»r. 27 l. Donnerstag, de« 19 Monemder 1885. n. Jahrg. rrliiicrlDlbtilnll Brgan für die Interessen der Arbeiter. Da« J»erlitttt Bolksdl-t� AbinmemeAttprei» wöchentlich 35 «nnetne vtt. 5 Pf. vomrtag«-!Zcummer nm illustr. Beilage 10! (Eingetragen in der Postzeiwngtpreisliste für 1885 unter Nr. 746.) Jnsertioasgeduhr beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10, Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 ul._ Nachmittags in der Expedition. Berlin 8W., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annonce«- Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. KEC3 Redaktion i Kenthstraß« 2.— Gexeditioa: Jimmerftrahe 44. f Aissichttii. v Während der verflzssenen Zahre wurden die Sessionen ? deutschen Reichstages gewöhnlich mit der Versicherung �lfaet, daß in Europa keine Kriegsgefahr vorhanden sei daß Deutschland« Einfluß sein Theil dazu beigetragen Wir hofiMi in der ledten Zeit nun mehr als einmal d« Ecfahru »iJat zwei Ursachen. P|\ifkunvm v»iii|4wp|v»»% die a t 1 w der letzten Zeit nun mehr als einmal «rfahrung mache« müssen, daß der so mühsam aufrecht !di»o l europäische Friede auf sehr schwachen Füßen steht. - kit im« rMnA«.,, Einmal ist Europa auch im Frie» k. �suer gerüstet und bewaffnet; zum andern lassen" sich kk r �'e äu einem Kriegsfall führen können. Nicht Jfi.rJ0.lokalificen" wie früher, in Folge des ausgedehnten i» Verwicklungen in Egypten, in Hinterindie», " �-- t-—--——— I th M M iöätroiamngen IN Egypten, IN ralafien und anf den Karolinen werfen heute ihre hatten nach Europa herein. Und im Augenblicke schlägt n Balkan lodernd empor. Die gegen die Bulgaren und schon sind gefallen, schon ,st das erste Blut ge- —"'• w D I Marschiren Schüsse «nth Europa herein. Und im Augenvlicre tz die Knegiflamme am Balkan lodernd empor marfAiten oeaen die Bulaarea und scho hS*' 1878 haben auf europäischem Boden die Kanonen «No�'rrN' dagegen haben auf überseeische« Gebiete« Siek T Kanonen um so lauter ihre Stimme erhoben. in Ki? �ahre europäischen Friedens— da« ist schon viel Slorn raschlebigen Zeit. Aber die Kriegsgefahr ist keinen & t a von Europa gewichen. Die orientalische iL 8*' die wie eine Pandorabüchse einen unerschöpfliche» Y««*.Kriegsfällen" enthält, läßt Europa nicht zur e�men. zu Zahre» brüte» die Mächte darüber, was dagegen |tt% und sie finde» kein andere« Mittel, als ab und ther e Vertagung der kriegerischen Aktionen zu bewirken. �«aufgeschoben is----— w erbevl . chten �.[* w,»...—-—. Grenze. Wir waren von vornherein, wie wir de« ->» diesen Blättern dargelegt, der Ansicht, daß die buk» ' Revolution blutige Kämpfe nach sich ziehen werde. Nun ...�.»ff v:. cn.x-ij.. daß ein kriegerische» oben ist nicht aufgehoben", wie wir sehe», und -" Milan einige Wochen lang ferne ifrt hat, rückt er nun doch über die »achd�MI-dove« ist mq» krie!>l,>" Serbenkönia i bulg�? Absichten versich 0#�'7)�©rcitzc, SBir w.»---------- �esen Blättern dargelegt, der Ansicht, daß die bul Revolution blutige Kämpfe nach sich ziehe« werde. Nur rftudj��Rechnung«bücher ist auch die Klappe in der That zu ich bebaute sehr, daß ich erst vor einige» Mo- sekr„. Vorzüge diese« Möbels entdeckte; Papa muß ei» �tischet Mann gewesen sein." war'« m allen Dingen," nickte die Generalin. "gob wie waren seine Beziehungen zu Onkel Willy?" freundschaftlich gerade nicht, zwei harte Steine »llwz? feiten gut. Aber im Laufe der Zeit würde da» sich �'�ausgeglichen habe» �Wa« ist da«?' fragte Arabella rasch im Tone de« Er- ,1m QT�.xXT 1a. � � xl. C— Vlrn mun..%i* vw,, fTtta«»raüeua raiq im �one o�-v �ttti«n' während sie die Messerklinge tiefer in die Fuge t»nd?.! hängte.„Mama, sieh nur, die Fuge wird brerter � obere Decke gibt nach." fcheinst ja jetzt überall Geheimnisse zu wittern. 11 Geveralin, indem sie langsam sich erhob. «in wäre rt den« so erstaunlich, wenn die Klappe «-berme, Versteck enthielte?» ."w��weg«, da« mag oft vorkommen.". HT#- �ve ig r. Vachforschungen emsig fortsetzte.»Die >t hohl, ich bemerke e« deutlich—" Grenzen des Orient« überschreitet und die Mitte und den Weste« Europas erfaßt. Nehmen wir einmal an, aus den gegenwärtigen Händel» entspinne sich, waS ja bei einer Aktion Griechenlands ganz leicht möglich, wieder ein Kampf zwischen Rußland und der Pforte. Wenn die Pforte Griechen, Albanesen und Ver- wandteS niederwirft, wiro Rußland interveniren. Läßt sich die Pforte diese Znterventio» nicht gefallen, so ist der türkisch-rusfische Krieg da. Die Pforte wird in einem solchen Kampfe von den überlegenen Streitkräften Rußlands wahr- scheinlich besiegt werden. Wenn die Russen wieder, wie vor sieben Jahren, vor Konstantinopel stehen, so wird von der Pforte die Hilfe oder Vermittelung England« aogeiufen werden. Und wenn Rußland nicht auf die englischen Vor- schlüge eingeht, sondern eben so brutal auftritt, wie vor Kurzem in Zentral-Asien, so wird der Kampf zwischen Eng- land und Rußland da» Resultat der Wirren am Balkan sein. Ein solcher Kampf würde die halbe Welt durchtobea; fast auf allen Meeren, in Europa, in Mittel- und Hinter- asien, womöglich auch in Amerika und Australien würde dieser ungeheure Kampf auSgefochten werden, der in Wahrheit einem Weltbrande gleich käme. Alle Handel«- und Verkehrsbeziehung-n zwischen den Welttheilen würden gestört und das Hineinziehen der übrigen Groß- mächte in de» große« Streit hinge nicht von einer staats- männifchen Berechnung, sondern vom Zufall ab. Diese verschiedenen.Wenn" können auch nicht ihr .Denn' finden. Aber die Aussicht auf Erhaltung de« europäischen Friedens ist ebenso ungewiß, wie die Befürchtung, die Knegiflamme am Balkan möchte weiter um sich greifen. Unter diesen Umständen klingt e« naiv, wenn ein offiziöses Wiener Blatt die Welt mit folgenden schöne» Worten zu trösten sucht:„Die Mächte weide» auf die neu geschaffene Situation Rücksicht nehmen.(?) So traurig die Rückwirkung des Ereignisses auf Oesterreichs Handel werde» kann, so liegt doch in der Eintracht der Mächte eine beruhigende Bürgschaft gegen die Störung de» allgemeinen Frieden«." Als ob der allgemeine Frieden nicht schon gestört wäre! Daß die westlichen Mächte in der Orientfrage so zi-m- lich einträchtig sind, glaube» wir gerne. Aber das heilige Rußland? Das offizielle Rußland sitzt im Rath der Groß- mächte und unterschreibt mit sanfter Miene die Friede»«- Protokolle; da« offiziöse Rußland aber hetzt die Völker auf der Balkanhalbinsel durcheinander und führt dadurch jene Kriegsfälle herbei, welche de» europäischen Frieden in F.age stellen. So lange die Mächte diesem heuchlerischen Doppel- spiel nicht ein Ende machen können, werden ihre Konfere«- ze», Schiedsgerichte und Vermittelunge» immer gleich resul- tatloS sein. „Zch will Onkel Willy rufe»." „Bitte, thue das nicht." „Fürchtest Du seinen Spott?" „Das nicht, aber— warte jetzt, bin ich auf der richti- ien Fährte. Hier liegt die Feder, ich will einmal ,!ark darauf drücken— ah, da haben wir da» Ge» heimniß!" Die Generalin schien da« doch nicht erwartet zuhaben; mit sichtbarer Ueberraschung blickte sie auf die Papiere, die in der halb geöffneten Klappe lagen. „Bitte, laß mich zuerst nachsehen," sagte sie mit leise zitternder Stimme,„es find Dokumente, welche Dein Papa hinterlasse» hat, ich will ihren Inhalt prüfen." Arabella hatte sich bereit« erhoben, bereitwillig trat sie zurück, während Frau von Stuckman» vor dem Sekretär �latz nahm. .Der Stammbaum der Familie von Swckmann", sagte die Generali», nachdem sie da« erste Dokument entfaltet und beiseite gelegt hatte;„Du kannst ihn später einmal mit Muße studiren. Das Testament Deine« Großvater«� ich habe Dir dessen Inhalt schon früher mitgetheilt. Briefe, die ersten, die ich an Deinen Papa schrieb. wa« ist dies? Ein Vcrzeichniß de< Summe«, die von dem General erhalte» hat?" „Darf ich e« sehen?" fragte Arabella. „ES hat ja für Dich keinen Werth." Arabella blickte die Mutter erwartungsvoll an eralin schwieg, sie hotte bereit« ein anoereS Dokument lltet, dessen Inhalt sie im höchste« Grade zu interessiren „Onkel Willy hat in jenem Zahre enorme Summe» empfangen," sagte Arabella nach einer Pause.„Zetzt kau« ich mir erklären, weshalb Papa auf keinem freundschaftliche« Fuße mit ihm stand." Frau von Stuckmann schien die Worte nicht gehört zu haben, die schöne» Auge» blickte» starr auf da« Doku- was hast Du entdeckt?" fragte das Mädchen ��Verwirrt blickte die Generalin auf, dann bedeckte sie %i«, Und W-lly die Ob sie es thu« werden? Leider kann uns das, wa» mir bis jetzt erlebt, darüber keine besonder« tröstliche» AuS» sichte» eröffae«._ Volitifche lieber ficht. Die einleitenden Geschäfte der ReichstagSsesfio» werden sich, wie man der„Nat.-Ztg." schreibr, sehr schnell vollziehen, da die Wiederwahl des bisherigen Präsidiums, imd zwar durch Zuruf, außer Zweifel ist. Liegt der gekämmte Etat bereits am Donnerstag dem Hause vor, so dürfte am Montag die erste Berathung stattfinden und noch im Laufe der künftigen Woche die zweite derjenigen Theile des EtatS folgen, welche nicht an die Budgetkommisfion gewlesen wer« den. Man wird wohl in der geschäftlichen Behandlung des Reichshaushaltsetats ebenso wie in früheren Sessionen verfahren. Der BundeSrath ertheilte den Etats de« Reichsbeeres, des Reichsinvalidenfonds, des Auswärtigen Amtes, des Reichs- schatzamtes, des ReichSamtes des Innern, der Reichsschuld, so« wie dem Entwurf eines Geleves über die Feftstillung det ReichshaushaltsetatS für 1886—1887, sowie dem Gescheniwurf, detreffend die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke des Reichs» Heeres, der Marine und der Reichseisenbahnen seine Zustim« mung. Die Denkschrift, betreffend die Hebung der deutsche« Hochseefischerei, die Ueberstcht der ReichsauSgaben und Ein» nahmen tür das EtatSjahr 1884—1885, die Revision der in den Motiven zum Kasen.irungSplan angeführten Kosten über» schläge wurden den Ausschüssen überwiesen� Da« bürgerliche Gesetzbuch für da« Deutsche Reich. Wie berichtet wird, ist jetzt von den fünf Theilcn, aus welche« daS neue bürgerliche Gesetzbuch bestehen wird, auch der letzte, welcher das Elbrecht dehandelt, von dem dafür bestellten Re- daltcur lOde:landeSge'.tchtS> Vizepräfiden, Dr. v. Schmitt), so weit fettiggestellt, um von der Gesammt-Kommission demnächst in Berathung genommen werden zu können. ES find nun von der Gesammt Kommission die Theilentwürfe über da« Familienrccht und Erdrecht und die Entwürfe eine« Ein- führungSgesetzes und mehrerer Nebengesetze noch zu beratben und festzustellen. Wie es heißt, werden die Arbeiten der Koni- Mission Ende 1887 vollständig zum Abschluß gelangen. ?lür den Wollzoll wird jetzt von den Herren Agrariern ebhafte Agitation entfaltet. In der Sitzung des Schaf- züchtervcreins der Provinz Ostpreußen vom 24. Oktober wurd« wie die„Danz. Ztg." mittheilt, ein� Petition an den Reichstag beschlossen, in welcher beantragt wird,„auf die Emkuhr ausländischer Wollen einen Zoll und zwar von 30 Mark pro Zentner Schmuywolle, 60 Mark pro Zentner gewaschener und 90 Mk. pro Zentner fabrikmäßig gewaschener Wolle zu legen." Diese Petition zirkulirt jetzt bei sämmtlichen landwirthschast« lichen Vereinen zur Annahme und Unterschrift und soll, sobald als möglich, an den Reichstag kommen." Die erledigte Staat«sekretär-Stelle, in welche, nach den Behauptungen verschiedener Blätter, Graf Herbert Bis» marck einrücken soll, ist noch immer Gegenstand lebhafter Er« örterungm in der Presse. Während die oppositionellen Par- die Augen mit der Hand, und als sie einige Sekunden später die Hand sinke« ließ, hatte sie ihre Ruhe und Fassung wieder gefunden. „Darin, daß Deine Aufmerksamkeit auf diesen Sekretär gelenkt wurde, und daß Du ihn in Gebrauch nahmst, nehme« mußtest, erkenne ich da« Walten der Vorsehung," sagte sie, und die bleichen Wangen rötheten sich allmälig wieder. rv r* y•»» „Zch habe niemals eine Ahnung davon gehabt, das