frage steht. am Sonntag wurden 5 Kasfirer gewählt, welche fich bereit erklärten, an den nächstfolgenden Sonnabenden und Montagen freiwillige Beiträge ,u dem genannten Zwecke ent« gegenzunehmen. Kollegen, an Euch wird eS nun liegen, ob unsere Freunde, welche, um die Wahrheit an den Tag zu bringen, in die Oeffentlichkeit traten, falls fie verurtheill wer» den sollten, die Kosten, die ihnen hierdurch erwachsm, selbst tragen sollen oder nicht. Trage jeder sein Scherflein hierzu bei und laßt auch in diesem Falle, wie schon so oft, unsere Devise sein: Einer für Alle, Alle für Einen. Die betreffenden Zahlstellen befinden(Ich: 1. Skalitzerstr. Nr. 18, bei Stramm, vertreten durch Brinkmann: 2. Gr. Frankfurierstr. Nr. 40, bei Jänisch, vertreten durch Rosenkranz: 3. FriedrichSbergerstraße Nr. 25, bei Schulze, vertreten durch Vollbert; 4. Blumenthal« steaße Nr. 5, bei Schmaar, vertieten durch Schach; 5. Schön« hauser Allee Nr. 54, vertreten durch Stem. Nereine und Nersammlungen. Der Arbeiter-Bezirtsverein im Westen verlins hielt am Montag Abend in Gründers Salon eine Versamm» lung ad. In derselben sprach Herr Max Kreutz über die be» vorstehenden Kommunalwahlen. Schon vor zwei Jahren, als die Arbeiterpartei in die Agitation für die Stadtverordneten« wählen eintrat, habe fie klar und deutlich ausgesprochen, was fie verlange. Wenn man für den Staat etwas schaffen will, so müsse man bei der Kommune anfangen. Referent erläuterte dann in klarer und sachlicher Weise die Forderungen der Ar« beiterpartei an die Stadtverwaltung. Wenn die Mieths« st-mr fich nicht so leicht ganz beseitigen laffe, warum sei da nicht längst wenigstens eine Reform derselben angestrebt worden V Die liberale Majorität brüste fich zwar damit, daß schon vor Jahren über eine Reform der MiethSsteuer herathen worden sei, wenn man darauf aber warten solle, so würde dies wohl noch lange dauern. Durch die Arbeiter« stadlverordneten sei diese Frage erst wieder in Fluß gebracht und werde auch in Fluß erhalten werden. Sache de« Verein« sei es, speziell hier in diesem Bezirk die Agitation in die Hand zu nehmen, damit im 8. Kommunalwahldezirk der Tischler Heinrich Nöske gewählt werde.(Beifall.) Zur Diskussion u diesem Zwecke, Kollegen, >enn Ihr auch in letzter sein müßt, so denkt die Existenz verschiedener In der Versammlung «ach H«rr Dr. Wenin(Fortschritt): Es sei hier üb«r viel« »chen gesprochen worden, die nicht hierher gehören. WaS könne die Stadtverwaltung dafür, wenn das Wahl-Spstem ein falsches sei. Da muffe man doch einfach warten, bis die Regierung käme und es änderte. Die Regierung mache doch was fie wolle. Herr Götzlaff äußerte stch in demselben Sinne. Herr Schweitzer wies darauf hin, daß vor der Wahl viel versprochen würde, um dann nicht gr halten zu weiden, besonders von den Liberalen, um Stimmen zu fangen. Herr Werner(Bürgerpartei) bestätigte dies. Herr Bartsch wendete sich geaen die Bürgerpartei, und bespricht Vre Einrichtung in New Oork betreffs der Fahrpreise bei der Pferdebahn und Eisenbahn, welche früh und Abends die Ar« beiter zu ermäßigten Preisen befördert. Herr Denier wendet stch gegen die Fortschriltepartei. Herr Kreutz tritt nochmal warm für Herrn Nöske ein, welcher ein Herz für die Arbeiter habe und auch gewillt sei, für die Jnlereffen der Ardeiter zu wirken. Eine Resolution wurde angenommen, welche besagt, daß die Mitglieder des Vereins nur solchen Männern ihre Stimme geben werden, welche sich verpflichtm, für die Jnter- effen der Arbeiter einzutreten. Mit einem Hoch auf den Kan- didaten des 8. Kommunalwahlbezirks, Herrn Heinrich Nösle, schloß der Vorfitzende die Versammlung um 1 Uhr Nachts. Der Fachverein der Steinmetzen Berlins tagte am 8. d. Ms. im Vereinslolal Sophienstr. 