Dci» Papa eine letztwlllige Verfügung hinterlassen haben könne. Damals, nach seinem plötzlichen Tode, ist allerdings danach (sucht worden, aber als man ustter den hinterlaflene« iapierea nicht« Derartiges fand, wurden die Ruch, forschungen nicht weiter fortgesetzt, e« lag ja auch, wie wir glaubte», keine Veranlassung zu einem Testament vor." „Und jetzt hast Du e« gefunden?" fragte Arabella i» fieberhafier Spannung „Za, mein Kind, und ich fürchte, sei» Inhalt wird Dich beunruhigen." „So bezöge« sich darauf meine Ahnungen!" „Wie wäre da« möglich? An der Echtheit de« Testa« me«ts ist nicht zu zweifeln, der General hat e« eigen» händig geschrieben und mit seinem vollen Name» unter» zeichnet." „Und der Inhalt, Mama?" „Vertreibt un» au« diesem Schlosse!" „Unmöglich!" „ES ist so, Bella, und ich zürne Deinem Papa de«« halb nicht, find mir doch die Gründe bekannt, die ihn be- wogen haben, diese Bestimmungen zu treffen." Arabella warf einen raschen, forschenden Blick auf di« Thüre, die auf den Korridor führte, dann zog sie die Por» tiere, die das Boudoir mit dem anstoßenden Gemach ver« band, zu. „Diese Entdeckung ist niederschmetternd," sagte sie, ge» waltsam ihre Erregung bekämpfend,„sie ist e« um so mehr, weil sie so spät erfolgt." Die Generalin nickte zustimmend, und ein tiefer Seufzer entrang sich ihrer schwer bedrückte« Brust. „Zch will Dir da« Dokument vorlesen," erwiderte sie leien dafür vlaidiren, daß daZ erst vor Kurzem von 36000 auf 50000 Mai! gesteigerte Gebalt wieder herabgesetzt werde, treten die Offiziösen gegen diese Forderung auf, indem sie darauf hinweisen, daß fich das frühere Einkommen des Staats- fekretärs im Auswärtigen Amte schon zur Zeit deS Herrn von Bülow als unzureichend erwiesen habe. Inwieweit dies zu- treffend ist, mag dahin gestellt bleibm eS muß aber demgeaen- über ausdrücklich hervorgehoben werden, daß die GchalrSer- HSHung lediglich unter Bezugnahme auf die persönlichen Ver« hältnifse deS Grafen von Hatzfeldt erfolgt ist, weil dieser fich nur unter dieser Voraussetzung zur Uebemahme deS ihm an- getragenen Postens im Auswärtigen Amte bereit erklärt hatte. Diese Voraussetzung trifft gegenwärtig nicht mehr zu, und der Reichstag hat daher ein Recht, zu verlangen, daß zunächst der Nachweis darüber gefühlt werde, ob ein Einkommen von 36000 Mark nebst freier Wohnung auch für den AmtSnach- folger des Grafen von Hatzfeldt unter allen Umständen unzu- länglich sei. Die„Norddeutsche Allg. Ztg." erhält ihrer schamlosen Artikel halber, die fie in Beziehung auf die Diätenklagen ge- bracht hat, von einem konservativen Blatte, den „Dresdener Nachrichten", folgende wohlverdiente Lektion. Das Blatt schreibt:„Daß der preußische FiskuS mit seinen Diäten- klagen bisher kein Glück gehabt hat, gefällt natürlich der „Nordd. Allg. Ztg." nicht und fie tritt in einer längeren Kritik des von dem tzalleschen Landgericht in der Sache gefällten Erkenntnisses für die Begründung der fiskalischen Klage ein. nur auf dem Wege der künstlichen Interpretation, Sie kann dieS--------------—--------- �. wobei fie gegen die Erklärung des Fürsten BiSmarcklselbst ver- stößt, der bei der Anregung der Frage im Reichstage selbst erklärte, man könne nicht in die Verfassung hineininterpretiren, was nicht darin stehe. DaS Blatt schließt seinen Artikel mit den Worten:„Wir können unser UrtheU hiernach nur dahin zusammenstellen, daß das Hallesche Erkenntniß gegen die Reichs« Verfassung verstößt und zwar gegen eine der fundamentalsten Bestimmungen derselben. Die Reichsverfassung ist, wie bekannt, nur auf Grund eines Kompromisses zu Stande gekommen, der eben diesen Arttkel 32 betraf. Ein Abgeordneter, der Privat- diäten annimmt, verletzt diesen Kompromiß und bricht dre Ver« faffung. Wir zweifeln nicht daran, daß auch in unserer Recht- sprecbung diese Auffassung schließlich zum Ausdruck gelangen wird." Aus dem letzteren Satze steht ganz unvcrhüllt das Be- streben hervor, die fernere gerichtliche BeHand- lung der Diätenangelegenhett im Sinne deS FiskuS zu beinflussen. Die« und die Bezeichnung de« Halleschen Erkenntnisses als eines verfassungswidrigen schlägt der Achtung vor den Gerichten und der Rechtsprechung geradezu in'i Geficht. Und da» geschieht an einer Stelle, wo man darauf Bedacht zu sein vorgiebt, die Autorität der staatlichen Organe stärken zu wollen!"— So daS konservative Blatt. Wie wir hören, wird diS Verhalten der„Nordd. Allg. Ztg." in dieser Sache im Reichstage selbst noch die gebührende Beachtung finden. AuS Darmstadt(Hessen) wird der„Franks. Ztg." unterm 16. November geschrieben: Den Ständen ist soeben der ange« kündigte Gesetzentwurf, betr. die Unterbringung jugendlicher Uedclthäter und verwahrloster Kinder, zugegangen. Darnach können zunächst(Art. 1)- ähnlich dem preußischen Gesetze- Kinder, welche nach Vollendung deS zwölften Lebensjahres eine strafbare Handlung begehen, von Obrigkettswegen in eine ge- eignete Familie oder in eine Erziehungsanstalt verbracht wer- ''" Rücksicht auf die Beschaffenheit der straf- den, wenn dies mit......,..........__..... baren Handlung, aus die Persönlichkeit deS Krndes, der Eltern oder sonstigen Erzieher desselben und auf dessen übrige Lebens- Verhältnisse„zur Verhütung weiterer fittlicher Verwahrlosung erforderlich ist." DaS Gleiche kann— immer unter der Vor- aussetzung, daß bei Fortdauer der bestehenden Verhältnisse daS Kind an geistiger oder fittlicher Ausbildung erheblichen Scha- den leiden müßte— mit Kindern unter sechSzchn Jahren ge- schehen, welchen von ihren Eltern die„nothwendigste Nahrung und Körperpflege" vorenthalten oder welche fortgesetzt schweren Mißhandlungen ausgesetzt oder von ihren Eltern zum Bösen verleitet, resp.„vom Bösen nicht abgehalten" werden können. Dann fährt Z 3 in einem Zusatz fort:„Die gl.iche Maßregel kann von Odrigkeitswegen deiKindern über sechs und unter sechs« zehn Jahren getroffen werden, welche zwar eine strafbare Hand« lung noch nicht begangen haben, deren bereits zu Tage ge- tretene fittliche Verwahrlosung aber die erziehliche Einwrrkung der Eltern und der Schule in Berückfichtigung der Persönlich- keit der Eltern und des KindeS, sowie der sonstigen Ledeni« Verhältnisse deS letzteren als unzureichend erscheinen läßt." Die Unterbringung zur Zwangserziehung erfolgt nach(durchaus nothwendiger) Anhörung der betheiliaten Verwandten, der Bürgermeisterei, des Pfarramts, des SchulvorstandS»c. durch (von Amiswegen oder auf Anttag) herbeigeführte Beschluß- fassung der VormundschastSbehörde, als welche im Sinne dieses Gesetze? daS Amtsgericht des Wohnorts deS KindeS fungirt. Zur Antraastellung find berechtigt die Staatsanwaltschaft, die Bürgermeisterei, die von derselben etwa getrennte Ortspolizci» behörde, die Eltern, Großeltern, der Vormu..d und der Pfleger des KindeS. Gegen den Beschluß der VormundschastSbehörde steht dem Antragsteller die Beschwerde beim Landgericht zu, „auf de« Verstorbene» soll und darf kein Schatte» fallen." Arabella holte ei» Tabouret und setzte fich zu Füße» ihrer Mutter, und die Generali» legte ihre Hand auf die lichtblonden Locken de« voll inniger Theilnahme zu ihr auf- schauende« Kinde«. „Den erste» Satz übergehe ich," sagte Frau von Stuck- maan leise,„er enthält mit innige« Wort?» des Danke« und der Liebe die Bitte an mich, die Bestimmuagen diese« Testament» auSzuführe« und dem Erblasser nicht zu zürne«. Dann fährt der General fort: „„Mei» seliger Vater hatte die Bestimmung getroffen, daß der ganze Grundbesitz ungetheilt auf mich übergehe«, und mein Bruder Georg mit einer verhältnißmäßig geringe» Summe abgefunden werden solle. „„Die Gründe, die meinen Vater zu dieser anscheinend ungerechte« Verfügung bewogen, wurden mir nach der Uebernahme seine« Nachlasse» klar. Hätte er denselben zu gleichen Theilen seinen Söhnen vermacht, so würde der Grundbesitz binnen Kurzem in fremde Hände gekommen �„„Stuf dem Gute ruhten bereit« namhafte Hypothek- schulden, die behuf» einer Theilung de« Vermögen« hätte» vermehrt werden müssen, und da kein batre« Kapital vor- Händen war, so würde Derjenige von un» Beiden, der da« Gut übernahm, sein ganze« Eibtheil einer verlorenen Sache aeopfert haben...,. „„Zvdeß bettachtete rch ttotzdem von vorne herein die letztwillige Verfügung unsere« Papa'« al« eine Unge- rechtigkeit, von der mein Bruder hart bettoffen wurde, und ich war entschlossen, Georg dafür zu entschädigen. „„Za welcher Weise aber konnte die« geschehe«? Die Einkünfte de« Gute» waren nicht so bedeutend, wie e* den Avschnn hatte. Sehr natürlich, die Hypothekforderuvge« mußten verzinst werden, überdie« war dee Verwaltung in den letzte« Jahren keine muflergiltige gewesen. Ich mußte vor allen Dinge« die Verwaltung anderen Händen anver- ttaue« und sodann die Schulden zu tilge» suchen. .„Da, war freilich leicht gesagt; aber woher die Mittel nehmen? den Eftern, resp. Großeltern zedoch nur dann, wenn der Be- schluß auf Unterbringung lautet. Die gerichtlichen Verband- lungm find gebühren- und flempelfrei. Die Zwangserziehung "': Zeit auf Ve erlischt 1) mit dem 18. Jahre; 2) vor dieser Zeit auf Ver- fügung des KreiSamts, wenn die Gründe der Zwangserziehung in Wegfall gekommen find. Die Kosten der Unterbringung ttagen zunächst die zur Alimentation Verpflichteten; find solche nicht vorhanden, hat auch das Kind kein eigenes Vermögen, so fallen die Kosten der öffentlichen Kasse zu, welche eine etwaige Armenunterstützung leisten müßte, doch so, daß ihr später die Hälfte von Staatswegen ersetzt wird. Soweit der Korrespondent der„Franks. Ztg.".— Wir haben schon oft genug darauf hingewiesen, daß vor Allem nothwendig ist, der Verrohung und Verwilderung der Jugend vorzubeugen, durch Verbesserung der Lage der Eltern, so daß diese im Stande find, ihre Kinder besser erziehen zu können. So lange das nicht geschieht, machen solche Gesetze den Eindruck, al« ob man den Zapfen zudreht, das Spundloch aber offen läßt._. Zur Orieutkrise läßt fich die„Köln. Zig/ von den Berliner Offiziösen telegraphiren:„Die Ereignisse auf der Balkan-Halbinsel werden mit der öffentlichen Ungeduld, die eine baldige Entscheidung herbeiwünscht, nicht Schritt halten können. Es erscheint dabei erst in zweiter Linie von Wichtigkeit, ab das Waffenglück den Serben oder den Bul- garen günstig sein wird, denn weder das Eine noch daS Andere würde die Lage klären. Da» Vorgehen ver Serben wird allgemein getadelt, und eS wird nirgends angenommen, daß Oesterreich dafür verantwoftlich zu machen sei. Die Ucber-- einstimmung der drei Kaisermächte bleibt im Gegentheil eine vollständige, und diese Uebereinstimmung bietet die best- mögliche, wenn auch nicht eine vollkommen sickere Bürgschaft dafür, daß der europäische Friede nicht gestört werde. DaS rasche Handeln der Serben ist übrigen« nicht im Stande gewesen, dem Fürsten Alexander dort Sympathien zu verschaffen, wo er vorher noch keine besaß, denn in diesen Kreisen betrachtet man das Vorgehen Serbiens, wenn auch nicht als eine nothwendige, so doch als eine leicht erklär- liche Folge de« bulgarischen AujstandeS. Die Schuld, die Arbeit des Berliner Kongresses angegriffen und deren Ver« nichtung versucht zu haben, bleibt in den genannten Kreisen mit vollem Gewicht auf dem Fürsten Alexanver hasten. Wa« die Haltung der Pforte angeht, so hält man ein bewaffnete« Einschreiten für den Augenblick für ausgeschlossen." AuS dieser offiziösen Auslassung geht deutlich genug hervor, daß man der Lokalistrung de« entbrannten Kriege« keineswegs sicher ist. Auch die Griechen lassen jetzt wieder von fich hören. Der griechische Minister Delyanni» hat den bulgarischen Minister de« Auswärtigen in nachdrücklicher Weise auf die nicht zu rechtfertigenden Belästigungen griechischer Unterthanen, sowie auf die von bulgarischen Beamten verübten Beleidigungen der Bilder der hellenischen Majcstären aufmerksam machen lassen. Der griechische Minister TrtkupiS hat fich dahin ausgesprochen, die Opposition werde keine Kabinetsfrage aufwerfen und den Regierungsvorlagen keine Schwierigkeiten bereiten. Die Nach- richt, daß griechische Truppenbewegungen gegen die Grenze stattfinden, wird al« falsch bezeichnet. Ob es dennoch nicht richtig ist, muß abgewartet werden, da bekanntlich in den Ballanländern programmmäßig gelogen wird. Die Serben, welche an Zahl den Bulgaren weit über- legen find, scheinen weitere Erfolge errungen zu haben. Eine offizielle Meldung vom Kriegsschauplätze besagt: DaS serbische Hauptquartier ist nach Zaridrod verlegt. Die von den serbischen Truppen angegriffene Stellung bei Dragoman ist am 15. Abends von den Bulgaren verlassen worden, die Ver- schanzungen bei Tru wurden am 16. genommen, die Bulgaren gänzlich geschlagen und Tru selbst besetzt. Wir haben zwei Geschütze genommen. Am Timok hat ein Bataillon bulga- rischer Freiwilligen gleichfalls die Waffen gestreckt.