34. Der Referent der Lohnkommisfion erstattete Bericht über die Ausarbeitung des Lohntarifs. Einzelne Pofitionen deffelben wurden nochmals speziell bcrathen, da der jetzige Tarif noch vieles zu wünschen übrig ließ. Die Gesellen vom Werkplatz Holzmann brachtm hierauf die Vorgänge auf demselben der Versammlung zur Kenntniß, worauf beschlossen wurde, daß sofort die Arbeit auf diesem Platz eingestellt werde, wenn der Geschäftsführer drer Kollegen am Montag nicht wieder in Arbeit nehme. Erne stürmische Debatte entspann fich nun, als der Polier der jforma erklärte, daß alle drei wieder dort arbeiten sollten. Dieses wurde aber allseitig bezweifelt, da, wie behauptet wurde, von der Firma erst Arbeiter von Frankfurt a. M. nach Berlin expedirt worden seien, unter der Bedingung, daß dieselben dem hicfigen Fachverein nicht beitreten. Herr Hempel kntrfirte dieses Vorgehen und betonte, daß man schon im.�Zn« teresse der hiefigen Meister, welche den Akkord- tarif anerkannt haben, ganz streng verfahren müsse. Nachdem fich noch mehrere Redner im gleichen Sinne geäußert hatten, wurde einstimmig beschloffen, daß, falls die drei Ge- maßregelten nicht sofort wieder in Arbeit genommen werden, unverzüglich die Sperre über das Geschäft verhängt und vre Streikenden unterstützt werden sollen. Der Vorfinende, Herr Stieber, wurde beauftragt, sofort mit der Firma in Unterhand« lung zu treten, und wenn keine Einigung zu erzielen sei, die Sperre zu proklamiren. Von einem kranken Mitglrede, welche? nach Auflösung der Ortskasse der Steinmetzen in eine freie HilfSkasse nicht aufgenommen wurde, war ein Unter« stützungsgesuch eingegangen, und wmde demselben eine Unter« stützung von 4 Marl pro Woche gewähch außerdem beschloffen, erne Kollekte für den Kranken zu vei anstasten. Kr. Eine Generalversammlung der Mitglieder der Zentral Kranken und Sterbekasse der Tapczirer Deutschlands, Filiale Berlin, fand am Mittwoch bei Gratweil zu dem Zwecke statt, über Anträge für den am 3. Januar 1886 in Frankfurt a. M. stattfindenden Kongreß zu derathen und zu beschließen und die Delegirten zu wählen. Der Kasfirer Herr Thiemann stellte den Antrag auf Aenderung des § 14 des Statuts, welcher bestimmt, daß ein Mitglied, welches 26 Wochen an einer und derselben nicht durch ärztlich konstatirte Genesung unterbrochenen Krankheit krank gewesen, für die nächstfolgenden 13 Wochen nur noch das halbe Krankengeld zu beanspruchen hat. Er wieS darauf bin, daß, wenn in der 25. Woche durch den Arzt eine andere Krankheit konstatirt werde, laut§ 14 die Kasse verpflichtet sei, weitere 26 Wochen hindurch das volle Krankengeld zu zahlen, und schlug vor, den§ 14 dahin abzuändern, daß er die Zahlung des vollen Krankengeldes 26 Wochen hintereinander nur einmal innerhalb eines Jahres zulasse. Nach sehr langen Debatten wurde der