— Nach einer anderen Depesche schlug der serbische General Leschjanin, welcher die Nordarmee kommandirt, am Montag die Bulgaren auch zwischen Kula und W i d d i n. Die bulgarischen Truppen wurden zerstreut und ließen ihre Tobten und Verwundeten auf dem Schlachtfelde zurück. Den Serben fielen 1000 Gefangene in die Hände' ihre Verluste find angeblich oerhältniß> mäßig gering.— In Ä e l a r a d ist der erste Transport von r, N Verwundeten angekommen, für die Aufnahme der bulgarischen Kriegsgefangenen werden Räumlichkeiten in der Festung vor- itet. Met dem Gesandten der Pforte find Verhandlungen der« wegen Verletzung deS türkischen StaatSgedieles eingeleitet, welch« noch fortdauern. AuS Sofia wird berichtec, daß Fürst Alexander von Bulgarien bei der Hauptstellung der Bulgaren, Sliwnitza, ein- getroffen ist, wo ein Angriff der Serben, welche über den Dra- gomawPaß vorrücken, erwartet wird. Aus Rumelien treffen Zuzüge von Truppen in Sofia ein. Sliwnitza, wo fich die Bulgaren zu erneuertem Widerstände festgesetzt haben, soll eine nock weit festere Stellung sein, als das schon sehr beschwerliche DefilSe von Dragoman, „„Ich hatte noch keine befriedigende Antwort auf diese Frage aefunven, al» ich den Advokat Rabe kennen lernte. Er rreth mir zu Spekulationsgeschäften, und gerade zu der- selben Zeit wurden Aktten eine« Bergwerks auSgebote», in dessen Rentabilität Niemand Vertrauen setzte. „„Ich verließ mich auf den Raih de» erfahrenen Mannes und von diesem Tage an verwaltete Rabe mein Vermögen so umsichtig und mit so vielem Glück, daß ich schon bald die Hypothekschulden abtragen konnte. „.Georg wird sich erinnern, daß ich ihm oft eine Summe anaeboten habe, und daß er stets mein Anerbieten ablehnte. Er wollte darin ein Almosen erblicken, und e» gelang mir nicht, ihn eine« Anderen zu belehren. „„Mein Plan war fettig. Ich wollte so lange matten, bi» ich eine baare Summe erworben hatte, die dem Wetthe de» Gute« entsprach, und dann meinem Bruder die Wahl zwischen dem Gute und dem Kapital anheimstellen. „„Die Ausführung diese» Plane« wurde durch meine Heirath verettelt. „„Georg konnte rntt nicht verzeihe», daß ich eine Bürgerliche al« meine Gattin heimführte, während ich seine schroffen Voruttheile nicht gelten ließ. Ez kin zu einer heftigen, leidenschaftlichen Auseinandersetzuna zwischen un« und von diesem Augenblick waren wir geschieden. Meinen Plan hatte ich ihm nicht genannt, ich mußte ja erwatt en daß er in seiner gereizten Stimmung ihn nicht genehmiaen würde. .„Seitdem habe ich Georg nicht wieder gesehen- ich grolle ihm nicht, so sehr auch seine Unversöhnlechkeit mich betrübt hat. „.Damit aber mein Plan, dem ich die Hälfte meine« Leben« widmete, nicht unerfüllt bleibt, und damit da« alie Unrecht wieder aut gemacht wttd, bestimme ich folgende» als meinen letzten W'llen, dessen Ausführung ich meiner iheuren rechtlich denkenden Gattin anvettraue.' „„Hinterlasse ich bei meinem Tode keinen männlich-» oder überhaupt keinen Leibeserben, so soll der qauie besitz auf meinen Bruder Georg übergehen, fall« dieser»ich! mehr lebt, tritt sei» Sohn al« Erbe ein. In diesen,»III » erhält meine Gattin da« gesammte Baaroermvgen, alle aber es ist auch die letzte derartige Position vor Sofia. den die Bulgaren auch aus dieser Stellung geworfen, st M Sofia(die Hauptstadt) offen vor dem Feinde da, es t# denn, daß die bulgarische Armee demselben noch in csst» Feldscklacht zu begegnen wagte. Bisher fehlte ei den SSuW an Streitkräften, ib e festen Post ionen auf der HauptW Pirot-ZaridroZ. Sofia gegen Umgehungen zu sichern; es jetzt Alles darauf an, daß ibnen dies bei Sliwnitza 0% Tru liegt von Sofia noch 60, von Dragoman nur 25 M mcter entfernt. Die jetzt in Tru stehenden Serben kor� also bei weiterem gemeinsamen Vordringen mtt dem 3"� dem letzteren, da die beiden Straßen eine konzentrische K'» tung haben, leicht die Hand reichen und ihrerseits 6�� im Süden umgehen, wenn nickt die Bulgaren aus dem des Landes und von Oftrumelien her allmälig Veistärkw erhaften. Dchtveiztz.„ a Basel, 16. November. Der Große Rath deS Kanv» Basel(Stadt) nahm ein Gesetz an, betteffend die une«' ge ltli che Beerdigung für alle Klassender� völkerung. Belgien. Die„Allgem. Ztg." läßt fick aus Brüssel schreiben Jj der sozialistischen Parier� ist eine Krifis ausgebrochen. � Folgen zunächst in dem Verschwinden ihres�wichtigfien des„Na....... kündigte....v-.v.................... nitro zum letzten Mal erscheine, nachdem es mehrere No» lang zwischen Tod und Leben hin und her geschwankt, j? „National belge" gehörte zu jenen sozialistischen Blättern,% mit einer überaus derben Ausdrucksweike eine unglM? Kühnheit verbinden und weder die Gerichte noch den fürchten. Das Organ, der belgischen Revolutionäre hat 0% seines Bestandes das belgische Königlhum in der heftigsten angegriffen und einen Boden für republikanische Gesellst? geschaffen. Man muß seinen Redatteuren immerhin d» rechliqkeit widerfahren lassen, daß fie fich nicht scheuten-" ... � TK i'ch nicht jcheun»>-a ihre Ideen die Verantwottlichkeit voll und ganz zu ttagen- er alle Mitarbeiter des„Nattonal belge" haben den Arm*5 gierung zu fühlen bekommen, allein ihr Blatt fuhr st�-C Königlhum und die modeine Gesellschaft in ihren G-UN� anzugreifen. Gabriel Marchs wurde vor zwei Jahren% dem Ministerium Fröre Orban aus Belgien ausgewiesen- Volders wanderte von Gefängniß zu G-fängniß, und% Paepe. einer der gebildetsten und aufgeklärtesten G Belgiens, welcher auch alS Schriftsteller einige Be! fitzt, wurde zu wiederholten Malen vor die Geschworenen Allein diese Maßregeln fruchteten nichts. Jahre l diese Männer den Kampf g'gcn die Regierung fort. Kraft erlahmte. Die E tzrehuva deS Postdebit«, da« deS Einzelverkaufs und ähnliche Maßregeln entzogen die wichtigsten, materiellen Existenzbedingungen. Der belge" ist mit einem Anathema Cäsar de Paepe'S heutige Gesellschaft gestorben, allein die Regierung ¥% nichts erreicht. DaS Blatt ist tobt, aber der Gedanke, � es getragen wurde, lebt. So wenig Sympathien „National" und seinen revolutionären Tendenzen � Ein Tele Ml(Süd-f Cmopa mit,: nsen Vertro ftwebende Q 1«?« Vertrag ?i 01!$ begr ftev Revubli siiielt wird,! W, für kür \Eeptembe milchen den «Ä Wichel in C Mdknöpfche % gearbe SnS Z«halte. *Wen aus Ä einvns �.«reinbw N beschäf l�agenen von £*s K« Ä' s- DaS % einen wafe vi s STK »WWW%) tional", wie einst die Pariser„Lanterne", in manche werthe Zustände unserer Gesellschaft hineingeleuchtet f"'- die« lehrt un« die Geschichte, daß die gewaltsame Ur eines Gedankens niemals zum Ziele führt. Unsere würde fich gefährlichen Jllufionen hinzeben, wenn fie der belgische Sozialismus sei nunmehr gestorben.- Wie man auch jetzt schon hört, werden die Brüsseler und Repudlrkaner bald schon ein neues Wochenblatt r ftN welches den sehr deutlichen Titel fürt ,�a RSpublifl»''J# Die ganze Redaktion des„National belge" ist bei die>'!W -,...--Ar,,„inbt D'Cft Blatte bclheiligt. UeberdieS wiid schon für Neujahr WgJ dung eineS neuen täglich erscheinenden repudlikantslbZ,� angekündigt. Unter diesen Umständen wäre wohl nio'Lr als die Anschauung, der belgische Sozialismus sei 1#" dem„National belge" ini Grab gesunken. Frankreich. Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, soll W kusston, welche eine Ministerkrisi« Herbeiführen könnte, der Präsidentenwahl vermieden werden."' ________ Letztere iX beschleunigt weiden, daß der Kongreß bereit« zum% sammen berufen wird. Bei dem Präsidenten GrevS�m dem Präfidenten des Senats, Le Royer, würden in r »'ehung Schntte gethan werden.,. - Gerade zur paffenden Zeft für das KabmN komntt erne Verne Eregesnachricht aus Tongking- m. % hrnn Stfe.S teSii Jtellt find; viele derselben wurden getödtet oder Emgeborenen unterstützen die Aktion der Truppen-' Jaumont hat mehrere Punkte zwischen dem Rothe" Weißen Fluß besetzt. ______=_™=====_==—)Ü Pretiosen und denjenigen Theil de« Mobiliar»,% ihre neue Wohaung mitzunehmen wünscht. ieschrrr, die Gemälde laß gäbe ihre« Werth?« »»Für de» Fall soll diesem der Grundbesitz verbleiben meinem Bruder anheimfalle». .„Meine Gatii« wird alsdann für ein« � drücklch, diele Verwaltung ihrem Bruder 1" � y sich niemals mein Vertrauen zu erwelbf"�. der nieder Jaics* B ■ schar S5 �.Franzi! Ä % bitt *4 4; a SS »vr .. Di« Teneralin legte da» Dokument ihre Tochter auf die Eiirne.-.jleS, rJ et« freundliche Heimath." �*/ W f die Antwort nicht nahe? Der 5�� diesem Testament in Kevntmß gesetzt werde«. .Und Onkel Willy?"-.w, MS MMN „Augenblicklich?• sei f � m& '»Hr.. wie Sfobe] Ä! iu4i»SÖo . �4, «f* aehti, i. foi'1 cs«l t o|ß# Sulz-« Hmtflni täfl5iS 25 O [ Urin i«? SlW n3nnC unts', i ß«& ribtn:? n, � 5J] xn £■ utcil.Z ff fmff." Amerika. , Ein Telegramm der Regierung der Argentinischen Re« »Ml(Siid-Amerika) thcilt den Vencetem der Regierung in Europa mit, daß Argentinien mit dem benachbarten Brastlien Vertrag abgeschloffen hat, welcher dte_ seit Jahren Awebcnde Grenztrage zwischen den beiden Ländern regelt. x«ser Vertrag wird rn Argentinien alS ein freudiges nationale? Ereigniß begrüßt, indem dadurch, wie vormals mit der chileni- wbi Republik, eine Verständigung zwischen beiden Ländern Welt wird, die jede Kriegsgefahr, wenigstens von dieser Seite N für künftige Zeiten beseitigt. Der Vertrag wurde am � September d. I. im Auswärtigen Amt zu Buenos Ayres Welchen dem bevollmächtigten brasilianischen Gesandten und argentinischen Minister deS Auswärtigen abgeschloffen, [mb die Abtretung der Grenzlinie in dem bcstlittenen Terri- Jwium„Mistones" einer gemischten Kommisston über» «agen._ Gerichts-Zeiwng. Gotha, den 16. November.(Trucksystem.) Am vorigen Dienstag fand hierselbst vor dem Landgericht eine Verhandlung M, die das allgemeine Interesse erregt. Der Kaufmann Vischel in Großtadarz beschäftigt mit der Anfertigung von Mldknöpfchen eine Menge Personen in den verschiedensten �ten des HerzogthumS Gotha, u. A. auch den Günther Koch �Ohrdruf, der fich, nachdem er bereits früher für daS Ge» ichast gearbeitet hatte, im Jahre 1880 als Arbeiter wieder »ndot Böschel nahm ihn an, aber unter der Bedingung, daß M für seine Arbeit(Knopfrinael) nur die Hälfte seines LohneS Mr erhalte, für die andere Halste aber Schnitt- und Kolonial« «-°rm aus dem Böschel'schen offenen Ladengeschäfte Entnehmen Me. Koch, der sich damals in großer Noch befand, war v®1« einverstanden, und so wurde nach Ausweis der Bücher �vereinbarte Verhältniß bis zum 20. Juni d. I. fortgesetzt. M beschäftigte seinerseits auch wieder Leute mit den ihm Mäzenen Arbeiten, und da er so arm ist, daß er diese Leute r die von ihnen geleisteten Aibeiten nicht auS seiner Tasche � bezahlen konnte, auch eine andere Gelegenheit, die von che! erhaltenen Maaren preiswerthig los zu werden, nicht S-w, so zahlte er dieselben auf dieselbe Weisc auS, wie Böschel Stgenübet that. Da nach§ HS der Gewerbe- Ordnung « che Verträge nichtig find und die vöschel'sche HandlungS- stch als eine strafbare darstellt, so wurde Anklage erhoben. .wurden nicht weniger alS sechzig Falle konstatirt, in denen el die erwähnte Zahlungsweise in Anwendung gebracht Das Gericht erkannte gegen Böschel, der fich auf diese iU-tinen bedeutenden Vortheil verschafft hatte, auf eine dftrafe von 600 M. oder sechszig Tage Gesängniß. Künstlers Erdenwalle«. Dem Richter des Bezirts« ssnchtez Landsttaße in Wien wurde kürzlich der engagements« �.Schauspieler Franz Geringer als Häftling vorgeführt. ein. H'I' dessen Kleidung sehr defett ist, macht vor dem Richter -le Verbeugung. Richter: Erst kürzlich wurden Sie !as m... LA des Geschickes Mächten ist ive».« m«rroeugung. miwrrr.«.in wuivt» y« Ci°" Bagadondage und Bettelni abgesttaft und nun stehen L? wieder da.— Angrkl.(pathetisch): Mein hoher Richter I _________ ,,....... kein ew'ger Bund zu flechten. lviii der Eine mit irdischen Gittern überschüttet wird. al Zweiter hungern.— Fortuna hat ihm einst gelächelt, Tie n Oon ihm gewandt und er fintt tiefer, tiefer. Richter: tkCr? gtstcrn Abend gebettelt und wurden dabei betreten. Ziick. w h°ven Sie gebettelt?- Angekl.: Ach. mein hoher d»«m' der Magen knunt. da öffnet fich die Hand, und �lächelt, ich war ein großer Künstler, doch schwarze depn?»checken nun meine Sonne, aber ich verzage nicht, bock � schwarze finstere Wolken dringt die gold'ne Sonne � r-------— 8nofff7 Achter: Sic sollten fich doch um Arbeit umsehen.— »im y' Leicht gesprochen, schwer gethan! Wo, wo nimmt m:.................. kf% "" wenn man wen aufnimmt, und durch diese ... � c------.ch in den Abgrund, aus dem ich mich dann einem Äon?t streben. mät"cimm�Fasttage in Dichter, bisher hatte ich fieben." und im Abgehen . �Musensohn vergnügt lächelnd vor fich hin:„Nur ein x n- �ziaies»nd ArveiterbeWegung. ? �freien Konkurren»" tritt nun auch ein rechts« LN's Bbtt, die„Elberf. Ztg.", in einem wesentlichen scharf entgegen. Es äußert fich über daS Heranziehen Arbeiter folgendermaßen:„Die Bedenklichkeiten, welche Heranziehung ausländischer Arbeitskräfte zu ! ,i,wtrthschaftlichen Verrichtungen in volkswirthschattlrchcr Be« hat, werden noch erhöht durch den tiefen Stand der �. Franziska erschien, Frau von Ewckman» gab ihr de» iju Befehl, und Arabella zog sich hinter ihren Blumen- a?. bie Fensternische zurück. bin ��ungslo« trat Rade ei»; es beftemdete ihn aller« stdv � seine Schwester ihn schon wieder um eine Unter- M bitte, ließ, aber er war eher auf alles Andere, als »>ese Mittheiluogen vorbereitet. diock," habe Dir eine sehr unangenehme Mittheilung zu »»d?' begann die Generalin, nachdem er Platz genommen Qb scharfen prüfenden Blick auf Arabella geworfen I-vi L"""* Mittheiiung, die uns Alle berührt und gleich- %t• e'n Blitz au« wolkenloser Höhe auf uns nieder« y,—. schweifte der Blick Rabe's zu dem schöne« »jz.� hinüber, es schien fast, als ob er von ihr allein <3> Aufschluß erwartete. '�arf ich Dich bitten, zur Sache zu kommen?* aie in irgend einer Meise Kenntniß davon svh*' daß der General ein Testament hinterlassen habe« blickte betroffen auf. *» lnick'"' dieselbe Frage hat auch der Zustizraih Walter »ieser K�nchtet," sagte er zögernd.„Wie kommst Du zu �"NUthung?" "äj habe da« Testament gefunden." 'Z' /Merzest. Adelaide." S in der Klapp« des Sekretärs." e s'�öte die Lippen auf«inander, ei» trotziger Zug heit zn» stine Mundwinkel, ein Zug, der seine Entschlossen« _.M*°'e Stirne zu bieten, erkennen ließ.. � "hig.'st da« Dokument?" fragte er anscheinend , Generali, gab es ihm. e»," sg��viel darum, wen« wir es früher entdeckt soll«,!a der General an einen anderen Ort Kultur, auf dem die herangezogenen Arbeiter nicht selten stehen. Rammtlich die polnischen Arbeiter erfreuen stch keineswegs eines guten Rufe?. In Halle a. S. wurden vor kurzem solche Arbetter wegm eines groben ExzeffcS zu längeren Äefängniß- strafen vcrurtheilt. Von einem anderen gleichartigen Erzeffe wird aus der Gegend von Eislebm berichtet. In Deutschland giebt eS wahrlich Arbeitskräfte mehr denn zu viel, als daß man nöthig hätte, ste aus der Fremde zu holen und da« durch die inlandischen Bedingungm der Lohnarbeit zu ver« schlechtem. Maffmhaften Engagements ausländischer Arbeiter gegenüber, die lediglich dazu vienm, ebenso viele heimische Ar- deiter entbehrlich zu machen und auf die Landstraße zu werfm, wären hindernde Schritte der Behördm vollständig gerecht- ferttgt."— Solcher Amßerungen halber wäre noch vor wenigen Jahren ein Blatt von dm Liberalm in Acht und Aberacht ge« than worden„als eine Verrätherin am liberalen Prinzip." Jetzt wagen die Liberale» kaum mehr solchm Angriffen gegenüber ihr sogenanntes Prinzip zu verlheidigm. An Hamburg hat sich auch ein Arbeiterinnenoerein ge« bildet, der in erster Linie die Lohnfrage in die Hand ge- nommm hat. Wir wünschen, daß dem neuen Vereine die vielm Streitigkeiten erspart bleiben mögen, welche fich leider in Berlin bei der Arbeiterinnenbewegung in den Vordergrund gedrängt haben. Der Streik der Handschuhmacher in Nltenburg ist in mehrerm Werkstätten zu Gunsten der Arbeiter beendet worden, da die Fabrikanten die geforderte Lohnerhöhung ein« tretm ließen. Nur in der bedeutendsten Fabrik bei Rmniger und Söhne dauern die Differenzen fort, weshalb vor einem Zuzug von Handschuhmachern nach Altcnburg gewamt wer« dm muß. Eine allgemeine vuchdruckerversammlung, die im Krystallpalast zu Leipzig tagte und sehr zahlreich besucht war, nahm nach längeren Debatten folgende Resolution an: „Die Leipziger Gehilfenschast erklärt fich unter ausdrücklicher Äufrechterhaltung des Prinzip? der Tarifgemeinschast zwischen Prinzipalm und Gehilfen für eine Revifion des Tarifs in allen seinen Theilen und deauftragt eine fiedengliedrige Kom« misfion mit der Ausarbeitung eines den Zeitverhältniffen ent» sprechmdm revidirten Tarifs unter Berücksichtigung der 9 stündigen Arbeitszeit. Die Kommission hat in kürzester Frist das Resultat ihrer Arbeit einer allgemeinm Ver« sammlung vorzulegen".— Man steht hieraus, daß der zehn« stündige Maximalarbeitstag im Arbeiterschutzgesetzentwurf nicht zu niedrig gegriffen ist, da jetzt schon verschiedene Gewerk- schaften noch eine geringere Arbeitszeit anstreben. vom Kasstrer, sondem vom Direktor, der gleichzeitig Lagerhalter war, verwaltet wurde, und daß dem Konttolmr lediglich die Kontrole darüber zustand, ob der zum Verkauf gebrachte Branntwein den Verhältnissen gemäß gut war.— Nette Zustände das! Eine großartige Arbeitsgelegenheit wird stch in Holland eröffnen, da dort daS Projekt, den Zuyder-See auszutrocknen, greifbare Gestalt angenommen hat. Durch diese Trockenlegung würde dem Lande eine fruchtbare Provinz er- worden und für Jahre lang für Arbeit gesorgt werden. Uebri- gens ist das Projekt schon alt; doch hat man eS ebenso oft, wie es auftauchte, wieder fallen lassen, da die Kosten ungeheure sind. Doch nimmt man nunmehr an, daß der Plan jetzt endlich zu Stande kommt. Ueretne mh Versammlungen. Der Fachveret« der Rohrleger hielt am Sonntag, den 15. d. Mts., im Lokale von Wolff u. Krüger, Skalitzerstr. 126, seine Generaloersammlung ab, in welcher der Kasstrer den vierteljährlichen Kassenbericht erstattete. Hierauf erfolgte die Wahl deS Vorstandes. Gewählt wurde als 1. Vorsttzender A. Becker(ver Stellvertreter desselben wird in der Versamm- lung am 13. Dezember gewählt), I. Schriftführer K. Breitholz, Stellvertreter A.Link«, 1. Kasstrer Em. TolkSdorf, Stellvertreter t. Köppe. Zu Revisoren wurden gewählt: H. Pirsch, M. lmmermann und Er. Tollsdorf. WSdann wurde die Wahl von 7 Kommisfionsmitgliedern vollzogen. Die Wahl fiel auf folgende Vereinsmitglieder: E. Glave, A. Roseman, A. Frisch, O. Krohn, A. Hirsch, H. Winkelmann und E. Voigt. Das Arbeitsn achwcisedureau blieb in Händen deS Herrn Bayer, Elsafferftt. 58, l. Außerdem wurde bekannt gemacht, daß der Vorstand die erste Zahlstelle, Dresdenerstr. 43, bei Gennrich, eröffnet, woselbst Beiträge Eonnabends Abends von 8—10 Uhr angenommen werde. � Eine Versammlung der Etuckatenre tagte am 15. d. M. in Niest's Salon, Kommandantenstraßr 71/72, mit der Tages« ordnung:„Das UnfallverfichrrungS. und daS Arbetterschutz« gesetz. Der Referent Herr Kreutz behandelle das Thema sehr eingehend und legte der Versammlung an« Herz, Rücksprache mit den Arbeitgebern zu nehmen, um dieselben zu bewegen, daß fie fich freiwillig den Berufsgmossenschaften anschließen und ihre Arbetter verstchern. Ebenso mögen die Arbeiter die Ver- antwortung für daS„Rüstungsbauen" nicht mehr übernehmen, denn durch diese selbstständige Handlung entzieht stch der Bau- resp. Maurermeister jedweder Verantwortung. Der Referent ging nun näher auf die einzelnen Punkte ein, und betonte namentlich, daß bei Unglücksfällen die Vcrstcherungspflicht erst von der 14. Woche ab eintritt, für die ersten 13 Wochen hab-n die Krankenkassen die Unterstützung zu zahlen. Die Kranken- lassen würden dieS aber für die Dauer, ohne ihre Beiträge zu erhöhen, nicht leisten können, eS möge daher Niemand davor überrascht sein, wenn die Erhöhung der Beiträge verlangt wird. Ferner wieS der Referent dm auf hin, daß eS fich empfehlen würde, die Broschüre über das Unfallverficherungsgesetz zu beschaffen. Zum Schluß wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die am 15. November in Nieft's Salon tagende Versammlung der Etuckateure erklärt fich mit den Ausführungen des Referenten vollständig einverstanden und wird so viel w'e möglich dafür Sorge tragen, daß die Solidarität unter den Stuckateuren gefördert wird. Die Mitglieder-Versammlung des Fachvereins stimmt« licher an Holzdearbeitungs- Maschinen beichäftigten Arbeiter konnte am Montag nicht stattfinden, weil der Wirth, Herr Böttcher, den Saal verweigerte. Warum? wird in der öffcnt« lichen Versammlung(dieselbe findet Sonntag Vormittag 10'/, Uhr, Andreasstr. 21, bei Keller statt) bekannt gemacht werden. Herr Tischlermeister Ferd. Mitan wird über: Zweck und Ziele der Fachvereine referiren. Die Wohlthätigkeits Matinee findet am 29. d. Mts. in der„Urania", Wrangelstr. 9. statt,«illets » 30 Pf. werden in der öffentlichen Versammlung am Sonn» tag ausgegeben. keine Veravlassung dazu vor, Du wach ja eo ipso die Universalerbin." „Der Vechorbene hat andere Bestimmungen getroffen," schaltete Arabella ein. „Zn der That? Da« wäre eine unverantwortliche Un« gerechtigkeit." Rabe begann jetzt mit der Lektüre des TestamevtS, seine Miene wurde immer finsterer und die Lippen preßten sich in mühsam verhaltenem Grimm auf ei». "�'Uad was soll nun geschehen?" fragte er. „Zch werde dieses Testament dem Oberst vorlegen," er« widerte die Geoeralin entschlossen. „Du selbst?" Za Willy!" "Ünd wenn er nun fragt, weshalb das Testament ech jetzt,»ach 19 Iahte«, aufgefunden worden sei?" .So werde ich ihm die Wahrheit antworten." „Aber Du wich ihn nicht zwingen können, Dir Glau« Die�blltzmden°�lu�a�der schönen Frau heftete« fich ich ft.. lich nicht, und ich muß es ihm überlasse», ob er m,r glauben will oder nicht." .Das Klügste und Einfachste wäre, da« Testa« JJ"* Kommen' die�Bchi'mmungen desselben zur Ausführung, — Ha, ist Dein Ernst nicht. Willy!" fiel die Generali« unrechtmäßig im Besitz desselben. Davon kann keine R.de sein," erwiderte Rabe, den die derbe Zurechtweisung ärgerte..Ein Testament, dessen Inhalt Niemand kennt, kann unmöglich ausgeführt werden. Kleine Mittheilnnge«. Staßfurt, 16. November. Ueber einen entsetzlichen Un« glücksfall, welcher fich vor einigen Tagen im Nachbarorte Heck- lingen zugetragen hat, erfährt man hier folgendes: Ein achizehnjährigeS Mädchen war bei den Arbeiten mit dem Dampfpflug beschäftigt. DaS Mädchen wurde plötzlich von dem Pfluge erfaßt, so daß ihm beide Beine zerschnitten wur« den. Nach der sofortigen Ueberführung in daS Landkranken« Haus zu Bernburg mußte der dort fungirende Arzt die Am- putativ» des einen Beines vornehmen. Man