Antrag mit Rückficht darauf, daß der vom Anttagsteller vorausgesetzte Fall doch nur böchst selten ein- treten werde, abgelehnt. Mehrere auf eine Erhöhung der zur Bestreitung der örtlichen Verwaltungslosten festgesetzten 5 Prozente von den eingezahlten Beiträgen abzielende Anträge wurden auch abgelehnt. Nur der Antrag des Herrn Wildberger, daß aus dem Statut die Bestimmung entfernt weide, welcher zufolge von dm kranken Mitgliedern, die in Krankenhäusern auf Kosten der Kasse �bandelt werden, die syphilitisch Kranken den Zuschuß von 65 Pf. pro Tag für die Angehörigen nickt erhalten, sanv allseitige Zustimmung. Mit- theilungen, betreffend die Entschädigung des Kasstrers und des Bevollmächtigten für ihre Mühewaltung, führten dazu, daß auf Antrag des Herrn Sander für den Kasfirer 80 Mark und für den Bevollmächtigten 20 Mark vierteljährlich als fixe Besol- dung ausgesetzt wurden. In Betreff der zu wählenden Tele- girtcn wurde, um die Z-ntralkasse weniger zu belasten, ße- schloffen, nicht 6(w.lche Anzahl zu entsenden die über 600, Mitglieder zählende Filiale Berlin berechtigt ist), sondern nur 4 zu wählen. Aus der Wabl gingen als Delegirte die Herren Sander, Wildberger, Thiemann und Becker hewor. Für die Mitglieder der Allg. Kranken- und Sterbe« Kasse der Metallarbeiter(E. H.29 Hamburg), Filiale Berlin VI, findet Sonntag, den 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, Elisabethkirchstr. 6, bei Herrn Kilian, eine Versammlung statt. Tagesordnung: Kassenbericht pro September und Oktober. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Quit« tungsbuch legitimtrt. Eine Bersammlung des Vereins„Vereinigung deutscher Schmiede" findet am Sonnabend, 14. November, Abends 8Vi Uhr, in den Gratweilschen Vierhahm, Komandantenstraße 77—79, statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des RcvetitorS Hm. Peters, Lehrer an der Kgl. Thierarzneischule, über Huß Beschlag. 2. Diskusfion, Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiede� und Fragetasten. Wir laden die Mitglieder, sowie särmnüw Berliner Kollegen zu dieser Versammlung hierdurch ganz eraeb� ein und bitten, die Bestrebungen des Vorstandes, das iB'W der Mitglieder auch auf diesem Gebiete zu erweitern, di� zahlreiches Erscheinen unterstützen zu wollen. Der wirb durch bildliche Darstellungen vom Vortragenden" läutert. Auch die Herren Meister werden hierzu ergeben? geladen. Eine öffentliche Handlungsgehilfe«- Bersammlndt mit dem Thema: Was erwarten die Handlungsgehilfen � dem am 19. November zusammentretenden Reichstage? j®? am Freitag, den 13. November, Abends 8'/, Uhr, im schen Saale, Kommandantenstr. 71/72, statt. Jeder Aaufaop ist hierzu eingeladen. Der Fachverein der Tischler veranstaltet morgen abend) Abend in Jordan's Salon, Neue Grünstr. 2s, Tanzkränzchen. Bill.ts find nur vorher zu haben bei den gliedern Heckmann, Manteuffelstr. 40 IV.; Schicht, straße 40a IV.; Lindemann, Barutherstr. 9; Krüger, Kodst/ straße 14; Thierbach, Neue Königstr. 72, und Schulz, straße 83. Am Montag, den 16. d. M.. findet eine wL ordentliche Generalversammlung statt.(Siebe Inserat.) Vereinsversammlungen im Norden Berlins finden nicht' am Mittwoch nach dem 1. und 15. statt. Nähens wird noch bekannt gemacht. Allgemeine Metallarbeiter Kranken- und Sterbet� (E. H., Hamburg) Filiale 5. Sonnabend, 14. Abends 8'/, Uhr, Versammlung, Lothringerstr. 