hofft, die Ampu« ttrurm deS anderen umgehen zu können, aber immerhin bleibt der Zustand der Verunglückten trostlos. Zur Hinrichtung Lieske'S. die vo . �. geraucht und in der Nacht ruhig geschlafen/ Einem Telegramm deS„Berl. Tagebl." entnehmen wir noch: Den Akt der Exekution leitete der erste Staatsanwalt Uhles au« Frankfurt a. M., und zwar im Zuchthaus zu Weblbeiden bei Kaffel. Nachdem dem Delinquenten schon gestern früh die in AuSficht stehende Vollstreckung des TodesurtheilS mitgetheilt worden war. versammelten fich heute früh der Staatsanwalt, mehrere Richter aus Frankfurt a. M„ zwölf Bürger aus Wehl« beiden und drei andere verren auS Kaffel im sogenannten ArbettShofe, woselbst die Hinrichtung vollzogen werden sollte. Lieske halte gestern Abend noch einen Brief geschrieben. Heute Morgen betete der Pfarrer Koch in der Zelle mit dem Ber« urtheilten, wobei letzterer weinte. Schlag 8 Uhr betrat Lieske unter Führung deS Zuchtbaus-Direktors den Arbeitshof. Der Staatsanwalt verlas das Urtheil sowie die Kabinetsordre be« Königs und übergab Lieske dem Scharflichter Krauts. Plötzlich rief Lieske:„Ich bin unschuldig", und als ihm die Gehilfen des Scharfrichters den Rock auszogen, rief er abermals:„Ich will frei und offen sterben." Weste und Hemd wurden ihm abgestreift, so daß der Oberkö:per entblößt war. Die Gehilfen legten ihn auf den Block, das Beil sauste durch die Luft und der Kopf rollte in den Sand. Der ganze Akt der Exekution dauerte drei Minuten. Mainz, 15. November. Vor dem hiestgen Militärgericht ist eben eine Untersuchung wegen eine« Exzesses anhängi-, welche für die Betheiligten mit schweren Freiheitsstrafen endigen wird. Obwohl der Exzeß, der fich an einem Sonntag in«ehr belebten Straßen abspielte, bedeutende Dimenstonen annahm, so ist derselbe hier um deswillen ganz unbemerkt geblieben, weil die Hauptszenen in dem Hof der„ftolchofkaserne" aufge- sühit wurden. Anlaß zu den blutigen Szenen gab das Untrr« lassen von dem ordnungsmäßigen Grüßen mehrerer Artillerist-'n vor zwei Jnfantericunteroffizleren. Die Unteroffiziere ver- langten, daß die Artilleristen, die das Grüßen unterlassen hatten, umkehren und vor ihnen im Paradeschritt vorbcidcfilüm sollten. Statt diesem Befehle zu folgen, liefen die Artilleristen davon und flüchteten stch. gefolgt von den Unteroffizieren, in den Hof ihrer Kaserne. AIS die Unteroffiziere fich hier Ein« gang velschaffen wollten, w nden fie von den inzwischen mit Besen und allerlei SUllgeräthen dewoffneten Artilleristen mit derben Prügeln empfangen und schließlich schwer verletzt auf die Straße geworfen. der Oberst ist also nicht berechtigt, Dir einen Vorwurf des« halb zu machen. Natürlich vorausgesetzt," fügte er höhnisch hinzu,„daß er Deinen Mittheilunge» vollen Glau�a schenkt." „Arabella kann die Wahrhett dieser Angaben be« zeugen." Rabe zuckte die Achseln, al« ob er andeute« wolle, er bezweifle sehr, daß der Oberst dieses Zeugniß gelten lassen werde. „Ich möchte Dir rathen, mit dem Zustizrath Walter über diese Angelegenheit zu reden." sagte er;„Walter könnt« mit dem Oberst in Unterhandlung treten und die Sache vermitteln. Du bist»un schon so lange hier Ge« bieterr», daß—" „Darauf kann und darf keine Rücksicht genommen werden, Willy, und ich wüßte nicht, weshalb eine Vermstt« lung nöthig oder auch nur wünschenswerth wäre. Die Testameotsbestlmmunge« sind ja so klar, daß sie in keiner Weise einem Zweifel unterworfen werden können. Der Oberst übernimmt den Grundbesitz und ich erhalte da« baare Kapital. Weißt Du vielleicht, wie groß der Betraa de« letzteren ist?" „Etwas über 100 000 Thaler." .Da« wäre eine jährliche Rente von 5000 Thalern," sagte die Generalin sinnend;„ich glaube, damit werden wir auskommen, Bella." „Equipage kau» man bei diesem Einkommen nicht halten," spottete Rabe. »Und ist sie denn ein unentbehrliche« Lebensbedürfniß," fragte Arabella ruhig.„Sieh mich nicht so spöttisch an. Onkel, ich denke wie Mama, die Bestimmungen diese« Testaments müssen ausgeführt werden. Mag der Oberst darüber denken wie er will, wir dürfe» un« durch die Furcht vor etwaige» Zweifeln nicht abhalte» lassen so zu Handel», wie Pflicht, Ehre und Gewissen uns g# Üä ÄÄÄ0""' (Fortsetzung folgt.) Crosse �rickgarn- und Stnipfwaaren-Fakrik Oranienstr. 166 r n r v. t w so �ranienstr. 166 Parterre«. 1. Etage. Parterre u. 1. 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EtwaS auffallend ist es, daß die Jf�aUoe„Echlestsche Zeitung" das Drritlaffenwahlsystem in NVMein schöner Weise kritifirt und fich auf den früheren k"01� sehen Standpur lt stellt, der dieses Wahlsystem als „T�idar wider finnigste der Verachtung aller vernünftigen preisgab. v Konservaiiven find nämlich die einzigen, welche bei llnlr b>en preußischen Abgeordneter wählen unter diesem„wider- 8ien A'skye Erfolge erzielt haoen. lnfw!' Ausführungen des lonservativen schlestschcn BlatteS in.!* dun aber andere konservative Vlätier ihre Betrachtungen, gl'ichfallS das preußische Wahlgesetz als ein ver- L-�dgifcrhigeS hinstellen, zugleich aber erklären, daß die wnde Hand zuerst an das Reichcwadlgesetz zu legen sei ur no(� bei Richtung der öffentlichen Stimm« »?>. haben schon früher einmal all' die schönen .?°>en von Mannesmuth, Ucberzcugunastreue, die stch j�arr öffentlichen Stimmabgabe zeigen sollen, ad absnr- »�0cIu&rt, so daß wir heute nicht näher darauf ein- c r, Doch das Eine sei betont, daß zuvördest die ."�Konservativen für eine in dieser Hinsicht unbefan- tfr/ Regierung zu sorgen haben, die nicht jeden Beamten, », �rtjchritllrch oder sozialdemokratisch wählt, mit schiefen ansteht, unter dem Vorgeben, daß es den Grundsätzen i,,�.0iordneten Rrigierung zuwiderlaufe, daß daS Beamten- f' iaI die Heinde derselben unterstütze. Lünn müßten ferner die Herren Konservativen und die eS fc-ncT. bafür sorgen, daß die Unternehmer und deren Be- fnJfte nicht jeden Ardeiter unrachsichtlich verfolgen, der ,Kges.tzt der Anficht seines„Lohnhcrrn" seine Stimme �ann könnte man nach und nach bei öffentlichen Wahlen ™-•—---/------ L--- L.I>.__ ton konnte man nach und nach bei öffenltlchen Wayien �tu,«» �usvruck der Ueberzeugungstreue sprechen; bei den s�ältniffen aber nicht- Jetzt wird vielmehr bei Strebeit'" die Heuchelei, die ProsUsucht und daS großen Städten, in denen der Partcigeist alle Climns.�ucksichlen überwiegt, manchmal die Ocffentlichkcit der viay u°L°be nicht gesch.ut wird, gebm wir gerne zu. Hatte eine».dei den vorjährigen Reichstagswahlen dafür Wahle,.raschen Beleg im sechsten Berlrner Reichstags- ' wo eine Stichwahl stattfand, bei ver denrvtri.i allein der Kandidat der Sozial- der$,5 Hasenclever, in Frage kam, weil der Kandidat sich an �uttspartei zurückgetreten war und diese Partei staltej.- dir Stichwahl nicht bethelligte. Dadurch ge> �'chen � biese Wahl in der That zu einer öffent- v!ütl�°? bätte nun erwartm sollen, daß die ängstlichen Ge- .�»didn«."s? den Arbeitern, da der Sieg des Arbeiter- Wia J".. doch sicher erschien, stch an der Wahl nicht be- bcvig,"..wurden. Das geschah aber nicht, sonvern der sozial- Vieh,„[i'we Kandidat erhielt noch einige Hundert Stimmen Wci der ersten Wahl. "ich? Singen die 24500 Berliner Arbeiter der Oeffentlichkeit dem Wege. "ur K? das find ja nur Ausnahmen und können auch vkU,"Rahmen fein; fie bestätigen einfach die Regel, nach t v Allgemeinen und besonders in kleinen Städten .�oaliÄ.. m Lande die geheime Stimmabgabe die einzige ingen bm VolkSwillen in etwas zum Ausdruck zu !°«iel"?,Ä!-a auch das Reichswahlgesetz noch so viel Mängel, ?-u,t �?ar« Beschränkungen, daß auch die Konservativen �ischli.k, iusneden sein könnten. Man denke nur an die «�"'oung der Jugend von 20 diS 25 Jahren! Man fasse Von Elise Grimpe. (Fortsetzung.) r..Noch«je m seinem Leben hatte sich Herr Wunderlich iL.übe, die Gegenwart Bernhard'« gefreut wie jetzt, in '"a mißlichen Augenblick. Nun fühlte er sich sicher und fcvw'e keme Rücksichten mehr wallen lassen zu dürfen. tyjell faltete er die Papiere zusammen in denen er r.?uch nicht ein Wort gelesen, denn die Buchstaben vor seinen Augen getanzt, und reichte sie Ehr» hin. hat seine Richtigkeit mit dem, waS in de« . pirrc« steht*', sagte er kalt, indem er einen Schritt zurück- den. W in seiner ganze« Höhe stolz aufrichtete.„Nach fc.; was vorgefallen, haben Sie jedes Recht auf Arbeit bei W-rzt.' ter Jm* verschlossene Kartenthüre wohl schwerlich. "ber gekleidete Mensch da gegenüber kam ihm Qeba** ktwat bekannt vor; er wollte soeben in seinem Wh» IT �"ach dessen Zdevtrtät Umschau halten, al« Ehr- dedend vor Zorn die Papiere, welche ihm Herr bot gil» soeben gegeben, zerriß und seinem Herr« wüthead ''Füße warf. �(bihÄT �den Sie Ihren Wisch l" schrie außer sich vor �'unö der bleiche Mann.„Aber wenn Sie sich vor- Cie haben, mich in den Tod zu Hetzen, dann machen dey i?"u zweifelhaft zum kommenden Sonntag eine schöne Eisbahn zu erwarten. Durch den eingetretenen Frost haben stch die Schiffer, wrtche Frachten geladen haben, veranlaßt gesehen, mit größter Eile die Ausführung der Ordies zu bewirken. Bei den jetzigen hellen Mondscheinnächten bleiben die Schleusen vor Berlin geöffnet und so entwickelt stch hier bei der Stille der Nacht ein geschäftiges Treiben. Diejenigen Schiffer, welche jetzt Berlin mit leeren Kähnen verlassen, haben keine Hoffnung m hr, noch einmal mit einer Ladung nach Berlin kommen zu können. Der bereits mehrfach bestrafte Agent S. wurde gestern wegen Unterschlagung, Urkundenfälschung und Betruges dachte darüber nach, wre e« wohl wäre, wenn der feurige Franzose ihr Gatte geworden. Em gefährlicher Gedanke von einer jurgen Frau,—— doch ihr kam er nicht im miadesten gefährlich vor. Geräuschlos öffnete sich die Thüre und Herr Wunder- lich trat auf die Schwelle. Voll unendlicher L,ebe ließ er feinen zärtlichen Blick auf feinem jungen Weibe ruhen. Er hätte ihre Gestalt mit feinen Augen aufsaugen mögen, so verführerisch schön kam sie ihm r« diesem Augenblick vor. „Guten Morgen liebe Hedwig," rief er innig, herzlich. Sie zuckte leicht zusammen und wandte ihr Gesicht, da« von dunkle«, natürlichen Locken umrahmt war, ihrem Manne zu. Dieser war schon an ihrer Seite und und hielt ihr stumm, aber vor Freude strahlend die Rosen entgegen. .Willst Du etwa mit den Rosen Deine Ungezogen. heit gut machen?" fragte schmollend die schöne Frau und schob energisch die Hand mit dem Bouquet von sich..Geh, ich mag Dich und Deine Rosen überhaupt nicht!" „Aber liebe Hedwig", kam eS vorwurfsvoll von de» Lippen ihre« Gatten. „Nein, ich mag Dich nicht I" wiederholte mit Nach- druck Hedwia, die sich augenscheinlich an dem betroffenen Blick ihre« Mannes ergötzte,..weil Du unverzeilich nach. lässig mir gegenüber aewese« bist. Schon eine volle Stunde warte ich am Frühstückitisch auf Dich. Heute, wo mich nach 4 Wochen wieder zum erstenmale rie ganze beängstigende Einsamkeit de» ThaleS umfängt, hättest Du wohl etwa« rückstchlsvoller gegen mich fein können," zürnte sie. „Du bist ein Kind, meine Liebe;" schmeichelnd er- griff er ihre kleine schmale Hand und führte sie an seine Lippen.„Sieh, währerd Du noch fchlrefst, habe ich schon an Dich gedacht und Dir mein liebeS Herz eine Freude machen wollen."'. .Sehr schön— Du hättest jedoch etwas zeittger damit herkommen sollen, lieber Leo. Hedwig nahm die Rosen au» seiner Hand und be- trachtete sie aufmerksam. Da« Auae ihreS Gatten haftete sich beobachtend auf ihr feine» Gesichtchen; er wollte wieder die Freude, da» Eiftzücksn darin ausleuchten sehen, da» er vor wenigen zur Hast gebracht. Es wird ihm zur Last gelegt, die Bc- trügereten dadurch verübt zu haben, daß er in drei Fällen Annonzen bei der„Deutschen Frauen- Zritung" inseriren ließ, ohne von betieffenden Geschäftsleuten hierzu Auftrog erkalten haben. In einem Falle hat S. den Bestellzettel zum Fnserat mit einer gefälschten Unterschrift versehen und sich auf Grund der Bestellung Vorschüsse von der Inhaberin der Druckerei auszahlen lassen. Außerdem hat er in vier Fällen stch der Unterschlagung dadurch schuldig gemacht, daß er Beträge von Inserenten eingezogen und an die Inhaberin der Drucker ei nur zum Tbeil abgeführt hat. Auf dem hiesige« Görlitzer Bahnhofe wurden in der Zeit vom vom 7. zum 10 d. M. aus einem zum Lagerraum dienenden alten Bretterschuppen 590 Kilogramm gemischte Mesfing- und Kompostiionsspähne im Werlhe von 292 M. mittels Eindrucks gestohlen. Die zur Ermrlteluna des Diebes angestellten Recherchen waren bis jetzt ohne Erfolg. Die Paletoldtebe stellen stch mit Eintritt der kalten Witterung wieder in der Universität ein. So wurde gestern, während stch die Studirenden der Medizin im Saale der Anatomie befanden, aus dem Vorsaal dem Studenten K. ein neuer hellgrauer Uederzieher gestohlen, ohne daß es gelang, den Dieb zu ermitteln. Der Fall ist nicht der erste in diesem Winter, aber zum ersten Male wurde der Vorfall vom Rektor den Studiienven durch Anschlag am schwarzen Brett zur Warnung mitgetbeilt. Dem Erftickungstode ist gestern Vormittag die 5jährige Johanna Echibileky zum Opfer gefallen. Im ersten S'ock deS HauseS Rosensttaße 17 wohnen zwei Wäscherinnen. Die eine derselben hatte gestern eereits in früher Morgenstunde die Wolmung verlassen, die andere, Emilie Schibilsky mit Namen, d>e Mutter des oben genannten KindeS, hatte erst noch den in der Schlafstube des Kindes stehenden eisernen Ofen ange> heizt und stch dann in das in demselben Hause befindliche Waschhaus begeben, um dort ihrer Beschäftigung nachzugehen, während das Kind im Bett schlafend zurückdlieb. Od nun der Ofen überheizt war, oder ob glühende Kohlen demselben ent- fallen find, bat nicht festgestellt weiden können, jedenfalls sind der in der Nähe desselben stehende Stuhl und die auf diesem liegenden Sachen in Brand gerathen. Das Feuer hat dann auch ein Kleideispind ergriffen und in dem der Zugluft ver- schlossenen Räume eine kolossale Rauchentwickelung erzeugt. Erst durch Vilsen Rauch wurden die Hausbewohner auf das Feuer aufmerksam, leider schon zu spät, denn als man in die brennende Stube drang, war das im Brtt liegende Kind be- reits erstickt und alle Wiederbelebungsversuche des schnell herbeigeholten Arztes blieben erfolglos. Die Feuerwehr war zur Stelle. Polizei-Bericht. Am 17. d. M. Morgens fiel dem auf dem Neubau Großdeerenstr. Nr. 44 beschäftigten Maurer Kliem der Hammer aus der Hand und auf die Rüstung der zweiten Etage. Um denselben wieder zu erlangen, sprang er auf die untere Rüstung hinab, brach jedoch mit derselben durch und stürzte etwa 9 Meter tief bis in den Keller hinunter. Er erlitt dadurch eine schwere Verstauchung deS ganzen Körpers und mußte mittelst Droschke nach Bethanien gebracht werden.— An demselben Tage Vor mittag» fiel ein 3 Jahre alres Mädchen am Wafferthorbecken ins Waffer, wurde jedoch, obne Schaden genommen zu haben, gerettet und den Eltern zugeführt.— Um dieselbe Zeit fiel der Arbeiter Partenheimer beim Uebcrschreilen des Straßendammcs in der Rerchendergerstraße vor einem ge- lade vorüber fahrenden Arbeitswagen nieder, wurde in Folge dessen üderfadren und erlitt so schwere Verletzungen, daß er mittelst Dnsschke nach der Charitee gebracht werden mußte. — An d-mseld-n Vormittag fiel eine Frau in ihrer Wohnung Neue Giünstraße Nr. 21 in Folge AusglcitenS auf dem Ofenblech zu Boden und brach dabei den rechten Fuß. Sie wurde nach Anlegung lines NothverbandeS nach dem Krankenhause im FrtedrichShain gedrachl.— An demselben Tage Abends sprang ein Dienstmädchen in selbstmörderischer Absicht an der Schleuse in die Spree, wurde jedoch noch libend aus dem Waffer ge- zo,ren, zur Sanitätswache in der Brüverstraße und von dort mrtielst Kranktnwasiens nach der Ebar-tre gebracht.— Am 18. d. Morgens wurde ern 5 Jahre altes Mädchen in Folge des in der Wohnung Rosenstr. Nr. 17 auf bisher unermittelle Weise entstandenen Feuers durch Rauch erstickt. Das Feuer wurde settens der Feuerwehr in kurzer Zeit gelöscht. Gerichts-Ieitrnig. Beim Zahnarzt. Fräulein Klara Grotzmann war ein recht büdsches Mädchen, wenn fie den Munv nicht öffnete. Ihr Wunich, die häßliche Lücke in der Paliffadenreihe ihrer Zähne wieder ausgefüllt zu sehen, würbe immer dringender, und da ihr die Mittel fehlten, sich auf reelle Weise in den Besitz eines falschen Zahnes zu setzen, so nahm sie zu einer List ihre Zuflucht. Sie erschien eines Tages beim Zahnarzt Wolf, bestellte das Zahnstück und erklärte sich mit den Zah- Tagen bemerkt harte und da» ihm seither unvergeßlich vor der Seele schwebte. „Sie sind sehr hübsch," sagte die junge Frau, ihr Köpfchen verbindlich dem Gatte« zuneigend. Nachlässig legte sie dann da» Bouquet auf den Tisch und ließ die silb.rne Trschglocke ertönen. Em frische», dralle« Mädchen erschien auf da» Zeichen. „Da, Hanna, stelle« Sie die Rosen in Waffer; Sie können hier diese Base von dem Chemmse nehmen." Hanna trat hinzu und griff mft linkischer Geberde nach dem Bouquet. Zn der Regel befinden sich die Dienstboten in Gegenwart ihrer Herrschafren wie in einem Bann und bewegen sich täppisch und befangen.„Ach die schönen Rose»!* rief Hanna mit glänzenden Augen und verschämter Mi«e. Sie erschrak selbst über ihre laute, vielleicht un- paffende Freudeäußerung. Um ihre Beklommenheit zu ver- bergen, st-ckre sie ihr erröthende» Gesicht tief in da« Rolen- bouquet, nicht ahnend, daß sie abermals eine recht despektir- liche Handlung beging. Wie jetzt Herr Wunderlich seine Rosen, an welche er in Gedanken so viel Wonne und zärtliche» Gekose geknüpft, in den dicken auSgearbe teien Händen der Hanna, dazu ihr runde», rothe», gewöhnliche« Gesicht sich in denselben ver- bergen sah, war e» mit seiner Geduld zu Ende. Er sprang von seinem Sessel auf und rief mit vibrirender Summe: „Lassen Sie die Rosen, ich werde sie selbst in» Wasser stellen." Erschreckt, aber auch beleidigt legte da« einfache Dorfkind die Rose» au» der Hand. Ihr schössen vor Aeraer und Scham, daß sie nicht einmal werth sei an ven Rolen der Herrschast zu riechen, die Thräve« in die Augen. Sie wurde feuerroth im Gesicht über diese De- müthigung und schriit gesenkte« Blicke» hioau». Gereizt von allen dielen Aergerlichkeiten ließ die junge schöne F au in qualvollster Stimmung den heißen, duften- den Molka au» der silbernen Kaffeemaschine in die durch, fichtigen kleinen Tassen fließen, welche unter ihren nervösen Beiübrungm laut klirrten. Siillschweigend, mit Bitterkeit im Herzen, laßen sich Herr und F au Wunderlich während de« F-ühstück» genen- über, da«, so reich und einladend e» auch war, doch kaum berührt wurde. lungsbedingungen, 10 Mk. bei der Anprobe und 10 Mk. bei der Ablieferung, einverstanden. Bei der Anprobe konnte Frl. Großmann aber nickt zahlen; fie vertiöstete den Zahnarzt aber bis zur Abvabme; dann solle volle Zahlung erfolgen. An diesem Tage käme nämlich ihre wohldabcn?e Tante au» Bran- denburg, von der sie regelmäßige Unterstützungen er- halte, erzählte sie. Der wichtige Tag erschien, pünkt- lich stellte Fräulein Großmann sich ein; da» Gebiß paßte tadellos und die Trägerin war ein hübsches Mädchen, selbst wenn fie lachte. Sie zog ihr Portemonnaie hervor, legte einen Thaler auf den Tisch, lachte noch einmal freundlich und war mit den Worten: Ich muß schnell zum Bahnhof, meine Tante kommt!" zur Thür hinaus, bevor der verblüffte Zahn- arzt ein Wort herausbringen konnte. 3118 der letztere vergeblich wochenlang auf das Wiedererscheinen der Großman« wartete und auch erfuhr, daß dieselbe zwar keine reiche Tante in Brandenburg, sondern nur einen armen Onkel in Berlin. der Almosenempfänger ist, besaß, da machte er Anzeige wegen Betruges und Fräulein Großmann hatte deshalb gestern vor dem Echöffenaericht zu erscheinen. Allerdings bestntt fie, die falsche Vorspiegelung von der Tante geb-aucht zu haben, der Gerichtshof glaubte aber dem Belastungszeugen un» Frl. Großmann soll den kleinen Geniestreich mrt einer Geldstrafe von 10 M. büßen. Wegen Vergehens gegen da« Unfallversteherungp gefetz halten stch gestern die verwittwcte Drechslermeister Matte Wissel und der Drerbslermeister Franz Joseph Anton Morset vor der dritten Etrajkammer hiesigen Landgerichts I zu veraw- wonen. Der letztere Angeklagte ist der Geschäftsführer der ersteren, welche hier die von ihrem verstorbenen Eaemanne etablirte Schirmstock- Fabrikation weiter betreibt. Beide habe« es unterlassen, itre Arbeiter zur Unfalloerficherung anrumelveil- Durch die Beweisaufnahme stellte sich aber heraus, daß die An- geklagten nur gegen Bestellung undZmit einfachen DrehbänleN obne Anwendung von Maschinen arbeiten, auch höchstens 2 ij 3 Gesell.« und ebenso viel Lehrlinge beschäftigen. Der Sia®»' anmalt beantragte unter diesen U-nstänven, da sonach weder ei» Fabrik- noch ein Betrieh mit zehn Gehilfen vorliege, die F#' sprechung der Angeklagten, auf welche der Gerichtshof dkiw auch erkannte. j Fundunterschlagung und Hehlerei. Der„Arbeiter" Erm» Major fand eines Tages auf dem Hackc'jchen Markte ein zi� sammengeschnürtes Päckchen Billrts, welche für ein dcmnaa» in der Uirion-Brauerei stattfindendes Konzert bestimmt wott»- Anstatt das Fundobjekt in der Union Brauerei obzuliese«>> erlag der Finder der Versuchung, die Billets für stch zu � werthen und fand auch eine Abnehmerin in der Person. Frau Sckroth, welche einen kleinen Zigarre- laden befitzt. Trot' dem Major ihr ausdrücklich mittherlte, daß er die Billets fltz j fundcn. nahm Frau Ecbroth ibm dieselben, die einen Werth über 10 M- repräi'cntirten, für den Preis von 3 M. 15 Zigarren ab. Die Sache gelangte aber zur Kenntniß V Behörde, der unredliche Finder zog stch eine Anllaze weg» Untersch agung und die Frau Sckrotb eine solcde mW Hehlerei zu. Gestern fand vor der 93. Abtheilung r Schöffengerichts in dieser Angelegenheit Verhandlung"Ä welche mit der Verurtheilung beider Angeklagten zu je 20 � ev. 4 Tagen Grtängniß endete. Die stellvertretenden Borstandtmitglieder und visoren des Arbetterbezirksvereins de« Osten«. Kauliw»? Flatow, Dceche ler Tabert, Tischler Richter, Zimmermann HA- und Hutmacher Niemann toor-n wegen Berl.tzung de»B�2 gesetzes neben den drei Mitgliedern des Vorstands, Herold wf Gen., anacllagt, vom Schöffengericht aber freigesprochen wo*1*, während die drei Letzigedaebten zu je 15 i)£. ev. je 3 Haft verurtheilt wurden. Es war nämlich verabsäumt eine Sratutenänderung binnen 3 Tagen bei der Polizcibt»° anzuzeigen. Das Schöffengericht nahm bei seiner SenteW�, daß nur die wirklichen Vorstandsmitglieder, nicht ad« Vertreter und die Revisoren für die unterlassene Anzeigt antwortlich zu machen seien. Gegen diese Entsä!�. legte die Amtsanwaltschaft, soweit sie auf Freisp«?�, lautete, Berufung ein und stützte dieselbe auf den laut ver bezüglichen Etatutsparagrapben. In benl', heißt es nun allerdings, daß der Vorstand aus dem � fltzcnden, dem Schriftführer, dem Kasfirer, deren Stelloer« � und zwei Revisoren besteht. Den letzteren ist in einem an�j ~ ackt. Ctnff» itnh Bili« OU«% Paragraphen zur Pflicht gemacht, Kasse und Bück« % Monate zu revidircn und Bericht zu erstatten. Der � anwalt beantragte Verurtheilung der fünf Berufungsd«�°a zu je 15 Mark, während deren Vertbcidiger, Rechtsar>, Freudrnthal, ausführte, daß schon in dem Worte Stelloew ausgedrückt sei, daß diele nur im Vorstand fungiren Lj, wenn die eigentlichen Mitglieder behindert find. Die, soren üben aber gerade eine Kontrolthät gkeit dem 3%%* gegenüber aus und könne es diesen tbatiächlichen Verhalt' � aegenüber nicht auf die inkorrekte Fassung deS Statu» � rommcn�Der Gerichtshof nahm aber an, daß es�w�� Der erste Morgen in dem liebliche» Thale war P Beide ein verfehlter. Nach dem verzweifelten aber leider vergeblichen Arbeit zu erlangen, war Ehrhardt gleich einem A* fortgestürmt. Möglich, daß sein Auftreten zu der � � losigkett beigetragen hatte, aber— wer will mit einem zweifelten rechte»?