81. Zentral-Kranken- und Sterbekasse der Fabrik' k'! andarbeiter beiderlei Geschlechts(E. H. Dresden,""L erwaltung Berlin SO.). Die Zahlstellen befinden Lausitzerstr. 52, Ecke Skalitzerstraße; Adalbertstr. 74; —— r QS � Wrangelftr. 95 bei Lewin, Lokal. Daselbst werden r, Sonnabend Abend von 8— 10 Uhr Beiträge entgegengenoi»� sowie neue Mitglieder aufgcno r men. Ebenfalls zu jeder Tageszeit Aufnahmeschcine verausgabt. Da � nli«N«r rorrtien«rfurfif. ihr« SR«t!rn>« nflnffftrh und im*rE glieder werden ersucht, ihre Beiträge pünktlich und im zu entrichten. Gegen Restanten, welche länger als 8&� Beiträge schulden, ist die Verwaltung verpflichtet,' Abs. b, in Anwendung zu dringen. Fachverein sämmtltcher im Drechslergewerk tigtcn Gewerksgenoffen. Sonnabend, den 14. NovetnMJj Besten der Unterstüvungskassen im Louisenstädliscken Dresdenerstr. 72—73: Geselliges Vergnügen. Große A Vorstellung„Der Troubadour". Nachher„TanzkwVy Billets zu bedeutend ermäßigten Preisen find zu ho Prause, Adalbertstr. 91, 3 Tr.; Pindric, Manteuffelfi Quergebäude; Sündermann, Gitschinerstr. 61, 3 Tr.'. mann, Naunynstr. 4, 3 Tr. und A. Mönch, Alexast im Lokal. Mater. Overnhan». Heute: Der Barbier von Sevilla. Schausvtelhau». Heut«: Hamlet, Prinz von Dänemark. Deutsches Theater. Heute: Don Carlos. Friedrich-WilhelmstädtischeS Theater. Heute: Offenbach« CycluS. Die schöne Helena. «efldent-Theater. deute: Theodora. Wallner-Theater. Heute: Herr und Frau Hippokrates. Mcssa-Dora. Belle-Alltance-Theater. Heute: Der Hypochonder. Walhalla-Operetteu-Theater. Heut«: Don Cesar. Biktoria-Theater. Heute: Messalina. Alle. Heut«: Zum 105. Eentral-Theater. ße 32. Direktion: Adolph Ernst. tale: Die wilde Katze. Gesangsvosse in 4 Akten von W. Mannstädt, Mufik von S. Steffen». Louisenstädtisches Theater. Direllion: Jos. Firmans. Heute: Don Juan. Osteud-Theater. Heute: Am Altar. Kdniastädtische« Theater. Heute: Gastspiel der Liliputaner. Die kleine Baronln. Theater der Reichshalle«. Täglich: Aufreten sammtlicher Spezialitäten. Ameriean-Theater. Täglich: Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Kaufmann'S Vrnrletö. Täglich: Große Spezialitäten-Vorstellung. Konkordia. täglich; Auftreten sämmtlicher Spezialitäten und theatralisch« Vorstellung._ Alhambra-Theater. Wallnertheaterstraße 15. Heute und folgende Tage: Der Lumpensammler. Drama in 5 Allen nebst einem Vorspiel von Felix Pyat. In Paris auf dem Theatre de la Ponte St. Martin über 100 Mal mit außerordentlichem Erfolge gegeben. Bor der Vorstellung: Großes Konzert der Hauskapell,.. �»ce&& ag 8 Haehr'8 Camino. Orantenstratze 24. Naunynstraße 65«. DSalich:«rosse Spealaiiinten-Voratellnnr. Neu! Austreten de« derühmten Mignon-TanierpaareS Ge« Passage 1 Treppe. 9 U. Morg. bis 10 U. Ab. ser-P Kais l a« o r a m a. Pränscher» anatomisches Museum WM- im rotlien Schloss"MW ron» Morgens bis 10 Abends für erwachsene Herren. Freitag gsnaer Tag OälllCIltfli�. 2700 August Herold MBt Berlin SO., IIS Skalitzerstrasse 113. Möbel-, Spiegel- mul PoljleWMM-Magazil» _ Bpene Fabrik. SoM» Preiste. Prompte Bedienung.' Bersammlung des Fachver.f. Schlosser ii.Berufsg. am Sonnabend, den 14. November, Abends 9 Uhr, in©rfttlPCtrS iöicrtjallcn, Kommandantenstr.77/79. ' TageS-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Canitz über die Lunge und ihre Pflege in gesundem und krankem Zustande. 