— � , Vor einem der kleinen Häuschen am äußerste« de« Dorfes machte er Halt. Rathlo» blieb er eine«» blick vor demselben stehen. Unempfindlich schweifte fern Blick über das sauder gehaltene äw»? tr r> «ützlrthen Gemüsearten sorgfältig bepflanzt.. ß» Ehrhardt stand inmitten der kleinen Beete, bow � Auge sah nicht« von dem. wa« ih« umgad- st« plötzlich zuckie er zusammen. Durch da» geöff"«»? brwg et« schmerzliche» Weinen, unterbrochen lagend ausgestoßenen Tßor,«:„Mein Kmd, mei« lrebei Kmd!"" 0* etsie 3Hifall war vorüber.« u«"*, «WWMSSS fettiu de» kleine» Zimmers drang ein dumpfer, K % ? �iMfunktionen der Angeklagten ankomme, sondern auf �«Mschaft als Vorstandsmitglieder im Sinne des Sta« Demgemäß waren die Angeklagten nach dem Antrage '*?7°�anwaits nu verurtbeilen- l. f'�rage, ob die AuskvuftSerthetlung den Schutz [*,(193 de« Strafgesetzbuchs genießt, beschästigte wieder die sechste Strafkammer hiesigen Landgerichts I als Be- "�gsinstanz. In der Privaillagesache de? Baumeister SS den Maler Cornelius hatte das hiesige Schöffen- iflt den Angeklagten zu 50 M. verurtheilt, weil er auf eine ["lge eines Mitgliedes eines Echutzvereins die Aeußerung warne Jeden, mit dem Kläger in eine geschäftliche Windung zu treten, denn er habe die Erfahrung gemacht, '»«selbe den gegen ihn auf Zahlung der ge- kn Arbeit angestrengten Prozeß in die Länge Men seine Verurtheilung hat der Angeklagte durch seinen !?!,?, il«, Rechtsanwalt Dr. Thielemann. Berufung ein- i,r und durch Verlegung der Z vilprozeß-Aften sein� wider 1,2 den Beweis offerirt, daß derselbe in der That durch L'FBung immer neuer Einwände und Einlegung der •tfa® die endgiltige Entscheidung in die Länge ziehe. ! ,» iralt Dr. Thielemann führte aus. daß die von seinem Mnten Ausklinke beruhe und daß ""eazngr war, aus vre an lyn gencyrere ANsrage zum >«nderer diese Wahrheit witzuthcilen, obgleich dadurch i?Ü« obseftio in seiner Ehre herabgesetzt worden sei. k �rrchtshof � ftkannte Mnten ertheilte Auskunft auf Wahrheit k» L�chtigt war.�auf die an ihn gerichtete Anfrage zum ...-- ,r- t heilte diese Auffassung in beiden Punkten Lk�nte daher unter Aushebung des ersten Urtheils auf �»chung des Angeklagtm./ 15, einem Urthetle deS Reichsgerichtes vom k i884 erstreckt sich die von dem Betriebsunternehmer u'»'« Eisenbahn oder Fabrik aus dem Hafipflichtgesctze zu . Entschädigung auch auk den dem Verletzten durch den H[».„gefügten mittelbaren Schaden.— Der diesem Urtheile K K* liegende Fall war folgender: Ein Arbeiter hatte lkbetriebe den rechten Arm schwer vei letzt. Der � nach Verlauf längerer Kurzeit zwar vollständig ge- 2 aber, in Verfolg der durch die Kur bedingten langen ig»,???itik der sonst geübten Thälizkeit entwöhnt worden, daß K?W>igte den Arm nicht mehr in dem Maße wie früher - n! brauchen konnte. ES wurde ihm auf seinen Klage �»Njenioe Betrag als Entschädigung zugesprochen, um KT ach seine Erwerbsfähigkeit durch die Schwäche des 13»«mindert hatte. Wne und Versammlungen. «tzUruf an sämmtltqe Stetndrucker und Litho« UZ"', Werth« Kollegen! In der Anstalt von Einst �°ben, wie bekannt, sämmtliche Drucker(24) die >-.["�ergeleat, und hatte sich zum Zweck der Einigung -ch Mtion der Fachkommission zu den beti effmden Herren - g i» die aber zu keinem beftiedigenden Resultat ge> ■■ftt öl'r, Aun hat die Kommisston einstimmig beschlossen, % �"egen mit unserer ganzen Kraft zu unterstützen. Be- rik 2r' daß wir» cht geionnm find, solche Handlungswerse Aq o"5t1�en 3U lassen. Nähres darüber sväter. Die Zahl« Kt;". L bei M. Scheuer, Acker- und Jnvalidenstraßen- Admiralstr.(frühere Linde); 3. bei Daselbst werden die Bciträasvitgegcn- Sonnabends von 6-9 Uyr T ibz""»°n 9-12 Uhr Vormittags. Montags von 6- Kt:'«M. im„Salon zum deutschen Kaiser" mit der «nKt* ist die Lohnfrage der Mäntel. Arbeiterinnen zu lichste» n? Vötting führte in ihrem Referate die Haupt- %e< elstände vor Augen, deren Beseitigung zunächst tfj�aßt werden müßte. In erster Linie nannte sie C» veari»°�ge Arbeitszeit, welche in den Arbeitsstuben J SlUem l'l hätte. Die Inhaber von ArbeitSstuben hätten Hillen., für zu sorgen, daß bei ihnen beschäftigten Arbei- regelmäßige Arbeitszeit inne hielten, welche im il? könnt 8 Uhr, im Sommer von 7—7 Uhr bemessen H? a b �0n,i? dafür, daß den Arbeiterinnen die Mög % ßeboten '-..°ber „»efonbi sei, einen auskömmlichen Lohn, min- 12 Mark pro Woche zu verdienen. Arbeite löhne übe die mangel- Sluu!lrtfn Druck auf die Ardeitelöhne übe die Mangel- �VÄng vieler Näherinnen. Diejenigen, welche sich /.Hut MbUdung von Näherinnen befaßten, verfolgten hierbei L»un>>»lgeneS Interesse, indem sie sich Lehrgeld, ah en j S iS"»ä wenigen Wochen die„AuSgelernte" rücksichtslos ÄSrfst'smarkt hinaustrieben, ohne ihr die Fähigkeiten SU haben, ihr Brod fernerhin zu verdienen. Die von Fachschulen sei dringend geboten. Während V«btt in den Geschäften pünktlich alle acht Tage gezahlt >0 müßten die Arbeiterinnen 14 Tage warten, um �'hr Ohr, der sie erschreckte. Sie sprang auf und i, ,,?w rm planne angstvoll in das Antlitz. % �hast den letzten Weg vergeblich gemacht," sagte sie > diese« Mal antwortete ihr Mann nicht; aber � ju. �Ugen, welche er jetzt auf sie richtete, las sie t ,3>..!u![ich die Bestätigung ihrer bangen Worte. i- llrw f rief die Frau schmerzlich weich und legte nÄ*" den Nacken des noch immer unbeweglich da- Mannes,„es ist trostlos, daß auch die letzte $ H-5 auf Arbeit vergeblich war, aber ich bin dennoch Ii.froh, daß Du wieder bei mir bist. Rudolf, wie sehr ich mich geängstigt habe wäh-end Cr �Wesenheit!- 3 Wr, verzweifelt die sehnigen Arme.„Um Ar- r® lch ja nur, um Arbett!— Um Arbeit, damit »taj,[5* hungern lassen darf. Wie einen Aussätzigen Ij. Xefct, von einer Schwelle zur andern." i 1( konnte sich der starke Mann nicht mehr halten; L Sinen Vanien Körper.> l'»uf ir. Anblick stand seine Frau und schaut« rath- Man», dessen Verzweiflung ihr da» Herz wein geliebter Man», fasse Dich." flehte sie &W......■■ tz...preßt', ,feie war«eben ihrem Manne niedergesunken -» ginnlÜ** schlaff herabhängende Hand an ihre Brust, � 44 Her, �vsse Much, geliebter Mann, e« drückt W�et zL?' Dich so verzweifelt zu sehen. Rudolf, rr.4?? wAe» zu Dir, ermanne Dich, laß Dich �»Mein überwältigen." C leise ZT'«wes Weib," flüsterte Ehrhardt und p» T Hvnd über die Wangen seiner Frau. \.%»en y; j4 wcht, sie anzublicken, und hielt die Augen, d � �hranen unaufhaltsam flössen, mit der Hand m Leben, daß, wen» der Mann M bber und einen Augenblick die Herr- V4!,erüstet T�da, Weib, mit mehr Widerstands- Üvd n'>° Mann tröstet und mit neuem Much 10 w« es auch hier. (Fortsetzung folgt.) .. garnichts zu erhalten. Die Vortragende empfahl die klnlegung einer schwarzen Liste von solchen Arbeitgebern, welche säumig oder garnicht zahlten, damit keine Arbeiterin in die Lage käme, bei solchen Meistern Arbeit zu nehmen. Die Be- seittgung der gerügten Mißstände in der angegebenen Weise würde viel dazu beitragen, die Lage der Mäntel- Näherinnen zu verbessern, doch könnten die gestellten Forderungen nur mit vereinten Kräften zur Durch- führung gebracht werden, weshalb sich jede Arbeiterin einem Vereine anschließen müßte. Die Schneidermeister sollten ihre Arbeiterinnen nicht davon abhalten. Kaufkraft und Kauf- tust sei vorhanden, eine Erböbung der Arbeitslöhne würde durch einen leicht zu tragenden Preisaufstlog der fertigen Waare vom Konsumenten gedeckt werden. Deshalb rief die Vortragende zum Schlüsse noch einmal allen Arbeiterinnen zu: Vereinigt Euch! Anschließend hieran verlaS Frau Pöttmg folgendes von der Innung an den VereinSvorstand ringe- laufene Schreiben:„Die Damenmäntelschneider Innung fühlt sich in dem Bestreben der Arbeiterinnen, ihre Lage zu ver- bessern, ganz in Uedereinstimmung mit ihnen, denn die Stellung der Meister ist nicht minder gedrückt. alS die der Arbeiterinnen; nur über die Mittel und Wege, wie eine Besserung herbeigeführt werden kann, weicht die Meinung der Innung von der Ansicht, welche ihr in dem Programm der Arbeiterinnen unterbreitet ist, ab. 1) Was die Gründung eines Vereins zu diesem Zwecke betrifft, so ist darauf zu erwidern, daß die Innung eine fest gegliederte, vom Staate anerkannte Korporation ist, die ihren Mitgliedern nicht zuwuthen kann, noch einer anderen Vereinigung anzugehören, deren soziale Ansichten nicht in den Rahmen einer Innung passen. 2) Die Schundarbeit und Schmutzkonkurrenz läßt sich nicht durch Streiks oder Verhängung von Sperren über ein- zelne Geschäfte beseitigen. Die Innung erwartet vielmehr Ab- Hilfe durch die Gesetzgebung und verlangt die Aufhebung der schrankenlosen Gewerbefreiheit und die Abänderung der Ge- werbeordnung in diesem Sinne. 3) Was die Wahl einer Kommisston von 7 Personen, welche in Streitigkeiten zwischen Meistern und Arbeiterinnen ein Schiedsgericht bilden soll, an- belangt, so ist darauf zu entgegnen, daß die Innung schon lange ein ihr nach§120» der Gewerbeordnung zustehendes Schiedsgericht für solche Fälle befitzt, welches sie dem hier in Berlin für sämmtliche Innungen bestehenden Jnnungsaus- ausschuß übertragen hat. Die Innung würde nicht anstehen, auf einen hierauf bezüglichen Antrag dcr Arbeiterinnen, für eine legale Vertretung ihrerseits zu diesem Schiedsgericht hinzu- wirken. Aus diesen Gründen aber sieht die Innung sich veranlaßt, von der Wahl einer Kommission Abstand zu nehmen."— Frau Cantius wies darauf hin, daß, um etwas erreichen zu können, nothwendig sei, daß sich alle Arbeiterinnen in dem Verein vereinigten, die Löhne nicht selber herabdrückten und die Schwachen und Unferttgen unterstützten. Die Arbeiterinnen äßen kein Gnadenbrot, sondern sauer erworbenes, und sollten wenigstens soviel verdienen, daß sie von Nahrungssorgen be- freit wären. Die Forderung der Arbeiterinnen, sie lautet: Gebt unS Brot, damit wir nicht mit unseren Kindern leiden Hunger und Noth! Herr Schneidermeister Weiglin hob hervor, daß dieJnnunaSmeister mitSiebenmeilenstiefeln rückwärts gingen. Er empfiehlt Branchen Organisationen, jedoch unabhängig von einander oder einen alle Branchen umfassenden Verein. Dieser Ansicht gegenüber erklärte Frau Vötting sich für Zentralisation. Die Frage deS MaximalarbeitStageS rief weiterhin sehr leb- haste Debatten hervor, in denen Schriftsetzer Kunkel, Schneider Bock u. A. Herrn Weiglin auf's nachdrücklichste bekämpften.— Frau Kranckemann bemerkte, daß der Lohntarif an die Schnei- ermeister versandt worden sei. Diejenigen Arbeitgeber, welche nicht pünktlich zahlen, sollten der Fachkommission namhaft ge- macht werden, damit diese dagegen einschreiten könne.— Fräulein Wabniy hält es für erforderlich, daß in allen ArbeitSstuben Lohntarife aushängen, damit jede Ar- beiterin sich sofort über die Lohnverhältwsse orientiren könne. Den Schneidermeistern glaubte sie empfehlen zu sollen, sich nicht so übermäßig in das„Damenfach", in die Mäntelbranche einzudrängen. Frau D e ch e n d fordert, daß in der Muster- zeit, wo erne Arbeiterin oft acht Tage an einem Mustermantel zu arbeiten habe, die Arbeiterinnen auf Wochenlohn beschäftigt, nicht aber pro Stück bezahlt würden. Herr S e l i g m a n n hält es für sehr scbwierg. die Löhne aufzubessern, die über- schüsfigen Arbeitskräfte sollten sich nach besser bezahlten Branchen umsehen. Herr O n i t s ch k a empfahl den Arbeiterinnen Asso- ziation, während Herr Asch vorschlug. Massenvetrtionen an die Geschäftsinhaber zu richten, damit diese mit ihren Schneidem nicht mehr Sonntags, sondem Freitags oder am Sonnabend Vormittag„rechnen" möchten, um dadurch zu veranlassen, daß den Arbeiterinnen am Sonnabend Abend ihr Lohn ausgezahlt werde. Nachdem noch Frau Vötting der Anficht, daß eine Spaltung zwischen den beiden Arbeiterinnen- Vereinen bestanden habe oder noch bestehe, entgegengetreten war und ausdrücklich betont hatte, daß beide Vereine in allen wichtigen Fragen Itels Hand in Hand gehen würden, ermahnte Frau C an tiuS n ihrem Schlußworte noch einmal dringend, sich den Ver- einen anzuschließen, worauf die Versammlung gegen 12'/, Uhr Nachts geschlossen wurde. � �. Eine öffentliche Versammlung der Schmiede im Salon zum deutschen Kaiser, Lothringer str. 37, beschäftigte sich mit folgender Tagesordnung: 1. Die Stellung der Schmiede im Allgemeinen. 2. Wie können die Schmiede ihre Errungen- schaften behaupten und eine Besserstellung für die Zukunft herbeiführen? 3. Diskussion und Verschiedenes.- Herr Lochmann führt zunächst an, daß die Schmiede in ihrer Stellung mehr rückwärts wie vorwärts geschritten find, indem viele wieder Sonntags arbeiten und betonte, daß jeder mit ganzer Kraft eintreten müsse, um die Bewegung nicht illusorisch zu machen. Wenn einzelne Meister Sonntags arbeiten lass-n, so werden diejenigen, welche nicht arbeiten lassen, in Nachtheil sein, und, wenn nicht dagegen gestrebt wird, gezwungen sein, ebenfalls wieder die Sonntagsarbett einzuführen. Darum hauptsächlich seien die Telcgirten gewählt, welche die Interessen ihrer Werkstatt vertreten sollen. Auch sei beschlossen, eine „Revistonskolonne" zu bilden, welche kontroliren solle, in welchen Werkstätten Sonntags gearbeitet wird. Nöthrg sei auch, eine Statistik der arbeitslosen Gesellen aufzustellen, um Schmiede unbedingt nöthig sei. Hierauf macht er bekannt, daß er am Sonntag revidirt und gefunden habe, daß beim Schmiede- meister Franz(Planufer) Vormittags lO'/j Uhr noch 8 Pferde zum Beschlagen gewesen find. Hreraus wurde folgende Reso- Referat zum zweiten Gegenstand der Tageeordnung. nothwendig' stiTdie�SS S v«lü?e'n. um diZvielen WWW SVWIÄ'S S&Z gewerk abzuschaffen.(Großer Beifall.) Hierauf macht Herr Lochmann bekannt, daß jedes KommisstonS Mitglied eine Zahl« stelle inne habe und zwar die Herren Geelhaar, Pallisaden« str. 21; Hoffmann, Blumenthalstr. 5; Stange, Linrenstr. 34; Eckadow, Schwedterstr. S; Rasch, Lichtenbergerstr. 20; Hahn» Poppstr. 1; Weimann, Koppenstr. 55 und Jung, Hollmann« straße 8j br. In der Versammlung des Arbeiter-Bezirlsverein« für den Osten Berlins, die am Dienstag AndreaSstraße 21 stattfand, machte der Vorfitzende zunächst die Mcttheilung, daß in der Anklagesache gegen den Vorstand wegen(um einen Tag) verspäteter Einreichung des Vereinsstatuts das Straf« urtheil deS Schöffengerichts, welches nur den Vorsitzenden, den Schriftführer und den Rendanten zu je 15 Mark Geldstrafe und zu den Kosten vemrtheilte, vom Landgerichte dahin ver- schärft sei, daß gegen alle 8 Mitglieder des Vorstandes die Geldstrafe von je 15 Mk. verfügt worden ist. Darauf hielt Herr JenS Chrtstensen einen Vortrag über„Unsere Zeit." Was der Vorteagende ausführte, war— in Kürze skizzirt— folgendes: Die menschliche Gesellschaft ist bisher noch immer und überall in zwei Klassen: die herrschende und die be« herrschte, getheilt gewesen. Immer und überall find diejenigen. welche viel Eigenthum haben, die Herrschenden und diejenigen, welche wenig Eigenthum haben, die Beherrschten. Im Mittel- alter war daS unbewegliche Eigentbum, der Grundbesitz, da« Maßgebende; der Adel und die Geistlichkeit waren im Besitz des gesammten Grund und Bodens und bildeten deshalb die herrschende Gesellschaftsklasse; Bürger und Bauern, die keinen Grundbesitz hatten, waren dre beherrschte, dienende, machtlose Gesellschaftsklasse. Seit dem 14. Jahrhundert, wo Handel undIJndustrie einen großen Aufschwung nahmen, kam ein Theil der beherrschten Gesellschaftsklasse in den Besitz von beweglichem Kapital. Die immer reicher werdende Bourgeoisie wurde allmälig mächtiger, als der Adel und die Geistlichkeit. Durch die ftonzöfische Verfassung vom 3. September 1791 wurde die große Masse des Volks, der gesammte Ar« deiter« und kleine Handwerkerstand, von der Theilnahme am politischen Leben und an der Gesetzgebung ausgeschlossen. Di« hiermit santtionirte Kluft erweitert sich seitdem infolge der Einführung des Maschinenbetriebes bei der kapitatistischm Produktionsweise mehr und mehr; die kleinen Handwerks- meister können ihre Selbständigkeit nicht behaupten; sie müssen sich in den Dienst des Großbetriebes stellen; die Handwerks« gesellen müssen Fabrikarbeiter werden. Und lo müssen auch die Löhne der Arbeiter immer tiefer sinken. Den Einfluß be« sprechend, welchen dieser auf dem wirthschastlichen Gebiete sich vollziehende Prozeß auf nas sittliche Volksleben ausüben muß, wies der Vortragende darauf hin, daß ein sittliche« Familienleben, eine Erziehung der Kinder im Arbeiter» stände kaum noch möglich sei, daß die Prostitution mehr und mehr um sich greife, die Kindersterblichkeit und die Sterblichkeit überhaupt in den unteren Gesellschaftsschichten in erschreckender Weise zunehmen. Er schloß mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß in nicht sehr ferner Zukunft eine Umänderung im wirthschafttichen und sozialen Gesellschaftsleben erfolgen werde.(Lebhafter Beifall.)— Es wurde dann der Antrag. für die Stadtverordneten-Wahlen 200 Mark aus dcr Vereins» lasse zu bewilligen, nach kurzer Diskussion angenommen.— Längere Debatten rief der Antrag hervor, einem verunglückten Mitgliede eine Unterstützung von 20 Mark aus der Vereinskasse zu bewilligen. Der Antrag wurde angenommen. Weiter wurde noch beschlossen, in der nächsten Versammlung bei Ausgabe der Vereinskalender für ein anderes hilfsbedürftiges Mitglied eine Tellersammlung zu veranstalten. Im Arbeiter- Bezirks-Verein der Oranienburger Vorstadt und des Wedding hielt Herr Baak« am Montag, den 16. d. M., einen mit reichen Beifall aufgenommenen Vor- trag über„Die Bevölkerungsfrage". Referent führte ungefähr folgendes aus: Die Nationalökonomie sei eine der schwiengsten Wissenschaften, weil diese die Anforderung stelle, an alle Fragen ohne Unterschied heranzutreten; dieselbe ist aber zu einer Klassen« Wissenschaft geworden. Zum Beispiel haben die Manchester« leute für alle Uebel, besonvers für die Armuth der großen Masse nur immer die Erklärung: diese Uebel seien unvcrmeid- lich. Die„sozialttäre" Richtung der Nationalökonomen sucht nach« zuweisen, daß diese Massenarmuth lediglich aus der bestehen« den Sozialverfassung der Gesellschaft entstanden sei. Diese Stellung tritt deutlich hervor in der„UebervölkerungS» frage" welche entstand, als Grund und Boden Privat« Eigenthum wurden. Die große Masse deS Volke« ist hierdurch in Abhängigkeit gerathen. Mit dem Vermehren der Bevölkerung habe die Abhängigkeit immer größere Dirnen« fionen angenommen und habe man dieses Anwachsen der Be« völkerung fälschlich als die Ursache der Armuth hingestellt, zu deren Beseitigung man Ehebeschränkung und Entyaltsamkeit der Arbei-er forderte. Diese Anschauungen gingen am deut« lichsten aus den Aussprüchen des anglikanischen Geistlichen Robert Malthus hervor. Referent beleuchtete nun eingehender die Malthus'schen Anschauungen und kam zu dem Schluß, daß jedes Gesetz, welches die Vermehrung der Bevölkerung zu ver« hindern suche, schädlich auf die fortschreitende Entwickelung wirke. Nachdem Redner die Anficht zurückgewiesen, daß einmal eine Zeit kommen könne, wo die Erde nicht so viel Nahrung liefern kann, als die Menschheit verbraucht, forderte er auf, mit aller Energie gegen die Trägheit des politischen und sozialen Fortschritts an- zukämvfen. Zur Diskussion sprachen die Herren Boy und Kunkel. Zu„Verschiedenes" sprach unter Anderem der Kandidat für den 38. Kommunal- Wahlbezirk, Herr Klempnermeister Rojahn. Derselbe kritifirte das bishrige Verhalten und Treiben der jetzigen Majorität der Stadtverordneten- Versammlung und ver« sprach. falls er gewählt würde, nur solchen Anträgen zuzu« stimmen, welche sich mit seinen Ansichten als Arbeiter Kandidat vereinbaren lassen. Eine Tellersammlung für die gemaßregelten Töpfer in Velten wurde vorgenommen. Nächste Versammlung Montag, den 7. Dezember. Abends 8'/, Uhr, im Vereinslokal „Wedvmg- Park", Müllerstraße 178. Vortrag des Herrn Dr. Petri. ,. 2« der Neuen Walhalla. Schönhauser Allee, findet heute Abend eine Kommunalwähler- Versammlung statt, in welcher der Kandidat des 32. Kommunal-Wahlbezirks. der Gelbgießer Gottfried Schulz, das Referat übernommen hat und Herr Fritz Görcki als Korreferent über daS Verhalten der liberalen Majorität sprechen wird. Urrmischtes. Probates Mittel. Ein Ehepaar in Philadelphia(eS soll auS dem Schwabenlande eingewandert sein) hörte eine« Nach» ein Geräusch unter dem Bett.„Es ist ebbes unterm Bett," sagte der Mann zu seiner Frau,„'s wird wohl de, Karo sein," antwoitete diese.„Aber am End' ischt's a Räuber/ meinte der Mann.„Schtreck d' Hand unter die Bettstell'." rieth die Frau.„wenn's der Karo isckt, leckt er die Hand." Der Mann steckte die Hand unter die Bettstelle und der dar- unter verborgene Dieb, welcher die Unterhaltung des Ehevaaret angehört hatte, beeilte sich, sie mit der größten Zärtlichkeit zr belecken. Das Ehepaar schlief ber ihigt ein; aber als es am nächsten Morgen erwachte, war nicht mehr viel im Zimmer, was des Wegtragens werth gewesen wäre. Auch ein Brandschaden. Brand-Jnspeftor:„Also de, Brandschaden soll ich aufnehmen, aber ich seh' ja gar nicht, von dem Brande!"- Bäuerin:„Ja den Brand hat er schoi ausg ichlafen, mei Stoffel, aber das Küchengeschiir, das er ,u sammengeschlagen hat in seinem Brand, das liegt dort auf den Theater. Hkute- Johann von P�Zvernhans. H«ute. Faust. EchausHielhau«. »h,...(,%" Kriedrick-Wilhelmstä�ttsch-» Theater : Offenbach-Cyclus. Die Großherzogin von Gerolstein. Heute Heute Theodora. Stestdenz-Theater. �ammmemaamsBamssBa � 11"ff"" HI'IWIBiliWff AllSlikrklluf in KleidkMen zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Walluer-Theater. Heute: Unter uns. Hierauf, zum ersten Male: Der Bielge« liebte. Belle-Allianee-Theater. H�ut! Kyritz Pyny. Walhall a-Op eretten-Theater. Heuts: Don Cesar. Vtttoria-Theater. Heute: Meffalina. K.MttrntmThntinf Morgen: Dieselbe Vorstellung. Loutsenstädtische» Theater. Direktion: Jos. FirmanS. Heute: Fra Diavolo. Ostend-Theater. Heute: Der Leibeigene. Konigstädtisches Theater. Heute: Gastspiel der Liliputaner. Die kleine Baronin. Theater der Reichshalle«. Zkäglich: Aufr:ten sämmtlicher Spezialitäten. Slmeriean-Theater. lläglich: Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Äaufmann's Vmrtet«S T»glich: Große Spezialitäten-Vorstellung. «onkordta. Täglich: Ruftreten sämmtlicher Spezialitäten und theatralisch« Vorstellung. Alhambra-Theater. Wallnertheaterstraße 15. Heute und folgende Tage: Berlin, wie es weint und lacht. Dolkssttick mit Gesang in 3 Akten und 10 Bildern von C. F. Berg und D. Kalisch. Regie: Herr A. Seefeld. vor der Vorstellung: Großes Konzert der HauSkavelle. Anfang des Konzerts Wochentags 7 Uhr, der Vorstellung 8 Uhr. Anfang des Konzerts Sonntags 6 Uhr, der Vorstellung 7Vj Uhr. HZonS haben Wochentags Giltigkeit und find im Theaterbureau (12—1 Uhr) gratis zu haben. Maehr« Caslno. Orantenftraste 24. Naunynstraße 65«. Täglich: Grosse Spezlailihten-Vorstcllnner. Neu! 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Juni 1384 affengcsetz m.. vi vwt«K vom i.<;unl/ 00�.3« neu beigefügt: Das Gesetz Über die Fre»zuS Gesetz, betr. das Urheverrecht an Muste**. Modellen, Gesetz über Markenschatz. Im kalender find die in der n e u e st e n Zeit eingc Ereignisse nochgettagen. Der Kalender, mit©»It und Papier für Togesnotizen ausgestattet, kostet 50 Pfennig. Stuf vielfachen Wunsch ist eine stärkere r Schreibpapier und besserem r"hnd...*11 at c. TTIlt m 6 H MltV W IJHdll' fertigt, von der das Exemplar zu 70 Pfennig wird. ao.«. tt, Wiederverkänfer erhalten 1 möbl. Zimmer, pr. 10 M. b. Tübdecke, ZionSktt� Eine freundl. Schläfst, zu verm. sgl. od. i Oranienstr. 186, v. 4 Tr. r. b. Witte. Arbeitsmarkt. .u, 08� I w Strom en gros. Cigarren- u. 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