2. Diskusfion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fcage« kästen.|2761 Anfjecocdfiittiiiie(Benecafoetfammlimg des Fachvernvs d. Steiudrucker u. Lithographen Sonntag, den 15. November, Vormittags 10 Uhr, im Palmen-Saat, Neue Echönhauserstrahe Rr. 20. _ Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Stadtv. G ö r ck i. 2. Diskusston. 3. Verschiedenes.— Aufnahme neuer Mitglieder. Zahlreiches Erscheinen unbedingt erforderlich. Der Vorstand. 2757j Albert Schulz, Chorinerstr. 84. Fachverein der Metallarbeiter in Gas-, Wasser- u. Dampf- Armaturen. Mitglieder-Versammtung � am Sonnabend, den 14. November, Abends 8 Uhr, in GratweiUS Bierhallen, Kommandantenstraße 77/79, (oberer Saal). Tagesordnung: 1. Wahl des ersten Vorfitzenden. 2. Vor« trag d«S Herrn M i ch e l s e n. 3. Vierteljahrs Abrechnung. 4. Abiechnuna vom Kränzchen. 5. Bestätigung der Fachkommisston. 6. Regelung des Arbeitsnachweises. Der Vorstand. Fachverein sammtlicher im vrcchslergewerk beschäftigten Gewerksgevosse«. Am Eonnadend, den 14. November. Abends 8 Uhr. im JLonlaensiädllschen Theater, DreSdenerstr. 72/73: Grosse Opern-Borstellung und Tanzkränzchen zum Besten seiner Unterstützungskassen. Zu zahlreichem Besuch ladet ein 13755 _'_ Der Vorstand. Fachverein der Tischler. Montag, den 16. November. Abends 8V, Ubr. in Jordan'S Salon, Neue Grünftratze 28: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Antrag, b-trcffend Wahl einer Fach. kommisfion. 2. WaS gedenkt der Verein hinfichUich der Gewerk schaftSbewegung in nächster Zell zu thun? 3. Antrag des Vorstandes wegen Abänderung des Statuts. 4. Verschiedene« QuittungSduch leaittmirt. Neue Mitglieder werden auf- genommen.(2754) Der Vorstand. Verantwortluder Redattem«.«rouheim in»erlin. Druck und Verlag von Max«adwg in«erlin 8W.. Beuthftraße'" Eine öffentliche Geueralversammluug der Zimmerleult Berlins und Umgegend � findet am Sonntag, de« 15. November. BoamMssA lich 10 Uhr, in der Tonhalle, Friedrichstraße 1'-", Tages-Ordnung: 1. Abrechnung über vre gesammelten und vcrauSga» der deS GcneralfondS d. B. Z. �.«nS 2. Besprechung der Fragen, die von Seiten jje».. j»' der Bau, Maurer- und Zimmermeister zu Bk« Lohnkommisfion ergangm find. � 3 Verschiedenes. ,, Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist jedes Zimmermanns, zu erscheinen._„ 2760) 3. A. Sonntag, den 15. November, Vormittags 10 findet eine Versammtuug FtchvtttiW der Zteivträztr � in Eeheffer'S Lokal. Jnsetstraste 10, statt- 1. Unsere heutigen witthschaftlichen Verhältnisse, � ftnb die Aufgaben der Lachvereine? « rn Referent: H. M i ch e l s e n. 2. DrSkulfion und Verschiedenes. SHe Mitgliedsbücher müssen als Legitimation werden, �eue Mitglieder werden auiaenommen. CtutralKriillKciilllillt der#4�" Verwaltunasstelle Berlin- g# ® 0i" nvQ dend. den 14. Novemb-r. Ab" z0! in den Annin-Hallen. Kommandanten Äußerordeutliche Haupt- versaV�V Gm fteundl�möbl� Zimmer Fliederstraße S.Echlafst. 15.Nv f.6 Mk. Avaldertllr. 4 Hof> Arbeitsmarkt. Knopf Spulerinnt« %"u"nt' ..„ Tüchtige Stnckateat- 1-f für Werkstellen werden verlangt Zimmcrstraße�' � x« d« %